Nr. 290. Grscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Biertelfährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mr, wöchentlich as Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue belt" 10 Pig. Post- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Musland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Bost- Beitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg. Snfertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Bereins: und Versammlungs Anzeigen 20 Pig Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonu und Festtagen bis 9 Uhr Vor: mittags geöffnet. Fernsprech- Aurding 3mt I, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Parteigenossen! Sonnabend, den 10. Dezember 1892. Der bisherige Kassirer der Partei, August Bebel, hat sein Umt niedergelegt und ist dasselbe auf den nengewählten Kassirer ausschließlich an Albin Gerisch Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. rüdjich tsloser als seine Genossen um ihn herum, deshalb hatte Spekulation ist Beherrscherin der Welt geworden. Nichts er den größten Erfolg, wurde er der reichste Mann der Welt auf gilt ihr gegenüber die Arbeit der Massen. Eine einzige seinem Felde. In seinen Händen wurde alles zur Spekulation, groß angelegte Spekulation vernichtet die Arbeit von Geld, Zugend, Ehre, Menschen. Er spielte und spielte fort Millionen Individuen. Die Jagd nach dem Mammon ist mit einer Gewiffenlosigkeit, der gegenüber das Wort Ver der Leitsteru unserer Kapitalistenhechte geworden. brechen" noch einen Ehrentitel bedeutet.. Da quälen sie sich unausgesetzt ab, wie sie die Profits übertragen. Es sind deshalb von jeht ab alle Geldsendungen Seine Laufbahn begann damit, daß er eine Eisenbahn be- rate ste igern können, ohne Rücksicht auf die Bedürfnisse der oder Anfragen, welche sich auf Rassenangelegenheiten beziehen, stahl und dadurch vernichtete, nicht ganz auf gefeßlichem Wege Menschheit, ohne Rücksicht auf das unvermeidliche Glend, zwar, aber doch innerhalb der Grenzen des tapitalistischen das jede unvernünftige und übertriebene Spekulation in Moralkoder. Allzu schwere Vergehen gegen das Eigenthumis- Gestalt von Krisen, Preisfällen, Arbeitsstockung und Ver recht ließen sich ja allenfalls mit Geld, dem Zaubermittel armung der Massen nach sich ziehen muß, und jetzt sind sie unferes Jahrhunderts, hinwegamputiren. So zahlte auch in ihrem blinden Tasten bei den Kartellen glücklich anGould, um dem Gefängnisse zu entgehen, 36 Millionen von gelangt, die nichts weiter sind, als eine neue Form für das alte Wesen, für die Spekulation. seinem Raube als Bestechungsgelder heraus. zu richten. Albin Gerisch, Berlin SW., Kazbachstr. 9, 1 Treppe Die Genossen werden dringend ersucht, auf diesen Adressentechfel genau zu achten und bei ihren Sendungen sich danach 8 au richten. Mit fozialdemokratischem Gruß Berlin, den 6. Dezember 1892, Der Parteivorstand. Das System Gould. System Gould. Das war schmerzlich, aber zu verschmerzen. Hatte er doch jest, was er brauchte, um den Kampf ums Dasein mit seinen Genossen aufnehmen zu können, Geld, den Hebel zu feinen späteren Erfolgen. der Unternehmerklasse hindurch. Sie ist ihr zur LebensDie Spekulation schimmert durch alle Handlungen gewohnheit geworden, sie ist die Triebfeder in der heutigen Gesellschaft. Bei seinem Tode hinterläßt er ein Vermögen von Naive Leute stellen sich auch heute noch den Gang der eindreiviertel Milliarden wart. Das ist in einem fapita Volkswirthschaft so vor, als sei er das Resultat des Thuns listisch so hoch entotdelten Lande wie Amerika, wo die und Lassens aller Einzelindividuen, der Gemeinden, des Millionärzüchteret im Großen vor sich geht, eine beachtens Volkes, ja in legter Linie aller Kulturnationen, und als werthe Ericeinung. Vollbrachte der Mann doch ein Wert, sei der Staat, als oberster Hüter der Ordnung und Wohlwozu hier zu Laude, bei unseren Gelddynastien, den Roth- fahrt, allein im Stande, durch Verwaltung und Gesez schild's, Hirsch's u. s. w., ein sehr ehrwürdiges Alter nöthig gebung einen erkennbaren Einfluß auf den Gang der Boltsteit die zoumeit des tapitalistischen AusbeutungsDer Tod desjenigen on her face personlich ist, in ein paar Jahren. Forscht man nach den Gründen dieser auffallenden Er- wirthschaft auszuüben, sie zu kontrolliren und, je nach ben Jay Souto, läßt den Blick unwillkürlich wieder auf die bahn- Systeme, er verrichtete niemals selbst stulturarbeit. Er ließ haben. Heute ist ihm diese Eigenschaft längst entwunden. fafuis am deutlichsten illuſtrict hat, des Spekulanten scheinung, hier sind sie. Er, der Besiger so großer Eisen- gemachten Wahrnehmungen, zu reguliren. Selchen Einfluß mag der Staat eheden wohl gehabt grossamen Irrthümer der Kapitalistenweltordnung, auf andere seine Bahnen unen und hatten sie sie gebaut, hatten Ge Verderblichkeit ihres Wirthschaftssystems fallen, auf das Millionen von Menschen ihre Intelligenz, ihre Arbeits: Nicht der Staat regulirt den Gang der Volkswirthtraft, ihr Vermögen daran, gegeben, um das Kulturwerk zu schaft, sondern die großen Kapitalmagnaten beeinflussen und Gewiß, der Mann Gould, der kühnste aller geit vollbringen, so kam er, der Mächtigere, und eignete sich kontrolliren fie. Und diese Beeinflussung der Volkswirthgenössischen Spekulanten, verkörpert ein Syſtem, so grau- auf dem Wege der Börsenspekulation Das Wert der anderen schaft entzieht sich der äußeren Beobachtung, indem sie den sam, wie es die Phantasie eines Dante sich nicht hätte an. Daß er dies vermochte, daran trägt die seichte Moral, nimmt und nunmehr ungestört ganzen Ländern den nachSchein der natürlichen Entwicklung der Verhältnisse anWas sind seine Schrecken der Hölle die lage Gesetzgebung, kurz die ganze Einrichtung des nimmt und nunmehr ungestört ganzen Ländern den nachgegen jenen unendlichen Leidensweg, den die Menschheit, Kapitalistenstaates, gleichmäßig bei; sind doch alle diese baltigsten Schaden zufügt. die arbeitende, unter der kapitalistischen Zuchtruthe Dinge nach den Bedürfnissen der Besitzenden zugeschnitten! Erden zu durchwandern hat? Das von Arbeitern, den geistigen wie den physischen, Lohnstlaven, dem Kapitalismus angewendete Raubsystem macht aus den das ist das große Geheimniß der Erfolge Gould's. Sitten und Gewohnheiten gestatteten ihm, eine Bahn die gegen die andere auszuspielen, unbekümmert um das Wohl Es fordert seine Opfer, unerbittlich, brutal und mit zum Bewußtsein ihrer Menschenwürde kommen, die heute des Landes, den Blick unverwandt auf den Geldbeutel ge- stets wachsendem Wolfshunger. mit ihrer Arbeitskraft zugleich ihren Körper, ihre Freiheit, richtet, bis er schließlich in den Besiz jenes gewaltigen Immer zügelloser, immer unerträglicher sind die Jrreinen unantastbaren Anspruch hat. verkaufen, worauf der Mensch nach den Naturgesezen Bahnnetzes gelangte, das ihm die Früchte des Arbeits- thümer und Mißbräuche des Systems Gould, das mit seiner ertrages von Millionen arbeitender Individuen mühelos in tulturwidrigen Arbeitsmethode gegen die Gesetze der Natur Gehen wir uns das System Gould an. Was that der den Schooß warf. So ward der Milliardär, indem er die und die Sagungen der Humanität wüthet und der MenschMann, der in knapp drei Jahrzehnten aus einem mittel- Segnungen der Kultur in den Dienst seines Geldsackes heit die Ede zur Hölle macht. ausmalen tönnen. schon auf alles Farmerssohn zum Besizer eines 20 000 Kilometer umfassenden Gisenbahnnekes, dessen Herstellung über 2 Milliarden Mark geloftet hatte? wandelte den Segen der Maschinen in Fluch. Und hierin liegt zugleich die schärfste Verurtheilung des Systems Gould, der kapitalistischen Weltbeglückungs- Theorie. Man findet dieses System, wenn auch im Kleinen, bei uns Eine solche Kapitalswirthschaft war das System Gould. allenthalben wieder. Auf Schwächung der Volkskraft und Ausraubung des Nächsten ist es begründet. Das Spekulantensystem muß fallen, noch ehe es den Höhepunkt der Finsterniß erreicht. Soust: reißt es die Blüthe der Völker in den Abgrund. Die Frage ist nicht mehr: Wie lange noch will die Menschheit das Joch tragen, das ihr eine Handvoll Egoisten aufgebürdet hat, nein, wie lange noch tann sie es Arbeitete er im Schweiße seines Angesichts, machte er Was der Amerikaner im Großen that, das thun unsere die Stultur fördernde, bahnbrechende Eutdedungen? D nein! Kapitaliſten im Kleinen. Sie erseyen alle die ehrliche ArEr spielte. Das ist alles. Und weil er verwegener spielte, beit durch Spekulation. Die nerven- und finutigelude tragen?" Feuilleton. Nagbrua verboten.) Bel- Ami. Roman von Guy de Maupassant. ( 34 ein und suchte etwas Geld zu sparen, um bei seiner Ver mählung nicht ganz ohne jeden Pfennig zu sein. Er wurde ebenso geizig, wie er früher verschwenderisch gewesen war. Der Sommer ging vorüber und auch der Herbst, ohne daß irgend jemand etwas von ihren Plänen ahnte, denn sie sahen sich nur wenig, und wenn es geschah, auf die natürlichste Art von der Welt. Eines Abends sah ihn Madeleine scharf in die Augen und sagte:„ Haben Sie Frau von Marelle unsere Absicht Nein, tebe Freundin. Ich habe Ihnen das Ge heimniß zu wahren versprochen, und so weiß keine lebende Seele von mir etwas davon." Er schwankte und war sehr verwirrt: Ja, aber, aber... sie sind. Dann aber entschloß er sich als wahrhaft starker Mann und sagte: 91 Es sind Bauern, liebe Freundin. Sie haben eine kleine Schenke und haben sich die Groschen abgedarbt, um mich studiren zu lassen. Ich schäme mich ihrer nicht, aber ihre... Einfachheit ihre bäuerliche Einfachheit könnte Sie vielleicht stören." Sie lächelte ihn zärtlich an, und ihr Gesicht strahlte in faufter Güte. 群 Nein. Ich werde sie sehr lieb gewinnen. Wir wollen sie zusammen besuchen. Ich bestehe darauf. Wir reden Ruie und begann leidenschaftlich ihre Hände zu küssen, Aber er ahnte, daß sie annahm, sank vor ihr auf die schon mitgetheilt?" während er rief: Oh danfe, dante! Wie lieb' ich Sie!" fie war. Nun merkte er, daß er ihr gefiele, seit lange viel Sie erhob sich. Auch er stand auf und sah, wie blaß leicht schon gefiele; und wie sie sich so gegenüberstanden, Schloß er sie in seine Arme und füßte sie auf ihre Stien: machen. Den Walters will ich es sagen und zwar in diefer aber meine Eltern sind todt. Ich habe keinen Freund es war ein langer, zärtlicher und feierlicher Kuß. Sie glitt von seiner Brust, und als sie wieder frei war, sagte sie ernst: " Schön, es wäre aber jetzt Zeit ihr Mittheilung zu noch weiter darüber. Auch ich bin kleiner Lente Kind... Woche noch, wenn es Ihnen recht ist." Er wurde roth. Ja morjen schon!" " Sie reichte ihm die Hand und fügte hinzu:... Außer Ihnen." ihn so gefesselt. Ihm wurde weich ums Herz. Noch keine Frau hatte Noch an etwas Anderes habe ich gedacht," sagte sie, Was denn?" fragte er. Sie schlug die Augen nieder, wie um ihre Verwirrung nichts entschlossen. Es könnte aber sein, daß ich ja sagte. zeit fein. Das paßte sehr gut. Sind Sie damit ein Es läßt sich aber schwer auseinandersetzen." Sören Sie, lieber Freund, ich habe mich noch zu zu verbergen und sagte: Anfang Mai tönnte unsere Hodj Sie müssen mir aber versprechen, das Geheimniß so lange verstanden?" völlig zu verwahren, bis ich Ihnen die Erlaubniß zu reden gebe." „ Ich gehorche Ihnen freudig in Allem." " So wissen Sie denn, theurer Freund, daß ich wie Der zehnte Mai ist ein Sonnabend. Er würde mir alle Frauen bin, daß ich meine fleinen Schwächen Er schwor es und ging freudigen Herzens fort. am besten passen, denn mein Geburtstag ist an diesem habe, daß ich zum Beispiel das Glänzende, Tönende " 1 Auch in seinen weiteren Besuchen legte er sich große Tage." Am zehnten Mai also." " Ihre Eltern wohnen in Rouen, nicht wahr? Burückhaltung auf und quälte sie nicht ein festeres VerSprechen zu geben, denn sie hatte eine Art von der Zukunft| zu reden, später" zu sagen und Pläne zu besprechen, wobei sagten es mir so." Barter als eine förmliche Annahme seines Autrages ihm| ihre Vereinigung die Voraussetzung war, die besser und unaufhörlich die sichere Erfüllung verhießen. Duron arbeitete angestrengt, schränkte seine Ausgaben " Ja, in der Nähe von Rouen in Chantelen." Was sind sie denn?" Sie find... fie find kleine Rentner." " Ach! Ich hätte große Lust sie kennen zu lernen." liebe. Gar zu gern würde ich einen adligen Namen tragen. Könnten Sie sich denn nicht gelegentlich unserer Heirath... Gie selber ein bischen adeln?" Nun war sie roth geworden, als wenn sie ihm einen unzarten Vorschlag gemacht hätte. Er erwiderte einfach:" Ich habe schon oft darüber nachgedacht, aber es tam mir nicht leicht vor." Weshalb denn?" Politische Leberlicht. Berlin, den 9. Dezember. Reichstagswahl in Arnswalde- Friedeberg. Amtliches Ergebniß. Es wurden abgegeben insgesammt 14 512 giltige Stimmen. Davon erhielten Rektor Ahlwardt( Antifemit) 11 206, Gutsbefizer Drawe( freifinnig) 3306. Ersterer ist somit gewählt. Unterschrieben ist die Resolution von folgenden Herren:[ Linden oder im Thiergarten und überall, wo die feine Ackermann, Graf Douglas, Helldorff, v. Flügge, Damenwelt vertreten ist, lernen könnten. Schier, v. Steinrück, Klemm, Graf SaldernAhlimb, v. Holleufer, v. Gerlach, Dodillet, Die Konferenz des Fabrikinspektors Wörishofer v. Weisberg, Graf Kleist Schmengin, Graf Schlieffen mit den Arbeiter- Bertretern in Mannheim soll sich darau Schvandt, Uhden, Cork( Minden), Graf Holstein, beschränkt haben, von Vertretern der Arbeiterschaft von Hulssch, Dr. Hartmann( Plauen). Fabriken, in denen Sonntags gearbeitet wird, zu erfunden Diese Resolution konnte kaum verlesen werden; aus wie sie bei der in Aussicht stehenden gesetzlichen Regelund der Versammlung ertönten während der Berlefung stürmische ber Arbeitszeit die Sonntagsruhe bestimmt wiffen Schlußrufe. Niemand gab sich die Mühe, für dieselbe ein wollen, ob sie alle 14 Tage 24 Stunden Ruhe oder alle Ahlwardt und der Reichstag. Die Freifinnige zutreten. Deutlicher konnte sich die Verachtung der Reichs- 3 Wochen 36 Stunden Ruhe wünschen. Bis auf einen Zeitung" meint, wenn am fünftigen Montag der Antrag tagsfraktion seitens des Parteitages nicht zu erkennen geben. entschieden sich alle Vertreter für den letzten Modus, ber auf Sistirung des Verfahrens gegen Ahlwardt angenommen Als das elendeste Deklarantenthum" wurde sie unter lettere gewährt wenigstens einen vollen Ruhetag. werde, dann würde freilich die ganze preußische Justiz lautem Beifall von Herrn Maltewig- Stettin erklärt. der Lächerlichkeit preisgegeben, und der elendeste Verleumder, Am gestrigen Vormittag begann der Parteitag der deutschen Der Sachsen- Altenburgische Landtag hat die Vor der sich jemals vor einem Gerichtshof hat verantworten Konservativen und am Nachmittag desselben Tages 3/2 Uhr lage betreffs anderweiter Regelung der Besoldungsverhält müssen, könnte als Triumphator hervorgehen." wurde er bereits geschlossen. nisse der Landschullehrer einstimmig angenommen. Danach soll das Gehalt eines Landschullehrers zwischen 1050 und ,, Gute Arbeit liefern und nicht satt zu essen 1800 M. betragen. Das Gehalt von 2/3 der preußischen haben, den Stolz habe ich nicht", sagte der Beuge Brett Landschullehrer steht noch unter dem Mindestgehalt in schneider im Ahlwardt'schen Prozesse in Erwiderung auf Sachsen- Altenburg. Letzteres kommt dem Durchschnittsgehalt das Wort des Präsidenten:" Ich meine, ein ordentlicher in Preußen gleich. Arbeiter strengt sich viel lieber mehr an und begnügt sich Verläßt man ihn aus Abneigung gegen die Person Ahlwardt's, so ist ein Präzedenz geschaffen, das sich an dem Reichstag rächen wird, und von dessen Folgen die Mitglieder der Oppositionsparteien am meisten bedroht sind. Wir begreifen die Freisinnige Zeitung" nicht. Der Reichstag hat bisher auch in den schlimmsten Zeiten der Bismardchen Reaktion die Praxis befolgt, jeden Antrag uf Einstellung des Strafverfahrens gegen ein Mitglied des Sauses, gleichviel welcher Partei zugehörig, anzunehmen. Selbst die strengsten Konservativen widersetzten sich nicht, so unangenehm es ihnen persönlich sein mochte. Sie betrachteten mit weniger, als daß er unreell ist." Der Zenge Brett- Juternationale Münzkonferenz. In Brüssel drischt man die Wahrung des Rechts eines jeden Mitgliedes als eine schneider wie andere Arbeiter hatten bekundet, daß ein leid- wieder einmal leeres Stroh. Es tagt dort eine internationale Pflicht gegen sich selbst, als eine fittliche Nothwendigkeit licher Verdienst nur bei unreeller Arbeit erzielt werden Münzkonferenz, welche von Delegirten aller Kulturnationen zur Wahrung ihrer eigenen Würde. Wir hoffen, daß konnte; andernfalls hätten sie kaum das Satteffen gekannt. beschickt ist und über die phantastischsten Projekte berath die freisinnige Partei nicht so stimmen wird, wie die" Frei Go lag den Arbeitern das Interesse nahe, schon um ihrer schlagt. Diejenigen Länder, welche sich einer beinahe durch sinnige Zeitung" ihr zumuthet sie würde sich weniger Familien willen, es mit der Reellität der Arbeit nicht so geführten Goldwährung erfreuen, England und Deutsch freifinnig zeigen, als die Konservativsten der Konservativen genau zu nehmen, um so mehr als sie merkten, daß ihren land, denken nicht daran, die vortheilhaftere Position, sich bisher eriviesen haben. Vorgesetzten selbst nichts daran liege. In der Löwe'schen welche sie sich dadurch vor anderen Staaten geschaffen haben, Ahlwardt ist uns sicherlich nicht sympathisch, aber es Fabrik ging es ebenso wie in der Baare'schen. Die Ge- zu opfern und den amerikanischen Silberspekulanten, Minen handelt sich hier um eine Prinzipienfrage, und da schäftsleiter hatten gar nicht nöthig, fich bloszustellen; die Ar- befizern und deutschen Agrariern die Kastanien aus den darf die Person nicht in betracht kommen. Was dem beiter und Meister wurden in die Lage gebracht, aus eigenem An- Feuer zu holen. Die anderen aber, welche insgesammt Einen recht ist, ist dem Andern billig. Gleiches Recht für triebe„ Unregelmäßigkeiten" zu betreiben. Strafrechtlich mögen Sonderinteressen verfolgen und für Wiederherstellung des Alle: das allein ist der richtige Standpunkt. die Fabrikleiter außer Schuld bleiben, aber die moralische Silbers agitiren, können nichts erreichen ohne die Mit Verantwortlichkeit bleibt auf ihnen lasten. Auch die Re- wirkung der Goldwährungsstaaten. Deren Stellung aber gierung ist nicht frei von Schuld an den anarchischen Zustand von vorn herein fest. Also ist es leeres Stroh, das ständen in der Löwe'schen Fabrik. Als auf ihren Anw is dort gedroschen wird. 400 meistens gut geschulte Arbeiter entlassen werden Interessant ist übrigens die Haltung unserer Agrarier mußten, weil sie an der Feier des 1. Mai theilnahmen, und des Hauses Rothschild. half sie mit, die Ordnung zu lösen, die Tüchtigkeit und Zu Die ersteren haben, als sie sahen, daß für sie feine Der konservative Parteitag beschloß, nachdem auch verlässigkeit der Arbeiter zu untergraben. Mit einem Feder- Extrawurst gebraten werden sollte, über den Kopf der Re noch Stöcker mit großem Beifall dafür gesprochen hatte, zug fann man wohl tausend Arbeiter entlassen, aber man gierung hinweg ihren Silberwährungsapostel, den Herri die Streichung des Programmfages:" Wir verwerfen die schafft sich damit noch lange keine tüchtige und zuverlässige Dr. Arendt, nach Brüssel gesandt, um gegen die deutschen Ausschreitungen der Antisemiten" mit allen gegen sieben Arbeitsordnung. Der Prozeß Ahlwardt hat heitlosere Zu- Delegirten zu intriguiren, während sie daheim der Regie Stimmen. Die Beibehaltung dieses Sages wäre nur ein stände aufgedeckt als der Heinze- Prozeß. Wir verlangen rung Knüppel zwischen die Beine werfen und mit offener Zeichen der Heuchelei und mehr noch der Feigheit gewesen. beshalb keine lex Uhlwardt; ein wirkliches Arbeiterschutz- Rebellion in der Wiilitärvorlage- Angelegenheit drohen, wenn Die Ronservativen find jetzt genöthigt, den Antisemitismus Gesetz, über das die Freiheit und die persönliche Würde der man ihnen nicht auf Kosten der Steuerzahler wieder ein auch offen zu bekennen, und an den antisemitischen Kund- Arbeiter achtet, würde manchen Uebeln der privatkapitalistischen Extraprofitchen zusichert. gebungen, die immerhin große Kreise des Volkes aufwühlen, Produktionsweise wenigstens einen Riegel vorschieben. Der Pariser Rothschild andererseits hatte der Ro sich zu betheiligen. In der Debatte, die fich fast ausferenz die unverschämte Zumuthung gestellt, daß sie be schließlich auf diesen Punkt des Programms beschränkte, Stall- und Bordellgeruch haften den konservativen schließen möge, bestimmte Mengen Silber sollen von allen tadelte der Pastor Burkhardt( Berlin), daß der Vertreter Kundgebungen an, mögon sie auch noch so sehr mit Nationen fünf Jahre hindurch angekauft werden, der konfervativen Bartet sich für die Kafernirung der Profti- Patriotismus“ und„ Christenthan" parfümirt sein. Die dadurch den Silberpreis spekulativ, d. h. künstlich, herauf tution ausgesprochen habe. Beth Nürnberg sprach gegen" onservative Korrespondenz" spotter" aher die Schürzen zusetzen. Wenn Rothschild, der Anhänger der Goldwährung jeden Versuch, das Sozialistengefes wieder einzuführen. Das und Unterröcke", welche die sozialdemokrasische Frauen- folchen Antrag stellt, dann will er felbstverständlich in neue Parteiprogramm wurde mit allen gegen 1 Stimme anotationstommission" gegen die Militärvoriage mobil Trüben fischen, dann hat er das Mittel zur Erlangung genommen. Dasselbe ist nur im einleitenden Say dahin mache. Die Konservative Korrespondenz" sieht even die nöthigen Silbers bereits in der Tasche vielleicht amendirt, daß er folgenden Wortlaut hat: Frauen des Bolles für Soldatendienen an; es herrscht in der Bank von Frankreich selber, die auf ihrem Silber Die teutsche konservative Partei hält es für geboten, in ihr der Geist des hochgradigsten junkerlichen Uebermuths, festsitzt Anlehnung an die bewährten Grundsäge, welche in ihrem Pro- der keinen anderen Untergrund hat als die Verachtung der Selbstverständlich muß vnferen gramm von 1876 ausgesprochen find, zu den wesentlichen Auf Arbeit, der hochmüthig auf den Ehrenmann herabblicft, aber refultatios verlaufen, da Deutschland or wh gaben der Gegenwart in nachstehendem Programm Stellung zu nehmen." sich dem schmutzigsten Juden als Schwiegersohn aubeitelt, in der Lage ist, den Bimetallisten- Anhängern der Doppel währung Zugeständnisse zu machen, ohne den Bestan Außerdem ist der erwähnte Satz bezüglich der Aus- wenn er Geld hat. seiner brennendsten Lebensintereffen zu gefährden. Das schreitungen der Antisemiten und bei der Bestimmung über die Bekämpfung der Sozialdemokratie der Hinweis auf ein In des kenschen Pindter Busen schüttet eine deutsche" weiß jedes Kind, und trotzdem debattirt man Wochen lang Sozialistengefeß gestrichen. Frau ihr Herz zu Gunsten des lex Heinze aus. Haar- in einer Sache, die feststeht, feststand und feststehen wird. Wir hatten gestern irrthümlich eine Erklärung von fräubende Dinge meiß sie zu berichten. Ein Mägdlein von Die Hilflosigkeit guckt eben an allen Ecken und Enden Helldorf und Genoffen mitgetheilt, während es sich um 19 Jahren ist bei einer befreundeten Familie zum Besuch hindurch und darum denkt man sich: Ein bischen Sand eine Erklärung der deutsch- konservativen Reichstags- Fraktion und wird von dieser ins Theater zu Sudermann's Chre" in- die- Augen- Politik kann nicht schaden." handelt. Dieselbe hat folgenden Wortlaut: Die Fraktion der deutschen Konservativen des Reichstags hat widerspruchslos den Beschluß gefaßt: 1. an den bisherigen Programm festzuhalten, 2. den Vorstand der Wahlmänner der deutschen Konfervativen zu ersuchen, dem Parteitage eine Er lärung vors legen, in welcher Stellung zu den konkreten zur Zeit das öffentliche Leben beherrschenden Fragen zu nehmen ist. Wir erklären, daß wir auch auf diesem Standpunkt verharren, demzufolge wir an dem Programm von 1876 festhalten und den dem Parteitage vorzulegenden Entwurf lediglich als den Entwurf einer Erklärung zu den gegenwärtig das öffent liche Leben beherrschenden Fragen betrachten." Er lachte: Weil ich mich damit lächerlich zu machen fürchte." Sie zuckte die Achseln; Wie so denn, lieber Freund? Das thut ja jeder, und feiner lacht darüber. Trennen Sie Ihren Namen doch einfach in zwei Theile: Du Roy). Es macht sich sehr gut." " # " um des von mitgenommen. Sie ist tief entrüftet" über das, was sie Der wahre Schuldige an dem Panama- Standal " sieht und hört, aber sie will das Stück noch einmal lesen. die Wiünchner Allgemeine Ste lieft es, fie lieft Ibsen, fie giebt die Lektüre auch an ist der Parlamentarismusihre