Nr. 72. Abonnements- Bedingungen: 6 Abonnements Breis pranumerando: Bierteljährl. 3,30 M., monati. 1,10 2, wöchentlich 28 fg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntags. numuier mit illustrierter Sonntags Beilage„ Die Neue Belt" 10 Big. Boft. Plbonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in die Bost. Beitungs. Breisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich. Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Bostabonnements nehmen an: Belgien, Dänemark, Holland, Italien, Luxemburg, Bortugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz. Erideint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 24. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Rolonel geile oder deren Naum 50 Bfg. für bolitische und gewerkschaftliche Bereins. und Bersammlungs- Anzeigen 30 Big. Kleine Anzeigen", das erste( fett. gebrucie) Bort 20$ fg., jedes weitere Bort 10 Big. Stellengesuche und Schlaf. ftellen- Anzeigen das erste Wort 10 Pfg., jebes weitere Wort 5 Bfg. Borte über 15 Buchstaben zählen für alvei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 1hr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends, geöffnet. Zelegramm Adresse: Sozialdemokrat Berila". Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Nr. 1983. Ein Sieg der bremifchen Lehrerschaft. Wohl find die vier bremischen Voltsschullehrer, gegen die feit ungefähr Jahresfrist ein Disziplinarberfahren schwebt, am Sonnabend nach einer dreitägigen Verhandlung vor der Disziplinarkammer verurteilt worden. Drei von ihnen, die minder belasteten, müssen sich einen Verweis" gefallen lassen, der Behrer Holzmeier, der Führer der bremischen Lehrerschaft in ihren legtjährigen Stämpfen, muß seine Unbotmäßigkeit außerdem noch mit 300 M. Geldstrafe fühnen. " Aber zunächst bleibt doch dieses Urteil hinter dem zurück, was von vielen Seiten erwartet worden ist und was auch die bremische Schulbehörde zweifellos für notwendig gehalten hat: außer einer schärferen Bestrafung der drei Lehrer Lüdefing, Gartelmann und Gansberg, die Amtsentsegung Holzmeiers. Denn dieser wurde schon vor einem Jahre beim Beginn des Disziplinarberfahrens vom Amte suspendiert. Ganz in diesem Sinne hat denn auch der Staatsanwalt am Sonnabend die Abjegung Holzmeiers verlangt. Das Gericht hat sich diesem Antrage nicht angeschlossen. Holzmeier erfährt die stolze Genugtuung gegenüber dem Schulinspektor und anderen reaktionären Größen in Bremen, besonders auch gegenüber dem Senat, daß er wieder in sein Schulamt einrückt. Ist diese Tatsache schon von großem Wert für die Kämpfe der bremischen Lehrerschaft, so ist von fast noch größerer Bedeutung der Verlauf des Prozesses selbst und seine Ergebnisse. Leider ist das bremische Schulwesen in seiner äußeren Drganisation feineswegs besonders glänzend. Trotzdem im liberalen Bremen alle liberalen Schulforderungen verwirklicht sein könnten, ist davon fast nichts durchgeführt. Auch im inneren Schulbetrieb weicht es, soweit die amtlichen Vorschriften in Betracht kommen, nicht wesentlich von dem Schulwesen in anderen nichtliberalen Staaten ab. Was aber dem bremischen Schulwesen bisher noch eine gewisse eigene Note gab, das war die größere persönliche Selbständigkeit, die die Behrer im Unterricht hatten. Besonders im Religionsunterricht ließ man in dem religiös toleranten Bremen den Lehrern Spielraum in der Art der Behandlung. Bis zum Jahre 1893 gab es in Bremen nicht einmal Schulrat und Schulinspektor. In einer heute doppelt unverständlichen subalternen Regung petitionierten die bremischen Lehrer damals um diese Inftitutionen zur Verknöcherung und Einschnürung der Schule. Sie wurden Aber nicht ihnen genehmigt. Tange dauerte die Freude der bremischen Boltsschullehrer über den ihnen vorgesetzten Schulinspektor. Der Herr war aus dem preußischen Erfurt geholt worden, in den Augen der preußischen Schulbureautratie war er auch zweifelIos eine schäzenswerte Kraft, die den Katechismus sicher beherrschte und außerdem wußte, wie man die Untergebenen" durch Inspektionen, durch barsches Wesen, durch Berichte an die Schulbehörde und auf ähnliche Weise in Schach zu halten hatte. Es hat zwölf Jahre gedauert, bis die immer mehr anschwellende Erbitterung der bremischen Lehrerschaft sich zu einem einzigen gewaltigen Strome einigte und einen energischen Vorstoß gegen den preußischen Schulgeist in Bremen wagte. Sie beschloß eine Eingabe an den Senat, die in entschiedenem Ton und mit erfrischender Rücksichtslosigkeit auf das unhaltbar gewordene Verhältnis zwischen Schulinspektor und Lehrerschaft hinwies und ziemlich unverblümt die Entfernung des Schulinspektors aus seinem Amte verlangte. Diese Eingabe ist in gewissem Sinne ein Dokument, ähnlich wie die Dentschrift der bremischen Lehrerschaft auf Beseitigung des Religionsunterrichts. Sie nennt nach dem Worte Boileaus eine Raze eine Raze und Rolet einen Schurken. Ihre markantesten Säße lauten: " Die Mißstimmung, die gegen den Herrn Schulinspektor herrscht, datiert vom ersten Augenblid feines Auftretens an. Die bremischen Schulen erfreuten fich eines guten Rufes; die Lehrer arbeiteten, von unvermeidlichen Ausnahmen abgesehen, mit Freude, Eifer und Geschick. Sie pflegten ein reges Vereinsleben und verfolgten die pädagogischen und die sonstigen geistigen Bestrebungen der Zeit. Dieser Lehrerschaft nun trat der Herr Schulinspektor bei seinen amtlichen Besuchen durchweg so entgegen, als ob fie aller Berufstüchtigkeit und aller Pflichttreue bar feien. Und so ist es geblieben. Bedanterie, Boligcigeist, Kleinigkeitskrämerei treiben ihr Wesen. Ein schief hängender Stundenplan, eine versäumte Eintragung ins Klassenbuch, cin beim Korrigieren übersehener Fehler find Kapitalverbrechen. Ton und Auftreten des Herrn Schulinspektors sind von vornherein derart, daß fie auf jeden Mann bon Ehrgefühl aufreizend wirken müssen. Es ist ein Ton, den eine Hohe Behörde sich niemals gegen ihre Beamten erlaubt hat. Der Herr Schulinspektor nimmt fogar feinen Anstand, auch in der Klasse vor den Ohren und Dienstag, den 26. März 1907. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Nr. 1984. Nicht zu rechtfertigen ist auch die schroffe, barsche, oft maß dem sie in einer Resolution an ihrer Stellungnahme fefthielten. los heftige Art und Weise, in welcher der Herr Schulinpsektor Holzmeier hatte diese Resolution formuliert, die anderen die Kinder anzureden pflegt. Als wahre Beleidigung brei hatten mit Holzmeier zusammen die Veröffentlichung der empfindet die bremische Lehrerschaft die Gewohnheit des Herrn Resolution in der bremischen Tagespresse veranlaßt.( HolzSchulinspektors, überall geheime Mißbräuche und Pflichtverlegungen, Unredlichkeiten und Unaufrichtigteit zu wittern. meier schrieb ohnehin die Berichte über die Versammlungen Alles in allem: die bremische Lehrerschaft erwartet von des Lehrervereins für die Bremer Bürger- Zeitung"). Wegen dem Herrn Schulinspektor nicht mehr eine gerechte Wertung und dieser Vergehen" wurden die vier Lehrer in eine Disziplinarangemessene Einschäßung ihrer Arbeit, noch der Würde ihres untersuchung verwickelt und Holzmeier außerdem noch susStandes. pendiert. In einem Rechtfertigungsschreiben, das Holzmeier baraufhin an die Senatskommiffion für das Unterrichtswesen richtete, hieß es: richtete, hieß es: Aber nicht nur den Empfindungen der Lehrerschaft ist der Herr Schulinspettor zu nahe getreten, er hat auch einen un mittelbar schädlichen Einfluß auf das Schulwesen und den Schulbetrieb ausgeübt. Sein wirken läßt das nötige Maß pädagogischer Einsicht und pädagogischer Bildung durchaus vermissen. In einer Zeit, da alle Bestrebungen darauf hinauslaufen, der ruhigen organischen Entmidelung und der individuellen Veranlagung der einzelnen Kindesseele mit Geduld und Liebe gerecht zu werden, keine vorzeitige und rücksichtslose Ueberspannung ihrer Kraft, teine unnötige Fesselung und Einengung ihrer natürlichen Eigenart und Begabung zu unternehmen oder zu dulden: in einer solchen Zeit verlangt der Herr Schulinspektor Leistungen und Ergebnisse, die nur durch unbarmherziges Einbläuen und durch geisttötenden Drill zu erreichen sein würden ja auch dadurch nicht einmal. Wir sind tatsächlich der Ansicht, daß, wenn die Ziele und Methoden des Herrn Schulinspektors nach auswärts etwa durch die pädagogische Presse bekannt würden, dies ein für Bremen peinliches Aufsehen in der ganzen pädagogischen Welt erregen würde. Es ist verlangt worden, daß die biblischen Geschichten selbst auf der Unterstufe wörtlich erzählt werden sollten eine pure Unmöglichkeit, vollends in Bremen, wo der Lehrer in manchen Schulen anfangs plattdeutsch sprechen muß, um überhaupt verstanden zu werden; es ist sogar die Einprägung der Disposition solcher Geschichten gefordert worden auch das auf der Unterstufe, ja selbst in der Hülfsschule; eine pädagogische Ungeheuerlichkeit fondergleichen. Es ist überhaupt das Wortwissen und der Gedächtnistram in unverhüllter Weise in den Vordergrund der Unterrichtstätigkeit gerüdt worden. Alles muß immer präsent sein, das ist die Quintessenz aller seiner Pädagogit. Erst den Stoff einbläuen, dann mögen sie so geistreich sein wie sie wollen". Auch die berechtigte Eigenart der Lehrer, ohne deren Berüdsichtigung kein gedeihliches Wirken zu erwarten ist, wird mißachtet. In kleinlicher und unduldsamer Weise werden dem Lehrer Worte und Ausdrucks. formeln beim Unterricht vorgeschrieben und ihm jede Initiative verleidet. Gerade durch die aus der prattischen Tätigkeit heraus geborenen Gedanken und Vorschläge aber hat sich das Schulwesen wenigstens in schultechnischer Beziehung stets weiter entwidelt. Die bremische Lehrerschaft tann in pem Herrn Schulinspettor unter diesen Umständen auch nicht ihren pädagogischen Führer und Berater erblicken und erwartet keinerlei nütliche Anregung oder Förderung von ihm. " Es wird uns zum Vorwurf gemacht, daß wir nach wie vor die Deffentlichkeit, insbesondere auch unsere Voltsvertretung, die Bürgerschaft, mit unseren Angelegenheiten befaßt haben. Die Lehrerschaft hätte nach den Vorschriften und Gesezen. der Beamtensubordination unter Beobachtung des vorgeschriebenen Instanzenweges ihre Beschwerden, am besten sogar jeder einzelne für sich die seinigen, bei der vorgesetzten Behörde anbringen sollen. Aber für ein folches Berhalten fehlten leider die Vorausseßungen. Die Behörde hatte durch den Gesamtcharakter ihres Berhaltens und ihrer Entscheidungen den starten Eindrud bei der Lehrerschafterwedt, als unterstütze und fördere fie grundfäßlich das System, nach welchem der Herr Schulinspektor seine Wirksamkeit ausübt. Dieses System aber schien uns einer Handhabung und Ausgestaltung des Schulbetriebes im Sinne pädagogischer Einsicht und Zweckmäßigkeit, wie wir sie verstehen, und im Sinne geistiger Freiheit hinderlich zu sein, und zwar in dem Grade, daß wir uns einen Kampf um unsere höchsten beruflichen und geistigen Güter und Interessen aufgedrängt fahen. Wo aber ein Kampf dieser Art um die Schule ausgefämpft wird, da gewinnt er immer für Staat und öffentliches Leben eine solche Bedeutung, bas bie Mitwirkung der öffentlichen Meinung, wie aller in Betracht tommenden öffentlichen Instanzen, so beispielsweise der Boltsvertretung, der Preffe usw. mit Fug und Recht von allen Be teiligten in Anspruch genommen werden kann. Auch für den Lehrer treten in folcher Lage die Subordination und die Dienstanweisung, die doch für die gewöhnliche ordnungs mäßige Abwickelung der Geschäfte unter normalen Umständen er dacht sind, zur id gegen die auch ihm verbliebenen bürgerlichen Rechte und gegen die bürgerliche Pflicht, auf das Wohl des Staates und feiner bedeutsamen Einrichtungen bedacht zu sein. Ferner wird gesagt: es hat einer hohen Behörde beliebt, in so markanter und rückhaltloser Weise für den Herrn Schulinspektor Partei zu ergreifen, daß es für das Bewußtsein der Lehrerschaft, tie sicherlich auch der Deffentlichkeit einer Billigung des Systems, als dessen Träger der Herr Schulinspektor nunt einmal gilt, gleichfam. Diesem Eindrud auf die Deffentlichkeit ist auch zuzuschreiben, daß die von einer hohen Behörde so unliebfam empfundenen Artitel in dem Organ einer Partei erschienen, die sich als hüterin der geistigen Freiheit ansieht und dieser ihrer Aufgabe auf ihre Weise gerecht zu werden sucht.( Gemeint find Artifel über den bremischen Schultampf, die in unserem bremischen Parteiorgan, der Bremer Bürger- Zeitung", erschienen waren. Red. d.„ B.") Im Schlußfag heißt es dann: Dagegen macht sie( die Lehrerschaft) fich nicht viel aus Vorgesetzten, die mit ihr nichts Besseres anzufangen wissen, als die Einführung eines Eides zu beantragen, der die bremische Lehrerschaft abhalten soll, pflichtvergessene Menschen zu werden." Am schwersten jedoch fühlt die bremische Lehrerschaft sich beunruhigt durch die offenbare Mißachtung, mit welcher der Herr Schulinspektor sich über die im Religionsunterricht der bremischen Volksschulen bisher beobachteten freiheitlichen Traditionen hinwegseht. Die bremische Lehrerschaft hat es von jeher für ihre Pflicht gehalten, diesen Unterricht im objet. tiven, d. h. undogmatischen Sinne zu erteilen und den Kindern dabei nichts anderes als Bibelkunde, etwas Kirchengeschichte und eine an die biblischen Der Bremer Prozeß würde nicht die Bedeutung haben, Erzählungen und Ueberlieferungen antnüp die er in Wirklichkeit besitzt, und wir würden ihm auch nicht fende ethische unterweisung zu bieten. Der Herr diese ausführliche Würdigung zuteil werden lassen, wenn es Schulinspektor hat nun von Anfang an systematisch versucht, diesen sich nur um die Entlarvung eines beiläufigen und gleichUnterricht im Geifte der orthodoxen Kirchenlehre zu beeinflussen gültigen Schulbureaukraten handelte. Aber der bremische und womöglich umzugestalten. Er verlangt z. B. die Entwickelung gültigen Schulbureaukraten handelte. des„ Heilsplans Gottes im Alten Testament" vor den Kindern, Schulinspektor Stöppe ist nur zum fleinen Teile persöner empfiehlt und wünscht eine Behandlung des biblischen Tradi- lich schuldig an den ihm zur Last gelegten Dingen. Er tionsstoffes in einer Weise, die auf den Katechismusunterricht ist auch nur das Produkt seiner Verhältnisse, er ist durch hinleitet usw. die preußische Schulbureaukratie gegangen und für sie muß er Die bremische Lehrerschaft erklärt sich, von allem übrigen nunmehr leiden. Es ist deshalb in letter Linie die abgesehen, überhaupt außerstande, diese Anforderungen zu er- tulturelle Rückständigkeit des deutschen Schulfüllen. Sie ist dazu nicht in entsprechender Weise wesens, des tapitalistischen Schulgeistes, borgebildet. Der auf dem hiesigen Seminar erteilte bie in Bremen auf der Anklagebant saß. Durch das tapfere Religionsunterricht hat sich von jeher in anderen Bahnen bewegt. Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Verhalten der bremischen Volksschullehrer ist wieder einmal die Bibeltritit, wie überhaupt historisch- tritische Aufpreußische Schulreaktion, die leider tonangebend fassung der biblischen Ueberlieferung find den 3öglingen des ist in Deutschland und im ganzen Reiche ansteckend wirkt, Bremer Seminars nicht vorenthalten worden, fie bildeten viel- an den Pranger gestellt worden. mehr einen Hauptgegenstand der religiösen Unterweisung. Es Wenn die bremischen Volksschullehrer auf der seit einigen würde unter diesen Umständen für die meisten bremischen Lehrer Jahren beschrittenen Bahn fortschreiten, können sie sich ein einen Gewissenszwang und einen Antrieb zur Heuchelei bedeuten, hohes Verdienst um die Volksschule und damit um die Kultur wenn man sie anhalten wollte, in dem von dem Herrn Schul- erwerben. Bei solchen Kämpfen werden die Lehrer die Klasseninspektor geforderten Sinne zu unterrichten. bewußte Arbeiterschaft stets an ihrer Seite finden. Auf Grund vorstehender Darlegungen erlauben sich die Lehrer und Lehrerinnen an den bremischen Volksschulen der Stadt und des Landgebietes eine hohe Behörde zu bitten, Von anderer Seite wird uns zur selben Sache geschrieben: Hohe Behörde wolle ihre geneigteste Aufmerksamkeit auf die Tatsache richten, daß zwischen dem Herrn Schulinspektor Gleich zu Beginn der Tätigkeit des neuen Schulinspektors und der bremischen Lehrerschaft ein Gegenfas der Dent und Anschauungsweise, sowie ein Zustand persönlicher Ent- beschwerte sich wohl der eine oder andere Lehrer über ihn. fremdung besteht, der ein gedeihliches Zusammenwirken zum Das fand entweder keine Beachtung oder verlief im Sande Wohle der Schule ausschließt". des Bureaukratismus. Die meisten aber würgten hinunter, Der lange Auszug aus der Eingabe rechtfertigt sich durch was ihnen Herr Köppe an Kränkungen und Beleidigungen Augen der Kinder in der anstößigsten Art den Lehrer zu hof- feinen Inhalt. Auch an anderen Orten wird man die darin zufügte. Da ging diefer Herr 1905 fogar soweit, den meistern, zurechtzuweisen und anzufahren.... Um die Un- enthaltene schonungslose Kritik des heutigen Schuldrills, der Lehrer W. Schorrelmann wegen seines Buches: Blätter fähigkeit und Pflichtvergessenheit des Lehrers darzutun, werden ja außerhalb Bremens, besonders in Preußen, noch viel aus unferes Herrgotts Tagebuch" zu fatechisieren. mit Vorliebe solche Kinder aufgerufen, deren Klassenplatz oder schlimmer ist, mit Freuden bernehmen. ..Glauben Sie an ein Jenseits?" Glauben Sie Ansehen mit Sicherheit erwarten läßt, daß sie bersagen werden. Als die Lehrer diese Eingabe eingereicht hatten, betamen an einen persönlichen Gott!" usw. Dieser Lehrer SchorrelNach deren Leistungen wird dann das Urteil über die Klasse sie dafür vom Senat nach einiger Zeit einen Rüffel". der mann war dem Herrn Inspektor längst ein Dorn im Auge. gefällt, die Feststellung günstiger Ergebnisse dagegen abgeschnitten. Dies und noch manche anderen Gründe haben in nicht durchblicken ließ, daß die Eingabe auch nur den Der Mensch hatte( im Alter von 17-23 Jahren) ein anderes der Lehrerschaft die Ueberzeugung befestigt, daß der Herr Schul. geringsten Eindruck auf den Senat gemacht hatte. Diesen Buch:" Anna. Maria" geschrieben und hierin wollte Herr inspektor ber Cohen Behörde gelegentlich Berichte eingereicht hat, Ordnungsruf stedten die Lehrer aber nicht geduldig ein, Röppe 62mal das Wort Brüfte" gelesen haben. Auch war te der Wahrheit nicht entsprechen, fondern wiederum bekundeten sie sich als aufrechte Männer, in- Idem p. p. Schorrelmann vor langen abren, als er Solbat " " in Lübeck war, ein Heft der Sozialistischen Monatshefte" zu- werden, sofern sie nicht eine Woche spätestens vorher ihre Inhaber einer Samtbandfabrit in Brehell, eine feste Zentrumsstüte, gesandt worden, als er eben vom Militär entlassen war. Wie Absicht dem Unternehmer angekündigt haben! Das ist wohl fonnte für feine 100 000 m. Sicherheit bieten; er erhielt aber gesagt, diesen gefährlichen Mann unterwarf der Herr Schul- das tollste an Klassenrecht, an Ausnahmerecht mehr als eine Million Mart Darlehen. Mühlenbefizer, inspektor einem Reßergericht und nun zerbrach der Krug, der gegen die Arbeiter, was überhaupt gefordert werden Händler, Kaufleute, so weit sie in einem Freundschaftsverhältnisse schon so lange zum Wasser gegangen war. Die Lehrer fann. Und dieser gegen die Arbeiterschaft gerichtete Aus- zu dem Direktor oder einem Aufsichtsratsmitglied standen und Rosenprotestierten und das Ende vom Liede war die Disziplinar- nahmecharakter des Gesezes tritt noch trasser hervor, wenn franz und Gebetbuch zu brauchen verstanden, erhielten Darlehen untersuchung. man berücksichtigt, daß der schlesische Richter nicht daran ohne Sicherheit zu leisten. Die Luderwirtschaft ging so weit, Ohne Zweifel sollte ein Erempel statuiert werden. Es denkt, für aussperrende Unternehmer eine gleiche Straf daß die kleinen Leute ihre Ersparnisse völlig los geworden fam aber anders. Die dreitägige Verhandlung in der vorigen bestimmung zu fordern! find. Es schweben noch Entschädigungsklagen gegen einige Woche, die am Sonnabend zu Ende ging, gab durch Zeugen- Herr Reinsch sagt in seiner Veröffentlichung, daß sein Aufsichtsratsmitglieder. Doch ist für die armen Leute bislang nichts mund allerhand unangenehme Wahrheit fund. Vergeblich Vorschlag die Eingebung eines Augenblicks" sei und zunächst herausgesprungen, weil die frommen Herren es verstanden haben, suchte der Vorsitzende dadurch, daß er immer wieder frug: nichts bezwecke, als eine Anregung" zu geben. Er hat aber durch Ueberschreibung an Frau und Kinder und durch andere Warum haben Sie sich nicht damals, vor 13, 12, 10 usw. für seine Gingebung eines Augenblicks" doch eine lang- Manipulationen die gläubigen Sparer an einem Zugriff an dem beiJahren beschwert?" die Zeugenaussagen abzuschwächen. Es atmige Begründung gefunden, die sehr deutlich zeigt, daß es feite Geschafften zu hindern. tam so nur noch schlimmeres zutage. Entweder man hatte sich ihm wesentlich darum zu tun ist, die Arbeiterschaft an der Aus- Die strafrechtliche Seite der Gründung fand dieser Tage vor beschwert, aber feinen Bescheid erhalten, oder die Sache war übung des Koalitionsrechts, an der Durchführung eines er- der Straftammer in Kleve ihren vorläufigen Abschluß. Es wurde im Staube des Bureaukratismus erstickt, oder die Antworten folgreichen Streits zu hindern. Er sagt nämlich in seiner der fromme Direktor zu zwei Jahren Gefängnis und lauteten gar:" Ich war damals noch Hülfslehrer und fürchtete, Begründung: 5000 Mart Geldbuße berurteilt. Der Staatsanwalt nicht als ordentlicher Lehrer angestellt zu werden"; oder: Ich hatte damals noch nicht die feste Anstellung in der Tasche". Selbst ein Schulvorsteher antwortete auf die Frage, warum er denn, da er doch die Bewegung gegen den Schulinspektor anfangs mitgemacht habe, später zurückgetreten sei: Ich mußte auf meine Familie Rücksicht nehmen". Und wenn fich der Vorsitzende etwas spöttisch über das immense Gedächtnis der Zengen wunderte, dann bekam er zu hören: So etwas vergißt man nicht, Herr Vorsitzender" oder: Das steht mir mit Flammenschrift in die Seele geschrieben". Die Verhandlungen zogen sich in die Länge und das Gesicht des Vorsitzenden gleichfalls, weil die Zeugen gar so viel gegen den Herrn Schulinspektor vorzubringen hatten. Dieser aber wußte gegen alle Zeugen mit Notizen aufzuwarten er hatte einen Tisch voll Notizbüchern nur mitunter, wenn unter Eid allzu bestimmte Anklagen gegen ihn famen, dann ließen Gedächtnis und Notizen ihn im Stich und er retirierte hinter seine Dienstinstruktion. Der Mann schnitt sehr schlecht ab, troß seiner vielen Notizen und trog seiner erstaunlichen Kühnheit, mit der er alles Gravierende bestritt. " " Das Schädigende der Arbeitseinstellung liegt wesentlich in hatte fünf Jahre in Antrag gebracht. Bäumges, der sich bis jetzt ihrem Umfange und ihrer Plötzlichkeit. Deshalb sind einerseits noch immer auf freiem Fuße befand, wurde im Gerichtssaal verhaftet. nur die Fälle ins Auge zu fassen, in denen mehrere zusammen Der Vorsitzende des Aufsichtsrates, der Webstuhlfabrikant wirken, wobei für die Strafbarkeit genügen muß. daß sie sich Felig Tamor, ein mehrfacher Millionär, dessen dessen auch nur bewußt sind. Andererseits werden sich die schäd- Millionen sich jetzt aber in den Händen seiner Frau und Kinder be lichen Wirkungen meist vermeiden oder erheblich abschwächen lafsen( durch Vergleichsverhandlungen, Lohnerhöhung, Beschaffung finden, wurde mit 10 000 Mart Geldbuße bedacht. Zwei anderer Arbeitskräfte usw.), wenn schon eine Frist von einer Woche andere Matadore tamen mit 300 beziehungsweise 100 Mark Geldgegeben ist. Strafe davon. Strafbar kann eine Arbeitseinstellung nicht sein, wenn sie sonst im Gesetz ihre Rechtfertigung findet, also z. B. wenn überhaupt fein gültiges Dienstverhältnis vorliegt oder ein wichtiger Grund zur sofortigen Auffündigung vorhanden ist(§ 626 des Bürgerlichen Gesetzbuches). Erforderlich ist also eine unberechtigte Arbeitseinstellung. Ein erheblicher Eingriff in die persönliche Freiheit findet hierdurch nicht statt; denn auch ohne rechtmäßigen Grund ſoй straflos eine Arbeitseinstellung erfolgen können, wenn sie nur wenigstens eine Woche vorher angekündigt wird. fahrt. Die bürgerliche Presse sucht diesen Standalprozeß totzuschweigen, der zeigt, wie unter Ausnutzung der Frömmigkeit Zentrumsstüßen hunderte von Mittelstandsleuten ins Elend gestürzt haben. Deutsches Reich. Paarungsverhältnisse.. Der Freifinn hat sich bisher in dem konservativ- nationalliberal- freifinnigen dreieckigen Paarungsverhältnis als die Ein jeder sollte es für eine Ehrenpflicht erachten, nach seinem nachgiebige weibliche Gefährtin erwiesen, die sich den etwas Teil zum Nutzen der Gesamtheit zu wirken und Schaden von ihr derben Anforderungen des konservativen Paarungsgenossen abzuwenden. Denn die Wohlfahrt des ganzen ist auch seine Wohl mit anerkennenswertem Taft anzubequemen versteht. Im Wer daher wiederholt gegen dieses fundamentale Gesetz einer jeden Gemeinschaftsordnung verstößt, verdient Preußischen Abgeordnetenhause hat sich die Freisinnigkeit nicht die Segningen ehrlicher Arbeit. Deshalb muß die Mög- zwar jüngst ohne Rücksicht auf den männlichen Gefährten einen lichkeit gegeben werden, daß in solchen Fällen die bürger- schüchternen Vorstoß gegen die geistliche Ortsschulaufsicht erlichen Ehrenrechte aberkannt werden können. Stellt sich ferner bei laubt, und die Boss. 3tg." leistet sich nach altem traJugendlichen heraus, daß ihre Handlungsweise auch durch eine ditionellem Schema noch immer hin und wieder das unmangelhafte Erziehung oder eine sonstige sittliche Verwahrlosung gefährliche Vergnügen, platonisch für eine liberale Kirchenmitverschuldet ist, so fordert es die Rücksicht nicht nur auf die Gesellschaft, der sie nützliche Glieder sein sollen, sondern auch auf ihre politik zu schwärmen und jedem nicht ganz positiven" evaneigene Wohlfahrt, daß in einer Erziehungsanstalt nachgeholt werden gelischen Geistlichen Lorbeeren um die Denkerstirne zu flechten- aber abgesehen von solchen kleinen unschuldigen tann, was an ihnen bisher versäumt ist. „ Es sei erfreulich, daß diese Che" geschlossen und nicht bloß eine Verlobung gewesen sei, die dann zurückging. Wer sei der Mann in dieser Vernunftehe? In dieser Ehe sei der Mann immer der Folgerichtigere und das sei zweifellos die konservative Partei. Die Liberalen hätten eben gerade dadurch, daß sie in äußerst lobens- und anerkennens. werter Weise zu der Rechten herübergekommen seien, doch immerhin einen Schritt getan, den sie früher nicht zu tun können glaubten und damit haben sie dokumentiert, daß sie der weibliche Teil sind. Die Rechte würde die Höflichkeit, die man den Frauen schuldig sei, stets wahren und es der Linken nicht schwer machen, mit ihr zu gehen. Möge kein ernstes Berwürfnis die Ehe trennen; die Rechte würde sich aber stets als derführende Teil, als der Mann zeigen, auch in Wirt= fchaftsfragen, denn gerade darin müsse der Mann der Führer sein. Der Redner sprach den Wunsch aus, daß das „ Ehegesponst" der Rechten, die Liberalen, auch in wirtschaftlichen Fragen mit der Rechten gehen möge". Die Verteidigung der Angeklagten war glänzend, auch der Angeschuldigte Lüdeking, übrigens Vorsitzender des Bremer Lehrervereins, wußte prächtige Worte zu finden. Ich stimme dem Herrn Staatsanwalt zu!" sagte er u. a., wohl dem Staate, der treue Beamte hat. Doch ich füge hinzu: Wehe dem Staate, der nur Beamte hat. Beamte, die nicht den Mut haben, sich gelegentlich über Papiere hinwegzusehen und Männer zu sein". Tapfer, wie sie begonnen, verharrten die Lehrer also auch auf der Anklagebant. Die Begründung des Urteils Mit§ 152 der Gewerbeordnung würde das vorgeschlagene weiblichen Schwärmereien ist der Freifinn durchaus gefügig wurde eine Rechtfertigung für die Angeschuldigten und Gesetz nicht in Widerspruch treten. Denn dort sind nur solche und findet sich ohne sonderliches Sträuben in das dreieckige ein vernichtendes Urteil für den Schulinspektor. Die Be- Strafbestimmungen als unzulässig bezeichnet, die„ Verabredungen Verhältnis. Was Wunder, daß der Agrarkonservatismus schuldigten hätten nicht so vorgehen" dürfen, sie hätten an und Vereinigungen zum Behufe der Erlangung günstiger Lohn- diese Bereitwilligkeit wohlwollend, wenn auch mit einem geeine höhere Instanz appellieren müssen, heißt es in der Be- und Arbeitsbedingungen" betreffen. Hier handelt es sich aber um wissen Gefühl der männlichen Kraftüberlegenheit anerkennt. gründung, gleichzeitig aber wurde anerkannt, daß auch die die Art der Verwirklichung und Ausführung solcher Verabredungen. So äußerte sich beispielsweise auf der am Sonnabend in Behörde einen Fehler gemacht habe, als sie den obenMit dem§ 152 der Gewerbeordnung würde also nach Dresden abgehaltenen sächsischen Landesversammlung des erwähnten Bescheid auf die Eingabe publizierte. Das Bild Herrn Reinsch das vorgeschlagene Gesetz nicht in Widerspruch stehen. Bundes der Landwirte der Abgeordnete Dr. Röfice: wäre nicht so geworden, wie es jetzt ist, wenn damals eine Mit ben Buchstaben dieses Paragraphen allerdings nichtPrüfung dieser Beschwerden im Wege der Vernehmung" ebensowenig wie die polizeiliche Verhinderung des Streiterfolgt wäre. Es ist