Nr. 71. Abonnements- Bedingungen: abonnements Breis pränumerando: Bierteljahrl, 8,30 M., monatl. 1,10 M., mocheich 28 Big. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Bfg. Gonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage Die Neue Belt" 10 Big. Boft. Abonnement: 1,10 Mar? pro Monat. Eingetragen in die Bost- Zeitungs. Breisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Bostabonnements nehmen an: Belgien, Dänemart, Holland, Italien, Luxemburg, Portugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz, Erideint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 24. Jahrg. Die Infertions- Gebühr Beträgt für die fechsgespaltene Rolonel geile oder deren Raum 60 Big, fü politische und gewerkschaftliche Bereins. und Bersammlungs- Anzeigen 30 Bfg. Kleine Anzeigen", das erste( fett. gedruckte) Wort 20 Big., jebes weitere Wort 10 Pfg. Stellengesuche und Schlaf. stellen- Anzeigen das erste Bort 10 Bfg., jebes weitere Bort 5 Bfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 1hr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm Adresse: Sozialdemokrat Berlia Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Mr. 1983. Schulkämpfe. Sonntag, den 24. März 1907. Ein Zentrumsführer. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Mr. 1984. Der Beigeordnete hat in der ersten Instanz erklärt, daß die Schikanen und Intrigen des Biltens ihm seine Tätigkeit geradezu berefelt haben. Jahren an der Spike des preußischen Kultusministerinms fitt, erklären mußte: Nur über meine Leiche kommt Zilfens in diese ohne recht zu wissen warum und wozu, hat wenigstens den Kommissionen!" Mut, sich offen ganz so reaktionär zu zeigen, wie er ist. ,, Unredlichkeiten fann ich Zilfens nicht vorwerfen, Herr Studt hat den Freikonservativen und Nationalliberalen bekundete Beigeordneter Sieberger, aber fein Verhalten streifte Der fleine Bruchteil preußischer Staatsbürger, denen ihr quittiert über die Unhöflichkeiten, mit denen ihn diese manchmal hart daran." Der Zeuge schildert einen Fall, wo Zilkens hohes Einkommen das Vorrecht verschafft, im preußischen Barteien während der letzten Schulgesetzkampagne beehrten. ihm zugemutet hatte, von einem Bauunternehmer, der aus einem Abgeordnetenhause unter sich über die Interessen des preußischen Er will von der Beseitigung der geistlichen Schulaufsicht nichts Straßenbauvertrage an Biltens 10 M. pro Quadratmeter zu zahlen Voltes zu befinden, haben in den letzten Tagen auch der wissen, und er will auch nicht einmal so tun, als ob es ohne hatte, den doppelten Betrag abzunehmen, die Hälfte des Ueberpreußischen Volksschule gedacht. Es sind ungefähr fünf Prozent die geistliche Schulaufsicht ginge. Von dem Standpunkte aus, schusses sollte der Stadt, die zweite Hälfte Biltens haben; also, Schultinder, die nicht die Volksschule, sondern eine höhere daß die Aufdeckung jeder Heuchelei ein Verdienst ist, hat sich wie der Zeuge erklärte, die Zumutung eines direkten Betruges Lehranstalt besuchen. Daß diese fünf Prozent gerade die Studt durch seine reaktionäre Haltung sogar ein gewisses zum Schaden jenes Unternehmers. Daß Zilfens nicht vor einem Kinder der vorerwähnten wohlfituierten Steuerzahler sind, Verdienst um die preußische Volksschule erworben. Im übrigen Bestechungsversuch zurückschreckte, ergibt sich daraus, daß er einem braucht kaum erwähnt zu werden. Es liegt durch sind uns die offenen Feinde der Volksschule und Volksbildung städtischen Beamten vorgeschlagen hat, ihm schon vor der offiziellen aus im Sinne der preußischen Schulpolitik, daß dieser immer noch lieber als die verlogenen, heuchlerischen Patrone, Auslegung der Stadtverordneten- Wählerlisten heimlich hinter dem fleine Teil der herrschenden Klasse auch über das Wohl und die das Wohl der Voltsschule als Lockmittel zwar stets im Rüden des Vorstehers gegen Bezahlung eine Abschrift der Listen Wehe der Schule bestimmt, die von den Kindern der Munde führen, im übrigen aber für das wirkliche Wohl der der ersten und zweiten Klasse anzufertigen. Zilfens war nämlich, ärmeren Boltsschichten besucht wird. Es soll ja sein, daß Schule nicht einen Pfifferling geben. wie ihn seine Parteigenossen selbst nannten, der GeneralfeldLeute um so sicherer über eine Sache urteilen, je weniger sie Das Vorgehen der Nationalliberalen und Freifonservativen marschall der Kölner Zentrumswahltruppen. Wie sehr er davon verstehen. Nur aus diesem Grundsaze heraus ist die war zugleich ein Vorstoß gegen den preußischen Kultusminister bei den Zentrumsleuten angesehen war, mag man daran erkennen, unerhörte Anmaßung zu begreifen, mit der Junter, Pfaffen, v. Studt, der aber auch diesen neuesten Stoß augenscheinlich daß im St. Leobau im Vorort Köln- Ehrenfeld das lebensgroße Eisenbarone und Börsenwölfe, unterstützt durch eine reaktionäre, ohne Magenbeschwerden ertragen hat. Es ist unglaublich, wie Bild des Biltens, der auch päpstlicher Ritter ist, in Del eingerostete Bureaukratie, über das Schicksal der preußischen unempfindlich die Rhinozeroshaut eines Ministers sein kann, auf die Wand gemalt sich befindet. Volksschule würfeln. so lange er von der allerhöchsten Sonne bestrahlt wird! Der Wenn Biltens bei seinen Grundstüdsgeschäften, Die Schule ist ein Politikum, so hat die Desterreicherin jüngste Schulfampf" in Preußen, wenn man das bißchen Straßenbauverträgen usw. bei den städtischen Beamten Maria Theresia gesagt. Das war sie nicht nur zu ihrer Zeit, heuchlerische Getue der Schulfompromißler überhaupt so an- nicht seinen Willen durchfeßen konnte, fo ging er, wenn Liebensdas ist sie bis heute geblieben. Weil die preußische Bolts- sprechen darf, ist demnach wieder einmal ausgegangen wie würdigkeiten nicht fruchteten, zu Einschüchterungen über und drohte schule in ganz besonderem Maße und von jeher ein Spielball das Hornberger Schießen. Das wird und muß so lange so mit Beschwerden und Klagen. ber verworrenen Parteiinteressen gewesen ist, hat es bis zur bleiben, wie der Schulkampf nicht wirklich um die Schule als das Wie er die städtischen Beamten mürbe zu machen Stunde nicht gelingen wollen, der Schule eine gefeßliche bedeutungsvolle ernste Voltsbildungsinstitut, sondern um sie als wußte, schildert der Zeuge wie folgt: Jch fagte zu Stadtbaurat Grundlage zu schaffen. Wie die Wölfe lagen die Parteien ein Herrschaftsmittel, als ein Schacherobjekt geht. Den wirt Stauernagel: Solange dieser Wunsch des Bilkens nicht zu dessen stets bereit, um zu verhindern, daß der eine oder der andere lichen Kampf um die Volksschule tann nur das Volk selbst ungunsten entschieden ist, haben wir Beamte Schonzeit; im Stadtverordnetenkollegium Nivale den größeren Broden erhasche. Gelegentlich tam es und allenfalls noch, von innen her, die Volksschullehrerschaft da konnten wir zu Zusammenstößen, wenn die Regierung wieder einmal den führen. Das Volf, die Arbeiterschaft, ist sich seiner Pflichten unsere Vorlagen durchbringen, weil sie von Söder eines Schulgesetentwurfes zwischen die fauchenden wohl bewußt und führt seinen Stampf um die Schule zu jeder Bilkens nicht beanstandet wurden. Hatten wir aber Barteien geworfen hatte. Dann sette es Kragwunden, Bisse, Zeit und an allen Orten. Leider kann man von den Bolts- wegen eines feiner Anträge Fehde mit Zilkens, so wußten wir beSchmisse und Beulen, die nur langsam wieder verheilten. Schullehrern nicht ein gleiches fagen. Um so erfreulicher sind stimmt, daß er im Stadtrat, wenn nur irgend Anlaß vorlag, unser Seit 1892 hat die Regierung es nicht wieder versucht, ein die gelegentlichen Ausnahmen, von denen sich gegenwärtig Projekt bekämpfte, weil er wußte, daß der Oberbürgermeister in diesem Falle die Sache an die Kommission verivies." Das war mir Schulgesetz einzubringen. Sie hat seitdem in schulpolitischer wieder eine in Bremen abspielt. auf die Dauer unerträglich." Beziehung von der Hand in den Mund gelebt. Durch gesetzgeberisches Stückwert und Flickwert hat sie von Zeit zu Zeit die ärgsten Blößen der preußischen Schulmifere zu verhüllen gesucht, so durch das Besoldungsgeseh, die Reliktenversorgung Der Vorwärts" hat schon früher über den großen Beund im vorigen Jahre durch die Schulunterhaltungsvorlage. leidigungsprozeß des Kölner Zentrumsführers Franz Das tragikomische Geraufe der Parteien um dieses Gesetz 3i1tens berichtet. Ende voriger und Anfang dieser Woche hat ist noch zur Genüge in der Erinnerung. Es erfüllte den sich die Straflammer des Kölner Landgerichts mit dem Prozeß Ultramontanen einen lange gehegten Lieblingswunsch und als Berufungsinstanz in fünftägiger Verhandlung befaßt. Die zwar ohne daß sie nur den Finger zu rühren brauchten; die Verhandlungen ergaben im allgemeinen das nämliche Bild dieses Stonservativen und die Nationalliberalen beeilten sich in spaßigem Mannes, der es vom armen Bürgermeistereischreiber zum Partei Wetteifer, einen Vorgeschmack von der konservativ- liberalen führer und einflußreichen Stadtverordneten, zum größten GrundPaarung zu geben, indem sie sich über die illiberalsten, schul- befizer von Köln und zwanzigfachen Millionär gebracht hat. feindlichsten Bestimmungen des Gesezentwurfes schließlich Biltens ist Bankdirektor, Landgutsbesizer, Ziegelei. und Kalfwerkseinigten. Natürlich waren es auch damals die National- besizer, Bauunternehmer und Grundstüdsspekulant im Riefen liberalen, die als die flügften" stets nachgaben. maßstabe. Um welche folossalen Geschäfte es sich bei seinen Unter Durch das preußische Schulunterhaltungsgesetz wurde die nehmungen handelt, mag man daran erkennen, daß Zilkens allein Herrschaft der Kirche über die Schule in ganz erheblichem an Straßenbaukosten die Summe von 1800 000 m. an die Stadt Maße ausgedehnt und befestigt. Auch die geistliche Schul- Köln gezahlt hat. Den fabelhaften Reichtum hat er dadurch eraufsicht ist dadurch nur noch fester begründet worden. rafft, daß ihn das Zentrum in den achtziger Jahren ins Stadt. Es ist in erster Linie die Schuld der Freikonservativen und berordneten- Kollegium wählte, wodurch er Kenntnis von den der Nationalliberalen, daß diese weitere Verkirchlichung der städtischen Bebauungsplänen erhielt. Sinter städtischen Atten preußischen Volksschule herbeigeführt werden konnte. Um so und Plänen war er wie besessen her, und er wußte sie auf alle abstoßender mutet jezt der heuchlerische Eifer an, mit dem mögliche Art zu erlangen. Auf dem Rathause sind ihm die Begerade wieder diese beiden Parteien in den letzten Tagen die amten bis hinauf zu dem liberalen" Oberbürgermeister in fachliche Schulaufsicht beantragten und ihr Vorgehen sogar unglaublicher Weise entgegengekommen, weil sie den Ein zu einer fleinen Haupt- und Staatsattion aufbauschten. fluß des Parteiführers und die Kenntnisse des Fachmannes Natürlich ist es beiden Parteien nichts weniger als fürchteten. Der Prozeß, bei dem Biltens zwar der Kläger war, Am 24. August 1906 6ersprach das gegenwärtige Kabinett ernst mit ihrem Bestreben, die Volksschule aus den in Wahrheit aber selbst moralisch auf der Anklagebank saß, hat tonstitutionelle Reformen, und am selbigen Tage wurde das Un Feffeln der Kirche zu befreien. Sie brauchen nur für ihr An- einen st intenden Sumpf fommunaler Korruption geheuer der Blutgerichte geboren! fehen im Reiche eine Auffrischung ihrer liberalen Politur. Bei enthüllt. Jm Januar 1907 erließ Stolypin das Zirkular an die Gouber den Vorgängen, die zur letzten Reichstagswahl führten, und Die Einzelheiten des umfangreichen Prozesses zu wiederholen, neure, das ihnen die Wahrung der Wahlfreiheit vorschrieb, und in während der Wahlbewegung haben die Liberalen, ganz erscheint nicht nötig, da sie sich meist mit dem aus der ersten In derselben Zeit raubte derselbe Stolypin Zehntausenden das Wahlhypnotifiert von den Bülowreden und den Dernburgmärchen, stana Mitgeteilten decken. Die jeßigen Aussagen des früheren recht, übte er den schändlichsten Wahlbrud aus, füllte er die Geauf alle liberalen Grundsäge flott gepfiffen. Irgend ein städtischen Beigeordneten Sieberger, der das Tiefbauamt fängnisse und die Steppen Gibiriens. Das sind die Taten des faules Mandat zu erlangen war ein höheres Ziel als dirigierte, aber ein höheres Biel als dirigierte, aber find geradezu fenfationell. find geradezu fenfationell. Herr Ministers, von denen er aber bescheiden heute in seiner Erdie Aufrechterhaltung alter politischer Grundsäke. Nun- Sieberger schildert die Art, wie Zilfens sich immer wieder Kenntnis lärung" schwieg. Er schwieg auch von den Blutgerichten, die schon mehr aber möchte man auch wieder nach der liberalen von Plänen verschaffte, die ihn gar nichts angingen, und wie er über 700 Menschen auf die Schlachtbank gezerrt haben, er schwieg Seite hin etwas tun. Da die Voltsschule für alles fich dann hinter die gewinnbringenden Grundstüde machte, wobei von den geheimen ruchlofen Plänen gegen das fleine Finnland, und jedes gerade gut genug ist; da hier die liberale er sogar sich nicht scheute, als Stadtverordneter der Stadt Köln er schwieg von ben 170 000 Galgen, die der angehende Diktator Pose ebenso hinreißend wirkt wie sie ungefährlich Konkurrenz zu machen. In den städtischen Bureaus spielte er sich Stußlands, Großfürst Nikolai Nikolajewitsch, ber tatsächliche Inist, und da schließlich auch die Volksschullehrer, die als Herrscher auf; er behandelte die Beamten wie Snaben und spirator der gegenwärtigen Bolitit, auf den Wegen und Straßen gerade bei der letzten Wahl ein besonderes besonderes großes erschien sogar einmal mit dem Hut auf dem Kopfe, der Zigarre aufpflanzen will! Der Abstand zwischen den Worten und den Taten dieser Sontingent der Intellektuellen" unter den Sozialisten im Munde und den Händen in der Tasche. Herr Sieberger konnte fressern gestellt haben, eine Belohnung dafür verdienen, so be- mit Recht sagen:" Die Art und Weise, wie Biltens Serren ist ein zu großer, als daß noch jemand sich durch die hohlen nugte man die Voltsschule wieder einmal als politisches auftrat, und die Art und Weise, wie er feine Worte täuschen lassen könnte. Solange die Weisheit jener in den Schacherobjekt. Wie wenig ernst es diesen Vorkämpfern der Privatvorteile gegenüber der Stadt durchfekte. Bajonetten liegt und die politischen Vorbedingungen einer wirklichen Gesetzlichkeit im Lande nicht gegeben sind, die nur durch die Fachschulaufsicht in Wirklichkeit mit ihrem Vorgehen war, ver- bertrugen sich mit der Würde eines Stadtverordneten nicht!" rät die Post", das Organ des bekannten Ottavio v. Redlik, Der Zeuge befundete, daß Bilfens die Mitglieder ber Beseitigung des gesamten berknöcherten und verwilderten Bureaus in ihrem Schmerze über die Erfolglosigkeit des Vorstoßes. Man 3entrumsfraktion ziemlich scharf für seine Interessen be tratenmobs erreicht werben kann, wird es feine Reformen geben, wollte, wie sie zugibt, nur eine ungefähre, wenn auch noch so arbeitete, und daß einmal Oberbürgermeister Beder auf eine Be- und Nußland wird weiter das alte Polizeistaatgespenst bleiben. windige und unsichere Zusage von der Regierung und den schwerde gegen Biltens erklärte:" Nun ist es genug; die Blase Das ist sonnentlar. Nur politische Stindstöpfe können an ein Zu Stonservativen. Für den Fall einer solchen Zusage hatten muß iept plaken. Ich werde mit Herrn Trimborn sprechen!" fammenarbeiten der Boltsvertretung mit der Regierung der die tapferen Boltsschulbefreier vereinbart, daß zur Zeit( Der Reichstagsabgeordnete Trimborn ist Mitglied des Kölner Striegsfeldgerichte und der Folterkammern denken. Tieferer Einauf die weitere Verfolgung des Antrages berzichtet werden Stadtverordneten- Kollegiums.) Einmal, als eine Straßenbaufache ficht hat das Regierungsprogramm nur nochmals gezeigt, daß die follte". Man wollte also nur ein fleines Händchen voll Sand, im Stadtrat verhandelt wurde, bei der Biltens persönlich finanziell luft zwischen dem alten Regime und dem Volte unüberbrüdbar um ihn den dummen liberalen Wählern in die Augen zu interessiert war, mußte er aus dem Saale entfernt werden. In geworden ist. die Tiefbau- und in die Stadterweiterungs- Kommission suchte er Allen tonstitutionellen Heuchlern am Ministertische nun die ftreuen. " Wir beschränken uns auf diesen Kleinen Auszug aus den Ber handlungen, die Zilkens als einen herz- und charakterlosen, geldgierigen Menschen erscheinen ließen, der schon zu Beginn seiner Laufbahn als Bürgermeistereischreiber sich von einer Prostituierten mit 60 Fr. hat schmieren lassen, der damals die Erben einer anderen Prostituierten um mehrere tausend Taler bemogeln wollte und das auch getan hätte, wenn ihm nicht ein politischer Gegner aus dem liberalen Lager hinter die Schliche gekommen wäre. Wer aber denkt, daß dieser Mann nun von der Zentrumspartel abgefägt und faltgestellt würde, der ist in argem Jrrtum. Schrieb doch die Kölnische Voltszeitung" jest nach dem Brozek, daß ein Makel, der ihn der allgemeinen Achtung unwürdig mache, Herrn 3iltens nicht anhafte! Die russische Revolution. Petersburg, 19. März.( Eig. Bet.) Der große Tag". Am 17. Oftober 1905 hieß es:" Von nun an soll das alte Nußland der Willkür begraben sein!" Die Reaktion erhob aber ihr Haupt dreister als je; es begann die Epoche der Durnowo, Dubassow, Launik. Die Regierung hat diese Komödie nicht mitgemacht. Der mit Gewalt hineinzukommen, so daß der Fraktionsführer des Maste abzureißen, zu zeigen, wie hinter dieser Maste der alte brabe Bureaukrat, ber schon seit einem halben Dugend von 8entrums einmal gegenüber dem Bilfensschen Heritalen Anhang| Absolutismus und der Haufen gieriger Junker stedt, die das Nationalvermögen in den Spielhöllen eines Gurto- Ridwal ver und weltpolitische und agrarische Mehrheit zu bilden. prassen, das war die Aufgabe des sozialdemokratischen Redners, Der Freifinn müsse im Gegenteil das vorwärtstreibende der nach der Regierungserflärung das Wort ergriff. Die Peitsche Element darstellen. Birke der Freifinn nicht in diesem Sinne, so Beretellis faufte prächtig nieder. Heulend quittierten die Pogrom- werde er sich nur kompromittieren und die Rolle des Düpierten brüder auf der Rechten die Hiebe. Zeretelli aber seht fort: She spielen.. öffentlich leichtsinnige Inwahrheiten, ja felbff bewußte Lügen aussprechen, mit rohen Reden und Schlagwörtern das Volk aufstacheln. Es fann nicht ausbleiben, daß sie im Dienste der Parteisache alles für erlaubt halten und daß die Parteileidenschaft, die gegenjeitige Verhebung und Feindschaft, die ungerech= tigkeit und Roheit im Meinungsstreit immer größere Fort schritte machen." wollt davon reden, was Ihr unternehmen toerdet, wir wollen Wenn Bülow jahrelang mit dem Zentrum regiert habe, so habe aber davon sprechen, was Ihr bereits getan habt. Gure ganze darin eine gewisse Logi gelegen. Zentrum und Konservative Politik ging darauf aus, den grundbesitzenden Adel zu bereichern!" hätten ihren Grundsägen keinen allzu großen Zwang antun brauchen, Zum Schluß beschwören" die Briefschreiber die Bischöfe, den Der Redner ging dann auf die Agrarufase ein und schilderte, wie um sowohl im Reiche wie in Preußen die Politik Bülows zu unter- Treiben Einhalt zu tun und dadurch zu verhüten, daß die Religion die Regierung sich der Interessen der Arbeiter annimmt": stüßen. Ganz anders stehe es um das Bündnis zwischen Kon- durch die politische Agitation des Klerus weiteren Schaden erleide. ..Arbeiter, die sich aus ihrer elenden Rage emporarbeiten wollen, fervativen und Freisinn, der weder die reaktionäre Schulpolitik noch Sie bitten die Bischöfe, zu prüfen, ob nicht der Klerus, statt seine werden verfolgt; die Regierung unterstützt die Aussperrungen die agrarische Wirtschaftspolitik unterstüßen dürfe. Man müsse Zeit dem Partetfampf zu widmen, sich lieber die Pflege des und verbietet, den Arbeitslosen zu helfen." Nun fam. er auf die bielinehr vom Freifinn verlangen, daß Freifinn verlangen, daß er die Chance wahren Stulturfortschrittes, das unablässige Birken Pogroms zu sprechen, und wieder heulte die getroffene Meute a usnuze, die ihm die ihm in der allgemeinen politischen Ver- christlicher Vruberlicbe im Sinne einer vernünftigen Auf. der äußersten Rechten.„ Die Regierung fartätscht ganze Stadt- wirrung zufalle. Durch die Brüstierung des Zentrums sei der Klärung des Volkes angelegen sein laſſen möchte. bezirke nieder."" Lüge!" heulen die Kruschewan und Purisch- Einfluß der demokratischen Elemente im Zentrum gestärkt. Wir enthalten uns einer Meinungsäußerung darüber, ob int fewitsch, und flatschend fällt die Ohrfeige nieder:" Denkt an die Aus dieser Konstellation müsse der Freifinn Nugen ziehen. Sinne der Briefschreiber Religion und Vaterland" Bogroms, an die Ermordung Herzensteins und daran, daß noch als getreuer Fridolin des Hottentottenblods habe er nicht die durch die parteipolitische Tätigkeit des katholischen Klerus Schaden Heute die Mörder frei umherspazieren, tros des Verlangens des geringste Aussicht, mittels dieses Blocks irgendwelche ernsthaften erleiden. Was uns an dem Briefe interessiert, ist die Art, wie finnischen Gerichts, fie festzunehmen." Struschewan springt auf: liberalen Forderungen durchzusetzen. Ganz anders liege die Sache, glaubenstreue Katholiken über den politisierenden Klerus und der Mann fühlt sich ganz besonders getroffen. Und Beretelli fährt wenn er, unbefümmert um die Blodgenossen, in feine Kampfesweise denken. In dieser Beziehung wird jeder, der fort: Wir wissen, weffen Hände mit Blut befleckt sind. Nicht demokratischer Richtung selbständig operiere. Die Sozialdemokratie die fleritale Agitation kennt, den Leuten von der Kraus- Gesellwir rufen die Revolution hervor, sondern die Regierung. Sie müßte ihn dabei ohne weiteres unterstützen, aber auch das schaft zustimmen. Nirgendwo ist der politische Kampf häßlicher, Hemmt die friedliche Entwickelung. Solange der organisierten 3entrum sei genötigt, entweder mitzumachen oder die demo- roher und verlogener, als dort, wo Geistliche die Hand im Spiele Macht der Regierung nicht die organisierte Macht des Volkes ent- fratische Maste fallen zu lassen. haben. Es ist höchst wertvoll, daß dies von gut katholischer Seite gegengescht wird, wird sich die Regierung dem Parlament nicht Der Freifinn müsse alfo im Reichstage eine gründliche bestätigt wird. fügen." Diefe Worte deutet der Vorsitzende Golowin seltsamer- Reform unseres Vereins- und Versammlungsweise als Aufruf zum bewaffneten Aufstand" und er macht eine rechtes fordern, ebenso eine durchgreifende NeuDeutsches Reich. entsprechende Bemerkung, die aber von der gesamten Linten und einteilung der Wahlfreise. Sobald das Zentrum dabei vont Zentrum, also auch von den, Kadetten, als grundlos zurüd- mitgehe, sei eine Mehrheit gesichert. Auch im preußischen AbOffiziöses Pharisaertum. gewiesen wird. Zeretelli selber verwahrt sich gegen die Umdeutung geordnetenhause sei die Frage einer wirklichen NeuGenoffe Bebel hat in seiner letzten Reichstagsrebe auch wieder seiner Worte, was aber die Rechte nicht verhindert, immer wieder einteilung der Wahlkreise wieder aufzurollen, wobei das auf jenes Wort hingewiesen, wonach durch die Reichstagsauflösung Empörung zu mimen. Die Zentrum auf die Probe seiner demokratischen die ganze Bande" auseinandergejagt werden sollte. Im Schlußteil seiner Rede kommt Zeretelli auf die Gesezes- Ehrlichkeit gestellt werde. Bisher habe es sich unter„ Nordd. Allg. 3tg." erklärt mun, daß sie bereits in ihrer Nummer projekte zu sprechen:„ Man lädt uns ein, diese zu beraten. Wir allerhand Ausflüchten um eine flare Stellungnahme herumgedrückt. vom 18. Dezember diese Geschichte als eine„ plumpe Erfindung" kennen den Wert dieser Gesetze. Wir wissen, daß sie sogar das Außer dieser Wahlkreisneueinteilung müsse aber auch eine materielle bezeichnet habe. Da Bebel sie trotzdem aufs neue in Umlauf gefest nehmen wollen, was wir haben. Wir werden uns diese Geseze Reform des Dreiklassenwahlrechts in Angriff genommen werden, so babe, bekunde er wiederum den oft an ihm beobachteten Mangel in der blutigen Beleuchtung der Regierungstaten näher ansehen lange das Zentrum in der Opposition gegen die Regierung stehe. an Gewissenhaftigkeit in der Benutzung von Zeitungsnachrichten". und der Welt zeigen, wie groß der Abgrund zwischen dem zur Allerdings würden hierbei die Nationalliberalen wahrscheinlich ver- Es ist eine geradezu lächerliche Vermessenheit, wenn das Sprachs Freiheit strebenden Volk und der Regierung ist, die diese Freiheit sagen. Endlich sei auch für alle Fragen der Sozialreform mit Ein- rohr einer Regierung, die sich an den Schwindeleien des im Blut ertränken will. Möge die Stimme der Volksvertreter schluß der Reform des Koalitionsrechte 3 die gegen Reichslügenverbandes in so skrupelloser Beise über das ganze Land erschallen und zum Kampfe weden, die noch wärtige oppositionelle Stellung des Zentrums im demokrati beteiligt hat, gegen Bebel einen solchen Bortvurf zu erheben nicht erwacht sind. Vielleicht ist diese Duma in einer Woche nicht schen Sinne verwendbar. wagt. Auch sollte die Nordd. Allgem. Stg." doch nicht vergessen, mehr, das Volk aber wird siegen. Wir wissen, daß die Stunde Man wird diesen Vorschlägen Theodor Barths die Logik schtver- daß sie in niedrigster