Nr. 128. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 R., monatl. 1,10 m., wöchentlich 28 Bfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 6 Bfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage„ Die Neue Welt" 10 Big. Boſt. Abonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in die Post- Beitungs. Preisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich, Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Postabonnements nehmen an: Belgien, Dänemart, Holland, Italien, Luxemburg, Portugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz. Crideint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Dolksblaff. 24. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Rolonel geile oder deren Raum 50 Big., für bolitische und gewerkschaftliche Vereins. und Bersammlungs- Anzeigen 30 fg. ,, Kleine Anzeigen", das erste( fett. gedruckte) Wort 20 Pfg., jedes weitere Wort 10 Pfg. Stellengesuche und Schlaf stellen Anzeigen das erste Wort 10 Bfg., jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte, Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 1hr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition is bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutfchlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Mr. 1983. Bülow und Eulenburg. Mittwoch, den 5. Juni 1907. und 4 Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Mr. 1984. Schichten, wie die Gruppe der technischen Angestellten, die die Ursache für diese Erscheinung zu suchen in irgend zufälligen noch mit Illusionen erfüllt, politisch unorientiert sind. Kein persönlichen Momenten. Auch Bismarck hat zeitlebens zu Bunder, daß der deutsche Liberalismus, ein völlig der fämpfen gehabt gegen diese Intrigen, während sie unbekannt politischen Einsicht bares Gebilde, zum Dupe jedes geschickten sind in Ländern entwickelter Demokratie. Aber die Demokratie Wir haben gestern das Ringen der Bülow- Clique gegen politischen Faiseurs wird. Seine Unterstützung bei den kann in Deutschland nur dann die Herrschaft der Bureaukratie die Eulenburg- Clique um das Regiment über das persönliche Wahlen, feine völlige Kapitulation nach den Wahlen zerschmettern, wenn sie sie auf ihrem eigenen Gebiete, in ihren Regiment" geschildert. Heute wollen wir zunächst die Kämpfenden führte die Methode Bülow zum Siege rettete eigenen Verschanzungen angreift. etwas näher betrachten. diesem den Posten. Aber: Bülow wurde gerettet, Die Aufgaben, die hier der Sozialdemokratie harren, find Als die Ersetzung Bülows durch Hellmuth v. Moltke be- weil Eulenburg überflüssig wurde. Die Allmacht der zahlreich und kompliziert. Wir können in diesem Zusammenvorstand, charakterisierte das Berl. Tageblatt", das seine In- Bureaukratie war gesichert und diejenigen, die diese hang nur die wichtigsten andeuten. diejenigen, Die Macht des Reichsformation offenbar von der Reichskanzlerclique hatte, den Allmacht sichergestellt, den letzten Einfluß des Parlaments tages muß erweitert werden, das Reichstagswahlrecht selbst reformiert werden, um den fortgeschrittenen, großen Unbekannten als den Mann mit der starten Faust, ausgeschaltet, die Volksvertretung verraten haben sind die muß Kreisen aber mit nicht gleichstarkem Geist. Er sollte Reichskanzler Liberalen und ihre Blodpolitit. Der Fehler industriellen Kreisen ihre gerechte Vertretung wiederwerden, um endlich mit der Sozialdemokratie Eulenburgs war nur eine Ueberschäzung der Bourgeoisie, zugeben. Aber die eigentliche Macht der Bureaukratie in der der Verwaltung, sie ist nur auf diesem Schluß zu machen; der alte Plan, der in den Kreisen vor allem ihres liberalen Teiles. Die Unterwerfung unter liegt зи brechen. Vor allem muß endlich ein des Hohenzollernhofes, wie es scheint, unausrottbar ist, sollte die Bureaukratie war billiger zu haben als Eulenburg Gebiete endlich realisiert werden: die Arbeiterschaft sollte zuerst pro- meinte. Bülow siegte in der Konkurrenz. Er kannte den Ende gemacht werden mit dem reaktionären Wahlrecht der voziert, dann massatriert werden. Mit dem Rezept hat ja Schleuderpreis, zu dem deutsche Liberale ihre Prinzipien ver- Einzelstaaten, mit der Dreitlassenschande Preußens schon Bismarck, wie jetzt festgestellt ist, gespielt. Die A 6- schachern. Als Siegerin in dem grotesten Kampfe, dessen und Sachsens. Das Wahlrecht in Preußen erobert, und schaffung des Wahlrechts sollte das Mittel für die Berrbild in den Sphären, die Deutschland regieren, der neueste der Sput der Geister, ob sie nun Eulenburg beschwört oder fürstlichen und gräflichen agents provocateurs bilden. Skandal enthüllt hat, ist also allein hervorgegangen die Bülow bannt, ist vorbei für immer. Sobald die„ Ruhe" im Innern hergestellt, die Be- Allmacht der Bureaukratie. Vervollständigt aber wird der Sieg, die politische Macht freiung bon dem allgemeinen Wahlrecht und der Es bleibt uns noch übrig, kurz auf die Ursache der des Volkes sichergestellt nur, wenn das Volk nicht bloß die Sozialdemokratie gelungen, sollte das Ausland an Stellung der Bureaukratie in Deutschland hinzuweisen. Sie Gesetzgebung, sondern auch die Verwaltung erobert: Selbstdie Reihe fommen. Moltke mit dem nicht so hängt zusammen mit der historischen Entwickelung des Deutschen verwaltung, nicht Bureautratenverwaltung! starken Geiste sollte dabei nicht mittun. Die auswärtige Reiches. Die Revolution im Jahre 1848, deren unmittelbare Das allein sichert der Volksherrschaft vor den Usurpatoren Politik macht das persönliche Regiment" allein, unterſtüßt Aufgabe die Herstellung, eines einigen Deutschen Reiches auf ihre Rechte, vor einer unerträglich und standalös gewordenen, von Herrn v. Tschirschky. Im Hintergrunde aber lenkt Fürst demokratischer Grundlage war, war gescheitert, in letter Linie in ihrer Unfähigkeit immer gefährlicher werdenden CliquenEulenburg, der Freund des Kaisers, felbst die Fäden. Fürst an dem Stand der ökonomischen Entwickelung der deutschen wirtschaft. Eulenburg aber steht in Beziehung zu den Geistern, er ist Bourgeoisie. Diese war einerseits bereits zu entwickelt, um Diese Aufgabe, die zu leisten ist, kann aber heute daher besonders geeignet zum Ratgeber des Gottesgnadentums. nicht das revolutionäre Auftreten des Proletariats zu sehr überall und besonders in Deutschland nur geleistet werden Das Proletariat vertritt Freilich scheinen manchmal die Geister den Ratschlägen eines zu fürchten und um nicht die Beendigung der Revolution von der proletarischen Demokratie. ausländischen Diplomaten nicht unzugänglich gewesen zu der Auseinandersetzung mit dem Proletariat vorzuziehen. Damit nur sein Intereffe, die Eroberung der politischen Macht sein Andererseits aber war die ökonomische Entwickelung wieder auf gefegmäßigem Wege möglich zu machen. Die Erreichung Das flingt toll und ist es auch. Aber es ist durchaus nicht weit genug vorgeschritten, um die Herstellung des großen feines Bieles ist sicher, die Mittel dazu hängen nur zum Teil deutsche Wirklichkeit. Was mit romanhaften oder wenn man will bürgerlichen Einheits- und Nationalstaates als unumgängliche vom Proletariat selbst ab. Die Demokratie bietet den Spielraum romantischen Mitteln hier erreicht werden soll- und die Aufgabe der Bourgeoisie zu stellen. An diesem Widerspruch für die ungestörte Durchfämpfung der Klassengegensätze. ,, Romantic" spielt ja nicht erst seit heute eine Rolle am ging die Revolution zugrunde. Ihre Aufgabe wurde Die Herrschaft der Bureautratie sekt an Stelle des offenen, Hohenzollernhofe ist das Ziel einer mächtigen und einfluß- 30 Jahre später erfüllt durch Preußen. Preußen benutzte loyalen Kampfes die Herrschaft der Intrige und der Verreichen Partei. Dies Ziel liegt auch durchaus begründet in die Notwendigkeit des Einheitsstaates, um diesen in Form gewaltigung. Sie ist die größte Gefahr für die ungehemmte dem immer deutlicher hervortretenden Streben der militärischen eines Großpreußens- mehr ist ja Deutschland nicht ge- Entwickelung eines Volkes. Ihre stete Bekämpfung und und zivilen Bureaukratie nach Alleinherrschaft, nach Befreiung worden zu verwirklichen. Bismarck hat dabei das dynastische schließliche Beseitigung ist die schwere, aber dankenswerte Aufvon der einzigen Schranke, die ihr noch gesetzt wird, nach Interesse der Hohenzollern nach Erweiterung ihrer Macht gabe proletarischer Politit. Beseitigung der sozialdemokratischen Opposition. In diesem vereinigt mit dem ökonomischen Interesse der Bourgeoisie nach Ziel sind die Spigen der Bureaukratie einig. Sie bilden einem Staate, der für sie ein genügend großes, einheitliches zugleich den einen Teil der Hofgesellschaft, mit dessen anderen Wirtschaftsgebiet darstellt. Die Bourgeoisie folgte ihm um so Zeil sie in engsten verwandtschaftlichen und gesellschaftlichen| williger, da die dynastische Methode vor der revolutionären Beziehungen stehen. Nicht in ihren Zielen, wohl aber in ihren den Vorzug hatte, die Bourgeoisie vor dem Proletariat Stumm und still bleibt die bürgerliche Presse vor dem Mitteln unterscheiden sich diese Cliquen. Sie selbst aber ent- zu schüßen. Sie trug es leicht, daß dabei das nationale neuesten schreienden Fall deutscher Auslieferungs- Schande. Die stehen und vergehen, bilden sich immer aufs neue im gegen- deal der Vereinigung aller Deutschen in einem Staate ver- Ueberantwortung eines Menschen an russische Henker durch feitigen Kampfe um die Macht. Da das Parlament ohn- loren ging. Aber die dynastische Methode bedeutete zugleich deutsche Behörden läßt sie talt und gleichgültig; die unmächtig ist, die parlamentarischen Parteien willenlose Knechte auch die Ausschaltung der Demokratie in dem neuen Staate. geheuerliche Tatsache, daß der angebliche Kulturstaat Deutschder Regierung sind, so wird dieser Rampf nicht öffentlich Die Macht erhielt die preußische Bureaukratie. Das neue land sich abermals zum Schergen des schändlichen Blutpolitisch geführt, sondern erscheint als persönlicher, ge- deutsche Parlament erhielt zwar das allgemeine Wahl- regiments an der Newa erniedrigt hat, daß die Pflichten der Gastheimnisvoller Kampf hinter den Kulissen, als Kampf recht, da dies δα das einzige Bindemittel des neuen freundschaft für politische Flüchtlinge, wie sie Kulturnationen um den Träger der Macht, den Kaiser. Aber es wurde in jeder Machtentwicke- als selbstverständlich gilt, mit Füßen getreten werden, läßt sie Aber Reiches war. das persönliche Regiment selbst ist nichts anderes lung behindert. Es erhielt ungenügende Kompetenzen, nicht vor brennender Scham erröten. Die Auslieferung als die Spize, in der die Macht der militärischen, zibilen die wichtigsten Fragen blieben den Einzelparlamenten, russischer Revolutionäre an die Schergen des Baren erregt die und kirchlichen Bureaukratie zusammengefaßt, tonzentriert er deren reaktionäres Wahlrecht sorgfältig konserviert wurde. bürgerliche öffentliche Meinung nicht. Das deutsche Bürgertum scheint. Der Kampf der Kamarilla" ist also nichts anderes Die politische Freiheit blieb auf das allerdürftigste hat die Regierung und die Polizei, die es verdient. als der Kampf um diese Spike, der Kampf um die Macht, Maß reduziert und die ganze Verwaltung der Mit dem Anbruch der Blockära ist auch der lekte Rest die über die Bureaukratie gebietet. Diese Macht ist nur die Bureaukratie vorbehalten. Seitdem ist die Macht der politischen Anstandes im Liberalismus entschlafen. Es gibt Macht der Bureaukratie selbst. Da aber die Bureaukratie Bureaukratie beständig gewachsen durch die ökonomische Ent- in Deutschland keine bürgerliche Opposition mehr gegen Polizeiihrer Drganisation nach nur auf Befehl gehorcht, muß wickelung selbst, die einerseits die Bourgeoisie immer reaktionärer dienste für den 8aren, die in den Ländern des Westens Stürme sie diese eigene Macht als äußere Macht sich selbst macht, äußere Macht sich selbst macht, andererseits die Verwaltungsfunktionen ständig der Empörung entfesseln würden. Deutschland in der Welt entgegensetzen. Die Macht der Bureaukratie erscheint erweitert und immer bedeutungsvoller gestaltet mit den zu- boran!... so als Macht über die Bureaukratie, als Allmacht nehmenden Aufgaben moderner staatlicher Verwaltung. Die Ein einziges Blatt der bürgerlichen Presse macht eine des Herrschers: die Macht des Zaren in Rußland, das dynastische Entstehung des Deutschen Reiches hat so ihre anerkennenswerte Ausnahme und bestätigt also die Regel. persönliche Regiment in Deutschland. Der Kampf außerhalb natürliche Fortsetzung gefunden in einer immer unumschränkter Das Berliner Tageblatt", dieses Blatt, das neuerdings die der Bureaukratie stellt sich somit dar als ein Kampf um die waltenden Herrschaft der Bureaukratie. Diese Herrschaft führt Blockpolitik bekämpft, übt im Leitartikel seiner Abendausgabe Beeinflussung ihrer Spize, ein Kampf, in dem das persön- aber immer und überall zu den Erscheinungen, wie sie die eine für ein bürgerliches deutsches Drgan relativ entschiedene liche Regiment" zwischen den Streitenden hin- und hergezogen Skandale" am deutschen und ähnlich auch am russischen Hofe von Kritik an der Ausliefernng des Studenten Jossel Leibow. wird. In den Personenfragen des Hofes spiegeln sich nur Beit zu Zeit enthüllen. Zum Kampf von Cliquen, die von Es schreibt nach einem furzen Rückblick auf die den Entwider Interessen- und Machtkämpfe innerhalb der Bureau- unbeträchtlichen und unbedeutenden Menschen geführt, ihre hüllungen des Rönigsberger Geheimbundsfratie. Zeit ausfüllen mit dem gegenseitigen Velauern, gegenseitigen prozesses folgenden Russendebatten des AbgeordnetenAber die Grundlage dieser Kämpfe selbst bildet die All- Intrigen, mit Minieren und Ronterminieren. Das Regieren hauses und des Reichstags vom Jahre 1904 wobei es von macht der Bureaukratie, die Ohnmacht des Volkes und seiner wird zu einem Kampf um die Gunst des persönlichen Re- der die Auslieferung russischer Anarchisten" verteidigenden Vertretung. Darin sind die Stämpfenden, Bülow und Eulen- giments. Die Regierung hört auf einheitlich zu sein. Rede des damaligen Staatssekretärs des Aeußeren Freiherrn burg, völlig eines Sinnes. Eulenburg will nur seine Minister kämpfen gegen Minister, der Chef der Regierung v. Richthofen sagt, sie sei so ziemlich das stärkste gewesen, Ziele mit offenen Gewaltmitteln erreichen, Bülow er- schon Bismarck mußte zu diesem Mittel greifen- fucht möglichst un- was überhaupt dem deutschen Reichstag und dem deutschen reicht dasselbe Ziel auf dem Wege der Korrumpiernng der bedeutende und deshalb ungefährliche Menschen ins Ministerium Volte zugemutet worden ist"- wie folgt: einen und Täuschung der anderen. Man versteht jetzt, warum zu ziehen, das geistige und sittliche Niveau sinkt, während Es hat gar nichts geholfen, daß man gegen die aller Bülow den Reichstag auflösen mußte. Er mußte der gleichzeitig Machtgier, Dünkel und Gewissenlosigkeit ihren Humanität Hohn sprechende Polizeipraris protestiert hat, der russischen Bureaukratie, deren Ungeduld Gipfel erreichen. Die staatlichen Angelegenheiten werden zu geibow ist dieser Tage über die russische Grenze Polizei verdächtige Personen zuzutreiben. Der russische Student ungeduldig gewordenen den Triumpf des Eulenburgschen Kreises herbei- persönlichen Angelegenheiten der Günstlinge. Mißerfolg auf geschoben und der dortigen Polizei übergeben worden, führen konnte, zeigen, daß er die Allmacht der Bureaukratie Mißerfolg stellen sich ein. Im Innern noch durch eine obgleich die Staatsanwaltschaft ein Verfahren gegen ihn besser wahren könne als jener und das Hazardspiel des torrumpierte, willfährige, charakterlose Presse verhüllt, stellt abgelehnt hatte. Man konnte ihn als lästigen Ausländer ausandern daher überflüssig sei. Es gelang ihm das durch die sich nach außen offener Bankrott ein. Das ist die Bilanz der weisen; dazu hatte die Polizei das Recht. Daß man ihn aber über Dummheit der deutschen Liberalen. Der deutsche Liberalis- Herrschaft der Bureaukratie, eine Herrschaft, deren beste Stütze die russische Grenze abschob, das zeigt unsere politische Polizei und mus" die Firma deckt längst nicht mehr den fläglichen heute die liberale Blockpolitik ist. damit unsere Neichsregierung noch genau so im Banne Rußlands Inhalt Die Auslieferungs- Schande. abist ein politisches Abfallsprodukt. Liberal wählen Für die Sozialdemokratie erwächst damit eine große und wie am Anfang des Jahres 1904. Die Erde ist trog aller Drehungen in Deutschland die Schichten, die nicht mehr oder noch schwere Aufgabe, für deren Lösung aber ihre ganze Politik nicht politisches Verständnis bejizen. Es sind die Mittel- beständig wirkt. Wir haben gesehen, daß der Weißerfolg der schichten, die in der kapitalistischen Gesellschaft ent- deutschen Politik im Innern wie nach Außen notweder zum Untergang berurteilt von der Politit über- wendige Folge ist der Herrschaft der Bureaukratie und der haupt nichts mehr zu hoffen haben und, wenn sie nicht wie damit unauflöslich vorhandenen Unfähigkeit, Uneinigkeit und gewöhnlich indifferent bleiben, eben liberal stimmen oder neue au Ratastrophen neigenden Unbeständigkeit. Es ist aanz falsch, nicht vom Flecke gerückt. Daß man für Anarchisten nicht eben Sympathien fühlen wird, ist begreiflich. Ebenso läßt es sich verstehen, daß wir den russischen Propagandisten der Tat keine Gelegenheit zu verbrecherischen Anschlägen geben wollen. Indessen ist bisher noch nicht im geringsten bewiesen, daß wirklich die russischen Flüchtlinge das un fie nun Asylrecht so gröblich gemißbraucht hätten, in = die russische Löwengrube zu stoßen. Das Vorgehen gegen die Saltitow- Resehalle hat sich als ein Fehlschlag er wiesen; in der Charlottenburger Tschechow Lesehalle scheint sich allerdings die sozial- revolutionäre Gruppe breit gemacht zu haben; doch war der Fischzug unserer politischen Polizei bisher recht dürftig. Genügen die bisherigen Ergebnisse der Untersuchung, um einen armen Teufel, den man nur los werden wollte, und den man beshalb einfach ausweisen fonnte, allen völkerrechtlichen Grundsätzen zum Trotz der russischen Polizei in die Hände zu spielen? erfolgen, wenn der Anfang zu einem Diebstahl gemacht worden sei. Deshalb beantrage er, das erste Urteil aufzuheben und beide Angeklagte freizusprechen. Der Verteidiger Rechtsanwalt Dr. Bär, der auch die Vertretung vor dem Reichsgericht geführt hatte, plädierte ebenfalls für Freisprechung und beantragte, auch die Kosten der Verteidigung auf die Staatstaffe zu übernehmen. Dieser Antrag wurde als unbegründet abgelehnt, die beiden Genossen aber dem Antrage des Staatsanwalts gemäß to sten Los freigesprochen. gnügt, parlamentarisch schwächer zu sein als die liberale Fraktion; ja man wäre auch quantitativnoch geringer als der Bauernbund, wenn nicht Friedrich Beckh- Rathsberg, um sein Mandat zu retten und sich im Parlament wieder breitspurig und hohl aus= schwaben zu fönnen, Erlangen den Sozialdemokraten ausgeliefert hätte, und wenn nicht der Pfälzer Führer der Sozialdemokraten, der weinkundige Ehrhart, durch ein Kompromiß mit dem Zentrum diesem und seiner Partei je zwei Size gesichert hätte." Diesem politischen Standpunkt entspricht es durchaus, wenn 11 So ist also das Fehlurteil vom 7. November umgestoßen und an anderer Stelle desselben Artikels das liberale Prinzipienblatt Es ist noch eins zu bedenken. Das Rußland von heute ist dem Zentrum und dem Reichslügenverband wieder ein Stück aus eine 23endung der Verhältnisse zu seinen Gunsten nicht von der nicht mehr das Rußland, wie es vor dem Kriege mit Japao ihrer Lügensammlung gegen die Sozialdemokratie genommen. Daß fiegenden Kraft des sogenannten liberalen Gedankens, sondern von dastand. Auch in Rußland muß heute mit der Volts bas erste Urteil überhaupt zustande kommen konnte, bleibt selbst dem bayerischen Regentenhaus erwartet und bitter darüber flagt, strömung gerechnet werden. Aber unsere Regierung tut ſo, ats gäbe es nur den Willen des Baren und seiner Bolizei. dann noch schwer begreiflich, wenn man die unbewußte Befangen- daß das bayerische Zentrum sich in seinen Bestrebungen so wenig Das hat uns früher schon manche Sympathie gekostet; heute, heit, die viele Richter gegen sozialdemokratische Angeflagte erfüllt, an die Willensmeinung" des Prinzregenten und seines wo auch die russische Regierung auf den Willen des Volkes in Rechnung stellt. Daß fanatisierte Feinde der Sozialdemokratie Nachwuchses kehrt. Zweifellos eine echt nationalliberal- prinzipielle Rücksicht nehmen muß, ist es so furzfichtig wie möglich, die wie der Zentrumsagitator Peter Broich und Leute seines Schlages, Auffassung! Dabei geht in seiner gründlichen Erfassung der libedeutsche Politik nur auf die russischen Polizeiwünsche zuzuschneiden. aus solchen Beweispunkten", wie sie hier vorlagen, ein Gebäude ralen Regierungsgrundsätze das Bartlingsche Blatt so weit, daß es Wir schnappen nach dem sich immer weiter berflüchtigenden von Trugschlüssen errichten, ihre aus blindem Haß und bösem Willen fogar bereits auf die dritte Generation des bayerischen Regentenzarischen Absolutismus, und wie übersehen, daß wir uns geborenen Verdächtigungen für Beweise halten, ist ja schließlich be hauses, auf den„ modernen, tunstsinnigen und wissensreichen" darüber die Sympathie des freiheitlich gesinnten Abendlandes greiflich; daß aber Juristen auf solchem Sumpfboben eine Ver- also natürlich nationalliberalen Brinzen Rupprecht spekuliert und verscherzen. Es wird Zeit, uns wieder in der Gegenwart zu urteilung aufbauen, das wiegt viel schwerer und spricht Bände! Es wird Zeit, uns wieder in der Gegenwart zu sich folgende tiefgründige prinzipielle Betrachtung leistet: orientieren." Das ist der einzige Protest, der außerhalb der deutschen Sozialdemokratie gegen die aller Humanität Hohn sprechende Polizeipraris", wie das Berliner Tageblatt" sagt, erhoben wird. Er zeigt in seiner Vereinzelung, daß der Deutsche es einst allein der Sozialdemokratie zu verdanken haben wird, wenn er vor den Kulturvölkern nicht mehr voll Scham den Blick fenten muß im Gedanken an deutsche AuslieferungsSchande. Your Politische Ueberlicht. Die Lüge von den fozialdemokratischen( fri. Bp.) vom Abgeordnetenhauſe angenommenen Gefeßentwurf auf Kirchendieben zufammengebrochen. Bertuschungsversuche. „ Die Willensmeinung des Regenten ist den baherischen Tribunen und ihren ministeriellen Marionetten höchstens noch eine quantité négligeable. Ludwig der Dritte, der tommende König, steht ihnen ohnedies nahe, mehr noch seine nicht einflußlose Gemahlin. Nur etwas Geschic, nur etwas scheinbare Unterordnung, der sonst nicht Willenlose wird sich das Staats-. schiff auch fünftig von den schwarzen Schleusenwärtern durch den Kanal leiten lassen. Und nach ihm Rupprecht: ein moderner, funstsinniger und wissensreicher Mensch; beeinflußt von dem Milieu, das im Hause Karl Theodors herrscht. Heute noch bescelt bon gesundem Haß gegen die Klerikaldemagogie, wie es der zweite Ludwig in seinen gesundesten Tagen nicht besser war. Doch der Ultraniontanismus hat schon stärkere Rüdgrate gebrochen, schon Naturen unterjocht, die gefeiler waren gegen Bitternisse, Enttäuschungen, als es die Rupprechts ist. Es sind Hoff= nungen da auf Ablösung der Zentrumsherr= schaft, aber fernliegende und feine sicheren. Und wenn sie kommt, findet sie ein Land, das konfessionell und staatspolitisch zerrüttet ist, bei dem die liberalen Errungenschaften des Konstitutionalismus umgewandelt find in ihre Karikatur, die Barlamentsdemagogie." die deutsche liberale Presse versteht! Es ist doch etwas Erhabenes un bas liberale Prinzip, wie es Kaiserslautern- Germersheim. Berlin, den 4. Juni 1907. dal beltrainDas Herrenhaus nahm am Dienstag den Gesezentwurf betreffend die Bewilli gung weiterer Staatsmittel zur Verbesserung der Wohnungsverhält nisse von Arbeitern, die in staatlichen Betrieben beschäftigt sind, und von gering befoldeten Staatsbeamten sowie den auf Antrag und Abänderung des Gesetzes, betreffend die Umlegung von Grundstücken in Frankfurt a. M., und den Gesetzentwurf wegen Erweiterung des Stadtkreises Krefeld an. Eine Anzahl von Rechnungssachen Ein Justizmord ist gekennzeichnet und eine wurden durch Kenntnisnahme erledigt. Eine Betition des ofteine wurden durch Kenntnisnahme erledigt. Eine Petition des oft Bentrumsverleumdung gegen die Sozialdemokratie entpreußischen Provinziallandtages um Förderung oder Entschuldung Iarbt worden. Wir haben seinerzeit über die geradezu unverständ- des land- oder forstwirtschaftlich genugten Grundbesiges wurde liche Berurteilung der Genossen 23a hI und se remer zu Benrath nach längerer Debatte von der Tagesordnung abgesetzt. wegen angeblichen versuchten Kirchendiebstahls berichtet. An 7. Novbr. Für Mittwoch stehen das Gesetz gegen die Verunstaltung von sprach die Straffammer zu Düsseldorf die beiben, nachdem Ortschaften, das Wanderarbeitsstättengefeß, kleinere Borlagen und fie geraume Zeit in Untersuchung zugebracht hatten, schuldig auf Petitionen auf der Tagesordnung. Grund ganz bager Verdächtigungen, die vornehmlich von dem Bentrumsagitator Peter Broich ausgegangen waren, der sich öffentlich rühmte, daß er die Berhaftung der beiden GeDie Behauptung der Blocpresse, Sozialdemokratie und Zentrum noffen bewirkt und das Beweismaterial herbie offigiösen Blätter sind schon an der Arbeit alles zu 2sahifreifen Staiserslautern und Germersheim mit einander ges Der Eulenburg Standal zieht immer weitere Strise und hätten bei den bayerischen Landtagswahlen in den beiden pfälzischen beigeschafft habe. Genoffe Wahl wurde zu vier Monaten und Genosse Kremer zu fünf Monaten Ge dementieren. Das ist nur natürlich. Jetzt, wo Bülow gefiegt fuhhandelt, wird sowohl von der Pfälzischen Boft", unserem Ludwigsfängnis verurteilt. Die ganze Ingeheuerlichkeit des Urteils er hat, sucht er die Spuren des Sieges zu verwischen im hafener Barteiorgan, wie auch von der Zentrumspresse zurüdgewiesen. hellt, wenn man die Vorgeschichte und das Beweismaterial" Interesse der Bureaukratie, die da kompromittiert und Nichtig ist, daß die Sozialdemokratie die beiden Kaiserslautener betrachtet. Unser Düsseldorfer Parteiblatt gibt davon folgende der liberalen wie der agrarischen Blätter sicher, deren Streises furz vor dem Wahltage zurücktraten und das Wahlkomitee betrachtet. Unser Düsseldorfer Parteiblatt gibt davon folgende blamiert aus diesem Stampfe hervorgeht. Er ist der Mithülfe Mandate erlangt hat, weil die beiden Zentrumskandidaten des Darstellung: Den organisierten Arbeitern von Benrath wurde im Parteien das Parlament an die Bureaukratie verraten haben. bes Bentrums davon Mitteilung machte mit dem Hinzufügen, daß Sommer v. J. das letzte größere Lokal durch Gegenagitation der Auch die angekündigten Prozesse werden fanm stattfinden, die Zentrumswähler keinen Blockkandidaten wählen dürften. Jutu Chriften" entzogen. Das führte zur Bohlottierung des Lokals Wie offiziös gemeldet wird, hat die Staatsanwaltschaft beffen ist eine, so erklären die beiden beteiligten Seiten, fozialbon Sauerbier. Um nun diesem Boylott den nötigen Nachdrud die Erhebung der öffentlichen Auflage des Grafen Moltke demokratische Gegenleistung nicht erfolgt und ein Abkommen nicht zu verleihen, wollten die beiden Genossen an dem Turme gegen Harden abgelehnt, da es nicht im öffentlichen Interesse getroffen. Die Pfälzische Post" schrieb denn auch in ihrer ersten der alten Stirche in Benrath ein großes Schild anbringen liege, den Sinn der Hardenschen Artikel vor der großen Wahlbetrachtung: mit der Aufschrift: Arbeiter, verkehrt nicht bei Sauer- Deffentlichkeit zu erörtern, zumal die Hardenschen Ausbier 1" Es blieb aber nur bei dem Versuche, da an führungen sich auch zugleich gegen eine Reihe anderer den betreffenden Abende die Ausführung des Planes durch Persönlichkeiten richten. Graf Kuno v. Moltke hat gegen bas Herbeibolen des Polizisten Hornfelt vereitelt wurde. Der Genoffe Wahl wurde verhaftet, und für die Polizei und die diesen Bescheid Beschwerde bei der Oberstaatsanwaltschaft er Christen war es bewiesen, daß es auf einen Sirchenraub" hoben. Die Beschwerde wird freilich kaum nüßen, da zwar abgesehen war. Als ganz besonders verdächtig wurde an- nicht die Deffentlichkeit, wohl aber andere Leute Interesse an gesehen, daß sich in dem Befize des Verhafteten zufällig der Vermeidung des Prozesses haben. " " " # " " In Kaiserslautern ist es uns durch die selbstlose Wahlhülfe des Zentrums gelungen, die beiden Blockleute aus dem Sattel zu werfen." Und der eine der zurückgetretenen Zentrumskandidaten, der Eisenbahnafsistent Spaeth, hat in der Pfälz. Vollsztg." folgende Erklärung erlassen: Da behauptet wird, die Ursache der Niederlegung meiner Kandidatur fei ein Wahltrid gewesen, sehe ich mich, um feine Geschichtsfälschung auffommen zu lassen, veranlaßt, zu erklären, daß dies nicht der Grund war. Verschiedene Quertreibereien einzelner Herren der hiesigen Zentrumsparteileitung verekelten mir die Kandidatur, und deswegen legte ich fie nieber. zivet Meißel befanden. Nachforschungen sollten ergeben haben, Das täppischeste und aufdringlichste Dementi Teistet sich daß Kremer als Mittäter" in Betracht komme, und auch der Lokal- Anzeiger", der allerdings als einziges Blatt, das diefer fam in Untersuchungshaft. Acht Tage vor diesem Vor dem Staiser vorgelegt wird, dazu genötigt ist. Er schreibt: salle war bei dem Notar Jüssen in Benrath ein EinbruchsSeit einiger Zeit gefällt sich ein Teil der Presse darin, in diebstahl verübt worden. An dessen Haustür waren Eindrücke mehr oder minder versteckter Weise von einer Kamarilla zu eines Meißels zu sehen und die wunderbare Findigkeit der 1lebrigens hat das Zentrum die beiden Mandate des Wahlreden, deren Beseitigung Anfang Mai geglüdt fein soll. S Behörde nahm an, der beschlagnahmte Meißel paffe in diese Einhieße den Charakter und die Selbständigkeit des Urteils freises Germersheim nicht erhalten. Nach dem amtlichen drücke. Beweis" genug, auch diesen versuchten Einbruch unferes Kaisers vollständig verkennen, wenn man seinen Hof Wahlresultat herrschte zwischen dem Kandidaten Kronauer( natl.) den Verhafteten an die Rockschöße zu hängen. Weiter wollte der berühmte Kriminalist Peter Broich in Erfahrung gebracht für einen geeigneten Boden für politische Intrigen halten wollte. und 8 wißler( 3) Stimmengleichheit. Jeber der beiden Kane Unser Kaiser besigt bekanntermaßen einen großen Kreis von Ver- didaten erhielt 6659 Stimmen. Das Los hat nun am Dienshaben, daß von dem Verhafteten Genossen Kremer zu einem Nebenarbeiter gesagt worden: Hier habe ich ein Eisen, da trauten, deren Ansicht über Tagesfragen aller Arten, wie es ſein tag zugunsten des Liberalen entschieden. Als zweiter Abgeord tönnte man schon einen Einbruch mit mehen, wenn ich nur wüßte, gutes Recht ist, neben der Ansicht der verantwortlichen Minister neter des zweimännigen Wahlkreises ist der Zentrumskandidat von Zeit zu Zeit zu hören pflegt; aber daraus auf eine unver Spindler mit 6665 Stimmen gewählt. Ueber die sozialdemokratische wo ein paar hundert Mark zu holen wären!" Bei dem Genossen antwortliche Nebenregierung schließen können nur solche Leute, die Kremer wurde eine Lötlampe, ein Stück Blech, eine Taschenlaterne und verschiedene Schlüsselabdrücke gefunden. Das war natürlich von der Persönlichkeit und dem starken Willen des Monarchen feine Stimmenzahl in diesem Wahlkreise, die ja am besten zeigen muß, Ahnung haben. Wir werden infolgedessen von diesen Quer- daß ein Wahlbündnis nicht bestand, ist leider noch leine Angabe der Angelpunkt des ganzen Beweisverfahrens. Außerdem sollte treibereien, deren Zweck zu durchsichtig ist, nach wie vor feine Notiz vorhanden. Genosse Wahl auf der Polizeiwache ein Gespräch mit dem Arbeiter nehmen." Fritz Bernshaus geführt und gesagt haben, Stremer möge doch feine( Wahls) Sachen fortschaffen. Darin sah die Polizei ein Eingeständnis der Schuld." Attentatsschwindel. Diese„ gutinformierte Seite" hat natürlich einfach geschwindelt. Das Polizeipräsidium hat den Schwindel auch sofort gar granfamlich in feiner ganzen Schwindelhaftigkeit bloßgestellt; danach entbehrt ienes Gerücht"( der wohtinformierten Seite") jeder Begründung". Fehlt nur der Zusatz, daß auch wie wir ge= zeigt das„ Gerücht" von aufgedeckten ruffischen Umtrieben" jeder starken Willen des Monarchen keine Ahnung haben", gehört Zu den Leuten, die von der Persönlichkeit und dem d Eine von Sympathie" für die russische Freiheitsbewegung überDiese ganz wertlosen Feststellungen" der Polzei und ihrer demnach Fürst Bülow, der im Reichstage ausdrücklich den fließende hiesige Mittagszeitung brachte die Sensationsnachricht, der Helfer aus dem Zentrumslager genügten, wie gesagt, dem Düffel Bestand einer Stamarilla zugab und und unlängst in der Raiser habe bei der diesjährigen Parade zum ersten Male feit seinem Regierungsantritt die Feldzeichen nicht selbst zum Schloß zurückdorfer Gericht, um den beiden angeklagten Genossen das Brandmal Nordd. Allg. 8tg." nochmals darauf hinweisen ließ. aufzudrücken, sie unter die unehrlichen Leute zu werfen und Uebrigens werden dieje tecken Ableugnungen durch die geführt; dies sei, wie sie von„ gutinformierter" Seite erfahre, auf schwere Gefängnisstrafen über sie zu verhängen. Glücklicher Tatsachen selbst widerlegt. Außer der Entlassung des Grafen Auraten der Polizei geschehen, die infolge der von ihr weise hob aber das Reichsgericht das ungeheuerliche Urteil auf. Stuno v. Moltte hat Fürst Philipp v. Eulenburg selbst seine ingit aufgebedten russischen Umtriebe Aulas Der Justizmord onnte nicht vollendet werden es wurde Ge- Entlassung aus dem diplomatischen Dienst nachgesucht. Ferner au besonderer Vorsicht zu haben glaubte. Tegenheit zur nochmaligen Prüfung der Sache gegeben. Sie fand wird mitgeteilt, daß auch der diensttuende General à la suite, nun am Sonnabend vor dem Landgericht Düsseldorf statt. Ueber Generalleutnant Graf Wilhelm v. Hohenau, ein Stiefbruder diese neue Verhandlung berichtet unser Düsseldorfer Parteiblatt: des verstorbenen Prinzen Albrecht von Preußen, fein Abschieds... In der neuen Verhandlung gaben beide Angeklagte au, fie gesuch eingereicht hat. Auch dieser Schritt wird mit dem Streit hätten das Boykottschild" an dem Stirchturm befestigen wollen; um Eulenburg in Zusammenhang gebracht. an einen Diebstahl habe man nicht gedacht. Die einzelnen Daß die angekündigten Prozesse stattfinden werden, haben " Beweispunkte" fielen völlig in sich zusammen. Der Polizist wir ohnehin nie geglaubt. Wir begreifen, daß die Herrschaften Begründung entbehrt. Sorufelt will den Angeklagten vom Bahnhof aus auf Gummi teine Lust haben, uns Geschichten zu erzählen, wie man Die Konservativen und das preußische Abgeordnetenhaus. schuhen nachgegangen fein; auf einer Entfernung von 50 Schritten Reichsfangler wird, Reichskanzler bleibt oder auch Reichskanzler hat er fie an der Stirchentüre gefehen und das Gellire von Eisen stürzt. Aber mit den lächerlichen Dementis brauchen sich die es für zeitgemäß gehalten, für die Stonservierung des preußischen Johanngen und der Kommissar Bringmann haben an der Herren wirklich nicht zu plagen. Man glaubt ihnen wirklich Randtagswahlrechts eine Lanze zu brechen. Es erscheint deshalb Stirchentüre feine Spuren von Gewalt gefunden.. Das Ge- nicht mehr. spräch in der Fabrit, wo vom Geld stehlen im allgemeinen die Rede gewesen sein soll, hält der Vorsitzende für belanglos; in der Gemeinde Benrath seien damals solche Gespräche wohl zu ver stehen, weil der Millionenschivindel von Britschau in Benrath ein # ftüden oder Meißeln gehört. Horufeft fowie der Polizist SLY -Wie wir fürzlich berichteten, hat die Kreuz- Zeitung" M angebracht, wieder darauf hinzuweisen, daß das preußische LandNationalliberale Betrachtungen über den Ausfall tagswahlrecht nichts weniger als fonservativ ist, vielmehr durch und durch auf liberalen Prinzipien beruht. Die fon der bayerischen Landtagswahl. Die liberale Preffe der Bassermannschen wie der Müller, fervative Grundanschauung betrachtet das Königtum als von Tagesgespräch gewesen sei. Bezüglich der beschlagnahmten Werl Stopschschen Couleur fühlt sich durch den Ausfall der bayerischen Land- Gott eingesetzt und läßt daneben höchstens noch eine ständische Bezeuge stellte sich heraus, daß es sich um Arbeitsgerät handelte. tagswahl in ihren naiven Erwartungen bitter getäuscht, und in rufsvertretung zu. Ein Parlament aber, in welchem die politische Die Schlüffelabdrücke waren für Schlösser an einem Schließtorb bestimmt gewesen. Bum Beweise war der Schließtorb von den An- ihrem Aerger verfält sie nach dem bekannten Rezept schöner Seelen Macht nach dem Reichtum abgestuft ist und das obendrein auf dem allgemeinen Stimmrecht beruht, ist dem echten Konservatismus geklagten mitgebracht worden. Bezüglich der Unterredung auf der auf das Schimpfen. Die Sozialdemokratie und das Zentrum ein Greuel; und es beweist nur die außerordentliche AnpassungsBolizeiwache in Benrath wird von dem Zeugen Bernshaus werden der schmählichsten Wahlkompromisse beschuldigt und als angegeben, es sei ihm von dem Angeklagten Wahl aufgegeben„ edles Diosturenpaar" hingestellt, das seine Erfolge den niedrigsten fähigkeit unserer Konservativen sowie ihren Mangel an Brinzipien worden, bei Kremer zu bestellen, er möge die Sachen forttun, Machenschaften berdankt, während natürlich das liberale Rom- treue, daß sie sich mit diesem preußischen Parlament und diefem von Fortſchaffen fei feine Rede gewesen. An der Hand mehrerer promißragout als der Inbegriff alles politischen Anstandes und der preußischen Wahlrecht abgefunden haben, weil sie dabei ihren Zeichnungen wird dann noch festgestellt, ob es dem Polizisten hehrsten Prinzipienfestigkeit gefeiert wird. Besonderes leistet auf Borteil finden. Will man hören, wie verächtlich der echte Hornfelt möglich gewesen fet, bon ſeinem Standorte diesem Gebiete der Pfäffischen Selbstbelügung die ehrsame Konservative über den preußischen Landtag, dieses Produkt der aus die Kirchentüre genau zu fehen. Die Angeklagten bleiben dabei, nicht au der Küre gewefen zu sein. Im Sur National- 3tg.", bekanntlich seit jeher die schönste Standarte libe- liberalen Revolution, denkt, so muß man in die Beit feines Entübrigen erklären fie, es sei ihnen ein leichtes, den Stirchturm raler Prinzipientreue. Das Blatt schreibt über den Erfolg der stehens zurüdsteigen. In den fünfziger Jahren hielt der Profeffor Stahl, der Begründer der konservativen Partei, an der zu besteigen, denn früher sei von ihnen zum 1. Mai an einem eben Sozialdemokratie: so hohen Fabrikschornstein in Benrath eine rote Fahne aufgesteckt Die Sozialdemokratie prunkt mit der Erhöhung von 12 auf in Staat und Kirche", die später als Buch erschienen find. Die Sozialdemokratie prunkt mit der Erhöhung von 12 auf Universität seine Vorlesungen über Die gegenwärtigen Parteien worden. Der Staatsanwalt v. Hees hielt einen Diebstahlsversuch 20 Mandate. Wie bescheiden die Glüdlichen sind! So wenig Darin nicht für erwiesen, die Kirchentür sei nicht beschädigt gewesen. Nach 3ubersicht feht man auf bie bölterbefreiende fann man( Seite 153) folgendes Erbauliche über das preußische einer Entscheidung des Reichsgerichts könnte mir dann eine Bestrafung Wirkung der sozialistischen Lehre, daß man sich be. Abgeordnetenhaus lesen: Amerika. gemeinen Nach einer allDie Kammern des Festlandes dagegen( es Handelt sich um| wurde der Gerichtssekretär und sein Adjunkt verhaftet. In Jüber die Frage, welche Forderungen in diefer Branche Bei der gegen einen Bergleich mit dem englischen Parlament) bestehen. unter folge einer ministeriellen Enquete an Ort und Stelle verfügte wärtigen Bewegung in der Konfektion zu stellen sind, zu beraten. günstigsten Umständen vorherrschend aus dem Mittelstande( hier der Justizminister gestern die Disziplinaruntersuchung gegen Die Bersammlung war stärker besucht, als man erwartet hatte, jo mit ist nicht das gemeint, was wir heute Mittelstand nennen, sondern die Bourgeoisie), ja meistens selbst aus der größeren acht Mitglieder des Gerichtshofes, darunter den früheren daß sie nach dem großen Saal verlegt werden mußte. Den einsondern die Bourgeoisie), ja meistens selbst aus der größeren Oberstaatsanwalt. Der Präsident des Appellhofes wurde auf leitenden Bortrag hielt Fräulein Schaub. Uebersicht über Die Entwickelung und die Volksmasse. Nun ist schon die Bourgeoisie nicht in dem Grad zur Herrschaft berufen als die gefordert, seine Demission zu geben. Drei Richter sowie vier: wachsenden Erfolge der Gewerkschaftsbewegung und besonders die Verhältnisse in Aristokratie, weil sie ein viel zahlreicherer Stand ist und zehn Mitglieder des Kanzleipersonals wurden strafversetzt, zwei des Schneiderverbandes schilderte fie Was hier zu der Westenbranche der Berliner Konfektion. die Einheit, nicht die Vielheit, zur Herrschaft tüchtig ist, weil Diuruisten entlassen. einer tariflichen Regelung drängt, ist bei der bis jetzt noch andauernd fie in ihrer Stellung auf Erwerb und Gewinn angewiesen ist guten Stonjunttur nicht eine besonders hervortretende Niedrigkeit der nur die Nichtbedürftigkeit, der sichere Befit befähigt zur Herr Das Oberbundesgericht, das höchste Gericht in den Vereinigten öbne, sondern vielmehr der Umstand, daß für ein und dieselbe schaft und weil sie nicht gleich der Aristotratie von jeher mit dem Thron und seinen Staaten, wird von der New- Yorker Wolfszeitung"" bie fefte Burg Arbeit bei den verschiedenen Firmen, ja teils auch bei ein und Interessen enger berbunden ist. Jedenfalls aber des Kapitalismus" genannt, weil es sich in seinen Entscheidungen derfelben Firma sehr verschiedene Preise gezahlt werden. Das führt fann man doch die Eigenschaften und namentlich die Regierungs- gewöhnlich der Arbeiterklasse feindlich gesinnt zeigt. Die Ent- selbstverständlich zu Bohndrückereien, deren verderbliche Wirkung erst fähigkeit der englischen Aristokratie nicht von einem Parlamente scheidung im Falle der Gewerkschaftsführer Moyer, Haywood und dann in vollem Maße hervortreten wird, wenn die ja unausbleibliche Aus diesem Grunde ist es erwarten, das aus allgemeinem aktiven und passiven Wahlrecht Pettibone z. B., die es billigt, daß die Genannten aus Colorado Verschlechterung der Konjunktur eintritt. heimlich geraubt und nach Idaho gebracht wurden, erregte großes auch für die Arbeiterinnen wie für die Bügler der Westenbranche hervorgeht und Diäten bezieht!" Wie verächtlich dünkt es diesem Konservativen, daß ein Barla- Aufsehen, weil sie offenbar ungerecht war. Stürzlich lam das äußerst wichtig, daß sie sich beizeiten immer mehr in der Organisation Gericht in einem ähnlichen Falle zu einem entgegengesetten zufammenſchließen und gleich den andern Arbeitern und Arbeite ment Diäten bezieht! Darin liegt für ihn schon der Beweis, daß Beschluß, als es sich um Millionendiebe handelte, die von rinnen der Konfektion eine allgemein geltende tarifliche Regelung dieses Parlament nicht zur Regierung fähig sei, weil es Geld dafür Californien nach Oregon ausgeliefert werden sollten. Große Land- ihrer Lohn- und Arbeitsverhältnisse zu erringen streben. Der Erfolg nehmen muß. Heute wird diese alte fonservative Tradition diebstähle waren aufgedekt worden, und Sapitalisten waren wird nicht ausbleiben. Saben doch jüngst erst die Zuschneider und höchstens noch von Herrn v. Brandenstein gewahrt, der Reichstags angeklagt. Das Oberbundesgericht entschied nun, daß eine An- Buschneiderinnen der Herren- und Knabenkonfektion eine vorteilhafte abgeordnete nicht in der ersten Eisenbahnklasse dulden will. Die flage allein noch nicht genügender Grund sei, um einen Gefangenen Regelung ihrer Lohn- und Arbeitsverhältnisse errungen, gestützt übrigen Konservativen haben sich gemausert und fordern in nach dem Site des Gerichtsverfahrens zu bringen, wenn seine Vere auf die Macht, die ihnen ihre Zugehörigkeit zum Schneiderverbande Gemeinschaft mit ihren sonstigen Parlaments. haftung außerhalb des zuständigen Distrikts vorgenommen wurde." gibt. Im selben Sinne wie die Referentin äußerten sich die Dis follegen cine-- 2ohnzulage von 5 M. pro Tag! Kapitalisten dürfen also auf eine bloße Anflage hin nicht einmal gefeblich ausgeliefert werden, aber Arbeiter fönnen heimlich fuffionsredner und« Rednerinnen. Bestimmte Beschlüsse wurden vor Sie haben sich in dem plebejischen" Abgeordnetenhause sehr häus mit Gewalt nach einem anderen Staat gebracht werden und das täufig nicht gefaßt. Es wurde noch darauf aufmerksam gemacht, lich und gemütlich eingerichtet, und die alte konservative Idee, oberste Gericht steht kein Unrecht darin! welche ein solches Geldsackparlament grundsätzlich bekämpft, daß die Stolleginnen und Kollegen der Westenbranche auch die all ist ihnen Wurscht. Semeinen Versammlungen der Skonfektionsarbeiter besuchen follen. Immer langsam voran! Der Nordwestdeutschen Morgenzeitung" zu Oldenburg wird vom Oldenburgischen Staatsministerium mitgeteilt, daß die in der deutschen Presse in den letzten Tagen verbreitete Nachricht, das Staatsministerium habe seine Beratungen über die Gins bringung des geheimen und direkten Wahlrechts abge. schlossen, durchaus unrichtig ist. Die Oldenburger müssen also weiter warten, ob die hohe Weisheit des Ministeriums, in dem bekanntlich auch Herr Ruhstrat fizzt, ein besseres Wahlrecht als ihnen zuträglich erachten wird. Nach Frohnauer Hornschuh. Der Fabrikant Hornschuh in Kulmbach hat es aufgegeben, die Ehrenhaftigkeit eines sozialdemokratischen Redakteurs brechen zu wollen. Das Amtsgericht Kulmbach hat dem Genossen Schlegel mitgeteilt, daß Hornschuh seine Beleidigungsflage gegen den Genossen Goller zu Kulmbach zurückgezogen hat. Das Verfahren wurde unter Ueberbürdung aller Kosten auf den Kläger Hornschuh eingestellt. Go endet die Kulmbacher Justizaktion, die zu der Anwendung der Zeugnisfolter gegen den Genossen Schlegel führte. Der rache dürstende Hornschuh hatte mit der Verurteilung des Genossen Schlegel wegen Beleidigung seiner Person nicht genug, er wollte noch ein zweites Opfer, den Genossen Goller, haben. Und beim Amtsrichter Frohnauer fand er Verständnis und Hülfe. Sie hat freilich nicht zum Biel geführt der Rückzug mußte an getreten werden und als Schlußeffekt bleibt eine große Blamage und arge Diskreditierung der Kulmbacher Justiz. Bolnisches Zeitungsmonopol. Herr Adam Napieralski, der, nachdem er sich vom Zentrumsanhänger zum Polenführer durchmauferte, in steigendem Maße die Leitung der oberschlesischen polnischen Bewegung an sich geriffen hat, taufte nach einer Meldung der„ Oberschles. Zeitung" auch das Blatt Korfantys, den" Polat", fowie den Gleiwißer Glos Glonsti" an, so daß jest fast die gesamte oberschlesisch- polnische Presse in seiner Hand ist. " Kleine politische Nachrichten. Auf eine direkte Eingabe des Pfarrers Grandinger um einen Stellvertreter während der Landtagssession und um die Erlaubnis, der liberalen Partei als Hospitant beitreten zu dürfen, verharrt der Erzbischof Abert, dabei, daß ein katholischer Priester nicht der liberalen Partei angehören kann, genehmigt aber die Annahme des Mandats, wenn Grandinger fraktionslos bleiben und felbst eine feelsorgerische Vertretung für sich schaffen will. Der österreichische Reichsrat ist nach einer Meldung der N. Fr. Presse" auf Montag, den 17. Juni, einberufen. Der französische Armee- Ausschuß hat beschlossen, der Kammer die Abschaffung der Kriegsgerichte zu empfehlen, Schweiz. Moritat. 9 Wolffs Telegraphen- Bureau bringt folgende, recht unsinnig flingende Sensationsmeldung: Zürich, 4. Juni. Heute früh zwischen 2 und 3 Uhr brangen 5 unbekannte Personen, vermutlich( 1) Russen, in die Vorhalle der tantonalen Polizeifaserne wohl() in der Absicht ein, den dort befindlichen, ausgewiesenen Kilaczich zu befreien. Sie feuerten mehrere Revolverschüsse auf den Wachtposten ab, ohne zu treffen. Der Wachtposten alarmierte seine Stameraden, die sofort die Berfolgung aufnahmen; es gelang ihnen aber nicht, die Täter festzunehmen. Eine andere Entscheidung dieses Gerichts gegen Arbeiter, die in der lebten Zeit gefällt wurde, besteht darin, daß Maschinisten und alles sonstige Arbeitspersonal auf und an Schiffen der Vereinigten Staaten nicht Arbeiter, sondern Seeleute" seien, die also auf den Schuß des Achtstundengefeßes für RegierungsDiese Entscheidungen des arbeiter keinen Anspruch haben! in früheren Zeiten als durchaus" unparteiisch" geltenden Gerichts haben weite Arbeiterkreise doch endlich stuhig gemacht. Die ruffifche Revolution. " " Die„ taktischen Direktiven" der Neaktion. Das Drgan der Moskauer Monarchisten Most. Wjedomofti", gibt den Plänen nnd Erwartungen der Reaktion stets offenen Ausdruck. In einer der letzten Nummern dieser Zeitung findet sich folgender Ratschlag an die Regierung, der den Zweck verfolgt, Rußland zu retten": Die faiserliche Post als Konkurrent im Sanklempnergewerbe. Bon Mitgliedern des Metallarbeiterverbandes war der Drts. verwaltung gemeldet worden, daß in der Stegligerstraße 86 der Hauseigentümer Bahn, feines Beichens Drogist und nebenbei auch kommunaler Ehrenbeamter, des Abends von 6-1/ 9 Uhr von Telephonarbeitern Klempnerarbeiten ausführen läßt. Der Branchenvertreter Weigel untersuchte die Angelegenheit näher und stellte nach Rücksprache mit den beim Fernsprechamt Störnerstraße angestellten Leuten folgendes fest: Es ist den Telephonarbeitern verboten, sich zu organisieren. Um den Leuten aber Gelegenheit zu geben, zu dem von der Post gezahlten Stundenlohn von 45 Bf. soviel hinzuberdienen zu können, daß fie mit ihren organisierten Berufskollegen gleichſtehen, wird ihnen gnädigst gestattet, nach Feierabend sich noch nebenbeschäftigung zu fuchen. Die hier in Frage kommenden Arbeiter sind gelernte Klempner und erklärten auf Borhalten:„ Um uns fümmert sich auch keiner, wir müssen sehen, wo wir bleiben, denn organisieren dürfen wir uns nicht". " Die Rettung Rußlands muß mit dem Auseinanderjagen der Duma beginnen. Doch dies allein genügt nicht. Ge müssen Wie die Meister über die von kaiserlich deutschen Postarbeitern gleichzeitig alle Abgeordneten der Linksparteien in Saft genonumen werden. Diese Maßnahme ist ebenso notwendig wie die Auflösung der mit staatlichem Werkzeug ausgeübte Konkurrenz denken, fann uns Duma. Es unterliegt keinem Zweifel, daß plötzlich und mit gehöriger gleichgültig sein; verlangen müssen wir aber, daß den Telephon Strenge durchgeführte Haussuchungen eine Menge revolutionärer arbeitern das ihnen zustehende Koalitionsrecht nicht verfüimmert Ueberraschungen aufdecken werden, die jetzt in den Wohnungen, werde und ihnen ein auskömmlicher Sohn gezahlt wird, damit sie Portefeuilles und Taschen der Meuterer aus der Duma verborgen nicht nötig haben, sich einen Nebenverdienst durch Schmutzkonkurrenz gehalten werden, welche sich mit dem berüchtigten Gefeß fiber die im Bauklempnerberuf zu verschaffen. Immunität der Abgeordneten" decken. Mit der Auflösung der Deutscher Buchbinderverband( Bahlstelle Berlin). Die am Sonne Duma wird dieses unsinnige, für die Rebellen so bequeme Gefeß abend stattgefundene Wahl der Delegierten zum 10. Verbandstage außer Straft treten, und die de zierung wird sodann ohne Furcht, in Nürnberg zeitigte folgendes Resultat: Gewählt wurden: Viktor fich irgendwie zu kompromittieren, die Möglichkeit gewinnen, mit Bruds, Eugen Brückner, Franz Bytomski, Fris Freudenreich, Fritz dieser verbrecherischen Bande ihren Verdiensten gemäß zu ver- Steeje, Mar Stemple, Start Slappenbach, Ernst Klar, Frau Martha fahren." Noczielniad Moek, Karl Kroitor, Albert Kulitowsti, Hugo Lemser, Alfred Lippold, Paul Schade. Georg Teutsch, August Wagner Richard Würzberger. Die Drtsverwaltung. " Das ist doch wenigstens offenherzig! Weiß denn aber die Most. Wjedom." nicht, daß Stolypin schon längst nach ihrem famosen Rezept gehandelt hätte, wenn er nicht vor den ausländischen Geldgebern wenigstens das Deforum wahren müßte?- Das Bureau Herold" allerdings hört wieder 4. Juni, die Regierung habe bereits den Beschluß gefaßt, die einmal das Gras wachsen: Es meldet aus Petersburg vom Reichsduma anfzulösen! Nun, so schnell schießen die Russen denn doch wohl nicht. Gewerkschaftlichen. Berlin und Umgegend. Der Kampf im Baugewerbe. Vorschlag zum Frieden. Die stolze Zuversicht, welche einzelne Unternegmer anfänglich zur Schau trugen, scheint nun doch mehr zu verblassen; einer kritischen Beurteilung der Sachlage hält sie ja auch nicht stand. Es ist daher erklärlich, daß die reduzierten Forderungen der Ar beiter mehr vorurteilslos geprüft werden, und damit häufen sich die Stimmen, die zum Frieden mahnen, der herbeizuführen sei burch Anerkennung der bisher am heißesten umstrittenen Arbeitszeitverkürzung. Im Lokal- Anzeiger" macht ein" hervorragender Fachmann" den Unternehmern den Vorschlag, die 8½stündige Ar beitszeit zu bewilligen, jedoch mit noch einer weiteren Reform. Die Nachmittagspause, die wegen der Unterbrechung der Arbeit einen größeren Beitverlust bedeute als die eigentliche Bause, foll fort. fallen. Die Arbeitszeit könne wie folgt festgesetzt werden: Morgens bon 7-12 hr mit stündiger und bon 1-5 Uhr nach= Die vermutlichen" Russen werden doch wohl nicht solche Frühstückspause Schafstöpfe sein, um zu glauben, daß sie. ganze 5 Mann hoch, mittags. Für dieses Zugeständnis an die Arbeiter sollen diese die Polizeilaserne stürmen könnten-? fich mit einem Vertragsabschluß für eine über ein Jahr hinausfrankreich. Die Weinbauern. Paris, 4. Juni. Der Kabinettschef und der Finanzminister werden heute mit den Delegierten der von der Wingerkrisis betroffenen Gegenden eine Besprechung haben. Die Juterpellation über die Weinkrise soll am Donnerstag in der Kammer zur Beratung tommen. Italien. Polizei und Kamorra im Bunde. " Rom, 2. Juni.( Eig. Ber.) eine vom Genossen Marbasi redigierte Wochenzeitung, die in Neapel erscheinende Scintilla"( Funte), hat unlängst eine schwere Anklage gegen die Polizei erhoben. Sie hat den Organen der Neapolitaner Polizei vorgeworfen, die Prozesse gegen die Kamorra zu verschleppen, das Beweismaterial zu unterschlagen usw. Natürlich becilte sich ein offiziöses Sorrespondenz bureau, alles zu dementieren". Im heutigen Avanti" wiederholt nun Marvasi seine Anklage und sagt, er wisse durch einen Offizier der Karabinieri, daß viele Polizeibeamte Wechselschulden haben und daß sich deren Schuldscheine in Händen von Ramorrist en befinden! So ist also die Polizci in der Gewalt der Kamorra und durch die Kette der Wechselschuld an fie gebunden! Unter diesen Umständen ist es allerdings nicht zu verwundern, daß die Arbeit, die das Korps der Karabinieri zur BeTämpfung der Kamorra leistet, den energischsten Widerstand gerade bei der Polizei findet. die Verbreitung von Flugblättern gehindert, er habe dazu auch keine Bäckermeister Gerlach berichtigt, teder er noch seine Frau hätten die Verbreitung von Flugblättern gehindert, er habe dazu auch keine Veranlassung gehabt, weil seine Gefellen weiter arbeiten. wieder der schon oft erwähnte und bekannte Arbeitgeber Ritter, Beranlaffung gehabt, weil seine Gefellen weiter arbeiten. Schönleinstraße 28. Die organisierten Kollegen werden er sucht, die Angelegenheit zu beachten. Berband deutscher Barbier, Friseurs und Berrückenmachergehülfen Berlins. Bureau: Dirdsenstraße 46. Achtung, Friseurgehülfen! Die Forderungen durchbrochen hat Deutsches Reich. Arbeitswillige Dolch- und Revolverhelden. " Auf dem Streifbrecherschiff„ Guabyba", das noch immer imm Königsberger Hafen liegt, herrschen trosilose Zustände. Dbgleich an Bord ständig eine Polizeiwache stationiert ist, gelang es oft nur mit größter Mühe unter den„ Ordnungs" elementen die Ordnung aufrecht zu erhalten. Am Freitagabend entfeffelte ber Sirom böser Leidenschaften unter diesen Stitzen des Kapitals" böse Szenen. Ge war am Abend nach 9 1Gr. Die einzelnen Transportschiffe hatten lange schon die Arbeitswilligen von den verschiedenen Arbeitsplägen aus nach der„ Guahyba" gebracht, wo fie, wie gewöhnlich, unter dem Schuße der Polizei ihre Nachtruhe finden sollten. Nur drei Mann hatten sich in der Stadt verspätet und kamen per Tagameter angefahren. Vom Ufer aus riefen sie die Schiffswache au, ein Boot zum Uebersetzen zu senden. Möglich nun, daß dies nicht schnell ein Boot zum Uebersehen zu senden. Möglich mun, daß dies nicht schnell genug gemacht wurde. Einem der Streifbrecher dauerte die Sache zu lange, er sprang in das Wasser, um das Schiff schwimmend zu erreichen, er fant unter und fand den Tod. Diesem Vorgang hatten die Streit brecher an Bord der" Guahyba" zugeschaut und ein Teil der Arbeitswilligen stürmte nun gegen den wachhabenden Offizier, diesen beschuldigend, daß er das Boot zum Uebersezen nicht schnell genug flott gemacht habe. Als der bedrohte Offizier sich zurückzog, wollte ein Teil ber Streifbrecher die Offiziertabine stürmen, während ein anderer Teil das zu verhindern suchte. Darob fam es zum blutigen Streit und bald tobte an Bord der„ Guahyba" cine regelrechte Schlacht. Geräte und Schiffsteile wurden zerstört, so an einer Seite die Reeling niedergerissen. Die stationierte Polizeiwache war machtlos und erst als weitere Hülfe herbeicilte, die aus girta 50 Schutleuten bestand, wurde man wieder Herr der Situation. Sieben Personen waren schwer verwundet, givei nußten sofort nach dem städtischen Krankenhause transportiert werden; eine große Anzahl wurde an Bord durch den Schiffsarzt verbunden. Die Polizei nahm am Abend vier Verhaftungen vor, am Infolge der Tatsache, daß sich bereits Arbeitswillige in er. Sonnabend früh wurden noch zwölf Mann nach dem Polizeiheblicher Bahl bei den einzelnen Geschäften und im Verbandsbureau gefängnis gebracht. Die Bravos hatten sich beim Stampfe der melden, die gewillt sind auf Grund der alten Bedingungen zu arbeiten Dolchmesser und Revolver bedient. Troydem die Königsberger und genügende Vorkehrungen zum Schutze von Arbeitswilligen ge- Boltszeitung" wiederholt darauf hingewiesen, daß die Streitbrecher troffen sind, beschloß die Generalversammlung, den Vorstand zu gefährliche Waffen bei sich führen, ist es der Wehörde bisher nicht beauftragen, sofort Vorkehrungen in die Wege zu leiten, daß diefe eingefallen, diesen Leuten ihr gemeingefährliches Rüstzeng abzus Arbeitswilligen in absehbarer Zeit eingestellt werden können. Die nehmen. Bevor am letzten Freitag der blutige Kampf an Bord der Terminfestschung hierfür bleibt der nächsten Generalversammlung„ Guahyba" begann, hatte es an Bord schon einen bösen Streit gezur Beschlußfassung vorbehalten. gehende Dauer bereit erfläcen. Die Unternehmer halten es für gut, sich unter Ausschluß der Deffentlichkeit Mut zuzusprechen. In einer am Montag hinter ver schlossenen Türen abgehaltenen Versammlung des Verbandes der Baugeschäfte wurde folgende Resolution angenommen: Die Generalversammlung hat mit großem Interesse von dem augenblicklichea guten Stande des Kampfes im Baugewerbe Kenntnis genommen und spricht ihre vollste Befriedigung über die bisher erzielten Erfolge aus, Der Verband steht nach wie vor bezüglich der Forderung der Arbeitnehmer hinsichtlich Verkürzung der Arbeitszeit auf seinem bisherigen Standpunkt, dieselbe entschieden abzulehnen. Sic spricht dem Vorstande für die bisherige Leitung des geben, der jedoch frühzeitig unterdrückt werden konnte. 23ann endStampfes ihre vollste Zufriedenheit aus und erwartet, daß derselbe lich wird die„ Guahyba" mit ihrer wertvollen" Ladung die Anfer auch in Zukunft mit der gleichen Umficht und Energie im Interesse lichten? unferes Standes und der Allgemeinheit fortgeführt wird." Der Maleraussperrung in Straßburg folgt ein Malerftreit. Des Die Resolution hat natürlich nur den Zweck, nach außen zu wirken. Die Herren sind aber schlecht beraten, wenn sie glauben, Tarifabschluß im Straßburger Malergewerbe ist an der bedurch provokatorisches Auftreten die Arbeiter einschüchtern zu fönnen. fannten Submissionsforderung der Malerinnung gescheitert. Die sozialdemokratische Parteifraktion hat eine Interpellation Da sie es nicht wagen, in aller Deffentlichkeit zu verhandeln, sagen Am Montagvormittag beschlossen nun die bisher ausgesperrten Gesich die Arbeiter: dort steht es schlecht! Und sogar die bürgerliche Hülfen mit 100 von 105 abgegebenen Stimmen in den Streit über das Bündnis von Polizei und Verbrechertum eingereicht. einzutreten. Der Kampf hat sich also verschärft. Zwei Firmen Bresse hat man von den Verhandlungen ausgeschlossen. haben bereits den Tarif anerkannt. Die meisten Gehülfen sind * Rom, 4. Juni.( B. H.) Vor zwei Monaten griff der Bur Tarifbewegung in der Herrenkonfektion. Eine öffentliche bereits während der Aussperrung abgereift. Zur Bergarbeiterbewegung in Lothringeit. Die christliche Berg Abgeordnete Fera den Gerichtshof von Catanzarro( Calabrien) Bersammlung der Westenarbeiterinnen und Westen als„ Sitz der größten Korruption" an. Einige Tage darauf 6 ügler fand am Montag bei Wendt in der Münzstraße statt, um' arbeiterorganisation hat sich an den Meßer Bezirkspräsidenten ge wandt, daß er die Vermittelung in dem Knappschaftsstreit übernehmen foll. Der Regierungsbeamte erklärte fich dazu bereit, wenn die Unternehmer damit einverstanden seien. " Ausland. " Der Streit der eingeschriebenen Seeleute in Frankreich. Seit einigen Tagen schon stehen die eingeschriebenen Seeleute" Frank reichs im Streit. Ihnen haben sich auch die Kapitäne für lange Fahrt, die Maschinisten, kurz alle Kategorien des Seemannsberufes angeschlossen. Die Ursachen dieser Bewegung find folgende: Die Seeleute der französischen Handelsflotte haben, soweit fie eingeschrieben sind, durch das Gesetz Colbert, Minister unter Ludwig XIV., die Pflicht im Notfalle der Kriegsflotte zur Verfügung zu stehen. Dafür erhielten sie das Recht auf eine bestimmte Pension, zu der sie übrigens auch selbst Beiträge zu leisten hatten. Seit langen Jahren fordern die Eingeschriebenen" eine Erhöhung dieser Pension. Diese beträgt jetzt im Minimum 204 Frant und für die Kapiäne für lange Fahrt 780 Frank. Gelegentlich des letzten Kongresses der Seeleute unterhandelte eine Deputation des Verbandes mit dem Marineminister und stellte gewissermaßen ein Ultimatum. Der Marineminister Thomson versprach, den Wünschen der Seeleute Rechnung zu tragen, und hat jetzt auch einen Gefeßentwurf vorgelegt. Das, was durch diesen Sen Seeleuten geboten werden soll, befriedigt diese aber nicht, die Pensionssätze sind ihnen viel zu gering. Die Pension der Seeleute soll danach auf 360 Frank, die der Kapitäne auf 1000 Frant erhöht werden. Die Seeleute fordern aber im Minimum für die untersten Kategorien 600 Frant, für die Mechaniker, Kapitäne und Aerzte 1100 bis 1500 Frant. Die Seelente glauben sich zu diesen Forderungen um so mehr berechtigt, als aus ihren Beiträgen und denen ihrer Vorfahren im Laufe der Jahrhunderte ungeheure Summen zusammengekommen sein müßten, wenn nicht der Staat diese Gelder auch für andere Zwecke mit verwandt hätte. Birka 90 Millionen an Zinsen müßten nach einer aufgestellten Berechnung pro Jahr zum Zwecke der Berteilung vorhanden sein, wenn gemäß den Bestimmungen des alten Gesetzes alle für diesen Zweck vereinnahmten Gelder dem hierfür errichteten Fonds zugeführt worden wären. Die Regierung versucht durch Einstellung von Kriegsschiffen die Postverbindungen zwischen den südfranzösischen Häfen und den übrigen Mittelmeerstaaten aufrecht zu erhalten. Die Streifenden verhalten sich durchaus mustergültig, es ist noch in feinem der beteiligten Häfen zu irgend welchen Ruheftörungen gekommen. Spekulation auf die Denkunfähigkeit, da die Belastung von durchschnittlich Proz., die die Bäckermeister mit Leichtigkeit selbst zu tragen vermögen, gegenüber der 30 prozentigen Berteuerung des täglichen Brotes durch den von den Innungen offiziell begünstigten Zollwucher eine lächerliche Bagatelle ist. für einige hundert Nachzügler Raum geschaffen werden, so dag gut 1500 Personen, zur großen Mehrzahl Frauen, anwesend waren. Ein anarchistischer Zeitungshändler erregte dadurch ein unliebfames Aufsehen, daß er den Beweis für seine Geistesverwandtschaft mit der Bücklergarde zu erbringen versuchte. Die jezige scheinbare Volksfreundlichkeit der Bäckerinnungen Das vortreffliche Referat des Genossen Robert Schmidt wurde wird am besten durch ihre konsequent voltsfeindliche Stellung- allgemein beifällig aufgenommen und zeugte der Geist der Vernahme bei allen wirtschaftlichen, sozialen und politischen Streit- sammlung davon, daß es den Arbeiterfrauen bitterer Ernst ist, fragen und Kämpfen illustriert. Die schamlose Parteinahme der den Bäckergesellen den Sieg erringen zu helfen. agrarindustriellen Großkapitalisten des Hefesyndikates, unter dessen Schuß sich die Junungen flüchteten, sagt das übrige. Der Stampf zirka 600 Besucher Genossin Thiel. An das Referat knüpfte sich In Schöneberg sprach unter allgemeiner Zustimmung der. der Bäckereiarbeiter ist, wie fast alle sozialen Kämpfe der Neuzeit, eine lebhafte Diskussion, in der sämtliche Redner ersuchten, die von den Unternehmern zu einem Klassenkampf im wahrsten Sinne Bädergehülfen in ihren gerechten Forderungen zu unterstützen. des Wortes gestempelt worden. Das Den Bädergesellen und ihrem Kampf um ein menschen- Rigdorf. Die heutige Volksversammlung war schon gegen würdiges Dasein gehört daher die Sympathie des Volfes und 8 Uhr von unseren Genossinnen und auch von bürgerlichen Frauen aller wahren Volksfreunde. Gerade die Frauen haben die größte zahlreich besucht und immer wieder strömten neue Scharen hinzu, Macht, aber auch das größte Interesse daran, Arbeitsbedingungen, so daß der Saal von über 1000 Personen besetzt war. wie die der Bäckergesellen es sind, sobald als möglich zu beseitigen. 14 stündige Referat des Genossen Barth wurde mit großem InterDaher verpflichten sich die Versammelten, den Kampf der Bäcker- effe aufgenommen. gesellen zu dem ihrigen zu machen und durch die tatkräftigste Unterstüßung den streitenden Bäckergesellen über ein hochmütiges und rücksichtsloses Unternehmertum zum vollen Siege zu verhelfen. * Ueber die einzelnen Versammlungen gehen uns in später Stunde noch Berichte zu, aus denen wir die folgenden kurzen Situationsangaben wiedergeben: In Rummelsburg war die Versammlung ebenfalls überfüllt. Die Anwesenden, überwiegend Frauen, stimmten den Ausführungen des Genossen Böske mit stürmischem Beifall zu. Die Bersammlung bewies, daß in Rummelsburg für die Innungsmeister nichts zu hoffen ist. Die AusIhrer in Lichtenberg im„ Schwarzen Adler". Vor über 600 Personen, meistens Frauen, sprach Genossin führungen der Referentin wurden mit stürmischem Beifall auffuchten, sich zu rechtfertigen, wurden unter jubelndem Beifall gründgenommen. Einige Innungsmeister, die in der Diskussion verlich abgeführt. In Dräsels Fest sälen, Neue Friedrichstraße, hatten die Genossinnen des ersten Kreises eine überraschend gutbesuchte Versammlung veranstaltet. Genosse Giebels Rede wurde mit Beifall aufgenommen. Hier haben die Frauen eine schöne GelegenAuch in Weißensee war die Versammlung, in der Genosse heit, meinte der Redner, einer schwer bedrückten Arbeiterklasse mirom referierte, überfüllt. Das stärkste Kontingent stellten die helfende Hand zu reichen, daß sie aus einem mittelalterlichen die Frauen, die durch starken Beifall bekundeten, daß sie kräftig Abhängigkeitsverhältnis endlich herauskomme. Bugleich müßte jede für den Sieg der Gesellen wirken würden. Ein Innungsmeister tüchtige Hausfrau es verstehen, daß in solchen Bäckereien, wo die holte sich die provozierte Abfertigung. alten verrotteten Zustände noch in Geltung sind, auch die größte Unsauberkeit herrschen muß. Für appetitliche Backware biete ein Die Versammlung in Tegel, in der Genosse Eugen Brückner Meister, der bewilligt hat, doch entschieden die größere Garantie. referierte, war von weit über 1000 Personen besucht. Ueber die Hälfte der Anwesenden waren Frauen. Die Ausführungen des Der große Saal des Hofiägerpalastes in der Referenten wurden mit stürmischem Beifall aufgenommen. Eine Hafenheide war bis zum legten Plas gefüllt. Das weibliche solch imposante Versammlung hat Tegel lange nicht gesehen. Element trat hier besonders in den Vordergrund. Sehr anschaulich Aus Paris wird uns vom 3. Juni weiter geschrieben: schilderte der Referent, Bäcker Knoll, die ihm nur zu bekannten Ungefähr 300 Personen, vorwiegend Frauen, hatten sich Heute haben die hierher delegierten Vertreter der verschiedenen Besonderheiten der hygienischen und sonstigen Zustände( lies: zu der Versammlung in Pantow, wo Genosse Bagels referierte, Häfen mit dem Marineminister verhandelt, aber ohne Ergebnis, da Mißstände) in den Bäckereien. Geradezu ergreifend wirfte es, eingefunden. Beschlossen wurde, in Pankow eine Niederlage zu Herr Thomson Bugeständnisse, die über seinen Entwurf hinaus- als er des Licht- und Lufthungers der Bäckergesellen gedachte und errichten, in der ein Bäcker, der bewilligt hat, Waren zum Vergehen mit Berufung auf die mangelnden Mittel verweigert. dabei zeigte, wie die Meister einerseits alles täten, fie möglichst auf ſtellt. Unterdes aber ist der Streit, dem sich nunmehr alle lange an die dumpfen Räume zu fesseln, und andererseits nichts Häfen angeschlossen haben, zu einer nationalen Kalamität geworden. täten, um den schlimmsten Uebelständen in hygienischer Beziehung Eine Verteuerung der meisten Lebensmittel ist unausbleiblich, da abzuhelfen. Bieten Sie uns die Hand," rief er in die erschütterte Sie Seefische, deren Zufuhr infolge des Ausstandes der Fischer Versammlung, um uns, die wir noch zu sehr unter dem Drucke Moderne Erziehung in Haus und Schule. Vorträge. Bon mfgehört hat, ein Massentonsumartikel sind und auch ein großer der Arbeitgeber leiden, befreien zu helfen!"( Stürmischer Beifall.) J. Tews.( Aus Natur und Geisteswelt".) 159. Bändchen. Volks Teil des Gemüses, das auf den Pariser Markt kommt, den See- Bei Buggenhagen am Moribplaz hatten sich etwa 1000 fchule und Lehrerbildung in den Bereinigten Staaten von F. Kuppers. veg macht. Personen eingefunden, unter denen man viele Frauen bemerkte. Alus Natur und Geisteswelt".) 150. Bändchen. Verlag: B. G. Teubner in Zur Verschärfung des Konflikts tragen auch die Reeder bei. Genossin Fahrenwald referierte. Sie wandte sich besonders Leipzig. Preis jedes Bändchens geh. 1 M., geb. 1,25 W. Die zwei größten Gesellschaften, die Compagnie Transatlantique" an die Frauen mit der dringenden Bitte, recht zu beherzigen, was Braun. Verlag Berlin W. 15. Die Neue Gesellschaft." Heft 10. Herausgeber Dr. H. Braum und Lilh and di Messageries Maritimes" haben nämlich die Offiziere, die sie über die Nöte der Bädergesellen zu sagen habe. Jede möge Grundfragen der Schulorganisation von G. Kerschensteiner. en Dienst nicht wieder aufnehmen wollten, entlassen. Das Marineamt das Gehörte weiter tragen und das ihre tun, um den streikenden 3,20 M. Verlag: B. G. Teubner in Leipzig. n Havre, den sie die dortigen Streifenden als Deferteure an- Bädern, diesen ganz besonders gedrückten und gequälten Brole- Rechenschaftsbericht des Verbandes schweizerischer Konsumvereine. cigten, hat vernünftigerweise ihrer Klage feine Folge tariern, zu einem schnellen Siege zu verhelfen. Ihre Mahnungen 42 Seiten. Drud von G. Krebs in Basel.( Schweiz.) egeben. Diefe Entscheidung, über die sich die Gesellschaften fielen auf fruchtbaren Boden. Das bewiesen die Beifallskund- Bildungsausschuß des Gewerkschaftskartells Bremen. Bericht über eute im Temps" beschweren, sind allerdings das einzige ver- gebungen, die spontan hervorbrachen, wenn sie besonders trasse die zweite Tätigkeitsperiode 1906/07. 24 Seiten. Selbstverlag. tünftige, das sich im Verhalten der Regierung bisher gezeigt hat. Mißstände im Bädergewerbe wahrheitsgemäß schilderte und die 2 M. Berlag: U. Weichert, Berlin NO. 43. Grabbes Werke. Bearbeitet von Paul Friedrich. Preis gebunden Die Bereitwilligteit, womit die Regierung den Reedern Marine Notwendigkeit ihrer Beseitigung stark betonte. foldaten als Streifbrecher zur Verfügung gestellt hat, ist übrigens nicht überall von Erfolg gewesen. In Marseille haben die Kapitäne die Soldaten zurückgewiesen. " " Von besonderer Wichtigkeit ist die Frage, ob es gelingen wird, Streifbrecher für die Transportdampfer zu finden, die die Passagiere der ausländischen Patetboot in Havre und Cherburg an Bord bringen. Die Streifenden rechnen besonders auf die Solidarität der deutschen Seeleute der Auswandererschiffe der Hamburg- Amerita Linie. Die in ihrer übergroßen Mehrzahl aus Frauen zusammengesetzte gut besuchte Bersammlung in der Urania nahm das des Genossen A d. Ritter beifällig auf. An das Referat schloß sich eine recht lebhafte Diskussion an. Eingegangene Druckfchriften. Die fachlichen Forderungen der Bädergehülfen begründende Referat Letzte Nachrichten und Depefchen. Die Versammlung in der Drachenburg, in der Genoffe Ilmann referierte, war überaus start besucht, bis weit in den Hof hinaus drängte sich Kopf an Kopf. Zwei Bäckermeister versuchten die Forderungen der Gehülfen als unberechtigt nach zuweisen, fanden aber bei der Versammlung nicht die geringste Gegenliebe. Bei Breuer, Große Frankfurterstr. 117, eröffnete Frau Gruhm die sehr gut von zirka 900 Personen besuchte VersammBädergesellen darlegte und die minimalen Forderungen der Arlung, in der Frau Wehl in großen Zügen die traurige Lage der beiter begründete. Auch eine Studienreise. Hattenhein, 4. Juni.( B. H.) Die Budgetkommission des Ab geordnetenhauses traf heute auf ihrer Weininformationsreise hier ein, nachdem sie gestern in den Rüdesheimer Domänenkellereien Müdesheimer und Aßmannshauser Weine durchgeprobt und dann der Geisenheimer Lehranstalt einen Besuch abgestattet hatte. Nach Besichtigung der Domänentellereien in Kloster Eberbach reisten die Herren nach Berlin zurüd. Bomben- Explosion. Großfeuer. Die Frauen und der Bäckerstreik. Der Mißerfolg der vom Hefesyndikat beschlossenen Materialsperre hat bei den Innungs- Backstubenprogen wie eine Bombe eingeschlagen. Zürich, 4. Junt.( W. T. B.) Heute nachmittag explodierte Aus dem berauschenden Siegesgefühl wurden sie in die graue Wirk auf dem kleinen Blaze an der Ecke der Garten- und Zweierstraße lichkeit zurückgerufen: ihre beste, sicherste, hoffnungsvollste SchutzDie im Elysium tagende Versammlung war überaus starft in Zürich 3( Industrieviertel) mit starkem Knall eine Bombe. und Trugwehr ist gefallen! Dem Jubel, darüber, daß sie die fried- besucht, kein Blächen im Lokal war für Nachzügler frei. Genosse Kinder hatten beim Spielen eine Schnur aus einem Einsteigschacht fertigen, vernünftigen Meister zum Wortbruch, zu stillem wehrlosen en del fand mit seinen Ausführungen, in denen er in der Kanalisation herausragen sehen und daran gezerrt. Darauf Kuschen unter die Innungs- und Syndikatsfuchtel zwingen würden, markanten Bügen die Situation schilderte, begeisterten Beifall. war die Explosion erfolgt. Swei fechsjährige Mädchen wurden ist die Angst über völlige Desorganisation in den eigenen Reihen Ein Bäckermeister bemühte sich vergeblich, die Stellung der schwer, ein sechsjähriger Knabe leicht verlegt. Der Urheber ist noch nicht ermittelt. gefolgt. Die Verbandsleitung der Bädergesellen hat in weijer Vor- Schrippengewaltigen zu rechtfertigen. forge nicht nur für den Eingang genügender Mengen Hefe Vor- Genosse Ernst Brüdner referierte in der von zirka tehrungen getroffen, sondern auch die sofortige Anfuhr von Mehl 600 Personen besuchten Versammlung in Bitfins Gesell. Paris, 4. Juni.( B. H.) In Perd zerstörte in der letzten und anderen Materialien gesichert, falls man im anderen Lager auf schaftshaus, Memelerstraße. Kopf an Stopf standen die an- Nacht eine Geuersbrunst brei Hotels und sieben Billen. Dett den Einfall kommen sollte, nach dem vollständigen Versagen der Hefe- dächtig lauschenden, sich zum großen Teil aus Frauen zusammen- Schaden beläuft sich auf etwa 1 Million Fres. Die Feuerwehr sehenden Besucher. sperre noch andere Kraftproben zu versuchen. Die VerlegenIm alten Schüßenhause, Linienstraße, war die Ver heit bei den Innungsmeistern und deren Helfershelfern erhellt am besten aus der Tatsache, daß von allen ihren Groß- sammlung des fünften Kreises ebenfalls sehr stark besucht. Hier sprach Genossin Martha Hoppe. Die zahlreich anwesenden sprechereien nur noch ein Prunken mit einer großen Zahl Arbeits- Frauen erklärten sich mit Freuden bereit, das ihrige dazu beiwilliger geblieben ist. Aber auch mit dieser Behauptung der zutragen, damit die Bäckergesellen den Kampf gegen die hartSchrippenmeister hat es seinen Halen. In fast allen deutschen nädigen Meister mit Erfolg bestehen. Städten werden Gesellen gesucht bei 12 M. Wochenlohn, Koft und Die in den Arminius hallen tagende Versammlung war Logis beim Meister und Reisegeldvergütung. Wir sind so freundlich, schon um 8 Uhr derartig überfüllt, daß hunderte Buströmende gratis für die Weiterverbreitung dieser verlockenden Offerte für wieder umkehren mußten. Genosse Mag Grunwald referierte Streitbrecher zu sorgen. Wir wollen helfen, das Ueberangebot zu Gine Resolution, die die Bäder in ihrem gerechten Kampfe zu einer Straße am hellen Tage einen Bezirksauffeher, zwei Schutzund erntete bei den Anwesenden, zumeist Frauen, reichen Beifall. verstärken. Daß die Jnnungsmeister mehr Gesellen haben, unterstügen aufforderte, fand einstimmige Annahme. Genossin als sie brauchen können, glauben wir, denn sie haben wulf forderte zum Abonnement des„ Vorwärts" und der Gleich- leute und eine Zivilperson. Einer der Attentäter wurde verhaftet. bald nichts mehr zu backen, während die Meister, heit" auf. die den Gesellen sich verständigten, ihren Kundenkreis Die Versammlung auf dem dem Gesundbrunnen in ständig wachsen sehen. Und unsere Frauen werden dafür Schirms Festsälen, Badstraße, war schon vor 8 Uhr sehr sorgen, daß das so bleibt. Nicht die Frage der Arbeitswilligen überfüllt. Die Rednerin war Genoffin Martha Tiet, die mit entscheidet den Streit, das Hauptwort reden die Konsumenten! Das ihren Ausführungen reichen Beifall erntete. Die Frauen gaben erfannten unsere Genoffinnen auch sofort und die Innungsmeister haben freudig ihre Zustimmung zu erkennen, als die Rednerin die wertden Erfolg davon bereits verspürt. Daß das aktive Eingreifen der Frauen in den öffentlichen Kampf von nicht geringem Einfluß ist, haben die Heute abend stattgefundenen Versammlungen gezeigt und auch nach außen in Erscheinung treten lassen. Die Versammlungen gestalteten sich zu einer Massendemonstration, mit der sicher zu erwartenden die beste Hülfe zu versagen. Nachwirkung einer Verschärfung des Boykotts. In allen Versamm Jungen gelangte zur Annahme die folgende Resolution. volle Hülfe der Frauen und Mädchen verlangte, um den Boykott gegen die feindseligen Bädermeister wirksam zur Anwendung zu bringen. Es wurde betont, daß es hier auf den Boykott hauptsächlich ankomme und man lieber einige Unbequemlichkeiten auf sich nehmen und fleine Opfer bringen müsse, als den Bädergesellen Für den Wedding fand eine Versammlung in den Germania- Sälen( im Weißen Saale), Chauffeestraße, statt. Hier sprach Genosse Wurm vor einem überfüllten Hause. Mit Beifall nahmen besonders die Frauen, die zahlreich vertreten waren, die Aufforderung entgegen, einzutreten in den Kampf um die Rechte der Bäckergesellen. fonnte nur mit großer Anstrengung die weitere Ausdehnung des Brandes verhindern. Ein weiteres Häuserviertel war stark bedroht. Der Streit der französischen Seeleute. Cherbourg, 4. Juni. Hier haben die Mannschaften der Leichterschiffe, die für die transatlantischen Postdampfer das Umladen besorgen, beschlossen, in den Ausstand zu treten Der Terror Twer, 4. Juni.( W. T. B.) Bewaffnete töteten heute in Ablehnung reaktionärer Gesetze. Petersburg, 4. Juni.( W. T. B.) Die Duma lehnte in ihrer heutigen Sitzung zwei von dem Justisministerium eingebrachte Gefebentwürfe ab. Der eine betraf Maßnahmen zur Verhütung der Entweichung von Gefangenen aus den Gefängnissen, der andere die Genehmigung des provisorischen Gesetzes vom 21. August 1906 über die Verschärfung von Strafen für die Verbreitung von regierungsfeindlichen Lehren in der Armee und über die Verweisung aller solcher Fälle an die Militärgerichte anstatt an die Zivilgerichte. Der militärische Generalstaatsanwalt und der Gehülfe des Justizministers drangen auf die Genehmigung des Gesetzes vom 21. August, indem sie die Gefahr darlegten, welche die Propaganda in der Armee für das ganze Land in sich schließe. Der Berichterstatter der Kommission, Kusmin Karaweff, erkannte durchaus die Notwendigkeit an, die Armee vor dem verderblichen Einflusse der Revolution zu schüßen, drückte aber Zweifel über die Zwedmäßigkeit einer Verschärfung der Strafen aus und erhob Einspruch gegen das Mißtrauen gegen die Zivilgerichte. Um 6 Uhr wurde die Sizung aufgehoben. Eine Frau als Vorsitzender. Die heutige Versammlung erklärt: Angesichts der überlangen Arbeitszeit der Bädergesellen, die im 20. Jahrhundert immer noch unter dem elenden Kost- und Logiswesen, 7 Nächte je 12 Stunden, Die Versammlung im Swinemünder Gesellschaftspro Woche, also 84 Stunden und mehr in der intensivsten gesundheitsschädigendsten Weise zu arbeiten gezwungen sind, muß haus war schon sehr zeitig überfüllt. Dicht gedrängt lauschte das Sträuben der Bäderinnungen gegen die Forderungen der die tausendköpfige Menge, zum überwiegenden Teil Frauen, den Bäckergesellen als ein Hohn auf die Menschlichkeit und als Aus- Ausführungen des Genossen Hulitschke. Hätte so manches fugelHelsingfors, 4. Juni.( W. T. B.) Die große Kommission des runde Bäckermeisterlein die Gelegenheit wahrgenommen, er hätte Landtages, die mit den wichtigsten Arbeiten dieser Körperschaft befluß rückständigster Unternehmerherrschsucht bezeichnet werden. Der hinterhältige Tarif- und Wortbruch der Bäckerinnungen an dem, dem Redner gespendeten Beifall erkannt, daß die Bertraut ist, zählt unter ihren 60 Mitgliedern vier weibliche. Ihrer zeugt vom jammervollsten moralischen Tiefstand dieser Korpo- liner Hausfrauen trok Bäckerinnung und Hefesyndikat dem Kampf Parteistellung nach gehören 23 der sozialdemokratischen, 19 der altrationen, welcher die tiefste Verachtung aller Gerechtdenkenden der Gesellen um menschenwürdige Zustände zum Siege verhelfen finnischen, 7 der schwedischen, 7 der jungfinnischen Partei und 3 der agrarischen Vereinigung an. herausfordern muß. Zur Borsitzenden der PetitionsDie heuchlerische Behauptung der Innungen, daß die mini- Jm Berliner Prater war bereits vor 8 Uhr der ge- kommission wurde ein weibliches Mitglied des Landtages, Frau malen, menschlich berechtigten Forderungen zur Berteuerung des räumige Saal bis auf den letzten Platz gefüllt und wurde von Hagmann, gewählt. täglichen Brotes führen würden, ist nichts als eine raffinierte der Polizei abgesperrt. Durch Zusammenrüden konnte jedoch noch Berantw. Redakteur: Hans Weber. Berlin. Inseratenteil verantw.: Eh.Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdr. u. Berlagsanstan werden. Baul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 3 Beilagen u. Unterhaltungsblatt Nr. 128. 24. Jahrgang. 1. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt Die badische Fabrikinipektion. 1903 1904 Verhütung gesundheitsschädlicher Einflüsse 1494 . 1775 Unfall- Allgemeinschutz berhütung der Arbeiter 1036 1551 1624 1043 1438 1404 881 948 1905 1906 1861 1189 Mittwoch, 5. Juni 1907. dem Minister die Genehmigung zu erteilen. Der Staatsanwalt meinte, der Minister könne überhaupt nicht als vorschriftsmäßig geladen gelten, er hätte nicht durch einen Gerichtsvollzieher, sondern durch die Militärbehörde geladen werden müssen. Das Gericht trat dieser Ansicht bei und erklärte, die Ladung durch einen Gerichtsvollzieher sei hier tatsächlich unzulässig. Ein Kriegsminister tann nämlich nur durch das Kriegsministerium also sozusagen durch sich Auch über die Frage, ob der Kaiser selber!- geladen werden. in dem Schreiben, durch das er dem Reichskanzler die Genehmigung versagte, den Grund der Versagung hätte angeben müssen, wurde ein Gerichtsbeschluß herbeigeführt. Im Gegensatz zu dem Angeklagten und seinem Verteidiger erklärte das Gericht, dieses Schreiben genüge den gefeßlichen Vorschriften. Die bom leider so früh verstorbenen Wörishoffer erhatteten Jahresberichte der badischen Fabrifinspektion gelten als mustergültig, weil in ihnen das Verhältnis zwischen UnterAuffällig ist der Rückgang der Auflagen zum Zwecke der nehmern und Arbeitern wahrheitsgetrener geschildert und vor nfallverhütung. Daß die Ursache hiervon nicht auf handene Mißstände in einer im übrigen Deutschland nicht er bessere Betriebseinrichtungen, sondern auf den Rückgang der hörten Freimütigkeit bloßgelegt wurden. Diefe trefflichen Revisionen zurückzuführen ist, erhellt daraus, daß die Steigerung Grundsäge Wörishoffers sind auch von seinem Nachfolger, der Unfälle vom Bericht selber als offenfundig bezeichnet Dr. Bittmann, hochgehalten. Selbstverständlich hat das wird. Allerdings versucht er, die gesteigerte Unfallziffer mit Die Bernehung der erschienenen Zeugen ergab wenig Bemerkens Unternehmertum die Wörishoffer entgegengebrachten Anti- den besseren Geschäftsgang und der damit in engster Be- wertes. Hofrat Henschel bekundet, auch ihn sei bekannt, daß P. pathien auch auf die jetzige Fabrikinspektion überziehung stehenden gesteigerten Tätigkeit in den Betriebsstätten" nach seinem Dienstaustritt Material über Vorkommnisse in der tragen und noch erheblich gesteigert. Das Unternehmertum zu erklären. Kolonialverwaltung erhalten habe. Daß P. im Dienst Indiskretionen tst empört darüber, daß der Fabrikinspektor seine Pflicht zu Die Zahl der jugendlichen Arbeiter betrug begangen habe, ist auch von diesem Zengen niemals bemerkt worden. erfüllen sucht. Es hetzt gegen ihn und sucht geradezu durch 19 140 gegen 17 794 im Vorjahr, ihre Zunahme ist ungefähr war mit Spannung erwartet worden, sie brachte aber eine Ent Die Vernehmung des Kriminalkommissars Karl Walter einen organisierten Widerstand gegen pflicht analog der Zahl der erwachsenen Arbeiter. In den letzten 4 Jahren täuschung. Dieser Herr Walter wußte gar nichts auszusagen. mäßige Amtserfüllung des Fabrikinspettors ist eine kleine prozentuale Zunahme zu verzeichnen. Von Er war offenbar diesem begreiflich zu machen, daß das Unternehmertum der der Gesamtarbeiterschaft waren jugendliche 1903 8,2 Prozent, nicht der Richtige, Herr im Staate und der Beamte nur bezahlter Stuli zur 1904 8,4 Proz., 1905 8,5 Proz., 1906 8,6 Proz. Diese zu- und es wurde nun auch klar, warum er so geschwind die Erlaubnis Wahrnehmung der Unternehmerinteressen sein soll. Das geht nahme ist für die verschiedenen Industriezweige teine gleich gefriegt hatte, an Gerichtsstelle zu erscheinen und seine„ Aussage" aus dem letzten Jahresbericht trotz aller Vorsicht, mit der mäßige. In der Textilindustrie mit ihren schlechten Löhnen zu machen. Der Zeuge erklärte, weder er noch einer seiner Beamten über dieses Streben berichtet wird, klar hervor. Es heißt da: ist sogar ein geringer absoluter und relativer Rückgang zu habe jemals den Auftrag erhalten, Pöplau zu beobachten. Pöplau „ Es gewinnt den Anschein, daß eine aus dem Schoße eines verzeichnen, während die vielfach bisher noch hausindustriell beharrte dabei, er fei polizeilich überwacht worden. Seine Frage betriebene Zigarrenindustrie die Zunahme unserem Lande Boden findet, die Anregung nämlich, daß die aufweist, was eine Folge der vielen Neugründungen von traße wohne, wurde von diesem bejaht. Es blieb hiernach nur Fabrikanten ihren geben möchten von Vorfällen, bei welchen nach Ansicht der Arbeitgeber die Gewerbeaufsichtsbeamten ihre Befugnisse überschreiten." " fönne er, teine großen Sprünge machen", und schließ lich, daß er sich bei dem Meister erkundigt habe, ob unter den Arbeitern nicht schon Stimmen wegen Errichtung eines Arbeiterausschusses laut geworden seien." werden! während die Hülfsarbeiterinnen zehnstündige Arbeitszeit wiesen werden, daß die Entscheidung über Angelegenheiten der übrig, die Bigarrenfabriken auf dem Lande war. Ladung des unbekannten Kriminalschuhmanns Auch die Zahl der Arbeiterinnen hat trotz der zu fordern. Der Verteidiger Rechtsanwalt Bertram bestand auf der viel stärkeren männlichen Einwanderung sich im gleichen Ver- Bernehmung dieses Schußmanns. Er fügte hinzu, er habe jetzt auch Der Bericht führt zwei Fälle an, wo auf dem Umwege hältnis zur Gesamtarbeiterschaft behauptet: den Beweis dafür in Händen, daß fogar der Versuch gemacht worden über den Unternehmerverband respektive der Handelskammer, Von der Gesamtarbeiterschaft waren weiblich: 1903 fei, den Angeklagten auf dem Umwege über Paris zu ungesetzlichen gegen revidierende Beamte der Fabrikinspektion beim Vorstand 59 335= 30,6 Proz., 1904 63 81031,3 Broz, 1905 66 282- Handlungen zu verleiten. Deutlicher äußerte sich der Verteidiger vorder Gewerbeaufsicht Beschwerde erhoben wurde. Welche 31,1 Proz., 1906 68 260 31 roz. Hiervon sind 37 Proz. läufig nicht. Dachte er an einen Versuch der Lockspitelei, Uebergriffe foll der betreffende Beamte gegenüber diesem in der Bigarren, 27,4 Proz. in der Textil-, 11,9 Proz. in der Unschuldslamm von Unternehmer sich erlaubt haben? Man Metall- und 7,3 Proz. in der Bekleidungs- und Reinigungs- durch den irgend ein Gentleman den Angeklagten hineinlegen zu höre und staune: industrie beschäftigt. fönnen gemeint hatte? Der Staatsanwalt versicherte, es feien über Bemängelt wurde- wir zitieren nach dem Bericht-, Der Bericht flagt über die von den Gerichten wegen haupt Beamte des Auswärtigen Amtes polizeilich daß der Beamte sich mit einzelnen Arbeitern unter Vergehen gegen die Arbeiterschutz- Bestim- beobachtet worden, aber schwerlich werde die Polizei bekannt halten, sich bei dem Meister nach dem Lohn der Leute erfundigt mungen ausgesprochenen milden ausgesprochenen milden Strafen. geben, gegen wen die Beobachtung sich gerichtet habe. Der Ber und nach Angabe der Löhne eine deutliche Gebärde Wiederholt erfolgten Freisprechungen von den Schöffengerichten teidiger machte hierzu die ergänzende Anmerkung, es stehe fest, daß der unzufriedenheit fundgegeben", einem Arbeiter, speziell Böplau beobachtet worden sei. Pöplaus Wohnung der seinen Lohn auf 2,30 W. angegeben, gefagt habe, hiermit und erst auf eingelegten Rekurs von der Straftämmer späteriet förmlich belagert worden, feire: Frau sogar Verurteilung. habe man bis in den Marktkorb hinein Eine Verkürzung der Arbeitszeit namentlich in Betrieben mit weiblicher Arbeiterschaft war in der Pforz- nachgespürt. Auch er selber, der Verteidiger, habe fürzlich zusammen heimer Schmuckvarenindustrie sowie nach einem energischen mit dem Angeklagten sich das Geleit von Beobachtern gefallen lassen Dies fachliche, vom Werkmeister seinem Chef und von Vorstoß der Arbeiterorganisationen, denen auch Frauen in müssen. Das Gericht tam zu dem Beschluß, das Polizeipräfidium diesem dem Verbande weiter gemeldete Auftreten wird als erheblicher Zahl angeschossen sind, in der Textilindustrie zu folle aufgefordert werden, den geheimnisvollen Kriminalschutzmann , entschieden zu weitgehend, verwerflich, verzeichnen." In zahlreichen Fällen", heißt es im Bericht, zu nennen, auf dessen Aussage die Behauptung sich gründet, daß der Sekretär Schneider dem Angeklagten Material geliefert habe, auch Das Ansehen der Arbeitgeber untergrabend" haben die Frauen längere Arbeitszeit als die in den gleichen folle versucht werden, für diesen Schuhmann die Erlaubnis zur bezeichnet, und das Ersuchen ausgesprochen, solche für die Betrieben beschäftigten Männer; so arbeiten im Buchdruck- Beugnisablegung zu erwirken. Industriellen unangenehmen Vorkommnisse möchten vermieden gewerbe Drucker und Seger acht bis neun Stunden, Durch die Vernehmung des Oberstleutnants Quade follte bes In dieser Beschwerde kommt der ganze Brokenstandpunkt einzuhalten haben." Diese hier mitgeteilte Tatsache lehrt von Schustruppenangehörigen gar nicht Sache des Aus. des Unternehmertums zum brutalen Ausdruck. Was bildet neuem, daß die Unternehmer der Arbeiterschaft freiwillig nichts wärtigen Amtes sei. Quade befundete, daß, so lange er sich so ein Habenichts von Aufsichtsbeamter ein, nach bewilligen, sondern daß nur die Macht der Organisation im selber dem Oberkommando angehöre, der Staatssekretär des Auswärtigen Amtes allerdings in diesen Dingen nicht mitgetvirkt den Löhnen der Arbeiter sich zu erfundigen und gár, als stande ist, ihnen ihre Ausbeutungswvut zu beschränken. er deren Höhe" erfährt, anstatt in Verwunderung über die Die in dem Bericht angeführten Zahlen über die babe. Die Frage, ob nicht noch nach Böplaus Dienstaustritt zutreffende Mitteilungen über Vorgänge in der Kolonialverivaltung, gute Bezahlung auszubrechen, sich erlaubt Frechheit über Stärke der Organisationen sind unvollständig- zum Beispiel über das Trothasche Telegramm sowie über die Frechheit!, eine deutliche Gebärde der Unzufriedenheit kund- die Hirsch- Dunckerschen Gewerkvereine fehlen ganz zeigen ste munerirung von Schustruppenoffizieren aus Liebesgabenfonds, in die Deffentlichkeit gezugeben! Anstatt dem Arbeiter zu sagen, mit einem Tagelohn aber zweifellos eine Zunahme der christlichen Gewerkschaften, be m wurde von dem Zeugen bejaht. Die Ver von 2,30 M. tönne er feine großen Sprünge machen, hätte namentlich in der Zigarren- und Tabakindustrie. Als be- langt feien, der Zeugen Geheimer Legationsrat Schmidt. er ihm wohl beweisen sollen, daß er damit große Ersparnisse deutendstes Ereignis des Berichtsjahres, und zugleich ein Ernehmung machen und infolgedessen es dermaleinst selber zum Groß- folg, wie er in ähnlicher Vollkommenheit und Tragweite wohl Dargis, Geheimer Hofrat Krüger und Hofrat Schulz auf die Verwendung des Frangiusschen Gutfabrikanten bringen könne. Ein Fabrikinspektor soll die nur selten erreicht wurde, wird die Regelung der bezog sich auf achtens Pöplau in Böplaus Klage gegen den Reichsfistus. Arbeiter nicht fragen, weil das Ansehen des Arbeit- ohn= behauptet, in anderen Prozessen habe der Reichsfistus eine Haltung gebers dadurch untergraben wird. Was der Beamte Bijouterieindustrie bezeichnet. Das verständige eingenommen, die durchaus jenem Grundfaß entsprach, den Pöplan zu wissen braucht, kann er vom Unternehmer, wenn dieser und maßvolle Auftreten der Leiter des Metallarbeiter in feiner Sache gemäß dem Frangiusschen Gutachten vertrat. Die ihn mit der im Interesse der Nichtaufdeckung von Mißständen verbandes bei den Verhandlungen und bei der Durchführung Beugen fönnen hierzu nichts Bestimmtes befunden. Schließlich liegenden Windeseile durch den Betrieb führt, leicht erfahren. Der Bestimmungen in den einzelnen Betrieben wurde, so wurde noch die Schwester des Geheimsekretärs Lebahn vernommen, Dadurch wäre dann freilich die Fabrifinspektion zu einer konstatiert der Bericht, auch von den Arbeitgebern rückhaltlos eine Frau Beidler, über die ein beim Gericht eingegangener anonymer Brief behauptet hatte, sie wisse von ihrem Bruder, völligen Scheininspektion herabgedrückt. Der zur Verfügung stehende Naum gestattet es nicht, daß der Sekretär Schneider dem Angeklagten Material beschafft habe. Die Zeugin erklärte, ihr sei nicht das geringste hierbon schwerde ist nicht minder bezeichnend. Einer der Fabrikanten Einzelbeispiele für die steigende Intensivität des Klassen bekannt; sie kenne weder Pöplau nach Schneider und mit ihrem hatte eine Bemängelung des revidierenden Beamten in einem fampfes anzuführen. Wie ein roter Faden zieht sich durch Bruder habe sie nie über diese Dinge gesprochen. ungehörigen Tone zurückgewiesen und zudem behauptet, daß den Bericht die Tendenz der Unternehmer, die Ausbeutungs- Der Verteidiger stellte dann noch einen nenen Beweisantrag. die monierten Verhältnisse in anderen Fabriken gerade so lägen, freiheit sich nicht durch Auflegen der Fabrikinspektion be- Er forderte die Berlesung eines Schrift wechsels zwischen Der Beamte hatte hierauf erklärt, daß dann auch dort Revisionen schränken zu lassen, während auf der anderen Seite die Ar- dem Auswärtigen Amt und dem Reichssaazamt, notwendig feien und diese Dinge im nächsten Jahresbericht beiterschaft auch in den zurückgebliebenen Industrien sich zu der über Anstellung und Besoldung der Bureaubeamten des Aus der Fabrikinspektion behandelt werden müssen. Aus diesem regen beginnt, indem sie sich zur Wehr setzt und selber ihre wärtigen Amites gepflogen wurde, als jene Neuregelung der Anstellungsverhältnisse kam, die für Pöplau zum Ausgangspunkte Vorfall suchte die Handelskammer dem Fabrikinspektor einen Forderungen stellt. Jeder objektive Bericht der Fabrikinspek- seines Streites wurde. Daraus werde hervorgehen, daß das AusStrick zu drehen. tion spiegelt ein Stück Klaffenkampf wider: das ist bei dem wärtige Amt selber die große Schädigung anerkannt habe, die dem vorliegenden Jahresbericht der Fall. Er zeigt dent Leser, Angeklagten aus jener Neuregelung erwachsen mußte. Dieser Anwenn auch nur in Einzelbildern, den Kampf der Jetztzeit und trag wurde als unerheblich abgelehnt. läßt das Werden der Zukunft ahnen. Die zweite von einer Handelskammer vertretene BeSolche Hetze des Unternehmertums gegen die Pflichterfüllung der Fabrifinspektoren macht es verständlich, wenn minder pflichttreue Fabrifinspektoren sich scheuen, bei den Revisionen Arbeiter zu befragen, zumal sie befürchten können, daß Arbeiter aus Furcht vor Maßregelungen mit der Wahrheit zurückhalten oder schon durch die Befragung derGefahr einer Maßregelung ausgesetzt werden. In dem Bericht heißt es nach dieser Richtung hin recht bezeichnend: Das Gespräch an sich, nicht sein Inhalt, gibt oft schon Anlaß zu unlieb samen Wirkungen für den Arbeiter." " anerkannt. und Arbeitsverhältnisse in Der Prozeß Pöplau. Achter Verhandlungstag. der Die nächste Sigung ist auf Wittwoch 9 Uhr festgesetzt. Es wird da nur noch der famose Kriminalschußmann vernommen werden müssen, falls er kommen und aussagen darf. Damit wäre dann die Beweisaufnahme geschlossen, so daß noch am Mittwoch die Plädoyers beginnen könnten. Der Krieg im Bäckergewerbe. Im Prozeß Pöplau wurde am Dienstag die Beweisaufnahme fortgesetzt, aber zu Ende kam sie auch diesmal noch nicht. leber die vom Angeklagten geladenen Zeugen, Die auch in Baden durchaus ungenügende Zahl der Ge- die als Beamte von ihrer Dienstbehörde die Erlaubnis zur Die Situation gestaltet sich fortgesetzt günstiger für die kämpfenden werbeaufsichtsbehörde- Beamten macht den Mangel aus- Zeugnisablegung haben müssen, war endlich entschieden worden. reichender Revisionen erklärlich. Die Zahl der Revisionen Die einen hatten die erforderliche Genehmigung erhalten und waren Bäckergesellen. Nach der Feststellung, welche die Streilleitung am in Fabriken und diesen gleichgestellten Anstalten ist zur Stelle; den anderen war sie versagt worden, und das Gericht Dienstag früh machte, hatten bis dahin 790 Betriebe bewilligt, in denen jezt 1785 Gesellen zu den neuen Bedingungen arbeiten. Bor hatte bezügliche Zuschriften erhalten. Zu denen, die beträchtlich geringer als im Vorjahr, obgleich die Ausbruch des Streits waren in diesen Betrieben nur 1364 Gesellen nicht aussagen durften, Zahl dieser Betriebe von 9040 auf 9542 hinaufging. Es beschäftigt. Der Boylott hat also die Wirkung gehabt, daß der wurden nur 32,4 Proz. der Betriebe gegen 40,3 Proz. im gehörte vor allem der Herr Reichskanzler. Er hatte dem Absatz der Bäckereien, die bewilligt haben, sich gesteigert hat, so daß Gericht geschrieben, der Kaiser habe ihm nicht die diese Betriebe jetzt 421 Gesellen mehr beschäftigen, wie vor Vorjahr revidiert; da aber bei der Revision die Großbetriebe Genehmigung erteilt. in: Prozeß Pöplau als Beuge dem Streit. Gegenwärtig streifen noch 969 Bäder, 824 find in erster Linie berücksichtigt worden sind, so befinden sich in und Sachverständiger seine Aussage zu machen. Der Reichs- abgereist, die Zahl der am Kampf Beteiligten beträgt insgesamt ihnen 59,7 Proz. der Gesamtarbeiterzahl, gegen 65,9 Proz. Tanzler selber batte dann seinerseits der Mehrzahl der ge- 3578. Am ersten Tage des Streits hatten 2106 Gefellen die Arbeit im voraufgegangenen Jahr. Entsprechend der geringeren Zahl nehmigungsbedürftigen Beugen die Genehmigung versagt, namentlich niedergelegt. Im Laufe des gestrigen Tages sind wieder eine Anvon Revisionen wurden auch weniger Auflagen gemacht; ihre dem Staatssekretär Dernburg, dem Staatssekretär v. Stengel, dem zahl neuer Bewilligungen erfolgt. Ziffer fant von 4703 auf 3028. Revisionen wurden vor- Unterstaatssekretär Twele, dem Geheimrat v. Frangius usw. usw. In einer Mitgliederversammlung des Bäckerverbandes, die Der Zeugenaufruf ergab die Anwesenheit nur der Herren Oberst gestern nachmittag in dem Sophiensaal tagte, führte der Verbandsgenommen überhaupt: Leutnan: Quade, Geheimrat Schmidt, Dargiz sowie noch einiger vorsitzende Allmann aus: Die Situation des Kampfes ist außer= Hofräte und schließlich auch des Kriminalkommissars Walter. Der ordentlich günstig. Der Streit hat nicht so imposant eingefegt wie Herr ob er nicht auch im Jahre 1904. Kriminalfommissar wurde gefragt, ob Etwa 500 Gesellen weniger wie damals haben Das erklärt jenen noch unbekannten Kriminalschußmann mitgebracht diesmal die Arbeit am ersten Tage niedergelegt. habe, der Herrn Böplau überwachen zu hatte; aber sich so, daß die Meister schon längere Zeit vor dem Streik junge, er antwortete mit einem fühlen Nein. Herr Böplan teilte eben ausgelernte Gesellen aus den öftlichen Provinzen nach Berlin mit, daß er noch den Kriegsminister geladen habe. Hierzu hereingezogen, fie hier in Arbeit brachten und dafür sorgten, daß verlas der Vorsitzende ein beim Gericht eingegangenes Schreiben, sie mit dem Verband nicht in Berührung kamen. Aber trotzdem in dem der Kriegsminister meldete, er werde nicht tommen, hat sich der Stampf schließlich noch günstiger gestaltet, wie im bis der Kaiser ihm die Genehmigung erteile. P. bemerkte, er habe Jahre 1904. Infolge des damaligen Streits haben sich die Verdem Kriegsminister sogleich angegeben, worüber er aussagen solle, hältnisse in vielen Bäckereien verbessert, namentlich in den größeren Be und auch der Kaiser sei von ihm( Pöplau) bereits gebeten worden, trieben, die Kost und Logis vollständig abgeschafft haben, so daß bei dem 1903 4081 mit 57,2 Broz. der Gesamtarbeiterschaft 1904 4442 62,7 " " " " 1905 4148 65,9 " " " " 1906 3805 59,7 83 " Auflagen wurden den Unternehmern gemacht 1903 4081 9 1904 4442 0 1905 4307 1906 3018 Hiervon entfielen auf Unsere Toten. " 1 aus -An noch in höchstem Lurus hätten leben lönnen, und hätte sie die er übrigten 2 Millionen zur Aufbesserung der Löhne ihrer 5000 Arbeiter verwendet, so hätte jeder dieser Proletarier jede Woche 10 M. mehr mit nach Hause gebracht und die Lebenshaltung Zehntausender von Arbeitern, Frauen und Kindern von Höchst und Umgegend wäre in erheblichem Maße verbessert, Kultur, Gefittung und Gesundheit in diesem ganzen Vollsteil ein Stüd gehoben worden, den kleinen Geschäftsleuten, Hausbesitzern und Landwirten des ganzen Umkreises eine beträchtliche Mehreinnahme verschafft, furz Segen meilenweit für vielleicht hunderttausend Menschen verbreitet worden." gegwärtigen Streit für sie feine andere Bewilligung mehr in Frage! Es fei übrigens bemerkt, daß die Parteigenossen des Südens fum als die des freien Tages. Der freie Tag ist es ja, um den sich sich entschloffen haben, an der Winzerbewegung teilzunehmen, sie der Kampf Hauptsächlich dreht. Die Jumungsmeister behaupten, sie aber zur sozialistischen Propaganda zu benügen. Bei lönnten diese Forderung nicht bewilligen, weil dadurch die Betriebs- der gestrigen Riesendemonstration in Rimes, die. 80 000 tosten erhöht und infolgedessen Brot und Backware verteuert werden nach anderen, etwas füblichen" Schägungen 250 000 müffen. Diese Behauptung ist durchaus unzutreffend. Bäckermeister, Menschen verfanumelte, zogen sie mit 20 roten Fahnen auf, welche bewilligten, haben ausgerechnet, daß der freie Tag die Ver- worüber die Reaktionären dem Häuschen waren. arbeitung pro Sad Mehl( 2 Zentner) für die Kleinbetriebe um einigen Stellen versuchten die angesammelten Klerifalen sogar, 8 Pf., für die Großbetriebe um 20-25 f. verteuert. Das be unsere Genossen auszupfeifen. Diese ließen sich aber von diesen deutet eine Erhöhung der Produktionskosten um/ Brozent, oder Ungezogenheiten nicht anfechten und verteilten fleißig ein Flugblatt, anders ausgedrückt: Ein Quantum Ware, welches im Verkauf 4 M. das viel Antlang fand. Auch hielten sie eine ausgezeichnet besuchte Daß das Unternehmertum die bestehende Güterberteilung, bei foftet, wird durch den freien Tag um 3 Pf. verteuert. Das ist eine Boltsversammlung ab, der Genosse Due- Querch präsidierte so geringe Erhöhung des Preises, daß fie das Publikum im Jnteresse und in der u. a. auch Genosse Ferroul, Bürgermeister von der die Arbeiter nichts, die Nichtstuer alles erhalten, gern dauernd der Bäckergesellen gern tragen wird, falls sie die Meister nicht selber Narbonne, sprach. erhalten möchte, ist erklärlich und daher auch der glühende Haẞ, mit dem es die gewerlichaftliche Organisation verfolgt. So wandte tragen wollen. Wie lächerlich es ist, zu behaupten, die Gewährung Mus Sonnenburg wird uns geschrieben: sich die Firma Cassella ut. Co. im September 1906, als der Fabrikdes freien Tages belaste die Produktionskosten in unerträglichem Maße, beweist die Tatsache, daß der Sack Mehl durch die neueste Einen schweren Berluft hat unsere Partei im Wahlkreise Ost- und arbeiterverband dort Fuß faßte, in einem Utas an die Arbeiter, in Bollerhöhung um 9 M. im Preise gestiegen ist und jetzt 28-32 m. tostet. 28 est- Sternberg durch den freiwilligen Tod des Genossen bem es heißt, man werde lieber den Betrieb ftillegen, als eventuellen Als während der Zolltarifdebatten aus den Reihen der Bäckermeister Adalbert Döpping erlitten. Genosse Döpping hat bei der letzten Forderungen der Arbeiter und ihrer Organisation nachgeben. Protest gegen die Erhöhung des Getreidezolles erhoben wurde, da war Wahl mutig gekämpft, trotzdem er schon lange fchiver nervenleidend Knechte sollen die Arbeiter bleiben, willenlose Sllaven, die stets die Peitsche fürchten und dankbar die schlagende Hand es der Verband der Germania- Jnnungen, welcher diese Protestbewegung war. Ehre seinem Andenken! unterdrückte und Leute, die an der Spitze des Germania- Verbandes Die Vertreter der ausländischen Sozialdemokratie auf dem schweiz in Gold umwandeln. Ileberwältigend wohltätig können stehen, sind teils direkt, teils indirekt für die Zollerhöhung eingetreten. Die Vertreter der ausländischen Sozialdemokratie auf dem üssen. Troßdem, wohltätig sind die Chemiker, die ArbeiterUnd diese Leute wagen es jetzt, der Welt vorzureden, die Bewilligung Londoner Kongreß der russischen Sozialdemokratie. sie sein. Die Höchster Farbwerte haben u. a. gelegentlich der goldenen des freien Tages müsse das Brot verteuern. Die fiebente Sigung des Kongresses wurde mit einer Rede des Hochzeit des ersten deutschen Kaiserpaares eine„ Staiser Wilhelm- und Vertreters der englischen Bruderpartei, Genossen Macdonald, eröffnet. Augusta- Stiftung" mit 150 000 M. begründet. Ihr Zweck soll sein: Der Kampf des russischen Proletariais finde die tiefste Sympathie a) den Aufsehern und Arbeitern in barem Gelde Darlehen, sowohl der englischen Arbeiterschaft, führte der Redner aus. Doch wolle in Fällen vorübergehender Not(!) gegen Handschein und Bürgschaft, sie nicht nur durch Sympathiebezeugungen, sondern durch tätige als auch zum Erwerb von Immobilien gegen gerichtliche Sicherheit Sülfe ihren russischen Brüdern Unterstügung angedeihen lassen. zu geben; b) arbeitsunfähig gewordenen Mitgliedern der Stiftung sowie deren Witwen und Kindern eine nach bestimmten Grundsägen geregelte, in ihrem Betrage normierte() laufende Unterstügung zu gewähren". Wie die Wohlfahrt in den Dienst der Plünderei gestellt wird, dafür folgendes: Durch ein gedrucktes Rundschreiben vom deutschen Sozialdemokratie entbiete der sozialdemokratischen Partei 27. April 1906 wurde den Arbeitern der Höchster Farbwerke folgendes Rußlands feinen Gruß. Das deutsche Proletariat verfolge mit bekannt gegeben: heißem Mitgefühl den revolutionären Kampf der russischen Arbeiterschaft. Die Beschlüsse des Jenaer Parteitages, welche den Massenstreik bei gewissen Vorbedingungen in Deutschland anerkennen, seien der erste Tribut gewesen, welcher den Erfolgen der russischen Revolution gezollt wurde. Die Rednerin unterwirft in großen Zügen die politische Lage Deutschlands, die Beziehungen zwischen der Sozialdemokratie und dem Liberalismus und die nach den letzten Reichstagswahlen geschaffene Situation einer Analyse. Sie geht sodann zur Revolution von 1848 über und zieht eine Parallele zwischen dieser und der jeßigen russischen Revolution. Mit der Aufforderung, un geachtet aller taktischen Meinungsverschiedenheiten die Parteieinheit zu bewahren und mit Berlesung des Briefes, den der Parteivorstand an den Kongreß gerichtet, schließt die Rednerin unter donnerndem Applaus der Versammlung ihre Rede. Welchen Erfolg der Streit gehabt hat, sieht man unter anderem daran, daß die Innungen noch jetzt nach Arbeitswilligen suchen. Es ist also nicht wahr, daß die Inmungen, wie sie behaupten, Ueberfluß an Gesellen haben. Der Boylott hat fo getpirkt, daß biele Meister, die nicht bewilligt haben, jetzt weniger Gesellen beschäftigen wie vor dem Streit. Die Innungen dachten dem Boykott Whit donnerndem Beifall begrüßte der Kongreß diese Worte. dadurch zu begegnen, daß fie Konventionalstrafen festsegten für die Gleich darauf wurde der Bertreterin des deutschen Bewilligung, für den Aushang des Plakates und für den Fall, daß Parteivorstandes das Wort erteilt. In ihrer mehr als einein Meister Kunden eines anderen Meisters annimmt. Einen ftündigen Nede führte sie folgendes aus: Der Parteivorstand der Hauptfchlag dachte man durch das Hefesyndikat zu führen. Aber der Sefeboykott ist vollständig fehlgeschlagen. Nachdem die Streifleitung den ersten Ansturm des Hefeiynditates abgeschlagen hatte, wird ihr jezt mit Wissen und Willen einflußreicher Mitglieder des Syndicats Hefe geliefert. Es sind auch schon Vorschläge bei der Streilleitung eingegangen, welche dahin gehen, daß eine neue Hefefabrit errichtet werden soll, die dem Syndikat nicht beitritt und daß die Streit leitung dafür sorgen solle, daß die Bäckermeister, welche bewilligt haben, sich verpflichten, ihren Bedarf an Hefe dauernd aus dieser Fabrit zu beziehen. Großhändler in Hefe haben sich bei der Streitleitung um Lieferungen beworben mit dem Bemerken, sie selber seien nicht für den Boykott, aber fie seien von den Fabrikanten gepreßt worden. Aus alledem geht hervor, daß man im Hefesyndikat felber zu der Einsicht gekommen ist, daß der Boykottbeschluß verfehlt ist und dieser Beschluß gründlich daneben gehauen hat. In Anbetracht all dieser Umstände sind die Erfolge des Streife und Boykotts durchaus befriedigend. Bäckermeister, die vor dem Einen außerordentlichen Parteifongreß beruft der Vorstand der Streit nur einen Gesellen beschäftigten, haben jest 4-5. Eine sozialdemokratischen Partei Belgiens auf Sonntag, Charlottenburger Brotfabrik hat die Zahl ihrer Gesellen von 3 auf den 30. Juni, nach Brüssel ein. Auf die Tagesordnung sind folgende 10 gesteigert und die Großbäckerei von Goldacer hat 22 Gesellen Bunkte gefegt: Die Kolonialfrage; der Militarismus mehr eingestellt. und die internationalen Konflikte; das Verhält nis zwischen Partei und Gewerkschaften; Ginwanderung und Auswanderung; das Frauenstimmrecht; Internationale künstliche Sprache. Wie man sieht, enthält die Tagesordnung nur solche Punkte, die auch auf dem Internationalen Kongreß zu Stuttgart zur Verhandlung fommen. Es handelt sich also um eine Vorbereitung der belgischen Partei für den Internationalen Kongreß. Der Stampf wird einstweilen noch nicht beendet werden können. Es muß jetzt alles darangejezt werden, damit die Bewilligungen er halten bleiben und korrekt durchgeführt werden. Der Verband hat Maßnahmen getroffen, um auch diesen Teil der Bewegung durchzuführen und den Kollegen die Erfolge des Kampfes auf die Dauer boll und ganz zu sicherii. . Verlorene Liebesmühe. Zum Hefeboykott teilt die Streifleitung mit: Das Hefefyndikat hat jetzt auch die Hefelieferung aus Hamburg inhibiert, die an die Streilleitung erfolgte. Wir sind indes in bezug auf Hefe feineswegs in Verlegenheit geraten, da es uns in den legten Tagen möglich war, aus dem Ausland, namentlich aus Wien, Budapest und Dänemark genügend Abschlüsse machen zu fönnen. welche den Bedarf reichlich decken. Wir können deshalb nach wie vor erklären, daß der Hefeboykott vollständig ins Wasser gefallen ist und wir den Bäckermeistern nach wir vor genügend Prima- Hefe zum Preise von 50 Pf. pro Pfund liefern werden. Hus der Partei. Kaiser Wilhelm- u. Augusta- Stiftung fir Arbeiter- Invaliden, Witwen u. Waisen der Farbwerke vorm. Meister, Lucius u. Brüning Hoechst a. M. B. B. Hoechst a. M., 27. April 1906. Es ist uns bekannt geworden, daß auswärtige Agitatoren bemüht find, Inzufriedenheit bei der Arbeiterschaft der Farbwerke hervorzurufen und dieselbe, wenn möglich, in eine Streifbewegung zu treiben. Wenn wir auch in keiner Weise Stellung zu diesen Bestrebungen zu nehmen haben, halten wir es doch für unsere Pflicht, die Mitglieder unserer Stiftung daran zu erinnern, daß nach§ 28 der Stiftungs- Statuten dasjenige Mitglied, welches den Dienst der Farbwerte einerlei auf welche Dauer verläßt, seine Pensionsansprüche an unsere Stiftung verliert und daß weder die Farbwerte noch wir in der Lage find, bei einem even tuellen Wiedereintritt das verlorene Pensionsrecht wieder ausleben zu laffen. Der Vorstand der Kaiser Wilhelm- und Augusta- Stiftung." Wie unverhohlen wird hier die Wohlfahrtseinrichtung in den Dienst des Unternehmerprofits gestellt. Das soziale Bild wird vervollständigt durch Schilderung der traurigen Gesundheitszustände unter der chemischen Arbeiterschaft. Auch die rapide Entwickelung der chemischen Industrie und die Politik des Schutzes der nationalen Arbeit" durch Plünderung der Julandskonsumenten findet Würdigung. Das Chlorfallsyndikat z. B. verkaufte den Doppelzentner nach dem Auslande zu 7,75 M., in Deutschland mußte für dasselbe Quantum 18,25-13,50 m. gezahlt Der Naum verbietet es uns, näher auf alles Material einwerden. " Aus Induftrie und Handel. Brofit und Arbeit in der chemischen Industrie. g In scharfen Strichen, unterstützt von durchschlagendem statistischen Material, zeichnet Genoffe Quard in einer vom Berbande der Fabrik, Land- und Hülfsarbeiter und Arbeiterinnen unter obigem zugeben; die Inappen Auszüge dürften aber genügen, den Wert Titel herausgegebenen Broschüre den Widerfinn der kapitalistischen bes Schriftchens erkennen zu lassen. Es verdient die weiteste Ber beitsverhältnisse, die sich auf dem Hintergrunde der märchenhaften Wirtschaftsordnung. Grell beleuchtet werden die erbärmlichen Arbreitung. Gewinne, die die chemische Industrie abwirft, besonders wirkungsvoll Schweinefleischkonsum und Schweinefleischpreise. aufreizend abheben. Daß die aus der chemischen Industrie Gewinn Wie die Ausdehnung des Fleischkonsums durch das Festhalten ramschenden Aktionäre mit den Riesendividenden nicht ein Aequivalent für verausgabte geistige Arbeit erhalten, sondern Mehrwert an den hohen Fleischpreisen fünstlich gehemmt wird, zeigen einige raffen, der der Gesamtheit gehört, wird in der Broschüre in einigen Zahlen, die wir in den Mitteilungen der Zentralstelle der preußischen Landwirtschaftskammern finden. Die Hausschlachtungen bon Inappen Sägen trefflich illustriert: Fr. Fed. Runge 3. B. hat als Professor der Chemie in Schweinen weisen im Winterhalbjahr 1906/07 gegen das WinterBreslau arm und wenig gelannt gelebt, war aber 1820 der Ent- halbjahr 1904/05 eine geringe Zunahme auf; dagegen sind die Hauptschlachtungen, die sogenannten gewerblichen, die beDecker der Anilinherstellung aus Steinfohlenteer, Die Summen, sonders mit der Rücksicht auf die Wurstfabrikation ein richtiges welche die Gesamtheit seit 70 Jahren für chemische Studien an onders mit der Rücksicht auf die Wurstfabrikation ein richtiges den Hochschulen aufbrachte und aufbringt, sind in ihrem Bild vom Schweinefleischkonsum in den Städten geben, praktischen und finanziellen Endergebnis sämtlich den Geld- 27 910 Stück in diesem Winter gegen den Winter 1904/05 zurückschränken der chemischen Großindustrie zugute gekommen; die geblieben. Besonders deutlich tritt diese Erscheinung in Süddeutschland zutage. Stellt man die gewerblichen SchweineMaffe der Steuerzahler, die das Geld dafür zahlte, hat nichts schlachtungen nach Bundesstaaten zusammen, jo erhält man folgendes Bild: es unterlagen der Schlachtvieh- und Fleischbeschau: Winter 1906/07 gegen Rüdgang 1906/07 1904/05 in Proz davon." Und es sind gewaltige Summen, getvaltig abfolut und im Verhältnis zum Anlagekapital, die die Aktionäre einheimsen, wie in folgender Tabelle ausgewiesen wird. Es erzielten an Reingewinn beziv. Dividende: Aus der französischen Partei. Paris, 3. Juni.( Eig. Ber.) Der Nationalcat der geeinigten Partei hat gestern eine intereffaute Versammlung abgehalten, die letzte vor dem Internationalen Kongreß. Aus dem vom Barteisekretär Du breuilh erstatteten Bericht ergeben sich ansehnliche Fortschritte der Organisation. Die Zahl der Parteimitglieder hat 50 000 überschritten und die Parteisteuer wird regelmäßiger als früher entrichtet. Zum Punkt: Inters nationaler Kongreß stellte Genojie Longuet einen wichtigen Antrag. Mit dem Hiniveis auf den Internationalen Bergarbeiteriongres in Salzburg, der am 8. September beginnt und auf die Tagung der Generalräte im Auguft regte er an, das Internationale Bureau um Verschiebung des Internationalen Kongresses in Stuttgart um 2 bis 3 Wochen zu ersuchen, insoweit diese Maßnahme die deutschen Genossen nicht geniert. Der Antrag wurde angenommen. Die Genossen Groussier und Paul Louis stellten fest, daß das Internationale Bureau ein Ersuchen der Unabhängigen" um Zulassung zum Stuttgarter Kongreß selbstberständlich gar nicht in Erwägung ziehen kann.( Ein Mitglied der geeinigten Partei. Prof. Fournières, hat bor einiger Zeit den Badische absonderlichen Einfal gehabt, der Zulassung dieser Gesellschaft, die zur strupellofesten Gefolgschaft des Ministeriums Briand- Clemenceau zählt und der außer Politikern wie Briand und Millerand zweifelhafte Geschäftsleute wie Gerault Richard angehören, das Wort Albert it. Go., zu reden.) die Fabriken Winter 1904/05 1900 1901 1902 1903 1904 1905 Preußen Bayern. Sachsen Württemberg. 4917 878 4 889 963 27 910 0,56 . . . 932 051 847 207 84 844 9,10 676 238 664 500 -11 783 1,73 258 459 235 828 -22 631 9,63 Farbwerke... M. Div. M. Div. M. Div. M. Div. M. Div. M. Div. 4764601 4106922 4570004 5095791 6763172 8698548 = 20%= 20%= 20% = 24% = 20% 20% Baden Hessen Elsaß- Lothringen 289 812 215 430 - 23 882 9,99 175 197 161 057 158 819 17 878 9,87 147 933 14 124 8,71 Höchfter Anilin it. SodaFabrik, Ludwigshajen. Bieberich... Elberfeld.. 9628712 10119722 11485162 11675752 10898733 11750219 24%= 24% 26%= 26% 24%= 27% 2764601 2383362 2779020 2756676 3429156 3789288 = 124% 18%= 15%= 15% = 18% 19% 3583522 4164517 5109510 6027374 7793833 10494212 = 18%= 20%= 22%= 25%= 28%= 33% Um diesen ganz bedeutenden Rüdgang richtig zu würdigen, muß man noch die gleichzeitig stattgefundene Bermehrung der Be völkerung um zirka 3 Proz. in Betracht ziehen. Preise bei den Fleischlieferungen für die Truppen. Die diesmaligen halbjährlichen Verdingungen der Fleischlieferungen für die Berliner Garnison haben am Freitag vormittag ftattgefunden. Die Preise sind für ein Kilogramm in Pfennigen: Eine lebhafte Debatte entspann sich über die Verteilung der Parteisteuer der Deputierten. Es wurde schließlich be- Bayer, schlossen, von den Abgeordnetenentschädigungen etwa 80 000 Frank als Reserve zurück zu behalten und den Rest für verschiedene Zwecke, wie Reiseentschädigung der angestellten Parteipropagandisten( derzeit In grellem Kontrast zu den Riefengeivinnen stehen die Löhne drei: Cochin, Renaudel, Magences Noldes), Reise- der chemischen Arbeiter. Der Durchschnittslohn stellt sich nach den tosten für die Delegierten des Nationalrats, eine Subvention für Ausweisen der Berufsgenossenschaften über die wirklich gezahlten den Sozialiste", Förderung der regionalen Propaganda zu ber- Löhne auf rund 1150 M. Die Höchster Farbwerke gabeit noch 1896 selbst den Durchschnittslohn für alle ihre Arbeiter auf 2,86 M. täg- Ochsenfleisch wenden. • . 1. Halbjahr 06 2.Halbjahr 06 1.Halbjahr 07 2.Halbjahr 07 14 Angebote Durcha schnitt 4 120-132 126 85-110 97 119-128 123, 126-135 180 118-138 128 116-122 119 80-100 90 120-128 124 120-140 130 128-142 185 142-168 155 fchilt 136-145 140 115-132 1232130-135 1322 80-100 90 80-90 85 138-150 144 130-150 140 150-170 160 136-140 138 125-130 1272 145-150 147136-145/ 140 127-140 1331128-140 134 130-170 150 124-140132 124-152 138 Der Nationalrat beschloß ferner Sympathiekundgebungen für lich an! Einen höheren Lohn als 3 M. Hatten nur 44 Proz, und subfleisch bie streikenden Seeleute und für die Winzer des davon waren die meisten nicht chemische Arbeiter, sondern sonstige Rindertalg. Südens. Die zweite ist von besonderer Bedentung, weil die von Handwerker. In rheinischen Zündholzfabriken erhielten erwachsene Hammelfleisch. und Stalbfleisch einer Kommission, der unter anderem Jaurès und Guesde an- männliche Arbeiter Tagelöhne voir 1,65 bis 2,50 m. gehörten, einstimmig beschlossene Resolution jeber Demagogie in den Gifihütten des Elberfelder Westends wurden 1908 Schweinefleisch Fetter Speck ausweichend ben Standpuntt Natürlich prinzipiellen des noch„ Verdienste" von 2,50 bis 3 M. gezahlt." Sozialismus betont. Es heißt barin: Der Nationalrat ift müffen" diefe Januerlöhne in barbarisch langen Arbeitszeiten Wagerer Sped 130-154 142 136-162 149 160-170 165 150-153 154 Hieraus ist ersichtlich, daß die Preise beim Los I( Mins. entschlossen, alle Maßnahmen zu fördern, die in der heutigen Ge- erschuftet werden. Zwölfstündige und längere Arbeitszeiten, fellschaft das Elend der Kleinbauern wohl nicht teilen, aber zur Abwechselung von 24stündigen Schichten unterbrochen, waren Hammel- und Kalbfleisch) ganz bedeutend gestiegen sind, und zwar mildern fönnen. Er erklärt sich bereit, alle gefeßzgeberischen Be- früher die Regel. Daß sich solche herrlichen Zustände, die Tolstoi ft Ochsenfleisch beim Durchschnittswerte um 14 Proz.. Kubfleisch um stimmungen zu unterstigen, die die Krise des Südens lin- mit echt die Sklaverei neuerer Zeit" nennt, in der chemischen über 11 Proz., Hammelfleisch um 16 Proz. und Kalbfleisch sogar um dern können, ohne die wirtschaftliche Notlage an- Industrie erhalten haben, dafür zieht Genosse Quard eine Erhebung 23 Proz. höher. Niedriger im Preise ist nur Kindertakg und zwar Beim Los II waren die Preise einem ständigen derer Gegenben zu erhöhen: wie die obligatorische der Zahlstelle Fechenheim des Fabritarbeiterverbandes als Nachweis um 3½½ Proz. Deklaration des Ernteertrages, das Verbot des an. Im Jahre 1906 arbeitete die Mehrzahl der befragten Arbeiter Wechsel unterworfen. Die Durchschnittswerte sind beim SchweineBuderungsverfahrens, die Unterbrückung der bei Cafjella 12 Stunden täglich, manche fogar 18 Stunden täglich, fleisch um 5½½ Proz., beim fetten Speck um 10 Proz. niedriger, daBeinfälschung, die herabjegung oder gänzliche Auf bei Stundenlöhnen von 26 bis höchstens 33, meist von 30%, B. gegen beim mageren Spec um 8 Proz. höher als im ersten Halbhebung der Steuer auf den Konsumauder, die mit Händen greifbar wird in der Schrift der Wahn- und widerfinn jahr 1906. Unterdrückung des Hausbrennerprivilegs und des der gottgewollten Ordnung gezeigt. Tatsachen sind ellige Dinger Alkohol monopols. Er erinnert aber alle Proletarier und und den Lobpreisern der fapitalistischen Raub- und Plünderalle Winzer daran, daß diese Palliativmittel die wirtschaft reibt Quard das folgende, aufreizende Rechenegempel Grundursache ihres Glends fortbestehen laffen unter die Nase: werden und daß nur die sozialistische Gesellschaftsordnung ihnen die Erlösung bringen kann." Soziales. Tötung als Folge des Sparfystems in Krankenanstalten. Anläßlich einer Besichtigung der Städt. Heil- und Pflegenur" 6 Millionen an ihre Aktionäre verteilt, womit diese immer anflalt in Dresden durch die Stadtverordneten und die Presse Hätte die Höchster Fabrit statt 81%, Millionen Dividende " Faßte der Dezernent der Anstalt, Stadtrat Seeling, die Grundsätze, Damit glaubt der ehemalige notleidende Schweinezüchter den| Stempel der Firma: Oberfränkische Genossenschaftsweberei nach denen die Anstalt verwaltet wird, in die Worte zusammen: Pastor, der sich erkühnte, diese herrlichen Zustände auf dem Lande" Lipperts" aufgedruckt. Mögen deshalb die Proletarierfranen in ,, Wir sind bestrebt, mit möglichst wenig Versonal den Betrieb als unwürdig zu finden, abgetan zu haben! Das Camburger ihren Konsumvereinen und in anderen Kaufläden nur Scheuerder Anstalt aufrecht zu erhalten." Die Folgen dieses Systems Blättchen weigerte sich plötzlich, dem Pfarrer Dr. Vogl zu tücher mit dem Stempel der Genossenschaft verlangen, um so mehr, machen sich denn auch öfter als es wünschneswert wäre bemerkbar, einer weiteren Erwiderung noch den Raum im redaktionellen als die Gründer der Genossenschaft, durchweg Parteigenossen in ohne daß die Verwaltung Anstalten macht, ihr System aufzugeben. Teile zur Verfügung zu stellen. Da dieser Pfarrer aber Daß dem so ist, bemics eine Verhandlung vor dem Dresdener ein weißer Rabe unter feines Gleichen zu fein scheint, führender Stellung, die Gewähr dafür bieten, daß das Unternehmen Landgericht, in der sich die Krankenpflegerin Träger wegen fahr- ließ er nicht locker und im Inseratenteil veröffentlichte er darauf in idealem genossenschaftlichen Geifte geleitet wird. läffiger Tötung zu verantworten hatte. Nach dem Ergebnis der noch folgende Erklärung, die klares Licht darüber verbreitet, wie jene Beweisaufnahme hatte die Pflegerin am 1. Februar eine Abteilung Erklärung von Arbeitern zustande kam, auf die Vogl antwortete: Gehaltszahlung für die Dauer eines außerehelichen Wochenbetts. der mit Epileptikern und dioten belegten Kinderstation über- Wie die Unterzeichner jener Erklärung" soweit ich sie sprach nommen. Sie hatte ganz allein neun frante Kinder täglich zu behaupten, ist ihnen dieselbe vom Rentner Schlüter ab= Bor kurzem flagte vor dem Kaufmannsgericht München die baden, stets zu füttern, die ganze Abteilung reinzumachen und geschwindelt" worden, man habe sie überrumpelt", fie Kontoristin M. gegen die Firma Mezeler u. Co. auf Zahlung von vor allen Dingen die Kinder, die sich fortgesetzt beschmuzten, pein- hätten weder gewußt, um was es sich handle, noch hatten sie eine 90. als Gehalt für Monat April. Vor Gericht bat die Firma um lich sauber zu halten. Am Tage nach der Uebernahme der Ab- Ahnung, daß die ligenhafte Schrift gegen jemand gerichtet bett an der Leistung der Dienste gehindert worden; dies könne nicht Klageabweisung; die Klägerin sei durch ein außereheliches Wochenteilung badete sie als Ichtes Rind ein 13 jähriges Mädchen, von sei und veröffentlicht werden sollte. Die Arbeiter wünschen aus dem sie nur gehört hatte, daß es sich gern badete. Da sie niemanden drücklich, ich möchte dies veröffentlichen. Da mir zu einer ausführ werden." Der flägerische Vertreter wandte ein: Die Klägerin sei als ein unverschuldetes Unglück" im Sinne des§ 63 angesehen anders zur Berfügung hatte, mußte sie gleichzeitig das unrein lichen Berichtigung kein Raum gewährt wird, muß ich dies in schon seit 4% Jahren bei der beklagten Firma in Stellung, sie habe gemachte Bettchen wieder in Ordnung bringen. Sie beobachtete anderen Blättern tun. Pfarrer Dr. Bogl in Leislau. dabei das im Bad befindliche Kind vom Krankenzimmer aus. bis am Vormittage vor ihrer Entbindung im Geschäfte bei der BeDas Kind bekam plötzlich einen der selten bei ihm auftretenden flagten gearbeitet; sie sei Witwe, zurzeit verlobt. Das Wochenbett Anfälle, atmete Wasser mit ein und crtrank. Die Angeklagte falle unter den Begriff des unverschuldeten Unglüds im Sinne des war eine tüchtige, pflichteifrige Pflegerin. Sie machte die Arbeitsüberbürdung für den Unglücksfall verantwortlich In Hof und Umgegend hat eine Anzahl Weber eine Oberurteilung der Beklagten mit folgender Begründung: Streit besteht § 63 des Handelsgesetzbuches. Das Gericht gelangte zur Verjeder rechtdenkende Mensch mußte ihr darin beipflichten. Eine Freisprechung fränkische Genossenschaftsweberei" gegründet. Der Eiz des Unter- unter den Parteien darüber, ob ein außereheliches Wochenbett als wäre eine volle Verurteilung des von der Verwaltung beliebten nehmens ist in Hof i. B., das Unternehmen selbst in Lipperts, ein unverschuldetes Unglück" anzusehen ist. Diese Frage ist in Systems gewesen. So plädierte denn der Staatsanwalt für eine einem Handweberdorfe im Frankenwalde. Außer einer Verzinjung der Literatur nicht unbestritten. Das Gericht hat sich der kläge= ganz geringe Strafe, weil nur eine sehr mäßige Fahrlässigkeit der eingezahlten Anteile mit fünf Prozent, werden die Genossen- rischen Ansicht angeschlossen mit der Begründung: da der außervorläge. Die Angeklagte wird wegen fahrlässiger Tötung zu einer schaftler auf jedwede Dividende verzichten und ist dies auch im eheliche Geschlechtsverkehr weder gefeßlich noch nach heutiger LebensWoche Gefängnis verurteilt. Aber auch dieser Ausgang des Pro Statut festgelegt. Alle Ueberschüsse sollen vielmehr zum Ausbau anschauung ein Verschulden sei, so können es auch seine Folgen aeffes ist eine vollständige Niederlage jener erzreaktionären Stadt der Genossenschaft, zur Hebung der Lebenslage der von ihr beschäf- nicht sein. verwaltungen, die bestrebt sind, mit möglichst wenig Personal figten Arbeiter und schließlich zum Nutzen der Konsumvereinsden Betrieb in ihren Anstalten aufrecht zu erhalten" borkommende Unglüdsfälle werden sie ja nicht zur strafrechtlichen fundschaft in bezug auf die Festsetzung der Warenpreise usw. verBerantwortung gezogen. Wie Gutsarbeiter leben. für etwa In echt agrarischem Tone antwortet ter ehemalige Schweinezüchter und Gutsbefizer, jezige Rentier Schlüter in Naumburg auf die am Freitag im Vorwärts" veröffentlichte Schilderung des Pfarrers Dr. Vogl in Leisiau über die Arbeiterwohnungen des Rittergutes Leislau. Schlüter beruft sich auf die Gegenerklärung" seiner einstigen Arbeiter und meint, daß sich eine nochmalige Widerlegung erübrigt; auf den übrigen set a tich einzugehen wird fein verständiger Mensch mir zumuten". Recht bezeichnend ist der Schlußsazz seiner Leistung: lleber die Vogliche Behauptung, daß bei mir alles teurer gewesen sei als bei anderen Leuten, bin ich selbst erstaunt, weshalb hat er selbst dann bei uns bis zuletzt getauft, etwa weil wir lange pumpten?" Produktiv- Genossenschaft von Handwebern, wendet werden. Die Ursachen der Gründung dieser Genossenschaft liegen in den erbärmlichen wirtschaftlichen Lebensverhältnissen ser oberfränkischen Handweber. Verdienste von 9-10 m. pro Woche sind schon fast die höchsten, in der Scheuertuchfabrikation sind sie oft noch niedriger. Und dieser miserablen Entlohnung steht eine beispiellose Bereiches rung der Faktore, Kaufleute und Fabrikanten gegenüber. Den Arbeitern soll der Ertrag ihrer Ware Arbeitskraft voll zugute kommen. Deshalb diese Gründung. Vorerst ist die Fabritation von Scheuertüchern aufgenommen. Es ist dies ein zu jeder Zeit gangbarer Konsumartikel, und wenn die Konsumvereine die neue Genossenschaft nur einigermaßen unterstützen, hofft die neue Produktivgenossenschaft, in die Höhe zu kommen. Die Gründer bauen auf den starken genossenschaftlichen Geist der deutschen Arbeiterklasse. Jedem den Betrieb verlassenden Scheuertuch wird der Hus der Frauenbewegung. Als Polizisten find zwei Frauen im Staate New Hampshire, Vereinigte Staaten von Amerika, angestellt worden. Ihre besondere Aufgabe ist es, Grausamkeiten gegen Kinder und gegen Tiere zu verbülten und Verhaftungen vorzunehmen, wo Veranlassung dazu vorliegt. Die Tätigkeit der beiden Frauen hat sich bereits als so sollen. Die Frau als Polizist konnte sich der Philifter bisher nur nüglich erwiesen, daß weitere Frauen in Dienst gestellt werden als komische Figur vorstellen. Staaten, kürzlich angestellt. Dies Amt wurde vom Staatsparlament Die erste Fabrikinspektorin hat der Staat Minnesota, Vereinigte nen gebildet, nachdem die Frauen zahlreich dafür eingetreten waren. Bei 30 000 Arbeiterinnen in Minnesota ist eine Fabrilinspektorin allerdings nur als bescheidener Anfang einer notwendigen Einrichtung zu schätzen. Achtung! Bäckerstreik! Achtung! Kundensammelstellen. Die verehrliche Bevölkerung von Berlin und Umgegend fordern wir hierdurch auf, falls fte aus bewilligten Bäckereien Ware haben wollen, in denjenigen Stadtvierteln oder Straßenzügen, wo keine bewilligt habenden Bäckereien vorhanden sind, an nebenstehende Kundensammelstellen ihre Adresse gelang zu lassen und zugleich mitzuteilen, wie viel Backware und Brot sie zlich brauchen und um welche Zeit die Ware geliefert werden soll. Die Streifleitung wird dafür sorgen, daß den sich Meldenden auf dem schleunigsten Wege die Ware ins Haus geliefert wird. Petermann, Moabit, Birkenstraße 28, Ecke Stephanstraße. Walter Sieber, Buchbinder, Lippehnerstraße 24. Hermann Barentin, Tilsiterstraße 81. de 70tart Max Thielo, Hohen- Schönhausen, Koskestraße. Emil Witte, Pankow, Florastraße 45. Gronau, Reinickendorf W., Waldstr. 65. Otto Wedermann, Steglitz, Fichtestraße 71. Winkelmann, Steglitz, Schloßstraße 104. August Ihrke, Weißensee, Straßburgstraße 27. Wo das Bedürfnis vorhanden, werden wir auf Wunsch weitere Sammelstellen einrichten. Bäckermeister, die gewillt sind, auch für weitere Touren Lieferungen zu übernehmen, bitten wir, ihre Adresse im Streitbureau niederzulegen. Falls bei der Lieferung von Anfang nicht alles nach Wunsch gehen sollte, bitten Auf Wunsch der dortigen Bevölkerung haben wir vorläufig folgende Kundensammel- wir die verehrliche Bevölkerung um Nachsicht, aber bei der Hartnäckigkeit unserer Gegne ftellen eingerichtet: um energische Ausdauer. Die Streifleitung. Streifbureau:„ Sophien- Säle", Sophienstr. 1718. Achtung! Radfahrer! Arbeitslose Radfahrer, falls sie gewillt sind, uns zu unterstützen, bitten wir herzlich, im Streittotal vorzusprechen oder ihre Adresse dort abzugeben. Achtung! Bäcker- Streik! 1. O. Achtung! Die Bäckergesellen Berlins und der Vororte sind durch den Wort- und Tarifbruch der Bäcker- Jnnungen in den Streik getrieben worden. Folgende Bäckermeister haben die berechtigten Forderungen bewilligt! Ackerstr. 68, Goldader.n 85, F. Hanke. 111, Thoma. 114, arquerb. Abalbertstr. 36, Raubut. to 45a, D. Sante. 66, Hoppe. Adolfftr. 11, Zentgreit. 12b, Hänisch. Admiralstr. 10, D. Hante. 30, Heinroth. ensteinerstr. 6, Ramthun. 9, Gößwein. # 6 15, Gieluch. 26, Saunits. Alte Jakobstr. 188, Lid. Andreasstr. 16, D. Hante. Annenstr. 41, Niemeyer. Anflamerstr. 48, Haase. 57, Eder. Antonftr. 48, Dertel. Andreasstr. 32, Brotfabrit, Wilhelma" Artillerieſtr. 8, Goldader. Badstr. 13, Rappler. 49, Goldader. Barnimstr. 4/5, Legeler. 37, Güldenstern. Bastianstr. 18, Niedzwieds. 20, Tonn. Belforterstr. 22, Eggert. Belleallianceftr. 24, D. Hanke. Bergstr. 2, Hönide. Bergmannstr. 10, nofius. 14a, Polenz. 19, D. Hanke. Berlichingenstr. 1, Bolonius. 12, Graf. Bernauerstr. 3, Schill. 47, Finte. Beusselstr. 17, D. Hanke. " 7, Edert. 42, Languth. 44c, Grethlein. 56, Bohle. 59, Schneider. Biesenthalerstr. 2, Menfing. Birkenstr. 32, Sauer. Blücherstr. 11, D. Hante. Blumenstr. 13, D. Hante. 67, Berolina. Bochumerstr. 10, Rlinke. Borbagenerstr. 27, Steling. Böttchersir. 5, Struppe. 25, Dudert. Bremerstr. 57, Besterling. 60, Bayer. Brummenstr. 3, Mollweide. 41, Sorge. 151, F. Haute. 129, Golbader. Brunnenstr 154, Herrmann. Brüsselerstr. 5, de Bruyn. 8, Gonsior. 43, Janczed. Buchstr. 1, Bölfer. Burgsdorfstr. 13, Linder. Büschingstr. 17, Grosch. Buttmannstr. 20, Hirsch. Cabinerstr. 4, Weber. Gamphaufenstr. 6, Zindler. Carmen Sylvastr. 155, Schimed. " " 157, Herbe 163, Strauß. Chauffecftr. 44, Goldader. Chodowicdistr. 25, Marlod. Chriftburgerstr. 35, Sant. Christi enstr. 116, Eppingen. Comeniusplat 1, P. Hante. Cuvrystr. 28, Blany. Dalldorferstr. 38, Wulst. Danzigerstr. 8, Conrad. " 72, Vondran. 76, Vogler. Demminerstr. 25, Grund. 23, Gliese. Dieffenbachstr. 27, Steinborn. 52, Selej. 58a, Bethke. 70, Bod. Dolzigerstr. 51, Weiste. 36, Reimann. Dragonerstr. 38/40, Schramm. Dresdenerstr. 6, Goldacer. 17, D. ante. 90, Schulze. 104, Haute. Dunderstr. 2, Czerwventa. 75, F. Hanfe. 78, Sunge. 80, Deinert. 90, F. Bauke. Ebelingstr. 5, Blender. Ebertystr. 54, F. Hanke. 83, D. ante. B 45, Schrammt. Gisenbahnstr. 8, D. Hanke. 3, Haupt. Elbingerstr. 99, Reimann. 27, Fiedler. Emdenerstr. 21, Nieſtroy. 17, Bohl. Erasmusstr. 16, Hanfe. Faldensteinstr. 20, Stärz. 17, D. Gaule. Fallplatz 1, Günther. Fehmarnstr. 8, Behrend. 9, Bolisbrot. Fehrbellinerstr. 27, Höjelbarth. Gormannstr. 25/26, Minuth. Glogauerstr. 2, Stotzan. 17, Sautfe. 26, Schwarzer. Fennstr. 48, Laddasch. Gleimftr. 60, Metsch. 51. Hanke. Goltstr. 31, Goldacker. Forsterstr. 20, Genossenschaft Berlin". Gollnowstr. 9, Dst. Hanke. 48, Reich. Franfenftr. 2. D. Hanke. Große Frankfurterstr. 38, Sante. 189,( Soldader. Frankfurter Allee, Ede Samariterstraße, F. Hanke. Frankfurter Allee 40, Richter. Franseckistr. 27, Böttger. 53, Goldacer. Freienwalderstr. 21, Gerlach. 38, Stöpfe. Friedrichstr. 247, Golbader. 27, D. Hante. Friedrichsfelderstr. 20, nida. Friedenstr. 57, Becker. Friedrichsbergerstr. 16, Nowodzhnst. Fruchtstr. 46, C. Polenz. Fürstenbergerstr. 9, Stanz. 28, Bäderei Genoffenfchaft Berlin. Görliberftr. 68, Most. Gr.- Börschenstr. 43, D. Hante. . Gräfeftr. 35, Bäderei Genossenschaft Berlin. Gräfeftr. 4, Rehfeld. Graudenzerstr. 5, Nickisch. Graunstr. 5, Scheuzz. 22, Dohrmann, 32, Lehmann. 37, Müller. Greifenhagenerstr. 15, Niflasch. 16, Oswald. Greifswalderstr. 191, Müller. 12, D. Qante. Grimmstr. 1, Wolf. Fürstenwalderstr. 7, Heinrich. Gerichtstr. 53, Schönwiese. Gipsfr. 7. D. Hante. Gleimstr. 9a, Sanpe. 19, Pribyl. 43, Grotte. 48, Abraham 29, D. Hanfe. Grünauerstr. 12, Buß. Grüner Weg 63, Dst. Hanke. Gubenerstr. 44, Lucht. 57, Deins. Sagenauerstr. 1, Hante. Hagenauerstr. 13, Bisowsky. Hausburgftr. 5, Mehl. Heidenfeldstr. 21, Schön. 19, Goldader. Heinersdorferstr. 12, Lamla. Hennigsdorferstr. 1, Hermann. 13, Baulisa. 37, Schüte. Hermsdorferstr. 8, Bobel. Hochstraße, Neue, 18, Berliner Ge nossenschafts- Bäderci. Sochstr. 31, Maue. Hochmeisterstr. 1, Hanke. 20, Friedrich. Hochstädterftr. 23, Bahl. Holzmarktstr. 55, Aronheim. Hufelandstr. 36, Dberreicher. 40, Rittlaus. Hübnerstr. 6, Bauer. Huffitenstr. 15, Botscher. 20, Ww. Wolf. 30, F. Hanke. 45, Kießling. Emmanuellirchstr. 32, Kleiner. Snsterburgerstr. 2, D. Hante. " 5, Syrow. 12, Hennig. Invalidenstr. 157, Goldacker. Jablonskistr. 1, Bode. " 39, Hellwig. Jagowstr. 10, Eichstädt. Jahnstr. 21, Köhler. Jasmunderstr. 18, Böttcher. Staiserstr. 46; Kalbow. Starlstr. 26, D. Hanke. Stastanien- Allee 13/14, Pape. 19, Goldacker. 46, Selepta. " 57, Künscher. " 83, F. Hanke. Kleine Andreasstr. 7, Hierse. Kleine Frankfurterstr. 14, Mittelstädt. Seleine Mariusstr. 1, Wiedersich. Stochhannstr. 28, Kriems. Stolbergerstr. 1, Hanke. Stolonieftr. 30, Döring. 34, Muche. 71, Schopsch. Stoppenstr. 25, Stratmeher. Stopenhagenerstr. 28, Bechtel. 56, Raber. 59, Kurth. 65, Weiß. Kopernikusstr. 3, Zeupel u. Vichöfer. 9, Wellnig. 25, Thulfe. 33, Binnenberg. Köpenickerstr. 172, Cieslit. Stöslinerstr. 1, Kästner. 3, Griazdowski. Korsörerstr. 2, Surel. 17, Hübner. Kolebuser Damm 20, Broker. Neue Königstr. 60, Goldacker. Krautstr. 4/5, D. Hanke. 22, Arndt. 41, Arndt. Seremmenerstr. 15, Marlod. Kreuzigerstr. 1, Lange. Kuglerstr. 8, Schumann. Landsberger Allee 43, strellmann. 51, Jadel. Landwehrstr. 12, Biegler. Langeftr. 13, Goldader. 25, Hildebrandt.01 Lausitzerstr. 9, Stauf Lichtenbergerstr. 6, Winter. 21, Feift. Linienftr. 1, D. Hante. 26, D. Hanke. Liebigstr. 8, B. Hante. 81, Bauer. 38, S. Hante. Liebenwalderstr. 1, Boleh. 31, Jädel. " Liegnizerstr. 5, Albrecht. Lippehnerstr. 8, Zibell. Litthauerstr. 14. Schneider. Lorgingstr. 6, Rösener. 17, Dahms. Lothringerstr. 34/35, Mollweide. Löwestr. 8, P. Hanke. 18, Block. Lübeckerstr. 20, D. Hanke. 47, Schmidt. Lübbenerstr. 10, Hader. 17, Gaul. 24, Pfennigsdorf. 29, Gierz. Lhchenerstr. 4, Schwede. 110, Stöhler. Lynarstr. 14, Pawlid. Malplaquetstr. 6, Schulze. " 12, Behrend. 16, Genfior. Manteuffelstr. 61, Bedmann. " 87, Jurfe. 17 90, D. Hanke. " 99, Brauer. " 103, Wiedekind. Mariannenstr. 12, D. Hante. 32, Prod. Markgrafenstr. 99, D. Hanke. Martusstr. 11, Schneeberger. 38, Zischer. Marstr. 17, Laas. Memelerstr. 7, Snorde. 77, Stachowski. Mezerstr. 2, Sachwik. Mittenwalderstr. 30, Dohnal. 44, Schröder. " Mirbachstr. 14, Volksbrot. Muladstr. 10, Schramm. Mustauerstr. 13, Lattermann. 15, Dürer. " 28, Heinzelmann. Müllerstr. 28, Ruddicke. 32a, Weber. 166a, Hanke. Mühlenstr. 32, Rahlt. " 46a, Franke. 51, Schön. Münchebergerstr. 15, Leute. Naunynstr. 1, Lippert. " 7, Ficlip. 40, Barduhn. 64, Heilmann. 73, Stojaczył. Nazarethkirchstr. 39, Ribell. 45, Schulz. Raubuulz. Neanderstr. 23, Rauhut. 27, D. Hanfe. Neue Hochstr. 31, Benthin. 45, Jacob. Noftizstr. 9, Bodisch. 49, Mörber. Dudenarderstr. 36, Santer. 44, Liebner. " Ohmstr. 9, Nowosadke. Dranienstr. 186, D. Hante. Oppelnerstr. 20, Golembiewski. Palisadenstr. 2, Hanke. 20, Synaft. 58, Barth. 91, D. Hanke. Bankstr. 21, Seable. 25, Günther. Pappel- Allee 7, Riedel. 18, Göken. 21, Schiller. 24, Caseler. 85, Dreßler. Berlebergerstr. 54, Berl.( Ben.- Bäderei. Petersburgerstr. 58, Dorchauer. Pintschstr. 4, Grügmacher. Planujer 33, Berliner Gen.- Bäderei. 92 e, Blume. " Plantagenstr. 7, Welt. Prenzlauer Alice 21, Goldader. 42, Meyer. " " 86, Nauber. 203, Hermann. Brenzlauerstr. 11a, Goldader. 81, Hänsch. Brinzenstr. 12, D. Hanke. Brinzessinnenstr. 31, Miehe. Prinzen- Allee 53, Loff. 61, Mehls. Prostauerstr. 31, F. Hanke. Butbuserstr. 11, Jaape. 14, Gottschalt. 21, P. Hanke. 24, Sunot. 46, Bloch. Ramlerstr. 24, Sohn. 31, Dahlenburg. 34, Dehmelt. " 36, Haehn. Ratiborftr. 1, Bäderei Genossenschaft Berlin. " Ratiborstr. 6, Dietschmann. 17, Rüder. Reichenbergerstr. 62, D. Hanke. 88, D. Hante. 95a, Tschentle. 101, Wagner. 145/146, Stlautsch. Rheinsbergerstr. 13, Scholz. 26, Lorenz. Reinidendorferstr. 36, Hante, 112, Goldader. 120, Berliner Gen. Bäderei. Rigaerstr. 4, Hanke. 100, Spörlein. Rochowstr. 7, Dähre. Romintenerstr. 41, Bramer. 44, Süfter. 57, Gorgas. Rostoderstr. 31, Wagener. 36, Ulbrich. 40, Tschöte. 46, Strüger. 51, Hering. Ruppinerstr. 8, Baale. " 911 12, D. Hanke. Rüdersdorferstr. 20, Güldener. 52, Haupt. Rügenerstr. 16, Höhne. Samariterſtr. 2, Fischer. 11, P. Hanke. 28, Selewe. Samoaſtr. 22, Stege. Schillingstr. 19, Dst. Hanke. Schivelbeinerstr. 4, Hildebrandt. 16, Baur. 18, Wolff. Schliemannstr. 30, F. Hante. 32, Japp. Schönhauserstr., Allte 33, Goldader. Schönhauserstr., Alte, 39/ 40, G. Schwarz. Schönhauser Allee 5, Goldader. 70e, Goldader. 150, Blume. 188, D. Hante. " Schönleinstr. 4, Müller. Schreinerstr. 57, Siepad. Schulstr. 28, Schamberger. 25, Hanke. 37, Schmidt. Schulzendorferstr. 23, Barth. Schwedterstr. 32, Hante. " 48, Löchel. " " 52, Hübner. " 230, Summ. 240, Schmidt. Seelowerstr. 15, Baur. Sidingenstr. 76, Winter. Siemensstr. 17, Mügge. Simeonftr. 14, Lüd. Simon Dachstr. 12, Hanke. 28, Radtke. Staligerstr. 63/64, Dehmel. 120, Gerlach. Sonnenburgerstr. 13, Gräfling. Soldinerstr. 32, Rosemann. 69, Schneider. Sorauerstr. 1, König. 8, Kretschmar. Sparrstr. 19, Gonsior. Sprengelstr. 4/5, Wagenknecht. Stallschreiberstr. 32, Hanke. 60a, Dürer. Stargarderstr. 78, Bart u. Walter. Stendalerstr. 4/5, Corts. Stettinerstr. 26, Steinert. " 38, Hubert. 56, Barnekow. Stolpischestr. 4, Badtke. 32, Papfe. Stralsunderstr. 8. Belzig. Straßmannstr. 24, Zander. 2, Hante. Streligerstr. 15, v. Grabowski. 31, Scheunemann. 64, Brauner. Stromstr. 33, Zastrow. Swinemünderstr. 54, Paulitscheck. " 66, Biester. " 80, Bruß. " 82, Mannel. " 93, Schubert. 106, Stunge. 119, Anhäuser. Stralauer Allee 23, Dähre. Tegelerstr. 11, Lenzner. 23, Dahlke. 34, Strikke. Ziedstraße, Fürst. Tilsiterstr. 26, Geßner. 91, P. Hante. Torjfir. 14, Lenz. 17, Biesmer. Torfstr. 13, Schachner. Tresckowstr. 57, Moerschner. Türfenstr. 22, Tzschetzsch. Turinerstr. 36, Nigmann. Zurmstr. 51, Goldacker. 67, D. Hante. Urbanstr. 1, Neubarth. 25, Herzog. " 52, D. Hanfe. 104, Kruschke. Usedomstr. 4, Stollberg. Utrechterstr. 8, Kersten. Beteranenstr. 16, D. Hanke. Voltaste. 42, Eckel. Waldstr. 4, Senf. 17, Hante. " 25, Iglisch. " 36, Bured. 46, Pohl. Waldemarstr. 76, Claus. Warschauerstr. 8, Wolf u. Heinze. " 16, Sarzembowski. 64, Lüddemann. Wattstr. 1, Hanfe. 21, Hoffrichter. Weberstr. 25, Hante. 36, Goldacker. Weddingstr. 7, Brendel. Weichselstr. 34, Schulz. Weidenweg 25, Brojin. 34, D. ante. 37, Ghnert. 23einbergsweg 9, Ludwig. Weinstr. 7, Starras. Weißenburgerstr. 24, Jahn. 55, Nobiling. Bichertfir. 5, Kierzkowski. Wiclefstr. 21, Staub. 66, Spidermann. Wienerstr. 36, Dietschmann. 49, Wilschel.. 56a, Lauchwiz. Wiesenstr. 19a, Dreier. " 31, Holland. 64, Schardiem. Wilhelmshavenerstr. 13, Hesse. " 23, Gödede. 32, Winde. Wilhelm Stolzeftr. 32. Maschke. Willdenowostr. 29, Breier. Wilsnackerstr. 15, Goldacer. Winsstr. 6, Müller. " 71, Schwabe. Wisbyerstr. 3, Schulze. Wittstockstr. 7, Giesmann. Boldenbergerstr. 7, Gittlaus. Wollinerstr. 23, Dahlen. 31, Fuhrmann. 31, Bordaich. 44, Schirrmacher. 58, George. Wrangelstr. 77, Genginann. 91, D. Hante. Bellestr. 11, Sturzweg. Bionsfirchplatz 1, Mollweide. Bionstirchstr. 2, Regen. 13, Bobel: 54, 8wjerschle. Borndorferstr. 2, B. Hante. 55, Richter. Swingliftr. 15b, Ulbrich. Adlershof. Bismardstr. 12, Thoma. 14b, Schulz. 17c, Wartenberg. 21, Rämisch. 48, Laserich. Hadenbergstr. 2, Babke. Radideftr. 37, Noad. Alt- Glienice. Rudowerstr. 57, Lange. Baumschulenweg.. Baumschulenstr. 70, Stenzel. Ernststr. 9, Hoffmüller. Kiefholzstr. 254, Leupold. Scheiblerstr. 29, Schulze. Bohnsdorf. G. Solle. W. Gebhardt. Borsigwalde. Ernststr. 6, Eprodt. 25, Zajelsky. Reuschstr. 52, Neubauer. Borhagen- Nummelsburg. Borhagener Chaussee 5/6, März. Gabriel Magstr. 1, Luzemann. 2, Klinkmüller. 12, Haspel. Grünbergerstr. 12, Schulz. 18, 2öwa. Hauptstr. 82, Herrds. Santstr. 1, Dluczewski. " 13, Spöttlich. 18, Mägdefraut. Leubachstr. 7a, Pflugrad. Neue Bahnhofstr. 9, Fritsche. 34, Schulz. Neue Prinz Albrechtstr. 3, Böhme. 30, Maschmann Türschmidtstr. 31, Pfennig. 40, Stallweit. Bühlischstr. 32, Jander. Brih. Chauffeeftr. 17, Dally u. Hagemeister. 47, Friese. Rungiusstr. 3, Adamek. Alt- Boghagen. Nr. 10, 2. Krüger. Nr. 35, Peter. Charlottenburg. Cauerstr. 19, Ulbrich. Cauerstr. 27, Genossenschaft duftion". Christstr. 18, Genossenschaft duktion". Dandelmannstr. 12, Bark. 46, Lehmann. 55, Ulbrich. Friedbergstr. 39, Ulbrich. Grolmanstr. 14, Ulbrich. Grünftr. 27, Bachmann. Helmholtzsir. 19, Ulbrich. Kaiser Friedrichstr. 43, Ulbrich. Kanalstr. 7, Leistner. 15, Heine. " ProProKantstr. 103, Ulbrich. Knobelsdorferstr. 43, Ulbrich. Leibnizstr. 65, Ulbrich. Nehringstr. 21, Rakky. Pestalozzistr. 42, Leiftner. Potsdamerstr. 11, Bachmann. 12, Konsumverein. 42, Ulbrich. Sophie Charlottenstr. 80, Proell. 87, Ulbrich. Spandauerstr. 30, Ulbrich. Spreeftr. 11, Polka. " Tauroggenerftr. 10, Genossenschaft „ Produktion". Tauroggenerftr. 45, Ulbrich. Wallstr. 85, Ulbrich. Weimarerstr. 29, Konsumverein. Wilmersdorferstr. 27, Konsumverein. 41, Ulbrich. 163, Ulbrich. Friedrichsberg. Blumenthalstr. 38, Peschke. Rummelsburgerstr. 22, Dpit. 38, Werner Friedrichsfelde. Berlinerstr. 66, Seiler. 102, Wölfert. Franz. Buchholz. Bankowerstr. 28, Ulrich. Mühlenstr. 1, Preuß. Groß- Biethen. A. Werner. Hennigsdorf Karl Wolter. Friedrich Wolter. Wilhelm Wolter. Hermann Woller. Albert Lude. Wilhelm Seiler. Behrend. Graffenberger. Mahnkopf. Marivit. Kemnig. Finke. Hermsdorf. Hauptstr. 34, Herrmann. Neptunstr. 36, Mante. Seebadstr. 1, Ladewig. Heiligensee. W. Kühne. Hohen- Schönhausen. Maihofer. Köpenid. Borgmannstr. 6, Bergmann. Grünauerflr. 27, Kramer. Rosenstr. 2, Peter. Rudowerstr. 25, Hein. Schönerlinderstr. 12, Seudell. Karlshorst. Dorotheenstr. 27, Eichhorn. Lichtenberg. Dorfstr. 82, Mägdefrau. Frankfurter Auce 3, Bantsch. Sungstr. 14, Schrader. Margarethenstr. Sa, Schacher. Dderstr. 25, Golsch. Pfarrstr. 36, Heßler. Scharnweberfir. 34, Stöpke. Weichselstr. 32, Bantich. Wilhelmstr. 57, Jesse. 69, Griebe. Mariendorf. Chauffecftr. 11a, Nowad. 12, Wendt. 15, Papier. 67, Spielhagen. Nieder- Schönhausen. Beuthstr. 11, Krügerte. Blankenburgerstr. 1, Zugwurst. 18, Höhne. Buchholzerstr. 8, C. Nichter. Ober- Schöneweide. Edisonstr. 9, Peter. Frischenstr. 2, Peter. Rathenaustr. 31, Peter. Tabbertstr. 2, Beter. 35, Seidelmann. Pankow. Brehmestr. 52, F. Hanke. Binzstr., F. Heyden. Mühlenstr. 32, Müller. Wollantstr. 68, F. Hanke. Plöhensee. Charlottenstr. 12, Thiele. Neinickendorf. Berlinerstr. 104, Naj. 134, Gottschalt. Martstr. 12/13, Vollmer. Provinzstr. 51, Langer. 80, Schwarz. 129, Schneider. Residenzftr. 61, Witte. 105, Gleich. 118, Brose. Willestr. 62, Neue Berliner Genossenschafts- Bäckerei. Nixdorf. Allerstr. 3, Berjeke. 46, Redoli.. Bergstr. 12, Hanke. Berlinerstr. 16/17, Schibgill. 20, Boigtländer. 86, D. Hante. Bodestr. 16, Beyer. 31, Topf. Elbestr. 1/2, D. Hante. 6, Stirſtädter. 15/16, Luntwiz. Emferstr. 78, König. Erlangerstr. 8, Weißleder. Faltstr. 1, Bäderei- Genossenschaft Berlin". Faltstr. 21, Susat. 25/26, Perfele. Friedelſtr. 3, Marmul. Glasowite. 32, Seung. Heidelbergerstr 76, D. Hanke. Herdastraße, Hilmer. Hermannstr. 19, Bäderei- Genoffenschaft„ Nigdorf". Hermannstr. 28, Mertens. 54, Hildebrand. 118, Bartsch. 159a, Hagen. 170, Thaler. 175, Stoczanedi. 231, Hermann. Herrjurthstr. 26, Brug. 34, D. Hante. 7, Bäderei Genoffenschaft„ Nigdorf". Herrfurthplatz 10, Schnur. Hobrechtstr. 71, Brode. Hohenzollernplay 6, D. Hanke. Innstr. 30, Krauje. Siarstr. 7, 8ech. Jägerstr. 63, Jonscher. Sansastr. 7, Brien. Neue Jonasstr. 33, Puls. Karlsgartenstr. 19, Bonnoch. Kaiser Friedrichstr. 25, Bartsch. 34, Schmidt. 245, D. Hante. Senefebedstr. 33, Gallert. 38, Wolf. 41, Belzig. 68, Richter. 146, Dybowski. Kopfstr. 38, Bäderei- Genossenschaft Rigdorf". Stopfstr. 45, Hoppe. Stottbuser Damm 103, D. Hanke. Köllnisches Ufer 72, Müller. Lessingstr. 34, Perjeke. Mahlowerstr. 6, Bartsch. Mainzerstr. 15/16, Grunert.. 56, Döbler. Münchenerstr. 18, Wöller. 25/ 26, Bäckerei- Genossen schaft„ Nigdorf". 44, Weigelt. Nansenstr. 33, Setul. Niemehstr. 10, Wach. Rogatftr. 32, Grzebat. Pannierstr. 4, Riemer. " 13, Frischkemuth. 20, Junter. 27, Maschler. 57, D. Hanke. Pflügerstr. 70/71, Linjener. Prinz Handjerystr. 58, Bartsch. 70, Schmidt. Reuterstr. 33, Splettstößer. 76, Bobel. 94, Lehmann. Richardstr. 63, Lüdice. Selchowerstr. 9, Bäckerei- Genossenschaft Rigdorf". Selchowerstr. 23/24; Grünhagen. Siegfriedstr. 48, Pinkel. Steinmegstr. 34, D. Hanke. 39, Senftleben. 46, Perjefe. 121, Löwigt. 129, Bäderei- Genoffen schaft„ Berlin". 131, Lorenz. Thomasstr. 37, Nehrig. Thüringerstr. 7, Bartsch. 18, Klein. Warthestr. 9, Ciefior. 15, Janenzki. Weichselstr. 13, Hagemann. 31, Schwarz. 55, Frischgemuth. 60, Gaffenhberu. Weisestr. 2, Bäckerei Genossenschaft Nirdorf". Beisestr. 24, Bäderei Genossenschaft „ Berlin". Weijestr. 28, Winde. 73/74, Wolf. Weserstr. 47, Bics. 168, Bieliz. Wielandstr. 27, Reich. Wißmannstr. 7, Troffer. 29, Krüger. Bietenstr. 20, Bäderci- Genossenschaf ,, Nixdorf". Bietenstr. 41, Bcher. Nudow. Köpeniderstr. 84, Weigt. Schöneberg. Barbaroffaftr. 67, Wezel Belzigerstr. 61, Sternchen. Ebersstr. 42, 8Beig. Eisenacherstr. 63, Machler. Erdmannstr. 5, Kulinski. Gustav Müllerstr. 35, Schmidt. 48, Bed. Nollendorfftr. 40, Hanke. Sedanstr. 18, Steud. Schönerlinde. Dorfftr. 59a, E. Weege. E. Schulze Selchow. Spandau. Achenbachstr. 6, Bühl Gutschow. Stolpe. Tegel. Egellsstr. 99, Mayer. Schlieperstr. 59, Schwanz. 67, König. Schloßftr. 27, Petersohn. Schulstr. 1, Einnig. Treptow. Beermannstr. 6, Fied. Elfenſtr. 38, Beste. Stiefholzstr. 33/34, Weiser. Stralau. Alt- Stralau 49, Hartung. Weissensee. Charlottenburgerstr. 76, Hoffmann. 78, R. Wid. 79, Schadwinkel 98, Emil Engel. Fallenbergerstr. 146, Frösch. Feldmannstr. 164, Strien. Friedrichstr. 1, Noth. Friesideste. 23, Thiele. Generalftr. 12, Müller. Gäblerstr. 60, Wilh. Engel. Heinersdorferweg 24, Robert Engel " " 45, Hoffmann. 48, Ristowski. 56, Bay. König- Chauffee 72, Hoffmann. Langhansstr. 75, Nauber. Lehderstr. 1, Hoffmann. " 119, Selint. Lothringenstr. 35, Hoffmann. Pistoriusstr. 8, Raffaut. Prenzlauer Chaussee 3/4, Kohler. Röldestr. 127, Hoffmann. Wilhelmstr. 23, Drews. 39, Schwarz, Waltersdorf. H. Sparr. Wilhelmsruh. Edelweißstr. 11, Qube. Wilmersdorf. Auguftaftr. 71, Schramm. Brandenburgischestr. 9/10, Tannert. Sigmaringenftr. 8, Frost. Witteuau. Ariftstr. 74, D. Richter. Zehlendorf. Berlinerstr. 6a, Haefner. Milchgeschäft von Habicht, Königsbergerstr. 12, hat Plakat, bezieht aber aus unbewilligten Bäckereien. Als unser Kontrolleur das Plakat abholen wollte, wurde er hinausgeworfen. Der Brotfabrikant Heinrich Wittler, Müllerstr. 33/34, hat die Unterschrift der Bewilligung, die sein Bruder gegeben hatte, zurückgezogen, dann hat er ebenfalls versucht, einzelne ältere Kollegen als Streifbrecher zu kaufen, um alle übrigen, teils lange Jahre bei ihm tätige Familienväter, aufs Straßenpflaster zu werfen, was natürlich ebenfalls mißlang. Die hierauf angebahnten friedlichen Verhandlungen, an denen außer den Arbeitern noch Werner bom Transportarbeiter Verband und Hekschold vom Bäcker- Verband teilnahmen, scheiterten, weil der reichgewordene Wittler kurz und schroff den Arbeitern mit folgenden Worten die Türe wies: ,, Wems nicht paßt, der geht und mit den Verbänden überhaupt will ich in Zukunft nichts mehr zu tun haben! Wittler ist mit Obermeister Schmidt und Liebing- Reinickendorf in der Leitung der Großbetriebsvereinigung, daher die Scharfmacherstellung. Die Verbandsmitglieder haben darauf einmütig die Arbeit niedergelegt. Die Blottnersche Großzbäckerei hat ihre Bewilligung in der hinterhältigsten Weise durchbrochen, sogar die Arbeiter noch verhöhnt. Die Verbandsmitglieder, denen die Firma sogar einen Judaslohn von 20 Mark für Streifbruch anzubieten wagte, haben hierauf einmütig die Arbeit niedergelegt, worauf Herr Blottner versuchte, Arbeitswillige durch die Innungen und feinen Freund, den bekannten Kommissionär Knuth, Krautstr. 33, der den Gesellen 3-10 Mark und mehr für jede elende Arbeit abnimmt, einzustellen. Mitbürger! Arbeiter! Hansfranen! Unterstützt die um& rkämpfung ihrer Menschenrechte streifenden Bäckergesellen. Die Streikleitung. Zentral- Streifbureau: Sophien- Säle, Sophienstr. 17/18. Telephonruf: Aunt III Nr. 1243. Berantwortlicher Redakteur: Hans Weber, Berlin. Für den Enseratenteil verantw.: Th. Glocke, Berlin. Drud u. Verlag: Vorivärks Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Nr. 128. 24. Jahrgang. 2. KeilU»es Joimiitlf Ittliiin KlksdlÄ. Mmch. 5. Zmi 1907. Städti((l)e Verfcei)rsfragen. Die städtische Verkehrsdeputation verhandelte in ihrer gestrigen Sitzung zunächst über die wiederholte Eingabe derBerliner Speichereibesitzer gegen die Errichtung städti- scher Lagerhäuser. Die Deputation hatte, um ganz klar zu sehen, von den Aeltesten der Kaufmannschaft und der Handels- kammer Gutachten über die Frage der Errichtung städtischer Lager- Häuser erbeten, und da diese beiden Körperschaften manche der von Speichereibesitzern aufgestellten Behauptungen als irrtümlich be- zeichnet und sich für die Errichtung von Lagerhäusern durch die Stadt ausgesprochen haben, beschloß die Deputation wiederum, der Eingabe keine Folge zu geben. Auch der zweite Punkt der Tagesordnung, der Antrag der Großen Berliner Stratzenbahn-Gesellschaft betreffend eine Ab- fahrtstelle in der Gleim st raße, war schon wiederholt erörtert worden. Die Deputation hatte der Gesellschaft diese von ihr dringend verlangte Abfahrtstelle unter der Bedingung bewilligt, daß die Gesellschaft der Stadt das unbeschränkte Mitbenutzungs- recht einräumt und sich verpflichtet, auf Perlangen diese Abfahrt- stelle wieder aufzuheben. Gegen diesen Bescheid hat die Gesellschaft Einspruch erhoben indem sie ausführte, daß die Stadt nicht in der Lage sei, bei der Einräumung neuer Konzessionen ihr Be- dingungen aufzuerlegen, die über das Maß derer hinausgingen, welche im Vertrage festgelegt seien. Von allen Seiten wurden diese Deduktionen der Gesellschaft als vollkommen unhaltbar bezeichnet und sodann einstimmig beschlossen, es bei dem früheren Beschluß zu belassen. Zu längeren Erörterungen gaben die von der Großen Ber- liner Straßenbahn-Gesellschaft beim Oberpräsidenten beantragte Ergänzung der kleinbahngesetzlichcn Zustimmung für Straßen- bahnanlagen in der Boxhagener st ratze und die "onach eingeleiteten Einigungsverhandlungen Anlaß. Ueber den rühercn Verlauf dieser seit langem schwebenden und verwickelten Angelegenheit ist hier wiederholt berichtet worden. Das Streben er Gesellschaft geht bekanntlich dahin, mit den verschiedenen Vor- ortsgemeinden möglichst verschiedenartige Verträge abzuschließen, um den städtischen Verkehrsprojekten Schwierigkeiten zu bereiten und die spätere Uebernahme des ganzen Bahnunternehmens durch die beteiligten Gemeinden zu hintertreiben. Unter voller An- erkennung der Tatsache, daß die Ausführung der in Frage stehenden Linien für die Entwickelung von Nummelsburg eine Notwendigkeit darstellt, war die Stadtgemeinde Berlin daher gezwungen, ihre Zustimmung, die Boxhagenerstraße der Gesellschaft freizugeben, von einigen Aenderungen des Vertrages abbängig zu machen, den die Gesellschaft mit der Gemeinde Rummelsburg geschlossen hat. Die Gesellschaft schien anfänglich geneigt, die Bedingungen der Stadtgcmcinde zu akzeptieren, erklärte aber dann, daß sie sie ab- lehnen müsse und das Ergänzungsvcrfahren beantragen würde. Auf Wunsch des Obcrpräsidenten, welcher Vertreter der Parteien zu einer Besprechung zu sich gebeten hatte, wurden dann noch ein- mal Einigungsverhandlungen eingeleitet und in diesen VerHand- langen schließlich die folgenden Vereinbarungen getroffen: !. Die Zustimmung zur Herstellung der Straßenbahnanlagen in der Boxhagenerstraßc wird erteilt unter den Bedingungen des bestehenden Vertrage» mit folgender Maßgabe: Der Stadt- gemeinde wird das Mitbenutzungsrecht für die ganze Strecke der Boxhagenerstraßc ohne die bezüglich des Maßes im§ 30 des be- stehenden Vertrage? vorgesehenen Einschränkungen eingeräumt. Die Streitfrage, ob die Stadtgemeinde der Straßenbahn auch für die durch die Mitbenutzung etwa entstehende Verkehrs- entziehung eine Entschädigung zu gewähren habe, bleibt der Vereinbarung und im Falle des Nichtzustandekommens einer solchen der schiedsgerichtlichen Entscheidung überlassen. 2. Durch die Bestimmungen deS zwischen der Gemeinde Nummelsburg und der Großen Berliner Straßenbahn-Gcscll- schaft geschlossenen Vertrages vom 7./11. Juni 1906, welche dahin abzuändern sind, daß auch für�das Ende des Jahres 1919 ein Erwcrbsrecht eingeräumt wird, sollen die von der Stadtgemeinde für sich und die Gesamtheit der WegcunterhaltungSpflichtigen aus dem zwischen ihr und der Großen Berliner Straßenbahn- Gesellschaft abgeschlossenen Vertrage heraeleiteten, von der Großen Berliner Straßenbahn-Gesellschaft teslwcise bestrittenen Rechte, wie die Große Berliner Straßenbahn-Gesellschaft aus- drücklich anerkennt, keinerlei Beeinträchtigung erfahren. 3. Sollte in einem von der Straßenbahn eingeleiteten Er- gänzungsverfahren eine anderweitige Regelung des Erwerbs- rechtes der Gesamtheit der Wcgeuntcrhaltungspflichtigen er- folgen, so verpflichtet sich die Große Berliner Straßenbahn- Gesellschaft, gegen die Ausübung des Erwerbsrechtes auf der im Ergänzungsvcrfahren bestimmten Grundlage keine Rechte aus dem mit der Gemeinde Nummelsburg abgeschlossenen Vertrage herzuleiten. Die einzelnen Bestimmungen wurden in der Deputation einer genauen Beratung unterzogen und, da es sich bei der gegenwärtigen Sachlage nur darum handeln konnte, möglichst die Schäden ab- zuwehren, die aus dem zwischen Rummelsburg und der Gesell- schaft im vorigen Jahre geschlossenen Vertrag in Zukunft entstehen fönnten, ohne Aenderung genehmigt. Es wurde beschlossen, die Vereinbarungen den städtischen Behörden zur Genehmigung vor- zuschlagen und sie auch der Kommission für die Bildung eines ZweckverbandcS mitzuteilen.— Der Entwurf zu einem NachtragSvcrtrage mit der„Neue Berliner Straßenbahnen Nordost Aktien-Gcsellschaft" über V e r- längerung ihrer Linie durch die Elisabeth- bis zur Kurze st raße wurde mit einigen Abänderungen genehmigt. Eine wesentliche Bestimmung dieses NackitragSvertrages ist, daß, falls der Bau der Straßenbahn in der Elisabethstraße dem König- lichen Polizei- Präsidium Veranlassung geben sollte, eine Ver- brciterung dieser Straße zu fordern, die Unternehmerin ver- pflichtet ist, die Kosten der Straßenvcrbreiterung zu übernehmen. Dieselbe Verpflichtung übernimmt die Unternehmerin für den Fall, daß das Polizei-Präsidium später aus Anlaß des Betriebes die gleiche Forderung stellen sollte. Die Unternehmerin räumt ferner unbeschadet ihrer Rechte auS§ 31 des Vertrages der Ge- samtheit der bei dem Unternehmen beteiligten Wegeunterhaltungs- Pflichtigen, und falls diese von dem Rechte keinen Gebrauch machen will, der Stadt Berlin das Recht auf Erwerb des ganzen Unternehmens zum 31. Dezember 1919 ein.— Die von dem Verein HeinerSdorfer Grundbesitzer gewünschte Straßenbahnanlage von Berlin über Heiners- dorf nach Buch wird abgelehnt. Genaue Berechnungen haben ergeben, daß diese Linie einen jährlichen Zuschuß von etwa 70 000 Mark erfordern würde. Da die beteiligten Gemeinden sich an der Deckung dieses Zuschusses und nur in ganz geringfügigem Maß beteiligen wollen, glaubte die Deputation, dem Plan zurzeit nicht näher treten zu können.— Die Verlängerung der städtischen Straßenbahn Baltenplatz. Weddingplatz nach dem Rudolf Vir- chow-Krankenhause einerseits, der Warschauerbrücke anderseits wurde genehmigt.— partei- HngeUgenbeiten. Fredersdorf- PctcrShagen. Den Parteigenossen zur Kenntnis, daß jeden Donnerstag nach dem 1. emeS jeden Monats bei Max Ai»ke unser Zahlabcnd stattfindet. Es wird ersticht, sich zahlreicher wie bisher einzufinden. ßerliner jVacbncbtcn. Ein Fiasko. Unter einem bösen Stern scheint die Ausstellung zustehen, die vor einigen Wochen in Schönsberg unter dem pomphaften Namen: Deutsche Armee-, Mariue- und Kolonial-AuSstellung eröffnet worden ist. Wenn auch die Eröffnung unter den Auspizien hoher und höchster Herrschaften vor sich ging, so verhehlt sich doch niemand— auch nicht die Heer- und kolonial- begeisterte Presse— daß es der reinste Humbug ist, der hier geboten wird. Die Massen, die man erwartet hatte, bleiben aus und immer drohender senkt der Pleitegeier seine Fittiche über die Leute, die in Erwartung eines Massenbesuches hohe Pachten für ihre geschäftlichen Unternehmungen verausgabt haben. Schon heute kann von einem Fiasko gesprochen werden, denn die Ausstellung präsentiert sich noch immer gänzlich un fertig. Das einzige, was den Besuchern eine kleine Vor stellung von unseren„teuren" Kolonien geben dürfte und von Ansang an„fertig" war, ist die große Sandebene, die unseren Besitzungen in Afrika wie ein Ei dein anderen gleichen dürfte. Dazu braucht man aber nicht nach Schöneberg zu fahren und viel Geld zu verausgaben, man kann dies billiger, und zwar ganz umsonst haben: Man braucht bloß nach den Rehbergen zu wandern. Aussteller und AnsstellnngSrestanrateure sind sich der bösen Lage, in der sie sich befinden, wohl betvußt. Eine „nationale Zeitungskorrespondenz für Politik und Volkswirt schaft" hat von wohlunterrichteter Seite verbürgt erfahren, daß dieser Tage auf dem Gelände der Ausstellung eine Ver sanimlung der Aussteller und AusstellungSrestaurateure statt gefunden habe, in der darüber beraten wurde, wie d a S Interesse der Berliner Presse für die Aus- stellung geweckt werden könnte. Es wurden die heftigsten Vorwürfe gegen die AuSstellungSleitung erhoben, u. a. weil sie es nicht verstehe, mit der Presse die rechte Fühlung zu halten, und beschlossen, die AnSstelluiigsleitung zu veranlassen, daß sie zum Zweck dieser„Fühlungnahme" nachträglich noch ausschließlich für die Presse eiu sehr opulentes „Eröffnungsdiner" geben niöge.— Sollte die AuSstellungs leitung diese„Fühlungnahme" mit der Presse ihrerseits ab lehnen, so sollen die einzelnen Aussteller und sstestaurateure Beiträge für einen entsprechenden Diucrfonds zeichnen. Dieser Beschluß insinuiert der Berliner bürgerlichen Presse, daß sie„zugänglich" sei. Die Auesteller und Ausstellungs- restaurateurc glauben, durch ein opulentes„Eröffuungsdiner" für die Presse, ein größeres Juteresse derselben für die Au& stellung wachrufen zu können. Der eventuell zu bildende Dinerfonds qualifiziert sich damit nichts niehr und nichts weniger als ein Korrnptions- und BcstechungSfoiids. Geivisse bürgerliche Zeitungen werden den Ausstellern und AusstellungS'Restauratenreu diesen Beschluß übelnehmen und so tun. als sei es bei ihnen etwas so Ungewöhnliches, günstige Besprechungen zu veröffentlichen, iveun man ihnen in geeigneter Weise„entgegen kommt". DaS ist natürlich nur Heuchelei I Wir erinnern hier nur an Vorkommnisse, bei denen erwiesen wurde, daß Hgndelsredakteure günstige Berichte vep öffeutlichten, weil sie von bestimmten Banken gespickt worden waren. Und dann die Hinweise in gewissen Blättern auf die„günstige Lage" der Unternehmungen, die durch große Inserate das Portemonnaie des Verlegers füllen. Also Entrüstung der bürgerlichen Presse wäre da nicht am Platze, die gälte nur der Ungeschicklichkeit derjenigen, die den oben gekennzeichneten Beschluß faßten. Daß aber die Unternehmer der Schöneberger Ausstellung schon zu diesem Mittel greisen müssen, beweist, daß die Au& stellung selbst schon heute Fiasko gemacht hat. Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten-Berfamm- lnng am Donnerstag, den b. Juni d. I., nachmittags b Uhr. Be- richterstattung über die Vorlagen betreffend: die in den Etat für 1907 aufzunehmenden neuen oder abgeänderten Gchaltsskalen— und die Vermehrung der ctatsmäßigen Stellen im Etatsjahre 1907.— Vorlagen betreffend die Erwerbung eines Schulgrund- stücks an der Dunckerstraße,— den Verkauf des Grundstücks Koppenstraße Nr. 75,— den Erwerb eines Grundstücks in Hohen- Schönhausen zur Einlegung von Kanalisationsröhren— und Abänderung von Fluchtlinien der Straßen 69a in ihrem nördlichen Ende, der Straße OZd in ihreni östlichen Teile und Festsetzung von Fluchtlinien für eine neue Straße 096 infolge von Einsprüchen in den bereits von den Polizeibehörden genehmigten Teil des Be- bauungSplanes X', der das Gelände zu beiden Seiten der Kolonie- straße zwischen der Christianiaslraße und der Weichbildgrenze mit Reinickendorf und Pankow umfaßt. Lohnt sich noch die Benutzung ber Ferien-Sonderzüge? Die Erhöhung der Fahrpreise für die Ferien-Sonderzüge legt manchem, der sich dritte Klasse leisten kann, die Frage nahe, ob sich die Be- Nutzung eines solchen ZugcS überhaupt noch lohnt und man nicht besser mit gewöhnlichen Fahrkarten„fährt". Bei Benutzung der fahrplanmäßigen Züge hat man den Vorteil, nicht an Tag, Stunde und Reiseweg gebunden zu sein noch mehr als früher, da es im Inland noch Rückfahrkarten gab. Auch hat man eher Aussicht, einen erträglichen Platz zu finden, als in Sonderzügen, die bis auf den letzten Platz ausverkauft und mit altem Wagenmaterial ge- fahren werden. Die Frage ist, wieviel spart man noch im Sonderzug? Bei derartigen Zügen, die sich auf das Netz der preußisch- hessischen Eisenbahnen beschränken, ist die Ersparnis immer noch erheblich. Hinzugekommen zum Preise der Sonderzugkarten ist hier lediglich die Fahrkartensteuer, die man auch bei fahrplan- mäßigen Zügen entrichten muß. Anders bei Sonderzügen, die über die preußische Grenze gehen. Eine Sonderzugkarte von Berlin nach Dresden kostet z. B. jetzt 3. Klasse 9,30 M., zwei einfache Karten dagegen 11,20 M., so daß die Ersparnis nur noch 1,90 M. beträgt. Für diesen geringen Betrag ist man aber an drei Tage des Sommers und eine bestimmte Stunde gebunden. Man kann mit einer gewöhnlichen Fahrkarte jeden Tag um 1,20, statt 2,10 mit dem Sonderzug. nach Dresden fahren und ist dann dort schon 4,12 statt 5,01. Auch für die Rückfahrt bieten sich zuschlagfreie Eil- oder Personenzüge mit nicht übermäßiger Fahrzeit. Die Er- sparnis verringert sich natürlich sofort, wenn man Schnellzüge be- nutzt, die auf jedem Wege 1 M. mehr kosten. Bei den Sonderzügen nach Süddeutsthland ist die Ersparnis viel größer. Auch kommen hier Eilzüge nicht in Betracht.� Man müßte hier in der Regel den Schnellzugszuschlag für die Rückfahrt ebenko wie für die Hinfahrt doch entrichten. Von Berlin nach München'kostet z. B. die Doppel- reife 3. Klasse im Schnellzug jetzt 42.40 M.. eine Rückfahrkarte für den Sonderzug dagegen 32,60 M. Die Ersparnis beträgt also hier 9,80 M. Man ist dafür aber an die wenigen Tage der Sonder- zöge gebunden. Auch sitzt man um 19.80 M. 18 Stunden in dem vollgepfropften Sonderzug, während D-Züge dahin nur 10 bis 11 Stunden gebrauchen. Von Berlin nach Basel spart man im Sonderzug 14,10 M. Man fährt im Sonderzug aber 20, im Schnellzug mit 3. Klasse dagegen 15 Stunden. Noch etwas von der Massenflucht auS der Kirche. Ueber die Gesamtzahl der Personen, die in Berlin im Jahre 19 0 6 ihren Austritt aus der Kirchcngemeinschaft erklärt haben, ist bisher einer breiteren Oeffentlichkeit, wie wir schon kürzlich aus- führten, nichts bekannt geworden. Nur das steht fest, daß die Mehrung dieser Personen gegenüber dem vorhergehenden Jahre ganz außerordentlich gewesen sein muß. Heute können wir nun wenigstens für einen kleinen Teil des Berliner Stadtgebietes die Zahl der im Jahre 1906 erfolgten Austritte aus der evangelischen Landeskirche angeben und die Zunahme gegenüber dem Jahre 1905 nachweisen. In der„Diözese Kölln- Stadt", die außer„Alt- kölln" den Südosten und Süden Berlins(innere und äußere Luisenstadt sowie einen Teil der Tempelhofer Vorstadt) um- faßt, haben im Jahre 1906 im ganzen 864 Personen ihren Austritt aus der evangelischen Landeskirche erklärt. In demselben Gebiet waren im Jahre 1905 nur 254 Kirchcnaustritte zu buchen ge- Wesen, es ist also von einem Jahre zum anderen eine Steigerung auf weit über das Dreifache eingetreten. Dabei hatte schon das Jahr 1905 eine bedeutende Zunahme gegenüber dem Vorjahr ge- bracht; denn im Jahre 1904 waren im Gebiet der„Diözese Kölln- Stadt" sogar nur 104 Personen aus der evangelischen Landeskirche ausgeschieden. Von 1904 zu 1906, in dem kurzen Zeitraum von nstl r zwei Jahren, ist es hier zu einer Steigerung der jährlichen AuStrittsziffer auf mehr als das Acht» fache gekommen! Zur„Diözese Kölln-Stadt" gehören vor allem die Emmaus- gemeinde samt ihren Abzweigungen Thaborgemeinde und Martha- gemeinde, ferner die Heiligkreuzgenieinde, die Simeongemeinde, die Thomasgemeinde usw. Das sind Gemeinden, in denen die Arbeiterbevölkerung besonders stark vertreten ist. Wie groß mag nun im Jahre 1906 die Zahl der Kircheuaustritte in jenen anderen Diözesen gewesen sein, die die Arbeiterviertel des Ostens und NordostenS, des Nordens und Nordwestens umfassen? Auch dort war schon von 1904 zu 1905 eine sehr deutliche Mehrung der Kircheuaustritte festzustellen gewesen, eine Steigerung ihrer jähr- lichen Zahl schon auf das Doppelte bis Dreifache. Wir wissen übrigens nicht, ob in der„Diözese Kölln-Stadt" die Pastoren ebenso wie anderwärts nach dem billigen Trost haschen, daß die Zahl der AustrittSerklärungen doch noch hinter ihren Er- Wartungen zurückgeblieben sei. Sollten aber tat- sächlich auch sie sich hiermit trösten wollen, so möchten wir wissen, auf wieviel Austrittserklärungen eigentlich sie selber sich gefaßt gemacht hatten. Man könnte daraus ersehen, wie hoch die Pastoren selber die Werbekraft ihrer seelsorgerischen Tätigkeit zu taxieren sich getrauen. Auf der in der letzten Woche abgehaltenen KreiSshnode von„Kölln-Stadt" ist ans dem Jahresbericht für 1906 mit- geteilt worden, diese Mehrung der Kircheuaustritte sei zweifellos auf eine„stärkere Agitation der Sozialdemokratie" zurückzuführen. Die Pastoren handeln sehr unklug, wenn sie diese Meinung so offen aussprechen. Die besitzende Klasse sieht in der Kirche ein„Bollwerk gegen den Umsturz" und hauptsächlich deshalb geben die Wohlhabenden noch immer wieder für die Kirche ihre„Steuergroschen" her. Die Wohlhabenden haben fich'3 größtenteils längst abgewöhnt, selber noch in die Gotteshäuser zu geben und sich vom Pastor etwas erzählen zu lassen. Aber sie wünschen, daß wenigstens daS„Volk" noch den Worten des PastorS lausche und glaube. Wird aber die besitzende Klasse nicht schließlich die Lust verlieren, noch länger ihr„Bollwerk" Kirche zu stützen, wenn sie aus dem Munde der Pastoren selber hört, daß immer mehr davon abbröckelt?_ Die Schule auf dem Paradeplatz. Es dürfte hinläuglick) bekannt sein, daß der Kaiser den leb- haften Wunsch hat, die Schuljugend möchte für unlitärische Ver- anstaltungen noch mehr als das sowieso schon geschieht, interessiert werden. Zu diesem Zwecke sind auch die Paradefcrien eingeführt worden. Um aber diesen„AnschaunngSunlerrickit" besser zu organisieren, wurden diesmal von dem Generalkommando eine größere Anzahl Teilnehmerkarten für die Jugend ausgegeben. Man scheint aber bei diesem Anfang hereingefallen zu sein. Der„Voss. Zeitung" wird nämlich geschrieben:„Der Versuch, die Knaben der Oberklassen aus einer größeren Anzahl Berliner Schulen als Zu- schauer an der Parade teilnehmen zu lassen, ist mißglückt. Die S6,üler hatten sich nicht wenig darauf gefreut, einmal von ge- schiitzter Stelle aus das militärische Schauspiel in nächster Nähe mit ansehen zu können, und pünktlich um 7 Uhr zogen von allen Seiten her die Kolonnen unter Führung von Lehrern dem Sammelplätze zu(1800 Knaben aus höheren, 900 aus Gemeinde- schulen). Aber die Freude dauerte nicht lange. Kaum war die Auf- stellung der Truppen beendet, da schob sich auf Befehl der Polizei eine Wagenburg in dreifacher Reihe zwischen Schüler und Soldaten. Da alle Vorstellungen und Bitten der begleitenden Lehrer erfolglos blieben und von den angewiesenen Plätzen auS nunmehr von den Truppen durchaus nichts zu sehen war, so verließen fast sämtliche Schüler und Lehrer die Plätze und suchten anderwärts— zumeist als unwillkommene Gäste— unterzukommen, um doch die zum Teil recht weiten Wege nicht ganz umsonst gemacht zu haben." „Schule» lasse» wir üierhaupt»ich rin!" Dies Wort stammt aus Tegel und fiel an der Pforte des Parkes, der die Gräber der Gebrüder Humboldt birgt. Dem„B. T." wird darüber geschrieben: „Ein von Natur und Geschichte besonders begünstigtes Fleckchen märkischer Erde ist Park Tegel. Die Besitzerin hat großen Unwillen erregt, als sie vor Jahr und Tag dem Publikum ihren Park ver- schloß und ihn nur noch gegen Erlegung eines Obolus und unter Be- gleitung eines Dieners gestattete. Dem Leiter einer Charlottenburger Unterrichtsanstalt, der um die Erlaubnis bat, seinen Schülern den Park und die weihevolle Grabstätte zeigen zu dürfen, ward jetzt der kernige Bescheid zu teil:„Schulen lassen wir überhaupt nich rin. Det stört die jnädige Frau zu sehr!" Formell ist die Besitzerin im Recht, den Park dem Publikum zu verschließen. Der Park ist ihr Privateigentum und mit ihrem Privateigentum kann sie machen, Mwas sie will. Es zeigt sich nur, wie kulturschädlich das Privateigentum an Grund und Boden ist. Außerdem handelt die Besitzerin nach großen Vorbildern: Der preußische Staat macht es nicht besser. Er bringt seine Parks und feine Wälder unter den Hammer und gibt sie der Bauspekulation preis. Was schert eS ihn, daß der großen Masse der Bevölkerung die Gelegenheit, sich im Walde etwas zu erholen, erheblich beeinträchtigt wird. Das ist im Staate der Sozialrcform nun einmal nicht anders. Reiche Leute werden ja nicht getroffen, denn die haben ihre eigenen Villen und können ihre jährlichen Sonnnerceifen ins Gebirge machen. AuS der BcrkehrSstatistik. Im April d. I. wurden durch die Straßenbahnen in Berlin 38 073 503 Personen befördert, oder rund eine Million mehr als im April v. I. Die„Große" beförderte allein 31 357 503(gegen 30410119), die Hoch- und Untergrund- bahnen einschließlich der Spreetunnelbahn 3 906 486(gegen 3 462 864) und die Omnibusse mit Pferdebetrieb 9 629163(gegen 10061 657) Personen, wobei zn berücksichtigen ist, daß niehrere Omnibuslinien eingegangen sind. 3183 547 benutzten 5 Pf.-Fahrschc'-- und nur 1 445 616 löste» 10 Pf.-Fahrscheine. Ganz gewaltig zuMiommeu Hat die Benutzung der Kraftomnibuslinien. Diese vier Linien best Krankenhause. B. ist dort Polizeigefangener. Als ein Freund dess Einem am 21. März in der Nähe der Chauffeestraße( Liesen förderten 2011 219 Personen. Im April v. J. Bestand nur die eine B., ein Dr. D., diesen fragte, was er denn gemacht habe, erwiderte straße) auf der Straße schwer erkrankten Arbeiter, der jetzt erst aus Linie durch die Friedrichstraße, mit der nur 527 728 Personen be- er:„ Wir wollten beide zusammen sterben!" Der Nevolver Tag der Heilanstalt entlassen ist, ist damals ein verschlossener Kasten, fördert wurden. Bei den Autoomnibussen wurden nur wenig Fahr- neben der Leiche der Frau. Die Tote wurde, nachdem der Tatbestand Werkzeuge enthaltend, und ein Paket mit Arbeitszeug abhanden gescheine zu 15 Pf. gelöst. tommen. Da anzunehmen ist, daß die Sachen irgendwo in Verdurch eine Gerichtskommission aufgenommen worden, nach dem Schau- wahrung genommen sind, bittet der Eigentümer derselben, Arbeiter Die Rüdzahlungen bei der städtischen Sparkasse übersteigen feit hause gebracht. Monaten die Einzahlungen ganz erheblich. Im April d. J. wurden Adolf Bigalsky, Laufigerstr. 15, um gefl. Nachricht. Seitens der Verwandten der Frau wird angenommen, daß B. 15, 7 859 598 Mark zurückgefordert, und nur 5 492 670 Mark eingezahlt. die Tat aus Eifersucht begangen hat. B. bestreitet dies jedoch und Die Kasse, die sonst mehr Einzahlungen als Rückzahlungen zu vers zeichnen hatte, mußte danach 1866 928 Mart mehr zurückzahlen als behauptet auch bei seinen Vernehmungen, daß er im Einverständnis eingezahlt wurden. mit feiner Ehefrau gehandelt hat. " " 293 dem Gesundbrummen in der Soldinerstr. 92 ein gefährliches Feuer Feuerwehrbericht. Am Montag nachmittag um 7 1hr fam auf zum Ausbruch, das schnell um sich griff. Dort brannten die Vorräte des Fouragegeschäfts von A. Kamusin. Heu, Stroh, Hafer u. a. brannten bei Ankunft des 16. Zuges in großer Ausdehnung. Die Feuerwehr mußte mit mehreren Schlauchleitungen fräftig Wasser geben, um den Brand auf das Fouragegeschäft zu beschränken. Die Pferde fonnten sämtlich in Sicherheit gebracht werben. Vorher hatte die Feuerwehr in der Eisenbahnstraße 42 zu tun, wo Kisten u. a. im Gleich Keller der städtischen Markthalle in Brand geraten waren. zeitig hatte die Wehr in der Seelowerstr. 12 zu tun. verschlägen erfaßt. Ferner mußte ein Feuer, das im Keller Hagel dem Boden Feuer ausgekommen und hatte Hausrat in den Bretters bergerstraße 6 entstanden war, gelöscht werden. Matragen u. a. wurden dort ein Raub der Flammen. ugdo Rixdorf. Vorort- Nachrichten. Der verurteilte Fiskus. Die genußreichen und bequemen" Museen. Schwere Unglücksfälle im Straßenbahubetriebe. Die, Bosi. 3tg." ist über unsere Festnagelung der seltsamen Vor dem Hause Badstr. 63 versuchte gestern der 35jährige DachKulturpolitik, die die Museen an zwei Wochentagen nur gegen Entree decker Gustav Grimm, Bellermannstr. 72a wohnhaft, auf einen in öffnen will, sehr indigniert. Sie findet in diefer Maßregel einen voller Fahrt befindlichen Straßenbahnwagen der Linie 38 aufzubegrüßenswerten Fortschritt, getroffen, um dem Publikum den Besuch springen. Er fam dabei zu Fall, wurde unter die Borderplattform der kgl. Galerien noch bequemer und genußreicher zu machen". Das gerissen und ein Stück mitgeschleift. Der Unvorsichtige erlitt außer ist die herkömmliche liberale Logit, über die sich niemand wundern äußeren Verlegungen einen schweren Unterschenkelbruch und wurde, kann. Die alte Dame tut so, als ob es gerade im Interesse des nachdem er auf der Unfallstation in der Badstraße die ersten NotBublifums gelegen sei, daß es jetzt vor den Kopisten und Führungen verbände erhalten, in das Lazaruskrankenhaus gebracht. In der durch das Entree geschützt sei. Daß es sich bei solchen Fragen gleichen Weise verunglückte der Lehrer Paul Striegel, Badstr. 40 In der letzten Nacht gegen 11 Uhr kam in der Alten Jakobum ein Prinzip handelt und daß wirkliche Kulturländer an allen wohnhaft. Kriegel versuchte kurz vor der Haltestelle von einem straße 11/12 Fener aus, Startons brannten dort. Die Flammen Tagen die Museen umsonst offen halten außer an den Reinigungs- fahrenden Straßenbahnivagen herunterzuspringen, tam auch zu Fall, hatten an dem leicht brennbaren Material reiche Nahrung gefunden tagen das ist für Bossische Intelligenzen natürlich zu spekulativ. und zog sich eine ganze Neiße erheblicher Verletzungen zu. Die erste und bei Anfunft der Feuerwehr schon eine große Ausdehnung ers Es bleibt dabei: durch diese Entreeerhebung sind die Museen zu ärztliche Hülfe ward dem Verunglückten auf der Unfallstation 17 zu teil, langt. Der 17. Zug unter Leitung des Brandmeisters Sandberg Und wenn wir die Gin dritter schwerer Straßenbahnunfall ereignete die übrigen Betriebe des großen Industriegebäudes nicht auch noch Museen für die Reichen geworden. mußte mit mehreren Schlauchleihingen fräftig Wasser geben, damit beiden daran getroffenen Bezeichnungen ändern sollten, so müßten sich Montag um 348 Uhr abends am Elisabeth- Ufer. In der Nähe in Mitleidenschaft gezogen wurden. Um Mitternacht brannte in der wir höchstens sagen: für die besitzenden Klassen. Denn die besondere des Wassertorplates suchte der zehnjährige Schüler Willy Bauer, Ruppinerstr. 16 ein Schornstein. Ferner hatte die Wehr in der Vergünstigung, die den Studenten gewährt ist, kommt im großen Brierstraße 1 bei den Eltern wohnhaft, unmittelbar vor einem Huttenstr. 6, Ackerstr. 128, Gitschinerstr. 81, Adalbertstr. 40 und ganzen doch nur Sprößlingen der besitzenden Selaffen zugute.( Wir herannahenden Straßenbahnwagen der Linie 90( Richtung Wilmers- anderen Stellen zu tun. Wohnungen, Schornsteine usw. standen dort gönnen natürlich den Studenten diese Erleichterung durchaus.) dorf) das Gleis zu überschreiten. Obwohl der Führer des Motor- in Flammen. Aber vielleicht weiß Madame Voß" nicht, daß erst waggons sofort Gefahrbremse anwandte, konnte er den Unfall doch Arbeiter- Samariter- Kolonne. Donnerstagabend 9 Uhr: 8. Abneulich wieder durch eine statistische Untersuchung fest- nicht mehr verhindern. Der Knabe wurde umgestoßen und fam teilung in Schöneberg bei Obst, Meiningerstr. 8. 4. Abteilung für gestellt wurde, daß das Hochschulstudium immer immer mehr ein neben dem Wagen zu liegen. Der fleine B. erlitt einen Bruch des Lichtenberg und Berlin- Osten von jetzt ab bei Lindner, GrünbergerPrivileg der oberen und obersten Schichten wird? Doch die rechten Unterschenfels, eine Stalpierung der Schädeldecke und erheb- straße 10. Vortragsthema in beiden Abteilungen: leber Ber Museumsverwaltung, die unsere Anfrage, unter welchen Bedingungen liche Hautabschürfungen im Gesicht und am Körper. Der Verlegungen, Wundbehandlung und Blutstillung. Daran anschließend fie für die große Deffentlichkeit bestimmte Nachrichten an den Lokal- unglückte wurde, nachdem ihm auf der Unfallstation ein Notverband praftische Uebungen. Neue Mitglieder werden in beiden Abteilungen Anzeiger" verschleißt, immer noch nicht beantwortet hat was in angelegt worden war, nach dem Krankenhause am Urban über- noch aufgenommen. parlamentarisch regierten Ländern undenkbar wäre scheint ein geführt. Trotz der schweren Verlegungen gibt das Befinden des Einsehen gehabt zu haben. Unsere Ausführungen über den pluto- bedauernswerten Knaben zu ernsten Besorgnissen keinen Anlaß. fratischen Charakter der neuesten Bestimmungen haben scheinbar Eindruck gemacht. Denn auf dem Unwege über die„ Bosi. 3tg." 69 Jahre alte Invalide Hermann Cranczewski aus der Pantstr. 31a Ein Opfer feines schlechten Gehörs ist gestern morgen der erfahren wir, daß die Arbeiterführungen in den geworden. Der alte Mann wollte seinen üblichen MorgenspazierDie Vorortsgemeinde Wilhelmsruh- Rosenthal hatte vor Museen an Sonntagen auch während der Kirchzeit, also wenn gang unternehmen und überhörte beim Ueberschreiten des Fahr- einiger Zeit den Forstfiskus aufgefordert, 30000 Mart zu die Museen noch nicht geöffnet sind, stattfinden können. Wir be- bammes in der Nähe seiner Wohnung das Warnungssignal eines den Schullaften des Industrieortes zu zahlen und diese grüßen diese Einrichtung mit Freuden und empfehlen sie zur herannahenden Automobils. Er geriet dicht an den Kraftwagen Forderung damit begründet, daß zwar die Stadt Berlin fleißigen Benugung. heran, wurde umgeworfen und über den linken Unterschenkel ge- Besizerin des Gutes Rosenthal sei, die Patronatsrechte und Schließlich eine Richtigstellung. Wir hatten nicht behauptet, daß fahren. Nach Anlegung von Notverbänden auf der Unfallstation Pflichten aber dem Forstfistus zuständen, welcher somit zu die Eintrittsgelder zu finanziellen Zweden verwendet werden". in der Lindowerstraße fand E. im Birchow- Krankenhause Aufnahme. den Schulhausbauten der politischen Gemeinde nach einem Daß sie den Aufsehern zugute kommen, wie die Voss. 8tg." verrät, Zu dem gewaltsamen Tod des Ulanengefreiten Benste, über alten Recht das Holz liefern resp. die Holzkosten der Vororts, ändert nichts an dem belästigenden, plutokratischen und wie eine den wir berichteten, ist auf Grund von Ermittelungen der Spandauer gemeinde zurückerstatten müsse. Der Kreisausschuß Kopfsteuer wirkenden Charakter dieser Gebühren. Auch das ist Kriminalpolizei der Berdacht aufgetaucht, daß ein Raubmord ver- von Nieder- Barnim hat eingehende Beweiserhebungen anfibrigens durchaus zu beanstanden, daß Staatsangestellte für be- liegt. Der Soldat hatte am Pfingstfonntag, seitdem er vermißt der Auffassung des Vorstimmte Leistungen wie die in diesem Falle verlängerte Dienst- wurde, noch über 60 M. bares Geld in seinem Befih. Nachdem gestellt und sich nunmehr der zeit auf ungewisse und wechselnde Bezüge vertröstet werden. er sich in bereits vorgerüdter Abendstunde von seinen Bekannten ortes angeschlossen. Der Forstistus ist verurteilt worden, in Spandau verabschiedet hatte, besuchte er, wie jetzt festgestellt ist, 8000 M. zu dem alten Rosenthaler und 22 000 m. zu dem Seit wann schwärmt denn der Liberalismus für Wiedereinführung noch auf dem Wege zum Bahnhof Schanklokale. Ein Wirt machte neuen Wilhelmsruher Schulhaus beizutragen. Die Rechte patriarchalischer Besoldungsmethoden? ihn darauf aufmerksam, daß er nicht mehr den lehten Nachtzug der Stadt Berlin, welche bisher als Inhaberin des erreichen würde, wenn er sich nicht beeilte. Alsbald entfernte er Patronats galt, sind dabei nicht berührt worden. Für keinen Lebend oder tot? Ueber den Chauffeur Frante, den sich in der Richtung zur Bahn. Möglich ist, daß er doch nicht mehr all kann Berlin Nachteile von dem Ausgange dieses Pro Führer des Automobils, dessen Insassen am Himmelfahrtstage rechtzeitig zum Zuge gekommen ist und nunmehr den Weg nach im Grunewald verunglückten, ist neuerdings in den Zeitungen Charlottenburg zu Fuß zurüdlegen wollte. Zu diesem Bwved fann effes haben.- Revision gegen das Ürteil des Kreis. mitgeteilt worden, er sei nach der Schweiz geflohen, um sich der man, um die Strede abzukürzen, einen Fußsteig zum Spandauer ausschusses soll, wie uns mitgeteilt wird, vom Fiskus nicht ihm drohenden Bestrafung zu entziehen. Es ist wahr, daß Franke Bod benigen, der unweit der Spree entlang führt. Wahrscheinlich eingelegt werden, weil das Rechtsverhältnis, nach den Feſt. seit jenem Unfall, bei dem einer der Insassen des Automobils ist der Ulan auf diesem Wege das Opfer von Mäubern geworden; stellungen des Gerichts erster Instanz, klar sei. Warum Das Leben einbüßte, verschwunden ist; der Borwärts" hatte benn Geld ist nicht mehr bei ihm gefunden worden. ließ sich dann der Fiskus erst verflagen? das bereits damals gemeldet. Aber zu der Behauptung, daß er jetzt sich in der Schweiz aufhalte und sogar von dort aus einem Kurz vor Feierabend verunglädte gestern abend der Tischler Bekannten in Berlin ein Lebenszeichen" gegeben habe, paßt ganz Pritsch in der Tischlerei von Schulz und Schimmelpfennig, indem und gar nicht die an die Angehörigen gelangte Mitteilung, Franke im die Hand verstümmelt wurde. Das Opfer eines schweren Raubaufalles wurden gestern nacht in fei tot in der Havel aufgefunden und als Selbst= Rigdorf der Redakteur Rudolf Klotz aus der Marienthalerstr. 22 in mörder in Geltow beerdigt worden. Diese Nachricht that bei Rigdorf. Baumschuleniveg und der Landwirt Friz Müßig vom Gute Marienwar in der letzten Woche des Mai vom Förster der Försterei Jagdkneipe" in Rigdorf nach Hause begeben. Kaum hatten sie die Sie wollten sich nachts um 22 Uhr aus der Geisberg hinter Wildpark an den Brotherrn Frankes, einen in Mecklenburg wohnenden Gutsbesitzer, der dem Automobilsport Canner Chaussee betreten, als plötzlich drei Burschen auftauchten unt Zu dem Unglücksfall auf dem Neubau in der Brüderstraße, über über die beiden herfielen und sie entsetzlich zurichteten. Dabei raubter huldigt, gesandt worden, und dieser hat dann durch den Berliner Der Rigdorfer Kriminal Vertreter der Fabrik, von der ihm das Automobil geliefert worden den wir gestern berichteten, teilt uns der in der Notiz genannte fie Bortemonnaie mit Inhalt und Uhr. war, die Angehörigen schonend von dem traurigen Ende feines Wonteur mit, daß der Lehrling an einer Winde beschäftigt war. polizei gelang es noch im Laufe des gestrigen Vormittags, die dret Chauffeurs in Kenntnis sehen lassen. Die Reiche ist merkwürdiger. Diese Winde habe einen doppelten und einen einfachen Gang. Er Näuber festzunehmen. Es waren der obdachlose Hundefänger Mar weise so schleunig beerdigt worden, daß es der Familie Franke habe nun dem Lehrling gezeigt, wie er die Winde abstellen und so Lehmann, der Sattler Way Gaßner aus der Gneisenaustr. 90 und nicht mehr möglich war, den Toten zu sehen. Es ist aber wohl sich die Arbeit leichter machen tönne. Beim Herunterlassen sei die der Kellner Erwin Mundthaß aus der Staligerstr. 59a. nicht daran zu zweifeln, daß es sich tatsächlich um Franke handelt. Sturbel losgelaffen worden, wobei sich allerdings das Unglüd ev Der Förster hat offenbar Papiere bei dem Toten gefunden, aus eignete. Der Lehrling sei auch schon von der Unglücksstelle aus mit Charlottenburg. denen er die Adresse des ihm selber gänzlich unbekannten Guts- einer Droschte nach der Unfallstation geschafft worden. Die Delegierten der Charlottenburger Gewerkschaftskommission besizers ersah. Franke hat vermutlich weniger aus Furcht vor Zu der Brandkatastrophe in der Großen Frankfurterstraße, über Genoffen Scheible über den gegenwärtigen Kampf im Baugewerbe. überhörten in ihrer Sizung vom 31. Mai zunächst einen Bericht des Strafe, die nach Lage der Sache nicht allzu hart hätte aus die wir gestern berichteten, wird uns noch gemeldet: Die zwölf Redner schilderte von der Vorgeschichte des Stampfes ausgehend die fallen fönnen, als aus einer Art verlegten Ghrgefühls jährige Tochter Franzista der Näherin Witwe Antonie Thminsky ist gegenwärtige Situation der Aussperrung und meinte, daß der den Tod gesucht. Er hatte bis dahin als ein besonnener und gestern an den Folgen des erlittenen Schädelbruchs im Krankenhause Stampf überhaupt schärfere Dimensionen als je, nicht annehmen zuverlässiger Chauffeur gegolten, dem jener Gutsbesiger das beste Friedrichshain gestorben. Die am Stopf und an den Armen ver- werde. Ueber den nächsten Punkt:„ Die Hebung des GenoffenBeugnis ausftelt. brannte Mutter befindet sich in demselben Strankenhause. schaftswesens am Orte" hielt Genosse Schüße ein einleitendes Radrennen zu Steglit, 3. Juni. Das Rennen um die Gol- Referat. Sämtliche Redner sprachen sich für eine intensivere die, hat sich gestern in früher Morgenstunde in dem Hause Linienste. 8 dene ette", das am Sonntag bei 40% Kilometer des ein- Agitation, aumal für die Förderung des hiesigen Konsumvereins, abgespielt. In seiner Wohnung erschoß der Pferdehändler Georg feyenden Blazregens halber abgebrochen werden mußte, fonnte am aus, wobei ausdrücklich betont wurde, daß von den GewerkschaftsBeder seine 28jährige Frau Fanny und versuchte sich dann selbst Montagabend bei günstigem Wetter beendet werden. Es wurde nach vorständen mehr, als wie bisher, getan werden müsse. Eine Reso.. dem Sonntag festgestellten Ergebnis, das to bĭ als Erster vor lution in diesem Sinne wurde daraufhin einstimmig angenommen. durch eine Revolverlugel zu entleiben. Er brachte sich aber mur Didentmann( 2160 Meter), Guignard( 3720 Meter) und Sierauf wurde ein Bericht über die gegenwärtige Lage des einen Streifschuß an der Stirn bei. Angeblich hat B. die Tat in Butler( 3950 Meter zurüd) jah, weitergefahren. Leider gestaltete Bäderstreits vom Genossen Schulz gegeben. Vom Referenten einem Anfall geistiger Störung verübt. fich das Rennen durch verschiedene Unfälle zu einem aufregenden wie von den Diskussionsrednern wurde bedauert, daß in Char. In der zweiten Etage des Hauses Linienste. 8 leben die B.schen Schauspiel. Nobl, der im Anschluß an feinen tags zuvor erzielten lottenburg außer der Genossenschaft Produktion" und der GroßEheleute seit Jahren in kinderloser Ehe. Er steht im 44. Lebens Vorsprung als Erster marschierte, schied schon an Beginn, bei dem bäderei Ülbrich nur verschwindend wenige Bädermeister die be jahre, während seine Frau erst 28 Jahre alt war. Sie an diesen Abend gefahrenen 19. Kilometer aus; sein Vorderrad war rechtigten Forderungen der Gesellen anerkannt haben. Es wurde eine auffallende Schönheit. Vor eiwa sieben Jahren unter der Wucht zusammengebrochen und No b'I stürzte, sich mehr beschlossen, in allen Gewerkschaften für die Forderungen der hatte das Paar geheiratet. geheiratet. In der Nachbarschaft war B. mals überschlagend, auf den Bement. Zum Glück erwies sich der Bäckergesellen wirksam einzutreten, so daß nur bei den Firmen als vermögender Mann bekannt. Das Gheleben war ein ruhiges anfangs böse aussehende Sturz später als nicht allzu gefährlich, denn die Badwaren zu holen sind, die bereits bewilligt haben. der Weltmeister war mit zwar immerhin sehr schmerzhaften Ab- leber die allgemeine Berufs- und Betriebszählung, die am und nur selten kam es in der B.schen Wohnung einmal zu kleinen schürfungen an den Händen und Beinen davongekommen. Das 12. Juni vor sich geht, gab Genosse Flemming einige ErläuteAuseinandersetzungen. Es hat den Anschein, als ob v. seine Frau Rennen hatte während dessen seinen Fortgang genommen und der rungen. In den Ausschuß wurde an Stelle des erkrankten Mitmit deren Einwilligung getötet hat. Die letztere hatte noch vor- Holländer Didentmann tvar durch Roble Ausscheiden gliedes Genossen Schillmann, der Genosse Schtviemann( Maurer) gestern die Betten frisch überzogen und durch das Dienstmädchen auf den ersten Platz gerückt. Aber auch Butler und gewählt. Auf eine Anregung des Genossen Gebert, betreffs einer große Reinigung in den Zimmern vornehmen laffen. Gestern in Guignard fuhren ganz vorzüglich, namentlich der Ameri- zu erlassenden Erklärung des Fabrikarbeiterverbandes in Sachen der vierten Morgenstunde kam V. heim. Seine Frau lag schon faner, der an diesem Abend vom 9. Kilometer an die Spige einer unwahren Behauptung im Jahresbericht gegenüber dem längst zu Bett. Kurz nach 4 Uhr bernahmen die Hausbewohner genommen hatte und seinen Vorsprung ständig zu vergrößern fuchte. Transportarbeiterverband im Borwärts" wurde beschlossen, daß, plöglich einen Knall, legten diesem jedoch keine Bedeutung bei, da war verfor er dabei, wenn auch nur auf Augenblicke, den Anschluß wenn nicht innerhalb 8 Tagen dieselbe vom Fabrikarbeiterverband an seinen Motor; aber jedesmal holte er unverdroffen wieder auf nunmehr erlassen wird, der Transportarbeiterverband in Pervermutet wurde, es sei irgend etwas Schweres zur Erde gestürzt. und griff seine Gegner, namentlich Didentmann, der von seinem bindung mit dem Ausschuß der Gewerkschaftskommission den SachAls gestern morgen das Dienstmädchen, das in einer Bodenkammer gestern gewonnenen Vorsprung zehrte, an. Sturz vor dem Schluß verhalt im Vorwärts" richtig stellen soll. Es fehlten unentschläft, flingelte, um in die Küche zu gelangen, öffnete B. und sollte das Rennen noch eine arge Störung erleiden; denn in der schuldigt: Die Buchbinder, Fleischer, Gastwirtsgehülfen, Handlungsschwankte dann wieder zurück. Dem Mädchen fiel es auf, daß ihr drittlegten Runde tam der Motor Butlers zu Fall, in seinem Sturz gehülfen, Sattler und Schmiede. Herr über und fiber mit Blut befudelt war. Es lief schleunigst den Amerikaner und den dicht auf folgenden Motor Guignards ver Nummelsburg. Sie wickelnd. Zum Glück kamen die Schrittmacher und Butler ſeibst und dieser benachrichtigte nun Der Revolver spielte bei einer Auseinandersehung eine Rolle, Polizei. Als mehrere Beamte die Wohnung des Ehepaares be- mit leichten Verlegungen davon; Guignard fonnte rechtzeitig traten, fanden sie die Frau vor dem Bett in einer Blutlache liegen. ausweichen und sich sogar auf dem Rade behaupten. Didents die der Schneider Kurikowiak aus der Straßmannfte, 21 mit dem in mann, der eine halbe Runde von der Unfallstelle entfernt war, der Schillerstr. 14 in Nummelsburg wohnhaften Tischler Olofensti Sie war bereits tot. Die linke Schläfe war der Unglück war nunmehr der einzige, der mit seinem Motor unversehrt im hatte. Im Berlauf des Streites ließ fich K. dazu hinreißen, auf D. lichen durchschossen. Auf einem Stuhle faß zusammengebrochen Rennen war, das er, ohnehin erster, in 1 Stunde 10 Min. 40 Set. enten Revolver, den er bei sich führte, abzufeuern. Die Kugel drang D. mußte in das der Ehemann. Er wies an der rechten Stirnſeite eine Schußwunde beendete, Butler war mit 1% und Guignard mit drei Nunden im dem Getroffenen in den rechten Oberschenkel. städtische Krankenhaus eingeliefert werden, während K. von der auf, aus der noch das Blut herausrieselte. Auch die Bulsader der Rückstande. Bolizei festgenommen wurde. linken Hand hatte er sich aufgeschnitten und von Blutverlust ge Das Wahlvereinsbuch Nr. 20 154 auf den Namen Willy Holz, schwächt war er schließlich auf dem Stuhl zufammengefunten. Ein Chauffeeftr. 37, ist dem Zuhaber bei einem Einbruch in seine woh- Pankow. Arzt von der Unfallstation in der Seibelstraße stillte den Blutlauf nung am 13. Mai neben vielen anderen Gegenständen gestohlen Bei seinem Kontrolfgang schwer zu Schaden gekommen ist in der und veranlaßte die Ueberführung des Unglücklichen nach dem worden. Es wird gebeten, das Buch anzuhalten. Nacht vom Montag zum Dienstag der in der Brauerei Engelhardt war nach dem Ein blutiges Ehedrama Verwalter, bloß die Gesellschaft mit beschränkter Haftung aufgelöst. Direktor Die Komische Oper soll ihr Ende erlebt haben. Es ist indes Gregor gedenkt im übrigen die Komische Oper als alleiniger Leiter weiterzuführen. 11 " " in Bankow, Kaiser Friedrichstraße beschäftigte Wächter Philipp. Auf I dem Hofe genannter Brauerei ist man zurzeit mit der Anlegung eines Brunnens beschäftigt. Ph. erhielt den Auftrag, während seiner nächtlichen Kontrolle danach zu sehen, ob das mittels Maschine ausgepumpte Waffer regelmäßig in die angelegte Abflußgrube ablaufe. Jedenfalls fam er nun in der Dunkelheit der mit einer Umzäunung nicht versehenen Grube zu nahe und stürzte in dieselbe, wobei ihm beide Beine gebrochen wurden. Durch sein lautes Stöhnen aufmerksam geworden, eilte der wachthabende Stallmann herbei und es gelang ihm, den Vers unglückten aus seiner bedenklichen Lage zu befreien. Noch in der Nacht brachte man den Verunglückten nach dem Krankenhause. Weißensee. Butterverkäufer auf dem Wochenmarkt haben sich in legter Beit von 35 2ire. Wiese letzten übernehmen nicht mehr als 16 ühe oder. durch Mindergewicht verschiedene Unehrlichkeiten zuschulden fommen zehn Kühe und die Mäharbeit. Für die Taglöhner 32 Centejimi; lassen. Gerade die Händler vom Lande hatten häufig marktpolizei- für Schnitterarbeit und die Arbeit an der Dreschmaschine 53 Cente liche Beanstandungen. Auf dem letzten Wochenmarkt wurden vom simi. Für die Frauen betragen die betreffenden Löhne 20 und Polizeiwachtmeister Jockisch bei brei Berkäufern Gewichtsfälschungen 30 Centesimi, doch schließt sie das Konkordat von der Schnitterarbeit von 10 bis 20 Gramm bei einem halben Pfund festgestellt. 55, aus. Die heutige siegreiche Bewegung war bereits im Sommer 30 und zivei Halbpfundstücke wurden marktpolizeilich zerschnitten. auf einem Kongreß der organisierten Landarbeiter beschlossen worden. Die betreffenden Butterhändler sehen einer strengen Bestrafung ent- Die Grundbesitzer von Biacenza sind so gut wie gar nicht orga gegen. nisiert. Briefkaften der Redaktion. Lese- und Diskutierklub„ Südost". Heute abend 8, Uhr bei Tolksdorf, Görligerstr. 58: Sigung. Sozialdemokratischer Zentralwahlverein für den Reichstags. te furistische Sprechstunde findet Friedrich str. 10, Aufgang 4 wahlkreis Züllichau Schwiebus Krossen Sommerfeld( Ortsverein eine Treppe( Sandelsstätte Bellealliance, Eurchgang auch Lindenstr. 101), Berlin). Diejenigen Genossen des Vereins, welche wegen der gegenwärtigen wochentäglich von 7 bis 9 hr abends steit, Geöffnet 7 thr. Bauhandwerker- Aussperrung Berlin verlassen, werden ersucht, sich beim Sonnabends beginnt die vrechstunde um 6 Uhr. Jeder Aufrage ist ein Genossen Eitner, O. 34, Wirbachstr. 50 vorn III, schriftlich oder mündlich Buchstabe und eine Zahl als Werkzeichen beizufügen. Briefliche Antwort wird nicht erteilt. Eilige Fragen trage man in der Sprechstunde vor. abzumelden. Verein der Lehrlinge, jugendlichen Arbeiter und Arbeiterinnen 21. 5. 64. Ja, dann müßten Sie aber das Bestellgeld zahlen. abends 8 Uhr, bei Schumann, Langhanssir. 146: Mitgliederversammlung. Vortrag. Bei der Ersatzwahl zur Gemeindevertretung wurde als alleiniger Kandidat der Genosse Fuhrmann gelvählt. Der Vaterländische Arbeitsverband, welcher die Beteiligung an allen Wahlen sich vorgeschrieben hat, erschien noch nicht auf dem Plan, jedenfalls nur, Berling und umgegens.( Albieilung weißensee.) Mittwoch, den 5. Juni, D. D. 58. 1. Ja. 2. Den Auseinandersetzungsschein bezw. den Schein, um seine Schwäche in der Deffentlichkeit nicht preiszugeben. Wittenau- Borsigwalde. Bei der stattgefundenen Gemeindevertreterwahl wurde Genoffe Wanitschat mit 215 Stimmen gewählt; der Gegner brachte es auf 32 Stimmen. Kalfberge Rüdersdorf. Vermischtes. in dem das Gericht bestätigt, daß eine Auseinandersetzung nicht erforderlich war, Ihre Geburtsurkunde, Ihre Militärpapiere und das mit Rechtskrafts. attest versehene Scheidungsurteil. 2. 3. 100. Nein. 2. S. 1001. Das ist unmöglich), vielleicht aber läßt sich durch Chlorwäsche die blaue Farbe ganz herausziehen. D. 7. 29. 1. und 2. Ja. Ohne Kenntnis des Wortlauts der von Ihnen gemeinten Bestimmung ist die weitere Frage Großbetrieb in Heiratsschwindelei. Ludwigshafen, 4. Juni. nicht zu beantworten.- B. 11. 8. Benden Sie sich an den Zentral verband für Handlungsgehülfen und Gehülfinnen, Neue König. Ein gemeingefährlicher Roué ist in der Person des Generalagenten straße 36. 7. G. 99. Ja, aber eine Beschwerde an das Er hat durch Amtsgericht erscheint uns aussichtslos. 21. 99. 1. Die Ickte Bruckmer von hier vor furzem verhaftet worden. ift noch nicht publiziert. 2. Nur der Arbeitgeber. Heiratsversprechen eine große Anzahl Mädchen zu Fall gebracht. Novelle Erbschaft. Die verstorbene Mutter wird von ihren eigenen Rindern, Sein Absteigequartier war die Wohnung eines von ihm abhängigen Unterbeamten in Mannheim. Die Zahl der Fälle beläuft sich auf also den Schwestern A. und P. und deren Bruder zu gleichen Teilen bes erbt. Die Stiefschwester erbt nicht mit. 9. N. 48. Lassen Sie zu über 30, einer dürfte zu einer Anklage wegen Notzucht führen. nächst das Patent anmelden und wenden Sie sich wegen der Anmeldung Wieder ein siegreicher Landarbeiterstreit. Nom, 2. Juni.( Eig. an das Batentamt, 100 Ihnen sachgemäße Auskunft erteilt wird. Ver.) Nach nur viertägigem Streit haben die Landarbeiter des R. St. Schöneberg. Wenn in einem Mietsvertrage steht, Kündigung Kreises Piacenza die Grundbesitzer gezwungen, die von den ist drei Monate und drei Tage vor Ablauf zu erfolgen, fo müßte spätestens Organisationen vorgeschlagenen Arbeitsbedingungen anzunehmen. am 27. Juni dem Wirt oder dem Wieter die Kündigung zugegangen sein, Der städtische Arbeitsnachweis wurde im Laufe des verflossenen Am 3. Juni wird die Arbeit zu folgenden Bedingungen wieder auf- also nicht nur abgesendet, sondern in dessen Händen sein. Eine Sündigung, Monats von 668 Arbeitsuchenden, darunter 635 männlichen Personen, genommen werden: Marimalarbeitstag zehn Stunden mit Aus- die erst am 28. Juni dem Adressaten zugest, hätte keine Gültigkeit. Frühere Kündigungen ob sie im Juni oder im Mai oder noch früher zugestellt sind, sind durchaus gültig. 1852. 1. Hinterlegen Sie die Miete in Anspruch genommen. Von 752 Stellenangeboten konnten 559 be- nahme der Viehknechte, die noch 1 Stunden Stallarbeit leisten. ist gleich setzt werden. Auf Potsdam entfallen davon 484, während 75 nach Die Viehknechte, die die Ochsen zum Ackern führen, erhalten einen und zahlen Sie feinem von den Beiden, sondern teilen ihnen die Hinter auswärts vermittelt wurden. Lohnzuschlag von 50 Lire im Jahre, die im Kuhstall beschäftigten legung mit. 2. Der Berein ist uns nicht bekannt. Ertrunkener Greis. Beim Wasserschöpfen ist der frühere Schiffer Karl Seeger, Karlstr. 2 in Kalfberge wohnhaft, ertrunken. Der bereits in hohem Alter stehende Mann hatte aus einem Kaltgraben Wasser schöpfen wollen, beugte sich dabei etwas zu weit vor, verlor das Gleichgewicht und stürzte in das Gewässer. Bergeblich bemühte sich der Bedauernswerte, sich zu retten, und seine Hülferufe verhalten ungehört. Elend mußte er infolgedessen ertriuken. Potsdam. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber teinerlei Verantwortung. Theater. Freie Volksbühne. Mittwoch abend 7, Uhr: 5. Abendvorstellung im Neuen Schauspielhaus: 4. u. 5. Abteilung: Goethes Fauft. Mittwoch, den 5. Juni. Anfang 72 Uhr. Kgl. Opernhaus. Tristan und Jfolde. Anjang 7 Uhr. Rg!. Schauspielhaus. Die Nabensteinerin. Neues fgl. Operntheater. 1001 Nacht. Deutsches. Robert und Bertram. Stammerspiele. Frühlings Erwachen.( Anf. 8 Uhr.) Anfang 8 Uhr. Schiller 0. ( Wallner Theater.) Urania. Wissenschaftliches Theater. Abends 8 Uhr: Von der Zugspitze zum Watzmann. Z Schiller- Theater. Schiller- Theater O.( Wallner- Thenter).| Mittwoch, abends 8 Uhr: Moloch. Eine unpollendete Tragödie( 2 Afte) von Friedrich Hebbel. Hierauf: Der zerbrochene Krug Ein Luftsp. in 1 Aufz. v. Heinr. v. Keleift. Donnerstag, abends 8 1hr: Bum 1. Mal: Perrichons Reise. 11 Moloch. Der zerbrochene OOLOGISCHER reitag, abends 8 br: Schiller- Theater Charlottenburg. Mittwoch, abends 8 Ubr: Die Schmuggler. Stomödie in 4 Aften v. Artur Dinter. Donnerstag abends 811hr: Ein Fallissement. Freitag, abends 8 Uhr: Die Schmuggler. CARTEN Diez Spezialitäten- Theater. Täglich nachm. 5 Uhr: Großes Militär- Doppel- Konzert. Eintritt 1 Mk., von abends 6 Uhr ab 50 Pf., Kinder unter 10 Jahren die Hälfte. Residenz- Theater. Direktion Richard Alexander. Moloch. Der zerbrochene Krug. Heute und folgende Tage 8 Uhr: Schiller Theater Charlottenburg. Haben Sie nichts zu verzollen? Die Schmuggler. Schiller N.( Friedrich Wilhelm- Schwant in 3 Aften v. M. Hennequin städtisches Theater.) Drei Paar Schuhe. Berliner. Geschlossen. Leffing. Die Fledermaus. Kleines. Marcell Salzer.( Anfang 8 Uhr) Romische Oper. Hoffmanns Er zahlungen. Neues. Die Condittiert. Westen. Die lustige Witwe. Residenz. Haben Sie nichts zu berzollen? Luftivielhaus. Die Welt ohne Männer. Thalia. Charleys Tante. Luisen. Das Rätsel seiner Ehe. Bernhard Rose. Der große Unbekannte. Metropol. Der Teufel lacht dazu. Wintergarten. La Tortajada. Spezialitäten. Apollo. Der lustige Bitwer. Spezialitäten. Walhalla. Spezialitäten. Baffage. Spezialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Urania. Taubenstraße 48/49. Abends 8 Uhr: Von der Zugspike zum Wagmann. Sternwarte, Juvalidenftr. 57/62. Theater des Westens. Stantstr. 12( Station Zoolog. Garten) Gastsp. d. Neuen Operetten- Theaters aus Hamburg: Die lustige Witwe. Neues Theater. Abends 8 Uhr: Die Gondottieri. Donnerstag, Freitag: Die Condottieri. und P. Veber. DERNHARD ROSE THEATED ( Br. Frankfurterstr. 132. Mittwoch, den 5. Juni: Anfang 4%, Uhr. Im Garten: Theater und Spezialitäten- Borst. Paul Corradini. Wochentagspreise. Abends 82 Uhr im Theater: Der große Unbekannte Komödie aus dem Londoner Berbrecherleben von N. Matull. Sommerpreise. Metropol- Theater Anfang 8 Uhr. Der Teufel lacht dazu. Große Jahresrevue in 7 Bildern von Julius Freund. Musik von Viktor Hollaender. Dirigent Max In Szene gesetzt Direktor Richard Schultz. 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Kaffeneröffnung 2 Uhr. Ani 5 Dienstag Im Saale: Großer Ball. Billettvorverkauf von 10-1 Uhr an der Theaterkaffe. Das neue Juni- Programm. Fröbels Allerlei- Theater Mittwoch 14 Attraktionen 14. W. Noacks Theater. Kleines Theater. Der luftige Witwer. Direktion: Rob. Dill. Semmenfir. Abends 82 Uhr: MARCELL SALZER- ABEND. Morgen und folgende Tage, abends 8 1hr: Marcell Salzer- Abend. Lustspielhaus. 8 Uhr: Wiener Ensemble Gastspiel: " Die Welt ohne Männer. Pepi Glöckner als Gast. Schiller- Theater N. Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater. Abends 8 Uhr: Drei Paar Schuhe. Sommerpreise. Luisen- Theater Neichenbergerstr. 34. Abends 8 Rätsel 1. Bild: Das letzte Mal. 2. Bild: Die Folgen davon. WINTER CARTEN La Tortajada Neues Bas Rafel feiner Che Programm. und folgende Tage. Berlin bei Nacht. 16. Lebensbild mit Gesang in 2 Bildern. Ein Spaß in der Backstube. Dazu das neue Juni Programm. Anf. 6 Uhr. Kaffeeffiche v. 3 ihr ab. Bei schlechtem Wetter: Vorst. im Saal. Schweizergarten Am Königstor. 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Belle- Alliance- Garten Herrlichster Sommergarten Berlins. Weltberühmte inmination. Vollständig neue Anlagen. Täglich: Elite- Variété- Vorstellung Anf. wochentags 6, Sonntags 4 Uhr. Gustav Behrens- heater. 1. a.: Zweigverein Berlin und Umgegend. Sektion der Fahrstuhlarbeiter. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes +147 Gustav Schinkowski sage ich den Kollegen der Firma Ludwig Löwe( Maschinenbau), dem Gesangverein Liederlust II" sowie allen Freunden und Bekannten im Namen aller Angehörigen herzlichsten Mittwoch, den 5. Juni, abends 8 Uhr, im Lokale von Boeker, Weberstr. 17: Dant. Versammlung E sämtlicher auf den Bauten beschäftigten Fahrstuhlarbeiter. Tages Ordnung: Anna Schinkowski. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlichster Teilnahme bei der Beerdigung unseres lieben Vaters sagen wir allen Freun 34/ 8* den und Bekannten sowie der Firma Frister u. Rozmann, dem Rauchflub 1. Unsere Ausbeutung seitens unserer Arbeitgeber und wie stellen wir uns dazu?" 2. Diskussion. Sektion der Deckenbranche. Donnerstag, den 6. Juni, abends 8 Uhr, im Lokale von Wohlfahrt, Rosenthalerstr. 57: Außerordentliche Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: „ Weichselblatt" und dem Holzarbeiters Verband unseren berzlichsten Dank. Witwe Amalie Hasse und Söhne. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlichster Teilnahme beim Hinscheiden meines lieben Mannes 11055 Wilhelm Sakwitz 1. ,, Der Kampf im Baugewerbe und wie stellen wir uns dazu?" 2. Diskussion. sage ich allen Verwandten und FreunRecht zahlreichen Besuch erwartet Der Zweigvereinsvorstand. NB. Die Moldenträger werden ersucht, recht zahlreich in der Versammlung der Fahrstuhl arbeiter zu erscheinen. Weiter machen wir hiermit bekannt, daß auch in den nächsten Tagen die Fahrstuhlarbeiter an Berlin W., ihre Unternehmer ihre Forderung einreichen werden und diesen mit allen erlaubten Mitteln Anerkennung zu Goltzstraße 9. verschaffen suchen. Wir fordern daher alle Moldenträger auf, den Fahrstuhlarbeitern die größte Solidarität Ob Regen, ob entgegenzubringen und auf allen Bauten, wo die Fahrstuhlarbeiter die Arbeit eingestellt haben, die Arbeit nicht aufzunehmen. Sonnenschein Das neue großartige JuniProgramm. Hanny Saprice, lungs Sinterin. jugendl. VerwandGrete Reaume, Coubrette. Willy Schönberg, Humorist. D. O. Deutscher Holzarbeiter- Verband Hente Mittwoch, abends 8 Uhr, bei Freyer, Koppenstraße 29: ?? Greftruberger prolongiert?? Vertrauensmänner Versammlung und die anderen Spezialitäten. Zum Schluß die urfomische Bosse: Die Katzen in der Perücke oder: Ein verunglücktes Stelldichein. Anfang 8 Uhr, Sonntags 6 Uhr. Max Kliems Sommer- Theater Hasenheide 13/15. Artistische Leitung: Paul Milbitz. Täglich: Gr. Konzert, Theater u. Spezialitäten- Vorstellung. Jeden Montag: Sommerfest. Jeden Mittwoch: Die beliebten Kinderfeste. Jeden Donnerstag: Elite- Tag. Die Kaffeeküche ist täglich von 2 Uhr ab geöffnet. Kotthuser Sanssouci, Straße 6. Direftion Wilhelm Reimer. Der Garten ist geöffnet. Sonnt., Mont., Donnerst.: Hoffmanns Nordd. Sänger it. Tänzkränzchen. Stets neues hochaktuelles Soiree Programm 3. = für sämtliche Bezirke und Branchen. Tagesordnung: 1. Unsere nächsten Aufgaben. 2. Festsetzung der Beiträge und der Krankenunterstügung nach dem 1. Juli. Verbandsangelegenheiten. Jede Werkstatt muß vertreten sein. Mitgliedsbuch nebst Vertrauensmännerkarte legitimiert. 87/ 13* Die Ortsverwaltung. Zentral Verband der Zimmerer Zablftelle Berlin und Umgegend. Bureau: Engel- Ufer 15 v. III, Zimmer 32. Fernsprecher: Amt 4 Nr. 2789. Mittwoch, den 5. Juni, abends 8 Uhr, in der Brauerei Friedrichshain, Königstor: Mitglieder- Versammlung. 254/ 15* Zages Drdnung: Unsere Lohnbewegung. 1 Das Erscheinen aller Kameraden ist notwendig. Verbandsbuch legitimiert. Der Vorstand. Vereinigung der Zimmerer Deutschlands. Sonnt. Beg. 5, wochent. 81. Bureau: Berlin C. 54, Dragonerstr. 15, Hof I. Für nächste Saison find fämtl. Connab. bereits besetzt. Noch einige MittwochAbende find frei. Fernsprecher Amt 3, No. 5028. Mittwoch, den 5. Juni, abends 8 Uhr, im Böhmischen Brauhause, Landsberger Allee 11-13: Otto Pritzkow Allgemeine Mitglieder- Versammlung Münzstraße 16. Welt- AusstellungsBiograph-( St. Louis) Theater lebender Photographien. Täglich Eingang von Neuheiten. Den ganzen Tag Vorstellung. Ostbahn- Park Am Küstrinerplatz, Rüdersdorferstr. 71 Hermann Imbs. Täglich: Großes Konzert, den, besonders den Kollegen und Werfführern der Firma M. u. Franz Berndt, meinen herzlichsten Dank. Helene Sakwitz. Danksagung. Für die liebevolle Teilnahme bei der Beerdigung unseres lieben Sohnes, Gatten, Bruders und Neffen sagen wir allen Freunden und Bekannten demokratischen Wahlvereins bon Schöneberg unseren herzlichsten Dant. sowie den Parteigenossen des Sozial Der Vater Otto Lehmann. Witwe Emma Lehmann geb. Gödicke, Gothenstr. 39. 10992 Dr. Simmel Spezial- Arzt für Haut- und Harnleiden. dicht am Prinzenstr. 41, Moritzplatz, 10-2, 5-7. Sonntags 10-12, 2-4. Wanzen tötet unfehlbar mit But nur Reichel's verstärktes Wanzenfluid. Absolut fledfrei, tein übler Geruch, schütt dauernd gegen jede Wiederfehr. Fl. 50 Pf., 1,-, 2-, 3,-, Literflasche 5,-. Schwaben vernichtet mit Dose Brut radikal und ficher Reichel's Spezial- Schwabenpulver ,, Poudre Martial". 50 Bf., 1,-, 2-, Pfd. 4,- M. Sprühapparate von 50 Pf. an. Man nehme in den Drogerien nur die echten Originalpackungen mit Marte Tod und Teufel, die einzige Garantie für Erfolg! Fernspr.- Anschluß: Amt IV. 4751, 4752, 4753. Berlin SO., Otto Reichel, Genbahnstraße 4. Lieferant für Armee und Marine. Mit Ihren geringen Ersparnissen tönnen Sie Ihr Todes- Anzeige. Nach schweren Leiden verstath am 2. Juni mein innigft geliebter Mann, der Schlosser Georg Engelmann. am Die Beerdigung findet Donnerstag, den 6. Juni, nach mittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Zions-Kirchhofes in Nieder- Schönhausen- Nordend aus 11006 statt. Die trauernde Witwe Anna Engelmann. des Sozialdemokratischer Wahlverein 6. Berliner Wahlkreises. Todes- Anzeige. Am 2. Juni verstarb unser Mitglied, der Schlosser Georg Engelmann Kastanien- Allee 76. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 6. Juni, nachmittags 4 Uhr, auf dem Begräbnisplatz der Zionsgemeinde in Nordend von der Leichenhalle aus statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht 249/17 Der Vorstand. Deutscher Holzarbeiter- Verband Nachruf. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Kollege, Tischler 87/15 Karl Peczat am 27. Mai verstorben und am 30. Mai beerdigt worden ist. Ehre seinem Andenken! Die Ortsverwaltung. Deutscher Holzarbeiter- Verband Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Kollege, Tischler Emil Hübner am 2. Juni verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 5. Juni, nach mittags 4 Uhr, von der fönigl. Charité aus nach dem Auferstehungs- Kirchhof am Weißenseer Weg statt. 87/14 Rege Beteiligung erwartet Die Ortsverwaltung. Beerdigungsverein Berliner Zimmerleute. Am 3. Juni verstarb infolge eines Schlaganfalls im Alter von 68 Jahren unser Mitglied, der Zimmerer Glück machen. Karl Schmidt. Ordentlichen, nüchternen Schloffern, Monteuren usw. geben wir schon bei geringer Anzahlung Motorwagen wodurch sie ein glänzendes Einkommen erzielen, besonders da des Vereins der Zimmerer Berlins und Umg. jetzt die Fahrtage um ¼ erTages Ordnung: Bericht über die Lohnbewegung. Das Erscheinen aller Mitglieder ist Ehrenpflicht. 257/ 12* Der Vorstand. Nur noch bis Ende Juni geöffnet! Zentralverband der Steinarbeiter Deutschlands Volksmuseum Friedrichstr. 112, Nähe Oranienburger Tor. Anatomie! Pathologie! Filiale Berlin I. Freitag, den 7. d. Mts., abends 8 1hr, im Englischen Garten, Alexanderstr. 27 c: höht ist. 175/ 18* Berliner Automobilhaus- und Industrie- Gesellschaft m. b. H., Berlin W., Wilmersdorferstr. 85. am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Donnerstag, den 6. Juni, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Auferstehungs- Kirchhofes in Weißensee, Lichtenbergerstraße, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. 11065 Todes- Anzeige. mittags 11 Uhr, entschlief nach Am Sonnabend, den 1. Juni, langen schweren Leiden in einem Alter von 32 Jahren mein lieber Mann, der Schriftseter 1000 k. Paul Schnürpel. Mk. Für die Ueberlassung einer Samariterlehre! Mechanische Mitglieder- Versammlung. unben bee, die Fabrikation Kolossalgruppen! Völkergalerie Täglich wechselnde Lichtbildervorträge über Visitkarte des D Verbrechers! Vorausbestimmung des Geschlechts! Hermaphroditismus Volks Krankheiten etc. Kinder 10 Pf. Theater- und Spezialitäten- Gintritt 30.50 f., Wilitär 20 Pf., Vorstellung. " 10415* 4361L* PhänomenNach Egyptischer Art hergestellt Zigaretten mit Kopr 3.4. 5 Pl das Stück. Zigaretten- Fabrik ,, NAMKORI". eines neuen, kleinen Welt Konsumartikels betreffend, der Zages Ordnung: 1. Stellungnahme zur Aussperrung der Bauarbeiter. 2. Verschiedenes. großen Absatz verspricht, aber ohne Mitgliedsbuch legitimiert. Pflicht jedes Kollegen ist es zu erscheinen. 172/ 20* Die Ortsverwaltung. NB. Die durch die Aussperrung arbeitslos gewordenen Kollegen haben fich täglich von 10-12 Uhr vormittags bei Faber, Stephanstr. 11, zur Stontrolle zu melden. 9. D. Achtung, Lederarbeiter. Donnerstag, den 6. Juni, abends 8 Uhr: Mitglieder- Verfammlung im Marienbad, Badstr. 35/36. Tages Ordnung: 1. Borstandswahl. 2. Bericht des Vorstandes. 3. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. 291/9 Bahlreiches und pünktliches Erscheinen ist Pflicht aller Kollegen. J. A.: F. Runge. teuere Anlage hergestellt werden fann, bezahle ich nach definitiver Aufnahme bis zu obigem Betrage. 10876* Eventuell biete Beteiligung. Gefl. Offerten unter R. 1 befördert die Expedition dieser Zeitung. teppdecken billigst direkt in der Fabrit 72. Wallstr. 72, wo auch alte Steppdecken aufgearbeitet werden. Bernhard Strohmandel, Berlin S 14. Jllustr. Katalog gratis. Teilzahlung monatlich 10 M. liefere Herren- Garderobe nach Maß( billigste Preise). Lindenstr. J. Dies zeigt Verwandten und Freunden ergebenst an Im Namen der Hinterbliebenen Frau Johanna Schnürpel geb. Maß. Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 6. Juni, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Simeons- Kirchhofes am Tempelhof- Briger Wege aus ſtatt. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung meines unvergeßlichen Mannes, unseres guten Baters Max Drescher fagen allen, insbesondere der Geschäftsleitung und dem Personal der Buchdruderei Singer u. Co. unseren herzlichsten Dank. 51062 Elisabeth Drescher nebst Kindern. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung unserer lieben Schwieger- und Großmutter, Witwe Deutscher Holzarbeiter- Verband, Tomorowski, braite. 10, irten Stutter, Comitato win Grej Zablftelle Schöneberg. Donnerstag, den 6. Juni cr., abends 8%, Uhr, bei Obst, Meiningerstr. 8: Außerordentl. General- Versammlung. 87/16 Tages- Ordnung: 1. Regelung des Beitrages und der Strantenunterstütung vom 1. Juft ab. 2. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert. Es ist Pflicht der Kollegen, pünktlich zu erscheinen. Die Ortsverwaltung. Berantwortlicher Redakteur: Sans Weber, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode. Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts 2. 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Der Angeklagte Schulke hat, weil ihn bas Sprechen schwer fällt, dem Gericht ein Schriftstück überreicht. in dem er noch einmal genaue Angaben über die Krankheiten in seiner Familie macht. Seine Frau sei fast ständig frant gewesen und von Professor Schahz operiert worden. Seine Tochter sei lange leidend gewesen und mußte wiederholt nach der Schweiz an den Genfer See gehen. Bors.: Ihre Tochter sollte doch dort hauptfächlich Französisch lernen, das war doch mehr eine Luxusausgabe. Aber vor allem haben Sie trotz dieser Ausgaben ja noch Taufende crspart. Bert. Oppenheim richtet an den Angeklagten Will die Frage, ob er nicht den mecklenburgischen Staat für den ihm zu gefügten Schaden entschädigt habe. Angekl. Will: Ich habe 15 000 M. bar an den Fiskus zurückgezahlt und 5800 M. in Gegenrechnung gebracht. Zengin Berta Will die Ehefrau des Angeliagten, will von dem Rechte der Zeugnisverweigerung keinen Gebrauch machen. Bors.: Der Angeklagte Schulze tam oft zu Ihnen? Zeugin: Unendlich oft. Bors.: Sie sagten früher: Gräflich oft. Beugin: Das ist der richtige Ausdruck. Schulze hatte großen Einfluß auf meinen Mann. Zeugin will vor einigen Jahren einige Kladden unter dem Waschkessel verfeuert haben, es feien zwei oder drei gewesen. Sie wollte noch mehr von diesen ihr wertlos erscheinenden, mit Bleistift geschriebenen Büchern verbrennen, aber ihr Mann habe es verboten. Borf.: Es ist nur merkwürdig, daß uns nur eine einzige Sladde fehlt, und zwar gerade die von 1901/1904, die die Aufzeichnungen über die Geschäfte mit Sachsenberg seit der Zeit enthält, wo ihr Mann 10 Broz. an Schulze ablieferte. Man kann sich doch da nicht der Beugin: Ich wußte gar nicht, welcher Jahrgang es war. Von den Ichten schmutzigen Geschichten meines Mannes hatte ich gar keine Ahnung. Wenn Schulze mir das Angebot wie meinem Manne gemacht hätte, ich würde ihn vor die Türe geworfen haben. Es ist auch eine große Gemeinheit, daß Schulze meinen schwachen Mann dazu verführt hat. Bors.: Sie sind doch aber in den 30 Jahren Ihrer Ehe die treue und fleißige Mitarbeiterin Ihres Mannes im Geschäft gewesen; haben Sie wirklich nie etwas von großen Geldgeschenken Ihres Mannes an Schulze oder von großen Geburtstags- und Weihnachtsgeschenken an Frau Schulze gemerkt? Zeugin: Niemals. Bors.: Ihr Wort in Ehren, aber das ist doch wieder eine von den vielen Unglaublichkeiten, an denen dieser Prozeß so reich ist. Zeugin: Wenn ich es nur gewußt hätte und wenn mein Mann nicht unter dem Banne Schultes gestanden hätte; dann habe ich nämlich auch großen Einfluß auf ihn.( Heiterkeit.) Vors.: Haben Sie viel mit Schulzes verkehrt? Bengin: Ich bin im Abstand von ein paar Jahren immer einmal draußen in Eachfenberg gewesen. Bewirten ließ ich mich dort nie und ich bin immer schlecht abgefallen.-Bers.: Wie war denn Frau Schulze eingerichtet? Zeugin: Großartig, lauter neue Sachen. Vors.: Bezahlten denn Schultes ihre Privatrechnung bei Ihnen? Zeugin: Teilweise habe ich es gefehen, in den letzten Jahren mich aber nicht mehr darum fümmern können. Die Beugin bleibt unbereidigt. Zengin Zahlmeisterfran Berta Brand sanitis! ist die Schwestertochter der Frau Will. Sie hat von ihrer Nonfirmation bis zur ihrer Verlobung im Jahre 1897 im Willschen Geschäft geholfen, die Sendungen nach Sachsenberg verpackt und manchmal die Lieferungen ins Kladdebuch geschrieben. Die Schulbes hätten furchtbar viel verbraucht, besonders Zucker und Mandeln, soviel, daß sie es gar nicht hätten aufbrauchen können. Zeugin Will, die Ehefrau des jüngeren Will, bekundet, daß die Schultes täglich etwa 20 Kilogramm an Kolonialwaren und anderen Haushaltsbedürfnissen bezegen hätten. Vorf.: Fiel Ihnen denn das nicht auf? Zeugin: Nicht besonders, es war ja eine große Familie. Borf.: Aber denken Sie doch einmal, wenn wir Beamte mit festem Gehalt täglich einen ganzen Deckelforb voll Kolonialwaren gebrauchten, wohin sollte das führen? Haben denn die anderen Beamten in Sachsenberg ebenso viel gebraucht? Zeugin: Nein, Medizinalrat Markusch etwa ein Fünftel, der Rendant noch weniger. Schulze hat jährlich mindestens für 2000 m. Kolonialwaren bezogen. Daß er sie bezahlt hätte, habe ich nie gesehen, bei den anderen Beamten von Sachsenberg war ich bei der Bezahlung immer zugegen. liehen haben. Zeugin Oberföchin Johanna Schmidt, Mittwody, 5. Juni 1907. Schimpfen und dergleichen. Am 19. Oktober 1906 inspizierte der seit acht Jahren in Sachsenberg in Dienst, bekundet, daß die Liefe- Streis- Schulinspetor die katholische Schule in Labischin und rungen des Ankl. Will teilweise sehr schlecht waren. Der Schweizer wunderte sich darüber, daß die Schüler unwirsch und absolut unKäse war trocken und zuweilen schimmlig, der Harzer Käse voller zulänglich antworteten, als der Lehrer sie abhörte. Der Lehrer Würmer; auch im Bruchreis fanden sich oft Würmer. Wenn sagte, das müßte Absicht sein, denn das fragliche Lerngebiet fei frischer Zuder fam, hat Schulte mir wiederholt Vorwürfe gemacht, genügend durchgenommen. Der Kreis- Schulinspektor meinte, das daß der alte noch nicht aufgebraucht war. Er sagte: Sie brauchen dürfte er sich nicht gefallen lassen. Darauf erhielten 6 Kinder 100 Pfund Zuder im Monat zu wenig. Jetzt sei die Berpflegungs- ie 5 Stodialäge. Es erschien jetzt der Angeklagte und verlangte ordnung in Sachsenberg völlig geändert, so daß ein Vergleich mit den Kreis- Schulinspektor zu sprechen. Der Lehrer erklärte, es und besonders Kaffee würden jetzt mehr gebraucht, weil früher die anderen Klasse auf den Hof trat, meinte, er werde wohl keine Zeit dem früheren Bedarf nicht möglich sei. Fleisch, Schmalz, Zucker wäre nicht möglich, und auch der Schulinspektor, der aus einer dritte Klasse überhaupt keinen Staffee bekommen habe. Vorf.: haben, sich vom Angeklagten sprechen zu lassen. Inzwischen waren Es besteht in der Anstalt der bedenkliche Brauch, daß Beamte und Gendarmen geholt worden.( Der Angeklagte soll öfter den StrafMerzte sich von Ihnen für ihre Privatbedürfnisse Materialien ent- unterricht der Schulstreiker gestört haben.) Aufforderungen, sich Zeugin: Das waren Sleinigkeiten, und sie wurden vom Schulplatz zu entfernen, befolgte er nicht. Er äußerte, er auch immer zurückgegeben. Es kann ja auch einmal vorkommen, lasse seinen Kindern nicht die evangelische Religion lehren. Er daß man aus der Stadt den Effig mitzubringen vergißt.( Seiter- sprach so laut, daß die Kinder in der Schule unruhig wurden. feit.) Bors.: Wieviel Kaffee haben Sie denn wöchentlich be- Draußen war ein Auflauf entstanden. Die Frau des Angeklagten Unsere Kinder sollen totfommen? Zeugin: Etwa 30 Kilogramm. Es wurde aber viel trat aus der Menge heraus und rief: mehr bestellt, ein Teil wurde beim Brennen verwandt, außerdem gemördert werden". Angeklagter selber rief dem Streis- Schulhaben die Beamten mindestens soviel gestohlen, wie sie gebraucht inspektor zu:" Sie haben befohlen, daß unsere Kinder totges haben.( Große Bewegung.) Auch das wärterpersonal hat manches schlagen werden sollen". Auf Grund dieser" Feststellungen" verDas Kammergericht als personal für ein Interesse daran?: Es hatte doch seine Verpflegung bruchs und wegen öffentlicher Beleidigung des Kreis- Schuling weggenommen. Staatsanwalt: Was hatte denn das wärter- urteilte das Landgericht Bromberg. Revisionsinstanz erachtete die Berurteilung wegen Hausfriedensin der Anstalt. Zeugin: Sie tranken trotzdem gern einmal spektors für rechtlich unbedenklich und verwarf insoweit die NeviStaffee.( Heiterfeit.) ion. Dagegen hob das Kammergericht die Vorentscheidung auf, soweit Angeklagter wegen Uebertretung der Regierungs- Polizeiverordnung vom 13. August 1845 verurteilt war und sprach ihn soweit frei. Diese Verordnung entbehre der Rechtsgültigkeit. § 10 II 17 Allgemeinen Landrechts fönne sie nicht stützen. Die Ordnung in der Schule sei nicht identisch mit der öffentlichen Ordnung. Die Polizei habe deshalb kein Necht, solche Verordnungen mit Strafandrohungen zu erlassen. Ginige Lieferanten des Angeklagten Schulze bekunden, daß fie stets erstklassige Ware bezogen und keine andere als erstklassige Ware verkauft hätten. Einer der Zeugen gibt an, daß Bruchreis im allgemeinen nicht zu Menschennahrung, sondern als Rüfen futter verwendet werde. Ministerialfopist Fischer fam unmittelbar nach Entdeckung der Schulzeschen Durchstechereien als stellvertretender Betriebsinspektor nach Sachsenberg und nahm die ersten Revisionen mit vor, die eine Differenz der Lieferungen und der Rechnungsbeträge von ungefähr 18 000 Mark ergaben. Sachverständiger Oberlandesgerichtssekretär Kolz Haftung einer Hebamme. Berliner Marktpreise. Aus dem amtlichen Bericht der städtischen Marktballen- Direflion.( Großhandel.) Rindfleisó la 66 68 br 100 Pid., a 60 65. Ila 55 58. Bullenfleisch Ia 62-66, IIa 52-60, Stübe, fett 52-58, do. mager 42-50, Fresser 50-62, Bullen, dän. 0,00, do. Holl. 0,00. Kalbileisch, Dovpellender 100-125 Majtfälber In 88 94, ITa Ia 65 70, 11a 58 65, Schafe Rehwild Ia per Pfund 0,60-0,75. 76 484, IIT 0,00, Stalber ger. gen. 50-65, do. holl. CO- 65, dan. 0,00. Dammelfleisch Maſtimmer 70-74, 53-58 Schweinefleisch 45. 52 IIa 0,10-0,59. Rotwild, Abschus 0,50-0,58. Damwild, Abschus 0,00. WildFrischlinge 0,00. Staninchen per Stüd 0,00. Hübner, schweine 0,41. alte, per Stite 1,50-2,00, Ila 1,20 1,40, do. junge 0,05-0,80. olgas bis 2,50, dito Gis per Stüd 0,00, do. Hamburger per Stüd 2,50-4,60( Sante per Pjund 0.85-0,90, do. per Stud 2,50-5,00, do. Hamburger per Pfund 0,95-1,01, per Gtüd 0,00. Chalonshühner 0,00. beate per 100 Bfund 97-100, groß und mittel 0,00, do. matt 81-94, do. groß 70-71. Bander 0,00. Schleie, holl. 86-93, do. groß 80-85, Pale, groß 127-132, do. flein und mittel 0,00, do. 85-109. Plöten 0,00, do. flein 0,00, hühner 1,40. Zauben 0,30-0,60, italienische 0,00. Gnten per id. 1,35 do. milte! 115-131, do. unsortiert 80-98. do. malt 0,00. Starpfen 40 er 0,97, do. 0,00. Bleie 0,00. Bunte Wegen fahrlässiger Tötung ist am 18. Februar vom Landgerichte hat die Anstaltsbücher, die Bücher der Lieferanten, die Quittungen Memmingen die Hebamme Anna Miller zu 14 Tagen und andere Rechnungsbelege geprüft. Er hat zunächst bei Will alle Gefängnis verurteilt worden. Sie hat es unterlassen, bei einer Kaffenbücher vermißt. Angeklagter Will hat deshalb keine Bücher Entbindung, die nicht normal verlief, einen Arzt rufen zu lassen. geführt, weil er angeblich nur gegen bar getauft oder verkauft habe. Dadurch entstand, wie das Gericht angenommen hat, Wundfieber, Aus den Jahren 1897/98 fehlen auch teilweise die Fakturen, so welches nach drei Wochen den Tod der Wöchnerin zur Folge hatte. daß eine genaue Abrechnung erst für die folgende Zeit getroffen Die Revision der Angeklagten wurde am Montag vom Reichsgericht werden konnte. Vori.: Ja, Ihre Berechnungen sind sehr sorg- verworfen. Dagegen, daß Hebammen für Handlungen und faltig. Sie haben in den ganzen 1½ Jahren der Boruntersuchung Unterlassungen, die ihren Beruf betreffen, zivilrechtlich und strafnicht eine Vermutung ausgesprochen, die sich nicht nachher wörtlich rechtlich haften, wird kaum etwas einzuwenden sein. Aber bedenkgenau so bestätigt hätte. Sachverst.: Die grundlegende Festlich erscheint es, daß über die Frage, ob eine Pflichtverletzung vorstellung ist die, daß die Gewichte z. B. der gelieferten Petroleum- liege und insbesondere darüber, ob die Hinzuziehung eines Arztes fässer in den Rechnungen für Sachfenberg höher angegeben sind, als den schlimmen Ausgang abgewendet hätte, fast nur Aerzte als Sachin den Fakturen. Anfangs war der Ausschlag gering, etwa 5 Broz., verständige gehört werden. Merzte haben keine Verpflichtung, später wurde er viel größer. So ist Sachsenberg allmählich aus ihre Kenntnisse zugunsten Leidender anzuwenden und haben durch fommen. Die Unterbilang ist seit 1898, mo ber Gtat ber Anstalt verschuldet, ohne zur strafrechtlichen Verantwortung gezogen werden einen bedeutenden Ueberschuß in ein ständiges, großes Minus ge- Ablehnung rechtzeitiger Hülfe häufig den Tod von Menschen balanzierte, auf 60 000 bis 80 000 m. gestiegen. Die Steigerung zu können. das nicht ausreichend erklären. Von Jahr zu Jahr wachsen auch der Lebensmittelpreise und die Verbesserung der Anstaltstoft kann die Differenzen zwischen den von Will selbst eingereichten Rechnungen und den tatsächlich auf Anweisung Schulzes bezahlten Beträgen. Vorf.: Angell. Will, fönnen Sie uns nicht eine Aufflärung über diese merkwürdige Methode der Absolvierung geben? Jeder Kaufmann legt doch Wert darauf, daß nicht mysteriöse Bahlen in seinen Geschäftsbüchern stehen. Angell.: Ich habe immer, wenn Irrtümer vorkamen, sie mit Bleistift hineintorrigiert.Sachverst.: Aus den Vermögensverhältnissen Schulzes, insbesondere aus seinen Antäufen von Wertpapieren geht ferner hervor, daß er schon 1898 illegitime Einnahmen gehabt haben muß. Ich nehme sogar an, daß er schon 1890 nicht mehr allein mit seinen legitimen Mitteln gewirtschaftet hat. Die Unregelmäßigkeiten größeren Stiles zwischen Schulze und Will haben in den Jahren 1897 und 1898 begonnen. Zunächst ließ sich Schulte nach Bedarf und Belieben Provisionen geben, später wurde er feinfühliger und vermicd es, bei jeder Lieferung betteln zu gehen. Er ließ sich vielfach von den Hauptlieferanten feste Prozente zusagen, begonnen hat er dabei mit der Fische 38 60. Barse 0,00, bo. matt 00. Starauschen 68-72. Sleifische 0,00. Witwe Scharfenberg im Jahre 1898. Ich nehme aber an, daß er sels 0,00. Alland 0,00. Quappen 0,00. Amerikanischer Lachs Ia neuer auch von seinem guten Freunde Will schon damals nicht weniger per 100 Bfd. 110-130, do. Ila neuer 90-100, do. IIIa nener 75. als 10 Broz. genommen hat. Der Umsatz Wills mit Sachsenberg Scelachs 15-20. Sprotten, Spieler, Wall 0,00, Danziger, Rijte 0,00. betrug in den letzten Jahren 179 180., die 10 roz. 17 918 undern, Stieler, Stiege la 3-5, do. mittel ver Stifte 1-2, Samb. Mark. Danach würde Schulte pro Jahr nur 3000 M. bekommen Stiege 4-6, halbe Stifte 1,00-2,00. Buidlinge. Stieler per Wall 2,00-3,00, Straliunder 2,00-3,00. Male, groß per jd. 1.10-1,50, mittelgroß Senn von 3000 m. hätte er nicht so leben können. Es hat heute niite 2,00-4,00, 1, Stifte 1-2,00. Stabilan, geräuch. per 100 d. 15-20. haben. In Wirklichkeit muß er aber viel mehr erhalten haben, 0,80-1,10, ficin 0,60-0,80. Heringe per Schod 5-9. Schellfische eine Zeugin ausgesagt, daß viel Staffee und Zuder gestohlen wurde. Dorsch, Kisic 2,50-3,50. Goldfische, Schock 2-8. Sardellen, 1902er Aber auch bei Reis und anderen Waren, die selbst naschhafte Jrre per infer 95, 1904er 95, 1905 er 90, 1906er 85. Schottische Vollberinge oder Märter schwerlich angerührt haben werden, finden sich genau 1905 0,00, large 40-14, fall. 38-40, med. 36-42, deutsche 37-44. dieselben Differenzen zwischen Lieferung und Rechnung. Will hat Heringe, neue Matjes, ver/ To. 60-120. Sardinen, russ., Fas auf die Gewichtsmenge nicht nur 10 Proz. aufgeschlagen, sondern 1,50-1,60. Brathevinge, Büchse( 4 Liter) 1,25-1,50. Neumangen, Schodjay 11, z. B. bei Margarine 50 bis 55 Proz., bei Käse 30 bis 45 Broz., bei flein 5-6, Riesen- 14. Gier, Land-, unfort. Schock 3,00–3,25, gr. 3,75. Butter Salz 19 bis 58 Proz., und zwar steigend in den verschiedenen Saure( Gurfen Schock( 4,50, do. nene 6-8. Bieffergurfen 4,50. Startoffeln Jahren bis zu seiner Entdeckung. Auf Waren, die in geringerer per 100 Biund magnum bonum 3,25-3,75, Daberiche 3,00-3,50, Qualität geliefert wurden, wurde im Gewicht kolossal aufgeschlagen, Rojen 0,00, weiße 3,00-3.25, Galatfartoffeln 0,00. Spinat war Direktor in Sachsenberg. Er hat sich überwiegend der medi- z. B. auf Reis und Mehl 18 Proz., Erbsen und Linsen 17 Broz, per 100 Blund 3-6. Starotten. hiesige, Schock- Bund 0,00 0,00. Sellerie, zinischen Leitung der starkbesetzten Anstalt gewidmet und sich in Betroleum in den letzten drei Jahren 14, 18 und 22 Pro3. Man biesige, per Schock 10,00-25,00, do. pommersche 0,00. Zwiebeln geschäftlichen Dingen auf die unteren Beamten verlassen. Er habe fann sagen, daß bei keiner Ware ein solcher Aufschlag nicht erfolgt große, ber 100 Blund 0,00 do. hiesige( Perl-) wiederholt die Verpflegung berbessert und daher die Steigerung der sei. Vert. Oppenheim: Wenn aber der Angeklagte Will bei Kaffee 0,00. Charlotten 0,00. Beterfilie, grün, Schockbund 0,80-1,00. Stohlrabi Ausgaben für natürlich gehalten. In der Tat würde auch jetzt in nur 5 Proz. aufgeschlagen hat, so müßte er bei der viel billigeren od 1-3. Rettig, baur., neue Stü 0,12-0,16. Mobrrüben pr. 100 Pid. 4,00-8,00. Teltower Nüben per 100 Bid. 0,00. Weiße Rüben, groje der Anstalt mehr gebraucht, als etwa vor 1898. Die Verpflegungs- Margarine schon 30 Broz. aufschlagen, um zu seinem Gelde 31 0,00, fleine 0,00. Note Rüben 0,00. Blumenkohl, holländischer fäße für Krante dritter Klasse seien in den letzten 15 Jahren von kommen. Die Gesamtsumme der Aufschläge wird auf 18 000. per Stopf 0,10-0,30. Kohlrüben per Schock 2,00-5,00. Wirsingkohl 47 Pf. auf nahezu 60 Pf. pro Tag gestiegen. Auch die Zahl der berechnet, das ist doch tatsächlich nicht viel über 10 Proz. des Um holländ. per Schock 0,00. Rotkohl Holländ. per Schock 0,00. Beamten sei bedeutend angewachsen. Mit Schulze sei er in den fakes. Sachverst.: Der Gesamtschaden für Sachfenberg beträgt Beißfohl, dän. per 100 3fb. 0,00. Rosenfohl per 100 Bid. 0,00. letzten Jahren wenig zufrieden gewesen. Er habe keine Autorität aber mindestens 48 000 m., und es ist nicht wahrscheinlich, daß Spruttohl per 100 Bjund 0,00. Rhabarber 100 Bid 0,60-3,00, Bergedorfer per 100 Bund 0,00. mehr gegenüber den Unterbeamten gehabt. Auch hatte er, Zeuge, Schulze davon nur 18 000 m. bekommen hat. Uebrigens ist beim Morcheln per Pfund 0,00. Waldmeister per Mandel 0,30-0,45. schon lange Verdacht gegen Schulze, aber bestimmte Anhaltspunkte Schaden ja auch noch zu berechnen, daß Schulte feinen Haushaltshabe er nicht gefunden. Sehr gewundert habe er sich allerdings, bedarf gratis von Will bezogen hat, was in den letzten vier Jahren dah die Bewerbungen für Submissionen, namentlich auf Kolonial- nachweislich 2800 M. ausmacht. Es ist aber sicherlich bedeutend mehr waren, so wenig zahlreich waren. Borf.: Sie haben eine Ober: gewesen. Vors.: Ja, leider fehlen uns gerade die Bücher, die wie Köchin Schmidt, die wesentlich dazu beigetragen hat, das Treiben mit einem Blitz alles beleuchten würden. Angell. Will: Das tut der Angeklagten aufzudecken. Sind Sie mit ihr zufrieden? mir auch schrecklich leid.( Große Heiterfeit.) Bors.: Ich habe Zeuge: Ich habe keine Klage über sie, ich hätte nur den Wunsch, nicht ganz denselben Eindruck. Staatsanwalt: Die noch aufdaß sie besser fodjen könnte.( Große Heiterkeit.) Staatsanwalt: gefundenen Bücher aus den Jahren 1904 und 1905 machen ganz den War nicht Schulze bei der Zuschlagerteilung der Submissionen in Eindruck, als ob sie erst nachträglich angefertigt und für diese den Konferenzen ausschlaggebend? Zeuge: Ich habe mehrfach den Strafuntersuchung zurecht gemacht worden wären. Versuch gemacht, die Lieferanten zu wechseln, auch freihändig zu taufen, aber dann kamen von Schulze immer Klagen über die schlechte Qualität der Waren, und ich war gezwungen, zu den alten Lieferanten zurückzukehren. Vert. Oppenheim: Richtete sich nicht die Beföstigung nach den drei Klassen der Patienten? Seuge: Za, aber von den Nahrungsmitteln waren nur Fleisch und Kaffee verschieden, die anderen nicht. Angell. Schulhe: Die ersten zivei Selassen befamen aber auch erstklassigen Reis, die dritte Klasse Bruchreis. Zenge: Dieses ist aber nie auf meine Anordnung oder mit meiner Genehmigung geschehen. Staatsanwalt: Auch Margarine, Pflaumen und verschiedenes andere waren aber für die verschiedenen Klassen verschieden. Zeuge: Das habe ich niemals gewollt oder angeordnet.- Angell. Schulte: Es war aber auch die Bezahlung verschieden und in den Submissionen verschieden ausgeschrieben. Beuge: Nicht die Beföstigung, sondern die Speisen in den einzelnen lassen waren verschieden. Die erste Klasse befam z. B. Braten, die dritte Klasse Fleisch in der Suppe. Bert. Cassow: Wieviel Beaniten nehmen jetzt die frühere Stellung Schulzes ein?- Zeuge: Die Stellung ist jetzt auf zwei Personen übertragen. Aber ein Teil der Geschäfte ist dem Rendanten übergebon worden Zeuge Medizinalrat Markusch Die weitere Auseinandersehung zwischen dem Verteidiger und dem Sachverständigen über die Höhe der Aufschläge schneidet der Vorsitzende damit ab, daß er erklärt, für die strafrechtliche Beurteilung komme die genaue Feststellung der Beträge nicht in Frage. Das weitere werde sich ja in dem Zivilprozeß finden, den der großherzogliche Fiskus auf Schadenersatz gegen Will angestrengt habe. Sierauf wird die Weiterverhandlung auf morgen, Mittwoch, früh vertagt. Gerichts- Zeitung. Nngültige Polizeiverordnung. per 100 Bid. Ia 106--108, IIa 105-106, Illa 100-102, abfallende 90-95. do. fleine 0,00. Radieschen per per 100 50,000 Schock 0,50-1,00. Salat per Schod 0,60-2,00, Spargel Ia 100 Bid. 40-55, do. Ila 25-10, do. IIIa S- 2, do. unfort. 30-35, do. Beclizer Ia 45-55, do. Beelizer IIa 30-40, do. Beelitzer IIIa 15-28. Stachelbeeren, grün, per 100 Bid. 0,00. Birnen, austral, in Stiften von 20 Kg. Stifte 18-20, ital. 0,00. Acpfel, per Calville, Kiste 0,00, 100 d., biesige 8-20, Tiroler, Stifte 0,00, Australier in tisten 10-22, Stal. in Risten 5,00-20,00, extra 15,00 Біз 26,00. 360 Zitronen, Mejjista, 300 Stück 9,00-12.00, 9.00-11,00, 200 Std 6,00-12,00. Apfeljinen, Jaffa, per Stifte 0,00, Murcia 200 er tiste 0,00, do. 300 er 7-10, Balencia 420 cr ifte 10,00-25,00, do. 714 er 22-26,00, Messina, 100er 4-7,00, 150er 5-8,00, 16t er 8-13,00, 200er 7,50-12,50, 300er 0,00, Blut 100er 5,50-9,00, do. 150 er 7,50, 80er 6-7,50, 200cr 13-14. Witterungsübersicht vom 4. Juni 1907, morgens 8 hr. Stallonen Barometer. fland mm inb richtung Windstärke Beller 3hciter Swinemde. 758 SS Hamburg 757 5 Berlin 75923 4 woltig 3 heiter Temp. n. S. 6° C. 4° 1. Stationen Barometer.i sland im 12 Haparanda 760 D 11 Bind Bumpia Windstarte Weller Stüd Temp. n. T. PART2272 2 wollig 1 Regen 3 Nebel 2 wollig 12 12 1 wolten! 12 10 Petersburg 761 S 12 Scilly 761 S Mit dem polnischen Schulstreit im Zusammenhang steht ein Franff.a M. 762 53 3 wolkig 12 Aberdeen 761 NW Strafprozeß gegen Dukowsky wegen Hausfriedensbruchs, öffent- München 764 SW 5 wollig 10 Paris 765 28 licher Beleidigung des Kreis- Schulinspektors für Labischin und wien 761 WN 4 bebedt wegen Uebertretung einer für den Regierungsbezirk Bromberg Wetter- Prognose für Mittwoch, den 5. Juni 1907. erlassenen Polizeiberordnung von 1845, welche den mit Strafe Zunächst vielfach heiter bei mäßigen südwestlichen Winden, kühler Nacht bedroht, der durch sein Verhalten in der Nähe der Schule oder und langsam steigender Tagestemperatur; später neue Trübung und etwas sonst den Unterricht in der Schule stört, etwa durch Lärmen, Rege Berliner Wetterbureau 24. Ziehung 5. Kl. 216. Kgl. Preuss. Lotterie Ziehung vom 4. Juni 1907, vormittags, Nur die Gewinne über 240 Mark sind den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. ( Ohne Gewähr.) ( Nachdruck verboten.) 108 355 463 544 95 941 1001 242 455 565 2016 250 421 73 580 014 3319 613 65[ 300] 740 835 4: 017 18 83 2958 459 698 901 56 5107 330 629 6371 418 619 97 706[ 500] 832 7123 574 939 8043 311 18 443 74 9042 65 113 213 674 709 802 43 65 95 922 10172 208 352 573 653[ 1000] 877 970 11127[ 500] 414 514 73 12058[ 1000] 175 271 321 30 489[ 500] 597 785 958 13048[ 1000] 116 381[ 500] 690 14059 90 191 383 429 516 01[ 500] 991 15061 263 419 557 812 900 69 16321[ 1080] 675 789 872 908 44 50 17006 314 445 74[ 1000] 530 58 18028 132 524[ 500] 69 639 915 19038 314 97 711 972 20053 110 395 445 593 830 74 926 66[ 500] 21011 153 89 260[ 500] 668 778[ 1000] 817 22121 223[ 1000] 492 718 875 960 23059[ 500] 494 557 787 800[ 1000] 23 93 959 24112 33 60 13000] 76 456 912 32 99 25386[ 1000] 432 64 732 995 26012[ 3000] 80 182 409 816[ 1000] 27018 45 299 497[ 500] 706 854 28435 99 100 92 359 66[ 3000] 403 853 29031 55 62 408 23[ 500] 832 30002 83 369[ 3000] 403 8 65[ 300] 522 89 962 90 31103 570 852[ 500] 700 811 995[ 1000] 32089 70 217 41 301 411 536 708 991 33082[ 300] 111 213 53 530 611 725 63 905 34102 509 702 83 844 936 95 35020 133 748 80 804 30[ 1000] 44 36000 25 863 570 871 85 034 37341 558 78 83 614 816 40 46 51[ 500] 38040 51 198 207 16 318 39[ 1000] 48 658 713 31 89 927 39051 83 185 272 89 830 435 88 559 [ 300] 817 40197 246 67 461 66 655 63 802 41030 316 530 752 870 42005 94 182 324 67 95 539 83 C07 88 740[ 3800] 814 998 43068[ 1000] 79 80 213 488 821 91 44103 816 587[ 1000] 772.[ 500] 605 980 81 45132 86 202 03 308 597 653 757 885 975 48002 303[ 1000] 812 42217[ 2000] 50 300 421 816 34 82[ 3000] 48001 594 629 762 814 49 957 63 49357[ 500] 91 618 815 27 50118[ 500] 325 757 963 51031[ 3000] 805 587 788 802 55[ 3000] 52116 17 204[ 500] 484 55 662 784 53000 [ 300] 277 396 511 828 54074 111 252 80 329[ 3000] 662 87 55118 889 56212 81[ 500] 318 454 97[ 300] 57014 69 183 239 383[ 500] 98[ 1000] 408 568 003 756 58002 19 316 708 46 815 91 59066[ 3000] 128.88 471 594 606 35 739 976 60017 147[ 1000] 398[ 1000] 455 61033 197 272 98 [ 300] 405 7 61 62046 199 97[ 3000] 250 478 829 930 63078 180 588 673 92 783[ 1000] 41 837 82 922 13000] 95 64033 [ 3000] 179 388 523 737[ 3000] 905 65069 977 78 66015 71 267 591 633 924 44 67058 242 66 90 321 493 623 761 812 913[ 500] 73 68000 24[ 500] 118 338[ 3000] 709 891 934 69626 822 70222[ 1000] 49 302 4 10 456 519 40 631 742 71149 252 402 638 798 835 72007 57[ 8000] 290 336 461[ 500] 90 645 874 937 73216, 435 518 49 729[ 00] 81 832 81[ 500] 74116 230 426 36 721 83 75155 339 79 96 449 752 821 47 955 60 75 76124[ 500] 235[ 500] 720 61[ 3000] 77018 88 153 396[ 500] 447 897 78101 357 415 561 946 79021 231 435 42 723 80110 35 238 397[ 500] 480 559 614 885 81079 107 75 283 604 734 891 913 82116[ 300] 231 974 SS121 46 257 69 72 94 877 507 604 770 811[ 300] 96 84037 427 30 56 96 668 774 819 85080 105[ 300] 205 375[ 500] 89 468 71 78 509 20 883 86011 88 112 416 72[ 1000] 656 1500] 738 39 87056 [ 500] 319 86 45 470[ 1000] 89 520 919 49[ 3000] 88152 [ 1000] 277 442 616 722 922 89116 215 313 58 465 576[ 3000] 718 21 40 916 90108 668 825[ 500] 938 91012 73 08 269 201 530 639 748 806 92059 82 218 95 311 573 94 778 93055 802 32 88 598 661 816 52 69[ 3000] 94004 113 221 83 808[ 500] 417 624 865 95219 318[ 500] 420 535 608 88 925 96255 309 631 97105 65 209[ 500] 70 513 630 889 68 69 98366 693 71% 17 38 819 99039 270 77[ 1000] 542 51 88 500 892 100330 473 897 101030 94 273 607 775 853 953 93 102385 420 44[ 300] 668[ 500] 737 203183 703 17 911 104127 578[ 3000] 985 84 89 105136 281 518 652 875 918 106160 388 055 107032 392 413 16 648 69 108950 144 213 20 876 659[ 300] 71 709 86[ 500] 859 929 11 103017 805[ 1000] 40 402 643 769 955[ 1000] 72 110141 223 825 601 999[ 500] 111064 156 210 412 [ 8000] 600 905 55 90 112022 227 830 81 462 816[ 3000] 19 52 87[ 8000] 878 968 113246 454 769[ 8000] 114207 430 616 43[ 500] 115167 325 469 905[ 3000] 116020 319 52 644 56 713 873 117020 203 815 407 71 85 591 915[ 500] 118026 191 227[ 1000] 49 536[ S000] 44 933 110218 42 840 58 588 639 120003 50[ 3000] 425 618 75 718 827[ 1000] 917[ 5000] 23 121295 581 698 734 965 122007 309 94 525 59 605 759 87 987 123003 25 497 515 621[ 500] 86 787[ 1000] 58 73 832 124218 32 492 586 650[ 500] 769 833 125873 191 350 581 616 877 972 126115 203 418 782 890 12702 115 26 72 78[ 500] 491 60 141 365 128028 102 250 379 90 95[ 1000] 806 129009 68 111 40 820 130178 235 851 402 14 97 674 791 951 131015 144 287 887 462 572 610 770 926 62 132117 377 517 928[ 1000] 133160 241 313 99 549 748 134273 416 515 809 980 135817 44 500 82 614[ 1000] 1360: 3 283 342 525 84 770 137000[ 1000] 58 200 83 553 664 734[ 500] 849 138159 500 98 727 832 97 139210 67 304 518 71 98 780 140104[ 1000] 84[ 1000] 86 449 754 812 929 141234 433 78( 500] 936 901 39 142109[ 300] 5: 7 670[ 500] 713 75 867 945 143320 639 46 743 944 144162, 92 711 39 824 Jedes Wort 10 Pfennig. Das erste Wort( fettgedruckt) 20 Pfg. Stellengesuche und Schlafstellen- Anzeigen 5 Pfg.; das erste Wort ( fettgedruckt) 10 Pfg. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. Teppiche mit Farbenjeblern Fabril niederlage Broke Franfiurteritraße 9, parterre fein Laden. Mauerhoff.+1 Steppderken billigst Febrit Große Frankfurterstraße 9, parterre.+1 Gardinenbaus Großekranfurter Straße 9, parterre. Kein Laden. Mauerhoff. 1t Zeppiche!( jeblerbajte) in allen Größen für die Hälfte des Wertes Pfandleihhaus! 145006 138 471 509[ 300] 738 831 909 146213 46[ 300] 81 735 927 147339 94 912[ 500] 148085[ 500] 198 711 57 956 149011 63 81 478 605 50 97 715 69 917 69[ 500] 150001 200[ 3000] 04 410 74 587 829 151184 99 895 480 553 152142 848 730 38 78[ 500] 820 153045 315 594 812[ 500] 24 154176 272 328.574 90 650 905 31 155151 207 39 388 527 76[ 3cc0] 816 156173 97 252 406 654 61[ 500] 945 157479 527 771 922 28 158003 74 193 279 362[ 1000] 421 74 570 869 84 904 159032 58 57 218 456 678[ 500] 160216 00 329 65 78 656[ 500] 722 67 70 996[ 5000] 99 161152 202[ 500] 45 840[ 3000] 47[ 500] 558 691 773 854 985 96 162082 343 556 714 825 60 912 163354 780 164003 233[ 500] 310 16 25 816 50 165231 380 411 569 840 922 166034 48 99 109[ 500] 375 434 630 912 167188 [ 3000] 695 709 22[ 1000] 95 875 92 168035 48 240[ 500] 398 678[ 500] 750 L1000] 79 810 951 85 169957[ 3000] 79 [ 1000] 535 650[ 500] 93 98 750 170062[ 500] 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44 77 958 286185[ 5000] 226[ 530] 383[ 500] 57 412 86 535[ 500] 61 002 775 838 287020[ 1000] 141 213 45 301 20 35 98 Berichtigung. In der Liste vom 1 Juni, nach mittags lies 201913 statt 204813. 9 . 24. Ziehung 5. Kl. 216. Kgl. Preuss. Lotterie Ziehung vom 4. Juni 1907, nachmittags. Nur die Gewinne über 240 Mark sind den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. ( Ohne Gewähr.) ( Nachdruck verboten.) 56 70 234[ 3000] 335 408 36 70 585 715 19 89[ 3000] 56 80 859[ 1000] 81 1402 6SS 99 2136 482 605 905 3188 230 377[ 1000] 503 623 52 939 4009 11 63 414 622[ 1000] 36 801 5067 289 601 47 71 700 801 951 6025 243 318 7212 90 401 92 96 878 2079 246 50 373 82 432 85 557 642 956 9001 12 61 407 501 825 10201 300 93 572[ 1000] 842 11159[ 500] 61 90 91 595[ 500] 938 12151 86 13033 90 111[ 1000] 73 81 96[ 500] 579 776 89 14030 190 217 330 15101 580 838[ 10000] 936 16086 567 618 62 90 802 17110[ 800] 279 356 643 789 897 393 18271 061 825 979[ 300] 19111 2* 3[ 5000] 317 414 83 20080 275 408 50[ 100%] 696 740 817 21148 279 516 56 795 860 908 22052 267 731 43 863 69 992 23264 510 54 684 24059 706 811[ 500] 39 25104 435 83 91 658 740 26500 767 908 67 27176 320 489 548 54 712 829 961 28000 88 116 220 850 79 705 9 14 47 51[ 500] 831 951 29313 30012 73 414 571 13000] 895 31063 80 192 859 506 693 32101 459 78 82 866 33665 850 66 974 34260 488 519 621 37 77 764 918 39 76 35139 55 529 1500] 84 877 36048 200 80 433 02 500[ 500] 77 605 773 879 911 31 85[ 1000] 37076 261 308 91 99 617 724 37[ 1000] 98 828 91 950 55 90 38258 334[ 1000] 538 629 979 3916)[ 300] 93 814 71 954 40035 35 352 643 41080 91 711 12 832 911 42290[ 300] 362[ 8000] 676 791 200 903 43007 179 81 92 218 500 790 857 978 44016 222 41 301 41[ 500]$ 4 506 656 62 792 951 [ 3000] 60 5116[ 1000] 97 369 462 734 85 837 923[ 500] 54 73[ 300] 46113 43 498 757 833 975 47219 30 71[ 500] 376 529[ 1000] 46 770 805 94 48118 228 436 738 853 94 907 64 70 49516 54[ 3000] 50028[ 300] 358 66 013 832 950 51075 610 761 803 10 81 38 52488 97 563 795[ 500] 800 53035 365[ 1000]$ 3 517 94 621 769 239[ 1000] 54139 60 337 639 763 55416 713 907 56129[ 1000] 80 282 869 579[ 500] 915 57173 84 236 71 84 [ 500] 300 76 599 738 83[ 1000] 58106 60 233 436 91 551 69 [ 300] 609 719 806 59136[ 3.00] 225 38 60108 221[ 500] 362 456 556 602 701 003 20 61001 70 73 231 41 351 480 645 57 62157 59 81[ 500] 320[ 500] 605 63 768 953 63082 216 304 27 50 536 693 998 64151 224 61 012 910 21[ 1000] 26 65823[ 500] 32 604 717 66089 67249 616[ 3000] 783 969 68131[ 500] 206 01 541 642 [ 1000] 746 842 69035 517 791 825 52 70214[ 500] 715 71 823 31 52[ 500] 988 71009 9 112 83 88 525 86 657 811 49 937 72028 39 43 226 504 58[ 500] 803 986 73051 100 507 85 803[ 1900] 979[ 50] 74077[ 1000] 185 93 250 331 405 573 659 797 920 48 75053 113[ 1000] 87[ 1000] 302 63 506 605 809 948 76315 418 545 52 788 999 77113 52 207 844 56 433[ 500] 56 576 78317 478 80 503 730 54 79091 242 423 88 522 020 39 80016 118 353 81 572 936 81206 CS1 82123[ 500] 53 291 353 713 97 83212[ 1000] 336 428 600 870 996 84002 255[ 500] 504 400 511 30 81 90 729 52 815 85057[ 500] 367 576[ 500] 86083 290 848 811 80 970[ 10001 76 87021 987 [ 1000] 512 685 754 852 81 915 88017 30 56[ 1000] 109 72 422 41 94 631[ 1000] 743 804 20 946 89101[ 1900] 52 611 756 871 90228[ 3000] 374 632 751 96 819 91015 140 43 341 414 773[ 1000] 931 61[ 1000] 93 92085 58 124 313 21 517 21 28 772 835 23003 31 198 251[ 3.00] 409[ 1000] 511[ 300] 930 94009 88 90 101 51 200 97 469 980 95035 899 977 96115 19[ 1060] 25 73 281 408 638[ 1000] 711 835 97139 236 73 883[ 1000] 474[ 500] 629 98816.519 679 793 99181 402 376 728 36 815 45 100004 101075[ 3000] 186 403 79 538 39 704 825 102009 67 149 270 330 422 88 504 871 924 56 69 103207 496 796 979 104157 350 81 477 095 720 43 105179 287 814 98 586 882 951[ 500] 106453 606 1500] 33 64 725 41 [ 1000].855 75 913 26 107821 513 787 108059 142 82 512 650 876 938 75[ 500] 109062 115 67 409 523 888 46 960 110188 394 578 015 25 785 73 112017 123 281 465 535 87[ 500] 671 927 54 113145 834 90 419 805 9 30 11000] 64 114069 378 403 85 508[ 8000] 600 744 873 954 65 115088 240 886 407 569 733 116013 178 84 441 219 22 1500] 988 117142 73 287 455 537 1500] 612 46 1500] 873 118000 277 1500] 334 60 86 424 511 636 960 1500] TO 119227 337 54 423 574 620 44 765 861 120117 240 422 92 592 717 24 921 121864 607 16 52 122343 65 915 123175 86 267 855 421 36 72 81 1500] 572 89 90 718 806[ 500] 927 89 124200[ 1000] 345 626 78 836 125038 254 311 600 1500] 41 720 808 43 970 126034 [ 500] 74 138 321 432 523[ 500] 23 76 L1000] 608 82[ 500] 775 820 127022 88 156 57 226 30 308 481 540 06 847 128158 464 129015 95 234 50 318 62 409 544 71 858 972[ 500] 130700 42 131013 229 355[ 1000][ 800000] 587 728 84 804 62 1500] 902 132067 72[ 1000] 402 42 63 86 520 613 707 834 903 78 133093 740 134028 49 211 59 85 322 [ 500] 83 135107 16[ 1000] 209 355 63[ 1000] 507 93[ 5000] 657 79 773 136146 286 350 83 415 563 623 859 79 969 137861 502 710 937 138017 44 95 138 530 34[ 1000] 804 139004 33 50 119 216 17 54 302[ 500] 919 93 140078 100 213 54 382 509 942 141072 197 813 [ 1000] 542 616 45 949 142951 1500] 143027 831[ 3000] 48 70 18000] 494 505 60 656 975 87 144030 56 70 119 256 1500] 601 75 700 861 908 145010 216 826 91 430 838 146002 66 1500] 22 1500] 760 854 84 89 15000] 147533 85 148044 47 486 93 110000] 553 933 86 1000] 149116 452 501 1000] 851 57 18000! 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