die Feststellung der Disziplinartammer, po stenstehen 3. Mit dem Geist des§ 152 aber umsomehr! daß das Verhalten des Schulinspektors nicht dem entsprochen Denn dieser Paragraph garantiert dem Arbeiter das Recht hat wie man das verlangen sollte." Die Kammer hat der Koalition und des Streiks, das vorgeschlagene Gesetz aber festgestellt, daß zunächst das allgemeine Verhalten des bedeutet, daß der Arbeiter in vielen Fällen sich strafbar Inspettors bemängelt werden muß. Er ist nach Auffassung machen würde, wenn er von seinem Rechte Gebrauch machte! der Disziplinarkammer tränkend gegen die Lehrer durch In bezug auf die Streitpostenverbote und die Praxis der Mißtrauen und fchroffes Auftreten Auftreten gewesen". Gerichte gegen Streifende hat einmal ein deutscher liberaler Ferner wurde festgestellt, daß ein Bericht des Schul- Professor geäußert:" Die Arbeiter haben das Koalitionsrecht, inspettors mindestens erheblich fahrlässig" ist. Dafür, aber wenn sie davon Gebrauch machen, werden sie bestraft". daß der Inspektor einem Schüler mit den Worten eine Dieser Zustand würde durch die kleine Zuchthausvorlage des Dhrfeige gab: Jch sollte Dein Lehrer sein, ich wollte Dich Herrn Reinsch in erheblicher Weise verschärft und ausgeweitet sprechen lehren", sprach die Kammer dem Aufsichtsbeamten werden. ihre scharfe Mißbilligung aus. Herr Reinsch ist ein Einzelner. Die„ Deutsche Tagesnicht völlig befriedigen, ist aber eine starke Genugtuung für zeitung" hält es sogar zurzeit noch für angebracht, zu ersie. Die Hochrufe, mit denen zahlreiche Stollegen sie auf dem flären, daß sie sich mit seiner Anregung nicht identifiziere. Vielleicht registriert noch in den nächsten Tagen manches Korridor empfingen, verstärkten dieses Gefühl. Eine fosten- Indes die deutsche Arbeiterschaft darf sich nicht darüber täuschen, Freisinnsblatt diese Aeußerung des Agrarierführers mit Lose Freisprechung war ja im kapitalistischen Rechtsstaat nicht daß seine Anregung die stillen Wünsche großer Kreise des inniger Genugtuung als Lob. Das Verständnis für die entzu erwarten. Die Tage der Amtstätigkeit des Schulinspektors deutschen Unternehmertums ausspricht, und daß unsere Junker würdigende Stellung, die sie in dem schönen PaarungsSürften aber gezählt sein. Das ist ein eminenter Erfolg allezeit bereit sein werden, solche Anschläge aufs Stoalitionsverhältnis einnehmen, scheint vielen Freisinnigen bereits des mutigen Vorgehens der Lehrer. Möge er Nachahmung recht zu unterstützen. Vor allen Dingen aber steht der Amts- völlig verloren gegangen zu sein. finden. richter von Greifenberg im Kreise seiner Amtsgenossen nicht allein. Die Urteile Eine Denkmünze für Südwestafrika. Im übrigen aber hat der Prozeß gezeigt, wie die Volts- mit feiner Anschauung schule heute unter der alles reglementierenden Staatsräfon deutscher Richter gegen Streitfünder zeigen das Der Reichsanzeiger" beröffentlicht eine längere Urkunde über Wir würden es sehr verständlich finden, die Stiftung einer Denkmünze für Südwestafrika. Das umfang zu leiden hat, fie, die doch gerade Luft, Licht und Bewegungs- zu deutlich! freiheit zu ihrer Entwickelung notwendig hat. Hier bietet sich wenn ein wegen Streifvergehens Angeklagter unter Berufung reiche Dokument beweist, wie groß man im Deutschen Reich auch für viele Lehrer, die bei der letzten Reichstagswahl gegen die auf die Anregung des Herrn Reinsch den Greifenberger Richter die kleinsten Dinge behandelt. Die Denkmünze soll in zweierlei Aber leider ist das Formen erteilt werden. Einmal aus Bronce hergestellt, zum zuverlässigste Freundin der Schule, gegen die Sozial- wegen Befangenheit ablehnen würde. demokratie agitiert haben, ein ernster Anlaß zu reiflichem gegen viele gleich denkende Richter in Deutschland nicht weiten aus Stahl. Die Denkmünze aus Bronce sollen nicht nur alle Mannschaften erhalten, sondern auch alle an der NiederNachdenken. Statt über den Zwangsstaat der Sozialdemokratie möglich, weil sie weniger offenherzig sind, als ihr Kollege von werfung beteiligten Privatpersonen, die Mitglieder der zu zetern, sollten sie über den Zwangsstaat der Gegenwart Greifenberg! freiwilligen Krantenpflege und die Beamten der Betrachtungen anstellen. Und vor allem sollten sie überall in Südwestafrifa eingerichteten Feldpostanstalten, sowie diejenigen Beamten, die in Südwestafrika in erster Linie im Interesse der gleich den Bremer Lehreru eine Ehre darin erblicken, bei Gelegenheit den Beamten hinter den Bürger zurücktreten zu Truppen tätig gewesen sind. Tassen. Nicht die Beamtentreue, die Ueberzeugung ist des Mannes Ehre. Das kann die Lehrer zwar Politifche Ueberficht. 4 nur Des weiteren wird in der Urkunde bestimmt, auf welcher Das Schlußspiel einer frommen Gründung. ding Vor der Straffammer des Landgerichts in Kleve spielte fich Zur Verleihung der Denkmünze aus Stahl können Angehörige dieser Tage der Schlußakt einer Pleite ab, die an den berüchtigten der Schußtruppen, des Heeres und der Marine sowie alle Personen Krach der Dachauer Bank des Fräulein Spizeder feligen Angedenkens vorgeschlagen werden, die an den Vorbereitungen zum erinnerte. Der im Vorjahre erfolgte Zusammenbruch der Gewerbe- Feldzug in außergewöhnlicher besonders anerkennenswerter Weise bant in Dülten, einem industriereichen Städtchen im Kreise Kempen, beteiligt gewesen sind. Ferner Angehörige der Besa bungen hat außerordentlich biel fleine Leute geschädigt. Diese derjenigen Schiffe deutscher Reedereien, die ausschließlich zu dem Berlin, den 25. März 1907. Bank war eine Zentrumsgründung. Im Vertrauen auf die Ehrlich Swede gechartert wurden, Truppen und Kriegsbedarf nach SüdHeraus mit einer neuen Zuchthausvorlage! keit der Gründer hatten piele kleine Leute der ganzen Umgebung westafrika oder von dort nach der Heimat zu befördern. Die Broncemedaille trägt die Inschrift: Den siegreichen Streitern"; Der Direktor des die stählerne Medaille:„ Verdienste um die Expedition". Jm Blatte der Landbündler erhebt ein deutscher Richter, ihre Ersparnisse in der Bank angelegt. der Amtsrichter Reinsch zu Greifenberg, den Ruf Instituts, ein Herr Bäumges, wurde wegen seiner nach einem Gesez, das eine Neuauflage der verscharrten Frömmigkeit von dem katholischen Klerus des weiten Kreises Seite der Brust, an einem wie breiten Bande usw. Zuchthausvorlage bedeutet, das in einigen Punkten sogar noch protegiert. Nicht allein der fromme Bäumges, der jedes Jahr die Denkmünze getragen wird. Besondere Unterscheidungen werden die Bestimmungen dieser Vorlage übertrifft. Der Greifenberger eine Wallfahrt" nach Nom unternahm, auch die übrigen Macher dann noch gemacht zwischen den an den Gefechten selbst Beder Bank wurden von der Geistlichkeit hochgehalten. Jeder Zweifel teiligten und übrigen. Die an den Gefechten Beteiligten tragen Amtsrichter schlägt folgendes Gesetz vor: Wer in einem wirtschaftlichen Betriebe des Staates oder einer an der Lauterkeit ihrer geschäftlichen Manipulationen war ein Ver- die Denkmünze an einer Spange, die aus vergoldetem Messing besteht. Diese Spangen müssen magerecht getragen unter Staatsaufsicht stehenden Verwaltung oder in einem gemein- brechen in den Augen der Gläubigen. Die jetzt angeklagten frommen werden. Die übrigen Inhaber der Denkmünze haben kein Annüßigen oder hauptsächlich auf die Befriedigung der notwendigen Herren trieben die Scheinheiligkeit so weit, daß sie bei Gr recht auf die vergoldete Messingspange. Lebensbedürfnisse gerichteten Privatbetriebe in bewußter Gemein öffnung einer Automobillinie, an welcher sie be- Man muß nach der Lektüre dieser Urkunde den Kalender zu schaft mit anderen ohne eine, mindestens eine Woche vorher dem teiligt waren, die Autos durch einen Pfarrer Rate ziehen, um gewiß zu sein, daß man im zwanzigsten Dienstberechtigten gegenüber erfolgende Ankündigung unberechtigt einsegnen ließen. Jahrhundert lebt! die Leistung der übernommenen Dienste einstellt( streift), wird mit Wohl die Neberlastung mit kirchlichen Angelegenheiten nahm den Der Prinz Franz Ludwig von Arenberg, Zentrumsabgeordneter Geldstrafe bis zu 1000 Mark oder mit Gefängnis bis zu einem Jahre bestraft. Es kann außerdem bei wiederholtem Rückfall auf Herren die nötige Muße, regelrechte Bilanzen zu ziehen. Es Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte erkannt und bei Jugendlichen fand sich auch niemand, der die Geschäftsführung einer Stritit unter- für den Wahlkreis Malmedy- Montjoie- Schleiden( Rheinprovinz). uuter 18 Jahren die Unterbringung in einer öffentlichen Erziehungs- 30g. Ruhte doch sichtlich Gottes Segen auf dem Institut; dank der ist nach längerer Krankheit in Krefeld gestorben. Im Reichstage hat er namentlich als Kolonialpolitiker eine Rolle gespielt. Er anstalt bis zur Dauer von einem Jahre angeordnet werden. Reklame der Kaplanspresse firömten die frommen Landbewohner mit war vor seiner Erkrankung im Winter 1905/06 mehrfach BerichtHerr Reinsch fordert also nicht nur die kriminelle Be- ihren erhungerten Groschen in Masse herbei. 0 ftrafung des Sontrattbruches- er fordert mehr! Da plöglich ergaben sich Zahlungsschwierigkeiten. Als das Ge- erstatter der Budgetkommission für den Kolonialetat, und seinem Auch solche Streifende sollen mit Geldstrafe bis zu 1000 M. rücht ging, daß es nicht mit richtigen Dingen zugegangen sei, wußte Einfluß ist es wesentlich zu danken, daß das Zentrum sich auf oder mit Gefängnis bis zu einem Jahre bestraft werden, die die Geistlichkeit und die Zentrumspresse den Zusammenbruch noch so manche kolonialpolitischen Wünsche der Regierung eine ohne Kontrattbruch die Arbeit niederlegen. Denn einmal aufzuhalten. Als aber dennoch einige Sparer, mißtrauisch gelassen hat. auch die Arbeiter, in deren Arbeitsvertrag die Kündi- geworden, die Rückgabe ihres Geldes oder genauen Einblick in die Kapitalistischer Terrorismus. In der Nähe der oberpfälzischen gungsfrist ausgeschlossen ist, die zivilrechtlich Geschäftsführung verlangten, da stellte sich heraus, daß fromme Unter- Stadt Amberg liegt das Eisenwerk Maximilianshütte, einer Aftienberechtigt sind, jeden Tag die Arbeit niederzulegen, follen, nehmer und Gesinnungsgenossen des Direktors ohne Sicherheit gesellschaft gehörig, deren Teilhaber zum großen Teile Mitglieder wenn sie das Gemeinschaft mit mehreren tun, bestraft io biel Geld erhalten hatten als sie nur haben wollten. Der der hohe Aristokratie und des Münchener Hofes find. Das " | Werk wirft Jahr für Jahr 20 bis 25 Prozent Dividende fach übertrieben gewesen. Aber weder der Bundesrat noch der fliktes zwischen diesen beiden Ländern war ich doch hinter den ab. Dafür sind die Arbeitsverhältnisse um so trauriger. Reichstag haben auf die Universität Jena einen Einfluß. Kulissen und konnte sehen, was wirklich vorging. Ich kann ohne Endlich haben es die Arbeiter gewagt, an ihren Ketten zu Während der Abg. Ne z- Jena dem Abg. v. Richthofen den weiteres erklären, daß es nur der Selbstbeherrschung und der rütteln. Die Entlassung eines zwölf Jahre in dem Be- Vorwurf machte, daß dieser ganz unberechtigterweise diese Frage staatsmännischen Einsicht von etwa sechs Männern beider Länder triebe tätig gewesenen Arbeiters wegen Sachbeschädigung und un- hier angeschnitten habe, suchte der bekannte nationalliberale Abg. zu verdanken war, daß es nicht im letzten Moment zum Kriege kam. angemessenen Benehmens" brachte das Maß zum Ueberlaufen. Eine Lehmann- Jena den Abg. Baudert als Anwalt der russischen Ein solches Risiko können wir in Fragen, die Großbritannien und Deputation wurde vorstellig und forderte die Wiedereinstellung des Studenten hinzustellen. Nach einer weiteren Polemit zwischen Irland betreffen, nicht übernehmen." zu Unrecht Entlassenen. Die Direktion lehnte jede Verhandlung dem Abg. v. Richthofen und Baudert wurde das Kapitel der antiab und sperrte sofort das ganze Wert. Als sie semitischen Ausländerhezze abgeschlossen. anderen Morgen bei Beginn der Arbeit wieder er= schienen, fanden die Arbeiter das Werk von Gendarmerie besetzt, von am Der Gewaltakt zeigt wieder, daß die gepriesenen Wohlfahrtseinrichtungen teinem anderen Zweck dienen, als die Arbeiter an die Scholle zu feffeln und gefügig zu machen. Schiffahrtsabgaben. Man darf nun nicht etwa glauben, daß die kommende irische Bill Homerule ohne jede Einschränkungen gewähren wird. Sie wird Homerule offenbar nur erleichtern. Der Kanaltunnel. der sie zurückgewiesen wurden. Den Ausgesperrten wurde. Die Rhein.- Westf. 3tg." konstatiert mit größter Befriedigung, bis zum 25. März Frist gegeben; wenn sie sich bis dahin daß die Aussichten für die von der Regierung geplanten SchiffDer Jniativantrag betreffend den Bau eines Unterfeetunnels nicht bedingungslos unterworfen hätten, würden sofort die fahrtsabgaben nicht die besten sind, da voraussichtlich die Liberalen zwischen Dover und Calais, der vor einigen Wochen an dieser Stelle Arbeiterwohnungen geräumt und die Ausgesperrten mit der Sozialdemokratie und dem Zentrum in dieser Frage Am legten Donnerstag wurden darüber sowohl im Unterhause wie besprochen wurde, ist nunmehr als aussichtslos zu betrachten. aus der Pensionskasse gestrichen. stimmen werden. Mit deutlicher Genugtuung schreibt das Blatt: im Oberhause kurze Mitteilungen gemacht, in denen die ablehnende " Die Aussichten für die geplanten Schiffahrtsabgaben sind Haltung der Regierung unter allgemeiner Zustimmung der beiden augenblicklich wenig hoffnungsreich. Als Marktwert eines Häuser begründet wurde. Spekulationspapiers ausgedrückt, kann der Kurs nur tiefster Baissestand sein. Ob im Reichstage eine Mehrheit zustande tommen würde, ist sehr fraglich. Dagegen ist die ganze Linke mit Einschluß der Sozialdemokratie. Die Nationalliberalen werden zum großen Teil dagegen sein, und selbst im Zentrum gibt es manchen Gegner. Im Bundesrat ist der Sieg Preußens ebenfalls unsicher. Die süddeutschen Staaten sind geschlossen gegen die Einführung, ebenso Hamburg. Sachsen wird sich vielleicht ebenfalls zu den Gegnern schlagen." Ein Hegenprozeß im hellen" Sachsen. Gin Kulturbild, dessen tieftraurige Bedeutung über den Lachreiz nicht vergessen werden darf, den es den Betrachtenden erregen wird, entrollte eine SchöffengerichtsverhandIung zu Dresden. Die Sächsische Arbeiterzeitung" hatte im Dezember vorigen Jahres über eine allerdings unglaub= fiche Hegengeschichte berichtet, die sich in dem etwa zwei Stunden von Dresden entfernten Dorfe Schönfeld zugetragen hatte. In jenem Dorfe hatten eine Anzahl Bauern, die mit dem Gewicht und der Größe der Kälber, die ihnen ihre Kühe schenkten, nicht mehr zufrieden waren, allen Ernstes geglaubt, ihr Vieh sei verhert. Besonders der Gemeindevorstand und der Ortsrichter glaubten, daß eine gründliche Entherung oder Teufelsaustreibung bonnöten sei. Beide ließen aus Sadisdorf bei Schmiedefeld im Erzgebirge einen Herenmeister kommen, anscheinend einen schlauen Bauern, der aus der Tatsache, daß namentlich auf dem Dorfe die Dummen nicht alle werden, Kapital zu schlagen versteht. Der Mann tam und fand nach längerem Hokuspokus, den er nachts im Stalle trieb und wofür er sich von jedem Bauer gut bezahlen ließ in einem Falle allein 40 M.; daß das Vich verhert sei, und zwar von dem, der zuerst von dem Gemeindevorstand mit dem berherten Vieh etwas geborgt haben wolle. Nach einigen Tagen tam auch ein Nachbar, ein Bauer namens Philipp, um sich ein Stemmeisen zu borgen. Er wurde übel empfangen. Das Stemmeisen bekam er nicht, aber wütende Blicke und böse Worte. Und bald wußte man im Dorfe, wer der Böse sei, der das Vieh berhere. Dem Philipp erging es übel. Für jede Unregelmäßigkeit in der Viehzucht wurde er verantwortlich gemacht und ihm selbst auf dem Felde zugerufen, was für ein schändlicher Herenmeister er sei und welchen Schaden er schon angerichtet habe. " Rumänien. Der Bauernkrieg. Der Frankfurter Zeitung" wird aus Bukarest gemeldet: Jm Bezirke Rimnifu- Sarat in der Walachei Herrscht Aufruhr. Die Bauern griffen zumeist Rumänen gehörige Gutshöfe an und drangen in die Stadt Rimniku- Sarat ein, wo sie mit dem Militär fämpften. Die Stadt wurde verwüstet. Die Stadt Jvessi an der Moldau wurde ebenfalls verwüstet. Es wurden viele Häuser, deren " Stehen somit die Aussichten im Inland recht schlecht Eigentümer Juden sind, zerstört, aber auch viele Rumänen ge von dem Widerstand aus Kreisen des Handels und der Industrie, hörende Gutshöfe verwüstet. In Galazi ist die Lage ernst; zwischen deren Gegenkundgebungen wir oft zu vertreten in der Lage dem Militär und den in den Ort eingedrungenen Bauern fanden waren, gar nicht zu reden erbitterte Kämpfe statt. In Pungeschti wurden beim Einschreiten so kommt als weiterer Gegner der Truppen vier Personen getötet. In Stefanesti, Bezirk Botonoch das Ausland hinzu. Die Niederlande wollen von Schiff- schani, fanden gegen die Juden gerichtete Ausschreitungen statt. fahrtsabgaben auf dem Rheine nichts wissen. Wie gestern ge- Die Bewegung verliert immer mehr den antisemitischen Charakter. meldet, hat jetzt auch Desterreich in nicht mißzuverstehender Weise sich gegen die Wiedereinführung von Schiffahrtsabgaben Bukarest, 25. März.( B. H.) Das neue Ministerium Sturdza auf der Elbe ausgesprochen." hat sich bereits konstituiert. Kommunales. Stadtverordneten- Versammlung. Sind nun die Sozialdemokraten national, weil sie mit den Nationalliberalen und dem Auslande gegen die preußische Regierung stehen, oder sind die Nationalliberalen Agenten des Auslandes, weil sie mit den Sozialdemokraten und Zentrümlern am anderen Ende des Seiles ziehen, an dem die preußische Regierung 12,( außerordentliche) Sibung vom Montag, den ihre Kraft im Dienste der Konservativen versucht? Preußische Sozialpolitik. Der preußische Ministerpräsident Fürst v. Bülow, Wahlkassierer der nationalen Parteien, begrüßte einst den nationalen Arbeiterkongreß zu Frankfurt a. M. mit der Hoffnung, daß die Arbeiter außerhalb der Sozialdemokratie ihre Interessen vertreten möchten und versprach in diesem Falle tatkräftige Förderung. Diesen Latbestand hatte die" Sächsische Arbeiterzeitung" kurz Hercynia i. H. Dieses Kaliwert hat der preußische Staat im geschildert. Die Amtshauptmannschaft scheint es nun richterlich vorigen Jahre für 31 Millionen Mark gekauft, während es den bestätigt haben wollen, daß es wirklich noch Gemeindevorstände Aktionären nur 12 Millionen gekostet hat. Neuerdings versuchte im hellen Sachsen gebe, die dem unglaublichsten Herenglauben huldigen. Denn es wurde gegen den Verantwortlichen der Säch- glieder zu werben. Sofort zeigte sich die preußische Verwaltung huldigen. Denn es wurde gegen den Verantwortlichen der Sach- nun der christliche Bergarbeiterverband unter der Belegschaft Mitfischen Arbeiterzeitung", den Genossen Größsch, der Herengeschichte wegen Strafantrag gestellt; und es nahm sich auch der von ihrer sozialen Seite, indem sie folgenden Utas anschlagen ließ: Königl. Berginspektion Vienenburg. Staatsanwalt der Sache an, während der Gemeindevorstand mit einem Rechtsanwalt als Nebenkläger auftrat. Die Beweisaufnahme nahm für die Schönfelder Ortsgrößen einen blamablen Verlauf. Durch dörfliche Zeugen, die teilweise selbst an die schädlichen Einflüsse von Herentünsten glaubten, wurde nachgewiesen, daß sich alles so zugetragen habe, wie es die Sächsische Arbeiterzeitung" geschildert hatte. Ja, der Ortsrichter selbst befundete höchst naib als Zeuge, daß er nach wie vor noch an Philipps Herenfünfte glaube, dem es zu danken sei, daß seine Kühe nicht die richtigen Milchmengen gäben; er habe auch selbst beobachtet, daß sein Bulle nicht gesprungen sei, wenn Philipps Rinder vorgeführt wurden. Der schlaue Ortsrichter war sich über die Ursache der Erscheinung natürlich nicht im Zweifel. der Unter solchen Umständen, die den Oberamtsrichter, die Sache vor dem Dresdener Schöffengericht führte, zu mehr maligem Kopfschütteln veranlaßten, war es natürlich nicht möglich, demi Prozeß Ausgang durch eine Bestrafung des Genossen Größsch zu geben. Obwohl Staatsanwalt und Rechtsanwalt für eine Strafe eintraten, weil die„ Sächsische Arbeiterzeitung" alles schlecht mache, wurde der Angeflagte to stenlos freigesprochen und die Kosten der Staatstaffe auferlegt. Gemeindevorstand und Ortsrichter von Schöne feld werden natürlich auch jetzt wieder glauben, daß die Sache nicht mit richtigen Dingen zugegangen ist, und vielleicht die Richter auch verhert worden sind, denn sonst sind doch Sozialdemokraten immer berurteilt worden. Sachsen hat sich einst stolz das Land der Schulen genannt. Aber eine Schule, die im Banne der Kirche im öden Einpaufen von Bibelversen und unverständlichen Katechismussprüchen ihre Hauptaufgabe sieht, fann natürlich die Dentkraft nicht wecken und den Aberglauben nicht zerstören. ordnung. Das Anziehen der Zeugnisfolterschraube vertagt. Mannheim, 25. März. ( Privatdepesche des„ Vorwärts".) " 1 des Verurteilten, obgleich der Absatz 1 des Paragraphen der Beschwerde keine aufschiebende Wirkung zubilligt.) J.-Nr. I. 519. Ein Bergarbeiterverband foll seit einiger Zeit Versuche machen, in unserer Belegschaft Fuß zu fassen, und bereits mehrere Mitglieder geworben haben. Die Königl. Berginspektion rät der Belegschaft dringend ab, irgend einem Bergarbeiterverband beizutreten, da es ihr sehr fraglich erscheint, ob diejenigen, die Mitglieder eines Verbandes geworden sind, für die zu leistenden Beiträge, die im Laufe der Jahre eine stattliche Höhe erreichten, jemals eine entsprechende Gegenleistung seitens des Verbandes erhalten werden. Andererseits steht zu befürchten, daß das gute Verhältnis, welches bisher zwischen Werksverwaltung und Belegschaft bestanden hat, durch die Einmischung fremder Elemente eine Trübung erfahren kann und die Werksverwaltung vielleicht weniger geneigt macht, den Wünschen der Belegschaft entgegen zukommen. Haben Mitglieder der Belegschaft irgend welche Wünsche an die Werksverwaltung, so ist der Arbeiterausschuß das geeignete und allein zuständige Organ, derartige Wünsche bei der Werksverwaltung geltend zu machen. Mit außerhalb der Belegschaft stehenden Personen, Berbänden usw. wird sich die Werksverwaltung über ihr Verhältnis zur Belegschaft keinesfalls in Verhandlungen einlassen. Bienenburg, den 23. Februar 1907. Ausland. England. Königliche Berginspektion, ( Name unleferlich.) 25. März, nachmittags 5 Uhr. Der Vorsteher Dr. Langerhans eröffnet die Situng um 5% Uhr. Der Saal ist nur von etwa 35 Mitgliedern besett. Vor der Tagesordnung gibt Stadtv. Prof. Landau( A. L.) die Erklärung ab, daß in der Mittwochsizung der Oberbürgermeister zutreffend angeführt habe, daß er( Redner) gegen die generelle Gebührenfreiheit der Desinfektionen sei. Die Versammlung seht die Spezialberatung des Stadthaushaltsetats für 1907 fort und beginnt mit der Abft immung über den zum Stat der städtischen Desinfektionsanstalt ge stellten, die Aufhebung der Desinfektionsgebühren bezweckenden fibung wegen Beschlußunfähigkeit der Versammlung nicht mehr hatte Antrag Arons u. Gen.( Soz.), der in der letzten Etatsberatungserledigt werden können. Der Antrag wird abgelehnt; die Ausschußresolution, welche dem Magistrat zur Erwägung stellt, ob Gebühren fünftig nur bei Einkommen über 3000 M. erhoben werden sollen, angenommen. Zum Etat für die Heimstätten für Genesende, Rettungswesen usw. bemerkt Stadtv. Dr. Weyl( Soz.): Der nach Zeitungsnotizen beztv. be= richtigenden Mitteilungen der Magistratsvertreter im Etatsausschuß über die künftige Behandlung des Rettungswesens, der Sanitätswachen usw. bestehende Plan ist nach unserer Meinung warnen. Wir stehen nach wie vor auf dem Standpunkt der Ver= eine Mißgeburt, und wir können vor seiner Verwirklichung nur stadtlichung des gesamten Rettungswesens und beantragen eine dementsprechende Resolution. Die Unfallstationen sind ja doch nur Polikliniken der Berufsgenossenschaften, mit dem Hauptzwed, Unfallrenten zu sparen; der Umpeg über diese Stationen tann häufig dem Berlebten oder Kranken, der in ein Krantenhaus gehört, nur schaden. Die Krankenhausdeputation hat längst sich für die Verstadtlichung erklärt. Alle Fachmänner stimmen darin überein, daß nur eine Bentralisation des Rettungswesens der Stadt Berlin würdig ist. Wird der magistratliche Plan burchgeführt, so umgibt nur ein loses Band in Form einer städtischen Beihülfe alle die verschiedenen Institutionen; das Bublitum würde nur noch einen größeren Wirrwarr, eine größere Berfahrenheit vorfinden, während andererseits das Odium auf den Magistrat fallen würde. Heute früh ist der treffliche Organisator bes Berliner Rettungswesens, Geheimrat v. Bergmann, gestorben, der Mann, dem wir zu danken haben, daß wenigstens die erste Hülfe bei Unglüdsfällen einigermaßen organisiert worden ist. Wir sind es seinem Andenken schuldig, in dieser Sache ein schleunigeres Tempo einzuschlagen und die Vorschläge der Deputation bem Magistrat einbringlichst zu empfehlen. Die kommende irische Vorlage. Stadtrat Straßmann: In allernächster Zeit wird Ihnen eine London, 21. März.( Eig. Ber.) Die in der Thronrede ver- hierher gehörige Vorlage zugehen. Die Bentrale, welche bisher mit sprochene irische Vorlage wird zwar erst nach den Osterferien dem werden in Zukunft die freien Betten vom Rathause aus mitgeteilt Ser Rettungsgesellschaft verbunden war, wird eingehen und es Parlament zugehen, aber sie beschäftigt bereits die öffentliche werden; ferner werden die Sanitätswachen mit der Stadt derart Meinung aufs lebhafteste. Gestern fand im Oberhause das erste verbunden werden, daß sie Tages- und Nachtdienst haben und nur Vorpostengefecht statt, an dem sich besonders der Lordkanzler und die erste Hülfe leisten. Weitere Verhandlungen bezüglich des ärztDie Vollstreckung der Zeugniszwangshaft, die morgen Lord Lansdowne beteiligten. Der Lordkanzler( der frühere liberale lichen Dienstes und der übrigen Einrichtungen find im Zuge. für den Genossen Ostar Ged von der Volksstimme" Jurist Sir Robert Reid) trat unumwunden für die Gewährung Stadtv. Dr. Langerhans: Die Durchführung dieser Einrichtung beginnen sollte, ist durch Beschluß der Strafkammer vorläufig aus- von Homerule( irischer Selbstverwaltung mit einem eigenen Land- fangen wir schlecht an, wenn wir, bevor die Vorlage da ist, eingesezt worden auf Grund des§ 349 Absatz 2 der Strafprozeß- bon gesezt worden auf Grund des§ 349 Absatz 2 der Strafprozeß- tag) ein, während Lansdowne den status quo( die Aufrecht- bag für Berlin und Vororte ein Zweckverband für verschiedene Ber( Die Bestimmung besagt, daß das Gericht die Bollstreckung der erhaltung des bestehenden Verhältnisses) verteidigte. Der Lord- waltungszweige ins Leben gerufen werden soll; da tönnen wir so Zivangshaft aussetzen tann bis zur Entscheidung über die Beschwerde angler erklärte, er sowohl wie der Premierminister seien über- enge Grenzen in einer Einzelfpage nicht vorschreiben. zeugte Anhänger der irischen Selbstverwaltung, die trotz aller Stadto. Prof. Dr. Landau( A. 2.) kann nicht finden, daß die Opposition ihrer Verwirklichung entgegengehe. Wenn das eng- Annahme der Resolution einengende Bestimmungen trifft. Neben lische Volk einmal zu dem Bewußtsein gelange, daß es die Un- der selbständigen Rettungsgesellschaft sollten allerdings andere selb= freiheit fördere, so suche es diesen unwürdigen Zustand zu beständige Organismen nicht eriſtieren; nach dem Etat würde aber Nuffische Studenten in Jena. seitigen. Es laffe sich durch keine eingebildeten Gefahren von der die städtische Zentrale bleiben, ferner die städtische Haupttvache, Hauptwache von Krankenhäusern, welche der Rettungsgesellschaft Gelegentlich der Etatberatungen im weimarischen Land- Durchführung einer Reform abhalten. Auch lehre Englands angeschlossen sind, Sanitätswachen, Wachen des Verbandes für erste tage brachte der antisemitische Abgeordnete Freiherr v. Rich t- politische Geschichte, daß Freiheit das Reich befestige! So vor Hülfe und noch einiges mehr. Bleiben die Sanitätswachen selbhofen bei den Ausgaben für die thüringische Landesuniversität 70 Jahren in Kanada. Das Ergebnis der Gewährung von Selbstständig, so fönnte sehr leicht der Fall sich wiederholen, daß eine Jena die Sprache auf die Ausländer, die an dieser Universität verwaltung war, daß Kanada beruhigt wurde, sich mit dem Mutter- Sanitätswache den städtischen Zuschuß an eine Unfallstation überimmatrikuliert sind. Er sehe nicht ein, meinte er, warum man lande aussöhnte und die französischen Elemente zu loyalen Bürgern weise, weil sie selbst keine rechte Tätigkeit zu entfalten gehabt habe. Kämmerer Dr. Steiniger: Gewiß hat die Versammlung ein russisch- jüdische Elemente, die man in Rußland nicht gern sehe, machte. Wir haben ein noch schlagenderes Beispiel in Transvaal. sehr gewichtiges Wort mitzureden; aber ob sie ohne genügende in Jena dulden wolle. Bei den letzten Reichstagswahlen hätten Es ist kaum etwas mehr als ein Jahr her, daß ich dem Hause mit- lnterlage das Richtige trifft, steht dahin. Mit dem Antrage kämen sich solche Studenten in Leipzig und Dresden am Wahlkampf teilte, wir gedächten, die beiden Völkerschaften in Transvaal gleich wir auf das Töff- Töff- Tempo, welches Herr Dr. Wehl vorhin leise für die Sozialdemokratie beteiligt. Es sei nötig, daß man Abwehr zustellen. Es gibt jetzt hoffentlich keinen in diesem Hause, der gestreift hat( Stadtv. Singer: Aber wenigstens zum Tempo der maßregeln ergreife. Dies könne einesteils durch eine Erhöhung nicht zugeben würde, daß unsere Politik auf dem besten Wege ist, elektrischen Straßenbahn könnten wir doch kommen! Heiterkeit.). der Kollegiengelder geschehen, anderenteils dadurch, daß die Re- vom Erfolge gekrönt zu werden. Und wenn es in jenen Ländern gierung den vom Bundesrat und dem Reichstag vorgeschlagenen möglich war, durch Selbstregierung den Frieden herzustellen, Maßregeln zustimme. warum soll dieselbe Methode in Irland versagen?" Stadtv. Dr. Isaac( N. L): Die Lösung dieser Frage scheint auch mir nicht besonders glücklich zu sein; unter Anschluß an die Ausführungen von Dr. Landau und Dr. Wehl bitte ich um Annahme der Resolution. Abg. Baudert kennzeichnete diese Ausführungen als anti- Diesen Ausführungen gegenüber antwortete Lansdowne, er sei Stadtv. Dr. Nathan( soz.