Mr. 287. Erfcheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Biertelfährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 t, wöchentlich 28 Bfg. fret in's Saus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit luftr. Sonntags: Beilage Neue Belt" 10 Pig. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartat. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Musland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. ta der Post- Zeitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder beren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 fa Inferate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Fefttagen bis 9 Uhr Bor: mittags geöffnet. ernfpred- Auflug amt I, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Parteigenossen! Mit dem Abschlusse der nachstehenden Quittung hat der bisherige Kaffirer der Partei, Auguſt. Bebe 1, sein Aunt niedergelegt und dasselbe auf den neugewählten Kassirer Albin Gerisch Mittwoch, den 7. Dezember 1892. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Genossen von Goldlauter- Heidersbach 15,-. 5. Berliner Wahl- Leute, die geprellt worden sind, denn die kundigen Großfreis 200,- Rontobuch- Fabrit Kochstraße, Berlin 4,-. Magde spekulanten und Börsenbankiers, welche die Sache in Szente burg, durch C. 2. 2,65. 5. Berliner Wahlkreis 60,-. Gesang setzten, haben, wenn sie nicht Idioten sind, reichlich Gelegen vereine Lorbeerfranz und Liederluft Berlin 60,-. Vom Norddeutſchen Werbamosfest per Stip in boerenheit, die Lockmillionen, die sie zur Nasführung der„ Dummen" 50,- Eutlingen bei Pforzheim 10,-. Von den röthlichen Ferien- auf dem Papier zur Schau stellen, rechtzeitig wieder einzutolonisten Spremberg 6,- Werfftatt Johanns, Gr. Bleichen 33, sacken, und zwar verstärkt durch drei und zehnmal so viel Hamburg 7, Ueberschuß von der verbotenen Fahnenweihe Millionen der„ Dummen", die reich werden wollte, und libertragen. Es sind deshalb von jest ab alle Geldfendungen Langenberg( Reuß) 50,- Gesammelt auf einer rothen Hochzeit nur die koupon- und beutelschneidenden Millionäre noch oder Anfragen, welche sich auf Raffenangelegenheiten beziehen, in Flingen bei Düsseldorf 1,50. N., Berlin 7,- Bon 3 Knopf- reicher gemacht haben. beziehen, arbeiterinnen Berlin 4,-. Partie- Ueberschuß des Vereins der Man schäßt die Zahl derer, die in Frankreich durch Gastwirthe Berlins 4,-. Hamburg- Eilbeck, Hasselbrofstraße, den Panamafchwindel ganz oder theilweise um ihre SparOppermann's Bau 7,-. Hamburg, vom Bau der neuen pfennige gekommen find, auf zwei Millionen. Und dieser Kuppel, Alsterweg 20,-. Berlin, die rothen Buchbinder Umstand erklärt es, wie die Entrüftung der Ingrimm über in der Grünstraße 5, Hof i. B. 7,-. Spandau, Juliusthurm 10,-. Von den rothen Brüdern Froben den gigantischen Milliardenbetrug so elementar- gewaltig Die Genossen werden dringend ersucht, auf diesen Adressen- traße 3,-. Von 2 Pußern und 1 Schneider 3,-. Dresden werden konnte, daß der Kapitalismus, trotz seiner une edfel genau zu achten und bei ihren Sendungen sich danach Piefchen von einigen Dresdener Porzellinern 5, Heinsberg geheueren Machtmittel, troß seines fast schrankenlosen Eingef. bei einer Geburtstagsfeier im Bergteller 14, fluffes auf die Presse, nicht im stande gewesen ist, den An1. Hamburger Wahlkreis 3000,- Barmbeck, Liedertafel sturm gegen die Schuldigen zu verhindern und abzuweisen. Fröhlichkeit von 1889 19,-. Guttenberg Berlin 100, Alle Versuche, die öffentliche Meinung irre zu führen, den IV. Berliner Wahlfreis Often 500,-( darunter 36 M. Ent- Born des Voltes zu entwaffnen oder von den Schuldigen ab behrungslohn von Saate und 6 M. Entbehrungslohn von Bolze, zulenken, sind mißlungen; und, wird die Untersuchung auch 20,85 Bau Charlottenburg, Cormastraße). H. E. Berlin 3, H. E. Berlin 3,-zulenken, ausschließlich an Albin Gerisch, Berlin SW., Kaybachstr. 9, 1 Treppe ju richten. Bu richten. Mit sozialdemokratischem Gruß Berlin, den 6. Dezember 1892. Der Parteivorstand. Quittung. i. S., Zantes Geburtstag Weglar 2,25. Finsterwalde 20,60. nicht die volle und ganze Wahrheit an den Tag ziehen, so ( Darunter 5,60, gef bei einem gemüthlichen Beisammenfein bei ist doch jetzt schon für Jeden der Augen hat zu sehen und dem dicken 3.). II. Berliner Wahlkreis 565,95. VI. Berliner Ohren zu hören, die Thatsache festgestellt, daß die ganze Wahlkreis Rosenthaler Borstadt 26,50( darunter 6,50 von den kapitalistische Bourgeoisgesellschaft bis schlafenden Zöpfern, 20,- Klub Weiße Wolfe). Gesammelt in die obersten Regionen hinauf die hohe Finanz" bei der Geburtstagsfeier des rothen Bertram Berlin und die hohe Politit" in brüderlichem Bund, Regierung, Fäulniß überall. Im Monat November gingen bei dem Unterzeichneten ein: 2, Gravenstaden im Elfaß 1,20, Wurzen 10, hehoe die Sterne des Millionärhimmels, und die Götter des polis. a) in freiwilligen Beiträgen: 100 Mart. IV. Berliner Wahlkreis S.D. 548,75 Mart.( bar- tischen Olymps- baß fie alle, alle in dem Sumpf der Brüdern 3,25. Buzertolonne Adlershof 3,20. Von den Malern Damm 2Freiburg i. B. 20,-. Grimmen, gesammelt von 8 rothen unter: Görlitzer und Corcuer de 25 m., Rottbuferder Köhler'schen Werkstatt, Bau Stubenrauchstraße, Berlin 4,20, Gytra- Einnahme von Joel 10 ,, Fellerfammlung Rorruption gewatet haben, wenn auch nicht alle von den Ramena i. 6. 15,-. Bremerhaven, z. Andenten 1,10. Wattenscheid III. Berliner Wahlkreis 200, 34,60 m.), Liebesfreiheit Berlin 8,-, goldenen, Früchten des Giftbaums, der in diesem Sumpfe gingen aus Berlin ein zu riesigem Umfang emporgewachsen ist, persönlich genossen 3. b. bewußten Rothen 8,80. Dr. S. A., Berlin 20 Berden vom Teufel 5, Ungenannt-, 00. Die Proletarier bei Hey- haben mögen. Fäulniß in der Gesetzgebung, Fäulniß in der ( Bannover) 30,- Von den Zigarrenfortirern der Firma Gebr. feldt, Alexandrinenstr. 12, 40,-. Rollerlohn 30,-. Von Gruft Wendiner, Ohlau i. Edhl., 9,05. Wilmersdorf, Grundstein zur Rogge und Kollegen 15,50. Pfropfenverein Webbing 3,40, Ginigkeit 2,60. Wüftewaltersdorf i. Schl. 25,- Karlsruhe, 3. t. 2, Ueberschuß der Musiker Berlin 78,20. 6. Berliner Ueberschuß vom Wahren Jakob" 8,-. III. Hamburger Wahl- Wahlkreis, Oranienburger Vorstadt 193,10( darunter 15,- Leje freis 8000,- Von der rothen Holzauktion zwischen Bremer flub Neue Zeit" und 1,40 Gefangverein„ Steinnelle"). haven und Bremen 11,60. Freiberg i. Sachs. durch O. B. 5,-. Pforzheim, von den Genossen an der Werderbrücke 7,15. Dresden N. Der schöne Karl 10,-. Geeftemünde, gefam, bei einer Geburtstagsfeier von den luftigen Brüdern 6,85. 450, Löbau i. Sachs. Proletarierhochzeit 1,25. Brandenburg gej. Hochzeit der rothen Puppe 3,-. Krefeld gef. bei einer fidelen| Hochzeit 5,60. Gaarden Kassel von einem Pessimisten 15,-. Rielvon dem unter dem Sozialistengesetz aufgelöften Schiffsbau- Verein 35,20. Forst i. 2. 100. Andrees B. 20,-. Lambrecht Berlin, 11 ( darunter Laub'scher Frankeneck 1,-). Ueberschuß vom Erntefest in Rümpel's Partschloß, nasses Dreied 10,-. Die Neumünster, gesammelt durch colhen Geburtstagskinder in der Vigelinstraße 5, b) Für Mdifestzeichen: Goslar 23,50. Bayreuth 25,-. Stralsund 5- Leipzig Charlottenburg 10,-. Berlin W., den 5. Dezember 1892. Für den Parteivorstand A. Bebel, Groß- Görfchenstr. 22a, Fäulnik. Ronfervative, Klerifale, Antisemiten, Boulangiften, die ReUnd alle bürgerlichen Parteien, alle ohue Ausnahme, publikaner und bürgerlichen Demokraten der verschiedenen Schattirungen- alle haben sie in dem Sumpfe gewatet, alle stehen und stecken sie in dem Sumpf. Außerhalb dieses Sumpfes, auf festem, felsigem Grund seitab steht nur eine Partei, die sozialistische, und hinter ihr in dichten Schaaren das Proletariat und die übrigen gesunden Elemente des Staats, die noch nicht an gefressen sind von dem Krebs der kapitalistischen Spitzbubenpraxis und Spitzbubenmoral. Eine herrliche Gelegenheit für unsere französischen Ge nossen! Und eine herrliche Gelegenheit für uns! Denn, wie Minden, von einer Hochzeit in Hansberge 2,- Dresden, Der Panamaskandal hat in Frankreich die weitesten der Kapitalismus international ist, so ist es auch die gef. v. d. rothen Lithographen und Steindruckern zu Senefelder's Boltskreise bis in die tiefsten Tiefen aufgerührt und auf Fäulniß des Kapitalismus, so sind es auch seine Praktiken. Geburtstag im Café König 5,-. Dresden- 3schiedge rothe Hochgerüttelt. Von den zehn Milliarden- zehntausend Die Bochumerei" unserer pharisäerhaft auf ihre Sittenzeit durch 8. M. 2,80. Solingen, gef. v. d. loftigen Lött bei Millionen Franken Roloff 3,30. Pforzheim, von den Genossen im Thal 10,-. Berlin, -die das Schwindelunternehmen ver- reinheit pochenden deutschen Bourgeoisie, die Schienenin hat, ftaminen mindestens zwei Drittel aus fran- flickereien, die Bismarck'sche Depeschenredaktion- das ist fammelt bei einer silbernen Hochzeit 1,50. gülchow, gef. auf 3öfifchen Taschen. Und, wie bei allen derartigen Unter dieselbe Spizbubenpraxis und Spizbubenmoral, wie der einer rothen Hochzeit 3,20. Genossen im Kreis Effen 100,- nehmungen, sind es die kleinen und mittleren Helden des Panama- Riesenstandals. Feuilleton. Madbrud verboten.) Bel- Ami. [ 31 als wäre frühzeitig ein Trauerschleier auf den Sterbenden brett und sah, wie der Vollmond, der wie eine riesige gefallen. Nur das Fenster blieb noch sichtbar und in seinem Lampenglocke am Himmel hing, sein faltes, unbestimmtes helleren Viered zeichnete sich der unbewegliche Schattenriß Licht auf die weißen Mauern der Villen warf und auf das der jungen Frau ab. friedliche Meer zitternde Lichtschuppen. Forestier fragte gereizt: Bringt man heut überhaupt noch eine Lampe? Das heißt nun Pflege.". Der Schatten am Fenster verschwand, und man hörte den hellen Tou einer elektrischen Glocke durch das Haus flingen. Roman von Guy de Mannffant die auf he orpoistern ruhten, als wenn er auf ihnen Kamin. Raftlos bewegten, wie Finger seiner beiden Hände, machte, waren noch schrecklicher, als seine Worte, weil sie Diner hinunter?" fragte Frau Forestier ihren Gatten. pielte. Und die Pausen, die er beim Reden Bald erschien ein Diener, und setzte eine Lampe auf den Willst Du Dich niederlegen, oder kommst Du zum Jch tomm' hinunter", murrte er. Er suchte nach einem Vorwand zur schleunigen Abreise und entwarf allerhand Pläne. Wie wäre es, wenn er von einem Telegramm des Herrn Walter sprach, das ihn sofort nach Paris rief? " Als er aber am nächsten Morgen erwacht, erschienen ihm diese Fluchtpläne doch schwer durchzuführen. Frau Forestier würde sich durch seine Ausflüchte nicht täuschen lassen und so fonnte er durch seine Feigheit leicht jeden Lohn für seine Dienstwilligkeit verlieren. Ach was," sagte er sich schließlich), ,, es ist ja dumm, aber es hilft eben nichts. Es giebt eben Und die drei warteten fast eine Stunde noch still auf unangenehme Tage im Leben. Lange kann es schließlich ja die er wenige Wochen zuvor zu ihm gesagt hatte: das Mahl. Zuweilen sprach irgend einer ein Wort, ein doch nicht dauern." die Hände ausstrecken möchte, um ihn zurückzustoßen.... überflüssiges, banales Wort, als drohte Gefahr, geheimniß- Ein blauer, füdlicher Himmel sah zum Fenster hinein, volle Gefahr, wenn ihr Schweigen zu lange währte, als der das Herz mit Freude erfüllt. Duroy spazierte aum, Meer Ueberall entdecke ich ihn.... Der Wurm, der auf dem könnte die Luft des Zimmers sonst erstarren, in dem der hinunter, denn er dachte, daß er Forestier noch immer fühlen ließen, an welch fürchterliche Dinge er dachte. fielen die Worte Norbert's von Varenne ein, Duroy Jetzt begriff sehe ich den Tod so nahe vor mir, daß ich oft Endlich war das Mahl bereit. Es schien Duroy un endlich lange zu währen. Keiner sprach ein Wort, jeder aß schweigend und zerkrümelte dann Brot mit den Finger Der Diener wartete auf, er tam und ging gespizen. räuschlos, denn da Charles das Knarren der Stiefelsohlen nicht vertragen konnte, mußte er Filzpantoffeln tragen. Bege zertreten ist, die fallenden Blätter, das erste weiße Tod umging. Haar, das ich in Bart eines Freundes entdecke: es zerreißt mir das Herz und ruft mir zu: Da ist er!" Damals hatte er die Worte nicht verstanden, jetzt aber er fie, als er Forestier sah. Eine schreckliche Angst, wie er sie noch nie empfunden, überfiel ihn, als sähe er dort den häßlichen Tod selber so nahe sihen, daß er ihn mit Auf dem Stuhl, wo der Kranke mühsam nach Athem vang, feinen Fingern hätte berühren können. Nur das scharfe Ticktack einer Schwarzwälder Uhr störte mit seinem mechanischen, regelmäßigen Geräusch die mit dem nächsten Zuge nach Paris zurückgekehrt. Wenn| Am liebsten wäre er aufgestanden und fortgelaufen und Stille. er das hätte ahnen tönnen, wäre er gar nicht gekommen. Sobald das Mahl vorüber war, zog sich Duroy unter dem Vorwand ermüdet zu sein in sein Bimmer zurück. Die Nacht hatte sich jetzt über das Zimmer gebreitet, Dort stützte er sich mit dem Ellenbogen auf das Fenster zeitig genug im Laufe des Tages zu Gesicht bekommen würde. Als er zum zweiten Frühstück zurückkam, sagte der Diener zu ihm: Der Herr hat schon zwei oder drei Mal nach Ihnen gefragt, Herr Duroy. Würden Sie wohl die Güte haben, zu ihm zu kommen?" Er ging hinauf. Forestier schien in einem Lehnstuhl zu schlafen. Seine Frau lag auf dem Sopha und las. Der Kranke hob den Kopf." Nun, wie geht's?" fragte Duroy." Du siehst ja heute viel frischer aus." " Ja, ich fühle mich wohler," flüsterte Forestier, und viel kräftiger. Jß nur rasch mit Madeleine. Wir wollen einen Ausflug im Wagen machen." Petitionen an den Reichstag Politische Ueberlicht. Berlin, den 6. Dezember. Dem preußischen Abgeordnetenhause ist heute ein Gesekentwurf über die Gehaltsaufbesserung der 3oltsschullehrer zugegangen. die bürgerliche wie die foziale, auf ihr Kerbholz schreiben tönnen. Bekanntmachung. Dieselbe Jin Verfolg der Verfügung des fönigl. Eisenbahn- Betriebs amts Brieg- Liffa vom 9. November 1877 c 17 926b, und vo 26. März 1888 CI 1461 fb, wird hierdurch folgendes befiimmt: Sobald das umräumen von Kohle, von einem Lokomotiv tender auf einen anderen, oder das Abladen von Betriebskohle oder von Koats, erforderlich wird, sollen von jetzt ab diese Arbeiten nach Schluß der Arbeitszeit von denjenigen Maschinenpuzer ausgeführt werden, welchen am Sonntage vorher freie Sonntag, unter Gewährung ihres Zagelohnes, bewilligt Das erste Verzeichniß der bei dem Reichstage eingegangenen Petitionen umfaßt 2858 Nummern. Auf die Zulassung der Zur Sozialreform des Staates. Eine Eisenbah Frauen zum Studium beziehen sich allein 1264 NumDer Gefehentwurf über die Menderung des Berfügung, welche von der Breslauer Volfswacht" mit mern; der Berein Frauenbildungs- Reform" zu Weimar ver- Wahlrechts in Preußen liegt nach den„ Berliner getheilt wird, liefert einen Beitrag, der die Sozialreform" langt die Zulassung der Frauen zum Studium der Medizin und Politischen Nachrichten" bereits den Staatsministerium besser als ein bändereicher Kommentar beleuchtet. Philosophie; der Vorstand des Allgemeinen deutschen Frauen- vor. Das Dreitlassen- Wahlsystem wird in demselben bei: lautet: vereins( 1252 Petitionen mit 54 766 Unterschriften) und Frau behalten. Mathilde Schäfer zu Leipzig und Genossen( 252 Unterschriften) bitten, die Frauen zum ärztlichen Studium an den deutschen Universitäten zuzulassen und ihnen die Ausübung des ärztlichen Berufs zu gestatten. Neber 500 Petitionen sind auf Aufhebung des Impfzwang 3 gerichtet. Won ehemaligen Militärs und Invaliden find über 200 Petitionen eingegangen, Die Statistik der Analphabeten giebt nur einen sehr Die sich auf die Invalidenpension beziehen. Ein Theil der unzutreffenden Maßstab für die Volfsbildung. Mühselig schreiben Vetenten bittet, allen in ihrer Gesundheit geschädigten ehemaligen und Lesen oder auch nur seinen Namen schreiben zu können, Soldaten, welche die Kriege 1866 und 1870/71 mitgemacht haben und ist noch kein Zeichen auch nur der geringsten Bildung. Man theilweise noch nicht als Invaliden anerkannt sind, eine Jnvaliden pension, resp. eine Erhöhung derselben zu gewähren; eine An- liebt es, in der Abnahme der Analphabeten einen ungeheuren zahl Kriegsinvaliden bittet um Aufbesserung ihrer Pensionen, Fortschritt zu erblicken. Das foeben ausgegebene vierte Versorgung ihrer Wittiven und Waisen, Entschädigung für Nicht- eft der Vierteljahrshefte zur Statistik des deutschen Reiches benutzung des Bivilverforgungsscheines und erneute Brüfung der giebt über die Ergebnisse der Rekruten- Prüfungen im deutAnsprüche derjenigen Kombattanten, deren Invalidität sich erst später schen Reiche die Nachweise für das Ersatzjahr 1891/92. herausgestellt hat, die aber keine Pension beziehen; ferner wird Danach hatten von den 184 382 Refruten, welche in die gebeten, ben militärpenfionsberechtigten Zivilbeamten die Militär Armee und Marine eingestellt wurden, 179 886 Schulbil vension neben dem Zivileinkommen zu gewähren. Gine Anzab! dung in deutscher Sprache, 3672 Schulbildung nur in Betitionen verlangt Einschränkung der GewerbeFreiheit, des Haufirhandels, der Abzahlungsgeschäfte, ber fremder Sprache und 824 waren ohne Schulbildung, d. h. Ausverkäufe, Verbot des Handelsbetriebes durch Detailreisende; folche, welche in feiner Sprache genügend lesen, oder ihren Mit den Wohlthaten des Staates hat es dieselbe Be eine Anzahl Petitionen erfucht wiederum, von jeber Be Vor- und Familiennamen nicht leserlich schreiben konnten. wandtniß, wie mit denen der oftpreußischen Junker. Fü schränkung des Sausirgewerbebetriebes Abstand zu nehmen. Ein In Prozent der Gesammtzahl aller Eingestellten betrugen die Wohlthaten der letzteren hat der Bolksmund das Sprüch Innungsverband will Einführung des Befäbigungs- diejenigen, welche weder lesen, noch ihren Namen schreiben wort gefunden:" Der liebe Gott wird es bezahlen und die achweises. Eine Anzahl Petitionen richten fich gegen fonnten, ganze Maffe anderer Wünsche sind gleichfods Gegenstand von Peti12 19 # 1882/83 1,82 1883/84 1,27 1884/85 1,21 1885/86 1,08 1886/87 0,72 1887/88 0,71 1888/89 0,60 1889/90 0,51 worden war. Nach den vorstehenden Verfügungen foll nur denjenigen Maschinenpuzern monatlich ein freier Sonntag oder Feiertag bewilligt werden, welche im Tagelohne arbeiten und welch zeitweise zu Ueberstundenarbeiten herangezogen werden müffen ohne daß denselben die Ueberstunden in Rechnung gestell werden, was überhaupt nicht geschehen darf. Breslau, den 17, November 1892. Die Betriebs Werkstätte. ( Name unleferlich.) B. W 6770. NO 1 Großmutter wird es abspinnen." Dem Maschinenpuzer 1890/91 0.54 wird der freie Sonntag nicht geschenkt; der Staat begnüg 1891/92 0,45 fich, auch wo er christlich" wire, nicht mit dem Gotteslohn sondern läßt den Arbeiter den freien Sonntag in Ueber stunden" abarbeiten. 11 die Sonntagsruhe im Handelsgewerbe und ver im Erfabjahre 1881/82 1,54 Yangen Erweiterung der Verkaufsstunden; die Kreissynode Pr. Cylau wünscht dagegen die Sonntagsruhe ouch auf das Schaufgewerbe auszudehnen. Die Aufhebung des Jesuitengefeges wird in mehreren Petitionen verlangt, wogegen der Superintendent Heußner zu Siegenhain und der Von dem Durchschnitt von 0,45 pet. entfernen sich am Stadtrath zu Lommaßsch die Beibehaltung des Jesuitengesetzes meisten die Ostprovinzen, in denen der preußische Junker verlangen. Gegen die Thiermißhandlungen, wie sie in der Träger der Kultur ist. So weist der Regierungsbezirk lands noch immer untersagt. Ob die gegenwärtig de Das Franenstudium ist an den Universitäten Deutsch dem berüchtigten Di stanaritt vorgekommen sind, wenden sich Marienwerder 3,74 pct. Analphabeten auf, Posen 2,85, Reichstage vorliegenden Petitionen von mehr als 50 000 anehrere Thierschutzvereine. Die Revision des uvali Oppeln 2,09, Gumbinnen 1,82, Rönigsberg 1,42, Bromberg Frauen den Erfolg haben werden, ihnen wenigstens bal bitäts- und Alters- Bersicherungsgefeßes roird 1,33, Danzig 1,24. Und dabei herrscht der allgemeine medizinische Studium und den ärztlichen Beruf zu e mehrfach verlangt. Mehrere Petitionen wollen eine Untersuchung Schulzwang! der rabbinischen Gefehbücher des Judenthums. Eine fchließen, ist mehr als zu bezweifeln. Wie lebhaft abe Honen. Zum Schluß fei hier noch erwähnt die Betition von Max Unterstützung der Deutsch- Freisinnigen im Reichstage den ist, zeigen die Hochschulen der Schweiz. Die schweizerische Die Abgg. Goldschmidt und Dr. Hirsch haben mit bas Bedürfniß der Frau, auch diese Bahn fich zu eröffnen einer Entschädigung für die Nachtheile, welche er durch seine auf Antrag wieder eingebracht, den Art. 61 des Allgemeinen Universitäten und Akademien zählten im Winter 1891/92 Grund bes Sozialisten gefeges erfolgte Ausweifung Deutschen Sandelsgesetzbuches in nachstehender nach einer eben erschienenen Statistik 3152 Buhörer, worunter 432 weiblichen Geschlechts. Die weitaus be aus der Stadt und Amtshauptmaanfchaft Leipzig erlitten hat, Weise zu ändern: bittet. Der Betent mag fich mit seinen vielen Leidensgenoffen Das Dienstverhältniß zwischen dem Prinzipal und dem fuchtesten Universitäten waren Genf, Zürich und Bern, und trösten. Der Mann dessen Gewissen nicht vor der Emfer Depeschen Handlungsbiener fann von jedem Theile mit Ablauf eines zwar am besuchtesten von beiden Geschlechtern. Das Studium fälschung zurückbebte, fcheute auch nicht davor zurück, das Attentat jeden Kalender Vierteljahres nach vorgängiger sechswöchentlicher des weiblichen Geschlechts war ganz überwiegend Philosophic bes Nationalliberaien Dr. Nobiling zu einem Attentat gegen die Kündigung aufgehoben werden. Ist durch Vertrag eine kürzere Diese Wissenschaft trieben 254 Studentinnen; 170 studirten Sozialdemokratie auszubeuten. Die herrschenden Klassen haben sich oder längere Zeitdauer oder eine fürzere oder längere Kün- Medizin, acht Rechtswissenschaften. Theologie studirte keine 3 Erben der Bismarc'schen Anschläge gemacht und die Berants digungsfrist bedungen, so müssen sie für beide Theile Von den Hörern famen 886 aus dem Auslande, darunter wortlichkeit für dieselben übernommen. Eine freiwillige An gleich fein. Bereinbarungen, welche dieser 219 Damen. Das Hauptkontingent der Ausländer stell erkennung ihrer Schuld, ein Bußbekenntniß von ihnen zu ver Bestimmung zuwiderlaufen, sind nichtig. Tangen, heißt ihnen zu viel zumuthen. Die Forderung des Genoffen Beim Abgange können die Handlungsgehilfen ein Zeugniß Stephan hat alfo zu warten, bis auch noch andere Schulden ber herrschenden Klaffen getilgt werden. Was wird das Schicksal fast all dieser 2858 Betitionen sein? Wie viele von ihnen werden auch nur von der Petitionstommission beachtet werden? Db einige von ihnen im Reichstage felbft überhaupt zur Sprache gelangen werden? Der Reichstag hat wenig Zeit zur Boltsvertretung. Seine Zeit ist vollauf in Anspruch genommen, wo es gilt, bas Bolt zu belasten oder die Gesetzgebung zurückzuführen auf die Pfade, auf welche alle Dimfelnänner eingelenkt wünschen. Es wird schon als etwas Besonders angefehen, daß der Reichstag fich wie der preußische Landtag einen fogenannten Schwerinstag) für die Anträge aus seiner Mitte vorbehalten hat. Wochen hindurch werden ihn vorerst die Militärvorlage, die neuen Steuergesetze, die lex Heinze, das Trunk suchtsgesez und Gefehe ähnlichen Kalibers beschäftigen, und er dürfte faum dazu gelangen, einige aus der eigenen Mitte hervorgehende Gefeßentwürfe zu erledigen, was übrigens auch lein weiteres Resultat haben dürfte, als daß der Bundesrath sich begnügt, von ihnen Kenntniß zu nehmen oder ihnen keine Folge zu leisten. Was wird mit den Petitionen? Unter ihnen sind sehr schwerwiegende, die wohl würdig wären, von der Boltsvertretung eines Kulturstaates eingehend berathen zu werden. Aber woher foll der Reichstag die Zeit nehmen? Wohl gäbe es dazu ein einfaches Mittel! Die Vorlagen der Regierungen mögen warten. Das Bolt hat keinen Schaden, wenn es mit den neuen Regierungsvorlagen etwas später beglückt wird. Der Reichstag ist es dem Wolfe und seiner eigenen Würde schuldig, fich nicht blos im Schlepptau der Regierung zu bewegen, sondern die Bolkswünsche, welche die Regierung nicht aus eigenem Antrieb berücksichtigt, felbständig zum Ausdruck zu bringen. " So genannt nach dem Grafen Schwerin, auf deffen Antrag im preußischen Abgeordnetenhause beschlossen wurde, einen Tag in der Woche für die Anträge aus dem Hause und die zur Plenarberathung tommenden Petitionen vorzubehalten. Als die junge Frau mit Duron allein war, sagte fie: So ist er nun! heut glaubt er, er ist gerettet. Seit heut morgen schmiedet er Pläne. Wir sollen sofort am Golf Juan Fayencen für unsere Wohnung in Paris faufen. Er besteht darauf dahin spazieren zu fahren. Aber ich habe fchreckliche Angst, daß ihm etwas widerfährt. Er kann die Bagenstöße ja nicht mehr aushalten." Als der Wagen vor der Thür stand, stieg Forestier auf den Diener gestützt Stufe für Stufe die Treppe hinab. Sobald er aber bemerkte, daß der Landauer geschloffen war, wollte er ihn aufgeschlagen haben. Seine Frau versuchte zu widersprechen:" Du wirst Dich erfälten. Es ist ja der reine Wahnsinn!" Aber er gab nicht nach: Nein, ich will es so haben. Es ist mir zuträglicher." über die Art und Dauer ihrer Beschäftigung fordern. Diefes Beugniß ist auf Verlangen der Handlungsgehilfen auch auf ihre Führung und ihre Leistungen auszudehnen. In betreff der Handlungslehrlinge ift die Dauer der Lehrzeit nach dem Lehrvertrage und in Ermangelung vertragsmäßiger Bestimmungen nach den örtlichen Verordnungen oder hem Oris gebrauche zu beurtheilen.es folgte das deutsche Reich mit 238, davon 23 weibliche, und das russische Reich: nämlich 270, wovon 149 weibliche; Bulgarien mit 155, davon 10 weibliche. Während de größte Theil der deutschen männlichen Studenten Philofophi studirte( 105), der deutschen weiblichen Medizin, studirten von den Russen und Ruffinnen weitaus die meisten Medizin Die bulgarischen Studenten vertheilten sich ziemlich gleich mäßig auf Philosophie, Rechtswissenschaft und Medizi wobei allerdings die weiblichen Philosophie bevorzugten. In der Reichstags- Stichwahl im Wahlkreise Friede berg Arnswalde ist Ahlwardt mit sehr großer Majorität gewählt. Nach der Staatsbürger- Beitung" betrug das ihr bis heute Nachmittag bekannt gewordene Ergebnis für Ahlzeitung": wardt 10 300, für Drame 3042 Stimmen. Ob Freifinnige oder Antisemiten unanständiger find, ist schwer zu entscheiden. So läßt sich die freisinuige Berliner Zeitung" aus dem Friedeberg- Arnswalder Wahltreise schreiben: " Die hiesigen Sozialdemokraten werden, entgegen der Ordre des Vorwärts", geschlossen für Drawe stimmen, ja eine Anzahl agitirt direkt gegen Ahlwardt. Durch den Frost der letten Tage find Hunderte von Maurern, Schiffern und Flößern, die hier ihren Wohnsitz haben, genöthigt worden, ihre Arbeit in Berlin, auf der Warthe, Oder und Spree aufzugeben und hier in den Friedeberger Kreis zurückzukehren. Sie fehlten bei der Hauptwahl und werden heute mitgewählt haben, wohl alle für Drawe." Daß dieses eine einfache Flunkerei ist, um für den frei finnigen Kandidaten Stimmen zu fangen, ist augenscheinlich. Da es aber bem orthodox tonservativen Reichsboten" in den Kram paßt, nimmt er die Flunterei für volle Wahrheit, um daran die Bemerkung zu knüpfen: Die Niederlage wird sich also die gesammte Demokratie, eine Gefahr. So lesen wir in der Kölnischen Bolls Auch das Zentrum erblickt im Antisemitisuus bereits bil Die„ Hannoversche Post", ein ausgesprochen antisemitische Blatt, schreibt:" Es wurde von vielen Seiten recht Tebbo bedauert, daß es nicht dazu gekommen war, in Cleve Xanten Geldern, wo durch den Prozeß Buschoff Gemüther lebhaft antisemitisch erregt find, einen anti femitifchen Randidaten aufzustellen, und daß Wahlkreis ohne Kampf dem Zentrum überlassen wurde." Die zur Beachtung für diejenigen unserer Freunde, welche in be antisemitischen Agitation am Niederrhein teine Gefahr für di Bentrumspartei erblicken. Vorläufig finden die antisemitische Agitatoren die Aufstellung eigener Kandidaten noch verfri aber darauf kann man sich verlassen: sobald die Herren tönnen glauben, wird sich auch der Wille einstellen.. bi Nichts kennzeichnet beffer die innere Berfehung de Bourgeoisie und der herrschenden Klassen, als die Besorgni welche ihnen bereits der Antisemitismus einflößt. Selb der feste Thurm des Zentrums spürt ein gefährliches Schwanken. Graf Taaffe hatte mit einer Niederlage im öfte reichischen Reichstage nicht genug er hat fid ständig vor Augen. Ich möchte sie so in antifer, griechische Form haben." Ach, das Geschwader!" rief Forestier plößlich in kindlicher Freude. Sie nur, fieh! das Geschwader!" In der That erblickte man mitten in der breiten Bai Er musterte die Proben, ließ sich noch andere bringe ein halbduhend großer Fahrzeuge, die wie bebuschte Felsen tehrte zu den ersten wieder zurück. Endlich entschied, aussahen. Bizarr waren sie, formlos und gewaltig mit sich, zahlte und verlangte, daß sie fofort abgefchid ihren Auswüchsen und Thürmen, mit ihren Sporen, die ins würden. In einigen Tagen kehre ich nach Paris zurid Waffer tauchten, als wollten sie auf dem Meeresgrunde fagte er. Wurzel schlagen, Ganz unbegreiflich schien es, daß diese Dinger sich bewegen und von der Stelle kommen konnten, so schwerfällig und festgewurzelt faben sie aus. Eine schwimmende Batterie erinnerte, einem Leuchtthurm, wie er auf Klippen erbaut glich mit ihrer hohen Rundung, die an eine Sternwarte wird. Sie machten fich auf den Heimweg, aber als sie a Gotlang fuhren, kam ein falter Wind, der durch ein Thalfalte geschia mar, vom Lande herüber, und de Krante fing zu husten an. tot ve nicht aufhören und wuchs schließlich zu einein Zuerst war es nur ein leichter aber er woll brochenen, trampfhaften Husten an, der in eine Mit geblähten, weißen, fröhlichen Segeln strich ein Schluchzen und Röcheln überging. Forestier war dem Ersticken nahe. Bei jedem Athen Bunächst ging es schattige Alleen hinab, immer zwischen großer Dreimaster an dem Geschwader vorüber, um die Gärten hindurch, die aus Cannes eine Art englischen Bart offene See zu gewinnen. Wie graziös und niedlich nahm zuge zerriß ihm ein Husten aus den Tiefen der Brust di machen. Dann bog der Wagen in die nach Antibes er sich aus, neben diesen Kriegsungeheuern, diesen Eisen- Kehle. Nichts vermochte ihn zu beruhigen und zu führende Landstraße ein, die immer am Meer entlang läuft. tolossen, diesen schmutzigen Ungethümen, die auf dem Wasser treiben. Er mußte aus dem Landauer in sein Zimmer tragen werden, und Duroy, der ihn an den Beinen gefa Forestier erklärte die Gegend. Zuerst zeigte er die Forestier strengte seine Augen an, um sie zu erkennen. hatte, merkte bei jedem Krampf der Lungen die Erschütt Villa des Grafen von Paris, dann nannte er andere. Er Er nannte ihre Namen:„ Das ist der„ Colbert", das ist rung bis zu den Füßen. war fröhlich, aber seine Fröhlichkeit war gemacht und künft der" Suffien", dort der Admiral Duperré", der Redou lich: der reine Galgenhumor. Er konnte vor Schwäche table", und da die„ Devastation"-nein, ich täusche mich," nicht mehr den Arm hochheben und deutete nur mit dem jezte er hinzu, das da ist die Devastation". Finger. hockten. Sie famen zu einer Art großen Pavillon und lasen: Golf- Juan- Fanencen". Der Wagen bog um einen Rajenflect und hielt vor der Thür. Auch die Bettwärme stillte den Anfall nicht, der bi Mitternacht währte. Erst dann vermochten die Narkotit den tödtlichen Hustenkrampf zu beschwichtigen. Bis zu Morgen faß der Krante mit offenen Augen in seinem Bet Seht Ihr, dort ist die Insel Sainte- Marguerite und Die ersten Worte, die er sprach, waren die Bitte nad das Schloß, aus dem Bazaine entsprungen ist." dem Barbier. Er hielt darauf, jeden Morgen rafirt Nun erinnerte er sich an seine Soldatenzeit. Er nannte Zwei Bafen wollte Forestier für seine Bibliothek kaufen werden. Er wollte dazu aufstehen, aber er mußte sich sofor die Namen von Offizieren, und das brachte ihn auf aller Da er nicht aus dem Wagen zu steigen vermochte, brachte wieder legen und begann so furz, hart und mühsam hand Geschichten. Aber plöglich machte der Weg eine man die Muster nach einander heraus. Er wählte lange athmen, daß Frau Forestier voller Schrecken Duron, Wendung, und vor ihnen lag der Golf Juan in seiner und fragte seine Frau und Duroy um Rath:" Du weißt sich eben zu Nuh begeben hatte, wieder weden ließ und ganzen Ausdehnung mit dem weißen Dörfchen im Hinter ja, sie sollen auf den Schrank hinten in meinem Zimmer bat den Arzt zu holen. grund und der Landspitze von Antibes am andern Ende. tommen. Size ich in meinem Lehnstuhl, so hab ich sie be ( Fortjehung folgt.) 8th be ih gleich noch eine gwelte geholt. Er benft wohl, ber eine Schlag werde den andern aufheben, und der zweite Schlag den Geschlagenen wieder auf die Beine bringen wie den Clown im Birkus. Nun, österreichische Minister sind gleich den deutschen an parlamentarische Tagen gewöhnt, und Herr Taaffe wird sich nicht sonderlich grämen. Indeß, wadlig ift er doch. Eine naive Zumuthung stellt die Kreuz- Zeitung" an den Fürsten Bismard. Sie verlangt von ihm, im eigenen Namen und in dem des deutschen Boltes, das fich feinen Kaiser Wilhelm nicht wird verdunkeln lassen", das Bekenntniß, daß er gelogen hat, als er sich zur Fälschung der Emser Depesche bekannte. Er wird sich hüten. OP erscheinen B Gemeindewahlen. Bei der Gemeinderathswahl in Ron 3.1 Richtern scheint einiger Mih zu stecken, ber fie treibt, in bas borf( Stadt) erhielten in der 3. Abtheilung der gegnerische alte Einerlei von Zeit zu Zeit einen neuen Schwung zu bringen. Ranbibat 130, der unferige 122 Stimmen; in der onschaft Da ist vor einiger Zeit ein Ober- Landesgerichtsrath Schmidel ( Landfreis) die beiden Gegner 68 und 61, die beiden fozialdemo- wegen allerlei merkwürdiger Dinge vor das Disziplinargericht Nieder- ratischen Kandidaten 38 und 37 Stimmen. Die Wahlbetheiligung gestellt und von demselben abgewandelt worden. Da das GerichtsDrittel der Wähler ab. war äußerst schwach; in der Stadt Ronsdorf stimmte faum ein erkenntniß für das Bolt, das das Treiben seiner schwerbezahlten Beamten gerne fennen möchte, höchft interessant war, so verDie Sozialdemokratie Stuttgart 3 beschloß, rote die öffentlichte die Arbeiter Zeitung" daffelbe unter Sinzufügung Frankfurter Zeitung" berichtet, zur Bürgerausschuß- Wahl nur einiger entsprechender Bemerkungen. Natürlich wurde das Blatt folche Kandidaten aufzustellen, die sich zum sozialdemokratischen tonfisztet und zwar gab der Staatsanwalt einen Theil der BeProgramm bekennen. Der Vorschlag des dem Bürgerausschuß mertungen als Grund für diese Maßregel an. Na, dachten sich als Mitglied angehörenden Genoffen kloß, man folle eine ge- die Herausgeber, dann laffen wir das Gerichtserkenntniß ohne es wird so auch verstanden mischte Kandidatenliste aufstellen, fei lebhaft bekämpft und schließ Bemerkungen lich abgelehnt worden. Die Frankfurter Zeitung" wehflagt werden. Und so erschien dann ein Flugblatt, das nichts anderes darüber: Welcher Art die Beweggründe auch sein mögen, die als den Wortlaut jenes Disziplinarerfenntnisses enthielt, also das Vorgehen der Bersammlung veranlassen, es ist dadurch rein von t. f. Richtern redigirt war. Das half aber weder vor bie Aussicht, die auf dem Rathhaus herrschende Majoritätspartei einer neuen Ronfistation noch vor einer Antlage. Und da man auch bei den Bürgerausschuß- Wahlen zu schlagen, einigermaßen die Richter doch nicht wohl wegen irgend eines Bergehens bestrafen konnte, so bestrafte man den Herausgeber abgeschwächt." Die Sozialdemokratie Rannstatt's lehnte gleichfalls und wegen was? Wegen Verlegung des Autorenrechts! Die Ber zwar einstimmig jebeni kompromiß ab und beschloß demgemäß, faffer eines Gerichtsurtheils Schriftsteller, denen ihr Geisteszur Bürgerausschuß- Wahl eine eigene Bifte aufzustellen. Die produkt nicht durch Nachdruck entfremdet werden dürfe- ift Die soziale Frage ist bei uns noch in den ersten Bollspartei hatte sich bereit erklärt, einige unserer Kandidaten bas nicht ein allerliebster Spaß? Wer weiß, ob die Wiener Anfängen. Sie könnte durch ein paar Gefeße auf ihre Lifte zu fehen. Richter nicht demnächst auch noch Zeilenhonorar beanspruchen, geordnet werden; und wenn der Gesetzgeber dem Bezüglich der Mainzer Stadtverordneten- Wahl, gegen Angenehme Kollegen". Uebel zuvorzukommen weiß, so brauchen wir nicht zu be- deren Ergebnis feitens der Gegner Protest eingelegt ist, melbet die Mainzer Bolts- Zeitung", daß nach einer ihr zugegangenen fürchten, daß die Arbeiter in die Straßen hinabsteigen Melbung die Bürgermeisterei in dem Gutachten, das werden, um sich ihr Recht mit den Waffen zu verschaffen. Diese bei Borlegung der Wahlaften dem Kreisausschuß mit zuIn Italien ist die Aderbaufrage die einzig ftelte, bie Giltigkeit der Wahl beantragt. svahrhaft bringende. Von ihrer Lösung hängt das Wachs Ein genialer Staatsmann. Herr Crispi, der italienische Bismard, weiland ebenso groß und unfehlbar, wie Fein Original, wurde von dem französischen Abgeordneten Boyer über den Stand der sozialen Frage in Italien befragt und hat folgende Antwort gegeben: Sozialdem. Kartell unab. Bürgerp. im Jahr 1892 1891. O 0 9 . 6 4851 4287 7792 7606 +186 Das Ergebnis der Leipziger Stadtverordnetenwahl stellt thum des nationalen Reichthums und das Wohlergehen sich folgendermaßen. Glatte Listen wurden abgegeben: unserer Bauern ab. Die Ländereien, besonders in der Mitte der Halbinsel, find Eigenthum einiger großer Grund befizer und der schlecht bezahlte Arbeiter wandert nach Amerika aus. Wenn das Parlament den Muth hätte, hiergegen mit einer radikalen Heform vorzugehen, so könnten wir jede Gefahr für die Zukunft vermeiden." Die foziale Frage" ist in Italien so sehr in den Anfängen", daß die Landarbeiter zu Hunderttausenden an ber Pellagra, der schlimmsten Form des Hungertyphus erfrankt find, und daß die städtischen Arbeiter in einem Elende leben, das noch schlimmer ist, als das unserer Schlesischen Weber. Die Ackerbaufrage foll heißen die Landfrage ist in Italien allerdings wahrhaft dringend", aber nicht mehr, als die andere Hälfte der sozialen Fragedie industrielle, für welche der Herr Exminister kein Huge hat, Die naive Behauptung, die soziale Frage ließe fich burch ein paar Geseze ordnen", enthüllt die ganze boden lose Unwissenheit und Frivolität des Mannes, der niemals das geringste gethan hat, um dem Nothstand abzuhelfen, und der für die soziale Frage bei Regierungszeiten teine andere Lösung fand, als die durch Pulver und Blei oder den Polizeisabel. Und dieser frivole Nichtswiffer hat ein Jahr ebnt lang Italien regiert. Armes Jtalien! Und wie recht hattest Du doch, braver, ehrlicher Drenstierna! many 1567 1675 108 - man rathe Todtenliste der Partet. Gestorben in Gräfenthal der Barteigenoffe August Großmann, Polizeiliches, Gerichtliches 2c. -Auf die Beschwerde, welche Albert Vater in Magde burg und die fechs anderen, megen Borübergehen am gebon totteten Fichtler'schen Konzerthause verhafteten Parteigenossen an den Polizeipräsidenten richteten, ist nachstehender Bescheid erfolgt: Kgl. Polizei- Präsidium Magdeburg, 1. Dezember 1892. J.-Nr. IIIA 1549. mithin+ 564 Auf die Eingabe vom 28. v. M. gereicht Ihnen zum BeThellweise gestrichene Listen wurden ca. 1100 abgegeben, die fcheib, daß Ihre Festnahme am 27. b. W. im Interesse der öffent zum größten Theil bem konservativ- nationalliberal- antisemitischen lichen Sicherheit und Ruhe auf Grund des§ 6 des Gesetzes zum Kartell zuzuzählen sind. Jm vorigen Jahre betrug die Zahl der Schutz der persönlichen Freiheit vom 12. Februar 1850( Gesetz gestrichenen Listen ca. 1000. Insgesammt beträgt unsere Bu- fammlung Seite 45) angeordnet, und Ihre Entlassung aus der nahme 12/2 pet., bie des Kartells 2, pet.; die unabhängigen polizeilichen Verwahrung entsprechend der bestehenden gefeßlichen Bestimmung im Laufe des folgenden Tages rechtzeitig erfolgt ist. Bürger nahmen um etwa 6 pt. ab. In Schönefeld bet Leipzig erhielten unsere Genossen Ihre Beschwerde über den Polizei- Inspektor Schmidt und den 201-207 Stimmen, die Gegner 66-76.- In Modau bei Polizei- Kommiffar Weinert weife ich daher als unbegründet zurück Leipzig, wo viele Arbeiter der Wolltämmerei am Wählen ver- und mache Sie gleichzeitig darauf aufmerksam, daß an den hindert waren, bekamen unsere Kandidaten 39, die Gegner ferneren Sonntagen mit aller Strenge der gefehlichen Vorschriften 40 Stimmen. gegen etwaige in der Nähe des Fichtler'schen Konzerthaufes sich Ansammelnde vorgegangen werden wird, sofern diefes im öffent lichen Interesse nothwendig erscheint. Der fgl. Polizei- Präsident. In Vertretung:( Unterschrift unleserlich). Parteifonferenzen ze. Die Sozialdemokratie Pommerns hält am dritten Weihnachtsfeiertage in Stettin oder bessen UmGegen diesen Bescheid ist Beschwerde beim Regierungs. gegend einen Parteitag ab. Die vorläufige Tagesordnung befelben enthält folgende Bunkte: Bericht der Agitationstommission; Präsidenten erhoben. Bugleich ist, wie die Magdeburger BoltsReferent:&. Storch. Unsere Presse; Referent: Frig Herbert. timme" meldet, bei der Staatsanwaltschaft gegen den PolizeiDie Kandidatenfrage der pommerschen Reichstags- Wahlfreise; Inspektor Schmidt Strafanzeige wegen Freiheitsberaubung erReferent: A. Runze. Anträge. Alle ben Parteitag bestattet. treffenden Zuschriften find zu richten an F. Storch, Bredow -Am 5. Januar hat Genosse Ewald in Brandens bei Stettin, Karlstr. 19. burg die viermonatliche Gefängnißstrafe in Blögensee anzuFür die hessischen Orte Langen, Sprendlingen, Diegen- treten, die ihm wegen Abdrucks des Artikels Hallali!" aufbach, Eggelsbach, Neu- Isenburg, Offenthal und Dreieichenhain, erlegt ist. welche einen Landtags- Wahlbezirk bilden, findet Sonntag, den 11. Dezember, in Dreieichenhain eine Konferens ftait, in welcher Bestimmungen über die engere Agitation aufgestellt werMit Strafmandaten in Höhe von 6 M. wurden sechs Erfurter Genossen bebacht, welche fich am 13. November an Die franzöfifche Ministerkrisis ist beendet die der Flugblattvertheilung in Bandersleben betheiligten. Die Mandate behaupten, daß die Genoff Druckschriften gewerbs= Krisis dauert fort, und sobald in ihr irgend ein Wendepunkt den sollen. mäßig verbreitet hätten, ohne dazu erforderliche polizeiliche eintritt oder gar nach der einen oder anderen Seite eine Von der Agitation. Jm bayerischen Wahlkreise auf Genehmigung befeffen zu haben. Da diese Behauptung der Entscheidung kommt, dann wird auch die Minifterkrifis beuren Füssen hält Reichstags- Abgeordneter Grillen- thatsächlichen Unterlage entbehrt, ist richterliche Entscheidung wieder da sein. Da es nicht möglich war, ein neues Misberger, der fich daselbst gegenwärtig auf einer Agitationstour beantragt. nifterium zu bilden, und da die Herren Republikaner bei befindet, Bersammlungen ab, die so guten Erfolg haben, daß die -Die Mitglieder des sozialdemokratischen Boltsvereins zu Fortdauer der Ministerlosigkeit die Ankunft eines Regiments Schwarzen Himmel und Hölle in Bewegung setzen, um die Wirthe Solingen hatten zu Pfingsten einen öffentlichen Ausflug nach Conftans befürchten, so that man das unter den Ber- zur Veriveigerung ihrer Sale au bestimmen. Am vorigen den Morsbachthale unternommen und von der Polizeibehörde hältnissen einzig Mögliche, das heißt: man verlängerte das Sonntag verbreiteten die Parteigenossen des Wahlkreises Han- war die Erlaubniß dazu für das Solinger Gebiet ertheilt Provisorium und seyte das alte Ministerium wieder ein. nover ein Flugblatt in 10 000 remplaren unter der ländlichen worden. Als die an diesem Ausfluge Betheiligten Müngsten Nur unter anderem Namen: Ribot statt Loubet. Bevölkerung dieses Distrikts. Die allgemein freundliche Auf hinter sich hatten, wurden sie von einem Remscheiber Polizeinahme, welche die Genoffen fanden, beweist, daß die Thätigkeit beamten angehalten, welcher die Fortsetzung des Zuges verbot, Die sämmtlichen alten Minister figuriren in dem unserer Gegner bei der ländlichen Bevölkerung immer mehr die weil eine Erlaubniß der Remscheider Behörde nicht nachgesucht neuen Ministerium uur daß die Rollen anders vertheilt, Würdigung findet, welche sie verdient. und zwei der alten Minister: Ricard und Roche, die sich persönlich etwas kompromittirt haben, beseitigt find. Diefelben Männer, diefelben Parteigruppen nur, durch eine Umschüttlung des Raleidoskops in einer anderen Stellung. Dasselbe Ganze. Die zwei Minister, welche an Stelle ber ausgeschiedenen eingetreten sind, heißen Siegfried,( ein Elfaffer - für Handel) und Dupuy( für Unterricht) und find beide neue Leute".Wahrheitsliebe und Konsequenz eines bürgerlichen Gelehrten. Unter diesem Stichwort schreibt die Magdeburger Boltsstimme": in war. Der gesammte Borstand sowie auch noch einige Mitglieder des Vereins, im Ganzen zehn Genossen, erhielten hierauf Straf verfügungen, theils über 15, theils über 20 Mart, wegen Veranstaltung bezw. Zeitung dieses Aufzuges und Betheiligung daran. Sie erhoben dagegen Einspruch und hatten insofern Erfolg, als Der Professor der Nationalökonomie, Paul Leroy- Beaulieu das Schöffengericht die Strafe bei zwei Genossen auf 5 Mark bezw. einen Tag Gefängniß ermäßigte und fünf andere freiParis, erklärte neulich einem Mitarbeiter des Figaro": Mary und Lassalle find Leute, welche gar keine Be- sprach; bezüglich der übrigen Genossen bleibt es beim alten, da deutung haben und keine Beachtung verdienen." fie in der frrthümlichen Meinung, vom Anwalt vertreten zu sein, In seinem dicken Werke:" Der Sozialismus", sagt derfelbe nicht im Termin erschienen waren. Leroy- Beaulieu: Mit der Panama- Untersuchung geht es in Paris Paul nur sehr langsam vorwärts. Was wir in den 70er Jahren -nach den Laster- Enthüllungen-in Berlin erlebten, bas wiederholt sich jetzt in Paris. Jeder Schuldige pact einen anderen an den Rockschößen, und der untersuchende Cato, oder Aristides, so wird Serr Brisson, der Vorsigende der französischen Untersuchungskommission von feinen Freunden genannt ist schließlich seiner eigenen Rockschoße nicht sicher. Nicht ein Sohn, sondern ein Bruder des Präsidenten Carnot ist in die Anklage verwickelt worden, betheuert jedoch sehr energisch seine Unschuld- wie die anderen Angeklagten. " Mary und Laffalle besitzen mächtige Waffen und wissen davon einen gefchickten Gebrauch zu machen. Schärfe der Beweisführung, historisches Wissen, Gelehrsam feit in allem, was die moderne Industrie betrifft, Bilderreichthum, Beredtsamkeit, Satire find die Quellen, über welche sie verfügen," Und weiter: Beißend, scharfsinnig, unversöhnlich in der Kritik der bestehenden ökonomischen Ordnung; ben analytischen Arbeiten von Marg fehlt es weder an Intereffe noch an Feinheit und fie find im hohem Grade geeignet, die Geifter zu überraschen." Die Mittheilung an den Mitarbeiter des Figaro" machte der Herr Professor als Bourgeois, und sein Werk schrieb er als Gelehrter. Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust!" Zum Glück ist es ganz gleichgiltig, was Herr Leroy Beaulieu Auf den Samoa- Jufeln geht's wieder einmal drunter und drüber. Seit die Europäer und Amerikaner dort sind, und fein bürgerliches Geschwister über Mary und Lassalle sagen. ist die Ruhe glücklich wegzivilifirt. Jetzt haben sie sich Wenn dessen Name längst vergessen, wird man Mary und alle zusammengethan, um ihr Eigenthum zu schützen. Das Lassalle noch als zwei Denter preisen, welche die Menschheit auf bedeutet nichts Gutes für das Eigenthum der Eingeborenen. eine höhere Stufe der Kultur bringen halfen. 316 451 escrie ließen, ham In Strasburg i. U. war, wie die Leser sich noch erinnern werden, am 2. Oktober eine Versammlung ohne Angabe des Grundes und überhaupt ohne jeden erkennbaren Grund sofort aufgelöft worden, nachdem der Referent Dr. Lütgenau die ersten einleitenden Worte gesprochen hatte. Auf die noch an demselben Tage eingelegte Beschwerde hat das Landrathsamt in Prenzlau nach recht langer Zeit geantwortet, daß die Beschwerde als begründet nicht auguerfennen sei, da nach den stattgehabten Ermittelungen die Aufhebung der betreffenden Versammlung im Interesse der öffentlichen Ruhe und Ordnung und auch in fanitärer Beziehung bringend geboten war. Außerdem find viele Personen an der Theilnahme der Versammlung verhindert worden, obgleich dieselbe als eine öffentliche bezeichnet war." Die Antwort auf die Beschwerde ist ebenso merkwürdig wie die Auflösung. In der Versammlung hat, wie man uns schreibt, absolute Ruhe und Ordnung geherrscht. Weshalb die Auflösung in sanitärer Beziehung geboten gewesen sein soll, ist gar nicht einzusehen. Zurückgewiesen hat der Wirth einige Personen, ohne dazu befugt zu sein, doch hat er sich alsbald dem Verlangen des Einberufers, jedermann einzulassen, gefügt; selbstverständlich würde aber auch die Zurückweisung irgend welcher Personen von der öffentlichen Versammlung fein Auflösungsgrund sein. NunIn Leipzig sind die unabhängigen" mit dem Ber- mehr wird Beschwerde an den Oberpräsidenten eingelegt werden. such, Boden zu gewinnen, abermals hereingefallen. Eine von ihnen einberufene Arbeiterversammlung, in welcher sie über den 14 Stimmen folgende Resolution an:„ Die Gewerkschaftsbewegung wird nur gefördert, wenn die Arbeitermassen vereinigt werden, Gegen die Militärvorlage protestirten ferner Versamm wenn die Arbeitermaffen geschlossen gegen den Kapitalismus lungen in Bielefeld( Ref. Schumann), Barmstedt und vorgehen. Die Sozialdemokratie hat auf ihren Parteitagen den Aufruf en alle Frauen und Mädchen Berlins. Am Alveslohe( Ref. Schulz Hamburg), Hemstedt( Ref. richtigen Weg gezeigt, der eingefchlagen werden muß, um gegen Mittwoch, den 7. Dezember, finden in allen sechs Berliner WahlMoltenbuhr Hamburg), Rotenburg( Ref. Fischer die heutige Produktionsweise mit Erfolg tämpfen zu fönnen. freisen Protestversammlungen gegen die neue Militärvorlage statt, Hamburg). Die Sozialdemokratie will neben der politischen die gewerkschaft durch welche dem Volte wieder ungeheure Lasten vufgebürdet Aus Pforzheim wird uns über zum Theil bereits liche Organisation eifrigft betrieben wissen, um die Arbeiter werden sollen. Gerade an dieser wichtigen Frage zeigt sich, wie gemeldete Bersammlungen noch geschrieben: In lehter Zeit massen zu sammeln und im Rampfe auszubilden. Deshalb ver- fehr auch die Frauen am öffentlichen Leben interessirt sind, oder fanden im IX. badischen Wahlkreise, Amt Pforzheim, urtheilt die heutige Arbeiterversammlung ganz entschieden, daß vielmehr sein sollten. Denn bis jetzt sind leider nur wenige Protestversammlungen gegen die neue Militärvorlage in eine Anzahl unflare Köpfe dem Kapitalismus dadurch Dienste Frauen zu der Erkenntniß gekommen, daß auch sie im Bunde forsheim, Brögingen, Dilt weißenstein, leistet, daß sie in die Arbeiterbewegung einen Keil zu treiben mit den Männern zu wirken haben, damit das arbeitende Volk befreit werde von allem Druck und Elend, dem es heute mehr Suchenfeld, Königsbach und springen statt. fuchen." Referenten waren Dr. Rüdt, Geck und Kalnbach. denn je ausgesetzt ist! Genossinnen, ob Ihr selber frohnen müßt Die österreichische Presfreiheit, schreibt die Münchener in der Fabrit, oder ob Ihr Tag für Tag sorgt und leidet unter In allen diesen Versammlungen fanden die bekannten, von uns aufgestellten Refolutionen einstimmige Annahme. In Huchenfeld Post", ist bekanntlich ein reizendes Ding. Ihre Hauptbestand: ben tronlofen, ungewissen Verhältniffen Gurer Männer, fomint wurde der Beschluß gefaßt, die betreffende desolution unserm theile sind die Beschlagnahme und das„ objektive Berjahren". Der in die Mittwochs- Bersammlungen und protestirt dort gegen die Derzeitigen Bertreter im Reichstag, Herrn A. H. Dillinger, Staatsanwalt hat fo unbeschränkte Roufiszirfreiheit, daß die neue Belastung, die der Bevölkerung in der neuen Militärvormeisten der doch auf die schwarzgelben Verhältnisse eingerichteten Tage zugeauthet wird. Erkennt, daß auch Ihr verpflichtet seid, zuzusenden. österreichischen Sozialistenblätter in Jahr und Zag regelmäßig am Befreiungstampfe des Proletariats theilzunehmen! Die Frauen- Agitationstommiffion, Ihre Zustimmung zu den Beschlüffen des Bernach der Konfiskation" in zweiter oder dritter Auflage erscheinen liner Parteitages erflärten ferner die Parteigenossen in müffen. Und das objektive Verfahren" ist dazu da, dem Aus Mannheim meldet das Berliner Tageblatt": In die Seppens, Bielefeld, Mannheim, Frankfurt Werke des Staatsanwalts den gerichtlichen Stempel aufzu am Main, Hanau, Gelnhausen, Drb, Neu- drücken, ohne daß eine Person verfolgt, b. h. irgendwie ein Wer foeben abgefchloffene Arbeitslosen Statistit zeichneten münster, Forst. gehen nachgewiefen zu werden braucht. Soweit wäre nichts fich 1700 Arbeitslose ein. Jedoch wird die Gesammtzahl der einer besonderen Erwähnung werth. Aber in den Wiener hiesigen Arbeitslosen auf 2500 Personen geschäßt. Parteinachrichten. • Soziale Uebersicht. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung * Theater. Mittwoch, 7. Dezember. Opernhaus. Bastien und Bastienne. Schauspielhaus. Wohlthätige Frauen. Leug- Theater. Francillon. Berliner Theater. Macbeth. Circus Renz. ( Karlstraße.) Mittwoch, den 7. Dezember 1892: Abends 7/4 Uhr: Gr. außerordentl. Vorstellung. Aus dem reichhaltigen Programm besonders hervorzuheben: Grande Quadrille de la haute équitation, geritten von 6 Damen und 6 Herren. Mr. James Fillis mit dem 5 Schulpferde Markir. 4 Fahnenpferde, vorgeführt vom Direktor Fr. Renz. Der Zwergelephant Nelli, tom. Oeffentl. Protest- Versammlungen Wallner- Theater. Die Großstadt- Driginaldreſſur vom Klown Lavater Für Tuft. Deutsches Theater. Faust. roll's Theater. Der Troubadour. Neues Theater. Logirbesuch. Rendenz- Theater. Im Pavillon.( Le Parfum). Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Das verwunschene Schloß. ftellung. Lee u. f. 10. Zum Schluß: Auf Helgoland. Mit neuen Einlagen, u. 11. 21.: Qufzug der Leib- Garde- Arte rie. 1. Garde- Regiment zu Fuß, Sbgr. Bürgerwehr. Ballet von 82. Damen. Morgen, Donnerstag, Ab. 74 Uhr: finden am Mittwoch, den 7. Dezember, Abends 8 hr in allen Berliner Wahlkreisen statt. den 1. Kreis: Arminhallen", Kommandantenstraße Nr. 20. Referent Reichstagsabg. Schumacher- Solingen. Für den 2. Kreis: Berliner Bockbrauerei", Tempelhof. Berg. Referent Reichstagsabg. Dreesbach- Mannheim. Sellealliance- Theater. Reine Vor- Große Vorstellung mit neuem Progr. Für den 2. Kreis:„ Unions- Brauerei", Hasenhaide Nr. 22-31. Adolph Ernst- Theater. Die wilde Madonna. Thomas- Theater. Der ledige Hof. National- Theater. Die Ahnfrau. Alexanderplat- Theater. Berliner Gigerin. Apollo Theater. Borstelling. Spezialitäten Theater der Reichshallen. Spezialitäten- Vorstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Vorstellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spezialitäten- Borstellung. Adolph Ernst- Theater. Vorletzte Woche. Zumi 92. Male: Die wilde Madonna. Gesangspoffe in 3 Aften von L. Treptow Couplets von G. Görss. Musik von G. Steffens. Mit neuen Rostümen aus bem Atelier d. Fr. Köpke, und neuen Deforationen v. Lütkemeyer in Coburg. In Scene gefeht von Adolph Ernst. Anfang 7 Uhr. D Morgen: Dieselbe Borstellung. In Vorbereitung: Modernes Babylon. Gesangsposse in 3 Aften v. Ed. Jacobson und W. Mannstädt. Couplets theilweise von G. Görss. Mufit von G. Steffens. Mlerander- Play- Theater. Alexanderstr. 40. Fernsprechamt III Nr. 1711. Heute Abend 71/2 Uhr: Berliner Gigerln, Boiſe mit Gefang in 8 Atten und Auf Helgoland. Billet- Vorverkauf beim " Invalidendant", Martgrafenstr. 51a. Fr. Renz, Direktor. Circus Corty- Althoff. Referent Reichstagsabg. Schwartz- Lübeck. Für den 3. Kreis: Sanssouci", Kottbuser- Straße Nr. 4a. Referent Reichstagsabg. Frohme- Hamburg. Berlin, Friedrich- Karl- Ufer, Für den 4. Kreis:„ Königsbank", Große Frankfurterstraße 117. Ecke Karlstraße. Mittwoch, den 7. Dezember, Abends 72 Uhr: Gala- Vorstellung. Das Programm dieser Vorstellung besteht aus den vorzüg lichsten Repertoirnummern. U. A. Vorführung des wunderb. bref Rapphengstes Jncroyable durch den Direktor Althoff. Aufführung des Parforceftückes Referent Reichstagsabg. Förster- Hamburg. Für den 4. Kreis:„ Böhm. Brauhaus", Landsberger Allee 1113. Referent Reichstagsabg. Bruns- Bremen. Für den 5. Kreis:„ Brauerei Friedrichshain"( früher Lips). Referent Reichstagsabg. Molkenbuhr- Hamburg. Ein ungarisches Gzifosfest Für den 6. Kreis:„ Eiskeller, Chaussee Straße Nr. 88. oder: Eine Bauernhochzeit a. d. Pussta, ausgeführt vom gef. Perfonal mit Benuzung von 30 Pferden. Alles Nähere die Plakate. Donnerstag, Abends 72 Uhr: Gr. Vorstellung. Sonntag: Zwei Extra- Borstell. 4 Uhr( 1 Kind frei) u. 71/2 Uhr. Kaufmann's Variété Am Stadtbahnhof Alexanderplatz. Vollständig neues Programm. SalonParterre Soeurs Leuth, athletinnen. Bernhard- Trio, arrobaten. Miß Ophelia mit ihren dreffirten Clown Richards, 3 4 Bildern von J. Wimmer, bearbeitet von R. Sybel. Raffeneröffn. 61/2 Uhr. Anf. 71/2 Uhr. American- Theater. Jeden Abend jubelnder Beifall! Die Trodenwohner, oder„ Das Kind in der Kommode", parodistisch- realistischer Vorgang im Keller, beobachtet vom Hofe aus, von Oskar Wagner. Cacadus. Schnellzeichner Richards, und feinem Clara Betoni, Soubrette, Gänse- Zirkus. bildhübsche sowie Auftreten sämmtlicher anderer Spezialitäten. Anfang Wochentags 8 Uhr. Referent Reichstagsabg. Wurm- Hannover. Für den 6. Kreis:„ Kronen- Brauerei", Alt- Moabit Nr. 48/49. 347/3 Referent Reichstagsabg. Bock- Gotha. Tagesordnung in allen Versammlungen: 1. Die Militär- Vorlage. 2. Distuffion. Zahlreiches Erscheinen erwarten Achtung! Achtung! Die Einbernfer. Verband aller in der MetallKreis Nieder- Barnim! Industrie befchäft. Arbeiter Am Sonntag, den 11. d. M. findet eine Agitationstour für den Nieder- Barnimer Kreis statt. Die Parteigenossen und Genossinnen wer ersucht, sich recht zahlreich an dieser Partie zu betheiligen. 336/7 Die Vertrauensperson. Abfahrt Schlesischer Bahnhof 8,26, Stralau- Rummelsburg 8,32, Friedrichsfelde 8,40. Treffpunkt Bahnhof- Restaurant Stralau- Rummelsburg. Feen- Palast Brauerei Julius Bötzow, Burgstraße, neben der Börse. Welt- Lokal Berlins, 5000 Perf. fassend Täglich Bendix in Gr. Spezialitäten- Vorstellung seiner Saison- Nummer: Man merkt's am Gang, Da ist was mang! Auftreten sämmtl. Spezialitäten. Anfang 7/2 Uhr. Entree 75 Pf. Sountage 6 Uhr. Achtung! 445b Parteigenoffen empfehle mein schön eingerichtetes Lokal zum gefälligen Befudy. Vereinssimmer ober Zahlstelle für 40-50 Perfonen ist Donnerstags, = Prenzlauer Allee, Am Prenzlauer Thor. Empfehle meinen Saal zu Versammlungen und Festlichkeiten. Erster und zweiter Weihnachts- Feiertag wieder frei. 446b Paul Schaffert, Defonom. Carl Scholz, Wrangelstraße 32, Anf. Wochent. 7 Uhr, Sonnt. empfiehlt den Genossen als paffendes Weihnachtsgeschenk Lassalle, 6 Uhr. Entree 50 Pf. Marx in fauberster Ausführung zu foliden Preisen. Ferner: Sozialistische Sinnsprüche, auch zum Selbststicken, Büsen von Lassalle und Mary, sozialwahl. Nach auswärts brieflich gegen Nachnahme. Berlins und Umgegend. Wir geben hierdurch bekannt, daß das Mitglied, Kollege Friedr. Danneberg 8 e Abg folg find dete Reg 88 berE Gef Bug Wo Jal abg hab Ber hal Die gieE ted bej For ma die In die tan Vo bor bor die we no fid об lin erf fur Di in Le 28 ge ha Re sch der 34 die ber nic Ga die Le GE ge gel ba fch 8 tre ba 100 ba gu E üb al La mi wi Be Di mi Ei Re far fe we da fär fat sch da Ba nic all in Dr Der Tic an verstorben ist. Die Beerdigung findet am Donnerstag Nachmittag 2 Uhr vom Leichenschauhaufe aus statt. Um zahl reiche Betheiligung ersucht 228/4 Der Borstand. Statt besonderer Meldung. Montag, den 5. Dezember, Abends 93/4 Uhr, entschlief nach langem, schwerem Leiden unfer lieber Sohn, Bruder, Schwager und Bräutigam, der 24. Lebensjahre. Goldschmied Richard Kurz in 449b Die trauernden Hinterbliebenen. den 8. Dezember, Nachm. 3/2 hr Die Beerdigung findet am Donnerstag, 3837L von der Leichenhalle des Emmaus Castan's demokratische Gratulationstarten. Rabinet- und Visites- Bilder in großer Aus Panoptikum. Sensationell! Prinzeß Topase. 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Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2, 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 287. find Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. Mittwoch, den 7. Dezember 1892. erflärt. 9. Jahrg. gewirkt haben, nicht zumuthen, ihre Stellung jezt herabzudrücken. über den anderen großen Aufgaben der Session bei den Wählern Die Handwerkerkammern sollen nur zu gutachtlichen Neußerungen draußen hapern tönnte, und weil man die Wähler, die man verwendet werden; eine selbständige Stellung nehmen sie nicht durch die vorjährige Erklärung vor den Kopf gestoßen, für andere ein. Aus den Mittheilungen des Herrn Staatssekretärs geht hervor, 3ivecke wieder faptiviren will. Diese Meinung hat sich jetzt als 9. Sigung vom 6. Dezember 1892. 1 Uhг. daß die Vorlagen in dieser Session nicht mehr kommen werden. falsch herausgestellt, denn die heutige Erklärung des Ministers Am Tische des Bundesrathes: von Bötticher, von Das bedaure ich auf das tiefste, denn die Unzufriedenheit wird v. Bötticher enthielt keine Zurücknahme feiner vorjährigen ErBerlepsch, von Malzahn, Hanauer. dadurch nicht vermindert, sondern die bedrängten Handwerker Klärung. Die hinter den Herren Biehl, Hige, Megner, AckerAuf der Tagesordnung steht zunächst die Interpellation der werden auf falsche Wege getrieben. Wenn irgend möglich follte mann stehenden Handwerker wollen den Befähigungsnachweis für Abgg. Size und Genossen( 3.), welche an den Heichskanzler in dieser Seſſion für das Handwerk etwas gethan werden, damit das Handwerk und die Trennung zwischen Meister, Gesellen und folgende Anfrage richten: 1. Welche gesezgeberischen Maßnahmen der gute Wille ertannt wird, denn seit Jahrzehnten wird die Lehrling wieder einführen. Die Hoffnung auf Einführung des entsprechend der Erklärung des Bertreters der verbün- Frage erörtert und niemals wird eine Vorlage fertig. Das Befähigungsnachweises hat Herr v. Boetticher im vorigen Jahre beten Regierungen in der Reichstags- Sitzung vom 24. Nov. 1891 Sandwerk fängt an ungeduldig zu werden und dazu hat es mit wünschenswerther Deutlichkeit abgewiesen. Er ferklärte, die bezüglich der Organisation des Handwerkerstandes und der Grund.( Zustimmung rechts und im Zentrum.) Erfüllung des Wunsches nach obligatorischen Innungen und nach Staatssekretär von Bötticher: Wir leisten, was wir dem Befähigungsnachweis sei nahezu unmöglich. Davon hat 88 100E, 100F und 102 der Gewerbe- Ordnung) von Seiten der leisten können, aber wir sind nicht Herr der Schwierigkeiten, welche Herr v. Bötticher heute nichts zurückgenommen, und ich wundere verbündeten Regierungen beabsichtigt? 2. Wird noch in dieser vielleicht von anderer Seite zu gering tarirt werden. Jemand mich deshalb, daß Herr Mehner von dessen heutiger Erklärung Geffion eine bezügliche Vorlage dem Reichstage voraussichtlich der mitten in der Handwerkerbewegung steht, müßte die Schwierig befriedigt ist. Die im Sinne gleichlautende Erklärung vom vorigen Jugehen? teiten erkennen, wenn er nicht einfach das Rezept vorschreibt: Jahre hat Herr Metzner als das Todesurtheil des Handwerks be Staatssekretär v. Bötticher erklärt sich zur sofortigen Beant- 3wangsinnungen. Die Ablehnung des Befähigungsnachweises, zeichnet. Herr Biehl, der schon im vorigen Jahre befriedigt war, wortung der Interpellation bereit. den der Reichstag beschlossen hatte, ist allgemein bekannt ge- fcheint also bei Megner mit Erfolg thätig gewesen zu sein. Ueber die Abg. Hike( 3) fnüpft an die Verhandlungen vom vorigen worden; es kann darüber doch keine Untlarheit mehr herrschen. Unmöglichkeit der obligatorischen Innungen und des BefähigungsJahre an, in welchem die Regierung eine unerfreuliche Erklärung Eine Debatte kann wirklich nicht geführt werden, wenn nicht nachweiſes wären wir uns längst flar geworden, wenn die Regierung abgegeben habe bezüglich des Befähigungsnachweiſses, denn sie eine bestimmte Borlage gemacht worden ist. Aus meinen stück nicht Jahre hindurch die Angelegenheit dilatorisch behandelt und habe dessen Einführung nicht in Aussicht gestellt. Das weisen Mittheilungen hat der Vorredner vollständig falsche Herr von Bötticher nicht bis zum vorigen Jahre, wo er feine Zentrum stehe vollständig auf dem Boden seiner Anträge, Schlüsse gezogen. Müssen denn die Innungen verschwinden neben rückhaltlose Erklärung abgab, aus seinem Herzen eine Mörderbalte also auch den Befähigungsnachweis noch aufrecht den Gewerbekammern? Darin beruht eben die Schwierigkeit, daß grube gemacht hätte. Daß er jemals eine andere Ansicht über Dieser allein würde der beste Ansporn sein für eine beffere Er- die Jnnungen in die Gewerbekammern eingeschlossen werden und das die Sache gehabt haben tönnte als heute, ist doch nicht technischen Züchtigkeit des Handwerks. Die Innungen seien die unser Wille, die Innungen von der Bildfläche verschwinden zu lassen. lings- und Gesellenwesens. Scheiden Sie das Gesellenwesen von besten Korporationen für das Handwerk. Wenn man aber andere Aber die Innungen allein entsprechen ja nicht den Bedürfniß vornherein aus! Mit welchem Recht wollen Sie für HandwerksFormen schaffen wolle, dann sollte man die Vorlage schnell des Handwerks nach korporativer Organisation. In Süddeutsch gesellen andere Borschriften geben, als für alle anderen ermachen. Man spricht von Handwerkerkammern. Hoffentlich sollen land fehlt es an Innungen überhaupt. In Württemberg sind wachsenen Staatsbürger In Hamburg, das zuerst einen Handdiese Bildungen obligatorisch sein. Welche Stellung sollen die wenig über 1 Prozent der innungsfähigen Meister in den In- werksvertreter in dem früheren Abg. Bauer hierher sandte, giebt Innungen innerhalb derselben einnehmen? Die Jnnungen müßten nungen. Durch Zwangsinnungen fann man allerdings hier es so gut organisirte Innungen wie taum anderswo. Hamburg die Grundlage bilden und die Gelbstverwaltung der Handels- helfen; aber diejenigen, die keine Neigung haben, der Innung marschirt mehr an der Spiße der Zünstlerbewegung als München, tammern müsse gewahrt werden. Wir wollen hoffen, daß die beizutreten, werden davon nicht befriedigt sein. Daß die Be- obwohl dieses zufällig den Abg. Biehl zu seinen ehrenwerthen Mits wird, und zwar noch rathung schnell gefördert werden soll, habe ich Ihnen bereits bürgern zählt. Der Hamburger Fabritinspektor berichtet über das bor Neujahr.( Heiterfeit.) dortige Lehrlingswesen: Die Heranbildung des Knaben zum Staatssekretär v. Bötticher: Ich habe mit meinem Kollegen Abg. Rickert: Ich bin mir nicht flar, was eigentlich aus Handwerker geschieht vielfach in gleichgiltiger und völlig lieb bom Handelsministerium lange und eingehende Erwägungen über der Diskussion herauskommen soll. Wer ist aber an der Dis- loser Weise. Während der Lehrer in der Volksschule hinsichtlich die Organisation des Handwertes und die Regelung des Lehrlings: fussion schuld? Der Staatssekretär selber, der hier Dinge, von der förperlichen Züchtigung des ungehorsamen Knaben den wesens angestellt. Die verbündeten Regierungen haben bisher benen er selbst noch nicht wetß, wie sie gestaltet werden sollen, strengsten Vorschriften unterworfen ist, untersteht der Lehrling noch feine Stellung zu der Frage nehmen können. Unsere Ab. in unklaren Wendungen vor das Haus bringt. Wie soll es der väterlichen Zucht seines Lehrherrn, die fast nur durch deutficht, d. h. die Absicht der betheiligten Refforts, geht dahin, die a. B. bezüglich der Wahl der Hewerbekammern bestellt werden? liche Handgreiflichkeiten ausgeübt wird, und zwar nicht nur Handwerkerkammern territorial zu organisiren und ihnen gewisse Wenn das allgemeine direkte Wahlrecht eingeführt wird, so sollen seitens des Lehrherrn, sondern auch der Gesellen. Dabei sind obligatorische Befugnisse in bezug auf die Beaufsichtigung des Lehr- Sie einmal sehen, wie fühl ablehnend die Herren von der Rechten Schimpfereien an der Tagesordnung, welches jedes bessere Gefühl lingswesens, in bezug auf die Erstattung von Gutachten, die Bericht- und vom Zentrum zu der Sache stehen werden. Wie will man in dem Knaben unterbrücken. Der Behrling nimmt schließlich alle erstattung über die zage des Handwerks und in bezug auf die Mitwir- denn die Innungen neben den Gandwerkerkammern aufrecht er- solche Mißhandlungen als zur Sache gehörig hin. Der jugendtung bei der Handhabung der Arbeiterschutzvorschriften zuzuweisen. halten? Wenn die Reichsregierung den Befähigungsnachweis ver- liche Gelegenheitsarbeiter unterliegt solcher Behandlung nicht Die Handwerkerfaminern sollen auch Brüfungsausschüſſe errichten wirst, so sollte sie auf diesem Standpunkte auch stehen bleiben, und oder kann sich derselben sofort entziehen." Das passirt und Zeugnisse ausstellen dürfen; He sollen Aufsicht über die nicht so einzelne Brocken in die Diskussion werfen, aus welcher wir auf dem Musterboden der Zünftelei! Wollen wir dem Lehrlinge üben, über den Besuch der Fortbildungsschulen u. f. w. genau so klug herausgehen werden, wie wir eingetreten sind: Handwerk einen entscheidenden Einfluß auf das Lehrlingswesen Wir haben bezüglich dieser Befugnisse einen sehr weiten Kreis wir werden nachher auch nicht wissen, was die Regierung will. einräumen, so müssen wir andere Beweise für dessen Fähigkeit gezogen. Die Einfügung der Innungen in diese Organisation Was hat man denn mit den Vorschriften der§§ 100 E und F er- dazu haben. Das Handwerk ist überhaupt nicht mehr zu retten, hat uns lebhaft beschäftigt. Es besteht bei den betheiligten reicht? Die Innungsfreunde haben diese Innungen Wechsel- es ist ein untergehender Stand, deffen soziale Bedeutung von Refforts nicht das Bestreben, die Innungen aus der Welt zu bälge genannt, und die außerhalb der Innungen stehenden Per Jahr zu Jahr mit der zunehmenden Entwickelung der Großchaffen oder ihnen das Dasein zu erschweren; wir stehen auf fonen sind höchst unzufrieden über die Handhabung dieser industrie mehr und mehr verschwindet. Daß eine ganze Reihe dem Standpunkt, daß wir die Zusammenfassung der Handwerker Baragraphen. Redner verweist auf die Verhältnisse im Berliner von Großunternehmern und Fabrikanten daraus hervorgegangen zu Innungen zu wirthschaftlichen Zwecken fördern wollen. Ueber Gastwirthsgewerbe; die Innung der Gastwirthe, welche 357 Mit- feien, beweist nichts dafür, daß das Handwerk noch einen goldenen Einzelheiten fann ich mich nicht auslassen, weil sich daran glieder zählt, hat das Privilegium und fann die ca. 5000 außer- Boden und soziale Bedeutung habe; dem diese sind eben aus heute eine Diskussion Enüpfen würde, welche ich für eine nügliche halb der Junung stehenden Gastwirthe zu Beiträgen zwingen für dein Handwerk herausgewachsen, und danchen sind Tausende nicht halten fann, weil bestimmte Vorlagen nicht da sind. Einrichtungen, welche die anderen Gastwirthsvereine in muster von anderen Handwerksmeistern zu Grunde gegangen und haben Es handelt sich um viele andere Fragen: das Wahlrecht 2c., über hafter Weise selbst besitzen. Ich bin nicht der Meinung, daß das ihre Selbständigkeit verloren, nicht weil sie unfähig oder bie wir uns noch sehr eingehend unterhalten müssen. Auch das Handwerk zum Tode verurtheilt ist, ich glaube, daß es sich dem Groß- unfleißig waren, sondern weil sie durch die Ueber Lehrlingswesen foll geregelt werden in allen seinen verschiedenen betriebe gegenüber halten wird. Wenn wir 2 Millionen Heine macht der wirthschaftlichen Verhältnisse unterdrückt wurden. Gtadien. Es wird sich fragen, ob der Zehrlingszüchteret ent- Betriebe mit 65 pet. aller Arbeiter haben, so kann man nicht In Luckau und in der Laufiz giebt es zwar noch Hunderte von gegengetreten werden soll u. f. w. Darüber sind Sachverständige sagen, daß das Handwerk im Verschwinden begriffen sei. Was selbständigen" Schuhmachermeistern, aber worin besteht ihre gehört worden. Wenn der Vorredner den Wunsch ausgesprochen soll der Handwerker auf dem Dorfe in der Organisation? Der Selbständigkeit? Darin, daß, wenn sie ein Dugend Stiefeln fertig bat, es möchte zu Neujahr oder gar zu Weihnachten die Be- vaßt gar nicht hinein, er hat nur Scherereien und Kosten davon. haben, sie dieselben in einen Gad pacen, nach Berlin bringen fcheerung vorgelegt werden, so muß ich diesen Wunsch ablehnen. Von den 2 Milionen Handwerkern sind etwas über 821 000 in und hier verkaufen. Ist das das selbständige Handwerk früherer Benn wir mit nicht gut vorbereiteten Entwürfen vor Sie den Innungen. Das Privilegium des§ 100 E haben von über Perioden? Herr Buhl exemplifizirte auf meinen Freund Bebel, treten, so können wir nicht mit Sicherheit annehmen, 2000 Innungen, die es verlangt haben, nur 1190 bekommen; das der sich zu einem Großbourgeois entwickelt hätte. Ob das daß die Borlagen hier eine Verbesserung erfahren. Deswegen Privilegium des§ 100F haben 188 Innungen verlangt, aber nur lettere richtig ist, ist mir zweifelhaft. Herr Buhl vergist, daß wollen wir die Vorlagen so gründlich und gut ausarbeiten, 57 bekommen. Da ist man nun auf weitere Experimente ver- eine Umwandlung des Handwerkers Bebel in den Betrieb Daß wir die Einwendungen aus dem Hause mit feffen? Man vergißt die moderne Entwicklung, die Steigerung Isleib und Bebel" stattgefunden hat. Dazu gehörte nur ein gutem Gewissen erwarten können. Es beklagt niemand mehr wie des Verkehrs durch Eisenbahnen, Telegraphen u. s. w. Ich ver- Kapitalist, der nichts hatte als den Geldsack und der sich mit der zir, daß die Stimmung in den Handwerkerkreisen vielfach, nicht weise nur auf Desterreich.( Unterbrechung des Abg. Biehl.) Bebel'schen Intelligenz verband, und so ist die Fabrit entüberall, eine ungünstige, ja eine verbitterte ift. Wir sehen es err Biehl ist ja auch Großgewerbetreibender, denn er betreibt standen, die damit dazu beigetragen hat, bas Bandwerk zu unterals eine Nothwendigkeit an, diese Stimmung zu verbessern. oder 6 Gewerbe, Wenn die Zwangsinnung eingeführt wird, drücken. Die Pfuscher im Handwerk tommen nicht daher, daß Laffen Sie uns zeit, es soll an uns nicht fehlen und sobald wir dann wird er auf ein Gewerbe beschränkt werden.( Heiterkeit.) die jungen Leute ihr Handwerk nicht mehr lernen wollen, sonmit praktischen Borschlägen an das Haus treten können, werden In Desterreich hat man die gewerberechtlichen Streitigkeiten dern aus der Art, wie das Handwerk heute als Anhängsel ber wir das mit Freuden thun. herzlich fatt bekommen. In Sachsen hat eine Barbierinnung die Großindustrie und des Handels arbeiten muß. Im Handwerk Besprechung der Interpellation ein. Auf Antrag des Abg. Biehl( Zentr.) tritt das Haus in die Preise für die Leistungen der Barbiere festgestellt; das war selbst herrscht schon vollständige Arbeitstheilung. In dem Arbeitsder Kreuz- Zeitung" zu toll. Ich bitte die Regierung, sich Beit markt" der Volks- Zeitung", den dieses Blatt bei seinen sonstigen Dingen bedentlich war, en un etwas thin wollte, nur va- denn sie wird nur den Undant der Zünstler ernten. Der Grund Schneider auf Weſten, Rockschneider, Schneider auf Hoſen,„ Sehr Abg. Buhl( natl.): Ich glaube, daß es gerade in diesen au laffen und die Vorlage im Bundesrathe reiflich zu erwägen, Wandlungen noch immer festgehalten hat, werden z. B. gesucht: mit es scheint, als ob es geschehen sei. Wir polizeilichen Maß- saubere Hosenschneider". Daß ein Schneider einen vollständigen Einzelheiten hier kaum sprechen, folange wir feine Vorlage der regeln, sondern auf der freiheitlichen Entwidelung. Regierung haben. In der Durchführung der Zwangsinnungen und in Verlegenheit kommen, wenn er ihn felbst sehen nicht nur würde das Publikum dadurch benachtheiligt Einzelheiten tief eingelassen. Ich kann nicht erkennen, wie er die machen sollte. davon haben. Die Handwerker haben gegen die Großindustrie zu fönnen. Eine materielle Diskussion will ich nicht führen und Tischler auf Unterfäße, auf Bettstellen, auf Spinden u. f. 1. sation nicht eingeschlossen werden. auf die Gastwirthsinnung nicht eingehen, zumal ich Ginen in feinem Fache vollständig ausgebildeten Handwerker Mit einer Zusammen- fchon im preußischen Abgeordnetenhause darüber gesprochen habe. giebt es also nicht, und darum können Sie auch die Lehrlingsist nichts gewonnen, Den Vorwurf, daß die Regierung zu spät mit ihren Vorlagen züchterei nicht mit Erfolg bekämpfen. Frauenarbeit und Zehrbas ſehen wir an unseren Handels- und Gewerbelammern in fommt, muß ich zurückweisen. Die Regierung sieht also auf dem lingezüchterei haben denselben Zweck: billige Arbeitskräfte zu Bayern. Die Handwerker allein zu organisiren, wird aber auch Standtpunkte, daß der Befähigungsnachweis zu veriverfen sei. gewinnen, um die Konkurrenz auf dem Weltmarkt bestehen und zweckmäßig sein. Es würde sich als nüglich herausstellen, Daraus ergiebt sich eine ganz andere Organisation, deren etwaigen Streits die Spize abbrechen zu können. Diesen Entallen Seiten wohl anerkannt werden. wickelungsgang werden Sie mit Ihren Anträgen nicht aufhalten in den Gewerbevereinen geschieht. Die Hauptsache wird eine Wenn eine Vorlage noch nicht fertiggestellt ist, können tönnen. Gelingt es Ihnen aber, Ihre Anträge durchzuführen, ordentliche Erziehung der Lehrlinge sein, denn jetzt gehen aus nur allgemeinften Umrisse gegeben werden. Ueber die Handwerkerkammern zu Aber eine Frage ist wohl am Plage, die nicht Anzug machen fann, ist in großen Städten außerordentlich Preußischer Handelsminister v. Berlepsch: Der Vorredner felten; ein Zuschneider kann einen Rock wohl zuschneiden, Ferner werden im Arbeitsmarkt" gesucht: Tischler auf kleine Arbeit, Möbelpolirer, die " 1 w. Diese so wird die Verfeindung zwischen Gesellen und Unternehmern dem Großbetrieb teine Lehrlinge mehr hervor, sondern jugend- Umrisse bestehen darin, daß wir eine, das ganze Handwerk nur noch größer werden. so lange die betreffende Vorlage die Grillenberger schon im vorigen Jahre gestellt hat: Abg. Mequer( Bentr.): Die Jnnungsprivilegien allein sind Wenn die Handwerkerkammern eingerichtet werden sollen, Arbeitern dabei eingeräumt Mit werden? Darüber eine Aeußerung der Regierung zu hören, wäre anerkannt nützlich gewirkt. Ich will nur die Regierung Lehrlingswesen regeln wollen, um der heutigen Verlüderung der nicht bekannt ist. bitten, das bisher Bestehende möglichst zu erhalten und jungen Leute entgegenzuwirken. nicht einen Bruch mit der Gewerbefreiheit herbeizuführen. Die sozialdemokratische Behauptung, daß das Handwerk dem für uns niemals das letzte Ziel gewesen; auch wir haben stets welche Stellung foll den Untergang geweiht sei, ist nur zum Theil zutreffend. Die Hand- verlangt, daß dafür bestimmte Normen aufgestellt werden. werksbetriebe, welche einen größeren Umfang angenommen haben, der Einrichtung von Handwerkerkammern sind wir durchaus ein- von höchstem Interesse, denn die Arbeiter haben für ihre Orga Zentrum), ich erinnere nur an Herrn Bebel's Drechslerei, die sekretärs noch feine Erfolge gezeitigt; wenn andere viel weniger haben, durch eine Verordnung fehr leicht aus der Welt geschafft gearbeitet haben( Biderspruch bei den Sozialdemokraten und im Bisher hat das freundliche Entgegenkommen des Herrn Staats- tönnen, namentlich wenn sie fich politisch mißliebig gemacht Geschäft hat ja einen ziemlich großen Umfang. wohl auch für die Handwerker etwas geschehen können, denn den legten zwei Jahren des sogenannten neuen Kursus nach Frage daß das handwerkerliche Proletariat gelaffen, ausgenommen Sachsen, was ja immer etwas voraus Regierung fich gegenüber dem Befähigungsnachweis so ablehnend Regierung ist im Schwinden begriffen. Wenn das Handwerk als daß das fo im Reichstage angeregt, und fann es nur bedauern, daß die lawinenartig wächst. Das Vertrauen der Handwerfer aur hat in der Arbeiterdrangfalirung. Aber wer tann garantiren, das so bleibt, namentlich wenn ein Aufschwung verhält. Die Handwerkerkammern sind fein Ersatz dafür. An Stand erhalten werden soll, muß es eine feste Organisation be- wieder eine starke Lohnbewegung bringen wird? Ich bin Organen für den Handwerkerstand fehlt es nicht: wir haben kommen. überzeugt, daß dann das Unternehmerthum auf die Polizei Innungen, Innungsverbände, Innungsausschüsse u. f. m.; neue Abg. Aner( Soz.): Neues kann über die Handwerkerfrage einen so starken Druck ausüben wird, daß die augenIch frage also: wie fo Organe brauchen in dieser Beziehung nicht geschaffen zu werden; nicht mehr gesagt werden, und ich glaubte deshalb ursprünglich, blickliche Schonzeit aufhören wird. die Handwerkerfammern würden einen größeren Bezirk umfassen die Einbringung der Interpellation sei nicht Selbstzweck, sondern denkt die Regierung über die Organisation der Arbeiter? Sind Es würde sich daher fret treten fein. es lägen Funktionen die Jnnungen dabei übernehmen und welche Kosten des Ministers v. Bötticher zu dämpfen, weil, wenn es zur Auf- Ohne das Schreckgespenst der Sozialdemokratie kann ja natürlich Be tragen sollen. Sie tönnen uns, die wir für die Jnnungen Ilöfung des Reichstags kommt, es mit dem guten Willen gegen- leine solche Diskussion nicht geführt werden. Nach Herrn Biehl Vizepräsident Graf Ballestrem theilt mit, daß 83/4 Uhr die neuen Steuervorlagen eingegangen sind. Schluß gegen 6 Uhr. Nächste Sigung Mittwoch 1 Uh ( Anträge aus dem Hause.) Tokales. Buen die Inmungen das Bollwert gegen die Sozialdemokratie der Vater der geeignetste Lehrer für seinen Sohn ist. Aber noch wert vollständige Arbeitstheilung. Taufende von Handwerker fein; Getreidezölle und Liebesgaben werden von Herrn v. Frege, ein anderer Fall aus neuester Zeit. Die Fortbildungsschulen tönnen nur einen einzelnen Gegenstand herstellen. Was ftelle Eisenzölle und Ausnahmegefeße von Herrn v. Stumm, der Frei- find doch auch ein Mittel, um den jungen Handwerker zu 3. B. die Klempner noch selbst her von den Waaren, die sie handel von Rickert, die Kolonieen von Hammacher und die bilden. Wer macht nun dagegen Front? Ein ultramontaner ihren Läden verkaufen? Sie machen nur noch Reparaturen Unteroffizierprämien vom Reichskanzler mit dem Hinweis auf Abgeordneter in der hessischen Kammer. E3 wurde bringen mal ein paar Abfallrohre am Bau an. Wie viel die Sozialdemokraten vertheidigt. Und so ist denn auch der der Fortbildungsunterricht am Tage statt in den Abend Schlosser können noch selbständig Schlöffer machen? Wenn wi Ruf nach dem Befähigungsnachweis begleitet worden mit stunden verlangt. Die Junungsbrüder prophezeiten daraus nach Herrn Liebermann v. Sonnenberg nur noch Revolutionäre i der Androhung: wenn Ihr uns den Befähigungsnachweis den Untergang des Handwerks. Die Zünftler möchten die Lehr- Schlafrock und Pantoffeln sein sollen, so weiß ich nicht, warum 187 nicht gebt, dann kommen die Sozialdemokraten. Ich glaube, die linge ganz für sich haben, um sie ganz in derselben Weise wie das Sozialistengejek gemacht ist. Wir waren damals dieselben wi Sozialdemokraten sind schon da, und die sünstlerischen Bestre früher auszubeuten; er muß mehr Stiefelpuger und Kinder- heute, nur sind wir eine größere Partei geworden, die mehr Vorsich bungen werden am allerwenigften die Sozialdemokratie zurück- mädchen spielen als Lehrling. Dieses Jdeal möchten die Zünftler nöthig hat, als eine kleine Bartei. Die Regierung täuscht sich sicherlic drängen. Den besten Beweis dafür liefert das Musterland für wahrscheinlich wieder herbeiführen, daher sind sie auch gegen selbst nicht über die Erfolglosigkeit der angekündigten Maßregeln den Befähigungsnachweis, Defterreich. Desterreich hat den Be die Berbesserung des Lehrlingsunterrichts. Wenn Sie erkennen aber fie fennt die Bedeutung des Handwerkerstandes für ihre fähigungsnachweis, und trotzdein wächst, blüht und gedeiht dort wollen, daß das Handwerk keinen Rückschritt gemacht hat, so Staat, sie muß ihn aufrecht erhalten, und so kommt sie zu solchen die Sozialdemokratie, so daß ich meine herzliche Freude daran brauchen Sie nur auf die Fortschritte in den Ausstellungsgegen- Borschlägen, obwohl sie selbst einsieht, daß dieselben die Ent haben konnte. Auf unseren legten Parteitagen waren es nament- ständen von London im Jahre 1861 und von Baris 1889 zu widelung nicht um ein Jota aufhalten.( Beifall bei den Sozial lich die Fabritarbeiter, die das erste Wort führten. In Defter fehen. Die Nachfrage nach guter Waare hat nachgelaffen, die demokraten.) reich sind es vor allen Dingen die Handwerksgesellen, welche auf billige findet immer Absatz. Der Meister muß geschützt werden Damit schließt die Besprechung der Interpellation. den Parteitagen die Führung haben, und das hängt wohl mit gegen die Pfuscherarbeit. Wer sind aber die Pfuscher? Die der Durchführung des Befähigungsnachweises zusammen.( Beifall Profitwuth des Kapitals. bei den Sozialdemokraten.) Dagegen kann der Handwerfer nicht wirksam fonfurriren, zumal sich der Großkapitalist Abg. Bachem( 3.): Die Herren von der Linken verhalten mit viel geringeren Profitraten begnügen tann, als der Hand fich durchaus ablehnend, die Sozialdemokraten und Freisinnigen werfer. Selbst wenn Sie obligatorische Innungen einführen, ganz offen; die Nationalliberalen zeigen durch ihre Mahnung, werden Sie nicht erreichen können, daß die Jnnung den Preis man solle sich nur nicht beeilen, daß ihnen nichts daran liegt, der Waaren festsetzt, welche der einzelne Meister zu liefern hat. wenn die Vorlagen schließlich ganz ausbleiben. Unsere Auch heute klagen die kleinen Meister in der Innung über die Interpellationen find nicht nuklos gewesen; die früheren Hand- großen, weil diefe billiger liefern. Die Innungen werden heute werfer Gesetze sind auf solche Weise herbeigeführt worden; wir häufig als eine Organisation au politischen Zwecken betrachtet. haben in diesem Jahre schon beffere Austunft erhalten, als im In Neustadt in Schlesien weigerte fich die Innung, einen Sozialvorigen Jahre, und wenn die Vorlagen nicht kommen, werden demokraten aufzunehmen. Seit mehr als 10 Jahren haben Sie mit dem Agitations- Komitee von Brandenburg fordern wir d Parteigenossen und Genosfinnen! Im Einverständni wir im nächsten Jahre wieder interpelliren. Herr Auer hat so bem Handwerk unter die Arme gegriffen und nichts gebeffert. Berliner Genossen und Genofsinnen sämmtlicher Wahlkreise au gemäßigt gesprochen, daß man fast annehmen könnte, er habe Die Zahl der kleinen Meister soll zugenommen haben, fich an einer am Sonntag, den 11. b. M., stattfindenden Ag die Handwerker nicht erschrecken wollen( Heiterkeit lints). aber das sind meist nur angebliche Handwerksmeister, tationstour für den Nieder- Barnimer Kreis zu betheiligen. Barte Die Sozialdemokraten haben früher den Kladderadatsch für das die in Wirklichkeit schlimmer dran sind als die Fabrik genoffen und Genoffinnen! Es gilt, für die Sache des Proletariat Jahr 1894 prophezeit; jetzt, wo das Jahr 1894 bedenklich proletarier. Das Handwerk kann nicht weiter existiren, zu arbeiten, die Landbevölkerung aufzurütteln, aufzumunters näher rückt, spricht man vom Ende des Jahrhunderts und am und es hat Front zu machen nicht mit dem Kapital gegen die benn es ist bei der augenblicklichen politischen Lage nicht voraus Ende des Jahrhunderts wird man vielleicht vom Ende des Arbeiter, sondern mit den Arbeitern gegen das Kapital. Taufende zusehen, was in den nächsten Monaten eintreten kann. Darum nächsten Jahrhunderts sprechen. Inzwischen ist Herr Bebel immer und Abertaufende haben das schon erkannt und diejenigen, die Genossen und Genoffinnen, alle den 11. d. M. am Plage, u wohlhabender geworden und damit auch besounener; der das noch nicht erkannt haben, wollen wir nicht unterstügen durch mit zu arbeiten an einer unserer Aufgaben, die Landbevölkerung Kladderadatsch ist ihm alsdann nicht mehr so angenehm.( Große eine künstliche Organisation. Denn es ist ein wirthschaftlicher für unsere Ideen zu gewinnen. Geeignetes Material zum Ber Heiterkeit bei den Sozialdemokraten.) Aus den Mittheilungen, Wahnsinn, zu glauben, daß das Handwerk mit dem Fabrikanten breiten sehr willkommen! welche uns über die Handwerkerkammern gemacht worden sind, fonfurriren fönne. tann ich nicht schließen, daß der Einfluß der Innungen zurück- Abg. Möller( natl.): Wir sind für die Borschläge des gedrängt wird. Wenn es außerdem gelingt, das Lehrlingswesen Staatsjefretärs, weil wir dem Handwert ebenso wie dem Handelszu ordnen, dann ist die Hauptschlacht gewonnen, dann wird sich stande und der Großindustrie eine geordnete Vertretung geben ein tüchtiger Gefellen- und Meisterstand herausbilden. Gin wollen. Die Handelskammern werden freiwillig da eingerichtet, wo ganzes Jahr hat es gedauert, daß wir den Inhalt der Gesetze ein Bedürfniß vorhanden ist; so wird es auch bei den Handwerkererfahren, deren Titel schon im vorigen Jahre genannt wurden; tammiern fein. Das Handwerk soll befreit werden aus den foll es noch lange dauern, bis die Vorlagen wirklich kommen? Händen von Agitatoren, welche unerfüllbare Hoffnungen erweckt Ich richte an die Regierung die Bitte: Nehmen Sie sich nicht zu haben. Die intelligenten Handwerker fönnen auch jezt noch beviel Zeit, denn allgemein wird eine baldige Regelung dieser stehen; wer aber feine Beit nicht versteht, der wird die Folgen Frage verlangt, die immer schwieriger wird, je länger man fie au tragen haben. Hinausschiebt. Wenn die Regierung nicht zu Weihnachten oder Abg. Goldschmidt( dir.) erklärt, daß er dem Minister teine Neujahr die Vorlage bringen kann, dann mag fie fie später Gesegesverlegung vorgeworfen habe. Er habe überhaupt nicht bringen.( 3uruf bei den Sozialdemokraten: Diterei!) Als sprechen wollen, habe aber das Material aus der Bibliothek sich Ofteret! Ich freue mich, daß diese fromme Sitte selbst bei den beschafft und das hätte der Minister auch gefonnt. Sozialdemokraten noch Anhänger hat.( Heiterkeit.) Wir haben Abg. Rickert( dfr.): Ich weiß nicht, wie der Minister meine uns bei unserer Interpellation nur auf die Punkte beschränkt, Bahlen, die der Vorsitzende des Gastwirthsverbandes angeführt deren Regelung die Regierung früher in Aussicht gestellt hat. bat, als falsche bezeichnen konnte, während er selbst erklärte, daß Damit haben wir auch unsere weitergehenden Forderungen: Be- er die Zahlen nicht kenne. Abfahrt: Schlesischer Bahnhof 8,26, Stralau- Rummel burg 8,32, Friedrichsfelde 8,40. Treffpunkt: 7% Uhr Strala Rummelsburg, Bahnhof- Restaurant. Biel: Strausberg Bahnho Die Vertrauensperson: J. A.: B. Schneider, Schriftführer. Profeffor Nudolf Birchow hat auf Veranlassung des hie sigen Vereins für Feuerbestattung ein ärztliches Gutachten ab gegeben über die Nüglichkeit der Einführung der fakultative Feuerbestattung namentlich bei solchen Personen, die an Cholera oder sonstigen epidemischen Krankheiten verstorben sind. Er er flärt, daß er in voller Aufrechterhaltung der von ihm bereits im preußischen Landtag 1881 dargelegten Meinung, die Feuer bestattung vom fanitären sowohl als vom volkswirthschaftlichen Standpunkt aus für durchaus nnybringend erachte." Bu Zeiten größerer Epidemien", so schreibt Prof, Virchow an den Vorstand bes Vereins, follte die Feuerbestattung geradezu als eine Not wendigkeit anerkannt werden. Hochgrabige Hike hat sich nac meinen Erfahrungen auch schon bei Temperaturen unter der Ber brennungshize als wirksames Vernichtungsmittel der Mikros fähigungsnachweis und weitere Ausbildungen der Innungen nicht Abg. Liebermann von Sonnenberg( Antisemit) tritt der Organismen und Ansteckungsteime erwiesen, indeß die wirklich verzichtet. Wir stellen unsere Forderungen nur zurück, um dem Vor- Ansicht entgegen, daß das Handwerk zum Untergang vers Verbrennung gewährt eine ungleich größere Sicherheit. F gehen der Regierung keine Hindernisse in den Weg zu legen. Zeigt sich die urtheilt sei. Allerdings habe das Handwerk unter der Ein- größere Städte follte daher die Feuerbestattung ganz besonders Vorlage als nicht befriedigend, dann werden wir auf unsere führung der Maschinen gelitten, namentlich weil zu dieser anzuftreben sein, da Massenbegräbnisse auf den oft in unmittel Forderungen zurückkommen. Möge die Regierung mit derselben Beit die Innungen aufgelöst wurden, statt daß man sie barer Nähe bewohnter Gegenden belegenen Kirchhöfen die Be Energie, mit welcher sie den Arbeiterschuß gefördert hat, auch gestärkt hätte. Die Elektrizität ist vielleicht dazu geeignet, forgniß immer wieder wachrufen, daß eine Gefahr für die Nach den Handwerkerschutz fördern. Wir wünschen, daß die Hand- den Handwerkern zu helfen. Wenn man den Handwerkern und barschaft nicht ausgeschlossen ist." werter endlich etwas erreichen; wir werden dazu mit der Regie Arbeitern helfen will, dann soll man nicht bloß die Unzufriedenrung Hand in Hand gehen, oder auch mit Hilfe der Konfervativen gegen der Willen der Regierung.( Beifall im Zentrum und rechts.) Werner on Siemens ist gestern Nachmittag 5% Uhr Charlottenburg gestorben. 預 heit schüren, sondern auch lebensfähige Organisationen bauen im Wider den Redakteur Richard Saling ist infolge eine Sinne der faiserlichen Bosschaft. Je mehr man sich mit den substantiirten Anzeige wegen angeblichen Falscheides seitens de Herren Sozialdemokraten beschäftigt, desto weniger schrecklich ertönigl. Staatsanwaltschaft ein Ermittelungsverfahren eingeleite Abg. Goldfchwidt( dfr.) kommt auf die Beschwerde der scheinen sie.( Seiterkeit.) Nach ihrem letzten Parteitag muß worden. Wie verlautet, handelt es sich dabei um die von ih Gastwirthe Berlins gegen die Innung der Gastwirthe zurück. Die man sagen: fie find ja Revolutionäre im Schlafrock und Ban in Sachen Ahlwardt gemachten eiblichen Bekundungen. 311 Jnnungsmitglieder treiben Beiträge von den 715 Gastwirthen toffel geworden.( Vizepräsident Graf Ballestrem bittet ein, welche einen oder mehr Gehilfen beschäftigen. Von dem den Redner bei der Sache zu bleiben.) Die Sozials Eine umfassende Hausfuchung, die allerdings refultatio Beitrag für die Fachschule sind sie befreit worden, weil demokratie verkennt das Lebensbedürfniß, welches im verlief, fand gestern zwischen 1/212 und 1/21 Uhr beim Vertrauen der Minister fich überzeugt hat, daß die Fachschule der freien Handwerkerstande stedt, und sie verkennt das Staatsintereffe, mann Robert Wengels, Stoppenstr. 41, statt. Die Beamten legte Bereinigung ebenso gut ist, wie die der Innung. Die In welches fo viele Griftengen nicht untergehen lassen kann. der Versicherung, daß sich im Hause feine Liederbücher befänden mang hat für eine Herberge 2400 M. im Jahre ausgegeben und nur Die Meinung des Staatsmannes, der da sagt: Last nur die feinen Werth bei und begannen Risten, Raften und Betten 20 Gehilfen haben die Herberge besucht; die Innung hat 4454 Sandwerker zu den Sozialdemokraten gehen, die Regierung ist durchsuchen. Es war aber nichts zu finden. Als einige Bade Stellen nachgewiesen, unentgeltlich; die freien Vereine haben tart genug, wird nicht von vielen Baterlandsfreunden getheilt die gehegten Hoffnungen noch einmal auflodern ließen, folge 9036 Stellen gegen Entgelt nachgewiesen. Will man dem Hand- werden.( Bustimmung rechts.) bittere Enttäuschung. Die Packete erhielten nur Erläuterungen werk helfen, dann müssen die jungen Handwerker besser vor- Abg. Bebel: Ich bedauere, daß der Name meines früheren zum Programm und Maifeft- Beitungen. Der Staat war wiede gebildet werden; die Leistungen der Innungsschulen standen aber Associés hier in die Debatte gezogen ist und daß von seinem einmal gerettet. Außerdem wurde gestern beim Vertrauens hinter denen der Schulen der freien Vereinigung ftets zurück. Charakter ein falsches Bild entworfen ist. Der Mann, der mir mann des ersten Wahlkreises, Genossen Rohlmann, nach den Ich glaube nicht, daß das Handwerk teine Butunft hat. Ich persönlich sehr nahe steht, hat namentlich in der Zeit, wo ich auf Liederbüchern gehaussucht. Es wurden gegen 100 Grempla glaube, daß ihm jest wieder die Bahn frei gemacht wird, da- Grund des Belagerungszustandes aus Seipzig ausgewiesen war, beschlagnahmt. Ferner wurden mehrere Gremplare des„ Ceterum durch, daß den Handwerkern fleine Maschinen zur Verfügung das Geschäft mit großer Thatkraft und Aufopferung aufrecht er censeo" in Beschlag genommen. geftellt werden. Ich empfehle Ihnen das Buch des Mannes, der halten. Ich bin nie Großfabrikant gewesen, das Ge leider feit heute morgen auf der Todtenbahre liegt: des Herrn schäft, aus welchem ich 1884 austreten mußte, beschäftigte ganze Werner Siemens. Frankreich hat längst die Junungen in die dreißig Arbeiter. Meine foziale Stellung läßt es heute mehr wie Rumpeltammer geworfen und Amerika hat fie niemals gefannt. ie su, zu wünschen, daß der Kladderadatsch recht bald kommt Wir erhalten folgendes Schreiben: In Ihrem Bla Breußischer Handelsminister v. Berlepsch: Die Zahlen und mein höheres Alter hindert mich nicht, um so lebhafter vom 28. v. M. bringen Sie einen Bericht, welcher ben Selb angaben des Herrn Rickert hat der Herr Vorredner schon beau wünschen, daß mein Jugendideal verwirklicht werde. Daß das mordversuch des p. Karge behandelt. In diesem Bericht wir richtigt; unter den 3000 oder 4000, Sie Herr Rickert angeführt Handwerk noch eine Zukunft habe, fann nur jemand sagen, der mitgetheilt, daß der p. Karge am Freitag Nachmittag in einem hat, befinden sich sehr viele, welche garnicht herangezogen werden die Entwickelung des Handwerks nicht verfolgt hat. Wenn das Lokal mit Damenbedienung 400 m. verpraßte und eine golden zu Beiträgen, weil sie feine Gehilfen haben. Darauf habe ich Sandwerk Maschinenfräfte in größerem Maße verwenden könnte, Uhr für 25 W. verfegte. Diese Darstellung entspricht nicht den vorhin hingedeutet. Auf die Zahlen einzugehen, bin ich jetzt nicht so würde die Produktion gesteigert und dabei die kleine Bro- wirklichen Sachverhalt. Am Donnerstag Nachmittag erschien in der Lage; ich konnte nicht wiffen, daß die Sache heute hier duktion vernichtet werden. Glaubt man denn wirklich, meinem Lotal ein junger Mann, der seinem Aeußeren nach de vorgebracht würde. Die Angaben bezüglich der Herberge kann daß der kleine Handwerker durch Ausnutung der Elektrizität Eindruck eines 24jährigen, nicht aber eines 17jährigen Mensche ich nicht fontrolliren. Sollte die Junung wirklich für die Unter- mit dem Großkapitalisten fonfurriren fönnte?( Buruf machte. Derfelbe zeigte ein durchaus ruhiges und sicheres bringung von 20 Personen eine Ausgabe von 2400 M. gemacht Ja!) Wenn das wirklich der Fall sein sollte, wes nehmen, bestellte zunächst verschiedene Biere und eine laf haben, so würde ich das als einen Mißgriff betrachten müssen. halb haben denn die reichen Beute, die hier im Reichs- Wein und langte endlich ein 10 M.- Stück heraus, anscheinen Es handelt sich hier nicht, wie man nach den Ausführungen des tage fizzen, den Handwerkern das bas noch nicht durch um zu bezahlen. Zugleich ersuchte er mich, ihm auf eine goldent Borrebners annehmen sollte, um eine Gesegesverlegung( Buruf Experimente nachgewiesen? Sobald das bewiesen wird, uhr Geld zu leiben, was ich ablehnte. Er ließ links: 3ft gar nicht behauptet!), sondern um die Ausführung will ich meinen Frrthum hier bekennen. Die Handwerks- Lehrlinge die Uhr durch einen Dienstmann versehen und eines ben Behörden verliehenen gefeßlichen Rechts.( Buruf treten fofort nach ihrer Ausbildung möglichst schnell in die Fabrit, noch vier Flaschen Wein, worauf er mein 2otal in de Singer's: Und wo bleibt die Antwort bezüglich der Arbeiter weil dort die höchsten Löhne gezahlt werden. Mit Ihren Hilfs zehnten Stunde verließ. Am anderen Tage, dem fraglichen Fre mitteln helfen Sie dem Handwerk nicht. Allerdings werden die tag, tam er wieder und bat mich schließlich, ihm auf der Brand Abg. Jöft( Soz.): Ich muß konstatiren, daß auf verschie Sandwerker nicht bis zum letzten Mann verschwinden, es wird schein noch 25 M. zu leihen, wozu ich mich nur zögernd burd bene Anfragen des Ab. Auer bis jetzt noch feine Antwort erfolgt immer noch, wie selbst in England, eine geringe 3ahl übrig ben Umstand bewegen ließ, daß er nach Hamburg, seiner Heimath ist. Der Abg. Bachem hat durch seine heutige Rede bewiesen, bleiben, die zu Reparaturen Verwendung findet; aber der Stand reisen wollte. tammern?) bann trant daß er über einen Gegenstand gesprochen hat, von dem ihm jede als solcher geht ebenso zu Grunde, wie der Kleine Bauernstand. Der p. Karge hat nach meiner Schägung nur einige 50 Kenntniß abgeht. Ich stehe seit 25 Jahren mit dem Handwerker- Wir begreifen ja Ihren Standpunkt, daß Sie den kleinen Sand- nicht 400 m. bei mir gezahlt. Dieser Thatbestand ist durch di stande in enger Verbindung und bin auch auf dem Gebiet des werker- und Bauernstand erhalten wollen, denn darauf beruht vernommenen Zeugen bestätigt. Hochachtungsvoll A. Meißner Maschinenwesens einigermaßen vertraut; ich kann ihm nach ja Ihre Eriflenz als politische Partei. Aber alle diese Besselstr. 3. weisen, daß seine heutigen Ausführungen sehr geeignet sind, das Bemühungen scheitern an der Macht der Verhältnisse. Herr Handwerk rascher seinem Untergang entgegenzuführen, als es Liebermann v. Sonnenberg sieht in dem kleinen Handwerk Profetariers Kindheit. Schlaftrunken bestieg am Montag auf dem gewöhnlichen Wege geschehen würde. Es wurde gesagt, Quadern in dem Schuhwall gegen die Sozialdemokratie. Es früh nach 6 Uhr ein einer etwa zwölfjähriger Knabe man müffe das Handwerk mit Hilfsmaschinen ausrüsten. Dann sind keine Quadern, es ist nur Flugfand, der leicht weg- einen kleinen Korb am Arm, in der Nähe der Station Gefund wird die Folge sein, daß die Ueberproduktion noch unendlich geschwemmt wird und auch das Eindringen der Sozialdemokratie brunnen den nach dem Kreuzberg fahrenden Pierdebahnwage mehr gesteigert und noch größer werden wird, als sie jetzt schon in das Handwerk nicht verhindern wird. Die Handwerker werden Der Wagen war vollständig besetzt, und so mußte der kleine Re gegenüber der fintenden Kauftraft des Volkes sich darstellt. Wenn selbst einsehen, daß sie feine andere Rettung haben, als im im Hintergrunde des Wagens zunächst an der vorderen g Herr Rickert auf die große Zahl der Arbeiter in den fleinen Be- neuen fozialen Staat. Für tausende und abertausende fchloffenen Thür stehen. Kaum hatte er sich dort hingestellt, a frieben hingewiesen hat, so vergißt er, daß der geringeren Zahl fleiner Handwerker wären selbst die Kosten unerschwinglich, er auch schon anfing einzuschlafen. Als ein Blas frei wurde, der Fabritarbeiter die großen Maschinen zur Seite stehen, die Ihre geplante neue Organisation verursachen würde. setzte er sich und schlief so fest ein, daß ihn der Schaffner a man Er tommt aus In Desterreich kann welche Zaufende von Arbeitern ersetzen. ja ben Kleinbetrieb fünstlich Hackeschen Markt, wo seine Fahrt zu Ende war, ziemlich falschen Voraussetzungen zu dent falschen Schluß, daß das noch einige Jahrzehnte erhalten können; denn Desterreich fanft weckte und zum Verlassen des Wagens aufforderte. De Handwerk noch lebensfähig ist. Wenn der Abg. Bachem steht in der ökonomischen Entwickelung unendlich weit hinter Schaffner mußte den Knaben wohl kennen, fagt, daß man bestrebt sein müffe, tüchtigere Lehrlinge, Ge- Deutschland zurück. Während die deutsche Industrie mit 4% derfelbe den Wagen verlassen hatte, sagte er entrüstet sellen und Meister heranzubilden, um damit das Handwert au Millionen Pferdekräften arbeitet, fann Desterreich- Ungarn nur Der Bengel treibt sich die ganze Nacht in den Straßen heru schützen, so ist das ganz verfehlt; die Handwerker sind nicht 1200 000 aufweisen. Das Kleine Handwerk hat also dort noch und dann schläft er hier im Wagen." Sehr richtig! Aber waru zurückgeblieben; fie fönnen heute schon nach Zeichnungen ar- eine viel größere Bedeutung. Die Konditoren haben uns mit treibt sich wohl der arme Knabe, wie der Schaffner fagte, beiten, freilich bie Bünstler nicht; die sind nicht blos gewerblich, Petitionen bestürmt, in welchen sie zum Schuße gegen die ganze Nacht auf den Straßen herum, was doch sicherlich be fondern auch geistig zurückgeblieben. Wir haben den Fall er Konkurrenz der ebenfalls feine Suchenwaaren herstellenden jetziger Jahreszeit fein Vergnügen ist? Einfach: er muß du lebt, baß ein Vater vor Gericht gestellt wurde, weil er feinen Bäckermeister die Herstellung des Befähigungsnachweises einen tleinen Handel Geld verdienen, und darum muß fich da Sohn bei sich selbst in die Lehre nahm. Die Klage der Junung wünschen. Wird dies ausgeführt, so werden fie fehen, daß arme Kind die ganze Nacht herumtreiben. Jedenfalls wird ih wurde freilich zurückgewiesen. Man muß sich doch sagen, daß damit gerade das Gegentheil erreicht wird. Es herrscht im Hand- auch der Schulunterricht, welcher nach einer auten Stunde be 11 denn al bi gi 100 ein Sc 101 Ve Rc fol fet mi Hi ich far he ra fte ba dis fol fta D fic 10 SO F ge ib et 92 2 be 21 2 Q 比 et 0 ft f 18 er 131 20 2 ginnen sollte, feinen großen Segen bringen, da er sich nicht wird welcher vom Bandgericht in Berlin durch Urtheil vom 8. Cept. wach erhalten können. wegen Beleidigung des Reichskanzlers und des Finanzministers Miquel zu einmonatlicher Gefängnißftrafe verurtheilt wurde. Die Beleidigung war in der Broschüre Was nun?", welche die Handelsverträge kritisirte, gefunden worden. Prozek Ahlwardt. ( Fortsetzung aus der 2. Beilage.) Bu ben neuen Beweisanträgen des Vertheidigers bemerkt der Präsident: Mir wird hier mitgetheilt, daß diese Anträge wieder so viele Beleidigungen enthalten, daß der Gerichtshof Bedenten trägt, dieselben hier ohne Weiteres zur Verlesung zu bringen. Der Gerichtshof wird sich zunächst zur Berathung darüber zurückziehen. 17 Dem Streit, welcher in der vereinigten Dresdener Stroh und Filzhutfabrik ausgebrochen, haben nunmehr, wie die Sächs Arb.- 8tg." mittheilt, die Arbeiter der Loewy'schen und der Kronheim'schen Fabrit sich angeschlossen. Sämmtliche Arbeiter der Leowy'schen, sowie die Mehrzahl der Arbeiter der Kronheim'schen Fabrik haben am Sonnabend die Arbeit aufgekündigt, behufs Erzielung der legten Saisonpreise, hauptsächlich aber zur Erlangung eines Einheitspreises in den maßgebenden Fabriken, um so den immer und ewig sich wiederholenden Vorwürfen der Fabrikanten:" In der und jener Fabrit wird ja auch blos soviel bezahlt", Halt zu gebieten. Wegen Lohnherabfehung haben 80 eber ber Firma A. Meinis Erben in Grünberg bei Graslih in Böhmen die Arbeit niedergelegt. Die Streifenden sind meist Familien väter. Es wird um strengste Fernhaltung des Zuzugs gebeten. Näheres durch Richard Zimmermann, Graveur in Eibenberg bei Graslih in Böhmen. Mit einer argen Holzerei fand das Vergnügen des Vereins Mnemosine feinen Abschluß, das am 27. v. Mis. im großen Saale des Restaurants Philipp, Rosenthalerstr. 38, abgehalten wurde. Eine Treppe höher tagte der Verein ostpreußischer Aerzte, deffen Mitglieder Bekanntschaften mit den Damen der Vereinsmitglieder der Mnemosine anknüpften. Es tam auf dem Rorridor zu lebhaften Auseinandersehungen, die bald in eine folenne Schlägerei ausarteten. Stuhlbeine, Biergläfer, Unterfeger, die Reste des falten Buffets u. f. w. bildeten die Waffen, mit denen man tämpfte. Trotzdem der Ruf nach polizeilicher Silfe ertönte, zögerte der Wirth doch, nach der Wache zu schicken. Erst als er merkte, daß das ganze Sofal in Gefahr Verheidiger: Ich bin mir bewußt, während der ganzen war, demolirt zu werden, ließ er Schuhleute herbeiholen. Es Verhandlung niemand beleidigt und niemand zu Liebe noch zu famen auch fofort 8-10 Schuhleute und mehrere Nachtwächter Leide gehandelt, sondern mich bemüht zu haben, das Rechte zu herbei, welche die Ruhe wieder herstellten. Einige der Haupt- finden. rabaumacher wurden zur Wache fiftirt. Während der Schlägerei Die neuen Anträge gehen auf Vernehmung zweier Romfielen einige Damen in Ohnmacht, einige andere retteten sich mandeure und eines Majors in Gulm über schlechte Beschaffen- Ueber die Frage: ob ein Drtsstatut erlassen werden folle, dadurch, daß fie eine am Fenster stehende Leiter benußten und auf heit Löwe'scher Gewehre, ferner eines Mitgliedes der Bintgraff- wonach der von den minderjährigen Arbeitern verdiefer vom ersten Stock ins Freie gelangten. Der Tumult entstand auf schen Expedition und zweier ehemaligen Löwe'schen Arbeiter, diente Lohn nur von Eltern oder Vormündern erhoben folgende Weise: Einige der Damen waren aus Versehen zu den welch' lettere erweisen sollen, daß alle sachlichen Behauptungen werden könne oder nur mit deren schriftlicher Zustimmung von Ostpreußen gerathen. Diese waren animirt und ließen es an der Broschüre auf Wahrheit beruhen. Gerner soll bewiesen ben jugendlichen Arbeitern felbst, ersuchte der Magistrat Galanterien nicht fehlen, die bald etwas deutlich ausfielen. Einige werden, daß die seiner Zeit vom Kriegsminifter im Reichs- Rölns bas bortige Gewerbegericht um ein Gutachten. Ein Damen ließen die Sache auf sich beruhen, andere aber machten Anzeiger" erlassene Erklärung, daß die gesammten 425 000 Ge- zwölfgliedriger Ausschuß, welchem laut Regulatio diese Sache zur ihren Anbetern, die zur Mnemofine gehörten, davon Mittheilung. wehre sich als tüchtig erwiesen haben, nicht richtig sei, da da- Berathung überwiesen war, hat nun die Frage einstimmig verMan wurde bei den Ostpreußen vorstellig, die aber jebe Ber- mals überhaupt erst 125 000 Gewehre erprobt worden seien ne int. Danach wäre die Einführung der nach§ 119a der ständigung zurückwiesen. Zwei der Herren waren besonders hart und die übrigen unerprobt in die übrigen unerprobt in den Depots lagern. Gewerbe- Ordnung zulässigen, für die jugendlichen Arbeiter unter an einander gerathen und gaben fich bald schallende Beweise Weiter wird auf Herrn von Diest Daber zum Beweise darüber Umständen sehr nachtheiligen Maßregel vorderhand in Köln ihrer Bärtlichkeit. Das war das Signal zum allgemeinen Kampf. Bezug genommen, daß höhere Offiziere die Broschüre Ahlwardt's fraglich geworden. Die Ostpreußen unternahmen wiederholt scharfe Attaten, aber die als ein Verdienst um das Vaterland bezeichnet haben. Der Die Elberfelder Arbeitslosen hielten dieser Zage eine Mnemosiner ließen sich nicht so leicht werfen. Als die Polizei ungarische Kriegsminister soll darüber vernommen werden, daß Versammlung ab, in welcher die von ihnen in einer früheren die Streithähne auseinandergebracht hatte, fah es auf dem die ungarische Regierung zwei Mal die Abnahme von 20 000 Ge Schlachtfelde ziemlich wüft aus. Zwischen zerschlagenen Bier- wehren als unbrauchbar zurückgewiesen habe. Daran reihen fich Bersammlung gewählte Kommission berichtete, daß alle um Beschaffung von Arbeit bei den städtischen Behörden gethanen gläsern lagen abgeriffene Kravatten, der Boden war mit den noch zahlreiche andere Beweisanträge, namentlich wird auch der Schritte vergeblich gewesen seien. Man verweise die ArbeitsTrümmern des falten Buffets bedeckt. Die Kämpfer befanden Beweisantrag über Herrn v. Wackerbarth's vergebliche An- losen wieder an die Armenverwaltung. Die Arbeitslofen befich zum Theil in kläglicher Verfassung, fie saben nicht aus, als strengung, die Staatsanwaltschaft zum Einschreiten zu veranlassen, riethen nun, was in der trostlosen Sache zu thun fet, und faßten wenn sie von einem Bergnügen" fämen. Der von dem Jäger Wilde im städtischen Obdach durch Mefferstiche schwer verletzte Schloffer Radtke ist im Krankenhause Friedrichshain gestorben. Ein eigenthümlicher Angriff ist am Abend des 4. d. M. gegen 7 Uhr 30 Minuten auf ein Frl. N. verübt worden. Die Dame begab fich in das Haus Rosenstr. 1, um eine dort wohnende Freundin zu besuchen. Auf der Treppe ging ein unbekannter Mann an ihr vorüber, tehrte darauf, nachdem er die Thürschilder im zweiten Stockwert gelesen hatte, zurück und als die N. zur Seite trat, um ihm Play zu machen, erhielt sie von ihni, ohne daß ein Wort gewechselt worden wäre, einen Meffer stich, der durch sämmtliche Kleider drang und ihr am Unterleib eine Wunde beibrachte, die glücklicher Weise nur leicht ist. Fel. N. rief um Hilfe, aber es gelang dem Thäter, zu entfliehen. Leider ist Frl. M. nicht in der Lage, ihren Angreifer genau zu beschreiben; sie ist nur im stande anzugeben, daß er zwischen 20 and 30 Jahre alt ist und glaubt, daß er einen fleinen schwarzen Schnurrbart hat. gestellt. Der Vorsitzende erklärt, baß baran sich noch Deduktionen knüpfen, die zu verlesen der Gerichtshof ablehne, da das nur persönliche Auseinandersetzungen zwischen den Offizieren und dem Bertheidiger zur Folge haben würde. den Offizieren nicht scheuen. Verth.: Ich würde persönliche Auseinandersetzungen mit Der Gerichtshof behält sich die Beschlußfaffung über diese Anträge vor und der Präsident vertagt um 41/2 Uhr die Sigung auf Mittwoch 91/2 Uhr. Soziale Lebersicht. fchließlich eine Resolution, in welcher das Verhalten der Stadtverordneten Bersammlung gemißbilligt wird. Bringt man in Parallele hierzu die Schwierigkeiten, welche Staat und Gesellschaft den Organisationen der Arbeiter bereiten, ferner dent Gefeßentwurf, nach welchem die Regierung den Arbeitern auch noch das letzte Mittel, die Auswanderung, aufs äußerste er schweren will, so ergiebt sich ein Beitbild, dessen erschütternde Tragit nur jemand stumpf lassen kann, dem im Wohlleben jebe Empfindung für das Leid der Besitzlofen verloren gegangen ist. Eine neue Art Arbeitsbörsen ist in Buxemburg am 1. Dezember in Funktion getreten. Der Köln. 8tg." wird darüber berichtet: Diejenigen Unternehmer und Arbeiter, welche Arbeiter resp. Arbeit suchen, schreiben ihr Gesuch auf eine Posttarte, welche dem Post amt in Luxemburg als Hauptvermittelungsamt zugeht. Hier werden sämmtliche Gesuche. registrirt. Am Abend, nach Eingang der letzten Tagespoft, wird An die Brauer Berlins. Kollegen! Am 11. Dezember eine Zusammenstellung aller eingegangenen Gesuche gedruckt und läuft die Frist zur Einzeichnung in die Wählerlisten für die Ge- am folgenden Tage allen Bostämtern zugestellt. Die Poftwerbegerichts- Wahlen ab. Wer bis zu diesem Datum noch nicht ein ämter hängen die betreffende Lifte an den Schaltern auf. Man getragen ift, tann später an der Wahl nicht theilnehmen; forge verspricht sich von dieser Einrichtung, durch die jeder vom Ein Schwindler hat in der letzten Beit wiederholt ben beshalb jeder Kollege dafür, daß sein Name noch bis zu diesem Stand des Arbeitsmarktes Kenntniß nehmen kann, großen Nugen Bersuch gemacht, Fuhrwerksbefizer zu betrügen. So fam er diefer Datum in die Listen hineinkommt. Am besten werdet Ihr ver- für das Land. Tage zu einem folchen in der Adalbertstraße und engagirte ihn, fahren, wenn Ihr mit Euren Legitimationspapieren( Militärpaß, Die Mainzer Gewerkschaften haben beschlossen, eine Bes Sachen aus der Koppenstraße abzuholen, weil er nach der Miethskontrakt oder polizeiliche Wohnungsanmeldung) Guch nach schwerdekommission an ernennen, welche sich mit den hessischen Adalbertstraße in Schlafstelle ziehen wolle. Nachdem er Adresse irgend einem Meldebureau, welche an den Säulen und im Vor- Fabrikinspektoren ins Ginvernehmen sehen soll, um beund einige Zeilen an die Wirthin aufgeschrieben hatte, veranlaßte wärts" bekannt gemacht find, hinbegebt, dort Euch ein Antrags- gründete Beschwerden der Arbeiter zu beren Kenntniß zu bringen. er den Fuhrwerksbesitzer, 40 Pfg. für Bier und Bigarren für ihn formular geben läßt, dasselbe ausfüllt und dem dort anwesenden Bis die Herren Inspektoren ihre Zusage gegeben, ist den Arbeiterauszulegen, welchen Betrag er mit dem Fuhrlohn zusammen Beamten dieses ausgefüllte Formular vorlegt. Derfelbe wird beisigern des Gewerbegerichts diese Funktion übertragen. Die wiedergeben wollte. Es stellte sich aber heraus, daß die Adresse Euch dieses Formular auf Grund Eurer Legitimationspapiere Arbeiter, welche über die Art des Betriebs, der fanitären Vereine fingirte war. Die Fahrt war also umsonst gemacht und dann bescheinigen und gleichzeitig die Eintragung in die Wähler- hältnisse 2c. in den Fabriken sich zu beschweren haben, tönnen obendrein 40 Bfg. zugegeben. Wie fich ferner herausstellte, hat lifte vornehmen. jeden Mittwoch in einem bestimmten Lofal ihre Anliegen vor fich der Schwindler auch von der Schlafftellenvermietherin 1,50 mm. Die Kollegen in den Brauereien Happoldt und bringen unter der Garantie, daß der Name des Beschwerdegeborgt. Derfelbe gab an, Eisenbahnbeamter zu sein, der Bettel, Friedrichshain mögen besonders auf vorstehendes achten, führer verschwiegen wird. Analog dem Vorgehen des badischen welchen er dem Fuhrwertebesiger mitgegeben hatte, war mit dem ba dem Unterzeichneten zur Ausfüllung und Abholung der An- Fabrikinspektors Wörrishoffer hofft man, daß auch, die beiden Namen Vieh unterzeichnet. Da anzunehmen ist, daß der Schwindler tragsformulare in beiden Brauereien der Zutritt von den hessischen Inspektoren sich für diesen Plan zugänglich zeigen. fein Manöver wiederholen wird, sei hiermit vor demselben ge- Direttionen derfelben verweigert wurde. Außerdem sei noch bekannt gemacht, daß am Donnerstag eine öffentliche Brauer versammlung stattfindet. warnt, Unglücksfall. Gestern Nachmittag gegen 5 Uhr stürzte der Hausdiener Gustav Semmler, der in der Wäschefabrit von Gichenberg beschäftigt ist, vom dritten Stockwerk in den Fahr stuhl hinab. Gr trug so schwere Berlegungen davon, daß er mittels Süd'schen Krantenwagens nach Dem Krankenhaus Friedrichshain geschafft werden mußte. Der Unglücksfall ist auf ben Umstand zurückzuführen, daß keine Beleuchtung vorhan den war. worden. Mit tollegialem Gruß A. Steiner. " Moderne Atteste. Die Elberfelder Freie Preffe" ver öffentlicht folgende Bescheinigung: 著 Es wird bescheinigt, daß J. 2., in hiesiger Gemeinde wohnhaft, fich eines ordentlichen Lebenswandels befleißigt, sich auch nie an ordnungsfeindlichen Bereinen betheiligt hat. Rath, den.. (...) Siegel Der Vorsteher Schmih." Achtung, Friedrichshagen! Die Genoffen von Friedrichshagen und Umgegend werden hiermit dringend ersucht, der in der Boltssammlung am 26. November neugewählten Lokaltommiffion die kräftigfte Unterfügung in ihrer Thätigkeit ent Die Leipziger Arbeitslosen protestirten am Sonnabend in gegenzubringen. Ihr wißt, Genossen, daß jetzt, wo die hiesigen einer von über 1200 Personen besuchten Verfara hlung entschieden In der Nacht von Sonnabend auf Sonntag wurde auf Botalbefizer ihre Taschen nicht so sehr wie im Sommer mit Ar dagegen, daß städtischerfeits gewährte Unterstützung bei ArbeitsIn der Nacht von Sonnabend auf Sonntag wurde auf beitergroschen füllen fönnen, einige von ihnen auch ihre losigkeit als Armenunterstützung betrachtet wird, indem hierdurch den herrschaftlichen Förster von Görsdorf bei Luckau von Wild- Arbeiterfreundlichkeit vorerst wieder an den Nagel zubas Ehrgefühl des Arbeiters verlegt werde; die städtische Verdieben ein Mordangriff verübt. Es sind auf ihn mehrere Schüsse hängen belieben. Gleich im Anfang unferer Thätigkeit haben waltung tonne es jedenfalls mit ihrer Pflicht nicht vereinbarlich abgefeuert worden, doch geht aus der Drahtmeldung, welche wir die Erfahrung gemacht, daß die zielbewußten Arbeiter es halten, das fittliche Gefühl der Einwohnerfchaft herabzuwürdigen. über den Vorfall dem hiesigen Polizeipräfioium zugegangen ist, lediglich sich selber zuzuschreiben haben, wenn die Herren Wirthe Die Versammlung beschloß, diese Anschauung dem Rathe der nicht hervor, ob der Förster getroffen worden ist. Als der That fie nicht in gebührender Weise respektiren. Achte mithin nur Stadt schriftlich kundthun zu laffen. Ferner verlangte fie, daß dringend verdächtig sind zwei Berliner Einwohner verhaftet ein jeder Genosse streng darauf, daß in den von ihm und seinen etwaige Maßnahmen in bezug auf Unterstützung in der Leipziger Belaunten besuchten Lofalitäten, auch wenn diese sich nicht zu Tagespresse veröffentlicht werden. Marktpreise in Berlin am 5. Dezember, nach Ermitte. Bersammlungszwecken eignen, ein Arbeiterblatt ausliegt, und der Krankenkaffenwesen. Wie der„ Reichs- Anzeiger" mittheilt, lungen des Polizeipräsidiums. Weizen per 100 kg. guter von Besitzer wird, zu feinem eignen Vortheil, schon diesem berech 15,60-15,20., mittlerer von 15,10-14,80 m., geringer von tigten Wunsche nachkommen. Laffe sich nur niemand durch irgend ist vom Reichskanzler folgenden Kassen die Bescheinigung ertheilt 14,70-14,40 m. Roggen per 100 g. guter von 13,50-13,20 m., welche Ausreden düpiren. Es ist ja bekannt, daß die Wirthe zu worden, daß ste vorbehaltlich der Höhe des Krankengeldes den mittlerer von 13,10-12,90 M., geringerer von 12,80-12,50 M. ihrer Entschuldigung die abenteuerlichsten Dinge, als z. B. daß Anforderungen des§ 75 des Krankenversicherungs- Gcfezes geGerste per 100 kg. gute von 16,80-15,90 M., mittlere von die Post sich verspätet habe, daß der Miethskontrakt das Halten nügen: der„ Großen Arbeiter- Kranken- und Sterbefaffe" früher 15,80-15,00 m., geringe von 14,90-14,00 M. Safer per 100 Kg. von Arbeiterblättern nicht gestatte, den bei ihnen verkehrenden Kranken- und Sterbetasse des Bildungsvereins für Arbeiter in guter von 15,90-15,10 M., mittlerer von 15,00-14,30 M., Arbeitern vorschwagen. Möge jeder Genoffe dem Unterzeichneten Hamburg; der Hamburger allgemeinen freien Kranken- und geringer von 14,20-13,40 m., Stroh, Richt per 100 Kg. von von berartigen Fällen Mittheilung machen. Im Auftrage ber Sterbefaffe in Hamburg; der Kranken- und Begräbnißtaffe Lokal- Kommission: W. Henfelder, Friedrichstraße 117, Friedrichs des Vereins für Handlungs- Kommis von 1858 in Hamburg; der M. Heu per 100 Rg. von M. Erbsen Krantentaffe für Handlungskommis von 1826 in Hamburg; der per 100 Rg. von 40,00-25,00 2. Speisebohnen, weiße per hagen. Neuen freien Kranken und Stebekaffe früher Die Bleicher100 Rg. von 50,00-20,00 W. Linfen per 100 kg. von 80,00 An die Mitglieder des Fachvereins der Tischler. Brüderschaft" in Hamburg; der Kranken- und Sterbekasse Wohl. bis 30,00 m. Kartoffeln per 100 Kg. von 6,00-4,00 M. Hind: Kollegen! Laut Beschluß der außerordentlichen Generalversamm ergehen" in Hamburg; der Kranken- und Sterbekaffe„ Morgenfleisch von der Keule per 1 Rg. von 1,60-1,10 M. Bauchfleisch lung vom 27. November ist die Wahrung der Inter- stern" in Hamburg; der Kranken- und Sterbekasse der Tischler per 1 Kg. von 1,40-0,90 M. Schweinefleisch per 1 Kg. von effen der Berliner Zifchler dem Deutschen Tischler- Verbande und im Tischlerfach beschäftigten Arbeiter für Hamburg und fleisch per 1 sg. von 1,50-0,80. Butter per 1 Kg. von 2,80 nicht verluftig gehen, soll der Uebertritt zum Verbande bis zum kaffe der deutschen Schiffbauer in Hamburg; der Zentral- Krankenbis 2,00 m. Gier per 60 Stück von 5,00-3,00 m. Fische per 1. Januar erfolgen. Es ist nun Pflicht aller Mitglieder, den und Sterbekasse der deutschen Witcher in Bremen. 1 Kg.: Karpfen von 2,40-1,20 M. Male von 2,80-1,00 Beschluß so schnell wie möglich zur Ausführung zu bringen. Bander von 2,40-0,80 m. Hechte von 1,80-1,00 m. Barfche Diejenigen Mitglieder, welche bis Ende Dezember int Fachverein Frömmigkeit bringt Segen. Die Attiengesellschaft für von 1,60-0,70 m. Schleie von 2,40-1,00 M. Bleie von 1,40 ihre Beiträge bezahlt haben, bekommen die Verbandsbücher sofort Lokomotivbau Hohenzollern" vertheilt, wie die Elberfelder bis 0,70 m. Krebse per 60 Stück von 12,00-2,00 m. ausgehändigt, und zahlen vom 1. Jantar die Beiträge im Ber- Freie Presse" berichtet, diesmal 28 Prozent Dividende. Das ist Polizeibericht. Am 5. d. M. Vormittags wurde in der band weiter. Einschreibegeld wird von den Mitgliedern, welche selbst heutzutage ein etwas hoher Profit, aber man muß ihn der Spree, bei der Lessingbrücke, die Leiche einer unbekannten, etwa ihren Verpflichtungen dem Verein gegenüber nachgekommen find," Hohenzollern" schon gönnen. Der Leiter dieser Fabrit läßt an 40 jährigen Frauensperson angeschwemmt. In der Madai- nicht erhoben und die Aufnahme erfolgt vom nächsten feine" Arbeiter ben evangelifden Arbeiterfreund" gewissenhaft auf allen Bahlstellen des Verbandes vertheilen, auch hat er für sie in der Fabril einen Betsaal einStraße, am Schlesischen Bahnhof, wurde Mittags ein auf der Sonnabend ab den bisherigen Bahlstellen des Vereins, Nachdem gerichtet. Wenn weiter die Fabrit mit vielen Lehrlingen arbeitet, Durchreife befindlicher Knecht mit einer bedeutenden Schnittwunde und eine einheitliche Organisation für die Berliner so daß einem Arbeiter oft drei bis vier dieser jungen Leute zuam Halfe, die er sich mittels eines Rafirmeffers selbst beigebracht un hatte, angetroffen und nach dem Krankenhause am Friedrichshain Tischler geschaffen worden ist, wird es umsomehr unsere Pflichtgetheilt werden sollen, so fann darin natürlich nur ein glaubens. gebracht. Auf dem Boden des Hauses Bucklerstraße 3 wurde sein, dieselbe durch zuführung neuer Mitglieder zu stärken, und loser Sozialdemokrat eine egoistische Maxime erblicken, die zu Nachmittags ein Hausbiener erhängt vorgefunden. Vor dem dahin auszustatten, daß die Organisation für die Intereffen ihrer dem reichen Segen von 28 Prozent irdischen Mammons in Hause Brandenburgstraße 88 fiel eine 78 jährige Frau infolge Mitglieder eintreten kann. Nur durch einmüthiges, energisches zahlenmäßigem Verhältniß steht. 38 eines Schwindelanfalls zur Erde und erlitt eine bedeutende Ber- Handeln können beffere Arbeitsverhältnisse in unserem Gewerbe legung an der Stirn, so daß ihre Ueberführung nach dem geschaffen werden. Krankenhaufe am Urban erforderlich wurde. " 1,50-1,00 M. Kalbfleisch per 1 kg. von 1,60-1,00 m. Sammel- übertragen worden. Damit nun die Mitglieder ihrer Rechte ingegend; der Zentral Kranken und Sterbe- Unterstügungsawei kleine Brände statt. H N " Auch die der Vereinigung fernstehenden Die Bevölkerungsbewegung in Sachsen zeigte im wollen wir jetzt mehr denn je ermahnen, ihre ab Jahre 1890 einen nicht unerheblichen Rückgang der Ges lehnende Haltung fallen zu laffen, und sich der einheitlichen Or burten, wenn man sie mit dem Durchschnitt des letzten Jahrganisation, dem Deutschen Tischlerverbande anzuschließen, damit fünfts vergleicht. Während in Sachsen in den 5 Jahren von wir einen wirksamen Kampf gegen die weitere Serabdrückung 1886 bis 1890 durchschnittlich 43,24 Geburten auf 1000 Lebende unferer Lebenshaltung führen können. Auf denn, Kollegen, laßt tamen, find im Jahre 1890 nur 41,90 Geburten auf 1000 Lebende uns einmüthig ans Wert gehen, dann wird der Erfolg nicht aus- gefominen. Dagegen hat sich die Zahl der Gestorbenen ven bleiben. Am Montag den 12. Dezember finden in den 4 Be- 89 992 im Jahre 1889 auf 93 439 im Jahre 1890 erhöht. 3mas Leipzig, 6. Dezember. Das Reichsgericht verwarf die Nezirken Verbandsversammlungen statt; wir ersuchen die Kollegen, find der verminderten Geburtenzahl entsprechend auch weniger Kinder im ersten Lebensjahre gestorben, aber die übrigen Alter vision des Dr. E. Bauer, Redakteur der„ Neuen Deutschen 3tg.", fich lebhaft daran zu betheiligen. Der Vorstand. Gerichts- Beitung. Thier und Menschenschutz. Hyronimi, der neue ungarische Minister des Innern, versprach in einem Rundschreiben, das er an die Behörden ergehen ließ, die energische Durchführung der Maßregeln gegen Seuchen, die die Menschen dahinraffen und dem Staat die blühende Jugend kosten. Hierauf äußerte, wie die Budapester Arbeiterpresse" mitheilt, ein Stuhlrichter, daß er diese Absicht des Ministers recht gut unterstützen könnte, wenn ihm gegen Menschenfeuchen so viel Geld zur Verfügung stehen würde, als zur Bekämpfung der- Viehseuche! Dritter Kongreß der deutschen Schuhmacher. ( Originalbericht des Vorwärts".) V Die freie Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker hielt # Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner zu Berlin. Mittwoch, den 7. Dezember cr., Abend 8% Uhr, große Bersammlung der Landsleute mit Damen in den„ Arminhallen", Rommandantenstraße Nr. 20. Tagesordnung: Vorlesung. Schule, Sagelsbergerfir. 43: Unterricht in Geschichte( alte); Süd- Ost laffen, und zwar vornehmlich die Kinder vom zweiten bis sechsten es falle niemand ein, in die Interessen einer anderen Kategorie heiligung er aufforderte. Bezüglich des noch nicht erschienenen Lebensjahre und die über 60 Jahre alten Leute waren weit mehr hineinzureden. Referenten sprach die Versammlung in einer Resolution ihren als im Vorjahre gefährdet. Die Zahl der Eheschließungen Gäsche Dresden hält einen Industrieverband für verfrüht. Tadel über dessen unentschuldigte Abwesenheit aus. Mit einem betrug 1890: 32 436 gegen 31 790 im Jahre 1889.( Soz. Korr.) Kutscher Hannover rügt, daß so viele Genossen, welche begeisterten Hoch auf den neuen Verein erfolgte der Schluß der Zeitbild. In Suhl sollen, wie die Hallische 3tg." meldet, bleiben. Redner ist ebenfalls dafür, daß man an der jetzigen politisch thätig sind, der gewerkschaftlichen Organisation fern- gut besuchten Versammlung. gegen 700 Steuerzahler auf dem Rathhause erklärt haben, Organisation festhalten solle. Wenn die Verhältnisse reif sind, Sie Staatsabgaben nicht mehr aufbringen zu können. Außerdem könnte man erst mit den anderen Berufsgenossen zusammengehen am Dienstag, den 29. November bei Röllig ihre ordentliche Mitfind zahlreiche Gesuche um Herabsehung des vorjährigen Steuerfazes eingegangen, Fleischer Berlin begründet den von Berlin gestellten gliederversammlung ab, in welcher die endgiltige Beschlußsaffung Antrag, welcher verlangt, daß man an der Branchen- der in voriger Versammlung gewählten Vertrauenstommiffion er in der Bentralisation, der Lokalverein habe nur 70, der Verein trauenstommission nicht in Kraft. Aus der Reviſorenwahl gingen sentralisation festhalte. In Berlin feien erst 170 Schuhmacher ledigt wurde. Laut Beschluß der Versammlung tritt die Ver der Stepper nur 25 Mitglieder. Man möge daher erst einmal die Kollegen Blanschefsksky, Voigt und Tausendfreund hervor. die Branchenzentralisation stärken, und nicht den jungen Organi fationstrieb schon wieder ausreißen. Fräulein Ottilie Baader schreibt uns: Wie ich in dem Berichte über die Parteiversammlung des sechsten Wahlkreises verfrüht. Sparr- Darmstadt spricht dafür. Desgleichen Schmidt- untergeschoben: Die Frau vermöge ganz Mann zu sein." Wagner- Elmshorn hält den Industrieverband ebenfalls lese, hat Genosse Jakobey mir den Ausruf auf dem Parteitage Düsseldorf. Kurz- Mainz tritt für Branchen- Zentralisation mit Eine solche Dummheit begangen zu haben, bestreite ich; einen Anschluß an die Kartellverbindung ein. Gegen die Industrie- Ausruf habe ich auf dem Parteitag überhaupt nicht gethan." verbände sprechen noch Nietschke- Leipzig, Grube Flens Verein ehemaliger Bad- Schmiedeberger und Umgegend. Mittwoch, burg und Markus Erfurt. Letzterer macht darauf den 7. Dezember, Abends 8 Uhr, im Restaurant Karl Boigt, Kaiserstraße 11, aufmerksam, daß die Branchenorganisationen die Mission sof 1 Tr., Sigung. Landsleute willkommen. Frankfurt a. M., den 5. Dezember. hätten, dereinst die Produktion in die Hand zu nehmen. Die Zitherverein Einigkeit" tagt jeden Mittwoch 8% Uhr im Bereinslotal Im Gasthause zum Rebstock", dem Geburtshause des be- Industrieverbände müßten dann wieder dezentralisirt werden. des Herrn Sauermann, Adalbertstr. 8. Theaterverein Balkania 2. Jeden Mittwoch, Abends 9% Uhr, Bergstr. 12 tannten Dichters Friedrich Stolke, wurde heute Vormittag der Lettere hätten daher keine Zukunft. Während Wegner- Raffel, bei Rehliz: Sigung init anschließender Fidelitas. Klub der Wanderfreunde. Mittwoch, den 7. Dezember, Monatssitzung britte Kongreß der Schuhmacher Deutschlands eröffnet. Im Glüß- Elmshorn und von Beyen Mannheim für BerufsSaale prangen zwei große Gemälde von Mary und Lassalle. Bu sentralisation eintreten, spricht sich Gällert Frankfurt a. M. im großen Vereinszimmer( Gartenhaus) des„ Rosenthaler Klubhaus", Rosenthalerstr. 11/12. Worfizenden werden Martu 3- Erfurt und 3affte- Offen- entschieden für Lokalorganisation aus. Letzterer begründet feine bach a. M., zu Schriftführern Fischer Frankfurt und Ansicht damit, daß das Vereinsgesetz in Preußen Aufklärung der Reichelt- Groitsch gewählt. Der Vorsitzende verlieft zunächst Mitglieder in den Versammlungen nicht in dem nothwendigen Begrüßungsschreiben, welche bereits für den im September be Umfange zulasse. Man müsse dem Arbeiter Brot statt Steine Kranken- und Sterbe- Unterstükungskaffe der Berliner Hansftimmten Kongreß, der wegen der Cholera auf heute vertagt geben. diener. Mittwoch, den 7. Dezember cr., Abends 8% Uhr, im Kaffenlotal werden mußte, aus Stockholm, Kopenhagen und Zürich eingelaufen Hierauf werden Begrüßungs- Telegramme aus Budapest, Neue Friedrichstr. 44 bei Röllig: Stzung, Auflage. Arbeiter Bildungsschule. Mittwoch, Abends 8%-10% Uhr: Süd: swaren. Anwesend sind aus 43 Orten 46 Delegirte, darunter eine Ar- Wilhelmshaven, Winterthur und Oberrad verlesen und der erste fchule, Reichenbergerfir. 138: Unterricht in Deutsch( oberes), Logit, Rechnen beiterin. Für die Referenten und in der Generaldiskussion ist die Verhandlungstag geschlossen. ( unteres). Oft Schule, Markusstraße 31: Unterricht in Deutsch( mittel); Redezeit unbeschränkt, für die Spezialdiskussion ist sie auf Nord- Schule, Müllerstraße 179 a: Unterricht in Deutsch( mittleres), 15 Minuten bemessen. Ueber den ersten Punkt der Tagesordnung: Mathematit und mathematische Geographie. In alle Lehrfächer fönnen noc Schüler und Schülerinnen, auch jezt im Laufe des Semesters, eintreten. Die Organisation der in der Schuhindustrie und im SchuhLese- und Diskutirhlubs. Mittwoch.( Vereinte raft, Abend machergewerbe thätigen Arbeiter und Arbeiterinnen. in Berück 8% Uhr, bet Klein, Schönleinstraße 6. Johann Jacoby, bei Friz Fichtigung der Beschlüsse des Halberstädter Kongresses referirt der Liette, Schwebterfir. 33. Seine, jeden Mittwoch vor dem 1. und 15. jed. Monats, Ab. 8% Uhr, im Restaur. Grube, Mariendorferstr. 10.- Gesund Reichstags- Abgeordnete Bock aus Gotha. Redner ist entschieden Der Verband deutscher Korbmacher hatte am 21. Nov. brunnen, Abends 8% Uhr, bei Haferland, Bellermannftr. 87. Gleich gegen einen Industrieverband. Derselbe würde zu Streitig eine Versammlung, in der über die verschiedenen Kugelforb- heit, abends 8½ Uhr bei Stramm, Ritterstraße 123.- Emanzipation, feiten zwischen Den einzelnen Branchen Anlaß geben. Werkstätten Bericht erstattet wurde. 8% Uhr, bei Wagner, Alte Schüßenstr. 6. Seine, Rirdorf, Aus den Mittheilungen abends s½ Uhr, bei Betler, nefebect- und Herrmannstraßen- Ede.- Otto Wenn zum Beispiel die Schuhmacher zu einem größeren ging hervor, daß in der Werkstatt von Starte, Moabit, Wald- Reimer jeden Mittwoch bei A. Brosch, Wilhelmshavnerstraße 23. Streit das Geld aus der Verbandskasse verbraucht hätten, und straße 43, 30 Kollegen bei einem Lohn von 40 Pf. arbeiten, vier schriften find zu richten an G. Schröder, Nostiaftraße 29, 3 Treppen.) Bund der geselligen Arbeitervereine Berline und Umgegend.( Bu sich dann bei den Schneidern ein Streik nothwendig mache, so Kollegen gehören davon dem Verband an. Bei Kempke, Markus Mittwoch: Rauchklub Sellblau bei Flick, Simeonftr. 23. würden lettere über die Schuhmacher und im umgekehrten Falle straße 18/19, arbeiten 20 Kollegen bei 45 Pf. Lohn; dem Ver- Eiserne Pfeife, bei Hoffmann, Triftstraße 1. Diese über die Schneider herfallen. Beide Branchen seien auch zu band gehört keiner an. Theater- Verein Jugend Richter in Weißensee hat sich ent- Proletariat bet Röhn, Naunynſtr. 83. verschieden. In Deutschland arbeiteten ungefähr 150 000 Per- fchloffen, 50 Pf. zu zahlen. Bei Anding, Wilhelmstr. 124, mann, Frankfurter Allee 56. fraft 2 bei Werner, Seimftr. 2. Touristenklub Nachtfalter, bet Bur Statflub Buschelgrün, bei Fürstenau, fonen in der Schuh- Industrie, von diesen seien nur 10 000 in arbeiten 45 Kollegen bei 45 Pf. Lohu; sämmtliche Kollegen ge- Reichenberger- und Manteuffelstraßen- Ece. Pollack Klub Lustige ber Organisation. Man möge daher das Geld statt zu Streits hören dem Verband an. Kollege Jungnickel gab bekannt, daß Brüder. bei zucwald, Manteuſſelſtr. 46. Vergnügungs- Verein gur Agitation verwenden, um die indifferente Masse heranzuziehen. er 50 Pf. zahlen will. Fridolin, bei Wolff, Brunnenstr. 35. Vergnügungsverein Waldes: Es wurde beschlossen, daß sämmtliche grün", Krautstr. 6( Restaurant). Bergnügungsverein Durch Nacht Unter den Kollegen herrsche auch noch Kastengeist. Dieser könne Kollegen in den Kugelforb- Werkstätten am 23. November den zum sicht, bet Gründel, Dresdenerstr. 116. Humoristischer Verein am besten in einer Branchenorganisation bekämpft werden. An Arbeitgebern den Beschluß auf Lohnerhöhung vorzulegen und Bipifax, bet strösche, Fichteftraße Nr. 29.- Tambourverein Borwärts Michtverbandsmitglieder folle man in Zukunft teine Unter- das Resultat bis zum 25. November an den Vorstand abzuliefern Berein International 2 bet Pape( fr. Knebel) Badstr. 58. bei Rober, Hermann- und Wanzlichstraßen- Ecke( Nixdorf.) Vergnügungs Stügungen mehr zahlen. Thatsache sei, daß die Berufsorgani haben. gnügungs- Verein limbim" bei Brodlow, Bülowftr. 65. fationen in Zukunft einmal eine große Rolle spielen würden, Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Mittwoch. Gesangverein In der am 28. November abgehaltenen Versammlung wurde knospe, Abends 9 Uhr, im Restaurant Wahlstatt, Belle- Alliancestraße. wenn die Aufgabe an die Arbeiter herantrete, die Produktion aus der Werkstatt von Kempfe berichtet, daß alle Kollegen daselbst Musikverein Borwärts, Abends 8 bis 10% Uhr, Langestraße 108 Selbst in die Hand zu nehmen. Man solle daher die Berufs- dem Verband angehören und Aussicht vorhanden ist, 50 Pf. zu bet Nebelin. Männer- Gesangverein Waldtapelle 2, Abends 9 Uhr, organisation beffer ausbauen, denn nicht in der äußeren Form, erzielen. In der Starke'schen Werkstatt sei das Gebot von 21/2 Pf. Restaurant Kayfer, Stalizerstr. 22. Sondern darin liege die Macht, daß man seine Berufsgenossen in Bulage abgelehnt worden, auch dort gehörten jetzt sämmtliche teuffelftr. 9.Turnverein Hoffnung, Abends 9 Uhr, im Restaurani Schröder, Man Kraftturnverein Jugendtraft, jeden Mittwoch und Sonn der Organisation habe. Kollegen dem Verband an. Kollege Voigt stellte den Antrag, abend 9-11 Uhr abends bei Labe, Beughofstr. 8. Turnverein Gesund nochmals bei den Unternehmern vorstellig zu werden, und wenn brunnen. Die 2. Männer- Abtheilung turnt heute von 8-10% Uhr Abends in der Zurnhalle, Fretenwalderstraße 39.- Rraftturnverein Berolina, diefes fruchtlos bleibe, die Arbeit einzustellen. Dieser Antrag abends 9 Uhr Uebungsfiunde bei Faufimann, Reichenbergerstraße 73a. wurde mit 93 gegen 3 Stimmen angenommen. Sodann wurden Athletenverein Atlas, Abends a uhr, uebungsstunde, Universum, die Kollegen Glöckner, Kirsch, Krause, Rose und Brunnenſtr. 119. Michaelis in das provisorische Streitkomitee gewählt. Der Zuzug ist firengstens fernzuhalten. verband. Reichelt Groitsch ist ebenfalls gegen den IndustrieSimon Offenbach spricht dafür. Die Fabritarbeiter feien viel eher zum Eintritt in einen Industrieverband zu bewegen, als in einen Schuhmacherverband. Die Agitation fönne auf dem Lande leichter betrieben werden, wenn mehrere Branchen fich einer Organisation anschließen können. Versammlungen. Rauchflub Theater Verein 181 So fibe felb b. E Let die viel wei Un Ve 100 fag feh haE ver mic thi we Gr Ich ein in hat wi Br ben übe auc Mi wa 10 t red D. ord Ber zeig ter Be Po 16 ala die ver 201 D. ge zu wo baE I Sa In fel 6ff Do pra zu lets am mi der der die Sch La ein de Tic Need, Lothringerstr. 94. Theater- und Bergnügungs- Verein Sumanitas abends 9% Uhr bei Theaterverein Bultania 2", Abends 9 Uhr, Bergstr. 12, Restaurant Rehlig. Bühnenverband Othello, Abends 9 Uhr, Restaurant Lothringerfir. 101. Geselliger Vergnügungsverein Regia, Abends 9 Uhr, im Restauran Sommer, Grünstraße 21.- Humoristischer Verein Arminia, Dresdener Garten, Dresdenerstraße 45. Kreuzfidel, bei Gumlich, Reichenberger firaße 149.- Fidele Brüder, bei H. Mrofe, Lachmannstr. 5.- Touristen verein" Frei Weg", Abend 9 Uhr bei Sieblutad, Manteuffelstr. 86. Bergnügungsverein sustig roh, Mittwoch s uhr, Märkischer Hof, Admiralstr. 18c. Sigung. Rauchtlub Noochloch, Abends 9 Uhr, bei Kierstein, Admiralstr. 33. Rauchflub Rauchtlub& affalle, Abends, bei Lock, Friedrichsbergerftr. 11. Nothe Nelte, bei Steuer, Weinstr. 22.- Humoristischer Rauch tub, Abends 9 Uhr, bet A. Niemann, Görlitzerstr. 42. Rauchflub Sans: fouci, Boechstraße 51. Nauchtiub Ohne 3wang, Abends 9 Uhr bei Rauchflub Grüne Quafte, Abends 9 Uhr, bet Späth, Weinstr. 28. Schlüter, Kleine Markusstr. 10. Rauchtlub Bu Itan, Abends 9 Uhr bei ahmer, Gräfeftr. 82. Rauchflub Goldene Qua ft e", Abends 9 Uhr Rauchtlub Scmotes- Werte, Nauchflub Vorwärts GD." Köpenickerstraße 121a bet Schöbel. " bei Muß, Josiystr. 8.- Rauch! lub gutgesinnter Freunde, Abends 8 Uhr bei Neumann, Höchsteftr. 28. Waldemarstraße 74 bei George. Sumoristische Pfeifenbrüder Abends 9 Uhr, Klosterstraße 83, beim Genoffen W. Salzwedel. Statflub Treff, Abends 8% Uhr, bet Otto 3abel, Frankfurter Allee 90. Bühnenverband Othello Abends 9 Uhr, Restaurant Lothringers ftraße 101. Auf dem Lande feien auch nicht in jeder Branche die Kräfte Eine öffentliche Versammlung aller in der Hutborhanden, welchen die Leitung übertragen werden könne. Durch branche beschäftigten Arbeiter und Arbeite gemeinsames Hand in Hand gehen verwandter Branchen könne rinnen fand am Montag in Böhow's Brauerei statt, um einen Diefem Uebel abgeholfen werden. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Först er entgegenzunehmen, Bösching- Bremen spricht aus gleichen Gründen für die dann aber auch den am 1. Januar 1893 in Kraft tretenden Verein Industrieverbände. der Arbeiter und Arbeiterinnen der Hutbranche endgiltig zu konAuf Beschluß der Versammlung wird hierauf dem ftituiren. Der Vortragende selbst war nicht anweseno und so Schneider Knoop das Wort ertheilt, um im Auftrage begründete der Vorsitzende der Versammlung, Genoffe Völfel, des Borsigenden des Schneiderverbandes eine Beschwerde in eingehender Weise die Zwecke und Ziele des neuen Vereins. gegen den Vorstand des Schuhmacher- Verbandes vorzutragen, Man habe es sich immer angelegen sein lassen, so führte derfelbe velch' letterer Schuld sein sollte, daß der Industrie aus, auch die weiblichen Kollegen zu organisiren, aber man fei zu Rongreß nicht zu Stande kam. Aus der sehr lebhaften Debatte dem Resultat gekommen, daß die Organisation derselben nicht den über die Beschwerde ergab sich, daß der Vorstand nichts damit Erfolg gehabt habe, der in anbetracht der großen Anzahl der zu thun hatte. Die mit der Einberufung des Kongresses betraute Berufsgenossinnen zu erwarten gewesen wäre. Infolge dessen Kommission giebt dem Vorsitzenden des Schneiderverbandes die gehe man auch mit dem Gedanken um, diesen Verein mit dem Schuld; derselbe wollte eigenmächtig handeln und den Kongreß neuen gänzlich zu verschmelzen. Aber um Irrthümer zu vernach Hannover einberufen, während in Halberstadt beschlossen meiden, mache er besonders darauf aufmerksam, daß dieser neue worden war, den Kongreß in Frankfurt a. M. oder Halle ab- Verein von 1893 durchaus tein Konkurrenzverein des Unterzuhalten. Auch find, so wurde betont, die Vorarbeiten zu einem stützungsvereins deutscher Hutmacher sein solle; im Gegentheil, Industrie- Kongreß noch nicht gemacht. In der Nachmittags- fobald es die wirthschaftliche Lage gestatte, werde man energisch Sigung wurde eine Kommission von 3 Personen gewählt, welche darauf hinwirken, dem Unternehmerthum die ganze vereinigte Briefkaffen der Redaktion. zu untersuchen hat, aus welchen Gründen diefer Rongreß nicht Kraft entgegenzustellen. Nachdem Redner noch den Werth der W. F. P. Freie Ueberfahrt nach Südamerika giebt es einberufen wurde, da der Vorstand des Verbandes deutscher Organisation für die Arbeiter erläutert hatte, anknüpfend an die unseres Wissens überhaupt nicht. Schneider eine genaue Aufklärung verlangt. Worte Mary', daß die Befreiung der Arbeiterklasse nur ihr eigenes F. E. Anonyme Mittheilungen nehmen wir grundsäßlich Honne Hamburg tritt sodann energisch für die Industrie Wert sein kann, schritt man zur Aufnahme neuer Mitglieder, deren nicht auf. verbände ein. Der Raftengeist würde durch diese gerade beseitigt Anzahl der Vorsitzende inkl. der des Arbeiterinnenvereins auf B., Steinmenftr. 58. Marken IV. Klasse. werden. Wenn durch den Industrieverband Streitigkeiten ent- ca. 160 feststellte. Aus der darauf folgenden Vorstands wahi Wilhelm Günther und Genossen. Wird der Preß- Kom Ständen, so würde dies bei den Kartellen auch zutreffen. Redner gingen folgende Personen hervor: Vorsitzender: Bölkel, mission in deren nächster Sitzung zur Entscheidung überwiesen. erklärt, daß seine Mandatgeber auch nicht verlangen, die Industries Raffirer: Kempe; Schriftführer: Stabrie; Beisitzer und J. T., Zionskirchplatz. Sie können den Arzt nur verant verbände von heute auf morgen einzuführen, sondern daß eine Beisigerinnen: Pepiora, Webler, Fri. Büttner, wortlich machen, wenn Sie ihm nachweisen, daß er wider besseres weitere Organisationsform angestrebt werden soll, welche Frl. Grochow, Frl. Schwarz, Frau Schulz. Unter Ber- Wissen gehandelt hat. Ein solcher Beweis dürfte Ihnen kaum ben Arbeitern in ben fleineren Orten ermöglicht, sich schiedenem machte der Vorsitzende noch Mittheilungen über eine gelingen. Der gewerkschaftlichen Organisation anzuschließen. Im Verbande aufzunehmende Arbeitslofen- Statistit; ferner über die am 20. Fe- Št. 22. Weitere Mittheilungen erwünscht, geben Sie Ihre Der Schuhmacher seien auch verschiedene Kategorien vertreten und bruar stattfindenden Gewerbegerichts- Wahlen, zu deren reger Be- Adresse au. Erstes und älteftes Herren Garderoben Geschäft des Ostens von Julius Lindenbaum, Gr. Frankfurterstr. 139, empfiehlt sich seinen werthen Kunden und Bekannten zum Einkauf von eleganten Herren- Garderoben. Täglicher Eingang von Neuheiten. Spezialität: Anfertigung nach Maaß. Buschneider im Hause. Geschäftsprinzip: 340b Strenge Reellität. Julius Lindenbaum, Gr. Frankfurterstr. 139. Lanbfägerei- und Kerbschnigerei- Arbeit, angenehme und nützliche Beschäftigung für Jung und Alt. Katalog mit über 150 Abbildungen über fämmtl. Werkzeuge, Laubsäge- Masch., Materialien, Borlagen 2c. gratis und franko. J. Brendel, Mardorf( Pfalz). Th. Mayhofer Nachf. 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Meine Frau las Beitungen, ich mußte wohl ficherung über meinen Gesundheitszustand und die Sache ist geoder übel dem Gespräch meine Aufmerksamkeit schenken, welches macht. etwas erregt geführt wurde, da mehrere Flaschen Wein auf dem Oberstlieutenant Kühne: Anfang 1889, wo das Gespräch Tische standen und einer der Herren augenscheinlich etwas bei Borchardt stattgefunden haben soll, war von einem Betriebe Nach Eröffnung der Sigung theilt Landgerichtsdirektor schwerhörig war. Einer der Herren wurde als„ Herr Oberft" bei uns noch gar keine Rede. Ich wußte deshalb nicht, was ich Staufe wetter mit, daß die geitern vorgeladene Gräfin oder„ Herr Oberstlieutenant" titulirt und dies erregte meine Auf- in bezug auf den Betrieb gesprochen haben sollte. Daß über Hohenthal erkrankt und deshalb nicht anwesend sei. merksamkeit, da ich alter Soldat bin. Das Gespräch der Herren Gewehrgeschäfte gesprochen worden, ist sehr möglich, denn bei Bunächst wird Polizeipräsident v. Richthofen noch einmal drehte sich um Armeelieferungen, ich weiß aber nicht mehr welcher jener Anwesenheit bei Borchardt faß auch der Lieferant Eckstein fiber feine Begegnung mit Herrn v. Langen vernommen. Der Art, aber die Zendeng des Gesprächs war wenig vertrauen- aus Leipzig vei uns. Ich bestreite ganz entschieden, daß unser felbe wiederholt feine erste Befundung. Er bestreitet, daß Serr erweckend und derart, daß ich mich entschloß, bem Striegs- Gespräch etwas für das Militär Beleidigendes gehabt habe. Ich 9. Sangen ihm gesagt habe, daß er im Auftrage Ahlwardt's tame, ministerium davon Mittheilung zu machen. Beim Fortgange er bin auch Offizier und halte als pensionirter Offizier die GrundLetterer unten, warte und er( Beuge) poch die Sache in tundigte ich mich beim Kellner nach den Namen der Herren und fäße des attiven Offiziers aufrecht. Beuge Isidor 2öwe: Ich kann mich auf den Inhalt Das habe Herr von Langen erfuhr, daß es die Fabrikanten Löwe und Kühne feten, den nicht gefagt, vielleicht dritten Herrn fannte der Kellner nicht. Ich begab mich nach eines im Jahre 1889 in dem Borchardt'schen Lokale geführten er in der ganzen, etwa 3 Minuten dauernden dem Kriegsministerium, wo ich mit dem Dezernenten für Gespräches nicht befinnen. Das aber ist absolut unrichtig, daß Unterhaltung dem Herrn von Langen ein refervirtes Armeelieferungen sprach. Dieser Herr fand meine Mit dieses Gespräch sich darum gedreht haben könnte, wie man den Berhalten zeigte. Der Name Aylwardt sei nur einmal genannt theilungen so wichtig und intereffant, daß er noch Staat betrügen tönnte. Ich habe eine solche Absicht absolut worden und zwar von ihm( 3eugen). Herr v. Langen habe ge einen zweiten Herrn herbeiholte. Bräf.: Können Sie mir nicht gehabt, kann darüber also auch nicht gesprochen haben. fagt, er fei gwar Laie, da er Stavallerie- Difizier fet, aber das nicht den Inhalt des Gesprächs mittheilen, das Ihre Entrüftung che er toch, daß es sich um staatsgefährliche Dinge handle. Ich erregte?- 3euge: Ich habe bem Ereignis damals so wenig barth.Präf.: Entfinnen Sie sich eines Gesprächs, dessen Wiffens gesagt, daß babe, so fährt Polizeipräsident v. Richthofen fout, meines Bedeutung beigelegt, daß es mir nicht möglich ist. – Br& f. Inhalt der Graf von Hohenthal Ihnen wiedergegeben haben er sich doch an die Militär Handelte es fich um Armeelieferungen?-Beuge: Ich kann foll?-3euge: Jawohl, der Herr Graf hat mir davon erverwaltung wenden müßte. Ich hätte, wenn ich auch es wirklich nicht sagen.-Präf.: Wiffen Sie genau, daß das zählt, daß er ein Gespräch zwischen dem Fabrikanten Löwe, dem mich auf die Sache eingelaffen hätte, Nichts weiter Gespräch im Februar 1889 stattfand? 3euge: Mit ab Oberstlieutenant Kühne und einem dritten Herrn gehört habe, thun tönnen, als die Sache an weiter zu geben, da Die Militärverwaltung foluter Bestimmtheit kann ich das nicht sagen. Präf.: Der welches ihm Veranlassung gab, darüber beim Kriegsministerium von dieser Seite doch erst die Vertrag der Regierung ist vom 6. Januar 1889. Wiffen Sie, au berichten. Ueber den Inhalt des Gesprächs hat Graf HohenGrundlage zu weiterem Einschreiten hätte gegeben werden müssen. ob es vor diesem Jahre?- 3euge: Ich kann es nicht fagen.thal mir nichts erzählt, ich habe auch nicht danach gefragt. Ich hatte das Gefühl, daß ich gewissermaßen als Vorspann für Vertheidiger Dr. Hertwig: Herr Graf, wissen Sie nicht, ob Bräf.: Wie äußerte sich Graf Hohenthal zu Ihnen?- Beuge: eine antisemitische Sache gebraucht werden sollte und da ich mich die Herren verächtlich von der Armee sprachen und auch davon, Die Unterhaltung fam daher, weil die Broschüre des Rektors Aylwardt in meiner Stellung selbstverständlich dazu nicht hergeben tonnte, daß es so leicht fei, die Offiziere gu täuschen?- Benge: erschienen war. Bir sprachen über den Inhalt und dabei erso verhielt ich mich refervirt. Da sich die Sache so zugespiht Ich fann es nicht fagen und muß mich auf die beiden wähnte Graf Hohenthal des Gesprächs. Ich hielt es für meine hat und man mir gewissermaßen auch einen Vorwurf machen Herren im Kriegsministerium berufen, vielleicht können diefe fich Pflicht, mit allen Kräften dahin zu wirken, daß die Broschüre, will, so wird es doch angezeigt sein, auf die Berbreitung der der Einzelnheiten noch entsinnen.- Dr. Hertwig: Haben Broschüre näher einzugehen. Ich war zunächst im Zweifel über Sie nicht noch anderen Berfonen Mittheilung gemacht? ben Zweck des Besuchs und beauftragte nachher einen Beamten, 3 eu ge: Gewiß, ich habe verschiedentlich darüber gesprochen. anwalt und bat ihn, entweder gegen Löwe oder gegen Ahlwardt liber den Besucher Erkundigungen einzuziehen. Die Beit war ja Bertheidiger: Auch mit dem Herrn von Wackerbarth? vorzugehen. Der Ober Staatsanwalt meinte, er fei wohl nicht auch viel zu furz, um etwaige Schritte einzuleiten, am Sonntag Beuge: Ja. Oberstlieutenant von Gößnih: Es sind recht tompetent, die Sache müsse der Reichsanwalt in die Mittag war Herr v. Langen bei mir und am Dienstag Nachmittag viele Bemühungen gemacht worden, die Herren zu ermitteln, es Band nehmen.- Bräf.: Jawohl, das ist auch geschehen, der war die Broschüre bereits veröffentlicht.- Rechtsanwalt ert ist bisher aber vergeblich gewesen, da es sich nicht um eine Reichsanwalt hat es aber abgelehnt, einzuschreiten, da Landeswig: Ich richte an den Zengen die Frage: Jit bei der Unterschriftliche Anzeige handelte. Da Graf Hohenthal nun erklärte, verrath nicht vorliege. Beuge: Ich begab mich dann zum redung mit Herrn v. Langen in Erscheinung getreten, daß es fich daß er mit zwei Herren in Uniform gesprochen hat und das Polizeipräsidenten und bat ihn, die Broschüre beschlagnahmen zu bie Anzeige einer strafbaren Handlung handelte?- Benge diefelben zum Ressort des Waffenwesens gehören, so ist laffen. Erster Staatsanwalt: Ich bemerke, daß erft v. Richthofen: Das glaube ich nicht.-Rechtsanwalt es vielleicht doch möglich, die Herren zu ermitteln und nach Stellung des Strafantrages für die Staatsanwaltschaft Hertwig: Ist dem Herrn Zeugen der§ 56 der Straf- Prozeß wenn der Herr Präsident gestatten, werde ich mich sofort nach Veranlassung vorlag, die Broschüre zu beschlagnahmen. ordnung bekannt, wonach die Polizeibehörde bei Erstattung einer An- dieser Richtung hin bemühen. Der Präsident gestattet dies.- Beuge v. Waderbarth erwidert auf eine Bemerkung des zeige einer strafbaren Handlung bei der Staatsanwaltschaft das wei- Bräf.: Ich werde hierüber den Oberstlieutenant Kühne als Präsidenten, daß es ihm ja allerdings flar sein konnte, daß man tere zu veranlaffen und den Anzeiger zu Protokoll zu vernehmen? Beugen vernehmen.- Wertheidiger Dr. Hertwig: Ich pro- fich wegen der gewünschten Inhibirung der Broschüre nicht an Bras.: Ich muß es ablehnen, daß der Vertheidiger einen hohen testire dagegen, da Herr Kühne als Mitschuldiger in diefer Frage die richtige Instanz gewendet habe. Es gebe aber doch Dinge, Beamten in dieser Weise examinirt, zweifellos wird der Herr verdächtigt ist.- Bräs.: Aber Herr Vertheidiger, wissen Sie welche das Baterland und die Armee so eng berühren, daß man Polizeipräsident die Strafprozeß- Ordnung fennen. Ber- denn nicht, daß man in jedem Prozesse, sei es im Beleidigungs- sich solchen Anzeigen nicht entziehen kann. Er hatte feinen hier nicht Verfahren oder in jedem anderen, den Nebentläger als Zeuge Zweifel, daß Ahlwardt, den er als ausgezeichneten Patrioten als Polizeipräsident, sondern als Zeuge. vernehmen kann? Derartige Einwürfe sollte man von einem fennen gelernt, sofort die Broschüre unterdrückt hätte, wenn nur Herr von Langen und Herr von Richthofen suchen sich über Bertheidiger nicht erwarten. Beugen über die behaupteten Thatsachen vernommen wurden. die Einzelheiten ihrer Unterhaltung auseinanderzusehen und zu Vertheidiger: Jch hebe noch einmal hervor, daß der Präs.: Haben Sie einem der Zeugen Geld gegeben? verständigen. Herr von Richthofen bleibt babei, daß der Zenge von dem Angeklagten so schwer beschuldigte Herr Kühne immer v. W a derbarth: Ich habe, nachdem ich auf einer Eisenbahnfahrt von Langen ihm nicht gesagt habe, Ahlwardt warte unten. Zeuge in eigener Sache mit großem Pomp vortreten und seine An- die Broschüre gelesen hatte, mir einige der Zeugen kommen 3. Langen versichert wiederholt, daß er dem Polizeipräsidenten sichten ausführlich darstellen darf. Wenn der Herr doch wenigstens lassen, weil ich glaubte, daß Ahlwardt mystifizirt werden sollte gefagt babe, der Verfaffer sei event. bereit, jede Beröffentlichung ebenso behandelt würde, wie die Arbeiter, welche fortwährend und hier vielleicht Berfonen angenommen waren, um Uhlwardt zu unterlassen, wenn Herr v. R. die Sache in die Hand nehmen unterbrochen, durch Inquiriren verwirrt gemacht werden und gar auf's Glatteis zu führen. Nachdem ich die Zeugen gesprochen, wollte, benn es handle sich um staatsgefährliche Dinge. Ich nicht in die Lage kommen, zu sagen, was sie auf dem Herzen hatte ich eine andere Meinung. Später famen dann einige ber babe in dieser Sache mit Antisemitismus nichts zu thun gehabt. haben. Zeugen zu mir, flagten darüber, daß sie brotlos geworden und um Instanz sei. welche das Vertrauen zu unserer Mehrkraft erschüttern konnte, unterdrückt wurde. Ich begab mich zunächst zum Ober- StaatsM Ich habe meine Pflicht der Anzeige erfüllt und hatte geglaubt, Präf: Das ist auch wieder durchaus ungehörig. Ich baten um Unterstügung. Ich habe nur einmal einem Droschken daß der Polizeipräsident als Chef der politischen Polizei die richtige habe die Arbeiter durchaus nicht verwirrt, sondern dieselben sogar futscher 3 M. Versäumniß gegeben und ein anderer, Noad oder vielfach in Schutz genommen. Gewiß muß ich sorgfältig in- Gans, hat zweimal 30 M. von mir erhalten. Größere Summen Präf.: Ich wundere mich doch, daß Sie so vertrauens- quiviren, wenn es sich um Leute handelt, die einen Expreffungs- habe ich weder an einen Zeugen, noch an Ahlwardt gegeben. felig bezüglich Ahlwardt's waren. Wenn demselben an der Ver- versuch gemacht und welche von Gesinnungsgenossen Geld empfangen Wertheidiger: Kann uns der Zeuge etioas über Wesen, öffentlichung der Broschüre nichts gelegen war, dann hätte er haben. Bedeutung und Taktik der Alliance israélite fagen? doch schon früher mit dem Manuskript zu dem Herrn Polizei Angel.: Ich protestire dagegen, daß meine Gesinnungs- v. Wackerbarth: Ich habe sehr viel Studien darüber gepräsidenten gehen können, anstatt größere Geldsummen zunächst genossen Geld gegeben haben.- Bräf.: Sie haben nichts zu macht, halte mich aber in feiner Weise für berufen, hier mich zum Druck des Manuskripts zu verwenden und dann in der protestiren. Bertheidiger: Das hat er wohl! Präs.: darüber auszulassen. legten Stunde zu kommen. Wenn ich von Gesinnungsgenossen gesprochen habe, so liegt darin Der nächste Zeuge ist der Ingenieur Paasch. Derselbe erBeuge v. Langen: Ich war nicht in Berlin und kam erit doch nichts Beleidigendes. Ich halte den Antisemitismus in Härt, daß er selbst in der antisemitischen Bewegung stehe und allen Einzelheiten am Sonnabend hier an. Die Abmachungen des Angeklagten gewiffer Weise für nicht ganz unberechtigt oder doch für ebenso mit der Entstehung der Broschüre und nur Er wisse, daß Ahlwardt der Broschüre waren schon früheren Datums. mit feinem Verleger bezüglich des Termins zur Veröffentlichung berechtigt, wie alle anderen politischen Bestrebungen. Möge sehr vertraut sei. doch jemand, der Antisemit ist, immerhin diese seine Gesinnung patriotischen Impulsen gehandelt habe. Er sein ja nur ein Polizeipräsident von Richthofen: Hätte der Herr Zeuge geltend machen, aber denn doch in anderer Weise, wie Laie, habe aber doch nur einige Seiten der Broschüre den Antrag gestellt, ihn zu vernehmen, so hätte ich ihn an den der Angeklagte. Mir kommt es hier lediglich darauf an, die zu durchblättern brauchen, um zu sehen, daß es sich hier um dienst huenden Kriminalkommissarius gewiesen oder aufgefordert, Wahrheit zu erforschen, babei ist es uns hier am Gerichtstische außerordentliche Dinge handelt, welcher man im Interesse des schriftlich einzukommen. Der Polizeipräsident ist nicht in der ganz egal, ob Jemand Semit oder Antisemit, Sozialdemokrat Vaterlandes unbedingt näher treten müsse. Lage, auf Wunsch eines Herrn, den er bis dahin nicht kannte, oder Konservativer ist; das ist uns absolut gleichgiltig! ein Protokoll aufzunehmen. Angell.: Was Noad gethan hat bezüglich seiner Er Rechtsantwalt Hertwig: Die ganze Broschüre hatte doch pressung, habe ich erst später erfahren. Wir haben damit doch Den Charakter einer einzigen großen Strafanzeige und einer schrift nichts zu thun. lichen Anzeige. werben. aus Präs: War Ihnen denn nicht flar, daß durch diese Broschüre die Liebe des Soldaten zu feinem Gewehr erschüttert werden mußte, daß es nichts Gefährlicheres und Vaterlandsloferes geben fonnte, als solche Broschüre zu veröffentlichen? Angeflagter: Ich habe Tage lang mit der Sache ge wartet und der Ankunft des Herrn von Langen mit Ungeduld entgegengesehen. Herr von Langen hatte auch die Hoffnung, daß sein Besuch bei dem Polizeipräsidenten von Erfolg sein werde. Berth.: Ich mache darauf aufmerksam, daß von einem Schristlich konnte ich mich nicht an das Polizeipräsidium wenden, Erpressungsversuch im strafrechtlichen Sinne gar keine Rede ist. denn der zweithöchste Beamte des Polizeipräsidiums ist kein Ver- Präs.: Wenn Löwe sich damals hätte einschüchtern lassen, trauensmann für mich. Ich weiß, daß Briefe, welche an den hätte er die 15 000 m. vielleicht bezahlt. Präsidenten gerichtet werden, von demselten nicht selbst geöffnet| Angell: Ich bitte zu bedenken, daß ich seit gestern etwas erregt bin. Gestern ist mir eine Zusammenkunft mit meinem Polizeipräsident von Richthofen: Jeder Brief an mich vierjährigen Sohn und meiner Tochter durch die Dazwischen wird, wenn ich in Berlin anwesend bin, nur von mir persönlich kunft des Präsidenten vereitelt worden. Darüber bin ich gegen geöffnet. den letzteren erregt bis an das Ende meines Lebens. Der Zeuge erzählt dann, daß er mit v. Waderbarth ein GeEfter Staatsanwalt Drescher: Gegen die betreffende Präf.: Ob Sie mich mögen oder nicht mögen, ist mir spräch über die Wahrnehmungen des Grafen Hohenthal im berdächtigende Aeußerung des Angeklagten ist meinerseits nicht ganz gleichgiltig. Ich habe den alten Grundfah, Unterfuchungs- Borchardt'schen Lokale gehabt habe. v. Wackerbarth habe gesagt, Graf Ginsprache erhoben, weil ich weiter fommen möchte. Hier werden gefangenen und Strafgefangenen im Laufe der Berhandlung keine Hohenthal hätte ihm mitgetheilt, daß Löwe, Kühne und die la fort und fort' Berdächtigungen auf Sachverständige und Busammenfünfte zu geftatten. Ich weiß ja, wir werden nach britte Person sich über die Leichtigkeit unterhalten hätten, mit Seugen aufgehäuft. Kein Beamter, fein Sachverständiger, der allen Richtungen hin beworfen, der Angeklagte thut ja das der man die Abnahmekommission betrügen könnte. bicht dem Angeklagten günstig aussagt, fommt ohne Ber- Seinige dazu. Mag der Angeklagte mich hassen oder nicht, das Erster Staatsanwalt: Das ist ein Widerspruch mit bad tigung fort. ist mir egal. Ich gestatte aus Grundfah solche Zusammenkünfte dem Zeugen v. Wackerbarth. Derselbe hat uns unter seinem Angefl.: Ich verwahre mich ganz entschieden dagegen, den nicht, ob es sich um einen Christen, Juden, Konservativen oder Eide selbst gesagt, daß er den Grafen Hohenthal gar nicht nach Herrn Polizeiprändenten verdächtigen zu wollen. Sozialdemokraten handelt. Hier geht es ja jetzt durch dem Juyalte des von den Dreien geführten Gespräches gefragt Gebäude wie Pulverduft, aber das wird uns habe. Präs.: Jeder hat ja hier gesehen, daß kein Zeuge, fein das Beamter, der hier nicht zu Gunsten des Angeklagten aufgefagt nicht hindern, unsere Pflicht zu thun. Die erbärmlichen Paasch: Dazu kann ich nichts fagen. schriftliche Mach von Wackerbarth erklärt, daß er über die Details Vertheidigers fortgekommen ist. werte mit Drohungen zuwenden, fönnen fich darauf des Gesprächs allerdings nicht unterrichtet gewesen sei, Rechtsanwalt Hertwig: Ich überlasse das Urtheil über veriaffen, daß ich sie mit der Berachtung strafe, deren allein aber allerdings erfahren hatte, daß es sich um die Firma bie legteren Neußerungen des Herrn Präsidenten, der in An- fie würdig sind. Daß diese elenden Machwerke uns nicht in Löwe und Arméelieferungen handelte. Die Thatsache, griffen gegen die Vertheidigung mit dem Ersten Staatsanwalt Furcht sehen, werden diese Leute, welche nicht einmal den Muth daß Graf Hohenthal daraus Beranlassung nahm, bei dem Kriegszu wetteijern bemüht ist, dem Publikum. baben, mit ihrem Namen hervorzutreten, daran sehen, daß wir ministerium vorstellig zu werden, habe ihm gezeigt, daß es sich um wichtige Dinge handele. Erster Staatsanwalt: Ich mache ferner darauf aufmerksam, daß zu jener Beit eine Abnahmekommission noch gar nicht bestand. Präs: Hier ist doch klar und deutlich festgestellt worden, Paasch: Ich bin anderer Meinung. Ich halte dafür, daß was Noack und seine Genossen gethan hat. Daß Jemand, der sich der Angeklagte ein großes Verdienst um das Vaterland er Rechtsanwalt ist und der Verhandlung beiwohnt, solche Wor- worben hat. Hoffentlich wird die Folge dieser Broschüre sein, würfe gegen mich erheben kann, ist ganz unbegreiflich. daß Juden in Zukunft nicht mehr solche Lieferungen erhalten. Ich habe mit Ahlwardt Stunden lang in seiner Wohnung darüber ob berathen, etwa durch die Broschüre das Vertrauen der Soldaten zu dem Gewehre erschüttert werden könnte. Wir sind dabei zu einem negativen Resultat gekommen. Wir hofften, daß das Schlußergebniß dahin führen würde, daß die Militärverwaltung diefe 425 000 Gewehre der Firma Löwe zurückgeben, das Geld dafür wieder einziehen und andere Gewehre fertigen laffen würde. Präf.: Ich muß diese Bemerkung als durchaus ungehörig hier in voller Ruhe verhandeln. zurüdweisen. Solche Angriffe gegen mich werde ich unter feinen Umständen dulden. Ich bemühe mich, die Verhandlung in voller Gesinnungsgenossen herrühren. Ruhe zu führen. Anget: Ich bestreite, daß diese Schreiben von meinen Präs.: Von Jyren Feinden gewiß nicht. Beuge Graf Hohenthal wird aufgerufen. Bertheidiger: Ich erhalte hier auch täglich zahllose Pras.: Es wird von der Vertheidigung behauptet, daß Briefe. Staatsanwalt: Wenn schon davon die Rede ist, da haben. Eie wissen wohl, worum es sich handelt, und ich bitte tönnte ich auch einen Brief vorlegen, der mir heute zugegangen Eie, Alles darüber mitzutheilen, was Sie wissen. Zeuge Graf und in welchem die Verwunderung darüber ausgesprochen wird, sein, welches, daß gekommen ist, den Geistes soviel ich mich entfinnen fann, im Februar 1889 geschehen ist. zustand des Angeklagten unterfuchen zu laffen. Ich begab mich gegen Mittag mit meiner Frau zu Borchardt.| Angefl.: Das habe ich erwartet. Nachdem Herr Profeffor Lazarus unter seinem Eide ausaefagt hat, daß ich geistig nicht Vertheidiger: Jch bitte darauf doch nicht so großes Gewicht zu legen. Abnahmefommissionen haben doch bei anderen Lieferungen schon bestanden und die Herren können sich ja über Erfahrungen in dieser Beziehungen unterhalten haben. Kanu uns dieser Zeuge Auskunft über die Zwecke und Ziele der Alliance israélite geben? Paasch: Gewiß. Seit Monaten bin ich vom Unterfuchungsrichter über die Alliance israélite vernommen worden, habe große Reifen gemacht, viele Briefe geschrieben und wundere etivas bekannt? Paasch: So dumm sind doch die Juden nicht, daß sie davon etwas verlautbaren lassen. Hier erhebt sich im Publikum beifälliges Gelächter. Der Präsident rügt das wiederum ernstlich, droht nochmals, den zu Schauerraum zu räumen und läßt vier Schuhleute im Zuschauerraum postiren mit dem Auftrage, jeden sofort vorzuführen, der ich unterstehen würde, die Verhandlung zu stören. Paasch: Mit Einverständniß der Alliance israélite gefchehen solche Sachen, im Einverständniß mit der Alliance und dem jüdischen Sittengefeß geschieht es, daß jüdische Lieferanten den Staaten schlechte und unbrauchbare Waare liefern. Anich, daß diese Arbeit eigentlich eine vergebliche werden sollte. brei Herren, van Groningen, Lichtenstein und einen mir fremden| Firma nicht Gewehre, aber doch Maschinen an die verschiedensten Gin Jude darf nach seiner sogenannten Religion anderen Leuten Herrn. Lichtenstein verhandelte mit mir. Er empfing mich mit Staaten geliefert habe. über den Inhalt der Sagungen des Talmud nicht Kenntniß geben. den Worten:„ Hören Sie mal, die ganze Aussage, die Sie vor dem Graf Hohenthal: Ob Herr Kühne oder ein anderer sich der Alliance israélite, deren Hauptmitglied Ludwig Löwe war wenn Sie das meinen, dann ist es ja gut." Dann lenfte Lichten- Ich weiß nur, daß das Gespräch etwa in dem Sinne geführt Er wird andernfalls einfach todtgeschlagen. Ebenso ist es mit Rettor Ahlwardt abgegeben haben, ist erlogen." Ich sagte:„ Nun, mißachtend über die Offiziere geäußert hat, kann ich nicht sagen. und zu welcher Jsidor Löwe 10 M. Beisteuer leistet. Die Alliance stein ein und stellte mir vor, daß es doch nicht schaden könne, wurde, wie der Beuge Major Boß angegeben. israélite ist eine gegenseitige Versicherungsgesellschaft. Wenn wenn man den Fabrikanten, die sich am 1. Mai so gegen die Der Gerichtshof zieht sich zur Berathung zurüd. Er beschließt Der Jude 10 M. Beitrag dazu leistet, dann darf er Verbrechen be- Arbeiter verbündet hätten, auf die Füße trete. Ob ich denn nicht den Antrag auf Ladung des Generals v. Frankenberg abzulehnen, gehen und den Staat betrügen, er wird geschützt durch die andern wieder Arbeit haben wollte?- Gewiß" erwiderte ich das weil nach der Beweisaufnahme die Behauptung des Angeklagten Juden, jüdische Rechtsanwälte und jüdische Offiziere, deren es ja wäre mir ja sehr angenehm."- Nun sagte Lichtenstein:" Wissen als wahr angenommen wird: daß ein Gespräch in jener auch giebt, wenn sie auch getauft sind. Sie was? Wir nehmen eine Droschke und fahren zusammen zu Weinstube stattgefunden hat, in welcher Aeußerungen über den Präf.: Die Alliance israélite gehört nur insoweit hier- Löwe herunter." Ich sagte: Ich würde mich hüten, nachdem ich Offizierſtand gefallen sind, sei es von Herrn Kühne oder von her, ob sie der Firma Löwe den Befehl ertheilt hat, Deutschland solche Enthüllungen über die Löwe'sche Fabrik gemacht hätte. einem anderen. In betreff des Gesprächs über Lieferungen wehrlos zu machen, um die hirnverbrannte Idee zu verwirklichen, Lichtenstein meinte, die Arbeit brauche ja nicht in Berlin zu nimmt der Gerichtshof an, ba in dem Antrag nur gefagt ist, die jüdische Weltherrschaft zu etabliren". Ist Ihnen davon sein, ich könne ja nach Budapest gehen. Dann stellte daß man sich über die Leichtigkeit, mit welcher eine Abnahme Lichtenstein mir vor, daß ich durch meine Arbeits- tommission getäuscht worden, unterhalten und damals eine Abs losigkeit in Schulden gerathen war, er wußte fogar, nahmefommission für Löwe'sche Gewehre noch nicht bestand, diese daß es gegen 300 Mark waren, und erbot sich diese Sache nicht hierher gehöre. zu bezahlen, wenn wenn ich meine Aussagen gegen Ahlwardt Rechtsanwalt Mundel: Wenn diese Sachen als wahr widerrufen wollte. Ich weigerte mich und nun fagte unterstellt werden, so darf Herr Kühne das nicht auf sich ſizen Lichtenstein:" Wissen Sie was? Wir haben Geld. Es lassen. Er bestreitet, jemals sich despektirlich über die Offiziere kommt mir auf 3000 m. gar nicht an. Es ist gerade, als wenn geäußert zu haben, und ich muß nunmehr den General von ein ausgerüstetes Rosackenheer gegen einen alten Mann tämpft." Frankenberg zum Beweise der unwahrheit zu laden be Jch weigerte mich aber und ging davon. Präs.: War Herr antragen. van Groningen zugegen? 3euge: Er ging ab und zu, ob Sergeant Meier, der folgende Zeuge, ist zum Abnahme er das Anerbieten gehört hat, weiß ich nicht.- Angefl.: Ich Kommando fommandirt und beim Abschuß thätig gewesen. Gegen frage den Beugen, ob ihm bekannt ist, daß eine telephonische den Zeugen hat eine Untersuchung stattgefunden, weil er be Präs.: Derartige Abhandlungen gehen aber denn doch zu Nachricht nach der Fabrit in Martinicfenfelde ging, wenn schuldigt war, ein Gewehr zweimal beim Anschuß genommen zu weit. Das mag ja ein sehr interessanter Vortrag sein und wer Revisionsbeamte in einer der anderen beiden Fabriken in der haben. Die Untersuchung ist gegen ihn wieder eingestellt worden. Interesse daran hat, der so kann ja dahin gehen, wo ein solcher Gitschinerstraße oder der Hollmannstraße waren?- 3euge: Wir Der Zeuge giebt die Möglichkeit zu, bei der Schnelligkeit, mit Vortrag gehalten wird. wußten fiets, welcher von den Revisions- Offizieren unterwegs der geschossen wurde, zweimal ein und dasselbe Gewehr ergriffen In feiner weiteren Bekundung, erklärt Zeuge Paasch u. a., waren, aber ob die Mittheilung durch Telephon oder Boten geschah, zu haben, es könnte dann aber nur ein Bersehen vorliegen. daß der frühere zweite Direktor der Löwe'schen Fabrik, Herr weiß ich nicht.- Angeti.: Jit es Ihnen bekannt, daß der Es folgt der Zeuge Hofrichter, der von der Firma Barthelmes, ein Deutscher gewesen sei, gegen deffen Thätigkeit früher in der Löwe'schen Fabrik beschäftigt gewesene Arbeiter, Löve u. Co. als Revisor bestimmter Gewehrtheile beschäftigt sich nichts eimvenden lasse. Derselbe sei aber ganz plöglich ge- spätere Droschkentutscher Krähan auch bei Lichtenstein gewesen worden. Er behauptet, daß die Kammern durch die Be storben. Zeuge Löwe: Derselbe ist an einer Verfaltung der ist? Zeuge: Ich weiß nur, daß Krähan mir erzählt hat, arbeitung an Güte des Materials verloren hätten und daß die Blutgefäße gestorben. daß er von Lichtenstein Geld erhalten hat und dies muß auch Revision eine nicht so genaue war, wie sie in den königlichen wahr sein, denn Krähan hat thatsächlich viel Geld gehabt. Werkstätten gehandhabt werde. Der Wertmeister Schmidt habe Major Hannig hebt unter Bezugnahme auf die Aussage ihm einen Spiegel gegeben, den er so gegen das Fenster stellte, des Vorzeugen hervor, daß die Gewehrschlösser in der Löwe'schen daß er den Eingang der Fabrit überwachen konnte. Er mußte Fabrik so sauber und sorgfältig gearbeitet wurden, wie in keiner dann den Meistern anzeigen, daß ein Offizier oder ein fönigl. anderen Fabrit. Die penibelsten Instrumente feien von der Büchsenmacher sich nähere. Die Revisoren hätten bei der Fertig Firma angeschafft worden, um den an sie gestellten Ansprüchen stellung von je 100 000 Gewehren von den Meistern Geldgeschenke Paasch: Das ist hier eine Rassenfache. Wir haben ja doch zu genügen. von insgesammt 20 bis 80 m. erhalten und freies Bier hätten auch schon einen Kultusminister gehabt. Verth.: Wer war das? Herr v. Goßler? Präs.: Sollen nun auch noch die auf das angeblich gestohlene und in Dortmund beschlagnahmte Oberst Freiherr v. Brakel kommt mit einer Bemerkung sie immer erhalten. Werkmeister Schmidt tritt bei dieser Bemerkung des Ministerien hier an den Prager gestellt werden? Berth: Gewehr zurück. Er habe geglaubt, alles thun zu sollen, um den Beugen vor und erklärt, daß die Revisoren diese Zuwendungen Die Militär- Sachverständigen haben hier in aller Weitschweifig- Fall aufzuklären und folgendes ermittelt: Gin Gendarm habe durch Bettelei erzielt hätten. Bei Fertigstellung des hundert feit sich äußern dürfen! Präs.: Der Zeuge Paasch schweift bei einem in der Nähe von Dortmund wohnenden Schlosser eine tausendsten Gewehres oder bestimmten Theiles derfelben pflegten in Regionen ab, in welche wir ihm hier nicht folgen tönnen. Anzahl Gewehrtheile des Modells 88 gefunden und beschlag- die Revisoren den Meistern einen Kranz zu spenden und diese Man sieht doch, wie parteiisch die Bertheidigung vorgeht, daß sie nahmt in der Meinung, daß der Schlosser auf unerlaubte Art in sich dann durch Geldgeschenke zu revanchiren. Er habe dann sich hier nun extra an einen Namen antlammert. Hier soll wieder etwas den Besitz der Gegenstände gekommen sei. Die letztere Annahme den Meistern dies untersagt. in den Schmuz gezogen werden. Ich laffe hier aber nichts in Sen Schmuz ziehen! Paasch: Es kommt auch darauf an, festzustellen, ob nicht etwa Offiziere jüdischer Abkunft bei der Zutheilung der Lieferung an Löwe betheiligt waren. Präs: Sie wissen doch wohl Teinen Namen solcher Offiziere Die Verträge sind bekanntlich im Kriegsministerium festgestellt und vom Justitiarius geprüft. Wozu also solche Verdächtigungen? Berth. Ich ziehe hier nichts in den Schmus, sondern ich vertheidige den Angeklagten Ahlwardt! Präs. Sie wissen doch ebenso gut wie ich, daß es eine Arnswalde.) an der Ermordung habe sich als irrig erwiesen und da das Gewehr damals längst freigegeben war, so habe man dem Schlosser sein Eigenthum zurückgegeben. Aus diesem Sachverhalte sei die Geschichte von dem gestohlenen Gewehr entstanden. Alsdann wird der Buchhändler van Grooningen nochalles andere Burg direkt des Meineides. Erfa Pret jähr 1,10 in's 5 iduf et 8,305 bant Unga Mus in d mir ans ( 5 2 be D 23 bie b Ueber diese Frage entspinnt sich ein hitziges Wortgefecht zwischen den Arbeitern und den Meistern. Der Arbeiter Schu18 behauptet, daß die Revisoren für gutes Revidiren" Geld und Bier bekommen hätten. Schulz und Hofrichter führen namentlich immer wieder eine ganze Reihe von Spezialia vor, aus welchen unwahre Thatsache ist und daß in jener Familie nichts Jüdisches ist. mals vorgerufen. Er wird über die Behauptung befragt, daß hervorgehen soll, daß bei der Revision und Fabrikation un Zeuge Paasch läßt sich dann noch über die Alliance verfahren fei. Schulz bedauert, daß viele nur unter vier Augen israélite aus. Bei einer Frage des Angeklagten, die sich auf Lichtenstein zum Zeugen Brettschneider gegangen fei ze. Beuge gravirende Mittheilungen ihm van Grooningen: Der Schein von 30000 m. besteht wahrdie Antheilnahme der Alliance Inspektor Er beschuldigt den Arbeiter Ra ahaus Alexander's II. bezieht, erhebt sich der Staatsanwalt und er scheinlich nur in der Phantasie des Angeklagten. Meine Unter- gemacht worden seien. klärt: Wenn in dieser Weise fortgefahren wird seitens des An- fchrift habe ich jedenfalls unter folchen Schein nicht gegeben, bittet die Berichterstatter zu bemerken, daß er nicht ein Murt geklagten und des Bertheidigers, ganz willkürlich Dinge in die und wenn ein solcher Schein mit meiner Firma gestempelt ſem arbeiter sei, wie er gestern hingestellt worden und Arbeiter Hof Deffentlichkeit zu werfen, welche dann öffentlich weiter aus- sollte, dann müßte der Stempel mißbräuchlich angewendet worVertheidiger: Ich muß jeht mir das Wort zu einem gebeutet werden, werde ich augenblicklich beantragen, die den sein. Ich sehe die Herren Löwe und Kühne zum ersten richter bestätigt ihm, daß er ein guter Arbeiter ſei. Male hier. Uns tam es nur darauf an, Deffentlichkeit auszuschließen, da in der That die öffentliche gegen Ahlwardt zu sammeln, Material Antrage erbitten. Der Herr Erste Staatsanwalt Drescher hat Ordnung gestört wird. war uns unter wiederholter Berufung auf seinen„ Klassischen" Beugen und ganz egal. Mir ist absolut nichts davon bekannt, Bundesgenossen, den Bettelredakteur Saling mir zwar den Bor Zeuge Beyer, der noch als Werkmeister in der Löwe'schen Fabrit beschäftigt ist, bekundet, daß seines Wissens in dem Be- daß Löwe oder Kühne irgend einem Arbeiter in Aussicht gestellt wurf gemacht, daß derartige Anträge auf Verschleppung hin triebe Alles ordnungsmäßig zugegangen ist, mit Ausnahme der haben, fie wieder anzustellen, wenn sie günstig aussagten. In zielen. Ich bin gegen solche Vorwürfe wehrlos, da ich nicht vom Präsidenten geschützt werde, aber ich thue Unzuträglichkeiten, welche in dem Bereich des Meisters Stangen- seiner Gegenwart seien auch dem Arbeiter Gans nicht 10 000 M. berg vorgekommen sind. Die Leitung der Fabrit habe sich die angeboten. Arbeiter Gans erklärt, daß dies seitens des troß dieser Vorwürfe unbeirri meine Pflicht. Was ich jetzt größte Mühe gegeben, alle Mängel, die sich im Laufe der Fabri- Herrn Mund geschehen und Zeuge van Grooningen dabei nicht vorlege, ist das Produkt der Arbeit der lezten Nacht, die Son tation gezeigt, zu beseitigen. Dies sei beispielsweise auch mit der zugegen gewesen sei. Gasleitung geschehen, als man auf die Vermuthung kam, daß das Hiernach tritt Oberstlieutenant v. Gößnitz vor und erklärt derung, weniger wichtiger Daten von vielem Unwesentlichen, was mir zugegangen. Dabei ist von mir die Thatsache, daß der Gas zu russig war und daß hierauf die mangelhafte Löthung der auf Grund angestellter Recherchen zu dem Thema der An Angeklagte im Wahlkreise Friedeberg- Arnswalde mit 10 000 St. zeige des Grafen Hohenthal: Diese Anzeige ist f. 3. anscheinend Majorität in den Reichstag gewählt ist und vielleicht dieser Vifire zurückzuführen sei. Der folgende Zeuge, Drechsler Tobar bestätigt die schon bei dem damaligen Oberst v. Frankenberg, jetzt General Reichstag von der Befugniß des Art. 31 der Verfassung Gebranch von früheren Zeugen bekundete Thatsache, daß bei der Umrin- major in Königsberg, erstattet worden. Derselbe ist sofort macht, bei der Stellung des Beweisantrages völlig außer Acht gelung Unordnungen vorgekommen sind. An den Angeklagten telegraphisch ersucht worden, auf telegraphischem Wege alles ausgelassen worden. Mich leitet nur das Bestreben, daß im Inter führlich mitgetheilen, was auf die Sache bezug hat. Ein anderer treffen häufig Depeschen ein, die ihm ausgehändigt werden, nachesse des Vaterlandes Aufklärung bis in die dunkelsien Schlupf dem der Präsident Einsicht davon genommen. Wahrscheinlich Difizier, der bei jener Mittheilung des Herrn Grafen Hohenthal winkel geschaffen werde. Ich überreiche diese Anträge. betreffen dieselben das Wahlergebniß im Kreise Friedeberg Derselbe ist zur Stelle! Gin dritter Offizier, der Major persönlich gegen einen persönlichen Angriff des Herrn Bertheidigers zugegen war, ist der Major Voß, jezt noch im Kriegsminifterium. Erster Staatsanwalt Drescher: Ich darf mich wohl Werkmeister Lindner hat die Gewehre erst in die Hand Brinkmann, ist gleichfalls insofern orientirt, als ihm der wenden, der sich würdig anreiht den elenden Verdächtigungen, bekommen, nachdem sie den Beschuß ausgehalten hatten und zu Grafen Hohenthal gemacht hat. General von Frankenberg Mittheilung von dem Besuch des die hier in Massen gegen Beamte und Offiziere losgelassen Auch Herr Major Brinkmann werden. Die Herren sprechen immer von ihrer Hochachtung, fammengesezt waren. Es sei alles daran gefegt worden, gute Gewehre zu liefern, das beste Material zu erhalten und dieses ist zur Stelle! Daß auf Grund der Mittheilungen des Grafen sie vor dem Offizierftande haben. Hier ist nichts davon zur irgend etwas Schriftliches widerlegt wäre, ist nicht zu ermitteln. forgfältig und gewissenhaft zu verarbeiten. Erscheinung gekommen, sondern nur Angriffe gegen die Offiziere Werkmeister Schmidt hat 17 Jahre lang in der Löwe'schen Major Voß erinnert sich, daß f. 3. ein Graf bei dem Oberst Das ist mir ein netter Patriotismus! Dann hat der Vertheidiger Fabrit gearbeitet. Es lag ihm ob, das Material zu prüfen. Wenn v. Frankenberg gewesen ist. Er hörte, daß dem Sinne nach von einem Bettefredakteur gesprochen, den er als meinen„ Bundes Das ist ein so infamer" Angriff Läufe und Abschußbleche aus Spandau tamen, hatte er diefelben haben sollte: er sei froh, daß sein Sohn der Hungerleider- Karrière wie er wohl noch nie vor Gericht von einem Vertheidiger unters zu besichtigen. Er behauptet, daß dabei mit der größten Sorg( dem Sinne nach) nicht angehöre. falt vorgegangen wurde. Riffige oder blasige Stücke wurden Oberstlieutenant Kühne: Das Wort Hungerleider- Karrière nommen ist. Ich habe im Gegentheil die Meinung, daß Hert einfach zurückgeworfen. Im Anfange der Fabrication sei das Glühverfahren nicht auf der Höhe gewesen, es sei deshalb viel bestreite ich entschieden gebraucht zu haben. Dazu bin ich viel Saling einen Weineid geleistet hat und habe noch an demselben ist mein Bundesgenone"! Bruch vorgekommen. Diesem Uebelstande habe man bald ab- au stolz auf meine Militärzeit. Gesagt fönnte ich vielleicht haben, Nachmittag das Verfahren gegen denselben eingeleitet. Und das daß ich froh bin, daß mein Sohn, welcher einen förperlichen Vertheidiger: Troß dieser Einleitung des Verfahren geholfen und dann sei fast tein Bruch mehr vorgekommen. Der folgende Zeuge, Wertmeister Heinrich, hat die Rasten Schaden hat, die militärische Karrière nicht wird einschlagen ist der Erste Staatsanwalt Drescher auch im Laufe der Verhand ogen, der Beuge hat das von der Firma von Querfurt ge der ganzen Unterhaltung des Grafen Hohenthal mit dem Overst dächtigungen" sich nicht auf den Bertheidiger beziehen sollte. Major Voß: Ich habe, wenn ich mich recht erinnere, nicht lung auf diesen Beugen mehrfach zurückgekommen. Präs.: Jah nehme an, daß die Bemerkung„ elende Wer lieferte Material nicht verarbeiten können und deshalb zurückBertheidiger: Das nehme ich zu Gunsten des Staat meint, daß jeder Meister bestrebt gewesen ist, auf seinem Gebiete nicht von dem Gewehre 88 oder von Lieferungen oder von der anwalts auch an. Im übrigen erwidere ich demselben: Vous geschickt, weil es semen Anforderungen nicht genügte. Der Zeuge v. Frankenberg beigewohnt. In meiner Anwesenheit ist aber Art, wie man die Abnahme- Kommission betrügen könne, die Rede vous êtes fâché, vous avez tort!" das Beste zu liefern. Im Zuhörerraum ertönt ein lautes Bravo!" Präf Oberbüchsenmacher Krams hat seine Thätigkeit beim gewesen. Er würde sich daran gewiß erinnern. Major Brinkmann hat seiner Zeit vom jetzigen General Wer hat im Zuhörerraume" Bravo" gerufen?- Berschiedene Revisions- Kommando gehabt. Er bestreitet auf Besragen, daß Hier ist er!" Präf ihm je etwas darüber zu Ohren gekommen sei, daß schlechte Ar- von Frankenberg erfahren, daß ein derartiges Gespräch mit Stimmen aus dem Zuhörerraum: Es wird ein Herr vorgeführt beit geliefert werden sollte, er selbst habe es an strenger dem Grafen Hohenthal stattgefunden. Danach sollte fich Bringen Sie den Wann vor." Oberst Lieutenant Kühne etwas despektirlich über den ber sich auf Befragen als der in der Bismarckstraße zu Charlotten Beaufsichtigung nicht fehlen lassen. Zeuge Brettschneider bekundet, daß verschiedene Offizierstand ausgedrückt haben. Daß auch vom Gewehr 88 burg wohnhafte Kaufmann Gebhardt Felfe zu erkennen giebt, Unregelmäßigkeiten vorgekommen seien. Er sei beim Schloßbau die Rede gewesen, hatte damals General v. Frankenberg nichtsräs. Haben Sie" Bravo!" gerufen?- Felke: Ja. Präs.: Was soll das bedeuten Felte: Ich habe mir beschäftigt gewesen. Er habe mehrfach schlechtes Material gesagt. geliefert erhalten, das Graf Hohenthal, nochmals befragt, erklärt wiederholt, nichts dabei gedacht.- Präs.: Haben Sie nicht gehört, ba er zurückwies. Darauf fei Oberstlieutenant Rühne eines Tages an ihn herangetreten daß er sich auf Einzelheiten nicht mehr besinnen könne und nur ich vorhin jeden mit Strafe bedrohte, der solche Unregelmäßig und habe gesagt:„ Wenn das nicht besser klappt, schmeiße ich wiffe, daß in jenem Gespräch in der Weinstube auch von Liefe: teiten begeht? Felte: Nein, ich war erst soeben eingetreten, die Kerls heraus!" Der Beuge habe diese Aeußerung darauf be- rungen die Rede war. ich kann es durch Zeugen beweisen. Präs.: Herr Staats Der Bertheidiger beantragt dringend die Vorladung des anwalt stellen Sie einen Antrag?- Erster Staatsanwalt ziehen müssen, daß Oberstlieutenant Kühne das häufige Zurückweisen Ich stelle anheim. Der Gerichtshof zieht sich zur Berathung des Materials rügen wollte. In betreff der von den Offizieren Generals von Frankenberg. vorzunehmenden Revision erklärte der Zeuge, daß in der Fabrik Der Erste Staatsanwalt bittet um Ablehnung des Antrages. zurück. Das Ergebniß derselben ist, daß der Kaufmann Felle arge Täuschungen vorgenommen wurden. Sie hatten eine Selbst wenn in der Weinlaune von Herrn Oberstlieutenant Sühne wegen Ungebühr zu 10 Mart Geldstrafe verurtheilt wird. Ferner wird der Antrag des Rechtsanwalts Munckel, de Spiegelvorrichtung in ihrer Arbeitsstätte derart angebracht, daß etwas Unschickliches gesagt sein sollte, so würden solche aus dem fie den Eingang zur Fabrit überwachen fonnten. Sie hätten Busammenhange geriffene Bemerkungen doch absolut nichts Generallieutenant v. Frankenberg zu laden, vom Gerichtshof also sehen können, wenn einer der Revisionsoffiziere fich der beweisen, namentlich nicht die Behauptung, daß die Herren Löwe abgelehnt. Es folgen noch die beiden Zengen Neugebauer und Torno Fabrit näherte. Nun hätten sie gute vorräthige Theile gehabt, und Kühne in dolofer Weise minderwerthige Lieferungen haben welche Lieutenantstheile" genannt wurden. Diese Theile mur machen wollen. Das darf man doch wohl bis auf Weiteres noch welche bekunden, daß der Büchsenmacher Klett ihnen einmal den Den dem revidirenden Offizier vorgelegt und derselbe dadurch ge- annehmen, daß, wenn der Kriegsminister der Sache irgend welche Stempel anvertraut habe, als er sich wegen Unwohlseins tur täuscht. Der Zeuge erklärt auf Befragen, daß Oberstlieutenant Bedeutung beigelegt hätte, dieselbe nicht ohne Folge geblieben vor Feierabend entjerneu inußte. Es feien noch etwa 20 bereits Hierauf e Rühne davon wissen mußte, daß Pfuscharbeit geliefert wurde, wäre. Zudem fann doch am allerbesten derjenige bezeugen, durchgeschoffene Gewehre zu stempeln gewesen. stattet Bücherrevisor Töpfer Bericht über die Buchungen der Extra eine Thatsache für diese Behauptung vermag der Beuge aber nicht welcher jener Unterhaltung beigewohnt hatte. anzugeben. Präs.: Ist auf Sie von irgend einer Seite eingewirkt Oberstlieutenant Kühne: Die Sache geht mich persönlich verdienste der Büchsenmacher. worden Zeuge: Ja, das heißt von der entgegengesetzten an. Es ist für mich ein folossaler Vorwurf, daß ich despektirlich Damit ist die Beweisaufnahme, soweit sie sich auf anwesend Seite. Ich fand eines Tages in meinem Briefkasten eine Bisiten über die Offiziere gesprochen haben soll! Ich habe in meiner Beugen erstreckt, erledigt. arte mit einem mir entfallenen jüdischen Namen. Es stand militärischen Karriere sehr viel Glück gehabt, habe mich einer Darauf, ich möchte nach der Kommandantenstraße nach dem Ge- schnellen Beförderung erfreut und besige viele Deforationen. Ich schäfte des Buchhändlers van Groningen kommen, wo man mir hätte also gar keinen Grund, mich despektirlich über die Offiziersetwas Wichtiges mitzutheilen habe. Ich ging hin und traf hier farriere zu äußern. Benge Löwe erklärt, daß damals seine Berantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin Druck und Verlag von Maz Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. arbeitet. Das Material wurde aus den besten Quellen befönnen. : ( Fortfehung in der 1. Beilage.) Sta be สิน 00 ni Be ib E& er St fa mi The 98 zu De li