Ztr. 7«. HfccnnfmentS'Btdlngungfn: Blcmnement«• Steil ftfinumetanba> «ieiteljührl. 3,30 Ml. mono«. 1,10 Ml. nfidlmtüA 28 Sffl. frei tnl HauS, Einzelne Stummei t Sfg. konnlags. Nummer mit illullri oiler Sonntags- Veilage.Die»leue Welt' 10 Pia. Söst- »donnemenl: 1,10 Marl pro Monat, »inaetragen in die Post-Zeitungi. reiSIüte, Unter tkeuzband Deutschland und Oesterreich< Ungarn 2 Marl, für dal übrige vuSIand 8 Marl pro Monat, Bostabonnementl nehmen an: Belgien, Dtiaemarl, Holland. Italien, Luleailurg, Parlugal, SumSttieit. Schweden und die Schwei!. 24. JichrK« «iW«J»l ttgNch uS» Butau- ys?* Verlinev Volksblertt. Die InfTtions-GcbQljr betrügt sür die sechSgespaltene Kolcne!» zeile oder deren Zlauin 60 Psg,, für politische und gewerlschaslliche Vereiui- und Versammlung»-An«-igen 30 Psg. „Kleine Hnzcigm", dal erste(seit- gedrucktes Wort 20 Psg,. jedes weitere Wort 10 Psg, Stellengesuche und Echlas« stellen-ilnzeigen da- erste Wort 10 Psg., jede! weitere Wort 5 Psg, Worte über IS Buchslaben zühlen sür zwei Worte. Inserate für die niichste Nummer müsseii b>S tillhrnachmitlagl in der tizped'tion abgegeben werden, Die Exvedil'.oii tp bis 7 Uhr abends geüstnet, lelegramnr. Adresse: „Sttizllltwglllbi vcri!»". ZcntraXorgan der rozfaldemohrati fchen partei Deutfcblandd. Redaktion: ÖCQ. 68, Lindenstraeae 69. ShrritfDrfdier:«m» IV. Mr. I««3. OFtcrn. Dic großen christlichen Feiertage: Weihnachten. Karfreitag, Ostern, Himmelfahrt und Pfingsten sind immer niehr zu blut losen Symbolen geworden. Die Erlösung der Menschheit durch Christus mag für einige wenige orthodoxe Theologen oder auch religiöser Mystik zugewandte Laien eine„Heils- tatfache" sein; für die ungeheure Masse der„christlichen" Menschheit ist sie nicht von der geringsten Bedeutung. Auf den Verlauf der Geschichte, auf die Handlungen der Mensch heit hat das Christentum— sofern darunter die Lehre von der Gleichheit und Brüderlichkeit verstanden ivird— nicht den geringsten Einfluß ausgeübt. Die ökonomisch- politischen Machtgebilde der verschiedenen Kirchen haben diese erhabene Lehre am brutalsten mit Füßen getreten. Im „Namen Christi" ist unendlich viel mehr Menschcnblut ge- flössen als während der Jahrhunderte der Chrislenverfolgungen. Schon die Tatsache, daß heute, zwei Jahrtausende nach der Stiftung der christlichen Lehre, eine Gesellschastsorduung be- slcht, die auf der Knechtung und Ausbeutung der Masse der Gesellschaftsglieder beruht, schon die andere Tatsache, daß sich noch heute, zlvei Jahrtausende nach Christi Geburt, die Völker unter dem Segen der jeweiligen Vertreter des Christentums in Kriegen blutig zerfleischen, beweist, wie wenig die christliche Lehre mit den gesellschaftlichen Taten in Einklang gebracht werden kann. Nicht immer war das Chnstentum wie heute bloße ethische Dekoration oder gar ein Mittel zur Einschläserung und Nieder- Haltung der unterdrückten Klassen. In den ersten Jahr- Hunderten seines Bestehens war es, wie heute der Sozialismus, das Evangelium der Enterbten und Unterdrückten. Und keines- Wegs eine Heilsbotschaft, dic die Erlösung erst in ein außer- irdischcsJenscits verlegte. Nein: hier auf Erden sollte das tausendjährige Reich des Messias errichtet werden, ein Reich der Gleichheit, Brüderlichkeit und Gerechtigkeit! Dieser Gedanke deL tausendjährigen Reichs, dieser Chilias- nrus war, wie heute der Sozialisnius, aus dem Empfinden der M a s s e n p s y ch c. aus den lv i r t s ch a f t l i ch e n Zu- stände» heraus geboren. Bereits che das römische Welt- reich militärisch und politisch zusammenbrach, zeigten die sozialen Vcrwesungssymptome seinen Untergang an. Die imperialistische Eroberungspolitik Roms beseitigte den selb- ständigen Bauernstand und das Handwerk und setzte an deren Stelle den durch Sklavenarbeit bewirtschafteten ländlichen Großbetrieb und die' ebenfalls durch Sklaven betriebene Manufaktur, DaS römische Proletariat bestand nicht gleich dem heutigen aus Arbeitern, sondern aus beschäftigungslosen expropriierten Freien oder Frei- gelassenen, die auf Kosten des Staates lebten. So lange der Wirtschaftliche Ausstieg währte, vermochte man das Proletariat durch„Brot und Spiele" in leidlicher Zufriedenheit zu halten. Als aber die weltpolitische Raubpolitik ihre Schranken fand, als der Zustrom an Beute und Sklaven zu verebben begann, als der wirtschaftliche Verfall auch die Lage des Proletariats immer verzweifelter machte, da fand dic wclterlösendc Idee des chiliastischen Urchristentunis besonders in den Schichten des Proletariats begeisterte Anhänger. Umfomehr, da die Er- lösungsbotschaft von dem nahe bevorstehenden tausendjährigen Reiche praktische Vorbereitung fand durch weitgehendste Gütergemeinschaft, die von den Christengemeinden der ersten Jährhunderte geübt wurde. Das Christentum dieser ersten Jahrhunderte war genau so«ordnungsfeindlich" wie der heutige Sozialismus. Es negierte den weltpolitischen Eroberer- und Ausbcuterstaat, es verfemte jede Anteilnahme an der Staatsgewalt. Das Urchristentum erklärte eS mit dem christlichen Bekenntnis für unvereinbar, ein Amt im Staate oder gar einen Posten in der Armee zu bekleiden l Dieser., u m st ü r z l e r i s ch e" Charakter des Christentums allein vcranlaßte jene grauen- haften Christenverfolgungen, denn in rein religiöser Hinsicht hatte Rom stetS die denkbarste Toleranz geübt. Der kommunistische Grundgedanke des Urchristentums konnte gleichwohl keine gescllschaftSumwälzende Kraft erlangen. Der christliche Kommunismus erschöpfte sich in dem Prinzip der gleichen Verteilung der erzeugten Güter; an eine kommunistische Gütererzcugung. die ja eine c n t- wickelte Maschinentechnik voraussetzt, dachte man damals nicht. Die Gütergemeinschaft aber schrumpfte im Laufe der Zeit, lind je mehr das Christentum feinem Sekten- charaktcr entwuchs, zu einem reichlichen Almosen- eben zusammen. Mit der Größe der Christengemeinden ildete sich auch allmählich die Scheidung zwischen Klerus und Laien heraus: das Christentum verlor mehr und mehr seinen sozial umstürzlerischen Charakter und verflüchtigte sich zu einer Jenseitigkeitsreligion, verknöcherte zu einer Kirche. Und jetzt begann sein„Sieges- z u g". Indem eS alles abstreifte, was sein innerstes Wesen ausgemacht hatte, indem es sich den sozialen und staatlichen Institutionen anpaßte und sogar den Stand eines Berufs- s 0 l d a t e n mit den christlichen Anschauungen für vereinbar erklärte, kurz indem es allen Konsliktsstosf beseitigte, bereitete es den Boden für seine offizielle Anerkennung. Ja hundert Jahre später avancierte es sogar zur offiziellen »staatsreligion! Seitdem herrscht das Christentum schon scchSzchnhundert Jahre— nur schade, daß vom christ- glichen Wesen in unserer Zeit erbittertster Klassenkämpfe, Welt > politischer Raufereien und kolonialer Bestialitäten so gar nichts 'zu merken ist! Der moderne Sozialismus hat die Ideale des Urchristentums wieder aufgenommen. Freilich mit dem Unter- schied, daß er nicht nur eine kommunistische Verteilung der Güter, sondern in erster Linie eine kommunistisch-genossen- schaftliche Güterproduktion anstrebt. Die EntWickelung der Maschinentechnik macht diese Vergesellschaftung der Produkttonsmittel nicht nur möglich, sondern sogar not- wendig, da dic heutige kapitalistische Produktton direkt unpraktisch und widersinnig geworden ist. Und auch das unterscheidet den modernen Sozialismus vom urchristlichen Kommunismus, daß er sich nicht in das Gewano religiöser Mystik hüllt und von dem Erscheinen eines Messias die Schaffung des„Tausendjährigen Reiches" er- wartet, sondern von den gesellschaftlichen Entwicklungstendenzen seiner Zeit und der Einsicht und Tatkraft deS den Klassenkampf führenden modernen Proletariats. Immerhin kann das moderne Proletanat auch aus der Geschichte des Christentums Gewichtiges lernen. Das nämlich, daß eine Politik der A n p a s s u n g und der K 0 n z e s s i 0 n c n das verkehrteste Mittel ist, eine Sache zum Siege zu führen. Zweifellos: der urchristliche Kommunismich konnte sich so wenig gegen die ihm widerstrebenden.gesellschaftlichen Zustände durchsetzen, wie der mittelalterliche, Kommunismus. Seine Ideale der Gleichheit und Brüderlichkeit waren, damals noch unrcalisierbar. Aber dic Anpassung an die herrschenden ökonomischen und polittschen Gewalten hat die christlichen Ideale nur umso rascher erstickt und um jeden Einfluß gebracht. Der moderne Sozialismus ist u n b c s i e g b a r. In zähem, beharrlichem, opferschwercm Ringen wird er sich durchsetzen. Aber nichts wäre verhängnisvoller. als der Wahn, das Tempo seines Vormarsches dadurch beschleunigen zu können, daß man ihn seines„negierenden" staatsfeindlichen Charatters entkleidete, dem Klaffenstaat und der kapitalisttschen Gesellschaftsordnung allerlei Zugeständnisse machte! Der Sozialismus kann seinem innersten Wesen nach nichts anderes sein als dic n a ch d r,ü ck l i ch st e Bekämpfung der kapitalistischen Gesellschaft und des Klasscnstaates. Seine prakttsche Arbeit muß sich auf die materielle, geistige und moralische Hebung des Proletariats beschränken. Und diese prattische Arbeit kann umso nachdrücklicher vollbracht werden, je weniger Konzessionen der Sozialismus dem Klassenstaat und seiner Klassenpolitik macht. Daß der Sozialismus dabei auf die offizielle Anerkennung verzichten muß, beeinträchttgt seinen wirklichen Einfluß nicht im geringsten. Im Gegenteil: erlangte der Sozialismus die offizielle Anerkennung des Klassenstaates, so würde dieser„Sieg" die Niederlage und Preisgabe seines ganzen Wcsenskcrncs nicht minder besiegeln, als der„Sieg" des Christentums dic völlige Preisgabe des christlichen Wesensgehaltes besiegelt hat! Die Arbeiterfraktion und John Bnrns. London, 28. März.(Eig. Ber.) Das Unterhaus ging gestern in die Osterfcrien, die nur zehn Tage dauern werden. Bei dem Vertagungöanttag, der gewöhnlich vom Premier minister gestellt wird, haben die Abgeordneten das Recht, ihre besonderen Wünsche in ungezwungener Weise zu diskutieren. Keir Hardie, nahm bei dieser Gelegenheit das Wort, um mit John Bums, dem Präsidenten der Lokalregicrung. ab- zurechnen. Zwischen Burns und der Arbciterfraltion besteht kein gutes Eindernehmen. BurnS ist sehr fleißig und arbeitet viel in seinem Amte, aber er hat keine Initiative. Die Furcht. sich zu blamieren. lähmt seinen Willen. Er ist ausgezeichnet geeignet für dic ausgetretenen Bahnen der Agitation, für die Ausführung kleiner, übersichtlicher Gemeindereformcn. aber ihm fehlt der F e r n b l i ck. der Zug ins Große und der Wagemut des wirklichen Sozialreformcrs. Sein Wissen reicht gerade aus, um ihm zu zeigen, daß feine Kabincttskollcgen sehr gebildet sind und ihn in den Schatten stellen. Daraus entspringt bei ihm ein Kleinmut, der ihn auch bei den Debatten im Unterhause nicht verläßt und ihn zum untergeordneten Werkzeuge des Ministeriums macht. Mit einem Worte: Die 16 Monate seines Ministeramtes haben gezeigt, daß Burns stark überschätzt wurde. Die Arbeiterftaktton verlangt von ihn: nichts Großes: sie will nur, daß er das Arbeitslosengeseh vom Jahre 1905 ausbaut. Dieses Gesetz hat ein gutes Prinzip, im übrigen ist es noch ganz unferttg. Es könnte durchgreifend wirken, Ivenn Burns den Mut hätte, den zum Beispiel ein Sidncy Webb unter solchen Umständen gezeigt haben würde. Zur Durchführung des Gesetzes sind Staatsmittel nöttg, aber Burnv ist sparsam und bildet sich ein, daß Staatsmittel die Arbeitslosen demoralisieren könnten-- Genosse Hardie meinte gestern in seiner Rede, daS Arbeitslosengesetz leiste blutwenig. Monatelang bleiben die Arbeits- suchenden auf den Listen, ohne daß ihnen Beistand geleistet werde. In der letzten Session(1906) wurden 200000 Pfund Sterling zum Zwecke der Ausführung des Gesetzes votiert, aber da die Lokalbehörden nichts für die Arbeitslosen tun. könne ihnen der Staatszuschuß nicht gewährt werden. Burns cntmuttge alle Experimente, die im Interesse der Arbeitslosen unternommen werden. Was Wunder, daß England jetzt Expedition: 8ÄI. 68» llindenstrasse 69. Zlernspredier: Slint IV. Nr. 1984. Streikbrecher nach Deutschland liefere! Es sei eine Schmach für England, und die Verantwortlichkeit hierfür müsse die Regierung tragen! Genosse Clynes unterstützte Hardie in einer kräfttgen Rede und erinnerte Burns an seine revolutionären Demonstrationen vom Jahre 1887, da er als der„Mann mit der roten Flagge" die Arbeitslosen zur Plünderung der Reichen aufforderte. Burns antwortete in aufgeregter Weise und warf Keir Hardie Nnwiffenheit und Befangenheit vor. Er leugnete, daß er die Experimente zugunsten der Arbeitslosen hindere, aber wahr sei allerdings, daß er die Auswanderung der Arbeits- losen empfehle. Von den im vongen Jahre bewilligten 200000 Pfund Sterling seien noch 94000 Pfund unbenutzt, da— keine Not im Lande vorhanden sei.— Dieses Geständnis enthält gewiß eine Anklage gegen Burns: Es gibt Arbeitslose, es gibt verfügbare Geldmittel, ihnen beizustehen, aber cö geschieht nichts, um die Arbeitslosen nicht zu Streikbrechern werden zu lassen!— Die russische Revolution. Die Regicruiig am Pranger. Petersburg, 28. März.(Eig. Bcr.h! Tage des Bolksgerichts— das waren die letzten Sitzungen der Reichsduma; denn wahr und hart sind die Urteile, die über das Ministerium der Lynchjustiz gefällt wurden. Die sogenannten Feld- gerichte sind aber auch das gräßlichste Produkt der siebcnmonattgen Rcaltion nach der ersten Duma. Nach Artikel 87 der Grundgesetze muß die Bestimmung, be- treffend die Einsetzung der Feldgerichte, der Duma vorgelegt werden, widrigenfalls sie zwei Monate nach der Dumacröffnung, also gegen Ende April, ihre rechtliche Existenz verlieren. In der Programm- rede StolypinS wurde das Schreckensinstitut mit keinem Worte erwähnt,»voraus man allgemein folgerte, daß das Kabinett keinen besonderen Wert mehr auf die tcuflischcn Feldgerichte lege. Die Duma konnte aber natürlich nicht mit ruhigen Augen zuschauen, daß die ganze Zeit bis Ende April dic Gencralgouverncure weiter nach Gutdünken morden, sie mußte versuchen, dem blutigen Reigen der SakomelSti, Kaulbars, Rcinvot und Konsorten ein Ende zu be- reiten. Am Montag brachte die Kadcttciipartei ihr Gesetzesprojelt über die Aufhebung der Feldgerichte ein. Dic Vorlage sollte in einer besonder«! Kommission in 24 Stunden durchberaten werden, damit man keine Minute verliere. Man hoffte, daß das Ministerium eine zustimmende Erklärung abgeben werde und daß somit in wenigen Tagen das blutige Ungeheuer aufgehört haben würde zu existieren. Es kam aber anders: Nach zweitägiger Debatte erklärte Stolhpin am Dienstag, dic Regierung wolle auf dic Feldgerichte noch nicht verzichten! Er mußte zwar zugeben, daß die Lynchjustiz monstriereii und zeigen, daß das Volk nicht bei. der Bolls- Vertretung Schutz suchen soll! Dic Reden, die in den beiden Tagen, da die Diskussion über die Feldgerichte auf der Tagesordnung stand, im Parlament gehalten wurden, werden in ganz Rußland ein sich millionenfach verstärken- des Echo finden, und es lohnt sich daher wohl, eine kleine Nachlese aus den Debatten zu geben, um so mehr, als ja durch die offiziösen Telegraphen-BureauS nicht gerade das wichtigste und interessanteste in die Welt hinausgekabclt werden darf!— Ter Moskauer Deputierte Teölcnko erlaubte sich die bescheidene Anfrage, ob vielleicht irgend jemand gehört habe, daß Feldgerichte auch die Urheber von Pogrome prozessiert hätten. Unter tosendem Beifall schauten alle nach Kruschcwan.„Ihr auf der Stechten," fährt Teslenko fort,„seid unzufrieden, daß nicht alle Revolutionäre am Galgen hängen. Ihr fragt, wo Epiridonowa ist. Gemartert und gequält siecht sie jetzt im Gefängnis der Bergwerke hin. Ich frage aber: Wo befinden sich die Urheber� der Pogrome?" Ein Sturm geht durch den Saal; man ruft:„Sie sitzen hier!" Kruschcwan springt auf, er will etwas sagen, verbeugt sich dann aber bloß mit ekelhaftem Grinsen. Gegen Ende der Sitzung des ersten TageS spricht ein Kosaken- offizier des Kubangebiets über die Rolle des Militärs in den Feldgerichten. In einfachen Worten schildert er. welche Qualen Offiziere durchleben, die auf Befehl ihrer Vorgesetzten an einem Feldgericht teilnehmen müssen! Dem Kosatenoffizicr folgt ein Dorfgeistlichcr aus dem Gouvernement Wjatla. In schlichten Worten legt er die Lehre Christi dar, der die Todesstrafe verurteilt. Er fragt die beiden Bischöfe unter den Abgeordneten der Rechten, ob sie den Mut haben, hier im Namen Jesu dic Mordgcrichte der Regierung zu verteidige».„Denkt an die Lage des Geistlichen, der den Verurteilten auf feinen letzten Gang vorbereiten muß!" Ein Zittern der Aufregung geht durch den Saal, als er fortfährt:„Was soll der Geistliche tun, locun er in die Kammer des Verurteilten kommt? Was bleibt ihm übrig, als sich dem Unglücklichen zu Füßen zu werfen und ihn um Verzeihung zu bitten für die Mitmenschen, die nicht verzeihen wollen!" Tränen stürzen dein Redner aus den Augen.„Tic Regierung hat erklärt: hier auf diesen Bänken säßen nicht Angeklagte, sondern— die Regierung. Nein, Iieute sitzen hier Angeklagte! Ick), ein armer Dorfgeistlichcr, will nicht tauschen mit denen, die auf jenen Bänken sitzen." In der zweiten Sitzung— ain Dienstag— sprach besonders eindrucksvoll der Redner der sozialrcvolutionärcn Partei, her greise Abgeordnete ans Nischnij Nowgorod, Dr. Dlgopolow:„Man werfe de» Sozialrevolutionären vor, daß sie den Kampf auch mit terroristischen Mitteln führen. Der Terror ist eine traurige Not- wendigkeit! Wir lechzen alle nach friedlicher Kultur- arbeit. Wir können uns aber nicht hinschlachten lassen; wir wehren uns. weil wir Menschen sind. Mein ganzes Leben habe ich im Gefängnis verbracht: mein Verbrechen besteht darin, daß ich ein humaner Arzt war." Dem Greis fließen die Tränen über dic Wangen, und langandaucrndcc Beifall erbraust im Saal. Der Vertreter der Tonkosaken. PctrowSki, erklärt:„Die Kosaken wollen nicht länger die Rolle der Rcgierungoknechte sviclcn. Nicht weit ist die Zeit, wo dic Kniitc des Kosaken nicht mehr schlagen wird."— Auch dieser Redner spricht ohne alle rednerischen Aus« schmückungen, und um so stärker wirken seine Worte. Die Rechte heult, aufgepeitscht von den scharfen Hieben. Der Sozialdemokrat Alexinski erwidert sehr wirksam auf die Ausfälle der Rechten gegen die sozialrevolutionäre Partei: seine Ausführungen machen besonders Eindruck, weil sie von dem Ver- treter einer Partei ausgehen, die prinzipiell gegen den Terror ist. Ueber die Greuel in den baltischen Provinzen sprach der lettische Dichter Treumann, Abgeordneter aus Livland. In wenigen Worten wuhte er der Duma ein scharfes, erschütterndes Bild von den Zuständen im unglücklichen Lettenlande zu geben; man sah, daß er als Sohn seiner Heimat sprach, der die unmenschlichen Qualen deö kleinen Volkes miterlebt und mitgefühlt hat. Endlich ergreift Stolypin Pas Wort, um die schon erwähnte Erklärung abzugeben. Er ist äußerst erregt; seine Hände zittern, bei einigen Stellen versagt ihm die Stimme. Die zwei Tage haben ihn moralisch nieoergestreckt; kreidebleich steht er wie ein armer Sünder vor der Duma. Nach ihm zerfasert Hessen, der die Ge- setzesvorlage einbrachte, mit spielender Hand die blassen, nichts- sagenden Redensarten des Premiers.'Die Rechte inszeniert Tu- multe. Der Abgeordnete Professor Kiscwetter richtet an den Premier eine Frage über die Kompetenzen der Duma. Die Aufregung hat alle erfaßt. Stolypin verlangt noch einmal das Wort. Der Vor- sitzende Golowin erklärt aber, daß er allein kompetent sei, über Befugnisse der Duma Aufklärungen zu geben, und er erteilt Stoly- pin das Wort nicht! Allgemeiner Beifall zeigt, daß die Abgeordneten mit ihrem Vorsitzenden einverstanden sind. Die beiden Sitzungen haben gezeigt, daß die Duma ihre Würde doch wohl zu wahren wissen wird. Sie hat die große Abrechnung be- gönnen, und diese kann uns jeden Tag neue Ucberraschungen, neue heftige Zusammenstöße bringen. Ein dauerndes Zusammenbleiben der Duma mit dem gegenwartigen Kabinett scheint nach diesen beiden Sitzungen ausgeschlossen zu sein.— ** * Die Mörder des Dumaabgcordnetcn Herzenstein haben eine neue Bluttat auf ihrem Gewissen. Gestern um 2 Uhr nachmittags ist in Moskau der intime Freund Herzensteins, der Abgeordnete der ersten Duma G. B. I o l l o s, getötet worden. Jollos kam aus der Redaktion der„Rußkija Wjedomosti", die sich einige Häuser vom Tatort entfernt befindet. Als er das Haus Toparews, des Vor- sitzenden des Verbandes der echtrussischen Leute, passieren wollte, sprang aus dem Torweg des Hauses, in dem sich auch die Ver- waltung des Huliganenverbandes und die Redaktion des Huligan- blattes„Wetsche" befindet, ein unbekannter Mensch hervor und gab Schüsse auf Jollos ab, der blutüberströmt zu Boden stürzte. Jollos' Tod erfolgte augenblicklich. Ein vom nächsten Posten herbei- eilender Gorodolvoi und ein Revieraufseher fanden Jollos bereits tot. Die Polizisten gaben sich nicht die geringste Mühe, den Un- bekannten zu verfolgen, dem es dann auch gelang, zu entkommen. Jollos hatte schon mehrfach anonyme Drohbriefe erhalten: daß der Verband der echtrussischen Leute ihn als Opfer auserkoren habe; diesen Briefen maß Jollos jedoch keine Bedeutung bei. Der Getötete war über 14 Jahre Berliner Korrespondent der liberalen Zeitung„Rußkija Wjedomosti" in Moskau, in der er regel- mäßig und mit besonderer Liebe die deutsche Arbeiter- bcwegung schilderte. Diese seine Arbeiten bildeten die größte Anziehungskraft des genannten Blattes; man kann sagen: Jollos allein hat die russische liberale Gesellschaft mit der deutschen Sozial- demokratic bekannt gemacht. Als die revolutionäre Bewegung in Rußland die größten Hindernisse für eine fortschrittliche publizistische Arbeit beiseite ge- schaft hatte, verlegte Jollos seine Tätigkeit nach Rußland. Er wurde Leiter der„Rußkija Wjedomosti" und ward auch in die erste Duma gewählt, deren Arbeiten er erfolgreich durch sein vielseitiges Wissen zu fördern wußte.- Es unterliegt keinem Zweifel, daß der Mord von den„echt- russischen Leuten" ausgeführt ist, die jetzt die Lieblingsgarde des Ministerpräsidenten Stolypin bilden, ivie das ja auch die Ab- stimmung über die Vorlage beireffend Abschaffung der Feldgerichte deutlich bewiesen hat. Die Mörder Herzenfteins laufen trotz des Auslieferungsbegehrens des finnischen Gerichts in Rußland frei herum. Wie sollte das schwarze Bandentum da nicht zu neuen Taten Mut schöpfen? Wir wollen sehen, was Stolypin auf die dringende Dumainterpcllation der konstitutionell-demokratischen Partei über die Ermordung Jollos' sagen wird. Der Schöpfer der Feldgerichte steht wieder am Pranger.— Die Regierung der Hooligans. Der„Russische Kurier" meldet: ES verlautet, daß die russische Zentralregierung, trotz aller Kund- geHungen in der Reichsduma, weder gegen den„Verband wahrhaft russischer Leute" in dem von den liberalen Parteien gewünschten Sinne vorzugehen, noch die Kampf- organisationen dieses Verbandes aufzulösen gedenkt. Eine Konferenz, die am Mittwoch, den 27. d. M., gleich nach der Ermordung des Dr. Jollos in Zarskoje Selo stattfand und wohin auf besonderen Wunsch des Zaren sowohl der Petersburger Stadthauptmann Generalmajor DratschewSkij, als auch der Moskauer Stadthauptmann General Reinbot befohlen waren, zeitigte ein keineswegs ungünstiges Resultat für die Existenz und das Weiter- bestehen des„Verbandes wahrhaft russischer Leute" sowie dessen Organisationen. Die Ermordung Dr. JolloS'. Moskau, 30. März. Die Untersuchung über die Ermordung deS Dr. Jollos wird energisch fortgeführt. Der Arbeiter Lebedew, der angeblich Dr. Jollos zweimal warnte, ist gestern verhaftet worden. Lebedew, der früher wegen Agitation unter den Fabrik- arbeitern aus Moskau auSgelviesen worden war, trat dann als Agitator für den„Verband der wahrhaft russischen Leute" in dessen Dienste. Er bezeichnete den gleichzeitig ver- hafteten Rechtspraktikanten Alexandrow als Anstifter des Mordes. Der Stadthauptmann Reinbot sprach der Familie des Verstorbeneu seine tiefste Entrüstung über das Verbrechen und sein herzlichstes Beileid aus. Ein Kampfkomitee verhaftet. Reval, 28. März.(Meldung der Petersburger Telegraphen- Agentur.) Die Polizei verhaftete hier das aus zehn Personen be« stehende Komitee der revolutionären Kampforganisation. Außer Waffen, Munition, Drucktypen und revolutionärer Literatrir fand man Strychnin und hohle Kugeln, die mit Strychnin gefüllt werden sollten sowie einen BeuteverteiluugSplan für das ganze Reich. Nach diesem Plane soll von Beute bis zum Betrage von 1000 Rubeln dem Kapital der revolutionären Kampfesorganisation zufließen, bis zum Betrage von 10000 Rubeln 6/io und von höheren Be- trägen ßß I der Rest soll unter die Mitglieder der Organisation ver- teilt werden. Die heutige Verhaftung stebt in Verbindung mit der Festnahme des Redakteurs des estnischen Blattes in Dorpat. Politische dcberlicbt. Berlin, den 80. März 1907. Die Wirkungen der neuen Handelsverträge. Konservative und nationallibcrale Blätter behaupten, daß durch die verhältnismäßig günstige Wirtschaftslage des letzten Jahres die zur Zeit der Kämpfe uin die Bulowschen Handels- Verträge von sozialdemokratischer und freisinniger Seite auf- gestellte Behauptung, die neuen Verträge ivürden die deutsche Wirtschaftsgestaltung in schädlicher Weise beeinflussen, als völlig grundlos erwiesen werde. Aus der bloßen Tatsache, daß seit dem Inkrafttreten der neuen Handelsverträge am 1. März vorigen Jahres in dem Anwachsen des deutschen Außenhandels und den guten Geschäftsverhältnissen kein Um- schwung eingetreten ist, sondern die gute Konjunktur weiter angehalten hat. folgern diese Zeitungen ohne weiteres, daß alle früher ausgesprochenen Befürchtungen widerlegt und ab- getan seien. Ja einige Blätter sind noch einen Schritt weitergegangen; sie haben die günstige Geschäftslage des vorigen Jahres einfach als eine Folge der neuen Handelsverträge hin- gestellt. Das ist eine recht seltsame Folgerung, denn die Wirt- schastliche Prosperität und Depression hängt nicht nur vou den Handelsverträgen ab, sondern von einem Zusammentreffen und Zusammenwirken sehr verschiedener wirtschaftlicher Faktoren, wie wir denn auch unter den Caprivischen Handelsverträgen nacheinander Perioden höchsten Aufschwunges und eines tiefen Druckes erlebt haben. Und es ist selbstverständlich, daß wenn alle anderen Faktoren dem Aufschwünge günstig sind, schlechte Handelsverträge allein die Richtung nicht zu ändern vermögen. Ganz richtig sagt in einer Betrachtung über Deutschlands Stellung im Welthandel die„Franks. Ztg.": „Zimächst ist es heute überhaupt noch viel zu früh, über die Wirkung der neuen Zollpolitik ein abschließendes Urteil zu fällen, oder gar zu erwarten, da es nun im deutschen Gewerbe sofort anfange, rückwärts zu gehen. So groß ist die Bedeutung von Handelsverträgen im Vergleich zu den übrigen Faktoren des Wirt- schaftslebens doch nicht und so starke Wirkimgen, wie sie von den Schutzzöllnerii zum Beweise der Schädlichkeit der Handels- Verträge sofort verlaugt zu werden scheinen, können sich nicht von heute auf morgen abrupt vollziehen, sondern sie können erst nach und nach in Erscheinung treten. So haben auch die Caprivischen Handelsverträge Jahre gebraucht, um die üble Lage zu überwinden, in die Deutschland mit der auf dem toten Punkt angelangten Schutzpolitik des großen Empirikers Bis- marcks geraten war. Erst 189ö setzte damals der Aufschwung von Handel und Gewerbe ein, der in beispielloser, stetiger Entlvickelung bis 1903 den deutschen Außenhandel verdoppelt hat. In der gleichen Weise ist die günstige Konjunktur der Jahre 1903/06, auf welche die Schutzzöllner sich jetzl berufen, in ihrem Entstehen zurückzudatieren in die Zeit der Caprivischen Verträge. Noch unter diesen hat sich die bis jetzt beobachtete Guiist der Lage entwickelt, und zwar so kräftig, daß die Schäden der Vülowschen Verträge in der Hochkonjunktur zunächst kaum zum Vorschein kamen, sondern von ihrem Glanz noch ganz überdeckt wurden. Der Welt- Handel erlebte einen Aufschwung, der alle früheren güüstigen Jahre weit hinter sich ließ." Don Betvois dafür, daß es sich bei dem jetzigen Auf- schwung um andere Ursachen, als um Handelsverträge handelt, beweist die Tatsache, daß die Prosperität sich im vergangenen Jahre fast über alle Kulturländer erstreckte und daß daran andere Staaten, die ihre Zolltarife nicht geändert haben, noch weit stärker partizipierten, als Deutschland. So betrug z. B. die Steigerung: der Einfuhr der Ausstihr in Mill. Mark Proz. Mill. Mark Proz. Deuffchland..... 722,2 10 393,3 7 Großbritannien.... 721,0 7 931,2 14 Frankreich...... 444,4 12 225,5 6 Oesterreich-Ungarn... 78,1 4 123,1 7 Ver. Staaten von Amerika 394,1 12 727,8 11 Danach hat also Deutschland seine Ausfuhr nur um 7 Proz., die nordamerikanische Union hingegen ihren Export um 11 Proz. und England gar den seinigen um 14 Proz. gesteigert. Gerade England hat also am besten abgeschnitten, trotz der Tatsache, daß in den letzten beiden Jahren ver- schiedene Länder ihre Zollschranken erhöht haben und von diesen Erhöhungen viele der englischen Ausfuhrwaren betroffen worden sind. Ueber die Wirkung der Bulowschen Handelsverträge läßt sich also erst dann sprechen, wenn eine Reihe von Jahren verstrichen sein und wenn die deutsche Wirtschaft die nächste Krise überstanden haben wird. Die„Ordnung" wird wieder hergestellt. Der Bauernaufstand in Rumänien ist nach überein- stimmenden Berichten aus verschiedenen Quellen im Niedergang be- griffen. In der Moldau soll die Ruhe schon völlig wiederhergestellt sein, in der Walachei nehmen die Unruhen ab; über die noch revoltierenden Scharen feiert das Militär blutige Triumphe. Sogar Artillerie ist gegen sie in Aktion getreten; wie die Regierung in einer schamhasten Meldung sagt,„nur gegen einige" Dörfer. Die Kammern find am Donnerstag geschlossen worden, nachdem sie vorher noch schnell einen Gesetz- entwurf angenommen haben, durch welchen die Regierung ermächtigt wird, den Belagerungszustand über alle Ortschafren zu verhängen. in denen sich dies zur Wiederherstellung der Ruhe notwendig er- weisen sollte. Nach dieser Tat, die vorläufig alles an positiver Leistung der gesetzgebenden Körperschaft für die Bauern darstellt, wurde die Vertagungsbotschaft verlesen, in der es pomphaft heißt, das Parlament habe wiederum bewiesen, daß alle Söhne der Nation, wenn das Vaterland sich in einer schweren Lage befinde, alle Zwistigkeiien vergessen, um sich zu vereinigen in Erfüllung ihrer Pflicht gegen das Vaterland. Unter Hochrufen auf Rumänien und den König gingen die befriedigten Deputierten dann auseinander. Wenn man weiß, daß diese Versammlung von„Söhnen der Nation" lediglich eine Ver- tretung der besitzenden Klassen darstellt, daß dieses Parlament ebensowenig das Recht hat, sich eine Volksvertretung zu nennen wie das preußische Dreiklassenhaus, so empfindet man erst den vollen Reiz dieser Szene. Indes soll die Regierung außer den blauen Bohnen auch etliches Zuckerbrot für die Bauern bereit halten. Sie soll z. B. entschlossen sein, Ersparnisse im Staatsbudget zu machen, um das finanzielle Gleichgewicht aufrecht zu erhalten. Wie lange mag dieser Vorsatz vorhalten? Und was wird aus den versprochenen Reformen werden? Die„Ordiiung" ist wiederhergestellt und nun kann man sich Zeit lassen an den grünen Tischen. Durchgreifendes soll ja überhaupt nicht geschehen, denn die„wohlerworbenen Rechte" der Bojaren und der übrigen Ausbeuter dürfen ja nicht angetastet werden. Heilig ist das Eigentum, auch das dem Volke gestohlene. Der Bauer wird ja nun wieder eine Zeitlang Ruhe halten. Nach dem Verzweiflungsausbruch kommt die Apathie, nqch dem Aderlatz die Ermattung. Der Bauer hat an seinen unerträglichen Fesseln gerüttelt und sie noch tiefer ins blutende Fleisch gedrückt. Das ist immer das traurige Ergebnis solcher planlosen Erhebungen. Der Bojar aber bleibt im Besitz und im Genuß und wird den Schaden, den plündernde und sengende Bauernscharcn ihm getan haben, bald wettgemacht haben. An der Grenze aber zittert ein ausgeplündertes, mißhandeltes jüdisches Proletariat noch um das gerettete elende Leben und zieht vom alten in neues Elend.... Die wichtigsten Nachrichten lauten: Bukarest, 29. März.(Meldung der„agence Roumaine".) Im Moldaugebiet herrscht Ruhe. Die Präsekten bereisen die Distrikte, um die Gemüter zu beruhigen. Im allgemeinen werden die Tiste- renzen zwischen den Bauern und den Grundbesitzern in friedlicher Weise geschlichtet, wobei die Präfekten als Schiedsrichter fungieren. In M u» i e» i e, wo die Unruhen später ausgebrochen waren und anarchistischeo Eharakter trugen, wunde gegen Banden von Brandstiftern mit aller Energie eingeschritten. Die Banden ver- mochten nirgends den Truppen zu widerstehen. Sie griffen diese zwar an, ergriffen dann aber gewöhnlich die Flucht, sobald von der Feuerwaffe Gebrauch gemacht wurde. Am heftigsten war der Auf- stand in den Distrikten Teleorman und O l t- O l t, wo mehrere Gutshöfe eingeäschert wurden und Artillerie verwendet werden muhte. Dasselbe war auch in den Ortschaften B i e r o, O d i v ha i e und Staneschti des Distrikts Vlasea der Fall. wo zahlreiche Personen getötet und verwundet wurden. In V i r c e a wurden einige Gutshöfe, in Dolj einige Getreidemagazine in Brand gesteckt. Es lam auch vor, daß die Gutshöfe von den Bauern gegen Brandstifter verteidigt wurden. Die Beruhigung schreitet fort. Es ist kein Fall gemeldet worden, in dem die Truppen gezögert haben. den erteilten Befcblcii zu folgen.— Bukarest, 30. März. In der Moldau herrscht Ruhe..In der Walachei kam es in V i l c i a zu einem Zusammenstoße zwischen Militär und Bauern, wobei vierBauerngetötet und mehrere verwundet wurden. In Buzeo, Muscel und P r a h o v a sind Pachtgüter verwüstet worden. In G o r j wollten ungefähr 2000 Bauern Ausschreitungen begehen, konnten aber zur Ruhe ge- bracht werden, ohne daß das Militär von der Waffe Gebrauch machen mutzte. In E i l i e n i stieß das Militär auf eine 200 Mann starke Bande; es kam zu eincni Zusammenstoß, wobei drei Mann der Bande getötet und mehrere verwundet wurden. Ebenso wurden in B a i l e s c i mehrere Aufruhrer getötet und ver» wunde t. JnBalcelele mußten die Truppen von den Feuer- Waffen Gebrauch machen, zwei Personen wurden getötet und .drei verwundet. In Cucucsti muhte Artillerie eingreife«. In B r a i la wurden mehrere Güter in Brand gesteckt. In V i z i r u ist Militär eingetrosten. Berlin, 30. März. Die hiesige rumänische Gesandtschaft er- hielt heute vom Ministerpräsidenten D. Sturcza amtliche Mit» teilungen über den gegenwärtigen Stand der Bauernunruhen: In der Moldau hält die bereits gemeldete Beruhigung an, tB sind keine neuen Ausschreitungen vorgekommen. Dagegen sind in der Walachei noch sehr ernste Unruhen zu ver» zeichnen. Am meisten in Mitleidenschaft gezogen sind die Distrikte Dolj, Olt, Romanotzi und Mehedintzi, in denen zahlreiche Gutshöfe zerstört wurden. Die Truppen in den am meisten bedrohten Gegen- den erhielten neue Verstärkungen. In den Distrikten Telerman und Vlaschca, den beiden ersten der Walachei, in denen die Aufftände zum Ausbruch kamen und großen Umfang angenommen hatten, ist dank dem energischen Ein- greifen der Truppen Beruhigung eingetreten. In Teleorman wurden 700 aufständische Bauern verhaftet. Die Zahl der Toten und Ver- wundeten ist maßlos übertrieben worden. Im Distrikte Brahova sind zum Schutze der dortigen Petroleumfelder und Industrie der- artige Sicherheitsmaßnahmen getroffen, daß diese nicht gefährdet sind. Es ist unwahr, daß Truppen den Gehorsam verweigert hätten. Es ist unwahr, daß Oberst Lambru von seinem Regiment in Stich gelassen wurde. Im Gegenteil, Offiziere und Mannschaften haben unter den schwierigsten Verhältnissen ihre Pflicht musterhaft getan. Die Artillerie hat nur gegen ein einziges Dorf eingreifen muffen. das sehr gelitten hat. Es ist unwahr, daß die Verwendung von Bomben seitens der Aufständischen amtlich festgestellt worden sei. Es liegen hierfür keinerlei Anzeichen vor. Die Hauptstadt ist vollkommen ruhig und ihr Aussehen un> verändert. »» fr Dcutfcbca Reich. Polizeiaufsicht. Die Beaufsichtigung entlassener Sträflinge durch die Polizei« behörde soll endlich, nachdem sich diese Aufsicht wiederholt als ein Mittel erwiesen hat, das dem Entlassenen die Rückkehr in geordnete bürgerliche Verhältnisse auf jede Weise erschwert, eingeschränkt werden; jedoch wie sich im preußischen Polizeistaat von selbst ver- steht, in völlig unzureichendem Maße. In Wirklichkeit bleibt die Polizeiaufsicht in vollem Umfange bestehen, nur soll dort, wo sich der aus dem Gefängnis Entlassene der Aufsichtcines Fürsorgevereins unterstellt und dieser die Kontrolle übernimmt, von der di- retten Beauffichtigung durch Polizeibeamte Abstand ge» nommen werden. Die Minister des Innern, der Justiz und der geistlichen Angelegenheiten haben nämlich folgende Verordnung erlassen: „Solange der Verurteilte einer geordneten Fürsorge untersteht, sind alle Maßregeln, welche geeignet sind, ihm eine geordnete Tätigkeit zu erschweren, wie zum Beispiel Erkiuidiguiigen nach ihm durch Polizeibeamte, unbedingt zu vermeiden. Die Polizeibehörden haben von Zeit zu Zeit bei den Fürsorgeorganen anzufrageii, ob der Verurteilre der Fürsorge noch untersteht. Die Fiirsorgeorgaue werden ihrerseits von dem Eintritt und der Beendigung der Fürsorge den Polizeibeamten Kenntnis geben. In dem Erlasse vom 4. Februar d. I. über die Aufenthalts- beschränkungen bestrafter Personen ist vorgesehen, daß vor An- ordiiung der Ausweisung eines Bestraften auch festgestellt werden soll, ob er sich unter die Aufsicht eines Fürsorgevereiiis gestellt habe, eventuell soll er hierzu direkt oder durch Verinittelung eines Fürsorgevereiiis angeregt werden. Personen, welche sich einer solchen Aufsicht unterstellt haben, sind in der Regel nicht auszuweisen. Damil ist den Fürsorgeorganen eine weitere Handhabe ge- geben, entlassene Gefangene zur Äimahine der Fürsorge geneigt zu machen und sie an sich zu fesseln. Aus diesen Bestimmuiigen ergibt sich aber für die Fürsorgeorgane weiter die Notwendigkeit, in vollstem Einvernehmen mit den Polizei- behörde n ihre Tätigkeit auszuüben und auf diesem schwierigen Gebiete der Wiedergewiniiliiig des Rechtsbrechers für das ge« ordnete soziale Leben sich gegenseitig zu unterstützen."— Pastoren und Männer. Einige Bremer Pastoren haben viel von sich reden gemacht, indem sie dem unter der Präsidentschaft Ernst Höckels stehenden Monistenbunde beitraten. Es waren die Pastoreii Kalthoff(der inzwischen gestorben ist), M a u r i tz und S t e u d e l. Der letztere hielt vor kurzem einen Vortrag, in dem er den„Monismus", wie er ihn versteht— verteidigte. Alle liberalen Tanten waren darüber der Bewunderung voll. Wir haben nichts Bewundernswertes an dem erivähnten Tun der genannten Pastoren gefunden, wir kennen ihre wahre Natur und diese war oft genug empört über die„sozialdemokratische Partei", über die selbst Kalthoff kurz vor seinem Tode urteilte:„Man habe es in ihr mit einer Art neuen Kirche zu tun, die ebenso, wie einst die christliche, ihr Dogma. ihr Papsttum, ihre Ketzergerichte hat." So ablehnend sich diese Monisteil im Priestertalar gegen die Sozialdemokratie verhielten, so entgegenkommend haben sie soeben der kirchlichen Orthodoxie gegen- über sich gezeigt. Die bremischen Orthodoxen protestantischer Observanz halten das„Eintreten evangelischer Prediger für den Monismus, selbst wenn es unter Duldung ihrer Gemeinden geschieht, mit der Lebensbedingung unserer evangelischen Kirchen ebenso un- vereinbar, wie wenn sie beispielsweise für den Buddhismus Pro- paganda machen wollten". Diese Orthodoxen richteten des-> halb eine entsprechende Eingabe an den Senat, dem Inhaber des protestantischen Episkopatrechts in Bremen. Der Senat schickte die Eingabe, die in den„Bremer Nachrichten' veröffentlicht wird, an die Pastoren Mauritz und Steudel mit der Aufforderung, sich über den Inhalt der Eingabe zu erklären. Die beiden Prediger erklärten nun unter anderem, sie hätten es bereits vor Gründuiig des Bundes„als eine der wichttgsten Aufgaben unserer Zeit" erkannt,„daß dem Menschen der Gegenwart, sofern er der heutigen Nuturerlenntnis.sich nicht verschließt, gezeigt werde, arte b«r religiöse Gehalt des Christentums am Kesten ohne Wider» spruch mit den Forderungen deS wissenschaftlichen DenlenS in die Gegenwart hinübergeleitet werde". Unter Berufung darauf, datz Pastor Kalthoff seinerzeit zum Präsidenten des Bundes gewählt wurde, schreiben die Herren weiter:„Weit entfernt, damit eine antireligiöse und, wie die Eingabe unterstellt, christentumsfeindliche oder materialistische Propaganda unterstützen zu wollen, waren wir vielmehr der Meinung, durch unseren Eintritt in die Vereinigung nur in noch weiterem Kreise als dem der eigenen Gemeinde der oben bezeichneten Idee zu dienen." Es seien aber im Bunde Ansichten laut geworden, zu denen sie sich nicht bekennen könnten. Sie könnten sich nicht verhehlen, dast jene Ansichten geeignet sind,„in weiteren Kreisen die Ueberzengung aufkommen zu lassen, daß die Mitgliedschaft des Bundes mit dem Predigerberuf unvereinbar sei". Die Herren erklären dann,„im Interesse des kirchlichen Friedens" und„unter grundsätzlicher Wahrung unseres Standpunktes" anS dem Monistenbunde aus treten zu wollen. Wir müssen gestehen, daß eine solche Handlungsweise durchaus„undogmatisch" ist, aber sie ist— so scheint's uns— doch auch sehr unmännlich. Wie ganz anders haben sich da doch die vier Bremer Lehrer benommen. Ohne Rücksicht auf die etwaigen Folgen standen sie ohne Wanken auf dem Standpunkte, den ihre Ueberzeugung ihnen einzunehmen gebot. So handeln Männer. So aber, wie die Herren Mauritz und Steudel— handeln Pastoren.—_ Die Beratung des lübeckischen Staatsbudgets in der Lübecker Kürgerschaft beanspruchte früher nicht das geringste öffentliche Interesse, da es zu einer irgendwie nennenswerten Aussprache niemals kam. Das ist anders geworden, nachdem die Sozial demokratie durch vier Genossen in dem Parlament der kleinen Kaufmannsrepublik vertreten ist. Während es noch vor zwei Jahren gelang, in einer dreistündigen Sitzung den ganzen Staatshaushaltsetat zu erledigen, mußte man diesmal drei aus- gedehnte Bürgerschaftsversammlungen abhalten, um damit fertig zu werden. Das Budget weist bei einer Ausgabe von 8 612 064,09 Mark einen Fehlbetrag von 26187g, 02 M. auf. der aus der Reservckasse gedeckt werden soll. Es war nicht der Fehl betrag, der den Anlaß zu langen Erörterungen gab, es wurde viel mehr eine großzügige Kritik an dem Verhalten der Behörden geübt. Vor allem benutzten unsere Genossen jedoch die Gelegen heit, um zu zeigen, daß die Sozialdemokratie bestrebt ist, Positives für die Arbeiter zu leisten. So wurde die Einsetzung einer Komniission zur Förderung sozialer Aufgaben im lübeckischen Staatsgebiete verlangt, deren Zweck es sein soll, die Ausführung und den Ausbau der sozialpolitischen Reichsgesetze durch statutarische Regelungen zu fördern, die Vov bereitung und Beaufsichtigung von Winter- und Notstandsarbeiten zu übernehmen, die Statuten und Verordnungen der städtischen Verwaltungen sowie die Gebührenordnung für die Benutzung kom munalcr Anstalten zu prüfen usw. Obwohl der Antrag aus Ein setzung dieser Kommission zur Förderung sozialpolitischer Auf gaben von unserem Genossen Wisiell geschickt befürwortet wurde, wurde er doch mit großer Mehrheit abgelehnt. Das wird natürlich dieselben Leute, die gegen den Antrag stimmten, nicht abhalten, zu behaupten, die Sozialdemokratie habe noch nie etwas für die Arbeiter getan. Auch die letzte Reichstagswahl wurde kurz in den Kreis der Erörterungen gezogen, weil man eine Anzahl Leute— natürlich sind es minderbemittelte— ohne gesetzlichen Grund ihres Wahl- rechts beraubt hat. Das Budget wurde schließlich genehmigt; n u r unsere Genossen stimmten dagegen, weil sie einer Regierung kein Vertrauensvotum ausstellen wollen, die der Ent- rcchtung des größten Teils der Lübecker Bevölkerung zu- gestimmt hat.— Nicht diskutabel. In der Generalversammlung der Aktionäre der Hamburg- Amerika-Linie interpellierte der als Aktionär anwesende Vorsitzende des Verbandes der Seeleute, Genosse Miller, den Generaldirektor Ballin wegen seines Verhaltens gegen die Arbeiter. Er führte dabei nach dem„Hamb. Correspondent" aus: „Die wirtschaftliche» Kämpfe im Verlaufe deS vorigen Jahres haben zweifellos der Hamburg-Amerika-Linie große Kosten ver- ursacht. Darüber vermisse ich eine detaillierte Angabe in der Abrechnung, und ich wünsche eine Auskunft darüber, wieviel diese Kämpfe derGesellschaft gekostet haben. Wir haben als Aktionäre ein Interesse daran, eine möglichst spezialisierte Aufstellung zu erhallen, da feststehen dürste, daß durch jene Kämpfe der Reingewinn vennindcrt worden ist. In Verbindung damit habe ick eine weitere Anfrage. Ich habe die Empfindung, daß die Direktion nicht alles getan hat, um jene Kämpfe zu ver- hindern, denn ich führe sie zurück auf die schroff ablehnende Haltung der Direktioir gegen mündliche Verhandlunge» mit den Arbeitern. Ich glaube, die Hamburg-Amerika-Linie»lud die Aktionäre haben ein Jntcre'sr daran., daß der soziale Friede er- halten und der Fortgang des Betriebes nicht gestörr werde. Ich bin deshalb der Meinung, daß die Direktion die Hand zum Frieden bieten sollte. Die seemännische Organisation hat im vorigen Jahre einen Kampf führen müssen, weil ihr an die Reedereien gerichtetes Ersuchen überhaupt ohne Antwort blieb." Diese sachlichen Ausführungen beantwortete Herr Ballin mit persönlichen Jnvektiven. Auf die Sache, um die es sich handelte, ging er mit keinem Worte ein. Genosse Müller bemerkte dazu, er habe als Aktionär das Recht, Auskunft zu verlangen. Die Aktionäre hätten ein Interesse an der friedlichen Entivickelung der deutschen Schiffahrt. Darauf erhob sich wieder Herr Ballin, um kategorisch zu er- klären: „Die Jnteresscu, die Sie vertreten, Herr Müller, sind hier nicht diskutabel.... So lange ich hier stehe, bekommen Sie keine Antwort!" Und als der Vorsitzende de» TranSportarbciterverbandeS, der ebenfalls als Aktionär anwesend war, gegen die Vergewaltigung protestierte, entzog ihm der Vorsitzende das Wort, und die Majorität beschloß Schluß der Debatte.—- *•* Von anderer Seite wird uns über die Sitzung geschrieben: Die Dividcndcnschluckcr der Hamburg-Amerika-Linie traten am Tonnerstagnachmittag zu ihrer diesjährigen Generalversamm- lung zusammen, in der sich zum Entsetzen der Gesellschaft auch einige „freche Eindringlinge" befanden, nämlich Paul Müller vom See- manns-, Docring vom Hasenarbeiter-, Schultzki-Berlin vom Trans- portarbeitervcrband, und Kasch, welche die von ihren Verbänden er- wordenen Aktien vertraten. Als Genosse Müller fragte, was Direktion und Aufsichtsrat getan hätten zur Verhinderung der Wirt- schaftlichcn Kämpfe, durch die große Kosten entstanden seien, und der Direktion, speziell dem Generalgetvaltigcn Ballin, riet, den Ar- beitern mehr Entgegenkommen zu zeigen, da war es mit der biß dahin künstlich zur Schau getragenen Ruhe der Mehrheit der„ge- bildeten" Dividcndenschluckcr vorbei, der Bildungsfirnis wurde brüchig und durch wüstes Toben und Geschimpfe suchte man diesen Rednern sowie später Genossen Schultzki am Weitcrreden zu hindern. Diese Herrschaften Ware» ja nicht erschienen, um Vorträge über Sozialpolitik zu hören, sondern um schmunzelnd über den ihnen vom Aufsichtsrat unterbreiteten Antrag auf Auskehrung der aus den Knochen der Arbeiter herausgeschundenen zehn Prozentchen ahztiftim»«»..So etwas darf nicht wieder vorkommen. Deshalb pnnzipiis obsta, dachte Herr Ballin, der, obwohl er als erster Direk. tor eines Aktienunternchmens verpflichtet ist, auf die von feiten der Aktionäre gestellten Anfragen zu antworten, unter jubelnder Zu- stimmung seiner Klaffengenossen erklärte, daß er Herrn Müller nicht antworten werde. In überhebendem Tone sagte Herr Ballin:„Im übrigen erwartet Herr Müller doch selber nicht, daß ich ihm ant- Worten werde. Das eisige Schweigen derPersammlung wird ihn darüber belehrt haben, daß' in diesen, dem ehrbaren Kaufmann vorbehaltencn Räumen kein Resonnanzbodcn für sozialdemokratische Agitations- redner ist. Fassen Sie einen Beschluß, daß Herr Müller seine Tiraden hier nicht vortragen kann." Als Müller nochmals sprach und unter Hinweis auf das Gesetz Antwort verlangte, rief inan ihm Jnvek- tiven wie„Frecher Kerl!"—„Unverschämtheit" usw. zu. Nochmals erklärte Ballin wiederholt, Herr Müller erhalte keine Antwort. Um nicht Genoffen Doering zum Wort kommen zu lassen, wurde ein Schlußantrag angenommen, der von Schultzki lebhaft be° kämpft wurde. Jetzt spielten sich turbulente Szenen ab. schultzki rief den tobenden Dividendenjägern zu:„Sie haben nicht das Recht. den Arbeitern das Koalitionsrecht zu rauben!" Ihm wurde das Wort entzogen, worauf der Schlußantrag zur Annahme gelangte. Wie neulich in seiner allerböchften Kundgebung, so hat auch hier Ballin mit einer Unwahrheit operiert, indem er einem von der «grassierenden Sozialpolitik" redenden Herrn Brandt erwidert:: „Daß uns-re Arbeiter st r e i k e n, ist doch hosfentlich auch Herrn Brandt nichts Neues." Der Reederstreik wird also in einer General- Versammlung der Aktionäre in einen Arbciterstrcik umgeredct! So ganz en pa8sanl sei noch bemerkt, daß einige der wütendsten Divi- dendcnschlucker beim Verlassen des Saales vor unseren Genossen ausspuckten. Damit fand diese Szene aus dem kapitalistischen Gegenwartsstaatc ihren„würdigen" Abschluß. Und für eine solche Gesellschaft inüssen Zehntausewde von ehrlichen Arbeitern chce Knochen zu Markte tragen, für sie 10 Perzentchen und mehr„Ent- behrungslohn" herausschlagen, um dann, wenn es Ballin gefällt, auf Wochen und Monate aufs Stvaßenpflaster geworfen zu werden! Der Machtbereich dieser Gesellschaft wird immer größer, denn sie hat den Beschluß gesaßt, einen Teil der Woermann-Flotte zu über- nehmen und zu diesem Zwecke neue Attien im Betrage von fünf Millionen zum Kurse von 130 zu begeben. Christliche Verleumder. Bei der Gewerbegerichtswahl am 9. Dezember zu Schweinfurt stürzte auf der Straße ein 71 jähriger christlicher Arbeiter infolge eines Schlaganfalls tot zusammen. Damals ging durch die christliche Presse die Notiz, Genosse Geuß von Schonungen habe angesichts der Leiche die rohen Worte geäußert: „Laßt doch den schwarzen Lumpen liegen." Es gelang die Urheber dieser Behauptung zu ermitteln und vor Gericht zu ziehen. In der Verhandlung stellte sich das Gerücht als purer Schwindel heraus. Die Verleumder, der christliche Schuhmacher Brand und der eben- falls christliche Schneider Hussy, kamen sehr glimpflich davon; ersterer erhielt 2, letzterer 19 Mk. Geldstrafe.— Freisprechung von Koscielskis. Die Gnesener Strafkammer sprach das Herrenhausmitglied v. Kosciekski in Sache der Milos- lawer Sokolversammlung frei, weil die betreffende Versammlung keine öffentliche gewesen sei und öffentliche Angelegenheiten dort nicht verhandelt worden seien._ Professor M. v. Reußner sendet uns die nachfolgende Berich tigung mit der Bitte um Aufnahme: Berichtigung. Unterwegs von Paris las ich zufällig in Ihrer geschätzten Zeitung, ein gewisses Fräulein Markowitz habe in dem Thuner Prozeß„Tatiana Leontieff" über mich bekundet, daß„Professor Reußner die Absicht gehabt habe, dem Ersuchen der Verteidigung Folge zu leisten, datz er aber von der Ausübung abgehalten sei, da er vor drei Tagen ein Telegramm aus Rußland erhielt, er solle sofort eine Professur in Petersburg übernehmen und müsse sogleich eine Probevorlesung halten". Ich erkläre hiermit, daß ich kein Amt im russischen Staats dienst bekleide; die russische Regierung hat mir keine Professur angeboten: ich habe auch keinen Befehl, sofort nach Petersburg zurückzukehren, erhalten. Als Privatdozent der Petersburger Universität bin ich übrigens vom Juni 1906 an habilitiert. Das einzige, was mir bis jetzt von den Wünschen der russischen Re- gierung bekannt geworden ist, ist die Meldung der sozialdemokra- tischen Zeitung„Proletarier", mein Name stehe in der geheimen Liste derjenigen Personen, die vom Polizcidcpartement auf Grund der sogenannten„politischen Unzuverlässigkeit" gesucht werden. Wenn meinem Erscheinen zum Prozeß nur die russische Regierung im Wege gestanden hätte, so hätte mich das selbstverständlich nicht abgehalten, jedoch haben mich andere nicht zufällig eingetretene unangenehme Verhältnisse daran gehindert. In diesem Sinne habe ich auch an den Fürsprecher Dr. Brüstlein berichtet. Insofern er- scheint die Aussage von Fräulein Markowitz vollständig un- begründet. Der von mir unternommene Versuch, im geheimen nach Rußland über Finnland zu gelangen, ist selbstverständlich durch die Enthüllungen des Fräulein Markowitz gescheitert. Ich ersuche alle Zeitungen, diese Richtigstellung zu veröffent- lichen. M.b. Reußner. Kluslanck. Belgien. Die Krise. Brüssel, 28. März.(Eig. Ber.) Die seit Monaten schleichende Krise ist nun doch aküt geworden. Das wirkt beinahe wie eine Ueberraschung; denn an Krisen vorbei zusegeln, das war nun schon zu einem der wichtigsten Regierungsgeschäfte des Ministeriums Smet de Nayer geworden, das sich allerdings mit mehr Charakter- losigkeit als Geschick von einer Schlappe zur anderen rettete. Der für Mitte April erwartete Fall der Regierung wird denn wohl auch weniger ein Abzug in Ehren denn ein bitteres Muß sein. Bekanntlich hat die Regierung bei den Abstimmungen über die neuen Berggesetze in der Campine die empfindlichsten Niederlagen erlitten. Aber mit derselben Ergebenheit, mit der sie seinerzeit das Votum in der Kongofrage ertrug, nahm sie auch den diesmaligen Sieg der Opposition— einer Opposition, in der ihre Freunde von der Rechten Führer waren — hin. Es heißt wohl, daß die Regierung ihre sichere Niederlage bei der zweiten Lesung des Amendements Helleputte über die Regelung der Arbeitszeit der Berg- arbciter zum Anlaß nehmen will, um„in Ehren" zu fallen. Aber alle Welt weiß, daß hinter dieser schönen Geste ein anderer Konflikt lauert, der ihren Fall unausweichlich macht. Die Situation hat sich in der Tat für die Regierung nach zwei Seiten hin verstrickt. In der Kammer sieht sie sich in den sozialpolitischen Fragen von der alten zersplitterten Mehrheit verlassen und der Opposition preisgegeben, und nun erwächst ihr aus den Verhandlungen der Kolonialkommission ein Konflikt mit dem König, der ihr Schicksal besiegelt. Die Negierung hat zwar in der Kommission alles getan, um die gegen eine ehrliche und wirksame parlamentarische Kon- trolle gerichteten Absichten des Königs durchzusetzen.(So ist Ys ihr z. B. gelimgen, die Bildung des Kolonialrates ganz in die Hände des Königs zu legen. Die neun unabsetz- baren Räte werden voin König auf neun Jahre ernannt. Der Kolonialminister präsidiert dem Rat, hat aber nur b e- ratende Stimme usw.) Eine ganze Reihe von Bcstim- mungen wurde indes gegen den Willen der Re- gierung durchgesetzt. U. a. wurde beschlossen, daß Not- Verordnungen innerhalb 1l) Tagen dem Kolouialrat vorgelegt werden müssen. Ferner müssen ihm Dekrete zur Heber- Prüfung vorgelegt werden. In einem wichtigen Punkte ist nun aber die Negierung selbst im Widerspruch mit dem König. Sie hat nämlich dem Antrag Coremans zu- gestimmt, der dem Parlament die Einsichtnahme in die Staatsrechnungen des Kongo für die letzten drei Jahre zu- gesteht. In dieser Frage steht der König als Einziger gegen das Parlament und gegen die Negierung. Es wird— um die Situation vollends kompliziert zu machen— von einer Auflösung des Parlaments gesprochen. Mehr als müßiges Kombinieren läßt indes die wirre Lage vorläufig nicht zu.— Marokko. Die Besetzung von Udschda durch französische Truppen ist er- folgt. Die Meldungen lauten: Paris, 29. März. Udschda ist heute vormittag 10 Uhr ohne Widerstand besetzt worden. Paris, 29. März. Der Amel von Udschda kam dem Obersten Felineau, welcher die Okkupationskolonne bcfclhligt, entgegen und versicherte denselben seiner guten Gesinnung gegen die französischen Behörden. Zwei Kompagmen Zuaven und ein Zug Spahis sind in die Stadt eingerückt; die übrigen Truppen lagern außerhalb der Stadt. Finnland. HclsingforS, 27. März l0r>7.(Eig. Ber.) Die bis heute gezählten 330356 Wahlzettel ergeben folgende? Bild: Sozialdemokraten..... 308 669 Altfenomanen....... 227 815 Jungfenomanen...... 115 629 Schwedische Volkspartei„.. 100 439 Bauernbund....... 46 022 Christliche Arbeiterpartei... 12 434 Anhänger der luth. Geistlichkeit 5 005 Christlicher Wahlbund.... 4512 Wilde.......... 4 879 Außerdem einige kleine Gruppen. Es kursiert wieder das Gerücht, daß Möller-SakomelSki, der gegenwärtige Folterkönig der Ostseeprovinzen, als General- gouverueur sein gelt hier ausschlagen soll. So sehr es den Letten und Esten zu gönnen wäre, daß sie den Blutmenschen los würden, so bedauerlich wäre sein Regiment in Finnland. Hoffentlich besinnt sich Stolhpin„der Furchtlose" noch einmal, bevor er Finnland auf diese Weise provoziert. Jedenfalls ist es nicht unmöglich, daß man der„roten Gefahr" in Finnland durch Entsendung Möller- Sakomelslis„vorzubeugen" versuchen wird. Dann würde natürlich erst eine wirkliche Gefahr heraufbeschworen.— Türkei. Konstantinopel, 29. März. Heute abend um 8 Uhr explodierte auf der Hauptstraße von Pera eine Bombe oder Höllenmaschine. Eine Person wurde getötet, mehrere erlitten Verwundungen. Zahl- reiche Verhaftungen sind vorgenommen worden, doch scheint der Täter noch nicht ermittelt zu sein. Konstantinopcl, 39. März. Durch den gestrigen Bombenwurf in der Großen Perastratze wurden 11 Personen verwundet, 4 davon schwer. Unter den Verwundeten ist kein Europäer. Drei Armenier wurden verhaftet._ GewerfefchaftUcbc� Zum Lohnklimps der Herrcnmaßschneider wird unS vom Verband der Schneider geschrieben: Den Berliner Kollegen ist gleich den übrigen Kollegen im Lande ein„erhöhter" Tarif vorgelegt worden. Nun sind in demselben eine Reihe„Unebenheiten" enthalten, die wir unseren Mitgliedern aus- zugsweise zur Kenntnis bringen wollen. Die Berliner Arbeitgeber haben im ganzen fünf Tarife aus- gearbeitet mit neuen Bezeichnungen. Früher waren hier drei Tarife abgeschlossen; den la Tarif sehen wir nicht als eine besondere Klasse an, da in demselben nur unwesentliche Aenderungen im Vergleich zum ersten Tarif enthalten waren. Nun haben die Arbeitgeber folgende Klassen geschaffen: In, Ib, IIa. IIb und m. Wie die Geschäfte in diese Klassen eingeteilt werden sollen, davon hat man unS noch kein Wort mitgeteilt. Es ist danach ebensogut anzunehmen, daß Geschäfte, welche bisher als zweitklassig galten, auch künftig in der zweiten Klasse figurieren sollen, als man an- nehmen kann, datz diese Geschäfte künftig Ib-klassig werden sollen. Hier kann man sagen: Nichts Genaues weiß man nicht. Trotzdem muß aber gerade diese Arbeit als die wesentlichste mit angesehen werden. Wie man hier eine Regelung zustande bringen soll, ohne lokale Verhandlungen stattfinden zu lassen, ist unS unerfindlich. Einige Beispiele wollen wir noch anftihren, um der Oeffentlich- lest zu zeigen, welche Lohnerhöhungen die Arbeitgeber geplant haben' Frack. (Mit den üblichen Exttaarbeiten.) m. IV. V. Kl 20.75— M. I. II. Bisheriger Lohn 81,25 29,25 24,25 Künftiger Lohn 32,75 29,25 25,25 21,75 17,75 Gehrock. Bisheriger Lohn 30.25 28,25 23.25 19,75— Künftiger Lohn 31,75 28,25 24,25 20,75 17,75 Smoking. Bisheriger Lohn 22.25 20,75 17.— 15.—— Künftiger Lohn 22,25 20,25 Sacco. Bisheriger Lohn 19,75 13,25 Künftiger Lohn 19,75 17,75 15,25 13,25 Winterpaletot Bisheriger Lohn 23.50 26,50 23.— 19,60— ~' 29,25 26,— 21,60 19,25 17,75 15,75 13,75 16.- 13,-— 11,25 Künftiger Lohn 16,75 Winterpaletot mit abgestepptem Seidcnfntter. Bisheriger Lohn Künftiger Lohn Bisheriger Lohn Künftiger Lohn Bisheriger Lohn Künftiger Lohn Künftiger Lohn Künftiger Lohn Bisheriger Lohn Künftiger Lohn Bisheriger Lohn Künftiger Lohn Bisheriger Lohn Künstiger Lohn Bei den Sportsachen sind, soweit die Löhne nicht auf der alten Stufe bleiben, größtenteils Lohnkürzungen vorgesehen, bei einzelnen Positionen bis zu 20 Proz. Bisher war im Berliner alten Tarife ein Minimallohn von 27 M. für die Tagschneider festgesetzt. Der„erhöhte" Arbeitcrgeber» tarif sieht 25 M. vor. Eine Lohnkürzung um 2 M.. bei einer Steigerung de» Lebensmittelpreise um 16 Proz. I Im Tagschneldertaris finden sich außerdem noch ein« ganze Reihe Positionen vor. wo unbedingt beigeschrieben werden muß. waS damit gemeint ist. Ber unseren Vergleichen sind wir loyal verfahren und haben angenommen, daß die früheren zweitklassigen Geschäfte erstklassig werden sollen. Bei der Politik, die im Arbcitgeberverband zurzeit beliebt wird, kann man aber auch nicht wissen, ob eine derartige Kombination richtig ist. Im allgemeinen haben wir die Auffassung, daß man sich in der ersten und zweiten Tarifklasse nicht zu Lohn- Zulagen verstehen will. Wir haben bisher immer gesagt: Auf der Grundlage der beiden Tarifentwiirfe können Verhandlungen geführt werden, die die Ge- währ bieten, daß für beide Teile ein ehrenhafter Frieden geschlossen werden kann. Derartige Tarife aber, wie man sie der Berliner Arbeiterschaft unterbreitet hat, den Arbeitern aufzwingen zu wollen, bedeutet Terrorismus schlimmster Art. Die Arbeitgeber wollen keine Verständigung, sondern eine Macht- probe. Run, WaS der Mensch braucht, soll er haben. *** UnS wird mitgeteilt, baß die Arbeitgeber für Dienstag ftiih ge- plant haben, mit den Arbeitern der einzelnen Gc'chäfte zu verhandeln und ihnen an Hand der neuen Tarife den Nachweis zu erbringen, daß sie tatsächlich Lohnerhöhungen vorgesehen haben. Abgesehen davon, daß ihnen das nicht gelingen wird, sind die Arbeitgeber stets an die Ortsverwaltung zu verlveisen. Ein genialer Trick ist es aber zweifellos, wenn die Arbeitgeber unseren Mitgliedern nun glauben machen wollen, daß sie„erhöhte" Tarife ausgearbeitet haben, während wir, d. h. die Verwaltung, das nicht begreifen wollen. Untcrnehmcrdank. Eine genügend bekannte Tatsache ist es. daß der Arbeiter seitens deS Unternehmers erst dann so recht als Freund betrachtet wird, wenn er ihm in der ärgsten Not— tvährend eines Streiks— Rausreißerdienste leistet. Seit ca. drei Wochen befinden sich die Arbeiter und Arbeiterinnen der Zelluloidfabril von Priester u. Co., Michaelkirchstraße, im Ausstand. Geringfügiger Lohn- sorderungen wegen ließ der Chef die Leute in Streik treten, wohl in der Hoffnung, baldigst neue Kräfte zu erhalten. Er hat ja auch welche bekommen. Ein Hutmacher, ein Hausdiener und ein Stiefel- putzer verrichten die Arbeiten der gelernten Presser, und zwar so flott, daß einer von ihnen 11— elf Mark in einer Woche verdient hat. Will aber einer von den Arbeitswilligen wieder losgehen, so wird natürlich hoher Lohn geboten, höher als ihn die eingerichteten Streikenden verlangt haben. Doch auch fonit sucht man sich die Leute zu halten, Mittag wird von der Direktrice, die vorder nicht genügend auf die Begehrlichkeit der Arbeiterinnen schimpfen konnte, Kartoffelpuffer �gebacken, damit die Nausrcißer nicht zum Essen gehen brauchen. Am Abend halten der Chef sowie auch der Geschäftsführer es nicht unter ihrer Würde, ihre Arbeiterinnen im Zylinder ein Stück Weges zu begleiten, damit sie von den bösen Streikposten ja nicht belästigt werden können. Selbstredend läuft noch ein Krimmalbeamter hinterher. Die allgemeine Lohnbewegung der Tapezierer ist in einer am Donnerstag bei Mendt m der Beuthstraße abgehal- tenen Mitgliederversammlung des Tapeziererverbandes für beendet erklärt worden, wenn auch der Ausstartd bei den Firmen, die noch nicht bewilligt liaben, fortdauert. Dies sind jcdock, nur wenig« Firmen. Die Zahl der noch im Au-sstand befindlichen Gchülfcn beträgt nur 150. Sie wenden selbstverständlich die Arbeit nicht eher wieder aufnehmen, als auch sie das Ziel erreicht haben.— Die Versammlung nahm, nachdem Wels über die Situation be- richtet hatte, einstimmig folgende Resolution an: «Die Mitgliederversammlung des Tapeziererverbandcs er. klärt die allgemeine Lohnbewegung für beendet und verpflichtet die Kollegen der wenigen noch im Ausstarrd befindlichen Werkstellen. die allgemein durchgesetzten Lohnsätze cbcnfialls zu er» ztvingen." Ferner beschloß die Versammlung auf Antrag der OrtSver» waltung, daß den noch ausständigen Kollegen ein Miels- oder Feiertagszuschuß von 10 M. für die verheirateten und von ü M. für die ladigen gewährt loevden soll. Ebenfalls auf Antrag der Ortsverwaltung beschloß die Versammlung, daß für sechs Wochen des zweiten Quartal» doppelte Beiträg« zu zahlen sind. Um sicher zu sein, daß eine Wertstelle nicht gesperrt ist, wurde den Kollegen in Zweifelsfällen bei ArbcitSüocrnahme empfohlen, stets erst auf dem Verbandsbureau anzufragen. Der von den Unternehmern gegründete Arbeitsnachweis ist streng zu meiden. Dt» LandschaftSgärtner streiken! In einer zahlreich besuchten Versammlung der Landschaft»» gärtner in Wethes Festsälen am Donnerstagabend wurde beschlossen, am dritten Feiertag die Arbeit nicht wieder auf- zunehmen. Für alle LandschaftSgärtner von Berlin und Um- gegend ist der Streik proklamiert. Es handelt sich in dem Kampfe lim die Anerkennung der Organisation und Verbefferung der Lohn- und Arbeitsbedingungen. Die Gehülfen verlangen 60 Pfennig als Minimallohn für die Stunde; den Gartenarbeitern sollen 50 Pfennige, den Gartenftauen 30 Pfennige pro Stunde gezahlt werden; für Ueberstunden wird 20 Pfennig Aufschlag berechnet. Die Arbeitszeit soll neun Stunden betragen; der Arbeitsnachweis soll paritätisch eingerichtet werden. Tie Unternehmer haben es abgelehnt, mit der Lohnlommiffion zu verhandeln und über die„Zugeständnisse" vom Jahre 1003 hinaus- zugehen. Wie der Referent KamrowSli der Versammlung klarlegte, ist die Antwort geradezu verletzend für die Arbeiter. Was im Jahre 1003.zugestanden" wurde. daS haben sich die Gchiilfen durch einen heißen Kampf errungen. Heute gilt es, den veränderten Verhält- nissen Rechnung zu tragen, und die Forderungen sind sehr be- scheiden. Wenn die Unternehmer heute oftmals auf die Gärtner in städtischen Anlage» hinweisen und erklären, man solle dort erst höhere Preise fordern, denn in der Privatgärtnerei würden heute viel bessere Löhne gezahlt als von der Stadt, so darf man sich davon nicht betören lassen. Die städtischen Be- Hörden machen e» auf der anderen Seite ebenso und erklären den Arbeiten,, daß sie durch die dauernde Arbeit viel besser gestellt wären als in der Privatgärtnerei, wo oft flaue Zeiten kommen. Die Unternehmer können bei den hohen Preisen, die sie erhalten, viel besser bezahlen, aber sie werden e» nicht gutwillig tun, es muß erst erkämpft werden. Wenn da» Wetter jetzt hübsch warm anhält, so gewinnen die Streikenden einen mächtigen Bundes- genossen; dann häufen sich die Austräge und Bestellungen aller Art, die sofort ausgeführt werden müssen. Die Stimmung der Versammelten war durchaus kampflustig; einige rieten, schon am Sonnabend die Arbeit ruhen zu lassen, aber man entschied sich schließlich für den 3. Feiertag. In der DiSlussion wurde darauf aufmerksam gemacht, baß man mit einem hartnäckigen Widerstand der Unternehmer rechnen müsse und es notwendig sei, Mann für Mann in den Kampf zu treten. Während der letzte größere Streik, 1003, kaum zwei Wochen dauerte, könne man sich diesmal darauf gefaßt machen, vielleicht drei und vier Wochen ausharren zu müssen. Man hat genug Beispiele aus der letzten Zeit, daß die Unternehmer große Verluste nicht scheuen und den Kampf gegen die Organisation der Arbeiter als eine Sache des Prinzips ansehen und dieser Sache bringen sie auch große Gelbopfer._ Der Tarif der Leitergerüstbauer, der im April 1003 ab» geschlossen wurde, ist zum 1. April d. I. gekündigt worden. Die Arbeiter reichten den Unternehmern einen Entwurf ein, der hin- sichtlich der Arbeitszeit keine Aenderung vorschlägt, wohl aber »evmtw. Redakteur: Hans Weber. Berlin. Inseratenteil peomttu eine Erhöhung de» Lohne« fordert, und zwar soll der Stundenlohn der Poliere von 70 auf 00 Pf., der Lohn der Rüstarbeiter von 60 auf 75 Pf. erhöht werden. Für Ueberstunden von 6 bis 8 Uhr abend» wiro ein Zuschlag von 15 Pf. pro Stunde gefordert. Nackt- und Sonntagsarbeit soll den Polieren mit 1,40 M., den Rüstarbeitern mit 1.20 M. pro Stunde entlohnt werden. Ferner wird eine Erhöhung des wöchentlichen Fahrgeldes von 60 Pf. auf 1,20 M. gefordert.— Am Donnerstag fand eine Versammlung der Leiter- gerüstbauer statt. Werner erstattete Bericht über den Verlauf der Tarifbewcgung. Der Entwurf ist den Unternehmern im Februar eingereicht. Nach den Bestimmungen des alten Tarifes müßte über den neuen Entwurf in der Schlichtungskommission ver- handelt werden. Der Referent hat namens der Organisation mehr- fach den Versuch gemacht, Verhandlungen mit den Unternehmern einzuleiten. Er konnte aber nichts weiter erreichen, als eine Aus- spräche mit dem Vorsitzenden des Vereins der Leitergerüst- Interessenten in Gegenwart deS Herrn v. Schulz. Ein praktisches Ergebnis hatte die Besprechung jedoch nicht, denn der Vorsitzende der Unternehmer war nicht in der Lage, über die Stellung der Mitglieder seines Verein» etwas anzugeben. Dieselben halten erst am 4. April eine Versammlung ab, wo die Angelegenheit zur Sprache gebracht werden soll. Der Referent stellte der Versammlung anheim, darüber zu entscheiden, ob man erst den Bescheid über den Ausfall der Unternehmerversammlung abwarten oder sich für andere Maßnahmen entschließen solle.— Nach eingehender Diskussion beschloß die Versammlung, daß am Dienstag(3. Fciertagi die Arbeit in gewohnter Weise aufgenommen wird. Am Absnd desselben Tages soll wieder eine Versammlung der Leitergerüstbauer abgehalten werden. Die Berliner Genossenschastsbäckerei teilt uns mit, daß die Salomo-Mühle kein Mehl für ihren Bedarf liefert. Die Genossen- schaftSbäckcrei will mit dieser Berichtigung Mißverständnissen vor- beugen, die sich aus der letzten Notiz über den Streik in der Salomo-Mühle ergeben könnten. Oeutlcbes Reich. Der Streik der Holzarbeiter Lübecks dauert am 1. April bereits ein Jahr, ohne daß das Ende abzusehen wäre. ES handelt sich hauptsächlich um die Einführung deS Neunstundentages, gegen welche sich die Arbeitgeber mit Händen und Füßen sträube». In den Möbelfabriken besteht der Streik bereits seit dein 15. März. Bemerkenswert und zugleich be- zeichnend ist es. daß die hier als Arbeitswillige tätigen Holzarbeiter eine Ortsgruppe des Hirsch-Dunckerfchen Gewerk- Vereins ins Leben gerufen haben. Gründer derselben ist ein ge- wisser Schumacher-Berlin._ Ein Scharkmacher-Ostergruft. Am 3. März d. I. beschlossen die Schmiede der Aktiengesellschaft ..Weser" in Bremen mit 167 gegen 7 Stimmen, ihrer Direktion im wesentlichen folgende Forderungen zu unterbreiten: Erhöhung dcS Stundenlohnes um 5 Pf« der Mindestlohn sollte für Helfer 40 Pf. und für Schirrmeister 45 Pf. betragen; Verkürzung der Arbeitszeit um 1 Stunde täglich. Einige nebensächliche Forderungen bezogen sich auf Einrichtungen des Betriebes. Am 6. März wurden die Forderungen der Direktion eingereicht. Als Antwort erfolgte der Hinweis auf die Arbeitsordnung, die besage, daß für alle An- liegen der Arbeiter der Arbeitcrausschuß da sei. Der be— rühmte Arbeiterausschuß! Die Arbeiter übertrugen diesem ihre Sache. In der nun folgenden Verhandlung lehnte die Direktion es ab, über die beiden wesentlichsten Punkte— Lohnerhöhung und Verkürzung der Arbeitszeit, als zwei Prinzipienfragcn— zu verhandeln. Daß sie daS nicht wollte, wußte sie natürlich bereits, als sie die Schmiede an den Arbeiterausschuh verwies. Schmiede sind durchweg gut« mutige Menschen— sie suchten nochmals um Verhandlung zwischen Direktion und ArbeiterauSschuß über die Fragen nach, aus die eS ihnen gerade ankam. Der ArbeiterauSschuß wurde gar nicht vor- felasscn. Selbst die Gutmütigkeit der Schmiede kennt Grenze» und o beschloffen die Leute am 12. März, zum letzten Mittel, das der ebenso notwendigen wie berechtigten Verbesserung ihrer Lage dienen konnte, zu greifen: man bcschlog, am 13. März auf den 14. März zu kündigen. Da» ist erfolgt, und da cS ohne Wirkung blieb, be- gann am 15. März der Streik. Am 13. März bemühte sich der Borstand der Aktiengesellschaft zwar noch, den Arbeitern klar zu machen, daß des aller Anerkennung der Berechtigung ihrer Forderungen deren Bewilligung doch ausgeschlossen sefl.. weil dies einmal die Lage des deutschen SchiffSbaueS bedinge, der sich in scharfem Wettbewerb mit dem ausländischen Schiffsbau befinde, und weil eö bei der gegenwärtigen Konjunktur unmöglich sei, den Ausfall an Arbeitszeit durch Vermehrung der Arbeitskräfte weit zu mache». Al» ob die Schmiede dann nicht Ueberstunden machen würden. Von der Mehrbelastung der Werft durch die Lohnerhöhung solle ganz abgesehen werden. Selbst in letzter Stunde, am Abend des 14. März wurde dem ArbeiterauSschuß laut Beschluß deS Arbeitgeberderbandc»..Unterweser" mitgeteilt, daß die von den Schmieden gestellten Forderungen in einer Sitzung der Gruppe deutscher Seeschiffswerftcn in Hamburg im Laufe der folgenden Woche zur Erörterung gelangen würden. der Vorstand der Aktiengesellschaft„Weser" stelle daher den Schmieden anheim, die Kündigung vorläufig aufzuschieben. Schmiede können aber auch hartnäckig sein, wenn sie sich auf dem rechten Wege befindlich glauben. Es blieb beim Streik. Inzwischen haben wohl die Beratungen in Hamburg stattgefunden, doch was dort be- schloffen sein mag, läßt die Tatsache erkennen, daß am 25. März dem betreffenden ArbeiterauSschuß vom Vorstand der erwähnten Aktiengesellschaft mitgeteilt wurde: die Schmiede müßten am Mittwoch, den 27. März, die Arbeit wieder ausnehmen, andernfalls würde sämtlichen Arbeitern der Werft auf den 28. März gekündigt. Auf Anfrage teilt« der Vorstand der Gesellschaft gleichzeitig mit. daß er nach Wiederaufnahme der Arbeit durch die Schmiede nicht mit diesen über die strittigen Punkte verhandeln werde. Also be- dingungllos zu Kreuze kriechen sollten die Schmiede. Das wollten sie nicht. Sie beschloffen am 26. März, im Streik zu verharren und am Abend des Gründonnerstages sind— nach voraufgegangener Kündigung am Mittwoch— zirka 4000 Arbeiter aus- gesperrt worden. Der bisher beobachteten Werftprotzen-Taktik entsprechend werden jetzt in kurzen Abständen weitere Au»- sperrungen folgen. Zunächst wird am Sonnabend, den 30. März. die Aussperrung von 1500 Arbeitern der Norddeutschen Armaturen- fabrik lNorddeutschcr Lloyd) folgen. Natürlich sucht die Kapttalistcnpressc jetzt die„kleine Gruppe der Schmiede" ins lln- recht zu setzen. Nach ihr hat die Arbeiterschaft allenfalls ein Recht zu demütigen Bittgesuchen und hat sich dann gehorsamst bei dem erhaltenen allergnädigsten Bescheid zu beruhigen. Jede Forde- r u n g aber, jede Regung von Selbständigkeit, setzt die Arbeiter in den Augen aller Ordnungsliebenden ohne wettere» ins Unrecht. In das öde Einerlei des EiapopeiaS vom Himmel, da» in diesen Tagen mit besonderem Eifer von Tausenden von Pfaffen den Elenden und Ausgebeuteten als tröstliches Schlafmittel gereicht wird und in die Harmonieduselci de»«verjüngten Liberalismus" bringt der Scharfmacher-Ostcrgruß von der Weser den richtigen To». Allen, die geistig in irgend einer Welt dcS Scheins leben, ruft dieser Gruß schmetternd zu: Wacht auf, ihr Träumer! Er» kennt die Welt, in der ihr wirklick lebt. Ev ist— trotz aller versöhnlichen Osterpredigten--- die Welt des unerbittlichen Klaffen- kampfes._ I» der Dresdener Metallindustrie stehen neue heftige Kämpfe bevor, deren Tragweite noch gar nicht abzusehen ist. In erster Linie- bandelt es sich um die Wcltsirma Seidel u. Naumann, die Nähmaschinen, Fahrräder und Schreibmaschinen produziert und zirka 3000 Arbeiter beschäftigt. Schon 1005 mußten die Arbeiter dieses Betriebes Lohnredultionen und Maßregelungen durch«inen Streik, der allerdings nur wenige Tage dauerte, zurückweisen. 1006 stand die Direktton dieser Fabrik an der Spitze des Verbände» der Metallindustriellen, der im Frühjahr diese» JahrcS der nichtigsten Vorwänd« wegen Re M«tallarbett«rau»spcrrung in der Kreit- n.Bt,ike, Berlin. Druck u.Walat: LoavürtSLuchdi. u. Leriag»anst«0 hauptmannschaft Dresden provozierte. Au» diesem Riesenkamps« gingen die Arbeiter als Sieger hervor. Die Fabrik von Seidel u. Naumann kapitulierte zwar zuletzt, aber sie erlitt auch die empfind» lichste Niederlage. Seit einem halben Jahre hat die FabrikleituniI ihre Arbeiter namentlich durch Maßregelung organisierter Kollegen aufs schwerste und unverantwortlickstc provoziert. Ardeiter, die 15, 20 Jahre und länger im Betriebe tätig waren und dort ihre beste Kraft aufgebraucht hatten, wurden rücksichtslos aufs Pflaster geworfen, nur weil man sie als Vertrauensmänner der Organ»» lation hielt. Auf diese Weise glaubte sich die Direktion für ihre vorjährige Niederlage rächen zu muffen; sie hat aber dadurch die Arbeiter aufs äußerste erbittert. Am Mittwochabend beschäftigte sich eine von 3000 Arbeitern der Firma Seidel u. Naumann besuchte Massenversammlung unter dem Vorsitz der Organisationsleiter mit dem Vorgehen der Direktion. In elementarer Entrüstung kam hier zum Ausdruck, was die Direktion gesäet hatte. Die Versammlung beschloh einstimmig, der Fabrikleitung bestimmte Forderungen zu unterbreiten und darauf bis zum 2. April Antwort zu verlangen. Die wichtigsten der Forderungen sind: Zurücknahme der Maßregelungen, Aufbesserung der schlechtesten Akkordlöhne und Verkürzung der Arbeitszeit. Antwortet die Firma darauf nicht oder lehnt sie die wichtigsten der Forderungen ab, kann kein Zweifel darüber bestehen, daß die aufs schwerste durch moralische Peini- aungen gereizte Arbeiierschaft geschlossen in den Ausstand tritt. In diesem Falle ist aber auch mit der Möglichkeit einer allgemeinen Metallarbeiteraussperrung im Bezirke Dresden oder ganz Sachsen zu rechnen. Denn die Direktion der Firma steht an der Spitze der Scharfmacher im Verbände der Metalindustriellen. Die organi- sterten Metallarbeiter Dresdens find aber entschlossen, den Kampf durchzuführen, in der festen Zuversicht auf die Unterstützung der organisierten Arbeiterschaft. Vor allem ist jetzt Zuzug von Metallarbeitern und anderer in der Nähmaschinen- und Fahrradbranche tätiger Berufe von Dresden streng fernzuhalten. ZZuslsnel. Der Generalstreik in der französischen Schweiz ist, wie uns ein Privattelegramm aus Lausanne meldet, zugunsten der Arbeiterschaft beendet. Der Streik der Sckiffszimmcrer der großen Werften in Kopcn» Hagen hat die dänische Arbeitgcbervereinigung veranlaßt, eine allgemeine Aussperrung aller organisierten Arbeiter der EckissSvauabteilungeu von Burmeister u. WainS Maschinen- und SchissSbauerei, Kopenhagens Schwimmdock und Schiffswerft sowie der HelsingörS Eisenschiff, und Maschinen- bauerei anzukündigen, für den Fall, daß ein für die Werften und den Verband der Eisenindustriellen zufriedenstellende» Ueberein- lommen mit dem Dänischem Zimmererverband nickt zustande kommt. — Diese neue ÄuSsperrungSdrohuna ist auf den Einfluß der Eisen. industriellen zurückzuführen. Die Werften selbst wären wohl nicht: so sehr dagegen, ihren Zimmerern die gleichen Löhne, wie sie von den kleineren Werften gezahlt werden, zu bewilligen. Der AuS- schuß des Verbandes der dänischen Gewerkschaften hat nun am Donnerstag der Arbeitgebervereiniguny in einem Schreiben mit- geteilt, daß er, wie vordem, auch jetzt»och bereit ist, dem allgemeinen Kampf in der Schiffsbauindustrie durch Verhandlungen vorzu» beugen._ GlaSarbeitrrauosprrrung in Charleroi. Die Glasfabrikbesitzcr beschlossen gestern abend in einer Bei- sammlung die aufgestellten Bedingungen auftccht zu erhalten. nämlich 15 proz. Lohnherabsetzung und Erhöhung der Produktion. Die- sei, igen Arbeiter, welche diese Bedingungen nicht unterzeichnen, er- halten zum 1. Mai ihre Kündigung. Wieder ein Unternehmer als Revolverheld. Paris. 27. März. lEig. Ber.) Das Register der Bluttaten, die von Unternehmern an streiken- den Arbeiter» begangen werden, schwillt immer mehr an. In der Hafenstadt Ccttc stehen seit drei Wochen die Matrosen der Fischereiunternchmungcn im istreik. Die Verhandlungen zwischen den Parteien schienen indes zu«iiier gütlichen Beilegung des Kon- fliktS zu führen, als das Verbreche neinesUntcrnchmcrS diese Aussicht plötzlich zerstörte. Gestern hat nämlich ein Fischerei- Unternehmer aus eine Gruppe von Matrosen geschossen und dr«i schwer verwundet. Die Nachricht verbreitete sich mit Blitzesschnelle, und bald bemächtigte sich die zusammengeströmte Menge eines Unternehmers, der ihr in den Weg kam, um ihn zu lynchen. Er wurde arg mißhandelt und mußte nach dem Kranken- Hans gebracht werden, wohin die Opfer seines Kollegen schon früher geschafft worden waren. Der eigentliche Verbrecher konnte sich mit Hülfe der Gendarmerie in Sicherheit bringen. DaS Gericht hat ein« Untersuchung eingeleitet. Ob der wahre Schuldige die gc- bührendc Strafe erhalten wird, steht noch dahin, aber jedenfalls ivird die internationale Vcrlcumderpresse wieder von«sozialistischem TerrorismuS" erzählen._ Der amerikanische Eisenbahnerprrik. Präsident Roosevelt beauftragte Martin Knapp, den Präsidenten der zwischenstaatlichen Handelskommission, und Charles Neill vom ArbeitSdepartMient. heute nach Chicago zu reisen, um zwischen den Eisenbahnangestellten und den Eisenbahnverlvalwngen zu vermitteln. Der Ausstand umfaßt zurzeit etwa 500000 Personen. Die Bahn» Verwaltungen bieten eine durchschnittliche Lohnerhöhung von 8'/, Prozent bei zehnstündigem Arbeitstag an. die Angestellten ber- langen 12 Prozent und den Neunstündigen Arbeitstag. Der AuS» stand erstreckt sich gegenwärtig auf annähernd 05 000 Meilen Bahn» länge.________ Letzte jyaebnebten und Depefeben» Ein Alt der Verzweiflung. Auf dem Hofe des Grundstücke» Brunnenstr. 52 versucht« gestern abend in der 12. Sfamd« der Schriftsetzer Lauer sich durch Er» schießen das Leben zu nehmen. Lauer, der in dem Haus« wohnt, soll durch lange Arbeitslosigkeit zu der Verzweiflungstat getrieben worden sein. Durch den t--chuß herbeieilende.�auSoewohncr fanden ihn in schiver verletztem Zustande. Nachdem ihm von ärzl- licker Seite erste Hülse zuteil geworden, wurde er nach dem LazaruS-Krankenhause überführt. Wie TerroriSmuS ausgeübt wird. Krankfurt a. M.. 30. März.(B. H.) Eine Mitgliederver. sammlung der Frankfurter Hauptgruppe deS ArbeitgcbervcrdandcS der Herren-Matzkonfektionsbranche beschloß heut« einstimmig, sämtliche organisierte Gehülsen sofort auszusperren; es bestehen hier zwar keine Differenzen, man fügt sich aber lediglich dem bc- kannten Beschlüsse de« ZentralvorjtandcS. Schwarze Pocken. Witten o. b. Ruhr, 30. März.(B. HZ Ein Reisender schleppte in einem hiesigon Gasthofe die schwarzen Pocken ein; lytei Angestellte sind erkrankt. Umfassende Vorsichtsmaßregeln wurde» getroffen. In den Flammen umgekommen. Budapest, 30. März. lB. H.) In der Nähe von Lelle brannte infolge Unvorsichtigkeit des Kutschers ein Stall mit 200 Pfccdc.i nieder. Fünf Personen kamen in de» Flammen um« Leben, zahl- rriche andere wurden verletzt._ Aufgelöst. Madrid, 30. März. lW. T. B.) Di« Corte« sind heute durch ein Dekret aufgelöst worden. Die Wahlen zur Deputiertenkammcr sind auf den 21. April, die zum Senat auf den 5. Mai angesetzt worden. Die Eröffnung der Corte» ist auf den 13. Mai festgesetzt. Ein Komitee für die nationale Verteidigung ist errichtet worden. PäülSinger ckCo., Berlin SW'"erzu 5~ Seilagen. Kl. 76. 34. Jahrgang. 1. WIM i>ks.Amiills" Kerliiill AIIlüdlM. Sonntag, 3t. Mar; lW7. Zum Parteitag in Holland. LuS Holland wird uns geschrieben: Die inneren Streitigkeiten werden auch diesmal wabrschemlich fast die ganze Zeit und Kraft des zu Ostern tagenden Parteitages in Anspruch nehmen. Der größte Teil der Anträge befaßt sich mit ihnen und es herrscht im allgemeinen die Ansicht, daß der Kampf der zwei Richtungen diesmal noch weit schärfere Fornren annehmen wird, als auf dem Parteitag zil Utrecht. Die Streilpnnlte, worüber der diesjährige Parteitag eine Entscheidung zu treffen haben wird. können wir in drei Gruppen teilen: organisatorische, praktisch-politische und allgemein-taktische. Zur ersten Gruppe rechnen wir 1. die Anträge, die sich mit der im vorigen Jahre zu Utrecht airgenommencn Resolution gegen die .Dogmatiker" befassen.>) Zweitens: die sich nüt der Kommission für die Revision des Programms befassenden Anträge. Ucbcr die Art und Weise, in der jene Konmrission zustande kam, berichteten wir seinerzeit ausführlich an dieser Stelle. Ucbcr beide Punkte liegt dem Parteitage eine ganze Serie von Anträgen vor, in denen die verschiedensten Ansichten schroff zum Ausdruck komincn. I» bezng auf die Utrechter Resolution gehen sie von der Erklärung, daß sie schon zu verschiedenen Anlässen zur Entwertung der Kritik angewendet worden ist, wie das die Marxisten befürchteten, bis zum scharfen Tadel der Genossen, die auf Grund dieser Resolution ans der Parteileitung usw. austraten und zur Brandmarknng ihres Ve- tragen» als.das Stellen der Souveränität des eigenen Ichs über die Partei". Ebensowenig herrscht Einhelligkeit in bezng ans daS Verhalten der .Dienstverweigercr" in der Programmkoinmission. Auch in dieser Frage findet man in den Anträgen die verschiedensten Meinungen: solche, die mit dem Pnrteivorstand wegen seiner eigenmächtige» Ein- berufnng jener Kommission ins Gericht gehen, bis zu solchen, die die Spitze umkehren und den Vorstand ersuchen, bei etwaiger wieder- kehrender Weigerung von Genoffen, in von ihm ernannte Koni- imssionen einzutreten, diese Genossen ohne viel Federlesens zu sisticrcn, bis der nächste Kongreß entscheidet. In der Vegrnndnng dieser Anträge wird den betreffenden Genossen unzweideutig der Ausschluß angedroht, eS scheint alio einem Teil der Partei noch immer nicht klar gc- worden zu sein, daß die Tat jener Genossen ein notwendiger Protest war gegen die Vergewaltigung der demokratischen Gnindlagc unserer Partei durch den Vorstand. Die größte Zahl der Anträge jedoch, die sich mit_ dieser Materie befassen, nehmen nicht so stark für die eine oder die andere Seite Partei. In höherem Matze als die llcbcrzcngung vom Recht und Unrecht der einen oder der anderen spricht au» ihnen der Verdruß der Partei am endlos sich hinziehenden Zwiste und ihr Verlangen, ihm ein Ende zu mache». Wir versprachen seinerzeit, die Leser dcS„Vorwärts" über die Ergebnisse der Beratungen der Programmkoinmission zu unter- richten. Die Kommission hat jedoch ihre Arbeiten aus verschiedenen Gründen zu keinem Abschluß führen können. Der wichtigste dieser Gründe ist, wie die Kommission nun in ihrem Bericht an den Parteivorstand mitteilt, daß einige ihrer Mitglieder„solche Be- denken wider das Programm haben, daß es sich, um ihnen cnt- gcgcnzutommcn. als nutzlos erweisen würde, einzelne Worte oder Ausdrücke zur Acndcrung vorzuschlagen, sondern daß wahrscheinlich eine so gut wie völlig neue Formulierung des Programms in Frage kommen würde". Um zu zeigen, in welcher Richtung die Revision und Neu- formulierung des Programms angestrebt wird, wollen wir einige von den in der Konimission vorgebrachten Bedenken mitteilen, wie fie im Kommissionsbericht ausgeführt sind. Es wird dem Pro- gramm u. a. vorgeworfen: die„günstige Tendenz" isoll wohl heißen: die Erfolge dieser Tendenz) iux proletarischen Aktion nicht genügend zum Ausdruck zu bringen. Die Zunahme der Arbeits- losigkeit wird unbewiesen erachtet:>n der Formulierung der Krisen soll das Programm die Möglichkeit hervorheben, daß die Organi- fation der Produktion durch die Trusts usw. die Krisen einschränken wird; das historische Bild der ökonomischen Entwickclnng wurde irreführend genannt, weil es nicht genug unterscheide zwischen dem aczügcltcn und dem ungezügelten Kapitalismus. Die Schärfe und Bestimmtheit gewisser Zlusdrückc, u. a. die Dcfinierung de? Proletariats als eine von„jedem" Besitz entblößte und von der kapitalistischen Klasse„völlig" abhängige Klasse wird gerügt. Auch wurde die Meinung geäußert, das Programm solle zwar einen Passus enthalten, wonach über die Stellungnahme im Klassenkampf hauptsächlich das Klassenintcrcsse entscheidet, daneben jedoch be- tonen, daß es auch verschiedene gibt, die ihrem sllassen- und ökonomischen Interesse entgegen sich auf die Seite der Arbeiter stellen. Weiter wurde ein Zusatz zun, Programm für erwünscht erklärt, der ausdrücklich feststellt, daß die Parteimitgliedschaft nur zur Annahme der ökonomisch-politischen Lehren von Marx, nicht l) Wie bekannt, hob diese Resolution die Freiheit der Kritik in unserer Partei zwar nicht ausdrücklich, wohl aber faktisch auf. indem sie jede eventuell von der„Nienive Tyd Gruppe" geübte Kritik im voraus entwertete und entkräftete. Die Genossen dieser Gruppe und einige andere zogen sich darauf von der Parteileitung usw. zurück. Volkes Auferstehen. ,Vet und arbeit I"— Volk! Du stehst Vor den Kreuz- und Schwcrtgewaltc» Da mit Fättsten, grollgeballteu... Wenn, o Volk, Du beten gehst— Wie Du auch die Hände drehst, K a n n st vor S ch iv i e l e n sie nicht falten! Auf dem Leder Deiner Hand, Bieldurchfurcht, gegerbt, zcrschnnden, Steh», o Boll voll Blut und Wunden— Steh» gebucht in festen! Band Eingepreßt und eingebrannt Alle Deine Leide ns st un den! Alle, alle stchn sie drauf Unbeglichen, all die vielen... Wechsel sindS, die nie verfielen, Doch die niemand nahm in Kauf— Volk! Mach' Deine Rechnung auf, Oeffne Deine Faust voll Schwielen! Heb sie hoch, wie vor Gericht, Zeugen laß die Wundenmale! Zeig dem höchsten Tribunale Deine Rechte— Zaudre nicht I Spreiz der Welt sie vors Gesicht: Zähl zusammen! Zahle! Zahle! Denk' und kämpfe I— Volk! Roch steh'n Bor Dir trutzig die Gewalten. Die im Joch Dich niederhalten... Wie fie auch die Hände dreh'n, Volk, Du wirst doch anfersteh'n, Doch der Freiheit Fahn' entfalten! aber seiner philosophischen Ideen') verpflichtet. Und schließlich gab es noch eine Richtung in der Kommission, die zu der Meinung gekommen ist, fast der ganze Inhalt des Programms sei unrichtig, wenn es auch von einem richtigen Ausgangspunkt zu einem rich- tigcn Schlüsse gelange. Das Angeführte genügt, um zu zeigen, toelch bunte Ver- schiedcnhcit der Ansichten in der Kommifsion hcrrfchtc und wie ungefähr ein etwa ihren Vorschlägen gemäß redigiertes Programm aussehen würde. Gewiß, nach einer solchen Behandlung wäre in ihm von einem„dogmatischen Marrismus" nicht Mehr die Rede ... vielleicht auch vom Marxismus überhaupt. Die Kommission hat aber, wie gesagt, darauf verzichtet, dem Vorstand für jetzt be- stimmte Vorschläge zu unterbreiten und ihn ersucht, sie durch An- Hänger der marxistischen Richtung zu verstärken, damit alle Schattierungen der Partei in ihr vertreten»Verden. Ein Antrag in diesem Sinne wird dem Parteitag vom Vorstand vorgelegt. *»» Wir kommen nun zu den taktisch politischen Streitigkeiten. Sie werden wahrscheinlich auf dcni Parteitag das größte Interesse beanspruchen. Es ist das erste Mal, daß der Unterschied der„zwei Richtungen"— statt in theoretischen Diskussionen oder wie bei den Agrar- und Schuldcbatten, an Fragen der Parteitaktik— sich an solchen der praktischen Politik zeigen wird. Man kann ruhig behaupten, daß der Ausgang des Meinungstampfes in diesem Punkte für das Verhalten unserer Partei im politischen Kampfe der nächsten Jahre von entscheidender Bedeutung sein wird. Die Diskussion wird sich hauptsächlich um die folgenden Punkte drehen: Die Haltung der Fraktion dei der Verhandlung des Ar- hcitsvcrtragcs, die Stellungnahme der Partei zu dem von der vorigen Regierung eingebrachten KronkenversichcrungSgesetzentwurss und zum Fraucnwahlrccht. Zum ersten Punkt liegen dein Partei- tag keine Anträge vor, er wird aber selbstverständlich beim Bericht der Fraktion zur Sprache komincn. Des weiteren hat die Partei- lcitniig einen Antrag eingebracht, die Genossen Troelstra und Gortcr über die tattischen Differenzen referieren zu lassen oder, richtiger ausgedrückt, diesen letzteren aufzufordern, seine Kritik an der Haltung der Fraktion ausführlich zu begründen, und dann Troelstra als ihren Führer Gelegenheit zu geben, jene Kritik zurückzuweisen.') Mit dem schon erwähnten Krankcnvcrsicherungscnlwnrf be- fassen sich verschiedene Anträge. Dieser Entwurf wurde vom Zcntralpartciorgan„Hct Volk" im ganzen sehr beifällig ans- genommen und die an ihm geübte Kritik war von der mildcstcü Art. In manchen Paricikrcisen dagegen wurde der Entwurf ganz anders und viel schärfer beurteilt, und die Genossen van der Goes, Dr. Heyermans und Sanner wiesen nach, wie weit er davon ent- fernt ist, den Minimalfordcrnngcii einer wirksamen Arbeiterschutz- gesctzgebung zu genügen. Der wichtigste der diese Materie be. rübrcndcn Anträge nennt den Rcgicrungscntwurs unznrcicheird, zählt eine ganze Reihe von Bestimmungen auf, die bekämpft werden müssen und ersucht die Kammcrfraktion, bei der Behandlung des Entwurfs in diesem Sinne Stellung zu nehmen. ES würde soft unbegreiflich und dazu sehr bedauerlich sein, wenn dieser Antrag nicht bei der übergroßen Mehrheit des Parteitages Zustimmung fände. Es liegt in diesem Fall so klar zutage, daß das Interesse der Arbeiterschaft eine scharfe und unversöhnliche Haltung gegen die bürgerlichen Parteien erheischt, daß ein Votum des Parteitages, das darauf hinausliefe, sich gegen eine solche Haltung auszusprechen, ein bedenkliches Zc!ck)cn für den Stand der Kainpfcstraft unserer Partei sein würde. Ein weiterer Punkt der praktischen Politik, über den keine Ein« Helligkeit herrscht, ist das Fraucnwahlrccht. Auch hier spiegeln die Aniräge den Streit der Meinungen wieder. Zum Teil sind die vom vorigen Jahre neu eingebracht, die damals wegen Zeitmangels nicht behandelt werden koniiten. Amsterdam V und Zwollc betonen die Pflicht der Partei, im Anschluß an das Parteiprogramm und an die Resolution des internationalen Kongresses zu Amsterdam bei der Revision der Verfassung mit aller Kraft für das Frauenwahl- recht einzutreten und womöglich die Festlegung dieses Rechts in der Verfassung durchzusetzen. Dagegen ersucht der Antrag Zaandam die Kammersraklion, aus dem in ihrem Gesetzentwurf eingenommenen Standpunkt zu verharren') und erteilt den auf Revision dieses Standpunktes drängenden sozialdemokratischen Jraucnklubö eine scharfe Rüge. ') Gemeint ist der historische Materialismus. ') Es ist jedoch nicht sicher, daß die Partei ans diesen Vor- schlag eingehen wird. ES sind schon Stimmen laut geworden, die gegen eine Weise der Behandlung der Partcidifserenzcn Protest erheben, die nur das persönliche Moment unnötig hervorheben und zweifelsohne zur Brandmarknng der einen oder anderen Richtung durch eine„scharfe Resolution" führen würde. ') Der von der Fraktion eingebrachte Wahlccchtscntwurf ver- langt aus taktischen Rücksichten, daß in der Verfassung die gruiid- sätzllchen Hindernisse gegen das Fraucnwahlrccht aufgehoben werden; nicht aber seine ansdrücklichc Festlegung in der Art/ wie sie für das allgemeine Männerwahlrccht gefordert wird. Weifte Sklave». Von A. Wlachnza. Aus dem Runiäinschen.->' 1. Bei der Arbeit. Es ist unerträglich heiß. Ans der Tenne vielleicht noch heißer als draußen.> Tic Leute arbeiten schwcigcnd, mechanisch. Die Gesichter, die entblößten, sonnengcbräunten Oberkörper sind mit Schweiß bedeckt. Gleich großen, gespenstischen Schatten huschen sie aus der staubcrfiillten Tenne hin und her. Die einen schleppen Garben heran, andere lesen das Stroh auf, �nieder andere arbeiten an der Dreschmaschine, welche gleich einem unersättlichen, phantnsti- scheu Ungeheuer die Garben verschlingt und das Korn aus zwei Schlünden auf die Tenne spcit, wo es von geschäftigen Händen in Säcke gepackt wird. „Schneller, schneller, Jclcnal" treibt der Inspektor.„Hast wohl saure Milch im Schoß? Bald wirds- dunkel..■" Der Inspektor blickt besorgt zum Himmel empor. Aus einer großen, schwcsel- gelben Wolle grollt langgezogen, dumpf der Donner, gerade als käme er nicht vom Himmel, sondern- aus der Erde. Bis zur Dämmerung hat es übrigens noch gute Weile. Die Tonn« steht hoch. Fast senkrecht fallen ihre Strahlen auf die cnlblößten Kötzsc der Arbeitenden, gleich glühenden Pfeilen. An der Dreschmaschine steht der Inspektor. Er ist groß und stattlicki, sein Gesicht ist fast hübsch. Er trägt einen breitkrämpigcn Strohhut; das feingestickte Hemd ist über der Brust offen; die Hose» stecken in hohen Stiefeln; die Hände hält er in den Hosentaschen vcrgrabem Er ist überzeugt, daß ohne ihn die ganze Arbeit nicht von der Stelle kommen würde. Er behandelt die Leute so gut, daß sie ihm den Beinamen „die Pest" gegeben haben. ...Hol' Dich der Teufel, Jelena! WaS trödelst Du da wieder?" Ohne zu begreifen. wcSha-Ib man sie so anschreit, quält sich Jelena noch verzweifelter mit ihrer Arbeit. Das Kopstuch fällt ihr in den Nacken, die schweren Flechten lösen sich— sie- achtet nicht daräu-s.»Sie keucht vor Ermüdung, der Schweiß.rinnt ihr in Strömen über das Gesicht, und ihr Rücken bricht fast zusammen unter den schweren Getrcidesäckcn, welche sie von der Tenne in den Speicher zu tragen hat. Und dabei ist sie im siebenten Monat schwanger. O, mit welcher Unruhe erwartet sie ihre Niederkunft! In welcher Wonne schwelgt sie bei dem Gedanken an das Kind! Wie ungeduldig zählt sie die Tage bis zu seiner-Gcburtl Sie weiß, das Kind wird schön sein, so schön wie noch nie zuvor ein 5kit1v So erscheint die Partei in verschiedenen Fragen der prak»: tischen Politik gespalten. Wir legen der Auseinandersetzung dev< „zwei Richtungen" und den Entscheidungen des Parteitags ist diesen Fragen, ein« viel größere Bedeutung bei als solchen in dem, organisatorischen oder rein theoretischen Streitigkeiten. Hiee können und werden die Arbeiter verstehen, um was es sich handelt, i Hier wird kein Rededuell ausgesochteu zwischen einigen Führern.� sondern die Masse der Partei selber fühlt sich direkt interessiert. Hier wird zutage trete», ob die Partei sich praktisch auf den Bodesti der marxistischen Auffassung stellen will, wenn sie sich auch theore» tisch noch nicht zum klaren Marxismus durchgerungen hat. Die „Dogmatirer" bezwecken ja mit ihrem Auftreten nie etwas andcres,- als die Partei sowohl innerhalb wie außerhalb des Parlaments in den Bahnen d«r prinzipiellen Opposition, des klaren und scharfen Klassenstandpunktes zu halte». Und wenn der Parteitag durch seine Stellungnahme in-diesen praktischen Fragen die Erkenntnis zeigt, daß die Partei am meisten in der Sozialrcform erreichen kann, wenn sie nicht der bürgerlichen Tcmolratic zu Liebe ihre Forde» rmigcn herabsetzt und ihr halbwegs entgegenkommt, sondern im Gegenteil durch volles Festhalten an den Forderungen des Pro» granmis, so würden die Radikalen sich mit der Verbreitung ihrer Auffassungen im Partcilcben sich wohl zufrieden erklären können, selbst für den Fall, daß die Partei die Inkonsequenz beginge, sie gleichzeitig als„Störenfriede" oder„Dienst- Verweigerer" zu brandmarken. Denn das ließe sich durch inanche Verwirrung stiftende Momente im Kampf der Richtungen erklären. Die gcringstc Billigung einer Abschwächung unserer Haltung im praktisch-politischcn Kampf dagegen würde eine Ver» dunkelung des Klassenbewußtseins bedeuten. Eine solche Entgleisung wurde sich sofort an der Arbeiterschaft schwer rächen, denn für die nächsten Jahre wird wahrscheinlich das Verhalten unserer Partei zur bürgerlichen Sozialrcsorni vor großer, vraktischcr Bedeutung sein. Die soziale Gesetzgebung ist in Holland furchtbar zurück. Der weitere Ausbau der Arbcitcrschutzgcsetzgcbung und die Schaffung einer Arbcitcrversichcrung werden immer unvermeidlicher und jede Regierung, sie mag sich liberal oher klerikal nennen, wird dieses Werk in Angriff nchincn müssen. Ein Entgegenkommen der Sozial» demotratic. ein Abschwächen ihrer prinzipiellen Forderungen würde erstens die Gefahr hcrausbeschwörcii. unsere Partei zuin Anhängsel der bürgerlichen Demokratie zu machen, die in unserem Lande noch eine gewisse Kraft und wenn wir nicht irren, eine gewisse politische Zukunft hat. Zweitens würde eine solche Politik der Hcrabsctzilng unserer Forderungen� de» Inhalt der Sozialrcform ohne Zweifel auf ei» immer dürftigeres Maß reduzieren, indem für die bürger- licken'Parteien sich der stärkste Ansporn für ihre refornifrcuudlichcn Besthebuiigen verringerte. Ucber den dritten Punkt, die theorctisch-taktischcn Differenzen. können» wir uns kurz fassen. Er hat im Augenblick für die Partei keine praktische Bedeutung. Bei den Debatten über Marxismus und Revisionismus, die im vergangenen Winter stattfanden, zeigte sich, daß zwar die große Masse der Genossen dem Streit über die Ver- ekcndungstheorie usw. ziemlich teilnahinslos gegenübersteht, daß aber die extrem. revisionistischen Anschannngen des Genossen Vlicgen nur spärliche Anhänger finde». Insoweit die Masse der Partei in theoretischen Fragen' Stellung»iuuut, bcharrt sie, daran ist wohl nicht zu zweifeln, aus dem Boden des Programms. Was die allgemclne theoretische Stellungnahme zur Taktik an» geht, so macht auch die ein Glied ans in der fest verketteten Reihe von Beschuldigungen, die Genosse Troelstra seil nichrcren Wochen in einer Anzahl Parteivcrsammlungen gegen die„Nienwc Tyd- Gruppe" erhebt. Es ist kurz die auch in Deutschland ivohlbekannta Beschuldigung der RcvoUitionsroniantik, die hier erhoben wird. Diese Beschuldigung— wozu neben Pannckocks Broschüre ein paar Artikel der Genossin Roiand-Holst den Anlaß bieten, läuft hinaus auf Ilntcrschätzung des parlaincntarischen Kampfes und auf den Wunsch der extremen Linken, ihn durch die„neue Taktik" des Massenstreiks, der„direkten Aktion", zu ersetzen. Hierauf gründet Troelstra den Porwurf des HiNncigens der marxistischen Gruppe z»m Anarchismus. Und wenn es ihm gelingt, den Parteitag von der Richtigkeit dieses Vorwurfs zu überzeugen, so würde das von starkem Einfluß aus feiiw gesamten Entscheidungen sein. Denn unsere Partei ist, wie aus ihrer Vergangenheit nur allzu erklärlich, mtt.dcr Furcht vor dem Anarchismus leicht topsscheu zu machen. Jedoch, wie gesagt, nicht bei diesem Punkt wird die Haupt- schlacht geschlagen ivcrden; die hier berührten prinzipicll-taltisäicn Fragen hoben im Augenblick direkt praktische Bedeutung nur für Länder, wo die Klassengegensätze einen höheren Grad der Zuspitzung erreicht' haben, als in Holland. Jui Bewußtsein dieser Sacklage wird sich der Parteitag mit Recht hauptsächlich mit der notwendigen AuScinqndersetzung in solchen Fragen befassen, die ans der sozial- politischen Entwickclnng unseres Landes emporgewachsen sind. Hoffen wir. Laß dies« Auseinandersetzung Klärung bringen und zu dein befriedigenden Abschluß führen wird, die innere Kraft und Kanipssähigkeit unserer Partei zu stärken. auf der Welt. Mit welcher Sorgfalt wird sie es umgeben, mit welchem'Stolz cS aus den Armen tragcnl... Es wird ihr Trost, ihre Freude in ollem Elend sein....- Jelena weiß sehr gut. warum der Inspektor so böse auf sie ist. Sie ist jung uns hübsch, hütet aber streng ihre Ehre.... Es sind nun zwei Jahre her, La. brachte sie eine ganze Handvoll Haare aus dem Bart der„Pest" nach Hanse: sie riß ihm diese.Haare aus, als er ihr auf der kleine» Waldwiesq. wo sie Gras mähte, mit un- erbetenen Li«.''osungen'zu Leibe ging. Es ist wahr, sie kam zcr- schlagen, mit zerrissenen, dcschuiutzten Kleidern nach Hause, abcei — rein.... Die Schmerzen im Kreuz nahinen zu, und dicsei Erinnerungen verblassen, verklingen wie die Töne einer unversehens' berührten Saite. Ter Kops droht ihr zu platzen vom Lärm der! Maschine, der ganze Körper schmerzt vor Müdigkeit. Sie öffnet! weit den Mund, um möglichst viel Luft einzuatmen, obwohl diese Luft heiß und staubig ist. Wieder hört nmn das Rollen des Donners, �jetzt schon näher. — Plötzlich ertönt ein markerschütternder Schrei.—„Di ei Acrmjtel"—„WaS ist passiert?"—„Habt Ihr nicht gesehen? Die„Pest" hat Jelena zu Boden geschlagen. Sich, wie sie sich ktümmt, die Unglückliche...." Einige Wciöer laufen hinzu, um Jelena zu helfen. Sie ist vor' Schmerz ganz blau, die blutunterlaufenen Augen sind un- natürlich weit geöffnet......Gott. Herr Inspektor, darf man denn eine schwangere Frau so... Sic kann ja zu früh nioderko.. —„Ach, Unsinn l Kriegt schon noch ein anderes!"— Tic„Pest" lächelt spöttisch, wobei zwei Reihen weißer, gesunder Zähne sichtbar werde», knallt dann mit der Peitsche und beginnt zu schreien:„Na. marsch I... Bringt sie fort!... Eure Wciberfinten kenn' ich ssch'ön.... Marsch, an die Arbeit! Keine Zeit zu verlieren.... Gleich ist der Regen da... Zwei Weiber schleppen Jelena fort und betten sie auf einem Haufen Stroh hinter der Dreschmaschine, wo ein Junge Stroh- feile dreht.—„Hör, Wanjal Laus' und sag' der alten Mariola, sie möchte nach ihrer Tochter sehen kommen...." Die Mutter Jelenas wäscht auf dem Hcrrenhof. Der Himmel bedeckt sich mit großen, schwarzen Wolken, im nächsten Augenblick bricht der Regen loS. Die„Pest" rennt aufgeregt vor der Tenne hin und her, schlägt die ihm in den Weg Kommenden mit der Peitsche und schreit:„Deckt den Roggen zu!" Die erschreckten, vom Regen geblendeten Tagelöhner verlieren vollständig den Kopf und lausen verzweifelt hierhin und dorthin. ohne die Befehle auszuführen. In diesem allgemeinen Wirrwarr 1 l Hua der Partei. Der Bildungsausschuß tichtet an die Empfänger non Fragebogen, die sie bisher noch nicht beantivortet und zurückgesendet haben, die Bitte, beides möglichst bald auszuführen, damit das Ergebnis der Enquete zusammen- ' gestellt werden kann. Das Bureau des Bildungsausschusses befindet sich Berlin, Lindenstr. 3, erster Hof, 4 Treppen(Fahrstuhl); es ist von 10 bis I Uhr geöffnet. Fernsprecher Amt 4, 10 170. Parteiliteratur.* „Der Sozialistentöter Bülow vor dem Deutschen Reichstage." Unter diesem Titel erschien soeben im Verlage der Buchhandlung Vorwärts, Berlin, als ti. Heft der„Sozialdemokratischen Agitations- Bibliothek" eine Broschüre, enthaltend die Reden der sozialdemo- tratischen Reichstagsabgeordneten Bebel, David und S i n z e r, sowie des Zcntrums'abgeordneten Gröber und des Reichskanzlers v. Bülow im vollen Wortlaut nach den stenographischen Berichten der Sitzungen vom L6. und 28. Februar und vom 1. und 4. März 1007, in denen über den ReichshauShaltetat verhandelt wurde. Es war eine gründliche Abrechnung unserer Parteigenossen mit dem Hottcntottcnblock des Reichskanzlers und seinen Wahlmachinationen. Das in den Reden beigebrachte Material wird eine wesentliche Unterstützung in der Agitation bilden. Die Verhandlungen haben daS lebhafteste Interesse erweckt. Die Herausgabe. der Broschüre erfolgt einem allgemeinen Wunsche der Genossen entsprechend. Der Preis der 136 Seiten starken Broschüre ist 25 Pf. Sie kann durch sämtliche Buchhandlungen und Kolportcure, gegen Einsendung von 30 Pf. auch direkt vom Verlag, Buchhandlung Vorwärts, Berlin, Lindenstr. 69, bezogen werden. Ten Parteiorganisationen diene zur Kenntnis, daß zur Massen- agitation von den Reden der Genossen Bebel, David und Singer Einzelausgaben erscheinen, die nur an die Organisationen abgegeben werden. Wegen Preisvereinbarung wende man sich an den Verlag. Tie Verhandlungen über die Interpellation wegen der Wahl- Machinationen des Reichslugcnvcrbandes, also die Reden der Ge- Nossen Fischer und Bebel, erscheinen in den nächsten Tagen ebenfalls in Broschürenform. Bestellungen erbittet die Buch- Handlung Vorwärts schon jetzt. Der Weg zum Licht. Ein Weckruf an die deutsche arbeitende Jugend. Von Max Peters. Mit einem Vorwort von Paul E ö h r e. Verlag Buchhandlung Vorwärts, Berlin. Preis 25 Pf. Der Verfasser der Aroschüre, selbst noch jugendlicher Arbeiter, ruft in warmen, für die Jugend äusserst verständlich geschriebenen Oßortcn die Jugend— Lehrlinge aller Stände, sowie die jugcnd- chen Arbeiter und Arbeiterinnen— auf, sich zu organisieren und ■ nzd) die Organisation zu befreien von Ausbeutung, Mißhandlung ind geistiger Bevormundung. Die Broschüre ist in erster Linie für die Jugendlichen geschrieben; doch auch für die Erwachsenen, die Interesse an der Befreiung der Arbeiterklasse von dem Joch der Unterdrückung haben. Blut und Eisen. Krieg und Kriegertum in alter und neuer Zeit von Hugo Schulz. Das unter diesem Titel als 3. Band Der„Kulturbildcr" erscheinende Liefcrungswerk ist nunmehr bis zum Heft 26 erschienen. Mit dem 25. Hefte schloß der erste Band des Werkes ab. Er kann jetzt auch in elegantem Original-Einband be zogen werden. In Leinen gebunden kostet der Band 7 M., in Halb- franz 8 M. Ganz besonders sei er Bibliotheken empfohlen. Das mit dem 26. Heft beginnende 13. Kapitel enthält Ab- Handlungen über: Die'Anfänge des Schießpulvers.— Das griechische Feuer und die Kunstfeuer der Araber.— Die Anfänge der Feuer- Waffen im Abcndlande.— Kanonen und Handfeuerwaffen.— Fran zösische und spanische Geschühtypen.— Die tolle Grete.— Fort schritte der Artillerie im 16. Jahrhundert.— Die Handhabung der Muskete.— Burgen und Festungen.— Normannische Donjons und spätere Ritterburgen.— Die mittelalterliche Stadtfestung.— Fortschritte des BefestigungswescnS im 15. Jahrhundert. Der Preis pro Heft beträgt 20 Pf. Die Hefte können noch von 1 an nachgeliefert werden. Bestellungen darauf nimmt jede Buch Handlung und jeder Kolporteur, ebenso auch der Verlag. Buch' Handlung Vorwärts. Berlin, entgegen. Vom Fortschritt der Presse. Die„Münchener Post" hat während deS Reichstagswahl- »ampfes ebenfalls einige tausend Abonnenten gewonnen und erscheint ab 1. April mindestens 12 Seiten stark täglich. Der Re- daktionsstab wurde um zwei Mitglteder vermehrt. Am 1. April rreten die Genossen MaxKratzsch und PaulKampffmeyer in die Redaktion ein.— Als Parteisekretär bringt der Ausschuß des sozialdemokratischen Vereins München den seitherigen Landtags- abgeorbiieten Franz Schmitt in Vorschlag. fragt die erschreckte Mariola:„Wo ist meine Tochter?" Aber niemand antwortet ihr.... Nachts gebärt Jelena unter schreck- lichen Qualen eine Missgeburt mit scheußlichem, froschähnlichem Schädel. Zwei Wochen weint sie ununterbrochen und fragt:„Wo ist mein Kind? Gebt mir mein Kind... mein hübsches, süsses Kindchen...." 2. Die Abrechnung. Bekümmert und sorgenvoll geht Iwan nach dem Herrenhaus. Er muß unbedingt den gnädigen Herrn selbst sprechen, noch einmal fragen, noch einmal bitten, er möchte ihm gnädigst die Augen öffnen, ichü er ären, wie es kommt, daß er noch immer nicht jene Summe vollständig abgezahlt hat, die er vor drei Jahren borgte. Damals gab ihm der gnädige Herr auf inständiges Bitten 20 Frank, damit er mit seiner Familie den Winter hindurch nicht vollständig zu ver- hungern brauchte. Er denkt daran, wieviel er gearbeitet, wieviel er gepflügt, gemäht, geschnitten hat. Wie ein Sklave hat er mit Frau und Tochter dem gnädigen Herrn gedient. Und waS hat er erreicht? Er kann nicht einmal die 2 Frank zur Beahlung der Steuern zusammen bekommen, und der Amtsdiener bringt ihm fort- während Strafzettel. Er rechnet wieder zusammen und wundert sich: er hat gar nicht mehr zu zahlen, sondern im Gegenteil: er hat zu bekommen. Und dennoch— als der gnädige Herr das Buch aufgeschlagen und nachgesehen bat, was dort geschrieben stand, kam etwas ganz anderes heraus. Auch heute morgen wieder. Iwan hat noch 1ü Dessjätinen zu ackern, 1 Dessjätine zu besäen und 30 Tage zu mähen.—„Na, wie stehts? Hast Dich jetzt überzeugt, Jioan?"—„Ja, gnädiger Herr."—„Also ist es richtig?"— ,. Richtig, gnädiger Herr." Aber als Iwan nach Hause kommt und wieder zusammenzählt— Wunderbarl Wo hat er nur seinen Kopf gehabt?— ist es falsch. „Geh' noch einmal hin und sei vernünftiger... Denk' an nichts anderes. Das kann doch nicht mit richtigen Dingen zugehen! Wir sind keine Trunkenbolde, wir essen so wenig, wir haben nur ein Kind— wo bleibt unser Geld?... Bedenke: morgen ist der letzte Termin, die Steuern zu bezahlen, und wir haben keinen Pfennig mehr im Hause; man wird alles, alles verkaufen, selbst die Asche aus dem Ofen. Die arme Dumana ist schon ganz aus- getrocknet: nur noch Haut und Knochen. Ich lveiss wirklich nicht, ivas aus uns werden soll!" Iwan würde nicht zum dritten Mal nach dem Herrenhaus gehen, wenn seine Frau nicht immer und immer diese oder ähnliche Worte wiederholen würde. Draußen ist der erste Schnee gefallen. Das ganze Dorf scheint in S. las versunken. Nur aus dem Tal hört man noch das klag- lichs Brüllen der Kühe. Ach, laß werden, was will~ ich gehl denkt t Das Parteiunternehmen in Nürnberg wird bald einer vollständigen Umgestaltung entgegengehen. Infolge des er- freulichen Aufschwungs, den das Unternehmen in der letzten Zeit genommen hat, werden die bisherigen gemieteten Räume zu eng, so daß sich schon längst das Bevürfnis nach einem eigenen Heim geltend gemacht hat, dessen Befriedigung jetzt in greifbare Nähe ge- rückt ist. Dieser Tage wurden drei Häuser in der Brcitengasse, im Zentrum der Stadt, erworben. Sie sollen abgebrochen werden, um einem, allen modernen Anforderungen entsprechenden Neubau Platz zu machen, der spätestens im Juli 1908 bezogen werden soll. Mit dem Einzug ins neue Heim wird auch eine vollkommene technische Umgestaltung der„Fränkischen Tagespost" und ihrer Kopfblätter eintreten. Die Mannheimer„Volks stimme" hat jetzt eine Auf läge von 16 0 0 0 Exemplaren überschritten und damit die Abonnentenzahl aller Mannheimer wie überhaupt aller Blätter deS badischcn Unterlandes überholt. Der„Volksfreund" zu Braunschweig zählt jetzt 10 2 71 Abonnenten._ Von den Organisationen. Die Zahl der organisierten Partei genossen im Frankfurter Wahlkreise stieg am Jahresschluß über 4 0 00 und hat jetzt bereits die Ziffer 5 0 00 überschritten. Gewalt geht vor Recht. Bon dem reaktionärsten aller Wahb gesetze, dem Zehnstimmengemeindewahlrecht in Sachsen-Meiningen wird der M a g d e b u r g'e r„ V o l k s sti m m e" berichtet: Das Gesetz, bei dem nur der Geldsack, aber nicht die Person entscheidet, wird bei der Bevölkerung immer verhaßter. Am Mittwoch fand in S a a l f e l d a. S. die Gemeinderatswahl statt, sie kam aber nicht zustande, da nicht die gesetzlich vorgeschriebene Hälfte der Wahl berechtigten erschienen war; von 2317 Bürgern stimmten nur 774 ab. Die Stimmenverhältnisse liegen aber gerade auch in Saalfeld derart, daß sie die Ungerechtigkeit des heutigen Wahl- systems aufs schärfste zeigen. 1760 Bürger gleich 76 Prozent der Wählerschaft mit 1—3 Stimmen können, selbst wenn alle in diese Klassen Eingetragenen nur eine Liste wählen würden, nur 3022 Sriimnen aufbringen, während die übrigen 557 Vier- bis Zehn Stimmenmänner 3434 Summen abzugeben vermögen. Angesichts dieser Sachlage, die die minderbemittelten Bevölkerungsschichten in Kommunalangelegenheiten völlig rechtlos macht, hat unsere Partei Stimmenthaltung proklamiert für diejenigen, die sich durch das herrschende plutokratische Wahlgesetz nicht zuin Stimmvieh degradieren lassen wollen. Vor drei Jahren kam die Wahl im ersten Wahlgang mit 24 Stimmeir Majorität zustande. Bei der zweiten Wahl, an der jeder Bürger bei Vermeidung einer Strafe von 3 M. teilnehmen »ülß, geben unsere Genossen Stimmzettel ab mit der Aufschrift: „Gewalt geht vor Recht I" polireilickes, OenebtUebes ufw. DaS„geistige Eigentum" eines OberscharfmacherS. Man schreibt uns aus Halle a. S.: Bekanntlich wurde der Genosse Mollen b u h r vom„V o l k s b l a t t für Halle" zu 600 M. Geld- st r a f e verurteilt, weil er eine von dem Vorsitzenden des Arbeit' gcberverbandcs L u m m c r t in Hamburg im trauten Zirkel hiesiger Maurermeister und Bauinteressentcn gcbaltene Rede abgedruckt hat. Lummert hatte in scharfmacherischer Weise die Aussperrung der Arbeiter empfohlen und seinen Vortrag nach dem Manuskript ge- halten, das ihm von dem Sekretär des Arbeitgeberverbandes für das Baugewerbe, Bemersdorff, geliefert worden war. Das Reichsgericht hob das Urrcil nach eingelegter Revision auf und ver. wies die Sache an die Vorinstanz zurück. In den nunmehr schrifk lieh vorliegenden recht interessanten Gründen wird dem Lummert das geistige Eigentumsrecht abgesprochen. Es heißt da u. a.: Berechtigt zum Strafantrag ist nur der Verletzte. (Bemersdorff— in dieser Beziehung ist aber Verjährung ein getreten, da der Artikel am 14. Juni v. I. erschien«» ist.) Urheber des zu schützenden Werkes ist derjenige, dessem Denken das Werk entsprungen ist, also nicht derjenige, der nach Diktat eines anderen oder nach dessen Angaben schreibt oder spricht. Als Urheber eines Vortrages kann auch nicht derjenige angeschen werden, der lediglich das, was dem Denken eines anderen entsprungen ist und von diesem zu Papier gebracht worden ist, auswendig lernt und vorträgt. Das Manuskript hatte nicht Lummert, sondern der Sekretär des Arbcitgeberverbandcs angefertigt. Demnach sei der Vortrag nicht geistiges Erzeugnis des Lummert. Erneute Verhandlung für die Sache ist zum 14. April an- beraumt worden. Das ist ein Sonntag. Wir nehmen an, es liegt nur ein Schreibfehler vor; denn so viel scheint das„geistige Eigen tum" des Herrn Lummert denn doch nicht wert zu sein, daß die Landrichter in Halle deshalb einen freien Sonntag ans Bein binden. Kampf gegen Kindergärten. Die konservativ-liberale Paarung zeitigt auf dem Gebiete der Mißhandlung der Rechte der Kinder auf Ausbildung ihrer körperlichen und geistigen Fähigkeiten Wechselbälge von so unholder Form, wie sie nicht einmal zur Zeit der preußischen Reaktion in den öOer Jahren geduldet wurden. Der Verein„Freier K i n d e r g a r t e n" hat sich, wie unseren Lesern erinnerlich sein wird, vor einem Jahre gebildet. Er besteht aus Freunden der Kinderwelt und der Iwan und betritt, die Mütze in den Händen drehend, das Herren haus.—„Na, was willst Du schon wieder?" fragt der Bojar.— „Ich... sehen Sie, gnädiger Herr... immer noch wegen der Abrechnung...." Iwan verstummt und starrt /hartnäckig in die Mütze. Der strenge, finstere Blick deS Bojaren verwirrt ihn. „Was? WaS faselst Du da? Ich verstehe Dich nicht..." „Entschuldigen Sie, gnädiger Herr... Nur... wir können nicht lesen, nicht schreiben... verstehen.nicht, was in den Büchern steht... Tun Sie ein gutes Werk und zählen Sie noch einmal zusammen, weil diese Rechnung... nämlich... hm... ich bin ein armer Mensch... und vor Gott ist es Sünde..."—„So? Meinst Du?... Gut!" Der Bojar steht auf und zieht böse die Klingelschnur über seinem Kopf. Erschreckt kommt ein Diener gelausen.—„Der Inspektor soll kommen!" Die Hände in die Taschen gesteckt, beginnt der Bojar böse im Zimmer auf» und abzugehen. Mit gesenkten Blicken dreht Iwan die Mütze in den Händen und rechnet in Gedanken aus, wieviel er für geleistete Arbeit zu bekommen hat. Eine schwere, quälende Stille herrscht im Zimmer. Auf der Schwelle zeigt sich die große Gestalt des Inspektors. „Hörst Du? Er meint, die Abrechnung stimmt nicht.... Führe ihn ins Kontor und rechne dort mit ihm zusammen!" Mit dem Kopf nickend, gibt der Inspektor dem ungläubigen Iwan ein Zeichen, ihm zu folgen. Im Kontor angekommen, fragt er finster:„Also, was willst Du?"— Aber die Antwort wartet er nicht ab: im nämlichen Augenblick schlägt er Iwan so heftig ins Gesicht, daß ihm das Blut aus Mund und Nase flieht. Einige Minuten später stößt man ihn vom Hof herunter und wirft ihm die Mütze nach.— Wie ein Trunkener taumelnd, barhäuptig, mit zerzausten Haaren und blutbesudelten Kleidern geht Iwan, anfäng- lich in der Richtung zum Dorfältesten, kehrt dann um und wankt nach Hause. „Was ist mit Dir geschehen, Iwan?"—„Ach, Frau! Siehst Du, so ist... die Abrechnung beim gnädigen Herrn.... Gott träfe ihn!" Es wird dunkel. Beim Licht einer trüben Lampe sitzen sie um ein Tischchen. Auf ihren bleichen Gesichtern, in ihren erloschenen Augen liegt ein Ausdruck stummer Verzweiflung. Sie fürchten einander anzusehen. Die Frau schneidet ein altbackenes Stückchen Brot in drei Teile. Auf dem Tisch in einer Schale steht etwa? Mais, aber niemand rührt �es an, niemand spricht ein Wort. Klagend heult der Wind im Schornstein, die Fensterläden klappern. Aus dem Hose brüllt die hungrige Kuh. Vor der Tür heult der Hund. geistigen Freiheit und bezweckt die Errichtung von Kindergärten auf dem Boden moderner Pädagogik und unter Fernhaltung jeder politischen und religiösen Beeinflussung sowie die Verbreitung des Interesses für Kinder- erziehung in weiteren Kreisen. Der erste, vor 11 Monaten eröffnete Kindergarten erfreute sich neben wachsender Anteilnahme der Arbeiterkrcise auch steigender Auf- merksamkeit und Anerkennung in Fachkreisen selbst des Aus- landes. Zugleich wurde ihm die Ehre zuteil, in Blättern vom Schlage des„Reichsboten" und der„Täglichen Rund- schau" Gegenstand fortgesetzter Denunziationen wegen angeb- licher sozialdemokratischer Beeinflussung der Kinder zu werden. Dies Preßgesinde darf sich eines Erfolges seiner kultur- und kinderfeindlichen Bestrebungen rühmen: Am 28. März wurde der Leiterin des Kindergartens, Frau Toni Sußmann in Char» lottenburg, eine Verfügung der Regierung zu Potsdam zugesteht, wonach ihr die Konzession entzogen und unter Androhung einer Strafe von 80 M. für den Tag der Weiterbetrieb deS Kinderheims untersagt wurde.„Die Schließung erfolgt, so heißt es in der Verfügung, weil nach dem Ergebnis der angestellten Er- Hebungen beide Einrichtungen(Kindergarten und Kinderhort) sozialdemokratischen Bestrebungen dienen." So das von der Regierung ausgefertigte Dokument. In Wahrheit hat der Verein sich peinlich an die Bestimmungen seines Statuts gehalten, die dem Kinderheim völlige politische und religiöse Neutralität zur Pflicht macht. Das spricht das Statut aus der sachlichen Ueber- zeugung heraus aus, daß eine Beeinflussung urteilsunfähiger Kinder in irgend einer dieser Richtungen den Forderungen der Pädagogik widerspricht. Freilich hat er sich damit in Gegensatz gestellt zu der in anderen Anstalten gleicher Art ge» übten Beeinflußung im Sinne der Frömmelei und des Byzantinismus. Sollte das in den Augen der königlichen Regierung eine Förderung sozialdemokratischer Bestrebungen bedeuten, so läge hierin ein Kompliment für die Sozialdemokratie. Der Verein, dessen Schöpfung bereits so mancher ge- plagten Arbeiterfrau fühlbare Entlastung, so manchem Kinder- herzen einen Strahl sonniger Lebensfreude und auflebender Erkenntnis gebracht hat, wird diesen Willküratt nicht still hinnehmen, sondern durch Beschwerde den oberen Instanzen Gelegenheit geben, vor dem In- und iisland zu bekunden, wie weit unter der Aegide des Fichte- Verehrers Bülow Preußen in der Welt voran ist. Die Regierung in Potsdam hat sich auf die wenigen an- geführten Worte als Begründung einer Maßregel beschränkt. die gleicherweise in die staatsbürgerlichen Rechte einiger Hundert Lereinsniitglieder wie in die Rechte der Kinder eingreift. Bis zu dieser Entscheidung wird es die Sache der Arbeiter sein, denen die 5rindergärtcn eine Verbesserung des Daseins schaffen sollten, mit um so größerer Energie die Ziele des einstiueilen in seiner praktischen Tätigkeit gehemmten Vereins zu fördern. Hat die preußische Verwaltung das Trünimerfeld der von ihr zerstörten Kulturarbeiten um ein neues hoffnungsvolles Gebilde erweitert, so ist es nun Ehren- fache aller, die freiheitlich fühlen, im häuslichen Kreise nach Möglichkeit Ersatz zu schaffen und den Verein, der auch fernerhin seinen Zielen zustreben wird, nach Kräften zu unterstützen._ Soziales« Die Bcrgwerksbcsitzer und die Knappschaftsgesetzgcbung. Anläßlich des Grubenunglücks in Klein-Rossel» in Lothringen ist man wieder auf Mißstände im Knappschafts, Wesen aufmerksam geworden, für die die Bergbehörden einen Teil der Schuld mittragen. Gelegentlich einer Besprechung des Grubenunglücks im clsaß-lothringischcn Landesausschusse rügte der Abg. H a u ß, daß infolge des fakultativen Charakters des elsaß-lothringischcn Berggesetzes von 1873 den Bergleuten nicht die» «Iben Vorteile, Hinterbliebenen-Unterstützung usw., gewährt werden, wie beim preußischen. Das Berggesetz müsse abgeändert werden. Demgegenüber behauptete der Unterstaatssekretär Mandel, daß die Hinterbliebenen der Lothringer Bergleute ebensogut gestellt seien wie in Preußen. Für die Lothringer Kohlenbergwerke bc- tändcn K n app scha f t s ka s s c n, bei der Firma de Wendel, Besitzerin der Gruben von Klcin-Rosseln, schon seit 1867. Jetzt wird aber nun von fachmännischer Seite in der elsässischen Presse darauf aufmerksam gemacht, daß die Knappschaftskassen nur im lothringischen Kohlengcbict bestehen, während im lothrin» gischen Minettegebiet erst bei vier Werken Knapp- chaftskassen errichtet sind, die sich auf insgesamt etwa 7000 Arbeiter erstrecken. Die übrigen Erzbergwerke mit etwa9000ArbeiternseiennochohneKnappschafts- lassen, obwohl dieselben dem gleichen Berggesetze unterstehen. Auch die Firma de Wendel habe erst am 1. Januar 1906 fiir ihre Werke Knappschaftskassen errichtet. Nun hat ja allerdings in der betreffenden Sitzung des Landesausschujscs Unterstaatsseiretär Mandel erklärt, durch eine Verfügung des Ministeriums seien vom April d. I. ab die Knappschaftsvercine obligatorisch ge- macht worden. Aber diese Verfügung kommt ein Menschenalter zu pät. 33 Jahre lang hat man die Unternehmer geschont und auf te die größte Rücksicht genommen. Denn wer entschädigt denn jetzt die Bergleute, die bereits invalide sind oder es demnächst werden? Wer ist nun verantwortlich für diesen ungerechten Zustand? Die Antwort ergibt sich aus einer Acußerung der Gewerbeaufsichts- behörde in ihrem Jahresberichte, wo es heißt, die Knappschafts- lassen für die lothringischen Erzbcrgarbeiter seien nicht zustande gekommen, weil mit Werksbesitzern eine Einigung nicht zu erzielen gewesen wäre. Bis jetzt hat man auf diese Einigung gewartet. Und doch hatte die Regierung schon lange das Recht und die Pflicht, das Unternehmertum zur Ausführung deS Knappschaftsgesetzes zu zwingen. Auf Grund deS Z 145 des Berggesetzes kann die Regierung zwangsweise die Knapp. 'chaftskassen verfügen, wenn eine Einigung mit den Werksbcsitzern nicht erzielt werden konnte. Ob der Landesausschuß genügend Energie haben wird, die Regierung auf ihre Unterlassung den Arbeitern gegenüber aufmerksam zu machen und eine Korrektur deS Unrechtes, vielleicht die Verfügung der Regierung mit rückwirkender Kraft auszustatten, zu fordern? Auch diese Mißstände auf dem Gebiete des Knappschaftswesenl heischen dringend die endliche reichsgesetzliche Regelung des Knapp- 'chaftswesens._ Der vierte ordentliche Genossenschaftstag des Zentralverbandes deutscher Konsumvereine findet vom 17. bis 19. Juni in Düsseldorf (Tonhalle! statt. Auf der Tagesordnung steht: Bericht des Vor- tandes(Referent Max R a d e st o ck-Dresden), Bericht des Sekretärs (Referent Heinrich K a u fm a n n- Hamburg), der Ausbau der Organisation des Zentralverbandes deutscher Konsumvereine und seiner Rcvijionsverbände(Referent Konrad Barth- Planegg), der gemeinschaftliche Einkauf der Konsumvereine (Referent Karl Schmidtchen» Magdeburg), Bericht über die Tätigkeit des Tarifamts und die Tarifverhandlungen mit den Gewerkschaften(Referent A. v. E l m- Hamburg), Bericht des Aus- chusscs(Referent R. A s s in a n n- Braunschweig). Genehmigung der Verbandsrcchnung und der Veranschlagung, Festsetzung der Beiträge zu den Verbandskassen und Wahl nach der nach§ 14 und IS des Statuts zu wählenden Vorstands- und drei Avs� xssmit- glieder. Am 17. Juni findet ferner eine Versammlung der Mit- glieder des Internationalen Genosscnschaftsbundes zwecks Stellung- nähme zu dem auf den 23. bis 25. September 1907 nach Cremona einberufenen Internationalen Genossenschaftstages statt. Am 28. Juni soll die 13. ordentliche Generalversammlung der Groß- einkaufs-Gcnojsenschaft abgehalten werden Zentralverbanb zur Bekämpfung des Alkoholismus. Der oben genannte Verein veranstaltet sogenannte„wissen- schaftliche Vorlesungen zum Studium des Alkoholismus". Dieselben finden vom 2. bis 6. April(10— 12 und 8—10) im Baracken- Auditorium der Berliner Universität statt. Die Teilnahme ist für jedermann kostenlos. Programme gibt die Geschäftsstelle Emser- strahe 23 aus._ Eine Kreiswohnungsinspektion ist durch Beschluß des Kreistages des hessischen Kreises Worms ins Leben gerufen worden. Es ist dies die erste, die von Kreis- wegen in Hessen zur Einführung kommt. Begräbnis der Milchzentrale. Am Sonnabend bcschloh eine nach den Germaniasälen berufene, schwach besuchte Generalversammlung der Milchzentrale e n d- gültig unter statutenmäßiger Wiederholung der Entscheidung der Generalversammlung vom 27. Februar die Auflösung der Genossenschaft. Der Beschlutz wurde einstimmig gefatzt. Einer künftigen Versammlung im Mai soll Bericht erstattet werden, ob es doch noch möglich sein würde, ein neues, die gleichen Ziele verfolgendes Geschäftsunternchmcn zum 1. Oktober ins Leben zu rufen. Der Leiter der Groschensammlung für die Milchzentrale, v. Arnim-Blankensee, erklärte, datz er die gezeichneten Beiträge zur eventuellen Verfügung eines derartigen Unternehmens halten und nicht an die Masse der Milchzentrale abführen werde. Nicht weniger als 6 Untergenosscnschaften haben Konkurs anmelden müssen. Ueber die voraussichtliche Einwirkung dieser Konkurse auf den Fortgang der Liquidation wurden Mitteilungen nicht gemacht. Ebensowenig wurde eine Aufklärung darüber be- liebt, ob die Staatsanwaltschaft Anklage wegen Bankerottverbrechens erheben wird. Diese agrarisch-konservative Gründung hat Mittel- und Kleinbauern in schwerster Weise geschädigt. Liberale Arbeiterfrcundlichkeit. Der Gemeindearbeiterverband richtete an den Stadtmagistrat Schweinfurt das Gesuch, die Löhne der Bauamtsarbeiter und„voll. kräftigen" Stratzenkehrer aufzubessern. In der Sitzung des liberalen Magistrats, die sich mit dieser Sache befatzte, meinte ein liberaler Bonze:„ES gibt vollkräftige Arbeiter, die aber nicht vollkräftig arbeiten, sondern nur vollkräftig saufen." Der Magistrat entschied dahin, datz er sich mit dem Gemcindearbciterverband in keine Unter- Handlungen einlassen, sondern einige Arbeiter auswählen und mit diesen die Sache besprechen wolle. Versammlungen. Folgende Zuschrift erhalten wir mit dem Ansuchen um Abdruck. Im Bericht über die Versammlung der 2. Abteilung im sechsten Wahlkreise lätzt mich der Berichterstatter sagen, datz die Wertzuwachs- steuer von der Mehrzahl in der Stadtverordnetenversammlung ab- gelehnt worden sei. Um späteren Irrtümern vorzubeugen will ich erklären, datz diese Auffassung des Berichterstatters nicht zutreffend ist. Ich habe gesagt, datz die Wertzuwachssteuer von einer geringen Mehrheit der Stadtverordneten in, Prinzip angenommen sei, das Schicksal der Borlage selbst bleibe jedoch noch unentschieden, da die weitere Verarbeitung der- selben einem neu zu bildenden Ausschutz überwiesen worden sei. in dem die freisinnige Mehrheit schon dafür sorgen werde, datz die Grund- und Bodenspekulanten nicht allzuviel von ihren Niesen« Profiten einbützen und der Stadtsäckel um seine Einnahme konune. Theodor Fischer. Oeffentltche Bibliothek und Lesehalle zu unentgeltlicher Be. Nutzung für jedermann, SW., Merandrmenstr. 26. Geöffnet täglich von b'/,— 10 lllir abend», an Sonn, und Feiertagen von V— 1 und 8—6 Uhr. In den Lejesälen liegen zurzeit 615 Zeitungen und Zeitschristen jeder Art und Richtung au». Sozialdemokratischer Agitationsverein für den Reichstags« Wahlkreis Thorn-Culm-Brtesen. Die nächste Versammlung findet am Donnerstag, den 4. April, abends 8l/j Uhr, bei Ohnesorge, Markgrasen« flratze 102, statt. Merem Abteilungsslihrkr Julius. Wasser. Vom Abstinententum befreit, Saft Du Dich schnell bei Zeiten, Wie könnte einer, der nicht trinkt, Auch„unsere erste- leiten? WeU wir mit Dir zufrieden find, So wollen wir's rislieren Und Dir zu Deinem Namensfest Recht herzlich gratulieren. Das Leben sollst Du allezeit In Fröhlichkeit gcnietzen. Wir wünschen Glück und rufen laut: Julius, last feste jiesieu! Die Funktionäre und BezirksfQhrer der ersten Abteilung Im fünften Kreise. ttnserem Freund und Genoffen Karl Alboldt zu feinem am 2. April stattfindenden »S.Geburtstage ein dreimal dennerndes Lebehoch! Ichicbckarl, was meinst Du, wollen wir streiken? 2ö67b Unienn Tporlgenossen Oskar Grund und Sportgenvssin Frl. Emilie Erler zu ihrer am 8. April er. stattfindenden OIAAH V erniHhl un£ KHOtzH ein kräftiges„Vrisel, anf!" Die VlI. Abteilung des Berl. Arb.-Radfahrervereins. Deutscher iMetallarbeiter-Yerbandi Verwaltungsstelle Berlin. Nachruf. Den Kollege» zur Nachrlcht.I | datz unser Mitglied, der Gürtler> Paul Eckardt 1 gestorben ist 116/201 Ehre seinem Andenke« l VI« Orlüverwaltnng:. I Deutscher iHoIzarbeiter-Verbandl Den Mitgliedern zur Nachricht, datz der Kollege, Drechsler t�uxust Hsrmix am 29. März verstorben ist Ehre seinem Slndenken! Die Beerdigung findet am Montag, den 1. April, nach- mittags 3'/, Uhr, von der Leichen- Halle des St. Pius-KirchhoseS in WilhclmSberg aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 88/19 Die Ortsverwaltung. Hierdurch zur Nachricht. datz unsere wniggelicbie Mutter, Schwiegermuticr und Großmutter Alwine Jaeschke geb. Schlinge am 30. März im 62. Lebensjahre sanft enffchlascn ist Die Beerdigung findet am Dienstag, den 2. April, nach- mittaas 4 Uhr, aus den, Georgen- Kirchhos in Weitzcnsee statt. 44002 Die Hinterbliebenen. Danksagung. sage ich allen Teilnehmern.insbcsondcre dem Gesanguercin„Südost U", weinen herzlichsten DanL 44012 Rieh. Nather, und die trauernden Hinterbliebenen. Tauksagung. Für die herzliche Teilnahme und Kianzspenden bei der Beerdigung unseres unvergctzlichen Bruders und Max Müller sagen wir allen Bekannten, den Ge» noffen de» 6. und 6. Wahlvereins, dem Herrn Chef, Kollegen und Kolleginnen der Mech.untsabrik H. Beck unsere» innigsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. A. lloonlcke. Prefae* beliebige Teilzahlung. ftioa Jacobson, Todes-Anzeige. Die Beerdigung unserer zu srllh dahingeschiedenen Angehörigen Reinhold Blaurock Berta Blaurock g°b. v«iSt Dorchen Blaurock findet am 2. April, dritten Öfter» seiertag, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Zentral- Friedhofes in Friedrichsseide aus statt. 44042 Die Tiesbetrübten: Witwe Blaurock. Moritz Voigt nebst Angehirlgen. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berliner Reiehstags-Wahlkreis. Landsherger Viertel, Bez. 368. Den Mitgliedern zur Nachricht, datz unser Genosse, der Kassen- beamte Reinhold Blaurock gestorben ist <5Hre seinem Anbeuten! Die Beerdigung findet am 2. April(3. Osterseicrtag) nach- mittags 4 Uhr von der Leichen- Halle des Zenttal-Frledhose» in Friedrichssclde aus statt Ilm rege Beteiligung ersucht 1243/14 Der Boritand. Am Sonnlag, den 24. März, I verstarb unser Mitarbeiter bei der unterzeichneten Krankenkasse, s der Kassenbcamte Reinhold Blaurock im 24. Lebensjahre. Wir verliere» in demselben einen tüchiigen, soliden Beamten. Sein Andenken werden wir | stets in Ehren halten. 2542b Die Beerdigung findet Dienstag, I den 2. April, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Zentral- Friedhofes in Friedrichsselde laus statt. Oftskraukeulcssse |iur den Qemeindebezirk Lichtenberg. Der VorHtand. 1 1. A.: M. Hentschel, Vorsitzender. Am Sonntag, den 24. d. Mi»., 1 starb unser Kollege Reinhold Riaurock. Wir verlieren in ihm einen braven Kollegen und Mitarbeiter, dessen Andenken stets in Ehren halten werden Tie Angestellte» der Ortskrankenkasse 2542b Lichtenberg. der Krankenkassen undBeruls- genossenschalten Deutsehlands. Bezirksgruppe Berlin, Brandenburg und Mecklenburg. Am 23. März verstarb Infolge Leuchtgasvergistung der Kolleg« Reinhoid Blaurock von der Ortskrankenkasse Lichten- Wir werden dem aus so tragische Weise auS dem Leben Geschiedenen, der ein braver Mensch und guter Kollege war, ein ehrendes An- denken bewahren. Die Beerdigung findet amDiens- tag, den 2. April(3. Feiertag), nachmittags 4 Uhr, von der Leichen- balle des Zentral-Friedhoses in Friedrichsseide auS statt. Zahlreiche Betelligung der Kol- legen erwartet 288/19 Der Borstand. Danksagung. Für die herzliche' Teilnahme bei der Beerdigung meines geliebten mt- vergeßlichen Mannes sag» ich allen reunden und Bekannten meinen herz- sten Dank. 4403L an Weiser nebst Kindern. Oster- Rabatt 5 Pros, extra!) Grojler Dster-Serien-Verkauf!! zu nie dagewesenen billigen Preisen, weit mehr als die Hälfte unter regulärem Wert w nster. Memsl sctiicksler.rit Dnioittli. 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Die Klagen über Arbeiter- Mangel ertönen lauter denn je und aus dem Ruhrrevier kommt die Kunde, daß das Unternehmertum in stark forciertem Matze fremde Arbeiter heranholt. Man wird die Massenanwerbung fremder Arbeiter in der Tatsache des ArbeitermangelS vielleicht genügend be- gründet finden. Aber es kommen da doch verschiedene Umstände in Betracht, die jenes Urteil umstotzen müssen. Für den Massenzuzug fehlt es zunächst an Wohnungen und an allen Einrichtungen der öffentlichen Hygiene. Es werden daher durch weiteren Zuzug nicht zu unterschätzende Gefahren heraufbeschworen. Den Kommunen erwachsen neue Lasten. In der Hauptsache sollen die Neuangeworbenen ja nur als Lohndrücker wirken. Einheimische, alte Bergarbeiter müssen ihnen Platz machen und die Hinausgeworfenen finden oft keine andere Beschäftigung mehr; sie und ihre Angehörigen fallen den Kommunen zur Last. Und schon heute wollen wir aus der Vergangenheit an ähnliche Vorgänge erinnern, wie sie jetzt sich vollziehen. Im Jahre 1899 und 1990 klagte man, genau wie in diesen Tagen, über— Lohnsteigerung und Arbeitermangel. Massen- import auS aller Herren Länder sollte den Hunger nach Arbeits- krästen stillen. Die Ruhrbergknappen protestierten. Vergebens I In Scharen holte man Leute aus den rückständigsten Gegenden heran und schleppte damit die unheimliche Wurmkrankheit ein, die viele tausende Bergarbeiter auf das Krankenlager warf, Unsummen an Lebenskraft und materiellen Aufwendungen verschlang. Und nach kurzer Zeit beschlotz das Syndikat Produktionseinschränkungen. Die Belegschaften wurden reduziert; die Kommunen konnten zusehen, wie fie fertig wurden. Liegt also in dem Massenimport von fremden Arbeitern durchaus keine Gewähr für dauernde Beschäftigung, so ist die Klage über Wagenmangel ein ebenso unzuverlässiger Matzstab für die EntWickelung auf dem Wirtschaftsmarkte. Vor 6 Jahren vernahm man genau dieselben Ausstellungen über unzulängliche Wagenstellung, wie heute. Und die Krise stand vor der Türl Dazu darf man nicht vergessen, datz sich die Hoffnung her Eisenindustrie auf ein Anhalten guter Beschäftigung in der Hauptsache auf die in Aussicht stehenden Eisenbahnbestellungen t rundet. Die Vermehrung des Wagenparkes, der Bau neuer okomotiven, soll den Arbeitsstock der Werke stärken und darum sucht man das Bedürfnis möglichst grotz erscheinen zu lassen, um durch die öffentliche Meinung auf die Regierung einzuwirken.— Bisher lassen allerdings die Produktionsziffern der Brennmaterialien- industrie und die Exportziffern noch durchaus keinen Rückschlutz auf eine Abschwächung der Marktlage zu. Es betrug in den beiden Monaten Januar und Februar: die Erzeugung Einfuhr Ausfuhr Gesamtverbrauch in 1000 Tonnen 1906 1907 1906 1907 1906 1907 1906 1907 Steinkohlen 22 800 23 468 1291 1670 3766 3144 20 326 21 894 Braunkohlen 9601 9902 1261 1237 3 2 10 859 11 137 Koks... 3142 3425 32 53 280 584 2894 2611 Briketts.. 2442 2468 72 32 56 112 2338 2353 Im laufenden Jahre ist der Jnlandsverbrauch bei Kohlen und Briketts noch etwas gestiegen, nur bei Koks zeigt sich ein kleiner Rückgang. Es könnte daraus auf eine verminderte Eisenerzeugung geschlossen werden. Nicht ausgeschlossen ist jedoch, datz vielleicht noch vorhandene Läger geräumt worden sind, obwohl die Werke fort- gesetzt behauptet haben, die ganze Erzeugung gehe sofort in den Konsum über. Oder aber die Versandziffern des Stahl- Verbandes spiegeln den wahren Produktionsgrad nicht, in- dem vielleicht noch Bestände aus dem Vorjahre mit hilniber genommen wurden, die nunmehr in den Versandziffern erscheinen. Zwar hat der Versand an Halbzeug im Februar gegen- über dem Parallelmonat 1905 eine kleine Abschwächung erfahren, da- gegen werden für Eisenbahnmaterial und Formeisen grössere Ziffern ausgewiesen. Der Gesamtversand stellt sich für den Februar 1907 auf 449 264 Tonnen gegen 437 659 Tonnen im Februar 1906. Nicht so günstig hat sich in den letzten Monaten der Geiamtautzenhandel in Eisen und Eisenwaren entwickelt. Nach den amtlichen Ausweisen ergeben sich pro Januar und Februar für unseren Autzenhandel in Ersen folgende Ziffern: 1906 1907 Einfuhr Tonnen 70 753 88 234 Ausfuhr Tonnen 728 316 522 895 Ausfuhr» überschutz Tonnen 657 563 434 661 Der Ausfuhrüberschutz ist demnach ziemlich erheblich, um 33,6 Prozent, zurückgegangen. Ob vielleicht äussere Umstände: Witterung, längeres Ruhen der Schiffahrt usw., auf diese Ent- Wickelung Einflutz gehabt haben, mutz sich ja schon im März zeigen. Srnd Verhältnisse, dre mit der Marktlage nichts zu tun haben, Ur- fache des verminderten Exportes gewesen, dann mützte der März eine kraftige Aufwärtsbewegung der Ausfuhrziffer gebracht haben. Allem Anschein nach hat aber die Nachfrage auf dem Weltmarkt abgeschwächt. Und eS liegen auch einige direkte Anzeichen für ein Abflauen vor. Im Motorenbau und m der Elektrizitätsindustrie lätzt die Nachfrage zu wünschen übrig. Während sämtliche Krankenkassen des Reiches im Februar 1907 gegenüber Februar 1906 einen Mitgliederzugang auf- weisen, ergeben die Fabrikkrankenkassen des Elektrizitätsgewerbes eine Mitgliederabnahme.— Die Grotzindustrie bekundet gegenüber den Schwierigkeiten, die sich der Verlängerung des Stahlverbandes entgegenstellen, eine merkwürdige Gleichgültigkeit. Da die grossen Werke sich durch Augliederung von Werlshaudlungen der Abhängig- keit vom Verbände mehr oder minder enthoben haben, erscheint ihnen eine Zeit der freien Konkurrenz vielleicht als ganz vorteilhaft; sie würde sicher das Grabgeläute sein für die noch vorhandenen vielen reinen Werke, deren Weiterexistenz über eine Krise hinaus unter den obwaltenden Umständen doch noch am meisten durch die Herrschaft eines Verbandes gesichert wäre. Dieser schaltet nämlich nicht nur die Preiskonkurrenz aus, er verteilt den Auftragsbestand auch ratierlich auf die Mitglieder und lätzt so nicht einige Werke zu- gunsten anderer zugrunde gehen. So lange die Nachfrage sämtlichen Werken ausreichende Beschäftigung garantiert, empfinden die grossen Unternehmen mit starker Expansionskraft die Kartelle und ähnliche Vereinigungeu nicht als Fessel, sie sind ihnen im Gegenteil daS erwünschte Instrument, den Weiterverarbeitern für Rohmaterial und Halbzeug hohe Preise aufzunötigen. Geht die Nachfrage aber zurück, dann erwacht das Bestreben, von dem Rückgang möglichst wenig betroffen zu werden und die Verbände werden in dieser Be- ziehung als Nachteil empfunden. Aus diesen Ursachen erklärt sich die kühle Freundschaft der gemischten Betriebe gegenüber den Ber- bänden und die Kühle wird noch gesteigert durch die Augliederung von Werkshandlungen. Diese werden sich schliesslich für den Stahl- verband genau so als Sprengpulver erweisen, wie die Hüttenzechen für das Kohlensyndikat. Die Zurückhaltung der Verbraucher ist weniger eine Ursache der Ungewitzheit über die Verlängerung der Verbände als vielmehr der Grund der reservierten Haltung der gemischten Betriebe den Verbandsverlängerungen gegenüber, v. Wttteriingsüberfiiüt vom 30. März 1907, morgen»« Uh». Swtnemde. tamburg erli» Franks.a.M. München Wle» Wetter-Prognose für Sonntag, den 31. März 1907. Zeitweise nebelig, sonst meist heiter und trocken, nachts kalt, am Tage ziemlich warm bei schwachen östlichen Winden. 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Ktc de« Inhalt der Inserate »rnimmt die Redaktion dem vudlitnm gegeniider keinerlei Berantwortnng. Zhcztcr. Sonntag, de» 3t. März. Freie Volksbühne. Nachmittags »«Hr. 11. und 12. Abteilung. Berliner Theater: Baumeister Solnetz.(Montag: 13. und lt. Abteilung: Baumeister Solnetz. IL. Abteilung im Neuen Schau» spielhaus: Weh dem, der lügt I Montag 1. Abteilung: Weh dem. der lügt. Nene freie Volksbühne. Nachl mittags 2>/, Uhr: 3. Abteilung im Deutschen Theater: Gr spenster. Nachm. 3 Uhr: 12. Abteilung im Neuen Theater: Dämonen. Montag, 1. April. Nachm. 2'/, Uhr 17. Abteilung im Deutschen Theater Romeo und Julia. Nachm. 3 Uhr: Ib. Abteilung im Neuen Theater: Dämonen. Ansang Vi, Uhr. Sgl. Opernhaus. Orpheus und Eurydile. Neues kgl. Operntheater. Klein- Dorrit. Montag: Wie die Men sungen. (Ansang 7 Uhr.) Sgl. Schauspielhaus. Egmont. (Ansang 7 Uhr.) Montag: WallenftewS Tod. Dienstag: Was ihr wollt. Nachmittags 2'/, Uhr: WallensletnS Lager. Die Piccolomwi. SentscheS. Der Revisor. Montag: Der Gott der Rache. Dienstag: Der Revisor. Kammer spiele. Frühlings Erwachen. Montag: Dieselbe Borstellung. Dienstag: Hedda Gabler.(Ansang 8 Uhr.) Lessing. Die Stützen der Gesellschast. Montag: Dieselbe Vorstellung. Nachmittags 3 Uhr: Rosenmontag. Dienstag: Die Stützen der Gesellschaft. Nachmittags 3 Uhr: Die versunkene Glocke. Neues Schauspielhaus. Hertas Hochzelt. Montag mid Dienstag: Dieselbe Vorstellung. Ansang S Uhr. Berliner. Der Hund von BaSker- vtlle. Montag: Dienstag: vtlle. Schiller O. Traumulus. Nachmittag» 3 Uhr: Die Räuber Montag: Narrenglanz. Nachmittag» 3 Uhr: Matthias Gollinger. Dienstag: Im bunten Rock. Schiller-Dheater tkharlottenburg. Im bunten Rock. Nachmittags 3Uhr: DerKaisrrjäger. Montag: Weh' dem, der lügt.- Nachm. 3 Uhr: Doppelselbstmord. Dienstag: Narrenglanz. Schiller N.(Friedrich Wilhelm» städtische« Td-ater> Unsere«Sie. Nachm>ttagS3Uhr:D«r Familientag. Montag: Das letzte Mittel. Nachm. 3 Uhr: Der Familientag. DienStag: Unsere Kät«. Komische Oper. Fauft' Bev dammung. Nachmittags 3 Uhr, HossmannS Erzählungen. Montag: Dieselbe Vorstellung. Nachmittags 3 Uhr; Carmen. DienStag: ToSca. Lortziug. Der Wildschütz. Nachmittag» 3 Uhr: Die Regiments er Hund von BaSker- (Walner-Theater.» tochter. Montag: Die Fledermaus. Uhr: Der Waffen- Nachmittag» 3 schmied. Dienstag: Der Mikado. Zentral. Wiener Blut.(Ansang vi, Uhr.) Nachmittags 3 Uhr: Der Mikado. Montag: Wiener Blut.(Ansang VI, Uhr.) Nachmittags 3 Uhr: Der Zigeuner- daran. DienStag: Wiener Blut. Westen. Die lusttge Witwe. Nachmittags 8 Uhr: Rigoletto. Montag: Die lusttge Witwe. Nachmittags 3 Uhr: Undine. Sifti Montag Rachmil DienStag Die lustige Witwe. Kleines. Ein Idealer Gatte. Rachmfttag» 3 Uhr: Nachtasyl. Montag: Sin idealer Gatte. Nachmittags 3 Uhr: Nachtasyl. DienStag: Bunvury. Neues. Vorbestraft. Montag: Meitzner Porzellan. DienStag: Dieselbe Vorstellung. Residenz. Haben Sie nichts zu verzollen? Nachmittags 3 Uhr: Der Schlaf- wagenlontrolleur. Montag: Haben Sie nichts zu verzollen? Nachmittags 3 Uhr: Eine HochzeUS» «acht. Dienstag: Haben St« Vicht» zu derzolleu: Lnftspteld»«». Husarenfieber. Nachmittags 3 Uhr, Die von Hochsattel. Montag: Husarenfieber. Nachmittags 3 Uhr: Unsere Käte. Dienstag: Husarenfieber. Deutsch-Amcrtkanisches. Nitouche. Nachmittags 3 Uhr: Der Bettel- ftudent. Montag: Mamsell Nitouche. Nachmittags 3 Uhr, DerPostillon von Lonjumeau. Dienstag: Mamsell Nitouche. Thalia. Olympisch« Spiele. Nacht- ashl. Nachmittags 3 Uhr; Eine lustig« Doppelehe. Montag: Nachtasyl. Nachmittags 3'/, Uhr; CharlehS Tante. DienStag: Nachtasyl. Luisen. Lenore. Nachmittags 3 Uhr; Die schöne Ungarin. Montag: Der Trompet« vou Sälkingen. Nachmittags 3 Uhr, Der Hütteu- besitzer. Dienstag: Sh erlock HolmeS. Trtnuo». Frl. Josette— meine Frau. Nachmittags 3 Uhr: Die LiebeS- fdjaufcl Montag: Frl. Josette— mewe Frau. Nachmittags 3 Uhr; Die LiebeS- schaukel. DienStag: Frl. Josette-- meine Frau. Beruliard Rose. Sherlock Holme». Nachmittags 3 Uhr: DaS Kätchen von Heilbronn. Montag: Sherlock Holmes. Nachmittags 3 Uhr: Das Geheimnis der alten Mamsell. Dienstag: Die Jüdin von Toledo. Meeropol. Der Teusel lacht d- Nachmittags 3 Uhr; Aus WS! tropol I Montag: Der Teusel lacht dazu. Nachmittags 3 Uhr: Aus Mctropol. DienStag: Der Teusel lacht dazu. Gebr. Herrnfeld. Ein verrücktes Hotel. Nachm. 3'l, Uhr: Hausierer Jockel«. Die letzte Ehre. Montag: Ein verrücktes Hotel. Nachm. 3'l, Uhr: Hausierer Jockele. Di- letzte Ehre. DienStag: Ein verrücktes Hotel. Wlniergarten. Charlotte Wiehe. Spezialitäten. Moiitag: Cieo de Märode. Spezialitäten. Dienstag: Dieselbe Borstelluuj Apollo. Der Triumph des Wel Spezialitäten. Kasino. Rick Carter. Spezialitäten. Nachmittags 4 Uhr: Hotel Klinge- busch. Montag: Nick Carter. Nachmittags 4 Uhr: Ledige Leute. Dienstag: Nick Carter. Walhalla. Spezialitäten. FoUeS tkaprice. Eine Nacht w der Apothele. Im Jnspeltio ztmmer. Prater-Theater. Der Soldbau«. Montag: Jägerliebchen. DienStag: Der Hypochonder. Palast. Spezialitäten. Passage. Mal waS Anderes. Spezialitäten. Karl Haverland. Spezialitäten. Retchshallen. Stettiner Sänger. ttrantn. T»»b«»sir»fje 4M/.IU. Abends 8 Uhr: Die Feuergewalten der Erde. Montag nachmittag 4 Uhr: Am Kols von Neapel. Abends: Die Fcuergewaltcn der Erde. Sternwarte. Jnvalidenstr.»7/S2. bes. Ferdinand Bonns Berliner Theater. Anfana 8 Ubr. Der Kund von Baskerville. Montag:„Sherlock Holmes-'. DienStag, Mittwoch: Der Hund von Baskerville. Neues Schauspielhaus Otters onntag, Dftcrmonb' VU. März, und 1. April, abend Ihr: Herthas DienStag: Herthas Hochzeit. Ansang 8 Uhr. Neues Theater. Abend» 8 Uhr: Borbestraft. Montag: Metkner Porzella«. Dienstag: Meissner Porzellan. Mittwoch: Vorbestraft. Nleines Thealer. Nachmittags 3 Uhr: Nachtasyl. 'Abends 8 Uhr: Ein idealer Gatte. Moutag 3 Uhr- Nachtasyl. Abends 8 Uhr: Ein idealer Gatt«. DienStag: Eine trwiale Komödie sür seriöse Leute. UntHng-TteZter Belleailiancestr. 7/8. Nachmittags 3 Uhr: Die BcslmentKtochter. Abends 8 Uhr: Der WildachUts. Montag nachm. 3 Uhr: Der Natten- schmied. Abends?>/, Uhr: Die Fledermaus. Abonnements ungültig» DienStag: Der Hikade. Schiller-Theater. Schlller-TlieslerO.(Wallner-Th-aler). Sonntag, nachm. 3 Uhr« Die Bttader. icl in 5 Auszüge» do» ''«brich Schill«. Sonntag, abendSSllhr, Traanmlas. Schauspiel in 5 Akten von Arno Holz und OSkar Jerschke. Rontag, nachm. 3 Uhr: nathlas Gollinger. Rontag. abends 8 Uhr, Narrenglans. DienStag, abend» 8 Uhr: Im bnnten Bocb. Sohiller-Thetter ChaHottenbnrg. Senntag, nachm. 3 Uhr« Der Kalseijliger. Komödie in 3 Aufz. v. Hans Srennert und Hans Ostwald. Sonntag, abend» 8 Uhr« Im kanten Bocb. Lustspiel in 3 Auszügen von Fron v. Schönthan u. Freiherr« v. Schlicht Montag, nachm. 3 Uhr« Doppelselbstmord. Montag, abend» 8 Uhr« Weh' dem der Idgt. DienStag, nachm. 3 U h r: Die daagtraa von Orleans. DienStag, abend 3 8 Uhr: _ Narrenglan«. Lustspielhaus. Nachmittags 3 Uhr:• Die von HochsatteL Abends 8 Uhr: Husarenfieber. Zentral-Theater. Operette.) 3 Uhr: Der Mikado. VI, Uhr: Wiener»Int. Montag 3 Uhr: Der Zlaeuaerbaren. 7-/. Uhr: Wiener Blut. Dienstag 3 Uhr: Die Fledermaus. 8 Uhr: Wiener Slul. Ausstellungshallen AM ZOOLOGISCHEN GARTEN. O�TPD" Sonnta8: WO i Ed tV- Montag Promenaden- Konzert anter Leitang des Kapellmeisters EINÖDSHOFER, Rauchen gestattet Speisen u. Getränke an Tischen. Finfriff I>>°>»- Bock, CHI in II| IVlflrK A. Wertheim, Leiprlqerstr. für alle Plaue. und an der Abendkasse. DiU Anfang abends 8 Uhr. W c astans Panoptlcum � �****** Frledrichstraße 165 Ständlieb: l-KillSN U. Tod J8SU. Von abends 7 Uhr ab: = Berliner Sänger.— �Roichhalti�e�un��riginello�Jktinstlerische�Progi�mra. Zirkus Schumann Heute Sonntag, den 31. Mär,, und morgen Montag, den 1. April, nachm. 3'/, Uhr u. abend» 7'/, Uhr: An beiden Ostcvf eiertagen: 2 Große brillante(k Gala-Vorstellungen. Z Nachmittag» auf allen Rjnr| f»g! Plätzen ohiie'Ausnahme clll Irlllu Itül. Jedes weitere Kind unter 10 Jahren halbe Preise(nutzer Galerie). In beiden Vorstellungen gleich reichhalttgeS abwechselndes Programm, sämtliche Spezialitäten, ClownS und Auguste sowie die bestdressierten Schul- und FreiheitSpserde. In beiden Borstellungen: Nach. mittag» und abends ausnahmsweise daS größte Pracht-Manegenschauftück: St. Hubertus. Abends Fortsetzung de« Finale der gredea internationalen Ringkampf-Konkurrenz de" Goldeueu Kranz m Berlin«• W 10000 Mark t. Sonntag rwaen: Albert Hein gegen Apollo» u.EnischeidungSkamps zwischen Paul PonS. Monlag ringen: Jan- kowSty gegen Apollo»»md Jakob Koch gegen Ritzler. lZchi. Herrnfeld- Ansang ThoOlOP Roroert 8 Uhr. Illvaier 112 Uhr 57 Kommandantenstratze 57. Am 1. und 2. Ofterseiertag, nachm. 31/, Uhr. bei halben Kasienpretsen: Sauslerer Rekele und vis letzte Fdre. An allen drei Ostersriertagen abendS 3 Uhr die Hernseldiad« Li» verrüetites Kofel Komödie in 3 Alten mit Anton und Donat Herrnfeld in den Hauptrollen. Zirkus Buseh. Heute Sonntag, den 3l. März und Montag, den 1. April 1907: 2«::: Große:: i: A Gala-Vorstellungen. Z Nachm. 4 Uhr u. abends VI, Uhr. Nachm. jed. Kind.«nt.'lvJahr. (außer Galerie) halbe Preise. ROM. In beiden 1 Vorstellungen: Gr. Orig.. AuSstatt.-Pantom. de, Firtu» Busch. la beiden Verstellungen: Die neuengagierten Geschwister tzfoureaa», Reitkünstler. In beiden Vorstellungen; BV Die Original-Pereztruppe, Leiterattobaten. In beiden Vorstellungen; Vorführen u. Vorreiten der besten Schul-, Freiheit«- u. Sprmgpferde. In beiden Veretetlungen: Austreten sämtl. Clown» mit ihren neuesten Witzen und Spatzen. DienStag. 2. April: Vorstellung. B MW MIM iÄr. Franstitrierftr. 132. Nachm. 3 Uhrb. halben Pr.: Das Bbtbebea von Bellbrena. Abends 8 Uhr: Sherlock Holmes. 2. Ofterseiertag nachm. 3 Uhr: Das Geheimnis der allen Mamsell Abend» 8 Uhr: Sherlock Holmes. 3. Osteifeiertag nachmittag 3 Uhr: Sherlock Holmes. Abends: Die illdin von Toledo. Letzte Vorstellung von Charlotte Wiehe and dos März-Programm. • Großer Erfolg! Morgen, i.Aprii; Premiere Cleo de Mdrode. Neues Programm. beiden Osterseiertagen, nachmittags S'l, Uhr« Große Doppelvorstklilmg. 1. Abt.: AU bca Bocca. Burleske. 2. Abt.: Das gr. Varibts-Progr. mit dem Gastspiel von Bcrlans Original- Bauern- Hunde- Theat«. Ei» treuloses Weib. AbendS:£ilte- Vorstellung. Abends 9V4: Der Triumph des Meibes. Intimes l'kestvr _ Dresden erstratze 97. Nur«och 3 Tage:-M> Willy Baases Burleske«: Guhtl Tom. Ein Nachtasyl. So wurde noch nie gelacht! sA« beiden Feiertage«: 2 Vorstellungen nachmittag» 4 u. abend» 8 Uhr. Upania. WissenBchaftlichea Theater. 8 Uhr: Die Feueroevaitefl der Erde. Montag 4 Uhr: Der Golf von Neapel.(Kleine Preise.) 8 Uhr: Erde. Montag eapel.( Die Fenergewalten der Serltner Alsusnum Unter den Linden 68a Eingang Schadow-Straße No. 14. An den drei Feiertagen Eintrittspreis — 50 Pf. Reichhaltigste Ausstellung der Welt an lebenden Seetieren, Reptilien eto._ 25/5 Sehiller-Tlieater N. Friedrich- Wilhelmsfädtisches Theater Nachm. 3 Uhr: Der Familientag. AbendS 8 Uhr: Unsere Kate. WiitiiMhkdltt. Dtreltion Richard Alexander. Anfang 8 Uhr. Nahon Sie nichts zu verzollen? Schwant in 3 Allen o. M. Hennequin und P. Beber. 1. Ofterseiertag, nachmittag 3 Uhr: Der Schlafwagenkoutrolleur. 2. Osterseierlag, nachmittag 3 Uhr: Eine Hochzeitsnacht. Sonntag nachm. 3 Uhr: Der Prinzgeinahl._ Luisen-Theater Reichenbergerstr. 34. Sonntag nachmittags 3 Uhr: Lenore. Abends 8 Uhr: Der Wildschütz. Montag nachmittag» 3 Uhr: Der Hüttendesiüer. Abend» 8 Uhr: Der Trompeter von Sälkingen. DienStag nachmittags 3 Uhr: Wilhelm Tell. Abends 8 Uhr: Sherlock Holmes. IHliPIIPI Varitle Theater WeinbergSweg 19/20, Rolenth.Tor. Heute 2 Galavorstellungen. Nachm. 3 Uhr: Kleine Preise. Jeder Erwachsene 1 Kind frei. Abends 8 Uhr: In beiden Vorstellungen das vollständige März-Programm. S toiwrtsleT Peres, Bymnastiker auf drei freistehenden Leitern, sowie die übrig. 14 erstklasfigen Spezialitäten. Morgon, Montag, 2 Fest- Vorstellungen. Nachmittags S'l, kleine Preise. Abends 8 Uhr zum ersten Male: Das gänzlich neue April-Progr. Die Genie-Familie. Circcns. Spiele zu Pferde(tvPers.) sowie die übrigen IL großart. HpeKialitHtcn. Für Abend-Theaterbesucher freier Eintritt in den Konzert-Tunnel. Metropol-Theater nacbiuittaes 3 Uhr s Auf in's Jltetropol! Abends 8 Uhr Mr. Gesamtgastsptel Theater bei Westen». Heute und jeden folgenden Abend: Msmselle Nitouche. Alma Suecm und Tdm. Löwe a. G. Sonntag«räch«««.: Der DeNeletudent. Montag nachm.: Der Poetltllen van lonjumeau._ Folies Caprice tt der Fried rtchstr. Linienstr. 132, an Heute abend 8 Uhr» Lille riacdt io cier�potdeice serner Glänzender neuer Soloteil und: Im JnspektionSztmmer. Vorverlaus an der Theaterkaff« und bei Werlheim Brunnen-Theater Gesundbrunnen. Badftratze 58. Direktton: Bernhard Roee. An den drei Osterseiertagen: Große Festvorstel langen, Am ersten Feiertage, nachm. 3 Uhr(volkstümliche Preise)« Di« beiden Galeerensklaven. Abend» 8 Uhr: Berliner Banbvßgel. Am zweiten Feiertage, nachmittag» 3 Uhr(volkSttiml. Preise): Aasgewlesen. R. Liers..... Bernd. Rosa. AbendS 7 Uhr: Berliner RaabvßgeL Am dritten Feiertage, abends 8 Uhr: Das Geheimnis der alten Mamsell. Billettvorverkaus von 10—1 Uhr an der Theaterkasse._. W. Noacks Theater. Dtrettto»! Roh. Olli, vrnimenllr. 16» Am R Ofterseiertag: Die Ahnfra». Schauspiel von Grillparzer. Am 2. und 3. Ostertetertag: Gttngerln and Näherin. Volksstück mit Gesang von Angely, Ansang an allen 3 Feiertagen: 8 Uhr. Am 2. und 3. Feiertag: FestbaU. Mittwoch u. Freitag: Die Ahnfrau. Dienstag und die tetgendun Tage: Der Teufel lacht dazu. AnTang 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. Passage-Theater. 1 Heute 2 Vorstellungen: nachm. 3—7 Uhr ermötzigte Preise, abend» 8— ll Uhr: zum letzten Male Mal was Anderes! Die Theimstrnppe u. Iv erstklasti. Spezialitäten, tz Mm\m l Iforsteiluflgeo. Nachm 3—7 Uhr ermäßigte Preise, abend» 8— ll Uhr: P c s m i e c s des großartigen April-Programms p 14 Attraktionen 14. Kasino-Theater Lotbr-ingerstr. 37. Täglich 8 Uhr. Nick Carter. Kriminalroman in 3 Akten o. Oswald. Nick Carter. Detettiv: Hans verg. Vorher das bunte MtzT-z-Programm. Sonntag 4 Uhr: Hotel Klingcbusch. Montag 4 Uhr: Ledige Leute. Otto Pritzkow, Münzstr. 16, Welt-Ausstelluogs- Siograph-ot lmi« Tbeater lebender Photographien. Der Untergang des Dampiers„Berlin". 168 Tote, 12 Gerettete. ♦ Den ganzen Tag Vorstellnng. ♦ Stadt-Theater Moabit Alt-Moabit 47/48. Am 1. Feiertag. Anfang 6 Uhr« „Das ftüuc Mädel." Am 2. Feiertag. Ansang 6 Uhr: „Der Stabstroinpeter.l'* Am 3. Feiertag. Ansang 7 Uhr» „Fine Hochzeitanacht." 2. u. 3. Feiertag: Feft-BaK. Billettvorverl. IG— 1U. im Theaterrest. pälkst.Itiester. Burgstr. 24, 2 Min. v. Bahnhof B6rsor Heute'/,« Uhr. Entree SO Ps. i AbschiedS-Anftrete« der März-Spezialltäten. 14 Nummern 14 2. Feiertag>/i8 Uhr t Debüt des, eil Attraktionen 1. Ranges� Entree 50 Pf.; Trianon-Theater. Ostcrsonntag und Ostermontag« 3 Uhr: Dle Liebeöschaukel. 8 Uhr- Wiehl-lusette- meine Frau DienStag und folgende Tage« Fräulein.lusette— meine Fr«n„ Prater-Theater Kastanien• Allee 7—9. Soimtag, 31. März, abendS 7'/, UHr:: SMF" Zum 1. Mal: TBU Der Goldbaner. Schauspiel in 4 Aufzügen v. Charlotte Birch-Pseisier. Montag, 1. April, abends VI, Uhr.- •9 ä�erliebchen Posse mit Ges. in»Akten V.L. Treptow. Dienstag, 2. April, abend» 8 Uhr». Schlust der Wintersaiso».. Der Hypochonder. luslspiel w ö Akten voll G. v. Moser. E Toranzeige. enntag, den 19. Mai 1907 A Erösinlmg der Sommersaison. Frödeis kllerlei-Iliealör- r. Puhlmann, Schönhauser Alle« l4?. Montag, l. April(2. Ostersesttag) � K M-ftt.�rMuu. Durchweg neues Künstlerpersonnl.' Dazu daS Volksstück �4a» cken» Arbeitahaaae,' Ansang 5 Uhr._ Eintritt 60 Ps Reicbshalien-Tbeater. Ne«« Ballettachale l Klapper anata. Antang i. und n Feiertag: 7 Uhr. M.Feiertag: S'l, Uhr. ixxxzxxsxigixisrxtxxxiiiiixizixiixxxzxgxxxxzxxzxgxsrxi II. Berliner Reichstagswahlkreis. Montag, den 1. April(2. Osterfeiertag), in den Oesamträumen der Berliner Bockdrauerei - Große Matinee. Mitwirkende: Berliner Sinf onienOrchester.(Kapellmeister: Maximilian Fischer) Leipziger Humoristen und Quartett« Sänger. 238/19* Herren Krüger, Maenecke, Kern, Schmidt, Schörling, Zerbe, Becker, Wunscheok. Anfang AS Uhr. D- Eintritt 20 Pf. Billetts sind in allen mit Plakaten belegten Handlangen, Partei- Speditionen, sowie bei den Äbteilangs- a. Bezirksführem za haben. Um recht zahlreiche Beteiligung ersucht Das Komitee. ! IXXXXXXXXXXXXXZZTXXXXXaRgZXXXXTXT»X»XgXggXX«nnt«ggg«r Sozialdemokratischer Wahlverein(Qr den 4. Berliner Reichstagswahlkreis, Sonntag, den 31 i März 1907(1. Oster-Feiertag): Drei große Matineen Sanssouci, Kottbuserstr. 4 a, Boeker, Weberstr. 17, Elysium, Landsberger Allee 40a. Auftreten der Gesellschaft„Strzelewicz", Gesangverein„Norddeutsche Schleife" und Gesangverein„Liedesfreiheit". Konzert unter Leitung hervorragender Kapellmeister. EröSnnng 11 Uhr. Billet 80 Pf. Anfang 12 Uhr. Wir bitton die Mitglieder und deren Angehörige, sich rechtzeitig mit Billetts zu versehen, da oSene Kasse nicht stattfindet.(310/10*) Da« Komitee. x:x:;x:x::x ix::x x: /x:x::x:x 3:;r::x:r: Gesangverein„Neu Erwacht" (M. d. A.-S.-B.)— Chormeister; A. Steil. Sonntag, den 31. Mlrz 1907(1. Osterfeiertag); in den Sälen des„Qewerkscbaltsbauses", Engel-Ufer 16: Großes Konzert arrangiert vom Oesangverein ,,Neu Erwacht" unter Leitung seines Chormeisters H. Blell und unter Mitwirkung des Berk Sinfonie-Orchesters, Kapellmeister Maximilian Fischer. Nach dem Konzert: Xt A£, 1,. Herren, welche daran teilnehmen, zahlen SO Pf. nach. KassenSffnung 6 Uhr abends. Anfang 7 Uhr. Billett 50 Pf. Während des Konsert. bleiben die Saaltären geschlossen. Rauchen nicht gestattet.[2553b] Oas Komilee. ►+++M Sdiöneberg. Sozialdemokratischer = Wahlyerein= Sonntag, den 31. März(1. Osterfeiertag). in E. Obst's Festsälen. Mewwgerstr. S: Volks-Lsbaret-AbenU der Brettldlv» Marx. Walkotto. Anfang 0 Uhr. Eintritt tall. Garderede 00 Pf. SM" Rauche» ist verdate«.-WW 15/12_ Der Vorntand. Fritz Hoppes Fest-Säle. Rlxdorf, � � Rlxdorf, Hermannstr. 48-49.A I. O.ter- Feiertag: Attermannstr. 40-49. Jlsm. 10 Uhr: Nachm. 0 Uhr:V Gesang- �reifllliiloilerMiinner-Clor (M. d. A.-S.-B.) FrOiisciicppen verem't.Schneeglöckclien" (M. d. A.-S.B.) i. sämtlich Räumen. Sangesbrüder, Freunde und Gänner sind herzlich willkommen. 8. OHter- Feiertag: 3. Osten- Feiertag: Großer Ball. Anfang 4 Uhr. Deutsche Gesellschaft für Ethische Kultur. Abteilunu Berlin. Sonntag, den 7. April, abends 7 Uhr, im großen Saale des Gewerkschaftshanfes, SO., Engel- Ufer 15: 288/18 Rezitation des QevtiiWoIfgang Quincke. soziale Dichtungen:.Das Göttliche-(Goethe)..Z Groschen-, eine Fabel .Weihnachtsabend-(Storin. Näherin-(Anzengrnber)..Das Lied vomHemde-(Hood.Freiligraih).»Nach dem Streik-(Adler)..Glaubens. bekenninis-(Vischer)..Trotz alledem- (SurnS, Freiligrath). Pause..Da« Lausmädri- lWolzogen)..Ein neues -(Schult«)..Der Lied von den Webern-. Dampl'(Friedrichs).'.Die Ärnien. Hausuhr-(Hood, FreMgraih),.Der Eisenbahnzug-..DaS neue Jahr» hundert-,.Ja, es ist ein mächt'geS Tagen-(Gras Schall). Beaiä possi- dentes(Saar). Eintritt 20 Pf.(Garderobe 10 Pf) Programmtarten im Gewerkschast«. haus«. der Lesehalle Münzstr. ll, dem Bureau. Unier den Linden IS, HI. sowie den Berliner Konsumvereinen. Artushof, Volks- Theater, Perlebergerftr. 26. 25746 Heute, 1. Osterfeiertag: GroBer Afflnln GroBer Erlolg!«USIS» Erfolg I Montag, 2. Osterfeiertag: T* Bin tolles Hans-M> Posse mit Gesang in 5 Alien. Tienotag. 3. Osterfeiertag: Grote Abschieds- Vorstellung des Horstschen Possen-Ensembles. £af£ Meyer —'Dresdener-' Str. 128/29. Str. 128/29. Kaffee 10u. t6, Bier, hell u, iumt. 10 Pj. ca. SO Zeitungen; 2 Billards Std. 40 Ps. Zahlstelle der Freien Volksbühne.+ 6. Wahlkreis. Montag, den l. April 1907(2. Osterfeiertag); Acht große Kfatineen in folgenden Lokalen: Schönhaaser Torstadt (I., 2. und 3. Abteilung). In den Gesamtränmen der Branerei „Konigsfadt", Schönhauser Allee 10 und des„Berliner Prater- Theater*4, = Kastanien-Allee 7-9.-------- Unter Mitwirkung der Hatnbur Direkt. 01 Yolkssängergeselisch. Hugo Anke« SSSS Konzert SSS ausgeführt v. Mitgl. d. Zentralverbandes d. Ziviiberufsmus. Deutschi. Dirig.: M. Mehlhase. = Kassenverkauf findet nicht statt.■ Mitwirkung der rger Sänger Otto Steidl und der Rosentbaler Torstadt (4., 5. und 11. Abteilung). und Gesundbrunnen Ballschmieders Etablissement,- Badstraße 16, Bernhard Rose-Theater, Badstr. 58, Marienbad, Badstr. 35-36. Mitwirkende: Norddeutsche Sänger Mega-SfechePt, ------ Berliner UlkaTrlo------- mit verstärkter Gesellschaft, Elite» Streich» Orchester des Musikdirektors Herrn Fritz Blume. = Kassenverkauf findet nicht statt.== Oranienburger Torstadt (6. Abteilung). Germania• Säle', Chausseestr, 103. Unter Mitwirkung des Gesangvereins „Nordwachtu(M. d. a.-s.-b.), des Kraft- Jongleurs PrltZ Schäfer o. der Hamburger Sänger(Wiih.woifl.) Moabit(7. und 8. Abteilung). Kronen-Brauerei, Alt-Moabit 47-49. Unter Mitwirkung der Volkssänger-Qesell- schalt Lewandowski und des Gesangvereins ggVereinte Sangesbrüder Moabit". - Kassenverkauf findet nicht <9. und 10. AbteHung). Cranz* Fest-Säle, Kösliner-Straße 8. SSS Konzert BS Auftreten der Sänger-Gesellschaft Strzelewicz and Vorträge des Gesangvereins 1„Freiheit■ Nord", ssss Eintritt 25 Pf. Eröffnung 11 Uhr. Tische und Stühle dürfen 248/8* Anfang 12 Uhr. nicht reserviert werden. Das Komitee. Friedrichsberg Stadtbahnstation FrankÜTilee! Ii Frankfurter Ctaanawee (IVtthcr ISO). : Qebr. ilmhold. Fernspr. Frieürichsberu Ho.T Sonntag, 81. Kttrw(1. Osterfeiertag): Pest- Vorstellung. Kraft- und Artistenklub„Osten 92". Pest- Ball Mittwoch, den 3. April: Montag, be« 1. April, DienStag, den 2. April: unter Leitung des Herrn O. Bürger. Gr. Soiree der Willy Walde-Sänger. Gebr. Arnhold. „Germania-?rachtsäle". Karl Kichter, AI. OhaazHeeHtr. HO. Tonntag, den 31. März(I. Osterfeiertag): Großes Konzert der Hambnrger SHngcr unter Mitwirkung des Gesangvereins„HaiderSsleln". Anfang 6'/, Uhr. Nachdem Famlllenkränzchen. Montag, den 1. April(2. Ciietfeiettag) s Mittags 12 Uhr- YroAS ZKSttNSS gtf des 6. Wahlkreises."MS Abends e"/, Uhr: Hamburger Mttngcr. Von 5 Uhr ab: GroUvr Ball."T?*! Dienstag. 2. Siprik(3. Osterfeiertag) von 7 Uhr ab: Gr. Bull. Jeden Mittwoch: Hamburger Sänger anlchl. Freitanz. Jeden Sonnlag: Hamburger Sänger. Vnn 5 Uhr ab: GreSer Ball._ jh» Brauerei Friedriclishain 3 früher Lippe Oekonom; Kart Poblit Am Königs tor. H Am L a 2. Osterleiertage: Popalttrew KonZOPl von 1 Johann Strauß j mit»einer gesamten Kapelle ans WiCll. Anfang 7 Uhr. ■ Billette sind bei Bete A Beek, Werthelm, LeipzigeretraBe, und I ■ in den mit Plakaten belegten Zigarrengetchäftsn zn haben. I I �eifr�ef Liener ödalzer-Hbcnd. I [ Anfang 7 Uhr.— Entree 50 Pf,, reserv.Pl.l.OO, nnm.Tisch 1.25. j Sportpark Steglitz. An beiden Owterfelertagen, nachmittags 8'/, Uhr: Drei Dauerrennen. Robl, Huber, Gunther, Salzmann, Goor usw. Flieger-Rennen. Achtung! Grünau Achtung! ura'si'o Restaurant Jägerhaus Tmpschle den geehrten Gewerkschasten, Vereinen und Fabriken mein Dakal mit Garten, Saal mit Tbeuterbttbae(420 Pcrs. faffenb) u AuSflügen und Toniinerfesten.— KfiffcckUche, gute Speieen, ' iuerS von 12—3 Uhr.— Stehbierhalle. 2301b* 2Mn v°n"d�Dam�ank�.st°°e. Georg Ehrhardt. Neu! 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XXX Vorztlgllchö Küche. XXX Ausschank von Patzenhofer, seht MBnohensr und Pilssasr Bier. Sanssouci, S" Direktion Wilhelm Reimer. Oeter- Programm. 1. und 2. Feiertag: Elite-Fest-Soireen b. Hoffmanns Norddeutsche Sänger.. U. a. die Possen: �idele Rehruten". �ver Säuglings. Z.Feiertag: Zum t. Maie: „Kka tolle» Hai,»". Schwank in 5 Auszügen. 1. und 2. Feiertag: Ans. d. Konz. 5, d. Vorstell. 7 Uhr. 3. Feiertag: Ans. d. Vorst. 8 Uhr. Am 2. u. 3. Feiertage nach d. Vorst.: 0»ter-Taii»Irräiir.cI,eii. Gustav Behrens Theater Schöneberg- Berlin W., Goltz- straBe 9. An den drei Feiertagen: Ciroft« Gala- Melliup Nustrelcn der neuengagicrten vr»tlrla»»ig. �pemialititten. Jede Nummer ein Schtirger. U. a. das urkomische Terzett: Wiener riaher, Berliner Droschkenkutscher und Straßenbahner. Zum Schluß die brtll. Ausst.-Operette vle loslige WM von Schöneherg. Ansang 6';a Uhr. Volkstüml. Preise. m Am llönigstor. Arn eriedrichshain 29/32 im 1. und 2. Feiertag: Extra-Vorstellung 0er- der neu engagierten-96 Spezialitäten. Bolksdelustigungen aller Sfrt. Ansang 4'/z Uhr. Entree 30 Ps. leden Sonntag; Vorstellnug. Am 2. n. 3. Feiertag im Saale: S2 Alte Jakob-Straßo SS. S Osterfeiertag: ItkW'gei'Buinui'isteii u. IZuai'lell-Ängei'. Ans. 7 U. Eintritt o0Ps X»«li«t«,* Solree: Großer Freitanz. Alhambra Wallner-Theaterstratze 15.• Großer Ball Grobes Orchester. Ansang Sonntags 5 Uhr. A. Zamcitat. Jeden Sonntag: »oW�OTttfeitm fÄÄr to" Zirka 3000 Nummern! Belehrend! Hochinteressant k Stündlich Projektionsoorträge über: Gerichtliche Medizin, Morl� oder Selbst- mord, KiudesauSsehnng. die Visitkarte deS Verbrechers. Knabe oder Mädchen? Tuberkulose Hautkrankheiten zc. jc. 2483b* 1. Abteilung für Jedermann. 2. Abteilung nur für Erwachsene. ff nt-roo. SO Ps.. für sämtliche Räume SO Ps. iSliII.ee. Militär 20 Ps. Kinder 10 Ps. Moabiter Schützenhaus. Plötzensee. Jnh.: Karl Fröbei. Plötzensee. An den Oster-Feiertagen: Beginn der diesjährige« Konzert-Laison. Dirigent: Herr Rad. Rcbbanm. Gr.IBolksbelustigungsplaiz. Familien-Kaffeeküche. 2 Kegelbahnen. Entree nur 10 Pf.-WiU 44022 Pfilfllz'PC Ppctcälp Sebastianstr. 39, rrdllKCö FCMddlC, Jnh.: Julius Meier. Empfehle meine Säle und Vereinszimmer zu Versammlungen und Festlichkeiten; für Sommerseste auch Garten und Kaffeeküche. Sonnabende und Sonntage noch frei. Telephon Amt IV Nr. 10 360._ 42462* Schönster Ausflugsort der Oberhavel -- Restaurant„Kichenheirn", Papenberge bei Spandau.= Herrlich am Eichenwald und Wasser. X Saal. X Kegelbahn. X Ausspannung. Dampserverbindung von Tegel. X Fubtouren. 43932* Angenehme Sommerwohnungen für Genossen ftestaurant„Zur Mhle, Wersdorf 10 Minuten von Bahnstation Zeuthen. Empfehle allen Freunden, Bekannten, Ausflüglern, Vereinen und Ge- sellschasten mein neuerbautes Restaurant mit Garten, Saal und Kegelbahn. Tel.: Amt Zeuthen Nr. 44. 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Achtung! 7» den Musikersälen, Kaiser Wtlhelmstr. 18m: Ojstit!I.SlliiiIii»ltlhkr-Vklsl»iti»li»ilj Tag es-Ordnung: t. Bortrag: Die Wirtschaftspolitik der herrschenden Klassen und die Lage des Schnhinachergewerdes. Reserent: Kollege«amachee. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 169/9 Gewinn-Verteilung. Die Auszahlung der Gewinnanteile sür 1306 nach Z 24 der Betriebs- Ordnung wird am Montag, den 8. April, nachmittags 5 Uhr, erfolgen. Die im abgelaufenen Jahre von mir bcschäsiigtcn Arbeiter werden zu der der Auszahlung vorangehenden Versammlung der Fabrikmitglieder hiermit eingeladen. Berlin, den 31. März 1907. Heitirick Freese. MBit! I �wisch0n Griinan und Carolinenhof j HJgyJ ' I herrlich inmitten Hochwald am Langen See|___ gr. Saal— trockene Unterkunft für 1000 Pers.— Veranda Mohr8 Strand-Restaurant Tel.: Amt Grünau 70(Richtershom) Inh.: E. Mohr. Als Ausflugsort für Vereine u. Fabriken bestens geeignet. 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Cnrt Brcner. X liml Vlla, 8142 Den geehrten Gewerkschaften, Vereinen, KInbS empfehle ich meine Gesamt- räume zur Abhaltung von Versammlungen und Festlichkeiten jeder Art === zu den kulantesten Bedingungen.=== Um recht regen Zuspruch bittet s3S56L*1 Gurt Breuer, Gastwi-I. vÄ: ftauehfangsuerderl US> Empfehle den geehrten Vereinen und Gewerkschaften usw. mein schön gelegenes Etablissement„Waldhaus" zu Dampferpartien a. AusAgen �t.?ichU'd.S°Ne -'■-•------ famgsvoll ntkowsbl. u. Sonntage um recht baldige i 43862* Der schönste Ausflugsort ist Restaurant Wendenschloß. Unter den Muggelbergen an der Dahme und Langen See gelegen, bietet für Bereine, Berbande, Gesellschaften, Klubs, Fabriken und Schule» den angenehmsten Ausenthalt. 42862* Schönster idyllischer Garten, 4000 Sitzplätze, 2 neue graste Süle Saal, Glashallen, 2 Kegelbahnen, Ausspannung und Es empfiehlt fich freundlichst und ein Neiner Belustigungen aller Art. Telephon: Amt Köpenick 67. WZ. Friedrichs. 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Hochachtungsvoll Gebr. Ütlellte. Neubau der Nrmin-KaHen KommandantcnstraSe 58/59, neben Gebr. Herrn feld-Theater« IW Eröffnung Anfang Oktober d. I.-MS Wir empsehkm Pestsitle(mit und ohne Bühne), 1150, 700, 400, 250 und 100 Personen lassend 5 Verelns�lmmer. 8 moderne Pnrkettkeg: elbnhnen.— Bestellungen erbitten 43642 11 Gebr. Mielitz, Kommandanlenslr. 21, II. Fernsprecher Amt I. 8985. i99999999999K99999M999999t999999999K99999999999K99f999— Arbeitsnachweis: Verwaltungsstelle Berlin. Hauptbureau: Hos I. Amt 3. 1239. CharitsstraBe 3. Hos IN. Amt Z, 1937. Dienstag, den A. April(3. Osterfeiertag), vormittags 10 Uhr: Allgemeine Versammlung dkr Dliihliirbtilcr ßerlins«. Zimgegtiid in Grnumllnns Fejisältn, Naunynstr. 27. Tages-Ordnung: i. Seschlußftssnng über unsere weitere Stellungnohme. Referent: Kollege HandliL. 2. Diskussion. Da mit dem 1. April unser bisheriger Tarif abläust, so müssen wir unS über unser weiteres Verhalten schlüssig werden. Es ist daher Pflicht eines jeden Drahtarbeiters, nach der Versammlung zu kommen. Ob alt oder jung, keiner darf fehlen. 116/1 Die OrtsTerwaltnaj*. tttf-Mnl Iii Mn DmUiils Zweigverein Berlin. 133/13 Sektion der Gips- und Zementbranche. Die Mitglieder-Versammlung der Gruppe der Rabitz- spanner am 3. April 1907 sowie die der Gruppe der Rabitz- Putzer und Träger am ö. April 1907 finden des Umzuges wegen nicht statt._ Die Gruppenvorstände. Zentralverlland der Daclidecker. Terwaltnngsstelle Berlin. Donnerstag, den 4. April 1907, abends 81/, Uhr: Versammlung im»Englischen Garten«, Alcxanderstrafte Nr. 87«. Tagesordnung: Stellnnsnabme znr L-ohnbeweg/nng. Mitgliedsbuch legitimiert k— Ohne dasselbe kein Eintritt! S4/8*_ Per Vorstand. Verband der Sattler == Ortsverwaltung Serlin. � Di- nächsten Branchen- Versammlungen finden an nachfolgenden Tagen statt: Geschirrbranche: Mittwoch, dm 17. April. Treibriemenbranche: Donnerstag, dm 4. April Taschen-, Koffer- und Galanteriebranche: Donnerötng, den 4. April Militärbranche: Sonnabend, den s. April. Linoleumleger und Teppichnäher: Donnerstag, den 4. AM. Wagenbranche: Donnerstag, den 4. April Eisenmöbcl- Branche: Donnerstag, den 4. April Sektion Charlottenbilrg: Montag, den s. April In allen Versammlungen steht zur Tages-Ordnung: 1. Bericht der Branchcnieilung sowie Neuwahl derselben. 2. Slellungnahme zur Maifeier. 156/17 ES ist dringend notwendig, daß alle Kollegen diese Branchenversamm- kungen besuchen.___ Der Borstand. Herrenkonfektion! Am Dienstag, de« 8. April, abends 8'/, Uhr t G es ch ästsv ers ammlung der bei Popp<& Karzweg und Hartwich Sl Karcher de- schästigien Arbeiter in Wendts Sälen, Münzsttaste, Eingang dom Königs graben. Aus dringender Veranlassung fordern wir die bei obigen Firme» arbeitenden Kollegen zu zahlreichem Besuch aus. 163/13_ Die Kommission für die Herrenkonfektion. Vereinigung der Metallarbeiter Deutschlands Verein Berlin. Am Mittwoch, den 3. April verlege» wir unser Bnrea» ... St-instr. 38 Ackerstr» 123 Tekeph.: Amt m, 807 und ist dasselbe täglich von 9—1 und von 4—8 Uhr geöffnet. *»* Die Redaktion, Expedition, sowie Verlag Steinstr. 38 I. Telephon: Amt III, 8574. ev~ Um all« Störungen zu bermeiden, bitten wir dringend, von obiger Aenderung Kenntnis zu nehmen. 280/3* Der Vorstand. I. A.; Max zedier. sBeianüppitl icher" öshalteii« fitnl 12 ev er, Berlin, gut dm gifferatenteil"veranlw.: Th. Glocke» Berlin. Krück u. Verlag: Vorwärts«tichdrucierei u. Berlagsanstalt Baut Singer L« Eo.. Berlin S«, Nr. 76. 24. Jahrgang. 3. WM des Dmiirls" Krlim UsIksdlM. Sonntag, 31 Marz 1907. Zum Boykott der Herrenkonfektions- Firmen fchrÄbt uns icr Verband der Schneider: In den letzten Tagen versucht eige Anzahl Firmen die Ursachen des Boykotts zu verschleiern und durch falsche Tarstellungen oder Ankündigungen in Wort und Schrift über die wirkliche Sachlage zu täuschen und sich so den Wirkungen des Boykotts zu entziehen. Gelegenheit dazu bietet ihnen der Kampf in der Maßschneiderei. Die boykottierten Firmen erklären nämlich, daß entweder sie die Forderungen der Masischneider voll und ganz bewilligt haben, oder sie überhaupt nicht selber produzieren, sondern nur fertige Waren von Grossisten beziehen, in beiden Fällen der Boykott daher auf irrtümlicher Voraussetzung seitens des Verbandes der Schneider beruhe. Demgegenüber stellen wir fest, daß der Kampf in der Matz- fchneiderei mit dem Boykott von Herrenkcnrfektionsfirmen nicht das geringste gemein hat, diese vielmehr nur zufällig zeitlich zusammen- fallen. Die angebliche Bewilligung von Matzschneiderforderungen hebt den Boykott absolut nicht auf, denn bei den meisten der boykottierten Firmen werden nur wenig oder auch gar keine Matz- schneider beschäftigt, infolge dessen die„Bewilligung deren Forde- rungen" weniger als problematische Bedeutung hat. Zudem handelt es sich bei dem Zweck des Boykotts nicht um Erhöhung der Stück- löhne, sondern um Beseitigung der Heimarbeit namentlich in der Konfektion,, die es ermöglicht, daß die angeblich bewilligten Tarife immer wieder umgangen und durchbrochen werden, so daß einige der boykottierten Firmen heute für Matzsakkos z. B. 6— 7 M. bezahlen, anstatt regulär 11— 12 M. Ebenso hinfällig ist die Ausrede einiger Firmen, daß sie nicht selber produzieren, sondern ihre Sachen von Grossisten be- ziehen. Gerade das wollen wir zu vermeiden suchen. Die Grossisten lassen heute einen großen Teil ihrer Produkte unter den denkbar schlechtesten Berhältnisieu nicht nur in Berlin, sondern auch in Posen, Breslau, Aschaffenburg usw. herstellen. Da in letzteren Städten noch billiger gearbeitet wird als hier, drückt dieser Um- stand so auf die hiesigen Löhne, daß im Verlauf der letzten Jahre Berlin aus gleiche Lohntiefe mit den zurückgebliebensten Kon- fektionsstädte» gesunken ist, und dieser Prozeß infolge des be- trächtlichen Zustromes ungarischer und galizischer Schneider, die an niedrige Löhne und lange Arbeitszeit gewöhnt sind und von den hiesigen Grossisten deshalb mit besonderer Vorliebe beschäftigt werden, noch keineswegs zum Stillstand gekommen ist. Läßt doch das schundigste der hiesigen Engrosgeschäfte zurzeit Sommerpalctots zu dem unglaublichen � Arbeitslöhne von 1,90 M. herstellen I Und auf solche Sachen, die infolge des niedrigen Arbeitslohnes billig angeboten werden können, stürzen sich dann die Konfektionsdetail- Händler wie Geier auf ein Aas, um der staunenden Welt Paletots zum Preise von 12, 15 M., Anzüge in der gleichen Preislage an- zubieten! An solchen Produkten klebt Schweiß und Blut d»c Arbeiter und Arbeiterinnen: unter ihrer Herstellung in der Heimarbeit geht Gesundheit, Wohnlichkcit und Familiensinn zugrunde, denn Arbeiten bis zur Erschöpfung ist hier eine Folge der niedrigen Löhne! Aber mit dem Angebot dieser billigsten Konsektionsprodukte wird auch eine vernichtende Konkurrenz gegen die heute noch etwas besser bezahlte gute Konfektion erzeugt, die zum Lohndruck auf diesem Gebiete geführt hat und führen mutzte und schwere Nach teile für unsere Kollegenschaft im Gefolge hatte. Deshalb richten wir heute an die Arbeiterschaft die dringende Mahnung, beim Einkauf von Garderobestücken sich über die wahre Sachlage nicht täuschen zu lassen und die boykottierten Firmen streng zu meiden! Durch den Boykott soll die Errichtung von Wcrkstellen seitens der Konfettionsfirmcn erzwungen werden, Werk- stellen mit geregelter Arbeitszeit und anständigen Löhnen, wie sie bei uns schon einzeln, in anderen Berufen in Masse existieren. In diesem Kampfe ist uns die Solidarität der Arbeiterschaft ein mächtiger Bundesgenosse, je konsequenter der Boykott durchgeführt wird, desto eher erreichen wir unser Ziel, darum: Arbeiter, Partei genossen, kauft nicht in boykottierten Geschäften! Partei- Angelegenheiten. Große Matineen, bestehend aus Konzert und humoristi scheu Vorträgen, veranstalten heute mittag 12 Uhr der dritte und vierte Wahlkreis, und zwar ersterer im großen Saal von Vuggenhagen(Moritzplatz) und letzterer in den Lokalen Sanssouci, Kottbuserstraße 4ir,Boeker, Weberstraße 17, und Elysium, Landsberger Allee 40u. Der sechste und zweite Wahlkreis veranstalten Matineen morgen, den zweiten Qsterfeiertag, mittags 12 Uhr. Ersterer in folgenden Lokalen: Für die Schön hauser Vorstadt(1., 2. und 3. Abteilung) in den Ge- samträumcn der Brauerei 5lönigstadt, Schönhauser Allee 10, und des Berliner Pratcr- Theaters, Kastanien-Allee 7— 9; Rosenthaler Vorstadt und Gesundbrunnen (4., 5. und 11. Abteilung) in Ballschmicders Etablissement, Vadstraße 16, Bernhard Rose-Theater, Badstraße 58, Marien bad, Badstraße 35—36; Oranienburger V o r st a d t (6. Abteilung) in den Germania-Sälen, Chausseestraße 193: für Moabit(7. und 8. Abteilung) in der Kronen-Brauerei, Alt-Moabit 47— 49, und für den W e d d i n g(9. und 19. Ab teilung) in Cranz' Festsälen, Köslinersiraße 8. � Die Matinee des zweiten Wahlkreises findet in den Gesamträumcn der Berliner Bockbrauerei statt. Das Programm besteht gleichfalls in Konzert und humoristischen Vorträgen. Zur Lokalliste. Am heutigen 1. Osterfeiertage veranstaltet in dem Lokal„Bereinshaus"(früher„Eiskeller"), Ehausseestr. 88, das Berliner Männerquartett„N o r d- W e st" und der Gesangverein „Liederfreun d", Dirigent Herr Georgi, ein Vokalkonzert mit anschließendem Tanzkränzchen. Wir weisen darauf hin, daß gc- nannte» Lokal der Arbeiterschaft nicht zur Verfügung steht und sind daher alle dortigen Veranstaltungen seitens der Parteigenossen streng zu meiden. Das Lokal„F ü r st e n h o f", einschließlich der Kutscherkneipe, in Zehlendor�, ist nach wie vor für die organisierte Arbeiterschaft gesperrt. Auf Ersuchen der Parteigenossen Eharlottenburgs teilen wir m. Somitagnachinittag 8 Uhr: Die Nänber, AbeudS: Traumulus. Montagnachmltag 8 Uhr: Mathias Gollingcr, Abends:-Narrenglanz, Dienstag: Im bunten Rock. Mittwoch: Jugend, Donnerstag: Truuinulus, Freitag: Im bunten Reck. Sonnabend: Weh' dem, der lügt, Sonntagnachnüttag:> Uhr: Der Vogel im Käfig, Abends: Im bunten Rock, Montag: Rinren glänz. Schiller-Theater Eharlotkeiiburg. Sonntagnachmitlag 3 Uhr: Der Ztaiieriäzer, Abends: Im bunteii Rock. Montagnachmittag 3 Uhr: Doppclselbslmord. Abends: Weh' dem, der lügt, DienStagnachmittag 3 Uhr: Die Jungfrau von Orleans. Abends: Rarrenglanz, Mittwoch: Traumnlus, Donnerstag: Im bunten'Rock, Freitag: Rarrenglanz, Sonnabend: Traumnlus. Sonntagnachmiltag 3 Uhr: Der Pfarrer von !tirchseld, Abends: Kabale und Liebe, Montag: Im bunten Rock. Schiller-Theater X.{Friedrich-Wilhelni stadtisches Theater.) Sonntagnachmiltag 3 Uhr: Der Familientag, Abends: Unsere Kätbe. Montag- nachmittag 3 Uhr: Der Familientag. Abends: DaS letzte Mittel. Dienstag: Unsere Käthe. Mittwoch: Das letzte Mittel, Donnerstag: Der Familien- tag, Freitag: Das letzte Wittel, Sonnabend: Unsere Käthe,-Lonntng- iiachmmag 8 Uhr: Helden, Abends: Das letzte Mittel, Montag: Un- bestimmt. SteueS Schauspielhaus. Sonntag bis Donnerstag: Herthas Hochzeit, Freitag: Faust{Ansang 7 Uhr.) Sonnabend: Weh' dem, der lügt, Sonntag: Herthas Hochzeit, Montag: llnbestiinint. Lrisiiig-Thcater. Sonntagnnchmittag 3 Uhr: Roscnmontag, Abends: Die Stützen der Gcscllschast, Montagnachmittag 3 Uhr: Die versunkene Glocke, Abends, Dienstag und Millmach: Die Stützen der Gescllschast. Donnerstag: Mieze und Maria,{Ansang 8 Uhr.) Freitag und Sonn- abend: Die Stützen der Gejellschast, Sonntagnachmiltag 3 Uhr: Die Weber, Abends! Die Stützen der Grsellschast, Montag, Marquise. Deutsches Theater. Sonntag» Der Revisor. Montag: Der Gott der Rache. Dienstag: Der Revisor. Mittwoch: Der Gott der Rache, Donnerstag: Das Wintermärchen. Freitag: Der Gott der Rache, Sonn- abend: Der Revisor. Sonntag: Der Gott der Rache. Montag: Un- bestimmt. Kamiiierspicle des Dcutschci, Theaters. Sonntag. Montag, Milt- woch, Donnerstag und Sonnabend: Frühlings Envachcn. Dienstag: tzcdda Gabler,(Ansang 8 Uhr) Freitag: Komödie der Liebe. Sonntag, den 7, April: Frühlings Erwachen. Neues Theater. Sonntag, Mittwoch und Freitag: Vorbestraft, Montag, Dienstag und Donnerstag: Meißner Porzellan, Sonnabend und Sonntag: Der Dieb, Montag: Unbestimmt. Theater des Westens. Allabendlich: Die lustige Witwe. Sonntag- nachmittag 3 Uhr: Nigoletto, Montagmittag 12 Uhr: Marcell Salzer« Matinee, Nachmittags 3 Uhr: Undwe, Dicnsnnchmittag 3 Uhr: Martha. Sonnabendnachmittag 3 Uhr: Zar und Zimmermann. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Don Juan, Berliner Theater. Sonntag: Der Hund von BaSkerville. Montag: Sherlock Holmes, Dienstag und Mittwoch: Der Hund von BaSkerville, Donnerstag: jlean, Freitag: Der Widerspenstigen Zähmung, Sonnabend, Sonntag und Montag: Der Hund von BaSkerville. Lustspielhnuo. Sountagnachmitlag 3 Uhr: Die von Hochsattcl, Montagnachmittag 3 Uhr: Unsere Kätbe, Sonst allabendlich: Husarenstcber. Nächsten Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Familcntag, Zentral-Tlicater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Mikado, Montag- nachmittag 3 Uhr: Der Zigcuncrbaron, Sonst allabendlich: Wiener Blut. Nächsten SonntagnachmttlPZ 3 Uhr: Der Bcttclstudent. Lortzing> Theater. Sonntagnachnüttag 3 Uhr: Die Regiments- tochtcr. Abends: Der Wildschütz. Monlagiiachmiltag 3 Ubr: Der Waffen- schmicd,'Abends: Die Fledermaus, Dienstag: Der Mikado. Mittwoch: Der Wildschütz, DoimtrSlag: Fritzchcn und Lieschen, K6, Schöne Galalhce, Freitag: Martha. Sonnabend: Der Barbier von Sevilla. Sonntag- nachmittag 3 Uhr: Die lustigen Weiber von Windsor. Abend»: Der Frei- schütz, Montag: Fritzchcn und Lieschen, vk. Schöne Galathee. Komische Oper. Sonntagnachmittag 3 Uhr: HoffmannS Erzählungen Abends: Fausls Verdammung, Montagnachmittag 3 Uhr: Carmen, Abends: Hoffmanns Erzählungen, DienStagnachmittag 3 Uhr: FigaroS Hochzeit, Abends: Tyska. Mittwoch: Fausts Verdammung, Donnerstag: Hoffmanns Erzählungen, Freitag: ToSka, Sonnabend: Fausts Ver- dammung. Sounlagnnchmittag 3 Uhr: Hoffmanns Erzählungen. Abends: Tosla, Montag: Hofsmanns Erzählungen, Kleines Theater. Soiuitagnachmittag 3 Uhr: Nachtasyl. Slbcnbs: Ein idealer Gatte, Montagnachmittag 3 Uhr: Nachtasyl, Abends: Ein idealer Gatte, Dienstag: Bundury, Mittwoch: Eins idealer Gatte, Donnerstag: Nachtasyl. Freitag: Ein idealer Gatte. Sonnabend: Bunbury. Sonntagnachmittag 8 Uhr: Nachtasyl. Abeeus: Ein idealer Gatte. Mon- lag: Bunbury. Trimion- Theater. Sonntagnachmiltag 3 Uhr: Die Liebcsschaukcl, Montagnachmittag 3 Uhr: Die Licbesschaulcl, Allabendlich: Fräulein Josctte — meine Frau, Nächsten' Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Liebesschaukel. Luise». Theater. Sonntagnachmiltag 3 Uhr: Die schöne Ungarin, Abends: Lcnore, Montagnachmittag 8 Uhr: Der Hllttcnbesitzer. AbendS: Der Trompeter von Sälkingen. Dienstagnachmittag 3 Uhr: Wilhelm Tcll. Abends: Sherlock HolmeS. Mittwoch: Lenore. Donnerstag: Lumpact- vagabunduS, Freitag: Dorf und Stadt, Sonnabendnachmittag 4 Uhr: Lumpengesindel. Abends: Unbestimmt, Sonntagnachmittag 3 Uhr: Lcnore. Abends: LumpacivagabuuduS, Montag: Der G'wissenswurm. Bernhard Rose-Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Da? Kätchen von Heilbronn. Abends: Sherlock Holmes, Montagnachmittag 3 Uhr: Abends: Sherlock Holmes. Dienstagnachmittag 3 Uhr sowie abends bis einschließlich Freitag: Sherlock Holmes. Sonnabend: Der Pfarrer von Kirchscld, Soiintagiiachmittag 3 Uhr: Der Pfarrer von Kirchscld. Nestdeuz- Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Schlafwagen- kontrollcur, Abends: Haben Sie nichts zu verzollen? Montagnachmittag 3 Uhr: Eine Hochzeitsnacht. Sonst allabendlich: Haben Sic nichts zu verzollen. Nächsten Sonntaanachmittag 3 Uhr: Der Prinzgemahl. Ntctropol-Thcatcr. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Aus ins Metropol. Abends: Der Teufel lacht dazu, Montagnackmittag 3 Uhr: Aus inS Mctropol. Allabendlich: Der Teusel lacht dazu. Nächsten Sonnlag- nachmittag 3 Uhr: Aus ins Mctropol, Thalia- Theater. Sonntagnachmiltag 3 Uhr: Eine lustige Doppel- ehe, Montagnachmittag'31/, Uhr: Charleys Tante, Allabendlich: Olym- pischc Spiele. Sonntagnachmittag, 7, April, 30, Uhr: Eine lustige Doppelehe, Apollo-Tlieatcr. Sonntagnachmiltag 30- Uhr: Miben Mocca. Die drei goldenen Jungsraucn. Im Zoo, Abends: Der Triumph des Weibes, Montagnachmittag 30, Uhr: Ali ben Mocca. Die drei goldenen Jung- srauen.. Abends bis einschließlich Sonnabend: Der Triumph des Weibes. Sonntagnachmittag 30, Uhr: Ali ben Mocca, Die drei goldenen Jung- srauen. Im Zoo. Abends und Montag: Der Triumph des Weibes, Dcutsch-AmerikauischeS. Sonnlagnachm, 3 Uhr: Der Bettelstudent. AbendS: Mamsell Nitouche, Montagnachmittag: Der Postillion von Lonjumeaii, Abends bis einschließlich Sonnabend: Mamsell Nitouche, Sonntagnnchmittag 3 Uhr: Der Troubadour. Abends: Mamsell Nitouche. Palast-Theatcr. Spezialitäten. TVatlialla-Theater. Sonntagnachmittag 3'/, Uhr: Spezialitäten, Sonst allabendlich: Die goldene Eva, Spezialitäten, Nächsten Sonntag- nachmittag 30, Uhr: Spezialitäten, RcichshaUeil- Theater. Stettiner Sänger. Passage- Theater. Mal was anderes. Spezialitäten. B-iutergarten. Charlotte Wiehe. Spezialitäten. Vom Montag ab: Cleo de Merode, Spezialitäten. Karl Haverlaud-Theater. Spezialitäten. Kasino- Theater. Sonntagnachmittag 4 Uhr: Hotel Klingebusch. Montagnachmittag: Ledige Leute. Allabendlich: Nick Carter. Nächsten Sonntagnachmittag 4 Uhr: Ledige Leute, Fvlies Caprire, JnspeMonszimmer. («ebr. Herrnfeld- Theater. Sonntag- und Montagnachmittag 30, Uhr. Hausierer Jockele. Die letzte Ehre, Jede» Abend: Ein ver- riickteS Hotel. Nächsten sonntagnachmittag Z>/, Uhr: Hausierer Jockele, Die letzte Ehre, Pratcr-Thcatcr. Sonntag:: Der Godbaucr. Montag: Jägerliebchen. Dienstag: Der Hypochonder. Urania> Theater. Taubenstraße 48/43. Allabendlich: Die Feuer- gewaltcn der Erde. Montagnachmittag 4 Uhr: Der Golf von Neapel, Allabendlich: Eine Nacht in der Apotheke, Im Wasserstand am 39, März, Dresden-f 0,80 dp.— Elbe bei bei Straußsurt— Meter.— Oder bei Breslau 4-'1,08 Meter, bei Brieg 3,32 Meter. Elbe bei Slutflg— Meter, dei Magdeburg 4,04 Meter, fällt.— Elbe Oder bei Ratibor 3,12 Meter.— — Neißemüudung 3,38 Meter. Oder • �— Briefharten der Kedahtlon. Tic inristikche SV rech stunde stndet tztzricd rich str. IN, Aufgang 4, eine Trcpvc(Handelsstältc Bcllealliaucc Turckgaug auch Liudeuftr. wvchciiräglich vv» 70, vi? 1) 1 0 Illir abends statt.»» l! llhr. Jeder'Ankrage ist ein Buchstabe»nd eine Zahl als Ptcrkzeichcn bciznsngc». Briefliche Ilnttvor» wird nicht crtrilt. Eilige Frage»»rage»tan i» der Eprcchstnndc vor. W. G. 37. Wenn im Termin bereits über die Kosten entschieden ist, so ist jetzt nichts mehr zu inachen, Ist etwa neuer Tcrmüi anberaumt, so müßten Sie in diesem die Abweisung des Klägers unter der Darlegung, daß die Miete häusig später bezahlt und ohne Vorbehalt angenommen ist, beantragen,— P. H. 3. Ja.— I. W. 27. 1. Ja, 2. Kündigungsfrist besteht nicht.— H. 100. Wende» Sie sich vertrauensvoll an einen Arzt. — L. K. 27. Die Ihnen von uns crtcittc NiiSkulijt ist zutreffend,' Wenn d er Chcmann aus UnchclichkcitSerklärmig gelingt hat, liegt die Sache anders. — 1000. Unter Eid müßten Sie die Wahrheit sagen, aiio auch die Schränke erwähnen»nd anführen, daß wo und weshalb Sie dieselben verpfändet haben,— A. Zl. 112. Sie könnten nach voranSgegangenein Sühnetcrmin aus Wiederherstellung des ehelichen Lebens klagen, wenn»ach rechtskräftiger Entscheidung der Sache sruchtloS ein Jahr vergeht, würden Sie evcnt, nicht ohne Aussicht ans Scheidung klagen können. Ans Antrag Ihrer Ehefrau kann das Gericht aussprechen, daß Ihre Frau unter den von Jhncii geschilderten Umständen bercchligt war, Sie zu verlassen und daß Sie zu Ihrem Unterhalt verpflichtet sind,— N. P. 13. Nein, — W. T. 1300. Es könnte innerhalb sechs Wochen nach Kenntnis des Vorfall mit Aussicht aus Erfolg aus Uugilltiglcit der Ehe geklagt werden. — Schüler 1007. Ja: Lassen Sic sich aus einer össentiichen Bibliotbek ein Gcschlchtslvcrk über Frankreich geben,— N.-0. HH. Bis O'.IO llhr Fiöle zu spielen kann Ihnen mit Aussicht auf Erfolg insbesondere dann, wenn Sic gut blasen, niemand verbieten,— R. F. 00. 1. Leider ja. 2. Kaum,— P. H. 1007. Ja,— E. S. 15. Leider nein. Wenden Sie sich aber an die AnslunstSstelle dcS Vereins für ethische Kultur, Unter den Linden IS, Quergcbände 4 Treppen.— Zwei streitende Oie» Nossen 330. Ja,— C. H. 25. Wenn Sie beide unterschriebeit baben, sind Sie beide hastbar. Für die Forderniig hasten Ihre Wirtschastsgcgenslände, soweit sie Nicht uiienlbchrlich sind. Freie Kranken- unil Begratiniskasse der Selrntaeiief u. Berulspossen Berlins ce.», no. 27.) Montag, den 15. April, abends 8 Uhr, bei Feuerstein, Alte Jakobsir, 7ö: kevLrsj-VgrLAmmMg. Tages-Ordilung: 1. Vierteljährlicher Kassenbericht 2, Innere Kassenangelegenheiten, 2546b Der Borstand. Orts-Krankenkasse der MdpilOT.Giitilltt und verwandten Gewerbe z» Berlin. Die von der Gcneralvcrsammluitg am 28. November 1306 beschlossene XII, Abänderung zum Kasscnstatut, betreffend Erhöhung des Kranken- gcldcs, und Abänderung der KZ 33, 33, 49 und 43a,, ist vom Bezirks- ausschuß gcnchinigt worden und tritt am 1. April d, I, in Kraft, Druckcremplare dieser Abänderung sind im KasscnlolaI abzuheben. Berlin, den 31, März 1307, 271/18 vei- Vor�inri«!. Orts- Kmilmikaffe der Weber u. verw. Gewerbe. Den Herren Arbeitgebern und Mitgliedern zur Nachricht, daß die Ortskrankcnkaffc der Striimpswirker Pom 1, April d, I. ab zur Orts- krankenkassc der Weber und ver- wandten Gewerbe gehört. Alle Meldungen und sonsttge Kasten- angclcgcnhcitcn sind von diesem Tage ab dorthin zu richten! Das Kassenlokat befindet sich Frucht- straße 45, 1 Treppe, Geöffnet von 8—1 Uhr. Sonn- und Feiertags geschlossen. 2550b SSp- Am 3. Ostcrfetcrtag bleibt umzugshalber das Kassen- lokal geschlossen. v«? Vorartand. ßrankkll- rniii Sirrbekliffe aller gewerlililheu Arbeiter für Schöaeberg tt. Kerlin (E. H.-K, 115.) Sonntag, den 7. April 1007, vormittags 10 llhr, im Lokale des Hrn. Obst lTunnel), Meiningerstr. 8: HP Außerordentliche HZ Generalversammliing. Tagesordnung: 1. Stalutcnbcratuiig, 2. Verschiedene Kassenangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimiert. Um pünktliches Erscheinen der Mit- glieder ersucht 288/12* Der Torstand. Dr. Simmel Spezial-Arzl für Haut- und Harnleiden. Prinzensir. 41,„'SÄ 10—2, 5—7. Sonntags 10—12, 2— 4. 'Die Harnleiden Ihre Oetohren, Verdatung und Beseitigung von .Dr. med. Schaper, BERLIN- Preis 1 Mark. ■ Btes tausend> Verla" sssi Richter«ronMnrt(Od«) jjp. Bnacumätl.-Cliuues.e Zahnärztliche Klinik Kelleallianteßr. lOö L Zahnziehen unentgeltl. Bei künsttich, Zähnen, spcz, Kronen- lt. Brücken-PIoinben zc. werden nur die Auslagen berechnet, 3326L* Geöffnet 3—6, Sonntags 9—12 Uhr, �«.-»»Z-dli- ö»»titut: PrisüriLdZi, Itä I.a.Orabg. 'Tor. Eleg. Frack, Gehrock 1,50, Hose 1,00, Weste 50 Pf, Ich wohne jetzt S. Kottbuser Damm 7 (an der Kottbuser Brücke). 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Oh arlot ten hnrg: Gustav Scharnberg, Sesenheimerstraste 1, Ecke «Äaethestratze, vorn I. Wiliaersdork-IIalensee: Georg F e e s e. Berlinerstr. 46, Laden. Oiehtenherg, H'riedriehstelde, Wiiheimsherg: Otto S c i t c l, Kronprinzenstrajze 50, I. Ii»»inielshurg, Ikoxhagen: A. N o s e n l r a n z, Alt«BoxHagen 56. Cirünau: Otto Schröder, Köpenickcrstr, 1. Ilixdorf: M. Heinrich, Neckarstraste 2, im Laden. piehmargendorl': Gustav Kaminsky, Cunostraße 2. Siehiineherg: Wilhelm Bäumler, Martin Luthcrstr. 51, im Laden. Htempelhof: M. M ü I l c r, Berlinerstr. 41142. Obcr-Schhneweide: Julius G r u no w, Edisonstr. 10, I. Xieder-Sehöneweide: Bonakowsky, Hasselwerderstr. L. Johannisthal: Franz Hünold, Bismarckstr. 7. Vdiershof: Erich Steuer, Hackenbergftr. 5, II. Itöiiigs- Wusterhausen: Friedrich Bau mann, Luckenwaldcr- strape 4K, Köpenick: Friedrich 58 o ick, Grünstr. 4. Friedenau- Steglitz-Südende: H, Bernfee, Schloßstr. 115, Gartenhaus I, in Steglitz. Bestellungen nehmen entgegen in Steglitz: H. Mob r, Düppelstr, 32, und Fr. Schellhase, Ahornstr. 15 a. tlariendort: Paul Müller, Bergstr. 35, Hos I. Itauuisehuiemr eg: Stock, Ernststr. 2, II. Treptow: Rob. G ramenz, Kiesholzstratze 412, Laden. -Veu-Welßensee: Kurt Fuhrmann, Scdanstr. 105, parterre. Üteiniekendorf- Ost. Wilhelmsruh und Schünholz: P, G u r s ch, Provinzstratze 108, II. Tegel, Itorsigwalde, Wittenau, Waidmannslust, llermsdorl' imb Ilelnickendorf- West: Paul Kienast, Borsigwalde, Näuschstrasie 10. Fankow-Xiedersehtinhausen: G. F r ei w a l d t, Mühlenstr. 73. Bernau: Heinrich Brase, Hohesteinstr, 74, Part, iOiehwalde, Zeuthen, Miersdorf und Hanhels Ablage: Alfons G r ä tz, Eichwalde, Kronprinzenstr. 82, I. Teltow: Wilhelm K e tz l e r, Hoherslcinweg 7, Vowawes: Wilhelm I a p p e, Friedrichstratze 1. Spandau: K ö P P e n, Jagowstr, 9, tzlujzerdcm ist sämtliche Parteiliteratur sowie alle wissenschastlichen Werke dort zu haben Auch werden Inserate für den„Vorwärts" entgegengenommen. 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Ktilm te Joraättö" littliuei PüIIioIiIiiIL Sonntag, 31. Mar; 1907. K�tcraHfcbe Ktmdfchm. Dndley Kidd. Savage Childhood. A Study of Kaffir C h i 1 d r e n. London 1906. Sydney Olivier. Wüite Capital and Coloured Labour. 4. Band der Sozialistischen Bibliothek. Herausgegeben von der Unab- hängigen Arbeiterpartei. London 1906. Zwei Schriften über die Neger. Kidds Buch ist eine aus- gezeichnete und reizende Studie über die Kinder der Kaffern Süd- ofrikas. Olivier, der zum linken Flügel der Fabian Socicth gehört und feit Jahren im englischen Kolonialministerium beschäftigt ist, schreibt als Sozialist über das Verhältnis des meisten Kolonisators zum schwarzen Ausgebeuteten und Unterdrückten. Kidd hat siebzehn Jahre unter den verschiedenen Neger stammen Südafrikas gelebt und ist in das Wesen der Kaffern tiefer eingedrungen als irgend ein anderer Forscher. Seine Studie über die Kaffcrnkindern ist psychologisch-anthropologisch. Sie gibt einen lehrreichen Einblick in das Seelenleben der schwarzen Jugend und ist mit jener warmen Sympathie geschrieben, die nur aus einem langjährigen, ehrlichen Studium einer fremden Rasse ent springen kann. Die ersten Lebenstage eines KaffernkindcS sind mit vielen rituellen Zeremonien verknüpft. Reinigungen, Räuchcxungcn, Waschungen und Vorschriften über erlaubte und verbotene Besuche beim Neugeborenen geben der Geburt eines Kindes eine besondere Weihe, wobei der Medizinmann eine besondere Nolle spielt. Diese Mastrcgcln haben den Zweck, das Kind gegen böse Einflüsse zu schützen und es im Leben stark, klug und beredt zu machen, sowie es in die Stammcsgemcinschaft einzuführen. Nach dein Glauben der 5laffcrn gibt es zweierlei Geister! Jeder Neger hat erstens einen persönlichen, nur ihm innewohnenden Geist, den I b l os i, oder was wir gewöhnlich Seele nennen; dann besitzt er den Stammesgeist, den I longo. Jenen erhält er bei der Geburt; dagegen muß ihm der Jtongo erst durch eine rituelle Zeremonie eingepflanzt werden. Ohne den Jtongo ist der Mensch Hülflos, ver- lassen und allen Fährnissen preisgegeben. Ein Kaffer, der zum Christentum übergeht, hat keinen Anteil am Jtongo und wird alö ein schwaches, feiges Wesen angesehen. Werden die Kaffcrn vom Unglück verfolgt, so meinen sie, die Amatongo(Plural von Jtongo) haben sie verlassen. In einer Ecke der Hütte des Kaffcrs gibt es einen durch Sand und Gerolle erhöhten Platz, wo dem Jtongo geopfert wird, besonders einige Tage oder einige Wochen nach der Geburt eines Kindes. Dieser Winkel ist eine Art Altar. Vor der rituellen Zeremonie darf der Neugeborene nur von Kindern und verheirateten Frauen besucht werden, aber auch nur nach einer Räuchcrung an der Tür der Hütte, um die bösen Einflüsse zu ver- scheuchen. Erwachsenen unverheirateten jungen Leuten ist der Besuch verboten. Die Geburt eines Kindes ist der Anlast zur großen Freude im Kraal(kleines Dorf, das von stammverwandten Familien bewohnt wird). Alle Buben und Mädel beeilen sich, den Neugeborenen zu begrüßen und bringen ihm die verschiedensten Sachen als Geschenke: Puppen, Lehmochsen, Tabakpfeifen, Brot, Früchte, die sie dem Kinde in die Händchen stecken. Die Freude ist auherordentlich. Sic küssen es bis zur Gefahr des Erdrückens und nennen es die verschiedensten Kosenamen. Tann kommt das Rcinigungsfest, zu dem der Vater des Kindes einen Ochsen schlachtet; zum Feste werden die Stummcsgenosscn eingeladen. Das Blut und die Galle des geschlachteten Tieres werden dem Jtongo auf dem Altar geopfert, das Fleisch wird von den Gästen verzehrt. Der.Ncugcborcne crhält.ein Amulett, das er das ganze Leben hin- durch trägt. Nach diesen Zeremonien ist das Kind gegen alle bösen Einflüsse gefeit und es steht den Gästen frei, sich den Neu- geborenen anzusehen.„Ncgcrsäuglinge", sagt der Verfasser,„sehen wie feine Bronzestahietten aus; die Form und die Figur der Babis sind gewöhnlich vollkommen in ihren Proportionen. Für einen Bildhauer würden sie ausgezeichnete Modelle abgeben. Aber einige Monate später wird der Bauch unmäßig ausgeblasen, und die Gestalt sieht gar komisch aus, bis der Körper wieder die normale Form annimmt. Die Säuglinge werden nicht gewickelt, so daß man sie sehen kann, wie sie die Natur gemacht hat. Die Nacktheit der Kinder fällt nicht auf. Die dunkle Haut läßt den Eindruck der Nacktheit nicht aufkommen. Wer je einen schwarzen und weißen Mann zusammen beim Baden gesehen, kann gar nicht im Zweifel darüber sein, daß die natürliche Farbe der menschlichen Haut schwarz ist und daß die weiße Haut nur gebleicht ist und deshalb an- standshalber bedeckt wird." Vis zum vierten Lebensjahre werden die Kaffcrnkinder von ihren Eltern fast nie gescholten oder geschlagen. Die Mütter ertragen geduldig die Launen der Kleinen, die aber auch viel ruhiger sind als die weißen Kinder. Sobald sie nur kriechen können, spielen sie im Freien mit den Kindern des Kraals. Die Spiele der Negerkinder sind denjenigen der weißen Kinder so ähnlich, daß diese sich ohne weiteres mit einander verständigen könnten. Wenn sie größer werden, arrangiere» sie oft „Missionarspiele", in denen der Missionar nicht besonders heldenhaft aussteht. Die Kinder ahmen das Taufen nach und machen sich lustig über die fehlerhafte Aussprache des Missionars. Während aber die Kaffcrnkinder köri'erlich gewandter sind als die weißen Kinder und schon im vierten Lebensjahre nette Tiernwdelle aus Lehm verfertigen, ManS-, Ratten- und Vogelfnllen bauen, und etwas später den Bogen trefflich handhaben können, entivickelt sich ihr Bewußtsein nnaemein langsam. Besonders groß sind die Schwierig- leiten im Unterscheiden äußerer und innerer Vorgänge. Ein kranker Negcrjunae kann den Schmerz nicht lokalisieren. Ob der Schmerz im Kopse, oder im Dache seiner Hütte oder sonstivo sitzt, kann der junge Neger nicht sagen. Das Selbst vermischt sich mit der ganzen Umgebung. Der Neger ist noch nicht individualisiert. Das bißchen Kleidung, das er besitzt, die Matte, auf der er schläft, die Hütte, in der er wohnt, der Stamnl, dem er angehört, sind ebenso gut sein Wesen, wie sein Kopf, seine Hände und Beine. Eine Photographie und der photographierte Mensch sind eins und dasselbe; ebenso der Name und das Ding. Aber diesem Mangel an individuellem Bewußtsein steht gegenüber der stark ent- wickelte Sinn der Stammes- Solidarität. Der Verfasser sagt darüber: „Ein Kaffer fühlt, daß der Rahmen, der ihn aufrecht erhält,. den Stantin umfaßt. Der SolidaritätSfinn enropäischer Familien ist dünn ,md schwach verglichen mit dem kräftigen Sinn der Gemeinschaft der Kaffcrn. Die Ansprüche des Stammes ertränken ganz die Rechte der Einzelperson. Das System der Bodengemcinschast, das so glatt funktioniert, daß es auch die umfangreichsten Träume des Sozialisten befriedigen könnte, ist ein unleugbares Zeugnis der Stärke de? Gemeinschaftssinnes. Es ist ein Glück für die Europäer, daß dieser Gemeinschaftssinn nnr den Stamm umfaßt, sonst wäre kein weißer Mann in Südafrika am Leven geblieben. Die Stärke der Stammesgemeinschaft zeigt sich in den Klagen der älteren Neger, daß die jungen Stammesgenojjen, die in den Goldminen arbeiten, verdorben werden, indem sie mit den neuen Ideen von perfönlichen Rechten und individuellen Ansprüchen nach dein Kraal zurück- kehren.... Früher war es so ganz anders. Wenn ein Stammes- genösse litt, litten alle Genossen, nicht in scntimalen Worten, sonder« im buchstäblichen Sinne des Wortes. Alle einpfanden den Schmerz. Dadurch wurde der Selbstsucht Einhalt getan und den slürniifcheir Leidenschaften Zügel angelegt... Die Negerstämine Südafrikas befinden sich im Auf- gange des Selbstbewußtseins, im Erwachen der Einzelpcrsönlichkeit. Die ersten Wirkungen dieses geistigen Prozesses Iverden sicherlich schlecht sein. Sie iverden sich in gewaltsamen Ausbrüchen Luft machen, denn die alten Stainincsgebräuche und Sitten, die die StammeSdiSzipIüi bildeten, sind im Verschwinden begriffen und die neue Disziplin fehlt noch." Und doch ließen sich Konflikts vermeiden, wenn die Weißen nicht nur nach Profit jagen, sondern sich Mühe geben würden, die Neger zu verstehen. Diese sind lebensfroh, stark. ohne Reflexion, aber höflich und grenzenlos gutmütig. Die Höflichkeit wird de» Weißen gegenüber oft zur Quelle der Lügenhaftigkeit. Der Klaffer ver- spricht meistens anS Höflichkeit, ohne indes Wort hallen zu tönnen. Der Weiße schließt aber anS solchem Benehmen, daß der Schwarze lügenhaft und betrügerisch sei. Die Schwarzen sind auch für Höf- liche Behandlung sehr dankbar und wissen die gnien Eigenschaften der Weißen zu schätzen. Kidd macht darüber einig: interessante Ae- Merklingen: „Tie Furcht vor dem weißen Mann ist ein, wachsender Faktor im Leben der Negerkinder. In früheren Zeiten haben sie Weißen gegenüber wenig Furchtsamkeit gezeigt. Die primitive Abneigung gegen Farben- und StainmeSverschiedcnheit existierte selbstredend immer. Die Ncgerkinder halten die weiße Haut für häßlich und zu- weilen für ganz widerwärtig. Wenn ein Negerjunge einem Weißen die Hand gereicht hatte, so blickt er dann nnwillkürlich, ob seine schivärze Haut nicht durch die weiße Farbe beschmutzt worden sei. und scheint ganz überrascht zu sein, daß da? Weiße nicht abfärbt. In dem Maße, wie die schivarzcn Kinder älter werden, ver- lieren sie die Idee, daß der Schwarze depi Weißen überlegen sei, und obwohl sie die schwarze Farbe noch immer vorziehen, so wünschen sie doch die Weisheit und dos Wissen der Weiße». Und wenn sie einige Schulbildnng genossen haben, so wünschten sie auch eine weiße Farbe zu erhallen." Die Liebe der Neger zu ihren Kindern führt oft zu Arrangements von Kindcrbällen. Die Kinder der befrenndeten Dörfer laden sich gegenseitig zu Abcndnntorhaltungc» ein, und die Eltern der Gastgeber treffen große Anstalten, das Fest angenehm zu machen. Einladungskarten gibt es izalürlich nicht. Die Gastgeber schicken Deputationen von Knaben und Mädchen, die ihre Freunde nnd Freundinnen einladen. Die Dauer zwischen dem EinladungS- und Festtage gibt gewöhnlich Aufschluß über den Umfang des Festes. Je länger die Frist, desto größer die Unterhaltung. Die Einladende» treffen gewöhnlich ihre Freunde beim Viehhüten, die Mädchen treffen sich beim Wasserholen. Einladungen nnd Antworten sind in den höflichsten Formen abgefaßt. Am Tage des Festes gibt eS in den Kraals viel zu schaffen. Die Kinder werden mit Fett und rotem Lehm eingerieben. bis die Haut eilten bräunlichen Glanz erhält, Die Mädchen schmücken sich noch niit üHattcrn nnd wilden Blmnen. Die Müner geben den Kindern verschiedene Belehrungen mit ans den Weg: sich höflich zu betragen, die StammeSältesten zn begrüßen, langsam und nicht viel zu essen, damit die Gastgeber sehen, daß sie ans guten Familien stammen. Abends rücken die Kinder im Gänsemarsch zum Feste aus. Anfangs geht alles in Ordnung zu. aber bald lvächst die Erregung, die Freude und der Jubel, und alle mütterlichen Lehren werden in den Wind geschlagen. Die Gesellschaft wird lebhafter. das Essen hastiger; die Kinder beschmieren sich die Gesichter mit Snppenresten und Fleisch, worauf die Hunde herankommen und kecken die Kindergesichtcr rein. Nach dem Festmahl begeben sich die Kinder ins Freie, wo Wettlanfcn, Ringen, Tänze, Gesänge nnd Keilereien die ganze Nacht hindurch andauern. Die ältere» Mädchen bauen Hütten aus Zweigen nnd bedecken sie mit den nlitgeVrachten Decken nnd laden ihre männlichen Freunde ein.... Müde, zerschlagen und gereizt ziehen die Kinder am FriihMorgen in ihre heimatlichen Kraals. In früheren Zeiten bestand ein Komilee von alleren Neger« fraucn, die die vom„Balle" heimkehrenden Mädchen untersuchte» nnd die llnkenschen bestraften. Jetzt, wo die StannneSorgantsatio» im Auslösen begriffen ist, lassen sich die Mädchen diese Behandlung nicht mehr gefallen. Der blinde Zusammenstoß zweier Kukturstnfen hat ans das Leben nnd die Moral der Kaffern nnheilvoll gcivirlt, um so mehr als die Vertreter der höheren Kulturstufe, die die Herrschast an sich reißen, alles von ihrem eigenen Standpunkte beurteilen und nicht einsehen, daß die ethischen Anschauungen der Beherrschten in ganz anderen sozialen Organisationen lvnrzeln. Ein weißer Richter, der nur seine eigene Kulturstufe kennt, ist. ganz außer stände, einem Neger gerecht zn werden. Die Folge ist, daß sie sich gegenseitig für Lügner halte» und einander mißtrauen. Und fügen wir Hinz», was der Verfasser nicht sagt: Der iveiße Richter hat aber die Macbt, seine Ansichten für die einzig richtigen zu erklären und ihnen den nötigen Nach- druck zu verleihen. Und ivenn man den Neger zwingt, cincin solchen Regiment Steuern zu zahlen nnd zu gehorchen, so sind Revolten un- vermeidlich. Dieser Gegensatz zwischen zwei Kliltlirstnfen wird noch verschärft, wenn zu ihm der Gegensatz zweier ökononiischer Klassen hinzu- koinint, das heißt, wenn der Weiße als kapitalistischer Unternehmer austritt und den Schwarzen für sich arbeiten läßt. Und hier kommen wir zum Buche OlivicrS über„Weißes Kapital und schwarzes Pro- letariat". Der Verfasser kennt das Problem nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis, da er fünf Jahre in Jamaika als Sekretär des Gouvcrncnrs gelebt und auch sonst die Gebiete der Neger vesncht bat. Er räumt vor allem init der Ansicht auf, daß das Motiv des weißen Kolonisators zivilisatorisch oder philanthropisch sei. Der Weiße geht nach Afrika oder nach anderen tropischen Gebieten, um seine materiellen Interessen zu fördern. Er selbst kann in den meisten Fällen in diesen Gegenden nicht körperlich arbeiten nnd»mß den Neger in« Joch spannen. Der Neger ist wobl an Arbeit gewöhnt, aber nicht an die erschöpfende, regelmäßige, industrielle Arbeit. Die Arbeit ist ihm noch nicht zum Fluch geworden, und seine Bedürfnisse sind zu gering, um die Arbeitsansprüche des Weißen erfüllen zu müssen. Solange die Jnstitntionder Sklaverei bestand, war die Schlvierig- keit des weißen Kapitalisten leicht behoben. Ganz ander? aber ist es. wenn der Neger nur als freier Proletarier betrachtet wird. Da behilft sich der Weiße mit phantastischen Nnssenihcorien, mit Ansichten über Herren- und Sklavenrassen, um die Anwendung von Gewalt gegenüber dem Schwarzen zn rechtfertigen. In Wahrheit sind alle Theorien von absoluten Rassenunterschieden haltlos. Das Rassen» Vorurteil ist der Fetisch des profitlüsternen Kolonisators. Rassen» unterschiede gibt cS nur, Iveil es Kulturlmterschiede gibt, und diese weichen den geistigen und erzieherischen Einflüssen. Der Neger ist heute schon so weit, daß er die Gleichheit mit den Weißen entdecken kann. Es hat keinen Zweck. ihn ausschließlich als Arbeiter betrachten zn wollen, wenn er seine Arbeitskraft verweigern kann. Nach Ansicht deS Verfassers haßt der Neger die Großindustrie,„diese vollkommciic Organisation von Kapital nnd Lohnarbeit, die sich in zivilisierten Ländern durch das Privateigentum an den Prodnktions» Mitteln und durch die industrielle Anarchie entwickelt hat." Afrikanische Nassen kann man in diese Maschinerie nicht zwängen, außer wenn man ihnen den Grund nnd Boden nimmt und sie durch Staatsgewalt zur Arbeit zwingt, Ivos einen Rückfall in die Sklaverei bedenket. Dieser Rückfall bedroht aber nickft nnr die Existenz der Schwarzen, sondern auch die Kulturcrrnngcilschasten der Weißen. Dem weißen Manne bleibt mir ein Mittel übrig: geistige lleberlegeiiheit. Nur mit Hülfe des Geistes kann der weiße Mann den Schwarzen lenken. Hier liegt seine Stärke, und wenn er in die früheren Methoden zurückfällt, so wird er selbst Barbar, der wohl den Schivarzcn auS» rotten, aber ihn nicht regieren und mit ihm nichi leben kann. Eine der besten Regiernngen für die Neger ist die der Insel Jamaika, deren Bevölkerung zum größten Teile aus Negern besteht. Obwohl sie den Siidstaaten Nordamerikas so nahe gelegen ist, kennt sie weder Rassenvorurteile noch Lynchereien, nnd die Neger gehören zu den loyalsten Bürgern des britischen Reiches. Mehrere amerikanische Schriftsteller haben in den letzten Jahren die Insel besucht, um das Geheimnis des Rassensriedens kennen zu lernen. Einer dieser Be- sticher war Professor Royce von der- Harvard-Universität, der seine Beobachtungen im Aprilheft(1906) des„International Journal of EthirS" niedergelegt hat. Er schreibt:„Wie können der weiße Mann nnd der Neger zusammen leben, mit einem Minimum von Reibungen und mit einem Maximum von Znsamineiiarbeit? Meine Frennde aus den Siidstaaten sagen mir inuner, dies könne nnr geschehen, tvcmi man den Neger als minderwertigen Menschen an seinen richtigen Platz stellt nnd ihn dort hält; man soll ihn menschlich behandeln, aber ihn doch lehren, wohin er gehört. Ich habe aber die Erfahrung gemacht, daß diese Methode, die man dort für die richtige hält, eine sehr lebhafte und intensive Bewegung zu» tage fördert, nicht nur nntcr de» Schülern, sondern auch unter den Lehrern. Aber muß ein solcher Rassenhaß erst erzeugt iverden, damit ciiimal später, wenn der Neger seine Lektion gelernt hat, der Friede kommen kann? „Wohlan, gerade in bezng ans diese Frage habe ich kürzlich etwas gelernt, was meiner Erfahrung nach, für mich eine neue Lektion war. In den letzten Jahren ivar ich dreimal in Britisch-Westindien, Jamaika nnd Trinidad. In Jamaika angelangt, machte ich eine Rundreise um die Küste und sah mir die verschiedenen Häsen an. Dann ging ich ins Land hinein nnd spazierte meilenweit ans den prächtigen Landstraßen. Ich diskutierte mit Leuten der verschiedensten Professionen. Ich las nmh die offiziellen Berichte. Ich studierte noch einmal die Geschichte der Insel. Ich beobachtete die Neger in verschiedene» Ortschaften nnd sprach mit mehreren von ihnen. Ich habe allerlei Informationen gesammelt und hier ist das Ergebnis: ..Jamaika hat eine Bevölkerung von etwa 14900—15000 Weißen, meistens englischen. Die schwor, ze Bevölkerung beträgt bedeutend mehr als 600 000. Die Mulatten zahlen mindestens 40 000 oder 50 000. Ihr Leben ans den Pflauzimgen, in den Tagen vor der Besreinng, war nach allen Berichten strenger und trauriger als bei uns in den Siidstaaten... Die wirtschaftliche Geschichte der Insel war nnd ist auch weniger glücklich als die nnserer Staaten. Es gab auch da eine Insurrektion in den sechziger Jahren. Und die klimatischen Einflüsse sind ungünstiger als bei uns. Und dennoch— trotz all dieser Nachteile— gibt es da kein Llosscuproblein. Man diskutiert nicht die illasseiuiberlegenhcit oder Rasseimiinderivertigkeit. Die weißen Männer nnd Frauen füblen sich sicher unter den Schwarzen in allen Teilen der Insel. Die Neger drängen sich nicht vor, ihre Manieren sind nicht anstößig. Innerhalb der schwarzen Bevölkerung gibt es eine reiche Dinercnzicriing. Es gibt Neger mr Staatsdienste, in freien Bernfeu; eS gibt reiche Negcrbanern und arme Negerarbeiter.� Im ganzen genommen ist die schwarze Be- völkerimg ruhig, gesetzlich, zufrieden; zlvar noch rückständig in ihrer Erziehung, aber im Fortschritte begriffen. Sie sind im allgemeinen loyal. Und doch sind es die Engländer, die alles beherrschen, und diese Herrschast erzeugt außerordentlich wenig Neibimgen, nnd ist ganz ohne die schmerzhasten Empfindungen, ohne die fort« gesetzten Klagen und Beschwerden nnd Beängstigungen, denen unsere Brüder in den Südstaaten unterworfen sind. Woher kommt das? Ich antworte, durch das einfachste Mittel in der Welt— das heißt einfach für einen Engländer— nämlich; durch englische Ver» w a l t u n g nnd Zurückhaltung. Der Engländer tat hier, was er andcrSwo in so ausgezeichneter Weise tnl. Er organisierte die Kolonie; er richtete gute lokale Gerichte ein, die durch anständige Behandlung sich das Vertrauen der Neger erworben haben. Die Richter waren Engländer. Der englische Gouverneur hat eine gute Polizei eingerichtet, in deren Dienst auch eingeborene Schwarze ausgenommen wurden unt»_ das Ausüben von Autorität lernten. Ein gesunder Bcanitcndienst�wnrde hergestellt, in den die gebildeten Neger ein- traten. Das Steuer- und Gesundheitswesen haben den Neger air Gesetzlichkeit nnd OrdnimH gewöhnt, mnsomehr als er seine eigenen Rasscngenossen im Dienste sah. Der Jamaikaneger ist prozeßsüchtia und aufbrausend. Aber der englische Richter hörte ihn geduldig an, gab ihm seinen Rat oder sein Urteil und ermutigte ihn, ins Gericht zu kommen, so oft er sich in Schwierigkeit be- fand. Anstatt zur Selbsthülfe zu greifen und den öffentlichen Frieden zn stören, wurde der Neger zur Stütze der öffentlichen Ordunng.... „Ja, gute Administration hat es gemacht,— aber auch Zurück- hallung. Der Engländer hal nie von seiner Superiorität ge- s p r o q e n, aber sie ging ans seiner Haltung und seinen Taten hervor. Schwierigkeiten entstehen selten ans der Tatsache, daß uns jemand überlegen ist, wohl aber ist eö sehr uiiangenchin, wenn man uns dies in rauhem Tone sagt. Man kann uns überlegen sein in ruhiger Weise, indem man nnS die lieber- lcgenheit durch Taten zeigt; möglicherweise werden wir ihn achten nnd lieben. Aber wenn man uns andonnert: „Ich bin Euch allen überlegen!" dann werden wir vielleicht bubenhaft und iverfen ihm die Fenster ein. Wohlan, so ist eS auch mit Rassen. Superiorität zeigt sich durch Handlungen und nicht durch die Zunge." M. Beer. cksskel's neueste Erfindung„Bankett-Bett" Wie spare ich Raum in meiner Wohnung und schlafe doch patent? Fordern Sie sich unseren lOOseitigen, reich illustrierten Katalog 1(„Schlafe patent") gratis u. franko. Versand über die ganze Welt. R. Jaekels Patent»Möbel»Fabrik, MaÄe.Ä20' Warenhaus Hermann Tietz ===== LEIPZIGER STRASSE ALEXANDERPLATZ i Dienstag, Mittwoch, Donnerstag,»oweitvomif. 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Hub Indurtrie und ftandel* Die Mmeralgewinnung Deutschlands im Jahre 1906 hat nicht Wut der Ouanität nach, sondern noch mehr dem Werte nach eine starke Zunahme gebracht; es sind nämlich die Preise für die wichtigsten Mineralien pro GewickitSeinheit merklich gestiegen. Für die wichtigsten Bergwerkserzeugnisse stellt sich die Gewinnung der Menge nach in Tonnen auf: 1903 190« Steinkohlen.. 121 298 607 137117 92« Braunkohlen.. 32 312 062 36 413 333 Eisenerze... 23 444 073 26 734 360 Zinkerze... 731 271 704 596 Bleierze... 152 723 140 914 Kupfererze.. 793 488 768 523 Steinsalz... 1 163 493 1 233 030 Kainit.... 2 387 643 2 679 264 Andere Kalisalze 2 655 845 2 803 732 Erdöl.... 78869 81 419 Der Wert dieser Erzeugnisie betrug dagegen in 1000 Mark: 1905 1906 Steinkohlen... 1 049 930 1 224 769 Braunkohlen.. 122 239 131433 Eisenerze... 81770 102 576 Zinkerze.... 47838 32253 Bleierze.... 13 346 18 041 Kupfererze... 23 500 23 633 Steinsalz... 3 30« 3833 Kainit.... 33 316 37 473 Andere Kalisalze. 26 875 27 472 Erdöl.... 5207 3040 Bei den meisten Erzeugnissen ist der Durchschnittswert für die Tonne gewachsen und zwar ftir Steinkohle von 8,66 auf 8,93, bei Eisenerzen von 3,49 aus 3,84, bei Zinkerzen von 63,42 auf 47,16, bei Bleierzen von 100,43 auf 128,03, bei Kupfererzen von 29,62 auf 33,35, bei Steinsalz von 4,72 auf 4,74 M. Gleich geblieben mit 2,33 M, ist der Tonnenpreis für Braunkohle. Gefallen ist er für Kainit von 14,04 auf 13,99, für andere Kalisalze von 10,12 auf 9,80, endlich für Erdöl von 66,02 auf 61,90 M. Bekämpfung des Medaillenschwinbels. Ueber eine auch für deutsche Jnduftriekreise interessante Vorlage, die zurzeit das fran- zösische Parlament beschäftigt, berichtet die„Ständige Ausstellungs- kommission für die deutsche Industrie". Der Entwurf, der auch für deutsche Verhältnisse manche wertvolle Anregung bringt, bezweckt in erster Linie eine schärfere Bekämpfung des Medaillenschwindels und einen stärkeren Schutz des Publikums, daneben aber auch eine Werterhöhung der legitimen Auszeichnungen. j Vom Käse- und Krautmarkt. * Krefeld, den 29. März 1907. Der von uns in den letzten Berichten vorhergesagte Preisrück- gang für Käse ist nunmehr auch am Niederrhein eingetreten. Zwar behaupten die Landwirte und Molkereien, die Läger seien geräumt, troydem gingen die Preise um 10 Mark pro 30 Kilogramm zurück' Die Preise sind folgende: In den Kreisen Rees-Cleve und Mörs: Erste Sorte Bollfett- und Molkereikäse 68—72 Mark: gute Mittel- sorten 64— 66 Mark: zweite Sorte und kleinere Beste 38,60 bis 62 Mark. Edamer Käse 60—70 Mark, je nach Qualität. Im Kreise Kempen erbrachte Stallkäse 30, 52, 34 bis 36 Mark. Magerkäse 46 bis 43 Mark. Auf den holländischen Märkten waren die Besucher wiederum sehr klein, das Geschäft aber auch äusterst flau. Die Preise gingen zwar nickt weiter zurück und waren durchschnittlich folgende: Erste Sorte 29—30,30 Gülden, zweite Sorte 26—28 Gulden, graste Beste 32—33 Gulden, Edamer Käse 29— 31 Gulden, Fabrikkäse 22—23 Gulden. Der bevorstehenden Feiertage wegen war das Kmntgeschäft ruhig, der Versandt gering. Es kostete: Rübenlrant im Grostvandel 11 bis 12 Mark. Rheinisches Apselkraut, erste Sorte 38—42 Mark, zweite Sorte 30—33 Mark. Ostkraut, teils mit Syrup eingekocht, 23 bis 23 Mark. Sämtlicke Preise verstehen sich für die 50 Kilogramm: Kraut auch einschliestlich der Verpackung, dagegen Käse aus Holland bezogen ohne Spesen und Zollberechnung. Ein Hindernis für die Baumwollhaussiers. Die Internationale Baumwollhandel-Vereinigung, welche aufgefordert worden war, Statistiken aufzustellen, welche eine Uebersickt geben sollten über den zurzeit in Händen der Spinnereien befindlichen Vorrat, hat einen Bericht ausgegeben, der 14 Staaten Europas umfaßt. Die Ausweise aus diesen Staaten ergeben, daß die Spinnereien ge- nügendes Rohmaterial in Händen haben,.um ihre Maschinen vis zum September laufen zu lassen, wo die nächste Ernte einzutreffen beginnt. Da die Menge der Baumwolle, die noch eintreffen muß, auf über zwei Millionen Ballen geschätzt wird, so wird sich ein so bedeutender Ueberschuß ergeben, baß sich für Spekulanten und Panikkäufe keine Gelegenheit bieten dürfte. £lus der Frauenbewegung. Dienstbotenmisere. Wer es noch nicht weiß oder etwa nicht glauben will, daß es unseren Dienstboten so gut geht, wie sonst niemandem auf der Welt, dem wird es in der„B. Z. am Mittag" anschaulich vor Augen gefiihrt. Im Jahre 1718, so heißt eö dort in einem von einer„Sie" veröffentlichten Artikel, bekam ein Mädchen jährlich 20 Taler Lohn, heute aber fünfmal so viel. Die„armen" Männer der -gnädigen Frauen" können gar nicht einmal mehr so viel vor« dienen, wie die anspruchsvollen Dienstmädchen verlangen. Die Hausfrauen sind heutzutage nicht mehr imstande, sparsam zu Wirt- schaften, nur darum, weil die Dienstboten so fürchterliche An» sprüche stellen. Wer da glaubt,'daß viele„bessere" Leute über ihre Verhältnisse leben, weil die Ausgaben für Vergnügen, Garderobe, sogenannte Repräsentationspflichten usw. mit den Ein- nahmen nicht im Einklang stehen, der irrt auch gewaltig. Nicht solche Ausgaben sind der Grund der traurigen Lage der Herr- schaften, sondern wiederum die bösen Dienstboten sind die Schul» digcn. Sie sind es mit ihren grausam hohen Anforderungen. wodurch die Herrschaften gezwungen werden, über ihre Verhält» nisse zu leben. Das Einkommen eines Dienstmädchens ist nach der Aufstellung der Einsenderin auf über 1000 M. zu berechnen. Es erhält da- nach ein Mädchen im Durchschnitt 300 M. Lohn pro Jahr und mindestens 30 M. Trinkgeld. Beköstigung kostet der Herr» schaft 300 M., Wohnung 200 M. und für Weihnachtsgeschenke werden 40—30 M. verausgabt.— Wenn diese Rechnung nicht in jedem Mädchen den Entschluß erweckt, nun schleunigst in Stellung zu gehen, so müssen doch wohl die tatsächlichen Verhältnisse andere sein. Bei der Untersuchung entdecken wir sofort, daß 300 M. nicht den Durchschnittslohn, sondern so ziemlich den Höchstlohn dar- stellen. Ein„100 Taler-Mädchen" muß mindestens perfekt kochen und noch manches andere leisten können. Ferner ist ein so ans- gebildetes Mädchen auch in der Regel nicht mehr ganz jung und hat sich Jahre lang mit viel geringerem Lohn begnügen müssen. Tie Stellen, wo 30 M. Trinkgelder zu haben sind, finden sich ebenfalls nur selten und wo es der Fall ist, wird schon beim Ausmachen des Lohnes darauf Bezug genommen. Nebenbei be» merkt ist das Trinkgeldwesen durchaus verwerflich und sollte mit aller Macht darauf hingearbeitet werden, es aus der Welt zu schaffen.— Für Beköstigung rechnet unsere Hausfrau jährlich 500 M. heraus, was ebenfalls recht hoch gegriffen ist. In der Familie, wo doch gekocht wird und wo gewöhnlich den Dienstboten nicht die ausgesucht besten Speisen vorgesetzt werden, stellt sich der .Kostenpunkt bedeutend niedriger.— Die Behauptung aber, daß für das Logis eines Dienstmädchens 200 M. in Anrechnung zu bringen sind, übersteigt denn doch an Kühnheit alles dagewesene. Selbst angenommen, einem Mädchen steht ein anständiges Zimmer zur Verfügung, so belaufen sich die Kosten höchstens aus 80— 100 M. Man weiß immer so schön von der Uebertreibung der Sozial» demokratic zu erzählen, aber wie sehr die herrschende Klasse uns darin übertrifft, zeigt obiges Exempel. Unbegreiflich ist es nur, warum die Damen sich so große Verpflichtungen ausbürden, das Einfachste wäre doch, sie machten ihre Arbeit selbst, dann würden sie allen unnützen Ausgaben aus dem Wege gehen und der„arme" Hausherr wäre vor manchem Jammerschrei einer gequälten Haus- fran bewahrt! Oder sollte es dann vielleicht noch schlimmer werden? «Isclss Wort 10 Pfennig. Das erste Wort(tettgedruckt) 20 Pfg. Stellengesuche und Schlafstellen-Anzeigen 5 Plg.; das erste Wort (fettgedruckt) 10 Pfg. Worte mit mehr als IS Buchstaben zählen doppelt. Kleine Anzeigen( ANZEIGEN für die nächste Nummer werden In den Annahmestellen ffir Berlin bis I Uhr, für die Vororte bis 12 Uhr, In der Haupt-Expedltlon, Llndenstrasse 69, bis 5 Uhr angenommen. Mobelangebot. 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Fricke, Bauingenieur, Schlegelslraffe 8, I. Die Belcidigrrng gegen Frl. Hedwig Flcmming nehme hiermit zurück und erkläre dieselbe sür ehrenhast. Johann Nowack, Lübeckerstrage 31._+102 Allen Freunden und Bekaiimeri zur Nachricht, daff ich Tilstterftraffe 2 mein Lokal eröffnet habe. Um ge- neigten Zuspruch bsttet achwngSvoll Karl Hamberger._+121* Kkatbriider werden ausgenommen Thornerstrahe S, C. Nteck.+120 Vermietunxen. �Vodauaxea. «tne. zwei und drei Stuben und Küche, Bad, Zubehör, in Weiffensee, Goethestraffe 26. 2327K» Eine Stube, Küche, preiswert, Serlw, Bödikerftraffe 2. 2328K» Wohnungen von 2 und 1 Stube Mb Küche nebst Zubehör billig zu rermieten Herinigsdorserftraffe 10, dl. Krautstrasse 16a. 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Grauel, Ncuenburgerstraffe 22, vorn I. Flurzimmer Fürstenstraffe 17, Quer gebände I, Skibbe._+76 Schlafstellen. Möblierte Schlafstell«(separat) Köhler, Köpcnickerslraffe 22. 2468b Freundliche Schlajsielle sür Herrn Pücklcrslraffe 11. Ouergebäude III links.+2� Möblierte Schlafstelle sür Herren Pflügerstraffe 14, Molgcdeh._+2 Separate Schlafstelle, Herrn, Eisen bahnslraffe 31, vorn IV, Breuer.+2 Möblierte Schlajstelle. Pseifscr, Pappel-Allce 18, vorn IT_+55 Mödtiertc Schiasstclle, allein. Rückcrt. Greisenhagenerstraffe 35, vorn IID_+55 Möblierte Schlasstelle vermietet Nicksch, Dresdenerftraffe III, vorn rechter Ausgang I. 25586 Zwei möblierte i&chiasstellen. Schillingstraffe. Erfragen bei Jahns. Ohmstraffe 10 I. 2547b Schlafstelle bei Schmidt, Sinicon- straffe 29, vorn IV._ 25396 Möblierte Schlasstelle für Herrn Dresdenerstraffe 61 1 VZ Faber. 25376 Möblierte Schlasstelle bei Witwe Brunzel, Köttbuserstraffe 19. 256bb Schlafstelle, billig, Frau Müller, Melchiorstraffe 44, vorn. 257lb Schlafstelle, Herrn, Ziebarth, Adalbersstraffe 3, Ouergebäude II, am Köttbuser Tor.■ 25646 Gemütliches Heim findet Herr. Witwe Dröseler, Rigaerftraffr 13. Zwei Parteigenossen finden saubere Schiasstellc, 10,50 inllnsive. Neumann, Keibclstraffe 3(Nähe Alexandcrplatz). Schlafstell« sür Herrn sosoich Schmidt, Bernauerstraff« 45, vorn I V �rbeitsmsrkt. Ltellenxesuche. Blinder SiiiHlfl-chter b Ittel um Arbeil. Stühle werden abgeholl und zurückgeltesert. A. Gläser, Mnlack- straffe 27. 1468b Stellenanxedote. Ehauffeurschnl«! Weiteste«, gröffteS Institut. Gewissenhaste Ausbildung. Kostenloser Stellennachweis. Prospekt gratis. Schöneberger-User 5/9. Tüchtige Versliberer, Schachtler, Firnisser werden verlangt bei Neu- inann, Hennig u. Co., SO., Zeu hosstraffe 21_+! Tischlerlehrliug verlangt Deime witzstraffe 30.__+140* Steinmesslehrling Lohn. Ackerstraff« 38. bei hohem 24576* Lehrling sucht Klotz. Tapezierer. Königgrätzerslraffe 56._ 2442b» Tüchtige Bteger und Biegerinnen verlangt Kammsabrtk, Köpenick«:- straffe 128._ 2383K MottenPlattenhändler.Haufure- rinnen verlangt OstermannS chemische tabrik, Berlin, GeschäslSlokai jetzt: chinhauserallee 158. 2556b Korvinacher aus grüne Arbeit verlangt ElSholz, Osten, Scharn- weberstraffe 26._+59 SiAlossrrlehrltng verlangt ®. Kleinschmidt, Schlossermeister, DreSbenerswaffe 65., 2549b Suche sosort 1 Oribopädie-Mecha- niker, P. Hartwig, Johannisstraffe 22. Gdelfteingravenr- Lehrling mit Kostgeld, guter Zeichner, erhält gute AuSoUdung, R. Tip», Charlotten- straffe 32».-. 2534b Lehrling sür Kunstschlosserei ver» langen Hossmann u. Co., Krön- leuchtersabrik, Brandenburgftraffe 6. Drei tüchtige Korbmacher verlangt Leitloss, Tellowerstraffe 46. 2563b AuSstretcher und Arbetterinnen sucht Breidenbach, Koloniestraffe 22. Koloristinne«, dauelmd, Lehr. Mädchen verlangt Pieper, Prinz Eugen- straffe 15._+113. Handnaherin. geübte,• im Hause und junges Mädchen sucht Schwtgk, Schönleinstraff« 28._____+107 Im Arbeitsmarkt durch besonderen Druck hervorgehobene Anzeige« kosten SV Pf. die Zeile. >W>_____.. menbc und dauernde Beschäftigung Gericht- straffe 14._ 25/13* Redaktenrgesuch. ' Für die Lettung der Redaktion der.Nordhäuser BollSzeilung» wird sofort oder baldmöglichst«In tüchtiger Redakteur gesucht. Bewerbungen mit GehnItSansprüchen usw. erbeten an den Verleger ' Max Wlckleln, 43512* BTordtaanaen, Barsüfferstr. 12. ArbtitkchlilM gchiht. Für das am 1. April 1006 gegründete Arbeitersekretariat zu Brandenburg a/H. wird umstände- halber zum 1. Juni 1007 ei« Sekretär gesucht. Zlnfangsgehalt 2000 M., steigend bis»100 M. Bewerber wollen sich unter An- gäbe ihrer bisherigen Tätigkeit und unter Einretäiung einer Arbeit auS der sozialen Gesess gednng an Ott» Rtcbter, Brandenbnrgf a/H., Kirchhos strasse 11, biS SO. April mit der Zlufschrift„BewerbungS- schreiben" wenden. 288/15 Für die Kantine des RudervereinS .Vorwärts» in Stralau(zirka 200 Mitglieder) wird zum 1. Juli d. I. em tüchtiger Kantinen-Wirt gesucht, der mit dem Betrieb ein- gehend vertraut ist. Wohnraum da- selbst vorhanden. Gest. Zuschriften erbeien an Blax Scbnldie, Berlin, Solmsstr. 22. 25356 Die Gesellschaft„Volkshaas", Elberfeld, sucht ab 1. Mai 1907 sür den Resiauratlonsbetrieb des .VolkShauses" einen lüchkigen, er- sahrenen Oekonom(Fachmann). Selbi- germuffverheiratetsein. Gehalt 1800M. bei freier Station und freier Wohnung. 2000 Mark Kaution müssen gestellt werden. 288/20 Gefl. Offerten sud „Oekonom" sind an de» Vorsitzenden der Gesell schast. Jobann Schlag, Elberfeld, Hagenanerstr. 4, biS zum 10. April 1907 einzureichen. Ächtung! In der Luxuspapler- und Zelluloid- warenfabrtk 23/5 R. Priester& Co. nichaelklrchstraße 17 hat das Personal die Arbeit niedergelegt und ist sür Presser. Presseriniien, Kolorislinnen, Spritzerinnen, Buch- binder usw. gesperrt. Zuzug ist fernzuhalten! Deutscher Buchbinder-Verbond. Die Ortsqerwaltnng. DeutLctief lloligsböiiss-Vösdgsill. Zahlstelle Berlin. Verein der Einsetzer Berlins. Zur Beachtung! Diese» Inserat c�eint Sonntag Dienstag Donnerstag. Bauarbeiler! Wegen der Aussperrung in der Berliner Holzindustrie sind folgende Bauten gesperrt: 78/5 Bauten der Ffirma JUgcr, Eharlottenburg: Charlotienburg, Straffe 26, Parz. 25. Lankwitz, Sanatorium. Bauten der Firma iSavatukl: Sprcngelstr. 19, 20, 21, Beamten- Häuser. Tbomion, Nieder-Schöneweide. Ber- linerstraffe, Ecke Brückeustraffe. Schuschenk, Lctbnitzstr. 46. Günzelslraffe Ecke jtzaiser-Allee. Bau der Firma Jarotskl: Jagdschloff Glienicke. Bauten derFtrma I»Iaxeinaniii Fürsteuhos. Potsdamer Platz. Willing. Kieierstraffe und Scharn- horststraffe. Bau der Firma Vra»»!: Schallhorn u. Röhl, Tempelhos, Germania- und Gotllieb Dunkel- straffen- Ecke. Adalbertstr. 20. Bau der Firma ldea:. Elisabelhkirchstraffe, vis- a- vi» der strelltzerstraffe. Bauten der Firma �lebe: - Rixdors, tzarzerstr. 3. Baute« der Firma Liaiavlatb, Rixdors- tildebrandtslr. 16. chwabach, Wannsee, Friedrich Karl- straffe. GewerkschastshauS der Metall- arbetter. Charttöstr. 3. Baute» der Firma Erdmann: MintfteAaldtrett. NeuhauS, Dahlem, Parlstraffe. Mathcsius, Nikolassee, cm der Reh- wiese. Jagdschloß Glienicke. Fürslenhos, Potsdamer Platz. Bauten ber Firma Hirtln ätz Hetwlff Buch, SIechenhauS. Barbarossaplatz. Hochschule. Oldenburg erslratze, Klosterbau. Tantenerstraffe 3—8. Hoppegarten, Heilstätte. Bau der Firma«pobaa: Weichselstraffe 56/57/ Rixdors. Bauten der Firma Webe. Fanl: PotSdamerslr. 15. Anstalt Beelitz(Fenster), Pavillon 4d. Radge, Holzbandlung. Rummel»- bürg, am WllhelmSbcrg. Baute« der Ftr«« Langerniann: Cbarlottenburg, Bismarck«. und Weimarstraffen-Ecke. Bau Hübner. Bauten der Firma Mevesln: Wilmersdors. Brandenburgischestr.l2. Straffe 26, Neumann. Neumann, Gieselerstratze. Brandenburgtschestraffe. Prinz-Regenten- Ecke Berlinerstraffe. Bau der Firma Wal»: Bau Taunusstr. 29, Friedenau. Bauten der Firma bperUnzx ätz Kapelke: Britz. Werder- u. Rungins ftr., Ecke. Neue Wilhelmstr. 10. Bauten der Firma Seblriaer: Schirmer. Zehlendors, Ncuestraffe. Schirmer, Grunewald, Parkstraffe. Schirmer, Zehlendors, Spandauer straffe. Bastian, Zehlendors, Riemeister> straffe. Baute» der Firma Glataer, Blücherstrafte 35: Zehlendors, Adalbertstr. 28. . Waldemarstr. 41. Bauten der Firma Waxenkaeebti Spreda, Gurtelstraffe 17. Grothe, Martendorf, Dorfstraffe (Ecke).> W I W Bauten der Firma �tzk+.-Ge». ftir naaaasfttbraaa: Hardt u. Lesser, von der Heydt straffe 12. Rttterslrnffe 11, Fabrikgebäude. Bau der Firma Sebttler-: Wilmersdorf, Landsbuter- u. ver- linerstr.-Ecke, Bau Bielke. Baute« der Firma Repke. Eharlottenbnrg: Seibt, Bismarckstraffe, Ecke Rücker- straffe. Lankwitz, Sanatorium. Bauten der Firma Gebr. hlebaar: Zcldci u. Plothen, Lichtenberg, Dorjslraffe 9. Mx u. Genest, General Papestraße. Villa Baum, Villenkolonie Gruuc- wald. Eilauerstr. 4. Bauten der Firma»ebabert Mir u. Genest, General Papestraffe Rohrlack, Schöneberg, Grunewald- straffe 53.- Baute» der Firma Kas»lii: Grünseld, Sachflscheslraffe 4. Bandinaim, Landshulerstraff«. Hochschule, Barbarossaplatz. Bauten der Firma Walter, Reinickendorf: Gemeindeschule, Reinickendorf. HauSotler- und Residenzstraße-Ecke. Bau der Firma AiauS: Grosse, Marienfelde, Kirchstraffe. Bauten der Firma Karl llamnier, Gitschiner- strafte 63: §ammer, Elchwalde. ammer, Lankwitz. Bauten der Firma Renke, Marieudorf: Srdman». Mariendors, Shausseeftr. Tempclhos, Fensterbauten, schön- burgftraffe. Bauten der Firma Knbnert ätz Ktlbne t Paullen, Eharloltendurg, Schlüter- stiaffe. Damenheim, Afchassenburgerstraffe. Lehmann, Tiefbaugcselllchast. Dahl» mann- und GervistuSstr.-Ecke. Luchbolz, Steglitz, Albrecht- und Bruderftr.-Ecke. Dahlmann, Friedenau, Varziner- straffe 7. Bau der Firma So«t, Giogauerstrafte: Ltndenstraffe, Erweiterungsbau der Viktoria. Bauten der Firma»IttoRar, Pankow: Schönholzerslr. 1. Kaiser Friedrichstr. 63, Schule. Bauten der Firma Wolf: Fürstenhos, Potsdamer Platz. Buch, Sicchcnhaus. Bauten der Firma vebalei»- barg, Eharlottenburg! Franksen, Wangenheimstr.-Ecke. Bauten der Firma Regelasaaa: Schaum, WilmerZdors, Kaiser Allee, Ecke WllhelmSaue. Schulz, Jungssrnheide, Mindener- straffe. Bauten der Firma Rraaa: Müller, Rixdors, Eranoldplatz.Fenster- 6 Ost. Banken der Firma GrOaberg, Markgrafendamm: Springer, Schöncberg. Luther- u. Freistngerstraffen-Ecke. Bauten der Firma Gtellaiaelk Wilmersdorf Düsseldorferstraße, an der Bayrischen Straffe. Charlotienburg, Neue Kantftraffe, Ecke Dernburgswaffe. Pankow, Span dauerstraffe. Ecke Krcuzstraffe. Bauten der Firma ROder ätz Comp.: Schmalz, Malmöerslraffe, Ecke Straffe 2b. Tauroggencrstr. 2. Bauten der Firma C. PrKclitcl, Lansitzerssr. 10: Dahlem, Botanischer Garten. CharUö-Kraiikeiihau». Birchow-Krankenhau», Seestraffe. Packhos. Alt-Moabit. Bauten der Firma Ret», Urban strafte: -Tempelhos, Eylaucrstraffe. Sieglitz. Stubenrauchstraße. Pankow, Mendelftr. 13. Tegel, Svandauer», Ecke vergstraffe. Wilmersdorf, Nassautschestr. 7 Baute« der Firma Herrgeacll u. Uttbner, Wilhelmshavener- ftrasse: Dalldorferstr. 24. Bauten»erWelSea»eer Rel»- beardeltangsfabrlk G. m. b. H.: Lohse, Wilmersdorf- Friedenau, Ringdahnilr. 245. Weiffensee, Frisickestr. 3. Bau der Firma Thal, Lehrterstr. 41 Müllerstr. 52. Bauten der Firma Reicheudergerstr. 114: Fischer u. Colberg, Rixdors, Berg u. Walterslraffen-Ecke. Förster, Rixdors, Treptower- und Harzerstraffen-Ecke. Weise. NW., Elberselderftr. 4/5. Bauten der Firma Raebfall, Kastanien-Allee 10: Leibnizstr. 46. Bendlerstr. 19. Bauten der Firma Gstea, Rixdorf: Magnus, Schönhauser Allee 134a. Bauten der Firma Rerrmaaa, Tkalitzerstrafte: Gasanstalt, Prenzlauer Allee, DirektionSgebäude und Gütz- röhrenlager. Bauten der Firma Strottbolf: Herald, Charlotienburg, Giesebrecht straffe 17. Gutzcit, User- und Martin Opitz straffen-Ecke. Bauten der Firma Bkoaek, Hennigsdorferstrasse; Giller, Nord-Ufer, zwischen Lhnar straffe und Ringbahn. Postbau, Hohenneuendors, Berliner- straffe. Bau der Firma MoblätzSoba: Schossow, Charlottenburg, Shbell- straffe 61-62. Bauten der Firma h. Lassen: Demme, Urbonstr. 94. Schmädicke, Elberfelder- und Dort- munderstraffen-Ecke. Blankenseld, Müllerstr. 152. Lassen u. Bresinsky, Boxhagen. Bau ber Firma Roffmaaa, Wollinerstr. 27»: Glelmstr. 46/47. Bauten der Firma Rolokf: Mohrenhvs, Friedrich-, Ecke Mohren- straffe. Schivclbeincrstr. 7. WinSstr. 17. Bauten dcrFirma Relneninnn: Lange, Rifbors, Boddwstraffe. Bau der Firma Gobrearne, Rixdorf, Rogalstr. 23: Rixdors, Emserstr. 32—34. Bau der Firma Rolstela: Schule, Lichtenberg, Scharm» cber- straffe 22. Sonntag- und GrhsmSstraffe Ecke. Bau der Firma Gebaelder, Griebenowstrasse: Adalbertstr. 9. Bau der Firma Sebararks: Stockei. Friedenau, Cranachstratze. Bauten d,FirmaWelse,Moabit: Chartottcnburg, Kaiser Friedrichstr.l. Rixdors, Schudowerstraffe 5. Werkstatt und Bauten der Firma Altendorf, Charlottenburg. Bau der Firma Rltseh, Bar- ■ nimitr. 22: Christburgerstr. 41. Bau de» Firma Rcbramnser in Rixdorf. Hedemami, Inn- u. Donaustraffen- Ecke. Tbiemann, Rixdors, Schönewelder- straffe 20. Keller, Rixdors, Hermannstr. 11, Bau der Firma Gnstran, Rixdorf: Stier, Ober-Schöneweide, Edison- straffc 40. Banken der Firma LOobel, Rixdorf: Steglitz. Päschkestr. 10/11. Bauherr Lange. Bauten der Firma Gebe. Rnge, Cadtnerstrasse: Ruwald, Romintenerstr., a.b. Kirche. Mühlhaase, Treptow, itziesholzstt.» Ecke Bonchi) straffe. Eoleniusstr. 5. Zech, Huttenstraffe. Bau der Firma Rarrns: Peitenkolerstr. 28. Bau der Firma Klompaa Xachfl. Waisenhaus in Werneuchen. Bau der Firma Walter, Uferstrasse: Töpfer, Pankow, Binzstraffe. Ba» der Firma Kar», Charlotteuburg: Such, Charlottenburg, Fritschstraffe. Bau der Firma Souinierkoru: Franlsurter Chaussee 61a, b, o. Treppengeinnderbranche. Baute» der Firma»ebrnldt ätz Co., Schönhauser Allee: Wilmersdorf. Kaiser-Allee u. Sieg- lindestr.-Eekr. Brüll u. Schmidt, Eharlottendurg, Derndurgstraße. Brode. Eharlotlenbnrg, Dahlmann- straffe. Fritz, Charlotteuburg, Nlebuhrstr. 77_ Bau der Firma«»»dt, Grimmsirafte: Beitscher, Kursürslendamm 171/72. Hausherr. Sieglitz. HubcrwSjtraffe, Ecke Schloffstraxe. Kutter, Zcblendori, Schariestr. 4. Scheurcn, Zehlendors, MUtnowSki- straff«. Haaie, Zehlendorf, Rtemeisterftraffe. Bastian u. Kabelitz, Zehlendors, Riemcislerstraffe. Postbau, Niederschönhausen, TreS- kowstraffe 67. Barnimstr. 170. Bauten der Firma TOrmei? ätz iücharlaa: Schmidt, Pasteurstr. 35. Wilmersdorf, Kaiser-Allee 202. Martin Opitz ftr, 1. Gotlschallslr, Ecke Marlin Opitzftr. Scharntle, Reinickendors, Oramen- burger Chaussee. Uferstr. 13. Dietrich, Gentcrslr. 65—67. Wiese, Tcmpelhoser und Schöne- berger Verbindungsstraffe. Schahorn u. Trödel, Gottlleb Kinkel- straffe. Schöncberg, Müblenstr. 8a. Km+Ürfiendamm 108/104. Brunnenstraffe Ecke Voltastraffe. Bauten der Firma GetSIes-, Dieffenbachstrasse: Groterjahn, Schönhauser-Allee 129. Wurgall u. Martin, Falckenstein- straffe 49. Kottbuserdamm 87. Friedenau. Stubenrauchflr. 12. Peiscr, Schöneberg, Münchcnerstr.14. R. atiner. Friedenau. Jsoldcstr. 6. Menge, Pariscritr.,.Ecke Sächsischeste Bornholmerstr. 4. Nölte, Heiibronnerstr. 17. Heilbronnerstr. 22. »Holland, Wilmersdorf, Holstcittssche- straffe IIa. Bauten der Firma Rnseb, Pfarrftrafte 35: Buggenhazen, Lichtenberg, Psarr- straffe 5, Burr, Simon Dachstratze. Karlshorst, Prinz Oskarstraße. Urbanstr. 3. Rummelsburg, Wilhelmstr. 3/4. Hösclt u. Seifert, Karlshorst. Wols, Nieder-Schöneweide. Grothe, Mariendors, Dorsstr.-Ecke. Bau der Firma Stahl, Knr- fnrstenftrasse 37: Ucb erHolz, Kurjürsteadamm 170. Bestendors, Steglitz. Miguelstr. 31. Bröker, Schöneberg. Hauptstr. 88/89. Ileberholz, EberSwalderstr. 27. Anders, Chodowickistraffe. Beyer, Friedenau, Condristraffe. Bauten der Firma?. Mesebel ätz Söhne: Bertram, Schöneberg.Martin Lutherskaff« 27. Seiler, Schöneberg, Eylauerstr. 3. Bangesellschast.Warthe', Rixdors, Hermannstr. 32. Bauten der Firma G. Bruns. BopPttrasse: WiSbyerstr. 71/72, Geike. Schonenschcstr. 3—4, Geike. Weiffensee, Frisickestr. 3. Grünau, Jägerstr. 16, Paetz. Lankivitz, Kurfürsten- und Froben- straffen-Ecke. Köhler. Christel, Charlotteuburg, Franklin- straffe 18. Roscher, Schöneberg, am Bahnhost Papestraffe. FriedrichShagen, Friedrichstr. 114. Bauten der Firma Völker, Tcmpelhof. Grätz. Bornholmerstraffe.Ecke Schön- Häuser Allee. Hübncr, Charlottenburg, Bismarck-, Ecke Wcimarerfwaffe. Villa Werner, Klein Glienicke bei Polsdam. Paulsen, Schlülerstr. 33/34. Lebmanix Lahlmannstraffe, Eck« GarvinnSstraffe. Tauber, Gleimstr. 49. . Vornholmerstr. 71. Bauten der Firma Llndgren, Rixdorf: Katzmann, Brückcnstr. 2. Wühler, Rixdors, Bcrgstr. 112. .«spperstr. 25. Müller,» Waller- und In« liuSstraffen-Ecke. Löwe. Gewebrsabrik. Wittenau. illtcS itriminalgertcht, Moabtt. Wilde, Böhinischestraffe. Ecke Schu- domastrane. Caro, Charlottenstr. 72. Rixdors, Emserstr. 34. Baute» der Firma Sensen A. Wodrlcb: Samoastr. 2, 3, 20, Bau Müller. Prinz Regentenstr. 116, Bau Last. Baute» der Firma Grieser, Stcglift, Heesestrasse: Lamprechi. Sieglitz, Schöneberger- straffe 10-11. Swoboda. Steglitz, Gnmcwaldstr. 23. Willardt,StcgIitz,ZiN!mcrmannstr.12 idtüger, Lichicrjclde, Chausseestraff« Ecke Sleglitzersttaffe. Bauten der Firma Reinhardt, Deiincwittstrasse: Schöncbergerstr. 27. Wilmersdors, Hildegardltr. 25. » Lange, Livländsschestr, Bauten der Firma Vogt, Kvpenickerstr. 54: Tbarlolleiibueg, Kaiser Friedrich» Ecke Scharnslraffe. Bauten der Firma Enget, Uferstr. 5. Saalmnnn,«chwedcnstraffe 5. Lthmann. Pvigtstraffe. Ray, Pankow. Prinz Heinrich» und Berlinerstraffe Ecke. Bau der Firma Brandenburg. Wilhelmstr. 1*4: Bonisticiusgcmeinde, Korkstr. 87/38. Schilling, Köpenickerslr. 27. Lösslcr, Krekelderstr. 8a u. 9. Hcnrizi, Charlottenburg, Suarez« straffe 13. Kbpenickerftr. 27. O. Karl, Pasteurstr. 40/41. Baute» der Firma Vogt � Mölme, Ttendalerstr. 6: Echtermayer. Driescnerstraffe, Ecke «tolpischestraffe. Tbicle, Wilmersdors, Nassauische- straffe. Hcrms, Pankow, Schmldtstratze. Bauten der Firma LOtjen ätz Bruns, Gretsswalderstrasse: Hnbracht, Dahlmann- Ecke Sybel» straffe. Koppen, Pankow, Wollankstr. 96. Bakcnkus, Charlotienburg, Clause« witzstr. 7. Völler, Jabionskistr. 12/12. Lldenburgerstr. 43/44. Bauten der Firma Eröbe, Hollinaunstrasse» Chodowickistraffe 7—8. U eberholz, Kurjürstcndamm 168/169. Bauten der Firma Siebter- in»i>», Schmargendorf: John, Wilmersdors. Berlinerstr. 32. Pumplun, Steglitz, Schloffstr. 32. Pumplun, CharloUenbnrg, Suarez» straffe 3. Wege» Streik und Differenzen sind gesperrt: Für Vergolder: I. C. Psaff, Zeughosstraffe. Die OrtSverwaltnng. Verantwortlicher Redakteur: HanS Weber. Berlin. Für b*a gnseratenteU verantw.: Th. Glocke, Berlin. Druck u. Verlag:«orwärt« Suchdruckerel u. Verlagsanstalt Paul Singer-Sc Co.. Berlin SW~