Nr. 75. Abonnements- Bedingungen: 6 Abonnements Preis pranumerando Bierteljährl. 3,30 r., monatl. 1,10 9, möchentlich 28 Bfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 6 Bfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags Beilage„ Die Neue Welt" 10 Pẞfg. Boft. Abonnement: 1,10 Mart pro Monat, Eingetragen in die Bost- Seitungs. Breisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Postabonnements nehmen an: Belgien, Dänemart, Holland, Italien, Luxemburg, Bortugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz Ericcist täglich außer Montags. Vorwärts 5 Berliner Volksblatt. 24. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Rolonel geile oder deren Raum 50 Pig., für bolitische und gewertschaftliche Vereins. und Bersammlungs- Anzeigen 30 Bfg. Kleine Anzeigen". das erste( fett gedruckte) Wort 20 Bfg., jedes weitere Bort 10 Bfg. Stellengesuche und Schlaf Stellen- Anzeigen das erste Wort 10 Bfg., Jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Morte. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 5llhe nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition is bis 7 1hr abends geöffnet. Telegramm Adresse: ..Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsvrecher: Amt IV. Nr. 1983. Reichsverdroffenheit. Aus Süddeutschland wird uns geschrieben: was Freitag, den 29. März 1907. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Mr. 1984. Politische Uebersicht. Berlin, den 28. März 1907. Der ,, liberale" Ministerkandidat. Holland und Desterreich werden für Abgabenfreiheit auf den beiden Strömen eintreten. Ei, sieh dies Desterreich! wird da mancher sagen. Man hat es als rückständig und verfault im Verhältnis zu dem modernen Preußen dargestellt; nun hat es sich inzwischen das allgemeine Wahlrecht zugelegt, während Preußen hartnädig am Dreitlassenwahlsyem festhält; Ueber den neuen liberalen" Ministerkandidaten Adickes, Die Wahlerfolge der reaktionären Parteien und ihrer Desterreich will auch den Schiffahrtsverkehr nicht mit Abgaben zurzeit Oberbürgermeister in Frankfurt a. M., entnehmen wir ,, liberalen" Handlanger haben jene Empfindungen nicht zurück- hemmen. Wir sind gewiß frei von jeder Sympathie für das der„ Leipz. Volksztg."( uns selbst ist leider infolge einer drängen können, die sich bei einem großen Teil des deutschen Volkes Haus Habsburg und seine Politik; allein man kann begreifen, wir wissen nicht wodurch verursachten- Betriebsstörung der geltend machen und die namentlich in den Einzel- wenn folche Vergleiche gezogen werden. staaten sehr stark sind Post die Frankfurter ,, Boltsstimme" nicht zugegangen) folgende So sieht man aus Preußen ein reaktionäres Experiment Charakteristik unseres Frankfurter Bruderorgans: man so als„ Reichsberdrossenheit" bezeichnet. Diese Mißstimmung, die auch nach dem anderen tommen, und es entsteht bei der füdweite und breite Schichten des Bürgertums er deutschen Bevölkerung insofern eine gewisse Beunruhigung, greift, richtet sich im wesentlichen gegen Preußen; als man fürchtet, die preußische Politik werde uns den vorbielfach scheut man sich zwar, dies direkt auszusprechen. Nicht märzlichen Zuständen immer näher bringen. Der alte füdetwa gegen das preußische Volt, sondern gegen die preußische deutsche Partitularismus existiert nicht mehr und wird nicht Politik ist diese Mißstimmung gerichtet und der Reichs- wieder kommen; man hat ganz andere Empfindungen. In tanzler täuscht sich bitter, wenn er etwa glaubt, daß sein Saz: die Einheit, so mangelhaft sie ist, haben sich auch die gefunden, Preußen in Deutschland voran!" in den außerpreußischen die noch widerstrebten, aber sie wollen dieselbe nicht deutschen Staaten auch nur von einer starken Minderheit der als Zwangsjade empfinden. Wir hörten jüngst noch Bevölkerung ernstgenommen worden sei. Auch in Preußen jemanden fich darüber äußern, der meinte, wenn selbst wird in der großen Masse des Voltes dieser Spruch nicht die Junker in Preußen noch lange das Heft in der Hand bebiel Zustimmung gefunden haben. hielten, so würden die bureaukratischen Verkehrserschwerungen " " Speziell in Süddeutschland empfindet man es, daß die immer noch zunehmen und man werde schließlich auf das preußische Politit sich so manchen Reformversuchen und zeit- a ßwesen zurückommen, so daß der Reichsbürger wieder gemäßen Neuerungen breit und urreaktionär in den Weg bei den alten Polizeischerereien anlangen werde. Er stellt. Wir haben ganz gewiß nicht die Absicht, etwa füd- wies darauf hin, daß in Berlin bei Verhängung des deutsche Regierungen auf Kosten der preußischen zu loben; in fleinen Belagerungszustandes 1878 auch gleich der Baßden Mittel- und Kleinstaaten wird durchweg auch nach den zwang eingeführt worden sei. Auch an der französischen Grundsätzen der alten staatsmännischen Schule regiert, die mit Grenze habe ihn Bismard eingeführt. Nun, der Mann ist dem ganzen modernen Geist der Zeit unvereinbar sind. Der mit dem Worte Schwarzseher" nicht abgetan. Unterschied ist nur, daß in Preußen die Politik der Regierung am Wir sind nicht zugleich" Agrarstaat und Industriestaat, stärksten von dem ostelbischen Junkertum beeinflußt wird, das wie Bülow einmal gesagt hat, sondern der Agrarstaat kämpft die rückständigste Klasse unserer Zeit ist. Diese Klasse wird mit dem Industriestaat auf dem Gebiete des Verkehrswesens. bom aufgeklärten Teile des preußischen Volkes aufs ent- und der erstere hat zurzeit die Klinke der Gesetzgebung in der schiedenste bekämpft; aber dieser Teil wird vom liberalen" Hand. Bürgertum dabei schnöde im Stich gelassen, so daß die zwei Hauptprivilegien des Junkertums, Gutsbezirke und Dreitlassenwahl, noch unangetastet bestehen. " Der Bauernaufstand in Rumänien. ,, Adides als Nachfolger Studts- das würde der Berufung einen grotest- tomischen Anstrich geben. Das deutsche Volksschulwesen täme dabei vom Regen in die Traufe. Denn Adickes ist in Volksschulfragen mindestens ebenso reaktionär wie Studt. Denn als er 1890 hier dem als„ Liberaler" ins preußische Ministerium berufenen und nachher als agrarischer Frondist abgehalfterten Miquel in die Oberbürgermeisterſtelle aus seiner bescheideneren Altonaer Stadttätigkeit folgte, da hob jene zehnjährige Periode Frankfurter Volksschulverwaltung bis 1900 an, die sich durch die systematische Burüdstellung jeder Ausgabe für das Voltsschulwefen traurig auszeichnete. Diese Ver nachlässigung zeitigte so unglaubliche Mißstände an Klassenüberfüllung und mangelhaften Lehrergebnissen, daß wir heute noch darunter leiden. Adickes hat stets gegen die Einführung der Lehrmittelfreiheit, gegen die Be töftigung und Bekleidung armer Schulkinder aus städtischen Mitteln, gegen die segensreichen Waldschulen und jeben sozialdemokratischen Antrag entweder offene oder stille Gegnerschaft bekundet und größere Reformen nach jenen Richtungen mit Hilfe der bürgerlichen liberal tonservativen Paarungss mehrheit feines Stadtparlaments bisher glüdlich berhindert. Dafür hat er sich liebevoll der Gründung und dem Ausbau Frankfurter Akademien gewidmet, deren Millionenkosten ausschließlich den Söhnen der herrschenden Klaffen zugute tommen. Wie überhaupt stets sein Streben dahin ging, die Inters essen der oberen Behntausend wahrzunehmen. Darauf war seine Kommunalpolitit in Altona und noch mehr in Frankfurt a. M. zugeschnitten. Adickes ist ein ebenso ausgesprochener Verächter des Volkes wie das preußische Junkertum. Er hat sich bis jetzt ganz energisch dagegen gewehrt, daß das Benjuswahlrecht für das Frankfurter Stabtparlament beseitigt oder auch nur herab. gesezt wird. Ebenso trat seine Boltsfeindschaft ftets offen zutage, wenn irgend ein sozialdemokratischer Antrag zur Erweiterung oder Wahrung der Boltsinteressen eingebracht wurde, was ihn freilich nicht hinderte, sich nach außen hin als großen Förderer der Sozialpolitik aufzuspielen. Jit Wirklichkeit war seine ganze Reformtätigkeit auf fozialem und anderen Gebieten nichts wie politische Schaumschlägerei. Auf feinem Spezialgebiete, demjenigen der städtischen Grund- und Bodenpolitit, ist er mit der Zeit zum bloßen finanziellen Plusmacher herabgeglitten und hat die fozialpolitische Verwertung der angefammelten Bodenreichtümer zur Hebung der traurigen städtischen Wohnverhältnisse völlig vermissen lassen. Als er mit seinem Enteignungsgeset für Stadterweiterungen im preußischen Landtage fast ganz an dem Widerstande städtischer und ländlicher Agrarier gescheitert war, bekannte er sich im Juni 1904 auf einer Tagung rheinischer Kommunalpolitiker als, der müde Greis", der jeden Kampf aufgegeben habe. Der Gedanke und die erste Ausbildung Die preußischen Junker sind befanntlich ein berkehrs- Von den 6 Millionen Einwohnern Rumäniens gehören etwa feindliches Element und finden sich da leicht mit 5 800 000( 90 Proz.) zur bäuerlichen Bevölkerung. Vom anbauden Zentrumspfaffen zusammen. So haben sie durch fähigen Boden aber, der sich auf etwa 4 Millionen Hektar beläuft, ihren Einfluß Preußen zum stetigen Widerstand gegen wirklich befinden sich vier Fünftel in den Händen von etwa 4000 Großzeitgemäße Eisenbahnreformen gebracht. Der Eisenbahnverkehr grundbefizern, während sich der gesamte in den Händen der Bauern wird stets verteuert, und den füddeutschen Staaten werden die befindliche Grundbesitz auf ungefähr eine Million Hektar beläuft! von ihnen eingeführten Verkehrserleichterungen wieder ge- Bei so ungefunden Zuständen ist es geradezu als ein Wunder zu nommen. Die einfache Machtstellung Preußens gibt dabei bezeichnen, daß sich Rumäniens Bauernschaft nicht schon längst gegen den Ausschlag. Das erzeugt eine tiefe Mißstimmung in der seine Beiniger und Blutsauger erhoben hat. Bevölkerung, auch wo sie nicht sozialdemokratisch denkt. Das Nun ließ die rumänische Regierung unter dem ersten Eindruck des Mißtrauen steigt. Man erinnere sich an die Reichstagsdebatte fie padenden Schredens die Nachricht verbreiten, sie beabsichtige der über das neue Bülowsche Programm. Da wurde doch sogar von Kammer schleunigst ein Gesetz gegen die Bächtertrusts vorzulegen. Nach nationalliberaler Seite aus Süddeutschland die Befürchtung aus dem jezt aber die Flinte geschossen, der Säbel gehauen und gestochen hat, gesprochen, durch das von Bülow in Aussicht genommene vernimmt man einstweilen nichts weiter davon, so daß man zu der Vereins- und Versammlungsgesek könnte die Freiheit, die Ueberzeugung gelangen muß, daß die rumänischen Bauern in einzelne Staaten in vorteilhaftem Gegensatz zu Preußen auf gutem von ihrer Regierung tatsächlich nicht das mindeste zu erdiesem Gebiete besigen, beeinträchtigen. Die füddeutschen warten haben. Ist doch diese Regierung ganz wie in Preußen Nationalliberalen lassen gewiß nicht leicht etwas von Reichs- in den Händen der Junker, hat doch die Macht der konservativen berdrossenheit" merken, aber manchmal geht man eben auch Bojaren Rumäniens gerade in letzter Zeit der Politik des Landes ihnen zu weit. ihren Stempel aufgedrückt. So darf man denn gewiß sein, daß die anges Man könnte, noch eine Reihe solcher Tatsachen anführen, fündigte Antitrust- Vorlage sich nicht gegen die Herren Großgrundbesizer. welche die Reichsverdrossenheit" zu erklären geeignet sind. richten, sondern daß sie günstigstenfalls die ärgsten Auswüchse des In neuerer Zeit sind es namentlich die von der preußischen Bachtsystems ein wenig beschneiden wird. Es würde diese ManiRegierung geplanten Schiffahrtsabgaben auf Rhein pulation durchaus dem in unseren kapitalistischen, unseren Junkerund Elbe, welche die Mißstimmung steigern. Wenn die staaten auch sonst üblichen Verfahren entsprechen: die Regierung tut Einzelstaaten sich die preußische Auslegung des§ 54 der fo, als ob sie Stonzessionen macht, sie hängt sich das Mäntelchen Reichsverfassung nicht gefallen lassen und wenn dann von der Bollsfreundlichkeit, der Bauernfreundlichkeit um die Schultern, Preußen wirklich eine Abänderung des§ 54 beantragt wird, und sie düpiert zu gleicher Zeit das Ausland, dessen urteilsloses zeit Herr Miquel! so werden sich die Gegensätze noch mehr verschärfen. Publikum" die Milde der nachgiebigen" Regierung mit weit auf" der städtischen Wertzuwachs steuer in Deutschland stammen bon ihm; aber sie ist anderswo schon weit besser durch geführt worden als unter seinem eigenen Stadtregime, dessen Finanzwesen eine große Reihe brüdender Gebühren für die Minderbemittelten aufweist. Nebenbei versuchte Oberbürgermeister Adickes im letzten Jahre ein paar fühne Ritte ins Gebiet der Justizreform: er empfahl die aristokratische englische Richter organisation für Deutschland, aber mit geringem Erfolge." Man sieht, wie wenig Ursache vorhanden ist, auf diesen liberalen" Musterkandidaten irgend welche Hoffnungen zu sezen. Adickes dürfte nicht weniger enttäuschen als seiner" Das bewährte Dreiklaffenwahlrecht. Stimmen Abgeordnete Konservative 324 157 143 Freikonservative Nationalliberale Freifinnige Volkspartei. Freifinnige Bereinigung 47 975 59 256 220 79 73 245 25 16 735 8 Zentrum Sozialdemokratie 251 958 314149 97 00 Aber die Reichsverdrossenheit knüpft sich nicht etwa nur geriffenen Mäulern staunend bewundert. an einzelne dirette reaktionäre Benachteiligungen oder an Soweit sich aus den unzuverlässigen offiziösen Berichten ersehen Die Post" bringt einen Artikel zur Verherrlichung des Dreieinzelne Einschränkungen der Bewegungsfreiheit. In Süd- läßt, scheinen die revolutionären Bauern nicht gut genug organisiert lassenwahlrechts. Dies Wahlrecht habe sich durchaus bewährt, habe deutschland herrschen aber andere Traditionen wie im Norden. zu sein, um ihre gerechte Sache schnell und einheitlich zum Siege zu es doch während der Konfliktsjahre den Beweis geliefert, daß sogar Das stammt zum Teil noch von den Nachwirkungen der führen. In der Moldau( Nord- Rumänien) soll schon etwas Be- die„ ertremste Opposition" dabei zum Ausdrud kommen und die französischen Revolution, resp. des ersten napoleonischen ruhigung" eingetreten sein, in der 2alachei( Süd- Rumänien) dauern Stimmung im Lande widerspiegeln fönne. Staiserreichs her. Ueber dieses urteilte und urteilt man im die Unruhen noch fort so heißt's nach den amtlichen Meldungen. Wie in Wirklichkeit das preußische Dreiflassenwahlrecht aussieht, Volte der süddeutschen Staaten ganz anders als im ostelbischen Es wäre kein Wunder, wenn die Regierung das Kunst- mögen einige Zahlen beweisen. Ur wählerstimmen und 25Junkerparadies. Gewiß brachte das französische Regiment ftüd fertigbrächte, den Bauernaufstand nach russischer Manier noch geordnete entfielen 1903 in Preußen auf biele Lasten und Beschwerden mit sich. Aber es brachte auch einmal niederzuknütteln. viele Vorteile. Den Feudalismus hatten schon die Heere des Allerdings lassen einige Anzeichen den Schluß zu, daß die Konvents auf dem linken Rheinufer vertrieben; dann tam Soldaten, unter denen sich ja naturgemäß sehr viele Bauernföhne be unter dem Rheinbund die französische Gesetzgebung. Napoleon finnden, nicht allenthalben im Lande blind Drder parieren, sondern jorgte für viele Verkehrserleichterungen; er baute eine Menge daß sie hier und da mit den Bauern sympathisieren"! Da die bon Straßen, darunter sehr große und wichtige und machte Beitungen streng genſuriert sind( zurzeit dürfen die Blätter sich dadurch beliebt. Binnenzölle wurden mehrfach aufgehoben der Hauptstadt nicht einmal in die Provinz gefandt werden!), und nach Napoleons Sturze wieder eine furze Zeit lang ein- so wird genaueres erst allmählich durchsidern, zumal da natürlich Man sieht also, daß auf die Partei, die annähernd ebenso geführt. 1817 gab es in Preußen noch 60 verschiedene Zoll- auch der rumänischen Postbehörde nicht zu trauen ist! biel Stimmen erhielt wie die Konservativen, die sozialund Atzifetarife. 1861 schwanden endlich die Schiffahrts- Nach allem fann es noch längere Zeit dauern, bis der Bauer demokratische Partei, nicht ein einziger Abgeordneter entfiel, während abgaben auf dem Rhein, 1870 die auf der Elbe, und nun Rumäniens so weit ist, diejenige Maßregel zu ergreifen, die ihn früher die Konservativen mit 143 Abgeordneten in den Landtag einsollen sie wieder eingeführt werden! oder später zum Siege führen muß: sich mit dem Industrieproletariat ziehen konnten. Da Klafft nun der große Gegensatz auf: In Süddeutsch- zu verbrüdern. Dieses rumänische Industrieproletariat selber ist Nicht uninteressant ist auch die Berufsstatistik der Mitland ist man an mehr Erleichterungen im Verkehrswesen in augenblidlich noch nicht mächtig genug, um mit Aussicht auf Erfolg glieder des Abgeordnetenhauses. Unter den 433 Mitgliedern befanden diesem Sinne gewöhnt; in Preußen kann man sich dem Zuge in den Gang der Dinge eingreifen zu können. Vertritt das gesamte sich 14 2 andräte im Dienst, 5 Landräte zur Disposition, der Zeit auch nicht entziehen, aber man schafft künstliche Proletariat Rumäniens aber erst einmal gemeinsam seine gemein- 13 höhere Beamte, 45 höhere Justiz beamte, 10 Be bureaukratische Verkehrserschwerungen, wo man es famen Interessen, dann dürfte dem ausbeuterischen Regime der anti- rufsoffiziere, 17 Geistliche, 21 Rechtsanwälte passend findet. Wer denkt da nicht auch an den Widerstand semitischen Mordspatrioten und der dreisten Bojaren Rumäniens und Notare, 5 Merzte, 111 Großgrundbesitzer, der preußischen Junter gegen den Mittellandkanal, wobei einer bald ein Ende gemacht werden. 50 Landwirte, 12 Raufleute, 5 Kleingewerbe derselben erklärte, ein Sanal sei überhaupt kein Stulturwerk. treibende, 12 Schriftsteller Schriftsteller und Redakteure, 82 Rentner und kein einziger Arbeiter. Auch diese Zahlen Be- weisen, in wie unübertrefflicher Weise es daS elendeste aller Wahl- siffteme zuwege bringt, aus dem preußischen Abgeordnetenhaus alle Vertreter der Mehrheit des Volkes, der nichtbesiyenden Klaffe, fern- zuhalten! Daß die„P o st" gerade deshalb das preußische Dreiklaffenwahl- system sür ein bewährtes, wenn nicht geradezu ideales erklärt. ist ja nur zu verständlich. Wohl aber wäre eS die Pflicht der ja jetzt regierungsfähig gewordenen Liberalen, alle Energie einzusetzen, um endlich dieses vorsündflutliche Wahlsystem zu beseitigen. Unendlich viel wichtiger, als die Frage der geistlichen oder fachmännischen Schulaufsicht, ist die Frage des Wahlrechts selbst. Ohne das Dreiklasseuwahlrecht wäre es aus- geschloffen gewesen, daß das Schulverpfaffungsgesetz überhaupt An- nähme gefunden hättet Das preußische Wahlsystem selbst ist der Urquell aller preußischen Reaktion, aller rückschrittliche» Gesetze in Preußen. Die unabweisbare Pflicht des Liberalismus ist es daher, nun endlich einmal mit dem Sturmlauf gegen dieses skandalöse Wahlunrecht ernst zu machen. Warten wir ab, was der Liberalismus beginnen wird l— . Deutfcbea Reich* Die großen Redaktcnrgehälter am„Vorwärts", Die Verschleuderung der Arbeitergroschen durch die Zahlung fürstlicher Gehälter an die Redakteure, des„Vorwärts" läßt die „Berliner Neuesten Nachrichten" nicht schlafen. Sie wollen dem Genossen Bebel, der in der Sitzung des Reichstags vom 19. März festgestellt hat, daß der„Vorwärts" niedrige Redaktcurgehältcr zahle, nachweisen, daß seine Angaben nicht stimmen können. Zu diesem edlen Zwecke schreiben sie: „Am IL. März sagte der Abg. Bebel im Reichstage nach dem „Vorwärts" vom 20. März, Nr. 67:„Der„Vorwärts" hat gegen- wärtig 138 LLL Abonnenten, und der bestbezahlte der zehn„Vor- Wärts"-Redakteure erhält 4500 M. und nicht 10 000 bis 16 000 M., wie manche bürgerlichen Chefredakteure." Wie stimmen diese Angaben mit denen überein, welche der Parteivorstand alljährlich im Druck seinen Genossen und— aller Welt unterbreitet? Auf Seite 47 des Protokolls steht die Abrechnung des„Vor- wärts" für 1905/06, also die, auf welche Bebel nur Bezug nehmen kann. Da finden wir unter„Ausgängen": Mitarbeiter: Politik, Gewerkschaft!. Versammlungen usw. 43 008 M., Redakteure, Korrektoren. Juristische Sprech st unde 6g 483,10 Mark! Der höchstbezahlte Redakteur, sagt nun Bebel, erhält 4500 M., der Mann für die juristische Sprechstunde soll ebenso- viel erhalten. Ein guter Korrektor bekommt monatlich 150 M. Mag er beim„Vorwärts" 200, also jährlich 2400 M. bekommen, so daß zwei Korrektoren 4800 M. erhalten. Das gäbe für diese vier Personen die Summe von 13 800 M., hoch gerechnet. Der Rest von den 63 483,10 M.. also 55 683,10 M.. muß demnach auf die übrig bleibenden neun Redakteure fallen, wenn die Angaben des Partciprotokolls richtig sind. Dann aber kämen auf jeden Redakteur nicht weniger als 4500'M., sondern 6176 M. Wer hat nun geflunkert? Das Parteiprotokoll von 1306 in der„Vorwärts"-Abrcchnung oder Bebel im Reichstag, denn beide Angaben können nicht richtig sein. Man kann aber daraus ersehen, wie notwendig es ist. in die Angaben der sozial- demokratischen Führer, die sie mit so großem Aplomb machen, Zweifel zu setzen und sie nachzuprüfen. Um dem albernen Gerede des Scharfmacherblattes ein Ende zu machen, wollen wir ihm folgendes mitteilen: Unter den 69483 Mark befinden sich nur rund 47 700 M. für Rcdakteurgehälter. Da aber der Jahresabschluß vom 1. Juli 1905 bis zum 1. Juli 1306 borliegt, also gerade der Zeitraum, in dem der Redaktions- Wechsel im„Vorwärts" fiel, enthalten diese 63 483 M. nicht das Gehalt für neun Redakteure, sondern für 17 Redakteure. Auf diese 17 Redakteure entfallen im ganzen 47 700 M. 17 Redakteure kommen deshalb heraus, weil der„Vorwärts", den Redakteur für die Unterhaltungsbeilage mitgerechnet, 11 Redakteure besitzt. Dazu kommen die 6 ausgeschiedenen Redakteure. Würde man 47 700 durch 17 dividieren, so käme ein Durchschnittsgehalt von 2800 M. heraus. Diese Durchschnittssumme ist aber zu niedrig, weil ein Teil dieser 17 Redakteure dckn„Vorwärts" nur für einen Teil de? Jahres angehörte. Andererseits ist zu berücksichtigen, daß in diesem Betrage sich auch Ausgaben für die Vertretungen erkrankter Redakteure, für Ferien-Ver- tretung des verantwortlichen Redakteurs, sowie die Umzugskostenentschädigung für mehrere neu ein- getretene Redakteure befinden. Die übrigen 21 700 M. setzen sich aus folgenden Ausgaben zu- sammen: Gehalt für eine Stenotypistin 1500 M., Gehalt für 4 Korrektoren 10 700 Ml, Entschädigung für zwei Rechtsanwälte 3900 M., Gehalt für 2 Redaktionssekretäre 5600 M., in Summa also 21700 M. Die„Berliner Neuesten Nachrichten" sehen also, daß nicht Bebel„geflunkert" hat, sondern daß sie selbst auf Grund einer ohne jede tatsächliche Grundlage vorgenommenen Wahr schein- lichkeitsberechnung dem Genossen Bebel in der fahr- lässigsten Weise einen ehrenrührigen Borwurf gemacht haben. Scharfmachermoral!— Gegen PosadowSky. Die agrarischen und scharfmacherischen Blätter setzen ihren Kampf gegen den Grafen Posadowskh fort, nur betreiben sie in letzter Zeit die Anrempelungen etwas versteckter. So benutzt bei- spielsweise die„Deutsche- Tageszeitung" die läppische Bemerkung einer hiesigen Korrespondenz, Graf Posadowskh werde bei der Vor- bereitung zur Börsengesetznovelle Gelegenheit zur Beseitigung der Annahme finden, daß zwischen ihm und dem Reichskanzler nicht volle Uebereinstimmung herrsche, zu einem erneuten Flankenangriff auf den„Minister der Sozialpolitik". „Diese Andeutungen", schreibt das Bündlerblatt unter Hin- weis auf die Korrespondenz,„scheinen uns von einer falschen Voraussetzung auszugehen. Gewiß gehört die Reform des Börscngesetzes zu dem neuen Programme des Reichskanzlers. Es ist aber durchaus unrichtig, wenn man anzunehmen scheint, daß Graf Posadowskh dieser sogenannten Reform weniger geneigt sei als der Reichskanzler. Nach unserer Kenntnis der Verhältnisse und Stimmungen liegt die Sache vielmehr umge- kehrt. Graf Posadowskh ist durchaus- ein Freund der so- genannten Bärsenreform, die er im Reichstage und in der Kommission mit großer Energie und Zähigkeit und be- merkenswertem Eifer gegen ihre Gegner vertreten hat, während der Reichskanzler selbst der Angelegenheit bisher Verhältnis- mäßig wenig Interesse entgegenzubringen schien. Wir glauben unS nicht zu irren, wenn wir einnehmen, daß heute trotz seiner öffentlichen Erklärungen der Reichskanzler der ganzen Frage viel kühler gegenübersteht, als sein Stellver- treter. Wenn also die Börsenreform den Bundes» rat unddenRe.ichstag beschäftigenwird, dürfte Graf Posadowskh die Hoffnungen und Erwar- tungen der Börsenfreunde vermutlich erfüllen, nicht um seine volle Uebereinstimmung mit dem Fürsten Bülow in dieser Frage zu bekunden, sondern weil er von jeher ein ent- schiedener und überzeugter, ja ein etwas einseitiger An- Hänger der sogenannten Reform war."— Im Dienste des Kapitalismus. Die Bergwerksdirektion Saarbrücken veröffentlicht im vReichsanzeigcr" eine Uebersicht über die ihr aus Anlaß des Redener Grubenunglücks für die Hinterbliebenen der Opfer zugegangenen Spenden und die vom Unterstützungsausschuß in Aussicht genommenen Unterstützungssätze. Der Gesamt- betrag der bisher eingelaufenen Summen stellt sich auf 660 000 M. Davon sind ausgegeben, nicht gerechnet die kleinen Spenden der verschiedenen Lokalkomitees, rund 40000 M., und zwar 20000 M. aus der Kaiserspende und die übrigen 20000 M. aus dem Unterstützungsfonds. „Die Kaiserspende wurde", wie es im Bericht heißt,„sofort verteilt, und zwar erhielt jede Witwe 140 M., jede Ganzwaise 60 M., jede Halbweise 35 M.; für jeden Ledigen, der einziger Er- nährer seiner Angehörigen war, wurden diesen 75 M. und, wo er es nur teilweise war, 50 M. gezahlt. In zahlreichen Fällen wurden auf Antrag alle bei der Beerdigung entstundenen Kosten ersetzt. Mit diesen vorläufigen Unterstützungen und dem von der Knappschaftsberufsgcnossenschaft gezahlten Sterbe- geld, dessen gesetzliche Höhe>/>» des JahreSarbeitSvcrdiensteS beträgt,' sollte der augenblicklichen Not vorgebeugt werden. Von den Mitgliedern des Unterstützungskomitees oder von deren Beauftragten wurden sämtliche Familien in ihren Woh- nungen besucht; wo außer Geldspenden noch Hülfe not tat, wurde solche geboten. Erkrankte Kinder oder Familienangehörige wurden in ärztliche Behandlung gegeben, für zahlreiche Kinder und Mütter wurden regelmäßige Mitchlieferungen bestellt; 15 Familien, deren Betten schlecht oder unzureichend waren, wurden neue Betten geliefert. Für 40 Kinder, die Ostern zur Konfirmation oder Kommunion gehen, wurde entsprechende Kleidung, Wäsche und Schuhwerk beschafft, verschiedene Kinder sind zur Aufnahme in das Bad Kreuznach, eine Lungenheilanstalt oder Ferienkolonie vor- gemerkt oder bereits in Pflege gegeben. 15 Frauen und Mädchen wurden Nähmaschinen geschenkt. Außerdem wurden zahlreiche Familien mit Lebensmitteln, Kleidung und Wäsche unterstützt. 50 Wöchnerinnen erhielten Erstlingswäsche, zum Teil auch einen Kinderwagen. Inzwischen sind auch sämtliche Witwen- und Waisenrenten von dem Vorstand der Knappschaftsberufsgenossen- schaft festgesetzt und gezahlt worden. Die Renten für die Aszendenten(Eltern) sind, soweit die gesetzlichen Voraus- setzungen dafür vorliegen, gewährt worden. Nur in 2—3 Fällen konnte die Entscheidung noch nicht getroffen werden, weil die zahlreichen mid oft recht schwierigen Vorerhebungen noch nicht beendet smd. Das ist auch der Grund, weshalb mit der Hauptverteilung der Unter st ützungS- summe noch nicht begonnen werden konnte. Nach Abzug der bisherigen, insgesamt etwa 40000 M. betragenden vorläufigen Unterstützungen bleibt von den gesammelten Geldern eine Summe von etwa 620000 M. zur Verfügung. Da mehrere Spender den Wunsch ausgesprochen haben, daß ihr Beitrag auch zur Linderung der Not in solchen Familien verwandt werden mochte, die ihren Ernährer nicht gerade bei dem großen Redener Unglück, sondern durch einen anderen Be- rufsunfall verloren haben, so soll mit ausdrücklichem Einverständnis der Spender eine Anzahl von Gaben im Gesamtbettage von 200 000 M. von der ganzen Summe als besonderer Fonds abgezweigt werden, aus dem neben den Hinterbliebenen der Verunglückten vom 23. Januar d. I. auch die Hinterbliebenen anderer im Saarbergbau tödlich verunglückter Bergleute unter- stützt werden können. Die nach Verausgabung von etwa 40 000 M. verbleibende Summe von etwa 420000 M. soll also lediglich für die Redener Hinter- bliebenen verwandt werden, die übrigen 200 000 M. sowohl für die Redener als auch andere. Zur Beschlußfassung über die Art und Weise der Verteilung der Unterstützungen ist ein Ausschuß gebjldet worden, der am 23. d. MtS. zu einer grundlegenden Beratung zusammengettetcn ist. Ja dieser Sitzung wurden folgende Unterstützungssätze in Aussicht genommen: Jede Witwe eines bei dem Massenunglück umS Leben gekommenen Bergmanns erhält neben ihrer reichs- gesetzlichen Witwenrente bis zu ihrem Tode oder ihrer Wieder« Verheiratung einen jährlichen Zuschuß von 150 M.; jede Halbwaise erhält neben der reichsgesetzlichcn bis zum vollendeten 15. LebenS- jähre zahlbaren Waisenrente eine Unterstützung von jährlich 76 M., welche noch ein Jahr länger, also bis zum vollendeten 16. Lebens- jähre gezahlt wird. Jede Ganzwaise. von denen fünf vorhanden sind, erhält bis zum gleichen Zeitpunkt den doppelten Betrag." Es ist sicherlich recht gut, daß wenigstens der äußersten Not der Hinterbliebenen vorgebeugt wird; eine Entschädigung für den im Dienste des Kapitalismus gefallenen Ernährer bieten den am Grabe stehenden Witwen und Waisen jedoch auch die höchsten Summen nicht und die Forderung, daß endlich durch eine berechtigten Ansprüchen genügende Schutz- gesetzgebung die groben Mißstände im deutschen Bergbau ab- geschafft und die Wiederkehr ähnlicher Katastrophen verhindert wird, wird durch alle nachträglichen Unterstützungsaktionen nicht im geringsten berührt.