- fortschr.) bittet, lediglich aus taktischen semitische Hetze. Im Interesse des Ansehens unserer deutschen nicht mißtrauisch und lasse sich nicht von eingebildeten Gefahren Gründen für jekt die Resolution zurückzunehmen. Universitäten liege es, daß diese nicht für die Ausländer ver- leiten, aber die Geschichte der letzten 25 Jahre zeige, daß trop aller Stadtv. Dr. We y I zieht hierauf mit Rüdsicht auf die gepflogene schlossen werden. Gegenüber der Wahlhülfe russischer Studenten Konzessionen, die Irland gemacht wurden, das irische Volt in Debatte die Resolution für jekt zurück. Der Etat wird genehmigt. Berichterstatter für den gesamten Schuletat ist an für die Sozialdemokratie in Leipzig und Dresden verweise er seiner Feindschaft verharre. Die Jrländer behandeln die prodarauf, daß in Jena, Weimar und Apolda Studenten testantischen Minoritäten mit rüdsichtsloser Härte. Die Hinweise Stelle des Stadtv. Dr. Arons( Soz.) Stadtv. Dr. Glabel aus Jena für die bürgerlichen Parteien tätig gewesen seien. auf Kanada und Transvaal passen auf Irland nicht. Jene( Fr. Fr.). Ein Antrag, den Magistrat zu ersuchen, in Bälde die BeDulde man dies, dürfe man auch nichts dagegen einwenden, wenn Kolonien sind in großer Entfernung vom Mutterlande gelegen, sozialdemokratisch gesinnte Studenten für ihre Partei tätig seien. während Irland nur durch einen schmalen Kanal von England ge- feitigung der Vorschulen ins Auge zu fassen, hat vor Staatsminister Dr. Rothe bedeutete dem Abg. v. Richthofen, trennt ist. Die wirkliche Ursache der irischen Schwierigkeit ist in der Ausschußmehrheit keine Gnade gefunden, ist vielmehr mit 5 daß er mit seinen Ausführungen der Regierung nichts Neues ge- dieser harten geographischen Tatsache zu finden. Sodann wurde gegen 7 Stimmen gefallen. Zum Etat der Gemeindefchulen hat ein Antrag, den Magistrat aufzufordern, schleunigst Schritte zu sagt habe. Die Ausländerfrage sei in„ befriedigender Weise" ge- immer auf die Union zwischen Schweden und Norwegen hin- ergreifen, um vor dem 1. April 1908 feststellen zu lassen, daß die Löst. Die in den Zeitungen erhobenen Beschuldigungen seien biel- gewiesen. Was ist diese Analogie heute wert? Während des Non- Berliner Gemeindeschulen im Sinne des Boltsschulunterhaltungs. preußischen Abgeordnetenhauses). Wie das wohl allgemein üblich ist, hatte er aus einer anderen Zeitung eine zur gelegentlichen Vermendung bestimmte Notiz von zirka 20 Zeilen entnommen, die in diesem Falle eine gerichtliche Entscheidung über das Mietsrecht betraf, aber in teiner Weise als Driginalnotiz kenntlich gemacht gefebes Simultanfchulen find, ebenfalls feine Mehrheit ge- forge sprechen, so muß die Stadt, auch ohne dazu verpflichtet funden. Desgleichen wurde der Antrag auf Unentgeltlich zu sein, Mittel für diesen 8med bewilligen.( Beifall.) teit der Lehrmittel gegen 3 Stimmen verworfen. Drei Kämmerer Dr. Steiniger: Wenn der Armenetat zirta 211 000 Betitionen um Erhöhung des Stundenhonorars für Mart weniger aufweist als früher, so liegt das zunächst daran, daß alle Fächer mit Ausnahme des Handarbeitsunterrichts in den 1130 Kinder mit 245 000 M. Aufwand auf den Waisenetat über Wahlfortbildungsschulen sollen dem Magistrat als nommen sind. An Unterstübungen selbst ist nicht gespart worden. war. Tatsächlich hat diese Notiz hat diese Notiz die Runde durch eine Material überwiesen werden. In den Stat für die Pflicht. Der Antrag wegen der 150 000 M. für Unterbringung in Heilstätten große Anzahl Zeitungen aller Schattierungen gemacht, die dann fortbildungsschulen ist mit 7 Stimmen eine Summe von ist nicht neu; ich bitte ihn aber grundsäßlich abzulehnen. Durch Agenten des Korrespondenzbureaus, von dem die Driginal2200 M. für Fernsprechgebühren eingefekt worden, um wenn in jedem Falle einer Lungenschwindsucht notiz herstammt, zur Anzeige gebracht wurden; unter ihnen auch die durch Telephonverbindung der Zentralverwaltung mit den Arbeit eine Landgemeinde zur Entsendung in eine„ Tribüne". Genosse Dornheim erhielt ein Strafmandat von 10 M., gebern das Schreibwerk zu vermindern. In den Etat der Fach- heilstätte berpflichtet werden tonnte, so würde gegen das gerichtliche Entscheidung verlangt wurde, mit dem Erfolg. fchule für Klempner hat der Ausschuß das Honorar für den das ganze Land bankrott. Wir wollen nicht schlechthin baß die Buße auf 3 M. herabgesetzt wurde. Eine Verlegung des Fachmann von 100 auf 200 M. wieder zu erhöhen beantragt, ebenso jeden Fall ablehnen, tönnen aber ebensowenig schlechthin eine Ver-$ 18 des Urheberschutzgesetzes sei für vorliegend zu erachten, der foll dem Direktor der 1. Handwerkerschule Dr. Szymansti, eine Pflichtung anerkennen. Angeklagte babe wohl in gutem Glauben und in Ungewißheit über persönliche Zulage von 1000 M. gewährt werden, da er sich nach Stadtrat Münsterberg: Wir sind forbgefeßt bemüht, die Pflege- die Auslegung des Gesetzes gehandelt, er hätte aber die Zeitung, feiner Ernennung zum Direttor um 600 M. in seinen Bezügen fäße für Kinder der Armenverwaltung zu erhöhen. Der große aus der der Ausschnitt herrührt, dem Artikel anfügen und so für berschlechtert habe. Unterschied zwischen den Säßen in der Waisen und Armenber= Stadto. Kollokowsky( foz.- fortschr.) bringt zum Etat der waltung beruht darin, daß die Waisen ganz fremden Leuten gegeben feine Person die Quelle tenntlich machen sollen. Ein derart rigoroses Vorgehen solcher Korrespondenzbureaus ist höheren Lehranstalten die Frage der Förderung des Schüler werden, die Armendirektion die von ihr zu versorgenden Kinder ruderns zur Sprache. Das Rudern sei eine prachtvolle aber den Müttern übergibt. Die Anerkennung der Erhöhung der einfach standalös. Die Zeitungen werden durch Unkenntlichmachung Ergänzung des Turnens, was auch die Pädagogen zugäben. Der Pflegefäße ersehen Sie daraus, daß früher 6 M. Sak galten, 1903 der Quelle geradezu zum Abdruck derartiger an sich belangloser Notizen verleitet, und dann hegt man ihnen den Staatsanwalt auf Unfug der Schülerregatten sei glüdlicherweise im Schwinden; die aber 3684 tinder 7-10 wt., 1906 sogar 6843 Kinder 7-10 m. er sonstigen zahlreichen Vorurteile gegen das Schülerrudern sollten hielten. Die Entscheidungen des Bundesamtes haben für uns den hals. Mit einer einfachen Honorarforderung, deren Begleichung aber auch endlich aufgegeben werden. Der Magistrat hat sich der sich keine anständige Redaktion in solchem Falle entziehen würde, Erwünscht wäre die nur prorammatische Bedeutung. Bewilligung einer städtischen Subvention. Unterbringung in Heilstätten keineswegs verschlossen, aber er muß wäre die Sache abgetan gewesen. Die Redaktionen mögen daher Stadtschulrat Dr. Michaelis hat gegen das Schülerrudern an mir bemühen uns, den Begriff des notwendigen" herzu- Strafe und gewisse Storrespondenzbureaus vor der Mühe des Nach. bei aller Armenpflege das Notwendige" als Richtschnur ansehen. mit dem Nachdruck ähnlicher Notizen vorsichtig sein, um sich vor sich nichts einzuwenden, will auch die gegebene Anregung gern zur stellen; das„ Wünschenswerte" sehen wir als Wohltat spürens zu bewahren. Kenntnis nehmen, tann aber nichts darüber sagen, wie weit ihr an, die aus den Wohltätigkeitsfonds zu decken ist, nachgegangen werden wird. soweit diese reichen. Ich habe mich überzeugt, daß unter ben Aerzten eine etwas übertriebene Auffassung, eine Art Taumel, über die Bedeutung der Heilstättenpflege herrscht.( Oho!) Stadtv. Dove( A. 2.) möchte nicht den Eindruck aufkommen lassen, als ob die Freunde des Kollegen Hinge ein Monopol auf diese Seite der sozialen Fürsorge hätten. Stadtb. Dr. Preuß( soz.- fortschr.): Die Frage des Charakters anserer Boltsschulen nach der fonfessionellen Seite wird durch die Ablehnung des erwähnten Antrages nicht erledigt. Ich möchte nur konstatieren, daß mit dieser Ablehnung der alte Standpunkt der Versammlung nicht aufgegeben ist. Wir werden bei der Ausführung des Volksschulunterhaltungsgefeßes noch darauf zurüczufommen haben. Stadtv. Meybrind( Fr. Fr.) beantragt, in dem Etat für das Pflichtfortbildungsschulwesen, Extraordinarium, die Summe von 30 000 M. zur Beschaffung von Subsellien usw. wieder auf den borjährigen Betrag von 43 000 M. zu erhöhen. Stadtv. Liebenow( A. L.) nimmt die Armenverwaltung gegen die Angriffe des Stadtb. Hinge in Schuh. Stadtv. Rosenow( N. L.): Die Entscheidungen des Bundesamts find zwar für Berlin nicht zwingend, dennoch werden fie nicht außer acht zu lassen sein. Für die Entsendung von Kranken steht bisher überhaupt tein Bosten im Etat; die Mittel werden aus dem sehr allgemeinen Titel" usw." entnommen und der Magistrat hat das toleriert. Soziales. Einwirkung langer Arbeitszeit auf die Militärdiensttauglichkeit. In Friedberg bei Augsburg erschienen bei der diesjährigen Musterung 570 Militärpflichtige. Von diesen 570 waren 397 untauglich; nur 173 junge Leute konnten als Refruten ausgehoben werden. Die 397 Untauglichen arbeiten fast alle seit frühester Jugend in der Augsburger Textilindustrie bei elfstündiger Arbeitszeit und einigen Pfennigen Lohn unter äußerster Anspannung der Arbeitstraft. Wann endlich wird die„ nationale" Mehrheit einer gesetzlichen Festlegung einer Marimalarbeitszeit zustimmen? Auch den Führern der Hottentottenblodsparteien", die sich ihrer rhinozerosartigen Unempfindlichkeit gegen die Mißhandlung der wertwollsten nationalen" Ware, der Arbeitstraft, rühmen, sollte Es nahmen noch das Wort Genosse Dr. Wehl, der besonders wenigstens der Zusammenhang zwischen den schlechten Arbeits bom ärztlichen Standpunkte die Münsterbergsche Aeußerung von bedingungen, insbesondere der Länge der Arbeitszeit und der Dienstdem Taumel sozialer Fürsorge, der gewisse Kreise ergriffen habe, untauglichkeit endlich wirkliches nationales Empfinden wachrufen, entschieden zurückweist und Genoffe inge, der sich gleichfalls dessen Tätigkeitsfeld nicht auf dem Gebiete nationalen" Phrasengegen die gegnerischen Einwände richtet und den Freisinnigen gebimmels, sondern auf dem der Erfüllung der sozialen Forderungen zuruft, daß sie wohl den Mund recht vollnehmen, aber den Daumen liegt, die seit Jahrzehnten von der politischen Organisation der auf den Beutel halten. Arbeiterklasse, von der sozialdemokratischen Bartei erhoben sind und Beim Etat des Friedrich Wilhelmshospitals rügt Gottfried deren praktische Durchführbarkeit einem begründeten Zweifel nicht Schulz( Soz.) die ärztliche Fürsorge und bezeichnet sie als gänzlich unterliegen. unzureichend. Genosse Adolf Hoffmann bringt beim Etat des Obdachs Tängerer Debatte eine Refolution angenommen worden, worin eine Reihe Beschwerden vor, die vom Magiftrat dezernenten aum Letzte Nachrichten und Depefchen. Magistratsdezernenten zu warten. Nach kurzer Begründung durch den Antragsteller wird der Antrag angenommen. Zum Thema der Baugewerfschulen befürwortet Stadtv. Körte( Fr. Fr.) Befferstellung der Lehrer an diesen Anstalten und empfiehlt dem Magistrat dringend, damit nicht bis zum Abschluß der über diese Schulen mit den Staate schwebenden Verhandlungen Im übrigen wird durchweg nach den Ausschußvorschlägen befchloffen. Für die Gtats betr. die Armen- und Waifenpflege hat der Ausschuß den Stadtb. Saffenbach( Soz.) zum Referenten bestellt. Zum Etat für das Armenwes en ist vom Ausschuß nach der Magistrat ersucht werden soll, in den Etat für 1908 Mittel einzustellen, um die Entsendung von Kranten in eil. stätten in ausreichender Weise zu ermöglichen. Weitergehende Anträge auf Einstellung von 150 000 bezw. 50 000 m. in den Etat für 1907 find abgelehnt worden; der Kämmerer hatte sich auch gegen den zur Annahme gelangten Antrag erklärt. Anträge auf Einstellung von Beträgen zur Beschaffung der notwendigsten zahnärztlichen Utensilien für die Waisenund Erziehungshäuser sind im Ausschuß abgelehnt worden. Es geht ein Antrag inte( Soz.) ein, für die Entsendung bon Kranten in Heilstätten 150 000 M. au beiwilligen. Teil als berechtigt anerkannt werden. Es sei für Abhülfe Sorge getragen worden. Beim Etat der Part- und Gartenverwaltung begründete Genoffe August Hinge die sozialdemokratischen Anträge auf Erhöhung der Löhne der städtischen Arbeiter. Wir bringen die Ausführungen der Redner in morgiger Nummer. Aus der Partei. Der Parteitag der Schweizer Sozialdemokraten in St. Gallen. St. Gallen, 25. März. Der schweizerische sozialistische Parteitag war von insgesamt 241 Delegierten besucht und nahm mit 168 gegen 27 Stimmen die Thesen des Nationalrates Scherer über die Einführung von Schiedsgerichten und Einigungsämtern zur Schlichtung sozialer Konflikte an, lehnte jedoch die Wiederaufnahme der Initiativbewegung für die Verhältniswahl des Nationalrats und für das ganze Land ab. Der Parteitag erklärte fich unter anderem für die Initiative betreffend das Verbot des Absinthverkaufes. Polizeiliches, Gerichtliches ufw. Straffonto der Presse. " Zum Streit der Wiener Schneider. Wien, 25. März.( W. T. B.) Eine von mehr als 1000 Stüd meistern der Herrenkleiderbranche besuchte Versammlung beschloß, morgen die Arbeit wieder aufzunehmen, jedoch am Dienstag nach Oftern wieder in den Ausstand zu treten, wenn die Unternehmer bis dahin bezüglich der Lohnforderungen nicht nachgeben sollten. Paris, 25. März.( W. T. B.) Der„ Liberté" wird aus Tanger gemeldet, daß England wegen des Angriffes auf das englische Kon sulat gleichfalls in entschiedener Weise gegen den Machsen vor. sehen werde. Die Aktion Englands werde wahrscheinlich mit der Frankreichs verbunden werden. Eine Aktion gegen Marokko. Baris, 25. März.( W. T. B.) Der Ministerrat beschloß, Udscha zu besehen, bis die marokkanische Regierung der freanzösischen eine Genugtuung für die Ermordung des Dr. Mauchamp gegeben habe. Dieser Beschluß wurde infolge der andauernden Weigerung des Machsen gefaßt, die Uebereinkommen von 1901 und 1902 zur Ausführung zu bringen und den vielfachen Forde. rungen nach Genugtuung nadfzukommen, welche Frankreich wegen Ein Zusammenstoß. Cr Stadtv. Hinge( Soz.): Der Armenetat, wie er uns diesmal borgelegt ist, hat im Magistrat selbst gegenüber den Anträgen der Armendirektionen erhebliche Veränderungen erfahren. Diese Anträge schloffen mit einer Mehrausgabe von 47.000 m. ab, die Magistratsvorlage aber mit einer Winderausgabe von 211 000 02. Die Differenz von 258 000 m. rührt im wesentlichen von den Streichungen an monatlichen Unterstübungen und Pflegegeldern bie Forderung des freien Ansiedelungsrechtes der Schweizer Bürger und bon der Streichung jener 150 000 m. her. Schon bei der ersten Lesung wies Kollege Borgmann darauf hin, daß die Pflegegelderjähe zu gering find; noch heute wird für Kinder ein Pflege geld von 6,50 M. monatlich und weniger gezahlt. Die Säße follten doch möglichst bald auf mindestens 9 M. gesteigert werden. Der 18. Armentreis hat sogar einen Mindestfaß von 9 M., einen Zu 300 Mart Geldstrafe wurde Genosse Mardwald Bergehen und Verbrechen, begangen an Franzosen auf maroffani. Höchstsah von 12 M. vorgeschlagen. Die Waisenverwaltung ist uns von der Königsberger Boltszeitung" am Sonnabend, schem Gebiet, erhoben hat. hier weit vorauf; sie zahlt bis zum vollendeten 1. Lebensjahr 21 M., ben 23. d. M., von der Schubert- Straftammer zu Königsberg bis zum 2. Lebensjahr 15 M., bis zum 6. Lebensjahr 12 M., bis berurteilt. Angeklagt war Mardwald wegen Beleidigung der zum 15. Lebensjahr für Mädchen 9 M., für Knaben 12 M. Die Raftenburger Bolizeiverwaltung. In einem Artikel der Bolts- Bevey, 25. März.( W. Z. B.) Heute nachmittag tam es zu Armenverwaltung flebt noch an den althergebrachten Säßen von zeitung" wurde gerügt, daß man zwei junge Menschen im Alter von einem Zusammenstoß zwischen Gendarmen und ausständigen 6 und 9 M. Die Kinder, soweit sie sich bei den Müttern befinden, fünfzehn und fiebzehn Jahren auf Grund eines Gerichtsbeschlusses Schokoladenarbeitern, die in die Fabrik von Nestle eindringen wie die Kinder in der Armenpflege; mit 20 f. pro Tag fann bom Jahre 1901 plöglich im Ottober 1906 in Fürsorgeerziehung wollten. Die Gendarmen machten von der Feuerwaffe Gebrauch. die Mutter ihr Kind nicht so ernähren, wie es im Intereffe einer genommen hatte, trotzdem die beiden sich sechs Jahre hin- Vier Ausständige, unter ihnen zwei Mädchen, fowie zwei Gengedeihlichen Entwidelung liegen muß. Hier sollte die Armenver- burch ordentlich geführt hatten. Den Eltern, sowie den beiden darmen wurden verwundet. waltung endlich zu einem Fortschritt übergehen. Den Antrag ihren in Zwangserziehung gebrachten Söhnen war von diesem BeGegen die Feldkriegsgerichte. wegen Einstellung der 150 000 m. hatte die Armendirettion schon schluß nichts bekannt. Die in dem inkriminierten Artikel angeführten Petersburg, 25. März.( M. T. B.) Reichsduma. Die redner im vorigen Jahre gestellt, der Magistrat aber sich damals ebenso wie Tatsachen wurden in allen wesentlichen Punkten bei der Gerichtsverheute dagegen ablehnend verhalten. Schon seit 1905 beschäftigen handlung erwiesen. Der Staatsanwalt felbft mußte zugeben, der Polen, Muselmanen und Oktobristen schließen sich dem Antrage wir uns mit dieser Frage. Stadtrat Münsterberg hat im Oktober daß der Artikel formale Beleidigungen nicht enthalte. Der Raften- der Kadetten auf Abschaffung der Feldkriegsgerichte an. Das Mita 1905 in der Armendirektion erklärt, daß die Unterstützung von burger Bolizei an fich war auch kein Vorwurf gemacht. Aber in glied der Kadettenpartei Teslento greift die Regierung an. Personen in Heil- und Erholungsstätten sich zu einer nicht mehr dem Schlußfaz: Wir fordern die Behörden auf, hier eine schnelle fagt, man müsse immer mehr und immerfort von einer so monzu entbehrenden Form der Armenpflege ausgewachsen habe. Im und gründliche Untersuchung anzustellen. Sollte jemand Freiheits- strösen Einrichtung fprechen, wie es bie elbfriegsgerichte feien, oder Beihülfe dazu geleistet haben, so und die ganze Welt darauf hinweisen. Der Priester Tithwinsty März 1906 ging den Mitgliedern der Armentommiffionen eine An- beraubung berübt weisung ähnlichen Inhalts zu, welche u. a. auch auf die Erholungs- muß unter allen Umständen den betreffenden Leuten die Luft hält eine Rede, welche vom chriftlichen Standpunkte aus die Frage stätten in Hohenlychen, Dhroß, Norderney usw. verwies. Nachdem au folchen Dingen ein für allemal gründlich verleidet werden," beleuchtet. Redner befchuldigt die Regierung, daß fie die christliche Lehre unberücksichtigt laffe und sich zum Mörder mache, und wendet im vorigen Jahre die Forderung abgelehnt war, tam die Armen- wurde eine Beleidigung der Raftenburger Bolizei fonstruiert. direktion im Jahre 1906 auf die Sache zurück. Bei den damaligen Bezeichnend ist es, daß schon lange Zeit hindurch alle gegen sich dann an die zwei der Duma als Mitglieder angehörigen Bischöfe. und späteren Beratungen, denen auch Armenärzte und Armenbor Sozialdemokraten eingeleiteten Prozesse unter dem Borsiz des die er dringend bittet, die Todesstrafe zu verdammen. Der Bischof ſteher anwohnten, wurden allerlei Vorschläge gemacht, welche die Landgerichtsdirektors Schubert geführt werden und mit regel- Gulogius erklärt daraufhin unter donnerndem Beifall, er verEntsendung von Kindern in solche Heilstätten möglichst verhindern mäßiger Berurteilung der Angeklagten zu außergewöhnlich hohen bittet aber die Duma, auch die Taten der Terroristen zu ber follte. Es wird nun zu viel von den Gutachten des Arztes abhängig Geld, und Gefängnisstrafen enden. Bon verschiedenen Angeklagten Dammen. Da das Haus ermüdet ist, wird um 6 Uhr abends die gemacht; nur wenn der Arzt die Voraussicht hat, daß das Kind fich ist Herr Schubert denn auch wiederholt wegen Befangenheit gegen wesentlich erholen wird, soll er die Entfendung als wünschens. angeklagte Sozialdemokraten, freilich ohne Erfolg abgelehnt worden. Sigung vertagt. Für morgen sind noch 52 Redner angemeldet. mert bezeichnen. Wünschenswert" ist aber nicht notwendig", und Den§ 11 des Breßgefeges foll Genosse Dahl von der Ausdehnung der Kriegsgerichte. so wird häufig Ablehnung verfügt. Die im Etat übrig gebliebenen Tribüne" in Erfurt übertreten haben. In Nr. 17 der Sofia, 25. März.( W. T. B.) Die Regierung unterbreitete 40 000 M. reichen für das Befürfnis absolut nicht aus. Die jetzt" Tribüne" war von einem unter den Arbeitern der Erfurter der Sobranje einen Gefeßentwurf, durch welchen Personen, die getroffenen Entscheidungen muß man zum Teil direkt als hart Gifenbahnhauptwertst att zirkulierenden Gericht Mit gegen den Fürsten, den Thronfolger, die Minister, Staatsanwälte, bezeichnen. Das private ärztliche Atteit einer Frieda M. befagt, teilung gemacht worden, nach dem eine Stüdlohnregelung Gerichtsbeamte und Kommandanten von zur Aufrechterhaltung daß das Kind lungentrant ist; ein 8wöchentlicher Aufenthalt in derart in Aussicht genommen sei, daß fie statt der versprochenen der Ordnung ausgerückten Militärabteilungen Attentate verüben Norberneh sei erforderlich. Der Vater, ein Maurer, beantragt die Lohnerhöhung eine Lohnreduzierung bedeute. Natürlich erfolgte oder versuchen, sowie Mitglieder der anarchistischen Vereine gegen Entfendung; der Armenarzt untersucht das Kind, schreibt, das prompt eine Berichtigung der Direktion, daß die Entstehung des die Sicherheit von Leben und Eigentum der friegsgerichtlichen Aba Rind leidet an Unterernährung und schlechter Konstitution; Gerüchts unbegreiflich, weil unbegründet sei. Obwohl sich die urteilung unterworfen werden. die Lungen seien fufpett, das Kind für eine Wintertur geeignet. Tribüne" zur Aufnahme der Berichtigung nicht verpflichtet erachtete, Darauf verfügt der Sanitätsrat Straßmann Ablehnung bes Ge- weil sie teine Tatsachen, sondern eben nur ein Gerücht Die rumänischen Agrarunruhen. fuches; ein weiteres Opfer der Art und Weise, wie zuweilen die angeführt hatte, nahm fie fie doch auf, freilich in Form einer Sofia, 25. März.( W. T. B.) Wegen der Agrarunruhen in foziale Fürsorge der Stadt Berlin ausgeübt wird! Dabei Polemit mit einem bürgerlichen Erfurter Blatte, das dieserhalb die Rumänien flüchteten viele Bächter aus den Donaugegenden auf hat das Bundesamt für das Heimatwesen wiederholt die Tribüne" auf einem Wahlschwindel festzunageln vermeinte. Das Barten in die bulgarischen Donauhäfen Siftowa, Nicovali und Unterbringung von Kindern in Kurorten zu den Aufgaben trug ihr eine weite Berichtigung ein, die aber ignoriert wurde. Rahowo. der öffentlichen Armenpflege für notwendig und die Unterlassung Ein Strafmandat von 20 m. wegen Uebertretung in zwei Fällen folgte. 3. B. in einem Erkenntnis gegen Charlottenburg als eine grobe Die formell und fachlich angefochtene Strafverfügung wurde vom Stürmische Kammerfihung. Pflichtberlegung erklärt. Diese Entscheidungen sollten doch Schöffengericht bestätigt; die Hartnäckigkeit des Breßfünders, der Sofia, 25. März.( W. T. B.) Infolge der letzten ftrengen Re auch für uns durchschlagend sein. Der Magiftrat, gez. Reide, hat Berichtigung Aufnahme zu gewähren, ließ die Strafe als angemessen gierungsmaßnahmen nimmt die Gärung unter der Oppofition im August 1906 direkt abgelehnt, die Unterbringung in Heilstätten erscheinen. au, die Gefegesvorlage über die Abänderung des Breßals Teil der Armenpflege anzuerkennen. Heilstättenbehandlung aus Das schönste an der Sache ist aber, daß die„ Tribüne" einige gefeßes veranlaßte durch ihre großen Härten in der heutigen Ctatsmitteln fönne nur bei notwendiger Armenpflege eintreten. Summern später in der Lage war, das berichtigte" Gerücht mit Sobranjesizung stürmische Szenen. Bei der scharfen Kritik der BorDer Magiftcat will es also wohl erst darauf antommen laffen, daß Tatsachen zu belegen, auf die bis heute teine Berichti- lage seitens des Santowisten Christow entstand ein förmliches die höheren Staatsbehörden einen starten Drud auf Berlin aus- gung erfolgt ist. Der Hinweis des Genoffen Dahl auf diesen Sandgemenge zwischen den Abgeordneten der Majorität und der üben. Das Heimstättenturatorium andererseits hat vom Ober- auffallenden Umstand konnte natürlich vom Schöffengericht nicht in Opposition. Christow wurde von dem regierungsfreundlichen Janow bürgermeister eine Antwort erhalten, welche es schwer verständlich den Bereich seiner Erörterung gezogen werden. mißhandelt. Infolge des großen Tumultes wurde die Sizung erscheinen läßt, daß man hier kein größeres Entgegenkommen zeigen Das Urheberschußgefes als alle für Re- unterbrochen. Die radikalen Demokraten hielten gestern eine will, denn es weift birekt darauf hin, daß durch solche Unterbringung batteure tennen zu lernen, war dem Genossen Dornheim be- Brotestversammlung gegen das Preßgefez ab und forderten die Ander Stadt unter Umständen erhebliche often erfpari schieden, dem früheren Verantwortlichen der Tribune" in wesenden auf, den Kampf gegen die Regierung fortzusetzen und eine werden fönnen. Will man noch einigermaßen von sozialer Für Erfurt( zurzeit in Strafhaft wegen angeblicher Beleidigung des weitere Verfassungsverlegung durch die Regierung hintanzuhalten. Beranto. Rebatteur: Dans Weber, Berlin. Inferatenteil berant.:.Glode, Berlin. Drud u. Berlag: Borwärts Buchdr. u. Berlaasanita Baul Singer& Co., Berlin SW. Bierzu 3 Beilagen u. Unterhaltungsblatt " " " damme jeden Mord, und spricht sich gegen die Todesstrafe aus, Nr. 72. 24. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Dienstag, 26. März 1907. Die russische Revolution. Reichsduma. Petersburg, 25. März. Die Duma beschließt, viermal wöchentlich Sigungen abzuhalten, und zwar Montags, Dienstags, Donnerstags und Freitags, und die Sigungen 11 Uhr vormittags zu er= öffnen und 6 Uhr abends zu schließen. Freitags sollen die Sizungen um 2 Uhr nachmittags beginnen, damit die muselmanischen Abgeordneten die Moschee besuchen können. Stachowitsch( Kadett) fordert die sofortige Beratung des Antrages auf Abschaffung der Feldgerichte.( Lärm auf den Bänken der Rechten.) Der Präsident läßt darüber abstimmen und die Duma befchließt mit großer Mehrheit zur sofortigen Beratung des Antrages überzugehen. Berichterstatter ist der Abg. Wladimir Hessen. Tatjana Leontieff vor den Geschworenen. * # den ชน Alexander III. mit Schimpf und Schande aus dem Staatsdienst ge jagt worden sei. Der jezige Bar Nikolaus II. habe ihn jedoch wieder in den Staatsdienst berufen! Durnowos Hauptaufgabe als Minister sei gewesen, die sogenannten" Schwarzen Banden" und den Thun, 25. März.