Skandallüsternheit jene ebenso noch nicht gekommen ist, den Ministern zu sagen: Fügt euch dem lich absprechen können. Herr Barth hat damit dem Freifinn einen alberne wie infame Lüge verbreitet hat, daß Bebel und Singer Volkswillen! Wir wenden uns darum.mur an das Volf." gangbaren Weg gezeigt, jene demokratischen Forderungen durch in einem Weinlokale in einer durch reichlichen Settgenuß verDarauf verlas der Redner die Erklärung, der sozialdemokratischen zusehen, die er als Dant für seine der agrarischen Reaktion geleisteten ursachten Animiertheit eine rührende Szene aufgeführt hätten. Fraktion, die sich in den Gedankengängen Zeretellis bewegt. Liebesdienste unmöglich erwarten kann. Würde der Freifinn wirklich Die Nordd. Allgem. Stg." brachte nicht nur diese Notiz, die nach dem Vorschlag Barths verfahren, so würde er das Zentrum den Stempel der Lüge an der Stirn trug, sondern sie machte sich und auch die Nationalliberalen entweder zur Mitarbeit zwingen, trop der Entgegnung Bebels auch weiterhin zum Veroder doch in tödlicher Weise vor der Deffentlichkeit blamieren! breiter dieser Lügennachricht. , Ein Antrag auf Schließung der Rednerliste wird abgelehnt. Gegen den Antrag stimmt die äußerste Zinke und die äußerste Rechte. Zunächst kommen nun zum Wort die Kadetten, die den einfachen unmotivierten Uebergang zur Tagesordnung beantragen. Troz alledem ist gar nicht daran zu denken, daß der Freisinn Im übrigen hat die„ Nordd. Allgem. Ztg." nicht das mindeste Aehnliche Uebergangsformeln empfehlen auch die Fraktionen der den Ratschlägen Barths Gehör schenken wird. Ein Einschlagen der Recht, von ihr bestrittene Dinge einfach als widerlegt Trudowili, Sozialrevolutionäre, Boltssozialisten, Polen und Musel- von Barth empfohlenen Taftit jezte eben voraus, daß es dem auszugeben. Sie hatte während des Wahlkampfes bekanntlich wiedermänner, alle mit einer kurzen Erklärung, daß das Volk bereits Freifinn selbst ernst mit seinen liberalen demokratischen Forderungen holt mit Emphase versichert, daß das Wort von den„ vaterlandslosen durch die Wahlen gezeigt habe, welche Meinung es von der Re- fei. Dem Freifinn ist es aber mit seinen demokratischen Prinzipien Gefellen" niemals gefallen sei. Genosse Fischer hat jedoch gierung hat! Gine eingehende Stellungnahme behalten sich die ebensowenig ernst, als den Nationalliberalen und dem Zentrum. dem gegenüber feststellen können, daß diese bestrittene Wendung Frattionen für die Prüfung des Etats und der einzelnen Geset- Er wird gar nicht daran denken, die so schmählich durch Prinzipien tatsächlich gebraucht worden ist! entwürfe vor. Die Erklärungen der Fraktionsführer werden vom verleugnung erkaufte Gunst der Regierung durch eine wahrBeifall der ganzen Opposition begleitet. Ein zweiter Schlußantrag haft liberale Politik wieder zu verscherzen. Die den Freisinn wird ebenfalls abgewiesen. Auf der Bildfläche erscheinen nun einer nach dem andern die Fraktionchen der Rechten, die sich in repräsentierenden bürgerlichen Schichten schützen vielmehr freisimmige des Kultusministers von Studt gezählt jeien. An Lobgesängen auf die Regierung ergehen. Von der Opposition Prinzipien nur vor, freuen sich aber in Wirklichkeit darüber, daß die unterrichteten Kreisen nehme man allgemein an, daß die Bekenntnis nehmen das Wort noch die Bauern Smagin und Sjorofin und Reaktion stark genug ist, sich der Verwirklichung dieser Prinzipien Studts zur geistlichen Schulaufsicht sein Schwanengesang gewesen sei. Die Nachrichten über den Nachfolger Studts gingen zu weit der Muselmann Chasanow, der besonders wirkungsvoll gegen die entgegenstemmen zu können! Todesstrafe spricht. Dann betritt Stolypin nochmals die Rednerauseinander, als daß es angebracht sei, sich in Kombinationen zu ergehen. Nach den Hamburger Nachrichten" solle die Wahl auf eine Persönlichkeit gefallen jein, die bisher noch nicht genannt worden, aber doch hinreichend bekannt sei, um ein Pro. gramm zu bedeuten. Das„ Berliner Tageblatt" fügt hinzu, daß ein Verwaltungsbeamter als mutmaßlicher Stultus: minister genannt werde. Herr Barth hat freilich gezeigt, daß der Reaktion eine reaktionäre tribüne, und wieder ertönt die alte Leier, die man die ganze Zeit Politik nur möglich ist, wenn fie der Freifinn dabei unterstützt! Schlüge der von den offiziösen Breßreptilien hören konnte: Die Regierung Freifinn den Weg, den ihm Herr Barth gezeigt, wirklich ein, so ein weißer Unschuldsengel, wenn nur nicht die böse Revolution würde er zwar Zentrum und Nationalliberale wieder der Regierung wäre. Wer darf, so deklamiert der Oberregisseur der traurigen in die Arme treiben, gleichzeitig aber auch durch die Bloßstellung der Truppe auf den Ministerbänken, gegen uns Anklagen erheben? Berrätereien dieser Parteien dahin arbeiten, daß sich bei künftigen Oh, wir sind sehr konstitutionell gesinnt, aber im Grunde ge- Reaktion und Demokratie vollzöge! Und es wäre ganz zweifellos, Jubeljahre auch bei uns Bureaukraten Entgleisungen vor, aber daß die Demokratie schließlich obfiegen würde! Aber der Sieg der im allgemeinen find wir ganz nette Burschen, und wehe der Duma, Demokratie bedeutete schließlich auch die Niederlage des kapitalistischen wenn sie es wagen sollte, uns ihr Mißtrauen oder einen Tadel Ausbeutertums und seiner Interessenvertretung. Einen solchen Sieg auszusprechen! In dieser Weise geht es mit hohler Feierlichkeit fürchten aber die liberalen Ausbeuter nicht weniger als die bunt durcheinander." Gut gebrüllt!" sagt man sich, als der agrarischen Boltsunterdrücker. Daher ihr Kartell gegen jeden unschuldig verfolgte Mann" geendet hatte. So ungefähr hätte ernsten politischen und sozialen Fortschritt! gewiß auch Blehwe gesprochen nommen pfeifen wir auf die Konstitution! Gewiß kommen alle Mit pathetischen Kinferlischen also will Stolypin den großen geschichtlichen Konflitt Rußlands lösen! hat er denn wirklich nichts weiter zu verzapfen als die paar abgedroschenen Gemeinpläße so fragte man sich allenthalben. Doch Stolypin kann zufrieden sein: er hat in vollem Maße den, Beifall der Kruschewan und Burischkewitsch, der Pogromhelden von Kiſchinew, und diese fügten sciner Rede ja auch hinzu, was der Ministerpräsident an Deutlichkeit hatte fehlen lassen. Bei der Abstimmung wurde die Formel eines einfachen Ueber zanges zur Tagesordnung angenommen, und der große Tag" war zu Ende. Was nun folgen wird, werden nicht ministerielle Baradereden sein, sondern wohlerwogene politische Handlungen der Opposition. Es beginnt jebt die regelrechte Belagerungsarbeit, abgelöst von wuchtigen Attaden. Die Folter. Der Russ. Korrefp." wird aus Cherson geschrieben: Der Parus" veröffentlicht folgende Aufsehen erregenoe Mitteilung: Die Stadt ist durch nachstehende Erklärung, die die Ge= schworenen des Bezirksgerichts dem Präsidenten überreicht haben, schwer beunruhigt: " Im Laufe der gegenwärtigen Seffion, in der wir als Geschworene tätig sind, haben wir uns davon überzeugen müssen, daß Die Polizei beim Verhör der Angeklagten, um Geständnisse zu erzielen, ihre Zuflucht zu Drohungen und zur Folter nimmt. Diese Zustände sind sowohl für das Ansehen der Gerichte als auch für uns, die wir zur Rechtsprechung berufen sind, tief niederbrückend. Wir bitten den Gerichtshof, diese Angelegenheit im Auge zu bes halten und Vorsorge zu treffen, daß solche Barbareien sich nicht wiederholen. Politische Ueberficht. Berlin, den 23. März 1907. Der Freifinn auf der Probe. " Studt abermals totgejagt. Das Berliner Tageblatt" behauptet, daß die Tage Schade, nur, daß das Mosseblatt nicht verrät, welche 3 Pro gramm denn der vermutliche Nachfolger Studts repräsentieren foll. Denn wenn er dasselbe System vertritt wie Studt und es ist zehn gegen eines zu wetten, daß das der Fall ist so bedeutet dieser Ministerwechsel nicht mehr, als die Erschung des Oberagrariers Podbielski durch den Oberagrarier von Arnim- Criewen! Börsengeschreform. Die Köln. Volfsztg." berichtete jüngst, der neue Entwurf der Börsengesetreform sei vom Grafen Posadowsky ausgearbeitet worden, der direkt vom Kaiser ohne Wissen des Kanzlers mit der Arbeit beauftragt worden sei. Als offiziöse Antwort auf diese Meldung bringt der Lokal- Anzeiger" folgende Berichtigung: Es liegt zwar bereits ein vom Handelsminister Delbrüd ausgearbeiteter Entwurf vor, der schließGegen die geistlichen Zentrumsagitatoren. Das 3wanzigste Jahrhundert", die bekannte Wochenschrift der Reformtatholiten, veröffentlicht den Offenen Brief, den die Münchener Kraus Gesellschaft eine Ver einigung von Katholiken, die sich nach dem namhaften Gelehrten und Publizisten Prof. Kraus nennt- an die deutschenlich, wenn es ſein müßte, zwischen Ostern und Pfingsten schleunigst Bischöfe gerichtet hat. Der Brief beschäftigt sich mit der zu einem öffentlichen Uebel" gewordenen„ IeidenschaftLichen Parteiagitation der Geistlichen", in der die Briefschreiber ein großes Unheil für Religion und Vaterland" erbliden. Es heißt darin: Die beständige Gewohnheit des agitatorischen Wirkens des Klerus, das regelmäßige Auftreten in den häufigen Wahlfämpfen und die regelmäßige Mitarbeit oder redaktionelle Mitgliedschaft an politischen Parteiblättern. deren notorische Inferiorität dadurch in keiner Weise Abbruch erleidet, hat sich allmählich zu einem Grade entwickelt, der eine öffentliche Gefahr für die Kirche ist und einen Teil des Klerus so sehr in die Parteileidenschaft und deren Folgeerscheinungen verstrickt, daß seine Würde und seine religiöse Wirksamkeit schwersten Schaden leidet." Die Briefschreiber schildern dann den Umfang und die Art der geistlichen Agitation bei den verschiedensten Wahlen: „ Die Geistlichen, die sich dem Dienste einer Partei gewidmet haben, werden vielfach selbst von jener Leidenschaftlichfeit ergriffen, die der politische Kampf so leicht erzeugt. Und dann wird der Wahlkampf durch jene traurigen Vorgänge vergiftet, in denen der Bürger und Bauer seinen Seelsorger, das ganze Volf die katholischen Geistlichen öffentlich in leidenschaftlichen heftigen Reden sich ergehen sieht und die von Geistlichen redigierten Zeitungen von ebenjolchen Artikeln voll find, in denen es mit der Wahrheit nicht genau genommen wird, in welchen politische Gegner verunglimpft und in den kot gezogen werden. Unzählig sind die eines Priesters unwürdigen Agitationsreden, die bei Wahlkämpfen aus Priestermunde gehört werden." fertiggestellt werden könnte. Jedoch dürfte, da es sich um eine sehr umfassende Reform handelt, die Durchberatung im Reichstage vor Schluß der Session nicht mehr möglich sein. Andererseits aber haben die an der Reform zunächst beteiligten Börsenkreise den dringenden Wunsch geäußert, die Vorlage nicht zu überſtürzen, vielmehr möglichst viel Gewicht auf ein gehende Vorarbeit zu legen. Dieser Wunsch dürfte um somehr Berücksichtigung verdienen, als es sehr wünschens wert erscheint, die Allgemeinheit über das Wesen und den Zwed der Reform gründlich aufzuklären und so das Verständnis für die beabsichtigte Borlage zu fördern. Wenn ein rheinisches Zentrumsblatt behauptet, der Kaiser habe fürzlich den Staasjekretär des Junern ohne Wissen des Reichskanzlers ersucht, eine Börsengefeßnovelle auszuarbeiten, so ist diese Kaiser Darstellung falsch. Die Novelle ist vom in der Thronrede, vom Kanzler in seiner Rede beim Landwirtschaftsrat angekündigt worden. Kaiser und Kanzler sind sich seit mehr als zwei Monaten völlig einig über die Notwendigkeit und über die Umrisse des Gejeges. Wenn die Köln. Voltsztg." sich ffar gemacht hätte, daß sie mit ihrer Notiz dem Fürsten Bülow nicht schaden, dem Grafen Bosadowsky aber auch nicht nügen kann, so hätte sie sich diese Auslassungen wahr scheinlich erspart. Da auch der Finanzminister Freiherr v. Rheinbaben mit dem Handelsminister Delbrüd, dem Staatssekretär Grafen v. Pofadowsky und dem Reichetangler über die Reform einig ist, erscheint es überflüssig, Unstimmigkeiten innerhalb der Regierung, was die Börsenreform betrifft, künstlich zu fonstruieren." Ein Vertreter christlicher Zivilisation. und Kavallerie- Reserveoffizier Paul Wiehager, den Befizer der In Swakopmund fand jüngit der Prozeß gegen den Farmer Farm Omatjenne im Bezirk Ontjo statt. Die Anklage lautet auf Tötung von drei Gingeborenen und Bestechung von Angehörigen der Schußtruppe. Der Angeklagte soll das Hereroweib zarote, das aus der Arbeit entlaufen war, erschossen haben. Ferner soll er eine Denjenigen, die ohne eigenes Urteil und mehr vom Geifte Hererofrau und ein Mädchen, die ebenfalls fortgelaufen waren, an der Partei beherrscht, hören, was die agitierenden Geistlichen einen Baum haben anbinden lassen. Da er die beiden nicht wieder reden, und sehen, was sie tun, wird das schlechteste Bei- losmachte, soll die Frau gestorben sein, während das Kind, das fpiel gegeben. Was soll man von den Laien erwarten, noch schwache Lebenszeichen von fich gab, durch einen Bastard im wenn diejenigen, die Leidenschaften zügeln, die Feindschaft und Auftrage Biehagers erhängt wurde. Herr Theodor Barth veröffentlicht zum Abschied im Berliner Tageblatt" einen Artikel über Die Chance des Die Kundgebung der Kraus- Gesellschaft erörtert nun die WirFreisinns". In diesem Artikel macht der ausgestoßene Re- fungen der geistlichen Agitation auf das Volf. In dieser Bepräsentant ehemaliger freisinniger Grundsäge sehr verständige Vor- ziehung wird u. a. gefagt: schläge, wie der Freifinn, wenn er fattisch freisinnige Politik treiben wolle, feine Stellung zugunsten einer fortschrittlichen Politit ausnuten fönne. Herr Barth ist der Meinung, daß der Freifinn sich nicht einfach dazu gebrauchen lassen würde, der Regierung die Gelegenheit zu 3ben auch gegen das Zentrum allezeit eine militaristischel Ungerechtigkeit verhüten und die Wahrheit lehren sollen, ſelbſt Das Urteil des Gerichtshofes fiel sehr milde aus. Es wurden von der Leidenschaft hingerissen werden, dem Berbreiter europäischer Zivilisation im Hererolande drei worden. verboten. " Jahre Gefängnis zubittiert. Der Gerichtshof hat die Sumane Richter. Das Kriegsgericht in Landau verurteilte Bom Fortschritt der Presse. Die Sächsische Arbeiter Tötung der Zarote als eriviesen angenommen. Indessen sei das den Leutnant Leinberger vom 2. bayrischen Pionierbataillon in geitung zu Dresden richtet ein tägliches UnterMoment der Ueberlegung verneint und angenommen worden, daß Spcher, der zwei Pioniere etwa zehn Minuten lang Laufschritt haltungsblatt ein und wird 14tägig je ein Sonderblatt Der Angeklagte im Affett gehandelt habe. Des- hatte machen lassen und ihnen bei einer späteren Uebung mit dem für die Frauenwelt und für die Jugend herausgeben. gleichen ist in dem zweiten Falle der Tod der beiden eingeborenen Knie in den Rücken gestoßen hatte, zu zwei Tagen StubenNoch ein Ungeeigneter". Ein Sozialdemokrat wurde Frauen und die Schuld des Angeklagten daran als erwiesen ange- arrest. wieder einmal in Hessen zum Beigeordneten gewählt: Der nommen worden. Daß die eine der Frauen noch gelebt hat und Preußische Polenpolitik. Graf v. Posadowsky hat als Ver: Genosse Hock zu Bieber. Er erhielt in der Stichwahl 345 gegen aufgehängt worden sci, wurde nicht als erwiesen angenommen. treter des Reichskanzlers die Verbreitung der in Lemberg( Galizien) 335 gegnerische Stimmen. Daß der Genosse bestätigt wird, Nach Ansicht des Gerichts liegen zwei Fälle der Körperverletzung erscheinenden polnischen Zeitung" Dziennik Volsti", nachdem durch daran ist allerdings unter dem neuesten Kurs in Hessen nicht mit tödlichem Ausgange vor. Zu beiden Anklagepunkten sind dem rechtskräftige Urteile des Landgerichts zu Posen binnen Jahres mehr zu denken. Das Offenbacher Abendblatt" veröffentlicht Angeklagten mildernde Umstände zugebilligt worden mit Rücksicht frist zweimal gegen fie Verurteilungen wegen Verstoßes gegen die gerade das Kreisausschuß- Urteil, durch das dem in Mühlauf seine Jugend, die bisherige Unbescholtenheit und die allge- Paragraphen 41 und 42 des Strafgesezbuches erfolgt sind, auf heim zum Beigeordneten gewählten Genossen 3ahn die Bemeine Lage der Verhältnisse. Gegen das Urteil ist sowohl von der Grund des§ 14 des Gesetzes über die Presse vom 7. Mai 1874 ftätigung versagt wurde. Danach ist Nichtbestätigung eines GeStaatsanwaltschaft als vom Angeklagten Berufung eingelegt innerhalb des Deutschen Reichs auf die Dauer von zwei Jahren wählten wegen feiner politischen Gesinnung teine Verfassungs Es gibt doch noch milde Richter- in Afrika. verlegung. Es handele sich um die das„ Staatswohl berührende" Jesko v. Buttkamer. Die Hauptverhandlung gegen den Frage, ob ein Sozialdemokrat sich zur Versehung dieses Amtes Gouverneur v. Puttkamer findet, wie die„ Germania" meldet, am eigne, die der Kreisausschuß glaubt verneinen zu müssen. Nachdem das Urteil dann Gründe, orts obrigkeitlicher" 25. April vor der taiserlichen Disziplinarkammer für den Re- Natur anführt, veriveist es auf ein nebensächliches Moment", das gierungsbezirk Potsdam unter dem Vorsitz des Landgerichts- bei Monarchenhochs zum Ausdruck komme. Bei einer solchen GeHeute wurde Genosse D. Ged von der Volksstimme" präsidenten Ehrenberg in Potsdam statt. Die Auflage wird dem legenheit fäme ein sozialdemokratischer Beigeordneter in Konflikt mit wegen der Weigerung, den Verfasser der inkriminierten Fürstenliebe- Vernehmen nach von einem Kammergerichtsrat vertreten werden.den bei seiner Partei herrschenden Gepflogenheiten" und der sonst Notiz des Faschings Wigblatts Schnupftabat" zu nennen,„ Einen größeren Kriegsschat" will die nationalliberale einer„ unlogischen Gerechtigkeitstheorie" halber den, abgesehen von üblichen Sitte". Warum so fragt die Begründung- lediglich vom Untersuchungsrichter mit hundert Mark Geldstrafe Partei sammeln. Zu diesem Zwecke versendet sie ein längeres feiner Zugehörigkeit zur fozialdemokratischen Partei, durchaus belegt und ihm angedroht, daß er bei fortgesetzter Weigerung am Birkular, das der Brandenburger Zeitung" zugegangen ist. nicht zu beanstandenden Herrn Reisert in solche Lage Dienstag in Zeugniszwangshaft genommen werde. Ge- werden darin die Empfänger im Vertrauen darauf, daß Sie unsere bringen? Weiter heißt es wörtlich: noffe Ged hat gegen die Maßnahme, insbesondere gegen die Bestrebungen billigen", aufgefordert, die nationalliberale Striegstaffe bringen? Weiter heißt es wörtlich: beabsichtigte Verschandelung seiner Osterfestfreuden durch den Genossen fortlaufend durch einen selbst zu bestimmenden Beitrag zu Rechtsanwalt und Reichstagsabgeordneten Dr. Frank Beschwerde unterstützen. Unsere Genossen tönnen daraus ersehen, daß die Gegner eifrig an der Arbeit sind! einlegen lassen. " Die Zeugniszwangsfolter in der Schnupftabats"-Affäre. Mannheim, 23. März. ( Privattelegramm.) 9 " Ausland. Frankreich. Gegen die Absinth- Pest. Der bayerische Landtag ist heute durch den Prinzregenten in feierlicher Weise geschlossen worden. Die dabei verlesene Rede hebt die Befriedigung über die Arbeiten des Landtages in der abgelaufenen Session hervor und betont die Wichtigkeit des neuen Landtags Wahlgesetes sowie des neuen Wassergesezes. Baris, 23. März.( B. H.) Der Gesundheitsausschuß hat sich Lebhaft begrüßt wird die Erklärung über die tatkräftige Förde für das Verbot der Herstellung des Importes und des Vertriebes rung, welche Kunst und Wissenschaft durch Bewilligung namhafter von Absinth ausgesprochen. Den Fabrikanten soll eine Frist von Mittel seitens des Landtages erfahren haben. Die Errichtung von einem Jahre, den Verkäufern eine solche von 2 Jahren gewährt Ober- Realschulen wird in die Wege geleitet. Der Landtags- werden, ehe die Bestimmungen in Kraft treten. abschied gedenkt ferner der Erwerbung der pfälzischen Eisenbahnen für den Staat, der Neuorganisation der Verkehrsanstalten und der Grundsteinlegung des deutschen Museums für Naturwissenschaften und Technik in München. Westpreußische Justiz. Wegen Diebstahls- eines Flugblattes der Ordnungsparteien stand dieser Tage ein Genosse aus Stuthof vor dem Schöffengericht zu Danzig. am Italien. Gegenminen. Rom, 23. März.( B. H.) Troß aller Dementis erhält sich das Gerücht, daß der Vatikan zurzeit mit der Ausarbeitung eines Weizbuches beschäftigt sei, welches die Antwort auf die Veröffentlichung der beschlagnahmten Papiere Montagninis bilden soll. Belgien. Altersrenten. Ein Gastwirt zu Stuthof hatte ihn beschuldigt, ein bei ihm Brüssel, 23. März.( B. H.) Der Abg. Waroque brachte aushängendes Flugblatt fortgenommen zu haben. Vor Gericht in der Kammer einen Gesezentwurf ein, wonach den Landfonnte der eifrige Staatsretter nur beschwören, daß der arbeitern und den in Handel und Industrie Beschäftigten eine Angellagte das Blatt vom Nagel nahm und Zische las, er mußte aber zugeben, daß er für die weitere Be Altersrente von mindestens 360 Frant pro Jahr auf dem hauptung feiner leichtfertigen Anschuldigung, der Angeklagte habe Wege der staatlichen Versicherung gewährt werden soll. das Blatt mitgenommen, feinerlei Anhalt habe. Ein anderer Zeuge Rumänien. dagegen beschwor ausdrücklich, daß der Angeklagte das Flugblatt nicht mitgenommen habe. So mußte denn der Amtsanwalt selbst die Freisprechung beantragen, die das Gericht auch aussprach. Indes Ichnie das Gericht die Forderung des Angeklagten, ihn für durch die leichtfertige Denunziation erwachsenen Zeit- und Geld opfer zu entschädigen, mit der eigentümlichen Bemerkung ab, es sei nicht die Unschuld des Beleidigten erwiesen, sondern es fehle nur der Beweis des Diebstahls! Mit diesem Bericht, der da anschaulich zeigt, wie leicht eine Anflage gegen einen Sozialdemokraten erhoben ist, vergleiche man den folgenden aus Elbing, der die Vorsicht und die Bereitwilligkeit einer Staatsanwaltschaft, der Darstellung eines Beschuldigten zu glauben, ins hellste Licht rüdt. Gegen den Besizer Preuß zu Schöneberg an der Weichsel war Strafantrag gestellt worden wegen Stimmenlaufs! Preuß hatte einem Reichstagswähler 30 Pfennige, einen Schnaps und einen Oldenburgischen Stimmzettel gegeben mit der Aufforderung, den konservativen Kandidaten zu wählen, was denn auch geschah. Dieser Tage erhielt mun Genofie Schröder, der Strafantragsteller folgendes Schreiben von der Staatsanwaltschaft: ., Es ist richtig, daß der Beschuldigte für den Eigentümer Jankowski cinen Schnaps bezahlt hat. Hierbei ist jedoch von der Wahl keine Rede gewesen. Außerdem hat Jantowsti bereits am Bormittage gewählt, während die Einladung zum Schnaps erst am Nachmittag erfolgte. Ebenso ist richtig, daß der Beschuldigte dem Arbeiter Mirau am Bahltage 30 Pf. gegeben und einen Schnaps für ihn bezahlt hat. Er hat ihm dabei nicht gesagt, daß er das Geld und den Schnaps dafür erhalte, daß er einen bestimmten Kandidaten wähle. Das Geld hat Mirau vielmehr dafür erhalten, daß er bei dem Beschuldigten Weiden geköpft und dafür noch keine Bezahlung bekommen hatte. Einen Stimmzettel hat der Beschuldigte weder dem Jankowski noch dem Mirau gegeben. Bei dieser Sachlage kann bon einem Vergehen gegen§ 109 des Reichsstrafgesetzbuches teine Rede sein. Das Verfahren ist eingestellt. Gliemann. Die Königsberger Volkszeitung", die den Fall seinerzeit besprochen hatte, hält diesem Entscheid gegenüber ihre Darstellung bollständig aufrecht und meint: " Der Befizer Preuß hat sich am Wahltage des von ihm verübten Stimmenfaufs dritten gegenüber gerühmt. Schröder hatte der Staatsanwaltschaft eine Anzahl Personen namhaft gemacht, die sich bereit erklärten, dies vor Gericht zu beschwören... Also das, was der Angeschuldigte erklärt, ist für die Behörde richtig. Schade, daß nicht alle Angeschuldigten solche gläubigen Staatsanwälte finden!" In der Tat! Namentlich der in Danzig jetzt eben frei. gesprochene Genosse mag das bedauern. Denn dann wäre er sicher nicht angeklagt worden und hätte die Opfer an Zeit und Geld nicht zu bringen brauchen, die ihm der Prozeß verursacht hat! Berleumdung politischer Gegner. In den„ Tagebüchern" von Barnhagen von Ense vom 11. Dezember 1849 lesen wir: " Das Verschwinden der Majorin von Schmitt auf der Reise zu ihrem Manne nach Rastatt, das die„ Neue Preußische Zeitung" frischweg als von Demokraten berübten Word bezeichnete, erklärt sich als ein Davongehen mit einem Rentnant, der ihr besser gefiel, als ihr Major!" Donnerwetter! Die fonnten es auch schon, fast noch besser, als der felige Hammerstein! Der Bauernkrieg.. Der rumänische Finanzminister Tate Jonesen hat an die Biener Neue Freie Presse" telegraphisch folgende ebenso schiefe wie nichtsfagende Mitteilung gelangen lassen: ,, Die unglückliche Bewegung ist nicht lediglich antisemitischen, sondern auch agrarischen und anarchistischen Charakters, es sind auch Häuser zerstört, die christlichen Eigentümern oder Pächtern gehören. Die Regierung hat alle ihr zu Gebote stehenden Maß regeln ergriffen, die Bewegung ist jetzt in der Hauptsache als anarchistisch aufzufassen." " Ein von demselben Blatte veröffentlichtes Telegramm des Ministers des Aeußern Lahovary an den rumänischen Gesandten in Bien meldet ernste agrarische Wirren" in der Moldau und fündigt die Einberufung von Reserven und Urlaubern an! In der Depesche wird von Zusammenstößen" zwischen aufständischen Bauern und Truppen an mehreren Orten gesprochen, bei denen es 17 auf seiten der Bauern Tote und Verwundete gegeben hätte. Zwei offiziöse Depeschen melden: " , Daß viele Sozialdemokraten im öffentlichen Leben, sei es in der Verwaltung oder Rechtsprechung sich bewährt haben, ist unbestritten." Das„ Offenbacher Abendblatt" bemerkt zu der Entscheidung: Für jeden logisch denkenden Menschen bedeutet die Nichtbestätigung eines Gewählten wegen seiner politischen Gefinnung eine Bergewaltigung der Wirklich Verfassung. tomisch berührt, daß der Kreisausschuß in seiner Begründung ,, nebensächlich" meint, der etwa bestätigte Sozialdemokrat täme bei einem Monarchenbesuch in Konflikt mit feinem Gewissen. Die Fürsorge des Kreisausschusses ist wirklich überflüssig, er hätte es getrost dem Gewählten überlassen können, sich mit seinem Gewissen abzufinden. Die Verfassung verpflichtet keinen Bürger zu Hochrufen beim Befuche eines Fürsten, auch ist für die Tüchtigkeit und Fähigkeit eines Verwaltungsbeamten die Veranlassung und Fertigkeit im Hochrufen noch lange fein Beweis. Im übrigen quittieren wir dankend für das Lob, das der Kreisausschuß von Mainz den in der Verwaltung und Rechtsprechung tätigen Genossen ausspricht, und bleiben nach wie vor der Meinung, daß ein Urteil, wie das vorstehende, dem Rechtsempfinden des Volles nicht entspricht. Das Bochumer ,, Boltsblatt" schreibt: Wir finden in der Parteipresse die Behauptung, daß infolge der Verweigerung der städtischen Lokalitäten die Abhaltung unires Parteitags in Essen unmöglich machen würde. Diese Annahme ist falsch. Die Effener Parteigenossen sind wohl in der Lage, dein Parteitag noch die nötigen Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen, wenn dieſe bielleicht auch nicht ganz so gut ausgestattet sind, wie die städtischen Lokale. Eine Warnung erläßt die Breslauer Volkswacht" bor einem angeblichen Ruffen Rudolf Gustav Guse. Er brandschazzt die Arbeiter, indem er sich als Flüchtling der russischen Revolution ausgibt und dabei cine vernarbte Wunde am linken Oberarm zeigt. Der Mensch ist ein Schwindler. Personalien. Ms Arbeitersekretär für das Sekretariat in Frankfurt a. M. wurde der Genosse Justiz attuar a. D. rant- Mannheim gewählt. Genosse Frank wurde kürzlich von der badischen Regierung ge maßregelt, nachdem man ihn als heimlichen Mitarbeiter der Mannheimer Voltsstimme" denunziert hatte. Er tritt sein Amt am 1. April an. " Polizeiliches, Gerichtliches ufw. Straffonto der Presse. Wegen Beleidigung der Hagener Polizei wurde der Genosse Eberle von der Elberfelder Freien Presse" durch das Schöffengericht zu Elberfeld zu 75 M. Geldstrafe verurteilt. ist am 1. Oftober v. J. vom Landgericht Breslau der Genosse Die Presse vor der Revisionsinstanz. Wegen Beleidigung Rebatteur Ludwig Radlof von der Breslauer Bollswacht" zu drei Monaten Gefängnis verurteilt worden. Am 12. Juli 1906 waren von der Breslauer Straflammer zwei Bukarest, 23. März. Die Agrarunruhen scheinen sich nach der Genoffen zu 6 und 4 Monaten Gefängnis verurteilt worden. Gie alachei zu verpflanzen. Bauern überfielen das Städtchen Suceva follen zu widerstand und Tätlichkeiten gegen einen Gendarmen aufund zerstörten die Häuser der Juden; vier Bauern wurden vom gefordert haben, als diefer eine Versammlung auflöſte, nämlich durch Militär getötet. 