— Vom gleichen Recht für alle. Aus Alten bürg wird gemeldet: In Nöbdenitz wurde kurz vor der Reichstagswahl eine sozialdemokratische Versammlung von Ordnungsleuten gesprengt. Unter Ansiihrung eines Junkers T h ü m m e l und eines Pastors machten sich die retchstreuen Bauern, die mit ihren Knechten herangerückt waren, des Haus- friedensbruches schuldig. Gegen die Urheber der Störung stellten unsere Genossen Strafantrag, nicht um eine Besttafung zu erzielen, sondern um das vielgerühmte gleiche Recht einer Belastungsprobe auszusetzen. Die Staatsanwaltschaft Nonne- bürg aber hat die Einstellung des Verfahrens aus folgenden Gründen verfügt: „1. Es steht fest, daß Sie lediglich der Einberufer der„öffent- lichen Volksversammlung" gewesen sind, die am 23. Januar 1907 im Misselwitzschen Gasthof in Nöbdenitz stattfinden sollte. ES mag nun dahingestellt bleiben, ob ein Ueoerkassen des Misselwitzschen Lokals an Sie mit der Befugnis zur Verfügung über den Saal überhaupt stattgefunden hat, und ob Sie, hingesehen auf den Umstand, daß die Versammlung eine öffentliche war und Ihnen die Leitung derselben nicht übertragen wurde, als be- rechttgter Inhaber des Lokals gegenüber den die Versammlung besuchenden Personen zu gelten hatten. Auß alle Fälle hat bei der Sachlage den Beschuldigten das Bewußtsein von der mangelnden Befugnis zum Verweilen gefehlt. 2. Daß die Beschuldigten un- fiebiihrlicherweise ruhestörenden Lärm verübt haben, läßt sich nicht eststellen. Insbesondere stellt die Absingung patriotischer Lieder eine» ruhestörenden Lärm nicht dar." Alles andere beiseite gelassen, schon um deS salomonischen Ausspruchs willen:.. Insbesondere stellt die Absingung patriotischer Lieder einen ruhestörenden Lärm nicht dar" hat sich die Stellung des Strafantrags gelohnt. Wir möchten trotz dieses Ausspruchs indes unseren Genossen nicht raten, in gegnerischen Versammlungen ihre Parteilieder zu singen. Es ist wohl zu beachten, daß in dem Bescheid des Ronncberger Staatsanwalts nur von patriotischen Liedern die Rede ist!— Sin preußisches Kulturbild. In dem als amtliches Publikationsorgan benutzten„Bfltower Anzeiger" findet sich folgende Notiz, auf die die„Rheinische Zettung" durch einen Freund aufmerksam gemacht wurde: „Lauenburg, 17. März. Ein herrliches Leben, um welches sie die Schuljugend Alldeutschlands beneiden wird, führen die Schulkinder im Dorfe Bergensin, Kreis Lauenburg in Pommern: feit einem halben Jahre sind sie vogelfrei und besuchen leine Schule l Diese Kulturblüte aus Hinterpommern ist sehr einfach zu erklären. Unterrichtszimmer und Wohnzimmer des Bergensiner Schulpalastes sind derart ver- fallen, daß sie ohne Gefahr für Kinder und Lehrer nicht mehr bewohnt werden können. Die Räume find amtlich geschlossen schon vor sechs Monaten, aber Abhülfe ist nicht geschaffen worden. Die Tagelöhner des Dorfes sind leistungsunfähig, sie können also�nicht gezwungen werden, als Schulväter die zum Bau notwendige Summe aufzubringen. Der Patron— Gutsbesitzer— ist nach den jetzt geltenden gesetzlichen Bestimmungen nicht ver- pflichtet, die Reparaturen auszuführen. Und die Regierung kann nichts tun, um die in Betracht kommenden Personen des Dorfes zu zivingen. Die Schulen der benachbarten Dörfer Uhlingen und Roschütz(je drei Kilometer entfernt) sind bereits so überfüllt, daß die Schullinder aus Bergensin auch hier keinen Unterricht erhalten können. Der unverheiratete Lehrer, der selbstredend sein Gehalt bezieht, ist auf Reisen gegangen, da das Wohnen im Hause ja nicht gestattet! Seit sechs Monaten fährt er nun umher, von Verwandten� zu Freunden, bis in B. einmal wieder wird ein bewohnbares Schulhaus sein. Und das wird nicht s o bald geschehen." Jedes Wort der Krttil wäre eine Verschwendung.— Ordnungsparteiliche Wahlfälschungen. Wegen Verletzung des 8 108 des Strafgesetzbuches ist, wie das „Leipz. Tageblatt meldet, gegen 15 Stadtverordnete der Stadt Bublitz sowie zahlreiche Magistratsmit- gliedcr das strafrechtliche Verfahren eingeleitet worden. Es handelt sich um Unregelmäßigkeiten bei der im Januar vollzogenen Wahl des Stadwerordnetenkollegiums. Der§ 108 des Strafgesetzbuches sagt: „Wer in einer öffentlichen Angelegenheit mit der Sammlung von Wahl- oder Stimmzetteln oder-zeichen oder mit der Führung der Beurkundungsverhandlung beauftragt, ein unrichtiges Er- gcbnis der Wahlhandlung vorsätzlich herbeiführt oder das Er- gebnis verfälscht, wird mit Gefängnis von einer Woche bis zu drei Jahren bestraft. Wird die Handlung von jemand begangen, welcher nicht mit der Sammlung der Zettel oder Zeichen oder einer anderen Ver- richtung bei dem Wahlgeschäft beauftragt ist, so tritt Gefängnis- strafe bis zu zwei Jahren ein. Auch kann auf Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte erkanitt werden." ES müssen also schöne Sachen in der Stadt Bublitz vorgekommen sein. Als mildernder Umstand darf dabei vielleicht angerechnet werden, daß Bublitz in Pom mern liegt, wo die Wahlfälschungen seit je gedeihen!_ Edle Motive! In Halle a. S. fand dieser Tage eine Gerichtsverhandlung statt, über die man uns berichtet: Die Halloren, Mitglieder einer alten Salzwirkerbrüderschaft, schicken bekanntlich alljährlich zu Neujahr eine Deputation nach Berlin, die dem Kaiser und dem Kanzler gratuliert. Als die Deputierten am 6. Januar mit großer Begeisterung über den Empfang in Berlin hier in ihrem Bereinslokalc Bericht erstatteten, bemerkte der Hallore Max F rosch zu seinem Entseben, wie aus der Ueberziehertasche des Sallorcnbruders Max Riemer eine Mitgliedskarte des soz i a lde motra tische lr Vereins herauslügte. Er nahm das Ding, zerriß es und steckte die Fetzen in den Ofen. „Bruder Riemer" war damit nicht einverstanden und erstattete gegen Frosch Anzeige wegen Sachbeschädigung. Als Frosch nun bor dem Schöffengericht stand, erklärte er, er habe sich mit Recht entrüstet, denn wohin sollte eS denn führen, wenn sich sogar ein alter Hallore zur Sozialdema- kratie bekenne. Das Gericht nahm an, daß Frosch nicht aus unedlen Motiven gehandelt habe und verhängte gegen ihn eine Geldstrafe von 3 M. Wir haben selbstverständlich durchaus nichts gegen die milde Bestrafung des Herrn Frosch einzuwenden. Aber etwas überrascht sind wir durch diese Milde doch. In ähnlichen Fällen haben deutsche Richter nicht selten sogar Diebstahl für vorliegend erachtet! Aber wir haben sicherlich nichts dagegen, daß Frosch mit 3 M. wegen Sachbeschädigung davonkommt und daß ihm das Gericht edle Motive attestiert. Wir würden es sogar für einen sehr erfreulichen Fort- schritt in der deutschen Rechtsprechung erachten, wenn sie politische Motive bei Strafsachen allemal als edle Motive anerkennen wollte. Das würde natürlich erfordern, daß auch die Vernichtung der Mit- gliedskarte eines Ordnungsvereins durch einen Sozialdemokraten als aus nicht unedlen Motiven erwachsen beurteilt würde. Ob wir damit freilich von den Richtern im Klassenstaat nicht mehr Ob- jektivität fordern, als sie beim besten Willen aufbringen können? Es bleibt abzuwarten!— Gegen die ZeugniSfolter. Der Mannheimer Journalisten» und Schriftstellerverein faßte gegen das Zeugniszwangsverfahren gegen Genossen Geck einstimmig folgende Resolution: „Die heutige Mitgliederversammlung des Mannheimer Journalisten- und Schriftftellervcreins erklärt, daß die Weigerung des Herrn Redakteurs Oskar Geck, über den ihm in Ausilbiuig feines Berufes bekannt gewordenen Nanum des Verfassers eines Zeitungsartikels Angaben zu machen, den Geboten des journa» listischen Standes hin entspricht. Sie legt deshalb gegen die über.Herrn Oskar Geck verfügt« Zwangsmaßregel als mit dem öffentlichen Rechtsbewußtsein im Wideripruch stehend entschieden Verwahrung ein und erhebt aufs neue die Forderung an die gesetzgebenden Faktoren, den Redakteuren- und dem übrigen Per- sonal der periodischen Presse die Befugnis zur Verweigerung des Zeugnisses über Verfasser und Einsender von Preßartikeln einzuräumen." Zugleich wurde einstimmig beschlossen, die Resolution dem Justizministerium zur Kenntnis zu bringen. Wahltrompeter des Ordnungsblocks. Die„Sächsische Arbeiter- zeitung" veröffentlicht nachträglich folgende hübsche Geschichte von der Reichstagswahl: DaS Wahlkomitee für den Mischmasch- kandidaten H a n i s ch in Schandau hat zu einem originellen Mittel gegriffen, die säumigen Wähler aufzuschrecken und zur Urne zu treiben, wie folgendes Schreiben des Schandauec Stadtrats zeigt, das für sich selbst spricht: An das Wahlkomitce für die Wahl des Herrn Hanisch z. H. des 2. Vorsitzenden Haße, Schandau. Das hiesige Wahlkomitee des 8. Sächsischen ReichSkagLwahI- kreiscs für die Wahl des Herrn Otto Hanisch in Pirna bcab>- sichttgt morgen Freitag, den 25. Januar 1907, von nachmittags 3 Uhr ab, die Wahlsäumigen durch Trompetenfignale zur Wahl- urne rufen lassen. Hierzu wird Genehmigung erteilt. Schandau, am 24. Januar 1S07. ' Der Stadtrat. Dr. Voigt, Bürgermeister. Ob wirklich geblasen worden ist, ist uns nicht bekannt, auch nicht, durch welchen Lockruf der Ordnungstrompeter von Schandau die schlafmützigen Wähler aufgeschreckt hat. Originell ist die Gc- schichte aber. Ob Sozialdemokraten auch die Genehmigung be- kommen hätten, wenn sie auch Neigung gehabt hätten, mit solchen Notsignalen zu operieren?— 8«« Volnrschtn Schulstreik. Wie die„Münchemer Allgemeine Leitung" meldet, sind die Gesuche mehrerer der im Zusammenhang mit dem polnischen Schulstreik von preußischen Gymnasien per- wiesenen Schüler um Aufnahme in bayerischen Gymnasien von den zustandigen Stellen abschlägig beschicden worden.— Fürther Freisinn. Vom Schöffengericht zu Fürth wurde ein Echveinermeister Köhler wegen Hausfriedensbruchs und groben Un- fugS mit 25 und 5 M. Geldstrafe belegt. Er hatte am Abend des Hauptwahltages eine Versammlung der Freisinnigen besucht, in der das Wahlresultät verkündet wurde. Die Freisinnigen hatten durch Inserate und Plakate Gegnern den Zutritt verboten. Köhler hat stch geärgert, als er einen freisinnigen Agitator in seiner Rede sagen hörte, Fürth sei die Schand e erspart, daß Segitz, der wüste Klassenvertreter, in den Reichstag ziehe. Darob ließ Köhler sich zu Zwischenrufen hinreißen. Darauf, erklärte er vor Gericht, habe er hinausgehen wollen, als man ihm dabei„Raus! raus!" zugerufen, habe er erwidert:„Ihr Fleischverteuerer! Ihr Brotwucherer!" Die Anzeigen und Plakate habe er nicht gelesen. Der Vorstand der freisinnigen Partei hatte sich nicht gescheut, den Mann dem Gericht zu denunzieren, und obgleich ein Schutzmann, der die Versammlung überwachte, als Zeuge meinte,„die Leute, die in nächster Nähe Köhlers saßen, hätten sich über sein Benehmen gar nicht geärgert; es sei wie beim Salvator gewesen", erfolgte die Verurteilung. Der Freisinn hat also seinen von ihm erwünschten Triumph, zugleich auch eine gerichtliche Bestätigung seines— entschiedenen Libe- raIi5«Mt Husland. Frankreich. Caillaux' Wirtschaftspolitik. Am 24, März hielt der Finanzminister Caillaux in Lyon eine bemerkenswerte Rede, in der er die leitenden Gedanken seiner Mrtschaftspolitik darlegte. Er sagte u. a.: Das fast ausschließliche Uebergewicht der indirekten Steuern bedeute eine große Gefahr; diese Abgaben ständen im umgekehrten Verhältnis zu dem Reichtum. Man müsse daher stufenweise die indirekten Steuern verminder« und die direkten Steuern befestigen. Man müsse sie der Familie jedes Bürgers entsprechend berechnen, und ihnen den Charakter von Progressiv steuern geben. Er wünsche einen Umschwung der öffentlichen Meinung zugunsten eines liberaleren Wirtschafts- regimes, als das gegenwärtige sei. Der Minister sprach dann die Hoffnung aus, daß die Völker wegen der Ausschreitungen der T r u st s und Kar- teile, die sich fortddauernd zum Schaden der Konsumenten der- mehrten, auf wirtschaftlichen Nationalismus verzichten werden, um die Zollpolitik vermittels internationaler Abkommen herabzusetzen, gleich dem, das in Brüssel betreffend die Abgaben auf Zucker ge- troffen worden sei. Er besprach darauf die Lage jeder einzelnen Kategorie von Steuerpflichtigen und fuhr fort:„Dem Privilegium von Besitzern von französischen oder ausländischen Staatsfonds: keine Einkommensteuer zu bezahlen— muß ein Ende gemacht werden! Nicht nur Preußen und die übrigen deutschen Staaten, sondern alle großen Völker Europas wandeln feit dreißig Jahren ihr Steuersystem im Sinne der Einkommensteuer um. Der Ein- kommensteuerentwurf der Regierung ahmt die Systeme des Aus- landes nicht sklavisch nach, sondern trägt den französischen Ueber- lieferungen und Gesinnungen Rechnung." Caillaux erklärt weiter, er sei bereit, Einzelheiten des Eni- Wurfs gemeinsam mit der Kammer einer Revision zu unterziehen. Die Einkommensteuer werde die Armen entlasten und die Reichen treffen, sie sei also eine gerechte upd logische Reform. Er verteidigte sich schließlich gegen den Vorwurf, daß er dem Kollektivismus in die Hände arbeite,' und forderte das Bürgertum auf, in seinem eigenen Interesse einige Opfer zu bringen; es müsse gute Politik getrieben werden, die Zeit sei gekommen, wo die notwendigen Umwandlungen durchgeführt werden müßten.— Italic«. Eine Diätenvorlage. Die chronische Leere des italienischen Parlaments hat den Abgeordneten Chimienti bestimmt, einen Gesetzentwurf ein- zureichen, der den Deputierten Taggelder sichern soll. J�ür jede Sitzung, der die Abgeordneten beiwohnen, sollen sie 30 Lire erhalten. Dafür soll die Arbeit in den Kommisstonen, für die heute Präsenzgelder bezahlt werden. künftig un- entgeltlich sein. Ein Deputierter, der vom Staate angestellt ist, kann zwischen seinem Gehalt und den Diäten wählen. Allmonatlich gelangen die Taggddcr zur Auszahlung; gleichzeitig soll eine Liste, die die Teilnahme der einzelnen Depu- tierten an den Sitzungen vermerkt, zur Verlesung gelangen. Das Projekt wird nach den Ferien zur Diskussion ge- langen. Dänemark. Die Koinmunalwahlen in Kopenhagen, die am Dienstag stattfanden, haben wie im vorigen Jahre wieder zum Siege der sozialdemokratisch-radikalen Kandidatenliste geführt. Die Antisozialisten hatten diesmal überhaupt keine Kandidaten auf- gestellt, also von vornherein eingesehen, daß sie für eine ver- lorene Sache kämpfen würden. Die Gemeindevertretung Kopenhagens besteht nun aus 18 Sozialdemokraten, 13 Radikalen und 11 Antisozialisten. Falls nicht das Proportionalsystem für die Kommunalwahlen eingeführt wird, kann man darauf rechnen, daß die Anti- sozialisten in absehbarer Zeit ganz und gar aus der Gemeinde- Vertretung der Hauptstadt verschwinden. Gleichwohl haben unsere Genossen nichts gegen die Einführung des Proportional- systems einzuwenden, sie verlangen jedoch, daß dann das Wahlrecht auch allgemein gemacht werde und nicht mehr an ein Steuereinkommen von mindestens 1000 Kronen ge- bupden sei. Durch den günstigen Ausfall der diesjährigen Wahl ist, unter anderen wichtigen Reformen, auch die Uebcrnahme der Straßenbahnen durch die Stadt, die im August 1903 erfolgen kau«, gesichert.— Finnland. Die Wahlen. In Nylandslän(Hclsingsorser Bezirk) sind die Endresultate bereits bekannt: 8 Sozialdemokraten sind hier gewählt worden, darunter Genosse Walpas und beide Perttiläs> sowie die Genossinnen Müna Sillanpaa und Maria L aine. In Tammsforer wurden die Genossen Dr. af Ursin und?> n j ö S i r o l a gewählt. Wenn die noch fehlenden Stimmen in demselben Der- hältnis abgegeben sind, so wird die Sozialdemokratie von den 200 Sitzen 30—35 Plätze einnehmen.— Die bürgerlichen Parteien sind in ihren Hoffmmgen schmählich enttäuscht. Sie hatten jede für sich auf.mehr als 100 Plätze gerechnet, nun müssen sie sich mit 30—40 begnügen.— Amerika. Zur AnswandcruiiySfragr. In New Dork und in anderen Groß- skädten im Osten der Union ist in letzter Zeit die Einwanderung von russischen Juden der Gegenstand lebhafter Erörterung in den Kreisen der wohlhabenden Juden gcivesen. Gewisse Viertel in den Städten, besonders in New Dork, leiden an Ucbersüllung, und die Einwaitdercr kommen auch wirtschaftlich in große Bedrängnis. Im Jahre Ivvö kamen 98 000 und im Jahre 1903 kamen 154 000 russische Juden nach Amerika; von diesen blieben 70 Prozent in den großen Städten im Osten. Nun ist eine Bewegung im Gange, diese Einwanderer nach dem W e st e n, hauptsächlich aber nach dem Süden zu locken, denn die Südstaaten verlangen dringend nach Einwanderern. Wenn die a r m e n Einwanderer aber nach den Süd- staaten gehen, kommen sie vom Regen in die Traufe; denn die Ber- Hältnisse liegen im allgemeinen dort noch viel ungünstiger alsimNorden: Die Arbeiter werden schlecht bezahlt und schlecht behandelt. Am 1. Juli treten die neuen Bestimmungen über die Einwände- nmg in Kraft. Nach diesen ist Japanern, die ohne Pässe kommen, die Landung nicht mehr gestattet. Die Kopfsteuer für alle Einwanderer wird von zwei auf vier Dollar erhöht. Im übrigen sind die alten Bestimmungen verschärft. Für natural!- sierte Amerikaner, die sich im Auslande befinden, ist eS von Interesse, zu wissen, daß der Kongreß zugleich ein Gesetz angenommen hat, nach welchem jene als Ausländer angesehen werden können, wenn sie dauernd ihren Wohnsitz in dem Staate-ihrer Herkunft ans- schlagen oder sich nach fünfjährigem Aufenthalt im Auslände nicht bei einem amerikanischen Konsul registrieren lassen.— ** San Francisko, 28. März.(33. H.) Die amerikanische Ein- wanderungsbchörde hat aus Washington die Anweisung erhalten, das Einwanderungsgesetz auf die Japaner vorläufig nicht an- zuwenden._ Marokko. Durch den Beschluß, zum Protest gegen die Ermordung des Dr. Mauchamp die an der Grenze Algiers gelegene Stadt Udscha zu besetze», hat die französische Regierung die leidige Marokkofrage, die eine Zeitlang lyenigstens aus dem Vorder- g r u n d e der öffentlichen Erörterung zurückgetreten war, wieder zum Thema weltpolitischer Diskussionen gemacht. Die Erinnerung an die Konflikte der letzten Jahre wird wach, jene Konflikte, die sich so zuspitzten, daß ja nicht viel ge- fehlt hätte— und deutsche Söhne wären zum Kampfe � gegen französische marschiert I Die Erinnerung an das französische Gelbbuch wird aufgefrischt, und uns fällt tvieder ein, wie Deutschlands Diplomatie im vorigen Jahre nicht gerade gut abschnitt, als ihr nach- gewiesen wurde, daß sie eine Politik treibt, die sich an Winkelzügen und gefährlichen Experimenten aller Art kaum genugzutun weiß. Daß auch Frankreichs„hohe" Politiker nicht immer ein- wandsfrei openert hatten, war damals durchaus nicht ver- schwiegen worden, und doch kann man den Männern nicht unrecht geben, die vor drei Tagen in der französischen Kammer wieder darauf zu sprechen kamen, daß Deutschlands Re- gierung ein gerüttelt Maß Schuld daran tragen, daß die Situation in Marokko nicht langst in befriedigender Weise gelöst ist. Tie Quertreibereien der Diplomaten haben ja auf jeden Fall die Möglichkeit unterbunden, diejenigen Re- formen in Marokko zu schaffen, die diesem Lande hätten dienlich sein können und keiner der beteiligten europäischen Mächte zu schaden brauchten. Nicht seit heute und gestern geschieht französischen Staatsangehörigen in Marokko Unbill. Die Regierung Frank- reichs hat in den letzten sechs Jahren, in denen sich Attentate auf Franzosen häuften, oft genug Gnade vor Recht ergehen lassen: sie ist den Marokkanern nicht sonderlich scharf zu Leibe gegangen. Seit der Marokko-Konferenz hat sich die Konstellation für Frankreich ganz außerordentlich verbessert, und wenn es jetzt schärfere Töne anschlägt, so ist dabei sicher- lich der Glaube an seine stark gefestigte Position im Konzert der Weltmächte mit im Spiele. Um so mehr Grund haben alle beteiligten Faktoresi, kaltes Blut zu bewahren und sich nicht etwa in eine Aufregung hineinzureden, die den Völkern Europas zum Unheil ausschlagen könnte. In der französischen Kammer hat Pichon der Hoffnung Ausdruck verliehen, daß in Marokko bald friedliche Be- Ziehungen zwischen den verschiedenen europäischen Staats- angehörigen geschaffen werden möchten, und der„Gemäßigte" Ribot drückte dem Beschlüsse der Kammer, durch den der Re- gierung das übliche Vertrauensvotum ausgesprochen wurde, den Stempel einer friedlichen Kundgebung auf durch die ausdrückliche Verwahrung gegen eine Eroberutlgs- Politik in Marokko. Deutsche Ueberchauvinisten stehen schon wieder auf der Lauer; ihnen wäre es am liebsten, wenn um Marokkos willen ein neuer Brand aufloderte. Wäre der Reichstag nicht gerade in Ferien, so müßte die Regierung den Volksvertretern Auskunft geben über ihre Stellung in der neuerlichen Phase der marokkanischen Ereignisse; sie vergäbe sich nichts, wenn sie in einem ihrer offiziösen Organe, die sonst um die nichtigsten Dinge von der Wilhelmstraße aus bemüht werden, die Erklärung abgäbe, daß sie diejenige auswärtige Politik zu treiben gedenkt, die das deutsche Volk von ihr ver- langt: die Politik der� Friedlichkeit, der Besonnenheit. Wir lassen die wichtigsten Telegramme folgen: Paris, 28. März.(W.?. B.) Im heutigen Ministerrat teilte der Minister des Aeußern, Pichon, mit, daß keine ausländische Re- gierung bei der Bekanntgabe des Entschlusses FrankreickM. Udschda zu besetzen, irgend einen Einwand erhoben habe. Pichon verlas' sodann ein Schreiben, das er durch Reguault dem marokkanischen' Minister des Aeußern hat zustellen lassen und das die Beschwerden Frankreichs gegen die marokkanische Regierung und die Genug- tuung, die Frankreich beansprucht, zusammenfaßt. Madrid, 28. März.(W. T. B.) Der Minister des Aeußern hat an die Presse eine Mitteilung ergehen lassen, welche besagt, es sei sehr erklärlich, daß die französische Regierung bestrebt sei, den Attentaten gegen ihre Staatsangehörigen in Marokko ein Ende zu bereiten. An Mohammed el Torres sei die Aufforderung er- gangen, zu veranlassen, daß der Sultan das Reglement der Polizei gutheiße und daß diese ohne Aufschub in Tätigkeit trete. Das er- scheine um so mehr begründet, als die spanische Regierung selbst gegenwärtig beim Machscn Schritte unternehme, bannt das inter- nationale Polizeikorps gebildet werde und seine Tätigkeit beginnen könne. Die Rote bemerkt noch, die spanische Regierung könne nur wünscben, daß Frankreich Genugtuung erhalte, und sie werde auch in diesem Sinne dem Machsen Mitteilung zukommen lassen. Orau. 28. März.(Meldung der Agence HovaS.) General Liautey ist hier angekommen und wird zur Ucberioachung der Truppenbewegungen nack Lalla Marnia gehen. Die Zusammen. ziehung der Truppen bei Lalla Marnia mutz binnen 48 Stunden beendet sein. Die Besetzung von Ubschda soll' s r i e M i ch sein und nicht den Charakter eines feindliche» Schrittes gegen Marokko tragen. Die in Udschda wohnenden Europäer haben die Stadt ver- lassen und ihre Möbel und ihre Habe in den Häusern verschlossen. Udschda ist ruhig. Die Eingeborenen haben von der bevorstehenden Besetzung noch keine Ahnung�_ Von Ferien zu Ferien. Rom, 25. März.(Eig. Ber.) Die kurze Arbeitsperiode, die sich unliebsam zwischen WeihnachtS- und Ostcrferien einschiebt, ist zu Ende, und die Kammer hat 40 Tage Zeit, um sich von einer nicht ganz vierzigtägigen Session zu erhole». Das Bedürfnis nach Erholung war diesmal i» der Mehrheit ebenso lebhast, wie die Arbeitslust inatk und schlaff gewesen war. Bei dem bloßen Gedanken daran, die Ferien schon am 9. anstatt am 28. April abzubrechen, entstand eine Art Tumult in der Kammer. Als sich bei der zweiten Abstimmung(die erste hatte gezeigt, daß das Haus nicht beschlußfähig war) nicht einmal 15 Abgeordnete fanden, um die Forderung auf namentliche Abstimmung �zü unter- stützen, da ward es gar zu deullich, daß die Partei der Ferienfreuiidc sich über alle Bänke der Kammer ausdehnte: von der äußerstep Rechten bis zu den Sozialisten! Welcher Art sind nun die Ursachen dieser Feriensucht der gesetz- gebenden Körperschaft in einsc Zeit, in der die Elastizität des Budgets sowie das Vorhandensein einer großen ministeriellen Mehr- heit und die wachsenden Bedürfnisse des Landes eine intensive und fruchtbare parlamentarische Tätigkeit fordern und ermöglichen? Was die Mehrheit betrifft, so hat der Abgeordnete Pantano in der letzten Sitzung ein grelles Schlaglicht auf die Gründe ihrer parlamentarischen Indolenz geworfen, als er ironisch� vorschlug: dem Ministerpräsidenten Giolitti auf 6 Monate die Befugnisse der Kammer und alle Vollmachten zu' erteilen! Ministerpräsident und Mehrheit fühlten sich durch Pantauos Hieb nicht wenig_ getroffen;, denn in der Tat sind ja die letzten Monate des jetzigen Ministeriunis nichts anderes als eine verschleierte Diktatur. Der Ministerpräsident hat es ja verstanden, jede politische Gruppen- bildung, jedes politische Programm im Keime zu ersticken, indem er nach dem in Italien bewährten Muster die Bühne des potitischen Lebens hinter die Kulissen der Kamnior verlegte. Es handelt sich einfach darum, die Abgeordneten aus Vertretern der Nation in Vertreter ihrer Wahlkreise zu verwandeln. Es bedarf bei diesem famosen System keiner Abstimmungen, keiner Reden im Parlament— ein freundschaftliches Tete-a-tete zwischen Ab- geordnetem und Minister genügt und eindringlichem Ersuchen winkt, freundliches Gewähren. So werden Briickenbauten, Bahn- anschlüsse, Versetzungen von Beamten, Auflösungen von Konununal- verwaltungen, hie und da auch wohl Begnadigungen Verurteilter, Vertagungen von Prozessen bis zur Verjährung erbeten und gewährt, ohne daß das Parlament in Frage käme I Nur der Preis dieser Vergünstigungen, die den einzelnen Abgeordneten seinen Wählern empfehlen, wird iin Parlament bezahlt in einer bedingungs- losen Annahme aller ministeriellen Vorschläge. Unter diesen Umständen ist es nicht zu verwundern, daß die so geschaffene Mehrheit keinen Wert auf lange Tagungen legt. Wozu auch? Sie kann in. den Ver- Handlungen nichts sehen als eine Formalität, und sie erspart gern die Mühe, im Parlament Reden zu halte» über Dinge, die zwischen Kabinett und Mehrheit längst abgekartet sind.% Man könnte nun meinen, daß die Indolenz der Mehrheit bei der Opposition gerade kritischen Eiser und Kampfeslust entfesseln müsse. Aber die Aussichtslosigkeil jedes Angriffs, die innere Uneinigkeit und die geringe Autorität der Führer lähmt alle Energien der konsti- tutionellen. und der antikonstitutioncllen Opposilion, die doch Per- sönlichkeiten von hohem Werte einschließen. Bei der Ueberzahl der Ministeriellen ist jede ordnungsmäßige Schlacht, bei ihrer Wachsam- keit jeder Ueberfall aussichtslos. Dazukommt, daß natürlich die beiden Flügel der Opposition, die mcherste Rechte und die äußerste Liuke, nicht leicht zusammengehen lönnen, von dem Wider- streit zwischen Sonnüüaneru und den Parteigängern RudiniS ganz zu schweigen. Was die Führer der Opposition betrifft, so galt SoNnino als der Mann der Vorsehung, bis er sich während seiner dreimonatigen Regierung um sein Ansehen brachte durch seine zaudernde Taktik, seine Geringwertigkeit als Redner und seine beispiellose Un- geschicklichleit im parlamentarischen Kampfe. De Rudini, der sich auch gern als Führer der Opposilion ausgibt, ist persönlich, hoch- gradig unsympathisch, und ihm wird es wohl auch auf Lebenszeit anhängen, daß er während der blutigen Repressalien in Mailand Ministerpräsident war. Nach einem änderen Führer schaut mau aber auf den Bänken der Opposition vergebens aus. Der reformistische„Tempo" hat nun zwar die Augen auf den Abgeordneten Pantano als auf den Führer der Opposition ge» worfen, aber er steht mit diesem Vorschlag wohl ganz allein da. Pantano war bis zum vorigen Jahre Republikaner und einer der tätigsten Deputierten seiner Fraktion. Um in das Ministerium Sonnino einzutreten, zerschnitt er damals die in der letzten Zeit schon sehr mürbe gewordenen Bande, die ihn an seine Partei sesselten. Wen kann er heute hinter sich haben? Die Republilaner sicher nicht, höchstens die Kandidaten und die sozialistische Fraktion, die nur aus Reformisten besteht. Was will er mit dieser Gesellschaft gegen eine Mehrheit wie die Giolittis? WaS schließlich die Sozialisten betrifft, so hat ihr beständiges Fehlen im Parlament mancherlei Gründe. Solveit sie Wirtschaft- licher Natur sind, müssen sie unbedingt als„mildernde Umstände" gelten; denn viele sozialistische Abgeordnete sind mitteUoS und müssen, da sie keine Diäten erhalten, auch in den TagungSperioden des Parlaments ihrem Berufe nachgehen! Aber diese persön- l i ch e n Gründe haben die Fra'tion allezeit in ungefähr gleich»,» Maße beeinflußt, ohne daß je die Abwesenheit von neu» Zehnteln der sozialistischen Abgeordneten die Regel gewesen wäre. Die heutige Apathie hat mehr ihre Ursache in der gänzlichen Entmutigung unserer Genossen, die im Parlament„positive Arbeit" leisten wollen und dazu keinen Loden finden. Die Regierung bedarf ihrer nicht und fürchtet sie nicht; fortschrittliche Gesetze gehen ohne die Prarteifraktion, reaktionäre trotz ihrer glatt durch. Daher fühlen sich unsere Abgeordneten überflüssig im Parlament, und sie vergessen oft auch jene kritische, negative Arbeit, die daS Proletariat von ihnen erwartet. So haben wir denn Apathie hüben und drüben, während Giolittis Diktatorenfaust die Gesetze, die er für nötig hält, in den Hafen lenkt. Eine kleine Entlastung der Lokalverwultungen war nötig; sie ist verwirklicht worden— zum Borteil der großen Kommunen vor allem: das am' 22. d. Mts. vom Senat an- genommene Gesetz entbindet die Städte von einem Teil der ihnen bisher obliegenden Ausgaben für den öffentlichen Sicherheitsdienst.— Auch eine Ab gaben Verminderung war nicht gut länger aufzuschieben. Man hat als Versuchsobjekt das Petroleum auserlesen und den Zoll von 48 auf 24 Lire für de» Hektoliter herabgesetzt— eine Verminderung, die zwar im Detail- Handel kaum fühlbar sein. wird, die aber dem Ministerium das Recht gibt, von dem„Beginn der Abgabenreform" zu reden I Die parlamentarische Mehrheit hätte wohl noch nicht einmal, das wenige gefordert, aber Giolitti keimt sie zu gut, uin in irgend einer Weife in ihr die Vertreterin des Willens und der Bedürfniffe des Landes zu sehen. Er schätzt sie�alS das ein,, was sie ist: als Staffage. Rom, 28..März.