Nr. 114. Rbonnement$'Bedin3un9(n; Htomicnicntä• BreiZ tnAnunicianba! Birrlcljniirl. 3.30 Mt. moiinll. 1,10 Mr., wvchciuttch 28 Psg. frei int Haut. eiiijclnc Jlnmuirt E Psg. Eonnlagt- mitrmct mit lüuf.'ricticc Eonntagt- Bcilage.Die Neue Welt' lv Psg. Post- kibouiiement: I.lv Mark pro Monat. eingetragen in die Post-Zeitungt- Preitlistc. Unter Nrcn�band sür Deutschland und Oesterreich. Ungarn 2 Marl, für das übrige Ausland 8 Marl pro Monat. Postabannementt ncbnien an: Belgien. Dänemart. Holland. Italien, Luxemburg. Portugal, Nuiitünien, Schweden und die Schweig. 24. I�hrg. «»«Iii Uglll»»St» lHoolii». Vevliner VolKsblcrlk. Die(nfertlons'Gebfllsr betrügt sür die sechsgespaliene Uolonel- geile oder deren Raum Ell Psg., sür politische und gewerkschaflliche Lereins- und BcrsammIuugS.Anzeigcn 30 Psg. „Kleine Hnieigen", da» erste(sell- gedruckte) Wort 20 Psg., jedes weiter« Wort 10 Psg. Stellengesuche und Schlaf- stellen-Anzeigen das erste Wort 10 Psg. jedes weitere Wort E Psg. Worte übe» IE Buchstaben zählen sür zwei Worte Inserate sür die nächste Nummer müsse» bis SUhrnachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist btS 7 Uhr abends geöffnet. Zlelegramm» Adresse: „SggltltlttnoliM«et»»". �entralorgan der fozialdemokratifcbcn Partei DcutfcMands. Redaktion: S3I. 68» Lindenstrassc 69. Zsernspt-eriirr: tlmt IV. Nr. 1083. Expedition: 8 AI. 68» binden Strasse 69. ffernfprrcher: Slmt IV. Nr. 1081. Li« lag der ernte. Aus Wien wird uns vom 16. Mai geschrieben: Die ganze zivilisierte Welt steht unter dem Eindrucke des gewaltigen Wahlsieges der Sozialdemokratie. Daß diese bei den ersten Wahlen unterm allgemeinen und gleichen Wahlrecht nicht schlecht abschneiden werde, war allerdings jedermann klar, doch ging die Meinung in den politischen Kreisen hier zulande dahin, daß sich die Sozialdemokratie für alle Na- tionen Oesterreichs mit etwa vierzig Mandaten zu begnügen haben werde. Wir ließen die Leute ruhig uns unterschätzen, wir vermieden alle Prahlereien, arbeiteten dafür aber um so intensiver. Während unsere Gegner aus jeder ihrer zumeist recht unbeträchtlichen Versammlung ein Wesen machten, als ob Wählerversamnilungen während des Wahl- kampfes eine sonderliche Sache wären, wurde über die meisten unserer Versammlungen kaum berichtet und die bürgerliche Welt hatte daher keine Ahnung, was für Riesenleistungen die sozialdemokratischen Kandidaten in diesen Wahlzeiten voll- brachten. Deshalb wirkte der sozialdemokratische Sieg als die wuchtigste Ueberraschung, als ein Ereignis, mit dem niemand rechnete, auf das niemand gefaßt war. Ugd tatsächlich ver schwinden gegenüber dem sozialdemokratischen Erfolge alle sonstigen Erscheinungen dieser Wahl. Unserem Siege steht die bürgerliche Welt wie einem überraschenden Naturereignis fassungslos gegenüber. Das Große an dem Wahlsiege der sozialdemokratischen Parteien in Oesterreich ist erstens, daß er beileibe kein Zufall ist, und zweitens, daß sich die Erfolge fast gleichmäßig auf alle Länder und Nationen erstrecken. Die Ausrede, niit der sich die bürgerliche Welt gemeinhin tröstet, daß nämlich die Sozial demokratie den berühmten„letzten Mann" zur Urne bringt, wogegen die bürgerlichen Wähler ihre Ueberzeugung zu wenig schätzen, um fiir sie die Mühe des Abstimmens auf sich zu nehmen, die Ausrede versagt diesen Wahlen gegenüber vollständig: denn im ganzen Reiche ist eine Wahlbeteiligung zu verzeichnen, die das gewohnte Maß weit übersteigt und sich ausnahmslos zwischen 85 und 90 Proz. belveg't. In Bezirken, in denen der Kampf besonders heftig war, ist die Beteiligung sogar bis auf 95 Proz. gestiegen! Diese große Wahlbeteiligung ist mit eine Folge des Kampfes um die Wahl- reform: Nun spricht man seit zwei Jahren in Oesterreich so ausschließlich vom Wahlrecht, daß sich mit dem Interesse an der ersten Wahl des neuen Rechtes eine fast persönliche Neugier der Wähler verband, die sie in Massen zur Urne führte. Wie wenig Zufälliges der Wahlausgang an sich hat. geht daraus hervor, daß sowohl in der Wahl- Beteiligung wie in den Wahl- Ergebnissen kein Unterschied zu be- obachten ist zwischen den Ländern, in denen die Wahlpflicht eingeführt ist und jenen, wo die Wahlenthalwng nicht be- straft wird. Ueberhaupt läßt sich schon heute sagen: Die Wahlpflicht hat nur für die Sozialdemokratie geworben! Man sieht das am deutlichsten in Mähren und Schlesien, in welchen beiden Ländern der Wahlzwang besteht und gewirkt hat. Beide Länder wählen zusammen 61 Abgeord- nete, und die Sozialdemokratie steht in beiden Ländern in nicht weniger als 38 Wahlbezirken an erster oder zweiter Stelle(gewühlt oder in Stichwahl). Das zeigt deutlich, daß von allen Wählerfchichten. auf ivelche die Wahlpflicht als Wahl zwang wirkt, die Arbeiter in erster Reihe stehen. Der Wahlgang des österreichischen Proletariats ist auch nicht auf Gebiete oder auf NatioAcn beschränkt, vielmehr tritt er mit unwiderstehlicher Gewalt überall auf. Die deutsche Partei hat in Wien und in Niederösterreich die Christlich-Sozialcn, in den Sudetenländern die Bürgerlich- Fortschrittlichen bezwungen, sie ist ebenso in der Buko- wina wie in Tirol bis zur Stichwahl gelangt. Vor ihrem Ansturm fielen alle Parteien und keine kann sich rühmen, gegen den sozialdemokratischen Angriff immun zu sein. So steht es auch mit den Nationen. Daß die österreichischen Deutschen ein Jndustrievolk sind und eine starke Sozialdemokratie entwickelt haben, das wußte man. und der Erfolg der deutschen Partei ist nur in feiner Größe eine Ueberraschung. Aber wer— außerhalb der sozialistischen Internationale natiirlich, denn diese kannte die tschechische Sozialdemokratie schon längst als vollwertiges Glied des organisictten Proletariats— wußte oder»vollte etwas wissen von der tschechischen Sozialdemokratie?— Und nun stellt sie sich mit einem Ruck an die Spitze aller Parteien im tschechischen Volke, alle weit hinter sich zurücklassend und von allen zusammen kaum erreicht! Für die tschechischen Genossen war dieser Wahltag mit seinem schier märchenhaften. wahrhaft beispiellosen Siege ein Tag höchster Genugtuung. Aus einer Aschenbrödel-Partei, als welche die bürgerliche Welt ihrer Nation sie geringschätzen wollte, sind unsere Genossen dort förmlich an einem Tage zur größten und sieghaftesten tschechischen Partei aufgestiegen. Aber der Erfolg verbleibt nicht bei den zwei industriellen Völkern, er ward allen Nationen dieses Oesterreichs. Die Italiener, in Oesterreich, ein Volk von etwas über einer halben Million � Menschen, werden im künftigen Hause durch mehrere Sozialdemokraten vertreten sein, und auch den polnischen und den ruthcuischcn Genossen, die ihren Wahltag erst morgen haben, ist eine achtungs- werte Vertretung sicher. Die Partei hat wirklich überall gesiegt: in den großen Städten ebenso wie in den Dörfern. Die großen Städte haben sogar ausnahmslos sozial- demokratisch gewählt: Wien, Prag, Graz, Trieft, Aussig, Linz, Innsbruck— alle werden durch Sozialdemokraten vertreten sein. Aber die Kraft der Partei reicht auch weit hinaus in die Lande. Die Zahl der Bezirke, in denen auch die ländliche Bevölkerung der Sozialdemokratie vertraut, ist nicht gering. Der Wahltag war ein Tag der Ernte— der Ernte einer Arbeit, die nicht erst bei den Wahlen beginnt, sondern der jeder Tag ein Arbeitstag und das Leben selber frucht- bare Tat ist. Die Ernte des Kampfes für die Wahlreform hat der Wahltag voll erbracht. Der gewallige Sieg der Sozialdemokratie wird in der österreichischen Politik tiefe Spuren ziehen. Der Erfolg der Gegenwart legt der Partei die größten Pflichten für die Zukunft auf. Sie wird diesen Pflichten nur dann gerecht werden können, wenn sie in echter internationaler Gesinnung und soldatischer Treue in sich verbunden bleibt. Dann wird der Erntetag der Tag erneuter Aussaat gewesen sein. ** * Die gewählten Sozialdemokraten. Es sind gewählt 34 deutsche Sozialdemokraten: Jakob Reumann(Wien 19), Dr. Viktor Adler(Wien 20), Laurenz Widholz(Wien 21), Ferdinand S k a r e t(Wien 24), Franz Schuhmeier(Wien 26), Anton David(Wien 27), Dr. Wilhelm Ellenbogen(Wien 32), Karl S e i tz(Wien 33), Johann S m i t k a(Niederösterreich 34), Josef T 0 m s ch i k (Niederösterreich 35), Dr. Karl Renner(Nicderösterreich 42), Ludwig Bretschneider(Niederösterreich 43), Anton W e i- g u n y(Oberösterreich 3), Josef P 0 n g r a tz(Steiermark 3), Hans R e s e l(Steiermark 4), Alois Ausobskh(Steierniarko), Vinzenz M u ch i t s ch(Steiermark 6), Hans R e s e l(Steier- inark 9), Arnold Riese(Kärnten 8), Anton Schramme! (Böhmen 81), Otto G l ö ck e l(Böhmen 89), Leopold W i n a r s k y(Böhmen 191), Ferdinand Ä a n u ich(Böhmen 102), Anton Schäfer(Böhmen 103), Josef Barth (Böhmen 104), Eduard R leg er(Böhmen 108), Franz Beutel(Böhmen 109), Josef Seliger(Böhmen 110), Dominik L ö w(Böhmen 115), Franz Palme(Böhmen 116), Albin Dötzsch(Böhmen 118), Hieronymus Schloßnikel (Mähren 15), Leo Freundlich(Mähren 16), Matthias E l d e r s ch(Schlesien 3). 22 tschechische Sozialdemokraten: Dr. Franz S oukup (Prag-6), Anton Ncmec(Prag-?), Dr. Leo Winter (Böhmen-9), Wilhelm C e r n y(Böhmen-12), Josef H u d e c (Böhmen-17), Ludwig A u st(Böhmen-19), Wenzel I 0 h a n i s (Böhmen-32), Heinrich H 0 r n 0 f(Böhmen 35), Franz B i n 0 V e c(Böhmen-36), Rudolf I a r 0 s ch(Böhmen-48), Anton S v e c e n y(Böhincn-49), Franz Wodracek (Böhmen-50), Karl F 0 l b r(51), Gustav Habermann(52), Ludwig P i k(53), Jgnaz K l i t s ch k a(54), Anton R e m e s ch (70). Josef H y b e s ch(Mähren-L), Josef P r 0 k e s ch (Mähren-3), Franz T 0 m a s ch ek(Mähren-19), Peter Cingar (Schlesien-6), Cenck Pospischil(Schlesien-12). Gewählt ist ein italienischer Sozialdemokrat: Valentin P i t t 0 n i(Trieft 1) und ein polnischer Sozialdemokrat: Thaddäus Reger(Schlesien 15). Insgesamt sind also 58 Sozialdemokraten gewählt! Die deutschen Sozialdemokraten haben 54 Stichwahlen „ tschechischen „ italienischen „ polnischen .. ruthenischcn Insgesamt sind 53 4 1 1 Stichwahl die Sozialdemokraten also bereits an 113 Stichwahlen beteiligt. »•* Lucger über den Wahlsieg der Sozialdemokratie. Wiens Bürgermeister, der christlich-soziale Dr. Lueger, äußerte sich über den Erfolg unserer Genossen: .... Es wäre lächerlich, zu übersehen, daß die Sozial- demokraten geradezu ungeahnte Erfolge errungen haben. ES ist ja zweifellos, daß diese Partei auf die Entschließungen deS künftigen Reichsrates einen ganz bedeutenden Einfluß auszuüben in der Lage sein wird. Ich gestehe, daß wir die Kraft und Widerstands- fähigkeit der sogenannten bürgerlichen Parteien weit überschätzt haben, daß wir nicht auf eine solche förmliche Bcrnichtnng dieser Parteien gefaßt waren, wie sie tatsächlich eingetreten ist. Die christlich-soziale Partei ist davon weniger berührt, weil sie daS Glück hat, sozusagen eine gemischte Partei zu sein. Wir haben in unserer Mitte, wen» auch die Sozialdemokraten dies leugnen, eine sehr starke Gruppe von Arbeitern, die mit unseren bürgerlichen Elementen Schulter an Schulter kämpfen. Nur dadurch war es uns möglich, den Sozialdemokraten Stand zu halten.»Pielleicht gibt der Ausgang dieses Wahltages aber den Anstoß, daß sich die bürgerlichen Parteien endlich zusammenschließen zur gemeinsamen Abwehr gegenüber der gemeinsamen Gefahr. Es ist ja das Unglück der Deutschen, daß sie so arg zersplittert sind, und wenn das nicht aufhört, so werden sie ihre Stellung und Bedeutung im Reiche noch ganz einbüßen....* •.• Die Stichwahlparole der österreichischen Sozialdemokratie. Die Parteivertrctung der deutschen Sozialdemokratie in Oesterreich hat folgende Stichwahlparole ausgegeben: „Wir werden in erster Linie überall, wo wir könneit, gegen den Klerikale«, flegen den Christlichsozialr» entscheiden, ganz gleich« gültig, welche Parteibezeichnung sein Gegner trägt. Der Schwarze ist sür uns in allen Fällen das größere Uebel. Wir werden weiter, wo zwischen bürgerlichen Parteien zu entscheiden ist. gegen die agrarische» Parteien stimmen, auch wo die Brotverteucrcr in frei- alldeutscher Maske anftrcten, und werden die Reste der alldeutschen Partei beseitigen helfen. Diese Grundsätze stellen wir ohne jede Rücksicht auf Gegen« lcistung auf und werden überall frei und selbständig so vorgehen, wie es uns nach unserer Ueberzeugung die proletarischen und freiheitlichen Interesse» vorschreiben: wir werden es unseren Gegnern, die sich als bürgerlich-freisinnige Parteien bezeichnen, ruhig überlassen, welche Haltung sie dort, wo wir Sozialdemo» kratcn in Stichwahl stehen, mit ihrem politischen Gewissen ver- einbaren können.. In zweifelhaften Fällen bitten wir unsere Vertrauensmänner, den Rat und die Entscheidung der Parteivertretung möglichst rasch einzuholen. � � Die Stichwahlparole der Christlichsozialen. Wien, 17. Mai. Gestern fand hier eine christlichsoziale, anS allen Kronländern beschickte Parteikonferenz statt, in der die Haltung der Christlichsozialen in den Stichwahlen beraten wurde. Die Christlichsozialcn erklärten sich bereit, die anderen dentsch-bürgerlichen Parteien gegen die Sozialdemokraten zu unterstützen, verlangen jedoch Garantien für ciitsprechende Gegenleistungen. Unter gewissen Be- diilgungen sind die Christlichsozialen bereit, in ihren eigenen Stich» wählen in Graz die Wahl des EisenbahmninisterS Derschatta und von Hofmann-Wcllenhof zu ermöglichen. Nach der Konferenz be» gaben sich Steiner und Gcßmann zum Ministerpräsidenten Beck . Das Kräfteverhältnis in Wien. In der Hitze des Gefechts hat unser Wiener Bruderblatt. die„Arbeiter-Zeitung", einen Additionsfchler gemacht, durch den das errechnete Zahlenverhältnis für Wien zuungunsten der Sozialdemokratie verschoben wurde. Unsere wackeren Wiener Genossen haben nicht 124 355 Stimmen aufgebracht — wie wir der„Arbeiter-Zeitnng" nachgeschrieben hatten—, sondern 124508, und die Christlichsozialen erzielten nicht 184 762, fondern nur 157321 Stimmen! Daher kommt die Proportton der sozialdemokratischen und der christlichsozialen Stimmen nicht auf 2 zu 3, sondern auf 5 zu 6 zu stehen, was ja ein für die Sozialdemokratie bei weitem günstigeres Verhältnis bedeutet._ Die Mordtat des Streikbrechers von Nienburg. Die näheren Meldungen über die unerhörte Schießerei der Streik- brecher zu Nienburg(im Herzogtum Anhalt), der der 27jährige Arbeiter Ludwig Höppncr zum Opfer fiel— er ist andern TagS im Kranlenhause an seinen Verletzungen gestorben— zeigen, daß eS sich um einen ganz außergewöhnlichen Fall von Roheit und Blutgier handelt. Erklärlich wird das granenhafte Geschehnis nur anS dem Umstände, daß den Streikbrechern förmlich der Glaube eingeimpft wird, die Streikenden feien vogelfrei und ihnen, den verdienstvollen Ra>l§reißern der Unternehmer, gegen die Streikenden alles erlaubt— bis zum Messer und Revolver. Solcher Glaube muß in den Streik- brechern erweckt werden durch die besondere Sorgfalt, die ihnen von Unternehmern und Behördsn gewidmet wird, und durch die von den Unternehmern betriebene Verhetzung gegen die Streikenden, die die Streikbrecher gegen den Anschluß an die Arbeitersache feien soll. Sie bekommen so oft die Lüge zu hören, daß die Streikenden ihnen an Leib und Leben wollen und daß sie sich von ihnen nichts gefallen lassen sollen, sie erhalten vom Unternehmer die Waffen selbst in die Hand gedrückt, sie sehen, wie unsanft die Polizei, die sie beschützt. mit den Streikposten umgeht, daß es wahrlich ein Wunder wäre, wenn in diesen zum großen Teil moralisch niinderwertigen, ohnehin zu rohen Gewalttaten geneigten Elementen nicht der Entschluß zu blutigen Ausschreitungen reifte. In Nienburg kam es dazu. Die kurze Darstellung, die wir in der Mittwochnummer von dem Vorfall gaben, wird durch die näheren Meldungen in einigen Punkten modifiziert. Nach dem„Volksblatt für Anhalt" zu Dessau hatten die Streikbrecher, als sie sich am Sonnabend im Stchmigschen Lokale in der Nähe der bestreikten Eisengießerei einfanden, von Anfang an ein dreistes, provokatorisches Benehme» an den Tag gelegt. Daß sie eS auf eine planmäßige Herausforderung abgesehen hatten, geht schon daraus hervor, daß sie gerade dieses Lokal aufsuchten, von dein sie wußten, daß dort zumeist die organisierten Arbeiter verkehren. Die anwesenden organisierten Arbeiter ließen sich durch nichts provozieren, sondern riefen, nachdem die Streikbrecher fortwährend von„blauen Bohnen" und„scharfen Messern' gefaselt hatten— die Mordwaffe selber war auch bereits bemerkt worden— einen Schutzmann herbei, der auch einige Bist- tationen vornahm, aber den Revolver nicht fand. Nur ein Schlag- ring ward einem der Streikbrecher abgenommen. Dann trat Ruhe ein. Die Streikbrecher, unter Führung des Agenten Ferber, der selber mit als Arbeitswilliger beschäftigt ist, verließen schließlich das Lokal. Auch die organisierten Arbeiter, die zumeist an dein Former- streik gar nicht beteiligt sind, gingen nach und nach nach Hanse. Plötzlich hörte man draußen mehrere Schüsse fallen. Von hinzueilenden Personen wurde Ludwig Höppner niedergcschoffen auf der Straße liegend aufgefunden. Er war im Begriff gewesen, seinen auf Soldatenurlmib weilenden Bruder ein Stück des Weges zu begleiten, wobei er den verderbenbringenden Schuß empfing. Irgendwelcher Streit oder Zusammenstoß ist der Schießet« nicht voraufgegangen. Der niedergeschossene Höppner war weder an, Streik beteiligt— er stand in einer Malzfabrik in Arbeit — noch hatte er irgendwie im Lokale auf die Provokationen reagiert. Es muh sich um einen planmäßig angelegten Mordanschlag gehandelt haben. Die Streikbrccherkolonne, aus der Gegend von Solingen importiert, hatte sich im Fabriktor postiert. Und als einige Arbeiter— unter ihnen der verletzte Höppner— das Lokal verließen, knallte das feige Mordgesindel einfach da- zwischen. Der vierte Schuß traf Höppner. Die Planmäßigkeit, womit die Bluttat begangen wurde, geht auch daraus hervor, daß die Streikbrecher schon den ganzen Tag davon phantasiert hatten, sie wollten am Abend einmal die Streikposten.ablösen", es werde heute noch„kräftige Schmisse" geben usw. Der ermordete Höppner hinterläßt eine junge Frau, die sich in gesegneten Umstünden befindet. Er wird als ein durchaus solider, ruhiger Arbeiter geschildert. Dem Zufall, daß er seinen Bruder auf dem Wege nach Kalbe ein Stückchen begleiten wollte, wobei sie im Stehningschen Lokale ein Glas Bier tranken, ist es zuzuschreiben, daß Höppner von Streikbrcchermörderhand ficl l Er war ein braver Parteigenosse, gehörte sowohl der Parteiorganisasion als auch dem Fabrüarbeiterverbande als Mitglied an. Der Fall liegt so kraß, daß die bürgerliche Presse Anhalts es bis jetzt nicht recht wagt, für die schießenden Streikbrecher einzu- treten. Die einzige direkte Verteidigung dieser Mordgesellen ist eine verlogene Darstellung der Mordaffäre, die die mit- schuldige Direktion der Eisengießerei an die bürgerlichen Blätter des Herzogtums gesandt hat und die die meisten dieser Blätter unter ausdrücklicher Nennung der Einsenderin veröffentlichen, offenbar zum Zeichen, daß sie diese Darstellung nicht decken wollen. Die Direktion behauptet, daß in der Wirtschaft von den Streikenden versucht sein soll, die Arbeitswilligen durch Drohungen und Versprechungen zum Niederlegen der Arbeit zu veranlassen. Beim Verlassen des Lokals seien die Arbeitswilligen „mit großen Steinen bombardiert" worden. Sie hätten darauf dreimal warnend gerufen, man solle ihnen drei Schritte vom Leibe bleiben, anderenfalls sie schießen würden; der andrängende Haufen aber habe gerufen:»Drauf, ÜJjhr werdet Euch doch vor den, kleinen Ding nicht fürchten!" und darauf habe einer der rückwärts nach der Fabriktür gehenden Arbeitswilligen in der Bedrängnis geschossen, „worauf noch mehrere Schüsse fielen, doch ließ sich bislang nicht feststellen, von welcher Seite"... Das„Volksblatt f. Anhalt" nennt diese Darstellung eine schäm- lose Entstellung der Wahrheit. Es führt u. a. folgende Momente zur Erhellung des Tatbestandes an: Als der von den Streikenden herangerufene Schutzmann bei einem der Streikbrecher nach dem Nevolver suchte, erklärte der Streikbrecher mit zynischer Frechheit:„sind es gibt heute doch noch blaue Bohnen!" Ein Streikposten, ein alter Mann von M Jahren, wurde von einem Streikbrecher mit folgenden Worten angepöbelt:„Na was ist denn mit euch Nirnburgern los? Euere Dresche kriegt ihr doch noch!" Der Streikposten reagierte hierauf mit keinem Wort, sondern ging lautlos nach einer anderen Stelle, wohin ihm der Streikbrecher abermal« folgte. Er wiederholte die Worte nochnialZ, doch auch diesmal hatte der Halunke mit seiner Provokation kein Glück. Der einzige Stein, der bei der Affäre geworfen wurde, ist von den Streikbrechern geworfen worden. Als ein Arbeiter ihn wieder zurückwerfen wollte, ward er daran von einem Mitgliede des Streik- komitees gehindert k Einstweilen welstsunser Dessauer Parteiorgan die in der Behauptung, es habe sich von„mehreren Schüssen' bislang nicht feststellen lassen. von welcher Seite sie fielen, liegende Unterstellung' zurück, alz hätten die Streikenden geschossen. Der Anhalter„Kurier" hat sich zu einer gelinden Verurteilung deS Mörders aufgeschwungen. Berechtigte Notwehr scheine, so weit der Vorfall jetzt zu beurteilen fei, kaum vorgelegen zu haben. Der „Anhaltische Staatsanzeiger" ffagte sehr kleinlaut, der Täter werde der gerechten Strafe für seine vcrurteilenswerte Tat nicht entgehen. Im übrigen wird auf das Ergebnis der Untersuchung verwiesen. Als es bei der Bluttat in Klein-Möhlau freilich den- selben Blättern schien, daß man sie der Sozialdemokratie in die Schuhe schieben könne, da wurde solche Reserve nicht geübt, da wartete nicht einmal der anhaltische Staatsminister das Er- gebnis der Untersuchung ab. bevor cr� die Sozialdemokratie anschwärzte. Aber hier ist'S ein Arbeitslvilliger und sein Opfer ein Sozialdemokrat. Und das macht einen gewaltigen Unterschied l Am Mittwoch ist der gemordete Genosse Höppner zu Nien- bürg beerdigt worden. Das„Bolksblatt für Anhalt" berichtet darüber:.... Die größeren Betriebe hatten zumeist früheren Arbeitsschluß eintreten lassen, da eS der Wille der Arbeiter war. ihrem auf so tragische Weise aus dem Leben geschiedenen Freunde und Genossen das Gelelt zu seiner letzten Nuhestälte zu gebe». Auch eine Anzahl Bernburger Genossen hatten sich zur Teilnahme «ingefunden. Lautlos setzte sich der schier endlose Trauerkondukt gegen 6 Uhr in Bewegung. Die Genehmigung zur Trauerinusik war von der Bernburger Kreisdirektion wegen„Gefährdung der öffentlichen Ordnung" und in zweiter Linie wegen verspäteter Anmeldung verweigert worden. Die organisierten Arbeiter wußten sich auch damit abzufinden, sie sind es ja nachgerade gewohnt, als die„Störer der öffentlichen Ordnung" betrachtet zu Ive.den. An innerer Würde und Feierlichkeit hat das Begräbnis durch da« Mufilverbot nichts eingebüßt...." Eine Polizeitat und ihre Sühne. Im Dezember 101)6 schilderten wir. wie der Töpfer Marin in Aappot wegen einer Schulstrafe von einer Mark von den Polizeibeamten Kupper und Kamin, denen er Zahlung anbot, am äi. November am Bahnhof verhaftet und in das Gefängnis gebracht wurde. Bon dort wurde er erst am nächsten Tage. Soutag- abend, geradezu schrecklich zugerichtet, mehr tot als lebendig, entlassen. Der Arzt, der ihn zwei Tage später untersucht«, stellte ihm ein Attest au», wonach der Mann sich in einem„geradezu desolaten Zustande" befunden. Die Lider und die Umgebung beider Augen waren hochgradig gc- schwollen und dunkelblaurot verfärbt(blutunterlaufen) ebenso die ganze liule Gesichtehälfte und ein Teil des behaarten Kopfes. Starke Schwellungen waren im Bereiche des linken Ellbogens, am linken Unter- und Oberschenkel und am Rücken. Ganz besonders betroffen war die Hintere ltnle Brusthälfte. Dort bestand eine hoch- grabige Austreibung der Weichteile. die eine genaue Ablesung der einzelnen Rippen unmöglich machte. Der Arzt erllärte, daß der Befund auf den Bruch einer oder mehrerer Rippen schließen lasse. Marin war den» auch sieben Wochen erwerbsunfähig und ist nach ärztlichem Zeugnis noch nicht wieder hergestellt. Nach den Angaben des Verletzten haben ihn die Polizeibeamten Kamin und Kupper in Gemeinschaft mit dem Gefängniswärter Skorczyck mißhandelt. Vor kurzem fand man vor dein Landgericht D a n z i g die Verhandlung gegen Kamin und Skorczyck statt. Sie leugneten nach Möglichkeiten, behaupteten, von Mortn angegriffen zu sein und so weiter, verwickelte!, sich aber w zahlreiche Widersprüche und wurden auch von den als Zeugen geladenen Beamten belastet, obgleich diese in ihren Aussagen sehr zögernd und unbestimmt waren, und sich auf manches nicht erinnern konnten. Zur Revanche beschuldigten sie diese Zeugen der Mittäter- schaft— einer, der auch von Marin beschuldigte Kupper— ver- weigerte denn auch auf Borhalt auf die Frage, ob er auch geschlagen habe, die Aussage, wurde nicht vereidigt und sieht späterer Ab- urteilung entgegen. Der Mißhandelte bekundete als Zeuge, er habe die Zahlung der einen Mark auf dem Bahnhof und auch im Gefängnis au- geboten, als man ihm den Wochenlohn von 22,70 M. abnahm, doch vergebens. Als er schon in Mh Zelle gebracht war, habe man ihn aufgefordert, Trinkwasser zu holen. Er habe das abgelehnt und gemeint, daß das die Beamten tun müßten. Kamin habe ihn daran drohend gefragt:„Du roter Hund willst Dir kein Wasser holen?" und habe ihn dann zu Boden gestoßen, wo er liegen blieb, bis die ganze Szene vorüber war. Er sei in der brutalsten Weise mit den Füßen und mit einem derben Stock, den er für einen Besenstiel gehalten habe, mißhandelt worden. Er stellt nicht in Abrede, daß er in der instinktiven Notwehr, als man ihm sogar in die Rippen trat, ebenfalls einen Beamten mit dem Fuß ge- stoßen haben könne. Als man ihn mürbe geschlagen hatte, mußte er sich doch Wasser holen. Er tat das und wurde dann in die Zelle geschlossen. Bald darauf kam Kamin in die Zelle und bemerkte, daß er auf seiner Pelerine saß. Er schrie ihn nun an:„Du roter Hund sitzt auf meiner Pelerine", und schlug ihn mit dem Helm, der er an der Spitze hielt, ins Gesicht! Besonders interessant aus der Ver- nehmung Marius ist die folsgcnde Episode: Staatsanwaltschaftsrat P loch(mit Nachdruck): Warum haben Sie die Strafanzeige erst so spät eingereicht? Am 2s. November wurden Sie verletzt und erst(?) am 7. Dezember ging die Anzeige ein! Wer hat Ihnen die Anzeige geschrieben?!! Marin: Da die Angelegenheit in Zoppot nicht vorwärts ging— hat sie mir Herr Bartel geschrieben. Staatsanwalt(energisch): Was ist das für ein Mensch? Gerichtsbeisitzer, LandgerichtSrat Oelschläger(Zwischenruf): Das ist ein Sozialdemokrat! Marin: Herr Bartel ist Kassenführer der Kranlenlasse„Die treue Selbsthülfe". Staatsanwalt(enetzzifch): Das ist ja notorisch, daß die Leute Sozialdemokraten sind! Sind Sie auch Sozialdemokrat?! Marin: Ich bin gewerkschaftlich organisiert. Staatsanwalt(sehr energisch): Also Sie wolle« nicht zugeben, baß Sie Sozialdemokrat sind!? Schade, daß ich die Akten nicht hier habe, das werden wir aber noch feststellen! Der Bürgermeister des BckdeS Zoppot hatte sich wegen der Wichtigkeit der Sache aus eigenem Antriebe als Zeuge gemeldet. Er bekundete die schier unglaubliche Tatsache, daß in Zoppot die ihm gar nicht bekannte, von seinem Vorgänger herrührende Anord- nung bestanden, daß mit Schulstrafen Belegte auch dann in Haft genommen werden mußten, wenn sie dem Beamten die Zahlung anboten!!! Er habe diese Anordnung jetzt aufgehoben. Der Bürgermeister erklärte weiter, daß diese und andere Fälle ihn zu der Ueberzeugung gebracht hätten, daß in bezug auf das Exekutivpersoual Aenderungen erfolgen und bessere Elemente kommen müssen! Die Gehälter werden erhöht. Die Kritik der sozialdemokratischen Presse und die Tätigkeit des Genoffen Bartel, die zur Verfolgung der Sache führ- ten, haben also erfreuliche positive Erfolge gehabt. Die Bestrafung der mißhandelnden Beamten ist freilich milde genusg ausgefallen. Der Staatsanwaltschaftsrat Ploch, der so ichneidig zu fragen wußte, ob der Mißhandelte Sozialdemokrat sei, suchte allerlei Milderungegründe für die Angeklagten herau» und beantragte schließlich gegen Kamin für zwei Körperverletzungen— 80 M. und für zwei Beleidigungen— 10 M. Geldstrafe; gegen Skorczyck 30 M. für eine Körperverletzung. Das Gericht ver- urteilte Kamin zu 90 M. Geldstrafe wejzcn zweimaliger Körperverletzung und zweifacher Beleidigung! Skorczyck kam mit 30 M. Geldstrafe wegen einfacher Körperverletzung davon! Beide wurden solidarisch zu nur 100 M. Buße verurteilt. In der Begründung wurde gesagt, daß vollständige Aufklärung nicht möglich gewesen sei. Jedenfalls habe sich M. sehr renitent be- nommcn! Als Beamte durften die Beschuldigten aber trotzdem nicht so handeln, wie sie es taten. Jede Kritik an dem Urteil und an der Prozeßführung wollen wir unterlassen. Nur zum Vergleich sei hier angeführt, daß d a s- selbe Gericht einige Tage später einen nicht vor- b e st r a s t e n 19jährigen Lehrling, der in angetrunkenem Zustande einen Arzt und seine Frau mehrmals anrempelte und beleidigte, der hinterher brieflich und vor Gericht seine Tat bereute und um Entschuldigung bat, zu einem Jahr und einen Monat Gefängnis verurteilte. Gerechtigkeit, sie muß bestehen und sollt' die Welt zu Grunde geh'n!_ Die Bewegung der Weinbauern. Paris, 13. Mai.(Eig. Ber.) Eine merkwürdige Volksbewegung hat vom Süden Frankreichs Besitz ergriffen. Sie ist von der kleinen Ge- meindc A r g e l i ö s im Departement Bar ausgegangen und hat sich mit ungeheurer Schnelligkeit weitervcrpflanzt. Heute sind alle weinbautreibenden Departements des Südens, von den Pyrenäen bis zur Rhonemündung von ihr erfaßt. Die Ursache der Revolte— denn so kann man heute die Bewegung schon nennen— ist die Krise der französischen Weinproduktion. Es ist unleugbar, daß die Weinpflanzer nicht mehr inistande sind, den Wein zu einem den Anbau loh- nenden Preise zu verkaufen und daß sie oft überhaupt keine Käufer mehr finden. Die Krise selbst aber hat verschiedene Ursachen. Vor allem die Konkurrenz der unter günstigeren Bedingungen produzierten und im Durchschnitt besseren alge- rischen Weine. An dieser Konkurrenz sind die südfranzösischen Bauern selbst nicht unschuldig. Als vor einigen Jahren die Phylloxera(Reblaus) die Weinberge des Südens verheerte, ließen sich viele Weinbauern zur Auswanderung nach Algerien bewegen, und die dort unter der Begünstigung der Regierung rasch aufblühende Weinkultur wurde bald für die Bauern des Mutterlandes eine furchtbare Gefahr. Für den Ucbergang zu einer anderen Kultur aber fehlt im Süden teils das Kapi- tal, teils die Initiative, teils die agrartcchnische Möglichkeit. Der zweite Hauptübelstand, der bei der jetzigen Agitation sogar in den Vordergrund gestellt wird, ist die Wein- fälschung. Es ist eben eine Tatsache, daß die Herstellung von ..Kunstwein" aus Wasser und Cbcmikalien immer noch wohl- feiler kommt als der Bezug auch des billigsten Naturweins. Die Hoffnungen, die die Bauern auf die Aufhebung der Verzehrungssteuer fetzten, haben sich auch nicht erfüllt. In Paris wird nach wie vor von den Weinwirten zumeist ge- fälfchtcr Wein ausgeschenkt. Vor etwa einem Monat verfiel nun ein entschlossener Mauu, uai'.ieus Marcelin, Wcinbcrgbesitzcr in Argelids, auf den Gedanken, die Oeffcntlichkeit und die verantwort- lichen Lenker des Staates durch eine Demonstrationsbewegung der ganzen von der Krise in Mitleidenschaft gezogenen Vcvol- kerung auf die Not des Landes aufmerksam zu machen und jene zur Hülfe zu zwingen. Der Plan fand in der tempera- mentvollen Rasse des Südens einen außerordentlich günstigen Boden. Von Sonntag zu Sonntag schwollen die Kund- gebungen an. In A r g e l i d s waren es wenige Tausend, in C a p e st a n g Zehntausend, in Narbonne Hunderttausend und in B e z i e r s am letzten Sonntag gar 200 lllill Personen, die mit Bannern und Emblemen aufzogen! Charakteristisch ist es, daß an dieser Bewegung alle Parteien und alle Klassen teilnehmen. Zu den Kund- gebungen ziehen die ganzen Gemeinden aus. Aus manchen Städten waren fünf Sechstel der Bevölkerung ausgewandert. Die Bürgermeister, manchmal auch die Pfarrer, ziehen a n der Spitze ihrer Gemeinden einher! Vielfach hört man auch die Arbeitermarseillaise singen. Allerdings sind die Meinungen in der Arbeiterschaft über die Beteiligung der sozialistischen Gewerkschaften an der Bewegung geteilt, da manche Genossen eine Abschwächung des Klassenbewußtseins durch die gemeinsame Aktion der Unternehmer und der Ar- beiter befürchten. In diesem Sinne hat z. B. die Arbeits- börse von Beziers entschieden, während der Verband der Land- arbeiter die Entscheidung seinen Mitgliedern freigestellt hat. Immerhin hat die Bewegung den Charakter einer sozialen Revolte. Aufschriften wie„Brot oder Tod!",„Wir sind zu allem entschlossen, außer Hungers zu sterbe n",„Keine Steuern, bis wir Genug- tuung bekommen!" sind auf den Standarten zu lesen. Ihr Manifest mit dem Refrain„Wir sind die, d i e v o r Hunger krepieren" spricht die in ihrer Schlichtheit auf- reizende Sprache der Bauernkriege. Das Programm der Be- wegung ist direkte Aktion: der Streik der Wähler und der autonomen Körperschaften und die Steuerverweige- r u n g.— Die Aufständischen wollen vom Staate solange nichts wissen, als er ihnen nicht hilft. Schon haben einige lokale Wahlen infolge des Ausbleibens sämtlicher Wahlberech- tigten nicht vorgenommen werden können! Darüber hinaus aber ist es sogar zu Akten offener Gewalt gekommen: Züge wurden aufgehalten, Steuerbeamte verjagt!! Wie wird die Bewegung ausgehen? Werden sich die heißblütigen Südländer wieder beruhigen und etwa unver- richtete! Dinge Frieden mit dem Staate machen?— Die Kammer scheint wohl dieser Ansicht gewesen zu sein, als sie gestern die Beratung einer Interpellation über den Gegen- stand auf etliche Wochen vertagte! Vermutlich wird man etwas gegen die Wcinfälscher beschließen. Das Problem ist aber damit nicht gelöst. In jedem Falle aber beweist das kaltblütige und duldsame Verhalten der Regierung gegen- über der Revolte jener Landstriche, welche die stärksten Stützen der radikalen Mehrheit liefern, daß auch die direkte Aktion selbst in ihrer revolutionären Form der herrschenden Klasse verzeihlich erscheint, wenn sie von ihresgleichen geübt wird. Gegen die anarchistischen Beschlüsse der Biirgermeister- konventikcl schreitet man nicht mit Präventivverhaftungcn ein! Es heißt eben heute nicht mehr:„Bauer— sondern: Arbeiter! Das ist etwas anderes!"— *** Paris, 17. Mai. Eine amtliche Note gibt bekannt, daß der inanzministcr eine Reihe von neuen Maßnahmen gegen die Weinfälschunge» getroffen und den Gencralsteucreinnehmern den Auftrag gegeben hat, in den von ber Wrinbaukrise heimgesuchten Gegenden möglichst schonend vorzugehen.— politifcbe üebcriicbt Berlin, den 17, Mai 1907. Die Dirne als Bestalin. Höchst sonderbare Betrachtungen stellt die gute Tante V o ß über die Verschiedenartigkeit der sozialdemo- kratischen Stichwahltaktik in Oe st erreich und in D e u t s ch l a n d an. In Oesterreich habe die Partei die Pa- role ausgegeben, überall gegen die Klerikalen und Christlichsozialen zu stimmen, ganz gleich, welche Parteibezeichnung der Gegenkandidat trage. Der Schwarze sei in allen Fällen das größere Uebel. In Deutschland dagegen habe die Sozialdemo- kratie in verschiedenen Fällen die freisinnigen Kandi- daten durchfallen lassen. Die Sozialdemokratie behauptet doch aber, eine internationale Partei zu sein. Wie vertrage sich nun die Verschiedenartigkeit der österreichischen und der deutschen Stichwahltaktik. Die Gelehrten der„Vossischen Zeitung" stellen sich wirk- lich dümmer, als es selbst der allgemeinen öffentlichen Ein- schätzung ihrer geistigen Oualitäten entspricht. Sie vergessen ganz, daß die Wahlsituation in Oesterreich und in Deutschland ganz verschiedenartig gelagert war. In Teutschland galt es den Kampf gegen den k o n s e r v a t i v> l i b e r a l e n Block, gegen die Verbrüdcrnilg dcr extremsten Agrarier mit dem angeblich radikalsten Freisinn. Nicht nur, daß die Sozial- demokratie bei dem diesjälHigen Wahlkampf gegen das per» sönliche Regiment, gegen die abenteuerliche Kolonialpolitik, gegen die userlosen Marmefordcrungen anzukämpfen hatte, für die sich Konservative, Antisemiten und Alldeutsche nicht lebhafter ins Zeug legten, als dcr niit ihnen widernatürlich gepaarte L i n ks l i b e r a l i s m u s— sie mußte auch an- kämpfen gegen die Brot- und F l e i s ch w u ch e r- Politik, der gerade der Linkslibcralismiis durch seuie Verbindung mit den ultraagrarischen Elementen seine Sanktiwl erteilt hatte. Der Kamps gegen die weltpolitische Auswuche- rung des Volkes hing bei unserer Steuerpolitik unlöslich zu- sammen mit der hochschutzzöllnerisch-agrarischen Volksausbcu- tung. Beiden galt in gleicher Weise der Kampf der Sozial- demokratie. Wenn deshalb auch das Zentrum seiner agra- rischen Sünden wegen in der schärfsten Weise bei der Haupt- wähl bekämpft werden mußte, so stand doch bei der Stichwahl die Frage offen: ob nicht trotzdem das Zentrum seines momentanen Kampfes gegen eine exaltierte Welt- Politik wenigstens in gewissen Fällen als das kleinere Uebel zu betrachten sei. Nichtsdestoweniger verhalf die Sozialdemokratie dem Freisinn durch seine Unter- stühung zu 20 Mandaten! Die„Gegenleistungen' des Frei- finns bestanden darin, daß er bei dcr Hauptwahl 11 Mandate in die Hände der konservativen Reaktion spielte, indem er auf die Aufstellung eigener Kandidaten verzichtete. Ber den Stichwahlen machte der Freisinn das Maß lerner«undcn dadurch voll, daß er der reaktionären Rechten wertere o» Man- date zuschanzte!,... So selbswcrständlich ist. daß die Sozraldcmokratre einem wirklichen Liberalismus unter allen Umständen ihre Unterstützung gegen Konservative sowohl wie Zentrum zu leihen hätte; ebenso selbstverständlich ist es andererseits, daß diese Verpflichtung in dem Augenblick erlischt, wo dcr Liberalismus die letzten Scheidewände zwischen ihm und den agrarischen Ncaktionären eigenhändig nicdcrrcist und keinen höheren Ehrgeiz kennt, als sich ein vaar armselige Mandate dadurch zu ergattern, das« er der Reaktion 43 Mandate in die Hand spielt. Die Sozialdemokratie ist alles eher als eine Freundin der Politischen Schacherpolitik. Sie würde den Freisinn auch dann bei Stichwahlen unterstützen, wenn er ihr selbst nicht die geringsten Gegenleistungen böte. Wenn der Freisinn jedoch die schmachvollste Schacherpolitik mit den Erzreaktionären, mit Agrariern und Antisemiten treibt, und dieser Reaktion für jedes ihm zugeschanzte Mandat deren 2 oder 3 verhökert, so hat die Sozialdemokratie nicht den geringsten Anlaß, einem selchen politischen Anhältertum der politischen und wirtschaftlichen Reaktion unverantwortliche Liebesdienste zu erweisen! Wer sich so schamlos prostituiert wie der deutsche �inksliberalismus während und nach der letzten Wahl, taugt wahrhaftig zu allerletzt dazu, sich als keusche Hüterin politischer Prinzipien aufzuspielen I— Eine verdiente Brandmarknng. Die Bombcncxplosion in Offenbach ist vom dortigen nationalliberalen Amtsbiatt, der»Offenb. Ztg.", in gewissenlosester Weise zu Zwecken der Reaktion ausgeschlachtet worden. Das edle Blatt hat— ohne den geringsten sachlichen Anhalt, rein auf Ver- nintlmgen hin— das Bubenstück als eine Quittung der Anarchisten für das Verbot ihres zu Offcnbnck geplaittcn OsterkongresseS be- zeichnet. Und darauf wurden die Sozialdemokratie, die sozial- demokratische Stadtverordnetenfraktion und die Genossen Ulrich und Eitznert noch im besonderen als Fleisch vom Fleische der Attentäter hingestellt und schließlich die Forderung erhoben. daß die bisher stadtische Polizei verstaatlicht werde. Zu diesen Gemeinheiten nahm die sozialdemokratische Parteileitung am Orte sofort Stellung. indem sie zu Mittwochabend eine Lollsversaminlung einberief, in der Genosse W i t t r i s ch das Thema:«Sozialis in us und Anarchismus und die gemeine Mache der«Offen- bacher Zeitung" behandelt. Trotzdem die VersammlnngS- ankiindiguiig erst in den Mittagsstunden erscheinen konnte, war abends der große Saal des Gewerkschaftshauses zum Brechen gefüllt, stärker fast als in der Hochflut der Wahlbewcgnng. Der Referent zeigte zu- nächst in eingehender Weise auf die prinzipiellen Unrcrschiede zwischen Sozialismus und Anarchismus, gab unter Anführung beweiskräftigen Materials die Geschichte der Spitzel und Bombcnattentate unter polizeilicher Patronage und hielt zum Schluß eine scharfe Ab- rcchnung mit der Büberei der«Offenb. Ztg.". Oeftcre leb- haste Zustiinmuiigsäußerungen begleiteten das Rescrat. Am Schlüsse gab es einen minutenlangen Beifallssturm. Die Genossen Orb und E i ß n e r t sagten dem nationaleiELügenblatt ebenfalls einige gepfefferte Wahrheiten und ein sich ausdrücklich als Gegner der Sozialdemokratie bekennender auswärtiger Journalist verurteilte in ähnlicher Weise die Ausschlachtung eines Berbrechens zu politischen Zwecken. Zum Schluß der Versammlung erklärte der Vorsitzende. ohne auch nur eine Stimme des Widerspruchs zu finden, daß sich die Arbeiterschaft niit aller Entschiedenheit gegen eine Verstaatlichung der städtischen Polizei wendet. Unter stürmischen Hochrufen auf die internationale Sozialdemokratie wurde diese denkwürdige und imposante Kundgebung geschlossen. Das Offenbacher Polizeiamt hat übrigens eine Belohnung von övo M. auf die Ergreifung der Täter ausgesetzt.—_ Militärjustiz. Am 22. April d. I. befand sich der Unteroffizier P r e u ß vom Kürassierrcgimcnt Graf Wrangcl in Königsberg mit 12 Mann feines Beritts auf dem Schießstand. Beim Tragen eines Auflege- äestells kam es zwischen den Soldaten zu Reibereien, wobei der Kürassier st ritzet von dem Gefreiten Woywod eine Ohrfeige erhielt. Stritzcl geriet hierüber in Wut und zog, um sich vor weiteren Tätlichkeiten seitens des Woywod zu schützen, den Pallasch aus der Scheide und versetzte mit demselben seinem Angreifer einen Hieb über den Arm.(Gegen Stritzel hatte man deshalb ein Aerfahren eingeleitet, dasselbe wurde jedoch niedergeschlagen, weil man annahm, daß er sich in der Notwehr befunden hätte.) Als der Unteroffizier Preuß, der nur wenige Schritte von den beiden, Stritzel und Woywod. entfernt war, den Stritzel mit dem heraus- gezogenen Säbel erblickte, rief er ihm zu, er möge die Waffe in die Scheide stecken und zu ihm hinkommen. Stritzel tat das auch und stand wenige Augenblicke später vor dem Unteroffizier, der ihn zur Rede stellte und ihm ebenfalls eine Ohrfeige versetzte. Jetzt sagte der Geschlagene zu dem Unteroffizier: «Herr Unteroffizier, Sie stehen dabei und lassen mich schlagen!" Dann trat er zurück. Der Unteroffizier rief ihn aber zurück. Stritzcl leistete dem Befehl keine Folge, sondern erklärte, er lasse sich nicht schlagen und werde den Unteroffizier melden. Wegen dieser«Straftaten", Achtungsverletzung und Beharrens im Un- gehorsam, mußte dieser Tage Stritzel die Anklagebank des Kriegs- gerichts in Königsberg betreten. Neben ihm Platz nehmen mußte der Unteroffizier Preuß, der ihn geschlagen und gegen den er sich „ungehorsam benommen" und dem er die„nötige Achtung ver- weigert" hatte. Der Unteroffizier hatte sich wegen der Mißhand- lung zu verantworten. KriegSgcrichtsrat Boll fragte den Angeklagten Stritzel, ob er nicht den Beschwerdeweg kenne, und ob eS ihm nicht bekannt fei, daß er, auch wenn er geschlagen werde, nicht fortlaufen dürfe. Auch hätte er eine solche Aeußerung vom Melden des Unteroffiziers nicht machen dürfen. Stritzel erhielt— weil er sich vor weiterer Prügel durch Fortlaufen geschützt hatte— 22 Tage strengen Arrest und dem Unteroffizier wurden für die Mißhandlung acht Tage gelinden Arrest zudiktiert. Das ist die Rechtspflege des Militarismus.— Ei« Notschrei aus den Reihe« des Reichs» Verbandes. Der famose„Bürgerausschuß" in Hannover, zusammen« getrommelt, um im 8. hannoverschen Wahlkreise dem Reichslügen- verband fein schmähliches Handwerk der politischen Brunnenvergiftung zu erleichtern und die sozialdemokratische Hochburg zu Falle zu bringen� kann, Bülow sei'S geklagt, nicht leben und nicht sterben. Diese spottoeburt stadthannöverscher Reichsvcrbändler und Deck« adrepe der Liebert und Konsorten ist, schrecklich, aber wahr, zurzeit vollends akhonSmifähig und zwar infolge der vielen Wahllügen— pardon: Wahl s ch u l den. Wie das sinanzausschüßliche Dreigestir» durch Erlatz kund und zu wissen tut, ist es ihm erst jetzt möglich ge- Wesen, ein klares Bild über die Wahlunkosten zu gewinnen. AuS der aufgemachten Rechnung geht— o Jannner über Jammer I— mit erschreckender Deutlichkeit hervor, daß der Bürgerausschuß schrecklich viele Schulden habe. Zur Begleichung dieser sind«noch etwa 4000 M. erforderlich. Um diesen Betrag war der Wahlcifer größer als die vorbaiidencn Mittel. 4000 M. Wahlschulden! Und das «obwohl die Ortsgruppe des ReichsverbandeS sowohl, wie die Hauptstelle Berlin bereits den fünffachen Betrag der ursprüng» lich gezeichneten Summe für die Tätigkeit des Bürger- ausschusseS zur Verfligimg gestellt haben I Um dem Dalles ab- ziihelfen, werden die gütigen Geber vom Januar beschworen,«den i>n Januar gezeichneten Betrag zur Hälfte noch einmal zu opfeni." Greift nur hinein m den patriotischen Geldsack und helft, ihr guten Leute l Kein Geld kann lgcwinnbriiigender angelegt werden.—_ Mißerfolg einer geistlichen Denunziation. Am 7. Oktober fand inldem oberpfälzifchcn Städtchen Tirschenreuth eine Versainiiilung der Christlichen statt, zu der auch die Mit- glieder der freien Gewerlschaften eingeladen waren. Der christliche Referent H e mp fl i ng wollte mit den«Freien' ordentlich ab- rechnen, d. h. über sie nach Christenart schröpfen. Als er aber sah, daß die Freien zahlreicher waren, fand er nicht mehr den Mut, seine Absicht aiiszusühren, er änderte mmmehr sein Thema und sprach unter anderem auch davon, daß die Christlichen für die Bildung des Arbeiters eintreten. Der Arbeitersekretär Tau- mann ans Wunstedel, der in der Versamuilung aiiwesend war. wies darauf hin, daß an der mangelhaften Bildung der ober- pfälzischen Arbeiter die Geistlichen und die Behörden schuld seien. Wie sehr die Intelligenz der Arbeiter zu loünschen übrig lasse, gehe daraus hervor, daß das Bezirks- anit in Neustadt die Errichtung eines Gewerbcgerichts abgelehnt habe mit der Motivierung, die Arbeiter seien nicht zu in Beisitzeramt besähigt. Wegen dieser Aeußerung wurde Taumann von dem Pfarrer Staudinger denunziert. Das Ge- richt leitete auch Beleidig»>igsklaae gegen Tmmtann ein. Die Verhandlung ergab, daß ihm eine Verwechslung unterlaufen war; die erwähnte Begründung stammte nicht vom Bezirksamt Neustadt, sondern vom Bezirksamt Neun bürg, das ebeiifallS in der Oberpfalz liegt. Das Schöffengericht Tirschenreuth glaubte das un« erHorte Verbrechen mit 80 M. Geldstrafe sühnen zu müssen, aber das Landgericht Weiden gab der Aenisung statt und erkannte auf F r e i- sprechung. so daß der geistliche Herr vollständig um den Erfolg seiner Denunziation gebrocht wurde. Ein Jahr Gefängnis um ein Paar Strümpfe! DaS Kriegsgericht Nürnberg verhängte eine fürchterliche Strafe gegen einen Soldaten dcS 21. Infanterieregiments in Fürth, über den es wegen eines geringfügigen Diebstahls zu Gericht zu sitzen hatte. Der Mann brauchte vor einer größeren Uebung Strümpfe, die er aber nicht hatte, ebensowenig Geld, um sich welche zu kaufen. Er öffnete deshalb mit einem falschen Schlüssel den Koffer eines bester situierten Kameraden und nahm daraus ein Paar der ihm so nötigen Fnßbckleidungsstücke an sich. Da er schon einmal wegen eines geringfügigen Diebstahls vorbestraft ist, verurteilte ihn das Kriegsgericht als«rückfälligen Dieb" zu einem Jahre Gefängnisk—_ Berichtigung. In der letzten RcichstagSjitzung tS3. Sitzung) am Dienstag rügte Genosse Stadthagen, daß Bundesrat und Reichskanzler sich herausgenommen hätten, zwei Irrtümer im Brausteuergesetz und Erbschafssteuergesetz zu berichtigen, ohne erst die erforderliche Genehmigung des Reichstages zu erbitten. Er stellte dem gegen- über die Tatsacke, daß man Irrtümer in mehreren Gesetzen zu« Ungunsten der Arbeiter einfach unkorrigiert habe stehen lassen, so z. B. im§ 124 der Gewerbeordnung, im Z 8 des Unfall- Versicherungsgesetzes und im Z 1715 des Bürgerlichen Gesetzbuches. In dem letzteren Paragraphen>var bestimmt, daß der Vater ver- pflichtet ist, der Mutter die Kosten der Entbindung und die Kosten des Unterhalts für die ersten sechs Wochen nach der Entbindung innerhalb der Grenzen der Notdurft zu ersetzen. Der Reichstag hatte aus sozialdemokratische Anträge hin die Worte«innerhalb der Grenzen der Notdurft" gestrichen und weiter als zu er- setzend hinzugefügt:«sowie die durch die Schwanger» schaft oder das Wochenbett herbeigeführten sonstigen Nachteile". Die Streichung ist in die Zusammenstellung des Textes im Reichsgesetzblatt aufgenommen worden. Der Zusatz hingegen ist vergessen worden, obwohl er für die Bekämpfung der hohen Sterblichkeit der unehelichen Kinder sehr wertvoll gewesen wäre. Die Re- gierung hat sich auch nicht veranlaßt gesehen, hier nachträglich eine Aenderung vorzunehmen oder zu beantragen. Bei dem Lärm, den die Junker bei diesen Ausführungen des Genossen Stadthagen machten, find seine Ausführungen auf der Tribüne dahin mißverstanden worden, als ob auch die Streichung versehentlich nicht in dem Gesetzcsiert auf- genommen worden sei. In Wahrheit ist dies doch geschehen, nur daß die Richter sich in Praxis vielfach nicht im mindesten daran halten. Der Irrtum im Bericht sei aber hiermit richtiggestellt.— Qngarn. Das„sozialisierte" Sklapcngcsetz. Bukarest, 17. Mai.(Abgeordnetenhaus.) Der Land- wirtschaftsminister Daranyi begründet in längerer Rede den Gesetzentwurf, betreffend das Rechtsverhältnis der landwirt- schaftlichen Arbeiter. Er sagt: Daß der Gesetzentwurf von Gutsbesitzern und Arbeitern lebhaft angegriffen werde, beweise, daß die Vorlage zwischen den bestehenden Gegensätzen der Jnter- essen zu vermitteln suche! Die Vorlage sehe zahlreiche soziale Maßnahmen zugunsten der Arbeiter vor und lege den Arbeit- gebern große Verpflichtungen auf; allerdings werde die Aus- reizung zum Massenkontraktbruch unter Strafe gestellt, da die Straflosigkeit die Rechtssicherheit äußerst gefährden würde. In diesem Punkte tönna der Minister keiner Aenderung zu- stimmen.— Der Minister bittet das Haus zum Schluß, unbekümmert um die heftige Agitation gegen die Vorlage, dieser die Zustinimung zu erteilen.— Italien. Und weiter im Zeichen dcS KlerikaliömuS. Rom, den 15. Mai.(Eig. Ber.) ES vergeht kein Tag, ohne daß neue Episoden auS dem LicbeZ- werben der italienischen Regierung um den Vatikan bekannt würden. Gestern hat der Republikaner G a u d e n j i den Kriegsminister befragt, ob es korrekt sei, Militärkorps an religiösen Festen teil- nehmen zu lassen. Heute war Genosse Treves an der Reihe, der den Marinemimstcr zur Rede stellte wegen der Entsendung von Kriegsschiffen zu den religiösen Festen von C o t r o n a. Der Unter- staatssekretär deS KriegSministeriumS antwortete, daß zu jeder bürgerlichen Festlichkeit die Musikkorps zur Verfügung ständen, der Malineminister erklärte, die Kriegsschiffe seien durch puren Zufall in das Kirchensest von Cotrona hineingeraten! Diese«Zufälle" häufen sich sehr in letzter Zeit... Auch weniger offizielle Formen nimmt das Idyll an. So hat die Königin Mutter am 13. d. M. einen klerikalen Jugendverein besucht, der sich in einem dem Vatikan gehörenden Palast befindet. Dabei Haider Kapellmeister der päpstlichen Garde die italienische Nationalhymne dirigieren müssen, was ihm sicher in seinem ganzen Leben noch nicht passiert war.— Und von dem dem Papste gehörigen Gebäude wehte die italienische Trikolore!— Diese Beweise von Gegenliebe auf feiten des Vatikans sind übrigens ganz vereinzelt. In Bergamo kandidiert bei der bevor- stehenden parlamentarischen Ersatzwahl ein Klerikaler, der ein ganz intransigent klerikales Programm vertritt und der erklärt, die Religion müsse der e r st e und oberste Faktor im natjoualen Leben sein l Die Prinzipienstarrheit der Klerikalen hebt sich vorteil- hast von dem ohrwürmchenmäßigen Opportunismus der Re« gierung ab. Recht zeitgemäß ist unter diesen Umständen die Tat eines hiesigen Tapezierermcistcrs, der heute fünf seiner Arbeiter entlassen hat, weil sie einem Kollegen, der ohne Priester begraben wurde, das letzte Geleit gegeben und außerdem im Laufe des Jahres nicht ge- beichtet und kommuniziert hatten Ii Die russische Revolution. Vom 1. Mai. Petersburg, 17. Mai. Am 15. Mai erschienen nur drei Blätter, weil die Drucker sich am Maiausstaude beteiligten. ES scierteu etwa 93 Proz. sämtlicher Fabriken mit 93 097 Arbeitern. Die Versilche. Demonstrationen zu veranstalten, wurden unterdrückt, wobei ein Stildent getötet wurde. Ein anderer, der verwundet worden war, erschoß sich, nachdem er einen Feldwächter, der ihm eine rote Fahne entreißen Ivollte, getötet hatte. Agrar-Unruhen. Kiew, 17. Mai.(B. H.) Nach Meldungen aus Bessarabien gewinnen dort die Agrar-Unruhen wieder an Ausdehnung. Zahlreiche Gutshöfe, besonders im Distrikte Orgei, wurden geplündert und niedergebrannt, und die Juden aus den Dörfern vertrieben. Der Gcneralgouverncur hat die um- sassendstcn Maßregeln zur Wiederherstellung der Ordnung ergriffen. Die BolkS-„Bildnng" in Rußland. Petersburg, 17. Mai. Die Reichsduma verhandelte hcnte über den Antrag von 168 Abgeordneten, eine Kommission zu wählen, die die vom Unterrichtsmiuister von Kailfmann eingebrachten Gesetz« entwürse, betreffend den öffentlichen Unterricht, prüfen soll.— Nach einer kurzen Rede des Berichterstatters Hessen. der die Duma aufsordert. die Entwürfe ohne Debatte emer Kommission zu überweisen, ergreift Minister V. Kaufmann das Wort. Er dankt der Dnma für die Beachtimg. die sie seinen Entwürfen geschenkt und betont die Notwendigkeit cineS öffentlichen Unterrichts, da Rußland das einzige Land fei, wo die Zahl der des Schreibens Unkundigen so groß sei. Die letzten statistischen Fest- stellimgen ergäben, daß nur 2V Prozent der Männer mld 13 Prozent der Frauen lesen und schreiben kölinteu(I!). Die Russen, sagt der Minister, ständen hinter allen Rationen zurück, man müsse sie aus der Unwissenheit heransführen und dem Prinzip zu», Siege verhelfen, das von Peter dem Große» proklamiert sei, daß nämlich der öffentliche Unterricht nicht ein Privilegium einzelner, sondern ein Bedürfnis für das ganze Boll sei. Man werde zwar ungeheuere Opfer bringen müssen für diesen Zweck, man werde das Budget deS Unterrichtsministeriums, das jetzt 16 Millionen betrage, ver siebenfachen müssen, aber man dürfe da« Geld uicht spare»; die» würde die beste Lerwendulia des National- Vermögens seit Gründung dcS Rache» sei». 8 Millioncir Kinder könilten keinen Unterricht erhalten, weil Rußland 250 000 Schulen nötig habe, während nur 90 000 vorhanden seien! Der Minister bittet, die Vorlagen eilier Kommissio» zu überweisen. Er schließt seine Rede damit, daß die Gesellschaft den politische» lim« trieben in den Schulen ein Ende bereitet, müsse; die Ncgicrimg allein könne dieses Uebel ohne die Hülfe der Eltern und der Allgemeinheit nicht belömpfeu.(Beifall.) 65 Nediicr haben sich schon in die Rednerliste eintragen lassen. Darauf wird ein Antrag auf Schluß der Rednerliste angenommen. ÖewerkfeibaftUebe� Berlin und Umgegend. Die Bewegung im Baugewerbe. Der Zentralverband der Zimmerer, Zahlstelle Berlin und Um- gcgend.»ahm am Donnerstag m der.Alhambra" in einer Dclc, gicrtcnversammlung zu dem AuSsperrungSbcschluß der Unter- nehmer Stellung. Referent war der Vorsitzende Witt, der am Schlüsse seiner Ausführungen im Namen des Vorstandes der Ver- sammlurt; folgende Anträge zur Beschlußfassung unterbreitete, die nach kurzer Diskussion denn auch zur einstimmigen Annahme ge» langten: 1. Bei den Unternehmern, welche sich an der Aussperrung nicht beteiligen, wird solange weiter gearbeitet, bis eine später stattfindende Versamnuung andere Beschlüsse faßt. 2. Sperren Unternehmer nur teilweise au«, so haben die nicht ausgesperrten Kameraden bei diesen Unternehnicr» sofort die Arbeit einzustellen. DaS letztere trifft auch zu aus die Posten- gesellen, die bekanntlich nach dem Beschluß doS Verbandes der Vaugeschäft« nicht ausgesperrt werden sollen. » 3. Alle vor. der Aussperrung betroffenen Mitglieder des Zcntralvcrbandes der Zimmerer haben sich am Mittwoch, den 22. Ma,. vormittags von 9—12 Uhr, in ihren BezirkSlokalcn zur ersten Kontrolle zu melden. 4. Die arbeitslosen Mitglieder werden vom 18. d. M. ab den Auhzesperrten bczw. Streikenden in allen Punkten gleich er- achtet. Dieselben haben ihre ArbeitSlosen-Kontrollkarte abzu- geben und sich von dem vorgeschriebenen Datum(22. Mai) ab der Streikkontrolle zu unterziehen. 5. Die unverheirateten Kameraden sind moralisch ber- pflichtet, so bald wie möglich das hiesige Strcikgebict zu ver« lassen. 6. Diejenigen Kameraden, die alsdann zu den neuen Be. dingungen in Arbeit bleiben bezw. treten, sind verpflichtet, jede Woche einen Extrabeiirag zu leisten. Die Höhe desselben be« stimmt die nächste Versammlung. 7. Die Verbandöbeiträge müssen bis zum Tage der Erhebung der Unterstützung voll entrichtet sein. Rückstnndijhe Beiträg« werden von der Unterstützung in Abzug gebracht. Alsdann wurde bekannt gegeben, daß am Donnerstag, den 23. Mai. nachmittags 2 Uhr. im Berliner GcwerlschaftShaus. Engeli�fer 15. Saal 7, eine Konferenz von Vertretern derjenigen Zahlstellen der Provinz Brandenburg stattsindct, aus denen zur Zeit der Aussperrung in Berlin und Bororte Berbandömitgliedc» beschäftigt waren.____ Zum Streik der Trahtarbelter teilte Handle in der am Freitag abgehaltenen Versammlung der Streikenden mit. e» seien seitens des GewerbeaerichtS Verhandlungen angebahnt worden. Die Leitung der streitenden Arbeiter hat sich bereit erklärt, vor dem Gewerbegericht zu verhandeln, falls auch die Unternehmer verhandeln wollen, was bis jetzt noch nicht bekannt ist. Ein Teil der Unternehmer werde zweifellos gewillt sein, vor dem EiniguligS- amt zu erscheinen: es sei also wahrscheinlich, daß c» in der nächsten Woche zu Verhandlungen kommen werde.— An der Situation des Streiks hat sich wenig geändert. Tie Firmen, welche die Forde- rungen bewilligt haben, sind mit Arbeiten überhäuft und ver- größern deshalb ihre Betriebe. 40— 50 Streikende haben bei solchen Firmen außer ihren alten Arbeitern Beschäftigung ge- flindcn.— Als ein heiteres Ereignis aus dem ernsten Kampfs ist mitzuteilen, daß bei Wolf u. Friedrich in FriedrichShagcn die Arbeitswilligen(eS sind deren 10— 12i eine Lohnbewegung eingeleitet lyiben. Sie forderten eine Erhöhung des Lohnes, be« stimmten aus ihren Reihen einen Vertrauensmann und ließen durch ihn dem Unternehmer ihre Forderung vortragen. Dieselbe wurde abgelehnt, die Arbeitswilligen traten deshalb in den Streik. Dem Unternehmer gelang es, die rebellischen Arbeitswilligen zur Wiederaufnahme der Arbeit zu beivegen, ihr Vertrauensmann aber wurde nicht wieder eingestellt, sondern gemaßregelt.— Ter Redner berichtigte eine Angabe, die vor zwei Wochen in der Ver. sammlung gemacht wurde und die dahin ging, es hätten bei Reh u. Sohn drei Mitglieder des christlichen Metallarbciter-BerbandeS auf Veranlassung ihrer Leitung die Arbeit wieder aufgenommen. Dies ist ein Irrtum, es handelt sich um Mitglieder einer Fach- abteilung des katholischen Arbeiterverein». Die Verwechselung ist dadurch entstanden, daß sich die Be- treffenden Streikenden gegenüber als christlich organisiert anS- gaben.— Zum Schluß gab der Redner der Erwartung Ausdruck, daß bei weiterem solidarischen Zusammenhalten der Arbeiter der Streit mit einem Erfolge enden werde und daß vielleicht in de» nächsten Versammlung ein günstiges Resultat vorliegen werde. Ächtung? Former und Gießerciarbelter; Auf dem Eisenwerk in Sande-Bergcdorf bei Hamburg, Firma Karl Lergncr, haben die Maschinenformer gemachter Ab- züge wegen die Arbeit niedergelegt.— Wir ersuchen die Kollegen, etwaige Arbeitsangebote zurückzuweisen. Der Streik im Bäckergewerbe Grosz-Bcrlins kann jeden Tag ausbrechen, wenn die Meister sich zu keinem Ent- gcgenkommcn bereit finden lassen. Der Verband der Bäcker hat gestern an die einzelnen Meister Berlins und der Umgegend folgendes Rundschreiben gerichtet: „Ta die Verhandlungen mit den Innungen Berlins und der Umgegend durch deren Halsstarrigkeit zu keinem Resultat gefuhrt haben, ist ein erbitterter Streik und Boykott nicht inehr abzu- wenden. Es haben schon in den letzten Wochen eine erhebliche Anzahl Bäckermeister(darunter auch die ausschlaggebendsten Grojjbctriebc) mit dem unterzeichneten Verbände Verträge ab- geschlossen, um bei Ausbrnch des Streiks gesichert zu sein. Wir richten nunmehr auch an Sie die Frage, ob Sie bereit sind, mit der unterzeichneten Organisation einen verständigen Frieden zu schließen. Für den Fall, daß Sie hierzu bereit sind, bitten wir, dies sofort nnserem Bureau anzuzeigen, eventuell sich selbst dahin bemühen zu wollen. Auf Wunsch werden Sie von unserem Be- vollmächtigten besucyt. Alle Verträge werden nur auf Grund des vom Einigungsamt des Gewerbegerichts abgeschlossenen Tarifs abgeschlossen. Die Zeit drängt! Wir bitten um r a s ch e n E n t sch l u tz!"> Diesem Schreiben liegt ein Aufruf bei, in dem u. a. die Meister daraus hingewiesen werden, daß die Strafandrohungen der Innungen und die Verpflichtung zur Zahlung einer Konventional- strafe ungesetzlich sind. Ferner werden die Meister aufge- fordert, bei einer eventuellen Einrichtung eines Konkurrenz- geschäftcs gegen die Innungen strafrechtlich vorzugehen. Zur Dachdeckcrbcwegung. Die Dachdecker hatten am Donnerstag eine sehr gut besuchte Versammlung im Swinemünder Gcscllschaftshaus, um den Bericht über den Stand der Lohnbewegung entgegen zu nehmen. Görnitz führte dazu aus: Sechs Wochen währe nun der Kampf. Um ein Bild von der Situation zu gewinnen, müsse man sich ver- gegenwärtigen, daß in der ersten Woche über SM) Kollegen ausständig waren, und daß eS ani heutigen Tage nur noch annähernd WO seien, weil 24 Firmen die Forderungen unterschriftlich be- willigt hätten. Unter diesen Umständen könne man mit dem Ver- lauf ganz zufrieden sein. Allerdings sei bis zur Stunde nicht eingetreten, was notwendig sei: die Schaffung eines Tarifvertrags im ganzen Gewerbe. Da der Kampf geraume Zeit gedauert habe. so iei selbstverständlich, daß nicht nur bei den Arbeitnehmern, sondern auch bei den Arbeitgebern der Wunsch nach Frieden ent- stehe. Dieser Meinung folgend, sei er zum Obmann der Arbeit- gebcrkomlnission gegangen, um zu hören, ob die Herren nicht zu Zugeständnissen der Gcsellenschaft gegenüber bereit seien. Er habe zugleich den Wunsch ausgesprochen, eine Verhandlung zwischen beiden Kommissionen herbeizuführen. Herr Matz von der Arbeit- geberkommission meinte, ein Zusammenkommen ließe sich ja er- möglichen; man müßte doch aber eine Unterlage für eine Verhand- lung haben, sonst wäre es doch zwecklos. Augenblicklich fehle eine solche, denn die Meister wüßten, was die Gesellen wollten, und andererseits wüßten die Gesellen, was die Meister zugestanden Hutten. Auch Ivürden die Angebote der Meister(die denen der Bau- gewerbetreibenden an die Bauhandwerker entsprechen) nach einem neueren Beschluß einer Arbeitaebervcrsammlung lediglich aufrecht erhalten. Auf diese Antwort hin habe Redner geglaubt, vielleicht durch ein gewisses Entgegenkommen eine Verhandlung zu ermög- lichen. Er habe deshalb, zunächst rein persönlich und unverbindlich, erklart, daß vielleicht die Gesellenschaft sich mit 8'ch Stunden und einem Stundenlohn von 85 Pf. zufrieden geben würde, mit der Maßgabe, daß dann vom 1. Oktober ab die achtstündige Arbeitszeit und ein Stundenlohn von SO Pf. dauernd in Kraft träten. Herr Matz habe nunmehr eine schriftliche Fixierung des Vorschlags verlangt. Redner habe die Frage der Ecielleukommission zur Ent- schcidung unterbreitet. Nachdem die Kommission den Vorschlag gut- geheißen habe, sei er schriftlich Herrn Matz zugegangen. Von der K o m m i s s i o n der Arbeitgeber sei als Antwort ein Schreiben eingegangen, worin sie erklärt, daß sie wegen des neuen Vorschlages zusammen gewesen sei und beschlossen habe, jede Verkürzung der Arbeitszeit und Lohnerhöhung in Anbetracht der schlechten Bauverhältnisse rundweg ab- z u l e h n e n.— Welchen Wert dies Schriftstück habe, könne man daraus ermessen, daß der Arbeitgcberkommission Herr Althaus angehöre, der bis zur Stunde nicht einen einzigen Mann aus- gesperrt habe, und daß auch Herr August Wild Mitglied der Ar- deitgeberkommission sei, der die Forderungen der Gehülfen schon unterschriftlich anerkannt habe. Weiter sei dabei zu beachten, daß im Laufe der Woche auch Weidlich und H ö r n e r, eine maß- gebende Firma, bei der die Gesellen noch dazu seinerzeit den An- griff unternommen hätten, die Forderungen durch Unterschrift he- willigte. Das wären doch für die Gesellen äußerst günstige Zeichen. -ras jetzige widerspenstige Verhalten der Arbeitgebcrkommission erkläre er sich nur aus dem Ausspcrrbeschluß der Baugewerbe- treibenden. Bei dem Zusammenhalt der Dachdecker dürfte es nur eine Galgenfrist sein, die sich die Arbeitgeber sehten. Die Herren dürften sich mit ihrer Rechnung auf die Bauarbeiteraussperrung sehr tauschen. Dio Ausführungen des Redners, der zu weiterem Zusammenhalt aufforderte, fanden lebhafte Zustimmung. In der Diskussion wurde das Verhalten des Vorstandes be- zichungswcise der Gesellenkommission vollständig gebilligt. Die allgemeine Auffassung war die, daß man einfach ohne besonderen Beschluß über den Brief der Arbeitgeber zur Tagesordnung über- gehe. Teingemäß verfuhr man auch.— Dann hielt noch der Zentralvorsitzen de de Verbandes, Georg Diehl, eine begeisternde Ansprache, die darin gipfelte, daß nun auch jeder seine Pflicht weiter tue in dem Kampfe und vor Opfern nicht zurückschrecke. Be- sonders legte er es den unverheirateten Kollegen ans Herz, Berlin zu verlassen und in der Fremde, wo ihnen 200 Berbandszahlstellen mit Rat und Tat zur Seite ständen, ihr Heil zu versuchen; damit so der Kampf in Berlin erleichtert und der Sieg gefördert werde. Die ausgesperrten MSbelposamentiere hielten am Freitag wieder eine öffentliche Versammlung in Feuersteins Festsälen ab. um Kenntnis von den zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern gepflogenen Einigungsverhandlungen zu nehmen. Ter Gauleiter Franz K o tz k e führte folgende, von den Unternehmern als letztes Ultimatum aufgestellten Bedingungen an: Ter 18-Wochenbeschluß. wonach kein neu eingestellter Gehülfe im ersten Vierteljahr mehr als den Minimallohn von SS Pf. erhält, wird reduziert auf 8 Wochen, dafür wird der Arbeitsnachweis paritätisch verwaltet. (Bisher gehörte derselbe der Gehülfenschaft.) Die Einstellung der Gehülfcn erfolgt nach Bedarf und Wahl.— Referent empfahl, da die jetzige Konjunktur sehr schlecht sei, die Wiederaufnahme der Arbeit.— Es entspann sich eine sehr erregte. Debatte, in welcher von den meisten Rednern betont wurde, daß die Bewegung nur dadurch verloren sei, weil der Zcntralvorftand mit angesehen habe, daß in anderen Städten Strcikarbeit gemacht wurde, ohne daß dort die Arbeit eingestellt wurde. Erregte Zwischenrufe fielen, und als nach langer Diskussion bei der Abstimmung über die von den Unter- nehmcrn gestellten Bedingungen von 125 ausgegebenen Stimm» zetteln 123 Stimmen für Fortkämpfen und nur 2 Stimmen für Annahme der Bedingungen waren, wollte der Enthusiasmus kein Ende nehmen. Einstimmig gelangte eine Resolution zur Annahme. in der die Lohnkommission beauftragt wird/ alle Angelegenheiten in bezüg auf die Aussperr"ng in die Hand zu nehmen, um dieselbe im Sinne der Posamentierer zu beenden. Arbeiter, Parteigenossen! Wie alljährlich, so richten wir auch dieses Mal das Ersuchen an die organisierte Arbeiterschaft, die -varbkcr- und Friseurgcschäfte am zweiten Pfingstfciertage zu meiden. Die Gehülfen sind im Besitz einer weißen mit rotem Rand versehenen Kontrollkarte. Diese ist nur gültig, wenn sie laufend gestempelt ist. Die Mitglieder des Verbandes haben sich zwecks Kontrolle am zweiten Feiertage in der Zeit von 8— 10 Uhr im Bureau, Rosenthalerstr. 57, einzufinden.— Wegen Differenzen für Mitgilder gesperrt: Treffehn, Adlershof, Bismarck- straße SO. Verband der Friseurgchülfen. Bureau: Rosenthalerstr. 57. Telephonamt III 1296. Deutsches Reich. Achtung! RohrEger und Helfer! Da die Hamburger Kollegen wegen Differenzen mit den Unter nehmern seit einiger Zeit sich im Ausstand befinden, ist Hamburg bis auf weiteres gesperrt.— Wir ersuchen die Kollegen, Arbeits angebote und Montageausführungen von Hamburger Firmen all zuweisen. Deutscher Metallarbeiter-Verband, Ortsverwaltung Berlin. Achtung, Maler, Lackierer und Anstreicher. Die unter Tarif bruch von den Chemnitzer Malermeistern in Szene gesetzte Aus- sperrung der dortigen Maler, Lackierer und Anstreicher sowie die Streiks in Leipzig und Görlitz dauern weiter an.—« Deshalb ist Zuzug nach diesen drei Städten nach wie vor streng fern- zuhalten. Achtung, Fabrikarbeiter! Die Firma Vereinigte Fabriken englischer Sicherheitszünder, Draht- und Kabelwerke am Riesen- stein bei Meißen sucht in fast allen bürgerlichen Zeitungen Ar- beiter und Arbeiterinnen bei hohem Lohn und dauernder Be- schäftigung. Wir machen darauf aufmerksam, daß sich die dort beschäftigten Personen in einer Lohnbewegung befinden. Ge- fordert wird ein Minimallohn von 23— 30 Pf. pro Stunde. Die Firma hat es wegen dieser bescheidenen Forderung auf einen Kampf ankommen lassen. Wir fordern unsere Arbeitsbrüder und Schwestern auf, nicht auf die verlockenden Annoncen hereinzufallen. Jeder Zuzug nach Meißen ist streng fernzuhalten. Alle Anfragen sind an die Adresse Emil Grohman, Meißen, Martinstr. 8, zu richten._ Fabrikarbeiterverband. Zum Kampf in der Holzindustrie. Die Verhandlungen zwischen den Unternehmern und Arbeiter- Vertretern dürften nun wohl in den nächsten Tagen auch in D r e s- den zum Abschluß führen. Die Dresdener Tischlermeister, die die Dreistiszkeit besaßen, den Gehülfen einen von ihnen einseitig auS- gearbeiteten Möbeltischlertarif aufzuzwingen, sind vom Vorstand des Arbeitgeberschutzverbandcs zurückgepfiffen worden und haben ihre Forderung fallen gelassen. Trotzdem sind alle Schwierigkeiten noch nicht gehoben, denn nun suchen sie wieder im Bautischlertarif Bestimmungen zum Schaden der Gehülfen festzulegen. Immerhin dürfte wohl im Laufe der nächsten Woche auch in Dresden der Frieden im Holzgewcrbe wieder hergestellt werden. Die Verzöge- rung liegt allein in der Schuld der Unternehmer. Die Friseurgehülfen Dresdens beschlossen als Antwort auf das Verhalten der Unternehmer, die alle Forderungen der Gchülfen ablehnten, in den Streik einzutreten. Es kommen zurzeit 300— 3S0 Gehülfen in Frage in 500—550 Geschäften. Be- willigt haben 145 Meister. Die Gehülfen beabsichtigen fliegende Barbierstuben zu errichten und appellieren in Flugblättern an die Solidarität der organisierten Arbeiter. Im Komps nm den Tarif befinden sich die Steinmetz» gehülfen von Pirna und Umgegend. Der bisher bestandene Tarif war am 15. Mai abgelaufen. Die Unternehmer weigerten sich, bis zur eventuelle» Einführung eine« neuen Tarifs Tagelohn zu bezahlen, worauf die Steinmetzen am Donnerstag die Arbeil nieder- legten. Verhandlungen über Abschluß eines neuen Tarifs habe» noch nicht stattgefunden. Zuzug nach Pirna ist fernzuhalten. Verleumde kühn, es bleibt was hängen. Nach diesem bekannten Wort wird von den Scharfmachern und deren Organen stets gehandelt, wenn es gilt, die Arbeiterbewegung zu diskreditieren. Während der Zeit der Aussperrung der Hamburger Schauerleute brachten die auf Streiklügen doppelt geeichten, im Dienste des. Ncederklüngels stehenden Blätter, allen voran die„Hamburger Nachrichten", täglich Schwindelnotizen, in denen den„Streikenden" alle Roheiten, von denen die Großstädte auch in normalen Zeiten nicht verschont bleiben, in die Schuhe geschoben wurden. Daß durch dieses gemeingefährliche Treiben auch die Justizpflege leidet, liegt klar auf der Hand, ist psychologisch auch erklärlich. Liest jemand täglich solche Schaudermüren. sei es ein Richter, Staatsanwalt oder die zu dem Amte eines Schöffen berufenen Personen, so entsteht bei ihm eine ganz eigenarlige Vorstellung von dem„terroristischen" Treiben.der„Streikenden. Schreiber dieser Zeilen hatte in den letzten Jahren mehrfach Ge- legenheit, physiognomische Studien in den Gerichtsfalcn zu machen. Die Züge der Herren Schöffen werden strenger, die Plaidovrs der jungen Herren Amtsamvälte— in Hamwirg Md es Assessoren oder Referendare— klingen bedeutend schneidiger. wenn so ein Streiksünder vor ihnen. steht. Von den„Untaten", welche die Schauerleutc verübt haben sollten, sind bisher zwei Uebertretungen der famosen Hamburger Straßenordnung(3 bezw. 10 M. Geldstrafe) und zwei Bedrohungen aus ißZ zur Ab- urtcilung gelangt. Die eine„Bedrohung" soll durch einen Zuruf: „Wir werden Euch schon kriegen!", womit die in einem Boote sitzenden Arbeitswilligen gemeint gewesen sein sollen, verübt worden sein. Urteil: 1 Monat Gefängnis. Die zweite Bedrohung wurde mit 25 M. Geldstrafe geahndet. Wo bleiben nun die schweren Verbrechen, deren sich die Schauerleute schuldig gemacht haben sollten? In den Schwindelnotizen war auch die Rede von einem beinahe zu Tode geprügelten Engländer, den man besinnungslos und blutüberstro m t aufge- funden habe. Die Angelegenheit gelangte gestern vor dem Schöfiengericht VI zu Hamburg zur Verhandlung. Es ist tatsächlich ein Engländer mißhandelt worden, aber nicht von Schauerlcuten, sondern von einem anderen Arbeiter, mit dem der Engländer, ein Schiffs- koch, in einer Gastwirtschaft in Streit geraten war. Ter Eng- länder hatte ihn zum F a u st k a m p f aufgefordert. Der Gastwirt verhinderte die Boxerei, lvorauf der Engländer die Treppe hinuntersiel und sich erheblich verletzte. In seiner Trunken- heit geriet er in ein abgelegenes Viertel, wo er von dem Ange- klagten mit dem Stiefelabsatz bearbeitet wurde, sodaß er eine Ge- hirncrschütterung davontrug. Trotzdem meinte der Amtsanwalt, daß die Sache doch mit dem Streik in Verbindung zu stehen sckieine, indem der Angeklagte in dem Engländer einen Arbeits- willigen vermutet habe. Dieser eigenartigen Logik des jungen Herrn Amtsanwalts vermochte das Gericht nicht zu folgen. ES verurteilte den Angeklagten zu 3 Monaten und 1 Woche Gefängnis, wobei es begründend ausführte, die Strafe sei deshalb nicht höher bemessen worden, weil der Engländer, der anscheinend rauflustiger Natur sei, den Angeklagten zum Boxkamps herausgefordert habe.__ Versammlungen. wandt, um die Diirchführimg des ParteltagSbeschlusseS einzuleiten. Hasfuer als Referent stelUe sich auf einen ablehnenden Stand- Punkt und fand damit die Zustimmung der Versammelten. Der Ucbcrtritt zum Zeutralverband, in diesem Falle dem Holzarbeiter- verbände, wird vom Vorstande nicht empfohlen, sondern die Not- wendigkcit der Aufrechterhaltung der gesonderten Organisation nach- drücklich betont. Von der Geschäftskommission sind den Zentralleitungen und Vorständen der»Freien Vereinigung" folgende drei Fragen vorgelegt worden: 1. Soll die Geschäftskommission im Sinne des Partei- vorstandsschreibenS überhaupt in Verhandlungen eintreten? 2. Ist in Euerer Organisation Neigung vorhanden, sich mit dem zuständigen Zentralverbande�zu verschmelzen? 3. Werdet Ihr unter Umgehung der Geschäftskommission in Verhandlungen eintreten, die den Anschluß Euerer Organisation an die Zentralverbände bezlvecken? lieber diese Fragen wurde einzeln abgestimmt. Die Frage 1 wurde mit allen gegen 6 Stimmen, die beiden anderen Fragen wurden einstimmig verneint. In der Diskussion erklärten sich alle Redner gegen die Ver- schmelzung, die nach Ansicht der meisten nur eine Uebergabe bedeuten würde. lieber die Maifeier wurde berichtet, daß Meldungen aus 59 Be- trieben mit 2477 Arbeitern vorlagen; in diesen Betrieben feierten 1675 Kollegen und Kolleginnen. In 28 Betrieben ruhte die Arbeit vollständig. Der Maifeier wegen wurden 473 Arbeiter und Arbeite- rinnen ausgesperrt und 20 entlassen. Smgegangene DmcKfdmfteii. Bericht an die zweite ordentliche Generalversammlung deZ Deutschen Arbeiter-Zlbslinentenbundes. 24 Seiten. Verlag: Deutscher Arbeiter- Abstinentcnbmid, I. Michaelis, Berlin 8. 42. Rechenschaftsbericht des Vorstandes de« Zentral-BerbandeZ der Handels-, Transport-, Verkehrsarbeiter und-Arbeiterinnen Teutschlands jür die Zeit vom 1. Januar 1905 bis 31. Dezember ISOS. 256 selten. Verlag: O. Schumann, Berlin, Enael-User 21. Französische Unterrichtsbriefe von Rektor H. Michaeli« und Prof. Dr. P Passy. IL Kursus, Brief 21—25.— Habcrlands Unterrichtsbriefe für das 2clbsts,udinm der englische« Sprache. Von Pros. Dr. Thiergen und A. Clay. Briese 21—25. Preis jedes Briese« 75 Ps. Verlag von G. Haberland in Leipzig-R., Eilenburgcrstr. 10/11. Woerls Reisehandbücher. Illustrierter Führer durch Berlin und Umgegend. Preis 1 M. WoerlS Verlag, Leipzig. Letzte JVaebnebten und Dcpcfchcn, Gegen den Aussperrungsbazillus. Hamburg, 17. Mai.(B. H.) Die Organisationen der Kürschner, Schuhmacher, Lederarbeiter und Sattlergchülfen Hamburg-Altonas be» schlössen die Vereinigimg ihrer Organisationen zu einem Verbände zur Abwehr gegen Aussperrungen. Einführung deS Achtstundentages. Bernburg, 17. Mai.e r i ch t erkannte auf 50 M. Geldstrafe eventuell 10 Tage Gefängnis. Es handle sich nicht um einen gewöhnlichen Fall von Beleidigung, denn es ging den Angeklagten absolut nichts an, ob Feller bei Schrammer weiter aroeitete oder nicht. Strafmildernd sei nur in Berücksichtigung gezogen, daß Trapp noch nicht vorbestraft und bei der Tat angetrunken gewesen ist, wie das Gericht an». genommen bat. Ob wohl auch ein Streikbrecher zu 50 M. Geldstrafe ver» urteilt würde, weun er in derb volkstümlicher Weise darlegt. weS- halb er der Einladung nicht folgt,„einen Kleinen zu trinken" Z Ssu 9. Bezirk 11. Gau 9. Am Sonntag, dm S. Juni, stiert der , Arbsiter-Radfahrerverein„Glück auf | zu Bornim i.M. im.Schwarzen Adler", Neu-Borntm, Miitelstr. 12, sein 4. Stiftungsfest bestehend in Fcsfumzug, Konzert, Reigenfahren, Verlosung und Ball. Alle BundeSverelne der»inliegenden Ortschaftm find hierdurch ! steundlichst eingeladen.— ES würde unS lein, wenn uns auch die Berliner Gmosscn mi, ihrem Besuche beehrten. IPg- Der Umzug beginnt um 3 Uhr._ Xafl Komitee, i Hestaaranl„Huntjrijjßr ff ölf" Herrlich an Wald«ftb Kegelbahn, ladet die geehrten AuSsiSgler. vereine und Kndsthr� Wernsdorfer Schleuse, i i.= Gosener Berge.= 1., S. und 3. Pfiugst-Feiertag: Am Beginn der beliebten Danipfer-Extrafahrten mit Mnfik nach 1" ScbMingsbrücke früh 8',, Uhr. Hinfahrt ÖO Pf. Rückfahrt 50 Pf. Auch empfehle Ich den werten Bereinen. Gefcllfchafte«. Fabriken und Gewerkschaften mein Llllal zu I>»i»?rvr-An«ttügen. Um steundlichen Zuspruch bittet ndil, H. Dindas Spezialitäten-Theater Gnclsenanstr. 07. Blttchcrstr. 31. !sM Cr. Mk-MWMU'WMIU! Am 1. und 2. Pfingststiertag: OeoLs, rriid-Xmirert und Vorstellung. Plötzensee. Insel'KestauranWÄ1 Am 1. und 2. Pflngst-Feiertag: Großes FrühcKonzert== Jeden Sonntag: S17b Grafts Kanstli m IxrzjMiilcn-Tftater. Entrce 10 Pj. Rcstrvstrter Platz 20 PI. Nachzahlung. klm 3- U*SnSi>tste1ortag: Wicderanrtrcten des beliebten Berliner Ulk.Trio Ä"ÄfS!' Wo geht es f flugstsn hin? Nach Friedricbsbaoen, Resiaurant Fischerbütte. Herrlich am Wasser gelegen. Familien können Kaffee kochen, > a Liter«0 Pf.-- ES bittet um zahlreichen Besuch Karl Zachow, Scestr. 11. ------ MSMlW!iIIWI!IIW!IllWIIIIWl«IIWIIIIW!I!W!«IiW,I!!W!>,lW>I!IW!l!!W>!W!l!W!WllW!lIIW>l!IW!WItW!IIW>>>lWI»>lWI!!WI!>>WIjWlI!IWI!W!l!!W!IIIUIII!WII!MZ Hill W, MlIIIMIIIIllllllllllliliilllllMIHilllllllllilllllllllllllilllllil Ulli 1 1 1 |S SS Ii s» Uli! 1 | i i Sonnabend, den 18. und Dienstag, den 21. dal er. Weisse Batist-Blusen solanp Verrat Bluse„Erna, rdeh gutlcklM BtucMlMmd, la lutem, QK weis»en BatUt.................» I■ v/ O Bluse„Clotllde, aus«ttra gutem waschbaren Batist mit Halsausschnitt, Vorderteil, sowie Matroseokragen mit Q O C baltbarer Stlokerel garniert..... �.CJ■<- 8 Mark Sacco-AnzQge Stoff-Hosen Viele Tausende Exemplare auserlesener Qeschmacksrichtungen, 60— 65— 60— 45— 40— 36__ 33— 30— 27— 24— 21— 18— Viele Tausende Exemplare In hochmodernen Musterungen. 20— 13— 16— 14— 12— 8— 6— 5— -- 15 4 Alle Angebote sind nur eigene Erzeugnisse» Baer So Chausseestrasse �pozialhaua grössten Massstabes 29-30 » 11 Brückenstrasse 11 alte Hr. 24t/25 3r. Frankfurterstr. 20 Der Naapt-KflioloQ Nr. 31(neueste Moden 1907) wird auf Wunsch kostenlos zugesandt. W m Praktisch! Reinlich t Sparsam! 38 66 1.* Uoctvet für Kaus undjleise. Centrale für Spiritus- Verwerthung Berlin KW. 7, Friedrichstr. 96, gegenüber dem Central-Hotel. Blitz= Schnell kommt man zu pluljpp Anstreicher, JeBt�denkuK Monats-Anzöge-on 6 M. Monats-Paletots von 4 M. an. Mnats-Kemkleläer zu siaunonll billigen Preisen, auch für korpulente Herren paffend. Dieselben pnd von seinen Kavalieren und Reisenden, die nur einen Monat ihre Garderobe tragen. j■ Fahrgeld wird vergütet. B Bitte aus Adresse genau zu achten. wieder?» p Zum«Iton t'i-eim«! nach Picheiswerder!» ES ladet uns ein Ter Alte. J Er.Dampfer- � Eüra- Fahrt an alltn dreiFeiertagen nach Restaurant Rene Mühle R. Riedel. Abfahrt 9 Rhr, Maisenbrücke, Kahnt und fjertzer. Station Saitowa, Kanlsdorl Siid Parzellen am Wald u. Flies!, ll. Änz. Kettermann. Blumenstr. 9 u. im Nest. Pserdebucht bei sadowa. r *■ ■■? MM' Versandhaus Germania l Billigsle Bezugsquelle ni1, elegaille Berrengarderobe f - fertig und nach Maß- 43091� -seit 20 Jahren- UnteP den Linden 21, U- Fahrstuhl- MaßaAbteilung: 12 Mark elegante Herren-Beinkleider nach Maß, garantiert tadelloser Sitz 45 Mark vornehme Sommer-Paletots nach Maß, beste englische und deutsche Stoffe 45 Mark elegante Herren-Anzüge nach Maß, vornehmer Sita Proben gratis nnd franko" 1 Sonder-Angebot für fertige Herrengarderobe: 9 bis 12 Mark! 25 bis 40 Mark hochvornehme fertige Beinkleider eleganter Schnitt, tadelloser Sitz hochelegante fertige Anzüge und Paletots aus feinsten Maßstoffen VorJShrlge Sachen| bedeutend unter Selbstkosten- Preis. zu ffingste elegante, gutsitzende und allgemein anerkannte preiswerte Bekleidung zu tragen, soll und muß seinen Bedarf im fertig und nach Maß Spezial-jUMung: Behleidnug fär jeden Beruf £eske% Sehrer Kottbuser Damm 78 decken. 1 Originalinserat! Nachdruck verboten. Unsere Grundsätze: lr verarbeiten nur gute, reelle, ausgeprobte Stoffe. ir haben in sämtlichen Abteilungen enorme Auswahl. ir achten auf tadellose Verarbeitung und guten Sitz. ir werden stets das Neueste zum Verkauf bringen. ir verkauien zu billigen, aber streng' festen Preisen. Ir haben auf jedem Gegenstand den festen Verkaufspreis mit Zahlen vermerkt Sommer-Anzüge.» Sommer-Paletots. Leinen-Joppen. Loden-Joppen. Lustre-Jacketts. Sntziieltende Auswahl in Knaben-'Waschanzögen. Eigene große Betriebswerkstätten. Unerreichl Wohlgeschmack� V Cigarette C i g aret ten fabrik•TUCOrt' Dresden gegr1876. Vermögen werden verloren! Durch grosse KnrsrQckfranfe, durch einen nunilttelbar bevorstehenden Börsenkrach werden enorme Summen verloren."NVer pich für die geführliolion Vorgange an den Effektenbörsen interessiert, verlange die von Kaufmann Michael Proestlcr In Wirzbnrg verfasste Broschüre:„Das Wlptsokaftsbild der Gegenwart und der Zukunft".— Dieselbe ist zu beziehen durch alle Buchhandlungen(Kommissionär: Otto Weber, Leipzig). Broschüre A, vollständige Ausgabe, H. 2.— B, Teil- und Volksausgabe, 00 Pfg. Gegen Einsendung von M. 2.10, bezw. 65 Pfg. für das Inland, M. 2.20, bezw, 70 Pfg. für das Ausland, werden die Broschüren portofrei vom Verfasser versandt, wenn In Buchhandlungen nicht erhältlich. Man verlange ebendaselbst Flugschriftep und Prospekte. Ausnaiimepreise Hai, Juni, Juli. � Ä. B. Koch 5? KoliIeD-Groß-Hamllumj Berlin 0. 34, Vrouibergerstr. 15 Preise sür nur In Marken ab Platz von 10 Ztr. an:• Prima la Halpsteiue(bekannte Marken).. pr. Ztr. S5 Pf, , la Diamant pr. Ztr.(Ilv bis IW Stck.)...«7 Ps. . 1» Ilse u.Atw....«0 Ps. „ IaA»thrazit(Vadbb.Ztr. 2,3011. KokS, Dteiiikoblen usw. zu den billigalen Tagespreisen. Anlieserung srei Keller je nach Ouantnin pr. Ztr. 19— 15 Ps. mehr.— Bei Original- Waggons und größeren Abschlüssen verlangen Sie meine Spezial-Offerle. Bi». Simmel Spezial-Arzt für Haut- und Harnleiden. Prinzensir. 41, ,'Sä, 10— 2, 5— 7. Sonntag's 10— 12, 2—4. iiiiiiii liiiiiiwn ii■■iiiiii n NicKt die grösste Reklame � Kosten doa Käufers Unstreitig ist J. KURZBERG's Spezial-Geschäft für feine Herren Bekleidung = fertig und nach Maß= die beste und billigste Bezugsquelle gegen Baar und n 3 es s •o » u Teilzahlung Ein Versuch tQhrt zu dauernder Kundschaft. 0 ti Baarzahlung 10% Rabatt. JWur? hpk r o- An der Jannowitzbrücke 1'• ' K V tz-I I a. kJ C/ I gy direkt am Bahnhof. Verantwortlicher Redakteur; Hand Weber, Berlin, Für de> gnjeratenieil verantw.: Th. Glicke» Berlin. Krück u. Verlag: Vorwärts Muchdruckerei u. Berlagsanjlait Paul Singer Si Co., Berlin iW. Nr. 114. 24. Jahrgang. Hub der frauenbewecfung» Eine Jnhrcskonfcrcnz der„Liberalen ffrancn-Föderation" von England fand in diesen Tagen in London statt. Diese Föderation, mir ihren 100 000 Mitgliedern, behauptet,„die grötzte und mächtigste" aller politischen Frauenorganisationen zu sein. In den Verhandlungen wurde das Oberhaus wegen seines feindseligen Verhaltens den Bc- strebungen der Frauen gegenüber heftig angegriffen. Viele leiden- schaflliche Reden für die gleichen politischen Rechte mit den Männern klangen dahin ans, daß das Parlamem ldas Unterhaus) Beschlüsse fassen müsse, um den Frauen die verlangten Rechte zuzugestehen. Eine Dame erklärte, im Unterhanse wäre nur ein wahrer Freund der Bestrebungen der Frauen, nämlich Keir Hardie.— Der Gesetzgebung wurde daS Verbot resp. die Einschränkung des Verkaufs alkoholischer Getränke empfohlen und zugleich verlaugt, daß die An- slelluug von neuen Kellnerinnen verboten werde. In bczug auf die Stellung der Frau in der Industrie waren die Meinungen sehr geteilt. Einige wollten die Arbeiterinnen als Mütter schützen, andere meinten, man dürfe keiner Frau wehren zu arbeiten, um unabhängig Ii" MilW Sonnabend, 18. Mai 1907. vom Manne zu bleiben; es wurden die Ucbel der Heimarbeit beleuchtet und man nahm schließlich einige allgemein gehaltene Resolutionen an. Bon de» Organisationen. In der G ener a lv er s a mm- I u n g des F r a u e n- B i l d u n g S v e r e i n s in Frankfurt am Main tonnte bei Erstattung des. Geschäftsberichts die Genossin Schultze die ersreulichc Mitteilung machen, daß seit November v. I. bis Mai d. I. die Mitglicderzahl von 3S0 auf 50 2 angewachsen ist. Diese günstige Entwickclung ist der regen Agitation der Genossinnen zu verdanken. In den Vororten von Frankfurt wurden drei neue Bezirksorganisationen gegründet, die gute Forffchritte machen. Die Versammlungen wurden durch belebende Vorträge, nieist medizini- schcn oder sonstigen wissenschaftlichen Charakters, interessant ge- staltet.— Die Einkassierung der Beiträge wird niit der für die Dienstbotenorganisation, die vom Franen-BildungSverein ins Leben gerufen wurde, durchgeführt. Eine vom Vorstand geplante An- stellung von Kassiererinnen findet bei der Versammlung keinen An- klang. Die Einnahmen und Ausgaben bilanzieren bei einem Kassen- bestand von 241,69 M. mit 848,94 M. Aus der schweizerischen Arbeiterinncnbewegung. Der Schweizer Arbeiterinnenverband, dessen Zentralvorstand in Winterthur domi- zitiert, hat nach seinem Jahresberichte in 1906 eine Vermehrung seiner Sektionen von 7 auf 12 und der Mitglieder von 420 auf 645 erfahren, also einen recht erfreulichen Zuwachs erhalten. Die Ein- nahmen der Zentralkasse betrugen 950,50 Fr., die Ausgaben 799,90 Fr., der Vermögensbestand beziffert sich auf 642,60 Fr. Das Verbands- orgair„Die Vorkämpfcrin" erscheint in einer Auflage von 2000 Exemplaren. Kürzlich fand in Zürich die Delegiertenversammlung des Ver- bandes statt, die von 16 Delegierten besucht war. Beschlossen wurde, die Genossen, insbesondere die Arbeiterinnen, überall aufzufordern, für die weiteste Verbreitung der.Vorkämpferin" zu sorgen. Heber die Stellung der Frau im neuen Entwurf zur schweizerischen Kranken- und Unfallversicherung referierte die Genossin Pfarrer Reichen und gelangte im Anschluß daran eine Resolution zur Annahme, welche volle Entschädigung der Wöchnerin während der im Fabrikgesetze vor- gesehenen sechswöchigen Schutzzeit verlangt. Der Zentralvorstand erhielt den Auftrag, eine entiprecheude Eingabe an die Bundes- behördcn zu richten. f>»r i>rn Jichati der Jnierare iit>rr»l»»»t die Nednttio» de», Vubliknin aegeiiiiber teinerlei ?tern»l>vor>»»a. O�earer. Sonnabend, den 18. Mat. Anfang 71/, Uhr. Kgl. CchmihmtS. Salome.(An- fang 8 Uhr.) Kgl. Schau, ptclhauS. Die Rabe»' steincrin. Neues kgl. Lpernthcater. Nanon. Deutsches. Robert und Bertram. K a m m e r j p i e l e. Ghges und sein Ring.(Ansang 8 Uhr.) Ansang 8 Uhr. Neues Tchnust'ielhaus. Hopsen- raths Erben. Fchille, O. lWallner-Thealer.) Ein Fallissement. Schilkcr-TbraterCharlottcnburg. Manna Vanna. Schiller tFriedrllb Wllbelm- slädllschcs Theater.) Am grünen Weg. StcrUiirr. Die Kameliendame. Lessiug. Zigeuncrbaron. Zentral. DaS Mädchen aus dem Nachtcafs. Kleines. Marccll Salz«. Neues. Der Dieb. Lartzing. Fra Diavolo. Srlrste». Die lustige Witwe. viesidcuz. Haben Sie nichts zu verzollen? LustlpirlbauS. Husarensievcr. Thalia. Wo die Liebe hiusällt. Luise». DaS Mädchen ohne Ehre. Trianon. Frl. Losette— meine Frau. Bernhard Rose. Geschlossen. S-Urtropol. Der Tcusel lacht dazu. Gebr..Hcrrnfcld. ES lebe das Nachtleben. Vorher: Die Welt gehl unter. Wiiiiergarte». ha Tortajada. Spczlalilälen. StpoNo. Der lustige Witwer. Spe- zialiläteii. Kasino. Heirat ans Probe. Spczla- lilälcn. Walhalla. Der grüne Teufel. Spezialitäten. Passagr. Spezialitäten. VieichShallen. Stcllincr Sänger. Uro» in. Taubrnjtruste Nachmittags 4 Uhr: Am Gols von Neapel. Abends 8 Uhr: Die Fenergewalten der Erde. Sternwarte. Jiwalidenstr. 57/62. t'vK'tiiilNNtl JUtmu» Berliner Theater. Ansang 8 Uhr. Die Kcnneliendame. Sonntag: Shcrlock Holmes. Montag: Ter Hund von BaSkerville. Neues Sdiauspielhaus Sonnabend, den 18. Mai 1907: Hopfenraths Erbe«. Morgen: Hopfenraths Erben. _ Ansang 8 Uhr._ Neues Theater. Ansang 8 Uhr. Der Dieb. Morgen und solgcnde Tage. Der Dieb. Kleines Theater. Zum ersten Male: Der Uliverfchämte. Hieraus- Nlnrcell Salzer. Zum Schlug: Di- Hasenpfote. Ansang 8'/, Uhr: Sonnlag u. Montag nachm. 3 Uhr: Ein idealer Gatte. Abends 8 Uhr: Marcell Salzer. Dienstag: Ällarcell Talzcr. ßolleallianosstr. 7/S. Sonnabend, den 18. Mai, 8 Uhr: Diavolo. Abomicuieiits güllig! Sonnlag nachm.: Fidelio. ZlbcudS: Die Fiedermaus. Bellealtiinice-Garten-Eröffuung: Sonntag, den 19. Mai cr. �.u��sxsiG�ksus. Soinnrcrprcise. Abends 8 Uhr: Husarensieber. Drania. ä�isLsnaostsktliestss Tsiontsr. �aolimittaAs 4 lllir: ,4lu Oolf von Neapel. Abends 8 Uhr; Cie Fepergewaltea iler Erile. Heute Sonnabend nachm. 4 Uhr: Militär- Doppel-Konzert. Eintritt 1 Mk., von abends\ i 6 Uhr ab 30 Pf., Kinder unter( 10 Jahren die Hälfte. 1 Äm 1. ii. I Pigstfeiertage: all 6 ir Bioroeiis:! Groles Militär-Fri-Konzert i ausgeführt von 3 Kapellen. Eintritt 50 Pf., Kinder unter 10 Jahren die Hälfte. Die Wagen der Gr. Bcrl._ Straßenbahn verkehren be- K reits ab 5 Uhr früh auf allen 0 zum Garten führe ndenLinien desgl. die Züge der Stadtbahn und Hochbahn. Hell I II er-Tlieater. DireMo» Richard?llexander. Slnfang 8 Uhr. Heden Zie niotite zu verzollen? Schivanl in 3 Sitten V. M. Henncqnin und P. Veber. Zetttral-Theater. Gcsamtgastipiel des Ernst Drucker- TbcaterS. Täglich 8 Uhr: DaS Mädchen ans dem Racht-Caf6, Luisen-Tlieater Skeicheubergerstr. 34. Abends 8 Uhr: Das Mchtll ohne Ehre. Sllle Zlbende: Das Mädchen ohne Ehre. Psiiigstsoimlag nachmittags: Die Waise aus Lvivood.' Pfingstmontag nachmittags: Die Räuber. OWMMMs Gr. Fraiiksiirlerttr. tilg. Heute: Geschlossen. Morgen Sonntag srüh 5'/. Uhr: Konzert nnd Borstellnug. Nachnnttags 4 Uhr im Garren: Spezialitäten und Theatervorstellung. Garteupreise.— SlbcndZ 8 Uhr im Theater: Im Rausch des LcbenZ. Soinmerpreife. NlelropotThesler 8 Uli»-. Grelle Jahresrevae in 7 Pildem von Julius Freund. Musik von Viktor Hollaender. Dirigent Max Hoth. In Szene gesetzt. von Direktor Richard Schultz. 1 Rwtchon überall gestattet. 1 Weiuborgsiocg 19/!Äh ilioiciith. a.or. Heute abend 8 Uhr: Orr llriiiit Ttilftl. ScusalionS-Pantoinime. 5 4unxm!,nns, 12 neue Spezialitäten VZ Im Tunnel: Zhrei.Kouzert. üllo pfjlZkav.Umlk.'lk. M-teteliitügS' Biograph- es», toui» Theater lebender Photographien. Der Untergang des Dampfers„Berlin". 168 Toto, 12 Gerettete. # Don ganzen Tag Vorstellung. ♦ Schlller-Thealer 0.(Wallner-Tbeater). S c» u a b e n d. abends 8 U h r: I?li> k'alllistieinont. Schausp. in 5 Akten von Björnstjerne Björuson. Sonntag, nachm. 3 Uhr: Sonntag, abends 8 Uhr: OA'prieniiv. Montag nachm. 3 Uhr: lenpkvnstrvfed. Montag, abends 8 Uhr: Hin lFain«s«niont. Schliler-Thcater Charlottenburg. Sonnabend, abends 8 Uhr: Zum 1. Make: Iffonnn Tanna. Schauspiel in 3 Auszügen v. Maurice Maeterlinck. Deutsch von Friedrich v. OpPeln-LronifowSki. S o u n i a g, nach m. 3 U b r: Die.lungtran von Orleans. S o u n l u i), adendS 8 Uh r: jlnglenck. Montag nachm. 3 Uhr: liabale»n«t l-iede. Montag, äbendS 8 Uhr: lklnnna Tanna. Landes-Ausstellungs-Park. Keu erbaut: Fcstsälle, Caf<5 nnd IConditorcf, gedeckte Oartcnhailcn, Fontaine Inmlnense. Dejeuners von 2,50 Mark an bis 2 Uhr nachmittags. Diners und Soupers von 4 Mark an. 32/13' Doppelkonzert. Uluminationsabende großen Stils. Castans Panopticum, l65, les, •• •» Keine Illnsion: Das lebende Wunder MIß Gabrielle Ohne Unterkörper geboren! Kein Extra= Entree! Sciiiller-Tiieater N. Friedrich-Wilhalmstädtisches Theater. Abends 8 Uhr: Am gi-üne n Weg. Neues Prosnramm. Brunnen-Theater Badstraste 58. Direkt.: Bernh. Rose. 2(5 Sonntag, den 19. Mai 1907: Täglich: Oartcn-Iionxert. Theater und 8peKln)itiiton. P. Coradlni. Mosclikaly-Truppe. The Rämblec Comp. ufro. Das ScnsatioiiS-Volksstück: Im llitdf dlirch die Welt mit großer Ausstattung und Ballett. Backoseuspekiilant: Bernhard Rose. Ans. Sonntags 4'/,, mochciit. 5 Uhr. 9t/i Ubr. Allabendlich: 9'/, Uhr. Denkbar größter Lacherfolg k Ifai'tN teiu-wa mit seinem glänzenden Schlager: Der lustige Witwer. t. Bild: Das'letzte Mal. 2. Bild: Tic Folge» davon. Vorher 8 Uhr: Spezialitäten und Merians Huiide-Baiicriitheater. ir. Herrnfeld- Ansang ThoofßP Bowerk. 8 Uhr. IllCfllcl 11-2 Uhr| 67 Äommaiidaiitenstraste 57. Täglich: Es lebe das Nachtleben! Folgen einer Separöe-Assäre in 2 Akten von Anton und Douat Herrnseld zM- mit den Autoren-HAä MW- in heur avp trollen."TS® Vorher.: Reu bearbeitet:.' Die Welt gebt unter! Schwank in einem Auszug von Anton u. Douat Herrnseld. Sonnabend, den 18. Mai: EröIInuiiis-Vorstelliiiig des ersten und vornehmsten jVitaskope-Ttieaters Friedrichstr» 10. 5 biS 11 Uhr. NB. Stets das neueste und j 1 interessanteste Programm.[6786' Passage-Theater. I Jodon Abend 8 Uhr: Das Mai-Progran Der größte Erfolg der Saison! Grete Gallus - Mascha Dignam 3 Clarus Brothers 1 l. 14 AttraltztSonen 14. W. Noacks Thealer. Direktion: Rob. Dill. Briuiiieiislr. 16. Gkfftntlilhe Gentralprobt bei freiem Gntree! Ans. 7 Uhr. Kasseeküche ab 3 Uhr. Bei schlechtem Metier: Vorst, im 8aa>. An allen drei Pstngstseiertagen: lirdse Vorstellungen I Ansang 5 Uhr. Kusino-I'kvsrten Lothringerstr. 37. Täglich 8 Uhr. Nur bis 18. Mail Neu einstudiert: fieirat ans Probe. csangSposse in 3. Akten von Buch- binder und Kren, An beiden Feiertagen nachm. 4 Uhr: Traum der Rose. Singvögclchen. Gustav Behrens-Theater. Berlin W., GollzstraBe 9. Bcswentilicrtes Theater. Vollständ. Pro- Austreten der neuengagiorten Spezialitäten, u. a. her Original Greiffenberger, der Mimiker Ad. Greilirte, assistiert von Mist Clarito, der Lumvcmualcr Signor Gartano. Zum Schlug die tolle AusstattmigS-Burlcskc Feusrwelir. Anfatig 8 Uhr, an den Feiert. 61/., Uhr. Sommerpreise. Entree 30 Ps. -Bie-Zieeterrssse.��! Die breite Röderstrage verbindet die llandsberger ällee mit dem Corte bichtenherg.— Fahrverhindungen: Slrallenbahnlinicn 64, SS, SS, 71,81. � Am 1., 2. und 3. Pfingst-Feicrtag: Großes Lützow- Konzert. Um 6 und 10 Uhr: Auftreten der ; besten Türaiseitkiinstler n. Welt SÄ!"! | Längstes und höchstes Turmseil, daS je gelauseu worden ist. ! LvstMAZsiges 8NSLiMAten-7kester! � ca. 40 Kammern. Ö # Riesen-Land' und Wasser-Feuerwerk.®! zwei fir pa|I X<»r. KalteckOclio. X 15 Ruderboote. X# Säten: UI, Dalli 4 Kegelbahnen. X Volksbelustigungen aller Art.® Anfang 3 Uhr. 49652» 9 Giltice 20 Pf, Kinder unter 10 Jahren frei, ältere Kinder 10 Ps. � Fiir Pfiugstausflüge aller Nlitmfteunde gibt es kein schöneres Ziel als loliF's Strand-Heslauranl RicliterHliorii. Zwischen Grünau und Garolinenhof im alten Hochwald und am Langen See gelegen. Alter Wald als Garten, wunderbare Aussicht. Aiigcnehinstcr Aufenthalt. Tanzsaal ulw. Telephon: Amt Grünau Nr. 70.[19262* Schweizergarten Am Königstor. Am Friedrichshain. PfifittsterüFtl-iintlicfititittags- Spialitäten-Welluiig. Neues Programm. Gohr. Darton, Miß Talvani, Timo& Money, Paula Grlgalti, Delsons Duett, The Berkolys, Gragg& Sheffield, Zeitvertreib im EasohauS. Von Pfingsten ab täglich Theater-Vorstellung, l�pcaiialltiltca und Itall. Kasteefüche ist nur an Wochent. geöffn. Aiisang der Frühkonzerte 5 Uhr, nachmittags 4 Uhr._ Mas KU ! Sommer- Theater ß Hasenheide 13/15. 1 Artistische Leitung: Paul Milbitz. � Täglich: Gr. Konzert, Theater f Prater= Theater Kastanien-Allee 7/9. Sonntag, den 19. Mai(1. Feiertag): Eröffnung der Sommersaison. Erstklassige Spezialitäten. Flotte Weiher. AuSstaltungSposse mit Gesang».Tanz. Montag, den 20. Mai: Frühvorstellung. Ansang srüh 5-/, Uhr. Eintriit 30 Ps. Keiclisdallen-Ilisater. !!!>gf ZDSff. «Iii. wochentags 8 Uhr, Sonntags? Uhr. Relchs- hallen- Restaurant. Graftes Militär- Konzert. eiyfiutn, SfÄ" Am 1. m. 2. Nfinsstfkiertllg: FrühKonzert sowie Austreten der beliebten Nsrburger Süager. Großes Kaffeekochen. Anfang 5 Uhr, der Sänger 6 Uhr früh. Entree 20 Ps. Täglich bei freiem Entree: Konzert, Vorsttttnng, Kall. Sanssouci, IZTe. Direktion Wilhelm Reimer. Heute geschloffen. An allen Z Psingstseiertagen Hollmanns Hortid. Sänger und Tanzkrünzchen. F e ft. P r 0 g r a m m enthaltend: Einakter, Eiiscmble- Szenen a la Fantber. Aktuelle Schlager usw. Der Garten ist aeöffnet. Jeden Montag: Sommerfest. Jeden Mittwoch: Die beliebten Kinderfeste. Jeden Donnerstag: Elitc-Tag. 1 Die Kasse cküchc ist täglich von j 2 Uhr ab geöffnet. Drückenstr. 2(n. d.Jannow.-Br.) An allen drei Feiertagen: GroKe Fest-Soiree mit neuem Programm. Alis. 7'/, Uhr. Tagcstaffc 11—2 Uhr. I. Steldl-Reftaiirautu. Garten: <>!»-.- IfcON�VI't. Jeden Sonntag von 11—2 Uhr Frühschoppeu-Konzert. ?rlanon-71ieater. Heute und solgende Tage: Fräulein Josette— nictiie Frau. Ansang 8 Uhr. Barbier- 11. Friseiir-GeiiosseiisiM „Voran" Eingetragene Gcnoffciischaft mit beschränkter Haftpflicht. Bilanz Per 31. Dezember 1996. Aftiba: Inventar nach Abschreibung von 10 Proz...... 2185,55 Kontokorrent-Konte Debitoren 539,92 Kassa-Konto...... 204,10 KautionS-Konto..... 20,— Waren-Konto...... 20,— Summe 2909,87 Passiva: DarlehnS-Konto..... 1799,— AnteU-Konto...... 1080,65 NejcrvesondS-Konto.... 47,88 Gewinn- u. Verlust-Konto. 42,34 Summe 2909,87 Die Mitgliedcrzahl betrug zu An- sang des 6)cschüstsjahres... 23 Im Lause des GejchästSjahreS traten ein........ 2 Mitgliederzahl am Schlüsse des GeschästsjahreS...... 25 Mit dem Schlüsse des GejchäjiS« jahreS schieden aus: durch Tod..... 1 » Auskündigung. 2 , AuSschlust... 3 6 Mitgliederzahl bc! Beginn ic7' neuen GeschästsjahreS... 19 Die Mitglicdergnlhaben haben sich um 157,50 M., die Haftsumme um 150 M. vermindert. Gesamthastsummc 1250 M. 127/12 !> o r Vorstand. Paul Liere. Otto Wermke« Julius Lanllnrr. Neue Welt inailil Seiiolz 1. und 2. Ptingstfeiertag: Gr. M-H M SpeHaili-Torslellig. Aufaug 5 Uhr. Entree SS Pf. Nachmittags 4 Uhr: Gr. Bpl-Gvl m Speziiiii-Meli Entree znn» Konzertgarte» 1V Pf. Entree zum Thcatcrgarte» SS Pf. 49521.' 3. Pfingstfelerlag: Gr. Bpl-IH M Speziieo Wini •2. und 3. Feiertag im Riesensaale: s Großer Ball, s -Brauerei Senoania/t-d Frankfurter Allee 53/55. Oskenom Richard Franke. Am 1. und 2. Pfingst-Peiertag: Großes Jröh-Jlonzert und Vorstellung, ä An allen drei Feiertagen nachmittags von 1l,i Uhr an: I�Honzert und Vorstellung, Am 2. nnd� Mngstfelertag GfoßeP BalB. KMM-' Die Kaffcchüche Ist gcOffnct.'�13 filez' Spezialitäten'Theater. V**»MDM» Ijaiidsbergei* Alice 76—79. Direkt a. d. Ningbahnstation. Bequemste Fahrgelegenheit n. allen Stadtricht. Od GoUiii»: Od liegen: Im herrlichen Garten oder Saal. Ab R. Pfingstfeiertag täglich: Die größte Sensation der Gegenwart: Oharles Höhrs Todesfahrt im Vrehbaren Globus. Einzigster Fahrer der Welt, welcher die endlose Schleife nur 3 Meter Durch- mcsser vertikal fährt. Lomtesse de X. mit ihren 6 Wölfen. Eine der gefährlichfle» wilden Dressuren. In ihrer imvcrgleichlichen Pantomime: Ä ZotkAppeken und die Wölfe.$ Tazn das gröstte und beste Programm Berlins. ltnirocleiicde. Vnlltsdvlnstlgangc-,«»II«? Art, Anfang: Nachm. 3'/. Uhr. Eutrce 3V Pf. Am 1. und s. Pflngstfeiertag:-WW Großes?rüh- Konzert und Vorstellung. X X Anfang falh 4'/, Uhr. X X Aegi.lins I»i«v!. V HvKnlnnn) Zlontng, Son SO. lilnl 1907(S. Pfingstfaisrtag): = Großes Frilh-Konzert~ verbunden mit Theater u. Spezialit iltcnvorstelWing, veranstaltet von den Oesansveroinen„Drurtepherr".„Glück ia'' und„Lorelejr(JI. 0. A.-S.-B.). Anfang 5 Uhr. Entree: Vor verkauf£0 Pf., Kasse 30 Pf. Volksbelustigungen aller Art. Die KnlTeekUcho Ist von 5 Uhr ab geöffnet! 720b Oos Komitee. Qozi&Xdemokrattfchtr&lahU>erdn 244/20t filr den 4. Berliner Relchstagswahlkrefee Sonntag, den 19. Mai(ersten Pfingstteiertag) i K Großes Früh s Konzert» in Beyters Gesellschaflshaus, Joels Viktoria- Garten, Ludwigs Park- Restaurant, Redlich(früher Hohlwein), Jägerheini, alle in Treptow, Köpenioker Landstraße. Montag, den SO. Mal(zweitei» Pflngstfeiertag); Brauerei Friedrichshain, am Priedriohshain, Etysium, Landsberger Allee 40. ■■■• 1■ Mitwirkung der Hai'burgop Sänger. Eriffneng 4 Uhr.— Anfang 6 Uhr.— Billett 23 Pf. Oas Komitee. nrgsr?ygra3�S�Tr.TgTSngZ22SS2ZgSSZZZZXSXXXrSSSSgS«SZrxri MLW [ ♦ibj�,� zu Pfingsten mit Kusih nach Eiegenhals'statt:" Kttderei Zachow, Michtlkllckchdruckk. bfahrieu vormiiiagz S'l, Uh Mn 50 Pf., zurück 50 Pf. 31m 1.»iib am S. Psingftfeiertag Nbsahrieu vormittags 8'/, Uhr, nach 'I, Uhr. Fahrpreis: Hin 50 Pf., zurück 50 Pf. Sfm 3. Feiertag lltbf. vormittags 10 Uhr. Preis: Hin u. zurück 50 Pf mittags»>/, ifahrpr »ittagS WW Kinder die Hälfte. �" 4062i� Retderei Kahnt& Hertzer, StröInufrßriiiJjf. s. Feiertag«ibfahrt 9 Uhr. Hin u. zurück 1 M., Kinder die Hälfte. ilkkdkrei Nobiüng, Jmiitoivjtibriiltik 3. Feiertag Mfahrt vorm. v Uhr. Hin u. zurück 75 Pf., liinder 40 Pf. Um zablreichen Zuspruch bittet Max Mörchel, Restaurant zum Sportshaus. Dampfschiffs-Reederci j~ Robert Tismer-ltlliii tu Schillingsbrücke. Am 1., 2. und 3. Pfingst- Feiertage die beliebten Dampfer-Extrafahrtr« nach KM-stt Dampser-Fahrgoste zahlen kein Tntre«. . Mottersdorfer Schleußt, �"? fö*- , Wggttheim, c°. s Uhr früh und ca. L-Uhr nachm. Hinfahrt 50 Pf., Rückfahrt 50 Pf. . Wenudorfn Schluist K vi:."»äSÄ»" Pom aa. Mai ab.«'TUN.?.'?., Woltersdorfcr Schleuse. W-rusdorfer Schleuse, Müggelheim, Hankels Ablage, Neue Mühle und Kalkberge-Rüdersdorf._ tosoc« SoziimMself IM» iilr In 8. Wim Httlisrtte. osA» Große Früh-Konzerte.««« Schönhauser Vorstadt» Sonntag, 19. Mai(l. PlingsUeierlag), in den Gesamlriumea des Berliner Rrater-Theaters Kastanien-Allee 7—9 unter Mitwirkung erstklassiger Spezialitäten. 4., 5. und 11. Abteilung: Montag, 20. Mai(2. PfingtHeiertag), im Etablissement Ballschmieder, BadttraBe 15, II| ausgeführt von der Kapelle död Musikdirektors Herrn Roland,• 1 1 | dem Berliner Ulk- Trio und dem Gosangvorein„Neu Erwacht". || Im Saale Tanz. Herren, die daran teilnehmen zahlen 50 Pf. Eröffnung i'/z L'hr. Eintritt«5 Pf. 219/6» Anfang 5% Uhr. Das Komitee. i;TTT7r7Tyrrr*�r5reiggggxgTxgxg:grxrsES3«:g:iszxxzzzxs«sa Die Haupt-Sache ist Bedecke Dein Haupt mit einem Hut von Franz Haupt, Hutmacher-Mstr. Könlgsbergerstr. 26127,— Gegründet 1889. Fahrgeld wird vergütet 1 Ueberbringer dieses Inserats 5 0/e. Nur schicke Fassons, — billige Preise.■'— fllkenoark" Wilmersdorf, IpLUl�VlipUi Ii Wilfielnisane II«. Gs*. Frühkonzert. Am 1. nnd S. Pflngstfeiertag; l:.?.".«;-,™.»;? Sroster Sali. 672B Bernhard Daie. ßestaiiraiitz. alten Polster Friedeistr. S5. ftixdorf.; Empfehle mein ilefnl mit Vereins-(» i zimmer sowie schönster Poluphon,«» > mnsik einer geneigten veachlnng.' Spezialität: Potsdamer Stange.� Adolf Klostins, l Lin« wllcheittllib« r-IlzaSl»vg lief«, eiegani, lerNg«:o»«Z j IltSMII-ellkilMhei! 0r!l>v lnr MmK. Anler'igunai nacb Maua.| Xabcuoi« Aus/uhniag. Julius Fabian, Schnei dermelst»», 6r. FfankiLTterstr. 37, u Einoane strauttesatr Platz. 's Pertreirr erhallen zur vtclinmc stabile ltalli- M. m. Gar., rennsr für ff. Ä zgfa Schlfluchc j Pebnlc 70 P]., W@31,75, Decken !i,9Ö, 9,60 r--—-- ____________________„„a.SO, Lenk. 3,90, 3,50 E /laugen 1.50, f.90M.. geig. Rüder 3,50 Rahm. 26 M., 27., Stetten 1,10 M., Sättel 1,60 M., Motorwagen 500 M., neu« Fahrräder von 39 M. an. Kleliara tdauer, Küpiivr- sieg 11 b. Üöin._ 36978* er j|rbeit Br'llcrnfs-Kleirtnr.g Aeltestes Spczial-Qeschäit J jfinhletuiamm Z und Kottbnwerdamui 1)5. Hdolf Stecker. Wer will Geld 46332* 9,00 M. 12,00. 10,50. 12,00. 14,00 sparen, kauft Monatsanziige... v. AbonneinentSanzüge, Pfandlcihanzüge.., Partieanzbge....., Gehrockanzüge..... Slnzüge. Ersah f. Mass. 19,00 PaletotS......... 9,00 Hofen........... 2,00. Zentral-Keller, Berlin SO* Neanderstraße 35. 9 Min. von Eiadib. Jannowitzbrllcke, an der Kopenickerstratze. — Straßenbahn. Vergütung.— Blitz Blitz Blitz Blitz Blitz Blitz Blitz Blitz Blitz Blitz Blitz Blitz N QQ N Z öS N «•« Z N X wm SQ N « B NJ ss 3 N -w »Mt 3 w -M tvtlU v»l CO s X 3 N -tz-o »Mb «Ml ea gm- Serien- Verkauf"SSß zu noch nie dagewesenen Preisen. Bei Bostollungen von außerhalb bitten um Angabe der Brustwoit« und Hosenlänge. 84/15* pr� BLITZ.-w Wegen Ueberfüllung unserer Läger Abteilung Herren-Anzüge graa gemustert, sehr haltbar Stck. ichwsra Cheviot oder gfau kariert, elegant... Stck. blau Cheviot, S reihig oder gemustert, Kavalier... Stck. das allernoueste in gemustertem Buekskin.... Stck. die neueste Fasson in allen Mustern....... Btök. Kammgarn kariert,. la Verarbeitung ..... Stck. Engl. imit. Maß-Ersatz Stck. das Wunder Borlins Maß- Verarbeitung �...., Stek. reine Wolle das allerfeinsto la Stck. Abteilung Hosen Herren-Hose sS>" Ä?" Ä Herren-Hose sestr8ift Prl,aaBnc�n Herren-Hose IXfT. hoU 7-85 M. 8-40 M. Q.rs m. 11.50 M. 13-75 V. 15.00 M. 18.95 M. 21-50 M. 26.75 il. 1.05 M. 2 75 U. 3 50 M. ExtraaPreise bis Pfingsten. Abteilung Herren-Paletots Serie 20 hell«. dunkel kariert,«leg. Stck. 7 so M. Serie 21 da«s. m. Sattel, Sport-Fassen Stck. 8-20 M. Serie 22 prima Buekskin, in all. Färb. Stck. 9 75 M. Serie 23 Cheviot, schrearz n. genaust. Stck. 1 5.25 M. Serie 24 Cboviot, schwarz auf Atlas Stck. 13-75 M. Serie 25 Kammgarn in allen Mustern Stck. 14.00M. Serie 26 Engl. MusterinSport-Fasson Stck. 16.75 M. Serie 27 SSSw" 19.5» u. Serie 28 Wf3?* Ä 24.5» m. Abteilung Knaben-Konsektion Kinder-Anzug dlan und gemustert. Stck. 2 SO M Kinder-Anzug Blnson-Fasson grau. Stck. 3»5 M Kinder-AnZUgroineWoU» alle Fassons Stck. 4.S5 M. Arbeiter-Bekleidung, nur prlmaWare, zu jedem Preis. M1'8# Mi"80 137 Gr. Frankfurterstraße 137 Früher SO AI« Früher SO M LS Gliausseestraßejitztss 29-30 Koiuser Damm 29-30 9 Rosentlialerstraße 9 Ecke Ausuststraße Vor Täuschung wird gewarnt. Mar SchMerg Hauptstraße Coke VorborgstraBc. Mar Nur kein Neid, wer kann, kann. 2 tu» S 2 ?? N 2 m» 5? C9 MM N 2 MM» Pf- N 03 In»* M* P� N 2 N 2 ««• rv- N 2 Ä N 2 tsS« Pt- N 2 N Blitz Blitz Blitz Blitz Blitz Blitz Blitz Blitz Blitz Blitz Blitz Blitz Wo Nach gehen wir am 1. und 2. Pfingst- Feiertag zum K �rük-lion�ert?* . SteinebachsVoiksgarten, Hakenfelde-Spandau, im herrlichen sohaUigen Garten wollen wir unseren Früh- jiafsee einnehmen I Am 2. u. 3. Feiertag, sowie jeden Sonntagnachmittag; Gr. Garfen-Frei-Koiuert u. Ball. Es ladet fteunhlichst ein II. LsmOekWverkelir kfiMtev IM. ... Danlin I Weidendammer Brücke(Fricdrichstr,) .lo OvI kill\ Moaiiier Brücke(Case Gärtner) goo 8» Charlottenburg, Schlohdrücke' 9" Spandau, Charloltenbrucke, S" lO*" 11°° II" 1°° 2» 3* 4«&« e1» 7" nach Ab Potsdam, Langebrücke(lkiscnbahnholel), von 8 vhr ab stündlich nach "Wannsso und Spandau, 6I»nach Berlin, um 10 2 4 7 Uhr nach Ferch, um 10 12 2 3 4 5 6 7 nach Itamngarten- brüch, um 12 3 6 bis Werder, 2 bis 8 Uhr stündlich nach Nedlitz. M Berlin, m Grünau-Schmöckwitz, nachmittags viertelstündlich lioreley. DM" Um 9 Uhr Sonderfahrten nach Woltersdorfer Schleuse, Sso nach Rauchfangswerder, um 10 Uhr nach Schmöckwitz, einfache Fahrten 70 Pfennige. Ab CUpenlch, 10-° 12» 2« S 4 S S 7 8 nach Frledricha- has;en— iÄttgatelsee, Strandrestanrant— Bttbezahl, jugWch Rundrahrten auf dem Möargelsee. Ab Erkner, BahnholShotcl, von S Uhr ab stündlich Verkehr aus der liitcknita bi« Altbnchhorst. Aus dem Scharmtitzelsoe 9" 12» 3» 5M Verkehr nach Pechhütte und zurück, Am 22. Mai 1907 Beginn der„Billigen Sonderfahrten" � Oberspree, jeden Montag. Dienstag, Mittwoch, Donnerstag u, Freitag früh 9 Uhr nach Woltersdorfer Schleuie, 10 nach Rauchlangswerder. Dienstag früh nach Teupltr. Nachmittag» um 2 Uhr 50 Pf,. Fahrten nach Woltersdorf, Rauohfangsworder, Neue MBhle, Zwiebusch, Miiggelsheim « Miersdorf 15 Minuten vom Bahnhos Zeuthen. Telephon: Amt Zeuthen, Nr. 44. Empfehle allen Freunden, Bekannten, Berewen und Gesellschasten mein neu erbautes Restaurant mit Saal, Garten und Kegelbahn, herrlich am Walde gelegen, Sommerwohnungen sowie möblierte gtmmcr zu billigen Preisen. Ernst Eier. Wer während seiner Pflügst- Meise Dresden genannt das sächsische NlZZE besucht, dem sei zur Blviedl' bestens empfohlen; Größtes Bier- wi Speise-Haus Dresdens. Berühmte Küche I Echte viere in Va Ltr.-Gläsern. Großartige Geveihe-Sammlung. Seiler Ken?!! ist oerpllicbtet, mein Angebot zn prülen! 8. Littmann Zentrale für Herren- und Knaben-Moden Ich offeriere: C Feine Sommer-Paletofs...... � Elegante Herren-Anzüge..... N Feine Herren-Anzüge....... a Solide I und 2 reihige Herren-Anzüge. A Elegante Kammgarn-Anzüge.... Hochleine Rock-Anzüge,!• n. 2rcihig. C Hochfeine Einsegnungs-Anzüge,.. Feine Borscben-Anzüge., Elegante Herren-Stolfhosen. f Schöne Knaben-Anzüge für jedes Alter Elegante Radiahr-Anzüge..... in großer Auswahl vorrätig von 18,50 Mk. an. " h7 B1et.es Inserat Wird beim EinUniifvon 1« ftir 50 PfR- ia Zalilung xenoinnien. Bestcllangen nach Mali sowie Rcpnratarcn werden sauber und billig ausgeführt. frinan: GroHer Ilwsalz— Kleiner Mim, Jll »i Zentraie für Herron- und Knaben-Moden nur Ko. 2 öranienstrajle nur Ko. 2. litte s�han auf Firma a. Haasnainmer zu achten! toter IHar ArbeitSnachtveiö: Verwaltungsstelle Berlin. Hanptburea»: os I. Amt S. 1230, Charitestraßa 3. Hos III. Amt 3, 1987. Achtuna! Achtung! Der Psiitgstfeiertaye wegen bleibt das Bureau an folgenden Tagen geschloffen:»«>« Soiimbelld, de» 18. Mlii,««ihiilittiigs, SzWisg, dt« 19. Mi, de« ß«»sts Tag, M««t«S, de« 20. Mai, den sanzen Tag, Aicnstag, den 21. Mai, nachnlütags. Der Arbeitsnachweis ist an diesen Tagen ganz geschlossen. Die Rämne der Erbver�s5vsen- Unterstützung sind am Dienstag, den 21. Mai, anch de» ganzen Tag ge- schloffen._ Die Broschüre:»Streifzüge durch die Theorie und Praxis der Arbeiterbewegung« von P. Kainpflincyer ist in unserem Bureau ju erhalten. Verkausspre!» 1 M., für Verbandsmitglieder 50 Ps. 118/17_ Die Ortsverwaltung. Deutscher Holzarbeiter-Verband. Zahlstelle Berlin. Zur Beachtung. Die Bureaus sind am Sonnabend vor Pfingsten nur bis S Uhr nachmittags geöffnet. Am dritten Feiertage sind die Bureaus geschlossen. Ein« Kontrolle der Arbeitslosen und Streikenden findet am Dienstag nicht statt. Die Stteikendcn und Ausgesperrten, welche am Mittwoch in Arbeit treten, bekommen ihre Streik- unterstühung am dritten Feiertage vormittags von S bis tlhr im Gewerkschaftshause Saal 3 ausgezahlt. Der paritätische Arbeitsnachweis in der Gormann« straste ist am». Feiertage geschloffen. AxtrtuiiK, Vertrauensleute! Die Entgegennahme der Beiträge auf den Zahlstellen erfolgt heute von 7 bis L Üb? abends. ss/i« vis OrtsvefwaltuiiK. Ostbahnpark- !: Theater:: Hermann Imbs Rüdersdorfer- straOe 71.:: Grösttes VergnügungS-Etablissement des Ostens. Sonutax, den ll. PNux�tfelertas: ErStniuag der Kalnon. Riesenprogramm. Durchschlagender Cvfolg, Täglich Spezialitäten-Vorstellung. Kinderbelustigungen aller Art. 1. und 3. Psnigstfetertog: Uroßea FrUhkonzort. Kajseelüche. Borzügl. Speisen u.«Setränke. ««erueauu Irnh». Hochachtungsvoll Dede»» �.nzeise. Am IS. Mal starb nach schwerem Leiden mein lieber Sohn, unser Bruder und Schwager, der Lithograph 49682 Willy Siegerl. Dies zeige» tlcsbetmibt an Die trwlernde Mutter Wwe. Klexer« und Geschwister Die Beerdigung findet am 1. Bfinzstseiertag nachmittags 4 Uhr von der Leichenhalle des Fried- hoses der Markusgcm>>inde In Mlhelnisberg aus statt; Orts Kraukcnkaffe Melhüsi'ün.Optiller und de, wandten Gewerb« zu Uerlin. Montag, den S7. Mal 1907. »boudS präzis« 8 Uhr: Ordeßtöehe Geiieral-tasilöDg sämtlicher Vertreter im„Deutschen Hof", Luckaucrstr. 15. Tages-Ordnung: In g«ti,nnter Wahlversammlung: Für die Vertreter der Arbeit. geber: Wahl von einem Mitgliede und einem Ersatzmanne zun» Ver- stand. Für die Vertreter der Kassen- Mitglieder: Wahl von drei- Mit- gliedern und zwei Ersatzmännern zum vorstand. In gemeinschastlicher Versammlung: y 1. Abnahme der Iahresrechnung sür 1806, Bericht der Nebstoren. Dechargeerteilung. 2. Antrag aus Abälldermig des § IS des Statuts. 3. Bericht und Neuwahl der Be- schwerdekom Mission. 4. Verschiedenes. 274/8 Berlin, den 13. Mai 1907. Wer Vorstand. I. A.: Erh. Seblsnl«»«, Vorsitzender. Beschwerden, zu deren Erledigung dl« Einsicht der Kaffcnaktcn-ersorder- lich ist. sind bis zum 2Z. M-:i schrlst- lich im Kassenlokal einzureichen. AV- Die Generalversammlung wird Pünktlich eröffnet.-ME i Diese Woche verkatifön wi? soweit Vorrat, daher eoltonsto GaUgenheit i für Hörren jeden Standes, zu Preisen wie soloho enorm billig ane feinsten Hassatoffea j erelsrtlgto totster Satann. I aarftaba-osetste, moderne| hocbvoneltaio Horren- Anzüge Paletots! -70 M. ist, jeui sonstiger Massprei« ■' t, JSUI 18— öS M.| ebroohanzftgo, Rosen, Segenmaotel spottbillig. Täglich, Sonntag geölinet, _ Deutsohes Versa» dhans, V �e°r?tr.«z, l l-reppe.- r M Ortsverwaltung Berlin, Amt III 3100. Bureau; Steinstrafte 38. Telephon KontrollstelBen: Osten: Rüdersdorferstr. 26, Böhl. SM-Osten: Wrangel- und Pücklerstraßen-Ecke, Gratzig. Lüden: Wilmsstr. 4, Löwenhagen. LeKSneberg'Westen: Kaiser Friedrichstr. 8, Glagau. LüsrlottendurF: Bismärckftr. 34, Wernicke. Mosdit: Bredowstr. 11, Müller. Wedding. lZesunddrunnen, Wittenau: Wiesenstr. 27. Maatz. Oranienburger Vorstadt: Gartenstr. 48, Karsowsky. Akorden I: Graunstr. 41, Berger. worden I!» Pankow: Wichertstr. 3, Höhnisch. Hord' Osten, Weifionsse: Prenzlauer Allee 43, Harüg. 7riedrieksdsrg. Zummslsburg. Triedrisksfelde: Franlf. Allee 131. Gädicie. Zixdorf: Hermannstr. 63, Göbler. Lentrum: Steinstr. 38, Bureau. Die ausgesperrten Mitglieder der auswärtigen OttSvereine haben sich om Mittwoch, 22. Mai, sofort in ihren siablstellen zur Konirolls zu melden._ Per Vorwtawd._ Verband der baugewerbl. Hiilfsarbeiter Deutschlands. Zweigverein Berlin und Umgegend. " Bezirk. Südwest.>» 1 Aclitnng I Aclitnng! Den Mitgliedern zur Kenntnis, datz die Kontrollstelle für den Bezirk»icfjt im Lokale von Thodlseu fich befindet, sondern verlegt ist nach dem Lokale von JtnnH Hilgert, Urbanstratze 7. Wir ersuchen unser» Mitglieder, hiervon Kenntnis zu nehmen. Alle Kollegen, welche w Berlin arbeiten und ihren Wohnsitz in den außerhalb Berlind liegenden Zweig- verewen haben, haben fich am Mittwochvormittag von 9-12 Uhr im Gewerljchastshause, Engel-User 16,©aal S, zu melden. Sißi Spätere Meldungen können keine Berücksichtigung finden. Das Zentral-Streikkomitee. I. A.: W. Krlbotv. WB. Unseren Mitgliedern zur allgemeinen Kenntnisnahme, daft unser Bnrean am Tom,. abend, den 18. Mai, von 8 Uhr nachmittags ab geschlossen ist. D. O. DWÄiM Motallarhsiter-Vssband Vcriva'.cungSstelle Berlin. �vdcs.Anzeige. De« Kollegen zur Nachricht, daß imjet Mitglied, der Schlosser Max Bieüng gestorben kst. Ehre seinem Nndenken! Die Beerdigung findet am sonnlag, den 19. Mai, nach- mittags 3'/» Uhr, von der Leichenballe des Setlands-Kirchhoses in Plötzensee aus statt. Rege Beteiligung erwartet 119/18 Die Ortsverwaltung. «-MM Beriins und ilmyegend. Den Mitgliedern zur Nach« rlcht, daß unser Mitglled Oskar'seLksn ans Klnb„Edelweiß", Rixdors, am IE. Ma! verstorben ist. Ehre seinem Andenken! _ Di« Beerdigung findet am Sonntag, den 19. Mai, nachmittags 4 Uhe, aus dem neuen Jalobi- Kirchhos statt. 3/2 Der Borstand. ZentraMeitotf der Mihipep. Ztveigveretn Berlin. Sektton der Gips- u. Zementbranche. I�ackruk! Den Kollegen zur Nachricht, datz unser Mitglled Gnstsv Wolter nach kurzem Krankenlager an Lnströbrengeschwulst am 13. Mal veritorbrn ist und an: 17. Mai zur letzten Ruhe gebettet wurde. Ehre seinem Andenkenl 139/17 Ose Sektionsvorstand. Zentral-Verband der Töpfer Deutschlands. Filiale Berlin. Todes- Anzeige. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Kollege Km!! Xlbreckt am IE. Mai verstorben Ist. Ehre setncm D» Bolen I Die Beerdig mm findet heute nachmittag 2% Uhr von der Leichenhalle des Emmaus-Kir Hofes aus statt. Nm rege Beteiligung ersucht 198/9 Der Borstand. Am 15. d. M. oerschied plötzlich an Blmsturz unser Mitglied, der Lithograph 290/9 Otto k�iscker im Atter von 48 Jahren. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Ü Die Beerdigung findet am " ersten Pflngstseierlage, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Thomas-Klrchhoses In Zllxdors aus statt. OIo Filiale Berlin III(Lithogr.) de« Deutschen Senefelderbundes. (Verband der lithogr., Steindr. u. verw. Berufe.) invaiiileii-Orilepstitzuspkasse d.SteiRipuckepu.Litbßpphen. Die Beerdigung deS am 19. Ma! verstorbenen Lithographen Otto pisdier findet am Sonntag, den 19. Mal, nachm. 4 Uhr, von der Leichen- Halle des Thomas-Kirchhoses In Rixdors, Hcrmannftraße, aus statt 712b Das Komitee. Am 15. Mai starb nach acht- jährigem schwerem Leiden mein lieber Sohn, Bruder und Onlel, der Steinmetz, zuletzt Rohrer pau! Lcklack im 83. Lebensjahre an der Proletarierkrankheit. Die Beerdigung slndet am tS. Ma!(1. Pfingstseiertag), nachmittags 3 Uhr, vom Birchow- Krankenhause aus statt. Um stille Teilnahme bitten Bis Hinterbliebenen Fran Witwe Schlack nebst Kindern und Enkel. 699b Danksagung. tür die mir beim Hinscheiden meiner en Frau erwiesene Teilnahme sage ich hiermit allen Freunden und Wer- wandten meinen herzlichsten Dank, pmd Werner, 718b Schwerinstr. 12. Ur. Tckünsmann Spezial-Arzt für 44112» Haut- und Harnleiden, Frauenkrankheiten. Friedrichstr. 203, Ecke Echlltzenstr. 10-», 5-7, Sonnt. 10-12 Uhr. lö. Ziehung S. Kl. 216. Kgl. Preuss. Lotterie. Ziehung rem 17. Mai 1907, Tormiilngt. Kar die Gcivinnc Uber HO Mark sind den beircSenden Ximnnem in Klammeru beigefügt. (Ohne licwähr.)(Nachdruck verboten.) 27 74 101 13 lux») T«[500) 32i[500] 467 300 1011 14 274 405 696 703 2174 438 530 716 68 gilt[3000) 287 80 812 63 401 5 U[8000) 751 803[8000) 59 4071 176 328 335 402 503[1000) 655[3000] 710 24 70 5037 452 35 502 675 714 7t 903 6130 408 874 7096 133[500) 651 SS[3000) 747 8067 94[ 500] 100[500] 538.150) 609 79 829 0298 1O310 440 72 75 570 91 IlOCOI 903 11 142 649 723 12093 121 5.0 6 TL 21 53 961 86 1Ü258 041 796 1 4081 220 [506) 98 409 538 708 301 69 15372[500] 618 38 89 98[ 500) 94 742[1000] 628 35 1 6000 145 332 59[3000) 758[500) 803 97'[500] 17067[1000] 598 99[lOOül 823 911 29 1 8o57 102 8 31 45 320 26 538 1Ö267 471[500] 623 55 741 78 926 [500] 36 2 0071 97 239[SOCOl 311 505[1000] 733 47 891 920 2 1 305 678 781 22> 3 308 420[80001 03[500] 914 23059 253 31?[500) 671 717 963 24333 474 646 48 700 LlfleO] 031 25318 46 81 468 731 54 99 979 26222 86 331 63 49? 529 678 2 7072 190 410 591 851 28215 21[1000] 87 326 463 611 813 1 3-.00] 2 9061 173 2..0 416 513 729 919 97 30169.175 450 613 Ml 15001 3 1022 107 321 56 403 57 32 716 22 521) 75 901 52 32322 40 474 727 59 79 857 3 3 279 371 331 672[500) 871 945[1000] 34216 97 501 37 051 Ml 996 35012 101 57[ 500) 315 400 73 596 627 768 821 927) 10 ü] 3 6211 75 9 t 341 562 898 9:9 37113 460[ 500) 660 987 3 8009 12 333 91 458 73 030 81 301 30(91 511 717 831 42 71 4 0099 167 237 334 40! 60 09 98 561 73 674[1000] 733 875 939 69 41074 571 97 212 167 532 l.«0] 676 95 913[500) 50 42212 1500) 759 814 63 4 3 172[.1000] 272 314 79 96 455 93 527 44113 509 74 663 897 4 5 910 113 267 82 343 13000) 4.9 62 T09.[500] Sil 4 602., 220 342 554 84 933 4 7 071 401 610 llOWI) 95 720 133 4 8030 479 83 950 4 913t 380 536 50111 212 41 71[1002] 459 91 864 961 5 1 029 466 532 66.1 7 33[10(10) 52120 31 273 9.15 5 3 018[KKW] 179 232 85 7' 515 7 4 810 737 55 5 4001 173 256[30001 531 643 860 55111 333 41 492 98 595 837[ 500] 915 28 55 560.14 214 35? 567 773 970[500] 57191 519[500]. 942 46 5 3105 27 9!?[560] 459 660 736 59128 337 5-1 024 KL 73 1 866 995 CO002 9 14.132 206 26 347 411 65 570 72 63 j 83 797 61 113 415 640 722 66 967 62110»55 56 508 7» SK3 64 99» 63143 210 L300J 402 4 2 771 017 6 4009 76 Iii 23 34 85 262[50»] 90 308 99 6 516»[3000) 253 356 438[3000] 56 931 63 6 6 250 579«76 770 917 31 6 7 247 323 690 698 771 6 8007 207 III 455 387[500] 066[3000] 861 91 L 6 9019 491 500 640 812 70174 442[3000] 61 601[3000] 31 710<12 815 71129 41t 15 933 72201 59 521 691[500] 717 OOS 12 73011.19 41 iiOCi.) 66[500] 81 610 791[30001 923 43 49 742.12 61 619 ,-5'j 921 75130 99 493 602 714 13 30 991 73013 07 71 213 60 337 009 4 1 68 905 85 901 77.110 001 11 741 894 7 8014 35 130?7 90 264 99 466 582 833 79361 443 940[500] 951 80131 214 94[509] 3(7( I.IOfl) 490 54.1 033 9:0 81076 683-( 82156 500 51 119 1:00)-28 7 9 8 3059.19.1 Ii) 67.1 81 722 61 83 84110 86 0*7.11 879 8 5072 491 Oll 80 86.139 477 815 96 761 87027 396 621[MKl] 911 8802(1 17 207 23 1.100] Ol 432 7.11 931 61 89166 22/ 311 lOllll) 623 83 9 0 365 82 401 5.73>500] 7.7 958 II 91113 571[ 1000] 818 751 9201.1[5001 31 i 300] 44 102 273 332.102 990 [1000] 9 3 020 112 319.11 471 806[1000] 44 86[1060] 92 94126 21 1 409 15 806.[300] 95136[ 1000[ II 849 1)79 96011 Ol 110 72 250 52 78.1 879[ 500) 975 9 7420 23> 489[ 506] 683 867[ICC] 956 9 81 12 75 9 7 449 563 760 9 9084 345 423 32 53.1[1000) 57 607 9 759 9) 822 922 100193 126 81 333 71 78 461 123 781 lOllll[SOOO] 593 11300] 095 793 831 53 917 102-31 113 50 721.[lOOOl 8-3 IIOOU) 10 3 033 48[.00] 319 51?[50O| 83 8 973[50.011] 7.,. 104116 597[100] 0.70 711 105618 111,13 712 IIODIlj »16 990 10621(1 81 065 981 107171 211 313 528 0,2 1 75 791[1000)-51 81 103129 221[5!X)I 08? l'jl 2 7 93 1 0 9 253 300 21 6! 711 1 50o) 830 991 110093 1 3 4 4 0 4 511 013 86 891 111007 8 7[ 1 00) 136 4SI.10? 621 912 11 85 1 12027 1 45 24 0 38? 495 565 035 862 70 974 9 1 1 13090 111 3(2 5 7 731 86.1 114(128 82 83 1(4 22 8 51 119 IIS 198 lil.i 11,112?«1 83/ 0.8, 758 81? 82 914 1161)53.;M III 501(71 tu,(2 ,1400)»5 705 117 IM 828 83 418 51? 031(83 ÖtJ 11S013 111400) 22 11? 13 554 57 665 796 810 1101 II(!5 88 j 120-'|1|>[lOOOl 311 5/8 CDS 985 07[3000] 121173 »01 301[550] 415 619[ 505] 37 33 713 862 911[lOOOl 47 122110 156 91 91 410 50 553 0.01 62 721 123010 100 98 825 95 311 485[1000] 500 835 124023[,100] 33 12» 438 514 82 631 831 12 5 281 IN») 358[1000] 421 31 CO? 40 65 739 12605? 333 85 409 535 681 870 949 87 127353 408 93 758 128168 365[ 1000] 72 701[500) 18 73 584 731 913 60 12 0 075 88[1000] 198 202 720 80»06 130105 95[lÜOOj 257 84» 5.1, 56 65 84[lOOOl 691 805 1 31113 1500) 78»75 420 556 935 132274 119 510 W 618 705 03 814 915 34 133108 19 62»93 311 773 M2 73 381 13 405 1 713 85 899[ 51.0 933 53 1 3 5919 101 08 71 731 957 13 6 001 11, 20.1 380 069 725 5 9 87 1 3 7202 20 41 53,8 29 70 65? IJj 9.85 138529 151 78 J.IMHl) 290 339 574 721 033[300] 139032 JO« 411.188«90 751 14O017 21? 348 401 5.18 705 38 975 141001 IU»6.1 393 8.18 1 4 2083 115 U 342 339 443«ZI 721 955 1500) 14 3 058 3 5.1 201 74 381 768 817 1 4 4090 1500! 19.1 3,0 91 4,1.1 41 15001 145 070 1,12[ 5001 218 58[5001 781 146,15 39 201 1500) 51?«3? 8.19 76 1 47038 42 454 228 93[1000) 471 514 ric.v)«n 3!=36 903<8 148023.88 190»5? Ol? 895 99 95» t'-npl.".TO KP 12[ 5001 76 881 911 23 13(1063 147 339 59 503 08 011 891 985 1 5 1 029 14t «52 534 80«[1000] 000 23 152083 107 75[1000] 293 320 489 714 973 1 53129 200 803 477 908 1 5 4 063»11 93[500] 329 441 5.17 012 823(3000) 155021 125 89 211[3000] 97 519 87 71 1 15 6 422 311«01 38[1000] 15 7010 105 440 504 91 077 914 29 1500] 34[500] 15 8237 63 77 330 494 750 887 159172 028 160183 220 442[390] 86 359 700 11 10 1 05,8 90 95 705 302 8.1 40 5.10[300] 738 999 1 62 040 553[1000] 718 [500] 30 852 1 6 3 073 740 01 9«[300] 902[S00O] 22 48 164021 74 410 045 798 804[3000] 165129 419 77 0,8 82 [500] 166100 7 485 576 798 SU 918 1 67007 40 358 411 503 698 744[300] 883 903 13 49 168018 131 DJS[500] 301 031.49 762 1.1000] 904 80 1 69176 252[ 3000] 679 770[1000] 822[10 000] 170064 308[3000] 33 527 66.1 715 72 836 1 7 1 225 433 704 20[3000] 31 52 91 806[500] 172 375 411 43 66 625 80 832 979 1 7 3092 103 536 880 935 174113 261 72 321 92 690 95 017 1 75 278 406.140 018 091 17 6021 141 579 85 410[500] 98 733 970 1 7 7072[.1000] 88 1500] 151 61 1500) 377 907[1000] 178110 91 715 887 1 7 9037 80 [500] 98 127 525 27 6.83 753 8.85 907 51 180161 211 59 61 375 439[1000] 684[3000] 609 745 [500]£56 Ol 18 1 015 229 58[500] 351 410 639 90» \ 18 2 055 60 581 726[1000] 085[ 8000] 183108 842 607 17 84 808[500] 920 1 84240 417 4 7 97 580 787 829 095[500] 18 5 025 405 580 638 763 812[500] 186036 51 222 472 [1000] 80 571 029 708 2 7 63 1 87319 79 433 037 54 71 905 188 Mi 280 58» 4.14[500] 783 910 61[500] 189015»85 525[1000] 97 711 854 976[500] 190974 155 216 98 351 432 841 757[500] 96 883 191114 234 384[8000] 464 529 635 59 731 861 945 62 19 2459 882 043 1 93 341 601 623 38 7«»[500] 9.10 194066 173[3000] 212 42 01[500] 90 887 622[1000] 87 757 72 82»[1000] 94 1 9 5007 126 4 0 254 53 448 044 CS 824 909 196173[1000], 466 835 1 9 7 049 152[600] 293 1 9 8047 55 119 48 257 52« 96 610 84[500] 833 60 981 18 9240[500] 640 670[3000 J 2 0 0516 89 76 2 01198 276 79 315 405 856»15 2O2000 177[3000] 399[500] 569 629 9« 783 848 931(1010] 203282 791 99 831 979 2 0 4087 068 874 2 0 5176 223 70 492 75 90 507 33 939 206119 201[520] 641 80 CS? 718 51 9:7 71 207(174 103 277 872 2 0 89' 2 230 48 3(5[-090](? 421 41[lObO] 502 OU 823 2 0 9124 713 81 928 91 SlOOZl 339[500] 8» 112 20 679[500] 794 211020 373[3000] 633 38 914 25 73 97 212340 455[500] 508 831 2 1 3043 53 291 323 403 610 763 82 2 1 4291 445[ 500] 540 000 50 75 978 2152.03 333 91 732 2 1 6153 GS 403 Ol« 15901 725»0 95 SOS 217100 8? 277 403[5(10] 528 66 038 73» 218029[3000] 79[1000] 521 25 005 970 2 1 9308[509] 567 703 877 2 2 0460 684 927 43[1000] 22 1 036 190 221«13 932 2 2 2053 108 229 40 4 9 83[500] 473 543 782 851[500] 22 3167 845 457 527 2 2 4033 62 79 105 73 77 SOS 408 554 87 733 950 2 2 5090[3000] 165 342[ 500] 49 431 850 63 932 2 2 6 010 243 448[5CD] 553[1000] 22 7 247 413«38 714 991 2 2 8182 622 002 04 703 837 2 2 9031 200 842 462[1000] 81 [1000] 780 911 230197 9 2 79[2909] 840 71 88 92 Sil 79 231177 [1009] 83 93 1 47 581 030 825 2 3 2060 83 237 790 803 11 233191 817 234)00 233 331 451£21 931 2 3 5 023 3_'s 82 551[500] 53 7)2 39 70 833 2 3 6 202 24 395 475 503 019 98 237118 212 70 430 40 41 751 93 850 943 70 82 238111 2.13 324 423 721 1.C3 950 2 3 90)3 118 702 2 40 930[500] 103 370 506[5000] 721 24 1 010 l'OOl J17 19 25 65 292 380 00 482 001 63 743 921 242103 213 40[500] 55 30? 40 CO 033 S59 83 3 13 10. 257 317 411 56 64 501 11 IlCOD) 700 05[30D0] 901[5.0! 2440« •197.553 101 31 240063[JC-O] 101[5. 0] 87 59 331 3t)[.00] 402[3)00] 019 713 9.10[509] 246100,13 J500] 19 314 72 352 2 47110 317 540£00 C39 248057 133 52» 011 937 249117 72 390|5ÜDJ 1 079 601 11099] 250067 320 0? 501 39 631 49?31 89 2 3 1 400 527 15•252089 MS[SOOO] 288 3)5 513 732 05 2 5 3132 2)4 313 Ctf 550 021 710 30£23 2340)4[lOIOl 1:3 i KD"] VI Ol£0 32 1[ 1000] 008 51 885 973 253186 13201) 795[-09] 871 228 236924 l'OCO] 11 512 798 257030 l5.'») 85 105 42 238 47 391 411 558 77 561 253125 331 555 630 45 [520] 514 Ueno]- CO[:oo) 71 94 9)15 2 5 9400[100(1] 900 64 260177 0.-1 59 261053 127 73 258 339 491 781 8-2 52 2 6 2(52 259 ZJ1[529] 7(,7['WOO] 263328 49« 62» [500]£18 918 264201 425 541 709 07 858 73 26501« 137 391 077£09 953 2 6 8017 197 4>7 712 85. 107 2 6 70( 8 259[1009] 187 98[529] 027 42 813[520] 09 73 927 2 6 8598 775 2611.82 586 51?-25 43 270047 Sil 35 782 804 901 27 1 217 530 004[500] 40(1C0CJ 779£09 l".C3) 295 2 7 22=1 31?[S-KK.]»99(WO 801 011 273013[530] 282 433 00 503 99 2?4l»5 810 1500) 80 9» 275130 50 ÜOO] 310 415 529£?[500] 818 095 -270588 205 tco kl) 147!,1 277033[8.011 2 S 3(8 657 803 27809; 129 CO 20? 512 773 92 819 2 7 0 091[ 10, Xl] 311 080 705 Sil 280041 283 859 418 2 8 1 022 313 450 73 0=9 81» 2820S2 03 JCJ 19[10C01 C4 73 555 8=9 013 280184 818 31 420 47 678 752 72 9=9 CPidlj!))« 7,84 SO«[-10 090] 928 285017 20.5 36[ 509] 378 400!)! L86IS1»52 819'SO 192 771 827 95[1600] 015 30 28'« 035 13C03] 300 61 6)2 18 877 73 Jm Gewinnrnde verblieben: 1 Prltale A 800 000, 1 Gewinn ä 500 600. 1.9»NO OOO, 1 A 75 009, 2 4 CO 000, 1 A 50 600, 1 A 49 600. 6 A SO 000, 16 A 15 000, 58 A 10 000, 92 A 5000, 1394 A 3000, 3076 A 1000, 3379 A 500. 10. Ziehung 5. KI. 216. Kfül. Preuss. Lotterie. Ziehung vem 17. Jini 1907, pnelnnillagr, ljur die Gewinne über 240 Jlrwk sind den betreffenden Nummern in Klammern beigelügt. (Ohne Gewähr.)(Naendruck verboten.) 105 292 391 1(93 684 2010 11 IG 73 159 271 391 404 14 749 9.56 76[1000] 30?3 273 471 IlOOd] 519[3000] 753 813 901 8 4033 73 1 37[UOO] 304 485 582[1000] 99 781 5030 187 202 589 90 715 6283 407 78 500 683 724 53 503 99 7015[ 500] 70 151 515 632 950 8022 718 52[3000] 9019 491 99«11 75[1000] 300 10070 120 47 377 439«0[3000] 012 799 801 78 902 9 81 1124« 374 675[500] 79[ItKHl] 717 03 95 918 20 12012 14 62[500] 172 533 711 83.5 9'S 13012 1.1000] 31 96 383 431 521[1000] 619 730 86 i 14211 309 1 5;'7)t ,105 4.55 92 608 97 60.) 19 704 99 933 1622t 603 37 374 17033 40[ 500] 172 421 625 32 18071 10.1 379 419 24 31 821 928 19001 91 172[300] 238 61[1(00] 352 610 706 93 20239 320 410 703 821 914 15 2 1 028 141 635 702 919 85 63 2 2047 00 133 276[3000] 81 324 83 488 725 2 3083 149 658 83 666 726 31 913 15 21 2 4257 301 44 552 81 636 82 818[3000) 25073 143[3000] 06 221 322 430 71.4 921 37 2 6031 430 021 44 75 738 825 68 926 2 7031 I50O1 128 300 CS 624 758 874[600] 2 8003 193 202 13 448 04 875 2 So 14 119 <71 99 771 30148 53 276 33»[1000] 72 429 Sil 730 8» 3 1 027 426 3 283 1 610 829 49 94 3 3.101 372 636 718 862 936 52 3 43.13 78 446 557 614 779[5001 3 5027 20; 11000) 318 42 831[SOOO) 41 715 865[500] 36191 431 623 3 7563 90 717 3 8016 24 825 500 55 93 833 3 9172 515[500] 311 93 4O074»71 411 13[500] 527 68 631 40 4 1078 187 235 392 759 81 97 89t 99 902[3( 01 42059 11] 332 430 956 [1000] 43 211 305 93 469 509 695 803 52 83 4 4175 338 42» 7,1[1000] 879 4 5027 140 203)30nOJ 411 537 628 081 4 601» [500 j 262 395 456 Ii 000] 889 9(17 50 4 7001.119 565 69 800 48011«4 279 892 709 65 49101 59 87 215 4.17 637 Sil 50153 297 311 451 834 63 913 51017 199[1000] 313 403 55« 061 83 768 78 98 860 63 72 SO 993 5 2124 200 9 66 88 89 328 45 411 81 91 519 752 83 851[lO'O] 900 22[500] 5 3022 104 223 71 812 36 4.11 527 54112 33 73 525 3 7 651 823 946 88 5 5003 163 7» 301 73 505 679 924 41 53[1000] 56140 329 626[500] 5 7 091 119 76 841 48 5 8151 75 326 429 573[500] 81 92 639 80 703 9 71 900 13[3000] 2Z[3000] 59318 597 605 99 CO057 193 459 677 72» 803 962 6 1 084 229 300 453 97 6 2 078 121 36 208 333 571 831 936 6 3 200 22 89 96»54 439 693 799 987[500] 64116 25 211 56 222 4 7 401 700 7 7 858 [500] 6 5093.197 501 18 60 91[5000] 725 919 Ol[3000] 901 45 6 0009 133 41 258 3 01 623 747 882 81 905 SO 67l2S [1000] 273[30001 349 424 517 co 855 89 74 1 62 91 608 68030 410 12 570 600 793 6 01 10 205 93 l?» 561 70381 7 1 657 217 490 602 7 2034 20? 327 428 35 567 673 973 73049 122 252 423 507[500] 670 712 878 7 4007 •96 411 505 790 7 5150 232[500] 370 766 871 76005 110 23[500] 209 89 326 60 55 t 55 80 039 751 872 983 7 7195 379 199 957 7 8133 529 35[lOCC] 71 73 799 7V0Z5 41 121 [3000] 35[500] 549[lUCO] 611 71 773 653 70 80192 593 767 8 1 005 135 60 251[1000] 650 UOOO] 627 823[500] 27 912[1000] 8 20.11 192 266 130 017 57(500] 798 95« 83056 93[500] 119 ,'590] 201 430[1900] 501(10001 75 1 84027 29« 0(40.1![30001 780 85275 327 82 677[lOOfl] 711 862.15 13[lOCC]«1 4 1 51 1 1500) 605 41 899 3b! 86 87021 110 H 231['.00) 34.1 511 723 912[30001 9.13 8 S011 154 87 316[10 ONO] 501(-5>»35 80053 631 31 3 9 57 731 853 0049« 212 57 60 92['00) 415 17 727 43 91008[300] 276[30(101 787 323 84 DZ"?? 471 43.1 79 93 533 609 791 895 9 3 35 1 533 Ol 614 819 9 4008 93 15001 16.1 212 835 9 552» 13000] 43 663 797 813 96771 041 741 97473 578 715 56 98012 101»93 415 91[50b] 509 822 39 59 9 9 0=8 282 584 6(2 771 1OO023 39 64 543 907 1O105 4 337 7»5£90 102118 4» 03'21 442 07 81 593 971 dtl)j!>4( 425«50 779!1»»»I BIS 104119[500] 21 403 703[ 303] 10 5 770 620 95 106215 92 407 Hßö[500] 020 43 1 07159 282 633[500] 872 927 70*108302 453 1 0 9074[1000] 230[500] 631 607 91 730� 42 110013 35 32 301 71 613 111003 80[500] 117 95 206[500) 303 7») 112029 28 1 373!»l 535 731 865 75 118(11 73 200 137 519 91 772 054 978[500] 114039 199 .105 431 781 905 53 11532 1 511 663 73 79= 110.149 402 543[500] 933[1000] 07 117000 207 15[530] 386 429 115=00= 14 193 MI=! III 5=7 661 82» 90?[3030] 2? 51 [1022] 119263 85 815 413 0.1 Z 872 924 120000 850 836 56 033 9» 12 1 307 420 52 549 689 784 048 89 II 122126 47[500] 58£63 434 54 75 iSOOOi 6'6 23=65 1 23=1 isco] 5'1 603 75 31 711 337 930 124208 248 219 4=3 525 57 601 73 83« 601 78 1 25123 533 009 910 35 1 2(5091 952 1 27170 222 7« 12 8 077 87[500] 183 602 820 1 20022 148 77 616 633 710 OU[1000] 13 0211 350 89 493 609 5» 82 749 91» 13107« 169 [1000] 285 443 617 937 1 3 2249[600] 324 73 151 968 IfOUO] 133129 251 253 455 S79 999 134009 114 219»73 79 [3CC0J 411 67£01[509] 12 4 2 43 1 3 5092 211 549 67 74 1362S3 3*70 7 9 501 40 01 93 029 707 934 1 3 7096 237 SCI 43 53 413 81 0C2 138298 432 029 893 1 39157 694 699 823 91 90! 8[50») 49 CO 14O00I 25 137 74 75 280 312 621 743 45 141110 58 302 008 797 883 1 42111 334[1000] 82 573 741 848 143057 96[500] 056[3000] 144014 175 899 522 67 783 14 5005 91 93 249 79 413 558 038 741 94.1 143001[500] 13 317 32 88 471 842 991 147106 559 713 SKI 91 148231 311 721 177 1 490=9 248 77[1000] 393 632 30 744 37[ 300] 866[500] 150182 234 84 729[3000] 23 935 1 5 1 429 57 68 749 [500] 76 913 07 79 1 5 2040 253 5 5 438 582 641 79[500] 81 93 920 153033 15S 311 03 835 975 1 54X34 99 647 949 64 1 5 5520 34 890 1 56275 554 83 617 723 830 1 57343 978 1 5 803« 261 396 454 522 644 90 700 20 900 31 62 159110 520 27[500] 69 039[500] 16O060 T5 137 247 52 79 582 739 57 932 161108 [3()00] 372 675 731 49 1 6 2 422 56 359 1 6 3 021 204 77 319 483 500 630 717[ 3000] 164037 136 74 227 390 422 88 523 4 7 736 1 65131 212 309 61 442 95 523 681 715 IbtiObO •56 311 12[500] 577 86.1 942 81 16 7 091 453 539 785 168(157 230 587 005 865 1 63 214[1000] 392 530 34 72 86 750 834 933 87[1000) 170035 Ol 385 421[500] 34 597 609[500] 860 958 171187 204 531[1000] 661 712 53 1(24 118[KKW] 172.173 413 614 00 13000] 828 74 913 45 1 73145 85»04 377 623 64 717 1 7 4013 57 93 352 507 SC 990 1 75.147 679 724 64 176140 405 936 4.1 99 1 7 7091 224 451 05 80 718 1 7 8088 [1000] 275 88[500] 372 48 1 605[500] 28 81 727 73 802 179095 224 96 468 504[500] 69 76 622 42[1000] 07 753 923 18O230 407 519 938 1 81194»73[3000] 383 459 96 601 787 902[1000] 94[3000] 182065 254[ 500] 78 355 438 761 96 183013 401 23«00 99 735 893 1 84»2« 367 502 66 958 1 3 5468 1500] 94 530 42 6.17 SIT 912 186105 82 99 541 60 441[3000] 544«41 Ol 717 22 41 902 1 8 7003 207 440 99 669 88 708 942 61 188059 III 361 410 48 503 780 80 913 1 89242 TS 89 577 702 317 65 955 19O003«7 157 4SI 517 65 71[300] Ol 191170 392 657[lOUOJ 871[3000] 04 902 11)2043 291 332 427 639 685 89 77« 865 35 91 910 103 Hl- 14 211 307 73 030 707 4 0 341 932 1 94102 2S7 42.1 105033 225 39 899 915 19 6042 131 294 391 440 1 97133 210 635[500] 645 [1U00! 713 892 1 9805«[3000] 230 329[ 3000] 451[XOOOJ 577 802 80[600] 199 014 02 230 376 644 711 12 49 814 21 930 20 0213 94 419 573 632 913 48 2O1003 192 293 875 78[600] 805 2O2073 313 438 53 58» 665[SOOO] 71(0 97 817 53 92 2 0 3050 271 361 421 60 548 829 9-3 204(04 307 63 449[500) 539 97 631 9« 713 17 010 2 0 503« 7? 329 703 60 67 208059[500] 115 331 33 785 Sil 2U7l,S 83 332 433 82 89 370 813 990 2O8011 67 260 7 2 405 801 919 209120 203 61 93£30 993 2 1 0129 39 246 322 570 71 605 767 TT[£00] 8SS«51 211095 210 335 466[10 000] 502«10 T26 212015 155 95 607 980 2 1 3225 326 83 84 442 72 813[500) 3 214039 143[50C] 84 201 335 89 648 TOS 65 83D 215«» 734 2 1 6097 153 609 59[500] 676 786 854 2 1 7095 241 2 1 8172 259 683 775 82 830 925 2 1 9068 15« 673£27 32 220(113 88 222 601 61 221414 573 672 222758 =32 977 22319» 233 541 83 780 049 2 24091[190)) 37« 604 20 97 713 015 51 71 22 5059 170 374 695[1000) 75= [500] 00 220323[300] 257 61 619 19 02 09 611 2 2 7 0 75 86 269 364 055 757 880 911 37 52 2 2 8113 03 85 223 Ol 22 9 017 234 51 331 551 732 63 022 80 23 0007 43 138 303 446 668 033[509] 231033 89 [500] 155 272 663 2 3 2179£91[1000] 813 233197 2-8 [500] 449 697 757 83 033 234270 381 420 1» 070 93 914 9 94 2 3 5074 193 438 657 724 827 41 73 997 2 3 6103 217 4 1 315 19 033 830 95= 23 7232 384 39 5014)1.53, 90 9» 750 9.18 238102 EIS 81 610 717 63 76 SSO 57 M [1000] 239388(1000] 467 639 723 807 9'.2 2 4 0019 44 69 330 674[2000] 760 2 4 1 387 550«18 99 739»49 981 242148 54 292 SSO 527[500] 37 600 903 243313[500] 401«35 701 804 Ol 244732 919 88 245257 410 572 782 246150 543 247070 1=6[10001 219 4 55 509 tlOOO] 687 813 2 4 8010 09 554 504 669 75 869 2491C0 85 93£01 432 2501?.'[2009] 207 420 911 89 2 5 1 281 98 472[3000] 649 691 779 2 5 22=2 885 404 690 827 91 2 5 3213[SOCOJ 43 Ol 91 312 528[1000] 673 745 851 2 5 4042[500] 44 324 50 452 571 SCO 711£23 1500] 61 255)01 189 213 315 81 549 872 ilOOO] 923 82 250157 201 383 40 7 85 0.1 519 92 645 986 2 5 7330 43 80 542 08 2 5 8212 95 612 83 794 [1000]=41 63 2 5 90=3 449 PS 079[500] 721 23 59[ 3000] 2e0';i: 2.00] 69 70 215 23 064 71 895 2 6 1 322 457 82 UOOO] 85 575 2 62173 503 631 833 2 6 3 004 81 334 544 40 83 742 95 841 955 2(3 4044 139 73 250 324 404 15 603 783 853 902 2 6 5091 ISO 401 503 72» 88» 47 901 78 26 6021 312 419 43 533 91 014 84 775 2 6 7 006 201 327 75 407 27 73 757 961 2 6 8074 35» 459 857 941 2S914« 751 823 70 270114 37 244 421 57 83 552 51[1000] 695 27125, 6,5[ 3000] 726 53 887»72 272,27 808 517 603 80[1000] 32[30001 738 849»98 2 7 3035 ,19 68 6,9 819 ,5 82 91 274202»I 347 752 8=9 051 275113[1000] 40 tlOOO] 820 870[590] 90» 78 2 7 6088 72« 99 735 871 913 277=73 27 8170 383 613 702 807 2 79102 340 58 418 544[600] 803 33 28O002 187 255 424[500] 579 681 28 1040 50 IM 664 677 804 5 906 2 8 2(04 270 831 95 474 609 2 8 3122 492[3000] 793 928 50 2 8 4008 25 111 259 038 773 929 285096 306[500] 561 724[500] 43 833 92 020 2 8 6171 283 65» 073 2 87033 137 98 ,52[1000] 680 83• MW"fi-f- XclibfdieiiiitSnvbcnfelitrvnftnbvtf. Riehcrlnffr'ürnht ftrnitflin ipi'tivn(te 9, imiiene fein Loden. Mnuei'tioff.+1 SlCbiibrrfcn bitlinil ffoblif(ÄroB« Frniifiiu in ninnr 9. bmttrr«.+1 tti nrMliriibm.« 13(10,1'.viniifimict« (tvnjjt 9.{imitrrt. Stein Laden. SKattcvtioff. 1 i Trbvidir!(jcbici bnjiti im allen (üiofi'rit(in- die Hnisie df-3 HJcrlcS tm SrM'lriiluflci vuniii. Hackeicher S'lurfMl,(Pnlilibü) Börse. 255/2' udhrriidür, Teiizahlimgen. In. validenktrajj« SV, Skaiitzecürnsje 40.' Gint bitten, Porlieren. Tnlchen tiljrcn. Woiidiihien, Lchmnckincheii spottbillig. Pjandleihhaus. ftüftvinev. plav 7. 2345.« Änziigo. Betten, Bettwäsche, Leib wasche, Decken, spottbillig Psandlcih Haus Küstrinerplasz 7. 24475t XOOO Hruensahrrüder, Samen« sahrräder, bochflcgimtc Lnxnsmodelle 4S,00, 5.5,00,»50,00, Dopoesglocken- lafter," Torpedosreilaus 10,00 Ausschlag, Lufiichläuche 1,75, Lavfd ecken 2,50, lqttainpcn 1 ,7S, Pedal, 0,90] kviillpunipen 0,S5,(SÜIIel 1,50. Merkan, 3iiltci|tv(iije04._ 2462K' Herrenfahrrad. hochmoderne Prmhlmaschjiie.' iinifländehitlber drin- geiis jedeir Preis, Wasseriorstrape 44, I rechts.'',, 24i'.3ft* Hrrirciifalirrad, wie ittcu, 4Ä,0o.-• _ Daniel! sabrrad, Holz, ölumeti« 2457SI* Bilder. Tpsegel ohne Anzahlung, Uhren/ Skeppdeeken, Tischdecken, Por- (irren, Gardinen, Teppiche, Polster- niavon,®(i9troncn,.v>cnen=JtimjcItion, Teilzahlung von 0,50 pro Woche an, [i eiert Weder, Prenzlatieritraxe 49.* Anierikaver Flach- und Roll- pulte,- Nplomatenpulie, Schreibtische, Kopiertische, Aktcnlpilidc, Aklenrpgale, Aitcnsläiidcr,. Zill)[tische, Konsi krionS tische, Gcldichräntc, Kassen, Kopier- ptessen, Eiseiiichaittäslen spotioillig (Koriiianiistraiic i(No ienthaiersi i a jze). ' Lxranttvorchcher.Nedaktkur BronzegaSkronen!! Vaszug- lampenl 9,00, Gaslpren! I'/„. Salon- gnstronen! 15]00. ZweilochäaSkocher! 3,00. Gas bü grlap p arat I, Schneider- eisen! Gcfplätleisen, spottbillig! Wnlilmicv. WaNneribeaieriliiijie 32. Hochelegante Herrenanzüge und Paletots aus seinsteiiMasistvsseii 25— 40 Mark. Berta»! Sonnabend iiiidSonn- tag. Versandhaus Germatna, Vinter den'Linden 2t. HcineFilinlen. 2363K Vorjährige Herrenanzüge, Pale tots,.üosen, neu nach Mich bestellt, nicht abgeholt, verkanje Halste Koslei:. preis. Prciiziimerstrajze 23 II,'Alex. andcrplah. Kiiiderwagöit. Kmdcrbettstellen, Sportwagen, gebrauchte, ziirückgcschic spottbillig. Soltimer, Wieiierstrasi« 51, K inberinageii, Kiiiderbeittirlleii Sportwagen, gichniiichlc, znrückgeievte spottbillig Schneider, Kursürsleii- striche 172. 22i7ftl Teppiche, zurückgesetzte vorjährige Muslev, spottbillig. Pinschdecken 5,75. Speziaihaus DreSdeiicrstrcche 8(Kdtt- buscrtoy.■ 2445.« Toutinerpaletois.Monaisanzügc. wenig getragene, von 5 Marl an, grotze Auswahl für' jede Figur, auch neue elegante Garderobe aus erster BezugSguelle 20 Prozent billiger wie im Laden, direkt vom Schneider- »itisicr Paul Fiirfteiizeli, mir Rolcn. tbalerslragc 10. Fernsprecher Amt III 260/2» _ Hochtioelielime' Hcircimimme, sommerpaieiois. zurückgesetzte, ans fcimtcw Ächtziiosseii, ia_as,m,.pct'. kaust täglich, S oiiiilag», Deulsches VerliUbhlUUch. yniciiiiiiiic 63. i: Steppdecken spottbillig, Fabrik Eriche Franksurierstrstste 60. 216751" Wegen saisonschlu» unsercl' Fabrik- lagcr ,emfta, elegantester Herrenanzüge und Paleioic zu zurück- gesetzien Fabrikpreiseiff vcrkauslich Anzüge 24—37, Paletots 18-32 Mark Verkauf nur 12—2, Sonnabend 5 Uhr Neue Ftiodrichjlratze 37 III, Nähe Markthalle.. 260/4" Qniadratrutc 18 Mark an. Zehn. pfeniiigtour, Linie Bclirensirage— Mariendorf, Endslatwii Lichtcnrader Ghuüffee, Verkäufer bnieibft, 3ie. flaunnit Erdmann, Mariendors, Chaufseestrane 41a._ 224/8» Piandleihhaua I Hennannplatz sechs. Extrabilliger Bettenuerkaus, Psänderverlauj, Jacketlanzüge, Geh. rockanzüge, SomnierpalclotS, Uhren verlain, Goldsachen, AuSsteucrwäschc, Gaidiiieiwerkaus. chltO'' ÄUoiiaisiinziigr und Sommer palelolS von 5,00, Heien»on 1,50, Echrockaiiziigc von 12.00, Fracks von 2,50, sowie für korpnlciUc Figuren. Nriic Garderobe zu staunend billigen Brciseii, aus Psandleibeii versalleue Sachen kaust man am billigsten bei Aich. Mulackitrapc 14.' 6816" Anzüge, elegante 15,00—18,00, Uhren billigst, Gnbenersttiagc 3, Psandlcihc.__ j-gg» Achtung k Billig verlaust Herren- anzügc, Kuabeuanzüge. Grögte Auswahl. Wilhelm Zange, Restcr. Turmsiräjze 84. Ziueiics Handlung,-ouviiWage oa. uiveites Geschäft Mt< Moabit 82. Drittes Gcschäst FlenSburgerstraße(Stadt- bahnbogen).___ �7S» Halbrenner, wie neu, Spott- preis Wttwe Stccklcr, Usedom- strasje 13. 5g5b» shahrräder, gcbrauchie und neues billig. Produktiv- und Einkaufs- genossenjchast, Ldcrbcrgerstrajze 30. Laden.__' 127/7* Pianino. 100,—(hohes), Garantie- fchein, Turmstratze 8 I. 38/11» Klliderwageu 12,00, Sportwagen 5,00. Kießling, 6)nci(cuauitiai;c 15 Sotninerpalelvts. MoiiatZaiizügc von 6 Mark an. Auch neue elegante Herrengarderobe kaust inan den dritten Teil billiger als im Laden bdim Schneidermeister Fürstenzelt, nur Siraichbergerstraye 46. parterre. Pfündcrvcrknns. Taichenubren, Schmucksachen. Wanduhren, Gardinen- verkauf, Teppichverkaus. Belleiinerlaiis, Steppdecken, Opeimgläser, Aussteuer- wasche) staunenerregend, Psandieih. Hans V eidenweg�IsO._ 37/6 Sotninrrpalrtots, Lackciianzüge, Gebrockaiizüge. Zticseiinnswahl. Spott- preise. PsaNdleibbanS, Weidenweg 19. Kaubc, viel Siiäucher und Blumen, gut bepslaiizt. preiswert, ZUxdors. Kaiser Knedrnlistrage 202, Rau._ f-i>6 Gxtra> RäumungSverkaus meines Reservelagers. Steppdecken nur so lange Vorritt, Stück 3,25, 3,85, 4,65, 5,25 usw.