( W. T. B.) Heute vormittag wurde vor fationen hätten aus polizeilicherseits gedungenem Gefindel bestanden, Verband echt russischer Leute" zu organisieren. Diese Drgani dem hiesigen Schwurgericht der Prozeß eröffnet gegen die das die unerhörtesten Ausschreitungen begangen habe und gegen russische Studentin Tatjana Leontieff, welche an deffen Treiben sich die Revolutionäre wehren mußten. Durnowo getlagt ist, am 1. September 1906 im Speisesaale des habe für die politischen Verbrecher, um aus ihnen etwas heraus zu Hotels Jungfrau" den Rentier Charles Miller aus bekommen, zurückgegriffen auf die brutalsten und unmenschlichsten Baris ermordet zu haben. Nach Erledigung der geseglichen Folterwerkzeuge aus dem Mittelalter! Auf das Konto Durnowos Formalitäten wird die Anklageakte verlesen. Die Angeflagte jei auch die abscheuliche Behandlung zu sehen, die Maria macht mehrmals Notizen. Das Gericht lehnt den Antrag Spiridonowa zu ertragen hatte. Rechtsanwalt Dr. König, Verdes Verteidigers Dr. Brüstlein, das Publikum bedingungs- treteter der Familie Müller: Gibt die Angeklagte zu, den Rentier los zu den Verhandlungen zuzulassen, ab; der Eintritt wird Müller mit Vorbedacht getötet zu haben? Gibt sie zu, die Absicht wegen des engen Raumes nur einer beschränkten Zahl von zur Tötung gehabt zu haben. Die Beratung gestaltet sich lebhaft. Alle Minister mit Stolypin Personen gegen Borzeigung von Ausweistarten gestattet. Die gehabt Angefl.: Ich habe nicht die Absicht an der Spike wohnen ihr bei. mir gänzlich unbekannten Sentier Müller Da 70 Redner vorgemerkt sind, Mutter der Angeklagten wohnt den Verhandlungen in Trauer töten, sondern glaubte in ihm den Minister Durowo zu sehen. dürfte die Beratung die ganze heutige und vielleicht auch noch gekleidet bei. mehrere folgende Sigungen ausfüllen. Im Laufe der Debatte halten Bei dieser Gelegenheit protestiert Tatjana Leontieff gegen die körperAm 1. September 1906 erschoß Tatjana Leontieff während der lichen Mißhandlungen, die sie sich im Laufe der Voruntersuchung die Redner der Kadetten und der Linken überaus heftige Ansprachen. Table d'hote den französischen Staatsbürger Müller in der Absicht, von dem die Untersuchung führenden Richter 2auener habe ge Rusmin Karawajeff fagt, er protestiere gegen dieses Blut- den russischen Minister Durnowo aus der Welt zu schaffen. fallen lassen müssen!! Auf Antrag des Staatsanwalts Bejiießt bergießen, wie man es selbst in China nicht tenne, und beantragt, den Durnowo, der Zarengünstling, der erklärte Gegner der russischen das Gericht, den Untersuchungsrichter Lauener für morgen als Reugen Ministerpräsidenten aufzufordern, er solle sofort den Generalgouverneuren Revolution, wird als ein Mensch geschildert, der sich auf einer aus zu laden. telegraphisch den Beschl zugehen lassen, mit der Vollstreckung der Niedertracht und Schandtaten erbauten Treppe zum Ministersessel Auf weiteres Befragen des Präsidenten erklärt die Angeklagte, Urteile der Kriegs- und Feldgerichte sofort innezuhalten und die hinaufgearbeitet hat. Es ist derselbe Durnowo, der am 23. Januar daß sie jede Auskunft über die Persönlichkeit ihres Begleiters bisher gefällten Urteile, soweit sie auf 3wangsarbeit lauten, zu 1905 auf die Arbeiter- Bitt- Brozession feuern und der die harmlojen, verweigere. Ebenso lehne sie weitere Erklärungen darüber ab, wann revidieren. Redner spricht die Hoffnung aus, daß die Duma ein- unbewaffneten Menschen zusammenknallen ließ. Durch den Prozeß und warum sie nach Interlaken gekommen sei. Der Präsident hält mütig sein werde in der Verurteilung dieser Gerichte. Die in Thun sollen alle seine Schandtaten einem unparteiischen Gerichte der Angeklagten vor, daß einer der Führer der russischen fozialistischen Abgeordneten und die der Arbeiterpartei tadeln mit unterbreitet werden; denn die Verteidigung wird den Zusammen- revolutionären Partei, E. Rubanowitsch, in Jaurès'Humanité" aus den schärfsten Ausdrücken die Handlungsweise der Regierung. Bu hang der Haltung Durnowos mit den Motiven der Tat aufdecken. drücklich erklärt habe, daß sowohl die sozialrevolutionäre Partei als latt weist darauf hin, daß nicht alle Generalgouverneure russische auch die politische Organisation der Angeklagten das Verbot erlassen Namen tragen. Die Redner der Rechten, Sch algin, Krusche= haben, einen Akt der Gerechtigkeit außerhalb des Gebietes der tan und Purischtewitsch, betonen die Notwendigkeit außerThun, 25. März.( Telegraphischer Bericht.) ordentlicher Maßnahmen, so lange die Nevolution wütet. willkürlichen Tyrannenherrschaft zu begehen". Die Angeklagte habe Unter startem Andrang begannen heute vor dem Schwurgericht also die Tat ohne jeden Auftrag vollführt". All' das bestreitet die Der Moskauer Advokat Mattakow( Kadett) hält eine lange und ein- des Berner Oberlandes die Verhandlungen gegen Fräulein Tatjana Angeklagte; sie habe mit der sozialrevolutionären Partei nichte gehende Rede, in der er ausführt, die Staatsgewalt dürfe nicht dem Leontieff. Den Vorsiz führt Schwurgerichtspräsident Oberrichter mehr zu tun, aus der sie ausgetreten wäre. Revolutionstribunale nachahmen. Das Feldgericht sei eine Ein- Dr. Streiff Bern, die Anklage vertritt Bezirksprokurator Ueber die Motive zu ihrer Tat läßt sich die Angeklagte wie richtung ohne Vorgang; es unterdrücke das Gesez. Es werde zwar Dr. Bristle in Bern, ein bekanntes Mitglied der schweizerischen Kampforganisation auszuführen gehabt und ausgeführt. Es galt, Kummer Thun, während die Angeklagte sich den Rechtsanwalt folgt aus: Sie habe einen Urteilsspruch der magimalistischen die Revolution zertrümmern, aber nur Wilde würden von diesen Trümmern übrig bleiben. Redner ist davon überzeugt, daß Stolypin, Die Familie Müller wird durch Rechtsanwalt Dr. König monarchistischen sozialdemokratischen Partei, zum Berteidiger erwählt hat. in Durnowo einen typischen Vertreter des fapitalistisch der ja doch einen tonstitutionellen Staat schaffen wolle, nichts gegen Gewaltregimes in Rußland zu beseitigen. die Abschaffung einer abscheulichen Einrichtung haben werde, die die bertreten. Zur Verhandlung sind von der Anklage Schon unter Alexander III. habe Durnowo seine Blutarbeit Menschen wie Bich töte und nichts mit der Justiz gemein habe. Die Sachverständige über die gegenwärtig in Rußland herrschenden Durnowo neun und von der Verteidigung vier Zeugen geladen. Als begonnen und mit dem Schafott gearbeitet. Später wurde Sigung wird darauf eine Stunde unterbrochen. der Gehülfe Plehwes und anderer reaktionärer Zustände beabsichtigte die Verteidigung den Universitätsprofessor Minister. Dr. v. Reußner- Berlin zu laden, dessen Bekundungen über die sandte Lockspizel unter die Arbeiterschaft Moskaus. Jedem reaktio Er organisierte die Pogroms gegen die Juden und innerpolitischen Zustände Rußlands im Königsberger Hochverrats nären Ministerium habe sich Durnowo anzupassen berstanden, und und Geheimbundsprozesse so großes Aufsehen erregten. Da Professor als er dann selbst Minister des Innern wurde, ließ er das Blut Reußner aber verhinder ist, soll an seiner Stelle der Pariser Vertreter des russischen Volkes in Strömen fließen. Gerade in den Tagen Außerdem find vier psychiatrische Eachverständige geladen, die die gesetzt und er mit seinen Gewalttaten gegen die Juden und die Ruß", der Schriftsteller Wladimiroff, vernommen werden. nach dem Oftobermanifest habe Durnowos aufhezende Tätigkeit einAngeklagte auf ihren Geisteszustand untersuchten. Die Angeklagte ist Mitglied der sozialrevolutionären Partei. Rennenkampf und andere Handlanger des Blutmenschen auf das Intellektuellen begonnen. Auf Durnowos Weisung hätten General Sie wurde am 6. Januar 1883 geboren. In Lausanne studierte fie Bolt geschossen, unbekümmert darum, ob Schuldige oder Unschuldige vier Semester Medizin und ging 1904 nach Petersburg. Dort war getroffen wurden. Während der ganzen langen Dauer der Ministersie am 22. Januar 1905 Zeugin des Arbeiterzuges zum Winter- chaft Durnowos sei feine einzige Tat zu verzeichnen, die Auf einem anderen Blatte steht die wissenschaftliche Be- palais, dessen blutiges Ende sie in die Reihen der Revolutionäre ein Entgegenkommen gegen die berechtigten Forderungen des trieb. Sie wurde bald wegen des Verdachts der Teilnehmer ruffischen Boltes darstellte. Durnowo habe immer nur zum Nach deutung Pobjedonoszews, dessen juristische Schriften ihn zu einer an ſchaft einem Attentat Bierde Rußlands hätten machen können, wenn nicht die Be- mehreren Monaten aber auf Verwendung ihres Vaters entlassen. der Angeklagten vor, daß die Freilassung nach ihrer ersten Ver gegen Trepoff berhaftet, nach teil des Volles sein Amt ausgeübt. Präsident Dr. Streiff hält gehungs- und die Unterlassungssünden des Pobjedonoszew, der seit Sie reiste dann im Dezember 1905 mit ihrer Mutter nach Genf. haftung im März 1905 gerade auf eine direkte Anordnung Durnowos 1880 zum Oberprofurator des berüchtigten Heiligen Synods avan Von dort ging fie oft tages und wochenlang fort, unter dem Vor- hin erfolgt sei, bei dem sich ihr Vater und Verwandte in diesem cierte, dem ganzen Mann nehmt alles nur in allem in der wand, sie gehe zu Freundinnen. Sinne verwandt hatten. nichts befannt sei. Die Angeklagte erklärt, daß ihr davon Weltgeschichte eine Stellung unter den Geißeln, den bösen Geistern Rußlands anwiesen. " Pobjedonoszew. Konstantin Petrowitsch Pobjedonoszew ist wie wir in der Sonntasnummer furz mitteilten am Sonnabend gestorben. Der Name Pobjedonoszew" bedeutet mehr als einen bloßen Namen: er bedeutet ein System, er bedeutet das System jener modern- russischen Inquisition, deren Frebel zum Himmel schreien wie die Frevel der mittelalterlichen Inquisition. Neben Torquemada und Peter Arbues wird Pobjedonoszew vor der Kultur" Geschichte bestehen können. Bern des unter # " Die Vernehmung der Angeklagten gestaltet sich sehr schwierig, da sie nur wenig deutsch versteht. Sie bedient sich daher der Es folgt nun die Verlesung der Aussage des Ministers Pobjedonoszew, der finstere Lehrer des späteren Alexander III., französischen Sprache. Die Verhandlung beginnt mit der Be Durnowo, der in Petersburg kommissarisch vernommen worden ist. eidigung der Geschworenen, Pobjedonoszew, die Verförperung der Realtion auf allen Gebieten einige Sozialdemokraten befinden sollen, und der Verlesung in Interlaken im Hotel Victoria" gewohnt habe, und zwar habe er denen sich übrigens auch Durnowo erklärt, daß er im Sommer 1906 tatsächlich zwei Wochen des Lebens und des Denkens, Pobjedonoszew, der starre Bändiger der Anklageschrift. Nach der Erledigung endloser Formalitäten sich unter seinem richtigen Namen und mit Bezeichnung seines aller„ modernen" Regungen, die Nikolaus dem zweiten in einzelnen wird dann in die eigentliche Verhandlung eingetreten: Buerst Ranges Minister des Innern a. D." einlogiert. Er habe sich lichten Augenblicken durch Hirn und Herz gezudt sein mögen, Pobjedo- berichtet Landjäger Frutiger, der die Angeklagte am 1. Sep- niemals Müller" genannt. Präsident. Dr. Streiff: Bedauern noszew, der, bereits 78 Jahre alt, Ende des Jahres 1905 die Ober- tember 1906 verhaftete, über ihr dabei zur Schau getragenes Be- Sie denn nicht den Tod des alten lebenslustigen Herrn? An prokuratur des Hl. Synods zähneknirschend in die Hände seines nehmen: Sie habe. fich ruhig verhaften laffen; über ihre Person geklagte: Ich würde es nie expreß getan haben. Aber als Nachfolgers niederlegen mußte, sich aber seinen unheimlichen Einfluß verweigerte sie jede Auskunft. Sie behauptete, den Minister Durnowo Sozialistin vermag ich es nicht so sehr zu bedauern, daß ich ein über den Zaren weiter zu bewahren verstand, Pobjedonoszew, der getötet zu haben. Trotzdem ihr mehreremal der Irrtuin fargelegt Mitglied der bürgerlichen Gesellschaft getroffen habe. Rechtsanwalt Busenfreund eines der bösesten Schurken, die je auf Erden ge- große Mühe, fie schließlich von dem Irrtum zu überzeugen. Sie Angeklagte, ob sie den politischen Mord für erlaubt halte. Busenfreund eines der bösesten Schurken, die je auf Erden ge- wurde, blieb sie dabei, daß es Dornowo gewesen sei. Es foſtete Dr. König, Vertreter der Familie Müller, richtet die Frage an die wandelt: des Großfürsten Sergius unseligsten Angedenkens! bedauerte, den Jrrtum begangen zu haben, aber sie sagte:" In der Angefl: Ja, gegen den politischen Feind.( Bewegung.) Pobjedonoszews unmittelbare Mitschuld an der Auflösung schrecklichen Zeit, in der wir jett leben, tommt es auf ein Opfer Hierauf wird in die Zeugenvernehmung eingetreten und zunächst der ersten Duma wer ahnt sie nicht? Sie zu beweisen, mehr oder weniger nicht an." Bei der Durchsuchung ihres Stoffers ber Direktor des Hotels Grand Hotel Jungfrau" in Interlaten wird den Historikern der Zukunft überlassen bleiben. Pobjedonoszews habe man eine ältere Nummer der Tribüne Russe" gefunden, in vernommen. Er befundet, daß er an dem fraglichen Tage in bem Sünden am heiligen Geist der Kultur, wer vermöchte es, sie auf der sich eine Karikatur auf Durnowo befand. Aus ihrer Zu Verhalten der Angeklagten nichts Auffälliges bemerkt habe. Sie habe gehörigkeit zur russischen revolutionären Partei hat sie kein Hehl an einem Tisch in der Nähe des Tisches Plaz genommen, an dem zuzählen? gemacht. Müller saß und getan, als ob es ein absoluter Zufall sei, daß sie der Sekretär Müller aus Paris, aufgerufen, der seinen Bater auf einige Zeit vor dem Attentat in dem der gleichen Verwaltung wie Sodann wird der Sohn des erschossenen Rentiers Charles Müller, fich gerade an diesem Tische niederlasse. Minister Durnowo habe jener für diesen so verhängnisvollen Reise begleitet hatte. Er bebas Grand Hotel Jungfrau" unterstehenden Hotel Victoria" in stätigt, was auch bereits in der Voruntersuchung festgestellt worden Interlaten gewohnt, und zivar hat er sich unter feinem ist, daß sein Vater die Angeklagte nicht kannte und daß überhaupt richtigen Namen„ Minister des Innern a. D. Durnowo" einlogiert. seine Familie mit Tatjana Leontieff nichts zu tun habe. Später soll er, wie Russen dem Zeugen mitgeteilt haben, vier Wochen lang unter dem Namen Müller" in Aig les Bains gewohnt haben. schritten. Auf die Frage des Präsidenten Dr. Streiff, ob fie bereit Es werden dann noch eine Reihe Zeugen, vor allem Angestellte fei, sich hier zu verantworten und auf die Anklage zu äußern, ant- des Grand Hotel Jungfrau" vernommen, die über die Vorgänge wortet Tatjana Leontieff mit einem entschiedenen" Ja". Bräfident geht mit ihr ausführlich ihr Vorleben durch. furz nach der Tat unwesentliche Aussagen machen. Darauf wird die Verhandlung auf Dienstag vertagt. Alle Ehren, die dem Lebenden zu teil werden konnten, hat Nikolaus II. mit verschwenderischer Hand über Pobjedonoszew aus gestreut. Alle Ehren, die einem Toten erwiesen werden können, wird Nikolaus dem furchtbaren Lehrmeister als letztes Liebespfand zu teil werden lassen. Von einem Alp befreit, atmen Millionen Menschen in Rußland auf: Pobjedonoszew ist tot! Aber das System Pobjedonoszew, es lebt noch; Pobjedonoszews Schüler werden sich alle erdentliche Mühe geben, in den Spuren des Lehrmeisters weiterzuwandeln. Den Pobjedonoszewo hat der Sensenmann gefällt. Das System Pobjedonoszewo kann nur durch den Sieg der russischen Revolution niedergezwungen werden. Unverantwortlich! Gegen die akademische Freiheit. " Es wird hierauf zur Vernehmung der Angeklagten selbst geDer " Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Eine neue Feste! Als der Vorsitzende mit der Angeklagten ihren Aufenthalt und ihr Leben kurz vor der Tat erörtern will, ersucht ihn Tatjana Leontieff mit bestimmten Worten, darauf nicht einzugehen. Er geklagten über die erlittene Beschimpfung und Mißhandlung durch Thun, 25. März.( W. T. B.) Infolge der Aussage der Anfolle sich seine Mühe sparen und nach dieser Richtung keine Fragen ben Untersuchungsrichter verfügt der Präsident des Gerichts, daß der Petersburg, 24. März.( B. H.) Der„ Börsenzeitung" zufolge ftellen, da sie sie doch nicht beantworten werde. Verteidiger Rechtsanwalt Brüstlein: Wie die Anflage mit untersuchungsrichter und die an der Sache beteiligten Polizister hat der Ministerrat einen Antrag angenommen, durch den die Recht hervorhebt, entstammt die Angeklagte den höchsten russischen morgen vernommen werden sollen. Minister unverantwortlich gemacht werden. Infolgedessen Gesellschaftskreisen. Es ist für mich von von Bedeutung, hier festzustellen, wird das Kabinett Mitte April demissionieren und durch unverwelche Ansicht in diesen Gesellschaftskreisen, in denen sich die Angeflagte antwortliche Minister ersetzt werden. Stolypin soll, wie ver- bewegte, über das furchtbare Blutbad vom 22. Januar bestanden und lautet, in den Grafenstand erhoben werden. wie man sich in diesen Kreisen über den blutigen Bittgang des Priesters Gapon äußerte. Angeklagte: Niemand konnte an jenem Tage ungehindert die Straßen passieren. Ich selbst wurde, als ich nach Hause gehen wollte, durch einen starten Militärfordon daran In der Charitéstraße 3, mitten im„ medizinischen Viertel Die in unserer Sonnabendnummer erwähnte Interpellation der gehindert. Als ich nach vielen Mühen und auf großen Umwegen von Berlin steht ein Neubau, der äußerlich feinen anderen als reaktionären Reichsratsmitglieder, an deren Spize die ehemaligen endlich dort angelangt war und als bekannt wurde, daß es viele den Eindruck eines neueren Berliner Wohnhauses macht. Ein Minister Atimow, Birilew, Durnowo und Stischinsky stehen, fam Tote und Verwundete gegeben habe, wurde allgemein geäußert: hohes Dach krönt ihn, Loggien und Erter zieren die Front, am Sonnabend im Reichsrate zur Verhandlung. Die Interpellation ,, Ach, das sind ja bloß Arbeifer!" wie das bei allen Mietshäusern in besseren Wohnvierteln der richtet sich gegen den Unterrichtsminister und beschäftigt sich mit den( Große Bewegung und laute Entrüstungsrufe.) Berteidiger: Fall zu sein pflegt. Betritt man jedoch durch den gewölbten Ruhestörungen" auf den Universitäten nach Verleihung der war das bestimmend für Ihre spätere politische Betätigung? Au Hausflur und über den Hof den Aufgang des Duergebäudes, Die Mitglieder des Reichsrates, die der Gruppe der Akademiker geklagte: Natürlich wurde ich durch diese Vorgänge in meiner jo fommt einem zum Bewußtsein, daß es sich hier um ein so Gesinnungsart nur bestärkt. angehören, protestierten heftig gegen die Verhandlung der Inter- Tatjana Leontieff schildert nun die Vorgänge nach ihrer Ver- Bauwerk handelt, das dem Massenverkehr dient und eine gepellation, da sie in ihr ein gegen die Autonomie der Universitäten haftung in Petersburg im März 1905. Man habe damals versucht, wiffe öffentliche Bedeutung hat. Da öffnen sich lange Korridore gerichtetes Manöver erblicken. Fürst Trubektoi und der Rektor der gänzlich unschuldige Genossen in Verbindung zu bringen mit und Schilder weisen die einzelnen zurecht in dem neuen Heim Universität Mostau, Manuilow, hielten in diesem Sinne energische ben bei ihr vorgefundenen Explosivstoffen. Auch habe man versucht, des Metallarbeiter Verbandes! Reden, in denen sie ausführten, daß sie aus den Händen des Polizei- die Kampforganisation der sozialdemokratischen Partei in Petersburg Die Berliner Filiale dieses Verbandes ist es nämlich, die regimes nur Trimmer der Universität erhielten und daß sie auf für die bei ihr vorgefundenen Bomben verantwortlich zu machen, sich hier ein eigenes Haus erbaut hat, weil ihr die bisher diesen Trümmern das akademische Banner aufpflanzten. Die Gruppe troßdem diese Organisation von ihrem Plane gar nichts gewußt habe. innegehabten Mietsräume im gemeinsamen Gewerkschaftsdes Zentrums im Reichsrat unterstützte die akademische Gruppe. Infolge dieses niederträchtigen Treibens der Gerichte habe sich ihrer haus am Engel- Ufer zu flein geworden sind. Mit Die Berhandlung der Interpellation wurde darauf zur Abstimmung eine geistige Depression bemächtigt und sie set in ein Spital über 61 834 Mitgliedern gestellt und abgelehnt. Trotzdem will der Unterrichtsminister geführt worden. am Jahresschluß 1906 hat diefe bie te potion Feantvorter. irgend cinc Die Verhandlung wendet sich dann der Persönlichkeit des größte Filiale Gemerkschaft mmchen russischen Ministers des Innern a. D. Durnowo zu, dem das stattlichen Zentralverband an Mitglie barfor lind Attentat ja eigentlich galt. Rechtsanwalt Dr. Brüftlein fonstatiert, für die Regelung der Berufsbedürfnisse boeien teufend daß Durnowo nach unglaublich unanständigen Taten vom Zaren Menschen braucht es cite stattlichen Per Autonomie". -W troffen werden wird, die Betriebe nach Ostern als Bentralverbandes, welcher hierbon Kenntnis erhielt, berfuchte eine bald zu eröffnen, und zwar auf Grund vertragsmäßiger Berständigung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmern herbeizuArbeit unter Ausschaltung des Holzarbeiterverbandes." führen. Die Vertreter tamen aber hier schlecht an. Der anscheinend braucht es ausgedehnte Verwaltungsräume. Man denke an eine Stadt mit einer Einwohnerzahl von gleicher Höhe und stelle daneben, was diese an Rathausräumlichkeiten und anderen öffentlichen Gebäulichkeiten Unseres Erachtens hat der Holzarbeiterverband keine Ursache, sehr nervöse und schwerhörige Herr erklärte furzerhand, mit der bedarf und welches Beamtenheer sie beschäftigt! Dann wird diese neue Kampfestaktik der Unternehmer zu fürchten. Wir halten Drganisation nicht verhandeln zu wollen. An die Berliner Hausman eine Erklärung dafür finden, daß die Berliner Metall- die Proklamierung dieser Taktik für die ersten Zeichen des Rück- diener und Packer richten die durch Unternehmerwillkür Entlassenen arbeiter zum Hausbau schreiten mußten, und wird dabei noch zuges der Unternehmer. Die Ankündigung der neuen Taktik be- daher das bringende Ersuchen, diesen Betrieb streng zu meiden. bewundern, daß sie mit der kleinen Zahl von 25 bezahlten meist mit zweifelloser Sicherheit, daß die Führer der Arbeitgeber Angestellten ohne Bürgermeistergehälter!- die gewaltige iede Hoffnung, den Holzarbeiterverband zum Abschluß eines VerZur Tarifbewegung der Dachdecker. Summe Arbeit zu bewältigen vermögen, welche die Sorge um trages nach ihrem Willen zu zwingen, aufgegeben haben und Am Sonntag fand bei Feind in der Weinstraße wiederum eine 300 000 Seelen macht. Denn so viel zählen die über 60 000 daß fie nunmehr zu den letzten verzweifelten Mitteln greifen, zu Bersammlung der Dachdecker statt, die sich mit der Tarifbewegung Mitglieder mit ihren Angehörigen! Mitteln, von denen sie sich zwar kaum einen Erfolg versprechen befaßte. Die Unternehmer hatten es auch jetzt noch nicht für nötig Mein Haus ist meine Burg", sagt der Engländer. Das tönnen, die sie aber anwenden, um noch einen letzten Versuch zur befunden, über die Tarifvorschläge zu berhandeln, obwohl der alte Haus einer Gewerkschaft, die im Kampfe mit dem Kapital Rettung aus der unhaltbaren Lage zu machen, in die sich die Unter- Bertrag am 1. April abläuft. Nachdem Görnis über den Stand der Dinge berichtet hatte, trat in der Versammlung, wie leicht steht, ist es viel mehr. In den oberen Etagen der Charité- nehmer, dank der Kurzsichtigkeit und Starrköpfigkeit ihrer Führer, begreiflich, eine starte Strömung hervor, die gleich nach Ostern straße 3 haust der Generalstab der Berliner Metall- begeben haben. Wenn die Möglichkeit vorläge, unter Ausschluß eine allgemeine Arbeitsniederlegung wünschte. Bon anderer Seite arbeiter, ausgerüstet mit dem ganzen Material, das zum des Holzarbeiterverbandes zu einem Vertragsabschluß zu kommen, wurde dagegen ausgeführt, daß man mit solchem Vorgehen wohl Führen einer so gewaltigen Masse gehört. Da gibt eine um- der den Arbeitgebern die nötigen Garantien für geordnete Ver- den Unternehmern den besten Gefallen tun würde. Die gute fangreiche Registratur Auskunft über jedes einzelne Mit- hältnisse bietet, dann hätten die Arbeitgeber diesen Weg längst Konjunktur im Beruf sei künstlich dadurch hervorgerufen, daß die glied. Ein Griff, und die Personalfarte mit den Auf- eingeschlagen. Sie hätten dann gewiß nicht neun Wochen einen sie Unternehmer alle Arbeiten vor Ablauf des Tarifs fertigzustellen zeichnungen über Eintritt, Beitragszahlung, Unterstüßungs- schwer schädigenden Kampf geführt, um ein Vertragsverhältnis fuchten, und darum sei es beffer, borläufig eine abwartende Haltung bezug usw. ist zur Hand und gibt die gewünschte Auskunft. mit dem Holzarbeiterverbande zu erhalten. Was einzunehmen. Die Versammlung verzichtete darauf, einen beAndere Einrichtungen gestatten jederzeit eine Uebersicht über bisher nicht möglich war, das wird auch nach Ostern nicht gelingen. stimmten Beschluß zu fassen, weil sich der Saal bei dem starten Andrang als viel zu flein erwiesen hatte. Es wurde beschlossen, die Branchenregimenter und gewaltige Karten, die Was hilft es den Unternehmern, wenn von den etwa 6000 aus- Andrang als viel zu klein erwiesen hatte. Es wurde beschlossen, am Dienstag nächster Woche in einem größeren Saal eine neue eigens für den Verband gezeichnet wurden, geben eine lieber gesperrten und streitenden Holzarbeitern wirklich einige hundert, Versammlung abzuhalten. Einstimmig beschloß die Versammlung, sicht über die Bezirke, in denen die Truppen disloziert sind. gebeugten Hauptes, demütig und unterwürfig, gefolgt von der daß der 1. Mai durch allgemeine Arbeitsruhe gefeiert werden soll. Wenn wir uns von den reinen Verwaltungsräumen aus wohlverdienten Verachtung ihrer kämpfenden Kameraden, in die nach unten begeben, stoßen wir auf die stattliche Bibliothet geöffneten Betriebe gehen, sich den Bedingungen der Unternehmer Die Speichereiarbeiter Berlins und Umgegend versammelten sich bon 5000 Bänden, die äußerst praktisch eingerichtet ist. Neben fügen, vielleicht gar Zwangsmitglieder des Hirsch- Dunckerschen Ge- am Sonntag zahlreich im Englischen Garten, um den Bericht der Die Kommission dieser Zentralbibliothek hat der Verband aber in den einzelnen werkvereins oder sonst einer meistertreuen Organisation werden eingesetzten Lohnfommission entgegenzunehmen. Stadtteilen noch andere, die ebenfalls Tausende von Bänden würden. Ohne die Tausende von Arbeitern, welche auf feinen Fall legte den Entwurf eines Tarifvertrages vor, der mit geringen umfaffen. Ein Sigungszimmer mit 76 Blägen gibt den Lockungen der Unternehmer folgen, kann die Berliner Holz- enderungen von der Versammlung angenommen wurde. Für die dem Vorstand die Möglichkeit, ungestört Konferenzen mit den industrie nicht bestehen. Im höchsten Falle würde es vielleicht äger resp. Stolonnenführer wird ein Lohn von 40 M. gefordert ohne sonstige Vergünstigungen. Der Stundenlohn für die SpeichereiBranchenführern oder Bezirksleitern abzuhalten. Jeder gelingen, eine Anzahl derjenigen Betriebe, welche jetzt schon ein arbeiter soll 65 Bf. betragen; neueintretende Arbeiter, die noch nicht in Sigungsteilnehmer hat vor seinem Stuhl einen Platz zum Häuflein Gewerkvereinler und andere Arbeitswillige beschäftigen, Speichereibetrieben beschäftigt waren, sollen zuerst 60 f., nach vier Schreiben und zur Unterbringung von Materialien und Uten- mit gefügigen Arbeitern leidlich zu besezen. Die weitaus größere Wochen aber ebenfalls 65 Pf. Stundenlohn erhalten. Für Arbeiten filien, die ihm ein Verfolgen und Skizzieren des Gehörten Mehrzahl der Betriebe, und zwar gerade diejenigen, deren Inhaber außerhalb des Speichers wird eine Mart pro Tag extra berechnet. und Beschlossenen erleichtern. den Kampf nicht länger aushalten können, würden auch nach der Nachtschichten werden mit 20 refp. 30 Bf. Aufschlag pro Stunde be Oeffnung noch vollständig leer bleiben, denn das ist gewiß: Die zahlt. Wo beffere Bedingungen herrschen, bleiben diefelben natürlich Masse der Mitglieder des Holzarbeiterverbandes erniedrigt sich bestehen. Die Arbeitszeit soll 9 Stunden betragen; Ueberstunden find mit 10 Bf. Aufschlag zu berechnen, Sonntagsarbeit mit 1 M. nicht zu Verräterdiensten. Mlögen es die Arbeitgeber immerhin mit ihrem lebten Mitte! Stunden früher Feierabend ohne Lohnabzug zu gewähren. Sanitäre Lohn pro Stunde. An den Tagen vor hohen Festen ist zwei der Verzweiflung versuchen, mögen sie so den Stampf auch noch Einrichtungen in den Betrieben, ein Sommerurlaub und Freigabe cinige Wochen hinziehen, sie werden schließlich doch zu der aller- bes 1. Mai werden unter anderem noch verlangt. Um Antwort auf diesen Vertragsentwurf wird bis zum Dienstag, In den Parterreräumen hat die Artillerie Aufstellung dings teuer bezahlten Einsicht kommen, daß es nicht möglich ist, gefunden. Gewaltige Druckpressen schleudern nämlich von hier geordnete Zustände im Gewerbe ohne Mitwirkung des Holzarbeiter den 2. April, ersucht und als wünschenswert bezeichnet, wenn auch aus Flugblätter und Tausende von Nummern des Stampf- verbandes herzustellen, und daß man eben deshalb, damit Ruhe die Arbeitgeber eine Kommission wählen, mit der alsdann die Lohnorgans, der Metallarbeiter- Beitung", gegen den Feind und und Frieden garantiert werde, den Holzarbeiterverband als gleich- tommission der Arbeiter zu einer Berständigung gelangen könnte. E3. handelt sich hier um die Arbeiter in Speichern, wo Stundenlöhne wie fich das für eine richtige Festung gehört in den berechtigten Kontrahenten ansehen muß. bezahlt werden. Sollte es in einzelnen Betrieben zum Streit Kasematten-( im Keller) befindet sich auch die PulverDie Möbeltransportarbeiter füllten am Montagmorgen wieder fommen, so wird von allen arbeitenden Kollegen eine Ertrasteuer tammer: eine große Stahltammer zur Aufnahme der den großen Gaal des Gewerkschaftshauses bis auf den letzten Plak. von 1 M. pro Woche erhoben werden, die den Streifenden als ZuGelder, welche die Drganisation für ihre Kämpfe Der Berichterstatter Dehn erklärte, daß die Lage unverändert schlag zu der Streifunterſtüßung gezahlt werden soll; die Affordmit dem Unternehmertume notgedrungen bereit halten günstig sei. Drei fleinere Firmen haben die Forderungen be- träger und Marktarbeiter werden keine Kähne oder Waggons für muß. Daß eine Arbeiterorganisation nach dem Muster willigt und mit Schlossin wurden Verhandlungen gepflogen, gesperrte Betriebe laden. Von den 350 bis 400 Speichereiarbeitern in unferer großen Bantinstitute einen stahlgepanzerten deren Abschluß erst erwartet wird. Die großen Firmen haben Berlin gehören nur wenige der Organisation nicht an. Die Organisation Tresor in ihrem Hause befigt, dürfte eine Einrichtung sein, schon starte Verluste erlitten und die Schwierigkeiten häufen sich würde den Kampf nicht scheuen, wenn er ihr aufgezwungen wird. die in der ganzen Welt nicht ihres gleichen hat und selbst in von Tag zu Tag. An viele Privatleute find Schreiben gerichtet Den Streikenden der Salomo- Mühle bewilligten die Versammelten der englischen Arbeiterbewegung wohl nicht zu finden ist. worden, daß sie sich gedulden möchten, bis der Streit be- einen Ertrazuschuß zum Ofterfest. endet" ist. Man hoffte, daß sich am Montagmorgen die Man sieht, der Berliner Metallarbeiter- Verband ist für alle Streifenden zahlreich wieder melben würden; aber sie tamen nicht, In der Salomo Mühle ist die Lage des Streits für die Fälle gerüstet und darf wohl allen Kämpfen mit dem Unter- fondern gingen in ihre Versammlung. Auf den Bahnhöfen stehen Arbeiter nicht ungünstig. Am Sonnabend fanden Verhandlungen nehmertum geruhig ins Auge sehen. etwa 500 Wagen, die nicht entladen werden können, weil es an statt, die aber ergebnislos verliefen. Herr Salomo sucht durch Am Sonntag hatte die Ortsverwaltung Berlin des Ver- fachkundigen Leuten mangelt. Aus dem Asyl für Obdachlose Stellenbermittler Leute nach Köpenickerstr. 