C 1 3 1 t. D L Mr. 294. Erscheint täglich außer Montags. Brets pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Bfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5fg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Belt" 10 Pfg. Poft- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn a Mr., für das übrige Kusland 3 Mr.pr.Monat. Eingetr. in der Boft- Zeitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 fa Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in ber Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochens tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Fefttagen bis 9 Uhr Wor mittags geöffnet. fernfpred- Anschlug 3mt 1, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Gloffen zur Rechtsprechung. Donnerstag, den 15. Dezember 1892. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Beleidigungsprozesse zu erinnern; in den Augen vieler erkannte, daß die Annahme des Schöffengerichts, der Richter stand die Person Bismarcks fast übergöttlich da, Angeklagte habe die Verwaltung des Betrugs" beschuldigt, und ein beleidigender, oder auch nur unehrerbietiger Aus- unbegründet sei. Was mag das Gericht zu der hohen druck gegen ihn war schon ein Zeichen höchst verworfener Strafe bewogen haben? Welche Anschauungen, welche DentWas ist Recht? Nach akademischer Lehre soll das ge- Gefimmung. Uns liegt viel näher noch die Auffassung der weise, welcher Jdeengang mögen den Geist der Richter beezliche Recht der Ausdruck der im Volke zum Bewußtsein Richter in dem Verhältniß zwischen Bourgeoisie und Ar- herrschen? Es ist schwer, das ganze Erkenntniß zu getommenen Rechtsüberzeugung sein. Es ist das ein Stück beitern, die in vielen Richtersprüchen zur Erscheinung tom analyfiren; der Kern desselben ist in folgender Auseinanderthischer" Professoren- Weisheit, welche alle Willkürhand- Es wird zwar oft ausgesprochen, daß es gute und schlechte setzung zu finden: ungen der Machthaber als Ausdruck der Volksmeinung Arbeiter und gute und schlechte Fabrikanten gebe; aber hinzustellen beliebt. Wo im pofitiven Rechte noch irgend etwas solche Gemeinpläge geben keine Gewähr für die Praxis im burchblickt, was aus einer wirklichen Boltsüberzeugung zu Einzelfalle. Im allgemeinen wird da noch immer bei der erklären wäre, da sind es Ueberbleibsel aus einer Zeit, in Unternehmerklasse das höchste Wohlwollen für die Ar welcher ein wirkliches, einheitliches, nicht in Unterdrücker beiter als Prinzip angenommen, auch wo das Wohlwollen nb Unterdrückte gespaltenes Bolt vorhanden war. Go in Widerstreit mit dem mit dem eigenen Profit tritt, der laffen sich auch im deutschen Recht Spuren verfolgen, Unternehmer wird als der natürliche wormund des Arbeiters die hinweisen auf eine Zeit, in welcher das Volk aus gleich angesehen; bei jenem sind Bildung und Moral, bei diesem berechtigten Freien bestand, Fürstenthum und Adel nicht Unwissenheit und böse Neigungen vorauszusetzen. Die Verriftirte und Grund und Boden Gesammteigenthum war. bindungen der Fabrikanten haben das Gemeininteresse, also Jur Professoren- Weisheit fonnte es fertig bringen, die auch das Interesse und die Wohlfahrt der Arbeiter zur tifflichsten Rechtsverhältnisse, die einseitigste Vertretung von Voraussetzung; die Vereinigungen der Arbeiter lassen von Klaffen- und Standesinteressen aus dem Boltsbewußtsein zu vornherein den Geist der Empörung und gefährlicher Aufertlären und fortzuentwickeln. Ter jüngst