(W. T. B.) Die Ermäßigung des Petroleum- zollcs wird am 1. April d. I, in Kraft treten. Gcwerkfcbaftlkbe**. Aus der bürgerlichen Lügenfabrik. Bei jedem wirtschaftlichen Kampf kann man die Erfahrung machen, daß die bürgerliche Presse mit unkontrollierbaren Sensationsmeldungen den Arbeitern in den Rücken fällt. Da sich der Schwindel gewöhnlich nicht feststellen läßt, weil ge- nauere Angaben fehlen, gehören die Sensationsmeldungen nachher zum eisernen Bestand der VcrlcumdungShclden gegen Sozialdemokratie und Gewerkschaften. Die„Neue Zeit" in Charlottcnburg wollte bielleicht da8 Material des Reichslügenverbandes ebenfalls bereichern; sie war aber so ungeschickt, positive Angaben zu machen und da war der Schivftldcl schnell enthüllt. Das Blatt brachte in feiner Nr. 72 vom 26. März folgende Mitteilung: Ein wüster Exzeß wurde gestern vormittag von streikenden Ziehleuten gegen einen hiesigen Fuhrherrn verübt. Der Fuhrherr Ewil Mülldr aus der Pestalozzistr. 73 hatte einen Möbeltransport nach dem Hause Suarezstr. 2 unternommen. Als er mit dem Abladen der Suchen beschäftigt war, fielen plötzlich sechs aus- stäudigc Ziehleute über ihn her und mißhandelten ihn derartig, daß er. u. a. auch durch Schläge mit einem Bierseidel erhebliche Beilegungen erlitt. Herr MÄAer wurde in einer Droschke nach seiner Wohnung gebracht. Drei der Exzedenten konnten polizeilich festgestellt werden. �Der Bericht ist in allen seinen Teilen frei erfunden, wurde aber Natürlich fleißig kolportiert. Der benannte Herr Müller bemühte sich zur Redaltion der„Neuen Zeit" und verlangte eine Berichtigung, die das Blatt notgedrungen in folgender Form veröffentlicht: Ein wüster Exzeß. Der Fuhrherr Herr Emil Müller aus der Pestalozzistr. 88b teilt uns mit, daß er nicht von streikenden Ziehleuten am Montagvormittag m der Suarezsttaße überfallen und mit einem Bierseidel geschlagen wurde, auch nicht in einer Droschke nach Hause gebracht worden ist. Herr Müller befindet sich im Gegenteil wohl und munter. Er hat am Montagvormittag in der Zeit zwischen 7 und IlZ Uhr am Hause Suarezstr. 49 eine Mvbelfuhre aufgeladen. Von einer Ausschreitung in der Suarez- straße ist ihm nichts bekannt.— Die gestrige Mitteilung war uns von einer Seite zugegangen, die sich bisher als zuverlässig ge» zeigt hatte. Der letzte Satz verdient Berücksichtigung. Aus vielen Kreisen wird darüber geklagt, daß die„Neue Zeit" sehr oft univahre Mitteilungen bringt. Der Bericht über Müller soll von einem Möbelträgern„rühmlichst" be» kannten Manne ausgehen. Nette Gesellschaft!_ Berlin und Umgegend« Tie Linoleumleger und Teppichnäher reichten den Arbeitgebern im Januar Forderungen ein, welche bei der Erneuerung des am 6. April ablaufenden Tarifs berücksichtigt werden! sollten. Ge- fordert wurde die Herabsetzung der bstüudigen Arbeitszeit auf 8'/- Stunden, Erhöhung des Stundenlohnes von 79 auf 89 Pf. und entsprechende Aufbesserung des Atkordtarifs. Die Arbeitgeber haben die Forderungen der Arbeiter in einer Zuschrift an deren Kam- Mission für unannehmbar erklärt. Eine persönliche Aussprache, die hierauf zwischen Vertretern beider Seiten stattfand, ließ eine Verständigung hoffen, schließlich kam es aber doch nicht zur Ver- ständigung, die Arbeitgeber vertraten den Standpunkt, daß sie auf dein von ihnen vorgeschlagenen Tarif beharren werden. Dieser Tarif der Unternehmer will an der Arbeitszeit und am Lohn nichts ändern, auch die Akkordsätze sollen in den meisten Positionen so bleiben, wie sie bisher waren, ja bei verschiedenen Positionen sind sogar Verschlechterungen vorgeschlagen. Die Vertrauensmänner der Arbeiter haben daraufhin beschlossen, den Tarif der Arbeit- geber nicht anzuerkennen, sondern den gegenwärtigen Vertrag ab- laufen zu lassen und dann ohne Bertrag zu arbeiten.— Am Mittwoch beschäftigte sich eine öffentliche Versammlung der Linoleum- leger und Teppichnäher mit dieser Angelegenheit. Nach eingehender Diskussion wurde eine von den Vertrauensmännern empfohlene Resolution angenommen. Sie lautet: Die Versammlung erklärt nach Kenntnisnahme der Antwort des Vereins der Linoleumhändler und Umgegend, auf keinen Fall den von diesen aufgestellten Tarif anzuerkennen. Als erste Vor- bedingung eines gedeihlichen Vertragsverhältniffes muß verlangt werden, daß über Tarifabänderungen, die in Zukunft Platz greifen sollen, eine beiderseitige Verhandlung stattzufinden hat. Da uns durch das brüske Ablehnen jeglicher Verhandlung die Möglichkeit genommen ist, eine Verständigung beider Teile herbeizuführen, so ziehen die Versammelten an Stelle des angebotenen Vertrages eine vertragölose Zeit dem vor, indem sie sich gleichzeitig verpflichten, für vollste Jnnehaltung der bisher bestehenden Lohn- und Arbeits- bedingungen Sorge zu tragen. Der Streik der Miibeltransportarbeiter ist als beendet zu betrachten. In einer Vertrauensmännerversammlung am Donnerstagmorgen hielt man es nach den eingelaufenen Berichten für geraten.den Streik abzubrechen. Die Zahl der Arbeitswilligen mehrte sich plötzlich in einem unerwarteten Matze und von dem ungeduldig werdenden Publikum konnte man auch nicht länger eine Rücksichtnahme aus die Streikenden erwarten. Die Masse der kleinen Leute mutzten die Wohnungen in den nächsten Tagen räumen, und die Unternehmer sähen ruhig ider wachsenden Bedrängnis der Leute zu. Von Knauer wurde erzählt, daß er gesagt habe, er ließe sich eher die Finger abhacken, als daß er einen Vertrag mit dem Zentralverband unterschriebe. Die Nachricht von dem plötzlichen Abbruch des Streikes erregte unter allen, die bis zum äußersten auszuharren gewillt waren, die größte Erregung. Der Streik in der Salomo-Mühle wird energisch fortgeführt. Es ist Herrn Salomo nicht gelungen, genügend Arbeitswillige heranzuziehen, trotzdem er sich die größte Mühe gab und einen Mann nach Äüstrin sandte, um von dort Leute zu holen. Er be- herbergt auch die Arbeitswilligen in einem Teile des Mühlen- gebäudes. Die Bodenmeister haben aber schon erklärt, daß sie mit den unfähigen Leuten nichts ausrichten können. Ihre Unfähigkeit zeigte sich auch, als sie ans Werk gingen, um Kähne auszuladen. Vier Kähne sind vom Jnselspeicher zurückgekommen und liegen an der Salomo-Mühle, wo sie imtürlich schweres Liegegeld kosten. Um die Streikenden zu verblüffen, hat Herr Salomo ihnen die Papiere geschickt, damit sie sich als entlassen betrachten. Da Herr Salomo Lieferant für die Genossenschaftsbäckerei in Berlin und auch für die Hamburger Grotzeinkaufsgenoffenschaft ist, hat sich der Zentralverband um Unterstützung in diesem Kampfe bereits an jene Stellen gewandt. Die Arbeiterschaft wird auch aufmerksam darauf gemacht, daß Salomo für die Bäckerei von Handle(täglich 99 Sack) und für die Bäckerei von Albrecht, Box- hagenerstratze 16(täglich 89 Sack), Mehl liefert. Auch von diesen Stellen aus könnte auf Herrn Salomo eingewirkt werden. — Den Streikposten ist es schon gelungen, manchen Arbeitswilligen eines Befferen zu belehren und zum Abzug zu bewegen. Achtung, Friseurgehülfen! Wegen der Freigabe der drei 2. Feiertage, die von den Arbeitgebern anerkannt worden ist, werden die Kollegen hiermit aufgefordert, sich am 2. Osterfeiertag in deb Zeit von 9— 12 Uhr zu melden. Die Kollegen haben daher zu diesem Zwecke in der vorgeschriebenen Zeit als Ausweis dafür, daß sie nicht arbeiten, zur Kontrolle auf dem Nachweisbureau, Dircksenstratze 46, Restaurant Wegner, zu erscheinen. Zuwider- bandlungen werden mtt Ausschluß geahndet. Der Vorstand. Baumgart. Ocutfehcs Reich. Zur Schneiderbewegung. Auf den Beschlutz der Arbeitgeber, den wir in Nr. 72 des Blattes mitteilten, hat der Vorstand des Schneiderverbandes folgende Antwort nach München gesandt: »Ihr Schreiben vom 2S. d. M. haben wir sofort einer außer- ordentlichen Sitzung unseres Vorstandes unterbreitet und habe ich den Auftrag, Ihnen folgendes mitzuteilen: Wenn wir den Wunsch ausgesprochen haben, daß Sie uns Vorschläge zur Beilegung der Differenzen machen möchten, so haben wir dabei vorausgesetzt, daß Sie von der bedingungslosen Aufnahme der Arbeit zu den von Ihren Ortsgruppen unseren Mitgliedern vorgelegten Tarifen Abstand nehmen würden. Wir haben Ihnen bereits früher mitgeteilt, daß wir unseren Filialen bezüglich Annahme der Tarife vollständig freie Hand gelassen haben, während Sic verlangen, daß wir unsere Mitglieder zur Anerkennung dieser Tarife zwingen sollen. Das ist deswegen schon unmöglich, weil wir so weitgehende Befugnisse gar nicht haben, auf unsere Mitglieder in dieser Beziehung aber auch nicht einwirken können, weil sie bei der Aufstellung der Tarife gar nicht gehört wurden und vor der Arbeitsaufnahme auch nicht ge- hört werden sollen, sondern sich Ihren Beschlüssen bedingungslos zu unterwerfen haben. Aus diesen Gründen ist Punkt 1 Ihrer Bedingungen für uns nicht nur unannehmbar, sondern auch undurchführbar. Punkt 2 würde seine Erledigung finden, sobald eine Einigung über die Tarife erzielt ist. Im«!» Bttaliaui ftiü Bstu, SBala. M-räteoteF maattj , Punkt 3 ist in der von Ihnen borgeschlagenen Fassung un- durchführbar, könnte aber die Grundlage für eine Verständigung abgeben, wenn Sie denselben dahin erweitern, daß diesbezügliche Abänderungsvorschläge unserer Filialen Ihren Ortsgruppen übermittelt werden können. Dies ist daher notwendig, weil es sich nicht nur um einige Unebenheiten handelt, sondern weil einige Tarife eher eine Erniedrigung als eine Erhöhung der bisher be- zahlten Löhne bedeuten würden. Würden die Tarife in Wirklich- lichkeit überall eine Erhöhung der bisherigen Löhne in sich schließen, dann würde der Einführung derselben seitens unserer Mitglieder doch kein solcher Widerstand entgegengesetzt werden. Wir könnten Ihnen mit einer ganzen Reihe von Beispielen dienen, wo bei den Grundpreisen der einzelnen Stücke ein Auf- schlag erfolgt ist, während bisher bezahlte Extraarbeiten in dem von Ihrer Ortsgruppe ausgearbeiteten und vorgelegten Tarif ge- strichen worden sind. Wie ist es nun wohl möglich, diese Uneben- heiten durch die Zentralvorstände zu regeln, oder, wie Sie schreiben, diesbezügliche Abänderungsanträge Ihnen zu über- Mitteln, während Sie dieselben den betreffenden Ortsgruppen zur Würdigung überweisen werden. Wie diese Würdigung ohne Mitwirkung unserer Filialen dann ausfallen wird, dafür geben Sie uns doch gar keine Garantie, sondern wollen es anscheinend vollständig allein Ihren Ortsgruppen überlassen. Ferner ist es unmöglich, die Klasseneinteilung der Geschäfte in zirka 29 Orten durch die Zentralvorstände zu regeln. Die Punkte 4 und 5 hängen mit den vorhergehenden eng zusammen; erfolgt eine Ver- ständigung über die strittigen Punkte, dann wird selbstverständlich auf die Anwendung bezw. weitere Anwendung von Machtmitteln verzichtet und es steht der Arbeitsaufnahme nichts mehr im Wege. Hochachtend H. S t ü h m e r." Dem Verband ging darauf folgendes Telegramm zu: „Infolge der Ablehnung unserer Vorschläge wurde unserer- seits gemäß Beschlutz des Hauptvorstandes Generalaussperrung verfügt. Ihre Auslegung des Punktes drei entspricht nicht unserer Auffassung, da wir gegen Aussprache zwischen Ihren Filialen und unseren Ortsgruppen nach allerorts erfolgter Wieder- aufnähme der Arbeit unter den in unseren Vorschlägen eins, zwei, vier und fünf enthaltenen Voraussetzungen keine Ein- Wendung machten. Zentralvorstand A. D. A.-B. München." Die Schneider sollten also die Arbeitgebertarife b e- dingungslos anerkennen, binnen 19 Tagen festlegen und am 2. April, morgens 8 Uhr überall die Arbeit aufnehmen. Dann sollte es ihnen gestattet sein, dem Arbeitgeberverband etwaige Ab- änderungsanträge zu unterbreiten, welcher dieselben seinen Orts- gruppen zur Würdigung überweisen wird. Zur Erzwingung bezw. Durchführung dieser Aenderungen sollten die Gehülfenverbönde aber auf die Anwendung irgend welcher Machtmittel verzichten. Der schlaue Plan der Unternehmer dürfte an der Konsequenz und Energie des Verbandes scheitern. Achtung, Zigarettenarbeiter Deutschlands! Die Zigarettenarbeiter der Firma Morris u. Cie. in London, welche ihr Hauptabsatzgebiet in Deutschland hat, befinden sich wegen brutaler Behandlung durch die Firma seit dem IS. März im Streik. Der Zuzug von Zigarettenarbeitern nach London ist daher streng zu meiden. Deutscher Tabakarbeiterverband. Zahlstell: Berlin. Kleinmeisterliche Scharfmacher. Wie der.Vorwärts" vor mehreren Tagen berichtete, hat in Duisburg und Umgegend das Kleinmeistertum im Maler- und Anstteicher-, Glaser--und Tapezierergewerbe unter Führung einiger größerer Firmen(die natürlich am Ende der Tragikomödie die Kleinen„schlucken" werden) einen Feldzug gegen die Organisationen der Arbeiter inszeniert, indem dieser famose Auch-Arbeitgeberverband von der Gehülfenschaft bei Strafe sofortiger Entlassung nicht nur den Austritt aus der Organisation verlangte, sondern auch die Unterschrift einer Erklärung in dem Sinne, daß die Gehülfen weder die christlichen noch die freien Gewerkschaften finanziell oder moralisch unterstützen würden. Und obwohl nun diese kleinen Gernegroße an- nähernd 299 Gehülfen, die sich weigerten, die schmachvolle Er- klärung zu unterschreiben, ohne weiteres auf die Straße warfen, wagt man es dennoch, in der sogenannten.Ordnungspresse" an das Publikum zu appellieren, es möge mit der Lage der Meister Rücksicht nehmen und nicht auf Fertigstellung der übernommenen Arbeiten drängen. Auch wird ganz ungeniert gefordert: denjenigen Meistern, die sich vom Arbeitgeberverband abgesondert hätten, keine Arbeit zu übertragen! Dreist in den Tag hinein lügt der Arbeit- geberverband das Publikum an, daß die Gehülfen„ohne G r u.n d die Arbeit niedergelegt" hätten und daß daher der Ar- beitgeberverband„zum Schutze der Betroffenen genötigt gewesen sei, sämtliche organisierte Gehülfen auszusperren!"— So wird's gemacht. Es ist geradezu unerhört, in welcher Frechdachsmanier hier die Wahrheit mit Füßen getreten wird. Die Herren Meister scheinen ihr terroristisches Treiben ganz in der Ordnung zu finden. Da bereits mehrere den Arbeitgeberverband in seinem gemeingefähr- lichen Treiben nicht unterstützende Meister sowohl schriftlich wie mündlich erklärt haben, daß sie die aus der schwarzen Liste stehenden Gehülfen trotz Bedürfnis an Arbeitskräften nicht an- nehmen dürften, so soll gegen den Vorstand dieses kleinmeisterlichen Arbeitgeberverbandes Strafanzeige erstattet werden. Man darf gespannt sein, wie die Staatsanwaltschaft die Sache auffassen wird. Zur Aussperrung der Hamburger Schauerleute. Eine von über 4999 ausgesperrten Schauerleuten besuchte Ver- sammlung nahm am Donnerstag vormittag zu den vom Hafen- betriebsverein in Vorschlag gebrachten Lohn- und Arbeitsbedin- gungen und zu der als Schlußbestimmung ftipulierten„Wohlfahrtseinrichtung"(Zwangsunterstützungskasse) Stellung. Ter Wochen- lohn soll bei zehnstündiger Arbeitszeit 89 M. betragen; für Nacht- und Sonntagsarbeit soll 1 M. pro Stunde bezahlt»Verden. Es ist in Aussicht genommen� gesonderte Tages- und Nachtschichten einzu- richten. Im Laufe eines Monats»mrd der Arbeiter nicht mehr als zwei Wochen lang, die aber nicht aufeinander folgen dürfen, zu Nachtschichten herangezogen. Auch den in der Nachtschicht be- schäftigten Arbeitern wird unter allen Umstäirden ein Mindestlohn von 39 M. pro Woche garantiert. Außerdem sieht der Tarif erhöhte Posittonen für Spezialarbeiten vor. Mit diesen Bestiminungen er- klärten sich die Arbeiter einverstanden, dagegen wandte man sich scharf gegen die«Wohlfahrtseinrichtung", aus der die Schauerleme in Kranlheits- und Sterbefällen Unterstützungen erhalten sollen. Zu dieser„Sparkasse", der jeder Schauermann angehören muß, sind Beiträge bis zu 3 M. pro Woche zu leisten. Eine Grenze für die Höhe der Garantiesumine ist nicht festgesetzt, sondern unbe- schränkt; Zinsen werden erst gezahlt, wenn die Einlage 299 M. beträgt. Das Guthaben kann, soweit es den Betrag von 299 M. nicht übersteigt, zugunsten der Kasse verfallen: a) wenn de? Arbeiter ohne Erlaubnis die Arbeit verlassen hat; b) wenn der Arbeiter ohne triftigen Grund nicht zu einer bestellten Arbeit kommt; c) wenn derselbe in Krankheitsfällen oder bei anderen dringlichen Anlässen nicht spätestens bis Mittag Anzeige gemacht: hat; ä) wenn derselbe ohne triftigen Grund den gewährten Urlaub überschrettet; e) wenn er sich Widersetzlichkeit, ungebührlichen Betragens, Trunkenheit während des Dienstes, des Diebstahls, der Hehlerei, des Betruges, der Unterschlagung oder IlTiiUMMteiiiu- Lruck u.jLtrlag; vorwäris Vuchir. u. Lttlagsasjtdll j anderer unehrenhafter Handlungen schuldig macht. In all diesem Fällen kann außer der Entlassung die Einziehung der geleisteten Beiträge bis zu der genannten Höhe erfolgen. Gegen diese Sklaven- ordnung, wie sie mit Recht genannt wurde, und die einen tiefen Einblick gewährt in den Ballinschen Zukunftsstaat, der jede freie? Regung der modernen Arbeitssklaven unmöglich machen würde, ist doch an den Austritt aus der famosen Kasse eine einjährige Kündigungsfrist geknüpft,»wurde einstimmig Protest erhoben. Außerdem wurde gegen die Streikbrecheragententätig» keit des italienischen Generalkonsulats in Ham» bürg Einspruch erhoben und das Verhalten der St a a t s» kaiverwaltung kritisiert, die, wie in der Sitzung des Hain» burger Parlamentes vom Mittwochabend selbst von bürgerlicher Seite mißbilligend hervorgehoben wurde, von dem mit Staatsmitteln subventionierten Arbeitsnachweis der Patriotischen Gchellschoft verlangt hat, er solle ihr ausgesperrte Leute überhaupt nicht zuschicken. Genosse Stalten nahm das parteiische Verhalten dieser Staats- behörde beim Schopf und verlangte Unparteilichkeit von den Ham- burger Staatsbehörden. Nach reger Aussprache gelangte folgende Resolution mit. allen gegen drei Stimmen zur Annahme: „Die ausgesperrten Schauerleute erklären sich mit den Be» kanntmachungen des Hafenbetriebsvereins insofern einverstanden, als sie einen Tagelohn von 5 M. und für Ueberstunden 1 M. für sämtliche Schauerleute anerkennen. Die Verfammlung er- klärt unter diesen Umständen den Beschluß vom 28. Mai 1999, nicht länger als bis 19 Uhr zu arbeiten, für aufgehoben und er- wartet, da hiermit die Ursache der Aussperrung beseitigt ist, die Beendigung derselben. Doch lehnt sie es ganz entschieden ab, ein kontraktliches Verhältnis mit Kündigung einzugehen und eine vonr Hafenbetriebsverein eingerichtete Spar, und Unterstützungskasse anzuerkennen. Das Bureau der Versammlung wird beauftragt. dem Hafenbetriebsverein diesen Beschluß mitzuteilen, und erhält die Vollmacht, die Gesamtheit der Schauerleute in den VerHand- lungen, welche zur Erledigung notwendiger Formalitäten un» bedingt stattfinden müssen, zu vertreten." Des lveiteren wurde beschlossen, daß nur nach stattgehabter Ber» Handlung die Arbeit aufgenommen werden darf. Letzte JVachnchtcn und Dcpclchm Ein Opfer des Verkehrs. Ein Unfall, der.qne unbeschreibliche Aufregung hervorrief, er- eignete sich gestern avend Mischen 8 und 9 Uhr vor dem Hause Brunnenstr. 9ö gegenüber dem Humboldhain, Ein Illjähriger Knabe war dort von einem Straßenbahnwagen überfahren worden. Ter Aernrste schrie jämmmcrltch. Alle Bemühungen, den Knaben aus feiner Notlage zu befreien, waren, obgleich hunderte und noch mehr Personen bereit ivaren, zu helfen, vergeblich. Man rief des- halb nach der Feuerwehr. Diese erschien mit drei Löschzügen und befreite den kleinen Jungen. Er Hatte so schwere Verletzungen er- litten, daß er sofort nach dem Lazarus-Krantenhause in der Ber- nauerftraße geschafft werden mußte. Hoffentlich gelingt cs der Kunst der Aerzte, den Knaben am Leben zu erhalten. Einigungsverhandlungen. Lausanne, 28. März.(Privatdcpcsche des„Vorwärts".) Die Fabrikanten haben eingewilligt, mit der Arbeiterorgani- satiou zu verhandeln. Die Verhandlungen werden morgen stattfinden._ Weiteres vom Aussperrungsfieber. Reichcnberg i. Böhmen, 28. März.(W. T. B.) Die nord- böhmischen Tuchmdustnellen beschlossen, wegen der am Osterdiensiag erfolgenden Betriebseinstellung sämtlicher Webereien auch alle übrigen Arbeiter ihrer Betrieb« vom 9. April an auszusperren. Die Aus- sperrung betrifft mehrere Tausend. Das Aussperrungsfieber. Bremen, 28. März.(W. T. B.) Infolge von Lohndifferenzen mit den Schmieden wurden heute nachmittag 4 Uhr sämtliche Ar- beiter der Werst Aktiengesellschaft Weser, ungefähr 4909, ausgesperrt. Dem Vernehmen nach beabsichtigt die Norddeutsche Armaturen- fabrik, am Sonnabend, jedenfalls wegen der Lohndifferenzen mit den Schmieden, ihre Arbeiter auszusperren. Streik in der SiahrungSmiitelindnstrie. Paris, 28. März.(B. S.) 2599 Bäckergesellen hielten heute in der Arbeitsbörse ein« Versammlung ab und beschlossen, wegen der ungerechten Anwendung des Gesetze« über den wöchentlichen Ruhetag schon morgen in den Aussland zu treten. Man befürchtet, daß sich die Angestellten der übrigen Lcbensmittclbranchen de» Streikenden anschließen werden._ Opfer der Arbeit. Girgenti, 28. März.(B. H.) Infolge Explosion in einer Schwefelmühle stürzte das Gebälk zusammen und begrub zahlreiche Arbeiter unter sich. Bisher wurden 3 Tote und mehrere Verletzte unter den Trümmern hervorgezogen. Die ArbeitSlosenfrage vor der Duma. Petersburg, 28. März. Reichsduma.(W. T. B.)(Schluß.)) Im weiteren Verlaufe der Debatte über die beschäftigungslosen Arbeiter erklärt Handelsminister Philossoffow, die Regierung halte die Einsetzung einer Duma-Kommission für die Frage der be- schästigungslosen Arbeiter für nützlich, aber sie sei gegen Unter- suchniigen von Dumamitglieder» an Ort und Stelle, da solche ge- setzwidrig seien. Dies bedürfe gar keines Beweises, das wisse die Linie auch sehr wohl. Die Regierung versichere, daß die Angaben? über die beschäftigungslosen Arbeiter übertrieben seien; sie sei bereit, die Arbeiter, die Opfer wirtschaftlicher Krisen geworden seien, zu unterstützen, aber man könnte nicht verlangen, daß sie denjenigen helfe, die den politischen Streik predigen und die Arbeiterklasse desorganisieren. Die Regierubng hoffe, daß die Duma die von der Linken ausgehenden Appelle nach ihrem wahren Wert einzuschätzen wissen werde, wie sie das ja schon bei den De- batten über die Hungersnot-Kommission belviesen habe.(Beifall rechts.) Der Präsident bringt nun einen von den Kadetten ge- stellten Antrag zur Abstimmung auf Einsetzung einer Kommission für die Arbeitslosen, die Opfer einer industriellen Krisis seien, mit der Aufgabe, Mittel zur Unterstützung dieser Arbeitslosen aus« findig zu machen und Informationen über die Frage zu sammeln. Die Sozialdeinolraten bringen ein Amendement ein, in dem Antrag der Kadetten die Worte„Opfer einer industriellen Krisis" zu streichen. Der Präsident läßt über das Amendement der Sozial- demokraten abstimmen. Es stimmen 295 für und 294 gegen das Amendement. Hierauf wird noch einmal abgestimmt; die De- putierten verlassen den Saal durch zwei verschiedene Türen. In der Abstimmung wird das Amendement mit 223 gegen 292 Stimme» angenommen.(Beifall auf der Linken.) Der Präsident läßt hierauf darüber abstimmen, ob die Duma die Frage der Unter» suchungen an Ort und Stelle für geklärt erachte oder nicht. Die Duma verneint diese Frage mit 249 gegen 159 Stimmen. � Der Antrag betreffend die Untersuchungen an Ort und Stelle wird in der nächsten Sitzung besonders beraten werden. Die anderen Teile des Antrages der Kadetten werden angenommen. Hierauf wird die Sitzung geschlossen.(S. a. russische Revolution.)_, �öuI Singer Hierzu 4 L cilogc« u. U pterhaltungsblatt Kr. 75. 24. Jahrgang. 1. Jäfünp Ks.Amiirls" Atlintt AMIiitt. Freitag, 29. März 1907. Die rnffifche Revolution. Die Beschäftigungslosigkeit der Arbeiter. Ueber die Donnerstagssitzung der Reichsduma verbreitet Wolffs Telegraphen-Bureau folgende Mitteilung: Petersburg, 28. März. Mehrere Gruppen beantragen, die Debatte, betreffend die beschäftigungslosen Arbeiter, zu vertagen. Bei der Abstimmung ergibt sich ein völlig unerwartetes Resultat. Die Polen, Sozialisten und die M e h r z a h l der Kadetten stimmen für sofortige Besprechung, die Rechte und die Minderzahl der Kadetten, unter ihnen einige Führer, wie Fürst Dolgorukow, Teslenko und MaNakow, stimmen für Vertagung. Es wird so fortige Beratung beschlossen. Die Sozialdemokraten halten lange Reden, in denen sie bekannte Tatsachen anführen. Viele Depu- tierte verlassen den Saal, da die Diskussion wenig Interesse bietet. Im weiteren Verlaufe der Debatte beschuldigt Djaparidse, der Führer der Sozialdemokraten, die Regierung und den Verband wahrhast russischer Leute, daß sie an allen Leiden des Landes schuld seien. P u r i s ch k e w i t s ch'ruft:„Ich bin Vizepräsident des Verbandes wahrhaft russischer Leute und kann solche Angriffe auf diese Partei nicht dulden". Djaparidse erwidert:„Sie haben Jollos getötet!" Präsident G o l o w i n ruft den Redner zur Ordnung und sagt, es sei noch nicht erwiesen, dah Jollos' Mörder dem Verbände wahrhast russischer Leute angehört. Djaparidse fährt mit seinen Ausführungen fort und erklärt schließlich: das Heil Rußlands sei in der Ausbreitung der Reva lution. Präsident G o l o w i n unterbricht den Redner und sagt, die Duma sei eine gesetzgeberische Einrichtung und habe nichts mit der Revolution zu tun. Djaparidse verlätzt die Tribüne mit dem Rufe:„Ich fordere Euch auf, die Exekutivgewalt an Euch zu reißen!" Der Präsident ruft den Redner zur Ordnung und fügt hinzu:„Die Reichsduma wird stets nur legislativ tätig sein und nie eine Einrichtung der Exekutive werden." D j a p a- r i d s e hat sich inzwischen nach seinem Platze begeben und ruft, die Worte des Präsidenten seien unzutreffend.(Unruhe.) Die Diskussion wird fortgesetzt; es beteiligen sich an der Debatte der Vizepräsident der Reichsduma Bercsine und der ehemalige Minister Kutler. Nach cinstündiger Pause nimmt die Duma die Sitzung wieder auf. R o d i t s ch e w besteigt die Tribüne und richtet mit bewegter Stimme folgende Worte an die Versammlung:„Wir haben die Nachricht von dem Tode des Mitgliedes der ersten Duma, Jollos, erhalten. Ich darf wohl annehmen, daß die ganze Duma meiner Aufforderung Folge leisten und sich erheben wird zum Ausdruck ihrer Ehrerbietung für das Andenken des Verstorbenen." Alle Mitglieder der Duma, auch der Justiz- und Handelsminister, er- heben sich von ihren Plätzen. Nach einem längeren Schweigen nimmt die Sitzung ihren Fortgang. Der Zwischenfall ist insofern bemerkenswert, als man erwartete, daß die Rechte sich nicht er- heben werde, da Jollos nicht Mitglied der zweiten Duma war. Wolffs Telegraphen-Bureau sollte sich bemühen, die Tat fachen möglichst objektiv zu übermitteln. Urteile zu fällen, das mag es den Redaktionen und den Lesern überlassen. Daß z. B. der russischen Regierung jede Rede der Sozialdemokraten in der Rcichsduma zu„lang" und alle Tatsachen, die jene an- führen, längst„bekannt" sind, das weiß man in Westeuropa, auch ohne daß cS von Petersburg in alle Lande„gedrahtet" wird. Das Vordringen der Japaner. In und um Petropawlowsk sowie auf etwa 200 Kilometer landeinwärts errichten die Japaner in fieberhafter Eile Läden, Verkaufsbuden, Kontore usw. und knüpfen einen Tauschhandel mit den Eingeborenen an. Die Konkurrenz mit den Japanern gestaltet sich für die Russen so schwierig, daß sie vielfach die Flinte ins Korn werfen, ihr Geschäft aufgeben und sich nicht selten in den Dienst der Japaner stellen, wodurch allmählich der ganze Handel in die Hände der Japaner übergeht. Selbst die von der russischen Regierung und den zuständigen russischen Behörden unterstützte Kamtschatkaer haudelsindustriclle Gesellschaft, die zur Hebung des russischen Handels in jener Gegend ins Leben gerufen worden ist, kann trotz aller Privilegien nichts gegen die Japaner ausrichten, da diese den Kamtschadaleii einerseits ungewöhnlich niedrige Preise für Lebensmittel abnehmen, andererseits ihnen für Pelze usw. l?ohe Preise zahlen, so daß die Kamtschadalen einen doppelten Vorteil haben und daher sowohl ihren eigenen Bedarf bei den Japanern decken als auch diesen die besten Pelz- und sonstigen Waren abgeben, überhaupt die Geschäftsbeziehungen zu den Russen abbrechen und neue Verbindungen mit den Japanern anknüpfen. An den Sünden seiner Regierung wird das russische Volk noch schwer zu tragen haben.— Der„Dank" des Vaterlandes. Das Elend der russischen Krieger, die als Krüppel aus der Mandschurei zurückgekehrt sind, ist so groß, daß sich die Militär- Verwaltung entschlossen bat, da ihr die nötigen Mittel nicht zur Verfügung stehen, die lächerlich geringen Jnvalidenuntcrstützungen durch einen amtlichen Schein zum Betteln zu ergänzen! Zu diesem Zwecke sind besondere Formulare fertiggestellt worden, welche die vielsagende Aufschrist:„Swidjctelstwo na prawo nischtschenstwowat"(„Zeugnis zum Anrecht auf Betteln") tragen und mit den üblichen Enblemeu eines amtlichen Papieres versehen sind! Aber selbst dieses für die russischen Vaterlandsvertcidiger so be- dcutungsvollc Papier wird zunächst nur auf dem flachen Lande und auch dort nicht einem jeden Krieger erteilt. Um in den Besitz des Bcttelschcines zu gelangen, muß man nämlich erst den Nachweis erbringen, daß man in der Mandschurei auch tapfer gekämpft und einen lebenslänglichen Denkzettel davongetragen hat. Für den Zaren und feine Sippe, für Spitzelfonds und der- gleichen mehr ist Geld vorhanden. Die zerschossenen Krüppel er- halten die Erlaubnis, zu betteln oder den Leierkasten zu drehen. Und da sagt man noch, daß Rußland von seinen westlichen Nachbarn nichts gelernt Habel— Tatjana Leontieff vor den Geschworenen. Thun(Schweiz), 28. März.