Freundinnen, und heute die deutsche Dame hüllt sich Beitung" hat es entdeckt. Sie schreibt: Unter den 5-600 Abgeordneten sind nur ganz wenige darüber in Schweigen. Wir können es uns denken; heute bie zur Glite des französischen Voltes gehören. sieht das junge Mädchen wahrscheinlich im Lieutenant nicht Die gute Hälfte derer, welche im Balais Bourbon al mehr das höchste Ideal und betrachtet die Weisheit der Souveräne, thatsächlich als absolute" Souveräne figen, deutschen Dame" als Alte Jungfern- Schrulle. Aber noch Männer, die, wenn sie daheim in ihrer Proving, in ihrem Dorf geblieben wären, ganz brave Leute fein würden. schrecklicheres weiß die deutsche Dame" zu berichten. Junge allgemeine Stimmrecht macht aus ihnen über Nacht unbeschrän Mädchen hätten an den Bildern in Zigarrenläden das herrschende, aber beschränkt gebliebene Souveräne, denen plo Rolettiren gelernt. Als ob sie das nicht besser Unter den Dab b 9 bis sonderen Namen annehmen. Kommt unsere Heirath dann von" und fünfhundert bis fünftausend für den Baron heran, so tönnen wir ja unseren Freunden zur zum Prinzentitel. Er unterschrieb den Artikel: D. de Cantel. Erklärung der kleinen Veränderung sagen, daß Sie wegen aus Bescheidenheit Am nächsten Morgen erhielt er ein Telegramm von Ihrer äußeren Stellung auf das„ von" so lange verzichtet hätten, oder wir brauchen seiner Maitresse, worin sie ihm ihr Eintreffen um ein Uh auch überhaupt nichts zu sagen. Wie heißt Ihr Vater mittheilte. denn mit Vornamen?" Alexandre." Als Einer, der die Geschichte kennt, erwiderte er: Nein, so geht es nicht. Das ist zu einfach, zu ge " Sie flüsterte zwei oder dreimal Alexandre" vor sich wöhnlich, zu abgebraucht. Ich habe daran gedacht, den Namen meines Geburtslandes anzunehmen, zunächst als hin, um den Klang der Silben zu erproben, dann schrieb literarisches Pseudonym, ihn dann allmälig meinem beizu fie auf ein weißes Blättchen: „ Herr und Frau Alexandre du Roy de Cantel geschlagen haben, zu theilen." Sie stammen aus Cantelen?" fragte sie. " Ja." geben Er hatte etwas Fieber, als er auf sie wartete, aber er thr war doch fest entschlossen die Sache zu Ende zu führen, sofort ohne Umschweise alles zu sagen und ihr dann, wen die erfte Erregung vorüber, in aller Ruhe und Klarheit seine Gründe auseinanderzusehen. Er wollte ihr sagen, er doch nicht ewig Junggeselle bleiben könne, und da u baf fügen und schließlich meinen Namen, so wie Sie mir vor fich die Ehre, Sie von der ehelichen Verbindung ihres einmal Herr von Marelle so hartnäckig sei noch zu leben Sohnes, des Herrn Georges du Roy de Cantel, mit Frau habe er eben daran denken müssen eine andere an ihrer Madeleine Forestier zu benachrichtigen." Stelle zu feiner rechtmäßigen Lebensgefährtin zu machen Und doch war er erregt. Als die Klingel tönte, fing ihm das Herz zu pochen an. Aber sie zögerte: Nein, die Endsilbe gefällt mir nicht. Aber vielleicht können wir das Wort ein wenig umändern Cantelen..." Sie prüfte ihre Schrift noch einmal etwas aus der Entfernung, freute sich über den Eindruck, den die Zeilen machten und erklärte: " 1 Mit ein wenig Geschicklichkeit kann man doch alles Sie hatte eine auf dem Tisch liegende Feder ergriffen und malte Namen auf, um ihr Aussehen zu prüfen. Plög- erreichen, was man haben will." lich rie sie: Halt, ich hab's!" de Cantel. Als er wieder auf der Straße war, stand sein Entschluß Sie reichte ihm ein Blatt hin und er las: Frau Du Noy fest, sich Du Roy, ja jogar Du Roy de Cantel zu nennen, und es schien ihm, als wäre ihm eine neue Würde Er überlegte einige Augenblicke, und erklärte dann verliehen. Muthiger schritt er einher, höher trug er den würdig: Kopf, stolzer den Schnurrbart, ganz wie ein Gentleman fam er sich vor. Er fühlte eine Art fröhliche Luft den VorJa, das macht sich sehr gut." Sie war vergnügt und wiederholte:" Duron de Cantel, übergehenden zu erzählen: Duroy de Cantel, Frau Duroy de Cantel. Ausgezeichnet! Ich heiße Du Roy de Cantel." Ausgezeichnet." Raum aber war er zu Haus, so beunruhigte ihn der " Sie warf sich in seine Arme:" Guten Tag, Bel- Ami Aber seine Umarmung war talt, fie merkte es, be trachtete ihn und fragte: " Was hast Du?" " Set Dich", sagte er.„ Wir müssen ernst mit einander sprechen. Sie setzte sich, ohne ihren Hut abzunehmen. Nur de Schleier schob sie bis zur Stirn zurück und wartete. fangen folle. Schließlich begann er langsam: Er hatte die Augen gesenkt. Er überlegte, wie er a selbst, die ich Dir machen muß." geftebe b S b a e ex Lieb 8 ex 北 To Q d " Du siehst mich in großer Verwirrung, großer B träbniß und großer Verlegenheit, wie ich Dir das Und mit überzeugtem Gesicht fügte sie hinzu:" Bassen Gedanke an Frau von Marelle, und er schrieb ihr sofort soll, was ich gestehen muß. Ich liebe Dich sehr, ich Dich wirklich von Herzen, und so drückt mich der Rumme Sie auf, wie leicht das bei allen Eingang finden wird. und bat sie um ein Stelldichein zu morgen. „ Es wird ein harter Rampf werden", dachte er. Ein Dir Schmerz zu bereiten fast noch mehr als die Mittheilu Aber die richtige Gelegenheit muß gewählt werden. Später würde es nicht mehr gegangen sein. Fangen Sie schon Unwetter ersten Ranges wird über mich losbrechen." Sie war bleich geworden und fühlte, wie sie zittert morgen an, Ihre Artikel mit D. de Cantel zu zeichnen, die Seine natürliche Sorglosigkeit aber, die ihn über alle furzen Notizen aber einfach mit Duroy. So was geschieht Unannehmlichkeiten des Lebens hinweg half, fam ihm auch als sie stammelte:" Was ist's? Sag's rasch!" In traurigem aber festem Ton, in jener gemachten Be ja täglich in der Bresse, und niemand wird sich darüber hier zu statten, und er begann ruhig eine Plauderei über die neuen wundern, wenn Sie dem Publikum gegenüber einen be- Steuern und die Nothwendigkeit zu schreiben, das Gleichgewicht trübniß, womit glückliches Unglück mitgetheilt zu werde Er schlug eine pflegt, sagte er:„ Ich heirathe." wieder im Staatshaushalt herzustellen. Adelssteuer vor, hundert Franks jährlich für das einfache *) Von Non. ( Fortsegung folgt.) δ ( 2 S e 9 t. 11 b th I 8 S 21 21 ta hi น he do D 12 a 9 d nennen. 21 lich die Versuchung von allen Seiten naht. Wenn sie, oder f Bei den Stadtverordneten- Wahlen in Christiania( Nor- Jin der die neuen Statuten geändert wurden, so überlassen wir wenn doch ein verhältnißmäßig hoher Prozentfab unter ihnen, wegen) erhielten nach einer Meldung des Herold'schen Bureaus es den Lesern des Vorwärts", darüber zu entscheiden. In dem dieser Versuchung unterliegen, so ist das ein Wunder nicht zu die Sozialdemokraten 215-222, die Liberalen 1363-1641, die neuen Statut ist wieder dreijährige Delegirtenwahl festDieselben Leute würden ganz gewissenhafte, voll- Konservativen 2796-4428 Stimmen. gesetzt. Wenn der Vorstand ber Kaffe behauptet, er hätte das tommen ehrliche Mitglieder einer nur gefeßgebenden" Körperschaft sein; dort hätten sie nur zu berathen und zu kontroliren, Beste gethan, was der Kasse und den Mitgliedern Vortheil Bei den Gewerbegerichtswahlen in Schöningen bringe, warum führt denn der Vorstand nicht die freie Aerzteaber in einem allein souverän herrschenden Parlament, in dem( Braunschweig) siegten unsere beiden Kandidaten mit 91 bezw. wahl und einjährige Delegirtenwahl ein, welches gefeßmäßig auch fie Stellen, Ehren und Pfründen zu vergeben, Kongeffionen zu 90 Stimmen, während die Hirsch- Duncker'schen nur 34 bezw. zulässig ist, oder denkt der Vorstand, dadurch eine gefügigere bewilligen, Regen und Sonnenschein für Millionen zu machen 38 Stimmen erhielten. Majorität zu haben? Was nun die Urheberschaft der haben, werden fie torrumpirt." Agitation anbetrifft, so weisen wir die Beschuldigung ganz Die Sozialdemokratie Schlesiens hält ihren nächsten entschieden zurück, wir Arbeiter sind selbst die Urheber der Parteitag am 8. Januar in Haynau ab. Agitation; wenn wir als Mitglieder unseren Beitrag bezahlen, haben wir auch das gesetzmäßige Recht, an der Verwaltung der üben. Im übrigen wundert es mich sehr, daß gerade der VorStaffe, sobald wie uns etwas nicht richtig erscheint, Kritik zu ftand, um fich zu vertheidigen, den Borwärts" in Anspruch „ Gestern Abend wurde, noch vor der von ihm einberufenen nimmt, wo er doch sonst in betreff der Inserate und Versammöffentlichen Arbeiterversammlung, der Führer der hiesigen fozial- lungs- Anzeigen noch niemals den Vorwärts" benutzt hat! demokratischen Partei, Böhle, verhaftet!! Man sagt, es sei dies Warum beschränkt sich der Vorstand nicht auf die Littfaßsäulen, auf seine in der Betrischen Versammlung gehaltene Rede hin ge- welche doch sonst nur seine Organe find? In allen übrigen fchehen, man beschuldige ihn des Landesverraths und der Auf- Sachen verweise ich auf das Inserat zu der Sache, welches die reizung! Wer ist nach dem Bismarck- Blatte denn die„ Elite" des Volkes? Wohl diejenigen Aristokraten, die als Echmaroger und Zuhälter der verschiedenen franzöfifchen Monarchen so tief in der Korruption stecken, daß fie gar nicht mehr forrumpirt werden könnten. Und wie vertommen auch in Frankreich wie überall die Bourgeoisie sein mag, der Parlamentarismus, obwohl wir ihn nicht für die beste Regierungsform halten, zieht wenigstens die Schandthaten an's Tageslicht, über welche die Monarchie, ob legitime oder bonapartistische, einen so dichten Schleier zu siehen wußte. Beitung" läßt sich über die Berbaftung unseres Genossen in ihrer Böhle's Verhaftung. Die freifinnige Straßburger Bürger Nummer vom 6. Dezember aljo aus: Wir bemerken hierbei, daß in der Petri'schen Rud. Dröhmer, Detateur, Sebastianstr. 29, Mitglied der Krankenkassen- Kommiffson gewerblicher Arbeiter und Arbeiterinnen. Achtung, Glasarbeiter! In der Glasfabrit der Gebr. Eibenstein in Bischofswerda in Zuzuges. Wir sind, offen gestanden, febr begierig, wie heutige Nummer enthält. man die Verhaftung rechtfertigen wird, da unserer Meinung nach Frankreich. Das neue Rabinet hat für sein Programm liberalen Streifen nur eine Stimme und felbft die Straßb. Post" Böhle nichts gesagt hat, was strafbar wäre. Hierüber ist in das erbetene Vertrauensvotum erhalten. Wie lange das der man den Vorwurf der liberalen Schneidigkeit gewiß nicht Vertrauen dauern wird? Je weiter die Untersuchung vor machen fann, erklärt heute, daß auch sie in der Rede Böyle's nicht schreitet, desto höher thürmen die Schwierigkeiten sich auf, strafbare Kriterien erblicken tonnte. Wir halten ein solches Vordesto größere Machtmittel bietet der in die Enge getriebene gehen gegen einen unbequemen Politiker, dessen Anfichten Sachsen find Differenzen zwischen Arbeitern und Unternehmern Sapitalismus auf, um seiner Ankläger Heir zu werden. auch wir feineswegs theilen, für sehr bebentlich. Das ausgebrochen. Die dortigen Kollegen bitten um Fernhaltung des Und wir bezweifeln sehr start, daß die Minister, felbe wird nur dazu dienen, die Sozialdemokratie zu Der Vorstand des Verbandes. mag ihr Wille auch noch so gut sein, ihrer Aufgabe ge- Bersammlung nicht allein den Gozialdemokraten der Vorwurf des der Glasarbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands. wachsen sind und ihre Versprechungen werden erfüllen Standalierens gemacht werden muß. Auch andere Leute, sogar tönnen. Die soziale Krisis, durch welche Frankreich jetzt Regierungsräthe vetheiligten sich, als Böhle sprach, in ungehöriger ( Sib Bergedorf) J. A.: A. Gebel, Geschäftsleiter. feiter. unmöglich. Hier könnte nur eine sozialistische Diktatur und es ist grundfalsch lediglich die Sozialdemokraten für die Für Töpfer! Nach der Zeitschrift Der Töpfer" ist Zuzug helfen, und für sie scheinen die Vorbedingungen noch nicht Spektakelszenen der Bersammlung verantwortlichen fachen fernzuhalten nach Harburg( Seifert), 3 wick au( Scholz) und da zu sein. Einer diefer gewaltigen Schlußrufer aus dem konservativen Lager nach Stettin für Werkstuben- Arbeiter. ein Regierungsrath rief ziemlich laut in bezug Spanien hat also wieder eine Minister frisis. auf Böhle:" Der muß vor die Straffammer, nicht in die eine Deputation zum Magiftrat. Sie soll erwirken, baß Die Arbeitslosen in Halle a. S. entsandten abermals Der bisherige Ministerpräsident war konservativ und nannte Aubette!" Solche Auslaffungen sind doch sehr thöricht und die Inangriffnahme der geplanten öffentlichen Arbeiten besich Canovas, der kommende ist liberal und heißt taktlos." Gaga ft a. Bwischen Konservativen und Liberalen pendelt Rede Böhle's nichts enthalten gewesen sei, was feine Berhaftung Auch die Straßb. Post" spricht sich dahin aus, daß in ber die spanische Stegierung seit Jahrzehnten hin und her, und rechtfertigte, um jo neugieriger find wir zu erfahren, was das ob konservativ oder liberal- Spanien fommt immer Gericht fagt. Denn daß im Deutschen Reiche, die Reichslande die Finanzen zerrüttet, die Verwaltung natürlich eingeschlossen, jemand in Haft genommen werden könnte aufgelöst, feine Wege gebaut, feine Schulen, die einfachsten ist doch gänzlich ausgeschlossen. Verbesserungen unterlassen überall Unzufriedenheit, und weiter herunter die staatliche und wirthschaftliche Anarchie flagt sich nur Parteifinauzen. Dortmund. Jahreseinnahmen( inkl. felber an, indem sie in jeder Ecke und jedem Winkel 61,35 M. vorjährigen Bestands) 878,40 M., Ausgabe 711,61 M., das Gespenst des Anarchismus ficht es ist nur ihr Bestand 166,79 m. eigenes Spiegelbild. Db Sagasta im stande sein wird, ein R neues Ministerium zusammen zu bringen, ist beiläufig Wahlkreis) beschloß die Errichtung einer Agitationsschule. Der Burgstädter Wahlverein( 10. fächsischer Reichstagsnoch sehr die Frage. Die Republikaner haben ihm ihre Unterstügung versprochen, woraus wir Todtenliste der Partei. Gestorben in Bockenheim den Schluß ziehen können, daß sie Spanien schon als sichere die Genofjin B. Matthes. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Aus Nordhausen meldet man der Thüringer schleunigt wird. überwies den Klage- Antrag eines Gärtnergehilfen dem Amtsgericht, da die Gärtnergehilfen zu den landwirthschaftlichen Arbeitern gehörten. In Altona überwies das Amtsgericht die Klage eines Gärtnergehilfen dem Gewerbegericht, da die Gärtnergehilfen als Gewerbegehilfen zu betrachten feien. Zweierlei Recht. Das Dresdener Gewerbegericht Opalemiga in Bosen zahlte ihren Aktionären 25 pet. Mehrwerth schleckert sich füft. Die Zuckerfabrit zu Dividende. Wie tief mögen die Löhne sein, welche die Fabrit ihren Arbeitern zahlt! Auch ein Steckbrief. Nr. 94 der Delmenhorster Nach richten" vom 23. November enthält folgende Bekanntmachung: Am 17. d. M. hat zu Hude ein Unbekannter im Alter von 85 bis 40 Jahren(!!) mittlerer Größe, träftiger Statur, mit dunklem Schnurrs und Backenbart, fchwarzer Müße, blauem Jacket, dunkler Hose und Stock gebettelt. Beute betrachten, und, statt den Baum zu schütteln, vorläufig abwarten wollen, bis die Birne ihnen in den Schooß fällt. So gut wie die monarchische Regierung können sie Tribüne":„ Am Sonntag, den 20. vor. Mts., unternahmen ver- und Nachricht Nr. 611/92 Delmenhorst 1892, Nov. 19. die Grundlagen der Monarchie ja auch nicht untergraben.fchiedene Genossen Agitationstouren im Wahlkreise, um FlugParteinachrichten. B D Quittung über bei der Generalfommission der Ge Antrag: Nachforschung nach der Person des Verdächtigen Der Staatsanwalt. J. V.: Benzler." blätter zu verbreiten. Es tamen hierbei auch mehrere Genossen Das Norddeutsche Voltsblatt" stellt hierzu die gewiß nicht nach Benneckenstein i. S.; als diese mit der Verbreitung fertig überflüssige Frage an den Staatsanwalt, ob er gegen jene noblen waren und einen Genossen besuchten, erschien ein Polizeibeamter, Fechtbrüder, die aus irgend einem Grunde Schiffbruch gelitten um im Auftrage des Bürgermeisters zu ersuchen, daß ein Ge- und aus ihrer Klasse hinausgeschleudert worden sind, und nun, noffe zu demselben komme. Nach furger Ueberlegung geschah mit Mitleid erregenden Bettelbriefen ausgerüftet, vor den Thüren dies auch. Als der betreffende Genosse bei dem Bürger- ihrer früheren Klaffengenoffen betteln gehen, auch felche schneidige Gegen die Militärvorlage wurden ferner Protestmeister anlangte, fab er schon, um was es sich handelte. Der Stedbriefe erläßt." Bersammlungen abgehalten in Freienwalde a. D. Bürgermeister hatte nämlich auch ein Flugblatt erhalten, ( Ref. Koopmann Berlin), Elberfeld( Ref. Reichstage worüber er nicht wenig erzürnt schien. Nachdem er an den Ge Abgeordneter arm), Schöneberg bei Berlin( Heferent noffen mehrere Fragen gerichtet und dieser diefelben beantwortet, werkschaften Deutschlands in der Zeit vom 5, November bis Antrid), Seesen a. Harz( Ref. Wentzel) Gröpelingen feste er sich hin und studirte das Flugblatt. Der Genosse 1. Dezember 1892 eingegangene Gelder. Quartalsbeitrag ( Ref. Alwin Rerl- Bremen), Sohenmölfen( Ref. off machte darauf aufmerksam, daß er nicht meh; so viel Zeit habe,( 3. Quartal 92) des Berbandes der Gold- und Silberarbeiter 69, mann- Beig), Groß.Ditersleben( Ref. Gerlachda er wieder zur Bahn müsse, worauf ihm erwidert wurde, er Osnabrück( beim gemeinschaftlichen Zusammensein einiger Former) Salberstadt), Roßwein( Referent Lämmermann- Burg folle das Maul halten. Der Genosse protesticte dagegen und er 5,40. Quartalsbeitrag( 4. Quartal 92) des Vereins der LithoStädt). Härte, wenn er verhört werden solle, so möge das im Amts- graphen, Steindrucker 2c. 195,- Quartatsbeitrag( 2. Quartal 92) zimmer und nicht im Privatzimmer stattfinden. Hierauf ließ ihn des Berbandes der Korbmacher 28,-. Quartalsbeitrag( 3. Quartal Mit den Beschlüssen des Berliner Parteitages er- der Bürgermeister ins Arrefilokal führen. Sodann wurden den 92) des Verbandes der Maurer zc. 504,85. Samburg, Ueberschuß Märten sich weiter einverstanden die Parteigenossen in Suh, anderen Genossen die übrig gebliebenen Flugblätter weg vom Bau D. Schliebhacker, Alsterdorf 26, Dortmund, Elberfeld. Wilhelmshaven( von genommen. Am anderen Morgen wurde der eingesperrte Ge- verschiedenen Freunden gesammelt) 14,70. Quartalsbeitrag Die Kölner Parteigen offen stimmten den Beschlüssen des noffe durch den Gendarm Stender nach dem Rathhause geführt.( 3. Quartal 92) des Berbandes der Schiffszimmerer 20,55. Parteitages ebenfalls zu; sie wollen sich mit besonderem Gifer Der Gendarm hielt ihn dabei am Arm fest und erlaubte fich Quartalsbeitrag( 2. Duartal 92) des Verbandes der Fabrik, der Agitation widmen, uin dem nächsten Parteitag einen würdigen gegen die fozialdemokratische Partei ungehörige Redensarten. Land- und gewerbl. Hilfearbeiter 2c. 130,80, Samburg, ZentralEmpiang zu bereiten. Nachdem der Genoffe verhört war, wurde ihm tund gethan, daß verein der Frauen und Mädchen 6,15. Quartalsbeitrag( 3. Quartal Die Parteiverfammlung des 10. sächsischen Reichsman ihn wegen Anfreizung zum Klaffenhaffe antlagen werde und 92) des Verbandes der Bauarbeiter 90, tags.Wahlkreises, die am 4. Dezember in Waldheim die Flugblätter an die Staatsanwaltschaft nach Nordhausen tagte, erklärte sich nach dem Referate des Delegirten Grün, schicken wolle. Darauf wurde er en assen. Die Thüringer berg dem Genoffen, gegen den Bürgermeister bei der den Beschlüssen des Berliner Barteitages und namentlich mit den Staatsanwaltschaft Anzeige wegen Freiheitsberaubung zu erResolutionen einverstanden, die von diesem über den Militaris- statten. mus und den Staatssozialismus gefaßt wurden. A. Dammann, Raffirer, Hamburg, Bollvereinsniederlage, Wilhelmsir. 18, 1. Et. Dritter Kongreß der deutschen Schuhmacher. -In Dölib bei Leipzig duldete es der stellvertretende Frankfurt a. M., den 9. Dezember. Gemeindevorstand nicht, daß in einer Versammlung ein aus Die Sigung wird Vormittags um 8/2 Uhr eröffnet. Gemeindewahlen. In Kappel bei Chemnitz wurden bei wärtiger Redner, der Leipziger Parteigenoffe Pollender, Die Diskussion über den Geschäftsbericht wird fortgefekt der Wahl der Unansässigen im ersten Bezirt 86 sozialdemokra- über die Gemeinderaths- Wahl sprach. Die Versammlung sei nur und, nachdem sich wohl alle Delegirten an der Debatte betische und 1 gegnerischer Stimmzettel abgegeben; im zweiten Be- für Döliger Einwohner bestimmt. Die Bersammlung beschloß theiligt haben, folgende Resolution einstimmig angenommen: zettel. Die Gegner sind über diesen glänzenden Sieg unserer girt 164 fozialdemokratische und fein einziger gegnerischer Grimm gegen diefe Maßnahme Beschwerde zu führen. Die Generalversammlung drückt nach Kenntnißnahme des FlugPartei tonfternirt. -Der Prozeß, welchen Landgerichts- Direktor Schmidt in blattes Thümlein und Genossen, sowie nach eingehender Prüfung Breslau gegen den Redakteur der Volkswacht", unseren Ge- und Diskussion der Angelegenheit ihre vollste Entrüstung über Bei der Wahl in Meerane siegten die Kartellbrüder mit noffen Karl Thiel, wegen angeblicher Beleidigung angeftrengt ein derartiges Gebahren aus, und betrachtet diese Berleumder 945-1182 Stimmen. Wir erhielten 212-358 Stimmen. Un bat, fommt am 15. Dezember vor der dortigen ersten Straf als die größten Schädiger unserer Organisation. Die GeneralBeobachter" bemerkt zu diesem Ergebnis: Die mißlichen Er eine aus Berlin. Wahl betheiligten sich 73 pCt. der Wähler. Der„ Chemnitzer fammer zur Berhandlung. Bertheidiger ist Rechtsanwalt Wolfgang versammlung spricht dem Vorstand ihr vollstes Bertrauen aus. Die Generalversammlung beschließt ferner die Ausstoßung der werbsverhältnisse, der Zensus des Bürgerrechts, die steigende Die Fränt. Tagespost" theilt mit, daß dem Reichstags- Verfasser des Flugblattes." " Schuldenlast der Gemeinde, und der Umstand, daß die Kompro- Abgeordneten Albert Schmidt- Burgstädt seitens der ChemAnstrich der Opposition pagegen zu geben wußte, sowie die flein- hängig gewesenen Klagefachen seien rüidgängig gemacht worden. städtischen, spießbürgerlichen Zustände innerhalb der Wahlberechtigten, auf deren Ausbeutung sich die Antisemiten ganz famos verstehen, wirkten zusammen und ermöglichten diesmal das Wahlergebnis. maligen Leipziger Stadtverordnetenwahlen gemacht hat, Die Fortschritte, welche unsere Partei auch bei den diesBoziale Llebersicht. An die Korbmacher Deutschlands! Kollegen! Der Streit Dem Ausschuß wird sodann einstimmig Decharge ertheilt. Unterm britten Bunft der Tagesordnung: Unsere Stellung zu den BeSchlüſſen des Gewerkschafts- Kongresses in Halberstadt, stimmt die Generalversammlung dem auf dem Rongreß gefaßten Antrage zu und geht zur Tagesordnung über. Bezüglich des IndustrieRongresses beschließt die Generalversammlung, daß bei dem in Aussicht stehenden Industrie Rongreß je 1500 Mitglieder einen Delegirten entsenden. Gleichzeitig wird die eingesetzte Kommission ersucht, wenn möglich, dahin zu wirken, daß der Industrie an den allgemeinen GewerkschaftsKongreß im Anschluß an Ferner stimmt die Generalversammhaben die Ordnungsparteiler auf den Gedanken gebracht, eine Aenderung des städtischen Wahlgesetes zu verlangen. Der be- der Berliner Kugeltorb Arbeiter dauert unverändert fort. Da Kongreß stattfindet. tannte Deppchen" Göt- Dr. Ferdinand G5h, einer der die Arbeitgeber alles in Bewegung setzen, um Arbeitsfräfte von lung der Resolution der Schneider zu, wonach, falls der Matadore des Turnerbundes und ehemaliger blutrother Demo außerhalb heranzuziehen, warnen wir alle Kollegen vor den in Industrie- Kongreß nicht stattfindet, die nächste Generalversamm frat" " hielt im Bezirksverein Leipzig- West eine dementsprechende den verschiedensten Formen erscheinenden Beitungs- Annoncen, wo- lung der Schuhmacher und Schneider zu gleicher Zeit und am Der Name des Verbandes bleibt wie bisher, Um 12%, Uhr Wahl nach Bezirken oder nach Klassen eingeführt werden. verlangt werden; dieselben sollen nur den Zweck haben, unferen Rede. Danach soll an stelle der jett giltigen Listenwahl die nach Arbeitskräfte bei einem Lohne von 25-30 M. nach Berlin gleichen Orte zu tagen hat. Es folgen nun die Statutenberathungen. Während jest jeder Wähler, sowohl die Vertreter der Grund- Streit illusorisch zu machen, denn von 56 Mann haben vielleicht wird die Vormittagssigung vertagt. Die Nachmittagssigung wird mit der Statutenberathung ausansässigen) und überhaupt sämmtliche zu wählende Vertreter mit mit der Hälfte des angegebenen Lohnes zufrieden sein. Zuzug gefüllt. entfallenden Kandidaten zu wählen haben, während bei der Klaffenernennt, würde er bei der Bezirkswahl nur die auf seinen Bezirk ift strengtens fern zu halten. Das Streiffomitee. Alle Briefe und Sendungen sind zu richten an Robert Riersch Alle Arbeiterblätter werden um Abdruck gebeten! Antwort! Bon Wichtigkeit ist die neue Fassung des§ 3, welche immerhin als eine Annäherung zum Industrieverbande betrachtet werden kann. Derselbe lautet: Bur Mitgliedschaft find alle in der Schuhindustrie und im Schuhmachergewerbe und verwandten Berufen thätigen Arbeiter und Arbeiterinnen berechtigt, welche die Bestimmungen des Vereins als rechtsverbindlich für sich anerkennen. In Orten, wo keine Organisation von Arbeitern Zu der in Nr. 288 veröffentlichten Resolution, welche die anderer Berufe in der Bekleidungs- Industrie vorhanden ist, am 4. Dezember stattgefundene Generalversammlung der Dele- lönnen auch folche in den Verband aufgenommen werden. girten der Allgemeinen Orts Krankenkaffe gewerblicher Arbeiter Mofern diese Mitglieder aber in einen Ort kommen, wo ein und Arbeiterinnen annahm, bemerke ich folgendes: Die Ver- Verein oder eine Bahlstelle ihrer Berufsorganisation ist, werden fammlung war von mindestens 200 Personen besucht, von denen ste letzteren überwiesen resp. von uns ausgeschieden."" Der Beiangenommen wurden. Was die gesetzmäßige Grenze anbetrifft, laffen. Um 6½½ Uhr wird die Sigung vertagt. wahl jede der oben erwähnten beiden Klassen außerdem ihre Vertreter Berlin S, Ritterstr. 25 im Restaurant. gesondert zu ernennen hätte. Der Göh'sche Vorschlag wird dem Leipziger Broßenthum ohne Zweifel äußerst sympathisch sein; ob et aber verwirklicht werden wird, ist immerhin fraglich, da feines wegs feststeht, daß durch seine Verwirklichung unserer Partei In Oberfrohna( Sachsen) siegte in der Klasse der UnWit 118 Stimmen wurde bei der Nachwahl in eifenau N der sozialdemokratische Kandidat gewählt, während der Kandidat auch noch der größte Theil anwesend war, als die Mefolutionen trag wird auf seiner feitherigen Höhe( wöchentlich 10 Pfg.) be= der Geaner nur 84 Stimmen erhielt. Für den Inhalt der Inserate über nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonnabend, 10. Dezember. Opernhaus. Lohengrin. Schauspielhaus. Demetrius. Turandot. Lessing- Theater. Dame. Circus Renz. ( Karlstraße.) Sonnabend, den 10. Dezember 1892, Abends 714 Uhr: Grosse Gala- Vorstellung. Aus dem Programm besonders hervorzuheben: Quadrille aus der Zeit Friedrichs d. Gr., ger. v. 8 Damen u. 8 Herren. Elimar, der Strickspringer, vorgef. v. Frl. Oceana Renz. Mr. James Fillis mit dem Schulpferde Germinal. Im Reich d. Blumen, Die Camelien- equestr. Fantasie v. Frl. Clot. Hager. Auftreten der Gebr. Martinetti, Gebr. Deltorelli 2c. Berliner Theater. Kean. Wallner- Theater. Der Lebemann. Deutsches Theater. Die Jüdin von Toledo. Kroll's Theater. Die Iuftigen Weiber von Windsor. Neues Theater. Logirbesuch. Rendenz- Theater. Im Pavillon.( Le Parfum). Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Das verwunschene Schloß. Bellealliance- heater. Keine Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Die wilde Madonna. Thomas- Theater. Der Herrgottschniger von Ammergau: National- Theater. König Lear. Apollo Theater. Spezialitäten Vorstelling. Theater der Reichshallen. Spezialitäten- Borstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Borstellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenBorstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spezialitäten- Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Vorletzte Woche. Zum 95. Male: Die wilde Madonna. Gesangsposse in 3 Aften von L. Treptow Couplets von G. Görss. Musik von G. Steffens. Mit neuen Kostümen aus dem Atelier d. Fr. Köpke, und neuen Deforationen v. Lütkemeyer in Coburg. In Scene gesetzt von Adolph Ernst. 即日 Anfang 7%, Uhr. Morgen: Dieselbe Borstellurg. DF In Vorbereitung: E Zum Schluß: Auf Helgoland. Ballet von 82 Damien. Auszug der Leib- Garde- Artillerie. Am 8. Dezember, früh 72 Uhr, entschlief nach langem schweren Leiden unser Kollege, langjähriges Vorstandsmitglied und Schriftführer Herr Emil Röhr. Wir verlieren in ihm einen uns lieb gewordenen Mitarbeiter, welcher infolge seines geraden Charakters unser unbedingtes Vertrauen genoß, und den wir schwer vermissen werden. Sein Andenken wird stets bei uns in Ehren bleiben. Der Vorstand 478b der Orts- Krankenkasse d. Gürtler. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 11. d. M., Nachm. 2 Uhr, vom Trauerhause, Gitschinerstr. 73, aus nach dem neuen Jakobilirchhof, Brizer Chaussee, statt. 489b Morgen, Sonntag: 2 gr. Vorstellun Allen Freunden und Bekannten die gen. Nachmittags 4 Uhr( 1 Kind frei): Die lustigen Heidelberger. Abends traurige Mittheilung, daß unser guter, 7/2 Uhr: Auf Helgoland. Billet- Vor- lieber Bater verkauf beim„ Invalidendant", Markgrafenstr. 51a. Fr. Renz, Direktor. Circus Corty- Althoff. Berlin, Friedrich- Karl- Ufer, Ecke Karlitraße. Sounabend, den 10. Dezember, Abends 7%, Uhr: Novitäten- Vorstellung. U. A.: 1. Auftreten d. besten Schulreiterin der Welt Baronesse de Walberg. 1. Auftreten der Luftgymnastiferin Mlle., Marie. 3.1. Male: Pas de deux gracieux 3. Pferde, ausgef. von Frl. Helene Althoff u. Hrn. Lee. Borf. d. munderb. dress. Rapph. Incroyable durch d. Dir. Althoff. Ein ungarisches Czikosfest 2C. Sonntag, 11. Dez.: Zwei ExtraVorstellungen, 4 Uhr( 1 Kind frei) u. 71/2 Uhr. Feen- Palast Burgstraße, neben der Börse. Welt- Lokal Berlins, 5000 Pers. fassend. Täglich Modernes Babylon. Gr. Spezialitäten- Vorstellung Gesangsposse in 3 aften v. Ed. Jacobson und W. Mannstädt. Couplets theilweise von G. Görss. Musik von G. Steffens. American- Theater. Jeden Abend jubelnder Beifall! Die Trockenwohner, oder„ Das Kind in der Kommode", parodistisch- realistischer Vorgang im Keller, beobachtet vom Hofe aus, von Ostar Wagner. Bendix saifonummer: Man merkt's am Gang, Da ist was mang! Auftreten sämmtl. Spezialitäten. Anfang 72 Uhr. Entree 75 Pf. Sonntags 6 Uhr. PassagePanopticum. Der Tigermensch. Anf. Wochent. 7 Uhr, Sonnt. 6 Uhr. Entree 50 Pf. Kaufmann's Variété Am Stadtbahnhof Alex anderplatz. Vollständig neues Programm. SalonParterres Soeurs Leuth, Athletinnen. Bernhard- Trio, trobaten. Miß Ophelia mit ihren dreffirten CacaduË. Schnellzeichner Clown Richards, und ſeinem Gänse- Zirkus. bildhübsche Clara Betoni, Soubrette, sowie Auftreten sämmtlicher anderer Spezialitäten. Anfang Wochentags 8 Uhr. Emil Röhr, Zum Besten der gemaßregelten Pferdebahn- Bediensteten. Montag, den 12. Dezember 1892, in den Concordia- Festsälen, Andreasstr. 64: Vokal- und Instrumental- Konzert 12 Jahre der Verbannung oder: Des Ausgewiesenen Heimkehr. Lebende Bilder, gestellt nach den von Scavola und Porsenna geschaffenen Lichtdruck- Bildern. Nach Beendigung der lebenden Bilder: Tanz. Billet 30 Pf. Einlaß 71/2 Uhr. Anfang 81% Uhr. Billets find in allen bekannten Lokalen und bei den bekannteren Ge noffen zu haben. 273/11 um Folg Im Work geha erad dem Schu wirt Der Veranstalter: Hermann Faber. Fachverein der Tischler. Sonntag, den 25. Dezember 1892, am 8. Dezember, Morgens 7/2 Uhr in der Berliner Ressource, Kommandantenstr. 57: verstorben ist. Berlin, den 9. Dezember 1892. Marie Röhr und Sohn. Die Beerdigung findet Sonntag, den 11. d. M., Nachmittags 2 Uhr, vom Trauerhause Gitschinerstr. 73, aus, nach dem neuen Jakobi- Kirchhof, Riydors, Hermannstraße, statt. Am 8. d. M. verstarb unser lang= jähriger Werkmeister Herr Emil Röhr. Diejenigen, welche seine Tüchtigkeit, wie seinen herzlichen und liebenswür digen Charakter kannten, werden überzeugt sein, daß ihm ein dauerndes Gedächtniß bewahrt bleibt. Weihnachts- Vergnügen, bestehend in Konzert und Gesangvorträgen, fowie humoristischer Unterhaltung und Tanz. Geschenke- Verloosung für Kinder. Jedes Kind erhält ein 2003 grati Von 12 Uhr ab Tanz. Eröffnung 5 Uhr. Ber habe. lrgr Ter und D.( S nach tani Die Ang feine Ursc mitt Ilog in war die einz dara des wie den 308/15 Billets zum Preise von 30 fg.( ausschließlich Tanz) sind auf allen Zahlstellen des Vereins zu haben. An der Kasse werden feine Billets verkauft. Die Mitglieder werden Der Vorstand. ersucht, sich frühzeitig mit Billets zu versehen. Große öffentliche Versammlung 72 Sämmtlicher im Drechslergewerbe beschäftigten Arbeiter Die Beerdigung findet Sonntag, den 11. d. M., Nachmittags 2 Uhr, vom Sterbehause, Gitschinerstr. 73 aus, statt. Berlin, den 9. Dezember 1892. am Sonntag, den 11. Dez., Vorm. 10% Uhr, Angestellte und Inhaber der Firma im Lokale des Hrn. Kuhlmey, Schönhauser Allee 28. Paul Bouveron. Todes- Anzeige. Tages Ordnung: 1. Bortrag über: Zweck u. Nutzen der Gewerkschafts- Bewegung Referent: Kollege Dost. 2. Diskussion. 3. Erhebung der Arbeitslosen- Statiſti Am 7. d. M., Abends 10 Uhr, verfür Berlin. 4. Verschiedenes. schied unser langjähriger Kollege und Geschäftsgenosse, der Steindrucker A16. Urban, am Speiseröhren- Krebs. Um zahlreichen Besuch der Kollegen bittet Sein braver, ehrlicher und treuer Charakter sichert ihm ein bleibendes Andenken im Herzen aller seiner Mitarbeiter. 4826 Das Personal der Berliner Kunstdruckerei und Verlagsanstalt, vorm. A. C. Kaufmann. Die Beerdigung findet morgen, Sonntag, um 1 Uhr vom Trauerhause, Usedomstr. 21, aus statt. Orts- Krankenkasse der Steindrucker und Lithographen zu Berlin. Am 7. Dezember er. verstarb unser Mitglied der Steindrucker 4746 Herr Albert Urban. Die Beerdigung findet statt am Sonntag, den 11. Dezember, Mittags 1 Uhr, vom Trauerhause, Usedomstr. 21, nach dem Elisabeth- Kirchhofe. Um zahlreiche Betheiligung bittet Der Vorstand. Verein der Lithographen, Steindrucker und Berufsgen. Deutscht. ( Filiale Berlin). Am 7. d. Mts. starb plöglich unser altbewährtes Mitglied, der Steindrucker 100 Die Agitations Kommission. Oeffentliche und zuge sini Syn 186/7 mant bei legt in ich fein. Versammlung für Männer und Frauen am Sonntag, den 11. Dezember. Abends 6 Uhr, in der Berliner Bock- Brauerei", Tempelhofer Berg. Tages Ordnung: 153/9 1. Bortrag des Genoffen 0. Antrick über:" Die Entstehung des Adels". 2. Diskussion. Der Einberufer. Nach der Versammlung: Gemüthliches Beisammensein mit Tan veranstaltet vom Sozialdem. Wahlverein f. den 2. Berl. Reichstags- Wahlkreis Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. Oeffentliche Bersammlung für Männer und Frauen am Sonntag, den 11. Dezember, Abends 5½ Uhr, in Schneider's Gesellschafts- Haus, Belforterstraße 15. Zages Ordnung: 456b Die Versammlung wird Der Einberufer. 1. Vortrag des Genossen Karl Hoffmann über: Die Stützen be Gesellschaft". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. pünktlich eröffnet. veranstaltet vom sozialdemokratischen Lese- und Diskutirklub„ Johann Jacoby" Nach der Versammlung: Gemüthliches Beisammensein mit Tatt Um zahlreichen Besuch bittet Achtung! Der Vorstand. Achtung! Gratweil's Bierhallen Albert Urban.( Sozialdemokratischer Agitationsklub für den Osten Berlins. Kommandantenstraße 77-79, Täglich: Germania- Konzert- u. Kouplet- Sänger. Wochentags frei. Sonntags 30 Pfennig. Kinder 10 Pf. Gr. Frühstücks- u. Mittagstisch. DEF Zwei Säle zu Versammlungen und Vergnügungen. sowie 6 Billards und 3 Kegelbahnen, F. Sodtke. Castan's pertes Lokal, franz. Bitary sc Panoptikum. Sensationell! Prinzeß Topase. Vorstellungen 11-1 und 4-9 Uhr stündlich. Ohne Extra- Entree. Entree 50 Pf., Kinder 25 Pf. Geschäfts- Eröffnung. Allen Freunden und Genossen die ergebene Mittheilung, daß ich am heutigen Tage eine 479b Destillation am Molkenmarkt 7 eröffnet habe. Für gute Speisen und Getränke ist E. Dill. bestens gesorgt. Besonderer Umstände halber ist ein Saal zu 100 Personen an Vereine und Gesellschaften am 3. Feiertag 488b unentgeltlich zu vergeben. Beutral Festfäle, Oranienstr. 180. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 11. d. Mt.3, Mittags 1 Uhr, vom Trauerhause, Usedomstr. 21, nach dem Elisabeth- Kirchhof, Prinzen- Allee, statt Rege Betheiligung erwünscht 208/7 Die Verwaltung. Beerdigungsverein Berliner Zimmerleute. Am 7. d. M. verstarb nach längerem 471b Herzleiden unser Kamerad Wilhelm Grothe. Die Beerdigung findet Sonntag, den Empfehle nach wie vor mein ver. 11. d. M., Nachmittags 3 Uhr, von größertes Lokal, franz. Billard 2c. der Leichenhalle der fönigl. Charitee dem verehrten Publikum. Vorwärts nach dem Zwölf- Apostelkirchhof in Volks- Tribüne, Volks- Zeitung, fomie Schöneberg statt. andere Zeitungen liegen aus.[ 1142L Um zahlreiche Betheiligung ersucht Der Vorstand. Todes- Anzeige. Den Mitgliedern vom Spar: und Kreditverein Humanität und Solidaria zur Nachricht, daß unser Mitglied, Freund und Genosse, der Zimmerer Wilhelm Grothe, am 7. d. M. am M. Berndt, Oranien- u. Alexandrinenstr.- Ecke. Achtung! 4456 Parteigenossen empfehle mein schön eingerichtetes Lokal zum gefälligen Be fuch. Bereinszimmer oder Zahlſtelle Grosse öffentliche Versammlung für Männer und Frauen am Sonntag, den 11. Dezember, Abends 6 Uhr, in Schneider's Gesellschaftshaus, Proskauerstraße 37/38. Tages Ordnung: 488b mir ich Alz ich mein bei ann denr ich Zaf hobe Tha fein ausc näh Erft meb auf geft jich das half geg bis 62 In Das Rei Der 1. Bortrag des Genossen Rein über: Die zehn Gebote und die befizende Klaffe". 2. Diskussion. Entree 10 Pig. Nach der Versammlung: Geselliges Beisammensein und Tanz Achtung! Filzschuh- Arbeiter! Achtung! Große öffentliche Versammlung sämmtlicher in der Filzschuhbrauche beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen im Saale des Herrn Philipps, Rosenthalerstr. 38, am Sonntag, den i Dezember 1892, Vormittags 10 Uhr Tages- Ordnung: 1. Vortrag über: Ursachen und Bedeutung der Klassenkämpfe. 2. Di fussion. 3. Bericht der Revisoren des Agitationsfonds. 4. Verschiedenes. Bei der hochwichtigen Tagesordnung ist es Pflicht eines jeden, in der Versammlung zu erscheinen; sie wird pünktlich eröffnet. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Der Einberufer. 155/6 daf gele Ian gre tel ein Bla hän Der 34 We In Juf ibut ber hab hin flar ton flar ber wer web wer bes fich Da Ma Der Re their nur judy fofo biefe bie Beige Ja, benj nich liche wiet befr Herzleiden gestorben, ift. Die Beerbi Deutscher Schneider- u. Schneiderinnen- Verband für 40-50 Personen ist Donnerstags, gung findet am Sonntag, den 11. d. M., Freitags u. Sonnabends noch zu haben Nachm. 3 Uhr, von der Charitee aus Steinmehstr. 36a, Restaurateur Bredlow. ftatt. Um rege Betheiligung bittet 472b Der Vorstand. Weiss- u. BairischTodes Anzeige. 4806 Sonntag, den 11. Dezember, Abends 6 Uhr, in Boltz' Festfälen( früher Feuerstein), Alte Jakobstr. 75( oberer Saa Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Vortrag von Frau Emma Jhrer über: 32 Monate Fabrikarbeiterin". " Bierhaus. 83362 Den Mitgliedern des.- B. deutscher Große Vereinszimmer bis 60 Pers. Hutmacher, Filiale Berlin, zur Nachfassend, mehrere Tage in der Woche frei. richt, daß unser Kollege Gottlieb 2. Diskussion. Nachdem: Gemüthliches Beisammensein mit Tanz. Seirig am 7. Dezember gestorben ist. 272/7 G. Tempel, 2angestr. 65, Die Beerdigung findet Sonntag, Die Lokalverwaltung. Am Dienstag, den 13. Dezember: Oeffentliche Schneider- und Nachmittags 2/2 Uhr, von der Leichen Schneiderinnen- Versammlung in Brochnow's Festfälen( früher Wo speisen Sie? balle des St. Michael- Kirchhofes, erschel), Sebaſtianstraße Nr. 39. Berichterstattung über die Thätigkeit be In der alt. pommer schenküche, OranienBrizer Chauffee, aus statt. Der Filial- Vorstand. Agitationskommission. Xylographen, August Blank, Str. 181, Hof pt., bei Der Finder eines schwarzen G. Buckow. Frühst. Regenschirmes im Gisteller" am tüchtige Kräfte im techn. Fach, finden dauernde und angenehme Stellung Vereinszimmer, 30-40 Perf. faſſ.. 30 Pf. Mittagstisch, Mittwoch Abend wird um Angabe bei hohem Gehalt, auch als Zahlstelle zu verg. 4696 mit Bier 50 Pf., Abendtisch von 30 bis feiner Adresse an M. Zachau, Berg 0. Baatz, Fruchtstr. 81. 50 Pf. nach Auswahl. Norantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Mar Vadiys in Berlin, SW 3861L traße 59, gebeten. 4705 Frankfurt a. M. Sierzu zwei Beilage Die 13 Der and jer Der ng er 325 OP 8. en 15 e 3. 17 19 ". # 3 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 290. Gerichts- Beitung. Ahlwardt und die Judenflinten". X. Sonnabend, den 10. Dezember 1892. 29 9. Jahrg. alle, die wir objektiv zu urtheilen berufen sind, theilen die Ueber- man ihn dafür verantwortlich machen wollte? Ich will nicht zeugung, daß das Vertrauen, welches wir in unsere Heeres- allzu tief auf dieses Thema eingehen, nicht etwa, weil hier verwaltung bisher immer mit Recht gesetzt haben, durch das ein schwacher Punkt der Anklage vorliegt, sondern weil ja Verfahren der Heeresverwaltung nach Erscheinen der Broschüre wohl die Vertreter der Nebenkläger diefe mehr häusliche Angedes Angeklagten in feiner Weise beeinträchtigt ist. Im Gegen- legenheit behandeln dürften. Die Vorwürfe der Broschüre be Landgerichtsdirektor Brause wetter eröffnet die Sigung theil, gerade weil die Untersuchung langsam, aber mit vollstem züglich der Pflichtwidrigkeiten verweisen besonders auf das um 10 Uhr. Der Angeklagte ist anwesend. Pflichtbewußtsein und Eifer betrieben ist, ist unser Vertrauen zur Schmirgeln, Drücken, Anwendung doppelter Scheiben, Stehlen Der Präfident bemerkt vor Eintritt in die Verhandlung Heeresverwaltung ein um so unerschütterlicheres. Folgendes: Ich habe mich hier eines Auftrages zu entledigen. von Patronen, falsche Abstempelungen. Es sind eine Reihe von Im Laufe dieser Verhandlung ist die Behauptung aufgestellt worden. Es iſt gefragt worden, weshalb greifen die Gerichts- fonen: Noack, Scharffe und Gans. Der Angeklagte spricht Es ist außerdem den Gerichtsbehörden ein Vorwurf gemacht Personen genannt und an der Spitze derselben stehen drei Perworden, daß wir bei uns sogar einen jüdischen Kultusminister behörden nicht ein? Nun, obwohl dieser Vorwurf auch mich mehrere Male von den„ braven" Arbeitern,„ klassischen" Beugen gehabt haben und der damalige Vertheidiger hat es für angezeigt trifft, so bemerke ich: dieser Vorwurf ist vollständig ungerecht und einer„ Nationalbelohnung", welche diese Arbeiter verdienten. erachtet, den Namen von Goßler zu nennen. Von Se. Excellenz fertigt. Sofort nach dem Erscheinen der inkriminirten Broschüre Sehen wir uns diese Zeugen mal näher an. Noack und bem Oberpräsidenten, Staatsminister v. Goßler ist mir nun ein hat die Staatsanwaltschaft eingegriffen. Allein in der Broschüre Scharffe find zwei Leute, die mit dem Strafgesetzbuche schon Schriftstück überfandt worden, in welchem darauf hingewiesen wird der Vorwurf des Hoch- und Sandesverraths erhoben. Be- in sehr empfindlicher Weise in Konflikt gekommen sind. wird, daß er schon einmal der„ Boffischen Zeitung" bei ähnlicher tauntlich ist aber für solche Verbrechen nicht die Staatsanwalt- Wenn man berücksichtigt, daß diese drei braven" Arbeiter fich Beranlaffung in einem Schreiben seinen Stammbaum mitgetheilt schaft, sondern die Ober- Reichsanwaltschaft zuständig. Ich habe zu einem Komplott zusammengethan, um eine nicht unerhebliche habe. Daraus ergebe sich, daß seine Eltern, seine Großeltern, beshalb das Material fofort dem Herrn Ober- Reichsanwalt Summe von Herrn Löwe sich zu verschaffen, so erscheinen sie Urgroßeltern und Ururgroßeltern nachweisbar Christen waren. unterbreitet, und dieser hat sogleich eine eingehende Untersuchung wenig glaubwürdig, und wenn man ferner berücksichtigt, daß geDer Vorsitzende verliest den Stammbaum des Herrn v. Goßler eingeleitet. Er hat, sunächst den Zeugen Scharffe vernommen, rade diese brei Arbeiter fich an den Unregelmäßigkeiten betheiligt und schließt: Gin Jeder wird daraus ersehen, daß Herr um die Behauptung zu untersuchen, ob in 1. Goßler einer durchaus christlichen Familie angehört, soweit heimlich drei Gewehre ins Ausland geschafft worden. Die Ober- Der Angeklagte sagt in seiner Broschüre:" Welche Summe würde der That haben, so ist diesen Zeugen gegenüber doppelte Vorsicht geboten.. nachgerechnet werden kann, und nur wider besseres Wissen Reichsanwaltschaft lehnte es nach eingehender Untersuchung ab, wohl den Juden zu hoch sein, um der Veröffentlichung dieser fann man das Gegentheil behaupten. die Auflage wegen Hoch- oder Landesverraths zu erheben. Ich Thatsachen vorzubeugen?" Nun, ich glaube, der Angeklagte Erster Staatsanwalt Drescher: Ich erbitte mir das Wort. hatte nun zu untersuchen, in wie weit der übrige Inhalt der würde ebenso wenig Glück haben, wie sein Gewährsmann Noack. Die gestrige Sigung hat ausfallen müſſen wegen Krankheit des Broschüre strafbar fei. Inzwischen wurde der Ruf laut: Wee- Daß der legtere einen Erpressungsversuch gemacht hat, ist nicht Angeklagten. Daß derfelbe frank gewesen ist, unterliegt wohl halb verhaftet man nicht die Herren Löwe und Kühne, weshalb von der Hand zu weisen. Noad ging auch zum Büchsenmacher leinem Zweifel. Ich habe aber Veranlassung genommen, der beschlagnahmt man nicht ihre Bücher? weshalb macht man solch' Kirch und ersuchte ihn um ein Darlehn. Um seiner Ursache der Krantheit nachzuforschen und habe Folgendes er gemeingefährliche Gauner nicht unschädlich? Nun ich muß be- Bitte mehr Nachbruck zu geben, erklärte er auch dem Kirch, daß mittelt. Es sind bei der Durchsuchung der Kleider des Ange- merken: ehe ich mich zu einem solchen Schritte entschließe, über er von Unregelmäßigkeiten in der Löwe'schen Fabrik wisse. tlagten in der Paletottasche drei Pulver vorgefunden worden und lege ich mir denselben sehr reiflich. Ich frage zunächst, wer hat Kirch wandte das einzige richtige Mittel an, er fegte den Noack in seiner hinteren Rodtasche ein Rasfiber. In dem Kassiber die Unschuldigung erhoben und welches Material steht diesem Ge- an die Lust. Noack hat dann auch den Herrn Löwe auf der baren Informationen darüber enthalten, wie der Angeklagte währsmann zur Seite? Nun ich muß fagen, als ich auf Straße attackirt, erhielt die Abweisung: Lassen Sie mich in Ruh' bie Pulver einzunehmen und wie er aus einem Fläschchen der Broschüre den Namen Ahlwardt las, da er oder ich nehme die Polizei in Anspruch. Ist dies die Handlungswelches nicht vorgefunden worden ift- Tropfen ging es mir ähnlich wie Dem Herrn Polizei- Prä- weise eines Mannes, der etwas zu fürchten hat? Gegen Löwe einzunehmen habe. Ich habe, weil in dem Kaffiber ausdrücklich| sidenten., Ich sagte mir: Der Mann, der die Be- und Kühne ist garnichts Belastendes zu Tage gefördert worden, gegen Löwe und Rühne erhoben, ist erst vor besonders gegen Löwe ist tein einziger Zeuge aufgetreten und gerade des Arztes dienen sollte und noch Mittheilungen enthalten waren, turzer Zeit zu vier Monaten Gefängniß verurtheilt worden, gegen diesen Mann, den einzigen Juden, wendet sich der Inhalt wie er den Aerzten entsprechende Symptome vorzureden habe, weil, wie in dem Erkenntniß festgestellt worden, er eine Reihe der Broschüre. Als gegen Löwe nichts mehr anzubringen war, da den Gefängnißarzt mit der Untersuchung des Angetlagten betraut nicht erweislich wahrer Thatsachen behauptet hat. Auf einen konzentrirte sich der ganze Haß gegen Kühne.- Was nun die und zwei der vorgefundenen Bulver dem Gerichtschemiker Dr. Bischoff solchen Gewährsmann hin konnte ich mich nicht entschließen, die begangenen Unregelmäßigkeiten betrifft, so haben wir von den zugesandt, welcher Morphiumbestandtheile konstatirte. Die medi- Herren Löwe und Kühne verhaften zu lassen. Ich hatte nun die militärischen Sachverständigen gehört, daß, dadurch die Kriegszinischen Sachverständigen schließen aus den gestern mitgetheilten Frage zu entscheiden: soll ich gegen Löwe und Kühne oder gegen brauchbarkeit der Gewehre nicht im geringsten beeinträchtigt Symptomen darauf, daß eine fleine Atropin- Vergiftung vorliegt. Ahlwardt einschreiten? Ich entschloß mich zu legterem, und ich wurde. Dies ist der Kernpunkt der Sache. Die UnregelmäßigUngetl.: Mir ist vor und nach den Verhandlungen so glaube, ich habe gut daran gethan. Wenn ich mich zum Ein- feiten, die in der Löwe'schen Fabrik vorgekommen sind, mögen mancherlei in die Tasche gesteckt worden, wie es auf dem Korridor schreiten gegen die Herren Löwe und Kühne entschieden und sich den Inhabern zur Warnung dienen, sie werden in Zukunft noch bei dem herrschenden Gedränge ja leicht möglich war, daß ich zu- ein Gerichtshof gefunden, der die Anklage erhoben hätte, vorsichtiger sein, wie bisher. Außerdem hatten die Nebenkläger in meinen Taschen gefundenen Gegenstände zugesteckt hat, weiß ich muß, sagen: ich würde diesen Tag nicht zu meinen her- hatten nur ein Interesse daran, gute Gewehre zu liefern. Die Meister ich nicht. Es fann ein Freund, aber auch ein Feind gewesen vorragenderen zählen. Diese Beweisaufnahme hat wohl keinen waren es, die einen Vortheil davon hatten. Ich behaupte, daß zu fein. Ich habe vorgestern dem hohen Gerichtshofe versichert, daß 3weiſel darüber gelaffen, daß jeder Gerichtshof die Auflage der Annahme einer betrügerischen Handlung seitens der Herren Löwe mir ich wünsche gar nicht daran liegen kann, das Urtheil zu verzögern, a limine zurückgewiesen hätte. Die gegenwärtige Verhandlung und Kühne auch nicht die geringste Veranlassung vorliegt. Wir fehnlichst, daß die Sache zu Ende geht. hat den unwiderleglichen Beweis geliefert, daß ich das Richtige haben von den Sachverständigen gehört, daß die Firma ihren 3 vorgestern Abend die Sigung geschlossen war, habe getroffen, als ich mich zum Einschreiten gegen Ahlwardt ent- Auftraggebern nach jeder Richtung hin entgegenkam, daß sie die ich mich hingesetzt und die halbe Nacht hindurch an schied. besten und theuersten Maschinen anschaffte und überhaupt mehr meiner Bertheidigung gearbeitet. Ich versichere, daß ich die Der Angeklagte wird nach drei Richtungen hin beschuldigt, leistete, als sie verpflichtet war. Man sehe sich doch die Persön= wie in der Unflage des näheren angegeben ist. Der minder wichtige lichkeit des Nebenklägers Kühne an. Ein Mann, der seit einer annehmen, daß sie von einem Feinde herrühren. Wer wird mir Anklagepunkt ist die Rede, welche der Angeklagte in Dresden gehalten langen Reihe von Jahren dem Offizierkorps angehörte, der mit denn bie Dummheit zutrauen, daß ich solche Sachen, von denen und in welcher er den Büchsenmacher Stirch der Bestechlichkeit Ehren seinen Abschied nahm, der sollte ein Landesverräther ſein, 19 weiß, daß sie bel mit gefunden werden müffen, in meinen beschuldigt. Der Angeklagte bestreitet es, aber dieser Vorwurf der er sollte den Zenten, die er früher kommandirt, ein Gewehr in Laſchen behalte und sie nicht befeitige? Ich bitte nochmals den Bestechung zieht sich doch auch durch die beiden Broschüren, und die Hand geben, das sich gegen bie Träger richtet, er sollte hohen Gerichtshof, mir Glauben zu schenken. da der Stenograph, der diese Rede aufgenommen, diesen Vorwurf unsere ruhmreiche Hohenzollern- Dynastie zu Grunde richten wollen? Erster Staatsanwalt: Ich habe an die mitgetheilten ausdrücklich gehört hat, so darf derselbe auch als erwiesen an- Ich halte es einfach für unmöglich. Nun wird ferner dem Oberst Thatsachen gar keine Schlußfolgerung gefnüpft und habe auch genommen werden. Was die Widerklage des Angeklagten be- lieutenant Kühne die Aeußerung in Mund gelegt, er habe mit bestützt, daß göwe in einem wiber feinen zug auf das Schmirgeln gesagt. Benn die Rerle fich dabei nur nicht ausgeführt. Willen veröffentlichten Privatbriefe ihn beleidigt hat, so ist es so dumm anstellen!" Aber ist es denn nöthig, daß diese Aeuße Präsident: Auch der Gerichtshof hat keine Veranlassung des Angeklagten gutes Recht, in einem Privatllage Verfahren rung angenommen, daß sie gefallen sei sich auf das verGegenstand zu erörtern. Ich ertheile dem Herm Widerklage zu erheben, nicht aber in diesem öffentlichen Ber- botene Schmirgeln bezog? Wir haben gehört, daß das Schmirgeln nun- fahren. insoweit erlaubt war, als es sich darum handelte, die durch den Beschuß hervorgerufenen Schrammen zu beseitigen. Hierauf gelesen, alsbald zu eine Wort. nimmt Nun zur Hauptsache! von dem AnErsten Staatsanwalt das mehr das Wort der erste Staatsanwalt Drescher: Bevor ich auf die Sache selbst eingehe, sei mir eine allgemeine Bemerkung Ich sehe den Thatbestand der verleumderischen Be- tonnte sich ebenso gut die fragliche Aeußerung beziehen. gestattet. Als die Broschüre des Angeklagten, wegen deren er leidigung darin, daß der Angeklagte behauptet, drei Gewehre Selbst ein Gespräch, das vor drei Jahren einmal jich jetzt zu verantworten hat, erschien, erregte sie selbstverständlich seien aus der Löwe'schen Fabrik heimlich herausgeschafft und dem in einem Restaurant stattgefunden bas allgemeinſte und größte Aufsehen. wurde doch in dem Jn Auslande überliefert worden, zu einer Zeit, als noch strenge geklagten herangezogen und als Belastung gegen die Herren halte dieſer Broschüre ein immenſer Vorwurf erhoben nicht blos Geheimhaltung befohlen war. Hierin liegt der schwere Vorwurf Löwe und Kühne ins Feld geführt. Herr Graf v. Hohenthal hatte gegen unsere Heeresverwaltung, sondern insbesondere gegen eine des Landesverraths und, wie ich behaupte, hat der Angeklagte ganz recht, wenn er sagte: er könne sich auf den Wortlaut jenes bis dahin hochangeſehene und als hechachtbar befannte girma. wider beſſeres Wissen gehandelt. Ich finde ferner eine ver- Gespräches nicht mehr erinnern. Feſt ſteht, ein solches Gespräch Es wurden die ungeheuerlichſten Vorwürfe erhoben gegen die leumderische Beleidigung darin, daß der Ungeflagte in seiner hat stattgefunden, es ist sogar von Armeelieferungen gesprochen Juhaber dieser Ungeheuerlichte ihnen fum Vorwurf gemacht, Broschüre behauptet, daß die Firma Löwe u. Co. im Auftrage worden, es hat sich aber nicht feststellen lassen, was gesprochen das Verbrechen des Landesveraths, des Betruges, gegen eine der Alliance israélite der Regierung schlechte Gewehre geliefert worden ist und wer gesprochen hat. Ich stelle nicht in Abrede: Heiße bis bahis tendere, aft belannter Beamten, wurde habe, um unsere Wehrkraft zu erschüttern, damit das Deutsche Reich die Verhandlung hat ergeben, daß in der Löwe'schen Fabrit eine der Vorwurf der Bestechung erhoben. Es war erklärlich, an den Rand des Abgrunds geführt und unsere ruhmreiche Hohen Anzahl Unregelmäßigkeiten vorgekommen find, allein die Bebaß ihrem Erscheinen zollern- Dynaſtie vernichtet werde. Kann es einen schwereren Borwurf hauptung: daß die Löwe'sche Fabrik kriegsunbrauchbare, minderlangen war so berechtigt, daß man auch die Ungeduld be- diefer beiden Hauptpunkte erwiesen worden. Aufklärung verlangte; dieses Verdes Hoch- und Landesverraths geben?-Was ist denn nun in betreff werthige Gewehre geliefert hat, daß die Löwe'schen Gewehre Material zusammengesetzt waren, ist in greifen und entschuldigen fonnte, mit der auf eine baldige Klar- behauptet, daß mehrere Gewehre mit regelrechten Pässen versehen feiner Weise erwiesen, es ist auch nicht erwiesen, ' Unregelmäßigkeiten mit Wissen und Blättern und gefliffentlich von dem Angeklagten und seinen An- dieser Beziehung eingestellt, und wir haben hier festgestellt, daß Angeklagte behauptete: die Herren Löwe und Kühne haben den in Borwurf, der gleichzeitig öffentlich in der Preſſe, in vielen tung Wahres Der Ober- Reichsanwalt hat das Verfahren in Willen der Herren Löwe und Kühn vorgekommen seien. Der hängern gemacht wurde ,. verwaltung, ehe sie überhaupt noch in die Lage gekommen war nommen, dies gethan haben, als die Pflicht der Geheimhaltung sondern hauptsächlich sind diese Verbrechen geschehen, weil Herr Weshalb scheian wax mit dem bei der dem aus harmloſer, wie er in allen Wassen abriken vorkommt, sodas balten habe: der deutschen Armee kriegsunbrauchbare Gewehre Juhalt der Broschüre etwas Wahres sein! Nun, die Heeres die Heeresverwaltung den Büchsenmachern die Gewehre, die sie zu liefern, um die deutsche Armee in einem Kriege wehrlos zu Brwaltung hat das ihrige pflichtmäßig gethan, um die Sache auf mit Bewilligung des Inspektors Bray mitgenommen belassen, hat. machen. Es hätte gar nicht der eidlichen Versicherung des Herrn wurf. Sofort, nachdem der Heeresverwaltung und dem Kriegsminister Frankreich mit dem Tode bestraft werde". Man sieht daraus, halten, noch daß er überhaupt Mitglied jener Alliance sei, er zuklären, und sie in aller erster Linie verdient gewiß feinen Vor- Daraus macht der Angeklagte ein Verbrechen, welches in Löwe bedurft, daß er weder einen Auftrag von der Alliance erhin Depeschen abgehen lassen, um sofort den Thatbestand auf- machen versteht. haben, nach allen Richtungen des Reiches und der Monarchie aus einem Körnchen Wahrheit einen Berg von Unwahrheit zu der Meinung sei, daß die Alliance wohlthätige Zwecke verfolge. tonnte, als die Ungeduld des Publikums das erwartete, war er- die Herren Löwe und Kühne mit Absicht kriegsunbrauchbare vornherein klar, daß ein solcher Beweis nicht geführt werden tlärlich; denn es mußte ja den einzelnen Behauptungen, die in Gewehre geliefert haben, um das Deutsche Reich wehrlos zu kann. Ich komme nun zu dem wichtigsten Theile der Anklage, der Broschüre so massenhaft aufgestellt waren, nachgegangen machen. Terben. Es mußten die Truppentheile, die mit Löwe'schen Ge- hauptungen: auf Unregelmäßigkeiten, die in der Löwe'schen seine Behauptungen das Vertrauen zu unserer Heeresverwaltung wehren ausgerüstet waren, zu eingehenden Berichten aufgefordert Fabrik vorgekommen sind. Ich möchte nicht mißverstanden stark erschüttert, die Disziplin in unserem Heere untergraben, das werden über die Frage, ob und inwieweit diese Behauptungen werden, obgleich ich diesem Schicksal doch wohl kaum ent- Vertrauen des deutschen Soldaten zu feiner Waffe stark er fich die Löwe'schen Gewehre bei den Truppen bewährt haben. aussprechen. Daß Unregelmäßigkeiten und Pflichtwidrigkeiten das Ansehen der deutschen Armee im Auslande herabzusehen. des Angeklagten sich als wahr erwiesen haben, und inwieweit gehen werde, und will mich deshalb möglichst deutlich schüttert. Ja, die Behauptungen des Angeklagten sind geeignet, Daß das eine lange Zeit in Anspruch nimmt, übersah man. in der Löwe'schen Fabrik vorgekommen sind, bestreite ich keinen Der Angeklagte nennt sich mit Vorliebe Patriot, betont mit be= Man war eben nur mit dem Vorwurf bei der Hand: Die Heeres- Augenblick und die Herren Löwe und Kühne werden sich diesem sonderer Vorliebe seinen Patriotismus, seine Liebe zu Kaiser und verwaltung schweigt, es muß also wahr sein. Und als dann im Eindrucke wohl auch nicht entziehen können. Reichs Anzeiger", zunächst im nichtamtlichen Theil, eine Mit- in wie weit diese Vorwürfe begründet find, in welchem Umfange theil G C3 war für jeden Verständigen von vornherein ar, Weiter wird in der Broschüre der Vorwurf erhoben, daß daß diese Behauptung unwahr ist. war mir von Worauf stützt er nun diese unbegreiflichen Bezu der politischen. Es ist kein Zweifel: der Angeklagte hat durch Aber es fragt sich, Reich. Das Vorgehen des Angeklagten ist das gerade Gegenvon Patriotismus. Aber trotzdem befürchte ich, mit seinen Verleumdungen trog Be Fällen antheilung über die Sache erschien, die meines Erachtens nur dahin fie stattgefunden haben, welche Bedeutung ihnen beizumeffen ist der Angeklagte wird Bu deuten war, die Ungeduld des Publikums zu beruhigen, die und wie weit Löwe and Kühne dafür verantwortlich sind. Die alledem nicht aufhören. Der Angeklagte hat zum nur dahin gerichtet war, bekannt zu geben, daß eine Unter- vorgekommenen Uniege'mäßigkeiten und Pflichtwidrigkeiten will ich weise seiner Behauptungen eine Reihe fuchung schwebe, daß man diese abwarten müsse, da war man nicht entschuldigen, aber erklären. Derartige Unregelmäßigkeiten geführt, wonach durch das Springen Löwe'scher Gewehre diese blasse Erklärung im nichtamtlichen Theile! Nun erschien arbeiten, finden sich auch menschliche Fehler vor. Fühle fich haben sollten. Die Untersuchung der Militärbehörde hat festfofort wieder mit dem Vorwurf bei der Hand: Was bedeutet werden in jedem größeren Betriebe vorkommen, denn da wo Menschen eine Anzahl deutscher Soldaten arge Verlegungen erlitten die amtliche Erklärung im amtlichen Theile des Reichs An- jeder, der in dieser Beziehung Vorwürfe gegen die Firma Löwe gestellt, daß derartige Falle bei einigen Truppentheilen vorBeigers". Hat die genügt, hat die Beruhigung geschaffen? erhebt, an die eigene Brust! Damit will ich nicht die Handlungs- gekommen feien, allein es ist eriviesen worden, daß nicht ein Ja, bei der verständnißvollen denjenigen, die von vornherein voreingenommen waren, die sich begangen haben. Darf man aber daraus den Herren Löwe und Weise der Angeklagte mit der Wahrheit uingeht, erhellt aus liche Ertlärung feine Beruhigung geschaffen. Da mäfelte man nur mal fragen: Kommen nicht in jedem großen landwirthschaft- Broschüre:„ Der Jude Moses Montefiore fagte einmal: Die nicht überzeugen lassen wollten, bei denen hat auch diese amt- Kühne folche Vorwürfe machen, wie der Angeklagte? Ich will folgendem. Der Angeklagte schreibt in dem zweiten Theil seiner wieder an dem Wortlaut der Erklärung herum und wollte nicht lichen Betriebe auch Unregelmäßigkeiten und Pflichtwidrigkeiten Christen sollen froh sein, daß wir ihnen die Augen zum Weinen befriedigt sein. Nun, meine Herren Richter, ich glaube, wirl vor? Aber Menge sicher. bei weise derjenigen entschuldigen, welche diese Unregelmäßigkeiten Löwe'sches Gewehr dabei gewesen ist. In welch leichtfertiger Was würde der Großgrundbesitzer dazu sagen, wenn gelassen haben, der Jude Löwe hat aber selbst diesen grauenvollen und machen dem Die u gehandel Di be d a 10 12: ho er n 10 D 11 ni di δι ei 10 213 fe he hu la D fic A to fte B 21s Ki fel ge m he Do Grundfah umgestoßen, er will den Christen nicht einmal die das Beste zu liefern. Und somit mag bas Märchen von den Staatsanwalt mir burch feine umfassende Behandlung der Sa ingen zum Weinen laffen. Er veröffentlicht darauf emen von sprengenden Läufen von der Bildfläche verschwinden, es ist ein meine Aufgabe wesentlich erleichtert hat. Daß in der Löwe's einer Frau aus Hannover erhaltenen Brief, in dem diese ihm Märchen. Die Gewehre find friegstüchtig und brauchbar, es giebt Fabrit Unregelmäßigkeiten vorgekommen feien, ist angefid Ichreibt:" Ich bewundere Jhren Muth und Ihre Energie, mit deshalb keinen Betrug oder gar Landesverrath, der Angeklagte bes großen Betriebes nicht zu verwundern. Dazu hätte es feine dem Sie vorgehen, um die Pestbeule öffentlicher Schäden auf- hat verleumdet. extraen Beweisaufnahme bedurft. Ich bin der Ueberzeugung, ba zuftechen." Nun theilt die Frau mit, daß beim hannoverschen Ich fomme nun zu dem Vorwurf der Bestechung in betreff in jeder Fabrit, in der eine große Anzahl Arbeiter befchaft Regiment einem Soldaten wahrscheinlich bei dem Gebrauch eines der föniglichen Büchsenmacher. Der Angeklagte behauptet, daß werden, Unregelmäßigkeiten vorkommen. Der Vertreter der Nebe in eingehender Weise auf die in d Löwe'schen Gewehres durch das Platzen desselben ein Auge ab- diefelben Extra- Zahlungen von der Firma bekommen haben. Es fläger geht nun bie Löwe'sche Fabrik erhobenen geriffen worden ist. Was die Frau als wahrscheinlich bezeichnet, ist in dieser Beziehung etwas Straibares nicht erwiesen. Es Broschüre gegen ein und führt aus, daß diefelben nimmt der Angeklagte schon als wahr an. Und was stellte die fam eine Zeit, als die Lieferung drängte. Da hat denn der schuldigungen Die Annahme, daß einer d Sofort eingeleitete Untersuchung fest? Der betreffende Soldat hat Major Hannig den Büchsenmachern nicht nur gestattet, sondern keiner Weise erwiesen seien. durch unvorschriftmäßigen Gebrauch eine kleine unbedeutende Ver- fogar anempfohlen, ihre dienstfreie Zeit der Fabrit zur Verfügung Leiter der Fabrik von den Unregelmäßigkeiten in ihrer Fabr tegung am Auge erlitten. Der Angeklagte berief fich ferner auf das zu stellen. Hierfür haben die Büchsenmacher Entschädigung er- das geringste gewußt oder gar gebilligt haben, sei vollständ unzulässig. Es sei befundet worden, daß Arbeiter auf Be Zeugniß des Pferdebahnschaffners Richter, daß bei dem Lübbener halten, aber nichts weiter. Jäger- Bataillon auch eine Anzahl Gewehre geplatzt sind. Und was Wenn der Beuge Stangenberg Unrichtiges in die Bücher hat anlassung des Oberstlieutenants Kühne entlassen worden feie fagte uns der hier als Zeuge erschienene Pferdebahnschaffner eintragen laffen, wie er felbft zugiebt, so hat er der Firma gegen weil sie unordentliche Arbeit lieferten. Gs tommt hinzu, daß d Richter? Die Lowe'schen Gewehre waren im Gegentheil vor über falsch gehandelt und sich selbst einen Vortheil zuwenden Herren Militärbeamten hier erklärten: sowohl das Material züglich, aber die Brochüre Ahlwardt's habe geradezu demorali- wollen. Von einer Bestechung nach dieser Richtung hin ist gar auch die Ausführung der von der Löwe'schen Fabrit geliefert firend gewirkt, denn diejenigen Soldaten, die schlecht schoffen, be- feine Rede. Auch bei den übrigen Dingen, die der Angeklagte Gewehre waren untadelhaft gut, ja daß schon die ganze maj riefen fich auf die Broschüre mit der Behauptung, daß die Ge- vorgeführt hat, tann niemand von Bestechung reden, ganz ab- nelle Einrichtung den Lowe'schen Gewehren die Garantie wehre nichts taugen. Der Angeklagte behauptete ferner: bei der gefehen davon, daß Löwe und Kühne davon gar keine Ahnung gute friegsbrauchbare Gewehre bietet. Es ist ferner zu erwäge 1. Kompagnie des 8. Regiments seien von 100 Löwe'schen Ge- hatten, nicht nicht einmal von der furchtbaren" Thatsache, daß die ungeheuerlichste Beschuldigung auf Hoch- und Landesverra wehren 98 friegsunbrauchbar gewesen. Allein sowohl diese Be- daß einmal eine Schüffel mit al gegessen worden fich richtet gegen einen Offizier, der seine ganze Ehre darin fe Seiten Seiten des dafür zu sorgen, daß das Deutsche Reich das beste Gewe hauptung, als auch die, daß beim 52. Regiment 4-500 Gewehre ist. Auch in dieser Beziehung liegt auf friegsunbrauchbar geworden find, war unwahr. Festgestellt ist, Angeklagten eine gefliffentliche Uebertreibung und Unwahr- material erhielt. Ich will mich nicht mit der Behauptung Das sind die Vorwürfe des Hoch- und Landes- Angeklagten beschäftigen, daß die Herren Löwe und Kühne daß im Ganzen bei der deutschen Armee acht Löwe'sche Gewehre heit vor. Auftrage der Alliance israélite universelle friegsunbrauchba unbrauchbar geworden sind. Für die Preſſe im Auslande, die ſelbſt verraths, des Betrugez und der Bestechung der Broschüre ent- Gewehre geliefert haben, ich würde mich offen geftanden schämet aus diesen 8 Fällen Kapital fchlagen tönnte, weise ich darauf Beleidigungen, die in hin, daß die Herren militärischen Sachverständigen bekundet: halten sind, bedürfen weiter feines Wortes. Sie tragen die Ab- über eine folche Thorheit noch ein Wort zu verlieren. Der getlagte fagt in feiner Broschüre: ein schändlicheres Verbrech Das Plagen eines Gewehres fann aus den verschiedensten Ur- ficht der Beleidigung deutlich an der Stirn. fachen vorkommen. ohne daß das Gewehr die geringste Schuld Ich komme hiernach zu dem Resultat, daß der Angeklagte ist noch niemals begangen worden, ich bemerke: ein fchrecklicher baran trägt. Plagen der Gewehre kommt überall vor, bei allen schuldig ist der Verleumdung, der wiederholten Beleidigung im Gedanke ist noch niemals in einer menschlichen Bruft erfo Truppentheilen und in allen Ländern. Der Angeklagte stellt im Sinne des§ 186 und der wiederholten Beleidigung im Sinne worden. Es ist geradezu unerhört, daß man zwei Söhnen weiteren die Behauptung auf, bei einem fächsischen Landwehr des§ 185, begangen durch 3 selbständige Handlungen, theilweise Waterlandes die Absicht zutraut, bas Vaterland wehrlos P es dem Feinde preiszugeben. Regiment seien bei einer zwölftägigen Uebung 150 Gewehre ge- in ideeller Konkurrenz. erhobene Widerklage fann um Angeklagten plagt. 150, Die Der Angeklagte nimmt für fich den Schuh des§ 193 in Der Angeklagte behauptet schlankweg 150, Untersuchung ergiebt ergiebt aber, daß im ganzen fünfzehn Anspruch, ich bin aber nicht in der Lage, ihm denselben zuzu weniger in Betracht kommen, da einmal die Beleidigungen, Gewehre einer fleinen Reparatur bedurft haben. Auch billigen. Der Angeklagte ist eifriger Agitator einer Partei. Jeder in dem ruhigen Briefe des Herrn Löwe enthalten fein fol in diesem Falle ist durch das sächsische Kriegsministerium Partei und auch der antisemitischen Partei muß das Recht zu doch mit den Beleidigungen des Angeklagten absolut teinen festgestellt, daß bei den 15 Fällen, denen der Angeklagte willkür gesprochen werden, öffentliche Mißstände zur Sprache zu bringen, gleich aushalten, im übrigen die Broschüre nicht als sofortig lich eine Null angehängt hat, es sich um Fälle handelt, die zu kritisiren und zu tadeln, aber jeder Parteibestrebung darf da Crividerung auf den Brief angesehen werden kann. Der B überall bei Militärübungen vorkommen. Nun hat der An- bei nicht die eine Grundlage verlassen: Die Grundlage der treter der Nebenkläger bemerkt im weiteren, daß der Angeklag getlagte auch in der mündlichen Verhandlung neue Fälle auf- Wahrheit und Wahrhaftigkeit. Mit gefehlichen Mitteln und wider besseres Wissen gehandelt habe, daß er die Beamten geführt. Er hat u. A. gesagt, daß ein Regimentskommandeur mit politischem Ernst muß gekämpft werden! Gine Partei das Baterland in der öffentlichen Meinung herabgefest ba dem Kriegsminister die gesammten Löwe'schen Gewehre zur Ver- bestrebung, die auf Uebertreibung und Unwahrheit fußt, fann Der Angeklagte behauptet: er habe aus Patriotismus fügung gestellt hat. Der Angeklagte in auch einmal Soldat den Schuß des§ 198 nicht mehr für sich in An- denn er sei bemüht gewesen, das Material zunächst der Behör unterbreiten, Allein ea erscheine Solche Mitglieder einer Partei können zu nicht glau gewesen und müßte doch einen Schimmer von Ahnung baben, spruch nehmen. daß wenn der Polizeipräsident oder das Strie wie es beim Militär zugeht, und daß ein Regiments: derselben nur schaden anstatt zu nutzen. Ohne auf den An- baft, Kommandeur nicht die Gewehre zur Verfügung stellen fann, wie geflagten zu exemplifiziren, kann ich nur sagen: Politische minifterium zugefagt hätte, der Sache nachzuforschen, Denn mit dem Result man etwa dem Weinhändler Weine zur Verfügung stellt. Aber Standalmacher, denen nur darum zu thun ist, Aufsehen zu er- Broschüre nicht erschienen wäre, er hat dieselbe Behauptung auch in einer Rede in Zwickau unter regen, werden ihrer Partei mehr schaden, als nußen, und sie der Untersuchung wäre der Angeflagte faum einverstanden großem Jubel wiederholt. Und unter den vielen Zuhörern dort werden ein Krebsschaden der Partei werden. Von Interesse für wesen. Das beweise ja auch der Umstand, daß der Angeklag werden doch wohl auch alte Soldaten sich befunden haben, aber mich war es, als ich neulich in einem antisemitischen Blatte las, troy aller Gutachten und Zeugnisse in dieser Verhandlun teiner hat ben Muth gehabt, aufzutreten und daß der Angeklagte ein Krebsschaden für die antisemitische Partei troydem alle seine Behauptungen aufrecht erhalten habe. Ju dem Manne zu sagen: Herr, das ist einfach nicht sei. Ich muß dem Recht geben, denn ich fann nichts anders rath Gerth schließt mit dem Bemerken, daß er es nicht für fei wahr! Das ist bei uns nicht möglich! Was dann fagen: wer mit ungefeßlichen Mitteln operirt, fann nicht den Aufgabe halte, über das Strafmaß zu sprechen. Vertreter der Nebenkläger, Rechtsanwalt Mundel: Die weiteren Behauptungen über die den Herren Jansen und Schutz des Gefeßes für sich in Anspruch nehmen. Zu Gunsten Thormälen und der Bintgraff'schen Expedition gelieferten des Angeklagten spricht die Thatsache, daß im Löwe'schen Herren Nebentläger haben feinerlei persönliches Intereffe schlechten Gewehre betrifft, so haben wir ja gesehen, wie es Fabritbetriebe wirklich verschiedene Unregelmäßigkeiten vor dieser Berhandlung. Wir sind deshalb dem Herrn Staatsan Damit steht. Es erübrigt sich jedes Wort dazu. Dann gekommen und daß er die Thatsachen von Arbeitern empfangen sehr dankbar, daß er uns unfere Aufgabe fehr erleichtert ist der Angeklagte mit einem großen Koup gekommen und hat hat, die ihm theilweise in der harmlosesten Weise angelogen Es entsteht für mich zunächst die Frage, ob der Angeklagte hier eine zahl von Tofumenten überreicht, die ihn entlasten haben. Das ist aber auch alles, was zu seinen Gunsten spricht. die Wahrheit seiner Behauptungen geglaubt hat. Ich muß d follten. Ich hatte einen Blick in diese Schriftstücke geworfen Im Uebrigen fann das, was der Angeklagte über Entstehung absolut verneinen und stimme dem Herrn Staatsanwalt bei, und da ich die verblüffende Thatsache sah, daß es sich wirklich und Beröffentlichung der Broschüre gesagt hat, ihn nicht in dem Angeklagten der§ 193 nicht zur Seite steht. Daß die Broschüre um amtliche Schriftstücke handelte, habe ich es für meine Pflicht milderem Lichte erscheinen lassen. Wenn es ihm darauf an- gutem Glauben geschrieben worden ist, fann ich einem Ma Das beste Result gehollen, für diesen Theil den Antrag auf Ausschluß der gekommen wäre, in hochpatriotischem Gefühl das Baterland vor wie dem Rettor Ahlwardt, nicht glauben. Oeffentlichkeit zu stellen. Daraus sind dann in der Presse des Gefahren zu bewahren, so wäre es ja überaus einfach ge- das die Broschüre geliefert, war diese Verhandlung. Es if a In- und Auslandes die unsinnigsten und unrichtigsten Schlüsse wesen, die Schrift dem Kriegsminister mittels eingeschriebenen nicht anzunehmen, daß der Angeklagte durch seine, die Aylwar gezogen worden und namentlich im Auslande hat diese That Briefes zuzustellen. Die Ueberreichung der Schrift an den Polizei- fchen Beugen, fich habe täuschen lassen. Eigenthümlicher Weise fu fache großes Erstaunen hervorgerufen. Mir liegen hier präsidenten fonnte nicht eine Strafanzeige im strafprozessualen fich der Angeklagte ausschließlich entlassene Arbeiter auf, be beispielen eise französische Presstimmen vor, welche fagen: Sinne darstellen, denn der Polizeipräsident mußte auf den ersten er eidesstattliche Versicherungen abnahm, allein die Verlesung Seht, da habt ihr ja einen deutschen Panama Skandal Blick fehen, daß es sich um eine Agitationsschrift ersten Ranges felben hat ergeben, daß diese sämmtlich von Ahlwardt f stilisirt waren. Ja, man sucht nicht blos entlassene Arbeiter und ihr seht, wie schlecht die deutsche Heeresverwaltung dasteht. handelte. Und was hat sich ergeben, als die Sache nochmals in der Deffent- Es werden in der Broschüre die schwersten Vorwürfe gegen und nimmt diesen unter Geldversprechungen eidesstattliche lichkeit verhandelt wurde? Nicht 3! gar Nichts! Der Mann, eine Reihe achtbarer Personen erhoben, gegen einen ebrenhaften sicherungen ab, es bilden sich sogar Komitees und es findet der dem Angeklagten die gestohlenen Schriftstücke zugestellt hat, Offizier, der mit Ghren aus der Armee geschieden ist, ferner auch sofort eine Druckerei. Der Angeklagte begnügt sich hat demselben den denkbar schlechtesten Dienst geleistet. Was hat gegen eine Reihe der achtbarsten Militärbeamten. Ich hebe nicht mit der Veröffentlichung der eidesstattlichen Versicherung fich herausgestellt? Bon etwa 900 Gewehren sind nach einer hervor, daß der Angeklagte seine Vorwürfe erhoben hat, obwohl er stellt sogar die Behauptung auf: Herr Löwe habe von Landwehrübung etwa 500 reparaturbedürftig gewesen. Wenn er sich sagen mußte, daß sie geeignet sind, Privatvermögen Alliance israélite universelle den Auftrag erhalten, man blos Zahlen ansieht, mag dies ja auffällig erscheinen; jeder und öffentliches Vermögen in empfindlicher Weise zu schädigen. deutsche Armee wehrlos zu machen. Ich will nicht befireit auch die allerminimalsten Dinge nicht durchgehen. Die That- feine Handlungsweise arg schädigte. Der deutsche Handel hat geglaubt hat. Ich erinnere mich hierbei an das Dichterwo aber, der Soldat gewesen ist, weiß, daß nach solchen Uebungen Er mußte sich sagen, daß er auch das öffentliche Interesse durch daß der Angeklagte an diese furchtbare Schlechtigkeit wirkli sache, daß 69 Klammern defekt waren, hat zu Recherchen Ber- gleichfalls durch die Broschüren schmere Schädigungen erlitten, Du gleichst den Geist, den Du begreifft." Wer mit den be anlaffung gegeben und es hat sich gezeigt, daß bei vier hierher denn die Broschüren sind bis in die fernsten Länder gedrungen und fien Dingen des Vaterlandes Geschäfte zu machen sucht, der tr überfandten Rammern Spuren äußerer Gewalt sichtbar waren. Das Ansehen des deutschen Landes hat gelitten, bis die amtliche anderen ähnliche Schlechtigkeiten zu. Allein alle an si anbig Gs läßt sich ja tenken, daß bei dieser Berhehung auch die Land- Erklärung die Unwahrheit dieser Anschuldigungen flar legte. Menschen, die noch Ehre haben, müssen sich sagen: wer wehrleute ergriffen sein tönnen, daß durch solche Schantschrift Die schwerste Schädigung aber ist die Schädigung des Anderartige ungeheuerliche That einem anständigen Menschen auch die Lisziplin gefährdet wird und daß es danach wobl sehens unserer Heeresverwaltung und der militäri- traut, dessen Verstand kann nicht in Ordnung sein. Der nicht undentbar ist, daß die Kammern gewaltsam ab- fchen Disziplin. In bezug auf das Anfehen unferer Heere@ ver getlagte ist nun nach Kräften bemüht gewesen, Beweise bafür geschlagen worden seien. Herr Barella freilich schiebt maltung fäme nur das Ausland in betracht, denn bei uns hat die erbringen, daß bei verschiedenen Truppentheilen Löwe'sche bie hatfache auf zu sprödes Material und da ist doch Seeres verwaltung durch die Schmähschrift keinen Schaden gelitten. wehre geplant feien. In der zehntägigen Verhandlung i hervorzuheben, daß die fraglichen Gewehre die Nummern daß aber die Disziplin Schaden genommen, das hat uns hier lebiglich bewiesen worden, daß bei einigen Gewehren Schönbe bis zu 30 000 tragen und daß nach der Befundung des Majors schon ein einfacher Eisenbahnkutscher erzählt, dafür spricht die febler entdeckt worden seien. Ich bestreite auch, bas ber Hannig in der ersten Zeit trotz des größten Gifers und der gewaltsame Beschädigung der Kammertheile. Der eklatantefte geklagte dem Märtyrer spielen wollte. Der Angeklagte behaupt mieden werden konnten. Ein verständnißvolles Publikum wird es gewagt hat, Urfunden zu stehlen und dem Angeklagten in als Märtyrer bezeichnet, ist es gewöhnlich nicht. Wer selbst denkbar größten Pflichttreue nicht immer gleich alle Zehler ver: Beweis dafür ist aber die Thatsache, daß eine Militärperson es dies allerdings in seiner Broschüre, allein derjenige, der fich felb als selbstverständlich finden, daß bei so großer Bahl von Gebie Hand zu spielen. Er hat dem Angeklagten den denkbar edles Intereffe hat, von dem ist es erklärlich, daß er anderen i wehren Reparaturen nothwendig werden. Der ganze Vorgang schlechtesten Dienst geleistet, denn er hat ihm nichts genugt, traut, er habe sich bestechen lassen, um das Vaterland wehrlo hat, wie gesagt, im Auslande die wahnwißigsten Gerüchte ge- abfolut nichts bewiesen, aber gezeigt, wie weit die durch machen. Ich muß offen gestehen, wenn ich die Gefahr für zeitigt. So sollen angeblich fünf Obersten berichtet haben, die Schandschrift des Angeilagten erzeugte Demoralisation schon liegend erachtete, daß wir auf dem Lege der ſittenlosen leumdungssucht in diefer Weise weiter fortschreiten tönnten, daß die Löwe'schen Waffen nicht brauchbar sind, die ver- gebiehen ist. Am ersten Tage dieser Verhandlung habe ich es für eine wäre ich genöthigt, im Reichstage zu beantragen, daß eine nommenen Generäle sollen durch hundertsechsundvierzig Zeugen" des Meineids überführt worden sein und was solchen blödsinnigen willkommene Gelegenheit erklärt, durch öffentliche Verhandlung Ahlwardt in das deutsche Strafgefehbuch aufgenommen werd Zeugs mehr ist. Was die auswärtige Presse an diesen Vorgang dem Vaterlande und dem Auslande zu zeigen, wie wenig wahr Man muß schließlich gegen Leute Schuh finden, für die die der Inhalt der Broschüre ist. Die öffentliche Veranderer absolut werthlos ist, es liegt dies im Intereffe jeb 3 getnüpft hat, ist also absolut unfinnig. Ich komme jest zu den positiven Beweisstücken, aus denen handlung war von Nuzen, denn es hat sich heraus- ständigen Menschen. Der Angeklagte ift soweit gegangen, su sich ergiebt, daß die Behauptungen des Angeklagten unwahr sind. gestellt, daß es ein Märchen, eine unwahrheit ist, was daß, wie das Ausland feinen Ravachol, so habe Deutschland Lo Da haben wir zunächst die vorgenommenen Broben. Es steht der Angeklagte von der Kriegsunbrauchbarkeit unserer Waffen Kühne. Der Vergleich ist großartig. An Ravachol erinnert etwas g allerdings fest, daß nicht sämmtliche 425 000 Gewehre geprobt worden gefagt hat. Klar liegt vor aller Augen: Unsere anderes, denn er untergräbt den Glauben an die Autoritat find, aber sollen wir denn erst einen Krieg abwarten, um dies thun zu Waffe ist gut und wird sich auch im Kriege als wie es fein Sozialdemokrat fertig friegte, und bei ben So es einmal darauf an demokraten ist doch noch ein idealer Zug vorhanden. Der fönnen? Eine große Azahl von Gewehren st herausgegriffen gut bewähren, wenn worden und damit wurden in der ausgiebigsten Weise kommen sollte. Wenn der Angeklagte in fleinlicher Furcht geklagte ruft direkt die Arbeiter heran, um sie aufzuwiegeln geg Broben Der Untersuchungsrichter ver Gefahren und Niederlagen sieht, so antworte ich ihm im Gegen ihre Arbeitgeber, er versteht sie mit Geld, er machi angestellt, hat Er thut noch mehr. schiedene Gewehre herausgreifen lassen, es wurden damit theil: fester, als der Angetlagte es wähnt, steht Disziplin im Heere locker. bis zu fünfhundert Schuß abgegeben, ohne daß eins das Gefüge unseres Reiches und das Haus meiner Ansicht schändet eine solche Brüschüre den deutsch und das alles thut der Herr als Arie der Gewehre reparaturbedürftig geworden wäre. Ferner sind im unseres Serrschers! Auftrage des Kriegsminifteriums 5000 Löwe'sche Gewehre ge Ich beantrage gegen den Angeklagten 1 Jahr 6 Monate Wenn das arische Eigenart wäre, dann thut man gut, fic probt worden, zugleich mit 5000 Gewehren aus der Spandauer Gefängniß, Bublifationsbefugniß für die Nebenklager, die erinnern, daß wir zu dem andern Zweige der Indogerman Jabrit. Es hat sich herausgesiellt, daß sämmtliche Löwe'sche Gebeleidigten Büchsenmacher ze. wehre noch intakt geblieben waren. Gleiche Erfahrungen hat bas Sächische Kriegsministerium mit dem Löwe'schen Gewehre gemacht. Die Trefficherheit desselben ist dieselbe, wie bei den ihm sogleich das Wort zu gestalten. Der Präsident bemerkt je Gewehren aus den Königl. Wertstätten, und das Sächsische doch, daß die Straf- Prozeßordnung vorschreibe, daß nach dem Kriegsministerium zieht das Löwe'sche Gewehr noch seines besseren Staatsanwalt die Nebenklager bezw. deren Vertreter zum Worte Aussehens vor. Ich komme nun zu den Gutochten der hier fommen müssen. Es erhält alsdann das Wort der Vertreter der Nebenkläger, vernommenen militärischen Sad, verständigen. Tasselbe lautet übereinstimmend tahin, daß bas Löwe'sche Gewehr Jufligrath Gerth: Wir, die Vertreter der Siebentläger, haben beruht, mit Vaterlandsliebe und dergleichen drapirt in jeder Hinsicht den Anforderungen entspricht, welche an ein uns im Einverständniß mit unseren Mandanten die größte Re fo ist das etwas, was mehr als unangenehm brauchbares, friegstüchtiges Gewehr zu stellen sind. Ich muß nun serve auferlegt. Wir sind während der ganzen Verhandlung nicht Exoriare aliquis nostris ex ossibus ultor!" Das ist das an dieser Stelle mein tieffes Bedauern darüber aus fprechen über mit einem einzigen Antrage aut getreten. Stachdem die Staats- der Broschüre. Der Aliquis ist bereits gefunden, vielleicht die Behandlung, welche diese Sachverständigen seitens des Verbehörde die Sache in die Hand genommen hatte, war diese unsere wortet ihm der Gerichtshof mit einem anderen lateinischen theidigers erfahren haben. Es ging sogar so weit, daß der Ver- Refervirtheit von selbst geboten. Allein da die Stunde der welches beginnt quousque tandem". Ich denke, der Spr theidiger einen ter Herren Eachverständigen beanfianden wollte, Entscheidung gekommen, die Stunde, in der der Spruch des Gerichtshofes wird so ausfallen, das recht lange Zeit bevor er über deffen Beziehungen zum Judenthum Erkundigungen des Richters entscheiden wird, halten wir es für unsere geht, ehe der Angeklagte wieder in die Lage fomunt, ähnli eingezogen habe. Diese Angriffe prallen ab an der Ehre bes Aufgabe, zu sprechen und die ungeheuerlichen Beschuldigungen Broschüren in die Welt zu setzen. Der Borsigende macht den Angeklagten darauf aufmertfa ganzen Offizierſtandes. Ich erkläre serner, daß kein Schimmer des Angeklagten, die derfelbe gegen die Herren Löme und Kühne $ Namen gehören, den man den Namen Arier nicht giebt, welchen Nam Der Angeklagte bittet, da er feinen Bertheidiger habe, daß er mit feinen Jdeen Heldenthum und Poesie in Deutschla man vielmehr den östlichen Völtern zuertheilt. Der Mann wieder herstellen will. Das Heldenthum haben wir gesehen, Gott schüße Deutschland Poesie sind seine Broschüren. solchen Gaben! Gröbere, schwerere Kränk ngen der Ehre, bunden mit traurigeren Folgen lassen sich faum wenn das was auf den Und bente niedrigsten Motiv des Verdachts an den Herren Löwe und Kühne haften geblieben erhoben, zurückzuweisen. Ich kann mich um so fürzer fassen und daß der Gerichtshof möglicher Weise auch in dem Falle, ist. Sie sind vom besten Willen beseelt gewesen, nach Kräften mit um so größerer Ruhe sprechen, nachdem der Herr Erste wegen Beleidigung wider befferes wiffen(§ 187) angellag wid berüb Mot Wor 1040 fa 時 Blad Do Be Dan le Be ab bi Det b 31 Ver Be Di Da igt gl ge ga stal 216 ege Mad fa b 糖 2001 tive Bor Hot t Er be hur den Thatbestand des§ 186( nicht erweislich wahre That- Igraff'schen Expedition befunden sollte, geladen worden wäre. patriotischer auf Mängel und Gefahren aufn.crtfam zu machen, lachen) als vorliegend annehmen könnte. Er fei, wie er bekenne, rücksichtsloser Antisemit, und habe das, welche unsere Siege in Frage stellen könnten. Er habe Herr Sodann nimmt der Angeklagte das Wort zu feiner was er als wahr festgestellt hatte, zuerst in antisemitischem Inter: Löwe nicht persönlich angreifen, sondern in seiner Berson nur Vertheidigung. Er geht zunächst nochmals alle Einzelbeiten der effe verwerthen wollen. Dann sei ihm die ungeheure Trag- das Judenthum treffen wollen. Dabei schone er allerdings feine Fabrikation in der Hollmann- und der Gitschinerstraße durch. weite klar geworden und er fei nach Leipzig gereift und habe in den Person, denn die Juden thäten dies den Antisemiten gegenüber Durch das Zeugniß des Arbeiters Brettschneider sei festgestellt, legten acht Tagen alle Schritte gethan, um ein Zurückhalten der auch nicht. Er halte das Judenthum für gefährlich, weil er der daß die kleine Zahl von Revisoren, welche unter dem Büchsen- Broschüre zu ermöglichen. Also: verfaßt habe er das Buch ur- Ansicht sei, daß es die Christen im Laufe der Jahre erwürgen macher Kessel arbeitete, nicht zuverlässig vorgingen, daß Kessel felbft sprünglich zu antisemitischen Zwecken, habe nachher aber die und erdrücken werde. Der Rechtsanwalt Justizrath Gerth habe fich wenig darum fümmerte, und die jungen Sefondelieutenants, deren nöthigen Schritte gethan, um ein amtliches Einschreiten zu per- gesagt, daß dergleichen Unordnungen in jeder größeren Ankunft man auch schon immer vorher wußte, leicht getäuscht werden anlassen. Er habe das Vertrauen der Soldaten zu den Gewehren Fabrit vortámen, aber die hier festgestellten Unordnungen fonnten. Erwiefen fei nach seiner Meinung, daß bei der Her- nicht erschüttern, sondern bewirken wollen, daß unbrauchbare Gewehre überschritten weit die Grenze des Erlaubten. Es sei ftellung des Laufes drei ganz unzulängliche und gefährliche Dinge aus der Armee ausgestoßen würden. Er habe geglaubt, fich dadurch ein Segen, daß Justizrath Gerth fein Sachverstän vorgenommen worden seien. Erwiesen sei ferner, daß die um das Vaterland verdient zu machen. Daß er in seinen Schluß diger auf medizinischem Gebiete fet, denn sonst würde man Büchsenmacher bestochen worden seien: das balte er auch heute folgerungen etwas zu weit gegangen zu sein scheine, habe seinen ihn ins Irrenhaus sperren tönnen, da Juftigrath Gerth noch aufrecht und auch was bezüglich des Oberbüchsenmachers Grund darin, daß ihm bei seinem Besuche in Wien zwei seinen Verstand angezweifelt habe, wie es auch Professor Lazarus Kirch durch die Beweisaufnahme erbracht worden, flinge boch Originalprotokolle einer Konferenz der Hauptjuden, unter ihnen gethan. Was Herr Munckel gesagt, feien feine patfachen, sehr verfänglich. Es sei ganz undenkbar, daß Löwe davon nichts auch Ludwig Löwe, gezeigt wurden, aus welchen ersichtlich war, sondern Phrasen, die ihm nichts schaden könnten. Er Jebe dem gewußt haben sollte, da doch die Summen, welche an die Büchsen- daß ein Umsturz der gesammten Morallehren beabsichtigt wurde. Rechtsanwalt Munckel das Wort von dem„ Geist, den er be macher gezahlt wurden, durch die Bücher gingen. Nach seiner Meinung Dies in Verbindung mit Enthüllungen des Osman Pascha und mit greift" zurück; derfelbe mittere gleich bei allem, was er thue, habe die Beweisaufnahme alle in der Broschüre enthaltenen der Thatsache, daß bei Löwe Unregelmäßigkeiten vorgekommen, habe von Gelberwerb. Das sei der Geist, den der Rechtsanwalt Thatsachen bestätigt und nur die Schlußfolgerungen, welche er ihn in dem Glauben bestärkt, daß die Lieferung schlechter Gewehre Munckel begreife, derfelbe könne gar nicht begreifen, daß daran geknüpft, bisher nicht erwiesen. Burg und Stangenberg feinen Grund nicht in finanziellen, sondern in gewissen jüdisch- jemand ohne Geldintereffe etwas thun tönnte. feien die Vertrauten des Oberstlieutenants Kühne gewesen, idealen Gesichtspunkten habe. Bezüglich der drei aus der streite, die Arbeiter verheyt und Arbeiter verheyt und den deutschen Namen Stangenberg habe fogar sein Gehalt noch weiter erhalten, trog: Fabrik geschafften Gewehre haben seine Gewährsmänner wahr durch seine Broschüre beschimpft zu haben. Er sei aber der Ueberdem er von seinem Poften abberufen worden sei, und dies sei scheinlich nicht gewußt, daß die Geheimhaltung nicht mehr bezeugung, daß die Zustände in unserem Baterlande eine sehr beeine Hauptbestechung. Die Thatsachen seien alle erwiesen und stand. Im Gegensatz zu den militärischen Sachverständigen be- bentliche Gestalt angenommen haben. Noth und Elend nehme o Hebertreibungen vorliegen, da seien diefelben auf Rech haupte er, daß die Unregelmäßigkeiten einen bedeutenden Ein- immer mehr zu und deshalb finne er auf eine soziale Neuordnung nung der Arbeiter zurückzuführen, die er seinerzeit bei allen fluß auf die Kriegsbrauchbarkeit des Gewehrs gehabt haben. unter der Monarchie und dem Christenthum. Er wisse, daß die feinen Bernehmungen immer wieder aur penibelsten Wahr- Dem Handel und der Industrie habe er gewiß feinen Schaden Juden die übrigen Inechten, werde aber niemals den einzelnern heit angehalten habe. Jezt vor Gericht überlegen die zugefügt, denn gerade das größte Handelsvoll, die Engländer, Juden angreifen, sondern das ganze Volk der Juden und stree Zeugen unter ihrem Gide noch weit mehr jedes bringen derartige Schäden stets öffentlich zur Sprache, ohne daß danach, daß den Juden ihre Rechte wieder genommen werden ort, wie bei mir. Road's Beugniß lehne er ab, ba biefer bei dem Handel Schaden zugefügt werde. Für die Auslassungen der und das deutsche Volk sich aufrüttele und klar und deutlich vam feinen Aussagen vor Gericht auch auf ihn einen schlechten Gin- französischen Zeitungen fei er nicht verantwortlich, denn die den Juden trenne. Er werde die Folgen seiner Broschüre tragen, bruck gemacht habe, dagegen halte er Gans und Scharffe für felben feien zu 9/10 in Judenhänden und bringen immer kein babe aus guten und eblen Motiven gehandelt und lege in Ehrenmänner, die er in vollem Umfange für vertrauenswerth Wort davon, wenn es sich um Juden handelt. Den Vorwurf, Schicksal in die Hände des Gerichtshofes. halte. Was die militärischen Sachverständigen betreffe, so müsse daß er in feinen Vorträgen feine Zuhörer zu täuschen suche, Auf Vorhaltung des Präsidenten, daß Widerklage nur bei er zunäd, ft bemerken, daß die kriegsministeriellen Zahlen sich wohl tönne er nicht annehmen; er täusche niemals und da wo er selbst der Privattlage möglich ist, zieht der Angeklagte den Antrag auf nur auf die schwersten Fälle bezogen, in denen die Gewehre getäuscht werde, trage er die Folgen. Märchen habe er auch Widerklage zurück. fchadhaft geworden seien, alle anderen leichten Fälle feien nicht erzählen wollen, sondern nach seinen vielfachen ernsten In furzer Replik nimmt der Erfte Staatsanwalt rioch wohl nicht in die Liste eingetragen. Die Logit, Logit, daß Schritten habe er voll und ganz die Ueberzeugung gehabt, daß den Zeughaus- Büchsenmacher Rir ch gegen den Vorwurf der Bedie Beschädigungen DON antisemitisch gesinnten Land- alles wahr ist. Auch politischen Standal habe er nicht erregen stechung nachdrücklich in Schuh. Im übrigen nehme er feine Verwehrleuten vorfaßlich begangen sein sollten, verstehe er wollen. Wenn der Abg. Böckel, der ja ein sehr fähiger Mann anlassung, auf die zahlreichen falschen Voraussetzungen und fall chen nicht es wäre doch doch mehr als wunderbar wenn sei, über ihn etwas gesagt habe, was der Erfte Staatsanwalt ver- Schlußfolgerungen des Angeklagten auch nur mit einem Worte zu die Hammerschläge der verschiedenen Soldaten stets an derselben werthete, fo liege das vielleicht an der Schwäche desselben, un- erwidern. Den Angeklagten zu überzeugen, sei ihm doch nicht mögStelle getroffen und dieselben Beschädigungen erzeugt haben angenehm berührt zu sein, wenn ein anderer Erfolge erziele. lich und deshalb sei er mit dem Angeklagten fertig. follten. Wenn behauptet worden sei, daß es im Frieden bei den Seine Partei sehe ihn gewiß nicht als Krebsschaden an, das Rechtsanwalt Gerth: Auch er wolle diese vergeblicje ArUebungen viel leichter vorkomme, daß Schmutz und Schnee in werde sie beweisen. Seine Hauptzeugen feien plöglich in auf- beit nicht unternehmen, denn die Differenzen seien doch z'n groß. den Lauf gerathe, wie im Kriege, so müsse er dieser Behauptung fälliger Weise verschwunden, andere seien durch die Angst vor Der Angeklagte halte alle feine Beschuldigungen aufrecht, nährend widersprechen, er habe in dieser Beziehung während zweier Feld Arbeitslosigkeit eingeschüchtert. Das militärische Artenstück habe auf der anderen Seite gefagt wird, daß die Sinfälligkeit, diefer züge Erfahrungen gesammelt. Er bleibe dabei, daß er keineswegs er sich nicht beschafft, es sei ihm vielmehr zugeschickt worden und Beschuldigungen sonnentlar erwiesen sei. Er fagt: er hatse nichts übertrieben habe. Er habe auch dem Offizierstorps feinen Vor- er wisse nicht, wober es fam. Er möchte vor falscher Sieges gegen Löwe und schleudert doch die tolossalsten Beleidigungen burf machen wollen, es sei doch eher eine Ehre als eine Schande, gewißheit warnen. Vor dem Jahre 1806 da schwebte man auch gegen denselben. wenn die Offiziere den Zäuschungen der Büchsenmacher gewachsen in Siegesgewißheit, und eine einzige Schlacht bätte damals beinahe Rechtsanwalt Mundel verzichtet auch auf eine Ermi.berung. feien. Er hatte es gerne gefehen, wenn der in Barth wohnhafte das Baterland vernichtet. Das sei boch nicht der richtige Patriotis Der Gerichtshof zieht sich um 4%, Uhr zur Berathurug zurüd. Beuge, der die Unbrauchbarkeit der Gewehre der Zink- mus, daß man immer mit Siegeszuversicht prahle, sondern es sei viel ( Fortsetzung in der 1. Beilage.) Möbel-, Spiegel-. Polsterwaaren- Magazin on Aug. Herold, Rein Feilschen tein Handeln, fondern streng fefte, sehr billige Breife Geschafts- Häuser Zabelloje Maaß- An fertig. unter Leitung eigener erster Meifter. Kein Laden! SW. Oranien- Straße 8384. SW. Baer Sohn 1. Geschäfts- Haus: 24a. Chausseestrasse 24a. 2. Geschäfts- Haus: 8. Brückenstrasse 8. 8. Geschäfts- Haus: 16. Grosse Frankfurterstrasse 16. 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Die Verhandlungen des Berliner Parteitages erheben wegen ihrer praktischen Bedeutung den Anspruch des lebendigsten Interesses seitens aller Parteigenossen. Die auf demselben zur Sprache gekommenen Verwaltungs- Angelegenheiten und sonstigen Geschäfte der Partei, die strenge, vom Standpunkte unserer Prinzipien ausgeübte Kritik und Selbstkritik, haben bewiesen, daß mir, ohne uns zu schaden, alle unsere Verhältnisse vor der Deffentlichkeit besprechen fönnen. Die Kenntniß der Ver handlungen nach dem stenographischen Bericht ist jedem Parteigenoffen nothwendig. In Rücksicht darauf und auf den zudem hohen agitatorischen Werth und die dadurch wünschenswerthe Maffenverbreitung haben wir den überaus billigen Berkaufspreis- 50 Pfennig pro Exemplar bei sorgfältiger, geschmackvoller Ausstattung festgefeßt. Um die Auflagehöhe bestimmen zu können, bitten wir uns den ungefähren Bedarf der einzelnen Orte schon jetzt bekannt zu geben. 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In dritter Berathung wird der von allen Parteien beantragte Belegentwurf wegen Einführung des§ 75a des StrartenVersicherungsgesetzes unverändert angenommen. Es folgt die Verlefung der Interpellation Size und Ge1. Welche gesetzgeberische Maßnahmen sind bezüglich der Regelung der Abzahlungsgeschäfte und des Gewerbebetriebes im Nmberziehen( Hauftrhandel) – entsprechend der Grtlärung des Bertreters der verbündeten Regierungen beabsichtigt? toisen: ein9. Jahrg. Der Miethvertrag, welcher beim Abzahlungsgeschäft abgeschlossen der heutigen wirthschaftlichen Verhältnisse und wollen demselben wird, ist nur scheinbar ein Miethvertrag. Der Haufirhandel hat noch mehr Beschränkungen auferlegen. Es ist schon jetzt sehr beebenfalls eine übergroße Ausdehnung gewonnen, auch durch die schränkt, indem die Wandergewerbescheine nur Personen ertheilt Sonntagsruhe. Die Leute vom Lande befriedigen ihre Bedürf- werden, die eine Reihe von Zeugen beibringen können. Die Genisse, die sie sonst Sonntags in der fleinen Stadt befriedigt haben, werbe- Ordnung giebt schon Handheben genug, um das Gewerbe jetzt in der Woche beim Hausirer. Die Detailreisenden find, von Auswüchsen zu reinigen; ein solches Ausnahmegesetz würde wenn fie nicht bei Kaufleuten Bestellungen aufsuchen, eine große Anzahl von Staatsbürgern schwer treffen. Wir geben fondern beim Privatpublikum, Haufirer. Die Wanderlager und zu, daß Auswüchse vorhanden sind, aber diese werden Sie durch Wanderauktionen haben troz der Besteuerung, die eingeführt die Reglementirung nicht treffen. Wenn Sie wirklich helfen wollen, worden ist, nicht abgenommen, fondern zugenommen. Deshalb dann müssen Sie dem wirthschaftlichen System ganz anders zu muß auf andere Weise für ihre Einschränkung gesorgt werden. Leibe gehen. Auch die Sonntagsruhe foll durch Haufirer nicht Abg. Baumbach( fr.): Es handelt sich hier um Fragen, gestört werden. Besonders soll durch die Sonntagsruhe ben die uns schon früher beschäftigt haben; man hat alle möglichen Bigarrengeschäften das Lebenslicht ausgeblasen sein. Ich kann Bersuche gemacht, um die Gewerbefreiheit immer mehr die Bies aus eigener Erfahrung widerlegen. Was diesen durch den zuschränken, indeß, das ist nicht gelungen, weil die Verkehrs- Schluß des Geschäftes an Einnahmen ausfällt, nehmen sie in fichtlich dem Reichstage zugehen? 2. Wird eine bezügliche Vorlage in dieser Session voraus- verhältnisse immer solche Maßregeln erfolglos gemacht haben. der Woche jetzt mehr ein. Das Publikum gewöhnt sich daran, Die Abzahlungsgeschäfte zu beseitigen, ist ein Unding; die Näh- nur müßten die Stunden, an denen am Sonntag die Geschäfte Abg. Schädler( Sentr.): Wir schließen uns mit unserer maschinen haben sich nur vermittelst dieser Geschäfte verbreitet. offen gehalten werden, ein für allemal festgelegt werden. Was Bötticher an. Wir halten die Frage des Hausirhandels durchaus nicht kann nicht auf dem Gebiete des Gewerberechts, sondern nur auf beitern benutzt werden, weil sie gewiffe Dinge nicht auf einmal für den Kernpunkt der Handwerkerfrage, aber die zahlreichen Betitionen dem des bürgerlichen Gesetzbuches gefunden werden, deffen Be- bezahlen können. Wenn man die Löhne der Arbeiter verbefferte, der Handwerker beweisen, welche schwere Schädigung ihnen der tathung allerdings nur sehr langsam vorwärts schreitet. würden diese Geschäfte nicht nothwendig sein. Die Vorlage, die Saufirhandel zufügt. Der Hausithandel nimmt stetig zu, und Daß gerade Bayern einen Antrag wegen Beschränkung des das Zentrum machen will, werden wir genau prüfen; wir wer damit wachsen die Gefahren, welche er auch für die Betheiligten Baujithandels gestellt hat, ist seltsam; denn gerade Bayern ist den verhüten müſſen, daß nicht die Arbeitslosigkeit noch vermit sich bringt. Denn unter dem Deckmantel des Hauſirhandels an dem Hauſirhandel erheblich mit betheiligt. Gs ist mir aus mehrt wird dadurch, daß man die Haufirer allen möglichen Beverstecken sich auch andere Dinge. Durch die Ramschwaaren, meiner Erfahrung als gandrath bekannt, daß die Hausirer in schränkungen unterwirft, ohne dent Handwerk zu helfen. Handwerkers verdrängt; der lektere muß auf die Güte seiner es müssen doch alsdann keine so üble Menschen sein, denn sonst spruch gegen die Art und Weise, wie Abg. Baumbach den Waare Rücksicht nehmen, weil er eine feste Kundschaft hat, wäh- würden sie nicht immer wieder in dieselbe Gegend lommen, weil bayrischen Antrag an den Bundesrath behandelt hat. Darin rend der Haufirer keine Verantwortung hat, denn er wechselt sie ristiren müßten, schnöde abgerviefen zu werden. Aus Bayern liege eine Geringschägung der bayrischen Regierung, gegen welche feine Rundschaft und er fann sich freier bewegen. Der sebhafte und namentlich aus Sachsen tommen Hauſirer in größerer Zahl er ausdrücklid. Verwahrung einlegen müffe( Bustimmung im Stand wird dadurch und, weil der Haufirer weniger Untosten in alle Theile des Reichs. In München wird über das Hausfir- Zentrum), denn die Bemerkung des Abg. Baumbach enthalte die für Geschäftslokalitäten hat, arg geschädigt. Das Bublifum unwesen gellagt; ich fann mir nicht benken, daß die Münchener unterstellung, daß die Regierung einen feinlichen, engherzigen wird von Hauftrhändlern, die sich Detailreisende nennen, über- nicht im stande sind, schlechte Waare, die ihnen der Haufiver Standpunkt einnehme. Herr Baumbach scheine die Verhältnisse laufen; es werden auch Kolonialwaaren aller Art nach Proben bietet, als solche zu erkennen. Daß man sich in München selbst in Bayern nicht richtig beurtheilen zu können. Es giebt in geliefert; das Publikum ist aber garnicht im Stande, die in den Kneipen nicht vor den Hauſirern mehr retten fönne, in Bayern auch Haufirer, aber die Wünsche, die Auswüchse zu beQualität der Waaren zu prüfen. schränkung eintreten, nicht Hier muß eine Ein- mir neu. Die Hausirer, die ich dort bemerkt habe: das Radiweib, seitigen, sind von allen Seiten ausgesprochen worden, namentlich zur Beschränkung der freien die Verkäufer von Biermarferln 2c., die Verkäufer des Vaterlands" auch im bayrischen Abgeordnetenhause und zwar auch von der Bewegung der einzelnen Personen, sondern zur Vorbeugung gegen des Herrn Sigl, ber ja beinahe unser Kollege geworden wäre, linten Seite, von Männern, die hier vielleicht neben Herrn größere Schädigung. Namentlich müßte man untersuchen, ob und es vielleicht noch wird, sind alles ganz nützliche Mitglieder Baumbach sitzen würden. Auf die Detailfragen fann ich nicht Frauenspersonen der Haufirhandel gestattet werden kann und ob der menschlichen Gesellschaft. Die Reisenden, wenn sie direkt mit eingehen; der Antrag Bayerns wird ja wohl den Bundesrath nicht der Haufirhandel innerhalb der Wohnsizgemeinde dem außer den Konsumenten verkehren, als Hausirer zu behandeln, geht doch beschäftigen und dort halb derselben gleichgestellt werden muß. Die Klagen über die nicht an. Wenn die Firma Siemens u. Halste ihre Vertreter Zentrum). angenommen werden.( Beifall im Sonntagsruhe treffen nicht die Sonntagsruhe selbst, sondern sie an die Stadtverwaltung schickt, um über die Anlage elektrischer Be- Abg. Liebermann v. Sonnenberg( Antisemit): Die Pebetreffen die Ausführungsbestimmungen, welche bahin geführt feuchtung zu verhandeln, so kann man diese Vertreter doch nicht titionen der geschädigten Personen des Mittelstandes, welche sich haben, daß ein Theil des früheren Sonntagsgeschäfts jest dem als Hauſirer behandeln. Herr Mindthorst hat diese Behandlung gegen die jüdischen Baufirer und die jüdischen AbzahlungsHaufirhandel an den Wochentagen zufällt, durch Wanderlager, der Reisenden als Haustrer damals hintertrieben, deshalb sollte geschäfte wenden, sind in der vorigen Session zahlreich eingegangen, Banderauftionen und Abzahlungsgeschäfte wird ebenfalls der man solche Dinge nicht wieder aufnehmen, zumal die Stimmung aber frog ber gänge ber Geffion vom Hause, nicht berücksichtigt Bertrieb minderwerthiger Waaren gefördert. Wenn man die im Bolte nicht dafür ist.( Widerspruch im Zentrum). Ich habe worden, troydem sie solche Berücksichtigung wohl verdienten. Die Banderlager und Wanderauftionen nicht verbieten kann, so sollte allerdings auch von Kaufleuten Klagen über die Haufirer gehört; Abzahlungsgeschäfte sind berechtigt, so weit sie den Berkauf von man sie erheblich beschränken. Die Abzahlungsgeschäfte ver- die Leute dachten sich, wenn die Großgrundbesitzer, die Schnaps Maschinen und sonstigen Dingen vermitteln, durch welche der locken durch übermäßige Anpreisungen die Arbeiter zu An- brenner, die Zuckerfabrikanten u. 1. 1. vom Staate Unter- Käufer seinen Verdienst vermehren kann. Aber Gegenstände des täufen fiber ihre Berhältnisse hinaus; die verlaufte Waare stützung erhalten, warum sollen wir nicht auch unterstützt Gebrauchs sollten nicht auf diese Weise verkauft werden dürfen. ist, eine minderwerthige und übermäßig theuere. Der Arbeiter werden? Ich hoffe, daß die betreffende Vorlage abgelehnt wer- Im Wahlkreise des Herrn Möller sind auch schon von den Juden wird von solchen Geschäftsleuten ausgebeutet. Deshalb ist eine den wird. Nähmaschinen den armen Näherinnen wieder abgenommen wors und ich kann die Regierung nur bitten, die Vorlage möglichst zu Regierung Regelung der Verhältnisse dieser Geschäfte dringend nothwendig| Abg. Gröber( 8): Nicht erfreulich ist es, daß die preußische den, troydem sie erhebliche Summen abgezahlt hatten. Ein Herr beschleunigen. mit der Frage des Hausirhandels sich nicht Löwenstein aus Altona hat dem Reichstage einen Vertrag für beschäftigt hat, daß sie den Vortritt der bayerischen Re- Abzahlungsgeschäfte vorgelegt, welcher zeigt, wie ein Vertrag nicht Staatssekretär v. Bötticher: Ich kann mich auf meine gierung überlassen hat; ich will nur wünschen, daß es sein soll; solche halsabschneiderischen Kontrakte sollte die Regie Gillärung vom 24. November 1891 beziehen, in welcher ich mit diesem bayerischen Antrage nicht so geht, wie dem Antrage betr. rung nicht dulden. Die Sonntagsruhe hat es mit sich gebracht, getheilt habe, daß ein Gesetzentwurf über die Abzahlungsgeschäfte der Redemptoristen, der schon seit zwei Jahren dem Bundesrathe daß das ländliche Gesinde, welches sonst Sonntags in die aufgestellt ſei. Der Gutwurf iſt vem Reichstanzter vorgelegt und vorliegt, aber so schwierig zu sein scheint, daß man damit nicht kleine Stadt ging, jekt in höherem Maße Don Dent es ist eine Ausschußberathung darüber bereits anberaumt. Es fertig wird.( Seiterkeit.) Es geht hier wirklich in zu lang- Saustrern in der Woche tauft. Die Behörden sollten ift anzunehmen, daß die Borlage, bald dem Reichstage zugeben famem Schritt, erst nach zehn Jahren folgt der zweite Schritt den jüdischen Reisenden, die mit ihren Musterkoffern wird. Welche Ansichten die verbündeten Regierungen über diese bem erſten. Seit 1888 bis jetzt ist nichts geschehen. Glücklicher das Land überschwemmen, etwas mehr auf die Finger Frage haben, weiß ich noch nicht, da dieselben noch) feine Ge- Weise sind wir auf die Mittheilungen des Staatssekretärs nicht fehen. Daß man in großen Geschäften auch über's Ohr legenheit gehabt haben, sich zu äußern. Ueber den Haufirhandel angewiesen, denn über den Inhalt der Vorlage betreffend die gehauen werden kann, ist richtig. Aber wenn man beim Haufirer find Untersuchungen angestellt, aber noch nicht vollständig ab- Abzahlungsgeschäfte haben wir ja reichliche Zeitungsnachrichten faust, kann man die waare nicht genügend prüfen und sich nicht gefchloffen. Die bayerische Regierung hat dem Bundesrath unter erhalten. Eine Diskussion darüber ist um so mehr angebracht, Nath holen. G3 giebt einen gewissen ehrlichen und berechtigten Dem 7. November den Entwurf eines Gesetzes vorgelegt, welcher als es viel schwerer ist, Aenderungen durd zusetzen, wenn erst eine Hausirhandel, der geschützt werden muß. Die Klagen wegen der eine Abänderung der Bestimmungen über den Haufirhandel an- bestimmte Vorlage der verbündeten Regierungen dem Reichstage Aufdringlichkeit der Hausirer richten sich hauptsächlich gegen die legt. Damit ist die Sache in Fluß gekommen und wird wohl vorliegt. Drei Punkte kommen hauptsächlich in Betracht. Der jüdischen Haustrer, welche neben dem Hausirhandel noch andere einen guten Verlauf nehmen. Etwas weiteres will ich nicht wichtigste ist die Gleichstellung des Detailreifens mit dem Zwecke verfolgen, namentlich spioniren fie die Gelegenheit zu jagen, um mich nicht wieder dem Vorwurf auszufegen, daß ich Hausiren, wenn der Reifende die Privatwohnung aufsucht, Geldgeschäften aus. Wenn die Bevölkerung sich gegen die unliebdie uferlose Diskussion angeregt hätte.( Heiterkeit.) der zweite die Gleichstellung des Haufirhandels, auch famen Gäste schützen will, und wenn Schilder angeschlagen wer Auf Antrag des Abg. Biehl tritt das Haus in die Be- wenn sprechung der Juterpellation ein. innerhalb des Wohnorts betrieben wird, mit den:„ Juden ist der Zutritt verboten", dann kommt die Polizei dem außerhalb desselben betriebenen; drittens will der und verlangt Entfernung der Schilder, was durch Ordnungs bandel für gewisse Gegenden eine Nothwendigkeit sei. Sein schon von den Polizeibehörden für die Ausländer entschieden Hausirhandel zugeschnitten werden. Abg. Möller( natlib.) weist darauf hin, daß der Hausir bayerische Antrag, daß die Bedürfnißfrage, wie sie jetzt strafen erzwungen wird. Das Gesetz müßte auf den schädlichen Hausirhandel bleibt erlaubt, Laufende von Hauſiren seines Wahlkreises, des Annaberger foll. Diesen drei prinzipiellen Punkten gebe ich meine volle Zu- aber Juden dürfen nur mit selbstgefertigten, Baaren haufiren. Bahlfreiſes annehmen. Aehnliche Verhältnisse feien vielfach in stimmung; aber ber Antrag geht mir noch nicht weit genug.( Große Heiterkeit.) ärmeren Gegenden vorhanden. Aber in einem Punkte müsse etivas Es muß der Ausschluß aller Manufakturwaaren vom Hausir| Abg. Bichl( Zentrum) wendet sich namentlich gegen die Man Abzahlungs Geschäfte. macht für diefelben für die ihnen endlich gegebene Sonntagsruhe. fehr wohlthätiges; die Kaufleute seien dankbar hausirt. Schwierig wird die Feststellung der Begriffe fein, aber geltend, daß fie fich durch ihre Verträge sichern Aber die nicht schwieriger als die Feststellung mancher anderer Begriffe. müßten, weil sie die Qualität ihrer Kunden nicht Ausführungsbestimmungen, die preußische Handels- Daß einzelne Gegenden auf den Hausirhandel angewiesen sind, feststellen tönnen. Das tönnten sie ebenso gut, wie jeder andere beinifter erlaffen habe, feien schlechter als sie aller an- ist richtig. Aber diese können durch besondere Gesetzesbestimmung Geschäftsmann. Deshalb sei es unbegreiflich, daß man danach eren Regierungen; fie feien zu schablonenhaft gehalten. Redner geschützt werden, wie dies früher in Bayern der Fall war und sucht, diesen Abzahlungsgeschäften einen Eigenthumsvorbehalt zu sei ein er = theilt mit, daß er bezüglich der Zigarrengeschäfte eine Unter- wie es im österreichischen Gesetze von 1862 auch der Fall ist. sichern. Dann sollte man lieber den Bauhandwerkern für ihre fuchung angestellt habe, und er habe da erfahren, daß einzelne Die vollständige Beseitigung der Abzahlungsgeschäfte verlangt Arbeiten zum Hausbau einen Eigenthumsvorbehalt gewähren, Geschäfte durch die Beschränkung des Sonntagsverkaufes sehr fein Mensch; aber es haben sich sehr erhebliche Mißbräuche ein- damit sie nicht in die Hände betrügerischer Baufpekulanten fallen. freußische Handelsminister werde in dieser Beziehung im wirth Mit der Regelung dieser Frage tann man nicht bis zur Fertig- wundern, wenn Ahlwardis gewählt werden, wenn die Handwerks schaftlicher Interesse eine Aenderung eintreten lassen müssen. stellung des bürgerlichen Gesetzbuches warten. Das Zentrum meister in das antisemitische Lager übergehen. Es giebt Leute, hierbei müsse er feinen Heimathbezirk Bielefeld in Schuß eine Vorlage ausarbeiten, um alle Einzelfragen zu erörtern. find. Man hat den Handwerkern Opfer auferlegt durch die nehmen. Die Detailreisenden sähen, wie ein anderer nach( Beifall im Zentrum.) dem Kurszettel, anzeigen immer zuerst nach Den in den Familien, Verlobungs denen Kranten, Unfall, Invaliden- und Altersversicherung, aber zunt Abg Geyer( Soz.): Jch betrachte es als kein großes Unglück, Schutz des Handwerks hat man teine Bestimmung getroffen; im folches freudiges Ereigniß und sendeten den ein daß die Regierung bis jetzt noch nicht dazu gekommen ist, uns Gegentheil, man ereifert sich gegen die Beschränkung der Abeingetreten ist, ihre Zirkulare einen Gesetzer avurf über diese Materie vorzulegen. Mit solchen zahlungsgeschäfte und des Hausirhandels. Gegen den HaufirGie lieferten ein gutes Zeinen, denn sie rechneten fleinen unwichsenen Mitteln, wie sie hier im Hause vorgeschlagen handel hat sich in der bayrischen Kammer auch ein Mann ausanderen empfiehlt. find, ist den kleinen Gewerbetreibenden nicht zu helfen. Das gesprochen, ber auf dem Standpunkt der Freisinnigen und die Versammlung aller bayrischen Gewerbein Ingolstadt hat sich ebenfalls gegen den eine das Bedürfniß über84. darauf, daß eine Hausfrau sie der Das Hausir viel Hausirer, daß wir gern bereit sind, einen Theil davon ab Baterland" so Die Abzahlungsgeschäfte bildeten auch einen berechtigten Zweig Haufirgewerbe ist heute von den Interpellanten in einer Weise steht; des Handels. Die Nähmaschinen würden zumeist auf Abzahlung heruntergezogen worden, wie ich es noch nicht gehört habe. vereine verkauft, und auf diese Weise werde den Frauen, den Wittwen und Wenn von der Ehrlichkeit des Gewerbes gesprochen wird, so Hausirhandel gewendet, der werbes geschaffen. Daß die Miethsverträge der Abzahlungs- bei der heutigen Plusmacherer unmöglich ist. den alleinstehenden Mädchen die Möglichkeit eines ehrlichen Er sollte man doch da überhaupt keine Grenze ziehen, zumal das schreitende Ausdehnung angenommen habe. In München sind so fich fragen, ob das geändert werden könne. Ueber solche Einzel- gedrückt, wie die anderen. geschäfte schlimme Bestimmungen enthalten, sei richtig; es werde gewerbe ist durch die heutigen wirthschaftlichen Verhältnisse so zutreten und, wenn Sie an dem Sigl vom Es ist nicht Thatsache, daß die großen Gefallen finden, den können Sie auch haben.( Heiterkeit.) heiten fönnte man streiten, wenn die Vorlagen der verbündeten Hauſirer im allgemeinen heruntergekommene Leute sind, die dieses Die Detailreisenden sind viel gefährlicher als die Hausirer, weil Regierungen bekannt geworden sein würden." Gewerbe aus Arbeitsscheu ergriffen haben. Es wird durch die sie den seßhaften Geschäftsleuten ihre Waaren aufdrängen und Staatssekretär von Menge nachher noch die einzelnen Kunden der Geschäftsleute aussuchen, gestellt, und daß er feine Einzelheiten angegeben habe. Er wünscht müssen den Arbeiter in den Stand sehen, seine Verhältnisse so Sonntagsruhe an sich hat keine Unzufriedenheit hervorgerufen, Bötticher die Borlage nicht schon für diese Session in Aussicht troffen, die durch dieses Gewerbe ihre Existenz fristen. Wir fo daß die letzteren in ihrem Absage geschädigt werden. Die wünschten meist die vollständige Beseitigung der Abzahlungs- bestreite ferner, daß man von Hausirern mehr übers Ohr ges bei der Ausführung haben dies gethan. eine möglichste Beschleunigung der Vorlage. Die Handwerfer aufzubeffern, daß er seine Bedürfnisse besser befriedigen fann. Ich sondern nur einige Einzelbestimmungen über die Ungleichheiten weil sie minderwerthige Waare liefern und hauen wird, als in gefchäfte, sogenannten reellen Geschäften. Bayern hat Abg. Wiffer( wildliberal) bestreitet, daß der Mittelstand erwartet, daß die Regierung auf auf einem anderen Die die Leute veranlassen, über ihre Verhältnisse Lugusgegenstände einen Antrag wegen Beschränkung des Hausirhandels an den zur jeßigen Regierung fein Vertrauen habe; im Gegentheil, der anzuschaffen. Der Hauptvorwand gegen die Abzahlungsgeschäfte Bundesrath gebracht; Sachsen wird sich hüten, einen solchen Mittelstand fei erfreut, daß die Regierung sich von dem ist die Verfallllaufel ihrer Berträge, wonach bei nicht pünktlicher Antrag zu stellen, weil dadurch eine große Anzahl sächsischer früheren falschen Wirthschaftssystem abgewendet habe, Abzahlung die Waaren wieder in den Besiz des Geschäftsinhabers Staatsbürger in ihrem legitimen Gewerbe geschädigt würde. er zurüdfallen. Diese Härte muß beseitigt werden, aber wir sind Der Ausschluß der Frauenspersonen würde die Haufirer Wege als dem hier angeregten weiter vorschreitet. durchaus nicht dafür, daß die Abzahlungsgeschäfte absolut ver- schädigen, namentlich folche, die selbstgefertigte Waaren ver Sonntagsruhe bat es dahin gebracht, daß die Leute auf dem zahlungsgeschäşte ohne Agenten arbeiten, daß sie gewisse Gegen- traft wird man nicht für den Verkauf verwenden wollen. Gerade die Bedürfnisse zu befriedigen, welche fie sonst Sonntags in den flände, die lediglich dem Lurus dienen, nicht verkaufen dürfen. das Hausirgewerbe betrachten Sie als einen schlimmen Auswuchs Städten befriedigten. Redner wendet sich dann gegen Lieber boten werden. Es könnte vorgeschrieben werden, daß die Abtreiben, wie die Holz- und Textilwaaren; denn die Hauptarbeits- Lande einen ganzen oder halben Arbeitstag opfern müssen, unt mann von Sonnenberg, der sich besonders gegen die jüdischen zuzählen, welche lediglich von den Inhabern von Zeitungs- hast Du" einen Messerstich in die Schläfe. Der Mann ergrif Sausirer gewendet habe. Im allgemeinen mache man auf dem fpeditionen ausgeübt werden dürfen. Gegen dieses Mandat darauf die Flucht, doch ist es gelungen, ihn feftzunehmen. G Lande keinen Unterschied zwischen jüdischen und chriftlichen wäre unbedingt Widerspruch erhoben worden- doch die Templiner ist ein gewiffer Frige, und man glaubt, daß ein Racheakt vor Händlern, sondern nur zwischen den ehrlichen und unehrlichen Sicherheitsbehörde schien selbst zu fühlen, auf wie schwachen Füßen liegt, denn Frize it unlängst aus dem R.'schen Lokal hinaus Händlern. ihre Strafverfügung stand. Gin gerichtliches Verfahren ist in gewiesen worden. Die Verlegung, die K. davongetragen hat, i Abg. Bieschel( ntl.): Eine vollständige Beseitigung der Ab- diesem Falle dadurch überflüssig geworden, daß die Polizei- anscheinend nicht gefährlich, jedoch bedeutend genug, um sorg zahlungsgeschäfte tann ja nicht verlangt werden, aber Mißbräuche, verwaltung von Templin aus freien Stücken den Rückzug an- fältige Pflege erforderlich erscheinen zu lassen. die sich öffentlich herausgestellt haben, müssen beseitigt werden, getreten hat. Dent betreffenden Genossen ist nämlich nach dem und dazu gehört der Verfall der gezahlten Raten aber Strajmandat folgende Verfügung zugegangen: bei unpünktlicher Zahlung. Gewöhnlich werden gerade die Polizei Verwaltung. ärmsten Leute babei geschädigt, welche minderwerthige Waaren zu übermäßigen Preisen kaufen und dann bei unpünktlicher Zahlung alles verlieren. Reduer wendet sich gegen einen Artikel der Freifinnigen Zeitung", der einseitig die Intereffen der Abzahlungsgeschäfte vertreten habe. N J.-Nr. 8055. Zemplin, den... Wir benachrichtigen Sie auf den unterm 24. v. m. erhobenen Ginspruch, daß wir die gegen Sie unterm 10. Ottober cr. erlassene Strafverfügung hierdurch zurücknehmen. Die Polizeiverwaltung. ( Unterschrift unleserlich). Parteigenoffen aus den Wahlkreisen Freistadt, Grün berg, Neusalz! Unter Bezugnahme auf die Besprechung vom 20. November werden die Genossen ersucht, am Sonntag, den 11. Dezember, Vormittags 10 Uhr, bei Zubeil, Naunynstr. 86, zahlreich zu erscheinen. Polizeibericht. In der Nacht zum 8. d. M. wurde vor dem Hause Dragonerstr. 43 ein obdachloser Barbier betrunken aufgefunden und nach der Wache des 15. Polizeireviers ge bracht, wo festgestellt wurde, daß er am Oberschenkel bedeutende Berlegungen erlitten hatte, über deren Entstehung er jedoch keine Auskunft zu geben vermochte. Er wurde nach der Charitee ge bracht. 2m 8. d. M. Morgens wurden ein Arbeiter auf der Treppe des Hauses Müllerstr. 125 und Nachmittags eine Fran in ihrer Wehnung in der Blumenstraße erhängt gefunden. In der Spree gegenüber dem Hause Schiffbauerdamm 10 wurde Vormittags die bereits start verweste Leiche einer unbekannten Frauensperson angeschwemmt. Abends sprang eine Frau in der Nähe der Rottbuser Brücke in den Landwehrkanal, wurde jedoch noch lebend aus dem Wasser gezogen und noch ihrer Wohnung gebracht. Am 8. d. M. und am darauf folgenden Morgen fanden drei kleine Brände statt. Gerichts- Beitung. Prozeß Ahlwardt. ( Fortsetzung aus der 2. Beilage.) Abg. v. Strombeck( 3) verzichtet bei der vorgerückten Stunde auf weitere Ausführungen, die dahin gehen sollten, daß die Ge Die Angelegenheit war für uns von prinzipiellem Jntereffe, seze so eingerichtet werden müssen, daß nicht ehrliche Gewerbe weit der Zweck der fountäglichen Agitationstouren in die proving geschädigt werden. hinfällig werden müßte, wenn das Templiner Beispiel Nach Abg. Ulrich( Soz.): Man hätte annehmen sollen, daß die ahmung fände und wenn wirklich das Gericht hierzu Ja und Interpellation die Absicht habe, die Abzahlungsgeschäfte wo- Amen gesagt bätte. Da aber die Templiner selbst muthig zurückmöglich ganz zu beseitigen, um dadurch dem Kleingewerbe unter weichen, ehe sie noch hierzu gezwungen worden sind, bedarf es die Arme zu greifen. Soweit gehen Sie noch nicht. Es muß einer weiteren Erörterung der Frage nicht mehr. offe gesagt werden, daß die Abzahlungsgeschäfte ein Bedürfniß unferer Zeit sind, und ich muß mich dagegen verwahren, daß In der Stellmacher- Herberge, Muladstr. 9, welche die feitens einer großen Partei versucht wird, diese Abzahlungs Stellmacher Junung unterhält, scheint von irgend einer Kontrolle geschäfte vollständig zu beschneiden. Diejenigen, die auf Ab- nicht die Rede zu sein. Der Herbergswirth herrscht als Allge zahlung kaufen, sind lauter Leute, die unfähig sind, direkt gegen waltiger und schaltet und waltet, wie es ihm beliebt. Die Baar zu taufen. Nicht blos die Arbeiter, sondern auch Arbeitsuchenden hatten bis vor etwa dreiviertel Jahren an den Beamte, auch höhere Beamte, find gezwungen, auf Ab- von der Innung bevollmächtigten Kontrolleur, der die Arbeit zahlung zu kaufen, und die Handwerker, welche sich ausgab, 10 Pfennig zu entrichten. Diese Gebühr war bei dem Motoren anschaffen wollen, müssen auch auf Abzahlung faufen, Streit Anno 1886 von den Gesellen afzeptirt worden. Auf einem und die christlichen Fabrikanten, welche solche Maschinen liefern, Plakate, das sich bis jetzt an der Wand des Lokals der Arbeitshaben genau dieselben Klauseln in ihrem Vertrag wie die ausgabe befand, hieß es denn auch: Für Nachweisung von jüdischen Abzahlungsgeschäfte." Der Verein Berliner Möbel- Arbeit hat der Arbeitsuchende 10 Pf. und der Arbeithändler, in dem Juden, Christen und Antisemiten zusammen geber 10 Pfennig zu zahlen." Seit der oben angegebenen Zeit find, hat in seinem Miethsvertrag auch eine solche Klausel. aber ist noch ein zweites Platat sichtbar, auf welchem zu lesen Sogar die Berliner Hausbefizer legen auf die gesammten Möbel steht: Jeder Stellmacher- Gefelle, welcher sich hier beim Schaueines armen Teufels Beschlag, wenn er die Miethe einmal nicht meister einschreiben läßt, um Arbeit nachzusuchen, hat für die Nach vierstündiger Berathung erscheint der Gerichtshof um bezahlen kann. Der Hausirhandel ist für das platte Land, Dauer, bis folche erfolgt ist, fogleich 40 Pfennig zu ernamentlich für die zerstreut liegenden Höfe, absolut nothwendig, legen, wofür nach Schluß der Arbeitsausgabe die üblichen Ge- 8/4 Uhr wieder. so daß es Unrecht wäre, ihn zu unterdrücken. Sie wollen trante verabfolgt werden. Zuwiderhandelnden ist der Aufenthalt Landgerichts- Direktor Brausewetter publigirt bas Urtheil ihn allerdings nur beschränken, aber machen Sie nur nicht gestattet. Der Herbergswirth." Ob die Innung von diesem Der Gerichtshof hat bezüglich des Vorwurfs des Landesverrath erst ein Gesez, und warten Sie dann ab, wie die Behörden das Plakat Kenntniß hat, mag dahin gestellt bleiben, auf jeden Fall nicht verleumderische Beleidigung, sondern im gung Sinne des§ 186 angenommen. Die Be felbe ausführen. Wenn die Gestattung des Hausirhandels von ist es von dem 3. 3. funttionirenden Kontrolleur anerkannt wor ber Bedürfnißfrage abhängig gemacht wird, dann hat die Ent den. Die Fälle, in welchen die Arbeitsuchenden nicht im stande hauptung, daß die Gewehre heimlich Scheidung darüber ein Beamter, der nur mit den wohlhabenden find, die extra 40 Pf. zahlen zu können, find durchaus nicht so schafft worden, ist nicht erwiesen, vielmehr ist erwiesen Klassen verkehrt und die Bedürfnisse der kleinen Beute nicht fennt, felten. Wer nicht zahlen kann, dem ist somit auch die Möglich, daß die Mitnahme dreier Gewehre seitens der Büchsenmacher der also leicht geneigt sein wird, die Genehmigung zum Haufir- teit, Arbeit zu erhalten, abgeschnitten. Deshalb erscheint es im einem Brauche in Waffenfabriken entspricht. daß die Löwe'schen handel zu versagen. Der Hausirhandel ist ein trauriges Gewerbe; Intereffe der Arbeitsuchenden nothwendig, daß dieses Plakat mit Behauptung des Angeklagten, wehre kriegsunbrauchbar feien, sprechen wer anderweitig nicht unterkommen kann, wendet sich demselben sammt seiner Extrasteuer so bald wie möglich wieder verschwinde. ber militärischen Sachverständigen. Die Gewehre sind nach zu. Wenn das Zentrum die Frauen vom Hauſiren ausschließen Eine weitere Bestimmung, daß die Arbeitsausgabe an Wochen allen Richtungen hin durchprobirt und es kann nicht darau will, bann sollte es die Frauenarbeit erst in der In- tagen von 8 bis 9 Uhr früh ftattzufinden hat, wird längst antommen, ob einzelne Arbeiter bezw. Meister Durchstechereien dustrie beseitigen, TOD die Arbeitskraft viel mehr aus nicht mehr beachtet. Dieselbe ist jetzt auf den ganzen Vorgebeutet wird. Ober glauben Sie etwa, daß im Hausir. mittag ausgedehnt, sodaß die Arbeitsuchenden gezwungen find, gemacht und schlechtere Arbeit geliefert haben. Dabei foll gleic handel die Sittlichkeit der Frau mehr gefährdet ist, als von 8 Uhr bis zum Mittag auf der Herberge zu verweifen. berichtigt werden, daß in einer der ersten Sigungen nur gefas Nur in der bittersten Noth wenden sich Als dieser Tage die Ausgabe wieder einmal furz vor 11 Uhr worden ist, gegen das Gutachten der Sachverständigen fönne die Frauen dem Haufirhandel zu. Das Entgegenkommen ber ftattfinden soute, ersuchte einer der Anwesenden unter Hinweis natürlich nicht das Gutachten von Arbeitern und eines Droschten bayerischen Regierung ihren bayerischen Landsleuten gegenüber auf das Plakat doch in Zukunft etwas pünktlicher anzufangen. tutschers ins Feld geführt worden, womit natürlich Krähan se bird hoffentlich nicht als Vorbild für das Reich dienen. Wir Da wurde aber der Kontrolleur sehr grob: Hier mache ich es, würden dann zu einer Entwickelung fommen, welche bei dem wie es mir beliebt, wem das nicht paßt, der bleibt draußen. Der heutigen Stande der Verhältnisse ganz unhaltbar wäre. Wollen Herbergswirth tam auch sofort als Sulfurs heran und drohte Sie helfen, so stellen Sie ein befferes Verhältniß zwischen mit gewaltigen„ Sengen". Für das bloße Nachschlagen eines Arbeiter und Arbeitgeber ber und reduziren Sie die Arbeitszeit Namens müssen auch 10 Bf. entrichtet werden. Die rapitale Be auf 8 Stunden, dann würden viele Leute, die jest hauftren gehen, feitigung dieser Uebelſtände wird nicht eher erfolgen, ehe die anderwärts Arbeit erhalten. Die Schauerromane verwerfe ich Stellmachergehilfen Berlins nicht ihren Hamburger Kollegen nach auch, aber dann müssen Sie auch dafür sorgen, daß die Trat folgen. Letztere haben sich bereits einen eigenen Arbeits- Nach tätchen und Flugschriften z. B. über den Teufel von Wemding weis geschaffen, ein Ziel, auch für Berlin aufs Sehnlichste zu unterfagt werden. Sorgen Sie für eine Regelung der Arbeits- wünschen. zeit!( Beifall bei den Sozialdemokraten.) beim Bergwert? Abg. Tröltsch( natl.) bestätigt, daß in Bayern der Hausir Mit welcher Frivolität ihrer Natur nach ganz ernste handel stetig zugenommen hat, namentlich auch infolge der Be- Fälle in dem Berliner Stadtverordneten- Kollegium behandelt stimmungen über die Sonntagsruhe, welche den Geschäftsleuten werden, das beweist die letzte Sigung der Stadtverordneten. Wir einen Ausfall von 20 bis 30 pet. ibres Umfazes verursacht waren es allerdings niemals anders gewöhnt, als daß mit der hätten. Die Beschränkung des Haufirhandels wird nicht leicht Behäbigkeit eines vollendeten Stadt- Philisters alles in Abrede fein, aber die Regierung wird auf die Wünsche der ansässigen gestellt worden ist, was der sogenannten freisinnigen Majorität Gewerbetreibenden Rücksicht nehmen müssen. Des Rothen Hauses" nicht in den Stram paste; wir haben es Abg. von Buol( 8.): In Baden und Württemberg sind die erleben müssen, daß das entfehliche soziale Elend durch ein Veto Berhältnisse ebenso wie in Bayern; der badische Landtag hat auch eines diefer fatten Bourgeois mit einem Machtspruch aus der mit großer Mehrheit eine Beschränkung des Hausirhandels verlangt. Welt gebannt" war, und so sehen wir wieder, mit welchem Redner empfiehlt aber, den Hausirhandel am Sonntag feinen Maß von Sittlichkeit der vielbesprochene Fall unserer unglück anderen Bestimmungen zu unterwerfen, als das bestehende Gewerbe. lichen Genossin Wabniß von Seiten des Herrn Spinola der Der Hauftrhandel ist Sonntags verboten, aber Ausnahmen können Sächerlichkeit preisgegeben wurde. Es ist unfererseits schon viel von den untern Verwaltungsbeamten zugelassen werden; die fach darauf hingewiesen worden, daß von einer Gemeingefähr Boraussetzung dafür hat der Bundesrath festzustellen. Das ist lichkeit der Genannten in feinem Falle die Rede sein könne, alle aber bisher noch nicht geschehen, so daß in dieser Beziehung ganz ihre Handlungen sind, falls sie überhaupt als das Produkt einer verschieden verfahren wird. möglicherweise hochgradigen Nervosität anzusehen sind, eher Staatssekretär v. Bötticher: Eine Anregung zum Erlaß der dem Umstande zuzuschreiben, der sich aus der ganzen Sachlage betreffenden Vorschriften ist noch nicht gegeben worden. Wenn erklären läßt. ein Bedürfniß dazu vorliegt, wird sich wahrscheinlich herausstellen, daß die Verhältnisse überall sehr verschieden sind. Damit schließt die Debatte, da niemand weiter zum Wort gemeldet ift. Schluß 54 Uhr. Nächste Sigung Sonnabend 12 Uhr. Nach seiner Bernehmung in Untersuchungshaft genommen worden. ( Erste Lesung der Militärvorlage.) Tokales. An die Arbeiter Berlins! Wählerlisten vertreten. Der Redakteur Richard Saling vom„ Kleinen Journal" war zu vorgestern Nachmittag in der Boruntersuchung wider ihn meint war. nur Beleidi Gegen bie Be die Gutachten bas Wir haben feinerlei Mißtrauen gegen einen der Sad verständigen gehabt, aber der Untersuchungsrichter hat noch eine eigenen Sachverständigen, den Herrn Barella, gehabt. Beibt Herren haben sich nach Spandau begeben, sie haben aus der Menge fünf Gewehre herausgegriffen, und Herr Barella hat in Schnellfeuer bis zu 130 Schuß abgegeben. Der Sachverständig sagt ebenso wie die übrigen Sachverständigen, daß die Krieg brauchbarbeit durch die kleinen Unregelmäßigkeiten, die vo gekommen sein mögen, teineswegs beeinträchtigt ist. Wir könne nach wie vor unsere ganze Hoffnung auf unsere Armee fegen und überzeugt sein, daß sie mit triegstüchtigen Gewehren au gerüstet ist. Die Sachverständigen haben auf ihren Eid versichert, das Gewehr gut und friegsbrauchbar ist. Der Gib ist bas Höchfte und es ist bedauerlich, daß der Angellagte und fein Be theidiger von Anfang an mit Mißtrauen gegen den Eid viele Beugen aufgetreten find. Selbstverständlich muß der Gerichtsho die Glaubwürdigkeit der einzelnen Personen prüfen und wenn sich um vorbestrafte Leute handelt, die einen Erpressungsverfu gemacht haben, so muß der Gerichtshof vorsichtiger sein. Wenn der Angeklagte behauptet hat, daß vielfache Sprengungen von Gewebre und Verlegungen von Mannschaften stattgefunden haben, so hält die der Gerichtshof in feinem Falle für erwiesen und stüßt sich dabe auf die Berichte des Regimentskommandos. Jeder, der auch nicht Soldat, fondern nur Jäger ist, weiß, daß oft Bufälligkeiten, das Eindringen von Sand, Schnee 2c. das Sprengen des Laufe verursachen. Nach Auskunft der Militärbehörde steht fest, daß allen 425 000 Gewehren, bie die Firma Löwe geliefert hat 69 gefprungen sind. Das sei ein brillantes Resultat und beweife daß die Militärverwaltung das beste Material zur Herstellung der Läufe sich besorgt. Der Angeklagte versteht offenbar ganze Sache nicht, er hätte sich aber erst genau orientire Tie die megen wijfentlichen Meineides vor den Untersuchungsrichter müssen, ehe er eine Broschüre von solcher Tragweite in die Welt Die Verhaftung ist mit Fluchtverdacht begründet. in 26thung beim Anklopfen abgesprungen sind, so ist das keinesw bedenklich, denn dazu sind ja gerade die Revisionen da, um fleine Fehler festzustellen. Der Angeklagte aber hat wahrheitswidrig Wegen der Cholera war auf dem Auswanderer- Bahnhof die Sache so dargestellt, als ständen nun Tausende von Gewehre Eurzem treffen indeß wieder, wie der Anz. f. d. Havell." be nicht der Fall, vielmehr sizen die Visire auf den Gewehren richtet, täglich Eisenbahnzüge mit Europamüden aus dem Often jetzt außerordentlich feft. Der Gerichtshof ein. Auch das israelitische Auswanderungskomitee hat auf dem Biveifel, daß Unregelmäßigkeiten in der Löwe'schen Fabrit Bahnhof seine Thätigkeit, die so lange unterbrochen war, wieder vorgekommen sind. Wenn das bei einer Fabrik mit so vielen aufgenommen. Auffallend häufig langen jetzt auch Rückwanderer Arbeitern nicht vorfäme, dann müßte es geradezu nur mufter in Trupps von 30-50 Personen hier an. Uns folgender unglaublich hat hafte Arbeiter geben, Daß Drücken der Gewehre ist von teinen be night Genossen! Der Termin zur Eintragung in die Wählerlisten für die Gewerbegerichtswahlen naht seinem Schlusse. Leider ist Arbeitern gemacht worden, während die Herren Löwe und Kühne nun zu konstatiren, daß die Genoffen des Nordens( Geſund- fingerine Schießtaffärgetheilt, ben wir hiermit unter aller brunnen) und des Nordwestens( Moabit) bis heute ihre Pflicht Reserve wiedergeben. Um vergangenen Sonnabend sammelten in betrügerischen Zwecken benutzt worden, sieht der Gerichtshof noch nicht in dem Maße gethan haben, wie es zu erwarten ge- einem nahe bei Berlin gelegenen Forst einige Stinder Dola. Sie wesen wäre. Gerabe die Stadttheile Moabit und der Norden wurden dabei von einem Forstgehilfen überrascht, der die kinder, Leiter der Fabrik hiervon so wenig Kenntniß gehabt, wie pon mit der starken Arbeiterbevölkerung ließen vermuthen, daß dort welche die Flucht ergriffen, mit der Drohung, schießen zu wollen, stempeln sind nach Ansicht des Gerichtshofes Unregelmäßigkeite aufforderte, stehen zu bleiben. Die Kinder leisteten dieser Aufdie Genoffen in stattlicher Zahl sich in die Wählerlisten eintragen forderung feine Folge, sondern liefen weiter. Der Forstgehilfe Löwe hat von allen diefen Dingen absolut keine Renntniß gebabl würden; jedoch das Gegentheil von dem ist Thatsache. Bis gab darauf Feuer und traf den zwölijährigen Sohn des Arbeiters daß steht ganz fest, auch bei dem Oberstlieutenant a. D. Sühne heute sind die Arbeiter obiger Stadttheile am schwächsten in den Gorsch in Königswusterhausen mit der vollen Schrotladung. Der ist dies nicht erwiesen, boch soll nicht die Möglichkeit beftritten Snabe hat acht Schrottörner in Kopf, Genick, Gesäß und Beinen. Drei Schrottörner fonnten bisher erst entfernt werden. Sollte werden, daß einzelne Unordentlichkeiten, welche aber auf Die Genossen in diesen Stadttheilen werden nun nochmals fich dieser Borfall in der Weise, wie er uns mitgetheilt worden, Striegsbrauchbarkeit der Gewehre keinen Einfluß ausgeb und er darum ge aufgefordert, ungefäumt die Eintragung vornehmen zu lassen. bestätigen, so wären kaum Worte zu finden, die entsegliche Roh hat, ihm zu Ohren gelommen find Bon dem Diebstahl an Patronen haben beib Am Sonntag, den 11. Dezember, Mittags 8 Uhr, beit des in Frage kommenden Forstgehilfen zu brandmarken. Fabritarbeiter feine Kenntniß gehabt. Die Zuhilfenahme von werden die Wählerlisten geschlossen. Bersäume deshalb niemand offen wir, daß eine Untersuchung diese Affäre bald auf Arbeitern bei den Revisionen war den Büchsenmacher von der Revistonskommission gestattet worden. Die nachträg feine Pflicht und Schuldigkeit zu thun. liche Deffnung eines plombirten Wagens ist zweifellos eine Man hat sich eben darin in der Ehrlich lei Einbruch verübt. Die Diebe haben die Fensterjalousien aufge- der Arbeiter getäuscht. Festgestellt ist anderseits, daß bei diefe hoben und darauf die Scheibe eingedrückt. Dabei müssen sie sich Unordentlichkeit Betrügerisches nicht vorgekommen, höchften erheblich verlegt haben, denn an dem Fenster und im Laden find bandelt es sich nach den Zeugenausfagen um einen Fall, viele Blutspuren gefunden worden. Die Ermittelung der Diebe denen 19 Gewehre, die wegen kleinerer Risse zum Schmiegel worden waren, wieder beigelegt ist bis jegt nicht geglückt. Der Werth der gestohlenen Waaren zurückgegeben beziffert sich auf mehrere hundert Mark. Der geschäftsführende Aussauß ber Berliner Streit- Kontroll- Kommission. Im Auftrage: Hermann Faber, SO., Grünauerstr. 4 5. 1. flären wird. In der Nacht vom 6. zum 7. d. Mts. wurde in dem Die Polizeiverwaltung von Templin hatte einen unserer Genoffen mit einem Strafmandat bedacht, weil er Sonntag Bor: mittag nach 9 Uhr in der guten Stadt Templin Flugblätter und Vor ein paar Tagen fuhr bei dem Haufe des Gastwirths andere Agitationsschriften vertheilt hatte. Das Strasmandat mar damit begründet, daß der Flugblatt- Bertheiler gegen das Gefes K., unweit des Schlesischen Bahnhofes, in später Abendstunde wußt hat. mare und ohne daß sie nochmals zum Beschuß gekommen. Der Bor wurf der Bestechung, welcher gegen die Nebenkläger die Büchsenmacher erhoben worden ist, beruht auf einer ständigen Berdrehung der Thatsachen. Die Handlungsweise poll speditionen nach 9 Uhr Vormittags jede Thätigkeit unter hinaus, um sich nach den Wünschen der Gäste zu erkundigen. Stangenberg einer Unreeflität fchuldig gemacht, welcher mandh über die Sonntagsruhe verstoßen habe, welches den Zeitung seine Droschte vor, in der sich mehrere Herren befanden. K. eilte Büchsenmacher ist absolut unverdächtig und allerhöchstens bat fid fagt. Es wurde also hier der Versuch gemacht, das unentgelt- Während er neben der Droschke stand, sprang hinter derfelben auf Rechnung setzte, was nicht die Büchsenmacher, sondern liche Bertheilen von lugblättern u. f. p. den Geschäften zu ein Mann hervor und verfeste dem St. mit den Worten Dalanging. Den Vorwurf des Traftirtwerbens, der ferner 12 ber 23 be De 2 h fo in 21 01 im Бе ge in he fi auseinander. Unter grün bei Buchholz, Krautftr. 6( Alle 14 Tage). Gefelliger Verein, Gut Miegel, Stralauerstr. 57. Gelang-, Turn- und gefellige Vereine. Sonnabend. Paul BerBühnenverband Normania jeden legten Sonnabend im Monat bet Betchnth, Königsbergerstr. 24. Brivattheatergesellschaft, ch neeglöckchen", abends o uhr bei Schulz, Brunnenstr. 116. Theaterverein Berliner war jeden Sonnabend nach dem 1. und 15. Abends 9 Uhr bei Weick, Köpe nickerstraße 63. Theaterverein Lessing. Jeden ersten und letzten Sonnabend im Monat 9 Uhr Abends Sigung bei Rudolph, Krautſtr. 6. Bergnügungsverein Azalia 9% Uhr bei D. Heindorf, Barnimftir. 16. Bergnügungsverein 2uftige Jugend Abends 9 Uhr, im Reſtaurant Bautenbach), Cuvinst. 3.- Bergnügungsverein Lustige Becher Abends Vergnügungsverein Carmen Sylva Sigung 9 Uhr im Restaurant von O. Wits, Mariannen- Ufer 2.- Geselliger Berein Sinde" jeben Sonnabend 9 Uhr bei Schönherr, Stralsunderstr. 15. gnügungsverein armios, Sigung mit Damen Sonnabend, Abends e Uhr, Blumenstr. 46 bet went. Mitglieder pünktlich. Staitlub Gorbischer noetn, jeben Sonnabend s uhr bet Karl Schilling, Püdlerfir. 55. Dansk Forening Freia( Dänischer Berein Freia), Lindenstraße 106 bei Boppe. Verein ehemaliger Schüler ber so. Gemeindefcule, Abends suhr, Restaurant Wurl, koppenStraße 58. Geselliger Verein Italia, jeden Sonnabend im Restaurant Boite, Kolbergerfir. 29. Statflub reuzbube bei Steuer, Weinstr. 22.- Statflub Revolution Schaftopf- Klub Bruder= abends Reichenbergerstr. 78, bei Faustmann. tette tagt jeden Sonnabend Abends 9 Uhr bei Weiß, Andreasstraße 77a. Kartenflub Nulle tagt jeden Sonnabend und Montag im Restaurant Hum boldhein, Hochstr. 32a.- Statflub Blaue Blouse, jeden Sonnabend bei Wutite, Graudenzerstr. 2. Touristenverein Wanderlust Abends 9 Uhr im Restaurant Märkischer Vermischkes. Büchsenmachern gemacht worden, hat der Gerichtshof nicht für auf Bier, welches ein unentbehrliches Genußmittel ist, auferlegt| firaße 15. Mauchttub Dornröschen bei Krech, Schulstraße 10%. beleidigend gehalten. Die Büchsenmacher hätten solche Be- und neue Anleihen in Aussicht stellt. Sie ersucht die sozialdemo- Gefelliger Verein„ Nor d“ b. Krüger, Fennfir. 5.- Geselliger Berein ,, W al de se wirthungen nicht annehmen sollen. Widerlegt ist der Vorwurf fratische Fraktion im Reichstage, Mann für Mann gegen diese eit", Mene Königfir. 89.— Geselliger Berein, talia" bei Boife, Kollbergerdes Angeklagten, daß die Büchsenmacher 1500 Gewehre ohne Borlage zu ftimmen, fie als unannehmbar zurückzuweisen und ihrem Straße 23. Geselliger Verein Jugendfreunde" bei Schulz, Prenzlauer Wissen des Lieutenants Kleinschmidt widerrechtlich gestempelt bisherigen Brinzipe, der Regierung für Militärzwecke feinen Mann Ellee und Tresdorftraßen- Ece.- Bergnügungsverein Selgoland 2 bet hätten. G3 liegt in diesen Dingen zweifellos ein Vorwurf, der und feinen Greschen zu bewilligen, unerschütterlich treu zu bleiben. sowohl für die Leiter der Fabrit als auch für die Büchsenmacher Die Versammlung weist mit Entrüstung die Unterstellung des tonser Midel'scher Musikverein llegro bei Spindler, Reichenbergerstraße 118, im Sinne des§ 186 beleidigend ist. Schuldig erscheint auch der vativen Dr. Frege„ die Anhänger des Abg. Liebknecht seien ja nur die Gde Forsterstraße. Turnverein Gesundbrunnen. Die 2. Männerabtheilung turnt heute Angeklagte mehrfacher, schwer tränkender Beleidigungen gegen unreifen Jungen der großen Städte" zurück; sie ist vielmehr der von 8-10% Uhr in der Turnhalle, Freienwalderstr. 39. die Privattläger im Sinne des§ 185, er hat auch am ersten Ueberzeugung, daß sich die Anhänger der Sozialdemokratie beTage felbst zugegeben, daß er zu weit gegangen fei. Der lezte wußt find, als Arbeiter ihren Prinzipien mit Leib und Seele an Punkt ist die schwere Beleidigung des Büchsenmachers Kirch, eines zugehören und die Konsequenzen hieraus ziehen werden, die zum alten und verdienten Beamten, den er auch schuöder Be- Wohle der Allgemeinheit führen müssen. Dem Abg. Dr. Frege ftechung beschuldigt hat. Kein Wort davon ist wahr, der Be- sprechen wir überhaupt die Fähigkeit ab, ein maßgebendes Urtheil amte hat das Geld, was er für ehrliche Arbeit erhalten, über unsere Prinzipienfestigkeit abzugeben, da sein Standpunkt in seine Tasche gesteckt und stecken dürfen. genügend als arbeiterfeindlich bekannt ist, was feine Haltung im Ein ftritter Beweis dafür, daß der Angeklagte die Unwahr- Parlament gegenüber allen Forderungen unserer Vertreter be- Uhr Wendelssohnur. 9, heit der von ihm behaupteten Thatsachen gefannt hat, ist nicht wiesen hat." geführt worden, und deshalb ist gegen ihn der mildere§ 186 in Darauf wurde vom Vertrauensmann Giesho it den GeAnwendung gebracht worden. Auch die Beleidigung des Kirch nossen die Mittheilung gemacht, daß im Lokale des Gastwirthe in der Versammlungsrede zu Dresden hält der Gerichtshof für Meyer, früher Dreet, Chauffeestraße, norddeutsches Bier zum erwiesen. Wie der Angeklagte gehandelt hat, geht ja daraus Ausschant gelangt. Mit einem donnernden Hoch auf die Sozialhervor, daß er zwar fagt, er will die Sache treffen und nicht demokratie und den Referenten ging die imposante Versammlung persönlich verlegen und doch stets nur persönlich angreift. Wieso tommt er zu dem scheußlichen Namen" Judenflinten"? G bleibt nur übrig, daß der eine Leiter der Fabrik jüdischer Religion ist, Die Bolksversammlung für den 6. Wahlkreis, welche der andere Leiter ist Christ und gewesener Offizier, die Gewehre am 7. d. M. in der Kronenbrauerei, Moabit, tagte, nahm einen find von christlichen Arbeitern gefertigt, von christlichen Revisoren imposanten Verlauf. An stelle des verhindert gewesenen Reichsabgenommen. Der Angeklagte sagt zwar, er will die Hasse treffen tags Abgeordneten Bock geißelte Reichstags- Abgeordneter und nicht die Person, aber das ist nicht wahr. Er will nur die Ulrich in zündender Rede die Kulturfeindlichkeit des MiliBerfonen treffen. Bei seinem Judenhaß scheut er sich nicht, tarismus und bemies, daß der Grundsatz der Sozialdemokratie: den ganzen Beamtenstand zu treffen. Er beleidigt daraus diesem System keinen Mann und feinen Groschen der einzig los und wenn man behauptet, daß er dies gewerbs wirksame ist, mit welchem der Militärstaat erfolgreich bekämpft mäßig betreibt, so ist dies keineswegs zu viel gefagt. Wie würde werden kann. Nach Schluß der Rede fand die bekannte es wohl bei uns aussehen, wenn es viele Leute gäbe, die wie Resolution des Parteitages einstimmige Annahme. der Angeklagte handelten? Wenn es hunderte von Ahlwardt's Verschiedenem forierte Faber die Versammelten auf, die Wieder Zwei. Hamburg, 9. Dezember. Die Firma gäbe, würde bald niemand mehr ruhig auf der Straße gehen. Einzeichnung in die Wählerlisten zum Gewerbegericht nicht zu Garow und Bartels ist fallit. Bartels hat sich freiwillig der Nicht dadurch, daß man entlassene Arbeiter vernimmt, kann man verfäumen. Mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie und unter Polizei gestellt. Cavow ist flüchtig. Die Unterbilang beträgt so furchtbare Vorwürfe in die Welt schleudern, dessen höchster dem Gefange der Marseillaise gingen die Genossen auseinander. 1/2 Millionen Marf. Es sind Depots unterschlagen worden. darin besteht, daß hier im Auftrage der Alliance israélite das Waterland wehrlos gemacht werden sollte. Das kann man faum Auch die in der Bockbrauerei stattgefundene Protest- Auch ein Bild aus der sozialen Noth. Der bekannte ernsthaft nehmen. Es ist erwiesen, daß Löwe und Kühne ihr Bestes versammlung für den zweiten Wahlkreis verlief in der Paftor F. von Bodelschwingh versendet an die Gläubigen daran gesetzt haben, um dem Staat gute Gewehre zu liefern. Den ihrer Bedeutung angemessenen Weise. Schon lange vor Beginn ein Zirkular folgenden Inhalts: Die Fallsüchtigen zu Schutz des§ 198 hat der Gerichtshof dem Angellagten nicht zu des vom Reichstags- Abgeordneten Drees bach gehaltenen Wor- Bethel bei Bielefeld" fammt allen ihren Gefährten in gebilligt, da die beleidigende Absicht flar zu Zage liegt und trags wurde das überfüllte Lokal abgesperrt, fodaß hunderte Ge- Sarepta, Nazareth und Wilhelmsdorf erinnern ihre Freunde Auch hier fand die herzlichft, ihrer zu Weihnachten auch diesmal nicht zu vergessen. der Gerichtshof der Meinung ist, daß der Angeklagte nicht den noffen teinen Einlaß finden konnten. Es sind weit über 3000 Personen, die unter den ernsten Willen hatte, event. noch rechtzeitig eine Publikation der Resolution des Parteitags einstimmige Annahme. mehr als 100 Weihnachtsbäumen auf eine fleine Gabe sich freuen, Broschüre zu unterdrücken. Dagegen sprechen seine eigenen Ausführungen im Anfang der Broschüre, und es scheint so, als hätte Schöneberg. Eine Volksversammlung, welche viele Baifen darunter, deren Niemand sonst in Weihnachten gein dieser Beziehung der Angeklagte den Herrn v. Langen dupirt. von ca. 400 Perfonen besucht war, tagte hier am Donnerstag, denft! Zu den Säufern des letzten Weihnachtsfestes ist KleinDer Angeklagte hat sich darnach dreier strafbarer Handlungen im um ebenfalls gegen die Militärvorlage zu protestiren. Genosse Bethel, das Jubiläumshaus, Enon, der Wasserhof und Saba, Sinne des§ 185 und 186 schuldig gemacht. Mit Rücksicht darauf, daß Antric legte die Stellung dar, welche die Sozialdemokratie das Brockenhaus hinzugekommen, mit reichlich 150 Berfonen. Nicht der Angeklagte das öffentliche und das Staatsinteresse gefährdet gegenüber der neuen Militärvorlage wie überhaupt dem Mili- nur Gold und Silber, sondern auch jede noch so niedrige Gabe in Bei Packeten bitte ich darauf zu hat und zwar bewußt gefährdet hat, hat der Gerichtshof dentarismus gegenüber einnimmt. Seinen Ausführungen folgte natura ist sehr willkommen. Angeklagten zu einer Gesammtstrafe von fünf Monaten reicher Beifall. Die auf dem Parteitage bezüglich des Militaris- bemerken:„ Weihnachtsgeschenke", und wenn es für ein besonderes Gefängniß verurtheilt und dem Beleidigten die Publikations mus gefaßte Resolution wurde einstimmig angenommen. Saus bestimmt ist, auch den Namen desselben hinzuzufügen. Im befugniß zugesprochen. Um 10 Uhr schloß die Sizung. Der Vertrauensmann Sadelbusch berichtete dann über voraus im Namen unserer Kranken und Glenden herzlichst dankend feine Thätigkeit im lezten Jahre. Neun Bersamm Bielefeld, im November 1892. F. v. Bodelfchwingh, Freigesprochen von der Anklage der Aufforderung zum Un- lungen hätten stattgefunden, die zum größten Theil Pastor in Bethel." Wir wollen wünschen, daß dieser Appell an die Frommen gehorsam gegen die Gesetze wurde durch das Landgericht II Genosse der Agitation gewidmet gewesen seien. An die allgemeine ParteiKarl Bauer. Die Vorgeschichte der Anklage ist folgende. Der taffe habe er leider nur 270 m. abliefern können; etwas über recht viele derselben veranlassen möge, tief in ihr meist wohlVerband der Geschäftsdiener ac. hatte am 11. Mai b. 3. einen 39 M. befänden sich noch in seinen Händen. Nachdem die Ber- gefülltes Portemonnaie zu greifen. Unsere Meinung aber ist, daß Ausflug nach den Ortschaften des Kreises Niederbarnim unter- fammiung Hackelbusch Decharge ertheilt hatte, wurde er gegen der Staat für alle derartig Leidenden, wie sie Pastor Bodelnommen. Bei der Heimkehr gegen Abend wurde Birkenwerder zwei Stimmen wiedergewählt. Darauf nahm man Stellung zu schwingh in persönlich gewiß sehr anerkennenswerther Weise paffert und hier nahm ein Gendarm Anstoß an dem am Schellenben in Aussicht stehenden Ersazwahlen zum Gemeinderath. Die unterstügt, ausgiebig zu sorgen hat, damit sie nicht der in ihrer baum befestigten rothen Zuchlappen und konfiszirte nicht blos den Gemeinde Schöneberg habe, so führte Hackelbusch aus, beim Totalwirkung unzuverlässigen Privatwohlthätigkeit überlassen Lappen, sondern den Schellenbaum gleich mit. Dabei soll nun Kreisausschuß beantragt, ftatt wie bisher 15 Vertreter zum Ge- bleiben. ber Angeklagte gefagt haben: Kinder wir werden doch unfer meinderath, fortan deren 24 zuzulassen. Einige Redner hielten Vom Erdboden verschlungen. Nom, 9. Dezember. In Banner nicht im Stiche lassen"." Der Staatsanwalt felbft bean es für verfrüht, jetzt schon in die Agitation für der Mitte der Toledoftraße in Neapel öffnete sich gestern der tragte Freisprechung, weil ein Gensdarm feine„ Obrigkeit" im sozialistische Kandidaturen einzutreten. Andere Genossen Erdbeden und verschlang awei gerade paffirende Männer. Sinne des§ 110 Str.-G.-B. sei. Der Vertheidiger" Rechtstanwalt traten für sofortige Inangriffnahme der Agitation ein. Seine betonte, daß noch wichtiger als dieser formellrechtliche Mit aller Energie sei zu versuchen, mindestens noch Buntt die gänzliche Sarmlosigkeit der Aeußerung sei, und daß einen sozialdemokratischen Vertreter den zwei im Gemeindebech erst angegeben werden möchte, zu welchem Ungehorsam rath vorhandenen zuzugesellen. Die Versammlung beschloß die Angeklagter überhaupt aufgefordert habe. Das Gericht sprach, wie sofortige Eröffnung der Agitation und wählte eine achigliedrige oben schon erwähnt, den Angeklagten ohne weiteres frei. Wegen Mihhandlung seines Dienstmädchens mußte fich am 8. d. Mts. der Zimmermeister F. Müller, Hochstr. 32a, vor Gericht verantworten. Aus der Beweisaufnahme ging folgendes hervor. Das Mädchen hatte feinen Sonntag" benut, ins Theater zu gehen und war infolge dessen erst nach zehn Uhr nach ufregung verjeht, daß er über daffelbe herfiel und unter den Sunfläthigsten Ausrufen so auf die Arme einschlug, daß sie an allen Dies bestätigte ein zur Stelle befindliches Attest. Müller erklärte feine Unschuld damit zu beweisen, daß er bestritt, überhaupt geIchlagen zu haben und die genannten Kontusionen auf einen Stoß oder Fall zurückführte. Der Staatsanwalt gab seiner gegentheiligen Meinung dadurch Ausdruck, daß er acht Lage Gefängniß für Müller beantragte. Der Gerichtshof erkannte auf 20 M. Geldstrafe, event. 4 Tage Gefängniß. Leipzig, 9. Dezember. Das Reichsgericht verwarf heute die Revision des bei dem ehemaligen Bankier Maaß- Charlottenburg angestellt gewesenen Profuristen Grewolds, der am 4. Juni d. J. om Landgericht II Berlin wegen Theilnahme an den UnterIchlagungen des Maaß zu 6 Monaten Gefängniß verurtheilt worden war. urm. Versammlungen. Kommission dazu. Bekanntgegeben wurde noch, daß Herr Meteorologie. Literarisches. Ramm sein Lokal nicht mehr den Arbeitern zur Verfügung Zeitschrift für Hypnotismus, Suggestionstherapie, stellt. Mit einem stürmischen dreimaligen Hoch auf die inter- Suggestionslehre und verwandte psychologische nationale Sozialdemokratie ging die Versammlung auseinander. Forschungen. Redigirt von Dr. J. Großmann, Konitz, unterstügungsgesuch und Ausgabe der Billets zum Weihnachtsvergnügen. Eischlerverein. Seute Abend 9 Uhr, Melchiorstr. 15, Bersammlung. Westpreußen, Berlin 1892, Verlag von Hermann Brieger. In Monatsheften. Die Zeitschrift enthält interessante Publikationen Vener Berliner Handwerkerverein. Sonnabend, 10. Abends subr, Bereinsversammlung, bet Dehlmanning. Dezember, über wissenschaftliche Forschungen, die auf jenen Gebieten anordnung: 1. Bortrag des Herrn Dr. H. Gerstmann. Thema: Aus der gestellt wurden. Im Verlage von M. Ernst in München, erscheint fos Freireligiöse Gemeinde, Rosenthalerstr. 38. Sonntag, den 11. Dezember, eben ,, Chamade- Fanfare", ein Gedicht an den Depeschenfälscher Borm. 10% Uhr. Herr W. Manaſſe. Thema: Gehorsam und Strafe. Der genannte Bergnügungsverein Morgenstern. Sonnabend Sigung 9 Uhr bei von Karl Hendell, 8feitig, Preis 5 Pfg. Grbsmehl, Glfafferstr. 58. Wäfte willkommen. Verlag empfiehlt das unsern Lesern bekannte wirkungsvolle Gee Bois, Alte Jakobjtr. 76, Berjamming te connabens, präziſes thr, bet dicht um so mehr zur Anschaffung, als es sich vorzüglich zum Moderne Kultur". 2.„ Die Fabritation fünfilicher Blumen fonft und jest. Vortrag eigne. Geffentliche Versammlung der Filzschuharbeiter und Arbeiterinnen am Sonntag, den 11. Dezember, Vorm. 10 Uhr bei Philipp, Rofenthalerstr. 88. Bei der Redaktion eingegangene Schriften. Antisemitenspiegel. Tages- Ordnung: Vortrag. Diskussion. Bericht der Stevisoren des AgitationsDie Antisemiten im Lichte des Sozialdemokratischer Agitationsklub für den Gßten Serline. Christenthums, des Rechtes und der Moral. Gesammtausgabe Schneider's Gesellschaftshaus, Proskauerstr. 87-38, Bersammlung für Frauen 25 Bogen, Preis 1 M., in Partien billiger. Verlag von A. W. und Männer am Sonntag, den 11. Dezember. Bortrag des Genoffen Rein Kafemann, Danzig. über die zehn Gebote und die beſtzende klaffe. Sonntag, ben 11. Dezember, abends 6 Uhr, in der Berliner Bodtbrauerei, Zempelhofer Berg. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Otto Antrid über die Entstehung des bele. Nachher: Gemüthliches Bel ammenfein und Lanz. sterbekasse der Metallarbeiter( E.§. 29 it. 89 311 Qamburg Piliale fonds. Bentral- Kranken- und Berlin. Sonnabend, den 10. Dezember, Abends 8% Uhr, bei Schlüter, Kleine Martusstr. 10. Tagesordnung: Kaffenbericht. Innere Angelegenheten. Privat- Theatergesellschaft und Artistenhlub umor. Sigung, Count 1g, den 11. Dezember, Nachmittags 5 Uhr, bet Wendrich, Brandenburgfiraße 60. Nachher Lanz. Martusfir. 31: Unterricht in Rechnen( unt.); Nordschule, Müllerstraße eintreten. Deutscher fozialdemokratischer Leseklub in Paris. Rue St. B Wohlfahrts Einrichtungen über ganz Deutschland durch gemeinnüßige Attien- Gesellschaften. Bim Paul Lechler. Stuttgart, Verlag von W. Kohlhammer. Verlag von Dr. E. Albert u. Ko., Separat Conto, München. Aus meinem Liederbuch. Gedichte von Karl Henckell Eleganter Einband. 7 M. Gegen die Todesstrafe. Zürich, Groß u. Wacker 1892. Depeschen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Sentral- vanken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter, G. S. 89, Hamburg, Filiale Berlin 6. Sonntag, den 11. Dezember, Borm. 10 Uhr, Gartenftr. 162 bet Meißner, Mitgliederversammlung. Tagesordnung: 1. Die Auflösung der Kaffe zum 1. Januar 1898. 2. Der Uebertritt der Mitglieder in die Allgemeine Staffe. Die im Gisteller tagende Versammlung der Genossen Ethische Gesellschaft. Sonntag, ben 11. d. Mts., Abends 7 im fechsten Wahlkreis war von ca. 2400 Personen besucht. Kommandantenity. 77-79, Gratwell's Bierballen, Bortrag des Reichstage: Abgeordneten Albert Schmidt über die sittlichen Bestrebungen und die Macht Bärwalde i. P., 9. Dezember, Amtliches Wahlergebniß. ie angekündigt, referirte der Reichstags- Abgeordnete Genosse der wirthschaftlichen Verhältnisse. Nachher: Gemüthliches Betſammensein. Redner gab an der Hand ausführlichen Ziffern Arbeiter- Bildungsschule. Sonnabend, Abends 8-10% Uhr. Bei der heutigen Landtags- Ersatzwahl im 5. Wahlbezirk des materials eine flare Uebersicht über die Schulden bes Reichs seit Echule, Sagelsbergerfir. 43: Unterricht in Deutſch( unt.); Süd- D- Regierungsbezirts Cöslin( Neustettin, Belgard) an Stelle des in feiner Entstehung, über die enormen Summen, welche das Bolt teichenbergerstr. 133; Unterricht in Phyfiologie; cute, das Herrenhaus berufenen Major a. D. v. Kleist- Reßow wurde dem Militarismus hat opfern müssen. Nicht bas Bolt aber ge- r. 170a: Unterricht in Buchführung und oberes Nechnen allerer Freiherr von Minnigerode- Rossitten( konservativ) mit 186 von brauche den Militärstaat, die Bourgeoisie habe ihn zur Vertheidi- tönnen noch Schiller und Schülerinnen auch jest im gaufe des Gentesters 191 Stimmen gewählt. München, 9. Dezember. Bisher sind bei der ReichstagsSung ihrer tapitalistischen Interessen nöthig und dann sei es auch thre nicht des Boltes Pflicht, ihn zu erhalten. Die Ar- sonore 314 Cafe du Lion de Belfort. Jeben Sonnabend öffentliche Ber- Wahl im 5. Wahlbezirke Kaufbeuren- Mindelheim gezählt in beiter wollen nicht die Auspowerung fremder Völker fie haben ammlung; reiche Bibliother, Zeitungen, französischer Unterricht. Der deutsche den Städtchen Kaufbeuren, Mindelheim, Füßen und Oberndorf an ihrem eigenen Glend genug zu tragen; die Arbeiter wollen Arbeiter und Paris tommt, findet hier einen Anlehnungspunkt, für den Zentrumskandidaten 507, für Dr. Sigl 364, den soziaDen liberalen Kandidaten nicht den Krieg, den Brudermord, bas haben ihre internationalen London. Der einzige biefige fostalbemofralische der listischen Kandidaten 439, und Rongreſſe bewiesen, auf denen sie sich als Schicksalsgenossen die alte, von Karl Marx und Friedrigaleerein Bonbons, bet 945 Stimmen. kommunistische Arbeiter Bildungsverein befindet sich nach Bruderhand gereicht haben, und barum sehe auch das arbeitende wie vor 49 Tottenham Street, Tottenham Gourt Rd., W. London. Bolt der Ausbeutungswuth einen Damm entgegen in seiner Konstantinopel, 9. Dezember. Die Strecke Salonit- Bertecop Arbeiter- Sängerbund Serlins und Umgegend. Sonnabend, Abends der Eisenbahn Salonik- Monastir ist in einer Länge von etwa supe: Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Grüne Giche, Rir 96 Kilometern heute eröffnet worden. anlaffung der Striege Dorf, Hermanns und Stuefebecftr. de bei Benerle.-2yrania, Landsbergerdas Heer und den Militärstaat ( Depeschen des Bureau Herold.) straße 31 bet Musehold. Sanges: Echo, Naunynstraße 86, bei gubeil. Glück zu, bei energischen Protest ausspreche gegen die vorliegende und jede Freundschaft, Friedenstraße Nr. 48 bét Zourion. Bildstock, 9. Dezember. Eine Bergarbeiter- Versammlung, Militärvorlage überhaupt: Diesem Eyſtem leinen Mann und nebel, Babae at beginnen).- Tettom in Telton, Gomarser in welcher 2500 Personen anwesend waren, beschloß, einstimmig Abler, Esmeralda, Fruchtstr. bei Baas. Der anderthalbstündige, öfters von Bus Brandenburg, Mengert's Boits arten. Hand in Hand 2, Friedrichs- gegen die am 1. Januar einzuführende Arbeitsordnung vorstellig ftimmungsbezeugungen unterbrochene Vortrag fand einen nicht berg, Friedrich Karlstr. 11 bet Heinecte. Gesangverein, Bruderhand" risch auf Friedrichsberg, fünf Personen gewählt. Borwärts 7" Rummelsburg, bei feinen Groschen! Annahme: indem Rath und Belehrung. in Schönwalde( in der Mart) bet Schulze. Rummelsburgerraße bei Dedert. -W in - Gesundbrunner Männer zu werden, eventuell zu fündigen. Als Streit- Komitee wurden Die Versammlung erklärt sich mit den Ausführungen des Borgmann. Gefangverein Immergrün", Tegel, Schloßstraße bei Referenten, Genoffen Reichstags- Abgeordneten Murin in betreff der Schulz. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend von der deutschen Reichsregierung sem Neichstage gemachten ane Bufbriften, ben Bund ber gefelligen Arbeitervereine betreffend Militärvorlage in allen Punkten durchweg einverstanden. Ste er find zu richten an: G. Schröder, Noftigstraße Nr. 29, 3 Tr. SounProtest, da sie dem ohnehin schon übergenug belasteten Bolle und Bandzlichstraßen- Ecfe bet Stober. Straße Nr. 140. Briefkaffen der Redaktion. Zambour Berein Borwärts" Rigdorf, berrmannBerichtigung. Im Hauptblatt der gestrigen Nummer ist Zambourverein Deutsche Etche unter Parteinachrichten" in der Notiz aus Güstrow, 10. Zeile, bei Beyte, Beber hinter" Stichwort" das Wort„ mittzutheilen" ausgelassen. Große öffentliche [ Ber.zur Wahrung der Jutereen Böttcher- und Brauer- Versammlung der Berliner Knopfarbeiter. am Sonntag, den 11. Dez., Nachm. 2% Uhr, im großen Saale von Joël, Andreasstraße 21. Tages- Ordnung: 1. Die in Aussicht genommene Biersteuer und ihre Folgen für den Konsumenten. Referent: Stadtv. Metzner. 2. Stellungnahme zum Bierboykott der Brauerei Evora& Meier in Fürth. 3. Vorkommnisse in den Brauereien Happoldt und Friedrichshain. 4. Verschiedenes. 4915 Der Wichtigkeit halber ersucht um recht zahlreichen Besuch Der Einberufer. Sonntag, den 1. Dezember, Vormittags präzise 10 Uhr, Mitgliederversammlung bei Nikolay, Elisabethkirchstr. 14. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Bölkel über Die Emanzipationsbestrebungen der Arbeiter". 2. Diskussion. 3. Ver Falene Clubhaus ,, Süd- Ost" admin. Geöffnet bis 12 Uhr Nachts. Straße 41. 30941 Weiß- Bairisch- Bier- Lokal- C. Trittelwitz 2 Vereinszimmer mit Piano. Fr. Billard. 2 Winter- Regelbahnen. Warme und falte Speisen zu jeder Tageszeit zu soliden Preisen. Brauerei Julius Bötzow, Erfch Preis jähri 1,10 S ta's illuft Selt 8,30 band Unga Aust 4466 in de t Prenzlauer Allee, Am Prenzlauer Thor. Empfehle meinen Saal zu Versammlungen und Festlichkeiten. Erster und schiedenes. Da in der vorigen Ver- zweiter Weihnachts- Feiertag wieder frei. sammlung der Vortrag wegen zu Paul Schaffert, Defonom. schwachen Besuchs ausfallen mußte, so zahlreich und pünktlich zu erscheinen. 192/1 Der Vorstand. Allgemeiner Arbeiterinnen- Verein Beclins und Umgegend werden die Mitglieder ersucht, recht ( Filiale Norden). Grosse Versammlung am Montag, den 12. d. M., Abends 8½ 1hr, in Bape's Salon ( früher Knebe 1), Badstraße 58, Gesundbrunnen. Tages- Ordnung: Allgem. Arbeiterinnen- Verein. Gr. Versammlung 1. Vortrag des Genossen Völkel über:„ Die Emanzipations Bestrebungen der Arbeiter und Arbeiterinnen." 2. Diskussion. 3. Aufnahme am Sonntag, den 11. Dezember cr., neuer Mitglieder. 4. Verschiedenes.- Tellersammlung findet statt. Herren im Lokal Otto Klein, Schönleinstr. 6. und Damen als Gäste willkommen. Um zahlreichen Besuch bittet · 102/18 Die Bevollmächtigte. Zahlstelle Deutscher Tischler- Verband charlottenburg. Sonntag, den 11. Dezember, Nachmittags 4½½ the, bei Krause, Bismarckstraße 74: Grosse Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Berschiedenes und Fragekasten.- Nach der Versamm lung: Gemüthliches Beisammensein. Herren und Damen als Gäste find willkommen. Der Vorstand. 316/10 Abends 6 Uhr, Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Sparfeld über Arbeiterinnen- Organisationen und die Hausindustrie. 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Ver schiedenes. Herren und Damen als Gäste willkommen. Zur Deckung der Unkosten werden 10 Pf. Entree erhoben. Nachher: Geselliges Beisammensein und Tanz. Um zahlreichen Besuch bittet 102/7 Der Vorstand. Drts- Krankenkasse Arbeiter- Bildungsschule der Strumpfwirker. ( Süd- Ost). Sonntag, den 11. Dezember cr., Abends 7 Uhr, in den ArminHallen", Rommandantenstr. 20( unterer Saal): Grosse Versammlung. 108/20 T.- D.: 1. Bortrag des Hrn. Lippmann über: ,, Gedanken über Erziehung". 2. Diskussion. Nach der Versammlung: Geselliges Beifammensein mit Tanz. Die Schulkommission. Gäste sehr willkommen. Freie Volksbühne. Die nächste Vorstellung für die 3. Abtheilung findet am Sonntag, den 8. Januar 1893, im Lessing- Theater statt. Zur Ausführung gelangt: 11 Die arme Löwin". 862/14 Die neuen Karten für die Mitglieder Marie Schwarz und Ottilie Henze ( Bahlstelle 24) sind am Sonntag im Theater bei dem Unterzeichneten zu haben. Der Vorstand der Freien Volksbühne". J. A.: Julius Türk. Charlottenburg. Sonntag, den 11. Dezember 1892, Vormittags 11 Uhr, in der Gambrinus- Branerei, Wallstraße: Oeffentl. Volks- Versammlung. = Zages Ordnung: 340/18 1. Berichterstattung vom Parteitag. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Zu zahlreichem Besuch laden ein Die Vertrauensleute. Achtung! Achtung! Große öffentl. Versammlung sämmtlicher Mitglieder der Allgemeinen Orts- Krankenkasse Montag, 19. d. M., Abends 8 Uhr: Ordentliche Generalversammlung in Feindt's Salon, Weinstraße 11. Tagesordnung: 1. Beschlußfassung über die revidirten Statuten. 2. Vorstandswahl für das Jahr 1893. 3. Wahl der Revisoren für das Jahr 1892. 4. Verschiedenes. Die Kaffenmitglieder und Arbeitgeber werden nach§ 44 des Statuts hierzu eingeladen. Der Vorstand. 287/1 Rixdorf. Rixdorf. Versammlung des sozialdemokratischen Vereins Vorwärts am Dienstag, 13. Dezbr., Ab. 81/2 Uhr, bei Herrn Hoffmaun, Bergstr. 133. Tagesordnung: 1. Die Poesie und die Arbeiter33972 Spielwaaren. R. Kohlhardt, Brandenburgstraße 3. Große Auswahl von Neujahrskarten. Verlag des Vorwärts" Berliner Voltsblatt Berlin SW., Beuthstraße 2. Wir empfehlen den Parteigenossen zur Anschaffung: Illustrirter Neue Welt- Kalender für das Jahr 1893. Preis elegant broschirt 50 Pfennig. ( Mit Gratis- Beilage und Wandkalender.) Der Neue Welt- Kalender enthält neben vielem Wissenswerthem für's tägliche Leben interessante Auffäße belehrenden und unterhaltenden Inhalts, Gedichte, Erzählungen, Biographien 2c. Ferner: * Deutscher Handwerker- und ArbeiterMotiz- Kalender für das Jahr 1893. Einfache Ausgabe: Gebunden 50 Pfennig, Feine Ausgabe: Gebunden 75 Pfennig. Der Notiz Kalender für 1893 bringt die Novelle zur Gewerbe Ordnung und das Krankenversicherungs- Gesetz in neuester Fassung. Für beide kalender ist jeder Arbeiter Käufer Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Alle Buchhandlungen, Rolporteure und Zeitungs- Spediteure nehmen Bestellungen entgegen. Bei Aufträgen von auswärts wolle man den Betrag( Porto extra) der Bestellung beifügen. Schuhe u. Stiefel| bewegung. Referent G. R et eran mit Kontrollmarke aus Erfurt 2. Bereinsaugelegenheiten. 365/5 Gäste haben Zutritt. Um zahlreichen Besuch ersucht Der Vorstand. Dachdecker. [ 3047L empfehlen C. Geyer, Oranienite. 202, C. Nitschke, Kastanien- Allee 88, G. Zerbe, Ritterstr. 114, H. Bath, Waldstr. 87, Moabit, W. Papke, Manteuffelstr. 31, G. Kördel, Forsterstr. 7, A. Anders, Gerichtstr. 82, Die Generalversammlung der Orts. faffe der Dachdecker findet am Sonntag, den 18. d. M., Vormittags. Eckhardt, Lehderstr. 94, Weißensee. 91/2 Uhr, im Herbergslokal, Wein- F. Janke, Langeftr. 18. straße 11, statt. G. Stuckah, Weberstr. 4. T.- D.: Ersatzwahl des Vorstandes E. Müller, Teltowerstr. 61. für die ausscheidenden Mitglieder. H. Müller, Bergmannstr. 15. gewerbl. Arbeiter und Arbeiterinnen( fr. Meyer'sche Kasse) Wahl der Wahlvertreter. Wahl des Jakobi, Kottbuser Damm 39. am Sonntag, den 1. Dezember, Vorm. 10 Uhr, bei Boltz( früher Feuerstein), Alte Jakobstrasse 75 1. Tagesordnung: 1. Ift in obiger Kasse die freie Arztwahl durchführbar? Nef.: Herr Dr. Zadek und Herr R. Assmann. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Der sehr wichtigen Tagesordnung wegen ersuchen wir um recht zahl reiches Erscheinen. Die Herren Delegirten und Vorstandsmitglieder sind hier: durch eingeladen. Die Krankenkassen- Kommission gewerbl. Arbeiter und Arbeiterinnen. J. A.: Otto Bleich, Gorauerstr. 5, 2 Tr. 27/2 Arbeiter- Bildungsverein für Friedrichsberg. Deffentliche Mitglieder- Versammlung am Dienstag, den 13. Dezember, Abends 9 Uhr, im Lokal des Herrn Westphal( Schwarzer Adler, gr. Saal). Rechnungs- Prüfungsausschusses für das Jahr 1892. Verschiedenes. Quittungsbücher legitimiren. Der Vorstand. 4776 W. Woitschach, Friedrichsgracht 18 II. Freireligiöse Gemeinde. Rosenthaler- Straße Nr. 38. Sonntag, Vormittags 1014 Uhr: Vortrag von Waldeck Manasse: Gehorsam und Strafe. 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Saal), Kommandantenstr. 77-79. Tages Ordnung: 1. Rechenschaftsbericht der Vertrauensmänner und Bericht der Revisoren. 2. Neuwahlen. 3. Bericht der Delegirten der Streit- Kontrollfommission, Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Der wichtigen Tagesordnung wegen ist es Pflicht aller Kollegen in dieser Versammlung zu erscheinen. 332/4 J. A.: C. Lenzner, Reinickendorferstr. 48. 166] Ich wohne jett we were in a noa Brunnenstr. 18-19, I. noonanss anglong Jorg Dr. J. Baruch, 268 med II op' б nvo pract. Arzt. 481b Vereinszimmer Der Filiale IV am Montag, 12. Dez., Adds. 82 Uhr, verfäufer zu haben bei Alte Jakobstr. 83. Tagesordnung: 38902 3 Stück und 6 Stück. Für WiederMax Köhler, Dresdenerstr. 33, II. Heim1. Bortrag des Kollegen Riesop With. Lindemann, Braße 24. 2. Distussion. 8. Verschiedenes. Das Erscheinen aller Kollegen ist 83671 nothwendig. 214/3 Der Vorstand. empfiehlt sein Cigarren-, Cigarretten- und Tabak- Geschäft. Aufforderung! Alte Stiefel Ausw., Reparatur u. 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Frau Echröder.[ 485b am Schles. Bahnhof. Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 46/2 Andreasfr.23.0