4000 Bauern, die in das Städtchen Dorohoi ein- die Rufe: Schmeißt sie raus!" Die Verurteilung dieser beiden Genossen erfolgte auf Grund der eidlichen Aussage des Gendarmen. zubringen versuchten, wurden, als sie auf gütliches Zureden von Ueber diese Verhandlung erschien in der„ Volkswacht“ ein Bericht. ihrem Vorhaben nicht abzubringen waren, von Stavallerie aus- Es hieß darin: Nur der Oberwachtmeister wolle die den Angeklagten einandergetrieben, wobei mehrere Bauern getötet, andere mehr oder zur Raft gelegten Worte gehört haben, sechs andere Zeugen hätten weniger verlegt wurden. Eine Blättermeldung aus Jassy besagt: nichts gehört. Trotzdem sei Berurteilung erfolgt auf Grund der Eine Versammlung von Grundbesitzern beschloß, eine Deputation an eidlichen Aussage des Oberwachtmeisters. Revision sei eingelegt, da den König zu senden, um diesen um Schutz für Leben und Eigentum bewiesen werden könne, daß der Oberwachtmeister die Worte gar der Grundbefizer zu bitten. In Piatra Neamt soll ein Kampf nicht gehört haben könne. In diesem Artifel hat das Gericht eine zwischen Bauern und Militär stattgefunden haben, wobei 32 Bauern Beleidigung derjenigen Richter erblickt, welche jene beiden Genoffen und 6 Soldaten gefallen sein follen. berurteilt haben. Das Reichsgericht erkannte am Freitag auf Ver Bukarest, 23. Marz. Der Flecken Pantschiu ist verwüstet. Militärwerfung der Revision des Genossen Radlof gegen dieses Urteil. intervenierte. Militär intervenierte"! Dte Agrarunruhen" scheinen fich nach der Walachei zu verpflanzen." Mehrere" Bauern tourden getötet, andere mehr oder weniger" verlegt. Ein Kampf foll stattgefunden haben, 32 Bauern sollen gefallen sein deutlicher kann die unverschämte rumänische Telegramm- Zenjur, die wir gestern furz charakterisierten, nicht entschleiert werden. Aus der Partei. Parteiliteratur. Ein Schwerverbrecher. Veränderung des Familiennamens ohne behördliche Erlaubnis wurde dem Genossen Holzapfel von der bestand bekanntlich darin, eine Eingabe an die Polizei mit„ HolzMagdeburger Polizeibehörde zur Last gelegt. Sein Verbrechen" apfel" zu unterschreiben, während von der Polizei verlangt wurde, er solle sich„ Henneberg" nennen. Er wurde wegen dieser Bagatelle zu 150 Mart Geldstrafe oder 14 Tagen Haft verurteilt. Die beim Kammergericht eingelegte Revision wurde am Donnerstag berworfen. Aus Induftrie und Dandel. Leistungssteigerung im Bergbau. Um die in ihrer nadten Darstellung täuschenden Ziffern über Für die österreichische Wahlagitation sind im Auf die Löhne der Bergarbeiter veröffentlichten Angaben auf den wahren trage der Parteibertretung der österreichischen Sozialdemokratie mehrere leichtfaßliche Broschüren für die Kreife der Indifferenten 2ert zurückzuführen, ist auch notwendig, die Leistungen pro Arbeitsherausgegeben worden. Es schrieben Genosse Dr. Otto Bauer: schicht zu ermitteln. Die Löhne find nicht nur infolge massenhaft " Deutschtum und Sozialdemokratie", Genosse Karl Leuthner: verfahrener Ueberschichten, sondern auch durch Mehrleistung in der " Gegen die Klerikalen". Die programmatische Broschüre, die Dar- Arbeitszeit gestiegen. Für das Ruhrrevier läßt sich das leicht nachlegung unserer Forderungen: Was wollen die Sozialdemokraten?" weisen. Nach einer dem„ Glückauf", Vereinsorgan bergbaulicher schrieb Genosse B. Ellenbogen, den Rechenschaftsbericht der sozial Vereine, beigegebenen Sonderzusammenstellung über die Ergebnisse demokratischen Abgeordneten, von dem übrigens erst der erste Teil der Gruben im Oberbergamtsbezirke Dortmund stellt sich die auf den erschien, flellte Genosse Dr. Karl Renner unter dem Titel: Stopf der Belegschaft entfallende Jahresfördermenge auf 275,6 Tonnen Was haben die Sozialdemokraten geleistet", zusammen. Genosse Aleg. Täubler rechnet in einer Arbeit„ Nieder mit den Brote im Jahre 1906 und auf 244,1 Tonnen im Jahre 1905. Nochmals das feine Blatt". Nach einer flobigen Rüpelei sucht sich woucherern und Fleischterteurern" mit diesen agrarischen Volksfreunden zügliche Nachweisung im Reichsanzeiger" gibt pro Kopf der die Deutsche Tageszeitung" gegen die Annagelung ihrer ab. Die Reihe wird fortgesetzt. Der Einzelpreis der im Verlage Belegschaft im Oberbergamtsbezirk Dortmund pro 1905: 296 und doppelten Niederträchtigkeit zu wehren, die sie mit ihrer Rotiz: Reh- der Wiener Volfsbuchhandlung erschienenen Broschüren beträgt pro 1906: 321 Schichten an. Demnach ergibt sich eine durchschnittbein ist geflogen" beging. Es wiederholt das Blatt diese Niederträchtig 10 Heller. liche Schichtleistung pro Kopf der Belegschaft von 0,824 Tonnen im Jahre 1905 und von 0,855 Tonnen im letzten Jahre. Die Leistungssteigerung beträgt also 3,76 Proz. Da der durchschnittliche Berkaufswert der Tonne Förderung sich auf zirka 11 M. ftellt, be= deutet die Mehrleistung ein Einnahmemehr von über 34 Pf. pro Kopf und Schicht der Belegschaft. Wo bleibt da die enorme Belastung feit dann nochmals, indem es fragt, ob Rebbein durch seine Tätigkeit für den„ Borwärts" an der Kritik gehindert war und versichert uns, Eine Beitragserhöhung von 20 auf 30 Bf. monatlich hat der cs behalte diesen Verdacht bis auf weiteres. Unseretwegen mag fozialdemokratische Verein zu Königsberg i. Pr. es diesen kostbaren Beweis seiner niedrigen Gesinnung besin seiner letzten Generalversammlung beschlossen, um mehr Mittel halten. Das unverfrorene Beginnen, fich uns gegenüber zum Ausbau der Organisation und besserer Förderung der Agitation ausgerechnet bei dieser Gelegenheit als Bächter des Anstandes und zur Verfügung zu haben. Mit Hülfe der ziemlich starken Gewerkguten Tones hinzustellen, nimmt sich besonders hübsch aus, da das fchaften soll eine intensive Zeitungsagitation entfaltet werden. Die der Produktion durch Lohnsteigerungen? Dertel- Blatt von uns auf einer bewußten Entstellung des flar dar- Bezirks- und Revierführer sollen politisch besser geschult werden, um gelegten Sachverhaltes ertappt wurde und auf wiederholte Vor- wirksamer die Propaganda für die politische Organisation betreiben haltung lediglich mit einigen schnoddrigen Nedensarten, die die Lefer zu fönnen. über den Tatbestand täuschen sollen und mit einer Wiederholung Am 1. April d. J. wird in Königsberg ein Arbeiter feiner unverschämten Verdächtigung antisortet. Wir haben wirklich fefretariat eröffnet. Als Sekretär ift Genoffe Stolte, feine Gegner!-sieger Frankfurt a. M., engagiert worden. Die be20 Broz. Dividende. Die Metallurgische Gesellschaft A.-G. in Frankfurt a. M. erzielte im letzten Geschäftsjahr einen Reingetvinn von 3 661 111 M. Darauf werden auf das 6 Millionen Mart betragende Atticntapital 20 roz. Dividende verteilt. Der Rüds und Sonderridage werden 1 Minionen Mart überwiesen. Gewerkschaftliches. Hirsch- Dundersche Verleumdung am Branger. gegenüber, hat die Polizeibehörde fofort mobil gemacht, indem sie| Zeugen gesagt hätte, wenn sie nicht dem Zentralverbande beiträten, ihre unteren Organe in erfledlicher Anzahl an der Wasserktante würden die Kollegen nicht mehr mit ihnen arbeiten und berurteilte recht forsch auftreten läßt. So wurde ein Hafenarbeiter auf die ihn deshalb zu drei Tagen Gefängnis. Wieder focht der In Rheinland- Westfalen will es mit den Hirschen troz aller ache sistiert, der einen Kollegen nach seiner Verbandslegitimation Staatsanwalt das freisprechende Urteil an, und das Kammerfragte. Ein schwerer Kriminalfall! Würden die Behörden den gericht hob es auch in der Verhandlung bom Anstrengungen nicht vorwärts gehen, obschon sie zu verwerflichsten Reedern gegenüber auf Erfüllung der Unfallverhütungsvorschriften, 11. Februar auf. Es war der Ansicht, daß die anderen AngeMitteln greifen, den verhaßten freien Gewerkschaftlern etwas an- auf Innehaltung der gesetzlichen Bestimmungen usw. dringen und flagten als Mittäter des Franz Stube anzusehen sein würden, zuhängen. Nun hat sich in Dortmund ein solcher Fall ereignet, bei hierbei nur einen Teil der nach unten hin beliebten Schneidigkeit wenn sie zu seinen Worten zwar geschwiegen, aber die Absicht ge= dem sie aber recht fläglich abgeschnitten haben. Am 19. Oftober entwickeln, dann stände es am Hafen anders, wäre diese Aus- habt hätten, durch die Drohung und die spätere Arbeitsniederlegung borigen Jahres war im„ Regulator" zu lesen, der Genosse Groß- sperrung unmöglich gewesen. Ueber dieses zweierlei Maß wurde den Erfolg der Entlassung der beiden Zeugen Bomblewski und liaus, früher Beamter des Metallarbeiter Verbandes, habe einen denn auch in den am Freitagabend stattgehabten Volksversamm Janiszewsti herbeizuführen. Um dies zu prüfen, mußte die Sache Gewerkvereinler mit einem halben Schopppen boll- lungen, die sich zu wahren Volksgerichten über die am Hafen herr- noch einmal verhandelt werden. In der am Sonnabend vor dem schende kapitalistische Schandwirtschaft gestalteten, lebhaft diskutiert. Landgericht erneut vorgenommenen Verhandlung ergab sich, daß gepumpt, um ihn zum Uebertritt zu bewegen. Dies Bezeichnend hierfür ist der Ausspruch eines Hafenarbeiters:„ Die die Belastungszeugen überhaupt nicht genau wußten, was der berfei geschehen beim Stesselschmiedestreit im Jahre 1905. Schulte, fo Behörden hätten nicht die Kraft und die Macht, dem Raubbau urteilte Franz Stube zu ihnen gesagt hätte, noch weniger, welche heißt der Gewerkvereinler, habe für seinen Uebertritt und Abgabe an der Volkskraft entgegenzutreten und darauf zu dringen, daß Rolle die Angeklagten dabei gespielt hätten. Der Staatsanwalt des Duittungsbuches 19 M. erhalten. Das sei die ganze Unter- von seiten der Reeder die in Betracht kommenden Vorschriften beantragte trotzdem gegen jeden drei Tage Gefängnis, der stigung während des sechs Wochen dauernden Streiks gewesen. Wäre innegehalten werden. Der Hafeninspektor habe wohl den guten Verteidiger, Rechtsanwalt Wolfgang Heine, forderte Frei Schulte beim Getverkverein geblieben, würde er 126 M. erhalten Willen, Remedur eintreten zu lassen, aber seine Machtbefugnisse sprechung, weil gar nicht feststünde, aus welchen Motiven und haben; diese Summe sei ihm nun für die erhaltenen 19 M. ab- reichen nicht aus. Als dieser Beamte einmal anordnete:" Dieser zu welchen Zweden die Angeklagten die Arbeit verweigert hätten; Frau Schulte sei Gang( es handelte sich um eine ermüdete Kolonne Schauerleute, die Gründe könnten ganz andere gewesen sein, als die des vergelapert worden. tränenden Auges zum die an einer Schiffslute beschäftigt waren) scheidet aus!" ant urteilten Stube. Das Gericht frat dem bei und sprach die drei Bureau der Gewerkvereinter gekommen, um für sich und ihre wortete der Stauer:„ Der Gang arbeitet weiter!" Ein den An- Angeklagten frei. Es erklärte es als sehr wahrscheinlich, daß diese sechs fleinen Kinder um Unterstügung zu betteln, leider ordnungen eines Polizeibeamten nicht nachfommender Arbeiter bei der Arbeitsniederlegung gar nicht beabsichtigt hätten, die Zeugen habe man sie abweisen müssen. Das seien die Blüten des würde sich auf der Polizeiwache wiederfinden. Der Hafenzäsar zum Beitritt zum Verbande zu bewegen, zumal schon völlig fest strungigen Metallarbeiterverbandes. Dann war noch die Rede von Ballin und seine Getreuen ließen sich eben nicht in ihre" gestanden hätte, daß die Zeugen feinesfalls beitreten würden. Dies den großmänligen Führern auf leerer Straße. Anlegegenheiten hineinreden. In allen imposanten und von vor der Ausgang einer Antlage, die vier Instanzen beschäftigt hat. Verfasser der beleidigenden Notiz war der Hirsch- Dundersche 3üglichem Geiste beseelten Versammlungen wurde laut und deutlich Dienstbotenelend und Gesindeordnung. gegen die im Hafen herrschende, eines Kulturstaates unwürdige Gewertvereinssetretär Karl Roggenkamp Arbeitsmethode protestiert, die als ein Verbrechen am Volkswohl Das 15 Jahre alte Hausmädchen Striegel in Dresden war bei Dortmund. Genosse Großklaus strengte Klage gegen ihn an. bezeichnet wurde. Die Versammlungen erwarten, daß die Sam- einem Zollsekretär in Stellung. Sie verließ eines Tages den Dienst, R. wollte den Beweis der Wahrheit antreten, was ihm jedoch burger Behörden, die ein ganz besonderes hygienisches Interesse weil sie einen Stoß von ihrer Herrin erhalten gänzlich mißlang. Der frühere Gewerkvereinler Schulte fagte aus, an der Einschränkung der menschenunwürdigen Arbeitszeit im hatte. Das Mädchen hatte auch sonst Beschwerden anzuführen. er fei zum Verband übergetreten, weil er Streit Safen haben müssen, den Ausgesperrten in keiner Weise durch Sie flagte über ung enügende Schlafräume und sehr brecher spielen follte und weil er mit seiner direkte oder indirekte Parteinahme für die Reeder in ihrem schlechte Waschgelegenheit. Auch das Essen bei Familie nicht hungern wollte. Die Frau Schulte Kampfe um eine Einschränkung der unmenschlichen Arbeitszet Sekretärs" laffe fehr viel zu wünschen übrig, sie habe fagte aus, fie fei nie im Bureau der Hirsche gewesen, hindernd in den Weg treten werden", heißt es am Schluffe der öfter schlechte Wurst bekommen. Dem Mädchen schien der überall einstimmig zur Annahme gelangten Resolution. So sollte gröbliche Stoß, den es von der Herrin erhalten hatte, ein gerechtfie habe niemals mit tränenden Augen bei den es fein, aber die Behörden eines nach mamonistischen Grundsäßen fertigter Grund zum Verlassen des Dienstes. Die Dresdener Polizei Leuten vorgesprochen. Gefreut habe sie sich über geleiteten Staates haben und müssen eben andere Aufgaben dachte anders. Sie stellte dem Mädchen ein Strafmandat in das Entgegenkommen, welches sie beim Metall- erfüllen. Die massenhaft am Freitag im Hafen vorgenommenen öhe von 5 M. zu, weil der Dienst nach der sächsischen Gesindearbeiter Verband gefunden habe. Sistierungen reden eine deutliche Sprache. ordnung ohne gesehmäßigen Grund verlassen worden sei. Das Nachdem die auf das englische Streitbrechergesindel gesetzten Mädchen trug um richterliche Entscheidung an. Das Schöffen. Hoffnungen sich zerschlagen haben und die Arbeit immer mehr gericht in Dresden hielt die von dem Mädchen angeführten ins Stoden gerät, worüber bei den hierunter leidenden Kaufleuten Gründe nicht für ausreichend zum Verlassen des Dienstes, benn und Fabrikanten große Unruhe herrscht( ein force majeure fommt nach der Gesindeordnung sei nur eine das Leben gefähr. nicht in Frage, weil es sich um eine Aussperrung handelt), haben dende Behandlung der Dienstboten ein triftiger Grund, den jetzt Ballin und Konsorten ihre Werbeagenten in das Innere Dienst ohne Kündigung zu verlassen. Das Gericht erhöhte die Deutschlands geschickt, um, foste es was es wolle, so sagt Ballin, Strafe von 5 auf 15 M. Arbeitswillige anzuwerben. In Hamburg sind die Lockrufe der Hafenpaschas ungehört verhallt. Hoffentlich werden auch im Letzte Nachrichten und Depeschen. übrigen Deutschland sich Arbeiter nicht zu Verrätern an ihren Hamburger Klaffengenossen hergeben. Diese Feststellungen genügten Genossen Großklaus, und er erflärte, daß es ihm auf eine Bestrafung des Roggenkamp nicht antomme. Der Angeklagte Roggenlamp verpflichtete sich, im„ Regulator" und in der„ Metallarbeiter- Zeitung" folgende Erklärung abgeben zu wollen: " 1.„ Ich nehme die in der Beilage zu Nr. 42 des„ Regulators" bom 19. Oftober 1906 wider den Privatkläger, Geschäftsführer Großklaus, ausgesprochenen Beleidigungen mit dem Ausdruck des Bedauerns zurüd und erkenne an, daß die dort aus gesprochenen Beleidigungen unwahr sind, be Die Lage im Hamburger Hafen. fonders ertenne ich an, daß der Kesselschmied Hamburg, 23. März.( Privatdepesche des Vorwärts".) Der Friz Schulte von dem Deutschen Metallarbeiter- Achtung, Metallarbeiter! Die Arbeiter der Firma Horch, Berband die ihm zustehenden Streitunter- Motorwagenwerke, Aktiengesellschaft, in Zwidau i. S. und ber Safenbetriebsverein beschloß heute, für Arbeiter, die bereit sind, stübungen erhalten hat. 2. Der Angeklagte verpflichtet werkzeugmaschinenfabrik von Paul Heuer in Werdau i. S. stehen ein kontraktliches Verhältnis einzugehen, Tag- und Nachtschicht sich, die Kosten zu tragen." sämtlich im Streif. Die Arbeiter haben alles versucht, um den einzuführen, so daß durch diese Einteilung eine lange Arbeitszeit Konflikt zu vermeiden, die Unternehmer haben aber nicht das ge- vermieden wird. Die Abendblätter raten den Schauerleuten, ringste Entgegenkommen gezeigt, sondern die von den Streifenden gewählten Kommissionen entlassen. Sie haben Entgegenkommen zu zeigen. Im Laufe des heutigen Tages hat dadurch die Arbeiter in den Streit getrieben und fordern sich die Zahl der importierten englischen Streifbrecher um 300 Da und Austritt aus der Organisation. Der Kampf nimmt infolge nun von denselben bedingungslose Wiederaufnahme der Arbeit vermehrt. wir der umlauteren Kampfesweise der Unternehmer mit jedem Tage Darauf nahm Genoffe Großflaus die Klage zurüd Berlin und Umgegend. Achtung, Metallarbeiter! Für Belgrad werden in Berlin Arbeitskräfte gesucht. dieselben als Streifbrecher verwandt werden sollen, ersuchen jebes Arbeitsangebot nach Belgrad abzulehnen. Deutscher Metallarbeiter- Verband, Ortsverwaltung Berlin. Die Tapezierergehülfen tönnen mit dem Erfolg ihres Lohnkampfes zufrieden fein. Ift auch kein Tarifvertrag von Organisation zu Organisation zustande gekommen, so haben sie dafür die Genugtuung, daß ihre Forderungen ohne die von der Innung angestrebten Verschlechterungen und ohne die Festsetzung eines für fünftige Lohnbewegungen höchst ungünstig wirkenden Ablaufstermins anerkannt sind. Die Innung hat in der verfloffenen Woche ihren organisierten Widerstand gegen die Forderungen gänzlich aufgegeben und beschlossen, jedem Mitgliede freie Hand zu laffen, die Forderungen anzuerkennen oder abzulehnen. Ihre mit so großen Worten eingeleitete Generalaussperrung hatte sich ja längst als ein verfehltes Beginnen erwiesen, so daß die nun ausgesprochene Aufhebung des Aussperrungsbeschlusses wenig praktische Bedeutung hatte. Der Sieg ist der Gehülfenschaft auf der ganzen Linie gesichert. Gestern nachmittag waren es nur noch einige wenige Geschäfte, die den neuen Tarif nicht anerkannt hatten, und sie hatten meist schon Berhandlungen begonnen. Am Montag werden jedenfalls die legten Ausgesperrten oder Streifenden, bis auf vereinzelte Ausnahmen, ebenfalls zu den neuen Bedingungen wieder in Arbeit treten. Selbstverständlich hat auch die Gehülfenorganisation als solche einen großen Vorteil von der Bewegung gehabt. Bekanntlich war, nachdem die Jnnung ihre Aussperrung auch auf die unorganisierten Gehülfen ausdehnen wollte, beschlossen worden, vorläufig leine neuen Mitglieder mehr aufzunehmen. Nun ist dieser Beschluß aufgehoben und die Unorganisierten drängen sich zur Aufnahme in den Verband. Schneesturm. an Schärfe zu. Die Arbeiter fämpfen jetzt nicht nur um die Vers Reichenbach( Schlesien), 23. März.( W. T. B.) Im Eulen besserung ihrer wirtschaftlichen Lage, foudern auch um ihre Drgani- gebirge herrscht ein äußerst heftiger Schneefturm. Der Betrieb fation, die sie sich unter feinen Umständen werden rauben lassen. auf der Eulengebirgsbahn ist nur mit Mühe aufrecht zu erhalten; Sie ersuchen die Gewerkschafts- und Barteigenoffen, fie bei diesem der Schneepflug arbeitet ununterbrochen. Auf der Strede fchweren Ringen durch Fernhalten des Buzuges nach besten Sträften Steichenbach- Oberlangenbielau wurde Inspektor Gabler bom Dominium Klinkenhaus von dem Schneepfluge erfaßt und fchwer zu unterſtügen. Die Maler und Anftreicher in Frankfurt a. M. stehen in verlegt. Auf dem Bahnhof Gnadenfrei berunglüdte infolge einer Lohnbewegung. Sie fordern: neunstündige Arbeitszeit und beftigen Schneesturmes ein Hülfsweichenſteller tödlich. bom 1. April 1907 bis 31. März 1908 für Gehülfen über 20 Jahre 55 Pf., unter 20 Jahren 44 Pf. Stundenlohn. Bom 1. April 1908 bis 31. März 1909 soll der Lohn um 2 Bf. pro Stunde steigen. Bremen, 28. März.( W. T. B.) In dem Disziplinarberfahren Die Arbeitgeber wollen die 91stündige Arbeitszeit bestehen lassen gegen die Volksschullehrer Solameher, Gartelmann, Gansberg und den Lohn für Arbeiter über 31 Jahre auf 52 f., unter 21 Jahre und Lüdeling wegen Aufreizung der Bremischen Lehrerschaft auf 41 Bf. festiegen. 21 Husland. Für die Freiheit der Schule! Keine Aussperrung. gegen die Schulbehörde und Mißachtung wurde heute abend nach breitägiger Verhandlung das Urteil gefällt. Alle vier Angeklagten Die Jahreskonferenz der walisischen Bergleute. wurden mit einem Berweise und Tragung der Kosten des Ver London, 21. März.( Eig. Ber.) Die Delegierten der Berg- fahrens verurteilt, außerdem der Boltsschullehrer Holzmeyer su leute von Südwales, die zu ihrer Jahreskonferenz in Cardiff ver- 300 M. Geldstrafe. sammelt find, beschlossen, daß der Verband der Bergleute bon Großbritannien ersucht wird, eine Urabstimmung über die Frage München Gladbach, 23. März.( W. T. B.) Heute abend des Anschlusses an die Arbeiterpartei vornehmen zu lassen. Wie bekannt, haben sich alle Gewerkschaftsverbände mit Ausnahme des wurde in der Textilarbeiterbewegung eine Einigung erzielt, so daß Verbandes der Bergleute der Arbeiterpartei angeschlossen. Im ber- am Montag in sämtlichen Webereien und Spinnereien die gangenen Jahre nahmen die Bergleute eine Urabstimmung über Kündigungen zurüdgezogen werden. Die Weber erhalten eine diese Frage vor, die nur eine starke Minderheit zugunsten des fünfprozentige Lohnerhöhung; damit ist die drohende Gefahr Anschlusses ergab. Die Parlamentsabgeordneten der Bergleute einer Aussperrung beseitigt. haben sich demgemäß der Arbeiterfraktion nicht angeschlossen, ob wohl sie in allen Arbeiterfragen mit ihr zusammengehen. Soziales. Ein Milchkrieg Zwei schwere Sünder. Bab Orb, 23. März.