(Telcgraphischer Bericht. ver Andrang zu der heutigen Sitzung ist fast beängstigend. ES Werden wahre Kämpfe um einen Platz im Sitzungssaal aus- gefachten. Die Angeklagte zeigt heute denselben Gleichmut wie am ersten Tage der Verhandlung. Charakteristisch für sie ist, daß sie ihrem Verteidiger Dr. Brüstlein angedroht hatte, sie würde ihm. falls er für ihre Unzurechnungsfähigkeit plaidieren würde, ins Wort fallen. Der Vertreter der Familie Müller. Rechtsanwalt Dr. König, dankt in seiner Replik zunächst namens seiner Partei dem Vcr- teidiger für die Teilnahme, die er in seinem Plaidoyer an dem Schicksal der Familie Müller zum Ausdruck gebracht habe. Diese Teilnahme habe seine Partei wohltuend empfunden im Gegensatz zu der Erklärung der Angeklagten, die es nicht bedauert habe, einen Angehörigen der bürgerlichen Gesellschaft getötet zu Haben. Die Geschworenen müßten unbeeinflußt von den in der Tat unhalt- baren Zuständen Rußlands die Tat der Angeklagten allein nach den schweizerischen Landcsgcsetzen beurteilen. Es sei ganz und gar unzulässig, die russische Revolution und die Frage der Berech- .gung politischer Morde vor einem Schweizer Gericht zum Aus- »rag zu bringen. BezirkSproknrator Dr. Kummer polemisiert in längeren Ausführungen ebenfalls gegen die Rede Dr. Brüjtlcins. Er wirft die Frage auf, welche schwere Folgen eine Freisprechung der An- geklagten nach sich ziehen würde: Die Schweiz würde zu einem Tummelplatz russischer Revolutionäre werden, auf dem diese un- gestraft ihre politischen Gegner töten dürften. Der Staatsanwalt hält die Klage wegen Mordes aufrecht: denn die Tat sei wohl überlegt und mit Vorbereitung geschehen, nicht im Affekt. Der Verteidiger tritt nochmals stir Freisprechung ein und bittet die Geschworenen, höchstens die Schuldstage nach Totschlag zu bejahen, da doch auf jeden Fall bei der Angeklagten der Vor- satz, den Rentier Müller zu töten, nicht vorhanden war. Unter großer Spannung nimmt hierauf Tatjana Leontieff selbst das Wort zu einer längeren Schlußrede.' Sie spricht leidenschaftslos in französischer Sprache. �Sie schildert, wie sie nach Lausanne aufs Mädchengymnasium kam, ihre vornehme Erziehung und ihren Wissensdrang. Sie wollte Lehrerin werden. Als sie aus der Schweiz in ihre Heimat zurückkam, habe sie das Volk in Unwissenheit vorgefunden und bei den höheren Gesell- schaftskrcisen, in denen zu verkehren sie Gelegenheit hatte, be- denklichste moralische und staatliche Korruption. Sie habe diesem System Todfeindschaft geschivoren, wenn sie vom Sozialismus an sich auch noch gar keine Ahnung hatte. Nachdem sie in Petersburg verhaftet, aber bald wieder frei gelassen worden war, kehrte sie nach der Schweiz zurück, um Medizin zu studieren. Hier be- faßte sie sich zum ersten Male eingehend mit den sozialistischen Idealen. Ein Herr, der die gleiche Pension in Lausanne bewohnte wie sie, habe ihr Bebels„Frau" in die Hand gegeben, und mit wachsendem Interesse habe sie dieses Buch gelesen. Sie habe sich dann weiter sozialistische Bücher verschafft und sei durch sie über- zeugt worden, daß das Heil des russischen Volkes wie aller Völker allein im Sozialismus liege, Sie habe daraufhin das Medizin- studium aufgegeben und sich der Heilung der sozialen Zustände in Rußland gewidmet, da sie zu der Ueberzeugung gelangt war, daß der russische Volkskörpcr sozial kränker sei als körperlich! Sie habe von da ab ausschließlich in sozialistischen Kreisen verkehrt. Die Angeklagte schildert sodann die schrecklichen Vorgänge in Rußland, gegen die sie sich aufgelehnt habe, weswegen sie in Peters- bürg verhaftet worden sei. Nach ihrer Freilassung, die sie„bessern" sollte, wurde sie erst recht revolutionär gesinnt. Wiederholt habe sie die Genossen aufgefordert, ihr Aufgaben zuzuweisen, da sie be- reit sei, alles für die Sache des russischen Volks zu opfern. Die Genossen antworteten aber immer ausweichend, sie mißtrauten ihr offenbar. Und als sie in der Folge sah, daß die russische sozial- demokratische Partei keinen e r n st e n Kamps gegen den Absolutis- mus führe, da habe sie sich der extremsten Gruppe der Revo- lutionäre, der„Organisation de combat sozialiste-rcvolutionaire maximaliste" angeschlossen. In diese Zeit fielen gerade die Nieder- mctzelungen vieler russischer Intellektueller, die Verschickung zahl- reicher Professoren und Studenten nach Sibirien, die zahllosen Hin- richtungen von Bauern und Arbeitern, die Pogrome gegen die Juden und die Folterungen der politischen Gefangenen, die den Launen der betreffenden Offiziere und Polizisten überliefert waren. „Das trieb mich in die Reihen derjenigen Kämpfer um Rußlands Freiheit, die auch den politischen Mord für erlaubt halten. Und so lege ich denn auch an dieser Stelle erneut mein politisches Glaubensbekenntnis ab: Ich gehöre mit allen Fasern meines Herzens den revo- lutionären Sozialisten an. Wir kämpfen in Rußland gegen die Autokratie, aber nicht für eine bürgerliche Republik, sondern für eine Republik auf soziali st i scher Grundlage. Zur Durch- führung dieses großen Ideals greifen wir auch zu Mordtaten, weil sie die einzige Waffe sind, die uns in unserem Kampfe zu Gebote steht."(Anhaltende Bewegung.) Eine Rcchtsbelehrung durch den Vorsitzenden ist im schweize- rischen Prozeßverfahren nicht vorgesehen, und so zogen sich die Gc- schworenen sofort nach dieser Rede um 12 Uhr mittags zur Be- ratung zurück. Nach kaum IS Minuten erschienen sie wierdcr im Saale. Unter atemloser Spannung verkündete ihr Obmann, daß die Geschworenen die auf Mord lautende Schuldfrage bejaht hätten.(Anhaltende Bewegung). Dagegen hätten sie bei der An- geklagten verminderte Willensfreiheit angenommen und ihr daher mildernde Umstände zugebilligt. Staatsanwalt Dr. Kummer beantragte daraufhin gegen die Angeklagte eine Zuchthausstrafe von 8 Jahren. Verteidiger Rechts- anwalt Dr. B r ü st l e i n bittet um eine mildere Strafe. Hier- auf zog sich um 1 Uhr der Gerichtshof zur Beratung zurück. Um Uhr verkündete Präsident Dr. Streifs das Urteil: Die Angeklagte TatjanaLcontieff wird nach dem Wahr- spruch der Geschworenen wegen Mordes unter Annahme vermiw dertcr Willensfreiheit zu einer Zuchthausstrafe von 4 Jahren ver urteilt, wovon t» Monate durch die Untersuchungshaft als verbüßt gelten. Außerdem wird sie auf die Dauer von zwanzig Jahren aus dem Kanton Bern verwiesen. Sie hat ferner die Kosten des Ber- fahrens zu tragen und eine Entschädigung an die Hinterbliebenen des von ihr getöteten Rentiers Müller zu zahlen. Die Angeklagte nimmt das Urteil mit großer Ruhe auf. Sie wird unter großer Bewegung der Zuhörer in ihre Zelle abgeführt. zu einem Teil eingeschlossen. Noch nicht eingerechnet sind die Verstümmelten, die keine Rente erhalten. Unter diesen befinden sich Leute, denen ganze Glieder fehlen; die VertraucuZärzte der Berufsgenossenschaftcn haben bei ihnen einfach eine Erwerbs- Verminderung nicht konstatiert. Unfälle überhaupt gelangten zur Kenntnis—- nicht alle Unfälle werden gemeldet— überhaupt 1899..... 443 313 1900..... 454 341 1901..... 476 200 1902..... 488 707 1903..... 530 507 1904..... 583 965 1905..... 609 160 Allein in den letzten fünf Jahren Millionen Menschen Unfälle erlitten. pro 1000 Versicherter 23,83 24,05 25,24 22,61 27,25 29,30 30.09 haben zusanimcn Auch diese Tabelle n zeigt ein fortgesetztes Anwachsen der absoluten und der rela tivcn Unfallziffern. Dasselbe Resultat ergibt sich bei der Be- rechnung der Unfallhäufigjkeit nach Vollarbeitern, das heißt, wenn für je 3(0 geleistete Arbeitsschichten eine Person ein- gestellt wird. Eine Zusammenstellung nach diesem Modus gibt folgendes Zahlenbild: Auf je 1000 Vollarbeitcr entfielen entschädigungspflichtige Unfälle: 1893 1901 1904 1907 8,18 9,16 9,32 9.39 8,22 9,25 9,49 9.55 6,82 7,24 7,19 7.42 Landwirtschaftliche Berufsgenoßenschaft Unfälle über- pro 1000 Haupt Versicherte 51 237 4,58 66 003 5,90 66 335 5,93 Rechnungsergebnisse der Unfall-Berufsgenofsenschaften. Auf dem Gebiete der Schädenheilung(Unfall-Kranken Versicherung) droht ein Rückschritt; denn die Konservativen laufen Sturm gegen die kleinen Renten. Glückt der saubere Plan, dann gibt es für den überwiegenden Teil der Unfallverletzten überhaupt keine Rente mehr I Des ferneren werden von der Plusmachergesellschaft die Schutzvorrichtungen bekämpft, und schließlich soll es der für die EntWickelung der Krankenkassen so überaus segensreichen Selbstverwaltung an den Kragen gehen.— Nun ist man aber auf denk Gebiete der vorbeugenden Maßnahmen zum Schutze für Gesundheit und Leben über die ersten schüchternen Versuche überhaupt nicht hinausgekommen. Das liegt sichtbar jedem vor Augen, der sehen will. Man nehme nur die Unfallstatistik zur Hand. Nach den dem Reichs- tage kürzlich zugegangenen Nachweisen der Bcrufsgenossen- schaften erlitten cntschadigmigspflichtige Unfälle davon auf 1000 Versicherte insgesamt mit tödlichem über- mit tödlichem Ausgang Haupt Ausgang 1886-1901 1032054 98 692 4.19 0,40 1902 119 901 7 842 6,23 0,41 1903 129 375 8 370 6,64 0.43 1904 137 673 8 752 7.00 0,44 1905 141121 8 928 7.04 0,44 Insgesamt sind seit 1886 über l'/s Millionen schwere Unfälle gemeldet, und 138 584 Unglücksfälle mit tödlichem Ausgang sind ernrittelt worden. Die Krüppclzahlen wachsen absolut und relativ; ununterbrochen vermehrt sich das Heer der Ver- stümmclten. Keine Feder ist imstande, die Summe von Jamnier, Not, Elend und Oual zu schildern, die diese Massen- Vernichtung für die Opfer selbst und deren Angehörige im Gefolge hat. Und in die obigen Zahlen sind die Opfer nur Gewerbl. Unfallversicherung") BerufSgenosscnschasten... Ausführungsbehörden... Selbstverständlich ist die Unfallhäufigkeit in gewerblichen und in landwirtschaftlichen Betrieben sehr verschieden und in den gewerblichen Anlagen gehen die Unfallziffern nach den verschiedenen Gruppen ebenfalls wieder weit auseinander. Nachfolgend geben wir zunächst eine Gegenüberstellung der Unfälle in Industrie und Landwirtschaft: Gewerbliche Berufsgenossenschaft Unfälle Jahr über- pro 1000 Haupt Versicherte 1899.... 49 175 7,39 1904.... 65 205 8,31 1905.... 68360 8,34 Relativ sind die Unfälle in den landwirtschaftlichen Berufs- genossenschaften stärker gestiegen, als in den gewerblichen versicherungspflichtigen Anlagen. Für sämtliche Unfälle beträgt die Steigerung von 1899 auf 1903 bei den gewerblichen Berufsgenossenschaften 33 Proz., bei den landwirtschaftlichen 29 Proz., nach dem Verhältnis zder Arbeiterzahl berechnet, ergibt sich jedoch bei den gewerb- l lichen Berufsgenossenschaften eine Steigerung von 12,85 Proz., und bei den landwirtschaftlichen eine Zunahme um Ä'/z Proz. Diese unheimliche Zunahme der Unfälle in den landwirtschaft- lichen Betrieben macht die Abneigung der Agrarier gegen Rentenzahlungen erklärlich. Auch eine vermehrte Vorsorge zum Schutze gegen die Unfallgefahren ist den Junkern in tiefster Seele verhaßt, sie wollen im Gegenteil die jetzt geltenden Vor- schriften noch rückwärts revidieren. Was aus den Opfern feudaler Rücksichts- und Gewissenlosigkeit nachher wird, ist den Edelsten gleichgültig. Ein besonderes Kapitel beansprucht die Unfallstatistik der Jugendlichen. Es erlitten entschädigungspflichtige Unfälle: 1901 1902 1903 1904 1905 Kinder unter 16 Jahren, männliche 3518 3437 3819 3961 4056 . 16„ weibliche 800 746 816 866«95 Und mit den Unfallziffern der Kinder stehen die landwirt- schaftlichen Berufsgenossenschasten wiederum an erster Stelle. Es verunglückten zum Beispiel: in gewerblichen in landwirtschaftlichen Betrieben Betrieben jugendliche Personen 1904 1905 1904 1905 männliche..... 2026 2105 1910 1918 weibliche..... 211 272 654 620 In den landwirtschaftlichen Betrieben verunglückten im letzten Jahre mehr als doppelt so viel weibliche 5Undcr, wie in den gewerblichen Betrieben. Zu welcher beängstigenden Höhe die Unfalkziffcrn an- gewachsen sind, läßt recht deutlich noch erkennen die nach- folgende Zusammenstellung nach einzelnen Gewerbegruppen: Auf 1000 Vollarbeiter kommen entschädigungspflichtige Unfälle: 1904 überhaupt tödl. Musik- 9.32 14,46 6,56 11,25 6,36 3,65 6,78 3,00 4,57 3,93 12,68 5,07 12,39 11,70 6.69 14,31 15,02 6,72 5.35 7.19 7.35 12,56 1,84 1,44 0,54 0,59 0,17 0,61 0,64 0,13 0.17 0,17 0,49 0.16 0,99 0,98 0,74 1,31 3,20 1,51 0,44 0,62 1.1? 1,33 1905 überhaupt tödl. Bergbau...... Steinbrüche..... Glas, Töpferei, Ziegelei Eise» und Stahl... Metall, Feinmechanik, instrumente»....... Chemie.......... Gas- und Wasserwerke..... Textilindustrie........ Papier und Buchdruck..... Leder, Bekleidung...... Holz........... Nahrungsmittel, Fleischerei. Tabak Müllerei, Zucker, Molkerei, Brennerei. Stärkeindustr., Brauerei u. Mälzerei Bauwesen(Privatbetriebe)... Private Bahnbetriebe..... Lagerci, Fuhrwesen Binneuschlffahrt....... Seeschiffahrt(Privatbetriebe).. Marine und Heeresverwaltung.. Oeffentliche Baubetriebe.... Staatseisenbahn, Post u. Telegraph Staatsbetriebe für Schiffahrt usw. Und angesichts solcher Ziffern, angesichts der letzten er- schrecklichen Massenkatastrophen im Bergbau wagen es die Scharfmacherparteien, wagt es die Regierung, den so dringend notwendigen Arbeiterschutz zu versagen. So ist Deutschland in der Sozialpolitik„voran" l 9,39 15,53 7,02 10,99 6.84 8,71 6,44 3,07 5,05 3,63 13,05 4,98 12,19 11,48 7.07 15,56 14,31 6,50 4,48 6.54 7,87 14,53 1.93 1,50 0.58 0.53 0,15 0.72 0i67 0,13 0,24 0,08 0,41 0,15 1,01 0,97 0,73 1,33 2,96 1,69 0,87 0,51 1,27 0,98 •) Ohne die Versicherungsanstalten der Vaugewerks-Berufs- Genossenschaften, der Tlefoau-Bcrnfsgenossenschaften und der See- Berufsgenossenschaften. Hus dir Partei. SM der fnmzSfischen Partei. Die F ottschritte der geeinigten sozialistschen Partei in den dedien Monaten haben die Hoffnungen der französischen Genossen deökchau? erfüllt. Der Bericht, den der Generalsekretär Genosse Dubreuilhw der Versammlung des Nationalrats am letzten Sonntag erstattete. sowie die Mitteilungen der Delegierten zeigen fast überall ein Gedeihen der Organisatton und ein« überaus rege Propaganda. Bon den Beschlüssen der Versamm- lung sind folgende hervorzuheben: Eine Resolution, diedasJnternationalesozialistische Bureau auffordert, angesichts der.internationalen Fried enslonferenz* der Diplomatie ein Manifest herauszugeben, daS dem Willen des Proletariats zum Frieden Ans- druck verleiht. Das internationale Bureau wird aufgefordert, diesen von den französischen Delegierten eingebrachten Vorschlag allen anderen Settionen der Internationale zur Kenntnis zu bringen. Eine Erklärung zugunsten des Proport, onalwahl- rechts. Der Nationalrat wird gemeinsam mit allen Anhängern dieser Reform eine kräftige Kampagne zu ihrer Durchsetzung er- öffnen. Eine Resolutton zugunsten der„Humanitö*. Die Föderattonen werden aufgefordert, ihr möglichstes zur Verbreitung des täglichen Parteiorgans zu tun, insbesondere auch zur Zeichnung von Attien beizutragen. Sie werden überdies eingeladen, der Administratton der.Humanitö" die Listen ihrer Mitgliedschaften und der Abonnenten ihrer Wochenblätter zur Verfügung zu stellen.— Aus dem Berichte R e v e l i n s ist der Hinweis auf die st e i g e n d e Auflage des Blattes und auf die E r s p a r n i s s e zu erwähnen, die 50 000 Fr. jährlich betragen. Der Nationalrat beschloß ferner, den sozialistischen Ab geordneten zur russischen Duma seine brüderlichen Grüße zu übermitteln, als den Vertretern der russischen Arbeiterklasse, die die furchtbar st e Gegnerin der Autokratie ist. Die Föderation von Gouadeloup, die bisher»unab hängig" war, hat sich mit ihrem Deputierten Legitimus zum Eintritt in die Partei gemeldet. Das Ansuchen wurde der Berwalwngskommission der Partei überwiesen. Bezüglich der 1200 Fr., die von der Partei st euer der Deputierten der Zentralkasse überwiesen werden sollen, wurde beschloffen, daß sie der Nationalrat in einem besonderen Pro« pagandafonds anlegen soll. Die Administtativkommission soll ein Budget zu diesem Zweck ausarbeiten, worin sie die Bedürfnisse der verschiedenen Föderationen berücksichtigt. DaS Vordringen der sozialistischen Idee, das fich aus den Berichten im Nationalrat ergibt, wird auch durch einige Wahl- ergebnisse bestätigt. So hat in dem industriellen Ort R i c a m a r i e bei S t. E t i e n n e in den Gemeindewahlen am Sonntag die K a ndidatenliste der geeinigten Partei mit 037 Stimmen gegen S37 einer Koalition der Reaktionären, Radikalen und.unabhängigen Soziali st en" ge- siegt. Der Sieg ist um so bedeutungsvoller, als das Loire- Departemnt� als ein Bollwerk der.Unabhängigen" angesehen wurde. Die Parteiföderatton ist dort erst seit Briauds Eintritt ins Ministerium geschaffen worden und bei den Kammerwahlen war sie noch zu schwach, um sich am Kampfe zu beteiligen. Nicht ein Sieg der Partei, aber ein nicht minder deutliches Zeichen der Ausbreitung der s o z i a l i st i s ch e n I d e e n ist das Ergebnis der Nachwahl für den Wahlkreis Chäteau-Thierry. Bei den allgemeinen Wahlen war der jüngst verstorbene Radikale M o r I o t gegen einen Reaktionären mit 0300 gegen 4800 Stimmen gewählt worden. Diesmal versuchten einige im Wahlkreise zerstreute 'Genossen zunächst eine Parteikandidatur aufzustellen, mußten aber angesichts der unzureichenden Organisation und der fehlenden Geld- mittel davon abstehen. Daraus stellte ein ehemaliger Landwirt seine Kandidatur als„Sozialist" auf. Sie bedeutete nicht ein klares, wirklich sozialistisches Programm, sondern nur einen Protest des Kleinbauerntums gegen den ausbeuterischen Kapitalismus. Der „unabhängige sozialistische" Kandidat erhielt aber auf einen Schlag 2475 Stimmen, die teils dem Radikalsozialisten, einem Industriellen, teils dem Reaktionär verloren gingen- Die Kleinbauern haben, wie man sieht, die Scheu vor dem Wort Sozialismus verloren, und sie werden sich des Klassengegensatzes gegen daS Kapital bewußt.—_ Der sozialdemokratische Berein für den Reichstagswahlkreis Frankfurt a. M. beschäftigte sich in drei Versammlungen, deren letzte vergangene Woche stattfand, mit dem Thema: DieLehren der ReichStagSwahl. Der Referent Hüttmann fand, daß die Wahlen erfreulicherweise eine scharfe Klassenschcidung herbeigeführt haben. Es hat sich gezeigt, daß alle bürgerlichen Parteien und Klassen eine reaktionäre Masse bilden. Zu dieser Einigung aller bürgerlichen Klassen hat die Gewerkschafts- und Genossenschaftsbewcgung wesentlich beigetragen. Das Spieß- bürgertum ist durch die stete Erstarkung der Arbeiterbewegung, die Partei der NichtWähler durch die skrupellose Hetze des Rcichslügen- Verbandes, durch die nationale Phrase und durch das„rote Ge- spenst" aufgepeitscht worden. Die früheren NichtWähler sind zum größten Teile Gegner jeglichen Fortschritts, darum haben sie sich den Parteien angeschlossen, die unsere Gegner sind. Es ist nicht zutreffend, daß die Dresdener und andere Auseinandersetzungen zum Teil an unserem Mißerfolg schuld sind. Auf daS Verlangen, unsere Taktik zu ändern, mehr positiver zu arbeiten, können wir nicht eingehen, wenn wir uns nicht selbst aufgeben wollen. Unsere Organisation, die Verbreitung der Parteipresse müssen größer werden, wir müssen tiefer in die Massen dringen. Die Indifferenten müssen für unsere Ziele, für unsere Organisationen gewonnen werden. Der wissenschaftliche Sozialismus soll mehr in die breiten Massen getragen werden: wir müssen Bildungs- und grundsätzliche Aufklärungsarbeit verrichten. Die Ausführungen der hauptsächlichsten Diskussionsredner be- Wegtcn sich in demselben Rahmen. Genosse Dr. O u a r ck betonte im besonderen, daß jetzt wohl jene Genossen, die in der Demokratie den Verfechter liberaler Anschauungen erblickten, gründlich kuriert sein werden. Daß es trotzdem noch Leute, wie Bernstein, Calwer und Jauräs, gebe, die dem Zusammengehen mit dem Liberalismus da« Wort predigen, beweise, daß diese entweder, wie JauröS, die Verhältnisse nicht kennen, oder den Klassencharakter unseres politischen Lebens verkennen. Von einem Liberalismus, der sich mit den Konservativen paart, habe das deutsche Volk nichts zu erwarten. Genosse Dittmann hob hervor, daß wir unsere prinzipiellen Forderungen in den Vordergrund stellen müssen, unfere Werbekrast wäre dann um so größer. Die tätigen Genossen könnten oft nicht leisten, waS sie möchten, weil ihnen die Arbeit über den Kopf wachse. Wir müßten aber genügend Kräfte zur grundsätzlichen Aufklärung haben. In der Presse müsse mehr an den Tagesereignissen die Richtigkeit unserer Grund- sätze dargelegt werden.— In Gegensatz zu sämtlichen Rednern stellt sich Genosse Arbeitersekretär Heiden. Er ist der Ansicht, daß die ablehnende Haltung der Fraktion bei Abstimmungen über sozialpolitische Gesetze unS bei der Wahl geschadet habe. Man könne sehr wohl, ohne Abbruch der prinzipiellen Stellung, dem Erreichbaren zustimmen. Nationale Fragen seien ein Moment, auf die in Zukunft wehr Gewicht gelegt werden müsse, und unsere Stellung dazu müsse mehr präzisiert weikden. Glatte Ablehnungen verstehe das Volk nicht. DaS in Dresden hervor- gerufene gespannte Verhältnis zwischen Partei und Gewerkschaft und die Art, wie Meinungsverschiedenheiten ausgetragen werden, habe eine Menge uns nahestehenoer Leute abgestoßen. In einer Delegiertenversammlung der Landesorganisation Hamburgs, die' am Dienstagabend im Gewerkschastshause tagte, wurde der Antrag auf Erhöhung der Mitglieds- b«iträgevon30 auf40Pf. proMonat lebhaft erörtert. Im Namen der Vorstände der drei Parteivereine begründete Ge» !vosse Arbeitersekretär G r o s s e den Antrag, wobei er unter anderem betnerkke, daß die auS dem Ausgange der verflossenen Reichstags- Wahlen resultierenden größeren Aufgaben der Partei hinsichtlich der mündlichen und schriftlichen Agitation wie der Organisation ganz andere Mittel erheischten, zumal ja auch der Reichskanzler erklärt habe, das nächste Mal wecbe die Regierung noch mehr ihre „Pflicht tun. Nach der alten Schablone dürfe nicht mehr gearbeitet werden, deshalb müsse auch im Rahmen des Hamburger Staats- gebietes reformiert werden. In vielen Parteiorten Schleswig- Holsteins bestehe seit Jahren der 40 Pf.-Beitrag, so daß man eigentlich die Frage ventilieren müßte, ob nicht ein Beitrag von 50 Pf. eingeführt werden solle. Der Beitrag für weibliche Mit- glieder(10 Pf.) solle nicht erhöht werden, ebenso solle der Beitrag für die in den Landgemeinden vorhandenen Mitglieder(30 Pf.) bestehen bleiben. Mit großer Mehrheit wurde der Antrag an- genommen. Es hat noch eine Urabstimmung unter den Mitgliedern stattzufinden. Falls diese dasselbe Resultat ergeben sollte, tritt der erhöhte Beitraa am 1. Juli d. J. in Kraft. �— Die diesjährige Maifeier soll, wie bisher, durch größtmöglichste Arbeltsruhe und durch einen Festzug usw. begangen werden. Wieder eine Reichsverbandslüge. Unter der Sttchmarke:„Ein Abkommen mit der Sozialdemokratie" brachte dieser Tage die Ordnungspresse einen Artikel angeblich auS dem Fürstentum Reuß j. L., in welchem behauptet wird, die Geraer Vereinsbrauerei habe mit der Partei- leitung der Geraer Sozialdemokratie ein Abkommen getroffen, wo- nach die erster« verpflichtet sei, von jedem Hektoliter Bier, der die Konsumtionsziffer von 14 000 Hektoliter übersteigt, je 2 M. in die sozialdemokratische Parteikasse abzuführen. Die sozialdemokratische Führerschaft ihrerseits habe sich anheischig gemacht, es durchzusetzen, daß tunlichst m allen Fabrikkantinen nur VereinSbier verzapft werde. Dann heißt es weiter: „Die Nachricht ist zuverlässig verbürgt und findet auch schon praktisch ihre Betätigung durch die Tatsache, daß bereits in einer großen Anzahl von Etablissements die sozialdemokratische Ar- beiterschaft an die Fabrikleitungcn mit der Forderung heran- getreten ist, an Stelle des bisherigen Kantinenbieres, das auf einmal ihren Wünschen nicht mehr entspricht, Vereinsbier einzuführen." Die ganze Meldung ist, wie die„Reußische Tribüne", unser Geraer Parteiorgan, mitteilt, erfunden. Tatsächlich hat die Parteileitung der Sozialdemokratie mit der Vereinsbrauerei kein Abkommen getroffen, überhaupt nicht das geringste zu tun. Zum Konflikt in Nordhauscn teilen uns die Preßkommission und die Vertreter der sozialdemokratischen Orts- vereine des Wahlkreises mit, daß die Beschlüsse betreffs des Romanabdrucks nicht von der Preßkommission, sondern von der Ver- sammlung der Delegierten der Ortsvereine gefaßt wurden, an die sich die Preßkommission beschwerdeführend gewandt hatte.„Die Preßkommission hatte vorher nur beschlossen, daß der laufende Roman täglich in 6 halbseitigen Spalten und mit möglichster Kürzung zum Abdruck kommen solle. Erst als die Redaktion diese Beschlüsse vollständig ignorierte, wurde von der Delegierten- Versammlung der weitergehende Beschluß gefaßt, das Verfügirngsrecht über den lausenden Roman der Redaktton zu entziehen. Die ver- antwortliche Zeichnung des Romans wurde einem Preßkommissions« Mitglied übertragen, um das„literarische Gewissen" der Redaktton zu schonen." GenosseSchildbach, derentlassene Redakteur, behauptet dagegen in einer Erklärung, deren Aufnahme in die Nordhauser„Bolkszeitung" ihm verweigert wurde, ein Beschluß, daß der Roman in sechs halbseittgen Spalten zum Abdruck kommen sollte, sei nicht gefaßt worden; lediglich ein Wunsch sei in dieser Hinsicht und zwar vom Genossen Dr. Schuttes(dem Vorsitzenden der Preßkommission) geäußert worden. Die Redaktion habe aber in der Preßkommission die Er- klärung abgegeben, daß der Abdruck des laufenden Romans möglichst beschleunigt werde, sobald die Parlamentsferien beginnen. Mit dieser Zulage habe sich die Preßkommission zunächst zufrieden ge- geben. Das Versprechen sei von der Redaktion erfüllt worden. Ge- nosse Schildbach bestreitet auch, daß angebliche Mißgriffe bei der Auswahl der Romane Schaden angerichtet hätten. Der sortgesetzte Abonnentenzuwachs beweise jedenfalls das Gegenteil. Zum Schluß meint Genosse Schildbach, dav er den Instanzenweg nicht hätte ein- halten können, da der Beschluß, der den Eingriff in die Redakttons- befugnisse bedeutet, sofort ausgeführt worden sei. Wir können diesen Grund nicht anerkennen, können vielmehr unsere in unserer ersten Notiz ausgesprochene Meinung und unser Bedauern über die Zu- spitzung des Konflikts lediglich wiederholen. Soweit die Parteipreffe sich bis jetzt äußerte, vertrat sie denselben Standpunkt wie der»Vor- wärtS". Unsere Toten. In Nürnberg starb der Metallarbeiter Christian Grüncwald, wieder einer von der alten Garde, der die ganze EntWickelung der Partei mitgemacht hat. Er gehörte zu dem kleinen Häuflein derer, die Mitte der övcr Jahre, als die Nürnberger Arbeiterschaft noch der Fahne der Fortschrittspartei folgte, in dem fortschrittlichen Arbeiterverein unter dem selbst- gewählten Namen der„Pioniere" die radikale Richtung rcpräsen- tierten und sich 1367 absplitterten, um den� Arbeitcrbildungs- verein zu begründen, auf dem sich nach dem Nürnberger Arbeiter- tage 1868 die sozialdemokratische Partei aufbaute. Unter dem Sozialistengesetz leistete er wertvolle Dienste und erfreute sich dafür der liebevollen Aufmerksamkeit der Polizei, die ihn beständig mit erfolglosen Haussuchungen beglückte. Soziales. „Ein solcher Mann hat für mich keinen Wert mehr." Für ländliche Arbeitsverhältnisse, die soziale Liebes- tätigkeit mancher Pfarrer und die Ausübung der Gerechtig- keit gleich kennzeichnend ist eine in ihrer Art typische Per- Handlung vor dem Danziger Schöffengericht, über die uns folgender Bericht zugeht: Bei dem Pfarrer Michalek in Junkeracker in West- preußen war der Arbeiter Borowski als„dritter Mann" im Dienst. Nach der Reichstagswahl entließ der Pfarrer den Borowski., weil dieser sich am Wahl- tage im Wahllokale aufgehalten hatte, um„Schummeleien" zu verhindern. Borowski mußte als„dritter Mann" auch das Füttern des Viehes besorgen. Diese Arbeit verlangte der Pfarrer nun von dem Arbeiter Degen, der als Kutscher und„zweiter Mann" ebenfalls beim Pfarrer im Dienst stand. Degen fühlte sich der Arbeit aber nicht gewachsen; sie fiel ihm besonders schwer, weil er Krampfadern in den Beinen hat, die ihm Schmerzen verursachen. Außerdem war Degen der Ansicht, daß ihm das Viehfüttern gar nicht zukäme. Trotz- dem fütterte er das Vieh eine Zeit hindurch. Als dann aber immer noch kein Ersatz zur Stelle war, verließ Degen den Dienst. Gegen einen Strafbefehl von 10 M.„wegen unberechtigten Verlassen des Dienstes" legte Degen Berufung ein. Vor dem Danziger Schöffengericht trug Degen den von uns geschilderten Sachverhalt vor. Hervor- gehoben zu werden verdient, daß der Vorsitzende des Gerichts den Angeklagten anfänglich mit „Du" anredete und erst im Verlaufe der Verhandlung sich dazu verstand, dem 20 Jahre alten Manne das eigentlich selbstverständliche„Sie" zu bewilligen. Der Pfarrer, der als Zeuge vernommen wurde, gab zu, daß er den Borowski nach der Reichstagswahl entlassen habe, weil dieser„sich im Interesse der Sozialdemokratie be- w e g t h ä t t e".