194 im Restaurant, wo bandes eine Anzahl von Vertretern anderer Drganisationen werden noch immer Arbeitswillige geholt. Der Polizei wurden in fie für die Salomo- Mühle angeworben werden. Er hat einige zur Besichtigung ihres neuen Heimes eingeladen. Auch die der Versammlung Vorwürfe gemacht, daß sie die Arbeitswilligen Arbeitswillige befommen, die er aber selbst mit sehr fritischen daß Berliner Gewerkschaftskommission und die Generalfommission begünstigt und beschützt, gegen die Streifenden aber überall feindliden betrachtete und der Befürchtung Ausdrud gab, schwindsüchtig feien und einem Die arbeitenden Kollegen werden von den fie felig auftrete. ordentlichen Mehljack waren vertreten. Alle Anwesenden schieden mit Worten der Streifenden ersucht, daß sie nicht Arbeiten von anderen Firmen, gegenüber den kürzeren ziehen würden. Vor einigen Tagen Befriedigung über das Gesehene und mit Ausdrücken des also Streitarbeit übernehmen. Es besteht der Verdacht, daß hier wurden mehrere Kähne für die Firma abifiert, die seit Donnerstag Dantes dafür, was sie an den mustergültigen Einrichtungen und da nicht genügend darauf geachtet wird; andererseits burden am Inselspeicher lagen; die Affordarbeiter weigerten sich aber, für der Metallarbeiterhauses gelernt hatten. Beispiele bekannt, die zeigten, daß die Arbeitenden es als eine un- Sarl Salomo, wo gestreift wird, in Dienst zu treten, und die Kähne So manches davon wird für zukünftige Gewerkschafts- gehörige Zumutung zurüdwiesen, Streifarbeit zu tun, sobald ihnen fonnten nicht entladen werden. Daß Salomo an Arbeitswillige höhere Löhne zahlt, beweist ein Brief, der uns vorgelegt wurde, in bauten borbildlich sein! der nähere Charakter der überwiesenen Arbeit bekannt war. Die Hartnädigteit der Unternehmer ist noch ziemlich groß, wenn welchem durch einen Vermittler 27 m. für einen Mühlenarbeiter ge boten wurden. Salomo behauptet allerdings, daß er für die man bedenkt, daß jezt die letzten Tage der Umzugszeit fommen Sehr umfangreich sind die Räumlichkeiten zur Kontrolle bon Streifenden und Arbeitslosen. Dabei sind sie licht und warm. Dampfheizung durchströmt alle Räume des gewaltigen Baues; das elektrische Licht spenden moderne Lantallampen, die sich durch große Helligkeit und geringen Stromverbrauch auszeichnen. Achtung, Holzarbeiter! nicht angenommen werden darf. und auf der einen Seite ein großes Bublifum fehr besorgt auf Differenz von 3 M. von der Vereinigung der Unternehmer Ersay ben Frieden zwischen Unternehmern und Arbeitern wartet und erhalte( 1). auf der anderen Seite eintausend kräftige und kundige Arbeiter bereit stehen, alle notwendige Arbeit zu verrichten, sobald nur ihre gerechten Forderungen auf höheren Lohn Berücksichtigung finden. Deutfches Reich. Zum Kampf im Schneidergewerbe. Der Arbeitgeberschutzverband beabsichtigt, nach Mitteilungen ber ,, Fachzeitung", feinen Mitgliedern zu gestatten, ihre Wert stätten wieder in Betrieb zu setzen. Jedoch sollen nur solche Tischler eingestellt werden, die unterschriftlich erklären, daß sie dem Holzarbeiterverband nicht mehr angehören. Es ist ohne Die in den Brauereien beschäftigten Böttcher haben den neuen Die Generalaussperrung aller organisierten weiteres anzunehmen, daß organisierte Arbeiter ein solches Tarifvertrag noch nicht abgeschlossen; sie halten an ihrer Forderung, Schneidergehülfen von ganz Deutschland steht für Anfinnen zurückweisen. Wir wollen aber nicht unterlassen, den Neunstundentag, mit großer Bähigkeit fest. In einer außer: nächsten Sonnabend bevor. In Krebs' Hotel, Niederwallstraße, zu darauf hinzuweisen, daß Arbeit unter einer solchen Bedingung Wilfe, in der Brunnenstraße, erstattete& I appschus über die Berlin trat gestern nachmittag der gesamte Hauptvorstand des ordentlichen Vereinsversammlung am Sonntag nachmittag bei Ferner darf in keinem Fall bei solchen Unternehmern, der beiderseitigen Kommissionen statt, aber noch ist es nicht ge- für das Schneidergewerbe zu einer Konferenz zuſammen, gepflogenen Verhandlungen Bericht. Es fanden Zusammenfünfte Allgemeinen Deutschen Arbeitgeberberbandes die sich an der Aussperrung beteiligt haben, die Arbeit ohne lungen, eine Einigung herbeizuführen, und es wird auch schwer um über die zu treffenden weiteren Maßnahmen im Lohukampfe zu Zustimmung der Drtsverwaltung aufgenommen werden. halten, bis zum 31. März, dem Tage des Ablaufes des alten Ver- beraten. Nach dreistündiger Verhandlung wurde einstimmig be. Gleichzeitig empfehlen wir unseren Kollegen, ihre Wachsam- trages, ein befriedigendes Resultat zu erzielen. Die Kommission fchloffen, dem Vorstande des Gehülfenverbandes umgehend keit zu verdoppeln, da der Arbeitgeberverband Tischlergefellen der Böttcher hofft aber, daß die Brauereien in diesem Punkte nach folgendes Schreiben zuzustellen. zu Hunderten in der Provinz für Berlin sucht. geben werden, wenn sie sehen, daß die Arbeiter fest entschlossen sind, Die Drtsverwaltung. dabei zu beharren. Wie wichtig es für die Böttcher ist, daß sie ihre Forderung durchsetzen, ist aus einer Drohung der Innungsmeister zu ersehen, daß sie auch eine Verlängerung der Arbeitszeit wünschen, wenn in den Brauereien die 91stündige Arbeitszeit in Geltung tritt. In allen Werkstätten und auch in einem Teil der Brauereien besteht gegenwärtig die 9 stündige Arbeitszeit. handelt sich um 13 Brauereien mit 186 Böttchern, wo der Neunstundentag eingeführt werden soll. In einer Resolution wurde die Willensmeinung der stark besuchten Bersammlung niedergelegt. Es heißt darin, daß die Versammelten Kenntnis nehmen von den ge heißt darin, daß die Versammelten Kenntnis nehmen von den gepflogenen Verhandlungen und lebhaft bedauern, daß der Verein der Brauereibefizer seinen ablehnenden Standpunkt nicht verlassen hat. Sie betonen ausdrücklich, daß sie an der Neunstundenarbeit festhalten und auch auf den Lohnfaz von 35 M. pro Woche beharren müssen. Eine endgültige Regelung der Angelegenheit erwarten sie bis spätestens den 15. April. Der Kampf in der Holzindustrie. " Heute handelt es sich nicht mehr um einen Bertrag, heute geht der Kampf von Organisation zu Organisation. Wie der Holzarbeiterverband es auf den Arbeitgeber- Schußberband abgesehen hat, so ist dieser zielbewußt und mit vollster Absichtlichkeit, aber auch mit dem festen Entschluffe, die Sache zu Ende zu führen und sich und der gesamten Arbeitgeberschaft im Gewerbe Ruhe zu schaffen, in den Kampf eingetreten." " E& Die Versammlung beschäftigte sich noch mit dem Ausstand in der Fabrik von Landhoff u. Mayer, Grünau. Dort gingen am 15. März 6 Böttcher mit 2 Hülfsarbeitern und 4 Arbeitsburschen in den Streit, weil zu geringe Löhne gezahlt wurden. Die Böttcher erhielten nur 40 Pf. Stundenlohn, während der übliche Lohn 60 f. beträgt. Die Burschen bekamen nur 18 Pf. pro Stunde. Die Versammelten beschlossen, für die Streifenden eintreten zu wollen und Buzug fernzuhalten. Für die ausgesperrten Holzarbeiter wurde als Wir teilen Ihnen hierdurch mit, daß der am heutigen Tage bersammelte Hauptvorstand des Allgemeinen deutschen Arbeitgeberberbandes für das Schneidergewerbe einstimmig beschlossen hat, die in Streit und Sperre befindlichen Ortsgruppen mit allen zu Gebote stehenden Mitteln zu unterſtüßen und mit der Durchführung der diesbezüglichen Maßnahmen diese Woche zu beginnen. Bezugnehmend auf den in Ihren Schreiben vom 18. und 22. d. M. an uns ausgesprochenen Wunsch, Ihnen Vorschläge zur Beilegung der Differenzen zu machen, übersenden wir Ihnen nachfolgend einen von dent Hauptvorstande ausgearbeiteten Vorschlag mit dem Bemerken, daß wir unsererseits von der Durchführung weiterer Maßnahmen Aba stand nehmen, wenn Sie bis Donnerstag, mittags 12 Uhr Ihre Zustimmung dazu gegeben haben: 1. Die von den Drtsgruppen des Allgemeinen Deutschen Arbeitgeberverbandes für das Schneidergewerbe den Filialen der Gehülfenverbände übermittelten Lohntarife nebst Arbeitsbedingungen werden von den Verbänden der organisierten Gehülfenschaft hierdurch anerkannt und treten sofort in Kraft. 2. Diese Tarife werden binnen zehn Tagen von beiden Seiten nach dem Tarifvertragsübereinkommen festgelegt. 3. Sollten sich in den vorgenannten Tarifen einige Unebenheiten befinden, so wird es dem Hauptvorstande der Gehülfenverbände anheimgestellt, diesbezügliche Abänderungs anträge vor der Festlegung der Tarifverträge dem Hauptborstande des Allgemeinen Deutschen Arbeitgeberverbandes zu übermitteln, der die Erledigung derselben den betreffenden Orts gruppen zur Würdigung übergeben wird. 4. Beide Teile verpflichten sich, die noch erforderlichen Schritte in friedlicher Weise zu tun und hierbei auf die Anwendung von Machimitteln zu ber zichten. 5. Die Arbeit wird allerorten am Dienstag, den 2. April, früh 8 Uhr, wieder aufgenommen." Dies Bekenntnis wird in der neuesten Nummer der Fachzeitung" der Tischlermeister abgelegt. Der Arbeitgeber- Schußberband hat es also auf die Vernichtung des Holzarbeiterverbandes abgesehen. Das ist doch wohl der Sinn der vorstehend zitierten unklaren Ausdrucksweise der Fachzeitung". die mit diesem Befenntnis übrigens nichts Neues sagt. Um die Berwirklichung dieser Absicht führt der Arbeitgeber- Schutzverband jetzt seit mehr als neun Wochen einen hartnädigen Kampf gegen den Holzarbeiter verband. Aber die Arbeitgeber sind ihrem Ziele noch keinen Schritt näher gekommen. Die Einsichtigen unter den Arbeitgebern haben auch nicht mehr die Hoffnung, dies Biel zu erreichen und die träftigen Worte, die man in der Fachzeitung" liest und in den erste Rate eine Unterstüßung von 100 M. bewilligt. Arbeitgeberversammlungen hört, sind nichts als der Ausdruck der Als ganz besondere Scharfmacher haben sich die Inhaber der But darüber, daß es dem Arbeitgeber- Schutzverband trok rüd- Galanterie- Holzwaren- Exportfirma Bernhard Rotting, Ritter sichtslosester Anwendung seiner Machtmittel nicht gelingen will. straße 80, gezeigt. Die Hausdiener und Bader, welche bis zu dem Holzarbeiterverband den Willen der Unternehmer aufzu- zwanzig Jahren in diesem Musterbetriebe" beschäftigt waren, hatten zwingen. das Verbrechen begangen, schriftlich in der höflichsten Form wegen Im Anschluß an die Konferenz fand eine General. In bezug auf die von den führenden Arbeitgebern angefün- Sommerurlaub vorstellig zu werden. Obgleich in ähnlichen bersammlung des Berliner Arbeitgeberverbandes statt. Der digten neuen Kampfmittel schreibt die Fachzeitung": Geschäften derartige leine soziale Einrichtungen längst bestehen, Beschluß des Hauptvorstandes wurde bekannt gegeben und ihm einUeber die Taktit, welche es jetzt zu befolgen gilt, wird glaubten diese Scharfmacher aber aus besagtem Anlaß einen eigen mütig zugestimmt. Der Vorsitzende des Hauptvorstandes ties begreiflicherweise nichts vorzeitig in die große Deffentlichkeit artigen Druck auf ihr Angestellten auszuüben, indem man verlangte, noch besonders darauf hin, daß am nächsten Sonnabend die Ausgelangen. Die Vertreter des Arbeitgeber- Schutzverbandes haben daß die Betreffenden aus der Berufsorganisation austreten müßten. sperrung über ganz Deutschland ausgedehnt werde, wenn der Gedas nähere für den gemeinsamen Kampf einer Zentralfommission Bevor jedoch irgend welche Verhandlungen eingeleitet wurden, setzte hülfenverband nicht bis zur festgesetzten Zeit sein Einverständnis mit überlassen, die Berliner Kollegen haben die Vorstände der Ver- der Unternehmer die zehn Hausdiener und Packer aufs Straßen- dem vorliegenden Vergleichsentwurf erkläre. bände damit betraut. Nur soviel sei bemerkt, daß Vorsorge ge- lpflafter. Der Verein Berliner Hausdiener, Mitgliedschaft I des " Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Nedaktion dem Publikum gegenüber teinerlei Verantwortung. Theater Dienstag, den 26 Anfang 7, Uhr, Kgl. Opernhaus. Pique Dame. Kgl. Schauspielhaus. Wallensteins Lager. Die Piccolomini. Deutsches. Der Gott der Nache. Rammmerspiele. Komödie der Liebe. Leffing. Die Stüßen der Gesellschaft. Neues Schauspielhaus. Figaros Hochzeit. Berliner. Fauft. Anfang 8 Uhr. Schiller 0. ( Wallner Theater.) Narrenglanz. Schiller- Theater Charlottenburg. Fiesto. Schiller N.( Friedrich Wilhelm städtisches Theater.) Das letzte Mittel. Komische Oper. Tosca. Lorking. Das Glöckchen des Eremiten. Zentral. Der Zigeunerbaron. Westen. Die lustige Witwe. Kleines. Ein idealer Gatte. Neues. Vorbestraft. Residenz. Haben Sie nichts zu berzollen? Lustspielhaus. Husarenfieber. Deutsch Amerikanisches. Juan. Thalia. Olympische Spiele. Luisen. Der' wissenswurm. Trianon. Don Urania. Wissenschaftliches Theater. 4 Uhr: Sizilien. Kleine Preise. 8 Uhr: Die Feuergewalten der Erde. 8 Uhr Dr. Thesing: Mutationstheorie und Lamarckismus. Schiller- Theater. Schiller- Theater O.( Wallner- Theater). Dienstag, abends 8 Uhr: Narrenglanz. Ein Spielmannsdrama in 4 Atten von Rudolf Rittner. Mittwoch, abends 8 Uhr: Zum erstenmal: Traumulas. Donnerstag, abends 8 Uhr: Jugend. Schiller- Theater Charlottenburg. Dienstag, abends 8 1hr: Die Verschwörung des Fiesko zu Genua. Ein republikanisches Trauerspiel in 5 Aufzügen von Friedrich Schiller. Mittwoch, abends 8 Uhr: Im bunten Rock. Donnerstag abends 8Uhr: Narrenglanz. Refiden- Theater. Zirkus Schumann Zirkus Busch. Direktion Richard Alexander. Dienstag, Mittwoch: Haben Sie nichts zu verzollen? Seute Dienstag, den 26. März: Donnerstag und Denise. Sonnabend: Diter- Sonntag und folgende Tage: Haben Sie nichts zu verzollen? 1. Diterfeiertag nachm.: Staf wagenkontrolleur. Fortsetzung des Finale der großen internationalen Dienstag, 26. März, 7% Uhr: Fortsetzung der Schluß Ringfämpfe um die Prämien v. 10 000 M. und großen Goldpokal. Ringkampf- Konkurrenz ehrenprotetoras: Brofeffor um Schlaf- den 2. Osterfeiertag nachm.: Hochzeits nacht. DERNHARD ROSE THEATED Gr. Frankfurterstr. 132. Abends 8 Uhr: Sherlock Holmes. Billettvorverkauf schon für 8 Tage borher ohne Vorverkaufsgebühr von 10-1 Uhr an der Theaterkaffe. Goldenen Kranz von Berlin u. 10 000 Mark bar. Heute: Entscheidungskampf zwischen Omer de Bouillon( Belgien) und Jankowsky( Rußland) und Reinhold Begas. Die Kämpfe werden von heute ab sämtlich ohne Ausnahme bis zur definitiven Entscheidung ausgerungen. Ferner zum ROM. Schluß: Große Drig- Ausst. Bantomime in 7 Bildern. Mit Rücksicht auf die ordnungsmäßige Durchführung und event. Dauer der Ringkämpfe werden Entscheidungskampf in der Pantomime nötigenfalls zwischen Jakob Koch( Deutschl.) und Chemjakin( Rußland). Vorher: Gala- Programm und Freitag u. Sonnabend: Geschlossen. St. Hubertus. Kürzungen vorgenommen, damit die Vorstellung nicht zu spät ausgedehnt wird. Metropol- Theater Größtes und fehenswerteftes Bracht Deutsch- Amerikanisches Theater. Abends 8 Uhr: icon. Borci de Der Teufel lacht dazu Frl. Josette meine Frau. Bernhard Nose. Sherlod Holmes. Metropol. Der Teufel lacht dazu. Gebr. Herrufeld. Ein verrücktes Hotel. Wintergarten. Charlotte Biehe. Spezialitäten. Apollo. Der Triumph des Weibes. Bernhard Mörbig. Spezialitäten. Kasino. Nick Carter. Spezialitäten. Große Jahresrevue in 7 Bildern von Julius Freund. Musik von Viktor Hollaender. Dirigent Max Roth. In Szene gesetzt von Direktor Richard Schultz. Massary. Wolff. Bender. Giampietro. Josephi. Rauchen überall gestattet. Donnerstag, den 28. u. Sonnabend, den 30. März: Walhalla. Die goldene Eva. Spe. Der G'wissenswurm. zialitäten. Folies Caprice. 100 000 Gulden Mitgift. Im Inspektionszimmer. Manegenschaustüd. Passage- Theater. 12. Monat. Täglich ausverkauft! Der größte Lacherfolg der Saison: ,, Mal was Anderes". Die Theims- Troupe und die 10 glänzenden Gesamtgastspiel Theater des Westens. Heute abend 8 Uhr:. Don Juan. Morgen abend: Die Fledermaus. Donnerstag: Der Postillion von Lonjumeau. Freitag abend: Geschlossen, Bruch- Pollmann empfiehlt sein Lager in Bruchbandagen, Leibbinden, Geradehaltern, Spritzen, Suspensorien fowie sämtliche Artikel zur Krankenpflege. Eigene Werkstatt. 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Mufit bon Josef Hellmesberger und Paul Lincke. Borher: Um 9 Uhr: Die bedeutenden Spezialitäten mit Bernhard Mörbitz. An beiden Osterfeiertagen nach mittags 3%, Uhr, II. Preise: Doppel Vorstellungen. 7.65 Letzte Vorstellungen von Charlotte Wiehe und das März- Programm. Neues Theater. Großer Erfolg! Bum erstenmal: Vorbestraft. Anfang 8 Uhr. Mittwoch: Vorbestraft. Donnerstag: Vorbestraft. Freitag: Geschlossen. Kleines Theater. Abends 8 Uhr: Ein idealer Gatte. Mittwoch: Ein idealer Gatte. Donnerstag: Nachtasyl. Freitag: Geschlossen. Sonnabend: Ein idealer Gatte. Lustspielhaus. Abends 8 Uhr: Husarenfieber. Zentral- Theater. ( Operette.) 8 Uhr: Der Zigeunerbaron. Mittwoch: Die Fledermaus. Luisen- Theater Reichenbergerstr. 34. Abends 8 Uhr: Gebr. HerrnreidAnfang Theater Borbert. 8 Uhr. 11-2 Uhr 57 Kommandantenstraße 57. Spielplan für die Karwoche. Dienstag und Mittwoch: Ein verrücktes Hotel Somödie in 3 Atten von A. und D. Herrnfeld. Donnerstag und Sonnabend: Hausierer Jockele und Die letzte Ehre Ostersonntag u. Dftermontag: 31, Uhr bei halb. Stassenpreisen: Hausierer Jockele. Die letzte Ehre. 8 Uhr: Ein verrücktes Hotel. W. Noacks Theater. Direktion: Rob. Dill. Brunnenstr. 16. Heute: Geschlossen. Am 1. Ostertag: Die Ahnfrau. Am 2. u. 3. Ostertag: Sängerin und Näherin. Boltsstüď v. Angely. Un allen drei Feiertagen Anf. 8 Uhr. Am 2. und 3. Feiertag: Ball. Folies Caprice Linienstr. 132, an der Friedrichstr. Heute abend 8 Uhr: Eine Nacht in der Apotheke ferner Glänzender neuer Solotell und: Im Inspektionszimmer. Borverkauf an der Theaterkasse und bei Wertheim. Walhalla Varieté-Theater Weinbergsweg 19/20 ,. Rosenth. Tor Letzte Woche! Das vorzügliche = März Programm. Anfang 8 Uhr. Intimes Theater Dresdenerstraße 97. Täglich größter Erfolg! Willi Haases Burlesten Ensemble: Onkel Toni. Ein Nachtafyl. Alles lacht. Fröbels Allerlei- Theater Schönhauser Allee 148. Gastspiel Bernh. Rose Theater. Berliner Raubvögel. 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Am Sonntag, den 24. März, verstarb das Mitglied, der Metallarbeiter Richard Welzer. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 27. März, um 5 11hr nachmittags in Weißensee, Falken berger Chauffee, auf dem Friedhof der Immanuel- Gemeinde statt. Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. Beim Vorzeigen dieses Inserats 4% Rabatt. Jede Dame Spezial- Möbel- Halle part Geld: Harry Goldschmidt Nach beendeter Saison! Einzelverkauf! Jacketts von 4-20 m. Lift- Boys von 8-25 M. Boleros bon 10-20 M. Havelocks von 6-25 M. Staubmäntel bon 5-20 M. Gummimäntel. Farbige BackfischPaletots von 5-12 M. Modelle ,, Pariser Genrs" Taft- Paletots, ( Gegründet 1894) Tuch- Paletots, Taft- Lift- Boys bedeutend unter Herstellungspreis. Hochelegante Kostüme 30, 25, 20, 15, 10 M. Spezialitäts Extraweiten für starke Damen, Paletots, Jacketts und Capes. EngrosVerband der Schneider und Max Mosczytz, Eager Schneiderinnen Deutschl. ( Filiale Berlin) Todes- Anzeige. Den Mitgliedern geben wir hiermit bekannt, daß der Kollege August Winter am Sonnabend früh im Alter von 60 Jahren gestorben ist. Ehre seinem Andenken! 163/9 Die Ortsverwaltung. Todes- Anzeige. Allen Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß unser Wertführer Heinrich Micke als Opfer feines Berufes am 18. März verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Dienstag, den 26. März, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Elisabeth Kirchhofes, Prinzen- Allee aus statt. 4 Um rege Beteiligung bitten Die Kollegen der Firma C. Zoch. 24296 Todes- Anzeige. Am 23. cr. verstarb nach langen schweren Leiden mein lieber Mann, unser guter Vater, der Gastwirt Kein Laden. Landsberger- 59 straße am Alexanderplat, 1 Treppe. Achten Sie im eignen Interesse auf die Hausnummer. Kranz- und Blumenbinderei Don Robert Meyer, nur Mariannen- Straße 2. Dr. Schünemann 35112* Spezial- Arzt für Haut- und Harnleiden, Frauenkrankheiten. Friedrichstr. 203, Ecfe Schüßenstr. 10-2, 5-7, Sonnt. 10-12 Uhr. 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Mts., nachmittags 3, Uhr, vom Strankenhaufe Moabit( Turmstraße) aus statt. 2426b Statt jeder besonderen Meldung. Hiermit die traurige Nachricht, bag unsere liebe Mutter, Großmutter und Urgroßmutter, Witwe Rosine Roussel geb. Weise. 24195 im 86. Lebensjahre gestorben ist. Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 27. März, nachmittags 4 1hr, von der Leichen halle des französischen Kirchhofes, Wollantstraße, aus statt. Die trauernden Hinterbliebenen. Allen Verwandten und Befannten die traurige Nachricht, daß meine liebe Frau, unsere gute Mutter Elise Burba am 23. März verstorben ist. Dies zeigen tiefbetrübt an Chr. Burba nebst Kindern. Die Beerdigung findet am Mittwochnachmittag 4 Uhr von der Leichenhalle des Emmaus Kirchhofes aus statt. 43322 Für die herzliche Teilnahme und zahlreichen Stranzspenden bei der Beerdigung meines unvergeßlichen Mannes, unseres lieben Baters, Schwieger- und Großvaters sagen .oir auf diesem Wege allen Freunden, Bekannten sowie sämtlichen Teil nehmern unseren herzlichsten Dant. Witwe August Günther 43342 nebst Stindern. Danksagung. Sage biermit allen Freunden und Bekannten sowie sämtlichen Vereinen und Stammgästen, welche bei der Beerdigung meiner lieben Frau Pauline Kohlschmidt geb. Lehmann, zugegen iraren, meinen tiefgefühltesten Dant. 24165 Paul Kohlschmidt nebst Tochter. stets frisch zu billigsten Engros- Preisen. Amt 4, 3014. Was ist Reise- Cheviot? 3464L* Ein eleganter Anzugftoff in modernen echten Farben, reine Schafwolle, un zerreißbar, 140 cm breit, 3 Meter tosten 12 Mart franto. 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Das neue Asyl ist für 400 Betten eingerichtet und gliedert sich räumlich dem Männerasyl an. wodurch, wenn auch mit Schwierig- leiten, die Verwaltung vereinfacht, ganz besonders aber der gemein- same wirtschaftliche und maschinelle Betrieb der beiden Anstalten verbilligt wird. Eine Hauptschwierigleit bestand darin, daß für das Frauen- ashl ein räumlich getrennter Eingang von dem des Männerasyls geschaffen werden mußte. Zu diesem Zweck wurde das Haus Äolbergerstraße 30 vom Ashlverein angekauft und durch dieses Haus ein Durchgang nach dem Frauenasyl geschaffen, der so ge- sondert und verdeckt angelegt wurde, daß er die Vermietung dieses Wohnhauses in keiner Weise nachteilig beeinflussen kann. Als Vorbild für die Gestaltung des Frauenasyls diente das bor 10 Jahren erbaute Männerasyl, was sich in allen Teilen als praktisch und mustergültig bewiesen hat. Es wurde auch hier nur «in Erdgeschoß errichtet, so daß alle Räume in gleicher Fußboden- höhe liegen. Den Asylistinnen steht als erster Aufcnthaltsraum die Sammel- Halle, welche 400 Personen Platz bietet, zur Verfügung. Von hier aus führt eine Tür in den Baderaum mit 20 Wannen und an- schließender Desinfektionsanstalt. Eine andere Tür führt in den Waschsaal, in welchem 40 Waschbecken für Kalt- und Warmwasscr Aufstellung gefunden haben. Aus beiden Räumen gelangen die Asylistinnen in die Speisehalle, in welcher zunächst an einem Schalter die Aufnahme stattfindet, worauf am Küchenschalter die Speisen verteilt werden. In der Speisehalle haben Bänke und Tische Aufstellung gefunden, an welchen gegessen und gelesen werden kann; auch kann die Ausbesserung von Kleidungsstücken vorgenommen werden, wozu den Frauen die nötigen Materialien unentgeltlich geliefert werden. Von der Speisehalle verteilen sich die Asylistinnen rechts und links in die Schlafsäle. Des Morgens steht den Frauen wieder der Waschraum zur Verfügung und findet. nachdem ihnen Kaffee und Backware verabreicht wurde, die Ent- lassung aus einem gesonderten Ausgang statt. Die Schlafräume haben keine Türen und werden in der Nacht durch Glühlampen erleuchtet, so daß die Nachtwache jeden Winkel des Asyls beobachten kann. Alle Räume sind mit Dampfheizung, elektrischer Beleuchtung und künstlicher Ventilation versehen, bei welcher die vor- gewärmte frische Luft durch unterirdische, begehbare Kanäle mittels Ventilators in die Räume hineingedrückt wird, so daß ein balbstündlicher Luftwechsel stattfindet. Die Kochküchc ist mit drei Tampfkochapparaten für Suppe und Kaffee ausgerüstet. Die maschinelle Abteilung, welche nun für das Männer- und Frauenasyl gemeinsam eingerichtet wurde, enthält drei neue Dampfkessel von je 120 Quadratmeter Heizfläche, während die beiden alten Kessel zur Reserve zur Verfügung stehen, ferner eine liegende Dampfmaschine von 150 Pferdestärken, direkt mit einem Dynamo gekuppelt, welcher zur Licht- und Krafterzeugung dient. Tie vorhandene alte Dampfmaschine nebst Dynamo steht zur Re- serve zur Verfügung. In der Wäscherei sind vier neue sowie eine alte Waschmaschine zur Aufstellung gelangt, 2800 Schlafdecken und ebensoviel Hand- tücher sollen hier täglich gewaschen werde», so daß jede Person täglich reine Wäsche erhält und eine Ansteckung durch KrankheitS- stoffe oder eine llebertragung von Ungeziefer auf diesem W�je un- möglich ist. Bier Zentrifugen sind für das Auswringen der Wäsche bestimmt. In der Trockenanstalt ist ein Kettentrockeuapparat auf- gestellt, in welchem die Schlafdecken an eigens konstruierten Klammem aufgehängt werden und nachdem sie in 20 Minuten den überhitzten Rauni durchlaufen haben, getrocknet am anderen Ende des Apparats herausfallen. Eine Dampfmangel ist zum Trocknen der Handtücher bc- stimmt. An die Trockenanstalt schließt sich der Lagerraum für reine Wäsche an. Für die gesamte Wasserversorgung der beiden Asyle ist eine elektrisch angetriebene Pumpe in einem Brunnenschacht aufgestellt. Ein- reichliche Akkumulatorenbatterie spendet das Licht zur Nachtzeit und versorgt die Motoren der Wasch- und Trocken- Maschinen sowie der Ventilatoren für den Fall, daß diese nicht direkt von der Hauptmaschine mit Strom versehen werden. Für das Männerasnl wurde eine Vergrößerung der rechts- seitig gelegenen Schlafsäle vorgenommen, so daß zu den 700 vorhandenen Betten noch 182 neue Betten zur Aufstellung gelangen können. Alle Gebäudeteile wurden auf das solideste von Stein und Eisen ausgeführt. Die Fußböden sind mit Terrazzo auf Beton- unterläge belegt. Alle Röhrcnleitungen liegen frei in unterirdischen bequem begehbaren und mit elektrischer Beleuchtung versehenen Kanälen. Die Bauarbeiten wurden, nachdem im Jahre 1005 eine 'AVj Meter hohe massive Ufereinfassnng der Panke an diesem Grund- stück hergestellt worden war, im Jahre 1006 ausgeführt und biS zum 15. März 1007 in allen Teilen fertiggestellt. Am Sonntag fand die feierliche Einweihung des neuen Asyls statt. Sie wurde eingeleitet mit einem stimmungsvollen Gesangs- Vortrag des Erkschen Männergesangvcreins, worauf der Gründer des Ashlvereins für Obdachlose, der hochbetagte Herr Gustav Thölde, in einer Ansprache die Geschichte des AsylvercinS, seine Aufgaben und seine Schöpfungen in knapper, aber um so beredter Weise den zahlreich erschienenen Festteilnehmern darlegte. Seine schlichte Rede klang aus in dem Wunsch, in dem bisherigen Sinne weiter wirken zu wollen und gewissermaßen als letztes Vermächtnis legte er dem Kurator des Frauenasyls die strikte Jnnehaltung der Statuten des Vereins ans Herz, da mit denselben der Verein stehe und falle. In Vertretung des durch Krankheit am Erscheinen verhinderten Kurators des Frauenasyls, Stadtverordneten Plischke, übernahm der Kurator des Männerashls, Genosse Singer, vorläufig das Gebäude, dem Vorsitzenden versichernd, daß auch in Zukunft die Vereinsstätten geleitet werden sollen im Sinne der Prinzipien, auf denen der Verein aufgebaut sei. Unerschütterlich werde fest- gehalten werden an dem Grundgedanken, der vor mehr als einein Menschenalh-r die Asyle des Vereins ins Leben rief. Un- ? gekannt und ungenannt soll das Elend über die Schwelle schreiten, ollen die Acrmsten der Armen wenigstens einige Stunden in ruhigem Schlaf die schiveren Sorgen des TageS vergessen und sich stärken für den nächsten Morgen für den schweren Kampf ums Dasein. Nicht bezahlen sollen sie die geringe Wohltat, die ihnen geboten, durch ungewohnte Arbeit, zu der die Kräfte und Fähig- leiten vielleicht nicht hinreichen, sondern frei sollen sie bei Tages- anbruch wieder hinausziehen. In letzter Zeit sei der Verein gerade deswegen heftig angefeindet worden, es sei gesagt worden, die VeremSstätten seien Brutstätten des Verbrechens und deS Lasters. TaS sei ungerecht und unzutreffend, was durch die langjährige Erfahrung des Vereins widerlegt werde. Gewiß befinde sich viel- leicht mancher Unwürdige unter denen, die das gastliche HauS auf- suchen, aber ihretwillen soll die große Menge der verschuldet oder unverschuldet ins Elend Geratenen, für die die ZukluchtSstätten errichtet sind, nicht leiden. Der Verein fühle keinen Beruf in sich. Richter zu sein über Schuld oder Nichtschuld, sondern rechne nur jnit Unglücklichen. Und wenn sich so mancher wieder aus der Tiefe emporringt, so soll das Elend nicht eingetragen stehen in Büchern und nichts soll sie erinnern an die trübe Zeit, als das Bewußtsein, daß in der schwersten Stunde ihres Lebens hülfsbereite Menschen ihnen die Hand geboten, ohne cwas zu fragen, ohne etwas zu fordern, in echter werktätiger Menschenliebe. Das sei dem Berein der Lohn für sein Wirken. Und nun wandte sich Genosse Singer dem Veteran des Vereins, dem langjährigen Vorsitzenden Herrn Thölde, zu und widmete der uneigennützigen Tätigkeit dieses Herrn warme und herzliche Worte der Anerkennung und des Dankes. Herr Thölde ist der Begründer des Vereins und war während des zirka 40jährigen Bestehens des Vereins in der unermüdlichsten Weise für die Vereinszwecke tätig; seine Lebensaufgabe war, das Elend der Aermsten der Armen lindern zu helfen, darin ging dieser nunmehr hochbetagte Herr auf.