( B. H.) Wie der Orber Bezirksbote" meldet, ist der Stadtpfarrer Röhre seines Amtes als Drtsinspektor enthoben worden. Desgleichen wurde dem Stadtkaplan Rüng die Genehmigung des Unterrichts an der bischöflichen Lateinschule Die Filiale hat im legten Quartal schon 600 neue Mitglieder gewonnen. scheint sich in Würzburg entspinnen zu wollen. Von großagrarischer entzogen. Die Ursache der Maßregel ist in dem Berhalten der Wie behauptet wird, hat die Innung auch paritätischen Arbeitsnachweis zurückzutreten. Das fetzt allerdings eine Kündigungsfrist von drei Monaten voraus. Die Gehülfenschaft wird dann den Arbeitsnachweis ohne die Jnnung fortführen. Bauunglüd. Seite wird auf eine Verteuerung der Milch hingearbeitet. Da die beiden Geistlichen während der Reichstagswahl( Eintreten für den Kleinbauern zunächst hiervon nichts wissen wollen, ist man bestrebt, sozialdemokratischen Kandidaten bei der Stichwahl gemäß der vom eine Organisation der Produzenten ins Leben zu rufen, um danu Abg. Müller- Fulda proklamierten Stichwahltaktik) zu suchen. die Konsumenten schrauben zu können. Man ließ sich den Vorfitzenden des Milchproduzentenverbandes für Mannheim, Heidel Achtung, Tapezierer! Kleber! Die Sperre über den Bau berg und Ludwigshafen, Stallter, kommen, der in einer Versamm Mainz, 28. März.( W. T. B.) Beim Neubau des Postamtes Hildebrandstraße 16 der Firma Kaiser und von Großheim ist auf lung von Milchproduzenten den Kriegsplan entwickelte. Zunächst in der Bahnhofstraße stürzte eine Betondecke ein und verschüttete gehoben. Die Verbandsleitung. sei es notwendig, eine Interessenvertretung" au gründen, zu der 6 Arbeiter, die zum Teil schwerverletzt in das Hospital gebracht Von den ausgesperrten Möbelposamentierern ist zu berichten, alle Produzenten herangezogen werden müßten, ebenso die Milch- wurden. daß, trotzdem die Aussperrung schon die zehnte Woche dauert, noch händler. Diejenigen von den letzteren, die keine rechte Neigung Feuersbrunst. keine Verhandlungen stattgefunden haben. Die Zahl der Abge: zeigen, sich dem Ring anzuschließen, möchte er durch den Boykott Karlsruhe, 23. März.( B. H.) In Löfflingen im Schwarzreiften übersteigt bedeutend die Ileine Zahl der Streitbrecher, welch gefügig machen. Der Thüngensche Gutsverwalter, Burt, motivierte lettere zum Ueberfluß nicht im geringsten der Sache Abbruch tun Die Notwendigkeit einer Wildpreiserhöhung damit, daß alle anderen wald find gestern nach 14 Häuser niedergebrannt. 22 Familien Tönnen, da es minderwertige Arbeitskräfte find. Ein Fall, der die Lebensmittel im Preise gestiegen seien, nur die Milch nicht. Weil find obdachlos, wovon 18 nicht versichert sind. Die Entstehungsschärffte Stritit herausfordert, ist folgender: Ein Hülfsfachschul- alles teuer ist, muß auch die Milch verteuert werden. Das ist ursache des Brandes ist noch nicht aufgeflärt. lehrer der höheren Städtischen Webeschule namens Freiberg agrarische Logif. Der wöchentliche Ruhetag. Die Kleinbauern haben allen Anlaß, dem bahrischen Milchhat sich zum Arbeitswilligen degrabiert. Ob es der Behörde angering" Paris, 23. März.( W. T. B.) Deputiertenkammer. Dem nehm ist, entzieht sich unserer Stenntnis. Zuzug ist nach wie vor ring" zu mißtrauen und gegenüber der Androhung des Boykotts schleunigst auf Schadenersatz zu flagen. Hat doch die Vorgängerin Präsidium wurden sechs Tagesordnungen auf Schluß der Debatte streng fernzuhalten. ber Würzburger Gründung, die Brandenburgische oder Berliner über den wöchentlichen Ruhetag eingereicht. Ein Antrag Jaurès, Milchgentrale", nach den Feststellungen des Reichsgerichts, biele sämtliche Tagesordnungen an die Arbeitskommission zu überKlein- und Mittelbauern um Millionen geschädigt, die Milch weisen, wurde mit 386 gegen 182 Stimmen abgelehnt; angenommen Bankerott enden müssen, dessen objektive Strafbarkeit für uns welche dem Entschluß der Kammer Ausdruck gibt, die wesentlichen Grundsätze des Gefeßes betreffend den wöchentlichen Ruhetag unberührt aufrecht zu erhalten, und der Regierung das Vertrauen ausspricht, daß sie noch vor Schluß der Session Vorschläge_wegen der vorzunehmenden Aenderungen machen werde. Die Sizung wurde dann bis Dienstag vertagt. Achtung! Arbeiter von Groß- Lichterfelbe und Umgegend! Bon seiten der Firma Lissel, Möbelspedition, wird das sei. Dem ist nicht so; wohl haben sich einige Arbeitswillige gefunden, jedoch befindet sich das Gros der Arbeiter nach wie vor in dem Ausstand. Da nun Lissel im Lichterfelder Anzeiger" Leute sucht, außer Zweifel steht. erfuchen wir alle rechtlich denkenden Arbeiter, daß sie diesen Betrieb Sigenbleiben als Verrufserklärung. Die Streitfomission. meiden. Wir berichteten seiner Zeit über eine am 10. November 1906 Achtung! Rohrleger und Helfer! Die Sperre für Köpenid ist vor der Straffammer des Landgerichts II berhandelte Anklage gegen hierdurch aufgehoben. Jedoch bleibt die Firma Kurte, Marien- die Maurer Frans Stube, Otto Stube, Fischer und Wahl. Diese ftraße in Köpenick, wegen Nichtanerkennung des Tarifs bis auf hatten im März 1906 auf einem Neubau in der Hermannstraße in weiteres gesperrt. Wir ersuchen die Kollegen, bei der Firma teine Rigdorf nach der Frühstücspause au arbeiten aufgehört, und hatten Arbeit anzunehmen. die Arbeit erst wieder begonnen, als die Maurer Bomblewsti und Janiszewski den Bau verlassen hatten. Auf Betreiben dieser beiden wegen Bergebens gegen§ 153 G.-O. angeklagt, wurden sie bom Amtsgericht Rigdorf sämtlich freigesprochen. Auf die Berufung des Staatsanwalts bestätigte das Landgericht II am Betersburg, 23. März.( W. E. B.) Der frühere Oberprokurator 10. November 1906 die Freisprechung aller bis auf Franz Stube. Von diesem nahm es als erwiesen an, daß er vorher den beiden des Heiligen Synod, Pobjedonoszew, ist heute abend gestorben. .Glede, Berlin. Drud u. Berlag: Borwärts Buchdr. u. Berlagsanftel Paul Singer& Co., Berlin SW Deutscher Metallarbeiter- Berband, Ortsverwaltung Berlin. Deutfches Reich. Bur Aussperrung der Hamburger Schauerleute. Die Ballinsche Scharfmacherepistel, in der die Behörden abgerüffelt werden ob ihres flauen" Berhaltens den Ausgesperrten Berantw. Rebatteur: Hans Weber, Berlin. Injeratenteil berantw.; Explosion in einer Farbenfabrik. Lyon, 28. März.( W. T. B.) Heute vormittag wurde eine Farbwarenfabrik in der Rue Vitriolerie durch eine Explosion teilweise zerstört. Mehrere Arbeiter wurden lebensgefährlich verwundet. Eine Geißel Rußlands. Hierzu 5 Beilagen Br. 71. 24. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 24. Mär 1907. Wirtschaftlicher Wochenbericht. Berlin, 23. März 1906. Krisenfragen- Kapitalerhöhungen und Belegschaftsstärke. Vor wenigen Wochen noch spottete man über die Pessimisten, die den Wirtschaftshimmel nicht ganz wolfenfrei sahen. Mit der= felben Ueberlegenheit, mit der man bisher die Schwarzfeher ab Kapitalsumme in 1906 auf 8394 M. Das ist eine Steigerung um über 40 Broz. Für eine zehnprozentige Dividende hatte jeder Arbeiter im Jahre 1908 eine Dividendensumme von 241 M. auf zubringen, 1906 aber bei demselben Dividendenjak 339,4 M. Mit den Dividendenfäßen allein ist wenig anzufangen, sie geben über den Ausbeutungsgrad keinen Aufschluß.. D. tat, konstatiert man nun die Ursachen der Deroute an der Börse. Die Hausindustrie in der Herrenkonfektion und der eine Bestrebungen dadurch zu unterstüben, daß die Boykott der Schneider. Gerichts- Zeitung. Kampf eines Gastwirts um die polizeiliche Erlaubnis ge öffentlichem Tanz. Der Gastwirt Karl Wiesenthal hatte bei der Polizei beantragt, gemäß der Polizeiverordnung vom 10. Juli 1851 ihm für den 20. Mai 1906 die Erlaubnis zu einer öffentlichen Tanzluftbarkeit Polizeipräsident versagte ihm die Erlaubnis. Wiesenthal be in seinem Lokal in der Aderstraße 123 zu Berlin zu erteilen. Der fchwerte sich vergeblich beim Oberpräsidenten und klagte dann Arbeiterschaft dagegen hat ein Interesse daran, daß auch die Arbeiter und Arbeiterinnen der Konfettion von dem Blühen derselben infofern profitieren, als auch dieje eine geregelte Arbeitszeit und austömmliche Löhne erhalten und nicht vollends. im wirtschaftlichen Glend versinten. Dazu ist aber nötig, daß die beimarbeit eingeschränkt, beseitigt wird, und in diesem Kampf um Befriebswerkstätten ruft der Schneiderverband die organisierten Arbeiter, alle rechtlich Dentenden auf, Ein Fachmann mißt die Schuld den vorsichtigen und mahnenden boykottierten Geschäfte streng gemieden werden. Diese Aeußerungen in einigen Geschäftsberichten zu, ein anderer macht Firmen, die für Ausstattung ihrer Geschäftshäuser teine Mittel den hohen Diskont der Reichsbank für die Banif verantwortlich, Seit einigen Wochen erscheinen in regelmäßigen Zwischen baß fie Fabrikationsräume einrichten, in denen ihre Waren unter scheuen, müssen durch die Konsumenten gezwungen werden. wieder ein Wissender sieht des Unheils Ursache in der Unvorsichtig raumen im Vorwärts" Inserate des Schneiderverbandes, menschenwürdigen Berhältnissen hergestellt werden. feit und Bügellosigkeit des Kapitalisten. Die Banken sollen nicht nach welchen bestimmte Detailfirmen der Herrenkonfektion&& ist ein Kulturwert, was hier begonnen wird. so hohe Kredite geben, rät dieser Stonjunkturmacher, jener verlangt bohtottiert und deswegen beim Einkauf von Kleidungsstüden zu und hoffen wir be shalb auf tätige Witwirkung schleunige Herabsehung des Diskont, und es melden sich auch Climmen, die den Vorwurf erheben, die Reichsbant hätte schon vieleiden sind. Um unseren Lesern ein richtiges Verständnis dieses unserer Refer und Parteigen offen. früher, wie geschehen, durch Herauffeßung des Distout der wilden, Berhältnisse in der Herrentonfettion etwas näher eingehen, Borgehens zu ermöglichen, wollen wir auf die hausindustriellen planlosen Spekulation einen Riegel vorschieben müssen. So wirbeln Irfache und Wirkung, Vorausfebung und Schlußfolgerung ivice rinnen hat diesen sein Augenmert auf die Errichtung von BetriebsSeit dem Bestehen des Verbandes der Schneider und Schneidedurcheinander. Alle die weisen Vehren und guten Ratschläge sind werkstätten durch die Unternehmer sowie Beschränkung und Beseiti für die Kab. Gewiß fönnten durch eine Reihe von Maßnahmen gung der Hausindustrie( Heimarbeit) gerichtet, weil es jedem Eindie Krisen in ihren Folgen abgemildert werden, aber nicht werden fichtigen von vornherein klar war, daß die Hausindustrie selbst ein fie vollständig ausgeschaltet. Die tapitalistische Produktion und Sindernis guter Lohn- und Arbeitsbedingungen ist und stets Distribution gebiert die Krisen. Je weiter sich die Warenpreise bleiben wird, und daß die im Laufe der Jahre aufgedeckten von den Löhnen entfernen, desto näher ist die Krise. Die Spannung schweren Weißstände von ihr zum größten Teil unzertrennlich sind. zwischen Preisen und Produktionskosten bestimmt die Summe des Stapitalgewinns, die Größe dieses, den Grad der Spekulation, denden Ausnahmen hausindustriell hergestellt und haben sich denn Nun wird auch die gesamte Berliner Stonfektion mit verschwin den Anbrang des in der betreffenden Industrie Anlage suchenden auch hier Verhältnisse entwickelt, die die Heimarbeit im Gefolge Kapitals. Der Umfang dieses Andranges bestimmt wieder den hat: lange Arbeitszeiten, niedrige Löhne, schlechte Wohnungsver- beim Ober- Verwaltungsgericht. Der Oberpräsident machte zur Preis des Geldes und hoher Geld- Breisstand wirkt wieder verhältnisse mit all ihren Begleiterscheinungen, Zwischenmeister- Begründung feiner und des Polizeipräsidenten Ablehnung des Anfcuernd auf die Produktion und auf die Preise der Erzeugnisse. tum usw. Seit dem großen Streit von 1896 war es nicht mehr trags geltend, daß es Wiesenthal an- Zuverlässigkeit fehle. Er So treibt ein Keil den anderen und der Hammer ist Profitfucht, möglich, an eine Verbesserung der Lohn- und Arbeitsverhältnisse fei 1905, im Jahre der Nebernahme des Lokals durch W., dreimal Dividendenhunger. Die Tendenz wird noch verschärft durch die heranzutreten und sind infolgedessen die Löhne heute auf ein Niveau wegen Hebertretung der Bolizeistunde bestraft.( Schreckliches VerBroduktionsvereinigungen in der Roh- und Halbzeugindustrie, die gesunken, resp. auf einem solchen geblieben, daß ein Schneider nur brechen.) Auch wären bald nach lebernahme des Lokals nach einem bis zu einem gewissen Grade ihren Preistreibergelüften freien burch eine täglich 11-18stündige Arbeitszeit unter tätiger Mit Kinderfest 200 junge Burschen, aus dem Lokal kommend, nach dem Lauf laffen, diktatorisch bestimmen können. Wächst die Summe hülfe der Frau noch einen annehmbaren Wochenverdienst erzielen Gartenplatz geschwärmt und hätten fich dort nachts gegen 13 Uhr des investierten Kapitals schneller und stärker als die Zahl der Ar- fann. So werden heute noch mehr wie vor 10 Jahren unter Lärmen und Johlen festgesetzt. Ferner würde öffentlicher beiter, dann geht die absolute Gewinnsteigerung über die prozen Großstüde angefertigt für Arbeitslöhne von 1,25-2,25 m. und es Tanz bei Wiesenthal die zahlreichen Dirnen der Gegend anlocken. tuale hinaus. Ja felbst bei Rückgang der Dividendenrate tann der erscheint manchmal unglaubhaft, daß dabei eine Arbeiterfamilie Schließlich sei im 59. Polizeirevier auch kein Bedürfnis für weitere Anteil des Kapitals am Arbeitsertrage gewachsen sein, und Lohn überhaupt noch existieren fann. Speziell in der billigeren Ston- öffentliche Tangluftbarkeiten, denn in vier anderen Lokalen des steigerungen schließen eine Erweiterung der Spannung zwischen fektion, in der Branche der Lodenjoppen und Belerinen fand ein Bezirks werde öffentlicher Tanz so oft gestattet, daß im Bezirk des Produktionskosten und Warenpreifen nicht aus. Für den Arbeiter teter Rüdgang der Löhne statt, so daß Lodenjoppen mit 7 Taschen, genannten Reviers auf jeben Abend mindestens ein öffentlicher ist dann die Sebung der wirtschaftlichen Lage nur scheinbar. Er schwerer Stoff, heute schon zum Lohn von 1,40 M, hergestellt werden. Tanz tomme. bekommt etwas mehr Geld in die Hand, aber es hat verminderte Aehnlich in der Branche der Knabensachen. Hier werden blaue Rauftraft. Und in den lezten Jahren sind nicht nur die Preise für Knabenpaletots, sogenannte Phjads, schon für 55% f gemacht. vor dem Ober- Verwaltungsgericht, daß der Vorgang mit den Der Vertreter des Klägers, R.-A. Dr. Roth, betonte zunächst Gebrauchsgegenstände in die Söhe geschnellt, sondern auch, und In gleicher Weise ist die Ausbeutung der Heimarbeiterinnen der jungen Burschen absolut falsch dargestellt sei. Er könne auch gar alvar vornehmlich, die für Lebensmittel. Setzt man die Mehr- Hosen- und Westenbranche fortgeschritten. Für 27 Pf. werden nicht gegen den Kläger verwertet werden, denn es habe sich gerade leistung, die gesteigerte Produttivität der Arbeit zu der verminder ofen, für 29 Pf. Westen gemacht! Auch dem Laien wird da ohne um die Zeit der lebernahme des Lotals und um das Publikum ten Stauftrafi des Geldes mit in Rechnung, dann kann von einer weiteres einleuchten, daß hier eine schamlose Ausbeutung der Ar- gehandelt, das vom Vorbesiber an das Lokal gewöhnt war, das aber höheren Bezahlung der Ware Arbeitskraft, als Folge der guten beitskräfte stattfindet. Dabei müssen zu diesen Schundlöhnen Ar- gerade durch den Kläger sehr bald dem Lokal. entfremdet worden Ronjunttur, nicht die Rede sein. Das industrielle Stapital hat in beiter und Arbeiterinnen noch ihre Nähmaschinen und fei. Im Lokal selber wäre übrigens auch an jenem Tage nichts den letzten Jahren einen anderen Gewinnteilnehmer in stärkerem äbautaten selbst stellen. Die niedrigen Lohnfäße bedingen unerlaubtes vorgekommen. Der Kläger, der Gewerkschaftsführer Maße von dem Konjunkturfegen mit zehren sehen. Aber nicht die nun eine übermäßig lange Arbeitszeit. Während alle anderen gewesen und es noch sei, habe sich ein anständiges Arbeiterpublitum Arbeiter waren die Glüdlichen, es waren die Herren Agracier. Berufe periodisch ihre Arbeitszeit verkürzen, find die Schneider auch herangezogen, das teine Stritit zu scheuen brauche. So fänden Bohe Lebensmittelpreise, die den Arbeitern die Lebenshaltung er nur vom 10stündigen Arbeitstag heute soweit entfernt, wie vor benn auch vielfach Vereinsveranstaltungen von Gewerkschaften usw. schweren und den Stonfum in anderen Bedürfnissen einschränken, 10 Jahren. Die lange Arbeitszeit wieder schädigt ble Gesundheit. bei ihm statt. Es werde bestritten, daß in der Gegend befonders gelten als eine nationale Notwendigkeit. Auch die Preissteige So bemerkt die Ortstrankenkasse für Schneider in ihrem Jahres- biel Dirnen wohnten. Wenn es aber so wäre, ginge das den rungen für industrielle und gewerbliche Erzeugnisse iverden im alle bericht für 1905: Die meisten Erkrankungen kommen bei den gemeinen als erfreulich angesprochen, nur die Preise der Ware Seimarbeitern bor, trobem an Zahl die Werkstatt- bei der jebigen anständigen Qualität des Lotals sehr schnell wieder Werkstatt- Wäger gar nichts an. Die Dirnen, die etwa kämen, würden sich Arbeit sollen nicht in die Höhe getrieben werden. Daß in der Bearbeiter die Seimarbeiter. tveit überwiegen." scheidenheit der Arbeiter der Bestand der Konjunktur beruhe, ist Ganz besonders beeinflußt die Heimarbeit aber die Wohnungs- zurückziehen. Der dem Kläger gegenüber gezeigten polizeilichen oft der Weisheit Schluß tiefsinniger Betrachtungen. Mit um verhältnije. Von vornherein werden Schneider, als Mieter wegen Strenge fei folgendes entgegen zu halten: Gar nicht weit von ihn gelehrter Schlußfolgerung kommt man der Wahrheit viel näher bes Waschinengeräusches nicht gern genommen. Sit noch eine eritiere ein Lofal, Bur Pfanne" genannt. Polizeinotorisch verNoch ertönt rings in der Runde die Klage über Arbeitermangel. größere Stinderzahl vorhanden, so müffen diese Leute oft mit den fehrten dort Verbrecher und zuhälter. Schlägereien und andere Angeblich follen im Ruherevier noch viele Taufende Arbeitskräfte bedenklichsten Löchern zu obendrein hohen Breifen fürlieb nehmen. unglaubliche Szenen feien dort an der Tagesordnung, was ber eingestellt werden können. Die Montanwerte berichten fast über- Aber selbst diejenigen, die sich noch etwas leisten wollen eventuell Polizei bekannt fei. Es würden dort andauernd Verhaftungen einstimmend, daß die vorliegenden Aufträge noch bis Ende des fönnen, müssen in den meisten Fällen mit Stube und Stüche aus- vorgenominien. Richtige Razzias tamen vor, einmal unter BeteiliJahres sämtliche Betriebsmittel in Anspruch nehmen. Und doch kommen, weil die Mieten für zweizimmerige Wohnungen in ber gung von 80 Schußlenten. Und für das Lokal werde fortgesetzt wird man, vielleicht noch ehe das Fest der Winterfonnenivende Regel nur schwer aufgebracht werden fönnen. Und die ganze Wohn- die Erlaubnis zum öffentlichen Tanz erteilt. Demgegenüber bewiederkehrt, die kapitalistische Ueberfegung für Unterfonfum ver- lichteit geht nun noch dadurch verloren, daß doch die Stube oder tradhte man nun die polizeiliche Behandlung des Klägers, bei dem nehmen: Ueberproduktion! Alls ob die Produzenten das nicht Stüche gleichzeitig Wertitelle ist! Durdy das Aufstellen der Näh- ein anständiges Arbeiterpublikum verkehre. Wie die vorliegenden fonfumieren fönnten, was sie herstellen! Während der Zeit der maschine und des Arbeitstisches bleibt leider oft tein Platz für Strafurteile aeigten, handele es sich um gana minimale Ueberpilbeften Produktion bleiben noch viele Bedürfnisse unbefriedigt, andere notwendige Möbel. Bei einer Enquete der Oristrantentasse tretungen, zweimal von 20 Minuten und einmal von einer halben tveit die auftraft der Waffe des Volkes nie mit dem Produktions- der Schneider wurde 1904 festgestellt, daß 94 Patienten sich Stunde. Was das Bedürfnis betrifft, verwiesen der Anwalt und grad parallel läuft und eine Unsumme von Arbeitskraft für ganz als Lagerstätte mit dem Sofa begnügen mußten. Aber der anwefende Kläger auf den kolossalen Bevölkerungszutrachs, der umproduttive, feinen menschlichen Bedürfnissen dienende Beschäfti- auch die ganze Jämmerlichkeit der Wohnungsverhältnisse wurde da. gung verschleudert wird. Aber so lange noch Menschen in elenden durch beleuchtet, daß lungentrante Mitglieder der Sumpfigen Löchern hausen, Menschen zerlumpt umberlaufen, Staffe ihren Aufenthaltsraum am Tage teilen Menschen wegen Unterernährung zusammenbrechen, fann man mußten. doch ernsthaft von einer Ueberproduktion nicht reden. Ganz au mit einer Berfon in 216 Fällen schweigen davon, daß für viele Millionen Menschen geistige Ge zwei Personen, 256 nüffe, die Freuden einer höheren Stultur gar nicht existieren, findet die Krise tausende Arbeitsfähige, die gern produzieren möchten, beschäftigungslos auf der Landstraße, hungernd und darbend, und in tausenden und abertausenden Familien fehlt es an dem llers notwendigsten. Troßdem, die fapitalistische Welt lehrt" uns: wir Teiden an Ueberproduktion! Müßte nicht schon dieser schreiende Widerspruch, dieser helle Wahnsinn, sämtliche Proletarier der Gozialdemokratie zutreiben und alle die Intellektuellen, die theore tisch des Volkes, der Menschheit Wohl als oberstes Prinzip aner Tennen, für den Stampf zur Umgestaltung der kapitalistischen Ge fellschaft in eine fozialistische gewinnen? Unwissenheit, trre geleitete Meinung und mehr oder minder bewußtes Interesse an den bestehenden Verhältniffen bilden die Schranken, die den Weg zur Sozialdemokratie versperren. . bret. . " bier fünf sechs fieben 194 102 " 47 " " " " 24 19 " in dem fraglichen Bezirk feit 5 Jahren eingetreten ist. Wiesenthal felber machte u. a. noch darauf aufmerksam, daß fein, 1905 übernommenes, Lokal seit 47 Jahren bestehe und daß allen Vorbesizern keine polizeilichen Schwierigkeiten gemacht worden seien. Er erklärt das Verhalten gegen ihn nur aus der Voreingenommenheit der Polizei gegen ihn als bekannten Sozialdemokraten, der auch kein Blatt vor den Mund nehme, wenn es gelte, z. B. in Bersammlungen, polizeiliche llebergriffe zu fritifieren. Daß man sich auf die Weise gegen einen Wirt wende, bloß weil er Sozialdemokrat sei, das könnte das Gericht sicher nicht bil ligen. Das Ober- Verwaltungsgericht wies indeffen die Klage ab und Nun hat aber die Sausindustrie noch eine besondere Erscheinung Rechtsstreit nur um die Tanzerlaubnis für den einen Tag handele Bei Nacht waren die Verhältnisse nod ungünstiger! führte aus: Auszugehen sei natürlich davon, daß es sich in diesem gezeitigt, das Zwischenmeistersystem. Dieses baut seine Gristenz und hier nur darüber zu entscheiden fei, ob sie für diefen einen auf der Heimarbeit auf, ist daher ein geschworener Gegner der Tag mit Recht versagt wurde. Die Versagungsverfügung des PoForderung von Werkstellen und Fabriten, weil es, nicht mit Unrecht, lizeipräsidenten würde zweifellos aufgehoben werden müffen, wenn eine materielle Ginbuße befürchtet. Beruht doch oft die Tätigkeit zu erkennen wäre, daß sich die Bolizei nicht von fachlichen polizeieines Zwischenmeisters nur in etwas Einrichten der Arbeit und ihrer lichen Motiven hätte leiten laffen, somit also auch, wenn für fie Ablieferung, da eine ganze Anzahl derselben überhaupt keine Fach- bie Zugehörigkeit des Klägers zur Sozialdemokratie maßgebend Zuflucht in der Stonfettion suchten und fanden und hier sogar noch wenn die Polizei mit Rüdficht auf jene gerichtlich festgestellten leute sind, sondern nach erlittenem Schiffbruch in anderen Berufen gewesen wäre. Das erhelle hier aber nicht. Es fei rechtmäßig, ein beträchtliches Ginkommen aus ihren Leuten erzielen. Hebertretungen der Polizeistunde die Grlaubnis für den 20. Mai 5000-6000. find abfolut nichts feltenes. Um einen Einblick in 1906 versagte. Ob es angemessen und notwendig gewesen sei, dardie wirtschaftlichen Verhältnisse dieser Zwischenmeister zu geben, über habe der Verwaltungsrichter nicht zu entscheiden. Mit diesem fei hier ein Erempel aufgemacht: . Ein Zwischenmeister der Firma A. beschäftigt: 2 Arbeiter a 88 M. Lohn 1 Arbeiter a 29 1 Mädchen a 16 Es wird vielfach darauf hingewiesen, daß trob der günstigen Konjunktur die Dividenden vieler Gesellschaften hinter dem Sab von 1899, respettive 1900 zurüdbleiben. Die Ursache dafür wird in den gestiegenen Produktionskosten gefunden. Soweit dabei die Lohntoften in Betracht kommen, haben, wie schon bemerkt, die Ar beiter davon gar keinen oder einen nur ganz unbedeutenden Vorteil gehabt; der erhöhte Lohnbetrag hatte nur platonischen Wert für den Arbeiter. Dieser bekam dafür nur dieselbe Menge Lebensmittel wie früher für die geringere Summe; der Arbeiter war nur die Vermittelungsstelle, die einen Teil des Goldstromes aus der eigenen Arbeit in die Taschen der Agrarier überführte. Dann darf aber auch nicht vergessen werden, daß in den letzten Jahren pro Woche an Löhnen. bie investierten Kapitalien ganz unverhältnismäßig gewachsen sind, und gleichzeitig auch die pro Kopf der Arbeiter erzielte Dividenden äußerst intensiver Arbeit beträgt: Die durchschnittliche Wochenproduktion bei täglich 12stündiger, fumme. Wir führen einige Beispiele dafür an, welche Verände 40 Saffos a 5,25 M. gleich 210 M., rungen Kapital und Arbeiterzahl erfuhren: an Löhnen. Untoften. 66 M. 29 • 16 Summa 111 M. " . 