verstorbene Prof. lehnung muthmaßen. ben Wir Den Grund für Veranstaltung von Bergfesten wird in der gegenwärtigen Zeit des sozialen Unfriedens jeder Unparteiische vor allem mit darin finden müssen, daß sie dazu dienen sollen, das Selbstbewußtsein einer Belegschaft zu heben, insofern sich die lettere, gestützt auf eine jahr. hundertlange bergmännische Ueberlieferung und Sitte, als ein geschlossenes und eigenartiges Korps fühlen und daher den fozialdemokratischen Irrlehren weniger zugänglich sich erweisen soll. ,, Erwägt man dies, so springt ohne Weiteres ins Auge, daß der Angeklagte als Vertreter der sozialdemokratischen Presse die gegründetste Veranlassung hatte, gegen solche Feste anzufämpfen; denn jedes Selbstbewußtsein ber Arbeiter muß der Sozialdemokratie ein Dorn im Auge sein, weil sie von einem falschen Begriffe der allgemeinen Gleichheit ausgehend, bestrebt ist, alle Arbeiter auf ein und dasselbe Niveau her abzudrücken, und zu verhindern, daß in wirthschaftlicher oder gesellschaftlicher Hinsicht der eine eine höhere Stufe einnehme als der andere. 11 Wenn nun aber der Angeklagte, anstatt diese seine wahren Ziele offen und ehrlich zu bekennen, den Kampf in der Weise führt, daß er eine Grubenverwaltung verdächtigt, indem er ihr unlautere und selbstfüchtige Beeggründe unterstellt, und auf unerwiesene Gerüchte hin die schwersten Vorwürfe der Habund Gewinnsucht gegen sie schleudert, so wird man nicht fehlgehen, wenn man diese Handlungsweise als aus gemeiner Bosheit entspringende bezeichnet." Jhering hat das Verdienst, diese Hirngespinste in ihr Nichts Wie selten kommt es vor, daß aus den Kreisen der Geaufzulösen; er stellt das Recht als Ausfluß der Gewalt hin; bildeten jemand wegen Beleidigung eines Arbeiters zu Gemit den' Machtverhältnissen ändern sich die Rechtsfängniß verurtheilt wird, und doch fehlt es an derartigen Fällen verhältnisse. Im Klassenstaat kann es fein Boltsrecht, gewiß nicht. Selbst Beleidigungen unterer Beamten, jondern nur ein Klaffenrecht geben. Der Klaffenstaat tann die mit dem Publikum im regsten Verkehr stehen, ein Boltsrecht nicht dulden, denn dieses würde ihn über werken bort selten schwer gerügt, obwohl sie nicht selten Ja, würde das materielle Recht selbst vorkommen. Besonders die Vorkehrsbeamten wissen davon alle Klassenunterschiede für aufgehoben erklären, so würde ein Liebthen zu singen. Die persönliche äußere Stellung bie Rechtspflege sie wieder einführen. Der Klassenstaat des Beleidigten kommt sehr in Betracht in der Abwägung braucht auch eine Klassenjustiz. seiner„ Ehre". Am deutlichsten tritt dies zu Tage bei. Beleidigungs- Der Ahlwardt- Prozeß fordert zu Vergleichungen heraus. Hagen. Das Gefeß selbst definirt nicht einmal den Begriff der Wir haben an dem Erkenntniß nichts auszusehen. Wir wissen nicht, denn aus dem Erkenntniß ist es nicht an ersichtlich, ob der Kläger ein Konfeffionsgenosse des Herrn Mark oder mit Haft oder mit Gefängniß bis zu einem gestellten Beleidigungsprozessen. Sie sind kein Zeugniß der Löwe ist. Aber ein Jahr Gefängniß ist nicht zu viel Jahre. Wegen Beleidigung wird ferner mit der gleichen Gesundheit eines Staatswesens. Bor uns liegt das Er für die bloße Verdächtigung seiner edlen Gesinnung. Strafe bedroht, wer eine nicht erweisliche Thatsache in Be- tenntniß in einer anderen Sache, einer Privattlagefache Welche Strafe hätte der Richter wohl für genügend geziehung auf einen Andern behauptet, die geeignet