______ 248351» Plüschdecken mit kleinen Webe« jctilciu jetzt sür die Hälste des Preises. Tuchdcckcn jetzl l.05, i,95, 2,35 usw. Angeschmulite Gardincii und Sto reS mit extra 15 Prozent Rabatt. E. Weihenbergs Tcppichhaus, Groge Frankfurterstraste 125. L85K» Extra- Räiimungsverkauf. Plüsch- und Tiichporticren zu Spottpreücn mit 10 Prozent Rabatt. 2486K» Schwere Plüschtepvichc jetzt mit 10 Prozent Extrarabatt. 2487K» Schwere Schlafdecken, Wert das Doppelte, jetzt 3.85. 5,25, 6,75 usw. E. Weistcnbcrgs TeppichhauS, Grobe Fra n li inckerstiai/e 125. 248SK» Plüschsofa 15,00, Säulciitriimeau 33,00, sehr preiswert, rote Salon- garnitur. neu, 110, Prinzcustragc 62 I. Herrenhütc, weich und sieif. m groger Auswahl, ganz besonders preis- wert zu den Feiertagen. Strohhüte in groger Auswahl zu staunend billigen Engrospreisen mir bei K. Schneide- mühl, Holzmarttstragc 340, Ecke An- dreasstraye, früher Barnimslrage 4/5. Herrenfahrrad, stabil, 45, Mar« quardt, Krcuzbergstrage 31. Quer. gebaude II. 714b* Eggersdorf bei Strausberg. Perle der Mark, mitteit in königlicher Forst. fünf Minuten vom Bahnhos.:oo Hochwald-. Ackerparzellei! billigst, kutan,: Ohne«onkurrenz. Täglich am StrauSbcrger Bahnhost auch sie Feiertage, nur Joers, Schönhauser Illce�lÄi� 224/10 Fahrrad, billig, Dronthcimer. siratze 40. vorn II geradezu(Gesnild- bruiinen). 798» Halbrenner, clegnui, 40,00, Pank- sttastc 25 e, parterre rechts. 498» hochelegant, jeden Strobbiite. Filzhüte, neueste For- men, billigste Preise. Palm, Hut- rnacher. Oirünaueistrabc 6,-ftt Herrenfahrrad vertäust spolt. billig. 7>Itxdors,Boddinstraxe 9, Barbier. geschasi. xllö Herren» und Burschen- Anzüge kauft man um 25 Prozent billiger wie im Laden direkt in der Fabrik, Kaiierstrage 47/48, 1 Treppe, Ecke Große Franlsurtcrstraße. 715b» Laut Beschlui! der am Dienstag, den 14. Mai 1907 stattgehabten Ber- sammlnng ist über die F'irmn<4r>«,nx- Gretsswaloer- graste l0«i. die Sperre verhängt worden. LU'itt Lriicrgcrüstbauer darf biS aiti weiteres daselbst in Arbeit treten. 71 18* ___________ W...... IL,- u____ WW_ jji-..................-_,-._ mm l>i«i ScJUtlonnleltiing. HanS.�fber, Berlin. Für dqs' JnjerÄenteil veraitw.: Th. Glocke. Berliiü�ZiruckuTÄerlag: Vocwärtt�ivuchdruckerei u. LerlagSanfglt Z? Sc., Berlin SW.' Vrennaborrab Preis, verkaust Exerzierstratje 25 III rechts.____ t9B» Herrenfahrrad, nmstüiidelialber jeden Preis, Schönhauser Allee 9, Suergebäude II._ 266/5 Halbrenner, tadellos Stanke, Hiinitenstra»!' 25,00, 7)76 Verschiedenes. Knnfistopfcret von Frau KokoSkh, Ebarlötienburg. Goetbenrajze 84. I.» Paioiitauwali Wessel.(Lilschiiier. strgsie 94(4. 927b' Rixdorf. Landsmann Prinz Haudjerhstrajie, strage. Durftslillslalion.»Zum (Eduard Richnoiv). jetzt icke Lejsing«. Eck f-llö» Vermietungen. "hVoItnunzen. Billige Wohiiungcn von 19 Mark monatlich an iosort zu permieten. Oudenarderstrage 39/40.'f34* Spitzen putzen und färben.' Wer' erteilt mir Unterricht gegen gutes Honorar? Autworiei? zu richten an Kiilniär, Kurstratze 34—36 IV._ Schlafstellen. Möblierte Schlasstellc für zwei Herren, auch Damen, zu vermieten Wilhelmstraße 3 bei Lohma. 650b» Anständige(Schlafstelle sür Herrn, Zllbrccht, Gubenerstraße 49. f37 Stellenangebote. Tüchtige Monteure und Niet- schirrmeister sucht A. Druckenmüller. G. m. 6. H.. Schöneberg, Tempel- hofer Weg. Meldung morgens von >',7—8 Uhr. 7055 Geldschrantbauer. nur solche, verlangt Köbenickerstraße 114. selbständige, Fuhrmann. 716b» Stellengesuche. Blinder Siudlflrchler bitte) um Arbeit. Slüblc werden abgeholt und ziiiuckgctirierl. A. wläier. Mulack- 'li'nnc_ Ut->8b Botenfrauen finden sehr lohnende Beschästigung(Tour: Bredow- und Tii rmilraßc). Alt-Moabit 138. Botenfrauen siiiden scbr lohnende. Beschäftigung Prinzenstraßc 41.» .ckl�wMkWiilW Im Arbcitsmarkt durch besonderen Druck hervorgehobene Anzeigen kosten 30 Pf. die Zeile. Achtung! Znfchneidrr und Sch, leider der Herrellkoufektiliu! Die Zuschneider befinden sich in einer Lohnbewegung."PMS Verschiedene Geschäfte inserieren nun jetzt schon nach Sireikbrechern. Wir fordern daher alle Kollegen, Zu- schneider und Schneider aus, in ocu nächsten Wochen keine Stellung in einem Berliner Konjekttonsgeschäst an- zunebmen. um den für bessere Lobn- und Arbcitsverhälliiisse tämpsendenZii- schueideni und Zuschneiderinnen incht in den Rücken zu fallen. 164/9* ?litxMl'4ln<.'kaft U des Schneider-Verbände», (Zujchneider-Vereiiüöung.) Achtung?! Achtung? t feiierpüstbauer. Hr. 114. 24. IahrglW. 3. KcilM des Jonmctf Kerlim lolMlatt. Sonnabend, 18. Mai 1907. Partei-?Znge!egenkeiten. Zur Lokalliste! Anläßlich der bevorstehenden Ausflüge nach dem Spreewald ersuchen wir die Parteigenossen, Vereine, Klubs und Gesellschaften fich vor Arrangierung derartiger Partien recht frühzeitig mit folgenden Genossen in Verbindung zu setzen: Gustav Zachow, KottbuS, Schul st raße 4 und A u g u st Maschofius, Lübbenau, Mittel st r. 124. Dieselben sind jederzeit gern bereit, jede gewünschte Auskunft über Nachtquartier zu erteilen, sowie bei Beschaffung von Fährleuten streng darauf zu achten, daß keine Uebervorteilung der Ausflügler durch zu hohe Be- rechnung der Fahrpreise stattfindet. Darauf hinweisen wollen wir noch, daß im Spreewaldgebiet uns nur folgende Lokale jetzt zur Ver- fügung stehen:„Schwarzer Adler"(Baumgart) in Lübbenau und„Schützenhaus" in Vetschau. Bei Aus- flügen von Vetschau über Burg nach dem Spreewald wende man sich um Auskunft an Genossen Aug. Klimke, Vetschau, Bahnhofstraße. Alle Anftagen bezüglich Buckow(Märkische Schweiz) find an den Genossen Fritz Simon, Wald-Sieversdorf, Bahnhof Damsdorf-Müncheberg, bezüglich Werder a. H. an den Genosien Gustav Wüstenhagen, Werder, Brandenburgerstr. 36, und bezüglich Freienwalde a. O. an den Genossen Wilh. Teßmann, F r e i e n w a l d e a. O., Uchtenhagenerstr. 17, zu richten. Folgende Lokale stehen uns zu den bekannten Bedingungen zur Verfügung: Im Hl. Kreis: Karl Kellers„Neue Phil- Harmonie", Köpenickerstr. S6/97, und im VL Kreis:„Alt- manns Vereinshaus", Jnvalidenstr. 146. Die Lokalkommission. Oranienburg. Den Mitgliedern des sozialdemokratischen Wahl- Vereins zur Nachricht, daß die regelmäßige Mitgliederversammlung der Feiertage wegen erst am Sonntag, den 26. Mai, nachmittags 3 Uhr, bei Braun stattfindet. Der Vorstand. berliner JVacbridrten* Pfingsten im Walde. Wie im Sturme ist diesmal der Frühling über uns ge- kommen. Ueberrascht vom jähen Wechsel schweift unser Auge über das grüne Meer der Blätter, die schneeigen Obstbäume, über die in der Pracht ihrer Blütenkerzen strahlenden Kastanien und die duftenden Fliedersträucher. Der zarte Uebergang zwischen Winter und Frühling, der sonst allmählich nur den grünen Schimmer über die graue ßrde haucht, war diesmal ausgeblieben. Wie im Zorne über den langen Winter hatte die Sonne auf einmal alle Schleusen ihrer Gluten geöffnet, und fast über Nacht wechselte das Panorama. In wenigen Tagen hotte die Vegetation alles nachgeholt. Früh fällt diesmal Pfingsten, aber die Sonne hat das Datum verwischt— wir wähnen uns im Sommer! Nach allen Richtungen der Windrose wird der Strom 6er Ausflügler sich an die Seen und in die Wälder ergießen. Wen das junge Laub der Buchenwaldungen reizt und wer weniger auf die Kosten d� Fahrt zu sehen braucht, der wird von Eberswalde über Spechthausen ins Nonnental. oder von Frienwalde zum Baasee wandern oder von der Klosterruine Chorin aus den herrlichen Waldweg nach Forsthaus Liepe einschlagen. Aber auch die Mischwälder in der NIHe, die Jungfernheide, der Spandauer Stadtforst, die Wälder bei Finkenkrug und Potsdam zeigen jetzt die schönsten Kontraste zwischen dunklem Nadelgrün und dem hellen Laub der Birken, Eichen und Buchen. Wer See und Wald verbinden und sich nicht allzuweit von Berlin entfernen will, dem sei die Rüders- dorfer Forst empfohlen. Vom Bahnhof Erkner gehen wir südwärts über die Brücke und auf der schönen Allee durch den Ort. An seinem Ende führt eine leicht zu erfragende Straße links über den Bahndamm nach einer neuen Brücke über die Löcknitz. Bald sind wir drüben und verfolgen am Wald- rande stromaufwärts die Windungen des Flüßchens mft seinen Wiesenufern, die die gelben großen Sumpfdotter- blumen zieren. Ter Wupatzsee, den ein Graben mit der Löcknitz verbindet, unterbricht unsere Wanderung. Nur zehn Minuten weiter durch den Wald treffen wir in diesem ein- gebettet den stillen Förstersee, den wir streckenweis entlang wandern. In südlicher Richtung gelangen wir schließlich auf den größten See des Löcknitzgebietes, den Werlsee. an dessen Nordseite enlang wir Grünheide erreichen, um im Restaurant Fielitz Station zu machen. Vor uns haben wir in großer Ausdehnung die hohe Riidcrsdorfer Forst, die vor dem Grüne- wald den Vorzug hat. durch zahlreiche Wachholderbüsche („Waldmännchen") belebt zu sein und im weichen Moos- teppich nur selten einmal den Sand aufkommen zu lassen. Wir gehen nordwärts in der Richtung auf Kolonie Hort- Winkel, wobei wir den Weg mit Hülfe der Karte und der Waldgestelle beliebig ändern können, treten aber vor Hort- Winkel nicht aus dem Walde heraus, sondern schlagen uns nun westlich auf den Kalksee zu. Seine hohen Ufer bieten eine prächtige Rast. Das weitere ergibt die Zeit, die man noch vor sich hat. Bei klarem Wetter lohnt die Besteigung des Aussichtsturmes aus den nahen Kranichbergen bei der schönen Woltersdorfer Schleuse. Bei heißem Wetter kann man dabei allerdings weidlich schwitzen. Das Cafä Ruhwald und andere Lokale(Siehe Lokalliste) bieten hier bis zum späten Abend den angenehmsten Ausenthalt. Oder man wandert nordwärts am Kalksee entlang nach Rüdersdorf, um von hier mit dem Dampfer nach Woltersdorfer Schleuse und Erkner zurückzukehren. Diese Dampferfahrt gewährt den s�önsten Abschluß, dem man dem Ausfluge verleihen könnte. Von der Endstelle des Dampfers bis zum Bahnhof Erkner ist nur eine ganz kurze Strecke und die Züge nach Berlin verkehren reichlich. daß �en Abonnenten des„Vorwärts" zur Kenntnis, "die juristische Sprechstunde heute abend ausfällt. Die Nntertniuieluugsprojckte der Großen Berliner hcn wieder von sich reden. Im September 1903 über- Up hip Große Berliner" mit diesem Millioncnprojekt die ientlickckeit' es war ein Bluff, was da die Beherrscherin Straßen Berlins versuchte. Nichtsdestoweniger gingen städtischen Behörden an eine wohlwollende Prüfung der ereickten Verkehrsprojekie. Schon auf den ersten Blick ' die technische lludurchführbarkeit der Projekte zu er- len, trotzdem wurde die Sache ernstlich geprüft. Kaum die Prüfung beendet, als auch schon die„Große" einem neuen Projekte erschien, das eine Abänderung des ren enthielt und somit die anfänglich bestrittenen rgel des ersten Projekts anerkannte. Diese Taktik setzte die„Große" fort bis heute. Im Laufe der Zeit sind nicht weniger denn sechs solcher Projekte eingereicht worden, worunter sich ein in letzter Zeit eingereichtes befindet, das unsere schönsten Plätze, wie Magdeburger Platz, Dönhoff- platz u. dgl. für sich in Anspruch nimmt. Alle diejenigen städtischen Instanzen, die mit dieser Sache bisher zu tun gehabt haben, sind immer fester davon überzeugt worden, daß es der„Großen Berliner" nie recht ernst mit ihren Plänen gewesen ist und diese nur eingereicht wurden, um die Ausführung der städtischen Verkehrsprojekte in immer weitere Ferne hinauszurücken. Eine andere Auf- fassung der Pläne der„Großen Berliner" scheint die Gesell- schaft bei den staatlichen Behörden erweckt zu haben, an den Stellen, von denen aus sie immer begünstigt worden ist und immer noch wird. Der Eisenbahnminister hat schon am 27. April im Abgeordnetenhaus sich sehr verdächtig nach dieser Richtung hin geäußert und die dieser Tage beim Ober- Präsidenten der Provinz Brandenburg in Potsdam statt- gefundene Konferenz, zu der der Oberbürgermeister als Ver- treter der Stadt Berlin und auch Vertreter der Straßenbahn ge- laden waren, soll auf Veranlassung des Eisenbahnnttnisters er- folgt sein. Zwar hieß es, daß über die Verhandlungen Still- schweigen bewahrt werden sollte, allein der„Lokal-Anzeiger" kann schon folgendes mitteilen: „Die Untertunnelungsprojekte der Großen Berliner Straßen- bahn haben die Zustinmtung aller Instanzen gefunden, und nach den Aeutzerungen des Oberpräsidenten, die dieser vorgestern in der von uns ichon erwähnten Besprechung mit dem Oberbürger- meister von Berlin und Vertretern der Straßenbahn getan hat, ist eS nicht zweifelhaft, daß der Kaiser seine Genehmigung zu ihrer Ausführung erteilen wird." Weiter wird berichtet, daß erklärt worden sei, das Unter- nehmen der„Großen" verdiene nach jeder Richtung hin Unter- stützung und werde bis zur maßgebenden Stelle mit wärmster Svmpathie begrüßt. Die Stadt solle sich mit der„Großen" verständigen, damit die Regierung nicht in dem einzuleitenden Ergänzungsverfahren eine Entscheidung treffen müsse,„die materiell keinen der beiden Teile befriedigen und deshalb vielleicht auch ideell einen Stachel zurücklassen werde." Die Verständigung, die hier von der Regierung der Stadt zugemutet wird, bedeutet in der Praxis nicht mehr und nicht weniger als ein Aufgeben der Rechte der Stadt, auf ihrem eigenen Grund und Boden noch etwas mitzureden, eine Unter- werfung der Stadt Berlin unter eine private, von der Regie- rung begünstigte Erwerbsgesellschaft. Zum großen Teile ist das zwar heute schon der Fall, später aber wird die Stadt gar nichts mehr zu sagen haben. Die Sache wird aber noch toller, wenn man liest, was der„Lokal-Anzeiger" über die Tariffrage zu berichten weiß. Es heißt da: „Neben der Verlängerung der Konzession wird aber auch die Neugestaltung des Tarifs eine Rolle spielen. Wir hören, daß die Vertteter der„Großen" schon bei der Konferenz in Potsdam keinen Zweifel darüber gelassen haben, daß der Einhcitö- tarif von 10 Pfennigen dann nicht mehr aufrecht zu erhalten fem werde." Also auch das noch: Die Durchbrechung des 10 Pfennig- tarifs. Man muß es der„Großen Berliner" lassen: Be- scheidenheit ist nicht ihre Sache! Verdenken kann man es ihr eigentlich auch nicht. Wer solche Gönner hat. wie sie, darf schon feine Erwartungen und Ansprüche etwas hoch spannen; erfüllt werden sie ihr. Es handelt sich ja nicht um die Stadt Berlin, sondern um eine Privatgesellschaft! Diese kann bei uns in Preußen jeder Förderung gewiß sein, zumal wenn man sich„guter Beziehungen" rühmen kann. Die Einrichtung eineS AuSflugverkehrS der Großen Berliner MotoromnibuS-Gesellschast— der Tochtergesellschaft der Großen Berliner Straßenbahn— wird von der„B. Z. am Mittag" als eine große Pfingslüberraschung betrachtet und als eine große Tat dieser privaten Erwerbsgesellschaft gefeiert gegenüber dem Umstände, daß die städtischen Verkehrsprojekte so gar nicht vorwärts kämen und man gar nichts Greifbares vor sich sehe; unserer Meinung nach in beiden Fällen zu Unrecht. Der Plan der„Großen Berliner Motoromnibuslinien einzurichten, ist doch wirklich nicht neuen DatnmS, sondern jährt sich nun bereits zum zweiten Male. Schon anfangs Mai sollten die neuen Linien befahren werden, es stellten sich aber der Ausführung dieses Planes verschiedene Schwierigkeiten entgegen; wie kürzlich berichtet wurde, soll die Be Hörde die Anlegung verschiedener Einrichtungen, wie den Bau von Benzintanks fordern. Auch jetzt kann der Betrieb erst auf zwei von den sechs genehmigten Linien aufgenommen werden. Wenn die „Große Berliner" aber überschüssige Motoromnibusse hat, die sie auf den beiden Linien nicht verwenden kann, so ist es vom geschäft lichen Standpunkt sicher nicht unklug, diese Wagen vorläufig irgend- wie zu verwenden. Diese Maßnahme, die doch nur eine vorüber- gehende sein wird, als besonders große Tat zu feiern, erscheint uns wirklich übertrieben. Daß so gar nichts von den städtischen VcrkehrSprojelten zu sehen ist, ist richtig, aber der städtischen Verwaltung daraus einen Vorwurf zu machen, vollkommen unrichtig. Wir fühlen ims sonst nicht berufen, die städtische Verwaltung in Schutz zu nehmen,( wenn sie solchen nicht � verdient; wenn aber jemals auf irgendeinem Gebiete der städtischen Verwaltung mit Hingebung, mit Eifer und ungeheueren Mühen und auch ununter- brachen gearbeitet worden ist, so aus dem Gebiete des städtischen Verkehrswesens. Wo die Schuld liegt, daß die Stadt auf diesem Gebiete noch nicht weiter ist, das hat die bor einiger Zeit voni Magistrat der Stadtverordnetenversammlung vorgelegte mit urkimd- lichem Material versehene Lorlage, den Bau städtischer Linien be- treffend, zur Evidenz bewiesen�_ Leute, die nicht warten können. Die Meinung unseres Herrn Oberbürgermeisters, Angestellten der Stadtgemeinde zieme es, nicht zu fordern, sondern fich zu ge« dulden, scheint in den Kreisen derjenigen, die es angeht, keinen großen Beifall gefunden zu haben. Leute, die trotz Herrn Kirschner nicht„warten" können, finden sich nicht nur unter den Krankenhaus- Assistenzärzten, denen ja ihre vorschriftswidrige Ungeduld nun doch zu der geforderten Gehaltserhöhung verhelfen hat. sondern auch unter den Parkarbeitern. Die Parkverlvaltung steht unter der Leitung eines ganz aparten „Arbeiterfreundes". des Bürgermeisters Reicks, deffen Ansichten und Aeußerungen über die Lage der Arbeiter noch toller sind als die des Oberbürgermeisters Kirschner, weshalb auch die ftei- sinnige Mehrheit der Stadtverordnetenversammlung bei solchen Gelegenheiten Herrn Reicks noch freudiger als dem Herrn Ober- biirgcrmeister zuzujubeln pflegt. Der Herr Bürgermeister Reicke hat im März in der Stadtverordnetenversammlung angelündigt, der Dienst der Parkarbeiter solle von diesem Sommer ab so geregelt werden, daß nicht abends um 7 Uhr, sondern abends um 6 Uhr aufgehört werde. Die Parlarbeiter wünschen das seit langem, und sozialdemokrattsche Stadt- verordnete haben in der Parkdeputation wie in der Stadt- verordnetenversammlung oft genug diese Forderung unterstützt. Als im März in der Stadtverordnetenversammlung bei der Veratting des Parketats von unserem Genossen Stadtv. Gottfried Schulz aufs neue hieran erinnert wurde, antwortete Herr Reicke, er begreife nicht, warum das jetzt noch einmal vorgebracht werde, nachdem es ja in der Parkdeputation schon beschlossen worden sei. Wie nötig eS war, damals an jene Forderung zu erinnern, das hat sich sehr bald gezeigt. Wir haben Mitte Mai und noch immer wird den Parlarbeitern die Einführung des 6 Uhr-Feierabends versagt. Der Arbeiterausschuß der Parlverwaltung hatte deshalb bereits bei Herrn Gartcndirektor Mächtig angefragt, aber die Antwort des Herrn Direktors war nicht sehr ermutigend ausgefallen. Im Austrage der Parlarbeiter hat dann der Ausschuß sich an die nächste Instanz gewandt und hat an die Parkdeputation die Anfrage gerichtet, ob und wann die geplante und dringend wünschenswerte Verkürzung der Arbeitszeit zu erwarten sei. In der letzten Sitzung der Park- deputation haben nun die ihr angehörenden sozialdemokratischen Stadtverordneten Genoffe Zubeil und Genosse Gottfried Schulz— auch so ein paar Ungeduldige, die nicht„warten" können I— die Angelegenheit zur Sprache gebracht und schleunige Aus« führung jenes Beschlusses gefordert. Sie mußten aber aus dem Munde des Herrn Bürgermeisters hören, daß in- zwischen wieder neue Hinderniffe entstanden sind. Der Herr Gartendircktor hat mit Hülse einer Rundfrage glücklich heraus- gekriegt, daß bei Einführung des 6 Uhr- Feierabends die Zahl der Ueberstunden noch größer als bisher werden würde. Nun, dafür können doch die Arbeiter nicht. Die Park- Verwaltung wird ja wohl wissen, wie sie dem abhelfen kann. Oder ist eS ihr nur um die Mehrkosten zu tun? Und soll deshalb den Parkarbeitern die bereits beschlossene Verkürzung ihrer Arbeitszeit, die im Sommer bisher elfStunden betragen hat, schließlich vorenthalten werden? Dieser Fall zeigt' aufs neue, daß man die freisinnigen Arbeiterfreunde" nicht oft genug an ihre Versprechungen erinnern kann. Sollte Herr Bürgermeister Reicke wirklich noch nicht begriffen haben, warum sozialdemokratische Stadtverordnete eS für nötig halten, sogar Forderungen zu wiederholen, deren Erfüllung schon beschlossen ist? Die Stadtverordnetenversammlung hält nächsten Donnerstag keine Sitzung ab. Die Kasicu und Bureaus der städtischen Verwaltung werden heute um 1 Uhr geschloffen. Der diesjährige Pfingstfahrplan für den Stadt- und Vorort- verkehr ist nunmehr von der Eisenbahndirektion Berlin endgültig fertiggestellt und weist eine Anzahl Extra- und Sonderzügc auf. Namentlich ist der Frühvcrkehr dabei berücksichtigt, und zwar wer- den vom Schlesischen Bahnhof an allen drei Feiertagen Extrazüge nach Erkner um 5,34 und 6,64 Uhr morgens durchgeführt. Von Stralau-Rummclsburg gehen weitere Extrazüge um 5,39 und 6,36 Uhr gleichfalls nach Erkner ab. Um 5,48 Uhr früh wird ein weiterer Sonderzug nach Niederschöneweide abgelassen. Von Erkner fährt ein Extrazug um 5,96 und von Niederschöncweide ein solcher um 5,12 Uhr nach dem Schlesischen Bahnhof. Ein von Erkner um 6,86 Uhr morgens abgehender Extrazug wird bis Wannsee durch- geführt. Von der Station Grunewald gehen sieben Frühzügc nach Lichtenberg-Friedrichsfelde, und zwar um 6,96, 6,23, 6,36, 6,46, 7,16, 7,26 und 7,46 Uhr; dieselbe Anzahl Trains verkehrt von Lichtenberg-Friedrichsfelde nach Grunewald, und zwar um 5,61, 5,13, 5,31, 5.43. 5,51, 6,61. 6,13 Uhr. Am Pfingstsonnabend kur« sieren vom Lehrter Bahnhof nach Spandau drei Extrazüge, die teilweise vom Lehrter Bahnhofe, teilweise von Charlottcnburg ab« fahren und deren erster den Lehrter Bahnhof um 12,51, Charlotten- bürg um 2 64 Uhr nachmittags verläßt. Am dritten Feiertage sind auf der Strecke Berlin— Spandau— Nauen vier Sonderzüge ein» gelegt, die vom Lehrter Bahnhof um 8,66, 8,66, 9,52, 16,31 Uhr morgens abgehen. Auf der Strecke Verlin— Strausberg verkehren zwei Extrazüge, und zwar ab Schlesischer Bahnhos 8,26, ab Char» lottenburg 8,39 Uhr früh. Die Rückfahrt von Strausberg erfolgt um 11,33 Uhr vormittags, 8,24 und 9,12 Uhr abends. Tic beiden ersten Züge fahren bis Spandau, die letzteren nur bis Charlotten- bürg. Außer den genannten Trains werden noch eine Anzahl Extrazütte auf der Wannseebahn zwischen Potsdam und Potsdamer Bahnhof abgelassen und bei günstigem Wetter außer den fahrplan- mäßigen Zügen nach Bedarf Sonderzüge eingeschoben werden. Auch die Große Berliner Straßenbahn trifft die umfassendsten Maßnahmen, um bei günstigem Wetter dem Riesen- verkehr nach den Vororten Genüge zu leisten. Zur Bewältigung des Verkehrs zu den Frühkonzerten in Nordend, Weitzensce, Char- lottenburg, Lichtenberg, Schönebcrg, Treptow. Halensee und Zoo- logischer Garten wird der Betrieb auf diesen Strecken von 5 Uhr morgens an aufgenommen und mit 15 Minutcn-Abständcn durch- geführt. Am Nachmittag werden alle verfügbaren Einsatzwagen herangezogen werden und die an Sommersonntagcn üblichen Linienverlängcrungen stattfinden. Während der Feiertage wird auch der Nachtverkehr auf den Hauptlinien wesentlich erweitert zum Teil gänzlich durchgeführt. Auf der Hochbahn verkehren die Züge während der Feier- tqge ab Warschoucr Brücke von 5,12 Uhr früh und vom Zoologischen Garten ab 5,14 Uhr morgens in Abständen von 5 bis 16 Minuten. An den Nachmittagen werden nach Bedarf außer den an den Sonn- tagen üblichen Zügen Extrazüge abgelassen. Beim Schlichten eines Streites schwer verletzt wurde gestern nacht der Wächter Waldemar Lüder. In der Drontheimcrstraße waren gegen 12 Uhr zwei Männer in Streit geraten, der schlich- lich in Tätlichkeiten uberging, und L. versuchte die Kämpfenden auseinander zu bringen. Dies gelang ihm zwar, doch sollte ihm seine Vermittelung schlecht gelohnt werden. Einer der beiden Männer schlug aus den Wächter mit einem Knüppel ein, sodatz L. nach wenigen Minuten aus mehreren Wunden blutend besinnungs- los zur Erde stürzte. Straßcnpassanten brachten den Lüder nach einem Krankenhause, wo der Arzt außer zahlreichen Fleischwunden auch eine schwere Verletzung des rechten Auges feststellte, die eine Vernichtung des Sehvermögens zur Folge haben dürste. Dem Täter war es leider gelungen, zu entkommen. Nach einer Bande von FriedhofSschändern fahndet die Kriminalpolizei. Es handelt sich um mehrere jugendliche Burschen im Alter von 18 bis 21 Jahren, die schou� wiederholt den jüdischen Begräbnisplatz in Weißensec arg verwüstet hatten. Sie drangen über die Mauer auf den Friedhof und rissen gewaltsam von einer großen Anzahl von Erbbegräbnissen die Metalldekorationen ab. Auch zahlreiche Grabhügel wurden in bestialischer Weise zerstört. Vorgestern suchte die Bande wiederum den Friedhof heim und stahlen Metallstücke im Werte von zirka 466 M. Die Acute der- gruben die Verbrecher auf einem nahen Acker, wahrscheinlich, um dieselbe später in Berlin zu verkaufen. Die Kriminalpolizei cnt- deckte jedoch das Versteck. Trotz eifriger Recherchen war es bisher nicht möglich, die Täter zu verhaften. Das dritte Opfer der Bootskatastrophe auf dem Wolziger See nunmehr auch geborgen..Es handelt sich um den Ingenieur Westphal aus Berlin, dessen Leiche vorgestern abend von dem Schmiedemeister Schüler aus Fürstenwalde in der Nähe von Blossin gelandet wurde. Durch den Brand eines Güterzuges ist am Donnerstag auf der Schlesischen Bahn eine empfindliche Verkehrsstörung hervorgerufen worden. In der Nähe der Station Fürstenwalde waren einige Waggons eines auf der Fahrt nach Frankfurt a. O. begriffenen Güterzuges plötzlich in Brand geraten. Erst nach ein und einer halben Stunde gelang es, den Brand zu löschen und daö Hindernis zu beseitigen. Die während dieser Zeil nach Frankfurt verkehrenden Züge musiten auf den Vorstationen liegen bleiben, da die Strecke vollständig gesperrt war. Der Schaden, der durch den Brand her vorgerufen worden, ist ein recht erheblicher, da auch die Waggons unter den, Feuer autzerordentlich gelitten haben. Unglücksfall eines Matrosen. Der Matrose Karl Mah au? Kiel, der sich gegenwärtig in Berlin auf Urlaub befindet, wollte gestern abend feine Schwester in der Prinz Eugenstrasie besuchen. Er be- stieg in der Badstrasie einen Strasicnbahnwagen. der aber nach der anderen Richtung fuhr. Als May vom Schaffner hierauf aufmerksam gemacht wurde, sprang er während der Fahrt mit einem Satz von der Plattform auf die Straße, kam zu Fall und brach sich beide Oberschenkel. Der Bedauernswerte wird nun seinen Urlaub im Garnisonlazarett, wo er mittels Krankenwagen hingebracht wurde. verbringen müssen._ DienstmädchenloS. Kurz und trocken meldet der Polizeibericht:„Das 20 Fahre alte Dienstmädchen Lucie G., das zurzeit stellungslos ist, besuchte nach- mittags seine im Gesindedienst bei einer Herrschaft in der Gneiscnau- straße stehende Schivester und versuchte dort sich durch Trinken von konzentrierter Essigsäure das Leben zu nehmen. Von der Herrschaft ihrer Schwester angewandte Gegenmittel schienen zunächst von Erfolg begleitet zu sein, doch verschlimmerte sich der Zustand der LebenS- müden gegen Abend derart, daß man die Kranke in einer Droschke nach dem Urbankrankenhause bringen mußte. Der Beweggrund zur Tat dürfte nach Angabe der Schwester Acrger über das von der letzten Dienstherrschaft erteilte schlechte Zeugnis sein, das die Er- langung einer neuen Stelle diöhcr unmöglich gemacht hatte. ES wäre interessant, festzustellen, ob und inwieweit die Herr- schaft berechtigt war. dem Mädchen ein Zeugnis auszustellen, das eS ihr tlinnöglich machte, eine neue Stelle zu erhalten, und sie so zu dem Selbstmordversuch trieb. Auch die nachfolgende Meldung wäre wert, einer eingehenden Untersuchung gewürdigt zu werden. Derselbe Polizeibcricht meldet nämlich weiter: .Vor dem Hause Kottbuser Ufer 3 sprang morgens das 21 Jahre alte Dienstmädchen Berta T. in den Landwehrkanal, wurde aber von Schiffern mit einem Bootshaken wieder heraus- gezogen. Die T. ist etwas schwachsinnig, deshalb war ihr von der jetzigen Herrschaft gekündigt worden. Ihre Brüder haben sie in Empfang genommen und versprochen, für sie zu sorgen." Ob die Angabe mit der Schwachfinnigkeit ohne weiteres stimmt, wäre auch noch auf ihren wahren Wert zu prüfen. Aus der Jrreuänstalt Herzberge find gestern sechs Geisteskranke entwichen. Die Entweichungen werden auch schon epidemisch. Vermißt. Der Schlosser Otto Franke, am 1. Oktober 1884 in Königswaide geboren, zuletzt Emdenerstr. 37 wohnhaft gewesen, wird seit dem 3. April d. I. vermißt. Franke ist 1,60—1,65 Meter groß. bat dunkelbraune Haare und Augenbrauen, graue Augen, abstehende Ohren, spitzes Kinn, yollständige Zähne, längliches, rotes Gesicht. Bekleidet ivar Franke mit schwarzem Schlapphut, darin die Buch- staben P. H., dunkelgrau gestreifte», Jackettanzilg, schwarzen Schnür- stiefeln, schwarzen Strümpfen, Trikothemd. Stehkragen, blaugrauer Krawatte. Diejenigen Personen, die in der Lage sind, über den Verbleib des Franke Auskunft zu geben, werden ersucht, sich münd- lich oder schriftlich auf jedem Polizeirevier oder im königl. Polizei- vräsidium, Zimmer 32k>, 2 Treppen, in den Vormittagsstunden zur F.-Nr. 2720 IV. 37. 07 zu melden. Große Borbereituiigen für die Pfingstfeiertage haben die In- haber der großen Gartenlokale in Berlin wie in den Vororten gc- troffen. Zu diesen Vorbereitungen gehört vor allem, daß die In« Haber der großen Berliner Gartenrestaurants ihre Sommer- spezialitätentheater eröffnen und bestrebt sind, sich gcgenseitia durch Darbietung besonderer.Zugkräfte" zu übertreffen. Diese zahlreichen Veranstaltungen im redaltionellen Teil unseres Blattes einzeln auf- zuzählen wie dies Lokalbesitzer von uns wünschen, sind wir leider außerstande; wir müssen Besitzer wie Leser schon auf den Inseraten- teil verweisen. Auch die Sportbahnen machen Anstrengungen, zahl- reiches Publikum zu ihren Gästen zu zählen. In Spandau ist am Donnerstag ein neuer Sportpark eröffnet worden und es werden sich nun auch die Fahrer von Ruf ihre Rendezvous dort geben.— In Treptow findet am dritten Pfingstfeiertage außer dein Match Robl-Stellbrink in drei Läusen über 10, 15 und 20 Kilo- meter ein H a u p t f a h r e n der ersten Fliegerklasse statt, dessen Sieger einen wertvollen Ehrenpreis als Zusatzpreis erhält. Feuerwehrbericht. Vorgestern abend um 8% Uhr wurde die Feuerwehr nach der Köllnischenstr. 4 gerufen. Dort war eine SpirituSglühlampc in dem Räume eines TierpräparatorS in Brand geraten. Der Inhaber wurde von den Flammen erfaßt und erlitt schwere Brandverlctzungen. Hausbewohner rissen ihm die brennen- den Kleider vom Körper und brachten ihn nach der Unfallstation in der Brüderstraße, wo der Verletzte verbunden wurde. Der Brand konnte auf seinen Herd beschränkt werden. Kleider und anderes wurden in einer Schneiderwerkstatt in der Fricdrichstr. 187 ein Raub der Flammen. Fast gleichzeitig brannten Steinmetz- straße 60 Gardinen, Kleider und anderes und in der Branden- burgstr. 6 Kohlen usw. in einer Küche. Der 13. Zug hatte in der Borsigstr. 14 zu tun, wo Ruß in Brand geraten war. Weitere Feuermeldungen liefen aus der Müllerstr. 149 und anderen Stellen ejn_ Vorort- IVacbncbten» Ch.irlottenburg. Die„Berliner Bolkszcitung" nimmt Notiz von einer Broschüre deS Arztes Dr. G. Zepler.Sozialrevisionistische Demokratie; Neue Wege für Demokratie und Revisionismus. Ein Ruf an Revisionisten und Mitläufer", worin die Sozialdemokratte an- gegriffen und der Vorschlag gemacht wird, eine neue wirkliche und konsequente bürgerliche Demokratie zu gründen, die sozialistisch an- gehaucht sein und als Ergänzung zur proletarische» Bewegung dtencu soll, eine.Organisation der Mitläufer". Die.Berliner Volks- zeituiig" meint, daß die Nicderlegung des Stadtverordnetenmandatö durch Zepler offenbar im Zusammenhang mit dem Erscheinen der Broschüre stehe. Darin hat sie recht. Sie irrt aber, wenn sie eö für nicht unwahrscheinlich hält, daß nach berühmten Mustern von der sozialdemokratischen Partei ein AnSschlußverfahren gegen Zepler eingeleitet werde. Dr. Zepler hat nämlich gleich nach Erscheinen der Broschüre und ohne irgend eine Aufforderung abzulvarten, nicht nur sein Stadtverordnetenniandat niedergelegt, sondern auch seinen Austritt aus der Partei erklärt. Er hat loyalerweise die Konsequenzen seines TunS gezogen. Rixdorf. Bon einem Schlächterwagen überfahre» und schwer verletzt wurde gestern der siebenjährige Sohn des Mechanikers Bergemann, Riemetz- straße 17 wohnhaft. Beim Ueberschreiten deS Fahrdan, mcS an der Ecke des RichardplatzeS und der Schudomastraße wurde der Knabe von dem dahinjagenden Gefährt umgerissen; die Räder gingen ihm über den Unterleib und die beiden Oberschenkel hinweg. Schwer- verletzt wurde der Knabe nach dem städtischen Krankenhause gebracht. Schönebevss. Ein«»'derner Raubzug und zwar unier Zuhülfenahme eines Automobils ist in der gestrigen Nactst in Schöneberg unternommen worden. Drei Einbrechcr, die in einen, Automobil saßen, fuhren von einem Geschäft zum anderen, verübten Schaufensterdiebstähle, schaffte» die Beute nach dem Auto und fuhren dam, schleunigst davon. Zunächst fuhren sie vor dem Warenhaus Weiß u. Co. an der Ecke der Haupt- und Borbergstraße vor. Sie zertrümmerten dort eines der großen Schaufenster und stahlen von den Auslagen seidene Blusen, wertvolle Damenjackclts und Röcke. Hierauf ging die Diebcsfahrt im Auto„ach dem Konfektionshaus von Eisen städt, Hauptstr. 143, wo sie gleichfalls für mehrere hundert Mark DamenllcidungSstücke aus dem erbrochenen Schaufenster entwendeten. Reiche Beute machten die dreisten Einbrecher auch bei einen, Dieb- stahl in dem Konfektionsgeschäft von Solomon in der Hauptstr. 151. In dem Schuhwarengeschäft von Bollack, Bahnstr. 12, zertrümmerten die Täter die Schaufensterscheibe mit einem schweren Stein und stahlen dann die wertvollsten Herren- und Damenstiefel. Bei dem letzten Diebstahl wurden die Burschen von Passanten überrascht. Es gelang ihnen aber, auf das Automobil zu springen und davon- zurasen. Steglitz. Unter sehr schwacher Beteiligung ging die vorgestrige Stichwahl vor sich und brachte uns leider nicht den erhofften Erfolg. Die MietervereinSlandidaten erzielten eine Mehrheit von 13 Stiinmen. Marienfelde. Die Gemeindevertretung beschloß in der letzten Sitzung die Uebernahme der Kreis-Chaussee von der Mariendorfer Grenze bis zum Ausgang des Dorfes nach Großbeeren in einer Länge von 1900 Meter. Die Gemeinde erhält eine einmalige Entschädigung von 50 000 M., muh aber die«traße spätestens bis 1. April 1000 ortsstatutarisch ausbauen. Die Steglitzer Gemeinde beabsichtigt ein zweites Druckrohr durch Marienfelde zu legen, eS wurde beschlossen, hierfür eine Entschädigung von 25 000 M. zu fordern, da die ver- legung des eigenen RohreS bedeutende Schwierigkeiten bereitet. Mit der Kanalisierung soll in nächster Zeit begonnen werden, Marien- selbe bildet mit der Gemeinde Lankwitz einen Zweckverband und die Ländcreien zu Rieselfeldern in Diedersdorf, zirka 000 Morgen, sind bereit? angekauft. Stralau. der Gemeindevertretung.'Der KreiSauSschuß hat der Asphaltgesellschast French u. Co. zur Errichtung einer Asphaltfabrik auf dem Grundstück Alt-Stralau 38/30 die Konzession erteilt. Der seinerzeit von der Gemeinde sowohl wie auch den anliegenden Ein- wohncrn des Ortes erhobene Einspruch ist nicht berücksichtigt worden. Die Gemeindevertretung beschloß, gegen die Konzesstonserteilnng beim Minister des Handels und Gewerbe Rekurs einzulegen. Da die Fabrik in nächster Nähe des Schulgebändes errichtet wird und durch ihren Dunst und penetranten Gerüche die GcsundhciiSvcrhältnisse der Kinder zweifellos benachteiligt, so soll gleichzeitig eine Petition an den Kultusminister um Zurückweisung der Konzession eingereicht werden.— Weiter wurde beschlossen, daß in ' ulunft die Feuerlöschübungeir der Pflichtfeuecwehr für die Stralauer iiiwohner in Wegfall komnic,,. Die diesbezüglichen Bestimmungen des OrtSstatniS und der Polizeiverordnung werden aufgehoben. ES wird mit diesen, Beschlüsse den Wünschen eines großen Teiles der Einwohner Stralaus Rechnung getragen. Man ist der Meinimg, daß die Pflicht ziuc Teilnahme an den Feuerlöschübungen für Stralau, wo bereits Berliner Verhältnisse vorherrschend sind, als eine Be- lästigung der Bewohner empfunden wird. FriedrichSfelde. Laut Beschluß der letzten Genieindcvcrtretersitzung wird für den Ortsteil Karlshorst ejn eigenes Standesamt eingerichtet. Mit der Wahrnehmung der Geschäfte ist der Apolhekenbesttzcr Suckerow be- traut. Die Entschädigung für täglich zwei Stunden Dienstzeit ist pro Jahr ans 1000 M. festgesetzt. En, Antrag des G.-V. Pinseler. eine», Berussbeamte,, diese Stelle zu übertragen, wurde abgelehnt. Für den Karlshorster Friedhof wurde vom Geniel, idekirchei, rat eine neue Polizeiverordmuig zur Beschlußfassung vorgelegt. Der Fried- Hof wird demnach i», Sommer um 8 und im Winter um 0 Uhr ge- öffnet und bei Eintritt der Dunkelheit geschloffen. Früher wurde im Sommer um 6 Uhr geöffnet.— Ferner wird einer neuen Polizei- Verordnung betreffend Anfrcchterhaltnng der Ordnung auf dem Magervichhof zugestimmt.— Außerdem wurde die etatsmätzige An- stellniig von vier«steucrerhebern und VollziehungSbeamlen mit einem AnfangSgehalt von 1500 M. beschlossen.— In geheimer Sitzung wurde unter anderem der Kranlenhansbau gemeinsam mit Ober- Schönewcide sowie Friedrichshagen beraten und beschlosten. Spandau. In dem von der Spandauer Arbeiterschaft boykottierten Scitzschen Saale hielt am Mittwochabend der konservative.Neue Wahlverein" eine öffentliche Versammlung ab, in welcher der Abg. Panli-PotSdam Bericht über seine Tätigkeit i», Reichstage erstattete, und zu welcher der Zutritt für alle nationalen Männer per Karte gestattet war. Gerechnet wurde namentlich stark auf das Erscheinen der Staats» arbeitet, aber gerade diese waren in der Hauptsache ausgeblieben. WaS man sah, waren einige Meister, Meistergehülfen, Aufseher, Schreiber, einige jüngere Herren, wahrscheinlich von, nationalen HandlnngSgehülfenvcrein oder vom Reichsverband, einige Invalide» oder Pensionäre und auch eine ganz vcxschwi»dei,h kleine Anzahl Staatsarheiter. Im ganzen hatten sich etwa 200 Personen ein- gefunden. Pauli wiederholte in der Hauptsache nur seine Reichötagsreden. Namentlich aber trat er kräftig ein für die Meister und Meistergehülfen. Trotzdem in den Staatswerk- stätten gerade genug Aufpasser und Antreiber sind, verlangte Pauli noch eine Teilung der Betriebe, damit die Vizcmeister schneller Meister und die Aufseher schneller Bizemeistcr werden könne». Schließlich kommt noch auf jeden Arbeiter ein Meister. Als durchaus gerechtfertigt erachtete Pauli die Einlassung der VorstaiidSmitglieder des StaatsarbektervereiuS, denn, so meinte er, sie hätten dem sozial- demokratischen Kandidaten Gelegenheit gegeben an die Staatsarbeiter heranzulommen und er führe die große Anzahl der abgegebenen sozialdeniokratischen Stiinmen auf dieses Vorkommnis zurück. Solche Leute dürfen in Staatsbetrieben nicht beschäftigt iverden. Koaliere» dürften sich die Staatsarbeiter, aber es darf nicht gestattet werden, daß Dritte Einfluß darauf aewinnei,. In der Diskussion sprach ein Arbeiter, es schien einer der jetzigen Vor- standSmitglieder des StaatSarbciterverejns zu sein, der Name lvurde nicht genannt. Er hielt die Entlassung der früheren Vorstandsmitglieder für gerechtfertigt, da sie unsinnige An- träge gestellt. Solche Arbeiter müssen heraus aus dem Staats- betriebe. Man dürfe doch nicht seinen Brotgebcr in den Rücken fallen. WaS sollte werden, wem, bei einen, Kriege plötzlich die Staatsarbeiter streikten und dergleichen Unsinn mehr. Diese Probe des organisierten StaatSarbeilerS riß den Leiter der Versammlung. Justizrat Freiherr» v. L h„ ck e r so hin, daß ihn, vor Rührung ordentlich die Stimme überschnappte, als er seinen Dank aussprach. Zum Schluß brachte dann noch Justizrat Dr. Baumert die kurz vorher stattgehabte Krankenkassenvcrsammlung zur Sprache, in welcher der Beschluß gefaßt wurde, cinei, verband der Krankenkassen zu gründen. Die Angst vor den, roten Gespenst leuchtete aus jeden, Wort hervor, das dieser Sozialistenfresser vorbrachte. Auch der Schleifftein-Verlegcr Schob blies in dasselbe Hör». Man beschwor den Abgeordneten Pauli, doch ja bei der Novelle des KrankcnkasscngesetzeS dafür einzutreten, daß der Einfluß der Roten eingedämmt werde. Dieser sagte auch zu, er meinte, der Einfluß der Arbeitnehmer bei den Krankenkasten müßte eigentlich vermehrt werden, wenn aber die Roten dahinterstecken, sei dicS etiva» anderes. dann müsse das Gegenteil eintreten. Die ganze Versammlung lieferte wieder cimnal den Beiveis. daß die Staatsarbeitcr doch nicht solche Gimpel sind, die auf die Leimrute der Herren vom neuen Wahlverein fliege». Als Obmann des GewerkschastSkartellS fungiert jetzt Paul D e k o w. Bismarckstraße 65 wohnhaft. Versammlungen. Der Verband beutscher GastwirtSgehlllfcn hielt am Montag eine öffentliche Versammlung in„Wendts Fcstsälcn" ab. Weber referierte über die Mißstände der gewerblichen Stellenvermittelung mit Bezug auf die neuen Verordnungen über den„Umfang der Befugnisse und Verpflichtungen der Stellenvermittler", wie sie i» Verbandsorgan,„Der GastwirtSgehülfe", bekannt gegeben wurden. Er erklärte, daß den Wünschen der Vermittler zuviel Rechnung getragen worden ist, und daß durchgreifende Reformen auf diesem Wege nicht erreicht werden könnten.— Die Diskussion war sehr lebhaft und alle Redner brachten Klagen vor über die bekannte rücksichtslose Ausbeutung durch die Stellenvermittler Die folgende Resolution wurde angenommen: «Die heutige, von zirka 500 Personen besuchte Versamm- lung der Gastwirtsgchülfen Berlins gibt ihrer Meinung dahin Ausdruck, daß die neue, vom preußischen Handelsministcr eelafsene Verordnung betreffend den Geschäftsbetrieb der gewerblichen Stellenvermittler in keiner Weise geeignet ist, die Stellensuchen- den vor Ausbeutun/g zu schützen, zumal der Erlaß gegenüber der Vorlage in verschiedenen Punkten zugunsten der Vermittler lautet. Trotzdem wollen die Versammelten versuchen, die Ver- ordnung nach Möglichkeit gegen die Stellenvermittler auSzu» nutzen. Sic wiederholen gleichzeitig die Forderung an die Gc- setzgebung, die Vermittelung menschlicher Arbeitskraft der privaten Spekulation dadurch zu entziehen, daß jede Vermittc- lung gegen Entgelt verboten werde. Es ist Pflicht deS Staates. für Errichtung von Arbeitsnachweisen zu sorgen, denen ein öffentlich rechtlicher Charakter zu geben ist." P o e tz s ch sprach dann in längeren Ausführungen über den Pariser Kellner streik. In Frankreich ist es gelungen, die gewerbsmäßige Stellenvermittelung abzuschaffen und die Ver- mittler auszukaufen(für 6 Millionen Frank), ß Der Streik der Kellner war mustergültig für Berlin, wo eine solche Einmütigkeit lvie in Paris nicht so leicht zu erzielen sein würde. Wenn der Streik auch abgebrochen werden mußte, so sind doch die Forderungen (ein wöchentlicher Ruhetag, die Abschaffung des Beitrags zu den Geschäftskosten und das Recht zum Schnurrbarttrqgen) in den meisten Geschäften bewilligt worden. Unter den Streikbrechern waren leider auch Deutsche zu finden. Der„Verband deutscher GastwirtSgehülfen" hat sofort Stellung dagegen genommen und den streikenden Parisern 300 M. zur Unterstützung gesandt.— In Budapest ist ein Streik besser verlaufen; dort wurde mit den Unter- nehmern ein Vertrag auf 3 Jahre abgeschlossen von Organisation zu Organisation. Ueber den P f i n gst t a r i f sprach zum Schluß von Skeps- g a rdh und betonte die Notewendigkeit, an dem Beschluß der Fach» konfcrenz von 1900 festzuhalten. Darüber hinaus könne man noch nicht gehen. Die Forde ruft; ist(für Ersatzkräftc) 5 M. Tagelohn für den 1. und 2. Feiertag und 3 M. für den 3. Feiertag. Ueber das Stadtgebiet hinaus ist die Fahrt extra zu bezahlen.--- Die Versammlung war damit einverstanden. Fretreligiösr Gemeinde. Sonntag 1. Feiertag, vormittags 10»/, Mr> Festvorlrag de« Herrn Adolj Stern.— Montag. 2. Feiertag, vorm. 10»/, Uhr: Feslvortrag Tjc4 Herrn Dr. Kramer-Magdeburg. Die Vorträge finden in der Sckule Kleine Franksurterstraße ö statt. Damen und Herren aiS(Säfte sehr ivillkommcn. gttlgeiileiiie Krauke«' und Sterbetafle der Metallarbeiter. Filiale Nixdorf. Versammlung am Sonnabend, den 13. Mai, abends 8'/, Uhr bei Thiel, Bergllr. 151. Qefientliche Bivitother und Lesehalle z« nnentaeltlichrr Be- »ii tziilig sür jedcnnann, SW., Alexandrinenstr. 28. Geosstict täglich von 5'/,— 10 Uhr abends, au Sonn- und Feiertagen von S— 1 und 3— 8 Uhr. In den Lesesälen liegen zurzett SIS Zeitungen und Zeltschttsten jeder Art und Richtung aus._ Vernrifchlm Sechs- Arbeiter verunglückt. Bei den Montagearbeiten für eine neue Kohlenwäsche auf der.Emmagrube", welche die Königöhütte ausführen läßt, sind der.Schlesischen Zeitung" zufolge vorgestern sechs Arbeiter verunglückt, zwei davon schwer. Vom Steinschlag getötet. Gestern wurden nach einer Meldung aus Herdorf auf Grube.Zufällig Glück" zwei Bergleute durch ab- stürzendes Gestein getöter. Eiscudahnznsainmcnstosi. Die„Amtlichen Lübeckischen Anzeigen" melden: Der Nachtschnellzug Kopenhagen— Lübeck— Hamburg stieß auf Station Schönberg(Mecklenburg-Schwerin) mit einem Güterzug zu- sammen. Durch die Geistesgegenwart des Lokomotivpcrsonals des Schnellzuges wurde die Wirumg des Zusammenstoßes abgeschwächt. so daß nur Materialschaden eutstaudcn ist. Die Fahrgäste wurden mit einem Sonderzug weiter befördert. Die Strecke ist wieder frei. Millioiieudiede. In Nantes wurden die Direktoren einer vor kurzem gegründeten Bank, JanneS, Savary, Bandouin und Jonbert. ivegen Veruntreuung von Einlagen verhaftet. Die veruntreute Summe wird auf nahezu 1 Million Frank veranschlagt. Bom Automobil getötet. Als gestern der Sohn des Automobil- fabrikanten Clöment aus Dieppe auf der Strecke der demnächst statt- findenden Rundfahrt durch das Departement Seine Jnsörienre eine llebuugSfahrt machte, schleuderte der Wagen bei einer Krümmung; Elvmeut wurde getötet, der Chauffeur verletzt. Briefkasten der Redaktion. Dt« jnrtstilche Ct>rtififtitub« Niivct F r i« d r I/,»t» tf'/i Uhr abends statt. Geöffnet 7 Nhr, Sannabrnds beginn, die Sprechstunde m» 0 Nhr. Jeder Anfrage ist ein vnchstabe und eine Kahl als iv.'ertxeichen bemiliigen. Briefliche Aul,«ort wird nicht erteilt. Eilige Fragen»rage mau tu der Sprechstunde vor. — Zt. Der Klotz ist rlchtiq.— Pstaumbaum. Ihre Frau mutz die Steuer zahlen. Sie sclbil hasten sür dieselbe.— I. G. Eine allgemeine Anord- nung. ans der ein llagbareS Recht sich ableiten liehe, ist nicht ergangen. Jni Reichstag ist wiederholt warme Abendkost sür die Soldaten verlangt.— G. L. 20. Tin Griind zum Ziehen liegt in dem geschilderten Mißstand leider nicht. Setzen Sie nochmals dem Wirt eine Frist zur Besciligung der Eiiidriiigluig« und verklagen Sie eventuell den Wirt aus Beicitigung der Tiere und aus vollen Schadenersatz.— Rühliughalisen. Lesen Sic in Mehrings Geschichte der Sozialdemokratie nach oder wenden Sie sich schrist- iich an Eugen Dlctzgcn, Wiesbaden.—(kh. 4. Mit Ihrer Ansicht befindet» Sie sich wohl im Irrtum. Jedenfalls ist aber der Rechtsweg aussichtslos.— K. M. 13. Die lateinische Sprach« hat sechs Fälle für Haupstvotte. der süiiste heißt Vokativ und der sechste iilbiativ. —<9.(£. B. 14 Ist monatliche Miidigung vereinbart, so würde bis spätestens am Letzten zum nächsten Ersten zu kündigen sein. Das Mädchen wäre also im Unrecht.— E. S. 160.!. New. 2. Oberbcjchlshabcr.— Wttterungsüverslilit vom 17. Mai 1067. morgen»» Ith». Slattonin Sivwemde Hamburg Vi' L£ r- »•= I muei 758 RS« 7l«WSA -rlin 753 W Franks.«M.! 781 SB München j 783 NW Wie« 178013 I( 4 lvolk'g 5 wollig 4 bedeckt 1 bedeckt 5 Regen 4 bedeckt » s cS> 9» S» H 5: 9 8 10 11 6 13 Elattonen Haparanda' 757 RNO Petersburg 751 O Scilly ilderdeen Part» 788 NNO 789 NNW 785 N weller 2 wolkig 2 schnce 2 halb bd. 4 bedeckt 3 bedeckt c% 5» h a > i li 6 t Wetter-Prognose für Soinrabenb, den IK. Mai ISQ7. Kübl und vorherrschend wollig bei ziemlich frischen westlichen Winden r kein» erheblichen Niederschläge. Serliner Detterbureau. Ver-mtwortliZer Redakteur: Hans Weber. Bersio, Für däTLnieralcriteil perautw.; Th. Glpcke. Berlin. Krvck u. Vorlag: VorwärtI svuÄdruckcrci u. Perlagsanslalt Paul Singer& Co. Wall erstand am 17. Mal vorm. Elbe bei Aussig— Meter, be» Dresden— 42 dp.— Elb« bei Magdeburg 2,14 Meier,— Oder bei Ratibor 2,04 Meter.— Oder bei Vretlau— 0,44 Meter.— Oder bei Brieg 2,84 Meter.— Neihemündung 2,09 Meter. Bcrliv SW.'