— Ein Schlußgesang des Gesangvereins beendete die schlichte, aber erhebende Feier. Hier- auf wurde ein Rundgang durch die neuen Räume angetreten," Partei-?Zngelegenkeiten. Zweiter Wahlkreis. Heute Dienstag, abends 8� Uhr, Generalversammlung in Habels Brauerei-Ausschank, Bergmann- straße 5/7. Die Parteispedition in der Mittenwalderstraße 30 wird am 1. April nach Gneisenaustraße 72(Laden) verlegt. Schäueberg. Heute Dienstag, den 26. März, abends 8 Uhr. findet bei E. Obst, Meiningcrstraße 8, die Wahlvereinsversammlung statt. Tagesordnung: 1. Vortrag: Liberalismus und Sozialdemokratie. Referent Genosse Dr. Borchardt- Charlottenburg. 2. Bericht von der Kreis-Generalversammlung. 3. Vereinsangelegenheiten. 4. Anstellung und Wahl eines zweiten Spediteurs. 5. Verschiedenes. Der Vorstand. Zossen. Am Mittwoch, den 27. März, abends 8� Uhr, findet im Lokale des Herril Schimke. Barutherstraße die regelmäßige Monatsversammlung des Wahlveroins statt. Die Genossen werden gebeten, pünktlich und zahlreich zu erscheinen. Der Vorstand. Pankow. Heute abend>/z0 Uhr findet im„Feldschlößchen". Berlinerstraße, die Mitgliederversammlung des Wahlvereins statt. Tagesordnung: 1 Vortrag des Gen. Stürmer über:„Sozialistische Weltanschauung". 2. Diskussion. 3. VereinSangelegenheite» und Verschiedenes. Regen Besuch erwartet Der Vorstand. Reinickendorf(Ost-West) und Wilhelmsruh. Heute abend 8',o Uhr findet bei Knebel, Hauptstraße 51/52, die General- Versammlung des Bezirks-Wahlvereins statt. Zahlreiches Erscheinen der Mitglieder ist Pflicht. Der Bezirksvorstand. Tegel. Morgen Mittwoch abend 814 Uhr findet in Götz's Ge- sellschaftshaus, Schloßstraße 7/8, die Fortsetzung des Kursus in Nationalökonomie von Julian Borchardt statt. Um pünktliches und zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstynd. Berliner l�acbricbten* An unsere Abonnenten! Wir bitten diejenigen Abonnenten, tvelche zum 1. April ihre Wohnung wechseln, bei dem bisherigen Spediteur, unter Angabe der neuen Wohnung, die Zeitung rechtzeitig abzubestellen, damit in der ferneren Zustellung keine Ver- zögerung eintritt. Die Haupt-Expedition. Ueber eine BetricbsstSrung auf der Hochbahn meldet die Be- triebsverwaltung: Am 24. d. M., vormittags Ws Uhr. trat eine Betriebsstörung der Hochbahn dadurch ein. daß im Gleisdreieck in- folge falscher Bedienung einer Weiche ein Wagen entgleiste. Zuerst wurde der Betrieb zwischen Warschauer Brücke und Hallesches Tor sowie zwischen Wilhelmplatz und Bülowstraße durch Pendelzüge aufrecht erhalten und von 1014 Uhr ab der volle Betrieb auf der ganzen durchgehenden Linie zwischen Warschauer Brücke und Wilhelmplatz aufgenommen. Von IVj Uhr ab verkehrten die Züge planmäßig auch wieder über Potsdamer Platz. Zwei Fahrgäste erlitten eine leichte Hautabschürfung. Im Wasser den Tod gefunden haben am Sonntag zwei Personen. Der 21jährige Maurer Lindemann hatte mit mehreren Freunden einen Ausflug nach der Obersprce unternommen und erklärte sich infolge einer Wette bereit, die breite Wasserfläche am Plänterwald zu durchschwimmen. Auf die Gefährlichkeit seines Unternehmens bei der niedrigen Temperatur der Spree aufmerksam gemacht, ließ sich L. von seinem Entschluß nicht abbringen, entledigte sich seiner Oberlleider und der Stiefel und sprang in daS Wasser. Etwa 20 Meter vom Ufer entfernt verschwand der junge Mann in den Fluten. Die Führer eines Ruderbootes, auf den Unglücksfall aufmerksam gemacht, unternahmen sofort Rettungsversuche, die jedoch erfolglos blieben. Erst nach längeren Bemühungen gelang es. die Leiche zu landen.— Im Spandauer Schiffahrtskanal erttank die Schiffers- frau K. die Sonntag nachmittag Bekannte in Berlin besucht hatte. Als sie am Abend nach der in der Nähe der Plötzenseer Schleuse verankert liegenden Zille zurückkehrte und die Laufplanke überschritt, verlor die K. vermutlich das Gleichgewicht und stürzte in das Waffer. Die Hülferufe der Ertrinkenden wurden zwar von der Besatzung gehört, die auch sofort Rettungsversuche unternahm, doch erwiesen sich diese bei der herrschenden Finsternis als sehr schwierig. Erst nach halbstündigen Bemühungen gelang eS. den Körper der Schiffersfrau zu landen. Die bei ihr angestellten WiederbelebungS- versuche blieben leider erfolglos.— In die Gefahr deS Ertrinkens geriet der Barbiergehülfe Laschke, welcher sich gestern an der Spree bei Rummelsburg aufhielt und dort mehreren Anglern zuschaute. Um diese besser beobachten zu können, bettat er ein an dem Ufer liegendes Floß, glitt auf dem feuchten Holz jedoch ab, stürzte in das Wasser und geriet unter die Baumstämme. Den Anglern gelang es. deu mit den Wellen Kämpfenden noch rechtzeitig den Fluten zu ent- reißen, bevor er ernsten Schaden genommen hatte. Steuerpflichtige Schulkinder. Durch das Bestreben, jeden Bürger vollständig steuerlich zu fassen, werden in diesem Jahre vor allen, die Arbetter ganz besonders hart getroffen. Daß dieses Be- streben aber so weit geht, auch schon Schulkinder zum Steuerzahlen heranzuziehen, ist denn doch loohl das Neueste aufjnesem Gebiete. Und doch liegt diese Tat'ache vor. Ein in der Stromstraße bei seiner Mutter wohnender Willi Sch. hat eine Veranlagung erhalten zu einer Einkommensteuer von 6 M. pro Jahr, obwohl er erst 13 Jahre alt und noch schulpflichtig ist. Die Mutter ist eine Witwe und hat zu tun, den Jungen so weit zu bringen, daß er einmal später in die Lage kommt, etwas zu verdienen und Steuern zu zahlen. Der Steuerveranlagungseifer treibt die sonderlichsten Blüten: nächstens erleben wir's vielleicht noch, daß die Haltekinder zur Steuer- zahlung veranlagt werden. Studenten als RowbieS. Einen blutigen Ausgang nahm ein „Studentenulk", der vorgestern am frühen Morgen im Westen der Stadt inszeniert worden war. Fünf junge Studenten hatten in angeheiterter Stimmung die Nürnbergerstraße passiert. Vor dem Hause Nürnbergcrstrgße 64 legte xincr per Leute eine Tasche auf den Bürgcrsteig und in einiger Entfernung harrten die Studenten der Dinge, die da kommen sollten. Es dauerte nicht lange, so er- schien der Ehausfeur Gustav Schuster von der Mexikanischen Ge- sandtschaft. Er bemerkte die Tasche, und in dem Glauben, daß sie verloren worden sei, hob er sie auf. In diesem Moment stürzten die Studenten hervor und sielen mit den Ausrufen„Strolch", „Dieb" usw. über Sch. her. Sie mißhandelten den Aermsten in der brutalsten Weise. Auf die Hülferuse des Ueberfallenen eilte der Kaufmann Overmann, Lützcnstraße 6, hinzu. Aber auch über ihn fielen die Studenten her und richteten ihn schrecklich zu. Schwer- verletzt wurden die beiden später durch Schutzleute nach der Unfall- station am Zoologischen Garten gebracht. O. befand sich in bewußt- losem Zustande. Am Hinterkopf, an der Stirn und an beiden Händen hatten ihm die Studenten blutige Verletzungen beigebracht. Außerdem hatte der Bedauernswerte eine Gehirnerschütterung er- litten. Sch war gleichfalls übel zugerichtet worden. An der linken Backe wies er eine 14 Zentimeter lange Wunde auf. Am Körper hatten ihm die Täter durch Fußtritte zahlreiche Quetschungen zu- gefügt. Die an dem Ueberfall beteiligt gewesenen Studenten sind bereits von der Polizei ermittelt worden. Wenn das Arbeiter gewesen wären, wie würde da die bürgere liche Presse zetern über die Roheit der Arbeiter. Ein tödlicher Straßendahuunfall ereignete sich am Sonntag an der Ecke der Brunnen- und Jnvalidenfiraße. Der Maurer Albert Brock aus Stolzenhagen in der Mark wollte, auf dem Wege nach dem Stettiner Bahnhof begriffen, in schräger Richtung den Fahr- damin der Brunnenstraße überschreiten und versuchte vor einem herannahenden Straßenbahnwagen der Linie 11 über die Gleise zu kommen. Dabei wurde er niedergerissen und geriet unter die Vorderplattform. Der Verunglückte wurde unter dem Wagen hervorgezogen und nach dem LazaruS-Krankenhause gebracht, wo- selbst er bald nach seiner Einlieferung an den Folgen der erlittenen Verletzungen— Schädelbruch und Gehirnerschütterung— verstarb. Beim Verlassen eines in der Fahrt befindlichen Straßenbahn- Wagens verunglückte in der Jnvalidenstraße der Kaufmann Schindler, Brunnenstr. 122 ivohnhaft. Er sprang an der Ecke der Invaliden- und Gartenstrnße von einem in voller Fahrt befindlichen Straßen« bahnwagen der Linie 11 ab, stürzte und fiel so unglücklich, daß er einen Bruch des linken Unterschenkels erlitt. Der Verunglückte wurde nach dem LazaruS-Krankenhause übergeführt. Auf seiner Durchreife durch Berlin irrstnnig geworden ist der russische Hofschauspieler Oskar Florry. Als er in einer Droschke nach der Irrenanstalt in Dalldorf gebracht werden sollte, zer- trümmerte er die Scheiben und griff die ihn begleitenden Polizei- beamten an. Bei dem Zerstörungswerk zog sich der Kranke erheb- liche Verletzungen zu, so daß ein Arzt herbeigeholt werden mußte. Es gelang nur schwer, F. nach der Anstalt zu überführen. Folgende Warnung erläßt der Polizeipräsident: In letzter Zeit wurde mehrfach in Zeitungen in marktschreierischer Weise ein Mittel„Augenwol" zur„Stärkung. Erhaltung und Wiederbelebung der Sehkraft" von der Firma Augenwol, G. m. b. H., Berlin, Luisenufer 11, deren Gesellschafter ein hiesiger Optiker und dessen Ehefrau sind, angepriesen. Nach den angestellten Untersuchungen besteht das Mittel aus einer wässerigen Lösung von Kochsalz, Bor- säure, Glyzerin und geringen Mengen Zucker, die mit Tcersarb- stoff gelb gefärbt und mit Rosenöl parfümiert sind. Außerdem sind in dem Mittel noch geringe Mengen Alkohol vorhanden. Die dem Mittel prahlerischerweise beigelegten Wirkungen kann eS keinesfalls besitzen. In einer Apotheke zubereitet, würde das Fläschchcn Augen- wol mit 50 Kubikzentimeter Inhalt nach der Arzneitaxe etwa 1 M. bis 1,25 M. kosten, während der Preis bei der Firma 3 M. beträgt. Vor dem Bezug des Mittels wird daher auf das eindringlichste gewarnt. Das in den Kanal geraten» Automobil ist mit einem Kran aus dem Wasser gezogen worden. ES ist fast unbeschädigt; nur die Fensterscheibe» find zertrümmert. Die Pakete und Geldtasche» der Damen wurden noch vorgefunden. DaS Automobil wurde mit Vorspann eines anderen Töff-TöffS sofort nach einer Reparatur» werkstätte geschafft. Eine döse Nederraschung wurde dem Kaufmann Cohn. Spezial- Blusen- und Rockgeschäst, Oranienstr. 2a, zuteil, als derselbe Sonnabend früh seinen Laden betrat. Eine Bande Einbrecher hatte sich von den unter den. Laden befindlichen Kellerräumen Eingang in seinen Laden verschafft, indem sie die Decke durchbrachen und mit genauester Sachkenntnis fürchterliche Musterung unter den dort be- findlichen teuren Seidenblusen und Unterröcken hielten und das beste mitgehen hießen. DaS Ladenpult war erbrochen und eine größere Summe Geldes verschwunden. Dann zogen die Diebe, vier an der Zahl, mit den gestohlenen Waren davon. Wegen einer LeuchtgaSvergistung wurde am Sonntagabend um 10 Uhr der 7.sZug nach der Eckertstr. 4 gerufen. Eine Familie hatte sich dort vergiftet. Der Ehemann und ein Kind waren schon tot. Die Frau konnte mit Sauerstoff ins Leben zurückgerufen werden. Ein Kirchenkonzert veranstaltet am morgigen Mittwoch, abends 7>/z Uhr, der kgl. Musikdirektor Bernh. Jrrgang in der Marien- Kirche unter Mitwirkung von Frau Charlotte Kimpel(Sopran), Fräulein Julia Michaels(Alt), Herrn Ludw. Schubert(Tenor) und Herrn Armin Liebermann(Cello). Orgelkompositionen von Buxtehude, Mozart und Liszt(Variationen). Der Eintritt ist frei l Apollo> Theater.„Der Triumph des Weibe»' nennt sich eine Operettenburleske, die jetzt allabendlich im Apollo- Theater über die Bretter geht und viel belacht wird. Sie ist verfaßt von Benno Jacobson und die Komponisten Hellmesberger und PaulLmcke haben dazu eine melodiöse Musik geschrieben. Handlung ist nicht viel in diesem neuesten Opus, das der Verfasser teils aus dem Fran- zösischen herübergenommen, teils mit eigenen Einfällen verbrämt hat; allein es gibt doch Gelegenheit, eine Kostümpracht zu entfalten. wie es sich die Direktion des Apollo- Theaters nur immer wünschen kann. Die Entfaltung der prächtigen Ausstattung bot das dritte Bild, das einen weiblichen Gerichtshof darstellte. vor welchem die Mode auf der Anklagebank saß. Als Zeugen erschienen da: die JuponS, das Korsett, die Strumpfbänder. Alt-Berlin und der Hut. Auch an einigen hübschen Schlagern und Couplets fehlte es nicht, und beim Verlassen des Bariöts trommelte und pfiff mancher vor sich hin:„Machen wir mal'ne Bummelfahrt,— Riskieren wir mal'neu. Talerl" Radrennen zu Treptow, 24. Mär z. Bei günstigem Wetter konnten nunmehr die am Sonntag vorher des Regens wegen unterbrochenen Rennen zu Ende geführt werden. Den Saison- eröffnungspreis über 1200 Meter(40, 25. 15 M.) gewann der Treptower Stabe ganz knapp gegen die bekannten Fahrer Bruno Wegener und E. K u d e l a; letzterer hatte sich, in dem Sechserfelde an letzter Stelle liegend, den Weg verlegen lassen und konnte erst ganz zuletzt in den Kampf eingreifen, so daß er nur noch den dritten Platz zu belegen vermochte. DaS EröffnungS- Handikap über 1500 Meter(40, 25, 15, 10 M.) wurde in drei Vorläufen von 41 Fahrern bestritten; Kudela und Wegener, die wohl in den Endlauf kamen, konnten sich in diesem nicht plazieren. denn sie vermochten die hohen Vorgaben nicht aufzuholen, mit denen die weniger guten Fahrer bedacht waren. Die vier Ersten waren Ruß(70 Meter Vorgabe) vor tzoffmann(60), Rottnick(110)� und Vicrck(130). Vor und nach den Fliegerrennen trainierten die Treptower Dauerfahrer, wie Stellbrink. Przyrcmbel, Tho Sudeir, WiSerall»yd andere hinter Motoren. ชน Auf die Berufung des Fistus erkannte das Dбer-| Beim Etat des Obdachs besprach Genosse Hoff- 1 Indem ich Sie nach dem alten Rechtssake: audiatur et alfera Tandesgericht Breslau auf Abweisung der lage mann das eigenartige Verfahren, das in dieser Anstalt pars" um gefällige Aufnahme auch meiner Ausführungen bitte, Auch das Oberlandesgericht fieht die Klage nach§ 826 B. G.-B. als neuerdings angewendet worden ist, um Arbeits empfehle ich mich Ihnen hochachtungsvoll unbegründet an und hält betreffs des§ 618 B. G.-B. den Rechtsweg lose mir nichts dir nichts in Arbeitsscheue Erste Berliner Wäschemanufaktur nicht für zulässig. Franz Wagner. Auf die Revision des Klägers wurde dieses Urteil vom verwandeln. Hoffmann zeigte auch, welche Rolle dabei der Herr Franz Wagner hat diesem Schreiben eine Liste mit den 4. Bibilsenat des Reichsgerichts aufgehoben und Herr Pastor v. Bodelschwingh spielt, den die Stadt- Namen und Adressen von 57 Arbeiterinnen beigelegt, die nach seiner die Sache zur anderweiten Verhandlung und Entscheidung an das gemeinde so sehr protegiert. Stadtrat Fischbeck mußte Angabe die Prämie bezogen haben. Une leitete natürlich bei AufOberlandesgericht zurücverwiesen. die Mißbräuche, die da vorgekommen find, zugeben. nahme des Berichtes das Bestreben, über die Vorkommnisse in der Aber auf den Pastor und sein Hoffnungstal" wollte er im Versammlung objektiv Bericht zu erstatten. übrigen nichts kommen lassen. Der Unfug, Obdachinsassen unter Hinweis auf das Arbeitshaus als Streitbrecher mit seinen Turnabenden im großen Saale des Turngenossen Obst. TurnSchöneberg. Der Arbeiter- Turnverein beginnt morgen Mittwoch werben zu wollen, wurde von Herrn Fischbeck verteidigt! freunde willkommen. Das ist auch so ein Stüd sozialer Fürsorge"- für die Unternehmer. Somit ist durch das höchste deutsche Gericht festgestellt, daß der töniglich preußische Justizfistus 1. die ihm oder den für den Zustand des Gefängnisses berantwortlichen Staatsanwaltsbeamten obliegende Pflicht, das Leben und die Gesundheit seiner Beamten nicht durch Fahrlässigkeit zu gefährden, aufs gröblichste verlegt hat, 2. die Frage, ob er für die Folgen dieser groben Pflichtberlegung zivilrechtlich verantwortlich ist, verneint und durch vorläufig drei Instanzen getrieben hat, Vermischtes. Die Parkverwaltung konnte natürlich in diesem Reigen nicht fehlen sie, die den traurigen Ruhm hat, die Schiffszusammenstoß. Die beiden Dampfer Princesse Henriette 3. fich auch dagegen gewehrt hat, daß ein Beamter es wagen elen desten Löhne zu zahlen. Ein Antrag der sozial- mit 20 Baffagieren an Bord, bon Dstende tommend, und Lord darf, das ordentliche Gerichtsverfahren zur Geltendmachung seines demokratischen Fraktion, der für die Arbeiter dieser Verwal- Warden" mit 41 Baffagieren, von Calais kommend, hatten gestern Rechtes einzuschlagen, vielmehr 4. verlangt hat, darüber, ob Einrichtungen der preußischen Justiz Sine begründet. Ihm erwiderte der Arbeiterfreund" Blatten und ein Teil des Decks eingedrückt. Die„ Princesse Henriette" Dem„ Lord Warden" wurden zwei Boote zertrümmert sowie mehrere 4. verlangt hat, darüber, ob Einrichtungen der preußischen Justiz tung höhere Löhne forderte, wurde von unserem Genoffen morgen bei der Einfahrt in den Dover Hafen einen Zusammenstoß. in einem Leben und Gesundheit von Beamten gefährdenden Zustand Bürgermeister Reicke dreist, die sozialdemokratischen Mit- wurde am Bug beschädigt und erlitt einen Bruch in der Steuerung. rostig sind die Justizbehörde selbst befinden soll. Diese Dokumente antisozialen und gerechtigkeitsfeindlichen glieder der Parkdeputation hätten sich ja mit den gegenwär- Der Lord Warden" ging ins Dod, die Princeffe Henriette" fuhr Wirkens dürfte einer Behörde, deren Beruf sein soll, für Recht und figen Löhnen einverstanden" erklärt. Genosse Schulz gab fahrplanmäßig nach Ostende zurück. Der Zusammenstoß hatte an Gerechtigkeit einzutreten, nicht gerade zum Ruhme gereichen. Nach ihm die gebührende Antwort. Als er sich dabei auch den Bord der Schiffe einige Aufregung hervorgerufen; Verlegungen von diesen Feststellungen des Reichsgerichts dürfte auch eine strafrechtliche Gartendirektor Mächtig vornahm und ihn allzu unsanft Personen sind nicht vorgekommen. Anklage gegen den hoch besoldeten Beamten angezeigt sein, der die behandelte, erntete er einen Ordnungsruf. Das Ergebnis der berrosteten Einrichtungen der Justiz verschuldet hat. Eine solche An- Debatte war Ablehnung. So stellt der Berliner flage ist unseres Wissens noch nicht erhoben wie schnell ist aber Stadtfreisinn sich zu der Pflicht der sozialen Fürsorge", die der Anklageapparat im Gange, wenn es sich um durch Unter- er so gern im Munde führt! besoldung oder Ueberanstrengung herbeigeführte Fahrlässigkeiten niederer Bost und Eisenbahnbeamten handelt. Justiz und Gerechtig eit ist freilich nicht dasselbe. Kommunales. Aus der Frauenbewegung. Verein der Hausangestellten. In der letzten bei Zühlte, Dennewigstraße, stattgefundenen Versammlung sprach Genosse Rehbein über: Rechte und Pflichten der Dienstboten". Berliner Stadtfreifinn und soziale Fürsorge"?! Er wies darauf hin, wie glänzend sich die freien Gewerkschaften In der gestrigen Stadtverordneten- Sizung, entwickelt haben und wie der Gedanke der Organisation unter den die wieder eine außerordentliche war, wurde die Beratung gewerblichen und industriellen Arbeitern und Arbeiterinnen immer weiter um sich greift. Durch Lohnbewegungen haben sich diese ganz des Stadthaushaltsetats fortgesetzt und um ein bedeutende Vorteile in bezug auf Arbeitszeit und Lohn errungen. tüchtiges Stück gefördert. Wieder brachte die sozialdemokratische Ganz anders bei den Hausangestellten, oder wie man sie so schön Fraktion mancherlei Anregungen vor. Die freisinnige Mehr- nennt„ Gesinde". Für diese gelte noch immer die aus dem Jahre heit der Versammlung hätte Gelegenheit gehabt, ihre biel- 1810 stammende Gesindeordnung, dieses Monstrum eines Gefeßes. gepriesene soziale Fürsorge" zu betätigen, wenn sie darauf Auch hätten die Mädchen heute noch unter dem sogenannten patrieingegangen wäre. Aber sie wollte nicht! archalischen Verhältnis zu leiden. Von letzterem habe nur die Die Sigung begann mit der Abstimmung über den Herrschaft den Vorteil, während den Angestellten dadurch nur eine Antrag unserer Genossen, der zum soundsovielten Male die unbeschränkte Arbeitszeit entstehe. Redner, der selbst früher als Landarbeiter zu dem Gesinde gehört habe, schildert dann die schlechte allgemeine unentgeltlichkeit der Dewirtschaftliche Lage, in der sich viele Herrschaften befänden, die, um infektion forderte: er wurde zum soundsovielten Male den Schein nach außen zu wahren, unbedingt glauben, ein Mädchen abgelehnt. Beschlossen wurde die unentgeltlichkeit der halten zu müssen. Entlohnen können sie das Mädchen natürlich nicht Desinfektion bei Einkommen bis zu 3000 M. Aber selbst und auch ihrer Verpflichtung, Koft und Logis zu gewähren, fämen dieser Antrag, dessen Ausführung an dem bisher bestandenen sie nur äußerst mangelhaft nach. Ein Fall aus seinem eigenen Zustand praktisch nicht viel ändern wird, wurde mit knapper eben lohne sich tatsächlich besonders hervorzuheben: Auf einem Mehrheit gefaßt. Für ihn stimmte natürlich vor allem die großen Bauerngute fragte die Tochter die Bäuerin„ Sind denn die Leute auch Menschen?" worauf die Antwort erfolgte:" Ja, aber sozialdemokratische Fraktion, nachdem ihr weiter gehender nicht so gute!" Antrag keine Mehrheit erlangt hatte. lung aus. Verfammlungen. Verkehrseinstellung wegen Eisgang. Amtlich wird aus Bromberg gemeldet: Rjäsan Uralsker Bahn hat Güterverkehr auf Station Rjäsan- Dta- Bristan vom 20. März ab wegen Eisgangs eingestellt. Eine Feuersbrunst zerstörte, wie aus Chambery gemeldet wird, 21 Gebäude in der Ortschaft Planay. Ein 17jähriges Mädchen kam in den Flammen um. Eingegangene Druckfchriften. Bon der Neuen Zeit"( Stuttgart, Paul Singer) ist foeben das 25. Heft des 25. Jahrganges erschienen. Es hat folgenden Inhalt: Bon der Hand in den Mund. Die Zukunft der Parteien in den Bereinigten Soziologisch Staaten von Nordamerika. Von Jakob Binnen( Chicago). Von Ludwig Queffel. Die ethisches Potpourri. Eine Entgegnung. Bon Pius Julmann( Berlin). Produktionsverhältnisse der Petrolindustrie in Desterreich. Dlberg( Rom). Bolemisches über die Schule der Zukunft. Von Oda gesez. Von Emil Fischer. Die Hamburger Bürgerschaftswahlen und das neue WahlLiterarische Rundschau: Die Gesellschaft, Band 1, 3, 4, herausgegeben von Martin Buber. Moderne Zeitfragen, herausgegeben von Dr. Hans Landsberg. Von r. h. G. b. Mayr, Die Bevölkerung Britisch Indiens nach dem Bensus von 1901. Bon ad. br. Die Neue Zeit" erscheint wöchentlich einmal und ist durch alle Buchhandlungen, Bostanstalten und Stolporteure zum Preise von 3,25 M. pro Quartal zu beziehen; jedoch kann diefelbe bei der Poft nur pro Quartal Probenummern stehen jederzeit zur Verfügung. abonniert werden. Das einzelne Heft toftet 25 Pf. " 1 Bom Süddeutschen Postillon erschien die Lenznummer, deren Tert eine Diterhymne Auferstehung" von Ernst Selaar einleitet. Acht wuchtige Gloffen sagen, was in der Welt vorgeht. Jedem deutschen Michel einleuchtend ist die Neue Nationalhymne. Im Zeichen der Abrüstung. Baria, Gedicht von J. H. Bernhard, der Süße, Legitimität( Gedicht). politische Schnaderhüpfeln. Von der Duma( Gedicht). Lieber Boftillon, Ministerpräsident Botha( Gedicht). Gr, ein Brief von Karl Probst, Ein blutiges Titelbild ist das erste: Ein guter erl. Gedicht von P. E. Das ebenfalls farbige Mittelbild prophezeit der Maler D. Steinberg: " Der kommenden Generation" teinen goldenen Boden. Das Schlußbild feiert den neuesten Stern am deutschen Diplomatenhimmel Dernburg, ausgehauen für die Hamburger Siegesallee. Briefkaften der Redaktion. Die jnriftische Sprechstunde findet Friedrichstr. 16, Aufgang 4, wochentäglich von 7 bis 9% Uhr abends statt. Geöffnet 7 Uhr. eine Treppe( Dandelöftätte Bellealliance, Durchgang auch Lindenfir. 101), Sonnabends beginnt die Sprechstunde um 6 Uhr. Jeder Anfrage iſt ein Buchstabe und eine Zahl als Werkzeichen beizufügen. Briefliche Antwort wird nicht erteilt. Eilige Fragen trage man in der Sprechstunde vor. Falle nicht, weil die Auswärterin nur am Tage zu tun hat und nicht in die erteilen. S. G. 6. In solchen Angelegenheiten können wir keine Auskunft 2. M. 3. Leider haftet die Herrschaft für die Krankenfosten in Ihrem Hausgenossenschaft aufgenommen ist. O. W. 25. Sie können den Anfrag unter Mitteilung, was denn die Zeugen befunden sollen, wiederholen, außerdem fönnen Sie auch im Termin denselben Antrag im Laufe der Berhandlung stellen. Der Termin wird abgehalten, wenn Sie teine Abbestellung R. 16. Nein, der Gerichtsvollzieher war im Recht. Streit erhalten. frage 84. 1. Der Wirt geht vor. 2. Wenn pfändbare Sachen mitP. B. Trier. genommen werden, würde strafbarer Eigennut vorliegen. 1. In einem neuen Antrag tönnte darauf hingewiesen werden, daß ein Ber wahrungsvertrag vorliegt, vielleicht hätte das erneute Gesuch Erfolg. Event. wäre dann Beschwerde einzulegen. 2. Konzessionspflicht ist vorhanden. Redner schildert dann die Pflichten, die dem Gesinde aus der Der Rest des Kapitels Gesundheitswesen" wurde erledigt, Gesindeordung entstehen und weist darauf hin, daß noch heute die das Kapitel„ Unterrichtswesen" wurde ungewöhnlich rasch und ohne Unfall- und Krankenversicherung nicht auf die Dienstboten ausvicle Debatten abgetan, dann schritt die Versammlung zur Be- gedehnt sei. Durch alle diese Umstände haben sich begreiflicherweise ratung des Kapitels Armenwesen". Hier beantragte die immer weniger Personen diesem Berufe gewidmet, fodaß heute die sogenannte Dienstbotennot entstanden sei. Die Mädchen haben einfozialdemokratische Fraktion die Einsetzung von 150 000 M. für gesehen, daß sie zur Verbesserung ihrer Lage zunächst nichts von der Entsendung in Heilstätten, Erholungsstätten Gesetzgebung zu erwarten haben und haben daher begonnen, sich zu usw. Auch die Armendirektion hatte schon diese Summe gefordert, organisieren. Die Konjunktur sei heute für sie günstig und wenn aber der Magistrat war anderer Meinung gewesen und hatte sie es ernstlich wollten, könnten sie heute etwas durch die Organifie in seinem Etatentwurf gestrichen. Unser Genosse Hinze sation erreichen. beleuchtete die Sorte sozialer Fürsorge", die von der Stadt Besonders wies Redner noch auf den vom Genossen Stadthagen Berlin in ihrem Armenwesen betätigt wird, an einigen gearbeiteten Arbeitsvertrag hin und empfahl den Mädchen, diesen im Auftrage des Berliner Vereins der Hausangestellten aussehr drastischen Proben. Die Gleichgültigkeit, die der möglichst bei Aufsuchen neuer Stellungen als Unterlage. Magistrat in dieser Frage vorbeugender Gesundheitspflege bekundet, wurde von Hinze als grobe Pflichtver. Versammlungen Veranstaltungen. legung gekennzeichnet. Der Stadtkämmerer Herr Köpenid. Mittwoch, den 27. März bei Moll: Vortrag. Steiniger meinte, die Gemeinde sei zu nichts verpflichtet, Teltow. Die Versammlung am Donnerstag, den 28. März fällt aus. aber die Sache solle nach Möglichkeit gefördert" werden. Nächste Versammlung am 25. April. „ Aber sie darf nichts tosten!" ergänzte ein Wilhelmsruh. Donnerstag, den 28. März, fällt die Verfammsozialdemokratischer Zwischenrufer. Eine sehr merkwürdige Rolle spielte diesmal Stadtrat Münsterberg, der dem Kämmerer beisprang. Genosse Hine mußte Herrn Münsterberg vorhalten, daß er hier vor der StadtverordnetenBon der Ersten Berliner Wäschemanufaktur für Hotels und versammlung ganz anders gesprochen habe als in der Armen- Restaurants Franz Wagner erhalten wir folgende Zuschrift: direktion. Münsterbergs Aeußerungen über die Zweifelhaftigkeit In der Nummer 70 Ihrer Zeitung vom 23. d. Mts. berichten der Heilstättenerfolge wurden auch von unserem Genossen Weyl Sie, daß der Referent in der Versammlung der Arbeiterinnen der zurückgewiesen. Herr Münsterberg trat den Rückzug an, in- Dampf- Waschanstalten und Plättereien am Mittwoch, den 20. März, dem er versicherte, seine Tätigkeit auf dem Gebiet sozialer unter anderem ausführte:" Eine andere Firma, Wagner; fucht die Fürsorge gebe ihm doch wohl ein Recht, sich zu den Arbeiterinnen dadurch dem Verbande abspenstig zu machen, daß sie fozialberständigen" Menschen zu rechnen. Die ihnen Gratifitationen verspricht, die nach einjähriger Beschäftigung freifinnige Mehrheit der Versammlung zeigte schließlich, daß 20 Mart betragen und jedes weitere Jahr um 10 Mart steigen sie gleich dem Magistrat diesen Anspruch nicht erhebt: sie verheißene Gratifikation zu zahlen, denn in den allermeisten Fällen sollen. Der Arbeitgeber wird wohl felten in die Lage tommen, die lehnte nämlich den Antrag unserer Genossen ab. hält eine Arbeiterin nicht ein Jahr an einer Arbeitsstelle aus. Wie in den Siechenhäusern soziale Fürsorge" Zum Zwecke einer gerechten Beurteilung der Sachlage bitte ich geübt wird, das zeigte Genosse Schulz in einer Kritik der Sie ergebenst, die Ausführungen des Herrn Referenten dahin zu ärztlichen Versorgung, die in der Anstalt an der Fröbel- berichtigen, daß ich bei der Verheißung der Prämie lediglich von straße and mehr noch in derjenigen an der Pallisadenstraße dem Bestreben geleitet wurde, meinen pflichttreuen Arbeiterinnen Swinemde. 