„Ein solcher Mann," sp sprach des Herrn Jünger,„hat für mich keinen Wert mehr." Mögen ihm die Sozialdemokraken Arbeit geben, liebet Degen könne er des Dienstes wegen nicht klagen. Jedoch habe derselbe am Tage vor feinem Weggänge seinen Lohn um 15 M. überhoben. Wenn Degen darüber klage, daß er zum Füttern des Viehes zu schwach sei, so möchte er, der Pfarrer, bemerken, daß Degen— schrecklich— eine Braut habe, die er des Nachts häufig aufsuche. Degen erklärte hierzu, daß er abends nicht immer zu seiner Braut gegangen sei, sondern oft im Krug eingekehrt sei, um sich satt zu essen, weil der Pfarrer„seinen Leuten" wenig und schlechtes Essen gäbe. Dieser Behauptung trat der Pfarrer entgegen; niemals hätte sich jemand bei ihm des Essens wegen beschwert. E i n weiterer Zeuge, der Arbeiter Klage, meinte, das Essen beim Pfarrer sei„gerade nicht schlecht". Der entlassene«dritte Mann", Borowski, war auch als Zeuge erschienen. Vor der Vernehmung dieses Zeugen meinte der Vorsitzende des Gerichts:„Sollen wir den„W a h I- inspektor" Borowski auch noch vernehmen?" Als der Angeklagte auf den Zeugen nicht verzichtete, fragte der Vor- sitzende den Borowski spöttisch:„Na, Sie müssen Wahlen inspizieren?" Zur Sache b e st ä t i g t e Borowski, daß es beim Pfarrer wenig und schlechtes Essen gegeben habe. Um saft zu werden, mußte er, Borowski. sich oft Fleisch kaufen. Weisheitsvoll meinte der Vor- sitzende hier wieder zu Borowski:„Sie müssen doch guten Verdienst gehabt haben, wenn Sie sich noch Fleisch kaufen konnte n." Recht scharf legte sich der A m t s a n w a I t ins Zeug, der natürlich Bestrafung des Degen forderte. Häufig brächten Arbeiter bei Streitigkeiten mit ihren Dienstherren als Argument hervor, daß sie schlechtes Essen bekommen hätten. Fast immer aber seien derartige Behauptungen erlogen und e r- f u n d e n. Mit der V e r u r t e i l u n g des Degen zu 10 M. oder 3 Tagen Haft endete die mehr als merkwürdige Ver- Handlung._ Industrie und Landwirtschaft. Eine Dividende von 15 Proz. wirb laut GeneralversammlungS- beschlutz an die Aktionäre der Firma Heye, A. G., Glasfabrik Gerresheim, verteilt. Es ist dieses die bekannte Firma, welche mit Hülfe der Polizei russische Zustände in ihrem Betrieb eingeführt und in Gerresheim das Versammlungsrecht der Arbeiter illusorisch gemacht hat. In der Generalversammlung wurde erklärt, daß der Gewinn noch um V* Million Mark größer gewesen wäre, wenn man nicht die Arbeitslöhne um 10 Proz. hätte erhöhen müssen. Ein Gutsbesitzer von Hymen, der Aktionär des Werkes ist, forderte, daß in Zukunft keine Lohnerhöhung mehr vorzunehmen sei, weil dadurch die Landwirtschaft, welche die hohen(!) Löhne nicht zahlen könne, zu leiden hätte und nicht mehr existenzfähig bleibe. Auch solle die Verwaltung fremde Arbeiter einstellen, weil diese billiger arbeiten; eine Betriebserweiterung wünschte der Agrarier nicht. Die Anträge wurden zurückgewiesen. Denn, so ging aus den Aeußerungen der Direktoren hervor, nur der Not gehorchend, nicht dem eignen Triebe, habe man die Lohnerhöhung vorgenommen. Man habe keine geschickten Glasarbeiter mehr erhalten können und habe eS im Interesse der Gesellschaft gelegen, mehr zu zahlen. Es würden keine 15 Proz. Dividende verteilt werde», wenn die Verwaltung anders gehandelt hätte. Die Landwirtschaft sei zu bedauern, doch sei die Lohnerhöhung eine Notwendigkeit gewesen. Die Löhne der Glasarbeiter sind trotz der zchnprozcntigcn Er- höhung noch sehr miserabel: Einträger erhalten zirka 2 M. pro achtstündige Schicht, und müssen die Arbeiter, tvenn sie existieren wollen, Ueberschichten machen. Dem Herrn Agrarier sind die Löhne aber zu hoch, weil er dadurch gezwungen wird, einige Pfennige Lohn auf seinem Gute mehr zu zahlen. Die 15 Proz. Dividende von dem industriellen Unternehmen für die mühevolle Arbeit, Aktien zu besitzen, steckt er gern ein, doch grollt er über die Löhne, die ihn zu höheren Ausgaben zwingen. Eine„nationale" Schmach ist die agrarische und industrielle Mißhandlung der national wertvollsten Ware, der Arbeitskraft._ Ein ärztlicher„Brauch". Der Arzt Dr. Forschclen aus Huckingen bei Düsseldorf hatte auf Kosten einer Krankenkasse Medikamente aus einer Apotheke bezogen und diese Sachen nicht für Mitglieder der Kasse ver- wendet. Die Leute, auf deren Namen die Rezepte lauteten, bc- fanden sich gar nicht in ärztlicher Behandlung. Der Arzt, welcher sich wegen der Handlungen vor Gericht zu verantworten hatte, be- stritt nichts, sondern erklärte einfach, dies sei vielfach Brauch bei den Aerztcn auf dem Lande. Wohl bestritt der Angeklagte, daß er die Medikamente(Tokayer. Sanatogen usw.) für feine Angehörigen verwandt habe, die Arzneien hätten Versuchszwecken dienen sollen. DaS Urteil fiel gelinde aus: 80 M. Geldstrafe. Der auf dem Lande übliche„Brauch" wurde vom Gericht also doch nicht an- erkannt. Den Vorständen der Krankenkassen rann unter den obwaltenden Umständen cme sorgfältige Nachprüfung der Apothckerrcchnungen nur empfohlen werden. )Ziis Industrie und Kandel 52 Prozent Gewinnstrigerung. Eine Jamrneriade über das Emporschnellen der Bergarbeiter- löhne stimmt auch die Verwaltung der„Konkordia" Bergbau-Aktien« gesellschaft in Oberhauscn an. Die stattgefundenen Lohnsteigerungen beanspruchten eine Mehrausgabe von über 000 000 M. tm Jahre. Wer es so hört, könnte beinahe Mitleid empfinden. Aber woher stammen die Lohnerhöhungen? Daß man mit größerem Recht von einer Mehrbelastung der Arbeit zugunsten des Kapitals reden kann, illustrieren folgende Angaben: Die Zahl der Arbeiter stellte sich im letzten Jahre auf 5175 gegen 4832 im Jahre 1005. In derselben Zeit nahm die Förderung zu von 1 139 495 Tonnen auf 1 420 803 Tonnen, die KokserzeugnugKvon 1801828 auf 266 667 Tonnen, die Teergewinnung von 1 212 840 Kilogramm auf 4 425 530 Kilogramm und die Ammoniakherstellung von 860 000 Kilogramm auf 2 020 000 Kilo- gramm. Die Fabrikation von Ziegelsteinen ging relativ etwas zurück, absolut ist die Erzeugung von 4 470 300 Stück aus 4 662 700 Stück gesttegen. Aber nicht nur der Menge nach, sondern auch dem verkanfswerte nach zeigen die Ergebnisse eine Hinaufcntwickelung. ES schwoll z.B. an der BetricbSgewinn von 2647 821 M. auf 4 025 416 Dt. und anstatt 12 Proz. Dividende wie für 1905 er- halten die schwergeprüften Papierinhaber stir daS letzte Jahr 22 Proz. Dividende. WaS im letzten Jahre im Vergleich zu 1905 aus der ein- zelnen Arbeitskrast herausgeholt wurde, zeigt folgende Zusammen« stellung. ES entfallen auf den Kopf der Belegschaft: Leistung 1905 1006 Gewinne 1005 1006 M. M. Schichten.... 258.1 200,7 Bruttogewinn.. 660,9 904,1 Kohlen.. Tonnen 235,8 274,6 Betriebsgewinn.. 548,0 777,0 Koks.., 37,4 61,5 Reingewmn... 332,1 407.0 Teer.. Kilogr. 251.0 855.2 Dividende... 223.5 382,6 Ammoniak„ 178,0 390.» Tantieme.... 11.3 23,6 Leistungen pro Kopf der Beschäftigten, sowie die pro Paar Hände erzielten Ueberschüsse sind mithin ganz erklecklich gestiegen. Aber das PlnS ist nicht lediglich der erhöhten Schichtenzahl zu danken. Pro Mann und Arbeitsschicht ergeben fich nämlich folgende Resultate: Produktion Roblen Rots Teer Ammoniat Gewinn Brutto erträgnis Lo. 1905 0,91 Zo. Kilogr. 0,14 0,97 Kilogr. 0,68 1,34 M. 2,56 1,28 3,11 1,70 1906 0,94 0,17 2,94 Rutgerswerke- Aktiengesellschaft. Der Aufsichtsrat hat beschlossen, die Berteilung einer Dividende von 9½ Proz. auf das um drei Millionen erhöhte Gesellschaftskapital für das Geschäftsjahr 1906 ( gegen 8 Proz. für das Vorjahr) vorzuschlagen. Der Brutto gewinn pro 1906( einschließlich 45 291 M. Gewinnvortrag) beträgt 8 034 559 m. gegen 2470 207 M.( einschließlich 37 672 M. Gewinnvortrag) im Vorjahre, der Reingewinn pro 1906 beträgt 1 393 429 M. gegen 940 297 M. im Vorjahre. Bom amerikanischen Eisenmarkt. Das Fachblatt Ironmonger" meldet aus Philadelphia: Das Vertrauen ist durch den Beschluß ber Eisenbahngesellschaften, möglichst große Sparsamkeit in den nächsten zwei oder drei Monaten malten zu lassen, erschüttert. Wahrscheinlich ist die außerordentliche Lebhaftigkeit des letzten Jahres an ihrem Ende angelangt. Eisen für Lieferung im zweiten Jahresviertel ist noch fest, darüber hinaus aber die Nachfrage schleppend. Die Schwäche für alle Fertigerzeugnisse schreitet fort. Die Aussichten sind jedenfalls düster. Es wäre ja möglich, daß gute Nachrichten über die Aussichten der Ernte auf die Geschäfte beffernd einwirken könnten; aber die Ansicht bleibt doch vor Herrschend, daß die Lage des Geldmarktes alles verwirrte. Die R. V.- Big." bemerkt dazu:" Dieser recht ungünstige Bericht über den amerikanischen Gijenmarkt verdient um so mehr Beachtung, als bisher gerade der" Ironmonger" am unentwegtesten die größte Bubersicht zur Schau trug. Bortrag.- In der Diskussion, an welcher sich die Genossen| verordneten- Wahlen ebenso gleichgültig gegenüberstand wole Den Reins Giebel, owe, Alt, Thiede, Cohn und Schwarz be- Landtagswahlen. Und doch seien in der Gemeindeverwaltung überschuß teiligten und welche sich im Sinne des Referats bewegte, wurde wichtige Aufgaben zu erledigen. Die Grenze zwischen Berlin und u. a. auch der flaue Versammlungsbesuch kritisiert. Nach Bekannt- seinen Vororten müsse fallen. Je mehr Berlin Kaufmanns- und gabe des Wahlresultats wurde die Versammlung geschlossen. Industriestadt würde, in um so größerem Maße werde das ProleUm 9 Uhr eröffnet Genosse Garn die mäßig besuchte Ver- tariat nach den Vororten gedrängt. Das zwinge uns, für die EinWenn den Aktionären im laufenden Jahre weiter nichts die fammlung der 2. Abteilung. Nachdem die Wahlen der Kandidaten gemeindung der Vororte einzutreten. Redner schilderte dann die Stimmung berdirbt, als die unbefriedigende Lohnentwickelung", zur Verbandsgeneralversammlung erfolgt, erhielt Genosse Th. sanitären Verhältnisse im besitzenden Westen und in dem armen dann dürfen fie im nächsten Frühjahr nochmals sich einer um 50 bisischer das Wort zu seinem Referat. Redner streift die letzte Often. Auch die Befihlosen hätten ein Recht auf gesunde 100 Broz. gesteigerten Dividende erfreuen. Reichstagswahl in furzen Zügen und charakterisiert an der Hand Wohnungen. Nachdem der Referent sich längere Zeit über den der während derselben gewonnenen Einsicht von der Wankelmütig- Bodenwucher verbreitet hatte, beleuchtete er die kürzlich in der keit des Freisinns dessen Haltung im roten Hause. Auch hier Gemeindevertretung biskutierte Wert- und Umsatzsteuer. Auch die zeigt sich der wahre Charakter des Freisinns, dessen Taktik auch in Schulverhältnisse müssen noch bedeutend andere werden, wenn auch der Kommune nur die sei, die schon begüterten Klassen vor allzu anerkannt werden soll, daß sich vieles verbessert hätte. Zum Schluß vielen Steuerlasten zu schützen und diese auf die besiglose Maffe, streifte Genosse Dupont noch das Verhalten der Stadt Berlin zu die schon genug Steuern zu tragen habe, abzuwälzen. Ist doch erst ihren Arbeitern. Es müsse ebenso wie für die Beamten der Stadt fürzlich die Wertzuwachssteuer, die nur eine gerechte Steuer dar- auch für die Arbeiter viel mehr gesorgt werden. Reicher Beifall stelle, von der Mehrzahl der Stadtverordnetenversammlung abge- lohnte dem Referenten. Zur Distussion wünschte niemand bas lehnt worden, während man über die Petitionen der städtischen Är. Wort. Nunmehr verlas der Vorsitzende, Genosse Bieth, bie beiter um Aufbesserung ihrer Lage nur mit lagen Neden hinweg- gewählten Delegierten für Groß- Berlin und schloß die Versamm gegangen sei. Die Fürstenempfänge haben im Laufe der Zeit der lung nach einem längeren Schlußwort und appellierte an die Ge Stadt Berlin 4-4½ Millionen Mark gekostet. Hier könne die nosen, auch die Wahlvereinsversammlungen recht rege zu bes Berliner werftätige Bevölkerung sehen, wozu die Steuergroschen, suchen. Die in der Beusselstraße bei Kirschkowsky abgehaltene Ver die doch zu allererst von ihr aufgebracht werden, verwandt werden. Für die Armenunterstützung seien gegen das Vorjahr 211 000 m. sammlung der 8. Abteilung war fehr gut besucht. Genoffe Richter weniger in den Etat eingestellt. Hier spare man an den Aermsten machte bei Gröffnung den Vorschlag, gleich zur Wahl der Delegierten der Armen. Redner weist an der Hand von Zahlen nach, wie sogar zu schreiten, um während des Referates die Auszählung der bei der Waisenverwaltung der freisinnige Sparsinn sich betätige. Stimmen vorzunehmen, was auch ohne Widerspruch angenommen Eine Aenderung sei nur von der Abschaffung des jetzt bestehenden wurde. Dem Vortrag des Genossen Ewald folgten die AnStommunalwahlrechts zu erwarten, an dessen Stelle das allgemeine, wesenden mit großem Intereffe, und wurde vom Referenten die gleiche und geheime direkte Wahlrecht zu treten habe. Redner ent- reaktionäre Majorität des roten Hauses in scharfer Weise kritisiert. rollt dann ein Bild der Tätigkeit der Sozialdemokratie im roten An der Hand von wohlgefichtetem Material zeigte Genoffe Ewald, Hause und wie der Freisinn hier jedem kulturellen Streben in welcher Weise die zirka 66 Proz. der Hausbefizer, welche zum reaktionär gegenüberstände. An der Diskussion beteiligten sich die größten Teil zu Gegnern der Wertzuwachssteuer zu rechnen sind, es Genossen Halfter und Fiedler. Letzterer fordert zum Aus- berstanden haben, in allen Fällen nur ihre Intereffen zu vertreten. tritt aus der Landeskirche auf. Nach einem Schlußwort des Ge- Auch die Armenpflege, die im Etat um 211 000 M. Heruntergesetzt ist, wurde vom Referenten erörtert. Die weiter vom Referenten Ein Riesendampfer. Der Norddeutsche Lloyd hat bei der Werft noffen Garn erfolgt Schluß der Versammlung. Die Versammlung der 3. Abteilung wurde bei Groterjahn in gemachten Ausführungen zeigten, daß es unbedingt notwendig ist, der Aktiengesellschaft Weser einen großen Passagier- und Fracht der Schönhauser Allee abgehalten. Der Vertreter des 35. Kommunal. bei der demnächst stattfindenden Stadtverordnetenwahl dafür zu dampfer in Auftrag gegeben. Der Dampfer soll ein Deplacement wahlbezirts, Genosse Wurm, referierte über die Tätigkeit im sorgen, daß die reaktionäre Majorität verschwinden muß. Das nun bon 27 000 Tonnen, eine größte Länge von 186 Metern und roten Hause. Redner schilderte die ungerechte Vertretung in diesem mehr verkündete Resultat ergab die Wahl von 24 Delegierten. Maschinen von 15 000 Pferdefräften erhalten. Durch große Breite Parlament. Der Redner stellte ferner die sogenannte Selbstver- In der Versammlung der 9. Abteilung im Cösliner Sof soll eine besondere Geräumigkeit der für 500 Stajüts- und waltung ins rechte Licht. Charakteristisch ist die Tatsache, daß referierte Genosse inte. Derselbe führte aus, daß der Etat der 3000 Zwischendedspaffagiere sowie 400 Mann Besatzung berechneten sozialdemokratische Vertreter in alle Verwaltungen gewählt werden, Stadt Berlin in Einnahme und Ausgabe auf 270 Millionen Wohnräume erzielt werden. Die Fahrgeschwindigkeit des Dampfers nur in die Schulverwaltung hat ein Sozialdemokrat tein Recht balanziere und somit die Tätigkeit der Stadtverordneten eine soll 17 Knoten betragen. gewählt zu werden. Nachdem Redner die kapitalistische Interessen immerhin erhebliche sei. Er kritisierte die Stellungnahme der frei Bodengesellschaft Kurfürstendamm. Die Generalversammlung politit gefennzeichnet, folgte Schluß des beifällig aufgenommenen finnigen Mehrheit im roten Hause, die für eine wirkliche soziale beschloß, aus dem 750 000. betragenden Ueberschuß sofort 300 Vortrages. In der Diskussion wendete sich Genosse Mette gegen Fürsorge nach feiner Richtung hin etwas übrig habe; dies zeige Mart pro Attie zurückzuzahlen. die wirtschaftliche Knebelung der Arbeiter. Genosse Hohenstein sich namentlich beim Armenetat in der durchaus ungenügenden stellte den Eifer der Polizeibehörde in bezug auf Schutz der Festsetzung der Beträge für Almosenempfänger und der Pflegegeld. Arbeitswilligen fest. Nachdem der Vorsitzende das Resultat der Delegiertenwahl mitgeteilt hatte, erfolgte Schluß der Bersammlung. Bei Wilfe in der Brunnenstraße referierte Genosse Leid. Der Umfang der städtischen Verwaltung sei ein so bedeutender, daß man bei einer Berichterstattung über die Tätigkeit der Sozialdemokratie im Roten Hause sich nur auf einige bestimmte Gebiete beschränken deputationen, Kuratorien und Ausschüssen, in denen eine intensive Arbeit geleistet werden müsse. Auf allen Gebieten des fommunalen Lebens sei es die Sozialdemokratie, die die Mehrheit in der Erfüllung sozialer Aufgaben vorwärts dränge und ihr schon manche Ronzeffionen abgerungen, also auch schon erhebliche positive Arbeit geleistet habe; man fönne ein Gebiet nehmen, welches man wolle: das Gesundheitswesen, das Schulwesen, Armenwesen usw. So wichtig nun auch die kommunale Tätigkeit sei, so dürfe nie bergessen werden, daß fie geübt werden müsse vom Standpunkt des sozialdemokratischen Programms. Man dürfe nicht um Erringung eines kleinen Vorteils willen etwa unsere Prinzipien verwässern laffen. Diskussion fand nicht statt. Zum Schluß erfolgte die Betanntgabe der gewählten Delegierten zur Generalversammlung von Groß- Berlin. 116 11 Leonhard Ties Att.- Ges. in Köln. Bei 1163 311 M.( 1905 752 906 M.) Abschreibungen stellt sich der lehtjährige Reingewinn auf 1105 923 M.( 907 242). Die Dividende wird in Höhe von 7 Broz.( 6 Prog.) vorgeschlagen. Ueberschüsse der preußischen Staatsbahnen. Der Ueberschuß der preußischen Staatseisenbahnen nach Ver- müsse. Der Schwerpunkt der Tätigkeit liege in den Verwaltungszinfung der Eisenbahnschuld betrug in Mill. Mart: 1882 42,4 1895 • 1883 35,8 1896 1884 45,5 1897 1885 35,2 1898 1886 67,6 1899 1887 109,0 1900 259,0 306,5 330,0 351,2 384,2 896,3 1888 133,1 1901 1889 156,0 1902 1890 115,5 1908 1891 99,1 1904 1892 118,8 1893 1905 1906 356,7 387,4 465,7 492,6 503,5 565,2 1894 162,8 171,5 Bon 1882 bis 1906 beläuft sich der Ueberschuß auf 6080,7 Bericht des Genossen A. Bernstein über„ Die Tätigkeit unserer Millionen Mart. Ronkurrenzkämpfe der Needer. fäße für Kinder, des weiteren in der Verweigerung der Mittel für Entsendung von Lungenkranken in Heilstätten. Ferner wies der Redner auf die ungenügende Bezahlung der im Dienste der Stadt beschäftigten Arbeiter hin, sowie auf die Zustände unserer Kranten häufer, auf die notorische Schulnot, welche der Kommunal- Freifinn verschuldet, und schloß unter dem Beifall der Versammelten mit der Aufforderung, für die Wahl sozialdemokratischer Vertreter im roten Hause mehr wie bisher tätig zu sein. Genoffe Bringmann äußerte sich im Sinne des Referenten. Nach einem kurzen Schlußwort des Vorfißenden hatte die Versammlung ihr Ende erreicht. Arbeiter- Sängerbund. Aus der letzten Ausschußsibung ist mitzuteilen, daß die Vereine, welche sich am Provinzial- Sängerfest in Brandenburg( Havel) zu beteiligen gedenken, ihre diesbezüglichen Meldungen mit der Angabe, ob die Vereine des Abends oder des Morgens zu fahren gedenten, an Sangesbruder Bartel, Berlin N., Brunnenstraße 95, schnellstens zu übermitteln haben. Gesungen werden in Brandenburg folgende Lieder:" Festgesang" ( Sturz). Mutterherz"( Handwerg)," Dem Lenz entgegen"," Nun leb' wohl du fleine Gasse"," Frühlingsstürme"," Marseillaise". Bezüglich des Sängerfestes in Weißensee beschließt der Ausschuß Die Mitglieder der 5. Abteilung nahmen bei Mothes den außer dem Gesamtchor auch einzelne fleinere Chöre, zusammen. gefeßt aus Vereinen, die denselben Dirigenten haben, zur MitFraktion im roten Hause" entgegen. Anknüpfend an die letzten wirkung auzulassen und sind die dementsprechenden Meldungen in Debatten der Stadtverordnetenfißung entrollte der Redner ein der nächsten Ausschußsizung mit Angabe von je zwei Liedern dem interessantes Bild über die positiven Bestrebungen unserer Genossen Borstand zur Kenntnis zu bringen. Der Gesamtchor singt folgende speziell auf dem Gebiete der Tuberkulosebekämpfung, der Gin Lieder: Nicht berzagt"," Sturm"," Arbeitsmann"," Marseillaise", dämmung der Kindersterblichkeit, der Schularztfrage, des Kranken- Untreue"; leßteres Lied wird den Vereinen demnächst zugestellt hauswesens, der Waisen, der Fürsorge- Erziehung usw. Ueberall werden. Der Ausschuß macht wiederholt darauf aufmerksam, daß aufgeigend, wie die Sozialdemokratie bestrebt sei, auf allen diefen er an dem Beschluß:" Bundesvereine dürfen mit den dem ArbeiterGebieten für durchgreifende Verbesserungen zu sorgen, aber auch Sängerbunde nicht angehörenden Vereinen nicht zusammen singen", wie geringfügig die Erfolge seien. Redner führte dies auf die Bu- unbedingt festhält und haben die dem entgegenhandelnden Vereine sammenseßung der Stadtverordneten, auf das Dreitlassenwahlsystem die Konfequensen zu tragen. Eine längere Aussprache zeitigte zurüd. Selbst wenn man in bürgerlichen Kreisen von der Not- die vor kurzem von privater Seite gegründete Chorführer- Schule" wendigkeit bestimmter Forderungen überzeugt sei, so verschanze refp. die von dem Leiter derfelben arrangierten Prüfungs". man sich hinter der finanziellen Unmöglichkeit. Und dieser wäre Konzerte. Hierbei wurde verschiedentlich mißfällig auf das Ge doch abzuhelfen, wenn man nur den ernstlichen Willen hätte, die schäftsmäßige dieses Unternehmens hingewiesen und der Wunsch - Vereinigt starken, leistungsfähigen Schultern zu belasten und gewisse In- geäußert, sich demgegenüber reservierter zu verhalten. ftitutionen wie die Straßenbahn zu verstadtlichen. Dem mit Bei- haben sich die Vereine„ Waldkapelle"," Bleibtreu" und„ Urban" zu fall aufgenommenen Vortrag folgte eine furge Distuffion im einem Verein, der den Namen" Union" führt. Ebenso die Vereine Sinne des Referats, in der auch namentlich die unentgeltlichkeit der Frohsinn II" und" Freiheit II"( Adlershof), diese führen jekt den Behrmittel für die Schulen verlangt wurde. Nach der Aufstellung Namen Frohsinn II"( Ablershof). von zwanzig Delegierten zur Generalversammlung Groß- Berlins ermahnte der Vorsitzende Matschte zum weiteren Ausbau der Organisation und zur Agitation für unsere Presse. Mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie wurde die nicht übermäßig besuchte BerWie englische Blätter berichten, stehen Konkurrenztämpfe alvischen englischen und deutschen und zwischen englisch- amerikanischen und deutschen Schiffsgesellschaften bevor. Es handelt sich erstens um den atlantischen Bassagierverkehr und zweitens um den amerikanisch- australischen Frachtverkehr. In den atlantischen Konturrenztampf sollen die englische Cunard- Gesellschaft und die deutsche Hamburg- Amerita- Linie eintreten. Der Hafen dec CunardLinie und der White- Star- Linie war bislang Liverpool, während die deutsche Linie Southampton benutzte, wo lettere aus dem engs lisch- amerikanischen Passagiervertehr große Vorteile zog. Die White- Star- Linie( englisch- amerikanisch) beschloß vor einiger Zeit, ihre Dampfer nach Southampton zu übertragen, und jetzt will ihr auch die Cunard- Linie( englisch) mit zwei neuen Brachtdampfern, Lufitania" und" Mauretania" nach Southampton folgen, um auf diese Weise den deutschen Linien den englisch- amerikanischen Baffagierverkehr zu entziehen. Für Passagiere nach und von London ist Southampton entschieden besser wie Liverpool. Herr Ballin foll aus diesen Gründen mit einer Herabfeßung der Fahrpreise gedroht haben. Es scheint, daß die englische Regierung Maßregeln ergreifen wird, um beim Ausbruche des Reederkrieges den englischen Linien beizustehen und ihren Verkehr wenigstens in ſammlung geschlossen. britischen Häfen zu sichern. " Hus der Frauenbewegung. In der Norddeutschen Brauerei fand die Versammlung für die Die Einführung des kommunalen Frauenwahlrechts in Dänemark Dann steht ein Frachtkrieg zwischen den englisch- amerikanischen 6. Abteilung statt, die sich zuerst mit der Wahl der Delegierten zur scheint nun sicher bevorzustehen. Zwar wird die allgemeine Reform Linien einerseits und der Hansa- Gesellschaft und der deutsch Groß- Berliner Generalversammlung, deren die Abteilung 20 zu des tommunalen Wahlrechts, die u. a. den Frauen das Wahlrecht australischen Geſellſchaft andererseits um den englisch- australischen wählen hat, beschäftigte. Alsdann hielt Genoffe Borgmann bringen foll, in dieser Session des Reichstags nicht mehr zustande Frachtverkehr bevor. Dieser Verkehr wird gegenwärtig von einigen einen Vortrag über:" Die Tätigkeit der Sozialdemokratie im roten tommen, doch haben die reaktionären Parteien des Landsthings 84 mal im Jahre besorgt. Die englischen Linien haben 19 Touren, gab der Redner in kurzen Umrissen ein Bild von der umfangreichen gegeben. Nur ein Landsthingsmann, der achtzigjährige frühere Minister die amerikanischen 15. Nun verlangen die beiden genannten Tätigkeit, die unsere Vertreter im Stadtparlament entwickelt haben estrup tämpft noch immer dagegen an. deutschen Linien je 4 Touren. Eine der englischen Linien, die und weiter entwickeln werden. Er zeigte dabei, welche gemeine Lüge Daß die kommunale Wahlrechtsreform in diesem Punkt soweit Thzer- Gesellschaft, schloß sich nun den deutschen Linien unter der es ist, wenn behauptet wird, die Sozialdemokratie treibe nur gebiehen ist, das ist nicht das Verdienst der Regierungspartei und Firma„ United Tyzer Line"( Vereinigte Tyzer- Linie) an und ihr negierende Politik, während es die Regierung selbst sei, die eine ihrer Minister. Der Minister war bereit, sich mit Erwägungen über Dampfer Trautenfels" soll am 20. April von New York nach positive Mitarbeit unserer Vertreter verhindert. Auch zeigte Rebner, das Frauen- und Dienstbotenwahlrecht zu begnügen. Als die Australien in See gehen. Selbstredend hat die neue Firma die welche erbärmliche Rolle der Freifinn im Stadtparlament spielt, Sozialdemokraten dagegen protestierten, wurde ihnen vorgeworfen, Frachten herabgesetzt und die englisch- amerikanischen Linien werden wo er nur die Interessen einer kleinen Gruppe von Hausbefizern fie wollten nur der ganzen Wahlrechtsreform Hindernisse bereiten. ihr varin folgen müſſen. Die Kosten werden die englischen Kauf- und Unternehmern vertritt, welche dank der Städteordnung in der Run zeigt es sich, daß das prinzipientreue Festhalten unserer Genossen leute zu tragen haben, da die amerikanisch- australischen Frachten Stadtverordnetenversammlung die stärkste Vertretung haben. Am an der Forderung des Frauen und Dienstbotenwahlrechts doch zum Schluffe feines interessanten Vortrages berührte Redner auch die Erfolge führt. billiger sein werden als die englisch- australischen. bevorstehende Ersabwahl im 39. Kommunalbezirk und betonte, daß es jetzt darauf antomme, den Einfluß, den die Sozialdemokratie im roten Hause habe, zu erhalten und zu vermehren. Es folgte nun die Aufstellung des Kandidaten zur Stadtverordnetenwahl, wozu, wie schon gemeldet, Genosse Adolf Ritter vorgeschlagen und einstimmig gewählt wurde. In seiner Ansprache dankte Genoffe Ritter für das Vertrauen, das ihm entgegengebracht worden und versprach, falls er gewählt würde, die sozialdemokratischen For derungen mit allem Nachdrud im Stadtparlament gu bertreten. Nachdem der Vorsitzende Genosse Dahms die Anwesenden zu reger Mitarbeit bei der jezigen Wahl aufgefordert hatte, schloß er die gutbesuchte Versammlung mit einem Hoch auf die internationale, völkerbefreiende Sozialdemokratie, in das die Anwesenden begeistert einstimmten. low on Verfammlungen. Sechster Wahlkreis. Für den Wahlverein des sechsten Berliner Reichstagswahl. freises waren am Dienstag 11 Bersammlungen einberufen worden, in denen die Wahl der Delegierten für die Generalversammlung von Groß- Berlin erfolgte. Versammlungen- Beranstaltungen. Reinidendorf- Dft. Mittwoch, den 3. April, 8% Uhr, bei Gründer, Hoppestraße 24, Vortrag des Fräulein Regina Krauß über; " Die Frau im Grwerbsleben". 10119 Eingegangene Druckfchriften. Berger. Sozialhygienischer Nüdolid und Ausblid 1907. B. Stonegens Der Besuch der Bersammlung der 1. Abteilung, die bei Obligo Berlag, Leipzig. in der Schwedterstraße stattfand, ließ leider zu wünschen übrig. Jahresbericht des Arbeiterfekretariats und des Gewerkschaftskartells Ueber Die Tätigkeit der Sozialdemokratie im roten Hause" für Bielefeld und Umgegend 1906. 48 Selten. Selbstverlag. Uneheliche Mütter. Von Dr. med. Mar Marcuse. Großstadt referierte der Genosse Schubert. Rebner fritisierte nach einem Rückblick auf die Geschichte unserer Beteiligung an den StadtverDokumente".) Breis 1 M. Verlag von Hermann Seemann Nachfolger, Die Mitglieder der Abteilung 7 hatten sich in Peters Gesell Berlin NW. 87. ordnetenwahlen die Klassenwahleinteilung und das Hausbesitzer- schaftssälen", Moabit, bersammelt. Bevor zum 1. Punkt der Die entblößte Schande der gelben Gewerkschaft im Bädergewerbe pripileg und schildert darauf das Wirken der Vertreter der Ar- Tagesordnung geschritten wurde, fand der 3. Punkt seine Er- und ihrer Bäter und Ammen aus dem Innungslager von Karl Heßschold. beiterschaft, besonders auf dem Gebiet der Volksschule, des Armen- ledigung insoweit, als die Kandidatenlisten zur Wahl der De 109 Seiten. Berlag: D. Almann, Hamburg, Besenbinderhof 57. Werde Gesund! Beitschrift für Bolksgesundheitspflege. Heraus wesens, der Waisenverwaltung, des Krankenhauswesens und der legierten zur Verbands- Generalversammlung Groß- Berlins ein Verkehrpolitik. Nicht nur im Reich, sondern auch in der Kommune gesammelt wurden. Zu diesem Zwecke wurde die Versammlung geber: Dr. med. G. Liebe. 3. Heft. Monatlich ein Heft. Bierteljährlich haben wir jederzeit positiv mitgearbeitet. Unsere nächste Aufgabe auf fünf Minuten vertagt. Nach Wiedereröffnung erhielt der 75 Pf. Berlag: Th. Serische in Erlangen. Karl Bleibtreu: Preußen gegen Europa, Friedrich der Große 1757 müsse sein, alles daranzusehen, damit die ganze dritte Wählerklaffe Genosse Stadtverordneter P. Dupont zum 1. Punkt der Tagesin unsere Hände komme. Mit den Worten von Marg:" Die Be- ordnung als Referent das Wort: Da die Begeisterung zu den 3,50 Berlag von Georg Stille, Berlin NW. 7. freiung der Arbeiterklasse fann nur das Wert der Arbeiterklasse Stadtverordneten- Wahlen nicht eine foe fei wie zu den Reichs- mann sen. Verlag: Ernst Uhlmann, Dresden, Bettinerstraße 35. Preis Chriftus, seine Person und seine Lehre. Von Ernst Dswald Uhl selbst sein!" schloß der Redner seinen mit Beifall aufgenommenen tagswahlen, läge daran, daß die Partei jahrzehntelang den Stadt- 1 Mart Dev Osterhase bringt Jedem umsonst& portofrei eine solche Dose mit ff. Bielefelder Knusperchen Stratmann@Meyer. Knusperchen- fabrik Bielefeld bei Einsendung von 50 Gutscheinen von Dr.Crato Backpulver Puddingpulver etc. Generalvertreter für Berlin: Alfred Hirsch, W. 30, Augsburgerstr. 1. Telephon Amt VI, No. 5737. Diese Woche verkaufen wir soweit Vorrat, daher seltenste Gelegenheit für Herren jeden Standes, zu Preisen wie solche enorm billig aus feinsten Massstoffen gefertigte letzter Saison, zurückgesetzto, moderne hochvornehmo HerrenAnzüge Paletots deren sonstiger Masspreis 40-70 M. ist, jetzt 18-38 M. Gebrockanzüge, Hosen, Regenmäntel spottbillig. Täglich, Sonntag geöffnet. Deutsches Versandhaus. Jägerstr. 63. 1 Treppe. Lichtenrade 20 Pf.- Tour! OR 20 M. verkauft Eigentümer Paris, Berlin, Graunstr. 