Nr. 81. Abonnements- Bedingungen: abonnements Breis pranumerando: Bierteljährl. 3,30 M., monatl. 1,10 M., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 6 Bfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage Die Neue Belt" 10 BfA. Bost. Abonnement: 1,10 Mar! pro Monat. Eingetragen in die Bost Beitungs Breislifte. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Bostabonnements nehmen all: Belgien, Dänemart, Holland, Italien, Luxemburg. Bortugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 24. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Rolonel geile oder deren Raum 50 Bfg., für politische und gewerkschaftliche Bereins. und Bersammlungs- Anzeigen 30 Bfg. ,, Kleine Anzeigen", das erste( fettgebrudte) Wort 20 Bfg., jedes weitere Wort 10 Pfg. Stellengesuche und Schlaf stellen- Anzeigen das erste Wort 10 Bfg., jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Borte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm Adresse: ., Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Nr. 1983. Ein eigenartiges Urteil. Wir haben bereits kurz gemeldet, daß Genosse Adolf Hoffmann und zwei andere Genossen von dem Auer bacher Schöffengericht am 4. April wegen Hausfriedensbruchs, begangen in der Heilstätte Albertsberg, zu Gefängnisstrafen von 3 Wochen resp. 10 Tagen verurteilt worden find. Dem Strafmaß nach scheint dieses Urteil kaum der Erwähnung wert, sind doch Sozialdemokraten längst daran gewöhnt, wegen ihrer politischen Tätigkeit auf Monate und Jahre hinaus in Staatspension geschickt zu werden. Dies sächsische Urteil gewinnt jedoch eine ganz eigenartige, geradezu fulturgeschichtliche Bedeutung, wenn man sich bergegen wärtigt, worin der Hausfriedensbruch" der 3 Genossen bestanden haben soll. Der Tatbestand ist nach dem Ergebnis der Verhandlungen folgender: Die Jusassen der Heistätte Albertsberg hatten sich an den Genossen Adolf Hoffmann, den Kandidaten ihres Wahlkreises mit der Bitte gewandt, sie doch zu besuchen, um mit ihnen Rücksprache darüber zu nehmen, wie ihre Eintragung in die Reichstagswählerliste zu bewirken sei, die ihnen der weigert worden war. Die betreffenden Insassen fühlten sich durch die ungesetzliche Verweigerung der Eintragung um so peinlicher berlihrt, als sie bermuteten, daß der Chefarzt der Anstalt, Dr. Schneider, der in verschiedenen in der Heilstätte gehaltenen Vorträgen na tionale" Tendenzen vertreten hatte, der Urheber der Maßnahme sei. " 3 = Genosse Hoffmann, der sich zur Wahlagitation im Wahlfreise befand, fühlte sich durch die ihm in Gestalt von Telcgrammen, Briefen und Postkarten geäußerten Wünsche der Insassen veranlaßt, dieser Aufforderung zu entsprechen. Er begab sich in Begleitung zweier Genossen nach der Heilstätte Albertsberg, erfuhr aber dort von den ihn erwartenden Infassen, daß die inzwischen eingereichte Beschwerde bereits den Erfolg gehabt habe und nunmehr die Eintragung in die Wählerliste geschehen sei. Die Unterredung Hoffmanns und seiner Begleiter mit den Insassen war deshalb nur von fehr kurzer Dauer. Nach einem Aufenthalt von wenigen Minuten verließen die drei Genossen wiederum das Anstaltsgebiet, um sich nach der Heilstätte Reiboldsgrün zu begeben, wo der gleiche Fall der Nichteintragung borlag. Sonntag, den 7. April 1907. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernibrecher: Amt IV. Nr. 1984. bildete, ergab sich überdies aus dem Wortlaut der Eingabe Hohenlohe- Langenburg, der über gewisse Vorgänge in an die Staatsanwaltschaft, in der zwei Zeugen, die sich be- der Kolonialverwaltung Auskunft geben sollte. Diese Beweis. lästigt gefühlt haben sollten, als„ national gesinnt", die anträge hat das Gericht abgelehnt. Der Privatbeklagte ist nicht erschienen, da er an Ischias leidet; übrigen Zeugen als mit größter Wahrscheinlich seine Verteidiger erklären sich damit einverstanden, daß in Abwesen feit" zur fozialdemokratischen Partei geheit ihres Klienten verhandelt wird. hörend" bezeichnet wurden! " Rechtsanwalt Haußmann erklärte eingangs, daß nicht die Person Woermann, sondern die hohen Frachtjähe satirisch behandelt werden, wie auch jeder Leser des" Simpliciffimus" wisse, daß es sich um fingierte Gespräche handle. Er müsse den von der Verteidi gung gestellten Antrag auf Ladung des früheren Kolonialdirektors Erbprinz bon HohnloheLangenburg aufrechterhalten. Interessant war die Aussage eines Zeugen, der bekundete, daß die Zustände in Albertsberg derartig seien, daß eine bessere ärztliche Behandlung resp. Visite erst durch einen Hungerstreit errungen werden konnte. So befümmere man sich um die Patienten! Um über diese Behandlung einmal Beschwerde zu führen, habe er sich beim Chefarzt Dr. Das Gericht behält sich vor, nach den Plädoyers über diesen Schneider melden lassen, dieser sei aber tagelang unsichtbar Antrag zu befinden. gewesen, bis endlich durch die Verweigerung der Nahrungs- Der Rechtsbeistand Woermanns, Dr. Hauers- Hamburg, mittelaufnahme Remedur geschafft worden sei. Der Zeuge bemerkt eingangs seines Plädoyers, die Woermann- Linie sei erst im befundet weiter, daß er die Angeklagten eingeladen Zweifel gewesen, ob hier eine Böswilligteit borliege oder ob angedeutet werden solle(!), daß habe, in die Anstalt zu fommen, daß er aber die bielleicht vorherige Einholung einer Erlaubnis nicht für not- Schwierigkeiten bei der Auslieferung der Leichen vorgekommen not- feien. Die W.- 2. habe daher von der Redaktion des„ Simplicissi wendig gehalten habe, da alle Besuche auch mus" nähere Erklärungen und Widerruf verlangt; sie habe also ohne eine solche anstandslos empfangen der Redaktion Gelegenheit geboten, ihre Beleidigung in anständiger würden. Eine Reihe weiterer Zeugen bekundete, daß der Form zurückzunehmen, was aber nicht geschehen sei. Der PrivatBesuch nur ein sehr flüchtiger gewesen und nur wenige beklagte erwiderte, die Verhandlung werde interessante Details Worte zwischen den Insassen der Liegehallen und den drei bringen. Die sollen ihm werden, aber in anderer Weise. Es erscheine inopportun, in Dinge einzugreifen, die zur Zeit einem Besuchern gewechselt worden seien. Schiedsgericht zur Beurteilung unterliegen und auch gar nicht hierTrotz alledem erkannte das Schöffengericht auf Vorliegen her gehören. Dr. Hauers verliest sodann den Briefwechsel zwischen eines Hausfriedensbruches. Und trotzdem es mildernde der W.-L. und dem Oberkommando der Schußtruppen über die unUmstände annahm und betonte, daß die Angeklagten entgeltliche Leichenbeförderung gefallener Krieger. Aus diesem ein berechtigtes Interesse daran gehabt hätten, in die Anstalt Briefwechsel gehe also genau das Gegenteil von dem hervor, was zu gehen, und daß bei den Angeklagten in diesem Falle der Privatbeklagte in Bild und Text zum Ausdruck gebracht habe. " harmlose Abfichten" vorgelegen hätten, erfolgte die Verur- Die Person des Privatflägers follte getroffen werden, ein Mann, teilung Hoffmanns zu drei Wochen und die seiner Begleiter der mit eiserner Konsequenz und zäher Ausdauer Afrika mit Deutschland zu verbinden bestrebt war und dem daher der Dank zu zehn Tagen Gefängnis! aller anständigen Leute gebühre, wie ja auch das Oberkommando der Schußtruppen der W.-L. höchste Anerkennung zolle. Dem Simplicissimus" sei es nur darum zu tun gewesen, das Unternehmen des Privatklägers vor aller Welt zu diskreditieren, namentlich sollten die unteren Schichten gegen die W.-L. aufgebracht werden. Die Handlungsweise des Privatbeklagten jei gemein, und eine solche Verunglimpfung tonne nur durch eine empfindliche Freiheitsstrafe gefühnt werden. Das„ Sächsische Volksblatt" kommentiert dies unbegreifliche Urteil mit den Worten: Von Rechts wegen! Also: Besuche werden in der Heilstätte Albertsberg fast nie angemeldet resp. Erlaubnis in den feltensten Fällen eingeholt; die Angeklagten haben auch nichts anderes getan und nebenbei noch ein berechtigtes Interesse an dem Besuch gehabt; die Angeklagten hatten harmlose Absichten; die Straftat" hatte keinen besonders erschwerenden Charakter; die Angeklagten hatten sich in der Anstalt ruhig verhalten; die Angeklagten hatten keine Agitation getrieben; die Angeklagten hatten keine Flugblätter verteilt; die Angeklagten Rössel und Steinkuhl sind teils nicht, teils mit ein paar Mark Geldstrafe vorbestraft; 21 Von Gulbransjons Verteidigern nimmt zunächst Dr. Braband das Wort. Er schildert in seinem interessanten Plädoyer die Stimmung, aus der heraus das Bild entstanden sei. Damals stand man unter dem Eindruck der Reichstagsauflösung, deren Ursachen ieder Mensch kenne, und die mit den Kolonien in Verbindung stehenden Dinge und nicht zuletzt das Verhältnis der W.-L. zur Kolonialberwaltung usw. standen im Vordergrund der öffent lichen Diskussion. Der Beklagte sei Redakteur eines Witblattes, das sich nun gerade als Basis feines Wipes die Leichenbeförderung genommen, damit aber nicht gesagt habe, daß die W.-L. daraus Vorteile ziehe. Es sollte damit gesagt werden, daß die W.-L. sich auf Kosten des Reiches, der Steuerzahler, große Profite verschafft habe. Die Pointe einer Satire liege darin, daß sie durch fingierte Besprechungen oder Gespräche Dinge, Mißstände usw. zu treffen suche. Der Verteidiger berührt sodann die rechtlichen Gesichtspunkte und erklärt, daß um die beantragte Beweisaufnahme nicht herumweil man den Weg nicht genau gewußt, resp. außen herum- zukommen sei, weil dies für die Ausmessung der Strafe von großer Bedeutung sei. gegangen ist! die Vorstrafen Hoffmanns( Preßbergehen) liegen 14 Jahre zurüd, kommen also bei der Strafausmessung gar nicht mehr in Betracht, tut nichts: Der Jude wird verbrannt! Uns fehlen die Worte!" In der Tat, dies Urteil verblüfft selbst diejenigen, die durch die Eigenarten der sächsischen Justiz so leicht nicht mehr in Erstaunen gesetzt werden können! Selbstverständlich ist gegen das Urteil Berufung eingelegt worden. Die bestrafte Satire. Der Chefarzt der Anstalt Dr. Schneider denunzierte wegen dieses Anstaltsbesuches die drei Genossen wegen Hausfriedensbruchs. Das Auerbacher Schöffengericht aber berurteilte die drei Angeklagten wegen dieses angeblichen Hausfriedensbruchs zu den erwähnten Gefängnisstrafen. Der Vertreter der Staatsanwaltschaft sowohl als auch der Gerichtshof erblickten den Tatbestand des Hausfriedensbruchs für gegeben, weil die drei Angeklagten ohne vorherige Erlaubnis und auf ,, Schleichwegen" d. h. nicht auf den mit Warnungstafeln verDer zweite Verteidiger Rechtsanwalt außmann führte aus: Nicht das Wort soll man an den Galgen hängen, sondern der fehenen Hauptwegen in die Anstalt eingedrungen seien. Wenn die Angeklagten erklärten, daß sie Seitenwege benutt Gedanke soll ergründet werden, namentlich der einer Satire zuhätten, weil sie infolge des meterhoch liegenden Schnees vom grunde liegende. Der Inhalt der ganzen in Betracht kommenden Nummer bestehe in fingierten Gesprächen. Aus den Worten des Hauptwege abgekommen seien, so könne das als glaubhafte Dr. Hauers flingen die persönlichen Interessen heraus( Dr. H. ift Erklärung nicht angesehen werden. Auch die durch die Bewoermanns Schwiegersohn), sonst hätte er solche Töne weisaufnahme festgestellte Tatsache, daß gewohnheits nicht angeschlagen. Durch den Wiz sollten die hohen Profite aus mäßig der Besuch in der Anstalt ohne die durch den Liegegeldern usw. getroffen werden, das sei doch klipp und klar ersichtlich. Eine Tatsache sei, daß jeßt, nach Aufhebung der Ver die Hausordnung vorgeschriebene Einholung der Erträge mit der W.-L., die Frachtfäße um 40 Proz. niedriger seien laubnis stattfinde, ändere nichts an der Tatsache, daß der und daß mithin die W.-L. unverhältnismäßig hohe Gewinne auf Besuch der Anstalt nur unter vorheriger Anmeldung resp. Hamburg, 6. April.( Eig. Ber.) Sosten der Steuerzahler erzielt habe. Er beantrage, die Herren Genehmigung des Arztes statthaft sei. Das Gericht erachtete Der am 21. März vertagte Privatbeleidigungsprozeß des Hohenlohe- Langenburg und Dernburg als Zeugen darüber laden somit als festgestellt, daß sich die Angeklagten bewußt gewesen früheren Reichstagsabgeordneten für Hamburg III und Schiffs zu lassen, daß eine ganz bedeutende Ueberschreitung seien, widerrechtlich und gemeinschaftlich einen Hausfriedens- reeders Adolph Woermann gegen den Redakteur Hans bernormalen Frachtfäße stattgefunden habe. Daß außer bruch begangen zu haben. Kaspar Gulbransson vom" Simplicissimus" wurde ordentlich hohe Gewinne erzielt worden sind, hätten ja auch die dem Diese Urteilsbegründung wirkt um so befremdender, heute vor dem Schöffengericht II verhandelt. In Nr. 39 Privatfläger nahe stehenden Hamburger Nachrichten" zugegeben. wenn man sich das Ergebnis der Verhandlungen näher des„ Simplicissimus" vom 22. Dezember 1906 ist eine Illustration Der Verteidiger unterbreitet dem Gericht ferner folgende Anträge: 1. Daß die Woermann- Linie mit dem Reich vorteilhafte Verträge vor Augen führt. Der Chefarzt Dr. Schneider mußte enthalten, die eine Satire auf die großen Profite der Woermann felbst zugeben, daß es ihm bekannt sei, daß häufig Besucher Linie aus ihren Transporten nach Südwestafrika darstellt. Die abgeschlossen hat, durch welche ihr hohe Frachtfäße, Entladungs Ueberschrift des Bildes lautet: Die Witwe des Afrita fosten, Lagergebühren, sogenannte Liegegelder, für Lieferung von ohne Erlaubnis der Anstaltsleitung in Albertsberg er- tämpfer&", die Unterschrift heißt: Wir können Vatern Waren nach Südwest- Afrika zugestanden wurden, zumal jede fremde schienen. Er mußte ferner zugeben, daß auch schon solche un- nich begraben. Woermann gibt die Leiche nich Schiffahrtskonkurrenz ausgeschlossen war; angemeldeten Besucher aus der Anstalt verwiesen wurden, raus, bis das Lagergeld bezahlt ist." Diese Worte 2. daß die W.-L. dem Reiche Liegegelder für in Swakopmund weil sie sich unanständig betragen hatten. Er mußte läßt das Bild eine junge Witwe sprechen, die mit ihrem Kinde auf und Lüderitzbucht auf den Schiffen der W.- 2. lagernde Waren ber des weiteren auf Befragen Hoffmanns erklären, daß noch einer Kiste im Hamburger Hafen fibt und traurig auf einen Woer- rechnet, daß diese Liegegelder die Höhe von 1½ Millionen deshalb niemals von der Anstaltsleitung wegen solcher Fälle ein manndampfer blickt, auf dem sich der Sarg mit der Leiche ihres in erreichten, weil die W.-L. entgegen ihrer in einem besonderen Ver= Strafantrag wegen Hausfriedensbruches gestellt worden war! Wüst- West gefallenen Mannes befindet. In dieser Darstellung trag übernommenen Verpflichtung die nötigen Einrichtungen, Es wurde damit also zur Evidenz bewiesen, daß Dr. Schneider erblickt Herr Woermann sonderbarerweise den Vorwurf, er habe Berjonal und Inventar, insbesondere an Leichterschiffen nicht in Es wurde damit also zur Evidenz bewiesen, daß Dr. Schneider aus Eigennutz Beichen von in Südwest- Afrika gefallenen Kriegern genügendem Umfang beschafft und deshalb die rasche Erledigung lediglich aus politischen Gründen gegen Hoffmann und ihren Anverwandten vorenthalten. Zunächst verlangte W. brieflich unmöglich und die Lagerung nötig gemacht hat; feine Begleiter Strafantrag gestellt hat. Dieser Beweis von der Redaktion des Simplicissimus", sie solle sich bis zum wurde noch dadurch verstärkt, daß Dr. Schneider zugeben 7. Januar 1907 entschuldigen, worauf diese antwortete, daß ihre mußte, dem Gemeindevorst and gegenüber zum Aus- Leser eine Satire nicht so wörtlich nehmen, wie einen Bolizeibericht. druck gebracht zu haben, daß es vom ärztlichen Stand- ein Leser werde glauben, daß die W.-L. Leichen zurückbehalte. Die Redaktion habe durch Bild und Text satirisch nur andeuten wollen, 4. daß die Reichsverwaltung die bestehenden Verträge als une punkte aus besser sei, wenn die Unruhe der Wahlbewegung daß die M.-L. bei dem Afrikaunternehmen nicht ganz so unglüdlich vorteilhaft für das Reich und Private gekündigt hat, daß die in den und die Teilnahme an der Wahl von den Patienten fern- fei, wie die junge Mutter, die ihren Mann in Afrita verloren, daß Verträgen bewilligten Gebühren, Liegegelder, Entladungsgebühren. gehalten würde. Dieser ärztliche" Standpunkt wurde von die W.-L. vielmehr aus den Liegegeldern usw. große Vorteile ziehe. Frachtfäße usw. außerordentlich hoch sind, und daß der Abschluß Hoffmann noch besonders durch die Feststellung illustriert, Die Redaktion fügte noch hinzu, sie begrüße diesen Prozeß, der viele dieser Verträge nur deshalb glückte, weil Reichsbeamte dabei mitwirkten, die feine Kenntnis und Erfahrung auf dem einschlägigen daß nach den statutarischen Bestimmungen des wissenswerte Details bringen werde. Vereins für die Heilstätte Albertsberg Schwerkranke in der Bor Eröffnung des Hauptverfahrens hatten die Verteidiger Gebiet hatten; 5. daß die Söhe der Frachtsäße zu der außerordentlichen Steige Anstalt gar nicht aufgenommen werden, während Dr. G., Rechte malt Konrad Haußmann Stuttgart und Schneider behauptet hatte, daß sich Schwerkranke" durch weisanträge gestellt, darunter die Ladung des Schriftstellers Otto bie in den letzten zwei Jahren in Südwest- Afrika eingetreten sind, Bürgerschaftsmitglied Dr. Braband. Hamburg, mehrere Be- rung der Preise aller Waren und Lebensmittel beigetragen haben, das Eindringen der drei Angeklagten belästigt und bernst als Sachverständigen dafür, daß in der Darstellung und dadurch die Zivil- und Militärverwaltung zu leiden hatten. unruhigt gefühlt hätten. Daß für Dr. Schneider das Maß der erlaubten Satire nicht überfdycitten sei, und des Es kommt sodann zu einer scharfen Auseinandersetzung zwischen Kolonialdirektors Erbprinz von den gegnerischen Anwälten, weil Dr. Hauers äußerte, es wundere die politische Tendenz das Motiv seiner Denunziation früheren " " d a 3. daß die Kolonialverwaltung der auswärtigen Angelegen beiten die zu viel verrechneten Liegegelder von der W.-L. im Prozeßwege und zwar von einem neuerdings vereinbarten Schieds gericht zurüdverlangt. iljit, daß ein Hamburger Kollege die Stirn habe, mit anderen Worten hier das zij wiederholen, was der Beklagte in seinem Blatt Mjsgeführt habe.' Das Gericht verurteilt den Angeklagten auf Grund§ 187 zu viel Monaten Gefängnis und Urteilspublikation in den„Hamb. Nachrichten" und im»Simplicissimus". Der Angeklagte möge wohl gedacht haben, daß ain Teil der Leser die Satire so auffassen könne, wie er sie sich gedacht habe; aber er hätte auch damit rechnen müssen, daß sein Blatti in die Hände ungebildeter Leser gelange, die das Bild und den Text wörtlich nehmen. Berechtigte Jntcr- essen habe der Beklagte nicht wahrgenommen. Deuts che Interessen habe der Angeklagte nicht wahrgenommen, weil er Nor- weger sei. Eine Satire schließe nicht unter allen Umständen«ine Beleidigung aus, wie das Rcichs- geticht ausgeführt habe. Ein großer Tfil der Leser habe den Text und gas Bild wörtlich genommen(!) und habe eglaubt, daß Wocrmann Leichen zurückbehalten habe, tvas schwer eleidigend sei. Die Bcweisanträge seien abgelehnt worden, da der Angeklagte nicht vositiv behauptet habe, der Privatkläger habe un- gewöhnlich hohe Gewinne erzielt, er habe nur von der Zurückhaltung von Leichen gesprochen. Die Höhe des Strafmatzes rechtfertige sich aus der Gemeinheit der Belotdigung und durch den Umstand, daß der ganze Reeder- und Kaufmannsstand Hamburgs mit getroffen sei(I>. Der Prwatkläger sei aus der Verhandlung vollkommen intakt hervorgegangen. Die maßgebenden'Behörden haben sich mit seiner Angelegenheit beschäftigt und keinen Anlaß gefunden, gegen Woermarnr vorzugehen. Es sei weder ein Straf- Prozeß noch ein Zivilprozeß gegen ihn eingeleitet; lediglich ein ehrengerichtliches Verfahren sei gegen ihn wegen einiger neben- sächlicher Fragen anhängig. Politische dcbcrlicbt. Berlin, den 6. April 1907. Der gereinigte Woermann. Herr Woermann hat heute im Schöffengerichtssaal zu Hamburg einen Triumph gefeiert. Der freche Redakteur des frechen „Simplicissimus", der eS gewagt hat, in drastischer Weise an die horrendenUebcrprofite zu erinnern, die derJnhaber derWoermarnt- Linie an den Transporten für den Südwestafrika-Krieg erzielt hat, wird auf drei Monate ins Loch gesteckt. Das Hamburger Schöffengericht hat Verständnis gehabt für die tiefe Not Woer- manns, aus der heraus sein Schwiegersohn nach einer exemplarischen Freiheitsstrafe für den Uebel- täter schrie, der den Idealisten Woermann anzutasten wagte, der sein Leben daran gesetzt hat, Afrika mit Deutschland zu verbinden— gegen entsprechenden Profit selbstverständlich I Und Herr Woermann hat nicht nur die Genugtuung, den frechen Zeitungsschreiber ins Loch wandern zu sehen— das Hamburger Schöffengericht hat dem großen Sohne seiner Vaterstadt auch noch ein Ehrenzeugnis ausgestellt. Es ist kein Makel an ihm. Denn noch hat kein Staatsanwalt die Fänge nach ihm ausgestreckt. So steht's im Urteil wirklich und wahrhaftig. Andere Leute würden in besagter Affäre ein solches Zeugnis für— sagen wir: sehr ungenügend halten. Sintemal es männiglich bekannt ist. daß ein deutscher Kaufmann Profite einsacken kann, die 40 Proz. über dem normalen Stande stehen, ohne daß der von ihm Geschnittene die Möglichkeit hätte, ihm mit dem Straf- oder Zivilrecht zu Leibe zu rücken. Wodurch die Ueberforderung keineswegs an Wohlgefallen vor den Menschen gewinnt. Andere Leute würden deshalb in diesem Falle wahrscheinlich der Attestierung des Gerichts, daß nichts Strafrechtliches und nichts Zivilrechtliches gegen den Kläger vorliegt, das Schweigen vorgezogen haben. Aber in Ham» burger Reeder- und Patrizierkreisen mag eine besondere Logik gelten. Eine besondere Logik gehört auf alle Fälle dazu, in dieser Verurteilung eines Witzes, einer blutigen Satire eine Rechtfertigung der Geschäftspraxis des Herrn Woermann zck sehen. Als die Welt von der Erhebung der Klage hörte, da glaubte sie— und wie hätte sie es nicht tun sollen—, Herr Woermann wolle vor Gericht seine Geschäftsbücher auflegen und beweisen, daß jene Profite das Normalmaß nicht wesentlich überschritten, daß die Höhe seiner Gewinne nicht gegen die guten Sitten verstoßen. Was aber wurde der Welt an Stelle dieser Rechtfertigung geboten, an Stelle des Versuches des Nachweises, daß das HauS Woermann das deutsche Volk nicht über die Ohren gehauen habe? Die hochnotpeinliche Ver- urteilung eines Witzes! Der erschütternde Beweis, daß ein Witz des„Simplicissimus" nicht die Wiedergabe eines Tat- bcstandes ist, daß ein im„Simplicissimus" mitgeteiltes Ge- spräch kein wirkliches Gespräch ist, sondern ein fingiertes! Also die gerichtliche Konstatierung einer Tatsache, die jedem normalen Menschen von über 14 Jahren längst bekannt ist. Es ist bewiesen, daß Herr Wocrmann aus Leichen- transPorten keine Ueberprofite gezogen hat; es ist bewiesen, daß er Leichen von Afrikakäinpfern nicht zurückgehalten hat, weil das Lagergeld noch nicht bezahlt war. Das ist wahr- haftig bAv lesen. Wozu? Kein Mensch hat an das Gegen- teil geglaubt, kein Mensch hat aus Bild und Text der inkriminierten„Simplicisfimu�'-Seite herausgelesen, daß einmal eine Witwe am Hamburger Hafen wegen unbezahlten Lagergeldes die Leiche ihres Mannes von Woermann nicht hat erlangen können. Aber etwas anderes hat jeder heraus- gelesen, nämlich die Beschuldigung, daß durch unerhörte Frachtraten und Liegegelder große Summen, die eigentlich dem deutschen Volke gehörten, in die Taschen des Herrn Woer- mann gewandert seien. Zwar auf rechtlich einwandfreie Weise— aber das macht den Vorgang fürs deutsche Volk nicht wesentlich angenehmer. Im Gegenteil! Und diese Beschuldigung, die für jeden„Simplicissimus"- Leser klar auf der Hand lag, die hat Herr Woermann seit- samerweise nicht aus Bild und Text herauslesen können. Und mit ihm die Hamburger Schöffenrichter nicht. Sie alle klammerten sich an die Linien des Bildes und an die Buch- staben— an den Wortlaut. Den darin liegenden Gedanken aber wollten sie nicht sehen. Wenigstens Herr Woermann und sein Schwiegersohn nicht. Sie blieben dabei, der„Simpli- cissimus" habe sie der Ueberteuerung beim Leichentransport bezichtigt, und dabei blieben sie, und deshalb fanden sie, daß alle Beweisanträge des Beklagten über die Reederprofite des Herrn Wocrmann nicht zur Sache gehörten. Deshalb wollten siö Seine Durchlaucht— den verflossenen Kolonialerbprinzen — nicht auf den Zeugenstand bemüht wissen. Die Schöffenrichter beliebten dieselbe Logik, soweit es sich um die Begründung ihrer Ablehnung der Beweisantrage handelt. Hinterher aber hat sie die Konsequenz verlassen, und so sehen wir sie denn weiter unten zugeben, daß gescheite Leute aus dem„Simplicissimus" nicht die Beschuldigung herauslesen konnten, wegen der sie den Herrn Gulbransson drei Monate lang einsperrren wollen, aber daß das die minder Gescheiten getan haben würden. Und weil die minder Ge- scheiten aber glauben konnten, Herr Woermann bereichere sich selbst an den Leichen der Südwestafrikakämpfer, deshalb M Gulbransson eine Beleidigung Woermanns begangen, die sion besonderer Gemeinheit ist und die den ganzen Ham- burger Reeder- und Kaufmannsstand getroffen hat! Versteh' diese speziell Hamburgische Logik, wer kannk , Die Freiheit der Presse ist in Deutschland nie grofp gewesen. Aber sie ist den Reaktionären immer noch zu groß. Dielleicht ist das ihnen genügende Maß an Einschnürung er- reicht, wenn erst alle Witzblätter in Deutschland für ihren ge- samten Inhalt den Wahrheitsbeweis erbringen müssen! Der erste Schritt ist in Hamburg getan. In der Republik Ham- bürg, wo mittels Wahlrcchtsverschlechtcrungen die Pfeffer- säcke regieren, die vor den Gerichten ihres Staates Siege er- fechten über Witzblätter._ Steuerpläne. Gegenüber den wiederholten Meldungen der letzten Zeit über neue Steuerpläne der Reichsregierung weiß die„Voss. Zeitung" zu berichten, daß bisher überhaupt noch nicht Er- wägungen angestellt worden sind, ob und in welchem Umfang neue Steuerborlagen nötig erscheinen. „Es hat", schreibt das freisinnige Blatt,„das darin seine Ursache, daß die Vorarbeiten für die Gehaltsaufbesserungen der unteren und mittleren Reichsbeamten noch nicht abgeschlossen sind. Diese Gehaltsaufbesserungen werden zum Winter durch eine besonder Jahresvorlage dem Reichstage unterbreitet werden; ihre Wirkungen werden aber erst im nächsten Etatsjahr in die Erscheinung trete», da für das laufende Rechnungsjahr Deckungs- mittel nicht vorhanden sind. Selbst wenn man die Grenze der aufzubessernden Gehaltsklassen über die unteren Stufen hinaus ziemlich eng ziehen würde, muß schon mit einer Mehr- belastung des Reichs um LS bis 30 Millionen gerechnet werden, und für diesen Betrag wären naturgemäß neue Deckungsmittcl zu schaffen. Ob man dazu auf die Tabaksteuer zurückgreifen wird, die in dem früher ge- planten Umfang einen Ertrag von L3 Millionen bringen sollte, erscheint schon aus dem Grunde zweifelhaft, weil nach der Ab- lehnung im vorigen Jahre jetzt keine größeren Aussichten für eine Annahme im Reichstage vorhanden sind. Daß aber bei der gegenwärtigen Lage der im Reichstage bevorstehende Antrag auf Herabsetzung der Zucker st euer von 14 auf 3 M. vom Bundesrat angenommen wird, muß als ausgeschlossen gelten, da diese Herabsetzung im ersten Jahre nach ihrem In- krafttreten einen Ausfall von 30 Millionen bedeuten würde, für die dann ebenfalls Ersatz geschaffen werden müßte." Wir halten es durchaus nicht für sicher, daß nicht trotz der Ablehnung im vorigen Jahr die Regierung auf die Tabak- und die Biersteuer zurückgreifen wird; denn die deutsche Steuerpolitik wird nicht nach vernünftigen Grund- sätzen betrieben. Entscheidend ist für die Regierung nicht die Steuerkraft, sondern der Gesichtspunkt, ob von der vor- geschlagenen Steuer der ländliche Großgrundbesitz Vorteil oder Nachteil hat. Deshalb wird auch die Regierung sich schwerlich dazu verstehen, eine Erhöhung der Erbschaftssteuer oder die Einführung einer Reichsvermögenssteuer vor- zuschlagen. Sie wird vielmehr auf die Verbrauchssteuern zurückgreifen. Die große Volksmasse soll die Mittel zur Durchführung der imperialistischen Pläne liefern.— • DeutTcbcs Reich. Eine neue„freisinnige" Wahlrechtsverschlechterung. Rostock, den S. April. Nach Kiel, Lübeck, Leipzig, Dresden, Hamburg folgt Rostock. Wie die ehrsmne liberale Bürgerschaft der vorgenannten Städte hat auch die„freisinnige" Rostocker Bürgervertretung sich auf Antrag des Magistrats eine Wahlrechtsverschlechterung geleistet. Nach der Stadtverfassung liegt die städtische Verwaltung in den Händen des Rats und der Bürgervertrctung. Der Rat ist zu- sammengesctzt aus 14 äuf Lebenszeit gewählten Personen. Die Bürge cvertretung zählt 00 Mikgliebcr, von denen jedes auf 6 Jahre gewählt ist. Die Mitglieder des Rats werden von der Bürgerver- tretung gewählt, aber nicht in freier Wahl, sondern bei einer ein- getretenen Vakanz schlägt der Rat drei Kandidaten vor. von welchen dann die Bürgervertrctung einen zu wählen hat. Die Bürgervertreter werden in geheimer Wahl von den Bürgern ge- wählt, das heißt den EinDohnern über LS Jahr, die sich das Bürger- recht für IS M. gekauft haben. Diese Bürger sind in drei Wähler- klassen geteilt: zur ersten Klasse gehörten bisher alle Bürger mit einem Jahreseinkommen von mehr' als 4000 M., zur zweiten Klasse alle Bürger mit einem Jahreseinkommen von 1301—4000 M. und zur dritten Klasse gehörten alle Bürger mit weniger als 1301 M. Jahreseinkommen. Von jeder Wählerklasse sind 20 Bürgervcrtreter auf je ö Jahre zu wählen. Das hohe Bürgergeld von IS M. hat natürlich den Zweck, die minderbemittelten Einwohner vom Erwerb des Bürgerrechts abzuschrecken, und es hat diesen Zweck auch bisher vollauf erfüllt; denn von den mehr als 10 000 Steuerzahlern mit einem Einkommen von unter 1300 M. haben nur 71L das Bürgerrecht erworben. Da jedoch bei den letzten Wahlen 3 Sozialdemo- kcatcn in die Bürgervertretüng eingedrungen sind, so erschien dem Rat das plutokratische Wahlrecht nicht einwandsfrei genug. Er arbeitete eine Wahlrechtsvorlage aus, als deren Zweck in der Be- gründung bezeichnet wird, es müsse die drohende Auslieferung der dritten Wählerklasse an die Sozialdemokratie verhindert werden. Deshalb sollen bei Aufrechterhaltung des für alle gleich hohen Bnrgergeldes von 1S.M. fortan zur ersten Wählerklasse nur jene Bürger gehören, die mehr als 0000 M.. zur zweiten Wählerklasse diejenigen, die 2S00— 0000 M., und zur dritten alle, die weniger als 2500 M. Jahreseinkommen versteuern. Diesem Antrage stimmte die Bürgervertrctung ohne weiteres zu. Trotz des lebhaften Protestes der sozialdemokratischen Per- treter wurde nicht einmal eine Kommissionsberatung beliebt; galt eS doch in den Augen der Freisinnsmannen. die die Mehrheit in der Bürgervertretung bilden, die Sozialdemokratie niederzureiten. In ihrem blinden Eifer genierte es diese„Liberalen" sogar nicht. ihre verhätschelten Freunde, den kleinen Mittelstand, zum großen Teil aus der zweiten Wählerklasse in die dritte zu versetzen. Man kann danach ermessen, was an wirklichen Bolksrechten bei der an. gekündigten mecklenburgischen Verfassungsänderung herausspringen wird, soweit hierfür die Liberalen in Frage kommen. Der Anarchismus in Ketten. Wie uns mitgeteilt wird, haben es sich die badischen Be- forden nicht daran genügen lassen, den an der Anarchisten- 'onferenz Beteiligten durch eine am Sonntag erfolgte Ver- Haftung das Gefühl einer ganz besonderen Staatsgefährlich. keit einzuflößen. Einer von ihnen, Dr. Friedeberg. wurde am Dienstag abermals verhaftet und am Donnerstag. abend wiederum freigelassen, und zwar auf die Bürgschaft 'eines Rechtsbeistandes, des Reichstagsabgeordneten Frank, zin. Die lange Inhaftierung FriedebergS wurde damit motiviert, daß er ledig und ohne bestimmten Wohnsitz sei, also einer eventuell zu gewärtigenden Strafe sich durch die Flucht entziehen könne. Auch eine von dem Berfiafteten an- gebotene Kaution wurde adgele&jjt. 1 Tics rigorose Vorgehen erscheint mir. so unverständlicher, vis es sich bei einer' Prozessierung gegen Friedeberg nur um ein Vergehen wegen Abhaltung einer verbotenen Versamm- lung handeln kann, also um ein Delitt, das im Höchstfälle .mit 150 M. Geldstrafe rcsp. vier Wochen Haft geahndet werden kann. Sollte sich herausstellen, daß Fricdcberg zu den Veranstaltern der Versammlung gehörte, so würde sich �das Höchststrafmaß auf sechs Wochen Haft erhöhen. Dem hochnotpeinlichen Verfahren wurde dadurch die Krone auf- gesetzt, daß Friedeberg zwangsweise photographiert und bei seinem Transport an eine Kette geschlossen wurde. So geschehen in dem badischen Musterländlc? Der Anarchismus in Teutschland trägt betanntlich einen rein theoretischen Charakter und besitzt obendrein nur so wenige Anhänger, daß der kolossale Kraftaufwand der badischen Behörden ganz unbegreiflich erscheint.' Fast macht das Vorgehen den Eindruck, als ob man das Häuflein der An- archisten durch solche Polizeitaten mit einer besonderen Gloriole umkleiden und zu einem Popanz für schwachnervige Schärfinachergemüter aufbauschen wolle!— Zur Charakteristik der„anständigen" Presse. Die Leser erinnern sich der Tatsache, daß die bürgerliche Presse den Genossen Bebel beschuldigt hat, er habe zu Unrecht die „M.-Gladbacher Zeitung" im Reichstage angegriffen und sie einer schössen Handlungsweise geziehen. Von der sozialdemokratischen Presse wurde sofort festgestellt, daß Genosse Bebel die„M.-Glad- bacher Zeitung" im Reichstage mit keinem Wort erwähnt hatte. sondern, daß seine Beschuldigungen sich gegen den M.-Gladbacher „Generalanzeiger" richteten. Jener wahrheitswidrige Artikel ging durch die gesamte„nattonale" Presse, ohne daß man nachher von einer Richtigstellung viel gemerkthätte. Auch das„K ö l n e r T a g e b l a t t" hielt es nicht für nötig, seine Mit- teilung zu berichttgen. Das Blatt wurde deshalb in unserem Kölner Bruderblatte, der„Rheinischen Zeitung", aufgefordert, der Wahrheit die Ehre zu geben. Das„Tageblatt" stellte sich tot. Damit es NUN aber nicht sagen konnte, es habe von der Richtigstellung keine Kenntnis erhalten, hat ein Abonnent des„Tageblattes" dessen Redaktton telephonisch unter Zeugen auf die Angelegenheit und die Aufforderung in der„Rheinischen Zeitung" aufmerksam gemacht und den betreffenden Redakteur gefragt, ob man nicht beabsichtige, die Sache richtig zu stellen. Der Redakteur antwortete, daß man diese Absicht nicht habe. Darauf erwiderte der Abonnent, daß er als Bezieher des„Tageblatts" es aber gern sehen würde, wenn man in dessen Spalten auch dem Gegner gegenüber Recht und Gerechtigkeit walten lasse. Hierauf erklärte der Redakteur:„Sie als einzelner mögen sich wohl für eine solche Richtigstellung interessieren; unsereLeser im allgemeinen haben aber an der Sache kein solches Interesse." Das„Kölner Tageblatt" hat denn auch die Richtigstellung nicht gebracht. Ein hochanständiges Blatt!— Ter Elberfeldcr„Wahlkrawall"-Prozest. Am Täge nach der Rcichstagsstichwahl meldete der Telegraph, daß in Elberfeld, in der Nähe des Volkshauses, am Stichwahl- abend es zu einem blutigen Zusammenstoß zwischen dem Publikum und der Polizei gekommen sei. In der Tat hatte die Polizei viel- fach von der blanken Waffe Gebrauch gemacht, weil sie, wie es in der amtlichen Darstellung des Vorganges hieß, von dem zahlreichen Publikum beschimpft, geschlagen und mit Steinen und Eisschollen beworfen worden sei. Verwundungen, meist unerhebliche, hatte eS auf beiden Seiten ziemlich zahlreich gegeben. Vom Publikum wurden schwere Vorwürfe gegen die Polizei erhoben, die ohne zwingende Veranlassung zur Waffe gegriffen und blindlings auf völlig Unschuldige, auf Frauen und Kinder eingehaucn habe. Die„Freie Presse" brachte eine Anzahl Artikel, in denen das System der Elberfelder Polizei einer scharfen Kritik unter- zogen wurde. An der Hand verschiedener Fälle kam die„Freie Presse" zu dem Resultat, daß die Elberfelder Polizei bei solchen Gelegenheiten nicht den erforderlichen Takt besitze und durch ein ihr eigentümliches Draufgängertum provozierend wirke. Die ganzen Vorkommnisse gaben der Staatsanwaltschaft zur Einleitung eines umfangreichen Prozesses Veranlassung, der am 5. d. M. vor der Strafkammer in Elberfeld verhandelt wurde. Angeklagt sind die Genossen Eberle und Hoffmann als Redakteure der „Freien Presse", ferner der Arzt Dr. Rascher, von dem am Tage nach der Stichwahl die„Freie Presse" eine Zuschrift ver- öffentlichte, in der der Einsender seiner Empörung Ausdruck gab über das Vorgehen der Polizei, soweit er es selbst beobachtet hatte. Außerdem sind angeklagt neun Personen wegen Auflaufs, Polizeibeleidigung und zum Teil wegen Wider? st a n d S l e i st u n g. Schon nach der Hauptwahl waren die bürgerlichen Parteien fest überzeugt, daß sie in der Stichwahl siegen würden und dem- gemäß waren allerlei Siegesfeierlichkciten vorbereitet worden. durch die gar mancher Arbeiter begreiflicherweise gereizt wurde. Die albernsten Gerüchte waren der Polizei übermittelt worden, so z. B., daß die Sozialdemokraten die Stadthalle stürmen wollten, wo die Gegner ihre Siegesfeier abhielten und daß die bösen Rote» es mit dem evangelischen VercinShaus und dem katholischen Ge- sellenhaus ebenso machen wollten u. a. m. Die Polizei nahm diese Unsinnigkciten ernst und sandte des Abends'nach den angeblich ge- fährdetcn Stellen PolizeidetachementS, kurz, es waren von der Polizei die umfassendsten Vorbereitungen zu einem Kampfe ge- troffen worden. Trotz all dieser provozierend wirkenden Dinge verhielt sich das Publikum zunächst ruhig, auch dann noch, als das Wahlresultat schon bekannt war. Um etwa Ssh Uhr aber kam es zu Zusammen- stoßen zwischen der Polizei und den Volksknäueln, die sich auf den Straßen in der Nähe dcS Volkshauses befanden. Berittene Poll- zisten sprengten in die Massen hinein, um die Straßen zu„säu- Kern", außerdem rückten kurz darauf ein paar Abteilungen Schutz- leute zu Fuß zu demselben Zwecke heran. Nun kam der verhaliene Groll deS Publikums zum Ausbruch; die Polizisten wurden mit Steinen und Eisschollen beworfen, auch aus vielen Häusern flogen allerlei Gegenstände, wie Flaschen, Briketts usw. nach den Poli- zisten. Die Polizcimannschaften mußten sich wiederholt zurück- ziehen, gingen aber dann von neuem vor und jedesmal wurden sie mit Wurfgeschossen empfangen. Einige Polizisten behaupten auch. geschlagen und zu Boden geworfen worden zu sein. Das Pferd eines Berittenen erhielt einen Stich in den Hinterschenkel. Nach der polizeilichen Feststellung sind 18 Beamte verletzt, 10 ist die Montierung beschädigt worden. Die Zahl der Verletzten aus dech Publikum hat nicht festgestellt werden können, weil sich die meisten der Verletzten begreiflicherweise nicht gemeldet hoben. Auf welcher Seite der Anfang mit den Tätlichkeiten gemacht wurde, ist nicht festgestellt. Die Polizei behauptet natürlich, auf der Seite de? Publikums. Sie habe sich anfangs zurückgehalten und nur zwei Schutzleute seien in der Nähe des VolkshauscS postiert gewesen. Diese seien aber plötzlich umzingelt und bedroht, einer davon auch zu Boden geworfen worden. Andere Zeugen be. künden dagegen, daß die Aufregung im Publikum und die Wider» standsleistung erst erfolgt sei, als die Berittenen, mit dem Säbel in ver Faust, in das Publikum hineinstürmten und dreinfchlugen. Ueberhaupt gestaltete sich die Beweisaufnahme äußerst wider. spruchSvoll; mit aller Bestimmtheit wurden wiederholt Aug- sagen von Zeugen aus dem Publikum und der Polizei gemacht, die sich schnurstracks gegenüberstehen. Auch die Polizisten w versprachen sich in wel"-ttichen Puakteu. Nach achtstündiger Verhandlung beantragt« die Verteidigung die Ladung weiterer Zeugen, um den Nachweis zu sichren, das} die Polizei willkürlich dreingehaucn habe. Zu den bis jetzt fest» gestellten Fällen, wo Uollig unschuldige Personen, Harmlosa Passanten mißhandelt worden sind, meinte nämlich der Vorsitzende, das komme bei solchen Gelegenheiten immer vor und man könne der Polizei dessentwegen keinen Vorwurf machen. Wegen der La- dung neuer Zeugen wurde die Verhandlung auf Sonnabend vertagt. Die gegenwärtige politische Lage in freisinniger Beleuchtung. Auf dem zurzeit vom„Wahlvereiii der Liberalen", der Or- ganisation der Freisinnigen Vereinigung abgehaltenen zweiten Delegiertentag in Berlin hielt der Borsitzende, der Reichstags- abgeordnete Eisenbahndirektor a. D. Schräder einen längeren Vortrag �über die politische Lage nach den Reichstagswahlen, in der er sich ähnlich aussprach, wie Dr. Th. Barth in seinen bekannten Artikeln: „Der Liberalismus habe", sagte er,„bei den Wahlen einen kleinen Sieg davongetragen. Man könne aber nur dann von einem wirklichen Siege sprechen, wenn die Liberalen wie ein Mann zusammenständen. Bekanntlich habe der Reichs- kanzler in dem bekannten Silvesterbrief erklärt, es müsse an der gegenwärtigen Wirtschaftspolitik festgehalten werden. Man werde also vorläufig mit dieser Politik zu rechnen haben. Es sei von vornherein selbstverständlich gewesen, daß das Zentrum— eine konfessionelle Partei— durch die Reichstags- auflösung_ nicht geschwächt werden würde. Das Zentrum könne mit Erfolg nur im preußischen Abgeordnelenhause bekämpft werden. Das sei aber nicht geschehen. Der Reichskanzler wandte sehr bald seine Angriffe gegen die Sozialdemokratie. Das im November in Frankfurt am Main geschlossene Kartell der freisinnigen Parteien habe zu dem kleinen Erfolg des Liberalismus wesentlich beigetragen. Bedauerlich sei es, daß bei dem Wahlkampf weder Schul- noch Wirtschafts- noch kirchliche Fragen be- rücksichtigt wurden, sondern daß der Wahlkampf sich fast ausschließlich gegen die Sozialdemokratie gerichtet habe. Die Freisinnige Vereinigung habe diesen Kanipf nicht mitgemacht, sie sei vollständig unabhängig unter voller Wahrung ihrer Grundsätze in den Wahlkampf gegangen und habe ihre Hauptangriffe gegen die Konservativen gerichtet. (Bravo l) Die Kandidaten der Freisinnigen Bereinigung hätten es grundsätzlich abgelehnt. sich Regierungskandidaten zu nennen. Die Freifinnige Bereinigung sei eine liberale, aber auch «ine durch und durch nationale Partei. Sie erachte ein starkes Heer und eiae starke Flotte angesichts dereuropäischen Verhältnisse für notwendig, ebenso die Fortführung der Kolonialpolitik. Dazu hätte eS keines nationalen Blocks, der ja auch.Hottentottenblock" genannt werde(Heiterkeit) bedurft. Jedenfalls sei keine Aussicht vorhanden, daß durch den nationalen Block der Liberalismus irgend welchen Nutzen haben werde. Der Reichskanzler habe allerdings versprochen, ein gutcS Börsen- oesetz, ein freies Vereins- und Versammlungsrecht usw. zu schaffen. Allem wenn man erwäge, daß der Reichskanzler ein ausgesprochener Agrarier sei und daß durch die Niederlage der Sozialdemokraten die linke Seite im Reichstage eine wesentliche Schwächung er- fahren habe, so sei für wirklich liberale Forderungen wenig Hoff- nung vorhanden. Es nmßte denn sein, daß das Zentrum wieder, wie es früher geschehen sei, für liberale Forderungen eintrete. Aber nicht auf die Dauer werde sich daö Bersteckspiel des Reichskanzlers aufrechterhalten lassen, er werde schließlich Farbe bekennen müssen. Eventuell werde er ivieder mit dem Zentrum ein Bündnis schließen. Sehr leicht werde ihm das allerdings nicht werden. Das Zentrum werde die ihm während der Wahl zu teil gewordene Behandlung so leicht nicht vergessen. Das Zusammengehen der drei liberalen Gruppen werde jedenfalls dem Liberalismus wesentlichen Vorschub leisten. Wjr wollen an der Aufrechterhaltimg dieser Verbindung ge- treulich festhalten, aber gleichzeitig die Aufrechterhaltung und Stärkung unserer eigenen Organisation fördern. Wenn es uns gelingt, dem Liberalismus Boden in der deutschen Bevölkerung zu verschaffen, dann werden die nächsten Rcichstagswahlen ein wesentlich anderes Ergebnis haben und die liberalen Forderungen zum Durchbruch gelangen."_ Jammerlöhne. Unser Artikel über„Jammerlöhne" in der Donnerstag- nummer hat die Verteidiger der kapitalistischen Gesellschafts- ordnung zu einer Widerlegung auf den Plan gerufen. In einer von der„Kreuz-Zeitung" übernommenen Notiz der „B. P. N." heißt es u. a.: „... Deshalb hat das sozialdemokratische Zentralorgan nachgesonnen, ob eS nicht den für die günstige Lage der Arbeiter ins Feld zu führenden Zahlen andere, die der Agitation seiner Partei dienlich sind, entgegenstellen kann, und eS glaubt, sie in den Lohnnachweisungen der BerufSgenoffenschasten gefunden zu haben. Insgesamt kann es die Nachweisungcn auch nicht brauchen, deshalb sucht eS sich— auch schon eine höchst bezeichnende Taktik— einige Genossenschaften heraus und glaubt nun an der Hand der Lohnnachweisungen der letzteren nachweisen zu können, daß eS noch für eine große Anzahl von Arbeitern in Deutschland .Jammerlöhne" gebe. Auf die von dem„Vorwärts" aufgemachte Rechnung ziffernmäßig einzugehen, lohnt nicht. Die ganze Grund- läge seiner Berechnung ist durchaus unzuverlässig. Wie oft ist schon darauf hingewiesen, daß die Lohnnachweisungen der Berufs- genossenschaften gar nicht die wirklich gezahlten Löhne enthalten, sondern diejenigen Summen, die im Gesetze als anzeigepflichtig bestimmt find! Diese aber decken sich durchaus nicht mit den wirklich gezahlten Löhnen." Wenn der Fabrikant jener Notiz die Rechnungscrgebnisse der Berufsgenosfenschaften zur Hand genommen hätte, würde er gefunden haben, daß dort neben den anrechnungsfähigen Löhnen auch die tatsächlich gezahlten Lohnsummen ausgewiesen werden; und hätte er unseren Artikel genau gelesen, dann würde er auch gesehen haben, daß wir nicht die anrechnungS- sähigen, sondern die tatsächlich gezahlten Löhne zur Unterlage für unsere Berechnungen genommen haben. Damit ist die Schwein- burgische Methode genügend gekennzeichnet. Wir haben auch nicht einige, sondern 27 von 66 Berufsgenossenschaften heraus- gesucht und festgestellt, daß sich bei ihnen Durchschnitts- Tagelöhne unter 3 M. ergeben. Die Tatsache, daß über 21/» Millionen deutscher Arbeiter„Jammerlöhne" erhalten, bleibt demnach bestehen.— Zur Naturgeschichte der preußischen Polizei. Vor der Straf. kammer in Köln stand der Kutscher Balthasar Orgeich unter der Anklage der Zuhälterei. Er wurde, weil er die P r o st i- t u i e r t e Josefine Hölscher ausgenutzt hat, zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Ein Kriminalschutzmann bekundete als Zeuge, daß Orgeich der Sittenpolizei stet? gute Dienste als Vertrauensmann geleistet habe.— Hualand. Frankreich. Das Koalitionsrecht der Beamten. Paris, 6. April. Wie verlautet, haben die Minister Clämenceau. Briand. Barthou und Caillaux die Vertreter der Syndikat« der Staatsangcstelltcn vorgeladen, um sie zu befragen, ob sie sich mit Aufrufen, in welchen unter scharfen Angriffen auf die Regierung der Anschluß an den Allgemeinen Arbeitervervand befürwortet wird, solidarisch erklären. Von der Antwort der Syndikatsvcrtreter tvprden die von der Regirrung geplanten Raßvegeln abhingen.> Paris, fr. April, tyi feiner Antwort au die Schullehrer, welche das Rcchp sich zu syndizieren, beanspruchen, legt der Kabinettschef die Gründe auseinander, welche ihn gezwungen, diese Forderung abzulehnen. Er lvcist darauf hin, in welch kritische Lage er geraten würde, wenn er derartige Syndikate gestattet. Die Montagnini-Papicrc. Paris, 6. April.„Figaro",„Petit Parisicn",„Autorite" und „Petit Republique" setzen heute die Veröffentlichung der Mon- tagninischen Papiere fort.„Figaro" veröffentlicht u. a. den ge- samten Wortlaut des Dokumentes, welches den niederländischen Gesandten in Paris stark kompromittiert. Das Journal„Giornale d'Jtalia" teilt mit, daß der Vatikan angesichts der Polemik in der französischen Presse über die Mon- tagnini-Papiere beschlossen hat, ein neues Weißbuch zu veröffent- lichcn, welches Dementis und Berichtigungen bezüglich dieser Dokumente enthalten soll. Bosnien und Herzegowina. Bon den Arbeitcrverhältniffen Bosniens und der Herzegowina hat man bisher in Deutschland wenig oder gar nichts gehört. Das liegt zum größten Teil daran, daß die Arbeiter des Doppellandcs nicht die Möglichkeit haben, sich zu organisieren, geschweige denn mit ihren Brüdern im Auslande in Verbindung zu treten. Das System der auf Grund des Berliner Vertrages vom 13. Juli 1878 durch Ocsterreich-Ungarn„geregelten" Verwaltung ist ein absolutistisches im strengsten Sinne des Wortes, und unter dem Drucke dieses Absolutismus stöhnen natürlich am meisten die Arbeiter. Sie genießen keinerlei gesetzlichen Schutz: Die Arbeits- zeit ist nicht reguliert, die Sonntagsruhe ist etwas ganz Un- bekanntes, und die Arbeiter sind den Kapitalisten auf Gnade und Ungnade preisgegeben. Die kaufmännischen Gehülfcn müssen in der Regel tagaus, tagein von S Uhr morgens bis 9 Uhr abends im Geschäfte verweilen, die Arbeiter und Arbeiterinnen in den staatlichen Tabakfabriken verbringen 12 Stunden täglich in ungesunden Räumen um die Bagatelle von zirka b0— 60 Pf. Wollen sie etwa 1 M. oder darüber verdienen, so müssen si« die Nacht durcharbeiten. Daß man von den Zuständen in Bosnien und der Herzegowina nur schwer etwas Genaueres erfährt, ist auch dem Umstände zuzu- schreiben, daß dort keine Preßsreihcit besteht. Dazu kommt, daß — wie schon angedeutet— Bersammlungen, öffentliche Reden, Bildung von Organisationen mit politischem Programm strengstens verboten sind! Die Arbeiter sind sich der Wichtigkeit und des drin- genden Bedürfnisses der Organisation natürlich vollkommen be- wüßt; dafür zeugen die blutigen Streiks im vorigen Jahre, die fast in allen Städten ausbrachen, aber sofort im Keime mit Blut erstickt wurden. Die Regierung sorgte— wie üblich— dafür, daß von alledem fast nichts in die Presse des Auslandes drang. Das Proletariat Bosniens und der Herzegowina ist durch seine bis- herigen Mißerfolge nicht vernichtet. ES strebt aus der Finsternis empor und hofft, sich über kurz oder laug zum Lichte durchzu- ringen. Japan. Tie Marineschraube ohne Ende. Aus London wird vom S. April gemeldet: Eine japanische Kom- Mission ist zurzeit auf der Reise nach England begriffen, um mit einer britischen Firma einen Vertrag über den Bau eines Schlachtschiffe» abzuschließen, das in seinen Abmessungen alle bisherigen Schlacht- schiffe der Welt übertreffen soll. Das Deplacement soll etwa 21000 Tonnen und die Kosten etwa 2LSOOOO Pfund Sterling betragen, auch soll das Schiff hinsichtlich der Bestückung besondere Neuerungen aufweisen. Soziales. Straffreiheit für Kinderausbeutung. Vor dem Schöffengericht in Spandau hatte sich am 5. April er. der als begüterter Mann wohlbekannte Schankwirt Wilhelm Nack- witz aus Pichelswerder wegen Vergehens gegen das Kinderschutz- gesetz zu verantworten. Er ist beschuldigt, im Jahre 1S0S den noch nicht 12 Jahre alten Schnlknaben Lorenz in seinem Gastwirtsgewerbe und im Jahre 1906 denselben Knaben, der inzwischen 12 Jahre alt geworden war, noch nach 8 Uhr abends beschäftigt zu haben. Der Angeklagte entschuldigte sich damit, baß ihm der Knabe im Jahre 1908 über sein Alter die Unwahrheit gesagt, indem er sich als über zwölf Jahre ausgab und im Jahre 1906 habe er denselben nie nach 8 Uhr beschäftigt. Er habe gewissermaßen ein gutes Werk getan. Seine Frau gehöre zum Vorstand eines ArmenpflegevereinS und diese habe ihn gequält, doch den Knaben zu beschäftigen, da die Eltern eine starke Familie haben. Interessant wird diese Angabe des Angeklagten, wenn man das gute Werk beleuchtet durch die Bezahlung, die er dem Knaben gewährte. Im Jahre 1906 bekam der Knabe, der im Garten arbeiten, Geschirr zusammentragen, Papier auflesen und Gänge besorgen mußte, nur das Essen. Im Jahre 1906 erhielt er auch Esten und monatlich 2,60 Mark. Der Angeklagte hätte, wenn er eine erwachsene Person beschäftigt, derselben mindestens außer der Kost noch täglich 2 M. zahlen müffen. DaS g u t e W e r k des An- geklagten bestand also darin, daß er sich durch die Beschäf- tigung des Knaben pro Tag zirka 2 M. ersparte. Vom AmtSanwalt werden 80 M. Geldstrafe beantragt. Der Verteidiger, Rechtsanwalt L ö w e I, der in seinem Bureau auch eine Anzahl recht jugendlicher Personen als Schreiber gegen sehr geringe Bezahlung beschäftigt, leitet sein Plaidoyer mit den Worten ein:„DaS ist die Frucht der modernen Gesetzgebung, daß ein alter 71jähriger. ehrenwerter Mann auf die Anklagebank geschleppt wird." Das Gericht spricht den Angeklagten frei, weil es der Ansicht ist, daß der Angeklagte im Jahre 1905 nicht gewußt, daß der Knabe unter 12 Jahr alt ist und es sei nicht erwiesen, daß er 1906 den Knaben noch nach 3 Uhr abends beschäftigt. GewerkfchaftUcbe**. Ein Scharfmacherverband, der„Deutsche Arbeitgebcrverband für das Baugcwerb c", hielt dieser Tage in Köln seine Jahresversammlung ab. Es wurden dort große Kämpfe für das kommende Jahr Ii Aussicht gestellt, und als von besonderer Bedeutung wurde die Gründung einer Interessengemeinschaft, be- stehend aus dem Rheinischen Provinzialverband, dem Bergischen(Elberseld-Barmen, Solingen usw.) und dem R h e i nis ch-W e st fä lis ch e n Verband der Bauarbeit- geber, bezeichnet. Der Zweck dieser Gemeinschaft sei die ge> meinsame Tätigung von Tarifverträgen und die gegenseitige Unterstützung bei allen Arbeiterfragen. Bei den h ä u f i g e n Streiks, so heißt es in dem Bericht, wurden die auS- wärtiaen Arbeitgeber vom Verband nach jeder Richtung unterstützt. DieNichteinstellung von Streiken- den oder Ausgesperrten hat sich bei straffer Durch- führung als wirksames Kampfmittel erwiesen. Gerade dieses habe denVerband am meisten bestimmt, die Interessengemeinschaft ins Leben zu rufen. Auch das neue Jahre werde ein arbeitsreiches werden, zumal noch vor Schluß des Jahres die neuen Verhandlungen zwecks Abschluß eines TarifeS mit den Maurern und Bauhülfsarbeitern wieder aufgenommen werden sollen. Aller Voraussicht nach werde es im kommenden Jahre nicht ohne schwere Kämpfe abgehen— dafür bürgen, so fügen wir hinzu, die protzigen und gewalttätigen Gepflogenheiten des Unternehmerperbandes,£üe dea ja die kaiserliche Drohung k„Schwerste Strafe dein, der einen anderen an freiwilliger Arbeit hindert!" keine Gültigkeit hat. Der Vorstandsbericht führt weiter an, daß der Verband stark in Anspruch genommen worden sei, um Gesuche um Ausstand bei Lohn kämpfen an Behörden und Bauherren eiiizurcichcn: diese Gesuche seien mit größter Bereitwilligkeit genehmigt worden.— Die Arbeiter können von solcher freundlichen Gesinnung der Behörden nicht berichten. Berlin und Umgegend. Achtung, Drahtarbeiter! Wegen des Streiks der Drahtarbeiter ist das Nachfragen nach Arbeit in den einzelnen Fabriken verboten. Den Inseraten in den Zeitungen, wonach Drahtarbeiter gesucht werdeu, ersuche» wir keine Beachtung zu schenken. Der Arbeits- Nachweis für Drahtarbeitcr befindet sich Eharitöstraße 3. Deutscher Metallarbeiterverband, Ortsverwaltung Berlin. Die streikenden Drahtarbeiter hielten am Sonnabcndvormittag eine Versammlung ab. H a n d t k c, der den'Situationsbericht er» stattete, sagte unter anderem: Der Beschluß der Arbcitsntcdcr- legung ist einmütig ausgeführt worden. Nicht so einmütig haben die Fabrikanten ihren die Forderungen der Arbeiter ablehnenden Beschluß gefaßt. Obgleich die organisierten Fabrikanten in ihrem Schreiben an den Mctallarbcitcrvcrband sagten, sie hätten ein- st i m m i g beschlossen, über die Forderungen zur Tagesordnung überzugehen, ist dieser Beschluß im Verband der Drahtindustriellcn, wie aus sicherer Quelle bekannt geworden ist, nur mit 26 gegen 24 Stimmen gefaßt worden. Da die Abstimmung der Fabrikanten nach der Zahl der beschäftigten Arbeiter erfolgt, so wird die ohne- hin sehr knappe Mehrheit von einer ganz kleinen Zahl großer Fabrikanten gebildet, während die aus den kleineren Geschäfts- inhabern bestehende Minderheit, die in Wirklichkeit die Mehrheit ist, auf einem anderen Standpunkt steht. Diese Fabrikanten hätten jedenfalls mit den Arbeitern verhandelt, um eine Verstän- digung herbeizuführen. So erklärt es sich denn auch, daß daS Zu- sammenhalten der Unternehmer kein sehr festes ist. Bis jetzt haben bereits 16 Fabrikanten bewilligt. Diese sind, weil in den anderen Fabriken nicht gearbeitet wird, mit Aufträgen so reichlich bersehcn, daß sie neue Arbeiter einstellen mußten. 30 von den streikenden Zaunaufstellern und Hülfsarbeitern sind durch den Arbcitsnach- weis des MetallarbeiterverbandeS bei diesen Fabrikanten bereits untergebracht.— Die bestreikten Unternehmer versuchen nun, sich, so gut es gehen will, zu helfen. Ein Fabrikant in Breslau er- bietet sich, den Berliner Fabrikanten während des Streiks Arbeiten in jeder gewünschten Menge zu liefern. Die Streikleitung hat jedoch dafür gesorgt, daß von diesem Angebot kein Gebrauch ge- macht werden kann.— Die Suche nach Arbeitswilligen wird leb- Haft betrieben, hat aber keinen nennenswerten Erfolg, da es den Streikposten stets gelingt, die durch ZcitungSinserate angelockten Arbeitswilligen von der Aufnahme der Arbeit abzureden.— Wie gewöhnlich, so sucht auch in diesem Falle die Polizei den Streik- Posten die Ausübung ihrer Rechte nach Möglichkeit zu erschweren. Ganz besonders geschieht das in Tcmpclhof. wo mehrere Gen- darmcn vor der Fabrik von Lcrm u. Ludewig Wache halten und den Streikenden den Aufenthalt in der Nähe der Fabrik untersagen. Viele Sistierungen sind daselbst schon vorgenommen worden. Meist mutzten die Sistierten eine halbe bis dreiviertel Stunden auf der Polizeiwache zubringen. In einem Falle aber wurde ein Strei- kender fast vier Stunden seiner Freiheit beraubt. In Britz wird den Streikenden sogar der Aufenthalt in der ganzen Straße, wo sich die Fabrik befindet, verboten.— Trotz de» Vorgehens von Po- ltzci und Unternehmern steht die Sache der Streikenden sehr gunstig. Wenn auch der Kühnemännerverband hinter den Draht. industriellen steht, so sind deren Hoffnungen auf Niederzwingung der Arbeiter bereits vereitelt. In den Reihen der Streikenden herrscht vollste Einmütigkeit, sie können deshalb mit Sicherheit auf Erfolg rechnen. Die streikenden Speichereiarbeiter haben durch ihre Einmütig. kcit nach kurzem Streik schon einen Erfolg erstritten. Auf dem Nordbahnspcicher, der Ostbahn-Personenhalle und_ dem Elisenspeicher ist eine Einigung zustande gekommen und die Arbeit ist an diesen Plätzen wieder aufgenommen worden. Die Arbeiter befanden sich in einem A b w e h r st r e i k, denn die Kündigung des Tarifs von feiten der Unternehmer deutete auf Absichten, die bestehenden Vertragsverhältnisse zu verschlechtern.� Jetzt haben die Unternehmer der genannten Speicher erklärt, daß sie die Kündigung zurückziehen und daß damit oer Vertrag, auf ein weiteres Jahr Geltung haben soll. Auf dem Hamburger und dem Moaviter Speicher ist keine Einigung erzielt worden. Der Kampf geht dort weiter. Die Akkordträger haben sich schon auf verschiedenen Plätzen geweigert, Kähne für den Hamburger und Moabitcr Speicher aus- zuladen. Die vorgenommene Aussperrung auf dem Hamburger Speicher fand unter den übrigen Speichcreibesitzern entschiedene Mißbilligung, weil diese Aussperrung im Gegensatz zu der ge» troffenen Uebereinkunft stand, wie die Unternehmer behaupten. Die Arbeit ist dort wie auf dem Moabitcr Speicher eine schwerere als bei den andern Unternehmern, um so energischer müssen sich die Arbeiter jeder Verschlechterung der Verhältnisse dort Wider- setzen, wenn es ihnen nicht gelingt, eine Verbesserung zu erringen. Bäcker-Lohnbewegung. Die Bäckcrinnungen arbeiten mit Hochdruck darauf hin, die Gesellen in den Streik hineinzutreiben. Ihre öffentlich zur Schau getragene Friedensliebe wird am besten durch ihre Taten illustriert. Uebcrall sind jetzt die Führer der einzelnen Bäckermcister-Bezirks- vereine dabei, die Kleinmeister zu bearbeiten, daß sie die Gesellen» forderungen nicht bewilligen, sondern ihr Htzil in dem Arbeitgeber- Schutzverband suchen sollen. Außer den Beschlüssen der letzten JnnungSversammlung, die die Meister, welche den Innungen nicht blind nachlaufen und etwa gar die Gesellenforderungen bewilligen. in Strafen nach dem Jnnungsstatut nehmen wollen, existiert noch ein Geheimbeschlutz, der ganz im Stillen ausgeführt wird. Der- selbe bezweckt folgendes: Alle Meister sollen sich unterschriftlich der- pflichten, während des LohnkampfeS keinen neuen Kunden anzu- nehmen, also die Kunden zu zwingen, bei ihrem bisherigen Bäcker zu bleiben. Obgleich die Innung weiß, daß diese Konventional- strafen nicht cinklaqbar sind(die Herren sind erst vor wenigen Tagen mit einem derartigen Prozeß hineingefallen), sogar mit tz 162 Abs. 2 und ß 163 der Reichsgewerbeordnung scharf kollidieren, wird dieser Weg doch von ihnen als Einschüchterungsmittel ge» braucht. Allerdings sind sie von den intelligenteren Kleinmeistern ganz gehörig auf den richtigen Weg gewiesen worden. Selbst die sonst so bitter gehaßten Grohbäcker werden jetzt eifrig von den JnnungSsührern besucht und bearbeitet, daß sie nicht bewilligen sollen. Die Gcsellcnschaft betont diesen Machinationen gegenüber. daß sie den Frieden wünscht, aber einen ehrlichen Frieden, bei dem die Fricdensbedingungen, wie unter anständigen Gegnern üblich, auch eingehalten werden müssen. Eine Reihe Arbeit. geber hat bereits mit dem Bäckerverbande auf der Grundlage der Gescllenforderungen Verträge abgeschlossen; bei einer großen An- zahl schweben die Verhandlungen noch. Die Forderungen sind den gesamten Bäckermeisterkorporattonen am 2. Osterfeiertag zugesandt worden und ist bis Dienstag, den 9. April d. I. Rückantwort er- beten. An diesem Tage findet in Kellers Festsälen. Koppenstr. 29, eine öffentliche Gesellenversammlung statt. Die streikenden LandsckmftSgifttner versammelten sich am Frei. tagabend in MtetbcS Festsälen, um den ersten Bericht über den Stand dcö Streiks entgegenzunehmen. Der Referent Kam- rowski ergänzte die Mitteilungen, die der„Vorwärts" gebracht hatte, noch dahin, daß schon 62 Firmen die Forderungen bewilligt haben. Er hob rühmend hervor, daß daS Verhalten der unge» lernten, zum großen Teil polnischen Arbeiter bei der Zehlendorf. Wannsee-Gesellschast viel zum Erfolge, der dort errungen wurde, beigetragen habe. Diese Arbeiter erklärten sich mit den Streiken» d«, jolidarZch, als fiß übek die Loge der Singe etzfgMrt mbut,. Aus Industrie und Handel. Neben diesem Erfolge war der Sieg bei der Heimstätten- Atien-, beftem Willen für ganz Deutschland nicht mehr als 10 000 Aus-| hier wieder ihre bekannte Verräterrolle. Sie haben mit den UnterGesellschaft Nicolasee von der größten Wichtigkeit. Bei dieser gesperrte und Streifende feststellen können. Dazu kommt, daß, wie nehmern einen Vertrag abgeschlossen, der allerdings auch danach ist, Firma gab es unter 35 Angestellten nur 7 organisierte Gärtner, bei allen gewerkschaftlichen Kämpfen des Schneiderverbandes, auch und der bei den paar Hirschen kaum ernstlich in Betracht kommt. die einen schweren Stand hatten. Dort brachte die Verbreitung hier eine große Zahl der Beteiligten auf Unterstüßung verzichtet, Die Herren glauben aber, auf den Krücken der Unternehmer ihr eines Flugblattes, in energischer Sprache gehalten, die erste starke weil diese Kollegen durch Privatarbeit so viel verdienen, daß sie Organisationönchen zu heben. Um den nun in ganz Deutschland Wirkung hervor. Die Berichte von einer ganzen Reihe fleinerer des Streitgeldes nicht bedürfen. So leicht, wie die Unternehmer entrannien Kampf besser bestehen und energischer durchführen zu Firmen waren günstig für die Streikenden. Hier und da wurde glaubten, ist also die Finanzkraft des Verbandes nicht zu erschöpfen. fönnen, beschlossen die Leipziger Holzarbeiter nach dem Beispiel der die Notwendigkeit betont, daß man mit mehr Nachdruck vorgehen hatten sie sich doch eingebildet oder von ihren Führern vorreden Berliner und Dresdener Kollegen, auf die Unterstützung in der müsse; besonders dürfen die Streikposten nicht lässig sein und fein lassen, daß, wenn einmal die Aussperrung da wäre, die Gehülfen- ersten Woche freiwillig zu verzichten und von den noch in Arbeit Mann darf sich der Pflicht entziehen, auf Streifposten zu gehen. schaft innerhalb dreier Tage zu Kreuze friechen werde. Nun sind stehenden Kollegen Extrabeiträge in Höhe von 50 Pf. und 1 M., Gegen die Firma Köhler in Steglis richten sich gegenwärtig Wochen vergangen und die Gehülfen denken noch gar nicht daran, von den noch in Arbeit stehenden Kollegen der betroffenen Branchen starte Angriffe. Auf einem Arbeitsplatz in Machnow gelang es, sich den Machtgelüften der Arbeitgeber zu unterwerfen. Der Arbeit- aber 1,50 Mark pro Woche Extrabeitrag zu erheben 20 Mann von Köhler herauszuziehen. Etwa 10 Mann, die auf dem geberverband aber muß es erleben, daß seine Beschlüsse von seinen Ausstellungsplatz für Köhler arbeiten, hofft man bald mit Hülfe der eigenen Mitgliedern nicht gebilligt und so wenig befolgt werden, Zimmerleute zu gewinnen. Der Appell an die Bauarbeiter hat daß die Aussperrung schon aus diesem Grunde nicht zu dem geschon hier und da gute Früchte getragen In der Streikliste wünschten Ziel führen fann. Leitende Personen der organisierten stehen 415 Mann verzeichnet, davon sind 259 Ledige und 156 Ver- Arbeitgeber haben es abgelehnt, sich der Diktatur ihres ZentralKommunales Elektrizitätswerk. Wie die Nh.-W. 3tg." berichtet, heiratete mit 199 Kindern. Am Sonnabend fand die erste Aus- vorstandes zu unterwerfen. So in Frankfurt a. M., wo einer ihrer ist die Gründung des kommunalen Elektrizitätsverbandes nach den zahlung der Streikunterstützung( für fünf Tage) statt. Die arbei- früher radikalsten Führer die Forderungen der Gehülfen anerkannt neuerlichen Verhandlungen als durchaus gesichert anzusehen. Nur tenden Kollegen werden von jetzt an herangezogen zur Unter- hat, und in München sowie in Fürth, wo Schriftführer der Arbeit- die Beteiligung des kommunalen Elektrizitätswerkes" Mark" stüßung der Streikenden. Ein Arbeitgeber, Balfe, trat in der geberorganisation das gleiche taten. Mit Rücksicht auf eine Tarif- Hagen ist noch nicht gesichert. Es soll aber der Versuch gemacht Versammlung auf und sprach in etwas unsicherer Weise gegen den gemeinschaft mag es bedauerlich erscheinen, daß der Arbeitgeber- werden, das Hagener kommunale Werk doch anzugliedern. Are neuen Tarif, worin er besonders die Fahrgeldentschädigung als verband geschwächt aus diesem Kampf hervorgeht. Aber bei einer Hauptbeteiligte fommen bei der Gründung, falls das Werk„ Mari" undurchführbar bekämpfte. Seine Ausführungen machten feinen Organisation, in der Diktatur die Grundlage ihres Vorgehens sich dem Verbande anschließt, Dortmund". Westfalen"," Mark" und Eindruck auf die Versammelten. bildet, ist das ja nicht anders möglich. Die Arbeitgeber suchen auch eine industrielle Gruppe unter Führung des Rhein. Westfäl. durch die Probingpresse die Meinung zu verbreiten, daß sie selbst- Elektrizitätswerts in Betracht. Beteiligt find auch die Zur Lohnbewegung im Steinfegergewerbe. verständlich zu verhandeln bereit wären. In ihrem Ultimatum aber Gelsenkirchener Bergwerks- Aktiengesellschaft und die Harpener Zur Herbeiführung einer Einigung über die strittigen Punkte, berlangten sie befanntlich unbedingte Anerkennung ihrer Tarife Bergbau- Aktiengesellschaft, für den Kreis Hörde bleiben als BeArbeitszeitverkürzung, Lohnerhöhungen sowie einiger Spezialfragen und wollten nur, daß etwa vorhandene„ Unebenheiten" ihren Ortsteiligung an dem Verbandswerk 15 Prozent reserviert, an dem zum Abschlusse eines neuen Tarifvertrages, haben die Parteien nun- gruppen zur Würdigung überwiesen" werden sollten. Daß fie fich eventuell die Stadt Hörde als Unterteilnehmer wiederum be mehr beschlossen, da die wiederholten und langwierigen Verhand- damit nicht Verhandlungen meinten, ist dann noch hinreichend fest- teiligen fann. Der Kreisausschuß wird in seiner nächsten Sizun lungen in der Schlichtungskommission zu keinem Resultat geführt gestellt worden. The sie einmal die Forderungen der Gehülfen mit dieser Angelegenheit sich zu befassen haben. Das Verhältnis haben, das Einigungsamt des Berliner Gewerbegerichts anzurufen, fannten, hatten ja die Arbeitgeber beschlossen, daß Lohnerhöhungen zwischen der kommunalen und der industriellen Gruppe ist dergestals welches sodann nach den Bestimmungen des alten Tarifs einen nicht bewilligt werden sollten. Dagegen hat die Gehülfenschaft nic- daß die Kommunen in der Mehrheit bleiben. Der Ankauf der in Schiedsspruch fällen wird, dem sich die Parteien zu unterwerfen harren wollte, sondern sie von vornherein als Grundlage für Ver- Frage kommenden Straßenbahnen bleibt Sache der einzelnen foms Nur darüber waren sich die Parteien einig, daß während der tariflosen Zeit der alte am 31. März d. J. abgelaufene Tarif Geltung haben soll. haben. An die organisierte Arbeiterschaft Berlins und der Umgebung! In den Weiß- und Bayrisch- Bierbrauereien Berlins und Umgebung hat die Organisation in den Reihen des Fahrpersonals bedeutende Fortschritte gemacht. Leider steht noch ein Teil dieser Berufsangehörigen dem Zentralverband der Handels-, Transport-, Verkehrsarbeiter und Arbeiterinnen fern. Plan der Arbeitgeber, der Gehülfenschaft ihre Tarife aufzuzwingen, handlungen bezeichnet. Der Redner sagte zum Schluß, daß der nie gelingen wird und daß die Gehülfenschaft es in aller Ruhe abwarten kann, was in Zufunft geschehen wird. wieder einmal Zuschneider sind, die sich unsolidarisch zeigen, was In der Diskussion wurde u. a. erwähnt, daß es in diesem Kampf ihnen in Zukunft gewiß nicht zum Vorteil gereichen wird. Kunze bemerkte noch, daß die Tarife der Arbeitgeber jebt an die Gehülfen verteilt werden, so daß diese sich nun selbst davon überzeugen fönnen, was ihnen darin geboten wird. Wenn wirklich die Arbeitgeber zum Frieden bereit seien, wie sie der Deffentlichkeit gegenüber behaupten, so sollten sie es auch zeigen. Die Gehülfen fönnten es abwarten. Die unterzeichnete Verwaltung hat nunmehr für die organifterten Kutscher und Mitfahrer usw. eine Legitimationstarte eingeführt, damit dieselben in der Lage sind, sich als organisierte Arbeiter auszuweisen. Diese Karte ist von braimer Farbe und nur dann gültig, wenn sie alle Monat abgestempelt ist. Achtung, Maler! Die Malermeister von Fürstenwalde weigern Wir appellieren hiermit an die gesamte organisierte Arbeiter- fich hartnäckig, die dort so niedrigen Löhne aufzubessern. Unsere schaft aller Berufe, die vorwärtsstrebende Organisation zu unter- Stollegen waren daher gezwungen, die Arbeit einzustellen. Wir er= stüßen, indem sie nur dann mit den in Frage kommenden suchen die Kollegen, den Zuzug von Fürstenwalde streng fernzuhalten. Kutschern usw. in geschäftliche Verbindung tritt, wenn dieselben Die Bezirksleitung. Berlin. in der Lage find, sich als flassenbewußte Arbeiter ausweisen zu Achtung, Former! In Prenzlau haben sämtliche Former der tönnen. Firma Daneden u. Haensch die Arbeit niedergelegt wegen Berweigerung der Erhöhung der Affordpreise und anderer Nebenforderungen. Buzug ist fernzuhalten. Hoch die Solidarität! Die Ortsverwaltung II. J. A.: Gustav Alisch. Deutfches Reich. Der Lohnkampf der Herrenmaßschneider. Der Vorstand des Allgemeinen Deutschen Arbeitgeberverbandes für das Schneidergewerbe hat es wieder einmal für nötig erachtet, in seiner Weise die Oeffentlichkeit über die Situation aufzu klären" und zivar durch folgende Auslassung: Achtung, Tabakarbeiter! In der Zigarrenfabrik von Woldemar Schlenzig in Wintersdorf( S.-A.) find Differenzen ausgebrochen. Zuzug wolle man streng fernhalten. Metallarbeiterstreit in Dresden. munalen Elektrizitätswerke. 17 N V u haben, dann ist durch den Einfluß, den die industriellen Werke in Wenn die Kommunen auch die Mehrheit der Anleihe in Händen den Kommunalverwaltungen ausüben, doch dafür gesorgt, daß die Thyssen und Konsorten die erste Geige spielen. " Der Konsument bleibt der Backesel. In der Industrie und im Großhandel besteht zurzeit eine Hochflut in der Gründung von Konventionen( gemeinsame Vereinbarung möglichst hoher Preise gegenüber den Detailhändlern oder Detaillisten). Gegen diese Aus beutung" wenden sich nun die Detaillisten; sie diskutieren gegenwärtig über Mittel zur Rettung aus dieser ihnen unangenehmen Lage und sie kommen zu dem Schluß: Entweder gleichfalls Bildung einer Konvention und Boykott gegen die Mitglieder jener Konvention oder Bildung einer Konvention zum Zwecke der Abwälzung der Folgen der Preistreibereien auf die Masse der Kon fumenten! Da letzteres für sie das Leichtere ist, werden sie wohl diesen Ausweg wählen wie immer! Ueber 100 Ausstellungen im Jahre 1907. Wie industrielle Fachblätter mitteilen, sind für das Jahr 1907 in Deutschland allein über 100 Ausstellungen arrangiert. Elektrische Hoch- und Untergrundbahn. Der Aufsichtsrat bringt die Verteilung einer Dividende von 5 Broz. gegen 4 Proz. im Vorjahre in Vorschlag. Keine Ausstellung in Berlin. Gegen das Projekt, in Berlin eine Weltausstellung zu beranstalten, resolvierte in ihrer am Freitag stattgefundenen Hauptverfamnilung der nordwestlichen Gruppe des Vereins deutscher Eisenund Stahlindustrieller. Es wurde folgender Beschluß gefaßt: Die nordwestliche Gruppe hat wiederholt die Gründe dargelegt, aus denen sie die Veranstaltung von Weltausstellungen für überlebt und nur noch Provinzial- und Fachausstellungen für berechtigt erachtet. An dieser Meinung hält sie auch bezüglich des Borhabens einer Weltausstellung Berlin 1913 fest, gegen das sie sich mit aller Entschiedenheit ausspricht." Damit dürfte der ganze Plan als gescheitert gelten, denn ohne eine Beteiligung der rheinisch- westfälischen Industrie ist an eine Weltausstellung in Berlin nicht zu denken. Folgenschwere Explosion. Potsdam, 6. April.( W. T. T.) In Klein Glienicke auf dem Bauhofe der Teltower Kanalschiffahrt ereignete sich heute nachmittag bei der Reparatur des Motorbootes„ Brueck" eine Explosion. Der Schiffsführer Kerstan wurde durch die ausströmenden Gase über Bord geworfen. Er wurde als Leiche aus dem Wasser gezogen. Aussperrungs- Drohung. Bremerhaven, 6. April.( W. T. B.) Die Schiffswerft von R. C. Rickmers gibt durch Anschlag bekannt, daß sie mit nächstem Mittwoch ihren Betrieb schließen würde, falls bis dahin die Differenzen bei der Aktiengesellschaft ,, Weser" zwischen den Arbeitern und der Direktion nicht beigelegt sein sollten. Die Zeugnisfolter wegen des staatsgefährlichen Schnupftabats. Mannheim, 6. April.( B. H.) In dem Zeugniszwangsver fratischen Volksstimme", Ged, wegen Ermittelung des Verfassers eines Artikels in der Faschingsnummer„ Schnupftabat" hat das Landgericht die Beschwerde des Angeklagten gegen die Zeugniszwangshaft abgelehnt. Ged muß nunmehr die Strafe antreten. Ein schöner Sieg. Die Bauarbeiter in Altenburg sind am Dienstag früh von den vereinigten Unternehmern ausgesperrt worden. Die Forderungen' lauteten ursprünglich: ab 1. April dieses Jahres 50 Pf. " In einer Reihe von Situationsberichten, die von der Ge- Stundenlohn für Maurer und Zimmerer, sowie 40 Pf. für Hülfshülfenschaft der Presse übermittelt wurden, ist die Behauptung arbeiter, gegen 46, 45 und 36 bisher, und Verkürzung der Arbeitsenthalten, daß die Gehülfen von den Arbeitgebern über ihre zeit um eine halbe Stunde pro Tag. Die Arbeiter ermäßigten Wünsche für die fernere Gestaltung der Lohnbedingungen nicht dieselben auf 48 refp. 38 Pf. bis zum 30. Juni, und erst ab 1. Juli gehört wurden und daß sie sich dem Willen des Arbeitgeberber- follten dann 50 resp. 40 Bf. in Kraft treten. Die Verkürzung der bandes bedingungslos unterwerfen sollten, ohne an irgend Arbeitszeit sollte nur darin bestehen, daß Montags früh eine Stunde welchen Besprechungen, die zur Regelung örtlicher Angelegen später angefangen und an Sonnabenden sowie an Tagen vor den heiten erforderlich wären, teilnehmen zu dürfen. Demgegenüber Festen eine Stunde früher Feierabend gemacht werden sollte. sehen wir uns veranlaßt, festzustellen, daß alle direkt beteiligten Diese bescheidenen Forderungen lehnten die Unternehmer ab. Ortsgruppen unseres Verbandes die ihnen schriftlich überreichten Sie erklärten sich bereit, ab 1. April bis 31. März 1908 zwei Forderungen der Gehülfen geprüft und ihnen mit Rüdsicht auf Pfennige, am 1. April 1908 einen Pfennig und ab 1. April 1900 Letzte Nachrichten und Depeschen. die Verteuerung der Lebensmittelpreise in wohlwollender und einen weiteren Pfennig Lohnerhöhung eintreten zu laffen, bei dreientgegenkommender Weise Rechnung getragen haben; sie über- jähriger Vertragsdauer. Um des lieben Friedens willen gingen trugen gleichzeitig ihre Gesamtvertretung dem Hauptvorstande die Bauhülfsarbeiter und Zimmerleute auf diese Zugeständnisse unseres Verbandes, um dadurch eine einheitliche Beilegung der ein. Die Maurer waren bereit, ebenfalls darauf einzugehen, Differenzen mit dem Zentralvorstande der Gehülfenschaft zu er- lehnten aber, auf Grund der bestehenden Verbandsbeschlüsse, die möglichen. Von dieser Seite wurde jedoch jede Behandlung der dreijährige Bertragsdauer ab. Die Unternehmer haben daraufhin schwebenden Fragen mit dem Bemerken, hierauf nicht vorbereitet am Osterdienstag früh mit der allgemeinen Aus zu sein, abgelehnt. Ferner bemerken wir, daß wir den Wert sperrung geantwortet. Sie wollten augenscheinlich um je den eines dauernden Friedens auf gefunder Grundlage viel zu hoch reis den Kampf haben, an eine friedliche Verständigung schäßen, als daß wir eine bedingungslose Unterwerfung der Ge- lag ihnen nichts. Die burgerliche Presse hat sich beeilt, die Aushülfenschaft überhaupt verlangen würden; wir begreifen die sperrung in eine Arbeitseinstellung" umzudichten. Wie Notwendigkeit einer gegenseitigen Anerkennung der Organisa- üblich! tion voll und ganz und würden schon deswegen teinem Vorgehen zustimmen, in welchem eine Nichtachtung der Gegenpartei ausZur Maler- und Anstreicheraussperrung in Rheinland- Westgedrückt wäre. Aus diesem Grunde unterbreiteten wir den Ge- falen teilt der Vorsitzende des Arbeitgeber- Schußverbandes für das hülfen den Vorschlag, jene Punkte, die einer gemeinsamen Er- Maler- und Anstreichergewerbe der bürgerlichen Presse mit, daß örterung bedürfen sollten, nach allerorts erfolgter Wiederauf- die Zeitungsmeldung, wonach die organisierten Maler- und Annahme der Arbeit in gegenseitiger Aussprache friedlich und ohne streichergehülfen auch in Köln ausgesperrt seien oder würden, weitere Anwendung von Machtmitteln zu erledigen. Zu unserem falsch sei, denn in Köln seien die Unternehmer durch den mit Bedauern und zum Nachteil einer baldigen Beilegung der den Gehülfen abgeschlossenen Tarif an der Aussperrung verfahren gegen den verantwortlichen Redakteur der sozialdemo Streitigkeiten lehnte die Gehülfenorganisation bis heute jed- hindert. welche Würdigung dieses durchaus vermittelnden Vorschlags ab, ohne ihn auch nur zum Gegenstand einer Rüdäußerung zu machen. Dadurch verlängert die Leitung des Gehülfenverbandes Vor kurzem berichteten wir, daß bei der Firma Seider einen Kampf, der unseres Erachtens eine beiderseits befriedi- u. Naumann in Dresden sehr ernste Differenzen ausgebrochen gende Lösung finden könnte, wenn von dieser Seite die gute Ab- feien, weil die Fabrikleitung durch fortgesetzte Lohnabzüge die Löhne ficht unserer Vorschläge erkannt würde, zumal wir jede Garantie start reduziert und durch Maßregelungen organisierter Arbeiter das Offenbach a. M., 6. April.( B. H.) Der Streit der übernehmen können, daß in den neuen Tarifen keine Verschlech- Personal schwer gereizt habe. Eine Versammlung beschloß bereits terung der Lohn- und Arbeitsbedingungen enthalten sein darf; Forderungen auf Lohnerhöhung und Zurücknahme der Maß- Arbeiter in der Metallfabrik von Vom ist nach 18 wöchiger wir fönnen dies um so leichter versichern, als die meisten der regelungen einzureichen. Die zwischen Arbeiterausschuß und Fabrit Dauer beendet worden. Alle Forderungen der Arbeiter sind neuen Tarife erhebliche Aufbesserungen aufweisen und nur direktion gepflogenen Verhandlungen haben einem bewilligt worden. Es wurde ein Vertrag mit der Organiwenige mit Rücksicht auf die ohnehin an der Höchstgrenze ange- befriedigenden Ergebnis nicht geführt. Daher beschloß am sation der Arbeiter abgeschlossen. Es ist dies der erste Vertrag langten Lohnfäße bescheidenere Zulagen gewähren fonnten." Freitagabend eine überfüllte Versammlung der Arbeiter von in der Metallindustrie Offenbachs, der mit der Organisation Wer nach wahrheitsgetreuen Berichten die Tarifbewegung der Seidel und Naumann, nachdem sie eingehend über die Sachlage be- zustande gekommen ist. Herrenmaßschneider von Anfang an berfolgt hat, ja, wer sich auch raten hatten, mit 1264 gegen 164 Stimmen in geheimer Abstimmung, nur die im Vorwärts" veröffentlichten Aftenstüde genau an- sofort in den Streit einzutreten. Der Beschluß ist be= gesehen hat, der wird sofort erkennen, daß es sich bei diesem neuen reits Sonnabend früh verwirklicht worden. Mit Ausnahme der HolzWaschzettel der Arbeitgeber wieder um einen Versuch handelt, das arbeiter, die nicht mitstreiten, haben alle Arbeiter bis auf eine fleine Publikum über die Haltung der beiden Parteien irrezuführen. Anzahl Gelber" die Arbeit eingestellt. Die Zahl der Streifenden Seit Beginn der Bewegung war es stets und ständig die Gehülfen- beziffert sich auf rund 2000, die fast ausnahmslos organisiert sind. schaft, die sich zu Verhandlungen bereit erklärte, waren es die Arbeitgeber, die alle Verhandlungen, ablehnten und dann ihre Die Aussperrung der Holzarbeiter in Leipzig hat nicht den Tarife der Gehülfenschaft aufzwingen wollten. Das ist einerseits umfang angenommen, der nach den getroffenen Vorbereitungen der durch die Beschlüsse der Gehülfenschaft, andererseits durch die Unternehmer zu erwarten war. Die gefaßten Beschlüsse sind fast des Arbeitgeberverbandes so flar bewiesen, daß man sich nur nur von den kleinen Betrieben eingehalten worden, indes sich der wundern muß, wie es die Arbeitgeber jezt immer wieder fertig größte Teil der großen Betriebe die Erlaubnis zunuze machte, an bringen, sich als die friedfertigen und entgegenkommenden Leute, gefangene Arbeit noch fertig stellen zu können. Durch Vergebung die Gehülfen aber als die streitsüchtigen hinzustellen. längerer Afforde vor, Beginn der Aussperrung haben sich somit die Gestern vormittag fand im großen Saale des Gewerkschafts- größeren Firmen die Berechtigung" erworben, ihre Betriebe noch hauses wieder eine Mitgliederversammlung der offen zu halten; die kleinen Meister sind wieder einmal von den Herrenmaßschneider statt. Der Saal war gedrängt voll. Großen düpiert worden. Auch der Verlauf der Versammlung war ein Beweis dafür, daß Am Freitagabend fand im„ Sanssouci" eine große Holzarbeitec die Ausgesperrten und Streifenden unverzagt und siegesgewiß im versammlung statt, der weite Saal vermochte die Erschienenen Kampfe ausharren. Wie aus dem Situationsbericht des Referenten taum zu fassen. Genosse Geride gab den Situationsbericht. In Mirius hervorging, liegt für die Gehülfenschaft auch gar fein 57 Betrieben sind 850 Kollegen ausgesperrt, davon sind etwa 600 Grund vor, an dem guten Ausgang des Kampfes zu zweifeln. Tischler und über 100 Maschinenarbeiter. Die Scharfmacher unter Friedensschalmeien. Der Confettionair" hatte herausgerechnet, daß dem Schneider- den Unternehmern laufen von Werkstelle zu Werkstelle, und die Washington, 6. April.( Meldung der Associated Preß.) Jm verband die Aussperrung in jeder Woche mindestens 240 000 Mart Innung erläßt Birkulare an ihre Mitglieder, um die wider spenstigen Staatsdepartement wurde heute eine Konferenz abgehalten, an der fosten würde, daß in 4 Wochen rund eine Million notwendig sei, Meister zur Aussperrung zu bewegen, denn die Zahl der Aus- die Vertreter von Merito, Costarica, San Salvador und Guatemala um die„ 25 000" Ausgesperrten über Wasser zu halten. Nun hat gesperrten beträgt noch feine 20 Prozent der organisierten Holz- teilnahmen. Es wird gehofft, daß ein Abkommen erzielt wird, man aber auf dem Zentralbureau des Schneiderverbandes mit arbeiter in Leipzig. Die Hirsch Dunderschen spielen auch durch welches der Friede in Zentral- Amerika gesichert wird. Berantw. Redakteur: Hans Weber, Berlin. Injeratenteil verantw. th. Glode, Berlin. Drud u. Berlag: Borwärts Buchdr. u. Berlagsanftall Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 5 Beilagen. F aber Nicht brutal genug gewesen. Petersburg, 6. April.( B. H.) Von informierter Seite wird die überraschende Enthebung des Admirals Skrydlow vom Obertommando der Stationärflotte damit motiviert, daß Strydlow ent= gegen dem Regierungsbefehl, alle Hafenarbeiter, welche sich an der revolutionären Bewegung beteiligt hatten, zu entlassen, dies nur auf die Unverheirateten angewendet hat, während er auf Bitten der Ehefrauen die. Verheirateten weiter im Dienste beließ. Die Regierung befürchtet, daß hierdurch ihr Ansehen geschädigt und der Ausbruch neuer Unruhen begünstigt werde. Arbeiterkämpfe. sozialistischen, nationaldemokratischen und christlich- demokratischen Lodz, 6. April.( W. T. B.) Gestern abend fam es zwischen wobei drei getötet und fünf fötlich verwundet wurden. Heute Arbeitern der Fabrik Poznansty zu blutigen Zusammenstößen, wiederholten sich die Ausschreitungen. Es wurden dabei sieben Personen getötet. Nr. 81. 24. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Hermann Grimpe. Die Arbeiterbewegung hat ein jäher, unerwarteter Schlag getroffen. Hermann Grimpe, der langjährige Leiter der Elberfelder Freien Presse", der Reichstagskandidat des Wahlkreises Düsseldorf, ist am Donnerstagmorgen plößlich aus dem Leben geschieden. Grimpe war, wie er sich zu nennen liebte, ein Berliner Kind; 1855 geboren, besuchte er die Volksschule und erlernte dann das Tischlerhandwerk. Bereits Anfang der siebziger Jahre kam er zur Partei und stand bald in den vordersten Reihen der Berliner Arbeiterbewegung. Von Anbeginn schloß er sich der Eisenacher Richtung an, hauptsächlich wohl veranlaßt durch die gewerkschaftlichen Kämpfe, die damals unter der preistreibenden Wirkung der Gründerära, in einzelnen Berufen wenigstens, einsekten. Wie die theoretische Schulung der Lassalleaner größer war als die der Gisenacher, so blieben auch für die letzteren die Agitationsschriften Lassalles die geistige Hauptnahrung. Grillenberger hat später in einem Rückblick auf diese Zeit einmal geschrieben:„ Der OrganiTation nach waren wir Eisenachec, dem Prinzip und der Agitation Hach Lassalleaner." Die Eindrücke, die Grimpe während dieser Beit empfing, haben sich in ihm nie völlig verwischt, wie die Geuossen wissen, die seine Tätigkeit auf den letzten Kreiskonferenzen zu beobachten Gelegenheit hatten. " wins. Die russische Revolution. Die Regierung und die Duma. Sonntag, 7. April 1907. Aber die Beteiligung an der legislativen Arbeit genügt nicht, um ein Land demokratisch zu machen. Die besten demokratischen Gefeße verlieren von ihrem Werte, wenn sie durch bureaukratische und engherzige Beamte ausgeführt werden. Als eine Illustration dieser Behauptung wird das Arbeitslosengesetz angeführt. Der Russische Kurier" meldet: Die Minister Stolypins Verhalten dem Reichsduma Lokalregierung( deren Präsident John Burns ist) setzt diesem präsidenten gegenüber wird immer schroffer und höchst Gesetze passiven Widerstand entgegen. Unter sympathischer Verbemerkenswert. Er begnügt sich nicht damit, Golowin in nicht zwei- waltung fönnte aus diesem Geseße ein höchst wertvoues Instrument deutiger Sprache flarzulegen, daß ein Reichsdumapräsident tein zur Linderung der Not und zum Schuße der Arbeitslosen gemacht Staatsbeamter ist, der am Ruder steht, sondern Stolypin greift seit werden. Aber diese Verwaltung fehlt. Die Lokalregierung wird einigen Tagen in auffälliger Weise in die Geschäftsführung Golo- eine Zeitlang das Volk und das Parlament durch unrichtige Andaß er, Golowin, bei scharfen Redewendungen usw. der oppositio- die Wahrheit erfährt, so wird es sicherlich eine Aenderung in der So sprach er ihm sein größtes Mißvergnügen darüber aus, gaben für sich gewinnen können, aber wenn das Publikum einmal nellen Redner nicht energisch genug auftritt. Spannung zwischen Stolypin und Golowin erregt große Besorgnis. eine Novelle zum Arbeitslosengeset zu entwerfen. Schließlich er. Die so geschaffene Berwaltung verlangen. Die Parteibeamten wurden beauftragt, Petersburg, 6. April. Ministerpräsident Stolypin hat dem klärt der Bericht, daß die Parteileitung ihren ParlamentsPräsidenten der Reichsduma mitgeteilt, die Regierung werde un- vertretern empfiehlt, gegen die neue Militärreform zu stimmen. mittelbare Beziehungen zwischen der Duma und den Semstwos, Die J. L. P. ist ganz antimilitaristisch, ohne jeden positiven Vor. weil sie ungefeßlich seien, unter keinen Umständen zulassen. Anlaß schlag über die Mittel der Landesverteidigung zu machen. zu dieser Erklärung hat der Umstand gegeben, daß der Vorsitzende der Notstandskommission der Duma an einige Semstwos das Erfuchen gerichtet hat, ihr Berichte über die Verpflegungsrationen zur Einsicht zu überlassen. Die Duma und das Budget. Der, Russ. Kurier" berichtet: Die„ Echtrussischen" an der Arbeit. Die Tschernigower Filiale des Verbandes des russischen Volkes sandte folgendes Telegramm an den Zaren: " Die Tschernigower Filiale des Verbandes des russischen Volkes fleht Eure Majestät an, zu befehlen, Maßregeln zu fassen, um die Duma in die gesetzlichen Schranken zu zwingen, um die aufs neue fich verbreitende revolutionäre Bewegung zu ersticken, wobei man auch vor der Duma- Auflösung nicht zurückscheuen sollte. Wir flehen auch um Maßnahmen zum Schutze der verfolgten und gehetzten patriotischen Verbände(!), damit diese nicht gezwungen werden, zur Selbstwehr zu greifen." Den Vorsitz führte Macdonald, der in seiner Eröffnungsrede sich im Rahmen der Berichte des Vorstandes hielt. Die parlamentarischen Vertreter der Partei wirken im Unterhause für die Gewährung von Alterspensionen; sie untersuchen die Regierungsfontrafte und sehen, ob die Bedingung der anständigen Löhne ausgeführt wird; sie bemühen sich, das Gesetz betreffend Schulspeisung auch auf Schottland auszudehnen. Bodenreform, unverdiente Einkommen, Ladenstunden, Bergarbeiterzustände, Eisenbahnunfälle und Arbeitszeit werden von der Partei zu Gegenständen von legislativen Maßnahmen gemacht werden. Nur eines fei bedauerlich, daß sie infolge des Beschlusses des letzten Kongresses nicht in der Lage sind, für die Wünsche der Frauenrechtlerinnen betreffend Alterspensionen und Verweltlichung der Der Kongreß beschloß, den Vorstand aufzufordern, Vorlagen Schule einzubringen. Das Frauenwahlrecht gab zu einer längeren Diskussion Anlaß, aber die Mehrheit entschied sich für die beschränkte Frauenwahlrechts- Vorlage. Ebenso lang und lebhaft war die Diskussion über den Antrag, ein Sympathie- Telegramm an die im Gefängnisse sich befindenden Frauenrechtlerinnen abzusenden. Der Antrag wurde schließlich mit 181 gegen 60 Stimmen angenommen. Den wurde Gewerkschaftlern auf diese Weise den Munizipalsozialismus zu fördern. Dann empfohlen, ihre Fonds in munisipale Wertpapiere anzulegen, um wurden die gewöhnlichen Resolutionen über Verstaatlichung der Eisenbahnen und Minen, genossenschaftliche Ackerbaufolonien, zu ziehung der Arbeiter zu Geschworenengerichten, internationalen Frieden usw. angenommen. Zum Vorsitzenden des Parteivorstandes wurde Macdonald, gewählt. Der nächstjährige Kongreß wird in Huddersfield stattfinden. Da die Forisezung der Budgetberatungen in der Reichsduna eine immer gefährlichere Situation zu schaffen drohte, die in erster Linie der Unnachgiebigkeit und Unversöhnlichkeit der sozialistischen Das Sozialistengeset traf auch Grimpe mit aller Schwere. Er Reichsdumaabgeordneten zu verdanken ist, so agitiert man in den bewar der erste Berliner von Geburt, der ausgewiesen wurde. teiligten Reichsdumakreisen, vor allem seitens der" Kadetten", daß die Leiter der acht verschiedenen Abteilungen der Budgetkommission, einzutreten. Er wandte sich nach Paris, wo er mehrere Jahre als Schreiner- wovon sechs„ Kadetten", ein Gemäßigter und ein Monarchist find, geselle tätig war, als ihn der Parteivorstand nach Deutschland die Kommisionsberatungen nur nach einer gezurückrief, um an Stelle des unlängst gleichfalls verstorbenen Ge- wissen Richtung hin dulden sollen. Ferner werden nossen Harm die Leitung der Freien Presse" in Elberfeld zu über- schon jetzt die genauesten Nachforschungen angestellt, um festzu nehmen. Von dieser Zeit an ist der Name Hermann Grimpe mit stellen, ob, beziehungsweise für welche Fragen, betreffend das Budget, der Entwickelung der westdeutschen Parteipresse unzertrennlich ver- eine Majorität in der Reichsduma erzielt werden kann. knüpft. Nicht nur zu der Entwickelung der Freien Presse" legte beschlossen, gegen die Bewilligung des Budgets zu stimmen. Petersburg, 6. April. Der polnische Klub der Reichsduma hat er den Grund: das Kölner, Düsseldorfer, Krefelder, Duisburger, beschlossen, gegen die Bewilligung des Budgets zu stimmen. Dortmunder Blatt sind als Kopfblätter aus der Elberfelder Offizin hervorgegangen. Ungeheuer waren die Schikanen und Plackereien, die zu überwinden waren. Die Verbreiter der Presse wurden überwacht und die Tätigkeit der Spizel brachte zunächst den be= rüchtigten Düsseldorfer Geheimbundsprozeß zuwege. Schon Anfang Dezember 1887 begannen die Haussuchungen, die bis zum Februar des folgenden Jahres währten. Polizeiliche und richterliche Vernehmungen, Inhaftierungen folgten. Untersuchungsrichter war der heutige Abgeordnete für Düsseldorf, der Zentrumsmann Kirsch, der lebhafte Befürworter der Justizaktionen des preußischen Abgeordnetenhauses gegen unsere Partei redakteure, von denen er namentlich die Düsseldorfer liebevoll ins Herz geschlossen hat. Ihm war es damals zu danken, wenn von 30 Beschuldigten 18 als Angeklagte die Gerichtsbank zieren durften. Dem ersten Geheimbundsprozeß folgte bald der zweite in Elberfeld. Er war ein wahres JustizJm monstrum. Im April 1889 hatte die Polizei im Bergischen und weit über dessen Grenzen hinaus zirka 300 Haussuchungen vor genommen; 130 Angeklagte waren vorgesehen, deren Zahl sich durch eingelegte Beschwerde beim Kölner Oberlandesgericht auf 91 verminderte; da weitere vier Angeklagte nicht erschienen, weil sie frank beziehungsweise ausgewandert waren, sank die Zahl auf 87. In beide Prozesse war Grimpe vecwickelt. Seine Tätigkeit in der Presse trug ihm insgesamt 51 Anklagen ein; 25 führten zur Freis sprechung, während der Rest ihm 20 Monate 6 Tage Gefängnis und nahezu 2000 M. Kosten einbrachte. Im unmittelbaren Hinblick auf den Elberfelder Geheimbundsprozeß übertrugen ihm die Düsseldorfer Genossen 1890 die Reichstagskandidatur, die seitdem ununterbrochen in seinen Händen geTegen hat. In dieser Stellung, sowie als Organisator und Agitator über den ganzen rheinisch- westfälischen Bezirk hat Grimpe Großes geleistet. Landauf, landab war er unermüdlich und eifrig tätig. Das Zustandekommen der ersten rheinisch- westfälischen Parteitage ist zum großen Teil seiner Initiative zu danken. Der erste war unmittelbar veranlaßt durch den Elberfelder Geheimbundsprozeß. Er trat 8 Tage vor dem Beginn der Prozeßverhandlungen zu sammen, um den Nachweis zu erbringen, daß die Sozialdemokratie nichts zu verheimlichen habe und deswegen auch keinerlei Geheimbündelei zu treiben brauchte. 28 Kreise mit 68 Orten waren vertreten. Von Köln allein waren 70 Genossen anwesend. Von Bielefeld bis Aachen, von Kreuznach bis Bocholt- Borken eilten Vertreter herbei. Eine mächtige Begeisterung erfüllte die Versammlung, war doch eben der glänzend verlaufene internationale Sozialistenkongreß zu Paris boraufgegangen, standen doch die Reichstagswahlen vor der Tür. Die politische Lage wurde eingehend besprochen, die Berichte aus den einzelnen Wahlkreisen wurden entgegen genommen und die Reichstagskandidaten proklamiert. Eine Norm für irgend eine Art von Organisation konnte natürlich nicht geschaffen werden, da das Sozialistengeset dies von vornherein verbot. Die„ Echtrussischen" dürfen sich eine recht deutliche" Sprache erlauben. Wie derartige Kundgebungen zustande kommen, zeigt folgendes Telegramm vom 6. April aus Mostau: Die hiesigen Blätter veröffentlichen ein geheimes Rund schreiben des Präsidenten des russischen Volksverbandes, worin sämtliche Verbandssektionen aufgefordert werden, an dem Lag, wo das Parteiorgan„ Rußkoje namja" an der Spitze des Blattes ein Kreuz tragen werde, telegraphisch Petitionen an den Baren und den Ministerpräsidenten zu senden mit der Aufforderung, die Duma sofort aufzulösen und das jetzige Wahlgeset vollständig umzuändern. Der Rigaer Jnquisitor- befördert! Der Chef des Rigaer Inquisitionsmuseums Gregus, der einen zwveimonatlichen Urlaub erhalten haben sollte, befindet sich in Petersburg. Er war überhaupt nicht beurlaubt, sondern wurde zur Petersburger Schutzabteilung abkommandiert, wo ihm die Funktionen eines Beamten für besondere Aufträge zugewiesen wurden. Die Moskaner Universität geschlossen. Moskau, 6. April. Der akademische Senat beschloß, wegen der renitenten Haltung der Studentenschaft die Universität bis zum 13. Mai gänzlich zu schließen und auch keinerlei Examina abzuhalten. Von der Zensur. Wilhelm Blos:" Das Ende vom Lied". Sozialer Roman. Ernst Haeckel:„ Die Welträtsel". b. Hoensbroech:" Das Papsttum in seiner sozialfulturellen Wirksamkeit". 2. Band:" Die ultramontane Moral". Fürst Peter Krapotkin: Memoiren eines Revolutionära".(!) David Friedrich Strauß:" Der alte und der neue Glaube" Ferdinand Laffalle: Reden und Schriften", herausgegeben im Auftrage des Vorstandes der sozialdemokratischen Partei Deutschlands von Ed. Bernstein. Berlin, Buchhandlung des ,, Vorwärts". allmählich ganz von der in ihnen brütenden Stidluft reinigen. Die Revolution wird die Stuben der russischen Bureaukratie Lügen und Verleumden ist straffrei. Gestern hatten wir an der Hand eines Hannoverschen Urteils als Grundsatz der heutigen Klassenjustiz feststellen müssen: sind Arbeiter angeflagt, so beginnt sich als neuester Rechtsgrundsatz durchzusetzen: die Wahrheit u fagen ist stets strafbar. Heute sind wir in der Lage, daß in folgerichtiger Entwickelung dieser dem Recht ins Geficht schlagenden Praris unserer Rechtspflege als Grundsatz aufgestellt wird, falls es sich um gewerbsmäßige oder gewohnheitsmäßige Verleumder der Gegner der Arbeiter handelt: Wer Sozialdemokraten in perfider Weise verleumdet, ist straffrei. Diesen Grundsaß der allerneuesten Klassenjustiz- Rechts. pflege entnehmen wir der nachstehend geschilderten Verhandlung, die gestern vor dem Berliner Schöffengericht stattfand. Im Arsenal des Vereins der deutschen Kaufleute( Hirsch Dunckersche) ist ebenso wie in dem gleichwertigen Verein der nationalen Handlungsgehilfen eine Unmenge Lügengemengsel aufgestapelt. Dies Zeug wird wegen völligen Berfagens sachlicher Gründe zur Bekämpfung des die Interessen botene" und teilweise verbotene" Bücher. Die Revolution Bentralverbandes der Handlungsgehülfen Deutschlands" in Die russische Zensurbehörde kennt bekanntlich ganz ver- der Handlungsgehülfen allein unerschrocken wahrnehmenden hat in einigen Phasen ihrer Entwickelung die dreimal geheiligte die Mengen geschleudert. In der Tat ist eine nicht unerheb Benjur lachend über den Haufen gerannt und fich den Teufel um liche Anzahl Handlungsgehülfen durch die auf Verdummung deren Verbote gefümmert. Diese Radikalkur scheint ein klein der Arbeiter, einschließlich der Handlungsgehülfen, gerichtete wenig heilsam auf die edle Zensorenzunft gewirft zu haben. Zur Methode der Sozialistentöter für Aufnahme auch der schamallgemeinen Ueberraschung hat sie in der letzten Zeit einige Autoren lofesten Lügen, die aus diesem Verleumdungsarsenal entund einige Werke vom Inder gestrichen, deren Freigabe, noch dazu gut willige Freigabe, man sich in der Kulturwelt nicht so nommen sind, nicht unempfindlich. In der Regel werden die bald hätte träumen lassen. Unter den nunmehr in Rußland schamlosen Lügen des liberal- konservativen Mischmasches zwischen friechender Unterwürfigkeit und frecher Prozenerlaubten" Büchern befinden sich z. B.: Haftigkeit in einer Art verbreitet, daß ein Einzelner Klage zwecks Feststellung der Lüge als Lüge nicht erheben kann. Der feigen, hinterlistigen Art der„ nationalen" Handlanger der Reaktion entspricht es, eine allgemeine Verdächtigung aufzutischen, die wegen ihrer Allgemeinheit nicht Im Januar 1891 folgte der Parteitag zu Köln, auf dem die faßbar ist. Dem Verlangen, bestimmte, konkret fagbare Errichtung des Elberfelder Agitationskomitees beschlossen ward, Tatsachen anzuführen, weichen die Herren Hirsche nicht deffen Seele Grimpe lange Zeit hindurch gewesen ist. Und die minder wie die von Schacks Gnaden aus. Einer der Hirsche, Tätigkeit des Agitationskomitees war damals ungeheuer schwierig. ein gewisser Baumann, wurde auf die von ihm ausAuf dem Koblenzer Parteitag des folgenden Jahres ergab die AbDarauf flagte der gröblich verleumdete Handlungsgehülfe. gestreute Verdächtigung hin gezwungen, Namen zu nennen. rechnung des Agitationskomitees 177 M. in Einnahmen, 244 in Ausgaben, in denen ein Darlehen von 100 M. enthalten war. Seine Diese Verhandlung fand gestern statt. Sie ergab folgendes Mittel und dabei ein äußerst steiniger Boden, den es zu bearbeiten Bild: In einer vom Zentralverband der Handlungsgehülfen galt. Kaum fand sich in den einzelnen Wahlkreisen ein Genosse, nach Dräsels Festsälen einberufenen Bersammlung war ein der einen Brief annahm oder eine Anfrage erledigte. In der Herr Baumann, Mitglied des Vereins der fozialistengesetzlichen Zeit hatten die Genoffen gemeinsam mit deutschen aufleute, mit der schon unzählige Male bürgerlichen Elementen Vereine geschaffen oder sich in Lese-, Frei- Die Unabhängige Arbeiterpartei( Independent Labour Party. als unwahr und erlogen bezeichneten Behauptung aufgetreten, denker, Volksbildungsvereinen zusammengetan, Verhältnisse, die I. L. P.) hielt ihren 15. Jahreskongreß am 1. und 2. April in der Zentralverband der Handlungsgehülfen denker, Wolfsbildungsvereinen zusammengetan, Verhältnisse, die die Schaffung einer straffen und kampfbewußten Organisation un- Derby ab, an dem 220 Delegierte teilnahmen. Am Vorabend habe zur Beit der Einbringung der Umsatzder Gröffnung fand eine Volksversammlung statt, in der die steuer für die Warenhäuser von den WarenGenossen J. R. Macdonald, T. R. Williams, Hardie, Snowden und An allen folgenden Parteitagen des niederrheinischen Agita- Bruce Glasier sprachen. Macdonald gab eine allgemeine hausbesizern Gelder erhalten, um damit tionsbezirts hat Hermann Grimpe den regsten Anteil genommen Uebersicht über den Stand der Partei. Williams wandte sich Agitation gegen diese Steuer betreiben und vieles Gute ist seiner Anregung zu danken. Kein Wunder, gegen John Burns, der zum heuchlerischen liberalen Phraseologen 8u tönnen. Auf Zuruf aus Auf Zuruf aus der Versammlung: wenn das uneingeschränkte Vertrauen und die Liebe der Arbeiter- herabgefunken sei; die beste Leistung der Arbeiterfrattion habe Namen nennen!" erklärte Herr B., daß seitens eines schaft ihn allerwege begleitet hat, wie er denn durchweg auf allen darin bestanden, daß sie die sozialpolitische Arbeitermaste von Herrn Maaß, Mitglied des Zentralverbandes, im Rheinallgemeinen deutschen Parteitagen als Delegierter zu finden war. Burns Gesicht herunterriß. Hardie zeigte den sozialistischen lande auf Kosten der Warenhausbesizer Agitation in diesem Ein Mann von schlichtem Wesen und lauterem Charakter hat Einfluß, den die Partei auf die Arbeiterfraktion ausübt. Der Sinne getrieben worden sei. Hermann Grimpe sein Bestes der Arbeiterbewegung geopfert und die die arbeitenden Männer und Frauen mit neuer Hoffnung und Sozialismus sei die menschliche Religion des 20. Jahrhunderts, Herr Maaß stellte Strafantrag wegen Beleidigung. den rheinisch- westfälischen Flügel der Partei zu einer Kerntruppe frischem Mute erfülle. Die Partei habe noch keines ihrer Mit- Im Termin gab der Privatbeklagte aus der Klasse schulen helfen. Wenige Wochen erst sind vergangen, wo er Schulter glieder zum Range eines Kabinettsministers erhoben, dafür aber der Hirsche, Baumann, zu, aus eigener Erfahrung wisse er an Schulter mit seinen Klassengenossen in heißem Kampfe ftand. fei sie bemüht, eine ganze Klasse in eine Position zu heben, von nichts, er könne auch Beweis für seine Verdächtigung nicht Hat sich ihm auch der liebste Wunsch seines Lebens, über seinem der sie auf Kabinettsminister herabblicken könnte. erbringen, aber die von ihm verbreitete Verleumdung sei ihm Wahlkreise das rote Banner fladern zu sehen, nicht verwirklicht, Der Jahresbericht der Parteileitung weist auf die be- von einem Herrn Gotthard Franke, Redakteur der so konnte er doch in dem Bewußtsein scheiden, daß die cheinischaufmännischen Rundschau", dem Organ des Vereins westfälische Arbeiterschaft, der sein Leben geweiht war, die Feuerder deutschen Handlungsgehülfen, mitgeteilt worden. probe der letzten Wahlen ruhmboll bestanden hat, daß dort, wo einst verlorenes Gebiet war, sich heute einer der Eckpfeiler der Bartei erhebt. Mit Hermann Grimpe ist einer der Alten, ist der Besten einer dahingegangen. Die Arbeiterklasse wird ihrem treuen Sämpfer ein bleibendes und ehrendes Andenken bewahren. gemein erschweren mußten. Der Kongreß der Unabhängigen Arbeiterpartei. London, 3. April.( Eig. Ber.) deutenden Fortschritte hin, die die Partei im Berichtsjahre gemacht bat. 170 neue Zweigvereine( Wahlvereine) wurden gebildet. Die Jahreseinnahmen beliefen sich auf 6079 Pfund Sterling, gegen Als Zeuge bekundet der Leiter der betreffenden Ver1884 Pfund im vorigen Jahre. Der Ueberschuß der Einnahmen über die Ausgaben beträgt 3206 Pfund. Im Parlament herrschte sammlung, daß der Beklagte seine Verleumdung genau so das beste Einvernehmen zwischen den Vertretern der Partei und wie wir oben darlegten, ausgestoßen hatte. Der Kläger den Gewerkschaftsvertretern. Die Partei war in allen wichtigen Maaß wies nach, daß er niemals im Rheinlande Kommissionen über sozialpolitische Gesetzesvorlagen vertreten. eine Agitation gegen die Warenhaussteuer betrieben hatte, Blt5 daß Sft der 6on Baumann ausgestreuten Verdächtigung auch nicht ein Jota wahr ist. R e ch t s a n w a l t D r. C u r t R o s e n f e l d wies als Vertreter des Klägers nach, daß seitens des Vereins der deutschen Kaufleute dieselbe be- leidigende Verleumdung ohne die Spur einer Unter- läge schon unzählige Male wiederholt worden sei, obwohl sie vomZentralverbandin Wort und Schrift fast ebenso oft widerlegt wurde. Der Beklagte habe in hämischer Weise, um den Zentralverband in den Augen der damaligen Versammlungsbesucher herabzuwürdigen, den Kläger, den er persönlich gar nicht kannte, aufs schwerste beleidigt, indem er eine als unwahr bewiesene Behauptung, ohne sie auf ihre Wahrscheinlichkeit zu prüfen, dem in der Versammlung nicht anwesenden Kläger nachredete. Der Be- klagte ist erst lange Jahre nach der Zeit, da die Umsatzsteuer Gesetz wurde, dem Verein der deutschen Kaufleute beigetreten. Von Wahrung berechtigter Interessen könne bei der Leicht- fertigfeit der erhobenen Beschuldigung keine Rede sein. Angeklagter Baumann beteuert, daß er sich ini guten Glauben befunden habe. Das Urteil des Gerichts ging dahin: In der Versammlung sind die Angelegenheiten beider Organisationen zur Sprache gekommen. Der Angeklagte hat die in der Klage ihm zur Last gelegte Behauptung aufgestellt. Seine Behauptung widerspricht den Tatsachen. Mithin liegen alle Kriterien des 8 186 Str.-G.-B. vor. Aber dem Beklagten ist die verleumderische, von ihm weiter verbreitete Behauptung von dem Redakteur des Organs iuiner Organisation mitgeteilt. Diesem hatte er Glauben geschenkt und daher in guteni Glauben gehandelt. Er hatte aber auch, da er die Ansicht seiner Organisation einem gegnerischen Verbände gegenüber vertrat, in Wahrung berechtigter Interessen gehandelt. Des- halb sei er freizusprechen und die Kosten des Ver- fahrens dem Privatkläger aufzuerlegen.— Wir nehmen als selbstverständlich an, daß gegen dies Urteil Berufung eingelegt wird. Mag aber das Urteil der letzten Instanz ausfallen wie es wolle: das Urteil desselben Gerichts, das Sozialdemokraten gegenüber die Wahrnehmung berechtigter Interessen in die engsten spanischen Stiefel schnürt, hat hier den Schlitz des§ 1S3 Str.-G.-B. gegenüber einer Verleumdung, die ohne jede irgendwie als haltbar zu bezeichnende Grundlage aufgestellt ist, zuerkannt, wiewohl aus den Umständen des Falls die A b s i ch t der Beleidigung klar erhellte. Der Grundsatz, der den Beklagten wenn auch unbewußt geleitet hat. ist mithin derselbe, der auch den Reichskanzler zur Verbreitung seiner v e r d ä ch- ti gen den unwahren Behauptungen veranlaßt hat: Sozialdemokraten können sachlich nicht bekämpft werden, weil sie recht haben, also bekämpfe man sie durch Verbreitung von verleumderischen Verdächtigungen. Urteile, die auf dem Grundsatz beruhen: Verleumdungen sind straf frei, wenn sie gegen Sozialdemokraten verübt werden, sind das Bekenntnis des völligen Bankerotts der preußischen Justiz, wenn man annimmt, die Justiz solle dem Recht zum Siege verhelfen. Sie sind aber durchaus verständlich, wenn man von der Annahme ausgeht. die bürgerlichen Parteien streben dahin, die preußisch-deutsche Justiz zu einer willigen Dirne der Klasseninteressen der Bourgeoisie zu machen._ Außemdelltliche Gkuerlilverslimmlung des Deutschen Seneftlder.Kundts. M 3. Berhanblungstag. Die Debatte über die Statutenfrage wird fortgesetzt. Leinen- Dresden befürchtete von der von den Berliner Fi- lialen beantragten Trennung Verwirrung in den Kreisen der Mit- glieder. Diese erwarteten, daß die Delegierten nicht mit einer ge- spaltenen, sondern mit einer innerlich gefestigten, im Einhcits- gedanken wurzelnden Organistion nach Hause kämen. � Mössinger- Magdeburg glaubt, daß nach der Trennung viele Kollegen dem Bunde verloren gehen würden. Ulrich- Hamburg tritt für den Berliner Vorschlag ein und schlägt im Auftrage der Mitgliedschaft Hamburg vor: Eine Auf- lösung des Senefelder-Bundes erfolgt, wenn dieselbe auf einer zu diesem Zwecke einberufenen Generalversammlung mit% Stimmenmehrheit der anwesenden Delegierten beschlossen wird. R ö h r i n g- Chemnitz spricht für die Einheitsorganisation, die im Interesse auch der Mitgliedschaften in den kleineren Städten liege. Haß- Berlin führt aus, daß das Reichsgerichtsurteil zur Aus- gäbe der Einheitsorganisation zwinge. Hiernach könne nicht ver- langt werden, daß alle Neucintretenden allen drei Klassen ange- hören müssen. Eine Verständigung mit dun Rechtsschutzverein helfe nichts. Jedes Mitglied könne, wenn es auch nicht vom Schutz- verband der Arbeitgeber gekauft sei, mit dem Armenrecht gegen den Bund im gegebenen Falle klagen. Der Reichstagsabgeordnete Heine habe sich für die Schaffung zweier Organisationen ausge- sprachen, die vor Gericht nicht mit Erfolg angefochten werden könnten. Vielleicht werde der Gegenseitigkeitsvertrag angefochten werden, aber Rechtsanwalt Heineniann, ein scharfer Jurist, habe erklärt, den Vertrag könne man rechtlich so vorsichtig gestalten, daß eine Anfechtung wohl aussichtslos sei. Aber selbst wenn die An- fechtung Erfolg haben sollte, so blieben doch die zwei Organi- fationen bestehen, die weiter ungestört arbeiten könnten. Wenn man nach dem Vorschlage des Hauptvorstandes die Einheitsorgani- sation schaffe, könnte das Gericht die Gcwerkschaftsanhängsel ab- schneiden. Dann bliebe nur ein Unterstützungsvcrein übrig. In klarer Erkenntnis des Reichsgerichtsurteils müsse man daraus die einzige Konsequenz ziehen und die Trennung in zwei Organi- sationcn vornehmen. Auf Antrag S i l l i e r- Berlin wurde beschlossen, die Statut- frage durch eine Kommission klären zu lassen. Sie soll versuchen einen Vorschlag auszuarbeiten, auf den sich eine möglichst große Majorität vereinigen kann. In die Kommission wurden gewählt: Sillier-Berlin, Barthel-Berlin, Ewert-Hannover, Görlitz-München, Bauknecht-Stuttgart, Obier-Leipzig, Lange-Berlin, Pfeiffer- Leipzig. In der Nachmittagssitzung teilte Lange-Berlin zunächst mit, daß die im Auftrage der Ge- neralversammlung von Mössinger-Magdeburg ausgearbeitete Resolution zur Klagesachc gegen den Senefelder Bund Wie folgt lautet: „Die 14. Generalversammlung des Deutschen Senefelder- Bundes erklärt zur Klagesache gegen den Senefelder-Bund: Durch die Einleitung des Rechtsstreites gegen den Scne- felder-Bund und die folgenden Urteile aller gerichtlichen In- stanzen wurde das bestehende Recht demokratischer Unterordnung der Minderheit unter die Mehrheit illusorisch gemacht. Aus diesem Grunde protestiert die Generalversammlung gegen das Urteil des Reichsgerichts, das nur erklärt werden kann bei Be- achtung der immer mehr in Gesetzgebung, Verwaltung und Recht- sprechung zutage tretenden Tendenz, der Arbeiterbewegung Schwierigkeiten zu bereiten. Die Generalversammlung erklärt ferner: Der Senefelder- Bund hat sich stets auf dem Boden rechtlicher demokratischer Grundsätze bewegt, dabei nicht nur die Rechte seiner Mitglieder gewahrt, sondern durch die Verschmelzung mit dem früheren Ver- uäto ein der Lithographen und Steindrucker erst sichergestellt. Aus diesen Gründen weist die Generalversammlung die von—___________________.. der klögerischen.Partei erhobenen Vorwürfe bei den Klage» i der Photographie wurde angenommen: ebenso wurde beschloffen, vegründungen besonders scharf hervorgehobenen Unterstellungen mit aller Entschiedenheit zurück." Diese Resolution wurde einstimmig angenommen. Obier-Leipzig teilte dann mit, daß die Kommission trotz langer Beratung sich nicht über einen gemeinsamen Vorschlag zur Stotutfrage habe einigen können. Er verlas dann die folgende von Barthel-Berlin abgefaßte Erklärung: „Die Vertreter von Berlin, München und Hannover können der Resolution Bauknecht nicht zustimmen. Die Kommisstons- Mitglieder haben sich durchweg im Prinzip für die Berliner Vor- schäge erklärt. Ein Teil hielt es jedoch für notwendig, aus Zweckmäßigkeitsgründen zunächst noch einmal den Versuch zu machen, auf Grundlage der Einheitsorganisation weiter zu ar- beiten und erst dann, wenn eine neue Klage angestrengt würde, die Berliner Vorschläge zur Durchführung zu bringen. Die Ver� tretcr der genannten drei Städte sind der Meinung, da eine neue Klage bei Aufrechterhaltung der Einheitsorganisation mit ge- werkschaftlichem Charakter, die der Rechtslage nicht entsprechen würde, unbedingt kommen wird, daß eine Operation in der von einem Teil der Kommission gewünschten Weise unpraktisch wäre. Wollte man sie trotzdem ausführen, weil man fürchtet, die Mit- glieder für die Berliner Vorschläge nicht gewinnen zu können, dann wäre diese Stellungnahme eine Konzession an die Dumm- heit, die nicht mitgemacht werden darf." B a r t h e l und Müller- Berlin verteidigen wiederholt unter Hinweis auf die Urteile ihre Vorschläge, für die sich auch Wassermann- München erklärt. Rudolf- Hamburg erklärte, er habe sich inzwischen durch die Ausführungen der Berliner Kollegen von den Vorzügen der Berliner Vorschläge überzeugen lassen. Mössinger- Magdeburg hingegen erklärte, auch er habe sich inzwischen dahin belehren lassen, daß die Trennungsvorschläge Berlins die richtigen seien. Graf- Dresden schließt sich dem an. Da man jetzt einsah, daß in der Generalversammlung ein Um- schlag der Stimmung zugunsten der Berliner Trennungsvorschläge eingetreten war, wurde ein Vorschlag angenommen, die Vorhand- lungen auf einige Zeit zu vertagen, damit Sie bisherigen Freunde der Vorschläge des Hauptvorstandes, der Kontrollkommission und der Leipziger Aktionskomitees, die sächsischen Delegierten und die Delegierten aus den kleineren Städten, über ihre Stellungnahme zu den verschiedenen Statutcnvorschlägen beraten. Inzwischen war den zur Beratung zurücktretenden �-»egierten ein Schreiben des Justizrats Wertheim, Justitiars des Rechtsschutz- Vereins, vorgelegt worden, in welchem in Ergänzung dcZ schon erwähnten Schreibens des Rechtsschutzvcreins allerlei total unannehm- bare Vorschläge zur Statutenbcratung gemacht wurden. So wurde u. a. bestimmt verlangt, daß die Arbeitslosen- und Reiseunter- stützungcn von der Jnvalidenkasse scharf zu trennen und auf die Gcwerkschaftskasse zu übernehme., seien, weil jene Unterstützungen infolge der gewerkschaftlichen Kämpfe bedeutend steigen würden. Die Unterstützungskasse dürfe dainit nicht belastet werden. Falls in diesem Punkte die Generalversammlung nicht zustimme, sei eine Verständigung unmöglich usw. Das unter großer Spannung erwartete Resultat der Beratung war das folgende, auch vom Vertreter des Hauptvorstaifdes Lange Berlin als erfreulich bezeichnete: „Die unterzeichneten Delegierten, welche bisher auf dem Boden der Verständigung mit dem Rechtsschutz-erdn standen und die Vorlagen deS Hauptvorstandes und der Leipziger Mitglied- schaften für die geeignete Grundlage für diese Verständigung be- trachteten, müssen nach Wie vor die vwlen in der Debatte gegen die Berliner Borschläge zum Ausdruck gebrachten schweren Be- denken aufrecht erhalten. Nachdem aber'der Vorstand des Rechtschutzvercins durch scknen an die Generalversammlung gerichteten Brief und die ebenfalls jetzt eingegangenen Antrag des juristischen Vertreters der Rechtschutzvcreinler beweisen, daß auch bei dem denkbar weit» gchcndstcn Entgegenkommen unsererseits trotzdem neue, die Ge- Werkschaftsaufgaben schwer schädigende Schwierigkeiten bereitet werden, halten wir es für unsere höchste Aufgabe, einen möglichst einheitlichen Standpunkt der Generalversammlung herbeizuführen und werden nunmehr dementsprechend stimmen. Sillier. Lange. Brall. Beßner. Obier. Pfeiffer. Mühlinghaus. Matches. Czech. Reimert. L. G. Richter. Rädel. J.Windau. J.Meier-Durst. Leop.Lincke. E. Müller-Frankfurt a.M. H. Neutsch. O. Forchmann. Schubert. Röhring. Müller-Leipzig. Zappe. Bauknccht. Leinen. Köhler. Knopf." Die Generalversammlung erklärte sich nunmehr in nament- licher Abstimmung einstimmig im Prinzip für die Berliner Trennungsvorschläge.(Stürmischer Beifall.) Zur Beratung der neuen Statuten wurde eine Kommission ge- wählt, bestehend aus Haß, Görlitz, Neumann, Scheie, Mühlinghaus. Mössinger und Mutschke. Vierter VerhandlungStag. Aus der letzten Sitzung ist noch nachzutragen, daß die folgende Resolution zur Annahme gelangte: „Der im Vorstandsbericht angedeutete Verschmelzungsgcdanke mit dem Verbände der Photographengehülfen. Formstecher- und Xylographenvcrbande wird mit Freuden bdgrützt und werden die dazu nötigen weiteren Arbeiten dem Hauptvorstande übertragen." Eine längere Debatte rief die Besprechung über das offizielle Organ des Senefelder-Bundes,„Graphische Presse", hervor. Es wurde von einer ganzen Anzahl von Rednern abfällige Kritik geübt an der Ausstattung und dem Inhalt deS Bundcsblattes und besonders bedauert, daß in keinem anderen deutschen Gcwerkschafts- organ sozialpolitische und wichtige Gcwerkschaftsfragcn so wenig erörtert würden wie in der„Graphischen Presse". Während der großen Aussperrung sei das Blatt in keiner Weise auf der Höh» gewesen. Als Vorbild wurde das von Umbreit in Berlin so vor- züglich redigierte„Corrcspondenzblatt der Gencralkommission der Gewerkschaften Deutschlands" hingestellt. Redakteur Obier wies die Angriffe zurück, und der Drucker des Blattes, Müller- Schkeuditz, bemerkte, daß es schwer falle, für ein Gewerkschafts- organ einen Redakteur zu finden, der nicht nur ein guter Schrift- stcller, sondern auch geschickter Disponent sei. Uebrigens solle ein Redakteur nicht wesentlich das Blatt allein schreiben, da er sich bald ausschreibe: er müsse auch tüchtige Mitarbeiter aus den Reihen der Mitglieder haben, welche die Interessen der ver- schiebenen Branchen in sachkundigen Artikeln förderten. Dann werde das Blatt auch vielgestaltiger. Redakteur Obier, der sich in der Agitation des Bundes und der Verwaltung sonst, wie anerkannt wurde, bewährt hat, gab selbst anheim, einen anderen Redakteur zu wählen. Geklagt wurde auch über das Mißverhältnis, daß die Redaktion sich nicht am Sitze deS Hauptvorstandes befindet. Angenommen wurde der folgende Antrag der Lithographen und Steindrucker der Mitgliedschaft Berlin: Die Redaktion der„Graphischen Presse" ist an den Sitz des Hauptvorstandes zu verlegen. Der Redakteur hat bei den Haupt- vorstandssitzungen beratende Stimme." Zum nächsten Punkt der Tagesordnung: „Tarife und Lohnbewegungen", nahm der Vorsitzende des Hauptvorstandes, Sillier- Berlin, das Wort. Ueber die Tarife in den verschiedenen Branchen des graphischen Gewerbes heißt eS u. a. im Bericht des Haupt- Vorstandes: Der auf 3 Jahre abgeschlossene und Ende 1906 abgelaufene Lichtdrucker-Tarif wurde von den Gehülfen rechtzeitig gekündigt. Am ö. Dezember 1ö0ö kam es in gemeinschaftlicher Sitzung zum weiteren Abschluß deS Tarifes auf drei Jahre bis 1909. Beschlossen wurde, bis spätestens 1. April 1908 dafür zu wirken, daß alle dem Senefelder-Bund angehörenden Lichtdrucker nur in taris. treuen Firmen arbeiten, wie auch die Prinzipale in ihrer Organi. sation nur Tariffirmen aufnehmen. Neu eingefügt im Tarif wurde: Zur Anerkennung des Tarifes gehört die Akkord«, Prozent. und Prämienarbcit.— Eine Beschränkung der Lehrlingsziffcr in bei durchgehender Arbeitszeit(englische) gilt die achtstündige. De? Mindestlohn wurde im ersten Gehülfenjahre von 24 auf 25 Mark» und beim Lehrprinzipal von 20 auf 22 Mark im ersten Halbjahr erhöht. Im übrigen blieb es bei der neunstündigen Arbeitszeit inkl. Frühstück und Vesper. Feiertagsbezahlung, 2S— 33� und 50 Proz. Zuschlag für Ueberstunden und auf je 1—5 Gehülfen ein Lehrling. Anerkennung des§.616 des B. G.-B. nach dem deutschen Bnchdrucker�Kommentar. Die Anerkennung des neuen Tarifes läßt besonders in Berlin auch jetzt viel zu wünschen übrig, während in den übrigen Städten dieselbe ziemlich glatt vonstatten geht.— In dem am 7. und 8. September 1903 auf zunächst 3 Jahre abgeschlossenen, und wenn eine Verminderung der Mitgliederzahl nicht eingetreten ist, auf 5 Jahre, vom 1. Januar 1904 b?s 31. De- zember 1908 gültigen Chemigraphentarif ist insofern eine Veränderung eingetreten, daß die Arbeitszeit auf Grund eines früheren Beschlusses von SVj auf SV* Stunden mit dem 1. Januar 1907 in Kraft getreten ist; zugleich fand eine Einschränkung der Lehrlingszahl in der Photographie dahin statt, daß in Firmen mit einem Photographengehülfen statt im dritten erst im vierten Lehr» jähr ein weiterer Lehrling zu halten ist. Die Einführung de? Tarifes ging ziemlich glatt vonstatten und kam es zu einigen Konflikten wegen Zugehörigkeit zu den beiderseitigen Organi- sationen; doch machten wir hierbei immer die Wahrnehmung, daß es sich um solche Firmen handelte, welche, um meist billiger arbeiten zu können, sich nicht organisieren wollten. In diesen Firmen waren aber auch zumeist ungünstige Verhältnisse für die Gehülfen. Vielfach wird unserer Meinung nach zu Unrecht in Gehülfenkreisen gegen die sogenannte Zwangsorganisation angekämpft; zur Frage, selbst können wir nur betonen, daß die Zahl der organisierten Gehülfen um ein bedeutendes gewachsen ist. Wurde doch festgestellt, daß beim Abschluß des Tarifes zirka 800 Gehülfcn organisiert waren und sind diese zurzeit auf nahe 1700 Mitglieder angewachsen, besonders in Leipzig ist die Mitgliederzahl seit dieser Zeit um zirka 600 Proz. gestiegen, und mit dem Anwachsen der Mitgliederzahl haben sich die Verhältnisse der Chemigraphen nicht unwesentlich gebessert. Der Kupferdruckertarif ist gemeinsam mit dem Chemigraphentarif abgeschlossen und hat ebenso bis Ende 1908 Gültigkeit. Die Einfuhrung des Tarifes bei den Kupferdruckern stößt insofern auf Schwierigkeiten, daß besonders in München die Kupferdrucker nur zur knappen Hälfte unserer Organisation an- gehören. Die Zahl der Kupferdrucker ist im übrigen in Deutsch- land nur gering verteilt, zirka 225 Beschäftigte, welche meist auf Berlin(120) und München(60) verteilt sind. Der Tarif für Kupferdrucker hat mit Ausnahme der Arbeitszeit(8sih Stunden) und Mindestlohn 30 Mark die gleichen Bestimmungen wie der Chemigraphentarif. Zirka 150 Kupferdrucker arbeiten unter Tarif und ist beschlossen, für weitere Einführung durch den Kupfer- drucker-Tarifausschuß zu wirken. Der am 1. November 1904 in Leipzig abgeschlossene und vom 15. November 1904 bis 31. Dezember 1906 gültige Noten- druckertarif erfuhr am 14. Februar 1907 nach vorauf- gegangener Aufkündigung und Stellung von Abänderungsantrögen eine Verlängerung auf zwei Jahre, bis 31. Dezember 1908. Neu ist, daß der Tarif außer für Notendrucker von jetzt ab auch für alle in Musikaliendruckereien beschäftigten Lithographen, Titel- und Umdrucker Gültigkeit hat. Die Arbeitszeit ist neben Ostündiger für Drucker für Lithographen 8 Stunden. Der Mindcstlohn ist im ersten Gehülfenjahre 20 M., im dritten statt früher 24 jetzt 25 M. Auch die Zuschläge sind jetzt höher. Tarife resp. korporative Arbeitsverträge für Litho» graphen und Steindrucker sind in 20 Städten mit zirka 160 Firmen und 1600 Lithographen und Steindruckern abgeschlossen und zwar in Aachen, Aschersleben, Bielefeld, Cassel, Düsseldorf, Göppingen, Hanau, Hcilbronn, Karlsruhe, Kaufbeuren, Lübeck, Ludwigshafen, Mannheim, München. Offenbach, Rheydt, Stein- heim, Stettin und Stuttgart. Allgemein handelte es sich bei diesen Verträgen um 8(teilweise vorübergehend noch 8V2) und 9 Stunden Arbeitszeit, Feiertagsbczahlung, Uerstundenzuschlag, Mindestlohn, Lehrlingsfrage, K 616 des B. G.-B. usw. Ende März v. I. reichten die Kollegen in Hannover ihre Forderungen ein: Regelung des Lehrlingswcsens, Bezahlung der lieberstunden, Anerkennung der ßZ 616 und 629 des B. G.-B., Gewährung eines MindcstlohneS von 25 M., für AuSgelernte im ersten Gehülfenjahre 21 M., sowie Erhöhung der Löhne von 30 M. und darunter von 10 Proz., über 30 M. von 5 Proz., und Ab» schaffung der Akkordarbeit. Die Prinzipale lehnten diese For» derungen ab, wcShalb die Arbeit eingestellt wurde. Redner schildert dann das Scheitern der Tarifverhandlungcn in Leipzig und anderen Städtfn. was schließlich zu der großen Aussperrung führte. Er empfahl die folgende Resolution zur Annahme: „Die Generalversammlung steht auf dem Standpunkt der Erstrebung bezw. Aufrechterhaltung der Tarifgcmeinschafteü unter der Voraussetzung, daß den berechtigten Anforderungen der Gehülfenschaft Rechnung getragen wird.— Der Abschluß von Tarifen darf nurtzunter Zustimmung des Hauptvorstandes er- folgen. Ebenso ha� der Hauptvorstand in Gegenden mit zurück- gebliebenen Lolsn- und Arbeitsbedingungen auf Verbesserung solcher Verhältnisse hinzuwirken." Nach längerer Debatte wurde zunächst die Resolution Sillier angenommen. Ein zur Resolution Sillier vorgelegter Zusatz R u» d 0 l f wurde abgelehnt, ebenso eine Resolution Ulrich, die sich gegen das Verhalten der Berliner Lichtdrucker gegenüber dem abge- schlossenen Tarif richtete. Angenommen wurde noch die folgende Resolution: „Die Generalversammlung spricht der deutschen Arbeiter» schast, sowie den Kollegen im Auslande für ihre praktisch be- tätigte Solidarität während unserer vergangenen Bewegung ihren Dank aus." Hetz- Berlin erstattete alsdann den Bericht der Kommission, welche das 1905 in der Bundesversammlung in Berlin beschlossene Statut des Senefcldcr-BundeS dem Urteil des Reichsgerichts ent- sprechend abändern mußte, wobei der Statutentwurf des Haupt» Vorstandes und namentlich der Berliner Statutentwurf zu berück- sichtigen war. AuS dem alten Statut mußten alle auf die rein ge- wcrkschaftlichen Zwecke und Aufgaben der bisherigen gemeinschaft- liehen Organisation bezüglichen Bestimmungen gestrichen werden. Die Gewerkschaftskasse scheidet vollständig aus. Auch sonstige Aenderungcn wurden vorgenommen. Es wurde also ein neues Bundesstatut geschaffen. Die wesentlichsten Aenderungen sind folgende: In§ 2 des bisherigen Statuts werden unter die zum Eintritt Berechtigten die Kartographen aufgenommen. Die Neueintretenden haben nur zwei Kassen, Krankenunterstützungs- und Sterbekassc, sowie Invaliden- und Witwenkasse, anzugehören.— In§ 5 heißt es, daß die Anmeldung zum Eintritt auch auf Grund eines Gegen» seitigkeitsvertrages geschehen kann.—§ 3 erhält folgende Fassung: Nach 8 7 kann der freiwillige Austritt zu jeder Zeit erfolgen, jedoch nur mittels schriftlicher Erklärung und aus beiden Kassen zugleich. — Nach§ 14 beträgt der wöchentlich zu zahlende Beitrag 85 Pf., wovon 60 Pf. der Allgemeinen UnterstützungSkassc und 25 Pf. der Invaliden- und Witwenkasse überwiesen werden.— Die§§ 19, 20 utzj? 21(Umzugskosten, Unterstützung bei Maßregelungen, Rechts- schütz wurden mit Rücksicht auf die Urteile gestrichen.— In§ 37 (Jnvaliden-Untxrstützung) wurde der Zusatz aufgenommen:„Für Mitglieder, welche bis zum 1. Juli 1905 dem Bunde beitraten, bleibt es bei der früheren 10jährigen Karenzzeit." § 41 wurde gestrichen.— In§ 46(Organisation und Verwal- tung) wurden die Agitations-, Redaktions- und Preßkommissionen als bisherige Organe des Bundes mit Rücksicht auf die Urteile ge- strichen. Ein Zusatz lautet: Der Hanptvorstand und die Kontroll- kommission sind berechtigt, mit Vereinen Gegenseitigkeitsverträge abzuschließen.— Nach Z 48 soll der Vorsitzende des Hauptvorstandes nur ehrenamtlich tätig sein.— Die§§ 50—59 wurden gestrichen.— Nach§ 60 kann jetzt tue Urabstimmung erfolgen, wenn der vierte Teil der Mitglieder eine solche verlangt vorbehaltlich der neuen Straßburg findet am Sonntag eine Versammlung statt, die Bestimmungen des§ 66.§ 62 erhält folgende neue Fassung: sich mit der Gründung einer Jugendorganisation beschäftigt. Um die Kasse vor Ueberborteilung zu schüßen, ist der Senefelder- Bund berechtigt, Arbeitsnachweise zu errichten oder vorhandene Arbeitsnachweise anzuerkennen. Lehteres nur dann, wenn der Leitung des Bundes entsprechender Einfluß auf die Organisation und Leitung des Arbeitsnachweises eingeräumt wird. Die Mitglieder sind verpflichtet, allen Anordnungen des Vorstandes Folge zu leisten." $ 66 wird anders gefaßt. Hiernach kann die Auflösung des Bundes nur durch die Generalversammlung erfolgen. Wenn sie mit% Majorität erfolgt, ist die Urabstimmung unzulässig. Wenn sie mit%-Majorität erfolgt, so ist zur Durchführung die Urabstimmung erforderlich, die den Beschluß mit -Majorität bestätigen muß. Das Streifreglement wurde ganz gestrichen. Nachdem alle Paragraphen in der neuen Fassung einzeln genehmigt waren, wurde das neue Statut im ganzen einstimmig ge= nehmigt.( Lebhafter Beifall.) Das Statut tritt fofort in Kraft. Breslau, 5. April 1907, Bom Fortschritt der Presse. Verfammlungen. Zur Beachtung! In der Nummer 70 des Vorwärts" ist ein Versammlungs Zur schon gemeldeten Uebersiedelung der Altenburger Voltszeitung" in ein eigenes Heim wird uns noch mitgeteilt: bericht des Verbandes der Wäsche- und Krawattenarbeiter. Derselbe In das Gebäude der Zeitung wird nach Fertigstellung der inneren enthält eine Resolution, in der in scharfer Weise gegen das HandtuchUmbauten auch das Arbeiterfekretariat verlegt werden. berleihinſtitut Figner, sowie gegen die dort Beschäftigten vore Ebenso findet in demselben die vereinigte Bibliothek des gegangen wird. Diese Resolution hat nun erreicht, daß die Handtuchfahrer, die Sozialdemokratischen Vereins und der Gewerkschaften ihren Standort. Die„ Altenburger Volkszeitung" zählt alle feit Jahren Mitglieder unseres Verbandes find, in ihrem Einjest über 8000 Abonnenten. In den letzten beiden Jahren kommen eine bedeutende Einbuße erleiden. Die in Frage kommenden Mißstände sind nun nach einer Aushat sie um rund 3000 Abonnenten zugenommen. Mit diesem Abonnentenstand ist sie an die Spitze der Blätter im Herzogtum sprache zwischen der unterzeichneten Organisation und der Firma getreten; das verbreitetste bürgerliche Blatt im Herzogtum hat Figner beseitigt, so daß die Differenzen als beigelegt angesehen nicht viel mehr als die Hälfte dieser Abonnentenzahl. Und das werden können. mentenzahl.- Und das werden fön Verein Berliner Hausdiener. nennt man niedergeritten". taumledeiw ( Mitgliedschaft I) des Transportarbeiter- Verbandes. J. A. May Bernhard, 2. Bevollmächtigter. Die Affäre Azione- Avanti. Rom, 2. April.( Eig. Ber.) Die Affäre zieht immer weitere Kreise. Auf die Anklagen Morgaris, über die wir berichtet haben, Verein der Lehrlinge und jugendlichen Arbeiter und Ar. Abteilung Bankow. Am Sozialdemokratischer Zentralwahlverein für den Reichstags= wahlkreis Züllichau Schwiebus Krossen Sommerfeld( Ortsverein Berlin). Dienstag, den 9. April, abends 8 Uhr, bei Batt, Dragonerstr. 15: Außerordentliche Mitgliederversammlung. Bobign 6. ordentliche Generalversammlung des Verbandes weise. Un sachlichen Behauptungen bringt es vor, daß der indirekte Sonntag, den 7. b. W., im Lokal des Herrn Hermann, Brehmestraße 56: antortet das Syndikalistenblatt in heftiger und ausfallender beiterinnen. Berlins und Umgegend. An der Kupferschmiede. Geldgeber der Azione", Scarano, von seinem Schwager eine Außerordentliche Mitgliederversammlung. größere Geldzuwendung erhalten habe, um sie in einer beliebigen Spekulation zu verwenden. Hierauf antwortete Morgari im Abanti", daß eine syndikalistische Tageszeitung kein geeignetes Objekt für eine gewinnbringende Geldanlage sei. Angesichts der hohen moralischen und politischen Bedeutung der Anklage gegen die zione" und ihren Chefredakteur Leone, hat das Erefufivkomitee des Parteivorstandes beschlossen, eine Plenarsißung des vor ihr zu Dritter Verhandlungstag. Beschlossen wird zuerst die Anstellung eines dritten Beamten. Das Gehalt der Beamten wird nach der vom Gewertſchaftstong in Stuttgart aufgestellten Stala geregelt. Das Mindestgehalt wird auf 2100 M. festgesetzt. Sodann wird zur Statuten Beratung geschritten. Beschlossen wird, daß den wegen ihres Gintretens für die Verbandsinteressen gemaßregelten Mitgliedern vom Vorstande eine werden kann. W Yefonbere Beihilfe gewährt wufs statistit aufzunehmen, und zwar in dem der Generalversammlung vorausgehenden Jahre. Zum Beitritt in den Verband sollen die mit Kupferschmiedearbeiten beschäftigten Hülfsarbeiter berechtigt sein. Streitunterstütung wird vom ersten Tage ab gewährt, statt wie bisher nach Ablauf einer Woche. Die Sterbeunterstübung beträgt nach 52wöchentlicher Beitragsleistung 50 M. und steigt bei jeden weiteren 52 Wochen Beitragsleistung um 15 M., bis zur Höhe von 200 M. In namentlicher Abstimmung wird mit 34 gegen 7 Stimmen bus bon Samburg zu beschlossen, den Siz des Verbandes berlegen. Die Wahl des neuen Sizes wird zurückgestellt. Gegen die Sitzverlegung stimmten Baumgart- Neiffe, Scholz Tiedemann- Hamburg, Heilmann- Wolfenbüttel, Wagner Bielefeld, Knorr- Debschwiz- Gera und BlaseMannheim. und = Den Filialen werden in Zukunft 12 Proz. der Einnahmen für ihre Zwecke überlassen. Als Ort der nächsten Generalversammlung wird Mannheim bestimmt. Die Versammlung wendet sich hierauf der ferneren Gestaltung des Verbandsorgans zu. Nach längerer ausgiebiger Debatte wird beschlossen, den Kupferschmied" dreimal im Monat erscheinen zu lassen. Bisher erschien er nur alle 14 Tage. Morgen erfolgt Schluß der Verhandlungen. * Am Abend des zweiten Tages nahm der Vertreter des dänischen Verbandes, Christmann, Abschied von der Versammlung. Er dankte für die freundliche Aufnahme, die er gefunden, und drückte der Generalversammlung feine Genugtuung über die bisher gefaßten Beschlüsse aus. Ebenso versichert er den organisierten Kupferschmieden Deutschlands die Solidarität der dänischen Kollegen. Der Abschiedsgruß wurde von mehreren Rednern warm erwidert. Aus der Partei. Parteiliteratur. Im Verlag des Sozialdemokratischen Vereins Bremen erschien: Die Aufklärung der Kinder über geschlechtliche Dinge. Von Otto Rühle. 20 S. Preis 20 f. Der Verlag sagt in seiner Ankündigung: iſt aufgefordert worden, ich und 19. b. M. einzuberufen. Leone Polizeiliches, Gerichtliches ufw.b Freigesprochen wurde in der Berufungsinstanz vor dem Land1 Sozialdemokratischer Wahlverein file den Reichstags. Wahlkreis Brieg Namslau.( Ortsverein Berlin) Sonntag, den 7. April, abends 5 Uhr, Sigung bei Emil Vogt, Grünauerftr. 3. Der Arbeiter- Turnverein Schöneberg turnt bis zur Bewilligung Königl. genossen Obst. Gäſte wiutommen. im großen Saale des TurnWochen- Spielplan der Berliner Theater. gerichte Altenburg Genosse Ditreiter von der„ Alten- Montag: Camen, Dienstag: Don Carlos, Mittwoch: Salome,( Unjang burger Volkszeitung". In der ersten Instanz war Dik- 8 Uhr) Donnerstag: Theodora.( Anfang 8 Uhr.) Freitag: Das war ich. reiter, weil er eine ihm von dem Redakteur der antisemitischen Der Poftillion von Lonjumeau. Sonnabend: Samson und Dalila. Sonntag: Bique Dame. Altenburger Landeszeitung", Künz, zugegangene Berichtigung, Il Barbiere di Seviglia.( Anjang 8 Uhr.) die sich auf§ 11 des Preßgefeyes berief, abgelehnt hatte, da sie Montag: Salome.( Anfang 8 Uhr.) Königl. Schauspielhaus. Sonntag: Das Glashaus. Montag: Geldstrafe von 10 Mart und nachträglicher Aufnahme der Be- Ballensteins ger den Anforderungen dieses Paragraphen nicht genügte, zu einer Die Piccolomini. Dienstag: Wallensteins Tod. Donnerstag: Hamlet. richtigung berurteilt worden. Gleichzeitig hatte das Gericht die be- Mittwoch: Die Welt, in der man sich langweilt. Sonnabend und Sonntag: Die Rabensteinerin. anstandete Stelle der Berichtigung selbst als unberechtigt an- Freitag: as Ihr wollt. Montag: Othello. erkannt, da es ihre Streichung anordnete. Offenbar war es dem Neues königl. Opern Theater. Sonntag: Figaros Hochzeit. Gerichte entgangen, daß nach dem Wortlaut des Gesetzes Be Montag: Cosi fan tutte. Dienstag bis Donnerstag: Geschlossen. richtigungen nicht verändert werden dürfen, Freitag bis Montag: Unbestimmt. Schiller Theater 0. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Vogel im auch vom Gericht nicht. In der Urteilsbegründung des Freispruchs Abends: Jm bunten Rod. Montag: Narrenglanz. Dienstag: stellte sich das Berufungsgericht auf den Standpunkt des Genossen Käfig. Ditreiter und betonte noch besonders, daß das Prezgesetz auch den Traumulus. Mittwoch bis Freitag: Mathias Gollinger. Sonnabend bis Montag: Traumulus. Redakteur gegen willkürliche Berichtigungen schütze. Schiller- Theater Charlottenburg. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Montag: Im Zum§ 11 des Preßgesezes. Aus alle a. S. berichtet man Der Pfarrer von Kirchfeld. Abends: Stabale und Liebe. uns unterm 5. April: bunten Rod. Dienstag: Die Räuber. Mittwoch bis Freitag: Traumulus. Sonnabend bis Montag: Heimat. Ein schwer begreifliches Urteil fällte die Straffammer auf Grund des§ 11 des Breßgefezes gegen den Redakteur Genoffen Thiele vom Voltsblatt". Ein Rechtskonsulent hatte zwei angebliche Berichtigungen eingesandt, in denen sich Motive und Sentiments befanden, die mit den zu berichtenden Dingen nichts zu tun hatten. Der„ Berichtiger" äußerte sich über die Qualifikation der Redakteure, meinte, daß er den einen Redakteur des Voltsblatts" höher einschätze als den anderen usw. Der Verteidiger Thieles wies darauf hin, daß die Berichtigung sich nicht auf Tatsachen beschränke. Wohin der gegenwärtige Berichtigungsunfug führe, erhelle daraus, daß mit dem§ 11 jogar Polizeimaßnahmen unwirksam gemacht würden. Die Polizei habe neulich eine Warnung gegen den Verkauf eines Heilmittels veröffentlicht und der Verkäufer habe das einfach in einer Berichtigung auf Grund des§ 11 in Abrede gestellt. Und jene Berichtigung habe aufgenommen werden müssen. Das Gericht verfügte aber die Aufnahme der Berichtigung und setzte wegen der Richtaufnahme eine Geldstrafe in Höhe von 50 Mart fest. fchütze: berichtet man Gerichts- Zeitung. Schiller- Theater N.( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater.) Sonntag= nachmittag 3 Uhr: Helden. Abends: Das letzte Mittel. Montag: Unsere Stäthe. Dienstag: Das letzte Mittel. Mittwoch: Unsere Käthe. Donners tag: Der Familientag. Freitag: Unsere Stäthe. Sonnabend: Das letzte Mittel. Sonntag: Unsere Käte. Montag: Unbestimmt. Neues Schauspielhaus. Sonntag bis Mittwoch: Herthas Hochzeit. Donnerstag: Faust.( Anfang 7 Uhr.) Freitag: Herthas Hochzeit. Sonnabend und Sonntag: Alt- Heidelberg. Montag: Unbestimmt, Leffing- Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Weber. Die Stüzen der Gesellschaft. Montag: Geschloffen. Dienstag bis Montag: Marquise. Abends: Deutsches Theater. Sonntag und Montag: Der Gott der Nache. Dienstag: Der Revisor. Mittwoch: Der Gott der Rache. Donnerstag: Das Wintermärchen. Freitag: Der Gott der Rache. Sonnabend: Der Revisor. Sonntag und Montag: Der Gott der Rache. Dienstag, Donnerstag, Freitag, Sonnabend und Sonntag: Frühlings Kammerspiele des Deutschen Theaters. Sonntag. Montag, Erwachen. Mittwoch: Das Friedensfest. Montag, den 15. April: Aglavaine und Selysette.( Anfang 8 Uhr) Neues Theater. Sonntag: Der Dieb. Montag bis Montag: Der Dieb.( Anjang 8 Uhr.) Theater des Westens. Allabendlich: Die lustige Bitte. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Don Juan. Mittags 12 Uhr: Matinee. Mandragola. Sonnabendnachmittag 3 Uhr: Don Juan. Sonst 8950 Krawattenfabrikant Steinberg in der Berufungsinstanz freigesprochen. ville. Mittwoch: Sherlock Holmes. Donnerstag: Geschlossen. Freitag bis Berliner Theater. Sonntag bis Dienstag: Der Hund von Basker Ueber 40 Frauen und Mädchen verschiedener Stände waren in Sonntag: Der Hund von Baskerville. Montag: Geschlossen. einer Verhandlung vor der siebenten Straffammer vorgestern als Lustspielhaus. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Familentag. „ Die Notwendigkeit der geschlechtlichen Aufklärung schon für Beginnen vorgeladen und fast ebenso viele hatten im Zuhörerraum allabendlich: Husarensiever. Nächsten Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Platz genommen. Es handelte sich um eine gegen den Krawatten- Familientag. das jugendliche Alter wird heute theoretisch fast allgemein aner- fabrikanten A. Steinberg und dessen Ehefrau erhobene Zentral Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Bettelstudent. kannt. Nur verhältnismäßig fleine Kreise verschließen sich noch der Anklage wegen Betruges. Der Angeklagte leitet neben seiner in der Sonst allabendlich: Wiener Blut. Nächsten Sonntagnachmittag 3 Uhr: Erkenntnis, daß diese von Vernunft und Erfahrung diftierte päda Stralauerstraße belegenen Serawattenfabrit auch die Die Fledermaus. gogische Forderung unabweisbare ethische, hygienische und soziale Berliner Lorking Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die lustigen Weiber Krawattenatademie". In bürgerlichen von Windsor. Abends: Der Freischüz. Montag: Fra Diavolo. Dienstag: Berechtigung in sich trägt und daß die Aufklärungsarbeit auf diesem Blättern erschienen wiederholt Inserate, in denen Damen jeden Der Waffenschmied. Mittwoch: Die Fledermaus. Donnerstag: Fritchen heiklen Gebiete nicht länger dem unkontrollierbarem Bufalt über- Alters und Standes praktische Ausbildung in der Krawattennäherei und Lieschen. Die Regimentstochter. Freitag: Fidelio. Sonnabend: laffen werden darf. An Schriften über seruelle Belehrung ist im und in Busammenhang damit dauernde Heimarbeit bei hohem Wochen- Martha.( Anfang 8 Uhr.) Sonntag: Fidelio. Montag: Der Mikado. allgemeinen kein Mangel, was aber bisher fehlte, war eine Belohn in Aussicht gestellt wurde. Auf diese Inferate meldeten sich Nächsten Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Troubadour. handlung der Frage vom Standpunkt des Sozialismus aus und eine zahlreiche Frauen und Mädchen, die da hofften, auf diese Weise sich abends Komische Oper. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Hoffmanns Erzählungen. praktische Anleitung dazu, wie die geschlechtliche Belehrung von ihren Lebensunterhalt verdienen zu können. Sie mußten einen gei mittwoch: Tosta. Donnerstag: Latmé. Freitag: Hoffmanns Erzählungen. Montag: Lakmé. Dienstag: Hoffmanns Erzählungen. Kindern etwa vorzunehmen ist. Gerade jetzt um die Osterzeit wöchigen Unterrichtskursus zum Preise von 20 M. belegen und es Sonnabend: Toska. Sonntag: Hoffmanns Erzählungen. Montag: dürfte dieser Mangel yon vielen proletarischen Eltern empfunden wurde ihnen ein in überschwänglichem Ton abgefaßter Prospett ein- Unbestimmt. Nächsten Sonntagnachmittag 3 Uhr: Carmen. worden sein, die ihre der Schule entwachsenen Kinder ins Leben gehändigt, durch bessen Inhalt und seine Hinweise auf erhaltene Kleines Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Nachtasyl. Abends gehen lassen müssen mit dem schmerzlichen Eingeständnis, daß sie Anerkennungsschreiben und Auszeichnungen auf Ausstellungen usw. und Montag: Ein idealer Gatte. Dienstag: Bunbury. Mittwoch: Allerihnen für die Jahre der Pubertät nichts an Auftlärung und BeFreitag: Nachtafyl. Sonnabend lehrung mit auf den Weg zu geben vermögen. Da hat nun der sich die Damen noch mehr zur Eingehung des Lehrvertrages be- feelen. Donnerstag: Ein idealer Gatte. stimmen ließen. bis Montag: Die Bächterin von Litchfield. Nächsten Sonntagnachmittag Ein Teil bon ihnen hat Strafanzeige unseren Lesern als pädagogischer Schriftsteller und Redner bekannte wegen Betruges erstattet, weil sie sich in ihren Hoffnungen 3 Uhr: Ein idealer Gatte. Genosse Rühle mit seinem Schriftchen Trianon Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Liebesschaukel. der Wiedergabe eines meine Frau. Nächsten Sonntagnachmittag im Sozialdemokratischen Verein in Bremen gehaltenen Vortrages auf dauernde Heimarbeit getäuscht fahen und der Meinung allabendlich: Fräulein Jofette waren, daß es den Angeklagten überhaupt nur darauf 3 Uhr: Die Liebesschautel. die Lücke ausgefüllt. Möge es bei proletarischen Eltern freundfei, die 20 angekommen Mark einzuheimſen.Diefen Luisen- Theater. gereichen." Abends: Tosta. liche Aufnahme finden und der proletarischen Jugend zum Gegen Behauptungen widersprachen die Angeklagten mit aller Entschiedenheit Luisen Sonntagnachmittag 3 Uhr: Lenore. " Streifbrecher als Zeugen. Abends: LumpaciBernhard Rose Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Pfarrer bon Kirchfeld. Montag, Mittwoch und Sonntag, den 14. April: Der Pfarrer von Kirchfeld. Sonntag, Dienstag, Donnerstag, Freitag und Sonnabend, den 13. April: Sherlock Holmes.( Anfang 8 Uhr.) Sonntagnachmittag 3 Uhr: Sherlock Holmes. Residenz Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Prinzgemahl. Allabendlich: Haben Sie nichts zu verzollen? Nächsten Sonntagnachmittag 3 Uhr Eine Hochzeitsnacht. Metropol Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Auf ins Metropol. Abends: Der Teufel lacht dazu. Nächsten Sonntagnachmittag 3 Uhr: auf ins Metropol. T und behaupteten ihrerseits, daß alles, was im Prospekte stehe, die vagabundus. Mittwoch: Marianne, ein Weib aus dem Bolte. Donners Die Arbeiter- Jugendorganisationen machen den Behörden arge reine Wahrheit sei, daß viele Frauen und Mädchen in der Akademie tag: Dieselbe Vorstellung. Freitag: Lenore. Sonnabendnachmittag 4 Uhr: Lumpacivagabundus. Abends: Dorf und Stadt. Sonntag: Marianne. Kopfschmerzen. Schon aus verschiedenen Gegenden des Reiches ausgebildet seien und lohnenden Verdienst gefunden hätten und daß Montag: Der Gwissenswurm. Nächsten Sonntagnachmittag 3 Uhr: wurde gemeldet, wie man die Organisationen der Arbeiter schi- im Prospekt ausdrücklich eine Garantie für dauernde Beschäftigung Sherlock Holmes. faniert und ihnen alle nur möglichen Schwierigkeiten in den Weg abgelehnt sei. Die bis zum späten Abend sich hinziehende Verlegt. Wo es gilt, die Arbeiterbewegung zu hindern, da darf na- handlung endete mit der Freisprechung des Angeklagten. türlich die Polizei des Reichs Landes nicht fehlen. Am Wir müssen trotzdem die Arbeiter dringend warnen, der ersten Osterfeiertag wurde, in Mülhausen die erſte Gau- Akademie" sich anzubertrauen, um schnell lohnenden Verdienst zu erkonferenz der arbeitenden Jugend Eisak- Lothringens, orga- halten. nisiert im Verband junger Arbeiter und Arbei. terinnen Deutschlands, Sitz Mannheim, abgehalten. Das elsaß- lothringische Vereins- und Versammlungsgesetz unterscheidet Der Maurer Ludwig Wall in Augsburg sollte laut gerichtlichen zwischen öffentlichen, anmeldepflichtigen und privaten Ver- Strafbefehls auf fünf Tage ins Gefängnis gehen, weil er einen fammlungen, die nicht angemeldet zu werden brauchen, wenn die Streitbrecher beschimpft und bedroht haben sollte. Der Maurer rief Thalia Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Eine luftige DoppelTeilnehmer sich aus einem erkennbaren, eng umgrenzten Personen- das Gericht zur Entscheidung an. Als der Streifbrecher als Anfreis zusammensetzen, das heißt, ihre Berechtigung zur Teilnahme zeiger und Hauptzeuge vor Gericht nun seine Schwurfinger redken ehe. Allabendlich: Olympische Spiele. Nächsten Sonntagnachmittag 3 Uhr: durch eine persönliche Einladung nachweisen fönnen. In dieser follte, da gab er kleinlaut zu, daß er das dem Beschuldigten Nach- Cine luftige Doppelehe. Apollo Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Mi benj Mocca. Art war nun die Konferenz zusammengesetzt. Kaum aber war gefagte frei erfunden hatte, weil es während des Maurerstreits Allabendlich: Der Triumph des Weibes. Nächsten Sonntagnachmittag man in die Tagesordnung eingetreten, als ein Polizeikommissar, üblich gewesen sei, die Streifenden anzuzeigen. Der Angeklagte 3, Uhr: fi ben Mocca. Spezialitäten. begleitet von einem Wachtmeister und mehreren Schußleuten in mußte natürlich freigesprochen und die Kosten der Staatskasse aufDeutsch- Amerikanisches. Sonntagnachm. 18 Uhr: Der Troubadour. das Versammlungslokal stürmte, die Versammlung trop Wider- gebürdet werden. Die Streitbrecher sind aber nach wie vor der allabendlich: Mamsell Nitouche. Nächsten Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der spruchs als eine öffentliche erklärte und sämtliche Anwesende pro- Gesellschaft und dem Staat nützliche Elemente! Balast- Theater. Spezialitäten. tofollierte, trotzdem jeder seine Einladung vorzeigen konnte. Walhalla Theater. Sonntagnachmittag 3%, Uhr: Spezialitäten. Schließlich erging er sich in beleidigenden Ausdrücken gegen den protestierenden Borfißenden und nahm die Vorstandsaften unbe- Wegen Urkundenvernichtung ist am 5. Oktober v. J. Sonst allabendlich: Die goldene Eva. Spezialitäten. Nächsten Sonntaga Stettiner Sänger. rechtigterweise mit fort. Gegen diesen unberechtigten, unerhörten vom Landgericht II in Berlin der Rentier Ludwig Hauchwiznachmittag 3% Uhr: Spezialitäten. Gingriff der Behörde ist Beschwerde eingelegt worden. Die Kon- in Schöneberg zu einer Woche Gefängnis verurteilt worden. Er Reichshallen. Theater. Bassage Theater. Mal was anderes. Spezialitäten. ferenz selbst ließ sich aber durch die Polizei nicht stören; sie tagte befigt mehrere Häuser, darunter auch eines in Charlotten- Wintergarten. Allabendlich: Cleo de Mérode. Spezialitäten. weiter. Der Borfizende, Genosse Altenbach, berichtete, daß burg, in welchem der Milchhändler B. wohnte. Der Mietvertrag seit der Gründung der Organisation im Oberelsaß im August v. 3. mit diesem war abgelaufen und beide Parteien verhandelten wegen dieser etwa 400 Mitglieder angehören, davon entfallen auf Mül- Erneuerung desselben. Der Angeklagte wollte P. steigern und teilte hausen 100, auf Gebweiler 70, die übrigen auf die Orte Dornach, ihm das schriftlich mit. Wie ihm erst später zum Bewußtsein fam, Der Hahn im Storbe. Righeim, Bühl, Sulz, Thann und Freningen, die sämtlich durch hatte er sich bei der Angabe der Preiserhöhung zu feinem Nachteile Delegierte vertreten waren. Nach dem Bericht des Vorsitzenden verschrieben. Als mun P. mit dem Briefe zu ihm tam, entriß wurden Referate gehalten über Jugend und Alkoholismus", er ihm einfach das Schriftstück. Wo es geblieben ist, konnte nicht " Jugend und Militarismus" und über den Wert von Lehrlings- festgestellt werden. Die Revision des Angelagten wurde vom schußtommissionen", die dann eifrig diskutiert wurden. In Reichsgericht am Freitag verworfen. Wirt und Mieter. Wildschütz. D Karl Haverland- Theater. Spezialitäten. Kasino Theater. Sonntagnachmittag 4 Uhr: Ledige Leute. Sonst allabendlich: Nick Carter. Nächsten Sonntagnachmittag 4 Uhr: Singvögelchen. Folies Caprice. Allabendlich: Eine Nacht in der Apotheke. Im Inspettionszimmer. Gebr. Herrnfeld Theater. Jeden Abend: Ein verrüdtes Hotel. Prater Theater. Ein toller Einfall. Urania Theater. Taubenstraße 48/49. Aabendlich: Die Feuergewalten der Erde. Abends 8 Uhr im Theatersaal: Dr. Tetens: Samoa D A.WERTHEIM Ein grosser Posten: blaues Meissner Porzellan Zwiebelmuster Kaffeekannen 1.35 bis 2.70 Schokol.- Kannen 85 Pf. b. 2.10 Teekannen 1.10 bis 2.75 Milchtöpfe 45 Pf. b. 1.65 Zuckerdosen 90 Pf., 1.05 Butterdosen Kuchenteller 1.75, 2.20 65 Pf. b. 1.60 Tassen Eierbecher Speiseteller Kartoffelschüsseln 1.50 bis 3 Mk. Salatieren 80 Pf. b. 2 Mk. Saucieren 1.75, 2.05, 2.20 Bratenschüsseln 95 Pf. b. 5.40 Gemüseschüsseln 1.35 bis 2.05 50 Pf. 65, 68, 85 Pf. 30, 50 Pf. 58 PL. Suppenteller 58 PT. Frühstücksteller 40 Pf. Kompotteller 34 Pf. Salzgefässe Senfgefässe oval 1.10 Grosse Auswahl in durchbrochenen Artikeln als Brotkörbe, Kuchenteller, Schalen, Tafelaufsätze zu besonders billigen Preisen. Weisses Porzellan gerippte Form Speiseteller tief und flach 15 Pf. Preiswerte Neuheit: Porzellan- Service ,, Violetta" Rokokoform, m. zarten Blumenmustern und leichtem Golddekor. Tafelservice ,, Violetta" 30 Teile, für 6 Personen 26 Mk. 60 Teile, für 12 Personen 49 Mk. 78 Teile, für 12 Personen 66 Mk. Kaffeeservice ,, Violetta" 9 Teile für 6 Personen 4.90 16 Telle für 12 Pers. 12.50 Dünne Tassen Kuchenteller Butterdosen 60 Pf. 90 Pf. Dessertteller Kompotteller 11 Pf. 8 Pf. rund Terrinen Kartoffelschüsseln 55 bis 75 Pf. Salatieren eckig od. 25 bis 48 Pf. 1 MK., 1.25 Mk. Bratenplattenoval 22 Pf. b. 1.20 rund, tief 78 Pt. 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Bowlenkannen 55 Pf. bis 2.05 3 Reihen Oliven, geschl., Inh. 4 Ltr. bis 2 Ltr. Tassen Zuckerdosen 55, 65 Pf. 1.95 Pf. Milchtöpfe 48 Pf. bis 1.95 Mk. Butterdosen Eierbecher 2.15 Mk. 35 Pf. m. Henk. Weinflaschen geschliff. 1.50мk. Rumflaschen geschliffen ohne Henkel 65 Pf. Rumflaschen mit Henkel 80 Pf. Wasserflaschen. 1.70 Mk. Käseglocken geschliffen 70 Pf. Kompottschalen40Pf. bis 1.05 Oliven- 22 Pf. Olivenschliff Kompotteller Schliff Ein Posten: Kristall- Sektbecher, Wasserbecher, Bierbecher graviert 20 Pf. Emaillierte Geschirre ohne Ring Schmortöpfe 6 Grössen 45 Pf. b. 1.20 mit Ring Schmortöpfe 5 Grössen 65 Pf.b. 1.50 Kasserollen Kasserollen ohne Ring 6 Grössen 25 bis 85 Pf. mit Ring 5 Grössen 65 Pf. b. 1.10 m. Absatz Wasserkessel 8 Grössen 75 Pf, b. 1.25 f. Gaskocher Wasserkessel 4 Grössen 1.20 b. 1.80 runde Bratpfannen 6 Grössen 15 bis 60 Pf. ca. 28 cm Fleischtöpfe Durchmesser ( Doppel1 Mk. Milchkocher töpfe) 4 Gr. 1 Mk. b. 2.25 Maschinentöpfe 8 Gr. 12 bis 80 Pf. Spargelkocher 3 Gr. 1.75 b. 2.25 Küchenschüsseln 10 Gr. 45 Pf. b. 1.50 tiefe Schüsseln Schüsseln Näpfe flache II. Wahl. 8 Grössen 15 Pf, b. 2 Mk. flache, dekoriert 3 Grössen 1.10 b. 1.50 6 Grössen 20 bis 50 Pf. 35 Pf. 18 2 Grössen 30 und 35 Pf. flache und tiefe 2 Grössen mit Bild u. m. Salz- u. Teller Kinderteller Eierbecher weiss 5 Pf., dekoriert 15 Pf. Senftöpfe dekor. 20Pf., Pfeffergef. 40 Pf. Salz- u. Pfeffermenage dekor. 15 Pf. Leuchter dekoriert 30 Pf., weiss 25 Pf. Trinkbecher 2 Grössen 12 und 20 Pf. Teesiebe 10 und 15 Pf. Kaffeetrichter 25, Lotmasse 10 Pf. Wirtschafts- Artikel 3 Garnituren Küchenmöbel 8 Teile 69 b. 105 Mk. Gardinenspanner 12.50 Mк. Eierschränke 2 Grössen 45pf. u. 85 Pf. Eierversandkisten 2 Gr. 1.85 u. 3 Mk. Küchenuhren 1.25 Mk. Salatbestecke Holz 40, 45, 75 Pf. Haarbesen grau, 4 Sorten 80 Pf, b. 1.90 Handfeger grau, 3 Sorten 50 bis 65 Pf. Rosshaarbesenschwarze 2.40 b. 3 Mk. Rosshaarhandfeger2 Gr.1.10, 1.40 vier. Brühsiebe 3 Grössen 25 bis 45 Pf. Durchschläge 4 Grössen 30 bis 60 Pf. Gemüseschüsseln eckig 40 Pf.b. 1.10 Schöpflöffel 4 Grössen 12 bis 25 Pf. Schaumlöffel 4 Grössen 10 bis 20 Pf. Salzmesten 85 Pl. Reibeisen 3 Grössen 40 bis 60 Pf. Kaffeeflaschen grosse 35 Pf. Milchkrüge 1 Liter 40 Pf, 2 Liter 60 Pf. Milchtöpfe geb. Form 6 Gr. 15 bis 90 Pf. geb. Form Kaffeekannen Grössen 60 Pf. bis 1.40 gerade Kaffeekannen Form 35 Pf. bis 1.10. Wasserkannen form 40 Pf. bis 1.75 gerade Bohnerschrubberssorten 7, 8, 9 Mk. Zink- Waschfässer mit Drahteinlage 9 M Zink- Waschfässer mit Wulst 11.50, 14 MK., 16 Mk. Mk., 11.50 Bohnertücher Bohnerspähne Bohnerwachs 75 Pf. 18 Pf. Pack 70 Pf. 2 Sorten 55 und Teppichkehrmaschinen 9, 12 Mk. Fensterschwämme Leder Wäscheklammern Schock 25 Pf. 2 Sorten in 2 bis Wäscheleinen 8 Mk. 3 Längen Waschmaschinen verzinkt 17 Mk. Zink- Waschzober 10.50, 12.50 25 Pf. verzinkt Weissblech Wringmaschinen 11 Mk., 12 Mk. Badewannen mit Gasheizung 31.50 Kaffeebretter 6 Grössen 12 bis 65 Pf. 1.40 Wirtschaftswagen Fleischmühlen 3 Scheiben 2.25, 2.75 Messerputzmaschinen mit mit Brett und Schmirgel 6.75 Unsere Geschäftshäuser werden um ½ 9 Uhr geöffnet. Öl- und Essigflaschen 1.25 Salz- und Mehlmesten 2.25 Satztöpfe 6 Stück 3.40 Küchenbehang dazu passend Majolika- Blumenkübel 13, 20, 30 Pf. bis 3.70 Neue Küchen- Garnitur ,, Orient" eckig, mit mehrfarbig. breiter Banddekoration Vorratstonnen Gewürztonnen 75 Pf. 35 Pf. 75 Pf. 1.75 2.75 Essig- u. Ölflaschen Salz- u. Mehlmesten Satztöpfe Küchenbehang dazu passend Mod. Waschgarnituren 5 teilig 7.50, 8 Mk., 8.75 Wasserkannen weiss 1.50 dekor, 2.50 fürGarn. Waschschüsseln dekor. 2.25, 2.75 m. Seifmit Rückmit 25, runde 12 Pf. 15 Pt. 25 Pf. Waschschüsseln napf 45 und 55 Pf. Seifenhalter wand Seifenhalter Haken Behälter für Sand, Seife, Soda Teigschüsseln 5 Gröss, 1.40 bis 2.40 Wannen oval, 7 Grössen 1.25 bis 3.75 Wannen rund, 4 Grössen 1.30' bis 2.50 Toiletteneimer weiss 2.25, dek. 4 Mk. Wassereimer dekoriert 2 Mk. bis 2.75 Wassereimer grau m. Deckel 75, hellblau 85, marmoriert 90 Pf. Weissblech Giesskannen 4 Grössen 1 Mk, bis 1.85 Giesskannen 6 Grössen 35 Pt. bis 85 Pf. lackiert Eisschränke für kleinen Haushalt 14, 21, 24 Mk. Höhe ca. 82 Grössere, eintürig, innen Zink 31, zweiturig innen Zink 48, Höhe ca. 89 innen Zink 87 93 cm 42, 50 Mk. 62, 70 Mk. 100 cm 94 mit Butterkasten 42.50, 52 MK., 61 Mk. Rand gesetzl. geschützt. Berantwortlicher Redakteur: Hans Weber, Berlin, Für den Inferatenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Borwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Baul Singer& Co., Berlin SW. *»»»»» 2. Ifilajt ifs Joriirtf Kkilmr lolteMiitt.»-nw« Iritcran'fcbc Rundfchau. 0eM)!d>te der Berliner Hrbeiter-ßewegung.*) Genosse Eduard Bernstein hat im Austrage des»Verbandes der sozialdemokratischen Wahlvereine Berlins und Umgegend" die Ge- schichte der Berliner Arbeiterbewegung geschrieben, von der er den ersten Band durch die»Buchhandlung Vorwärts" der Partei als Ostergabe dargebracht hat. DaS Werk umfaßt drei Zeitabschnitte und erscheint in drei Teilen. Der vorliegende erste Band schildert die Organisation und Tätigkeit der Berliner Arbeiter in der vorsozialisten- gesetzlichen Zeit 1843—1878. Der zweite Teil wird die zwölf Jahre unter der Herrschast des Schandgesetzes 1878—1890 und der dritte Teil die EntWickelung vom Jahre 1890 bis zur Schaffung des Zentralverbandes von Grotz-Berlin im Jahre 1905 behandeln. Die Arbeit Bernsteins ist eine um so wertvollere Bereicherung der Parteiliteratur, als sie— unsere? Wissens zum ersten Male— eine zusammenfassende Darstellung der organisatorischen und politischen EntWickelung des Berliner Parteilebens bringt und den Lesern die einzelnen Phasen dieses über sechzig Jahre umfassenden parteigeschichtlichen Rückblickes in interessnnter, eindrucksvoller Sprache vor Augen führt. Die Partei wird dem Verfaffer und seinen Auftraggebern gewiß dankbar dafür sein, daß mit der.Geschichte der Berliner Arbeiter- bewegung" ein Werk geschaffen ist, durch das— im Spiegel objektiver Darstellung— von der Entwickelung der sozialdemo- kratischen Bewegung Berlins für alle Zukunft ein Bild erhalten bleibt, welches die Erinnerung an schwere opfervolle Kämpfe neu belebend, ein dokumentarisches Zeugnis von der zielbewußten, sieges- stohen Berliner Parteiarbeit ablegt und dauernd eine Quelle an- regenden, belehrenden Studiums sein wird. Es kann nicht unsere Aufgabe sein, über den Inhalt der einzelnen Kapitel des soeben erschienenen Teils eingehend zu berichten— wir müssen uns daran genügen lassen, eine orientierende Uebersicht über den Inhalt des Bandes zu geben. Die.Geschichte" setzt ein mit der Schilderung der Arbeiter- bewegung Berlins kurz vor der Märzrevolution des Jahres 1843. Wir finden zwar schwache Spuren einer kommunistischen Propaganda. aber keinerlei feste Organisation der Arbeiter. Eine Folge von Mißernten mehrerer Jahre war die im April 1847 ausbrechende Hungerrevolte, die, von der Polizei niedergeknüppelt, noch lange in dem Volksmunde unter der Bezeichnung„Kartoffelaufstand" fortlebte. Aus den Märztagen des„Völkerfrllhlings" erfahren wir von einer Arbeiterdeputation, die, an Friedrich Wilhelm IV. gesandt, Vorstellungen wegen der herrschenden Arbeitslosigkeit machte. Da- mals machte sich eine Agitation in Berlin geltend, als deren Erfolg die Inangriffnahme von Notstandsarbeiten gegen Entlohnung von neun Silbergroschen pro Tag bezeichnet werden kann. Zum Betriebe und zur Förderung dieser Agitation wurden Volksversammlungen an der„einsamen Pappel" veranstaltet, die zahlreich besucht waren und eine ganze Reihe von„Arbeiterforderungen" zeitigten. Die stürmischen Märztage des Jahres 1848 zogen heraus; die Arbeiter schritten zum Barrikadenbau, die heldenmütig verteidigt, endlich doch dem Militär erlagen. Das Arbeiterblut war um- sonst geflossen; mit den Toten wurde in jenen Frühlingstagen auch die Revolution selbst zu Grabe getragen. Aber die Bewegung stand nicht still. Märtyrerblnt ist Revolutionssamen. Ein besonderes Kapitel widmet Bernstein dem„Ersten Berliner Arbeiterkongreß". Wir erfahren von der Gründung des ersten sozialdemokratischen Arbeiterblattes„DaS Volk". Ein in- zwischen stattgehabter Handwerkerkongreß hatte die Arbeiter nicht befriedigt; eS wurde ein Aufruf„An die arbeitenden Klaffen Deutschlands" erlaffen, der zur Beschickung eines in Berlin vom 20. bis zum 20. August abzuhaltenden ArbeiterparlamentS auf- forderte. Der Kongreß wurde am 23. August eröffnet, er war von 40 Delegierten besucht, schuf sich eine Orgamsation und ein Organ zur Vertretung seiner Forderungen. Die über ganz Deutschland verbreitete Organisation erhielt den Gesamttitel„Arbeiterverbrüderung" und „Verbrüderung" wurde auch das Organ genannt. daS, wie auch das Zentralkomitee, nach Leipzig verlegt wurde. Bemerkenswert ist auS dieser Zeit noch ein Erlaß deS preußischen Handelsministers v. Patow, der am 3. Mai 1348 die Errichtung von„Arbeits- ämtern" anordnete. Im Oktober und November 1348 fanden bluttge Kämpfe der Arbeiter mit der Bürgerwehr statt, die noch einmal der •) Geschichte der Berliner Arbeiterbewegung. Ein Kapitel zur Geschichte der deutschen Sozialdemokratte. Herausgegeben von Eduard Bernstein. Erster Teil: Vom Jahre 1848 bis zum Erlaß des Sozialistengesetzes. Illustriert mit Bildern und Dokumenten aus der Zeit. Der erste Teil erscheint in 17 Lieferungen a 30 Pfennig. Für die Mitglieder der sozialdemokratischen Wahlvereine Groß-Berlins liefern die Partei- speditionen das Heft für 20 Pfennig. Gebunden kostet der erste Teil in Leinenband 6,50 M., für Mitglieder der sozial- demokratischen Wahlvereine Groß-Berlins 5 M. In dauerhaftem Halbfranzband 7,50 M., für Mitglieder der sozialdemokratischen Wahl- vereine Groß- Berlins 6,50 M. Das erste Heft wird am 15. April ausgegeben. Freiheit Bahn schaffen sollten— aber stuchtlos wie die Märzkämpfe endeten. Die Reaktion hatte gesiegt in Berlin. Die Reaktton der fünfziger Jahre des neunzehnten Jahrhunderts erstickte in Berlin auch die junge Arbeiterbewegung. Die Arbeitervereine standen unter polizeilicher Ueberwachung. Massenverfolgungen und Massenausweisungen waren an der Tagesordnung; zwischendurch kamen der Ladendorffsche Hochverrats- und andere Prozesse, die von der Reattion gründlich ausgenützt wurden, um den letzten Resten der Arbeiterorganisation ein Ende zu machen. Unser Autor führt uns in die Aera deS politischen Um- schwunges in Preußen... Während der Reakttonsjahre herrschte auf allen Gebieten der Arbeiterbewegung 5iirchhofsruhe in Berlin. Erst mit dem Austreten Ferdinand Lassalles begann die Arbeiter- bewegung wieder zu erwachen und brachte die erste selbständige Regung der Berlmer Arbeiter in einer Aktion gegen die Fortschritts- Partei, dadurch den Bruch mit der kleinbürgerlichen Demokratte vor« bereitend. Nun folgte die Zeit deS Schwankens der Berliner Arbeiter zwischen Laffalle und der Fortschrittspartei. Der Feuergeist des großen Denkers und Kämpfers befreite die Arbeiter von den Schlacken des manchesterlichen Liberalismus und schon im Jahre 1863 konnte die erste Gemeinde des„Allgemeinen deutschen Arbeitervereins" in Berlin ins Leben gerufen werden. Freilich waren es nur fünf Männer— aber in einigen Wochen waren es fünfzig und im Ok- tober verzeichnete die Liste 200 Mitglieder. Weitere Kapitel geben ein bis in die Einzelheiten gehendes Bild der Berliner Arbeiterbewegung und führen uns durch mancherlei Kämpfe bis zum Jahre 1875, die dazwischen liegenden polittschen Ereignisse— die Kriege von 1866 und 1870/71— in vollem Um- fange würdigend. Genossen, deren Namen einen guten Klang in der Berliner Parteigeschichte haben, begegnen uns. Wir lehen Liebknecht, Bebel, Auer, R. Fischer, Hasenclever, Metzner, Max Kayser, Motteler, Vahlteich, Fritzsche, Grottkau, Kapell, Mielke, Hasselmann, Tölcke, Vogel, August Heinsch, Derossi, Rackow und viele andere auf dem Kampfplatze erscheinen, mit flanimender Energie der Be- wegung die Wege bahnend, den Boden beackernd. Parteihistorische Ereignisse von großer Bedeutung, Parteiaktionen von weittragenden Folgen lösen sich mit polizeilichen und gericht- lichen Verfolgungen ab. Die Jugendjahre der Berliner Sozialdemo- kratie werden in diesen Kapiteln mit liebevoller Gründlichkeit ge- schildert. Inzwischen erstarkte der Allgemeine deutsche Arbeiterverein immer mehr, bedrängte in immer stärkerein Maße die Fortschrittler, und hatte bald die Führung der polittsch interessierten Arbeitermassen Berlins an sich gerissen. Nach Lassalles Tode hatte I. B. von Schweitzer die Leitung des Vereins übernommen; ihm folgte Hasen- clever; an diese Jahre knüpft sich die Erinnerung an jene schweren, erbitterten Kämpfe, die auch in der Berliner Arbetter- bewegung tobten. „Allgemeine Deutsche" und„Eisenacher", daS waren die Gegenpole, die um die Herrschaft rangen, und es bedurfte langer Zeit, bis endlich zum Heile der Arbeiterbewegung sich allseitig die Ueber- zeugung Bahn brach, daß der„Kampf zwischen Brüdern" aufhören müsse, daß gegenüber dem Feinde den Arbeitem Ewigkeit bitter not tue. Schon im Jahre 1864 war„Der Sozialdemokrat, Organ des Allgemeinen deutschen Arbeitervereins" gegründet worden. Auch die Gewerkschaftsbewegung hatte einen kräftigen Aufschwung genommen. Beide Richtungen, die„Allgemeine deutsche" sowie die„Eisenacher", entfalteten sowohl in Versammlungen als auch in Flug- blättern eine rege Tätigkeit, die in der Agitation bei den Reichstagswahlen 1871 ihren Gipfelpunst erreichte. Damals brachten die Lassalleaner Berlins im Jahre 1874 zum erstenmal einen Kandidaten und zwar Hasenclever in die Stichwahl. Es war ein schönes Zeichen der Selbstzucht, daß die„Eisenacher" in der Stichwahl für den„feindlichen Bruder" eintraten. Der Kongreß von 1875 brachte die allseitig ersehnte und von beiden Seiten gut vorbereitete Vereinigung. Es war die höchste Zeit— denn die mit Polizei- und Justiz- macht ausgerüstete Gegnerschaft begann den„Vernichwngskampf" gegen die Sozialdemokratie der Reichshauptstadt. Die„Aera Tessendorff" herrschte und mit ihr eine für damalige Zeiten beispiellose Verfolgung der sozialdemokrattschen Arbeiter- organisationen Berlins. Der Staatsanwalt Tessendorff und die siebente Deputation des Berliner Stadtgerichts schwelgten in bluttgen Gerichtsurteilen und feierten geradezu Orgien schmählicher Justizbrutalitäten. Man liest dies Kapitel m Bernsteins Geschichte und ist erstaunt über die Aehnlichkeit mit manchen Bluturteilen unserer Tage. Die„Tessendorfferei" aber konnte den Siegeslauf der Berliner Arbeiter nicht mehr aufhalten. Im Jahre 1875 war der erste sozialdemokrattsche Wahlverein errichtet worden, am 1. Januar 1876 erschien die„Berliner Freie Presse" und das Jahr 1877 brachte die ersten sozialdemokratischen Wahlsiege in Berlin. Der vierte und sechste Berliner Wahlkreis wurden genommen— trotz Tessendorff. In eifriger Arbeit eroberten sich die Berliner Genossen immer mehr Terrain. In die folgenden Jahre fallen die ersten Versuche, die Berliner Arbeiter der Sozialdemokratie zu entfremden. Stöcker und Konsorten gehen auf den Arbeiter- fang. Ein erfolglos gebliebener Versuch der Beteiligung an den Kommunalwahlen wird gemacht. Die Kirchen- auSttittsbewegung wird in die Wege geleitet— kurz ein reges agi- tatarisches Leben macht sich auf allen Gebieten der Parteitätigkeit geltend und bereitet den Boden für die großartigen Demonstrationen, zu denen die im Jahre 1878 stattfindenden Begräbnisse der Genossen August Heinsch und Paul Dentler Anlaß gaben. Heinsch hatte sich in unermüdlicher, alle Hindernisse beseitigender, kluger Organisation außerordentliche Verdienste um die Berliner Arbeiterbewegung er- warben. Dentler hatte im Dienst der„Berl. Freien Presse" eine lange Untersuchungshast zu erleiden, wurde trotz schwerer Erkrankung und wiederholter Anträge auf Entlassung im Gefängnis festgehalten— um schließlich dort vorzeitig zugrunde zu gehen. Wie das Jahr 1373 die deutsche Sozialdemokratie in neue Bahnen— die Geheimorganisatton— zwang, wurde es �üch für die Berliner Genossen ein bedeutsamer Wendepunkt in der Partei- tätigkeit. Bernstein schildert die Attentate und ihre Folgen für das Berliner Parteileben im vorletzten Kapitel des vor« liegenden Bandes— wir möchten fast sagen— in photographischer Treue. Wir hören förmlich die Schüsse der Hödel und Nobiling, wir durchleben noch einmal die Raserei, von der die Bourgeoisie Berlins gegen die Sozialdemokratte erfüllt war, eine Raserei, die Guido Weiß in seiner„Wage" im Juni 1373 mit dem treffenden Wort gekennzeichnet hat: („Der Kaiser hat die Wunde,—- Die Natton hat das Wundfieber." Man muß den Sommer 1878 als Sozialdemokrat in Berlin zugebracht haben, um die Niedertracht zu verstehen, mit der die Attentate benutzt wurden, um sie zur Unterstützung der geplanten reaktionären Bisnmrckschen Wirtschaftspolitik zu fruktifizieren, und zugleich der opposittonellen verhaßten Sozialdemokratie den Todes- stoß zu versetzen. Die bekannteren Parteigenossen waren geächtet und verfemt; die gesamte bürgerliche Presse wütete und tobte gegen die„Partei der Mörder". Eine Spitzel- Wirtschaft sondergleichen wurde inszeniert; Majestätsbeleidi- Sungs- Prozesse, meist auf Grund böswilliger Denunziationen, agelten hernieder; Verhaftungen sozialistischer Redakteure wechselten mit massenhaften Haussuchungen,— kurz Tessendorff war wieder obenauf. Man feierte neue Orgien der Sozialistentöterei. Die jetzige Generation kann aus dem Bernsteinschen Buche lernen— wie die gehetzten und verfolgten Parteigenossen Berlins dem schändlichen Treiben der Gegner stillschweigende Verachtung, kühle 9lufje und besonnene Energie entgegenzusetzen gewußt haben. Es herrschte Gewitterschwüle in Berlin; die Stimmung war „gedrückt aber fest". Wie fest— das bewiesen die 56 000 sozial- demokratischen Stimmen und die Wahl Fritzsches im vierten Wahl- kreis, die mit grenzenlosem Jubel begrüßt wurde. Im Herbst 1873 sauste das angebliche Henkerbeil für die Sozial- demokratte— das Ausnahmegesetz— auf die Partei herab. Die nach dem Nobilingschen Attentat angeordneten Neuwahlen hatten einen für jede wirtichaftliche und polittsche Niedertracht willfährigen Reichstag gebracht, der am 19. Oktober 1378 das Sozialistengesetz mit 221 gegen 149 Stimmen annahm. Am 22. Oktober wurde das Gesetz im„Reichsanzeiger" verkündet, am 28. desselben Monats trat es in Kraft. Wir sind bei dem letzten Kapitel des ersten Bandes der Geschichte der Berliner Arbeiterbewegung. Das Spitzelnetz tvird immer dichter um die bekannten oder führenden Genoffen gezogen. Die Polizei trifft ihre Vorbereitungen zur Ausführung des Gesetzes. Die letzten Versammlungen fanden in der ersten Hälfte des Oktober statt. Noch einmal können Hasselmann und Bebel zu den Berliner Arbeitern sprechen. Der neu gegründete„Verein zur Wahrung der Interessen der werktätigen Bevölkerung Berlins" sollte den Parteigenossen die Mög- lichkeit geben, sich in dem durch das Sozialistengesetz geschaffenen Rahmen zu organisieren und zunächst die Kommunalwahlen zu be- treiben. Zu Kandidaten wurden nominiert Fritzsche, Rackow und Körner— da verkündete der„ReichSanzeiger" mit dem Gesetz zugleich das Verbot des neugegründeten Vereins. Die Unterdriickung der Preß- organe, Parteiliteratur, Vereine, Organisationen, Kassen und aller sonstigen Parteieinrichtungen wurden ins Werk gesetzt. Mit dem Inkrafttreten des Sozialistengesetzes schließt der erste Teil des Werkes. Die Unterminiernng und schließliche Ueberwindung des Gesetzes wird Bernstein im zweiten Teil behandeln. Wir wünschen dem Buch bei seinem Gang in die Partei besten Erfolg. In einer möglichst starken Verbreitung werden Autor und Verlag sowie die Genossen, die zur Schaffung" des Buches durch ihre An- regung beigetragen haben, die verdiente Anerkennung für die auf- gewendeten Mühen finden. Es erübrigt ein Wort über die äußere Ausstattung deS Werkes. Dieselbe erfüllt mit uneingeschränkter Befriedigung. Papier, Schrift, Druck und Einband sind tadellos. Einen besonders schönen Schmuck deS Buches bilden die mit Geschmack und Verständnis ausgewählten Illustrationen, welche durch ihre Mannigfaltigkeit— es sind zahl- reiche Bilder und Dokumente aus der Zeitgeschichte— eine reizvolle Ergänzung des Textes und dem Leser viel Neues und Interessantes bieten. P. S. 9. Nerblnidstag des Jentralverbandts der deutscheu Maurer. Köln, S. April. Vierter Verhandlungstag. Es wird mit der Statutenberatung fortgefahren. Nach einer unwesentlichen Debatte über eine Antragsserie, die sämtlich abgelehnt werden, gelangt ein Vorstandsantrag zur An- nähme, der besagt, daß eine Erhöhung der statutarischen Unter- stützungssätze aus ordentlichen Mitteln des Verbandes sowie die Erhebung von Extra st euern zu solchen Zwecken nicht z u lü s s i g ist. Es wird zur Begründung des Vorstandsantrages auf Bremen und Flensburg hingewiesen, wo in bezug auf Kranken- und Stcrbeunterstützungsrecht entgegen diesem Sinne gehandelt sei. Die Delegierten dieser Orte verteidigen zwar die Einrichtungen, doch erkennt der Verbandstag sie nicht an.— Im Reiseunter- stützungswefen sollen eine ganze Anzahl Acnderungen vor- genommen werden, doch wird auch in dieser Hinsicht außer dem Vorstandsantrage alles abgelehnt, was sich in einer anderen Richtung bewegt. Der Vorstandsantrag, der sich im Prinzip mit mehreren Anträgen deckt, besagt, daß anstatt 75 Pf. Reisegeld pro Tag in Zukunft 1 M. gezahlt werden soll und an Stelle der Höchstgrenze von 30 M. sollen in Zukunft 40 M. gezahlt werden. Die Reiseunter st ützung sür Strei- k e n d e wird auf Antrag des Vorstandes dahin erweitert, daß an Stelle der bisherigen Bestimmungen, wonach 6 Raten ä 1,50 M. gezahlt wurden, in Zukunft 9 Raten ä 1,50 M. ausbezahlt werden. Zu dem Punkt„Streikunter st ützungen" liegen 35 Abändcrungsanträge vor. Bömelburg empfiehlt deshalb, in eine besondere Gcncraldiskussion einzutreten, was geschieht.— Popka- Posen befürwortet die Herabsetzung der Streikunter- stützungen für solche Mitglieder, die erst während eines Streiks eintreten.— Merkel. Nürnberg ist gegen jede Erhöhung der Unterstützungen nicht nur aus finanziellen, sondern auch aus tak- tischen Gründen. Kollegen mit vielen Kindern erhielten sonst eventuell höhere Unterstützungen, als sie an Lohn verdient hätten, das könne unter Umständen für den Abbruch eines Streiks von un- angenehmen Folgen sein. Redner empfiehlt eine Einrichtung der Bauhülfsarbeiter als Muster, wonach an die Familien von Streikenden, die abreisen, eine Zugabe entrichtet werde.— R o sa- Dresden will, daß diejenigen, welche sich weigern, Streikposten zu stehen, nur die Hälfte der Unterstützung bekommen.— Mehrere Redner treten für Wiedereinführung der Krankenunterstützung für die Wintermonate ein, was F e g e r- Colmar unter allgemeiner Heiterkeit damit begründet, daß die Maurer in der Saisonzeit „keine Zeit hätten zum Kranksein". Redner fordert auch, daß so- wohl in Krankheitsfällen als bei Streiks jede Karenzzeit fortfallen soll.— Meißner-Hannover tritt für Erweite- rung der UnterstützungSfrist in Krankheitsfällen von 12 auf 25 Wochen ein, bekämpft dagegen die Erhöhung der Streikunter- stützung und die Ausdehnung auf die Wintermonate. Würde die Erhöhung der Streikunterstützung beschloffen, so binde sich der Ver- band die Hände in solchen Fällen, wo der Abbruch eines Streiks eine Maßnahme der Klugheit sei.— Bömelburg betont, daß der Vorstand die UnterstützungSfrist von 12 auf 25 Wochen empfehle, was eine Mehrbelastung von etwa 30 000 M. ergeben werde. Die weiteren Anträge auf Ausdehnung des Unterstützungs- Wesens seien für die Verbandslcitung ohne Beitragserhöhung un- annehmbar. Ebenso unannehmbar sei die Beseitigung der drei- tägigen Karenzzeit bei Streiks. Dasselbe müsse auch für die An- träge gelten, die bezüglich der Mietezahlung in Streikfällen gestellt seien. Auf dem Gebiete der Unterstützung könne über eine be- stimmte Grenze nicht hinausgegangen werden. Tagegen empfiehlt der Verbandsvorstand, die Gematzregeltenunter- stützung und die Unterstützung für Inhaftierte um 50 Pf. proTagzuerhöhen. Des weiteren liegt ein Antrag vor» der besagt, daß„der Verbandsvorstand beauftragt wird, Erhebungen darüber anzustellen, ob und in welchem Maße es möglich ist, den Familien abgereister Kollegen einen Zuschuß zu dem Streik- gelde zu gewähren."— Das Resultat soll dem nächsten Verbands- tage unterbreitet werden. Nachdem ein Schlußantrag der Debatte ein Ende gemacht, werden sämtliche Anträge, die sich nicht mit dem Vorstands- antrage decken, abgelehnt, und andererseits sämtliche Bor- standsanträge in dem von Bömelburg begründeten Sinne ange- nommen.— Es bleibt somit die bisherige Karenzzeit be- stehen, die Unterstützungssätze für Streikende bleiben bestehen, die Umzugsunter st ützung wird abgelehnt sowie die Mieteforderungen. Angenommen dagegen ist die Ausdehnung der Unterstützungsfrist in Krankheitsfällen von 12 auf 25 Wochen und die Erhöhung der Gemaßregelten- und Jnhaftierten-Unterstützung um 50 Pf. pro Tag. Zu dem Punkt„Ehrenmitgliedschaft" liegen einige Anträge auf Erleichterung vor, die abgelehnt werden. Zur Annahme gelangt dagegen ein„Antrag Erfurt", der unter Beibehaltung der bisherigen Vorbedingungen die Zugehörigkeit zum Verbände von 10 auf 15 Jahre erhöht. Die zum„Streikreglement" gestellten Anträge werden sämtlich abgelehnt. Im allgemeinen bemerkt Bömelburg dann noch, daß in einzelnen Großstädten, z. B. Berlin und Nürnberg, die Auffassung über das, was Maßregelung sei, nach anderen Gesichtspunkten aufgefaßt zu werden scheine, wie andcrorts, z. B. Hannover und Hamburg, weil die Zahl der angeblich Gemaßregelten in gar keinem Verhältnis zu einander stehe. Winzler- Berlin betont demgegenüber, daß in Berlin die Frage genau so ernsthaft geprüft werde, wie anderswo, doch könne man die Berliner Verhältnisse mit denen kleiner Landorte nicht vergleichen. Irgend welche An- spräche seien dieserhalb an die Verbandskasse nicht gestellt. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber feinerlei Verantwortung. Theater. Sonntag, den 7. April Freie Volksbühne. Nachmittags 3 Uhr, 15. und 16. Abteilung. Berliner Theater: Baumeister Solnej. Intimes. Eine vom Ballett. Zapfenstreich. Prater Theater. Ein toller Einfall. ( Anfang 7, Uhr.) Palast. Spezialitäten. Passage. Mal was Anderes. Spe. zialitäten. Montag: Dieselbe Borstellung. Karl Haverland. Spezialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Urania. Taubenstraße 48/49. Abends 8 Uhr: Die Feuergewalten der Erde. Sternwarte, Invalidenftr. 57/62. Abends 8 Uhr im Theatersaal: Dr. Tetens: Samoa. Schiller- Theater. Schiller- Theater O.( Wallner- Theater). Sonntag, nadm. 3 br: Der Vogel im Käfig. Schauspiel in vier Aften von Stefan Großmann. Sonntag, abends 8 Uhr: Im bunten Rock. Lustspiel in 3 Aufzügen von Franz b. Schönthan u. Freiherrn v. Schlicht. Montag, abends 8 Uhr: Narrenglanz. Schiller- Theater Charlottenburg. Sonntag, nahm. 3 Ubr: Der Pfarrer v. Kirchfeld. Boltsstück mit Gesang in 5 Atten von Ludwig Anzengruber. Sonntag, abends 8 Uhr: Kabale und Liebe. Bürgerliches Trauerspiel in 5 Alten von Friedrich v. Schiller. Montag, abends 8 Uhr: Im bunten Rock. Dienstag, abends 8 Uhr: Dienstag, abends 8 Uhr: Traumulus. Die Räuber. pepend: B bem, be fit Berliner Theater. Zirkus Schumann Zirkus Busch. 2./3. Abteilung im Neuen Schau spielhaus: Beh der ligt! Mene freie Voltsbühne. Nach mittags 2, Uhr: 18. Abteilung im Deutschen Theater: Romeo und Julia. Nachm. 3 Uhr: 16. Abteilung im Neuen Theater: Dämonen. Nachm. 3 Uhr: 4. Abteilung im Schiller Theater O.: Der Bogel im Käfig. Rachm. 3 Uhr: 9. Abteilung im Schiller- Theater N.: Helden. 13. bt. boll Nachm. 3 Uhr: im Schiller heater Charlottenbg Der Pfarrer von Kirchfeld. Abends 7, Uhr: Frühlingsfeier Kellers Festfälen, Roppenftr. 29. Dende a la inter in Anfang 7 Uhr. Kgl. Opernhaus. Mephistopheles. Anfang 8 Uhr. Montag: Carmen. Neues fgl. Operntheater. Figaros Hochzeit. Montag: Cosi fan tutte. Rgl. Schauspielhaus. Das Glas. haus. Montag: Wallensteins Lager. Die Piccolomini. Deutsches. Der Gott der Rache. Montag: Dieselbe Borstellung. Kammerspiele. Frühlings Er. wachen. Anfang 8 Uhr. Montag: Dieselbe Borstellung. Leffing. Die Stützen der Gesellschaft. Nachmittags 8 Uhr: Die Weber. Montag: Geschlossen. Anfang 8 Uhr. Neues Schauspielhaus. Herthas Hochzeit. Montag: Dieselbe Borstellung. Berliner. Der Hund von Baster bille. Montag: Dieselbe Borstellung. Stiller 0.( Wallner Theater.) Jm bunten Rod. Nachmittags 3 Uhr: Der Bogel im Käfig. Montag: Narrenglang. Schiller Theater Charlottenburg. Stabale und Liebe. Nachmittags 3Uhr: Der Pfarrer von Kirchfeld. Montag: Jm bunten Rod. Schiller N.( Friedrich Wilhelm. städtisches Theater.) Das lezte Mittel. Nachmittags 8 Uhr: Helben. Montag: Unsere State. Romische Oper. Tosca. Nachmittags 3 Uhr: Hoffmanns Erzählungen. Montag: Lalmé. Lorking. Der Freischüt Sonntag, Montag, Dienstag: Der Hund von Baskerville. Anfang 8 Uhr. Neues Schauspielhaus Anfang 8 Uhr. Herthas Hochzeit. Montag: Herthas Hochzeit. Neues Theater. Abends 8 Uhr: Der Dieb. Montag und folgende Tage: Der Dieb. Kleines Theater. Nachmittags 8 Uhr: Nachtasyl. Abends 8 Uhr: Ein idealer Gatte. Montag: Ein idealer Gatte. Dienstag: Eine triviale Komödie für seriöse Leute.( Bunbury.) Mittwoch: Allerfeelen. Heute Sonntag, den 7. April, nachm. 3, Uhr u. abends 7%, Uhr: Große brillante 2 Gala- Vorstellungen. 2 Nachmittags auf allen ein Kind frei. Blägen ohne Ausnahme Jedes weitere Stind unter 10 Jahren halbe Preise( außer Galerie). In beiden Vorstellungen gleich reichhaltiges abwechselndes Programm, sämtliche Spezialitäten, und Schul Augufte forte bie beſtoreffierten Sub und Freiheitspferde. Stage habens bas größte BrachtIn beiden mittags u. Manegenschauftud: St. Hubertus. Abends Fortsetzung des Entscheidungs. fämpfe der großen internationalen Ringkampf- Konkurrenz Es ringen heute bis zur Entscheidung Jakob Koch, Deutschland Omer de Bouillon, Belgien Paul Pons, Baris und und ebenfalls bis zur Entscheidung Jankowsky, Bolen. Lortzing- Theater Ollo Bellealliancestr. 7/8. Nachm. 3 Uhr: Die lustigen Weiber von Windsor. Abends 7%, Uhr: Der Freischütz. Abonnements ungültig! Theater Nachm. 31 Uhr! Kleine Breise! Große Doppelvorstellung. 1. Abt.: Ali ben Mocca, Burleske. Montag Einalterabend: Fritzchen 2. bt.: Spezialitäten m. Merians und Lieschen. 66. Die schöne Ga- Original- Hunde- Bauern Theater. Abends 8 Uhr: Spezialitäten. lathé. Lustspielhaus.hr: Merians Hundepantomime Ein trenloses Weib. Nachm. 3 Uhr: Der Familientag. 9, Uhr: Die neue Operetten- Burl. Abends 8 Uhr: Husarenfleber. Zentral- Theater. Der Triumph des Weibes. ( Operette.) 3 Uhr: Der Bettelstudent Metropol- Theater Abends 7, Uhr: Gaftspiel des Herrn Gd. Steinberger: Nachmittags 3 Uhr: Wiener Blut. Montag u. folg. Zage: Wiener Blut. Schiller- Theater Auf in's Metropol! N. Nachmittags 3 Uhr: Die luftigen Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater Beiber von Windsor. Montag: Fra Diavolo. Zentral. Wiener Blut.( Anfang 71 Uhr.) Nachmittags 8 Uhr: Der Bettelstudent. Montag: Wiener Blut. Westen. Die luftige Witwe. Mittags 12 Uhr: Matinee. Mandragola. Nachmittags 3 Uhr: Don Juan. Montag: Die lustige Witwe. Kleines. Ein idealer Gatte. Nachmittags 8 Uhr: Nachtashl Montag: Ein idealer Gafte. Neues. Der Dieb. Monta: Dieselbe Borstellung. Residenz. Haben Sie nichts zu berzollen? Nachmittags 3 Uhr: Der Prinzgemahl. Montag: Haben Sie nichts zu berzollen? Lustspielhaus. Husarenfieber. Nachm. 3 Uhr: Der Familientag. Montag: Husarenfieber. Deutsch- Amerikanisches. Mamzelle Nitouche. Nachm. 3 Uhr: Helden. Abends 8 Uhr: Das letzte Mittel. Residenz- Theater. Direktion Richard Alexander. Anfang 8 Uhr. Haben Sie nichts zu verzollen? Schwank in 3 Atten v. M. Hennequin und P. Beber. Robert de Trivelin: Rich. Megander. Abends 8 Uhr: Der Teufel lacht dazu. Große Jahresrevue in 7 Bildern von Julius Freund. Musik von Viktor Hollaender. Dirigent Max Roth. In Szene gesetzt von Direktor Richard Schultz. Massary. Wolff. Bender. Giampietro. Josephi. Rauchen überall gestattet. Sonntag nachm. 3 Uhr: Der Deutsch- Amerikanisches Theater. Brinzgemahl. Gesamtgastspiel Theater des Weftens. Heute und jeben folgenden Abend Luisen- Theater Mamselle Nitouche. Reichenbergerstr. 34. Nachmittag 3 Uhr zu fleinen Preisen: Lenore oder: Die Grabeshraut. Schauspiel in 3 Abteilungen von St. v. Holtey. Abends 8 Uhr: Alma Succur und Edm. Löwe a. G. W. Noacks Theater. Direttion: Rob. Dill. Brunnenstr. 16. Anna Lise. Schauspiel in 5 Alten von Hersch. Anfang 8 Uhr. Anfang 8 Uhr. Nachmittags 3 Uhr: Der Trouba Lumpacivagabundus nach der Borstellung: Famillenball. dour. Montag: Mamzelle Nitouche. Thalia. Olympische Spiele. Nachtafyl. Rachmittags 8 Uhr: Eine luftige Doppelehe. Montag: Olympische Spiele. Luifen. Lumpacivagabundus. Nachmittags 3 Uhr: Lenore. Montag: Der G'wissenswurm. Trianon. Fil. Josette meine Frau. oder: Das liederliche Kleeblatt. Schauspiel in 3 Alten von Nestroy. Morgen: Der G'wissenswurm. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Dienstag: Sängerin u. Näherin. 2 Heute Sonntag, den 7. April: :::: Große::: Gala-Vorstellungen. 2 Nachm. 4 Uhr u. abends 7, Uhr. Nachm. hat jeder Erwachsene ein Rind unter 10 Jahren frei. Jedes weitere Stind unt. 10 Jahren ( außer Galerie) halbe Preise. In beiden ROM. Borstellungen: 5 Gr. Drig. Ausstatt. Bantom. des Birtus Busch. In beiden Vorstellungen: Die neuengagierten Geschwister Foureaux, Reitfünstler. In beiden Vorstellungen: Borführen u. Vorreiten der beften Schul, Freiheits- u. Springpferde. In beiden Vorstellungen: Auftreten sämtl. Clowns mit ihren neuesten Wizen und Späßen. PalastPalast Theater. Burgstr. 24, 2 Min. v. Bahnhof Börse. Heute 8 Uhr. Entree 50 Bf. Der brillante April- Spielplan. u. a.: Hasson u. 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Ein- uAnsatz od. mit Stick.- Volant u. reicher Börchen- Garnier. 1 weisser Damenrock mit breitem StickerelVolant 1 Herren- Nachthemd mit buntem Besatz und Tasche 1 Tändelschürze gemustert, Satin oder Baist, hochelegant ausgeführ Garnierungn 1 Miederschürze mit Trägern, diverse Stffarten, neueste 1 Reformhängeschürze mit Volant u.Tashe hübsch besetzt 1 Dutzend Taschentücher mit Buchstaben 1 Dutzend Taschentücher weiss m. Halsaum u. Ziersaum 1/ Dutzend seidene Taschentücher mit Hohlsaum u. farbig. Rand 1 Empire Korsett mit Anschnitt geblamer Stoff 1 Frack- Korsett gemusterter Stoff mit eicher Garnierung 1 modernes Perltäschchen in saöner Ausführung 1 eleganter Flor- Gummi- Gürtel in diversen Farben 1 Kinder- Rundhut Stroh mit Seidentopf aus Kongress- Stoff, fert. gestickt Handarb., mit verschied. 1 Läufer Durchbrüchen, in viel. Farben 2 dazu passende Decken T 1 Point- lace- Decke und 2-Schoner Matrosen- Fom, aus weiss. od. grauem 1 Kinder- Kleidchen Stoff, sehr rech garniert u. vorgezeichn. 1 Halbfertige Robe mit reicher Jarnierung, in vielen Farb. 1 Halbfertige Bluse in elegantster Ausführung 1. Paar Damen- Leder- Hausschuhe mit Absatz 1 Paar Herren- Leder- Hausschuhe mit Absatzfleck 1 Paar Kinder- Ziegenleder- Stiefel braun 22/24 1 Kattun- Steppdecke 2 Tüll- Stores 1 elegante Tüll- Bettdecke 1 Bettvorleger Velour Absatzfleck bestehend aus: 1 Wäschebeutel, 1 Schlafzimmer- Garnitur 1Waschtisch- Garnitur, 1 Wandschoner, aus weissem Kreppstof mit farbigem Satin garniert und vorgezeichnet, in vielen Farber 1 Oberhemd weiss 1 Herrenhut schwarz, steif mit Futter, echter Haarfilz 1 Damen- Regenschirm mit farbiger Bordüre und Futteral 1 Damen- oder Herrenschirm Gloria" mit Futteral im Karton, bestehend aus: 1 Kopfbürste, 1 Bürstengarnitur 1 Kanm, i Handspiegel( weiss Celluloid oder imitiertes Schildpatt) 1 eleganter Parfüm- Zerstäuber und 1 Flasche Zimmer- Parfüm 1 moderner Aufsatz mit grossen Glas- Schalen 1 Jahrgang ,, Modeme Kunst" sonst 15.60 Mk. 1 Postkarten- Album für 1000 Karten, Leineneinband 1 Paneel ca. 100 cm lang, nussbaumartig gebeizt 1 Triumphstuhl mit Seitenstützen 1 Reisekoffer ca. 50 cm lang 1 Eimer ca. 5 Pfd. gemischte Marmelade 1 Eimer ca. 5 Pfd. Kunsthonig 4 Glas Kirschen ohne Steine, in Zucker 2.95 10 Pack Seifen- Pulver, 1 Wischtuch! 1.95% Liter- Flasche Wurm's Magendoktor 12.95 1 Cigarren- Schrank reich geschnitzt 1 eiserner Gartenstuhl 1 Putzkommode mit 3 Schubkästen 1 Waschtisch 1 Plättbrett bezogen 1 grosse emaillierte Wanne 1 Plätteisen mit Untersatz 1 Wirtschaftswaage mit emaill, Zifferblatt, 6 Speiseteller dekoriert 1 Satz Milchtöpfe dekoriert, 6 teilig 1 Kaffeeservice für 2 Personen, dekoriert, 5 teilig 1 Herren Piqué- Weste in hellen oder dunklen modernen Fantasie- Stoffen 1 Flasche Kognak 11 Kruke Steinhäger Schlichte Steinhagen 1/, Flasche Boonecamp( H. Underberg- Albrecht) 1 Kohlenkasten oder 1 Küchenrahmen 1 dekoriertes Waschservice Emaille 1 Waschtisch mit 3 tell. Emaille- Garnitur 1 ff. dekorierte Waschschüssel Porzellanform 12 Speiseteller Feston, flach oder tief 1 Kaffeeservice mit Porzellantablett, für 2 Personen 1 Waschtischgarnitur Distelmaster, 5 teilig } 2.95 1 Knaben- Stoffanzug Blusen- Façon, für 3-8 Jahre, blau Cheviot oder grau melierte Stoffe Blusen- Fan, f. 3-8 Jahre, weiss 1 Knaben- Tennis- Anzug mit blaustreifter Tennis- Stoff Nr. 81. 24. Jahrgang. 3. SrilM ks Jotmöits" Kerlim WsM Sonntag, 7. April IM. Partei- Tlngelegendeiten. Wahlvcrein Eichwaldr. Dienstag, den 9. April, abends 8 Uhr. in Heinrichs„Seglerschloh"(Hankels Ablage): Mitgliederversanimlung. Tagesordnung: Berichterstattung von der Kreis-Generalversammlung, Maifeier, Wahlen, die Lokalsperre in Zeuthen. Mitgliedsbuch ist mitzubringen! Um Punkt- lichen und zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. Nowawcs. Die Versammlung des Wahlvereins findet am Mittwoch, den 19. April, abends 8% Uhr, im Lokal des Herrn Schmidt(.Deutsche Festsäle"), Wilhelmstr. 3. mit folgender Tages- ordnung statt: 1. Geschäftliches. 2. Vortrag:„Der Weg zur Frei- heit". Referent: Redakteur Genosse R. P e r n e r- Brandenburg. 3. Bericht von der Kreis- Generalversammlung. 4. Wahl von acht Delegierten zur Generalversammlung Grofi-Berlins. 5. Bericht des Maisestkomitees. 3. Verschiedenes.— Gäste, auch Frauen, haben Zutritt. Wegen der Wichtigkeit der Tagesordnung ist das Erscheinen sämtlicher Mitglieder notwendig. Der Vorstand. Schenkendorf und Umgegend. Heute Sonntag, nachmittags 3 Uhr. findet im Lokale des Herrn Petsch eine öffentliche Versammlung für Frauen und Männer statt. Tagesordnung: 1. Vortrag des Reichstags- abgeordneten Gen. Fritz Zubeil über:.Was haben die Frauen vom neuen Reichstag zu erwarten?" 2. Diskussion. 3. Wahl einer wcib- lichen Vertrauensperson. Zahlreichen Besuch, besonders der Frauen, erwartet Die Kreisvertrauensperson. Französisch- Buchholz. Mittwoch, den 19. April, abends 8'/, Uhr, bei Kähne, Berlinerstr. 39: Mitgliederversammlung des Wahlvereins. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Albert St ärmer über:„Was will der Sozialismus"? 2. Diskussion. 3. VcreinSangelegenhcitcn und Verschiedenes.— Gleichzeitig werden in dieser Versammlung die Billetts für das am b. Mai stattfindende Volksfest ausgegeben. Die Genossen werden deshalb ersucht, recht zahlreich und pünktlich zu erscheinen.— Gäste haben Zutritt. Der Vorstand. Nieder-Schönhausen. Am Mittwoch finden die Zahlabende statt: 1. Bezirk bei Schönicke(Wrangclstraße, Ecke Treskowstrafie). 2. Bezirk bei T h u l m a n n(Uhlandstrafie). 3. Bezirk bei B a b st 'Waldemarstrafie, Ecke Beuthstrasze). Alle noch ausstehenden Listen und Billetts sind unbedingt abzurechnen. Nordend. Am Dienstag, den 9. April, findet im Lokale von Richter, Blankenfelderstr. 29, eine öffentliche Versammlung statt, in der Genosse K i m m r i tz über:.Sozialpolitische Streiflichter" referieren wird. Um zahlreichen Besuch der Frauen und Männer er- sucht_ Der Einberufer. Berliner J�aebriebten* Ein Kaufhaus für den Westen. ilm Wittenbergplatz ist es gelegen, mit der Hauptfront nach der Tauenzienstraße zu: das neue„Kaufhaus des Westens", in einer Gegend, in der Berlin mit den westlichen Vororten Charlottenburg. Schöneberg und Wilmersdorf zu- sammentrifft. Es ist ein stattlicher Bau, der hier aufgeführt worden ist und sich auf einer Grundfläche von 5292 Quadrat- inetern erhebt. Die Fassade hat den modernen Renaissance- stil erhalten, während zur Ausführung fränkischer Muschel- kalk verwendet worden ist und durch die Einfachheit einen vornehmen Eindruck hervorruft. Ueber dem Hauptportal im ersten Stock nach der Tauenzienstraße zu ist eine gewaltige Uhr mit einem drei Meter hohen Zifferblatt weithin sichtbar. die reich dekorativ ausgestattet ein interessantes kunstvolles Werk enthält; zu gewissen Tageszeiten wird ein in Goldblech geschmiedetes Schiff, das Wahrzeichen des Kaufhauses des Westens, aus dem Gehäuse treten und an der Front erscheinen. Die Verkaufsräume gruppieren sich um eine Mittelhalle von zirka 559 Quadratmetern Größe mit anschließenden seit- lichqn Höfen, welche der Halle von beiden Seiten Licht spenden. Die Halle reicht bis zur Decke des Zwischengeschosses, da von dem typisch gewordenen Oberlicht absichtlich Abstand genommen wurde. Die Etagen über der Halle sind noch für Verkaufszwecke ausgenutzt. Die beiden Höfe sind während der wärmeren Jahreszeit als Gärten mit Ruheplätzen und springenden Wässern gedacht. Die innere Einrichtung macht gleichfalls wie das Acußere des Kaufhauses einen gediegenen, soliden Eindruck. Im Gegensatz zu anderen Warenhäusern fällt zunächst auf, daß hier ein anderes Zahlungssystem zur Anwendung kommt, ein System, das in vielen amerikanischen Warenhäusern erprobt ist. 159 Kassen des Hauses sind rcchr- postartig mit einer Zentralkasse verbunden, und nach dem System der Rohrpost erfolgt denn auch die Abfertigung. Die Verkäuferin schreibt die Rechnung aus, legt dieselbe mit der von der Käuferin erhaltenen Geldsumme in eine Kapsel, ein Druck, und Rechnung und Geld sind in der Zentralkasse an- gelangt. Die Kassiererin quittiert die Rechnung, legt die herauszugebende Summe dazu und schickt das Ganze auf demselben Wege der Verkäuferin zurück. Diese hat inzwischen die verkaufte Ware eingepackt, und die Kundin erhält ihr Paket ohne jeden zeitraubenden Aufenthalt an der Kassen- kontrolle. Bei der Einrichtung dieses Kaufhauses ist vor allen Dingen auf die B e d ii r f n i s s e des Westens Rück- ficht genommen, man möchte sagen: das neue Warenhaus ist direkt darauf zugeschnitten. So kommt das Kaufhaus des Westens der Reiselust des Publikums in Berlin W. durch die Einrichtung einer Reise-Abteilung entgegen. Wer eine große Reise tun will, braucht bloß dorthin zu gehen: hier wird ihm das Rundreisebillett zusammengestellt, hier kann er sich sein Billett für die Reise vorausbestellcn oder auch lösen, wie auf jedem Bahnhof. Auch der Sorge für das Gepäck ist der Reisende durch die Einrichtung einer Abteilung für Gc- päckbeförderung enthoben. Daß auch Billetts für sämtliche Berliner Theater und Konzerte zu haben sind, ist selbst- verständlich. Daß die Errichtung einer Bankabteilung der Deutschen Bank den Bedürfnissen des Berlin W.-Publikunis entspricht, bedarf gleichfalls keines besonderen Nachweises. Das„Tagesgespräch" der Frauen vom„feinen Westen" aber soll die Lebensmittel-Abteilung der Herren Jandorf oder Emden u. Co. oder wie die Leiter dieses neuen„Intelligenz"- Palastes heißen mögen, bilden. Man wird dort nicht nur sämtliche Lebensmittel und Delikatessen erhalten, sondern auch Schüsseln und fertig ausgerichtete Diners und Soupers. Auf Bestellung wird man selbst das nötige Geschirr und Silber erhalten. Zu diesen Einrichtungen kommen noch andere. Eine Tekephonzentrale steht dem Publikum zur jederzeitigen Be- Nutzung zur Verfügung, ohne das Personal bemühen zu müssen: wer schreiben will, begibt sich nach dem dezent ein- gerichteten Schreibzimmer, und eine Leihbibliothek, die 89 999 Bände fassen sol' erspart den Weg nach einer Bibliothek. Besonders elegant sind die Damenkleiderateliers aus gestattet, wozu Anprobicrsalons mit Wartezimmern vor gesehen sind. Es sind eigene Lichtzimmer eingerichtet, um die Farben der Stoffe auf ihre Abendwirkung zu erproben Besser und bequemer können es die Damen der Bourgeoisie auch bei ihren bisherigen Kleiderkünstlern nicht haben. Uebcrhaupt ist für die Bedürfnisse der Damen der guten Ge sellschaft, die sicher nicht gering sind, nach jeder möglichen Richtung bestens vorgesorgt. Außer besonderen Damensalons, Damenfrisiersalons ist auch ein Teesalon vorgesehen, damit die Damen der Gesellschaft auch am Wittenbergplatz den wieder in Mode gekommenen Fünfuhr-Tee einnehmen können. Die Höhe der Preise wird dafür sorgen, daß der Plebs von diesen Zusaminenkünften fernbleibt und die Herrschaften ganz unter sich sind. Daß man in diesem Warenhans alles bekommt, was auch anderwärts zu haben ist, braucht nicht besonders gesagt zu werden. Um das Bild von dem Umfange dieses Riesenbetriebes zu vervollständigen, sei noch bemerkt, daß die Zahl der An- gestellten nahezu 2999 beträgt. Die Eröffnung dieser neuen Zentrale des Verschleißes hat bei unseren Mittelstandsrcttern schon großen Unmut hervorgerufen, weil sie wieder einmal sehen müssen, daß ihre Bestrebungen, die moderne EntWickelung zurückschrauben zu wollen, an der Macht der Tatsachen zerschellen. Schon rechnen sie aus, wieviel kleine Existenzen wieder zugrunde gehen und ins Proletariat sinken. Gewiß! Diese Wirkung wird durch Errichtung derartiger mit vielen Millionen arbeitenden Warenhäuser genau so eintreten, wie auf dem Gebiete der Produktion die Großbetriebe die Kleinbetriebe vernichten, weil sie konkurrenzunfähig werden. Es ist die kapitalistische EntWickelung, die diese Wirkungen zeitigt, eine EntWickelung, die sich notwendigerweise vollzieht und die aufzuhalten wir keine Ursache haben. Ucber eine eigenartige Praxis beim Engagement von Personal für das oben näher geschilderte Kaufhaus des Westens wird uns auS den Kreisen der Angestellten geschrieben i Wenn ein Angestellter sich um eine Stellung im„Kaufhaus des Westens" bewirbt, so hat er einen Fragebogen auszufüllen, in dem neben den Fragen nach dem Alter, der früheren Beschäftigungsstclle usw. auch die Frage enthalten ist:„Mitglied welchen kaufmännischen Vereins?" Was will der Inhaber des Kaufhauses des Westens mit dieser Frage? Will er durch sie die klassenbewußten Hand- lungsgehülfen aus dem Betriebe fernhalten— natürlich im Interesse des Käufers? Sollen die guten Schäflcin von den räudigen gesondert werden? Oder welchen Zweck verfolgt nran mit dieser Frage?_ Komimmnlfrcisinn und HauSagrarier. Die Stadtverordneten- Versa in nclung hat, wie bekannt, in ihrer Sitzung vom 21. März sich im Prinzip für die Einführung einer Wertzuwachs st euer aus- gesprochen. Der Beschluß wurde mit nur 65 Ja- Stimmen gefaßt, denen die immer noch recht erhebliche Minderheit von 54 Nein- Stimmen gegenüberstand. Die Gesamtzahl von 1t9 Stimmen bedeutet eine ungewöhnlich starke Beteiligung an der Abstimmung. Am 21. März waren von den 144 Stadt- verordnetenmandaten 7 unbesetzt, außerdem waren 6 Stadt- verordnete beurlaubt; es blieben also nur noch 12 andere Stadt- verordnete, die gleichfalls fehlten. Das Protokoll über jene Sitzung ist jetzt in der letzten Nummer des„Gcmcindeblatt" veröffentlicht worden. Da ist es nun interessant, die A b st i m m un g s l i st e durchzusehen. Unter den 65 Stadtverordneten, die für die Wert- zuwachssteuer stimmten, finden wir 34 Sozialdemokraten und nur 31 Freisinnige. Zu diesen 31 Freisinnigen gehören verschiedene, die zwar„im Prinzip" für die Wertzuwachssteuer stimmten, aber in echt freisinniger Prinzipienlosigkeit entschlossen sind, mit Herrn Wallach dafür einzutreten, daß durch einschränkende Be- stimmungen die Wirkung des Beschlusses möglichst wieder auf- gehoben werden. Diesen 31 freisinnigen, mehr oder weniger zweifelhaften„Freunden" der Wcrtzuwachssteuer stehen gegenüber die 54 anderen freisinnigen Stadtverordneten, die sich von vorn- herein als prinzipielle Gegner bekannt haben. Sätzen im Stadt- Parlament nur ein halbes Dutzend Sozialdemokraten weniger und dafür ebensoviele Freisinnige mehr, so hätte es just so kommen können, daß die Wertzuwachssteuer-Vorlage nicht mal„im Prinzip" angenommen worden wäre. Am 21. März war übrigens die sozialdemokratische Fraktion unter allen Gruppen der Stadtverordnetenversammlung die einzige, die vollzählig vcr- treten war. Da Genosse Gründet sein Mandat bereits nieder- gelegt hatte, so verfügte sie im ganzen über 34 Stimmen, die sämtlich zugunsten der Wertzuwachssteuer in die Wagschale ge- warfen wurden. Von den an der Abstimmung beteiligten Frei- sinnigen stimmten, wie aus den oben mitgeteilten Zahlen ersichtlich ist, fünf Achtel gegen die Wertzuwachssteuer und nur drei Achtel dafür. Von Interesse ist die Frage, in welcher Zahl die Haus- b e s i tz e r gegen oder für die Wcrtzuwachssteuer gestimmt haben. Nach den Vorschriften der Städteordnung muß mindestens die Hälfte der Stadtverordnetenmandate jeder Abteilung den Haus- besitzcrn vorbehalten werden. In der dritten Abteilung, deren Mandate zum größeren Teile bereits im Besitz der Sozialdcmo- kratie sind, läßt die Bestimmung dieses Privilegs sich nur mit Mühe durchführen. So mancher Sozialdemokrat, den die Wähler- schaft als ihren Vertreter in das Rathaus entsenden wollte, hat zu diesem Zweck erst ein kleines Grundstück erwerben müssen. Es versteht sich indes von selber, daß diese sozialdemokratischen Auch- Hausbesitzer die freisinnige Hausbesitzerclique des Rathauses so scharf bekämpfen, wie nur irgend ein Sozialdemokrat es tun kann. In der zweiten und der ersten Abteilung, wo das„liberale Bürger- tum" uneingeschränkt herrschen darf, ist es natürlich leichter, immer die vorgeschriebene Mindcstzahl von Hausbesitzern zu beschaffen. Da gehören sogar sehr viel mehr als die Hälfte der Mandate den Hausbesitzern. Die Gesamtzahl der Hausbesitzer in der Stadt- verordnetenversammlung ist aber nicht so einfach festzustellen. Sie wechselt oft und rasch, da manche dieser Privilegierten einen sehr flotten Grundstückshandel betreiben, so daß sie heute als Haus- besitzer gelten, über vier Wochen als simple Nicht-HauSbcsitzer dastehen und nach weiteren vier Wochen schon wieder zu den Haus- besitzern aufgerückt sind. ES darf angenommen werden, daß im Durchschnitt etwa zwei Drittel aller Stadtver- ordneten-Mandate in Händen von Hausbesitzern sind. Wie stark ist nun aber die Hausbesitzerclique unter den Gegnern der Besteuerung mühelosen Gewinnes vertreten? Unter den 54 Freisinnigen, die gegen die Wertzuwachs- steuer stimmten, ist der Anteil der Hausbesitzer sehr viel größer als zwei Drittel. Wir zählen da 49 Hausbesitzer heraus und nur 14 Nicht-Hausbcsitzer. Die Zahlen sind nicht ganz sicher; weniger als 49 Hausbesitzer werden es hier aber kaum sein, eher noch mehr. Auch unter den anscheinend 14 Nicht-Hausbesitzern sind noch etliche, die mit dem Hausagrariertum eng verschwistert sind. Selbst den Schützer der Terrainspekulanten, den tapferen Herrn Kaempf, mußten wir den„Nicht-Hausbesitzern" zuzählen, weil er selber gegenwärtig kein Grundstück zu besitzen scheint. Unter den 31 Frei- sinnigen, die für die Wertzuwachssteuer stimmten, waren zwar gleichfalls Hausbesitzer, aber wir zählen hier nur 11 heraus. Man sieht, wie gering hier der Anteil der freisinnigen Hausbesitzer ist. Und man erkennt, wie sehr dem zum Freisinn haltenden Hausagrariertum das Vorrecht zustatten kommt, das durch die Städteordnung dem Häuflein der Hausbesitzer reserviert worden ist. Die Personen- und Gepäcktarifreform bringt den Radfahrern eine Neuerung. Bisher hatten dieselben für die Beförderung ihres Rades im Berliner Vorortverkehr(wie im Fernverkehr) 59 Pfennige zu entrichten. Dieser allerdings recht hohe Frachtbetrag wird für den Berliner Vorortverkehr mit dem 1. Mai d. I. auf 39 Pfennige ermäßigt und zugleich der Uebergang von einer Vorortstrecke auf die andere— ohne Nachzahlung— zugelassen. Für die Ueber« führung des Rades von einem zum anderen Vorortbahnhofe hat der Reisende natürlich selbst zu sorgen, also z. B. wenn der Radfahrer von Oranienburg mit einer Vorortkarte über Berlin nach Zossen fährt, so zahlt er für die Beförderung seines Rades nur einmal die tarifarische Gebühr von 39 Pf., muß sein Rad aber vom Stettiner Vorort- nach dem Potsdamer Ringbahnhofe selbst über« führen. In den Personen- und Gepäcktarifsätzen der Berliner Stadt» und Vorortbahnen wird im übrigen durch die Neuordnung der Dinge nichts geändert. Für Rutscher und Führer von Wagen aller Art ist eine Be- kannimachung von erheblichem Interesse, die der Polizeipräsident veröffentlicht und die folgenden Wortlaut hat: Die berechtigten Klagen über die rücksichtslose Art und Weise, in der Straßen- geführte aller Art durch unbegründet langes Verweilen auf den Straßenbahnschienen und Nichtbeachten der gegebenen Warnungs- zeichen sowie durch unvorsichtiges und zu schnelles Fahren an den Straßenbahnhaltestellen den öffentlichen Verkehr beeinträchtigen und gefährden, geben mir erneut Veranlassung, nachstehendes zur öffentlichen Kenntnis zu bringen: Nach Z 3 der Polizeiverordnung betreffend die mit Maschinen betriebenen Straßenbahnen vom 8. Dezember 1996 haben beim Ertönen von Warnungszeichen der Straßcnbahnwagcnführer auf der Fahrbahn befindliche Fußgänger, Reiter, Radfahrer und die Führer von Wagen und Vieh sofort die Fahrbahn für den Bahn- betrieb freizugeben. Nach§ 4 derselben Verordnung haben, wenn an den Haltestellen Straßenbahnwagen halten, der Haltestelle sich nähernde Reiter, Radfahrer und Fuhrwerke ihre Geschwindigkeit zu mäßigen und so weit Raum zu geben, daß die Fahrgäste beim Ein- und Aussteigen nicht gefährdet werden. Entwickelt sich an den Haltestellen ein lebhafterer Verkehr zu- und absteigender Personen, so kommt außerdem 8 54 Nummer 6 der Straßenordnung vom 31. Dezember 1899 zur Anwendung, der den Fuhrwerken das Schrittfahren vorschreibt. Die Straßenaufsichtsbcamtcn sind an- gewiesen, die Befolgung der vorstehend erwähnten Bestimmungen streng zu kontrollieren. Im Interesse der Sicherheit des Straßen- Verkehrs wird das Publikum ersucht, die Beamten hierin zu unter- stützen. Prof. Dr. Arthur Hartmann hat mit Uebernahme seiner Siek- lung als leitender Arzt der Abteilung für Ohren-, Nasen- und Halskranke am Rudolf Virchow-KrantenhauS sein Amt in der städti- schen Schuldeputation niedergelegt. Zu gleicher Zeit ist er aus dem Vorsitz der freien Vereinigung der Berliner Schulärzte ausgeschieden und Sanitätsrat Dr. Paul Meyer an seine Stelle getreten. Mit Herrn Hartmann scheidet ein Mann aus der Schul. deputation, der sich auf dem Gebiete der Schulgefundheitspflege sehr glücklich betätigte. Seine äußerst instruktiv gehaltenen eingehenden Berichte über die Wirksamkeit der Berliner Schulärzte enthielten reichhaltiges Material, um in dieser Richtung vorwärts zu treiben. Wir haben erst kürzlich seinen letzten Bericht besprochen. Sollte etwa Herr Hartmann an einer gewissen Stelle angestoßen haben? In der gestrigen Sitzung der Deputation für das Turn- und Badewcsen wurde beschlossen, den unentgeltlichen Schwimmunterricht für Gemeindeschüler in diesem Sommer weiter auszugestalten. Die Spielplätze aus den städtischen Gemeindeschulhöfen sollen von den Mitgliedern, der Deputation hesichtigt und dann soll festgestellt werden, welche von den Hösen und Plätzen für die Spiele einzurichten sind. Außerdem beschäftigte sich die Deputation mit der Einrichtung eines etwa 12 Morgen großen öffentlichen Spielplatzes im„Schiller- Hain", der bekanntlich auf den Rehbergen errichtet werden soll, sobald das Konkurrenzausschreiben von Erfolg gekrönt ist. „Soziales" aus der Berliner Strahenreinignng. In Ihrer gestrigen Plummer— so schreibt uns ein städtischer Arbeiter— sind die Bestimmungen für den Besuch der städtischen Pflichtfortbildungsschule bekannt gegeben. Alle männlichen Arbeiter eines gewerblichen oder kaufmännischen Betriebe? sind danach ver» pflichtet, soweit sie das 17. Lebensjahr noch nicht überschritten haben, am Unterricht teilzunehmen. Demgegenüber ist es wohl von Interesse zu erfahren, daß dieselbe Berliner Stadtverwaltung, deren Magistrat den Fortbildungsschulzwang erfreulicherweise nach langem Drängen durchgeführt hat, es ihren jugendlichen Arbeitern geradezu verbietet, die Fortbildungsschule zu besuchen. Das trifft auf die zirka 599 Burschen der Berliner Straßenreinigung zu. Man würde eine solche Bildungsfcindlichkcit in einer sogenannten „liberalen" Kommunalverivaltung nicht für möglich halten, wenn der Berliner Magistrat in solchen und ähnliche» Dingen nicht schon Aehnliches geleistet hätte. Trotzdem hat vor nicht zu langer Zeit der Arbciteruusschutz der Straßenreinigung den Versuch gemacht den in diesem Betriebe tätigen jugendlichen Produkten der be— rühmten preußischen Volksschule die Wohltat des FortbildungS. schulunterrichts zu teil werden zu lassen. Doch da kam er schön an. Der Herr Direktor verschanzte sich hinter das Gesetz, nach welchem nur in„gewerblichen" Betrieben beschäftigte jugendliche Arbeiter heranzuziehen seien; zu diesen Betrieben zähle die Straßenreinigung aber nicht— also sei man nicht gehalten, die Burschen der Fortbildungsschule zuzuführen. An der Rück- ständigkeit dieser Auffassung, die immer erst durch Gesetze spara- graphen vorwartsgepeitscht sein will, ändert die weitere Versiche- rung des Direktors, daß auch er die Fortbildung der Bursckien wünsche, absolut nichts; im Gegenteil: sie wird nur noch treffender dadurch beleuchtet. Ein jeder weiß aber auch, was von einer solchen theoretischen Sympathicerklärung S» halten ist, wenn er erfährt, daß die jungen Burschen der Straßenreinigung täglich von 8 bis 8 Uhr(einschließlich der Pausen) Dienst tun müssen, der nur vier» zehntägig von einem freien Sonntag unterbrochen wird. Diese lange Arbeitszeit stellt eine Ausbeutung der Arbeitskraft Jugend» tichcr dar, wie sie ein privater Lehrlingszüchter nicht besser fertig brächte. Aus der Tatsach« erhellt aber auch daß nicht die gefetz» lichen Bestimmungen, sondern der durch den Schulbesuch notwendige Ausfall an Arbeitszeit es ist, welcher die Direktion der Berliner Straßenreinigung veranlaßt, die jugendlichen Arbeiter von der Teilnahme am Fortbildungsschulunterricht fernzuhalten. Wahr. haftig ein beschämendes Zeugnis über den Geist«liberaler" Sosial» Politik! Nach einer Verfügung des Magistrats von Berlin werden in Zukunft Gehaltsaufbesserungen nur noch von drei zu drei Jahren erfolgen; die Beamten werden ersucht, bei chren Gesuchen usw. Herauf Rücksicht zu vcchnvn� Tie Burcauassistcntett, die bei der letzten ÄehultKaufbcsserung leer ausgegangen sind, hielten deshalb -kürzlich in der Brauerei Kouigstadt eine gut besuchte Versammlung ob, in der einstimmig beschlasscn wurde,. den städtischen Körper- 'schatten das lebhafteste Bedauern darüber auszudrücken, daß trotz der durch die allgemeine Verteuerung der Lebensbedürfnisse hervor- yerufcnen Rotlage der Beamten eine Nevisioir der Bcamtenbesol- dungcn erst ISM vorgenommen werden soll. Scharf kritisiert wurde das Verhalten der Abgeordneten, die im Reichstage und Landtage wiederholt eine sofortige Aufbesserung der Beamtcngchälter der- langt haben, in der Stadtverordnetenversammlung dagegen für eine Aufbesserung der Bcamtengchältcr nicht eingetreten sind. Wen» der Magistrat aust dem Gebiete der Gehalts- und Lohn- fragen„Ruhe" haben will, mutz er sich erst zu einer den Verhält- Kissen entsprechenden Regelung der Gehalts- und Lohnfragen der- stehen. Insbesondere trifft dies zu auf die Lohnfcstsctzung für die städtischen Arbeiter. Diese sind im letzten Etat tu einer geradezu stiefmütterlichen Weise bedacht worden, wofür sie auf Jahre hinaus sich seder Forderung begeben sollen, ganz abgesehen davon, daß zahlreiche Kategorien städtischer Arbeiter überhaupt gänzlich leer ausgegangen sind. Mit den vorjähoigen Versprechungen, bei der Lohnfestsetzung auf die teuren Lebensverhältnisse Rücksicht zu tichmen, stimmt das aus den letzten Etatsberatungcn zu ziehende Fazit nicht überein. Ten schönen Versprechungen sind die Taten nicht gefolgt. Von der freisinnigen Verwaltung war allerdings nichts anderes zu erwartein Das Eisenbahnunglück in Karow an der Stettiner Bahn fand gestern nachmittag in der Versteigerung von 1ö bei dem Unglück mehr oder tocniger verletzter Pferde ein Nachspiel. Der Besitzer der Pferde hatte die Zurücknahnic verweigert, so daß die Eisenbahn- direktion sie zur Auktion stellen mußte, lieber 300 Kauf- l u st i g e hatten sich am Bahnhof Blankenburg eingefunden und in- sölge dieses großen Andranges mußte die Versteigerung au der Chaussee stattfinden; der Vorplatz bot nicht Raum genug. Die Pferde, welche durchwog nur leichte Fleisch- und Quetschwunden bei dem Eisenbahnunglück davongetragen hatten, brachten etwa 7000 Mark ein. Der niedrigste Preis betrug 3S0 Mark, der höchste 600 Mark für ein Pferd. Die Tiere waren noch sehr unruhig ufid schwer zu halten. Eine braune Stute riß sich los und zagte über die neubestellteu Felder davon. Bis das Tier wieder eingcfangen tverden konnte, hatte es einen erheblichen Schaden angerichtet, den die beteiligten Landwirte sofort anmeldeten. Die Trümmer der Lokomotive des verunglückten Güterzuges liegen noch im Graben beim Stellwerk 12. Das Wasser des Grabens fließt lustig durch das Räderwerk der Maschine. Die Hebungsarbciten sollen jedoch in diesen Tagen vollendet werden. Die Lokomotive muß auseinander genommen werden, um den Verkehr auf der Strecke nicht zu stören. Drei Waldbrände haben in den letzten beiden Tagen in der nördlichen Umgebung Berlins stattgefunden. Bei Tegel ist eine Fläche von etwa 35 Quadratruten abgebrannt. Die Ursache des Feuers dürste hier auf unvorsichtiges Fortwersen eines brennenden Zündholzes oder Zigarrenrestes zurückzuführen sein. Bei S ch i l- d o w entstand in der Nähe der Anlagen der Berliner städtischen Gutsberwaltung ein Brand durch das Auswerfen von Funken aus dem Schornstein einer Lokomotive der Eisenbahn. Das Feuer konnte von Passanten rechtzeitig gelöscht werden.— Eine sehr bedeutende Fläche brannte aus derselben Ursache bei Zühlsdor an der Reinickendorf— Liebentvakdec Bahn ab. Ein Rechtsanwalt erstickt. Ein trauriges Ende hat ein hiesiger junger Rechtsanwalt gefunden. In der letzten Nacht ist der 33 Jahre alte Rechtsanwalt Ernst Simon, der mit dem Rechtsanwalt Karl Ulrich zusammen praktizierte, erstickt. Das gemeinsame Bureau der beiden Anwälte befindet sich in Alt-Moabit 133. Dort wohnt Rechtsanwalt Ulrich mit feiner Familie im ersten Stock, während der unverheiratete Rechtsanwalt Simon im Erdgeschoß sein Junggesellenheim hatte. Simon kam vorgestern abend mit seinem Kollegen um 11 Uhr nach Hause und legte sich auf das Schlafsofa. Um 1 Uhr nachts rief er:„Ich ersticke!", riß die Tür auf, eilte in den ersten Stock hinauf, klopfte bei Herrn Ulrich an und bat ihn, ihm zu öffnen. Kaum in die Wohnung ge- kommen, brach er zusammen, und nach fünf Minuten starb er in Armen der Gattin seines Sozius. Ein Arzt konnte die Todesursache nicht bestimmt angeben. Die Leiche wurde daher zur Obduktion be« schlagnahmt. Wahrscheinlich hat Simon im Liegen Nüsse gegessen und ist an einem Stück, das ihm in die Kehle geriet, gestickt. Simon stammte aus Deutsch-Krone und kandidierte dort für die anti- semitische Reformpartei zum Reichstag. Zwei schwere Automibilunfälle haben sich Freitag Abend zuae- lraAen. An der Ecke'der Taucnzicn- und Paffaucrstraße wurde die 18jährige Verkäuferin Gertrud Nikodem, Unionstratze 6/7 wohnhaft, von einem Bedagwagen überfahren und mit schweren inneren und äußeren Verletzungen nach dem Krankenhaus Moabit gebracht. TaS junge Mädchen war beim Ueberschreiten des Fahrbairtmes von dem Kraftwagen Nr. 10 064 erfaßt und zu Boden geschleudert worden. Die Räder gingen ihr über die Brust und die Unter- schenke! hinweg.— Am Halleschen Tor wurde der Kaufmann Kenner von einem Droschkenautomobil umgerannt und schwer der- letzt. Die ersten Notverbände erhielt er auf der Unfallstation l. Vermißte. Auf einem Ausflüge ist der fünfjährge Sohn der Witwe Menzel aus der Ruppinerstraße 45 verloren worden. Der Knabe war von seinen Angehörigen vor einigen Tagen mit nach Plotzensee genommen worden und als man sich abends zur Heim- kehr rüstete, wurde er plötzlich vermißt. Vergeblich suchte man stundenlang nach dem Kinde. Was aus ihm geworden ist, konnte auch bis gestern noch nicht festgestellt werden. Der verschwundene Knabe ist mit blau und weih gestreifter Waschtfluse, dunkelblauem Samthöschen, schwarzen Strümpfen und Schnürstiefeln bekleidet.— Außerdem ist der Eisenbahnbetriebssekretär Karl Franke aus der Großbeerenstraße 43 verschwunden. F. entfernet sich am 2. April von seinen Angehörigen und ist seitdem verschwunden. Es wird angenommen, daß ihm ein Unglücksfall zugestoßen ist. Der Ver- mißte trägt dunklen Gehrock, dunkle Hose und schwarzen Schlapphnt. Aus der Irrenanstalt Herzberge sind wiederum vier im sicher- hcitspolizeilichcn Interesse untergebrachte Geisteskranke entflohen. Die Kranken haben offenbar Nachscklüssel besessen und sind nicht, wie sonst üblich, durch Ueberklctteru der Mauern, sondern durch die für sie sonst verschlossenen Ausgangstüren ins Freie gelangt. Bon einem Autoomnibus überfahren wurde heute nachmittag nach 6 Uhr vor dem Eafü Friedrichshof, Ecke Friedrich- und Kochstraße. ein Knabe von 14 Jahren beim Verlassen eines Straßenbahn« Wagens an der Haltestelle. Die schweren Räder gingen dem Knaben über beide Oberschenkel und zermalmten dieselben. Der schwer verletzte Knabe wurde sofort durch einen Schutzmann in einer Droschke nach der Unfallstation Kronenftraße und, nachdem er dort verbunden, nach einem Krankenhause gebracht. Noch am späten Abend bezeichnete eine große Blutlache auf dem Asphalt die Stelle deS Unfalles.. Ein tödlicher Straßenbahnunfall ereignete sich gestern um'/.S Uhr nachmittags in der Pnttlitzstraße. Als sich zur genannten Zeit der dort haltende Straßenbahnwagen Nr. 1205 der Linie 10 lRichtung Schlesischer Bahnhof) in Bewegung fetzte, lief der dreijährige Knabe Kotze aus der Salzwedlerstr. 14, ver mit anderen Kindern auf der Straße spielte, unmittelbar vor dem Waggon auf das Straßenbahn« gleis. Trotzdem der Führer des Motorwaggons alle Bremsmittel zur Anwendung brachte, gelang es ihm nicht mehr, den Wagen recht- zeitig zum Stehen zu bringen. Der Kleine wurde umgestoßen und kam mit dem Oberkörper unter die rechte Ecke des Schutzrahmens zu liegen. Durch das Personal de? VahnwagcnS wurde das Gefährt mittels mitgeführter Winden angehoben, doch konnte der Knabe nur uoch als Leiche hervorgeholt werden. Dem Kinde war der Leib auf- gerissen und der Hals stark gequetscht worden. Die Leiche des Knaben wurde nach der elterlichen Wohimng geschafft: die herbeigerufene ftattmit trat mcht mehr in Ein weiterer Unfall, bei welchem ebenfalls ein Kind verletzt wurde, fand um t2 Uhr mittags in der Skalitzerstraße statt. Vor dem Hause 147» des genannten Straßenzuges wurde der. fünfjährige Knabe Otto Lehmann von dem herannahenden Straßenbahnzug Nr. 1446 der Linie 89(Richtung Hallesches Tor) umgestoßen und kam neben dem Wagen zu liegen. Der Knabe hatte nicht unerhebliche Hautabschürfungen am Kopfe und und an der linken Hand davongetragen. Auf der Unfallstation erhielt er einen Notverband und wurde dann nach der elterlichen Wohnung, Skalitzerstraße 147 gebracht. Gesperrt. Die Oberwallstraße zwischen HauSvoigieiplatz und Französischestraße und die Jägerstraße zwischen Kur- und Mark- grasenstraße werden Kanalisationsarbeiten halber vom 7. d. Mts. ab vis auf weiteres für Fuhrwerke und Reiter gesperrt. Ebenfalls ge- sperrt wird der Kreuzdamm der See- und Müllerstraße vom 8. d. Mts. ab für Fuhrwerke und Reiter gesperrt. Wegen eines schweren Unfalls wurde die Feuerwehr gestern nachmittag nach der Markgrafen- stcaße 43— 44 gerufen. Dort war auf dem Grundstück der Berliner Elektrizitätswerke beim Transport eines großen Dampfkessels das hölzerne Untergestell des Wagens unter der Last gebrochen und ein Mann unter die Räder gekommen. Der Mann wurde schwer ver- letzt hervorgeholt und nach der Charite gebracht. Ans den April-Bariets-Programmcn ist das des 28 a lh a l l a- Theaters noch besonders zu erwähnen. Eine nette gymnastische Szene im Caföhaus bringen Grepp und Scheffield zur Dar- stellung, während auf dem Gebiete der Komik die excentrischen Komö- dianten The O'Neils ihr reichliches Teil zur Belustigung des Publikums beilragen. Als schwedisch-deutsches Tanzduett stellen sich die Geschwister Norina vor und Franz Rainers Tiroler Sänger und Tänzer aus dem Zillertal tun ein übriges, um Gesang und Tanz im Programm nicht zu kurz kommen zu lassen. Auch die zirzensische Kunst hat auf dieser Varistö- bühne durch die Spiele zu Pferde der Geni Family eine Stätte gefunden. Zu seinem vollen Recht kommt der Humor durch die Leistungen des Herrn Fritz Brand, des Frl. Gallus und der musikalischen Pierrots I i m und I am. Auch das P a l a st- T h e a t e r hat ein umfangreiches Spezia- litäten-Programm für den April zusammengestellt. In einen reichen bunten Teil, in welchem Soubretten mit Humoristen, Duettisten und anderen IKünstlern abwechseln, ist ein kleiner einaktiger Schwank: „Onkel Moritz" eingereiht, der Lachmuskeln und Hände des Publikums in lebhafte Beivegung bringt. Aus dem bunten Teil sind besonders die Leistungen von Alcide und Alberti in ihrem Bühnenlnftakt und die der Kngelläufer Hassan und Miß Jenny an- erkennend hervorzuheben. Feuerwchrbcricht. Gestern früh um 7% Uhr kam im Erd- geschoß des Hauses Puttkainerstraße 23 ein gefährlicher Brand aus, wobei der 81jährige Zahlmeister a. D. Albert Her dt mann in die größte Lebensgesahr geriet. Ter bedauernswerte alte Mann hat bei dem Brande Brandwunden 1., 2. und 3. Grades am Kopf und Händen erlitten. Er wurde bewußtlos von der Feuerwehr im Zimmer liegend aufgefunden. Brandmeister von Bergen ließ sofort Wiederbelebungsversuche anstellen und es gelang mit Sauerstoff den alten Herrn zu retten. Da sein Zustand bedenklich lvar, wurde er sofort mit einem Tender nach der Charitce gebracht. Die Flammen hatten Möbel, Kleider, Tapeten, den Fußboden, die Schaldeckc, die Tür und'die Fensterrahmen ergriffen und sollen durch Unachtsamkeit entstanden sein. In der Nacht mutzte ein großer Brand in der Kommandanten- stratze 5V gelöscht werden. Dort stand um 3 Uhr die Fächcrgestell- fabrik von Nielsen im 2. Stock des Seitenflügels in Flammen. Diese erfaßten das Zwischengebälk und den.Dachstuhl. Durch Flug- fcuer geriet um 4 Uhr der Dachstuhl des Nebenhauses Komman- dantenstraße 51 in Brand. Die Aufgänge waren so verqualmt, daß ein Steckleitergang vom Hofe aus errichtet wurde, über dem Sappeure vorgingen. Einer drang über die Treppen bis zum Brandherd vor, nachdem er eine Rauchkappe aufgesetzt hatte, die das Atmen ermöglichte. Der Schaden ist bedeutend, indes durch Versicherung gedeckt. Ein dritter Brand, der in der Krautstraße 6 in einem Restaurant gestern früh um 6 Uhr auskam, beschäftigte den Zug längere Zeit. Der 16. Zug hatte in der Uferstraße 3 zu tun, wo ein Stall um Mitternacht brannte. Es gelang die Pferde in Sicherheit zu bringen und den Brand auf den Stall zu be- schränken. Der 20. Zug wurde nach der Petristraße 20/30 gerufen, wo in einem Engrosgeschäft Verpackungsmaterial von Bekeuch- tungslörpern brannte». Wegen eines Zimmerbrandcs erfolgte ein Alarm nach der Rittcrstraße 107. Gardinen und Möbel brannten dort. Ferner liefen noch Feuermeldungcn aus der Paulstraße 33 und anderen Orten ein. In der Leipzigerstraße 10 war nachts die Wasserleitung undicht geworden und das Wasser, durch die Decken gedrungen. Arbeiter-Samariter-Kolonne. Heute nachmittag 2 Uhr spricht Herr Dr. Schwab im kleinen Saale bei Obst, Meiningerstraße 8 in Schöneberg über„Wstammungsthcorie". Das Erscheinen aller Mitglieder wird erwartet. Ebenso sind Gäste zugelassen. Der Sommerkursus beginnt in der 1. Abteilung am 6. Mai; in der 2. Abteilung am 13. Mai; in der 3. und 4. Abteilung am 16. Mai. Lehrpläne sind schon jetzt beim Vorsitzenden E. Stein, Charlottenburg, Kaiser Fricdrichstraße 40. zu haben, Vorort- JVachncbten. Schöneberg. Stadtrat Räther, der am 1. April dieses Jahres ans dem Magistratskollegium ausgeschieden ist, hat auf Beschluß der städtischen Körperschaften den Titel.Stadtältester" erhalten. Charlottenbnrg. Ein tödlicher Banunfall ereignete sich gestern vormittag auf dem von der Firma Schrobsdorf aufgeführten Neubau am Tegeler Weg. Dieser Neubau ist bereits bis in die vierte Etage gediehen, wo die Maurer gestern mit dem Ausmauern der Balken beschäftigt waren. Bei dieser Arbeit stürzte der 17jährige Maurcrlchrling Willy Ziehn herunter. Er schlug beim Herunterfallen auf die Erkcrträger der zweiten Etage und von dort fiel der Verunglückte zur Erde. Der Tod trat auf der Stelle ein. Auf welche Ursachen dieser Unfall, wodurch wiederum ein blühendes Menschenleben ver- nichtct wurde, zurückzuführen ist. konnte im Augenblick nicht er- mittelt werden. T rcptow-Baumsch ulenweg. Die Gemcindearbeiter wurden bisher ohne eine Zlrbeits. ordnung und ohne eine bestimmte Lohnskala beschäftigt. Zur Be- 'eitigung dieses Zustandes reichten unsere Genossen in der Ge- meindevertretung Verbesserungsanträge im Oktober vorigen Jahres ein. Der Gehalts-Ausschuß hatte sich hiermit beschäftigt und in einigen Punkten denselben seine Zustimmung gegeben. Die Dis- kussion hierüber setzte mit der Frage ein, ob es zweckmäßig sei. einen ilrbeiterausschuß bilden zu lassen. Dieses wurde verneint. weil bei der geringen Anzahl von 14 Wegearbeitern. 13 Kanali. sationSarbeitern und 4 Meßgehülfen cS sich nicht lohne, obgleich man im Prinzip mit einem Ausschüsse einverstanden war.— Die tägliche Arbcuszcit auf neun Stunden zu bemessen, wurde ab- gelehnt und soll die zehnstündige beibehalten werden.— Der An» nag, daß der Anfangslohn für alle erwachsenen männlichen Ar- bester, soweit nicht höhere Löhne für besfimmte Arbeiten festgesetzt ind, 27 M. betragen solle, wurde ebenfalls abgelehnt; dagegen be» 'chlossen, den Lohn pro Stunde auf 40 Pf. festzusetzen, welcher nach 2jährigcr Tätigkeit um 2Vj und nach 5jähriger sich um 5 Pf. erhöht. Den Vorarbeitern wird eine Funktionözulage von 50 Pf. pro Tag gewährt. Ebenfalls abgelehnt wurde der Antrag, für außerhalb der säßjtßpjenmbißm 20 LS Al-S. unfc fiii Sic tzci RaM uni des>SonntagS zu leistende Arbeit 50 Proz. Aufschlag zu gewähren. Angenommen dagegen wurde der Antrag, die gesetzlichen Feiertage, soweit sie asif einen Wochentag fallen, mitzubczahlen. Der Antrag. im Erkrankungssalle den noch nicht 1 Jahr in der Gemeinde be- schäftigten Arbeitern auf die Dauer von' 13 Wochen und den über 1 Jahr beschäftigten auf die Dauer von 26 Wochen die Differenz zwischen Lohn und Krankengeld zu zahlen, wurde abgelehnt. Es soll jedoch bei achttägiger Krankheit die Karenzzeit bezahlt werden. — Der Antrag:„In Fällen militärischer Uebungen ist der Lohn nach Abzug der rcichsgesetzlichen Unterstützungen fortzubezahlen". wurde mit dem Zusatz:„nach einjähriger Tätigkeit" angenommen. — In Krankheitsfällen usw. in der Familie. Erfüllung staats- bürgerlicher Pflichten wird ein angemessener Urlaub gewahrt.— Der Antrag, daß Arbeiter, welche sich ein Jahr im Gemeindedienst befinden, 7 Tage und nach 5 Jahren 14 Tage Sommerurlaub unter Fortbezug ihres Lohnes erhalten sollen, wurde abgelehnt. Hingegen sollen nach 2jährigcr Tätigkeit 3 Tage und nach 5jähriger Tätigkeit 7 Tage Urlaub unter Fortbezug des Lohnes gewahrt werden; der Urlaub soll in die Zeit vom 1. Mai bis 1. Oktober fallen. Die Kommission, welcher auch Genosse Gramenz angehört. beschloß, diese Arbeitsordnung am 1. April unter Zustimmung der Gemeindevertretung in Kraft treten zu lassen. Eine Spezial- beratung bleibt jedoch einer späteren Sitzung vorbehalten. Hohen- Schönhansen. ' Auf zur G-meindestichwahl! Gegen die im März des Jahre» 1006 stattgcfundcne Ersatzwahl zur Gemeindevertretung, in welcher es den Gegnern noch einmal gelang, die Mandate der dritten Klasse für sich zu gewinnen, erhoben einige Parteigenossen Protest. Nach Jahresfrist ist endlich diesem Protest durch Urteil des Kreis- ausschusses stattgegeben und die Mandate unserer Gegner für un- gültig erklärt worden. Die nunmehr am 27. März d. I. erfolgte Nachwahl hat noch keine Entscheidung gebracht. Durch ungünstige Festsetzung des Wahlaktes war es vielen Arbeitern nicht möglich, ihr Wahlrecht auszuüben, weshalb es den Gegnern beinahe ge- langen wäre, die Mandate der dritten Klasse an sich zu reißen. Glücklicherweise mißlang dieses; um eine Stimme Handelle es sich und unsere Parteigenossen wären Sieger gewesen. Wähler der dritten Klasse! Von neuem tritt die Pflicht an Euch heran. Eure Rechte zu wahren! Auch diesmal zur Stichwahl, welche am Dienstag, den 0. April, stattfindet, ist die Wahlzeit wieder für die Arbeiter ungünstig angesetzt und zwar mittags von 12 bis 3 Uhr. Zum wuchtigen Protest gegen diejenigen, welche das karge Wahlrecht der Minderbemittelten noch erschweren wollen, sollte jeder seine Stimme den Kandidaten der Sozialdemokratie, den Genossen Eigentümer Max Sicbcnwirth und ?l r b e i t e r Friedrich Grütt geben. Auf zur Wahl! Vermilebtes. Auf den Prellbock gefahren. Der aus Graz kommende Personen- zug fuhr infolge Versageus der Bremse ber der Einfahrt in den Troppauer Bahnhof mit großer Kraft auf den die Einfahrts- gleise abschließenden Prellbock. Mehrere Waggons wurden stark beschädigt, ein Reisender tödlich und neun mehr oder minder schwer verletzt. Furchtbarer Mord. Ein junger Mann aus Roxel, der seine in der benachbarten Gemeinde A l t e n e s s e n wohnenden Verwandten besucht hatte, wurde in der Nacht vom Ostersonntag zum Oster« montag in der Kurzestraße mit aufgeschlitztem Leib aufgefunden. Im Krankenhaus ist er jetzt gestorben. Woher er die furchtbaren Verletzungen erhalten hat, ist noch nicht festgestellt. Eine verzweifelte Mutter. In Oberstein vergiftete sich eine Wöchnerin mit ihrem ncuntägigen Kinde. Man nimmt au, daß die Tat in geistiger Umnachtung verübt wurde. Soldaten-Selbstmord. Der Musketier Herbert vom Infanterie- Regiment Nr. 117 wurde, einer Mainzer Meldung zufolge. in der Gemarkung Alzey erschossen aufgefunden. Er hatte Urlaub über Ostern nach Alzey erhalten. WaS ihn zum Selbstmorde bestimmte, ist noch nicht festgestellt. Verhaftet worden sind gestern in Malmö die beiden Männer. die am 18. März in dem Personenzug von Simrishamn nach Malmö einen Postraub verübten. Der eine, ein früherer Hülfspostbote, ist geständig, während der andere, ein Agent, die Tat bestreitet. Ein Orkan in Amerika. Wie aus New Jork gemeldet wird. hat ein Orkan die Brücken in Alexandria im Ssaate Louisiana zerstört, wobei eine Anzahl Personen ums Leben kam und viele verletzt wurden. Femer wurden über 100 Häuser durch die Gewalt des Sturmes demoliert. Einer späteren Meldung zufolge sollen 25 Personen umgekommen und 50 schwer verletzt worden sein._ Berliner Marktpreise. AnS dem amtlichen Bericht der städttlchen Marllhaven-Direktion.(Großhandel.) Rindfleisch I» 68—72 pr. 100 Psd.. II» 62—67, lila 58-61, IV» 00-00, dän. Bullen 60—62, Holl. 0,00. Kalbfleisch. Doppetländer 100—125, la 90-96, Na 80-88, INa 00-00, Holland. 0,00, dän. 57—64. Hammelfleisch la 66—70, IIa 62—65. Schweinefleisch 48—56. Rehwild, plomb. per Psd. 0,83—0,85. Rothirsch, do. 0,00. Rolhnsch, Abschuß 0,00. Damhirsch 0.00. Wildschweine 0,41-0,43. Frischlinge 0,45. Kaninchen per Stück 0.55—0,90. Hiihner, alle, per Stück 1,50-3,00, do. Na 1,20—1,40, do. junge 0,80—1,50. Wolgahühncr 1,40—1,80. Tauben 0,30—0,80, italienische 0,00. Enten per Stück 1,80—2,00, dilo Eis- per Stück 2,00—3,00, Hamburger per Stück 3,75 bis 4,75, Gänse, Hamburger per Psund 1,10—1,20, dito EiS- 0,45—0,58. Hechte per 100 Psund 65—86, grog 50, matt 0,00. Zander mittel 0,00, unsortiert 0,00, do. matt 0,00. Schleie, Holl. 76—81, do. groß 0,00, do. Nein 0,00. Aale, groß 182—135, mittet 0,00, klein und mittel 89. Plötzen. oiatt 36, do. groß 58—64, do, 45—48. Karpfen 40— 50er 0,00, do. 50— 70cr 0,00, do. 40er 0,00. Bleie 48—50. Aland 52-54. Bunte Fische 48—80. Barse, mall 50. Karauschen 0,00. Bleisische 5. Weis 60. Quappen 0,00. Amerikanischer Lachs la neuer per 100 Psd. 110—130, do. Na neuer 90—100, do. INa neuer 75. S-clachS 20-25. Sprotten, Kieler, Wall 1.00-1,50, Dan, ig«. Kiste 0,80 bis 1,00. Flundern, Kieler, Stiege la 3—4, do. mittel ver Kiste 8—3, Hamb. «liege 4—6, halbe Kiste 2,00. Bücklinge, per Wall Kieler 3,00—4,00, «ttalsunder 3,00—3,50. Aale, groß per Psd. 1.10—1,40, mlltelgrotz 0.80—1,00, klein 0,60—0,80. Heringe p.Schock 5—9. Schell fische Kiste 2,50—4,00, da.>(, Kiste 2—2,50. Kabliau, geräuch. p. 100 Psd. 20—25. Heilbult 0,00. Sardellen, 1902er per Anker 95, 1904er 93, 1905er 90, 1906 er 75—80. schottische Lollheringe 1905 0,00, large 44-48, füll. 38-40, med. 36-42. beulte 37-44. Heringe, neue MaljeS, per To. 60—120. Sardinen, russ.. Faß .50—1,60. Bratheringe. Büchse(4 Liter) 1,50—1,75. Neunaugen, Schocksaß 11, kleine 5—6, Riesen» 14. Eier, Land-, per Schock 3,40—3,80. Butter per 100 Psd. la 106-108. N» 103-105, INa 98-102, absallende 90-95. Saure Gurken Schock 4.10—4,50, Psestergurke» 4,00—4,50. Kartoffeln »er 100 Psd. 0,00, rnagnurn bonurn 2,50—2,75, Dabersche 2,25— 2,50, Rosen 0,00, weiße 2,00—2,25, Salatlartoffeln 8,00. Spinat per 100 Psund 30—35. Karotten per 100 Psund 18—20. Sellerie, hiesige, per Schock 4,00-10,00, do. pommersche 6,00—12,00. Zwiebeln irofj», per 100 Psd. 3,50— 4,00, do. kleine 2,00—3,00. do. hiesige(Perl-) 1,00, Charlotten 0,00. Petersilie, grün, Schockbund 2,50—3,00. Kohlrabi per Schock 0,00. Reltig, bapr. per Schock 2.40—4,80. Mohrrüben per 100 Psund 4,00—5,00. Tettower Rüben per 100 Psd. 8—10. Weiße Rüben, gros',» 0,00, kleine 0,00. Rote Rüben 4,00—5,00. Blumentohl ituL per Korb 1,30—4,00. Kohlrüben per Schock 2,00—2,50. Wirsingkohl ber 100 Psd. 4,00-4,50. Rotkohl per 100 Psd. 8,00-4,00. Weißkohl per 100 Psd. 2.00-8,76. Rosenkohl per 100 Psd. 0,00. Grünkohl per 100 Psd. 15.00. Rhabarber 100 Bd. 10,00-16.00. Birnen, per 100 Psd. hiesige 0.00. böhm. 15-22, Ual. 23-35. Acpsel, per 100 Psd.. hiesige 5-25. Tiroler. Kiste 30-60, Calville, Kiste 50-110, Amerikanische wFäff. 15.00-35,00. Jial. Kiste la 12,00—20,00, extra 18,00 bis 28,00. Zitronen. Messina, 300 Stück 8,00-12/», 360 Stück 8,00-10,00, 200 Stück 8,00-15,00. Slpselsmen. Jaffa, per Kiste 0,00, Rurcia 200 er Kiste 6-9, do. 300er 8-10, Valencia 420er Kiste 12-22,00, do. 714 ei 16-23,50, Messina, 100er 4,50-6, 150er 4,75-6. 164 er 8-13.00, 200er 7.50-12, 300er 8-13, Blut- 100er 6-7,50. do. 150 er 6-8.00, 80er 6,50-8.00. Jtal. in Kürben per 1 Pjtz. 0.00 MandaUnca. Liste 0,00, bis 0.00. do. lOOtr. Kiste 4.00-�25. Todes- Anzeige. Am 30. März verschied plötzlich unser wertes Mitglied, der Schriftfeger Hermann Strauß. Sein Andenten wird in Ehren halten Ortsverein Charlottenburger Buchdrucker. Beerdigung: Montag, 8. April, nachmittags 3 Uhr, auf dem Zentralfriedhof in Friedrichsfelde. Arbeiter- Raucher- Bund Berlins und Umgegend. Den Mitgliedern zur Nachricht, baß unser Mitglied Hermann Strauß aus Klub„ Näsenwärmer" im Alter von 47 Jahren am 31. März verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, den 8. d. Mts., nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des städtischen Friedhofes in Friedrichsfelde aus statt. 2/14 Der Vorstand. Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Todes Anzeige. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Silberarbeiter Adolf Nitzschmann am 4. April an Schlaganfall gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Sonntag, den 7. April, nachmittags 2 Uhr, von der Leichenhalle des Thomaskirchhofes in Rigdorf aus ftatt. Rege Beteiligung erwartet 116/8 Die Ortsverwaltung. Todes- Anzeige. Nach langjährigen Leiden ber starb am Donnerstag früh 3, Uhr mein lieber und guter Gatte und Bater 200190 Otto Grau. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 7. April, nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause aus ftatt. Johannisthal, Friedrichstr. 49 Im Namen der Hinterbliebenen Emma Grau. Skatklub Null ouvert. Am 1. April verstars unfer Statbruder, der Arbeiter Otto Riemer an der Kopfroje Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 7. April, von der Halle des Schönholzer Friedhofes aus statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht 27055 Der Vorstand. len Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß meine Itebe Frau, unsere herzens gute Mutter Klara Seiler geb. Müller nach kurzen, schwerem Leiben am 6. April, vormittags 4%, Uhr verstorben ist. 45042 Die Beerdigung findet am Dienstag, den 9. d. Mts., nachmittags 5 Uhr, von der LeichenZentralkranken- u. Sterbekasse der Tapezierer. Filiale III, Berlin. Am 4. d. M. verstarb unser langjähriges Mitglied J. Sommer. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, den 8. April, nachmittags 5 Uhr, von der Leichenhalle des alten Thomas- Kirchhofes, Nirdorf, Hermannstraße aus statt. Zahlreiche Beteiligung erwartet 177/18 Die Ortsverwaltung. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß am 6. d. M. nach langen, schweren Leiden meine liebe Frau, unsere gute Mutter und Großmutter Anna Heidemann geb. Fiebig sanft entschlafen ist. 27216 Die Beerdigung findet am 9. April, nachmittags 5 Uhr, von der Leichenhalle des Neuen Jakobitirchhofes aus statt. Die Hinterbliebenen. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlichster Teilnahme sowie die zahlreichen Stranzspenden bei der Beerdigung meines innigft geliebten Mannes, des Schlossers 27076 Otto Rahn sage den Kollegen der Kabelwerke Oberspree( Mechanische Werkstatt), dem sozialdemokratischen Wahlverein Rigdorf, dem Metallarbeiterverband, dem Rauchllub Balletteuse" meinen Herzlichsten Dant. we. Emma Rahn geb. Bunde. Danksagung. Für die vielen Beweise liebevoller Zeilnahme und die großen Kranzspenden bei der Beerdigung meines unvergeßlichen, lieben Mannes, unseres herzensguten Baters, des Formers August Seidel fagen wir allen Berwandten, Freunden und Bekannten, besonders den Mit gliedern des Deutschen Metallarbeiterverbandes unseren innigsten Dant. Sparkasse! Ausnahmetage! Sparkasse! Fahrräder! Billig! 48, 50, 60, 70, 85 bis 180 Mk. p.9. Breilauf SM. mehr. 6 Jahre Garantie Landecken..... 95, 850, 5.-; 4.50 .- 4.80, 3.-, 2.50, 3.080, 1.15 Sättel 1.60, 2.50 Laftschläuche Fusspumpen Pedale 090, 850 Motorräder. 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Vortrag des Reichstagsabgeordneten Genoffen Ledebour über: Unsere Aufgaben im politischen Kampfe". 2. Diskussion. 3. Wahl der Delegierten zur Generalversammlung GroßBerlins. 4. Anträge. Bu zahlreichem Besuch ladet ein Achtung! Mitgliedsbuch legitimiert. 248/ 13* Der Vorstand. Achtung! Wähler des 39. Kommunal- Wahlbezirks! Montag, den 8. April, abends 8½ Uhr: Zwei Wähler- Versammlungen Bock- Brauerei II,( früher Norddeutsche), Chausseestr. 58, Hübners Festsäle, Chausseestr. 113. Einladung zur Ordentlichen General- Versammlung der Orts- Krankenkasse Verein für Frauen u. Mädchen der Arbeiterklasse. Montag, den 8. April, abends 8%, Uhr, im Neuen Klubhause, Kommandantenstr. 72: Referent: 55/8 der Tabakarbeiter zu Berlin„ Die technischen Einrichtungen Berlins." Dr. Seinrich zug. am Montag, den 15. April 1907, abends 8, Uhr, im Lokale des Hrn. Feind, Weinstr. 11. Tages- Ordnung: Beschlußfaffung über die Abnahme der Jahresrechnung pro 1906. Berlin, den 5. April 1907. 272/4 Der Vorstand. Gäste willkommen. Der Vorstand. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Stockarbeiter! Orts- Krankenkasse Montag, den 8. April, abends 5% Uhr, der Sattler und verw. Gewerbe zu Berlin. Montag, den 15. April 1907, abends 82 Uhr, in Graumanns Festsälen, Naunynstraße 27: Ordentl. General- Versammlung der gewählten Vertreter d. Kaffenmitglieder u. Arbeitgeber Tages- Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes über das verfloffene Geschäftsjabr. 2. Bericht 248/114 des Rechnungsausschusses und Abnahme der Jahresrechnung. 3. Bericht und Anträge der gewählten Kommission bedingungen der Kassenangestellten. 4. Berschiedenes. Ueber Kommunalpolitik referieren die Genossen Pfannkuch und Singer. betreffend Gehalts- und Anstellungs. Nachher freie Diskussion. Bu zahlreichem Besuch ladet ein Das sozialdemokratische Wahlkomitee. Zentral- Verband der Maurer Deutschlands. Zweigverein Berlin. Mittwoch, den 10. April 1907, abends 8 Uhr, im Lokal„ Neue Welt", Hafenheide 108-114: Außerordentliche General- Versammlung aller zum Anfragen, zu deren Beantwortung die Einsendung der Bücher notwendig ist, müssen 3 Tage vorher schriftlich dem Bureau übermittelt werden. Delegiertenkarte legitimiert! Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht 272/5 Der Vorstand: Gustav Sänger, Borsitzender. Walter Dittmann, Schriftführer. Gemeinsame Orts- Krankenkasse für Mariendorf und Umgegend. Am Montag, den 15. April d. Js., nachmittags 7 Uhr, ordentliche General- Versammlung im Restaurant Purschte zu Mariendorf, Chauffeestraße 82, zu der die Herrren Delegierten bei Bareinz, Brandenburger Ufer 6: Vertrauensmänner- Versammlung. Wegen der wichtigen Tagesordnung ist es notwendig, sämtliche Vertrauensleute aus den Werkstätten zu entsenden. 84/8 J. A.: Der Obmann. Zentralverband der Maschinisten und Heizer sowie Berufsgenossen Deutschlands. Verwaltungsstelle Berlin und Umgegend. Montag, den 8. April, abends 8 Uhr, bei Bercht, Ritterstr. 75: Hußerordentliche General- Versammlung. Tages Ordnung: Bestätigung zur Einteilung Groß- Berlins in Bezirke und Verschiedentes. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Die Ortsverwaltung. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 138/12 Achtung! Kleber. Donnerstag, den 11. April, abends 8 Uhr, bei Meher ( früher Augustin), Oranienstr. 103: Versammlung. Tages Ordnung: 1. Welche Mittel ergreifen die Kleber, um etwaigen TarifDiskussion. Zweigverein Berlin gehörigen Zahlstellen und Bezirke der Maurer. Angelaben vette hierdurch ergebenſt brüchen der Unternehmer entgegenzutreten? Tages- Ordnung: stuffion. 1. Bericht über den Ausgang der Verhandlungen mit den Arbeitgebern. 2. Diskussion. Das Mitgliedsbuch, in dem für das Jahr 1907 fchon Beiträge quittiert sein müssen, legitimiert! Ohne dasselbe kein Zutritt! 137/13 Achtung! Die Verbandsleitung. Achtung! Arbeiter, Parteigenoffen Berlins u. Umg.! Die Bestrebungen unserer Organisation, auch in den Detailgeschäften der Herrenkonfektion Betriebswerkstätten und feste tarifmäßige Löhne zu erringen, haben bei den Firmeninhabern, welche um Bewilligung dieser Forderungen angegangen wurden, unter Ausflüchten, die wir als stich haltig nicht anerkennen können, Widerstand gefunden. Wir sehen uns deshalb genötigt, gegen diese Geschäfte das Mittel des Boykotts in Anwendung zu bringen. Die Delegierten zur Berliner Gewerkschaftskommission haben einem dementsprechenden Antrage ihre Zustimmung erteilt und die Parteigenossen von Groß- Berlin sind diesem Beschluß beigetreten. werden. Tagesordnung: 1. Geschäfts- und Kassenbericht. 2. Bericht der Revisoren. 3. Wahl eines Arbeitgebervertreters in den Vorstand. 4. Die Anstellung der Kassenbeamten nach dem Düsseldorfer Tarif. 5. Aenderung der§§ 7, 10, 13, 14, 15, 16 und 31 des Statutes, zu legterem die Erhöhung der Kassenbeiträge von 3 auf 3, Proz. 6. Berschiedenes. 272/1 Etwaige Anfragen, Beschwerden oder bergleichen, zu denen die Einsicht nahme der Geschäftsbücher erforderlich ift, find dem Borstand mindestens drei Tage vorher schriftlich einzureichen. Mariendorf, den 3. April 1907. Der Vorstand. R. Buth, Schriftführer. F. Fischer, Borsigender. II. Nachtrag zu dem Statut der Orts- Krankenkasse 3. Vereinsangelegenheiten. 177/ 17* 2. Pflicht eines jeben Klebers ist es, zu erscheinen. Die Verbandsleitung. Achtung! Herrenkonfektion. Achtung! Montag, den 8. April, abends 8 Uhr: Vier große öffentl. Versammlungen 1. bei Haberecht, Gr. Frankfurterstr. 30, 2. in den Königssälen", Neue Königstr. 26, Eingang von der Wadzechstr., 3. in Wilkes Gesellschaftshaus, Brunnenstr. 188, 4. in der Berolina", Schönhauser Allee 28. Zages Drdnung: Die Stellung der Konfektionäre zu unseren eingereichten. Lohntarifen. Referenten: Kollegen Kunze, Mähr, Mirus, Stühmer. Wir fordern die Kollegen der Herren- und Knabenkonfektion auf, Mann Die Kommiffion für die Herrenkonfektion. 163/19 für Reinickendorf für Mann zu erscheinen. vom 30. Ottober 1903 bezw. Beschloffen in der Generalversamm19. lung am 13. Dezember 1906.) An Stelle des§ 31 des Kaffen ftatuts tritt: Die wöchentlichen Kassenbeiträge schnittlichen Tagelohns der Kaffenmitglieder und zwar betragen 4 vom Hundert des burchWir appellieren deshalb mit Gegenwärtigem an die Parteigenossen 1. und Gewerkschaftsmitglieder Berlins und Umgegend, bei ihren Einkäufen und Bestellungen von Herren- und Knabengarderobe in Zukunft nach- 2. stehende Geschäfte meiden zu wollen: Osten: Sachs, Große Frankfurterstr. 132. Norden: Philipp Fabisch, Rosenthalerstr. 1. Fabisch u. Co., Rosenthalerstr. 3. Bernhard Baer, Rosenthalerstr. 5. 29 Süden: 2129 Esders u. Dyckhoff, Dranienstr. 48. Schulmeister, Dresdenerstr. 4. Karl Stier, Dranienstr. 166. Westen: Kaplan, Friedrichstr. 1. S. Adam, Leipzigerstr. 27/28. Karl Stier, Potsdamerstr. 113a. Landsberger, Friedrichstr. 108. Thiéry u. Sigrand, Friedrichstr. 179. Vandsburger, Friedrichstr. 7. Bandeburger, Turmstr. 30. Esders u. Dyckhoff, am Dönhoffsplak. Zentrum: für männliche Staffenmitglieder über 16 Jahre ausschließlich der Lehrlinge für weibliche Kaffenmitglieder über 16 Jahre. 72 31. 36 Pf. 3. für männliche Kaffenmitglieder unter 16 Jahren und für Lehrlinge. 30 Pf. 4. für weibliche Staffenmitglieder unter 16 Jahren. 24 Pf. Die Beiträge find für jede Woche, innerhalb welcher der Bersicherte der angehört hat, bollen BeRestaurant Gewerkschaftshaus Allen Freunden und Genossen zur Nachricht, daß ich seit dem 3. April die Oekonomie des Gewerkschaftshauses übernommen habe und wird es mein eifrigstes Bestreben sein, allen Anforderungen meiner werten Gäste gerecht zu werden. mage nad on entridten. Dabei Ausschank von Schultheiss' Märzen und Versand. nach zu gilt als Woche der Zeitraum von Montag bis Sonntag einschließlich. An Stelle des§ 66 des Staffen ftatuts tritt: Alle die Kaffe betreffenden Bekannt machungen, insbesondere die Einlabungen zur Wahl- und Generalverfammlungen, die Bekanntmachungen über Aenderungen in der Höhe der Weltmann Nachf. Stephan Esders, Kaiser Beiträge und Leistungen, in der Bu Wilhelmstr. 41. Riethmüller, Moltenmarkt. sammensetzung des Vorstandes, sowie über die Melde- und Zahlstellen und die im§ 56 Absatz 1 Biffer 11 beWarenhäuser: eigneten Borfdriften werden bis zu May Mannheim, Frankfurter Allee 112. Die Firmen Leineweber und Peek& Cloppenburg haben die Herren- Maßschneider ausgesperrt. Während der Aussperrung haben sie in den Betriebswerkstätten einige Streitbrecher untergebracht. Unsere Kollegen, welche diese abfangen wollen, lassen diese Firmen fortgesetzt durch die Polizei verfolgen. Ueber diese Firmen ist die Sperre verhängt. Wir bitten die Parteigenossen, in gebührender Weise hiervon Kenntnis nehmen zu wollen. Alle übrigen Geschäfte sind als frei zu betrachten. Verband der Schneider, Schneiderinnen n. verw. Berufsgenossen Deutschlands Filiale Berlin, Engel- fer 21, parterre. anderweiter Beschlußnahme der Generalversammlung durch Bekannt machung in dem Generalanzeiger", Borwärts" und Aushang in orts. Reinidendorf, 13. Dezember 1906. üblicher Weise zur Stenntnis gebracht. der Borstand der Driskrankenkasse. hemmel. Bied. Damm. B. Jeſchte. C. Behrend. Megold. P. Bensch. Genehmigt. Potsdam, 28. Februar 1907. Namens des Bezirksausschusses. ( L.S.) Der Vorsitzende. J. V.: Joachimi. J.B 120/ 26* 272/3 Für gute Küche ist gesorgt. Menu 75 Pf. Heute Sonntag: Menu 75 PJ. Suppe a la reine Blumenkohl mit Schnitzel oder Zander in Butter Boeuf a la mode Kalbsbrust, gefüllt oder Kasseler Rippespeer Kompot Salat Abends! Große Speisekarte! Jeden Sonntag: Fricassee von Huhn. Um geneigten Zuspruch bittend, zeichnet 4510L R. Augustin, Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15. Der schönste Ausflugsort tit J. Baer Restaurant Wendenschloß. Badstr.26, Prinz- Alloo Herren- und Knaben- Unter den Müggelbergen an der Dahme und Langen See gelegen, Moden.Berufskleidung. bietet für Vereine, Verbände, Gesellschaften, Klubs, Fabriken und Paletots u. Havelocks. Schulen den angenehmsten Aufenthalt. 42862* Großes Lager in- und ausländischer Stoffe zur Anfertigung nach Maß. Allerbilligste, streng feste Preise. Berantwortlicher Rebatteur: Gans Weber, Berlin. Für den Bnferatenteil verantw.: Eh. Glede, Berlin Drud n. Berlag: Bortoie Schönster idyllischer Garten, 4000 Sigpläge, 2 neue große Säle und ein fleiner Saal, Glashallen, 2 Kegelbahnen, Ausspannung und Beluftigungen aller Art. Es empfiehlt sich freundlichst Telephon: Amt Köpenick 67. E. Friedrichs. choruderei u. Berlagsanstalt Baul Ginger& E., Berlin SH Nr. 81. 24. Jahrgang. 4. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Wirtschaftlicher Wochenbericht. Biehschlachtungen. Berlin, 6. April. Bichpreise an verschiedenen Märkten. Bichpreise in Berlin. Fleischpreise. Sine der unerfreulichsten Erscheinungen der letzten Jahre ist der Rüdgang des Fleischkonsums. Anstatt daß die Jagd nach Arbeitskräften begleitet gewesen wäre von einer Steigerung der Fleischnahrung, haben wir nicht nur eine relative, sondern sogar eine absolute Abnahme zu verzeichnen. Das ist die Folge der na tionalen Bichpolitit. Nach der Statistik der Schlachtvieh- und Fleischbeschau betrug die Zahl der Tiere, an denen die vorgeschriebene Beschau vorgenommen wurde: 1904 3. und 4. Quartal 1906 3. und 4. Quartal 73 954 Bu+ oder Abnahme - in 1906 Die Preise für Ochsen sind seit 1899 fast ununterbrochen geiegen. Wenn auch die Preise in den verschiedenen Städten infolge größerer Frachtkosten usw. stark voneinander abweichen, das Hinaufgehen vollzieht sich überall in ziemlich genau derselben Progression. Im allgemeinen ist diese Tendenz auch bei den Schweinepreisen zu verfolgen; aber das Fallen und Steigen der Preise vollzieht sich bei diesen doch nicht in derselben Gleichmäßigkeit. Am kräftigsten ist die Schwankung in Berlin. Von 1900 bis 1902 springen die Preise um über 26 M., gleich 27,2 Proz., in die Höhe, um dann zwei Jahre später wieder ziemlich auf den Satz von 1900 hinab zu finden. Dann aber geht es mit Riesensäßen zu schmindelnder Preishöhe hinauf; der Preis von 1906 erhebt sich um 44,3 Proz. über den von 1900. In den übrigen Städten zeigt die Preisbewegung weniger starke Kurven, aber die Steigerung von 1900 auf 1906 ist fast überall dieselbe; sie beträgt in Frankfurt 42,8, in Dresden 46,1, in Leipzig 39,1 und in Mannheim 40,4 Proz. Aus der nachfolgenden Zusammenstellung ist ersichtlich, daß im September und Oftober 1906 ziemlich allgemein die höchsten Preise, sowohl bei Großvich als auch bei Schweinen, erzielt wurden. Es fofteten pro 1 Dz. in Mark: Prozent Pferde.. 68 637 Ochsen.. 298 549 309 010 牛 7,7 3,5 Bullen. 240 316 218 812 8,9 Kühe 789 942 802 389 1,6 Berlin Jungrinder 466 251 491 811 5,5 Kälber. 2 072 161 • 7 912 619 1.901 375 7.121 233 8,2 Danzig - 10,0 Magdeburg. • Köln 1378 091 181 161 2525 1 323 245 181 513 3 357 3,9 +0,2 Frankfurt a. M. Dresden. 32,9 Schweine. Schafe. Ziegen.. Hunde. • + 1++ II++ Bei Ochsen, Bullen und Kühen zusammen beträgt die Zunahme gerade 0,1 Proz., sie bleibt weit zurück hinter der Bevölkerungszunahme; bei Jungrinder und Kälber zusammen ergibt sich eine Abnahme um 5,7 Proz. Ganz enorm ist der Rückgang bei Schweinen; rund 10 Proz., bei einer Bevölkerungszunahme von ca. 1,6 Millionen Köpfen. Eine wirkliche Zunahme finden wir nur bei Pferden und bei Hunden. Trotz der glänzendsten Konjunktur ist die große Masse mit der Ernährung auf den Hund gekommen. Die Ausfuhrerschwerungen und Grenzsperren trieben die Preise lustig nach oben; es war eine Wonne, Schweinezüchter zu sein. Und abgesehen von geringen Schwankungen hielt die steigende Tendenz an bis in die leßten Monate des vorigen Jahres hinein. Nach den Zusammenstellungen des kaiserlichen Statistischen Amts ergeben sich für den Durchschnitt der Monate Januar bis September der betreffenden Jahre folgende Preise in Mark pro 1 Dz. Schlachtgewicht: Dchsen, vollfleischige Frank Dress Berlin furt a. M. den Schweine, vollfleischige Frank Dress Leip- MannBerlin furt Leip- Mannzig heim heima. Mr. den sig heim 1899 125,6 131,7 126,4 137,7 136,7 98,2 112,1 106,2 107,5 115,2 1900 128,2 135,2 125,7 138,7 137,3 96,5 107,1 102,3 104,0 107,8 1901 127,5 134,4 127,2 138,8 139,5 113,2 124,2 117,6 120,7 123,0 1902 129,2 135,7 127,8 139,6 140,5 122,8 133,2 124,6 130,0 133,5 1903 136,6 140,3 135 8 144,9 145,1 105,0 117,6 110,8 112,6 116,1 1904 140,2 148,5 137,8 148,9 148,9 99,9 110,4 107,0 105,1 108,1 1905 145,5 148,7 143,7 155,8 150,9 127,3 136,0 133,7 132,3 134,6 1906 153,4 160,0 156,6 163,8 164,5 139,3 152,9 149.6 144,7 151,4 Leipzig. Chemnitz München. Piannheim Dchsen, vollfleischige, Schlachtgewicht: Dchsenfleisch 8. Septbr. 1906 Sonntag, 7. April 1907. 2. Januar 8. Febr. 6. April 1907 1907 1907 pro 50 Kilogramm 71-75 70-75 69-74 68-72 65-70 64-69 63-68 62-67 59-64 58- 63 57-62 58-61 54-58 50-56 49-55 82-88 92-100 82-90 90-96 II 72-80 80-90 72-80 80-88 Hammelfleisch I 75-80 67-75 66-74 66-70 II 665-74 Schweinefleisch 66-73 52-65 50-64 62-65 56-65 52-60 48-56 Kalbfleisch In den letzten Tagen wird wieder von einem Anziehen der Preise berichtet. Ob diese wieder bedeutend hinaufgehen, muß erst noch abgewartet werden. Wenn auch in der letzten Zeit der Auftrieb ziemlich rege gewesen ist, so können daraus doch noch keine sicheren Schlüsse auf ein Stagnieren oder gar noch weiteres Herabgehen der Preise gezogen werden, mit größerer Wahrscheinlichkeit ist auf Steigen der Preise zu rechnen. Während der Fastenzeit wird der Fleischkonsum eingeschränkt. Wenn auch die katholische Stirche speziell für die konfessionell gemischten Gegenden die FastenJuli August Septbr. Oftob. Novemb. Dezbr. verbote erheblich eingeschränkt hat, aus Gewohnheit und Tugend157,5 eifer werden sie doch noch beachtet. Das macht für den Markt 164,5 175,2 172,3 172,5 170,2 immerhin etwas aus; der Konsum geht zurück, die Viehbestände 78,0 80,0 79,5 80,0 80,0 81,3 wachsen und drücken naturgemäß auf die Preise, während anderer80,5 82,8 84,8 86,1 86,5 86,5 seits die Preise für Eier gerade in dieser Zeit enorm steigen. Im 167,6 174,5 176,5 182,0 176,0 174,4 Großhandel in Berlin z. B. fosten Gier pro Schock: 2. Januar 168,4 173,8 173,5 176,6 175,3 175,6 4-5 M., 8. Februar 4,75-5,70 M. und sind jetzt bis auf 3,40 bis 162,3 156,8 167,0 169,0 171,8 172,0 4 M. im Preise gesunken. Das umgekehrte Verhältnis dürfte auf 168,4 174,5 179,0 178,0 178,5 178,8 dem Viehmarkte eintreten. Mit den Ostertagen seht wieder ein 158,4 171,3 174,8 172,0 168,3 170,5 stärkerer Konsum ein, die Bestände schmelzen zusammen und die 170,5 176,4 185,0 189,0 188,0 188,0 Preise Klettern wieder nach oben. Wie die obige Zusammenstellung 167,4 176,0 177,8 178,8 171,5 170,4 erfennen läßt, ist seit September 1906 der Preis überall, außer bei Schweine, vollfleischige, Lebendgewicht mit Tara Stalbfleisch, zurückgegangen, bei Rindfleisch allerdings bei den ge= ringeren Sorten nur minimal, kräftig ist der Rückgang bei Hammelfleisch und Schweinefleisch. Bei Schweinen beträgt der Rückgang 17-18 M., gleich 23,3-27,3 Proz. Mit dieser Bewegung hat nicht gleichen Schritt gehalten die Preisgestaltung im Kleinhandel. Rindfleisch ist im Preise überhaupt nicht herabgesetzt worden, der Preisabschlag bei Schweinefleisch bleibt noch start hinter dem obigen Prozentjak zurück und für Wurstwaren, Schinken werden noch die Höchstpreise gefordert. Steigen die Großhandelspreise, dann können die Fleischer sich wunderbar schnell anpassen, gehen die Viehpreise aber zurück, dann sind die Herrschaften hartnädig konservativ. Gegen die Raffgier der Agrarier schmähen die Fleischer sehr gern, aber sie selbst sind in dieser Tugend nicht minder groß wie jene. Die Konsumenten haben alle Veranlassung, fich nach geeigneten Mitteln umzusehen, um den Wuchergelüften der Fleischer entgegen zu wirken. D. • • Berlin Danzig Magdeburg. Köln • • • oder Schlachtgewicht: Juli August Septbr. Oftob. Novemb. Dezbr. 123,6 89,8 131,9 133,5 140,5 142,0 139,0 128,0 97,8 106,8 105,5 102,2 92,8 138,3 145,7 148,5 146,1 133,0 142,8 148,5 151,0 146,4 135,5 131,2 Frankfurt a. M. 149,2 155,3 159,0 154,8 143,3 142,4 Dresden.. 143,8 153,5 157,5 155,2 144,5 142,0 Leipzig 138,0 146,0 150,5 148,0 136,5 134,4 Chemnit 134,4 147,5 149,5 147,8 133,5 München. 141,8 151,8 151,3 140,8 128,4 126,0 Mannheim... 144,8 154,0 160,0 154,4 143,0 137,0 • • Eine geringe Preisreduktion zeigt sich im September in Danzig bei Rindvich und Schweinen, sonst überall teilweise ein jogar noch ganz kräftiges Anziehen der Preise über den AuguſtStatus hinaus. Und der Septemberpreis ist noch überholt worden in Danzig, Magdeburg, Köln, Frankfurt, Dresden, München und Mannheim; aber mit Ausnahme in Danzig, Magdeburg und Dresden ist der Preis im Dezember schon unter den vom September hinabgegangen. Und im Jahre 1907 ist ein weiterer starker Preisridgang eingetreten. Der Marktbericht der städtischen Markthallen- Direktion über den Großhandel in den Markthallen in Berlin weist folgende Preise aus: 1 Eingegangene Druckschriften. " Nene Gesellschaft." Heft 1, Band 4. Herausgeber: Dr. H. Braun und gily Braun. Verlag: Berlin W, 15. Einzelheft 20 Bf. Bereinigung der Maler, Latierer, Anstreicher, Tüncher und Weißbinder Bericht des Vorstandes und Ausschusses über die Jahre 1905/06 der Deutschlands. 118 Seiten. Drud: Fr. Meyer, Hamburg- Eimbeck, Friedenftraße 4. FrühjahrsAnzüge Unerreichte vollendete Auswahl in aparten, reichhaltigsten Sortimenten. Hochmoderne Stoffe u. Fassons. Viele Tausende Exemplare auserlesenster Geschmacksrichtungen. 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Verlag: Borwärts Buchdruckerei u. Lerlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin Sw Nr. 81. 24. Jahrgang. 5. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sammlung für die Wahlen. Sonntag, 7. April 1907. Der Strafbefehl berzeichnet als ferneren Strafparagraphen, gegen mußten, doch wohl noch nüßlichere Dinge tun können. Immerhin den bei öffentlicher Tanzmusit gefrebelt sein soll:§ 361 bes bleibt der Polizeibehörde für Markgrafpieste das nationale VerReichsstrafgesetzbuchs. Diese Ziffer 4 des§ 361 bedroht mit Strafe: dienst, 13 Personen mit Arbeit beschäftigt zu haben. Uns dünkt, Was kein Verstand der Verständigen sieht, das ahnt in Mark- wer bettelt." Endlich marschiert§ 1 der Polizeiberordnung vom 8. Auguſt wenn für jede haltlose Anklage ihr Urheber zivilrechtlich voll vergafpieste ein Polizeigemüt. Während der Reichstagswahlzeit übten 1892 als schweres Geschütz gegen die bei öffentlicher Tanzmusik für antwortlich wäre, hätte der mit grobem Unfug und Betteln gede Genossen August Graßnid und Otto Schröder in einem fozialdemokratische Zwecke Tätigen auf. Diese Verordnung bezieht mischte Strafbefehl das Licht der Welt nicht erblidt. Gasthaus die nüßliche, nach dem Gesetz durchaus zulässige Tätigkeit sich auf ungenehmigte Kollekten, zu denen bekanntlich nicht das as, auf Listen für sozialdemokratische Wahlzwecke Geld einzu. Sammeln in einem Lokal, sondern lediglich das Einsammeln fammeln. Die Sammlung diente sozialdemokratischen Zweden, bon aus zu Haus gehört. alp dachte die zuständige Bolizeibehörde muß das strafbar " Tief gelnickt schauten die Genossen auf das Sündenregister, das Witterungsübersicht vom 6. April 1907, morgens 8 hr. Barometer. ftand mm Bind cichtung Windstarte 756 S Better 1 bededt 2 wolfig 3 wollig 1Regen Temp. n. C. 5º T.= 4° R. Stationen Barometer. 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Der Amtsanwalt ließ eine Anzahl von Belastungszeugen der Tatbestand: Sie haben gelegentlich einer gegen Graßnick und Schröder aufmarschieren. Aber alle Swinemde. 756 DSD 3Regen öfentlichen Tanzmusik im Gasthaus Fischer zu Mühe nützte nichts. Der Gendarm, ein Kossäte, ein Schmiedemeister, Hamburg 755 DGD 4 bedeďt Berlin 756SD Metgrafpieske Geld für sozialdemokratische Zwede ein Fuhrmann und noch ein Mittelstandsmann mußten an die Franff.a.M. 755 Sw eingesammelt, ohne die polizeiliche Genehmigung nachgesucht Zeugenbant. Sie beschworen durchweg: belästigt ist durch die An- München zu haben und dadurch mehrere Personen erheblich geklagten niemand, angebettelt auch nicht, Geld haben sie erhalten, Bien 755 NNW beästigt." Wer belästigt sein soll- ob jemand, der nichts ge- aber nicht bon uns, sondern von solchen, die es für geen, oder jemand, der etwas für sozialdemokratische Zwecke ge- sozialdemokratische Zwecke gern gaben. Da nach dieser Etwas wärmer, zunächst vielfach heiter bei ziemlich lebhaften füdlichen geen, oder vielleicht ein Unmusikalischer, den es störte, daß das Ein- Beweisaufnahme keinerlei gefeßliche Handhabe vorlag, um Binden; später wieder zunehmende Bewölkung. famieln mit Mufitbegleitung erfolgt, verschweigt des Strafbefehls das der Partei wohlgefällige Verhalten der Angeklagten zu bestrafen, Hälichkeit. Desto beredter wird er an der Stelle, two es sich darum so fällte das Gericht ein freisprechendes Urteil und hadelt, anzugeben, welche Strafgesetze durch die Tätigkeit der legte die Kosten der Staatstaffe auf. Gaoffen verlegt sein sollen. Das soll zunächst§ 360 11 des Strafgesetzbuys fein. Das ist das bekannte juristische Mädchen für alles, das dain strafgesetzbuchlich sfizziert ist:„ wer ungebührlicherweise ruhe stirenden Lärm erregt oder wer groben Unfug verübt". Wetter- Prognose für Sonntag, den 7. April 1907. Berliner Wetterbureau Wäre die Anklage nicht erhoben, so hätte ein Amtsvorsteher, ein Amtsanwalt, ein Amtsrichter, zwei Schöffen, ein Gerichtsschreiber, Wafferstand am 6. April. Elbe bei Auffig Meter, bei Dresden+0,94 dp. Elbe bei Magdeburg 3,53 Meter. Ober zwei Angeklagte und fünf Zeugen während der Zeit, die bei Ratibor 3,16 Meter. Dder bei Breslau+0,68 Meter.- Dber fie auf die Anklage in ihren verschiedenen Reden verwenden bei Brieg 3,58 Meter. Neißemündung 3,13 Meter. 666666666666# 999 CONRAD Schul- CONRAD Stiefel! In diesem Spezial- Artikel führen wir nur bewährte Qualitäten in bequemen Paẞformen. Mädchen Knopf- u. Schnürstiefel wetterfeste Schulstiefel 60 GES GESCH 999999996666666666eeee Spezialiät: Rationelle Kinder- Fußbekleidungen! Ganz hervorragend bewährt haben sich unsere: Mädchen Knopf- u. 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