111 m. 25 Summa 136 M. bleiben als Verdienst immer noch 74 M. Aftienkapital Arbeiterzahl Kapital pro Stopf davon ab der Arbeiter Gesellschaft 1903 Bergwerke) Königsborn 9000 000 11000000 Gelsens 60 000 000 firchen) Arenberg 6.000000 7200000 6 181 5635 Harpen 60 000 000 72 000 000 28 478 22 182 Hibernia 39 400 000 60 000 000 14 911 15 067, 1906 1908 1906 3559 130000 000 24 200 36 200 1903 1906 3519 2682 3126 2480 3591 978 2556 2042 3982 Urteil fei aber nicht entschieben, daß die Tanzerlaubnis dem Kläger auch fünftig au versagen sei. Das Ober- Berivaltungsgericht wäre schwerlich zu der Abweifung der Klage gelangt, wenn es nicht einen gar au stritten Beweis dafür verlangt hätte, daß die Polizei sich nicht von sachlichen Motiven habe leiten lassen. Die polizeiliche Anführung der drei Strafen wegen lebertretens der Polizeistunde hätte nimmer fo, start, wie sie gewirkt hat, bei dem Ober- Verwaltungsgericht wirten fönnen, wenn es die Darlegung des Klägers über das Nachbarlotal mehr gewürdigt oder wenn es die Bestrafungen" derer berücksichtigt hätte, denen Tanzerlaubnis erteilt ist, oder wenn ihm bekannt wäre, daß fast allabendlich selbst höhere Polizeibeamte in einem als Schantstätte nicht einmal konzessionierten Lolal Unter den Linden weit über die Polizeistunde hinaus verkehren. Witterungsübersicht vom 23. März 1907, morgens 8 Uhr. Hier handelt es sich also nur um einen kleinen„ Krebs". Cs gibt namentlich in der Stapelfonfektion, in der Lodenjoppens, Hose 1275 und Westenbranche Zwischenmeister, die bis zu 40 Leute, meist 8254 außerm Hause, also in ber heimarbeit, beschäftigen, die sich selber Stallonen brüften, unter 100 M. feine Woche zu arbeiten. Hat doch erst Barometer. fland mm Bind. Bunga Binbftacle Beller Temp. n. G. & E= 4° R. Stallonen Barometer Wind 7bebedt 2 Saparanda 751 Bumps Bindflärte Weller 2bededt Zemp. n. 0000 3 Betersburg 750 GD 2 Scilly 774 ND 4 berbeen 772 28 1 Baris 772 1Schnee 2 halb bb. 8 2 bedeckt 1 wolfenl 6 5 in legter Woche in einem großen Geschäft der Königstraße ein solcher 1006: Konzern; Gesenkirchen, Schalle, Note Erde. gwischenmeister, der 500 Sachen abgeliefert hatte, auf die Frage cines Zuschneiders, was er diese Woche verdient habe, im Beisein Swinemde 753 928 Gerade in den letzten Jahren ist das Kapital insgesamt und anderer Schneider freimütig geantwortet, nur 130 2.!" Und Damburg 761 NW 7 wollent pro Mate der beschäftigten Arbeiter ganz erheblich gewachsen. Nicht erklärte doch einmal ein solcher Zwischenmeister in bezug auf den Berlin 757 28923 8 mollig infolge einer Wirtschaftsdepression und Reduttion des Arbeiter Lohn von 30 M. pro Woche, wie er an eine fleine Anzahl( noch 3 heiter bestandes, sondern durch vermehrte Kapitalsinveftionen. Die auf nicht 100) Stonfeftionsschneider gezahlt wird, daß er hierfür noch München 766 3 7 halb bd. 6 Schnee geführten fünf Gesellschaften zusammen haben ihr. Sapital von nicht einmal aus dem Bett aufstehe. 174 Millionen Marf im Jahre 1903 auf 280 Millionen Mark Den Konfektionsgeschäften ist selbstverständlich die Heimarbeit Wetter Prognose für Sonntag, den 24. März 1907. im Jahre 1906 erhöht; gleichzeitig stieg die Zahl der beschäftigten mit dem Zwischenmeistersystem sehr ans Hera gewachsen, weil sie mägigen westlichen Binden, später wieder zunehmende Bewölkung und geZundehit aiemlich heiter, nachts talt, am Tage etwas wärmer bei Arbeiter von 72 274 auf 89 553. Während im Jahre 1903 jeder gerade dadurch, von Lohnforderungen der Arbeiter unbehelligt. be ringe Niederschläge. Arbeiter ein Kapital von 2410 M. zu verzinsen hatte, stieg die I trächtliche Gewinne in Sicherheit bringen konnten. Die organisierte Berliner Befferbureau. ten 758928 Für den Juhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber teinerlei Verantwortung. Theater. Sonntag, den 24. März. Freie Volksbühne. Nachmittags 3 1hr, 9. und 10. Abteilung. Berliner Theater: Baumeister Solneß. 16./17. Abteilung im Neuen Schauspielhaus: Weh dem, der lügt! Mene freie Volksbühne. Nach mittags 2 Uhr: 2. Abteilung im Deutschen Theater: Gespenster. Nachm. 3 Uhr: 11. Abteilung im Neuen Theater: Dämonen. Ram. 3 Uhr: 16. Abteilung im Schiller Theater O.: Maria Stuart. D Nachm. 3 Uhr: 8. Abteilung im Schiller Theater N.: Die Teufels tirche. Anfang 7 Uhr. Kgl. Opernhans. Undine. Figaro. Seelenretter. Geisterauto. Paris. Montag: Dieselbe Borstellung. Passage. Mal was Anderes. Spezialitäten. Nachmittags 4 Uhr: Dieselbe Bor stellung. bom Montag: Dieselbe Vorstellung. Karl Haverland. Spezialitäten. Intimes. Eine Ballett. Zapfenstreich. Bunter Teil. Montag: Dieselbe Borstellung. Reichshallen. Stettiner Sänger. Montag: Dieselbe Vorstellung. Urania. Taubenstraße 48/49. Nachmittags 2 Uhr: Frühlingstage Ian der Riviera. Im Hörsaal abends 8 Uhr: Die Feuergewalten der Erde. Montag: Rachmittags 4 Uhr: Tierleben in der Wildnis. Abends 8 Uhr: Die Feuergeivalten der Erde. Sternwarte, Invalidenstr. 57/62. Ferdinand Bonns Berliner Theater. Sonntag, Montag: Der Hund Montag: Der fliegende Holländer von Baskerville. Kgl. Schauspielhaus. Göz von Dienstag: Faust. Berlichingen.( Anj. 7 Uhr.) Montag: Uriel Acosta. Neues tgl. Operntheater. Evangelimann. Der Deutsches. Der Gott der Nache. Kammmerspielc. Frühlings Erwachen. Montag: Der Gott der Rache. Lessing. Die Siüßen der Gesellschaft. Nachm. 3 Uhr: Die Weber. Montag: Mieze und Maria.( An fang 8 Uhr.) Schiller- Theater. Schiller- Theater 0.( Wallner- Theater). Sonntag, nach m. 3 Uhr: Maria Stuart. Ein Trauerspiel in 5 Aften von Friedrich Schiller. Sonntag, abends 8 Uhr: Flachsmann als Erzieher. Eine Komödie in 5 Aufzügen von Otto Ernst. Montag, abends 8 Uhr: Mathias Gollinger. Dienstag, abends 8 Uhr: Narrenglanz. Schiller- Theater N. Friedrich- Wilheimstädtisches Theater. Abends 8 Uhr: Zum letzten Mittel. Schiller- Theater Charlottenburg. Sonntag, nach m. 3 Uhr: Die Jungfrau von Orleans. Eine romantische Tragödie in einem Borspiel und 5 Aften v. Friedr. Schiller. Sonntag, abends 8 Uhr: Mathias Gollinger. Lustspiel in 4 Aufzügen von Oskar Blumenthal und Max Bernstein. Montag, abends 8 Uhr: Der Kaiserjäger. Dienstag, abends 8 Uhr: Die Verschwörung des Fiesko zu Genua. Zirkus Busch. Sonntag, den 24. März 1907: :::: Große:::: Zirkus Schumann 2 Heute Sonntag, den 24. März, u. Große brillante Uhr: nagm. 3 Uhr. abends 7%, llr: 2 Gala- Vorstellungen. Nachmittags auf allen 2 Blaben ohne Ausnahme ein Kind frei. Jedes weitere Sind unter 10 Jahren halbe Preise( außer Galerie). Mittwoch: Der Hund von Baskerville. In beiden Vorstellungen gleich Neues Theater. Anfang 8 Uhr. Meißner Porzellan. Montag: Meißner Porzellan. Mittwoch: Vorbestraft. Dienstag 3. erstemmal: Vorbestraft. reichhaltiges abwechselndes Brogramm, fämtliche Spezialitäten, Clowns und Auguste sowie die bestdressierten Schulund Freiheitspferde. In beiden Vorstellungen: Nachmittags und abends ausnahmsweise das größte Pracht- Manegenschauftüd: St. Hubertus. Abends: Fortsetzung des Finale der großen internationalen Gala- Vorstellungen. 2 Nachm. 4 Uhr u. abends 7, Uhr. Jedes Kind unter 10 Jahren ( außer Galerie) halbe Preise. In beiden ROM. Borstellungen: 0 Gr. Drig. Ausstatt.- Pantom. des Zirkus Busch. In beiden Vorstellungen. Die berühmte Reiterfamilie Lecusson. In beiden Vorstellungen: Die Original- Pereztruppe. In beiden Vorstellungen: Vorführen u. Vorreiten der besten Schul, Freiheits- u. Springpferde. In beiden Vorstellungen: Auftreten sämtl. Clowns mit ihren neuesten Bigen und Späßen. Abends 8 Uhr: Fortsetzung der großen Sonder- Konkurrenz. Renes chauspielhaus. Sigaros Kleines Theater. Ringkampf- Konkurrenz internation RingampfHochzeit. Montag: Faust I. Teil.( Anfang Nachmittags 3 Uhr: Nachtasyl. 7 Uhr.) Anfang 8 Uhr. Schiller 0. Abends 8 Uhr: ( Baner- Theater.) Ein idealer Gatte. Flachsmann als Erzieher. Nachmittags 3 Uhr: Maria Stuart. Montag: Mathias Gollinger. Schiller Theater Charlottenburg. Mathias Gollinger. Rachmittags 3 Uhr: von Orleans. Montag: Eine triviale Komödie für seriöse Leute.( Bunbury.), Dienstag: Ein idealer Gatte. Die Jungfrau Neues Schauspielhaus Montag: Der Kaiserjäger. Schiller N.( Friedrich Wilhelme städtisches Theater.) Das lebte Mitter. Nachmittags 3 Uhr: Die Teufelsfirche. Montag: Unsere State. Komische Oper. Faufts Ber dammung. Nachmittags 3 Uhr: Carmen. Montag: Hoffmaims Erzählungen. Lorking. Fra Diavolo. Nachmittags 3 Uhr: Die lustigen Weiber von Windsor. Montag: Der Freischüz. Zentral. Der Rastelbinder.( Anfang 72 Uhr.) Nachmittags 3 Uhr: Die Geisha. Montag: Der Mikado. Westen. Die lustige Witte. Nachmittags 3 Uhr: Der Freischük. Montag: Die lustige Witwe. Berliner. Der Hund von Baster ville. Montag: Dieselbe Borstellung. Kleines. Ein idealer Gatte. Rachm. 3 Uhr: Nachtasyl. Montag: Bunbury. Neues. Meißner Porzellan. Montag: Dieselbe Borstellung. Residenz. Haben Sie nichts zu verzollen? -Nachmittags 3 Uhr: Eine Hochzeitsnacht. Montag: Haben Sie nichts zu verzollen? Luftspielhaus. Husarenfieber. Nachmittags 3 Uhr: Unsere Räte. Montag: Sufarenfieber. Deutsch Amerikanisches. Bettelstudent. Sonntag, den 24. März: Gastspiel Josef Kainz: Figaros Hochzeit. Anfang 7, Uhr. Montag Gastspiel, zum leptenmal: Faust. I. Teil. Anfang 7 Uhr. Lortzing- Theater. Bellealliancestr. 7/8. Nachmittags 3 Uhr: Die lustigen Weiber v. Windsor. Abends 8 1hr: Fra Diavolo. Abonnements ungültig! Montag: Der Freischütz. Zentral- Theater. ( Operette). 3 Uhr: Die Geisha. Abends 7 Uhr: Der Rastelbinder. Montag 8 Uhr: Der Mikado. unt den Goldenen Kranz von Berlin uhrenprotettorat: Broj. Reinhold 10 000 Mark a in bar Es ringen heute: Omer de Bouillon, Belgien, gegen Jankowsky, Polen. Jakob Koch, Deutschland, gegen Apollon, Frankreich. WINTEST CARTEN & Charlotte Wiehe und das neue Programm. Großer Erfolg! Metropol- Theater Luisen- Theater Nachmittags 3 Uhr: Auf in's Metropol! Neichenbergerstr. 34. Nachmittags 3 Uhr: Dorf und Stadt. 8 Uhr: Abends 8 Uhr: Begas. Heute ringen: Padoubny( Rußland) gegen Petersen( Dänemart), Entscheidungskampf: Alimable de la Calmette( Frankreich) gegen Siegfried( Deutschland). ( Mit Rücksicht auf die Dauer der Ringtampfe geschehen in der AbendPantomime eventuell Stürzungen, um die Vorstellung nicht zu spät auszudehnen.) Deutsch- Amerikanisches Theater. Gesamtgaftspiel Theater des Westens. Heute Nachmittag 3 Uhr halbe Preise: Martha. er Bettelſtudent. Pollo Theater Nachm. 3 Uhr! Kleine Preise! Urania. Wissenschaftliches Theater. 2 Uhr: Frühlingstage an der Riviera. 8 Uhr: Die Feuergewalten der Erde. Montag 4 Uhr: Tierleben in der Wildnis.( Kleine Preise.) 8 Uhr: Die Feuergewalten der Erde. Folies Caprice Linienstr. 132, an der Friedrichstr. Heute abend 8 Uhr: Eine Nacht in der Apotheke ferner Glänzender neuer Soloteil und: Im Inspektionszimmer. Vorverkauf an der Theaterkasse und bei Wertheim. Kasino- Theater Lothringerstr. 37. Täglich 8 Uhr. Nick Carter. Striminalroman in 3 Atten v. Dswald. Nid Carter, Detektiv: Hans Berg. Borher nene März- Programm. das Sonntag 4 1hr: Ledige Leute. DERNHARD ROSE THEATED ( Gr. Frankfurterstr. 132. Nachmittag 3 Uhr bei halben Preisen: Marianne ein Weib aus dem Volke. Abends 8 Uhr: Intimes Theater Dresdenerstraße 97. Gastspiel des Budapester Burlesken- Ensembles Linée Wolf. " Eine vom Ballett." " Zapfenstreich." Bunter Teil.. Reichshallen- Theater. Stettiner Sänger. Neu!„ Ballettschule Klappermat". Anfang Wochentags 8, Sonntags 7 Uhr. Gustav Behrens Theater SchönebergBerlin Goltz straße 9. Heute und folgende Tage: Die sensationelle Ausstattungs Operette: Die lustige Witwe von Schöneberg sowie die erstklassigen Spezialitäten füllen das Haus allabendlich bis zun legten Blab. Sherlock Holmes njang 7 Uhr, Sonntags. 6% Uhr. Billettvorverkauf von 10-1 Uhr an der Theatertaffe. Walhalla Varieté- Theater Weinbergsweg 19/20, Rosenth. Tor. Heute 2 Vorstellungen. Nachm. 31/2 Uhr: Kleine Preise. Jeder Erwachsene 1 Kind frei. Abends 8 Uhr: Die großartigen Spezialitäten: Die 5 Geschwister Pérèz, Gymnastiker auf drei freistehenden Leitern. Frosso, der Geheimnisvolle. Die ausgezeichneten Stomifer: Leonhard Haskel. Edi Blum. Die 2 feschen Soubretten: Anna Müller- Lincke. Lola Lieblich. Abend Theaterbesucher hab. freien Zutritt in den Konzert- Tunnel. Große Doppelvorstellung. Brunnen- Theater 1. Abt.: Das Variété. 2. Abt.: Ali ben Mocca. Burleske. Abends 9, Uhr: Der Triumph des Weibes. Operetten- Burleste in 4 Bildern pon Benno Jacobson. Musik von Josef Hellmesberger und Paul Lincke. Borher: Gesundbrunnen. Babftraße 58. Direktion: Bernhard Rose. Sonntag, den 24. März 1907, nachmittags 3 Uhr( volkstüml. Preise): Pechschulze. Abends 7 1hr: Buggenhagen Moritzplatz. Jeden Sonnabend: GustavGottschalks Gesellschafts- Konzert ( Humoristischer Abend.) Fröbels Allerlei- Theater fr. Puhlmann, Schönhauser Allee 148. roße Spezialitäten- Vorstellung. Tänzlich neuer Spielplan. anz Berlin staunt über die stets wechselnden Künstler!!! Neu! ,, Die wilde Toni". Neu! Anfang 6 Uhr. Eintritt 50 Pf. Nach d. Borst., um 10 Uhr: Gr. Tanz. Prater- Theater Rahm. Kastanien Allee 7-9. 0 3: Kabale und Liebe. Uhr: Bürgerl. Trauersp. v. Fr. v. Schiller. Abends Der Hypochonder. 7 Uhr: Lustspiel in 4 Aften von G. v. Moser. Montag: Die sechste Bitte. LandsbergerElylium, Allee 40/41. Heute, Palmsonntag: Gr. Ball. Anfang 4 Uhr. Entree frei. Die bedeutenden Spezialitäten Die beiden Galeerenskaven. Montags: Harburger Sänger. mit Bernhard Mörbitz. Der Teufel lacht dazu. Palast- Theater. Gwiffenswurm. Der Teufel lacht Montag: Douf und Stadt. Große Jahresrevue in 7 Bildern von Julius Freund. Musik von De Lustspielhaus. Viktor Hollaender. Dirigent Max Burgstr. 24, 2 Min. v. Bahnhof Börse. Nachmittags 3 Uhr: Martha. Montag: Die Zauberflöte. Thalia. Olympische Spiele. Nachmittags 3 Uhr: Charleys Zante. Montag: Olympische Spiele. Luisen. Der G'misfenstourm. Nachmittags 3 Uhr: Dorf und Stadt. Montag: Dieselbe Borstellung. Nachm. 3 Uhr: Die Zenfelskirche. Abends 8 Uhr: Das letzte Mittel. Residenz- Theater. Direktion Richard Merander. Sonntag, Montag, Dienst., Mittwoch: Haben Sie nichts zu verzollen? Sonnabend: Trianon. Frl. Josette- meine Donnerstag und Denise. Frau. Nachmittags 3 Uhr: Die Liebes- Dfter- Sonntag und folgende Lage: fchaufel. Montag: Fr. Josette meine Haben Sie nichts zu verzollen? Frau. Bernhard Rose. Sherlod Holmes. Nachmittags 3 Uhr: Marianne. Montag: Sherlock Holmes. Dietropol. Der Teufel lacht dazu. Rachmittags 3 Uhr: Auf ins Metropol! Montag: Der Teufel lacht dazu. Gebr. Herrnfeld. Ein verrücktes Sotel. Rachm. 3, Uhr: Hausierer Jodele. Die lekte Ehre. Montag: Ein verrüdtes Hotel. Charlotte Wiehe. Wintergarten. Spezialitäten. Montag: Dieselbe Vorstellung. Avello. Der Triumph des Weibes. Bernhard Mörbig. Spezialitäten. Nachmittags 3 Uhr: Ali ben Mocca. Die 3 goldenen Jungfrauen. Im 300. Montag: Der Triumph des Beibes. Bernhard Mörbig. Spezialitäten. Rafino. Nid Carter. Spezialitäten. Nachmittags 4 1hr: Redige Leute. Montag: Nick Carter.. Walhalla. Die goldene Eva. Spe zialitäten. Nachmittags 3, Uhr: Spezialitäten. Montag: Die goldene Eva. Spegialitäten. Folies Caprice. 100 000 Gulden Mitgift. Im Inspektionszimmer. Montag: Dieselbe Borstellung. Prater Theo. Der Hyochonder. Rachmittags 3 Uhr: Kabale und Liebe. Montag: Die fechste Bitte. Palaft. Vom Witwenball. Spezialitäten. Montag: Dieselbe Borstellung. 1. Dfterjeiertag nachm.: Schlaf: wagenkontrolleur. 2. Osterfeiertag nachm.: Hochzeits: nacht. Passage- Theater. 2. Monat. Täglich ausverkauft! Letzter Sonntag: 2 Vorstellungen, nachm. 3-7 ermäßigte Preise, abends 8-11 Uhr. Der größte Lacherfolg Ser Saison: Mal was Anderes". Die Theims- Troupe und die 10 glänzenden März- Spezialitäten. W. Noacks Theater. Direktion: Rob. Dill. Brummenftr. 16. Lette Vorstellung vor Ostern. Zum legten Male! Heimat. Schauspiel von Charl. Birch- Pfeiffer. Anfang 8 Uhr. Entree 30 Bi. Wiedereröffnung: Am 1. Ofter feiertag. Roth. In Szene gesetzt Direktor Richard Schultz. von Heute 18 Uhr: Entree 50 Pf. Massary. Wolff. Bender. Der sensationelle März- Spielplan. Giampietro. Josephi. Rauchen überall gestattet. Trianon- Theater. Anjang 8 Uhr. Fräulein Josette meine Frau. Nachmittag 3 Uhr: Die Liebesschaufel. C Baronesse Vallénoire in ihrem Lichtaft:„ Sonnenspiele". Willi Meybrych Humorist. Vom Witwen- Ball Schwank. astans Panopticum Friedrichstraße 165 Nada" der sprechende Kopf. Von abends 7 Uhr ab: Berliner Sänger. Reichhaltiges and originelles künstlerisches Programm. Schwarzer Friedrichsberg. 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A 104,27 • 60,00 732,93 75,54 130,00 cinlaufs Gesellschaft Hamburg " 19,65 Summa 4640,57. Passiva. Ber Geschäftsanteiltonto 1187,90 M. Reservefonds- Konto 42,50 • Kreditoren- Konto 1300,00 Kautions- Konto " Warenschulden • • " 240,00 0 1857,07 13,10 Reingewinn Mitgliederbestand am Anfang des Geschäftsjahres. 118 11 129 5 Es traten während desselben ein Wittes Waldschlöß then, Eichwalde, Kaiser Friedrich Wohin unsere Herrenpartie? straße 1. Empfehle allen Vereinen und Gewerkschaften zu Ausflügen und Partien Zur Wachtelburg, Hennickendorf Es schieden während desselben aus mein herrlich am Wald gel agenes Lokal, 3 Minuten vom Bahnhof. bei Strausberg. Höchst romantisch Verbleiben Bestand 124 Großer Saal. X Schattige Garten. Kegelbahnen. Ausspannung. gelegenes Lotal mit meilenweitem Die Haftsumme beträgt Sommerwohnungen und Zimi der. 42692 Banorama über Rüdersdorfer Salt124 X 30 90. 3720,20 M. berge bis Grünau. Für Vereine Es haben sich d. GeschäftsMassenquartier. G. 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Borsigender, Zeitungsspediteur Kurt Fuhrmann, hierselbst, Sedanstr. 105( Arbeitnehmer), 2. Stellvertreter, Töpfermeister Karl Jung, hierselbst, Udermart. straße 18( Arbeitgeber), 3. Schriftführer, Tischler Richard Daeschner, hierselbst, Lehderstraße 3( Arbeitnehmer), 4. Beifizer, Tischlermeister Paul Metzkow, hierselbst, Sedan straße 35( Arbeitgeber), 5. Beifiber, Kaufmann Gustav Peukert, hierselbst, KönigChauffee 61b( Arbeitgeber), 6. Beifizer, Tischler Hermann Kittiar, hierselbst, Streuftr. 122( Arbeitnehmer), 7. Beisitzer, Möbelpolierer Fritz Ebert, hierselbst, Sedanstr. 94 ( Urbeitnehmer), 8. Beifizer, Gewerkschaftssekretär Robert Fendel, hierselbst, Lehderstr. 122( Arbeitnehmer). Weißensee, den 22. März 1907. Der Vorstand. 271/16 Fuhrmann, Vorsitzender. Auf Abzahlung wöchentlich nur 1 Mk.! Grammophone, Phonographen, Spieldosen, echte Menzenh.- Zithern, Konzert- Zithern, Geigen, Mandolinen, Hand- Harmonikas. Grosse Auswahl in Zonophone Platten, EdisonWalzen usw. 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Das Urteil wurde in dem Prozeß v. d. Heydt gegen Köhne und Norden in der Mitternachtstunde dahin verkündet: Der Angeklagte Köhne wird freigesprochen, der Angeklagte Norden wird wegen formaler Beleidigung zu 50 M. Geldstrafe verurteilt. Es wurde anerkannt, daß die in den Artikeln aufgestellten Behauptungen im wesentlichen als richtig sich erwiesen haben, dem Angeklagten Köhne stehe der Schutz der Wahrnehmung berechtigter Interessen in vollem Maße zur Seite. Die Firma v. d. Heydt u. Co. hat also sehr gegen ihren Willen burch ihre Klage die gerichtliche Feststellung der Verwerflichkeit ihrer geschäftlichen Aftionen erreicht. HN ca. Roheit. Sountag, 24. März 1907. Ungültige Spandauer Polizeiverordnung. In später Nachtstunde wollte die Direttrice S. mit einer Auto- Für ungültig erklärte das Kammergericht am Montag mobilbrojchte nach Hause fahren. Sie stieg bei dem Töff- Drofchten- die Bestimmung des§ 37 der Spandauer Straßenpolizeiverordnung, futscher Herbst ein, dem sich sein Kollege Kipper anschloß. Beide welche verbietet das Gehen, Fahren und Reiten auf öffentlichen fuhren nun die H. weit weg von ihrer Wohnung, weil Herbst Ver- Pläßen, die mittels Warnungstafeln geschlossen sind. Es führte langen nach einem Liebesabenteuer trug. Die H. wollte aussteigen, aus, eine solche Bestimmung sei perplex. Sie spreche von öffent aber beide Männer hielten fie feft. Das Auto rannte irgendwo an Lichen Pläßen, die durch Warnungstafeln gefchloffen feien; und die H. flog hinaus. Die beiden Männer packten das bewußtlose öffentliche Plätze könnten doch aber gar nicht geschlossen werden. Mädchen wieder ein und septen die hülflose Person vor ihrer Von strafrechtlicher Verwendbarkeit dieses Verbotes sei darum keine Wohnung ab. Das Landgericht I in Berlin hat am 4. Oktober v. 3. Nede, Anders würde es liegen, wenn es hieße: Plätze, die allHerbst wegen Nötigung, fahrlässiger Störperverletzung und Aus gemein zugänglich wären, aber usw." Der Angeklagte Thomczyt, segung zu einem Jahre, Kipper nur wegen Aussehung zu vier der den Spandauer Gperzier plak trok des durch WarnungsMonaten Gefängnis verurteilt. Kippers Revision wurde am tafel ausgesprochenen Verbots betreten hatte, wurde freigesprochen. Freitag vom Reichsgericht verworfen. Warenhaus Hermann Tietz LEIPZIGER STRASSE ALEXANDERPLATZ I Heute sind unsere Warenhäuser von 1 Uhr ab geöffnet. Soweit der Vorrat reicht 3000 Blusen im Wiener Geschmack India- Mull reich mit Einsätzen 275 485 750 1150 Mercer. 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Die Einführung einer solchen Steuer soll auch in den eigene Streise bildenden Städten, den Stadtkreisen, für die Zukunft zugelassen werden. Hierzu heißt es in einem gemeinsamen Runderlaß der Minister des Innern und der Finanzen: Was die treisangehörigen Gemeinden betrifft, so wird ihnen awar, borausgesetzt daß die örtlichen Verhältnisse die Einführung einer Schantfonzessionssteuer angezeigt erscheinen lassen, das Recht dazu nicht grundsäglich zu verjagen, aber Vorsorge zu treffen sein, daß durch die Konkurrenz mit dem entsprechenden Steuerrechte der Kreise weder eine das erträgliche Maß überschreitende Belastung der Steuerpflichtigen eintritt, noch den Kreisen die ihnen neu erSonntag, 24. März 1907. fchloffene Steuerquelle verkümmert wird. Von diesen Gesichts- stimmung bei Landgemeinden obliegt, bezw. die Oberpräsidenten, punkten aus ist daher freisangehörigen Gemeinden( Stadts oder denen die Zustimmung bei Stadtgemeinden mit einer Einwohner. Landgemeinden) die Einführung von Schanktongessionssteuern nur zahl bis zu 10 000 zusteht, vor Erteilung der Zustimmung zur Geinsoweit zu gestatten, als die Steuerbeträge der Gemeinde und des nehmigung von Schantfonzessionssteuerordnungen für freisangereises zusammen gewiffe Höchstsäße nicht überschreiten. Als hörige Gemeinden zu überzeugen haben, ob nicht dem Steueroberste Grenze der Gesamtbelastung durch Kreis und Gemeinde rechte des Kreises, sofern dieser eine Schanktonzessionssteuer haben dabei für Neutongessionierungen folgende Höchstsähe zu bisher nicht eingeführt hat, vorgegriffen wird. Zu diesem Zwecke ist jedesmal über den Antrag der Gemeinde auf Erteilung der Zua. 600 M., tvenn der Gewerbetreibende wegen geringen Ertrages ftimmung zu der Genehmigung der Kreisausschuß des betreffenden und Kapitals von der Gewerbesteuer frei ist; Landkreises zu hören, soweit er nicht bereits durch Erteilung der b. 1200 M., wenn er in der 4., Genehmigung Stellung zu diesem Antrage genommen hat. c. 2400 m., wenn er in der 3., d. 3600 M., wenn er in der 2., e. 5000 M., wenn er in der 1. gelten: Gewerbesteuerklasse veranlagt ist. Sofern die Konzessionssteuern nach anderen Veranlagungsmaßstäben als nach der Unterstellung des Betriebs unter die einzelnen Gewerbesteuerklassen erhoben werden sollen, werden die ebenbezeichneten Höchstsätze als Anhalt für die Berechnung der Steuerfäße zu nehmen sein. Ferner werden sich die Regierungspräsidenten, denen die ZuFür Landgemeinden mit ausgesprochen ländlichem Charakter wird sich die Einführung von Schanktonzessionssteuern in der Regel überhaupt nicht empfehlen." # Die Schanffonzessionssteuer ist eine insbesondere die Kleinen Gewerbetreibenden noch brückendere Auflage als die Gewerbesteuer. Die gewerbesteuerfreien Betriebe haben einen Jahresertrag von höchstens 1500 M. Gine Steuer von 600 M. bedeutet mithin, die kleinen Gastwirte noch mehr wie heute von Sapitalisten aba hängig machen. Vorsicht Es wird heutzutage beim Einkaufe von Malzkaffee! dem Publikum vielerlei als„ Malzkaffee" angeboten! Nur der echte„ Kathreiner", in geschlossenem Paket in seiner bekannten Ausstattung mit Bild, Namen und Unterschrift des Pfarrers Kneipp als Schutzmarke und der Firma„ Kathreiner's Malzkaffee- Fabriken", ist das von den Aerzten empfohlene vollkommene Getränk! Also beim Einkaufe Vorsicht! 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Auf wiederholt an uns gerichtete Anfragen, ob die Saal- und Restaurationsräume des Schiller Thea ters, Charlottenburg, Bismarckstraße, der Arbeiterschaft auch zu Versammlungen zur Verfügung stehen, haben wir zu er# lären, daß der Bächter obiger Räume, Herr Fiebig, es bisher stets abgelehnt hat, uns eine bestimmte Busage zu geben. Aus diesen Gründen ersuchen wir die Parteigenoffen, von Veranstaltungen irgend welcher Art dort Abstand zu nehmen. achten. Zweiter Wahlkreis. Am Karfreitag findet eine Herrenpartie ftatt und zwar nach Friedrichshagen und Umgegend. Treffpunkt morgens 8 Uhr: Schlesischer Bahnhof, an der Seite des Untergrundbahnhofes. Abfahrt 8 Uhr 23 Minuten. Für Nachzügler: Frühstüc Nahnsdorfer Mühle bei Wwe. Slemm; mittags von 1 Uhr ab: Schöneiche( Restaurant Waldhaus, Jnh. Süßmilch). Am Montag, 1. April( 2. Osterfeiertag), mittags 12 Uhr, in den Gesamträumen der Berliner Bockbrauerei: Große Matinee, bestehend aus Konzert und humoristischen Vorträgen. Eintritt 20 Pf. Näheres fiehe Inserat in heutiger Nummer. Um recht zahlreiche Beteiligung für beide Veranstaltungen bittet Die Bergnügungskommiffion. Achtung, fünfter Wahlfreis. Die Flugblattverbreitung heute Sonntag, den 24. früh 8 Uhr, findet von folgenden Stellen 2. Abteilung von Tuscher, Georgenkirchstraße, Ede Gollnowstraße. aus statt: 3. 4. " " 5. 6. " P Walburg, Kaiser Wilhelmstr. 18n. Wohlfahrt, Rosenthalerstr. 57, of. Wirth, Auguſtſtr. 51. " Sonntag, 24. März 1907. 4 Zimmern bestehende) Wohnungen sind bis am Zweiten des einen Graben, der in die Planke fließt. Der lange mit Kartoffeln, Duartals 12 Uhr mittags, noch größere Wohnungen bis am Holz und Pferden beladene Güterzug mit der großen Maschine Wohnungen, die erst nach dem ersten Quartalstage zu räumen bod, der dort ungefähr 20 Schritt bon dem Graben entfernt steht, dritten Quartalstage mittags zu räumen. Inhaber solcher Nr. 3109 mußte in Caron halten, um einen Personenzug vorbei. sind, haben zur Unterbringung der Möbel des neu Anziehenden über den Haufen. Wahrscheinlich war das Bremszeichen nicht früh zulassen. Er fuhr auf ein Nebengeleise, rannte aber den Brell ausreichende Räume zur Verfügung zu stellen. Da der genug gegeben worden und die Last des ganzen Zuges drückte mit 1. April in diesem Jahre auf einen Feiertag folder Wucht auf die Maschine, daß es im letzten Augenblid fein fällt, so verschieben sich die Termine um alten mehr gab. Die vollständig zertrümmerte Maschine stürzte einen Tag. Die Umzugstermine sind also mit dem Zender in den Graben und bohrte sich zum Teil in das Das Lotal Hotel Wilhelmshof", Niederschön feine Wohnräume", sie sind daher, gleichviel wie viel Räume mit 40 Pferden. Auch die Badwagen und die Pferdewagen wurden ber 2., 3. und 4. April. Läden und Geschäftslotale find Erdreich ein. Auf sie türmten sich die Trümmer des Badwagens, in dem sich der Zugführer befand und die drei nächstfolgenden Wagen hausen, Kaiser Wilhelmstr. 64, hat den Besizer gewechselt und der Besitzer des betreffenden Hauses hat das Lotal selbst über- sie umfassen, am ersten Ziehtage zu räumen. vollständig zerschmettert. Dennoch tam der Zugführer, der in dem nommen. Es ist dies der Kirchhofsinspektor von Nordend, Herr Badwagen faß, mit dem Leben davon. Holz und Eisentrümmer Menz, der den Berliner Genossen bei Beerdigungen von Partei- ein„ dringendes Bedürfnis" herausgestellt haben, eine neue Renn jedoch, nachdem er einen Notverband erhalten hatte, mit dem Die Berwüftung des Grunewalds wird fortgesetzt. Es soll sich berlebten ihn allerdings erheblich an Kopf und Armen; er fonnte genossen dortselbst durch sein rigoroses Vorgehen gegen die Träger bahn anzulegen und maßgebende Streise hatten hierzu den Grune nächsten Zuge nach Berlin und von dort nach Angermünde fahren. bon Kränzen mit roten Schleifen hinlänglich bekannt ge- wald ausgesucht. Auch der Kaiser interessiert sich für das neue Der Lokomotivführer Fleischmann und der Heizer wurden von den worden sein dürfte. Sein erstes Wert war auch die sofortige Ent- Unternehmen und hat sich durch den Vorsitzenden des Unionklubs Trümmern der Maschine, die 21 Meter tief die Böschung hinab fernung unseres Wahlbereinsplakates; der Herr ist der Meinung, gestern Vortrag halten laffen... Dabei soll der Kaiser der Meinung stürzte, totgequetscht und dann von dem ausgeströmten Dampf und auf die Kundschaft der organisierten Arbeiterschaft überhaupt ber- usbrud gegeben haben, daß die neue Rennbahn durch Lage und heißen Wasser verbrüht. Ihre Zeichen sind bis zur Untenntlichkeit zichten zu können. Wir ersuchen deshalb die Parteigenossen, haupt- Art der Ausführung fich großer Volkstümlichkeit erfreuen würde. Die verstümmelt, diejenige Fleischmanns wurde im Laufe des Vors fächlich die Kirchhofbesucher, vorstehendes streng zu be- Borarbeiten für die Bahn, die vor Bichelsberge an der Döberiger mittags geborgen und auf einem Wagen des von Berlin heranAm Sonntag, den 31. März d. J.( 1. Osterfeiertag), veran Beerstraße gelegen ist, haben schon seit einiger Zeit begonnen. geholten Rettungszuges niedergelegt. Die Leiche des Heizers liegt, taltet in dem Lokal ,, Vereinshaus"( fr." Eisfeller"), Chauffee- findet sich der Kaiser in einem schweren Irrtum. Es ist nur ein ladavern, an deren Beseitigung mit aller Straft gearbeitet wird. Ein Mit seiner Meinung von der Volkstümlichkeit dieser Bahn be- zum Teil sichtbar unter einem Berge von Trümmern und Pferdes Straße 88, das Berliner Männerquartett Nord- West" und der Ges. fangverein Liederfreund", Dirigent Herr Georgi, ein Bofal- ganz kleiner Kreis privilegierter Personen, die an der Bahn Interesse furchtbarer Todeskampf mußte unter den Pferden stattgefunden Botal- haben, wogegen die großen Kreise der Bevölkerung der Existenz haben. Sie haben sich zum Teil das Fell vom Leibe geriffent. fonzert mit anschließendem Tanzfränzchen. Wir weisen darauf hin, daß genanntes Lokal der Arbeiterschaft einer Rennbahn gerade im Grunewald und der dadurch hervor 20 Tiere wurden von den Trümmern erschlagen oder durch Feuer nicht zur Verfügung steht und sind daher alle dortigen Veranstal: gerufenen vergrößerten Veräußerung desselben durchaus keinen Ge- und Dampf der unter ihnen liegenden Maschine getötet. Ginige tungen seitens der Parteigenossen streng zu meiden. schmack abgewinnen können. waren so schwer verletzt, daß sie von Gendarmen erschossen werden Die Lokalkommission. Die Spree ist nunmehr auch innerhalb des Weichbildes Berlins liefen davon. Sie wurden wieder eingefangen und mehr oder mußten, andere fonnten aus den Trümmern noch entspringen und Stadtteil Moabit einigen Shaden Die noch unbebauten Teile der Die Pferdekadaver wurden vorläufig auf einen Rasenplatz bei der aus ihren Ufern getreten und verursacht dadurch besonders im weniger schwer verletzt in Stallungen zu Blankenburg untergebracht. Judenwiesen sind unter Wasser gesetzt und die Kelleranlagen der Wärterbude geschleppt. Außer den ganz zertrümmerten Wagen im Neubau befindlichen Häuserreihen überschwemmt. Es müssen wurden noch drei schwer beschädigt. Die Beseitigung der Kadaver Dammanlagen hergestellt werden, um ein weiteres Vordringen des und der Trümmer der Maschine, durch deren Näderwert das hochWassers zu verhindern und die Stellereien müssen ausgepumpt stehende Waffer des Grabens hindurchrauscht, wird wohl noch den werden, um eine Fortsetzung der Bauarbeiten zu ermöglichen, ganzen Nachmittag in Anspruch nehmen. Wie zum Schluß noch mitAuch unterhalb Moabits, in Charlottenburg, ist das Waffer aus geteilt wird, haben sich an dem Prellbod schon öfter Unfälle zugeden Ufern getreten, und die ausgedehnten Rändereien und Wiesen tragen, bisher ohne ernste Folgen. Der Bock wurde immer wieder in der Nähe der Charlottenburger Gasanstalt find völlig unter ausgebessert und in seinem mangelhaften Zustande stehen gelassen. Wasser gefeßt. Die Laubengelände in der Jungfernheide sind ebenfalls überschwemmt und verschiedentlich Kaninchen und andere Das Automobil im Landwehrkanal. Die Arbeiten zur Bergung Spandau ein fortgesettes Steigen der Spree und Havel gemeldet. den Landwehrkanal gestürzt ist, find gestern aufgenommen worden in den Lauben gehaltene Tiere ertrunten. Ebenso wird aus der Bedag- Droschte, die, wie gemeldet, gestern am Lützow- Ufer in Auch hier liegt bereits eine Gefährdung der tiefer gelegenen Orts- Zwei breite Prahme wurden nach der Unfallſtelle gebracht. Auf teile vor, da der Hochstand des Wassers fast bis zur Uferhöhe ihnen wurde im Laufe des Vormittags ein Gerüst aufgestellt, von reicht. In der Gegend von Hangelsberg ist durch Hochwasser und dem aus der Bedagwagen emporgezogen werden wird. Die Unfallauch zum Teil durch zutage getretenes Grundwasser erheblicher stelle, die nachts von einem Kahn aus durch eine rote Laterne be Echaden auf Feldern und wegen herbeigeführt worden. Feld zeichnet wurde, ist tagsüber durch eine rote Fahne kenntlich gemacht passierbar und die Wiesengelände, die teilweise schon seit fünf wege und selbst einzelne Nebenchauffeen sind fast gänzlich uns worden. Automobilunfälle. Am Kurfürstendamm fuhr ein Automobil, Wochen unter Wasser stehen, vielfach versandet. Leider ist schon das mit 5 Personen besett war, mit einem Geschäftswagen zus jest anzunehmen, daß der erste Heuschnitt auf den überschwemmten sammen. Beide Fahrzeuge erlitten so schwere Beschädigungen, Wir erwarten, daß alle Genossen des Kreises pünktlich an den Geländen verloren ist. In den oberen Gebieten sind auch Ge- daß fie fortgeschafft werden mußten. Ein anderer Zusammenstoßz bezeichneten Stellen antreten und der Gewerkschaft der Schneider treidefelder durch das Hochwasser in Mitleidenschaft gezogen und erfolgte in der Potsdamerstraße zwischen einer Automobildroschte die zugefagte Hülfe leisten. Der Vorstand. die Ernteaussichten für zahlreiche Besizer geschwunden. Wenn- und einem Raftwagen. Außerdem wurde noch ein Zusammenstoß Schöneberg. Die Wahlvereinsversammlung findet Dienstag, gleidh am geftrigen Tage ein geringes Fallen des Waffers feft- zwischen einem Automobil und einem Straßenbahnwagen von den 26. d. Mts., abends 8 Uhr, bei E. Obst, Meiningerstr. 8, statt. gestellt worden ist, ist bereits in den nächsten Tagen ein weiteres Moltenmarkt gemeldet. Gin anderer Automobilunfall trug sich in Die Tagesordnung lautet:" Biberalismus und Sozial. Steigen des Fluffes zu erwarten. Wie aus Spremberg gemeldet der Bellermannstraße zu. Der Böttchermeister Otto Bernide aus demokratie". Referent: Genoffe Dr. Borchardt. Bericht wird, zeigt die Spree wieder ununterbrochen starten Buchs und der Böttcherstraße 3 wollte den Fahrdamm der Bellermannstraße von der Kreisgeneralversammlung. Bereinsangelegenheiten. An- die aus den Gebirgen dem Fluffe zugeführten Wassermassen überschreiten, als ein Automobil in scharfem Tempo herangeſauſt stellung und Wahl eines zweiten Spediteurs. Berschiedenes. dürften den Hochwasserstand noch für längere Zeit erhalten. fam. Infolge feines kränklichen Zustandes war es dem Manne Der Vorstand. Sonderzüge zu Ostern verkehren außer den mitgeteilten u. a. nicht möglich, schnell genug auszuweichen. Er wurde von dem Sozialdemokratischer Wahlverein Groß- Lichterfelde. Mon. auch zwischen Berlin und Altona, ab Lehrter Bahnhof 9,21 vor. Straftwagen erfaßt und unter die Räder gerissen. Der linke Arm tag, den 25. März, abends 8 Uhr, im Kaiserhof" mittags am 28., 29. und 31. März, 1. bis 4. April, 1,27 wurde dem Bedauernswerten gebrochen und am Kopf sowie im qm Kranoldplak Vereinsversammlung. Tages am 28. März, 1. bis 3. April, 7,01 am 1. und 2. April. Gesicht wurden ihm schwere Verletzungen zugefügt. W. fand im ordnung: Vortrag des Genoffen Düwell über:" Die letzten Außerdem wird der Zug ab Berlin 9,44 nachmittags bis Altona Lazarus- Krankenhaus Aufnahme. Reichstagswahlen und die Taktik der Partei." Diskussion. Be- durchgeführt in den Nächten 27./28., 28./29. März und 3./4. April. Einen Einbruch in den Räumen der Ortskrankenkasse des richterstattung von der Kreis- Generalversammlung. Wahl von Bon Hamburg gehen ferner Sonderzüge nach Bremen, Köln, San- Schlächtergewerbes, Neue Roßstraße 8, verübten in der verflossenen Delegierten zur Generalversammlung von Groß- Berlin. Vereins- nover, Kassel, Stiel, Flensburg und Heide. Von der Berliner Nacht offenbar berufsmäßige Geldschrankknacker und erbeuteten, angelegenheiten. Der Vorstand. Stadtbahn nach dem Often verkehren außer den mitgeteilten zahl- wie die Allg. Fleischer- 3tg." mitteilt, etwa 2400 M. Die EinLankwik. Dienstag, den 26. März, abends 8 Uhr: Sibung Mittwoch, den 27. März bis zum Mittwoch, ben 3. April. Die dann den Geldschrank auf. Gine angenietete Staffette, in der sich reiche Sonderzüge nach Schneidemühl und Thorn in der Zeit vom brecher zertrümmerten die Eingangstür vollständig und sprengten des Wahlvereins bei Rettger, Calandrellistraße 27. Erster Vor- Büge verkehren entweder als Vorzüge oder als Nachzüge zu den Wertpapiere und Sparkassenbücher befanden, erbrachen sie, ließen trag des Genossen Baege: Die Entstehung Des Menschengeschlechts". Die Mitglieder werden ersucht, voll- wird im eigenen Interesse empfohlen, möglichst diese Züge zu be- mit den für den Tagesbedarf befindlichen Geldern in Höhe von fahrplanmäßigen Schnell und Personenzügen. Den Reifenden aber den Inhalt zurüd; dagegen nahmen sie eine Handtaffette zählig zu erscheinen und Gäste einzuführen. Das hier kursierende Gerücht, Gastwirt Breuert habe seinen Saal frei- nuben, die den Vorteil bieten, daß sie die Anschlüsse auf den Ab. 3-400 M. mit. Die Kriminalpolizei. hat bereits an Ort und gegeben, entspricht nicht der Wahrheit.. Das Lokal ist deshalb streng Möglichst frühzeitiges Erscheinen der Reisenden auf dem Bahnsteig aweigstationen sicherer erreichen, als die nachfolgenden Hauptzüge. Stelle den Tatbestand festgestellt. Eine traurige Aufklärung hat jeht nach nahezu fünf Monaten ist erwünscht. Pankow. Am Dienstag, den 26. d. Mts., abends 9 Uhr, das Verschwinden des Kaufmanns Erdmann gefunden. Am findet im Feldschlößchen", Berlinerstraße, die Mitgliederversamm Die alte Eisenbahnbrüde im Zuge der Eisenbahnstraße soll 6. November vorigen Jahres verschwand E. von seinen Angehörigen lung des Wahlvereins statt. Tagesordnung: 1, Vortrag des Ge- nunmehr so schnell wie möglich abgebrochen werden. Diese alte, und alle Nachforschungen nach seinem Verbleib verliefen refultatios. noffen Störmer über" Sozialistische Weltanschauung". 2. Dis- aus Holz erbaute Drehbride bildet jetzt ein Hindernis für die Gestern endlich ich der Vermißte als Leiche aus der Spree gefuffion. 3. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Bahl- Schiffahrt und soll durch eine große massive Brücke ersetzt werden. landet worden. An der Stralauer Allee war der Tote ans Ufer reichen Besuch, besonders aus der Kaiser Friedrichstraße, erwartet Der Abbruch soll an einen Unternehmer vergeben werden, der da- getrieben worden. Der Vorstand. für rund 25 500 M. gefordert hat. Chromsaures Nali statt Bier. Das Opfer einer verhängniss Nieder Schönhausen. Die Wahlvereinsverfamm. Die sechs Autobuslinien der Großen". Die von der Tochter vollen Flaschenverwechselung ist gestern der 58jährige Sattler fung am 26. b. Wis., abends 8% Uhr, im Etablissement Neugesellschaft der Großen Berliner Straßenbahn, der„ Großen Berliner Ostar Stuhrod, Sophienstraße 25, geworden. G. war bei der LiförKarlshof( Beuthstraße, Ecke der Charlottenstraße), hat folgende Motoromnibusgesellschaft" geplanten sechs Linien haben nunmehr firma Guiremend in der Wilhelmstraße tätig. Während der Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Hesse über unser bie Genehmigung des Polizeipräsidenten gefunden, werden allerdings Arbeit wollte er seinen Durst löschen und ergriff eine in der Nähe Erfurter Programm". 2. Diskussion. 3. Maifeier. vor dem 1. Mai b. Js. taum in Betrieb genommen werden. Die stehende Flasche. In dem Glauben, daß sie Bier enthalte, feste 4. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. In der Versamm. früher von der Straßenbahngesellschaft projektierten Linien find zum er sie an die Lippen und trant sie fast bollständig aus. G. hatte lung müffen alle noch ausstehenden Riften und Billetts abgerechnet Teil, wenigstens vorläufig, aufgegeben oder aber geändert worden, jedoch kein Bier, sondern chromsaures Stali getrunken. In bedentwerden. Die Mitglieder werden gebeten, pünktlich und zahlreich und es fommen jegt folgende Linien zur Einführung: lichem Zustand wurde er nach dem Krankenhaus Moabit gebracht. zu erscheinen. 1. Potsdamer Bahnhof- Große Frankfurterstraße( Ecke AndreasDie immer wieder von neuem gerügte Unfitte, Obstreste achtNowawes. Den Mitgliedern des Wahlvereins zur Kenntnis, haltestellen. Linienführung: Stöbener, Bernburger, straße). Länge 4,9 Kilometer; mit Schleifenbetrieb an beiden End- los auf die Straße zu werfen, hat gestern abend wieder einmal daß das Eintassieren von Beiträgen der Osterfeiertage wegen am Wilhelm-, Koch, Oranien, Alte Jakob-, Roß-, Wallstraße, Waisen- Beißon, Oudenarderstraße 35, trat in der Schwedenstraße verLinienführung: Köheners, Bernburger, Anhalt, einen schweren Unglüdsfall herbeigeführt. Der Zimmermann Karl heutigen Sonntag, vormittags 9 Uhr, in folgenden Lokalen statt- bride, Schidler-, Blumen- und Andreasstraße. findet: 1. Begirt bei Siemie, Wallste, 55; 2. Bezirk bei Gruhl, sehentlich auf eine Apfelsinenschale, glitt aus und stürzte so unBriefterftr. 69; 3. Bezirt bei Junger, Groß- Beerenstraße. Auch Linienführung: Wie bei 1. bis zur Stochstraße, dann durch die Char- 3. wurde dem städtischen Krankenhause zugeführt. 2. Potsdamer Bahnhof- Rosenthaler Tor. Länge 4,4 Kilometer. glüdlich, daß er sich einen Bruch des rechten Unterschenfels zuzog. werden Mitglieder aufgenommen. Um rege Beteiligung ersucht tottenstraße und Elfafferstraße. Der Vorstand. zu meiden. " Wittchow, Elsafferftr. 68, Ede Kt. Hamburgerstraße. Die 1. Abteilung hilft bei Wittchow. 7. " " "" Wirth. Berliner Nachrichten. Rechtzeitige Kündigung von Wohnungen! 3F., 3. Hallesches Tor- Stettiner Bahnhof. Länge 4,5 Kilometer. entwidein wieder einmal in den Straßen Berlins eine ganz unFünf Pferde und vier Fuhrwerke gestohlen. Die Wagenmarder Linienführung durch die Lindenstraße und Charlottenstraße. 4. Hallesches Tor- Alexanderplay. Länge 3,8 Kilometer. Linien- als vier Gefährte und fünf Pferde von der Bande gestohlen worden. heimliche Tätigkeit. Im Laufe des Freitags sind nicht weniger führung durch die Linden, die Oranien- und Alte Jakobstraße. 5. Görlizer Bahnhof- Bahnhof Friedrichstraße. Länge 4,9 Kilo- Wagen der Firma Fritz Beidt aus der Karlstraße entwendet. Das In der Gollnowstraße wurde ein mit zwei Rappen bespannter meter. Linienführung: Görliger, Biener, Dranien, Dresdener, Gefährt war mit zahlreichen Bateten beladen. An der Ede der Ift in einem Vertrage als Kündigungsfrist eine Frist von Roß- und Breitestraße, Schloßplay, Universitäts- und Georgenstraße. Gleim- und Graunstraße entführte ein Dieb ein Doppelgespann drei Monaten vereinbart, so muß die Kündigung dem Ver- 6. Dranienplay- Stettiner Bahnhof. Länge 4,7 Stilometer. des Fuhrherrn Wallner, Aderstraße 134. Vor dem Hause Friedrichmieter oder Mieter spätestens am 31. März zugegangen( nicht Linienführung: Dresdener, Roß- und Breitestraße, Schloßplay, straße 18 erbeutete ein Wagenmarder ein Gärtnerfuhrwert des nur von ihm abgesendet) sein, damit sie zum 1. Juli in Prinz- Friedrich- Karl-, Artillerie-, Kleine Hamburger- und Elsasser- Gärtners Melinte, Lüßowstraße 10. Das Gefährt war mit einem Wirksamkeit tritt. Geht sie erst am 1. April zu, so ist fie ver- ftraße. spätet. Sind drei Monate und drei Tage als Kündigungsfrist Der Fahrpreis bis zu drei Kilometer Wegstrecke beträgt 10 ẞf enthielt, wurde vor dem Grundstüc Oranienstraße 75 gestohlen. Fuchs bespannt. Ein Transportdreirad, das für 500 W. Waren bereinbart, so muß das Kündigungsschreiben dem zu Kündi- für die ganze Strede 15 Pf. Die Geschädigte ist die Firma Bernstein u. Meier, Spandauer genden spätestens am 28. März zugegangen sein. Nimmt der Ueber einen Eisenbahnunfall auf der Stettiner Bahn wird ges straße 63 a. Mieter oder Vermieter das Kündigungsschreiben nicht an, so meldet: Gestern vormittag 4 Uhr überfuhr der Güterzug 9448 auf Bom Straßenbahnwagen abgestürzt. Ein bebauerlicher Un liegt die Rechtslage genau so, als ob er es angenommen Rangierbahnhof Carow das auf Halt stehende Ausfahrtsfignal und glüdsfall, der den Fahrgästen der Straßenbahn zur Warnung hätte. den Prellbod. Zuglokomotive und vier Wagen find entgleift und dienen follte, ereignete sich gestern am Zoologischen Garten. Der start beschädigt, Lokomotivführer und Heizer find tot. Betrieb zwischen Hausdiener Paul Glampe, Lothringerstraße 20 wohnhaft, hatte Carow und Blankenburg wird eingleifig aufrechterhalten. auf der Hinterplattform des Straßenbahnwagens Nr. 639 der Die Umzugstermine richten sich nicht nach der Höhe der und Pferdekadavern bezeichnet die unglüdsſtelle, die ungefähr in Sardenbergstraße wurde G. mit einem Rud vom Wagen herunterWeiter wird berichtet: Ein wüftes Durcheinander von Trümmern Linie 64 gestanden. Beim Baffieren einer scharfen Surve in der Miete, sondern nach der Anzahl der Wohnzimmer, Kleine, der Mitte zwischen Caron und Blankenburg liegt, in der Nähe von Beschleudert. Er stürzte mit dem Kopf auf das Pflaster und wurde aus höchstens 2 Zimmern mit Zubehör bestehende Wohnungen, Bude 12, die Wärterbude und Stellwert für den großen Güter- in schwer verletztem Zustande nach der Unfallstation 20 gebracht. ebenso Läden ohne Wohnungen find mangels anderer Ber- rangierbahnhof in Garow und die Station Blantenburg ist. Der Der Brand eines beladenen Möbelwagens rief Freitag- nacheinbarung am Erften des Quartals, mittlere( aus 3 bis Bahntörper überbrückt dort, etwa 20 Meter von der Bude entfernt, I mittag die Feuerwehr nach der Mühlenstraße 39/40, als diese Umzugstermine! ttschkett, stand bet MSVeltSagen schön Sollständig in Flammen. Um diese zu löschen, mußte die Wehr tüchtig Wasser geben. Der Möbel» wagen ist fast vollständig ausgebrannt. Gleichzeitig mußte ein Kellerbrand in der Hennigsdorferstr. 26 gelöscht werden. In der Grenadierstraßc 13 hatte die Feuerwehr mit einem Brande zu tun, der das Zwischengebälk ergriffen hatte. Vermißt wird feit dem 26. Januar er. der Kutscher Max Jmm, am 18. 3. 69 zu Berlin geboren, Kottbuserdamm 11 wohnhaft ge- Wesen. Jmm ist anscheinend geisteskrank und ist es nicht aus- geschlossen, daß er in Berlin bezw. in der Umgegend herumirrt. Er ist zirka 1,6S Meter groß, hat schwarzes Haar, starken, dunklen Schnurrbart und etwas pockennarbiges Gesicht. Bekleidet war Jmm mit dunklen, Jackettonzug, und trug schwarzen steifen Hut und Zugstiefel. Nachricht nimmt jedes Polizeirevier und die Kriminal- Polizei, Alexanderstr. 3/6, 2 Tr,. Zimmer 334, zur Tagebuch- nummer 796 IV 18. 07, schriftlich und mündlich entgegen. Verkehrsstörungen. Der Kreuzdamm der Gitschiner- und Brandenburgstraße und die Nordseite der Gitschinerstraße von der Alexandrinen- bis zur Prinzenstraße wird behufs Asphaltierung vom 4. nächsten Monats ab bis auf weiteres für Fuhrwerke und Reiter gesperrt.— Gleichfalls gesperrt ist das Engel-Ufer zwischen der 'Melchiorstraße und der Adalbertbrücke vom 4. April d. I. ab bis auf weiteres. Arbeiter-Bildungsschule Berlin. Die beiden nächsten Unterrichts- stunden in Nationalökonomie finden statt am Dienstag, den 26. März, und am Dienstag, den 2. April. Am Karfteitag fällt der Unterricht aus. Im wissenschaftlichen Theater dere Urania wird in dieser Woche mit Ausnahme von Freitag der dekorativ und szenisch aus- gestattete Vortrag„Die Feuergewalten der Erde" noch allabendlich zur Darstellung gelangen. Am Sonntag findet ausnahmsweise eine Wiederholung des Vortrages„Frühlingstage an der Riviera" um 2 Uhr mittags zu kleinen Preisen statt. Außerdem finden in dieser Woche täglich Nachmittagsvorstellungen statt, und zwar am Montag„Tierleben in der Wildnis", Dienstag„Sizilien, Lebens- und Naturbilder aus klassischen Stätten", Mittwoch und Sonn- abend„Der Golf von Neapel" und am Donnerstag„Frühlings- tage an der Riviera". Im Hörsaal spricht am Dienstag Herr Dr. Thesing über„Mutationstheorie und Lamarckismus". Am Freitag bleibt das Institut geschlossen. In den Kammerspielen des Deutschen Theater? gelangt am Montag, den 28. März, zum ersten Male Ibsens„Komödie der Liebe"(übersetzt von Christian Morgenstern) zur Aufführung. Arbeiter-Samariterkolonne. 2. Abteilung: Montagabend 9 Uhr bei Dase, Brunnenstr. 154, Vortrag und praktische Uebungen über Transport Verunglückter und Erkrankter. Mittwoch Sitzung der diensttuenden Abteilung im Dresdener Garten. Die neuen Lehrpläne für den im Mai beginnenden Sommer- kursus sind erschienen und können durch den Vorsitzenden E. Stein, Charlottenburg. Kaiser Friedrichstr. 40 bezogen werden. Vorort- J�admchtem Wilmersdorf. Eine rege Debatte über den Ausfall der ReichstagSwahlen und Stadtverordneten-Stichwahlen entspann sich in der letzten leider nur mäßig besuchten Mitgliederversammlung des Wahlvereins. Bezüglich der Stadtverordneten-Stichwahlen bemerkte der Referent Genosse Radtke: Es sei bedauerlich, daß. nachdem 1848 unsere Vorfahren bereits für die Freiheit ihr Blut verspritzten, es heute, nach 59 Jahren noch nötig sei, darüber zu beraten, wie ein schlag- fertiges Funktionieren unserer Organisation zu erreichen sei. Man hätte erwartet, daß der schlechte Ausfall der Reichstagswahlen die Genossen zur intensivsten Tätigkeit für die Stadtverordnctcnwahl anspornen würde, dies um so mehr, als ein Sieg bei der Stichwahl für uns durchaus nicht aussichtslos war. Nach Ausweis der Listen hätten bei der Stichwahl an 400 von den 1370 in der Hauptwahl für uns abgegebenen Stimmen nicht gewählt, die ausschließlich dem Arbeiter- und Kleinhandwerker stände ange- hören. Um hier eine Besserung herbeizuführen, sei eine Reorgani- sation von Grund auf und ein weiterer Ausbau der Bezirke not- lvendig. Auch müsse dafür gesorgt werden, die Zahlabendc inter- cssanter und lehrreicher zu gestalten, um die Genossen zu regerer Beteiligung zu veranlassen. In der Diskussion verlas Genosse H ö f f n e r zunächst einen gegen die Wahl erhobenen Protest und ersuchte die Versammlung, denselben zu sanktionieren. Genosse N i I l e r t meinte, es wäre zweckmäßiger gewesen, sich überhaupt nicht an der Stichwahl zu beteiligen, nachdem aber die Beteiligung beschlossen war, hatte jeder Genosse die Pflicht, eiftigst sich an den Arbeiten zu betei- ligen. Genosse Biescmeier führte den Wahlausfall auf die alles verneinende Parteipolitik zürück; die Partei habe damit nichts erreicht, es müsse mehr positive Politik getrieben werden. Dresden, sowie die ewige Großsprecherei in der Parteipresse haben die Wähler vor den Kopf gestoßen. In seinen weiteren Ausfüh- rungen verteidigte Redner unter starkem Widerspruch der Ver- sammlung den Bernhardschcn Artikel und bezeichnete es als eine Beschränkung der freien Meinungsäußerung und als ein Ketzer- gericht, daß man Bernhard aus der Partei ausschließen wolle.— Genosse H i l b i g wandte sich scharf gegen die Ausführungen Biese- meiers und meinte, daß, wenn Dresden der Partei überhaupt ge- schadet habe, dann nur dadurch, daß man gewisse Literaten nicht schon damals aus der Partei hinausgeworfen habe; wäre dies ge- schehen, dann wären wir von dem ganzen Literatenzank, der den Genossen das Arbeiten erschwere und verekele, zum Teil verschont geblieben. Wie man aber herkommen und Bernhard verteidigen könne, der, ohne die Parteiinstanzen beachtet zu haben, in der gegnerischen Presse derart schmutzige Angriffe auf die Partei unternimmt, sei ihm einfach unverständlich. Was uns jetzt drin- gend not tue, sei nicht, was Biescmeier„positive Politik" nenne, d. h. ein Abweichen von unseren bisherigen Grundsätzen und Prin- zipien zu gunsten einiger kleiner eventuell auf Hintertreppen zu erreichender Scheinerfolge, sondern klarer, präziser denn je muß unser Programm vertreten und immer größere Massen darüber belehrt werden. Die Geschichte des Liberalismus zeige doch nur. zu deutlich, wohin das„nur nicht zu scharf sein" und fortwährende ..Zugeständnissemachen" führe. Genosse H e r t l wünscht mehr be- lehrende Artikel in der Parteipresse und regte im übrigen an, in den Zahlabenden gute Bücher vorzulesen. Genosse K ö p p i n g meinte, die Parteigenossen müßten sich das Literatcngezänk ener- gisch verbitten; einige scheinen solche Artikel nur zu schreiben, um damit Geld zu verdienen. Der Dresdener Parteitag sei ein Denk- stein in der Parkeigeschichte. Ein Antrag, die Diskussion auf eine weitere Versammlung zu vertagen, wurde angenommen. Nachdem die Genoffen Riedel, Zörmer und K i e p e r als Bezirksführer bestätigt, wurden als Delegierte zur Kreis-Gencral- Versammlung die Genossen Henkel, Kiep er und Radtke, zur Generalversammlung von Groß-Bcrlin die Genossen K i c p e r, Goddäus, Kühn, Gladigow, Becker, Riedel und H i l b i g, als Lokalkommissionsmitglied Genosse H e n s e l ge- wählt. Lankwitz./ Eine Schuldebatte» in welcher so recht die Fürsorge der Dorf- Väter für die VolkSschülcr zum Ausdruck kam, hatte die letzte Gemeindevertretersitzung. Bekanntlich leiden in dem wohlhabenden Lankwitz die Gemeindeschulräume an chronischer Ueberfüllung. Es sollen deshalb bereits zu Ostern zwei Schulräume durch die Mietung eines neuen Raumes entlastet werden, so lange das neue Schulhaus noch nicht fertig ist. In Aussicht genommen ist ein Raum im Mertensschen Hause. Hauptstraße, zum Preise von 500 M. pro Jahr. Bei der Beratung über den Schulhausneubau enthüllte der Schulvorstand die Absicht««ine E'iischrcmking des Projeltes vorzunehmen. Dabei � berief er fich auf die Aeußerung des Kultusministers, die dieser der Stadt Gleiwitz gegenüber getan und nach welcher 70 Schüler in einer Klasse ohne Bedenken untergebracht werden können. Auf Grund dieser Aeußerung, meinte der Redner, habe der Schulvorstand eine Einschränkung des Schulbauprojektes in Erwägung gezogen, wo- durch eine vorläufige Ersparnis von 45 000 M. zu erzielen sei. Dagegen wandten sich Gemeindebaurat Goerke, Ge- meindevertreter Bartelt und Unger, die das geplante und bereits genehmigte Projett bestehen zu lassen forderten. Die Herren Schulvorstandsmitglieder Heising und Tromm meinten, Lankwitz müsse sparen, der Schulvorstand habe sogar die Absicht gehabt, das Rektorenhaus zu streichen. Dieses Sparsystem wird indes nur angewendet, so lange es sich um Einrichtungen für die Kinder der Volksschule handelt. Ganz anders handeln die Herren, sobald es sich um Einrichtungen für die Kinder der Besitzenden handelt. Das Gymnasium hat weit über eine halbe Million gekostet— sicherlich für eine Gemeinde von 8000 Einwohnern eine respektable Summe. Das RektorhanS kostet hier allein 60 000 M. und das war schon gebaut, noch ehe Schüler vorhanden waren. Hier war der Spartrieb der Lankwitzer Dorfväter nicht so stark entwickelt. Zum Glück war die Mehrheit der Mitglieder für die Abänderung des Projektes nicht zu haben; mit 8 gegen 3 Stimmen wurde der Antrag des Schulvorstandes abgelehnt. Treptow-Baumschulenweg. Die letzte Mitgliederversammlung des Wahlvereins in Speers Festsälen wies einen nur schwachen Besuch aus, weshalb von dem Referat Abstand genommen wurde. Der Vorsitzende Genosse Poßelt rügte die Lässigkeit der Genossen und spornte zu regerer Tätigkeit an. Der Erhöhung des Beitrages auf 30 Pf. gab die Versammlung ihre Zustimmung. Genosse Krippale warf die Frage auf, ob es nicht besser sei, das„Mitteilungsblatt" eingehen zu lassen, da es den Erwartungen, die auf dasselbe gesetzt worden seien, nicht entsprochen habe. In gleicher Weise äußerten sich die Genossen König, Lüdke und Glitzer. Genosse Lüdke meinte, auch die Generalversammlungen Groß-Berlins seien eine verfehlte Ein- richtung; es müsse hierin eine andere Zusammensetzung vorge- nommen werden. Als Delegierte zur Generalversammlung des Kreises wurden die Genossen Gramenz, Lüdke und Poßelt ge- wählt. Die Genossen Gramenz und Karow erstatteten eingehend Bericht über die Gemeindevertretung. Genosse Mickley brachte alsdann die zahlreichen Typhuserkrankungen zur Sprache und be- mängelte, daß die Behörde nicht genügend vorgebeugt habe. Es wurde beschlossen, eine öffentliche Versammlung einzuberufen, in der das Thema„Die Typhusepidcmie und die Treptower Gesund- heitskommission" behandelt werden soll. Zum Schluß machte der Vorsitzende noch auf den am Karfreitag, abends 7� Uhr, in Speers Festsälen vom Arbeiter-Radfahrerverein veranstalteten Projek- tionsvortrag aufmerksam und forderte zu regem Besuch auf. Erkner. Zur Gründung eines Arbeiter-Turnvercins findet am Dienstag, den 26. d. M., abends S'/a Uhr, in Dcgcbrodts Gesell'chaftshau?, Friedrichstraße 75, eine Zusammenkunft statt. Freunde der Sache find hierzu eingeladen. Weistensee. Für die Etatsberatung sind von der Gemeindevertretung drei Tage angesetzt. Aus dem Jahresbericht ist zu entnehmen.' daß das Gemeindegebiet einen Flächeuraum von 837 Hektar 42 Ar 66 Quadrat- meter umsaßt. Die Zahl der Grundstücke beträgt 1728 mit 110 Mill. Mark geschätztem Werte. Gemeindevertretersitzungen wurden im verflossenen Etatsjahre 30 abgehalten und in ihnen 380 Beschlüsse gefaßt gegen 27 Sitzungen mit 252 Beschlüssen im Vorjahre. Das Gemeindevermögen weist am Ende deS Rechnungsjahres 1906 rund lO'/a Millionen Mark Aktiva und 6>/z Millionen Mark Passiva auf. Die Ausgaben der Arnien- Verwaltung sind in normalen Grenzen geblieben. Von den Armen- lasten entfielen auf den Kopf der Bevölkerung rund 2,39 M. gegen 2,55 M. im Borjahre. Die beabsichtigte Reorganisation des Annen- Wesens ist noch nicht zum Abschluß gekommen. Für das Kostpflege- und Haltekinderwesen wurde eine Aufsichtsdame eingestellt, für die Lungenfiirsorge eine Gemeindeschwester. An Grundstücken(inklusive Rittergut Birkholz) sind von der Gemeinde angekauft für 1397 320 M. Die Ist-Einnahme an Gemeindesteuern betrug im Jahre 1905 rund 323 000 M., im Jahre 1906 476 000 M., also mehr 153 000 M. oder 18,6 Steigerung gegenüber 17,2 im Vorjahre. Der Kommunalzuschlag wird von 155 Proz. auf 125 Proz. herabgesetzt und ferner fällt die Erhebung des Steuersatzes von 2,40 M. Der Etat balanziert in Einnahmen und Ausgaben mit 5 964 354 M., gegen 3 255 450 M. im Vorjahre. Bevor in die Spezialdebatte des Etats eingetreten wurde, wandte sich Genosse Taubmann gegen die „Weißenseer Zeitung", die vor kurzer Zeit ihren Lesem von der unfruchtbaren Tätigkeit der Vertreter der 3. Abteilung zu erzählen wußte. An der Hand reichhaltigen Materials zerstreute er die Legende, die doch nur den Zweck haben sollte, die Tätigkeit der sozialdemokratischen Vertreter in der öffentlichen Meinung herabzusetzen. Alle die im Jahresbericht hervorgehobenen Ein- richtungen seien doch nur mit Hülfe der Arbeitervertreter geschaffen worden; er erinnerte an den Kampf um die Wertzuwachssteuer, an die Errichtung der Gemeindeturnhalle, an die Anstellung eines Gemeindearztes usw. usw. Daß unser Genosse hierbei in ein Wespennest gestochen hatte, bewies die Nervosität des Vorsitzenden und die rege Diskussion der Gegner, die sich redlich bemühten, für fich ebenfalls positive Tätigkeit in Anspruch zunehmen. Genosse Schmutz unterstützte obige Ausführungen und wies an der Hand statistischen Materials nach, daß der Ruhm der Hausbesitzer, die besten Steuerzahler zu sein, hinfällig ist; auch seine Rede mußte sich eine Zensur des Vorsitzenden gefallen lassen. Bei den bürgerlichen Rednern kam es nicht so genau darauf an, sie konnten sich sogar in persönlichen Gehässigkeiten gegen unsere Genossen ergehen.— Zur Beratung standen zu- nächst die Schuletats. Genosse Schmutz forderte vor allem die Ein- heitsschule und Aufhebung der Vorschule, ebenso unterstützte er den Antrag deS Lehrervercins um Erhöhung des Grundgehalts; letzterer Anregung soll im nächsten Jahre nachgekommen werden, für die sonstigen Forderungen war man nicht zu haben. Die Errichtung einer Klasse für Minderbegabte Schüler ist in Erwägung gezogen und er- wartet man den Bescheid der Regierung. Der Volksschuletat wurde nach der Vorlage angenommen und schließt mit einer Einnahme von 33 520 M. und einer Ausgabe von 382 034 M. ab, so daß ein Zuschuß von 348 511 M. erforderlich ist. Tie Realschule schließt mit einer Einnahme von 25 330 M. und einer Ausgabe von 53,640 M. ab, mithin ist ein Zuschuß von 28 260 M. erforderlich. Hierbei ist zu bemerken, daß die Realschule von Jahr zu Jahr pro- gressiv der Einwohnerzahl zurückgeht. Der Etat der höheren Mädchenschule hat eine Einnahme von 16 400 M. und eine Ausgabe von 22995 M., mithin Zuschuß 6595 M.. Die gewerbliche Fortbildungsschule verursacht eine Ausgabe von 9230 M., wobei die Regierung einen Zuschuß von 6l8v M. leistete. Die Schülerzahl bettägt 640. Der Armenetat schließt ab in Ein- nähme von 24 286 M. und Ausgabe von 96 230 M., Zuschuß 71 944 M. Genosse Frentz forderte, daß für Unterstützung und Ver- pflegung der Armen 10000 M. mehr in den Etat eingesetzt werden. Auch bemängelte er, daß man für die Reform des Armenwesens bisher noch keine Zeit übrig gehabt habe, trotzdem ein solcher Beschluß bereits seit zwei Jahren besteht. Für WohlfahrtS-Einrichtungen ist noch eine Summe von 6305 M. übrig. Auch hier fehlt das Verständnis für die Errichtung eigener Wohlfahrtsanstalten. So wurden unter anderem der Volksbibliothek 1000 M. gespendet, ftir die Säuglings- klinis 1500 M.; für Errichtung einer Volksküche sind wiederum wie im Vorjahre 500 M. eingestellt und für ein neu zu errichtendes Wohlfahrtsamt 1500 M.; für den Fürsorgcverband sind 200 M. und zur Fürsorge für Lungenkranke 500 M. eingestellt. Der StiftungSetat weist eine Apotheker Laege-Stiftung mit einer Ein- nähme und Ausgabe von 2522,50 M., eine PistoriuS-Armen- stiftung mit Einnahme und Ausgabe von 52,50 M. und ein Amts- Vorsteher Feldmannsches Legat mit einer Einnahme und Ausgabe von 525.31 M. nach. Die SammeMste zur Reichitagswahl Nummer 1907 ist v erkoren gegangen. Der Fmder wird gebeten, dieselbe bei H. Weber, Lehder- straße 121 I abzugeben. Vermilcktes. Schneesturm und Hochwasser. In Posen herrscht ununterbrochen heftiger Schneefall bei starken westlichen Winden. Die Warthe steigt langsam und stand gestern auf 2,46 Meter. Aus N e u d o r f wird ebenfalls Steigen des Wassers gemeldet. Der Stand beträgt dort 2,26 Meter. Wie aus Königsberg amtlich gemeldet wird, haben die Südostbahnen den Güterverkehr in Rostow a. Don sowie die An- nähme sämtlicher Güter von Nachbarbahnen, welche für Rostow a. Don und darüber hinaus für die Stationen der Ekaterinen- und Wladi- kawkas-Bahn bestimmt sind, vom 7. März alten Stils wegen Ueber- schwemmung eingestellt. Im Arlberggebiet ist, wie aus Innsbruck gemeldet wird. der Verkehr durch Schneesturm unterbrochen. Bei Dalas fanden Lawinen- stürze statt. Die Lawinengefahr besteht weiter. Bon der Lawine getötet. Der Münchener Sttfahrer Mesiner, der eine Tour von Galtür nach Schrum unternonimen hat, wird feit einigen Tagen vermißt; er ist wahrscheinlich von einer Lawine erschlagen worden. Im Ampezzanertal haben viele Einwohner ihre Häuser wegen Lawinengefahr verlassen. Der Postverkehr zwischen Saalfelden und Loofer ist wegen Lawinensturzes eingestellt. In Kramsach zerstörte ein orkanarttger Sturm die Telephon- und Telegraphenleitung. Bergmannstod. Vorgestern abend blieb nach einer Bochumer Meldung auf der Zeche.Engelsburg" der Korb für die Beförderung der Leute in der Schachtzimmerung hängen. Ein Bergmann stürzte in den Sumpf und blieb sofort tot. Zwei andere Bergleute wurden schwer verletzt und in das Bergmannsheil gebracht, wo einer gestern verstorben ist. Sttandung. Der Dampfer„Benoliff" ist bei Kap Porer auf- gelaufen. Es gelang nach großen Mühen, das Schiff wieder flott zu machen; dasselbe war nur wenig beschädigt. I» der hochgehenden Saale ertränkt hat fich der 16jährige Zu« schneider Möbius in Weißenfels, weil er wegen kleinerer Diebereien zur Rede gestellt wurde. Waldbrände. Der Waldbrand bei Jschia dauert fort. Im Novellatal ist ein großer Waldbrand ausgebrochen, durch den die Gemeinde Flavon bedroht ist; auch bei Koltern ist ein Waldbrand entstanden, der großen Umfang anzunehmen droht. Tödlich verbrüht. In einer Fabrik in Möns platzte ein Dampf- rohr, wodurch sechs Arbeiter schwer verbrüht wurden, drei davon sind bereits ihren Wunden erlegen. Eine Hungersnot ist nach einer Meldung aus Mombassa infolge Regenmangels im Bezirk Kavirondo eingetreten. Es wird befürchtet, daß auch die Ernte auf der deutschen Seite des Viktoria Njansa unter dem Regenmangel leidet. Allgemeine Familien-Sterbekaffe. Heute: Zahltag Ackerstr. 1�3 bei Wiejenthal und Mattannenstt. 43 bei Liebehenschel von 3—6 Uhr. KritfKasten der Redaktion. Die surlfttschc Eprechftuiide findet Friedrichstr. IC, Aufgang 4, eine Treppe(Handelsftätte BcUcaliiance, Tnrchgan» auch Lindcnstr. 101), wocheneäglich von?'/, biS tt'/j upr abend» statt. Geöffnet 7 Uhr. Sonnabends beginnt die Sprechstunde um 6 Uhr. Jeder Anfrage ist ei» Buchstabe und eine Zahl al» wicrfzcichen beizufügen. Briefliche glutwort wird»ich« erteilt. Eilig« Fragen trage mau IN der Sprechstunde vor. O. F. 90. Die ständige'Adresse von G. Hauptmann ist: Agnetcn- darf im Ricsengebirge. Zur Zeit st H. aus«wer Reise nach Griechenland begriffen. Alfred 4. Das kann für genügend erachtet werden.— H. K. 318. 1. und 2. Strafbar würden Sie nicht fem, würden aber vollen Schaden- crsatz zu zahlen haben. 3. und 4. Rein.— Hygiene. Die Ausländer- eigenschast steht dem Plan entgegen.— A. B. Rirdorf. Lesen Sie zu- nächst die Grundsätze und Forderungen in der Broschüre von ztautsky und «chocnlank.— P. A. 81. 1. Der Antrag ist an den Polizeipräsidenten zu richten, Kosten find sür den Antrag oder sür die'Ausnahme des Reichs- deutschen w den preußischen Staatsverband nicht zu zahlen. 2. Die Höhe der Erbschastssteuer richtet sich nach dem Grade der Verwandtschast. 3. New, es sei denn eine dahingehende Abrede ist getroffen.— — F. R. 89. 1. Beantragen Sie beim Kammergericht, unter Ueber- reichung deS Urteils zu bescheinigen, daß Berufung nicht eingelegt ist, und beantragen Sie dann bei der Gcrichlsschreiberei deS Landgerichts, die Ncchtskrast des Urteils zu bescheinigen. 2. Die ersolgte Scheidung müssen Sie durch Vorlegung des Urteils nachweisen.— P. 3. Ob die Berechnung zutreffend ist, ist ohne Einsicht in dieselbe nicht zu beantworten.— A. C. 87. 1. Mindestens 260 Marken. 2. Geben Sie den Geburtstag dessen an. um den es sich handelt, und wiederholen Sie die Anstage. 3. 149 Mark.— H. R. 87. Versuchen Sie es mit einer Klage gegen den Wirt und gegen den Mieter aus Unterlassung des LarmS.— M. F. 81. Ja.— Weistenfels. Ja.— A. Kirdorf. 1. DaS Kind muß den ochulentlassungsschein erhalten. Möglich ist. daß eS auch nach dem vollendeten 14. Jahre die Schule noch zu besuche» hat. 2. Nein. — Wiedeman». Einen Schadenersatzanspruch könnten Sie mit Aussicht aus Erfolg nur dann geltend machen, wenn Sie die Fahrlässigkeit des Vcrläusers beweisen.— M. I. 997. Sie sind im Unrecht. — M. S. 66. Wenden Sie sich an das Landraisamt.— Wahrheit 59. Nein.— R. D. 88. l. Moabit ist zuständig. 2. Für die verschiedenen Gemeinden bestehen verschiedene Polizeiverordnungen, die die Anmeldungen regeln. 3. Das ist möglich.— B. P. 359. Für die Schulden Ihrer Frau hasten Sie nicht, da dieselben nicht für den ehelichen H-ruShalt gemacht sind. — F. K. 1999. Nein, Sie können aber die Versicherung dadurch sort» führen, daß Sie je 2 Jahre hindurch mindestens 29 Marlen Neben.— K. Z. Wenn keine Unkosten entstanden sind, brauche» Sie'Abstand nicht zu zahlen.— Zt. 59 und C. P. W. F. 1871. Wenden Sie sich an den Borstand des Handels- und TransporlarbeiterverbandeS. Engel-User 15. — M. Z. 97. Wir können keinen beslimmlen Lehrer cmpschle». — Wilhelm 3. Sie können in Schüncberg. Eharioltenburg oder bei einer anderen Sparkasse ebenfalls ein Sparkassenbuch erhalten. — P. Z. 34. 1. Beide. 2. Drei Jahre. 3. Etwa 7999. 4. Nach'Anfall der Erbschaft können Sie dieselbe übertragen, sonst nicht. 5. Ja.— F. R. 4. sie sind zur Mitteilung nicht verpflichtet. eS kann später Nach- zahlung gesordert werden.— Z. D. 999. Eine Klage aus Schadenersatz hätte keine Aussicht aus Erfolg. Entbindung von dem Vertrage können Sie verlangen, wenn Sic nachweilen, daß die Wohnung zurzeit gcsundbeilo« gefährlich ist.— Kurkosten, t. Nach herrschender Ansicht ja, lasten Sie eS aber aus einen Prozeß ankommen, i Nein.— W. G. 1. Ihre Forderung oerjährt in 39 Jahren, von Zeit zu Zeit können Sie neue Zwangs- Vollstreckung vornehmen lassen. Zunächst empfiehlt eS fich, den Arbeitgeber zur Leistung des OssenbarungSeidcs zu laden.— St. M. T. 3. 1. Nein. 2. Ja. 3. Ja. aber die Frau könnte mit SWSsicht aus Erfolg Jnterventionsllnge erheben. 4. Ja.— W. W. Nein. — P.<9., Westen. Durch die Unterschrift sind Sie zur Abnahme und Zahlung verpflichtet, falls Sie volljährig sind.—«. R. 199. Die in Assand genommenen Sachen dürfen Sie nicht verkaufen, Sie können nur Ihre Forderung einklagen und dann Zwangsvollstreckung an den Sachen durch einen Gerichtsvollzieher vornehmen lassen.—<£. R 19. Nach Wilhelmshaven.— H. L. 1868. 1. und 2. Nein. 3. Eine besondere Höhe ist nicht festgesetzt.— C. 87. Ein- Milliarde sind 1009 Millionen.— B. 18. Ja.— W. H. 11. Zweckmäßig ist es. Sie wenden sich direlt an den Magistrat.— L. 183. 1. Ja. 2. Stein.— Berlin 497. Zu unserer nculichen Antwort haben wir nichts hinzuzusetzen. Die Sache. derentwegen Sie eine Anklage befürchten, ist«cht verjährt. Denn Sie Jhrerieits Strafanzeige erstatten wollen, so können Sie sich an�die StaatS- anwaltichast wenden.— M. W. Kommen Sie i» die Sprechstunde. — R. 1966. Soweit ohne Ewficht der Akten die Sachlage zu übersehen ist, ist die Minderungsllage nickt mehr zulässig.— L> 2t. 5. Die Klage hätte Aussicht aus Erfolg.— R. R. 89. Die Kosten würden Ihnen zur Last fallen, es stände Jyncn nur ein Regreß gegen das Kind, das das Un» hell angerichtet hat, und gegen dessen Bater zu.— F. B. 199. Sie könnten nur Ihre Forderungen einklagen und dann Zwangsvollstreckung in die Sachen vornehmen, dürsen dieselben aber nicht eigenmächtig verkauscn. - G. B. I. Der Belresscndc ist keineswegs blind.— Horn. Wenden Sie sich an die Vorsitzenden Ihrer Gcwerlschast und Ihres politischen Vereins. — E. Z. 8. 1. und 2. Ja. wenn nicht durch Uneil die Höhe der Zllimente aus einen bestimmlen Bettag sestgejetzt ist.— E. B. 99. 1. und 2. Ja. Sozialdemokratischer Wahlverein Achtung! Herren- Maßschneider! Achtung! im 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, den 26. März 1907, abends 8 Uhr: Versammlungen Wernau, Schwedterstr. 23. in folgenden Lokalen: Berolina- Säle, Schönhauser Allee 28. Groterjan, Schönhauser Allee 130. Wilke, Brunnenstr. 188. Mothes, Hussitenstr. 47. Bock- Brauerei II( früh. Norddeutsche) Chausseestr. 58. Moabiter Gesellschaftshaus, Wiclefstr. 24. Kirschkowski, Beusselstr. 8. Kösliner Hof, Köslinerstr. 8. Sachon, Mallerstr. 136. Brunnen- Theater( früher Bernhard Tages- Ordnung: Badstr. 58. Nose- Theater) 1. Die Tätigkeit der Sozialdemokraten im Roten Hause. 2. Diskussion. 3. Aufftellung der Kandidatenlisten zur Wahl der Delegierten zur Verbands- Generalversammlung Groß- Berlins. Außerdem findet in der Versammlung( früher Norddeutsche Brauerei) Chausseestr. 58 Sie Kandidatenaufstellung zur Ersagwahl im 39. Kommunalwahlbezirk statt. Referenten sind die Genossen: Alfred Bernstein, Borgmann, Bruns, Dupont, Ewald, Th. Fischer, Aug. Hintze, Leid, Pfannkuch, Schubert, Wurm. Mitgliedsbuch legitimiert. Zu zahlreichem Besuch ladet ein 248/ 6* Sozialdemokratischer Wahlverein Der Vorstand. Kranken- und Sterbekasse aller gewerblichen Arbeiter für den 2. Berliner Reichstags- Wahlkreis. für Schöneberg u. Berlin Dienstag, den 26. März, abends 8, Uhr, in Habels Brauerei- Ausschank, Bergmannstraße Nr. 5/7: General- Versammlung. Zages Drdnung: 1. Fortsetzung der Versammlung vom 19. März. 2. Anträge zur Verbands- Generalversammlung. 3. Bahl der Delegierten. Mitgliedsbuch legitimiert. Bahlreichen Besuch erwartet Sozialdemokratischer Wahlverein ( E... 115.) Sonntag, den 7. April 1907, vormittags 10 Uhr, im Lokale des Hrn. Obst( Tunnel), Meiningerstr. 8: Außerordentliche 238/20 Generalversammlung. Der Vorstand. Schöneberg, Dienstag, den 26. März, abends 8 Uhr, bei E. Obst, Meiningerstraße 8: Tagesordnung: 1. Statutenberatung. 2. Verschie bene Staffenangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimiert. Um pünktliches Erscheinen der Mitglieder ersucht Der Vorstand. Mitglieder- Verfammlung. Atung! Zages Drdnung: 288/ 12* Dienstag, den 26. März, vormittags 10 Uhr: Mitglieder- Versammlung in der Brauerei Friedrichshain. Zages Drdnung: Die gegenwärtige Situation in der Herren- Maßbranche. Referent: Kollege Mirus. Mitgliedsbuch legitimiert. Die Ortsverwaltung. Zentral- Verband der Zimmerer Zahlstelle Berlín und Umgegend. Bureau: Engel- Ufer 15 v. III, 3immer 32. Fernsprecher: Amt 4 Nr. 2789. Montag, den 25. März, abends 82 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15( großer Saal): 254/7 Mitglieder- Versammlung mit Frauen. Zages Drdnung: Lichtbildervortrag über das Genossenschaftswesen. Referent: Genoffe Krolik- Hamburg. Um pünktliches und zahlreiches Erscheinen bittet Der Vorstand. Orts- Stratentafe Deutscher Holzarbeiter- Verband. der Töpfer. Mittwoch, den 3. April, abends 7 Uhr, im Königstadt: Kasino", Holzmarktstr. 72: Zahlstelle Berlin. General- Versammlung Branche der Musikinstrumentenarbeiter. der Arbeitgeber- und Montag, den 25. März, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15( Saal 1): Arbeitnehmer- Delegierten. Branchen- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes. 2. Bericht des Prüfungsausschusses. 3. Statutenänderung. 4. Verschiedenes. Eintritt nur gegen Borzeigung der zugesandten Karte. Der Vorstand. 271/14 Bon 36 Mk. an Herrenanzüge nach Maß, reinwoll.Stoffe, neust. Must. 2 Anpr., feinft.But., f.gut.Sit goldene Medaille. Ludw.Engel, Prenzlauer ftr. 2311, Alexanderpl. Ohne Konkurrenz စာ Eine Mark wöchentliche Teilzahlung Refere elegante fertige 15528 Herren- Garderoben Ersatz für Maaß. Anfertigung nach Maass. Zabellose Ausführung. Julius Fabian, Schnetbermeifter, Gr. Frankfurterstr. 37," Eingang Straußberger Blah. Kürschner. Schützenhaus", Linienstraße 5: Achtung! 1.„ Liberalismus und Sozialdemokratie." Referent: Genoffe Montag, den 25. März cr., abends 8 Uhr, im ,, Alten Dr. Borchardt- Charlottenburg. 2. Bericht von der Kreis- Generalbersammlung. 3. Bereinsangelegenheiten. 4. Anstellung und Wahl eines zweiten Spediteurs. 5. Verschiedenes. 15/10 Der Vorstand. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Emil Kloth über: Was haben die Gewerkschaftsorganisationen vom neuen Reichstag zu erwarten?" 2. AG= rechnung vom Weihnachtsvergnügen. 3. Branchen und Verbands. angelegenheiten. 83/10 Mitgliedsbuch legitimiert. Zahlreicher Besuch wird erwartet. Es wird ersucht, auf den Versammlungskontrollstempel in den Mitgliedsbüchern zu achten. Die Branchenkommission. Rahmenmacher. Montag, den 25. März, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15: Branchen- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Berbandsangelegenheiten. 