768 als durchaus mangelhaft bezeichnet werden muß. Auch den neben ihrem Lohn eine besondere Zuwendung zu machen und daß Hamburg 771 WSW 3 bededt häufigen Wechsel des Pflegepersonals beleuchtete der sozial- daher die mir unterlegte Absicht, sie damit dem Verbande abspenstig demokratische Redner, und er erklärte ihn ebenso wie die Un- zu machen, schon deswegen hinfällig ist, als ich der gewerkschaftlichen und politischen Betätigung meiner Arbeiter prinzipiell nichts in den beständigkeit der Assistenzärzte aus der Unzulänglichkeit der Weg lege. Auch die weiteren Ausführungen des Herrn Referenten Entlohnung. Den Schaden davon haben natürlich die sind hinfällig, da bereits am Ostersonnabend an 57 Arbeiterinnen Siechen. Schulz hob das ausdrücklich hervor, aber am Ma- die erste Prämie in Form von Sparkassenbüchern über je 20 M. zur gistratstisch blieb alles stumm. Verteilung gelangt. " " Sozialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berliner Reichstagswahlkreis. Sonntag, den 31. März 1907( 1. Oster- Feiertag): Drei große Matineen Sanssouci, Kottbuserstr. 4a, Boeker, Weberstr. 17, Elysium, Landsberger Allee 40a. Auftreten der Gesellschaft ,, Strzelewicz", Gesangverein ,, Norddeutsche Schleife" und Gesangverein ,, Liedesfreiheit". Konzert unter Leitung hervorragender Kapellmeister. Eröffnung 11 Uhr. Billet 30 Pf. ( 240/ 10*) Anfang 12 Uhr. Wir bitten die Mitglieder und deren Angehörige, sich rechtzeitig mit Billetts zu versehen, da offene Kasse nicht stattfindet. Das Komitee. J. Baer Badstr.26, Prinz- Allee Ecke Herren- und KnabenModen.Berufskleidung. Elegante Einsegnungsanzüge. Großes Lager in- und ausländischer Stoffe zur Anfertigung nach Maß. Allerbilligste, streng feste Preise. J.B FrühjahrsAnzüge u.-Paletots. Robert Bohn BERLIN, N., Invalidenstr. 135. Großes Lager fertiger Herren- u. KnabenGarderoben. MaBabteilung I. Etage. A. V. 181. Der Brief allein würde nicht als Beweis gelten. Lassen Sie sich die näheren Daten geben und flagen Sie dann auf Ehescheidung. zunächst müßten Sie einen Sühnetermin beantragen, dann ist die Klage durch einen Anwalt beim Landgericht einzureichen. Erwirken Sie zur Anstellung der Klage das Armenrecht. Das Armenrecht hat auf die Ausübung der politischen Rechte keinen Einfluß. R. D. 100. Wir haben wieder. holt ausführlich dargelegt, daß nach dem neuen Steuergesetz eine solche Berpflichtung des Arbeitgebers besteht, sofern Auskunft über das Einkommen eines bestimmten Arbeiters gefordert wird. Hingegen ist der Arbeitgeber nach unserer Ansicht zur Ausstellung einer Lohnliste nicht verpflichtet. Witterungsübersicht vom 25. März 1907, morgens 8 the. Stationen Berlin Barometer. Stand mm Bind. 771 29 Franff.a. M. 772 SD 774 S München 771 NW Wien richtung Better Stationen 2' wollig Better 1 Haparanda 755 23S28 2wollen! 1 Petersburg 765 Stil 772 GO Temp. n. G. 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Charlottenburg. auf dem Riegerschen Terrain wurde die Genehmigung erteilt. Außerdem fanden noch einige kleinere Vorlagen Annahme. Johannisthal. Stöße Duetschungen an der Brust erlitten und verlangt nun der Kläger von den beklagten Schuhleuten Schabloshaltung für die ihm dadurch entstandenen Ausgaben. Das Staatsministerium faßte einen Beschluß dahin, daß eine Vorentscheidung darüber herbeiSein Stadtverordnetenmandat niedergelegt wegen Verzuges nach Die Gemeindevertretung lehnte die Wiederwahl des bisherigen zuführen sei, ob die betreffenden Schuhleute ihre Berlin hat Genosse Basche. Er war im 5. Bezirk der dritten Gemeindevorstehers Kober mit 7 gegen 5 Stimmen ab. Damit ist Amtsgewalt überschritten haben und verwies deshalb Klasse gewählt, sein Mandat lief noch bis Ende 1909. Der 5. Bezirk die in legter Zeit in der Gemeinde vorherrschende Aufregung zum die Sache an das Landgericht Rostock. Dieses beschloß, daß die wird also in nächster Zeit eine Neuwahl vorzunehmen haben. Die Teil beseitigt. Die eifrige Agitation für die Wiederwahl des Ge- Sache aus Reichsgericht abzugeben sei. Gegner hoffen, uns diesen Bezirk zu entreißen, sie rüsten sich bereits meindevorstehers hat wenig genutzt; unsere Genossen setten ihm Der 4. Zivilsenat des Reichsgerichts, der sich mit iegt zum Stampfe. Sorgen wir dafür, daß ihre Hoffnungen zu mit unserem Genossen Mann getan. Bekanntlich wurde Mann das aussagen, den Plaidoyers der Parteianwälte und seiner Beratung genau so den Stuhl vor die Thür, wie dieser es vor einigen Jahren dieser Sache zu befassen hatte, sprach nach Verlesung der Zeugenschanden werden. mals, als er mit dem Gemeindevorsteher über die Qualität der die Ueberzeugung aus, daß die betreffenden Beamten sich einer Erhöhung der Hundesteuer. Durch die neue Hundesteuerordnung, 3. Wählerklasse in Streit geraten war, auf Betreiben des letzteren Ueberschreitung ihrer Amtspflicht nicht schuldig gemacht haben. um deren Genehmigung der Magistrat die Stadtverordneten ersucht, gewaltsam aus dem Sigungssaale entfernt. In der dann folgenden Die Begründung hierzu geht wesentlich dahin, daß eine Verlegung der soll die Steuer für jeden Hund von 20 auf 30 M., die für jeden Die Motive, die jedoch unsere Genossen bestimmten, gegen die schlechthin nicht denkbar fei, da dieser nur die Frau am Arm gefaßt Beleidigungsklage wurde Mann noch zu 30 M. Strafe verurteilt. Amtspflicht bezüglich des später hinzugekommenen Polizeiwachtmeisters ziveiten und folgenden sogar auf 40 M. erhöht werden. Wiederwahl des Gemeindevorstehers zu stimmen, sind hauptsächlich habe, um seiner Verpflichtung, der Räumung des Plages, nach Dec Magistrat begründet seinen Antrag damit, daß die in dessen selbstherrlichem Wesen zu suchen. Außerdem wurde in den zukommen. Bezüglich des B. fehe die Sache aller= Vermehrung der Zahl der Hunde in Verbindung mit der Erweiterung legten beiden Sizungen die Beratung des Voranschlags für das bings etwas anders aus, da die Frau durch sein Eingreifen eine des bebauten Stadtgebietes der Stadt erhebliche Kosten für Straßen- Rechnungsjahr 1907 erledigt. Der Etat balanziert in Einnahme und Quetschung an der rechten Bruftseite erlitten habe. Jedoch sei nicht reinigung und Unterhaltung der gärtnerischen Anlagen verursacht. Ausgabe mit 213 000 m. Die Gemeindeeinkommensteuer ist, wie im dargetan, daß diese Quetschung durch das Ueberschreiten der AmtsEr gibt sich der Erwartung hin, daß durch die Erhöhung der Steuer Vorjahre, mit 170 Proz. Zuschlag zur Staatseinkommensteuer fest- gewalt entstanden ist. Wenn feststehe, daß der Mann befugt war, die Zahl der Hunde sich vermindern wird. Einige weitere Ab- gesezt. An Grund- und Gebäudesteuer werden 320 Proz. erhoben. Die Frau weggehen zu heißen und diese sich weigerte, so habe er, änderungen der Hundesteuerordnung sollen teilweise der neueren Kapital- und Grundvermögensverwaltung 6514 M., Gemeinde- ziehen müssen. Die Einnahmen feßen sich aus folgenden Positionen zusammen: um sich und feiner Aufforderung Autorität zu verfchaffen, sie hinwegRechtsprechung des Oberverwaltungsgerichts Rechnung tragen, teil- einkommensteuer 39 100 M., Grund- und Gewerbesteuer 29 700 M., fich herumgeschlagen, so sei es natürlich auch ohne derbes Habe sich die Frau dann geweigert und um weise Lücken in der geltenden Steuerordnung ausfüllen und Unklar- Gewerbesteuer 1050 M., indirekte Steuern 10 100 W.; aus der Zugreifen seitens des Beamten nicht abgegangen. Dies alles aber heiten beseitigen. Schulverwaltung 11 055 M.; für die Kanalisationsanlage sollen an habe noch im Kreise seiner Amtsgewalt gelegen. Etwas anderes Zur Dreiteilung des Mülls in Charlottenburg. Der Magistrat einmaligen Beiträgen der Grundbefizer 100 000 W., an laufenden wäre es, wenn er sie durch Schlagen oder nicht angebrachte Stöße von Charlottenburg macht bekannt: Am 1. April geht die gesamte Kanalisationsgebühren der Hausbesitzer 9600 Mark vereinnahmt mißhandelt hätte; dafür liege jedoch nichts vor. Wenn auch die Charlottenburger Müllabfuhr laut Ortsstatut vom 2. Juni 1906 in Quetschung an der Brust entstanden sei, so beweise noch nichts, daß städtische Regie über und wird durch einen städtischen Unternehmer und Mietsentschädigung der Beamten auf 16 020 m., die Ausgaben der Amtsgewalt hätte geschehen können. Die Ausgabe der Gemeindeverwaltung stellt sich an Gehältern dies in dem Handgemenge nicht auch ohne Ueberschreitens unter Aufsicht des Magistrats beforgt werden. Damit werden dann alle Vereinbarungen hinfällig, die früher mit anderen privaten Schule betragen an Gehältern für 11 Lehrer und 3 Lehrerinnen zuder sächlichen Verwaltung auf 3190 M. Die Ausgaben für die Abfuhrunternehmern getroffen waren und etwa noch bestehen. Unvorsichtiges Umgehen mit einer Schußwaffe. Die Hausbefizer haben sich vom 1. April ab in Sachen sammen 26 550 M., die übrigen Ausgaben 8076 M. Die Verzinsung Vor der siebenten Straffammer des Landgerichts I war gestern Müllabfuhr direkt an den Magistrat( Stelle XIV) zu wenden. der Gemeindeschulden erfordert eine Summe von 20 903 M. wegen fahrlässiger Tötung der Schlächtermeister und Bekanntlich wird für die Müllabfuhr und Beseitigung das Wünsche zur Geltung zu bringen. So wurde auf ihren Antrag der einmal wegen fahrlässiger Körperberlegung mit 75 M. Geldstrafe Unseren Genossen gelang es bei verschiedenen Positionen, ihre Bahnhofswirt Friz Schulze aus Basdorf angeklagt. Der schon Dreiteilungssystem eingeführt, δα es unter den heutigen beim Gemeindehausbau verbrauchte Turnhallenbaufonds von 9000 M. großstädtischen Verhältnissen am meiſten allen Anforderungen wieder auf 12 000 M. erhöht. Die Auſtellung eines neuen Sekretärs orbestrafte Angeklagte iſt Engrosſchlächter und hat in der der Ordnung, Feuerficherheit, Sauberkeit und Gesundheit entspricht. wurde abgelehnt, ebenso die feitens der Schullehrer beantragte Er Bächter Zentralmarkthalle ztvei Verkaufsstände. Außerdem ift er Eine zu diesem Zwede erlassene Polizeiverordnung schreibt daher höhung der Mietsentschädigung für verheiratete Schullehrer von 475 fährt S. seit vielen Jahren regelmäßig zweimal in der Bahnhofswirtschaft in Basdorf. Von hier bor, daß die Hans- und Wirtschaftsabfälle nach den drei Gruppen: auf 575 M. Angenommen wurden die Anträge unserer Genossen Woche mit seinem Fuhrwert nach der Markthalle und zwar schon 1. Afche und Kehricht, 2. Küchenabfälle( Gemüse- und Fleischreste, für den Anschauungsunterricht für Schulkinder( Besuch des Zoologischen in der dritten Morgenstunde. Wegen der Unsicherheit auf der Knochen, Obst- und Kartoffelschalen, Fisch- und Geflügelabfälle, Gartens und Aquariums) 200 M. auszuwerfen. Für den Besuch der Chaussee trug der Angeklagte früher einen gewöhnlichen Revolver Gierschalen, altes Brot usw.), 3. alle sonstigen Abfälle, wie: Papier, Badeanstalt und Pflege des Eissports durch Anlage einer Eisbahn stets bei sich. Jm vorigen Sommer erhielt S. von einem VerScherben, Lumpen, Konservenbüchsen, Stroh, Holz, Blumenreſte, find 300 M. bewilligt. Desgleichen 200 M. zur Beschaffung von wandten eine Browning- Pistole zum Geschenk. Diese Waffenart, die ferner altes Gijen, alte Hüte, Kleidungs- und Stoffrefte usw. Lehrmitteln für unbemittelte Kinder. in den Haushaltungen angesammelt und auf dem Hofe werden. der auch bei der Berliner Schußmannschaft eingeführt ist, beruht auf in die verschiedenen Behälter, die mit entsprechender Aufschrift Nieder- Schönhausen. dem Prinzip der Ausnutzung des Rückschlages nach abgegebenem versehen sind, geschüttet werden. Solche Behälter läßt der Magistrat einer Neuladung der Waffe. Um die Pistole in genügender Anzahl aufstellen und je nach Bedarf, mindestens aber vorsteher mit, daß das Ortsstatut betr. Anstellung eines besoldeten Abfahrt In der letzten Gemeindevertretersizung teilte der Gemeinde- Schusse zu schußfertig zu machen, zog der Angeklagte stets vor der dreimal wöchentlich, abholen. Für die einzelnen Küchen sind be- Schöffen vom Minister des Innern genehmigt und der Gemeindein Basdorf den sogenannten Schlitten" der Waffe sondere Behälter weder vorgeschrieben noch erforderlich, vielmehr baumeister Schulz vom 1. April ab als Schöffe bestätigt worden sei. wird.' Mit der durch einen Hebel gesicherten Pistole begab sich zurück, wodurch die erste Patrone in den Lauf gedrückt bleibt es dem praktischen Sinn der Hausfrauen überlassen, wie sie Die Sizungstage finden jest Dienstags statt und zwar alle die Trennung in der Küche durchführen. Hierzu genügen die ein- 14 Tage. Zum Punkt Erweiterung des Friedhofes in der Buch- Schulze dann auf die Fahrt. Am 16. Februar d. J. hatte der Anfachsten Mittel, andererseits fehlt es auch nicht an geeigneten holzerstraße wurde beschlossen, den nebenangrenzenden Uebungsplak geklagte wieder in Berlin geschäftlich zu tun. Nach Erledigung einer Petition der Lehrer um Gewährung einer Teuerungszulage begaben sich in das Lokal von Brachwitz in der Rochstraße, um zu Landrat eingeholt werden. Die Schulfommission hatte sich mit händler Joseph zusammen, mit dem er ſeit vielen Jahren gut der Feuerwehr hinzuzunehmen; die Erlaubnis hierzu soll beim leiner Geschäfte in der Zentralmarkthalle traf er mit dem Fellzu beschäftigen. Sie befürwortete das Gesuch, doch sollten diejenigen Lehrer, welche ein Gehalt von über 3000 m. beziehen, keine Teue- frühstücken. Hier ereignete sich ein bedauerlicher Vorfall. rungszulage erhalten. Nach längerer Diskussion wurde beschlossen, man vergnügt und guter Dinge am Tische saß, ſah Joſeph den verheirateten Lehrern eine Zeuerungszulage von 100 W., ben aufällig die Browning- Pistole, die der Angeklagte in einer Lederunverheirateten 75 M., den Lehrerinnen 75 M., dem Lehrer Heyde tasche um den Leib geschnallt trug. Joseph äußerte den Wunsch, sich die Waffe einmal näher anzusehen und bemerkte hierbei, die Polizei150 m. und der Lehrerin Bergmann 100 M. zu gewähren. Hierauf fanone" schieße ja garnicht. Wie der Angeklagte behauptet, habe er fand eine geheime Sigung statt, abgelehnt, worauf sich Joseph selbst die Pistole aus der Ledertasche genommen habe. Zur größeren Vorsicht nahm S. noch den Batronenrahmen aus dem Kolben ber Waffe, vergaß in manchen anderen Städten bestens bewährt hat, endlich gesunde Der Magistrat erwartet, daß diese Neuordnung, die sich bereits Bustände auch auf diesem Gebiete der Städtereinigung herbeiführen wird. Deshalb hofft er, daß die Charlottenburger Bürgerschaft seine zugunsten des allgemeinen Wohls erlassenen Bestimmungen willig und tatkräftig unterstützen wird. Friedenau. Gerichts- Zeitung. Werkstattstreitigkeiten. " " Aber er Als habe Ein Brandunglück, bei dem zwei Kinder im zartesten Alter ihren Tod fanden, hat sich am Sonntag vormittag im Hause Ringstr. 25 ereignet. Im dritten Stock des Vorderhauses hat der Kutscher Karl Hensel mit Frau und zwei Kindern im Alter von fünf Monaten aber dabei, daß sich durch das Zurückziehen des Schlittens" und 1 Jahr eine fleine Wohnung inne. Als gestern früh der schon eine Patrone in den Lauf geschoben hatte. Durch irgend eine Vater seiner Beschäftigung nachging, entfernte sich kurz darauf auch nicht mehr festzustellende Handbewegung des Angeklagten oder des die Mutter und ließ die Kleinen unbeaufsichtigt in der Wohnstube zurüd. Die Ertviderung auf gröbliche Angriffe gegen den Metall- Joseph wurde die Sicherung gelöst. Als dieser die Waffe in die Nach einiger Zeit machte sich im Hause ein starker Brand- arbeiterverband und ein unpassender derber Scherz hat den Schlossern Hand nahm, trachte plötzlich ein Schuß. Joseph ſank lautlos zu geruch bemerkbar, Es stellte sich heraus, daß aus dem Boden Mar Gürtler, Alfred Schulz und Hugo kubon eine Anklage Boden. Im ersten Schrecken lief S. wie unsinnig umher und wurde bider Qualm drang und als die freiwillige Feuerwehr eintraf, brannte wegen Beschimpfung von Einrichtungen der katholischen Kirche und schließlich über den tragischen Tod seines Freundes so verzweifelt, schon ein Teil des Dachstuhles. Die Sappeure drangen zunächst in Beleidigung zugezogen, die gestern vor der 1. Strafkammer des Land- daß er versuchte, sich mit der Unglückswaffe selbst das Leben zu nehmen. den Boden und suchten die Flammen zu ersticken. Bei den Ab- gerichts I verhandelt wurde. Die Angeklagten arbeiteten in der Werkstatt Ein schleunigst hinzugerufener Arzt konnte nur noch den Tod des Löschungsarbeiten zeigte sich aber, daß der eigentliche Brandherd der Elektrizitätswerke in der Huttenstraße. Sie gehören dem Metall- Joseph konstatieren. Die Kugel war, wie Medizinalrat Dr. Hoffmann vor nicht auf dem Boden, sondern in der darunterliegenden Wohnung arbeiterverbande an. Dort arbeiteten auch die Brüder Kellers, die dem Gericht als Sachverständiger bekundete, unterhalb des rechten des Kutschers Henfel lag. Beim Absuchen der Räumlichkeiten fanden Verbande nicht angehören. Diese sind nach der Darstellung der An- Schlüffelbeins in dem Körper des J. eingedrungen und hatte den die Wehrmänner das fünf Monate alte Töchterchen und den ben Metallarbeiterverband sprachen sie als von einem„ Hallunkenverband" Kugel hatte den ganzen Körper durchschlagen. Schulze wurde nach die Wehrmänner das fünf Monate alte Töchterchen und den geklagten wiederholt in höchst unkollegialer Weise vorgegangen. Ueber Tod durch Zerreißung der großen Hauptschlagader verursacht. Die 1 Jahre alten Sohn des Kutschers bewußtlos vor. Man brachte bei dem„ die Kassierer durchgingen" u. a. m. Derartig gröbliche Beleidi- dem Unglücksfall dem Polizeirevier in der Kaiser Wilhelmstraße die Kinder fofort ins Freie und behandelte sie mit Sauerstoff; leider gungen riefen auf der anderen Seite Abwehrworte, Beleidigungen und zugeführt. Er wurde jedoch nach Klarlegung des Sachbergebens. Beide hatten den Erstickungstod erlitten. dem Polizeihauptmann WolfsSpötteleien hervor. Eines Tages führten die Angeklagten in dem verhaltes sofort wieder von In der gestrigen Verhandlung Friedrichsfelde. Waschraum einen derben Ult auf, in dem die Brüder Kellers( Katho- heim auf freien Fuß gesetzt. lifen) eine Beschimpfung von Einrichtungen der fatholischen Kirche erklärte der Polizeihauptmann Wolfsheim als Sachverständiger: Die letzte Sigung der Gemeindevertretung hatte eine äußerst erblickten. Es wurde deshalb und weil sie selbst beleidigt Wenn der Angeklagte den Patronenrahmen aus der Pistole herausumfangreiche Tagesordnung zu erledigen. Für die Nachtwach- seien, Strafantrag gestellt. Wiewohl der Waschraum einer gezogen habe, jo habe er geglaubt, alles getan zu haben, beamten, welche an Stelle der jebigen Nachtwächter treten sollen, Fabrik schwerlich als öffentlicher Ort erachtet werden kann und den was zur Sicherheit zu tun gewesen sei. war seinerzeit beschlossen worden, ein Anfangsgehalt von 1200 M., Angeklagten wohl die Absicht und das Bewußtsein einer damit rechnen müssen, daß sich vielleicht noch eine Patrone steigend in 18 Jahren bis 1740 M., zu geben. Von unseren Ge- Beschimpfung von Einrichtungen der Kirche durch ihre derben im Lauf befinden könnte. Hiervon hätte sich der Annossen wurde gleich damals darauf hingewiesen, daß es unmöglich Scherze gefehlt, verurteilte das Gericht Gürtler und geklagte erst überzeugen müssen, ehe er die Waffe aus der Hand sei, dafür junge, gesunde Leute zu bekommen, zumal dieselben noch Schulz zu je vierzehn Tagen Gefängnis und 20 M. Geldstrafe gab. Der Staatsanwalt beantragte eine Gefängnisstrafe von Militäranwärter sein sollen. Wie richtig diese Auffassung war, ubon zu 3 Wochen Gefängnis und 20 Mart Geldstrafe. zwei Monaten. Das Gericht erkannte wegen fahrlässiger Tötung zeigt jetzt das Resulfat der Ausschreibung. Von der geringen AnEs ist erklärlich, wenn etwa durch die Spöttereien und Be- auf eine Gefängnisstrafe von einem Monat und auf zahl Bewerber war nur ein einziger tauglich, so daß noch 5 Stellen leidigungen der Gebrüder Kellers gereizt die Angeklagten Gleiches Einziehung der Browning- Pistole. unbesetzt sind. Der Gemeindevorstand schlug nun vor, ein Anfangs- mit Gleichem vergalten. Wenn sie hierbei auch religiösen gehalt von 1400 M., steigend in 18 Jahren bis 1940 M., zu be- Empfindungen der beiden entgegentraten, so ist das bedauerlich. Haftung des Justizfiskus wegen mangelhafter Unterhaltung willigen. Genoffe Pinseler meinte, daß der Nachtpolizeidienst Aber hatten die Gebrüder Kellers eine so große Empfindlichkeit für eines Gefängnisses. schwerer sei als der Tagespolizeidienst, demnach also auch mindestens ihnen gegenüber gebrauchte Wendungen, daß sie fofort zum Kadi ebenso hoch bezahlt werden müsse. Die Majorität entschied sich für liefen, so dürfte ein objektiv Denkender in diesem Verfahren der am 18. Februar 1903 im Gefängnis dortfelbst einen Unfall er Der Gefangenauffeher Michna in Lauban hatte den Vorschlag des Gemeindevorstandes. Dem jezigen Polizeiwacht- Gebrüder Sellers nicht gerade eine Betätigung des doch wohl auch litten, der ihn erwerbsunfähig machte. Michna wurde pensioniert meister Schwanz wurde seine frühere Dienstzeit in der Gutsgemeinde( 8 Jhre) als pensionsberechtigt zugebilligt. Die gleich- fatholischen Gebots:„ Liebe deinen Nächsten wie dich selbst" erblicken. und verlangt jetzt im Klagewege von dem Justizfistus die Differenz falls beantragte Anrechnung auf das Gehalt mußte wegfallen, weil zwischen seinem früheren Gehalt und der jetzigen Pension als Schadenersatz, gestützt auf die§§ 836, 618 B. G.-B. Kläger wurde der Beamte das Höchstgehalt schon 2 Jahre bekommt. Die von drei Wie notwendig ein reichsgefeßlicher Schutz gegenüber Handlingen eines Tages, bei den Kanalisationsbauten beschäftigten Personen nachgesuchte bom Holzhofe zurückkehrte, bei dem Gewährung einer Teuerungszulage von 150 M. wurde abgelehnt. von Schuhleuten ist, zeigt folgender am Donnerstag vor dem Reichs- Schließen des Hoftores von dem über dem Tore befindlichen Klappfenster auf den Kopf geschlagen. Das betreffende Dabei betonte Genosse Pinseler, daß die Angestellten im Kanali- gericht verhandelter Fall. Anläßlich des tätlichen Einschreitens von zwei Schutz- Fenster ist so beschaffen, daß es ant sationsbau nicht der Kontrolle der Gemeindevertretung unterbeiden Seiten in ständen; die Entlohnung geschähe aus dem Kanalisationsbaufonds, Leuten hatte sich das Reichsgericht über die interessante Schienen laufend spigwinkelig zu öffnen ist. Das weiteste Herunterworaus diesen Leuten während ihrer noch nicht einjährigen Tätig- Frage auszusprechen, ob sich Schuhleute das Ueberlassen des Fensters geschieht bis in die Stellung des rechten Winkels; feit Gehaltsaufbefferungen von 150 auf 180 M. monatlich gewährt ich reiten ihrer Amtsgewalt zuschulden kommen dort wird es dann durch eine Kette gehalten. Die Haltevorrichtung sein sollen. Dies wurde vom Gemeindebaumeister Schulz zu lassen, wenn sie bei einem Menschenauflauf war aber defekt, durchgescheuert und verrostet, und durch das gegeben. Die in letter Sizung beschlossene Erhöhung der Alters- eine Frau, die nicht weiter gehen will, mit Zumachen des Hoftors flappte das Fenster herunter, die Kette riß zulage der Lehrer von 200 auf 250 Mt. will der Landrat erst der Stößen und Püffen zur Wache bringen und das einen halben Zentner schwere Fenster schlug ganz herunter; Regierung vorlegen, wenn sich die Gemeinde zur Tragung der versuchen. Ein Menschenauflauf war in in den Mittags- Der Kläger fieht die mangelhafte Unterhaltung des Fensters besonders höheren Kostenbeiträge für das laufende Etatsjahr bereit erklärt. stunden des 4. Oftober 1905 gegenüber dem Restaurant in dem Verrostenlassen der Kette. Da eine Klärung über die Höhe der fraglichen Summe nicht her- Graf Walderfee" in Rostock entstanden, da von einem Hauswirt Das Landgericht Görlig erkannte den Klageanspruch nach beigeführt wurde, mußte die Sache vertagt werden. Der Rektor ein schlecht zahlender Mieter mit seinen Sachen vor die Tür gefeßt§ 618 des Bürgerlichen Gesetzbuchs für gerechtfertigt.§ 836 des Bürgerder hiesigen Schule, Herr Rietsch, hatte gegen die Erhöhung der worden war. Die Ehefrau des jetzt klagenden Händlers K. lichen Gesetzbuchs der die Haftbarkeit eines Grundstücksbefizers Lehrergehälter usiv. bei der Regierung Protest eingelegt, weil sein hatte sich in die Tür des geschlossenen Restaurants„ Graf für Schäden ausspricht, die durch Einsturz eines Gebäudes, eines gestellt, während die Wohnungsgeld auf 600 M. stehen geblieben und nur das Grund- Walderfee" Polizei die übrigen mit einem Grundstück verbundenen Werkes oder durch die Ablösung bereits bon der Stelle weggewiesen hatte. Der von Teilen eines Gebäudes oder des Wertes enstanden sind tönnen gehalt um 200 M. sowie die Alterszulage um 50 m. erhöht worden Leute ist. Er berlangt 750 M. Wohnungsgeld, anderenfalls bittet er die Hülfswachtmeister B. ging jetzt auch zu der Händlersfrau hin und teine Anwendung finden, da es sich hier nicht um die besagte LosRegierung, die Genehmigung zur Gehaltsverbesserung zu bersagen. verlangte von ihr, daß sie den Platz verlassen solle. Als die Frau lösung von Teilen eines Grundstüdes, sondern nur um das HerunterUnsere Genossen meinten, die beste Antwort auf einen derartigen, entgegnete, daß sie fich des Regens halber untergestellt habe und fallen eines Fensters handele. Der Fistus hafte aber nach§ 618 wohl einzig dastehenden Fall sei eine glatte Ablehnung. Es fand auf ihren Mann warten wolle, faßte sie B. an den Armen und zog B. G.-B., der für jeden Arbeitgeber, auch für den Fistus, die aus sich aber eine Majorität, die die Mietsentschädigung von 600 auf fie fort. Da fich die Frau vor dem Mitgehen sträubte und durch den allgemeinen Rechtsgrundsägen, insbesondere aus dem Grundsatz 700 M. erhöhte. Die Lehrer sollen über die Fürsorge ihres Vor- Festhalten an einem Gitter Widerstand leistete, stieß sie B. mehr über Treu und Glauben folgende Pflicht des Arbeitgebers besonders gefeßten sehr erfreut sein. Ein Antrag, der neuen Terraingefell- mals vor sich hin, so daß sie einigemal bald zu Falle gekommen betont, Räume, Vorrichtungen oder Gerätschaften, die er zur Ver schaft, in Karlshorst, den größten Teil ihrer Straßen anstatt mit wäre. Ein anderer Schuhmann half dann die Frau führen, bis schließ- richtung der Dienste zu beschaffen hat, so einzurichten und zu unterReihenpflaster, mit Kleinsteinpflaster zu belegen, wurde einstimmig lich der Sohn der letteren kam, der die Mutter befreien wollte halten, daß der Verpflichtete gegen Gefahr für Leben und Gesundabgelehnt; ebenso der Antrag der Heimstättengesellschaft wegen teil- und seinen Namen nannte. Daraufhin ließen die Schußleute von der heit soweit geschütt ist, als die Natur der Dienstleistung es ge weiser Anlegung einer neuen Straße. Bur Pflasterung der Straßen versuchten Verhaftung ab. Die Frau hatte infolge der Büffe und stattet." " 1 Schutz gegen Schutzleute. zu er Sozialdemokratischer Wahlverein für den 2. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, deh 26. März, abends 8%, Uhr, in Habels Brauerei- Ausschank, Bergmannstraße Nr. 5/7: General- Versammlung. Tages Drdnung: 1. Fortsetung der Versammlung vom 19. März. 2. Anträge zur Verbands- Generalversammlung. 3. Wahl der Delegierten. Mitgliedsbuch legitimiert. Bahlreichen Besuch erwartet 238/20 Der Vorstand. Deutscher Metallarbeiter- Verband Arbeitsnachweis: Verwaltungsstelle Berlin. Hauptbureau: Sof I. Amt 3, 1239. Charitéstraße 3. Hof III. Amt 3, 1987. Mittwoch, den 27. März 1907, abends 8, Uhr, im Saale von Dafe, Brunnenstraße 154: Branchen- Versammlung der Wickler und Wicklerinnen Berlins und Umgegend. Tagesordnung: 1. Vortrag des Kollegen Eggert über: Die Einheitsbestrebungen ber in der Metallindustrie beschägten Arbeiter. 2. Diskussion. 8. Branchenangelegenheiten und Verso denes. NB. Gäste willkommen. Mitglier werden aufgenommen. Zahlreiches und pünktliches heinen wird erwartet. Mittwoch, den 27. Mär, 1907, abends 8 Uhr, bei Neisen, Groß- Lichterfelde, Chauffeeftraße 104: Bezirks- Versammlung für Steglik, Groß- Lichterfelde und Umgegend. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Neuwahl der Starteűbelegierten. angelegenheiten. 4. Verschiedenes. Ohne Buch kein Zutritt. 3. Berbands115/16 In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung ist es Pflicht eines jeden Rollegen, pünktlich zu erscheinen. Der Dfterfeiertage wegen bleibt das Bureau an folgenden Tagen gefchloffen: Freitag, den 29. März, den ganzen Tag, Sonnabend, den 30. März, von 1 Uhr ab, Montag, den 1. April, den ganzen Tag, Dienstag, den 2. April, von 1 Uhr ab. Sozialdemokratischer Wahlverein Inventur- Extrapreis! 