27, Ede Gleimstr. Auch bei monatl. Raten von 40-50 m. Achtung! Maurer! Achtung! Zimmerer! Banhülfsarbeiter! Deutscher Buchbinder- Verband. Zahlstelle Berlin. Allen Mitgliedern die traurige Nachricht, daß unser treues Mitglieb, die Kartonarbeiterin Berta Radnick geb. Bielicke Den Mitgliedern der hier angezogenen Organisationen zur Kenntnis, daß auf Grund gegenseitiger schriftlicher Vereinbarung zwischen dem Verband der Baugeschäfte einerseits und obigen Organisationen andererseits der bisherige Tarifvertrag über den 1. April 1907 hinaus solange in Gültigkeit bleibt, bis entweder die Verhandlungen zum definitiven Abschluß eines neuen Tarifvertrages geführt haben, oder bis die Verhandlungen von einer freitag, den 29. d. Mts., nachder Parteien schriftlich für abgebrochen erklärt worden sind. am 26. März verstorben ist. Ehre ihrem Andenken! Die Beerdigung findet am Kar mittags 21 Uhr, auf dem Friedhof der Bartholomäus Gemeinde in Weißensee, Faltenbergerstraße, Wir ersuchen die Mitglieder, streng nach den bisher geltenden tarif- tatt lichen Bestimmungen zu handeln. 254/9 Zentralverband der Maurer. 3. 2.: Emil Thöns. Bentralverband der Zimmerer. 3. A.: w. witt. Zentralverband der baugewerbl. Hülfsarbeiter. 3. A.: W. Kribow. Verein der Zimmerer Berlins u. Umgegend. 3. a.: A. Juppenlatz. Orts- Krankenkasse Pankow Deutscher Metallarbeiter- Verband Montag, den 8. April 1907, im Restaurant Roczycky Arbeitsnachweis: Verwaltungsstelle Berlin. Hauptbureau: Hof III. Amt 3, 1987. zu Bankow, Kreuz- Straße 3-4: Hof I. Amt 3, 1239. Charitéstraße 3. W Bahlreiche Beteiligung erwartet Die Ortsverwaltung. 23/8 Deutscher Holzarbeiter- Verband Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Kollege, Tischler Otto Kirchhoff am Dienstag, den 26. März, verstorben ist. am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Sonnabend, den 30. März, nach mittags 2 Uhr, von der Halle des Gemeindefriedhofes in Fried Allgemeine Versammlung. Dienstag, den 2. April( 3. Osterfeiertag), richsfelde aus statt. Tages- Ordnung: Wahl der Delegierten für die Periode 1907/09(§ 51 des Statuts). a) 100 Kaffenmitglieder, b) 50 Arbeitgeber. Die Wahl findet getrennt für Kaffenmitglieder und Arbeitgeber und zwar: für die Kaffenmitglieder von 7 bis 10 Uhr abends und für die Arbeitgeber von 9 bis 10 Uhr abends statt. Zu dieser Verfammlung werden vormittags 10 Uhr: Allgemeine Versammlung der Drahtarbeiter Berlins n. Umgegend in Graumanns feftfälen, Naunynstr. 27. Tages Ordnung: 1. Beschlußfaffung über unsere weitere Stellungnahme. Referent: Rollege Handke. sämtliche Kaffenmitglieder und Arbeit. 1. Beschlußfaffung über unsere geber, soweit dieselben großjährig und im Befiz der bürgerlichen Ehrenrechte find, eingeladen. Die Kassenmitglieder 2. Diskussion. haben sich durch Borlegung ihres vom Arbeitgeber abgestempelten Quittungsbuches, die Arbeitgeber, soweit sie nicht persönlich bekannt, durch Vorlegung der letzten Beitragsnota zu legiti mieren. Bankow, den 25. März 1907. Der Vorstand 271/17 der Orts- Krankenkasse Pankow. Hoffrichter, Vorsitzender. Kranken- und Sterbekaffe aller gewerblichen Arbeiter für Schöneberg u. Berlin ( E. H.-K. 115.) Sonntag, den 7. April 1907, vormittags 10 Uhr, im Lokale des Hrn. Obst( Tunnel), Meiningerstr. 8: Außerordentliche Generalversammlung. Tagesordnung: 1. Statutenberatung. 2. Berschiedene Kassenangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimiert. Um pünktliches Erscheinen der Mitglieder ersucht 288/ 12* Der Vorstand. Jeder Herr!! ist verpflichtet, mein Angebot zu prüfen! Da mit dem 1. April unser bisheriger Tarif abläuft, so müssen wir uns über unser weiteres Verhalten schlüssig werden. Es ist daher Pflicht eines jeden Drahtarbeiters, nach der Versammlung zu kommen. Db alt oder jung, keiner darf fehlen. 115/19 Die Ortsverwaltung. Verband der Isolierer u. Steinholzleger Berlins und Umgegeud. Abteilung I: Isolierer. & reitag, den 29. März( Karfreitag), nachmittags 2½ Uhr, bei Patt, Dragonerstr. 15: Außerordentliche Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 288/17 1. Wie stellen sich die Kollegen zur Siebenten Konferenz der Isolierer und Steinholzleger Deutschlands? Wahl der Delegierten. 2. Wie verhalten sich die Stollegen den Ünternehmern gegenüber betreffs unseres Arbeitsnachweises? 3. Verbandsangelegenheiten. Der hochwichtigen Tagesordnung wegen ist es Pflicht eines jeden Kollegen, zu erscheinen. Der Vorstand. Tischler- Verein zu Berlin. ( E. H. 89.) Sonnabend, den 30. März, abends 8½, 1hr, Melchiorstr. 15: Versammlung. Bereinsangelegenheiten. Der Vorstand. Sonntag, 31. März( 1. Osterfeiertag), in Kliems Festsälen, Hafenheide 13/15: Familien- Unterhaltungsabend. Konzert, Theater, Ball. Anfang 6 Uhr. Billetts a 30 Pf. bei den Herren Lippte, Solmsstr. 39, Jde, Wrangel straße 94, Kühn, Gräfestr. 70, und allen Vorstandsmitgliedern zu haben. Um rege Beteiligung ersucht ( 198/8) D. O. S. Littmann Segler- Schloß- Hankels Ablage. Kein Kaufzwang. Zentrale für Herren- u. Knaben- Moden nur No. 2 Granienstraße nur No. 2 nahe Station Hochbahn Oranienstraße. Feine Sommer- Paletots Elegante Herren- Anzüge Feine Herren- Anzüge. . Ich offeriere: von Mk. 11,50 an " 10,50 " 99 29 99 12,00 29 Solide 1- und 2 reihige Herren- Anzüge. Elegante Kammgarn- Anzüge " " 14,50 95 29 " 16,50 23 Hochfeine Rock- Anzüge, 1- u. 2reibig. 22,50 99 29 99 10,75 5,50 27 99 19 Feine Burschen- Anzüge 5,75 99 99 Elegante Herren- Stoffhosen. " 99 2,50 37 Schöne Knaben- Anzüge für jedes Alter Elegante Radfahr- Anzüge 93 " 99 3,50 12,50 99 Hochfeine Einsegnungs- Anzüge Elegante Stoff- Jacketts 12 12 Anzüge sowie Paletots für extra korpulente Herren in großer Auswahl vorrätig von 18,50 Mk, an. 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Um zahlreiche Teilnahme ersucht Die Ortsverwaltung der Filiale Berlin des ZentralVerbandes der Stukkateure. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes, des Gastwirts Bernhard Jarosch sage ich hiermit allen Freunden und Bekannten, insbesondere den Mitgliedern des 4. Berliner Reichstags: Wahlkreises sowie dem Berbande der freien Gast- und Schankwirte Deutschlands meinen herzlichen Dant. 2511b Emilie Jarosch. Danksagung. Für die innige Teilnahme und die vielen Kranzspenden bei der Beerdigung meines lieben Mannes, unseres unvergeßlichen Baters, des Zimmerers Rudolf Behm fagen wir allen Verbandsgenossen und Arbeitskollegen sowie allen Bekannten unseren tiefgefühltesten Dank. 2491b Witwe Behm und Sohn. Danksagung. ür die vielen Beweise herzlicher Seilnahme und die schönen Stranz spenden bei der Beerdigung meines lieben, unvergeßlichen Mannes Franz Wieland sage ich allen Freunden und Bes tammten, besonders den Kollegen bom Sozialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Stralauer Viertel. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Genosse Friedrich Schulz ( Memelerstraße 68) gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute, Freitag, nachm. 3 Uhr, von der Leichenhalle des Friedhofes in Wilhelmsberg aus statt. 243/13 Der Vorstand. Sozialdemokratisch. Wahlverein des 6. Berliner Wahlkreises. Todes- Anzeigen. Am 24. d. M. berstarb unser Mitglied, der Arbeiter Bruno Meusel, Rostoderstr. 42. Am 26. d. M. verstarb unser Mitglied, der Arbeiter Max Müller, Prenzlauer Allee 40. Ehre ihrem Andenken! Die Beerdigung des Genossen Meusel findet heute, Freitag, nachmittags 4 Uhr, von der Halle des Lichtenberger Friedhofes aus statt. Die Beerdigung des Genossen Müller findet heute, Freitag, nachmittags 42 Uhr, von der Halle des Georgen- Kirchhofes in Weißensee aus statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht Der Vorstand. Den früheren Kollegen zur Nachricht, daß unser Kollege Max Müller am Dienstag verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Kar freitag, nachmittags 4, Uhr vom Georgenkirchhof in Weißensee, Rölkestraße aus statt. Die Kollegen and Kolleginnen der Piano- Mechanikfabrik H. Beetz. Verein der Droschkenführer Berlins und Umgegend. Mitgliedschaft IV des Zentralverbandes der Handels-, Transport- und Verkehrsarbeiter. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied Ernst Schultze am Montag, den 25. März verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung desselben findet heute, Freitag, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Georgenfirchhofes, Landsberger Allce aus ftatt. 71/3 Um zahlreiche Beteiligung er fucht Die Ortsverwaltung. Verein der Droschkenführer Berlins und Umgegend. Mitgliedschaft IV des Zentralverbandes der Handels-, Transportund Verkehrsarbeiter. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied Fuhrberen Erpel, dem Rauchflub Wilhelm Eckloff „ Osten I", Sem Verein deutscher Seutscher und dem Verein Berliner Droschfenführer meinen aufrichtigen und herzlichen Dank. Wwe. Pauline Wieland 43872 geb. Seidel. Großer Oster- Serien- Verkauf!! in zu nie dagewesenen billigen Preisen, weit mehr als die Hälfte unter regulärem Wert einfach neuester, modernst schickster, indah Damenkonfektion. Sehr reichhaltige Auswahl, herrliche Piecen, wahre Prachtstücke für alle, auch allerstärkste Figuren. Orig. Modelle, Reisemuster und Cop. in Frauenmänteln, Kostümen, Jacketts, Röcken, Blusen, Lift Bojs, Einsegnungskleidern etc. in feinster Ausführung, besten Stoffen und Zutaten. Tailor made Abteilung. Bitte die verehrlichen Damen, meine Auslagen über neueste Moden bei außergewöhnlich billigen Preisen zu besichtigen. 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Lebensjahre erfolgte Hin scheiden unseres unvergeßlichen Baters, Großvaters und Schwieger vaters, des Webermeisters und 25236 Fachschullehrers Hermann Wolff mit der Bitte um stille Teilnahme anzuzeigen. Berlin, Lindenstraße 84, den 27. März 1907. am Die Beerdigung findet Sonnabend, den 30. März, nachm. 4 Uhr, von der Leichenhalle des St. Georgen- Kirchhofes, Landsberger Allee aus ftatt. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes, Bruders, Schwagers und Onkels, des Werkmeistes Hans Ohström fagen wir allen Teilnehmern unseren 25176 innigsten Dant. Ober- Schöneweide. Die trauernde Witwe Franziska Ohström. 2. Geschäft: O., Gr. Frankfurterstr. 115, a. d. Andreasstr. Bitte genau auf Firma u. Hansnummer zu achten! 2. Feiertag geöffnet 8-10 und 12-2 Uhr. Berantwortlicher Redakteur: Hans Weber, Berlin. Für den Anferatenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Baul Singer& Co., Berlin SW. Nr. 75. 24. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Opfer des Bergbanes. Massenimport fremdländischer Arbeiter. Mit unheimlicher Schnelle wachsen die Unfallzahlen an. Und hervorragenden Anteil an dieser Höherentwickelung hat der Bergbau. Es wurden z. B. Unfälle gemeldet in der Sektion II( Bochum) der Knappschaftsberufsgenossenschaft: 1885/86 7 885 1887 8476 1893 15 726 1894 16 205 1900 28 020 1901 33 526 1888 9 062 1889 9 361 1890 10 885 1895 16 814 1896 1897 19 702 1902 33 633 18 156 1903 13 632 37 026 1904 40 355 1905 41 096 1906 44 267 1891 1892 13 896 1898 20 950 1899 23 964 Freitag, 29. März 1907. beit habe gehen lassen, daß aber keiner der im§ 123 der Ge- hob jedoch das landgerichtliche Urteil auf und sprach den Angeklagten werbe- Ordnung aufgeführten Entlassungsgründe vorliege. frei. Gs erklärte jene Polizeivorschrift für ungültig und ging Hier würde nur in Betracht kommen der Grund einer„ be- dabei von folgenden Erwägungen aus: Auf Grund des§ 6 zu a und harrlichen Verweigerung der Arbeit". Eine solche fönnte vorschriften nur innerhalb der Grenzen des§ 10 II 17 des Auge c bis i und des§ 12 des Polizeiverwaltungsgesetzes fönnten Bolizei darin gefunden werden, wenn jemand mit Absicht erheblich meinen Landrechtes erlassen werden, also zur Erhaltung der langsamer als nötig auch dann noch arbeite, nach öffentlichen Ruhe, Sicherheit und Ordnung und zur Abwendung dem er in ernsthafter Weise wiederholt angetrieben der dem Publikum oder einzelnen Mitgliedern desselben bevorworden sei. Dafür fehle hier indessen der Nachweis. Ein stehenden Gefahren"." Erhaltung der Ruhe" bedeute hier nicht einmaliges Aufmuntern genüge nicht. etwa Schutz des Publikums gegen störende Geräusche, sondern Verhütung von Unruhen, wie auch das Oberverwaltungsgericht ausgesprochen habe. Gewiß könne durch nächtliches Segelschieben auch das Wohlbefinden der Nachbarn geschädigt werden, indem sie in der Gleichwohl fönne nicht eine nächtlichen Ruhe gestört würden. Polizeiverordnung gegen den Lärm einschreiten, weil die Strafbar. feit der Belästigung des Publikums durch Erregung von Lärm durch§ 360 Nr. 11 des Strafgesetzbuches erschöpfend geregelt sei, foweit nicht reichsgesehlich andere Vorschriften gegeben oder zuge lassen seien. Für die Polizeiverordnung sei deshalb neben dem § 360 Nr. 11 des Reichs- Strafgesetzbuches fein Raum. Sie wäre fomit ungültig. Aus dieser Entscheidung sei nun aber nicht der Schluß zu ziehen, daß nun die ganze Nacht gefegelt werden dürfe. Es könne jeder einzelne Stegler auf Grund des§ 360 Biffer 11 des Reichs- Strafgesetzbuches bestraft werden, wenn festgestellt würde, daß er ungebührlicher Weise ruheftörenden Lärm erregt". Daß solch Lärm hier vorgekommen sei, wäre nicht festgestellt, so daß ohne Rückverweisung sogleich auf Freisprechung des Angeklagten erkannt werden könne. Haftet der Wagenführer stets wegen schnellen Fahrens? Ueber diese Frage hat sich das Kammergericht zu Berlin infolge eines Rechtsstreits des Schriftstellers G. gegen den Dr. R. eingehender ausgelassen. Beide fuhren in dem Fuhrwerk des R., das auch von diesem gelenkt wurde, am 24. Juli 1903 gegen 8 Uhr abends von Hundekehle bei Berlin über den Kurfürstendamm nach der Corneliusbrücke. Auf der Brücke kam das Pferd des R. zu Fall und wurde G. infolge des Rudes aus dem Wagen geschleudert, wobei er sich erhebliche Verlegungen zuzog. G. flagte nun gegen den St. auf Schadenersaß, weil dieser an der fraglichen Stelle, wo die Straße etwas ansteige und eine Kurve mache, viel zu schnell gefahren sei und das Pferd in losem Bügel habe laufen lassen. Hinzuzufügen wäre noch, daß das Oberverwaltungsgericht einzelne polizeiliche Verfügungen für konkrete Fälle( nicht zu ver wechseln mit Polizeiverordnungen) dann für zulässig erachtet hat, wenn sie durch Gebote oder Verbote die Beseitigung von solchen Geräuschen erstrebten, durch welche dem Bublifum auf Stoften feines Wohlbefindens die Nachtruhe in so erheblichem Maße entzogen würde, daß eine Gesundheitsgefahr sich feststellen ließ. Auf annähernd eine halbe Million beläuft sich demnach die Zahl der Unfallverlegten allein im rheinisch- westfälischen Bergbau. Allerdings ist im Laufe der Jahre auch die Belegschaft gewachsen, aber nicht in derselben Progression wie die Zahl der Unfälle. Es ergeben sich nämlich Unfälle pro 1000 Versicherte, rund 76 im Jahre 1885/86, 108 im Jahre 1895 und 166 im Jahre 1906. Das ist ohne Zweifel ein erschrecklich starkes Anwachsen der Unfälle. Die Ursachen Das Landgericht I zu Berlin veranstaltete eine umfangreiche dafür haben wir des öfteren auseinandergesetzt. Aber an- Beweisaufnahme und kam hiernach zu der Ueberzeugung, daß der scheinend steht die Regierung so sehr unter der Botmäßigkeit Beklagte nicht mit übermäßiger Schnelligkeit gefahren sei. Das der Kohlenmagnaten, daß die erschütternden Katastrophen Fahren mit losem Zügel hatte der Beklagte unter Eid in Abrede ebensowenig wie die unheimliche Zunahme der Unfälle sei gestellt. Er gibt zu, in schlankem Trabe gefahren zu sein, will aber dazu bewegen kann, zum Schuße der Bergarbeiter energische die Bügel fest in der Hand gehabt haben. Auch habe Kläger, der Maßnahmen zu ergreifen. Und die Gefahren im Bergbau er- Sachverständiger sei, das Fahren nicht gerügt, und sei mit der höhen sich außer aus technischen Gründen auch aus Fahrt, die ohne jede Vergütung stattfand, einverstanden gewesen. dem Grunde, daß fortgesetzt große Scharen aus der Ferne Das Landgericht tam infolgedessen zur Abweisung des Klägers. Letterer hatte gegen dieses Urteil Berufung eingelegt und Ein Selbstmordversuch im Kriminalgerichtsgebäude Herangeholter Neulinge eingestellt werden, die nicht nur der Kenntnis der deutschen Sprache ermangeln, sondern auch von einen Falscheid des Beklagten behauptet, sowie dafür Sach- erregte gestern bormittag daselbst gewaltige Aufregung. Vor der den besonderen Gefahren der Bergarbeit keine blasse Ahnung verständigenbeweis angeboten, daß ein Pferd, das fest im Bügel 3. Straftammer des Landgerichts Berlin III hatte sich der Arbeiter haben und darum leicht durch Üntenntnis Unglüdsfälle für gehalten werde, gar nicht fallen tönne. Das Rammergericht zu Josef Scharf wegen Diebstahls im Rüdfalle zu verantworten. sich und dritte herbeiführen können. Die größte Sicherung Berlin lehnte die weiteren Beweisanerbieten ab und erkannte auf Der Angeklagte, ein in den besten Jahren stehender verheirateter auch gegen diese Gefahr böte die Anstellung von Arbeiter- Burückweisung der Berufung. In seinen Entscheidungsgründen Mann, war in einer technischen Fabrik in der Müllerstraße beKontrolleuren. Die Einführung dieser von den Arbeitern schon führt das Berufungsgericht unter anderem aus:„ lleber die schäftigt und hatte sich einige Kupferabfälle von nicht sehr bedeutenKontrolleuren. Die Einführung dieser von den Arbeitern schon dem Werte angeeignet und in einem Behältnis angesammelt. Dort so lange geforderte Einrichtung hat der Ressortminister aber Schnelligkeit, in der Privatfuhrwerke in den Straßen Berlins fich sind sie von einem Expedienten gefunden worden. Sch. wurde aus noch fürzlich, anläßlich der Interpellation über das Reden- bewegen dürfen, find bestimmte Vorschriften in den geltenden der Arbeit entlassen und die Anklage wegen Diebstahls gegen ihn Polizeiverordnungen nicht enthalten. Daraus folgt aber nicht, daß erhoben. Nach Lage der Sache war die Berurteilung des AngeUnglück schroff abgelehnt. Die Frage der Betriebssicherheit ein Privatfuhrwerk in jedem beliebig starken Tempo fahren darf. flagten gegeben und da der Angeklagte schon vorbestraft ist, war auf den Gruben bekommt erhöhte Bedeutung durch den in Der Grad der Schnelligkeit muß sich regeln nach der Breite und das ihm drohende Mindest- Strafmaß 3 Monate Gefängnis. Als letzter Zeit wieder besonders start forcierten Import fremd. Belebtheit des Weges, nach dem Umstand, ob die Strecke, die durch- sich der Gerichtshof nach dem Strafantrage des Staatsanwaltes zur ländischer Arbeiter. Mit dieser Angelegenheit wird sich fahren wird, von vielen und belebten Straßenzügen durchschnitten Beratung zurückgezogen hatte, nahm der Angeklagte unbemerkt eine nach Ostern in einer besonderen Sigung die Flasche aus der Tasche. In dem Augenblicke, als der Vorsitzende wird, ob der Weg, der zu durchfahren ist, gerade und übersichtlich das auf 4 Monate Gefängnis lautende Urteil verkündete, setzte der ist, ob er genügend beleuchtet ist. Der Führer hat stets im Auge Angeklagte die Flasche an den Mund und trant den Inhalt, der aus zu behalten, daß die Straße und auch der Fahrweg nicht für ihn startem Lysol bestand, aus. Der Unglüdliche sant gleich darauf allein da sind, daß andere Fuhrwerke und Passanten seinen Weg zusammen. Gr wurde in den Warteraum getragen. Dort be freuzen und ihm entgegenkommen fönnen; er muß die Schnellig- mühten fich schleunigst herbeigeholte Aerzte um den besinnungslos teit seines Fuhrwerts derart einrichten, daß er es in einer fo ge- auf der Bant liegende Mann. Es wurden Magenausspülungen ringen Entfernung anzuhalten vermag, als nach vernünftigem Er- borgenommen. Der Lebensmüde wurde in ziemlich hoffnungslosem messen ein unerwartetes Hindernis ihm in den Weg treten kann." Zustande mittels eines Krantenwagens nach dem Krankenhause Moabit übergeführt. Die Sitzung der Straftammer wurde wegen Das Kammergericht stellt nun nach der Beweisaufnahme fest, daß des Lyfolgeruches nach einem anderen Saale verlegt. man an der fraglichen Stelle den Kurfürstendamm und noch eine größere Strecke gut übersehen und sich nähernde Fuhrwerke und Personen erkennen kann. Es kommt dann wie das Landgericht zu der nämlichen Ueberzeugung, daß ein zu schnelles Fahren des Beflagten, das eine Verlegung des§ 823 des Bürgerlichen Gesetzbuchs rechtfertige, nicht vorliege, und daß nach der Sachkenntnis des er tennenden Senats ein Fahren im Trab bei für kurze Strecken gering aufsteigendem Terrain als ein durchaus zulässiges erachtet werden müsse. Siebenerkommission beschäftigen. Die Wichtigkeit dieser Frage ergibt sich schon aus folgenden Zahlen. Es wurden in Preußen gezählt: Reichsausländer überhaupt 1905 524 874 davon in Rheinland und Westfalen 1895 69 759 1905 208 915 1895 205 818 In dem Jahrzehnt betrug die Zunahme in Preußen 155 Prozent, in Rheinland und Westfalen 200 Prozent. Außerdem stellt der Osten durch Einwanderung nach Rheinland- Westfalen ein starkes Kontingent der mit der deutschen Sprache nur mangelhaft Vertrauten. Es wurden zum Beispiel bei der Zählung im Jahre 1900 ermittelt, daß von je 100 der ortsansässigen Bevölkerung in Rheinland und Westfalen rund zehn Personen in den Provinzen Ditpreußen, Westpreußen, Posen oder Schlesien geboren waren. Seit dieser Zeit hat die Zahl der fremden Arbeiter noch bedeutend zu genommen. Daß die Entwendung fast wertlofer Abfälle als Diebstahl mit Gefängnis bedacht ist, zeigt von der Ueberspannung des Eigentumsfchußes im Strafgesek. Grausam geradezu ist die Festsetzung einer Mindeststrafe von drei Monaten für derartige Entwendungen im Rüdfalle. Selbst der eingefleischteste Fanatiker für Bestrafung wegen Diebstahls wird zugeben, daß die Schädigung in feinem Ber hältnis zu der Strafhöhe steht. Den Anzeigern solcher kleinen Delifte wäre zu wünschen, daß auch gegen sie in allen Fällen die volle Schwere des Gesetzes in Anwendung fäme. Reichsgericht ein. Der VI. Bibilfenat des Reichsgerichts erkannte Gegen dieses Urteil legte der Kläger vergeblich Revision beim Engagement für die Zeit eines Ausverkaufs. Mit einem Rechtsstreit, dessen Grundlage die Dauer eines Anträge zur Beseitigung der furchtbaren Opfer des Berg- auf zurüdweisung der Revision. Damit hat das Reichsgericht an Ausverkaufs bildete, hatte sich am Mittwoch die erste Kammer des baues, deren jährliche Mehrung eine nationale Schmach erkannt, daß es keineswegs den formalen Rechtsstandpunkt fest- Kaufmannsgerichtes zu beschäftigen. Frau Agathe B. wurde von bedeutet, sind seit Jahrzehnten, auch in dieser Session, bon hält, nach dem der Tierhalter auch in solchen Fällen wie dem vor- dem Modewarenhändler A. am 30. September b. J. mit der Maßder sozialdemokratischen Fraktion im Reichstage gestellt. liegenden, in dem zwischen dem Geschädigten und dem Tierhalter gabe als Verkäuferin engagiert, daß das Arbeitsverhältnis für die Schuldig, mitschuldig an dem Tode und der Verstümmelung ein solches Vertragsverhältnis vorliegt, für alle Schäden haftet. Be- Beit des Ausverkaufs währen sollte. Die Absicht des Beklagten A. war es ursprünglich getvesen, den Ausverkauf am 31. Dezember so vieler Tausender Bergarbeiter sind die bürgerlichen Parteien kanntlich hatten die Agrarier die früher strenge Braris des Reichs- zu beschließen, er änderte aber später diesen Plan und dehnte den und ihre Lobredner, welche diesen Anträgen nicht zugestimmt gerichts zum Ausgang einer lebhaften Agitation für eine Belusverkauf bis zum 15. März d. J. aus. Nichtsdestoweniger wurde haben, aber tagaus tagein heuchlerisch behaupten positive ſeitigung der Haftung des Tierhalters gemacht und die Reichs- Frau B. am 31. Dezember b. J. entlassen. Sie erhob vor dem Arbeit" werde von der sozialdemokratischen Seite nicht geleistet. regierung zur Vorlegung eines auf Wenderung des§ 835 des Staufmannsgericht Anspruch auf Gehalt bis zum 15. März, indem Bürgerlichen Gefeßbuchs gerichteten Gefeßentwurfs veranlaßt. Der Gefeßentwurf fiel durch die Auflösung des Reichstags und ist von konservativer Seite als Initiativantrag wieder eingebracht. Ungültige Polizeiverordnung über das Regelschieben nach 11 Uhr Gerichts- Zeitung. Keine beharrliche Arbeitsverweigerung. abends. fie sich auf die mit dem Beklagten getroffene Vereinbarung stüßte, daß sie während der ganzen Dauer des Ausverkaufs beschäftigt werden würde. Demgegenüber bestritt der Beklagte, mit ber Klägerin eine derartige Vereinbarung eingegangen zu sein, be hauptete vielmehr, sie ausdrücklich nur bis zum 31. Dezember v. J. engagiert zu haben. Das Kaufmannsgericht entschied sich dafür, der Klägerin den Der Maler Nagel war von Kryza u. Comp. während Für Bonn ist( wie auch für andere Städte) durch Polizeiver- Eid darüber zuzuschieben, daß sie der Beklagte nicht vom 30 Sepdes Laufes der Kündigungsfrist entlassen worden, weil er ordnung bestimmt, daß nach 11 Uhr abends und vor 8 Uhr früh tember bis 31. Dezember engagiert habe. Leistet sie diesen Gid, nach Annahme der Beklagten nicht genug leistete und man nicht gefegelt werden darf. Die Gastwirte macht die Verordnung so wird der Beklagte verurteilt, den von der Klägerin geforderten der Meinung war, er mache es sich absichtlich bequem. N. auch für den Fall haftbar, wenn sie verbotswidriges Segeln nur Betrag zu zahlen. Da der Ausverkauf sich unbestritten über den tlagte auf Zahlung einer Lohnentschädigung wegen un- geduldet haben. Der Gastwirt Bastian sollte die Verordnung über- 31. Dezember hinaus hinzog, so sei das Arbeitsverhältnis auch nicht treten haben. Er wurde vom Landgericht Bonn in zweiter Instanz mit diesem Tage als gelöst zu betrachten, es trete vielmehr ab berechtigter Entlassung vor Ablauf der Kündigungsfrist. auf Grund der Verordnung verurteilt. Bastian legte Revision ein 1. Januar mangels Vereinbarung einer anderen Kündigungsfrist Nach dem Ergebnis der Beweiserhebung kam die Kammer 8 und bestritt die Gültigkeit der Verordnung. Der Oberstaatsanwalt die für Handlungsgehülfen geltende sechswöchige Kündigungsfrist des Berliner Gewerbegerichts zu der Auffassung, daß der am Kammergericht trat für ihre Gültigkeit ein, indem er sich auf vor dem Quartal in Straft, gleichviel wieviel Wochen nach dem Kläger sich allerdings in unangemessener Weise bei der Ar-§ 6e des Polizeiverwaltungsgesetzes berief. Das Rammergericht 1. Januar der Ausverkauf noch andauerte. Fredersdorf- Petershag. R: 7 M. Seegefeld 8 " " Hohen Nenend., Hochwald 10 Neu- Sadowa. Biesdorf, Bahnhof 10 • 25 " Günftigste Zahlungsbedingungen. Nieschalke& Nitsche. Berlin, Landsberger Straße 66. Ganz nen! Ganz neu! Befte Lage, günstigste Zahlungsbedingungen! Parzellierungsterrain birett Bahnhof Seegefeld am Baustellen an regulierter u. unregu lierter Straße, auch Waldgrundstücke Rute 8 M. an. 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Sonnabend: Faust. I. Teil. Anfang 7 Uhr. Neues Theater. Sonnabend: Vorbestraft. Anfang 8 Uhr. Sonntag: Vorbestraft. Montag: Meißner Porzellan. Bauernkomödie mit Gesang in 8 Akten von L. Anzengruber. Anfang 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. Ostersonntag, Ostermontag und die folgenden Tage: Der Teufel lacht dazu. Nachmittags 3 Uhr: Auf in's Metropol! Kleines Theater. Pollo Heute: Geschlossen. Sonnabend, den 30. März: Ein idealer Gatte. Anfang 8 Uhr: Sonntag( 1. Dfterfeiertag) nach mittags 3 Uhr: Nachtasyl. Abends 8 Uhr: Ein idealer Gatte. Lortzing- Theater. Bellealliancestr. 7/8. Heute: Geschlossen. Sonnabend: a Theater Heute Karfreitag: Geschlossen. Sonnabend: Elfentücke. Das blaue Bild Spezialitäten. An beiden Osterfeiertagen, nach mittags 3, Uhr: Ali ben Mocca u. die Spezialitäten- Attraktionen m. d. Original- Bauern Hunde- Theater. An beiden Osterfeiertagen abends 9: Der Triumph des Weibes. Passage- Theater. Heute geschloffen. Sonnabend: Das großartige März= SpezialitätenProgramm. Die Theims- Troupe und 14 erftflaffige Attraktionen. W. Noacks Theater. Direktion: Rob. Dill. Brummenftr. 16. Seute: Geschlossen. Am 1. Dstertag: Die Ahnfrau. Am 2. u. 8. Oftertag: Sängerin und Näherin. Boltsstüd v. Angely. An allen drei Feiertagen Anf. 8 Uhr. Am 2. und 3. Feiertag: Ball. Gebr. HerrnfeldAnfang Theater Borbert. 8 Uhr. 11-2 Uhr 57 Kommandantenstraße 57. Heute, Karfreitag: Geschlossen. Sonnabend: Hausierer Jockele und Die letzte Ehre. Ostersonntag u. Dftermontag: 31, Uhr bei halb. Kaffenpreisen: Hausierer Jockele und Die letzte Ehre. 8 Uhr: Ein verrücktes Hotel.* < 3. Wahlkreis. Sonntag, den 31. März( 1. Oster- Feiertag) im großen Saale von Buggenhagen( Moritzplatz): Große Matinee ausgeführt von den Willi Walde- Sängern. Anfang 12 Uhr. XXX Programm an der Kasse gratis. XXX Entree 30 Pl. Rege Beteiligung erwartet Der Vorstand. XXXX Sozialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berliner Reichstagswahlkreis. Sonntag, den 31. März 1907( 1. Oster- Feiertag): Drei große Matineen Sanssouci, Kottbuserstr. 4a, Boeker, Weberstr. 17, Elysium, Landsberger Allee 40a. Auftreten der Gesellschaft ,, Strzelewicz", Gesangverein ,, Norddeutsche Schleife" und Gesangverein ,, Liedesfreiheit". Konzert unter Leitung hervorragender Kapellmeister. Eröffnung 11 Uhr. Billet 30 Pf. Anfang 12 Uhr. Wir bitten die Mitglieder und deren Angehörige, sich rechtzeitig mit Billetts zu versehen, da offene Kasse nicht stattfindet. Das Komitee. ( 240/ 10*) Zirkus Busch. Zirkus Schumann Gustav Behrens Heute Karfreitag: Geschlossen. Sonnabend, 80. März, 7, Uhr: Das große vollständige Gala- Programm, Die Original- Perez- Truppe. Die Reiterfamilie Lecusson usw. usw. Um 9% Uhr: Rom. Große Drig.- Ausst.- Pantomime in 7 Bildern. Besonders hervorzuheben: Die Todesfahrt über die zersprengte Brücke. X Radium Ballett. X Feenhafte Licht- und Wasserspiele. Palast- Theater. Burgstr. 24, 2 Min. v. Bahnhof Börse. Heute Freitag: Geschlossen! Sonnabend, 30. März: Geschlossen. Sonntag, 31. März, abends 18 Uhr: Letzte Aufführung des März- Spielplans. Montag, 1. April, abends 18 Uhr: Debit des April- Programms. Alles neue Attraktionen Folies Caprice Linienstr. 132, an der Friedrichftr. Heute: Geschlossen. Sonnabend, den 30. März cr.: Das Debüt. Glänzender neuer Soloteil. Der Dorfmusikant. Vorverkauf an der Theaterkaffe und bei Wertheim. Heute Freitag: Keine Vorstellung. Morgen Sonnabend, den 30. März: Fortsetzung des Finale der großen internationalen Ringkampf- Konkurrenz um den Goldenen Kranz von Berlin 10 000 Markin Heute ringen: bar. Theater SchönebergBerlin, Goltz straße 9. Karfreitag geschlossen. Sonnabend, ben 30. März: Ein hartes Vaterherz. Schauspiel in 1 Att mit Direttor Albert Hein, Berlin, gegen Guit. Behrens in der Hauptrolle. Ritzler, Barttemberg. Paul Pons, Paris, gegen Apollon, Frankrei Bum 100. Male: St. Hubertus. Sonntag und Montag nachm. und abends: St. Hubertus. Rachm. ein Kind frei. Brunnen- Theater Gesundbrunnen. Badstraße 58. Direktion: Bernhard Rose. An den drei Diterfeiertagen: Große Festvorstellungen. nachm. 3 Uhr( volkstümliche Preiſe): Am ersten Feiertage, Die beiden Galeerensklaven. Abends 8 Uhr: Berliner Raubvögel. Am zweiten Feiertage, nachmittags 3 Uhr( volkstüml. Preise): Ausgewiesen. R. Liers Bernh. Rose. Abends 7 Uhr: Berliner Raubvögel. Am dritten Feiertage, abends 8 Uhr: Das Geheimnis der alten Mamsell. Billettvorverkauf von 10-1 Uhr an der Theaterkasse. Fröbels Allerlei- Theater fr. Puhlmann, Schönhauser Allee 148. Borher die grandiosen Spezialitäten. Anfang 8 Uhr, Sonntags 6%, Ubr. Bolkstümliche Preife. An allen brei Dfterfeiertagen: Große Gala- Vorstellungen mit neuem Programm. Große Spezialitäten- Vorstellung. 8 SteidlTheater und Konzert hand Berlin SO., Brüdenstr. 2 a. d. Janno migbrüde. Sonntag, den 31. März ( 1. Dftertag): Gr. Eröffnungs. Fest Soiree der Fritz Steidl- Sänger. An allen 3 Feiertagen: Wieder holung der Feit- Soiree. Anf. 7 Uhr. Gr. Militär- Konzert. Im Restaurationssaal: Großes Militär- Konzert. Von 12 bis 2 Uhr Feiertags: Großes Frühschoppen Konzert bei freiem Entree. Borverlauf 11-2 Uhr an der Kaffe. Buggenhagen Moritzplatz. Jeden Freitag: GustavGottschalks Gesellschafts- Konzert ( Wunsch- Abend). änzlich neuer Spielplan. lanz Berlin staunt über 00000000000000000000 die stets wechselnden Künstler!!! Neu! ,, Die wilde Toni". Neu! gefälligen Nachricht, daß ich das Allen Freunden und Bekannten aur Anfang 6 Uhr. Eintritt 50 Pf. Nach d. Borst., um 10 Uhr: Gr. Tanz. Garten- Restaurant von Wilh. Krüger Straße4a. übernommen habe. Prater- Theater Sanssouci, Kotibusor Johannisthal, Friedrichstr. 10, Kaftanien Allee 7-9. Freitag u. Sonnabend: Geschlossen. Avis für die Osterfeiertage: Sonntag, 7, Uhr: Der Goldbauer. Montag, 7, Uhr: Jägerliebchen. Schluß der Wintersaison. Der Freischütz. Deutsch- Amerikanisches Theater. Intimes Theater Dienstag, 8 Uhr: Der Hypechender. Anfang 8 Uhr. Uhr: Sonntag nachm. 3 Uhr: Die Regimentstochter. Abends 7 Der Wildschütz. Lustspielhaus. Freitag: Geschlossen. Gesamtgastspiel Theater des Westens. Heute Karfreitag: Geschlossen. Sonnabend, Ostersonntag u. Dftermontag abends 8 Uhr: Dresdenerstraße 97. Heute: Gefchloffen. Morgen: Täglich größter Erfolg! Mamselle Nitouche. Willi Haases Burlesten Ensemble: Sonntag nachm.: Der Bettelstudent. Onkel Toni. Ein Nachtafyl. Montag nachm.: Der Postillon von Lonjumeau. Alles lacht. Münzstr. 16, DERNHARD ROSE THEATER Walhalla Otto Pritzkow, str. 18. Heute und morgen: Geschlossen. 1. Dfterfelertag nachm. 3 Uhr: Das Käthchen von Heilbronn. 2. Dfterfeiertag nachm. 3/ Uhr: Das Geheimnis der alten Mamsell. 8. Diterfeiertag nachmittag 8 Uhr: Sherlock Holmes. Abends: Die Jüdin von Toledo. Weinbergsweg 19/20, Rosenth. Tor. Morgen abend 8 Uhr zum vorlegen Male: vorzügliche 15 März- Spezialitäten 15 Biograph-( St. Louis) Theater lebender Photographlen. Der Untergang des Dampfers Berlin". 168 Tote, 12 Gerettete. Den ganzen Tag Vorstellung. 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ES will verschiedenen Blättern nicht recht behagen, daß die Auflage des„Vorwärts" dank der agi- tatarischen Tätigkeit unserer Genossen in ständigem Steigen begriffen ist und im Augenblick die Höhe von 139(XXI erreicht hat. 139 000 ist eine schöne Zahl, sagt sich die„Deutsche Tageszeitung", und sie zu erreichen, des Schweißes aller Edlen wert; deshalb schreibt sie: „Zur Nachahmung empfohlen I Berlin, 28. März. Der „Vorwärts" teilt heute seinen Lesern mit, daß sein Abouuenten- stand die Zahl von 139 000 erreicht hat. Obgleich wir recht wohl wissen, daß von diesen Lesern sehr viele nicht freiwillig gekommen, sondern herangezwungen worden find, möchten wir doch unseren Freunden den Erfolg des sozialdemokratischen Hauptorgans zur Mahnung mitteilen. Wir wünschen zwar nicht, daß in der Werbearbeit ähnliche Zwangsmittel angewandt werden, wie von den„Genossen", glauben aber, daß unsere Freunde auch auf andere Weise ihrer Presse zu ähnlichen Erfolgen verhelfen könnten, wenn sie nur wollten." WaS die„Deutsche Tageszeitung" hier von Anwendung von Zwangsmitteln faselt, ist natürlich Unsinn; wir wollen ihr aber den Aerger zugute halten, da sie nur eine geringe Abonnenten- zahl hat. Auch der fromme„Reichsbote", der seit einiger Zeit böse in finanziellen Nöten ist. ist von der einem frommen Blatte schlecht anstehenden Eigenschaft des Neides nicht frei. Er schreibt:„Die Sozialdemokraten wissen die Bedeutung der Presse zu würdigen, die Liberalen ebenfalls; aber wo bleiben die Konservativen�" Wir wollen den Blättern das Geheimnis verraten, um zu einem höheren Abonnentenstand zu kommen: Sie sollen sich das Schimpfen auf den„Vorwärts" abgewöhnen und ihn tagtäglich vollinhaltlich abdrucken. Das wird helfen. Wir wollen uns aber mit dem bisherigen Ergebnis nicht zu- frieden geben, sondern alles tun, um unsere Leserzahl zu vermehren, zum Schrecken unserer Gegner. Eine weitverbreitete Presse ist ein scharfes Kampfinittel im Emanzipationskampfe des Proletariats. Groß-Besten. Am 1. Osterfeiertag findet nachmittags 2% Uhr im Lokale des Gastwirts Hermann Meineke eine öffentliche Ver- fairtmlung für Groß-Besten statt. Genosse Kurt Heinig-Berlin wird über„Die Lehren der letzten Reichstagswahl" referieren. Nach der Volksversammlung findet die Mitglieder- Versammlung des Wahlvereins statt. Um zahlreichen Besuch der Frauen und Männer ersucht Der Einberufer. berliner JVacbrichten» i Die Lilien auf dem Felde. Endlich sind die Winterstürme— zwar noch nicht dem Wonnemond—. aber doch erstem, freudigem Frühlingsahnen gewichen. Auch über dem riesigen Blachfeld vor den Toren Berlins KW., dem Tempel hofer Felde, fächeln die ersten schmeichelnden Lenzeslüfte, die von den schneidigen Konl inandorufen der Stellvertreter Gottes zerrissen werden. Die zahlreichen Kasernen in der Ztähe des Feldes speien täglich Taufende von Mannschaften aus, die auf dem weiten Terrain Burentaktik und— bei uns berühren sich die Extreme— Parademarsch üben. Auch diese Söhne des Volkes im„vor nehmsten Rock" freuen sich sichtlich der endlich eingetretenen trockenen und milden Witterung. Denn schön war's wirs lich nicht, inmitten des schmelzenden Schnees und der Wasser lachen das Ausschwärnlen und Niederwerfen zu üben und durchnäßt und kotbespritzt zu Erbsen und Kohl und dem unter solchen Umständen doppelt angenehmen Geschäft des Putzens heimwärts zu ziehen! Auch die„Swmenbrüder" haben wieder ihr Stand quartier auf dem Felde bezogen. Der biedere Rentier, der nachmittags auf dem Felde seinen während des Winters asthmatisch gewordenen Ami oder Bello spazieren führt, be kreuzigt sich im Vorübergehen vor diesen Tagedieben, die nach Herzenslust Luft und Licht kneipen dürfen, ohne dafür Steuern zahlen zu müssen. Welche Vermcssenheit, leben zu wollen wie die Lilien auf dem Felde, ohne zu säen und zu ernten, wenn man nicht einmal Rentier oder Hausbesitzer istl Aber der biedere Bürgersmann fühlt sich für diesen un ästhetischen Anblick entschädigt, wenn er seine Schritte weiter fcldeinwärts lenkt. Dort drüben, nach Tempelhof hin, links von der„Kaiserpappel", tummelt sich inmitten einer Schar bewundernder Zuschauer eine muntere Kavalkade. Eine Gruppe Berittener flitzt dort hin und her, jetzt zum Knäuel geballt, jetzt sich blitzschnell entwirrend und in voller Karriere dahinrasend, jetzt wieder' die schäumenden Pferde parierend und sich von neuem zu einer drängenden Gruppe zusammen- ballend. Ein Dutzend Kavaliere sind's, die sich hier zum Polospiel, dem hocharistokratischen Sport, zusammen- gefunden haben. Auch eine Dame befindet sich unter den Sportsmen, die mit blitzenden Augen und geröteten Wangen dem feudalen Spiele huldigen. Seitab hält ein halbes Dutzend Stallknechte die nötigen Reservepferde in Be- reitschaft. Unser Rentier gesellt sich zu den Zuschauern. Ha, das läßt er sich gefallen. Welch vornehmer, gesunder Sport! Welch fesselndes, aufregendes Bild! Er fühlt sich förmlich selbst auf federndem Rossesrücken dahinflitzen im jauchzenden Spiel. So stählen die Besten der Nation ihre Kräfte. Wie gewandt sie ihre Renner zügeln! Eine solchem Leibessport huldigende goldene Jugend wird auch imstande sein, alles niederzureiten, was sich ihr entgegenstellt! Mit vergnüglichem Schmunzeln wandert er weiter. Nicht einen Augenblick schwirrt ihm der Gedanke durch den Sinn, daß doch erst recht diese Vertreter der goldenen Jugend, deren jeder für eine Stunde aristokratischen Sports einen Be- trag opfert, der dem Woche»lohn eines Proletariers gleichkommt, jenen Lilien auf dem Felde gleichen, die nicht säen und nicht ernten und doch in aller Herrlichkeit leben! Unseren Abonnenten zur Kenntnis, daß die juristische Sprechstunde morgen, Sonnabend, ausfällt. An unsere Abonnenten! Wir bitten diejenigen Abonnenten, welche zum 1. April .hre Wohnung wechseln, bei dem bisherigen Spediteur, unter Angabe der neuen Wohnung, die Zeitung rechtzeitig abzubestellen, damit in der ferneren Zustellung keine Ver- -öacruna eintritt. Die Haupt-Expedition. Die für Sonnabend angesetzte außerordentliche Sitzung der Stadtverordnetenversammlung findet nicht statt. Die Kassen und Bureaus der städtischen Verwaltungen werden am nächsten Sonn- abend um 1 Uhr geschloffen. Im Kinderhaus, Blumenstraße 78, findet im Monat April wöchentlich einmal unentgeltlicher Unterricht in Säuglingspflege für Frauen und Mädchen statt. Meldungen hierzu täglich von 2— 4 Uhr im Bureau, Blumenstraße 78. Der Stadtverordnetenausschuß zur Borbereitung der Wahl eines zweiten Stadtshndikus an Stelle des in den Ruhestand tre- tenden Stadtsyndikus Weise trat gestern unter dem Vorsitz des Stadtverordnetenvorstehers Michelet zusammen und beschloh, dem Plenum vorzuschlagen, von der Wahl eines Stadtsyndikus Abstand zu nehmen, dem Magistrat vielmehr die Wahl eines besoldeten Stadtrats vorzuschlagen und dementsprechend das Gehalt festzu- setzen. Achtung? Den Mitgliedern der Gewerkschaften und den Besuchern des Arbeitersekretariats hierdurch zur Mitteilung, daß die Bureaus der Berliner Gewerkschaftskommission am Sonnabend, den 30. März(Sonnabend vor Ostern), und am 2. April(3. Ostertag) nachmittags geschlossen bleiben. Der Ausschuß der Berliner Gewerkschaftskommission. Ein Generalvormund für 1500 Kinder ist der Pastor Pfeiffer in Alt-Moabit, der Vereins-Geistliche des Berliner Hauptvereins für Innere Mission. Es ist natürlich ganz ausgeschlossen, daß der Pastor Pfeiffer sich selbst um die seiner Obhut anvertrauten 1500 Kinder so kümmern kann, wie dies sonst von einem Vormund verlangt wird. Aus diesem Grunde vcröfsenb licht„Das Reich" folgende Notiz: „Herr Pastor Pfeiffer hat die Generalvormündschaft über 1500 uneheliche, meist in der Charite geborene Kinder über- noinmen. Da derselbe außerstande ist, selbst mit einigen be- soldeten Kräften die Aufsicht bei in Pflege gegebenen Mündeln auszuüben, so hat er sich an die kirchlich-soziale Frauengruppe gewandt, daß diese durch ihre Mitglieder und durch Werbung anderer christlicher Frauen für dieses Liebeswerk ihm Hülfskräfte zuführen möchte. Die kirchlich-soziale Frauengruppe richtet da- her die Bitte an christliche Frauen, sich Herrn Pastor Pfeiffer für diese Arbeit zur Verfügung zu stellen. Es handelt sich um Besuche etwa alle 14 Tage bezw. 4 Wochen bei einem kleinen Kinde, welches in Pflege bei christlichen Leuten untergebracht ist, zur Kontrolle. Etwaige Mißstände werden dem Vormund, Herrn Pastor Pfeiffer, gemeldet. Es ist dies eine Aufgabe, der sich die christliche Frau nicht entziehen darf, umsomehr sich die jüdischen Frauen zu ihr drängen. Kosten sind mit der Ueber nähme dieser Arbeit nicht verbunden, auch ist kein Mitglieds bettrag zu zahlen." Wenn der Pastor Pfeiffer nicht imstande ist, wie dies in der obigen Notiz selbst zugegeben wird, die Aufsicht über die ihm an- vertrauten Mündel auszuüben, so ist gar nicht einzusehen, warum er dann ständig neue Vormundschaften annimmt. Nach dem obigen Aufruf zu schließen, muß man annehmen, daß es nur geschieht, um der Kirche ein großes Tätigkeitsfeld zu eröffnen. Im übrigen scheint uns diese Art der Generalvormundschaft keineswegs ge eignet, die Beziehungen zwischen Pfleger und Mündel zu fördern und infolgedessen das Interesse des Mündels zu wahren. Osterfahrplan auf der Stadt- und Borartsbahn. Zur Be wältigung des Verkehrs in den Feiertagen hat die Eisenbahnver waltung auf verschiedenen Strecken eme Vermehrung der Zugfolge eintreten lassen. So sind auf den Strecken Stadtbahn— Karlshorst— Köpenick— Friedrichshagcn— Erkner, Stadtbahn— Niederschöneweide— Johannisthal-— Grünau. Grunewald— Wannsee— Potsdam und Grunewald— tzalensce— Schöneberg eine größere Anzahl Sonderzüge eingelegt, die während des Monats April im Betriebe verbleiben werden. Ferner verkehren vom 31. März ab zwei neue Vollringzüge ab Westend 10 Uhr 15 Minuten und 10 Uhr 45 Mi» nuten über Frankfurter Allee— Rixdorf— Halensee mit Ankunft in Westend um 11 Uhr 39 Minuten und 12 Uhr 9 Minuten. Auf der Strecke Schlesischer Bahnhof— Strausberg sind sechs Extrazüge ein» gestellt � und auch zwischen Schlesischer Bahnhof— Lichtenberg— Friedrichsfelde— Biesdorf— Kaulsdorf— Hoppegarten verkehren mehrere eingelegte Trains.— Die Verwaltung der Großen Berliner Straßenbahn wird wie im Vorjahre für die Osterfeiertage den Be- trieb wesentlich verstärken und namentlich bei einigermaßen gün- stigem Wetter den Vorortsverkehr nach Möglichkeit auszugestalten suchen. Auch auf der Hochbahn wird in den Feiertagen eine ver- stärkte Zugfolge eintreten. Die vierte Automobil-Omnibuslinie eröffnet die Allgemeine Berliner Omnibus-Aktien-Gesellschaft am nächsten Sonnabend, den 30. März. Mechanischen Betrieb erhält die Linie 10, Kreuzberg— Stettiner Bahnhof. Die Pflichtfortbildungsschulen Berlins haben jetzt ihr zweites Schuljahr hinter sich. Im Winter 1906/07 war (nach einer Aufnahme vom 1. Februar 1907) die Zahl aller ihrer Schüler auf 18 826 gestiegen, die in 603 Klassen unterrichtet wurden. Hieran waren die einzelnen Berufsgruppen folgendermaßen beteiligt: das Baugewerbe mit 73 Klassen und 2166 Schülern, die Metallbearbeitung mit 131 Klassen und 4137 Schülern, das Kunst- gewerbe mit 67 Klaffen und 2056 Schülern, das Bekleidungsgewerbe mit 16 Klaffen und 559 Schülern, das Nahrungsmittelgewerbe mit 22 Klaffen und 655 Schülern, die Gruppe der Barbiere und Friseure mit 11 Klaffen und 304 Schülern, die Gruppe der Kaufleute mit 91 Klassen und 2746 Schülern, sonstige Gewerbe mit 1 Klaffe und 24 Schülern, die Gruppe der ungelernten Arbeiter mit 191 Klaffen und 6179 Schülern. Aus dem Schuljahr 1905/06 sind im ganzen nur 230 Klaffen und 6734 Schüler vorhanden, während das Schul- jähr 1906/07 mit 373 Klassen und 12092 Schülern an der Gesamt- zahl beteiligt ist. Ntan sieht, wie unvollständig im An- fang die Einschulung des Jahrganges 1905/06 g e w e s e n w a r. In dem Jahrgang 1906/07 sind zahlreiche zu spät eingeschulte Schüler mit enthalten, die eigentlich schon zum Jahrgang 1905/06 gehören müßten. Es kommt nunmehr der dritte und letzte Jahrgang 1907/08 hinzu; dann wird die Pflichtfort- bildungsschule voll ausgebaut sein. Als Gesamtfrequenz wird man für das Schuljahr 1907/08 rund 30 000 Schüler erwarten dürfen. In den nächsten Jahren aber wird die Gesamtfrcquenz bei an- nähernd lückenloser Einschulung, die ja hoffentlich trotz allem Sträuben gewisser Arbeitgeber bald erreicht werden wird, sich vor- aussichtlich auf rund 36 000 belaufen. Schutz dem Grunewald. Die kommunalpolitischen Vereine von Wilmersdorf und Halensee hatten zu vorgestern abend eine große Volksversammlung nach dem Vikioria-Garten zu Wilmersdorf ein» berufen, um über gemeinsame Schritte zur Erhaltung des Grüne- Wäldes zu beschließen. Stadtverordneter Direktor Dr. Heinitz beleuchtete in einein längeren Vortrage die Poesie des Grunewaldes, seine wissenschaftliche, soziale und hygienische Bedeutung für Groß- Berlin und forderte zu einem geschlossenen Vorgehen gegen die Waldverloüstung auf. Nach lebhafter Debatte, an der sich ver- schiedene Stadtverordnete beteiligten, wurde folgende Reso- jution angenommen: 1.„Die Versammlung beschließt, den Magistrat und die Stadt- verordnetenversammlung zu ersuchen, alle zweckdienlichen Schritte zu unternehmen, damit der Grunewald in seiner jetzigen Gestalt de« Bürgern von Groß-Berlin erhalten bleibt. 2. Die LerjWN- lung beschließt, einen Waldschutzverein Wilmersdorf zu gründen und richtet an sämtliche Wilmersdorfer Vereine das Er» suchen, diesem als korporative Mitglieder beizutreten." Aerztestreik. Zwischen dem„Verein der Bankbeamten" und seinen Aerzten ist es zu Differenzen gekommen und eine Aerzteversammlung hat am Mittwochabend einstimmig die Einstellung ihrer Tätigkeit bei genanntem Verein beschlossen. Ueber den Grund des Streiks wird folgendes berichtet: Der Verein der Bankbeamten hatte mit seinen Aerzten bisher einen Vertrag, der wegen der für die Aerzte ungünstigen Bedingungen beanstandet und auch aufge- hoben wurde. Zur Beratung eines neuen Vertrages entsandten die Aerzte als Vertrauensmänner ihre Kollegen Dr. Freund, Dr. M. Cohn und Dr. Horwitz. Nach langen Verhandlungen, die zwar sachlich etwas scharf aber stets in höflichster Form von beiden Seiten geführt wurden, gelang es endlich, einen beide Teile be- friedigenden Vertrag abzuschließen, der am 1. April in Kraft treten sollte. Nun hat der Verein der Bankbeamten die Maßregelung zweier für ihre Kollegen eifrig bemühten Aerzte vollzogen, indem er sie vom Engagement für den neuen Vertrag einfach ausschloß. eine Maßregelung, die in den beteiligten und auch außerhalb des Ver- eins stehenden Aerztekreisen die höchste Erbitterung hervorgerufen hat. In der Mittwoch einberufenen Aerzteversammlung wurde daher einstimmig der Streik beschlossen, der am 1. April beginnen und nicht eher wieder beigelegt werden soll, bis die gemaßregelten Kollegen wieder angestellt sind. Vom„Segen" der Abzahlungsgeschäfte. Daß es Abzahlungsgeschäste gibt, das erscheint vielen Unbe- mittelten als eine sehr dankenswerte Errungenschaft unserer fortgc- schrittenen Zeit. Einem jungen Arbeiter z. B. würde es, so sagen sie, oft sehr viel schwerer werden, zeitig zu heiraten und einen eigenen Hausstand zu gründen, wenn er oder seine Verlobte die Mittel erst zusammensparen sollte, die zur Anschaffung der Wirt- schaft erforderlich sind. Das ist nun gewiß sehr richtig. Wer aber einmal ein Abzahlungsgeschäft auch von der unangenehmen Seite kennen gelernt hat, der denkt doch etwas anders über den„Segen" dieser„Errungenschaft". Man weiß, wie bald der Lieferant die auflackierte Herrlichkeit, die auf Abzahlung genommen wurde, dem „Käufer" wieder abholen läßt, wenn die Abzahlung inS Stocken gerät. Und zu diesem traurigen Ende kann es bei einer Arbeiterfamilie sehr leicht kommen; denn jeder Arbeiter ist ständig von der Gefahr bedroht, plötzlich arbeits- und brotlos zu werden. Dem Lieferanten kann natürlich kein Vorwurf daraus gemacht werden, daß er für die gelieferte Ware auch sein Geld haben will. Aber Inhaber von Abzahlungsgeschäften haben, wenn die Zahlungen ausbleiben, nur zu oft ein Verfahren geübt, das über die Wahrnehmung ihrer eigenen Interessen weit hinausging und den Schuldner schwer schädigte. Ein Fall dieser Art wird uns über das Abzahlungsgeschäft von C. Wachsmann u. Co.(Reinickendorferstraße) berichtet. Ein Schlosser P. hatte im vorigen Jahr bei dieser Firma auf Ab- zahlung eine Wirtschaft genommen, die ihm als alt verkauft wurde. Sie war schon mal einem anderen Abzahlungskäufer wieder ab- geholt worden, und vielleicht sogar schon mehreren. Aber der ganze noch einmal zurechtgeputzte Kram, der aus Ausziehtisch mit vier Stühlen, Spiegel nebst Spiegelspind, einem Kleiderspind, einer Bett- stelle, zwei„zugegebenen" Gardinenstangen, einem Küchenspind, einem Küchentisch nebst Küchcnrahmen und einem„zugegebenen" Kohlenkasten bestand, kostete immer noch 218 Mark. In den„Be- dingungen" stand der übliche Paragraph:„Bis zur völligen Tilgung behält sich der Verkäufer das Eigentumsrecht vor." Ein anderer Paragraph bestimmte noch genauer:„Hat Käufer ein laufendes Konto, so werden alle Zahlungen stets zuerst auf die schnell ver- schleißenden Sachen verrechnet, und bleibt das Eigentums- rechtder Firmaanallenvonder Firma bezogen en Sachen bis zur vollständigen Tilgung der je- weiligen Rest schuld bestehen." Die Gelegenheit, diese schlau herausgetiftelten Bestimmungen gegenüber dem Abzahlungs- käufer anzuwenden, fand sich für die Firma bald genug. P. wurde krank, und die Zahlungen stockten. 57 Mark hatte er abgezahlt, aber weiter ging's nicht mehr, wenigstens einstweilen nicht. DaS Ende vom Liebe war, daß ihm eines Tages die Firma durch einen ihrer Angestellten unter dem Beistand eines Gerichtsvollziehers die ganze Wirtschaft(mit Ausnahme der„Zugabe") abholte. Der Gerichtsvollzieher meinte, für die bereits bezahlten 5 7 Mark sei dem Schuldner doch ein Teil der Wirtschaft zu be- lassen, aber der Angestellte bestand auf Mitnahme aller Möbel st ücke. Hiernach muß man annehmen, daß die Firma, die das für zu- lässig hält, die Abnutzung nach einjährigem Gebrauch schon auf 57 Mark schätzt, obwohl sie selber den ganzen Kram beim Verkauf nur noch mit 218 Mark bewertet hatte. Da möchten wir wirklich wissen, wieviel eigentlich an dieser mehrfach abge- holten Wirtschaft im ganzen bereits verdient worden ist und wieviel an ihr bei künftigen Ab- holungen noch verdient werden wird. Bei solchen sich mehrfach wiederholenden Wanderungen gebrauchter Abzahlungs- wäre dürfte der„Segen" der Abzahlungsgeschäfte nur den Ab- zahlungsgeschäften selber bemerkbar werden. Schwer verletzt in die hiesige Klinik in der Ziegelstraße einge- liefert wurde vorgestern der 17jähr. Zimmerlehrling Havelland, dek bei dem Bauunternehmer Marzillier in Oranienburg beschäftigt war. Er war auf einem Neubau an der Kurfürsten- und Moltkc- straße mit dem Bearbeiten eines Balkens tätig, wobei unter einem Hieb des Lehrlings plötzlich ein spitzer Ast sich aus dem Holzstanun löste und dem H. in das linke Auge drang. Der Verletzte wurde sofort in die Berliner Klinik übergeführt, wo eine Operation vor- genommen werden mußte. Leider wird Havelland den Verlust des Auges zu beklagen haben. AuS der Haft entlassen wurde der Handelsmann Jacoby aus der Greifenhagenerstraße, der am Dienstag während eines Streites auf den Hausverwalter Klose einen Revolverschuß abgab. Wie uns mitgeteilt wird, ist Jacoby nicht wegen rückständiger Miete gekündigt; er hatte vielmehr dieselbe pünktlich bezahlt. Die verschwundene Hermelin-Baa. Große Aufregung herrschte vorgestern abend auf dem Anhalter Bahnhof bei Ankunft des letzten D-Zuges. Eine junge Dame trat mit der Behauptung hervor, daß ihr unterwegs eine kostbare Boa im Werte von tausend Mark von Mitreisenden gestohlen sei. Sic forderte von der Bahnpolizei die Durchsuchung der übrigen Fahrgäste. Hierzu kam es jedoch nicht. Es wurde vielmehr ein Absuchen der Bahnstrecke zwischen den nächsten Stationen angeordnet, wobei auch die Boa hinter Groß. Lichterfelde wirklich gefunden wurde. Anmeldungen zum zweite» Nachtrag des Berliner Adrehbuch» 1907 werden spätestens bis zum 9. April d. I. von der Adreßbuch» Redaktion, SW. 68, Zimmerstr. 37-41, erbeten. In diesen finden alle Wohnungs, und Grundbesitz-Beränderungen� GeMjts.Er» Öffnungen und-Verlegungen, die im ersten Nachtrag noch nicht be. rücksichtigt find, Ausnahme, auch wenn sie erst im Laufe ves Jahres zu einem jetzt schon feststehenden Zeitpunkt stattfinden werden. Der Nachtrag erscheint Ansang Mai und wird an alle Abnehmer der Hauptausgabe unentgeltlich verabfolgt. Vorort- JVadmcfotem In der Charlottenburger Stadtverordnetenversammlung tont Mittwoch wurde zunächst die Beratung des Etats zu Ende geführt. Zu dem Etat der Gemeindeschulen lagen zwei sozialdemokratische Anträge vor, der eine verlangte die Gewährung freier Lernmittel für alle Schüler der Gemeindeschulen, der andere eine Erhöhung der für den Bau neuer Gemeindeschulen aus- geworfenen Summen. Die Vertreter der bürgerlichen Parteien ließen unsere Genossen V o g e l und Dr. B o r ch a r d t die Anträge begründen, um sie dann, vertrauend auf die Macht, die ihnen das Dreiklastenwahlshstem verleiht, ohne jede Diskussion abzulehnen. Früher gaben sich die bürgerlichen Stadtverordneten wenigstens noch die Mühe, sozialdemokratische Anträge sachlich zu widerlegen. Das halten die Herren aber, seitdem der mit Recht so verrufene Berliner Kommunalfreisiiin in Charlottenburg zur Herrschaft ge- langt ist, nicht mehr für nötig. Wie tief diese Sorte von Lrberalis- mus gesunken ist, beweist namentlich das Schicksal des Antrages auf Gewährung freier Lernmittel. So lange die Freisinnigen die Minderheit bildeten, hatten sie selbst die Gewährung freier Lern» mittel beantragt. Heute, wo sie die Mehrheit haben, sind sie Plötz- lich dagegen; sie haben mit dem Magistrat ein Kompromiß ge- schlössen, bis zur Durchführung der geplanten Hebung der Ge- meindeschulen von ihrem Antrag Abstand zu nehmen, und hinter dies Kompromiß flüchten sie sich, um ihren Umsall zu verdecken. Beim Etat der höheren Mädchenschulen gelangte ein Antrag Kaufmann(lib.) auf Errichtung einer vierten höheren Mädchenschule zur Annahme. Beim Etat der Fortbildungsschulen wurde die Einführung eines Kursus in der Bürgerkunde beschlossen. Bezüglich der Ausdehnung des obligatorischen Fortbildungsschul- Unterrichts für weibliche Handelsangestellte gab der Stadtschulrat Dr. Neuf ert die Erklärung ab, daß der Magistrat diese wich- tige Frage nach wie bor ernst erwäge; er befinde sich aber m einer Zwangslage, da die zur Verfügung stehenden Räume bis aus den letzten Platz ausgenutzt seien. Erst jetzt seien auskömmliche Räum- lichkeiten geschaffen, die hoffentlich in den großen Ferien oder zu Beginn des Winters bezogen werden könnten. Eine Reihe von Etats riefen keine oder doch keine nennenswerte Debatte hervor. Erst bei Kapitel X(Sonstige Gemeindoeinrich- tungen) kam es wieder zu lebhafteren Auseinandersetzungen. Unter anderem wurde hierbei ein sozialdemokratischer Antrag angenom- men, der dem Magistrat eine Erhöhung der Löhne für die älteren Hülfsarbeiter und die in der Parkverwaltung beschäftigten Frauen empfiehlt. Der Dezernent der Parkdeputation, Stadtrat Tobelmann, vertrat bei dieser Gelegenheit den echt kapitalistischen Standpunkt, die Stadt Charlottenburg brauche nicht mehr zu zahlen, da das Angebot von Arbeitskräften sehr groß sei. Genosse Hirsch trat diesen Ausführungen entgegen. Die Annahme des Antrages Vogel erfolgte mit großer Mehrheit. Hoffentlich wird der Magistrat ihm Folge leisten, was um so notwendiger ist, da in der Parkverwaltung Aoch Löhne von sage und schreibe 2 M. bezahlt werden. Die Beratung des Kapitels XV(Gemeindesteuern) rief eine Besprechung der Frage der Wertzuwachssteuer hervor. Die sozialdemokratische Fraktion hatte im Prinzip die Einführung dieser Steuer beantragt. Ihren Antrag, den Magistrat um eine ent- sprechende Vorlage zu ersuchen, begüudete Genosse Dr. Bor- ch a r d t, derM. (39 500 M.), Zuschuß 35 700 M.; Schulverwaltung 141 000 M. (117 000 M.), Zuschuß 94 000 M.; Armenverwaltung 26 100 M. (23 500 M.), Zuschuß 20 500 M.; Straßenverwaltung 87 700 M. (60 000 M.), Zuschuß 79 100 M.; Feuerlöschwesen 2500 M.(4800 M.). Im Vorjahre wurden für die Feuerwehren neue Geräte gekauft» weshalb der diesjährige Betrag geringer ist. Steuerverwaltung 50 800 M., demgegenüber steht eine Einnahme von 414 000 M. Unter Titel Außerordentliche Verwaltung steht das Rieselgut Münchehofe in Ausgabe mit 45 000 M., Zuschuß 4100 M. Letzterer betrug im Vorjahre noch 16 000 M. und dürfte sich im kommenden Jahre noch weiter verringern; es waren außerordentlich große Neu- anschaffungen notwendig, um eine rationelle Betriebsweise herbei- führen zu können. An direkten Steuern sollen im Etatsjahr 1907 erhoben werden 120 Proz. Zuschläge zur Staatseinkommensteuer inkl. Kreissteuern. Im Vorjahr wurden 130 Proz. Gemeindesteuern erhoben. Ferner kommen zur Erhebung 180 Proz. zur staatlich veranlagten Gewerbesteuer, 25 Proz. zur Betriebssteuer und 2,4 Proz. Grundwertsteuer. Als Grundwert sind angegeben für bebaute Grundstücke 28� Millionen und für unbebaute 25 Millionen Mark, doch dürfte der eigentliche Wert mindestens das Doppelte betragen. Die Umsatzsteuer ist mit 85 000 M. veranschlagt, gegen das Vorjahr mehr 35 000 M. An indirekten Steuern sollen ein- kommen: Bier- und Brausteuer 12000 M.(10000 M.) und Hundesteuer 6 200 M.(5 000 M.), pro Hund 0 M. Die Beratung des Etats findet erst im April, unter Leitung des neuen Gemeinde» Vorstehers, statt. Grünau. Was lehren uns die letzte» Reichstagswahlen? lautete das Thema, über das Genosse Schröder in der letzten Wahlvereins- Versammlung referierte. Die Abrechnung von den Wahlen ergab eine Einnahme von 296,75 M. und eine Ausgabe von 266,99 M. Die Maifeier wird begangen durch eine von den Gewerkschaften zu veranstaltende Morgenvcrsammlung und durch eine Abendfeier im Jägerhaus. Genosse Mitzner gab alsdann einen kurzen Heber- blick des Gemeindeetats. Danach ist die verzinsbare Schuldenlast Grünaus auf 460429 M. angewachsen, die 16 200 M. für Ver- zinsung und 5600 M. Schuldentilgung erfordert. Die neu erbaute Kirche kostet 40 000— 60 000 M. mehr als veranschlagt war. Dafür soll beim Armenetat, für den 3000 M. ausgesetzt sind, 700 M. gespart werden. Zur Errichtung einer Badeanstalt und einer Turnhalle für die Gemeindeschüler ist noch kein Geld vorhanden, wohl aber hat die Gemeindevertretung den Zuschuß zu einer Privat» schule von 1000 M. auf 1500 M. erhöht. Auch die Gemeinde- schulen lassen viel zu wünschen übrig; Lehrmittel für unbemittelte Kinder sind häufig nicht vorhanden. Es sei höchste Zeit, meint Redner, daß die Arbeiterschaft für eine würdige Vertretung in der Gemeinde Sorge trägt, da von den Bürgerlichen auch nicht das geringste zu erwarten sei. Weihensee. In einer vorige Woche stattgehabten öffentlichen Versammlung deS Wahlvereins referierte Gemeindevertreter Genosse Schmutz iiber»Das verflossene Jahr in der Gemeindevertretung". Redner führte aus, daß feit dem Ableben des alten Gemeindevorstehers Feldmann eine neue Aera in der Kommunalpolitik Weißensees angebrochen sei. Nur dem Widerstande der bürgerlichen Gemeinde- Vertreter sei eö zuzuschreiben, daß hunderttausende von Mark durch eine engherzige und auf Wahrung ihrer Interessen gegründete Cliquenlvirtschast dem Orte seiner- seits entgangen, anderseits aufgehalst worden seien. Trotz der enormen industriellen Entwickelung des Ortes sei z. B. die Gas- und Wasserversorgung bei hohen Gewinnen durch langjährige Verträge (bis 1924 bezw. 1937) privaten Gesellschaften überlassen. Ebenso liege eS mit der Lieferung von Elektrizität, welche im Orte an Be- deutung zu gewinnen beginne. Bei der Abänderung der örtlichen Bestimmungen über die Kanalisationsanlagen habe eS sich herausgestellt, daß der Gememde der lausende Meter 60 M. gekostet habe, während die Belastung der Interessenten nur 15 M. betrage, also eine jahrelange erhebliche Liebesgabe verschenkt worden set. Den Beginn einer vernünftigen Bodenpolitik der Gemeinde bedeute der bisherige Erwerb von fünf Grmrdslücken und die Gründung eines GrunderwerbssondS mit einem Stammkapital von drei Millionen. Zu begrüßen sei die lieber- nähme des Friedhofes in eigene Verwaltung, welches einen schätzungs- weisen Gewinn von 5000 Mark verspreche.— Gänzlich aus un- genügender Basis stehe das Armen- und Waisenwesen und sei der am meisten stiefmütterlich behandelte Teil des Gemeinde- etatS. Treffend wies Redner nach: Daß der Staat, welcher auS der Gemeinde Weißensee im ganzen 150 391 Mark direkte und zirka 1 500 000 M. indirekte Steuern ziehe, derselbe» einen Bruchteil von kaum 60 000 M.. noch dazu in 5 Positionen als Staats- ziifchuß leiste.— Beim Schuletat beleuchtet Redner den krassen Widerspruch zwischen Volks- und Realschüler. Für den elfteren wende die Gemeinde in 7 Schulen mit 138 Klassen und ebenso viel Lehrern, bei einer allerdings' relativ niedrigen Maximalfrequenz von 44 Schülern, pro Kopf 56,64 M. auf,— bei letzteren bei einer solchen von 20,5 Schülern dagegen 125 M. Der neue Bürgermeister habe in anerkennenswerter Weise das Gemeindesteuerruder gelenkt, dabei habe die sozialdemokratische Fraktion bei jeder Gelegenheit geschlossen hinter demselben gestanden. Aus dem Gebiete der Pflegekinder- sürsorge ist eine Liste von Frauen des hiesigen Frauenbildungs- Vereins berücksichtigt worden, so daß nunmehr auch Vormundschaften. erleichtert durch die Verlegung des Vonnundschastsgerichts an den Ort. von Frauen der Arbeiterschaft angenommen werden können. Redner streifte noch kurz die Oppositionstut des nunmehr aus dem Sattel gefesten Herrn Dr. Pape, der auf allen Gebieten ein Hemm schuh für ein gedeihliches sozialpolitisches Arbeiten gewesen sei, und tadelte noch zum Schluffe feines zweiſtändigen Referates die geringe Anteilnahme der Einwohnerschaft am tommunalen Leben. Diskussion bewegte sich im Sinne des Referates. Angehörige der bürgerlichen Parteien betätigten sich nicht.- eieno Tegel. sowie der Post- und Padwagen des Schnellzuges und der Viehwagen reicht werden können. Nachteile würde Ihr Sohn schwerlich haben. find stark beschädigt worden. Der Betrieb wurde aufrecht erhalten. Ein fünfstödiges Haus eingestürzt. Wie aus Lemberg vom gestrigen Tage berichtet wird, ist in der Boltiewerstraße vorgestern abend ein fünfstöckiges Haus eingestürzt. Bis gestern konnten nur brei Personen aus den Trümmern gezogen werden. Nachtlänge zum New Yorker Eisenbahnunglüd. Gegen den einen der Vizepräsidenten Alfred Smith ist wegen des EisenbahnGeneraldirektor der New Yorker Zentralbahn Jra Mc Cormick und unglücks an der Kreuzung der 205. Straße und der Webster Avenue Anklage wegen fahrlässiger Tötung erhoben worden. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 31. März( 1. Feiertag): Festvortrag des Herrn E. Vogtherr- Wiesbaden:„ Das Erwachen des Lebens. Montag, den 1. April( 2. Feiertag): Festvortrag des Herrn Adolf Stern. Beide Borträge finden vormittags 10% Uhr, in der Turnhalle der Schule Kleine Frankfurterstr. 6 statt. Herren und Damen als Gäste sehr willfommen. antwortlich.. 1 1 Briefkaften der Redaktion. G. 21. 1. Nein. 2. Ja. 2. R. 20. Photographie. Joa S. 888. Die Erlaubnis müßte von Ihrem Mann erteilt werden; wenn er sich dessen weigert, so können Sie durch das Vormundschaftsgericht seine Genehmigung ergänzen lassen, bezw. Beantragung, daß das Erziehungsrecht dem Vater völlig genommen 5. 2. 35. Wenden Sie sich an einen Glaser. 2. H. 3. Gie fönnen mit Aussicht auf Erfolg die Ausstellung des Baffes beantragen. wird. Ste hätten sich an das Bezirkskommando und an das Polizeipräsidium zu wenden. 23. 25. 1. Ja, es sei denn, Sie wollen haufieren. 2. Zwischen 3 und 25 M. G. 2. 20. Das mietende Ehepaar ist in Ihrem Falle geboren ist, wird mit Beginn des 23. März 1907 31 Jahr, tritt in das im Recht. M. 3. 1. und 2. Ja. K. 2. Wer am 23. März 1876 82. Lebensjahr. Eingegangene Druckfchriften. Von Baul Kampffmeyer. 116 Seiten. Berlag von Alexander Schlicke u. Tie. Streifzüge durch die Theorie und Praris der Arbeiterbewegung. in Stuttgart. Preis 1 M. Für Bartei- und Gewerkschaftsmitglieder 60 Pf. Fürsorge für die schulentlassene männliche Jugend von Pastor Plaß. Berlag: Albert Fischer, Zehlendorf. Des Zentrums Wandlung und Ende. Von 2. v. Savigny. 1 M. Berlag: H. Walther, Berlin W. 30. Kolonialerziehung des deutschen Volkes. Von E. Preuß. Geh. 1 M Verlag: A. Dunder, Berlin W. 35.. Bolkswirtschaftliche Blätter Nr. 6 Herausgegeben von Herm. Edwa Krüger- Berlin. Karl Heymanns Berlag, Berlin W. 8. Geschäftsbericht der Ortskrankenkasse der Maler zu Berlin für das The Stifte In der lebten Gemeindevertretersigung widmete der Vorsitzende dem Andenken des jüngst verstorbenen Gemeindekassenrendanten einige ehrende Worte. Die Umgestaltung der Uferstraße zu einer etwa 40 Meter breiten Bromenade war bereits einmal vorberaten. Die Baufluchtlinie soll gerade gelegt werden, wodurch die Anlieger 6-8 Meter Landzuwachs erhalten und die erforderliche Seefläche bom Wasserfistus er vorben wird. Es wurde jetzt beschlossen, die Straßen- und Baufluchtlinie festseßen zu lassen. Neben sechs Meter Bürgersteig soll zwölf Meter Fahrdamm und zirka 40 Meter breit die Promenade angelegt werden. Die Anlage wird 420 Meter lang sein. Die Gemeinde hofft, daß der Wasserfistus in Rücksicht auf die Verschönerung die zu erwerbende Wasserfläche billig ablassen wird. Der Antrag auf bauplanmäßige Verlängerung der Buddestraße über die Beitstraße hinaus bis zur Gaswerfstraße wurde Die juristische Sprechstunde findet Friedrichstr. 16, Aufgang 4, borläufig nicht berüfsichtigt, dagegen soll versucht werden, durch Verhandlungen mit den Anliegern den Ausbau der Beitstraße eine Treppe( Sandelsstätte Bellealliance, Durchgang auch Lindenstr. 101), wochentäglich bon 7 bis 9% 1hr abends statt, Geöffnet 7 Uhr. zwischen Berliner- und Buddestraße zu ermöglichen. Der Stadt Sonnabends beginnt die Sprechstunde um 6 Uhr. Jeber Anfrage ist ein Berlin wurde die Genehmigung zum Bau der Brüde III der Gas- Buchstabe und eine Zahl als Werkzeichen beizufügen. Briefliche Antwort Sahr 1906. 62 Seiten. Drud: Maurer ut. Dimmid, Berlin S. 42. anstalt über die Schönebergerstraße erteilt. Zum 14. internationalen wird nicht erteilt. Gilige Fragen trage man in der Sprechstunde vor. Berliner Marktpreise. Aus dem amtlichen Bericht der städtischen Kongreß für Hygiene und Demographie wurde Gemeindevertreter 2. B. 12. 1. Nach Ihrer Darstellung erbt Ihre Frau ein Viertel des Nachlasses, jedoch erhält die Witwe die Hochzeitsgeschente und die Haus- Markthallen Direktion.( Großhandel) Rindfleisch Ia 66-71 pr. 100 Bid. Dr. Roeser beauftragt, Tegel zu vertreten. Für die Erneuerung der haltungsgegenstände als Boraus. 2. Den Anspruch müßten Sie der Bitme IIa 60-65, IIIa 54-59, IVa 46-52, dän. Bullen 60-65, holl. 0,00. Denkmäler der 1866 Gefallenen in Böhmen, wurden einstimmig gegenüber erheben. 30 M., für eine Turnhalle des Turnvereins in Windhuk gegen die kann in zehn Jahren verjähren. Bon Amtswegen geschieht nichts. 3. Der Anspruch Stalbfleisch, Doppelländer 110-125, Ia 84-92, IIa 74-82, IIIa 54-70, Hammelfleisch Ia 62-72, IIa 46-60, Albert 100. Aller Voraussicht nach holländ. 58-70, dän. 55-65. Stimmen unserer Genossen Lichtenberg und Rodeite 20 M. be- ist die betreffende Bant durchaus sicher. Rothirsch plombiert per Pfund 0,45-0,55 2. P. 128. 1. Nur, wenn der Schweinefleisch 46-54. willigt. Die bringend notwendige Uebersiedelung des Gemeindes Tod infolge des Unfalls mittelbar oder unmittelbar eingetreten ist, steht ber Rothirsch Abschluß 0,56. Dambirich 0,50 0,55. Wildschweine 0,48. FrischStaninchen per Stud 0,75-1,00. Hübner, alte, pet bauamtes in Mietsräume des Hauses Veitstraße 40, und die An- Bitwe eine Unfallrente zu. 2. Nein, aber die Witwe. 2. 3. 100. linge 0,00. WolgaStid 1,60-3,50, bo. IIa 1,20-1,50, bo. junge 1,00-1,60. w. stellung eines Bautechnikers mit 150-180 m. Gehalt wurden be- 1. Mein. 2. Stellen Sie Klage an. Waldes hühner 1,40-1,85. Tauben 0,50-0,85, italienische 0,95. Enten per Pfund willigt. Zum Statutenentwurf für den Straßenbahnzweckverband 10. Leider würde ein Antrag auf Rückzahlung erfolglos fein. zwischen Berlin und den Vororten erklärte die Gmeindevertretung, rauschen 2. Ja.-P. B. 10. Eine Darlehnsforderung verjährt in 30 Jahren. 2,75-3,60, bdito Eis: per Stüd 2,00-2,70, Samburger per Stud 3,00 Schiebermage. Nafsuben oder Staschuben nennt man einen slavischen bis 5,00, Gänse, Hamburger per Pfund 1,00-1,20, dito Eis- 0,60. Hechte daß sie ihn ablehnen müsse, da für die Gemeinde ein Vertrags- Stamm, der in einem Teil Westpreußens( in Buzig, Neustadt, Danziger per 100 Pfund 77-95, groß 70-93, matt 0,00. Bander mittel 0,00, verhältnis wie das vorliegende nur zweck haben würde, wenn ganz Höhe, Karthaus, Berend, Konik, Schlochau) und Bommerns( in den Kreisen unsortiert 120, bo. matt 0,00. Schleie. holl. 82-83, bo. groß 0,00, do. flein 0,00. Male, groß 146, mittel 0,00, flein und mittel 0,00. bestimmte Garantien für die baldige Ausführung gewisser Linien Bütow, Lauenburg und Stolp) wohnt. Die sogenannte Staffubensprache ist Plögen, Klein 0,00, bo. groß 0,00, bo. 35-50. Starpfen 40-50er gegeben würden. Zunächst erscheine daher der Bertrag durch das eine zwischen dem Bolnischen und Niederdeutschen liegende Mundart. Aland 0,00. Fehlen solcher Garantien undiskutabel.. Die Gemeindevertretung A. B. Kirche. Wenn Sie aus der Landeskirche im Jahre 1907 aus 69-73, bo. 50-70er 0,00, bo. 70-80er 73. Blete 62-67. Barse, matt 0,00. Karauschen 0,00. Blei fei aber gewillt, in Verhandlungen einzutreten, sobald die Stadt getreten sind, so haben Sie für Ihre Person vom Ablauf des Jahres 1908 Bunte Fische 50-85. Wels 0,00. Quappen 0,00, Amerikanischer Lachs IBerlin bereit fein wollte, ihre Untergrundbahnlinie Süd- Nord bis ab Kirchensteuer nicht mehr zu zahlen. Für die auf Ihre Fraut, falls diese fifche 0,00. Tegel auszudehnen. Es bestehe Neigung, sich eventl. sogar materiell nicht aus der Kirche austritt, entfallende Kirchensteuer find Sie mit per neuer per 100 Pfd. 110-130, do. IIa neuer 90-100, bo. IIIa neuer 70. Sprotten, Kieler, Wall 1,00-1,50, Danziger, Kiste G. S. B. Das von der Firma geleistete-Abendbrot ist Seelachs 25-30. an der Tegeler Strede zu beteiligen. Auf Antrag unseres Genossen dem Gehalt und dem Einkommen nicht zuzurechnen. Unders steht es mit 1,00. Glundern, Stieler, Stiege Ia 3-4, bo. mittel ber Stifte 2-3, Hamb. Bücklinge, per Wall Nieler 3,00-3,50, Lichtenberg wurde dann endlich noch über die neue Besoldungs- dem sogenannten Geschenk. K. M. O. 27. Sie sollten mit Ihrer Stiege 4-6, balbe stifte 2,00. ordnung in öffentlicher Sigung beraten. Danach werden die Ge- Frau weiter zusammenleben. Ein Grund zur Ehescheidung liegt nicht vor. Stralsunder 4,00-5,00. Nale, groß der Pfd. 1,10-1,40, mittelgroß 0,80-1,00, flein 0,60-0,80. Heringe p. Schod 5-9. Schellfische Stifte 5-6, do. hälter aller Beamten um 2-300 m. jährlich erhöht. Dem stimmte Die Verwaltung der Möbel steht Ihnen zu. O. Kr. Die Protokolle die Gemeindevertretung einstimmig zu. Dann aber kam der werden nicht wörtlich aufgenommen. Sie könnten lediglich die be: 2-3. Stabliau, geräuch. p. 100 Bfd. 25-30. Heilbutt 0,00. Sardellen, 1902er hintende Bote nach. Auf Antrag des Gemeindevorstandes wurde treffenden als Zeugen angeben, wenn Sie Ihre Absicht verfolgen würden. per Anfer 95, 1904er 93, 1905er 90, 1906er 75-80. Schottische Boltheringe beschlossen, die jetzt übliche Dienstzeit von 8-3 Uhr wieder ab- richten. Material finden Sie in Wehrings Geschichte der Sozialdemokratie" Seringe, neute Matjes, per 10 6 120. A. 3. 1. Ja, Sie müßten schon selbst sich über den Beitraum unter 1905 0,00, large 44-48, full. 38-40, med. 36-42, deutsche 37-44. Sardinen, ruff., daß zuschaffen und dafür die frühere, um eine Stunde längere und in der Broschüre Zehn Jahre Sozialistengejek". 2. Ja. 3. Nein. 1,50-1,60. Bratheringe, Büchse( 4 Liter) 1,50-1,75. Neunaugen, Dienstzeit von 8-1 Uhr und von 3-6 Uhr wieder einzu-.., Salle. Sie" müßten bei dem Amtsgericht den Antrag auf Aus- Schodjaß 11, fleine 5-6, Riesen- 14. Gier, Land-, per Schod 3,75-4,20. Butter führen. Dagegen stimmten unsere Genossen Lichtenberg und einandersetzung mit dem Kinde stellen. Den Auseinandersehungsschein per 100 Pfd. Ia 114-116, IIa 110-114, IIIa 107, abjallende 95-100. Rodeite, sowie auch die Gemeindevertreter Dr. Roeser und Friz müssen Sie vor der Heirat beim Standesamt beibringen. 3. S. 1. Saure Gurfen Schock 4,10-4,50, Pfeffergurten 4,00-4,50. Startoffeln Müller. Schöffe Magistratssekretär Reichelt begründete den An Der Staat handelt weder in diesem noch in vielen anderen Fällen nach per 100 Bid. 0,00, magnum bonum 2,50-2,75, Daberfche 2,25-2,50, weiße 2,00-2,25, Salatfartoffeln 6,00-8,00. Spinat trag und führte dabei aus, auch Berlin hätte längst die früheren biblischer Vorschrift. E. P. T. Nach dem Einkommensteuergesetz könnte Rosen 0,00, per 100 Bfund 25-40. Karotten per 100 Pfund 18-20. Dienſtſtunden wieder eingeführt, wenn nicht fast alle Beamten vielleicht ein Arbeitgeber, nicht aber ein Arbeiter Fahrgeld zur Arbeitsstelle Sellerie, hiesige, ber Schod 4,00-10,00, do. pommeriche 6,00-12,00. Zwiebeln in Abrechnung bringen. 3. O. 750. Uns nicht bekannt. 8. 61. außerhalb wohnten. Die Beamten wünschten eine solche Aenderung. Sa. A. D. 19. Ein Alter ist nicht vorgeschrieben. R. 13. Sie große, per 100 Pfd. 3,50-4,00, bo. fleine 2,80-3,00. do. biesige( Berl-) Hierauf folgte noch eine vertrauliche Sitzung. 0,00. Charlotten 0,00. Beterfilie, grün, Schodbund 2,50-4,00. Sobirabi müßten zahlen, können aber um Stundung einfommen. 2. K. 200. per Schod 0,00. Rettig, bayr. per Schod 2,40-4,80. Mobrrüben per 100 ẞfund 1. und 2. Rein. 3. und 4. Ja. R. F. in R. S. Friedenau. 3,00-4,00. Teltower Rüben per 100 Pfd. 8-10. Weiße Nüben, große Religion ist Privatsache. Hermann P. 99. Ja. 0,00, 0,00. Rote Rüben 4,00-5,00. Blumenkohl ital. 23. St. 88. Wilhelm 36. Bir müssen Sie bitten, die Quittungen selbst durchStohlrüben per Schod 2,00-2,50. Wirsingkohl zusehen. 2. N. 4. Bier mit neun Abgeordneten. B. B. 39. per Storb 2,00-3,00. ber 100 Pfd. 3,00 4,50. Rotkohl per 100 fb. 3,00-4,00. Benden Sie sich direkt an die Direktion. G. 198. Baß erhalten Sie 100 fb. 1,75-2,75. Weißkohl Rosenkohl per 100 ẞfb. 20-30. auf Antrag bei der Polizeibehörde. M. 42. Das Buch tönnte gesperrt Grünkohl per 100 f. 10,00-15,00. Rhabarber 100 35. 3,00-13,00. werden. P. P. 100. Ja, aber die Frau tönnte das Stapital abheben Birnen, per 100 fb. biefige 0,00, böhm. 15-22, ital. 28-35. Mepfel, per und darüber berfügen. W. 35. Wenden Sie sich an das Batentamt. 100 Bid. hiesige 5-25, Tifoler, Stifte 30-60, Calville, Stifte 50-110, H. M. Triftstraße. Nein. In der Stadtverordnetenversammlung wurde über vier An- Dort tönnen Sie auch mündlich vorsprechen. B. 27. Eine Stlage wegen Beleidigung wäre aussichtslos. Wegen Amerikanische 18,00-35,00, Stal., Stifte Ia 12,00-20,00, extra 18,00 bis 30,00. Bitronen, Messina, 300 Stüd 9,00-10,00, 360 Stüd träge unserer Genossen verhandelt. Die Anträge betrafen: 1. An- Rechtsschutes müßten Sie sich direkt an den Vorstand Ihrer Gewerkschaft 9,00-10,00, 200 Std 7,00-10,00. Apfellinen, Saffa, per stifte 0,00, Murcia stellung eines Schulargtes, 2. Errichtung einer besonderen Schul- wenden. Angelfarte. Wenden Sie sich an den Landrat. 86. G. 2. 200 et Stifte 6-10, bo. 300 er 8-11, Valencia 420 er Stifte 14-22,00, tlasse für schwachbegabte Kinder mit einer eigens dazu ausgebildeten 1. Der Beklagten steht jeder Beweis zu; ob sie mit ihren Beweismitteln do. 714 er 15-23,50, Messina, 100er 4,50-6, 150er 4,75-6, 160 er 8-13,00, Lehrkraft, 3. Unentgeltlichkeit der Lehrmittel an sämtliche Kinder, durchbringen würde, läßt sich nicht vorher beurteilen. 2. Die Klage können 200er 8-12, 300er 8-13, Blut 100er 6-7,50, do. 150 et 6-8,00, 80 er 4. Errichtung einer Pflichtfortbildungsschule. Genosse Helbig be- Sie mit und ohne den übrigen Erben einreichen. 3. und 4. Sie müßten 6,50-8,00. Ital. in Körben per 100 pfd. 0,00. Mandarinen, Rifte 0,75 gründete dieselben, fie fanden jedoch bei der Mehrzahl der Gegner fich zunächst von dem Magistrat bescheinigen lassen, daß Sie zur Eragung bis 2,00, bo. 100er, Stifte 4,00-5,00. der Kosten unvermögend sind. G. 2. 85. Nein. teine Sympathie, mit 15 gegen 5 Stimmen lehnte die Versammlung M. 29. 10. Spätestens am 3. April müßten Sie zum 30. Juni die Anträge ab. Von den zwei Gegnern, die für unsere Anträge tündigen. Eine Anfrage von Ihnen vom 10. März liegt nicht vor. stimmten, erklärte sich der eine nur für die Anstellung eines Schul- W. 1025. Liegt der Fall so, wie der in Nr. 58 geschilderte, so hätte die arztes, für die anderen Anträge war er gleichfalls nicht zu haben. Klage Aussicht auf Erfolg. W. B. 38. Der Betreffende tönnie lebigAls Grund ihrer ablehnenden Haltung gaben die Gegner an, daß lich durch einen Anwalt Wiederaufnahme des Verfahrens betreiben. die finanzielle Notlage es unserer Kommune nicht gestatte, solche Karl II. Kr. Die Zustimmung des Ehemannes müßte besorgt werden. Anträge zu verwirklichen. Von unseren Genossen wurde darauf 7. Wenn nichts anderes vereinbart ist, zuilt 30. des Monats. G. 2. 18. Ja. I. S., Chauffeestraße. Zum Eintritt in die Stasse hingewiesen, daß man bei der Bewilligung der Beamtengehälter, tönnen wir keineswegs raten.- Vormund 4. Sie müßten sich an das Vormundwofür auch unsere Genossen stets zu haben waren, die finanzielle schaftsgericht wenden, event. Aufnahme im Waisenhaus beantragen. 4 Daparanda 754 S Notlage nie so in den Vordergrund gerückt hätte, wie gerade hierbei, 2. G. 27. 1. 200 Warten. 2. Mindestens 800 Marten. 8. 140 Mart. 773 WNW 2 Dunst 4 Betersburg 766 2 1 halb bd. 5 Scilly 770 D 771 WS 2 wolten! 2 heiter Gustav 13. es würden sich auch Mittel und Wege finden, die erforderlichen Auch ohne Vereinbarung besteht getrennte Güter1 bebedt 9 berbeen 770 2N23 1 heiter Gelder für derartige Zwecke zu beschaffen. Selbst die Mehrzahl der gemeinschaft. Sie können vorderhand aber notariell oder gerichtlich einen 772 ND 772 SD 2 wolfig 771ND 1 moltent Statskommission, welche sich in ihrer Sigung bereits für 500 M. Bertrag machen, durch den die Berwaltung des Vermögens durch den Ehe 772 92 1 moltig für den Schularzt und für 200 M. für Lehrmittel entschlossen hatte, mann ausgeschlossen wird, in dem der Ehemann ferner das vorhandene P. 52 und andere Anfrager in Wetter- Prognose für Freitag, den 29. März 1907. stimmte gleichfalls gegen unsere Anträge. Bei der darauf erfolgten Bermögen der Braut anerkennt. Steuerfachen. Die Fragen find in einem besonderen Artikel vom Morgens und abends etwas nebelig, jonst meist heiter und troden, Etatsberatung waltete der stellvertretende Vorsteher energisch seines 28. d. W. behandelt. K. R. 150. Wenden Sie sich an eine Fort am Tage ziemlich warm bei mäßigen westlichen Winden. Amtes gegen unseren Genossen Helbig, indem er erklärte, ihm das bildungsschule. Heilung. Wenden Sie sich an einen Arzt. Demselben Wort nicht weiter geben zu können, wenn er nicht direkt bei der müßten Sie die volle Wahrheit mitteilen. Wenn Sie frühere Krankheiten W. S., München. 1. Uns Etatsberatung bliebe. Unser Genosse kritisierte nämlich den Etat verschweigen, so schädigen Sie sich selbst. 23asserstand am 28. März. Ibe bei luffig--teter, bei und wies darauf hin, daß derselbe anders ausfallen würde, wenn nicht bekannt. 2. Sie fönnen für jeden Beitraum abonnieren. 3. UnM. H. 100. Das Mädchen kann den Dienst am 30. bers Dresden+1,05 dp. verständlich. Elbe Elbe bet Magdeburg 4,14 Meter, fällt. die Stadtverordnetenversammlung aus allgemeiner, geheimer, Stendal. Meter. Uns nicht bekannt. Laffen. 2. 3. 999. Nein. bet Straußfurt Oder bei Ratibor 2,96 Meter. gleicher und direkter Wahl herborginge. Der Etat wurde bann ch. 8. Leider besteht solche Stiftung nicht. Schutte. Derartiges wäre der bei Breslau Oberpegel 1,06 meter.- Neißemündung 3,56 Meter. gegen die drei Stimmen unserer Genossen angenommen. Derselbe nur auf gerichtliche Anordnung möglich. Gegen die gerichtliche Anordnung Dber bei Brieg 3,98 Meter. balanziert in Ginnahme und Ausgabe mit 264 000 m. tönnte eingeschritten werden. Beranlassen Sie den Schwager weitere Der Arbeiterschaft in Bernau wird im November d. J. Ge- Schritte zu tun. Werber 07. Wiederholen Sie Ihre Anfrage. Mit legenheit gegeben werden, den bürgerlichen Herren über ihr Verläufer 1593. Wenden Ste fich an Crispin, Danzig- Langfuhr, Hertastraße 11. A. S. 1. Nein. 2.- 5. Wenden Sie sich an die Schuhhalten die Quittung zu berabfolgen. machergewerkschaft. 8. 2. 26. Der Meister hat weiter zu zahlen. 105. P. R. Eine Klage auf Ehefcheidung wäre nicht aussichtslos. Im übrigen wenden Sie sich vielleicht an einen Arzt. W. W. 103. 1. Die Sache ist bis jest gutreffend geführt. 2. Ueber den sogenannten Kompetenzfonflift hat das Oberverwaltungsgericht zu entscheiden. Teilen Sie uns den Termin, der etwa im Mai zu erwarten ist, mit. 3. Ja. 4. Nein. 5. Bis M. M. 3. Rein. zur Entscheidung durch das Oberverwaltungsgericht. Thaler 1812. 3 M. 5. S. 2. Für den Fall der Stlage würden M. A. 99. Der Sie voraussichtlich zur Zahlung verurteilt werden. Birt ist schadenersahpflichtig, falls nicht Ihr Vertrag eine entgegenstehende Bestimmung, wie fie in Berlin üblich ist, enthält. 5. B. 67. 1. Unter Umständen ja. 2. Nein. 2. 10. Steuernachforderungen sind für die Das Personal der Rangiermaschine hat sich Dauer von 3 Jahren zulässig. C. G. 100. Versuchen Sie es mit durch Abspringen in Sicherheit gebracht. Der Materialschaden ist einem Antrage an die Schuldeputation oder durch Rücksprache mit dem bedeutend. Beide Schnellzugsmaschinen und die Rangierlokomotive Rektor. Leider wird gegenüber den bestehenden Bestimmungen wenig er Straßenbahn Tegel- Hermsdorf. Ein neues Straßenbahnprojekt von Tegel über Freie Scholle- Waidmannslust nach Herms. dorf- Glienicke beschäftigt zurzeit die Gemeinden. Die Konzession ist einem Konsortium bereits erteilt, der Bau soll sofort beginnen, sobald alle Gemeinden, wie schon Glienice fich dafür ausgesprochen haben. Bernau. Vermischtes. Eisenbahn- Zusammenstoß. Der Schnellzug 53 fuhr Mittwochabend 6% Uhr bei der Einfahrt in den Bahnhof Bosen infolge Ueberfahrens des Saltesignals auf eine Rangiermaschine mit einem Viehwagen. Der Führer der ersten Schnellzugsmaschine ist schwer, der Heizer leicht verlegt, ebenso ist der Heizer der zweiten Maschine leicht verletzt worden. 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März 1907. heit, Unfall, Invalidität, Alter usw.), Regelung des Submissions- Abfuhrwesen und Rieselfelder, Mietwohnungsverwaltung, Logis tommunale statistische Aemter. bäckereien, Metzgereien,-Molkereien( Milchverkaufszentralstellen), Der schweizerische sozialdemokratische wesens, Ausdehnung der Regiearbeiten bei Hoch- und Tiefbauten, häuser für unverheiratete Arbeiter und Arbeiterinnen, GemeindeKommunaltag. St. Gallen, 25. März.( Eig. Ber.) Der am Sonnabend vor dem Parteitag abgehaltene Kommunal tag war von den sozialdemokratischen Vertretern in den Gemeindebehörden gut besucht und nahm einen durchaus befriedigenden Verlauf. Genosse Pfarrer Pflüger hielt ein sehr anregendes und instruktives Referat über:" Wesen, Bedeutung und 8iele unserer Gemeindepolitit", dem wir folgendes entnehmen: Die Schweiz zählt 30 211 Gemeinden, von denen 18 eine Einwohnerzahl von über 10 000 haben. Die größten Städte find Zürich mit 140 000, Basel mit 127 000, Genf mit 114 547, Bern mit 71 748 Einwohnern usw. Die schweizerischen Gemeinden haben durchaus freie Selbstverwaltung mit allgemeinem Wahlrecht nicht nur der Gemeindebürger, sondern aller Schweizerbürger. Indes kann nur die Proportionalwahl der Arbeiterschaft den ihr gebührenden Einfluß auf die Gemeindepolitik verschaffen. Der Referent machte auch Mitteilungen über die Arbeitervertretung in den Gemeindebehörden, die sich jedoch nur auf 14 Orte erstrecken und daher sehr unvollständig sind, da auch in zahlreichen ländlichindustriellen Gemeinden sozialdemokratische Vertreter den Behörden angehören. In den vom Referenten angeführten Orten gibt es 204 Arbeitervertreter in den Gemeindeparlamenten. In den Städten Zürich, Winterthur, Biel, Freiburg und Bern sißen 11 Sozialdemokraten in den Exekutivbehörden, in Biel ist bekanntlich auch der Stadtpräsident Sozialdemokrat. Die Aufgaben der fozialdemokratischen Gemeindepolitik gruppierte Pflüger in 7 Kategorien: 1 2. Hygienische und sanitarische Aufgaben: a) Volksbäder, Spiel-- Apotheken, Gemeindeschantstätten, Leih- und Sparkassen, Pfandpläße und öffentliche Anlagen, Versorgung mit Säuglingsmilch, leihanstalten, Holz- und Kohlenhandel, Gemeinde- annoncenblatt Wohnungsinspektion, Gerüstkontrolle, Schlachthäuser, Leichenhallen, usw. Bedürfnisanstalten, Kanalisation; b) unentgeltliche Arznung und Als dringendste Aufgabe bezeichnete er die Herstellung von Geburtshülfe, unentgeltliche Hauspflege und Wöchnerinnenpflege, fommunalen Wohnungen, die rationellste Fürsorge für Arbeitslose Krankenpavillons für Infektionskrante, Nervenkrante, Geschlechts- sowie die Durchführung der unentgeltlichen Krankenpflege und franke, Notfälle, Asyle für Unheilbare, Erholungshäuser für Ge- Geburtshülfe. Schließlich empfahl der Referent die Herausgabe nefende, Sanatorien, Ueberwachung des Kostkindersystems, Des- eines Hand- und Jahrbuches über den Stand des Gemeindeinfektionsanstalten. sozialismus und der Gemeindepolitik in den schweizerischen 3. Sozialpädagogische Aufgaben: Unentgeltlichkeit der Lehr- Städten. Dasselbe sollte auch einen Leitfaden der Kommunalmittel, Berabfolgung von Nahrung und Kleidung an Schüler, politik zur Anleitung der Arbeitervertreter in kleinen und mittleren Kindergärten, Jugendhorte, Ferienkolonien, Schulbäder, Hand- Gemeinden enthalten. Pflüger schloß: Das Ziel, worauf wir in arbeitsunterricht für beide Geschlechter, Spezialklassen für Schwach- der Kommunalpolitik, wie überhaupt im Sozialismus hinsteuern, begabte, Anstalten für verwahrlofte Kinder( Pestalozzihäuser), ist eine zunehmende Ausschaltung fapitalistischer Ausbeutung, eine Waldschulen, Haushaltungs- und Kochschulen, Lehrwerkstätten, gewisse Ausgleichung der heute vorhandenen ökonomischen GegenSchularzt, Schulklinik, Waisenhäuser. fäße. Wir hegen ein hohes Ideal der kommenden Stadt als einer Schußgöttin aller Schwachen und Bedürftigen, als einer alma mater, einer Nährmutter, unter deren Obhut und Pflege sich alle wohl und geborgen fühlen. 4. Moralische und Kulturaufgaben: Volkshäuser, Lesesäle, Voltsbibliotheken, Stonzerte, Theater, Museen, Kampf gegen Alkoholismus und Prostitution. 5. Steuer- und finanzpolitische Aufgaben: Publikation der Steuerregister, Vermehrung des kommunalen Grundeigentums, Besteuerung unbebauter Grundstücke, Liegenschaftssteuer( Bodenwert steuer) bis zur Wegsteuerung der Bodenrente. 6. Oeffentliche Dienste: Arbeitsvermittelung, Arbeitslosenfürsorge und-Versicherung, Unterstüßung der von den Arbeiterorganisationen eingerichteten Arbeitslosenunterstützung( Genter System), Einigungsämter, Wohnungsvermittelung, Markthallen, Lagerhäuser, Waschhäuser, Krippen, Betriebswerkstätten und Gewerbehallen, Greisen- und Invalidenasyle, unentgeltliche Be1. Organisatorisch- administrative Aufgaben: Arbeiterfreund stattung. liche Anstellungsverhältnisse der Staats- und Gemeindearbeiter 7. Wirtschaftliche Betriebe und Unternehmungen: Gas-, und Angestellten( Minimallohn, Ferien, Versicherung gegen Krank- Wasser-, Elektrizitätswecke, Straßenbahnen, Kehrichtverbrennung, An das sehr beifällig aufgenommene Referat schloß sich eine lebhafte Debatte, deren Ergebnis die Einsetzung einer Kommission zur Leitung der Geschäfte künftiger Kommunaltage und die Wahl Zürichs als Vorort war, wo die Kommission zu wählen ist. Eingegangene Druckfchriften. " Neue Gesellschaft." Heft 26. Herausgeber: Dr. H. Braun und Lily Braun. Berlag: Berlin- Schöneberg. Preis 10 Bf. Dr. D. Holzmann. 3 Bände. Mohammed und die Seinen. Politik. Von Dr. Stier- Somlo. 4 Bände. Christus. Von Prof. Von Prof. Dr. H. Reckendorf. 2. Bände. Jeder einzelne Band geh. 1 M., geb. 1,25 M.( Herausgeber Dr. P. Herre. Einzeldarstellungen aus allen Gebieten des Wissens. Verlag: Duelle u. Meyer in Leipzig. Hochmoderne Paletots u. Ulster 生 竄 住 Unübertroffene, schönste Ausmusterungen vornehmster Fassons und Farben. 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