wäre, den- wegen Beleidigung. Im Glückauf", dem Organ der Berg- halten, wenn der Angeklagte solche Beschuldigungen wie felben verächtlich zu machen oder ihn in der öffentlichen Meinung arbeiter, stand die Besprechung eines sogenannten" Berg- gegen Löwe und den Oberst Kühne erhoben hätte! herabzusetzen. Ist die Beleidigung öffentlich oder durch die festes", das vom Vorstand eines Grubenwerks veranstaltet Wir nageln nur die Anschauungen fest, auf Grund deren Gefängnißstrafe bis auf zwei Jahre ausgedehnt werden. von der Grubenverwaltung geliefert wurden, anzuschaffen der Richter sein Urtheil aufbaut. Die Unternehmer gehen Man beobachte nun in der richterlichen Praxis die ver- hatten, und an denen, wie verlaute, die Grubenverwaltung mit ihren Veranstaltungen für die Arbeiter von dem Geschiedenartige Auffassung der Beleidigungen, und man wird noch verdiene. Diese Art von den Unternehmern ver- danken aus, das Selbstbewußtsein der Arbeiter zu heben, wurde abfällig und nehmen wir die Sozialdemokratie dagegen will es zerstören oder es Klaffenstellung und seine gesammten sozialen An- felbft an, in beleidigender Form kritisirt und vor möglichst tief herabdrücken. Der Angeklagte ift anungen. Hier werden gröbste Beschimpfungen mit Geld- allem getadelt, daß die Arbeiter noch zu unnügen Ausgaben Sozialdemokrat, was, wie an anderer Stelle des Grtrafe gefühnt, dort wiederum einfache Beleidigungen mit für" Paradeanzüge" veranlaßt würden. Der Grubenvorstand kenntnisses gesagt wird, tein Vorwurf für ihn monatelangem Gefängniß bestraft. In beiden Fällen der Gewerkschaft," Morgenstern" zu Reinsdorf, Herr Wiede, ist, aber er soll dann auch offen und ehrlich seine Ziefe urtheilt der Richter subjektiv gerecht; er hält in fühlte sich hierdurch beleidigt und auf seine Klage ver befennen, nämlich, daß er zum Zwecke der Sozialdemokratie ins Gewicht fallend, in dem anderen Falle bem einen Falle die grobe Beschimpfung für nicht urtheilte das Schöffengericht zu Zwickau den Redakteur des die Arbeiter möglichst tief herabdrücken will. Solcher Aufaber Glückauf", den früheren Arbeiter Gustav Adolf Gladewiß fassung gegenüber, wie sie heute von den größten Gegnern die genug zu einem Jahr Gefängniß. Das Landgericht zu der Sozialdemokratie nicht mehr auszusprechen gewagt wird zu ahnden. Wir brauchen nicht an die Tausende Bismarcks Chemnitz bestätigte das Urtheil, wenn es auch an- und die nur noch in dem rückständigsten Unternehmerthum feine Feuilleton. Rabrua verboten.] Bel- Ami. [ 38 889 Roman von Guy de Maupassant. Sie dachte an ihre Mutter, von der sie nie zu einem Sprach. Es war eine verführte Gouvernante gewefen, die in Tenis ihre Ausbildung erhalten hatte. Vor Kummer und Elend war fie geftorben, ats Madeleine zwölf Jahr alt Doch nicht um diesen Vergleich ist es uns zu thun. Sie wollte es bestreiten. Er ließ sich aber nicht irre machen: Nein, nein! Ich sah es Dir ja an. Wir können morgen schon heimreisen, wenn Du willst." " der Vierpfennig- Bigarren füllte die Gaststube. Madeleine Nicht wahr, Du langweilft Dich schon?" fragte er, fing zu huften an und fragte: Wollen wir nicht hinaus- sobald sie draußen waren. gehen? Ich fann es hier nicht länger aushalten." Das Mahl war noch nicht beendet. Der alte Duroy zog ein unzufriedenes Gesicht. Da erhob sie sich und setzte sich draußen vor der Thür auf einen Stuhl und wartete, bis ihr Schwiegervater und ihr Mann ihren Kaffee und Liqueur getrunken