130 cm breite bunte im 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. MocketDienstag, den 26. März 1907, abends 8 Uhr: 1 Versammlungen in folgenden Lokalen: Wernau, Schwedterstr. 23. Berolina- Säle, Schönhauser Allee 28, Groterjan, Schönhauser Allee 130, Wilke, Brunnenstr. 188. Mothes, Hussitenstr. 47. Bock- Brauerei II( früh. Norddeutsche) Chausseestr. 58. Moabiter Gesellschaftshaus, Wiclefstr. 24. Kirschkowski, Beusselstr. 9. Kösliner Hof, Köslinerstr. 8. Sachon, Müllerstr. 136. Brunnen- Theater( früher Bernhard Tages- Ordnung: Badstr. 58. Rose Theater) 1. Die Tätigkeit der Sozialdemokraten im Roten Hause. 2. Diskussion. 3. Auf ftellung der Kandidatenliften zur Wahl der Delegierten zur Verbands- GeneralDer Arbeitsnachweis ist an all diesen Tagen vollständig gefchloffen, ebenfo bleibt die Strantenabteilung am Dienstag, den 2. April, den ganzen versammlung Groß- Berlins. Tag geschloffen. Die Ortsverwaltung. Deutscher Holzarbeiter- Verband. ( Zahlstelle Berlin.) Kammacher. Mittwoch, den 27. März, abends präzise 8%, Uhr, im Englischen Garten, Alexanderstraße 27c: Branchen- Versammlung Außerdem findet in der Versammlung( früher Norddeutsche Brauerei) Chauffeestr. 58 die Kandidatenaufstellung zur Ersazwahl im 39. Kommunalwahlbezirk statt. Referenten sind die Genossen: Augustin, Alfred Bernstein, Borgmann, Dupont, Ewald, Th. Fischer, Aug. Hintze, Leid, Pfannkuch, Schubert, Wurm. Mitgliedsbuch legitimiert. Zu zahlreichem Besuch ladet ein 248/ 6* Der Vorstand. der Kammacher und aller in der Zelluloid- Haarschmuck- Verband der Tapezierer. branche beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen. Zages Drdnung: 1. Bortrag des Kollegen R. Leopold über: Welche Lehren ziehen wir aus unserem Branchen- freit? 2. Distusfion. 3. Bert ftatt Angelegenheiten. 4. Berschiedenes. 82/12 Der sehr wichtigen Tagesordnung wegen ist es Ehrenpflicht eines jeden Kollegen, in dieser Bersammlung zu erscheinen. Die Kommiffion. ( Sektion der Kleber.) Donnerstag, den 28. März, abends 8 Uhr, bei Augustin, Dranienstraße 103: Versammlung. Zages Drdnung: 1. Bortrag des Kollegen Spliedt über: Moderne Klaffenlämpfe". Achtung! Stock- u. Zelluloidarbeiter. Achtung! 2. Bereinsangelegenheiten. 3. Berſiedenes. Mittwoch, den 27. März 1907, abends 6 Uhr, bei Voigt, Ritterstr. 75: Branchen- Versammlung. Zages Drdnung: 177/ 15* Die Verbandsleitung. Arbeitervertreter- Verein Berlin. 1. Bericht der Kommiffionen. 2. Neuwahl derselben. 3. Berkstellen Donnerstag, den 28. März, abends 8, Uhr, im Gewerkschaftshause, angelegenheiten. 4. Berschiedenes. Um rege Beteiligung bittet [ Der Obmann. Luxusmöbelbranche. Mittwoch, den 27. März, abends 8%, Uhr: Vertrauensmänner- Verfammlung bei Stramm, Ritterstraße 123. Jebe Werkstatt hat Delegierte zu entfenden von Tischlern, Polierern, Drechslern, Maschinenarbeitern usw. Die Kommission. Achtung! Töpfer! Donnerstag, den 28. März, abends 6%, Uhr, im Gewerkschaftshaufe, Engel- llfer 15( großer Saal): Engel- Ufer 15, Saal 3: Versammlung. 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Wenn sich vor der Gründung und in der ersten Zeit nach derselben hier und da noch Parteigenossen gefunden haben, die dieser Form der Organisation nicht zu großes Bertrauen entgegenbrachten, so glauben wir doch heut mit Bestimmt heit konstatieren zu können, daß diese Parteigenossen, soweit sie noch in unseren Reihen tätig sind, die Ueberzeugung gewonnen haben, daß wir mit der Schaffung eines Zentral- Wahlvereins doch auf richtigem Wege gewesen sind. Am deutlichsten beweist das der Mitgliederstand in den einzelnen Jahren seit Bestehen dieser Organisation. Vor dem 1. Januar 1901 waren die Parteigenossen des Kreises in den örtlichen Arbeiterbildungs- und Wahlvereinen organisiert. Kaum in 20 Orten bestanden derartige Vereine und nicht einmal 3000 Mitglieder hatten sich ihnen angeschlossen. Mit dem Beginn des Jahres 1901 konnten wir eine fortgesetzte Steigerung des Mitgliederstandes beobachten. Die Mitgliederzahl betrug am Ende des Geschäftsjahres 1901: 3427, 1902: 5326, 1903: 8350, 1904: 10 112, 1905: 11 908. Dem Zentral- Wahlberein gehörten am 1. Oftober 1905 36 örtliche Vereine an. Am Schluß der Berichtszeit bestanden 41 örtliche Vereine. Nach Ablauf des Geschäftsjahres sind wieder 2 neue örtliche Vereine gebildet worden. Die Mitgliederzahl ist in der Berichtszeit von 11 903 auf 18 377 gestiegen. Von diesen sind 16 359 gewerkschaftlich organisiert. Die Zahl der Wahlvereinsmitglieder beträgt nur 17,6 Proz. der bei der letzten Reichstagswahl abgegebenen sozialdemokratischen Stimmen. Ein die Geschäftsführung in den einzelnen Orten sehr erschwerender Umstand ist die große Fluktuation der Mitglieder. In der Berichtszeit sind ungefähr 10 000 Mitglieder neu aufgenommen und 4000 wieder ausgetreten. Die Hauptursache des Ausscheidens liegt an dem Wohnungswechsel der betreffenden Mitglieder. Der Aufschwung der Leserzahl unserer Parteipresse ist in der Berichtszeit größer gewesen als in den Vorjahren. Ende des Geschäftsjahres 1905 hatten wir 17 526 Abonnenten des Vorwärts", 133 der Neuen Zeit", 248 der„ Gleichheit" und 4044 des" Wahren Jakob". Ende 1906 betrug die Abonnentenzahl des Vorwärts" 24 355, der„ Neuen Zeit" 246, der ,, Gleichheit" 792, des Wahren Jakob" 5460. Im Kreise wurden 450 Mitglieder- und 260 öffentliche Versammlungen abgehalten, außerdem 6 Kreis- Generalversammlungen. In allen Orten, wo Wahlvereine bestehen, wurden, abgesehen von den zahlreichen besonderen Flugblattverbreitungen in den einzelnen Bezirken, gemeinsam verbreitet: Im Oktober 1905 167 700 Flugblätter gegen die Fleischteuerung, im Januar 1906 185 200 Flugblätter gegen das preußische Dreitlassenwahlrecht, im März 1906 194 800 Flug blätter aus demselben Anlaß, im Oftober 1906 212 000 Flugblätter gegen Fleisch- und Brotwucher, im Dezember 1906-241 000 Flugblätter zur Einleitung der Reichstagswahlagitation. In den ländlichen Agitationsbezirken wurden verbreitet: 68 000 Kalender, 204 000 Broschüren, 32 000 Broschüren gegen das Dreiklassenwahlrecht, 32 000 Agitationsnummern der Fackel". 11 11 Eine rege Tätigkeit entfalteten die Parteigenossen bei den Gemeindewahlen. Nicht nur in den Städten, sondern auch in einer ganzen Reihe von Landgemeinden haben wir erhebliche Fort. schritte zu verzeichen. Wenn man das Gesamtergebnis aller Gemeindewahlen während der Berichtszeit betrachtet, so ergibt sich, daß unsere Partei in 36 Orten an den Gemeindewahlen beteiligt war. Wir eroberten 54 Mandate, von denen 27 neu gewonnen sind. Insgesamt haben wir in den Gemeinden 105 Vertreter unserer Partei, und zwar in 6 Städten 60 Stadtverordnete und in 21 Landgemeinden 45 Gemeindevertreter. Von besonderer Bedeutung ist der Kampf, der in den einzelnen Orten von unseren Parteigenossen zur Erlangung neuer Versammlungslokale geführt wird. Nur in 67 von den 467 Orten des Wahlkreises stehen uns Versammlungssäle zur Verfügung. In Adlershof, Eichwalde, Groß- Lichterfelde, Tempelhof hatten die Ortsbehörden die Polizeistunde für Lokale, in denen sozialdemokratische Versammlungen abgehalten werden, auf 10 Uhr herabgefeßt Jedes Wort 10 Pfennig. Das erste Wort( fettgedruckt) 20 Pfg. Stellengesuche und Schlafstellen- Anzeigen 5 Pfg.; das erste Wort ( fettgedruckt) 10 Pfg. 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Die Kommission foll geführt. bestehen aus dem Vorstande und einigen von ihm hinzuzuziehenden Der Vorstand erledigte seine Geschäfte in 43 Sigungen, Genossen. darunter 16 unter Hinzuziehung der Funktionäre des Kreises. Den Bericht der Agitationskommission erstattete Fischer. Außerdem wurden 7 kombinierte Sibungen mit den örtlichen Vor- Er gab einen allgemeinen Ueberblick über die Agitationsarbeiten ständen und eine Sigung mit den Ortskassierern abgehalten. in der Provinz. In 18 Kreisen sind 15 000 Genossen organisiert, Am 1. Oktober 1906 wurde im Voltshause zu Charlottenburg ein das sind 11 Proz. unserer Wahlstimmen. Der Kreis Westhavel eigenes Bureau eingerichtet. Zu derselben Zeit ist auch mit der land, welcher von Teltow- Beeskow aus bearbeitet fbird, ist von allen Einrichtung einer Kreis- Bibliothek der Anfang gemacht worden. Provinzkreisen am besten organisiert, er hat 2844 organisierte Um eine beffere Agitation betreiben zu können, hat der Vorstand Genossen, das sind 25 Broz. unserer Wahlstimmen, jedoch kommt die Einteilung des Kreises in 7 Agitationsbezirke empfohlen. Der die Mehrzahl der Organisierten auf die beiden Städte Branden. hierauf bezügliche Entwurf liegt den einzelnen Orten zur burg und Rathenow, während in den übrigen Orten die Organisa Prüfung vor. tion nur schwach ist. Die Frauenbewegung im Kreise macht gute Fortschritte. Bur Den Bericht der Lokalkommission erstattete Rohr. Unter zeit haben wir im Kreise 16 weibliche Vertrauenspersonen. In anderem teilte er mit, daß die Lokalkommission zwei Konferenzen diesen 16 Orten wurden 21 öffentliche Versammlungen abgehalten, veranstaltete. Es sei lebhaft darüber geklagt worden, daß die Lokal. außerdem 3 Kreisversammlungen. Es wurden 50 000 Flugblätter sperre feitens der Genossen nicht genügend berücksichtigt werde; und 3100 Broschüren verbreitet. Gegenwärtig bestehen, 14 Frauen- den weiteren eingehenden Darlegungen des Redners folgte eine bereine im Kreise mit 1311 Mitgliedern. turze Diskussion. Damit war der erste Punkt der Tagesordnung Wollermann erstattete der Generalversammlung den Ge- erledigt. schäftsbericht des Vorstandes. Er gab eine eingehende Erläuterung Nun erfolgte die Neuwahl des Zentralvorstandes und der des gedruckten Berichts. Funktionäre. Sie hatte folgendes Ergebnis: 1. Vorsitzender Eberhardt erstattete den Kassenbericht. Die Einnahmen Hirsch, 2. Vorsitzender Böste, Sekretär Wollermann, betrugen 89 789,46 W., die Ausgaben 76 857,84 M., bleibt ein Kassierer Eberhardt, Beifiker Stiefenhofer, Groger, Bestand von 12 931,62 M. Außerdem find eingegangen und ab- üdke, Revisoren Engels, Pagels, Däumig. Für geliefert auf Listen für die russischen Freiheitskämpfer 6069,08 M. den Vorstand von Groß- Berlin wurden gewählt: Aktionsausschusz und für die ausgesperrten Buchbinder 1272,50 M. Unter den Aus- Wollermann, Aspirant Böste; Preßkommission 8ietsch, gaben sind aufgeführt: An den Parteivorstand 8750 M., an den Aspiranten Heinrichs und Hoffmann; Agitationsfommission Verband Groß- Berlin für Marken 11 250 M., Monatsbeiträge üter und Fischer; Lokalkommission Rohr und Müller; 8500 M., Tellersammlung 2537,83 M. Hierzu bemerkte Eberhardt, Revisor Grunwald. daß diese Zahlen mit denen im Bericht von Groß- Berlin nicht übereinstimmen, weil die betreffenden Summen zum Teil erst nach Abschluß des Groß- Berliner Berichts abgeliefert sind. Ueber den Umfang der vom Vereinsbureau zu erledigenden Korrespondenz geben folgende Zahlen Auskunft: Es gingen ein 2008 Briefe, 571 Postkarten, 19 Rohrpostbriefe, 5 Depeschen, 215 Postanweisungen, 273 Patete. Es gingen aus 1863 Briefe, 468 Postkarten, 45 Rohrpostbriefe, 2 Depeschen, 79 Bostanweisungen, 283 Patete. Der Bericht der Mandatsprüfungskommission, der hierauf gegeben wurde, ergibt, daß 37 Orte durch 95 Delegierte bertreten find, außerdem sind 13 Vorstandsmitglieder und Funktionäre, zusammen 108 Teilnehmer anwesend. Nicht vertreten sind die Orte Friedersdorf, Groß- Beeren, Markgrafpieste, Mittenwalde und Rudow. Die Diskussion über den Vorstandsbericht erstreckte sich auf die Grörterung örtlicher Verhältnisse, die im Bericht berührt wurden, ferner wurde die Frage erörtert. ob Flugblätter oder Broschüren für die Agitation besser geeignet seien. Weiter wurde in der Disfussion ein Antrag des Vorstandes erörtert, der die Anstellung eines Sekretärs für das Bureau des Zentralvereins fordert, da die Arbeiten sich derart vermehrt haben, daß die Anstellung eines neuen Beamten notwendig ist. Der dritte Punkt der Tagesordnung: Vortrag des Genossen 8ubeil über die Lehren der letzten Reichstagswahl wurde der borgerückten Zeit wegen auf eine außerordentliche Generalver sammlung vertagt. Nunmehr wurden Anträge zur Generalversammlung von Groß- Berlin erörtert. Angenommen wurde ein Antrag, welcher die Einführung von Eintrittsmarken für die Mitgliedsbücher fordert. Ein Antrag, das weitere Erscheinen des Mitteilungsblatt" einzustellen, wurde nach kurzer Debatte abgelehnt. Ein Antrag auf Verbilligung des Vorwärts" wurde ohne Debatte abgelehnt. Dem Antrage auf Erhöhung des Monatsbeitrages um 5 Pf. stimmte die Versammlung mit großer Mehrheit zu, Damit war die Tagesordnung erledigt. Vermischtes. Aufruhr im Theater. In dem Theater der Vorstadt St. Denis tam es, wie aus Paris gemeldet wird, am Sonnabendabend, nachbem die Vorstellung unterbrochen worden war, zu einem Aufruhr. Die meist aus Bürgern bestehenden Zuschauer demolierten den Saal. Fünfzig Sessel wurden von den Unzufriedenen mit fortgenommen. Polizei mußte gegen die Kundgeber vorgehen., Nach Schluß der Diskussion wurde der Kassierer entlastet. Der Antrag, einen Sekretär im Zentralbureau anzustellen mit dem selben Gehalt, welches die Angestellten von Groß- Berlin beziehen, Wegen anhaltenden Schneefalls dauert, wie die Breslauer wurde angenommen. Dem Vorstand wurde ein Antrag über- Eisenbahndirektion mitteilt, die Betriebsstörung auf der Strecke wiesen, welcher die Verbreitung einer Agitationsnummer des" Bor- Schreiberhau- Grünthal an. Die Annahme von Gütern ist abwärts" am 1. Mai befürwortet. zulehnen, rollendes Gut anzuhalten und den Verfendern zur Ver fügung zu stellen. Aufregung in Bourges. In Bourges herrscht infolge der Katastrophe des Panzerfchiffes Jena" in der Bevölkerung große Auf regung, da sich in unmittelbarster Nähe start bebölferter Stadtviertel mehrere Pulverschuppen mit großen Quantitäten des„ B"-Pulvers schon seit mehreren Jahren befinden. Den Bericht der Breßkommission erstattete Borheimer. Er verbreitete sich über die von der Kommission erledigten Arbeiten, sowie über die geschäftlichen und redaktionellen Verhältnisse des Vorwärts". In der Diskussion teilte 8 ubeil mit, daß der Wahlkreis 26 746 Abonnenten in der Parteispedition und etwa 1800 Abonnenten in Privatspeditionen hat. Das ist der vierte Teil der für uns im Kreise abgegebenen Reichstagswahlstimmen. 3ietsch- Charlottenburg begründete einen Antrag auf Einfebung einer Kommission, welche sich mit der Preßfrage beschäftigen soll. Die Lokalpresse in den Vororten mache sich die Bekämpfung unserer Partei zur besonderen Aufgabe. Namentlich gelte das für die in Charlottenburg erscheinende Neue Zeit". Es sei bisher nicht möglich gewesen, dem Treiben der gegnerischen Lokalpresse Erdbeben in Kingston. Am Sonnabend veranlaßte ein neuer im Vorwärts" so entgegenzutreten, wie es im Interesse unserer Erdstoß den Einsturz mehrerer Gebäude, die bereits von früheren Bewegung durchaus notwendig ist. Es müsse ein Weg gefunden Erdstößen schadhaft waren. Eine Panit entstand, doch sind, soweit werden, um den Vororten eine Vertretung ihrer Angelegenheiten bisher bekannt, feine Menschen ums Leben gekommen. " 14 Mann ertrunken. Ein Lloydtelegramm aus Jrland berichtet: Der englische Dampfer Abzbos" aus Grimsby ist am 20. März auf Grund gelaufen. Die gesamte Besagung von 14 Mann ist um gekommen. Kleine Anzeigen Federbetten, Stand 10,50, große 16,00, Brautbetten, Bettwäsche, Leibwäsche, Steppdecken spottbillig Pfandleibhaus, Kustrinerplak 7. 2346 trumeaus, ftraße 95. 22898* 23108* 2321* ANZEIGEN für die nächste Nummer werden in den Annanmestellen für Berlin bis 1 Uhr, für die Vororte bis 12 Uhr, in der Haupt- Expedition, Lindenstrasse 69, bis 5 Uhr angenommen. Deckbett, Unterbett, Stiffen mit| Gaskronen, Petroleumtronen ohne Schlafdecken, seidenweich, elegante Zigarrengeschäft umständehalber Pfandleihe! Hermannplat sechs. glattrotem Inlett 10,50, Pfandleihe Anzahlung, Woche 1,00. 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Witting, Mielerstraße und Scharnhorststraße. Ban der Firma Traxel: Schallhorn u. Röhl, Tempelhof, Germania- und Gottlieb Dunkel ftraßen Ede. Adalbertstr. 20. B• Bau der Firma Iden: Elisabethkirchstraße, vis a vis der Strelizerstraße. Bauten der Firma Ziehe: Rigdorf, Harzerstr. 3. Bau der Firma Marquardt: Nixdorf, Weise und Allerstr.- Ede. Bauten der Firma Emmeluth, Nixdorf: Hildebrandtstr. 16. Schwabach, Bannsee, Friedrich Karl ftraße. Gewerkschaftshaus der Metall arbeiter, Charitéftr. 3. Bauten der Firma Erdmann: Ministerialbireft. Neuhaus, Dahlem, Partstraße. Mathesius, Nikolassee, an der Nehwiefe. Jagdschloß Glienice. Fürstenhof, Potsdamer Plaz. Banten der Firma Grün& Hetwig Buch, Siechenhaus. Barbarossaplab, Hochschule. Oldenburgerstraße, Stlosterbau. Xantenerstraße 3-8. Hoppegarten, Heilstätte. Bau der Firma Spohna: Weichselstraße 56/57, Rigdorf. Bauten der Firma Gebr. Faul: Potsdamerstr. 15. Pariserstr. 21/22, Wilmersdorf. Anstalt Beelik( Fenster), Pavillon 4b. Nadge, Holzbandlung, Rummelsburg, am Wilhelmsberg. Bauten der Firma Langermann: Charlottenburg, Bismard und Weimarstraßen- Ede, Bau Hübner. Banten der Firma Pewesin: Wilmersdorf, Brandenburgischestr.12. Straße 26, Neumann. Neumann, Gieseterstraße. Brandenburgischestraße. Prinz- Regenten Ede Berlinerstraße. Bau der Firma Waiz: Bau Taunusstr. 29, Friedenau. Bauten der Firma Sperling& Kapelke: Briz, Werder u. Rungiusstr.- Ede. Neue Wilhelmstr. 10. Bauten der Firma Schirmer: Schirmer, Zehlendorf, Neueftraße. Schirmer, Grunewald, Bartstraße. Schirmer, Zehlendorf, Spandauer straße. Bastian, Zehlendorf, Riemeisterftraße. Bauten der Firma Glatzer, Blücherstraße 35: Zehlendorf, Adalbertstr. 28. Waldemarstr. 41. Bauten der Firma Wagenknecht: Spreda, Gürtelstraße 17. Fibe, Rirdorf, Richardstraße und Bartelsdorferstraße( Ede). Grothe, Mariendorf, Dorfstraße ( Ede). Bauten der Firma Akt.- Ges. für Bauausführung: Hardt u. Leffer, von der Heydt ftraße 12. Ritterstraße 11, Fabrikgebäude. Bau der Firma Schüler: Wilmersdorf, Landshuter- u. Berlinerstr.- Ede, Bau Bielle. Banten der Firma Repke, Charlottenburg: Seibt, Bismardstraße, Ede Rüderftraße. Lantwig, Sanatorium. Bauten der Firma Gebr. Schaar: Belder u Plathen, Lichtenberg, Dorfstraße 9. Mig u. Genest, General Papestraße. Villa Baum, Villenkolonie Grunewald. Eilauerstr. 4. Bauten der Firma Schubert Mig u. Geneft, General Papestraße Holland, Wilmersdorf, Holsteinischestraße. Rohrlad, Schöneberg, Grunewaldstraße 53. Bauten der Firma Kussin: Grünfeld, Sächsischeftraße 4. Bandmann, Landshuterstraße. Hochschule, Barbarossaplaz. Bauten der Firma Walter, Reinickendorf: Gemeindeschule, Reinidendorf. Sprengel- und Samoastraße Ede. Hausotter und Residenzstraße- Ede. Bauten der Firma Karl Hammer, Gitschiner: straße 63: Tropfle, Wannsee, Alsenstr. 33. Hammer, Eichwalde. Hammer, Lantwiz. Bau der Firma Maaß: Grosse, Marienfelde, Kirchstraße. Bauten der Firma Henke, Mariendorf: Erdmann, Mariendorf, Chauffeeftr. Tempelhof, Fensterbauten, Schönburgstraße. Bauten der Firma Kuhnert& Kühnet Paulsen, Charlottenburg, Schlüterftraße. Damenheim, Aschaffenburgerstraße. Lehmann, Tiefbaugesellschaft, Dahl mann- und Gervisiusstr.- Ede. Buchholz, Stegliz, Albrecht- und Brüderstr.- Ede. Dahlmann, Friedenau, Barzinerstraße 7. Bau der Firma Jost, Glogauerstraße: Lindenstraße, Erweiterungsbau der Bittoria. Bauten der Firma Dittmar, Pankow: Schönholzerstr. 1. Kaiser Friedrichstr. 63, Schule. Bauten der Firma Wolf: Fürstenhof, Potsdamer Plaz. Buch, Siechenhaus. Bauten der Firma Schulenburg, Charlottenburg: Frantsen, Wangenheimftr.- Ede. Bauten der Firma Hegelmann: Schaum, Wilmersdorf, Kaiser Allee, Ede Wilhelmsaue. Schulz, Jungfernheide, Mindener ftraße. Bauten der Firma Braun: Walter Müller, Rigdorf, und Juliusstraßen- Ede. Müller, Rigdorf, Granoldplay, Fenster bau. Bauten der Firma Grünberg, Markgrafendamm: Springer, Schöneberg, Luther- u. Freisingerstraßen- Ede. Bauten der Firma Stellmacik Wilmersdorf, Düsseldorferstraße, an der Bayrischen Straße. Charlottenburg, Neue Kantstraße, Ede Dernburgstraße. Bankow, Spandauerstraße, Ede Kreuzstraße. Bauten der Firma Röder& Comp.: Schmalz, Malmöerstraße, Ede Straße 2b. Tauroggenerstr. 2. Bauten der Firma C. Prächtel, Laufikerfir. 10: Dahlem, Botanischer Garten. Charité- Krankenhaus. Birchow- Krankenhaus, Seestraße. Padhof, Alt- Moabit. Bau der Firma Thal, Lehrterstr. 44: Müllerstr. 52. Bauten der Firma Metz, Urban ftraße: Tempelhof, Eylauerstraße. Steglit, Stubenrauchstraße. Pankow, Mendelftr. 18. Tegel, Spandauer, Ede Bergstraße. Wilmersdorf, Nassauischestr. 7. Banten der Firma Herrgesell u. Hübner, Wilhelmshavener. ftraße: Friedenau, Dalldorferstr. 24. Bauten der Weißenseer Holzbearbeitungsfabrik G. m. b. H.: Lohse, Wilmersdorf Ringbahnstr. 245. Knoblauch, Brih, Jahnftr. 82. Weißensee, Frisidestr. 3. Banten der Firma Pätz, Reichenbergerstr. 114: Fischer u. Colberg, Rigdorf, Bergu. Walterstraßen- Ede. Förster, Rigdorf, Treptower und Harzerstraßen- Ede. Beife, NW., Elberfelderstr. 4/5. Bauten der Firma Rachfall, Kastanien- Allee 10: Leibnizftr. 46. Bendlerstr. 19. Arbeitersekretär gesucht. Bei dem Arbeiter- Sekretariat München soll ein Arbeiterfekretär angestellt werden. AnfangsKleines möbliertes Bimmer, gehalt 2400 Mart steigend bis 3000 Mark nach dem Beschluß des vierten Gewerkschaftskongreſſes in 15 Mart, Charlottenstraße 3, parterre. Stuttgart. Ryczol. 24256 Schlafstellen. Möblierte Schlafstelle an Herrn Admiralstraße 16, Bitte Gartig. Schlafstelle vermietet Dietrich, Schliemannstraße 14, 2. Portal IV. Berlangt wird genaue Kenntnis der Sozialgesete, insbesondere der Arbeiterversicherungsgesehe und deren refp. Rechtsprechung, sowie Kenntnisse im Zivil, Straf- und Verwaltungsrecht. Bewerber um diese Stelle wollen ihre Offerte unter Beifügung einer kurzen Arbeit über die Aufgaben der Arbeiterfekretariate nebst Lebenslauf bis 8. April 1907 einsenden an 288/14 Peter Wengenmeyr, Schriftseter, München, figfalzftr. 4/1. Bauten der Firma Osten, Nixdorf: Magnus, Schönhauser Allee 134a. Bauten der Firma Herrmann, Staligerstraße: Ausbau in Tegel, Beitstr. 16. Gasanstalt, Prenzlauer Alee, und Guß Direktionsgebäude röhrenlager. Bauten der Firma Strotthoff: Herold, Charlottenburg, Giesebrechts ftraße 17. Gutzeit, Ufer und Martin Dpikftraßen- Ede. Bauten der Firma Noack, Hennigsdorferstraße: Giller, Nord- Ufer, zwischen Lynar straße und Ringbahn. Postbau, Hohenneuendorf, Berlinerstraße. Bau der Firma Pohl& Sohn: Schossow, Charlottenburg, Sybell straße 61-62. Bauten der Firma L. Lassen: Demme, Urbanstr. 94. Schmädide, Elberfelder und Dorts munderstraßen- Ede. Blankenfeld, Müllerstr. 152. Lassen u. Brefinsky, Borhagen. Ban der Firma Hoffmann, Wollinerstr. 27a: Gleimftr. 46/47. Bauten der Firma Roloff: Mohrenhof, Friedrich-, Ede Mohrenftraße. Schivelbeinerstr. 7. Winsstr. 17. Bauten derFirma Heinemann: Lange, Rigdorf, Boddinstraße. Bau der Firma Schwarze, Rigdorf, Nogatstr. 25: Rigdorf, Emserstr. 32-34. Bau der Firma Holstein: Schule, Lichtenberg, Scharnweberstraße 22. Bau der Firma Schneider, Griebenowstraße: Adalbertstr. 9. Bau der Firma Scharwis: Stödel, Friedenau, Cranachstraße. Bauten d.Firma Weise, Moabit: Charlottenburg, Kaiser Friedrichstr.1. Rigdorf, Schudowerstraße 5. Werkstatt und Bauten der Firma Altendorf, Charlottenburg. Bau der Firma Mitsch, Barnimftr. 22: Christburgerstr. 41. Bau der Firma chrammer in Nigdorf. Hedemann, Inn- u. DonaustraßenEde. Thiemann, Rigdorf, Schöneweider straße 20. Bau der Firma Gustrau, Rigdorf: Stier, Dber- Schöneweide, Edisonstraße 40. Bauten der Firma Löchel, Rigdorf: Stegliz, Bäschteftr. 10/11. Bauherr Lange. Baumschulenweg, Glanzstr. 2. Bauherr Knopp. Bauten der Firma Gebr. Ruge, Cadinerstraße: Ruwald, Romintenerstr., a. d. Kirche. Mühlhaase, Treptow, Stiefholzftr. Ede Bouchéstraße. Coteniusstr. 5. Bech, Huttenstraße. Bau der Firma Harms: Bettentoferstr. 28. Bau der Firma Klempan Nachfl. Waisenhaus in Werneuchen. Bau der Firma Walter, Uferstraße: Töpfer, Pankow, Binzstraße. Bau der Firma Kurz, Charlottenburg: Boch, Charlottenburg, Fritschstraße. Bau der Firma Sommerkorn: Frankfurter Chauffee 61 a, b, c. Treppengeländerbranche. Bauten der Firma Schmidt& Co., Schönhauser Allee: Wilmersdorf, Kaiser- Allee u. Sieglindestr.- Ecke. Brüll u. Schmidt, Charlottenburg, Dernburgstraße. Brode, Charlottenburg, Dahlmannstraße. Friz, Charlottenburg, Niebuhrstr. 77. Bau der Firma Hundt, Grimmstraße: Beitscher, Kurfürstendamm 171/72. Hausherr, Steglig, Hubertusstraße, Ede Schloßstraße. Kutter, Zehlendorf, Scharfeftr. 4. Scheuren, Zehlendorf, Milinowskiftraße. Haase, Behlendorf, Riemeisterstraße. Bastian u. Kabeliz, Behlendorf, Riemeisterstraße. Postbau, Niederschönhausen, Trestowstraße 67. Barnimstr. 170. Bauten der Firma Törmer& Scharlan: Gr. Frankfurterstr. 126. Schmidt, Bafteurstr. 35. Rigdorf, Weichselstr. 48/49. Wilmersdorf, Kaiser- Allee 202.. Köpeniderstr. 71. Martin Opigftr. 1. Gottschaltstr., Ede Martin Opigstr. Scharnite, Reinickendorf, Dranienburger Chaussee. Uferftr. 13. Tegelerstr. 6/7. Dietrich, Genterftr. 65-67. Wiese, Tempelhofer und Schöne berger Berbindungsstraße. Schahorn u. Tröbel, Gottlieb Kinkel straße. Bauten der Firma Geißler, Dieffenbachstraße: Groterjahn, Schönhauser- Allee 129. Burgall u. Martin, FaldensteinStraße 49. Rottbuserdamm 87. Friedenau, Stubenrauchstr. 12. Beiser, Schöneberg, Münchenerstr.14. Mattner, Friedenau, Isoldestr. 6. Menge, Pariserstr., Ede Sächsischestr. Bornholmerstr. 4. Nölte, Heilbronnerstr. 17. Heilbronnerftr. 22. Holland, Wilmersdorf, Holsteinische ftraße 11a. Banten der Firma Pasch, Pfarrstraße 35: Buggenhagen, Lichtenberg, Pfarr straße 5. Burr, Simon Dachstraße.. Karlshorst, Prinz Dstarstraße. Urbanstr. 3. Rummelsburg, Wilhelmstr. 3/4. Höselt u. Seifert, Karlshorst. Wolf, Nieder- Schöneweide. Grothe, Mariendorf, Dorfstr.- Ede Bau der Firma Stahl, Kur fürstenstraße 37: Ueberholz, Kurfürstendamm 170. Westendorf, Stegliz, Miquelstr. 31. Bröfer, Schöneberg, Hauptstr. 88/89. Bauten der Firma F. Peschel & Söhne: Bertram, Schöneberg, Martin Luther. straße 27. Seiler, Schöneberg, Eylauerstr. 3 Baugesellschaft Barthe", Nirdorf Hermannstr. 32. " Bauten der Firma G. Bruns. Boppstraße: Wisbyerstr. 71/72, Geife. Schonenschestr. 3-4, Geite. Weißensee, Frifideftr. 3. Grünau, Jägerstr. 16, Paeb. Lankwig, Kurfürsten- und Froben. ftraßen Ede, Köhler. Christet, Charlottenburg, Franklin. ftraße 18. Roscher, Schöneberg, am Bahnhofe Papestraße. Friedrichshagen, Friedrichstr. 114. Bauten der Firma Völker, Tempelhof. Graz, Bornholmerstraße, Ede Schön hauser Allee. Hübner, Charlottenburg, Bismard, Ede Weimarerstraße. Villa Werner, Klein Glienide bei Potsdam. Paulsen, Schlüterftr. 33/34. Lehmann, Dahlmannstraße, Ede Garvinusstraße. Zauber, Gleimſtr. 49. Bornholmerstr. 71. Bauten der Firma Lindgren Rigdorf: Kazmann, Brüdenstr. 2. Wühler, Rigdorf, Bergstr. 112. Wipperstr. 25. Müller, Walter- und Ju liusstraßen- Ede. Lowe, Gewehrfabcit, Wittenau. Altes Kriminalgericht, Moabit. Wilde, Böhmischestraße, Ede Schu domastraße. Caro, Charlottenftr. 73. Nigdorf, Emserstr. 34. Bauten der Firma Jensen & Wodrich: Samoaſtr. 2, 3, 20, Bau Müller. Prinz Regentenftr. 116, Bau Last. Bauten der Firma Marzahn, Bergmannstraße: Lorenz Reple, Sybelstr. 47. Karl Schmidt, Helmstädterstr. 2. Brinzessinnenstr. 18 Wilhelmstr. 45/46. Gewerkschaftshaus d. Metallarbeiter, Charitéftraße 3. Fröhlich u. Ludwig, Grolmanstr., Ede Bismardstraße. Schöneberg, Eylauerstr. 22. Erdmann, Mariendorf, Chausseestraße 45. Bauten der Firma Grieser, Steglit, Heesestraße: Lamprecht, Steglit, Schöneberger straße 10-11. Swoboda, Stegliz, Grunewaldstr. 28. Willardt, Steglit, Zimmermannstr.12 Krüger, Lichterfelde, Chausseestraße Ede Stegligerstraße. Bauten der Firma Heinrich, Steglitz, Plantagenstr. 19: Suchland, Stegliz, Südendestraße. Bauten der Firma Meinhardt, Dennewitzstraße: Schönebergerstr. 27. Wilmersdorf, Hildegarditr. 25. Lange, Livländischeftr. Bauten der Firma Vogt, Köpenickerstr. 54: Charlottenburg, Kaiser FriedrichEde Scharnstraße. Mette, Mariendorf, Dorfstraße. Hirschfelder, Rigdorf, Juliusstr. 38/39. Bauten der Firma Engel, Uferstr. 5. Saalmann, Schwedenstraße 5. Lehmann, Boigtstraße. Bau der Firma Brandenburg, Wilhelmstr. 124: Bonifaciusgemeinde, Dorfstr. 87/88. Schilling, Köpeniderstr. 27. Löffler, Krefelderstr. 8a u. 9. Henrizi, Charlottenburg, Suarezftraße 13. Stopeniderstr. 27. D. Karl, Pasteurftr. 40/41. Banten der Firma Vogt& Söhne, Stendalerstr. 6: Echtermayer, Driesenerstraße, Ede Stolpischestraße. Thiele, Wilmersdorf, Nassauischestraße. Herms, Pankow, Schmidtstraße. Bauten der Firma Lütjen& Bruns, Greifswalderstraße: Hubracht, Dahlmann- Ede Sybelſtraße. Köppen, Bankow, Wollantstr. 96. Balentus, Charlottenburg, Claufe wigstr. 7. Böl, Jablonstiftr. 12/13. Oldenburgerstr. 43/44. Bauten der Firma Fröbe, Hollmannstraße. Chodowickistraße 7-8. Ueberholz, Sturfürstendamm 168/169. Banten der Firma Sichtermann, Schmargendorf: John, Wilmersdorf. Berlinerstr. 33. Bumplun, Steglig, Schloßstr. 32. Bumplum, Charlottenburg, Suarez ftraße 3. Wegen Streit und Differenzen sind gesperrt: Für Vergolder: J. C. Pfaff, Beughofstraße. Die Ortsverwaltung. Berantwortlicher Redakteur: Hans Weber, Berlin. Für den Enferatenteil verantw.: Th. Gloce, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW.