It IF 1, It n น je i 1. I e D B P Nr. 51. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Bierteljährlich 3,30 Mart, monats lich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit dem ,, Sonntags Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. Vorwärts 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 3 bis 7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Fefttagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernspredjer: Amt 6, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Sonntag, den 1. März 1891. Die Brotvertheuerer. bie sich nun um so hartnäckiger sperrt, als sie feinen Expedition: Beuth- Straße 3. Dazu jammern sie über die steigende Verschuldung Reichskanzler mehr zur Stüße hat, der selbst Landwirth- des Grundbesitzes, gewiß das beste Zeichen, daß die Den Herren Agrariern wird denn doch nach- schaft treibt. Getreidezölle dem kleinen Bauer nicht helfen können. Die gerade bang um die Lebensmittelzölle. Mit Schrecken Wir sind überzeugt, daß der Wiederabdruck der Herren werden für den Parzellenbesitzer ihre Lockpfeife denken die Herren Rittergutsbesitzer an eine. Zeit, da Helldorff'schen und Mirbach'schen Reden mit ungeheurer vergebens blasen. Denn er ist es, der Noth leidet, und sie nicht mehr aus diesem goldströmenden Born werden Begeisterung aufgenommen werden wird von den Junkern, er muß sich sein Brot zum größten Theil oder auch ganz schöpfen können, und dann wird der„ Nothstand" bei der Großgrundbesitzern und Groß- Brennern. Das ist auch kaufen und hat sonach auch unter den erhöhten Brotpreisen bedürftigen Klasse der Großgrundbesitzer wieder ganz ganz selbstverständlich, denn wenn Jemand auf Kosten zu leiden. Die kleinen Besitzer aber, die sich auf ihrer graufig sein, denn die Söhne, die als Garde- Offiziere Anderer alljährlich ein nettes Sümmchen einstreicht und Barzelle nicht ernähren können, bilden in Deutschland die oder als Korpsburschen eine flotte Erscheinung machen ein Anderer kommt und sagt, das müsse so sein, so wird ungeheure Mehrheit gegenüber den Großbauern, Ritterwollen, müssen doch den gleichen Wechsel, die zu ver- der Zweite dem Ersten immer angenehm kommen. Wir gutsbesitzern, großen Schnapsbrennern und Rüben- Baronen forgenden Töchter die gleiche Aussteuer haben. Wo aber können uns natürlich nicht die Mühe nehmen, all die und bei ihnen wird, da sie die hohen Brotpreise wie der dies Alles hernehmen, wenn nicht die landwirthschaftlichen dreisten Verdrehungen und Aufschneidereien, die sich in industrielle Arbeiter verspüren, die schönste agrarische Rede Produkte die gegenwärtigen hohen Preise behalten? den Reden der Herren Agrarier befinden, im Einzelnen nicht verfangen. " " " Von solchen Befürchtungen gequält, wenden sich die zu behandeln; es sind die alten, tausendmal widerlegten Herren Junker, Rittergutsbesitzer und Groß- Schnaps- Trugschlüsse und Unwahrheiten, denen man immer bebrenner an den Bruder Bauer" in einer Broschüre, gegnet, wenn die Schutzzoll- Politik als ein Segen für das in der ausgeführt wird, wie sie ohne die Zölle nicht be- gesammte Volk dargestellt wird. Politische Lebersicht. Es genüge zu stehen können und wie die armen Großbrenner ohne das sagen, day die Herren Agrarier für ihre Berlin, den 28. Februar. bekannte Millionengeschenk an den Bettelstab kommen Bölle, nur immer wieder das bekannte Bismarck'sche Die heutige Reichstagssigung war nach manchen müssen. Das Alles wird natürlich in der Form gesagt, Argument anführen können, die Zölle würden vom Richtungen hin recht interessant. Sie brachte uns von daß statt Junker, Rittergutsbesitzer und Groß- Brenner" Ausland bezahlt. Das nimmt man heute nicht mehr einem langweiligen konservativen Erguß abgesehen immer gesetzt wird die Landwirthschaft", ernst, noch weniger aber die Behauptung einer der zunächst eine Rede des Herrn Windthorst, welcher so daß der Bauer glauben soll, es handle sich um ihn, Herren, die Getreide- und Brotpreise seien infolge der dem Herrn Reichskanzler die Freundschaft des Zentrums, Statt um die Großgrundbesitzer mit und ohne Bon. Im Bölle herabgegangen. Darüber werden, wie sich nebst drei Vierteln der von der Siegierung geforderten Summe lebrigen enthält die Broschüre außer einigen einleitenden ein Junker einmal früher ausdrückte, selbst die Hühner auf dem Präsentirteller darbot. Nun- daß das Zentrum, Worten nur die Reden, die von den Agrariern im lachen". Und ein Anderer meinte, es käme gar nicht seit der Entfernung des Fürsten Bismarck, nach ZerReichstage gegen die sozialistischen und freisinnigen An- darauf an, ob die Bevölkerung gerade ungeheuer billiges felber Partei Drehscheibe geworden und bereit ist, die schmetterung der nationalliberalen Drehscheibe träge auf Beseitigung resp. Ermäßigung der Getreidezölle Brot" habe, sondern die Hauptsache sei, daß die Nationalliberalen in einem Regierungskartell zu ersetzen gehalten worden sind. Auch den Bauern wird es nicht Arbeiter einen ausreichenden Verdienst das wissen wir längst. Die Hand- und Spanndienste, welche neu sein, was da vorgebracht wird, denn was die Herren hätten, unter dem sie leben könnten". Windthorst mit seiner schwarzen Brigade im Frühling von Helldorf, Mirbach u. s. w. über die agra- Nur immer gottesfürchtig und dreiste!" Es ist des vorigen Jahres der Regierung und dem Militarismus rischen Zölle sagen, kann nachgerade auf Ehrwürdigkeit wirklich pikant, zu sehen, wie die Vertreter der Klasse, die leistete, find in frischem Gedächtniß. Leider ist's aber Thatallen Anspruch machen. die schlechtesten Löhne zahlt, und zwar an sache, daß, wie der konservative Graf Behr seufzend beSie beschuldigen in der Broschüre die Opposition, die landwirthschaftlichen Arbeiter, sich hier mit solchem merkte, die welfisch- ultramontane„ Exzellenz" den Reichstag daß diese von Haß gegen den Landwirth erfüllt sei, und Bathos für hohe Löhne in die Brust wirft. Aber so mögen beherrscht, und daß das Haus nach seiner Pfeife zu behaupten, der Kampf gegen die Getreidezölle sei ein die Herren doch selber höhere Löhne zahlen und nicht nur tanzen hat". Kampf der Demokratie gegen die fest est en von solchen reden. Der ultramontanen Liebeswerbung folgte die fortSo lange noch alljährlich die schrittliche. Die seltsamen Gerüchte, die irgend ein Stügen des Thrones". Sachsengänger" zu Tausenden vor den schlechten Spottvogel in die Welt gezwitschert hat, nämlich daß der Löhnen und der schlechten Behandlung dieser Leute aus- Kaiser an ein Minister Portefeuille für Herrn reißen, so lange wird man auch ohne Statistik Eugen Richter gedacht habe, sind sonder wissen, wie es auf den Rittergütern und Latifundien aus- barerweise von dem Abg. Richter ernst genommen worden, Beiläufig sei bemerkt, daß die Regierung nicht auf sieht, und was die noch unvollkommene ländliche Statistik und er hatte sich heute den Bräutigamsrock angezogen und dem Standpunkt des Fürsten Bismarck steht, der die uns erzählt, kann die Haut schaudern machen. O diese machte eine ganz regelrechte Liebeserklärung. Er breitete agrarischen Interessen unbedingt in den Vordergrund modernen Ritter! Da war das mittelalterliche Ritter- all seine Finanzkenntnisse aus, wie ein auf Freiersfüßen gestellte und dem Andringen der Kartellbrüder auf Erhöhung thum bei all seinen Fehlern denn doch noch besser, denn hender Bauernsohn seine Kühe und Ochsen aufmarschiren läßt. Er bewies dem Herrn Reichskanzler in der überder landwirthschaftlichen Zölle freudig Folge gab, auch die es gelobte wenigstens beim Ritterschlag, dem Armen beizeugendsten Weise und wir selber wurden beinahe Grenzen für das fremde Schweinefleisch absperrte. Das zustehen. Diese Ritter aber theilen sich mit dem armen überzeugt- daß er- Eugen Richter der beste aller mög Haupthinderniß für eine Herabsetzung der landwirthschaft Manne in feinen geringen Verdienst und lassen sich auf lichen Finanzminister ist und im Kriegsministerium weit lichen Zölle ist die agrarische Majorität des Reichstages, seine Kosten Geschenke machen. besser Bescheid weiß als der jetzige Herr Kriegsminister. Es " Mit solchen Dingen sind die Herren immer gleich bei der Hand, um die öffentliche Meinung von der Sache abzulenken, um die es sich eigentlich handelt. Feuillefont. Nachdruck verboten.] [ 1 Die Falkner von St. Vigil") Roman aus der Zeit der bayerischen Herrschaft in Tirol von Robert Sa, weichel. Erster Band. Erstes Kapitel. 11 gefügt worden. Seitdem ruhte die Hoffnung des Tiroler liches, fast noch kindliches Gesicht, welches der flache, Landvolkes jenseits des Brenner auf diesem im Bilde auf schwarze Hut mit breitem Rande beschattete. Auf ihren erstandenen Erlöser, und hatte der neue Herrscher auch die runden Wangen waren noch die Spuren vergossener Thränen geschlossenen Wallfahrten und Prozessionen verboten, so erkennbar und ihre braunen Augen leuchteten unter den konnten seine Beamten doch nicht verhindern, daß an Sonn- langen Wimpern von einer frommen Verklärung. und Feiertagen viele Leute aus dem Pusterthale und den Anzug war ärmlich aber sauber. Das blaue Fürtuch über Ihr Nebenthälern nach St. Lorenzen kamen, um in dem Kirchlein dem kurzen, schwarzen Rocke, dessen unzählige Falten um Die mit Zwirnspitzen besetzten Hemdärmel, auf der Frohnwieſe die Meſſe zu hören. Auch an dem rothe Strümpfe ſpielten, schien nur eben aus der Wäsche gegenwärtigen Sonntage war die Menge sehr zahlreich gekommen. und während nach Beendigung der heiligen Handlung welche bis zu den Ellenbogen reichten, waren zwar von ein Theil den Weg nach dem nahen Bruneck einschlug, grobem Leinen, doch weiß wie frischgefallener Schnee. Das auf dessen hochthronendem Schloßthurme das blauweiße Mieder aus einem schillernden Stoffe schloß eng an den Banner Bayerns in der Sommerluft des Jahres 1807 bräunlichen Hals. Das schwarzbraune Haar war sorgfältig Die Messe in dem Kirchlein auf der Frohnwiese von St. flatterte, bewegte sich ein anderer und größerer Theil über geglättet und in zwei dicke Zöpfe geflochten, die frei über Lorenzen war zu Ende. Auf der Stelle, wo das Kirchlein stand, die Frohnwiese nach dem Dorfe St. Lorenzen. Zerſtrent in den Rücken herabfielen. Die derbjohligen Schnürstiefelchen war zur Zeit, als in Frankreich der Konvent seine Schreckens der dunklen Masse bemerkte man manche hellblaue Soldaten- des Mädchens waren bestaubt. Gie trug einen verbetten herrschaft, übte ein Christusbild gefunden worden. Ein Kunst- jacke und manchen Czako unter den breitkrämpigen Spitz- Korb am Arm und ihre Hände waren über einem Rosenkranz verwerk war es gerade nicht. Die großen Meister, welche zur biten. Die Träger jener aber waren weit davon entfernt, schlungen. Ihr Begleiter, deffen Haar bereits stark mit Grau geewigen Seligkeit eingegangen waren, mochten drüben nicht die fromme Sammlung der Landleute zu theilen. Sie mischt war, hielt sich gebückt, als ob er die Sünden der ganzen mehr Pinsel und Balette führen. Die Busterthaler fragten hatten sich nur eingefunden, um ihren Spaß zu haben, Welt auf seinen breiten Schultern trüge, und sein Schritt jedoch nichts nach dem Kunstwerthe; die Hauptsache war, und die finſteren Mienen der Tiroler steigerten nur ihre war unsicher und schleppend. Sein rundliches Gesicht blühte daß ein Wunder geschehen. Denn dadurch hatte Gott der Ausgelassenheit, statt ſie zu dämpfen. Besonders hatten von Gesundheit. Es war glatt rajiit und trug an der verzagten Menschheit ein Zeichen gegeben, daß er noch lebe es die Soldaten auf die Frauen abgesehen, unter denen es linken Wange und dem Kinn die frischen Spuren des unund walte, obgleich die Franzosen ihn abgesetzt, seine Diener viele hübsche Gesichter gab, sowohl unter den kräftigen, geschickt gehandhabten Scheermessers. Eine fleischige Stumpffortgejagt und seine Stirchen geſchloſſen oder in heidnische blonden Töchtern des bajuvarischen Stammes, der im naſe ſtand zwischen wasserblauen Augen, die apathisch vor Tempel verwandelt hatten. Zu einem rechten Ansehen Busterthale selbst und in dessen nördlichen Abzweigungen sich hindämmerten. Sein Schlapphut, seine Joppe und aber war das Chriſtusbild erst gekommen, seitdem Dester- seinen Sitz hat, wie unter den bräunlichen und zierlichen kurzen Lederhosen waren ziemlich abgetragen. Auch er hielt reich nach Laugen, stets erneuerten Kämpfen zu den Füßen Ladinerinnen des Gader- und Vigilthales im Süden. in den braungebrannten Händen einen Rosenkranz. Napoleons lag und Tirol durch den Frieden von Preßburg Dem vielfach mit deutschem Blute gemischten romani- Plötzlich schrie seine Begleiterin erschreckt auf. Ein in die Krone des neugeschaffenen Königreichs Bayern ein schen Stamme gehörte wohl das junge Mädchen an, das, Arm hatte ihren Leib umfaßt, und ein schnurrbärtiges achtlos dessen, was umher vorging, an der Seite eines schon Gesicht beugte sich zu dem ihrigen, um es zu küssen, ältlichen Mannes seinen Weg verfolgte. Es war ein lieb- Bevor der Zudringliche jedoch seine Absicht ausführen konnte, *) Von dem Verfasser neu bearbeitet. war etn der Herrn Eugen[ ergöglicher Eiertanz, Wenn Herr Windthorst aus dem Widerspruch, der ausp Richter durch seine Doppeleigenschaft als Chef den Reihen memer Kollegen gegen seine Darstellung erfolgte, einer Oppositionspartei und als verschämter Minister auf eine in unseren Reihen vorhandene Uneinigkeit schließen kandidat auferlegt ward. Herr Windthorst hat nie einen will, so entgegne ich ihm, daß sich dieser Widerspruch nur schwierigeren Eiertanz auszuführen gehabt und Herr gegen Herrn W.'s geschicktes Mißverständniß Windthorst, obgleich er neulich die Treppe hinunterfiel, ver- richtete, womit er uns imputiren wollte, daß wir, wie er steht sich auf diese Art von Tänzen besser als Herr Eugen sagte, Marg von unseren Rockschößen abschütteln wollten, Richter. Herr Eugen Richter hatte auch kein Glück mit während meine Aeußerung sich doch blos auf die eine seinem Eiertanz und seiner Liebeswerbung. Der Herr von Herrn v. Bennigsen zitirte Stelle aus dem Reichskanzler gab ihm einen Korb, und zwar einen sehr M.'schen Briefe bezog. Wenn Herr Windthorst so lange grob geflochtenen Korb, und applizirte dem verblüfften gesund bleibt, bis die so sehr gewünschte Uneinigkeit in Ministerkandidaten einen Kaltwasserstrahl, der als Douche unseren Reihen eintritt, dann wird er, was wir ihm wünfür die fieberphantastischen Portefeuillehoffnungen des sonst schen, ein sehr hohes Alter erreichen, vielleicht gar unsterbso nüchternen Finanzvirtuosen dienen wird. lich werden. Der Herr Reichskanzler ließ sich auf den fachkritischen Theil der Richter'schen Rede nicht viel ein, fuchte In der Politit schon April wetter, obgleich seine gestrigen Bemerkungen über die Sozialdemo- wir erst an der Echwelle des März stehen. Zu Anfang der tratie abzuschwächen, indem er sagte, die Forde Woche lachende Frühlingssonne- Versöhnung mit rungen der Sozialdemokraten seien unerfüllbar und da muß Frankreich; dann plöglich fiaftere Wolfen, übellaunische die Regierung allerdings an die Möglichkeit eines gewalt- Windstöße, und heute eisige Kälte in den Beziehungen samen Kampfes denken er überschätze nicht die Macht zwischen Deutschland und Frankreich. der Sozialdemokratie, wie Herr Richter gemeint, aber er halte die Sozialdemokratie für die größte Gefahr. Wenn Jemand auf die politischen Zustände Europas im letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts die denkbar bos hafteste Satire hätte schreiben wollen, seine Phantasie hätte diese Wirklichkeit nicht überholen können. verkriecht?! Déroulède, der soeben noch als Tollhäusler" galt, legt ihnen allen das Gesetz seines Willens auf, zwingt sie, sich vor ihm niederzuwerfen und mitzumachen, was und wie es ihm gefällt! Und diese Leute sollten uns imponiren! Wir haben nur nöthig, ihnen einen ernsten Blick zuzuwerfen und sie werden sich in Acht nehmen lernen. Der oben erwähnte Artikel der Kölnischen 3tg." hat die Pariser Börse in einen förmlich panischen Schrecken versetzt. So ist es mit dem Muthe und der Entschloffenheit dieser Großprahler in Wahrheit bestellt. Nichts liegt den gegenwärtigen Machthabeen in Paris ferner, als die Stimmung, aus der die verhängnißschweren Verwickelungen des Sommers von 1870 hervorgegangen sind. Sie zittern für das warme Nest, in das sie sich gesetzt. Wir wollen sie nicht daraus verjagen; uns geht das alles nichts an. Was wir aber allerdings verlangen dürfen, ist, daß sie sich danach benehmen, nicht jedem Straßenjungen gestatten, die Politik des Landes zu beeinflussen, wenn sie den Frieden ehrlich wollen. Bis jetzt sehen wir, wie gesagt, feinen Grund, dies ernstlich zu bezweifeln, sondern nur eine Schwäche, die allerdings unglaub lich ist. Um so nothwendiger aber ist es, daß man in Paris sich nicht gewöhne, die deutsche Geduld für unerschöpflich anzusehen, weil sich die Unverschämtheit der Chauvinisten sonst bis zu einem Grade steigern würde, die das Schlimmste unausbleiblich machen könnte." Es ist die„ Kreuz- Zeitung", die das geschrieben. Nach einem weinerlichen Monolog, den der sächsische Wir sagten, es schiene April geworden zu sein. Wir Agrarier Frege vor leerem von ihm geleertem Hause sich leistete, erhob sich Bennigsen, der Ex- Eine deutsche Frau reist nach Paris, wird von dem hätten besser gefagt: Die Hundstage scheinen schon anZukunftsminister, der Ex- Führer der er- nationalliberalen französischen Publikum in achtungsvollster zum Theil sym- gebrochen. Also weil es in Paris ein paar ungezogene Partei, und empfahl, für den Fall, daß der nationalliberale pathischster Weise empfangen- da kommen ein paar ge- Buben giebt, die sich nach Bubenart bubenhaft aufgeführt, Antrag nicht durchgehe, den Antrag- Windthorst! bildete" Gaffenjungen und führen- wobei jedoch jener indeß Niemandem ein Haar gekrümmt oder eine persönliche also darum sind wir Bennigsen in einer solchen Frage einen Windthorst'schen Antrag deutschen Frau persönlich nach feiner Seite zu nahe ge- Beleidigung zugefügt haben befürwortend! Das ist ein klassisches Bild! Der einstige Erz- treten wird einen chauvinistischen Herenfabbath auf, wie so weit, daß das Schlimmste", d. h. der Krieg Reichsfeind hat seinen 30 jährigen Nebenbuhler nie so ge- wir deren seit dem„ heiligen Krieg" in unserem lieben Deutsch zwischen den zwei vornehmsten Kulturvölkern des eurodemüthigt und so erniedrigt vor sich gesehen ein land Tausende und Tausende gehabt haben. Und nun heißt päischen Festlands- ein Krieg, in welchem nach den ersten nationalliberales Canossa. es auf einmal: es sei irgend etwas Unerhörtes geschehen, 8 Tagen 5 Millionen bestbewaffneter Soldaten einander Der einzige Unterschied zwischen dem Antrag der die deutsche Nation sei beleidigt, die Franzosen seien gegenüberstehnals Möglichkeit ins Auge gefaßt werden Nationalliberalen und dem des Zentrums ist beiläufig der, in Wirklichkeit die wilde" Nation, für welche ein gewiffer, muß! Ist die Welt ein Tollhaus geworden? Jst es denkbar, daß der erstere sieben Achtel, der letztere brei zum Glück abgesägter Radaupolitiker sie einft erklärt hatte, die infälligkeit und ungesundheit der heutigen, und ein ernsthaftes deutsches Blatt kann, ohne daß der Redakteur sofort auf seinen Gesundheitszustand untersucht angeblich so stabilen" Bustände drastischer einem jeden Dentfähigen ad oculos( vor die Augen) zu demonstriren? wird, folgenden Leitartikel in die Welt schicken: „ Paris. Viertel bewilligen will. Grillenberger ergriff nochmals das Wort, um die verschiedenen, im Laufe der Debatte erfolgten Angriffe auf die Sozialdemokratie abzuwehren, und unseren Standpunkt zur vorliegenden Frage nochmals zu präzisiren. Mit großem Nachdruck wandte er sich gegen das alberne Gerede, die Sozialdemokratie wolle eine Revolution machen das habe sie niemals gewollt; der Staat erkläre aber seinen Bankrott, wenn er von vornherein seine Unfähigkeit, das sozialdemokratische Programm zu verwirklichen und die Nothwendigkeit eines Straßenkampfs ausspreche. Herr Windthorst machte hierauf einen Versuch, sich gegen den Vorwurf der Drehpolitit" zu vertheidigen und den politischen Beichtvater zu spielen, indem er von den Sozialdemokraten verlangte, daß sie die gewaltsame Revolution feierlich abschwören sollten womit er einen unbestrittenen Heiterkeitserfolg hatte. die Nach einer kurzen Rede Rickert's, der für seinen etwas melancholischen Kollegen Richter ein paar mildthätige Lanzen brach, wurde die Debatte gegen 5 Uhr ge schlossen. Es kam eine Reihe von, zum Theil ziemlich und dann scharfen persönlichen Bemerkungen, Abstimmung. Für die Regierungsvorlage waren nur die Konservativen, für den nationalliberalen sieben Achtels- Antrag, bloß die Nationalliberalen und Konservativen und sind für den Windthorst'schen vier FünftelAntrag des Zentrum, die Nationalliberalen und Konservativen also die Majorität. Das Vaterland war gerettet, und Windthorst verließ die Walstatt als Sieger und Triumphator. So herrlich weit haben wir es in Deutschland gebracht! Und den Herren Fortschrittlern ist ihre schönste Seifenblase geplatzt. Die persönliche Bemerkung Grillenberger's, die von prinzipieller Wichtigkeit ist lautete wie folgt: Ich habe mich mit aller Energie und ohne Rückhalt gegen die gewaltsame, durch uns herbeizuführende Revolution ausgesprochen. Den Mary'schen Programmbrief betreffend, habe ich nicht gesagt, daß wir die Mary'schen Anschauungen im Allgemeinen zurückgewiesen haben, sondern nur die in jenem Brief enthaltenen Rathschläge. Ein Appell an die Gewalt, oder eine Verherrlichung der Gewalt ist in jenem Briefe nicht enthalten. wurde er mit einem kräftigen Rucke zurückgerissen und eine martige Stimme rief: Lasset's gut sein, Herr Soldat! Für die Bayern sind unsere Gitsche nicht gewachsen." Auch viele andere deutsche Zeitungen, die nicht gleicher Neigungen zur Schwarzseherei verdächtig sind, wie die Kreuz- Zeitung", haben gleichfalls Fieberphantasien und deliriren von„ Ernst der Lage" u. s. w. Nur allmälig und noch immer sehr unvollständig ist be: fannt geworden, wie sich ein großer Theil der französischen Bresse nicht nur, sondern auch Pariser Volksversammlungen unter Führung Déroulédes gegen die an der Seine weilende Kaiserin Noch einmal ist ganz Europa ein großes Tollhaus? Friedrich benommen, welche Frechheiten und jeder ritterlichen Sehr bedauerlich ist, daß die deutsche Regierung gerade Empfindung hohnsprechende Manieren sie sich der Mutter den jezigen Moment gewählt hat, um anzukündigen, daß unseres Kaisers gegenüber erlaubt haben. Der Telegraph hat weitere Paßerleichterungen an der deutsch- französischen wieder einmal feines Einschläferungsamtes gewartet. Allein es giebt eine Grenze, wo dies unerträglich wird. Die Berliner Grenze nicht beabsichtigt sind. Diese Mittheilung wird liberale Presse, mit ihren tiefgewurzelten Sympathien für überall mit den Pariser Chauvinistenskandalen in Veralles, was französisch ist, weiß sich auch in dieser Lage bindung gebracht werden, und dem ohnehin weitverbreiteten nicht so zu verhalten, wie sichs gebührt. Man redet Glauben, daß in unseren, wir meinen den deutschen wohl abfällig von chauvinistischem Rausche", der die Fran- Regierungskreisen eine arge Nervosität Plaz gegriffen Leisten 3ofen plötzlich ergriffen habe, nachdem sie sich aber erst höchst habe, fräftigen Vorschub ebenso friedfertig und versöhnlich gezeigt, dabei eben scheint es auch wie die gestrige Rede des Herrn Reichskanzlers schon den zu bleiben. Weiter möchte man um Himmelswillen nicht Eindruck einer ungewöhnlichen inneren Erregtheit zu machen gehen; im Hintergrunde lauert wohl gar nach wie vor die Hoffnung, daß man sich in Paris eines Besseren befinnen und geeignet war, die selten mit dem Bewußtsein der Stärke Die Ausnellung trohalledem beschicken werde. Diesen matten verbunden zu sein pflegt. Lächerlich dass ei bei dieser Gelegenheit erwähnt- ist und schläfrigen Ton schlägt zu unserer großen Freude die Köln. 8tg." nicht an. Sehr entschieden erklärt sie, daß uns es, wenn fortschrittliche und sogar demokratische Zeitungen Die Franzosen für die Beleidigungen, die der Kaiserin Friedrich von einem Umschwung der Stimmung in Frankreich" reden. angethan worden sind, Genugthuung geben müßten. Wir Die gebildeten Gassenjungen, welche den chauvinistisch schließen uns dem ohne Rückhalt an und erwarten, daß die patriotischen Unfug der letzten Tage getrieben haben, waren gesammte Presse der Reichshauptstadt sich der Pflicht erinnern auch vorher chauvinistisch- patriotische Gassenjungen; und die werde, die sie unserer deutschen Ehre schuldet. Den Franzosen Pariser Arbeiter und Kleinbürger, d. h. neun Zehntel der ist unsere Versöhnlichkeit schon längst als Schwäche vornur gekommen; in der frechsten Weise haven sie sich über alles Einwohnerschaft, sind heute so wenig Chauvinisten wie vor lustig gemacht, was in dieser Hinsicht geschehen ist. Die Einzel- 8 Tagen. Die Gassenjungen haben blos einmal Standar heiten, die uns aus den schon erwähnten Gründen freilich nur gemacht zum kleinsten Theile bekannt werden, lassen sich vielfach gar nicht wiedergeben, so unfläthig sind sie, so empörend. das ist der Umschwung". Nun, der Lärm wird vorüber gehen; die Lehre wird aber hoffentlich nicht vergessen. Wir sehen voraus, daß es auch jetzt noch viele geben wird, Wie wir bereits gestern hervorhoben, hat sich hier die das alles nicht sehen wollen, die es für das Beste halten, den Kopf in den Sand zu stecken und zu thun, als merkten wieder einmal in augenfälliger Weise gezeigt, daß die Verfie Nichts. Das ist aber nicht nur feige, sondern auch thöricht hältnisse stärker sind als die Menschen, gedacht. Noch ist es Zeit, den ganzen Sput mit einem fräftigen daß fein persönlicher Wille, und stehe noch so Worte zu bannen, das aber freilich wie aus einem Munde viel mechanische Macht hinter ihm, stark genug ist, den Vertommen müßte. Die Franzosen sind die Helden nicht, für die hältnissen zu gebieten, und daß folglich zur Herbeisie sich ausgeben, so lange sie den Eindruck haben, daß man führung besserer Zustände eine Umgestaltung der Verhält vor ihnen zurückweicht. nisse nothwendig ist, die nimmermehr durch irgend " Die Haltung der Pariser Künstler wie die der Regierung einen persönlichen Einzelwillen bewirkt zeigt, daß fie unendlich leicht einzuschüchtern find. Was ist fann. Zu allen Zeiten war war die die Anbinnen acht Tagen aus den tapferen Entschließungen dieser werden falsch, der Weltgeschichte könne durch Gesellschaft geworden, die den Chauvinismus falt zu behandeln schauung verhieß und sich vor seiner ersten Regung in ihr Mauseloch einzelne besonders günstig gestellte Individuen ihr Du?" " Den auf der Frohnwiese; ist das der Ambros vom Klosterhof gewesen?" die Brust, daß er zurücktaumelte, wobei ihm der Czako vom Erde zurückfinden, was einige Sekunden Zeit erforderte. Kopfe fiel. Der Bursche war wie verwandelt; die schlanke Dann antwortete er:" Ja, ich weiß nicht; wen meinst Gestalt hoch aufgerichtet, mit blizenden Augen, jeden Muskel gespannt, stand er da. Der Bayer griff nach seinem Seitengewehr. Gleichzeitig aber wurde er von den Fäusten der Nächststehenden gepackt, herumgewirbelt und fortgestoßen und gedrängt. Ein legter Ruck schleuderte ihn aus dem Menschenknäuel weit auf die Wiese hinaus. Ein schallendes Gelächter begleitete seinen Fall und ihm nach flog im hohen Bogen sein kübelartiger Czako. Der Soldat, nach seinem Abzeichen ein Korporal, wandte fich zornig um und fand sich einem jungen, kräftigen Burschen gegenüber, der ihn aus glänzend schwarzen Augen herausfordernd und geringfchäßig zugleich betrachtete. Auch das Mädchen hatte sich nach dem Burschen umgekehrt und starrte ihn mit halbgeöffnetem Munde fast bestürzt an. Ihr Begleiter ergriff fie am Arm und zog sie haftig mit sich fort Das junge Mädchen, welches die unschuldige Veranlassung durch die Menge, die sich um ihren Retter zu stauen des Streites gewesen, hatte mittlerweile St. Lorenzen er reicht, wo ihr Begleiter bei den ersten Häusern links begann. Wie kann der Bauernlümmel sich unterstehen, mich in eine schmale Gasse einbog, die zur Brücke über anzurühren?" schnob der Korporal den Burschen an. die Rienz und in das offene Land führte. Dieser sah sich wie suchend überall um, wobei sein Auge eine Gefunde lang auf dem davoneilenden Mädchen haftete, und fragte dann gedehnt: " Es ist besser, Staft, wenn wir gleich heim machten," sagte der Alte, nachdem er an der Ecke einen ängstlichen Blick zurückgeworfen hatte. Es Auch Stasi hatte hinter sich geschaut und hochanfathmend sagte sie: Aber wir können langsamer gehen, Ohm. kommt uns keiner nach., " Ja freilich," versetzte Dutel David. Du mußt ihn doch kennen." " Was fümmern mich denn die Buben?" fragte sie mit einem Anfluge von Verwunderung. Ich hab' noch nimmer nach ihnen ausgeschaut. Und gar nach dem von Kloster hoi," setzte sie mit einem Erröthen hinzu. " Freilich, was kümmern Dich die Buben und gar der," wiederholte der Alte. Du kommst ja auch nirgend hin als in die Kirche, wo er wohl nicht oft zu finden ist." " Sie führte in der That ein sehr eingezogenes Leben, und dieses war ihr erster Ausflug aus ihrem heimathlichen Vigilthale. Den Vater hatte sie schon vor mehreren Jahren verloren, und die Mutter war frank. Da hatte sie denn " Hat der Herr Soldat etwa mit mir gered't?" als einziges Kind hart zu schaffen. Die Freuden und Ver Bombenelement, will der Tölpel mich foppen?" rief gnügungen, welche andere Mädchen ihres Alters genossen, kannte sie nur aus den Erzählungen ihrer Freundinnen und der Bayer firschroth vor Zorn. Jetzt marsch, auf die Wache mit Dir! Du sollst schon noch lernen, Dich an des Königs Ach, diese schrecklichen Soldaten," rief der Alte, und ein seltenes Plauderſtündchen mit diesen brachte die einzige Rock vergreifen." als sie die Brücke überschritten hatten, fügte er hinzu: Laß' Abwechselung in ihr eintöniges Dasein, das ihr die Gräms lichkeit der Mutter infolge der Krankheit wahrlich nicht er Ein Murren erhob sich unter den Zuschauern. Der uns weiter beten, Kind." schwarzäugige Bursche aber machte keine Wiene, dem Befehl Beide griffen zu ihren Rosenkränzen. Der Ohm, der leichterte. Sie selbst besaß mehr den stillen Charakter des nachzukommen; er steckte vielmehr beide Hände in seinen die Füße nicht vom Boden heben zu können schien, Vaters, geneigt zum Sinnen oder Träumen, und so überkam Leibgürtel und sagte: schlurfte mitten auf der Landstraße, welche sich im sie denn oft, wann sie mit einer Handarbeit bei der Mutter Schau, wir Tiroler tragen unsere eigenen Röcke. Wer weiten Bogen allmälig aufwärts krümmte und an einzelnen saß, eine tiefe Traurigkeit und Schwermuth und ein Sehnen die Hand nach unseren Gitschen ausstreckt, der greift in die Gehöften und kleinen Weilern vorüber, zuletzt an den Ruinen nach irgend etwas, das sie nicht zu nennen wußte. David Fenchler, der Bruder ihrer Mutter, betete wie Neffeln. Nach Lümmeln und Tölpeln mußt Du Dich bei der Michaelsburg entlang, in das Gader- oder Enneberger Dir daheim umsehen; bei uns giebts teine. Das mert Dir, That sich hineinzog. Während der Alte ganz in seinen der mit halblauter, singender Stimme, da seine Nichte auf und jetzt mach' fort." Rosenkranz vertieft war, schien seine Nichte, welche auf dem seine letzte Aeußerung still geblieben war. Staft hatte den festeren Wegrande hinschritt, um den Staub zu vermeiden, hübschen Kopf auf die Brust sinken lassen und ihre weich den der Ohm erregte, ihre Gedanken nicht zum Gebet gewölbten Lippen zuckten mitunter ein wenig. Es ver sammeln zu können. Nur selten sonderten ihre Finger ursachte ihr Pein, daß es gerade Ambros Falkner gewesen ein Kügelchen an der Schnur ab, und nach einer Weile war, der sie gegen den zudringlichen Soldaten in Schuh fragte sie: genommen hatte. So hübsch er war, so übel war der Ruf, in dem er stand. ( Fortsetzung folgt.) Fort mit ihm," scholl es ringsum. Der Korporal rollte die Augen wild umher und ungeschreckt durch die drohenden Gesichter, rief er, indem er die Hand nach dem Burschen ausstreckte: Im Namen des Königs, Du bist mein Arrestant!" Eine Flamme schoß aus den schwarzen Augen des Burschen und seine Faust traf den Korporal so gewaltig vorl Ontel David, ist er's denn wirklich gewesen?" Dieser mußte sich erst aus dem Ueberirdischen auf die Gang vorgeschrieben werden allein zu feiner Beit] -O Weiter petitioniren 514. Sippe'sche Biegelarbeiter am Be Wir wollen hier nur bemerken, daß der lateinische Vers, hat die Frrigkeit dieser Anschauung sich so drastisch be- der die mecklenburgischen Richter herausgefordert hat, feitigung der doppelten Besteuerung durch die Gemeinden der kundet, wie in der Gegenwart, die jeden Tag eine in den Zeitungen aller Parteien stereotypes Citat iſt, jenigen Berfonen, welche an einem andern Orte, als ihrem WohnBanterotterklärung des persönlichen Re- daß er die von keinem vernünftigen Menschen bestrittene orte, für längere Zeit in Arbeit treten. Die Kommission_be= schließt, die Petition dem Reichskanzler zur Erwägung zu übergimentes bringt. Wahrheit ausspricht: Für die Fehler der Regierungen weisen, demselben anheimstellend, die Frage auf dem Wege der müssen die Völker büßen; und daß es bisher noch keinen Vereinbarung unter den Einzelstaaten zur Regelung zu bringen. Die Kölnische Zeitung" heyt wieder in so unver- Richter gegeben hat, der so wenig Geschichtssinn hatte, um Der Zentralausschuß der vereinigten Innungsverbände schämter Weise gegen Frankreich wie zu den schönsten Zeiten in diesen Versen des alten Römerdichters Horaz eine Majestäts- Deutschlands petitionirt um die Verleihung der Rechte der der Bismarckischen Aera. Sie nimmt die Abberufung des beleidigung finden zu können. juristischen Person an die gemäß§ 112 der Gewerbe- Ordnung befranzösischen Botschafters Herbette als feststehend an, was gründeten Innungsausschüsse." Es entspinnt sich nach dem Referate bekanntlich gar nicht der Fall ist, und meint, daß Revanche- ,, Hofprediger aller Deutschen" läßt sich Stöcker des Abgeordneten Megger eine kurze Debatte, in der zwei politiker wie Deronlède oder politisch bankerotte Boulangisten von seinem Reichsboten" nennen. Ach, wie demokratisch! Anträge der eine will Uebergang zur Tagesordnung dem wie Rochefort am geeignetsten wären, die öffentliche Meinung Aber weder die Demokratie noch die Erfindung sind echt. Plenum empfehlen, der andere will die Petition dem ReichsFrankreichs in Deutschland zu vertreten. Wenn man der Der Stöcker ahmt damit nur Herrn v. Bülow nach, der fanzler zur Erwägung übergeben gestellt werden. Der letztere artige ungeheuerliche Uebertreibungen des Kölner Hezblattes nach einer Maßregelung seitens eines Hofes Visitenkarten Antrag fällt mit 8 gegen 8 Stimmen, der erstere wird darauf angenommen. Einige Petitionen, das Unfallversicherungs- Gesetz liest, das sich so gerne als Weltblatt bezeichnet, weiß man austheilte mit dem Titel Kapellmeister St. Majestät des betreffend, werden nach der Erklärung des Regierungskommissars, wahrlich nicht, ob man an die Zurechnungsfähigkeit der deutschen Volkes. daß die Berathungen über eine Novelle zum UnfallversicherungsRedakteure dieser Zeitung noch glauben darf. Gesetz schweben und das gleiche Material der Regierung vorliege, mittelst mündlichen Berichts dem Plenum überwiesen mit dem Antrage, in Rücksicht auf die Erklärung des Regierungstommissars zur Tagesordnung überzugehen, Nächste Sigung: Die Paßmaßregeln in Elsaß- Lothringen sollen vom 3. März an im alten Umfange, wie zu Bismard's Regierungszeiten wieder angewandt werden. Ein Straßburger Telegramm meldet hierüber. " Das Ministerium für Elsaß- Lothringen hat durch Verfügung vom heutigen Tage bestimmt: Bom Dienstag, den 3. März d. J., acht Uhr Morgens an, ist die Verordnung vom 22. Mai 1888, betreffend den Paßzwang, in ihrem ganzen Umfange zu handhaben. Insonderheit sind alle Erleichterungen bezüglich des Eisenbahnverkehrs mit durchgehenden Billets in Wegfall gekommen." was Damit werden natürlich nur ganz Unschuldige getroffen, allein schon gegen die Maßregel spricht. Freuen werden sich über diese Maßregel nur die dümmsten Chauvinisten diesseits und jenseits des Rheins, die Déroulède und andere Boulangisten und die noch um Bismarck find. Die Freifinnige Beitung" ärgert sich über unsere Bes merkung, daß die Fortschrittspartei zur Zeit, wo sie die Majorität im Landtage hatte, nicht für das allgemeine Wahlrecht eingetreten ist. Sie glaubt sich aus der Schlinge zu ziehen, indem sie bemerkt: " Zur Zeit der Lassalle'schen Agitation ist im Abgeordnetenhause überhaupt niemals über das allgemeine Wahlrecht verhandelt worden." Das wußten wir ganz wohl ohne Herrn Richters Be lehrung. Wir machten eben den Fortschrittlern den Vorwurf, daß sie das allgemeine Wahlrecht dann beantragen, wo sie bestimmt wissen, daß ein solcher Antrag aussichtslos ist, ihn aber nicht eingebracht haben, als sie über die Majorität verfügten. Warum schweigt übrigens Herr Richter zu unserer Kritik seiner Haltung bei den Einkommensteuer- Debatten? Er ist doch sonst bereit, gegen die kleinste Notiz zu polemis firen. U. A. w. g. ,, Arbeitskräfte spottbillig." Jm Leipziger Wähler" lesen wir: Die Geraer Zeitung" brachte vorige Woche folgendes Juferat mit fetten Lettern: " Gestern, am 27. Februar, haben die Wahlen in Defterreich begonnen, sie werden erst am 21. März beendet sein. Die letzte Nummer der Wiener Arbeiterzeitung" fann schon vor der Entscheidungsschlacht über das Ergebniß der Dienstag. Wahlen stolz folgendes schreiben: Was immer auch die Wahltage bringen mögen, die Sozial. 6. Sigung der XV. Rommission zur Vorberathung des Entwurfs eines Gefeßes, demokratie hat schon heute einen glänzenden, überraschenden betr. die Abänderung des Gesezes über die Erfolg zu verzeichnen. Die Ausnüßung des Wahlrechtes als des Branntweins vom 24. Juni 1887. Besteuerung eines Mittels der Agitation und Organisation haben wir zum Freitag, Abends 8 Uhr. ersten Male erprobt und über alle Erwartung ist die Probe Art. 11, Abs. 1 der Regierungsvorlage, welcher bei kleineren gelungen. Elend und verrottet ist unser Wahlsystem. Anstatt fünfeinhalb Millionen Wähler giebt es lange landwirthschaftlichen Brennereien die Steuer ermäßigt, wird einnicht einmal zwei Millionen. Mehr als zwei stimmig angenommen; ebenso Absatz 2, Ermäßigung der Steuer Drittel der Bevölkerung sind rechtlos und für Obstbrennereien und Absatz 3 und 4 zu Artikel 11 der Remundtodt. Nur 31,5 Prozent haben das Wahl- gierungsvorlage, daß von dem aus dem Zollauslande eingehenden recht. Aber diese 31,5 Prozent sind keineswegs lauter Branntwein an Zoll 150 m. für 100 kilogr. erhoben werden Befigende. Weit hinein in die Reihen der privilegirten Mino- follen, liegt Antrag Buhl vor, daß für in Fässern eingehenden rität, die das Wahlrecht hat, schiebt sich das Elend, der Mangel, Branntwein 125 M. 3oll, von dem in Flaschen, Krügen oder die Sorge. Freilich ist dafür gesorgt, daß durch eine unredliche anderen Umhüllungen 180 m. erhoben werden sollen. In der Theilung der politischen Beute die oberen Zehntausend der Debatte hebt der preußische Kommissar hervor, daß Frankreich Wähler den Löwenantheil der politischen Macht an sich reißen im Bezirk Cognac ca. 40 000 Hektoliter Cognac produzirt und können. Aber die Anderen sind da, sie empfinden ihre Lage, 120 000 Hektoliter exportirt, demnach überwiegend gefälschte wenn sie sie auch nicht verstehen, und wenn man ihnen nun- Waare herkommt. Der Antrag Dr. Buhl wird angenommen, mehr die Binde von den Augen reißt, so schmerzt sie freilich die erste Lesung hiermit geschlossen. Die zweite Lesung findet erst das Licht, aber bald beginnen sie zu sehen. Das Klein- ftatt, fobald die Regierung die von der Kommission gewünschte bürgerthum, das Kleinbauernthum hat die Wahl; will es, Statistik über die Konting entirung der Brennereien vorgelegt hat. blind aus Furcht vor der sicheren Proletarisirung, sich dem Dies wird nächste Woche der Fall sein. Großbesig in die Arme werfen; will es die toot und leer gewordenen Formen der Vergangenheit zu galvanisiren suchen; oder will es muthig der Zukunft ins Auge sehen, frei und offen heute schon die Bundesgenossenschaft jener Klasse suchen, deren Reihen es endlich doch wird verstärken müssen des Proletariats. Sprechfaal: Die Redaktion stellt die Benugung des Sprechsaals, soweit Raum dafür abzus geben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Interesses zur Verfügung; sie verwahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Inhalt desselben identifizirt zu werden. Der kleine Gewerbsmann, der kleine Bauer, der fleine Beamte, wohin weist sie bei flarer Ueberlegung schon ihre Nach Rücksprache mit den Genossen Heindorf und Anderen Gegenwart, von ihrer Zukunft ganz zu schweigen? Klar, daß sie die Augen beiben, muß ihnen werden, daß sie zu uns ge- und dem Dekonomen des Lokales in der Kaiser Friedrichstraße hören! Und einen kleinen Anjang dazu, daß diese armen Men zu Bankom erkläre ich, daß der fatale Artikel in der Freitagschen zu sehen beginnen, hat diese Wahlbewegung gebracht. Nummer des Vorwärts" durch eine Unregelmäßigteit, Die rücksichtslose Offenherzigkeit, die unumwundene Wahrheits- an welcher aber Genosse Heindorf keine Schuld trifft, hervorliebe, mit welcher unsere Parteigenossen in unzähligen Wähler- gerufen wurde und ziehe ich daher diesen Artikel, der unter versammlungen die ökonomischen und politischen Verhältnisse diesen Umständen gegenstandslos ist, zurück. und ihren Zusammenhang darlegten, haben ihre Wirkung nicht verfehlt. Das Ergebniß der Wahlen wird uns nicht Mandate bringen, das wissen wir sehr genau, wohl aber die Genugthuung, daß wir zahlreiche Anhänger gewonnen haben in Kreisen, die früher stolz die Nase rümpften, wenn von den Sozialdemokraten die Rede war, Für mechan. Webereien. In einem vogtländischen Weberdorfe mit intelligenter Arbeiterbevölkerung ist Bau- Areal zum Bau einer Weberei zu verkaufen. Preis: Quadratmeter 30 Pf. Unversiegbares Röhrwasser ist im Grundstock vorhanden. Steine nabe am Grundstück, nur wenige Schritte zu ahren. Arbeitskräfte spottbillig. Bahnstation 15 Minuten Auch bei den österreichischen Wahlen hat sich die vom Orte. Interessenten wollen ihre Adressen unter S. S. 100 internationale Solidarität im hellsten Lichte gezeigt, vor in der Geschaftsstelle dieser Zeitung niederlegen und erfahren allem tamen aus Deutschland zahlreiche Beiträge, welche dann Näheres vom Besizer. das Organ der Wiener Sozialdemokraten, die Arbeiterzeitung", mit folgenden Worten quittirt: Das ist wieder eine herrliche Illustration zu unseren industriellen Zuständen, bemerkt hierzu mit Recht unser Bruderorgan, die Reußische Tribüne". Intelligente und spottbillige Arbeitskräfte". Wie es die intelligenten Wever fertig bringen, so spottbillig zu arbeiten, danach fragt natürlich der betreffende Kapitalist nicht. Man sollte einen solchen Unternehmer einmal vier Wochen lang mit trodenen Kartoffeln, welche an Heringsschwänzen abgewischt werden, füttern, damit er wenigstens einen Begriff davon bekommt, wie es thut, wenn man seine Intelligenz billig verkaufen muß. Die mecklenburgische Justiz wird der sächsischen bald ebenbürtig sein. Wir lesen in hiesigen Blättern: Mit Genugthuung aber wollen wir an dieser Stelle fonstatiren, daß die deutsche Sozialdemokratie einen Beweis brüderlicher Solidarität gegeben hat, den wir Oesterreicher ihr nie vergessen werden. Neben einer ganzen Reihe von kleineren Beträgen aus fleineren Orten ist die stattliche Summe von dreitausend Mark uns aus der Parteikasse zur Verfügung ges stellt worden. Und weitere Beitrage sollen folgen. Aver nicht die Höhe der Summe ist es, sondern das stolze Gefühl, daß wir nicht isolirt stehen, sondern in Reih und Glied der Sozial demokratie aller Völker, was diesen Beiträgen den eigentlichen Werth verleiht. Welche andere politische Partei hat solche Beiträge aufzuweisen?!" Entstanden war der Artikel auf folgende Weise: Als ich am Dienstag Abend den Genossen Schockel aufsuchen wollte, um mit demselben über den Sprechsaal- Artikel des Genossen Heindorf und unsere Stellungnahme dazu zu berathen, konnte ich desselben nirgends habhajt werden und da ich wußte, daß kein bezügliches Schriftstück sich in den Händen der Lokalkommission von Pantow befand, so fühlte ich mich verpflichtet, die Interessen der Lokalkommission zu wahren und ließ die jetzt zurückgezogene Erklärung in Vertretung"( J. V.), nicht im Auftrage", wie irrthümlich angenommen wird, los. Hoffentlich ist damit die Sache erledigt. Otto Ehlert, Mitglied der Lokalkommission für Pankow Nieder- Schönhausen. An die Bäcker Berlins und Umgegend! Am Dienstag, den 3. März, findet im Schüßenhause in der Linienstraße 5 ein Maskenball statt, welcher von dem alten wohlbekannten Kollegen Robert Lindemann, Megerstr. 23, veranstaltet ist. " 1 In einer öffentlichen Versammlung der Bäcker, welche vor kurzer Zeit bei Joel, Andreasstraße, tagte, ersuchten wir den Kollegen R. Lindemann( welcher daselbst anwesend war), seine Vergnügen, welche er nur für Bäcker arrangirt, dort nicht wieder abzuhalten, da dieses Lokal nicht mit auf der Siste steht, welche von Zeit zu Zeit von der Berliner Lokal- Kommission im Der Redakteur des Blattes Der Mecklenburger", das Nachdem Kardinai Lavigerie im Auftrage des Papstes Vorwärts" veröffentlicht wird. Wir wollen dem Kollegen Lindemann nicht seinen NahrungsOrgan der sogenannten„ mecklenburgischen Reichspartei", hatte fich wegen Beleidigung des Kaisers vor dem Land- den Anschluß der Ultramontanen an die Bourgeoisrepublik zweig abschneiden, aber indem wir uns bemühen, die leider noch gericht in Schwerin i. M. zu verantworten. Der turze empfohlen hat, folgt ihm nun auch das imperialistische sehr indifferente Masse der Bäcker der allgemeinen ArbeiterArtikel handelt über die vom Kaiser angeregten Schulreformen, Seine- Komitee. Dasselbe veröffentlicht eine Erklärung, nach bewegung zuzuführen, versucht derselbe es, unser Bestreben auf verknüpft damit den ebenfalls vom Kaijer ausgesprochenen Ge- welcher dasselbe die Interessen des Vaterlandes über alles solche Weise illusorisch zu machen. danken, daß den Gymnasiasten ein besseres Berständniß der stellt und die dynastischen Vorurtheile fallen läßt." Das Leider ist Lindemann Einer von denjenigen, welche sich in neuesten deutschen Geschichte und der Zustände des neuen Komitee erklärt die republikanische Regierungsform anzu- dieser Beziehung in ihrem ganzen Leben um gar nichts gekümmert haben, denn sonst würde er uns nicht auf diese Weise entDeutschen Reiches beigebracht werden müsse, und empfiehlt für gegenarbeiten. diesen Fall, die Schüler anzuleiten, daß sie die alten Klassiker nehmen. Die Monarchie scheint für Frankreich überwunden zu Es kann ihn auch nicht entschuldigen, wenn der Schuhmacher recht frei und mit Nutzanwendung auf die Gegenwart überſezen. Als Muſter dazu, könne die Uebersezung dienen, sein, was nicht zu verwundern ist, da die Bourgeois fich Thiele aus der Linienstraße seinen letzten Maskenball im Schüßenwelche Geume einst gegeben: Quidquid delirant reges ihre Republik ganz angenehia für sich eingerichtet haben.hause besuchte, der sogar in Halle auf dem Parteifongreß als plectuntur Achivi.enn sich die Könige raufen, müssen In der gestrigen Sitzung der belgischen Verfassungs- Delegirter anwesend war; sondern derfelbe hat ganz einfach gegen die Bauern Haare lassen. Zur Erleichterung des Verständ die Interessen der Berliner Arbeiter verstoßen. Der erneuerte Beschluß einer Bolksversammlung nisses fönnte statt, reges" etwa Borussi" und statt Achivi" Revisionskommission erklärte der doktrinär- liberale Abg. " Germani" gefekt werden, dann mache sich die Uebersetzung Frère Orban die Revision für unabweisbar; jedoch sei die 20. Februar in der Brauerei Friedrichshain ging dahin: daß leichter, etwa so:„ Wollen die Preußen Soldaten, so müssen die Einführung des allgemeinen Stimmrechts unmöglich. The fernerhin sämmtliche Lokale, welche nicht auf der Liste der LokalDeutschen in die Kasernen," oder:" Kann Preußen feine mora jedoch die Kammer zur Revision der Verfassung schreite, fommission stehen, für die Arbeiter gesperrt bleiben sollen. Im lischen Eroberungen machen, so annettirt es," oder:„ Braucht Bäckergesellen Berlins, am 3. März dieses Lokal zu meiden. Preußen Geld, so müssen die Deutschen blechen." Angeklagter müßten die parlamentarischen Parteien sich über das Maß, Interesse der allgemeinen Arbeitersache ersuchen wir sämmtliche am hält sich für nichtschuldig, verneint die Beziehung des Quidquid wie weit dieselbe gehen solle, über eine Formel" einigen. Beigen wir, daß in unsere Reihen ein anderer Geist eindelirant reges" auf den Kaiser und erklärt, den Artikel, den er nicht verfaßt habe, nur flüchtig gelesen zu haben. Der Erste ohne es naß zu machen. Staatsanwalt weist aus früheren Nummern des Blattes nach, daß der Redakteur alles, was preußischerseits feit 1866 geschehen, als groben Rechtsbruch zu fennzeichnen und insbesondere bie Dynaftie der Hohenzollern zu verdächtigen pflege. Das Parlamentarisches. = Petitions Kommission. Sigung vom 28. Februar. man Petition gezogen ist. Wir bitten sämmtliche Kollegen, welche den Vorwärts" lesen, dieses in ihren Bekanntenkreisen soviel wie möglich zu vers breiten. Wir beschreiten nicht gern den Weg der Deffentlichkeit, jedoch hat uns Herr Lindemann mit Gewalt dazu veranlaßt. Im Auftrage des Agitationskomitees der Berliner Bäcker. Julius Schlüter, Weberstraße 47. Briefhaffen der Redaktion. Anfragen bitten wir die Abonnements Quittung beizufügen. Briefich Antwort wird nicht ertheilt. mitten in den furzen, etwa dreißig Zeilen umfassenden Schulreform- Artikel hineingefeßte Quidquid delirant reges" hält der Staatsanwalt für die Hauptsache, alles Uebrige sei Ballast und diene nur zur Verhüllung desjenigen, was in unmittelbarer Es wird der Bericht für die Petition Kleemann und Richtung auf die Ansichten des Kaisers gesagt werden folle. Die gelieferten Ueberlegungen feien reines Wortgeflingel", Genossen in Merseburg festgestellt, welche die Regierung welches den wahren Sinn des Kerufates nicht verdecken könne, um Abhilfe gegen Beeinflussung von Wirthen und den Vorwurf des Delirirens, des Wahnsinnigseins. Der An- Saalbefizern durch Behörden ersucht, welches Ersuchen Bet getlagte sei auch eine Person, zu der man sich der That ver- die Kommission bekanntlich durch ihren Beschluß anerkannte, die O. S. 17. Für katholische Geistliche außer altkatholischen fehen tönne, daß die Person des Kaisers habe gemeint und ge- Petition dem Reichskanzler zur Berücksichtigung zu übergeben. einer die Berathung besteht überall das Cölibat, d. h. sie dürfen sich nicht vertroffen werden sollen. Er beantrage zwei Jahre Gefängniß. Darauf tritt Der Bertheidiger sucht nachzuweisen, daß von der Anklage das medlenburgischer Staatsbürger, welche eine reichsgesetz- heirathen. Regelung des Vereins und Ver= W. J., Blumenstraße. Zur Veröffentlichung nicht geWort delirare unrichtig übersetzt sei, es heiße nicht deliriren", liche Nach Vortrag des Refe eignet. sondern an dieser Stelle im Hinblick auf die beiden Fürsten fammlungsrechts wünschen. Conradt. Die Aerzte sind in ihrem Recht. Agamemnon und Achilles etwas aus Leidenschaft thun". Was renten, Abgeordneten Dr. Schädler, ergreift der RegierungsForsterftr. 41. Der Verein kündigt seine Sigungen regelVölker leiden. Der Vertheidiger beantragt Freisprechung, in daß kein Bedürfniß vorliege, dieser Regelung nachzu- mäßig in unserem Blatte an. Gehen Sie doch in eine solche weiter Linie zweimonatliche Festungshaft. Der Angeklagte nahm gehen. Alle Redner der Kommission wenden sich gegen diese Versammlung, man wird Jhuen da Bescheid sagen. R. G., Lothringerstr. 101. Wenden Sie sich an die bas Wort zu einer längeren Auseinandersehung, die er mit Auffassung. Die Debatte war eine instruktive und schließt unse im ausschließlichen Interesse meines mecklenburgischen Vater gestellten Antrags: den Worten schließt: Alles, was ich gethan habe, habe ich der einstimmigen Annahme des vom Korreferenten Abg. Metzger Matrosendivision in Kiel oder Wilhelmshafen. Haus zu err O. Niendorf. Wir bitten um Ihren Besuch am Montag landes gethan!" Das Urtheil des Gerichts lautete auf neun statten und demselben zu empfehlen, die Petition dem Reichs- Abend. Altenkirch. Sie scheinen an Gespensterfurcht zu leiden, Monate Festungshaft." tanzler zur Erwägung zu überweisen." Theater. Sonntag, den 1. März. Opernhaus. Tannhäuser und der Sängerkrieg auf der Wartburg. Montag: Zar und Zimmermann. Schauspielhaus. Der Kaufmann von Wenedig. Montag: Der neue Herr. Leffing- Theater. Der Probepfeil. Montag: Hedda Gabler. Berliner Theater. Graf Waldemar. Montag: Diefelbe Vorstellung. Deutsches Theater. Das alte Lieb. Montag: Die Kinder der Exzellenz. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Vogelhändler. Montag: Dieselbe Vorstellung. Wallner- Theater. Miß Helyett. Montag: Dieselbe Vorstellung. Residenz- Theater. Der selige Toupinel. Vorher zum 1. Male: Die Kreuzerfonate. Montag: Dieselbe Vorstellung. Theater. Viktoria Raben. Die fieben Montag: Dieselbe Vorstellung. Bellealliance- Theater. Gavaut, Minard u. Co. Montag: Dieselbe Vorstellung. Heinrich Heine. Oftend- Theater. Vorher: Der Präsident. Montag: Dieselbe Vorstellung. Thomas- Theater. Der Registrator auf Reifen. Montag: Dieselbe Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Adam und Eva. Montag: Dieselbe Vorstellung. Kaufmann's Variété. Große Spe zialitäten- Vorstellung. Circus Schumann. Geſchäftshaus 5. Seine. Freie Volksbühne. Friedrich- Karl- Ufer. Sonntag, den 1. März: 2 große Vorstellungen, Nachm. 3/2 und Abends 71/2 Uhr. Beide Vorstellungen mit verschiedenen Programms ausgestattet. In beiden Borstellungen Auftreten fammtlicher Reiten und Vorführen Spezialitäten. Reiten und Vorführen der bestdressirten Schul- und Freiheitspferde. Komische Entrees sämmtlicher Klowns. Zum Schluß der Nachm.- Vorst: Eine ländl. Hochzeit. Senfationelle Wafferpantomime In der Abend- Vorstellung: Erstes Auftreten des beliebten Klown Adolph Olschewsky. Zum Schluß der Vorstellung: Die Marionetten oder: Täuschungen in ein. Damen- Pensionat. Circus unter Wasser. Nachmittags zahlen Kinder unter 10 Jahren auf allen Plätzen die Hälfte, Erwachsene volle Kassenpreise. Abends wie gewöhnlich. Montag große Vorstellung: Zirkus unter Wasser. Berl. Bock- Brauerei, Tempelhofer Berg. Täglich: Theater der Reichshallen. Große Alt- Berlin auf d. Bock. Spezialitäten- Vorstellung. Concordia. Große SpezialitätenVorstellung. Gebr. Richter's Variété. Große Spezialitäten- Vorstellung. Wintergarten. Große SpezialitätenVorstellung. Englischer Garten. Direktion: C. Andress, Alexanderstraße 27c. Fräulein Liri Armani, schwedische Chansonette.. Umberto Bozza, Produktionen auf dem Piedestal. Frl. Lilli Nora, deutsche KostümSoubrette. Humoristisch historischer Rückblick = zur Feier der Bock- Saison 1891, S. Chauffeestraße 14 Die schönsten Kinder- Kleider für Mädchen jeden Alters, sowie Morgenröde, Unterröde, Trikottaillen n. Blousen auch im Einzelverkauf sehr billig! Massbestellungen u. Reparaturen werden prompt erledigt! Chauffeestraße 14 Geschäftshaus S. Seine. Billig, Gebr. reell n. gut. Wo dieOranienstraßeführt Jst Nr. 1 12 Jahre etablirt, A. 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Diskussion. 3. Verschiedenes. Zur Deckung der Unkosten findet eine Tellersammlung statt. Der Einberufer: H. Gumpel, Barnimstraße 42. Wenn Deiner Uhr was pafsirt. Große öffentliche General- Versammlung Der Maurer Berlins u. Umg. Die alte Zwiebel Dich genirt, So fieh', was Grüger Neues führt, Kauf', und Du bist enchantirt. J.& A. Rosenberg am Montag, d. 2. März 1891, Abends 8 Uhr, in der Brauerei Friedrichshain. Tages- Ordnung: 1. Stellungnahme zu der auf der Berliner Bauhand werfer- Ronferenz gestellten Resolution, sowie endgiltige Beschlußfassung über die Frage, welche Form der Organisation von uns anerkannt wird. 2. Stellung nahme zum 1. Mai. 3. Gewerkschaftliches. Ein jeder Kollege wird gebeten, wegen der hochwichtigen Tagesordnung Der Einberufer: Earl Weiße, Teglerstraße 27. verbunden mit gr. Militär- Konsert. Schönhauser Allee 146, su erscheinen. Se Anfang: R Wochentags 5 Uhr, Sonntags 4 Uhr. Berl. Original- Bockbier in Flaschen, empfiehlt zur Einsegnung zu auffallend billigen Preisen: Schwarze Cachemirs 38, 60, 80 it. 1,00. 234/8 direkt von der Brauerei, 20 Flaschen Neuheiten in carrirten Kleiderstoffen Allgem. Metallarbeiter- Verein für 3 M. Pfand frei. Spandauer Berg. Täglich in beiden Etablissements: Bock- BierAusschank. 224L Tanz- Institut, 20, 30 und 50 Pf. Warps zu Hauskleidern 12, 20 u. 25 Pf. Engl, Tüll- Gardinen, v. beiden Seiten Berlins und Umgegend. Große Versammlung Tages Ordnung: = Herrenstoffe zu Anzügen, 2 Ellen breit, m. Band eingefaßt 20, 30 t. 40 Pf. Dienstag, den 3. März 1891, Abends 81/2 Uhr, in Uebel's Salon, Naunynstr. 27 1,00, 1,50, 2,00 u. 2,50 M. Bettfedern à Pfd. 50 Bf., 1,00 t. 1,50. Betteinschüttung 20, 25 u. 30 Pf. Bezügenzeuge 15, 20 u. 25 Pf. Die berühmte Borza- Truppe, F. Pietsch, Dresdenerstr. 10. Eleg. Bettvorlagen m. Thierbilder 65 Bi. Parterre- Akrobaten. Sr. Paul Jülich, Gesangshumorist. D. legte Lehrkursus in d. Saison f. 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Sanftleben. Wochentags: Frei- Concert. Sonntags Entrée 20 Pf. Empfehle auch zugleich 8 Billards, 5 Regelbahnen und einen Saal zu Vergnügungen und Versammlungen. 708 F. Sodtke. PassageVereinszimmer zu vergeben. J. Leininger, Boyenstraße 40. Nach wie vor mache ich meine werthe Kundschaft auf meinen vorzüglichen 185 L Frühstück-, Mittagund Abendtisch, helles und dunkles Bier, direkt vom Faß, ganz besonders aufmerksam. A. Kowald Nachf., Oranien- und Alexandrinenstrassen- Ecke. Achtung! Empfehle allen Freunden u. Genossen Panopticum. mein Weiß- u. Bairisch- Bierlokal. Unter d. Linden 22/23. Knabe mit 2 Köpfen. Ein großes Vereinszimmer für Gewerkschaften zu vergeben. Paul Drügemüller, 207L Wienerstr. 31. Amerikanerin Nordhäuser- Korn Ltr. 55 Pi. m. 25 cm langem Punsch, Grogk, Glühwein 1,40 Vollbart. Mark. Rum, Arac, Cognac 11-1 Uhr. 5-9 Uhr. 1,00 Mk. 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Erste ordentliche Versammlung des Vereins zur Wahrung geistiger und materieller Jnterese der Arbeiter und Arbeiterinnen in der Wäschebranche zu Berlin am Dienstag, den 3. März, Abds. 129 Uhr, in der Brauerei Königstadt", Schönhauser Allee 10-11 Gäste willkommen. 849 Der Vorstand des Vereins zur Wahrung geistiger und materiell Interessen der Arbeiter und Arbeiterinnen in der Wäschebranch zu Berlin. Große öffentliche Versammlung für Frauen und Männer des Leseklubs ,, Freie Denker" am Sonntag, den 1. März, Abends 6 Uhr, in Schnegelsbers Festsaal, Jahnstraße 8, 1 Treppe. 1. Medizinischer Vortrag. Referent: Se Tages- Ordnung: 1. Medizinischer Vortrag. Dr. Bernstein. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Nach der Be sammlung: Geselliges Beisammensein. Zur Deckung der Unto Tellersammlung. Um zahlreiches Erscheinen wird ersucht. Rixdorfer! Der Einberufer. Rixdorfer! Deffentliche Versammlung der Tabak- Arbeiter Tabak- Arbeiterinnen für Nixdorf und Umgegend 209/1 am Montag, den 2. März, Abends& Uhr, im Lokale de Herrn Hoffmann, Bergstrasse 133. Tagesordnung: 1. Die Lage der ausgesperrten Tabafarbeiter Hamburg und die Industrie im Allgemeinen. Referent: Reichstags- Abgeordneter Tabal arbeiter Förster. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes.- Damen und Herr aller Branchen sind zu dieser Versammlung eingeladen. 695 b Der Einberufer. Große öffentliche Volksversammlung für Wilmersdorf und Umgegend am Dienstag, den 3. März 1891, Abends 8 Uhr, in Pietsch Volksgarten zu Wilmersdorf. Tagesordnung: 1. Die Taktik der Sozialdemokratie und die unfer Gegner. Referent: Reichstagsabgeordneter W. Liebknecht. 2. Distuffion 3. Verschiedenes. Zu dieser Versammlung wird Jedermann freundlichst ein geladen. Es wird gebeten, das Rauchen im Saale zu unterlassen. Entre nach Belieben, Ein Verein sucht zum 1. April d. J. Der Einbernfer. einen Saal, 8353 jeden Sonntag Abend auf ein Jahr zu miethen. möglichst im Mittelpunkt der Stadt, 6-800 Personen faffend, fü 140/10 Hierauf Reflettirende wollen ihre Adresse einsenden unter, Saal E. G. 5 Postami 43. Verantwortlicher Redakteur: Curt Baake in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW ,, Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilages ch 12 2253 27. 14 err nes 1. ang lin 11 495 แช dy Be Bet ofte 9/11 de bal Teret ion ein tre 353 10 04 et gs 19 } 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 51. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. 77. Sigung vom 28. Februar. 12 Uhr. Am Tische des Bundesraths: v. Caprivi, v. Kalten born Stachau u. A. Die Berathung des Militäretats wird fortgesetzt mit der Diskussion über Kapitel 24 der ordentlichen Ausgaben, Titel„ Dienstprämien für Unteroffiziere." Sonntag, den 1. März 1891. 8. Jahrg. Laufbahn zu erhalten; er halte den Weg der Prämienbewilligung fratie die einzig treibende Kraft in der Gesetzgebung.( Sehr für den geeigneten, doch könne er darin nicht ganz so weit richtig!) Das ist eine Ueberschätzung der Sozialdemokratie, man gehen, wie die Regierungsforderung. Der Antrag Windthorst soll das Feuer der Sozialdemokratie nicht anfachen, selbst wenn sei nur eine halbe Maßregel und die dadurch herbei- man den eigenen Topf daran wärmen will. Auf die Aeußerung geführte Ersparniß nur eine sehr Er geringe. habe des Reichskanzlers, die sich auf uns bezieht, habe ich zu ereigentlich beabsichtigt, gegen den Antrag Windthorst zu klären, was wir in den Vorlagen der Regierung gut befinden, stimmen, er sage sich aber, etwas sei besser, als das nehmen wir an, was nicht, das lehnen wir ab.( Unruhe rechts.). gar nichts. Deshalb empfehle er den Antrag Dr. Hammacher, Wir können doch nicht mit der Regierung durch Dick und Dünn gehen. Wir haben schon weit höhere Summen bewilligt, als die eventuell aber den Antrag Windthorst zur Annahme. Abg. Richter( frs.): Vor Jahresfrist ist von dem Unteroffizier hier in Rede stehenden vier Millionen und werden in diesem Abg. Dr. Windthorst( Zentr.): Nach den gestern gehörten Nothstande noch feine Rede gewesen und es ist deshalb noth- Etat noch verschiedene höhere Summen bewilligen. Der Herr Reden dürfte sich jeder Abgeordnete über die Frage wohl sein wendig, daß man sich dieser Forderung gegenüber etwas vorsichtig Reichskanzler hat von staatserhaltenden Parteien gesprochen; Urtheil gebildet haben. Wenn er heute das Wort ergreife, so und kritisch verhalte. Der frühere Reichskanzler hat in seiner dieses Wort ist in neuerer Zeit sehr in Mißkredit gekommen. thue er es, weil ein Antrag eingereicht sei, der seinen Namen großen Rede hier vor uns ausgeführt, daß wir die besten Unter- Staatserhaltend ist auch die Schonung der Steuerkraft des Volkes. trage. Er sei stets davon ausgegangen, daß bei der Bewilligung offiziere hätten; er war also nicht der Ansicht, daß wir das gute Diese Bewilligung können wir nicht eintreten lassen, weil die Don Militärforderungen sehr vorsichtig vorgegangen und nur das Unteroffiziermaterial uns erst durch besondere Brämien heran- Summe groß ist, der Zweck aber nach unserer Ansicht nicht erreicht dringend Nothwendige bewilligt werden müsse. Die Kommission ziehen müssen. Ich würde gegen diese Forderung stimmen, wird.( Beifall links.) wenn dadurch teine Mehrbelastung des Militärhabe die Forderung gestrichen, damit aber nicht ausdrücken auch Reichskanzler v. Caprivi: Trotz der Mahnung des Herrn wollen, daß für die Unteroffiziere nichts geschehen solle. All- Etats bedingt wäre, weil ich die vorgeschlagene Maß- Vorredners werde ich auf das Sozialistengesetz zurückommen, so jährlich komme die Militärverwaltung mit neuen Forderungen; regel selbst für falsch halte. Das Manquement der Unteroffiziere weit ich es für nöthig halte.( Beifall rechts.) Ich habe nicht die daß diese Forderung fommen werde, habe er nicht ge- rührt daher, daß die etatsmäßige Friedensstärke der Armee um Besorgniß, daß man durch offene Besprechung der Dinge glaubt; als sie erschien, glaubte er, daß sie nicht fo 60 000 Mann erhöht worden ist, die Zahl der Unteroffiziere um Schaden anrichtet. Nicht die treibende Kraft ist die Sozialdemo bringend sei, namentlich nicht in der beantragten Höhe. 6000 Mann. Bei einer solchen Vermehrung der Stärke der Iratie, wohl aber halte ich dieselbe für die größte Gefahr im Sein Antrag biete nun von allen Forderungen das Wenigste Armee ist es natürlich, daß die dadurch geschaffenen neuen Stellen Reiche, und es wird kein Gesetz eingebracht, welches nicht auf Es ist nun auf das Un- seine sozialpolitische Bedeutung geprüft würde. Abg. Richter und das sei auch schon eine Empfehlung. Er wollte nur am nicht sofort besetzt werden können. Schluffe der Dienstzeit eine Prämie zahlen und teine Skala genügende der Zivilversorgung der Unteroffiziere hingewiesen. tann das Vertrauen zur Regierung haben, daß fie ihr Ansehen machen, feine Forderung habe aber den Vorzug, daß die Leute Der Herr Reichskanzler hat auf die ungenügende Stellung selbst zu wahren wiffen wird.( Beifall.) Wir wollen die Prämien bei der Admiralität verwiesen. Ein für die Unteroffiziere, um gutes Material zu erhalten, nicht zur länger im Dienst gehalten werden. Durch eine Stalabewilligung des Hausdieners ein Gehalt, welches Belohnung. Auch Herr Richter sollte wissen, daß der würden die Leute leicht veranlaßt werden, Schulden zu machen. solcher Hausdiener bezieht Ob die von ihm beantragte Summe die richtige sei, fönne er auf Tagelohn ausgerechnet etwa 4 bis 5 m. 60 Pf. preußische Unteroffizier stets auf seinem Plazze ist, ohne so nicht eine noch geringe Rücksicht auf eine Belohnung.( Beifall.) Der Abg. mathematisch nicht beweisen. Wollen Andere weniger geben, so ausmacht, also wahrlich er nehme von der Regierung Gutes, würde sich darüber reden lassen, nur nicht mehr. Für ihn seien Besoldung. Hier wird nun eine Forderung für Prämien zur Richter meint, die Gründe maßgebend, welche der Kriegsminister gestern ent- Heranziehung der Unteroffiziere gestellt, während einige Kapitel wo er es findet. In derselben Lage befindet sich die Regierung widelt habe. Man müsse in Betracht ziehen, daß mit jedem im Etat weiter die Forderung neuer Unteoffizier- Schulen be- gegenüber der Fortschrittspartei. Ich habe von dieser Partei Jahre die Schwierigkeit, tüchtige Unteroffiziere zu bekommen, gründet wird mit dem großen Andrange zur Unteroffizier- Karriere. wesentlich nur eine negirende Stellung wahrgenommen. Es liegt wachse und daß infolge deffen die Ausgaben mehr steigen, als Für die Verbesserung der Zukunft der Unteroffiziere kommt nicht mir hier ein Verzeichniß vor, nach welchem die Fortschrittspartei sich mindern würden. Sein Antrag sei, so schmerzlich auch die nur die allgemeine Aufbesserung der Gehälter der niederen seit dem Jahre 1866 gegen 61 und feit 1870 gegen 55 wichtige im Ab- Gesetze gestimmt hat. Der Abg. Richter hat meinen Ausgabe sein möge, eine möglichst gute Vermittelung für alle Beamten in Betracht, sondern wir haben uns auch im Ab- Gesetze Parteien. Möglichst einstimmige Annahme des Antrages sei er- geordnetenhause bei der Eisenbahn- Verwaltung bemüht, die Amtsvorgänger mir gegenüber zitirt und zu meiner Freude denselben Partei genommen. Es ist in einem wünscht, namentlich unter heutigen Verhältnissen, damit man im Lage der Assistenten zu verbessern. Nun ist es aber bekannt ge- für der Presse immer von einem Kampfe zwischen Auslande überall wisse, die Deutschen stehen fest zum Vater worden, daß alljährlich ca. 1500 Zivil- Versorgungsscheine ausgegeben Theile und mir die Rede gewesen. Ein lande und zu ihrem Kaiser.( Beifall.) Dabei solle nicht werden vor zurückgelegtem 12. Dienstjahr. Man ist in der Militär- meinem Vorgänger nicht.( Lebhafter Beifall.) Ich ein Zweifel an dem Patriotismus derjenigen ausgesprochen verwaltung übrigens überaus freigebig mit der Ertheilung von solcher Kampf besteht stets unbehaglich empfunden, daß in diesem werden, welche anders stimmen. Erfreut sei er über Zivil- Versorgungsscheinen. Der Kompromißantrag des Abg. Windt habe aber die Erklärung des Abg. Grillenberger, daß seine Partei horst ist das schlechtefte, was geschehen kann. Der Antrag spart angeblichen Kampfe der Abg. Richter auf meiner Seite stand. auf dem Boden der Reform- Gesetzgebung stehe, er müsse denselben nur wenig, nüßt nicht, hat aber alle die Nachtheile, welche der Ich freue mich, daß das jetzt aufhört.( Lebhafter Beifall.) Es aber darauf aufmerksam machen, daß ein Kollege von ihm in der Regierungsvorlage vorgeworfen werden. Sowohl dieser Antrag ist seit Jahren durch unsere Vorlagen bewiesen, daß wir alles Versammlung der Droschkenkutscher ganz anders gesprochen habe. wie die Regierungsvorlage werden eine ungeheure Verlang vermeiden wollen, was Mißstimmung erregen könnte, andererseits ( Heiterkeit) Bestritten fönne doch nicht werden, daß sich in der samung des Avancements im Unteroffizierstande zur Folge haben. ist es aber auch unsere Pflicht, daß wir für alle Fälle gerüstet Sozialdemokratie Bestrebungen geltend machen, die zur Anarchie Die Aussicht auf die Prämie ist für den Unteroffizier eine durch find. Wir wollen ein gutes Gewissen haben, aber auch in Fällen drängen. Wo derartige Bestrebungen fich zeigen, werde man aus unsichere, denn es hängt in Deutschland nicht von dem Unter- der Gefahr eine starke Hand.( Lebhafter Beifall.) Abg. Dr. v. Frege( tons.): Wenn die Abgg. Windthorst und ihnen gewappnet gegenüberstehen. Hier aber müsse er konstatiren, offizier ab, ob er 12 Jahre im Dienst bleiben will. Es wird bei daß die Sozialdemokraten den Umeroffizieren nichts zuwenden uns mit dem Unteroffizier immer nur auf 1 Jahr tapitulirt, Richter verschiedener Meinung sind, so begrüße ich dies stets mit wollen. Die Armee müsse stets kampfbereit sein und dazu gehöre um den Mann in der Hand zu behalten. Wird die Kapitu- Befriedigung, weil dies zur Klärung der politischen Lage In dieser rein technischen Frage muß man sich den ein tüchtiges Unteroffizier- Korps. Wenn nun berufene Sachver- lation des Mannes nicht weiter angenommen, so hat er führt. Sachverständigen gegenüber des selbstän= ständige der Armee hier erklären, daß eine Bewilligung für alle seine Ansprüche verloren. Dr. Windthorst hat für seinen militärischen Unteroffiziere nothwendig sei, dann glaube er Antrag auch den hochpolitischen Gesichtspunkt hervorgehoben, digen Urtheils enthalten. Die Gewährung der Dienstprämien icht berechtigt zu sein, die Nothwendigkeit der Forderung zu be- daß das Ausland sehen müsse, daß der Reichstag zu ist eine berechtigte Unterstüßung einer für das Wohl des Reiches treiten und das sei der wesentlichste Grund, weshalb er seinen Kaiser und Reich stehe. Ja, wenn man das im Auslande noch besonders werthvollen Klaffe von Staatsbürgern. Ich hoffe, daß Intrag gestellt habe. Er müsse aber die Armeeverwaltung nicht begriffen hat, dann wird es die Unteroffizier- Prämie gewiß die Mehrheit des Reichstages die Vorlage annehmen wird, um ringend bitten, endlich einmal darzulegen, welche Forderungen nicht erreichen.( Zustimmung links.) Es handelt sich hier gar- diefes wichtige Bindeglied zwischen Hoch und Niedrig im deutschen berhaupt noch an den Reichstag herantreten werden. Man werde nicht um eine militärische, sondern um eine bürgerliche Frage. Heere in seiner Stellung zu befeftigen. Rütteln Sie nicht an dem babei auch Gelegenheit nehmen müssen, der Frage der zwei- Ich bezweifele, daß die Prämie von 1000 M. den Mann in die Fond unserer Armee, an dem preußischen Unteroffizierstand. ährigen Dienstzeit näher zu treten. Gs gehe nicht weiter so, die Lage versetzen wird, sich in bürgerliche Verhältnisse einzupassen;( Beifall.) Forderungen müssen aufhören, das Volk erliege unter der Last. es ist vielmehr sehr leicht möglich, daß der Mann in Aussicht Abg. v. Bennigsen: Nach einer so umfassenden Diskussion Beifall im Zentrum.) auf die 1000 m. schon Kredite mit hohen Zinsen nimmt, so daß bleibt nur noch eine Nachlese zu halten übrig. Es ist nicht meine Abg. Graf Behr( Rchsp.) rechtfertigt den von ihm und Dr. ihm bei seinem Abgange wenig übrig bleiben wird.( Zustimmung Absicht, auf die Frage der sozialdemokratischen Gefahr weiter einzuHammacher gestellten Antrag, durch den allein es möglich sein links.) Dadurch, daß die Unteroffiziere durch die Aussicht auf gehen. Herr Grillenberger hat hervorgehoben, daß die Haltung der werde, den hervorgetretenen Mängeln für die Zukunft entgegen die Prämie länger bei der Armee zurückgehalten werden, schädigt man Sozialdemokratie teine Veranlassung gebe zur Befürchtung, daß eine zutreten. Rücksichten der Sparsamteit lasse auch er gelten, diese die Schuhmannschaft und Landgendarmerie, indem die Unteroffiziere revolutionäre Bewegung eintreten würde. Das ist erfreulich zu könnten indessen nicht angewendet werden auf anerkannt noth- sonst drei Jahre früher dazu übergehen. Die Aeußerung hören. Aber Herr Grillenberger setzt sich dadurch in Widerwendige Forderungen. Redner führt dem Abg. Grillenberger des Reichskanzlers über die Sozialdemokratie bedauere ich im spruch mit dem Programm des Herrn Mary, welches vor nicht gegenüber aus, daß dessen Behauptung von dem Sinten der Interesse der Bekämpfung derselben. Bringt man alle Vorlagen langer Zeit veröffentlicht worden ist. Herr Mary spricht von Löhne unrichtig sei. Der Weg der Gehaltsaufbesserung für die mit der Sozialdemokratie in Verbindung, so muß doch dadurch der Diktatur des Proletariats. Ift Jemand im Hause, der da Unteroffiziere würde nicht der richtige sein, dieselben in ihrer im Lande die Meinung erregt werden, als sei die Sozialdemo- glaubt, daß eine solche Dittatur im Wege der Reform und des pie Arbeiter Berlins! Gedenkt der ausgesperrten deutschen Arbeiter!") Sonntagsplauderei. ein, und es mag seinen Grund haben, daß nur vereinzelte fommt es ganz anders. Schnöde aus den Himmeln der Beförderungen in die Deffentlichkeit dringen. Eine Kadettin Regierungsfähigkeit herausgestoßen, hält er es für bitter, R. C. Die vergangene Woche gehörte ausschließlich ist in den letzten Tagen zum Fähnrich ernannt. Natürlich daß man auf seine Hilfe verzichtet, und wuthschnaubend bem Militär. Nicht etwa allein deswegen, weil ein Paar gehört die Dame zu den Edelsten der Nation, sie nennt sich steckt er die geballte Faust in die Tasche. Das Schimpfen Kürassiere mit Waffengewalt in ein Lokal zu dringen ver- Baronin von Liliencranz. Nun entsteht die große Frage: nimmt einen munteren Fortgang, und auf den künstlichen suchten, um die Ergiebigkeit ihrer Klingen im friedlichen ist Frau oder Fräulein von Liliencranz ein Fähnrich oder Waffenstillstand ist der fröhliche Krieg gefolgt. Wurde Wettkampf zu erproben, nein, der General Booth von der eine Fähnrichin? Wie sehr wir dieses schwerwiegende Pro- bereits angekündigt, daß der geistige Kampf gegen die Heilsarmee stattete seinen Berliner Heerschaaren einen Be- blem auch in unserm Gehirn herumwälzten, so konnten wir troz Sozialdemokratie in wirksamer Weise durch einen harmlosen such ab, indem er sie im Hauptquartier zu einer Parade aller Anstrengung zu einem abschließenden Resultat nicht Barrikadenkampf verstärkt werden könne, so giebt die Regelangen. Die Reglements der Heilsarmee stehen leider nicht gierung auch dem nicht Interessirten ganz deutlich zu verversammelte. Der General hat mit anderen großen Militärs eine Federmann zur Einsicht offen; nur der feierliche Schwur, stehen, daß sie die Richter'schen Frrlehren nur zum MakulaturEigenschaft gemein: die Geldbedürftigkeit. Die Sparsamkeit den lechzenden Gaumen nie mehr mit einer geistreichen preise in ihr geistiges Arsenal aufnehmen könne, und in ift gewiß eine feine bürgerliche Tugend, aber in militärischen Flüssigkeit fühlen zu wollen, berechtigt zum Eintritt in das greifbarer Nähe sieht man wiederum die Kanonen des Herrn Angelegenheiten hat sie keinen Sinn. Man will auch vor Allerheiligste nicht bei der Fähnrichin, sondern in v. Buttkamer auffahren. Der bleiernen Weisheit gegenüber der Feldschlacht gelebt haben, und ohne irdischen Mammon das Hauptquartier. Die Bedingung ist hart, und das schweigen die Vernunftsgründe von selbst und eine alte verzichten selbst die Hallelujah- Soldaten auf das glückselige Gelübde auf die Wasserleitung ist nicht Jedermanns Sache. Bauernregel besagt, daß die Todten nicht mehr beißen. So scheint eine Aera des ewigen Friedens eingeläutet Jenseits. Die Armee des Heils repräsentirt den Fortschritt. Aber anspruchslose Leute befriedigt auch dieses dünne Ge Dröhnen unter gewöhnlichen Verhältnissen die Kasernenhöfe tränk, und die rothe Weste mit der prangenden Inschrift zu werden. Auch der Hofprediger a. D. hat ein Pflaster nur unter männlichen Kommißstiefeln, so verzichtet der General darauf mag die siegesgewissen Krieger nicht schlecht begeistern. auf seine schmerzende Wunde erhalten. Das„ a. D.", eine Booth keineswegs auf die Amazonen, er bedarf ihrer im Streit. Waruin auch nicht? Will Jemand sündigen, so sucht er unliebsame Verbrämung zu seinem geistlichen Ämt hat seine Ohne Zweifel ist er ein tiefer Kenner des menschlichen Herzens. fich geheime Orte auf, und in einer verschwiegenen Ecke Treuen in Rheinland- Westfalen zu einer neuen Auslegung Wo der Mann hart und schroff abgewiesen wird, lauscht kreist der Becher mit um so größerer Inbrunst. Freilich begeistert. Sie wollen ihn nicht Hofprediger außer Dienst auch der verstockteste Sünder immer nach den schmeichlerischen wacht das Auge des Gesetzes und der Unverbesserliche kommt genannt wissen, das verletzt ihr nationales Herz, sondern die ominöse Abkürzung soll nunmehr bedeuten Hofprediger Tönen aus Frauenmund: ein guter Landregen und ein ent- in die zweite Klasse. Doch das ist sicher die Unteroffiziersprämien für aller Deutschen". Mit der Auslegung so genialer Abschloffenes Weib dringen überall durch. Wenn die militärischen Theorien des Generals Booth weibliche Altgediente werden die Armenverwaltung des fürzungen kann man manchmal Unglück haben Ein höflicher Fabrikant durchschlagen und zur allgemeinen Geltung gelangen, nähern General Booth nicht soviel Schwierigkeiten machen wie dem Gerichtsverhandlung beweist es. wir uns dem Ideal, welches vielen unserer Mitbürger seit Kriegsminister, der diese Forderung vor dem deutschen hatte einem seiner Kunden eine nicht ganz salonmäßige Einlanger Zeit vorschwebt. Ein großartiger Kriegerverein über Parlament zu vertreten hat. Wollen die weiblichen Krieger ladung auf dem Abschnitt einer Postanweisung zugehen ganz Deutschland mit männlichen und weiblichen Kom- zuerst nicht aus den Zwanzigern heraus, so sträuben sie sich lassen, und pagnien wäre eine Einrichtung, die gewiß des Schweißes der naturgemäß, in die breißig einzutreten. Die Anzahl der schmachten. Es sei ferne von uns, den beiden Buchstaben, Edlen werth wäre. Eine Insubordination wird nach den Dienstjahre wird sich daher nur schwer konstatiren lassen, die Herrn Stöcker's Namen zieren, eine Bedeutung beizu militärischen Gesezen bestraft, Agrarier und Kohlenbarone infolge dessen dürfte allseitig dankend auf die Prämien ver- legen, die sie nicht haben, aber das Vorgehen der Treuen find natürlich Offiziere. Dann hat selbstverständlich alles zichtet werden. Auch die Gesundheitsprämien, denen man in Rheinland- Westfalen fordert förmlich hierzu heraus. Queruliren ein Gnce und bei Wasser und Brot oder eine größere Bedeutung beilegte, als fie thatsächlich ver- Möge Jeder, der sich für Titulaturen interessirt, im stillen Kämmerlein selbst darüber nachdenken, was sich aus den hinter dem Schubkarren mag der Unbotmäßige über seine dienen, können kaum von erheblichem Einfluß fein, Inzwischen hat sich auch das Verhältniß Eugen Richters beiden Buchstaben machen läßt. Fehler nachdenken. Herr Stöcker wird Feldpropst und zur Regierung geklärt. Aus dem gestreichelten Liebling, dem ein Leben wie im Sommer und alle Jahre giebt es neue man das Köpfchen fraulen wollte, ist ein widerhaariger Grobweibliche Refruten, in lachrichten über die weiblichen fack geworden, der die Trauben plöblich saner findet. Und doch unter„ Soziales" in dieser Nummer verzeichnet. Auch die Gr Truppentheile der Heilsarmee laufen eigentlich nur spärlich livär's so schön gewesen. Der Mensch denkt, aber manchmal| pedition unferes Blattes ist bereit, Gelder in Empfang zu nehmen. nun soll er dafür in Kerker und Banden *) Die Zahlstellen, in denen Santmelbons zu haben sind, sind eine " ein Lokal, in allmäligen Ueberganges durchgeführt werden könnte, oder nicht| gabe der Stunde des Versammlungsanfangs. Triumphirend zog oder auch nur in großer Bahl sie am politischen Leben zu be vielmehr nur infolge einer jiegreichen Revolution?( Bustimmung.) Dabei der Herr Polizei- Inspektor die schriftliche Anmeldung des theiligen, Widerstand leisteten, haben jetzt in Mannheim einen Wenn die verantwortlichen Leiter der Militärverwaltung uns Ginberusers aus der Tasche und fragte, wo da die Stunde an- Verein gegründet, auf dessen Veranlassung auch hier ge ern fagen, daß es unmöglich sei, in bisheriger Weise das Unteroffizier- gegeben sei. Der Herr wußte also ganz genau, was tommen Abend eine Versammlung tagte, um eine Organisation Personal heranzuziehen, dann werden wir uns genöthigt sehen, sollte. Während dessen 10 Einberufer und Referent zu schaffen. Der Erfolg war ein Durchschlagender. auf diesem Wege vorzuschreiten, und wenn uns nichts Besseres die rannte Aufklärung erhielten, in ganze Schaar Obwohl der Nähe des Stromes vorgeschlagen ist, die Anträge der Regierung in der durch von Polizisten und Gendarmen im Saale herum, um die aufge- dem die Schiffer zu verkehren pflegen, nicht zu haben die Anträge modifizirten Form anzunehmen, um so mehr, regte Menge zu beruhigen. Stürmische Hochs auf die Sozial- war, füllte sich das im Junern der Stadt gelegene, zu 100 wir noch in der neuesten Zeit sehen, daß unsere demokratie erklangen immer wieder. Genosse Peus machte dann Parteiversammlungen gewöhnlich benutzte Lokal zu festgesetter westlichen Nachbarn den Gedanken ant eine militärische den Polizei- Inspektor darauf aufmerksam, daß die Polizei die Zeit und fast ausnahmslos mit dem Schifferstand angehörigen Revanche noch nicht aufgegeben haben.( Beifall rechts und bei Pflicht habe, feine ungenügenden Bescheinigungen auszustellen. Personen. Die Menge lauschte nicht nur aufmerksam den Worten den Nationalliberalen.) Auf jeden Fall wird Beschwerde erhoben. Die Polizei ist zur des Referenten Ehrhardt von Ludwigshafen, sondern die MehrAbg. Grillenberger( Soz.): Es ist unwahr, daß die Sozial- Ausstellung gesetzlich richtiger Bescheinigungen verpflichtet. zahl folgte auch seiner Aufforderung, durch Beitritt zu dem demokraten, insbesondere ich, zu gewaltsamen Ausbrüchen auf„ Die Bescheinigung soll, wie aus dem Gesetz hervor Mannheimer Verein ihr Interesse zu wahren. Zum Schluß wurde gefordert haben. Wir sind der Ansicht, daß die jeßige Gesellschafts- geht, ein Ausweis über die seitens des Unter- nachstehende Resolution angenommen: ordnung in eine sozialistische übergeführt werden muß. Gegen nehmers geschehene Anzeige sein, fie wird daher ins- Die heute am 26. Februar im Weißen Rößchen" in Mainz die anarchistische Richtung werden wir uns schon allein wehren, besondere zu enthalten haben: den Namen des Unter- tagende Versammlung der Schiffsmannschaften erblickt nur in wenn nur von anderer Seite nicht der Anarchismus unterstützt wird. nehmers sowie Ort und Zeit, das heißt Stunde des einer kräftigen Organisation den einzigen Weg, ihre Lage zu ver Der Herr Reichskanzler hat erklärt, daß es zweifelhaft sei, ob man beabsichtigten Beginnens der Versammlung, um feststellen bessern, sie erklärt sich ferner mit den Ausführungen des Refe die sozialen Reformen, die nothwendig seien, durchführen könne. zu können, ob die nicht pünktlich, sondern später beginnende renten einverstanden und verspricht, mit allen Kräften durch eine Damit hat man den heutigen Staat eigentlich für bankerott erklärt. Versammlung noch als vorschriftsmäßig angezeigt anzusehen ist Vereinigung aller Schiffsleute, die auf dem Rheinstrome fahren, Die herrschenden Klassen sollten nur etwas eifriger und ehrlicher oder nicht"( Thilo S. 23). Demnach mußte der beamte die Aus- den Uebergriffen des Großkapitals einen Damm entgegenzusetzen bei der Sozialreform sein. Wir sind eine wirthschaftlich- stellung der Bescheinigung auf Grund der ungenügenden Meldung und erklärt sich, der Haupttasse in Mannheim beizutreten." revolutionäre Partei, wir wollen bei der wirthschaftlichen Re- unter Angabe seiner Grande verweigern. Dazu war volution, die sich jetzt schon vollzieht, die Arbeiter möglichst günstig er gesetzlich berechtigt, ja fogar verpaichtet. Aber durch Wiesbaden, 27. Februar. In der gestrigen Sitzung der stellen; aber daraus darf man nicht den Schluß ziehen, daß wir eine ungenügende Bescheinigung den Schein einer ord: Strafkammer hatten sich die Genossen Suhmacher Eul von Die gewaltsame Revolution, den Barrikadenkampf wollen. Redner nungsmäßig gemeldeten Versammlung hervorrufen, heißt eine Wiesbaden und Simon von Mainz gegen die Anklage zu ver wendet sich dann gegen die Reden der Abgg. Graf Behr, von Gesetzwidrigkeit begehen, die hojjentlich wieder nachdrücktheidigen, in einer Versammlung des hiesigen Schuhmachervereins Frege, von Bennigsen und erklärt, daß die Sozialdemokraten licht gerügt werden wird. im Oftover v. J. gehässig gegen die Polizei gewesen zu sein. niemals mit den Parteien zusammengehen könnten, welche das Stoch lange erklangen auf den Straßen Landsbergs die Hochs Auf eine Bestrafung Gul's verzichtet die Staatsanwaltschaft, Sozialistengesetz mehr als zehn Jahre lang aufrechterhalten haben. auf die Sozialdemokratie und als der Referent und eine Anzahl gegen Simon beantragt sie 4 Wochen, das Urtheil des Gerichtes Dem Programmvorschlag von Warr, betreffend die Diftatur des Genoj en in einem Restaurant sich noch gesellig unterhielten, lautet auf 14 Tage Gefängniß wegen Beleidigung der Polizei. Proletariats, hat sich die deutsche Sozialdemokratie niemals ge- tam auch noch der Pastor De Leroi aus Fürstenberg fügt. Das hätte man eher anerkennen, als uns einen Vorwurf daraus an der Oder hinzu, der eigens zu unserer Bekämpung machen sollen. Ob die Frage, um die es sich hier handelt, populär herübergefahren war und nun so häßlich um die schöne Gelegenist oder nicht, darauf kommt es gar nicht an. Wir wollen heit gebracht wurde. Er versprach aber am 9. März, wo eine feine Vermehrung der Militärausgaben, deshalb verweigern neue Versammlung einverujen werden wird, auch wieder erwir unsere Zustimmung. Herr Richter hat für seine Be- scheinen zu wollen. tämpfung der Sozialdemokratie schlechten Dank vom Reichstanzler geerntet. Vielleicht ist aber eine Einigung zwischen den * * Lokales. Menßerungen des Mitleids mit Herrn Eugen Richter finden wir in einigen ihm politisch ziemlich nahestehenden Zum Kampf mit geistigen Waffen. Die Fälle mehren sich, Blättern. Die Frtf. 3tg." bedauert 3. B., angesichts der Ver beiden Herren noch zu erzielen. Wenn die Prämien bewilligt in welchen gegnerische Blätter, besonders der konservativen und dienste Richter's auf anderen Gebieten, daß er mit seinen wirth werden, dann giebt vielleicht der Herr Kriegsminister jeden ultramontanen Richtung, zu Thätlichkeiten gegen Sozialdemo- schaftlichen und sozialen Artikeln Mitleid errege, da er auf Unteroffizier ein Exemplar der Richter'schen Broschüre Irr- fraten auffordern. Es ist nicht unsere Absicht, wenn wir Bei diesem Gebiete mit seinem ABC zu Ende sei. Wie der Alte im lehren der Sozialdemokratie" in die Hand.( Heiterfeit.)" Das Spiele für diese Thatsache feststellery, damit das Einschreiten des Sachsenwalde, ist der Herausgeber der Freis. 3tg." noch gewird sich um so leichter machen lassen, da Herr Richter die Staatsanwalts zu provoziren. Aber zur Charakteristik des wöhnt, statt mit sachlichen Grunden mit persönlicher Brutalität Broschüre in Partien billiger giebt.( Heiterkeit.) Kampfes unserer Gegner fönnen wir solche Fälle nicht mit au operiren." Es ist herb, sich das von politisch befreundeter Abg. Windthorst: Ich würde mich freuen, wenn die Schweigen übergehen; die geistigen Waffen" der Gegner heißen Seite fagen lassen zu müssen. Herr Richter würde auch eine heutige Ertlarung des Herrn Grillenberger überall Bestätigung aber Knuppel; und die Blumberger haven das tonangevende rücksichtsvollere Behandlung erfahren, wenn er nicht zu der sachfände. Es giebt aber andere sozialdemokratische Reden, Beispiel geliefert. Unter anderem wird uns heute eine lichen Unwissenheit noch die Ungezogenheit des Tones fügte. welche die Kommune verherrlichen und das Gegentheil be- Nummer der„ Ermländischen Zeitung" zugeschickt, die eine Seine schlimmste Eigenthümlichkeit ist, einen großen Mund auch dazu kunden. Der Kampf beginnt erst, wenn der Anarchismus zur Korrespondenz aus Bischofstein enthält. Die Korrespondenz haben, wo er von dem behandelten Gegensande nichts versteht und Herrschaft tommt; die Anarchisten werden Barrikaden bauen erwähnt zunächst, daß in Bischofstein seit einigen Tagen der oarum nicht mitsprechen sollte. Dadurch wird das politische Urtheil Buruf bei den Sozialdemokraten: Oder die Spitzel!) Herr Kolporteur F. B., ein Tischlergeselle und Bischofsteiner Kind, der über ihn ebenso gut links wie rechts von ihm herabgedrückt, und wir als Mary hat von der Revolution gesprochen und er hat nicht bis dahin in Berlin wohnte mit seiner Familie hier weilt." seine Gegner müssen erst daran erinnern, was das öffentliche überall Widerspruch gefunden. Also Herr Grillenberger: Unter Es folgt dann em gegen den Vorwärts", ben" Wahren Jatob" Urtheil schon zu vergessen anfängt, daß er sich durch seine gewöhn keinen Umständen Gewalt, Mary unter allen Umständen gar u. f. w. gerichteter Erguß, und der legte Sag lautet: 2arum liche Henigkeit in der Vertretung politischer Volksrechte Anspruch nicht.( Heiterfeit.) ausgepaßt, Ihr chrizliuen Väter, damit dieser Mann mit seinen auf Anerkennung erworben hat. Mit seiner sozialpolitischen Ver Abg. Rickert( dfr.): Es heißt doch die Dinge mit den gottesleugnerischen, abscheulichen Schristen und Büchern in Eurem schwemmenheit sicher nicht allein mit seinem einseitigen Ein Haaren herbeiziehen, wenn man hier bei dieser Frage auf die Vorgänge Haus teine Aufnahme findet. 2er Frechheit des Versuchers treten für den Kapitalismus aber hat er es gar schon dahin in Frankreich hinweist. Unserer Kraft bewußt, sollten wir diese zeigt die starke ostpreußische Bauerufaust, auf daß die georacht, daß er jetzt für ministerfähig gehalten wird. Von den Dinge mit einer vornehmen Ruhe hinnehmen. Es scheint windigen Patrone aus den Großstädten vor dem Landvolk wieder Gegnern als Ministerkandidat angesehen, von den eignen Freun muß das den„ Bolte tribunen" nicht nicht die Absicht, aber der Erfolg der Rede des Reichskanzlers etwas mehr Respekt bekommen!" Dieser Rath ist( im Unter- den bemitleidet zu werden gewesen zu sein, die Furcht zu zerstreuen, als ob wir uns heran- schied von demjenigen, welayen der Poet des Deutsch. Tagebl." aus dem Häuschen bringen? Auch die hiesigen Freisinnsorgane drängten.( Unruhe.) Diese Absage war nicht nöthig, da von mit Bezug auf den Abg. Richter gav) jedenfalls sehr ernst ge- sprechen jetzt von Herrn Richter mit einiger Zurückhaltung. Es unferer Seite fein Antrag ausgegangen war.( Zustimmung lints.) meint. Es ist freilich ein sehr übler Rath, denn er kann den ist uns sehr begreiflich, warum. Wir hoffen, daß ein besseres Verhältniß eintreten würde, nicht Bauern Gefängniß eintragen. Gleichzeitig geht uns aus Bischof- Eine Revision darüber, ob die Vorschriften des Altersver daß wir eine Bevorzugung verlangten, sondern wir verlangten stein folgende Korrespondenz zu: nur das gleiche Recht wie alle anderen Parteien, nach unseren Ge- Bischofstein, 26. Feoruar. Hier brachten Kinder Num- sicherungsgesetzes überall ausgeführt worden sind, soll in der beginnenden Woche in allen Arbeitswerkstätten hierselbst stattfinden. Wahr finnungen beurtheilt zu werden. Ueberhaupt erinnert die ganze mern des Vorwärts" mit in die Schule. Der Lehrer fragte, scheinlich werven sich dabei manche Verabsäumungen, sowie auch Debatte sich in der elterlichen Wohnung noch mehr davon durch die widersprechenden Ausfünfte der Polizei- Organe ver an die Berathung über den dritten Direktor. ob Der Lehrer forverte darauf ( Sehr gut! links.) Wir haben zehn Jahre lang den bejänden, was bejaht wurde. wir werden die Kinder auf, die Nummern mitzubringen und ihm abzuliefern der Revision den Arbeitern Gelegenheit geboten sein, Beschwerden schuldete Verschiedenheiten herausstellen. Hoffentlich wird be Vorwurf der Reichsfeindschaft ausgehalten; auch jest nicht irre werden, wir werden uns ebenso ver- andernfalls drohte er ihnen Prügel an. Manche Eltern, die nicht vorzubringen, z. B. über widerrechtliches Einbehalten der halten wie bisher; aber wir sind unabhängig genug, um wußten, um was es sich handele, gaben den Kindern denn auch Quittungsfarten seitens der Unternehmer. Die" Post" will auf ein offizielles Beugniß darüber, daß wir zu den staats- die Blätter mit. Der Propft, Herr Jakob, versprach den Schülern übrigens glauben macen, es hätten in einigen Fällen Arbeit erhaltenden Parteien gehören, verzichten zu können.( Debhafter sogar Geld, wenn sie viele Nummern brachten. Gleichzeitig wurde übrigens glauben machen, es hätten in einigen Fällen ArbeitArbeitnehmer und komplottirt, um durch eine Beifall links.) dem Staatsanwalt(!) der Tischler B. hierselbst als der Vertreter geber Nach einigen persönlichen Bemerkungen wird die Debatte des Vorwärts" denunzirt. Die Mutter des B. mußte es sich falsche Arbeitsbescheinigung fiebzigjährige Arbeiter in den geschlossen und die Position nach dem Antrage Windthorst an- fogar ge, allen laffen, daß ein Polizist auf der Straße in ihrer Bezug der Altersrente zu bringen; hierfür ist bekanntlich Bedingung, daß der Versia erte in den letzten drei genommen. Für den Antrag der Regierung stimmten nur die Swürze nachsah, ob sie vielleicht auch Zeitungen im Schooẞe Deutschkonservativen und ein Theil der Reichspartei; für den trage.(!) Dabei bemerkte der Polizist:" Seien Sie nicht so Jahren, also seit dem 1. Januar 1888, mindestens 141 Wochen Unirag Hammacher außerdem noch die Nationalliberalen. Für ausgebracht, Ihr Sohn wird doch verhaftet"(!), es ist bloß noch hindurch in Arbeit gestanden hat. Es ist ja möglich, daß eine den Antrag Windthorst außer den drei Kartellparteien auch noch nicht vom Staatsanwalt zurück." Auch bei. selbst erschien ein Bescheinigung hierüber irgend einmal irrthümlich ausgestellt das Zentrum. Wachtmeister und als B. einwandte, daß die Blätter nicht ver- worden ist. Gine dolose Absicht braucht hiervei noch nicht vorboten seien, erwiderte er:" Das können Sie in Berlin meinet- handen zu sein, und wenn die Behörden in Riydorf bekanntlich Schluß 5 Uhr. wegen machen, aber hier in Ermland ist das nicht angebracht."( auch anjangs die Rente ohne Erfüllung der erwähnten vorge In der Schule äußerte der Propst zu den Kindern auch, daß schriebenen Bedingung ausfegten, kann man von jedem kleinen sehr bestraft werden würde.(!) Uebrigens ist infolge der Bor Arbeitgeber mehr Gejeßestenntniß verlangen, als von den Be gen, als o hörden in Nixdorf? gange die Nachfrage nach dem Vorwärts" jetzt hier sehr groß. Jeder will eine Nummer ooer einige haben, und bei vielen fällt das Korn auf guten Boven. Nächste Sitzung: Montag 1 Uhr.( Militär- Etat.) Korrespondenzen und Parteinachrichten. " Die Droschkenkutscher werden von den hiesigen gegnerischen Blättern jetzt sehr umworben. So freundlich ist selten zu ArSchweiz, 26. Februar. Am 22. Februar fand hier eine beitern irgend eines Berufes gesprochen worden, wie es jezt die Versammlung der Landwirthe( Gutsbejizer) statt, in welcher das freisinnigen Blätter und auch die„ National- Zeitung" thun, die Küstrin. In wunderlicher Weise aufgelöst wurde am Dienstag, Alterversicherungs- Gesez besprochen wurde. Gin Theilnehmer der dem Berliner Droschfenkutscher die anerkennung spendet:„ Es den 24. Februar eine Volksversammlung zu Küstrin- Vorstadt. Versammlung erklärte:" Jay zahle für meine Leute den Beitrag, ist ein Mann, der in die Welt past." Wenn das Blatt dann Küstriner Genossen hatten Bruno Wille zu einer Kritik der weil ich nicht weiß, wovon ich ihnen denselben abziehen könnte," aber gleich dahinter meint:" Unser Droschkenkutscher begreift Kirche eingeladen. Von den Saalinhabern, welche ihre Lofale Sie können sich selbst sagen, wie entsetzlich niedrig hier die Ver- ganz genau, daß sich in dem Durcheinander der Interessen auch Dem Reoner wurde die grundsäßlich nicht zu„ politischen" Zwecken hergeben, hatte sich diensverhältnisse sein mussen! der Staatskarren festfahren kann, wenn er mit Gewalt blindlings zu Theil: diesmal Herr As my erweichen lassen, obwohl gerade diesee Erwicerung Mit solcher Humanität könne vorwärts getrieben werden soll", so wird dieses hübsche die Begehrlichkeit der Sozial emokratie Wirth auf die tonfervativen Honorationen" ange.viesen ist. man nicht be Argument wohl etwas anders auf die Drosakenkutscher wirken, Sein Gewissen hatte sich deswegen nicht dagegen genräubt, weil fämpfen. Die Versammlung verlief resultatlos. Kurz vorher als der Artikelschreiber gedacht hat. Der Staatsfarren er das Thema für religiös" und den Referenten für einen an- sprach in einer Versammlung hier der katholische Dekan Block ist festgefahren, seine Fuhrleute wissen nicht mehr, ständigen Herrn" hielt, während freilich der Einberufer," ein gegen die Sozialdemokratie. Es waren die alten Redensarten, wohin der Kurs geht. Und oo es wohl so findliche DroschkenArbeiter", sein Mißtrauen erregte. Die Versammlung bestand oie er vorbrachte. In der Versammlung sollte der Anruf: futscher giebt, die sich schmeicheln lassen durch den läppischen aus Arbeitern, gedrückten Handwerkern und Vertretern des bürger- Aufgepast, der Sozialoemotrat tommt!" verbreitet werden; da Satz des nationalliberalen Blattes:" Sein Blick ist, schon wegen lichen Prozenthums. Von Letzteren wurde der Vortrag begreis- Der aufruf aber ausblieb, so vertheilten einige Arbeiter statt des erhöhten Sizes, ein weiterer"? Uebrigens nehmen alle diese ticherweise mit Pfeifen und Bischen aufgenommen. In der dessen die Gazeta robotnicza", so daß die Versammlung vorzüglich unterrichteten Blätter an, daß die Beziehungen zwischen Diskussion" versuchte Niemand eine widerlegung; wohl für uns immerhin nicht ganz werthlos gewesen ist.( Gleichzeitig Sozialdemokratie und Droschtenkutschern ganz neuen Ursprungs aber wahlten die Gegner die Tattit, allerlei Fragen zu stellen, geht uns ein Aussa, nitt aus dem Schn ezer Kreisolatt" mit wären. Nun giebt es aber seit Jahren einen starken Verein der durch welche der Referent auf ein heitles Gebiet gelockt werden einer Polemik gegen die„ Gaz. rob." zu. Die Polemit it so Droschkenkutscher, der sich mit der Arbeiterpartei eins weiß; sollte. Bei dieser Gelegenheit stürmte sich plöglich der Wirth aus sein, wie man es bei einem Organ erwarten kann, das mit den auch besteht ein Organ der Droschkentutscher, und zwar nicht etwa bem Hintergrunde der Bühne an die Lampen und rief mit dem berühmten geistigen Wajjen" unserer Gegner kämpit.) die- berl. 3tg.", sondern ein gut sozialdemokratisches. höchsten Aufgebot seiner heisern Stimme:" Mein Name it Asmy. Mir ist vorgespiegelt, diese Versammlung sei eine reli- Braunschweig. Vor der Straffammer des Landgerichts 1. Pankow. Am 17. Februar hatte eine Anzahl Freifinniger giöse! Das ist aber nicht wahr! Die Versammlung ist politisch! wurde unter dem Borsiz des Herrn Lantgerichts- Direktors Koch im Lokale des Herrn Linder eine öffentliche Versammlung mit Und weil der Herr PolizeiInspektor nicht eingreift, so ertiäre gegen den Genossen Sajmidt, Bertrauensmann in Blankenburg, der Tage: ordnung: Besprechung über Ei verlei ung Baufows ich die Bersammlung für aufgelöst!" Wahrend die Ver- wegen Majestätsbeleidigung uno Beleidigung des Prinzen in Berlin" einberufen. Dazu waren alle Einwohner Pankows sammlung noch in Verblüffung begrissen war, erhob sich der Albrecht von Preusen, Regent von Braunfaweig, und zwar ce- eingeladen. überwachende Beamte und sagte: ann löse ich die Versamm gangen bei einem Besuche des Kaisers beim Einz ge am lung auf." Lies Ereignis erregte natürlich in Kürin große 23. Oktober 1889, verhandelt. Staatsanwalt Bode beantragte die Sensation. Es soll die erste Bersammlungs- Auflösung sein, Deffentlichkeit auszuschließen, Geoje Schmidt legte dagegen Verwelche auf dem idealen Gebiete des Herrn von Levehow vor wahrung ein, und der Herr Staatsanwalt Bode zog seinen gekommen ist. Antrag zuruck. い 3 " Der Staatsanwalt hielt die Anklage aufrecht, und beantragte in beiden Fällen eine Gesammtstraje von 4 Monaten Gefängniß. Das Gericht sprach den Angeklagten von der Beleidigung des Prinzen Albrecht frei, dagegen wurde er wegen Beleidigung des Deutschen Kaisers zu 4 Monaten verurtheilt. Da wir Genossen auch Einwohner, wenn auch nicht gern gesehene, find, fühlten wir uns veranlaßt, die Herren mit unserer Gegenwart zu be-- länigen. Das Bureau war fig und fertig und brauchte deshalb nicht erit gewahlt zu werden. Das wäre unnüße Zeitverschwendung gewesen. In längerer Ausführung machte Herr Pr. Bußler den Anwesenden verständlich, wie wünschenswerth ein Anschluß an Berlin für uns sei, und führte zum Beweise Kanalisation, gutes Trinkwasser, Errichtung höherer Schulen( D), Steigen des Werthes von Grund und Boden(!) und andre schöne Sachen an, natürlich nur erst, wenn wir einverleibt sind. Herr Dr. Stenger entwarf zwar ein düsteres Zukunftsbild, kolorirt mit den Schlagwörtern, Miethetasernen, ungesunde Luft, Norden Berlins, hohe Wiethen" und endete die Rede mit dem Wunsche lieber uns als Stadt(!) aufzuthun, aber hübsch für uns zu bleiben, sprach auch nebenbei von den soliden Arbeitern, welche Pankow Berlin der billigeren Miethen(?) wegen vorLandsberg a. W. Nach der gesetzwidrigen Auflösung vom 28. Januar war zuin 25. Februar wieder eine Versammlung einberujen, in welcher Genosje Peus über die Ziele der Arbeiterbewegung und die freie Liebe referiren sollte. Der große Saal des Attientheaters war voll besetzt. Die Eröffnungsflingel erschallt. Da verlangt der Herr Polizei Jaspektor mit Mainz, den 27. Februar. Die sozialistische Hochfluth, von verdächtigem Eifer nach der Bescheinigung. Mit Kenner der die Gegner glaubten, sie habe am 20. Februar des vorigen blick überfliegt er fie.„ Die Bescheinigung ist Jahres ihren Höhepunkt überschritten, gewinnt hier am Rhein nicht vorschriftsmäßig, ich löse die Versamm och fortwährend an J. tensität. Während noch vor wenigen Iung auf," schallt es durch den Saal, worauf taufend Jahren es immer nur einzelne Personen waren, die sich der Entraftungsrufe antworteten. Ginberufer und Referent sind ganz sozialistischen Bewegung anschlossen, sind es jetzt ganze Gewerk ziehen. verwundert, erhalten aber fofort einen Wint feitens der Herren schaften, welche die wirthschaftli he Noth zum Aneinanderschluß Für die Genoffen legten Roz und Schockel unseren Stand Polizisten, der ihnen Aufklärung verspricht. Diefelbe wird ihnen und zur Sammlung unter der sozialistischen Fahne zwingt. Die punkt flar, fie betonten hauptsächlich die Polizeimaßnahmen gegen dann auch zu Theil. Es fehlte auf der Bescheinigung die An- Schiffer. die bisher hartnäckig allen Versuchen, sie zu organisiren, uns, geißelten dabei das Verhalten der Wirthe, welche sich ein Wegen Majestätsbeleidigung wurde ein Landwehr- Unteroffizier des vierten Garde- Regiments in Spandau verhaftet. Lehrkursus der Berliner Arbeiter und Arbeiterinnen zur ersten schüchtern Tassen und uns die Säle nie zu Versammlungen über-| fahrlässiger Tödtung ihres eigenen etwa 1/2 jährigen Knaben. Ordnung: 1. Mittheilung. 2. Bortrag: Die wirthschaftliche Sage", Referent lassen; die Gemeindewahlen, wobei wir nichts zu sagen, noch Sie soll durch Vernachlässigung in der Pflege und Ernährung Serr Kaufmann Albert Auerbach. Distuffion. 8. Aufnahme neuer itglieder und Abrechnung vom Weihnachtsfest. 4. Wie stellen sich die Mitglieder zur zu wählen hätten, daß wir nur als Bürger 2. Klasse unser ihres Kindes dessen Erkrankung und Tod verursacht haben. Zur Ernennung von Vertrauensmännern, zur Einberufung von Verfanu nlungen Dasein fristen. Pflege eines jungen Kindes bedarf es, wenn dasselbe gedeihen u. s. w. in den verschiedenen Stadttheilen? 5. Geschäftliches und FrageNachdem dann die Petition verlesen, welche wirklich ein foll, eines Geld und Zeitaufwandes, welche die Angeklagte Vergnügungs- Verein Vulkania". Am Sonntag Nachmittag 3 Uhr Meisterstück in ihrer Fassung war, fonnten wir trotzdem, so leid zu leisten nicht im Stande war, da dieselbe, um nicht zefeprobe in Meißner's Salon Gartenftr. 162. Gäste willtommen. es uns that(!), nicht dafür stimmen. Vorspann für die selbst zu hungern, und um Fachverein der in Buchbindereien und verwandten Betrieben bedas Allerdringenste für schäftigten Arbeiter. Montag, 2. März, in Feuerstein's oberen Ettal, Alte Bourgeoisseelen, welche in ihrer Wünsche Endziel wiederum Stei- ihre zwei Kinder herbeizuschaffen, von früh bis spät außer Hause Safobstraße 76. Tagesordnung: 1. Bortrag über Zeit und Stücklohr". Ref. gerung des Grundbesitzes und sonstige schöne Sachen in der arbeiten mußte. Es wird durch Zeugenaussagen festgestellt, daß Herr Beus. 2. Verschiedenes und Fragefasten. 8 abireiches Erfd) einen Betition fein fäuberlich niedergeschrieben hatten, leisten wir die Angeklagte den ganzen Tag über nicht zu Hause, und daß unbedingt nothwendig. Freie Vereinigung der Graveure und Ciseleure. Versammlung ant eben nicht. das Kind oft furchtbar geschrien habe. Dieses Schreien rührte montag, 2. März, Abends 8 Uhr, Dresdenerstr. 45. 1. Geschäftliches. 2. Bor4. Der: 1. Mat. Verblüffte Gesichter machten die Kellner, weil wir alle Mann jedoch keineswegs etwa von Mißhandlung her, sondern Hunger, trag des Herrn Getsler über Bonentarif. 3. Distuffton. nichts tranfen, trotzdem das wirklich schöne Bier recht ver- Kälte und schlechte Wartung sind die Ursachen. Drei sach- 5. Berschiedenes. Ausstellung der Fachschule der Maler und verwandten Berufsgenossen lockend uns anlächelte; doch wurde den bescheidenen Fragen nach verständige Aerzte werden vernommen. Der erste fand, Berlins am Sonntag, den 1. März, von 5 bis 9 Uhr Abends in der Aula der unserem Begehr die gebührende Antwort: Sagen Sie Herrn von der Polizei in die Wohnung der Angeklagten Gemeindeschule, Schleftsche Straße 4. Hierzu ladet ergebenst ein die SchulLinder, er solle feinen Saal auch zu Volksversammlungen geben, geschickt, daß das Kind ganz blau gefroren und tommiſſion. Der Vergnügungsverein„ Fidelio" hält Sonntag, den 1. März cr. ein dann werden wir auch bei ihm Bier trinken, nicht eher". äußerst schmutzig war, so daß er eine Untersuchung Kränzchen mit humoristischen Vorträgen ab, wozu Freunde und Bekarinte herzaufgab und die Ueberführung des Kindes in das lich willkommen sind. Billets für Herren a 30 Pf., für Damen a 20 Pf. find Krankenhaus veranlaßte. Ter behandelnde Arzt stellte nun feft, abends an der Kaffe zu haben. Arbeiter- Bildungs- Verein für Weißenfee und Umgegerd. Heute daß das Kind Anfäße zur englischen Krankheit, Lungenentzündung Sonntag, den 1. März Bersammlung in Malchow. Vortrag des Genossen und Luftröhrenkatarrh habe. Ob dies eine dirette Folge Beus. Genossen, welche gewillt sind, die fleine Fußpartie mitzumachen, werZwischen Militär und Zivil kam es am Donnerstag der schlechten Pflege sei, ist nicht bei allen 3 Krankheitser den ersucht, sich um 1 Üor in Weißensee, in Dewein's Geſellſchaftshaus einAbend zu einem Zusammenstoß, bei dem es blutige Köpfe gab. scheinungen festzustellen, doch sei mit Sicherheit anzunehmen, daß zufinden. Die Soldaten versuchten gewaltsam in die Schankwirthschaft Kommandantenstr. 3/4 einzudringen und zertrümmerten hierbei das gesund und kräftig geborene Kind bei guter Pflege und Silfe bei unglücksfällen( weibliche Abtheilung). Montag, den 2. März, eine Glasscheibe der Eingangsthür. Infolge dessen entstand eine Nahrung auch gediehen wäre. Der Staatsanwaltschaft hält die Abends 8 Uhr, bei Feuerstein, Alte Jatobair. 75: Vortrag des Herrn Dr. Schlägerei, bei welcher die Soldaten von ihrer Waffe Gebrauch Klage im vollen Umfange aufrecht, und beantragt 6 Monate Bernfiein. Prüfungs- und Uebungsstunde. Billetausgabe zum Stiftungsmachten und ein Mann durch einen Sälelhieb am Kopfe be- jührungen des Herrn Staatsanwalt nicht an, und erkennt deutend verletzt wurde. auf kostenlose Freisprechung, da die Angeklagte dem Das halbe Hufeisen" wurde zum Verräther eines Blumen- Kinde nicht mehr Nahrung habe reichen können, diebes, welcher schon seit Monaten auf den Kira hösen vor dem als sie gehabt habe, wegen ihrer Arbeit außer Hause Halle'schen Thore sein Unwesen trieb. Kaum war auf einem der auch eine Wartung unmöglich gewesen sei, die Krankheiten Grüber ans Anlaß irgend eines Gedenktages eine besonders schöne aber zum Theil auf ungenügende Hautpflege zurückzuführen seien, Blumendekoration geschaffen, als man auch sicher sein konnte, welche eben nicht möglich ist, wenn die Mutter nicht im Hauſe daß der Dieb sich alsbald einstellte. Alle Bemühungen, den weilt. Der dritte Punkt, die ungenügende Zuführung frischer Unhold abzufassen, waren bisher vergeblich gewesen; das Einzige, Luft, sei auch nicht Schuld der Angeklagten aus denselben was er als beachtenswerthen Anhaltspunkt an dem Schauplay Gründen. Uebrigens war das Aussehen des zweiten Kindes, seiner Thaten hinterließ, war ein eigenartiger Stiefelabdruck. etwa 8 Jahre alt, welches als Zeugin mitgeladen war, ein Der eine Stiefel des Diebes war nämlich mit einem Huseisen lebendiger Beweis für die herrschende Noth. Es mußte versehen, welches halb abgebrochen war. Nunmehr ist es endlich daher Freisprechung erfolgen. gelungen, auf dem Kirchhof der Jerusalemsgemeinde einen verdächtigen Menschen anzuhalten. Der erste Blick richtete sich naturgemäß auf die Fußbekleidung des Verdächtigen, trotz alles Widerstrebens wurden ihm die Stiefel ausgezogen, deren einer denn auch das verrätherische halbe Hufeisen zeigte, das ganz genau den bekannten Fußspuren entsprach. Auch der Hehler ist bereits ermittelt. Es ist ein in der Nähe wohnender Blumenhändler, der kein offenes Geschäft besitzt. fest u. f. w. Versammlung des Verbandes der Schneider und Schneerinnen am Montag, den 2. März, Abends 8 Uhr, in Joel's Feſtfälen, non este 211 Tagesordnung: Vortrag des Reichtagsabgeordneten Geyer. Pfticht aller in der Bekleidungs- Industite beschäftigten Personen ist es, zu erscheinen. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 1. März, Bormittag B 10% Uhr, Rosenthalerstr. 38: Vortrag der Frau Henriette Wilhelmi über Religion und Humanismus. Riedorfer! Deffentliche Versammlung der Tabat- Arbeiter und-Arbeiterinnen für Rirdorf und Umgegend am Montag, den 2. März, Abends 8 Uhr, im Lotale des Herrn Hoffmann, Bergstr. 188. Tagesordnung: 1. Die Lage Referent; Reichstagsabgeordneter Tabatarbeiter Foerster. 2. Diskussion 8. Verschiedenes. Damen und Herren aller Branchen sind zu dieser Versammlung eingeladen. Der Einberufer. Der gesellige Klub Hoffnung" helt am Sonntag, den 1. März ein ges müthliches Beisammensein verbunden mit Tanz ab und zwar Gr. Frankfurter straße 99 bet Strüger, wozu Genoffen und Genoffinnen gebeten werden, sich Die in der zweiten Beilage der heutigen Nummer angezeigte, in den Zentralfeftfälen, Oranienstraße, am Sonntag stattfindende Bersammlung für Frauen und Männer beginnt um 6% Uhr Nachmittags. der ausgesperrten Tabatarbeiter Hamburgs und die Industrie im Allgemeinen. zahlreich zu betheiligen. Vormittags gese- und Diskutir- lub Mag Kaufer" Sonntag, Gäste, durch 10% br, im Restaurant" Zur Schneetoppe", Nostizstraße 29. N Sozialdemokratischer Lesetlub Mitglieder eingeführt, haben Zutritt. Leffing", jeden Montag, Abends 8% Uhr, im Restaurant Spiekermann, " Spinoza", Oppelnerstraße 29, bei bft, Martusstraße 6: Vortrag. eßner, Annenstr. 16. Brandstrahl. 3um Licht", Sonntag Vormittag 10 Uhr, im Restaurant Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Montag, Abends uhr: Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder- Gesangverein„ Senefelder" Restaurant Triefchmann, Jüdenstra be 55. Liedertafel der maler und verwandten Berufsgenossen bet Berg, Kaiser- Franz- Grenadierplay 7. Gesangverein Myrthenblätter, te Schönhauserstraße 42, bet Reimann. Gesangverein Harmonie", Meyerbeerstr. 9 bei Dornblatt. Männer- Gesangverein iederluft", Fichteftraße 29 bet Strofche( früher Moewes). Gesangverein, Geselligtett 2", Münzstraße 11 bei Semter. Arbeiter- Gesangverein Vorwärts"( Südost) bei Ziemer, Cuvrystraße 16. Sonntag, Abends von 6-8 Uhr, 2. Lehrlingsabtheilung; am Montag, Abends Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Lübeck'scher Turnverein am von 8-10 Uhr, Männerabtheilung. Rauch flub, Arcona", Montag, Abends 8%-10% Uhr bet Biplinsti, Rauchtlub, Weiße Wotte", Montag, Abends Reichenbergerstr. 71. von 9-11 Uhr, Strelizerstr. 16, bei Becker. Rauchflub Deutscher michel", Montag Abend von 8%-10% Uhr bei Schöneburg, Grüner Weg 9.Rauchtlub, Freiheit", jeden Montag um 9 Uhr bei Wuttle, Friedrichsbergers ſtraße 4.n Verein Wanderluft", Sigung: Sonntag, Nachmittags 4 Uhr, Grünauer: Verein der Oberlausiber", Montag, Abend 9 Uhr im Restaurant Hedwig, Rosenthalerstr. 45. Friedrichs Verein", ehema I. Schüler des Friedrichs- Waisenhauses, ontag, Oranienſtr. 34. Verein ehem. Schüler der 4. Gemeindeschule am Montag Damen- Sigung. Bergnügungsverein, Fre unbestreue", 9% Uhr, im Restaurant& erty, Brinzenfiraße 106. Vergnügungs- Verein Reichstrone", Sigung Sonntag, Nachmittags 4 Uhr, im Bittoria- Ballsalon, Perlebergerstr. 13. Gäſte Restaurant„ Sum Reichsgarten", Dranienstr. 168. Vergnügungsverein Fidelio", Montag Abends 9 Uhr im Damen und Herren als Gäfte willkommen. Bergnügungstlub Mephisto", Montag Abend 8% Uhr bet Wolff, Brunnenstr. 135a.- Vergnügungsverein, Edelweiß 2" Berein jeden Montag im Restaurant Reichsgarten, Orantenstr. 108.- Vergnügungs= willt ommen. Nach§ 7 des Presgesetzes muß auf jeder Nummer refp. jedem Stücke einer periodischen Druckfarift die Angabe des verantwortlichen Redakteurs" enthalten sein. Falsche Angaben in dieser Beziehung straft§ 18 Abs. 1 gegenüber dem Thäter, Abs. 2 gegenüber dem Verleger. Das Reichsgericht hat nun in einem Urtheile vom 24. Juni 1890( Entsch. in Strafsachen Bd. XXI. G. 23) ausgesprochen, daß als Thäter nicht etwa in jedem Falle lediglich der verantwortliche Redakteur bezw. derjenige, welcher In der Gefahr, von einer 6 Zentner schweren Last als verantwortlicher Redakteur hätte angegeben werden sollen, zermaimt zu werden, schwebte gestern Vormittag ein in der fönig- anzusehen sei, oder daß von der Strafbarkeit nur solche das Gesetz lichen Hauptwerkstatt zu Tempelhof beschäftigter Schlosser. Personen betroffen werden, welchen durch Mehrere Arbeiter waren an der Reparatur einer Lokomotive be- eine besondere oder erhöhte Verantwortung auferlegt ist" schästigt und hatten u. A. auch den sogenannten Tom herunter- Daß vielmehr als Thäter derjenige anzusehen ist, der genommen, den sie aber bald mittelst eines Strickes wieder hinauf- durch sein schuldhaftes Handeln den vom Gesetze gemißwanden. Kaum befand sich diese ungeheure Last in einer Höhe billigten Zustand berbeigeführt hat". Dagegen führt das von et: va 3 Metern, als plöglich der Strick riß und der Dom Reichsgericht in Anknüpfung hieran weiter aus, daß wegen frachend auf den Erdboden fiel. Fast unter ihm stand ein verweigerter Aufnahme einer Berichtigung des§ 11 des Preß Schlosser, der, bevor er zur Seite springen konnte, von der Last gesetzes nur der wirkliche verantwortliche Redakteur zur Verantso furchtbar gestreift wurde, daß er laut ausschreiend zu Boden wortung gezogen werden kann, nicht der fälschlich als solcher auf stürzte und nach Anlegung eines Siothverbandes nach dem Elisabeth- der Beitungsnummer benannte, da es kein wesentliches ErforderKrankenhause gebracht werden mußte. niß des Begriffes„ verantwortlicher Redakteur" sei, daß er auf der Druckschrift als solcher benannt sei. Ein solches Erforderniß Der Zoologische Garten, welcher seine Hände bis in die stelle das Gesez nicht auf. Vielmehr haben die zur Wahrung ftraße 14 bet Rach. entlegensten und entferntesten Gegenden der Welt ausstreckt, um der Ordnung bei dem Vertriebe einer periodischen Druckschrift feinen großen Thierbestand immer noch zu bereichern, hat außer ergangenen Vorschriften des§ 7 des Preßgesezes, woselbst die den in den letzten Tagen neu eingetroffenen Thieren neben anderen Angabe" des", nicht eines" verantwortlichen Redakteurs vorauch als höchst interessante Erwerbung zwei junge Wildschweine geschrieben ist, und des§ 18 daselbst, wonach die falsche bon Java zu verzeichnen, welche dem sogenannten Bindenschwein Bezeichnung des verantwortlichen Redakteurs unter Strafe ( Sus vittatus) zuzurechnen sein dürsten. Es ist dies ein um so gestellt ist, das Vorhandensein eines solchen schon vor der Bebemerkenswertberes Greigniß, als einerseits wilde Schweine nennung, ohne dieselbe und entgegen einer fälschlichen Bezeichfremder Zonen überhaupt nur wenig in Zoologische Gärten nung zur Voraussetzung. Auch würde es mit der aus dem tommen und andererseits gerade die oben genannte Art von be- Geseze ersichtlichen Tendenz, für periodische Druckschriften gerade sonderer Bedeutung ist, da sie von den Autoritäten auf dem in dem verantwortlichen Redakteur einen besonders haftbaren Gebiet der Geschichte unserer Hausthiere, wie dem bekannten Vertreter zu schaffen, nicht in Einklang stehen, wenn lediglich Zoologen unferer landwirthschaftlichen Hochschule, A. Nehring, durch das willkürliche Verhalten der Betheiligten der Erfolg erals eine Stammart gewisser Rassen des Hausschweins betrachtet zielt werden könnte, daß es an einem verantwortlichen Redakteur wird. Während die verschiedenen Schläge des alten Landschweins, gänzlich fehlt. Danach kann, ohne daß dabei die rechtlichen welches unvermischt nur noch selten gefunden wird, auf das Folgen in Betracht zu ziehen sind, welche sich daraus ergeben, europäische Wildschwein zurückzuführen sind, leiten die hoch ge- daß Jemand, der mit der Redaktion nicht befaßt ist, mit seinem züchteten englischen Rassen ihren Ursprung von dem sogenannten Wissen und Willen als verantwortlicher Redakteur bezeichnet wird, indochinesischen Schwein ab; dies ist wiederum eine domeftizirte nur angenommen werden, daß schon die thatsächliche Ausübung Form des Bindenschweins resp. der in Japan vorkommenden, der Geschäfte des verantwortlichen Redakteurs diese seine Eigenetwas modifizirten Form der genannten Art. ſchaft begründet, felbst wenn er demnächst als solcher auf der von ihm redigirten Zeitungsnummer nicht genannt ist." Versammlungen. willkommen. n " 1 " Amicitia", Montags von 9-11 Uhr Wilhelmstr. 118. Gäfte . Wuthe. Sigung mit Damen. Sonntag Nachm. 4 1hr im„ Dresdener Garten", Bergnügungsverein, Anntta". Montag Abend von 8% bis 10 Uhr bei Roth, Naunynstr. 31.- Theater- Berein, Blumenlese", Bors. Dresdenerstraße 45. Gäne willtommen. nung", Gonntag, Abends 8 Uhr, bet Krebs, Ohmgasse 2. Gäste, Damen und Privat- Theatergesellschaft off Sonntag 3 Uhr im Bittoria- Saal, Perlebergerstr. 18. Gäste willkommen. Privattheater- Gesellschaft Augusta Victoria", Bollad- Club„ Eintracht", bei Gustav Schulze, Wienerstr. 68. Gäfte willfommen. Klub„ Geselligteit", Sigung Sonntags 6% Uhr bei Schmidt, Herren, willkommen. !! Literarisches. Vom Reichstag. FortAus dem freien Polizeibericht. Am 27. d. M. Vormittags versuchte ein Berliner Volks Tribüne, Sozialpolitische Wochenschrift Mann in feiner Wohnung in der Bernauerstraße sich mittelst ( SO ,, Elisabethufer 55). Nr. 9 vom 28. Februar 1891 enthält eines Rafirmessers die Pulsadern an der linken Hand zu durchfolgende Beiträge: Aus der Woche. Die innerpolitische Lage. schneiden. Nach Anlegung eines Verbandes wurde er nach der -Das wahrscheinliche Fiasko der neuen 3 prozentigen DoppelCharitee gebracht. Abends brachte sich ein 14jähriges Mädchen anleihe und dessen Ursache. Die Hausbesitzer. Aus Japan. in der elterlichen Wohnung Am Königsgraben mittelst eines, bis Die industrielle Entwickelung Rußlands. Die veränderte Verein der Maschinisten und Heizer. Sonntag, 1. März, Nachm. dahin im Schlafzimmer der Eltern aufbewahrten stets geladenen s uhr, Neue Jatobaße 24-25, Versammlung. Technische Vorlagen. Bereins- Politik der amerikanischen Sozialisten. Ueber die Brotpreise Revolvers einen Schuß in die rechte Schläfe bei und mußte nach angelegenheiten, Aufnahme neuer Mitglieder, Fragebeantwortung. Gäste haben in Berlin. Literarisches. dem Krankenhause Am Friedrichshain gebracht werden. Ob ein Butritt. Gedicht. Novelle. Der russische Markt. 111. Außerordentliche General Versammlung des Fachvereins der Selbstmordversuch vorliegt oder ob das Mädchen nur mit der sithographen zu Berlin am Dienstag, den 8. März, Abends 8 Uhr, bei schritt der Technik und Kapitalfonzentration. Waffe unvorsichtig umgegangen ist, konnte sogleich nicht festgestellt Seefeld, Grenadierstr. 33. Vortrag des Herrn Th. Wegner über Zentralisation. Amerita. Am 27. d. M. und am darauffolgenden Morgen fanden zu diefer Versammlung, da eine Statutenveränderung außerdem vorliegt, tit es Ehrenpflicht eines jeden Mitgliedes, zu erscheinen. Mitgliedsbuch fünf Kleine Brände statt. legitimirt. Freie Vereinigung der Kaufleute. Die geselligen Busammenfünfte finden von jest ab jeben Montag Abend in Norbert's Restaurant ( früher May), Beuthstr. 22, statt. Ebendaselbst Ausgabe der Bibliothetsbücher und Abrechnung der noch ausstehenden Billets von der Bei der heute stattgefundenen Stichwahl erhielten Reißhaus legten Feier. Ein recht lebhafter Besuch ist erwünscht. Gäste sehr willtommen! Steinbildhauer- Verein. Montag, den 2. März, Abends 8% Uhr, Bersammlung im Lotale des Herrn Müller, Johannisstr. 20. ( Wolffs Telegraphen- Burean.) Außerordentliche General Bersammlung am Dienstag, den 8. März, Abends 9 Uhr( die Ver= Unterstühungsbund der Hausbiener Berlins. Lille, 28. Februar. 600 Weber der Fabrik Wallärt haben fammlung beginnt pünktlich) bet Feuerstein, Alte Jatobstr. 75, 1 Tr. Tages: wegen Lohnherabsehung die Arbeit eingestellt. werden. Gerichts- Beitung. Ein Bild des tiefsten Elendes wurde gestern vor der zweiten Strajtammer des Landgericht 11 entrout. Angeflagt war die Arbeiterin Anna Wolff, bisher völlig unbescholten, wegen Depeschen. Saalfeld a. S., 28. Febr.( Privat- Telegr. d. Vorwärts".) 3361 St., Witte 3269 St. Möbel-, Spiegel- 1. Polsterwaaren- Magazin Cigarren- Utensilien billig verkäuflich SO. 5. Reidenbergerstraße 5. So. bei Caſſel, Gtrelizerſtr. 22, IV. 1730 Wichtig für Schuhmacher!! Universal- Schmierwachs. Nähmaschinen sämmtl. 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Mamsells auf Knabenanzüge verlangt Stein, Adalbertstr. 22, 11. 749 b Große öffentliche Versammlung fämmtlicher Modeleure, Gypsbildhauer und Stuckateure Berlins u. Umgegend am Dienstag, den 3. März cr., Abends 8 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstraße 20. Tages- Ordnung: 1. Der Werth und Nußen der modernen ArbeiterBewegung gegenüber den Innungs- Bestrebungen. Referent: Herr Bildhauer Dupont. 2. Diskussion. 3. Bericht der Delegirten von der Berliner BauHandwerker- Konferenz. 4. Verschiedenes. Der Einberufer. 271/7 Bersammlung für Frauen u. Männer heute, Sonntag, den 1. März, Abds. 6½ Uhr, bei Krüger, Gr. Frankfurterstr. 99( Frankfurter Bier hallen). 9 Tages Ordnung: 1. Vortrag über Bourgeoisie und Proletarier. Referent Stadtverordn. Heindorf. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. GESCHAFTSHAUS S.HEINE Ha Die Firma besteht seit 1873, Fabrik- Preise weil direct. Bezug u. Umgehung d. Zwischenhandels. Mode- Neuheiten für die Frühjahrs- Saison in Kleider- Stollen. Reichhalt. 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Freie Vereinigung der Nachher geselliges Bei- G. Superczynski, fünstliche Zähne, Invalidenstr. 105, II. Graveure u. Ciseleure. fammensein. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Um zahlreichen Besuch bittet Achtung! Kutscher Der Einberufer. Achtung! und aller im Fuhrwesen beschäftigten Arbeiter. Heute, Nachmittag 312 Uhr, im grossen Saale der ,, ArminHallen", Kommandantenstr. 20: Große öffentliche Versammlung. Tagesordnung: 1. Welchen Werth hat die Verkürzung der Arbeitszeit für die Kutscher und ist dieselbe möglich einzuführen? eventuell was gedenken die im Fuhrwesen beschäftigten Arbeiter am 1. Mai zu thun. Wegen der Wichtigkeit der Tagesordnung ist es nothwendig, daß sämmtliche Kutscher zur Stelle find. Der Einberufer. Oeffentliche Versammlung der Lederarbeiter Berlins und Umg. am Dienstag, den 3. März, in den Zentral- Festsälen, Oranienstrasse 180. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Lütgenau über das Alters- u. InvalidenGefeß. 2. Entgiltige Berathung des Lohntarifs. Referent Kollege Schulz. 3. Diskussion. 4. Berschiedenes. Der Wichtigkeit der Tagesordnung wegen werden sämmtliche in der Lederbranche beschäftigten Werkstuben und AußerHaus- Arbeiter freundlichst eingeladen. Die Lohnkommission. 739 b Unterstützungsbund der Hausdiener Berlins. Am Dienstag, den 3. März, Abends 9 Uhr: Apfelfinen Stüd 3 Pf. dünnschalige süße Frucht, empfiehlt die Südfrucht- Handlung D. B. Vehlow, Lindenstr. 54, Allen Freunden und Genoen empfehle meine 731b Montag, den 2. März, Abds. 81/2 Uhr, im Vereinslokal, Dresdenerstr. 45. Versammlung Tagesordnung: 1. Geschäftliches. 2. Vortrag des Hrn. 41. P. Weber. Geister üb. 3onentarif“. 3. Distuſſion. Destillation, Landsbergerstr. 41. Alle Arbeiterblätter liegen aus. No. 121 b. Brunnenstr. Reinh. Wankel 259 L] und Silberwaaren- Fabrik. Uhren-, GoldGarantie zu solidest. Preisen. u. Silber unter 3 jähr. Uhren in Gold Alle Arten Goldwaaren zu Fabrikpreisen bei Außerordentl. General- Versammlung C. Lübeke, Goldigmicd, bei Feuerstein, Alte Jakobstrasse 75, 1. ( Die Versammlung beginnt pünktlich) Tagesordnung: 1. Mittheilung. 2. Vortrag über:„ Die wirthschaftliche Lage." Referent: Herr Kaufmann Albert Auerbach. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder und Abrechnung vom Weihnachtsfest. 4. Wie stellen fich die Mitglieder zur Ernennung von Vertrauensmännern zur Einberufung von Versammlungen u. f. w. in den verschiedenen Stadttheilen? 5. Geschäft liches und Fragetasten. 168 Ausstellung der Fachschule der Maler und ver wandten Berufsgenossen Berlins Der Vorstand. Mitglieder- Versammlung des Oranienstraße 154, am Moritzplatz. zur Einsegnung empfiehlt 2 reih. lange Korallen- Ketten v.11 M.an Korallen- Ohrringe. Broches.. Doublé- Armbänder " 12 2 • "" 2 . " • " 4,50 " 6 M. " " " "" Herren- Ketten Medaillons m. Ketten 7 Grösstes Lager in Grösstes 697b Etablissement des Ostens in 4. Der 1. Mai. 5. Verschiedenes. Der Arbeitsnachweis befindet sich tägl. Abends 81/ 2-10 Uhr im Vereinslokal. Am 2. Osterfeiertag Vergnügen mit Damen bei Schmiedel, Alte Jakobstr. Feftrede gehalten von Herrn Peus. 713b Der Vorstand. Achtung! Herren- KnabenKnaben Stein- Bildhauer! Garderoben. Meine verehrte Kundschaft mache Der Platz Zeidler bleibt bis auf weiteres für die Stellenvermittlung der Bilhauer Berlins gesperrt. 283/4 Praktischer Zahn- Arzt ich darauf aufmerksam, daß mein großes Semmel, Lager in Frühjahrs- u. SommerAnzügen aufs Reichhaltigste assortirt Neue Königstr. 48, am Alexanderplatz. ist. Besonders empfehle mein Lager in Sprechstunden: Vorm. von 9-1 Uhr, gediegenen Arbeits- Anzügen, be- Nachm. 3-6 Uhr, Sonntags 9-3 Uhr. stehend in prima engl. Leder 2c. Mein Künstliche Zähne etc. u. Geſchäft beſteht feit 20 Jahren u, bürgt mein guter Ruf für reelle Bedienung. Einsegnungs- Anzüge in schöner S. Behrendt, Stenographie im Often. er es Restant Links, Forterit.# 5, einen Nr. 84, Auswahl. 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März, Abends 81/2 Uhr, Blumenstr. 38. Tagesordnung: ( Filiale Berlin) am Dienstag, den 3. März 1891, Abends 8 Uhr, im Saale der Brauerei J. Böhow, Prenzlauer Allee. Tagesordnung: 1. Wahl des Vorstandes. 2. Bericht der Kommission. 3. Verschiedenes. Tagesordnung für die Mitglieder der Krankenkasse ( E. H. 14) Zahlstelle Berlin. 1. Rassenbericht: 4. Quartal. 2. Wahl der Kranken- Kontrolleure. 3. Ver schiedenes. Um zahlreiches Erscheinen bittet 167/3 Der Vorstand. NB. Die Vorstandsfizung am 3. März findet infolge dessen nicht statt. Zimmerleute! Montag, den 2. März, Abds, 8/2 Uhr, bei Feuerstein, Alte Jakobstr. 75, Photographie- Atelier Herren- und Knaben- Bekleidung. Der Detail- Verkauf befindet sich Freunden und Genossen empfehle das 244. Friedrichstr.244. Gleg. Frühj.- Palet. v. 7-24 M. ,, engl. 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Voß, Birkenstr. 59, Laden. S. Börner, Ritterstr. 108, Laden. Klein, Kottbuser Damm 14, Laden. SW. Wilschke, Junkerstr. 1 und Razbachstr. 1, Laden, Schröder, Kreuzbergstr. 15, Laden. 50. Zubeil, Naunynftr. 86, part. Göcke, Wrangelftr. 125, Laden. 0. A. Böhl, Rüdersdorferjir. 8, im Keller. E. Böhl, Frankfurter Allee 74, Laden. Heindorf, Langestr. 70, part. Höhne, Eldenaerstr. 2, Laden. Lock, Friedrichsbergerstr. 11, Laden. Tempel, Breslauerstr. 27, Laden. Motes, Posenerstr. 11, Hof I. Lippe, Friedrichsberg, Friedrich Karlstr. 11, Laden. Ritter, Rummelsburg, Rantstr. 6, Laden. Sonntag, den 1. März 1891. Die Steinmetzen in Neusalza sind auf 102 im Ausstande befindliche Genossen gestiegen. Auch hier dürfte der Kampf ein hartnäckiger werden. Die Wirker in Thalheim haben über starten Buzug zu klagen und zeigt dies, wie nothwendig hier die Organi sation iſt. In Erfurt sind noch 60 Gemaßregelte zu unterstützen. In Bühl( Ober- Elsaß) wurden sämmtliche Vorstandsmitglieder des Textilarbeiter- Vereins von dem Fabrikanten Ch. Rogelet entlassen. Infolge dessen stellten sämmtliche dort beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen die Arbeit ein. Quittung über eingegangene Gelder bei der Generalfommission der Gewerkschaften Deutschlands in der Zeit vom 19. bis 25. Februar: " 8. Jahrg. Verein geht als bis an den Geldbeutel. Wirklich, herrliche Zustände in Tellersammlung einer Versammlung der vereinigten Fachvereine, Deutschland. Man wirft einfach Taufende von Arbeitern auf Eßlingen 10,-. Unterstüßungsverein der Kupferschmiede, Filiale Die Straße, wehe aber den Arbeitern, welche auch nur im Ge- Gßlingen 10,-. Ueberschuß einer öffentlichen Versammlung der ringsten die enggezogenen Grenzen ihrer gesetzlichen Rechte über- Goldschmiede zc., Berlin 2,60. Unterstützungsverein der Kupferschreiten. schmiede, Filiale Hamburg 50,-. Tabatarbeiter Ostrowos 2,55; Die Heizer und Trimmer in Hamburg dürften dadurch zu Ungenannt, 50; auf. 3,05. Fachverein der Weber u. verw. einer Verständigung mit den Rhedern kommen, daß ein selb- Berufsgenossen, Berlin 30,-. Verband deutscher Gold- und ständiges Heuerbureau eingerichtet wird, wodurch die nicht un- Silberarbeiter 44,-. J. Remstedt, Hamburg 40,-. Erlös einer erheblichen Unkosten, welche die Seeleute heute durch das Auktion vom Kränzchen der Bürsten- und Pinselmacher, Filiale Anmustern durch die Heuerbaase haben, wegfallen würden und Hamburg 10,50. Ueberschuß einer Beerdigung, durch F. Schröder, darum die Heuern nach den Wünschen der Rheder eingerichtet Hamburg 8,-. Kollegen der Bonnet'schen Werkstelle, Eimsbüttel werden könnten. 6,- Verband der Vergolder, Filiale Hamburg 26,55. Drechsler Hamburgs 58,- Mechanische Gesellschaft, Hamburg 5,10. Ertrag einer amerikanischen Auktion bei Prüfung der Fachschüler des Verbandes der Schneider, Filiale Altona 31, Zentralverein der Böttcher, Filiale Hamburg 100,-. Von den Maurern Altonas 100,-. Uebungsstunde des Arbeiter- Sängerbundes, Hamburg- Altona 66,85. Maurer, Neumünster 33,-. Den Klavierarbeitern bet Mah u. Komp. in Berlin gelingt unterstützungsverein der Kupferschmiede, Filiale Breslau 50,-. es, die nöthige Unterstützung aufzubringen, sowie den Zuzug fern Kommission zur Sammlung von Geldern, Brandenburg, 6. R. zu halten, so daß auch hier ein für uns günstiges Resultat zu er- 200,-. Paul Hug, Buchdruckereibefizer, Bant- Oldenburg 144,30. warten ist. Vereinigung der Reepschläger, Riel 30,-. Vereinigung der Die Glasarbeiter in Bergedorf stehen noch Bigarrenarbeiter, Filiale Bochum 10,80. Bigarrenarbeiter von auf dem alten Standpuntt, während die Zahl Torgau 10,-. Verein der Metallschleifer, Dresden 20,-. Hafender Ausstehenden in Ottensen sich bis auf 8 ver- haarschneider, Braunschweig 4,-. Von den Genossen Schöttmars 7,80. Verein der Gummi- Arbeiter, Berlin 10,-. Seiler und mindert hat. Den Glasarbeitern in Charlottenburg gelang es, durch ein- Reepschläger, Hamburg- Altona und Umgebung 30, müthiges Busammenstehen eine Lohnreduzirung zurückzuweisen. zur Wahrung der Interessen der Berliner Knopfarbeiter 30,05. Die Direktion der Glashütte sah sich genöthigt, nachdem die Ge- Tabakarbeiter Köpenicks 6,80. N. A. 3., Berlin 30,-. Rom nossen zwei Tage gekündigt hatten, ihre Forderungen zurück- mission der Tabakarbeiter Berlins durch Motes 106,-. Sewer fszunehmen und wurde in der Unterhandlung die Miethsentschädi- Kontrollkommission, Lüneburg 60,-. Von den rothen Arbeitsbrüdern, Lauenburg 30,-. Kim. durch Bérard 20,-. Mehrere Steingung von 4,50 M. auf 5 M. erhöht. brügger u. Berufsgen., Hamburg 6,10. Berliner Hutinacher 200, Verein Arbeiterschutz", Hanau 100,-. Arbeiter Potsdams durch Ulbrich 11,50. Gesammelt von Kollegen des Verbandes der Barbiere, Friseure und Perrückenmacher, Filiale Hannover 7,60. Unterſtügungsverein der Bürsten- und Pinselmacher, Filiale. Berlin 7,50. Gesammelt in mehreren Gewerken, Stendal 21,72. Maurer, Blankenburg a. Harz 25,- Tischlerverband, Filiale Stegliß 10,-. Tabakarbeiter, Schönlante 6,05. Korbmacherverband Zeitz 10,-. Verein der Schlosser und verwandten BeGlaser Dresdens 5,20. Unterstüßungskasse der Maurer, rufsgenossen, Dresden 40,- Gesammelt im Arbeiter- GesangDessau 20,-. Pfeifenklub Blaue Wolfe", Barmbeck 5,-. Ges. verein Vorwärts" durch T. Grunhagen, Berlin 10,-. Verbei einem Vergnügen, Rochlitz 8,10. Von Tabatarbeitern und trauensmann der Schlosser und Maschinenbauer Breder, 5. Rate, Webern, Großenhain 37,50. G. Nürnberg 300,-. Otto Jrmer, Schreiner, München 23,80. E. Schubert, Görlitz 5.-. G. Nürnberg 300,-. Die Generalfommission erstattet folgenden Situations- Nikolaus, Bigarrenmacher, Falkenberg i. Schl. 3,30. Die Gewert Billigheimersche Fabrit, Würzburg 20,-. Bahnsen, Zigarrenbericht. Auch dieses Mal haben wir wieder über eine Ausschaften, Bünde- Westfalen 68,72. Stattlub Bidenfänger", Magde- arbeiter, Nyborg 5,04. In der vorigen Quittung muß es heißen statt Verband der Sperrung von Genossen wegen Zugehörigkeit zum Verein zu be- burg 5,-. Weißgerber Durlachs 15,-. Sommission zur Sammrichten. Die Innungsmeister des Glasergewerbes in Magdeburg lung von Geldern, Brandenburg, durch Schidlowsky 100,-. Fabrik und Handarbeiter, Handarbeiterinnen, Wandsbeck haben die Mitglieder des neugegründeten Fachvereins, welcher Kalk- und Steinträger Stettins 30,-. Verein nicht gew. Arbeiter, t. 10,80, außerdem Posamentiere, Frankfurt a. M. und fich entgegen den Bestrebungen eines bisher bestandenen Innungs- Höchst a. M. 20,-. Former Deutschlands d. Th. Schwarz 200,- Offenbach. A. Dammann, Saffirer, vereins auf den Boden der allgemeinen Arbeiterbewegung stellte, Verein der Fabrikarb., Stettin 20,-. Lokalverein der HaarHamburg, Fürstenplay 2, 1. Etg. entlassen, weil sie nicht aus dem Verein austreten wollten. Es schneider, Neu- Isenburg 20,-. Sozialdemokraten, Eilenburg famen 15 Genossen zum Ausstand, doch sind weitere Maßrege- 15,-. Verband der Buchbinder, Fil. Pforzheim 10,-. Fach lungen zu erwarten. Es scheint bei den Arbeitgebern eine verein der Tischler 2c., Mühlhausen 15,-. Gewerkschaften Leipzigs, epidemisch auftretende Krankheit werden zu wollen, die Organi- durch B. 400,-. Fachv. der Metallarb., Wilhelmshaven 30, fationen der Arbeiter zu sprengen, doch erwarten wir von Gesangverein Maiglöckchen."( Mitgl. d. A.-S.-B.) 20,-, Berl. unseren Genossen, daß sie es an geeigneter Medizin für diese Schneekoppe 3,25, Gujohn n. Co. 1,50, ab Porto, durch Wilschke, Strantheit nicht fehlen lassen. Es zeigt uns dieses Vorgehen der Berlin, zusammen 24,55. Arbeiter- Bildungsverein, Jhehoe. 100,-. Unternehmer deutlich, daß sie unsere Vereine fürchten und dies Gesammelt am blauen Montag, Bremerhaven 1,30. Liedertafel fanden Freitag Abend, eine im Norden, die andere im Süden muß uns um so energischer anfeuern, dieselben aufrecht zu erhalten„ Egalité v. 1888, Hamburg 10,- Verb. der Fabrik- und Hand- Berlins statt. Beide beschäftigten sich mit einer die Arbeiterschaft und auszubauen. arbeiterinnen, Fil. Barmbeck, Gilbeck, Horn 17,06. Verband gegenwärtig wohl am meisten intereffirenden Frage, mit der Ferner steht auch noch ein Ausstand der Vergolder in Berlin be- der Zimmerleute, durch Müllerstein 50,-. Ueberschuß einer Arbeiterschutz- Gesetzgebung. vor, doch sind von hier nicht genügende Mittheilungen eingelaufen, öffentl. Versammlung des Leseklubs" Freidenker", Berlin 16,60. In der einen Bersammlung, welche unter dem Vorsitz des um ein flares Bild der Sache geben zu können. Gesammelt durch die Volkswacht" 154,74. Expedition des Bolts- Genossen Fritz in Sanssouci tagte, sprach der Reichstags= AbIm Allgemeinen sind die Aussichten für die zur Zeit wille" Hannover, 10,-. Verb. d. Fabr. u. gewerbl. Hilfs geordnete Genosse Molkenbuhr vor mehr als 2000 Personen geführten Kämpfe günstige und wird es nur an den deutschen arbeiter, Fil. Hannover 25,-. Bigarrenarb., Goldarb. und der große Saal war dicht gedrängt voll- über das Thema. Genoffen liegen, wenn dieser oder jener Ausstand ungünstig ver- Former, Gmünd 36,-. Von den Genosen Schöttmars 8,45. Wir haben gesehen, daß die Arbeiter durch die Entwickelung läuft, da es sich in fast allen Fällen nur um Aufbringung der H. R., Ostritz i. S. 10,40. Schriftsetzer, Würzburg 30,-. Kon- der Produktionsmittel nicht entlastet, sondern im Gegentheil nur genügenden Unterstützung handeln wird, um den Sieg für uns zu trollkommission, Bremen 400,-. Arbeiterverein, Delmenhorst noch mehr belastet wurden. Namentlich in dem klassischen Lande erringen. 2,80. Arbeiter- Sängerbund, Güstrow 30,-. Hutmacher Alten- der Industrie, in England, fanden wir, daß diese ein menschenDer Kampf bei den Tabakarbeitern in Hamburg wird mit burgs 40,-. Von Arb. versch. Branchen, durch H. Niemand, fressender Moloch wurde. Die fortwährende Jagd nach Mehrder größten Erbitterung geführt. Neuerlichst erließen die Fa- Duisburg 10,60. Fachverein der Maurer, Preetz 10,-. Fachverein der Maurer, Preet 10,-. Facharbeit, nach Verbrauch von Menschenkräften veranlaßte es, brikanten wiederum eine Erklärung, daß sie keine Vereinsmitglieder verein der Metallarb. in Gas-, Waffer- und Dampf- Armaturen, daß die englische Regierung in das Getriebe eingriff, es beschäftigen wollen und soll geplant sein, auch die Bremer Fa Berlin 50,-.„ Bremer Bürgerzeitung" 300,-. Verb. der Bäcker wurden Schußbestimmungen für Frauen- und Kinderarbeit geBon Norden und Süden, geben. Bis dahin hatte man brikanten zu veranlassen, ihre Fabriken zu schließen, um so durch und Berufsgenossen, Berlin 18,-. in England dem Grunddie gewaltige Masse der Ausstehenden einen solchen Druck aus 2. R., Dresden, 50, Fachverein der Metallarb., Penig 20,- fatz gehuldigt, daß die Gesezgebung nicht in das soziale zuüben, daß die Hamburger Tabatarbeiter zu Kreuze kriechen. Ortsverein d. Handschuhmacher- Verb., Burg 25,12. Ein ehrlicher Leben eingreisen dürfe, daß der freien Konkurrenz die Regelung Es muß äußerst schlecht mit den Fabrikanten stehen, wenn sie zu Liberaler, d. Rechtsanwalt Stadthagen, Berlin 40,05. Verein d. Satt- überlassen werden müsse. Aber nicht allein eine Belastung der solchen Mitteln greifen. Dies Vorgehen aber zeigt uns wiederum ler u. Fachgen., Berlin 30,- General- Rommission, Braunschweig Arbeiter hatten die steigenden Produktionsmittel hervorgerufen, deutlich, was wir immer behauptet haben: daß das Interesse der 300,-. Ueberschuß v. Weihnachtskonzert d. Moabiter Liedertafel 10, sondern auch eine wachsende Arbeitslosigkeit, indem sich bald eine Unternehmer an dem Blühen der deutschen Industrie nicht weiter Vertrauensmann der Klempner Deutschlands, W. Megger 150,-. erhebliche Ueberschuß- Bevölkerung herausbildete. Früher herrschte Die Rommission für öffentliche Angelegenheiten der Tabakarbeiter Berlins. New- Yorker Plaudereien. II. " " " " Versammlungen. Zwei große Volksversammlungen viduum der verächtlichsten Sorte, das sich Jahre lang von muß dazu pull haben. Sie werden fragen, was das ist? Ja Eva unterhalten ließ, tritt nun als Zeuge gegen sie auf. wenn das so leicht zu sagen wäre! Es ähnelt der franNatürlich fördert die Gerichtsverhandlung eine Fülle pikanter zösischen chance und dein deutschen Glück und ist doch etwas Ein europäischer Romanschriftsteller, der es sich ein Details zu Tage, welche abwechselnd bald die eine, bald die ganz Anderes, spezifisch Americanisches. Es ist Protektion, fallen ließe, uns mit romantischen Belleitäten zu kommen, andere Partei blosstellen und das Publikum ungemein aber die Protektion politisch einflußreicher Leute, Derer, welche die Klinke der Gesetzgebung gerade in Händen haben. hätte nur ein höhnisches Achselzucken zu gewärtigen und intereffiren. Jüngst zog ein Häuflein Miliz durch die Straßen. Die Politik ist hier mit Allem und Jedem so verquickt, daß auch das naivfte leichtgläubige Publikum würde ihm keinen Glauben schenken. Hier dagegen braucht man nur die Zeitungen Sie kehrten unter Führung eines Offiziers von einem man sich kaum ein Gebiet denken kann, das davon nicht zu verfolgen, um imitunter die Illusion zu haben, als lebten militärischen Leichenbegängniß zurück und da es sich unter berührt würde. Es giebt kaum etwas Empörenderes, als mitanzu wir in der blühendsten Romantik, troz aller Nüchternheit den Klängen der Musik besser marschirt, musizirten sie und Prosa, die uns umgeben. In dem Sensationsprozeß, luftig darauf los. Ein Polizist tritt an den Offizier heran ſehen, wie die Polizei hier mit einem Betrunkenen umspringt. der augenblicklich hier die Gerichte beschäftigt, arbeitet der mit der Frage, ob er eine license( Erlaubniß) habe, mit der Unglückliche wird durch die Straßen geschleift, mit dem bekannte Apparat, mit Hilfe dessen die glücklichen Roman Musik durch die Straßen New- York's zu marſchiren. Der Knüppel geschlagen, daß er oft blutüberströmt zusammenbricht schriftsteller vergangener Zeiten ihr Publikum die ganze Offizier verneint und der Polizist verbietet das weitere und es fällt keinem der" smart" Amerikaner ein, dagegen Da die Miliz sich nicht an dieses Verbot einzuschreiten. Stufenleiter des Affekts durchlaufen ließen, mit einer Musiziren. Genauigkeit und Präzision, daß den romantisch Veranlagten fehrt, will der Polizist den Offizier verhaften. Daß die New- Yorker Straßenjugend ihre smartness unter uns das Herz im Leibe lachen muß. Gine Abenteuerin, Soldaten umringen ihren Führer und führen ihn im das Wort läßt sich am besten mit Schneidigkeit übersetzen der es nach allerlei mehr oder weniger unsauberen Erlebnissen Triumph fort. In der Kaserne angelangt, wird der- nicht nur in einer ihre Nebenmenschen so belästigenden auf das Polizeibureau ge- Weise bethätigt, wie ich fürzlich andeutete, sondern daß diese gelungen ist, einen Millionär zu kapern, will diesen Offizier verhaftet und Die auch gern behalten. Sie giebt vor, schwanger zu sein. Eine führt, wo er sich wegen seines Verhaltens zu verantworten smartness fich mitunter auch sehr naw und drollig äußert, Niederkunft in aller Form wird in Scene gefeßt, ein Kind hat. Auch ein charakteristisches Bild aus dem New- Yorker mußte ich jüngst an mir selbst erfahren. Ich hatte einen Besuch in einer mir gänzlich fremden Straße zu machen. untergeschoben und Alles geht nach Wunsch. Mr. Hamilton, Leben. der einer der ersten amerikanischen Familien angehört und Uebrigens sind die Polizisten die Knüppelhelden, Da es dunkel war, die Straßen hier nur ungenügend selbst als Politiker eine hervorragende Rolle spielt, heirathet weil sie als Waffe außer dem Revolver Knüppel führen, beleuchtet sind und ich zum Ueberfluß noch kurzsichtig bin, die schöne Gun. Aber eine Mitwisserin des Geheimnisses, die sie in der unerhörtesten Weiſe mißbrauchen hier ein wandte ich mich an einen kleinen Burschen, der ſtill vergnügt Eva. die Amme des Kindes, plaudert aus der Schule. Die äußerst rücksichtsloses brutales Gesindel. Trotzdem erfreuen seinen Scheiterhaufen inmitten der einsamen Straße abschöne Eva macht in leicht begreiflicher Erregtheit fie fich großen Ansehens und großer Beliebtheit brannte, mit der Frage nach der Nummer des Hauses, vor einen Mordverfuch auf die Amme und wird dafür unter der Bevölkerung, mit Ausnahme der Sozialisten. dem wir Beide standen. Der Kleine stellte sich in Bofitur zu 1½ Jahren Gefängniß verurtheilt. Sie bekommen ein sehr auskömmliches Gehalt und begann sehr ernsthaft: You want me to tell you the Durch einen unglücklichen Zufall verunglückt Mr. 100 Dollar monatlich, und ihre Nebeneinkünfte sind zum number of this house. Well, J cannot tell you the number Hamilton auf einer Jagd in Yellowstone Park, wohin ihn Mindeſten ebenso groß. Die Sonntagsheiligung, wie sie of this house because J do not yet go to school."( Sie eine geschäftliche Spefulation geführt hat. Aus dem Ge- hier beliebt wird, ist der Polizei eine glänzende Einnahme- wünschen, daß ich Ihnen die Nummer dieses Hauses sage? fängniß entlassen, ficht nun Eva das Testament thres ver quelle. Denn alle Schankwirthe, welche es sich etwas foſten Nun, ich kann Ihnen die Nummer dieses Hauses nicht sagen, storbenen Gatten an, das sie enterbt. Die Verwandten lassen können, nehmen ungestraft Gäste auf, und nur die weil ich noch nicht in die Schule gehe.) Natürlich mußte Eva zur Zeit, als kleinen Leute leiden unter dem Berbot, an Sonn- und ich lachen und wir schieden als gute Freunde. fie Hamilton heirathete, bereits verheirathet gewesen und zwar Feiertagen Speisen und Getränke zu verabreichen. Mit Geld mit einem gewissen Joshua Mann. Dieser Joſhua Mann, der ist eben hier Alles zu machen. augenscheinlich von den Hamilton's gekauft ist, ein Indi- Es ist auch gar nicht so leicht, hier Polizist zu werden. Man J. Z. die Ansicht vor, daß die Subsistenzmittel nicht ausreichten für geführt hat, wollen wir uns verlassen, dann werden wir auch| falls durch Namensunterschrift haben verpflichten müssen, auf die Bevölkerung, daß erstere nicht in demselben Maße anwachsen eine Zukunft erringen, die für Jeden Freiheit, Wohlstand und eine Kündigung zu verzichten. Es täme auch im Brauhaus vor, wie die letztere. Allmälig brach sich aber die Erkenntniß Bahn, Bildung bringt!( Braufender Beifall.) Folgende Resolution ge- daß 20 Ueberstunden gemacht werden und blos ein Theil der daß der Nothstand umgekehrt nur eine Folge des Ueberschusses langte einstimmig zur Annahme:" Die heutige Volksversammlung felben bezahlt. Er, Redner, sei entlassen um eines an Subsistenzmitteln ist. Deshalb erhoben auch bald die Arbeiter erklärt sich mit dem Referenten voll und ganz einverstanden und Schadens willen, den ein anderer angerichtet habe. ihre Stimme und verlangten, daß eine Wandlung herbeigeführt verpflichtet sich, für die weitere Verbreitung der sozialdemokra- Direttor Arndt, welcher anwesend, wendet sich werde. In Deutschland war die Arbeiterbewegung, welche fich tischen Ideen zu agitiren. Eine Diskussion sollte nur statt- dagegen, daß er er für einzelne Uebergriffe seines Braus fern von jeder Utopisterei zu halten verstand, schließlich zu einer finden, falls sich Gegner melden würden. Dies war nicht der meisters verantwortlich gemacht werde. Man hätte zu rechter brohenden Gefahr für gewisse Kreise geworden. Man sah ein, daß man Fall. Nach Erledigung einiger nebenfächlichen Angelegenheiten Beit zu ihm kommen sollen. Was die Kündigungsfrist betreffe, durch die Gesetzgebung ihren Forderungen entgegenkommen müsse. schloß der Vorsitzende die gewaltige Volksversammlung mit einem fo fönne man von ihm nicht verlangen, daß er hierbei schlechter Der Fürst Bismarck sprach damals von den berechtigten For- dreifachen Hoch auf die internationale völkerbefreiende Sozial- fahren solle, wie die anderen Leiter von Brauereien. Ihm wäre derungen, welche man erfüllen müsse, was er aber darunter ver- demokratie, das brausenden Wiederhall fand. Unter dem Gesange eine Kündigung lieber, aber sie müsse von allen Berliner Braue stand, das war nicht sonderlich bemerkbar. der Arbeitermarseillaise trennten sich die Versammelten. Die Noth zu lindern und die Arbeiter zu schützen, soll Aufgabe einer Arbeiterschutz- Gesetzgebung fein; gleichzeitig soll sie aber auch überall da eingreifen, wo Leben und Gesundheit der Arbeiter in Gefahr sind. Sehen wir beispielsweise, daß ein Tabatarbeiter höchstens 30 Jahre, ein evangelischer Pfarrer dagegen 65 alt wird, so müssen wir uns doch fragen, weshalb denn hier ein Unterschied ist; es ist doch nicht anzunehmen, daß die Natur einen Menschen, welcher später Pfarrer wird, mit einem fräftigeren Körperbau ausgestattet haben sollte. Der Unterschied im Lebensalter ist allein auf die ungefunde Beschäftigung zurückzuführen. Daher muß der Staat gefeßlich eingreifen, zumal da berselbe anerkannt hat, daß Leben und Gesundheit der Staatsbürger geschützt werden müssen. war reien innegehalten werden. Drum habe er sich auch schon an die Arbeitsnachweis- Rommission mit der Bitte gewandt, sie möge die Achtung, Steinbildhauer- Streik! Statuten so ändern, daß jede der Brauereien, welche in Betracht Am Donnerstag Abend fand eine öffentliche Versammlung kommen, ihren Brauern eine 14 tägige Ründigungsfrist gewähren der Steinbildhauer unter Leitung des Kollegen Marten statt, in müsse. Redner will, wenn es wirklich vorgekommen, daß in der welcher Stellung zu dem Streit bei Gebr. Beidler ge- ihm unterstellten Brauerei alle Ueberstunden nicht bezahlt worden, nommen wurde. Es wurde in erster Linie das Benehmen wovon er nichts wisse, darin Abhilfe schaffen. Die Diskussion des Poliers der Firma Gebr. Zeidler, sodann die in die über diese Angelegenheit gestaltete sich zu einer äußerit lang Welt gesprengten falschen Gerüchte über die Ursache wierigen. Alle Redner erkannten an, daß dem Kollegen Mehl des Streits, ferner die schwarzen Listen be Unrecht widerfahren sei. Arndt wandte sich mehrmals dagegen, fprochen. So lange die Arbeit gut ging, habe die Firma daß ihm die Verantwortung dafür auferlegt werden könne. einen guten Stundenlohn gezahlt, dann aber utfordpreise feftaefeßt, Eine Resolution, in welcher der Verwaltung des Münchener für welche die Arbeit in brauchbarem Zustand nicht herzustellen sei. Brauhauses die Mißbilligung der Versammlung ausgesprochen Dieses, in Verbindung mit der Behandlung sei die Ursache werden sollte, wurde zurückgezogen und damit die Angelegenheit Da ist es nun an der Zeit, nachzusehen, was wirklich des Streits. Die Firma hat sich dann zuerst nach Ulm ge- erledigt. Herr Hilpert bringt hierauf verschiedene Vorkommnisse feitens des Staates geschieht. Fürst Bismarck stand auf dem wendet, um Arbeitskräfte zu bekommen, ist aber abgewiesen und Mißstände aus den Brauereien Tivoli, Lagerhof, Moabit alten manchesterlichen Standpunkt er doch sogar worden. Hierauf hat dieselbe durch den unterzeichneten Vertreter und Pfefferberg zur Sprache, und fordert dazu auf, daß sich die ein Gegner der Sonntagsruhe. Am 4. Februar vorigen Jahres folgenden Brief an die übrigen Steinbildhauer( Prinzipale) ge- Brauer, wenn sie über irgend etwas Beschwerde zu führen haben, tamen die kaiserlichen Erlasse. Als aber die internationale Konfe- langen lassen: sich an den Vorsitzenden des Einigungsamtes, Herrn Happoldt, renz zufammen tam, mußten wir sehen, daß deren Bewilligungen Herrn wenden mögen. Sollte dann nicht Remedur geschaffen werden, minimale waren, welche sogar hinter dem zurückstanden, was in Wir erlauben uns ghnen die ergebene Mittheilung zu so hätten sich die Kollegen an den stellvertretenden Vorsitzenden, anderen Ländern längst den Arbeitern gewährt ist. Beim Zu- machen, daß bereits seit acht Tagen verschiedene unserer Bild- den Kollegen Hanke, zu wenden, dann würde auf jeden Fall für fammentritt des Deutschen Reichstags war eine der größten bauer die Arbeit niedergelegt haben, weil sie nach ihrer Abhilfe gesorgt. Hierauf wurde die Versammlung mit einem Drucksachen, welche diesem zugingen, der Entwurf eines Arbeiter Aussage mit einem Verdienst von 8 Mart täglich nicht hoch auf die internationale Arbeiterbewegung geschlossen. schutz- Gesetzes. Schon die Generaldebatte über denselben warf austommen tönnen; hiermit jedoch nicht genug, veranlaßten diejedoch ein grelles Streiflicht auf die bei der Mehrheit vor selben heute, daß unser Play gesperrt wurde, so daß wir jezt nur Weißgerber. Ueber die Siegesgewißheit ber handenen Ansichten. Bei der zweiten Berathung im Plenum mit schwerer Mühe neue Kräfte heranziehen müssen. Mit Rück- Sozialdemokratie sprach zum ersten Punkt der Tageswurden alle diejenigen Bestimmungen, welche für das Wohl der ficht auf das rigorose Verhalten der Herren Bildhauer überhaupt ordnung Genoffe Beus. Er wies nach, wie der wirthschaftliche Arbeiter berechnet waren, durch die neue Firma Gutfleisch, ist es sehr wünschenswerth, auch hier geschloffen vorzugehen, und und der politische Bankerott des Kapitalismus unausbleiblich sei, Stumm, Hartmann u. f. w. verschlechtert. Zunächst beschäftigte bitten wir Sie, daß auch Herr...( folgt Name) die nachstehenden wie selbst unsere Gegner dies mehr und mehr fühlten, wie die sich der Entwurf mit der Regelung der Sonntagsarbeit es Bildhauer nicht einstellt: Verkehrsentwickelung und die Aufklärung der Geister durch die flingt das eigenthümlich, denn es sollte doch eine Wolf, Hiller, Bianca, Müller, Meier, Franke, Lange und Presse und Versammlungen und auch nicht zum wenigsten durch Sonntagsruhe herbeigeführt werden. Redner geht nun Donnerhardt. die persönliche Agitation der Sozialdemokraten unaufhaltsam sowohl auf diesen Punkt näher ein, als auch geht er Hochachtend fortschreiten, so daß wir bei allen Mühen des Tageskampfes doch die ganzen Bestimmungen des Gesetzentwurfes eingehend getrost und siegesireudig in die Zukunft blicken dürften. Die durch und übt an den einzelnen Paragraphen, sowie an der Soldaten aber, welche diesen Kampf für die Freiheit der Arbeit Mehrheit des Reichstages eine scharie Kritif. Er bespricht die Jede Unterhandlung mit einer Vermittelungskommission ist führten, die Arbeiter, seien die denkbar besten Truppen für diesen Bevormundung der minderjährigen Arbeiter durch die Arbeits- rundweg abgeschlagen worden, die Streifenden, welche sich zu Kampf. Alle sprächen und handelten aus der bitteren bücher, die Bestrafung des Kontraftbruches, die mangelhafte Ein- einigen wünschen, sollen alle einzeln fommen. Mit Entrüftung Erfahrung eigener Noth. Aber auch die Frauen, die schränkung der Kinderarbeit und tadelt, daß nur allein für die wurde die Behauptung, daß man einen Lohn von 8 M. pro Tag ihre Kinder hungern sehen und welche dadurch, daß sie Frauenarbeit, und auch das nur in beschränktem Maße, ein für ungenügend erklärt habe, zurückgewiesen. Zwei Mann, welche selber in die Industrie hineingezogen werden, erkennen, warum Maximalarbeitstag festgefeßt sei. in der Versammlung anwesend und noch dort arbeiten, erklärten, ihre Kinder hungern müssen, träten als Kämpfer mit ein. G morgen aufhören zu wollen. Es arbeitet dann noch ein sei ja aber auch ein Kampf für die edelsten Ziele, handle es sich Mann dort. ja doch um die Befreiung der Aermsten und Elendesten. Die Folgende Resolution fand einstimmige Annahme: In Er- Sozialdemokratie werde Allen helfen, jede Herrschaft beseitigen wägung, daß und in Wahrheit auch den heutigen Kapitalisten ein schöneres 1. einem jeden Arbeiter in allererster Linie eine gute Be- Leben bereiten. Aber sie verlasse sich trotzdem nicht etwa nur handlung zu Theil werden muß, was seitens des Poliers auf die Moralität ihrer Biele, sondern in flarer Erkenntniß des bei der Firma Gebr. Beidler bisher nicht der Fall war, protesti- politischen Werdeganges strebe sie mit ganzer Energie nach der ren die Bildhauer Berlins gegen eine derartige Behandlung; Macht. Macht giebt Recht. Und jeder Arbeiter und 2. daß eine willkürliche Preisbestimmung bei der Uebernahme Genosse, der da wünsche, daß seine Lage sich beffere von Affordarbeit Differenzen zur Folge haben muß, fordern die oder daß wenigstens feine Kinder nicht solcher schreckBildhauer Berlins eine gegenseitige Vereinbarung bei der Ueber- lichen Griftenz- Unsicherheit überliefert würden, habe die nahme von Akkordarbeit und fordern eine sofortige Bestimmung Pflicht, mit allen ihm zu Gebote stehenden Kräften für die Sache über den vereinbarten Preis; der Sozialdemokratie zu wirken. Keiner dürfe sich auf den an3. verpflichten sich die Bildhauer Berlins, nicht eher bei der deren verlassen. Jeder sei für sein Theil selbst verantwortlich. Firma Gebr. Zeidler wieder Arbeit zu nehmen, bis sämmtliche Eine entsprechende Resolution fand einstimmige Annahme Kollegen, welche dort ausgesperrt wurden, wieder eingestellt sind; Der zweite Punkt der Tagesordnung, Stellungnahme zun 4. bezugnehmend auf die Bemerkung des Geschäftsführers 1. Mai", wurde dahin erledigt, daß beschlossen wurde, am Abent Herrn Hesse in seinem Brief an die anderen Firmen, in welchem das des 1. Mai einen wissenschaftlichen Vortrag über die AchtBenehmen der Gehilfen als ein rigoroses bezeichnet wird, ant- stundenforderung", am Sonntag darauf aber ein geselliges Vers worten die Bildhauer Berlins, daß sie jederzeit auf ihre Rechte gnügen mit Deflamationen u. s. w. zu veranstalten. bestehen werden. Außerdem konstatirt die Versammlung, daß die in dem genannten Brief angeführten Gründe, z. B. sie seien mit einem Verdienst von 8 M. pro Tag nicht zufrieden, unrichtig fin d. Stun frage man sich: Was haben die Arbeiter durch ein Derartiges Arbeiterschutz- Gesetz erlangt? Freilich, es ist ja Manches gebessert, dem stehen jedoch die größten Nachtheile gegenüber, welche man dem Arbeiter geschaffen. Die weitere Frage, was größer sei, der Vortheil oder der Nachtheil für die Arbeiter, ist nicht schwer zu beantworten. Selbst die nothwendigsten Forderungen, wie ein Maximalarbeitstag, sind noch nicht da. Ferner aber gilt es den Mangel an Koalitionsrecht zu beseitigen. Bei der vachsenden Konzentration des Kapitals ist es unbedingt erforder= lich, daß dem Arbeiter eine Gegenmacht gegeben wird. In dem felben Maße, wie der Arbeitslohn herabgedrückt wird, finft auch die Konsumtionsfähigkeit. Wohl suchen die Fabrikanten in Afrika und sonst wo neue Abfaßgebiete, sie suchen denen ihre Waaren aufzudrängen, die dieser nicht bedürfen; derer aber, welche diese entbehren müssen, gedenten sie nicht, darum kümmern sie sich nicht, daß gerade die, welche alle Waaren anfertigen, nichts besitzen. ( Stempel.) p. pa. Gebr. Beibler. Heise. Diese Abfaggetiete zu erobern ist in erster Reihe geboten und da kann nichts so gut mithelfen, als ein volles Stoalitionsrecht. Wenn die Arbeiter straff zusammenhalten und sich bessere Lebensbedinugngen schaffen, werden unserer Industrie größere Abfazgebiete erobert, als es jemals durch Emin oder Wißmann geschehen könnte.( Stürmischer, lange anhaltender Beifall.)" Von einer Diskussion wurde abgesehen und folgende Resolution angenommen: Man gab in der Debatte der Hoffnung auf einen baldigen Die heute in Sanssouci tagende Voltsverfammlung er- Sieg Ausdruck, da ungelernte Leute teine Konkurrenz maa en klärt voll und ganz auf dem Boden der Ausführungen des Re- können, die Unternehmer kontraktlich verpflichtet sind, die Arbeiten ferenten zu stehen und bezeichnet die Arbeiterschutz- Gesezgebung bis zur bestimmten Zeit fertig zu stellen und außerdem bald reichder Regierung als eine völlig unzureichende, da sie nicht dazu lich Arbeit zu erwarten sei. angethan ist, die wirthschaftliche Nothlage, hervorgegangen aus Ein Antrag pro Mann und Woche 1 M. 50 Pf. an der wirthschaftlichen Entwickelung zu beseitigen. Sie ist mit den die Streifenden zu zahlen wurde angenommen. Anträgen unserer parlamentarischen Vertreter einverstanden und spricht ihr Mißfallen darüber aus, daß diefelben von den heutigen Machthabern ignorirt worden sind. Als letztes Biel verlangen die Anwesenden die Sozialisirung der Gesellschaft. Der nächste Punkt der Tagesordnung: Stellungnahme zum 1. Mai rief eine sehr lebhafte Debatte hervor es handelt sich hier nur um den dritten Wahlkreis. Nach langen und heftigen Debatten einigte man sich dahin, daß es den Gewerkschaften überlaffen werden solle, eine Maijeier zu veranstalten. Mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie wurde die Versammlung geschlossen. Eine Resolution, in welcher sich die Steinbildhauer mit allen übrigen Bauhandwerkern solidarisch erklären und die Beschichung der Bauhandwerker- Konferenz durch einen Delegirten empfohlen wird, wird ebenfalls angenommen. Bur Regelung der Streitangelegenheiten wurden die Kollegen Hengit, Domiansky und Gertena erwählt. Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden gebeten, die " Eine gutbesuchte Versammlung des Fachvereins der Tischler tagte am 28. Februar cr. im Osten, worin Herr Dr. Lütgenau einen Vortrag über" Den Streit" hielt. Die Verfammlung lohnte den Redner mit großem Beifall. In der Dis fussion sprachen mehrere Redner im Sinne des Referenten. Zur Ergänzung der Werkstatt- Kontrollkommission wurde Kollege Beck gewählt. Eine Frage: Was hat man zu thun, wenn man bei einem Meister aufhört und die Alters- und Invalidenkarte nicht ausgehändigt bekommt?" erregte große Spannung, da der Frage steller auf drei Polizeirevieren den Bescheid erhalten haben will, daß man auf der Polizei genug zu thun habe, er solle sich nur an das Gewerbegericht wenden. Daraufhin kritisirt der Bevoll mächtigte das Verhalten der Polizei in solchen Fällen. Er er sucht daher den überwachenden Beamten, in der Angelegenheit Schritte zu thun, die geeignet sind, solches in Zukunft zu verhüten. Der überwachende Beamte weigerte sich aber, da es ihn nichts angehe. Es wurde dann dem Referenten übertragen, der deutschen Steinbildhauer um Fernhaltung des Zuzugs zu er sich auch erbot, die Angelegenheit weiter zur Sprache zu bringen. suchen. Berichtigung. Der in der vorgestrigen Nummer des Bor des Vereins Jugendschutz" enthält einen Druckfehler. Die Zahl wärts"( 2. Beilage) abgedruckte Bericht über die leßte Sigung der Anwesenden ist nicht, wie es heißen sollte, auf 46, sondern auf 16 angegeben. Eine gut besuchte Versammlung der Brauer und Berufsgenossen fand am 27. Februar unter dem Vorsitz Die Volksversammlung für den 6. Berliner Reichs des Herrn Sabel statt. Zunächst verlas Herr Sabel die tags- Wahlkreis fand im Theatersaale des„ Gisteller" unter Abrechnung vom vorjährigen Brauerstreit. Die Einnahmen beLeitung des Genossen Giesboit statt. Hier war Genosse trugen danach insgesammt 2723,50 M., die Ausgaben 2967,80 m., Maurer Berlins! Die Aufnahme von Mitgliedern, fowie Bebel als Referent angekündigt und der Andrang war ein bleibt ein Defizit von 244,30 M. Hierzu kommen 600 M. ge- die Entgegennahme von Beiträgen für die Freie Vereinigung derartiger, wie er aus ähnlichen Veranlassungen genugsam be- borgten Geldes, welche mit unter den Einnahmen verrechnet sind; erfolgt in nachfolgenden Zahlstellen: fannt ist. Tische und Stühle mußten, um Play zu schaffen, aus es sind somit 844,30 M. Defizit zu decken. Hier anknüpfend dem Lokale entfernt werden. Wohl an 3000 Frauen und Männer forderten die Herren Preuß und Hilpert ihre anwesenden straße 49, sowie jeden Montag bei Herrn Holzbacher, RatheNorden: Jeden Sonnabend bei Herrn Wartich, Anklamerstande. Kopf an Kopf gedrängt, so daß kein Apfel zur Erde Kollegen auf, dafür zu sorgen, daß jeder Brauer, welcher von den nowerstr. 89. fonnte. Bebel war genöthigt worden, zu verreisen und an seiner Vortheilen, die der Streik der Brauer Berlins und Umgegend Stelle sprach Genosse Max Schippel und zwar über das im Gefolge gehabt, zebre, sich auch an der Deckung des Defizits straße 61, sowie jeden Montag bei Herrn Krause, KüstrinerOften: Jeden Sonnabend bei Herrn Schmidt, EtalizerThema: Arbeiterschuß und Arbeiterorganisation. betheilige. Hierauf hielt der Genosse Buchdrucker Massini play 10. In fachlichster und eingehendster Weise beleuchtete Schippel vom einen Vortrag über Wesen und Zweck der Gewerkschaften". Süden: Jeden Sonnabend bei Herrn Zechlin, Hornftr. 11. fozialpolitischen Standpunkte aus die heutigen Verhältnisse, Derselbe wurde mit Beifall Don der Versammlung auf- Westen: Jeden Sonnabend und Montag bei Hrn. Böhland, legte die die Lupe an die fozialreformatorischen Thaten genommen. An der Diskussion betheiligten sich die Herren Otto, Bülowstr. 52. und Bestrebungen der heutigen herrschenden der heutigen herrschenden Gesellschaft, iII, Preuß, Wintelmann, Konrad, Luhm, Hil: Geschäftsstunden: Abends von 8-10 Uhr. trat dem Köhlerglauben an den Staat entgegen", indem er pert. Die Diskussion wurde hauptsächlich dadurch zu einer lebzeigte, daß von dem herrschenden Staate, sowie er heute beschaffen haften, daß die Herren Otto und Will sich mit einem Hand Freiwillige Sammelgelder zum Reservejonds nehmen entsei, für die Arbeiter nichts zu erwarten fei. Der Staat sei heute in Hand gehen der Brauer mit den Brauereiarbeitern nicht einnur die eiserne Klammer, welches das schlechte System zusammen- verstanden erklärten. Die anderen Redner traten ihren Ausfüh- Sonntags in feiner Wohnung Große Frankfurterstr. 63, Hof 1, Often: Suppte, Sonnabends, Rüdersdorferstr. 8 bei Böhl. halte; deshalb sei man von dem Verlangen nach Staatshilfe rungen unter dem Beifall der Mehrheit der Versammlung ent- Vormittags von 9-11 Uhr. längst abgefommen. Wenn die Arbeiter trotz alledem Schritt gegen. Nach dem Schlußwort Massini's wurde eine Resolution für Schritt vorwärts gekommen seien und vorwärts kämen, so gegen eine Stimme angenommen, in welcher sich die Anwesenden bei Herrn Scheyer, Sonntags in der Wohnung, Arndtstr. 19, II, Süden: Räppel, Gneisenau- und Schleiermacherftraßen- Ede hätte ihnen der Staat nichts aus freien Stücken gegeben, mit den Ausführungen des Referenten einverstanden erklären und von 9-11 Uhr. sondern die Arbeiter hätten es ihm abgerungen und würden ihm sich verpflichten, für eine stete Organisation einzutreten, damit mit weiter Alles abringen müssen. Der Staat gehe feinen eigenen Erfolg der Willkür des Unternehmerthums entgegen getreten werden Ecke bei Grafunder; Sonntags in der Wohnung, Kulmstr. 25, Westen: Kurz, Sonnabends Schwerin- und Ziethenstraßen Weg, er solle aber auch die Arbeiter ihren eigenen Weg gehen könne. Hierauf erstattete Herr Hilpert Bericht über die bisherige von 9-11 Uhr. laffen. Der Weg, den sie bisher gegangen, fei der einzig richtige. Thätigkeit der Berliner Streif- Kontrollkommission. Unter VerDie Arbeiter hätten sich selber ihre Macht zu schaffen. Der Vor- schiedenem" brachten die Herren Mehl und Dehmling ver- Diedenhofenerstraßen- Ecke. Norden: Dams, Sonnabends bei Schmidt, Tresckon und tragende zeigte die ganze Bedeutungslosigkeit der Versicherungs- schiedene Beschwerden gegen das Münchener Brauhaus" vor. Schmidt ( Auch nimmt Genosse gegen: Gesetze, besprach das Steuerwesen, insbesondere die indirekten Miehl, welcher dort 5 Monate beschäftigt war, wurde durch Sammelgelber entgegen.) 3 น jeder Zeit die freiwilligen Rathenowerstr. 89; Sonntags in der Wohnung, Straße 66, Nr. 2 Wedding Moabit: Witte, Sonnabends bei Holzbächet, ( Gesundbrunnen); Montags bei Barth, Gerichtsstr. 19. " Steuern, zeigte, daß Alles, was scheinbar seitens des Kapitals Krantheit verhindert, seine Arbeit weiter zu verrichten. Als er zum Nußen der Arbeiter geschehe, nur im eigenen Interesse des- wieder gesund geworden, glaubte er, im Münchener Brauhaus" felben liege und dieses Interesse zur Triebfeder habe, nicht aber feine alte Stellung wieder einnehmen zu können. Der BrauArbeiterfreundlichkeit, entkleidete namentlich auch die sozialen meister hatte jedoch, nicht wie es in solchen Fällen sonst Sitte ist, Spielereien, wie Gewinnbetheiligung der Arbeiter, Arbeiterwoh einen Brauer zur Aushilfe angenommen, sondern einen solchen nungen, Arbeiterausschüsse, ihres falschen Nimbus und kam nach fest angestellt. Als Mehl sich, nachdem ihn der Braumeister vereineinhalbstündiger Rede zu folgendem Schlusse: Unsere Aufgabe ist schiedene Wochen hingehalten, an den Direktor Arndt wandte, es nicht, an den Staat zu glauben. Wir wollen nur suchen, Einfluß wurde ihm auch von diesem bedeutet, daß er nicht auf Wiederauf ihn zu gewinnen, indem wir zur Macht gelangen und ihn einstellung rechnen könne, weil fein Play vorhanden sei und er zwingen zu thun, was zur Erhaltung der Arbeiterklasse noth- den Neueingestellten doch nicht entlassen könne. Dehmling, wendig ist. Auf unsere eigene Macht, die uns von Sieg zu Sieg mißbilligt, daß sich die Brauer des Münchner Brauhauses even- 1 3 Zentrum: Kienast, jeder Zeit im Verkehrslokal bei Kuhlmen, Rosenstr. 30, Ecte Neue Friedrichstraße. Kollegen! Tretet wieder mit Muth und Kraft in die Ve wegung ein. Der Vorstand der Freien Vereinigung der Maurer Berlins und Umgegend. Fernsprech Amt III. No. 1514. Aktien- Brauerei- Gesellschaft ,, Moabit" Berlin NW., Stromstr.ll- 16. Mit dem Versandt in Flaschen und Gebinden frei Haus bezw. frei Bahnhof Berlin unseres rühmlichst Brauerei Moabit. Telegr.- Adr. haben wir begonnen und liefern Kloster- Bockbieres bekannten dies= jährigen Moabiter ' MN! qоW Man 20 Flaschen Bock- Bier für 3 M. Unsere sonstigen nur vom feinsten Malz und Hopfen hergestellten Biere empfehlen wir gleichfalls zu folgenden Preisen: 30 Fl. helles u. dunkles Lagerbier Klosterbräu( dunkel) 24 13 24 Löwenbräu( München. 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Verschiedenes. Der Vorstand. 338/3 Sozialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Mittwoch, den 4. März, Abends 8 Uhr, im Lokale ,, Süd- Ost", Waldemarstrasse No. 75> Große Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Vortrag über Rußland und die Nihilisten. Neferent: R. Baginsti. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. 4. Verschiedenes und Fragekasten. 389/4 Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 5. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Sonnabend, den 7. März: Stiftungs- Feft im Saale der Brauerei Bötzow am Prenzlauer Thor. Gesang und Vorträge, große Verloosung. BF Gutree 50 Pfennig. Anfang 8 Uhr. E Billets sind zu haben bei Gumpel, Barnimstr. 42; Spät, Weinstr. 28; Wagener, Neue Königstr. 89; Kuhlmey, Rosen- und Neue Friedrichstr.- Ecke; Wittchow, Kleine Hamburger- und Elsasserstraßen- Ecke. 340 Der Vorstand. Unterstützungsv. der Maurer im Westen Berlins. Montag, den 2. Mary, Ab. 8 Uhr, im Lokal Königshof, Bülowstr. 37, Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: D 1. Vortrag. 2. Diskussion. 8. Verschiedenes. Um recht zahlreiches Erscheinen ersucht 239/2 Der Vorstand. Große öffentliche Versammlung für Männer n. Frauen in den Zentral- Festsälen, Oranienstr. 180( Tunnel). Tagesordnung: 1. Vortrag über Zufriedenheit und Egoismus. 2. Diskussion. 8. Vers fchiebenes. Nach Schluß Geselliges Beisammensein. Genossen und Genossinnen ladet zu regem Besuch ein 209/16 der in Der Einberufer. Große öffentliche Versammlung gewerblichen Hilfsarbeiter Berlins u. Umg. am Montag, den 2. März 1891, Abends 8½ Uhr, Breuer's Salon, Große Frankfurterstraße Nr. 74. Tages Ordnung: 1. Organisiren wir uns in Zukunft und wie? Referent: Julius Apelt. 2. Diskussion. 3. Wie stellen sich die gewerblichen Hilfsarbeiter Berlins und Umgegend zu dem vom 6.- 9. April in Halle stattfindenden Kongreß der Bauund gewerblichen Hilfsarbeiter Deutschlands, event. Wahl der Delegirten. 4. Verschiedenes.-Bur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Sämmtliche Hilfsarbeiter sind verpflichtet, zu erscheinen. Der Einberufer. 157/7 Fachverein der Tischler( Norden). Montag, den 2. März, Abends 8½ Uhr, im Lokale des rn. Schröder( Wedding- Park), Müllerstr. 178: Große Versammlung. Tages Ordnung: versicherung der Arbeiter". 2. Distuffion. 3. Gewerkschaftliches. 4. Berschiedenes 1. Vortrag des Hrn. Dr. Lütgenau über: Die Alters- u. Invaliditäts Fragetasten. Neue Mitglieder werden aufgenommen und [ 813 Der wichtigen Tagesordnung halber bittet um recht rege Betheiligung der Kollegen aller Branchen Der Bevollmächtigte. Verlag des ,, Berliner Volksblatt" Berlin SW., Beuthstraße 3. In unferem Verlage erschien der dritte Neudruck vom: Die Invaliditäts- und AltersVersicherung nach dem Reichsgesetz vom 22.16. 1889 übersichtlich dargestellt. Mit ausführlichem Sachregister. ca. 4 Bogen 80. Preis 20 Pfennige. 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