Nr. 285. Grfcheint täglich außer Montags. $ rets pränumerando: Viertel: jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags: Beilage Neue Selt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mr.pro Quartal. Unter Kreuzbarb: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 t., für das übrige Ausland& Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Boft- Beitungs- Preisliste für 1892 unter Mr. 6652. 原 Vorwärts 9. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder beren Raum 40 Pfg., für Vereins unb Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inferate für die nächste Mumuter müssen bis 4 Uhr Nachmittags in ber Expedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochen tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Fefttagen bis 9 Uhr Wor mittags geöffnet. fernfpre- Anschlus Amt 1, Nr. 4186, Berliner Bolksblatt. Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Aus England. London, 29. November. Sonntag, den 4. Dezember 1892. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. trage Folge zu leisten. Auf jeden Fall aber wird die und ihren Organen vor allem das Bestreben vorherrscht, Position politischer Flüchtlinge, die in irgend ein Attentat ihre Prestige" zu bewahren, der murrenden Bevölkerung direkt oder indirekt verwickelt sind, bedeutend schwieriger gezit zeigen, daß kein Verbrecher ihrer Wachsamkeit ents Bu den verschiedenen Nachtheilen, welche die von den macht. Das Hauptbeweismittel der französischen Regierung geht, und daß daher François Gefahr läuft, wenn Anarchisten gepredigte Taftit, wenn befolgt, für den Be- gegen François besteht darin, daß er am Tage des Atten ausgeliefert, verurtheilt zut werden blos meil freiungskampf der Arbeiterklasse als nothwendige Kon- tats sich an Wirthstischen gebrüstet, er werde alle, die bei doch irgend einer. verurtheilt werden muß." Es waren fequenz mit sich bringt, gehört namentlich auch die Kom- Ravachol's Verhaftung und Verurtheilung mitgewirkt, in Regierungsmänner, die in Frankreich den Dynamitkultus promittirung des Asylrechts für politische Verbrecher. Es die Luft sprengen, noch diesen Abend werde der Anfang in die Höhe gebracht, um die sozialdemokratische Bewegung gab eine Zeit, wo fogar die planmäßige Zerstörung des gemacht werden, und daß er dem Anarchist Meunier, zu schwächen, wie jetzt wieder die thörichte Schreibweise von Asylrechts von gewiffen Anarchiten als eine unerläßliche der verdächtig ist, das Dynamit gelegt zu haben, Blättern, von denen einige wahrscheinlich mit Polizeigeld Aufgabe der echten Revolutionäre" bezeichnet wurde, unter seine Kleider geliehen. Es ist unschwer, Fälle aus- gegründet wurden, dazu benutzt worden ist, ein Breßgefeh der schlauen" Motivirung, daß wenn der politische Verzudenken, die dem Wesen nach grundverschieden von dem zu schaffen, welches gewiegten Staatsanwälten und Richtern brecher erst wisse, daß er teine Zufluchtsstätte findet, er um hier vorliegenden sind, und doch alle äußeren Merkmale bie Mittel gewährt, jedem revolutionären Blatt überhaupt so energischer für den Zusamnensturz des Bestehenden ar- desselben aufweisen. den Lebensfaden zu unterbinden. Selbst wenn François war aber es beiten werde. Diese Theorie, die Uebertragung der Idee, Es handelt sich also bei der Angelegenheit um mehr ausgeliefert und vor Gericht der überzeugende Beweis daß, je elender der Arbeiter dran, um so größer sein Revo als um die Person des François. Ob derselbe blos ein geliefert wird, daß er das Dynamitattentat im Café lutionarismus sei, vom Dekonomischen auf's Politische, scheint eitler Prahlhans oder außerdem der Miturheber des feigen Véry zustande gebracht, so werden die wahren Urheute aufgegeben zu sein und wird wenigstens nicht mehr Attentates im Café Véry- wird er auf die erwähnten heber desselben, die am meisten Schuldigen doch frei ausöffentlich proklamirt, aber wenn es noch heute Leute giebt, Thatsachen hin und unter Anerkennung der von Richter gehen. bie fie hegen, so hätten diese alle Ursache zufrieden zu sein. Bridge entwickelten Gründe ausgeliefert, so ist dem Asyl- Ju dem Zirkular, das, sofern ich recht unterrichtet Das Asylrecht wird, wenn die Dinge so fortgehen, bald recht ein schwerer Schlag zugefügt. bin, von dem namhaftesten der anarchistischen Schriftsteller nur noch ein Schatten von dem sein, was es einst war. Freunde des François, beziehungsweise Leute, die ihm herrührt, heißt es an einer Stelle: Sir John Bridge beDer Vorwärts" hat bereits Notiz davon genommen, politisch nabestehen, haben ein Komitee für die Vertheidi- gründete seinen Entscheid zu gunsten der Auslieferung ausdaß vorige Woche ber Londoner Polizeiminister John gung des Asylrechts" gebildet und durch Zirkulare 2c. zur schließlich auf die von François selbst geführten Reden, obBridge die Auslieferung des Anarchisten François an die Sammlung eines Fonds aufgefordert, der die Führung wohl diese Sprachweise in zahlreichen Arbeiterkreisen von französische Regierung genehmigt hat. Das Beweismaterial, der von François eingelegten Berufung vor dem Paris etwas ganz alltägliches geworden ist." Das soll welches die lettere durch ihre Vertreter für die Mitschuld höheren Gerichtshof ermöglichen soll. Morgen soll heißen, daß die von Mord und Dynamit überfließenden von François an der Explosion des Café Véry beibrachte, die Verhandlung stattfinden, aber nach einer in heutigen mündlichen und schriftlichen Erklärungen des François awar nicht übermäßig start, hielt nach der ent- Morgenblättern erschienenen Notiz ist die erforderte Summe nichts als Nedensarten sind, auf die nichts zu geben ist. Erklärung des Richters Verdachts- noch nicht beifammen. Es ist das auch gerade kein Wunder zugegeben, daß dies der Fall, warum fagt man das nur, momente genug, um nach der englischen Gerichtspraxis angesichts des Mißfallens, das diese Art Attentate und das wenn es sich darum handelt, eine Freisprechung vor Gericht zu eine Ueberweisung des Falles an die Geschworenen Gebahren des François in den Kreisen gerade derjenigen erzielen? Warum nicht auch, wenn solche Reden geführt zu rechtfertigen. Da er nun nicht zugeben könne, daß der erregt haben, denen die Sache der politischen und sozialen werden, um jede auf Benutzung der gegebenen politischen Weuchelmord ein politisches Verbrechen sei, so fühle er sich Befreiung am meisten am Herzen liegt. Die Genossen des Machtmitteln zc. abzielende Agitation der Arbeiterklasse zu berpflichtet, debuzirte der Richter, die Auslieferung von François haben es so oft als eine ihrer ersten Pflichten bezeichnet, verdächtigen und zu hintertreiben? Warum tritt man François zu bewilligen. den Sozialisten und allen, die nicht auf das heilige Dynamit diesen Redensarten als irreführend nicht entgegen, bevor Es untersteht. kaum einem Zweifel, daß es die spezielle schwören, die Verfolgung ihrer Agitation nach Kräften un- ihnen eine Anzahl Menschen zum Opfer gefallen? Warum Natur des Attentats gegen das Café Véry war, die den möglich zu machen, daß sie sich nicht wundern können, wenn verhöhnt man erst jede auf das Rechtsbewußtsein des Volkes Spruch des Richters veranlaßte. Sir John Bridge genießt mancher der von ihnen Beschimpften jetzt zaudert, durch Rücksicht nehmende Agitation und appellirt dann doch im ganzen als Richter einen guten Ruf und hat schwerlich Zeichnung eines Beitrages fich in gewisser Weise mit ihnen hinterher immer wieder an an dieses Rechtsbewußtsein? einer: Pression von außen nachgegeben, als er feinen Spruch zu assoziiren. Aber so gerechtfertigt dieses Gefühl ist, da Entweder- oder. Entweder man führt den Kampf mit fällte. Aber sein Erkenntniß ist so gefaßt, daß es auf jeden es sich im jetzigen Stadium der Sache thatsächlich um der Gesellschaft als solche und stellt sich außerhalb jeder Mordverfuch angewendet werden könnte, ob es sich, wie ein eine prinzipielle Frage des Asylrechts handelt, wäre es Verpflichtung gegen dieselbe, und dann habe man doch den Fiefiges Blatt ausführt, um einen Mord handelt, den ein doch sehr bedauerlich, wenn die Appellation nicht durch Muth, dies unter allen Umständen aufrecht zu erhalten, politischer Gefangener in Sibirien gegen seinen Beiniger geführt werden könnte. So gering die Aussichten auf Um oder man kämpft gegen Gesellschaftszustände, und dann ausführt oder versucht, um ein Attentat auf einen tyran- stoßung des Bridge'schen Entscheides sind, so ist doch nicht erkenne man diejenigen Verpflichtungen an, welche dem heut oder irgend welche ausgeschlossen, daß die Richter des Berufungs- Gerichtshofes erreichten Stande des gesellschaftlichen Zusammenlebens sonstige Verzweiflungsthat politisch Unterdrückter. Und die Sache unter dem weiteren Gesichtspunkt ihrer entsprechen. Man kann das thun, ohne seinen Ueberwas das heißt bei der Rolle, welche im englischen Konsequenzen behandeln und damit zu einem andern Re- zeugungen auch nur ein Jota zu vergeben, ohne dent Rechtsverfahren Präzedenzfälle spielen, liegt auf der Hand. sultat gelangen als der mehr seinen individuellen Eindrücken bornirten Vorurtheil des Philisters die geringste Konzession Die russische oder irgend eine andere mit russischen Mitteln folgende Polizeirichter. zu machen. arbeitende Regierung wird mit viel größerem Anspruch auf Und darin muß man dem obengenannten Komitee Recht geben, wenn es in seinem Zirkulär darauf hinweist, daß es ichter sich durch den Entscheid des Richter Bridge, wenn mit der Justiz in Frankreich gerade in politischen Prozessen rechtskräftig geworden, für gebunden erachten, dem An- sehr im Argen liegt, und daß zur Zeit bei den Regierenden Feuilleton. Magbrua verboten.J Bel- Ami. [ 30 Noman von Guy de Maupassant. Gie speisten alle vier in einem Boulevardrestaurant Telegramm: Mein Gott, wie 1) mich geängstigt haho Komm doch sofort nach der Rue de Conftantinople, daß ich Dich in meine Arme schließe, mein Herz. Wie tapfer Du bist-wie ich Dich liebe. Clo." Er ging hin, und sie stürzte sich in seine Arme und füßte ihn leidenschaftlich. Ach, mein Liebling! Kannst Du Dir meine Aufregung denken, als ich heut morgen die Zeitung las! Oh, erzahl mir, fag' mir alles! Ich will alles wissen!" Ich kann ohne Dich gar nicht sein. Ich muß Dich sehen. Solange aver mein Mann in Paris ist, ist das so umständlich. Dein häßliches Haus mag ich nicht mehr sehen Was thun?" Er hatte einen plöglichen Einfall und fragte: Was zahlst Du hier?" " " Hundert Franks monatlich." Gut, ich werde die Wohnung auf meine Rechnung miethen und ganz hier wohnen. Für meine neue Stellung paßt meine alte doch nicht mehr." Er mußte ihr die geringsten Umstände in aller AusNach einigem Zögern ging fie auf seinen Vorschlag und sprachen über das Erlebniß. Duroy beschrieb seine führlichkeit erzählen. Du hast wohl eine schlechte Nacht vor dem Duell ver- ein, und es wurde abgemacht, daß er noch am selben Tage einziehen sollte, damit sie ihn, wen sie unten vorbeiginge, macht. Sie müssen es übrigens doch selbst bemerkt haben?" lebt?" fragte sie ihn. a, Sie haben sich gut gehalten," erwiderte Rival. D, nicht im Geringsten! Ich hab' ausgezeichnet gesehen könnte. Dann sagte sie:„ Komme jedenfalls u Sonntag zum der es in der Bie Française" veröffentlichen sollte. Er Als das Protokoll aufgesetzt war, erhielt es Duroy, schlafen. Ich hätte kein Auge zugemacht. Und wie war es auf Diner zu uns. Du gefällst meinem Gatten so st." Er fühlte sich geschmeichelt:„ Ach! Wirklich? erstaunte, als er las, daß er mit Herrn Louis Langremont dem Duellplatz? Erzähle!" zwei Rugeln gewechselt habe, und fragte Nival ein wenig Er schilderte dramatisch: Als wir uns so gegenüber-" Ja, du haft ihn völlig erobert. Und noch eins: Du standen, zwanzig Schritt von einander entfernt, B. h. etiva haft mir doch erzählt, daß Du in einem Landschloß erzoge.. Nun ja," sagte der andere lächelnd, Jeder eine vier Mal die Länge dieses Zimmers, fragte Rival, ob wir worden bist. Nicht wahr?" Rugelmacht zwei Kugeln." fertig wären, und kommandirte: Fener! Ich erhebe sofort" Ja, warum?" babei. Der alte Walter schloß ihn in seine Arme: Bravo, ich hätte nicht auf den Kopf zielen sollen. Meine Waffe Duroy fand die Erklärung genügend und beruhigte sich meinen Arm und halte ihn auch in richtiger Linie. Aber bravo! Sie haben die Fahne der" Vie Française" muth- ging zu schwer los, ich bin an leichter los gehende Pistolen| Doll I vertheidigt! Bravo!" Du verstehst also etwas von der Landwirthschaft?" " Ja." " Gut! Dann sprich nur mit ihm von Obstzucht und Getreidebau; das hat er besonders gern." „ Schön, ich werd' nicht vergessen." gewöhnt, und so mußte ich kräftiger auf den Abzug redaktionen und großen Boulevard- Cafés. Am Abend zeigte sich Duroy in den großen Zeitungs- brücken, und deshalb ging der Schuß zu hoch. Na, Er schoß übrigens Zweimal beviel kann es nicht gewesen sein! auch nicht schlecht, der Schuft. Seine Kugel strich mir dicht er an der Schläfe vorbei. Sch fühlte den Luftzug." gegnete er feinem Gegner, der sich ebenfalls sehen ließ. Sie grüßten sich nicht. Wenn sie sich verwundet hätten, mit voller Ueberzeugung, die gegnerische Kugel vorüberpfeifen gehört zu haben. Am anderen Morgen empfing Duroy gegen elf Uhr ein Sie fchmiegte fich an ihu, als wenn fie an feiner Gefahr Theil nehmen wollte, und flüsterte: D, mein armer Lieb14 ling! Mein armer Liebling Als er mit seiner Erzählung fertig war, sagte sie: Sie nahm zärtlichen Abschied von ihm; das Duell, das bestanden, hatte ihre Liebe noch erhöht. Und Duroy dachte, während er zur Redaktion ging: Ein komisches Geschöpf! Welch verdrehtes Köpfchen! Nie weiß man, was sie will und was sie gern hat. Und welch komische Che! Welch phantastischer Kopf mag nur auf den Einfall gekommen sein, diesen Alten und dieses leichtfimige Politische Leberlicht. Uebersicht.[ gebniß einer durch Jahrhunderte fortgeschten Erfahrung. Berlin, den 3. Dezember. Jm Reichstag fand gestern, nachdem vorher einige fleinere Angelegenheiten ihre Erledigung gefunden hatten, die erste Lesung des Buhältergesetzes( lex Heinze) statt. Die Debatte begann, ohne daß ein Regierungsvertreter fte einLeitete, mit dem Jungfernspeech des legtgewählten fonfervativen Abgeordneten für Löwenberg. Schl., des Landraths Holleufer. Derfelbe drückte die freudige Zustimmung" feiner Partei zu der Vorlage aus, was von dieser Seite wohl auch niemand anders erwartete. Weniger entzückt von diesem juristischen Monstrum einer Gesetzesvorlage war der Redner des Zentrums. Nur der Paragraph gegen unzüchtige Schriften, Abbildungen 2c. fand die Zustimmung des Herrn Gröber. Es ist das die alte Heuchelei der Frommen gegen das Nackte, obwohl doch gerade die christliche Kunst in ihrer schönsten Blüthe auf diesem Gebiete ganz Erfleckliches geleistet hat. D Ja, er ist richtig todt. richtlichen Urtheile daran nichts ändern. Er ist das Er-[ Und daß der Angeklagte nicht an feinem Blage war, bas gebniß einer durch Jahrhunderte fortgesetzten Erfahrung. verbarb seine Sache vollends. Die wenigen Getreuen hatten sich der stillen Hoffnung hingegeben, er werde, ein breuender Einfachste Beweisführung. Der Hinweis auf den Donnergott in den Reichstag hineinstürmen und mit beschränkten Unterthanenverstand", welcher Regierungs- den Blizen feines olympischen Götterzornes die vorlagen gegenüber zu schweigen hat, ist auch heute noch Heiligenschänder zerschmettern die ihm das Brand ein beliebtes Beweismittel, bas freilich auch zugleich beweist, mal des Berbrechers auf die Stirne gedrückt. daß man keine anderen Gründe hat. So wird aus Mußschen fam anders er war nicht da, und kein Stächer erftand berichtet: ihm aus den Reihen der Volksvertreter, die einst anbetend Bur Kontrollversammlung, die unlängst hier stattfand, und in Ehrfurcht ersterbend zu seinen Füßen gelegen. war ber Landwehr Bezirkskommandeur Herr v. Egidy aus Wurzen erschienen. Nachdem einige andere Angelegenheiten erledigt worden waren, äußerte Herr v. Egidy, es würde jezt Hintennach kündigen nationalliberale Blätter an, bie viel über die Militärvorlage gefchrieben und gesprochen; er Depeschenfälschung folle im Reichstag noch zur Sprache ge erwarte, daß sich die Kontrolmannschaften von derartigen bracht und Bismard's Unschuld erwiesen werden. Nun, nu politischen Gesprächen fernhalten würden; wenn es nicht nöthig probirt. Uns fann es recht sein. Ist Er fein Fälscher, so wäre, würde die Regierung, die Militärvorlage nicht ist er ein Lügner ist Er tein Lügner, so ift er ein eingebracht haben." Fälscher über die Hörner des Dilemmas ist nicht hin und ,, Die Ausschreitungen" des Antisemitismus wegzukommen auf ihnen ihnen aufgespießt thron werden in dem Programm Entwurf der konservativen He roftrat. Juristische Aussehungen hatte auch der nationalliberale Bartel verworfen. Was sind aber Ausschreitungen? Etwa Die italienische Krife- das wird durch alle Nach Landgerichtsrath Schneider( Samm) zu machen, sonst aber die Stöckereien der Ahlwardtiaden? Ja, wenn die Antiist er mit der Tendenz der Vorlage einverstanden. Der semiten die Interessen der agrarischen Junker, die Korn- richten aus Italien bestätigt dauert fort. Das neue Herr kam auf unglaubliche Rohheitsfälle" zu sprechen, die zölle oder das Schnapsbrenner- Privileg angriffen, wenn sie Minifterium hat zwar bei den letzten Neuwahlen eine sehr ihm in seiner richterlichen Praxis begegnet felen. Unter den Militarismus oder das Pfaffenthum befehdeten, wenn große Majorität bekommen, allein diese Majorität ist eben anderem erzählte er eine Geschichte von einer Rage, die mit fie für Preß- und Versammlungsfreiheit oder gar für das fowenig werth, als die faule Grundlage, auf welcher fie Betroleum begossen und dann angezündet wurde. Die allgemeine gleiche Wahlrecht eintreten würden, das wären steht, und als die faulen Mittel, mit denen sie gewonnen ward. adeligen Herren der Rechten gaben darüber ihrer fittlichen allerdings Ausschreitungen, denen die konservative Der Wählerkörper umfaßt bekanntlich nur einen fleinen Entrüftung" lauten Ausdruck. Daß im Bauerntrieg die Bartet nicht scharf genug entgegentreten önnte. Bor Bruchtheil der Bevölkerung und barunter sämmtlich überwundenen Bauernhäuptlinge von den adeligen Siegern solchen Ausschreitungen aber hüten sich die Antisemiten korrupten Gesellschafts- Elemente: die höheren und niederen Schmaroher; und die Wahlpraktiken, in Italien ftet in Stroh und Pech gewickelt und bei den Siegesschmäusen wohlweislich. zweifelhafter Art, waren diesmal so durch und durch als lebendige Fackeln angezündet wurden, war natürlich nur Im Prozeß Aylwardt rügt die Kölnische Volts- schmutziger Natur, daß sogar den stantfesten Herren Sena gerechte Strafe; ebenso wie die Thierquälerei des Distanz Beitung" mit Recht eine mehr und mehr um sich greifende toren die Sache zu arg wurde und ste das Unerhörte thaten rittes zu den ritterlichen Nebungen gehört. Für die Freis Gepflogenheit, die schon in anderen Fällen gegenüber dem einen der intimsten Günſtlinge des Herrn Giolitti wegen finnigen lehnte Träger die Vorlage ab, hielt sich aber bei seiner Borsitzenden des Gerichts, vor welchem der Aylwardt schmuhiger Wahlpraktiken aus den heiligen- wenn auch nicht Stritit fast ausschließlich an die formalistisch juristische Seite. Brozeß verhandelt wird, Herrn Brausewetter, bie weniger als fauberen Hallen des Senats auszuschließen Die sozialpolitische Bedeutung der Vorlage stellte dagegen Kritit hervorrief. Die Kölnische Bolts- Beitung" schreibt: Der Senat hat nämlich das Recht, solche Mitglieder, die unser Genoffe Bebel in den Mittelpunkt seiner Er arterungen. Er zeigte, wie die kapitalistische Gesellschaft mit ihrer erzwungenen Ehelosigkeit für breite Gesellschafts schichten ohne Prostitution gar nicht fertig werben könne. Die Brostitution gehöre zu ben nothwendigen Inftitutionen des heutigen Staates, fo gut wie Kirche, Schule 2c. Die Opfer der Prostitution liefern aber die Noth und das 10irthschaftliche Glenb. Bei Wochenlöhnen von 5 M. und noch weniger feien Tausende von weiblichen Wesen einfach genöthigt, wenn sie nicht verhungern wollten, ihren Leib zu verkaufen. Mit welchem Recht wolle man diese ärmsten Geschöpfe aber bestrafen, während die Männer, welche sich doch des gleichen Bergehens schuldig machten, indem sie die Prostituirten benügten, ftraffrei ausgingen! Nach einer eingehenden Kritik der Ginzelparagraphen erklärte Bebel für unsere Partei, daß dieselbe die Vorlage in ihrer Gesammtheit ablehnte. Hierauf trat Bertagung eitt. Nächste Sigung findet am Dienstag statt und stehen u. a. ein paar zünstlerische Juterpellationen auf der Tagesordnung, 3 Jams Auffällig erscheint eine in mehreren Blättern berichtete ihm nicht gefallen, zurückzuweisen ein Recht, bas in Bemertung des Vorsigenden gegenüber Ahlwardt: diesem Falle zum ersten Wale feit das Königreich Italien Ster kommt es nur darauf an, ob Sie den Nachweis führen befieht, ausgeübt worden ist. Das Opfer ist ein gewiffer fönnen, daß die Löwe'schen Gewehre unbrauchbar find. Diefen Nachweis zu führen, ist unmöglich, Buccaro, ehemals Abgeordneter, der sich der ganz besonderen bie Ueberzeugung wird sich bei feinem Freundschaft des Ministerpräsidenten erfreut. Und auch im Richter erschüttern laffen." Ist diefe Aeußerung Abgeordnetenhaus, der sog.„ Volksvertretung", haperte wirklich genau so gefallen, wie fie berichtet wird, so hatte der sehr mit der Majorität. Niemand weiß, wet Roch und Bertheidiger Recht, wenn er antwortete: Wenn letteres der Kellermeister, Alle merken, baß ihnen der Boden unter de Fall ist, dann können wir uns ja jede weitere Verhandlung Füßen wanit, und was ber morgige Tag bringen wird sparen." Auch uns fommen die Behauptungen Aylwardt's im davon hat keiner eine Ahnung. Das Staatsschiff treib höchsten Grade unwahrscheinlich vor; troydem müssen wir steuerlos dahin, und mit unheimlicher Schnelle nähert fragen: Wie tommt der Borsigende des Gerichtshofes dazu, fchon vor Abschluß der Verhandlungen sein Botum abzugeben sich dem Maelstrom: des Bantrotte.und sogar nicht nur für sich, fondern auch für die übrigen Richter schon heute zu erklären, daß fie die unerschütterliche Belgien. Das Gemegel, von dem wir gestern b Ueberzeugung von der Unbeweisbarkeit der Ahlwardt'fchen Berichteten, hat ein weit ernsteres und blutigeres Nachspiel hauptungen hätten? Nachdem in einer Reihe von Senfations gehabt. Ein Telegramus aus Tilleur bei Lüttich Prozessen derartige Ungehörigkeiten, ja Unbegreiflichkeiten, in der geschäftlichen Behandlung und der Seitung der öffentlichen Gerichtsverhandlungen sich gezeigt haben, wäre es die höchste Beit, daß von berufener Seite den Justisbehörden einmal tlax gemacht würde, was ihres Amtes ift." Reichstage Erfahwahl in Bonn Rheinbach am So wenig sympathisch uns Herr Ahlwardt ist und so 28. November. Amtliches Hesultat: Es wurden 11 664 sehr wir sonst auch in Gegnerschaft zu dem Standpunkt Stimmen abgegeben. Bon denselben entfielen auf den stehen, den die Kölnische Volts- Beitung" vertritt, so Kandidaten des Zentrums, Ober- Landesgerichtsrath Peter können wir doch in diesem Falle mur voll und ganz dem Spahn Berlin, den früheren Vertreter des Wahlkreises, ultramontanen Blatte beipflichten. 11 168 Stimmen, auf den sozialdemokratischen Kandidaten Klempner May Lücke Köln 458 Stimmen und auf den. Kandidaten der Deutschfreisinnigen, Abg. Eugen Richter Berlin, 48 Stimmen. Ober- Landesgerichtsrath Spahn ist somit gewählt. Der deutsche Branerbund, welcher heute in Berlin tagte, nahm folgende Resolution an: Die heutige Bersammlung der Brauereien der Steuer gemeinschaft verwahrt sich auf das entschiedenste gegen die von den verbündeten Regierungen geplante Erhöhung der Braufteuer. Eine so überaus schwere Belastung der Braue Indufirie wird das Gewerbe im allgemeinen auf bas empfinds lichfte schäbigen, namentlich den Ruin zahlreicher tleinerer und mittlerer Brauereien herbeiführen, da eine Abwälzung auf den Konsumenten, wie in der Begründung des Geseßentwurjes selbst zugegeben wird, vollständig ausgeschlossen erscheint." Auf eine politische Verwahrlosung" der Wähler schließt die Boffische Zeitung" daraus, daß der AhlwardtProzeß die Wähler nicht abschreckt, sondern nur als Beweis dafür bient, daß die Wahrheit allezeit verfolgt wurde". Dieser Satz wurzelt eben so fest im Volke, daß alle geGeschöpf zusammenzukoppeln. Aus welchem Grunde mag der Inspektor nur diese Studentenliebste geheirathet haben? Wie geheimnisvoll! Aus Liebe vielleicht? Wer tann's wiffen!" Schließlich ist sie aber." res feinen Gedanken gang ab, ein fehr nettes Berhältniß. Und ich wäre ein riefiger Dummfopf, wenn ich sie aufgäbe." VIII. Das Duell hatte Duroy berühmt gemacht, und er wurde zu den hervorragenden Mitarbeitern der Vie Française" gerechnet. Da es ihm aber an guten Einfällen außerordentlich gebrach, so verlegte er sich auf eine Spezialität: auf Deklamationen über den Verfall der Sitten, das Verschwinden großer Charaktere, den Mangel an Patriotismus und die Bleichsucht der französischen Ehre. ( Das Wort„ Bleichsucht" hatte er in dieser Verbindung zuerst angewandt und war nicht wenig stolz darauf.) Und wenn au von Marelle mit ihrem spöttischen, steptischen( fte, ihrem Pariser Geiste, wie man ihu nennt, fich über eine Tiraden luftig machte und sie mit ihrem Wih erfolgte, dann antwortete er lächelitb:" Ach was! verschafft mir später einen guten Namen!" Er wohnte jegt in der Rue de Conftantinople, wohin er Koffer, Bürste, Rafierzeug und Seife hatte schaffen lassen; das war sein ganzer Umzug gewesen. Jeden Donnerstag aß er bei den Marelle's. Er machte dem Gatten den Hof und sprach mit ihm über Landwirth schaft, und da er sich selber dafür interessirte, so vertieften sie sich zuweilen so in ihr Gespräch, daß sie die Frau darüber vergaßen, die auf dem Sopha einschlummerte. Auch Laurine schlief bald auf den Knieen ihres Vaters, bald auf denen Duroy's ein. Wenn dann der Journalist gegangen war, so verfehlte Herr von Marelle nicht, in dem lehrhaften Tone, mit dem er alles sagte, zu erklären: Ein wirklich angenehmer, sehr gebildeter Mensch!" ( Fortsetzung folgt.) Die Sünden bes Zentrums zählt Dr. Sigl in feinem Wahlaufruf an die Wähler des Wahlkreises Kaufbeuren- Mündelheim- Oberdorf- Füffen auf. Es heißt in dem Wahlaufruf: " 7 besagt: Tilleur, 3. Dezember. Bei dem gestrigen blutigen 8 fammenstoß find 9 Personen, Bergleute, Fraue und Kinder, verwundet, 4 todt geblieben. Cin Anzahl Gendarmen ist gleichfalls verwundet. Morgens fri fand bereits ein Zusammenstoß mit Gendarmen statt. D fegteren erklären, daß sie eine Stunde lang mit einem Stein hagel überschüttet worden seien und in der Nothwehr gefeue hätten, nachdem die Ausständigen mit ihren Revolvern fchoffen hatten. Die Ausständigen gefehen die Steimbürfe e leugnen jedoch die Revolverschüsse ab. Die Gendarmerie hab mehrfach Salvenfeuer abgegeben, ohne vorher bie gefenti Aufforderung zum Auseinandergehen erlaffen su habe Di Ursache des Konflikts ist durch die Konferenz der Aandige mit der Direktion beseitigt, indem die Forderung de b Arbeiter bewilligt wurde. Die Wiederaufnahme de je Arbeit am Montag ist gesichert. Kann denn das Bolt zufrieden sein mit dem Zentrum? Wohl hat das Zentrum in ben Beiten des Seultur Die Wahrheit ist das natürlich nicht, aber sie blid tampfes" unter Windthorst's Führung feinen Mann ge durch das Wortgewebe hindurch. Die Thatsache, daß bi stellt; es fonnte ftola fein auf sich selbst, es genoß die Forderungen der Arbeiter nachträglich bewilligt wurde allgemeine Achtung; selbst seine Gegner fürchteten es nicht blos, sondern achteten es auch. Diese Zeiten sind aber zeigt klar, daß die Forderungen gerechte waren. Waru vorbei; fie en beten mit dem Kulturkampf". Seit dem, hat man sie nicht sofort bewilligt? Hätte man das gethan feit es die einer Voltspartei vorgeschriebenen Wege verfo wäre die Mezelei vermieden worden. Allein Arbeiter laffen und nach oben schielt und liebängelt, batte es tein mezeleien gehören zum politischen Katechismus der belgische Glück mehr, weber in seiner Führung, noch in seiner Politit. Kohlen und Eisentönige. Was es bei den Wahlen dem Bolte versprochen und was das Bolt mit Recht von ihm erwarten durfte, davon hat es Canada, die bedeutendste der Rolonien, welche Eng nichts gehalten: Nicht gemindert hat es die Lasten bestand noch auf amerikanischem Boden besitzt, ift fe Bolkes, fondern stets erhöht; nicht beschränkt hat es den Militarismus, sondern, wie beim Septennat, so erit vor zwei vielen Jahren in einem Zustand wachsender Gährung. D Die indirekten Steuern, Rolonie ist zwar von dem Mutterlande so gut wie unab Jahren, gefräftigt und vermehrt. welche die nothwendigen Lebensmittel so sehr vertheuern, hängig, und die englische Regierung bietet sogar alles auf wurden vom Zentrum fast ohne Widerspruch in gewünschter der Eitelkeit der Rolonisten zu schmeicheln, allein b Höhe bewilligt. Niemand mehr als der Bauer wurde und Canadier find Leute, die sich nicht durch den Schein blende wird durch die fortgesetzte Vermehrung des Heeres, die stets laffen, das Beispiel der angrenzenden amerikanische unter Zustimmung des Zentrums erfolgte, geschädigt, denn er Republik ist verführerisch, und durch die Thatsachen vi zumal ist es, von dem die Soldaten gefordert werden und berber Gebanke förmlich aufgebrängt: Unser Berhältniß& biese Blutsteuer doppelt zahlt, weil sie ihm die Arbeitskräfte England hat keinen Zweck und Sinn; was die Amerikan nimmt und vertheuert. und wie das Zentrum in Reichstag, so trieb es das fönnen, das können auch wir uns felbft regieren Bentrum im Landtag. Vor zwei Jahren noch tobten und Und dieser Gedanke, der schon verschiedene Aufstand wütheten die Herren vom Zentrum gegen das Minifterium, versuche hervorgerufen hat, hat sich allmälig der Mall dem sie heute aus der Hand fressen, ja dem sie sogar der Kolonisten bemächtigt, und zwar berer eng unverlangt um 8600 Wt. per Kopf die Gehälter aufbefferten, lischer sowohl wie derer französischer Abstammung während die miserabel und schlecht bezahlten nieberen Be Und es unterliegt nicht dem leisesten Biveifel, daß die eng diensteten und kleinen Beamten leer ausgingen. Gich selbst lische Kolonie Canada über furz oder lang als Republit haben die Herren bei der Aufbefferung auch nicht verden Bund der Vereinigten Staaten von Amerika eintrete geffen! Mit Unrecht prahlt bas Sentrum, daß gerabe es die 训 Hüterin der bayerischen Refervatrechte fet, baffelbe Bentrum, mird. Bei dieser Lage der Dinge hat nachstehendes Tele welches ohne Gram und Bedenken z. B. das Refervatrecht der gramm aus der Hauptstadt des französischen Theile vo Branntweinbesteuerung auf dem preußischen Opferaltar ab- Canada fymptomatisches Interesse: Schlachtete. Alle Führer des Zentrums wurden mit Beförderung belohnt, Dr. Orterer gleich mit Uebersprin gung von 50 Bormännern zum Reftor befördert, nachdem er mit der Regierung vereinbart, daß er dafür sein ihm vom Volte übertragenes Reichstagsmandat niederlege! Die lautesten Schreier des Zentrums hat die Regierung ftets zu befriedigen" und damit kirre zu machen gewußt und sie ließen sich befriedigen und firre machen!" Aus Mecklenburg. Die Regierungen von Medienburg- Schwerin und Mecklenburg- Strelig beantragten beim Landtag, daß die Militärgerichtsbarkeit auf Preußen übergehn. Der widerspenstige Todte, wie die Franzosen den Fälscher der Emser Depesche genannt haben, begreift möglicherweise selber noch nicht, daß er todt, mausetodt ist, aber seine ehemaligen Freunde haben es begriffen. Als Liebknecht am Donnerstag seine Ausführungen über den Ursprung der Emser Depesche machte und an der Hand der Aftenstücke den Beweis der Fälschung erbrachte, da hörte das Haus lautlos zu, lein Zwischenruf des Zweifels oder der patriotischen Entrüftung- und nachher fein Wort der Widerlegung, kein Versuch der Ehrenrettung. I der bi Montreal, 1. Dezember. Eine Versammlung von gefähr 3000 Perfonen fand gestern Abend hier statt. Der B der Versammlung war, über die Zukunft Canadas zu tutiren. Die Redner vertraten verschiedene Ansichten. Präsident des franzöfifchen Klubs, Gardinal, war für Fortdauer der bestehenden Berhältnisse in bezug England. Der Sekretär des tanadischen Bweiges der perial Federation League", Mc. Gouw, sprach fich zu Gun einer engeren Verbindung mit England aus. Le Mie erklärte Ju fich zu Gunsten einer völligen Unabhängighe von England. Myers und Nowak äußerten sich zu Gunst einer Union mit den Bereinigten Staaten. Buhörer folgten den Reden mit dem gespanntesten Intere Eine Abstimmung wurde über vier der Versammlung vo gelegte Anträge vorgenommen. Ungefähr die Hälfte der 3 hörer nag daran theil. Das Resultat derfelben war: 16 ftimmten für Unabhängigkeits Ertlärung, für Einverleibung in die Bereinigten Staate 364 erklärten fich für den Status quo und 27 für eine enge Berbindung mit dem Mutterlande. Die Freunde des C Premiers, Mercier, erklären, daß derselbe in Kurzem ein Kreuzzug zu Gunsten einer Unabhängigteits- Erklärung eröff werde. 90 Die Unabhängigkeits- Erklärung ist beiläufig ein 3 Einverleibung in die Vereinigten Staaten, denn be 66 31 19 19 18 钠 Te D bi a eu te te Di eff 900 ger DO ル Herr Domela Nieuwenhuys schreibt uns, daß er fein Millionär set. Die deutsche Preffe und auch holländische Genossen, die wir für glaubwürdig halten Surften, hatten es behauptet, wir nehmen aber von dem Dementi des Herrn Nieuwenhuys 2.Ft.Canada als unabhängige: Staat neben und außer den Ber- fammlung befchloffen, gegen bie von der Generalversammlung[ Antrag: Die ftattfindenden Versammlungen bes Verbandes fernereinigten Staaten bestehen könnte, ist einfach eine Unmög- getroffene Bestimmung, daß den Steinhauern der Beitritt ver- bin auch im Sosialist" su annonciren," wurde abgelehnt. In lichkeit. weigert werden soll, ganz energisch Protest zu erheben. Bei der Angelegenheit des bei Stramm befindlichen Schrantes, diefem Protest gehen wir von be gewiß richtigen Anschauung welcher dem Kollegen Mude vom Verband geschenkt wurde, theilte aus, daß es ein großes Unrecht i, dem Beruf den Eintritt in Rafher mit, daß es dem Mude nicht möglich gewefen fet, dendie Kasse zu verweigern, dessen Angehörige von Anfang an treu felben auf gütlichem Wege zu erlangen. Ga fet deswegen nöthig, zu derfelben gehalten haben. Auch bestreiten wir ganz ent eine Bescheinigung mit ber Unterschrift der Vorstandsmitglieder fchieden, daß die Steinharer die Schuld an dem hohen auszustellen, welche den Mude als Inhaber des betr. Schrankes Defizit der Kasse tragen, vielmehr sind wir im stande, legitimirt. Kollege range, welcher feine Unterschrift verdas Gegentheil nachau: oeifen. Wir halten es nun weigerte, wurde als Beifizer im Borstande feines Amtes ent für die Pflicht der Mitglieder, bas von von der General boben. Der Antrag des Kollegen Wegner: Die Metallverfammlung begargene Unrecht wieder gut zu machen arbeiter- Beitung" für den Werband obligatorisch einzuführen," und das kann dadurch geschehen, daß jede Bahlstelle, geftüßt auf wurde abgelehnt, weil solches für Berlin undurchführbar fei; $ 22, Abf. 2, des Statuts eine Protestversammlung einberuft und dem Verband würde bies bei der jetzigen Beitragsleistung in derfelben bie Stimmen zählt, die für die Einberufung von 16 Pfennig pro Woche ungeheure Opfer auferlegen. Auch einer neuen Generalversammlung abgegeben werden, welche den würde die Beförderung und Zustellung an die Mitglieder auf gegen die Stei hauer gefaßten Beschluß umzustoßen hätte. Es verschiedene Schwierigkeiten ftoßen. Stollege Schnabel beantragte: wird ein Beirstes sein, das erforderliche Zehntel der Mitglieder„ Der Verband möge die Regelung des Lehrlingswesens überzu Gunsten ber Steinhauer zu intereffiren. Wir fordern daher nehmen." Auch dieser Antrag konnte nicht die Zustimmung der eine jede Bahlstelle der Kasse auf, eine Versammlung im beregten Versammlung erlangen; aus der hierüber stattgefundenen DisGinne aby thalten, und das genaue Stimmenresultat an einen tuffton gelangte folgende Resolution zur Annahme: der Unter eichneten bis spätestens zum 1. Januar zu übermitteln. Auch me den alle Arbeiterblätter ersucht, diese Aufforderung abzudrucken. M. Josef Arnold, Steinhäuferstr. 23, II, Bremen. . Gid, Vagtstraße 56, Bremen. Parteinachrichten. Mit den Beschliffen des Berliner Barteitags find weiter einverstanden die Parteigenossen in Potsdam, Stuttgart. Gegen die Militärvorlage erklärten sich Versammlungen in Greiz( Ref. Hofmann- Ghemniz), Agendorf( Ref. Martens Staßfurt), Saynau( Ref. Kühn- Langenbielau), Pforzheim und Brozingen( Ref. Dr. Rüd), Dill weifenstein und Suchenfeld( Ref Ad. Ged- Offenburg), Süneburg( Ref. Emil Fischer- Hamburg), 8euthern bet Bruchsal( Ref. Ralubach), Beopoldshafen( Ref. Dr. Rüdt), Freiburg( Ref. Ged). Bei der Innungs- Schiedsgerichte Wahl der Weißenfelfer Kürschner siegten die organisirten Arbeiter mit großer Derlammlungen. Majorität. Die Versammlung ist der Ansicht, daß nur durch eine starte Organisation, in der die Mehrzahl der Metallarbeiter Mitglieder fein müßten, die Lehrlingsfrage geregelt werden kann." Ferner wurden die Kollegen aufgefordert, ihren Fach Tommissions- Bertretern diejenigen Wertstätten namhaft zu machen, welche zur Ausbildung von Lehrlingen ungeeignet feien, Engagements der Referenten zu Versammlungen betreffend, murde befchloffen, die Wahl derselben dem Vorstand resp. den Einberufern der Versammlungen zu überlassen. Jin weiteren wurde die Abhaltung eines Wintervergnügens beschlossen unb Der Wahlverein für den sechsten Reichstags- Wahlkreis hierzu ein aus 11 Personen bestehendes Bergnügungskomitee ge Gemeindewahlen. In Neukirchen bei Crimmitschar hielt am 29. 6. M. feine ordentliche Versammlung ab. Vor wählt. Der Kollege Zemlin wurde bem Arbeitsvermittler auf wurden 3 Sozialdemokraten in den Gemeinderath gewählt. Bra Gintritt in die Tagesordnung gab der Vorsitzende, Genoffe 8 Tage zur Aushilfe zugerotefen. ben gegnerischen Kandidaten tam nur einer burch. Riefel, befannt, daß der erste Schriftführer Strigtowsty Zu dem Bericht der Versammlung des ersten WahlIn Nieder efter mit bei Dresden wurde der fo, tals das ihm gefchentte Bertrauen gemißbraucht habe und unter demokratische Kandidat ber unanfässigen mit 55 von 7 ab- Sinterlassung einer Schuld von 135 M. 55 Pf., fowie Nicht freifes in gestriger Nummer berichtigen wir hiermit einen Druckgegebenen Stimmen in den Gemeinderath gewählt. Da die Bahl abrechnung von 885 Billets zur Lassallefeier durchgebrannt sei. febler, der leicht zu Jrrthümern Veranlaffung geben tönnte. Die der abstimmungsberechtigten unangefeffenen 101 betrug, bat erhaltene Referat Die gegenwärtige wirthschaftliche und politische nämlich nicht bis zum 17. Dezember, sondern nur bis zum SonnDie Versammlung nahm alsdann das von Wiedemann gerist zur Einzeichnung in die Gewerbegerichts- Wählerlisten ist auch die Mehrheit aller Wähler für sich gegabt. In Jonis( Anhalt) slegten zwei fandidaten des Arbeiter Sage" entgegen. Genoffe Robert Schmidt sekundirte dem tag, den 11. Dezember ausgedehnt worden. partei. Referenten in trefflicher Weise, zog alsdann die in Aussicht ge- Atung, Schuhmacher. Große öffentliche Verfamifung am Sonntag, Bon über 2000 Wahlern nahmen in Mindea nur 393 an nommene Arbeitslosen- Statistit in den Bereich feiner Beden Dezember, Nachmittags 4 Uhr, im Lotal Arminhallen", stomman der Stadtverordneten- Ergänzungswahl theil. Urjere brei Stan trachtungen und richtete an die Versammelten das bringende bantenstr. 20. Tagesordnung: Stand des Streits in der Mauffichen Schuhbibaten erhielten 45-51 Stimmen. Die ausgeschiedenen Stadt Erfuchen, bei dem eminent agitatorischen Charakter des Projekts Oeffentliche Verfammlung fie inner und Frauen at Sonntag, verordneten wurden wiedergewählt. mit ganzer Rraft für dasselbe einzutreten. Genoffe Hennede den 4. Dezember, bends 6 Uhr, in ber Berliner Bockbraueret, TempelhoferSchloß sich den Wünschen des Vorredners an und ging alsdann berg. Tagesordnung: 1. Bortrag bes Genoffen Th, Glocke über: Antifemt tritifirend auf einzelne Punkte des Referats ein. Folgende Ste- tismus und Sozialdemokratie. Nach der Bersammlung: Gemütliches BetVerein der Mashinien und Heijer geelius. Bersammlung am solution fand einstimmige Annahme: In Erwägung, baß die Arbeitslosenstatistit einen befonderen Sonntag, 4. Desember, Rachmittags 5 Uhr, in Schultheiß Brauerei Ausagitatorischen Werth für die gesammte Arbeiterschaft hat, erklärtant, Neue gatobftraße Nr. 24/25. Bortrag über einen neuen Reffelfpetfe fich die Versammlung mit den Ausführungen des Referenten, sowie des Genoffen Robert Schmidt einerftanden und verpflichtet fich, für die Statiftit einzutreten, um der heutigen kapitalistischen Gesellschaft zu zeigen, welche ungeheuere Noth vorhanden ist." Todtenfifte der Partet. In Neubamm verftarb der Genosse M. Müller infolge eines Unglücksfalls. Er hatte einen Wagen Tuche fortzuschaffen und stürzte dabei mit dem Ropfe auf's Pflaster. Die Partei verliert in ihm einen tüchtigen Genoffen. Bolizeiliches, Gerichtliches st. Der Braunschweiger Bolte freund" hofft, daß die Audienz, welche Parteige toffen bei dem dertigen Minifterium wegen der unerträglichen Sandhabung des Vereinsgefeges hatten, von Erfolg fein wird. # Zum Punkt Vereinsangelegenheiten stimmte die Versamm lung einem Antrage des Vorstandes zu, den arbeitslosen Mit gliedern während der Dauer der Arbeitslosigkeit auf Antrag die Beiträge au erlaffen. waarenfabrit. fammenfein mit Zanz. Regulator. Achtung, Rebeiterinnenversin. Bersammlung bente, Gonntag, bends ur, alte Satobftr. 88 bei Wienecke. Tagesordnung: Bortrag des Genoffen Sparfelb über:„ Arbetterinnen- Organisation und die Sausindustrie. Berguigungeverein insta. Heute, Sonntag, abends 6 Uhr, Gigung mit Damien bet Gold, Große Frantfurferstr. 188. Nachdem: Fidelitas, vers bunden mit Tanz. Vergnügungsserein goruffa. Seute, Sonntag, abends& Uhr, Ethung mit Damen bet Wollschläger, Blumenftr. 78. Borträge, Fiberitas. Ortsverein der Porzellan- und Glasmaler Gerlin 2. Berfamnifung am Montag, den 6. Dezember, Abends 8 Uhr, in Schultheis Brauerei- us= fchant, Neue Satobftr. 24/25. Borlesung über: Das Bildungsmonopol ber -Der Redakteur ber Gelfentitchener Arbeiter Beitung", Genosse Emi! 2us brint, bat am 30. November heutigen Gesellschaft. In einer öffentlichen Arbeitgeber- Versammlung, bie in Elberfeld eine Gefängnißstrafe von 2 Monaten angetreter an Mittwoch bei Feuerstein stattfand, erläuterte Genoffe Reßler die ihm wegen mehrerer Breßvergehen auferlegt ist. Bege noch einmal den gwed und die Bedeutung der demnächst statt Bleicher Vergehen hatte er schon im Laufe des vorger und findenden Gewerbegerichtswahlen und gab nach Schluß seines Vortrages in Gemeinschaft mit dem Genossen aber auf verLait einer Verfügung des Schleswigterungsschiebene Anfragen Auskunft. Sierauf wurde folgender vom präfidenter, veröffentlicht in Nr. 65 des biesjährigen Kreisblatts, Genoffen Stabernad gestellte Antrag einstimmig bedarf die Bornahme von Zellersammlungen und die genommen: Erhebung von Eintritsgelbern zu öffentlichen Versammlungen teiner polizeilichen Genehmigung mehr. Das Bureau der heutigen Bersammlung wird beauftragt, yen weichung einer unrichtigen tig im Beiger ben Termin zur Eintragung in die Wählerliste bis mindestens ber Stadtverorbnelen Versammlung den Antrag zu unterbreiten, Volksboten", wonach der Inspektor Hoffmann in Hayusburg feinen Sund auf ein Stins gebegt baben sollte, wurde der Benoffe zum 16. Dezember hinauszuschieben." Genosse Ebenso fand folgende Resolution Pahmte einstimmige ar 6. Henschel in Beiß a 150 m. Geldstrafe event. 30 Tagen Annahme: Gefängniß verurtheilt. Gegen Genoffen Bei war wegen einer in ober. burg gehaltenen Rede Antle ge erhoben. Die Straffammer hat jedoch die Einstellung des Verhrone beschlossen. Wegen Beleidigung des Polizeikommissars Brehme in Gurt war der Redakteurer Thüringer Tribüne," Genoffe Sille, vom Schöffengericht zu 50 m. Geldstrafe verurtheilt worden. Die Straflammer uzixte das Strafmaß auf 30 M. Soziale erster Bevollmächtigter. tebernicht. 0 Achtung, Schneider und Schneiderinnen. Deffentliche Bersammlung am Montag, den 6. Dezember, abends 8 Uhr, tn Gratwell's Bierhallen, kommandantenir. 77/70. Tages- Ordnung: Die Baltung ber Militärschneider zu den gefaßten Befchlafen, und wie freut sich die Berfomintung hierzu? Verein der Arbeiter und Arbeiterinnen bee gudj-, Papier- hb Levermaaren- Bubuftrie. Bersammlung am Montag, den 6. Dezember cr., bends 8 Uhr, Alte Jakobftr. 78. Tagesordnung: 1. Die grappliche unton. Referent Georg Schmidt. 2. Wie stellen wir zu der geplanten Arbeitsall- tofenftatiftit, Feele Vereinigung des Graveure und Bireleurs. Bersammlung am Montag, den 6. Dezember, Dresdenerstr. 45, Kunstgewerblicher Bortrag bes Montag, den 5. Dezember, abends& Uhr ,. Annenftr. 16. Blumen- und Putfeder- Branche. Beschließende Berfammlung am Sollegen Bernhard über: Metallotechnit. Sozialdemokratischer Klub ser im Buchbrucigewerbe befdjaftigten Kronenstr. 33. 1 ebelter. Ordentliche Sisung am Montag, den 6. b. Wis., im Steftaurant Arbeller- Bildungsschule. Sonntag Vormittag 10-13 Uhr: 5 Die heutige Versammlung der Arbeitgeber befchließt, fich dute, bagelsbergerstr. 48: Unterricht in: Stenen( unt.); Dt- Sale, Martusstr. 31: Unterricht in Buchführung und oberes Otechnen. Arminballen, mit allen Kräften dafür zu sorgen, daß die sozialdemokratischen abends 8% an den Gewerbegerichts- Wahlen zu betheiligen und verspricht, Rommandantenstr. 20: unterricht in der Nationalötonomnie. Montag, 10% Uhr: Sub- Schule, Sagelsbergerfir. 43, Unterricht in Arbeiterkandidaten mit einem Siege aus der Wahlurne hervor- Phyfiologie. Süd- Ostfchute, Retchenbergerite. 188: Unterricht in BuchNord- Schule, Müllerstraße 179a: Rechnen( unt.); Deutsch( obes: es). gehen. Ferner mißbilligt die Versammlung die mangelhafte Aus- forung und oberes Rechnen. Oft- cute, Markusste, 81: Deutſch( oberes) fönnen noch fertigung der Meldeformulare, welche nicht mitt dem Inhalt des n alle Behrfächern, mit Ausnahme ber Buchführung, § 18 des Ortsstatutes übereinstimmen." Schüler und Schülerinnen, auch jest im Laufe des Gemesters, eintreten. Sozialdemokratische gese- und Biskutieklubs. Sonntage. ar Als Kandidaten, wurden aufgestellt: Friz Runge, Julius Rayser, Bormittags 10% Uhr im Restaurant Schömann, Helmstr. 16. Geiß, Benno Stabernad, Peter Maurer, Friedr. Juntnidel, Arbeiter- ängerbund Berlins und Amgegend. Montag, Abends 9 Uhr: Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Norbbeukfe Herrmann Degen, Georg Richter, Albert Walter, Wilhelm Schleife, Naunynftr. 86 bei Zubeil. Stebertafel der Maler Mertens, Herrm. Herholz, H. Klotz, B. Busse, Emil Bahmte, und verw. Berufsgen. Annenftr. 14 bet Gyrenberg. Harmonie 2 BandsZonblüthe, Görligerstraße 58 bei ftoffs= Wilh. Borchert, Eduard Freier, Albert Peters, Heinrich Fellen- bergerstraße 31 bei Musehold. borf. Blüthe, Prenzlauer- Allee 20 bet tebel Sangerchor ber Achtung, Kürschner! Den Stückarbeitern der Withenfabrik berg, Max Fahrenwald, Heine. Liebsch, Albert Tich, Albert birurgifen Brange, Alte Schönhauſerſtr. 48 bet Netmasin. don S. Westmann, Mienburgerstr. 32, wurde von feiten Wolter, Paul Dupont, Seine. Nöske, Julius Apelt. Um diese rohoffnung ber Zimmerer Berlin West, Kutnftr. 88 bet Raums.nn. bes Fabrikanten eine Bohm ed ultion angeboten.( Röpfeziehen per Kandidatenzahl zu erhöhen, sollen in verschiedenen Gegendentetett, appel- Alee 84 bet rufe. Dußend 40 Pf) Da diese bem darauf nicht eingingen, wurden ähnliche Arbeitgeber- Bersammlungen in allernächster Zeit ab bergerfir. 24 bei Bagbold.- 8 te bestre tett II, Giraußberg, im Stefurant trüger. wyrthenblätter, Belforterstraße 15, bet Schneider, Felfenburg, Koppenstraße 43c. Brüberschaft( Sausbiener), Stallfämmtliche Arbeiter und beiterinnen sofort entlaffen.( Eine gehalten werden. fchreiberstraße 20, zum Gtchenen Stab. Süb Ofi, Naungnstr. 48 bet fchöne Weihnachts- Gratifife i on.) Die Verbandsmitglieder werden Für Pankow und Nieder Schönhausen fand am gris Fröhlich. Sangesblüthen, Roppenstraße 35, bei steller. sefangs hierdurch von diefer Angelov enheit in Kenntniß gefest. Dittmann, 30. November, in Borchardt's Bereinshaus zu Banton eine belter:@sfangverett& termébout, bet Softwirly Stevest in verein Bieberzweig, Hermsdorf, Gastwirth Weidman.nsluft. Boltsversammlung statt, in welcher Reichstags Abgeordneter Gefangverein Berliner Bulbgauer, Ornament", Wrangelfire.be-fas Achtung, Korbmache! Da der Streit unverändert fort Julius Seifert aus Zwickau über die neue Militärvorlage Straße 44. Gefangverein Collegia 1", Manteuffelste. bet Nonsaits, Treu und Feft", 8-10 Uhr Weibenbeg 1 bet Böldicke bet Schmidt. dauert, ist der Zuzug von den Werkstätten von D. Anding, referirte. Der Redner zeigte, wie ungeheuer mit den AufSund der geselligen Arbeitervereine Berline und gegend. Wilhelmftr. 124, A. Starie, Waldstr. 48, und 28. Kempfes, wendungen für Militär und Marine auch die Steuerlaften ge- ane Buschriften, den Bund der gefelligen Arbeitervereine betreffend, find au Sonntag: Martusfix. 18/19, fireng feuhalten, Das Streiffomitee. wachsen sind, schilderte dann, wie die verschiedenen bürgerlichen( richten an G. Schröder, Nostigstraße Nr. 29, 3 Treppen.) Privat Briefe und Sendungen find an Robert Kiersch, Ritterstr. 25, Parteien bei dieser Belaftung des Bolles mitgewirkt haben, und beaterverein Boruffia bei Herrn Ockert, Beughoffitaße 8. Theatergesellschaft und artistentlub Belle Alliance bet Herrn Behmann, im Restaurant, zu richten. Theaterverein Bara antrta bet permit Odert, Alle Arbeiterblätter werden um Abgab der Befürchtung Ausdruck, daß diefelben auch die neuesten alegandrinenstraße 82. bruct gebeten. Forderungen der Regierung auf Kosten des Voltes bewilligen Beugbofit. s.- Theater- und Bergnügungsverein Elmenhorst bei Seren Freundschaftlicher Bartverein bet Serrn Krichte, würden. Redner beleuchtete demnächst noch die Ursachen des Serrath, Boechstraße 7. Moftigstraße 12.- Turnverein Fichte in Schölzer's Geeschlöschen in Lichten Achtung! Mitglieder der Allgemeinen Orts- Krankenkasse Zambourverein uf bei Sperling, Infelstr. 1. Gefelliger Berein gewerblicher Arbeiter und Arbeiterinnen( früher Meyer'sche Kaffe). Mißtrauens und der Spannung zwischen der deutschen und fran- berg. Die öffentliche Versammlung vom 13. November cr. hat ver- ofiichen Regierung, wies auf die Forderungen unferes Pro- Stalia bei Rohrsdorf, Pantstraße 4. Turnverein Fichte", Sichtenberg, Schölzet's Seefchlößchen. gramms in bezug auf Krieg und Wehrfähigkeit hin und schiedene Mißstände, welche in obiger Kaffe herrschen, ans Tageschloß mit der Aufforderung an die Anwesenden, Protest gegen Zambourverein Ruf bei Sperling, Infelfte. 1. Sund der geselligen Arbeiterverrine Berline und mgegenb. licht befördert. Diese 3ersammlung war aber leider zu schwach bie neue Militärvorlage zu erheben. Folgende Resolution wurde besucht, um ein endgiltiges Resultat erzielen zu können. Wir er barauf zur Debatte gestellt: uchen die Mitglieder daher, bringend in der am Sonntag, den" In Erwägung, daß die dem Reichstage zugestellte neue 11. Dezember cr, Vormittags 10 Uhr, Alte Jakobstraße 75, bei militärvorlage dem deutschen Volfe eine neue und große Last Bolz( früher Feuerstein, oberer Saat, stattfindenden öffentlichen aufbüirdet, demselben Volle, welches burch dirette und indirekte Bersammlung zu erschei nen. Ferner bitten wir die Mitglieder, Steuern bis aufs äußerste belastet ist, während die jebige Strife, etwaige von den Heren Kassenärzten oder von Kassenbeamten begangene ungehörigi iten, gegen welche beim Vorstand Be- welche Arbeitslosigkeit, Noth und Glend im Gefolge hat, den schwerde geführt, aber eine Regelung nicht erfolgt ist, bei unserer testirt die Versammlung gegen die neue Militärvorlage und erheutigen Machthabern ein energisches Halt gebieten sollte, proSchriftführerin, Fel. G. Bittmann, Gitschinerstr. 57, vorn E. parterre, mit unters hrist versehen, melden zu wollen. Diese Be- wartet, daß der Deutsche Reichstag dieselbe ablehnen werde." In der Diskussion nahm außer einem Genossen ein deutsch schwerden werden in obengenannter Versammlung zur öffent lichen Kenntniß gebracht, eine Namensnennung des Beschwerde- freifinniger Herr gegen die Resolution das Wort und suchte die führers findet nich: flatt. Es ist dringend nothwendig, die freie Ausführungen des Referenten zu erschüttern. Gelang ihm dies Westwahl durchzu bringen, darum that Eure Pflicht Mitglieder, der Versammlung ein. Der Referent führte in reintres 8mlebetfiiche, Rigdorf, Abends to Uhr in Baria's Lotal, Bertmer: und seid Alle om Blaze! Die Krankenkassen- Kommission der worte zum Ergößen der Anwesenden diesen Herrn gründlich ab, woring, Admiralstr. 18c.- Geselliger Klub Namenlos, jeben Montag im gewerblichen Arbeiter und Arbeiterinnen. J. A.: Otto Bleich, worüber der patriotische" Fortschrittsmann dadurch quittirte, Restaurant zum Zukunftsstaat, Kaftanien- Allee 35. Sorauerstr. 5. Bergnügungsverein Aufelgoland Sigung jeben Montag uhr bei daß er, als es an die Abstimmung ging, eiligst den Saal verließ. Linte, Bergstr. 64, Fidelitas. Bergnügungsverein Eulalia" bei Gerrn Reggentin, Barnimstr. 4-5 Achtung, Puher! Die Frist zur Eingeichnung in die Die Resolution wurde darauf einstimmig angenommen. Die ählerlisten zunt Gewerbegericht ist bis zum 11. Dezember ver- Bersammlung beschloß dann, einen Arbeiterverein für Pankow Sigung& Uhr. Bergnügungsverein Nord, Sigung Sonntag Abends 6 Uhr bet Keller. längert worden. Berfäume daher niemand, der seine Pflicht in und Umgegend zu gründen, und wählte zur Ausarbeitung der Artistentlub Sumor, Sigung Sonntag, den 27. Nov., Nachm. 5 Uhr, dieser Beziehung noch nicht erfüllt hat, fich bis zum genannten Statuten ein Komitee von 7 Perfonen. Es wurde noch zum im Restaurant Bendrich, Brandenburgstr. 60. Nach derfelben zanz und Tage eszeichnen zu lassen. Antragsformulare verabsolgt der Abonnement auf das Boltsblatt" aufgefordert und mitgetheilt, Fidelitas. Theater Verein Suftige Seelen, Sonntag 4 Uhr bet Stehmann, terzeichnete; auch werden mündliche Anmeldungen, wenn von daß das Lokal von Dietert in Schönhausen den Genossen meichtoritr. 16. dem Betreffenden die erforderlichen Legitimationspapiere bei nicht mehr zur Verfügung steht. Mit einem Hoch auf die Sozialgebracht werden, von den bekannten Stellen aus erledigt. Möge demokratie gingen die Versammelten auseinander. jeder seine Pflicht thun und die Säumigen aufrütteln. Der Ver In der außerordentlichen Generalversammlung des Ver trauensmann F. Gräschte, Lübbenerstr. 26. bandes aller in der Metallindustrie beschäftigten Aufforderung an alle Zahlstellen der Zentral- Kranken. Arbeiter, die am 21. November abgehalten wurde, fanden faffe der Maurer ut. f. w. Grundstein zur Einigkeit". Die von letter Generalversammlung unerledigt gebliebenen AnBahlstelle Bremen dieser Raffe hat in ihrer legten Verträge ihre Erledigung. Der vom Kollegen egner gestellte bei Grant Rabite. Die " auch nicht, so trug ihm seine Rede doch bisweilen Hetterkeit montag: Theaterverein Soutien städtischer Humor, Manteuſſelſtr. " bet Schröder. Rauchtlub Frisch auf bet Echulze, Fürstentaberfir. 12. Bergnügungs- Verein Alpenveilchen, Straußbergerstr. 8 bet Bitts. Sumorift. Berein ipifarbet trösche, Fichtestr. 29. Gefang-, Gurn- und gesellige Vereine Sonntag. Privat- Theatergefellſchaft ab al balla, jeben Sonntag Nachmittag& Uhr Reſtaurant Lautenbach, Guvrystraße 77. Privat- Theatergesellschaft Breciofa jeben Sonntag uhr bet Foge, Köpentderstr. 191.- Theater- und Bergnügungsverein Barletin, heute Nachmittag& ühe bet Babe, Beughofftraße 8.Bergnügungsverein Germania, alle 14 Tage Bersammlung SintenTheaterverein Concordia Zeughoffiraße 8 bei Roch Bergnügungsverein Morb, Nachmittags 6 Uhr Fennftr. 5 Det Strüger. ftraße 150. Drantenstr. 121. Bon 4 Uhr an. Tambour: und Vergnügungs verein Gut gett, alle 14 Tage bei Seyffert, Bergnügungsverein Ginigtett 1890. Jeben Montag Gigung bei Roll, Gefang- Turn- und gesellige Vereine. Montag. Gefettger Berein firaße 120.- Bergnügungsverein Freundes treue, jeden Montag bei abalberiste. 21, Abends» Upr. Alle 14 Tage Lanz Bergnügungsverein Suftig, Staligerstr. 54( S. Sente), 5% Uhr: Sizung, Zanz, Fidelitas. Bergnügungsverein Boruffia, Sonntag, den 27, November, 5 Uhr, bet Wollschläger, Blumenftr. 78: Gigung mit Damen. Nach der Sigung gemüthliches beisammensein. Pfeifentlub elfenfest, Abends& Uhr, Königsbergerstr. 20 bei Schabrodt. Rauchflub Weiße Bolte, Abends von 9-11 Uhr, Bernauerstr. 14. Rauchtiub Elvira, Abends 9 Uhr bei Lehmann, FriedrichsfelberStartentlub, 2ustige Brüder" Krautfr. 48, Abends 8% Uhr Fie den Inhalt der Jnferate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonntag, 4. Dezember. Opernhaus. Die Afrikanerin. Montag: Baftien und Bastienne. Bajazzi. Schauspielhaus. Demetrius. Montag: Der Geigenmacher von Cremona. Die gelehrten Frauen. Leffing- Theater. Die Orientreife. Montag: Fedora. Circus Renz. ( Karlstraße.) Sonntag, den 4. Dezember 1892: Zwei große Fest- Borstellungen. Nachmittags 4 Uhr: Zur Beluftigung der Jugend be sonders gewähltes Programm humoristischen Einlagenfämmtl.Clowns. mit Zum Schluß: Die lustigen Heidelberger. Jeder Besucher hat das Recht, ein Kind unter 10 Jahren frei ein zuführen. Abends 71/2 Uhr: pferde Germinal. Zum Schluß: Auf Gelgoland. Mit neuen Ginlagen, Oeffentl. Protest- Versammlungen finden am Mittwoch, den 7. Dezember, Abends 8 Uhr in allen Berliner Wahlkreisen statt. Mr. Jantes Fillis mit dem Schul- Für den 1. Kreis:„ Arminhallen", Kommandantenstraße Nr. 20. Referent Reichstagsabg. Schumacher- Solingen. den 2. Kreis:„ Berliner Bockbrauerei", Tempelhof. Berg. Referent Reichstagsabg. Dreesbach- Mannheim. Berliner Cheater. König Richard III. 11. 2.: 1. Carde- Regiment du Für Wallner- Theater. Die Großstadt Iuft. Montag: Diefelbe Vorstellung. von 82 Damen. aut Morgen, Montag, Abends 71/4 Uhr: Auf Helgoland. Große Borstellung. Dentsches Theater. Die Jüdin von Billet- Borverkauf beim Invaliden. Für den 2. Kreis:„ Unions- Brauerei", Hasenhaide Nr. 22-31. Toledo. Montag: Der Misanthrop. In Civil. Kroll's Theater. Der Troubadour. Montag: Unbine, Neues Theater. Die Liebeshändlerin. Montag: Dieselbe Vorstellung. Residenz- Theater. Im Pavillon.( Le Parfum). Montag: Dieselbe Borstellung. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Das verwunschene Schloß. Montag: Diefelbe Vorstellung. Thomas- Theater. Almenrausch und Edelweiß. Montag: Diefelbe Vorstellung. Bellealliance- Theater. Die Waise aus Lowood. Montag: Diefelbe Vorstellung. Adolph Grant- Theater. Die wilde Madonna. Montag: Dieselbe Vorstellung. Alexanderplat- Theater. Berliner Gigerin. Montag: Diefelbe Borstellung. National Theater." Kean", oder „ Leidenschaft und Genie". Montag: Hamlet, Prinz von Dänemart." Apollo Theater. Vorstellung. Spezialitäten Theater der Reichshallen. Spezialitäten- Borstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Bor ftellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenBorstellung. bant", Markgrafenstraße 51a. Fr. Renz, Direktor. Circus Corty- Althoff. Berlin, Friedrich- Karl- Ufer, Ecke Karlstraße. Sonntag, den 4. Dezember, wei ausserordentliche Vorstellungen. Nachm, 4 Uhr( 1 Kind frei): Merikan. Kriegsepisode. 1. Aufführung des Parforcestückes: Abends 71/2 Uhr: Ein ungarisches Gzikosfest oder: Eine Bauernhochzeit a. d. Pussta, ausgeführt vom ges. Personat mit Benutzung von 30 Pferden. In beiden Borstellungen Auftr. sämmtlicher Künstlerspezialitäten, Reiten u. Vorf. der besten Schul und Freiheitspferde. Montag 71/2 Uhr brillante Vorstellung: Ein ungarisches Gzikosfest etc. Castan's Referent Reichstagsabg. Schwartz- Lübed. fonct", Für den 3. Kreis: Sans fone i", Kottbuser- Straße Nr. 4a. Referent Reichstagsabg. Frohme- Hamburg. Für den 4. Kreis:„ Königsbank", Große Frankfurterstraße 117. Referent Reichstagsabg. Förster- Hamburg. Für den 4. Kreis:„ Böhm. Brauhaus", Landsberger Allee 1113. Referent Reichstagsabg. Bruns- Bremen. Für den 5. Kreis: Brauerei Friedrichshain"( früher Lips). Referent Reichstagsabg. Molkenbuhr- Hamburg. Für den 6. Kreis:„ Eiskeller, Chaussee- Straße Nr. 88. Referent Reichstagsabg. Wurm- Hannover. Für den 6. Kreis:„ Kronen- Braueret", Alt- Moabit Nr. 48/49. Referent Reichstagsabg. Bock- Gotha. Gebrüder Richter's Variété. Spe Panoptikum. 7/3 zialitäten- Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Vorletzte Bum 89. Male: Die wilde Madonna. Beſangspoffe in 3 Alten von L. Treptow. Couplets von G. Görss. Musik von G. Steffens. Mit neuen Kostümen aus dem Atelier d. Fr. Köpke, und neuen Dekorationen v. Lütkemeyer in Coburg. In Scene gefegt von Adolph Ernst. Anfang 7%, Uhr. I Morgen: Dieselbe Vorstellung. Alexander- Play- Theater. Alexanderstr. 40. Fernfprechamt III Nr. 1711, Heute Abend 71/2 Uhr: Berliner Gigerlu, Pose mit Gefang in 3 Atten und 4 Bildern von J. Wimmer, bearbeitet von N. Sybel. Raffeneröffn. 61/2 Uhr. Anf. 712 Uhr. Sonntag Nachm. 1/23 Uhr, bei ermäßigten Preisen: Der Müller und sein Kind. Boltsdrama in 5 Aufzügen. American- Theater. Jeden Abend jubelnder Beifall! Die Trockenwohner, oder„ Das Kind in der Kommode", parodistisch- realistischer Borgang im Keller, beobachtet vom Hofe aus, von Oskar Wagner, seiner Saison- Nummer: Bendix saifon Hummer: Man merkt's am Gang, Da ist was mang! Auftreten fämmtl. Grezialitäten. Anfang 71% Uhr. Entree 75 Pf. Sonntags 6 Uhr. Gratweil's Bierhallen Kommandantenstraße 77-79, Täglich: Germania- Konzert- u. Kouplet- Sänger. Wochentage frei. Sonntags 30 Pfennig. Kinder 10 Pf. Gr. Frühstücks- u. Mittagstisch. W3wei Säle zu Bersammlungen und Vergnügungen.. fowie 6 Billards und 3 Kegelbahnen, F. Sodtke. Sensationell! Prinzeß Lopase. Stündlich. ur Tagesordnung in allen Versammlungen: 1. Die Militär- Vorlage. 2. Distusfion. Zahlreiches Erscheinen- erwar.en Park- Jeden Sonntag im renov. Barquet Die Einberufer. Treptow, nie. Graner Bath Berliner Boß- Brauerei, berg strasse. Gaal: Grosser Ball. Abonnement Borstellungen 11-1 und-9% u Bade's Volksgarten. Ausschank v. Weiss- u. Bairison- Bier. Ohne Extra- Entree. 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Es ist erfreulich, daß die Regierung haben die Einzelstaaten soviel Matrikularbeiträge zu zahlen, sich beim Hervortreten von Mißständen beeilt, Gesetze vorals durch Etat festgestellt sind. Es würde sich fragen, ob die zulegen, ich wünschte nur eine gewisse Konsequenz darin Verstärkung der Betriebsfonds nothwendig ist, und ob dazu gegenüber anderen Mißständen, wie z. B. den zahlreichen 8. Sigung vom 3. Dezember, 12 Uhr. Mittel aus dem Iwalidenfonds genommen werden können. Mißhandlungen von Soldaten durch Unteroffiziere und selbst Am Tische des Bundesrathes: von Malzahn. Wenn die Zahlung der Matrikularbeiträge thatsächlich dadurch Offiziere, die fich dreist mit dem Fall Heinze in allen EinzelBezüglich der Denkschrift betr. die Ausführung von Anleihe: aufhört, daß sie gegen die Ueberweisungen aufgerechnet werden, heiten messen können. Da hat man sich bis heute gehütet, mit gesetzen beschließt der Reichstag ohne Debatte, daß durch die Vor- dann geht auch allmelig das Gefühl dafür verloren, daß die Gefeßen zu kommen, man hat sogar gefliffentlich den mit großer legung dem Gefeße Genüge geschehen ist. Matrikularbeiträge überhaupt Zahlungen sind. Das ist eine Mehrheit gefaßten Beschlüssen des Reichstags seine Zustimmung Es folgt die erste Berathung des Gesetzentwurfs wegen Ab- Gefahr für die bundesstaatliche Verfassung des Reichs; deswegen versagt. Handelt es sich um Mißstände in den höheren Schichten änderung des Gefeßes betr. die Gründung und ist es seltsam, daß das Zentrum der Vorlage ohne Bedenken der Gesellchaft, so läßt man sie ruhig bei Seite; handelt es sich Berwaltung des Reichs- Invalidenfon b 3, wonach gegenübersteht. Henner empfiehlt bezüglich der Pensionsnovelle aber um Mißstände der unteren Schichten, so ist man eilig mit 67 Millionen Mark aus den Beständen dieses Fonds als Betriebs eine Erleichterung der Anmeldung von Pensionsansprüchen und einem Ausnahmegefeß, wie diese Vorlage ist, bei der Hand. fapital für die Reichstafse flüssig gemacht werden sollen. eine bessere Fürsorge für die Wittwen und Waisen. Be Alle Redner stellten sich ziemlich freundlich der Vorlage gegenAbg. Ofann( natl.) bedauert, daß die Novelle zum Militär- sonders bedenklich ist der Artikel II, wonach bei besonderer Roh- über, indem sie die Prostitution als ein nothwendiges Uebel bepensionsgesetz, die so lange in Aussicht gestellt fei, noch nicht vorönne, as bedeutet befondere Robheit und Gittenlosigkeit? Sie allen anderen sozialen Dingen gegenüber ein, Sie erklären einheit und Sittenlosigkeit des Thäters Strafverfchärfung eintreten trachteten, das nicht auszurotten sei. Denselben Standpunkt nehmen gelegt worden ist, troydem sie doch eigentlich die Voraussetzung fönne man nicht jede Majestätsbeleidigung als Rohheit und fach: so war es ewig und wird ewig so bleiben, ergo fönnen des jetzt zur Berathung stehenden Entwurfs sei; denn die Novelle Sittenlosigkeit auffaffen? Kommen Rohheiten nicht bei foge- wir nur die Oberfläche reformiren. wird eine erhebliche Mehrausgabe erfordern, die aus den Natürlich können Sie den ihre törperdisponiblen Geldern des Invalidenfonds gedeckt werden muß, nannten gebildeten Menschen vor, wenn jemand z. B. in Verruf Boden, auf dem Sie selbst stehen, nicht untergraben und wollen da andere Mittel dafür nicht verfügbar find. Erst wenn dieses erklärt wird, wenn er sich einem bestimmten Ehrenkoder nicht daher nur einen Schleier über die Mißstände legen, damit fie Bedürfniß befriedigt ist, kann der Invalidenfonds Gelder an die fügen will. Warum wird nicht auch die besondere Bosheit be- nicht die keuschen Augen gewiffer Kreise der Gesellschaft allzusehr Reichstaffe abgeben, wie das hier vorgeschlagen wird. G3 iftiraft? Wir wissen gar nicht, wie die Strafverschärfungen voll- verletzen. Die Prostitution entstand zu derselben Zeit als das auch durchaus nicht nach gewiesen, daß die Reichstasse dieser ogen werden. Der Richter sest ja die Strafe fest, aber der Privateigenthum entstand und sich der Gegensatz zwischen Armen Gumme bedarf; sie ist bisher ausgekommen. Strafvollzug ist in den Einzelstaaten ganz verschiedenastig ge- und Reichen bildete. Die Prostitution ist entstanden, weil eine regelt. Man müßte die einzelnen Strafthaten genau bezeichnen, große Zahl von Männern das Bedürfniß nach Prostituirten hat Staatssekretär von Malyahu: Ich erkenne an, daß das um Mißbräuche zu verhindern. Aber ich glaube nicht, daß es und weil große Schichten von Frauen durch ihre traurige soziale Bedürfniß, welches der Borrebner hier vertreten hat, den Vorzug angebracht ist, wegen eines Einzelfalles solche Spezialgefeggebung Lage genöthigt find, ihren Körper zu verkaufen. Wo die gesellverdient vor dem, welches die Vorlage befriedigen will. Die zu machen( fehr richtig! links), fondern man muß das Strafgeset schaftlichen Gegenfäge am schärften sind, ist die Prostitution am betreffende Novelle zum Militär- Pensionsgesetz ist auch dem umfassend revidiren und auch den Strafvollzug reichsgefeßlich stärksten, und in Seiten, wo einzelne Schichten der GeBundesrath schon vorgelegt worden, und zwar früher als diese regeln. Db die Kasernirung der Prostitution einen be- fellschaft am meisten in einer Nothlage sind, vermehrt Borlage, aber die fachlichen Schwierigkeiten haben bis jetzt die sonderen Bortheil bietet, ist mir sehr zweifelhaft; öffentliche sich die Zahl der Prostituirten. So wenig wie heute in Fertigstellung derselben verhindert. Ich hoffe, daß die Vorlage Häuser machen die Sache nur schlimmer und befördern den besitzenden Klassen sich Frauen finden, noch in dieser Session an den Reichstag gelangen wird und bebie Unzucht. Die Bestimmungen über dauere, daß der Vorredner eine so scharf ablehnende Stellung müssen auch besser gefaßt werden, und die Bestimmung über den den unteren Klassen Frauen finden, wenn sie nicht die Noth die Zuhälter lichen Reize für Geld zu verkaufen, würden Sie ebenso wenig in eingenommen hat. Wir können allerdings ohne die 67 Millionen Ausschluß der Deffentlichkeit ist ganz undurchführbar. Es soll, dazu zwänge. Es wäre eigentlich ganz felbstverständlich, wenn weiterwirthschaften unter der Voraussetzung, daß Preußen durch wenn die Deffentlichkeit nicht ausgeschlossen wird, die Mittheilung man die prostituirten Frauen bestraft, daß man dann auch die die Borausbezahlung seiner Matrikularbeiträge wie bisher die aus der Verhandlung verboten werden können. Wie will man die Prostituirten benußenden Männer bestraft.( Sehr richtig! Betriebsfonds für die Reichsverwaltung ftellt. Allein Preußen das machen? G3 wäre ganz gut, wenn wir bei dieser Vorlage links.) Warum soll das eine Geschlecht straffret bleiben, das befindet sich jetzt selbst in einer schwierigen Finanzlage und ist auf das Gesez von 1888 zurückkommen und den Schweig- zumal gerade Schuld an der Prostitution ist? Die Männer, die dazu nicht mehr bereit. befehl, der darin enthalten ist, bei dieser Gelegenheit wieder zu spät zu einer sozialen Existenz kommen, die ihren gesellschaftAbg. Hartmann( ots.) hält es auch für selbstverständlich, daß beseitigen. Ich empfehle die Einsehung einer Kommission von lichen Ansprüchen nicht entspricht, und daher zu spät heirathen diejenigen, welche den Reichsinvalidenfonds exstritten haben, den ersten 14 Mitgliedern. fönnen, reflettiren vorzugsweise auf die Protistution. Die Abg. Schneider Samm( natlib.) ist einverstanden mit der zwangsweise Einrichtung über die Verheirathung der Offiziere Uber wenn das geschehen ist, wird immer noch Geld genug vor- Renderung des§ 80, denn wenn man die gewerbsmäßige und Unteroffiziere begünstigt das besonders. Sie sagen, bie handen sein, um den beabsichtigten Zweck zu erreichen. Das Prostitution geftatt dann könne man den Hausbesiker nicht be- Prostitution sei eine öffentliche Gefahr. Kein Zweifel, sie ver Jezige Verfahren ist ganz veraltet. Die Gelder werden hin und strafen, der Prostituirten Unterkunft gewährt. Die Ausdrücke Rob- breitet ansteckende Krankheiten und vergiftet auch das her geschoben; es werden die Matrikularbeiträge gezahlt und geit und Sittenlosigkeit können ja verschieden ausgelegt werden, Familienleben. Dann wäre es doch viel richtiger, wenn die, nachher die Ueberweisungen, die höher sind als die ersteren. aber ich habe zu dem deutschen Richterstand das Vertrauen, daß welche sich durch den Genuß der Prostitution solchen Gefahren Das ist nicht richtig; es mußte eine Rechnung aufgemacht und ein Mißbrauch nicht eintreten wird. Die Regelung des Straf- aussehen, davon abgebracht würden. Um die Gefahr ansteckender her nur das Saldo beglichen werden. Redner beantragt die vollzuges wünsche auch ich, aber wir tömmen mit der Unter- Krankheiten zu beseitigen, wollen Sie die Prostitution gesetzlich Ueberweisung der Vorlage an die Budgetkommission. brückung der Rohheiten nicht warten, bis der Strafvollzug ge- reguliren und zu einer staatlichen Institution machen, die als Abg. Richter: Zur Aufbesserung der Invalidenpensionen regelt ist. Es giebt Bergehen von jo bejiialischer Rohheit, daß ebenso nothwendig von Ihnen anerkannt wird, wie Schule, The wir auch bereit. Hier handelt es sich aber um eine budget- eine Strafe verhängt werden muß, die dem Thäter wirklich Kirche und Polizei.( Unruhe.) Sie sprechen immer von christwchtliche Frage. Die Reichstasse wird von der Zahlung der förperlich fühlbar wird. Redner erzählt aus seiner Praxis einen licher Moral, wollen aber durch den Staat die Prostitution in Matrikularbeiträge unabhängig gemacht und dadurch das Geld: Fall, wo ein Zuhälter, der trunken nach Hause kam, feine Rage die Hand nehmen und jedem jungen Mann fagen: Der Staat bewilligungsrecht des Reichstags, welches allein in den Matri- mit Petroleum begoß und anzündete. Die Strafe dafür war sorgt dafür, daß Du bei Benukung der Prostitution nicht zu tularbeiträgen beruht, geschwächt. Es wird gesagt, Preußen 6 Wochen Haft. Ueber die technischen Fragen kann man sich Schaden kommst. Anlehnen. wolle die Zahlungen nicht mehr im Voraus Sie wollen die Prostitution faferniren. sondern die Ueberweisungen abrechnen. leiften, wohl am besten in der Kommission verständigen. Führen wir die Warum sollte man auch nicht in der Zeit des militärischen Das ist doch nur Berufung in Straffachen ein, entschädigen wir die unschuldig Geistes das weibliche Geschlecht ebenfalls faserniren? Vielleicht möglich, liquide find wie die Berurtheilten, aber bestrafen wir auch die Rohheit, wo sie sich in baut man wie Holland im indischen Archipel von Staats wegen Schuld. Ich mache darauf aufmerksam, daß aus dem preußischen Verbrechen umsetzt, recht nachdrücklich. Rafernen für die Prostituirten. Das wäre der Gipfel der staatlichen Finanzministerium schon lange Fühler ausgestreckt werden, um Abg. Träger( fr.) empfiehlt die Einsegung einer Kommiffion Regulirung der Prostitution. Die größte Zahl der Prostituirten greift die Frandenstein'sche Klausel zu beseitigen. Ich bin an sich fein von 21 Mitgliedern. Das Gesetz ist ein Gelegenheitsgesetz, ver- aus sozialer Noth zu diesem traurigen Erwerbe. Der Pariser Freund derselben, aber ich halte fest an ihr, weil sie das Geld- anlaßt durch die grelle Beleuchtung von Zuständen, die schon Arzt du Chatelet hat in einer Statistit über 5000 Pariser öffentbewilligungsrecht des Reichstages sichert. Wenn die Betriebs- lange vorhanden sind, durch einen in der Deffentlichkeit geführten liche Dirnen festgestellt, daß 1440 aus Mangel und Elend zur fonds der Reichstaffe zu ſehr in Anspruch genommen werden Prozeß. Die Vorschrift bezüglich der Kasernirung der Prostitution be- Prostitution gekommen seien, 1250 waren eltern- und mittellos, burch die Zahlung der Unfallrente, so fann man die Unfall- handelt eine Zweckmäßigkeitsfrage; ich kann mich selbst nicht darüber 18 wollten ihre armen Eltern ernähren, 1400 waren von Liebberufsgenossenschaften verpflichten, der Reichskasse genügende Bor- erklären; man wird prüfen müssen, welche Form hierbei die habern verlassene Stonkubinen, 400 von Offizieren und Soldaten schüsse zu gewähren. Wenn die Betriebsfonds vermehrt werden größte Sicherheit für die Deffentlichkeit bietet. Die strengere Be- verführt und nach Paris verschleppt, 280 waren in schwangerem müssen, dann kann man daran denken, das System der Schuh- strafung der Zuhälter ist zu billigen, aber das Gesetz ergiebt Zustande von ihren Liebhabern verlassen. 99 pCt. der Proſtianweisungen auszudehnen, welches in jedem Etatsgesetz wieder teine genaue Definition des Begriffs zuhälter. Sier müffen be- tuirten würden mit Freuden diesem traurigen Erwerbe entsagen, eingeschränkt werden kann. Deshalb bitte ich die Vorlage abstimmte und greifbare Thatbestandsmerkmale hercusgefunden wenn sie einen ehrbaren Erwerb finden könnten. Sie als werden, um der Willtür vorzubeugen. Besonders bedenklich ist Christen müßten zuerst den Hebel an die Ursachen der Prostitu Abg. von Buol( 3.) beantragt ebenfalls die Ueberweisung die Vorschrift über die unzüchtigen Schriften, deren Anpreifung tion ansehen. Sie nehmen aber dieselbe einfach als Thatsache an die Budgetkommission, weil die Bedürfnißfrage doch nur dort jetzt unter Strafe gestellt werden soll. Die Anpreifung war jest hin und suchen sie nur zu verschleiern. Ich wäre der letzte, der geprüft werden fönne. Daß die Ausbesserung der Militär- schon strafbar, wenn sie selbst einen unzüchtigen Inhalt hatte. Die Buhälter nicht als ganz traurige Gesellen und als pensionen durch die Borlage nicht behindert werde, müsse man wie soll der Redakteur einer Ankündigung einer Schrift mit den Abschaum der Gesellschaft anfähe; diefelben stellen nach den Erklärungen der Regierung annehmen. harmlosen Titel ansehen, daß die Schrift eine unfittliche ist? auch ein großes Kontingent für das Verbrecherthum, Vorlage Staatssekretär von Malzahn hat gegen die Verweisung der Wie soll man einer unverfänglichen Annonce ansehen, ob aber es ist ein Ferthum, wenn man durch Einschränkung des an die Budgetkommission nichts einzuwenden; dadurch nicht eine Unfittlichkeit dahinter steckt? Wenn die Ausstellung Buhälterthums auch das Verbrecherthum einzuschränken hofft. tönnten vielleicht die Bedenken beseitigt werden, die hier vor- von Bildern, die Mergerniß erregen, bestraft wird, dann kann schließ- Im Gegentheil, wenn man ihnen diese Quelle der Ernährung handen zu sein scheinen. Er habe nicht geglaubt, daß solche lich kein klassischer Künstler mehr sein Licht in den Schaufenstern versagt, werden sie erst recht zu Verbrechern werden. Nicht politischen Einwendungen gegen die Borlage gemacht werden leuchten lassen. Solche Strafverschärfungen sind erst distutabel, wenn allein die Zuhälter, sondern auch die Birthe und Wirthinnen würden, wie Herr Nichter sie macht. Breußen zahlt seine wir ein Gesetz über den Strafvollzug gemacht haben. Die Straf- beuten die armen Prostituirten aus. Aber ändern Sie diesen durchaus nicht dazu verschärfungen während der ersten 6 Wochen sind dazu bestimmt, Bustand, wenn Sie die Prostitution kaserniven? Gie feßen an 45 erpflichtet. Denn die Verfassung bestimmt, daß die Ausgaben furze Gefängnißstrafen empfindlicher zu machen. Man will das die Stelle einer großen Bahl von Wirthen, an die Stelle des einDes Reiches, soweit sie nicht durch eigene Ginnahmen gedeckt mit die Rowdies treffen, welche anständige Personen belästigen. zelnen Unternehmers, den Großunternehmer, der ganze Häuser werden, durch Matrikularbeiträge aufgebracht werden. Ueber G3 giebt außer Berlin noch viele andere Städte, wo anständige mit Mädchen füllt, das unzüchtige Gewerbe en, gros treibt unb ben nichts Damen am hellen Tage von seinen Herren belästigt werden. Dabei noch von der Polizei gestützt und unterstützt wird. Sie bestimmt und die Einzelstaaten können fagen: Wir wollen erst Diese würde man nicht damit treffen. Man müßte doch Licht wollen den Zuhälter bestrafen, auch wenn er feinen Gewinn aus inmal warten, ob nicht durch eigene Einnahmen des Reiches die und Schatten gleichmäßig vertheilen. Wenn man hier einschreiten seinem Verhältniß zur Prostituirten zieht. Diese Definition des Ausgaben gebedt werden. Dem verfassungsmäßigen Rechte der will, dann muß man nicht blos die zivilen Robbeiten bestrafen, Zugällers ist unhaltbar, dadurch ist alles erlaubt gegen Boltsvertretung geschieht durch diese Borlage fein Eintrag. Die fondern auch die militärischen. Bezüglich des Ausschlusses der Den, der einmal in den Verdacht kommt, Zuhälter zu sein, Einwendungen des Herrn Richter habe ich alle schon in der Frei- Deffentlichkeit stimme ich Herrn Gröber zu; die Bestimmung wenn er auch keine Ahnung hat, daß sein Mädchen eine Profinnigen Beitung" gelesen. ist undurchführbar, und die Presse würde schließlich die Zeche zu stituirte ist. Was Sie dem Detaillisten verbieten, das organisiren an die Budgetkommission. Abg. Lucius( Rp.) empfiehlt die Verweisung der Vorlage bezahlen haben. und schüßen Sie gesetzlich für den Grossisten. Wie ist denn die Staatssekretär des Reichsjustizamtes Dr. Hanauer: Die soziale Lage dieser Dirnen in den Toleranzhäusern? Was Moral richtig, daß die Matrikularbeiträge erst aufgebracht werden, wenn Beurtheilung. Es ist richtig, die Vorlage ist ein Gelegenheitsgefeh; am schlimmsten. Abg. v. Stauffenberg( dfr.): Theoretisch ist es allerdings Borlage begegnet wie in der Presse auch hier einer gemischten und Freiheit betrifft, so geht es ihnen in diesen Häusern gerade die Bundes hervor, der sich mit der GinDas geht namentlich aus der reichhaltigen aber haben die Einzelstaaten soviel Matritularbeiträge zu zahlen, hervortreten, so muß. eine Befferung angestrebt werden. Die schränkung der Prostitution beschäftigt. In den Zoleranzhäusern als burch Etat festgestellt sind. G3 würde sich fragen, ob bie Borlage ist gemacht worden, weil die verbündeten Regierungen werden die Prostituirten gezwungen, sich Jedem hinzugeben, der Verstärkung der Betriebsfonds nöthig ist, und ob dazu Mittel auch jetzt noch nach reiflicher Erwägung davon überzeugt sind, einen bestimmten Obolus entrichtet. Die Ausbeutung der MädZahlung der Matrikularbeiträge thatsächlich dadurch aufhört, daß daß die Zuhälter besonders roh und sittenlos sind, das zeigt die in den Bordellen sind weiße Sklaven im wahren Sinne des gegen die Ueberweisungen aufgerechnet werden, dann geht Lifte ihrer Vorstrafen. Da der Grund in der Rohheit und Hortes, und nun will man Teufende und Abertausende von buh all lig das Gefühl dafür verloren, baß die Matrikular- Gittenlosigkeit liegt, so muß hier verallgemeinert und nicht blos Frauen und Mädchen, welche durch ihre soziale Lage zu diesem beiträge verhaupt Zahlungen find. Das ist eine Gefahr für die gegen die einzelne Person eingeschritten werden. Man hat ge- traurigen Gewerbe gezwungen sind, geradezu zwingen mit Leib bundesstaatliche Verfassung des Reichs; deswegen ist es seltsam, fagt, eine solche Strafverfchärfung könne nicht gebilligt werden, und Seele für ewig zu Grunde zu gehen! Gine freie Prostituirte daß mapfiehlt bezüglich der Pensionsnovelle eine Grleichterung der An- nicht um den Strafvollzug, sondern nur um eine Aenderung der kommt von einem Bordell ins andere, bis sie schließlich an einer Wittwen und Waifen. Denn die Verfassung bestimmt, daß die die Verbreitung unzüchtiger Schriften und über das Verbot von ein, so fönnen Sie nicht verhindern, daß die Inhaber solcher verlangt die Kundschaft. Auf diese Weise schaffen Sie geradezu 18 16 1 te 264 et Es Ausgaben des Reiches, soweit sie nicht durch eigene Einnahmen Mittheilungen aus öffentlichen Gerichtsverhandlungen und empfiehlt Häufer immer neue und frische Waare sich verschaffen. Das gedeckt werden, durch Matrifularbeiträge aufgebracht werden. die Vorlage zur reiflichen Erwägung. Ueber den Zeitpunkt der Ausschreibung der Matrikularbeiträge| Es auffallend, daß bei dieser die staatlich organisirte Kuppelei. Die Bordelle gewähren teineswollen erst einmal warten, ob nicht durch eigene Einnahmen des nicht zuerst ein Vertreter der Regierung das Wort ergriff, um zum Beispiel einzelne Stadttheile in Leipzig, Dresden und hier wichtigen, einschneidenden Borlage öffentliche erinnere Sie daran, wie Nechte der Voltsvertretung geschieht durch diese Vorlage tein beizubringen, das wohl der Regierung, aber feinem Privatmann weil diese Stadttheile oder Orte bekannt wurden als diejenigen, Dem verfassungsmäßigen den Gefeßentwurf begründendes Material aus der Polizeistatistik in Berlin die Rönigsmauer, geradezu ffandalös wirkten, gerade Eintrag, Die Einwendungen des Herrn Richter habe ich alle zur Verfügung steht. Dieses Material wäre uns sehr erwünscht, wo man nur hinzugehen brauchte, um gewiffe Triebe zu bes schon in der freisinnigen Zeitung gelesen. um Stellung zu der Vorlage zu nehmen. Die Ausführungen des friedigen, wo man polizeilich geschützt war gegen gewisse Krankan die Budgetfommiffion. der Vorlage Regierungsvertreters haben mich sehr enttäuscht, er hat nur beiten. Deshalb strömten die jungen Leute, die sonst garnicht einige Einwendungen der Vorredner zurückgewiesen. Der Fall auf den Gedanken gefommen wären, sich um solche Dinge zu be sichtig, daß die Matrikularbeiträge erst aufgebracht werden, wenn I weil derfelbe die Mißstände des sozialen Lebens besonders grelli heit vor der Ausbreitung von Geschlechtsfrankheiten bieten die Abg. von Stauffenberg( dir.): Theoretisch ist allerdings Heinze soll die erste Beranlassung zu diesem Gesetz gewesen sein, fümmern, in Schaaren dorthin. Auch in bezug auf die Sicher 14 Tokales. Am Bordelle nicht die geringste Sicherheit. In England bestand bis| legten Gefängnißzeit in Zwickau benutte, waren von die bekannten ähnlichen 20 Mt.- Stüde( Spielmarken), reuman 1866 teine ärztliche Untersuchung der Prostituirten. Seitdem die Brettern nicht zu unterscheiden. Jeden Morgen stand ich aber ein richtiges 20 Mart Stück, das er natürlich sofort in ärztliche Kontrolle eingeführt worden ist, hat sich die Zahl der an allen Gliedern wie zerschlagen auf und ich habe alles Kümmelblättchen verlor. Nun fab Neumann ein, daß er ge Geschlechtskrankheiten sogar um eine Kleinigkeit vermehrt, Mögliche ausgetüftelt, mir das Bett bequemer zu machen, aber fleddert war, und ging, ohne seinem Landsmann Hilfe zu leisten während die Zahl der Todesfälle sich ganz erheblich vermehrt da ich von Natur nicht mit einer entsprechenden Fettschicht aus- nach dem Schlesischen Bahnhof zurück. Hier erzählte der Ge hat. Eine Kommiffion ist deshalb einstimmig zu dem gestattet bin, so half mir alles nichts. Ich glaube, wer auf fledderte feinen richtigen Landsleuten die Geschichte; diese ware Resultat gekommen, der englischen Regierung zu empfehlen, folch hartem Lager Jahre lang liegen muß, ist genug bestraft. Doch heller als er, lachten ihn aus und meldeten es dem dienst diese Untersuchungsatte aufzuheben, was thatsächlich ge- Deshalb halte ich aua; grausame Bestimmungen, wie sie beispiels- habenden Portier Ziege. Dieser befann sich sofort, baß zwei ihm schehen ist. Die ärztliche Untersuchung hat eben zu weise der§ 862 enthält, für überflüssig. befannte Bauernfänger beim Antritt feines Nachtdienstes gesag einer größeren Benutzung der Prostitution selbst, und da Nach einer turzen Bemerkung des Staatssekretärs Hanauer, hatten:„ Na, die Kriminal- Schuyleute Winter und Koch sind j mit zu häufigeren Krankheiten Gelegenheit gegeben. Ich welche auf der Tribüne unverständlich blieb, wird die weitere heute nicht hier, aber wir sind an deren Stelle hier". Am habe die fefte Ueberzeugung, daß auch bei uns genau Debatte um 4/2 Uhr bis Dienstag 1 Uhr vertagt. Vorher 30. v. M. wurde nun der Geschädigte von den Kriminalschuhleuter diefelben Resultate hervortreten würden. Wohin würden wir in tommen die beiden vom Zentrum eingebrachten Interpellationen, aufgesucht, und nun ging es auf die Bauernfängerjago, es wollte Berlin mit der Kafernirung fommen? 1870 gab es in Berlin betr. die Handwerkerschuß- Gesetzgebung und betreffend die Ab- ibnen aber nicht gelingen, die Verbrecher einzufangen, obfchon der 1900 Wohnungen in den verschiedensten Staditheilen, in denen zahlungsgeschäfte, zur Berlesung. Geschädigte die Bauernfänger im großen Verbrecheralbum erkannt Dirnen wohnten, welche der Polizei als gewerbsmäßige Proftihatte. Die Bauernfänger heißen Schmidt, Wüstrich, Schlicht tuirte bekannt waren; heute giebt es mindestens 3-4000 folcher Schmidt ist erst vor furzem aus der Haft, in der er megen Füh Wohnungen von der großen Zahl der nicht polizeilich an rung falschen Namens war, entlassen worden. Er ist auch son gemeldeten Prostituirten garnicht zu sprechen. Wollte sie gegen schon oft vorbestraft und ist bei dieser Geschichte Schlepper ge diese die Strenge des Gesetzes anwenden, so würden die Ge wefen. Wüstrich ist wegen Raubes fchon mit 5 Jahren Bucht fängnisse nicht ausreichen, um dieselben unterzubringen. Sie werden haus vorbestraft. Schlicht, welcher auch schon ein vorbestraffer gezwungen fein, eine ganze Reihe von Straßen zur Kasernirung Achtung! 4. Wahlkreis! Der Parteigenoffen zur gefälligen Verbrecher ist, hat bei der Geschichte tüchtig zugeredet und mit von Prostituirten einzurichten. In einer Petition wurde sogar Nachricht, daß die Versammlung des Wahlvereins des 4. Ber- gespielt. Als nun am 30. v. M. der Kriminalschuhmann Koch befürwortet, daß diese Häufer möglichst in Junern der Stadt liner Reichstags- Wahlkreises wegen der am Mittwoch statt am Nachmittag auf dem Schlesischen Bahnhof seinen Dienst an liegen möchten. Na, ich danke! das würden schöne Zustände werden. findenden öffentlichen Versammlung( Tagesordnung: Militär- trat, fab er die beiden Verbrecher Schmidt und Wüstrich und Einen guten Eindruck auf die Jugend wird das auch nicht machen. Vorlage) ausfällt. Die nächste Versammlung des Vereins findet verhaftete fie. Sie wurden dann auch von dem Geschädigten Ich weiß, wie es in Leipzig gewefen ist, wo die Polizei alle am 18. Dezember statt. Um den Andrang zum Kassirer in den persönlich festgestellt und erkannt. Nun ist noch der dritte im Mühe hatte, die Kinder von den betreffenden Straßen fern zu Vereinsversammlungen zu vermindern, ersuchen wir die Genoffen, Bunde, Schlicht, einzufangen. halten. Sie wollen durch dieses Gesetz eine Gewalt geben, die bie Bahlitellen zu benutzen. Dieselben befinden sich Osten: in vielen Fällen in der ärgsten Weise mißbraucht werden kann. W. Lock, Friedrichsbergerstr. 11; Otto Zabel, Frankfurter Der Schwindler Goolam Kader ist auch aus München Wenn es möglich ist, daß die Polizei jede Frau, die nach einer Allee 90; G. Böhl, Frankfurter Allee 74; Ungering, Breslauer ausgewiefen und nach der schweizer Grenze abgeschoben" worden. bestimmten Stunde auf der Straße allein geht und sich ohne straße 27; Spidermann, Markusstr. 6; Rattle, Krautsstr. 48; Absicht durch einen Blick bemerkbar macht, aufgreifen und unter S. Gumpel, Barnimftr. 42. Süd- Osten: Fr. Zubeil, richtet, der 48 Jahre alte, obdachlose Tischler Gotthilf Theurich Böllig ausgehungert erschien, wie die„ Kreuz- Zeitung" be dem Verdacht, eine Prostituirte zu sein, auf der Polizei stante Staunynftr. 86; R. Scholz, Wrangelstr. 32, part.; G. Schulz, in einer Wirthschaft der Landsberger Allee. Da man ihn fannte pede einer ärztlichen Untersuchung unterziehen kann, dann ist Rottbufer Blats, Bigarrengeschäft; B. Stabernad, Wrangelfir. 85; fp fette man ihm ein halbes Bsund rohen Schinken vor. Gierig die Gefahr vorhanden, daß die Zahl folcher Fälle eine sehr er Spindler, Reichenbergerstr. 118. Neue Mitglieder werden daselbst fiel Theurich über das Fleisch her und verfchlang große Stüde hebliche werden wird, denn die meisten Frauen haben aufgenommen. Der Borstand. nicht das allergeringfte Interesse, daß dergleichen Fälle davon. Blößlich fiel er vom Stuhle und starb in furzer Zeit. in die Deffentlichkeit tommen. Nach§ 184 sind auch Die Antwort des Berliner Magistrats auf die Anfrage Gin Arzt holte mit einer Bange ein 1/8 Pfund schweres Stück Schinken Ausstellungen von an sich nicht unzüchtigen Abbildungen der sozialdemokratischen Stadtverordneten, welche Schritte betr. aus dem Schlunde heraus. Es unterliegt teinem Zweifel, daß oder Darstellungen flrafbar, wenn sie das Scham- oder die schleunige Inangriffnahme städtischer Erd- und Bauarbeiten Theurich den Tod durch Ersticken gefunden hac. Sittlichkeitsgefühl zu verletzten geeignet sind. Es werden also der Magistrat thun wolle, um der für den kommenden Winter Vom Eisenbahnzuge überfahren und getödtet wurde die nackten Figuren non der Berliner Schloßbrücke verschwinden drohenden großen Arbeitslosigkeit entgegenzutreten, ist von dem gestern Mittag gegen 1/22 Uhr der Streckenwärter Sch. der Ber müssen. Im Großen Garten in Dresden ftanden früher zwei Magistrat dahin beantwoortet, daß zur Zeit noch feine Beranlaffung liner Stabt und Ringbahn. Der auf dem Bahnhof Halense Herkulesse, in voller männlicher Schönheit nackt dargestellt ohne vorliege, aus dem gewöhnlichen Rahmen der regelmäßigen Ar- angestellte Beamte befand sich um die genannte Zeit auf dem Feigenblatt. Als ich fürzlich Dresden besuchte, entdeckte ich zu beiten hinauszugehen. Schon jetzt eine für den kommenden Winter Revisionsgange zwischen Halensee and Charlottenburg; er hatte meiner allergrößten Ueberraschung, daß ein Paar Feigenblätter drohende große Arbeitslosigkeit anzuerkennen und daraufhin mit zum Schuß gegen die stürmische Witterung einen Regenschirm angebracht waren.( Große Seiterkeit.) Ueber ein Jahrhundert außergewöhnlichen Borschlägen und Anforderungen zu fommen, aufgespannt, mit welchem er zwischen den Geleifen Nr. 1 und 2 haben die Figuren ohne Feigenblatt dagestanden, jezt auf ein- würde weder den thatsächlichen Verhältnissen, so weit sie zu der Berbindungsbahn entlang schritt. In der Nähe der Blod mal kann es die fächfische Regierung nicht mehr mit ihrem Sitt- übersehen sind", entsprechend, noch rationell sein, da sonst nur station T überholte der 1 Uhr 37 Min. auf Bahnhof Charlotten lichkeits- und Schamgefühl vereinigen, diese Figuren nadt da der größere Zuzug von beschäftigungslosen und anspruchsvollen burg fällige Südringzug den Beamten, die Maschine ergriff den stehen zu lassen. Auch in Stuttgart stehen im Schloßgarten sechs Nichtberlinern gefördert werde. verschiedene Frauengestalten, auch ein Apollo, alle in einem voll. Diese Antwort bedarf feiner Kritif. Der Magiftrat will unter die Räder des Zuges geschleudert und getöbtet. Leider Der Magistrat will aufgespannten Schirm des Mannes und badurch wurde Sch ständig adamitischen Zustande. Diese Figuren sollen vielfach nichts sehen und sieht deshalb auch nichts. Die deutschfreisinnige" fonnte der lettere trotz der Bemühung des Lokomotivführers nicht Anstoß bei den ganz Frommen in der frommen Stadt Preise Berlins ist natürlich mit derselben Blindheit geschlagen zum Stehen gebracht werden. Die gräßliche verstümmelte Leich Stuttgart ferregt haben. Aber das tönigliche Haus und echot vergnügt das nach, was ihr der Magistrat vorechot. bes Streckenwärters wurde nach Halenfee geschafft. und die Regierung nahmen baran feinen Anstoß. Das ist selbst den bürgerlichen Zeitungen der Provinz zu arg. Nach diefem Paragraphen müßte die Polizei dafür sorgen, daß So schreibt die Köln. Boltestg.", die doch wahrlich nicht in dem Polizeibericht. Am 1. d. M. Nachmittags stürzte in bet der König von Württemberg diefe Figuren aus dem Schloßgarten Geruche steht, die sozialdemokratischen Umsturzbestrebungen" zu zu Lagerzwecken benutten Personenhalle des Ditbahnhofes eine beseitigt. Nadte Bilder und Statuen in einem Museum aufzu unterſtügen: 2/2 Meter hohe und 10 Meter lange Mauer anscheinend infolge stellen, ist nach diefem Paragraphen zulässig, die photographische Ade Meldungen stimmen barin überein, daß die Arbeits des Druces des dagegengeschütteten Getreides ein und traf de Vervielfältigung, Ausstellung und der Verkauf der Photographieen losigkeit schon jetzt, troh dem Weihnachtsgeschäfte, eine große ist Arbeiter Kalina, der so schwere innere Verlegungen erlitt, da aber nicht. Sie entsinnen sich, wie seiner Zeit August Reichens- und nach Weihnachten einen ungebeuren Umfang angu er bald darauf im Krankenhause Bethanien verstarb. perger sich hier über die nackten Buben auf den Hundert nehmen droht. Möge sich die Berliner Stadtverwaltung nicht 2. d. M. Vormittags gerieth vor dem Hause Gitschinerstraße 90 martscheinen bellagte. Die nadten Jungen wurden entfernt. überraschen lassen. Die Klagen über schlechten Geschäftsgang ein fechsjähriger Knabe unter die Räder eines Geschäftswagen Man sieht, zu welchen Absurditäten eine solche Auffassung führt. werden hier immer allgemeiner und die Zahl der Bettler wird und wurde am Kopfe und an der Brust bedeutend verletzt. Mein Buch„ Die Frau" wurde fürzlich von einem Landrath als immer größer. Wir gehen jedenfalls einem sehr trüben Vor dem Hause Kurstr. 41/42 fiel ein Arbeiter infolge der Stätte unfittlich für die Kolportage verboten, und zu gleicher Beit er 28inter entgegen." zur Erde und erlitt einen Armbruch. In der Nacht zum 3. Des schien in der Allgemeinen konservativen Monatsschrift" Aber nicht nur das Proletariat merkt das Naben eines sehr wurde ein Arbeiter in seiner Wohnung, in der Johanniter im Dezember 1891 die Rezension eines protestantischen trüben Winters, auch diejenigen Kreife, welche sich heut immer straße, erhängt vorgefunden. Im Laufe des Tages fanden sech Geistlichen, worin derselbe erklärt, daß nie ein fitt- noch zur Bourgeoisie rechnen, ahnen, daß es ihnen bald trüb- lleine Brände statt. licheres Buch als Die Frau" erschienen fei."( Seiterfeit.) felig gehen wird. So macht folgende Notis die Runde durch die In unseren Ballets tommen die allerlassioften Dinge vor, welche Beitungen: auf den Sinnentigel wirken. Vertreter aller Parteien gehen hin, " Einen tiefen Einblick in die Berhältnisse gewährt das felbft wir nehmen uns nicht aus.( Heiterkeit.) Wenn aber solche Bürger- Rettungs- Juftitut 1797". Daffelbe gewährt bedrängten Dinge statt bei Ronacher, auf öffentlichen Plähen, wie im alten Geschäftsleuten Vorschüsse bis zur Höhe von 2000 Mart gegen Griechenland und Rom dargestellt werden, dann würde die Sitt Rückzahlungen in Raten. Die Liste der Bewerber ist diesmal lichkeit Gefahr laufen und sofort müßten Polizei und Staats- ipaltenlang; es sind Inhaber von glänzenden Läden dar amivalt eintreten. Die Bestimmung, daß die im§ 184 vor unter. Die Rechercheure, alte Berliner Bürger, find in großer Die Koblenzer Säbel- Angelegenheit vom 20. März d. J gesehene Strafe auch denjenigen treffen kann, welcher aus Ge Verlegenheit, wo sie zuerst helfen sollen, Bei vielen ist leider bei welcher der Kommis Weimann von dem Lieutenant v. Salif richtsverhandlungen, für die wegen Gefährdung der Sittlichkeit überhaupt feine Rettung mehr." die Deffentlichkeit ausgeschloffen war, Mittheilung macht, halte Das Bürger- Rettungs- Institut von 1797" fann natürlich im Streite erstochen wurde, hatte am 28. November vor de ich für überflüssig. Um diese Fälle zu treffen, reicht das bestehende die Sache auch nicht mehr ins Loth bringen. Die Verhältnisse Straffammer in Koblenz ein Nachspiel in Form einer Be leidigungsflage. Die Mutter des Getödteten, die Wittm Gefeß aus. Wir haben unter dem Sozialistengefeß die Erfahrung treiben eben unrettbar zu dem großen Krach. Weimann in Koblenz Lügel, hatte am 8. Juli an de gemacht, daß man wegen ganz geringfügiger Dinge die Deffentlichkeit ausschloß; es tommt eben hierbei auf leber den Zustand der Genossin Wabnis wird der Lieutenant v. G. einen Brief geschrieben, worin die Frau, wit die Auffassung des Nichters an. Im Uebrigen tann Norddeutschen Allgemeinen Beitung" aus angeblich zuverlässiger fie gestern sagte, ihrem Herzen hätte Suft machen müssen gerade die Bulaffung der Deffentlichkeit in manchen Fällen be- Quelle berichtet: Fräulein Wabniß hat auch in der Frrenanstalt Der Brief, durch den sich der Lieutenant v. S. beleidigt gefüh fonders erwünscht fein, um moralisch abschreckend zu wirken. In ihre Weigerung, Speisen au fich zu nehmen, fortgesetzt. Am und wegen dessen Strafantrag gestellt hatte, tam in der Verhand diefem Sinne tann ich das Vorgehen des Präsidenten im Heinzes 24. v. M. fam fie auf den Gedanken, Haarnadeln, Häkelnadeln, lung zur Berlesung; er enthielt allerdings Borwürfe, die sich nicht Prozeß nur in Schuh nehmen. Auch die Bestimmung, welche Stahlfedern und auch Nähnadeln zu verschlucken. Ihr Zustand wiedergeben laffen. Der Staatsanwalt beantragte eine Geloftraf eine besondere Rohheit und Sittenlosigkeit des Thäters besonders war um so bedenklicher, als sie diese Gegenstände in großer von 50 M. Der Vertheidiger der Privatbeklagten hob in feine hart strafen will, halte ich für zu weitgehend. Was heißt fiber- Menge zu sich genommen hatte. Sie mußte nach der Klinit in Rede hervor, daß durch die That namenloses Unglück über di haupt Rohheit und Sittenlosigkeit des thäters? In Schlesien der Ziegelstraße gebracht werden, wo die gefährlichen Genuß ganze Familie bereingebrochen fei; der Brief stelle die Klageruf wurde über zwei meiner Parteigenoffen Gefängnißftrafe verhängt mittel burch einen operativen Gingriff entfernt wurden. Die eines gepreßten Mutterherzens dar. Er frage bas Gericht, ob e wegen Majestätsbeleidigung. Und worin bestand biefelbe? In Babnig konnte dann wieder nach Dalldorf zurückgeführt werden." dem menschlichen Gefühl angemessen erscheine, gegen diefe Mutte vom Zentrum einberufenen Versammlung hielt ein Der Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" liegt vermuthlich Strafantrag zu stellen? Das Gericht verurtheilte die Bellag Kaplan einen Bortrag und brachte zum Schluß ein viel daran, die Meinung der Oeffentlichkeit über den Fall zu einer Strafe von 30 M. Es erwog einerseits die fehr schweren Hoch auf den Papst und den Kaiser aus. Sobald nun Babnih irre zu führen, Dann aber foute fie die Sache ge- Beleidigungen, andererseits aber die hochgradige Erregung be die beiden Genoffen merkten, daß es die Absicht des schickter anfangen, als wie es in jener albernen Notiz geschehen. Beklagten. Der Sefondelieutenant von Salisch, der den Kommi Weimann erstochen hatte, deshalb zu einer Festungsstrafe vo Kaplans war, dieses Hoch auszubringen, erhoben sie sich und Gegen den Buchdrucker M. Schrinner ist Anklage wegen einem Jahre verurtheilt worden war und diefe Strafe auf be gingen zur Thür hinaus. In diesem Hinausgehen erblickte das der im Januar b. J. bei demselben gedruckten und konfiszirten Festung Wefel angetreten hatte, ist nach einer Mittheilung de Gericht eine ganz besondere Frivolität.( Bervegung bei den 6000,1ozialdemokratischen Lieberbücher erhoben worden. Die Frif. 3tg." begnadigt worden. Er steht gegenwärtig bei eines Sozialdemokraten. Ruf: Pfui!) Die beiden Genossen wurden zu 9 Monaten Gefängniß verurtheilt.( hört! Vört! bei den Aufreizung zum Klassenhaß wird hauptsächlich in den 3 Liedern: in Hamburg garmfonirenden Infanterie- Regiment. Und di Sozialdemokraten.) Wenn man von Rohheit sprechen will, dann Arbeiter- Feldgefchrei"," Proletarier Lied" und" Kampf- Lied" Mutter, deren Sohn durch den Offizier erstochen wurde, weld Genugthuung hat sie? Tann man es mit viel größerem Recht bei dem befannten gefunden. Distanzritt zwischen Berlin und Wien, in welchem schauberhafte Die polizeilichen Bestimmungen über die SpülThierquälereien getrieben wurden; es giebt keine größere Rohheit, vorrichtungen in den Gastwirthschaften laffen die Wirthe nicht als ein abgehegtes Thier weiter zu treiben, bis es zusammen zur Ruhe kommen. Nachdem vom 1. Juli ab in jeder Wirth bricht. Es ist vorgekommen, daß einem solchen Thier die Einschaft Spülapparate zur Reinigung der Trinkgefäße eingeführt geweide aus dem Leibe heraushingen und es dennoch gezwungen werden mußten, tam alsbald die Direktion der städtischen Wafferwurde, mit der äußersten Straftanstrengung weiterzulaufen. Giebt es werte mit dem Ginwande, daß die Einrichtungen dem§ 25 des ferner eine größere Rohheit als die der beiden Lieutenants Lendhecker Regulativs der städtischen Wafferleitung nicht entsprächen. Die Bon der ,, Gleichheit", Zeitschrift für die Intereffen der und Lucius, welche wehrlose Bürger mit Säbeln bearbeiteten, und was Polizei ließ demgemäß eine Abänderung durchführen. Den beiterinnen( Stuttgart, J. 5. W. Die Verlag) ist uns f soll man erst von ver Militärmißhandlungen fagen, wo ein Offizier Berliner Wirthen ist neuerdings eine lange Verfügung zu eben die Nr. 24 des 2. Jahrganges zugegangen. Aus dem Inhe mit brennender Zigarre die Extremitäten des Soldaten berührt? gegangen, nach der die bisher angefertigten Spülapparate fich biefer Nummer heben wir hervor: Der Parteitag der deutsche Bor einem Jahre stand in dem Reichstage die Frage über die als zweckentsprechend noch nicht erwiesen haben, da die Trink Sozialdemokratie. Zur Frage der Frauenlöhne. Von Lau Zulassung von Frauen zum medizinischen Studium zur Be- gefäße nicht an allen Theilen innen und außen mit fließendem Bafargue. Frauenthätigteit auf dem Gebiete liberaler Ber rathung. In einer Leipziger akademischen Zeitschrift wurde im reinem Wasser benetzt werden. Als Anhalt für diese neue in den Bereinigten Staaten. Feuilleton: Am Nordpol. Na Briefkasten auf eine angebliche Frage geantwortet: Mädchen, die Abänderung ist jeder Verfügung eine Beichnung beigegeben wordem Englischen von P. Olliverio.( Fortsetzung.)- Arbeiterinne hübsch find, haben gar keine Ursache, nach dent medizinischen den. Die Spülapparate follen feit den wenigen Monaten des Bewegung. Kleine Notizen. Studium zu greifen; wenn sie nur die ars amandi verstehen, Bestehens der Polizeiverordnung binnen vierzehn Tagen die dritte Die Gleichheit" erscheint alle 14 Tage einmal. Preis d finden sie schon ihr schönes Unterlommen. So urtheilt Gestalt annehmen. Ein großer Theil der Wirthe ist von diefer Nummer 10 P., durch die Post bezogen( eingetragen in b man über anständige Frauen! Haben wir nicht eine ganze Bumuthung wenig erbaut und hat zunächst beschlossen, den Klage- Reichspoft- Zeitungsliste für 1892 unter Nr. 2564 a) vierteljährlic Anzahl von Studentenrohheiten scheußlichster Art? Es ist weg zu beschreiten. ohne Bestellgeld 55 Pf.; unter Kreuzband 85 Pf. Inseratenpre geradezu wunderbar, wie diefelben Vorkommnisse, die die zweigespaltene Petitzeile 20 Pf. Don Arbeitern ausgeübt, mit Monaten oder Jahren Gefängniß bestraft werden, den Studenten nur wenige Tage oder 29. v. M. kam der Arbeiter Neumann, zu Fürstenau 1863 ge= Von der Neuen Zeit"( Stuttgart, J. H. W. Die Wochen einbringen. Man sagt, die Leute werden zu gut in boren, nach Berlin, um nach Heichenbach in Schlesien zu fahren. Berlag) ist soeben das 10. Heft des 11. Jahrgangs erschiene den Gefängnissen behandelt, darum suchten viele Leute in diefelben Auf dem Schlesischen Bahnhof gefellte sich ein Fremder zu ihm Aus dem Jubalt heben wir hervor: Was dann? hineinzukommen. Wenn Bagabonden, Bettler und dergleichen und bat ihn, er möge ihm beim Tragen eines Roffers, welcher Parteitag der deutschen Sozialdemokratie. Von A. Bebel. Bolt mal eine Fensterscheibe einschlagen in einem harten Winter, in der Fruchtstraße in einem Restaurant stehe, Hilfe teiflen; denn Das nahende Ende des landwirthschaftlichen Großbetriebes. um in das Gefängniß zu tommen, so beweist das nur, daß ihnen er wolle diefelbe Strecke fahren, und stellte sich Neumann als Dr. Rudolf Meyer. Literarif Briefe aus England. selbst dieses Zufluchtmittel angesichts ihrer traurigen Lage noch Landsmann vor. Als die beiden nun in bas Botal von Scholz, Rundschau. Notizen: Ein letztes Wort in Sachen der Frei als eine Wohlihat erscheint. Wie es übrigens mit den An- Fruchtstraße, tamen, da faßen schon zwei Männer an einem Tische Boltsbühne". Bon F. Mehring. Feuilleton: Kunde v nehmlichkeiten eines Gefängnisses aussieht, habe ich an meinem und spielten Karten. Nun wurden die Angelommenen aufgefordert, Nirgendivo. Einige Kapitel aus einem utopifchen Roman eigenen Leibe erfahren. Die Betten, welche ich wärend meiner mitzuspielen, was fle auch thaten. Die Bauernfänger festen unter sich William Morris.( Fortsetzung.) einer Die Bauernfänger find nicht ansgestorben. Am Gerichts- Beitung. " = Literarisches. bi et ch t D Dermilchikes. ein Streit zwischen Gould und Gordon Bernett, bem Eigenthümer 9. in 3. Sie fragen, ob es wahr fet, daß Liebknecht auf des Herald" das Tagesgespräch in Newyork. Ersterer warf dem dem Parteitag gefagt, bie getftige Arbeit müsse besser bezahlt letzteren die schlimmsten Dinge vor, während verschiedene Zeitungen, werden als die physische. Natürlich hat er das nicht gesagt, New York. Der Finanzier Jay Goulb ist am insbesondere der, Herald", Gould auf das heftigste angriffen. Wieder- sondern daß für das geistige Vermögen die SelbstFreitag Bormittag 10 Uhr geftorben. Die Frants. Beitung" ent- wurde erzählt, daß Gould persönlich bedroht worden sei, so im einschägung nicht gelte, und daß nicht jeder, der sich für wirft von ihm folgendes Lebensbild: Jay Gould, einer der bes Mai vorigen Jahres durch einen Mann, der jedoch offenbar einen guten Rebakteur hält, auch wirklich einer sei. Aber haben tanntesten Geldmänner der Vereinigten Staaten von Amerifa, irrfinnig war. Im September wurde dann ein angebliches Rom- Sie denn geschlafen? Das ist ja schon im Vorwärts" am war als Sohn eines unbemittelten Farmers zu Rorbury im plott entdeckt, um die Kinder Gould's zu entführen, weshalb lettere 17. November und auf dem Parteitag am 19. November richtig Staate Newyork geboren. Nach einem abenteuerlichen Jugend- auf Schritt und Tritt von Geheimpolizisten bewacht werden. gestellt worden. Glauben Sie doch nicht, was die gegnerische leben wandte er fich 1859 dem Eisenbahnwesen zu und machte In der Thätigkeit Jay Goulds find jedenfalls die schlimmsten Breffe über uns schreibt. In 99 Fällen unter 100 find's 2ügen. fich dadurch, daß er mehrere bankerotte Bahnen wieder in Eigenthümlichkeiten der amerikanischen Spekulation zum Ausdruck P. A., Naunynstraße. Wie die Berliner Zeitung" zu der Blüthe brachte, einen Namen. Beim Ausbruche des Bürger- gekommen." Kurz zusammengefaßt, was über Gould zu sagen: Nachricht tommt, daß über die namentliche Abstimmung mit frieges ftürzte er sich in den Strudel der Spekulation und er war eines der blutigsten Raubihiere, welche in den Dschungeln bezug auf die Maifeier die Listen fehlen, ist uns unerfindlich Wir können beutete zunächst die Erie- Eisenbahngesellschaft derartig aus, des Kapitalismus gediehen sind. Selbstverständlich sind die Listen vorhanden. daß er sich, fich, als diefelbe 1872 einen Kriminalprozes uus nicht darauf einlaffen, die trübe Quelle, aus welcher alle. gegen ihn anstrengte, ohne weiteres zur 8urückzahlung die falschen Nachrichten über die Sozialdemokratie in die bürgen liche Presse lancirt werden, zu ergründen oder gar zu verstopfen., erftens verbietet uns das unser Reinlichkeitsgefühl und zweitens ist es uns ganz gleichgiltig, ob die bürgerliche Presse richtig informirt ist oder nicht. Briefkaffen der Redaktion. " Dr. Badef. Seitens des Betreffenden nichts eingegangen. Ihre heutige Sendung wird in der Dienstage- Nummer veröffentlicht werden. Th. Thomas. Ihr Bericht konnte wegen Raummangels noch teine Verwendung finden. neun Millionen Dollars verstand. Die größten und am meisten berechtigten Vorwürfe wurden gegen ihn erhoben, als er Ende der 60er Jahre die große Goldhauffe veranstaltete, durch deren Zusammenbruch Millionen geschädigt wurden, während Gould Millionen ver- 2. in B. Sie wundern sich, daß ich den Lügenpeter der Diente. Nach der Rrijis von 1878 machte er mit den auf 14 ge Hamburger Nachrichten" nicht persönlich Lügen gestraft habe. fallenen Aktien der Union Pacifte Bahn folossale Gewinne. Aber es ist doch wirklich zu viel verlangt, daß ich einem Gould war Präsident nicht nur dieser, sondern auch der Missouri Menschen, der sich selbst als Fälscher bekannt hat und der von Pacific Bahn und beherrschte damit die zwei größten Eisenbahn- seinem Amtsnachfolger im Areopag der Nation" als Lügner ofteme der Vereinigten Staaten. Die Länge der von ihm ge bingestellt worden ist, die Ehre eines Dementis anthun foll. Th. M. Nicht gleich so higig! Es war ein Druckfehler, der bauten oder von thm tontrollirten Babnen werde auf was er ableugnet, sind geschichtliche Thatsachen, die ich ihm heute berichtigt wird. 20 000 Kilometer und die Höhe des Kapitals derselben wiederholt im offenen Reichstag vorgehalten habe, ohne daß er Gefunden ist gestern in der im Eisfeller abgehaltenen Ber an Aktien und Bonds auf 650 Millionen Dollars geschäßt. es gewagt, ein Wort zu fagen. Freilich, der redigirt" das trauensmänner- Berfammlung ein Portemonnaie mit Juhalt, Als vor einigen Jahren Zweifel an dem Reichthum Gould's Blaue vom Himmel herunter. Beiläufig nur noch, daß das Dasselbe kann von dem Eigenthümer bei Carl Bloßfeld, Schlächterei, laut wurden, veranstaltete er eine Ausstellung seiner Schuldkonto des Redakteurs ber Emfer Depesche" und der Huffitenfte. 18, abgeholt werden. Papiere, welche einen Werth von 100 Millionen Dollars reprä Hamburger Nachrichten" noch gar manchen dunkeln Bunft ent Für die Arbeiter- Bildungsschule empfangen von Andreas fentirten. Natürlich suchte Goulb auch Einfluß auf bedeutende hält, der sich demnächst ebenso aufffären wird, wie die Genefis 3. 20 M. 40 Pf., von Herrn Arbeitlang 3 M., vom Fachverein Beitungen zu gewinnen. So war er nach Greeley's Tode Mit der Emfer Depesche. Wir sind erst am Anfang der Ent- der Marmor- und Granitarbeiter 10 M. Summa 38 M. 40 Pf. eigenthümer der New- York Tribune". Im Frühjahr 1888 bildete hüllungen. Mit Gruß M. 2. Besten Dent H. Gumpel, Barnimstr. 42. Theodor Fricke, Stridgarn- und Strumpfwaaren- Fabrik, Berlin. 1. Geschäft: Oranienstr. 174. Tricot- Damen- Taillen 2. Geschäft: Jannowitzbrücke 1. Herren- Westen Winterstoff mit eingewirftem Futter links und rechts gestrickt, mit und von 2,50-7,50 Mart. 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Kein Bierzwang' Der Vertrauensmann. Alle Betheiligten sind hierzu eingeladen. Zahlreiches Erscheinen ist Pflicht. Die Agitationskommission. Der Zentral- Arbeitsnachweis wie Auskunfts- Bureau befinden sich seit dem 1. Dezember im Restaurant Freygang, Schüßenstr. 18. Achtung. Große Versammlung Achtung. des Allgemeinen Arbeiterinnenvereins( Filiale Friedrichsberg) Große öffentliche Versammlung derWeber, Wirker, Posamentiere, Sticker, Spinner, Färber, Appreteure, Tuch- u.Kettenscheerer etc. Rabinette. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. am Montag, den 5. Dezbr., Abds. 8½ Uhr, in ,, Nieft's Salon", Weberstraße Nr. 17. Tages- Ordnung: am Sonntag, 4. Dezember, Nachm. 5 Uhr, in Schneider's Gesellschaftshaus, Prostanerstr. 37/38. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Rein, über: Schwarze 102/15 Herren als Gäste willkommen. Zur Deckung der Unkosten Tellersammlung. Nachdem: Gemüthliches Beifammensein und Tanz. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. 1. Vortrag über: Die Nothwendigkeit der Organisation". Referent: Stabto. Th. Metzner. 2. Diskussion. 3. Das Verhalten des Redakteurs und der Preßkommission des„ Der Zegtilarbeiter" gegenüber dem Kollegen Petersdorf. 4. Verschiedenes. 329/3 Der Einberufer: Gustav Janz, Weberstr. 42. Achtung! Schuhmacher! Die heutige Versammlung findet nicht um 10 Uhr Vormittags, wie auf bem Säulenanschlag angegeben, sondern um 4 Uhr Nachmittags statt. 421b Der Einberufer. Große öffentliche Versammlung sämmtl. Vergolder, Bergolderinnen und Berufsgenossen Berlins am Montag, 5. Dezember, Abends 8½ Uhr, bei Scheffer, Inselstr. 10. Zages Drdnung: 1. Vortrag. Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht. 2. Diskussion. 3. Wahl der Agitationskommission. 4. Verschiedenes. 358/3 Der Einberufer: Richert, Blumenstr. 33. MS Achtung. Verein d. Bauanschläger Berl. u. Umg. General- Derlammlung ( am Sonntag, den 4. Dezember, Borm. 10% Uhr, bei Pyrtek, Gypsstr. 3. Tages Ordnung: 1. Aufnahme neuer Witglieder. 2. Wahl der Revisoren. 3. Antrag C. Becker und Genoffen betreffs Abänderung der Krankenunterstügung. 4. Fortsetzung der Besprechung innerer Vereinsangelegenheiten. 5. Verschiedenes and Fragetaften. der in der Zentral- Kranken- Kasse der Zimmerer. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß das Mitglied Ernst Schäfer am 2. Dezember verstorben ist. Die Beerdigung findet am Montag, Nachmittag 2 Uhr, von der Wilhelms havenerstr. 27 aus statt. Um rege Betheiligung bittet 366/2 Der Vorstand. Deffentliche Danksagung. Für die rege Betheiligung und Unter ftügung bei der Matinee am 30. Dftbr. ftatten wir den Rauchtlubs Ohne 3wang" und„ Kernspize", sowie sämmt lichen Genossen, welche sich daran bes theiligt haben, unsern herzlichsten Dank ab. 198/11 Wittwen Giefeler, Morik u. Schulz. Große öffentl. Versammlung Maler, Lackirer, Anstreicher der Filiale III( Ost). Versammlung nannt. Amtszimmer Königstr.26a Kürschnerbrandje besch. Arbeiter u. Arbeiterinnen. Montag, den 5. Dezember, Abends 81/2 Uhr, Altes Schüßenhaus, Linienstraße 5/6. Tages- Ordnung: 1. Vortrag. Das Wesen der Haus indufcie und ihre Wirkung. Ref. Frl. Baader. 2. Diskussion. 3. Bericht der Streit- Kontroll- Kommission. 4. Gewerkschaftliches. Gäste willkommen. 190/1 Die Vertrauenslente. 3entral- Kranken- u. Sterbekast Der Schuhmacher. Sonntag, den 4. Dezember, Abends 7% Uhr, zur Feier des 10jährigen Bestehens Tanz- Kränzchen 275/5 unter gütiger Mitwirkung des Gesang vereins Kornblume. Billets für Herren 50 Pf., Damen 25 Pf., sind bei den Zahlstellen der Rasse, sowie in den mit Plakaten belegten Handlungen und bei Bapte, Manteuffelstr. 31, zu haben. am Dienstag, den 6. Dezember, Abends 8 Uhr, bei Hente, Blumenftr. 38. Tagesordnung: 1. Fortsetzung der Discussion von dem letzten Bortrag über„ bie Religion des Alterthums und der Neuzeit". 2. Vortrag. 3. Verschiedenes. Gäste haben Zutritt. 417b Der Vorstand. Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen aller Branchen Berlins u. Umgeg. Montag, d. 5. Dezember, Abds. 8% Uhr, im Vereinshaus Südost, Waldemarstr. 75 Grosse öffentliche Versammlung, Tagesordnung: 1. Vortrag des Stadtv. Otto Klein. 2. Diskussion. 3. Wahl einer Agitationstommiffion. 4. Verschiedenes. Zur Deckung der Unkosten Zeller fammlung. 160/5 Kollegen und Kolleginnen! laßt allen Durch Verfügung des Herrn Justizministers bin ich zum Notar im Bezirke des Kgl. Kammergerichts er 6 d St 69M le ( Eingang Klosterstr. 77/78). Sprech stunden 9-10, 4-6. Fernsprecher V. 3409. Dr. von Gordan, Rechtsanwalt und Notar. Achtung! Kein Laden! Lager von Musik Instrumenten und Musikwerken aller Art. H. Spangenberg, Instrumentenmacher. Reparaturen gut und billig. Verleih- Institut. Berlin SW ,, Zossenerstr. 7. Kinderwagen- Bazar Jerufalemerstr. 42 u. Brunnenstr. 6, Hf. pt. Gr.WeihnachtsAusverkauf. Puppenwagen, Kinder- Sportwagen, Dünkel und Ehrgeiz fallen, bekennt Euch Leiter- u. Kastenwagen. 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Dezember, Abends 8%, Uhr, in der Borussia- Brauerei zu Nieder- Schönweide: in b. Arminhallen, Kommandantenstr.20. Grosse öffentliche Volksversammlg.f.Männern.Frauen. Tages Ordnung: 340/16 1. Die Militärvorlage. Ref.: Reichstags- Abgeordneter Dreesbach. 2. Disfuffion. 3. Verschiedenes. Zur Deckung der Untoften findet Tellersammlung statt. Um zahlreiches Der Vertrauensmann. und pünktliches Erscheinen ersucht Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 4. d. M., Abends 7/2 Uhr, finden zwei Versammlungen fiatt. Die erfte in Gratweil's Bierhallen, Kommandantenstraße 79. Bor trag des Herrn Mehner über: Was ist Religion und wer hat Religion." Die aweite in Seefeld's Räumen, Grenadierstr. 33. Vortrag des Herrn Folger über: Die Reformationen der Vergangenheit und Gegenwart." 140/12 Nach den Vorträgen: Gemüthliches Beisammensein und Tanz. Damen und Herren sehr willkommen. Der Vorstand. Leseklub ,, Constantia". Deff. Versammlung für Männer u. Frauen am Sonntag, 1. Dezbr., Nachm. 5 Uhr, in Pape's Salon( früher Senebel). 426b 4. Badstraße 58, Tagesordnung: 1. Bortrag des Herrn Dr. Pinn, 2. Diskussion. Genoffen und Genoffinnen des Nordens ladet zu zahlreichem Besuch ein Der Vorstand. Nach der Versammlung: Geselliges Beisammensein und Tanz. Mitglieder- Bersammlung. Tagesordnung Nachmittag 5 Uhr: Bayar mit Concert, später geselliges Zusammensein. Gäste fehr willkommen. 151/10 Gefangverein Gerechtigkeit" W. Obiger Verein hat sich verbunden aus den Bereinen" Phönig“ und„ Har Berichterstattung über die Verhand- monia". Grund der Zusammenlung mit den angehörigen Kaffen des schließung war: 1. die Gristensfähigkeit Verbandes freier Hilfskaffen. zu stützen, damit nicht die Genossen Der hochwichtigen Tagesordnung wegen zur Erhaltung leinerer Bereine zu Erscheinen dringend nothwendig. fehr beansprucht werden und 2. den Die Lokalverwaltung. Gesang mehr zu fultiviren. Es wird 278/4 hiermit Jedermann zum Beitritt eingeVerband der in faden, welcher sich mit diesem Prinzip einverstanden erklärt. Der Verein tagt Holzbearbeitungs- Fabriken Dienstags, Abends um 9 Uhr, bei u. auf Holzplätzen beschäft. Bredlow, Steinmeßftr. 36a. Arbeiter und Arbeiterinnen 4256 Deutschlands. Orisverwaltung Berlin I. Montag, d. 5. Dezember, Abb. 8½ Uhr, bei Säger, Grüner Weg 29. Mitgliederversammlung Tagesordnung: Der Vorstand. Achtung, Vereine! Die Vereins Vorstände resp. Vergnügungs Romitees, welche uns mit 1. Bortrag des Hrn. Roland über: Musifaufträgen unterstüßen wollen, Sozialismus u. Anarchismus". 2. Gewerben gebeten, dieselben nicht an Bor wertschaftliches. 3. Fragekasten. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Un zahlreiches Erscheinen ersucht 173/4 Der Vorstand. stands noch Einzelmitglieder zu richten, sondern nur an den Geschäfts. annehmer der Freien Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker Berlins und Umgegend, denn nur im letzteren Falle fann der Verein die Verantwortung Rosenstraße 30. Zentral- Kranken- u. Sterbelasse abernehmen, oder an Genoffen Wernau, der Tischler it. ( E. H. Nr. 3 in Hamburg.) Oertliche Verwaltung Berlin H. Am 1. Dezember starb nach kurzen Der Vorstand. 367b P. Drappe, Geschäftsannehmer. Kanarienhähne verkauft Grahl, Gr. Frankfurterstr. 117 Königsbank Gr. Frankfurterstr. 117. Rranfenlager an der Proletariertrant Straußbergerstr. 33, vorn 3 Tr. Sonnabend, den 10. Dezember 1892 Tanz- Kränzchen verbunden mit Gesang und humoristischen Vorträgen arrangirt vom Gesangverein„ Eintracht" in Glienicke zur Erinnerung des Beitritts zum Arbeiter- Sängerbund. Anfang Abends 8 Uhr. geladen. Entree à Person 30 f. Sangesbrüder, Freunde und Gönner werden hiermit freundlich ein157/13 Der Vorstand. Maurer! 31 Die Mitglieder- Versammlung der Bahlstelle Berlin II des Zentralverbandes findet am Mittwoch, den 7. d. M., wegen der an diesem Tage stattfindenden Partei Bersammlungen nicht statt. 245/5 Der Bevollmächtigte, heit unfer Mitglied Gustav Leite! 306/2 im Alter von 32 Jahren. Die Beerdigung findet heute Nachmittag 1 Uhr von der Oppelnerftr. 48 aus nach dem Thomaskirchhof statt. Um zahlreiche Betheiligung ersucht. Die Ortsverivaltung. Köpenick. Sozialdemokratischer ArbeiterVerein. Versammlung Dienstag, den 6. d. M., Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Schulz, Schönerlinderstraße. 104/3 Tagesordnung: 1. Vorlesung. 2. Distuffion. 3. Vereinsangelegenheiten. Zahlreiches Erscheinen erwünscht. 428b Sozialdemokr. Buchhandlung, Berlin N., Weinbergsweg 15 b, empfiehlt zum Weihnachtsfefte fo zialistische Bilder und Sinufprüche ( auch zum Selbstausarbeiten) mit und Kinder aufgeklärter Eltern 2c. ohne Rahmen; Jugendschriften für Nach Auswahl gegen Einsendung des Betrages. 430b fowie Kanarien fauft man Waldvögel, ambilligt. Straußberger ftraße 14, J. Didakowsky. Brämiirt mit dem erften, zweiten u. dritten Preis Meine Broschüre über Asthma ond dessen Bekämpfung ( durch 20jähr. Erfahrung an mir selbst erprobt) versende ich gratis und franco. A. Klein, Herford, Höckerstr. 291. Nützl. Weihnachtsgeschenke. 5 Rathenower Alumingold- Brillen und Pincen28 2,50 M., nie schwarz werd. 2,50 M., in fein Nidrel 2 M., Stahl 1 M. mit prima Kristalgläsern. Vorzügl Theater- n. Reise- Glas Excelsior 12 Mark! Operngläser m. 6 achromatischen Linfen von 6 M. an. Reifenge in großart. Auswahl. Barometer 6 M., Thermometer 50 Pi. Dampfmaschine Nr. 100 2,50 M. Borzügliche Laterna magica mit 48 Bildern 3. 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Die Bismarck wendet und ihn um seine Vermittelung bittet, daß die Judenverfolgungen in Rumänien oder Serbien eingestellt werden. Angefl: Ich habe noch einen neuen Beweisantrag zu Präsident: Dieser Meinung bin ich auch. stellen. Derselbe wird feinen Reitaufwand erfordern, da die be Sanitätsrath Dr. Neumann: Von einer formalen innigen treffenden amtlichen Aftenstücke sich hier in meinen Händen befinden. Verbindung zwischen dem Zentralkomitee der Alliance israélite mit Landgerichtsdirektor Brausewetter eröffnet die Sigung um Ich thue es nicht gern, daß ich auf diese Sache zurückkomme den Lokalfomitees der einzelnen Länder ist keine Rede. Dieser Verein ist 9 Uhr. Nach Verlesung der erschienenen Zeugen nimmt der und hatte mir eigentlich vorgenommen, es nicht zu thun, im Jahre 1860 in Paris ins Leben gerufen, zu dem Zwecke, den Präsident das Wort zu einigen allgemeinen Bemerkungen. Es und wollte lieber ins Gefangniß gehen, als diese Dinge hier be- jenigen Juden, welche sich in rückgeschrittener Stellung befinden, würden heute Beugen vernommen, welche sich auf politischem rühren. Jetzt bin ich aber dazu gezwungen, nachdem die Gut zu einem Fortschritte in moralischer und geistiger Beziehung zu Gebiete feindlich gegenüberstanden. Er richte die eindringlichste achten der militärischen Sachverständigen, wie aus der Pistole verhelfen, jedem Juden, der in seiner Eigenschaft als Jude leidet, Mahnung an die Beugen, bei Abgabe ihrer Aussage mit der geschossen, hier so schön klappten. Ich thue es nicht gern, aus Beistand zu leisten und solche Schritte, welche dieses Streben trengsten Gewissenhaftigkeit vorzugehen. Es sei ein trauriges Achtung vor dem preußischen Offizierſtande, mit Rücksicht auf fördern können, zu unterstützen. Der Sitz der Alliance Zeichen der gegenwärtigen Zeit, daß von beiden Seiten in der die Militärvorlage und aus dem mir innewohnenden Patrio- ist Paris geworden und es haben sich nur fehr Preffe, durch Broschüren und Artikel, durch Versammlungen u.f.w. tismus. Da ich aber vernommen, daß gesternt hier auf dem langsam und sehr allmälig Theilnehme: gefunden. Die in einer Weise gehegt werde, welche entschieden einen demo- Korridor gesagt worden ist:" Da haben wir ja die anti- Lokalfomitee's, welche nicht blos in Europa, sondern auch in ralisirenden Eindruc ausüben. Ich werde, so führt semitische Kanaille", bin ich in einen starten Gewissens- Amerika vorhanden sind, find weiter nichts, als Rassenstellen der Präsident aus mit Briefen des schmuzigsten Inhalts von tonflitt gekommen, da ich fürchte, daß damit der Untergang dieses Zentralfomitee's, dessen Mitglied ich seit 22 Jahren bin. Bersonen überschüttet, die ich als feige Subjekte bezeichnen muß, meiner Partei, der einzigen patriotischen und zur Rettung Dasselbe hat sich thatsächlich seit 1860 durch Kr optation gebildet. Sa fie sich scheuen, ihre Namen zu nennen. Es ist zu bedauern, des Vaterlandes befähigten Partet angestrebt werden soll. Ich Die einzige formelle Berbindung zwischen stal- und Zentraldaß solche Leute überhaupt schreiben können. Ich werde zur babe hier aftenmäßiges Beweismaterial in Händen, welches ich fomitee besteht darin, daß nach einem Paragraphen des Statuts Kennzeichnung dieser Personen zwei von den vielen Briefen vertem Gerichtshofe übergebe. Er wird daraus fofort feststellen die Mitglieder des Zentralfomitee's durch Wahl ernannt werden lefen, welche mir im Laufe des gestrigen Tages zugegangen find. tönnen, daß die militärischen Sachverständigen sich irren. sollen. Dies ist aber ganz unmöglich, an Wahlen nehmen gewöhnlich " Hochverehrter Herr Präsident! Mit einer Million läßt sich Präs: Unterlaffen Sie ein für alle Male ihre Versiche nur die in Paris wohnenden Mitglieder Theil, im übrigen werein behagliches Leben führen. Diese Summe erhalter. Sie, wenn rungen der Hochachtung vor dem Militär und Ihres Patriotismus. Den die Mitglieder des Zentralfomitee's fooptivt. Die Wirkes Ihnen gelingt, Ahlwardt für immer unschädlich zu machen. Es wird am Ende eine ganze Anzahl von Personen geben, welche famkeit der Alliance wird durch halbjährige Berichte so flar geHöhne." nach Ihrem öffentlichen Auftreten Zweifel an Ihrem Patriotismus legt, wie fast bei feinem Verein. Die Wirksamteit ist nicht eine Augenscheinlich ist dies ein fingirter Name. Der zweite Brief haben, wenn sie daran deuken, daß Sie die Beamtenschaft, das reine Wohlthätigkeit in dem Sinne der bloßen Geldunterstützung, ift in einer Ürt Verbrecherton gehalten und lautet folgendermaßen: Militär und Alles, was im preußischen Staate Obrigkeit ist, in gröbster sondern sie bezweckt die geistige, moralische und materielle „ Geehrter Herr Präsident! Wenn die Verhandlung nicht und unnatürlichster Weise angreifen. Ob Sie sich für einen großen Hebung der Juden. 7/8 der Mittel werden für Schulen vergenau nach Recht und Gesetz geführt wird, so werden wir selbst Patrioten halten, ist uns außerordentlich gleichgiltig. Wenn Sie wendet, und die großartigen Erfolge der Alliance für Errichtung Richter spielen. Wir machen dann einfach Berlin zu Paris und sich aber unterfangen sollten, hier die Treue und den Patriotismus von Schulen im Orient ist bekannt. Man hat nun die Alliance es wäre traurig für uns, wenn wir nicht die Mittel dazu hätten. Der Militärbehörden anzuzweifeln, so werde ich das unter leinen zu einem politischen Verein stempeln wollen, weil Ahlwardt ist zu weit gegangen, Löwe ist unschuldig, aber der Umständen dulden! felbe auch die Gleichstellung der Juden erfirebt. Dies Oberstlieutenant Kühne hat Unrecht gehandelt. Die Schweine Hierauf wird Prof. 2azaru 3 über das Wesen der ist aber ftets mit voller Offenheit geschehen und zwar in reien in der Fabrik müssen aufhören. Oberstlieutenant Kühne Alliance israélite vernommen. Derselbe befundet: Ich war Gestalt von Petitionen, die von der rumänischen Regierung init bat auch als Militär seinen Abschied erhalten. Warum werden 6 Jahre Vorstandsmitglied des preußischen Zweigvereins der Wohlwollen entgegen genommen sind. Auch die deutsche Neso viele Offiziere geladen, die ihn entlasten sollen? Wir über- Alliance israélite universelle, Einen absoluten Gegen. gierung hat der Alliance dasselbe Wohlwollen entgegen gebracht, wachen täglich die Versammlung und wenn nicht alles gefeßlich fat zwischen politischer und Wohlthätigkeits Tendenz das zeigt doch, daß die Alliance nicht etwa im Geheimen, sonaugeht, sprengen wir den Justizpalast in die Luft.( Heiterfeit im tann ich bei derselben insofern nicht ausbauen, weil es dern in voller Offenheit ihre Ziele verfolgt. Seinerzeit hat der Zuhörerraum.) Unterzeichnet ist das Schriftstück:„ Das Komitee auch ihre Aufgabe ist, durch Petitionen 2c. dahin zu wirken, daß Staatssekretär von Bülow geantwortet, daß er die auf einer der Berliner Anarchisten." in Ländern niedrigerer Kulturstufe die Verfolgungen, denen die gemeinsamen Konferenz zu Gunsten der Juden in Konstantinopel, Präs.: Ich habe hier auch noch ein Schreiben, in welchem Juden dort oft ausgesetzt sind, aufhören. Im ganzen ist die Serbien 2c. vorgebrachten Wünsche mit großem Intereffe entgegen gefagt wird, daß auch Ahlwardt ein Jude sei.( Beiterkeit.) Es Tendenz ausschließlich Wohlthätigkeit, Unterstützung und intellet genommen habe. Was die behauptete Ordre der Alliance an Bowe wird darin gesagt, daß der Vater jüdischer Herkunft sei und die tuelle und moralische Hebung der zurückgebliebenen Stände in zur Wehrlosmachung Deutschlands betrifft, so ist mir boch ich will die abscheulichen Sachen hier lieber fulturlosen Ländern. Zu diesem Zwecke werden Schulen ge- jede Beziehung des Herrn Ifidor Löwe zur Alliance vollständig nicht weiter erörtern. Ich habe ja schon gesagt, es wird noch so gründet und Unterstützungen ausgetheilt. Ihre gesammte Thäng- unbekannt; es werden nur von der Firma Ludwig Löwe jährlich weit kommen, daß man Heren Aylwardt selbst für einen Juden teit erstreckt sich in erster Reihe darauf, arme bedrückte, wegen, 10 Fr. als Beitrag erhoben. Ifidor Löwe wird nicht einmal in erklärt.( Seiterfeit.) ihres Glaubens leidende Menschen zu unterstützen. den Listen der Alliance geführt, Ludwig Löwe war niemals MitBertheidiger: Ich möchte dann bitten, hier auch diesen Präs.: Halten Sie es für möglich, daß bie Alliance glied des Vorstandes, sondern zahlte einfach seinen Beitrag von Brief zu verlesen, welcher an den Gerichtshof, den Ersten Staatsanwalt und den Bertheidiger gerichtet ist. zu vernichten, um die jüdische Weltherrschaft zu etabliren? Christen gestatte, ist eine Lüge.- Ange kl.: An dieser Präs: Ich sehe, daß der Brief anonym ist. Mit solchen Prof. Lazarus: Die Alliance hat die Tendenz, den Zeugen habe ich teine Fragen zu richttn, denn derselbe Machwerten fönnte ich zu Dußenden aufwarten. Elenden zu Liebe, aber Niemandem in der Welt etwas zu Leide ist Partei. Meine Zeugen hat man ja abgelehnt.- Präs.: In dem Briefe wird gesagt, daß der Oberstlieutenant Kühne zu unternehmen. Der in der Frage angeregte Gedante tönnte Dann hätten Sie doch den Talmud mitbringen und die Stelle alles Mißtrauen verdiene, da derfelbe während seiner Aktivität mir nur als die Ausgeburt einer extremen yantafie erscheinen. zeigen sollen.- Angel.: Wenn meine Zeugen vorgekommen Beschente angenommen und Durchstechereien mit der Firma Löwe Sollte ich mich hier nicht nur als Zeuge, sondern als psychologischer wären, würden sie die betreffenden Stellen mitgebracht haben. getrieben hat. Sachverständiger äußern, so würde ich fagen: selbst das äußerste Präs.: Jch dächte, Sie tönnten sich doch mit dieser Autorität Praf.: Der Inhalt dieses Briefes fann nicht überraschen, Maß der Verleumdungsfacht imd der Bosheit würde nicht aus begnügen. Angeti.: Ich kann das doch nicht.- Bere Denn es liegen Briese vor, in welchen wir alle, in Gerichtshofe reichen, einen solchen Gedanken zu fassen, wenn nicht noch der theidiger: Der Zeuge hat seine Ausführungen mit den nicht nur, sondern auch alle militärischen Sachverständigen, Wahnwih hinzuträte! Worten begonnen so viel ich weiß"; das ist doch nichts Beverdächtigt werden, durch jüdisches Geld bejiochen zu sein. Bras.: Salten Sie es für möglich, daß die Firma Löwe stimmtes. Er wird doch schwerlich den ganzen Talmud fennen. ( Heiterkeit.) Präs: u. Co. von der Alliance den Auftrag erhielt, unbrauchbare Ge- Präs: Das wird wohl kaum irgend ein Mensch. Das ist Bertheidiger: Ein Theil der Briefe entspringt vielleicht wehre zu liefern- Professor Lazarus: Ich muß darauf doch ungefähr fo, wenn jemand den Herrn Veraus ber im Publikum vielfach verbreiteten falschen Anschauung, antworten, daß ich seit 1879 nicht mehr im Vorstande der Alliance theidiger fragt, ob irgend etwas im Landrecht steht. Da daß hier der Prozeß par ordre de moufti noch heute zu Ende bin und mit der Führung der Geschäfte nichts zu thun habe. wird antworten tönnen geführt werden soll. Ich halte es für unmöglich und erkläre, daß mir irgend etwas so viel ich weiß", obwohl der doch wohl im Landrecht sehr Bräf.: Das ist wieder eine ganz falsche Vorstellung. Ich Derartiges weder mittelbar noch unmittelbar, weder schriftlich orientirt sein wird. Angefl.: Daß diese Zengen hier nichts habe schon gestern biefen Gaal, der am Montag eigentlich dem noch mündlich nie zu Ohren gekommen ist. Die Alliance ift eine gegen die Alliance sagen werten, ist doch natürlich.- Präs.: Schwurgericht zur Verfügung stehen soll, für diesen Zweck re- Bereinigung von Juden aller Länder, die einen wohlthätigen Sie scheinen einen feltsamen Begriff von der Heiligkeit des Eibes tamirt. Was nun den Oberstlieutenant Kühne betrifft, so ist ja 3weck verfolgt. zu haben, daß Sie glauben, hier stelle sich jeder hin und schwöre bekannt, daß derselbe mit vollen Ehren und besonderer allerhöchster Auszeichnung aus dem Dienst geschieden ist. Oberfilieutenant Rühne: Ich bin seinerzeit aus Gesund heitsrücksichten um meinen Abschied eingekommen. Ich litt damals flart an der Gicht. Man bot mir einen halbjährigen Urlaub zur Stärkung meiner Gesundheit an, ich verzichtete aber darauf und der Abschied wurde mir bewilligt. In der Kabinetsorbre steht unter ausnahmsweiser Verleihung des Charakters Mutter Sonntagsplauderei. israélite den Auftrag gegeben haben könnte, das Deutsche Reich 10 Fr. Daß der Talmud den Juden jedes Berbrechen gegen die als er wahrscheinlich auch nur Rechtsanwalt Hertwig: Werthvoll für mich aus der aus Bosheit gegen Sie einen Meineid! AngelL: Das thue Bekundung des Zeugen ist, daß er seine Aussage mit ich nicht. Präs.: Sie haben das vorhin bezüglich der miliBeschimpfungen gegenüber allen Andersdenkenden auszuschmücken tärischen Sachverständigen deutlich genug durchbliden laffen. beliebte und daß es den Juden aller Länder erlaubt ist, eine Angeti.: Steineswegs. Aber der Gerichtshof wird sich durch einen Blick politische internationale Vereinigung zu bilden, welches sonst in die ihm übergebenen Aktenstücke leicht überzeugen, daß diese Sachnach dem Gesetz verboten ist. verständigen geirrt haben. Präs.: So weit heruntergekommen Professor Lazarus: Ich glaube nicht, daß man es als find wir doch nicht, daß hier die Zeugen Meineide leisten, um politisch bezeichnen tann, wenn die Alliance sich an den Fürsten Sie todt zu machen. Das scheinen Sie zu glauben. Leider sprünglich Bocher hieß, was man auf deutsch einen Juden- und mit wurmftichigen Beinen kommt man nicht wieder so jüngling nennt. schnell in die Höhe. Darum ist es manchmal gut, wenn Wie gesagt, wir schöpfen diese etymologischen An- man seine innerste Meinung in seines Herzens tiefften R. C. Heißt heutzutage Jemand Kühne", so liegt die Möglichkeit furchtbar nahe, daß er sich plöglich in einen deutungen nicht aus eigener Kenntniß, sondern wir pflügen Schrein verschließt; ist sie aber doch einmal in alle Welt hier mit einem fremden Kalbe, und daher kommt es, daß hinaus geplast, so wirft auch dieses häufig klärend und Rohn" verwandelt sieht. Herr Ahlwardt spürt dem Stamm- diese unsere Wissenschaft noch in den Kinderschuhen steckt. befruchtend. Bei seinen" Bauern hat sich Herr von Frege diter, und wenn es auch schließlich einem Fürstbischof nicht baum eines jeden Menschen nach, wie ein geborener Heral- Vielleicht gelingt es den anderen kenntnißreichen Anti- hoffentlich einen Stein im Brett erworben, und die grünen semiten, die bei der großen Tragikomödie in den Jungen unter seinen Tagelöhnern erweisen auch ihm vielzur Unehre gereicht, aus dem unermeßlichen Geschlechte heiligen Hallen des Moabiter Kriminalpalaftes mit leicht eines Tages ihre Dankbarkeit in ihrer Weise. derer von Kohn mit seinen bedeutenden Abzweigungen zu wirken, der Sache noch tiefer auf den Grund zu gehen, und Die Etatsberathungen sind zu Ende, und wenn wir die tammen, jo giebt es andererseits unter uns auch eine so ist denn die Möglichkeit nicht ausgeschlossen, daß es lex Heinze, durch welche Bezeichnung man die Veranlasser ganze Anzahl von Mitbürgern, die in einer solchen Her schließlich aus Tageslicht kommt, daß dort draußen außer des Gefeßes hoffentlich nicht unsterblich gemacht hat, erst funft feinen Vorzug erblicken. An uns liegt die Schuld| Herrn Ahlwardt's heiliger Macht nur noch der eine oder glücklich geborgen haben, lehrt gewiß die Nuhe, die auch weniger mit angenehmen Neigungen als mit den unerbitt andere Kriminalſtudent ſeinen Ursprung mit muzweifelhafter über Lahlen ipfeln herrscht, im Reichstage ein. Herr lichen Thatsachen zu rechnen, und so muß man denn Sicherheit auf Hermann, den Cherusler, zurückführen kann. Rickert konnte allerdings die Gelegenheit nicht vorübergehen laffen, ohne sich bei dem Reichskanzler in empfehlende Er schon die Dinge nehmen, wie sie sind. Herr Ahlwardt, Ernst ist Herr Ahlwardt, heiter dagegen Herr v. Frege. innerung zu bringen, und der Graf von Caprivi ist ein denn um dieses Schreckniß ängstlicher Gemüther handelt Kommt man mit dem groben Geschütz offenbarer Berleun höflicher Mann. Jeden Knig, und käme er von dem unes fich, ist allerdings lange nicht der radikale Anti- dungen nicht mehr durch, so versucht man die Sache mit bedeutendsten Wadenstrümpfter, beantwortet er mit einer emit, für den er sich ausgiebt und für den er sich viel harmloseren Schimpfereien. Wem eine gütige Borsehung zierlichen Verbeugung, das bewahrt die Freundschaft und leicht hält. Denn auch bei der Enthüllung der semitischen kein Rittergut in die Wiege gelegt hat, zählt nicht mit, und unter urbanen Formen spüren manche Naturen die OhrGreuel, die ihm augenblicklich in Moabit durchaus miß wer sich nur auf seiner Hände oder seines Kopfes Arbeit feigen weniger. Die freisinnigen Wähler des Herrn Rickert glidt, ziemit es sich nicht, auf halbem Weg stehen zu verlassen kann, ist ein grüner Junge, und wären Haar müssen laminfromme Leute sein, sie müssen einen Glauben bleiben, and was dem Oberstlieutenant Kühne, der seine und Bart ihm längst gebleicht, und wäre die Gestalt an ihren Bertreter haben, mit dem man alles mögliche versehen, Borfahren bis ins vierte Glied aufwärts verfolgt, recht ist, unter der Last der Jahre und des Kummers tief gebeugt. nur nichts wieder einlösen kann. Aber der Weg aus dem bas dürfte auch den anderen Mitgliedern der Judenschutz- Natürlich läßt sich über den Begriff der„ grünen Jungen" Reichstag hinaus ist häufig kürzer, wie der Weg in den Reichstag truppe, um in dem blumenreichen Stil des Herrn Lieber- ftreiten. Trinkt ein zerhauener Korps student dreißig Schoppen hinein-- ein polnischer Reisender erkundigte sich auf mann von Sonnenberg zu reden, nicht ganz unbillig sein. zum Frühstück, so giebt er dem thatendurftigen Drange der dem Bahnhof in Nawißsch, wie lange man von dort bis 3war jeter Eterbliche besitzt den Adlerblick des ur Jugend nach; schlägt ein milchbärtiger Lieutenant mit dem Breslau fährt. Und als er genügende Auskunft erhalten Deutschen Schulreftors nicht, der in den Kontouren des Degen um sich, so wahrt er die Interessen seines des hatte, fragte er danach, ob der Zug auch die Rückfahrt in menschlichen Körpers einen Tropfen jüdischen Blutes ersten Standes, aber beide Repräsentanten der Kaste, der derselben Zeit zurücklege. Nach althergebrachter Tradition der denkbar flüchtigsten Verdünnung auch Herr von Frege angehört, sind und bleiben Stüßen wurde er von dem Beamten angeschnauzt, und kopfschüttelnd erspäht, Kon von Thron und Altar, und was sonst noch auf der Welt entfernte er sich mit den Worten:" Was der Herr Sekretär uns scheint er die legten fequenzen aus seiner genialen Begabung schließlich doch von sogenannten vernunftbegabten Wesen existirt, wird nur zu schimpfen hat! Man muß sich das nur richtig nicht zu ziehen. Zenn der Name des Herrn von Brafel finnig und schön mit dem Sammelnamen„ Grüne Jungens" überlegen: Von Ostern bis Pfingsten beispielsweise find ist nur eine Umschreibung des althebräischen Wortes Broche", in das Faffungsvermögen nothleidender Großgrundbesitzer sechs Wochen, aber von Pfingsten bis Ostern sind mehr als enn wir sonst einem altbewährten Talmudkenner" Glauben einrubriziet. Schnell fertig ist die Jugend mit dem dreiviertel Jahr!" auch noch in aber schenken dürfen; die Ahnen des Herren von Flothow trugen Wort", aber auch Alter schützt vor Thorheit nicht, Nach dem Stirnrunzeln Eugen Richter's zu urtheilen, mit Sicherheit einstmals den mehr bekannten Namen und mit verschlossenem Ritterhelm die man für Herrn Ridert nicht sagen, was' ne Gache Flatan, Herr von Goßuig ist jemand, der aus dem Lande Welt stürmen will, muß Obacht geben, daß er sich list! Gosen stammt, und Bachler, das Wunderkind, führt seine den freiherrlichen Schädel nicht irgendwo einrennt. Auch Abstammung ohne Zweifel auf jemand zurück, der ur- lein grüner Junge fann einen alten Giel zu Fall bringen, | Scheint auch in einem großen Theile Ihrer Parteigenoffen nach| Präsidenten zu der Frage, ob der Zeuge ganz nüchtern sei oder stattfindet.- Rechtsanwalt Mundel: Sie haben ein Protokoll Sen jämmerlichen Briefen, die an mich gelangt sind, derfelbe heute schon viel Branntwein getrunken habe. Der Zeuge ver- aufgenommen, warum?- 3euge: Ich habe es für meine wunderbare Standpunkt vertreten zu werden. Pflicht gehalten, dies in Interesse Ahlwardt's zu thun. neint dies. fet. Erster Staatsanwalt: Ich muß den Herrn Polizei präsidenten entschieden in Schuh nehmen. Der Herr hatte feine Ahnung von dem Inhalte der Broschüre, wollte auch feine Kenntniß davon nehmen. Angefl: Ich behaupte, daß im Talmud steht: Juden Oberstlieutenant Rühne: Der Zeuge ist vom Meister Griter Staatsanwalt: Der Angeklagte hat wieder it es gestattet, Meineide zu leisten, wenn es sich uin andere Stangenberg entlassen worden, weil er in der greulichsten Weise holt die Behauptung ausgestellt, daß er 6 Bochen vor dem Gr Juden handelt. Im Jahre 1883 hat in Koblenz eine Versamm pfuschte. Er ist es gerade gewesen, der die Gewehre drückte. scheinen der Broschüre eine Anzeige wegen Landesverraths bet lung von Hauptjuden stattgefunden, an welcher auch Professor Nach seiner Entlassung habe er die Denunziation gegen Meister der Staatsanwaltschaft gemacht habe, und er sowohl wie fein Lazarus und Ludwig Löwe theilnahmen. Das Originalprotokoll Stangenberg losgelaffen. Vertheidiger haben wiederholt der Staatsanwaltschaft darüber befindet sich in den Händen des Reichsraths- Mitgliedes Beuge Stangenberg bestätigt dies. Als der Zeuge einen Vorwurf der Pflichtverlegung gemacht, weil auf Schneider, und auf dieser Konferenz wurde der Beschluß gefaßt, Raahaus entlaffen wurde, habe er gedroht, daß er ihn hinein Grund diefer Anzeige nicht eingeschritten worden in Europa eine neue Morallehre einzuführen. Ich beantrage legen werde und wenn es ein Jahr Zuchthaus fosten würde. Das vielbesprochene Schriftstück ift endlich gefunden Zeuge Raabaus ist hierüber so erregt, daß er dem Zeugen worden, ich habe es hier. Dasselbe ist nicht 6 Wochen der, des Jugenieurs Paasch und des Kanonitus Prof. Rohling. aurust:„ Ich haue Ihnen eine' runter!" Der Präsident unter vor Erscheinen der Broschüre, sondern am 24. März eingereicht Präs. Dieser Antrag ist ja schon einmal abgelehnt. fagt dem Beugen solche Ungehörigkeit und Rohheit aufs ernst- worden und nicht bei der Staatsanwaltschaft, sondern beim Dieser ganze Puntt ist ja nur ganz nebenfächlich herangezogen lichste. Landgericht I. Das Landgericht hat es brevi manu der Staatsworden zur Aufklärung, gewissermaßen zu Ihrer eigenen Auf- Fabrik- Kommissar Streichert erzählt den Borfall, bei anwaltschaft überwiesen. Der Angefchuldigte erklärt sich darin flärung. welchem in Martinitenfelde unter den Arbeitern eine Miß zunächst über die ihm zugegangene Auflage megen seines VorWerth.: Der Angeklagte stellt formell den Antrag. ftimmung gegen Meister Stangenberg anwuchs. Raabaus fei trages in Effen. Er behauptet, daß es ihm fern gelegen habe, Staatsanwalt: Ich widerspreche diesem Antrage; wir dann zu ihm gekommen und habe ihm mitgetheilt, daß Gewehre den Justizminister zu beleidigen. Im übrigen erbietet er verfieren uns, wie mir scheint doch etwas zu sehr von der Sache, gedrückt würden. Er habe es für seine Pflicht gehalten, seinen sich, für alles in seinem Vortrage Gefagte den Wahr wenn wir hier noch weitere Erörterungen über die Tendenzen der Vorgesezten davon Mittheilung zu machen, es sei eine beitsbeweis antreten zu wollen, welches unbedingt die Alliance israélite pflegen. Untersuchung eingeleitet worden und es habe sich ergeben, Berhaftung mehrerer Personen zur Folge haben müsse, da Der Gerichtshof beschloß, den Antrag des Angeklagten ab- daß es sich nur um Gehässigkeiten und Klatschereien handelte Landesverrath vorliege. Dies nennt der Angeklagte eine Ans zulehnen, da dasjenige Thema, worüber die vorgeschlagenen Infolge dessen sei Raahaus entlassen und auch Stangenberg zeige. Welche Behörde würde wohl auf eine solche allgemein Beugen vernommen werden sollen, in feiner Beziehung zu der von Martinikenfelde abberufen worden, wahrscheinlich, weil man gehaltene Bemerkung hin Schritte unternehmen? Die Vorwürfe vorliegenden Prozeßfache stehe, und da der Beweis, daß die es nicht für zweckmäßig hielt, denselben an einer Stelle zu lassen, der Bertheidigung und des Angeklagten find also völlig un Firma Löwe u. Co. von der Alliance den Auftrag erhalten babe, wo solche Zwistigfeiten mit ten Arbeitern herrschten. berechtigt gewefen. Rechtsanwalt Hertwig: Die Angriffe schlechte Gewehre zu liefern, dadurch nicht erbracht werden könne. Büchseumacher Klett bestreitet, daß Oberitlieutenant Kühne des Herrn Erften Staatsanwalts laffen mich auf die Vernehmung Erster Staatsanwalt: Der Herr Bertheidiger hat den Befehl gegeben habe, die Gewehre zu drüden. Er selbst des Herrn Polizeipräsidenten zurückommen. Nach§ 156 ber mir in der 3nischenzeit einen Einblick in die Papiere gestattet, habe in jedem Falle die Arbeiter, welche Gewehre drückten, Strafprozeß Ordnung können Anzeigen strafbarer Handlungen welche der Angeklagte vorhin präsentirte. Ich habe die Ansicht, entlassen. bei der Staatsanwaltschaft, bei der Polizeibehörde oder bei dem daß die darin enthaltenen Erörterungen von solcher Wichtigkeit Der Zeuge bleibt mit großer Energie dabei, daß in der Amtsgericht erstattet werden, dieselben find protokollarisch auf find, daß sie zum zum Gegenstande des Beweises gemacht Löwe'ichen Fabrif die loddrigste Arbeit geliefert und fowohl zunehmen. Gegen diese Verordnung ist seitens des Polizei werden müssen, obgleich ich keineswegs aus dem Inhalt Major Hannig, wie die gesammte Abnahme Kommission durch präsidenten entschieden verstoßen worden. den Schluß ziehe, wie e3 ber Angeklagte thut. Kühne und den in seinen Händen befindlichen Meister StangenEs sind zweifellos amtliche Schriftstücke, nur durch einen horrenden berg binter das Licht geführt worden sei. Bertrauensbruch konnte der Angeklagte in den Besitz derselben Major Hannig ist der Meinung, daß der Zeuge außer gelangen. Ich bitte den Gerichtshof, ebenfalls von dem Inhalte ordentlich übertrieben habe. Er befireitet auch die Behauptung Der Schriftstücke Kenntniß zu nehmen, beantrage aber gleichzeitig, des Zengen Naahaus, wonach ihm in der Gitschinerstraße nur Präs.: Ich bin auch der Meinung, daß roeder eine schrift die Deffentlichkeit während der Verlesung auszuschließen, eines gute Sachen bei der Revision vorgewiesen worden seien. Im liche noch eine mündliche Anzeige vorliegt. In dem fraglichen theils weil das Staatsinteresse, hauptsächlich aber, weil dadurch Gegentheil habe er eine ganze Anzahl von Theilen zurück- Schriftstück sind nicht einmal die Personen benannt, welche sich die öffentliche Ordnung gefährdet werden kann. Präs.: Wohl gewiesen, die mit der Leere"( dem Probestück) nicht überein einer strafbaren Handlung schuldig gemacht haben sollten. Der in teiner Verhandlung sind einem Gerichtshofe so viele Schwierig- stimmten. Polizeipräsident hatte ebenso wenig auf Grund des zwischen ihm feiten feitens der Bertheidigung gemacht worden, wie in der Der Zeuge Raa hau 3 bringt noch eine ganze Reihe von und dem Herrn von Laufen geführten Gesprächs zu einem Eine gegenwärtigen, Aber wir müssen müssen es überwinden. Um Befchuldigungen gegen die Leiter der Fabrit, die Büchsenmacher, fchreiten Verantoffung. Der Angeflagte hätte fich durch seinen die fortwährenden Unterbrechungen, denen wir aus- Stangenberg 2c. vor, er befleißigt sich dabei aber eines solchen Vertheidiger eine Anzeige machen lassen tönnen. Anget: gefeht find, möglichst zu vermindern, halte ich es für Wortschwalls und Erregtheit, daß er im einzelnen nicht zu ver Damals wollte kein Anwalt in Berlin etwas von mir wissen. Das Beste, erst am Montag über diesen Antrag zu beiteben ist. Der lehte der heute vernommenen Zeugen ist der Kriminal rathen; da morgen Sonntag ist, haben wir genügend Zeit, von Der nächste Zeuge ist Herr Jansen aus Hamburg, Jn tommiffarius a. D. Schwerin. Derfelve erklärt, daß ihm in den Papieren Einsicht zu nehmen.- Erster Staatsanwalt: haber der Firma Jansen u. Zormählen. Der Angeklagte hat den der Ahiwardt Angelegenheit bedeutende Summen geboten worden Ich möchte nur darauf hinweisen, daß vielleicht noch neue Beugen Beugen vorladen lassen zum Beweise folgender Behauptung: Dem seien.- Präs.: Haben Sie mit Bleichröder oder Weber irgend geladen werden müssen und wenn dies erst am Montag geschäbe, Beugen seien 50 Gewehre von der Firma Löwe u. Ko. für afri- wie verhandelt? Zeuge: Nein, aber Weiß hat, wie ich fest würde Zeit verloren gehen. Ich halte es für wünschenswerth, tanische Zwede geliefert worden und von denselben seien 25 ge- glaube, für Weber mit mir verhandelt. Einmal wurde mir daß die Sache nach jeder Nichtung bin aufgeklärt wird. sprungen. gefagt, er habe 100 000. bei sich, ich sollte nur das Präf.: Können Sie nicht auf Grund der von Ihnen genommenen Der Zeuge befundet im Gegensatz zu dieser Behauptung Material herausgeben. Präs.: Welches Material? Ginficht, die Zeugen schon laden lassen?- Erster Staats- folgendes: Bon 50 Gewehren und geplatten 25 wisse er gar 8euge: Ich hatte noch Material aus der Bleichröder schen anwalt: Es ist nöthig, daß ich vorher mit den militärischen nichts. Seine Firma habe eine Handelsexpedition nach Weineidssache. Präs.: In jener Sache ist ja doch das Wer Sachverständigen Rüdsprache nebme. Präs.: Angeklagter, dem Hinterlande des Kamerungebiets ausgerüstet und zwar fahren eingestellt. Wofür soll Ihnen also so viel Geld geboten nnterbreiten Sie dem Gerichtshof diese Papiere?- Auget: im Anschluß an die Dr. Bintgraff'sche Expedition. Diese Handels- werden?-3enge: Lichtenstein war 2 bis 8 Mal in meines Jawohl, ich bitte nur meinen Vertheidiger, die Zahl der expedition sei mit einer Anzahl Gewehre ausgerüstet worden, Wohnung, einmal mit Albrecht und van Groningen und ver Schriststücke dem Gerichtshofe vorzuzählen. Bertheidiger darunter wahrscheinlich auch Löwe'sche Ueber die Gewehre feien sprachen mir viel, wenn ich ihnen Material gegen Ablward Rechtsanwalt Hertwig: Es sind sechs Stück. Präf.: Der Klagen eingelaufen. Sein Vertreter habe ihm geschrieben, daß brächte, um diefen zu stürzen, selbst wenn er auf dem höchsten Gerichtshof beschließt also, die Schriftstücke zu verlesen. die Löwe'schen Gewehre leider miserabel gearbeitet jeien. Er Kirchthurm fäße. Erster Staatsanwalt: Ich beantrage Ausschluß der habe um 6 Gewehre anderer Fabrikation gebeten, da es ge= Br& f Hatten Sie denn auch Material für oder wider Deffentlichkeit. Angett: Ich schließe mich diefem Antrage fährlich sei, die Löwe'schen Gewehre loszudri cen, wie Figura zeige. Ahlwardt? 3euge: Aylwardt hat ja mehrere Male un an. Bertheidiger: Und ich widerspreche dem Antrage. Diese Figura ist ein gesprungener Gewehrla f, welcher von wefentliche Dinge an mich geschrieben. Die Juden mochten aber Der Gerichtsdiener meldet, daß der als Zeuge geladene dem Zeugen auf den Tisch des Hauses niedergelegt wird. denfen, daß darin sehr wichtige Dinge ständen, und sie wollten Polizei- Präsident von Richthofen erschienen ist.-Präs.: Dann Derselbe trägt den Löwe'schen Stempel. Die Sachverständigen gern das Material baben. Präf.: Und für dieses wollen wir diesen Zeugen erst vernehmen. Oberst v. Brackel, Major Hannig und Hofbüchsenmacher Barella Material, welches Sie gar nicht hatten, sollen Ihnen Beuge: Polizei Präsident von Richthofen wird nach weisen fofort nach, daß das Plagen dieses Gewehrlaufes auf 100 000 m. geboten worden sein? stattgehabter Vereidigung ersucht, darüber Mittheilung zu machen, einen sehr natürlichen Grund zurückzuführen sei. Es steckt näm glaubten gewiß, daß ich etwas hatte. Praf.: It Ihnen was er von der Broschüre weiß. 3euge: Eines Tages lich noch die Kugel im Lauf, weil sie zweifellos durch das Ein- etwas davon bekannt, daß Löwe oder Kühne Ihnen Geld ges fand ich im Ordonnanzzimmer einen mir fremden Herrn, der dringen eines Fremdkörpers nicht hinauskonnte. Das Stecken- boten haben, oder daß Ihnen von Weiß oder Lichtenstein im mich zu sprechen wünschte. Er stellte sich als Herr von Langen bleiben der Rugeln könne die verschiedensten Ursachen haben, un- Auftrage der Herren Kühne oder Löwe Geld angeboten ist? vor, nachdem ich ihn in mein Bureau hatte treten lassen. Nach achtsames Umgehen, au geri ges Pulverquantum, Steckenbleiben 8euge: Nein. Angefl.: Der Oberbürgermeister Weber hat dem ich gefragt, was fein Begehr, legte er mir eine Broschüre eines Wischstöpfels u. j. w. u. s. w. Selbst in der Armee gejern wiederholt in Abrebe gestellt, daß er bezüglich der mehrgedachten in weißem Umschlag vor, ohne Namen des Druckers und Ver- tommen trob der schärfften Inftruttionen solche Un- Unterredung feine direkte Rundgebung an den Beugen gerichtet legers. Er ertiärte, daß er durch eine eigenthümliche Berkettung achtsamkeiten und Pflichtwidrigkeiten vor. Auch die Nicht hat. Ich frage den Zeugen, ob er den Brief des Herrn Weber dou Uyständen in den Besiß einer Broschüre gelangt sei, die bekanntschaft mit dem ganz neuen Modell SS mag mitgewirkt bei sich hat? Beuge: Ja.- Angell: Dann bitte ich feiner Ansicht nach die Staatsinteressen gefährde. Ob ich es haben, Oberst von Bradel macht auch darauf aufmerksam, ihn, denselben dem Staatsanwalt zu übergeben. Präf.: Mit nicht für geboten erachtete, die Veröffentlichung der Broschüre zu daß manchmal von den Leuten aus Neugierde, um das neue diefer Sache hier hat das offenbar nichts zu thun. Angell: verhindern. Ich erwiderte ihm, daß das Verhindern Pulver zu feben, etwas Pulver aus den Patronen genominen Hat der Zeuge in dieser Sache sonst noch etwas zu bekunden? des Erscheinens nicht in der Macht der Polizei liege. Ich wird und dann fein genügendes Quantum mehr übrig bleibt. Beuge: Rein. warf dabei einen Blick auf das erste Blatt und gab es Zeuge or mählen schließt sich in seiner Bekundung ihm mit den Worten Ah! von Ahlwardt!" zurück. Ich seinem Sozius an. fragte noch, was der Juhalt des Buches fei. Herr v. Langen Tann tritt der Verleger der Ahlwardt'schen Broschüre, erw.berte, er beträfe die Lieferung von Gewehren für den Staat. Verlagsbuchhändler Glöß aus Tresden vor. Derselbe soll sich Er sei zwar Laie, da er Stavallerieoffizier fei, aber er glaube darüber auslassen, ob bei einer Uebung eines fächsischen Regie doch, daß der Inhalt staatsgefährlich sei. Ich verwies den Be- ments bei 182 Gewehren die Schloßiheile gesprungen seien. fucher an die Militärbehörde. Zwei Tage später erschien Herr Der Beuge erklärt, daß er von Landwehrmännern, die er nam v. Gößniz vom Kriegsministerium bei mir, um wegen der haft macht, erfahren habe, daß 150 Gewehre defekt geworden Broschüre Rücksprache zu nehmen. Ich versprach ihm, dem feien. Diese Thatsache, bei welcher es sich um Löwe'sche GeKriegsministerium eine Broschüre zu schicken, sobald sie erschienen wehre gehandelt, fei von ganz verfchiedenen Personen in sei. Dies habe ich dann auch gethan. 11 Sie Nachdem der Angeklagte auf das Zeugniß des Dr. Kußner verzia, tet, wird die Sigung auf Montag 9 Uhr vertagt. Versammlungen. Friedrichshagen. In der öffentlichen Versammlung ber foglaloemokratischen Partei, welche hier am 26. 9ovember tagte erstattete der Delegirte Wartmann Bericht über die Thätig ganz gleicher Weise Weise geschildert worden. Er habe über teit des legten Burtettages. Nachdem der Genosse seine Stellung Der Gerichtshof zieht sich hierauf zur Berathung über die diese Mittheilung einen Bericht an eine sächsische Zeitung gerichtet nohme zu den verschiedenen Fragen, welche den Parteitag be neuen Anträge des Angeklagten zurück. Nach längerer Berathung und da von der fächfifchen Regierung Einivendungen dagegen er schäftigt haben, präzisirt hatte, trat die Versammlung in die beschließt er, für die Berlefung der sechs Atten hoben wurden, habe er im Beifein eines Dritten noch einmal Distusfion ein. Zu derselben glaubte Genosse Maiwald ber stücke die Deffentlichkeit auszuschließen, ebenso genaue Erhebungen bei den Mannschaften angestellt und die Bading'schen Druckerei den Vorwurf nicht ersparen zu fönnen, während der Berhandlung über diesen Puntt, weil die öffentliche Klagen über die Löwe'schen Gewehre wieder uno durchaus be- daß sie mit ihren Arbeitern nicht nach unseren Prinzipien ver Ordnung gefährdet werden könnte und die Sicherheit des Staates stätigt erhalten. Er habe später im Interesse des Angeklagten fahre. Maiwald führte an, daß dies Geschäft bei dem letter es erheischt. Zugelaffen werden nur die drei von Aufang an die Aussagen der Mannschaften zu Protokoll gebracht. Es wurde Buchdrückerstreit zwar anfangs den geforderten Tarif be anwesenden Sachverständigen, außerdem wird allen an der Ber- dabei auch die Behauptung aufgestellt, daß über die schlechten Gewilligt habe, nachdem die Bewegung aber au Ungunften handlung über diesen Punkt Betheiligten Stillschweigen zur wehre wiederholt Mittheilungen an den Major Heyden gemacht der Streifenden ausgefallen, set nur den an der Herstellung des Pflicht gemacht. worden seien, derfelbe aber geantwortet habe:" Ach, die alten Vorwärts" beschäftigten Arbeitern der tarifmäßige Lohn gezahlt Der Ausschluß der Deffentlichkeit dauert etwas über zwei Judenflinten!" Später sei Ahlwardt zu ihm gekommen und er worden, während man den andern Gehilsen den Arbeitslohn Stunden, dann wird in der Beweisaufnahme fortge ahren. habe mit demselben sich nochmals die Vorkommniffe von den wieder gekürzt habe.") Genosse Sonnenberg tabelte am Bor Arbeiter Trottmann, ein früherer auf dem Schießplah einzelnen Mannschaften bestätigen lassen. Er selbst stehe feit wärts", daß er als Zentralorgan der Partei so selten Artikel зис beschäftigt gewefener Arbeiter, weiß von einer betrügerischen Jahren auf einem gefährlichen Berlagsposten und sei noch nicht Belehrung der Arbeiter bringe. Ebenfo fei der Parteitag wegen Operation mit doppelten Scheibenbildern nichts, ebenso wenig bestraft; dies zeige wohl schon, daß er sehr vorsichtig bei seinem der Nichterledigung der beiden Punkte Antisemitismus" und von einer falschen Umringelung zum Zwecke der Täuschung. Jer Verlage zu Werte gehe. Als Ahlwardt ihm die Broschüre anbot, wirthschaftliche Krisen" zu tadeln. Gerade aus der Grörterung thümer feien ja manchmal vorgekommen, aber was passirt jei, fei fet verabredet worden, diefelbe erst herauszugeben, wenn auf die der letzteren Frage hätten die Arbeiter sehr viel lernen tönnen. lediglich Schuld der Arbeiter gewesen und Löwe und Kühne hätten Strafanzeige nichts erfolgen follte. Erster Staats. Nachdem Genoffe Leonhardt im Sinne des Barteitages über die anwalt wünscht zu wissen ob und weiche petuniäre Maifeier und Genoffe Maiwald gegen die Stellungnahme des nichts davon gewußt. Echloffer Ra a bau3, ebenfalls früherer Arbeiter bei Löwe, Vortheile Ahlwardt aus der Broschüre gezogen. Nach An- felben in dieser Frage gesprochen hatte, berichtete Wartmann noch erklärt, daß ihm ein Inspektor gesagt habe, er würde die sicht des Zeugen wird schließlich ein Berlust herauskommen. über verfchiedene Punkte. Hierauf wurde Genosse Schleehuber beste Arbeit belommen, wenn er über die Vorgänge schweige. R.-A. Hertwig: Ich begrüße mit Freuden die Anregung einstimmig zur Bertrauensperson wiedergewählt. Unter Ber Er ist der Meinung, daß in der Löwe'schen Fabrik eine solche des Ersten Staatsanwalts, um dadurch einen Irrthum aufzuklären, fchiedenem" theilte Maiwald mit, daß er sein Amt in der Sofal lotterige Wirthschaft herrsche, wie nirgendwo. Es seien massen der ziemlich weit verbreitet ist. Herr Zeuge, hat Reftor Ah! fommiffion nieberlege, diefelbe Wittheilung machte Roloj haft schlechte Theile für die dem Staate zu liefernden Gewehre wardt irgend welche petuntäre Vortheile von den Broschüren In die Lokalkommission wurden sodann Heyfelder, Aug. Hoff, verwendet worden. Er sei von der Revision in der Gitschiner- genoffen?-8euge: Nein. Er war von einer großen Selbstmann, Gustav Hoffmann, Bod und Penad gewählt. Hierauf Straße abgelöst und nach Martinikenfelde gebracht worden, wo lofigkeit, wie sie mir selten vorgekommen ist. Ich bin der Ueber schloß der Vorsitzende die Versammlung mit einem hoch auf die er mit Buchbindern, Bürstenbindern und dergleichen Leute, die zeugung, daß er aus reinem Patriotismus gehandelt hat. Seine internationale Sozialdemokratie. teine Fachleute waren, zusammen arbeiten sollte. Stangenberg Bescheidenheit ging so weit, daß er, wenn wir gemein *) Auf diese Anschuldigungen des Herrn Maiwald habe i habe ihm vertraut, daß das alles abgefartete Sache sei, man sam Abendbrot aßen und ich ihm die Speisekarte zuschob Meister mit der Aufforderung, doch seine Wahl zu treffen, nur die kurze und bündige Erklärung abzugeben, daß das habe ihn von der Revision wegbugsiren wollen. Nein, ich effe Butterbrot Gesammtpersonal der Buchbruckerei Mar Bading von jeher au Stangenberg habe ihm auch einmal zugemuthet, zu vermit Käse."- Erster Staatsanwalt: Darnach scheint ja ein und denselben Bedingungen arbeitet und fein Unterschleb in Büchsenmacher, der noch etwas streng prügeln. Nach feiner Meinung feien sehr schlechte Stücke durch Serr von Langen derjenige gewefen zu sein, der Vortheile von den Arbeitsbedingungen zwischen den bel der Herstellung de bie Revision gelaffen worden und er behaupte, daß tein Gewehr der Broschüre sog. Angett: Ich kann das Verhältniß auf Borwärts" Beschäftigten und den übrigen Angestellten besteht. ohne Fehler sei. Zahlreiche Gewehre seien mit Wissen des flären. Herr von Langen hatte mich mit einer Summe von Herrn Maiwald aber fordere ich hiermit auf, zu mir zu kommen Oberstlieutenants Sahne gedrückt" worden; derfelbe habe auch 6-7000 2. aus bitterer Lage gerettet, ich war dagegen die um nach Einsichtnahme der Lohnbücher die Beweisführung fülr befohlen, die Sache heimlich zu machen. Neun Mann hätten Verpflichtung eingegangen, Herrn von Langen so lange den Gr. feine Anschuldigungen anzutreten over diefelben in öffent 1900 Gewehre gedrückt, die Büchsenmacher hätten dies auch ge trag der Broschüre zu cediren, bis die Schuld getilgt war. Bon licher Berjammlung zu widerrufen, andernfalls ich ihn wußt. Nach einem längeren Vortrag über die Fehler, welche biefem Grirage ist allerdings ein Theil als Unterstüßungen für an dieser Stelle als einen ehrlosen Verleumber be die Gewehre angeblich gehabt haben sollen, tommt der brotlos gewordene Arbeiter aufgewendet worden. Rechts zeichnen muß, deffen öffentliches Auftreten jede nod, so ideale felbe zu dem Schluß, daß zumeist fehlerhafte Gewehre Anwalt Mundel: Wie hoch belief sich der Ertrag der Bewegung in Werruf bringt. Carl Rosen, abgenommen worden seien. Die ganze erregte Art, in Broschüre?- 3euge: Ich bin außer Stande, dies annähernd Faktor der Buchdruckerei May Bading. welcher der Beuge seinen Vortrag hält, veranlaßt den anzugeben, da erst bei den Buchhändlermessen eine Verrechnung • war einen er ftets erwiterte: ein BY 8 t T t Nach beendeter bedeutender Vergrösserung des Geschäfts offeriren wir für Herbst und Winter: Damen- Kleiderstoffe zu sehr billigen Preisen. Eine praktische Woll- Lama- Robe 3,50 und 4 Mark! Eine Tuch- Robe 5,50 und 6 Mark! Eine englische Cheviot- Robe mit bunten Noppen 6 Mark! Eine eng lische Cheviot- Nobe mit schönen Phantasiestreifen 6 Mark! Eine englische Diagonal- Robe mit bunten Effekten 7,50 Mark! Eine englische Cheviot- NeigeRobe 8,50 Mart. Eine große Auswahl sehr feiner Kleiderstoff- Noben. Fertige Kleider. Elegante, farbige Kleider 20, 25 Mark. Schwarze Kleider 25, 30, 35 Mark. Schwarze, seidene Kleider 50, 60 Mark. 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Die Beitragssammler sowie die Mitglieder, die noch im Besitz von Billets vom Stiftungsfest sind, werden ersucht, in der Vorstandssigung zu et scheinen. 316/7 Die Ortsverwaltung. Re Arbeiter Bildungsschule ( Süd- Bezirk). Am Sonntag, den 4. Dezember d. J., Abends 6 Uhr, in Heinrichs Feßfälen, Blücherßraße 61: EF Versammlung. Zagesordnung: Bortrag über: Unsere Volksfdjulen". Referent Serr Mähr. R Nach dem Vortrag: Geselliges Beifammensein und Tanz. Damen der 9 und Herren als Gäste sehr willkommen. Stuckateure! 857b Gorg bündi es al Barte Som Da Schla und Frats werde Vereins-Versammlung der Stuckateure und Berufsgenossen am Dienstag, den 6. Dezember, Abends 7 Uhr, Alte Jakobstr. 48a. Tages Ordnung: 1. Wie organisiren sich die Stuckateure in Zukunft? Vortrag des Ge bilder nossen Thieme. Disfuffion. 2. Abrechnung vom Bibliothekar. 3. Berfchiedenes fiches Aufnahme neuer Mitglieder. Gäste willkommen, Kontrollmarke 271/6 führt das Hutgeschäft von Der Vorstand. 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Die Versammlung wird präzise 51/2 Uhr eröffnet, es werden desshalb die Kollegen ersucht, pünktlich zu erscheinen, gleichzeitig theilen wir mit, daß in Rixdorf, Berlinerstr. 136, bei niff Kammer, und in Friedrichsberg, Wartenbergstr. 68 bei Lange, Bahlstellen errichtet sind, dortfelbft werden jeden Sonntag Vormittag von 9-11 Uhr Bei träge entgegen und neue Mitglieder aufgenommen. Der Vorstand. Fachverein der Tapeştrer Berlins und Umgegend. Montag, den 5. Dezember, Abends 8% Uhr, im Lokale des Herrn Boltz, Alte Jakobstrasse 75: Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Vortrag über: Moderne Literatur". 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Der Vorstand. Die Weihnachtsfeier mit Kinderbescheerung findet am Dienstag, den 27. Dezember( 3. Feiertag), in Norbert's Fensälen, Beuthstr. 22, statt. Kollegen, die ihre Kinder zur Bescheerung mitbringen, müssen diefelben bis zum 15, d. 1. beim Staffirer Arlt, 2Bienerfir. 36a, oder beim Vorsitzenden Hartig, Stalitzerstr. 69, melden. ad 189 Ja Mag mo Bl 311/5 Br St übe Freie Vereinigung der Kaufleute. Grosse Versammlung Dienstag, den 6. Dezember, Abends 8½ Uhr: in Th. Bolt' Festfälen( früher Feuerstein), Alte Jakob- Strasse No. 75. Tagesordnung: 1. kapital und Arbeit. Referent: Reichstag Abgeordneter Wurm. 2. Diskussion, 3. Verschiedenes. Gäste willkommen. Um zahlreiches Erscheinen bittet Sü bro St geE 188/6 Vi 100 Der Vorstand. da ib zu let 3871L ta empfiehlt sich zur Anfertigung von Drucksachen jeder Art. ba Buchdruckerei von M. Schrinner 124 Brunnen Straße 124 Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2.