2. Werkstattdifferenzen. 3. Verschiedenes. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht der Dbmann. Branche der Korbmacher. Montag, 25. März, abends 82 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15: Versammlung. Tages Ordnung: 1. Die Folgen der letzten Reichstagswahl und die Aufgaben der deutschen Arbeiterschaft. Referent: Kollege Nischte. 2. Branchenangelegenheiten. 3. Berschiedenes. Um zahlreichen und pünktlichen Besuch bittet Einsetzer. Die Kommiffion. Die Branchenversammlung für diesen Monat fällt aus. Die Kommissionssitzung findet am Montag bei Brunner statt. Der Obmannn. Branche der Modell- und Fabriktischler sowie Modelldrechsler. Donnerstag, den 28. März 1907, abends 8 Uhr, bei Schmidt, Gartenstr. 6: Branchen- Versammlung. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Hildebrandt über: Sozialpolitik und Gewerkschaften. 2. Branchenangelegenheiten. 3. Verschiedenes. Oeffentliche Versammlung Achtung! Bodenleger und Bohner. Achtung! aller in der Verband der Sattler. Kühnerbranche beschäftigt. Arbeiter u.-Arbeiterinnen. Mittwoch, den 27. März, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshauſe Achtung! Ortsverwaltung Berlín. Tages Ordnung: 1. Die Bedeutung der Gewerkschaftsorganisation. Referent: Bahlreiches Erscheinen erwartet Achtung! Sollege Regge. 2. Distusfion. 3. Berschiedenes. Linoleumleger, Teppichnäher. Mittwoch, den 27. März 1907, abends 8% Uhr: 102/6 ( Saal I), Engel- Ufer 15: Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Tätigkeitsbericht der Kommission. 2. Wahl eines Dbmannes und angelegenheiten und Verschiedenes. Der Borstand des Verbandes der Kürschner Berlins und Umgegend. 3weler Stommissionsmitglieder sowie eines Beitragsammlers. 3. BanchenAchtung! J. A.: K. Fritze. Achtung! Oeffentliche Verfammlung Verband der Kupferschmiede. aller in Linoleum- und Teppichbranche beschäftigten Kollegen im Gewerkschaftshaus, Engelufer 15, Saal 7. Tages Drdnung: D 1. Die Antwort des Arbeitgebervereins auf unsere Forderungen und unsere weitere Stellungnahme. 2. Verschiedenes. Das vollzählige Erscheinen aller Berufskollegen erwartet 156/17 Rixdorf. Die Branchenleitung. Rixdorf. Wir erklären hiermit, daß die zum Montag, den 25. März, einberufene allgemeine Kupferschmiede- Versammlung ohne jedes Einvernehmen mit uns erfolgt ist, daß vielmehr unsere ordentDonnerstag, den 28. März, abends 8 Uhr, im Saal 1 liche Vereinsversammlung, wie bereits bekanntgegeben, am des Gewerkschaftshauses stattfindet, in der Herr Redakteur Paul John über: „ Die Presse, ein Mittel im Befreiungskampf" fprechen wird. Wir empfehlen daher den Kollegen, die MontagsversammVerein der föderierten Anarchiften. Tung nicht zu besuchen und Mann für Mann in der VerMontag, den 25. März cr., abends 8%, Uhr, in Wollbrandts sammlung am Donnerstag zu erscheinen. Wer uns etwas zu Gesellschaftshaus, Kirchhofstr. 41, Ede Wipperstraße: Volksversammlung age nicht als Duertreiberet erscheinen. Alſo, Kollegen, erTages- Ordnung: Am Karfreitag findet eine Herrenpartie statt. Abfahrt von Bellevue: Morgens 8 Uhr nach Grünau. Treffpunkt dort am Bahnhof um 9 Uhr, von dort nach Eichwalde usw. Um rege Beteiligung ersucht Die Kommiffion. Jalousien- Arbeiter. ( Saal VIII), Engel- Ufer 15: Dounerstag, den 28. März, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshause Branchen- Verfammlung. Tages Ordnung: 1. Bortrag über: Die modernen Arbeitgeberberbände. Referent: Kollege Hugo Langhammer. 2. Verbandsangelegenheiten. 3. Branche tangelegenheiten. 4. Verschiedenes. NB. Da die Liften zur Statistik ausgegeben werden, ist es bringend notwendig, daß alle Kollegen bestimmt erscheinen. Der Obmann. BREUERS Festsäle 99 fagen hat, sollte auch wohl den Weg zu uns finden, soll das Zur Königsbank" scheint alle in der Versammlung am Donnerstag, den 28. März, Gr. Frankfurterstr. 117. X 3nh. Curt Breuer. X Amt Vila, 8142 Den geehrten Gewerkschaften, Vereinen, Klubs empfehle ich meine Gesamt23786 Kollegen Cohen, zu derselben schriftlich einladen. 100/2 1. Barlamentarismus und Generalftreit. Referent: Genoffe Rud. wir werden den Vorsitzenden des Metallarbeiter- Verbandes, räume zur Abhaltung von Versammlungen und Festlichkeiten jeder Art Lange. 2. Freie Diskussion. Bahlreichen Lejuch erwartet Der Einberufer. zu den fulantesten Bedingungen. Der Filialvorstand. Um rebt regen Buspruch bittet [ 35562 Curt Brauer, Gektwist. H. Greifenhagen Nachf. Brunnenstr. 17-18. Veteranenstr. 1-2. Photographie- Bon Don heute, Sonntag, den 24., bis incl. Sonnabend, den 30. März verabfolgen wir bei einem Einkauf von 5 Mk. an Gratis Photographie Bons Kratz Hustenund SchnupfenHeil 1 Fl. 50 1Pf. Gegen Huften, Heiserkeit, Schleimfieber, Katarrfieber, Schnupfen Zersetzung der Körpersäfte, Jufluenza Nasenpolypen, Nasenröte 2c. Kein gesetzlich verbotenes Geheimmittel, sondern als heilspendende Säfte der Wulfiskräuter laut faiserl. Berordnung und Entscheidung hoher Gerichte dem freien Ber fehr übergeben. zwischen Bahnhof Wedding Fritz Kratz, Reinickendorferstr. 119, enſtr. Fernib. II 2631. 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Der war der erste große Erfolg der Gesellschaft zur Bekämpfung der Monatslohn der Berliner Dienstmädchen beträgt 10, 20, höchstens Geschlechtskrankheiten, ihr zweiter großer Erfolg muß die Aus30 M. Als Pflegegeld für ihr Kind hat ein Mädchen 20 M. dehnung der Krankenversicherungspflicht auf die Dienstboten sein. monatlich zu zahlen. Sie ist also gezwungen, sich einen lohnenderen Außerdem müssen natürlich noch andere Reformen eingeführt Tautete das Thema eines Vortrages, den Rechtsanwalt Dr. Erwerb zu suchen, und den findet sie in der Prostitution. Die werden. Springer am Freitag in der Deutschen Gesellschaft zur Be- Gesindeordnung, ein veraltetes Ueberbleibsel aus patriarchalischer Der Vortragende hatte außer dem hier Wiedergegebenen noch fämpfung der Geschlechtsfrankheiten hielt. Der Vortragende be- Seit ist wert, daß sie möglichst bald zugrunde geht. Leider ist aber verschiedene Fragen erörtert, die mit dem Thema des Vortrages merkte, daß es eine Statistik über die Beteiligung der verschiedenen feine Aussicht, daß wir sie bald loswerden. Der in letter Zeit in Zusammenhang stehen. Diese nahmen auch in der äußerst regen Berufsgruppen an der Zahl der geschlechtlichen Erkrankungen nicht gemachte Vorschlag, die Gesindeordnung durch Vertrag auf Grund Diskussion einen großen Raum ein. Besonders wurde die Lage gebe. Jedoch kam er durch Schlußfolgerungen, welche auf anderen der Bestimmungen des Bürgerlichen Gesetzbuches über den Dienst der Dienstboten nach verschiedenen Richtungen hin erörtert. Ueber Statistischen Ergebnissen aufgebaut sind, zu der Annahme, daß die vertrag auszuschließen, führt nicht zum Ziel. Stein Gericht würde die Vorschläge des Vortragenden herrschte teine MeinungsGeschlechtskrankheiten unter den Dienstboten in erheblich höherem einen solchen Vertrag als gültig anerkennen.( Sier ist Redner verschiedenheit. Einstimmig nahm die Versammlung eine vom Maße verbreitet sein müssen als unter den Angehörigen anderer in erheblichem Irrtum: die Gesindeordnung tritt nach ihren eigenen Vorsißenden vorgeschlagene Resolution an. Dieselbe ersucht weiblicher Berufe. Diese Annahme stützt der Vortragende unter Vorschriften nur soweit in Kraft, als freie Vereinbarungen nichts den Vorstand der Deutschen Gesellschaft zur Bekämpfung der Geanderem auf die Tatsache, daß vicle Prostituierte schon bei ihrem anderes vorschreiben; selbstverständlich bereitet der bekannte Ver- schlechtskrankheiten, an die maßgebenden Instanzen Eintritt in das Gewerbe der Prostituierten mit geschlechtlichen trag die gefebliche Beseitigung der Gesindeordnung nur vor.) eine Eingabe zu richten, welche die Ausdehnung Krankheiten behaftet sind, und da die Dienstmädchen einen erheb- Der Redner besprach die Bestimmungen der Gesindeordnung, foder gefeblichen Krantenversicherung auf dir lichen Teil nach Berechnungen von Stillich 60 Proz. der weit sie für das Thema des Vortrages in Frage kommen. Nach Dienstboten fordert. Prostituierten ausmachen, so ist anzunehmen, daß viele Dienst-§ 128 fann der Dienstbote sofort entlassen werden, wenn er sich Man ersieht auch aus diesem Vortrag, wie Anträge, die früher mädchen geschlechtlich krank sind. Ebenso wie zur Prostitution durch liederlichen Lebenswandel eine ansteckende oder efelerregende fast ausschließlich von den Sozialdemokraten vertreten wurden stellen die Dienstmädchen auch zur Zahl der unehelichen Mütter Krankheit" zugezogen hat. Dahin werden nach den herrschenden wie obligatorische Krankenversicherung der Dienstboten, Beeinen erheblich größeren Teil als die Mädchen anderer Berufe. Auffassungen die Geschlechtskrankheiten gerechnet, und als lieder seitigung der Ausnahme, daß Dienstboten mit GeschlechtskrantNicht weil die Dienstmädchen schlechter sind als andere Mädchen, licher Lebenswandel gilt jeder außereheliche Geschlechtsverkehr auch heiten als nicht der Krankenversicherung unterstellt behandelt werden sondern weil sie es schlechter haben. Nur ein kleiner Bruchteil mit dem Sohne der Herrschaft oder mit dem dürfen, Sorge für das Kind durch Fürsorge für die Mutter von den 61 000 in Berlin beschäftigten Dienstboten sind in Berlin Bräutigam. In den meisten Fällen wird also ein geschlechts- während der Schwangerschaft und nach der Entbindung geboren. Die Mehrzahl fommt von außerhalb, meist vom Lande. frantes Mädchen ohne weiteres entlassen werden. Nur wenn es mählich von anderen Kreisen aufgenommen werden, Sie stammen aus den ärmsten Schichten der Bevölkerung. Länd- sich die Krankheit durch Vergewaltigung oder Ansteckung ohne. liche Unerfahrenheit, eine gewisse Zarheit in geschlechtlicher Hin- Geschlechtsverkehr, was meistens nicht bewiesen werden kann, zusicht, Gesundheit, Lebensfrische, Drang nach Liebesgenuß und gezogen hat, liegt fein Entlassungsgrund vor. niedriger Lohn, das sind die Ursachen, aus denen die Dienstmädchen mehr als andere den Gefahren der Großstadt unterliegen. So ertlärt es sich auch, daß die Dienstmädchen die höchste Zahl der unehelichen Mütter stellen. Die Gesindeordnung gibt der Herr schaft das Recht, ein schwangeres Dienstmädchen sofort zu entVerein der Droschkenführer Berlins und Umgegend. Mitgliedschaft IV des Zentralverbandes der Handels- und Transportarbeiter. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege 68/20 Alfred Schulze am Donnerstag, den 21. März, verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung desselben findet am Montag, den 25. März, nach mittags 3 Uhr, von der Leichenhalle der Charité am Luisenplatz aus nach dem Charité- Kirchhof, Müllerftraße, ftatt. Um rege Beteiligung ersucht Die Ortsverwaltung. Arbeiter- Raucher- Bund Berlins und Umgegend. Hiermit die traurige Nachricht, daß der Bundesbruder Franz Wieland aus dem Klub„ Often I" 21. d. M. berstorben ist. am am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Montag, den 25. d. M., mittags 1 Uhr, vom Birchow- Krankenhause aus nach Friedrichsfelde statt. 2/12 Der Vorstand. Sozialdemokrat. Wahlverein Schöneberg. Am 21. März verstarb unser Mitglied, der Fuhrherr Franz Wieland im Alter von 49 Jahren. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet morgen Montag, nachmittags 1 Uhr, vom Birchow- Krankenhause( Seestraße) aus nach dem Zentral- Friedhoj in Friedrichsfelde statt. Der Vorstand. Danksagung. Allen Freunden und Bekannten meines berstorbenen Mannes, insa besondere den Mitgliedern des Holzarbeiter Berbandes und des Wahlvereins Rigdorf, sage ich hiermit für die reiche Beteiligung bei der Beerdigung meines Mannes meinen innigsten Dant. 43242 Frau Joh. Schultchen und Kinder. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes Oskar Werner fage ich allen Freunden, besonders den Pfeifenbrüdern Guter Sug" meinen 43232 besten Dank. Witwe Auguste Werner. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Wannes, unseres guten Vaters, des Restaurateurs Eingegangene Druckschriften. allAls Verbesserungen, welche zunächst anzustreben sind, schlug der Redner vor: Förderung der sozialen Reformen. alten Apothekers. Preis 50 Pf. E. Piersons Verlag in Dresden. Aus einer ganz kleinen Apotheke. Skizzen aus dem Leben eines Besonders Mutterschaftsversicherung für die Fälle unehelicher Obstbau und Obstverwertung in Nordamerika nebst Borschlägen Geburt, und als Schuß gegen die Verbreitung geschlechtlicher zum Ausbau dieser Erwerbszweige in Deutschland. Berlin, Verlag von Krankheiten obligatorische Krankenversicherung der Dienstboten. 5. S. Hermann. 1 Mart. Großer Oster- Serien- Verkauf!! zu nie dagewesenen billigen Preisen, weit mehr als die Hälfte unter regulärem Wert in neuester, modernst schickster, einfach Damenkonfektion. 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Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Mitglied besondere den Mitgliedern des Wahlvereins Ober- Schöneweide, des Be August Mielert, bandes der freien Gast- und Schank wire Dericlands, Der Beinigung Reißzeuge für Fachschüler Echt Rathenower Brillen 1,00 Metallarbeiter Deutschlands dem Zentral- Kranken- UnterstütungsKüchen- Artikel zu billigsten Preisen. Petersburgerstr. 41 bei der Landsberger Allee. Pincenez( echt Nickel) M. 1,50 Doublé 5,00 Gold 12,00 Schildpatt 4,50 Opern- u. Reisegläser v. 6,00 an verein der Schmiede hierdurch unteren in allen Preislagen. herzlichsten Dant. 23286 Ober- Schöneweide, Laufenerstr. 5. Charlotte Großmann und Familie. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die Strangspenden bei der Beerdigung meiner lieben Frau und meiner unvergeßlichen Mutter, sprechen wir allen unseren innigften Dank aus. 24065 Fritz Christens und Tochter. 9 Für die liebevolle Teilnahme bei der Beerdigung meines Sohnes, Bruders, Bräutigams, des Formers Karl Steinhäuser jagen wir allen unseren herzlichsten Dank. 43202 Witwe Steinhäuser nebst Geschwistern und Braut. 99 . • Barometer, gute 6,00 an Werke, von 59 Moritzplatz 59 Ecke Stallschreiberstraße. Nicht zu vergleichen mit Abzahlungs- Geschäften, welche Garderobe usw. führen. Extra Abteilung verliehen gewesener Möbel. Wöchentliche oder monatliche Zeugen gesucht. Am 18. 12. 06, abends 10%, Uhr, wurde in der Badstr., nahe Bahnhof Gesundbrunnen bei einem Borfall jemand der Hut demoliert. Zeugen dieses Vorfalles oder Eigentümer diefes Hutes, werden gebeten, Adresse abzugeben an W. Götz, Sene felderstr. 2. 2367b Zigarren mit vorzügl. Geschmack u. 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Witting, Kielerstraße und Scharnhorststraße. Bau der Firma Traxel: Schallhorn u. Röhl, Tempelhof, Germania- und Gottlieb Dunkel Straßen Ede. Adalbertstr. 20. Bau der Firma Iden: Elisabethkirchstraße, vis- a- vis der Strelizerstraße. Banten der Firma Ziehe: Nigdorf, Harzerstr. 3. Bau der Firma Marquardt: Rigdorf, Beise und Allerstr.- Ede. Banten der Firma Emmeluth, Rigdorf: Hildebrandtstr. 16. Schlice u. Comp., Charitéstr. 3. Nappomacher gesucht. mann" Bostamt 102. der Stridereibefizer Berlins, ArbeitsStrumpfitrickerinnen sucht Verein nachweis Schulisch, Artilleriestraße 26. Botenfrauen für die Touren: Alte Satobstraße und Alexandrinenstraße Bauten der Firma Erdmann: finden sehr lohnende Beschäftigung. Ministerialdirekt. Neuhaus, Dahlem, Schüßenstraße 24/25, Hof parterre. Barkstraße. Blusenstepperin, Zusammenfeßen, Waschsachen im, außerm Groeschte, Mainzerstraße 17. Handwerker, zwei Kinder, sucht zum 1. April nur ältere Frau ohne Anhang zur Wirtschaft. 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Bauten der Firma Glatzer, Blücherstraße 35: Behlendorf, Adalbertstr. 28. Waldemarstr. 41. Mariendorf: Erdmann, Mariendorf, Chauffeeftr. Tempelhof, Fensterbauten, Schönburgstraße. Banten der Firma Kuhnert& Kühnet Baulsen, Charlottenburg, Schlüterftraße. Damenheim, Aschaffenburgerstraße. Lehmann, Tiefbaugesellschaft, Dahlmann- und Gerbisiusstr.- Ecke. Buchholz, Steglit, Albrecht und Brüderstr.- Ede. Dahlmann, Friedenau, Barziner straße 7. Bau der Firma Jost, Glogauerstraße: Lindenstraße, Erweiterungsbau ber Viktoria. Banten der Firma Dittmar, Bankow: Schönholzerstr. 1. Kaiser Friedrichstr. 63, Schule Banten der Firma Wolf: Fürstenhof, Potsdamer Platz Buch, Siechenhaus. Bauten der Firma Schulenburg, Charlottenburg: Frantsen, Wangenheimstr.- Ede. Bauten der Firma Hegelmann: Schaum, Wilmersdorf, Kaiser Allee, Ede Wilhelmsaue. Schulz, Jungfernheide, Mindener ftraße. Bauten der Firma Braun: Müller, Nirdorf, Walter- und Juliusstraßen- Ede. Müller, Nigdorf, Cranoldplay, Fenster. bau. Bauten der Firma Grünberg, Markgrafendamm: Banten der Firma Herrmann, Staltherstraße: Ausbau in Tegel, Beitstr. 16. Gasanstalt, straße 5. Prenzlauer Allee, und Guß Banten der Firma Pasch, Pfarrstraße 35: Buggenhagen, Lichtenberg, Pfarr Direktionsgebäude röhrenlager. Bauten der Firma Strotthoff: Herold, Charlottenburg, Giesebrechtstraße 17. Gutzeit, Ufer- und Martin OpikStraßen- Ece. Bauten der Firma Noack, Hennigsdorferstraße: Giller, Nord- User, zwischen Lynarstraße und Ringbahn. Bostbau, Hohenneuendorf, Berlinerftraße. Bau der Firma Pohl& Sohn: Schossow, Charlottenburg, Sybell straße 61-62. Bauten der Firma L. Lassen: Demme, Urbanstr. 94. Schmädicke, Elberfelder- und Dortmunderstraßen- Ecc. Blankenfeld, Müllerstr. 152. Lassen u. Brefinsky, Borhagen. Bau der. Firma Hoffmann, Wollinerstr. 27a: Gleimstr. 46/47. Bauten der Firma Roloff: Mohrenhof, Friedrich-, Ede Mohrenstraße. Schivelbeinerstr. 7. Winsstr. 17. Bauten derFirma Heinemann: Lange, Nirdorf, Boddinstraße. Bau der Firma Schwarze, Nigdorf, Nogatstr. 25: Rigdorf, Emserstr. 32-34. Bau der Firma Holstein: Schule, Lichtenberg, Scharnweberstraße 22. Bau der Firma Schneider, Griebenowstraße: Adalbertstr. 9. Bau der Firma Scharwis: Stöckel, Friedenau, Cranachstraße. Bauten d.Firma Weise, Moabit: Charlottenburg, Kaiser Friedrichstr.1. Nixdorf, Schudowerstraße 5. Werkstatt und Bauten der Firma Altendorf, Charlottenburg. Bau der Firma Mitsch, Bara nimftr. 22: Christburgerstr. 41. Bau der Firma Schrammer in Nigdorf. Hedemann, Inn- u. DonaustraßenEde. Thiemann, Rigdorf, Schöneweider straße 20. Bau der Firma Gustrau, Nixdorf: Stier, Ober- Schöneweide, Edisonftraße 40. Bauten der Firma Löchel, Rigdorf: Stegliz, Bäschteftr. 10/11. Bauherr Lange. Baumschulenweg, Glanzstr. 2. Bauherr Knopp. Banten der Firma Gebr. Ruge, Cadinerstraße: Ruwald, Nomintenerstr., a. d. Kirche. Mühlhaase, Treptow, Stiefholzftr. Ede Bouchéstraße. Coteniusstr. 5. Bech, Huttenstraße. Bau der Firma Harms: Bettenfoferstr. 28. Bau der Firma Klempau Nachfl. Waisenhaus in Werneuchen. Baa der Firma Walter, Uferstraße: Töpfer, Pankow, Binzstraße. Bau der Firma Kurz, Charlottenburg: Boch, Charlottenburg, Fritschstraße. Bau der Firma Sommerkorn: Frankfurter Chaussee 61 a, b, c. Treppengeländerbrauche. Springer, Schöneberg, Luther. u. Bauten der Firma Schmidt& Freisingerstraßen- Ede. Banten der Firma Stellmacik Wilmersdorf, Düsseldorferstraße, an der Bayrischen Straße. Charlottenburg, Neue Kantstraße, Ede Dernburgstraße. Pankow, Spandauerstraße, Kreuzstraße. Bauten der Firma Ecke Röder& Comp.: Schmalz, Malmöerstraße, Straße 2b. Tauroggenerstr. 2. Banten der Firma Ede C. Prächtel, Lausitzerfir. 10: Dahlem, Botanischer Garten. Charité- Krankenhaus. Birchow- Krankenhaus, Seestraße. Backhof, Alt- Moabit. Bau der Firma Thal, Lehrterstr. 44: Müllerstr. 52. Bauten der Firma Metz, Urban straße: Tempelhof, Eylauerstraße. Steglitz. Stubenrauchstraße. Pankow, Wendelstr. 18. Tegel, Spandauer, Ede Bergstraße. Bauten der Firma Herrgesell u. Hübner, Wilhelmshavener. ftraße: Dalldorferstr. 24. Banten der Weißenseer Holzbearbeitungsfabrik G. m. b. H.: Lohse, Wilmersdorf Friedenau, Ringbahnstr. 245. Knoblauch, Brit. Jahnstr. 82. Weißensee, Frifideſtr. 3. Banten der Firma Pätz, Reichenbergerstr. 114: Fischer u. Colberg, Nigdorf, Bergu. Walterstraßen- Ede. Förster, Rigdorf, Treptower- und Harzerstraßen- Ede. Weise, NW., Elberfelderstr. 4/5. Banten der Firma Osten, Rigdorf: Magnus, Schönhauser Allee 134a. Bauten der Firma Rachfall, Kastanien Allee 10: Leibnizstr. 46. Bendlerstr. 19. Co., Schönhauser Allee: Wilmersdorf, Kaiser- Allee u. Sieglindeste. Ecke. Brüll u. Schmidt, Charlottenburg, Dernburgstraße. Brode, Charlottenburg, Dahlmann straße. Friz, Charlottenburg, Niebuhrstr. 77. Bau der Firma Hundt, Grimmstraße: Beitscher, Kurfürstendamm 171/72. Hausherr, Steglit, Hubertusstraße, Ede Schloßstraße. Kutter, Zehlendorf, Scharfestr. 4. Scheuren, Zehlendorf, Milinowskistraße. baase, Zehlendorf, Riemeisterstraße. Bastian u. Stabelis, Zehlendorf, Siemeisterftrage. Bostbau, Niederschönhausen, Tresfowstraße 67. Barnimftr. 170. Bauten der Firma Törmer& Scharlau: Gr. Frankfurterstr. 126. Schmidt, Pasteurstr. 35. Nirdorf, Weichselstr. 48/49. Wilmersdorf, Staiser- Allee 202. Röpeniderstr. 71. Martin Opitstr. 1. Gottschalkstr., Ede Martin Dpikſtr. Scharnite, Reinidendorf, DranienBurger Chauffee. Ilferstr. 13. Tegelerstr. 6/7. Dietrich, Genterstr. 65-67. Biese, Tempelhofer und Schöne berger Berbindungsstraße. Schahorn u. Trödel, Gottlieb Kinkelfirage. Bauten der Firma Geißler, Dieffenbachstraße: Groterjahn, Schönhauser- Allee 129. Burgall u. Martin, Faldensteinstraße 49. Kottbuserdamm 87. Friedenau, Stubenrauchstr. 12. Beifer, Schöneberg, Münchenerftr.14. Mattner, Friedenau, Isoldeftr. 6. Menge, Pariserstr., Ede Sächsischestr. Bornholmerstr. 4. Rölte, Heilbronnerstr. 17. Heilbronnerite, 22. Holland, Wilmersdorf, Holsteinische straße 11a. Burr, Simon Dachstraße. Karlshorst, Bring Oskarstraße. Urbanstr. 3. Rummelsburg, Wilhelmstr. 3/4. Höselt ut. Seifert, Karlshorst. Wolf, Nieder- Schöneweide. Grothe, Mariendorf, Dorfstr.- Ecke. Bau der Firma Stahl, Rur fürstenstraße 37: Ueberholz, Kurfürstendamm 170. Westendorf, Steglit, Miquelſtr. 31. Bröfer, Schöneberg, Hauptstr. 88/89. Banten der Firma F. Peschel & Söhne: Bertram, Schöneberg, Martin Lutherstraße 27. Seiler, Schöneberg, Eylauerstr. 3. Baugesellschaft Warthe", Rirdorf, Hermannstr. 32. Bauten der Firma G. Bruns, Boppitraße: Wisbyerstr. 71/72, Geite. Schonenschestr. 3-4, Geife. Beißensee, Frifideftr. 3. Grünau, Jägerstr. 16, Baek. Lankwiz, Kurfürsten- und Froben straßen- Ecke, Stöhler. Chriftet, Charlottenburg, Franklinstraße 18. Rojcher, Schöneberg, am Bahnhofe Papestraße. Friedrichshagen, Friedrichstr. 114. Banten der Firma Völker, Tempelhof. Gräb, Bornholmerstraße, Ede Schönhauser Allee. Hübner, Charlottenburg, Bismard, Ede Weimarerstraße. Billa Berner, Klein Glienice bei Potsdam. Paulsen, Schlüterstr. 33/34. Lehmann, Dahlmannstraße, Ede Garvinusstraße. Zauber, Gleimſtr. 49. Bornholmeistr. 71. Bauten der Firma Lindgren, Rigdorf: Kazmann, Brüdenstr. 2. Bühler, Rigdorf, Bergstr. 112. Wipperstr. 25. Müller, Walter- und Ju liusftraßen- Ede. Lowe, Gewehrfabcil, Bittenau. Altes Kriminalgericht, Moabit. Wilde, Böhmischestraße, Ede Schu domastraße. Emserstr. 34. Caro, Charlottenstr. 73. Rigdorf, Emserstr. 34. Bauten der Firma Jensen & Wodrich: Samoaftr. 2, 3, 20, Bau Müller. Prinz Regentenstr. 116, Bau Laft. Bauten der Firma Marzahn, Bergmannstraße: Lorenz Repte, Sybelstr. 47. Karl Schmidt, Helmstädterstr. 2. Brinzessinnenstr. 18. Wilhelmstr. 45/46. Gewerkschaftshaus d. Metallarbeiter, Charitéstraße 3. Fröhlich u. Ludwig, Grolmanstr., Ede Bismardstraße. Schöneberg, Cylauerstr. 22. Erdmann, Mariendorf, Chauffeestraße 45. Bauten der Firma Grieser, Steglitz, Seesestraße: Lamprecht, Steglit, Schönebergerstraße 10-11. Swoboda, Steglik, Grunewaldstr. 28. Willardt, Steglitz, Zimmermannstr.12 Krüger, Lichterfelde, Chauffeestraße Ede Stegliterstraße. Bauten der Firma Heinrich, Steglit, Plantagenstr. 19: Suchland, Steglitz, Südendestraße. Bauten der Firma Meinhardt, Dennewitzstraße: Schönebergerstr. 27. Wilmersdorf, Hildegardstr. 25. Lange, Livländischestr. " Banten der Firma Vogt, Köpenickerstr. 51: Charlottenburg, Kaiser FriedrichEcke Scharnstraße. Mette, Mariendorf, Dorfstraße. Hirschfelder, Rigdorf, Juliusstr. 38/39. Bauten der Firma Engel, Uferstr. 5. Saalmann, Schwedenstraße 5. Lehmann, Boigtstraße. Bau der Firma Brandenburg, Wilhelmstr. 124: Bonifaciusgemeinde, Dorfstr. 87/88. Schilling, Köpeniderstr. 27. Löffler, Strefelderstr. Sa u. 9. Henrizi, Charlottenburg, Suarez ftraße 13. Stöpeniderstr. 27. D. Karl, Pasteurstr. 40/41. Banten der Firma Vogt& Söhne, Stendalerstr. 6: Echtermayer, Driesenerstraße, Ede Stolpischestraße. Thiele, Wilmersdorf, Naffauische Straße. Herms, Pankow, Schmidtstraße. Bauten der Firma Lütjen& Bruns, Greifswalderstraße: Hubracht, Dahlmann Ede Sybel jtraße. Röppen, Pankow, Wollantstr. 96. Batentus, Charlottenburg, Clause wigstr. 7. Völker, Jablonslijtr. 12/13. Oldenburgerstr. 43/44. Bauten der Firma Fröbe, Hollmannstraße. Chodowidiftrage. Ueberholz, Sturfürstendamm 168/169 Bauten der Firma Sichtormann, Schmargendorf: John, Wilmersdorf. Berlinerstr. 33. Bumplum, Steglis, Schloßstr. 32. Bumplun, Charlottenburg, Suarezstraße 3. Wegen Streit und Differenzen find gesperrt: Für Vergolder: 3. C. Pfaff, Beughofftraße. Die Ortsverwaltung. Berantwortlicher Rebatteur: Hans Weber, Berlin, Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW