Mr. 286. Erscheint täglich außer Montags. Brets pränumerando: Bierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Pfg. fret Einzelne Nummer In's Haus 6$ fg. Conntags- Nummer mit Qufte Sonntags- Beilage Neue Sel 10 Big. Boft- Abonnement: 8.Mt.pro Quartal. Unter Kreuzand: Deutschland u. Defterreich/ 6 Ungarn 2 Mr., für das übrige stand 3 Mr.pr.Monat. Eingetr. uber Poft- Zeitungs- Pretstifte hir 1892 unter Nr. 665%. en 75 145 3b ei, 9. 10 Vorwärts 9. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder beren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20[ pfg Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in ber Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochens tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonn und Festtagen bis 9 Uhr Bor: mittags geöffnet. Earnsprech- Anschlus Amt I, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Dienstag, den 6. Desember 1892. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Militärvorlage und soll nächsten Freitag beginnen und sie wird bis was dem Freifinnigen Recht ist, das ist auch dem AntiReichstags- Auflösung. 14. Dezember. Die Kommission, vor welche die Vorlage begründet ist oder nicht, darauf kommt es nicht an. Mitte der folgenden Woche dauern, bis zum 13. oder semiten billig. Ob der Ausspruch des Herrn Brauser etter verwiesen wird, kann vor Weihnachten nicht mehr zusammen- Wer die geschichtlich entwickelten Verhältnisse und Zu Die Liebeserklärungen, welche Herr Buhl im Namen treten, und sie wird frühestens Anfangs Februar ihre Ar- stände in Preußen kennt, dem sollte es übrigens nicht der Nationalliberalen dem Reichskanzler machte, und die beiten beendigen. Die zweite Lesung, die dann sofort be- Wunder nehmen, daß Landräthe, Seminardirektoren und Sorgfalt, mit welcher die Zentrumsführer bisher jeder ginnen wird, bringt die Entscheidung. Wir haben dem Pfaffen die Wahl Ahlwardt's unterstützen. bündigen Erklärung aus dem Wege gegangen sind, lassen nach zwei Monate der Agitation vor uns! als Thatsache erscheinen, daß zwischen diesen beiden Werden sie gut ausgenützt, so bescheert der Februar 1893 Parteien und der Regierung betreffs der Militärvorlage uns die Auflösung und der März den Gieg. Der ompromiß- Verhandlungen im Gang sind. März, dem Kriegsgott Mars geweiht, ist ein trefflicher Da es gewiß ist, daß die Regierung sich mit einer Ab- Schlachtmonat. schlagszahlung begnügen wird, und da die Nationalliberalen So und das Zentrum, selbst wenn von den zwei konservativen Fraktionen nur die Hälfte mit der Regierung geht es berben aber mehr fein fcharf des Reichstages Berlin, den 5. Dezember. Im Reichsetat für 1893/94 sind die Einnahmen für Stempel abgaben für Werthpapiere, Kaufgeschäfte und Lotterieloose zusammen mit 27 171 000 m. veranlagt. Davon entfallen für A. Attien, Renten- und Schuldverschreibungen B. Rauf und sonstige Auschaffungsgeschäfte C. Lotterieloofe von Staatslotterien do. von Privatlotterien 9 6 349 000. 12 943 000 7 042 000 837 000 " " Von den bestehenden fünf Staatslotterien werden zu entrichten haben: die preußische 2 694 000 m., die sächsische 1860 000 m., die mecklenburgische 318 000 m., die brauns schweigische 1 106 000 M., endlich die hamburgische 064 000 M. 1 Die Einnahmen an Reichs- Stempelabgaben, abzüglich der 2 pet. Verwaltungskosten für die Bundesstaaten, beliefen sich für Mark 1889/90 Mart 1890/91 9 330 153 5 223 551 Mart 1891/92 4491 945 A. Werthpapiere B. Kauf- und Anschaffungs- Ge schäfte. C. Loose v. Priv. Lotterien 1448 737 Der Stempel für Lotterieloose brachte im Jahre 91/92 14 840 462 2.487 075 18 186 845 539 816 10 800.788 tilben, so könnte der Sieg der Regierung für unbedingt Politische Uebersicht. ficher gelten, menu nicht ein Moment vorhanden wäre, welches das ganze Kompromiß- und Schachergeschäft verderben kann. Und dieses Moment ist Zum Dreiklaffen- Wahlsystem. Bei den letzten das deutsche Volk, Stadtverordnetenwahlen in Düsseldorf erhielten die Zentrums oder anders ausgedrückt, die tiefe Abneigung der Maffen kandidaten 2550, die Konservativ- Liberalen 2307 Stimmen. gegen die neue Militärvorlage, die immer weitere und Das Resultat der Wahl war, daß die ersteren 2, die weitere Streise ergreifende Ueberzeugung, daß Deutschland anderen 12 Stadtverordneten durchbrachten. Das Ver schon durch die vorhandene Militärlast übermäßig bedrückt hältniß ist in anderen Städten oft noch viel schlimmer. Da the und bei einer noch größeren Belastung zusammenbrechen sind erstens 2 der Arbeiter ganz des Stimmrechts beraubt, muß. Sogar unter den konservativen und nationalliberalen und wenn das eine wahlberechtigte Drittel selbst über die Wählern ist diese Stimmung bereits zu fräftigem Ausdruck ge Mehrheit gebietet, so bleibt diese dennoch oft ohne jede Vers tommen, und unter den Zentrumswählern, die vou jeher tretung. Im Dreiklassen- Wahlsystent kommt das Geld Sem Militarisums feind waren, ist die Stimmung eine fo Der roheste oppofitionelle geworden, daß die Zentrumsabgeordneten, und dammste Schlächtermeister hat oft ein größeres wenn sie für die Wilitärvorlage eintreten, in die Gefahr Wahlrecht, als sämmtliche studirte und unstudirte tommen, ihre Wahlkreise zu verlieren. Die Herren vom Elementar- und Gymnasiallehrer. Die„ Kölnische Zeitung" eine Einnahme von nahe 8 400 000 m.; es hat also die Zentrum wissen das und nur die Furcht vor thren Wählern hat sie bisher gehindert, das von den ſicht in solchem Zustande die„ Intelligenz“ zu höherer staatlich konzessionirte und staatlich betriebene Spielsucht Geltung kommen. 170 Millionen aus den Taschen des Volkes gezogen. Für die Wähler nicht auf der Hut, sehen sie ihren Abgeordneten Freifinnige Rechtsliebe. Dieselben freisinnigen die Regierung wird dies gewiß ein Zeichen des Volksnicht Blätter, welche erst vor furzer Zeit die Art, in welcher Ge- wohlstandes sein; kann das Volk noch 170 Millionen für und der Reichstag fristet sein Dasein bis zum Februar des richtsvorsitzende vor dem Urtheilsspruch ihre persönliche An- Lotterie ausgeben, kann es auch noch ein paar hundert Jahres 1895. Gind aber die Wähler wachsam, rühren ſie ſicht tundgaben, belämpften, nehmen jest teen Austos Millionen mehr dem Moloch Militarismus opfern. Hat sich, dann wird ein Theil der schacherluftigen Geschäfts- baran, solche Rundgebungen als Aussprüche der richter man doch auch die zunehmende massenhafte Auswanderung polititer von einem Kompromiß abgehalten werden. In lichen Autorität zu benußen. Die„ Bolts- Zeitung" führt für ein Zeichen zunehmenden Wohlstandes erklärt. der Hand der Wähler liegt also das Schicksal der Mili- gegen die Beamten, welche für die" Wahl Ahlwardt's ein- Antisemitisches. Bei der Wahlkampagne für Ah! tärvorlage. Die Wähler aufzurütteln, ihnen zu zeigen, was treten, den Ausspruch des Vorsigenden im Ahlwardt- Prozesse, war bt hat sich herausgestellt, daß, während die königliche das muß jetzt unsere Hauptaufgabe sein. Thun wir nach Staatsanwaltschaft bemüht ist, den antisemitischen Großhr Loos ist, wenn die Militärvorlage angenommen wird, Landgerichtsdirektor Brausewetter an: dieser Richtung hin das Mögliche, so wird sich für die Militärvorlage keine Majorität finden und der Regierung| gezwungen, den Reichstag aufzulösen und an das Volk zu appelliren. Der Wahlkampf, der dann entbrennt, würde unter den obwaltenden Verhältiniffen und Stimmungen unserer Partei aller Berechnung nach einen Sieg bringen, noch größer als der des Jahres 0 se па 片 It 5 6 ift 1890. Es wird am Ende eine große Anzahl von Personen geben, verleumder zur Strafe zu bringen, die königlichen Verwelche nach Ihrem öffentlichen Auftreten Zweifel an Ihrem waltungsbeamten des Wahlkreises sich auf's fräftigste ins Patriotismus haben, wenn sie daran denken, daß Sie die Beamtenschaft, das Militär und alles, was im Beug gelegt haben, um Ahlwardt zum Siege zu verhelfen. preußischen Staate Obrigkeit ist, in gröbster und unnatür: Unter der Aera Bismarck ist das deutsche Beamtenthum systematisch zum Antisemitismus erzogen worden. lichster Weise angreifen." Es gab eine Zeit, wo der Landgerichts- Direktor den- Tiefer hängen. In ihrem Zentralorgan, dem„ Leipselben Spruch auch gegen die„ Bolts- Zeitung" und über- siger Tageblatt", schreiben die„ unabhängigen" Revolutionäre haupt gegen jeden halbwegs wirklichen freisinnigen An- im Dienste des Kapitalismus: Die Entscheidung wird noch nicht im Lauf dieses geklagten hätte anwenden können. In diesem Falle hätte Die erste Lesung der Militärvorlage das freifinnige" Blatt wohl dagegen protestirt. Aber, Jahres fallen. Feuilleton. Magbrua verboten.) Bel- Ami 10 [ 30 Roman von Guy de Maupassant. Es war Ende Februar. Auf den Straßen begann es morgens nach Veilchen zu riechen, die auf den Wagen der Blumenhändler zu Markt gebracht wurden. er den Weg zu Ihrer jezigen Laufbahn geöffnet. Kommen Sie, ich beschwöre Sie. Ich habe soust Niemanden, an den ich mich wenden könnte. Glauben Sie das Ihrer ergebenen Freundin Madeleine Forestier." Eine sonderbare Empfindung durchflog wie ein Lufthauch Georges Herz; es war ihm zu Muthe, als würde er befreit, als öffne sich ein weiter Raum vor ihm, und er murmelte:„ Ich reise hin. Der arme Charles! So ist es nun aber einmal." Der Vorwärts" giebt täglich Kenntniß von denjenigen Boltsversammlungs- Beschlüssen, in denen das Einverständniß Durch das gemustertem Stoff ausgeschlagenen Salon. breite, hohe Fenster konnte man auf Stadt und Meer hinabsehen. Ais Landhaus sehr nett!" dachte Duroy. Wo nehmen Sie nur zum Teufel das Geld dazu her?" 群 Das Knistern eines Kleides ließ ihn sich umdrehen. Frau Forestier streckte ihm beide Hände entgegen. Wie liebenswürdig von Ihnen zu kommen!" Und plötz lich schloß sie ihn in ihre Arme. Dann sahen sie sich an. Sie war ein wenig bleich und mager, aber so frisch Er ließ den Verleger den Brief der jungen Frau lesen, wie immer und vielleicht sogar noch hübscher in ihren und der gab brummend seine Einwilligung. Er schärfte zarteren Farben.„ Er ist schrecklich," flüsterte sie. Er ihm nur ein: Kommen Sie rasch wieder, Sie sind hier fühlt, daß er nicht mehr zu retten ist und tyrannisiet mich furchtbar. Ich hab ihm gesagt, daß Sie kommen würden. Brief durch die Thürspalte geschoben. Er sah nach dem Als er eines Nachts nach Hause kam, fand er einen unerfäßlich." Am nächsten Abend fuhr Georges Duron mit dem Aber wo haben Sie Ihren Koffer gelassen?" Stempel und las:" Cannes". Er riß den Brief auf und Siebenuhr- Schnellzug nach Cannes. Er hatte die Marelle's " Ich ließ ihn auf der Eisenbahn," erwiderte Duron. überflog folgende Beilen: tetegraphisch von seiner Abreise benachrichtigt. Ich wußte nicht, zu welchem Hotel Sie mir rathen würden, Er fam am folgenden Tage um vier Uhr Nach- Samit ich hier in der Nähe sei." mittags an. Sie zögerte einen Augenblick, dann sagte sie:„ Sie Ein Kommissionär führte ihn zur Villa Jolie. Sie bleiben natürlich hier in der Villa. Ihr Zimmer ist schon Duroy's Simmel trübte keine Wolfe. Lieber Freund! Cannes, Villa Jolic. Sie versprachen mir, daß ich in allem auf Sie rechnen dürfte. Nun bin ich in der Lage von Ihren Diensten Ge- lag mitten auf der Höhe in dem Tannenwalde, der sich von bereit. Er kann jeden Augenblick sterben, und wenn es in brauch machen zu müssen. Schweres verlange ich von Cannes bis zum Hafen von Juan hinstreckt, und aus dem der Nacht geschähe, wäre ich ganz allein. Ich lasse Ihr Ihnen. Kommen Sie und stehen Sie mir. bei. Charles weiße Billen hervorleuchten. Gepäd holen." Es war ein niedriges, im italienischen Stile erbautes geht seiner Auflösung entgegen, laffen Sie mich nicht allein. Bielleicht erlebt er das Ende dieser Woche nicht mehr, ob- Häuschen, das hart an dem Wege lag, der sich in Zickzac-| entzückende Aussichtspunkte bietet. das Schlimmste vorbereitet. Ich habe nicht mehr Kraft and Muth genug Der Diener öffnete die Thür und rief: Ach, Herr so Tag und Nacht mit dem Tode fämpfen Duroy! Die gnädige Frau erwartet Sie schon voller Undente ich an feine geduld." ihn sehen. Mit legten Augenblicke, die unmittelbar bevorstehen. Nur Sie tann ich um einen solchen Dieirst bitten, denn mein Mann Ihat teine Verwandten. Sie sind sein Freund. Ihnen hat! n Wie geht's Ihrem Herrn?" erwiderte Duroy. Oh, gar nicht gut. Er macht's nicht mehr lange." Der junge Mann trat in einen mit rothem, blauEr verneigte sich:" Ganz wie Sie wünschen." ,, Gehen wir nun hinauf." Er folgte ihr. Sie öffnete im ersten Stock eine Thür, und Duron sah im rothen Licht der untergehenden Somme ein bleiches in Decken gehülltes Etwas im Lehnstuhl am Fenster fizen. Ein Leichnam schien ihn anzublicken. Er ertannte ihn taum, er ahnte mehr, daß es sein Freund wäre. Es roch nach Fieber im Zimmer, nach Arznei, nach di fe b D b S St a N K te It fr 96 fi S 5 δε to ti ü น 2 J c or von der # was emit den Verhandlungen und Refolutionen des Parteitages be- heimen Dispositionsfonds, d. h. den Fonds, Ein schönes Beispiel. Der sozialistische Gemeint fcheinigt wird; das Blatt unterschlägt aber alle gegentheiligen aus welchem die Preßreptile, die Spitzel und sonstigen Hand- rath von Roubaix hat das städtische Kultusbudget a Rundgebungen, die so manchem Anhänger die Augen öffnen tönnten. Llanger für schmutzige Arbeiten, die das Tageslicht scheuen, geschafft. So wurde z. B. bei der Berichterstattung über den Parteitag durch bezahlt werden. Troßdem Herr Taaffe fich höchst eigen8. In Belgien wieder eine Dynamit Explosio den Delegirten Hoch in Frankfurt a. M. gerügt, daß LiebInecht's Gehalt viel zu hoch sei; als er noch weniger Gehalt mündig aufs wärmste für die Bewilligung dieses Fonds und zwar auf den Cockerill- Mufterwerken in Serain bekommen, habe er viel schärfer geschrieben. Wer in der Lage ins Beug legte, verwarf ihn der österreichische Reichsrath Menschenleben sind nicht zu Grunde gegangen. Der Tha fei, ohne Sorgen zu leben, fühle nicht mit dem arbeitenden mit 167 gegen 146 Stimmen. Db Herr Taaffe nun zurück - ein Arbeiter namens Baquay- ist gefangen- er Volte. Es fei zu bedauern, daß der Parteitag das Gehalt nicht treten wird? Oder gelten in Desterreich die parlamentarischen festgesetzt habe. Auch die Frage der Maifeier hätte eine andere Sitten des Deutschen Reichs, dessen Leiter für parla- fein Anarchist und habe aus persönlicher Rachsucht geha delt. Oder ist er etwa ein Freund des biederen Bourba Lösung finden müffen; im vorigen Jahre habe die Fraktion mentarische Niederlagen kein Verständniß haben den Gewerkschaften einen Knüttel zwischen die Beine geworfen, man feste Regierung" nennt. Regierungsspigels a. D.- oder auch noch i. D.? das habe die Hamburger Aussperrungen zur Folge gehabt. Das englische Parlament wird erst am 31. Janu Anträge, die dem Parteivorstande nicht paffen, gelangten garnicht zur Berhandlung, ein Beweis dafür, daß die meisten lischen Franzosen! Patriotisches Pharifäerthum. D diese unmora- des nächsten Jahres zusammentreten. Herr Gladsto Der Panama Standal welcher braucht viel Zeit, um seinen Regierungsplan auszuarbeite Delegirten nicht selbständig gedacht und gehandelt." Schmutz! So etwas hätte bei uns nicht vorkommen Die Bill zur Lösung der irischen Homerulefrage ist no Und die Leute, die das schreiben, nennen sich die einzig fönnen!" Gi! Ei! Ist das Gedächtniß so kurz? Hat nicht fertig wahren Revolutionäre. Sie schwingen mit der einen Hand Bruder Pharisäer die Schienenflickerei vergessen? veröffentlichte und von vielen deutschen Zeitungen e die jüngst von einem amerikanischen Blat er die rothe oder schwarze Fahne des Proletariats, und die Freilich die Schienenflickerei ist hübsch moralisch ver genommene Sfizze der angeblichen Bestimmungen war nati andere halten sie bettelnd der Bourgeoiste hin, um für die Beschimpfung der Sache des Proletariats und der Revolution Giftblase des Panama Standals aufgestochen haben, den Kopf eines mit den Verhältnissen gänzlich unvertraut Beschimpfung der Sache des Proletariats und der Revolution ufcht worden, wohingegen die unmoralischen Franzosen die lich ein journalistisches Phantasiegebilde, wie es nur ein verächtlich hingeworfenes Almosen aufzufangen. Lieb- Giter ausdrücken, und mit den Schuldigen ins Gericht Reporters entstehen konnte. Die Hauptschwierigkeiten b knecht, dem sie besonders zürnen, weil er sie von Anfang gehen. Das ist allerdings ein Unterschied. an durchschaut und und ihnen ihnen das Löwenfell neuen Regierung liegen aber nicht in Frland, sondern England, wo die Arbeiterbewegung den Herr Gänsehaut des großmäuligen Bierbank Philisters gerissen Frankreich. Alle Versuche, ein neues Ministerium zu Liberalen über den Kopf gewachsen ist. Die englische hat, verzichtete vor dreißig Jahren auf ein größeres ftande zu bringen, sind bis jetzt gescheitert. Und je größer Arbeiter lassen sich mit Phrasen nicht mehr abspeisen. M Gehalt als das, welches er heute bezieht, und ging mit bie Verlegenheiten der Regierung sind, desto mehr schiebt dem manchesterlichen Harmonie- Evangelium ist kein Hur seiner Familie in die Verbannung und in ruhelosen Kampf, fich die unheimliche Gestalt des Herrn Constans in den mehr hinter dem Ofen hervorzulocken. weil er den Feinden feine Kraft nicht zur Verfügung stellen Vordergrund. Die letzte Dynamit- Explosion wird bekannt- mehr hinter dem Ofen hervorzulocken. wollte. Und dieses von Ehre und Scham unabhängige" lich gleich den früheren Ravacholiaden, von eingeweihten Bolt lebt von der kapitalistischen Reaktionspreffe, und läßt Polititern, nicht blos von Sozialdemokraten, sondern auch Ausführung des Beschlusses des Gewerkschaft Zum internationalen Gewerkschafts- Kongreß. 3 sich; ba es vollkommen Leistungsunfähig ist, von den Herren von radifalen Bourgeois und selbst von Konservativen als Rongresses zu Glasgow, Bourgeois dafür bezahlen, daß es die Sache der Arbeiter, das Wert der geheimen Polizei des Herrn Constans be- internationalen Gewerkschafts- Kongre baldmöglichst eine der es dienen zu wollen behauptet, in den Roth zieht und trachtet. Und jezt erfahren wir aus sehr guter Quelle, einzuberufen, auf dem die Verwirklichung des Achtstunde Jeden, der ihr ehrlich dient, mit Schmus bewirft. Da daß er es ist, der( durch käufliche Antisemiten) den Panama- tage 3 berathen werde, hat, wie wir bereits mittheilte waren die Hofnarren der alten Zeit noch hundertmal Standal in Szene gefeßt, und das Zustandekommen des bas Parliamentary Committee die erste Einladung zu eine achtungswerthere Leute. Sie fagten den Brotherren Ministeriums Brisson verhindert habe. Er hält sich bereit solchen erlassen, der im Juni nächsten Jahres in Londe wenigstens manchmal die Wahrheit. Das fällt diesen für das einträgliche Geschäft der Staats- und Gesellschafts- stattfinden soll. Die Justice", das Organ der sozial Prostituirten in der Jakobinermüze nicht ein sie sind zu rettung. demokratischen Föderation, befürwortet die zahlreiche feig, ihrem Brotgeber auch nur im Scherze die Wahrheit Die Untersuchungskommission tommt mit ihren Arbeiten schickung dieses Kongresses auch von seiten der ausländische zu sagen, und suchen sich die Gunst derselben und ein mög- nur ganz langsam vorwärts. Jeder Tag bringt neue Ent Gewerkschaften mit Sinweis auf die Bedeutung, die G lichst hohes Trinkgeld durch Beschmutzung der eigenen Klasse hüllungen, und jede Enthüllung führt zu weiteren Ent- land für die kapitalistische Entwickelung habe, und mit Nun, daß die bürgerliche Gesellschaft solche Sumpf- hüllungen. Jetzt wird auch ein Sohn des Präsidenten weis auf den Einfluß, welchen die englischen Gewerkschaft Carnot in den Skandal hineingezogen. auf die Gesetzgebung ihres Landes ausübten. An 8 pflanzen hervorbringt, das ist nichts Verwunderliches seien die englischen Gewerkschaften der deutschen Sozia neben dem revolutionären Proletariat hat sie ja auch das Lumpenproletariat erzeugt, in welchem ihre ganze Korruption ekandal:" Keine Dynamitbombe hätte je so einschlagen Man schreibt uns aus Paris über den Panama- demokratie gleich; an Macht seien sie ihr überlegen. Wir wollen uns auf eine Kritit dieser letzteren und Niedertracht wie in einem eiternden Geschwür zum Ausdruck kommt. Aber daß die Bourgeoisie sich derartiges fönnen, wie diese Geschichte. Das ist doch wirkliche Pro- hauptung nicht einlassen, besigen die englischen Gewer Volk hält, um sich gegen die Sozialdemokratie zu schützen, paganda der That" und ganz anders wirkende, als die der schaften jenen Einfluß auf die englische Gesetzgebung, de das zeigt, wie vollständig sie mit Scham und Ehre ges Herren Anarchisten. Jeder Politiker steht unter dem Ber- die Justice" ihnen zuschreibt, dann können sie der Unt brochen hat, und wie sie nur durch die niedrigsten Kunst- dacht, der angesehenſte ebenso gut wie der mittelmäßigste. ftützung des Auslandes entbehren. Nun handelt es s griffe ihr Dasein zu fristen vermag. Und das ist die Licht Bis jetzt scheinen die opportunistischen und radikalen hier aber darum, daß die englischen Gewerkschaften ein Bourgeoisrepublikaner am meisten von solchen Gerüchten eigenen Kongreß der Gewerkschaften für eine bestimm seite dieser sonst widerwärtigen Erscheinung. Was das niedriger gehängte Machwerk selbst betrifft, betroffen; bis in die höchsten republikanischen Kreise hinein Frage einberufen, die durch den internationalen Kongres so ist es dem Genossen Hoch natürlich nicht eingefallen, giebt es Leute, von denen Korruptionsgeschichten erzählt Paris im Jahre 1889 zum Gemeingut der aller Länder, ohne Rücksicht das alberne Beug zu sprechen, welche ihm in den werden. Ricard, der Justizminister, hat gegen den Millen beiter Mund gelegt ist. Die famose Theorie, daß man in Sorgen feiner Kollegen die Verfolgungen eingeleitet; er wollte den die Organisation gemacht wurde, die seitdem de Leben müsse, um scharf schreiben zu können, kann nur in unbeugfamen Arm der Gerechtigkeit spielen und ist nun Brüffeler Kongres beschäftigte, in den verschieden zum Ausdrud fam, und die do einem von Wissen und Erfahrung gänzlich unabhängigen selbst niedergedonnert von den Anklagen, die herabregnen Rundgebungen Hien entstanden sein. Neu ist sie beiläufig nicht sie auf die Politiker der republikanischen Partei. Charles de Büricher internationalen Kongres wieder wird. Der Beschluß des hat schon in jenem preußischen Junker, der durchaus eine Lesseps soll nämlich als Gegenzug sein Portefeuille geöffnet, beschäftigen englische verhungerte Lehrerwittwe sehen wollte, einen klassischen Ber- und der Libre Parole und dem Deputirten Delahane die Gewerkschafts- Kongresses ist überall im Ausland als c treter gehabt. Mittel geliefert haben zu einer Diversion, vermittelst der Gegenzug gegen den Züricher Kongreß aufgefaßt worde Beiläufig sei bemerkt, daß der Antrag, der Parteitag Anklagen gegen die Deputirten und die Preffe. Ricard, und nach unserer Meinung mit vollem Recht. Die„ Justic möge das Gehalt des„ Borwärts"-Redakteurs festsetzen, von ein mittelmäßiger Kopf ohne Konsequenz oder Energie, hat meint freilich, daß jener englische Kongreß eine Art Vo das Geschehene ungeschehen berathung für den Züricher sein und veranlassen werde Borstandsmitgliedern auf Veranlassung Liebknecht's gestellt ann sofort versucht, machen; heute will er ja, morgen nein; daß die englischen Gewerkschaften sich erst recht worden ist. Er fand aber nicht die nöthige Unterstügung, was das Urtheil des Parteitages in dieser Frage deutlich diese Widersprüche haben das Minifterium gestürzt. Bürich vertreten laffen. Allein diese Auffassung ist Die Auflösung der Kammer wird schließlich das naiv, daß sie feiner ernsthaften Widerlegung beba einzige Auskunftsmittel bleibent; kommt sie jetzt gleich, so Man kann den Arbeitern doch wahrhaftig nicht zumuther tönnten die Opportunisten und Radikalen der Majorität zwei internationale Kongreffe, die sich, unmittelbar hinte ohne allzu großen Schaden davon kommen; schleppt sie sich einander, mit ein und derselben Frage beschäftigen, du aber noch zwei bis drei Monate hin, so daß der Standal ihre Delegirten zu beschicken. Auch sind wir überzeugt, da ausreifen und unter alten Klaffen der Bevölkerung bekannt die englischen Gewerkschaften fein zu Hause bleiben, nac Oesterreichische Ministerkrise. Wenn jedes Land werden und wirken kann, dann werden die Sozialisten dem sie ihren Londoner Kongreß abgehalten haben, mit de eine Ministerkrise hat, darf Desterreich allein nicht zurück davon reichlichen Gewinn haben. Glücklicherweise haben Motivirung, daß die Achtstundenfrage das Hauptintereffe für bleiben. Nachdem neulich erst das ungarische Mini- alle jezt regierungsfähigen Leute den Kopf verloren und habe und sie nach den Verhandlungen des einen Kongreffe sterium eine Entgleisung erlitten hat, ist nun auch das sind unfähig zu handeln. Natürlich sucht auch Herr Constans befriedigt feien; der zweite könne doch nur wiederhole österreichische, vertreten durch Herrn Taaffe in Person, von den Ereignissen zu profitiren, denunzirt aus sicherem was der erste berathen. über einen Stein des Anstoßes gestolpert, und zwar einen Versteck und wartet den Moment ab, wo er wieder auf die recht häßlichen und auch unsauberen nämlich den ge- Bühne treten kann. und des eigenen Nestes zu ergattern. ertennen ließ. # Für die Reichstags Erfahwahl in Stuhm Marienwerder ist die Stichwahl auf den 15. De zember festgesetzt worden. 20 Mether und Kreosot; der unbestimmbare, schwere Geruch eines Raumes, in dem ein Schwindsüchtiger haust. Langsam und schwerfällig reichte ihm Forestier die Hand. Da bist Du ja," sagte er, Du kommst mich sterben sehen. Ich danke Dir." Duroy zwang sich zu lächeln. Dich sterben sehen! Das wäre kein vergnügliches Schauspiel, und ich hätte mir wohl eine andere Gelegenheit ausgesucht, um Cannes einmal fennen zu lernen. Nein, ich wollte Dich nur begrüßen und mich hier ein bischen erholen." Seh' Dich," flüsterte der Kranke und fenkte das Haupt, als brückten ihn schwere Gedanken nieder.. Er athmete hastig und teuchend, und zuweilen entrang sich ihm ein Seufzer, als wollte er seine Umgebung erinnern, wie frant er wäre. Als seine Frau sein trübes Schweigen bemerkte, trat sie and Fenster und wies mit einer Kopfbewegung auf den Horizont: Sieh nur, wie schön!" " Oh, oh, großartig!" flüsterte er. Er fand keinen besseren, malenderen Ausdruck für seine Bewunderung. Forestier wandte den Kopf nach seiner Frau und bat: Laß mich ein bischen frische Luft schöpfen." Nimm Dich lieber in Acht," erwiderte sie, es ist schon spät, die Sonne geht unter, und Du kannst Dich noch er fälten. Du weißt, wie leicht es Dir bei Deinem Zustande schaden kann." Er ballte die Rechte, schwach und sieberhaft, wie zum Versuch, ihr einen Faustschlag zu versehen und flüsterte mit zornverzerrtem Geficht:" Soll ich hier ersticken? Was geht's Dich an, ob ich einen Tag früher oder später sterbe. Verloren bin ich so wie so..." Die zornige Geberde des Sterbenden zeigte erst recht, wie schmal seine Lippen, wie mager feine Wangen waren. Alle Knochen traten hervor. Sie riß das Fenster weit auf. Es bleibt also babei, daß der Beschluß des englische Gewerkschaftskongresses mindestens ein großer Fehler wa Wie immer. An Deine Stelle ist der kleine Lacri der früher beim„ Voltair" war, gekommen; es ist ab nicht viel mit ihm los. Ja, es wird Zeit, daß Du zurild tommst." " Ich?" sagte der Kranke stockend. Ich werde ba sechs Fuß unter der Erde die Zeitung redigiren.". Diese fire Idee schlug bei jeder Gelegenheit wie ein Glocke in ihm an; bei jedem Gedanken, bei jedem Wo tam fie unaufhörlich zum Vorschein. Eine lange Bause trat ein, schmerzliches tiefes Schweige Draußen erlosch allmälig das Abendroth, die Bergkuppe färbten sich schwarz, der leuchtende Himmel verblich. Farbige Dunkel brang ins Zimmer, die Dämmerung kam, die Nac die den sterbenden Tag noch umfängt, und goß über Möbel Mauer und Tapete, in alle Stubenwinkel ihre aus Purp und Tinte gemischten Schatten aus. In dem weißen Kam spiegelte sich noch der röthliche Himmelssaum, daß er eine Blutlache aussah. sie mit dem Rücken zum Zimmer, das Gesicht an Scheiben gepreßt. 10 bi Die eintretende Luft umschmeichelte sie alle brei. Sie war so lind, so sanft und friedlich die Frühlingsluft; schon Bor ihnen breitete sich der mit Billen wie besäte Ab- würzte sie der berauschende Duft der Kräuter und Pflanzen, Frau Forestier rührte sich nicht. Noch immer ftan hang bis zur Stadt hinunter aus, die im Halbkreise um die dort an der Küste so zeitig blühen. Es roch nach das Geftade gebettet lag, mit dem Kopf nach rechts bis Tannen und dem scharfen Duft des Eukalyptus. zum Hafendamm hin, den die Altstadt mit ihrer verwitterten Forestier athmete sie hastig und fieberhaft ein. Seine Warte beherrschte, und mit den Füßen nach links bis zur Nägel feallten sich in die Armpolster seines Lehnstuhles, Landspite de la Croisette, den Jufeln von Lérins gegen- und er sagte mit tiefer, vor Wuth zischender Stimme: über. In dem blauen Meerwaffer nahmen sich diese Inseln Mach's Fenster zu. Ich kann's nicht aushalten. Lieber wie zwei grüne Fiecte aus. Wie zwei gewaltige Blätter will ich im Käfig trepiren." schwammen sie im Waffer, hätte man sagen tönnen, so brig saben sie von hier oben aus. Und dort auf jener Seite des Golfes verschloß eine Tange Reihe ferner, bläulicher Berg tuppen dem über Hafendamm und Warte hinwegschweifenden Auge die Aussicht, die mit ihren abgerundeten oder zerrissenen und spizen Gipfeln eine schöne, wilde Linie am flammenden Himmel zogen, und in einer hohen, pyramidenartigen Berge endeten, Der seinen Fuß ins Meer tauchte. Frau Forestier deutete auf ihn:" Der Esthere!!" Der Naum hinter den dunkeln Gipfeln war roth, er flammte in einem blutigen, strahlenden Roth, das das Auge plendete. Das majestätische Bild des Sonnenunterganges ließ Selby Duron nicht unempfindlich. Langfam schloß sie das Fenster. Dann drückte sie die Stirn an die Scheibe und blickte in die Ferne. Duroy war sehr unbehaglich zu Muthe. Er hätte gern mit dem Kranken plaudern mögen, um ihn zu beruhigen. Aber es fiel ihm nichts Tröstliches ein. stotterte er. Es geht Dir wohl nicht besser, seit Du hier bist?" In heftiger Ungeduld zuckte Forestier die Achsel:„ Du siehst es fa." Bon neuem ließ er den Kopf hängen. Dabei ist es hier doch famos im Vergleich zu Paris", fuhr Duroy fort. Da unten herrscht noch voller Winter. Es schneit und graupelt und regnet, und um drei- Uhr muß man schon die Lampen anzünden, so dunkel ist es." Wie geht's in der Redaktion?" fragte Forestier. " # Beb Mit abgebrochener erstickter Stimme, die herzzerreißen anzuhören war, sprach Forestier:" Wie oft werde ich di Sonne' noch so untergehen sehen? Achtmal. mal... fünfzehn oder zwanzig Mal... höchstens viel leicht dreißig Mal... Ihr habt Zeit Ihr habt Zeit... aber ich ich bin fertig Und die Sonne wird untergehen. nach wie vor.. auch wenn ich nicht mehr bin..." Einige Minuten lang schwieg er, dann fuhr er fort Was ich sehe, erinnert mich daran, daß ich es in einige Tagen nicht mehr sehen werde... Ach, es ist schrecklich Nichts, nichts werde ich mehr sehen... nichts von de Kleinigkeiten des täglichen Gebrauchs... die Gläser. die Schüffeln... die Betten, worin man so weich ru die Wagen... Wie schön ist es am Abe im Wagen spazieren zu fahren 2Sie liebte i all das." ( Fortfehung folgt.) al D 11 ten DO tal B 28 δε te fi 21 [ 1 all be he CL be ce av Den ter a น ten 10 at 译 δεν he 02 0 Baß er einen bedauerlichen Mangel an internationalem zubringen. G3 wurden 174 Stimmen abgegeben, wovon die Ge- fibre misliche Lage darzulegen versucht habe. Andererseits wird Solidaritätsgefühl erkennen läßt, und daß er ein separa- wählten 92 erhielten. Wie wir hören, soll von den bortigen in derfelben Notiz gefagt, daß der Fremde, der wegen Abfeuerns tistisches Vorgehen bedeutet, auf das die Arbeiter der Genossen gegen die Wahl Protest erhoben sein, weil 10 Personen eines Revolvers auf offener Straße verhaftet wurde, sich im übrigen Länder die verdiente Antwort geben, indem sie es noch kurz vor der Wahlhandlung eingetragen worden sein sollen. Nachbarorte Wollbeck als Premierlieutenant der Marine- Referve, unterlaffen, Vertreter zum Kongreß nach London zu senden. In Eutin haben von 670 Stimmberechtigten 290 ihr Recht namens Wahl, ausgegeben habe. Bekanntlich find Gottes, und ausgeübt. 4 Parteien hatten dort ihre Risten aufgestellt, die Religionsschmähungen nichts weniger als ein Beweis der Zu Die englischen Stahlwerke haben den Arbeitern eine 19 Namen enthielten. 4 Ausscheidende wurden wieder gehörigkeit zu unserer Parter. Lohnreduktion von 10 pet. angekündigt. Für den unserer Genoffen erhielt 38 Stimmen, gewiß für das erste gewählt und 2 neue. Die Zersplitterung war groß. Die Liste Der Moniteur der Berliner Unabhängigen" schrieb Fall der Nichtannahme wird mit Schließung der Werke mal fein schlechtes Resultat. Infolge der Bestimmung der neulich über die Versammlungen, welche die Sozialdemokratie nach einer Frist von 10 Tagen gedroht. Das ist die ge- Gemeinde- Ordnung, daß der Wahlberechtigte 3 Jahre in der gegen die Militärvorlage abhält:„ Der proletarische Standpunkt ordnete Welt" des Kapitalismus. Gemeinde wohnen muß, durften in Eutin folgende Herren nicht ist der: Der Militarismus ist der Ruin der jezigen Nation, je wählen: der Regierungspräsident, der Forstmeister, der Ober- mehr ihm geopfert wird, desto eher gehen die Staaten ihrem wirthtirchenrath, der Gymnasialdirektor, der Postdirektor und sogar der schaftlichen Untergange entgegen. Dieser Untergang ist gleichHerr Bürgermeister. In Stockelsdorf enthielt( wie schon bedeutend mit dem Untergange der heutigen altgewordenen Gemitgetheilt. Red. d.".") die Liste der wahlberechtigten Grund- sellschaftsordnung, deren Erbe das ewig junge Proletariat anbefizer 76, die der wahlberechtigten Nichtbefizer 376 Personen. treten wird. Warum also so viel Aufhebens um die MilitärDie Betheiligung war eine sehr rege. Es wurden 239 Stimmen vorlage, warum so viele Refolutionen? Der Arbeiter, der fich 152 Stimmen, auf die Liste der Grundbesiger nur 87 Stimmen. oder gar kein Denker."- Mit dem gleichen Recht, bemerkt abgegeben. Arbeiterkandidaten um die Kriegsausgaben aufregt, ist entweder ein fleinbürgerlicher Bon Neujahr ab sind wir nun durch 4 Genossen im Gemeinde- der Braunschweiger Boltsfreund" spöttisch zu diesem Bröbchen rath vertreten. In Fissau haben unsere Genoffen zwei Kan- unabhängiger" Weisheit, brauchten wir uns dann auch über den didaten durchgebracht. Die Nordwacht" hoffte, daß sich auch Kapitalismus nicht aufzuhalten. Auch er ist der Ruin der die Genossen in den übrigen Gemeinden selbständig an der Wahl jezigen Nationen, und wir freuen uns, wenn der Kapitalisbetheiligen. mus das Volk vollends ganz degenerirt. Wozu sich also über den In Schönau( Sachsen) wurde in der Klasse der Rapitalismus aufregen. Wozu ihn bekämpfen? Die Unab Unansässigen bei einer Betheiligung von 171 Wählern der Kan- hängigen würden tonfequenterweise ihre ganze Agitation beffer didat unserer Partei mit 141 Stimmen in den Gemeinderath ge- an den Nagel hängen und die Zukunft ganz allein dem Militariswählt. Charakteristisch für die Agitation der„ Ordnungs" parteien mus und Kapitalismus vereint überlassen." ift, daß sie zur Verbreitung ihrer Flugblätter und Stimmzettel fchulpflichtige Kinder verwandten. Ein leuchtender Stern am Himmel des Kapitalis mus ist untergegangen. Der Amerikaner Jay Gould hat fich zu seinen Bätern versammelt und die Kleinigkeit von ungefähr 1% Milliarden gleich siebenzehnhundertundfünfzig Millionen Mark hinterlassen. Der Mann ist leider nur 56 Jahre alt geworden. Bei seinem Talent hätte er es dahin bringen können, eines schönen Tages auf die Hosentasche klopfend zu fragen: was toftet die Welt. Gegen Amerika find wir in Europa und speziell in Deutschland die reinsten Stümper, wie folgende kleine Liste Der amerikanischen Milliardäre beweist. Jay Gould: Siebenzehnhundertundfünfzig Millionen. Vanderbilt: Zwölfhundert Millionen. Mackay: Neunhundert Millionen. J. P. Jones: Fünfhundert Millionen. Parteinachrichten. Partei. gez. Albert Bater, Kapuzinerstraße 18. Magdeburg- Budau, 5. Dezember 1892. Die Davon entfielen auf In Stollberg( Sachsen) siegte die ganze Liste der von den Arbeitern aufgestellten Kandidaten. Bei der Stadtverordnetenwahl in Glauchau erhielten unsere Kandidaten 184-159, die Kandidaten der Liberalen ca. 600, die des Hausbefizervereins ca. 350 Stimmen, " " Todtenliste der Partet." Geftorben in Nürnberg ber Schneider J. Benter. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. -Gegen die Redaktion der Magdeburger Boltsstimme" ift wegen der über den dortigen Boykott veröffentlichten Artikel Strafverfolgung auf Grund des Unfugparagraphen eingeleitet. Dem verantwortlichen Redakteur der Boltsstimme", dem Ge noffen Mt. Beer, ist überdies vom Polizeipräsidium eröffnet worden, daß er, wenn er weiterhin durch Boykott- Artikel die öffentliche Meinung beunruhige, als Ausländer feine Ausweisung zu gewärtigen habe. -Der Redakteur der Schwäbischen Tagwacht", Genosse Hildebrand in Stuttgart, wurde wegen Beleidigung des Hauptmanns Brand und des Oberstabsarztes Wegelin zu 14 Tagen Gefängniß verurtheilt. " " " J. G. Bennet: Zweihundert Millionen. John J. Afton: Hundertundsechszig Millionen. W. Stewart: Hundertundsechszig Millionen. Es ist doch geradezu stupend; diese Riesenvermögen, die nur an Binsen allein wieder folossale Summen ver schlingen, in den Händen einiger Personen, während die von ihrem Gelbe ausgeraubte Masse in Noth und Elend Von der Agitation. Die Parteigenoffen in Neumünster verkommt! In Deutschland haben wir die Gruld's, Bander- vertheilten fürzlich viele Gremplare der Broschüre Nieder mit bilt's, Mactant's u. f. w. nur in Taschenf mat, und unsere ben Sozialdemokraten!" in einer Menge Dörfern jener Gegend. Kapitalssternchen die Rothschild's, Bleichroder's, Stumm's, Den Wolgaster Genossen stellt die Neupommersche Bost" Krupp's und Baare's verbleichen vor dem Glanze der für ihre flotte Agitation folgendes amüsante Zeugniß aus:" Um amerikanischen Finanzsonnen. vorigen Sonntag haben sich einige Wolgaster Sozialdemokraten Und noch einen Vorzug haben die amerikanischen auf den fogenannten" Bauern- und Arbeiterfang" in das benach Rapitalsauffammler, es sind alles echte Arier und Chriften. barte Dorf Kakow begeben. Während die Bewohner zum guten In den Adern der amerikanischen Milliardäre rinnt heil in der Kirche zum Abendgottesdienst versammelt waren, benugten die Genossen" die hereinbrechende Dunkelheit, um ein zur tein Tropfen femitischen Blutes; das ist betrüblich aber Bersehung""( ber Druckhehlerteufel war hier wahrheitsliebender als gegen Angehörige unserer Bartei bedienen, um ihnen Verlegen- Welcher unsauberen Mittel fich die Gegner mitunter wahr, und wir bedauern Herrn Ahlwardt, der vor der der Berfasser der Notis, welcher Verheizung" geschrieben hatte) heiten zu bereiten, erhellt drastisch aus einer Notiz des Stettiner schweren Aufgabe steht, das chriftliche Kapital der Gould der Landbevölkerung bestimmtes, von den bekannten Werdrehungen Boltsboten". In der Nacht vom 30. April zum 1. Mai brannten und Genossen von dem Vorwurf zu reinigen, daß es die und Entstellungen stroßzendes sozialdemokratisches Flugblatt in eine Scheune des Gutes Friedrichshof und bald darauf eine gleichen verwüftenden Wirkungen im Gefolge hat, wie das die Säufer zu tragen und vielfach heimlich auf dem Hausflur Scheune des Gutes Eckerberg, beide dem Kommerzienrath Duiftorp Kapital der Beschnittenen. niederzulegen. Wie die Stimmung im Dorfe ist, mar lettere gehörend, nieder. Jm Stettiner Tageblatt" erschien darauf ein Borsicht auch wohl am Plaze. Wären die unternehmungsluftigen Artikel, in welchem zunächst an die Anarchisten erinnert und Herren offener mit ihrem Besuchszweck hervorgetreten, so dürften dann ziemlich unverblümt gesagt werden war, die Sozialdemo fie an manchen Stellen übel heimgeleuchtet worden sein." Die fraten hätten die Scheunen in Brand gesteckt; Genoffe Herbert Hoffnung ist natürlich sehr problematisch, denn auch in den sei auch bei der Brandstätte gesehen worden. Dadurch war Dörfern Vorpommerns beginnt es an allen Ecken und Enden zu indirekt gesagt, daß Herbert mit zu den Brandstiftern gehöre. Er tagen. fandte sofort eine Berichtigung an das Tageblatt", daß er in jener Nacht überhaupt nicht ausgegangen fei, wie er durch Zeugen An die Vertrauenspersonen der Sozialdemokratischen Sozialdemokratische Presse. Die Rieler Parteigenoffen beweisen tönne. Die Redaktion des Tagebl." machte aber einen beantragen auf dem am 11. Dezember dort stattfindenden Pro- Busah, der den schwer beleidigenden Vorwurf der Brandstiftung Genossen! Wegen fortgesetter Saalabtreiberei sind wir ge- vinzial- Barteitag, an Stelle der jetzt in Ottensen dreimal wöchent wiederholte. Es tomme weniger, so hieß es, auf die Erklärung nöthigt, über das Bier ber Aftienbrauerei Neustadtlich erscheinenden, Norddeutschen Volkszeitung ein Serbert's an, als darauf, was ihm vom Gericht bewiesen werde; Magdeburg, sowie über das Bier der Klosterbrauerei täglich erscheinendes Provinzialorgan zu schaffen, dessen Aus- er werde noch volle Gelegenheit erhalten, sein Allibi nachzuweisen. Babmersleben den Boykott zu verhängen. Namentlich die gabeort kiel ist. Die hierzu erforderlichen Mittel follen die in Serbert ftrengte Privattlage gegen den verantwortlichen Redakteur erftgenannte Brauerei versendet ihr Produkt nach allen Theilen Frage kommenden beiden Provinzen gemeinschaftlich tragen. des Tagebl." an. Das Gericht fand nur in der zweiten Notiz Deutschlands. Es bedarf wohl nur dieses Hinweises, und unsere Am 1. Dezember begann die in Müllhaufen erscheinende„ Elsaß eine Beleidigung. Es verurtheilte den Redakteur zu 30 M. GeldGenossen allerwärts werden auf den Genuß eines Bieres ver Lothringische Boltszeitung" das dritte Jahr ihres strafe event. 3 Tagen hast und sprach dem Beleidigten die Be Bichten, beffen Hersteller unseren Barteigenoffen ihre Gofalitäten Bestehens. As die von Justiz und Polizei vielverfolgte Beitung fugniß zu, den entscheidenden Text des Urtheils im lokalen Theil zu Bersammlungen veriveigern. Mit sozialdemokratischem Gruß am 1. Dezember 1890 ins Leben trat, da waren schreibt sie- bes Stettiner Tagebl." zu veröffentlichen. Die Lotaltommission. in Mülhausen, Colmar und Straßburg wohl tausende von Wählerstimmen auf die Namen der Arbeiterkandidaten abgegeben worden; aber diese Stimmen waren nicht das Produkt zielbewußter Er fenntniß, fie waren nichts als die erste Lebenstundgebung eines Gegen die Militärvorlage find weitere Proteft verunbestimmten Klasseninstinktes. Das hat sich jetzt geändert. fammlungen abgehalten worden in Münden, Land. Wer heute im Elsaß mit uns marschirt, der thut es in voller tehrhagen und Lüttenberge( sämmtlich im Wahlkreis Grkenntniß der Dinge und der Anforderungen, welche sie an- Das Landgericht au Saarbrücken verurtheilte den Genoffen Münden; Referent G. Garbe- Kassel), Eving Referent jeden Einzelnen stellen. Speziell für Mülhausen haben die Ge- Duller aus Ingbert wegen Beleidigung des Landraths Nüchte'r n- Dortmund), Eppendorf i. S.( Referent Reichs meinderathswahlen vom vorigen Jahre bewiesen, daß ein fefter und eines Bürgermeisters zu 50 M. Geld- bezw, 10 Tagen Getags- Abgeordneter Albert Schmidt. Burgstädt), 2ichten Stamm von Parteigenoffen vorhanden ist. Davon ausgehend, fängnißstrafe. tein( Referent Rosenow Chemnitz), Breitenbrunn dürfen wir ruhig und zuversichtlich in die Zukunft blicken. Das-Der Redakteur ber früheren Westf. Freien Presse", ( Referent Sermann Albert- Cheminiz). Heer, das unserer Fahne folgt, mehrt sich ständig. Das elfäffische jetzigen Rheinisch- Westfäl. Arb.- 3tg.", Dr. Diederich, sollte Eine Boltsversammlung in Broizem( Braunschweig), in Bolt beginnt zu merken, wo es der Schuh drückt: um zirfa ben Polizeisergeanten Glänzer in unna beleidigt haben; das welcher man die Militärvorlage besprechen wollte, wurde von anderthalbtausend hat sich allein im laufenden Jahre die Zahl Dortmunder Landgericht erkannte jedoch auf Freisprechung. der Behörde nicht genehmigt, da sie in Ermangelung eines Saales der Abonnenten des genannten Blattes vermehrt. Das bedeutet Der betreffenden Notiz lag folgender Vorfall zu Grunde. Einige um Freien abgehalten werden sollte. eine glänzende Zunahme der Leferzahl, zumal für ein Blatt mit Bergleute waren auf der Heimkehr vom Knappenfest Nachts in scharfer politischer Richtung in einem Lande, wo bei dessen Erscheinen der vierten Stunde auf dem Marktplaz stehen geblieben, Ihre Zustimmung zu den Beschlüssen des Berliner bie Bartet erst zu schaffen war. In die weltverlorensten Winkel weil einer derfelben seine Uhr nach der Stadtuhr richten wollte. Parteitages erklärte eine öffentliche Parteiversammlung in Elsaß- Lothringens wird jetzt der sozialistische Erlösungsgedanke Sergeant Glänzer forderte die Gesellschaft zum Weitergehen auf, Frankfurt a. M. In derselben erstattete der Vertrauensmann durch unser Organ getragen und überall findet er Verständniß und als man nicht gleich gehorchte, verhaftete er den Bergmann, für den Wahlkreis Frankfurt a. M., Genosse G. Meier, Be- und regfames Wirken. welcher seine Uhr richtete, und schlug dessen Vater ein fleines richt über seine Thätigkeit im verflossenen Jahre. Männchen der das nicht dulden wollte, mit der Klinge über wurde als Vertrauensmann( Adresse:" Volfsstimme", Frankfurt Parteifinanzen. Der Vertrauensmann für Riel verein den Kopf, fodaß eine ca. 5 Zentimer lange Wunde entstand. An am Main) wiedergewählt. Die Wahl eines ftellvertretenden nahmte im abgelaufenen Verwaltungsjahre intl. eines vorjährigen die Mittheilung dieses Vorfalles war die Bemerkung geknüpft, Bertrauensmannes fiel auf Genossen Westphal. Ferner be- Bestandes von 1467,69 m. insgesammt 2429,41 M. Die Aus- es wäre vielleicht von guter Wirkung, wenn der Sergeant fortschloß man die Revisionskommission weiter bestehen zu lassen, gaben betrugen für Agitation 1461,05 M., für Gerichtstoften gesetzt dahin scharf inftruirt würde, feine Sige zu zügeln. In welche den Vertrauensmann von Zeit zu Zeit zu fontrolliren hat. 81,06 M., für Delegation 65 M. und sonstige Ausgaben 170,28 M., Der Verhandlung meinte der beleidigte" Sergeant, daß er be Weitere Zustimmungserklärungen zu den Beschlüssen bes in Summa 1777,39 M. Danach bleibt Kassenbestand 652,02 m. rechtigt fet, Leute, welche fich Morgens gegen 4 Uhr auf der Berliner Parteitages liegen vor von den Parteigenoffen Der Vertrauensmann für Frankfurt a. M. hatte in der Straße befinden, nach Hause zu kommandiren, um zu verhindern, in Gesau( Sachsen). Zeit vom 1. Dezember vorigen Jahres bis 1. Dezember 1892 an daß diese Personen späterhin etwa noch groben Unfug oder Einnahmen zu verzeichnen 5404,85 M., die Ausgaben beliefen fonftige Ruheftörungen begehen möchten. Das Urtheil des Gefich, einschließlich 3464 M., die für die Presse erforderlich waren, richts wird ihn hoffentlich darüber belehrt haben, daß er dazu auf insgesammt 5252,52 m. feinerlei Recht hat. Am 30. November verließ der Parteigenosse Karl Die fächsischen Amtsblätter erhalten, wie der Wähler"| Rother aus faffenbach( Sachsen) das Gefängniß, nach berichtet, vom Eisenbahn- Betriebsamt regelmäßig die neuen Fahr- dem er darinnen wegen Majestätsbeleidigung ein Jahr hatte zu pläne unentgeltlich geliefert, damit sie diese ihrem Blatte beilegen bringen müssen. tönnen. Es ist das eine von den vielen Begünstigungen, deren sich unsere Amtsblätter erfreuen und die allein es ihnen erDer Liberalismus hat bekanntlich in Kiel durch Erhöhung möglichen, ihr vollsschädliches Dasein zu fristen. Die sozialdes Benfus 5000 Bürger des Wahlrechts beraubt. Gemüngt war demokratische Burgstädter Volksstimme" hatte sich an das Eisendiefer Streich auf die Sozialdemokratie. Es ist dadurch bahn- Betriebsamt gewendet mit der Bitte, ihr ebenfalls Fahrpläne aber auch ein erheblicher Theil der Freifinnigen des Wahlrechts zu überlassen. Sie war aber abgewiesen worden, weil für sie verlustig gegangen, so daß der Liberalismus jetzt ernstlich mit fein Bedürfniß vorläge und auch die Amtsblätter in erster Linie den Konservativen zu rechnen hat. Diese brachten bei der im berücksichtigt werden müßten, eine Erhöhung der Auflage auch November stattgehabten Stadtverordnetenwahl auf ihre Kandidaten nicht angebracht sei. Jetzt wird mitgetheilt, daß das in Wurzen 701 Stimmen zusammen, der Liberalismus erhielt nur 75 erscheinende Amtsblatt 1000 Exemplare des Fahrplanes als Stimmen mehr, errang also knapp den Sieg. Unsere Partei Makulatur verkauft hat. Es hat also viel mehr erhalten, als es belam an 100 Stimmen. Die Hoffnung des Liberalismus, daß brauchte. be fe ext en 05 i be ld in en De DI 120 Die el * 4 Gemeindewahlen. In simbach i. S. fiegte bei einer Betheiligung von 837 28ählern= 80 Prozent der Wahlberechtigten, die Liste der vereinigten Ordnungs" parteien mit durchSchnittlich 449 Stimmen pro Kandidaten, während auf die Kandidaten der Sozialdemokratie durchschnittlich 370 Stimmen entfielen. Bei der vorigen Wahl erhielten wir 220 Stimmen. In Pleiße i. S. fiegte die Liste des Arbeiter- Wahlvereins. Die Ordnungs" brüder unterlagen vollständig. er jegt ungestört herrschen könne, ist also gründlich getäuscht worden. " " Frau Marie Kunert, die Gattin des Abgeordneten Frizz Kunert, ist nach einer Meldung der Bolts- Zeitung" vom Köpenicker Untersuchungsrichter wegen der Herausgabe der Sozialen Weckrufe" vernommen worden. Sie soll durch Die Herausgabe dieser Gedichtsammlung zum Klaffenhaß und zu Gewaltthätigkeiten angereizt haben. Soziale Lebersicht. Achtung! Arbeiter Berlins! Wir machen Euch darauf aufmerksam, daß die Frist für die Eintragung in die Wählerlisten zur Gewerbegerichts- Wahl am 11. Dezember ihr Ende erreicht hat; wer dann noch nicht in die Listen eingetragen ist, fann nicht an der Wahl theilnehmen. Ferner fei bemerkt, daß die Antragsformulare auf den bekannten Annahmestellen( Turnhallen, Wahlbureaus) bescheinigt werden, wenn Ihr irgend eine Aus New- York wird uns unterm 21. November geschrieben: Legitimation bei Guch habt. Ihr braucht also nicht mehr die Bei der Ergänzungswahl des Gemeinderaths der Land- Bellamy hat während der Wahlbewegung feine Verwunderung Polizei, den Arbeitgeber oder den Bezirksvorsteher zu be gemeinde Eutin siegten, wie die„ Norddeutsche Boltszeitung" darüber geäußert, daß die sogenannte Arbeiterpartei gegen die tätigen, in jeder Turnhalle wird man die Bescheinigung vollmeldet, sämmtliche Kandidaten unserer Partei; unter ihnen be- Boltspartei" Stellung genommen; er fand dies intonsequent, da ziehen. Außerdem habt Ihr unbedingt dafür Sorge zu tragen, finden sich auch zwei Grundbesitzer. Ueber die Gemeinderaths. fich doch auch in der ersteren Partei Kleinbürger, Kleinfarmer daß, da der größte Theil unseres Genoffen noch nicht in Ergänzungswahlen, die in den 19 Gemeinden des Fürstenthums und sonstige nicht zur Arbeiterklasse gehörende Leute befänden. Die Wählerlisten eingetragen ist, dieses so bald wie möglich geLübect, wozu Gutin gehört, aller 2 Jahre im November statt Man sieht, daß Bellamy troß seiner sonstigen Erkenntniß noch schieht. Der geschäftsführende Ausschuß der Berliner Streitfinden, berichtet noch die" Nordwacht": In der Stadt Gutin vollständig das Berständniß für das Wesen der sozialdemo- Kontrollkommission. J. A: H. Faber. und den beiden Flecken Ahrensboect und Schwartau müssen tratischen Partei fehlt! mindestens die Hälfte der zu wählenden 15 M. Staats Achtung! Mitglieder des Frauen Bildungsvereins feuer zahlen. In den Bandgemeinden müssen 2/3 des Gemeinde- Der gegnerischen Presse sind im Kampf gegen die Sozial für Berlin und Umgegend. Der Vorstand giebt hierdurch caths einen Landbesit von 5 Hektar haben. Wer Geld demokratie auch die albernsten Mittel gerade recht. So bekannt, daß die für Wittwoch, den 7. b. M., geplante Ver hat und Landber hat Verstand." Die Arbeiter haben in bringt sie jetzt eine Rotis, nach welcher über die Persönlichkeit fammlung ausfällt, da an diesem Tage die Protestversammlungen Schwartau, Groß- Barin, Eutin, Stodelsdorf und auch in Fiffau eines im Gefängniß zu Eversmintel in seiner Belle verbrannten gegen die Militärvorlage stattfinden. Die Versammlung findet fich mit eigenen Liften an der Wahl betheiligt. In Schwartau Gefangenen vermuthet werde, daß er ein sozialdemokratischer beshalb am Montag, den 12. b. M. in den Arminhallen, unterlagen wir mit nur 3 Stimmen, 51 au 48. In Groß- Agitator gewesen sei, weil er sich in einer Wirthschaft in groben Kommandantenstr. 20, ftatt, und ist hierzu ein Vortrag der Frau Parin betheiligter sich die Arbeiter lebhaft, jedoch ohne durch Schmähungen gegen Gott und Religion ergangen und den Bauern Dr. Zadek in Aussicht gestellt, Für den Inhalt der Juferate über nimmt die Nedaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Dienstag, 6. Dezember. Opernhaus. Jubiläums- Borstellung. Schauspielhaus. Die Quizow's. Leng- Theater. Die Drientreise. Berner Theater. Der Hüttenbefizer. Wallner- Theater. Die GroßstadtTuft. Deutsches Theater. Die Jüdin von Toledo. Broll's Theater. Picarde. Kurmärker und Neues Theater. Zogirbesuch. Residenz- Cheater. Im Pavillon.( Le Parfum). Friedrich- Wilhelmädt. Theater. Das verwunschene Schloß. Bellealliance- Theater. Die Waife aus Lowood. Adolph Gruß- Theater. Die wilde Madonna. Thomas- Theater. Der ledige Hof. National Theater. Uriel Acosta. Alevanderplah- Theater. Berliner Gigerin. Apollo Theater. Borstellung. Spezialitäten Theater der Reichshallen. Spezia litäten- Borstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Vorftellung. Circus Corty- Althoff. Berlin, Friedrich- Karl- Ufer, Ecke Karlstraße. Dienstag, den 6. Dezember, Abends 7% Uhr: Brillante Vorstellung mit auserwähltem Programın. Auftreten sämmtlicher Künstlerfpezialitäten. Außerdem Lucia ( Feuerpferd), fowie Certain u. Patience, vorgef. vom Direktor Althoff. Schulpferd Herold, ger. von Miß Blanche. Aufführung des Parforcestückes: oder: Oeffentl. Protest- Versammlungen finden am Mittwoch, den 7. Dezember, Abends 8 Uhr in allen Berliner Wahlkreisen statt. Ein ungarisches Czikosjet Für den 1. Kreis:„ Arminhallen", Kommandantenstraße Nr. 20. Referent Reichstagsabg. Schumacher- Solingen. Für den 2. Kreis:„ Berliner Bockbrauerei", Tempelhof. Berg. Referent Reichstagsabg. Dreesbach- Mannheim. Eine Bauernhochzeit a. d. Pussta, Alles Nähere die Plakate. Mittwoch Abends 72 Uhr: Gr. Vorstellung. Circus Renz. ( Karlstraße.) Für den 2. Kreis:„ Unions- Brauerei", Hasenhaide Nr. 22-31. Referent Reichstagsabg. Schwartz- Lübed. Be ba ftra ge Ri stro St Ge der un An An fam geft La Be die mö ver 28 M Det 411 Dienstag, den 6. Dezember 1992: Für den 3. Kreis: Sanssouci", Kottbuser- Straße Nr. 4a. Referent Reichstagsabg. Frohme- Hamburg. Abends 71/4 Uhr: Gr. brillante Vorstellung. Aus dem reichhaltigen Programm besonders hervorzuheben: 8 arabische Für den 4. Kreis:„ Königsbank", Große Frankfurterstraße 117. Referent Reichstagsabg. Förster- Hamburg. Schimmelhengste, in Freiheit drefsirt und vorgef. von Herrn Oskar Renz. Mr. James Fillis mit dem Schulpferde Markir. Dr. Leop. Renz Für den 4. Kreis:„ Böhm. Brauhaus", Landsberger Allee 1113. Referent Reichstagsabg. Bruns- Bremen. und Mr. Arnaud, Reitfünstler ersten Ranges. Gebr. Martinetti, bedeutendste Afrobaten der Gegenwart. Gebr. Lee, Banfmann's Variété. Spezialitäten- musikalische Clowns. Vorstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spe land. Mit neuen Einlagen, zialitäten- Vorstellung. Zum Schluß: Auf Helge- Für den 5. Kreis:„ Brauerei Friedrichshain"( früher Lips). Referent Reichstagsabg. Molkenbuhr- Hamburg. Für den 6. Kreis:„ Eiskeller", Chaussee- Straße Nr. 88. Referent Reichstagsabg. Wurm- Hannover. u. A.: 1. Garde- Regiment zu Fuß, Aufzug der Leib- Garde- Artillerie. Ballet von 82 Damen. Morgen, Mittwoch Abends 71/1 Uhr: American- Theater. Große Borstellung mit neuem Progr. Jeden Abend jubelnder Beifall! Die Trockenwohner, oder„ Das Kind in der Kommode", parodistisch- realistischer Vorgang im Keller, beobachtet vom Hofe aus, von Dstar Wagner. Bendix in seiner Saison- Nummer: Man merkt's am Gang, Da ist was mang! Auftreten sämmtl. Spezialitäten. Anfang 7% Uhr. Entree 75 Pf. Sonntags 6 Uhr. Auf Helgoland. Billet- Vorverkauf beim " Invalidendant", Markgrafenstr. 51a. Fr. Renz, Direttor. Für den 6. Kreis:„ Kronen- Brauerei", Alt- Moabit Nr. 4849. Adolph Ernst- Theater. HE Vorletzte Woche. 3um 91. Male:: Die wilde Madonna. Gesangspoffe in 3 Aften von L. Treptow Couplets von G. Görss. Mufit von G. Steffens. Mit neuen Kostümen aus dem Atelier d. Fr. Köpke, und neuen 347/3 Deforationen v. Lütkemeyer in Coburg. In Scene gefegt von Adolph Ernst. Anfang 7%, Uhr. E Morgen: Dieselbe Borstellung. In Vorbereitung: Gratweil's Bierhallen Modernes Babylon. Rommandantenstraße 77-79. Täglich: Germania- Konzert- u. Konplet- Sänger. Wochentags frei. Sonntags 30 Pfennig. Kinder 10 Pf. Gr. Frühstücks- u. Mittagstisch. Zwei Säle Wefangsposse in 3 ften v. Ed. Jacobson und W. Mannstädt. Couplets theilweise von G. Görss. Mufit von G. Steffens. Alexander- Play- Theater. Alexanderstr. 40. Fernsprechamt III Nr. 1711. Heute Abend 71/2 Uhr: Referent Reichstagsabg. Bock- Gotha. Tagesordnung in allen Versammlungen: 1. Die Militär- Vorlage. 2. Distusfion. Zahlreiches Erscheinen erwarten Danksagung. Allen Freunden und Bekannten für die große Theilnahme beim Begräbniß meiner Frau, fowie dem Gesangverein Kreuzberg sage meinen besten Dank. 4836 Die Einberufer. Freie Volksbühne. Am Sonntag, den 11. Dezember, findet eine Vorstellung für die I. 25theilung( rothe Karten), am Sonntag, den 18. Dezember, eine Vorstellung für die II. Abtheilung( grüne Rarten) Der trauernde Batte. Paul Languer, Nostizstr. 22. Allen Denen, welche meinen unver- ftatt. Zur Aufführung gelangt an beiden Tagen: geßlichen Mann zur letzten Ruhe be gleitet haben, fage meinen herzlichsten Dant. Ww. Leitel. im„ Telling- Theater" 434b Die arme Löwin, Schauspiel in 5 Atten von Emile Augier. Berliner Gigerin, S. Neumann's Serren Emanuel Reicher, Brandt und Sauer. zu Bersammlungen und Vergnügungen. Boffe mit Gesang in 3 Atten und jowie 6 Billards und 3 Kegelbahnen, 4 Bildern von J. Wimmer, bearbeitet F. Sodtke. von R. Sybel. Raffeneröffn. 61/2 Uhr. Anf. 72 Uhr.. Feen- Palast Castan's Burgstraße, neben der Börse. Welt- Lokal Berlins, 5000 Berf. faffend. Panoptikum. Täglich = Gr. Spezialitäten Borstellung mit abwechselndem Programm. Anf. Wedent. 72 Uhr, Sonnt. 6 hr. Entree 50 Pf. Jeden Mittwoch und Sonntag Nachm. Sensationell! Prinzeß Topase. Central- Bazar 1. Geschäft: Andreasßtraße Nr. 62, zwischen Andreasplay u. Langeftr. 6. Weihnets- Ausverkauf 2. Geschäft: Frankfurterstraße 90, Gr. von Puppen, Puppenbälgen, Puppenföpfen, Spielwaaren, Kurz- und GaDie Hauptrollen liegen in den Händen der Damen Sauer, Wagen, der Mitglieder zur ersten Abtheilung werden noch in allen Zahlstellen aufgenommen. Die Borstellungen des Vereins werden von nun an Anfang jeben Monats in den Zahlstellen des Vereins, an jedem Sonnabend vor der Vorstellung auf dem Säulenplakat des Theaters, in dem die betreffende Vorstellung stattfindet, und am Borstellungstage unter der Rubrit, Theater" im Vorwärts" angekündigt werden. 362/13 Der Vorstand der Freien Volksbühne. J. A.: Julius Zürt, SW., Solmsstr. 24. " lanterie waaren, Küchen- und Wirth- Verband deutsch. Zimmerlente fchaftsgegenständen. Durch Vergrößerung meiner Geschäfte und Lager bin ich in der Lage, Vorstellungen 11-1 und 4-9 Uhr meinen Kunden diesmal sämmtliche stündlich. Grosses Familien- und Kinderfest Ohne Extra- Entree. mit Gratis- Verloosungen und Spezialitäten- Borstellung. 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Stüche 3 M. Berlin, Brock, Barnimftraße 4. iffen, Spragtunde fei Grundlag' Deinem Derfelben fei zuerst und sei zuleht befliffen.( cert.) geläufige Das Sprechen Schreiben, Lesen und Berstehen der engl. u. franz. Sprache( bei Fleiß u. Ausdauer) ohne Lehrersicher zu erreichen durch die in 39 Auflagen vervolt. Orig. Unt.- Briefenach der Meth. Toussaint Langenscheidt. Probebriefe à 1 M. Langenscheidth V.-B., Berlin SW46, HallescheStr.17. Wieder Prospekt durch Namensangabe nachweist, hab. Viele, die nur diese Briefe( nicht mündl. Unterricht) benutzten, d. Examen als Lehrer des Engl. 14. Französischen gut bestanden. Oranienste. 180: Grosse öffentl. Versammlung aller Branchen. Zages Ordnung: 1. Die Lage der streikenden Kugelkorb- Arbeiter. 2. Vers schiedenes. A de bi in 194/5 Das Streik- Komitee. bi lic ein Genossenschafts- Bäckerei für Berlin und Umgegend. ( Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht). Wiederum haben wir das Gewicht unserer 50- Pfg.- Brote um 250 Gramm, 75100375 93 59 95 99 500 99 97 93 33 erhöht, wovon wir unsere Genossen bitten, Kenntniß zu nehmen. Der Vorstand: Adolf Scholtz. Hugo Lazarus. Lexikon, Brockhaus u. Bücher jeder Art kaut Hannemann, Rochft.56. Meyer's Barber Erklärung. Die Beleidigung gegen Herrn G. Scharf nehme ich hiermit zurüd.[ 305b]. Wegener. Berantwortlicher Redakteur: Withelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. fo ur 95/6 m be fie Do B 28 4406 A. in gefittetes Fräulein findet Gelegenheit zur Theilnahme an freundlichem Bimmer( Gartenaussicht). Monat 6 t Näh. Blücherftr. 41, Seitenfl. II. Etage. Mösl. Schlafft. billig zu verm. Reichens bergerstr. 63a, Frau Schröder. Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volfsblatt. r. 286. Tokales. Berlin und Umgegend werden aufgefordert, dem Unterzeichneten Achtung. Sämmtliche Mitglieder der Lokalfommission von baldmöglichst ihre Adressen einzusenden. J. Wernau, RosenStraße 30. Achtung, Tabakarbeiter! Formulare zu den Gewerbegerichtswahlen sind in den Kassenlofalen, sowie bei W. Wörner, Sitterfir. 108, 2. Dechand, Ruheplaystr. 24, S. Serholz, Brunnen straße 145, 2. Brengel, Frankfurter Allee 106, und 6. Butry, Stralsunderstr. 15, 11, zu haben. Dienstag, den 6. Dezember 1892. troffen werden, um Arbeiten der verschiedensten Berufe in Angriff zu nehmen, die Wirkung haben werden, die Zahl der Arbeitslosen im kommenden Winter zu verringern. Ihr ergebener 9. Jahrg. den mit aller Wucht geführten Stich ist der linke Zungenflügel verletzt und der Zustand Radtke's ein recht bedenklicher. Der Thäter ist verhaftet und am Sonntag vom Polizeipräsidium nach dem Untersuchungsgefängniß Moabit übergeführt worden. H. De La Hooke, Sekretär des Raths. Bei uns in Berlin hat der Oberbürgermeister es nicht ein- Ueber einen Spizbuben, der einen von ihm selbst be mal für nöthig erachtet, die Deputation der Arbeitslosen im vergangenen Diebstahl als Berichterstatter ausbeutet, schreibt eine gangenen Jahr zu empfangen und jetzt- fagt der neue Ober: Lokalforrespondenz zu einem Redakteur einer Berliner größern bürgermeister – liegt plur zinnahme einer außergewöhnlichen Ar- Borortszeitung fam in den letzten Tagen ein Gärtner G. und beitslosigkeit fein Grup vor, also auch nicht außergewöhn- meldete gegen den üblichen Obulus in allen Ginzelheiten einen lichen Maßnahmen. Diebstahl, der in der letzten Nacht in der E.- Straße stattgefunden habe. Da sich die Nachricht bis in das Kleinste hinein bestätigte, Profeffor Pettenkofer, der bekannte Münchener Hygienifer, so wurde G. aufgefordert, öfters Neuigkeiten zu bringen. Er Die Arbeitgeber Berlins haben bekanntlich zum Gewerbe- hatte sich vor kurzem in einem in der Münchener Medizinischen kam denn auch bald wieder mit der Anzeige über einen in der Gericht 210 Kandidaten zu wählen. Ein winziger Bruchtheil Wochenschrift veröffentlichten Bortrag ziemlich energisch gegen die 2.- Straße verübten Diebstahl. Wieber erwies sich die Quelle als berselben ist jedoch erst in die Wählerlisten eingetragen. Bon bezüglich der Cholera gegenwärtig allgemein herrschende Theorie durchaus zuverlässig. Die gründliche Darstellung in der Zeitung fern Genossen wird nun auch dahin gestrebt, möglichst unsere der Verbreitung dieser Geuche gewandt und zum Beweise dafür, fiel jegoch der Polizei auf, man forschte dem Berichterstatter nach Anhänger unter den Arbeitgebern als Kandidaten aufzustellen. im Berein mit Professor Emmerich, an sich selbst das recht ge- und ermittelte zum allgemeinen Erstaunen, daß dieser mit dem Um Mittwoch hatte zu diesem Zwecke eine Arbeitgeber"-Ber- wagte Experiment gemacht, einige Milliarden Cholerabazillen in Dieb ein und dieselbe Person bildete. G. befindet sich bereits fammlung stattgefunden, in welcher 24 Kandidaten bereiß auf- Bouillonlösung zu sich zu nehmen. Jetzt nimmt nun ein anderer hinter Schloß und Riegel. geſtellt wurden. Wie wir nun hören, sollen in den nächsten hervorragender Hygienifer, Professor C. Fränkel in Marburg, Tagen weitere Versammlungen folgen. Es ist nun Pflicht aller früherer erster Assistent Robert Koch's, zu Bettentofers's Bei einem Fener, das vorgestern Vormittag in einem Gentoffen in Arbeitgeberkreisen, daß sie sich möglichst zahlreich in Auslaffungen Stellung, indem die Wählerlisten eintragen lassen, damit wir auch hier mit einer schieden angreift. Professor Fränkel glaubt Professor Fränkel glaubt ganz sicher, drei Kinder von der Feuerwehr aus schwerer Gefahr gerettet. möglichst großen Stimmenzahl unseren Kandidaten zum Siege daß die beiden Münchener Herren, trotzdem sie sich Die Kinder, 5, 3 und 12 Jahre alt, waren im vierten Stockwerk verhelfen. Verfäume deshalb niemand die Eintragung in die mit Rücksicht auf die lokale Immunität Münchens für allein in der verschlossenen Wohnung gelaffen und lagen noch im 28ählerlisten, am 11. Dezember werden dieselben geschlossen. unempfänglich und giftfest hielten, nach den von ihnen selbst ge- Bette, als der im Schlafzimmer befindliche Kleiderschrank in Brand Die Gewerbesteuerquittung oder die Bescheinigung über die machten Angaben eine mehr oder weniger mild verlaufene echte gerieth. Die Wohnung war bereits verqualint, als die FeuerAnmeldung des Gewerbebetriebes genügt als regitimation, mit Cholera- Erkrankung durchgemacht haben, und daß diese Milde wehrleute eindrangen und die Kinder in Sicherheit brachten. Gs derfelben begebe man sich nach einer der befannigegebenen Stellen der Affection nur auf die geringe persönliche Empfänglichkeit ist dies innerhalb einer Woche schon der dritte Fall fin Berlin, B und bewirte dort seine Eintragung. " er denselben ganz ent Quergebäude des Grundstücks Kirchbachstr. 7 stattfand, wurden Speisebohnen, weiße per beider Forscher zurückzuführen fei. Daß jedenfalls die örtliche daß Kinder in verschlossener Wohnung in Feuersgefahr schwebten. Disposition feine nennenswerthe Rolle spiele, gehe schon aus dem Marktpreise in Berlin am 3. Dezember, nach Ermitte Der Verein Freie Volksbühne" veranstaltet am Sonntag oft angeführten Fall aus den Cholerakursen im Berliner Hygie- lungen des Polizeipräsidiums. Weizen per 100 Kg. guter von den 11. Dezember für seine erste Abtheilung( rothe Karten) und nischen Institut hervor, bei welcher ein Arzt, der die nöthigen 15,80-15,40 W., mittlerer von 15,30-14,90 M., geringer von am Sonntag den 18. Dezember für seine zweite Abtheilung( grüne Borsichtsmaßregeln im Sturs irgendwie außer Acht gelassen hatte, 14,80-14,40 m. Roggen per 100 kg. guter von 18,40-13,10 m., garten) je eine Vorstellung im Leffing- Theater. Zur Ausführung an Cholera erkrankte, obschon weder in Berlin noch sonst mittlerer von 13,00-12,80 M., geringerer von 12,70-12,50 m. gelangt„ Die arme Löwin" von Emile Augier. Die Hauptrollen in Deutschland die Cholera herrschte ein Beweis also Gerste per 100 Kg. gute von 16,80-15,90 m., mittlere von liegen in den Händen der Damen Ernst, von Böllnik, Sauer für die fünstliche Uebertragbarkeit der Kommabazillen. Nach 15,80-15,00 m., geringe von 14,90-14,00 m. Safer per 100 kg. und Wagen, der Herren Brand, Reicher und Sauer. Fränkel's Ansicht hat das Auftreten der Colera in Hamburg für guter von 15,90-15,10 M., mittlerer von 15,00-14,30., London und Berlin. In der letzten Sizung der Stadt- Ginne nicht den geringsten Anhaltspunit geliefert, wohl aber hat geringer von 14,20-13,50 M., Stroh, Richt- per 100 kg. von berordneten nahm Genosse Singer Veranlaffung, die verschiedene die diesjährige Epidemie in wahrhaft glänzender Weise die per 100 kg. von 40,00-25,00. 4,65-4 m. Heu per 100 g. von 7,60-5,20 9. Erbsen Behandlung zu rügen, die die städtischen Behörden in London Wirksamkeit der von Pettenkofer als nuglos und kostspielig ver- 100 Kg. von 50,00-20,00 m. Linsen per 100 kg. von 80,00 und Berlin städtischen Arbeitern angedeihen laffen. gleiche Unterschied zu ungunsten der Berliner Fernhaltung und Beseitigung des Ansteckungsstoffes wird bei der fleisch von der Keule per 1 Kg. von 1,60-1,10 M. Bauchfleisch des Dit bis 30,00 m. Kartoffeln per 100 kg. von 6,00-4,00 M. RindMerwaltung besteht bei der Behandlung der Utbeitslofen. Das Komitee der Arbeitslosen in London where the be. pulsa unahit it be teine der per 1 kg. von 1,40-0,90 W. Schweinefleisch per 1 kg. von gerie eine Adreſſe an die Gemeindevertretung( County Council) Warburger Jogjaher bag Borghes queſt gemaat bezeichnet be 1,50-1,00 M. Kalbfleisch per 18g. von 1,60-1,00 M. Hammel. Losen unterstützt. Das geschah am 14. November. Am 22. No- Stühle undesinfizirt in Abtrittsgruben und Wafferklosets entleert 1 Kg.: Karpfen von 2,40-1,20 m. ale von 2,80-1,20 m. fofichtet und durch eine Deputation die Forderungen der Arbeits- welche apre, ogen engen von Setemiologien enthaltech's fleisch per 1 kg. von 1,50-0,30 9. Butter per 1 kg. von 2,80 bember antwortete die gemischte Kommission des Grafschaftsraths hätten. Wenn Beide auch von der Ungefährlichkeit ihrer Hand- Bander von 2,40-0,80 m. Hechte von 1,80-1,00 M. Barsche für die laufenden Geschäfte folgendes: lungsweise überzeugt waren, durften sie doch nimmermehr diefelbe von 1,60-0,70 M. Schleie von 2,40-1,00 m. Bleie von 1,40 Die von Ihnen gemachten Darstellungen haben die forg- Ueberzeugung bei hunderttausend anderen Menschen voraussehen bis 0,70 m. Krebse per 60 Stück von 12,00-2,00 m. fältigste Beachtung gefunden. Die Kommission giebt Ihnen die und diese ungefragt, unfreiwillig als Beweisstücke in ein der Versicherung, daß sie das größte Mitgefühl für diejenigen hegt, artiges Experiment auf Leben und Tod mit einbeziehen. welche bei dieser Jahreszeit ohne ihre Schuld beschäftigungslos Polizeibericht. Am 3. d. M. Morgens überfiel ein Metallfind, und sie erfennt an, daß es die Pflicht der Eine Handsuchung nach anarchistischen Schriften fand am mandantenstraße 41, biß ihr das linke Ohrläppchen ab, durchbiß Eine Handfuchung nach anarchistischen Schriften fand am arbeiter feine ebeverlassene Frau auf deren Arbeitsstätte, RomMontag früh in der Wohnung des Tischlers B. Bielecke, Wrangel- ihr den fleinen Finger der linken Hand bis auf den Knochen um die Arbeitslosigteit und die straße 13, statt. P. wurde auch nach dem Alexanderplatz fiftirt, und lief dann davon. Als der Kutscher Wollant auf dem Nothlage so vieler Men- bort aber, nachdem er vernommen war, zwischen 3 und 4 Uhr Bose des Grundstücks Manteuſſelſtr. 7 einen mit Kalt beladenen Die Deputation verlangte, Nachmittags wieder entlassen. Ob noch weitere Saussuchungen Wagen umwenden wollte, fiel dieser um, und Wollant wurde bin, schen zu vermindern. Gro der Rath fofort mit den von Gebäuden zu angemessenen Behausungen Erbauen für bekannt geworden. er Verhaftet wurde ein Büchermarder in der Berfon eines lichen Arbeiten sofort in Angriff genommen würden. öffent: früheren Pehrer3 P, der sich durch die Vorſpiegelung, daß Die Student fei, Zugang zu der Bibliothek des Zoologischen Instituts durchaus natürlich und vernünftig sind und der Rathihnen gestohlen hat, die er nach Entfernung des Titelblattes mit dem follte. Das Berwaltungskomitee für Drainirungsarbeiten Stempel der Universität an Antiquare vertauſte. Ueber bis 2,00 m. Gier per 60 Stück von 5,00-3,00 M. Fische per gegen eine Mauer gedrückt. Er erlitt dabei eine so bedeutende Quetschung der Brust und des Oberschenkels, daß seine leberführung nach dem Krankenhause Bethanien erforderlich wurde.Sussitenstraße erhängt vorgefunden. Abends verletzte im Schlosser Radike durch einen Messerstich in die Brust. Radtte Gin Barbier wurde Vormittags in seiner Wohnung in der wurde nach dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht und der Thäter verhaftet. In der Nacht zum 4. d. M. fiel Lazarus- Krankenhause gebracht. Am 3. und 4. d. M. fanden wungen zu legen, das Stomitee für öffentliche Gesundheits- und von Juhan igne Buthat im städtischen Obdach wird uns ein Tischler infolge der Glätte vor dem Hause Bernauerstr. 93 Der Bevölkerung in beffere Wohnungen in verschiedenen Theilen loser in dem kleinen Saal des städtischen Obdachs in der Prenz- 12 Heine Brände statt. der hnungsfragen ist in Berathung getreten über die Umſiedelung Abend gegen 8 Uhr befanden sich eine the Ammabend zur Erde und erlitt einen Bruch des Fußzes. Er wurde nach dem der Stadt und andere Berwaltungen beginnen mit nothwendigen, lauer Allee behufs Feststellung ihrer Persönlichkeiten, wie dies su ihrem Reffort gehörenden Arbeiten. Alle diese Berwal: jedesmal geschieht, bevor die Asylsuchenden Aufnahme erhalten. tungen sind nun von dem Rath ersucht worden, unter den Anwesenden befanden sich auch zwei Männer, der sich mit den Vorbereitungen möglichst zu beeilen, so daß die ver- 25jährige Schlosser Radtke und der 34jährige Jäger Emil Wilde. fchiedenen Unternehmungen ohne Ausschub ins Wert gesetzt werden. Sie geriethen einer Geringfügigkeit wegen in einen Streit, der Ginige der Verwaltungen hätten sicher vorgezogen, die Arbeiten damit endete, daß Wilde ein Messer zog und dieses seinem Gegner zum Frühling zu verschieben, aber sie sind sich der in die Brust stieß. Auf das Hilfegefchrei des Verlegten eilte ein Aufgabe bewußt, während der Wintermonate Schuhmann der Asylpolizeiwache herbei und nahm Wilde, welcher für Beschäftigung an forgen, und in diesem das blutige Messer auf dem Körper zu verbergen suchte, fest. Sinne werden sie ihre Pläne möglich st er Radtke, der bald nach der That bewußtlos zusammenbrach, er weitern. Die Deputation hofft, daß die Maßregeln, welche hielt durch den Anstaltsarzt Nothverband und wurde dann nach um 9½½ Uhr. Dom Rath und anderen Behörden getroffen sind und noch ge- bem städtischen Krankenhause Friedrichshain übergeführt. Durch bis Verein„ Fresko- Bühne." Gerichts- Beitung. Ahlwardt und die Judenflinten". VI. Landgerichtsdirektor Brause wetter eröffnet die Sigung Zu dem Thema, um dessentwillen am Sonnabend vorüberArbeiter" und gelegentlichen Mitarbeiter des Vorwärts" macht. absichtigt zu haben und wird durch die Drohung einer Anzeige, Dieser Max lebt im Hause und auf Kosten feines Bruders, des sowie durch die fortdauernde Furcht vor einer Veröffentlichung reichen Fabrikbefizers Ernst Goldschmidt. Ernst ist, im der Arbeit in beständiger Angst erhalten. Bei einem zweiten Der Verein„ Fresko Bühne", der vor kurzem be- Gegenfaße zu May, eine Säule des Deutsch- Freisinus"; die zum nächtlichen Besuch in der Fabrit gelangt er in das Maschinengründet worden ist, um„ große, start bewegte, handlungsreiche Abendessen servirte Freis. 3tg." in ihm himmlisches Mannay haus und entdeckt dort aufällig, daß ein wegen fozialBühnenkunst zu pflegen,"" hat am Gonntag Mittag im„ Leffing- und Eugen Richter ein Heros. Als Arbeitgeber gehört Ernst zu bemokratischer Umtriebe" gefündigter Keſſelwärter aus" Bachtheater" seine erite Vorfte( lung gegeben. zur Aufführung ben„ humanen“,„ väterlichen", die in„ Wohlfahrtseinrichtungen" fucht die ganze Bude in die Luft sprengen will. May greift gelangte des Vereinsgründers und Zeiters Herrn Franz el machen und sozialdemokratische Arbeiter an die Luft seien. Die als groß angelegter Charakter" diesen von einer großen Welt" Soziales Drama" Manometer auf 99 1 Der Verein durch den Gegensatz der politischen Meinung hervorgerufenen anschauung" zeugenden Gedanken auf, sperrt sich mit seinem dazuveröffentlichten fortwährenden Bänkereien zwischen den Brüdern werden durch kommenden Bruder, der auf den nächtlichen Besucher fahndet, im entschlossenen Ankampf gegen die von die Butschereien von Ernst's" Haushälterin" alias Maitresse in das Maschinenhaus ein und fündigt dem Berhaßten sein der Mehrzahl der bisherigen Bühnenvereine zum tyran- Martha und durch Marens an Unzurechnungsfähigkeit Schicksal an. Bitten, drohen, Händeringen, Hohngelächter( a uf nur solche grenzende Reizbarkeit noch vermehrt und verstärkt. Bum Ueberfluß und vor der Bühne), Kniegeschlotter wechseln mit einander ab. bisher nicht dargestellten Stücke zur Aufführung bringen, wird Ernst für die bevorstehende Reichstagswahl in demjenigen Nachdem Ernst schließlich zum eigenen Entfeßen, aber zur großen Aufruf hieß chen Dogma WP in denen sich eine große Weltanschauung Schidsale rasch und leidenschaftlich vollziehen." dürfte durch groß Kreise, in welchem seine Fabrit liegt, von den ,, Deutschfreisinnigen" als Erheiterung des Publikums konstatirt hat, daß das Manometer sich bedeutsame Standidat erforen, während die Sozialdemokraten ihm den dort nicht bereits auf 99 gestiegen ist, gestehen sich beide, daß sie sich eigentlich Das Held'sche minder bekannten und beliebten Max entgegenstellen. May will nicht haffen, sondern lieben. Sie fallen einander gerührt in die Arme, und anfangs zu Gunsten feines Bruders, dessen Eitelkeit durch die – aber raus können sie nun nicht mehr. Nachdem auch der die darin verkörperte Weltanschauung ist für gewöhnliche Sterb- Aussicht auf ein Reichstagsmandat rege geworden ist, verzichten. Vorhang schleunigst gefallen ist, läßt uns ein Getöse, das von liche beinahe zu groß. Als aber Martha in plöglich erwachender Sinnlichkeit ihrem der Bühne her ertönt, vermuthen, daß die ganze Geschichte in eine Art Gleichniß vermuthet hat, Manometer auf 99!" Wer hinter Titel und Stück etwa bisher glühend gehaßten Schwager" Mar hinterrücks einige die Luft fliegt. und der Zufat foziales Rüffe der Thür gelauscht hat, in Das ungefähr ist, falls uns nicht infolge der zeitweise recht Drama" hätte beinahe auf diese Vermuthung gebracht der seiner Eifersucht den Ueberfallenen zum Angreifer stempelt lebhaften Antheilnahme des Publikums dies oder das entgangen arg enttäuscht worden sein. In dem, was in dem und hinauswirft, da nimmt May die Kandidatur an. ist, in großen" Zügen die starkbewegte Handlung" des Stückes. ein großer Theil der Zuhörer erwies sich sogar als unfähig, auch feit einer Stichwahl. Stück paffirt und geredet wird, liegt teine Spur von Doppelsinn; Die Wahl findet ftatt, ergiebt aber die Nothwendig- Gin Theil der Zuhörer war davon sichtlich sehr erbaut. BeGenst geht zu feinem Bruder, sonders May fand solchen Auklang, daß selbst die dicksten, des der Näherin life Klein, eine Beifallspendens längst entwöhnten Schmeerbäuche aus ihrem ſcheinlich Berrida en st sich und seinen Bruder ſamint deſſen elende Dachlammer bezogen hat, und bietet ihm 10 000 M. für Phlegma ausschreckten und sich durch wüthendes Händeklatschen eine Fabrik in die But, sprengt fubt, daß der Bruder ihn hasse den Verzicht. Als Max diese Zumuthung zurückweist, droht Ernst heilsame Motion machten. Bereits nach dem dritten Atte durfte und ihn vernichten wolle. Or bedient sich dazu nicht des bereits mit Veröffentlichung eines vor fünf Jahren von jenent verfaßten, der Verfasser den Dank dafür entgegennehmen, daß er der Bouralltäglich- trivial" gewordenen Dynamits, sondern des Fabrik- in seinem eigenen Besitz befindlichen Manuskriptes:„ Die Aristo- geoisie einen sozialistischen Agitator und Reichstagstandidaten heters( Apparat zur Messung des Dampfdruces), luftig weiter der Partei unmöglich zu werden. Aber ein Zufall will es, daß sich der Beifall zum Sturm. Aber ein anderer Theil der Zuhörer heizen fäßt. Ernst, nachdem er Martha, inzwischen wirklich die heim- es waren zumeist Mitglieder der Freien Bolts- Bühne", die fie in Berlin, allwo dieses foziale Drama" spielt, nicht alle Tage entdeckt hat, Die Sache ist an sich nicht übermäßig intereffant, wenngleich liche Nebengeliebte Marens geworden, in der Dachkammer dem an fie ergangenen Rufe, gegen Freibillets sich zur Füllung unter Zurüclaffung feines Winterpaletots der ach! so leeren Bänke verwenden zu lassen, leider in bortommen foll. Sie erhält aber dadurch einen gewissen pilanten davonstürmt und trotz der Kälte den Verlust nicht bemerkt. Mar ziemlich großer Bahl Folge geleistet hatten, proteftirte Beigeschmack, daß der Verfasser des Opus den verbrecherischen bemächtigt sich der Schlüssel zum Geldspind, dringt in die Fabrit durch heftiges Bischen. Nach dem fünften Afte blieb Goldschmidt heißt er zum sozialistischen und will das im Geldspind liegende Manuskript entführen. Er der erwartete Knalleffekt vor der Bühne jedoch aus. Agitator, Verfasser einer Broschüre:„ Die Lage der ländlichen wird ertappt, tommt in den Verdacht, einen Gelddiebstahl be- Unsinn dieses Attes war selbst der Bourgeoisie zu starker Tabat. Bruder May Der gehend die Deffentlichkeit ausgeschlossen war, überreicht der Vertheidiger einige neue Beweisanträge und giebt anheim, bei Der Erörterung derselben abermals die Deffentlichkeit auszuschließen. Bei dem Aufruf der Zeugen wird festgestellt, daß der Ritter gutsbefizer von Langen nicht zur Stelle ist. Erster Staatsanwalt Drescher giebt anheim, gegen den ohne Entschuldigung ausgebliebenen Zeugen die höchste zulässige Strafe auszusprechen, falls Serfelbe ordnungsmäßig geladen fein sollte. Auch der Arbeiter Krähahn, nach welchem vielfach geforscht worden ist, ist nicht ermittelt. Rechtsanwalt Hertwig: Ich behalte mir einen Antrag vor, um zu beweisen, daß Kra hahn von Löwe verschickt worden ist, um sich seines Zeugnisses au entledigen. Erster Staatsanwalt: Es heißt denn doch, die Geduld des Gerichtshofes au fehr in Anspruch nehmen, wenn Tag für Tag Beweisanträge gestellt werden und immer neue Sachen in Aussicht gestellt werden sollen. Berth. Der Prozeß Polfe, bei welchem es sich doch nur um Börsensachen handelte, hat 22 Tage in Anspruch genommen; und hier, wo die vitalften Interessen des Vaterlandes in Frage kommen, tann es doch nicht darauf ankommen, ob hier einige Tage länger verhandelt wird oder nicht. Ich tann meine Anträge nur fo ftellen, wie sie mir von Freunden der Sache zugeben. Ich erhalte täglich etwa 50 Briefe in dieser Angelegenheit, auf die anonymen Briefe lege ich natürlich nie Werth, sondern suche mir nur das werthvolle Material der anderen heraus. Der Vorsigende beginnt die Verlesung des neuen Beweis: antrages. In demselben wird behauptet, daß man augenscheinlich nur Offiziere als Gutachter geschickt habe, welche von den Eingaben beim Kriegsministerium teine Kenntniß haben und Deshalb schlecht orientirt sind. Dann werden ziffernmäßig illu strirte Behauptungen über schlechte Erfahrungen mitgetheilt, welche bei einzelnen Truppentheilen mit Löwe'schen Gewehren gemacht worden sein sollen. von # Hohenthal. To ba ba Lö Ge Be fet ec கு Ar na Ar mi vorgebracht werden. Deshalb ist der Antrag unerheblich und bezügliche Frage. In der Fabrik in der Hoffmannstraße ha lediglich vorgebracht, um die Sache zu verschleppen. frei und offen ein Balancier gestanden, der zum Drücken d Vertheidiger: Es würde sehr liebenswürdig von dem Läufe benutzt wurde. Der Meister Peschel, der jetzt in Budap Erften Staatsanwalt fein, wenn er mit Vorwürfen gegen die sei, habe Sonntags das Drücken vornehmen lassen. In d Bertheidigung etwas sparsamer umgehen würde. Fabrik in Martinikenfelde habe sich ebenfalls ein Balanci Präs.: Wünscht der Herr Vertheidiger die Ladung aller befunden, der nach der Ansicht des Zeugen in eine drei Zeugen? besonderen Raume stand, der von den Revisionsbeamte Bertheidiger: Vor allen Dingen wohl die des Grafen leicht übersehen wurde. Das Drücken sei hauptsächli vorgenommen worden, wenn sich nach Herstellung de Rechtsanwalt Mundel: Ich glaube gehört zu haben, daß rohen Laufes ein Bohrring in dem Patronenlager befand. bei der Affäre, wo Graf Hohenthal ein Gespräch durch die militärischen Sachverständigen begutachten, daß ein Balancie Wand gehört haben soll, auch die Gräfin Hohenthal anwesend sich in jeder töniglichen Werkstatt befinde. Wenn Bohrringe i gewesen sein soll. Ich beantrage auch die Gräfin sogleich mit Patronenlager feien, fo fei die Handhabung des Balanciers ein zu laden, denn dieser Antrag wird uns sonst doch noch später ganz gefehliche und allgemein gebräuchliche. Die Läufe befände kommen. tec fich in diesem Zustande noch in völlig rohem Zustande. Wenn Angefl: Jch protestire dagegen, daß der Herr Staats- burch den Druck des Banlanciers irgend welchen Schaden g anwalt fortwährend mir den Vorwurf macht, die Sache zu vernommen, so würde sich dies beim Beschuß durch Plagen der Lau schleppen. In dieser Weise tann der Kronzeuge Saling doch herausstellen. Hauptmann Klopsch von der Revisions Ro nicht maßgebend sein. Ich habe bisher von den in dem Antrage mission hat den Balancier in der Lowe'schen Fabrit auch häuf enthaltenen Thatsachen feine Kenntniß gehabt, sondern erst durch gesehen. meinen Vertheidiger Mittheilung davon erhalten. Meister Bertram, der viele Jahre ununterbrochen b Böwe arbeitet, bekundet, daß der Balancier nur deshalb im G heimen in Anwendung gebracht wurde, damit sie nicht noch me murksten." Nicht wahr sei die Behauptung des Borzeugen, da er von seinem Posten an eine andere Stelle versezt worden s weil er angeblich das Drücken nicht leiden wollte und desha einen heftigen Auftritt mit dem Oberstlieutenant Kühne geha habe. Ein solcher Auftritt sei im Gegentheil darüb entstanden daß Oberstlieutenant Kühne wiederholt b hauptete, die Fabritate feien nicht ganz vorschriftsmäßig macht, und er würde ihn, wenn so etivas noch einmal vo fäme, entlassen. Präs. Sie haben ja in der ersten Sigung selbst zu gegeben, daß Sie alles daran wenden wollen, wollen, um die Entscheidung der Sache bis zur heutigen Stichwahl hinauszuschieben. Angell: Ich habe nur gesagt, daß es mir lieb sein würde. Präf.: Wir tönnen doch auch nicht fortwährend neue Dinge hier hineinbringen. Rechtsanwalt Mundel: Ich glaube gehört zu haben, daß der Vertheidiger behauptete, der Herr Kriegsminister habe den Befehl gegeben, die Sache zu unterdrücken. Ich möchte anheimgeben, den Kriegsminister zu vernehmen. Berth.: Ich habe von einem Befehle zur Unterdrückung fein Wort gesagt. Rechtsanwalt Mundel: Wenn es der Herr Kriegsminister nicht befohlen hat, dann bleibt nur übrig, daß der Kriegsminister die Sache selbst unterdrückt hat, und das wäre wohl noch schlimmer. wwww Je th: Un ma อน 10 bi ge tr au sta di er fo De fcl 101 20 De S 21 d Der Präsident richtet noch einmal an die Zeugen die Frag ob der Aufenthalt des früheren Arbeiters in der Löwe'sche Fabrit, späteren Droschkentutschers Eduard Krähan betam fei. Ein Herr aus dem Zuhörerraum meldet sich, welcher a Oberstlieutenant v. Gößnig, darüber befragt, ob der Vergiebt, daß der Gesuchte sich vor etwa 6 Wochen in der Löwe'sche Lesung dieses Antrages ein militärisches Interesse entgegen steht, Fabrik in Budapest befunden habe. Oberstlieutenant a. äußert sich dahin: Ich hatte schon am Sonnabend die Meinung Erster Staatsanwalt: Ich würde, wenn der Herr Kühne weiß hiervon nichts und ebensomenig Herr Löwe. gehabt, daß es unter Umständen für die Militärbehörde Borrebner den Antrag auf Ladung des Herrn Kriegsministers Angeklagte wiederholte feine Behauptung, daß Krähan ve gleichgiltig fein konnte, unter Aus nicht gestellt bätte, selbst zu diesem Schluß gekommen sein. Ich den Nebentlägern fortgeschafft worden sei, um nicht in diefe schluß der Deffentlichkeit verhandelt werden sollte, der glaube jedoch, daß es zweckmäßig sein würde, erst den Grafen Prozesse als Zeuge auftreten zu können. Er bittet, da Deffentlichkeit preisgegeben werden würde. Da aber aus ohenthal und die übrigen neuerdings benannten Zengen zu in Budapest telegraphisch Anfrage gestellt werde. folchen Bahlen, wenn sie in die Deffentlichkeit bringen und deren hören. Der ganze Vorfall zeigt wieder einmal, wie leicht von Bräf.: Was soll der Zeuge Krähan denn alles bekunden? Werth nur die militärischen Sachverständigen zu beurtheilen ver- Seiten des Angeklagten bezw. der Vertheidigung Behörden und Angeft.: Ich weiß, daß Krähan im Blume'schen Lotal in bo mögen, unverständige und unfachverständige Leute falsche Schlüsse Beamte öffentlich verdächtigt werden. Ge ist hier wieder eine Bajewalferstraße viel Geld gezeigt hat und buchstäblich dam ziehen tönnten, so ist die Veröffentlichung solcher Dinge doch solche Verdächtigung in die Welt geschleudert worden ohne irgend umherwarf. Ferner hat er einen Schein gezeigt, der an der Ko nicht ohne weiteres zuzugestehen. Wenn es heißt, so und soviel welche Zeugen dafür zu nennen, daß in der That vom Kriegs- feite die Bahl 30 000 m. trug und dann in Buchstaben diese Schlößchen sind unbrauchar geworden, so tann vielleicht eine ministerium eine solche Unterdrüstung stattgefunden hat. Es ist Summe, welche ihm zugesichert wurde, wenn er gegen ihn, be unverständige Masse sagen, die Gewehre seien unbrauchbar, was sehr leicht, solche Berdächtigungen auszusprengen. Angeklagten, aussage. Der Schein war mit dem Namen ra nicht der Fall ist. Bertheidiger: Ich bitte doch den Grafen Hohenthal Grooningen unterschrieben und gestempelt. Krähan wird bekunde R. A. Hertwig: Ich beantrage nunmehr, die Borau vernehmen, daraus wird sich das Uebrige ja ergeben. daß er am Abend nach dem Fortgange der übrigen Arbeiter ei ladung des Ingenieurs Paasch, welcher schwer belastendes Der Gerichtshof beschließt, den Grafen und die Gräfin Menge Gewehre selbst gestempelt hat. Er hat ferner ein Gesprä Material zu liefern im stande ist. Es handelt sich darum zu ohenthal und den Herrn v. Waderbarth sofort tele- des Oberstlieutenants Kühne gehört, wodurch der lettere arg pe beweisen, daß von der Firma Löwe u. Co. planmäßig die Ge- graphisch zu laden und den Ingenieur Pa ai ch zu morgen Bor dächtigt wird, und ferner wird er befunden, daß die ungari webre mangelhaft bergestellt sind. Ich stelle hierzu Beweisan mittag als Zeugen vorzufordern. Rechtsanwalt Hertwig: Regierung ebenso betrogen werden sollte wie der deutsche Sta träge und wenn der hohe Gerichtshof von dem Inhalte dieser Gerr Paasch brennt vor Begierde, hier vernommen zu werden. die dortigen Beamten sind aber zu vorsichtig gewesen. Präf Schriftstücke Kenntniß genommen hat, wird er meiner Ansicht Es wird darauf der Tapezirer Füßel, einer der Ent: Das letztere geht uns hier nichts an. Erster Staats beitreten, daß die Beweisanträge von Wichtigkeit sind. Bras.: laftungszeugen des Angeklagten, vernommen, Er bestreitet auf anwalt: Ich möchte den Krähan ja auch gern haben, dam Das Wesentlichste, um das es sich handelt, ist die Frage, ob Befragen, daß auf ihn eingewirkt worden sei. Bräs.: Welche die Sache soweit wie möglich aufgeklärt werbe, aber wir tönn Thatsachen vorhanden sind, aus denen der Gerichtshof entnehmen Beschäftigung hatten sie in der Löwe'schen Fabrik? 3euge: doch nicht auf die Aeußerung eines Herrn aus dem Zuhörerrau tann, daß Löwe u. Co. geflisfentlich schlechte Gewehre geliefert Ich war Borpuzer. Bräf.: Saben Sie dem Angeklagten eine hin uns auf so weitläufige Sachen einlaffen.-Präs.: 3 haben, um den Staat zu gefährden. Ich bemerke, noch einmal, eidesstattliche Versicherung gegeben? 8euge: Jawohl. balte es doch für nöthig, den Verfuch zu machen, nach Budap daß der Gerichtshof dem Parteigetriebe völlig fern räf.: Wie tam das?- Beuge: Der Arbeiter Road fragte su telegraphiren. Beuge Löwe giebt die Adresse der Fabrik in Budapest an steht und feinen Werth darauf legen tann, was in antisemitischen mich, ob ich ihm das schriftlich geben wolle, was ich von den Tischler Goldbach ist zur Sache unwesentlich. Er we Vereinen oder auf der anderen Seite vorgebracht wird, Rechts- Arbeiten in der Fabrit wisse. Ein Mann, der den Juden etwas anwaltertwig: Wenn der Herr Präsident Einsicht von dem am Zeug flicken wolle und damit umgehe, eine Broschüre daß den Büchsenmachern bisweilen Blumenbretter und der Schriftstücke genommen haben, dürfte die Ansicht Plat greifen, au schreiben, wolle meine Angaben benutzen. Ich er angefertigt wurden. Schloffer Hugo Müller meint, daß f daß die darin angegebenen Thatsachen zur Sache gehören. Ich flärte mich hierzu bereit. Am folgenden Tage führte alle Gewehre, deren Schußmängel nicht so schlimm waren, stelle ferner noch folgenden Beweisantrag: Bor etwa zwei Jahren Noack mich nach einer in der Nähe der Fabrit belegenen drückt wurden. Wenn es zu viel war, dann wurden die befanden sich die Herren Ifidor Löwe und Oberstlieutenant Kühne Sneipe, wo ich den Angeklagten traf, dem ich meine wehre aus einander genommen. Die Büchsenmacher hätten b in einen hiesigen Restaurant in Gesellschaft eines höheren Militärs. Angaben machte. Präf.: Hat er Ihnen etwas dafür bezahlt! Drücken manchmal gesehen und gebroht. Büchsenmacher Kle Da der Lehtere schwerhörig war, so mußte die Unterhaltung zwischen 3euge: Nein, er hat nur die fleine Beche von einigen hebt hervor, daß eine ganze Anzahl von Arbeitern des Drücke den drei Herren außergewöhnlich laut geführt werden. Dadurch Pfennigeen bezahlt.- Präs.: Saben Sie noch später mit dem wegen entlaffen worden seien. Beuge Raahaus, nochma daß er wegen Pfuscherei aus fam es, daß drei Herren, die sich in dem anstoßenden Raume Angeklagten oder anderen Personen hierüber verhandelt? vorgerufen, bestreitet, befanden, das Gespräch hören mußten. Es waren die Herren 3euge? Ich habe mal einen Brief von Herrn von Langen er Löwe'schen Fabrit entlassen worden sei. Er habe wiederholt Graf Hohenthal, Freiherr von Waderbarth und der Kaufmann halten, worin ich nach dem Evangelischen Vereinshaufe bestellt geweigert, zu Drücken. Bräs.: Es ist schon feftgestel Drücken aufhörte, nachdem Oberbüchfenmache Paafch. Dieselben hörten wie die beiden Nebenkläger fich in verwurde. Hier traf ich Herrn v. Wackerbarth, der mich ebenso daß das ächtlicher Weise über unsere Armee äußerten und ebenso darüber ausfragte wie Rektor Ahlwardt. Präf.: Haben Sie Geld Streicher das verboten und mehrere Arbeiter wegen Drüde Sprachen, wie leicht die Revisionsbeamten zu täuschen seien. Die dafür bekommen? Beuge: Hierfür nicht, aber mir wurden entlaffen hatte. Beuge Raahaus: Man habe ihn in unfreiwilligen Zuhörer waren hierüber auf's höchste empört, Graf 3 Mark für meine Zeitversäumniß und Fahrunkosten ge- Fabrit schon länger auf dem Strich gehabt, sich aber nicht Kriegsminister gegangen geben, Hohenthal ist auch zum Präs.: Womit haben Sie die Gewehrläufe traut, ihn zu entlassen, weil er den Meistern und Büchfenmache 3euge: Mit Del, Werg und zu sehr in die Karten gesehen habe. und hat Beschwerde geführt, die Sache ist aber unter in der Fabrit geputzt? Schmirgel. Die weitere Bernehmung des Zeugen betrifft drückt worden. Ich beantrage, die drei Herren zu laden. Werkmeister Büttner weiß nichts davon, daß den Büche Mit seiner Er Erster Staatsanwalt: Auf mich macht die Sache ganz nun das Schmirgeln, und über dieses viel umstrittene Thema wird machern Blumenbretter angefertigt wurden. denselben Eindruck, wie am ersten Tage. Von dem Angeflagten wieder eine ganze Beit lang verhandelt, unter Mitwirkung des laubniß hätten sich dieselben Handwerkszeug, welches fie a wird Alles ins Wert gefeßt, die Beweisanträge möglichst spät zu Angeklagten, des Vertheidigers und der Zeugen Füßel, Gans Arbeit bei sich zu Hause brauchten, mitgenommen. Buchhalter Na asch: Nachdem die Attordarbeit mit be bringen, um die Sache so viel als möglich hinauszuschieben. Es und Stangenberg. Füßel behauptet, daß Gewehre ist doch ganz klar, daß das Thema dem Vertheidiger und dem manchmal 10-15 mal geschmirgelt worden seien. Die Meister Meister Stangenberg begonnen, habe er über die unter be Angeklagten nicht erst fürzlich, sondern schon lange bekannt ist, hätten von der Schmirgelei Kenntniß gehabt, die Arbeiter hätten Titel" Extra- Revision" auftretenden 135 M. Aufklärung zu zumal die Herren Baasch und v. Wackerbarth in unausgefegtem sich aber vor den Büchsenmachern hüten müssen. Meister Stangenberg langen gesucht. Er habe den Oberstlieutenant Kühne nicht Verkehr mit dem Angeklagten gestanden haben. Dies zum Beweise babe sie mehrmals darauf aufmerksam gemacht, fich nicht abfaffen zu troffen, dagegen den Inspettor Beyer danach gefragt und dieje dafür, wie operirt wird. Was den Juhalt des Beweisantrages laffen. Meister Stangenberg giebt die Möglichkeit einer solchen habe gesagt: Die Sache werde wohl ihre Richtigkeit haben. betrifft, so können aus dem Zusammenhange herausgerissene, durch Aeußerung zu. Zeuge Füßel tann nicht behaupten, daß Löwe teine Gegenordre gekommen, habe er die Gelber angewiefen. D die Wand hindurch gehörte Aeußerungen unmöglich den Gerichts- oder Kühne davon Kenntniß hatte. Die Stelle, wo geschmirgelt Benge, welcher noch bei Lowe ist, hat von Bestechungen obe hof bestimmen können, wenn nicht ganz bestimmte Thatsachen wurde, lag etwas abseits von dem Gange, den Herr Kühne Unregelmäßigteiten nie etwas erfahren. pafsirte, wenn er durch die Fabrik ging. Auf Befragen des An- Wertmeister Schönfelder, lange Jahre bei Löwe b getlagten erklärt der Beuge, daß er für das Reinigen 2 bis fchäftigt, hat von vorgekommenen Vorschriftswidrigkeiten keinerl Ginige wagten ein rasch verhallendes Klatschen, die Mehrzahl 3 Pf. für das Gewehr erhalten habe, und daß, wenn er regel- Kenntniß. Auf Anfrage des Rechtsanwalts Munckel befundet de aber sah sich verblüfft an und schämte sich, den Helden des mäßig gereinigt hätte, er dann vielleicht 30 Pf. pro Tag ver Stückes sammt dem Verfaffer vier Afte hindurch ernst genommen dient haben würde. Anget: Diese Preise sind also Beuge Lescheck, daß der den Arbeitern für das Reinig auf Schmirgeln eingerichtet, trotzdem dasselbe verboten gezahlte Sohn von 2 bis 3 Pfennigen von den Affordmeister zu haben. Auf Befragen bes Ersten Staatsanwalts gezahlt wurde und die Fabrit nichts anging. Die Arbeiter hätte Um beide, den Helden wie den Verfasser, zu verstehen, war! bleibt einem in der That nichts anderes übrig, als Unzu stellt Major Sannig fest, daß anfänglich ein Ver- dabei noch immer ca. 5 m. verdient. Der Präsident stellt durch Befragen des Zeugen Ra a hau rechnungsfähigkeit anzunehmen. Solch sinnloses Zeug rebet bot des Schmirgelns nicht bestand, von ihm vielmehr erst Dem Vertheidiger giebt dieser Sachver- fest, daß diefer, der viel über Hungerlöhne bei seiner Auss tein gefunder Mensch. Leider ist aus dem Stück selbst nicht zu später erlassen war. tändige zu, daß bei den Truppen das Schmirgeln verboten war, getlagt hatte, 5-6 M. pro Tag verdient hat. Der Präside erfehen, ob die Unzurechnungsfähigkeit beabsichtigt ist. Selbstverständlich ist es nicht ausgefchloffen, daß es auch doch besteht in der Instruktion kein solches Verbot. Nach dem hält diesem Zeugen vor, daß es doch Sache der Arbei jolche Menschen giebt. Aber selbst wenn dieses Monstrum, Gutachten des Majors Hannig würde selbst ein 10-15 maliges gewesen wäre, die sogenannten" Schlechtschießer auseinande was natürlich völlig ausgefchloffen ist, nach einem lebenden leichtes Schmiegeln auf die Brauchbarkeit eines Gewehres keinen zu nehmen, regulär zu repariren und nicht zu er meint auch, daß er eine nach wenn fte dabei mit dem Modell geschaffen wäre, so wäre er doch in dem Stücke unwahr. Einfluß ausüben, In dem Stück wirkt es wie ein Typus; der Beifall der theilige Einwirkung des Schmirgelns auf den Gewehrlauf fab nicht zurecht tamen, wäre es ihre Sache gewef Gäste bewies, bei der Revision gesehen haben würde. Hof- Büchsenmacher die Arbeit aufzugeben. Der Arbeiter Gan 3 behauptet, ba Bereinsmitglieder der Protest Außer Barella glaubt nicht, daß man das sogleich hätte zuerst 12 Pf. für das Reinigen eines Gewehrs bezahlt wurde daß beide Parteien diese Wirkung empfanden. m. halb des Theaters würde selbst der verbissenste Bour- fehen tönnen. Der Arbeiter Gans behauptet, Kühne habe In der ersten Zeit habe der Arbeiter 80-86-90 M. alle vie geois nicht zu behaupten wagen, daß es jemals einen zugegeben, daß das Schmirgeln mit seinem Wissen und Willen zehn Tage verdient, nachher jei der Lohnfah bis auf 3 Bf. be folchen sozialistischen Agitator gegeben hätte, geschweige, daß geschehen sei. Letterer hält dem entgegen, daß das Schmirgeln untergegangen und da habe der Arbeiter manchmal nicht 3 die Figur typisch fei. Dieser Max ist ebenso unmöglich, wie der ja später erst verboten worden sei. Arbeiter Gans: Der pro Tag verdient. Zeuge Füßel: Ich habe einmal n deutschfreifinnige" Reichstage Abgeordnete Robert Schulze, Oberjulieutenant Kühne babe fogar gefagt: Wenn sich die 19 m. innerhalb 14 Tage verdient. Bras.: Aus welche Präf.: welcher fommt, um dem Fabrikbesizer Ernst Goldschmidt die Kerts bei dem Schmirgeln nur nicht so dumm anstellen wollten! Grunde denn? 3euge: Es war damals wenig zu thun. Kandidatur anzubieten. Selbst die Intimsten unter den Intimen Generalmajor Kledel: Nach seiner Meinung handele es Anget!.: Hätte der Zeuge bei dem Lohnfaz von 3 Pf. über des Herrn Eugen Nichter Herr Schulze rühmt sich intimer fich bier gar nicht um ein Schmirgeln", sondern um einen haupt bestehen können, wenn die Gewehre vorschriftsmäßig Beziehungen zu Herrn Richter dürften sich nicht so läppisch bei den Truppen allerdings verbotenen Att des Bugens. Aus Waffer und Werg gereinigt worden wären? Beuge: Nein benehmen. Wer Max Goldschmidt oder Robert Schulze für dem vom Zeugen Füßel mitgetheilten Arbeitslohn gehe dann hätte das Reinigen des Gewehrs eine teine gewaltfame, an- Beuge& efche ct bestreitet dies. wahr und nach dem Leben gezeichnet hält, gehört ins Jrrenhaus. schon hervor, daß es sich um Auf weitere gegentheilige Behauptungen des Zeugen a Ueber den literarischen Werth des Stückes läßt sich wenig strengende Arbeit gehandelt haben könne. Bei neuen Gewehren fagen. Die Mache ist schülerhaft. Natur scheint Here Held sei es in feiner Fabrit den Lieferanteu verboten, eine Reinigung, erklären Major Hannig sowohl wie Oberbüchsenmad nicht anzustreben; er schwärmt für Groß- Natur", au deutsch: welche sie für geboten erachten, auch mit einer schärferen Buzart Stretcher: Wenn bei schon durchgeschossenen Gewehren f Wahnwig. Eine einzige Dafe vermochten wir zu entdecken: es vorzunehmen. Es handele sich hier um eine solche verschärfte fleine Schrammen herausstellten, so wurden fie zum Schmirge war der Dialog zwischen der Näherin Elise Klein und ihrer Puzung, zu welcher vielleicht auch der Umstand Beranlassung zurückgegeben. Danach wurde genaue Revision darüber ve gegeben haben mochte, daß die Läufe bei der neuen Munition sich anstaltet, ob durch das Schmirgein das Kaliber auch nur Lüderlichen Schwester Trude. schwer reinigen. Da die Gewehre ins Depot gingen zur Auf- Entferntesten verändert worden sei und hierauf seien die wehre nochmals angeschoffen worden. Beuge ans verblei bewahrung, so war eine exalte Reinigung geboten. Zwei sodann vernommene Arbeiter sagen nichts Weſent tro aller Borhaltungen von den verschiedensten Geit gelacht wurden, wo sie für ihre Leistung Beifall verdienten. Sie liches aus, was nicht schon wiederholt verhandelt wäre. Wert dabei, daß 4000 Gewehre, welche ben Anschußstemp " Dichter", dessen Stück abgefallen ist, Mitleid verdient hat, dann beim Laufbau beschäftigt gewefen ift. Er soll davon Kenntniß nicht wieder angeschoffen worden seien. Major Hannig werden es ihm hoffentlich vergeben haben. Wenn jemals ein zeugmeister Schurig bekundet, daß er in der Löwe'schen Fabrit bereits trugen und zum Schmirgeln zurückgegeben waren, bana haben, daß die Gewehre gedrückt wurden. Er bejaht die dies: Borschrift war jedenfalls, daß ein solches nochmolines Qu und " der Darsteller und Darstellerinnen waren zu bedauern, daß sie fo viel Kunst an so viel Unsinn verschwenden mußten. Sie hatten es dem„ Dichter" zu danken, daß sie stellenweise selbst da ausverbient es dieser, Br. D ihnen zugebilligten 2ob brücken h e em ein a en Sie das gewußt hätten, würden Sie ihnen dennoch Glauben gefchenkt haben?-3euge: Gewiß, das Material war au er brückend. Rechtsanwalt und el: Wie viel etwa haben Sie den Arbeitern gegeben?- 3euge: Genau weiß ich es nicht, ich denke insgesammt gegen 3000. Rechtsanwalt Sie sagten vorhin, Sie hätten das Geld. leßen stattfinden follte. Sei dies nicht geschehen, so würde aus Gewinnsucht oder nur aus patriotischem Gefühle ge- Fabrit schon von Aufsichtswegen mitgetheilt worden war, daß barin eine Pflichtwidrigkeit zu erblicken fein.- Oberbüchsenmacher handelt hat? bas Material zu hart sei und es wurde der Fabrikleitung beStreicher und Büchsenmacher Nöhner bestreiten diese Be- Seuge: Wenn ich nicht davon überzeugt gewesen wäre, ftätigt, daß dieselbe bemüht war, mit allen Mitteln solchen hauptung des Gans und dieser kann nicht behaupten, daß daß dem Angeklagten der Patriotismus höher steht, als das Mängeln abzuhelfen. Oberst von Brackel erklärte auch, daß Löwe oder Kühne von der angeblichen Manipulation mit 4000 Gelbbedürfniß, so würde ich mich mit demselben überhaupt nicht man aus den in Rede stehenden Thatsachen keinen Schluß auf Gewehren etwas gewußt haben. eingelaffen haben.( Lautes Bravo im Zuschauerraum, welches die Kriegsbrauchbarkeit oder Unbrauchbarkeit der Gewehre ziehen Nach einstündiger Mittagspaufe wird der inzwischen erschienene der Präsident ernstlich rügt.) Er fei überzeugt, daß der An- fönne. In früheren Fällen sei das Berhältniß genau daffelbe geBeuge v. Langen vernommen, Er erklärt, daß er den Angeklagten geklagte die Veröffentlichung nur als legtes Mittel ergriffen hat. wefen. Oberstlieutenant von Gößniz wies darauf hin, daß, feit et anderthalb Jahre kenne. Bon der Broschüre habe er Weber der Angeklagte, noch er selbst habe bis jetzt einen Pfennig wenn in einer Kompagnie Gewehrrevision abgehalten werbe, so erft steben Stunden vor deren Fertigstellung Kenntniß gehabt. Einnahme aus der Broschüre bezogen. Der Angeklagte sei ihm ftelle sich heraus, daß noch weit mehr zurückgesetzt werden müßten, Ge giebt folgende Schilderung von seinem Verhältnisse zu dem als ganz bedürfnißlofer Mann bekannt. und ein Laie tönne leicht zu der Ansicht gelangen, daß die Angeklagten. Bor fast anderthalb Jahren bin ich besuchsweise mit unbrauchbaren Gewehren ver= Präs: Schon wenn Sie einen Blick auf die ersten Geiten ganze Kompagnie nach Berlin gekommen. Ich hatte damals von der Griftenz des der Broschüre warfen, mußte Ihnen die Tendenz des Inhaltes sehen fet. Die Sache verhalte anders, fich aber Angeklagten feine Ahnung. Ich traf hier einen Freund, der auffallen. 3 enge: Die Schlüsse, die der Angeklagte aus auch der geringste Fehler fennzeichne ein Gewehr als mich für Ahlwardt zu interessiren suchte. Derfelbe sei ein äußerst feinen Mittheilungen zieht, sind nicht meine Sache. Ich habe reparaturbedürftig, felbft wenn es dessen Brauchbarkeit rechtlicher Mann, der aber in den Händen von Bucherern site. felbst einen Theil der Zeugen vernommen und habe sie auch nicht im geringften beeinträchtige. Oberst Lange fügt noch Ich trat der Sache näher, da ich glaubte, ein gutes Mert zu unterstügt, weil sie brotlos geworden waren.- AngelL: Ich hinzu, daß er bei den anderen Depots, die von den Rammern thun. Die mir genannte Summe war aber zu hoch, richte an den Zeugen die Frage, ob ich die Leute nicht stets auf's zur Untersuchung erhalten haben, angefragt habe, ob auch an um fie ohne Weiteres hingeben zu tönnen; ich fragte deshalb eindringlichste zur Wahrheit ermahnt habe.- 8euge: Jafenen Eisentheile Spuren von gewaltsamer Bertrümmerung meinen Freund, ob Ahlmardt mir durch seine Thätigkeit oder wohl, denn wenn ich es that, wurde mir stets gesagt: Das zeigten, eine Antwort sei darauf noch nicht eingegangen. durch seine Stellung irgendwelche Sicherheit geben könne. Dies hat uns Herr Ahlwardt auch schon gesagt. Erster Aus Budapest geht telegraphische Antwort ein, daß der gewurde mir bejaht, hardt set schriftstellerisch thätig und ver- Staatsanwalt: Saben Ihnen einzelne der Zeugen, fuchte Zeuge Eduard Krähan in der dortigen Löwe'schen Fabrit biene nicht wenig. Er folle mir den Ertrag feiner Broschüren wie beispielsweise Noad gesagt, daß sie vorher einen nicht beschäftigt fei. Der Erfte Staatsanwalt theilt mit, daß sebiren. Nun erklärte ich mich bereit, den Manne zu helfen. Ich etwas zweifelhaften Erpressungs- Versuch gegen Löwe be- auch er noch Schritte gethan, um den Krähan zu ermitteln, intraf am folgenden Tage mit Aylwardt bei einem Rechtsanwalte gangen haben? 8euge: Nein, sie werden sich gehütet bem er bei dessen Ehefrau angefragt habe. Leider habe auch er zufammen, ich sah ihn zum ersten Male. Das Geschäft tam zu haben. Erster Staatsanwalt: Auch von ihren einen Erfolg nicht gehabt. stande und ich reise wieder nach meiner Heimath ab. In Borstrafen haben sie nichts erwähnt?- Beuge: Ebenso Der Vertheidiger beantragt nunmehr, fieben namhaft gediefem Frühjahre befand ich mich wieder in Berlin, als ich den wenig. Erster Staatsanwalt: Daraus läßt sich machte Offiziere als Gutachter über diefes Thema vorzuladen Besuch Ahlwardt's und des Schreibers Noad erhielt. Die Herren immerhin ein Schluß auf ihre Glaubwürdigkeit ziehen. Wenn und andere Beweise zu erbringen, daß sich an den Löwe'schen erzählten mir über die Vorgänge in der Löwe'schen Fabrik Dinge Gewehren Mängel in großer Anzahl herausgestellt haben. Der so haarsträubende: Natur, daß ich fie nicht glauben fonnte, trosbetreffende Antrag hebt hervor, aß die von den militärischen dem mir eine Anzahl eidesstattlicher Bersicherungen von Löwe Sachverständigen abgegebenen Gutachten werthlos feien, da diefchen Arbeitern unterbreitet wurde. Ich war dennoch schwankend felben völlig unorientirt über die beim Kriegsministerium einund reiste ab. Ich tam bald wieder nach Berlin. Ahlwardt kam gegangenen Berichte zu sein scheinen. wieber zu mir, ich las feine Broschüre und sagte mir nun, daß Munckel: Der Gerichtshof lehnt den Antrag der Bertheidigung ab. es meine Pflicht als Staatsbürger fei, davon Anzeige au machen. aus dem Ertrag der Broschüre gegeben und zwar auf Schlosser Schulz, früher bei Löwe, hat zweimal Geld an Ahlwardt forderte mich auf, die Sache dem Polizeipräsidenten zu Anweisung Ahlwardt's, wie fonnte dieser die Summen Büchsenmacher abzuliefern gehabt, welches dieselben für gelieferte überweisen und erklärte, daß er mitgehen wolle und unten warten, anweisen, da er Ihnen doch den Ertrag gedirt hatte?- 3euge: Arbeiten zu fordern hatten. Nach Ansicht des Zeugen war die damit ich ihm Bescheid geben toune. Er würde event. dafür Ahlwardt hatte mich darum gebeten. Ich legte das Geld aus Löthung der Bifire eine Zeit lang schlecht, die Vorreviston unforgen, do's nichts veröffentlicht werde. Ich ging also zum meiner Tasche aus, da bisher von einem Nutzen aus der Bro- genügend, da dieselbe von Leuten vorgenommen wurde, die in Bolizeipräsidenten und muß sagen, daß ich von demselben etwas schüre nicht die Rede sein konnte.- Präs.: Wann sahen Sie tford standen. Der Abnahmestempel habe nur in Händen des mertourbig empfangen worden bin. Ich habe schon mit noch Road zum ersten Male?- 8euge: Etwa sechs Wochen vor tönigl. Büchsenmachers sein dürfen, habe sich aber oft in Händen höherer. Beamten als der Herr Polizeipräsident ist, zu thun dem Erscheinen der Broschüre. Ich muß noch hinzufügen, daß des Meisters Stangenberg befunden. Einmal, gleich nachdem gehabt und war eigentlich nicht angenehm davon berührt, wie sich ich damals, als ich noch nicht recht an die Mittheilungen glauben Herr Kühne in der Meisterbude gewesen, habe Stangenberg ihre Du brauchst der Polizeipräsident zu der ganzen Angelegenheit der ganzen Angelegenheit stellt. wollte, einen mir wohlwollenden General um Rath anging, der eine gange Garnitur von L Stempeln gezeigt: Ich sagte dem Herrn Polizeipräsidenten, daß ich eine felbe rieth mir, es so zu machen, wie ich es gethan. Erster nicht zu denken, daß Du allein Stempel haft. Hier habe ich Boschüre habe, welche behauptet, daß ein großer Theil Staatsanwalt: Sie fagten, Sie hätten vor dem Besuche auch solche: ich habe sie eben vom Krummen"( Spigname fir dr Armee mit mangelhaften Gewehren versehen sei, der Verfasser bei dem Polizeipräsidenten bie Broschüre einem Offizier mit der Herrn Kühne) erhalten." Diefe und andere Anschuldigungen wer toarte unten auf mich und würde die Sache nicht zur Veröffent Bitte gegeben, gegeben, diefelbe dem Kriegsminister zu unter den vom Meister Stangenberg und vom Inspektor Bray be lichung bringen, wenn der Herr Polizeipräsident die Sache in die breiten. Haben Sie angenommen, daß dies gefchehen stritten. Den Büchsenmachern war es, wie durch weiteres BeHand nehmen würde. Der Herr Präsident hat einen Blick auf würde? 3euge: Ja.- Erster Staatsanwalt: fragen des Zeugen Schulz festgestellt wird, gestattet, bei der die Broschüre geworfen und als er fah, daß sie von Ahlivardi Konnten Sie denn nun nicht Ihren Einfluß auf den Angeklagten Revision und der Stempelung mit föniglichen Stempeln, fich war, hat er gesagt: Das glaubt ja doch kein Mensch, was ein ausüben, die Veröffentlichung zu unterlaffen?-8euge: Dazu durch Arbeiter der Löwe'schen Fabrit unterstüßen zu laffen, doch Ahlwardt schreibt. Ich antwortete: das ist ja subjektive An hatte ich teine Berantaffung.- Angell: Herr Zeuge, erftanden diese Arbeiter unter Kontrolle der Büchsenmacher. Der ficht; ich habe viele eidesstattliche Versicherungen gelesen, innern Sie sich, daß ich bereinst bat, mir 50-60 m. su leiben, Beuge behauptet, daß diese Arbeiter genau fo felbstIn welchen Arbeiter die Behauptungen Aylwardt's bestätigen, damit Krähan mir vor einem der Büchsenmacher ein Gewehr, ständig revidirten und stempelten, wie die Büchsenmacher. Ich glaube, es wäre gut, wenn die Sache unterdrückt die damals ja an Jedermann verkäuflich waren, besorgen fönne? Major Hannig bestreitet dies. würde, weil sie auswärts Aufsehen machen und das Bertrauen- Zeuge: Ich entsinne mich dessen.- AngelL: Ich will gestattet, sondern sogar angeordnet, daß die Büchsenin unsere Armee erschüttern tönnte. Der Polizeipräsident hat dies nur festgestellt wissen, weil Lid tenstein eine Denunziation macher bei der Revision und Stempelung Arbeiter hinzuziehen darauf gefagt: Gegen eine Broschüre, die noch nicht veröffent gegen mich eingereicht hat, ich hätte Krähan zum Diebstahl eines sollten. Doch arbeiteten diefelben nicht selbständig, sondern under licht worden, tönne er noch nicht einschreiten. Ich antwortete: Gewehres verleiten wollen. Kontrolle und eigener Verantwortlichkeit der Büchsenmacher. Es Ich glaube, hier liegt ein Staatsinteresse vor. Der Polizeipräsi Bei der Frage der Entlassung des Zeugen v. 2 angen be sei das denkbar größte Maß von Vorsorge getroffen worden, um bent aber erwiderte: Das geht mich nichts an! antragt der Vertheidiger, au morgen eine Konfrontation des Pfuscharbeit nicht durchpassiren zu lassen, Auf Befragen des Vertheidigers erklärt der Zeuge weiter: Der An- Polizeipräsidenten v. Richthofen und des Zeugen v. Langen zu Die Aussage eines Schloffers Adam über Visire, Stempel 2c. getlagte hatte mit feinem Verleger Glöß abgemacht, er follte feine ermöglichen. Der Gerichtshof beschließt, den Polizeipräsidenten bietet nichts Neues. Broschüre erscheinen lassen, bis Aylwardt Wittheilung über den Erfolg v. Richthofen zu morgen noch einmal zu laden. Der Beuge Trottmann läßt sich noch einmal vernehmen des Schrittes bei dem Bolizeipräsidenten gemacht haben würde, Munmehr erklärt Oberfilieutenant v. Gößnih: Er habe in- und behauptet, daß der Büchsenmacher Klett seinen AnschußNachdem er etwas entmuthigt vom Polizeipräsidium fortgegangen, zwifchen bezüglich der gestern unter Ausschluß der Deffentlich stempel auch an die Arbeiter Neugebauer und Tornow abgegeben fei er mit der Broschüre zu einem hochstehenden Offizier ge teit stattgefundenen Frage Instruktion bei dem Kriegs. habe, die nach Feierabend das Weiterftempeln auf eigene gangen und habe demselben das Manuskript übergeben, damit minister eingeholt. Er habe schon gestern zu feinem Sand übernahmen. Es seien auch Gewehre abgestempelt worden, Derfelbe nun damit machte, was ihm gut dünfte. Von da sei er Bedauern erklärt, daß er nicht in der Lage war, vorher von welche gar nicht zum Anschuß gekommen waren. Da Klett bezum Herrn Kriegsminister gefahren, es war aber schon zu spät. Diesen entwendeten Schriftstücken, die der Angeklagte überreicht streitet, daß ohne seine Kontrolle gestempelt worden sei, sollen Bras.: War Ihnen nicht der Gedanke gekommen, daß es sich hatte, Kenntniß zu nehmen. Wenn das der Fall gewesen wäre, Neugebauer und Zornow geladen werden. hier um eine in erster Reibe das Kriegsministerium angehende würde er keine Beranlaffung gehabt haben, einer Verhandlung in Hertwig: Ich lege auf diese Zeugen teinen Werth, da diePräs.: Ich habe Angelegenheit handelte, für welche das für welche das Polizeipräsidium der Oeffentlichkeit zu widersprechen. Der Herr Kriegsminister felben noch bei Löwe in Arbeit stehen. doch nicht die richtige Instanz war?-3 eage: Der Striegs- fpreche bas gleiche Bebauern aus und stelle nachträglich anheim, fchon einmal gefagt: ber Herr Vertheidiger scheint eine feltfame Minister war erstens nicht Vorgesezter des Rektors Ahlwarot die Sache öffentlich Preis zu geben. Es handle sich darum, das Vorstellung von der Heiligkeit des Gides zu haben. Es wäre und dann war doch auch Sonntag, und um 6 Uhr war der nach einem Berichte des Artilleriedepots in Wesel vom 15. Sep: doch traurig, wenn wir eine Arbeiterschaft hätten, die aus Angst, Termin abgelaufen. Ich halte das Polizeipräsidium für die geeignete tember 1892 bei den Uebungen des Beurlaubtenstandes eine An- fich aus der Arbeit zu bringen, sich hierher stellen und den Außerdem labet der BerBehörde, denn wenn ich beispielsweise Zeuge einer Mordthat bin, sahl Löwe'scher Gewehre reparaturbedürftig geworden seien. Die schnödesten Meineid leisten. Ver= sondern ich! dann werde ich davon doch dem Polizeipräsidium Anzeige machen Thatsache, daß 69 Kammern reparaturbedürftig geworden sein sollten, theidiger nicht die Beugen, Präs. Die Zeit bis 6 Uhr Abends war doch eine habe dem Kriegsministerium etwas bedenklich erschienen und theidiger: G3 zeigt sich doch hier täglich, daß wir hier Beuge: Der Herr Polizeipräsident brauchte nur es fei angeordnet worden, zehn dieser Rannnern nach Spanbau immer zwei biametral entgegengefehte Aussagen haben. Mir ein Wort zu sagen, um die Veröffentlichung der Broschüre sur Untersuchung zu senben. Der Direktor der Spandauer Ge- gehen täglich zahlreiche Briefe von Arbeitern zu, daß sie gern zu vereiteln. Präs.: War Ihnen damals schon das wehrfabrik, Oberstlieutenant ange sei sofort telegraphisch ge- die Wahrheit sagen würden, aber nicht dürfen, da Brot füß Geld was aus den Ahlwardi'schen Broschüren fließen laden worden, fei zur Stelle und habe die qu. 10 Rammern schmecke. Bras.: Ich halte es für sehr traurig, daß Jemand würde, cedirt? eine solche Ansicht über die Arbeiterschaft haben kann. - Beuge: Als die Beffion statt- bei fich. fand, dachte wohl Ahiwardt an diese Broschüre über- Bertheidiger: Ich muß bann beantragen, die Sache zu Der Zeuge Trottmann führt noch des Weiteren aus, haupt noch nicht. Bras.: Sahen Sie denn nicht, daß burch vertagen, bis ich mich über diesen Sachverständigen orientiri daß es mehrfach vorgekommen, daß noch nicht angeschoffene Gebie Broschüre die Liebe des Soldaten zu seinem Gewehr erschüttert habe. wehre gestempelt feien. Das sei namentlich vorgekommen, menit werden mußte und haben Sie nicht bei ihm darauf hingewirkt, Präsident: Das zeigt sehr deutlich, daß es darauf an- man mal trrthümlich ein Gewehr von einer Serie gegriffen daß er sich an eine andere Behörde wenden solle? 3euge: fommt, die Sache zu verschleppen. Der Gerichtshof ist jederzeit hatte, welches noch gar nicht an der Reihe war. gefagt: Laffen Sie es nur Der Angeklagte hatte mir gesagt, daß es um 6 Uhr zu spät in der Lage Sachverständige zu laden, der Vertheidiger hat dazu habe Büchsenmacher Stlett fein würde, Laufen. 8euge Klett befireitet dies ganz entschieden, Präs.: Weshalb war denn Sonntag 6 Uhr die nichts zu fagen. nach Ansicht des Zeugen Kiezmann Bertheidiger: Nach den Gutachtern, die mir hier ent- während auch entscheidende Stunde?- Angell: Das Buch war ja schon mehrere Tage fertig. Weil ich nun schon zu brei verschiedenen Malen gegen geftellt sind, habe ich Ursache recht vorsichtig zu sein. Für fo etwas wohl vorgekommen sein mag; er habe so etwas nie vergebens den Verfuch gemacht hatte, den Kriegsminister au mich sind die verwandtschaftlichen Verhältnisse des Herrn von gemacht. Unget I.: Die treuen Arbeiter hat man in der prechen, und glaubte, daß ich meine Pflicht gegen den Staats- Bedeutung und feine etwaigen Beziehungen zum Judenthum. Löwe'schen Fabrit entlassen und die ungetreuen hat man behalten. Präs.: Unterlaffen Sie diese Art von Bemerkungen! anwalt gethan hätte, wartete ich blos noch Herrn v. Langen ab. Darüber muß ich mich erkundigen. As auch dieser vergeblich beim Bolizeipräsidenten gewesen, war Der folgende Zeuge Herr Marcotti ist auf Antrag des für mich doch Eile nöthig. Bräf.: Die ganze Veröffentlichung Rechtsanwalt Mundel geladen. Derselbe hat im Auftrage bes geschah in fo eifriger Weise, daß bekanntlich ein großer Theil Fistus die Lieferungen des Stahls für die Königlichen Fabriken zu besorgen. Die Laufstäbe für die Löwe'schen Gewehre sind des Publikums auf den Straßen belästigt wurde, und ich muß fagen, ich habe mich selbst darüber gewundert, daß so etwas mög Aus der Verlefung der fraglichen Schriftstücke geht ausschließlich in Suhl gebohrt und von dort an Löwe u. Go, lich ift.- Angell.: Ich habe mich um die ganze Werbreitung hervor, daß nach der Uebung der Landwehr in Wefel geliefert worden. nicht im geringsten bekümmert. von 939 Gewehren aus der Löwe'schen Fabrit 520 Stück Um 71/2 Uhr vertagt der Präsident die Verhandlung auf Oberjilieutenant v. Gößnih: Es wäre mir erwünscht, zu reparaturbedürftig gewesen, bei 69 Kammern war der dreieckige Dienstag früh 91/2 Uhr. erfahren, an welcher Stelle er den dreimaligen vergeblichen Ber- Ansatz ausgebrochen, 21 Schlösser seigten Nisse und 45 Abzugs fuch gemacht hat. Im Kriegsministerium ist davon nichts be- federn waren unbrauchbar geworden. Der Direktor der Königl. Spandauer Gewehrfabrit, Oberstlieutenant Lange giebt sein Gutachten ab über die Beschaffenheit von zehn der reparaturbedürftigen Rammern, die zur physikalischen und chemischen Unterfuchung an die Spandauer Fabrit geschickt wurden. giebt an, baß der Bericht über der Sachverständige ge en Del De b cle de ge ag DA ell tannt. fönnen. sehr furze. Angel.: Ich bin nur beim Portier gewesen und habe ihn gefragt, ob Grzellenz für mich zu sprechen wären. Ich habe dabei allerdings nicht gefagt, was ich wollte. 9. Gößniz: Jedenfalls wissen alle die Stellen, welche in der Lage wären, jemand eine Audienz zu verschaffen, nichts bason. Der Vertheidiger zieht seinen Bertagungsantrag zurück. Der Gerichtshof beschließt, feinen Beschluß auf Ausschluß der Deffent. lichkeit wieder aufzuheben und jenen Theil in öffentlicher Sigung zu verhandeln. www 59 Versammlungen. mar nicht nur Rechtsanwalt Dann Der sozialdemokratische Wahlverein für den erften die Untersuchung noch ausstehe. Bei der äußeren Besichtigung Berliner Wahlkreis hielt am Sonntag eine öffentliche Ver der Kammern habe man bemerkt, daß bei 4 oder 5 Stück der sammlung ab, die von etwa 1200 Personen besucht war, unter denen felben augenscheinlich gewaltsame Mittel zur Zerstörung an sich viele Frauen befanden. Genosse H. Peus referirte über das Angel I.: Jch wiederhole, daß ich beim Portier war. b. Gößnig: Der Mann weiß ganz genau, daß solche gewendet worden seien, denn es feien Spuren wie von Hammer Thema: Gefährliche Wahrheiten". Er zeigte an Beispielen aus Ersuchen an den Chef der Bentralabtheilung zu richten find. schlägen sichtbar. Ganz bestimmt lasse sich dies aber nicht be- der Geschichte, wie bestimmte Gesellschaftstlassen und deren BerDie chemische Untersuchung habe ergeben, daß das tréter bestrebt waren und bestrebt sind, dem Volke, d. h. den Wenn dieser Kenntniß gehabt hätte von dem Wunsche des An- haupten. getlagten, würde der Herr Kriegsminister gewiß sofort das gethan Metall einen etwas geringen Gehalt an phosphor und breiteren Maffen deffelben, wissenschaftliche Wahrheiten vorzuSchwefel gehabt habe. Möglicherweise sei dadurch die enthalten, weil sie gefährlich feien". Bugeben müsse man, meint haben, was er später ohne weiteres gethan hat. des Metalls etwas beschränkt worden. Redner, daß manche Wahrheit gefährlich ist. Wenn, dann aber Auf Befragen des Staatsanwalts giebt Beuge v. 2angen Dehnbarteit nochmals an, baß er den Bolizeipräsidenten gefragt habe, ob er Die weiteren Grörterungen über die Frage, auf welche Ursachen nur für diejenigen, welche sie gefährlich nennen, nie für die Gesammtbie Sache nicht in die Hand nehmen wolle. Der Polizeipräsident diese Reparaturbedürftigteit zurückzuführen fei, werden von den heit der Menschen. Im Gegentheil hätten Wahrheiten für die militärischen Sachverständigen, dem Sachverständigen Barella, Allgemeinheit nur gute Wirkungen. Die aus den wirthschafthabe aber erwidert, die Sache gehe ihn nichts an. hat gestern dem Angeklagten und bem Oberfilieutenant a. D. Kühne in einer lichen Klaffengegenfäßen hervorgegangene Herrschaft einer Klaffe gang bestimmt die Behauptung aufgestellt, daß der Herr Polizei- um den Gerichtshof fich bildenden dichten Gruppe geführt. So habe dahin geführt, daß dieser Slaffe gefährlich erscheinende präsident versucht habe, Sie zu bestimmen, die Sache todt viel aus diesen Erörterungen zu entnehmen ist, ist der Gutachter Wahrheiten zu sagen gefeßlich untersagt wurde, mit Androhung zufchweigen. Barella nicht ganz der Meinung, daß gewaltsam auf die von Strafe. Solange ein Paragraph 166 des Strafgesetzbuches Kammern gefchlagen worden. Es tann ebenso gut der Fehler bestehe, fönne man an tirchliche Einrichtungen nicht mit dem burch Aufschlagen harter Gewehrtheile auf einander entstanden Maße der freien Kritik herangehen, und solange Beleidigungen fein. Beim Schnellfeuer im Kriege sei solches Abspringen bestraft würden, sei man verhindert, eine ganze Wenge weniger zu befürchten, als gerade bei Friedensübungen. Wahr von Wahrheiten zu sagen. Er, Redner, halte dafür, daß scheinlich aber sei das Material zu den Kammern zu hart und das Wort abfolut frei bleibe, auch wenn es in gewiffer Beau spröde. Bei den Erörterungen ergiebt fich, daß auch nach ziehung gefährlich sei. Der Redner geht weiter auf die bebiefer Richtung hin eine neue Fabrit Kinderkrankheiten zu über tannten gegen ihn gefällten Urtheile ein, deren eines die ihm zu stehen habe. Es wurde daran erinnert, daß der Löwe'schen Grunde liegenden Ausführungen des Verurtheilten, die in einer Bertheidiger: Niemals. Erster Staatsanwalt: Das ist bezeichnend! Der Vertheidiger erklärt, daß der Staatsanwalt feine Be hauptung misverstanden babe. Wir fommt es barauf an, feftaustellen, baß Sie dem Bolizeipräsidenten mitgetheilt haben, daß es sich um strafbare Handlungen handelte? Beuge: Jawoh!! Beribe idiger: Meint der Reuge, daß der Angeklagte als Antwort ertönte. Einige der Abkommandirten zeigten nicht übel Luft, den Standal auf der Straße fortzusetzen; dort aber waren ein Duhend Schuhleute sammt Lieutenant bereits er schienen und gaben den Weggehenden das Ehrengeleit. Orientalischer Rauchklub Spar- und Kreditverein, bends 9 Uhr, Rauchklub Dämmermolte, Rauchflub Bruberbund, Abends 9 Uhr, Lauftzerstr. 50, zum Zeitgeist, Bernauerftr. 72. Rauchflub Unverzagt bei Müller, Rauchtlub Portorico, Abends 9 Uhr, bei Nawrot, Martusstr. 23. von ihm gehaltenen Rede gebracht wurden, gefährlich nennt. Jebenfalls abkommandirten Arbeiterinnen beeilten sich, ebenfall3| Bitherflub Freiheitsttänge" jeben Dienstag Abend bet G. Frank, Gefährlich, weil die ungebildeteren Zuhörer den wissen recht ingrimmig zu erscheinen- und als Wurm die Skandal poftetiche 7b. fchaftlichen Vortrag des Redners nicht als solchen aufge- macher darauf hinwies, daß sie einen sehr niedrigen Bildungs- Reichenbergerstraße 24, bei Schröder. nommen, sondern ihn auf ihre Verhältnisse bezogen hätten. Hier grad verriethen, wenn sie den Gegner nicht zum Wort fommen Böchftr. 51. würden also nicht die gebrauchten Säge an sich bestraft, sondern ließen, und daß sie sich damit ein miserables Zeugniß ausstellten, bei Grande. Rauchflub Zeitgeist, Abends& Uhr bei Kaspar, Restaurant ihre fubjektiv angenommenen ev. Wirkungen. Das von jener Seite erklärte der Polizeikommissarius die Versammlung für aufgelöst. Fruchtstraße Nr. 1-2. Befürchtete, tumultuarische Dummheiten des Volkes, wollen wir Die Abkommandirten begannen dann Heil Dir im Siegertrang" bet Sohn, Wrangelstraße Nr. 136. Rauchflub Gemüthlichtett 2 Sozialdemokraten gerade verhindern, und dabei spielten solche und andere schöne Lieder an fingen, während die Marseillaise Abends 9 Uhr bei Bredlow, Bülowstr. 65. Abends 9 Uhr bei Achfel, Köpenickerstraße 161. Rauchklub Blaue Luft, Vorträge eine Rolle; denn je dümmer, je ungebildeter die Menschen find, je gefährlicher ist die Wahrheit. Sie ist aber nie gefährlich, wenn sie voll und ganz ausgesprochen und besprochen averden fann. Sie zeugt dann frisch pulfirendes Leben. Wo die Wahrheit wehe thut, da solle sie es auch. Unsere Gegner Der abgefartete Standal ist also ganz nach Berechnung in wollten, da fie die bestehenden Zustände für gut halten, die Szene gegangen und die Abkommandirung hat ihre Schuldigkeit Wahrheit ihnen anpassen, d. h. sie in ihr Gegentheil verkehren; gethan. Schlimm genug, daß sich Arbeiterinnen und Arbeiter avir, die Sozialdemokraten, seien der umgekehrten Meinung: Die bereit finden lassen, so gegen ihre eigenen Intereffen zu handeln. Bustände find schlecht, das Bessere kann nur die Wahrheit lehren, um so mehr tritt aber an die aufgeklärten Arbeiter im darum muß fie frei sein, und gefährliche Wahrheiten erkennen Konditor-, Pfefferkuchen- und Bäckergewerbe die Pflicht heran, wir nicht an. Der Vortrag wurde mit stürmischem Beifall für Erstarfung ihrer Fachorganisation thätig zu sein und in den aufgenommen. Folgende Resolution gelangte einstimmig zur Berufsversammlungen zu erscheinen. Annahme: Die Versammlung protestirt gegen die Aeußerung des Potsdam. Am 29. November tagte hier eine sozialdemoConservativen Abgeordneten von Frege, daß die sozialdemokratische tratische Parteiversammlung mit der Tagesordnung: Bericht des Partei nur aus grünen Jungens bestehe. Da die deutsche Delegirten vom Parteitage und Wahl einer Vertrauensperson. Tonservative Partei keine andern Mittel und Wege findet, um Den ersten Punkt erledigte Genosse Krauße zur Zufriedenheit eine Partei zu bekämpfen, die 21/2 Millionen umfaßt, fo greift fie der Versammlung, indem er eine Uebersicht über die Verhandzu den üblichen Berleumdungen, welche energisch hiermit zurück- lungen des Parteitages gab. Zur Vertrauensperson wurde der gewiesen werden. Gleichzeitig erklären sich die Versammelten mit bisherige Vertrauensmann Genoffe Haburg einstimmig wiederBebel's Erwiderung, daß die konservativen Wähler als dumme gewählt. Unter Verschiedenem wurde zu recht reger Agitation Kerle dann bezeichnet werden könnten, einverstanden." vor allem auf dem Lande aufgefordert. Verschiedentlich rügte man, daß besonders bei Fußtouren die Genossen sich oft zurückhaltend gezeigt hätten; es wurde betont, daß die jungen Kräfte mehr Eifer für die gute Sache entwickeln müßten. Die Genossen Wernau und Peus appellirten dann an bie Versammelten, sich dem Wahlverein anzuschließen; Wernau und Frau Balm traten für zahlreiche Betheiligung an den Protestversammlungen am Mittwoch ein, die letztere wünschte eine rege Betheiligung der Frauen. Die Versammlung schloß mit einem stürmischen Hoch auf die Sozialdemokratie. Die Parteiversammlung, welche am Sonntag bei Joël, Andreasstraße, über die private Aufnahme einer Arbeitslosen Statistet sich schlüssig machte, war schwach besucht. Nachdem das Für und Wider von den Freunden und Gegnern des Projekts nach allen Richtungen hin erörtert war, faßte die Versammlung folgende Resolution: " In Aubetracht, daß zur praktischen Durchführung eines folchen Projektes die Unterstützung aller Parteigenossen und auch der Preffe nöthig ist, wir aber durch die Haltung des Vorwärts" eine solche nicht zu gewärtigen haben, beschließt die Versammlung: In Erwägung dieses Umstandes von einer praktischen Durch führung des Projektes in diesem Jahre Abstand zu nehmen. Auch Der schwache Besuch der Versammlung scheint uns nicht ermuthigend zu sein zur Aufnahme der Statistik." Zu dieser Resolution ist zu bemerken, daß die gegen die private Aufnahme der Statistik sprechenden Gründe in der Verfammlung so überzeugend dargelegt wurden, daß die überwiegende Mehrzahl der anwesenden Parteigenossen die Undurchführbarkeit des Projektes anerkennen mußte. Im übrigen ist in der Verfammlung seitens eines Mitgliedes der Redaktion erklärt worden, daß falls die Partei die Unterstügung des Projekts doch beschließen sollte, der Vorwärts" selbstverständlich diesen Beschluß ebenso thatkräftig unterstützen würde wie jeden anderen Bef hluß der Partei. Red. d. V. " Rebeiter- Bildungsschule. Dienstag Abend 8%-10% Uhr: Südfchule, Sagelsbergerstr. 43: Unterricht in Deutsch( mittleres); Südost- Schule, Reichenbergerstr. 183: Unterricht in Deutsch)( mittleres): Ost Schute, Markusstraße 31: Unterricht in Deutsch( unteres); Nord- Schule, Müllerftraße 179a: Kaufmännisches Rechnen, Wechselrecht, Korrespondenz. In alle Fächer tönnen noch Schüler und Schülerinnen, auch jezt im Laufe des Lese- und Diskutirklubs. Dienstag. Lese- u. Diskutirflub Spinoza, Abends 8% Uhr, bei Triple, Reichenbergerstr. 47. Empor", Abends Dienstag og uhr, Restaurant Reyer, Naunynftr. 74. 8% Uhr, bet 6. Behrend, Blumenthalftr. 5. Leseklub Gleichheit jeden Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend, Dienstag, Abends Semesters, eintreten. bet Richter. Musehold. 97 Schildhorn, Usedomstraße Nr. 33 bei Miete. Neue Rauchflub Abguß, 8 Uhr, Tambourverein Rothe Nette, Dienstag und Freitag, Abends 9 Uhr, Dienstag und Freitag, Aufnahme nur geübter Mitglieder. Stümte's Reſtau bei Thiele, Brandenburgstr. 56.- Tambourverein Vittoria, Uebungsstunde rant. Acterstr. 123.- Regeltlub Fidelio 1, Klubhaus Süd- Ost, Falckenstein straße 41, jeden Dienstag 8 Uhr. Bersammlung am Dienstag, Abends 8 Uhr, Annenstr. 16. Tagesordnung: Zentralverein der Bildhauer Deutschlands.( Gauverein Berlin.) Bibliotheks- Abend verbunden mit einer Vorlesung. Nationale kaufmännische Kranken- und Sterbekaffe. Dienstag, den Dezember, Abends 8 Uhr, im Restaurant P. Bodenburg, Kommandanten ftraße 10-11, Borstandssitzung. Vergnügungsverein„ Saturnalia". Dienstag, Abends 9 Uhr, bet Noll, Andreas str. 3, Sigung, Verband der Geschäftediener, Packer und Berufsgenossen. Große Bersammlung am Dienstag, den 6. Dezember, Abends 9 Uhr, in Botz' Feft fälen( früher Feuerstein), Alte Jatobfir 75. Bortrag des Dr. med. Herrmann Went: Die sanitären Zustände Berlins und die Arbeiter- Sanitätstommiffion. Die Gewerbegerichts- Wahlen und Ausgabe der Anmeldeformulare. Bentral- granken- und Sterbekalle des deutschen Senefelder Bundes ( G. 6.) Berwaltungsstelle Berlin. Heute Abend 8 Uhr, im Restaurant Nölich, Neue Friedrichstr. 44: Mitglieder: und Berwaltungs- Bersammlung. Vermischtes: Schiffsunfall. Hamburg, 3. Dezember. Nach hier ein gegangenen Nachrichten aus Queenstown wurde infolge des dem Schnelldampfer„ Spree" am 26. November zugeftoßenen Unfalls die zweite Kajüte von dem eindringenden Waffer überschwemmt. Der Passagier der zweiten Kajüte, Paul Kelsen, sprang über Bord und ertrant. Vierzig Passagiere werden morgen an Bord der Etruria", eine weitere Anzahl wird am Montag an Bord der " Havel" die Reise nach Amerika fortsetzen. Ordensschwindler. Wien, 3. Dezember. " Bruno von Hartung wurde wegen bei Ordensschwindel verübter Be trügereien zu fünf Jahren schwerem Rerfer verurtheilt. Inglücksfall. Rom, 4. Dezember. In der Schwefelgrube oon Lucio, Proving Girgenti, fam vorgestern eine Feuersbrunst zum Ausbruch. Von den in der Grube beschäftigten Arbeitern find fünf erstickt, zehn haben Kontusionen erlitten. Depeschen. ( Depeschen des Bureau Herold.) 11 9 Uhr, uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Freund faft 1, bei Oswald Berliner, Brunnenstraße 114. Olympia, Alte Jafobftr. 68 Fidelitas, Bergitraße Nr. 68 bet teller. Allegro, Wrangel: traße 141, bei Schmidt. Alpenglode, Grüner Weg Nr. 29, bei Saeger.- Berliner Buchdruder, Alte Jafobstr. 83 bet Wienece. Bruderherz, Manteuffelstr. 9 bet Nowack.- Ihn'scher Humor, Straußbergerstraße 3 bei Birt. Unverzagt 2, Moabit, Kronen- Brauerei. Soffnung 2, Deutsch- Wilmersdorf, Brandenburgftraße bet Gräz. Waldtapelle 1, Stallschreiberstr. 29 3. eichenen Stab.- Arbeiter- Mat= bund, Nowawes, Wallstraße bei Gärtner.-Sängerfette, Schönleinstr. 6 bei D. Klein. Areuzberg, Lichterfelderstraße 7-8 bei Winter.-Alte inde, Reichenbergerstraße 39 bet Fürstenau. Vorwärts 4, Rathenow, Restaurant Walhalla". Einigteit 2, Landsbergerstraße 31 bei Gorgenlos, Röslinerstraße 17 bet Wendt. Gefangverein der Böttcher Steineide, Jüdenstr. 55 bei Trieschmann. Leipzig, 5. Dezember. Das Reichsgericht hat die Revision Borwärts 8, Marwitz, bei Wilhelm Mölte. Stlarta, der sozialdemokratischen Redakteure Poländer( vom„ Wähler) und Blumenstraße 46 bei Went Sänger Shor der Töpfer, Friedrichstr. 44, bei Röllig. Wiederhall, Eisenbahnstr. 20 bet Stegmund. Dergel( von der Sächsischen Arbeiter- Zeitung Dresden), welche Sängerfreiheit, 9 Uhr, b. Fröhlich, Naunynstraße 44 Gefangverein wegen Beleidigung des sächsischen Landtages zu sechs Wochen Senefelder, bet Althoff, Brüderfir. 26. Johanni, Rüdersdorfer: bezw. vier Monaten Gefängniß verurtheilt worden waren, ver Vorwärts 3, Friedrichsfelde, traße 45, Gesellschaftshaus Oftend. Wilhelmftr. 10 bei Momber. Gefangverein Rothe Reite 2, bei Raabe, worfen. Die Beleidigung wurde in einem Artikel gefunden, Ruppiner und Schönholzerstraßen- Gcte. Schneeglödchen 1, Jahn welcher die Ausschließung Liebknecht's aus dem sächsischen Lands firaße 1 bei Schulz. Gefangverein Eintracht, Nieber- Schönweide, tage scharf kritisirt hatte. Mohr'sches Doppelquartett, Friedrichsbergerstr. 19. Restaurant Hinz. Wien, 5. Dezember. Das Gericht zu Modena verurtheilte Gesangverein Frohsinn in Stralau bei Gafter. Arbeiter, Gesangverein von Bris, Briz, Werderstr., Restaurant Schöneberg. den Kapuziner Pesaro, welcher wegen der durch seine Kloster Deutsche Siebertafel, Grüner Weg 29 bei Gäger.- Gänger: genoffen erlittenen Verfolgungen einen derselben erstochen hatte, gruß, Friedrichshagen, Blant's Restaurant. burg, bei Borgmann. Gpheu, Ackerstr. 123 bei Stümte. Gefangverein 3 zwei Jahren Kerfer. Freiheit 1", Gulmftr. 36 bet Raumann. Gesangverein, cho 2" 9 Uhr Budapest, 5. Dezember. Handelsminister Lukacs empfing abends uebungsstunde bei Reimann, Alte Schönhauserstr. 42. Gefangverein heute die Deputation der Steierdorfer streitenden Bergarbeiter Cinig, Gerechtigkeit Westen, Steinmezstraße 36a bet Bredlow. Durch die Intervention des Ministers wurde der Konflikt bei alle zuschriften, den Bund betreffend, sind zu richten an G. Schröder, möchten die Arbeit sofort wieder aufnehmen. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. gelegt. Die Deputation telegraphirte an die Streifenden, fie Berlin SW., Nostizstr. 29, 3 Tr. Dienstag. Stattlub Kreuz- Solo bei Budapest, 5. Dezember. Hier herrscht ein heftiger Schnee Theaterverein Blumenlefe bei Ringe, Dresdener Mühle, Krautftr. 2. straße 105. Gefelliger Verein offnung bei Nemiz, Sebuferfir. 5, alle sturm, der viele Verkehrsstörungen verursacht. 14 Tage. Zambourverein Wirbel, bei Miller, Gartenstr. 62.- Gefeliger Paris, 5. Dezember. Nachdem Loubet die Annahme des Berein Mehr& icht bei Golz, Gr. Frankfurterstr. 33.- Louisenstädtischer Präsidiums eines Kabinets, um dessen Zustandekominen Develle Verein Frohsinn bei Möhrings, Admiralstr. 18c. Rauchflub Ambalemo bet gauffmann, Reichenbergerstr. 78a. – Tambourverein Deutsche Gie bei sich bemühte, abgelehnt und sich auch weigerte selbst ein Rabinet niederschuh, Fürbringerstr. 7.- Tambour- Verein Boruffia bet Zeichniß, zu bilden, erklärte Develle dem Präsidenten Carnot, es sei für ihn Königsbergerstraße 24. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Dienstag. Befangverein unmöglich, ein Kabinet zu konstituiren. Anatreon, Abends 9-11 Uhr, bel Reßner, Annenstraße 16.- Mufitverein Nord 8-11 Uhr, Briezenerstr. 6, bei Sendte. Barnimftr. 2 bet Genife. Borwärts 7, Rummels Tambourverein Ruf bei Sperling, Inselstraße 1. Eine öffentliche Volksversammlung, die vom Vertrauensmann der Konditoren am Donnerstag Abend zu Lips ( Friedrichshain) einberufen war, wurde vom überwachen= den Beamten aufgelöst, weil die offenbar eigens zu diesem Zweck außerordentlich zahlreich erschienenen Buchhalter, Werfführer, Kommis und Arbeiterinnen( die man sonst nie in folchen Versammlungen sieht) der Hildebrandt'schen und anderer Pfefferkuchen- Fabriken solchen Lärm machten, daß der Polizeitommiffarius annahm, es werde eine Gefahr für die öffentliche Ordnung entstehen, wenn er den Standalmachern nicht Gelegenheit gebe, fich zu entfernen. Auf der Tagesordnung der Versammlung stand: 1. Bortrag des Reichstags- Abgeordneten Emanuel Wurm: Wie sollen die Wohnungen und Arbeitsstätten der Arbeiter beschaffen sein? 2. Nochmals die Honig fuchenfabrikation der Firma Hildebrandt und Sohn und wie stellt sich die Arbeiterschaft dazu? Referent Koch. 3. Diskussion. 4. Verschiedenes. A13 die Bersammlung vom Einberufer eröffnet und die Bureauwahl vorgenommen wurde, begann die bestellte Arbeit des Standalmachens. Die Abgesandten der Hildebrandt'schen Fabrik behaupteten, daß die von ihnen vorgeschlagenen Personen die Majorität hätten, während das von den sozialdemokratischen Arbeitern vor- Theater- Verein Othello 2 Abends 9 Uhr, bei Tägers, Gartenstr. 13-14. Privat- Theater- Gesellschaft Berliner humor, Abends 9 Uhr, Köpnickergeschlagene Büreau die Mehrheit hatte, was die Anhänger der Straße 158 bei Buchs. Privattheaterverein Crescendo. Abends, bet Hildebrandt'schen Pfefferkuchenfabrikation, die an mehreren Nicolay, Elisabethtirchstr. 14. Theaterverein Bultania bei Täger, Tischen zusammensaßen, nicht sehen wollten, vielleicht auch nicht Gartenstraße 13-14. Theaterverein Bultania a Abends 9% Uhr Ader feben fonnten, weil sie eben durch ihr Zusammensitzen sich gegen- ftraße 144 Borstädtisches Kasino. Bergnügungsverein Amicitia, 8 Uhr, bet Schönnagel, Barnimftr. 47. feitig die Aussicht versperrten. Der Lärm, den nun die Kommis Bergnügungsverein Reichstrone, Abends 9 Uhr, in Reichert's Fest und Buchhalter vollführten, wurde schließlich so arg, daß der fälen, Müllerstr. 7. Geselliger Verein Bruderschaft, im Restaurant Vorsitzende die Versammlung auf 10 Minuten vertagte. A13 Deutscher Reichsadier, Beuffelstr. 9. Vergnügungsverein Saturnalia, heute Abend 9 Uhr, Naupachstr. 6. Bergnügungsverein Fidelio. Ale wieder etwas Ruhe eingetreten war, ertheilte der Vorsitzende Tienstag Abends& Uhr Gigung mit Damen bei Seifert, Drantenstraße 21. dem Reichstagsabgeordneten Wurm das Wort. Sogleich begann Bergnügungsverein Berolina, ehem. Boll'sche Tanzschule, Abends 9 Uhr, Geselliger Verein Mehr Licht der Lärm von neuem; Wurm fing trotzdem zu reden an. Da aber im Restaurant Proy, Annenstr. 9. Touristentlub steigerten die Abgesandten der Hildebrandt'schen Fabrit ihren fünft- abends 9 Uhr, Große Frankfurterfir. 133 bei Golds. Wanderlust", Abends 9 Uhr, Fransectistr. und Schönhauser- Allee- Ecke. lichen Zorn noch um einige Grade höher; ein junger Mann, der wahr Geselliger Arbeiterverein offnung. Vereinslotal bei Herrn Fr. Fröhlich, Geselliger fcheinlich Karriere machen will, fuchtelte mit seinem Gigerlstock in der Naunynstr. 43. Jeden Dienstag, alle 14 Tage, Abends 8 Uhr. Luft herum, mehrere graubärtige Herren bemühten sich, ihrer Ent- Verein Regina Sizung mit Damen Orantenstr. 153 bet Schönwalder. Mufit- Dilettantenverein" Breziosa", jeben Dienstag, Abends 8 Uhr, rüftung durch möglichst unartikulirte Lante Luft zu machen, die uebungsstunde in Scheffler's" Restaurant, Reinickendorferstr. 25. Aufnahme. Achtung Von der Verloosing, welche auf dem Kommers zu Ehren der Delegirten gum Parteitage" stattfand, sind die auf Turnverein Gesundbrunnen. Die 1. Männer- Abtheilung turnt von 8-10% Uht in der Zurnhalle des Leffing- Gymnasiums, Pantstraße 9-10. Berliner Turngenossenschaft. Die 9. Männerabtheilung turnt jeden Dienstag und Freitag in der Gemeindeschute, Blumenstr. 63 a. Unentbehrlich f. d. Fernſprech Verkehr. 33102 nachstehende Nummern gefallenen e Telephon- Notiz- Pult. winne nicht abgeholt worden: 12 13 33 67 73 117 137 159 160 170 211 212 213 219 225 235 241 246 248 249 291 297 298 300 317 322 325 344 348 368 379 420 425 452 455 460 475 497 507 531 544 546 548 549 559 561 568 601 614 623 642 646 668 670 691 693 710 715 716 717 720 721 750 769 770 783 793 802 803 810 812 813 821 839 845 849 870 881 887 893 914 957 960 967 971 976 985 988. Zugleich Armstütze. * ANARTLES Preis 6 M. inkl. einer Rolle Arbeitsmarkt. " Brieffaffen der Redaktion. H. K., Pestalozzistraße. Sie sind zur Zahlung verpflichtet. S. M. Sie haften für die Gerichtskosten nicht. Eine Verjährung findet überhaupt nicht statt. Sangk, Gräfestraße. Ihre Angelegenheit ist durchaus privater Natur, wir müssen Sie daher auf den Inseratentheil verweisen. K., Jahnstr. 4. Ist in unseren Händen, und gelegentlich werden Sie Nachricht erhalten. C. in Minden i. 2. Ueber die Bezugsquelle von Bartei schriften in holländischer Sprache informiren Sie sich am besten durch die Redaktion des Recht voor Allen", Roggeveen straat 54, 3' Gravenhage. Straßburger 100: Theilen Sie Ihre Adresse an Partei sekretär R. Fischer, Kazbachstr. 9 mit oder wenden Sie sich persönlich an ihn. Jamaica- Rum, zurgische Instrumente gelernt hat, aber Echt Stonsdorfer Bitter- Zilor, Liter 1,20, 5 2tr. 8,50, 10 str. 10. Ein Silberarbeiter, der auf chi nur tüchtiger, wird fürs Ausland ge sucht. Adressen postlagernd Postamt Hallesches Thor E. A. 6. 441b echt Verschnitt, u. Fac. 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Um häufigen Frrthum zu vermeiden, bitte ich meine Freunde und Genossen, genau auf meine Adresse zu achten. Stube und Küche vom 1. Jan. 1893 zu M. Harmonikas Klaviaturmacher, welche gut eins gearbeitet sind, verlangt Bietschmann, Brunnenstr. 28a. Teppiche!!! Gardinen!!! Steppdecken! am billigsten in der Fabrik von J. Brünn, Markt 4. Hackescher Stadtbahnhof Börfe. Winter66. Anzüge, paletots, 66. nach Maaß, werden hochelegant an gefertigt bei Karle. 32799 Resterhandlung 66. Waldemarstraße 66. a. ab aut vermiethen. Preis 19,65 99. Rechtsbureau richters a 2., Alte des königlichen Amts monatlich. Die ersten drei Monate Jatobftr. 130. Gewissenhafter Rath 12 Mt. Miethe. Wienerstr. 44, linter in allen Angelegenheiten. Unbemittelten Seitenflügel 2 Tr. 4376| unentgeltlich. Auch Sonntag. 2286 Berantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin Druck und Berlag von Mag Bading in Berlin SW, Beuthstraße 2. d 2 t 的 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 286. Arbeiter- Sanitätskommiffion. an Bei der letzten Sigung find die Kontrolleure der ArbeiterSanitätstommiffion mit neuen Fragebogen versehen worden, an der Hand deren es ihnen ermöglicht ist, ganz systematisch eine größere Reihe von Grundstücken auf etwaige fanitäre Mißstände hin zu untersuchen. Und zwar haben diefelben den Auftrag, zunächst das Haus, in welchem sie selber wohnen, ferner dasjenige, to fie arbeiten, einer gründlichen Untersuchung zu unterziehen; danach die Häuser der Nachbarschaft, entweder der Reihe nach Nummer für Nummer abzusuchen oder solche, welche leichter zugängig sind und die schon von vornherein eine große Ausbeute versprechen wie Miethsfasernen, alte baufällige Grundstücke und Fabrikgrundstücke. Da die Kontrolleure zum größten Theil Arbeiter sind, so wird ihre Thätigkeit sich zumeist wohl auf den Sonntag Vormittag beschränken müssen; immerhin fönnen- da bei einiger Uebung die Untersuchung eines Grundstückes durch schnittlich nicht mehr als 20 Minuten erfordert jedem solchen Vormittag sechs bis acht Grundstücke revidirt werden. Als fehr zweckmäßig hat es sich herausgestellt, daß immer zwei Kontrolleure sich zusammen auf den Weg machen, von denen der eine notirt, der andere etwaige Messungen vornimmt jedenfalls sehen vier Augen immer mehr als zwei. Wenn wir nun hier den Frage bogen, an der Hand dessen die Untersuchung stattzufinden hat, ausführlich abdrucken, so geschieht dies mit der ausdrücklichen Absicht, alle Leser des Vorwärts" zur Mitarbeit aufzufordern. Wir bitten jeden Genossen, das Haus, in welchem er selber wohnt, und das Haus, wo er arbeitet, an der Hand unseres Fragebogens genauestens zu untersuchen und jobald er irgend welche Zustände findet, die ihm in irgend einer Weise gesundheitsgefährlich oder auch nur ungehörig erscheinen, uns( unter der Adresse des Dr. Badet, Annenftr. 46) eine ausführliche Mittheilung zu machen. Auf diese Weise würben eine größere Reihe von Genossen an den Arbeiten der Sanitätskommission theilnehmen können. Dienstag, den 6. Dezember 1892. eine von 2 Perfonen, als Schlafraum benugte Stube, mit emem zirka 70 Centimeter hohen und 50 Centimeter breiten, aufs Dach hinausgehenden Fenster." Im Hause Invalidenstraße 126: 9. Jahrg. mission sei. Im übrigen sezte der Herr unseren Kontrolleur sofort an die Luft. " Es ist mit der Abhilfe all dieser Mißstände überhaupt eine schwierige Sache. Radikale Abhilfe wäre nur möglich, wenn aus zwei Stuben und Küche bestehende Wohnung. Die es keine Hausbesizer mehr gäbe, die in den Miethern ein Auserite Stube ist vermiethet; in der zweiten 11/2 Meter breiten beutungsobjekt sehen. Aber welcher Hausbefizer sieht das nicht schläft die, Mutter auf dem Sopha; in der Küche ohne in seinen Miethern? Sozialpolitische Quackfalber haben geglaubt, die WohnungsFenster schlafen der Vater und ein Kind in einem Bett." Ebenfalls im dritten Stockwerk eine Wohnung, bestehend verhältnisse der besiglosen Klasse könnten badurch gebessert werden, aus einer Stube und Küche. Die Stube ist an drei daß Häuser mit fleinen Wohnungen durch Vereine oder Schlafburschen vermiethet. In der einfenstrigen, nach Baugenossenschaften hergestellt und zum Selbstkosten dem Hof hinausgehenden Küche hausen vier Personen, preise vermiethet oder verkauft werden. Zufällig sind wir in der drei Erwachsene und ein 13jähriger Knabe; zur Nachtruhe Lage, auch über ein Haus eines solchen Vereins berichten zu haben sie ein Bett, ein Sopha( in fürchterlichem Zustande) können. Das Haus Picklerstr. 15 gehört der Gesellschaft zur Verbesserung kleiner Wohnungen". Bisher haben die Klosetund ein Sophakasten." verhältnisse dort ebenso gelegen, wie in anderen Miethskasernen. Der endlich in Angriff genommene Bau neuer Klosets im Seitenflügel foll, trotzdem er Monate lang gedauert hat, sehr unvoll tommen sein. Daß den Miethern ein kleiner Raum zwischen zvei Klosets als Speisespind empfohlen wurde, das nebenbei! Ob der Proletarier bei einem Privatmann, ob er bei einem Vereine zur Miethe wohnt: es kommt doch immer auf dasselbe hinaus. Auf der im September 1889 in Kassel abgehaltenen Jahresversammlung des Deutschen Vereins für Armenpflege" wurde vom Amtsrichter Dr. A schrott, dem bekannten„ Vortämpfer" auf dem Gebiete der Wohnungsfrage, über diesen Punkt im Namen der Wohnungskommission referirt. Dabei fiel das bezeichnende Wort: Der Ausschuß hofft, es werde bald auch durch die That der Beweis geliefert werden, daß der Bau von Arbeiterwohnungen tein Aft der Menschenfreundlichkeit, sondern eine nugbringende Kapitalanlage sei." Im Hause Waldemarstraße 59 liegt auf dem zweiten Hof rechts 1 Treppe eine Wohnung, bestehend aus zwei heizbaren und einem nicht heizbaren Raume; 5 Bewohner haben 3 Betten und 1 Schlafsopha. Die Wohnung, die obenein feucht ist, liegt über den Klosets, dem Pferdestall und einer Remise. Eine Küche existirt nicht, in den beiden größeren Zimmern wird gefocht und geschlafen. Von unten der Duft aus dem Pferdestall und den Klosets, von oben die Nässe des Daches ( ein Bodenraum liegt nicht dazwischen): so erscheint das Ganze eher zum Hühnerstall oder Taubenboden denn zur menschlichen Wohnung geeignet." Im Haufe Naunyn str. 57 liegt im Keller eine Wohnung, durch eine Bretterwand in 2 Räume getheilt, deren kleiner nicht heizbar ist. Dahinter liegt die Küche, welche feucht ist, und in welcher 1 Bett für 2 Personen steht. Der ganze Keller liegt von der Straße bis zum Hofe voller Lumpen. 3 Für die Arbeiter- Sanitäts Rommission sind weiter eins gegangen: 10 M. vom Fachverein der Marmor- und Granitschleifer. 10 M. vom Verein der Berliner Buchdrucker und Schrift: Man glaube nicht, daß diese Zustände vereinzelt sind. Die Bahl der nicht heizbaren, aber troydem als Wohnung dienenden Zimmer z. B. ist in Berlin eine ergießer durch Dr. 3. schreckend hohe. Das letzte Statistische Jahrbuch der Stadt Der Fragebogen zerfällt in eine linte Hälfte, auf der die Berlin" führt rund 666 000 23ohnzimmer auf, darunter rund Herr Becker, Schuhmacher, Königgrägerstr. 86, bestreitet, Fragen, 22 an der Bahl, vorgedruckt sind, und in eine rechte, 602 000 heizbare und 64 000 nicht heizbare, also beinahe 10 nicht daß seine Wertjatt ungenügend Licht habe, wie im letzten welche für die Antworten bestimmt ist. Derselbe stellt eine wesent heizbare unter je 100 Bimmern. Speziell in Kellern liegen rund Bericht mitgetheilt war. lich verbesserte Form des Bogens dar, welcher von der Sanitäts- 47 000 Zimmer, darunter 39 000 heizbare und 8000 nicht heiztommission des Polizeipräsidiums in diesem Sommer bei Gebare, also mehr als 15 nicht heizbare unter je 100 Zimmern. legenheit der Choleragefahr zwar ausgegeben, aber, wie es Man braucht wirklich nicht erst nach Hamburg zu gehen, wenn scheint, nicht wieder eingefordert, jedenfalls aber noch nicht be- man„ Wohnungen" sucht, die allen Anforderungen der Geſundarbeitet worden ist. Jener Fragebogen ließ nämlich die wich- heitslehre Hohn sprechen. Soziale Lebersicht: In Zwönig i. S. treten e Arbeiter der Schuhfabrik tigsten hygienischen Fragen völlig vermissen, während auf dem Es ist selbstverständlich, daß auch all die anderen Mißunfeigen diese, insbesondere die für die arbeitenden Klaffen in stände, die einer Wohnung anhaften können, sich bei diesen Frage kommenden Punkte vollauf Würdigung erfahren haben. billigen Wohnungen, auf die der Proletarier angewiefen ist, in den Streif. Sie ersuchen deshalb bis auf weiteres den Zuzug Nr. Fragebogen. Untersucht Berlin, den 189 Straße Nr. 2) Name des Eigenthümers: Zahl der bewohnten Gebäude: Zahl der Stodiverte: 5) Zahl der Haushaltungen: 6) Bahl der Bewohner: 7) Ist das Grundstück an die Kanalifa tion angeschlossen? 8) Ist das Grundstück an die städtische Wafferleitung angeschlossen? 9) Besteht eine Privat Wasserleitung ( Refervoir)? 10) Ist ein Brunnen vorhanden( Keffel oder Röhrenbrunnen)? 11) Wie ist das Wasser beschaffen? 12) Zahl und Lage der Klosets: 13) Welcher Art?( Wassertloset, Tonnen, Grubensystem?) 14) Offen? Verschlossen? Vertheilung unter die Bewohner? 15) Wie sind sie gehalten?( Reinigung, Desinfektion.) 16) Sind Müllfaften und Ausguß( Gallies) in Ordnung? 17) Ist das Grundstück im Ganzen oder in einzelnen Theilen feucht: 18) Sind besonders ungesunde Woh nungen vorhanden?( Entresol, Hängeboden, Keller, Dachwohnungen u. f. 1.) event. ausführ licher in Anlage A., B., C. u. f. w. 19) Sind auf dem Grundstück Handelsoder Gewerbebetriebe, die zur Er zeugung oder Ansammlung ge fundheitsschädlicher Stoffe nlaß geben? Welche? 20) Gind sonst Ansammlungen von Fäulniß und Abfallstoffen vorhanden?( Sentgrube?) 21) Ist das Grundstück im Allgemeinen sauber gehalten?( Hof, Treppen, Flure, Keller ut.f.w.) 22) Welche sonstigen Mißstände? Rontrolleur: unfauber. 1 fammt und fonders und in verstäittem Maße finden. Die fernzuhalten. Uhr mittags. Rosets finden sich in diesen Häusern fast nirgends so, wie sie sein sollten. Entroeder find zu wenig da, oder sie sind zu Belluloidfabrit von M. Bollad, Wien VII, RaiserLohndifferenzen halber wird ersucht, Arbeitsangebote der Jin Haufe Invalidenstraße 126 find für etwa 25 ftraße 35, bis auf weiteres unberücksichtigt zu lassen. Haushaltungen 4 enge und dunkle Klosets. ReichenbergerDie Aussperrung von Brauerei Arbeitern, die in straße 120 müssen sich 16 Haushaltungen mit 4 Stlosets be& ürth gnügen, die unsauber sind, weil sie viel benutzt werden, und feine& ürth zur Boykottirung der Brauerei Evora u. Meyer genügende Reinigung aufweisen. Wafferthorsttaße 37: 3 ganz geführt hat, war seitens dieser Firma angeblich beshalb erfolgt, unfaubere fiftere Klojets für 28 Familien mit etwa 150 Berweil die betreffenden Brauerei- Arbeiter böswilligerweise Bier fonen und für 20 Arbeiter elice Fabrit und einer Schlofferet. hätten laufen laffen. In der Sigung eines Schiedsgerichts, das Louisenufer 18: 1 Kloset ohne Luftzutritt und Dunstrohr aus vier Brauereibefizera und vier Brauerei- Arbeitern( dem 50 für 6 Familien mit 60 Personen, Spülung mangelhaft. Johan- Arbeiterausschuß) bestand, ist nun, wie die Fränkische Tagespost" niterstr. 12: 3 Klosets für 16 Familien mit 70 Personen und mittheilt, festgestellt worden, daß diese Behauptung Evora's durchaus unwahr ist. Andererseits erflärte das Schiedsgericht Aftermiether. Briser str. 1: 5 unfaubere Klosets für zirka mit 7 gegen 1 Stimme, daß die Entlassung der betreffenden Ar110 Hausbewohner, 40 Fabritarbeiter beiderlei Geschlechts und beiter nicht deshalb erfolgt wäre, weil diese der Brauerorganisation Schlächterpersonal. Ar schlossen. Bei all diesen Häufern handelt es sich immer um die angehören. Wie ein gestriges Telegramm meldet, hat eine Seitenflügel oder Quergebäude, also um diejenigen terversammlung die Aufrechterhaltung des Boykotts be Wohnungen, die von den Besitzlofen bewohnt werden. Zu den Borderhäusern sieht es überall beffer aus. Louifenufer 18: Halberstadt wird nun doch ein Gewerbegericht bekommen. im linten Seitenflügel haben 6 Familien 1 Kloset und im rechten Die Beschlüsse der sozialdemokratischen Versammlungen waren Seitenflügel immer noch je drei Familien 1 Kloset, während sich demnach von Erfolg. Wie die Sonntags- Zeitung" den Verin Borderhause in jeder Wohnung ein besonderes Kloset befindet. handlungen der letzten Stadtverordnetensißung entnimmt, hat der In der Johanniter str. 12, wo 3 Klosets für 16 im Keller Minister infolge der sozialdemokratischen Petitionen seine Absicht und im Quergebäude wohnende Familien ausreichen müffen, hat gemeldet, die Einführung eines Gewerbegerichts auf dem Wege im Borderhause wiederum jede Wohnung ihr eigenes Kloset. Die ber ministeriellen Berordnung zu veranlaffen, aber den städtischen fleinen Leute müffen sich das gefallen lassen. Und schließlich sind Behörden noch einmal ans Herz gelegt, dieses Institut freiwillig fie, wenn sie ein Kloset gemeinschaftlich mit 12 anderen Familien einzuführen, und sich nicht erst hierzu zwingen zu laffen. benutzen müssen, vielleicht noch besser daran, als wenn sie ihr eigenes Magistrat und Stadtverordneten zeigen aber Männerftolz vor Kloset direkt in der Stube haben. Das ist z. B. im Sause Ministerialverordnungen, und werden nur ber Gewalt weichen. Prinzenstr. 12 der Fall, wo die Klosets in einer Anzahl von Nicht eine Stimme hat sich in der letzten Sigung der Stadt Wohnungen zwar in die Küche hineingebaut sind, aber mit der verordneten für ein Gewerbegericht erhoben. Von heiterem Inters Thür nach dem Wohnzimmer führen. Zu diesen Uebelständen kommt noch die Vernachlässigung der Häuser durch die Wirthe, die sich wieder bei den Klosets am ehesten und unangenehmsten fühlbar macht. Auf die Pissoire legen die Hausbefizer noch viel weniger Werth als auf die Klosets. Gereinigt werden fie felten, obwohl fie den Miethern in die Wohnung und den Arbeitern in die Werkstätten hineinstinten. Klagen darüber kommen aus Beuffel straße 70, inienstr. 51, Röpnicer str. 157, Simeon straße 11 2c. 2c. Vielfach ist gründliche Reinigung gänzlich unbekannt, oder wenn sie erfolgt, fo erfolgt fie ganz gelegentlich und ungenügend. Die Choleragefahr ist ja vorbei! effe ist dabei, daß auch der Führer der Halberstädter Freis finnigen von dem Gewerbegericht nichts wissen will. Die freisinnige Partei weiß diese Institution bekanntlich sonst nicht hoch genug zu rühmen. " Fiskalische Noblesse. Aus Würzburg schreibt bie Unterfränkische Boltstribüne" in ihrer Nummer vom 2. Dezbr.: Bu einem Streit wäre es beinahe gestern früh unter der 28agenschiebern des hiesigen Güterbahnhofes gekommen, Diese Leute beziehen nämlich für ihre schwere und oft gefahrvoll Arbeit ein erstaunlich hohes Gehalt. Es wird gezahlt an juneje Leute pro Tag 1,90 W., an ältere 2,20 M. Befagtes Perforial war nun der Ansicht, daß die tgl. Staatsbahn mit ihren ho hen Mit gleicher Sparsamkeit behandeln die Hausbesitzer ihre Sieran schließen wir die Fortfehung unferes Berichts über Mälkästen. Nur nicht zu oft abholen laffen: Das loftet Ueberschüssen wohl etwas mehr abstoßen tönne und forderte für Mihstände in den Wohnungen Berlins. Es sind natürlich Geld und schmälert die Nente. Die Misthausen, Mist- die jüngeren Leute 2,50 M., für die älteren 3 M. täglich. Auf Gs wieder nur Brofetarierwohnungen, über die wir zu berichten Bruben, Gentgruben u. f. w. reiben sich den Müllkästen Vermittelung des Inspektors hin haben zwar die Leute ihren haben. Der Proletarier, welcher schon als Produzent, b. b. als würdig an. Alexanderstr. 26 scheint in dieser Beziehung ein Dienst zu den alten Lohnjähen weiter versehen, sie hoffera aber Arbeiter, zur Genüge ausgebeutet wird, muß auch die zweite Musterhaus zu sein. Aus den Pferdeställen läuft dort die Jauche ganz bestimmt auf demnächstige ihren Forderungen entsprechende Form der Ausbeutung, die des Konsumenten, am schlimmsten über direkt über den Hof, und der unbedeckte Wüllkaften vermöchte Ausbesserung. Wir für unsern Theil wollen den Fall Fier nur lich ergehen laffen, weil er als der wirthschaftlich Schwächere einem Misthäufen Konkurrenz zu machen. Es ftinft fürchterlich, feftnageln, um wieder einmal zu zeigen, wie der Strat seine bem Händler gegenüber ohnmächtig ist. Bei per Konsumtion von und die Miether flagen, aber der Besitzer, der weit davon ist. Arbeiter bezahlt, die unter Umständen der schwersten, BerantWohnungen trift das am auffälligsten zu Tage. riecht nichts und hört nichts. Beusselstr. 71 müssen die wortlichkeit gegenüber Gut und Leben ihrer Mitmenschen ausEine richtige Miethstaferne ist wie ein unerschöpf Miether auf das Lüften durch Deffnen der Fenster verzichten, gesetzt sind. Tiches Baubertätlein. Die Kunst und Geschicklichkeit des scharf weil der Pferdedänger direkt auf dem Sose liegt. Raise Eine treffende Kritik des Patriotismus er reichen innigen Erbauers weiß eine Unzahl tieiner und kleinster traße 41 wird die Luft aus der aus den Pferdeställen komGartenstr. 119-125 find Leute gab in einer Versammlung zu Mülhausen i. G. der Wohnungen darin unterzubringen, aus denen die Brofitfucht menden Jauche ebenso verpestet. bes nicht weniger scharfsinnigen Besigers bann ohne alle Mühe ebenso Haus für Haus Fuhrgeschäfte, die einen entseglichen Gestank ver- Bimmerer R. Rathmann aus Hamburg. Er sagte unter stürmischem Beifall der Zuhörer: Als in Hamburg die Cholera nur durch eine Schmälerung der Höhe und Geräumig-| viele Wietheraten herauszupraftigiren verſleht. Natürlich ist das breiten, weil der Mist überall umherliegt. Am ärgsten ist es immer da, wo der Wirth nicht im Saufe ausbrach, da riffen die Reichen aus und die Sozialdemokraten oder sogar nicht einmal in Berlin to Aus mehreren mußten einspringen. So wird es auch gehen, wer die Rosaken bas! Und soll man es auch anders erwarten? Gesundheit der Bewohner möglich. Doch was thut Häufern wird uns berichtet, daß der Berwalter bei dem im Thier- tommen; da nehmen die Reichen ihren Geldfack unter den Arm Wer eine gartenviertel wohnenden Besitzer vorstellig geworden ist. und rennen über die Grenze. aus purer Geradezu haarsträubend verwahrloft find die Hauser Gerichts: In Offenbach wurden, wie das Abendblo tt" berichtet, vor Menschlichkeit und Nächstenliebe. Im übrigen werden gerade die traße 30-12, beren Befizer in Zürich den Wietheertrag ver: einiger Zeit 80 städtische Arbeiter entlaffen. Es varen Bayern, schlechtesten Wohnungen am besten vermiethet. Die Noth treibt zehrt. Die Miether versichern, wenn hier eine Seuche aus die zum Theil schon seit 40 Jahren in Offenbach lebten. In der gebrochen wäre, dann hätten sie alle ihr Todtenhemd angehabt." Wohnung bestehend Schmuz, Geſtant, Ungeziefer, Wände ohne But, mit Holz ver- Stadtverordneten Versammlung war über die Beschäftigung det Bayern Beschwerde geführt worden. Die Zeiten des feligen Bundestags sind in Deutschland freilich arich in anderer Be ziehung längt wiedergelehrt, so daß man ich über den Partifularismus, der hinsichtlich der Beschäftigung von städtischen Arbeitern in Offenbach zu Tage tritt, wirtich nicht au wundern braucht. bas Broletariat hinein. Demminer str. 62, Quergeb. part. aus Stube und Rüche, über einem Käsefeller. Beim Eintritt nagelte Fenster: es ist einer Großstadt würdig. deutlicher Mobergeruch. Die Dielen zeigen Riffe und Spalten, Holztheile vom Balkenlager abbröckeln. Beschwerde bei Wirthin and Polizei fruchtlos. Die Bewohnerinnen, eine Wittwe nebst Zochter, beren Gesundheit leidet, fuchten vergeblich Hilfe. Proletarierwohnung, die unsere Kontrolleure schildern als Im Hause Briserstraße 1 liegt 5 Treppen hoch eine echte Ja, warum wenden sich denn die Leute nicht an die Sanitäts- Kommission der Polizeilieutenants, Hausbesizer u. f. w. Das ist auch einmal geschehen, freilich bei einem anderen Hause. 3immer str. 37 hat nämlich einer unserer Kontrolleure den Hausbesiger selber um Abhilfe der auf den Klosets herrschenden Uebelſtände gebeten, wobei er erfuhr, daß dieser Hausbesitzer felber Mitglied der offiziellen Sanitäts- Rom Der freie Arbeiter nub der Klassenstaat. Wie ber Braudenzer Gesellige" aus Memel berichtet, ist der Verfuch Brets 1,10 S in's 5 Pig Illuftr Selt 3,30 band= Ungar Music ta ber von etwa 20 Arbeitern eines Kohlenschiffes, durch einen Streit| fammlung auch das Verhalten der Nürnberger Kollegen, welche Besuch der am 4. Dezember stattfindenden Buchdrucker- Bersamar Erhöhung ihres Lohnes zu erzielen, dadurch vereitelt worden, die Brauer bei dem neuerdings ausgebrochenen Streit im Stiche lung, sowie der am 11. Dezember tagenden Krankenkassen: Griche daß die Gefängnißbehörde dem Unternehmer Strafgefangene zur gelassen haben. Der Zentralvorstand wurde aufgefordert, Protestversammlung den Kollegen empfohlen; ferner forderte ber Verfügung stellte. Die Streikenden standen nun von ihrem Plane energisch gegen diese Handlungsweise einzuschreiten. Mit der Vorsigende zum regen Abonnement auf das Organ der Buch ab und baten den Unternehmer um Wiedereinstellung. Dieser Aufforderung, lebhaft für die Organisation zu agitiren, schloß druckerei- Hilfsarbeiter, die" Neue Union", auf. Nach Schluß der verweigerte das vorerst mit dem Bemerken, er wolle zur Strafe" der Vorsitzende die Versammlung. Versammlung folgte ein geselliges Beifammenfein, welches die der Streifer die Gefangenen in Arbeit behalten. Den Arbeitern Mitglieder bis zu frühen Morgen vereinigt hielt. blieb darauf nichts weiter übrig, als den Ersten Staatsanwalt Ju der Versammlung des Verbandes der in der um Zurückziehung der Gefangenen zu ersuchen, was denn auch Rürschnerbranche beschäftigten Arbeiter und In der Mitgliederversammlung der Filiale Berlin geschah, worauf die Arbeiter wieder weiterarbeiten durften. Arbeiterinnen Deutschlands am 21. November verlas des allgemeinen deutschen Tapezirervereinz Die Memeler Schiffsarbeiter werden, sofern das bis jetzt noch der Vorsitzende zunächst ein Schreiben des Pariser Fachvereins, am 28. November hielt Genoffe Folger einen beifällig auf nicht der Fall war, nun wissen, daß sie vom Klassenstaat und worin derselbe mittheilt, daß die Kollegen in Paris den neun- genommenen Vortrag über das Thema„ Wissen ist Macht". An den Parteien, die ihn stüßen, in solchen Dingen keine Förderung stündigen Arbeitstag errungen haben. Diese Nachricht wurde der Diskussion betheiligten sich die Kollegen Krüger, Göschte, ihrer Intereffen erwarten haben. Mögen sie hieraus die mit großem Beifall aufgenommen. In betreff der Berichtigung Dembowski und Engel. Zum zweiten Punkt der Tagesordnung Konsequenz ziehen, indem sie sich organisiren und bei den Wahlen des Herrn Greifenhagen in Nr. 256 des„ Borwärts" wurde betheilte der Kassirer Grimpe mit, daß für die nothleidenden Ham für die Kandidaten der Sozialdemokratie stimmen. schlossen, Herrn Greisenhagen nebst Belastungszeugen zur nächsten burger Kollegen bis jetzt in Berlin 107,60 M. gesammelt worden Mitgliederversammlung einzuladen. Eine längere Debatte ent- feien. Nach den Mittheilungen des Kassirers stehen noch ver Nur 15 vCt. Dividende zahlt, wie die Sachs. Arb.- 3tg." spann sich über die Betheiligung am Begräbnis eines Verbands- schiedene Listen aus; die Inhaber derselben werden ersucht, die meldet, die Leipziger Vereinsbrauerei diesmal an ihre unglück follegen. Es wurde beschlossen, bei solcher Gelegenheit bis 10 M. felben sobald wie möglich entweder beim Kassirer Grimpe, lichen Aktionäre aus. Traurige Weihnachten für diese Aermiten! zu bewilligen und 25 Kollegen zu benachrichtigen, welche am Be- Waldemarstr. 3, auf dem Arbeitsnachweis- Bureau der Lavezirer gräbniß theilzunehmen haben. Nachdem noch seitens des Vor- bei Seidel, Alte Jakobstr. 92, oder bei Frey gang, SchützenSelbst Arbeiterforderungen, deren Erfüllung den Unter- izenden eine Reihe Mittheilungen erstattet waren, erfolgte straße 18-19 abzuliefern. nehmern Kosten nicht verursachen würde, werden von diesen oft Schluß der Versammlung. abgewiefen, lediglich, weil die Bewilligung im Anfange einige Der Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter beschloß in seiner am 28. November abgehaltenen Versammlung m allen gegen neun. Stimmen den Anschluß an den Algemeinen tschen Tischlerverband. Es wurde ferner ein Antrag angenommen, eine Liquidationstommiffion zu wählen. Die Wahl fiel auf die Kollegen Heinrich Groth und Wust row. Ebenso wurde ein Antrag, drei Mitglieder des Vereins zur Uebernahme der Vereinsutensilien und der Gelder zu wählen, angenommen. Gewählt wurden die Kollegen Rob. Schmidt, J. Meyer und Niediger. Danach machte der Vorsitzende noch besonders darauf aufmerksam, daß es Pflicht aller derjenigen Kollegen ist, welche 12 Agitationsmarten in ihrer Starte haben, sofort dem Verein beizutreten. Die Aufnahme ge fchieht unentgeltlich, die Kollegen treten als vollberechtigte Mit Unbequemlichkeiten mit sich bringt. So wurde der Erlaß orts- Der Verein zur Wahrung der Interessen der Stock statutarischer Vorschriften über Einführung wöchentlicher Lohnarbeiter Berlins hatte kürzlich eine Versammlung, in der zahlungen am Freitag, wie er von den Arbeiterver- Sparfeld einen interessanten und lebhaft diskutirten Vortrag tretern des Leipziger Gewerbegerichts gewünscht wird, von der über Produktiv- Assoziationen hielt. In der Versammlung wurde dortigen Gewerbekammer im ablehnenden Sinne begutachtet. Der ferner auf die Gewerbegerichts- Wahlen, sowie auf die für's Ausschuß dieser Unternehmervertretung hält den Erlaß für nicht nächste Frühjahr geplante Arbeitslosen- Statistik hingewiesen. nothwendig. Der vom Gewerbegericht für die Lohnzahlung am Freitag geltend gemachte Grund, daß die Arbeiterfrauen Sonn- Der Verein zur Wahrung der Interessen der Zink abends früh billiger und besser einkaufen können, sei absolut un- gießer und Stürzer Berlins und Umgegend hielt am 22. Nozutreffend. Jm großen und ganzen erfolge die Lohnzahlung vember cr. feine ordentliche Generalversammlung ab. Nach dem wöchentlich, und fü wenige Ausnahmen ortsstatutarische Be Bericht des Kassirers beliefen sich die Einnahmen im letzten stimmungen zu erleliege teine Veranlassung vor. Allzusehr Vierteljahr auf 40,20 M., mit dem Bestand von 79,95 M. find fei der Handwerfertub den letzten Jahren mit neuen Ge- mithin 120,15 M. vorhanden. Die Ausgaben betrugen 5,80 M., glieder ein. fegen bedacht worden, die er erst noch kennen lernen müsse- die als Kassenbestand bleiben mithin 114,35 M. An Stelle der ausLohnzahlungsart fei Sache freier Vereinbarung zwischen Arbeit gelooften Vorstandsmitglieder wurden die Kollegen Herm. Kühn Ju der Versammlung der Filzschuh- Arbeiter und-Ar geber und Arbeitnehmer, die feines Reglements bedürfe im zum 1. Kassirer, Paul Jrrgang zum 2. Kassirer, Richard Gürtler beiterinnen am 28. November hielt Genosse Wach einen Vor übrigen aber feien selbst die Arbeiter über den Werth des Frei- zum 2. Schriftführer, sowie Albert Walter und Karl Lücke zu trag über Kapital und Arbeit. Alsdann theilte Steffen mit, tags als Lohnzahltag sehr verschiedener Meinung. Die Ar- Revisoren gewählt. Im weiteren wies der Vorsitzende auf die daß die Einnahme vom letzten Sommervergnügen 185,95 M beiter haben durch ihre Organe, die Gewerbegerichtsmitglieder, Wichtigkeit der Gewerbegerichtswahlen hin und forderte die tragen hat, die Ausgabe bezifferte sich auf 187,25 M., fodaß ein gerade das Gegentheil fundgegeben, und jede Arbeiterfrau tauft Kollegen auf, sich in die Wählerlisten eintragen zu laffen. Der Defizit von 1,70 M. vorhanden ist. Ausständig sind noch 95 Billets. feit Olims Zeiten lieber am Sonnabend als am Sonntag ein. von dem Kollegen Max Schulz gestellte Antrag, an die Berliner zu Revisoren über diese Abrechnung wurden Valerius Aber die Herren von der Gewerbekammer wissen das natürlich Streit- Kontrollkommission zur Bestreitung der Kosten der Gewerbe- köp nic und Stiegert gewählt. Nachdem noch auf die oder Köpnick alles beffer. Ihr Idol ist das Unternehmerinteresse. Die Juter gerichtswahlen 15 M. zu überweisen, wurde einstimmig an- Delegirtenwahl zur Ortskaffe der Schuhmacher, die am effen der Arbeiter fümmern sie schon nicht, geschweige gar die genommen. Die nächste Versammlung findet am Dienstag, den 12. Dezember stattfindet, aufmerksam gemacht worden war, er Jutereffen der Arbeiterfrauen. 6. Dezember cr., bei Schröder, Reichenbergerstr. 24, statt. folgte Schluß der Versammlung. biag gele über ausi ju Bu r Die Einwohnerzahl Schwedens betrug nach den offiziellen Am 24. d. M. fand eine öffentliche Versammlung der Die öffentliche Versammlung der 5. Gruppe( Tischler, Statistischen Mittheilungen am 1. Januar vorigen Jahres Hausdiener 2c. statt, in welcher der Genosse J. Türk einen Klavierarbeiter, Möbelpolirer, Drechsler u. s. w.), welche au 4 784 981, gegen 4774 409 am 1. Januar 1890. Vortrag über den Werth der Fachpresse hielt. Nach dem Vor- 30. November tagte, fonnte die Tagesordnung:" Wahl der noch trage wurde von dem Kassirer der Preßfommission, sowie von fehlenden Erfaßmänner zum Gewerbegericht", wegen zu schwacher wed Die diesjährige Erute im Königreich Schweden dem Vertrauensmann der Kassenbericht erstattet. Die Verfamm- Betheiligung nicht erledigen. Es wurde beschlossen, daß die hat nach dem„ Reiche anzeiger" in Hektolitern ergeben: Winter- lung ertheilte den Kollegen Kaßler und Plath Decharge, Tischler beauftragt werden sollen, eine Gruppenversammlung in Weizen 1520 900, Sommer- Weizen 86 100, Winter Roggen worauf letterer als Vertrauensmann wiedergewählt wurde. Die fürzester Frist einzuberufen, wo die noch fehlenden Kandidaten 8 206 500, Sommer- Roggen 99 600, Gerste 5 015 300, Hafer Preßtommission legte, da die Zeitung Einigkeit" dem neu zum Gewerbegericht aufgestellt werden sollen. 24 472 200, Kartoffeln 20 931 900, Mengforn 3 303 200, Erbsen gegründeten„ Handelsangestellten" am 1. Oktober Plah gemacht 688 000, Bohnen 85 000, Wicken 304 000. hat, ihr Amit nieder. Zum Delegirten zur Streif- Kontrolltommission wurde der Kollege Ladewig gewählt. Nachdem noch einige geschäftliche Angelegenheiten erledigt und die Kollegen auf die bevorstehenden Gewerbegerichts- Wahlen aufmerksam gemacht worden waren, wurde die Versammlung geschlossen. = = Die öffentliche Zimmererversammlung am 30. November hatte die Berichterstattung über die Verhandlungen in den beiden Organisationen betreffend die Organisationsfrage auf der Tages ordnung. Vor Eintritt in dieselbe machte Kamerad Geffrois bes fannt, daß es einer Reihe fleiner Gewerkschaften nicht möglich sei, selbst ihre Kandidaten zum Gewerbegericht zu wählen; wir wären deshalb genöthigt, noch einen Erfazkandidaten zu be stimmen. Nach einer furzen Distusfion wurde als solcher Kamerad Leonhardt, Antonstr. 34, gewählt. Den Bericht der Verhandlungen über die Organisationsfrage erstattete Kamerab Obst von Seiten des Zentralverbandes. Derselbe führte ans, daß im Verbande eine Resolution angenommen worden sei, welche besage, von der Zentralorganisation nicht abzustehen. Von Seiten der freien Vereinigung erflärte Kamerad Thamm, daß daselbst das Gegentheil beschlossen worden sei, daß aber die freie Vereinigung sich zu gunsten einer Organisation mit Vertrauensmännern auflösen In Frankreich wird der Unternehmer bestraft, wenn er den Arbeiter zwingt, einer beruflichen Organisation fern zu bleiben. In Deutschland kann der Unternehmer das ungestraft thun, trotzdem§ 152 der Gewerbe- Ordnung das Verbot derartiger Arbeitervereine ausdrücklich aufhob, woraus sich für die Volks. Ju einer öffentlichen Versammlung aller in der Glaslogit von selbst ergiebt, daß ein Privatmann es dem Arbeiter erst industrie beschästigten Arbeiter und Arbeiterinnen sprach am recht nicht verwehren darf, sich einer beruflichen Organisation 26. November Frau Ihrer über das Thema: Die Frau früher anzuschließen. Mittels der schwarzen Listen macht das Unter- und jetzt. Es war wesentlicher Zweck dieser Versammlung, die nehmerthum das Koalitionsrecht der Arbeiter aber fortgesetzt in der Glasindustrie beschäftigten Frauen und Mädchen der Or illuforisch. So haben, wie die Salberstädter Sonntags- Zeitung" ganisation zuzuführen. Die Aufmerksamkeit, mit der dem treff mittheilt, die dortigen Handschuh Fabrikanten: 2. Große, lichen Vortrage der Frau Ihrer gefolgt wurde, läßt hoffen, daß Krimmelsbach, Schneemilch, Brauer, Rode, Eitel, Happach dieser Zweck mit der nöthigen Agitation erreicht werde. and Schattenberg gelegentlich des vorjährigen Handschuhmacher- Streifes sich folgendes„ Ehrenwort" abgegeben: In der Generalversammlung des Arbeiter Sänger Wir Handschuh- Fabrikanten verpflichten uns hiermit auf Ehren- bundes am 27. November erstattete der Kassirer Kaiser Be- wolle. Für eine solche traten ferner die Kameraden Ob wort und durch Unterschrift, die von uns gehaltenen Hand- richt. Es ist eine Gesammteinnahme von 3249,80 M. und eine König, Päseler, Runge und Pä hold ein; alle betonend, schuhmacher und Dresseure vom heutigen Tage zu fündigen, Gesammtausgabe von 2247,21 M. zu verzeichnen; es verbleibt daß wir wegen der Verhältnisse unter den Berliner Zimmerleuter sobald dieselben nicht binnen 14 Tagen aus dem Verbande der sonach ein Kassenbestand von 1002,59 M. Der Vorsigende, gezwungen wären, diese Schritte zu thun, nur so würden wir fog. Handschuhmacher- Gehilfen ausgetreten sind." Neben diesem Neumann, erstattete den Jahresbericht und führte folgendes aus: diejenigen, die heute der Organisation fernständen, wieder bewegen Schriftstück hat die Redaktion der Sonntagszeitung" noch eine Am Schluß des ersten Jahres zählte der Bund 142 Vereine; tönnen, zu uns herüber zu treten. Für das Fortbestehen des schwarze Liste im Besit, welche den Handschuh- Fabrikanten aller- aufgenommen sind im Laufe des letzten Jahres 35 Vereine, aus Verbandes traten die Kameraden Gruse, Petermann, orts die Namen der streifenden Gehilfen mit dem Vermerk be- getreten resp. mit andern verschmolzen sind 22; bleibt ein Be Geffrois, Weiß, knüpfer und Eisner ein mit der fannt macht, die auf der Liste Befindlichen bis auf weiteres nicht stand von 173 Vereinen mit ca. 4200 Mitgliedern. Es fanden Motivirung, daß sich die meisten Arbeiter Deutschlands für fefte in Arbeit zu nehmen. Wenn in Frankreich eine neue militärische 8 Ausschußfihungen und 6 Uebungsstunden statt. Die wichtigsten Bentralisation ausgesprochen hätten und die Berliner Zimmerer Institution geschaffen wird, tritt Deutschland mit einer Nach- Beschlüsse des Bundes im Ausschuß sind: Gewährung von nicht isolirt stehen könnten. Es wurde dann ein Antrag, eine ahmung fofort auf den Plan. Schafft Frankreich aber etwas Rechtsschutz( 183,- M.), Ausarbeitung und Beschaffung der Kommission zu wählen, welche die Vorarbeiten zur Gründung Müzliches für die Arbeiter, dann ist das an der Spitze des Notenschule, der Beschluß, wenn Vereine dreimal hintereinander einer losen Zentralisation in die Hand zu nehmen hat, mit drei sozialen Friedenswertes" angeblich marschirende Deutschland im Ausschuß nicht vertreten gewesen, sie nach erfolgter Auf- Stimmen Majorität abgelehnt und bleiben somit beide Organi nicht zu finden. forderung auszuschließen, Wahl einer Textprüfungs- Kommission, fationen bestehen. Ueberweisung der Kompositionen Prüfung an den Dirigenten# Auch einen Arbeiterschuh nennt es die italienische Regierung, wenn sie verbietet, in Fabriken oder Bergwerken Kinder unter neun( 1) Jahren" zu beschäftigen; wenn sie weiter die Arbeitszeit der beschäftigten 9-10 jährigen Kinder auf acht Stunden feftfekt. Versammlungen. Be der Rar b. ( Sc We Gir Ue fre hat Dre eine Lat So Sou Ga Get Lar Be Sch bie Mi gef Ge zeit Ro ein Sam ein Ma bi mc Verband, Einberufung einer Delegirtenversammlung aller Arbeiter- Die Steinmegen hielten am 30. November eine öffentliche Sängerbünde Deutschlands zwecks Herbeiführung einer Noten- Versammlung ab, in welcher der Stadtverordnete Th. Met net gemeinschaft mit denselben. Zum Schluß gedachte Redner der ausführlich erläuterte, wie sich die Arbeiter zu verhalten haben, stattgefundenen Feste des Bundes, welche fiets gut und würdig um sich ihr Stimmrecht für die Gewerbegerichts- Wahlen zu verlaufen sind. In den Vorstand wurden gewählt resp. wieder sichern. In der Debatte wurde von verschiedenen Seiten dem gewählt als Vorsitzende Ad. Neumann und Rob. Meyer Referenten bestätigt, daß Vorstände von Polizeibureaus und Be ( Mariannenstr. 2), als Schriftführer Otto Rasche und Fr. Kortum, zirtsvorsteher zugleich sich geweigert haben, die bekannten For als Rassirer A. Kaiser und Ad. Hübner. mulare zu stempeln. Mezner empfahl, daß man sich in solche Die Drechsler hielten am 27. November eine Mitglieder Aufnahme in die Wählerlisten errichteten Bureaus wende und Falle, ausgerüstet mit den nöthigen Papieren, an die für die versammlung ab, in der zunächst die Kollegen oose, Dost Protest erhebe. Die Aufnahme in die Liste werde dann dort er Der Bauarbeiter Verein der Rosenthaler Vorstadt Wagner, Heinze, Müller, Barth und Bruckner in folgen. Weiter ließ man sich aus über die Innungsverhältnisse. e hielt am 20. November seine Versammlung ab. Zunächst wurde die Statutenberathungskommission gewählt wurden. Die Wahl Man kam hier zu dem Hesultat, daß eigentlich niemand wiffe, Die Abrechnung vom August verlesen und für richtig befunden. eines Mitgliedes der Rechtsschußkommission fiel auf den Kollegen ob ein Jnnungs- Schiedsgericht bestehe oder nicht. Wenn es doch Ins Festfomitee zum Wintervergnügen wurden darauf die Herren Sohn. Das Amt eines Kontrolleurs übernahm Loose. der Fall sein solle, entspreche es nach Lage der Verhältnisse Deich, Alter, G. Schulz, Wießner, Genz, Kritsch, Bruckner verlas darauf einige Punkte aus der dies- nicht den gesetzlichen Anforderungen; diejenigen Steins Kleinert, Gaarmann und Kersten gewählt. Zum jährigen Statistik und knüpfte daran die Mahnung an die meßen, welche bei Junungsmeistern arbeiteten, hätten Sch luß tadelte Wallenthin das Verhalten der Ortskassen Kollegen, sich hinfort fleißiger an derfelben zu betheiligen. Nach also feine Ursache, sich nicht an Aerzte den Kranken gegenüber und empfahl den Anwesenden, für Erledigung diverser innerer Angelegenheiten wurde die Ver- allgemeinen Wahlen zum Gewerbegericht zu betheiligen. Nach den öffentlichen die fre ie Aerztewahl einzutreten. Die nächste Versammlung findet sammlung geschlossen. Erledigung dieser Angelegenheit lag es den Versammelten ob am 25. Dezember statt. Eine öffentliche Versammlung der auf Holzplähen gleich den Kollegen anderer Städte einen Ort für den nächsten Eine Mitgliederversammlung des Allgemeinen Inter- und in Holzbearbeitungsfabriken beschäftigten Arbeiter tagie Steinmeh- Kongreß vorzuschlagen. Nach lebhafter Diskussion ents stützung svereins der Töpfer Deutschlands tagte am 20. No- am 27. November in Nixdorf. Nachdem Genosse Stabernack schied sich die Mehrheit der Anwesenden für Frankfurt. Dam vember. Kollege Babiel hielt in derselben einen interessanten einen beifällig aufgenommenen Vortrag über die heutige Arbeits- beschloß man, die Sammlungen zum Generalfonds für die Zeit Vortrag über das Thema: Schädliche Wahrheit oder nüglicher losigkeit gehalten und verschiedene Redner die Ausführungen von Weihnachten bis zum 1. März auszusehen, da die Arbeit für Irrthum". In der Diskussion sprach Kollege Jakobey den dieses Genossen ergänzt hatten, wurde eine Resolution an- losigkeit unter den Steinmetzen im Winter zu groß sei. Einige Wunsch aus, daß derartige Vorträge möglichst oft auf die genommen, in der die Versammlung sich für eine gesetzliche Ver- Redner rügten die mißlichen Verhältnisse auf dem Platz von Wimmel. Es werde daselbst zum Theil bedeutend unter dem Tagesordnu ng fommen möchten, um das Wissen der Kollegen zu fürzung der Arbeitszeit aussprach. Tarif bezahlt. Bevor die Versammlung schloß, forderte der Ver erweitern. Hierauf wurde Kollege Weber zum 4. Raffirer geDer Interessenverein der Buchdruckerei- Hilfearbeiter trauensmann die arbeitslosen Berufsgenossen auf, sich zahlreich au wählt. Betreffs Regelung der Wanderunterstützung beschloß man, die nächste öffentliche Töpferversammlung abzuwarten, und dann von Berlin und Umgegend halte am 27. November melden, wenn im Anfang des nächsten Jahres die Arbeitslosen die Regelung dem Vorstande zu überlassen. Hierauf wurde der eine Bersammlung. Bei Eröffnung derselben kritisirte der Vor- statistik für Berlin aufgenommen werden solle. Ausschluß der drei Ausschußmitglieder beschlossen. Nachdem die fißende den schwachen Besuch und tadelte namentlich, daß die öffentliche Versammlung den Bruch mit den deutschen Kollegen Kollegen der Offizin Max Bading, die doch am ehesten dem beschlossen hat, wird die Wanderunterstüßung seitens der Filiale Verein gegenüber ihre Pflicht erfüllen sollten, durch ihre Ab- und Diskutirklub" Hasen clever" einberufene Versammlung vom 1. Dezember ab in der Rosenstr. 30 bei Wernau statuten- wefenheit den Mitgliedern ein recht beschämendes Beispiel ge- für Männer und Frauen statt. Nachdem Genosse Türk über das geben hätten. Hierauf erstattete der Vorsitzende über die Ver- Thema: Die Hervorbringung und Vertheilung der Werthe in der mäßig zu jeder ageszeit ausgezahlt werden. einigung, sowie über die Gewerbegerichts- Wahlen einige Mit fozialistischen Gesellschaft" gesprochen hatte, wurden 11 Personen In der Versammlung der hiesigen Filiale des Zentral theilungen. Der sodann vom Kassirer erstattete Bericht ergab meist weiblichen Geschlechts, in den Verein aufgenommen. vereins deutsches Böttcher, welche am 20. November tagte, mit dem 46 M. 81 Pf. betragenden Bestand vom vorigen theilte der Vorsitzen de mit, daß auf die Aufforderung an die Quartal eine Einnahme von zusammen 237. 41 Pf. Diesem Die Freie Vereinigung der Bau- und gewerb fein Brauereien, in anb etracht der großen Arbeitslosigkeit hier am gegenüber stellte sich eine Ausgabe von 154 M. 96 P., sodaß ein lichen Hilfsarbeiter von Schöneberg hielt am Ort den Bedarf an Fässern nicht auswärts, sondern hier zu Baarbestand von 82 M. 45 f. vorhanden ist. Nachdem die 20. November ihre regelmäßige Mitgliederversammlung ab, in decken, erst wenige Brauereien geantwortet hätten. Es wurde Revisoren den Bericht bestätigt hatten, wurde dem Kassirer der Behrend unter lebhaftem Beifall aus der Broschüre von beschlossen, diese Angelegenheit der Vergleichskommission zur Decharge ertheilt. Der Vorsitzende gab sodann noch bekannt, Nieuwenhuis„ Die Bibel" eine Vorlesung hielt. Die Versamm weiteren Durchführung zu überweisen. Hierauf wurde lebhaft daß seitens des Vorstandes die nöthigen Schritte eingeleitet lung schloß mit einem Soch auf die Sozialdemokratie. Von der getadelt, daß in den Hei, teren Orten sich die Kollegen kaum um würden, um dem Aufruf der Hamburger Kollegen, betr. Herbei- legten Berloosung her ist noch der auf Nr. 14 gefallene Gewing, die Organisation befümr nerten. Sehr scharf kritisirte die Ver- führung einer Zentralisation, stattzugeben. Es wurde noch der ein Bild, bei P. Schröder, Koloniestr. 148, abzuholen. Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. In Neu- Treptow fand am 27. November eine vom Lefe die bie De a mi bec wi au der mi er