Ur. 292. Urfcheint täglich außer Montags. Brets pränumerando: Biertelfährlich 3,80 art, monatlich 3,10 Mr, wöchentlich 28 Pfg frei n's Saus. Einzelne Nummer Blg. Sonntags- Nummer mit Muftr. Sonntags- Beilage Neue Belt" 10 Pfg. Poft- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Auslands Mr.pr.Monat. Gingetr. In der Post- Beitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Betitzeile ober deren Raum 40 Pfg., für Vereins: und Bersammlungs Anzeigen 20 fa Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen: tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Fefitagen bis 9 1hr Vor: mittags geöffnet. arufpre- nfching amt I, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Demokratie und Monarchie. Dienstag, den 13. Dezember 1892. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. 111111 Vereine statt der erforderlichen 50 000 Unterschriften deren trachtet werden müsse. Mit dieser nach und nach er90 000 auf. Diefer Initiativvorschlag ruht noch im Schooße folgten Wandelung und Klärung des politisch- bürgerlichen tritt nicht allein hervor bei einer Gegenüberstellung der in Durch Der Gegensatz zwischen Demokratie und Monarchie des Bundesrathes, der weiteren Erledigung harrend. Selbstbewußtseins war das reine Repräsentativsystem der das Initiativrecht will man ferner ein Dreißiger Verfassung überwunden, fodaß es die Wahl des Bundesrathes durch das galt, neue Lebensformen auszufinden für die direkte auch vielmehr in bezu auf den politischen Fort- Bolt( jetzt werden die 7 Bundesräthe oder eidgenössischen Selbstregierung des Bolkes, und den anerkannten Satz: chritt respektive Stillstand und Rückschritt. Minister von der Bundesversammlung für eine dreijährige„ Alles für das Volk" zu ergänzen durch den ebenso Während z. B. die Schweiz als Gesammtstaat und die Amtsbauer gewählt), das Recht auf Arbeit, das berechtigten Satz:„ Alles burch das Volf." Das ProKantone als dessen Bestandtheile in stetem Werden und be proportionale Wahlsystem, bas Getreide gramm forderte: das Recht des Volkes, den Großen Stath, fändiger Fortbildung begriffen sind, während die Ver- monopol und die Verstaatlichung der Gisen( Landtag) abzuberufen oder die zweijährige Amtsdauer, fassungen in furzen Zwischenräumen revidirt und zwar bahnen auf dem Wege der Grpropriation. Referendum und Initiative, Beamtenausschluß vom Großen immer im Sinne der Erweiterung der Bolt 3- Die Initiative ist ein vortreffliches Mittel, einer langsam Nath, Abschaffung der indirekten Großrathswahlen und jeder tech te revidirt werden, scheint man in den monarchischen arbeitenden und konservativen, fortschrittsfeindlichen Volks Lebenslänglichkeit der Aemter, Ausbau der Volksschule, geStaaten dem Grundsaße zu huldigen, daß je älter eine Ver- vertretung etwas auf die Beine zu helfen und neuen rechtere Besteuerung, Erbschaftssteuer, Beseitigung, der mfaffung, desto beſſer ſie iſt. Freilich obwaltet vieje An- Ideen zur lebendigen und praktischen Gestaltung zu ver- direkten Abgaben, Kantonal-( Staats-) Bank, Verminderung schauung nur bezüglich einer Verfassungsänderung in frei helfen. der Beamtenzahl, Hebung der Gemeindefreiheit, Einführung heitlichem und fortschrittlichem Sinne; wenn es sich um Be In den letzten zwei Jahrzehnten sind ohne Ausnahme der Ziviljury, Abschaffung der Todesstrafe, Beschränkung alle schweizerischen Kantonsverfassungen mindestens einmal, der Befugnisse des Staatsanwalts, Abschaffung des Sporteldiefer heiligen Scheu und Pietät vor dem Alten keine Spur. mehrere jedoch zweimal und öfter in fortschrittlichem unwesens, Freigabe der Advokatur, gründliche Revision Mit affeuartiger Geschwindigkeit hat seiner Zeit der Sinne revidirt worden. In unserer sich rasch entwickelnden des Schuldbetreibungs- und Notariatswesens, Aufhebung Faschings- Reichstag den Artikel 24 der Reichsverfassung, Beit mit ihren stets neu erzeugten Bedürfnissen und An der entehrenden Folgen unverschuldeter Zahlungsunfähigkeit, betreffend die Dauer der Legislaturperiode, abgeändert, schauungen kann in einem demokratischen Gemeinwesen, das freie Bresse und uneingeschränktes Vereinsrecht. indem er sie von drei auf fünf Jahre verlängerte. Mit des Volkes wegen da ist – im Gegensatz zur Monarchie, Die damaligen Regierungsmänner des Kantons Zürich bei ihm ganz ungewohnter Raschheit ertheilte der Bundes- wo das Bolt des Staates resp. ber Monarchie wegen da und ihre Werkzeuge im Großen Rath- lauter Bertreter tath dem Reichstags- Beschlusse seine Genehmigung. Und ist die Staatsverfassung nicht Jahrzehnte lang genügen. und Diener der hohen Plutokratie- waren selbstverständmit der gleichen ungewöhnlichen Geschwindigkeit und Fähigkeit und macht sich die Nothwendigkeit einer Verfassungsrevision lich von der Güte und Ünübertrefflichkeit ihres Herrschaftsahmte der preußische Landtag das Beispiel des Reichstages in weiteren Kreisen fühlbar, so kann weder ein allmächtiger systems überzeugt und ignorirten mit stolzer Berachtung nach- derselbe Landtag, der kaum je von sich aus dazu kommen Bundesrath- wie der deutsche es ist noch ein Monarch wie dies anderwärts heute noch die Regierungen zu thun wird. Das eiendeſte Wablinftem, auf dem er berubt. durch oder eine einzelne Veriönlichkeit à la Bismarck den Garg pflegen- die laut gewordenen Wolfsmünsche das allein vernünftige und gerechte allgemeine Wahlrecht zu der Dinge hemmen; diese Machtfaktoren sind der Demokratie skratischen Führer der Bewegung wurden„ Umſtürzler", erfegen. Dem wiederholt gefaßten Beschlusse des Reichs- fremd, der Kampf beginnt dann nur gegen die konservativen„ Demagogen"," Seſſeljäger" ze. gefchimpft, das Vortages betreffend Abänderung des Artikel 32 der Reichs- Elemen te, deren Widerstand überwunden wird. handensein einer demokratischen Voltsbewegung rund verfassung bezüglich der Diäten an die Reichstags- Die Geschichte der schweizerischen Demokratie lehrt dies. weg abgeleugnet, und in dieser optimistischen Aufwähnten Abgeordneten hat der Bundesrath bekanntlich noch immer In den nächsten Tagen begeht man im Kanton Zürich das fassung die Gewalthaber feine Zustimmung nicht gegeben. ihr Regiment 25 jährige Jubiläum der Wiedergeburt der unerschütterlich für alle Zeiten. Da tam der 15. Dezember Die schweizerische Bundesverfassung Demokratie. Am 15. Dezember 1867 fanden an vier 1867 mit seinen gewaltigen Volkskundgebungen, und nun ergänzend revidirt worden und jede einzelne Revision mußte bei sturmgepeitschtem Regen unter freiem Himmel Versamm Volksbewegung vorhanden ist. Am 27. Dezember wurde dem Volke zur Abstimmung vorgelegt werden. Von den lungen statt, die von ca. 20 000 Personen besucht waren und von demokratischen Führern dem Großen Nath das mit ſleben Verfaſſungsrevisionen betrafen: die eine die Ein- einmüthig einer Proklamation und damit einem verknüpften 27 000 Unterschriften bedeckte Begehren nach Revision der führung des eidgenössischen( staatlichen) Banknotenmonopols, Programm zustimmten, welche eine gründliche Revision Verfassung unterbreitet und am 26. Januar 1868 erklärten die Einführung des ſtaatlichen Alkoholmonopols, die Ein- der kantonalen Verfassung verlangten. Die als sich in der Boltsabstimmung von 59 125 Stimmenden führung des Erfindungsschutzes, die Einführung der Unfall- und historisches Aftenstück bedeutsame Proklamation beginnt mit 50 784 derselben für die Verfassungsrevision und 47 864 Krankenversicherung und die Ginjührung der 3nitiative, folgenden Säßen:„ Werthe Mitbürger! Es ist ein unver- für Vornahme derselben durch einen Berfassungsrath. Der5. bas Recht, einen Borschlag zur Abänderung oder äußerliches Recht freier Männer, in offenen Versammlungen selbe wurde bei der späteren ahl von Wolfe aus 145 hierfür 50 000 Unterschriften aufgebracht werden. Ergänzung der Bundesverfassung zu machen, wenn unter freiem Himmel zu tagen, die Landesangelegenheiten zu be- Demokraten und 75 Regierungsanhängern bestellt. Das ist, 2c. Die demo sprechen, sie grundsätzlich zu bestimmen, Schäden in Gesetzgebung, Programm wurde in der Verfassung verwirklicht und dieDie Initiative bedeutet eine weittragende Erweiterung Verwaltung und Rechtspflege aufzudecken und abzustellen, die selbe am 18. April 1869 in der Volksabstimmung der Volksrechte auf eidgenössischem Boden. Unmittelbar Berbesserung vorübergehender oder länger andauernder mit 35 458 gegen 22 366 Stimmen angenommen, wodurch nach Auuahme dieſes neuen Wolksrechtes in der Volks- Nothstände anzubahnen, und für diese Zwecke die ihnen der Kanton Zürich der freieste Staat der Welt geworden abstimmung machten davon die schweizerischen Thierschutz geeignet scheinenden rechtlichen Mittel ins Wert zu segen." ist. Bei den Regierungs- und Großrat hswahlen siegten bereine Gebrauch, indem sie eine Ergänzung der Bundes- In der Proklamation wird ferner darauf hingewiesen, daß wiederum die Demokraten, so daß binnen anderthalb Jahren verfassung dahin vorschlagen, daß der Bund das Recht er das Züricher Volk die Einsicht erlangt hat, daß es das die Ende 1867 noch so stolzen Gewalthaber auf der ganzen der Thiere zu verbieten. Hierfür brachten die genannten staatlichen Willens, als fein Ausgangs- und Zielpunkt be- nichtet worden war. hält, durch Erlaß eines besonderen Gesetzes das Schächten Voit, und das Volk allein sei, welches als die Quelle des Linie total geschlagen und ihr plutokratisches Regiment verFeuilleton. Matorud verboten.) Bel- Ami. ( 30 Roman von Guy de Maupassant. Topf," und fragte: Er dachte:„ Ich bin zu kalt, ich bin ein DummWie haben Sie denn Forestier's Befanntschaft gemacht?"" erwiderte ste provozirend boshaft. Fahren wir nach Rouen, um über ihn zu plaudern?" Er erröthete:" Ich bin dumm. Sie schüchtern mich ganz ein." tch denn das?" Das belustigte sie." Ich? Nicht möglich! Wie mach' Er hatte sich dicht neben sie gesetzt. Ach! Ein Hirsch!" rief sie. Der Zug fuhr in den Wald von Saint- Germain. Sie " beibehalten, und Duroy sollte anch die Stellung und das Gehalt Forestiers bei der Vie Française" erben. Uebrigens hatte sie schon vor ihrer Vermählung so gewandt wie ein Geschäftsmann die Geldangelegenheiten ihrer The geregelt. Was machen Sie denn für ein dummes Gesicht?" fragte sie. " " Das liegt an meiner Rolle," erwiderte er, an die Sie mich eben noch erinnert haben." Wieso?" fragte sie. か Weil Sie nicht nur die Leitung des Hauses, sondern es sich auch für eine Wittwe." Sie war erstaunt: Was wollen Sie denn damit Sie lebten in Gütertrennung; alle Möglichkeiten wie Tod, Scheidung, Geburt eines oder mehrerer Kinder waren auch meine Erziehung übernommen haben. Und so gehört in ihrem Ehevertrage vorgesehen. Duroy hatte viertausend Franks in die Ehe mitgebracht, aber von dieser Summe waren fünfzehnhundert geliehen. Der Rest rührte von den Ersparnissen her, die er im letzten Jahr in Hinblick auf seine Vermählung gemacht hatte. Die junge Frau brachte vierzigtausend Franks mit, die ihr nach ihrer Angaben Forestier hinterlassen hatte. sagen?" Nun, Sie haben doch vor mir eine lange Eheerfahrung voraus. Da müssen Sie mich Junggesellen eben erziehen. " Das ist aber wirklich stark," lachte sie. Was Dn für Ünfinn sprichst." Sie lam auf den Verstorbenen zu sprechen und stellte ihn ats Muster hiu:„ Er war sehr sparsam, sehr ordentlich" Nun, wenn Du mich zu duten anfängst," erwiderte und sehr fleißig. In lurzer Zeit hätte er sich ein Ver- er, Dann will ich nur gleich Dein Beispiel nachahmen und Dir sagen, Geliebte, daß ich Dich unaussprechlich liebe." mögen erworben. Duroy hörte nicht mehr zu, er war zu sehr mit an deren Gedanken beschäftigt. hatte ein erschrecktes Reh gesehen, das mit einem Sage über verfolge sie eine Lieblingsidee, dann sagte sie: Sen Weg sprang. Die Dämmerung war langsam heraufgekommen und hüllte wie in einen leichten Schleier die breite Landschaft zur Rechten. in ihre durchsichtige Schatten. Der Zug fuhr want an der Seine entlang, und das einsame Paar im Koupee blickte auf den Fluß hinunter, der wie ein breites, glänzenauf. Der Abendhimmel spiegelte sich in ihm, den die scheidende Sonne in Purpurfeuer getaucht hatte. Allmälig erloschen diese Lichter, sie wurden dunkel und traurige Schatten legten sich über sie. Das Land verschwand in Schwarz und finstere Schauer schienen es zu durchzittern, die Todesschauer, die jede Dämmerung über die Erde schickt. Auch sie machte zuveilen im Sprechen eine Pause, als Noch zwei oder drei Jahre, dann können Sie leicht et ihr einen Kuß zu geben. Als sie sich wieder vom Fenster zurückwandte, suchte Ihre dreißig bis vierzigtausend Franken jährlich verdes Metallband sich hinzog. Rothe Reflexe leuchteten in ihm Sie entwand fich ihm dienen. Charles hätte so viel gemacht, wenn er gelebt Lassen Sie das, Wir sind doch keine Kinder mehr, hätte." Georges." Georges fand den Sittenunterricht etwas langweilig Er wurde sehr roth. Ihre vernünftigen Worte fühlten und erwiderte: Fahren wir nach Rouen, um über ihn zu plaudern?" ibn ab. Sie begann jetzt ruhig zu plaudern. Mit Sie gab ihm einen leisen Klaps auf die Backe und was sie sagte lachend: Gs stimmt. Ich kann es wirklich lassen." Er that so, als fäße er wie ein artiges Kind mit ge aite Wohnung, wo sie mit ihrem ersten Mann gelebt hatte, falteten Händen im Schooße da. Diese Melancholie des Abends, die zum offenen Fenster hineinzog, drang auch in die eben noch so heiteren Herzen des still gewordenen Paares. Ger Die Antwort des Reichskanzlers auf die Juden flinten- Interpellation lautet: Go vollziehen sich die Revolutionen in der Demokratie![ Reichstagswahl in Kaufbeuren. Nach der Ohne Schwertstreich, ohne Pulver und Blei, ohne Hochver- mania" ist det Bentrumskandidat 3inth mit gegen 2000 Stimrathsprozesse, Standgerichte, ohne Hinrichtungen und ohne men Majorität gewählt. Zinth erhielt 8476, Sigl 3020, Kerter stürzt die geänderte Zeit das Alte, aus dessen Wagner( nationalliberal) 2717, Bitt( Sozialdemokrat Ruinen neues Leben blüht. Das Bürgerthum des 797 Stimmen. Kantons Zürich hat seine ihm von der Geschichte gestellte politische Aufgabe energisch und redlich gelöst und anläßlich der 25jährigen Jubiläumsfeier kann die demokratische Bartei mit Stolz auf ihr Werk und dessen gesezgeberische Segenspende zurückblicken. Und auch sie sieht bereits ihre Nachfolgerin, die Sozialdemokratie auf dem Plane, in deren vordersten Reihen heute wie vor 25 Jahren bei der Verfassungsbewegung unser altbewährter Kämpfer Karl Büttli fteht. Sollte ihm nicht das Glück beschieden sein, noch den Sieg des sozialistischen Gedankens in der selben friedlichen Weise sich vollziehen zu sehen, wie vor einem Vierteljahrhundert den Sieg des demokratischen Gedankens? Könnte man in den Monarchien nicht auch etwas aus der Geschichte der Demokratie lernen? Politische teberlicht. Berlin, den 12. Dezember. Die heutige Reichstagssitung brachte uns nicht die Fortsetzung der Debatte über das Militärgesetz, wohl aber anläßlich der Interpellation Marquardsen eine Er flärung des Reichskanzlers über die Qualität der deutschen Soldatenflinten. Daß die deutschen Flinten gut schießen, das haben wir niemals bezweifelt- namentlich nachdem der Gefreite Lück und andere die Tüchtigkeit besagter Flinten so glänzend ad hominem- an dem Leibe deutscher Reichsbürger bewiesen haben. Die Interpellation der Agrarier, betreffend die internationale Münzkonferenz brachte uns die unvermeidliche Doppelwährungs- oder Silberdebatte, mit den üblichen unvermeidlichen Reden der Herren Kardorff, Mirbach, Leuschner, Frege und Konsorten einer- und Bamberger's anderseits. Diesmal sprach auch ein sozialistischer Redner - Bebel-, der durch eine Bemerkung Kardorff's provozirt war. Der Reichskanzler wies die Interpellanten sehr scharf ab, so scharf, daß der unfreiwillige Komiker v. Schalscha fich und den übrigen Doppelwährungsleuten eine humoristische Grabrede hielt. Die konfervativen Agrarier benutzten die Gelegenheit, um die Antisemiten von ihren Rockschößen zu schütteln, was eine drohende Strafrede des fürchterlichen Liebermann von Sonnenberg zur Folge hatte. Morgen Militärgesez. Der Bundesrath ertheilte in der am Freitag voriger Woche unter dem Vorsitz des Vizepräsidenten des Staatsministeriums, Staatssekretärs des Junern Dr. von Bötticher abgehaltenen Plenarsigung dem vom Reichstag angenommenen Gefeßentwurf, betreffend die Einführung des § 75a des Krankenversicherungs- Gesetzes, und dem Entwurf eines Gesetzes wegen Ergänzung der Bestimmungen über den Wucher die Zustimmung und erklärte sich mit der Wiedervorlegung des Gesezentwurfs gegen den Verrath militärischer Geheimnisse an der Reichatag einnerſtonden. Der Antrag Badens, betreffend Ausnahmen vom Berbot des Umlaufs fremder Scheidemünzen, der Freundschafts, Handels- und Schifffahrtsvertrag mit dem Freistaat Kolumbien und der Entwurf von Vorschriften über die Versendung von Sprengs stoffen und Munitionsgegenständen der Militär- und Marine verwaltung auf Land- und Wasserwegen wurden den zuständigen Ausschüssen zur Vorberathung überwiesen. Von der Denkschrift über die Cholera Epidemie dieses Jahres nahm die Versammlung Kenntniß. www Der Antrag, das Strafverfahren gegen Ahlwardt in dem Judenflinten- Prozeß während der Dauer der Reichstags Session einzustellen, bedarf 15 Unterschriften. Die Staatsbürger- Zeitung" schreibt: " Außer den Antisemiten v. Liebermann, Pickenbach und Werner haben denselben nur Sozialdemokraten( unter andern Singer und Stadthagen) unterzeichnet; die Mitglieder der anderen Parteien waren zur Unterzeichnung nicht zu bewegen, weil sie ihre Vorstände darüber noch nicht gehört hatten".(!)" " Sie hatten sich dicht zu einander gesetzt, um den schönen lichten Maitag verlöschen zu sehen. In Nautes wurde die kleine Delflamme des Wagens angezündet, und sie begann ihr zitterndes gelbes Licht auf die grauen Polster zu werfen. Duron hatte die Taille seiner Frau umschlungen und drückte sie in sanfter Zärtlichkeit an sich. Ich liebe Dich, füße Magda", flüsterte er. Unser neues Infanteriegewehr ist ein durchaus gutes im Modell und der Ausführung und es entspricht allen Anforde rungen, die die moderne Kriegskunst an eine Handfeuerwaffe zu stellen hat. Das gilt in seinem ganzen Umfange auch von ben bei Löwe bestellten Gewehren. Der Gedanke, an Löwe Gewehre zurückzugeben oder künftig nicht mehr bei ihm zu bestellen, ist der Staats- und Reichsverwaltung nie gekommen. Daß heute eine solche Beunruhigung entstehen konnte, liegt weniger an dem Gewehr, als in den Zeitverhältnissen. Auch bei der Einführung des Bündnadelgewehrs, welche ich selbst erlebt habe, wurde dies neue Gewehr auf das schärfste angegriffen, hauptsächlich in Offizierskreisen und es fursirten da fogar Wizblätter über dieses Gewehr. Damals hatten wir noch nicht die Presse, nicht den Parlamentarismus das Gewehr der deutschen Armee vollständig kriegsbrauchbe und die Löwe'schen Gewehre stehen den anderen nicht na Ich glaube, die Nation kann sich in dieser Beziehung vollständi aller Sorgen entschlagen. N Ein Heimstättengeset Entwurf ist von den fo fervativen Abgg. Graf von Dönhoff Friedrichstein, Gu Douglas, Gehlert, Lutz, Menzer und einer Anzahl Mitglied beider konservativer Parteien und des Zentrums im Reichs tage eingebracht. Unterstügungsivohusik. Offiziös wird geschrieben: Die Meldung, es sei ein Gefeßentwurf, betreffend Avände rung der gefeßlichen Bestimmungen über den Unterstügung wohnsit, thatsächlich in Borbereitung, darf infofern als ju treffend bezeichnet werden, als seit geraumer Zeit Erhebungen stattfinden und das einschlägige Material gesammelt und lichtet wird. Die Vorbereitung der Materie ist aber noch nicht so weit gediehen, um die Annahme gerechtfertigt erscheinen laffen, ein solcher Gesetzentwurf werde noch in dieser schon genug belasteten Seffion an den Reichstag gelangen. Die preußischen Junker und Agrarier werden sich also mit der Beschränkung der Freizügigkeit der Arbeiter noch etwas gedulden müssen. Ein offiziöser Wink. Wie der Norddeutschen All gemeinen Zeitung" das Wohl der Fabrikanten zu Herzen geht, erhellt aus nachstehender Belehrung dieses Blattes & schreibt: Neuerdings wieder wurden vielfach Klagen darüber laut daß Betriebsunternehmer wegen der Uebertretung polizeilicher Vorschriften feitens jugend licher Arbeiter zu Polizeiftrafen verurtheilt find, ohne daß dieselben von diesen Uebertretungen etwas gewußt, ge schweige denn sie veranlaßt hätten. Durch die Gewerbe ordnungs- Novelle follte diesen Klagen abgeholfen werden und fönnte es auch, wenn die Unternehmer größerer Betriebe, welch solche Uebertretungen unmöglich selbst verhüten fönnen, überall von der ihnen durch die neue Fassung des Abs. 1 des§ 151 gewährten Befugniß Gebrauch machten. Durch diese Be ftimmung ist nämlich die Verantwortlichkeit des Unternehmer für den Fall beschränkt worden, daß er eine an sich geeignete Person mit der Leitung oder Beaufsichtigung des Betriebe oder eines Theiles desselben beauftragt. Dieser Beauftragte dann für solde et extretungen haftbar und kann es aud fein, weil ihm die Ueberwachung der Arbeiter möglich ist." und nicht die Mitwirkung der öffentlichen Meinung in so ausgedehntem Maße wir heute. Wenn nun ein Gewehr, wie das neue, das seiner Natur und den Fortschritten der Technik und Kriegskunst nach ungleich fubtiler als unsere früheren Gewehre, besonders als das Bündnadelgewehr ist, in den Händen einer Landwehrtruppe, die es zum ersten Male in ihre Finger bekommt, eine Menge von Beschädigungen erleidet, fo ist das an und für sich kein Wunder. Die bekannten Weseler Papiere sind nicht, wie in dem Prozeß gesagt wurde, durch einen horrenden Vertrauensmißbrauch in die Hände des Angeflagten gelangt, sondern es ist das ein kleiner, gewöhnlicher, gemeiner Diebstahl, nicht mehr und nicht weniger. ( Hört! Hört!) Die Papiere haben in Wesel in einer offenen Mappe auf dem Tische im Kommandogebäude gelegen und sind dort weggenommen worden. Die Schriftstücke waren gar nicht als geheime vorgemerkt. Die Reparaturen, welche an den Ge wehren vorgenommen werden, betreffen in den meisten Fällen nicht solche Fehler, welche die Kriegstüchtigkeit der Gewehre be schränken. Die Artilleriedepots, in denen die Gewehre lagern, betrachten nach den Uebungen die Gewehre mit der Dupe und bemängeln jede Kleinigkeit. Das ist auch gut. Man kann aber daraus nicht schließen, daß, wenn nach einer Uebung eine Menge von Gewehren, die in wenig geübten Fingern waren, bemängelt werden, daß die Waffe schlecht ist. Nach der Liste der Reparaturen des Artillerie- Depots in Wesel sind es nur brei Reparaturen, die allenfalls auffallen können. Reparaturen werden auch häufig dadurch verursacht, daß das Material nicht überall gut gewesen ist. Es fann sich herausstellen, daß das Eisen oder der Stahl zu spröde oder zu weich gewesen ist. Aber daraus tann nicht das Mindeste für die Kriegsbrauchbarkeit Nachtheilige geschlossen werden. Unter den InfanterieSeitengewehren desselben Landwehr- Bataillons, Modell 71, die also lange vorher angefertigt worden sind, find 81 als reparaturbedürftig erfannt worden. Wenn das einem Dinge vorkommen kann, das gar nicht ge zückt worden ist, so fann man sich nicht wundern, daß folche Reparaturen in ungleich größerer Zahl bei den Gewehren vorkommen. Dabei muß man noch berücksichtigen,„ Um so weniger" versteht die„ Kreuz- Zeitung" es, we daß vielfach an ein und demselben Gewehre mehrere Repara halb" der Gerichtshof eine ganze Reihe von Beweisauträge turen vorkommen, dadurch also die Summe der reparatur: Ahlwardt's und seines Vertheidigers abgelehnt hat. bedürftigen Gewehre sich noch verringert. Es ist vor Gericht sollte denn der Gerichtshof noch weiter beweisen lassen nun versucht worden, die Militärverwaltung in einer unver an Zum Ahlwardt Prozeß schreibt die„ Kreuz- Zeitung it es an, daß die von der Firma Löwe u. Co. gelieferten Ge Das Erkenntniß steut fest, und darauf vor allem fommt wehre nicht die von dem Angeklagten behaup tete schlechte Beschaffenheit haben, sonder friegsbrauchbar sind. Da sich dies, wie bereits früher bemerkt, mit unseren eigenen Wahrneh mungen deckt, so reicht es für uns aus; für andere und zwar sehr weite Kreise jedoch, die nicht in der Lage sind, si auf die Thatsachen zu stüßen, die uns zu Gebote stehen, wi es vielleicht nicht ausreichen." Was antwortlichen und gewissenlosen Weise zu verleumden.( Hört! Selbst in dem Strafmaß, auf welches erkannt ist, glaubt Hört!) Ich kann das als Angehöriger des deutschen Heeres die Kreuz- Zeitung", daß der Gerichtshof das Richtige g und als Bertreter der auswärtigen Politik des Reiches nur auf troffen hat. Sie hätte nur gerne die„ unrügbaren" Eindrüde, das Schärfste brandmarken.( Lebhafter Beifall.) die der ganze Prozeß machte, noch mehr festgestellt gesehen. Sächsischer Kriegsminister General- Lieutenant v. d. Planiz: Wir hätten dieses, namentlich die ganzen Arbeiterverhält et es ist schrifin uno manouch behauptet worden, daß bei den nije vet zowe, die entassung der 400 4 Uebungen des fächsischen Armeekorps schlechte Erfahrungen der Maifeier und ähnliches, auch gerne genauer mit den Löwe'schen Gewehren gemacht worden sind. Bir örtert gesehen. Aber der Gerichtshof that uns nicht den stehen der Löwe'schen Fabrik vouständig objektiv gegenüber, Gefallen, obgleich es vielleicht im näheren Zusammenhang da diese nicht direkt an uns geliefert hat. Wir haben viel mit dem Prozesse steht, als der Schmutz, welchen die„ Kreuz mehr die Gewehre beim preußischen Kriegsministerium bestellt Die Freifinnige Zeitung" schreibt: " In bezug auf die Unterbrechung des Straf prozesses gegen Ahlwardt haben wir niemals, wie uns die Germania" und der Borwärts" deutet, befürwortet, Ahlwardt, abzuhalten, das Haus am Leipzigerplatz zu be treten. und haben von diesem selbstverständlich auch solche erhalten, Beitung" gern aufgewühlt gesehen hätte. die bei Löwe gemacht sind. Nach dem Erscheinen der ersten Broschüre von Ahlwardt sind in Sachsen die Löwe'schen Gewehre untersucht worden. Es wurden 200 derselben mit den in Staatsfabriken angefertigen Gewehren verglichen. Es wurden aus jedem Gewehr 50 Schüsse abgegeben und zwar 25 gewöhnliches und 25 Schüsse Schnellfeuer. Das Resultat war, Daß die Löwe'schen Gewehre vollständig gleichwerthig mit den Gewehren aus Staatsfabriken waren. Auch bei den Uebungen von sechs Reserve- Bataillonen, von denen fünf mit Löwe'schen Gewehren ausgerüstet waren, haben sich letztere durchaus bewährt, und alle in der Neuen Deutschen Zeitung" in Leipzig und anderswo mitgetheilten Thatsachen, welche sich auf die Herr Eugen Richter wünscht eben, daß bis Ahlwardt Unbrauchbarkeit der Löwe'schen Gewehre bezogen, haben fich die Gefängnißstraße, die er gegenwärtig verbüßt, abgeſeiſen als falsch herausgestellt. Nach meiner festen Ueberzeugung in hat, auch die neu erkannte Strafe wegen der„ Judenflinten" Er ging zum Fenster und zündete sich eine Zigarette an. Der Anblick des Hafens, des breiten Flusses, der Segel schiffe mit ihren schlanken Masten, der stämmigen Dampfer, bie mit Hilfe von Krähnen entladen wurden, blieb doch nicht ohne Wirkung auf ihn, so oft er es früher auch gesehen hatte. Donnerwetter, ist das schön!" rief er. den Strafprozeß unterbrechen soll, als bis Ahlwardt in de Wir haben lediglich befürwortet, daß man nicht eher Lage ist, thatsächlich von dieser Unterbrechung des Prozeffe parlamentarischen Gebrauch zu machen durch den Eintritt is Den Reichstag." sonderbare, gewaltige Broncenadel, die Spitze der Kathedrale die die höchste der Welt sein soll. Aber drüben, auf der anderen Seite des Stromese hoben sich die runden, an der Spize ausgebauchten Fabril fchornieine der großen Borstadt Saint- Sever. Zahlreicher noch als ihre Brüder, die Kirchthürme stiegen ihre hohen Biegelsäulen weit in das Land hinein Madeleine lief herbei, legte ihre beiden Hände auf eine empor und wirbelten schwarzen Kohlenrauch zum blauen Ihre Lippen suchten seinen Mund zum langen Russe. Schulter ihres Gatten und lehnte sich hingebend an ihn. Himmel auf. Dann blieben fie, Wange an Wange geschmiegt und Voller Entzücken blickte sie hinaus und wiederholte: Ach, Die Augen in die Nacht draußen versenkt, aus der zuweilen ist das hübsch, ist das hübsch! Ich dachte gar nicht, daß Lichter aufbligten, still bei einander sigen, bis Rouen es soviel Schiffe geben könnte!" herankam. Eine Stunde später brachen sie auf. Bei den Alten, die schon seit einigen Tagen Bescheid wußten, wollten sie Mittag effen. Und der höchste Schlot unter allen war so hoch wie das zweithöchste menschliche Bauwerk, die Cheopspyramid und tam fast der Spitze der stolzen Kathedrale gleich; f wie sie die Königin der jpigen Menge heiliger Bauten wa schien diese mächtige Feueresse über das arbeitsame,.rauchende Bolk der Fabriken zu herrschen. Sie stiegen in einem Hotel ab, dessen Fenster auf den Rai hinausgingen und aßen ein wenig zu Abend. Am andern Morgen wurden sie gegen acht vom Zimmer- Ein offener Wagen, er war vor Alter rostig, trug fie Hinter der Arbeitervorstadt breitete sich ein Tannen mädchen geweckt. hinaus. Er flapperte wie eine Kesselschmiede, als sie durch wald aus und schnitt den Horizont ab. Zwischen Stadt und Eltern verlaufen würde. Er hatte seine Frau zwar auf Dann ging es durch Wiesen, an einem Bach vorbei, und wellige, bebuschte Hügel Bahn, die nur stellenweiſe th Duron war etwas unruhig, wie der Besuch bei seinen die Straßen führen, zuerst durch eine lange, häßliche Gaffe. Borstadt aber floß die Seine hindurch, brach sich durch alles schon vorbereitet und aufmerksam gemacht und auf sie endlich die Anhöhe hinan. eingepredigt, aber er hielt es doch für gut, seine Worte noch einmal zu wiederholen. Es sind Bauern, darfst Du nicht vergessen, richtige Bauern vom Lande und nicht von der Romischen Oper." Das weiß ich ja," erwiderte sie lachend, Du hast es mir oft genug gefagt." Er zog sich die Stiefeln an:" Auf Bequemlichkeiten fönnen wir bei ihnen nicht rechnen. Nur ein altes Bett mit einem Strohfact steht in meinem Zimmer. Matrazen Madeleine war müde geworden und halb eine einen langen runden Bogen beschrieben hatte, dann am weißen Steinfnochen vorwiesen und verschwand, nachdem f geschlummert in dem warmen, schmeichelnden Sonnenlicht, Horizont. bie das sie in dem alten Wagenkasten umfluthete und durch- Schiffe tamen den Fluß hinab und hinauf gezogen, drang, als nähme sie ein wahres Licht- und Landluftbad. nicht größer wie Fliegen zu sein schienen und dicken Damp Ihr Mann weckte sie. Sieh nur," sagte er. ausspieen. Inseln lagen über dem Wasser bald dicht am Der Wagen hielt. Zwei Drittel der Anhöhe lagen einander gereiht, bald in großen Zwischenräumen, wie un fe hinter ihnen; sie befanden sich an einem berühmten Aus- gleich vertheilte Körner einer grünenden Schnur. fichtspunkte, der allen Reisenden gezeigt wird. Der Kutscher erwartete, daß sich die Reisenden Das weite, gewaltige Thal lag zu ihren Füßen. Von genug an der Lan schaft begeistert hätten. Aus Erfahrung fennt man in Contelen nicht." dem einen bis zum andern Ende durchglänzte es der bewußte er bei allen Sorten von Besuchern, wie lange Das schadet nichts", rief sie luftig. Ach wird das wegte Strom. tan fah ihn von unten herkommen, an Bewunderung dauerte. hübsch sein, wenn wir dann Morgens vom Krähen der zahlreichen Inseln vorbeifließen und eine Biegung machen, Hähne geweckt werden..." Aber als sich der Wagen eben in Bewegung fehen bevor er durch Rouen floß. Dann tauchte auf der rechten wollte, sah Duroy plöglich in einer Entfernung von einigen Sie hatte ihren Morgenrod angelegt, ein weites Kleid Flußseite die Stadt auf; noch schwamm fie im leichten hundert Schritt zwei alte Leute ihnen entgege fomme aus weißem Flanell, das Duroy sofort wieder erkannte. Morgennebel, aber ihre Dächer blisten schon auf in der und er sprang aus dem Wagen und rief: Das find Sein Anblick war ihm unangenehm. Warum nur? Seine Sonne. Bahllose schlanke Thürme ragten aus dem Dunst Ich extenne fie." Frau besaß ein ganzes Dußend solcher Morgenkleider, das empor, spiße und stumpfe, die wie Riesenspielzeug aussahen, wußte er. Sie tonnte doch nicht die Ordnung ihrer Aus- viereckige und runde, heraldische Kronen auf dem Haupt, fteuer zerstören und ein neues faufen! Gleichviel, es war Glockenthürme, Warten, kurz das ganze Bolt gothischer ibm unangenehm. Es erinnerte ihn an Forestier, Rirchenbauten. Alle überragte eine merkwürdige, häßliche, I ( Fortsegung folgt.) E St 9 d 11 br 1 0 rechtskräftig geworden und Ahlwardt dann weiter verhindert , in den Reichstag zu treten. Die Ausrede des Herrn Richter zeigt, daß er bas klägliche seiner Haltung in dieser Frage felbst fühlt. unwiderleglich flar gemacht." erhellt: Parteinachrichten. Geesthacht. abgegeben. geführt hatte, der Denunziant war der Reisende der Konftanzer Kohlenfirma May Strohmeyer, Keller, der für seinen Brinzigal ständig in der Schweiz reift. VerGegen die Militärvorlage find weitere Protestversamm muthlich die Empörung der Schweizer über die allgemein fungen abgehalten worden in Oberfeemen in Heffent( Ref. Deutsche Zeitungstugend. Das Leipziger Tage- bie ferneren Dienste seines denunziatorischen Reisenden zu Berlin). verurtheilte Denunziation hat Strohmeyer veranlaßt, auf Brand Frankfurt a. M., Strausberg( Ref. Gerische blatt" bringt unter der Ueberschrift:" Der Fall Saling" verzichten. Der entlassene Denunziant mag nun sehen, wie einen Artikel des Deutschen Bürger- und Bauernfreund", er zu seinem Judaslohn kommt. Gemeindewahlen. Der Mainzer Kreisausschus hat den der folgenden Vorschlag macht: von Seiten der Ultramontanen gegen die Stadtverordnetenwahl Die Berliner Beitungen müßten untereinander in Ver- Die Arbeitermetelei von Tilleur bei Lüttich in eingelegten Proteft für unbegründet und die Wahl für giltig er bindung treten, um ihre Arbeitsräume von allen ampetfelbaften Belgien- gleicht auf's Haar den Arbeitermegeleien, flärt. Der Liebe Mühe war umsonst; die Gründe für die Gesellen gründlich zu reinigen. Sie müßten einen Ver- die seit Jahrzehnten in den belgischen und französischen Giltigkeitserklärung sind dabet so schlagend, daß auch der binnen band gründen zur Erhaltung ihres Ansehens und zum Schub Rohlenbecken periodisch vorkommen. 10 Tagen beim Provinzial- Ausschuß zulässige Refurs, wenn er ihrer Ghrenhaftigkeit. Der Verband müßte sich verpflichten, Die Millionäre, in nie und nimmer wieder einen Menschen zu beschäftigen, dem deren Besitz die Kohlengruben find, bilden einen feft ergriffen werden sollte, nichts daran ändern wird. Bei den Bürgerausschuß- Wahlen in Cannstatt wurden einmal eine une hrenhafte Sanblung nachgewiefen ist. geschlossenen Interessenring gegenüber den Arbeitern, und sie für die deutsche Partei 221 unveränderte Bettel abgegeben, für Jede Zeitung aber, bei ber ein Lump betroffen und überführt haben in der Gesetzgebung das große Wort und den ent- die Sozialdemokratie 172, für die Bolkspartei 89. wird, müßte eine möglichst hoch bemeffene Strafe zu gunsten scheidenden Einfluß. Das Doppeljoch der ökonomischen ber Verbandskasse bezahlen. Wenn die Zeitungen in Berlin und politischen Sklaverei, welches das Ideal des Staats- Mit den Beschlüffen des Berliner Parteitags erklärten fich nicht selbst in ihrem geschädigten Ansehen wiederherstellen sozialismus bildet, ist hier von den Herren Großkapitalisten sich ferner einverstanden die Barteigenoffen in Ralf, Calbe a. G., ift ihnen auch nicht zu helfen. Das hat der Fall Saling bereits aufs Schönste verwirklicht. Herr Frère d'Orban, eipzig, Beboe, Wellingdorf, Rendsburg, einer der Könige der belgischen Kammer, ist Hauptaktionär Den meisten Zeitungen fommt es weniger auf die der Bergwerke von Tilleur. Mit einem Theil seiner MitReinigung" als auf den Profit an. Was würde wohl das aktionäre hat er die Hand auf der Klinke der Gefeß- 1130,26 M., Ausgabe 1108,88 M.( darunter 148,80 M. Prozeß Parteifinanzen. Ralt. Einnahme seit 1. November v. J. Leipziger Tageblatt" oder die ihr verwandten Dresdener gebung" und sorgt dafür, daß die Ausbeutung und Unter- foften, 162,90 m. für Agitation, 98,78 M. für den Presfonds, Nachrichten" sagen, wenn man ihnen den Vorschlag machte, brückung stets das Gesetz für sich hat, in Form Rechtens 300,40 m. für die Hamburger Nothleidenden). und bei ihnen wäre die Auskehr des Mistes wohl am meisten sich vollzieht. geboten. Beruht doch fast die gesammte Bourgeoispresse Der Bericht über die Interpellation vom vorigen Landagitation. Die Parteigenossen in Ralt haben int auf Prostitution und die fächsische Bourgeoispresse steht in Donnerstag befindet sich jetzt in unseren Händen. Wir er vergangenen Jahre 1300 Broschüren unentgeltlich an Landbewohner dieser Hinsicht in vorderster Reihe. kennen daraus den vollständigen Sachverhalt. Zur Fälschung der Emfer Depesche. Nachdem Arbeitsordnung, welche von den Grubenbesitzern Odenwald) wird von Anhängern unserer Partei Klage geführt. Der Konflikt wurde hervorgerufen durch eine neue leber gegnerische Unduldsamkeit in morbach( bayr. Fürst Bismarck das etwas zu saftige Interview mit dem franzöfifchen Journaliſten Le Roux dementirt hat, ist nun war und Ende November angeschlagen wurde. Sie sollte aufträten, so würden sie in Kirchen und Wirthschaften in bekannter franzöfifchen Journalisten Le Roux dementirt hat, ist nun einseitig, ohne Zuziehung der Arbeiter festgesetzt worden Wenn unsere dortigen Freunde für die Sozialdemokratie öffentlich ein approbirtes übrigens sehr langweiliges-Interview am 1. Dezember in Kraft treten. Die Arbeiter verlangten Weise verunglimpft. Die Gründung eines sozialdemokratischen mit dem französischen Journaliſten De Hour- Le Roux die Rücknahme oder Abänderung verschiedener, ihnen be- Bereins wäre beshalb wünschenswerth. Durch folchen Zuſammens Doppelgänger erschienen, in welchem es heißt, Fürst Bismarck habe die Erlaubniß zur Veröffentlichung und Res fonders drückend erscheinenden Bestimmungen. Namentlich schluß der jetzt in der Vereinzelung lebenden Genossen würde der daktion der Emser Depesche gehabt, und er habe an dem anstößig waren die Paragraphen, betreffend die Geld Verfolgungswuth der Gegner ein Damm gesetzt werden. Die Lohnverhältnisse der in jener Gegend beschäftigten Fabritarbeiter Original nur gestrichen und kein unwahres Wort eingefügt. bußen und Lohnabzüge. Die Arbeiter machten feien sehr ungünstige. Neben der Kost bekämen die Ledigen nur Ganz wie er Herrn Harden gesagt: eine Fälschung ohne einer gütlichen Verständigung mit dem Conseil des den Vorschlag, die Grubenbesitzer sollten behufs behufs 3 M. Lohn die Woche. Fälschung, durch bloße Streichungen und Zusammen- Prud'hommes Biehungen, die aus der Chamade" eine Fanfare" machen. dem Arbeiter- Gewerbegericht zu In Tilfit sprach neulich der freifinnige Agitator einer gemeinschaftlichen Berathung zusammentreten. Das Dr. Frantel aus Weimar über die Militärvorlage. Dabei Fideikommiffe. Ein Antrag des Abg. Jordan und wurde verweigert. Und nun erklärten die Arbeiter tam er auch auf die Sozialdemokratie zu sprechen. Besonders einer Anzahl Mitglieder der deutschfreifinnigen Partei ist Gruben ein. Alles war bis dahin in größter Nuhe verige in Leipzig eine roße Fabrit und würfe feine Arbeiter, wenn den Ausstand und fuhren am 1. Dezember nicht in die plumpe unwahrheiten waren ihm gerade recht, um unfere Partei zu verunglimpfen. Beispielsweise fagte Dr. Fräntel, Bebel bes beim Reichstage eingebracht, dahingehend die verbündeten Regierungen aufzufordern, eine amtliche laufen. Die Arbeiter gingen am 1. Dezember-wie das sie 30 Jahre alt fi d, ebenso aufs Pflaster wie jeder andere. Statistik für die einzelnen Bundesstaaten, beziehungs- nur natürlich ist auf den Straßen und in der Nähe der Giner unserer Geno en, der dem Herrn erwiderte, wurde von den weise deren Verwaltungsbezirt, ausarbeiten zu lassen, aus der Grubenöffnungen spazieren. Da erließ der Maire, der ein Freifinnigen mit Pfeifen, Schreien und ähnlichen Liebenswürdig Beamter der Grubenbesitzer und selbst Aktionär ist, eine feiten regalirt. Leiber stehen den wenigen Genossen, die wir in I. a) ber jetzige Umfang und Werth des durch Fidei Proklamation, welche alle Menschen ansammlungen Tilsit haben, feine Säle zur Verfügung, so daß die Freifinnigen tommiß, Stammgut, Lehnsqualität zc. der freien Ber und alle Volksversammlungen verbot. Das Verbot mit der Verbreitung ihrer Lügen vorläufig noch leichtes Spiel fügung der Besitzer oder Rugnießer entzogenen, d. h. war der reinste Unsinn und die schmählichste Willkür. Man haben. gebundenen", wie auch des in der sogenannten konnte von den ausständigen Arbeit ern doch nicht verlangen, todten Hand", d. h. im Besitz des Fistus, von Storperationen, Stiftungen zc. befindlichen Grund- daß sie an einem hübschen Tage in ihren Löchern von Wohnungen demokratische Verein zu Halle a. G. besizes; blieben. Und das Versammlungsrecht ist in Belgien unbeschränkt b) die Zunahme desselben seit Wiedererrichtung des jeder Versuch, die Ausübung zu hindern, ist verfassungs- Eine Reminiszenz, die Genoffe Hepner in dem von ihm Deutschen Reiches; widrig. Die Arbeiter rissen die Platate ab. Zwei Gen- trefflich redigirten St. Louis Tageblatt" mittheilt, wird auch für darmen, die es hindern wollten, wurden bei Seite geschoben, unfere Lefer von Interesse fein. Er geht von dem Vergleich aus, II. ob, beziehungsweise in welchem Maße, innerhalb des jedoch ohne verletzt zu werden. Das war früh am Nachden Singer auf dem Parteitag zwischen der Partei vor 25 Jahren felben Zeitraumes der freie, besonders der bäuer mittag. Während des Nachmittags wurde eine größere Reminisgenz des Schreibers dieses mag bier am Blaze sein Vor liche Grundbesitz nach Bahl, Umfang und Werth der Bahl von Gendarmen requirirt. Am Abend sammelten sich 22 Jahren war er Liebknecht's Affiftent am Boltsstaat" in liche Grundbesitz nach Bahl, Umfang und Werth der und der Partei von heute gezogen und fährt fort:„ Gine fleine Betriebe abgenommen hat, und zwar a) durch Vereinigung mit den ad I bezeichneten Liegen wieder Arbeitermassen auf der Straße. Die Gendarmen Leipzig, dem ersten Wochenorgan der( Eisenacher) Partei. Der fuchten die Leute auseinanderzutreiben. Da wurde mit( Shefredakteur beang 40 und der Affiftent 25 Thaler monatlich. Steinen nach ihnen geworfen. Hierauf gab der Brigadier Die Partei war, obschon numerisch nicht schwach, finanziell in so den Befehl, die Flint zu laden und ließ sofort, ohne dürftiger Lage, daß das Blatt nur unter Verzicht auf ein eigenes und diese Staristit dem Reichstage vorzulegen. die gefeßlich vorgeschriebenen drei Aufforderungen, in die fotal vorläufig bestehen konnte. Die Expedition führte Bebel in Petitionen. Das zweite Verzeichniß der bei dem Arbeiter wurden schwer verwundet, etwa ein Dugend leichter, der siebziger Jahre verstorbenen, braven Gehilfen unterstützt. Die Menge hinein feuern. Etwa ein halbes Dutzend seiner engen Hofwohnung in der Petersstraße, wo er seine Drechslerwerkstatt batte; später von einem jungen, in der Mitte Reichstage eingegangenen Petitionen( Nr. 2859-3234) ist jezt erschienen. Eine Anzahl derselben bezieht sich auf die und eine Frau und ein Kind wurden auf dem Fleck Redaktion befand sich in Liebknecht's ebenfalls sehr beschränkter lex Heinze; ein Berliner Petent bittet um Einführung von wilden Verwünschungen auseinander, und am anderen an, das erste der zweiten Gattin Liebknecht's: Niemals vor- oder getödtet. Die unbewaffneten Arbeiter stoben unter Wohnung. Nach einem halben Jahre tam das Baby Theodor Bordellen; eine Anzahl von Kirchenvorständen bittet, der Abänderung des§ 180 zu Gunsten der Vermiether' von Morgen waren die Grubenbefizer bereit, die Arbeitsordnung nachher haben wir ein Baby mit so mächtigem und anhaltendem Bohnungen an Prostituirte die Zustimmung nicht zu er in einigen Punkten den Wünschen der Arbeiter gemäß ab Schreiorgan gelannt. Entrüstung und hohe Bewunderung er- zuändern! Bierundzwanzig Stunden zu spät. theilen; der Zentralverein der deutschen Kolportage- Buchwechselten in unseren Gefühlen ab, wenn dieses Kerlchen. seine händler zu Berlin, bittet die Bestimmungen der lex Heinze Sangen, in her hammer vor, aber, wie schon gesagt, he Nach mehrwöchigem, zwecklofen Barlamentiren mit dem Baby Diese Thatsachen brachte der Abgeordnete für Lüttich, Eristenz gegen das Arbeitsbedürfniß der Redaktion geltend machte. betreffend unzüchtige Schriften, Abbildungen u. 1. w. abzu Rammer' in ihrer überwältigenden Majorität erklärte die ein Redaktionslokal zu miethen und einzurichten. Lieknecht und fam die unterlegene Redaktion zu dem heroischen Entschlußlehnen. Gegen die Militärvorlage wenden sich mehrere Megelei für durchaus ordnungs- und gesetzmäßig, und er fein Assistent, beide sonst nicht gerade zu den praktischen Leuten Petitionen; die Petition des sächsischen Schuhmacher- Innungs- theilte dem Ministerium ein Vertrauensvotum! Verbandes zu Döbeln ersucht, die zweijährige Dienstzeit auch zählend, fanden in der Nähe der Druckerei ein geeignetes Zimmer auf die Militär- Dekonomiehandwerker auszudehnen. Die Empörung in den Arbeiterkreisen ist unbeschreiblich, für monatlich vier Thaler; Tisch und Stühle fofteten beim und die Grubenarbeiter von Tilleur sind bis heute noch Tröbler eine nicht nennenswerthe Lappalie. Aber Bebel, der Die niederländische zweite Kammer hat in ihrer nicht in die Gruben zurückgekehrt, obgleich ein Telegranim Finanzminister des Unternehmens, wußte nichts davon und Sigung vom 10. b. M. den Gefeßentwurf bezüglich der dies gemeldet hat. Schreiber dieses hatte die unangenehme Aufgabe, ihm rücksichtsinternationalen Uebereinkunft über den Schutz des voll und schonend den vollzogenen Staatsstreich mitzutheilen. bubustriellen Eigenthums angenommen. Durch In der französischen Deputirtenkammer haben die Der Moment dieser Auseinanderseßung wird ihm unvergeßlich diesen Gefeßentwurf werden die Schädigungen, denen vor sozialdemokratischen Abgeordneten Lafargue, Ferroul und bleiben. Bebel trat verblüfft einen Schritt von seiner Drebbant nehmlich der deutsche Buchhandel und die deutschen Schrift- Jourde folgenden Gefeßentwurf zur Regelung der Thaler den Monat! Ihr Beide wißt aber auch gar nicht zu Frauenarbeit vor und nach ber steller infolge des Nachdrucks unterlagen, zum großen Theil Bindung und zur Einrichtung von„, caisses de maternité" immer fräftiger! Es geht nicht anders!„ Na, meinetwegen," Ent rechnen! Vier Thaler den Monat!" Aber das Baby schreit beseitigt. ( Mutterschaftskaffen) eingebracht: beruhigte sich Bebel. Aber leicht ward es ihm nicht. Ein Jahr Artikel 1. Jede Bürgerin, welche der Lohnarbeiterklaffe später wurde schon Geld zur Gründung einer eigenen großen angehört, mag fie verheirathet sein oder nicht, ist der Sorge Druckerei aufgebracht. der Gesellschaft anvertraut vom Beginn des 4. Monats ihrer Schwangerschaft bis zum 12. Monat nach ihrer Entbindung. Im Falle das Kind aber gestorben wäre, nur bis zum 2. Monat. In Magdeburg wurde Genoffe& öste als früherer Artikel 2. Der Beitrag, welcher der Bürgerin während Redakteur der Bolts stimme" wegen Soldatenbeleidigung dieser Zeit zugewiesen wird, beträgt drei bis sechs Frants von der Straffammer zu 100 M, Geldstrafe event. 10 Tagen per Tag, je nach den Preisen der Lebensmittel des Ortes wo Gefängniß verurtheilt. Die Beleidigung wurde in einer Zotalnachricht gefunden, derzufolge in der Nacht nach dem 1. Mai ein dortiger Soldat wegen Singens der Marseillaise verhaftet worden sein sollte. Toivie 27 fchaften, oder b) auf welche andere Art? Die vom schweizerischen Bundesrath erlassenen Bollzugsvorschriften zu dem am 1. Januar 1893 in Kraft tretenden Bundesgesez, betreffend die Patenttagen der Handlungsreisenden, vom 24. Juni 1892, entbalten unter Biffer 4 folgende auch für die deutschen Handlungsreisenden wichtige Bestimmungen: Jeder Reisende, der mationstarte) einer Ausweisfarte. Es ist gestattet eine Karte für mehrere Reisende ausstellen zu lassen, wenn sie nur von dem einen oder dem anderen derselben gebraucht werden soll. Nehmen dagegen mehrere Reisende eines Hauses gleichzeitig Bestellungen auf, so bedarf ein jeder derselben einer Ausweiskarte. Umgekehrt hat ein Reisender, der mehrere Handlungsgeschäfte vertritt, nur eine Ausweiskarte zu lösen. sie wohnt. Artikel 3. Diefe Beiträge werden aufgebracht durch eine Mutterschaftstasje"( caisse de maternité), welche in jedem Arrondissement errichtet und durch eine Steuer erhalten wird, welche die Industriellen und Handelsleute zu tragen haben, in der Höhe von 30 Franks für jedes zur Arbeit verwendete Rind und von 60 Frants für jede zur Arbeit verwendete Frau. Der Staat, das Departement und die Gemeinde haben je zu einem Drittel den noch nothwendigen Zuschuß zu leisten. Die australische Kolonie Wiktoria so theilt man gegenwärtig einem erhöhten Schutzoll zu. Als ein Anzeichen hierfür berichtet das Leipziger Export Journal", daß fürzlich eine Deputation von PapierwaarenAus der Schweiz schreibt man uns: Wegen einer fabrikanten und Importeuren dem Schahmeister ihre Wünsche Majestätsbeleidigung, die er auf der Fahrt von vortrug, dahingehend, daß auf eine Reihe Artikel des PapierSt. Gallen nach Konstanz begangen haben soll, wurde jüngst und Schreibwaarenfachs Erhöhungen des Einfuhrtarifs auf in letterer Stadt der Schweigerburger Schwarz, Birth 45, 35 und 20 pet. festgesezt werden möchten. Für einzelne zum„ Rebstock" in Kreuzlingen( fchweizerische Nachbar Waaren, als Kopirbücher ohne Kopflinien, Kalender in gemeinde von Konstanz) anläßlich des Besuches der Konstanzer Buchform oder mit Bildern mit Blankoraum zum Eindruck, Messe von der Polizei daselbst verhaftet. Nach kurzer Zeit Flaschen jeder Art mit Tinte, Pergament, wurde hingegen wurde der Verhaftete wieder freigelassen. Bollfreiheit erbeten. Der Schahmeister versprach, diese Für Angehörige der Vertragsstaaten erfolgt die Ausstellung der Ausweistarte laut Artikel 4 und 5 des erwähnten| Gesetzes unentgeltlich in demjenigen Kanton, ben der uns mit Handelsreisende zuerst besucht. eine Stunde Und nun der Denunziant, bem wahrscheinlich Wünsche in Betracht zu ziehen. jener Konstanzer Oberkellner als staatsretterisches Ideal vorgeschwebt hat, der vor einigen Jahren einige unferer Genossen wegen Aeußerungen in Kreuzlingen denunzirt und ihre Berurtheilung zu längeren Zuchthausstrafen herbeiEinführung von Diskutirabenden beschloß der Sozials Polizeiliches, Gerichtliches ze. " " In den Lokalitäten des Voltsblatts für Anhalt" sowie in der Privatwohnung des Redakteurs wurde auf Anordnung des Dessauer Amtsgerichts nach dem Manuskript einer Staßfurter Korrespondenz gehaussucht. Die Haussuchung war natürlich erfolglos. Soziale Lteberlicht. In Cottbus errichteten die Schlächtergesellen einen Fachverein, troydem die Meister vorher beschlossen hatten, jeben Gehilfen zu entlassen, der dem Verein als Mitglied bei treten würde. Kindesverfchenkung. Die Rölnische Beitung" veröffent licht in ihrem Worgenblatt vom 80. November folgendes Inferat: Ein Kind, welches im April 1893 geboren wird, kann an gut fituirte Herrschaft verschenkt werden. Frau Thies, Hebamme, Hannover, Mehlftr. 1A." Warde die Frauenarbeit nicht so beispiellos schlecht bezahlt, so tame taum eine Mutter auf den Gedanken, sich ihres Kindes au entäußern. In der Regel ist wenigstens die Moth die Trieb feber folcher Sandlungen, Für den Inhalt der Juferate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Dienstag, 13. Dezember. Opernhaus. Bajazzi( Pagliacci). Vorher: Slavische Brautwerbung. Schauspielhaus. Kolumbus. Leffing Theater. Die Ramelien dame. Berliner Theater. Dora. Wallner- Theater. Die Großstadt Luft. Kroll's Theater. Mala Vita. Deutsches Theater. Doktor Klaus. Neues Theater. Logirbesuch. Residenz Theater. 9 Der fleine Schwerenöther. Friedrich- Wilhelmstädt. Cheater. Das verwunschene Schloß." Bellealliance- Theater. Reine Bor stellung. Adolph Ernst- Theater. Die wilde Madonna. Thomas- Theater. Der Herrgott National- Theater. Die Numpel schniger von Ammergau. stilzchen. Apollo Theater. Vorstellung. Spezialitäten Cheater der Reichshallen. Spezialitäten Borstellung. Winter- Garten, Spezialitäten- Bor ftellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spe zialitäten- Vorstellung! Circus Renz. ( Karlstraße.) Dienstag, den 13. Dezember 1892, Abends 7/4 Uhr: Große brillante Vorstellung. QuaAus dem Progr. besonders hervorzuheben: Mr. James Fillis mit dem Schulpferde Markir. drille aus der Zeit Friedrichs d. Gr., ger. v. 8 Damen u. 8 Herren. 8 arab. Schimmelhengste, in Freib. vorgef. v. Herrn Oscar Renz. Elimar d. Strickspringer, vorgef. v. Frl. Oceana Renz. Zum Schluß: 2 Auf Helgoland mit neuen Einlagen, u. a. Aufzug der Leib- Garde- Artillerie, erstes Garderegiment z. F., Hambg. Bürgerwehr. Ballet von 82 Damen. Morgen, Mittwoch, Abends 71/4 Uhr: Grosse Vorstellung mit neuem Progr. und Auf Helgoland. Billet- Vorverkauf beim„ Invalidendank", Markgrafenstraße 51a. Fr. Renz, Direktor. Feen- Palast Burgstraße, neben der Börse. Welt- Lokal Berlins, 5000 Perf. faffend. Täglich Circus Corty- Althoff. Berlin, Friedrich- Karl- Ufer, Ecke Karlitraße. Dienstag, den 13. Dezember, Abends 7/2 Uhr: Elite- Vorstellung. Hauptpiecen sind: Auftreten der besten Schulreiterin der Welt Baronesse de Walberg mit ihrem Schulpf. Norfolk. Die drei Nationen, 3. Pf. dargeit. von Mr. Cooke. Hr. Angelo, Jockey. 55 Hengste, vorgef. v. Dir. Althoff. Miss Blanche, Reitfünstlerin. Pas de deux 3. Pf., ausgef. von den Geschw. Rossi. Auftr. der Luftgymnaſtiferin Mlle. Marie, der Turnerfönige Stephan u.Nandroux 2c. Blumen- Quadrille. Mittwoch 7/2 Uhr gr. Vorstellung. Vereinszimmer, Simeonst.23, Flick. Bekanntmachung.. In der am 30. November d. J. stattgehabten Sigung des Waaren- VerkaufsVereins, Berlin S., Oranienstr. 50, ift beschlossen worden, als Dividende pro Monat November 1892 zu verkaufen: 10 000 Pfd. feinstes Kuchenmehl aus Frankensteiner Weizen Gr. Spezialitäten Vorstellung( beffer als Kaiferauszug od. Wienermehl) = Anf. Wodent. 72 Uhr, Sonnt. 6 hr. Entree 50 Pf. Kaufmann's Variété Am Stadtbahnhof Alexanderplatz. Vollständig neues Programm. Adolph Ernst- Theater. Soeurs Leuth, Athletinnen. Letzte Woche. Zum 97. Male: Die wilde Madonna. Geſangspoſſe in 3 Atten von L. Treptow Couplets von G. Görss. Musik von G. Steffens. Mit neuen Kostümen aus dem Atelier d. Fr. Köpke, und neuen Dekorationen v. Lütkemeyer in Coburg. In Scene gefett von Adolph Ernst. Anfang 7, Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. In Vorbereitung: Bernhard- Trio, trobaten. Mij Ophelia mit ihren dressirten Cacadus. Schnellzeichner und Clown Richards, Gänse- Birtus. Clara Betoni, Soubrette, bildhübsche sowie Auftreten sämmtlicher anderer Spezialitäten. Anfang Wochentags 8 Uhr. Modernes Babylon. H. Stramm's Restaur. Gesangspoffe in 3 Aften v. Ed. Jacobson und W. Mannstädt. Couplets theilweise Don G. Görss. Musik von G. Steffens. American- Theater. Jeden Abend jubelnder Beifall! Die Trodenwohner, oder„ Das Kind in der Kommode", parodistisch- realistischer Vorgang im Keller, beobachtet vom Hofe aus, von Oskar Wagner. Bendix in seiner Saison- Nummer: Man merkt's am Gang, Da ist was mang! Auftreten sämmtl. Spezialitäten. Anfang 7/2 Uhr. Entree 75 Pf. Sonntags 6 Uhr. PassagePanopticum. Der Tiger mensch. Castan's Panoptikum. Sensationell! Prinzeß Topase. Borstellungen 11-1 und 4-9 Uhr stündlich. 128. Ritterstraße 123. Großes Fremdenlogis, Herberge und Arbeitsnachweis der Vereine der Glaser und Klempner, sowie Verkehrslokal und Herberge der Goldarbeiter, Korbmacher, Eichler, Schneider und Bildhauer. 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Dezember, 12 Uhr. Raltenborn, Safferling. Am Tische des Bundesrathes: Graf von Ga privi, von Dienstag, den 13. Dezember 1892. 9. Jahrg. Tegen, find herausgenommen und in den Prozeß gebracht worden. springen sonst und es heißt dann: Olle Judenflinten( Heiterkeit). Wenn zu einer Uebung Gewehre herausgegeben werden, so ist es Nach meiner festen Ueberzeugung ist das Gewehr, welches die eine Erfahrung nicht von heute und von gestern, daß nachher deutsche Armee hat, vollständig kriegsbrauchbar, die Löwe'schen viel zu bemängeln ist. Ich habe selbst bei der Mobilmachung Gewehre stehen nicht zurück. Die teutsche Nation kann sich in 1850 die Gewehre für das Regiment Franz in Empfang ge- diefer Beziehung vollständig aller Sorge entschlagen.( Lebhafter nommen und zurückgegeben; es ist ebenso viel ausgestellt worden Beifall.) wie jetzt. Jedes Artillerie- Depot hat das Interesse, das Gewehr Damit ist die Interpellation erledigt. Auf der Tagesordnung steht zunächst die Interpellation der in volkommenstem Zustande zurückzubekommen, vollkommener, Es folgt die Verlesung der Interpellation des Abg. Dr. Buhl und Dr. von Marquardsen, welche als es dieselben ausgegeben hat. Die empfangende Truppe Abg. Graf Mirbach, die Silberwährung betreffend. Die lautet:„ Die in dem soeben beendeten Prozesse Ahlwardt ver- hat Gile; va wird nicht viel nachgesehen. Wenn das Depot Interpellation lautet: Billigen es die verbündeten Regierungen, nommenen militärischen Sachverständigen haben sich zwar schon die Waffe zurücknimmt, da läßt es sich Zeit und betrachtet daß die deutschen Delegirten nach den durch die Preſſe verentschieden für die genügende Qualität unserer neuen Infanterie- fie mit der Zupe, und jeder fleine Fehler wird bemängelt und breiteten Mittheilungen bei der Münzkonferenz in Brüssel sich Nichtsdestoweniger erscheint es muß abgestellt werden. Man kann aber daraus nicht schließen, den auf die Bekämpfung der Silberentwerthung gerichteten nahezu wünschenswerth, wenn von höchster autoritativer Stelle aus eine daß das Gewehr schlecht ist. Wenn eine gewisse Anzahl von Ge- einmüthigen Bestrebungen aller auf der Konferenz vertretenen Bestätigung und Bekräftigung dieses Urtheils erfolgt. Die Unter- wehren schlecht geworden ist nach einer Uebung von Mann Staaten gegenüber ablehnend verhalten? zeichneten richten deshalb an den Herrn Reichskanzler die An- schaften mit wenig geübten Fingern, so folgt daraus noch nicht, Der Reichskanzler Graf v. Caprivi erklärt sich bereit, die Frage, ob derfelbe bereit ist, dem Reichstage in diesem Betreff daß die Waffe selbst schlecht ist. Ich habe das Verzeichniß der Interpellation sofort zu beantworten. tine Mittheilung zu machen? Reparaturen, die als nothwendig erkannt worden sind, vor mir. Zur Begründung der Interpellation erhält das Wort Es sind nur drei Zahlen, die ungewöhnlich sind. Reparatur an Abg. Graf v. Mirbach: Derselbe schildert die Haltung der den Kammern, dem Schlößchen und den Abzugsfedern. Wenn deutschen Delegirten auf der Münzkonferenz in Brüssel und Abg. v. Marquardsen( natl.) glaubt, daß zur Begründung allzuroh mit dem Gewehr umgegangen wird und dadurch Be- spricht sein Bedauern aus, daß dieselben sich gegenüber den der der Interpellation angesichts der Geschäftslage und des Entgegen schädigungen entstehen, so ist daran nicht die Fabrikation schuld. bimetalliſtiſchen Bestrebungen anderen Staaten ins tommens, welche die Jnterpellation auf allen Seiten gefunden Daraus fann bat, ein kurzes Wort genügen würde. tein Schluß auf die Dienstbrauchbarkeit besondere Englands ablehnend verhalten haben. Auf der Der Staatsanwalt des Gewehrs gezogen werden. Im Kriege würde der Münzkonferenz von 1881 hätten sich die deutschen Delegirten hat in dem Prozesse, der soeben beendet ist, ausgesprochen, weitaus größte Theil ruhig weitergebraucht worden sein. für die Rehabilitirung des Der daß durch Silbers ausgesprochen. trauen der deutschen Soldaten die Behauptungen des Angeklagten das Ver- Bei den Infanterie- Seitengewehren Modell 71 ich setze voraus, frühere Reichsbant- Direktor v. Dechend habe zugegeben, daß erschüttert, auf ihre Waffen stark daß die Herren wissen, was das ist( Seiterkeit) find 81 in allen Ländern Geldnoth herrsche. In Deutschland seien zwar daß Sie Disziplin untergraben ist. Ein Reparaturen nothwendig gewesen. Wenn das bei einem Dinge die Verhältnisse weniger gefährlich, aber feineswegs normal. miatt, dem man Beziehung zur Regierung zuschreibt, theilte pafsirt, welches niemals gezücht wird, dann kann man sich nicht aber ohne England könne ein Wandel nicht geschaffen werden. mit, daß höhere Difiziere geäußert hätten, es müßten sämmtliche wundern, daß bei dem Gewehr auch etwas paffirt. Es ist Jedenfalls sei man früher auf Seiten der deutschen Regierung Gewehre an Löwe zurückgegeben und neue Gewehre bürſten in legthin vor Gericht der Versuch gemacht worden, die Militär- den Bestrebungen seiner- des Redners- Freunde günstiger Brivatwertstätten nicht mehr angefertigt werden. Gegenüber den verwaltung in einer unverantwortlichen und gewissen gestimmt gewesen. Um so bedauerlicher sei es, daß jezt die Behauptungen früherer Zeit ist ein offizielles Dementi erfolgt, losen Weise ซิ น verleumden.( Zustimmung lints.) Jch Delegirten auf dem Brüsseler Kongreß eine diametral verals Angehöriger des deutschen Heeres und schiedene Stellung einnähme. Die tolossale Preiserniedrigung Vertreter Politit des Deutschen der landwirthschaftlichen Produkte hänge mit der SilberReichsfanzler Graf v. Caprivi erklärt sich bereit, die Interpellation sofort zu beantworten. ohne daß es von Winung gewesen wäre. Die militärischen kann das Beifall.) der widersprochen. Aber es muß das Vertrauen an die Bewaffnung Reiches nur auf das schärfste brandmarken.( Lebhafter Beifall.) entwerthung direkt zusammen. Früher habe man zur Ausder deutschen Armee noch mehr befestigt werden, daran haben Sächsischer Kriegsminister v. Plauit: Wir legen Werth gleichung der Preisdifferenz die Schußzölle gehabt. Dieses einzige owohl die Mannschaften als ihre Familien ein großes Interesse. darauf, dem, was der Reichetangler ausgeführt hat, etwas hinzu- Mitiel habe man bei dem Handelsvertrage mit Desterreich zut Unsere Interpellation will eine beruhigende Grtlärung veranlassen. zufügen und zwar, weil schriftlich und mündlich verbreitet wor- einem guten Theile aus der Hand gegeben. Die Landwirthschaft Gine solche Erklärung it nothwendig seitens desperant- ben tit, daß beim königlich sächsischen Armeekorps besonders viele sei an der Grenze der Leiſtungsfähigkeit angekommen( Lebhafter wortlichen Vertreters der Reichsregierung vor dem Reichstage. Schäden vorgekommen, find. Der Fabrik Löwe, ſtehen wir voll- Zeifall rechts) und er erwarte auf das beſtimmteste, daß die Ein solcher Ausspruch, der alles Deutein und zweifeln que tommen objettip gegenüber. Sie hat an uns nicht geliefert, wir Regierung, ihr hilfreiche Hand leise auf dem Gebiete des Münzſchließt, wird neben der Beruhigung um eigenen Lande auch im haben von thr feine Gewehre abgenommen. Den größten Theil wesens.( Beifall rechts.) Auslande dahin führen, daß man die Stärke unserer Rüstung unserer Gewehre haben wir beim preußischen Kriegsministerium Reichstanzler Graj v. Caprivi: Daß der Verlauf diplo glennt, so daß dadurch der Frieden gewahrt wird.( Lebhafter bestellt, welches sie bei Staatsfabriken und Löwe ausführen ließ. matischer Verhandlungen zum Gegenstand von Liskussionen im Armee ist im Modell und in der Ausführung ein durchaus die Kriegsverwaltung. Reichskanzler Graf v. Caprivi: Das Gewehr der deutschen die erste Broschüre des Herrn Ahlwardt erschien, frappirte das fallender und ungewöhnlicher ist es, wenn ich etwas darauf antEs wurden 200 28we'sche Gewehre worte. Der wesentliche Grund dafür ist, daß ich klar sehe, wie Qutes mit 200 anderen Gewehren verglichen. man draußen im Lande bestrebt ist, den Bimetallismus mit dem funft gangen Umfang auch an eine Handfeuerwaffe zu stellen hat. Das gilt im Jedes Gewehr wurde mit 50 Patronen beschossen, und zwar Antisemitismus vor denselben Wagen zu spannen.( Hört! hört! von den Löwe'schen Gewehren. 25 gewöhnliches und 25 Schnellfeuer. Tas Ergebniß war, daß lints. Große Unruhe rechts.) Die Behauptungen, die Graf Mir Rich Gedanke, die Lowe'schen Gewehre zurückzugeben oder das Löwe'sche Gewehr vollständig gleich werth demjenigen aus bach in seiner Interpellation aufstellt, sind vollständig irrig. nicht mehr' bel ihm su beſtellen, ist autants: und den Staats abriten zu erachten war. Bei llebung des Beur- Bouständig irrig ist die Behauptung, daß die zuſammenReichsverwaltung noch nicht gekommen."( Zustimmung fints.) laubtenstandes wurden die Lowe'schen Gewehre ausgegeben. Sünf getretenen Regierungen einmüthig bestrebt seien, etwas zu Benn heutzutage über eine neue Waffe Beunruhigung entsteht, Reservebataillone von sechs waren damit bewaffnet. Ich bin hande zu bringen; ebenso irrig ist die Behauptung, daß Denn irgend welche Mißstände sich herausstellen, so werden die bei den Uebungen zugegen gewesen; ich habe nie klagen darüber die verbündeten Regierungen sich ablehnend verhalten. Die lagen in weitere Kreife getragen als früher." Das liegt aber gehört, daß die Gewehre schlecht feien. Blöglich berichtet die verbündeten Regierungen stehen noch heute auf demselben Standweniger an der Waffe als an den veränderten Zeitverhältnissen.„ Neue deutsche Zeitung"( Zuruf links: Abah in Leipzig, baß bei puntte wie feit 16 Jahren. Wir sind der Meinung, daß die Ich habe den Nebergang von den Perkuſſionsgewehren zum 3ünd- einem Bataillone 150 Gewehre schlecht geworden sein sollen. Die deutsche Position in der Münzpolitit eine sehr gute ift.( Sehr hadeigerwehr mitgemacht. Ich erinnere mich der Angriffe, welche Untersuchung ergab, daß zwar nicht 150, aber 15 schlecht geworden sind, wahr! links), daß es nicht räthlich ist, die Initiative im Inbiel heftiger als die heutigen Angriffe. Aber es fehlte damals Reichskanzler bezeichnet hat. damals gegen das Zündnadelgewehr gemacht wurden. Die waren und zwar sind solche Reparaturen nothwendig geworden, wie ſie der tereſſe anderer zu ergreifen.( Sehr richtig! Iunis). Wir bellagen 3988 Gewehre wurden nach den die Entwerthung des Gilbers; wir beilagen den Preiswechsel die waren 3250 Löwe'sche, an 187 find des Silbers und wir würden geneigt sein, wenn es sich nicht um treiſen, in denen Damals sogar Wigblätter erschienen, die das meist unerhebliche Reparaturen ausgeführt worden. Wer weiß, das Prinzip der Währung handelte, im einzelnen zu Ronzessionen Ich darf an das Urtheil eines wie fut til das Gewehr ist, wird sagen, daß dieses Verhältniß ein zu schreiten, wenn wir uns überzeugt hätten, daß die Kongeffionen erfahrenen Kriegsmannes, des Generals Zeopold von Gerlach sehr mäßiges iſt. Weiter wurde behauptet, daß ein Büchsen- ben Uebelständen abhelfen, die hier aufgeführt sind. Der Standerinnern, der in seinen Memoiren sagt: Das Bündnadelgewehr macher Reparaturen an Löwe'schen Gewehren gemacht hat. punkt der Regierung ist derfelbe geblieben. Die Aeußerung des it ein Unglück für die Armee, es wird gedantenlos eingeführt Reiner der 3 Büchsenmacher des sächsischen Schüßenregiments Bankpräsidenten von Dechend in der„ Norddeutschen Allgemeinen hunderte und tausende von Offizieren. Wenn ein solches Gewehr sollen 132 Schäden vorgekommen sein. ind gedankenlos angewendet.( Seiterfeit.) So dachten damals hat Reparaturen gemacht. Bei einem anderen Bataillone Zeitung" war die Neußerung eines hervorragenden Beamten, Das ist ebenfalls aber eine private Aeußerung. Eine Aeußerung des Herrn Bei einem Bataillone sollten dreißig von Schraut ist vom Fürsten Bismarck zurückgewiesen worden. dergleichen in die Finger bekommen, so ist es selbstverständlich, Sicherungsflügel abgesprungen feien. Das ist unwahr. Eigenhändig hat Fürst Bismarck zu diesen Aeußerungen bemerkt, zur Einstellung des Feuers gegeben worden daß fie weit über die vorgezeichnete Berhaltungslinie hinausCusgesprochen, daß durch einen sorrenden Vertrauensbruch sein, wegen mangelnder Beschaffenheit der Gewehre; das ist voll- geben; sie enthielten nichts, was nicht gewährt werden könnte, Edriststücke des Artilleriedepots Wesel in die Deffentlichkeit ge- ständig erfunden. Zur Gharakteriſtik diene folgendes: Bei einem aber bie Kundgebung der Bereitwilligkeit zu solchen Kongeffionen tommen sind. Das ist ein kleiner, ganz gemeiner Diebstahl Bataillon soll der Offizier gesagt haben: Legt die Mündungen sei verfrüht und in der Form fast einem Versprechen gleich und urchaus nicht als geheime bezeichnet over behandelt worden. vertragen. Der betreffende Difizier hat gesagt: Nehmen Sie sich Arrangement hinzudrängen, dem wir Opfer nicht bringen können. Sie haben offer in ver Mappe des Zeugoffiziers zu Wesel ge- in Acht, lassen Sie feinen Schmuß in die Gewehre kommen, sie Ich bin bereit, die Instruktion für die deutschen Delegirten auf Wir haben auch einen Theil Löwe'scher Gewehre erhalten. Als Reichstage gemacht wird, ist ein auffallendes Berjahren, noch aufneue Gewehr verspotteten. Aft U " = Seraphine, die junge, genußsüchtige und schöne Frau geführt wird, das ihre eigene Geschichte erzählt. Dort sißt sie Freie Volksbühne. des alternden, spießbürgerlich- prosaischen Notariats Bureau- und stimmt mit den anderen Sittenheuchlern in den Schrei ein Am Sonntag Nachmittag wurde als dritte Vorstellung vorstehers Pommeau ist eine solche„ arme Löwin." Sie es sei ein Standal, folche unmoralischen Dinge aufzuführen. Die arme Löwin", Schauspiel in 5 Aften von Emil betrügt ihren Mann mit dem jungen Advokaten Leon Le- Die armen Löwinnen" sollen nicht blos in Paris und Mugier, für die erste Abtheilung gegeben. Wir wollen vor carnier, der mit Pommeaus Mündel Therese verheirathet ist. nicht blos" vor brei oder vier Jahrzehnten zu finden gewesen sein. fonstatiren, daß die mit einem außerordentlich warmen, von Sie verbraucht nicht nur das gesammte Einkommen, daß der Auch für Berlin wurde aus Anlaß eines vor nicht allzu zu Att sich steigernden Beifall aufgenommene Vorstellung zu gegen sich selbst geizige Pommeau durch rastlose Arbeit und von langer Zeit verhandelten Standalprozesses die ganz bestimmte den besten gehört, welche die" Freie Voltsbühne“ feit ihrem Be- jeinem mäßigen Vermögen hat, sondern nimmt auch, um Behauptung aufgestellt, daß die„ armen Löwinnen" hier zahlreich stehen gesehen hat, und einen Erfolg bietet, der den stärksten der ihren unsinnigen Lurus bestreiten zu können, von Leon vertreten seien. Warum auch nicht? Warum sollte die Berliner beiten Vorjahre getrost an die Seite gestellt werden darf. hohe Geldsummen an, die dieser seiner sorgsam sparenden Gesellschaft anders sein als die aller anderen Weltstädte, da sie Frau Pommeau ist gutmüthig und vertrauensselig doch von beseelt ist, wie die Bourgeoisie Boltsbühne" auch an den Gittenstücken" eines Augier, genug, um nicht zu ahnen, woher die prächtigen Toiletten und aller anderen Länder? Die besitzende Klasse und diejenigen, ahtlos vorübergehen kann. Wir wüßten nicht, was eher auf" Gelegenheitetäufen" billig erstanden ist. Aber Therese erfährt unter sich auch die Ghebrecherin, und der in den Galons dez fine Volfsbühne gehörte, als gerade diese„ Gittenstücke", die die durch Zufall, daß Leon sie hintergeht, und gelangt bald auch zu Geldaristokratie zugelassenen Dirne wird die Hand nicht weniger unhaltbarkeit der modernen Gesellschaftsordnung, ob mit, ob der lleberzeugung, daß Seraphine die heimliche Geliebte ist. Sie ehrerbietig gefüßt als der unantastbarsten Romteſſe. Es muß sich ohne Absicht, an deren vortrefflichem Produkt,„ moderne Moral" ist, so schwer sie unter dem schmählichen Betrug leidet, doch nur alles in den Grenzen des guten Tones, D. h. des in den genannt, erweisen. Die Lebens- und Leidensgeschichte der unter- darauf bedacht, ihren Vormund Pomincau die Untreue feiner Streifen der Besigenden üblichen Tones halten. fchiedlichen sogenannten„ Boltstheater", die in dem letzten Jahr Frau nicht erfahren zu taffen. Aber Pommeau wird durch ein be- Welche Wirkung würde das Stück machen, wenn man es sich in das Proletarierhafte überseht dächte! Gine Arbeiterfrau, die find, hat gezeigt, daß weder durch was flaſſiſche Drama, Gewißheit. Ein Wechiel fiber 10000 Fr., den Zeon weder aus eigener sich einem Handlungskommis hingiebt, um auf seine Koſten ſchöne noch durch die Berliner Lokalpoffe, weder durch Nührstücke à la Tasche noch mit Hilfe feines in solchen Fällen wiederholt um Kleider tragen zu können, Birch Pfeiffer, noch durch Mord- und Todtschlag- Poesie à la Unterstützung angegangenen Freundes Friz Bordognon für Entrüftung nicht sehen, wenn ein Dichter. eine solche, arme Wildenbruch das der Kunst wider Willen und gewaltsam ent- Seraphine zahlen kann, wird schließlich durch die Modehändlerin Löwin" auf die Bühne brächte. Werden doch diejenigen Stücke fremdete Bolk für diese wiederzugewinnen und die durch die be- Charlot dem Pommeau präsentirt. Pommeau wird dabei moderner deutscher Dichter, welche ähnliche Verhältnisse schildern, figende Klaffe aus dem Theater hinausgedrängte besigIose zugleich darüber aufgeklärt, daß Seraphine noch weitere Gläubiger als Spiegelbilder der in den unteren Ständen herrschenden Klaffe wiederhineinzubringen ist. Dasjenige Bedenken, welches oder einen Liebhaber haben müsse. Da sie ihm gegenüber das grauenhaften Sitten verderbniß" gepriesen, Aber es gereicht der bei anderen Theatern gegen die Aufführung franzöfifcher, Sitten- erftere bestreitet, so sagt er ihr das letztere auf den Kopf zu. Sie besiglofen Klasse eher zur Ehre als zur Schande, daß sich die Tomödien" von den Tugendwächtern der bürgerlichen Klasse gesteht es ein, glaubt die Sache aber damit erledigt zu haben, besigende Klässe nur über die Sittenverderbniß der Besitlosen geltend gemacht zu werden pflegt, nämlich: daß sie unsittlich" daß sie das Verhältniß mit dem( zahlungsunfähigen) Liebhaber bereits ereifert, die in ihren eigenen Reihen herrschende Sittenverberbniß denn die Freie Voltsbühne" dient nicht dem Amüsement und den Luxus seiner Frau bezahlt hat. Er will den Namen wissen, nicht zu ändern ist. müßigem Beitvertreib. um dem Liebhaber das Geld zurückzahlen zu können. Aber Der Beifall, mit dem die Vorstellung aufgenommen wurde, Augier'3 Die arme Löwin" spielt in den Kreisen des so- Seraphine fürchtet die Armuth, in die Pommeau und sie selbst galt nicht nur dem Stoff und feiner dramatischen Ausgestaltung, feste Zucht und tugendsame Moral nachrühmt. Das war aber läßt Pommeau das Haus und begiebt sich zu Therese, also in fand Emanuel Reicher als Pommeau, in den ersten 3 Akten genannten Mittelstandes, dem man so gern eine solide, ehrens dadurch gerathen würden, und verweigert den Namen. Da ver- sondern auch der schauspielerischen Wiedergabe. Allen voran in tem Paris und Frankreich des zweiten Raiserreiches B " Stück ist 1858 erschienen, " 1 pfui, wie gemein! Wir möchten die das Stück nach dem landläufigen Begriff ein sehr unfittliches". Dadurch, daß Pommeau heutzutage im neu geeinten Deutschen Reich. Daher ist denn auch auch an Leon wendet, zieht ihn Therese zurück und bewirkt diente Anerkennung. Von den übrigen Mitwirkenden Löwen" und Löwinnen" nannte man in Paris Stuter männ- Gr wir ebenso wenig mehr der Fall, wie und Bordognon findet er theilnehmende Tröster. Als er sich letzten beiden erschütternd in seinem Schmerz und Zorn, verendlich die Mugen aufgehen. müßten sie alle nennen, wenn wir gerecht sein sollten sei noch wirft dem Schänder seiner Ehre Geld vor die Louise von Pöllnit erwähnt, die in der Modehändlerin verläßt das Haus, gefolgt von Bordognon, Madame Charlot eine fesselnde, dem Leben abgelauschte will. Seraphine Leistung bot. " wo es zum guten Ton gehört, sich sehen zu lassen.„ Arme der sich des Verzweifelnden annehmen Löwinnen" sind diejenigen verheiratheten Löwinnen", die dagegen setzt sich über den Verlust des Gatten schneller Tegen Mittellosigkeit ihres Mannes ihren Luxus durch hinweg. Sie ist noch an demselben Abend aus Verzweiflung" einen Liebhaber bestreiten lassen. ins Schauspielhaus gefahren, wo zufälligerweise ein Stück aufBr. daß er reinen Die Ent St δα Bi De gez the tör ån Sp GL fte ar un pi er fel al erl der fch Dr die die ( 28 ga Pa Gc Da Sch der Münzkonferenz vorzulesen, weil ich darauf Werth lege, daß vollständig ausgeschlossen. Der englische Vertreter, der Bantier ist ja viel älter; er entstand mit der Einführung bet vollkommene Klarheit geschaffen wird. Der Reichskanzler verlieft Alfred von Rothschild, brachte einen Antrag ein, die europäischen Gewerbefreiheit 1869 und hat sich seitdem ausgedehnt,( 3 die Instruktion, nach nach welcher Deutschland Aenderungen Staaten sollten 100 millionen jährlich für Silberantauf ausgeben, ftimmung der Antisemiten.) Wie kann man denn die Antisemiten vorzunehmen nicht beabsichtigt, daß es sich sich feine freie dann sollte Amerika sein Sherman- Gefeß aufgeben; also au Bimetallisten stempeln; sind etwa die Rothschild und Lew Selbstbestimmung nicht beeinträchtigen lassen lassen will, daß eine fleine Liebesgabe für die amerikanischen Silberminenbefizer. die auf den Müzkonferenzen erschienen sind, jüdische Antiauch für Deutschland das Sinken des Silberpreises Ich bin kein Freund der Liebesgaben für die Branntweinbrenner, semiten?( Große Heiterfeit rechts.) Was hat der Reichsfanglet unerwünscht sei. Im übrigen sollten die die Delegirten aber lieber zahle ich diese Liebesgabe, als eine Liebesgabe an die erzielt: Lebhaften Beifall und Heiterkeit auf der äußersten Linfen. eine informatorische Haltung bewahren und Anträge ad referendum amerikanischen Minenbefizer. Das war der weitestgehende Antrag Das sollte doch den Reichskanzler sehr bedenklich machen nehmen. Zu Mittheilungen über den Baarvorrath der Reichs- für das Silber. Er wurde abgelehnt. Es blieb ein Antrag Wenn die Sozialdemokraten ihm zustimmen, so ist es doch nur bank sind sie nicht ermächtigt( Zustimmung links), der bisherige Moritz Levi übrig, der schon früher gestellt war, nämlich Alles ein Zeichen dafür, daß die Unzufriedenheit geschürt wird. Verlauf der Brüffeler Konferenz hat diese Instruktion gerecht- unter 20 M. in Silber auszuprägen; aber das ist auch abgelehnt Abg. Bilfing( natt.): Ich danke dem Reichskanzler für die fertigt. Sollte ich hierauf weiter eingehen, so würde ich auch das worden, namentlich auch von der amerikanischen Regierung. energische Absage an den Bimetallismus( Große Unruhe rechts). Verhalten anderer Regierungen zum Gegenstand meiner Neuße- Die englischen Delegirten haben überall eine ablehnende Wer in ländlichen Wahltreisen herumkommt, weiß, wie dort mit rungen machen müssen und würde dadurch den Erfolg der Be- Haltung eingenommen, namentlich Allem gegenüber, was dieser Agitation Unfug getrieben wird. Die agitatorische Aus mühungen der vereinigten Regierungen vielleicht in Frage stellen. irgendwie nach Bimetallismus riechen tönnte. Eng- beutung der so schwierigen Währungsirage ist einfach Mißbrauch Es wird also feines der Mitglieder der verbündeten Regierungen land hat an dem Silber noch ein Interesse wegen Die Nationalliberalen sind nahezu einstimmig der Meinung, daß heute hier weiter auf die Sache eingehen. Ich lege Werth darauf, feiner indischen Besitzungen. Aber welches Interesse hätten wir unsere jeßige Währung eine gute ist und daß nichts gewagter öffentlich noch folgendes auszusprechen. Es ist in Brüssel ein baran? Wir suchen uns gegen einen Krieg zu schüßen, der jeden wäre als Experimente, die das Land in unberechenbare Schwierig Dr. Arendt erschienen und hat sich beim preußischen Gesandten Augenblick ausbrechen kann, und was schlagen Sie vor? Ein feiten stürzen würden. Auch wir bedauern die Werthverminderung durch Empfehlungsschreiben des Grafen Mirbach eingeführt. Münzbündniß, daß beim ersten Kanonenschuß in Stücke geht. des Silbers, die uns verhindert, zur reinen Golowahrung zu gelangen Der Herr gerirt fich als Vertreter der deutschen Bimetallisten. Die Mitglieder des lateinischen Münzb ndes möchten gern davon durch Abstoßung der Thaler. Die darin liegende Gefahr ist feine Ich lege Werth darauf für das Inland und das Ausland zu loskommen. Der Silberpre 3 ist so tief herabgefunken, daß man fleine; im Falle eines Krieges fönnten wir dadurch sehr ge konstatiren, daß dieser Herr nicht in den mindesten Beziehungen den Herenmeister tennen lernen möchte, der hier helfen will. fchädigt werden, wenn etwa die Bank die Noten in Silber ein zum Deutschen Reiche steht.( Große Heiterteit lints; große Ün- Biele Münzkonferenzen sind schon ausgegangen wie das Horn- löfte und die Wechsel in Silber bezahlte. ruhe rechts.) berger Schießen, die Brüffeler Münzkonferenz hat gleich so an- dem Kredit Deutschlands vorbei. In Erwägung zu ziehen wäre Abg. v. Schalicha beantragt die Besprechung der Inter- gefangen.( Große Heiterfeit links und Beifall.) doch wohl in einer Zeit, wie die heutige, ob man nicht zur pellation; der Antrag wird von den Konservativen und einem Abg. Peufchuer( Rp.) führt aus, daß es sich hierbei nicht Goldwährung übergeben tönne in der Weise, daß die Dreis Theile des Zentrums unterstützt. blos um eine agrarische Frage handelt, sondern um eine Frage, markstücke in Scheidemünze verwandelt würden. Abg. v. Pjetten( 3.) ift während der zuerst herrschenden großen die für die Industrie von großer Bedeutung sei. Deutschland werthung des Silbers ist lediglich die Folge der enorm ge Unruhe nur schwer verständlich. Im weiteren Verlaufe seiner Rede und England zahlen ihre Löhne in Gold, die anderen Länder in steigerten Silberproduktion, welche dem Metall seine Eigenschaften zeigt er fich als Bimetallist; er fordert die Regierung auf, mitzu- Silber. Dadurch wird eine Preisverschiedenheit hervorgerufen, der Seltenheit und Kostbarkeit raubt. Für die Preisbildung auf wirfen, um eine weitere Entwerthung des Silbers aufzuhalten. Die welche den Export erheblich beeinträchtigt und den Import er dem Weltmarkte lassen sich feine gefeßlichen Bestimmungen treffen Schwankung des Silberpreises mache sich bis in das tägliche leichtert. Die Silberproduktion betrug in den fünfziger Jahren Das Ende einer staatlichen Kingbildung zur Erhöhung des Leben hinein geltend. Heute wird die Mehrheit für die Ein- 97, die Goldproduktion 3 pet.; das Preisverhältniß Silber und Silberpreises würde ebenfalls ein vollständiges Fiasto fein führ ng der Goldwährung nicht mehr zu finden sein; sie liegt Gold war 1: 152. Die Goldproduktion hat sich dann vermehrt; Ohne England können wir die Doppelwährung nicht einführen nur im Intereffe der Börse. das Silber mußte alfo eigentlich im Preise steigen; das ist aber( Widerspruch des Abg. v. Kardorff.) Nur durch die Goldwährung Abg. v. Stardorff: Ich spreche hier nicht für den Reichstag nicht geschehen, weil die Gesetzgebung die Verwendung des ist es Deutschland möglich geworden, seine jetzige Stel allein, sondern zum Lande. Wir wollen agitatorisch sprechen Silbers als Münzmaterial verhinderte. In Amerifa lung auf dem Weltmarkt zu gewinnen. Der deutsche Wechsel ( Bustimmung rechts). Der Reichskanzler hat viel von einem wird in Silberminen Raubbau getrieben, deswegen sind wird angenommen, weil er, wie der englische in Gold bezahlt Herrn Dr. Arendt gesprochen. Herr Dr. Arendt ist Mitglied des die Produktionssteigerungen nur vorübergehende. Wir haben wird.( Buruf: Frankreich! Der Wechsel auf Frankreich wird Abgeordnetenhauses und einer der gelehrtesten Kenner der nur den Wunsch, daß die Regierung der Abschaffung der ein- auch in Gold bezahlt, es denkt niemand daran, in Frankreich Währungsfrage. Er ist auf unfere Bitte nach Brüssel ge- feitigen Goldwährung näher tritt. den Wechsel mit Silber zu bezahlen. Sobald die Goldwährung gangen, und niemand wird wohl daran gedacht haben, Abg. Graf Mirbach: Herr Bamberger beklagt den Auf- abgeschafft wird, ist Deutschland vom Weltmarkt verdrängt. Daß von der Regierung nach Brüssel gesandt ist. enthalt, den die Berathung der Militärvorlage erlitten habe; ich die Nothlage der Landwirthschaft mit der Goldwährung zufammen In London haben 250 landwirthschaftliche Vereine die Wieber möchte fragen, wer mehr aufhält, er und seine Freunde oder hängt, ist unrichtig. Diejenigen Länder, die Deutschland mit ihren herstellung des Silberpreises verlangt. Herr Barth hat das wir. Ich habe vollkommen ruhig und objektiv referirt und jede landwirthschaftlichen Erzeugnissen Konkurrenz machen, haben die vers natürlich gefunden, weil die Erhöhung des Silberpreises Er- Schärfe vermieden und zum Schluß nur in wirthschaftlicher Be- fchiedensten Währungen, ohne daß in der Schwere der Konkurrenz ein höhung der Preise für die Landwirthe mit sich bringe.( Burufziehung bemerkt, daß wir vielleicht in einzelnen Landes- Unterschied nach den Währungen zu machen ist. Australien hat Gold: Für die verschuldeten Landwirthe!) Es ist ein wissenschaftliches theilen an der Grenze der Leiftungsfähigkeit angekommen währung, Amerika die Doppelwährung, Rußland die Papier Gefeß, daß die Vermehrung der Umlaufsmittel, die Inflation, seien. Es ist mir daher unerfindlich, wie der Reichs- währung und das Getreide aus diesen Ländern macht dem deut die Preise steigert; daß die Beschränkung derselben, die kon tangler mir zugemuthet hat, ich spannte den Bimetallis- fchen Getreide gleichmäßig Konkurrenz. Desterreich Ungarn steht traftion, die Preise vermindert. Giebt es eine größere Ron- mus und Antisemitismus vor denselben Wagen. Wenn im Begriff die Goldwährung bei sich einzuführen. Es wird do trattion als die Goldwährung! Die Blüthe Griechenlands der Reichskanzler in der konservativen Partei so orientirt wissen, was seinem Interesse nüßlich ist, und ich kann mir nicht fiel zusammen mit der reichen Ausbeute der Silber- wäre, wie er nicht orientirt ist, dann müßte er wissen, daß wir denken, daß es sich dazu entschließen würde, wenn wirklich die bergwerte Laurions, die römische Blüthe mit der Ausbeute Ostpreußen entschieden perhorressiert haben, in das Programm Golowährung folche Gefahr mit sich brächte. Daß die amerikanischen der Silberbergwerke in Spanien u. f. w. Was kann uns das irgendwie etwas, was an die Juden erinnert, aufzunehmen Silberinteressen die Silberpreise aufbeffern möchten, verstehe i schönste Münzsystem nüßen, wenn wir dabei wirthschaftlich zu( Seiterfeit links). Ich habe dagegen protestirt, wir sind aber ich begreife aber nicht, welches Interesse wir daran hätten, a Grunde gehen? Ich bin noch heute ein großer Verehrer des überstimmt worden. Ich kann mir von dem, was beschloffen ist, unseren guten Nahrungsverhältnissen etwas zu ändern. Abg. Graf Ballestrem: Ich fühle nur das Bedürfniß zu er Fürsten Bismarck, aber ich habe ihm nie ein Hehl daraus ge- einen erheblichen Nugen nicht versprechen. Wenn ich Herrn macht, daß es sein Fehler war, daß er sich ablehnend in der Dr. Arendt dem Grafen Alvensleben empfahl, so liegt darin flären, daß der Abg. von Schalscha nicht im Namen der Währungsfrage verhalten hat. Ich halte es für die erste Auf- fchon klar, daß der Mann nicht ein Vertreter der Regierung ist. Bentrumspartei gesprochen hat, sondern nur in seinem eigenen gabe eines jeden Staatsmannes, bafür zu sorgen, daß die Land- Graf Alvensleben ist Korpsbruder von mir( große Heiterfeit); Namen und wenn er von seinen Freunden gesprochen hat, so hat wirthschaft wieder zum Aufschwung fommt. Die Goldwährung die Herren sind wohl nicht Korpsstudenten gewesen( 3 ruf er damit nicht seine politischen Freunde vom Zentrum gemeint, fördert die Unzufriedenheit, barum haben nur die Sozialdemolinks: Nein! Seiterkeit), ich glaube darauf zurückgreifen zu sondern seine bimetalliftischen Freunde im Hause.( Große Heiter traten an ihrer Aufrechterhaltung Interesse. Als man sich fönnen. Ich weiß ja wohl, daß die persönlichen Beziehungen teit links.) einmal an Engels wandte und ihn fragte, ob die Währungs- der Gesandten von hier aus geregelt werden. Ich bin fein Abg. Bebel( Soz.): Der Abg. von Kardorff hat gemeint, frage ein foziales Interesse habe, antwortete er: Burer Staatemann, aber ich bemühe mich, eine staatsmännische Ruhe daß keiner von uns etwas von Geld und Geldwirthschaft ve Schwindel! Laßt Euch darauf nicht ein!( Widerspruch Bebel's.) zu bewahren, was ich allen, die im öffentlichen Leben zu thun stehe. Nur Kayser hätte etwas davon verstanden, und der wat Es giebt fein besseres Mittel, der antisemitischen Bewegung haben, empfehlen taun. Ich erkläre, daß es mir unverständlich Bimetallist. Kayser nahm in der Währungsfrage eine ga entgegenzutreten und ihr das Gift zu nehmen, als eine Wieder ist, wenn mir der Vorwurf gemacht wird, daß ich den Anti- eigenthümliche und besondere Stellung innerhalb der Fratio belebung der Landwirthschaft.( Bustimmung. rechts.) Ich habe den femitismus und den Bimetallismus vor denselben Wagen spanne. ein. Kayfer war yauptsächlich deshalb Bimetallift, weil er eine Vertretern der vereinigten Staaten immer gerathen, sie sollten( Buftimmung rechts.) Wahlkreis vertrat, in welchem Silber produzirt wurde( Heiterkeit) die Bland Bit aufheben, dann würde der Krach kommen und Reichsfangler Graf v. Caprivi: Ich werde mich ebenfalls und in dem die Arbeiter in einer außerordentlich schlechten 20 dann würde die Silberfrage gelöst werden. Sobald Deutschland der größten staatsmännischen Ruhe befleißigen. Ich will nur sich befanden. Er hielt es in der That für eine Nothwendigkeit die Silberfrage in die Hand nimmt, ist sie gelöst, alle anderen fonstatiren, daß ich den Ausspruch, daß der Versuch gemacht durch eine möglichste Rehabilitirung des Silbers die Lage de Staaten werden sich anschließen.( Widerspruch Bamberger's.) werde, den Antisemitismus und Bimetallismus vor denselben Arbeiter zu verbessern. Er hat aber nie behauptet, daß er im Namen Wenn die Brüsseler Konferenz ergebnißlos verläuft, dann Wagen zu au pannen, nicht auf den Grafen Mirbach seiner Freunde gesprochen. Kayser war auch in gewissem Grade ein wirb Amerita die Bland= Bill aufheben, und dann angewendet habe. Ich habe von seiner Person erst am Schutzölner. Nicht nur zwischen Antisemitismus und Bimetallismu tritt der Silberkrach ein. Entweder werden die an Ende meiner Rede in Verbindung mit Herrn Arendt gesprochen. auch zwischen Bimetallismus und Schutzöllnerei besteht eine ge beren Staaten bann ihre Zölle aufheben, oder es wird Ich bin vorsichtig genug gewesen, zu sagen: Draußen im Lande wiffe Verwandtschaft. wird Ich bin vorsichtig genug gewesen, zu sagen: Draußen im Lande wisse Verwandtschaft. Kayser war zwar nicht Schußzönet ein Sinten des Getreidepreises eintreten, der die Landwirthschaft wird der Versuch gemacht. Daß ich diese Aeußerung gethan, à tout prix, er war ein sehr entschiedener Gegner der agrarischen unlohnend macht. Die Landwirthe würden gern drei- und vier- dafür hatte ich einen guten Grund. Ich habe Werth darauf Lebensmittelzölle, aber immerhin ein Schußzöllner. Schließlic fache Löhne zahlen, wenn sie es nur tönnten. Die Industrie gelegt, die Stellung der Reichsregierung zum Antisemitismus befehrte er sich zum freihändlerischen Standpunkte, nachdem i leidet unter der Währungsfrage nicht so, wie die Landwirthschaft. und Bimetallismus festzulegen. Ereignisse der letzten Woche, die ihm bemerkbar gemacht hatte, daß, wenn er für die Induſtrie Wenn mein Freund Stumm mit seinem Gisen tonturriren müßte zu dem Betrübendsten gehören, was ich erlebt habe,( hört! Sört! Schußzölle eintrete, er auch für die agrarischen Schußzölle e mit Silberländern, dann würde er die Bedeutung der Währungs- links) fcheinen es mir zur Pflicht der Regierung zu machen, nicht treten müßte. Wir haben in der Währungsfrage nur einma frage schon empfinden. Das landwirthschaftliche Gewerbe ist das hinterm Berge zu halten.( Bustimmung.) Ich kann begreifen, das Wort ergriffen 1884 oder 1885, wo Auer im Name wichtigste und muß deshalb aufrecht erhalten werden. Die daß man Antisemit und Bimetallist und beides zusammen sein der sozialdemokratischen Graftion sich auf das entschiebenfe Landwirthe können jetzt nicht für die Militärvorlage wenn aber die Doppelwährung eingeführt sein wird, können sie Wendung annähme, eine Behandlung eriährt, die demagogisch Diesen Standpunkt nehmen wir auch heute ein. für noch viel höhere Summen stimmen.( Beifall rechts.) wird, dann ist es für die Reichsregierung unmöglich, fich dings haben wir uns einmal in der Währungsfrage an es war dies nämlich mein Freunb Abg. Bamberger( dfr.): Ich habe den Antrag auf Be- nicht zu widersetzen, und es ist mir unmöglich, zu ver- Engels gewandt, sprechung der Interpellation nicht unterstützt, weil ich die erfte iteben, wie patriotische Männer das mitmachen tönnen. Liebknecht, der 1878 Mitglied des fächsischen Landtags geworden Berathung der Militärvorlage nicht unterbrechen wollte durch( Sehr richtig! lints. Unruhe rechts.) Ich brauche das Wort war. Bu jener Zeit stand vom Abg. Dr. Heyne, den wir sche diese gänzlich werthlose Debatte( sehr richtig! links). Wenn die demagogisch ausdrücklich: ich habe nicht die Kenntniß der Partei- weise den kleinen Kardorff nannten( Heiterkeit), weil er bei jede deutsche Reichsregierung Vertreter von den Anschauungen des verhandlungen, welche dem Grafen Mirbach beiwohnt. Ich möglichen Gelegenheit die Wahrungsfrage in die Debatte bracht Herrn v. Kardorff nach Brüssel geschickt hätte und wir hätten füße mich auf die Nachrichten der Zeitungen, nach denen eine Rede über die Währungsfrage in Aussicht Liebknech eine Interpellation eingebracht, um die Regierung zu blamiren, ein Redner dieses Wort gel raucht hat, und nach meiner Rennt wollte nicht blos feinen eigenen persönlichen Standpunkt in diese unter einem Haufen von Vorwürfen und Antlagen hatte man ung niß hat er feinen Widerspruch erfahren. Ich fann es begreifen, Frage flarstellen, sondern sich auf eine anerkannte wissenschaf bgraben!( Sehr richtig! lints.) Herr Dr. Arendt ist von den daß antisemitische Männer der Meinung sind, daß in gewiffen liche Autorität, wie es Friedrich Engels ist, stügen. Bimetallisten nach Brüssel geschickt worden, und damit er dort mit Dingen Bandel geschaffen werden muß. Ich würde begreiflich wandte er sich an Engels. Er hat es aber nicht im Namen gebührenden Ehren empfangen wird, deshalb wird heute die Kanonade finden, wenn solche Herrn den Antrag einbringen, das Gefeß von fozialdemokratischen Frattion gethan, sondern auf eigene Fauft veranstaltet.( Heiterkeit links.) Ich erkenne die Ueberlegenheit des Herrn 1869 über die Gleichberechtigung der Juden aufzugeben. Wenn wir stehen, wie gesagt, auf dem Boden der Goldwährung in dem Sinne, wie es Margin Karl Marr in feine Dr. Arendt über seine bimetallistischen Kollegen mit Herrn aber ohne einen solchen Antrag die Sache agitatorisch zwar v. Kardorff vollständig an.( Heiterkeit.) Der englische Schatz- draußen betrieben wird, so werde ich mit allen Mitteln, Kapital" dargelegt hat. Mary, der auf diesem mir zur Verfügung stehen, über Liebe seien niemals die Menschen so oft verrückt geworden, wenn ich die Besorgnis hatte, daß der Bimetallismus vor den jeder Versuch, zwei verschiedene Edelmetalle gleichzeitig in e wie über die Währungsfrage.( Große Heiterfeit.) Ich soll ein felben Wagen gespannt wird, so hatte ich Ursache dazu; ich muß beftimmtes dauerndes Werthverhältniß zu bringen, an der inne Was gibt mal gesagt haben, daß ein festes Verhältniß von Silber und sagen, der Bimetallismus ist ein Pferd, welches sich dazu eignet, Verschiedenheit diefer beiden Metalle scheitern muß. Gold, wie 1:17 aufrecht erhalten werden würde. Ich habe so gerade weil es so wenig Menschen giebt, die davon etwas ver dem Gold und Silber seinen Werth? Die Produktionsfoten etwas niemals behauptet. Bin ich es doch gewesen, der die sehen. Darum ist der Bimetallismus ein gefährliches Agitations- Gold hat auf dem Welemarkt zwei verschiedene Funktionen, Siftierung der Silberverkäufe getadelt hat, weil ich voraussah, mittel. Seit Jahren wird dem Lande gefagt; der Bimetallis- mal als Waare wie jede andere, und zugleich als Aequivalent daß der Silberpreis sehr bedeutend sinken würde. Die Inter- mus würde der Landwirthschaft helfen. Ich für meine Person jorm für alle übrigen Waaren. Der Werth aller übrigen Waaren pellation Igeht Don ganz falschen Voraussetzungen aus. bin noch zweifelhaft, ob diese Behauptung richtig ist, und ich drückt sich in einem bestimmten Werthmaß von Gold und Gilber Man hätte sich hüten sollen, auf Grund einseitiger sehe, daß die Männer, die sich damit beschäftigen, dies auch noch aus. So lange nun die Produktionskosten dieser Metalle dauernd Beitungsberichte eine Interpellation einzubringen. Es bezweifeln. Ich habe die Besorgniß, daß eine Agitation entstehen in dem gleichen Verhältniß stehen, können die beiden Währungen war schon fein ablehnendes Verhalten der deutschen Re- tönnte, die auf das unverstandene, aber verheißend aufgefaßte neben einander laufen. gierung, daß sie überhaupt Vertreter zur Brüsseler Konferenz Wort gegründet sein könnte. Kurz vor der heutigen Sigung noch die Silberproduktion eine wesentliche Verschiebung das Werthverhältniß des Silbers zum schickte. Was hat man denn vorgeschlagen, deffen Ablehnung war mir bekannt geworden, daß einelne Herren im Haufe ihre fuhr, war bedenklich wäre? Die amerikanischen Bertreter hatten nichts zu Abstimmung über die Militärvorlage vom Bimetallismus ab wie 1: 15% allgemein gültig. In dem Augenblick aber, Entdeckung der Kalifornischen Goldfelder beantragen und sie verlangten, daß man dem Antrag zustimmen hängig zu machen gedenken.( Hört! links.) Ich habe das durch durch zunahm, trat mit Nothwendigkeit follte, daß es wünschenswerth sei, Mittel und Wege zu finden, die Rede des Herrn von Kardorff bestätigt gefunden. Ich muß Goldvorrath überall in fortschrittlichen Kulturländern das G um die Entwerthung des Silbers aufzuhalten. Ebensogut hätte nun sagen, daß, wenn jemand die Absicht haben sollte, mich m daß man einen Rongreß berufen tönnen, um zu erklären, daß es meinem Berhalten in der Militärvorlage einzuschüchtern, er die als allgemeines Austauschmittel auftrat. wünschenswerth wäre, wieder einmal einen guten Sommer zu Rechnung ohne den Wirth gemacht hat. Ich vertrete die Milliarden irgend ein Bortheil erwachsen ist, so ist es ber, haben, oder daß es wünschenswerth wäre, daß die Cholera nicht Militärvorlage, weil ich die feste Ueberzeugung habe, daß die sie Deutschland in die Lage sezten, mit verhältnißmäßig wiederkäme.( Heiterfeit.) Es Wie das ringen Opfern die Goldwährung einführen zu können. Daß da fonferenz gesagt worden: Jeht muß die Währungsfrage Botum über den Bimetallismus ausfällt, das fann meine alte Berhältniß von 1: 151/2 nicht auf die Dauer eingehalte Die Welt Haltung zur Militärvorlage beeinträchtigen. gelöst werden, sonst geht die Welt unter. Ich werden kann, sagen fich die Herren wohl selbst. Herr v. Ra steht noch, der Bimetallismus ist aber immer mehr mache auch nicht den Anspruch, diejenigen Herrn, benen der dorff sagte uns, Ihr seid nicht die Vertreter der Es fángt doch allmälig an zurückgegangen, und ich glaube, wenn der jezige Reichs- Bimetallismus über die deutsche Mehrkraft geht, zu beeinflussen. seid ja Bourgeois. unangenehm zu werden, wie unsere Gegner unfere fangler abgehen würde und Graf Mirbach oder Herr von Kar-( Lebhaster Beifall links; Widerspruch rechts). dorff träten an seine Stelle: sie würden nicht im ftande sein, die Aller Deshalb der Ger bas So lange weder die Goldproduktion er's Solve 100 ber ein Gol Wenn aus be ba febr g Abg. v. Schalscha: Die Landwirthschaft geht zurück trobh fonen und persönlichen Verhältnisse beständig als Bewei den Bimetallismus einzuführen.( Sehr richtig! links.) Amerita der Handelsverträge, deshalb muß ihr geholfen werden durch die material für ihre Anschauungen in die Debatte zu gieb hat den Bimetallismus auf der Brüsseler Stonferenz zur Ver- Befferung der Währungsverhältnisse. Es hat mich verlegt, handlung stellen wollen; aber es mußte diese Frage vollständig überrascht und betrübt, daß der Reichskanzler den Bimetallis Bimetallismus ist also von der Brüsseler Konferens a limine weiß garnicht, wie er bazu tomuit. Arbeiter, 30 P etwa Ber pflegen. Wir könnten auch einmal den Spieß umkehren, dann dürfte der Vortheil auf unserer Seite sein. fallen lassen, weil England jedes Eingehen darauf ablehnte. Der mus und Antisemitismus in einen Topf geworfen hat. Ich Arbeiterklasse, haben in dieser Frage ausnahmsweise das gleid Der Antisemitismus Interesse wie die Bourgeoisie, und wenn wir daher in dief Wir ofil 5 m B. hrungsfrage gefchwiegen haben, fo geschah, weil unser dingungen ist der Preis für Nebenkarten für die 15- Pf.- Strecke auf|.$., in Rotterdam. Rottach, Ludwig, in Rotterdam. Roorda, Standpuntt non dem Abg. Bamberger effer vertreten wurde, als 3,50 M. und für die 10 Pfennigstrecke auf 2,50 M. erhöht worden E., in Rotterdam. Schotting, Louis, in Rotterdam. Sligting wir es nur konnten. Wir haben das größte Interesse daran, und zwar mit der Maßgabe, daß Nebenkarten unter 6 M. monat- W., in Rotterdam. Spindler u. Co. in Rotterdam. Wolf das möglichst stabile Verhältnisse in bezug auf den Preis der lich nicht ausgestellt werden. Eine Stammfarte mit einer Neben- Wilhelm, in Rotterdam. Waaren und der Arbeitslöhne vorhanden sind. Wird aber der farte foftet mithin fünftig im Mindestpreisfe 14,50 M.( ſtatt Bimetallismus eingeführt, dann tritt felbstverständlich eine Preis: 12,75 M.), mit 2 Nebenkarten 20,50 W.( statt 17 M.) und bei An ein schnell entschlummertes Fahr Unternehmen verschiebung aller Waaren ein. Den Agrariern kann das sehr an- 3 Nebentarten 26,50 Mt.( tatt 21,25 M.). Nach den neuen Be- erinnert die folgende Notiz: In dem Konkurse über das Wer genehm sein, wenn sie mit einer besonders verschlechterten Währung stimmuugen werden Nebenkarten auch nur an Mitglieder einer mögen der Deutschen Kontroll- Wagen- Aktiengesellschaft in Liquithre mit der Goldwährung aufgenommenen Schulden bezahlen einen gemeinschaftlichen Bausstand bildenden Familie abgegeben, dation ist die Maffe vollständig realisirt und soll durch den Vertönnen, aber die weitere Folge wird sein, daß durch die ftetig fich was in den bisherigen Bedingungen nicht vorgesehen war on walter Rosenbach die Schlußvertheilung von 5683 M. 76 Pf. ändernden Produktionsverhältnisse beim Gold und Silber eine der nunmehr noch übrig bleibenden sehr geringen Bergünstigung Maffebestand erfolgen. Bu berücksichtigen find Forderungen mit Spekulation einreißt, welche zum Schaden der arbeitenden Klaffen von 2.50 M. monatlich bleiben also noch alle Familienmitglieder aus Borrecht von 809 M. 83 Pf. und 32 065 M. 20 Pf. Forderungen ausgebeutet wird. Allerdings, wenn heute eine allgeme ne Breis- gefchlossen, welche sich außerhalb des Familienhaus stands, in Behre 2c. ohne Vorrecht. Nach Abhaltung des Schlußtermins sollen die Steigerung eintritt, dann wiffen wir auch, daß bei jeder der befinden. Erhöht ist auch der Preis für Ausfertigung einer Erfah- Gläubiger über Prozentsatz und Zahlungstermin noch eine beartigen Renderung die Waarenpreise zunächst in die Höhe gehen farte an Stelle einer abhanden gekommenen von 1 auf 2 M. Das fondere Mittheilung erhalten." und die Löhne zuletzt folgen und zwar lange nicht in dem Maße, unentgeltliche Mitnehmen von Kindern unter sechs Jahren, was B Die neue Ausgabe des Fernsprech. Verzeichniffes ift wie die Waarenpreise in die Höhe gehen. Daß die Agrarier bei bekanntlich sonst jedem Fahrgast gestattet ist, ist den Abonnenten einem Steigen des Silberwerths andere Löhne zahlen müssen, ist nicht gestattet; felbst für einen Säugling muß der volle Fahr- foeben erschienen. Das Aussehen deffelben ist nur geeignet, die felbstverständlich, aber daß diese Löhne nicht so hoch sein werden, preis entrichtet werden. – Beranlassung zu dieser dem Brozent Forderungen der Fernsprech- Theilnehmer auf Herstellung des bisals die Serren es darstellen, haben wir in der Schußzollperiode faze nach wesentlichen Erhöhung der Rebentarten von 128 berigen Registers durch die kaiserliche Ober- Poftdirektion als ge erlebt, wo man namentlich von Seiten des Abg. v. Kleift- Rezow ouf 6 M. – bei Benugung von zwei Streden, und vorüber rechtfertigt erscheinen zu laffen. Der jezige„ private" Berleger des en Arbeitern die schönsten Versprechungen gemacht hat. Die hinaus noch wesentlich mehr, soll der Umstand gegeben haben, Fernsprech- Berzeichnisses, Herr Julius Springer, hat mit der schlechten Löhne sind es aber nicht allein, welche den Arbeiter daß von den Familien- Abonnement3 ein ju ausgedehnter Ge- Serausgabe des amtlichen Buches nicht sonderlich glücklich debütirt.. drücken. G8 tommen dazu die schlechten Wohnungsverhältnisse, brauch gemacht worden ist. Dieſe ſo one gabung der So ist von demselben bei Einhaltung des alten Textes die Eindie schlechte Behandlung, die Abhängigkeit, welche bewirken, daß Attionärintereffen läßt befürchten, daß sich auch die Gerüchte von leitung von 12 auf 11 Seiten reduzirt worden. Das alphabetische Die Arbeiter in hellen Haufen Ihren Kreisen davon laufen. einer Verminderung des Personals und dadurch bedingter Mehr Verzeichniß der Theilnehmer, Abth. 1, ist, trozdem sich die Zahl der belastung der verbleibenden Angestellten zu Gunsten der Anschlüsse bedeutend vergrößert hat, auf 356 Seiten zufammaenUbg. v. Firege( dk.): Lurch die Goldwährung hat erst das Dividendenen pfänger bewahrheiten dürften. Nach diesen Leistungen gedrängt worden gegen 757 Seiten des alten Registers! Jest befinden Hochschutzöllerthum an Kraft gewonnen. Die Einführung der der Geſellſchafe dürften die Wünsche nach geheizten gaien gen ich auf einer Seite durchschnittlich 65 Namensverzeichnungen Goldwährung in airen Staaten, in Italien und Desterreich, hat dem einheitlichen 10 Pfennig- Zarif wohl nie enge gegen 28 in dem früheren Fernsprech- Verzeichniß. Unter diesem Bufammendrängen des Textes leidet der Leser erheblich; wer gar tane Bedeutug; dort steht die Goldwährung aus dem fromme Wünsche bleiben. Papier, beide sander werden niemals in der Lage sein, soviel nicht vorzügliche Augen hat, dem wird es schwer fallen, sich in Gold zu bezen, um alle Zahlungen in Gold machen zu können. Juteressante Mittheilungen über die Bewegung der der Schrift, die zum Theil aus" Nonpareille- Sah" besteht, zuDaß den Grundbefiz verschuldet ist, ist richtig, aber er ist ver- Berliner Bevölkerung wurden fürzlich in dem Ausschusse der rechtzufinden. Ich welcher Weise jedoch das von der Postbehörde Schoet, namentlich der Großgrundbesitz, aus einer Zeit, wo er Stadtverordneten- Versammlung gemacht, welcher über die Frage dem Herrn Springer gewährte Monopol„ Berzeichniß von Theiljein Letztes für das Vaterland geopfert hat. Daß diese ehren- der Errichtung städtischer Entbindungsanstalten zu berathen hatte. nebinern nach Berufs- und Geschäftsgruppen" genannt, von den hafte Berschuldung hier zum Vorwurf gemacht wird, dagegen Es wurde darin zugegeben, daß die relative Geburtsziffer in Fernsprechangeschlossenen aufgefaßt worden ist, zeigt der Umstand, muß ich mich energisch verwahren. Wir wollen den Bimetallismus Berlin zurückgehe. Dieselbe ist von 43-47 pro Mille in früheren baß in dieser Abtheilung von 51 verschiedenen Berufen nicht ein durchaus nicht sofort in Deutschland einführen. Das würde Jahren auf 34,6 im Jahre 1888 gefallen, dagegen ist die absolute einziger Anfluß verzeichnet ist. Von den Berliner Zeitungen ein unmögliches Vorgehen sein. Wir wollen nur durch inter- Bahl der Geburten fortwährend im Steigen begriffen. In Berlin hat sich nur die„ Rigdorfer Beitung" in dieser Gruppe eintragen nationale Maßregeln den Silbervreis wieder haben und das letzte wurden geboren 1870: 31 772, 1888: 49 796, 1890: 50 867 Rinder, laffen, von den Kolonialwaaren- Händlera Berling haben nur Ende wird sein ein internationaler Bimetallismus. Durch unsere darunter innerhalb der letzten 10 Jahre burchschnittlich jährlich acht die Steer für diese Abtheilung- drei Mark- bezahlt; Goldwährung gewähren wir nur den unter günstigeren Berhält: 6100-6300 uneheliche Kinder. Auch die Zahl der Eheschließungen ebenso haben sich zu dieser Reklame nur zwölf Zigarrenhändler riffen produzirenden Ländern eine Importprämie. Ich begreife nimmt fwährend zu. Während die Bevölkerungsziffer alljähr verstanden! Achtzehn Seiten Inserate beschließen das neue Telenicht, wie die europäischen Staaten sich noch den Zurus einer lich wäa, geht die relative Zahl der Todesfälle von Jahr zu phonbuch. perfchiedenartigen Währung gestatten tönnen. Die lateinische Jahr herunter. Sie hat im Jahre 1861 28 pro Mille betragen, Unter der Maske eines Theaterzimmermanns treibt Mingunion hat alle Schwantungen am Anfange dieses Jahr ist dann im Jahre 1875 auf 34 pro Mille gestiegen und seitdem hunderts überstanden und besteht noch und Frankreich hat sich bis zum Jahre 1888 auf 21,5 pro Mille gefallen. Auch die gegenwärtig ein Schwindler ſein Unwesen. Derselbe nennt sich unter derfelben zu einem großen Industriesaate erhoben. Wie abfolute Zahl der Todesfälle steigt nicht; so hat das Jahr 1876 Wilhelm Kupfer, treibt sich in Schankgeschäften umher und lockt der Baarvorrath unserer Reichsbaut bestellt ist, wissen wir nicht. fast die gleiche Zahl der Todesfälle, wie 1888: 80 912 34 31 050. Arbeiterose an sich heran durch die Vorgabe, einen Zimmerer Siber 600-700 Millionen Mark Thalerstücke fino nicht un: Die Zahl der gestorbenen Kinder unter einem Zabre at 1877: oder Trichler zum sofortigen Antritt für das Theater Unter den Wenn sie einen Leuten zur Verfügung ge- 15 019, darunter 3166 uneheliche, im Jahre 1888 aber nur noch Linden zu suchen. Hauptzweck ist, möglichst viel Nußen aus fiellt werden könnten, würde das sehr vortheilhaft sein. 11 148 betragen, darunter 2837 uneheliche Kinder. Die fleinen Leute rechnen nicht mit dem Wechselfours auf London, sondern wünschen nur ihre Arbeit bald baar bezahlt zu erhalten. Daß das Projekt von Alfred von Rothschild abgelehnt wurde hat mich gefreut. Gegenüber dem semitischen Großkapital Fin ich imm sehr vorsichtig. Ich bitte die Regierung, sich zu rzeugen, haß der Bimetallismus eine berechtigte Forderung ist, feinen Opfern herauszuschlagen. Daß in der heutigen Zeit der Noth und Arbeitslosigkeit viele auf den Köder hineinfallen, ist erklärlich und erhellt aus dem Umstande, daß der Theaterp örter schon über 40 Refleftanten hat abweisen müffen, da die ganze Offerte nur Schwindel ift. Mögen die Genoffen daher wohl Acht haben. Ueber den Doppelfelbstmord eines Brautpaares in einem Ueber die Behandlung der Arbeitslosen, welche man im vergangenen Winter in Leipzig beobachtet hat, hat der Stadt: rath Henschel daselbst vor furzem einen Vortrag gehalten, der auf das in derselben Frage in Berlin beliebte Verfahren ein eigenthümliches Licht zu werfen geeignet ist. Nachdem am 10. März zahlreich besuchte Arbeitslosen- Versammlungen statthatten, die das Borhandensein eines Nothstandes unfich täng verlaufen haben wird. Unsere deutsche Industrie hat widerleglich bewiesen und ein ferneres Bertuschen nicht mehr ge-. 8. war früher Offizier bei einem Linienregiment und nahm nicht bloß durch die Goldwährung ihre Stellung auf dem Welt statteten, entschloß sich der Nath endlich, nicht Arbeitsgelegenheit den Abschied emilie in der Körnerstraße an. Das junge Gesundheitsrücksichten. Das Mädchen gehörte marft erworben, sondern auch durch die Tüchtigkeit ihrer zuf chaffen, aber ganze 6000 Wt. zu bewilligen. Aus freiwilligen einer gut fituirten Fu Urbeiter. In der Silberfrage tönnen sich Landwirthschaft und Sammlu. gen, welche gleichzeitig stattfanden, tamen dann noch Baar hatte sich fennen un lieben gelernt und hatte in aller Industrie immer die Hand reichen zu gemeinsamer Arbeit. weitere 28 000 M. und ein Posten Nahrungsmittel zusammen. Form und in feierlicher Weise bei den Verwandten der Braut im Hause der Mutter die Ver Unter meinen Freunden wird niemals die Meinung auftauchen, Sobald die Vertheilung dieser geringen Summen durch die lobung gefeiert. Später wurden würde, feine Braut zu er das wir eine wirthschaftliche Frage als Bedingung für eine po- Armendistrikts- Vorsteher begann, fand sofort ein gewaltiger An- Bweifel laut, ob v. 8. im ftande sein tische Maßregel aufstellen. Ich habe mich gegen eine Ver- orang von Unterstützungsbedürftigen statt. Es fonnte festgestellt nuhren. Es sollte ein langfames Grtalten der Beziehungen herbei außerhalb, von Rendung, qidung der Währungsfrage mit der Wiilitärvorlage zu verwerden, wahren. Möge der Reichskanzler glauben, daß er uns nicht ein werden, daß die Unterstüßung Suchenden meist schon seit Mo- ge ührt werden. Man schickte das Mädchen nach wahren. Möge der Reichetangler glauben, daß er uns nicht ein schüchtern kann, daß wir ihn aber auch nicht beeinflussen wollen. naten, vielfach sogar schon seit November, ohne Arbeit gewesen wo es jedoch in der festen Absicht zurückkehrte, fich licht beein Ein Schlußantrag wird abgelehnt. waren und den Winter durchgehungert hatten, fomie daß die öffent fluffen zu laffen. Schließlich nahmen die Dinge eine liche Armenpflege von ihnen in den meisten Fällen deshalb nicht daß das Brautpaar beschloß, aufammen zu sterben. Sie fanden Abg. Liebermann von Sonnenberg( Antisemit): Wir in Anspruch genommen worden war, weil das nach den vortrefflichen in dem obengenannten Hotel Ausnahme und nahmen unmittelbar hoben nicht den Antisemitismus hereingezogen; das hat Bestimmungen des Wahlgesetzes den Verlust des Wahlrechtes nach ihrer Ankunft Gift. Der Tod trat bei Beiden sofort ein. heute der Reichskanzler gethan und ihm sind verschiedene auf mehrere Jahre hinaus zur Folge gehabt hätte. Die 6000 m. Redner gefolgt. Ich danke dem Reichsfangler für seine wurden nicht als Armenunterstüßng, sondern als ein außer der Schloßwache mußte in der Freitag Nacht in Potsdam ein Ein empfehlenswerther Wächter der Nacht. Mit Hilfe Grllärung. Man muß immer wissen, woran man ift. gewöhnliches Almosen vertheilt, konnten also ohne Opferung des Nachtwächter birekt vom Dienst fortarretirt werden. Nachts gegen Der Reichetangler tann begreifen, wie man Autifemit fein fann; Wahlrechtes in Empfang genommen werden. Aber selbst dieser 2 Uhr traf nämlich der Nachtwachtmeifter Kriebel den Wächter bas ist schon etwas. Er erwartet einen Antrag auf Aufhebung Umstand war noch nicht hinreichend, um alle Arbeitslosen su des 3. Stadtbezirks Noack am Stadtschloß betrunken an. Als er des Gesetzes; der wird kommen, sobald wir die nöthige Bahl von ben egen, um das Almosen zu bitten und die mit einer solchen ihn dieserhalb zur Rede stellte, wurde der Wächter grob und als Unterschriften erlangen tönnen. Dazu müssen wir im Lande Bitte verbundenen Demüthigungen und Kränkungen hinzunehmen. nunmehr der Nachtwachtmeister den erregten Mann aufforderte, agitiren, nicht demagogisch; denn bei uns geht es immer sehr viele Familienväter schickten, wie Stadtrath Henschel versicherte, fofort den Dienst zu verlassen, stieß derselbe in seine Nothpfeife patriotisch zu; den Radau bringen immer nur die Sozial- anfangs ihre Frauen, jedoch wurde diesen bedeutet, daß der und erklärte den Nachtwachtmeister für seinen Arrestanten, zwei demokraten in unsere Versammlung hinein.( Heiterkeit.) Wenn mann für die Familie einzustehen habe. Welch' blutiger Hohn! herbeieilende Kollegen auffordernd, den Vorgesetzten mit zu arres wir hier in größerer Zahl vertreten sind, dann werden wir den Wenn der hohe Kath der Stadt Leipzig nicht Almosen, sondern Bimetalismus unterſtügen und Herr v. Kardorff wird dann aus Arbeit vertheilt hätte, würden sich diese Männer, die als Arbeiter, wachtmeisters nachkommen und Noack arretiren, was diesen ins tiren. Diese aber wollten nunmehr der Aufforderung des NachtGiftblüthen Honig saugen.( Heiterfeit.) Sollte die Bemerkung und nicht als Bettler für ihre Familie einzustehen gewohnt waren, beffen zu einem derartigen Widerstand veranlaßte, daß der Nacht des Reichskanzlers, daß er den demagogischen Bestrebungen der gewiß nicht lange haben nöthigen lassen, und der Andrang von Untisemiten entgegentreten wolle, auf ein Ausnahmegeses hin- Arbeitslosen und Larbenden würde dann noch viel gewaltiger wachtmeister Hilfe von der Schloßwache erbitten mußte, welche deuten? Wenn der Reichskanzler den Konservativen die Be- gewesen sein. Bemerkenswerth ist übrigens, daß noch am 7. März, den Gyzedenten nach dem Polizeigewahrsam brachte. tonung des Antisemitismus zum Vorwurf gemacht bat, alfo 8 Tage vor den Arbeitslosen- Versammlungen, in einer So wird Die Buchdrucker Berlins feierten am Sonnabend das er sehen, wie viel Antisemiten den Konferenz der Armendistrifts Vorsteher unter 67 Anwesenden 80jährige Bestehen ihrer Organisation, des Vereins Berliner Konservativen stehen. Ich glaube auch, daß die Worte 59 erklärt hatten, daß ein Nothstand, der außer Buchdrucker, durch einen Herrenkommers, zu dem sich gegen 2500 im Programm der Ronservativen nicht viel nügen werden, gewöhnliche Maßnahmen erfordere, nicht herrsche. Also bis 3000 Personen eingefunden haben mögen. Der große Ron Das ist richtig, aber die Thaten werden nüßen. Der Anti- ganz wie bei uns in Berlin. Hier hat man erst wieder fordia- Festsaal war bis auf den letzten Plas gefüllt. Das Programm femitismus wird auch nicht wie eine Sturzwelle verschwinden, ganz türzlich, am 18. November, in der Armenkommissions bot neben gut ausgewählten Instrumentalpiecen, die vortrefflich er wird länger dauern als der Bimetallismus. Der Anti- vorjeher- Bersammlung, als es sich darum handelte, für die Winter- ausgeführt wurden, und neben einigen auf die Bedeutung des femitismus tann sehr viel ziehen, was der Bimetallismus allein monate feste Theuerungszulagen für die Almofen- und Pflegegeld- Tages bezüglichen Massengefängen eine Reihe Lieder, für deren nicht machen kann. Der Antisemitismus ist ein feurigeres Roß; Empfänger zu bewilligen, den Standpunkt vertreten, daß von Vortrag die beiden Vereine Typographia und Gefangverein Ber er erfordert eine favalleristische Behandlung. Ich hoffe, daß der einem besonderen Nothstand" nichts zu merken sei. GEs rennt liner Buchdrucker mit Erfolg ihr beftes Rönnen einfeßten. In Staatsmann der Zukunft den Antisemitismus benußen wird, um allerdings nicht gleich jeder auf die Straße und schreit seine Noth der Festrebe gedachte der Borsigende Faber der Erlebnisse des den Staatswagen von dem Abgrunde zurückzuhalten, dem er jetzt bentlich aus, zumal da das gar nichts nüßt. In Leipzig wurden Vereins und schloß mit der Ermahnung an die Mitglieder, stets entgegen rollt. die Unterstützungen besonders häufig zur Einlösung verpfändeter wie heute das Prinzip ber Solidarität gegenüber den BuchAbg. Graf Mirbach erklärt, daß er sich durch die Aus- Sachen beansprucht. Im Versegen liegt das Geheimniß, wie druckern wie der Gesammtarbeiterschaft hochzuhalten. Am Schluß lassung des Reichstanzlers verlegt gefühlt habe. Der Reichs ein Arbeitslojer es fertig bringt, den Winter zu überstehen, ohne des Programms war dem Humor fein gebührendes Recht eintangler tönne zu jeder Zeit das Wort nehmen; er möge daher zu verhur gern. Und wenn das Lette verfest ist?- Ja, dann geräumt. Es tam eine Mordgeschichte zur Darstellung, in welcher auf die Stellung der Abgeordneten etwas mehr Rücksicht beugt sich der Hartnäckige, Stolze und bettelt! Reichetangler Graf v. Caprivi: Ich berufe mich auf den 16 M. pro Woche Anfangsgehalt wurde einem Monteur fenographischen Bericht. für elektrotechnische Anlagen von der Firma Georg Eduard Hey, Damit schließt die Debatte. Zentralbureaus der Fabriken für Patent- Chroin Affumulatoren Augsburg, Charlottenburg, Neusalz a. D.( Berlin W., Leipziger- Marktpreise in Berlin am 10. Dezember, nach ErmitteSchluß 5 Uhr. Nächste Sigung Dienstag 12 Uhr( Fortraße 101/2) geboten. Der Wonteur, dem über feine Thätigteit lungen des Polizeipräsidiums. Weizen per 100 kg. guter von fehung der ersten Berathung der Militärvorlage). als selbständiger Monteur von der Berliner Elektrischen 15,70-15,30 m, mittlerer von 15,20-14,90 M., geringer von Beleuchtungs- Aktiengesellschaft ein sehr gutes Zeugniß ausgeftelt 14,80-14,50 M. Roggen per 100 Kg. guter von 13,60-13,30 M., worden ist, verzichtete auf das Vergnügen, für 16 M. sich in den mittlerer von 13,20-12,90 M., geringerer von 12,80--12,50 M. Lienst des genannten Bureaus zu stellen. Er schrieb dem Herrn Gerste per 100 kg. gute von 16,50-15,50 m., mittlere von Heyl, daß er als Anfangslohn wenigstens 40 Pf. pro Stunde 15,40-14,50 M., geringe von 14,40-18,50 M. Safer per 100 kg. beanspruchen müsse. Der übliche Lohn ist 40-55 Pf. Eine guter von 16,00-15,30., mittlerer von 15,20-14,60 m., Toktales. Antwort darauf erhielt er nicht. geringer von 14,50-13,90 m., Stroh, Richt- per 100 Kg. von Gin eigenartiges Weihnachtsgeschenk hat die Große Mit seinen Feftnagelungen fährt der Reichs- Anzeiger" 4,50-4,00 M. Heu per 100 Rg.von 7,60-5,20 M. Berliner Bjerdebahn- Gesellschaft etwas vorzeitig ihren Abonnenten fort, indem er in seiner Sonnabend- Ausgabe eine weitere ifte 100 kg. von 50,00-20,00 m. Linfen per 100 kg. von 80,00 eine gite per 100 kg. von 40,00-25,00 D. Speisebohnen, weiße per bereitet. Die„ Bolls- Zeitung" berichtet hierüter: Die heute zur unzuverlässiger niederländischer Firmen" veröffentlicht, welche bis 30,00 M. Kartoffeln per 100 Kg. von 6,00-4,00 m. RindAufgabe gelangten neuen Bedingungen für die Ertheilung von in der schon oft geschilderten Weise die Geschäftswelt zu brand- fleisch von der Keule per i Kg. von 1,60-1,10 M. Bauchfleisch Zeitfarten pro 1893 enthalten, neben mancherlei Verschärjungen, schagen suchen. Sie lautet: Braun, Frederik, in Rotterdam. tine wesentliche Erhöhung des Abonnementspreises für Familien- Batter, Arie Cornelis, in Rotterdam. Bersch, Johann Joseph, per 1 Kg. von 1,40-0,90 M. Schweinefleisch per 1 Kg. von 1,60-1,00 M. Kalbfleisch per 1 Kg. von 1,60-1,10 M. Hammel mitglieder. Bisher wurden für dieselben Nebenfarten zum halben in Rotterdam. Braun, Kart, in Rotterdam. Dyk, van, in Preise der Stammlarte( b. i. der für das Familienoberhaupt aus Rotterdam. Dreffel, J. P. u. Co., in Rotterdam. Eyken, Joseph fleisch per 1 Kg. von 1,50-0,80. Butter per 1 Kg. von 2,80 gestellten Karte) verabfolgt. Ein solches Familienmitglied zahlte Baul, in Rotterdam. Gröbe u. Co. in Rotterdam. Geervliet in bis 2,00 M. Gier per 60 Stück von 5,20-8,00 m. Fische per also für eine 15- Pfennig- Strede, welche in der Stammkarte mit Loosduinen. Graaf, J. C. de, in Rotterdam. Hoge, Aloysius nehmen. 9 bekannte Gegner der Gehilfenschaft unsterblich gemacht sind. Bei jedem Theilnehmer wird das Fest den Eindruck hinterlassen haben, daß die organisirten Berliner Buchdrucker stramm in den Reihen des kämpfenden Proletariats vorwärts marschiren. 1 Kg.: Karpfen von 2,40-1,20 M. Aale von 2,80-1,20 M. M. monatlich berechnet ist, 2,50 M., und für eine 10- Bjennig- Heinrich Hermann, in Rotten. Beuser, Cbriftan, in Rotters Bander von 2,40-1,00 m. Hechte von 1,80-1,00 M. Barsche Strecke flatt 3,50 M. nur 1,75 M. Bedingung für ein Abonnement am. Selinga u. Co. in Rotterdam. Klyrr alias Klybro in von 1,60-0,70 M. Schleie von 2,50-1,00 2. Bleie von 1,40 war und ist auch jetzt noch, daß eine Stammtarte mindestens Rotterdam. Lieftina, Gysbertus Hendritus, in Rotterdam. bis 0,70 M. Krebse per 60 Stüd von 8,00-2,00. 8,50 M. pro Monat beträgt und die Nebenfarten gleichzeitig ge- Mathot, Hendrika Johanna, Ehefrau des Willem Frederik van Polizeibericht. Am 10. d. M. früh wurde ein Feuerwehr löst würden. Für eine Stammtarte und eine Nebentarte, giltig den After, in Rotterdam. Moone, Jan Adriaan, in Rotterdam. manu betin Abräumen der Brandstätte in dem Hause Bossenerfür je eine 15- Pfennig- und eine 10- B ennig- Strecke waren mithin Ommeren, Bart van, in Rotterdam. Parmentier u. Co., in straße 10 durch eine herabgeworfene Bohle erheblich am Kopfe pro Monat 12 M. 75 f. zu entrichten. Nach den neuen Be- Rotterdam. Peeters, Prudentius, in Rotterdam. Ruevelamp, I verlegt. Bormittage wurde auf dem unbebauten Grundies Pf. der Lübeckerstraße. B * Schwedterstraße 9 ein unbekannter Mann mit einer Schußwunde I Die Gemeindeverwaltung von Reinickendorf beschäftigte Uebrigens sollte es d'en Lehrern nicht geftattet werden, this in der rechten Schläfe todt aufgefunden. Es liegt unzweifelhaft in der abgelaufenen Woche in drei verschiedenen Terminen die Geistesprodukte zum Ertauf in den Schulen auszubieten, es hat Selbstmord vor. Nachmittags machte eine Frau in ihrer Woh erste Straftammer am Landgericht 11. Der Gemeindevertreter allzusehr den Anschein, als folle ein Profitchen gemacht werden, nung in der Wafferthorstraße einen Selbstmordversuch, indem sie Eigenthümer Ernst Echilling und der frühere Gemeindevertreter Gustav Baader, Weberstr. 24. eine größere Menge denaturirten Spiritus trant. Die sofort an- Bäckermeister Emil Liebing waren wegen öffentlicher Beleidigung gewendeten Gegenmittel brachten sie außer Lebensgefahr. Am des Amts- und Gemeindevorstehers Wilke angeklagt. In der Berichtigung. 10. und 11. d. M. wurden drei Personen erhängt aufgefunden, ersten Berhandlung waren zwar 12 Zeugen zur Stelle, es wurden In dem an Nr. 290 veröffentlichten Bericht der im 6. Wahb und zwar Abends ein Maurerpolier in feiner Wohnung in der aber 10 neue Zeugen vorgeschlagen und zum Zweck der Ladung freise abgehaltenen Bersemmlung ist von dem Schankwirth Mehet, Wallstraße, Nachmittags ein Schuhmacher in seiner Wohnung in die Sache bis Donnerstag vertagt. Die zweite Verhandlung Chauffeestraße gemeldet worden, daß er Bier aus der Nordder Zeughofstraße und Abends eine Fran in ihrer Wohnung in erlitt das Schicksal der ersten; in der dritten Verhandlung am deutschen rauerei zum Ausschank bringt. Diese Mittheilung An der Ecke der Rheinsberger- und Sonnabend wurden 40 3eugen vernommen, weshalb das Urtheil beruht auf einem Ferthum, gemeint ist nicht der genannte Wollinerstraße fand Abends eine Schlägerei statt, bei der ein erst am späten Abend gefällt werden konnte. Die beiden An- Schankwth, welcher schon mit Beginn des Boykotts dies Maurer am Kopfe bedeutend verletzt wurde. Als ein Kanonier geklagten hatten in öffentlichen Versammlungen behauptet, daß der Bier nicht mehr verzapft, sondern der Schankwirth vom 1. Garde- Feld- Artillerie- Regiment aus einem nach dem Umtsvorsteher die Beschlüsse der Gemeindevertretung nicht respektive Meier, Ecke der Fenn- und Reinickendorferstraße. Lehrter Bahnhof fahrenden Stadtbahnzuge bei der Blodstation und parteiisch handele. So habe es die Gemeindevertretung am Wilh. Gieshoit, an der Luisenstraße ausstieg, wurde er von einem entgegenVertrauensmann des 6. Wahlkreises. Tommenden Zuge erfaßt und zur Seite geschleudert und am Kopfe so bedeutend verlegt, daß er nach dem Garnison- Lazareth gebracht werden mußte. In der Nacht zum 12. d. M. gerieth der Schuhmacher Jurgeleit vor dem Hause Gitschinerstr. 86 niit dem Schraubendreher Kressin in eine Schlägerei, bei der er diesem einen großen Theil der Ohrmuschel abschnitt. Der Verletzte wurde nach dem Krankenhause am Urban gebracht und der Thäter verhaftet. Am 10. und 11. d. Mts. und am darauf folgenden Morgen fanden 18 leine Brände statt. Theater. -MOTO 11 In Thomas- Theater brachten die Münchener" am Sonnabend das bekannte oberbayerische Wolfsstück: Der Herrgott schniger von Ammergau" zur Aufführung. Ganghofer und Nenert haben wirkliche Bauern auf die Bühne gebracht, derb in ihrem Humor und heißen Blutes, aber natürlich in Sprache und HandTung. Die Einsamkeit und Abgeschlossenheit der erge giebt dem Bolfe ein flares Auge, ein poetisches Gemüth und ein warmes Herz, schließt aber sentimentale Schwäche und thränenreiches Seufzen aus. Die Aufführung hielt sich von der Klippe der Rührseligkeit glücklich fern; Frau Schönchen lieferte i der„ Lohner Traudel" geradezu ein Kabinetsstückchen und Frl. Laska stand ihr als Loni würdig zur Seite; Herr Ranzenberg that Anfangs der Langeweile und am Ende des Pathos zu viel, vährend Herr Swoboda den alten Pechlehner durchweg auf der Höhe hielt. Das Publikum lohnte die vorzügliche Darstellung, it reichem Beifall. 27 Wache Gerichts- Beitung. B vorigen Weihnachten abgelehnt, Gratifikationen für die Amtsund Gemeindediener zu bewilligen, der Amtsvorsteher habe dennoch Gratififationen ausgezahlt; er habe gegen den ausdrücklichen Beschluß der Gemeindevertretung die Bureans mit Linoleum belegen lassen ,, er habe seinen eigenen Schwager willkürlich in der Steuer herab gefeßt und der Gemeinde durch unbegründete Berweigerung eines Baukonsenses 2000 m. Prozeßkosten aufgehalst. Aus den amtlichen Sigungsprotokollen der Gemeindevertretung und durch Wolk. die Vernehmung der 40 Zeugen gewann der Gerichtshof die Ueberzeugung, daß die dem Amtsvorsteher gemachten Vorwürfe der Begründung entbehrten. Der Angeklagte Schifting wurde daher mit 600 m., Liebing mit 500 m. Geldstrafe veftraft, auch wurde dem Beleidigten die Publikationsbefugniß zugesprochen. Versammlungen. Grunewaldstr. 110. Landsmannschaft Schleswig- Holsteiner Berlin. Dienstag, Deutschlands, Ortsverwaltung Literarisches. Fr. Chr. Schlosser's Weltgeschichte für das deutsche 19 Bände.( I. Band. Berlin. Berlag von Oswald Seehagen. Von Dr. Oskar Jäger and Dr. Franz Wolf. Preis 2 M.) Deutscher Dachdecker..ender für das Jahr 1893, Herausgegeben von E. Gasedow, Berlin S10. 26. Preis gebunden 2,10 M. La Société Nouvelle. Revue internationale de Socio logie, Arts, Sciences, Lettres 8e, Année Tome 11, Paris, rue de la Rochefoucauld 66. Der Weihnachtsmarkt. Plauderei von G. H. Schneided. Berlin, Paul Scheller's Buchhandlung. Die Waffen nieder. Monatsschrift zur Förderung ber Friedens Idee. Herausgegeben von Baronin Bertha von Suttner. Berlin W. 35, Potsdamerstr. 27 bei Alfred H. Fried 13. Dezember 8 Uhr, im Restaurant P. Bodenburg, Kommandantenſir. 10/11: Nationale haufmännische Kranken- und Sterbekasse. Dienstag, den Borstandssigung. Versammlung des Verbands deutscher Jimmerlente Schönebergs und Umgegend am Dienstag, den 13. Dezember, Abends 8 Uhr, bei Jakob, u. Cie. Zentralverein der Bildhauer Deutschlands, Gauverein Berlin. Die Lebenshaltung der deutschen Arbeiter, ihre Gre Dienstag, Abends 8 Uhr, Annenfr. 16: Bersammlung. Tagesordnung: 1. Pnährung und Wohnung, Einkommen, inbirette sprechung über Steinbildhauer- Angelegenheiten. Besteuerung, Krankheit und Sterblich feit 13. Lever, what her goestandigung im Steſtaurant von Sandsmann Nebst einem Anhang: Die Zusammensehung der H. Saß, Markgrafenfir. 102. Nahrungsmittel. Von Emanuel Wurm, Berlag von Verband der in Holzbearbeitungs- Fabriken und auf Holzplätzen R. Schnabel, Dresden. Zum ersten Mal wird hier eine über Beschäftigten better und arbeiterinnen Degutions Skuhr, wer sichtliche Zusammenstellung statistischer Erhebungen gegeben, die sammlung bei Reblig, Bergstr. 12. Tagesordnung: Bortrag. Verein Berliner Hausdiener. Dienstag, den 18. 6. Mts., Abends heitlichen Verhältnissen der Volksmassen llarlegen und zeigen, in 9 Uhr: Ordentliche Mitglieder- Bersammlung in den Arminhallen, Romman- welcher Weise die Lebenskraft des Volkes abhängig ist von seinem Achtung, Schneider und Schneiderinnen! Deffentliche Versammlung Einkommen. Der Verbrauch an Nahrungs- und Genußmitteln, am Dienstag, den 13. Dezember, Abends 8 Uhr, in Brochnow's Fesisälen die Höhe des zu einer normalen Lebenshaltung erforderlichen ( früher Orschel), Sebastianstr. 39. Tagesordnung wichtig! Tanzlehrerverein Solidarität“. Jeden Dienstag, Annenstr. 14 bei Einkommens und die Beschaffenheit der Wohnungen wie Arbeits Ehrenberg, Vereinssigung, nachdem Nebungsstunde, Abends 9 Uhr. räume sind einer eingehenden durch zahlreiche statistische Belege Arbeiter- Bildungsverein für Friedrichsbers. Deffentliche Mitglieder begründeten Beurtheilung unterzogen, während gleichzeitig Un ersammlung am Dienfiag, den 13. Dezember do not be stage leitungen gegeben werden, wie die so nothwendigen Umfragen abgeordneten Wurm über Voltseinkommen und Bolfsernährung. auf diesem Gebiete einheitlich und entsprechend gestaltet werden fönnen. Der Preis der 9 Bogen starten, mit gutem Papier und Umschlag ausgestatteten Broschüre ist 60 Pf. Bestellungen rinumt die Expedition dieser Zeitung entgegen. dantenstraße 20. Sprechsaal. Inhalt desselben identifigirt zu werden. Berne gehorchen, ohne zu fragen! Lerne dienen, ohne zu säumen! Lerne schaffen, ohne zu träumen! Lerne leiden, ohne zu flagen!" Der bekannte Druckschriften Händler Hecht, welcher Abends 8% Uhr Weſtphal Berlin bei allen möglichen Gelegenheiten mit seinen berüchtigten Extrablättern" überschwemmt, hatte vor einiger Zeit nor dem hiesigen Echöffengericht einen feltenen Glückstag. Serr Hecht stand eines Tages in der Friedrichstraße und bot mit träftiger Stimme die bekannten antisemitischen Broschüren Judenbordelle" und Judenlaus in Christenpelz" aus. Sein Teiben bafelbst war so schamlos, daß ein vorbeipaffirender Stabso' fizier, der daran Anstoß nahni, einen beim Café National postirten. Schutz- Die Redaktion stellt die Benuzung des Sprechsaals, soweit der Raum dafür mann aufforderte, doch dem Unfug ein Ende zu machen. Kurz abzugeben ist, dem Bublikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgentcinen nachdem der Offizier fortgegangen war erschi bei dem Schutz- Intereffes zur Verfügung; sie wahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem mann ein Buchhalter namens Landauer et und bat um Schuh gegen die Invektiven des Hecht, Direkte Vorhaltung der Schmäh der ihn nicht nur durch die noch träftig beleidigt befchriften belästigt, sondern auch bat. Der Schuhmann te, als sich derselbe dies vercam und forderte Hecht auf, ihm zur folge อิน Hecht leistete passiven widerstand, So lautet ein Vers auf der Seite 35 eines kleinen von dem er blieb mehrfach stehen, versuchte Ansprachen an das Rektor Fromme herausgegebenen und von den Lehrern der begleiten foin Re neugierige Publikum zu halten und warf auch 125. Gemeindeschule den Schülern zum Anlaufe für 10 Pf oschürenmaterial mehrmals dem Schuhmann vor die Fuse. empfohlenen Buches, daß den Titel hat: Des guten Rindes Der Zeuge Landauer, welchem die Sache unangenehm war, gab Wünsche. unterwegs dem Schuhmann anheim, den Hecht, der ihn noch fort- Der Gedanke, welcher in jenen vier Strophen feinen Aus während beleidigte, laufen zu lassen, da er eine Beleidigungs- druck findet, ist der, die Kinder zu denkenden Menschen nicht, tlage gegen denselben nicht anstrengen wolle. Das Schöffen- wohl aber zu Sklaven zu erziehen. Nur nicht kritisiren, nicht gericht erkannte bei diesem Thatbestand zu allgemeiner Ueber- denken, aber alles Leiden, alles ungemach ertragen ohne zu raschung auf Freisprechung des Angeklagten, indem es mudjen. folgende Erwägungen anftelite: Daß der Angeklagte feine Zur Ehre unferes Lehrerstandes wollen wir annehmen, daß Broschüre überlaut ausgerufen habe, sei nicht erwiesen, es nur Wenige feien, welche den Standpunkt einnehmen, welcher es liege deshalb auch grober Unfug nicht vor. Der Schuß sich in jenen vier Strophen ausdrückt; wünschenswerth ist es mann, dem der Beleidigte überdies noch anheim gegeben habe, aber, daß Herr Schulrath Bertram und die Herren Schulden Angeklagten laufen zu lassen, habe sich deshalb nicht in der inspektoren ihre Mißbilligung aussprechen und die weitere Verrechtmäßigen Ausübung seines Amtes befunden. Wie zu erbreitung des Buches in den Schulen untersagen; daß es den warten war, hielt dieses etwas ungewöhnliche Urtheil vor der Gymnasiasten u. f. w. nicht angeboten werden wird, ist kaum zu Berufungs- Straffammer nicht Stand. Die fünfte Straftammer, bezweifeln. Der übrige Juhalt des Buches lohnt nicht der Bewelche sich gestern mit der Sache zu beschäftigen hatte, verurtheilte fprechung, so viel sei indeß bemerkt, daß das Herplappern vielmehr den Angeklagten Hecht wegen groben Unsugs zu der zu- einiger Dantesverse an die Eltern teinen Werth hat, das Kind Lässigen höchsten Strafe von 6 Wochen Haft und wegen des findet selbst durch Wort und Geberde den Ausdruck seines Widerstandes zu 6 Wochen Gefängniß. Dantes. Theodor Fricke, Stridgarn- und Strumpfwaaren- Fabrik, Berlin. 1. Geschäft: Oranienstr. 174. Tricot- Damen- Taillen 2. Geschäft: Jannowitzbrücke 1. Herren- Westen Winterstoff mit eingewirktem Futter links und rechts gestrickt, mit und von 2,50-7,50 Mark. 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Etia 9000 Tonnen Weizen und ein großer Mehlvorrath wurden ein Raub der Flammen. Der angerichtete Schaden wird auf etwa eine halbe Million Kronen geschätzt. effie Engelmacherin. 2003, 12. Dezember. Das Bezirksgericht in Petrifau verurtheilte die Hebamme Bednarska, Engelmacherin" schlimmster Sorte, in deren Keller, wie feinet zeit gemeldet, eine größere Anzahl Kinderleichen gefunden wurde, nur wegen Berheimlichung von Leichen zu einjährigem Gefängniß. Der Staatsanwalt, der 15 Jahre Zwangsarbeit beantragt hatte, meldete sofort Berufung an, Briefkaffen der Redaktion. K., Bildhauer, dahier. Was Sie wünschen, ist nicht fo schnell zu erledigen. Es will geprüft sein, und wird geprüft. G. K., D. Die Arbeitsordnung fann jegt noch nicht zurücks gefandt werden. Fr. H., Calbe. Der Vorstand hat die Sendung empfangen. E. S. 24. Jit uns untelannt. Bemühen Sie sich persön lich nach unserer Parteibuchhandlung. Jamaica- Rum, echt Verschnitt, u. Fac. Literfl. 1,10, 1,60, 2,10, bei 5 Fl. 10 Pf. billiger. 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Auf das eigent hoffen, daß alle aufgeflärten Kollegen es ebenso machen liche Thema eingehend, legte Liebknecht bar, wie die kapitalistische werden. Vielleicht greift man zu dem Universalmittel und Produktionsweise das herrschende Elend verallgemeinert, es zu bestimmt: Entweder Schiedsrichter werden oder die Arbeit ver- einem internationalen Uebel gestaltet hat. Es liege eben laffen! Wie dem auch sei, die Organisation der Arbeiter wird im Wesen des Kapitalismus, daß er, je weiter er in seiner für diese Kollegen stets eintreten, falls Maßregelungen vor Entwickelung fortschreite, desto mehr menschliche Arbeitskräfte kommen. Bezeichnend aber ist es, daß die Innungsmeister aus überflüssig machen, dem Glende überantworten müsse. Einerseits den Reihen der Arbeiter willkürliche Auslese halten können und würde das Groß der Arbeitslosen durch stete Verbesserung der noch obendrein das Recht haben, falls die Richtersprüche der Maschinentechnik vermehrt, andererseits aber dadurch, daß das " Gewählten" den Herren nicht gefallen, jederzeit sie durch andere große Kapital den Mittelstand, das Kleinbürgerthum unerbittlich zu ersezen oder sie aus der Arbeit zu entlassen! Es sei übrigens vernichte, ins Proletariat hinabstoße, und so deffen Reihen neue darauf hingewiesen, daß laut Gesetz betr. die Gewerbegerichte Schaaren Deklaffirter zuführe. Diesem Prozeß entziehe sich kein § 79 Abs. 3 gegen die Entscheidungen der Innungen und deren Kulturland, tein Produktionszweig. Als ich, so fuhr Liebknecht Schiedsgerichte binnen 10 Zagen die Berufung auf den Rechts- fort, vor kurzem in Marseille war, hatte ich Gelegenheit, die weg durch Erhebung der Klage bei den ordentlichen Gerichten agrarischen Verhältnisse Frankreichs zu beobachten und mußte zulässig ist. Ferner theile ich noch mit, daß ich in nächster Beit wahrnehmen, daß auch in diesem klaſſiſchen Lande des Kleineine öffentliche Proteitversammlung einberufen werde, zu welcher grundbestges der Bauer unrettbar jenem Schicksal verfallen ist. ich den Innungsvorstand einzuladen gedente. Wie in Deutschland der Bruder Bauer" vom Großgrundbefizer proletarisirt wird, ist Ihnen bekannt. Mag der Antisemitismus auf dem Lande und beim städtischen Mittelstande auch noch vorläufig feinen Sput treiben tönnen; weil er eben unproduktiv, im innersten Kern hohl ist, kann er keinen dauernden Erfolg für sich haben; ihm liegt höchstens der geschichtliche Be ruf ob, für die Sozialdemokratie den Boden zu bearbeiten. Im weiteren Verlauf seiner Rede wies Liebknecht nach, wie auch in England und Amerita der Kapitalismus auf allen Gebieten der Produktion das Glend in Permanenz erkläre und wie der frühere Troft, daß auf die absteigende Periode, die Krise, wieder eine aufsteigende folgen müffe, heute nicht mehr maßgebend ist. Man tönne überhaupt heute nur noch von einem bauernden Niedergang reden, die moderne Produktionsweise sei in einer Gadgaffe angelangt, aus der es nur einen Ausweg gebe, den Sozialismus. Dies hatte das Proletariat begriffen und sich daher politisch wie gewertschaftlich organisirt. Nur in der Organisation, so fuhr Liebknecht fort, ist die Konzentrirung der Kräfte auf einen Punkt möglich und die Möglichkeit vorhanden, die heutigen Bustände zu beseitigen. Einer ist nichts. Wir sollen aber alles fein und können alles fein. Ünvernünftiges wollen ist aber Kinderei, nur der Wille, der auf Wissen beruht, kann etwas Bernh. Jost, Delegirter der Streit- Kontrollkommiffion. Die Steinhauer der Firma H. Berger in Bremen haben am 8. d3. Mts. früh die Arbeit wegen Lohnkürzung niedergelegt. Die Ausstehenden bitten um Fernhalten des Buzuges. dresse für Buschriften ist: Arnold, Steinhäußerstr. 28, 11, Bremen. Die Generalfommission. Ju Agram ist ein Segerstreit ausgebrochen. In der Druckerei„ Narodna- Novina" stellten 115 Arbeiter die Arbeit ein, 15 fchloffen sich dem Streit nicht an. Auf telegraphischem Wege sind Arbeiter bestellt worden, einige langten bereits ein. Als sie bemerkten, daß ein Streit ausgebrochen sei, nahmen sie die Arbeit nicht auf. Buzug ist streng fernzuhalten. Redner fommt In St. James Ball, einem der größten Säle Londons, tagt feit gestern eine„ nationale landwirthschaftliche Konferenz". Gie ist auf Veranlassung des Verbandes der Pacht- Bauern Lancashire's von dem Komitee der vereinigten Landwirthschaftskammern einberufen worden, um über die Ursachen der gegenwärtigen Noth: lage der englischen Landwirthschaft und die Mittel zur Abhilfe derfelben zu berathen. Schon der erste Tag hat gezeigt, daß auf dieser, übrigens außerordentlich stark besuchten Konferenz die Getreibezöllner und Bimetallisten das Uebergewicht haben. Es ist dies auch weiter tein Wunder, denn die Bandarbeiter sind fast gar nicht, die Kleinpächter nur sehr unzureichend auf der Konferenz vertreten, desso besser aber die Landlords und ihr Anhang. Und für die Landlords handelt es sich ja nur um die Rettung der Rente, die heute nicht anders möglich ist als durch einen Zoll auf die Produkte der Landwirthschaft, während die Münz fälschung, genannt Bimetallismus, den braven Leuten mindestens momentan die Möglichkeit einer Brandschagung des konsumirenden Publikums in Aussicht stellt. Die schön klingenden Argumente, mit denen diese Allheilmittel dem Publikum innerhalb und außerhalb der Konferenz plausibel gemacht wurden, sind dieselben der deutschen Agrarier und daher den Lesern des Vorwärts" zur Genlige bekannt, so daß ich nicht weiter auf sie einzugehen brauche. Wer etwas gegen sie einzuwenden wagte, wurde von der wohlorganisirten Klaque der Getreide Zöllner nach Möglichkeit niedergeschrien oder durch for cirtes Gelächter eingeschüchtert. So unter anderem der In der Fischer'schen Weicheifengießerei zu Brünn ist einzige Bertreter der Landarbeiter, der gestern zum Wort ein Streit ausgebrochen. Zuzug ist fernzuhalten. fam, Riley aus Herefordshire. Bezahlter Agitator", brüllte der Chorus der Landlords und ihrer Agenten, am lautesten wahrscheinlich diejenigen der letzteren, die eben auch nichts sind als bezahlte Agitaforen", nur mit höherem Lohn und weniger anfirengender Beschäftigung. Riley verließ übrigens nicht die Tribine, ohne den Herren entgegengerufen zu haben, daß in zu funft der Ertrag der Landarbeit denen zuzufallen habe, die ihn produzirt, und nicht den Landlords, die nichts thun. Großes 5000 Bergfente haben in Steierdorf die Arbeit Mißfallen bei den dominirenden Geistern der Versammlung wegen Lohnherabsegung eingestellt. Der bisherige Lohn betrug erregte ferner das radikale Parlamentsmitglied und Mitglied des 1,50 fl. pro Tag. Londoner Grasschaftsraths William Saunders mit seinem Hinweis darauf, daß die englische Landwirthschaft deshalb zurück- In Budapest dauert der Streit der Holzbild: fchaffen. Die Organisation des Proletariats muß sich mehr zu gehe, weil sie von der anderer Länder in der Produktions- hauer fort. Die Zahl der Ausständigen beträgt 60. Das fammenschließen. Der gewerkschaftliche Klassenkampf muß zum methode überflügelt werde. Saunders, einer der besten unter den Streitfomitee ersucht alle Arbeiter um Unterstügung.( Adreje politischen Befreiungsfampf entwickelt werden. Radikalen, hielt der Versammlung aus eigener Erfahrung ent- Expedition der Arbeiterpresse", Budapest, VI. Remnizer Gasse 6.) dann auf den Trades- Unionismus zu sprechen und ist der Meigegen, daß die Löhne der Landarbeiter nie schlechter waren, als nung, daß es demselben nur möglich war etwas vom Kapitaliszur Zeit, wo die Landlords sich der besten Schußzölle erfreuten. 510 Arbeiter und Arbeiterinnen wurden vor 3 Wochen mus zu erreichen, so lange England den Weltmarkt beherrschte. Indeß die Mehrheit war für solche Argumente unzugänglich, in Senftenberg( Böhmen) ausgesperrt. Das tam so: Die Ginen praktischen Erfolg werden natürlich die schutzbüne Arbeiterinnen der Walferei und Färberei des Fabritinhabers Seitdem die Engländer auf dem Weltmarkte Konkurrenten errischen Beschlüsse der Konferenz nicht haben, denn ein Land, das Bonviller, welche schwer arbeiten müffen, erhalten täglich 58 bis galten haben und ihnen ein Stück nach dem andern entrissen wurde, find auch die Löhne gekürzt worden. Die Arbeiter haben zwar ver fo vorwiegend industriell ist, wie England, tann in heutiger Beit 65 kr. Lohn. Die Arbeiter erhalten 60-75 fr. Sie fanden fucht, gestützt auf ihre vorzügliche Organisation, die Löhne zu halten, nicht zum Schutzoll und am allerwenigsten zum Getreideschuhzoll endlich, daß sie mit diesem elenden Lohne nicht leben können, find aber nicht im ftande gewesen, die Reduktionen abzuwenden: übergehen: das werden sich die Drahtzieher der Konferenz wohl und fandten einige Arbeiter zu dem Fabritinhaber mit der höstens das willkürliche der Kürzungen haben sie abgeschwächt. felbst gesagt haben. Aber es kommt ihnen vor allem darauf an, Bitte um Lohnerhöhung. Da tamen sie aber schön an. Der Fabrik Hebner verwies auf die beiden Streits in der Kohlenindustrie, eine Agitation in Fluß zu halten, die die Blicke möglichst inhaber erklärte, er habe mit den Abgesandten der Arbeiter bon anderen Fragen ablenkt und unter der Firma einer Partei nichts zu sprechen. Die Arbeiter ließen nun die Arbeit liegen. welche, von den Großkapitaliſten veranlaßt, Beugniß abgelegt der Landwirthschaft" Gimpel für die Tories einzufangen. Bis Um halb 3 Uhr Nachmittags fand die Lohnauszahlung statt und haben von deren Unfähigkeit, die Produktion zu leiten. Das Beispiel Englands hat gezeigt, daß eine gewerkschaftliche Bezu einem gewissen Grade wird ihnen das angesichts des großen um 3 Uhr wurde das Personal aus der Fabrik auf die Straße wegung alisin nicht im ftande ist, den Kampf zu führen. In Bldganges der Breite aus gelingen menn nicht der heutige Torneigst und die Fahrit coichInsion Wp allen Seiten her . 2. das figliche Thema der Syſteme der Bodenbelegung nanden Gendarmen, um im Falle der„ Nothwendigkeit" einzu- England giebt es auch feinen Gewertschafter der jüngeren Genealbas noch titlichere der Bodenrente verhandelt werden greifen. Die Arbeitsbücher ſollen die Ausgesperrten vom Bürger- ration, er da glaubt, daß auf gewerkschaftlichem Gebiete allein meisteramte holen. Der größte Theil des Personals hat 20 bis das Heil zu erwarten ist. Anknüpfend an die in England zwischen Kapital und Arbeit geführten Kämpfe kommt Redner Qwie ich schon oben fagte, verheimlicht sich ein großer Theil 40 Jahre in oie Invalidentaffe gezahlt. Die erworbenen Hechte auf den Buchdruckerstreit zu sprechen und zeigt, wie die beste Ge von denen, die für die Schutzzollresolution ftimunten, durchaus follen nun für die Ausgesperrten verloren gehen. Unterstügung werkschaftsorganisation Deutschlands erliegen mußte, obgleich die nicht die geringen Aus fichten auf Berwirklichung derselben. Aber ist dringend nothwendig und zu senden an: Anton Dvorák in Arbeiter allerwärts für dieselbe eingetreten sind. Die Niederlage wenn die einen es thaten, um im Trüben zu fischen, thaten es die Senftenberg Nr. 482 in Böhmen. andern, weil eine bloße Resolution ja nicht schaden fann und war aber, es mag graufam flingen, für uns und die Arbeiterniemand verpflichtet, von anderen Forderungen abzustehen. Krankenkassenwesen. Auf Grund des§ 75a des Kranken- bewegung ein Glück, indem sie unter der gesamten ArbeiterUnd daß es nicht noch andere Mittel giebt, der englischen versicherungsgesetzes ist der Zentral- Kranken- und Sterbetasse der fchait Klärung geschaffen hat. Auch für die preußische Armee Landwirthschaft aufzuhelfen, als Schutzölle und Münzjälschung, Tapesirer und verwandten Berufsgenossen Deutschlands( G. 8.) war die Niederlage von Jena ein Glück. Wir haben gesehen, dafür sind die Anwälte dieser„ Reformen" den Beweis noch in Hamburg und der Stranken- und Sterbetasse für Bäcker und daß die Gewerkschaft allein nicht genügt; den modernen Ideen schuldig geblieben. verwandte Berufsgenossen( G. H.) in Hamburg vom Reichs- ist Eingang verschafft worden, man hat eingesehen, daß die Kraft Thatsache ist, daß das bisherige System der Bodenbefehung fanzleramt die Bescheinigung ertheilt worden, daß sie vorbehalt nicht blos auf gewerkschaftlichem Gebiete angewendet werden darf. in England- Landlord, Bächter, Urbeiter-- unhaltbar ge lich der Höhe des Krankengeldes den Anforderungen des§ 75 Jeder, der am Tische der Kultur fißen wiu, muß weiter streben. Er muß sich nicht blos gewerkschaftlich, sondern auch politisch worden ist in einer Zeit, wo der Breis der Bodenprodukte sich des Krankenversicherungsgejezes genügen. bethätigen und die Partei, der er sich anzuschließen hat, nach denselben Grundfäßen regelt, wie der der Industrieprodukte, Boraussetzungen der Ricardo'schen Rententheorie haben aufgehört Ans Leipzig wird uns geschrieben: Auf den energifchen ist die Sozialdemokratie. Nöthig ist der Weiterausbau der Dr b. nach den billigsten Produktionskosten. Die ökonomischen Protest, den die Mitglieder der Ortstaffe gegen die fürzlich be- ganisation. 1-2 Millionen können noch nicht den Sieg bringen. zu existiren, und damit hat die Rente selbst ihre Grijzenz- chloffene Einführung einer dreitägigen Karenzzeit einlegten, ist es giebt leider noch viele unserer eigenen Brüder, welche uns jeden alls der Beschluß der Generalversammlung der genannten gegenüberstehen. Diese müssen gewonnen werden. Hier in Berlin Grundbesizer als bloßer Rentenbezieher ist überflüssiges Kaffe vom 9. Dezember zurückzuführen, der jenen Beschluß auf- lesen die Arbeiter Zeitungen. Auf den Dörfern jedoch und den nein, direkt schäd- hebt und eine eintägige Rarenzeit einführt. Ist dieser Be- leinen Städten, wo nur das Amtsblatt gelesen wird, worin steht, Element geworden, er muß aus der Kate aus dem Ertrag der Landwirthschaft ihr Gin- chluß nun auch nicht nach den Wünschen der Kaffenmitglieder, die Sozialdemokraten sind unmoralische Leute, sie wollen„ theilen" tommen Beziehenden aus scheiden. Wie sehr dies zutrifft, fann man so ist er doch besser als der erste. Leider läßt es das Gefeß zu,( als ob es da noch etwas zu theilen gäbe!), giebt es noch viel zu thun. daß die Arbeitgeber überhaupt derartige Beschlüsse faffen können. Jeder, der die Nothwendigkeit begriffen, hat deshalb die heiligste bugaus ersehen, daß selbst einer der intelligentesten Vertreter der Bon gegnerischer Seite mußte zugegeben werden, daß auf die Pflicht, sich selbst zum Kampf zu stellen, in Stadt und Land, das nglischen Grundbefizer, der Minister der Landwirthschaft im traurige Zeit Rücksicht zu nehmen sei, es solle mit der eintägigen mit die Jahne des Sozialismus auf den Binnen der Gesellschaft der Konferenz fast unverhüllt zugegeben hat. Nur behauptet Raffe finanziell nicht besser entwidele, müsse man jedoch später Beijall.) ten Toryminifterium, Chaplin, es in der Gröffnungsrede auf Karenzeit auch nur eine Probe gemacht werden. Wenn sich die aufgepflanzt und der Sieg proklamirt werden kann.( Rauschender Herr Chaplin, daß die Rente im Grunde schon verschwunden wieder auf die dreitägige Karenzeit zurüdtommen, da die erzte sei und der Bodenbesizer heute höchstens noch den Zins- zu für das in den Boden gesteckte Kapital beziehe. Die besser bezahlt werden müßten. Es ist wohl anzunehmen, daß dies nur ein anständiger diückzug sein soll. Einen derarngen Beschluß ihm auch schon in der Versammlung entgegengerufen wurde, ist bas lettere durchaus noch nicht der Fall, aber man taun Berrn Chaplin werden die Arbeiter, falls er wirklich gefaßt werden sollte, noch beim Wort nehmen, daß die ökonomische Nothwendigkeit dahin kann energischer zurückweisen als das erste Wial. treibt. Aver der Wegfall der Rente ist nur die eine Seite der Frage, die andere ist die Steigerung der Produktivität des Kommune Mühlhausen i. Th. 5000 m. bevilligt, was au Um den Arbeitslosen Arbeit zu beschaffen, hatte die Bodens, der llebergang zu höheren Produktionsformen. In der zuerkennen. Zu tadeln jedoch ist, daß der den Arbeitslosen zu- man die Kollegen öppner, Königs, Bajewaldt. englischen Landwirthschaft wird die Maschine bei weitem noch gefagte Stundenlohn von 14 Pi. auf 13 Pf. gekürzt wurde, so Nachdem noch fleinere Angelegenheiten zur Erledigung ge nicht in dem Maße angewendet, wie in der amerikanischen, zum baß diese wöchentlich nur 6-7 m. verdienen tönnen. Wie bei bracht waren, wurde gegen 8 ühr die Versammlung mit einem sich daher die Anschaffung der theueren Waschinen nicht lohnte, effen, Wiethe, Kleidung ze. bezahlen soll, ist ein Räthsel, dessen und Arbeiterinnen geschlossen. Theil, weil die menschliche Arbeitskraft bisher zu billig war und solchem Berdienst der Arbeiter fammt seiner Familie fich fatt brausenden Hoch auf die Solidarität der Buchdruckerei- Arbeiter namentlich nicht für Bächter, die hohe Renten zu zahlen hatten. Lösung jedenfalls auch dem Mühlbauser Magistrat schwer fallen Die vollständige Befertigung der Rente würde nur die halbe dürfte. Wegen der Lohnkürzung ist es dieser Tage zu einem Ju einer Versammlung des Allgemeinen Arbeiterinnen Rösung der Frage sein, ihre endgiltige Lösung heißt Uebergang Streit der Arbeiter gekommen, der durch beiderseitige Wer vereins hielt am 4. Dezember Frau Lunau eine Vorlesung um genoffenschaftlichen Großbetrieb, und diese wird erst der ständigung allerdings bald fein Ende sand. Immerhin ist es über„ Die Erdbeben und der Vesuv". Nach der Vorlesung folgte Sozialismus bringen. charakteristisch für die herrschenden Klassen, daß selbst da, wo sie gemüthliches Beifammensein. einmal selbst einsehen, daß dem Arbeiter auf außerordentliche Weise geholfen werden muß, sie noch eine Sparsamteit üben, welche bei manch anderer Gelegenheit viel mehr am Plage wäre. liches gorie ber 21 pet. verloren. Der Soziale Lteberlicht. An alle Buchvinder und in verwandten Betrieben beschäftigte Arbeiter und Arbeiterinnen! Es sind verschiedene Anfragen an mich ergangen, ob die Versammlungen. In einer öffentlichen Buchdrucker Versammlung, die Von einer Diskussion über den durch öfteren Beifall unters Ebenso wurde brochenen Vortrag wurde Abstand genommen. der vorgerückten Zeit wegen( der Vortrag dauerte gegen zwei Stunden) der zweite Punkt von der Tagesordnung abgefeßt. An deffen Stelle wurde das neueste Projekt des Deutschen Buchdruckervereins( Prinzipale) einer Kritik unterzogen, aus welcher sich die Ignorang dieser Herren auf ökonomischem Gebiete ergab. Zu Ersay- Kandidaten für die Gewerbegerichts- Wahl nominirte Ueber die Ursachen der heutigen Geschäftskrise hielt der Genosse Stabernad türzlich in einer Versammlung des Arbeiter Bildungsvereins zu Friedrichsfelbe einen mit Beifall aufgenommenen Vortrag. In der Diskussion sprach der Genosse Arnold im Sinne des Referenten. Hierauf bewilligte die Versammlung zu einem am 2. Weihnachtstage ab. zuhaltenden Bergnügen den Betrag von 15 M. Zu dem kürzlich veröffentlichten Bericht über die von der Ortstrantentasse der Klempner lezihin ab gehaltene Versammlung wird uns ergänzend mitgetheilt, daß Dies Resultat wird in nächster Zeit Nachfrage beim Obermeister Herrn Reichpietsch ist mir die Mit am 4. Dezember in der Bockbrauerei tagte, hielt Lieb der fünfgliedrigen Kommission nicht die Konstituirang des neuen Buchbinderinnung ein Schiedsgericht habe oder nicht. Durch theilung geworden, daß die Innung feit 14 Tagen ein Schieds- knecht einen Vortrag über das Thema„ Der wirthschaftliche Vorstandes obliegt, sondern vielmehr die Feststellung des Resultats gericht besitzt. Es gehen fomit alle bei Jinungsmeistern be. Niedergang, deffen Ursachen und Folgen". Von der überaus der Delegirtenwahl. habe Sollege range, welcher in gericht verlustig. Da vor mehreren Jahren die Arbeiter sich gedachte Liebknecht zu Anfang seiner Rede der warmen Auf der Versammlung über die Thätigkeit der Delegirten sprach, meige rten, einen Gesellenausschuß zu wählen, weil sie ben nahme, welche er bei den Berliner Buchdruckern gefunden, als er darauf hingewiesen, daß die vorhergegangene Delegirtenwahl nur ningsrummel nicht mitmachen wollten, hat man sich dieses nach elfjährigem Gril 1868 zum ersten Mal wieder öffentlich die Konfequens fei, welche sich aus der Handlungsweise des Vorzum Vingen gemacht und beatsichtigt, die auch bei Junungs im Heimatblande aufgetreten sei. Der Aufenthalt im Lande der standes und der Gegner der freien Aerztewahl im vergangenen Schiebe gerichten nöthigen Beister zu ernennen. Die Namen Pickelhaube sei ihm allerdings nicht lange vergönnt gewefen; als Jahr ergeben. Folglich hätten diese Herren fein Recht, sich ernannten" Getreuen waren trot eindringlichem Befragen er oas bekannte Anaebot, in die Redaktion der Norddeutschen darüber zu beschweren, daß sie nicht wiedergewählt worden sind. jetzt Der Sozialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, den 13. Dezember, Abends 82 Uhr, im Lotale Süd- op", Waldemarstraße 75: Versammlung. 376/6 Zagesordnung: 1. Die Pariser Kommune 1871. Referent: Genosse Rudolf öster. 2. Diskussion. 3. Wahl der Revisoren und Kontrolleure. 4. Verschiedenes. Gäste haben Zutritt. Neue Mitglieder werden in der Bersammlung aufgenommen. Um zahlreichen Besuch ersucht Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein des 6. Berliner Reichstags- Wahlkreises. Versammlung Dienstag, den 13. Dezember, Abends 82 Uhr, in der Kronen- Brauerei, Alt- Moabit 48-49. Tagesordnung: Vortrag( Referent wird in der Versammlung Bekannt gemacht); Diskussion; Verschiedenes. Die Zahlstellen des Vereins befinden sich bei: Franz Gleinert, Fenn- und Müllerstraßen- Ecke; Steinbach, Antonfir. 1; Haverlandt, Bellermannstraße 87; F. Hermerschmidt, Moabit, Perlebergerstraße 28; 3. Linneken, Beuffelitr. 57; Raabe, Ruppinerstr. 46; Joh. Guadt, Swinemünderftr. 120; Hilgenfeld, Bergstr. 60; Emil Schmidt, Tresdow und Diedenhofenerstraßen- Ecke; Hermann Kruse, Pappel- Allee 3-4; Rogar, Beteranenstr. 14; Theodor Fischer, Alt- Moabit 37;. Lieske, Schwedterftraße 33. Der Vorstand. Die Genossen in der Provinz werden gebeten, ihr Gesuch um gelesene Arbeiterzeitungen, Broschüren u. f. w. an die Adresse des Unterzeichneten gelangen zu lassen. 239/9 Mar Kiesel, Berlin, Swinemünderfir.. 131. Verband deutsch. Zimmerleute ( Lokalverband Berlin). Am Mittwoch, den 14. Dezember 1892, Abends 8 Uhr, im Lokal des Herrn Joel, Andreasstr. 21( ob. Saal): Wander- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag über:„ Wird das Elend siegen?" Referent Genosse Roland. 2. Diskussion. 3. Berschiedenes.-Gäste willkommen. Um zahlreiches Erfcheinen ersucht Der Vorstand. [ 363/5] Verein d. Lithographen, Steindrucker und Berufsgenossen Deutschlands( Filiale Berlin). Donnerstag, den 15. Dejember, Abends 8½ Uhr, bri Philipp, Rosenthalerstraße 38: Versammlung Tagesordnung: 1. Vortrag über Sibirien". Referent Herr Türk. 2. Diskussion. 3. Abrechnung von der Matinee und vom Winterfest. 4. Verschiedenes. Die Bersammlung wird pünktlich eröffnet. Um rege Betheiligung ersucht 208/8 Die Verwaltung. Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Mittwoch, den 14. Desember 1892, Abends 8½ Uhr: Branchen- Versammlung der Klempner und Berufsgenossen it Tages Ordnung: " 1. Vortrag des Genossen W. Wach über: Die Proiitution. 2. Dis fussion. 3. Wahl eines Beisitzers zum Vorstand. 4. Aufnahme neuer Mitglieder. 5. Verbandsangelegenheiten. Donnerstag, den 15. Dezember, Abends 81/2 Uhr: Große Versammlung aller in der Lampenbranche beschäftigten Arbeiter( Gürtler, Drüder, Galvaniseure, Schnittarbeiter) in Boltz' Festsälen, Alte Jakobstrasse 75. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Th. Glocke über: Rapital und Arbeit". 2. Diskussion. 3. Wahl eines Beisizers zum Vorstand. 4. Aufuahme neuer Mitglieder. 5. Verschiedenes. Donnerstag, den 15. Dezember, Abends 8½ Uhr: Bezirks- Versammlung im Norden im ,, Wedding- Park", Müllerstraße 178. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Timm. 2. Diskussion. 3. Berbandsangelegenheiten und Verschiedenes. 227/6 Um zahlreichen und pünktlichen Besuch obiger Versammlungen ersucht Der Vorstand. Oeffentliche Schneider- und SchneiderinnenVersammlung am Dienstag, den 13. Dezember, Abends 81/2 11hr, in Brochnow's Festsälen( früher Crichel), Sebastianstraße 39. Tages- Ordnung: 272/8 1. Die Thätigkeit der Agitationstommission. Berichterstatter J. Timm. 2. Diskussion. 3. Raffenbericht von W. Schulze. 4. Neuwahl der Agitations tommission. Alle Maaß- und Tagschneider, Herrenkonfektions- und Damenschneider, Mäntelnäherinnen, Bügler und Stepper find aufgefordert, zahlreich zu erscheinen. Die Agitations- Kommission. Vereinig. der Drechsler Deutschlands ( Ortsverwaltung Berlin). Grosse Matinee am Sonntag, den 1. Weihnachtsfeiertag, im Konzerthaus Sanssouci, ausgeführt von den Stettiner Sängern, Anfang 12 Uhr. Billets à 30 Pf. sind zu haben in den Zahlstellen der Vereinigung und der Hilfskasse der Drechsler, sowie bei den Kollegen Germey, Gneisenaustraße Nr. 63, Quergeb. 4 Tr; Stadelmann, Manteuffelitr. 75, Bigarrengeschäft; Lehmann, Rotibuser User, 3 Tr.; Schulz, Admiralstr. 40, Bigarrengeschäft; Schweizer, City- Passage, Zigarrengeschäit; Kehr, Köpenickerstraße 126, Hutgefchäft; Pätzoldt, Reichenbergerstraße 16; und in den mit Plakaten belegten Handlungen. 136/8 339784 Spielwaaren. R. Kohlhardt, Brandenburgstraße 3 Große Auswahl von Neujahrskarten. Große öffentliche Versammlung der Verband der in Holzbearbeitungs- Fabriken u. Schmiedemeister u. Gesellen Berlins auf Holzplätzen beschäft am Mittwoch, den 14. Dezember, Abends 8 1hr, tu Hensel's Salon", Juvalidenstraße 1, Ecke Brunnenstraße. Tagesordnung: 1. Das Verhalten des Innungsvorstandes in betreff des Arbeitsnachweises und Herbergswesens. 2. Verschiedenes. 280/2 Sämmtliche Stellmacher sind hierzu ebenfalls eingeladen. Der Einberufer, Ehrenerklärung. Die Verleumdung und Beleidigung, Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands. Filiale Berlin II( Norden). Dienstag, 13. D. M., Abends 81/2 Uhr, Bergstraße 12: Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Wahl eines Kassirers. 8. Gewerkschaftliche. 4. Fragefaften. 174/3 Die Mitglieder werden an ihre Mittwoch, 14. d. Wis., Abends 8 Uhr, die ich gegen Herrn Heinrich Kiau Pflichten erinnert. Der Vorſtand. Fachverein der Stellmacher. Grenadierstr. 38: 526b ausgesprochen habe, erkläre ich für unVersammlung. wahr und erkläre denselben für einen Tagesordnung: 1. Wie stellen sich Ehrenmann. Felix Strychynsky, die Stellmacher Berlins zur Lofal- oder Falckensteinstraße Nr. 16. Zentral- Organisation? 2. Wie stellen wir uns den arbeitslosen Stellmachern Berlins gegenüber? 3. Gewerkschaftliches und Verschiedenes. Um zahlreiches Er scheinen bittet Der. Vorstand. 520b Zu meinem Geburtstage am Mitt woch, 14. Dezember, erlaube ich mir alle Freunde und Bekannte einzuladen. C. Schuhmacher, Rochstraße 6. 524b Danksagung. Allen lieben Freunden, Kollegen und Bekannten meines lieben Mannes und unferes guten Vaters, des Hutmachers Gottlieb Sürig sagen wir für die herzliche Theilnahme bei der Beerdi gung desselben unseren tiefgefühltesten Dant. 529b Frau Sürig nebst Rindern. Verlag des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuthstraße 2. Folgende empfehlenswerthe Festgeschenke halten wir gut und elegant gebunden vorräthig: Werke belehrenden Inhalts: Gef Pre jab 2,10 in' 5 Qu 26e 8,30 ban ling Aus de Do 10 be Si au 6 al gebd. M. 1.60 Arbeiterbibliothek, Berliner. I. Gerie fomplett| Köhler, O., Der sozialdemokratische Staat. Grund ( 12 Hefte) gebd. M. 1,80. II. Serie( 14Hefte) gebb. M. 2,40 gebb, M. 2, Arbeiterfrage, die ländliche. Nach dem Russischen züge einer muthmaßlichen ersten Form sozialDemokratischer Gesellschaftsverlassung nebst ein leitender Schilderung des bestehenden Systems. des Kablicow. 2. Aufl. Aveling, Ed., Die Darwin'sche Theorie. Inhalt: Lange, F. A., Die Arbeiterfrage. Ihre Bedeutung Charles Darwin( Biographie). I. Die Ent- für Gegenwart und Zukunft. 4. Auflage. wicklungstheorie. II. Die Abstammung des gebd. M. 5, Menfchen. III. Affe und Mensch. gebd. W. 2,-- Geschichte des Materialismus. gebd. M. 12,50 Bebel, Aug., Die Frau und der Sozialismus. Neueste Langkavel, B., Der Mensch und seine Rassen. Mit Auflage gebd. M. 2,50 4 Chromotafeln, 38 Bollbildern und 298 in den Charles Fourier. Sein Leben und seine Theorien. Tegt gedruckten Juustrationen. 660 Seiten Mit einem Portrait Fouriers und einer Abgr. 80 In eleg. Prachtband M. 5,50 bildung des Phalanstères. gebb. M. 2,50 Lassalle, F., Reden und Schriften. Neue Gesammt Ausgabe. Herausgegeben im Auftrage des Vorstandes der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands von Ed. Bernstein. Bollständig in 3 Bänden. - Der deutsche Bauernfrieg mit Berücksichtigung der hauptsächlichsten sozialen Bewegungen des Mittelalters gebd. M. 2,30 Becker, Bernh.. Enthüllungen über das tragische Lebensende Ferdinand Lassalle's und feine Be ziehungen zu Helene von Dönniges. Neue Be arbeitung Geschichte der revolutionären Pariser Kommune in den Jahren 1789-1794. Mit Porträt Marat's. Broschirt gebd. M. 1,50 Bibliothek politischer Reden. I. Band. gebd. M. 1,30 Blos, Wilh., Tie französische Revolution. Volts thümliche Darstellung der Ereignisse und Zustände in Frankreich von 1789-1804. Mit vielen Porträts und historischen Bildern. 632 Seiten gr. 80. gebd. M. 5,50 Die deutsche Revolution. Geschichte der deutschen Bewegung in den Jahren 1848 und 1849. Mit vielen Porträte und historischen Bildern. VIII und 672 Seiten gr. 80. gebd. M. 5,70 de U PE ei M. 3, e M. 4, fi M. 4,50 96 ge b al Bereits erschienen: Band 1: in Leinen gebunden --in Calbfra. gebdn.( Liebhabereinband) Band II: in Leinen gebunden -in Halbfra. gebdn.( Liebhabereinband) M. 5,50 Liebknecht, Wilh., Bolts- Fremdwörterbuch. 6. AufLage. gebd. M. 8, Robert Blum und seine Zeit. gebd. M. 2, Lippert, Julius, Die Kulturgeschichte in einzelnen Hauptstücken, 3 Bochn. gebb. à M. 1, Lissagaray, Die Geschichte der Kommune von 1871. Zweite, vom Verfasser durchgesehene Auflage. gebd. M. 3, gebd. M. 2, Bommeli, R., Die Geschichte der Erde. Mit vielen Marz, Karl, Das Kapital. Kritik der politischen Detonomie, 1. Bd.: Der Produktionsprozeß Illustrationen und drei Karten. 684 Seiten des Kapitals, 4. Aufl. gr. 80 gebd. M. 5,90 Brandes, Georg, Ferdinand Lassalle. Ein lite rarisches Charakterbild. Aus dem Dänischen übersetzt. Mit Lassalle's Porträt. 2. Aufl. gebb. M. 3,50 Corvin, Pfaffenspiegel. Historische Denkmale des Fanatismus in der römisch- katholischen Kirche. gebd. M. 4, Darwin, Ch., Entstehung der Arten. gebd. M. 3, Engels, Friedr., Der Ursprung der Familie, des Privateigenthums und des Staates. Jm Anfchluß an Lewis H. Morgan's Forfchungen. 4. Aufl. gebd. M. 1,50 Bock, C. E., Bau, Leben und Pflege des mensch- Luz, Dr. H., Sozialpolitisches Handbuch. lichen Körpers in Wort und Bild. gebd. M. 1, im Halbfrz. gebd. M. 11, Dasselbe. 2. Bd.: Der Birkulationsprozeß des Kapitals. im Halbfrz. gebd. M. 10, Das Elend der Philosophie. Antwort auf Proudhon's Philosophie des Elends". Deutsch von E. Bernstein und R. Kautsky. Mit Vor wort und Noten von Friedrich Engels. 2. Aufl. gebd. M. 2, Mignet, Geschichte der französischen Revolution 1789-1814. Deutsche Uebersetzung. Mit Ju ftrationen. gebd. M. 2,-Morgan, L. H., Die Urgesellschaft. Untersuchungen über den Fortschritt der Menschheit aus der Wildheit durch die Barbarei zur Zivilisation. Aus dem Englischen übertragen von W. Eichhoff, unter Mitwirkung von Karl Kautsky. gebb. im Halbfrz. M. 7,25 Nordan, M., Stenventionelle Lügen der Kulturmensch heit. gebb. M. 7,50 Petzler, J. A., Die soziale Baukunst. Gründe und Mittel für den Uunsturz und Wiederaufbau der gesellschaftlichen Verhältnisse. 2 Bde. Die Lage der arbeitenden Klaffe in England. Nach eigener Anschauung und authentischen Quellen bearbeitet. 2. durchgesehene Auflage. XXXII und 300 S. Mit einem Plan von Manchester. gebb. M. 2,50 -Herrn Eugen Dühring's Umwälzung der Wissenschaft. 2. Aufl. gebo. W. 8, Humboldt, A. v., Kosmos. Neue wohlfeile Ausgabe. gebd. M. 6, Ansichten der Natur mit wissenschaftlichen Ers gebd. M. 3, läuterungen. Herausgegeben von Wilh. Bölfde. Prowe, A., John Osawatomie Brown, der Neger( Mit Humboldt's Bildniß.) gebd. M. 1, heiland. Festschrift zur ersten Safularfeier der Vereinigten Staaten von Nord- Amerika. Kautsky, K., Thomas Moore und seine Utopie. Mit einer historischen Einleitung. gebd. M. 2,50 gebd. M.-, 75 -Karl Mary' Defonomische Lehren. Gemeinverständ- Renan, Das Leben Jesu. gebd. M. 1, lich dargestellt und erläutert. gebb.. 2- Stern, J., Die Philosophie Spinoza's. Erstmals -Das Erfurter Programm in seinem grundsäglichen gründlich aufgehellt und populär dargestellt. Theil. 2. Auflage. gebd. M. 2, Köhler, O., Weltschöpfung und Weltuntergang. Die Entwicklung von Himmel und Erde, auf Grund der Naturwissenschaften populär dargestellt. Zweite berichtigte und erweiterte Auflage. Mit 64 Abbildungen und 2 Sternfarten. gebd. M. 3,50 gebd. M. 1,50 Zimmermann, Dr. W., Großer Deutscher Bauern frieg. Herausgegeben von Wilhelm Blos. Fünftrict von Victor Schivert und D. G. Lau. 816 Seiten gr, 80. In elegantem Prachtband M. 6,80 Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Alle Buchhandlungen, Kolporteure und Zeitungsspediteure nehmen Bestellungen entgegen. Bei Aufträger von auswärts ersuchen wir um gleichzeitige Einfendung des Betrages( Porto extra). Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin Druck und Berlag von Maz Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. N 0 ST 9 le in ୧୮ to go fr lo ri 9 u b h to Dr