Nr. 288. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Bierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Bfg. fret. in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Poft- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mr., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Gingetr. in der Post- Beitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder beren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Bersammlungs Anzeigen 20 Pfa Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen: tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Bor: mittags geöffnet. fernsprech- Anschlug 3mt 1, Mr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Ein Milliardär. Donnerstag, den 8. Dezember 1892. Ueber den in voriger Wocheverstorbenen Jay Gould wird der„ Kölnischen Bolkszeitung" nach englischen Blättern ans London geschrieben: wächtern. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. Bahn ruinirt, und später, als der New- Yorker Pöbel sich gegen thum der Nation nicht um einen Pfennig vermehrt worden. seine Umtriebe zu gunsten der Wahl Blaines zum Präsidenten Seine ganze Arbeit" bestand darin, den Ertrag der Arbeit erhob und ein Beitungsbureau stürmte; er rettete sich auf seine anderer in seine Tasche zu krabschen- mit anderen Worten, Yacht und segelte davon. Seitdem ließ er sein Haus von seinen arbeitenden Mitmenschen ihr Eigenthum zu stehlen. Geheimpolizisten umstellen, und wenn er, was felten war, öffentlich erschien, umgab er sich mit herfulisch gebauten Leib Und weil er hierzu ein besonderes Geschick hatte, ist er, der ungebildete, rohe Patron, der zu sonst nichts gut war und Den Lebensgenüssen stand er fremd gegenüber; er rauchte von einer vernünftig organisirten Gesellschaftsordnung erst nicht, er trant nicht; flein, engbrüftig, mit einem Habichts in eine Erziehungs- und Besserungsanstalt hätte gebracht gesicht, verehrte er nur einen Gott, das Geld. Der werden müssen, um überhaupt zu etwas nut zu werden Botanische Garten, den er auf seinem Landfiß am Hudson ist dieser Nichtsnuh im wahrsten Sinne des anlegen ließ, soll den besten der Welt an Reichhaltigkeit nicht Wortes in dieser Gesellschaft des Kapitalismus und nachstehen; eines Interesses an Botanik aber hat ihn des des Krieges aller die gegen alle, halb doch noch niemand für fähig gehalten. Seine Geschäfts- Talent und die Tüchtigkeit zur Geltung bringt, ein König angeblich das methode war ebenso einfach wie rücksichtslos und wirkungs" voll; er kaufte Papiere, die er durch seine Börsentniffe ent- der Gesellschaft geworden, ein absoluter Monarch innerhalb werthete, zu Schleuderpreisen auf, trieb sie fünftlich in die der Republik, ein Despot, der ebenso unumschränkt, ebenso Höhe und lud sie dann bei dem Publikum um den zehnfachen erbarmungslos, wie ein russischer Zar über das Glück und Betrag ab. Und dieser Gewalt- Geldmensch, der schließlich über den Reichthum von Millionen verfügte. Er beherrschte die ein Eisenbahnnetz von 13000 Meilen gebot, war ursprünglich Börse, er beherrschte die Eisenbahnen und Telegraphen. der Sohn eines armen Farmers, hütete die Kühe, ward Von den 125 000 Meilen( englisch) amerikanischer EisenSchmiedelehrling, Geometergehilfe und Holzhändler, und mit bahnen waren 13 000, über ein Zehntel, sein Eigenthum, 20 Jahren Hauptaktionär einer fleinen Bank in Pennsylvanien. 13000, 0 Wie viele Verwünschungen wohl dem steinreichen Jay Gould, der gestern in New- Yort vom Leben und seinen Millionen Abschied nahm, ins Grab gefolgt sein mögen! Er war bas böse Prinzip, der Gott der Finsterniß im freien Wettbewerbe Ameritas; faß, einer giftgeschwollenen Spinne gleich, in der Mitte seines Gewebes, mit dem er die Märkte und die Industrien der vereinigten Staaten umgab, und was auch immer in feine Maschen gerieth, wurde erbarmungslos aus gebeutet. Freund und Feind, alle mußten bluten, mußten ihre Schäße hergeben, um seine Millionen zu schwellen. Geld und immer wieder Geld war sein ausschließliches Ziel; denn der reichste Mann in der Union wollte er werden, und wenn von einem Gewiffen bei ihm die Rede sein tann, so war Der einzige Gewissensbiß, mit dem er gestern starb, wohl der, daß er nur der dritte Geldsack geblieben, daß ihn die Banderbilt's und die Astors in Glücksgütern übertroffen. Gein Vermögen beläuft sich auf 75-100 Millionen Dollars, und wer weiß, ob er nicht bei längerem Leben wirklich der Hauptkröfus geworden wäre, denn während des vergangenen Jahres stieg sein Gewinn auf durchschnittlich 400 000 Pfund Sterling im Monat! Bor Jahren schwebten Gerüchte über feinen Bantbruch in der Luft; um sie zu entkräften, lud er eine Geschäftsfreunde zu sich ein und breitete vor ihren erflaunten Augen Werthpaptere im Betrage von 50 Millionen Dollars aus. Für diesen Millionensegen das Geschick irgend bie zu verföhnen, wie es die Banderbilt's durch Ausstattung einer Eisenbahn gethan, fiel ihm nicht ein." Zum Teufel mit Dem Gemeinwohl rief er einst einer Ortsabordnung zu, die ihm einen Eisenbahnplan aus Rücksicht auf das Gemeinwohl empfahl - ,, ich baue feine Eisenbahnen zum Besten des Bublifums!" Ju seiner Seele hatte auch fein anderes Interesse| Blatz. Auf seiner europäischen Reise fam er nach Amsterdam und betrat auch die Gemäldegallerie, stahl sich aber bald, der unnügen Zeitvergeudung müde, nach der Börse weg und hatte vor dem zweiten Frühstück schon 20 000 2. Spefulationsgewinn in der Tasche. Daß er seine Gegner zu vernichten suchte, wird ihm bei dem harten Börsentampfe niemand verdenken. Gin reicher Kalifornier tündete einst der Welt an, er wolle Jay Gould sprengen.„ Er ist nach dem Often wohl in einem Salonwagen gefommen war Gould's Bemerkung, als er von dem Unterfangen hörte, gut, ehe ich gesprengt bin, noch einmal einen solchen finanziellen Blutsauger gefallen wird er in einem Gepäckwagen zurücklehren", und letzteres lassen." Berlin, den 7. Dezember. ward fast buchstäblich zur Wahrheit. Aber Gould schonte nicht einmal seine Freunde und Geschäftstheilhaber. Mit Fiske verSo die Kölnische Volks- Zeitung". Der Reichthum Der Reichstag erlebte gestern für diese Session seine band er fich 1869 zu einer Goldhauffe, und beide trieben das des geldmachenden Thieres, des Börsen- Raubthieres denn erste offiziell fonstatirte Beschlußunfähigkeit. Die Herren Gold von 112 auf 150 in die Höhe. Sobald er aber durch anders kann man Jay Gould, gleich seinen Kollegen von der Konservativen wollten nämlich die Diskussion über den feine Buträger erfahren, daß die Regierung aus der Schatz schmählichen Großspizbuben- Zunft, nicht nennen, ist viel Antrag Rintelen auf Entschädigung für unschuldig erlittene loszuschlagen, reserve Gold zu verkaufen gedente, begann er inzwischen zu niedrig geschätzt. Die Amerikaner taxiren Jay Gould Strafhaft schließen, gerade als unser Genosse Stadthagen während er Fiste ruhig in Richtung weiterspekuliren ließ. bisheriger auf 500 Millionen Dollars, der Pariser Figaro", der in zum Wort kommen sollte. Auf diesen Versuch der MundEinen seiner Geschäfts- Börsendingen sehr gut Bescheid weiß, auf 2188 todtmachung antwortete unser Genosse, indem er die freunde trieb er zum Selbstmorde und einen anderen, der weitausendeinhundert achtundachtzig Beschlußfähigkeit des Hauses anzweifelte. Die per HammelIch zur Zeit durch ein Anleihen aus der größten Finanz- Millionen Frank 3. Und diese riesige Summe hat sprung vorgenommene Auszählung ergab die Anwesenheit schwierigkeit gerettet, machte er zum Bettler, indem er ihn u einem Unternehmen überredete, welches diesem seinen letzten er zusammengescharrt, ohne auch nur eine Stunde lang in von ganzen 146 Mitgliedern. Vielleicht lernen die Herren Gent foſtete. Zweimal entging er mit knapper Noth dem Ge- seinem Leben eine gesellschaftlich nützliche Arbeit von der Rechten aus diesem Vorgange daß die Innchtwerben; bas erste mal, als er die Aktionäre der Erie- verrichtet zu haben. Durch seine Arbeit ist der Reich- Zeiten des seligen Valentin auch für der teichstag In letterer Eigenschaft scheint er seinen Beruf, Geld auf und von den Telegraphen über die Hälfte 288 000 Kilowerthlofe Eisenbahnpapiere zu leihen, entdeckt zu haben. In meter! Dadurch gewann er auf das Verkehrswesen einen New York soll er mit einer patentirten Mausefalle eigener Einfluß, dessen Wirkungen sich äußerten in hunderten von Erfindung debutirt haben; vielleicht auch hat man ihm nach Streifs, hervorgerufen durch raffinirtes Abschinden und träglich diese Legende angedichtet, als er dem amerikanischen Unterdrücken der Arbeiter, und in der Verarmung unBublifum feine großen Finanz- Mauſefallen stellte. Seine zähliger Farmer, die er durch wucherische Gütertarife und eigentliche Laufbahn beginnt im Jahre 1872, Landspekulationen an den Bettelstab gebracht hat. Nur er zum Vorsitzenden der Griebahn erwählt wurde. ein Gutes hat er in seinem Leben gewirkt er hat Bofitives hat er nicht geschaffen. Die 25 Privatdrähte, die millionen und Millionen die Augen geöffnet über das von seinem Hause nach den verschiedensten Richtungen hin liefen, dienten nur dem einen Zwecke, sein eigenes Vermögen Wesen dieser großen tapitalistischen Raubgesellschaft, geauf den Trümmern hoffnungsvoller Industrien in die Höhe zu nannt bürgerliche Gesellschaft und beste der Welten. Die schrauben, ohne daß dadurch seine Habgier jemals gefättigt Flüche und Verwünschungen seiner Opfer sind Jay Gould worden wäre. Jedenfalls wird er im vierten Kreise von Dante's ins Grab nachgefolgt, wie der heutigen Gesellschaft, die Hölle, wo die Verschwender und Geizhälse Lasten wälzen, mit solche Monstren hervorbringt, die Flüche und Verwünschungen lauteftem Jubel empfangen werden; passen doch auf ihn vor ihrer Opfer ins Grab folgen werden. trefflich die Worte von dem kurzen Wahn der Güter, die zu so viel Streit entflammen" und dem gesammten Golde unterm Monde, das nicht eine diefer Seelen zu befriedigen vermag". Jay Gould ist 56 Jahre alt geworden. Daß sein Sohn George in die Fußstapfen des Baters treten werde, ist kaum möglich. Ein Jay Gould ist nicht zweimal denkbar, und dann würde Feuilleton. Nachbruc verboten.] Bel- Ami. [ 32 fich die Heimath der triumphirenden Démotratie schwerlich Politische Uebersicht. -Ge das Zimmer und setzte sich mit Duroy in die nächste Stube. 17 „ Es brachte ihn ganz außer Fassung," sagte sie. Als ich von einem Priester zu reden anfing, nahm sein Gesicht einen schrecklichen Ausdruck an, als wenn er... als wenn er schon den Hauch... wissen Sie... den Hauch des Todes merkte. Er verstand, daß es nun zu Ende ist... und daß man die Stunden zählen kann Sie sah sehr bleich aus. Sein Gesicht werd' ich nie vergessen," suhr sie fort. Er muß den Tod da gesehen Er muß ihn gesehen haben... Sie hörten den Briefter drin. Er redete etwas laut, Roman von Guy de Maupassant. verschrieb eine Medizin und gab einige Anweisungen. Dem haben Er brachte den Doktor Gavaut sofort mit, und der Arzt Journalisten aber, der ihn zur Thür begleitete, um seine Meinung| zu hören, sagte er:„ Der Todeskampf hat begonnen. Morgen meil er ein wenig taub war. Er sagte: früh ist es verbei. Bereiten Sie die arme junge Frau darauf| vor und lassen Sie einen Priester holen. Ich kann hier nichts mehr thun. Doch stehe ich natürlich ganz zu Ihrer Ihnen ja gar nicht. Sie sind wohl krank, aber doch nicht Verfügung." Nicht doch, nicht doch! So schlimm steht es mit in Gefahr. Und das beweist ja eben, daß ich als Freund, als Nachbar zu Ihnen komme." Beatae Mariae semper virConfiteor Deo omnipotenti... gini.,."*) Er machte von Zeit zu Zeit eine Pause, damit der Sterbende nachkommen könnte. Dann sagte er: Nun beichten Sie..." Die junge Frau und Duroy wagten sich nicht zu rühren. Sonderbare Verwirrung hatte sie erfaßt und ängstliche Er wartung hielt sie gefesselt. Der Kranke hatte ein paar Worte geflüstert. Der Priester wiederholte: " Sie haben sündhafte Gefälligkeiten erwiesen? Welcher Art waren diese Gefälligkeiten, mein Sohn?" Die junge Frau erhob sich und sagte einfach:" Gehen wir ein wenig in den Garten hinab. Wir brauchen seine Geheimnisse nicht zu hören." Und sie gingen binunter und setzten sich auf eine Bank vor der Thür unter einem blühenden Rosenstock. Von dem Nelkenbeet hinten hing ein füßer, starker Duft in der ihm zu Ende," sagte er.„ Der Doktor räth mir, einen Duroy ließ Frau Forestier herbeiholen. Es geht mit Sie verstanden nicht, was Forestier erwiderte. Der reinen Luft. Briefter kommen zu lassen. Wie denken Sie darüber?" alte Pfarrer hob wieder an: Nein, Sie sollen nicht das Nach einigen Augenblicken des Stillschweigens fragte Abendmahl nehmen. Davon können wir reden, wenn Sie Duroy: Gie zögerte lange. Dann, als sie alles erwogen hatte, sich wieder wohler befinden. Wenn Sie aber meinen Besuch Kehren Sie bald nach Paris zurück, oder halten Sie erwiderte fie langsam:" Ja, es ist beffer so... in vieler zum Beichten beispielsweise benutzen wollen, so ist es mir sich hier noch länger auf?" Hinsicht besser... Ich will ihn darauf vorbereiten, ihm sehr recht. Ich bin ein Hirt und suche jede Gelegenheit, sagen, daß ihn der Pfarrer zu sprechen wünscht... ich um meine Schafe zu sammeln." wußte nicht, weshalb... Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir einen besorgen wollten, einen Pfarrer. Eine lange Bause trat ein. Forestier mußte mit seiner Wählen Sie ihn aber aus und nehmen Sie einen, der nicht feuchenden, klanglosen Stimme spreche. u viel Mäßchen macht. Sehen Sie zu, daß er sich mit| Dann sagte plötzlich der Priester, aber in verändertem Der Beichte begnügt und uns im übrigen zufrieden läßt." Tone, in dem Tone eines Dieners am Wort: Sprechen lichen mit, der sich in die Situation zu finden verstand. Gie das„ Confiteor", mein Kind. Sie haben es vielleicht Der junge Mann brachte einen alten, gefälligen Geist- Die Barmherzigkeit Gottes ist unendlich. " 1 " Nein," erwiderte fie. Sobald alles hier vorüber ist, kehre ich zurück." Also in zehn Tagen etwa?" Ja, höchstens." „ Er hat keinen Verwandten?" " Nein, nur einige Rousinen. schon in früher Jugend." Er verlor seine Eltern 1) Ich bekenne vor Gott, dem Allmächtigen... und der Sobald er bei dem Sterbenden war, verließ Frau Forestier I vergessen. Ich will Ihnen helfen. Sprechen Sie mir nach: seligen Jungfrau Maria.. vorüber find. Bevor es zur Ronstatirung Der Prozeß Ahlwardt ist von weitgehenden Folgen. Ischnittlich über 40 M.) und 1 Million Mark file Boltsschul der Beschlußunfähigkeit kam, wurde ohne Diskussion der In den Kreisen, aus denen die Konservativen sonst ihre bauten und deren Ausstattung, sowie ein einmaliger Zuschus Antrag Hirsch und Genossen, die Frist für Statuten- Hauptkraft zogen, sind die Zungen gelöst. Was auch immer von 6 Millionen zu Beihilfen für Schulverbände zu ge änderungen der freien Hilfskaffen vom 1. Januar 1893 Schlimmes geschehen und im Volle mißfallen mag, erklärt währen. bis zum 1. Juli 1893 zu verlängern, einstimmig ange- fich nach ihnen aus dem Einfluß der Juden, und nur einen Um diese übermäßige Freigebigkeit des Staats voll und nommen. In bezug auf die Entschädigung unschuldig Ver- Schritt haben sie dann bis zu der Schlußfolgerung: Wer ganz zu würdigen, betrachte man das hohe Einkommen, urtheilter gab der Regierungsvertreter die Erklärung ab, sich von den Juden kaufen läßt, ist auch überhaupt fäuflich. welches vornehmlich die Lehrer auf dem Lande bereits heute ge daß ein bezüglicher Gesezentwurf in Vorbereitung sei, auch Die Konservativen wissen noch nicht recht, wie sie fich nießen. Auf dem Lande find 45414 voll beschäftigte Lehrkräfte, die Wiedereinführung der Berufung sei in Aussicht ge- mit der Ahlwardt'schen Wahl abfinden sollen; die„ Nord- darunter 3186 Lehrerinnen vorhanden. Von den Lehrern nommen. Des katholischen Feiertages, Mariä Empfängniß, deutsche Allgemeine Beitung" aber ist nicht verlegen; fie erhalten gegenwärtig einschließlich der staatlichen Alter wegen fällt morgen die Sigung aus. Die Militärvorlage zieht aus der Wahl Ahlwardt's die Moral, daß das zulagen soll erst am Montag auf die Tagesordnung kommen.- allgemeine gleiche Wahlrecht zu beseitigen sei. Ja, wenn das ginge! Das allgemeine gleiche Wahlrecht wurzelt so fest im Bolke, daß es ohne Staatsstreich nicht mehr zu beseitigen ist. Und auf eine Revolution von oben wüßte das Volk zu antworten! Dem Reichstage sind die Entwürfe der neuen bereits erwähnten Steuergesetze, betreffend die Brau steuer, Branntwein steuer und Reichs Stempel abgaben zugegangen. In dem Gesetzentwurf wird die anfangs beabsichtigte Herabsetzung des Geschenks an die privilegirten Branntweinbrenner um ein Viertel aufgegeben und dafür die Verbrauchssteuer von 70 auf 75 Pfennig pro Liter Alkohol erhöht. Die privilegirten Schnapsbrenner behalten nach wie vor das Geschenk von 20 M. auf den Hektoliter Alkohol, die sie weniger Steuer als ihre nicht privilegirten Konkurrenten zu zahlen haben. " 9 Lehrer ein Einkommen bis 800 M. 78 " OD 29 2 309 " " von 301-450 M. 451-600" 6127 29 " " " 601-750" 2938 751-810 " " " 5754 811-900 " " " # 6.952 901-1050 # " " " 19 5041 " " # " 13 020 " " P " " 1051-1200 1201 M. und mehr. In den Städten ist das Einkommen der Lehrer selbst verständlich höher. Bei ihnen läßt nun die Begründung der Vorlage eine vollständige Statistik vermissen. Das Duell als militärische Einrichtung. Vom Straf gesez ist das Duell zwar verboten, aber in Wirklichkeit i es die vornehmste Einrichtung der vornehmen Hüter des Staates geworden. Das Duell begründet erst die Zugehörig feit zur guten" Gesellschaft. In dieser Hinsicht ist ein Schriftstück interessant, welches vom Westfälischen Merkur veröffentlicht wird: Der Mangel jeden objektiven Urtheils, welcher Herrn Eugen Richter auszeichnet, sobald es sich darum handelt, auch einem politischen Gegner gerecht zu werden, hat dem Führer der Freifinnigen den Streich gespielt, daß er jetzt sogar, in einer sehr wichtigen parlamentarischen Frage von der Norddeutschen Abgemeinen Zeitung" als GewährsJm Ganzen stellt sich nach der Statistit von 1891 in mann gegen die Privilegien der Reichstags- Abgeordneten Breußen der Durchschnitt der Lehrergehälter auf 1186 M. ins Feld geführt wird. Es ist der Fall Ahlwardt, aus der Landlehrer auf 1064) und zwar stehen 21 472 Lehrer, Der Prozeß Ahlwardt ist zwar noch nicht beendet, Anlaß deffen Herr Richter so vollständig aus dem Häuschen also ein Drittel, zwischen 450-900 m., 30 730 Lehrer, aber, wie das Urtheil auch ausfallen mag, kann sich Ahl- gerathen ist. Nachdem Ahlwardt nun einmal in den Reichs also beinahe die Hälfte, zwischen 450 und 1050 m. wardt heute bereits als Sieger betrachten. Unregelmäßig tag gewählt ist, ist es selbstverständlich, daß seine Freunde Um diese Durchschnittszahlen zu würdigen, muß man feiten haben jedenfalls in der Löwe'schen Fabrik und im den Versuch machen werden, das gegen ihn schwebende die einzelnen Provinzen mit einander vergleichen. Auch hier Verkehr mit den Behörden stattgefunden; wie dieselben gerichtliche Verfahren einstellen zu lassen. Da gar fein fehlt eine eingehende Statistit. Doch genügen die paar immer beschaffen fein mögen, und wenn sie auch von feiner Grund vorliegt, in diesem Falle anders zu verfahren, wie Einzelangaben, um richtige Schlüsse zu ziehen. So beträgt übleren Art wären, als die in jeder Fabrik vorkommenden, in Dutzenden anderen Fällen, so wird der Reichstag einen im Regierungsbezirke Koblenz die Zahl der Landlehrer mit ob ein Zusammenhang zwischen den Unregelmäßigkeiten und bezüglichen Antrag annehmen, und Ahlwardt hat danach einem Einkommen bis zu 810 m. nur 3 pet., im Regie Löwe oder den Militärbehörden festgestellt wird, die Schluß- Aussicht, sobald er feine auf vier Monate lautende Strafrungsbezirk Bosen 54 und im Regierungsbezirk Rönigsberg folgerungen im Volte werden dieselben bleiben und jeden- haft abgebüßt hat, Anfangs März in den Reichstag einzu 42 pCt. Die elendefte Lage der Lehrer herrscht dort, wo falls viel weiter gehen, als sie selbst Ahlwardt gezogen hat. treten. Diese Möglichkeit scheint nun Herrn Richter ganz der Sitz der junkerlichen Großgrundbesitzer ist und mit dieser Selbst die Prozeßführung wird den Anhängern Ahlwarot's um die Besinnung gebracht zu haben. Er schreibt, und die elenden Lage Hand in Hand geht der junkerliche Hochmuth reichen Stoff bieten. Eine so weit ausgedehnte Beweisführung, Norddeutsche Allgemeine Zeitung" druckt es mit Be- und die wegwerfende Geringschäzung des Lehrerstandes. wie sie dieser Prozeß dem Angeklagten bot, ist bisher in der hagen nach: richterlichen Praxis in Deutschland unerhört. Wir tadeln dieses am wenigsten. Aber wir ziehen Vergleiche mit Brozessen, die gegen Sozialdemokraten geführt wurden. Der Schuldbeweis wurde oft nur von Polizeikommissaren erbracht, die nicht einmal aus eigenem Sehen und Hören befundeten, sondern ihr Wissen aus Mittheilungen ihnen auverlässig erscheinender Personen geschöpft hatten, deren Namen fie auf Befehl ihrer Vorgesetzten nicht nennen durften. Bezirks- Kommando Aschaffenburg. Aschaffenburg, 19. No vember 1892. Betreff: Antauf von MenfurwaffenDas höhere Staatsinteresse" verbot, die Namen zu nennen; der Richter aber erkannte auf Grund von Aussagen, die er Rundschreiben. Einige Vorkommnisse in jüngster Zeit laffe es angezeigt erscheinen, daß sich das Offiziertorps des Landwehr außer Lage war, selbst auf ihre Stichhaltigkeit zu prüfen. Bezirkes Aschaffenburg einen eigenen Paut- Apparat Ju dem Prozeß Ahlwardt wurde, was wir ja ganz in der anfchaffe, wie dies auch bei anderen Bezirks- Kommandos ge Ordnung finden, kein Militär zur Verweigerung der Zeugenschehen ist. Euer Hochwohlgeboren ersuche ich, baldgefällig ausfage gezwungen. Immer neue Beweismittel konnte der auf Gegenwärtigem anher mitzutheilen, ob Wohldiefelben da Angeklagte heranziehen, wenn sie auch nur in sehr mittelmit einverstanden sind. Bejahenden Falles ersuche ich um Bei Lage 1 M. als den auf einen Herrn treffenden Beitrag. barer und entfernter Beziehung zu dem Gegenstand der Mit diesen Ausführungen schlägt sich der Leiter der Bezirks- Kommandeur: v. Spruner, Oberst- Lieutenant." Anklage standen. Aber, war man einmal entschloffen, der Freifinnigen Zeitung" selbst. Ist das verfassungsmäßige Beweisführung weitesten Spielraum zu lassen, dann durfte Privilegium gegeben zur Sicherstellung der parlamentarischen Der Duellparagraph steht aber noch immer im Straf auch der Borsigende des Gerichts sich nicht aus der leidenschafts- Thätigkeit der Abgeordneten, so hat auch Ahlwardt und gesetzbuch. Lofesten Ruhe und Unbefangenheit bringen lassen; er hatte sein feine Wähler das Recht, daß vom März ab wo die. Reichstags- Wahl in Friedeberg- Arnswalde. Da Temperament besser zu beherrschen, als es geschehen. Jetzt Strafhaft abgelaufen der genannte Abgeordnete seine Schlußergebnis lautet nach der Staatsbürger- Beitung" f steht Ahlwardt, so weiter Spielraum ihm gelassen parlamentarische Thätigkeit ausüben kann. Den Umstand, wurde, noch als der in seiner Bertheidigung beschränkte baß Ahlwardt 3. 8. eine Strafhaft abzubüßen hat, dazu aus Ahlwardt 11 206, für Drawe 3306 Stimmen. Märtyrer da, dem eine volle Beweisführung nur deshalb zunügen, daß ein parlamentarisches Privilegium preisge mißlänge, weil ihm vom Richter die Hände gebunden wären. geben werde, darauf kann nur der blindeste Parteifana Seute noch erzielte Ahlwardt einen großen Schlußeffelt in fismus verfallen, wenn man nicht von Haus schon ein seinem Prozesse, da sein Wertheidiger erklärte, die Ver- Feind dieser Privilegien selbst ist. theidigung nicht weiter führen zu wollen, da sie ihm durch Wir dächten, gerade Richter hätte alle Ursache, zu bedas Gericht beschnitten sei, und es gleich zu Anfang des denken, daß die Sonne nicht immer auf dieselbe Seite des Prozesses ersichtlich gewesen wäre, daß der Gerichtsvorsitzende Daches scheint. Was heute Ahlwardt recht, kann morgen bereits das Urtheil über seinen Klienten gefällt. irgend einem Freisinnigen billig sein. „ Ein Aufschub in dem Revisionsverfahren aber könnte alsdann eine Verjährung des ganzen Strafverfahrens und damit auch des Moabiter Urtheils zur Folge haben, wenn zwischen der letzten Prozeßverhandlung vor Unterbrechung durch den Reichstag und der Wiederaufnahme des Prozesses mehr als sechs Monate liegen. Dies wäre alsdann möglich, wenn die Reichstagsfeffion fich bis in den Juni hineinzieht. Nun tönnte man die Unterbrechung des Prozesses doch erst befürworten, sobald fich Ahlwardt in der Lage befindet, ein Reichstagsmandat wirklich auszuüben. Denn das verfassungsmäßige Privilegium ist gegeben zur Sicherstellung dieser parlamentarischen Thätigfeit. Ahlwardt aber tommt in diese Lage erst nach Verbüßung feiner Strafhaft zu Anfang März. Bis dahin würde jede Unterbrechung des Prozeßverfahrens für die parlamentarische Thätigkeit von Ahlwardt bedeutungslos fein und nur die Wir tung einer Justizhemmung haben. Lediglich zu diesem Zweck aber ist das Privilegium nicht eingeführt worden." Es verlautet in weiten Kreisen, die eingehendste Beweisführung entspräche dem speziellen Wunsche des Kaisers. Was Preußen für seine Lehrer thut, liefert den Es ist sehr erklärlich, daß der Kaiser wünscht, daß mög- besten Beweis dafür, daß es nicht blos den Namen des lichste Auftlärung geschaffen werde, um unbarmherzig aus Kasernenstaats, sondern noch mehr ben der Intelligenz verder Armee jedes Element auszunierzen, auf welchem der dient. Der jetzt dem Abgeordnetenhause zugegangene Ent Leiseste Makel ruhe. Aber sollte diese Annahme selbst sich wurf eines Gesetzes, betreffend die Verbesserung des Bolts bestätigen, so würde sie das, was fie bezvedt, erst recht schulwesens und des Dienfteinkommens der Volksschullehrer, Mom nicht erreichen. Jede, auch die leiseste Beeinflussung des offenbart wieder tolossale Generosität. Ganges der Prozeßführung in einem Einzelfalle, und 1. April 1895 find aus allgemeinen Staatsfonds jährlich ginge sie von den besten Motiven aus, lockert das Ansehen 3 Millionen Mark für Verbesserung des Dienſteinkommens der Rechtspflege. der Lehrer und Lehrerinnen( das macht auf den Lehrer durchBeide saben einem Schmetterling zu, der von Nelke zu Nelte flog, um an ihnen zu naschen. Gilig flog er, und feine Flügel zitterten noch langsam, wenn er schon auf der Blume faß. Und fie schwiegen beide. Der Diener kam und meldete, daß der Herr Pfarrer fertig sei". Sie gingen zusammen hinauf. Forestier schien noch magerer geworden zu sein feit geftern. Der Priester reichte ihm die Hand:" Auf Wiedersehn, mein Sohn. Morgen früh komme ich wieder." Er ging. Sobald er das Zimmer verlassen hatte, versuchte der Krante feuchend die Hände zu seiner Frau zu erheben und Einzige, rette schluchzte: Rette mich... rette mich.. mich... Ich will nicht sterben... ich will nicht sterben... O, rettet mich doch!... Sagt, was ich thun soll, holt den Arzt. Ich will ja alles einnehmen... Ich will nicht sterben... ich will nicht..." Kinde. Dann fingen seine auf das Bett gesunkenen Hände an, fich langsam und gleichmäßig zu bewegen, als wollten sie etwas von der Decke abpflücken. Seine Frau vermochte ihre Thränen nicht mehr zurück zuhalten und schluchzte: Nein, Nein, es ist ja nichts. Es ist nur eine Krise. Morgen wird es schon wieder besser gehen. Der Ausflug hat Deinen Kräften zu viel zu gemuthet." eine Andern nicht sehen konnten und dessen Schrecken sich in seinen Angen spiegelte. Seine beiden Hände sezten ihre fürchter liche, abspannende Bewegung fort. Blöglich erzitterte er in heftigem Schauer, den man seinen Körper von oben bis unten durchlaufen fah, und er stammelte: Der Kirchhof... Jch... Oh mein Gott!..." Er sprach nicht mehr. Unbeweglich lag er mit verstörtem Blick da. Die Zeit verging. Von einem nahen Kloster schlug es zwölf. Duroy verließ das Zimmer, um etwas essen zu gehen. Eine Stunde später kam er wieder. Fran Forestier wollte nichts essen. Der Kranke hatte sich nicht wieder gerührt. Nur seine mageren Finger bewegte er auf der Decke, als wollte er sie zum Gesicht führen. Det für Was für ein Schoof! Auf dem Lehrter Bahnhof gab der nationalliberale Herr Schoof, der Wahlmach Bismard's, diesem bei seiner Durchreise durch Berlin di Erklärung ab, daß sein Wahlkreis vollständig beruhigt sei wenn Bismarck nicht im Reichstage erschiene. Herr School hätte seine Erklärung noch weiter dahin ausdehnen können daß es dem ganzen Bolke vollständig Wurst ſei, ob de Hauptflunkerer und Depeschenfälscher im Reichstage e scheine oder nicht. Die Wahl Ahlwardt's erklärte Bismar als ein Zeichen der Unzufriedenheit damit, daß er nicht mehr Reichskanzler sei. Der Fürst Bismarck in russischer Beleuchtung. Grasydanin" tadelt die Angriffe, welche von der deutsche Bresse jetzt noch gegen Bismard gerichtet werden: Was Bismard in seinen Gesprächen über Rußland en hüllt hat, ist uns in höchstem Grade nütlich. Auch hie tann man ausrufen: Wahrlich! groß ist der Gott des ruffifche Landes! Bismarck hat uns alle politischen Geheimnisse Ber Als er zurüdtam, spürte er großen Hunger. And Frau Forestier aß ein wenig, dann begaben sie sich beid zur Leichenwache in das düstere Zimmer. Auf dem Nachttisch standen zwei brennende Kerze neben einer Schüffel, worin ein Mimosenzweig schwan Buchsbaum, wie es sich eigentlich gehörte, war nicht au zutreiben gewefen. Sie waren allein, der junge Mann und die junge Fra neben ihm, der nicht mehr war. In Gedanken versunke sahen sie ihn schweigend an. fic Georges fonnte seinen Blick nicht von ihm abwende Rings um den Leichnam lag Schatten, und er fürchtete fast, in ihn hineinzublicken. Seine Augen, sein Geist hing wie gebannt an dem mageren Gesicht des Todten, das flackernden Kerzenlicht noch hohler aussah. Das war bo Die junge Frau saß am Bettende in einem Lehnstuhl. sein Freund, war Charles Forestier, der gestern noch Duroy fegte sich in einen anderen neben sie, und sie warteten ihm gesprochen hatte! Wie sonderbar und grauenhaft so das völlige Ende eines Wesens! Oh! Jetzt erinnerte schweigend. Der Arzt hatte eine Wärterin geschickt; ste saß am fich an die Worte Norberts von Warenne, den die Tode furcht quälte:„ Nie fehrt ein Wesen zurück." Millione Fenster und schlief. gelad mi Er weinte. Dicke Thränen rollten über seine fleischlosen Backen und an feinen abgemagerten Mundwinkeln Auch Duron war im Begriff einzuschlummern, da hatte und Milliarden werden geboren, fie gleichen ihm beina bildeten sich Fältchen, wie bei einem weinenden kleinen er mit einem Maie die Empfindung, daß in diesem Augen- sie haben Augen, Nase, Mund, Gehirn und drin die G blick etwas geschähe. Gerade noch zur rechten Zeit öffnete bauten, wie er, und doch kommt der nie zurück, der einma er die Angen, um Foreftier die seinen schließen zu sehen, in die Erde gebettet ist. Ein paar Jahre lang hatte er gelebt, gegessen, wie zwei verlöschende Lichter. Ein taum bemerkbares Schlucken ging in der Rehle des Sterbenden hoch, an den geliebt, gehofft, wie jeder Mensch. Nun war alles vorübe Mundwinkeln erschienen zwei Blutfäden und rollten aufs für ihn, vorüber für immer. Das Leben! Einige Tag Hemd hinab. Die schreckliche Ruhelosigkeit der Hände ver- währt es, dann ist es aus. Der Mensch wird gebore schwand. Er hatte zu athmen aufgehört. wächst, ist glücklich, wartet und wartet und stirbt dan Seine Frau begriff, stieß einen leisen Schrei aus, fant Nehmt Abschied auf immer, Mann oder Weib, ihr feh in die Knie und schluchzte über dem Bett. In sprachloser nicht wieder. Und doch trägt jeder den fieberhaften Forestier athmete haftiger, wie ein abgehetzter Hund. Neberraschung machte Duroy mechanisch das Zeichen des erfüllbaren Wunsch nach Unsterblichkeit in fich, jeder Seine Athenzüge gingen fo rasch, daß man sie nicht Kreuzes. Die Wärterin war munter geworden und trat eine Art Universum im Universum und doch geht jed zählen, und sie kaum hören ans vorüber," sagte sie. Duron hatte feine bald völlig in dem Rauch neuer Keime auf. Pflanzen Raltblütigkeit wieder gewonnen und flüsterte:" Es ging Thiere, Wienschen, Sterne, Welten, alles lebt und ftit Dann, um sich umzuformen. Und nie kehrt ein Wefe Fortwährend wiederholte er:„ Ich will nicht sterben... rascher, als ich gedacht hatte." Als die erste Erschütterung überwunden, die ersten wieder, nicht Insekt, nicht Mensch, nicht Planet! Oh, mein Gott!... mein Gott!... mein Gott!, Eine namentose, marternde Augst fiel auf Duroy Was wird aus mir?... Nichts mehr werd' ich sehen... Thränen vergossen waren, machten sie sich an all' die Gänge und Besorgungen, die ein Todesfall hervorruft. Herz, die Angst vor dem unbegrenzten, unvermeidlich nichts mehr... niemals mehr... Oh, mein Gott!" Er sah irgend etwas Gräuliches vor sich. das die Bis jpät in die Nacht hinein hatte Duroy herumzulaufen. Nichts, das alle Wesen spurlos verzehrt und ihr kurzes, konnte. B d be S U li 31 b 20 9 D 9 9 編號 0 ett at e aft 0 eis Der f 記 ofe jer oie et رنا d 1 35 uns lins, Wiens und Bonbons preisgegeben... Bismard giebt| Schützer, der Staal, des Militarismus bedürfen zur Sicherung Irube feiern zu wollen. Der oben erwähnte Kladnoer Einigunge uns aufrichtig den Rath, eines schönen Tages den Schlüffel zu der Intereffen des ersteren; daß die Klasse der wirth tongreß unterbleibt infolge der energischen Bekämpfung durch die den Dardanellen in die Tasche zu stecken, dem Sultan Harem schaftlich schon maßlos ausgebeuteten Proletarier wohl slavische Sozialdemokratie. * und Pension zu garantiren, dann aber ruhig zu warten, bis zum Tragen des größeren Theils feiner Kosten verpflichtet wird, uns Europa deshalb den Krieg erklärt u. f. w. Was er aber baß fie aber durchaus kein Interesse am Bestehen des Militaris- Ueber Bentalitäten des internehmerthums wird uns gerathen hat zu thun, damit wir mit den ufurpatoren von mus hat. Im Gegentheil hält die Versammlung ben Militarismus aus St. Georgen im Schwarzwald geschrieben: Wir glauben Sofia abrechnen das ist bis zur Stunde noch nicht veröffent für das größte Hinderniß einer friedlichen Kulturentwickelung uns hier in der Zeit des Ausnahmegefeßes zu befinden. Jede licht. Mit einem Wort, der große Bismarck gehört jekt und verwirft ihn deshalb. Sie hält es für selbstverständlich, freie Bewegung der Arbeiter wird gewaltsam unterdrückt, jedes er verdient alle Achtung und Dankbarkeit der Russen daß die Vertretung der Sozialdemokratie im Reichstage auch der freie Wort mit Entlaffung bestraft, ganze Familien stürzt man dafür." ueuen Militärvorlage gegenüber die bekannte Stellung einnimmt: folcherweise in Noth und Elend. In unserm schönen SchwarzDie Kreuz- Zeitung" findet diese russische Vertheidigung einen Mann und keinen Groschen!" waldstädtchen genügt schon die bloße Denunziation, Sozialdes Fürsten" traurig". Noch trauriger war die ganze start besucht war, wurde während des Referats des Genoffen sozialdemokratische Zeitungen lieft, wird in den meisten Geschäften Eine Volksversammlung in Anspach, die außerordentlich demofrat zu sein, um brotlos gemacht zu werden. Auch wer nur Thätigkeit des Fürsten Bismarck, auch als er noch von der Soch- Frankfurt vom überwachenden Gendarmen aufgelöst. mit Entlassung bestraft oder man macht ihm das Leben berart Kreuz- Zeitung" verherrlicht wurde. Ebenfalls durch polizeiliche Auflösung endete eine Versammlung fauer, daß er selbst die Arbeit niederlegt. Die Unternehmer Auf der Balkanhalbinsel sieht es recht bedenklich aus. in Brees( Schleswig- Holstein), in welcher Genosse Richard haben auch Ursache, die Aufklärung der Arbelter seitens unferer Müller aus Hamburg referirte. Partei zu fürchten, denn das Loos, was sie ihren Arbeitern bieten, In Serbien sind die russischen und gegenrussischen Weiter wurden Protestversammlungen gegen die Militär- ist nichts weniger als ein angenehmes. Die Arbeitszeit ist meist Parteien bis an den Rand des Bürgerkrieges gekommen, vorlage abgehalten in eigenbach und Damm( Referent zwölfstündig, der Lohn( z. B. in der gesundheitsschädlichen Emailund in Bulgarien hat die Regierung, die bisher ziem- Opificius- Bockenheim), Nieder- Florstadt( Referent Industrie sowie in der Uhrenfabrikation) ungenügend. Er schwankt lich korrekt verfahren, sich durch die Zettelungen Rußlands Brand- Frankfurt a. M.), Meibenberg( Ref. Oehme- in diesen beiden Branchen zwischen 1,80-8 M. Will bei solchen zu einem Staat 3 ft reich verleiten lassen, der wohl zum Nürnberg), eßheim( Ref. Körner Ludwigshafen). Löhnen ein Arbeiter feine Familie einigermaßen ordentlich erBürgerkrieg führen wird. Man sieht," Bäterchen", der nähren so weit man von ordentlicher Ernährung hier sprechen Hort der Ordnung in Europa", ist tüchtig an der Arbeit. Den Beschlüssen des Berliner Parteitages stimmten tann so ist es ihm taum vergönnt, Sonntags ein Glas Bier Uns Deutsche braucht das aber nicht zu erschrecken, denn es ferner zu die Parteigenoffen in Magdeburg, Braunschweig, au trinken. Es ist wünschenswerth, daß der Fabrikinspektor Augsburg, Görlig, Fürth. einmal die hiesigen Industrieanlagen einer gründlichen Besichbringt England in die Arena. tigung unterzöge; diese lassen zum Theil auch in sanitärer Beziehung zu wünschen übrig. Nun . * Polizeiliches, Gerichtliches ze. Der neue französische Handelsminister soll einhausen am Kyffhäufer vollzogenen Stadtverordnetenwahl wurden Gemeindewahlen. Bei der am 3. Dezember in Franken gemäßigter Freihändler sein, oder ein gemäßigter Schuß die Parteigenossen Knopfmacher Franz Winter mit 442 Stimmen, 3öllner was auf das gleiche hinausläuft. Da hängt nun Knopffabritant Aug. Ehrenberg mit 417 und Landwirth Wilh. Jn Straßburg i. E. wurde der Schuhmacher Böhle in Deutschland sofort der freihändlerische Himmel voller Hoffmann mit 402 Stimmen gewählt. Die beiden anderen wegen einer Hede verhaftet, die er am Sonntag in einer VolksBaßgeigen, zumal auch die Wahl Cleveland's in Kandidaten unserer Siste blieben mit 382 resp. 809 Stimmen versammlung hielt, in welcher der Bürgermeister und Abgeordnete Amerita überschwängliche Hoffnungen erweckt hat. Deshalb in der Minorität, weil bei dem ersteren, dem Knopf Dr. Petri über seine Thätigkeit im Reichstage berichtete. weber in Frankreich noch in Amerika werden diese fabrikanten Wilh. Bauer, auf vielen Betteln der Vorname verHoffnungen fich erfüllen. Ueberhaupt ist der Karren der Aug. Böttcher II., eine erhebliche Anzahl Wähler die II mit Ueberhaupt ist der Karren der mechselt worden war, ferner weil bei letzterem, dem Genossen tapitalistischen Gesellschaft so verfahren, daß auch das zutheilen vergeffen hatten. Allein 69 folcher Zettel wurden für Freihandels- Roß ihn nicht mehr aus dem Morast ziehen ungiltig erklärt. Die gegnerischen Parteien hatten sich fämmtlich fann. zu einem Kartell vereinigt und leisteten an Verdächtigungen unferer Kandidaten bas menschenmögliche. Wie das Ergebniß Auch in Spanien Ministerkrise. In der Stadtver der Wahl zeigt, war ihre Mühe umsonst. waltung in Madrid find riesige Unterschleife entdeckt In Döhlen bei Dresden wurde in der Klasse der Unworden, die in so hohe Regionen hinaufreichen, daß die ansässigen der sozialdemokratische Kandidat mit 144 Stimmen Minister selbst kompromittirt sind. Und da auch sonst in den Gemeinderath gewählt. Der Gegenkandidat erhielt vieles faul ist im Lande Spanien, so halten die Herren 65 Stimmen. Den Dresdener Parteigenoffen ist es, wie die„ Sächs. 11 Desterreichische Zensurblüthe. Nr. 49 der handlung wurde- Konfiszirt!--Konfiszirt.— mit der Ruthe Wiener Arbeiter Zeitung" vom 2. Dezember: Bei der Verund den Ketten." Soztale Itebericht: An die Kisteumacher Berlins. Minister sich nicht mehr für start genug, die Zügel der Re- Arbeiterzeitung" meldet, nicht möglich gewefen, die Zahl der auf Kollegen! Wohl faum in einem anderen Gewerbe dürfte gierung zu führen. Ein neues Ministerium soll nun kommen, unsere Kandidaten gefallenen Stimmen festzustellen; unsere Ber- eine fo große Theilnahmslosigkeit an der Organisation zu verdas die alte Wirthschaft unter anderem Namen fortsett, trauer 3männer wurden aus den Wahllokalen, wie voriges Jahr, zeichnen fein, als gerade in dem unfrigen. In den Versammbis der unvermeidliche Kladderabatsch da ist. so auch diesmal, entfernt und auf eingelegte Beschwerde erklärte lungen find es immer nur einige Wenige, die ein lebhaftes der Rath, die Wahlhandlung wie auch die Stimmenauszählung Interesse zeigen; Kollegen, die früher am eifrigsten waren, gefinde geheim statt; die Leute, die mit der Leitung der Wahl- hören jetzt entweder überhaupt nicht mehr ihrer Organisation handlung beauftragt feien, wären vertrauenswürdige Männer, es an, oder halten es zum mindesten nicht für nöthig, sich aktiv an bedürfe feiner befonderen öffentlichen Ueberwachung der Wahl. derfelben zu betheiligen. Fragen wir nach dem Grund dieser Trotz der Erklärung des Nathes, daß die Auszählung geheim beschämenden Erscheinung, so müssen wir uns sagen, daß etiva Parteinachrichten. fei, fonnten am andern Morgen bereits die ordnungsparteilichen mit Ausnahme derer, die im drolligen Dünkel die GewerkschaftsProteftversammlungen gegen die Militärvorlage. In Dresdener Nachrichten" sowohl wie der Dresdener Anzeiger" bewegung überhaupt für etwas Ueberlebtes halten, die meisten eopoldshafen bei Karlsruhe, einem stodtonservativen bie Namen der Gewählten, wie auch deren Stimmenzahlen an Kollegen infolge der elenden Verhältnisse, unter denen fie leben, Orte, fand am 27, November eine sozialdemokratische Versammlung geben; man macht also diesen Blättern gegenüber kein Geheimniß schon so energielos geworden sind, daß ihnen garnicht mehr der statt, in welcher Apotheker 2uy aus Baden- Baden über die aus dem Ergebniß der Wahl. Dagegen wurde den Beauftragten Gedanke kommt, eine Besserung ihrer Lage zu ertämpfen. Einer Militärvorlage referirte. Vor wenigen Jahren noch wäre in unferes Wahlfomitees auch am anderen Tage von der Behörde derartigen Apathie entgegen zu wirken, liegt aber im Intereffe diesem Orte das öffentliche Auftreten für unsere Genossen im jede Auskunft über die auf unsere Lifte gefallenen Stimmen aus aller denkenden Kollegen. Möge daher ein jeder dafür wirken, daß wahren Sinne des Wortes mit Lebensgefahr verbunden gewesen. brücklich verweigert, man verwies auf die amtliche Bekannt das Intereffe für die Organisation wieder geweckt werde. Um Um gleichen Lage fand, wie fürzlich schon berichtet wurde, in machung des Wahlrefultats, die acht Tage später erfolgt. Dieses jedem Kollegen den Beitritt zur Organisation zu ermöglichen, hat bem ganz schwarzen" Dorfe Beuthern bei Bruchsal eine von Verfahren ist einfach unerhört. Aber was tehren sich die die kürzlich abgehaltene Generalversammlung beschlossen, daß das 200 Personen besuchte Versammlung statt, deren Verlauf ein sächsischen Ordnungs" stüßen daran, was die Arbeiterschaft über Ginschreibegeld, welches sich früher auf 50 f. stellte, fortan nicht geradezu begeisternder war. Genoffe Sustopf referirte über das sie denkt? mehr erhoben werden soll. Außer den 10 Bf. für das MitgliedsThema: Was will die Sozialdemokratie?" Genosse Kalnbach buch hat jetzt mithin jedes Mitglied monatlich nur 40 Pf. zu Sprach über die Militärvorlage. Drei Wochen vorher hatte der Parteifinanzen. Magdeburg( feit 12. November 1891). zahlen. Möge daher, wo jetzt durchaus keine nemmenswerthen Bürgermeister dieses Drtes unsere Genoffen an der Bertheilung Ginnahmen 7426,29 M., Ausgaben 6464,62 M.( davon für Rechts- Opfer mehr zu bringen sind, ein jeder Kollege seiner Pflicht der eines Flugblattes noch mit der Begründung" gehindert, der beistand 1087,55 M., Unterstugungen an Familien der Inhaftirten Organisation gegenüber nachkommen! J. A.: Anton Müller. Herr Pfarrer hätte sich darüber beschwert. Die in Karlsruhe und Gerichtstoften 3654,40 M., Bufchuß zur„ Boltsstimme" 590 M.), am 23. November gegen die Militärvorlage abgehaltene Protest Bestand 981,67 M. Braunschweig. Jahreseinnahme in verfammlung war, wie nachträglich bemerkt fein mag, von der Stadt 8177,72 M., vom Sande eingesandt 119,02 M. Berungefähr 2000 Personen besucht. ausgabt wurden: 1300 m. an den Parteivorstand, 320 M. zur Landagitation, 1523,29 M. für Versammlungsunfosten, Referenten, Drucksachen, Porto, Unterstützungen und alle sonstigen Partei zwecke. de et rd Edit Des gen t ter ben Bet Cud Ben Aufruf an die Bureaugehilfen Berlins! Kollegen! Jedem von Euch dürfte bekannt sein, in welcher Lage wir, die wir uns etwas Besseres zu sein bünten, als andere gewöhnliche Arbeiter, im Grunde eigentlich zu leben gezwungen find. Sind wir doch größtentheils so traurig gestellt, daß wir noch froh sind, wenn wir etwa Arbeit mit nach Hause nehmen fönnen, um bis spät in die Nacht hinein zu unserem färglichen Gehalt noch einige Nebengroschen zu verdienen. Sollten diese Im Königsbergfaal zu Pyrmont fand am 4. Dezember bie erste, von sozialdemokratischer Seite einberufene Boltsversammlung statt. Dieselbe war von ca. 600 Personen besucht und nahm nach dem Referate des Genoffen H. Dröge: Hannover eine Resolution gegen die Militärvorlage an, worin der Die czechisch flavische Sozialdemokratie hielt am Reichstag ersucht wird, für den Militarismus feinen Mann und 20. November in Jungbunzlau eine Distriktskonferenz ab, traurigen Zustände uns nicht endlich zur Besinnung bringen? feinen Groschen mehr zu bewilligen. auf welcher die Orte Jungbunglau, Weißwasser, Münchengrät, Kollegen! Seht die Arbeiter um Euch her an, wie sie sich In Biebrich a. Rh. faßte eine Parteiversammlung nach Turnau, Semil, Brandeis a. b. Elbe, Nymburg und Pobebrad organisiren und tämpfen für ein besseres Boos und macht es bem Berichte des Genossen Fleischmann über den Berliner durch Delegirte vertreten waren. Die Konferenz erklärte sich ebenso! Erwacht aus Eurem Dünkel und erkennt, daß Jhr, die Barteitag eine Refolution, in welcher sie sich mit deffen Be- gegen die Theilnahme an dein von den czechischen Nationalitäts- gleichen Biele wie die übrige Arbeiterschaft vor Augen, Euch schlüssen einverstanden erklärte, ferner nach dem Vortrag desselben philistern geplanten Einigungstongreß, der in Kladno abgehalten ebenfalls zu organisiren habt, um vereint Euch von denen, für Genossen über die Militärvorlage eine Resolution folgenden In- werden sollte, und sprach sich für unbedingtes Festhalten an den welche Ihr arbeiten müßt, Achtung zu verschaffen. Die Solidarität " Die Versammlung erklärt sich mit den Ausführungen Grundsätzen der internationalen Sozialdemokratie aus. fei auch unfere Losung! Gin jeder Kollege, der mit mir gleicher des Referenten einverstanden. Sie ist mit ihm der Meinung, Man beschloß noch, die Zeitschrift Omladina" nach Jungbunzlau Gesinnung ist, möge seine Adresse bei Rubath, Roßstraße 8, Hof daß der moderne Kapitalismus und fein politischer zu verlegen, und erklärte, den 1. Mai durch unbedingte Arbeits- 2 Tr., niederlegen. Ein Bureaugehilfe. halts: bärmliches Leben. Er beugte schon die Stirn vor dieser sein! Welche Laufbahn eröffnete sich dann vor ihm, welch' Drohung. Er dachte an die Fliegen, die ein paar Stunden, fichere Laufbahn! " Er schwieg. Sie erwiderte nichts. Schließlich stotterte er: In jedem Falle kennen Sie ja unsern Vertrag. Ber an die Thiere, die ein paar Tage, an die Menschen, die ein Und weshalb sollte es ihm nicht glücken? Er gefiel fügen Sie über mich ganz nach Belieben. Ich gehöre Ihren paar Jahre, an die Weltkörper, die ein paar Jahrmillionen ihr, das wußte er, er war ihr mehr als sympathisch, fie Befehlen." Leben. Sie reichte ihm ihre Hand und fah ihn mit jenem Unterschied. Ein paar Morgenröthen mehr, das war der ganze hatte jene Neigung für ihn, die so häufig zwischen ähnlichen Naturen entsteht und ebenso sehr in gegenseitiger Ber- fanften, melancholischen Blick an, der jeden Mann im Er wandte die Augen fort, um den Leichnam nicht führung als in stillschweigender Mitschuld beruht. Sie Innersten erbeben läßt. Ich danke Ihnen. Sie sind so mehr sehen zu müssen. Auch Frau Forestier ließ den Kopf wußte, daß er flug, entschlossen und hartnäckig war, und gut. Könnte ich hoffen, daß ich auch für Sie etwas verhängen und schien in schmerzliche Gedanken versunken zu daß sie sich auf ihn verlassen konnte. möchte, so würde ich erwidern: Verlassen Sie sich auch sein. Aber ihre blonden Haare standen ihrer Trauer so Hatte fie nicht gerade ihn in so ernsten Umständen auf mich." Er ergriff ihre Hand, die sie ihm bot, behielt sie in der reizend, daß ein süßes Gefühl in das Herz des jungen kommen lassen? Weshalb hatte sie ihn herbeigerufen? Mannes wie ein Hoffnungsschimmer zog. Was sollte er sich mußte er barin nicht eine Art Wahl, Geständniß, Berufung feinen und drückte sie voller Verlangen sie zu tüffen. Er grämen, da noch so viele Jahre vor ihm lagen? sehen? Wenn fie gerade in dem Augenblick, wo sie Wittwe entschloß sich endlich dazu, zog sie langsam an seinen Mund Er begann sie zu betrachten. In ihrem Sinnen bemerkte werden sollte, an ihn gedacht hatte, konnte er dann nicht und preßte lange seine Lippen auf ihre weiße, ein wenig fie es nicht. Das einzige Glück des Lebens ist doch die annehmen, daß fie an ihn als ihren neuen Gefährten und heiße, fiebrige und parfümirte Haut. Als er aber merkte, daß diese Liebkosung für eine rein Liebe," sagte er sich, ift ein geliebtes Weib in feinen Berbündeten gedacht hatte? Armen halten. Da ist die Grenze menschlichen Glücks." Eine ungeduldige Lust überkam ihn sie zu fragen, ihre freundschaftliche ein wenig zu lange dauerte, ließ er die Welch' Glück hatte boch der Todte bort gehabt, diese Absichten zu wiffen. Uebermorgen mußte er abreißen, fleine Sand wieder fallen. Sie fant weich und langsam luge und reizende Gefährtin zu treffen! Wie mochten sie er fonnte mit der jungen Frau nicht allein unter auf den Schooß der jungen Frau zurück, die mit ernster Eile that also noth. Vor Stimme sprach: Ja, ich bin allein, aber ich will muthig fich nur kennen gelernt haben? Was hatte sie beſtimmt, demselben Dache wohnen. er geschickt und sein." diefen mittelmäßig begabten, armen Manne die Hand zu feiner Rückkehr nach Paris mußte Er wußte nicht, wie er ihr zu verstehen geben seilte, reichen? Wie hatte sie es angestellt etwas aus ihm zu ohne Aufdringlichkeit ihre Pläne erkunden, sie durfte nicht zurückkehren, den Bitten eines Andern vielleicht nachgeben daß er sich glücklich, sehr glücklich schäzen würde, wenn er immer an ihrer Seite bleiben dürfte. Direkt durfte er es Tiefes Schweigen herrschte im Zimmer; man hörte nur ihr zu dieser Stunde und an diesem Orte freilich nicht sagen, die Unruhe der Uhr auf dem Kamin und ihr gleichmäßiges, aber wie es ihm schien, konnte er es sie doch durch eine metallisch klingendes Ticken. geschickte Wendung errathen lassen, konnte einen Nebensinn in seine Worte legen, der alles ausdrückte, was er ausdrücken wollte. rau fen Den fic gen Dot mi e et Des ne abe Ge mal dit ber Cag ehr 调 ebe Ben irbl Sefe che machen? Er dachte an die Geheimnisse, die auf dem Boden jeder und sich unauflöslich binden. Existenz ruhen. Er erinnerte sich daran, was man sich über den Grafen Vaudrec zuflüsterte, der sie ausgestattet| und verheirathet hatte, wie es hieß. Was fing fie jetzt an? Wen wählte sie zum Mann? Einen Abgeordneten, wie Frau von Marelle annahm, oder einen Burschen von Zukunft, einen zweiten, höheren " Sind Sie nicht sehr ermüdet?" flüsterte er. " Ja," erwiderte fie, hauptsächlich aber abgespannt." Der Laut ihrer Stimme verwunderte sie: er tlang so fremd in dem büftern Gemach. Und sie blickten plößlich vor ihnen, ben er zwischen ihnen fühlte. Forestier? Hatte sie schon Absichten, Pläne und bestimmte auf das Gesicht des Todten, als erwarteten sie ihn sich Vorstellungen darüber?" wußt. Aber weshalb beunruhigten ihn diese Fragen über Stunden gethan hatte. Jaupt? Er fann nach und fand, daß seine Unruhe von„ Es ist ein harter Schlag für Sie," fuhr Duron fort. uttaren, unbestimmten Hintergedanken herrührte, die jeder Alles ändert sich in Ihrem Leben, Ihr Herz, Ihre ganze vor sich selbst verbirgt und erft entdeckt, wenn er auf den Gristenz wird förmlich umgewälzt." Grund seiner Seele geht. Sie feufzte nur tief als Antwort. Ja, warum versuchte er nicht selber, sie zu erobern? Aber der Leichnam störte ihn, der kalte Leichnam da Rönnten wir nicht ein wenig das Fenster öffnen?" fragte er. Die Luft kommt mir verdorben vor." Ja, ich merkte es auch eben," erwiderte sie. Er ging zum Fenster und öffnete es. Die duftende Frische der Nachtlust drang ins Zimmer, und die brennenden Kerzen am Bett flackerten. Wie am vorigen Abend goß der Mond sein fluthendes, friedliches Licht über die Es muß für eine junge Frau, wie Sie", sehte er hinzu, weißen Villenmauern und die meite, leuchtende Meeresfläche. ( Fortsehung folgt.) Wie start und unbezwinglich würde er, vereint mit ihr ,,, doch recht traurig sein, so allein dazustehen." 86 Für den Inhalt der Inserate über. nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Donnerstag, 8. Dezember. Opernhaus. Der fliegende Holländer. Schauspielhaus. Der Sturm. Teng- Theater. Die Orientreife. Berliner Theater. Dora. Wallner- Theater. Der Lebemann. Deutsches Theater. Die Jüdin von Toledo. Kroll's Theater. Abu Hassan: Hierauf: Das Nachtlager in Granada. Neues Theater. Logirbesuch. Residenz- Theater. Im Pavillon.( Le Parfum). Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Das verwunschene Schloß. Bellealliance- Theater. Keine Vorftellung. Adolph Ernst- Theater. Die wilde Madonna. Thomas- Theater. Der ledige Hof. National- Theater. Im Abgrund. Alexanderplatz- Theater. Berliner Gigerin. Apollo Theater. Vorstellung. SpezialitätenTheater der Reichshallen. Spezialitäten- Vorstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Vorftellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spezialitäten- Borstellung. Adolph Ernst- Theater. Vorletzte Woche. Zum 93. Male: Die wilde Madonna. Gesangsposse in 3 Atten von L. Treptow Couplets von G. Görss. Musik von G. Steffens. Mit neuen Kostümen aus dem Atelier d. Fr. Köpke, und neuen Dekorationen v. Lütkemeyer in Coburg. In Scene gefeht von Adolph Ernst. HA Anfang 72 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. In Vorbereitung: Circus Renz. ( Karlstraße.) Donnerstag, den 8. Dezember 1892: Abends 71/4 Uhr: Gala- Vorstellung. Aus dem Programm besonders hervorzuheben: Hippol. Kongress von 36 der edelsten Racepferde, vorgeführt vom Direktor Fr. Renz. Mr. Germinal. Concurrenzschule, ge James Fillis mit dem Schulpferde ritten von den Damen Frl. Clotilde Hager und Oceana Renz. 1. Auftr. d. Geschwister Thora und Thekla. land. Mit neuen Einlagen, Zum Schluß: Auf Selgou. A.: Aufzug der Leib- Garde- Artillerie. 1. Garde Regiment zu Fuß, Hbgr. Bürgerwehr. Ballet von 82 Damen. Große Vorstellung mit neuem Progr. Morgen, Freitag, Abends 71/4 Uhr: und Auf Helgoland. Sonntag: 2 Borstellungen um 4 Uhr und 72 Uhr. Billet- Vorverkauf beim " Invalidendant", Markgrafenstr. 51a. Fr. Renz, Direktor. Circus Corty- Althoff. Berlin, Friedrich- Karl- Ufer, Ecke Karlstraße. Donnerstag, den 8. Dezember, Abends 72 Uhr: Gr. aussergewöhnliche Vorstellung. 55 Hengste, vorgeführt vom Direktor Althoff. Aufführung des Parforceftückes: Gin ungarisches Gzikosfest oder: Eine Bauernhochzeit a. d. Pussta, ausgeführt vom gef. Personal mit Benuzung von 30 Pferden. Außerdem Auftreten sämmtl. Künstlerspezialitäten, sowie Reiten und Vorführen der vorzüglichsten Schul- u. Freiheitspferde. Kom. Intermezzos v. sämmtl. Clowns. Freitag u. Sonnabend Abends 71/2 Uhr: Gr. Vorstellung. Sonntag: Zwei Extra- Vorftell. 4 Uhr( 1 Kind frei) u. 71/2 Uhr. Modernes Babylon. Feen- Palast Gesangspoffe in 8 Aften v. Ed. Jacobson und W. Mannstädt. Couplets theilweise von G. Görss. Mufit von G. Steffens. American- Theater. Jeden Abend jubelnder Beifall! Die Trockenwohner, oder„ Das Kind in der Kommode", parodistisch- realistischer Borgang im Keller, beobachtet vom Hofe aus, von Oskar Wagner. Bendix in seiner Saison- Nummer: Man merkt's am Gang, Da ist was mang! Auftreten fämmtl. Spezialitäten. Anfang 7/2 Uhr. Entree 75 Pf. Sonntags 6 Uhr. PassagePanopticum. Burgstraße, neben der Börse. Welt- Lokal Berlins, 5000 Perf. faffend. Täglich Gr. Spezialitäten- Vorstellung Anf. Wochent. 71/2 Uhr, Sonnt. 6 Uhr. Entree 50 Pf. Kaufmann's Variété Am Stadtbahnhof Alexanderplatz. Vollständig neues Programm. SalonParterres Soeurs Leuth, Athletinnen. Bernhard- Trio, trobaten. Miß Ophelia mit ihren dreffirten Cacadus. Schnellzeichner und seinem Gänse- Zirkus. bildhübsche Clown Richards, Birtus. Clara Betoni, Soubrette, fowie Auftreten sämmtlicher anderer Spezialitäten. Anfang Wochentags 8 Uhr. Der Tiger Concordia- Festsäle mensch. Castan's Panoptikum. Sensationel!! Prinzej Topase. Borstellungen 11-1 und 4-91% Uhr ftündlich. Ohne Extra- Entree. Entree 50 f., Kinder 25 Pf. Gratweil's Bierhallen Kommandantenstraße 77-79. Täglich: Germania- Konzert- u. Kouplet- Sänger. Wochentags frei. Sonntags 30 Pfennig. Kinder 10 Pf. C. Säger Andreasstr. 64 und Krautsstr. 38. Jeden Sonntag: Grosses Konzert. Anf. 5 Uhr. 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Gerie( 14Hefte) züge einer muthmaßlichen ersten Form sozialdemokratischer Gesellschaftsverlassung nebst ein leitender Schilderung des bestehenden Systems. gebb. M. 2,40 Nach dem Russischen gebd, M. 2, gebb. M. 1.60 Ihre Bedeutung 4. Auflage. gebb. M. 5, Geschichte des Materialismus. gebb. M. 12,50 Langkavel, B., Der Mensch und seine Rassen. Mit 4 Chromotafeln, 38 Vollbildern und 298 in den Zert gedruckten Jalustrationen. 660 Seiten In eleg. Prachtband M. 5,50 gr. 80 Lassalle, F., Reden und Schriften. Neue Gesammt. Ausgabe. Herausgegeben im Auftrage des Borstandes der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands von Ed. Bernstein. Bollständig in 3 Bänden. des Kabluckow. 2. Aufl. Aveling, Ed., Die Darwin'sche Theorie. Inhalt: Lange, F. A., Die Arbeiterfrage. Charles Darwin( Biographie). I. Die Entfür Gegenwart und Zukunft. widlungstheorie.- II. Die Abstammung des Menschen. III. Affe und Mensch. gebd. M. 2, Bebel, Aug., Die Frau und der Sozialismus. Neueste Auflage gebd. M. 2,50 Charles Fourier. Sein Leben und seine Theorien. Mit einem Portrait Fouriers und einer Abbildung des Phalanstères. gebb. M. 2,50 - Der deutsche Bauernkrieg mit Berücksichtigung der hauptsächlichsten sozialen Bewegungen des Mittelalters gebb. M. 2,30 Becker, Bernh., Enthüllungen über das tragische Lebensende Ferdinand Lassalle's und seine Be Bereits erschienen: ziehungen zu Helene von Dönniges. Neue BeBand I: in Leinen gebunden gebd. M. 2, arbeitung. --in Halbfrz. gebdn.( Liebhabereinband) Geschichte der revolutionären Bariser Kommune in den Jahren 1789-1794. Mit Porträt Marat's. Broschirt gebb. M. 1,50 Band II: in Leinen gebunden Bibliothek politischer Reden. I. Band.. -- in Halbfra. gebdn.( Liebhabereinband) gebb. M. 1,30 Blos, Wilh., Die französische Revolution. Volts: Liebknecht, Wilh., Bolts- Fremdwörterbuch. 6. Aufthümliche Darstellung der Ereignisse und Bus Lage. gebd. M. 3, stände in Frankreich von 1789-1804. Mit Robert Blum und seine Zeit. gebd. M. 2, vielen Porträts und historischen Bildern. Lippert, Julius, Die Kulturgeschichte in einzelnen gebb. M. 5,50 Hauptstücken. 3 Bdchn. gebd. à M. 1, Die deutsche Revolution. Geschichte der deutschen Bewegung in den Jahren 1848 und 1849. Mit Lissagaray, Die Geschichte der Kommune von 1871. Zweite, vom Verfasser durchgesehene Auflage. vielen Porträts und historischen Bildern. VIII gebd. M. 3, und 672 Seiten gr. 80. 632 Seiten gr. 8°. gebd. M. 5,70 Bock, C. E., Bau, Leben und Pflege des mensch. Lux, Dr. H., Sozialpolitisches Handbuch. lichen Körpers in Wort und Bild. gebd. M. 1, des Kapitals. 4. Aufl. れ d b 6 ง 5 31 ท to ei de ar er 7.3, ei M. 4, ន gu M. 4,50 in M. 5,50 th Je ge in a ta ge na im Halbfrz. gebd. M. 11, Dasselbe. 2. Bd.: Der Zirkulationsprozeß des Rapitals. im Halbfra. gebd. M. 10, Das Elend der Philosophie. Antwort auf Proudhon's Philosophie des Elends". Deutsch von E. Bernstein und R. Kautsky. Mit Borwort und Noten von Friedrich Engels. 2. Aufl. gebd. M. 2, Mignot, Geschichte der französischen Revolution 1789-1814, Deutsche Uebersetzung. Mit Jllustrationen. gebb. M. 2, Bommeli, R., Die Geschichte der Erde. Mit vielen Marx, Karl, Das Kapital. Kritik der politischen Dekonomie. 1. Bd.: Der Produktionsprozeß Illustrationen und drei Karten. 684 Seiten gr. 80 gebd. M. 5,90 Brandes, Georg, Ferdinand Laffalle. Ein literarisches Charakterbild. Aus dem Dänischen übersetzt. Mit Lassalle's Porträt. 2. Aufl. gebb. M. 3,50 Corvin, Pfaffenspiegel. Hiftorische Denkmale des Fanatismus in der römisch- katholischen Kirche. gebb. M. 4, Darwin, Ch., Entstehung der Arten. gebd. M. 3, Engels, Friedr., Der Ursprung der Familie, des Privateigenthums und des Staates. Jm Anschluß an Lewis H.. Morgan's Forschungen. Morgan, L. H., Die Urgesellschaft. Untersuchungen 4. Aufl. gebd. M. 1,50 über den Fortschritt der Menschheit aus der Die Lage der arbeitenden Klasse in England. Wildheit durch die Barbarei zur Zivilisation. Nach eigener Anschauung und authentischen Aus dem Englischen übertragen von W. EichQuellen bearbeitet. 2. durchgesehene Auflage. hoff, unter Mitwirkung von Karl Kautsky. XXXII und 300 S. Mit einem Plan von gebd. im Halbfra. M. 7,25 Manchester. gebb. M. 2,50 Nordau, M., Ronventionelle Bügen der KulturmenfchHerrn Eugen Dühring's Umwälzung der Wissen- heit. gebd. M. 7,50 schaft. 2. Aufl. gebb. M. 3- Petzler, J. A., Die foziale Baukunft. Gründe und Humboldt, A. v., Rosmos. Neue wohlfeile Ausgabe. Mittel für den Umsturz und Wiederaufbau der gesellschaftlichen Verhältnisse. 2 Bde. -U gebb. M. 2,-gebd. M. 6, Ansichten der Natur mit wissenschaftlichen Er gebb. M. 3, läuterungen. Herausgegeben von Wilh. Bölsche. Prowe, A., John Osawatomie Brown, der Neger ( Mit Humboldt's Bildniß.) gebd. M. 1,- heiland. Festschrift zur ersten Sätularfeier der Kautsky, K., Thomas Moore und seine Utopie. Mit Vereinigten Staaten von Nord- Amerika. einer historischen Einleitung. gebd. M. 2,50 gebd. M.-, 75 Karl Mary' Defonomische Lehren. Gemeinverständ- Renan, Das Leben Jesu. gebd. M. 1, lich dargestellt und erläutert. gebb. M. 2- Stern, J., Die Philosophie Spinoza's. Erstmals Das Erfurter Programm in seinem grundsäglichen gründlich aufgehellt und populär dargestellt. Theil. 2. Auflage. gebd. M. 2, Köhler, O., Weltschöpfung und Weltuntergang. Die Entwicklung von Himmel und Erde, auf Grund der Naturwissenschaften populär dargestellt. Zweite berichtigte und erweiterte Auflage. Mit 64 Abbildungen und 2 Sternfarten. gebd. M. 3,50 gebd. M. 1,50 Zimmermann, Dr. W., Großer Deutscher Bauernfrieg. Herausgegeben von Wilhelm Blos. Janstrirt von Bictor Schivert, und D. G. Lau. 816 Seiten gr. 80. In elegantem Prachtband . 6,80 Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Alle Buchhandlungen, Kolporteure und Zeitungsspediteure nehmen Bestellungen entgegen. Bei Aufträgen von auswärts ersuchen wir um gleichzeitige Einsendung des Betrages( Porto extra). Musik- Instrumente. 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Deutscher Reichstag. Donnerstag, den 8. Dezember 1892. 9. Jahrg. Ungehörigkeit fondergleichen, daß ein Justizbeamter, mag er per von Württemberg hat aber trotzdem dem Mann eine Entschädisönlich über die Ehrenhaftigkeit der Sozialdemokraten denten, wie er gung aus öffentlichen Mitteln augebilligt. Solche Dinge werden will, einer ganzen großen Partei von etwa 2 Millionen ins Gesicht sagt: fich öfter abspielen. Das Gericht wird felten dazu gebracht " Ihr seid ehrlos, Ihr seid fähig, einen Meineid zu leisten, wenn es im werden, zu erklären, daß es einen wirklich Unschuldigen ver Interesse Eurer Partei gelegen ist!" Man könnte sagen, das sei eine urtheilt habe. Ich bitte die Regierung, uns nicht so lange auf vereinzelte Erscheinung; ich bin aber in der Lage, mehrere Fälle die Vorlage warten zu lassen, wie wir auf die heutige Erklärung fonstatiren zu fönnen, wo das in einer Art und Weise geschehen haben warten müssen. 10. Sigung vom 7. Dezember 1892. 1 Uhr. Am Tische des Bundesraths: von Boetticher, Ha Gingegangen ist eine Nachweisung der Rechnungsergebnisse ist, die ein unbeeinflußtes Rechtsbewußtsein im höchsten Grade Ein Schlußantrag wird eingebracht und findet die nöthige der Berufsgenossenschaften für 1892. empören muß. Wir haben in Magdeburg eine Reihe von Mein- Unterstützung. Abg. Stadthagen bezweifelt die BeschlußAuf der Tagesordnung steht die erste Berathung des von eidsprozessen gehabt, die unsere Gegner gegen uns auszuspielen fähigkeit des Hauses. ben Abgg. Dr. Hirsch, Merbach, Möller, v. d. Schulenburg- versuchten. Wie lag aber die Sache? In einer Versammlung zu Die Zählung des Hauses ergiebt die Anwesenheit von Beezendorf, Freiherr v. Wendt und Genossen eingebrachten Staßfurt sollte nach Bekundung des überwachenden Polizei- 146 Mitgliedern, von denen 106 für, 40 gegen den Schluß geGefehentwurfs, betreffend die Einführung des§ 75a des Kranken- beamten der Referent Mertens gesagt haben, das Rechtsprechungs- stimmt haben. Das Haus ist also nicht beschlußfähig. versicherungs- Gesezes, wonach die Mitglieder derjenigen freien system sei miserabel. Mertens wurde dieserhalb angeklagt. In Schluß 3/4 Uhr. Nächste Sigung Freitag 12 Uhr.( Inter. Hilfskassen, welche bis zum 1. Januar 1893 noch nicht die Be- dem Prozesse befundeten einige Entlastungszeugen, daß Mertens pellation betreffend die Abzahlungsgeschäfte und Fortsetzung der fcheinigung erhalten haben, daß sie dem neuen Krankenkassen- diese Worte nicht gebraucht habe; er wurde aber doch nach ersten Berathung der lex Heinze.) Gesetze genügen; welche aber ihre Statutenänderung schon zur Aussage des Polizeibeamten verurtheilt. Dann wurden alsbald Genehmigung eingereicht haben, nicht zum Beitritt zu den auch die Entlastungszeugen unter die Anklage des MeiuZwangetafsen genöthigt werden. eids gestellt. Es traten wieder Entlastungszeugen auf, welche ebenfalls bekundeten, daß Mertens jene infriminirten Worte nicht gebraucht habe. Auch die Aussagen dieser Zeugen wurden als. unglaubwürdig betrachtet und letztere ebenfalls des Meineids beschuldigt. Nun stellte sich in der letzten Verhandlung beim Magdeburger Schwurgericht heraus, daß die Polizeibeamten gehört hatten, wie der Redner die Nationalliberalen als Es folgt die erste Berathung des vom Abg. Rintelen Nationalmiferable bezeichnete, und er von einem miserablen eingebrachten Gefeßentwurfs, betr. die Aenderung und Ergänzung Rechtssystem, nicht von einem miserablen Rechtsprechungssystem, der Vorschriften der Straf- Prozeßordnung über die Wieder gesprochen hatte. Da habe ein Polizeiſergeant pen anderen an: 900 M. Die Steuer ist progressiv und steigt von 2/3 Prozent aufnahme des Verfahrens sowie die Entschädigung für unschuldig gestoßen, und dieser hätte darauf miserabel in sein Notizbuch bis 4 Prozent. Es betrug das durchschnittlich veranlagte Ginerlittene Strafen. verzeichnet und es dreimal unterstrichen. Wer da weiß, wieviel kommen der Steuerzahler mit einem Ginkommen über 900 M., Abg. Rintelen( Bentr.) giebt in seiner Begründung zunächst auf die Berichterstattung von niederen Polizeiorganen gegeben also nur einer kleinen Minderheit der Bevölkerung: der wird mir zugeben, daß nirgends mehr Abg. Möller( ntl.) empfiehlt den Entwurf, welcher dadurch hervorgerufen sei, daß die große Menge von Statuten, welche zur Genehmigung eingereicht worden sind, von den Behörden noch nicht haben bewältigt werden fönnen. Damit schließt die erste Berathung; in zweiter Berathung wird der Gesezentwurf unverändert angenommen. Die Wohlstandsverhältnisse in Preußen. Die Einkommensteuer beginnt in Preußen bekanntlich mit 1891/92 überhaupt 2159 M. Städte 2433. plattes Land 1710 M. 1892/93 2350 M. 2746. 1804 M. 2,01 pet. 2,18 pCt. 1,65 pt. Jahren beschäftigt habe und auch in der Kommission schon eine irrthümliche Auffassung stattfinden kann, al3 in gründlich erörtert sei. Redner wendet sich namentlich dagegen, folchen Fällen. Ein besonderer Umstand kommt noch hinzu: daß die Entschädigung auch jenen gewährt werden solle, welche Mertens hatte behauptet, in Staßfurt habe ein Bürgermeister in Wiederaufnahmeverfahren freigesprochen find, ohne daß fich Reinhart erwiesenermaßen in einer geradezu fanatischen Weise in davon wurden an Einkommensteuer erhoben: thre volle Unschuld herausgestellt hätte. Redner will nur den Gemeinschaft mit den Unternehmern Stellung gegen die Sozialüberhaupt 1,86 pt. jenigen eine Entschädigung zubilligen, deren Unschuld sich heraus- demokratie genommen. Er wurde deshalb wegen Beleidigung Städte 2,01 pet. gestellt hat. Redner hält es, da zweimal eine gründliche Kom- verurtheilt. Wenige Wochen darauf wurde eine ganze Reihe von plattes Land 1,55 pt. miffionsberathung stattgefunden hat, nicht für nöthig, den Antrag Schriftstücken veröffentlicht, aus denen sich zur Evidenz ergab, an eine Kommission zu verweisen. In den einzelnen Provinzen und Städten weicht die Durchs daß Mertens allerdings mit seiner Behauptung Recht gehabt schnittszahl bedeutend von dem allgemeinen Durchschnitt ab. So habe. Das mußte auch der Bürgermeister schließlich zugeben. ergeben sich für das platte Land( wir entnehmen die Zahlen der Bei jenem Fanatismus, der feinen Unterschied zu machen weiß repeutfchen Allgemeinen Zeitung") für die einzelnen Rezwischen Recht und Unrecht, der dem Grundfah huldigt, den" politischen Gegner selbst durch ungerechtfertigte Sandlungsweise gierungsbezirke folgende Säße: zur Strafe zu ziehen, sind wir schon dahin gekommen, daß in politischen Prozessen nicht die fühle und nüchterne Erwägung den Ausschlag giebt, sondern lediglich die Tendenz. Staatssekretär im Reichs- Justizamt Hananer: Der Reichs Fangler hat aus Anlaß der vorjährigen Berhandlungen angeordnet, daß im Reichs- Justizamt ein Entwurf über diese Frage nasgearbeitet werde. Diefer Entwurf ist ausgearbeitet und zunächft an das preußische Justizministerium weiter gegeben worden. Im preußischen Justizministerium war man schon früher der Frage der Wiedereinführung der Berufung näher getreten und hatte sich auch mit der Frage der Entschädigung unschuldig Verurtheilter beschäftigt. Der betreffende Gefeßentwurf liegt dem an, daß der Redner nicht die deutschen Gerichte gemeint hat. Vizepräsident Graf Ballestrem( unterbrechend): Ich nehme preußischen Staatsministerium vor, um eventuell als preußischer Antrag an den Bundesrath zu gelangen. Ich fann nicht sagen, so deutlich gewesen sind, daß sie nicht misverstanden werden Abg. Frohme( fortfahrend): Ich glaube, daß meine Worte wann die verbündeten Regierungen diese Vorlage bringen werden. fonnten. Der geehrte Präsident hat wohl den Zusammenhang Ob es angezeigt erscheint, bei dieser Sachlage die Berathung fort nicht genau aufgefaßt. Ich habe ausdrücklich erklärt, daß in aufehen, muß ich anheimstellen. Staatsfefretärs Abg. Hartmann( dtons.): Nach der Erklärung des Herrn sehr vielen Fällen die Tendenz in politischen Prozessen ist die weitere Debatte eigentlich zwed- den Ausschlag giebt.( Vizepräsident Graf Ballestrem: Die Frage der Entschädigung unschuldig, Berurtheilter Den Ausschlag geben bei Prozessen bie Gerichte, mo muß einer Regelung unterzogen werden. Die Einzel- hatte der Redner die deutschen Gerichte gemeint. Ich staaten haben ja auch auf Veranlassung des Bundesrathes in rufe ihn deshalb zur Ordnung![ Bravo rechts." Uren fagte vor einiger Zeit, die p Allein dieses Verfahren hat doch wenig Befriedigung herver- richtsfäle bildeten sich zu Tummelplätzen der Ausschreitungen des gerufen. Ich kann nur wünschen, bah die Borlage der ver- Parteigelites aus. Es wird darauf angelegt, die politischen bündeten Regierungen möglichst bald an das Haus fommt. habe Gegner zu gemeinen Verbrechern zu stempeln. Das ist kein der„ Köln. Zeitung". sekretärs sind wir wenigstens einen Schritt weiter gelangt. Ja Sie bezieht sich dabei auf den Bochumer Fall. Als der Kulturrebner Ausbruck gegeben hat. Wenn der neue Gefeßentwurf eine genau diefelbe Anklage erhoben.( Sehr richtig! bei den SozialEntschädigung nur den wirklich Unschuldigen gewährt, so ist der demokraten.) Ich könnte Nameu nennen, will das aber aus jerde Jenigen eine Entschädigung gewährt wird, welche au Unrecht die politische Tendenz des Angeklagten ganz abgesehen von dem eine Untersuchungshaft verbüßt haben. Die Zahl dieser wirklichen Thatbestande für seine Schuld anzuführen, dann ist Bälle runder etwas in unserer Rechtspflege außerordentlich faul, babat get, daß in allen Fällen, wo die Juſtis die Schulo bez une für einen Sozialdemokraten vor einem solchen Gerichte die getlagten nachzuweisen nicht im Stande ist, auch eine Ent- Rechtssicherheit überhaupt auf.( Sehr richtig! bei den SozialSchädigung gewährt werden muß. Ueberhaupt wird man eine demokraten.) Dann wird man dahin kommen, wenn Meineids verdächtigt wird ohne Rücksicht auf Grenze zwischen wirklicher Unschuld und der Wahrscheinlichkeit man wegen feiner Eigenschaft als Sozialdemokrat fchon der Schuld schwer finden tönnen. Jm Untersuchungswesen/ des laufen der Justiz nicht selten die gröbsten Fehler unter. Wir die Justiz, jede Aussage und jeden Eid zu verweigern. hatten nachzuweisen, daß in tendenziöſer, nicht zu rechtfertigender Weise Unschuld bringen können, nicht so ohne weiteres als schuldlos zu Untersuchungshaft über Leute verhängt worden ist, deren Un- erachten sind, dann würde ja in einem solchen Falle ein Sozialschuld sich bald herausstellte. ein ganz verschwindend kleiner Bruchtheil von unschuldig Ver Stralfund. Breslau Magdeburg Merseburg Potsdam Aurich Stettin • • • Durchschnittseinkommen des Zenfiten. Davon beträgt der Steuerbetrag Prozent 2446 2,12 2422 2,11 2338 1,98 2262 1,96 2109 1,88 Oppeln. 1961 1,86 Liegni 1987 1,77 Schleswig. 2004 1,73 Hildesheim 1985 1,78 2023 1,78 1946 1,72 Frankfurt 1786 1,71 Königsberg 1885 1,69 Posen 1819 1,69 Köln 1804 1,68 Danzig 1942 1,66 Hannover 1985 1,61 Bromberg 1785 1,59 Stade 1794 1,58 Köslin 1787 1,55 Marienwerder 1728 1,55 Erfurt Minden Düsseldorf Lüneburg 1714 1,53 1687 1,49 1618 1,48 1689 1,47 . Münster 1625 1,47 Gumbinnen Wiesbaden 1667 1,46 1611 1,46 Osnabrück 1668 1,45 Aachen. 1615 1,44 Caffel 1625 1,42 1621 1,41 1513 1,39 1407 1,27 Koblenz Trier Arnsberg. gierungsbezirke: Geben die vorstehenden Zahlen unter Berücksichtigung der Besez würde bewirken, daß die Justizbeamten in der Ausübung Rechtsanspruch geben. Der Fehler liegt nicht sowohl bei den platten Landes, so ergiebt sich für alle Städte der Reirgend etwas zu thun. Es wird überhaupt für ihn gar feinen Besitzvertheilung ein Bild von der Wohlhabenheit des ihrer Funktionen etwas vorsichtiger find. Man braucht nicht auf ganzen Gysten. Bird diese platten 2andes, so ergiebt sich für alle Städte der Re ist; aber es tönnen doch Ungerechtigkeiten paffiren, wenn eine nicht geändert, so wird ein Gesetz, wie es der Regierungsverfolche Borschrift nicht vorhanden ist. Ebenso wie der Apotheker treter in Aussicht gestellt hat, nicht viel nüßen. Dann wird nur für die richtige Herstellung und Verabreichung der Arzeneien verurtheilten die Wohlthaten eines solchen Gesetzes genießen. Ich antwortlich ist, ebenso muß auch die Justiz verantwortlich sein. hätte daher überhaupt nicht zu dieser Sache das Wort ergriffen, Das verlangt das Rechtsbewußtsein des Voltes. Der Antrag Rintelen giebt mir Veranlassung, auf eine Reihe der gröblichfien man foll aber nicht sagen dürfen, daß von unserer Seite niemand Mißbräuche, deren sich in der letzten Zeit einige Justizbeamte die Sache der unschuldig Verurtheilten vertreten und in diesem schuldig gemacht haben, aufmerksam zu machen. In Hamburg Galle nicht die nöthige Kritik geübt hätte. 3. B. glaubte sich der Staatsanwalt Romen im Gerichtssaale| Abg. Kauffmann( fr.): Wir können den heutigen Zag als verpflichtet, folgendes zu behaupten: die meisten Zeugen seien einen Freudentag im Kalender bezeichnen, denn nicht immer| Sozialdemokraten und halten sich gemäß den in ihrem Partei werden uns so erfreuliche Mittheilungen von den verbündeten programm ausgesprochenen Grundsätzen für berechtigt, auf Regierungen gemacht. Allerdings haben wir ja darauf auch etwa ben geleisteten Eid Unwahres zit behaupten. Was soll 10 Jahre warten müffen. Ich halte es für zweckmäßig angesichts man nun auf derartige tendenziöse Aeußerungen antworten, einen Unterschied zwischen gegenüber, bemerken, Wieder und der Entschädigung un daß man dem Munde des Herrn v. Puttkamer laut werden? Derfelbe Staats- daß es nicht unzweckmäßig ist, die Frage der anwalt stellte sich in einem andern Prozeß wiederum auf denselben aufnahme des Verfahrens Standpunkt, indem er einem Zeugen die Frage vorlegte, ob er der schuldig Verurtheilter zu verquicken dadurch, fozialdemokratischen Partei angehöre. Der Vertheidiger erhob gegen diese Frage als nicht zur Sache gehörig Einspruch, der Staats- Freigesprochenen macht und nur dem ersteren die Entschädigung| anwalt bestand aber darauf, weil er im Falle der Bejahung in susprechen will. Es handelt sich jetzt nur darum, das Prinzip Nebereinstimmung mit der von ihm an anderer Stelle entwickelten der Entschädigung festzustellen. Ich will nur wünschen, daß das Anschauung die Glaubwürdigkeit des Zeugen bestreiten müffe. Tempo, in welchem die Vorlage an das Haus kommt, möglichst| Im weiteren bemerkte er, er sei int stande, hinreichend Material beschleunigt wird. zu bringen, daß die ganze Sozialdemokratie nicht nur den Meineid billige, sondern ihn sogar verherrliche, wenn es dadurch mög- aus, daß die Regierung jegt selbst auf diesem Gebiete vorgehen lich sei, einen Angeklagten der Bestrafung zu entziehen; daher wolle und bittet die Borlage möglichst zu beschleunigen. Daß glaube er sich zu der von ihm gestellten Frage berechtigt. Wenn die Entschädigung nur denjenigen zugesprochen werden fann, etwas Derartiges in einem deutschen Gericht aus dem Munde welche wirklich als unschuldig befunden werden, sei selbstver| eines Staatsanwaltes vernommen werden muß, so gewinnt die ständlich. Forderung der Entschädigung unschuldig Verurtheilter und AnAbg. Schneider- Hamm( ntl.) spricht seine Freude darüber Abg. Hanßmann( Demokrat): Theoretisch läßt sich zwischen geflagter noch eine ganz besondere Bedeutung; denn wenn einem Freigesprochenen und einem Unschuldigen, vortrefflich unterfolche Anschauungen im Gerichtssaale durchweg Geltung scheiden, aber praktisch wird das unmöglich sein. In Württembekommen sollten, dann Berurtheilten in ganz außerordentlichem Maße wachsen. Der zu vier Jahren Zuchthaus verurtheilt. Nachdem er ein Jahr| Staatsanwalt wird dann auch bemüht sein, den betreffenden abgesessen hat, wird der wirkliche Dieb gefaßt und verurtheilt. Zeugen nachzuweisen, daß sie einen Meineid geleistet haben, und Bei der Wiederaufnahme des Verfahrens wurde der Unfie vor Gericht zu stellen. Das ist ja psychologisch ganz richtig, schuldige freigesprochen, aber das Gericht erklärte, es tönne würde die Zahl der unschuldig berg ist folgendes geschehen. Ein Mann ist wegen Diebstahls Danzig. ter Zeusiten Durchschnittseinkommen davon beträgt der Steuerbetrag Mart Prozent Wiesbaden Aachen 4677 2,54 3590 2,47 • Köln Berlin Breslau Magdeburg Trier 3281 D 2,39 2932 9 2,33 2924 2,21 2797 2,19 2814 2,18 Düsseldorf. 2657 2,18 Lüneburg 2591 2,16 Hannover 2728 2,13 2783 2,12 Münster 2675 2,12 Gaffel. Erfurt 2772 2,11 . 2594 2,10 Koblenz 2695 0 2,08 Potsdam 2972 2,08 2553 · 2,07 2690 • 2,06 Osnabrück Liegnit Merseburg Königsberg Hildesheimi Oppeln 2606 2,04 2565 6 2,03 2469 2,02 2538 2,01 2501 • 1,98 2366 • 1,98 Frankfurt 2292 1,93 2411 1,92 Stralsund. 2302 1,92 Gumbinnen 2405 1,91 Bromberg. 2327 1,89 Schleswig 2249 1,89 2317 1,88 2063 1,86 2268 1,85 2238 • 1,84 2072 1,84 Stettin Minden Aurich Posen Arnsberg Marienwerder Köslin. Stade der Auffassungen und selbstverständlich auch der Interessen, welche gericht wies die Beschwerde dagegen zurück, weil der Mann nicht folgendermaßen. Der Durchschnitt der Steuer beträgt 2,31 pct., denn die Richter sind eben die Vertreter der Rechtsanschauung, fich nicht vollständig von seiner Unschuld überzeugen. Das Reichsim jeweiligen Falle die herrschenden sind. Aber es ist doch eine mehr verlangen könne, als freigesprochen zu werden. Der König was einem Einkommen von 2900 M. entspräche: 1. Wiesbaden 2. Bonn 3. Frankfurt a. M. 4. Düsseldorf 5. Charlottenburg 6. Halberstadt 7. Elberfeld 8. Machen 9. Röln 10. Mühlhausen i. Th. 11. Potsdam 12. Berlin 13. Breslau 14. Sagen 15. Lüneburg 16. Magdeburg 17. Essen 18. Roblenz 19. Stettind 20. Harburg 21. Raffel 22. Münster 23. Barmen 24. Salle 25. Trier 26. Hannover 27. Görlitz 28. Göttingen 29. Posen 30. Danzig Prozent 2,68 31. Frankfurt a. D. 2,68 32. Königsberg 2,62 38. Bielefeld 2,59 84. Hanau 2,56 35. Gelle 2,41 36. Elbing 2,41 37. Nordhausen 2,41 38. Rottbus 2,39 39. Gladbach 2,89 40. Osnabrück 2,38 41. Krefeld 2,38 42. Hildesheim 2,82 48. Liegnit 2,82 44. Erfurt 2,32 45. Bromberg 2,81 46. Brandenburg 2,31 47. Stralsund 2,31 48. Riel 2,30 49. Duisburg 2,30 50. Flensburg 2,29 51. Beuthen 2,27 52. Landsberg 2,26 53. Guben 2,26 54. Emben 2,26 55. Remscheid 2,24 56. Altona 2,28 57. Dortmund 2,22 58. Bochum 2,21 59. Spandau 2,20 60. Sinden Prozent fochen desinfizirt wird. Die Barbiere oder Gehilfen müßten in jauter. von 16,00-15,30 m., mittlerer von 15,20-14,50 2,19 der Erkennung der häufigsten ansteckenden Krankheitsformen geringer von 14,40-13,70 9, Stroh, Richt per 100 g. p Heu per 100 kg. von 7-5 M. Erbfe 2,18 obligatorisch unterwiesen werden. Aehnliche Vorschläge sind schon 4,65- 4,00 M. 2,18 öfter gemacht, aber nicht durchgeführt worden. Dr. Blaschto per 100 Rg. von 40,00-25,00 M. Speisebohnen, weiße p 2,18 meint nun, daß ebenso wie die Sanitätskommission des Polizei- 100 g. von 50,00-20,00 Linsen per 100 Kg. von 80,0 2,18 präsidiums aus Anlaß der Choleragefahr das Betaften der Back- bis 30,00 2. Kartoffeln per 100 Rg. von 6,00-4,00 M. Rind 2,17 waaren in den Bäckereien durch Anschläge verboten habe, so müffe fleisch von der Neule per 1 Rg. von 1,60-1,10 R. Bauchfleis 2,17 auch hier die Gesundheitsbehörde eingreifen und durch per 1 Kg. von 1,40 0,90 M. Schweinefleisch per 1 Sg. vo 2,16 periodisch wiederholte Revisionen sich von der Durchführung der 1,50-1,00 m. Kalbfleisch per 1 Kg. von 1,60-1,00 m. Hamme 2,14 Borfichtsmaßregeln überzeugen, eventuell Zuwiderhandelnde befleisch per 1 Rg. von 1,50-0,80. Butter per 1 Kg. von 2, 2,14 ftrafen. Gine sehr gerechtfertigte Forderung ist die, daß mit bis 2,00 m. Gier per 60 Stück von 5,00-3,00 M. Fische p 2,12 ansteckenden Krankheiten behafteten Barbieren und Gehilfen 1 Kg.: Karpfen von 2,40-1,20 m. Male von 2,80-1,00 ebenso wie Bäckern, Schlächtern und Kellnern die Aus- Zander von 2,40-1,00 M. Hechte von 1,80-1,00 M. Barf 2,11 übung ihres Gewerbes untersagt und event. die obligatorische von 1,60-0,70 m. Schleie von 2,40-1,00 M. Bleie von 1, 2,09 Krankenhaus- Behandlung eingeführt werden müßte. bis 0,70 M. Krebse per 60 Stück von 8,00-2,00 M. 2,12 2,09 2,08 37 G fa re 28 & R Nady SO 10 Wieder ein Theaterkrach! Nun ist auch das Alerander Polizeibericht. Am 6. d. M. Vormittags fiel ein Laternen 2,06 Play Theater dem Pleitegeier zum Opfer gefallen. Die Anzünder beim Pußen einer Laterne vor dem Hause Brunnen 2,05 Frau Direktorin hat die Bude schließen müssen, weil die Ein- straße 94 von der Leiter und erlitt einen Armbruch. 2,04 nabmen so minimale waren, daß der Weiterbetrieb sich als un- mittags versuchte eine Näherin, sich in ihrer Wohnung, in de 2,02 möglich herausstellte. Der Schers, Theaterdirektorin zu spielen, Gartenstraße, mittels einer Mischung von Petroleum und Bren 2,01 bat der geehrten Dame 70 000 Wt. getoftet, er war alfo unver- fpiritus zu vergiften. Nach Anwendung von Gegenmitteln wurd 1,98 bältnismäßig kostspielig. Eine ganze Anzahl von Schauspielern fie nach dem St. Hedwigs- Krankenhause gebracht. In d 1,97 find mitten in der Saison, und obenein noch furz vor Weih- Wäschefabrik von Eichenberg, Andreasstr. 32, stürzte ein Hau 1,87 nachten, brotlos geworden, fie werden das ohnehin schon zahl- diener durch den Fahrstuhlschacht aus dem dritten Stock in de 1,86 reiche Schauspieler- Proletariat noch vermehren. Keller hinab und erlitt anscheinend bedeutende innere Be 1,85 Da aber in diesen Listen nur die Einkommen über 900 M., also noch nicht eines Fünftel der Bölkerung in Betracht kommen, so ergeben diefe Zahlen tein allgemeines Wohlstandsbild. Das würde erst der Fall sein, wenn sämmtliche Einkommen, auch die unter 900 M., mitgerechnet werden. Tokales. Wir haben schon ein Mal Veranlassung genommen, und mit legungen, die feine Ueberführung nach dem Krankenhaufe a Auf dem Holzpla 1,84 dem neuen Theater" am Schiffbauerdamın zu beschäftigen, Friedrichshain erforderlich machten. 1,60 das bekanntlich der Devise huldigt: Ich fam, ich sah, ich ver von Jacoby ver von Jacoby, Greifswalderstr. 62/63, wurde ein Arbeite 1,36 frachte. Die Direktion dieses Theaters geht mit dem engagirten von einigen beim Aufstapeln herabfallenden Brettern getroffe 1,42 Personal derart um, wie das ein Fabritbesitzer seinen Arbeitern Er erlitt einen Bruch des Schlüsselbeins, sowie mehrere Rippen gegenüber faum ristiren darf. Hierfür heut ein weiteres Beispiel: brüche und mußte nach dem Krankenhause am Friedrichshain g Die Leitung des Kunst"-Instituts engagirte auch eine junge bracht werden. Abends sprang ein unbekannter, etwa 45 Jah Schauspielerin, Fräulein Sch., die bislang an guten Bühnen, alter Mann von der Kielerbrücker in den Spandauer Schifffahrts Hoftheater Raffel, Stadttheater Hamburg, Burgtheater Wien fanal. Er wurde noch lebend aus dem Waffer gezogen und In der Nacht zum 7. b. M. ver 1. f. w. aufgetreten war. Die Gage wurde auf 300 m. monat nach der Charitee gebracht. lich festgestellt. Die Dame spielte u. a. die eine weibliche Haupt- legte der Maurer Fritze den Schankwirth Roberling, als dieser rolle in dem so fläglich abgefallenen Stück: Die Liebes- ihm den Eintritt in seine Wirthschaft, Am Schlesischen Bah händlerin". An den Leistungen hatte weder Direktion noch hof, verwehrte, durch einen Messerstich in die Schläfe. Bublifum etwas auszufezen, im Gegentheil, der Direktor war Laufe des Tages und am darauffolgenden Morgen fanden vie fo huldvoll, der Dame des Defteren hohes Lob zu spenden und kleine Brände statt. bie Kritik ließ derselben volle Gerechtigkeit widerfahren. Was aber der Direktion ganz und gar nicht gefiel, das war die Gage ST 3 Theater. Soziale tebersicht. Su be Sur Warnung für Arbeitsuchende aus der Provinz. von 800 W. pro Monat. Um fich den größten Theil derfelben Ein Berliner Stellenvermittlungs- Agent, in der Jägerstraße abzuhalftern, wurde folgendes Mittel in Anwendung gebracht: wohnhaft, annoncict in verschiedenen Provinzblättern, daß er als der Mehrzahl der Kolleginnen des Fräulein Sch. fchon geviele und gute Stellen zu befehen habe. Vor allem verlangt er 1. Dezember auch diese zu einer Besprechung ein und drohte fündigt worden war, lud der Direktor am Tage vor dem Arbeiterfamilien aus der Provinz. Die Anzeigen dieses Agenten Jur Thomas- Theater gelangte Dienstag von den Münchene sind auch zu finden in der Magdeburger 3tg." und im„ Wolmir- der Erschrockenen, auf der Stelle zu tündigen, wenn sie sich nicht zum ersten Male Der ledige Sof" von Anzengruber zur Auf städter Kreisblatt". Gin" Familienvater in Dahleemivarsleben schon für den Monat Dezember einen Gagenabzug von 200 W. jührung. Auch in diesem Stücke hat es der Dichter verstanden, ( Kreis Wolmirstädt) ließ sich durch die Anpreisungen der Anzeige gefallen lasse. Es ist natürlich keiner Schauspielerin angenehm, die Empfindungen des menschlichen Herzens treulich zu schilder verlocken, nach Berlin zu fahren und den Agenten aufzusuchen gekündigt zu werden, und so ließ sich auch Fräulein Sch. über Die reiche Bäuerin vom ledigen Hof" liebt ihren Großknecht Natürlich kam er um den üblichen Posttag zu spät. Der Agent reden, einen neuen ihr vorgelegten Kontrakt, auf nur 100. Der ihre Liebe erwidert. Da erfährt sie von dem Pfarrer, meinte, gerade am Tage zuvor sei ein Gutsbesitzer dagewesen, der Monatsgage lautend, zu unterzeichnen. Hiervon wurden noch als trener Sohn der Kirche ihr Gut derselben sichern möchte habe gleich zwei Arbeiterfamilien engagirt. Der Arbeiter wollte, Agentenprozente und 45 M. für eine Rechnung von Gerson ab- daher eine Heirath nicht gern sieht, daß der Großknecht vorh als er merkte, daß feine weitere Stelle frei war, fofort wieder gezogen. Die Direktion hatte nämlich fämmtliche Schauspielerinnen ein Mädchen verführt und dann verlassen hat. Nun wendet sie fid nach Hause reisen, der Agent redete ihm aber zu, daß er nur noch verpflichtet, fich bei Gerson sofort nach dem Eintreffen in Berlin von dem Geliebten ab; als sie ihn aber während eines fürchterliche einige Tage in Berlin bleiben sollte, es würde sich schon etwas Kostüme für das famose Stück Die Liebeshändlerin" anfertigen Sturmes auf dem See weiß, kommt zwar ihr zurückgedrängtes Gefü finden. Für Logis und Kost sorgte der Agent, das foftete 2 M. au laffen. Es blieben also Fräulein Sch. noch 32 Mt. übrig, mächtig zum Durchbruch, sie kann es jedoch troydem nicht me pro Tag. Als die ersten Tage vergangen waren, ohne daß sich damit soll sie im Dezember leben und sich event. neue Toiletten über sich gewinnen, den Knecht nach den Erfahrungen über fein Arbeit fand, machte der Provinzter nochmals den Versuch, sich aufchaffen, sobald es nur die Direktion verlangt. Borleben zu heirathen, zumal das von ihm verlassene Madde Als die Schauspielerin sich die Sache später reiflich über- in der Nähe ihres Hofes in großer Armuth lebt; auch) er en Loszureißen. Es gelang ihm aber wieder nicht und so wurden aus den vorgenommenen 2 oder 3 Tagen deren zwölf. Dann legte, hätte sie natürlich am Liebsten den 100 Mart- Kontrakt fagt, befchließt in die Welt zu gehen und durch ein neues Lebe aber drängte der Agent felbst zum Aufbruch, denn er merfte, wieder rückgängig gemacht. Sie ist auch zu dem Direktor ge- feine alte Schuld zu fühnen. Auf Bitten des vertaffe daß das Geld des Provinzlers auf die Neige ging. Dieser hatte gangen und hat ihre volle Gage und zugleich die Kündigung ver- Mädchens nimmt die Bäuerin deren Kind zu sich, um dasselb fich auch thatsächlich derart ausgegeben, daß er das Fahrgelo zur langt, mit welchem Erfolg, ist noch nicht bekannt geworden. zu einem braven Menschen zu erziehen, wozu die Mutter f Rückreise nicht mehr besaß. In seiner Angst ging er nach der Auf jeden Fall ist eine Kündigung feitens der Direktion des nicht fähig fühlt. Die Darstellung war durchweg eine vorzüglich Polizei und erzählte dort sein Abenteuer. Die fonnte aber auch Neuen Theaters" für eine Schauspielerin nichts Schlimmes, die und erntete wohlverdienten Beifall. Nichts machen und verwies den Provinzler an die Staatsanwalt geschäftlichen Praktiken der Direktion find ja nach gerade bekannt. schaft. Von dem vielen Laufen war derselbe aber derart fonfus Dieser Tage hat wieder eine Versammlung der Genossenschaft geworden, daß ihn nur noch ein Gedanke beseelte: Hinaus aus deutscher Bühnenangehöriger stattgefunden, in welcher der Fall Berlin. Da er feinen Freund oder Bekannten hier hatte, der ihm Löwenfeld" einer gründlichen Beleuchtung unterzogen werden vielleicht hätte aus der Noth helfen fönnen, blieb ihm nichts anderes follte. Ob dies geschehen ist, wissen wir noch nicht, auf jeden übrig, als den Weg in die Heimath froh Wind und Wetter zu Fall aber wäre es Sache der Gesellschaft, der Angelegenheit näher Fuß anzutreten. Sein Geld langte gerade noch so weit, daß er zu treten. noch einmal innerhalb des Weichbildes von Berlin eine Stulle Eine Schiffsfatastrophe auf der Müggel. Am Sonn- Schuhfabrik bauert fort. Zuzug ist streng fern zu halten. Achtung, Schuhmacher! Der Streit in der Maufffch sich faufen konnte. Ob der Mann heil und gesund nach Hause tommen wird, steht dahin. Er dürfte z. B. nicht auf der Land- abend fuhr ein Schleppdampfer mit drei beladenen Zillen von stehen im Ausstand 25 Arbeiter( darunter 9 verheirathete) un straße liegen bleiben und erfrieren, er dürfte auch feinem Gen- Rüdersdorf über die Wüggel, die, soweit fie nicht zugefroren Arbeiterinnen. Geldfendungen sind zu richten an Aug. Fleische darm in die Hände fallen, der sich nach seinem Zehrpfennig er war, start mit Treibeis ging. Auf der Rahnsdorfer Seite, Söchftestr. 11, 2 Tr., und Heinr. Lau, Naunynftr. 72 bei Wegn Tundigt. Zwanzig Meilen auf der Landstraße zurückzulegen und bie Flotille fuhr, umgaben sie von allen Seiten mächtige Eisteinen Pfennig Geld zu besitzen und trotzdem das Ziel glücklich schollen, die sich über einander thürmten und die Durchfahrt verIn Sachen der Altonaer Zivilberufsmusiker brach zu erreichen, das ist beinahe ein Kunststück. Deshalb fann vor perrten. Der Schleppdampfer, der am Bug einen Gisbrecher ein den verlockenden Annoncen der Berliner Stellenvermittler nicht hat, hängte die stáhne ab und versuchte die Eishügel au durch kartells zur Sprache, daß im Samburger Echo" eine gro bringend genug gewarnt werden, es steckt in den meisten Fällen brechen. Durch die von dem Dampfer verursachten Wellen aber Annonce veröffentlicht war, worin die 3 i vilberufsmuji wurden die Eismaffen zurückgetrieben und zwar stromaufwärts oie Namen derjenigen wirthe aufführten, dorthin, wo die Kähne lagen. Der erste derselben, der den An sich ihren Bedingungen nicht fügten. Das sei ein Einen hochintereffanten Vortrag über Bleiver- pralt des Eifes auszuhalten hatte, ein Ded- Kahn des Schiffers Bontott- Erklärung gleich zu achten. Die einzelnen Gewerkschaft giftungen, deren muthmaßliche deren muthmaßliche Entstehung und Ver- 3. Hinge aus Woltersdorf mit einer Ladung von 600 Tonnen wären nun nicht berechtigt, in jeder fleinen Frage den Boyle meidung", hielt am Sonnabend Abend Herr Dr. J. Baruch vor Bement wurde buchstäblich von den Eisschollen durchschnitten und zu verhängen. Wenn sie sich zum Boykott gezwungen fühlen, einer zahlreich besuchten Versammlung des Ortsvereins der gra- fant im Verlauf einer Viertelstunde. Eigenthümer und Mann- baben sie sich an's Rartell zu wenden, und dieſes babe su en phischen Berufsarbeiter im Restaurant Wallstr. 91. Der Blei- chaft retteten sich im Handkahn. Gegenwärtig ragt an der fcheiden, ob der Boykott tattisch richtig und nothwendig fet. Na vergiftung ausgesetzt- so erflärte der Rebner find alle in Unfallſtätte, die sehr tief ist, nur noch die Majispiße des Rabues feiner Auffassung hätten die Musiker andere Aufgaben, als Bleiweiß-, Metallfabriken, Schriftsetzereien beschäftigte Arbeiter, heraus. Es ist fraglich, ob es gelingen wird, Fahrzeug und der herrschenden Krisis die übrige Arbeiterschaft noch zu unruhigen, fie follten vielmehr ihre ganze Kraft dara wie auch Lacirer und Maler nebst Angehörigen verwandter Branchen. Ladung zu heben. Von den in den ersten drei Kategorien angestellten Arbeitern bleibt Dampfer- Karambolage. Auf der Spree, an der Kurfürsten wenden, daß in ihrer so jungen Organisation die Mitglieder me taum Giner von der mitunter tödtlich verlaufenden, häufig zum brücke, tarambolirten vorgestern Nachmittag zwei Dampfer, fodaß würden. Er halte das Vorgehen der Musiker für tattifch Selbstmord führenden Krankheit verschont. Als muthmaßliche Entstehung des Leidens giebt Redner den in den Werkstätten fie beibe einigen Schaden erlitten und der Wasserverkehr für umberfliegenden Bleistaub" an, welcher entweder durch Ansehen längere Zeit gestört war. Die Schuld foll den Steuermann des richtig und unberechtigt. Das Gewerkschaftstartell war derfelb an die Schleimhäute oder mit Speisen und Getränken infolge Schleppers treffen. Der Fall lockte eine große Menge Neu- Meinung, indem es folgende von dem Beschwerdeführer Uebertragung durch die Hände in den Magen gelangt, um von gieriger heran. Die beiden Dampfer mußten sofort außer Betrieb antragte Resolution annahm und im„ Hamburger Ech " Die heutige öffentliche Delegirtenversammlung der Gewe diefem Organ aus die bekannte furchtbare Verheerung im Innern gesetzt werden. des Bergisteten auszuüben. Die Bleivergiftung martirt sich bei Infolge des andauernden Schneefalles sind die Eisen- schaften Altonas erklärt das Vorgehen der Zivil- Berufsmu dem Leidenden durch ungünstiges Allgemeinbefinden, Be- bahnzüge, die aus dem Osten kommen, mit bedeutenden Ver- betreffend die Veröffentlichung derjenigen Bokale, deren Be einträchtigung der Bewegung, des Empfindens und der Sinne, spätungen hier eingetroffen. Auch im Innern der Stadt ist der nicht sofort auf die ihnen gestellten Bedingungen eingegang fann auch wie nur wenig bekannt sein dürfte zu Werkehr sehr erschwert. So mußte gestern Nachmittag gegen vier oder einen abschlägigen Bescheid ertheilt haben, für unüberleg blindungen führen! Als Schuhmaßregel gegen die Blei- Uhr ein Pferdebahnwagen, den das Bierd nicht mehr weiter- taktisch unrichtig und feineswegs mit den Beschlüssen des Alton vergiftungen, welche übrigens so start verbreitet sind, daß in den schaffen konnte, in der Jerufalemerstraße geschoben werden. Es Gewerkschaftstartells über den Boykott und die Unterftügung hiesigen Krankenhäusern und Polikliniken hunderte derartiger Fälle hielten dort fünf bis sechs Wagen hintereinander. Zivil- Berufsmusiker durch die Gewerkschaften übereinstimmen Sie erwartet von den Zivil- Berufsmusikern für die Zukunft, zur Behandlung gefangen, empfiehlt Herr Dr. Baruch vor allem In den Kanal sprang gestern Abend gegen 10 Uhr ein Herr fie die Ausbildung und Ausbreitung ihrer Organisation vorzügliche Ventilation der Arbeitsräume, wie auch nach Möglichkeit Aufenthalt solcher Arbeiter in der frischen Lujt, pein von der Kielerbrücke. Dort vor Anker liegende Schiffer erfaßten durch eigene Kraft und Energie betreiben. Dazu ist erforderli lichste Sauberkeit am Körper, Genuß häufiger warmer Bäder, ben Lebensmüden, und das sofort benachrichtigte 8. Polizeirevier paß fie ihre Berufsgenossen gewerkschaftlich und sozialpoliti jedesmaliges Waschen der Hände vor Essen und Trinken, Ver- in der Kefselstraße sorgte für seine Ueberführung nach der Charitee. auftlären und nicht fortwährend die so schon infolge der wirth meidung der Mahlzeiten in den Arbeitsräumen, Wechseln der Aus seinen Papieren ergiebt sich, daß er der Gutsbesitzer P. L. bei schaftlichen Krise fchwer geschädigte Arbeiterbewegung von Ha wurde der Vorstand beauftragt, den lehrreichen Vortrag des Aufenthaltsort hier war wegen der Vernehmungsunfähigkeit des vorstehende Resolution wird die in einer früheren Bersammlu Oberkleider beim Verlassen der Fabrik. Seitens der Versammlung| Gransee ist. Ueber die Beweggründe zur That, wie über seinen burg- Altona durch ihr tattloses Vorgehen bennruhigen." Dur gefaßte Resolution, daß alle Klubs und Vereine bei Abschluß Allgemein- Interesses wegen in den Graphischen Blättern ver- Kranten noch nichts zu ermitteln. öffentlichen zu lassen. erforderlichen Musiker und die Kellner von den Vereinen Rontraften mit Wirthen dahin zu wirken haben, daß die et nehmen sind, welche sich dem Kartell angeschlossen haben, nid aufgehoben. nichts dahinter. b be B DA mch De Vier Vögel. In einer der lehten Sizungen der 139, und Ueber Hygiene der Barbierstuben hielt am Montag 140. Schöffengerichts- Abtheilung am Amtsgerichtl, die sich an der Abend Dr. A. Blaschko in der Termatologischen Gesellschaft einen Stadtbahn neben dem Bolizeipräsidium befinden, ergab es sich, fehr beachtenswerthen Vortrag. Dr. Blafato wies durch zahl- daß in einer Straffache vier Personen, Namens Bogel, zugegen Ueber die Mannheimer Arbeitslosenstatistik brachten reiche Beobachtungen nach, daß in den Barbierstuben, besonders waren; der als Richter dienende Assessor Vogel, ein Schöffe Bogel, in den billigen, nicht nur die gewöhnliche Bartflechte, sondern der Angeklagte Bogel und ein Gerichtsbote Vogel. Biel fehlte gestern die Mittheilung des Berliner Tageblatts", wonach werden. Diese Verbreitung erfolgt mittels der Bürste und lich ein Schuhmann Vogel. Der Gerichtshof gerieth ins Lachen, lofe eingezeichnet haben sollten, während die Gesammtzahl noch eine ganze Reihe anderer ansteckender Krankheiten verbreitet nicht, so wäre der fünfte Vogel als Zeuge vertreten gewesen, näm- die soeben abgeschlossene" Arbeitslosenstatistik sich 1700 Arbeit Kämme, mittels des Rafirmessers, des Pinsels, der Serviette und als dies Kuriosum durch den Amtsanwalt, der als großer Bogel Arbeitslosen auf 2500 Personen geschätzt werde. Nach der der Buderquaste, aber auch direkt durch die Hände und Finger freund bekannt ist, schmunzelnd festgestellt wurde. läufigen Feststellung sind jedoch, wie die Mannheimer Voll stimme" in der Dienstag- Numiner meldet, 1048 Fragebogen Der Gehilfen. Zur Abhilfe empfiehlt Dr. Blaschko in den Fällen, wo gesondertes Barbierzeug für jeden, einzelnen Runden nicht durchführbar ist, das Abbrühen der Rafirmesser und Pinsel in lungen des Polizeipräsidiums. Weizen per 100 Stg. guter von angenommen werden, daß die Zahl der Arbeitslosen naho Marktpreise in Berlin am 6. Dezember, nach Ermitte gelaufen, die Anmeldungen mehrten sich aber stündlich: es m tochendem Wasser vor jedesmaligem Gebrauch, für jeden Gaft 15,60-15,30., mittlerer von 15,20-14,90., geringer von 1500 heranreiche, Biele Arbeitslose hätten die Fragebogen mid eine frische Serviette oder statt dessen Servietten von chinefifchem 14,80-14,50 M. Roggen per 100 g, guter von 18,50-1820, ausgefüllt, weil fie davon für sich Nachtheile befürchteten. Papier. Anstatt der Puderquafte find Wattebäuschchen an- mittlerer von 18,10-12,90 M., geringerer von 12,80-12,50 2. 834 Fragebogen, die von ben 1043 bis jept bearbeitet find. Rafirzeug nöthig, das nach jedesmaligem Gebrauch durch Aus. 15,80-15,00 M., geringe von 14,90-14,00 M. Hafer per 100 kg. ihnen abhängigen Familienmitglieder 2240 betrug. Für Kranke oder Verdächtige ist gesondertes Gerste per 100 g. gute von 16,80-15,90., mittlere von ermittelt, daß die Zahl der Arbeitslosen zusammen mit der der li b L δ Хир bell eri ech ber chte rbe fid chen full tebr fein chen ent eben ene felb fid lig ten en ad der enn πόν De us ben Bev ат Cat ite Tex pen ge hr rts und ver efer שר S pier SIN DO fe per 0,00 End if DON nel 2,80 per In Salle a. S. hatten die Sirih Dunder'schen meffen ist, müffen wir es uns leider verfagen, die scharfen, berichtete über die Gewerbe- Schiedsgerichts- Wahlen. Auf feine Gewerkvereinler eine öffentliche Gewerkschaftsver fritischen Ausführungen, welche die Referentin an diese Art Aufforderung hin meldeten sich 15 Kollegen freiwillig, um die fammlung einberufen, in welcher der Freifinnige Dr. Goldschmidt moderner Philanthropie knüpfte, hier wiederzugeben. Wir be Eintragung in die Wählerlisten für diejenigen Kollegen zu be referiren sollte. Trotzdem öffentliche Arbeiterversammlungen ihr schränken uns daher auf die Mittheilung, daß der von der Refe- werkstelligen, welche, weil den ganzen Tag geschäftlich venBureau felber wählen, lehnten die Einberufer das diesbezügliche rentin gehaltene Bortrag allseitige Aufmerksamkeit und An hindert, dies sonst unterlassen würden. Verlangen der Versammlung ab und schlossen diese, als die erkennung in der Versammlung gefunden hat, wie dies u. A. Eine öffentliche Korbmacher Versammlung beschäftig te Salle'schen Arbeiter auf ihrem nur zu gerechtfertigten Verlangen auch in einer einstimmig angenommenen Resolution bekundet bestanden. wurde. Nach Schluß des Bortrages erstattete Frau sich am 6. Dezember mit dem Streit der Rugelforbarbeiter. Na ch Butte Bericht fiber bie Revision der Frauen Agitations- bem von Herrn Reller erstatteten Bericht ist die Situation far Eine Nürnberger Arbeiterversammlung, in welcher Kommission. Der Kassenbestand ist danach für richtig be- die Ausständigen jest um so günſtiger, als neuerdings einige Gegis referirte, verhing über die Fürther Brauerei Evora funden worden. Den erfolgten Mittheilungen nach hat Fabrikanten aus der Umgegend Berlins ebenfalls den Zuschl ag & Meyer gleichfalls den Boykott. Frau v. Hoffstetten sich bei dem Raffenbericht vom 31. Oftober auf ihr Angebot betreffs der Verfertigung von Kugelförben erIn Wien streiken die Stodbrechsler der Firmen insofern geirrt, als sie eine Abrechnung über 19,01 m. nicht halten haben. Unter diefen Umständen, so berichtete Refler, In Wien streiken die Stockbrechsler der Firmen nofirt hatte. Die Belege dafür sind in Händen der Kommission. würden die Arbeiter eben gebraucht, und der Wettstreit vztter Johann Kastel, V. Gergaffe 29; M. Bollat, VII. " Tergaffe 29:. Pollat, VI. Es bleibt folglich ein Raffenbestand von 31,45 M. Fräulein den Unternehmern werde das Weitere veranlassen. Uebrigens Kaiserstraße 35, und Ri Breyer, VI. Gumpendorfer Saase bestätigte den Bericht. habe Herr Anding schon sein Vorhaben, keine Verbandsmitglieder ftraße 104; in Salzburg Former der Galzburger Gifengießerei( wegen zoyntürzung); in Blansto bei Unter Verschiedenem" erläuterte Herr Lothar den Zweck beschäftigen zu wollen, fallen laffen, was aus Aeußerungen von Brünn die Eifengießer der Fürst Salm'schen der Arbeitslosen- Statistik und forderte auf, sich dafür zu ihm und aus seinen Annoncen nach tüchtigen Korbmachern auf Kugelförbe hervorgehe. Die Fortführung des Ausstandes fei jezt intereffiren. Marienhütte( Lohnkürzung ist die Ursache; dte Streifenden erst recht zu empfehlen, die Arbeit dürfe nur aufgenommen werden, verlangen auch die Entlassung des Direktors). Nach allen vor wenn 50 Pfg. pro Stück gezahlt würden. Ginstimmig befd) loß genannten Werkstätten ist der Zuzug streng fernzuhalten. die Versammlung, am Streit festzuhalten. Für ein abgere iftes Mitglied wurde Keller in das Streit- Komitee gewählt. Versammlungen. Frau Frohmann ftreifte die Dienstbotenfrage. Frau Wengels wies auf die Proteſtversammlung gegen die Militärvorlage hin. Frau Fahrenwald gab noch die nächste Versammlung vom Arbeiterinnen- Verein bekannt und forderte zum Beitritt in den selben auf. Mit einem begeisterten Hoch auf die Arbeiterinnenbewegung wurde die Versammlung geschlossen. usern Bericht über die am 1. Dezember abgehaltene öffent. liche Parteiversammlung berichtigt Herr Althaus dahin, daß Neun öffentliche Protestversammlungen gegen die Militärer Liebknecht's Gehalt nicht bemängelt habe: von ihm sei nur gevorlage tagten gestern Abend in den verschiedenen Stadtbezirken fagt worden, daß die Gehälter von unten herauf aufgebessert Berlins. Selbstredend ist uns für heute bie Wiedergabe ausführ werden müßten. Auch habe nicht er, sondern sein Vorrebner licher Berichte noch nicht möglich, wir begnügen uns daher mit Klattau die Aeußerung bezüglich Hafenelever gethan. der Mittheilung, daß sämmtliche Bersammlungen der Resolution zugestimmt haben, welche der diesjährige Parteitag in feiner Sigung vom 16. November angenommen hat. Die Resolution hat folgenden Wortlaut: . Die Steinfeger, Steinhauer, Nammer und verwes nbten Berufsgenossen hielten am 6. 6. M. eine sehr gut besuchte Berfammlung ab, um über Mittel und Wege zu berathen, wie der im Steinfeg- Gewerbe herrschenden Arbeislosigkeit entgegenzu treten fei. An der Sand einer eingebenden Statifit machte der Ne ferent Genosse Arlt die Mittheilung, daß man in diesem Beru se in Durchschnitt nur etwa 28 Wochen im Jahr arbeiten önne infolgedessen sei der Durchschnittsverdienst so gering, daß er eine geregelte Existenz in teiner Weise ermögliche. Die Hauptschuld Eine öffentliche Versammlung aller in der Schuh liege an der übermäßigen Lehrlingszüchteret, es sei ein altes industrie beschäftigten Arbeiter und Arbei. Gejek, daß das eberangebot von Arbeitsträften stets ein Siri fen der terinnen nahm am Sonntag den Bericht über den Streit in Löhne zur Folge habe. Der beste Schuhwall gegen weiter e AusDurch die dem Reichstage in Aussicht gestellte Militär- der Mauff'schen Schuhfabrit entgegen. Es war daraus gut ent- beutung sei die Organisation; durch ein feftes, inniges Bufe.mmen vorlage werben bem schon jetzt durch den Militarismus aufs nehmen, daß die Situation unverändert ist; nur ein paar Streit gehen aller Berufsgenossen werde man jebes Hindernis be feitigen äußerste bebrückten deutschen Bolle noch neue persönliche und brecher haben sich gefunden, Personen die in normalen Beiten tönnen. Eine Hauptforderung müsse die Verkürzung der Arbeitsfinanzielle Lasten zugemuthet, die es nicht tragen fann, ohne auf faum ein Prinsipal in Arbeit nehme, wie berichtet wurde. Der geit fein, ferner habe man die Aufgabe, die Nachtarbeit zu regeln, bie wichtigsten Kulturarbeiten zu verzichten, und ohne daß die in der Berfammlung anwesende Buchhalter der Firma Mauff beren fchabliche Folgen sich in den frühen Siechthi im der Quellen der produktiven Arbeit geschädigt werden. fuchte die Zustände in dieser Fabrik wieder möglichst zu be- Arbeiter fundgäben. Ein Arbeitsnachweis in den Hän den ber Natürlich war es den streikenden Kollegen ein Arbeiter, Verringerung des Arbeitspenfums fowie thunlichfte Das herrschende Militärsystem, nicht im stande, die Sicher schönigen. heit Deutschlands gegen feindliche Ueberfälle zu gewährleisten, Leichtes, durch beigebrachtes Thatsachenmaterial die dor- Vermeidung von Ueberstunden, alles das seien Aufgaben der bildet eine fortdauernde Bedrohung des Böllerfriedens, und dient tigen Verhältnisse so hinzustellen, wie sie wirklich find. Organisation, die um so größeres leisten werde, je mebt: fich die der fapitalistischen Klassenherrschaft, deren Zweck die wirthschaft Gehr scharf wurde von der Versammlung gerügt, daß die Kollegen an ihr betheiligten. In der Diskussion, die sich haupts liche Ausbeutung und die politische Niederhaltung der Arbeiterklasse Bolizei die Kollegen, welche von der Straße aus die fächlich um die Reorganisation des Verbandes der Steinfeger zc. ift, als vornehmlichstes Werkzeug. Fabrit fontrollirten, mehrfach fiftirt habe. Zum Schluß fand brehte, sprachen die Herren Kretow, Bieg, Raschke, Die Versammlung fordert daher, entsprechend dem Programm eine Resolution des Juhalis Annahme, daß eine durch den Dele- Knoll im Sinne des Referenten. Folgende Resolutions gelangte Die Bersammlung strebt mit allen ihr zu Gebote stehenden der fozialdemokratischen Partei, die Einführung eines auf Erziehung girten der Streit- Kontrollkommission demnächst einzuberufende zur Annahme: zur allgemeinen Wehrhaftigkeit beruhenden und die allgemeine Boltsversammlung über etwaige gegen die Firma zu unterBoltsbewaffnung verwirklichenden Wehrsystems und erklärt, daß nehmende Schritte beschließen soll. Im übrigen war die Ver- Mitteln eine Verkürzung der Arbeitszeit an, da nur dadurch eine die sozialdemokratischen Abgeordneten in vollem Einklang mit sammlung darüber einig, daß die Sperre über die Firma Mauff Besserung der Lage der im Steinfegergewerbe beschäftigten Bersonen zu erlangen ist. Außerdem verpflichten sich die Anwesenden, der in der Sozialdemokratie politisch organisirten Arbeiterklasse fortzudauern hat. Soweit dies noch nicht geschehen, sich dem am 1. Januar neu au Deutschlands handeln, indem sie die Regierungsvorlage fowie In der öffentlichen Korbmacher Versammlung, welche gründenden Berband der Steinfeger anzuschließen. jebe anderweite Forderung für das gegenwärtige Militärfyftem am 1. Dezember abgehalten wurde, theilte eller mit, daß nur Ueber Zweck und Nußen der Organisation sprach noch Geberwerfen." noch 43 Kollegen streifen; die übrigen feien theils abgereist, noffe Stretow, nochmals die Aufforderung wiederholend, fich Eine am 13. November von Buchdruckerei Arbeitern theils anderweitig untergebracht. Jedoch feien gehu Kollegen zu gefchloffen zur Erringung der gestellten Forderungen zu organis einberufene öffentliche Versammlung der Mitglieder der Streitbrechern geworden. Ein Antrag auf Weiterführung desiren. Als Kandidaten für die Gewerbegerichts- Wahlen werden dic Allgemeinen Orts- Krankenkasse gewerblicher Arbeiter und Ar- Streits fand mit 63 gegen 3. Stimmen Annahme. Bum Stell- Berren Arlt, Dühring und Babe aufgestellt, beiterinnen, zu welcher von den 71 000 Mitgliedern derselben vertreter in der Streif- Kontrollkommission wurde darauf Voigt Der Gefangverein ,, Eintracht", Nieder- Schönvoeide, hielt ungefähr 100 erschienen waren, beschäftigte sich lebhaft mit den gewählt; zum Erfagmann für die Gewerbegerichts- Wablen erbestehenden Kaffenverhältnissen. Zum Schluß wurde von den noch nannte bie Verfammlung den Kollegen Keller. Mit einem Hod) am 8. b. M. eine öffentliche Generalversammlung ab. Diefelbe hatte den Zweck, ehemalige Mitglieder, welche sich über den anwesenden etwa 30-40 Personen eine Anzahl Resolutionen an auf das Gelingen des Streits schloß die Versammlung. Verein in denselben schädigen der Weise geäußert hatten, zur Vergenommen, welche mehr oder weniger gegen die bisherige Amts Weißensee. Hier fand am 1. Dezember eine gut befuchte antwortung zu ziehen und wurden diese Herren deshalb schriftlich thätigkeit des Vorstandes, sowie gegen die von der General Volksversammlung statt. Genosse Reinhardt erstattete Bericht eingeladen. Da sie jedoch nicht erschienen waren, nahm die Berversammlung beschlossene Statutenänderung gerichtet waren. Daß der Vorstand sich nur innerhalb der Grenze des Gesetzes be- vom Parteitage. Salzmann und May tritifirten die Stellung fammlung folgende Resolution einstimmig an: Die Versammlung erfieht aus dem Nichterscheinen der zu vegen fann und für Mangel deffelben nicht verantwortlich zu der Vertrauensmann Bericht über seine Thätigkeit. Zur Ver- dieser Bersammlung eingeladenen früheren Mitglieder, daß selbige machen ist, wurde hierbei natürlich nicht in betracht gezogen und trauensperson wurde May einstimmig wiedergewählt. Münzberg nur darauf ausgehen, einem Arbeiter- Gefangverein das Bestehen auch nicht erwähnt. Angesichts dieser Vorgänge faßte die am 4. Dezember statt gab eine Uebersicht über die Thätigkeit als Gemeindevertreter. schwer zu machen. Die Versammlung geht daher über diese PerBoffelt, Reinhardt und May waren der Ansicht, es wäre besser, fonen zur Tagesordnung über." gehabte ordentliche Generalversammlung folgende Resolution: Alsdann wurden die Vereinsangelegenheiten erörtert und mäßig gewählten Delegirten sich durchaus ihrer Pflichten be- er nicht im ftande sei, unser Interesse im Gemeinderath zu ver- einer fünfgliedrigen Kommission das Arrangement eines MaskenIn Erwägung, daß der Vorstand und die ordnungs. Münzberg lege sein Mandat in die Hände der Wähler zurüd, da wußt sind und diese auch voll und ganz ohne Rücksichten auftreten. Säbling war trot Ginladung nicht erschienen, was die balles übertragen, welcher Mitte Januar stattfinden soll. Versammlung mißbilligte. Ein Antrag, diese Angelegenheit einer irgend welche Person nur im Interesse der Kaffe ausführten; in Deutscher Tischlerverband, Zahlstelle Berlin. In der fernerer Grivägung, daß Vorstand und Delegirte nur Beschlüsse nächsten Versammlung zu unterbreiten, wurde angenommen. außerordentlichen Generalversammlung am 5. Dezember wurde fassen tönnen, die dem Gefeß entsprechen; in endlicher Erwägung, Den Genoffen in Trebbin war es nach anderthalbjähriger der Raffenbericht vom 3. Vierteljahr vorgelegt und hierauf über daß Beschlüsse, die den finanziellen Verhältniffen der Raffe nicht entsprechen, sowohl die Kaffe als solche, als auch die einzelnen abzuhalten, indem es mit Hilfe der Löwenberger Genoffen geglückt vereins der Musikinstrumenten- Arbeiter eingehend debattirt. Aus entsprechen, sowohl die Staffe als solche, als auch die einzelnen unfreiwilliger Bause türzlich wieder vergönnt, eine Berfammlung ben Uebertritt des Fachvereins der Tischler, sowie des FachMitglieder schädigen würden, ohne Vortheile irgend welcher Art zu bringen, weist die Generalversammlung und der Borstand war, in letzterem Orte ein Lokal zu bekommen. Der vom Genossen den Versammlungsberichten dieser Vereine ist bekannt, daß der die Vorwürfe, die den beiden Körperschaften gemacht worden sind, Reßler gehaltene Bortrag über die Militärvorlage wirkte in Busammenschluß aller drei Organisationen erfolgt und den bisganz entschieden zurück und erklärt, daß fie lediglich bas sündender Weise auf die zahlreich versammelten Genossen. Zum her indifferenten Kollegen die so oft gebrauchte AeußeSchluß des Vortrages fand eine Proteſtreſolution gegen die rung:" man weiß gar nicht recht, welcher Drgani Beste der Kaffe gewollt und auch gethan haben, soweit es im Militärvorlage Annahme. Sodann beschloß die Versammlung, fation man fich anschließen foll" als Entschuldigung der Raffe möglich ist. Es werden trog aller Agitationen, deren einen Arbeiterbildungsverein für Trebbin zu gründen. Zur Ver- nicht mehr gelten fann. In Berlin giebt es von Neujahr 1898 richtung der nöthigen Vorarbeiten wurde eine Kommission ge- ab nur eine Organisation der Tischler und MusikinstrumentenUrheber leicht erkennbar sind, niemals durch die Delegirten wählt, welche aus den Genoffen Gräfe, Brockmiller, Arbeiter, und diese ist die Bahlstelle Berlin des deutschen TischlerBersammlungen Beschlüsse gefaßt werden, welche das Interesse winter, Hermann und Känzelmann zusammengesetzt verbandes. Die Mitglieder der zur Zeit noch bestehenden Lokalber Rasse nur schädigen und den Mitgliedern nur unerschwingliche ist. Mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie wurde darauf die vereine, welche ihre Beiträge bis 1. Dezember voll entrichtet Roften auferlegen." Bersammlung geschlossen. haben, treten ohne Einschreibegebühr mit vollen Rechten in den Verband ein. Arbeitslose Kollegen haben ihre Mitgliedsbücher Die Generalversammlung des Interessenvereins der Eine öffentliche Schneider- und Schneiderinnen- VerRiftenmacher, welche am 27. November abgehalten wurde, faßte sammlung fand am Montag in Gratweil's Bierhallen statt. Des Berbaudes erhalten auf dem Arbeitsnachweis, Wallamong us fire dept Bet: bei ihrer resp. Organisation abstempeln zu lassen. Mitglieder den Beschluß, fortan das Einschreibegeld nicht mehr zu erheben. Rollege Ad. Schulz veranschaulichte eingehend die Haltung der fraße 7-8, im Sofal von Schöning, Stallschreiberstraße 29, s find daher jezt von neueintretenden Mitgliedern nur 10 Pf. Militärschneider zu den gefaßten Beschlüssen, nachdem er fein im Zotal von Rohr, Naunynstraße, und im Lokal zum Zeitgeift" für ein Mitgliedsbuch zu entrichten. Die Abrechnung vom Stiftungsfest ergab eine Einnahme von 145 M. 60 Bf. und eine Bedauern darüber, daß er diese Frage auf die Tagesordnung in der Bernauerstraße die Bücher der Bibliotheken geliehen. eine sehen müsse, ausgesprochen hatte. Kollege Timm gab Klar Montag den 12. Dezember finden in den Stadtbezirken Dit, SüdAusgabe von 113 M. 12 P., fodaß der Ueberschuß 32 M. 48 Pinellung über die während seiner unfreiwilligen Abwesenheit von Dft, West, Nord und Zentrum Versammlungen statt, in denen beträgt. Zum Kassirer wählte die Versammlung den Kollegen einigen Militärschneidern über ihn in die Oeffentlichkeit ge- über den Ausbau der Organisation berathen werden soll. Alles haud. schleuderten Verdächtigungen. Wiesemann legte sich an- Nähere durch Inferat im Vorwärts" im Laufe dieser Woche. Friedrichsfelde. Am 27. November tagte hier eine Bolts- gelegentlichft ins Zeug für die von den Militärschneidern ver. Die der Organisation noch fernstehenden Kollegen find zu diesen bersammlung für Männer und Frauen, in welcher Genosse tretene Richtung, seine Ansichten wurden jedoch an der Hand Bersammlungen speziell eingeladen. That einen beifällig aufgenommenen Vortrag über Nach Danzig, Pfeiffer und in seinem Schlußwort vom Kollegen agitirt für den Besuch dieser Versammlungen und für den AnDie schlagender Beweise von den Kollegen Timm, W. Schulze, Bum Schluß der Versammlung wurde der Ortsverwaltung Ehluß des Vortrags erstattete& ch le minger den Bericht der 2. Schulz widerlegt. Biernach gelangte gegen die Stimme schluß an die Organisation. Lotal- Kommiffion und gab hierbei unter andern Mittheilungen Wiesemann's folgende Resolution sur Annahme: die Aeußerung eines Wirthes bekannt, die dahin ging, daß er fein Die heutige Versammlung erklärt, daß sie mit der Richtung des anheim gegeben, die streitenden Korbmacher nach Maßgabe der Militärschneider- Bereins feineswegs einverstanden ist. Masent. Rajsenverhältnisse zu unterstützen. Der„ Lehrkursus der Berliner Arbeiter und Ar. der Polizei zu thun betäme. Er sei von dem Gendarm Linde lich verurtheilt sie es, daß man sich mit dem schädigenden Treiben diese Worte gesprochen hatte, erklärte der überwachende Beamte mann schon verschiedentlich angezeigt worden. Als Schleminger der Herren Roloff, Kroll und Jervin einverstanden erklären kann. beiterinnen zur ersten Hilfe bei Unglücksfällen" hielt in Die Versammlung erklärt ferner: daß es unerläßliche Pflicht der Versammlung vom 1. Dezember in Gegenwart des leitenden die Bersammlung für ausgelöst, weil der Redner persönlich ge- der Arbeiter ist, dem Kapitalismus gegenüber sich geschlossen zu Arztes praktische Uebungen ab. Ferner wurde die an den Reichsvereinigen und jedes fcha ifche Cach grop ite eind Dafte conto n, f 1 ent Nad s be t br me elebr felbe er b Eche ewer ufite Sefib ange erleg Cond ig b men t, bal meh perlid litif virt Bam Durd ntum etw en nig ch rbeit I b r po Boll in ei ma be d nid mur er p " Kollegen des Verbandes, in Personenkultus und Berufsdünkel ergeht. Der proletarische Kampf ist nur möglich, wenn alle Anhängsel der Bourgeoisie ab- Die Verdauungsleiden, ihre Ursachen und naturgemäße gestreift würden. Auflösung ist natürlich Beschwerde erhoben worden. achträglich noch in gemüthlichster Weise beisammen. Gegen die Sie erwartet daher vom Militärschneider- Verein, daß er anDer Sozialdemokratische Wahlverein für Teltow, Beeskow, Charlottenburg hielt am 29. v. M. eine Mitglieder gesichts der herrschenden Situation sich seiner wahren Aufgabe bersammlung ab, in welayer Dr. med. Cohn über sanitäre bewußt wird, umſomehr da bei ausbrechenden Kämpfen die SoliMißstände sprach. An der Diskussion betheiligten sich mehrere darität der gesammten Arbeiterschaft angerufen werden muß." ber Bericht vom 3. Quartal entgegengenommen und die Wahl Genossen im Sinne des Referenten. Vor dem Vortrage wurde Des Rafficers vouzogen. wiedergewählt. Die übrigen Borstandsmitglieder waren in einer feberen Bersammlung gewählt worden. Der Vorstand besteht Jeht aus folgenden Genossen: G. Beyer, 1. Borsigender; 2. Röttcher, 2. Vorsitzender; H. Klid, Schriftführer; A. des Vertrauensmanns Posch ergab eine Einnahme durch frei- am 5. Dezember tagte, wurden zunächst die Kollegen Erle, über die Arbeitslosigkeit zu betheiligen. schiedenem" wurde aufgefordert, sich an den statistischen Echebungen Ju einer gut besuchten öffentlichen Versammlung von Gastwirthsgehilfen, welche am 1. Dezember stattfand, sprach Dr. Bina über: Die eugen unserer Zeit, und die Sozialdemokratie. Von einer Distusfion des mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Vortrags wurde Abstand genommen. Der Bericht Sammlung von Behandlung" war das Thema ,, welches Dr. med. Sturm ver gangenen Mittwoch im Verein für naturgemäße Entwickelung befprach. Redner erörterte Eingangs feines lehrreichen Bortrages die Anatomie des Verdauungsapparates, besprach dann die Bedingungen einer gefunden Verdauung, und bewies die Richtigkeit feiner Anschauungen durch zahlreiche Beispiele. Arzneien feien verwerflich, da sie stets Ueberreizung und Schaden hervorbrächten, während die natürlichen Mittel allein die nöthige Anregung gäben. Allgemeiner Beifall lohnte den Vortrag. In der öffentlichen Versammlung der Vergolder, die Die Kollegen Sellenbeim und Liede wurden gewählt, gewählt. Sodann berieth die Versammlung eingehend über die diesen Kassenbericht auf seine Richtigkeit zu prü en. Der Ber- Frage, wie die Lage der Arbeiter des Gewerbes zu verbessern sei. trauensmann berichtete, daß seine Agitationstour nach Dresden, Nachdem der Vorschlag, eine Produktivgenossenschaft zu gründen, In einer am 28. November abgehaltenen Boltsver- Leipzig und Halle von gutem Erfolg gewesen sei. Ein in Vervielfach Widerspruch gefunden hatte, kamen die Kollegen zu dein Broschüre: 3/2 Monat Fabritarbeiterin". Da der Raum für 114 Mitglieder, ein solcher in Leipzig vorläufig 62 Mitglieder. allmälig das Elend zu beseitigen, welches die heutigen sozialen ammlung sprach Frau Ihrer über" bie türzlich erschienene aulaffung der Tour gegründeter Berein in Dresden zähle jetzt Schluß, daß nur eine tüchtige Organisation im stande sei, Bersammlungsreferate im Vorwärts" gegenwärtig sehr eng be- 1 Der Delegirte der Streif- Kontrollkommission, Kollege Bolter, Berbältnisse mit sich führen. Verband deutscher Bimmerlente.( Sokalverband Berlin.) Monats: versammlung am Donnerstag, den 8. Dezember, Abends 8½ Uhr, in Bolg' efälen( früher Feuerstein), Alte Jakobstraße 75. Tagesordnung: Vortrag. Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht. Diskutirklub der Hausdiener. Große Versammlung am Donnerstag, den 8. Dezember, Abends 9 Uhr, bet Sommer, Grünstraße 21, part. Tages: Orb hung: Bortrag des Genossen J. Rein, über:" Die Frau und der Gonialismus." Sehrkursus jur ersten Hilfe bei Unglücksfällen. Donnerstag, Abends Buhr, bei Bolz, Alte Jatobstraße 75. Lehrstunde und Vortrag des Herrn Dr. Christeller. Ausgabe der Betition. Lese- und Diskutirklub Süd- Ost. Vortrag des Genossen Wiedemann, übec: Die Bedeutung und den Werth der Gewertschafts- Organisation. Donnerstag 9 Uhr Abends im 153. Stat Statflub Tournee, Abends 8% Uhr, bei Ullrich, Wrangelfir. 84. flub Stückwärts, Abends 8% Uhr bei Arndt Pallisadenſtr. 47. Ruderverein Vorwärts. Gibung am Donnerstag, Abends s uhr, bet Bodenburg, Kommandantenstr. 10-11. Gäste willkomnien. Schießtlub Glaser. Am Donnerstag, den 8. Dezember cr., Abends 8% Uhr, bet Brat: weil große öffentliche Versammlung. Arbeiter- Bildungsschule. Donnerstag Abends 8%-10% Uhr: Gübell, jeden Donnerstag. Abends 8 Uhr, bei Nifolet, Elisabethkirchstr. 17. Schule: Hagelsbergerstr. 43: Unterricht in Deutsch( oberes), Logit; Südost= Schule, Reichenbergerfir. 133: Kaufmännisches Rechnen, Wechselrecht, Korrespondenz; Ost- Schule, Markusstr. 31: Unterricht in Physiologie; Nord- Schule, Müllerstr. 179a; Unterricht in Chemie. In alle Fächer Können noch Schüler und Schülerinnen, auch jest, im Laufe des Semesters, eintre ten. Literarisches. In der allgemeinen Tegtilarbeiter und Arbeiterinnen-| bet Buffe, Schönhauser Allee 46. Vergnügungs- Verein Renata jeden| Küsten im Gefolge gehabt. An der Westküste von Deland Bersammlung, die am Montag tagte, hielt Genoffe Theodor Tub Glet bett, betonterian albero 9 upt, bei bobn, Bostitch strandete der Stockholmer Dampfer„ Kattegat", auf dem einer einen sehr interessanten Vortrag über den Nugen der play 11a. Gefangverein Proletariat( gem. Chor) jeden Donnerstag, Bredgrunde bei Skanör der Schooner Ostar", bei Kalmar Gewerkschaftsorganisation. Nach Beendigung desselben entspann abends 9 Uhr, Uebungsstunde bet Möwes, Böchstr. 8.- Geselliger Verein das Barkschiff Emilie" und der Dampfer Södra ich eine lebhafte Debatte über das Verhalten des Fachorgans, univerfum, Sigung mit Damen Abends 9 Uhr b. Hagemann, Lothringer- Sverige", und befürchtet man noch von mehreren Schiffs straße 81. Borträge, Fidelitas. Gefettiger klub der alten Der Textilarbeiter", deffen Redaktion einem von Petersdorf moabiter, Stephanstr. 23, bei gitto, jeben Donnerstag um 8 1hr und unfällen zu hören. ingesandten Artikel die Aufnahme versagt hatte. In einer Re- ieben Donnerstag nach dem 15 im Monat Sigung mit Damen. Rom, 7. Dezember. Einem furchtbaren Ortane in Porto Solution tadelte die Versammlung das Verhalten der Redaktion Rauchflub Kollegia, Abends 9 Uhr, in Bernhardt's Destillation, Venere in Kalabrien sind drei Dreimaster zum Opfer ge Gtaligerfir. 41. Rauchflub Waldesgrün, Abends 8% Uhr, Restaurant i diesem Falle. A. Gaspar, Reichenbergerstr. 113a.- Rauchflub Dhneforge, Abends 9 uhr fallen; zehn Mann sind ertrunten. Restaurant Buder, Gräfestraße 18. Rauchklub Kernspige, Abends Großfeuer. Philadelphia, 7. Dezember. Das großartige 8% Uhr, bei A. Bohl, Rüdersdorferstr. 8.- Rauchflub Arcona, Abends 9 Uhr, bei Giemenlingti, Reichenbergeritr. 71.- Rauchtlub Arabiaga, Beitungsetablissement von Childs ist niedergebrannt. Abends 9 Uhr, bei Berndt, Perlebergerstr. 17. Klub Ohne streit, jeden Aus einer Militärverbot oder Sozialdemokraten. Donnerstag Abend 9 Uhr im Restaurant Böhmer, Brizerstr. 32.- Rauchklub Süd- West, Abends 9 Uhr, Simeonstr. 23 bet Flict. Theaterverein Mai: badischen Garnisonsstadt erzählt der Offenburger Volksfreund": glöckchen, Englischer Hof, Neue Roßstr. 3. Rauchtlub Brüderlich: In der Nähe einer Wirthschaft wohnte ein Hauptmann, welcher feit, fedeń Donnerstag von 9 bis 11 Uhr bei Lehmann, Kaiser Franz durch das Singen in der nebenanliegenden Wirthschaft oft in Grenadier- Plaz 7. Rauchklub Nordstern, jeden Donnerstag nach seiner Ruhe gestört wurde, und deshalb auch nicht gut auf die dem 15. im Monat bet G. Heinide, Friedrich- Karlstr. 11, Friedrichsberg. Rauchtiub Eldorado, Donnerstag, Abends 8 Uhr, Restaurant W. Schulze, Wirthschaft zu sprechen war. Eines schönen Tages, als sich Dftbahnhof 7. wieder in der betr. Wirthschaft viele Soldaten eingefunden hatten und einige Lieder anstimmten, wurden auf Befehl des Haupt manns die Soldaten durch eine Militärpatrouille aufgefordert, das Lokal zu verlassen. Der Wirth, welcher dadurch großen Schaden hatte, schrieb in seiner Aufregung einen Träftigen Brief an den Hauptmann; der übergab den Brief der oberen Militär behörde, welche als Strafe für den Wirth über seine Wirth Militärverbot schaft das verhängte. Die Sozialdemo traten in der betreffenden Stadt, welche leider feinen Saal für efe- n. Diskutirklubs. Donnerstag. Dieggen, Abends 8½ Uhr, Versammlungen bekommen tönnen, begaben sich nun zu dem bei Shröder, Wiesenstr. 39. Neue Zeit, Abends 8 Uhr, Boyenstr. 40, bet Wiesh pit. Süd- Ost, bet Zolfsdorf, Gorauer- und Görligerstraßen Ecte. Der volksthümliche Kunstverlag von Heinrich Scheu, Wirth und suchten den Saal für eine Versammlung zu erhalten. Sernegh, Abends 8 Uhr, Reichenbergerſtraße 54, Ecke aufigerstraße, bei London N., 30 Hugo Road, Tufnell Park, hat soeben den bereits Da die Soldaten ja nicht mehr in seinem Lokal verkehren dürfen, Schayer. Aug. Geib, Donnerstag bei Zubeil, Naunynstraße 86, Abends 19 Uhr. Safenelever, Abends 8% Uhr, Restaurant Bischof, Baumschulen- früher erschienenen Portraits von Karl Marx und Friedrich so war der Wirth geneigt, sein Lokal den Sozialdemokraten zu weg reptow. Emanzipation, Abends 8½ Uhr bei Spät, einstr. 28 Engel 3 dasjenige von Ferdinand Lassalle folgen geben, doch wollte er acht Tage Bedenkzeit haben. Unterdessen Diskutirklub der ausdiener, Abends Uhr bei Sommer, laffen. Es stellt unseren großen Vorfämpfer im Bruftbilde theilte der Wirth der Militärbehörde mit, daß die Sozialdemo Grünft t. 21: Gigung.. Soitalistischer Lese- und Distutirtlub, wenn das Verbot nicht auf bendi 8 Uhr, Manteuffelftr. 60. dar, welches im tonigen Holzschnitt ausgeführt ist. Für die fraten sein Lotal wollten, und er es ihnen auch geben werde. Die Militär A beiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Donnerstag. uebungs- jenigen Genoffen, welche die Bilder nicht einrahmen lassen wollen gehoben werde tunde Abends 9 Uhr. Aufnahme neuer Mitglieder. Annen ir. 9, bet Bros.-& ornblume, Blumenstr. 54, bet Mutte.-- Früb- Rtalifo ſolid gearbeitete Sammelmappe herstellen lassen. Die verbot aufzuheben. Nun wäre das Städtchen wieder gerettet, St. Urban, oder können, hat der Verlag eine aus dunkelrothem oder braunem behörde hatte nun nichts Giligeres zu thun, als das Militär tings luft, Bülowftr. 59, bet Werner. Bregelschluß, Annenstr. 16, der Wirth macht wieder ein bei Refiner. Weiße Rose, Reinickendorf, Seeschlößchen bei Böttcher. Borderseite ziert ein Vollbild, das( mit Benügung der Professor und, was die Hauptsache ist Morgenroth 1, Rummelsburg, Berlinerstraße 9, bei Friefecte. Dorf Griepenter'schen Vnette) den Bund der Arbeit mit der Wissen gutes Geschäft. Was doch die Sozialdemokraten nicht alles glöd fein, Wilmersdorf, Berliner- u. Auguftstr.- Ecke bei Schulz. feit( jutmacher), Pappel- Allee 3-4, b. Krause.-Harmonie, Tempelhof, fchaft darstellt, umgeben von Werkzeugen und Instrumenten der fertig bringen! Dorfftr. 10, bet Gerth. 8utunft 2, Nieder- Schönhausen, Buchholzerstraße bei Arbeit, Kunst und Wissenschaft, betitelt:„ Des Arbeiters pempel. Ostpreußischer Männer- Gesangverein, Holzmarktstr. 3, Hausschat. Eine Sammlung von Bildern. Dem bet Dete r. Edelweiß, Melchiorftraße 15, bei Stehmann. Borax, Bolk zu Nuz, dem Feind zum Truz!" Größe 60 ZentiReichenb ergerstraße 16 bei Päzold. Ginigteit 2, Groß Lichter- meter breit, 45 Zentimeter hoch. Preis 8,50 Mart. felbe, Amalienstraße, bei Sarn. Freie Sänger, Krautstraße Nr. 6, Wer sich selbst eine einfachere Sammelmappe anfertigen will, 8utunft 3, Belten, bet W. Grunow. berger armonie, Lindenstraße 106, bei Poppe. Nordstern, dem steht obiges Titelbild für 50 Pfennig apart zur Verfügung. Müllerstr., 7 bei Reichardt. Morgengrauen,( Bäcker), 3 bis 5 Uhr Wir empfehlen diese Sammlung, an welche sich noch die ebenNachmittcigs, Gipsstrasse 3 bet Pyrtec. Steinfeger Gängerhor, falls früher erschienenen Kunstblätter: Kastanien Allee 28 bei Maiwald. Liedes Echo, Reichenberger- und Forsterstraßen Ecke, bei Spindler. Liedertafel Westend, Blumenthal" Der Triumph der Arbeit" von Walter Crane, in Originalftraße 5 bei Behrendt. Borwärts 9, Charlottenburg, Schillerstr. 102 größe 1 M. bei Stall. Gefangverein Freundschaft 1, Brunnenstr. 114 bei Dem Andenken der Kommune von Paris" von Walter Oswald Berliner. Gefangverein Abendroth in Deutsch Wilmersdorf Paris, 7. Dezember. Der parlamentarische Ausschuß der Crane, 30 Pf. Gewerkschaften erläßt eine dreisprachige Einladung zum inter Gendelftr 30 bei Preußer. jedem Arbeiterheim zur Zierde gereicht. Ein Exemplar über den Achtstundentag berathen werden soll. Als Bedingung anschließen, den Genossen als passendes Weihnachtsgeschenk, das nationalen Kongreß in London am 8. Juni 1893, in welchem Arbeiter- Gefangverein 2 yra 2, Charlottenburg, Gaurfir. 23, bei der Sammelmappe mit den bisher erschienenen der Zulassung zu jenem Kongresse ist festgesetzt, daß jeder AbBildwerken liegt den Genossen zur Ansicht gesandte ein wirklicher Arbeiter und Mitglied der von ihm in unserer Expedition au 3. nach außerhalb wolle man sich an die Hauptvertretung für Wegen des Versands vertretenen Gewerkschaft sein muß. Nichtarbeiter sind aus geschlossen. Deutschland: J. H. W. Diet, Verlagsbuchhandlung, Stuttgart, Furthbachstraße 12 wenden. Wtenersi raße 31 bei Drügemüller. bei Rutiolf. me Ginig: Maiglöckchen 2, Süd- Ost, = Kreuzbet Möller. Gesangverein der Stucateure Berlins und Umgegend, Winkler. Gesangverein or wärts 2" Schönhauser Allee 28, bet KuhlArbeiter- Gesango. Spandau Mönchstraße bei Lange. Gesangverein Spandau, Städtische Bade- Anstalt, Wröhmänner ftraße. Gefangverein Fesenfest( Gem. Chor), Badfir. 32, bei Marr. Gefangverein Collegia 2( freie Bereinigung der Zivil- Berufsmufiter), Neue Friedrichft:. 44, bei Röllig. Gesangverein der Kürschner, Neue Fried richstraße 44 bet Röllig. Sund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegens. Alle Buschriften ben Bund betreffend find zu richten an: G. Schröder, Moftizstraße: 29, 3 Treppen. Donnerstag: Rauchtlub Graue Wolfe, Krautstr. 48.- Musikverein Osiris, bei Roll, Adalbertftr 21. Gefelliger Berein Grüne Eiche( vor dem Halle'schen Thor), bei Razorfe, Solmsftraße 1.-- Bergnügungsverein Alpen veilchen 2, Strausbergerstr. 8. Regel- Klub Lustige 13, präzise 8 Uhr, bet Boll, Wiener Straße 1. Geselliger Verein Freundschaft, Schönhauser Allee 46. Geselliger Berein Fret und Luftig bet Göße, Oranienstraße 153. Geselliger Beretn zalie, Richael- Brücke 1. Bimmer- Schüßengesellschaft Fein korn bei Slatt, Boed ftr. 51. Musikverein Bautenschwengel, Stallschreibertraße 58. Männer Esfang-, Curn- und gefellige Vereine. Donnerstag. Gefangvereint Alt- Deffau, Abends 9 Uhr, bei Kind, Wrangelstr. 91. Gefangsabtheilung des sozialdemokratischen Arbeitervereins für Beißenfee und Umgegend. Donnerstags und Sonnabends Abends bet Müller( fetfenmüller), Königs Chauffee. Männer Gefangverein yrolienne Abends 9 Uhr bet Faustmann, Reichenbergerstr. 73a. Gefangverein fodenrein, gemifchter Chor, jeden Donnerstag von 9 bis 11 Uhr bet Snapp, Raftanten- lee 95/96. Mufitverein Frisch Auf, Annenftr. 14, bel Ehrenberg. Privat- Theaterverein, ibeler Geift 2", Abends 9 Uhr, im Märkischen Hof, Admiralstr. 18. " Von Bei der Redaktion eingegangene Schriften. Die Religion der Sozialdemokratie. Dr. Theodor Arndt, Leipzig. Verlag von Fr. Wilh. Grunow. Vermischtes. -Depeschen. ( Depeschen des Bureau Herold.) Mous, 7. Dezember. Die Theilausstände der Bergarbeiter wurden beseitigt durch die Einberufung eines außerordentlichen Rongresses auf den 25. Dezember zur fofortigen Feststellung des Beitpunktes für den Ausbruch eines allgemeinen Ausstandes. Briefhaffen der Redaktion. H. M., Spremberg. Jst kein Theaterstück. W. W. Allerdings lag in diesem Falle ein Versehen vor. W. F., Posen. Ihre vom 21. November datirte Zu sendung ist bereits am Montag von hier an Sie abgegangen. Es wäre eher geschehen, wenn wir immer Zeit hätten, berartige umfängliche Aftenstücke sofort zu prüfen. Dem Ton Ihres Schreibens nach handelten wir sehr flug, uns mit Ihnen nicht einzulassen. Zusammenstoß. Stuttgart, 7. Dezember. Heute Vormittag 91/2 Uhr stieß in dem Feuerbacher Tunnel der von Stuttgart E. H., Oberweimar. Ift mehr von lokalem Interesse und nach Calw abgelassene Personenzug auf einen vorausgegangenen daher der Thür. Tribüne" überwiesen worden. Güterzug, welcher in Feuerbach hielt und dessen lehte Waggons P. B., Baugen. Das Material muß erst bearbeitet wer noch in dem Tunnel standen. Von Personen wurde niemand den. Also Geduld! verletzt, dagegen wurden mehrere Waggons auf die Seite ge= worfen. Der Tunnel ist für die Dauer des Vormittags ge= fperrt. Turnverein Gesundbrunnen( Behrlings- Abtheilung) turnt Montag und Donnerstag Abend von 8-10 Uhr, in der Turnhalle, Banfftr. 26. Gefellig er Berein Freiheit, Abends 9 Uhr, bei Thierbach, Schwedter ftraße 44. Geselliger Klub Blau- Veilchen, Abends 9 Uhr, Annenstr. 9 bei See- Unfälle. Stockholm, 7. Dezember. Der heftige 6. Prob. Berein ehemaliger 22. emeindefchüler, puntt Schneesturm, der am Sonntag von Haparanda bis Gothenburg 19 Uhr bet Schröder, Stegligerstr. 18.- Pfropfenverein Wedding, Abends 8% uhr, bet helterhoff, Antonftr. 5. Freundschaft, Abends 9 Uhr, über das ganze Land sich erstreckte, hat viel Unglück an den Große öffentl. Versammlung Der Uhrmacher am Freitag, den 9. Dezbr., Abends 9 Uhr, im oberen Saal von Gratweil's Bierhallen, Kommandantenstr. 77/79. Tages- Ordnung: 1. Bortrag des Reichstags- Abgeordneten Th. Schwartz über:„ Die Bedeutung der Gewerkschaftsorganisationen. 2. Diskussion. 3. Abrechnung vom Agitations- und Unterstützungsfonds. 4. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Die Agitationskommission der Berliner Uhrmacher. 447b Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Am Sonntag, den 18. Dezember, Nachmittags 5 Uhr, bri Boltz ( früher Feuerstein), Alte Jakobstraße 75: Derlammlung. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Rechtsanwalt Wolfgang Heine über: Allerlei aus dem Rechtsleben." 2. Aufnahme neuer Vereine. Nachdem: Gemüthliches Beisammensein und Tanz mit Familie. Vereine, beziehungsweise Bundesgenossen, die durch Vorträge zur Geselligkeit der Versammlung beitragen wollen, mögen sich am Vorstandstisch in der Versammlung melden. 172/4 Der Vorstand. Schöneberg. Am Donnerstag, den 8. Dezember, Abends 8 Uhr, im Saale der Schloßbranerei, Hauptstraße 60-63: Tischler- Verein. Das Mitglied R. Dannenberg ist Briefkaffen der Expedition. H. Beer, Wien. Ihr Abonnement ist mit dem eingesandten Betrage für Dezember und Januar beglichen. Beerdigungsverein Berliner Zimmerleute. Ein grosser Posten schadhafter Steppdecken ! am 5. Dezember im Alter von 40 Jahren Sonntag, den 11. Dezember, Monats. gestorben. Die Beerdigung findet am fitzung bei Seefeldt, GrenadierFreitag, den 9. Desember, Nachmittags straße 33. Anfang 6 Uhr Abends. Um à 3, 4, 5 M. Werth das Doppelte 2 Uhr, vom Krankenhaus Am Urban 7 Uhr Vortrag des Herrn Dr. Zepler circa 1000 Stück schwere buntfarbige aus nach dem St. Emmaus- Kirchhof über: Die sanitären Verhältnisse der statt.[ 4546] Der Vorstand. Arbeiter und die Aufgaben der ArbeiterSanitätskommiffion". Mitglieder, sowie ZON Orts- Krankenkasse des Zimmer- Familienangehörige find freundlichst einDas Quittungsbuch legitimirt. Plöt, Borsitzender, gewerbes zu Berlin. Landsbergerstr. 8. Durch Erlaß des Herrn Oberpräsidenten vom 9. November 1892, O. 460b Normal- S Schlafdecken mit kleinen Maschinenflecken! In reizenden Jaquard- Mustern! Größe 150x200 cm. pro Stück 4 M. 50 Pf. P. No. 13 782, ist der durchschnitt: Deutscher Tischler- Verband. Sons. Preis 9 M. Seltener Gelegen liche Tagelohn für die Mitglieder der Orts- Krantentaffe des Zimmergewerbes zu Berlin festgesetzt und zwar: 1. für Zimmergesellen auf 3,00. 2. für die im Zimmergewerbe beschäftigten über 16 Jahre alten Arbeiter auf.. 2,70 8. für die im Zimmergewerbe beschäftigt. Arbeiter unter 16 Jahren und Lehrlinge auf. 1,30 Diese Bestimmung tritt am 1. Januar 1893 in Kraft und wird den Mitgliedern hiermit zur Kenntniß gebracht. Berlin, den 5. Dezember 1892. Der Vorstand. 4555 Teppiche!!! Gardinen!!! Bahlstelle Berlin. Vorstandssitung heitstauf: Echte Kameelhaar- und Normal- Schlafdecken, fehlerhaft! à St. 10, 15 u. 18 M. Sonstiger Preis!! 18, Donnerstag, den 8. Dezember, Abends 30 u. 36 M. Meine illustrirte Preis 81/2 Uhr, im Lofal von Schöning, liste über hochfeine Stepp- u. Schlaf Stallschreiberstr. 29. 316/8 decken gratis und franto. Die Lokalverwaltung. 33832 Steppdecken- Emil Lefèvre, Fabrik Berlin S., Oranienstraße 158. Zentral- Kranken- u. 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Neuwahl eines Vertrauensmannes. 5. Die bevorstehende Ersatzwahl zur Gemeindevertretung. 6. Verschiedenes. Bur Deckung der Unkosten findet Zellersammlung statt. Es ist Pflicht eines jeden Arbeiters, in dieser Versammlung zu erscheinen. 340/17 Der Vertrauensmann. Pfandleihe G. Meyer, Stadtbahnhof Börse. E Jede Uhr 2 Klinik, Neue Ross- Str. 3, 1. Vollständig schmerzlos!! Zahnziehen v. 1 M. Zahnfüllen v. 2 M. Bahnersatz von 3 M Alb. Cohn, pract. Zahnarzt. Poliklinik un1,50 Mk. entgeltlid 8-9, 12-1, 5-6. 33912 unter Garantie toftet bei mir zu repariren ( außer Bruch) Kleine Reparaturen entsprechend billiger. 66. Anzüge, Baletots, Winter- 66. Wienerstr. 1/6, Ede Stalizerſtraße, Stube und Küche vom 1. Jan. 1893 nach Maaß, werden hochelegant an- beleiht jede Werthsache, Verkauf von Uhren, Gold- u. Silberwaaren ab zu vermiethen. Preis 19,65. gefertigt bei Karie. 32792 Herren- u. Damen- Uhren, g. Ringe, Ketten, Kleidungsstücke bill. Jeden Sonn C. 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Liebknecht Hochgeehrter Genosse! Donnerstag, den 8. Dezember 1892. also bist du im Unrecht), uns mit gutmüthigem Hohne desto wirkungsvoller zu vernichten. = 9. Jahrg. Präf.: Das Befireben des Angeklagten und seines Ver theidigers geht ja von Anfang an darauf hinaus, die Sache nicht zu Ende bringen zu lassen. So ist es auch heute wieder mit diesem Antrage. Berth. Ich erinnere an den Prozeß Heinze, wo in legter Stunde die Verhandlung vertagt wurde, um einen Zeugen in Amerika zu vernehmen. Ja, find denn die gegenwärtigen politischen Institutionen Deutschlands fertig vom Himmel herabgefallen? Vor fünfzig Jahren war noch wenig von denselben vorhanden, da mußte ein Gewiß haben Sie in Nr. 9 von Frei- Rußland" die sogen. barter Kampf mit dem Absolutismus geführt werden, aber auch Auseinandersehung des Herrn W. A. gelesen, in damals gab es schon Leute, die Anschauungen huldigten, die den Präf.: Gewiß tommt so etwas vor, wir haben auch schon gegriffen wurden. Wahrscheinlich haben Sie auch die durch diese inhalt nahe verwandt waren. Dies waren die Kommunisten von eine Verhandlung Monate lang vertagt, um einen Zeugen in Auseinandersegung" hervorgerufene Erklärung der Redaktion der Mary Engels'schen Richtung. Wie faßte die fommu Spanien zu vernehmen. Ser genannten Monatsschrift gelesen, worin diefelbe ihr auf- nistische Partei ihre politischen Aufgaben auf? Sie Der Gerichtshof beschließt, den Antrag auf Ladung des richtiges Bedauern ausdrückt, daß durch Versehen des Ad- spottete über die wahren Sozialisten", die dem„ Sozialismus" Restaurateurs Faltenberg abzulehnen und beauftragt einen Boten, ministrators der deutschen Ausgabe, der die Korrekturbögen die" Politik" gegenüberstellten. Sie unterstützte die Bourgeoisie, sofort mit Droschte nach der Reinickendorferstraße zu fahren, um Der Septembernummer zur Durchsicht einzusenden vergessen sobald dieselbe revolutionär auftrat gegen die absolute Monarchie, Kräbahn möglichst zu ermitteln. batte, in dieser Nummer der Artikel betitelt eine Auseinander- das feudale Grundeigenthum und das Spießbürgerthum. Berth.: Es steht noch die Vernehmung der Gräfin Hohens fehung" erschienen ist, der in vollstem Widerspruche steht mit den Sie hat sich jedoch damit nicht begnügt: Sie unterließ feinen thal aus. Ich denke gar nicht daran, auf dieselbe zu verzichten. Ansichten der Net aktion in bezug auf diejenige Gruppe ihrer Augenblick, bei den Arbeitern ein möglichst flares Bewußtsein Erster Staatsanwalt Drescher: Die Frau Gräfin ist, wie fozialistischen russischen Genossen, welche sich um den Sozial- über den feindlichen Gegensatz zwischen Bourgeoisie und Pro- festgestellt worden, durch Krankheit am Erscheinen verhindert, ein Schaart haben." demokrat", der in der Schweiz in russischer Bunge erscheint, ge- fetariat herauszuarbeiten. Gie wollte, daß die beutfchen Arbeiter Antrag mit einem Beweisthema liegt nicht vor und eine Berfogleich die gesellschaftlichen und politischen Bedingungen, welche nehmung derselben ist daher nicht geboten. die Bourgeoisie mit ihrer Herrschaft herbeiführen mußte, als Derselben Ansicht ist der Präsident, während der Vertheidiger ebenso viele Waffen gegen die Bourgeoisie fehren könnten, damit darauf hinweist, daß der Vertheidiger Munckel die Berneh nach dem Sturz der reaktionären Klassen in Deutschland fofort mung beantragt hatte.- Rechtsanwalt Mundel: Ich ziehe der Kampf gegen die Bourgeoisie selbst beginne.") Won dem den Antrag zurück. felben Standpunkte faffen auch wir ruffische Sozialdemokraten die bestehenden Verhältnisse Rußlands auf. Damit wäre der unerquickliche Vorfall geklärt, die Angelegenheit fdeinbar als erledigt zu betrachten, umsomehr da die Person des Herrn W. A. uns gänzlich unbekannt ist und infolge beffen auch nicht intereffiren kann; was dagegen die Redaktion von Frei- Rußland" betrifft, so hegen wir dieser gegenüber die größte Achtung. gegnen. anderem: wart. sind. - Präs: Herr Löwe, ich bitte vorzutreten. Haben Sie durch Beröffentlichung der Broschüre in Ihrem Fabrifbetriebe Schaden Leider sehen wir uns dessen ungeachtet zur Entgegnung ge Biele, und wie es scheint darunter auch die Redaktion erlitten? Nebenfläger Löwe: Unzweifelhaft, ich kann den wungen. Dem Herrn 23. A. auf seine Auseinandersehung zu er von Frei- Rußland", finden, daß dies eine beschränkte Auffassung Schaden nur nicht tagiren.-Präf.: Sind Aufträge dadurch widern haben wir natürlich abfolut teine Quit, aber wir der Dinge fei; Biele würden der„ rein politischen" Stampfesthätig zurückgezogen? 25 we: Nein. Bräs.: Nicht einer von fühlen uns durch die Erklärung der Redaktion von Frei- feit den Vorzug geben, das heißt politischen Bestrebungen der italienischen Regierung? 2öwe: Nein- Präs.: Bom Rußland" veranlaßt, derselben derselben einiges z u ent ins Blaue hinein. Ich glaube es ist überflüssig, daß wir uns Auswärtigen Amt ist die Mittheilung zugegangen, daß infolge Die Darstellung unserer Ziele ist dort nicht diesbezüglich vor dem Forum der deutschen Sozialdemokratie der Broschüre ein Auftrag von der chinesischen Regierung zurückganz der Wirklichkeit entsprechend auseinandergesetzt; wir wün- von dem Vorwurf einer berartigen Beschränktheit" unseres gehalten wurde und erst nachdem durch den„ Reichsanzeiger" be= schen daher ein Mißverständniß von seiten unserer werthen Ge- Standpunktes rein waschen. Uebrigens muß ich bemerken, daß tannt gemacht wurde, daß der Inhalt der" Broschüre in betreff nossen in Teutschland nicht aufkommen zu lassen. solche Vorwürfe einst auch gegen die deutschen Kommunisten ge- der Kriegsunbrauchbarkeit der Gewehre auf unwahrheit beruhte, soll Die geehrte Redaktion sagt in der genannten Erklärung unter richtet wurden, diese Ahnherren der Sozialdemokratie der Gegen- Ihnen der Auftrag ertheilt worden sein. Löwe: Ich war in der Lage, dem chinesischen Bevollmächtigten nachweisen zu können, daß Wir erblicken in der Berbreitung der sozialdemokrati- Oft weist man, um unseren Klaffenstandpunkt zu bekämpfen, die Denunziationen unwahr feien, worauf uns wieder das Berschen Ideen in Rußland eine Bürgschaft für die Besserung auf das Vorherrschen der Landbevölkerung in Rußland hin. trauen geschenkt wurde, welches wir so lange genossen. An der Lage des russischen Arbeitervoltes. Allein Rußland Wir müssen dem jedoch erstens entgegenhalten, daß die gekl.: Ich möchte darauf aufmerksam machen, daß die Zintist in feinen politischen Institutionen fünfzig Jahre hinter russischen Bauern feine Klaffe, sondern einen Stand graff'sche Expedition eine staatliche war und daß bei dieser die Deutschland zurück. Infolge dessen ist der Kampf mit repräsentiren, in deffen Mitte sich ebenfalls Rapitalisten wie auch Löwe'schen Gewehre zum ersten Male im Kriege erprobt worden dem Kapitalismus in Rußland viel schwieriger gemacht wirkliche Proletarier befinden. Präs.: Angeklagter, ich muß Sie immer wieder darauf durch den politischen Kampf, zur Theilnahme an welchem Das letzte Viertel des Jahrhunderts hat eine derartige Ber- hinweisen, daß es sich darum garnicht handelt. Sie sind ans unferer Ansicht nach alle freiheits liebenden Leute sowohl fehung der alten Bauernwirthschaft hervorgebracht, daß es getlagt, weil Sie in der Broschüre behauptet haben, daß die in Rußland wie auch im Auslande eingeladen werden jetzt einfach abgeschmackt klingt, wenn man Rußland dem Westen Herren Löwe u. Kühne im Auftrage der Alliance israélite ab sollten. Wir haben in diesem Augenblicke die letztere Auf- gegenüberstellt, als ein Band, in dem diese Wirthschaft vorherrscht. sichtlich schlechte Gewehre geliefert haben, damit wir im Falle gabe im Interesse der gemeinsamen Sache gewählt. Mit der Mißernte des letzten Jahres begann der Todestampf der eines Krieges unterliegen. Alles Uebrige, die Unregelmäßigkeiten, Ju diesen Zielen liegt das Mißverständniß! Die Verhältniffe alten wirthschaftlichen Zustände in Rußland. welche in der Fabrik von den Arbeitern begangen wurden u. f. 10., werden hier in der Weise zur Anschauung gebracht, als ob auf Zweitens muß ich hinzufügen, und das ist die Hauptsache, ist nur eine Art Beiwert, welches wir meiner Ansicht nach aufs Der einen Seite es sich um die Aufgabe der politischen Befreiung daß es unrecht wäre zu glauben, biefe Leute, welche uns auf die Eingehendste erörtert haben. Der Gerichtshof wird sich zur BeRußlands handelte, für welche die Anhänger Frei Rußlands" Bauernbevölkerung hinweisen, hätten die Hebung dieses Standes rathung über die neugestellten Beweisanträge zurückziehen. jezt ins Feld ziehen, und als ob auf der anderen Seite gesondert zum Kampie gegen den Abfolutismus im Auge. Der Hinweis Vertheidiger: Nach§ 244 der Straf- Prozeß- Ordnung hat für die Befferung der Lage des russischen Arbeitervolles gekämpft wird nur als spezielles Kampfmittel bei theoretischen Auseinander- sich die Beweisaufnahme auf alle Zeugen zu erstrecken, die gewürde, mit welcher Sache die Redaktion von ganzer Seele sym- setzungen mit den Sozialdemokraten benüßt. Nimmt die Sache laden sind. Die Gräfin Hohenthal ist geladen, ich verzichte nicht pathifirt. In Wirklichkeit stehen die Dinge ganz anders. Gine jedoch eine Wendung, die zur praktischen Verwirklichung der auf diese Beugin. solche Auffassung durste vielleicht der alten Proudhon dee drängt, dann begnügen sich unsere Gegner gewöhnlich Der Gerichtshof zieht sich zur Berathung über die gestellten Bafunin'schen Richtung entspringen, welche den Sozialismus" mit einem Aufruf an Die fogenannte Gesellschaft und Beweisanträge zurück. Nach 1/2 Stunden tehrt der Gerichtshof der Politik" als etwas Entgegengesettes gegenüberneute. In fogenannte Intelligens. Folglich ist die Frage nicht in der Form zurück. Rußland, wie überall, erſiveben die Gozialdemokraten die Abzu stellen: Bauern oder Arbeiterklasse? fondern richtiger:„ Ge- Präs. Wie vorauszusehen war, hat sich herausgestellt, chaffung der Klaffen, nicht nur die Berbesserung der sellschaft" oder Proletariat? Aber selbst in dieser Form würde daß der Zeuge Krähahn dem angegebenen Orte sich Lage der Profetarier. Aber wir wollen für den Augenblick an- sie der wirklichen Gachlage nicht ganz gerecht werden, weil, wie nicht befindet. Nach dem Berichte des betreffenden Gerichtsnehmen, daß unsere Berebungen ihre richtige Darstellung in den schon erwähnt, wir mit allen Kräften bemüht find die russische boten ist Krähahn feit einigen Wochen gänzlich verschwunden Worten finden: Berbesserung der Lage des russischen Arbeiter- Gesellschaft" in ihren freiheitlichen Tendenzen zu unterstützen. und auch seine Frau tennt seinen Aufenthaltsort nicht. voltes," so entsteht natürlicherweise die Frage: Glauben denn Ja, indem wir das politische Bewußts ein der russischen Bertheidiger( unterbrechend): The der Präsident die die russischen Sozialdemokraten wirklich ihr Ziel im jezigen Arbeiterklasse entwickeln, schaffen wir grade bamit eine frei- mündliche Verhandlung vielleicht ganz plöglich schließt, absolutistisch- polizeilichen Rußland erreichen zu können? heitliche Bewegung von größter Wichtigkeit; wir miniren überreiche ich hier sieben neue Beweisanträge. V UnterWenn dem in der That so wäre, dann würde die den politischen Boden in Rußland, wir helfen den Sturm in Ich muß in dieser Sache auf alle Eventualitäten gefaßt sein! russische sozialdemokratische Partei die reaktionärste aller feiner Wacht verstärken, der das scheußliche Gebäude Präf.: Das ist eine unerhörte Beleidigung des reaktionären Parteien sein, welche je ihr Dasein auf Erden ge- des russischen Barismus über den Hausen werfen wird. Gerichts! Wir thun hier nichts, was gegen das Gefeß wäre. fristet. Dann bezeugt ihr die Redaktion von Frei Hußland" Dies hat unisomehr seine Berechtigung, als es uns dant wir folgen streng den Vorschriften der Straf- Prozeßordnung. bergebens ihre Achtung und der Ausdruck ihres Bedauerns der Intervention der Arbeiterklasse( D. h. im allgemeinen der Eine derartige Unterstellung ist geradeau unerhört für über das Auftreten des Herrn W. A. wird dann ganz arbeitenden Stadtbevölkerung) gelingen wird, die revolutionären einen Rechtsanwalt, der hier eine Bertheidigung überflüssig. Allerdings würde auch in diesem Falle der Artikel Ideen auf dem Lande zu verbreiten. führt! I ch verbitte mir Derartige dieses Herrn ein sehr grelles Muster der modernen grobianischen Die elementarfte politische Einsicht müßte den russischen it ellungen ganz entschieden. Der Vertheidiger zeigt Literatur geblieben sein, aber im Grunde wäre er doch berechtigt. Revolutionär dazu bestimmen, sich an die Arbeiter zu wenden nur aufs Neue, daß es seine Absicht ist, den Gerichtshof nach Er würde diese Leute eben der Verachtung preisgeben, die ihnen unter Ohne Unterstützung des Boltes müßten die Revolutionäre immer außen hin blos zu stellen und er weiß nach Ansicht des Gerichtssolchen Umständen gebührt. machtlos bleiben. Es ist jedoch selbstverständlich, daß unsere bojes ganz genau, daß alles, was er hier vorbringt, nur dazu Es ist weder den russischen Sozialdemokraten noch über Revolutionäre unter den Arbeitern nicht die Ideen der russischen dient, die Sache zu verschleppen! Ich fann dem Vertheidiger haupt den aufgeklärten Echichten des russischen Proletariats Herren Eugen Richter verbreiten, sondern die Arbeiter über die jagen, daß bei dem ganzen Gerichtshofe eine große Aufregung jemals eingefallen, von solchen Reformen folchen Reformen zu träumen, großen Prinzipien des modernen wissenschaftlichen Sozialismus über sein Verhalten hier im Gerichtssaale herrscht. Wir alle sind deren Verwirklichung die jetzt in Rußland bestehende aufklären sollen. überzeugt, daß so wie er hier noch niemals ein Bertheidiger aufdespotische Regierung auf sich nehmen tönnte. Dieser Regierung| Dies ist, was ich bezüglich der Erklärung der Redaktion von getreten ist. gegenüber tennen sie nur eine Aufgabe, beseelt sie nur Frei- Rußland" zum Ausdruck bringen wollte! Hoffentlich ist Vertheidiger: Die Tette Aeußerung des Präsidenten ein Gedanke: Sie vernichten! Der Stampf mit ihr auf Leben badurch uns gegenüber jedes Mißverständniß von Seiten der faffe ich als eine An ertennung meiner Thätigkeit als Verund Tod!- Folglich ist es gänzlich unmöglich, die russischen Sozial- deutschen Sozialdemokratie beseitigt. theidiger auf. demokraten aus der Zahl der Kämpfer für die politische Be Empfangen Sie, werther Genosse, den Ausdruck meiner vollsten Hochachtung! G3 lebe unsere gemeinsame große Sache! bas„ Allein" nicht gelten und hat, wie aus dem Borher E3 lebe die internationale völlerbefreiende Sozialdemokratie! geben en ersichtlich, feinen Sinn. Boran liegt's aljo? Ueber welchen Punkt unseres Programmes wäre also die Redaktion von Frei- Rußland" im Untlaren? Indem" Frei- Rußland" alle freiheitsliebenden Elemente der Bevölkerung" unter ihre Fahue rust, scheint die Redaktion zu glauben, daß wir nur mit jenen Anhängern der Freiheit in Be rührung zu kommen wünschen, welche der Arbeiterklasse an gehören. Dem ist aber wieder nicht so! Ebenso wie überall, fommt auch bei den russischen Sozialdemokraten nicht die Profession, sondern die Ueberzeugung des Menschen in Betracht, und zählen fie punkt der Arbeiterklasse theilen. Dieser Standpuntt der Klasse ist es, der uns von der Redaktion des„ Frei- Rußland" irennt. Hier kommt dieses traurige„ Allein" zum Vorschein, für welches wir allein" die Berantwortung nicht auf uns nehmen fönnen. 24. November 1892. G. Plechanoff. Präs.: Herr Staatsanwalt, beantragen Sie nun die Ver lesung der Aussagen des Krähan?- Erster Staatsanwalt: Ich für meine Person lege fein Gewicht darauf, aber um dem Angeklagten nicht zu nahe zu treten, habe ich nichts dagegen. Pras.: Angeklagter, der Vorwurf, der dem Gerichtshofe gemacht wird, ist völlig ungerechtfertigt, wie Sie jeht wieder sehen. Der Herr Staatsanwalt legt fein Gewicht auf die Verlesung der Krähan'schen Aussagen, der Gerichtshof ebenso wenig, und nun liegt es ganz in Ihrer Hand, ob die Verlesung stattfinden soll oder nicht. Angetl.: Da Krähan nicht zu ermitteln ist, tann mir die Berlesung wenig nüßen, und ich stelle fie dem Gerichtshofe anheim. Verth.: Ich schließe mich dem Antrage des Angeklagten an. Uns lag hauptsächlich daran, durch Gegenüberstellung des Krähan mit anderen Zeugen zu beweisen, Präsident Brausewetter eröffnet die Situng um daß in ganz ungeheuerlicher Weise auf Krähan eingewirkt worden Uhr. Der Andrang des Publikums ist heute ein ganz beGerichts- Beitung. deutender. Ahlwardt und die Judenflinten" IX. Präs.: Das ist doch nicht maßgebend für uns, ob derselbe Billard gespielt hat. Es kommt doch nur darauf an, ob der iit. Ich stelle jest den Antrag, die Sache zu verlagen und die Aften der Staatsanwaltschaft behufs Ermittelung des Krähan Der Präsident will die gerichtliche Aussage des nicht auf zuzustellen. findbaren Zeugen Ed. Krah ah n verlejen. Der Angeklagte Erfter Staatsanwalt. Ich begrüße den Antrag macht hierzu die Mittheilung, daß nach einer ihm zugegangenen insofern, als dadurch wiederum bewiesen wird, daß der VertheiNotiz der Zeuge Krähahn sich hier in der Reinickendorferstr. 32 digung darum zu thun ist, die Sache zu verschleppen. Selbst verständlich widerspreche ich dem Antrage, denn es ist alles ge= Jahre hinter Deutschland zurück." Bland ist in feinen politischen Institutionen fünfzig bei seiner Schwägerin aufhalten soll. Das stimmt und ist Bertheidiger: Ich berufe mich auf das Zeugniß des schehen, was möglich war, um den Krähan zu ermitteln. njomehr eine bittere Wahrheit, als, wie Ihnen werther Restaurateurs Faltenberg, welcher bezeugen wird, daß der frühere Präs.: Nach der Strafprozeß- Ordnung fann zur, Berlesung von Benoffe, ja zur Genüge bekannt, auch die politischen Einrichtungen Arbeiter, jezige Droschkentutscher, Krähahn vorgestern in dem Beugenaussagen geschritten werden, wenn der betreffende Zeuge Deutschlands noch sehr viel zu wünschen übrig lassen. Lokale desselben Billard gespielt hat. nicht zu ermitteln ist. Aver was solgt daraus? Scheinbar schreibt uns die Redaktion don Frei- Rußland" das Bestreben zu, der deutschen sozial dem Glauben befangen, daß wir schon daran gehen, den Wahl- und der Staatsanwalt hat sich alle erdenkliche Mühe gegeben, ihn bearbeitet habe, um ihn umzustimmen. Brettschneider habe tampf zu beginnen und z. B. die kandidatur von P. Axelrod in den Aufenthalt des Beugen zu ermitteln. Wir haben in Ham- auch von ihm behauptet, daß er ihn für einen Polizeispiel halte, ben nicht existirenden russischen Reichstag aufzustellen? Wenn in burg, Rostock, Budapest nach dem Manne recherchirt, ohne Erfolg und hinzugefügt, daß ein Wort genüge, um Ahiwardt unschädlich unferen Röpfen ähnliches play greisen fönnte, so wären wir zu haben und ich nehme an, daß die Vertheidigung, die doch ein zu machen. Er habe kein Geld für seine Aussagen erhalten, man wohl reif für's Irrenhaus. Man tönnte sich dann darüber Interesse an der Vernehmung der Zeugen hat, auch das ihrige habe ihm auch nicht nahe gelegt, daß er wieder in der Löwe'schen wundern, daß die Redaktion von Frei Rußland" folchen ver gethan haben wird. Fabrit angestellt werden würde. Krähan hat f. 8. auch eine tüdten Leuten gegenüber Achtung und Sympathie zum Ausdruck Verth.: Ich habe doch einen neuen Beweisantrag gestellt, Denunziation eingereicht, in welcher der Staatsanwaltschaft welcher nicht berücksichtigt wird. Die Berhandlung tann doch mitgetheilt wurde daß Ahlwardt in fortwährendem infoweit gesündigt, daß er es nicht vorzog, anstatt grober Schimpfereien auf vielleicht drei Tage vertagt werden, die Muße wird uns regen Werkehr mit den Zeugen stehe, daß Gans 500 Wt. ex( welche uns veranlaffen, ihm zuzurufen: Du bist zornig, Jupiter, allen fehr wohl thun. 9 *) Ter Vorwärts" that derselben Erwähnung. *) Siehe Manifest der Kommunistischen Partei( IV). Die nun zur Verlesung gebrachte Aussage des Krähan enthält zur Sache eigentlich nichts Wichtiges. Derselbe hat in halten habe 2c. Zeuge Brettschneider, welcher noch einmal vorgerufen wird, wird vom Rechtsanwalt Mundel über verschiedene Punkte befragt. Rechtsanwalt Munckel Ahlwardt wiederholt seine Bitte und weist darauf hin, daß in der Verhandlung viele neue Punkte zu Tage getreten feien, auf die er sich vorbereiten müsse. = D Es wurden mehrere Anträge bezüglich des Fachblattes ge stellt. Dieselben werden abgelehnt mit Ausnahme des Antrags aus Hamburg: Gebiet in betracht gezogen werden." Im Fachblatt foll mehr das wirthschaftliche und politische behauptet, daß Brettschneider und Krähan zusammen einen Brief Erster Staatsanwalt Drescher: Ich kann diese Bitte In die Kommission wurden gewählt: Bock= Gotha, an Herrn von Langen gerichtet und um Geld gebeten hätten. nicht befürworten. Der Angeklagte hat seit Monaten Zeit Marius Erfurt und Schlichting Erfurt. Darin fei mitgetheilt, daß sie nun von Mitteln gänzlich entblößt gehabt, sich auf die Bertheidigung vorzubereiten, er hat Monate Ueber eine von der Kommission, welche zur Untersuchung feien und eigentlich nicht wüßten, was sie anfangen sollten lang das Material bearbeitet und sogar fellst förmliche Unter- betreffs des Industrie- Kongreffes gewählt war, eingebrachte Uhlwardt habe ihnen gesagt, daß sie sich nur an Herrn v. Hülsen, fuchungen angestellt und die Verhandlung hat gezeigt, daß er Resolution geht die Wersammlung zur Tagesordnung über. Herru v. Wackerbarth, Herrn v. Langen und Paasch wenden das Material bis in die kleinsten Einzelheiten beherrscht. Seine Der zweite Punkt wird von der Tagesordnung abgesetzt. follten. Darauf hin hätten sie dann den gemeinschaftlichen Brief an vielen Zwischenfragen lassen auf ein ganz außergewöhnliches Bod Gotha erstattet sodann Bericht über seine Thätigkeit Herrn v. Langen gerichtet.- Zeuge Brettschneider: Die Gedächtniß und Auffassungsgabe schließen, er ist daher durchaus als Vertrauensmann. Die Einnahmen und Ausgaben im Jahr Sache mit dem Brief ist in der bei Herrn v. Groningen heraus- nicht schußlos. Ich versichere, daß ich mich streng objektiv ihm 1891 beliefen sich auf 11712 M., im Jahr 1892 auf nut gegebenen Broschüre„ Ahlwardy's Ende" nicht ganz richtig dar- gegenüber auslassen will und daß mich dazu außer meinem 3008 M. 52 Pf. Das Fachblatt ergab in dieser Zeit einen gestellt. Richtig ist ja, daß wir einen Brief an Herrn v. Langen sonstigen Pflichtgefühl auch die Thatsache besonders veranlassen Ueberschuß von 4250 M. 80 Pf. geschrieben haben, doch ist derselbe in der Broschüre nicht richtig wird, daß er ohne Vertheidiger ist. wiedergegeben. Mir hat die ganze Sache auch am nächsten Tage Um 12% Uhr wurde die Sigung vertagt. wieder leid gethan, ich habe den Brief am nächsten Tage zer Nachmittags- Sihung. riffen. Zur Erläuterung dieser ganzen Angelegenheit mag dienen, daß in der Ahlwardt'schen Broschüre eine eides. Der Gerichtshof zieht sich zur Berathung über diesen Antrag stattliche Versicherung des Krähan abgedruckt war, welche zurück. Nach kurzer Zeit wird verkündet, daß dem Antrage des schwere Beschuldigurgen gegen die Lowe'sche Fabrik ent- Angeklagten, der durch die unvorhergesehene Entfernung feines hielt. Nachher hat er, wie in der Broschüre Ahlwardt's Ende" Vertheidigers in Verlegenheit gerathen sein möge, ftattgegeben abgedruckt ist, diese bösen Anschuldigungen widerrufen und er worden sei. Die Verhandlung sei auf morgen, Donnerstag Sowie folgender Antrag aus Offenbach a. M.: klärt, daß er überhaupt nicht gewußt habe, daß es sich um eine Vormittag 10 Uhr vertagt worden.- Präs.: Angeflagter, haben auftragen, bei Streits sich an eine geeignete Person zu wenden, „ Der Kongreß wolle beschließen, das Schiedsgericht zu be eidesstattliche Versicherung handelte, da Ahlwardt ihm nur einen Sie noch irgend welche Fragen an einen der Zeugen, oder welche einen oder zwei Kollegen beauftragen soll, die Streitfrage leeren Bogen vorgelegt habe, welchen er mit seinem Namen ver- tönnen diefelben fämmtlich entlaffen werden?- Angeti.: Ich zu untersuchen, und welche an das Schiedsgericht Bericht er sehen sollte. Der Rettor aller Teutschen" habe seinen Mit- hätte an den Zeugen Brettschneider nur noch einige Fragen. ftatten soll." theilungen willkürliche Zusäße gemacht. Präs.: Die fönnen Sie heute noch an ihn richten. Der Gerichtshof verkündet sodann das Ergebniß der Be- Angefl: Dann frage ich den Zeugen Brettschneider, ob ihm stimmig Decharge ertheilt und derselbe als Vertrauensmann Dein Vertrauensmann Bock aus Gotha wird sodann ein rathung in betreff der neugestellten Beweisanträge. Dieselben bekannt ist, daß die jüngeren Offiziere, die zur Revision fomman- wiedergewählt. find sämmtlich abgelehnt worden, da die darin unter Beweis ge- dirt wurden, im Anfange nicht eine Untenntniß über die Zustellten Thatsachen einestheils als wahr unterstellt, anderntheils sammensetzung des Gewehrs verriethen.- Bräf.: Diese Frage neben dem internationalen Sozialistentongreß nächstes Jahr in Bezüglich des internationalen Schuhmacherkongresses, welcher durch die stattgehabte Beweisaufnahme bereits widerlegt seien. lehne ich ab. Zum Schlusse der Gründe, durch welche die Beweisanträge militärischer Sachverständigen nicht fällen. Ihre Vorgefeßten zu entfenden und das Bureau zu beauftragen, diejenigen Kollegen, Ein Arbeiter fann ein Urtheil über die Fähigkeit Zürich stattfindet, wurde beschlossen, Bock- Gotha als Delegirten abgelehnt werden, heißt es: Der Gerichtshof ist auch der werden sie wohl für befähigt gehalten haben, denn sonst wären welche von der politischen Partei nach Zürich entsendet werden, Ueberzeugung, daß mit Rücksicht darauf, daß der An- sie nicht hingeschickt worden. daß der An- sie nicht hingeschickt worden. Anget: Dann frage ich den ein Mandat mitzugeben, falls sie Mitglied des Verbandes getlagte selbst in der Verhandlung zugegeben, wie an- Beugen Brettschneider, ob ihm nicht wegen seiner Angaben gegen Löwe deutscher Schuhmacher sind. Auf Auf die Bemerkung genehm es ihm wäre, die Beendigung der Sache bis der Arbeitsnachweis sehr erschwert worden ist.- 3euge: Jawohl, Delegirten, in die Genossenschaft Erfurt werde Doch nach erfolgter Reichstagswahl hinauszuschieben, die genellten aber ich nenne nicht die Fabriken, wo ich abgewiesen bin, weil ich sonst bald Anträge nur zu dem 3wede gestellt find, die Sache meine jetzige Arbeitsstelle wieder verliere.- Präs.: Haben Sie Aufklärung über genannte Genossenschaft. Aus derfelben ist zu zu Grunde gehen, giebt Martus Erfurt zu verschleppen und die Verhandlung auszu noch weitere Fragen? Anget: Nein. sezen. Der Gerichtshof ist der Ueberzeugung, entnehmen, daß das Unternehmen zur Zeit gut steht. Redner daß Der Präsident erklärt hierauf die Beweisaufnahme für ge- bittet, daß man demselben mehr Wohlwollen entgegen bringe diefe Anträge gar nicht ernsthaft gemeint find schlossen. Es seien 70 Leute dort beschäftigt, welche nirgends mehr Arbeit und daß der Angeklagte sich bewußt fist, die Erster Staatsanwalt Drescher: Jch beantrage, der Ge- fänden. in den Anträgen aufgestellten Thatsachen gar nicht berichtshof möge seinen vorher gefaßten Beschluß wieder aufheben, weisen zu können, daß also der Angeklagte nur unter der um mir Gelegenheit zu geben, noch heute zu plädiren. Ich stelle Sympathie aus, stellt sich im übrigen aber auf den Beschluß des Der Kongreß drüdt sodann der Erfurter Genossenschaft seine betrügerischen Form eines Beweisantrages danach strebt, diesen Antrag namentlich auch im Interesse des Angeklagten, Parteitages in Berlin. Im Weiteren beschließt der Kongreß, die die Sache zur Bertagung zu bringen. denn er wird an der Hand des Vortrages, welchen ich zu halten Agitation unter den Arbeiterinnen mehr zu betreiben. gedenke, sich am besten auf seine Bertheidigung vorbereiten können. Vor Schluß des Kongresses wurde sodann noch folgende v ist, so würde ich doch bitten, es bei dem vorigen Beschlusse zu be Angeti.: So gut gemeint dies vom Herrn Staatsanwalt Reichstags- Abgeordneten o cf gestellte Resolution angenomment: laffen, denn es liegt mir viel daran, daß ich mein Material Schuhmacherkongreß erklärt, daß das von den Schuh- und Schäfte, Der am 5. und 6. Dezember 1892 in Frankfurt a. M. tagende zur Hand habe, wenn ich mir zu den Bemerkungen des Staats- fabritanten an den Bundesrath gerichtete Verlangen, auf Gru anwalts Notizen mache. ber§§ 187 Abs. 2 und 138a der Gewerbe- Ordnung, die Arbeits zeit der Arbeiterinnen zu verlängern, unberechtigt ist. Die Noth und das Glend der in der Schuhindustrie thätigen Arbeiterinnen hat bereits derartige Dimensionen angenommen, daß eine weitere beitszeit im Gefolge hat, die Arbeiterinnen in der Schuhindustrie Verschlechterung, welche unzweifelhaft die Verlängerung der Ar der Bronitution unfehlbar in die Arme treiben müßte. Auch treffen die in den§§ 187 und 138 enthaltenen Bedingungen auf die Schuh- und Schäfte Industrie thätigen Arbeiterinnen ab folut nicht zu. Der Schuhmacherkongreß erwartet mit Bestimmt heit, daß der Bundesrath das obige Verlangen als unberechtigt zurückweiit. Um 7 Uhr wird der Kongreß geschlossen. Rechtsanwalt Hertwig: Ich meinerseits erkläre nun, daß ich es ablehnen muß, die Vertheidigung eines Mannes weiter zu führen, der bereits ver urtheilt war, bevor die Sigung begann, und dem man seine Beweismittel abschneidet. Wie das Urtheil auch ausfallen möge, wir fürchten uns nicht und überlassen die Kritit dieses Verfahrens der Oeffentlichkeit! Während der letzten Worte giebt sich deutliche Aufregung am Richtertische, tund und der Präsident stellt die Frage an den Staatsanwalt, ob er Anträge zu stellen habe. Staatsanwalt: Ich beantrage für diese höchste Ungebühr auch die höchste zulässige Strafe! In allen Theilen des Saales entsteht die lebhafteste Aufregung, und es bilden sich laut diskutirende Gruppen. Der Vertheidiger padt seine Atten zusammen und verläßt den Gerichtssaal. Der Gerichtshof zieht sich abermals zur Berathung zurück und beschließt, den Antrag des Staatsanwalts abzulehnen.„ Wir wollen," so führt der Präsident aus, den Angeklagten in feiner sich seine Bertheidigungs- Notizen befinden, von dem Herrn, der Weise in seinem Recht beschränken. Da die Papiere, in welchen hier das Lokal verlassen hat, mitgenommen worden sind, so belaffen wir es bei dem Beschlusse." Die nächste Sigung findet daher Donnerstag 10 Uhr statt. Meister Schmidt bittet uns, eine Personenverwechselung dahin Der Präsident verkündet, daß der Gerichtshof den zu berichtigen, daß nicht er, sondern der Vizemeister Broske den Rechtsanwalt Hertwig in eine Ordnungsstrafe Spiegel, von welchem der Zeuge Hofrichter gesprochen, ge von 100 M. genommen habe. liefert habe. Soziale Ltebersicht. Dritter Kongreß der deutschen Schuhmacher. Frankfurt a. M., den 6. Dezember. V von den Versammlungen. eines eine Grf Pre jab 1,10 in' 5 q illu Se 3,30 bar Und Au tn ga 907 üb wi un fuc Be Un 6. da er 90 di fct ur Wi 97 U ge fis B fo AB m und 111 ift 30 in 11 9 g Vereinigung der Schmiede. In der am 29. November abgehaltenen gutbesuchten Bersammlung berichtete Kollege Schmidt über die Unterredung mit dem Obermeister betreffs Regelung Herbergswesens. Der Obermeister Herr Warnice gab danach bes Stollege Die Der Angeklagte erbittet sich das Wort zu einer Bemerkung. Er weist darauf hin, daß der Zeuge Löwe einmal und der Zeuge Kühne mehrmals unter ihrem Eide erklärt, daß sie die Kasten zu den Gewehren von den föniglichen Fabriken geliefert erhielten. Er unterbreite nun dem Gerichtshofe zwei Schriftiüce, wonach die Firma Löwe u. Go. selbst Bestellungen gemacht hätten.Oberjilieutenant Kühne erwidert, daß diese ausnahmsweisen Die Arbeiter und Arbeiterinnen der Wäsche nub Bestellungen mit Genehmigung der Behörde gemacht und das Kravattenbrauche hatten am 28. November eine öffentliche Versammlung, in der Stadtverordneter Mehner über Zwed Material von derselben geprüft worden sei. Der Präsident weist den Angeklagten darauf hin, daß dieser Punkt doch durch die In der heutigen Vormittagssigung wird zunächst Redner im Sinne des Referenten ausgesprochen hatten und auch and Nutzen der Organisation sprach. Nachdem sich mehrere Beweisaufnahme aufs eingehendste erledigt sei. Anget.: ein Telegramm aus Leipzig und eine Karte aus Amsterdam vereine Reihe von Kollegen dem Verein zugeführt worden wat Es handelt sich hier auch nicht um die Raften, son- lesen. Nachdem sich noch Stender- Rehna und Fischer- machte Megner noch auf die Bedeutung der Gewerbegericht dern um den Eid der Herren Löwe und Kühne. Frankfurt entschieden gegen den Industrieverband ausgesprochen Wahlen aufmerksam. Präsident: Das muß ich Ihnen überlassen, wie Sie haben, wird ein Antrag auf Schluß der Debatte angenommen. darüber denken, wahrscheinlich wird infolge dieses Pro- Bock Gotha bemerkt im Schlußwort, daß durch den In einer öffentlichen Versammlung der Holz- und zeffes eine wahre Fluth von Meineids- Denunziationen sich Industrieverband keine Agitatoren aus dem Boden wachsen, die Bretterträger, die am 28. November wegen der Gewerbegericht ergießen. felben müßten sich erst entwickeln. Die Landbevölkerung fönne Wahlen einberufen war, erörterte Genosse Klein die Der Angeklagte stellt noch weitere Behauptungen über das man nur gewinnen, wenn man ihre lokalpersönlichen Interessen deutung dieser Wahlen und ermahnte die Versammlung, sich recht zu den Gewehrfasten verwendete Material auf, der Sachver- berühre. Der Metallarbeiter Verband habe gezeigt, wie rege an denselben zu betheiligen. An der Diskussion betheiligten tändige v. Flot how führt jedoch aus, daß die Anschauungen es mit den Industrieverbänden stehe. Von der halben fich Wilhelm Kuhn, Fräulein Eichner und Prüfer. des Angeklagten auf Mißverständnissen beruhen. Million der, in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter seien Kandidat wurde Franz Görner an Stelle des Rollegen Der Angeklagte nimmt jetzt seinerseits die von dem ab- nur 15-18 000 im Berbande. In einem Industrieverband müßte Kuhu gewählt. Als Erfaßmänner wurden Gottfried Pe Iz gegangenen Bertheidiger zurückgelassenen Anträge auf. der Beitrag auf 20 Pf. erhöht werden. Die Wähler derjenigen, Ernst Niebelschüß bestimmt. Er beantragt: einen Sachverständigen darüber zu vernehmen, welche für Industrieverband eintreten, würden damit wohl nicht daß die bei Löwe gezahlten Akkordlohnsäge derartig niedrig einverstanden sein. Auch würden wir damit auf einen großen gewesen, Daß reelle Arbeiten dafür überhaupt nicht Theil der Landbevölkerung verzichten müssen. Die schlesischen geliefert werden konnten. Im weiteren wird in den Anträgen Schuhmacher, welche eine ganze Woche für 6 Mart arbeiten sich die Untauglichkeit der Löwe- Gewehre erwiefen habe. Der lofenunternüßungen könnten nur verhältnißmäßig fleine Branchen Mulackstr. 9, existiren, und erklärte, über derartige Dinge nut über das Plazen von Gewehren bei den legten Schießübungen schaftsbewegung noch nicht weiter sei. Das Fachblatt sei allerhandeln zu können. G3 wurde ferner der Artikel in Nr. 33 des vernommen werden. Dieses Plazen soll, wie der Angeklagte dings mehr für Schoßarbeiter gehalten, weil hinzufügt, durch Steckenbleiben von Kugeln in dem Lauf ver: 150 000 in der Schuhindustrie beschäftigten Arbeiter noch " Bruder Schmied":" Ein milder Herbergsvater" verlesen, welcher anlaßt worden sein, was auf eine schlechte Beschaffenheit des 130 000 Echoßarbeiter feien. Der Verband der Schuhmacher habe Tempel erläuterte die Gewerbegerichtswahlen und forderte Laufes zurückzuführen sei.( Seiterkeit bei den militärischen vor zwei Jahren von den 77 146 M. Einnahmen 38 341 M. für Anwesenden auf, sich nicht nur allein an der Gewerkschaft, Sachverständigen.) Sodann wird neuerdings eine ganze Unterstützungen bezahlt. Durch Kartellverträge und gegenseitige bewegung, sondern sich zu gleicher Zeit auch an der politische Anzahl von Personen namhaft gemacht, welche bekunden Unterstützung würde letterer Betrag noch größer werden und sollen, daß alle möglichen Unordentlichkeiten bei Löwe vorge- man müßte dann den Beitrag erhöhen. Redner ersucht um An- Bewegung zu tetheiligen. Zum Schluß wurde der Antrag auf Anschaffung einer Bioliothet angenommen. tommen feien und Oberstlieutenant Kühne darum gewußt bezw. nahme der Berliner Resolution. Legiere wird sodann angenommen. dieselben angeordnet habe. Dieselbe lautet: In einer kürzlich abgehaltenen Gärtnerversammlung Tie Arbeiter und Arbeiterinnen der Schuhinduftrie Berlins hielt der Genosse Appelt einen sehr instruktiven Vortrag Der Staatsanwalt beantragt, diese Anträge durchweg abzulehnen, da fie theils zu wenig bestimmt find, theils nichts Neues beschließen: Der Kongreß möge beschließen, an der Branchen- die Entwickelung des deutschen Handwerkerstandes und die Biele enthalten, theils offenbar nur verschleppen wollen. sentralisation fenzuhalten, ferner Kartellverträge mit einzelnen der heutigen Gewerkschaftsbewegung. Sodann sprach der o Der Angeklagte erklärt, daß jezt der Befis eines Reichstags- Organisationen der Bekleidungsindustrie abzuschließen, um erstens sigende Wasner über den von den Gärntnergehilfen im nächsten Mandats für ihn in dieser Sache doch gar keinen Nugen bringen bei Streits und Aussperr ngen fich fich gegenseitig besser Frühjahr zu stellenden Forderungen. gleich- legte Redner auf die Aushebung des Kost- und Logiswesens, for Besonderen Nachdrud unterstüßen zu können, zweitens die Agitation Zönne und er absolut nicht eine Berschlepping beabsichtige. Der Gerichtshof zieht sich zur Berathung zurück. mäßig und auf gemeinschaftliche Weise aut betreiben, wie auf die Unerkennung des schon beim letzten Streit geforderten Um 21/2 Uhr wird die Situng wieder eröffnet. Drittens statistische Gihebungen über Streifs, Löhne u. s. w. Minimallohnes seitens der Prinzipale. Die sämmtlichen neuen Anträge des Angeklagten werden ab- in Gemeinschaft mit der Allgemeinheit zu betreiben, viertens gelehnt. Aus der Begründung ist hervorzuheben, daß der Ge- Herbergen und Arbeitsnachweise örtlich zu zentralisiren. Gerner Die Ethische Gesellschaft hielt am 30. November eine richtshof einen Theil der unterstellten Thatsachen für wahr hält. sprechen wir den Wunsch aus, daß die leitenden Kollegen dafür Dagegen hält er für erwiesen, daß der Oberstlieutenant Kuhne Sorge tragen, die Mitgliedschaften der einzelnen Orte nicht ühende die Mitglieder davon in Kenntniß seßte, daß der Kassirer von dem Drücken der Gewehre nichts gewußt hat und ferner, blos durch gewerkschaftliche, sondern auch durch wissenschaftliche Mar Bäcker sich Unregelmäßigkeiten im Betrage von 200 daß die Nebenkläger Löwe und Kühne nicht Arbeiter unter Ge- Vorträge und Fragen aufzuklären, um uns mehr Rekruten zur genug damit, foll Bäcker auch noch über 100 Billets für den währung von Geldmitteln nach Amerika oder Bud est abgeschoben modernen Arbeiterbewegung heranzuziehen. franken Genossen Steinmetz nicht abgerechnet haben. Es wurde haben. Auf Antrag von 8affte Offenbach wird der Berliner beschlossen, die Angelegenheit der Staatsanwaltschaft zu über Angell: Jch bitte einmal ums Wort. Die Wahl zum Resolution folgende Einleitung gegeven: Reichstage ist am Montag erfolgt; morgen wird die Wahl verTer Kongreß erkennt im Prinzip die Induftrievereinigung geben. Nachdem diese Angelegenheit erledigt worden war, wählte die Versammlung den Genossen Borz zum Rassirer. Ferner tändigt, dann wird der Wahlkommissarius an mich die Mit- als ist aber Ansicht, daß die theilung ergehen lassen und im Reichstage tann vor Montag felbe gegenwärtig noch nicht ausführtar ist und beschließt dameine Angelegenheit nicht vorgebracht werden. Ich erkläre aus her, daß vorläufig an der Branchen- Zentralorganisation festzu Beziehung vernachläffigt hat, der Genosse Hinze zum Revisor Die Mitglieder der Oris- Krankenkasse der Klempner Reichstages verzichte. Ich erkläre weiter, daß ich mich einem Ferner wurde einer von dem Verbandstag der Schneider Urtheilsspruche des Gerichtshofes nicht entziehen will. Mein Ver- in Hannover gefasten Resolution zugestimmt, welche verlangt, wählte in der am 30. November abgehaltenen Bersamunlung theidiger ist hier in einer Erregung, die mir selbst schwer begreiflich daß der Kongreß der Schuhmacher, gleich den Schneidern, ihre 100 Delegirten für das nächste Jahr, sowie eine Kommission war, fortgegangen und hat das gesammte Bertheidigungs- eine Kommission von drei, von der Verbandsleitung unabhängige von 5 Mitgliedern, welcher die Konstitution des neuen Vorstandes material mitgenommen. Wir hatten verabredet, uns in die Ver- Personen wähle, welche die Aufgabe habe, die nöthigen Ein- obliegen soll. Hieraus konstituirte sich die zweite Versammlung theidigung zu theilen, und ich stehe nun hier ohne Schuh und leitungen zu machen, um in spätestens zwei Jahren einen Be in der Kollege Drange bei einem Rückblick auf die Thätigke gewissermaßen rathlog da, denn ich habe hier drei Herren mir Kleidunge- Industriekongreß stattfinden zu lassen. Sollte dieser der Kaffe schilderte, wie es gelungen ist, allmälig den reaktionären gegenüber, welche gewiß alles mögliche gegen mich geltend machen Kongres aus irgend welchen Gründen scheitern, so muß mindestens Geist aus der Leitung zu beseitigen. Nach Erledigung werden. Ich bitte deshalb um 24 Stunden Zeit, damit ich mich dafür Sorge getragen werden, daß die Generalversammlungen inneren Angelegenheiten wurde über das Resultat der Zeller in Vertheidigungszustand versezen tann. Ich erkläre ferner, daß der Schuhmacher und Schneider an ein und demselben fammlung berichtet, welche einen Ertrag von 12,01 M. ergeben ich mir feinen neuen Bertheidiger annehmen will und auch feine Ort und zu gleicher Beit tagen, damit ein Meinungs hat. An Ausgabe steht dieser Summe der Betrag von 6 M austausch beider Branchen in zwei Jahren möglich gemacht wird. gegenüber. drücklich, daß ich bis zum Montage auf eine Intervention des halten ist. Deiteren Anträge mehr stelle. gewählt. Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin Druck und Verlag von Maz Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. fiber Der श 11 U δ d E