hatten. Georges suchte sie bald auf." Wollen wir zur Seine hinunterlaufen?" fagte er.. Sie ging freudig auf seinen Vorschlag ein:" Ach ja! Gehen wir hin!" Sie stiegen den Berg hinab, mietheten in Croiffet ein war. Ein Unbekannter hatte für die Erziehung des fleinen Boot und verträumten den Rest des Nachmittags unter War es ihr Vater gewesen? Wohl dem Schatten der Weiden am Rand einer Insel. Die Sie nicht genau, süße Wärme des Frühlings umfloß sie und leise Wellen wiegten fie ein. Mädchens gesorgt. ficher. Aber wer war er? wenn sie auch einen unbestimmten Verdacht hegte. Die Mahlzeit wollte fein Ende nehmen. Gäste kamen Bei sinkender Nacht lehrten sie heim. Die Abendmahlzeit, die beim Licht einer Rerze ein jekt, schüttelten Vater Duroy' die Hand, brachen in Rufe Ach ja, ich will, flüsterte sie. Sie wandelten langsam dahin. Die Nacht war mild, und ihr tiefes, sehnsüchtiges Dunkel schien voller leifer Ges räusche, voller Säuseln und Knistern. Sie waren in einen schmalen Weg eingebogen und schritten unter hohen Bäumen, undurchdringlich schwarzes Gebüsch zu beiden Seiten, einher. Wo sind wir?" fragte sie. Im Walde," erwiderte er. " ft er groß?" Sehr groß, einer der größten im ganzen Lande." Es roch nach Erde, Bäumen und Moos. In dem Gange schien der frischdumpfige Geruch dichter Wälder zu ruhen, der den Saft der Knospen und dem todten, schimmelnden Gras der Gebüsche entströmt. auf die junge Frau. Ihr luftiges Augenblinzeln schien zu das Mittagbrod. Vater Duron hatte einen halben Rausch Wipfel schimmern, und obwohl kein Hauch die Zweige be des Erstaunens aus, als sie den Sohn sahen, und schielten genommen wurde, war für Madeleine noch peinlicher als lagen: Heiliger Donnerschlag! Die ist ja gar nicht übel, die und schwieg. Die Mutter bewahrte ihre unfreundliche Miene. wegte, fühlte sie doch das leise Zittern dieses Blätterozeans Frau von Georges Duron." „ Einen Liter!- Einen Schoppen!- Zwei Bittere! Auf der grauen Zimmerwand malte das schwache Licht um sich. leuten waren, setzten sich an die Holztische und schrien: ab. Andere Gäste, die nicht so befannt mit den Wirths. Schatten mit ungeheueren Nasen und maßlosen Bewegungen Ein sonderbarer Schaner drang in ihre Seele und lief sich etwas ihr über die Haut; unbestimmte Angst schnürte ihr das fein Profil der gelben zitternden Flamme bot, sah man in Herz zusammen. Weshalb? Sie wußte es nicht. Aber ihr Einen Rachenpuzer!" Und sie begannen Domino zu spielen einer Riesenhand eine Gabel, die einer Forte glich, zu war zu Muthe, als müsse sie ertrinken, als sei sie verloren, einem Munde führen, der sich wie der Rachen eines Un- von Gefahren umringt, von allen verlassen, allein auf der Welt unter dem zitternden Blätterdach dort oben. " Ich fürchte mich ein wenig;" flüsterte fie. Laß uns " Gut, fehren wir um." und brehten mit großem Geräusch die Steine um. Mutter Duroy ging unaufhörlich mit ihrem fläglichen geheuers öffnete. Kaum war das Essen hinunter, so zog Madeleine ihren Gemach zu bleiben, wo es beständig scharf nach alten Pfeifen Empfang und wischte die Tische mit dem Zipfel ihrer Mann ins Freie, nur um nicht länger in dem düsteren umkehren!" blauen Schürze ab. Der Rauch des Landtabaks in den kurzen Pfeifen und und vergossenen Getränken roch. Und... reifen wir morgen nach Paris?" herrscht, kann man juristisch nicht mehr ankämpfen, kann man aber auch nicht mehr von richterlicher Unbefangenheit sprechen. Es ist mit solcher Anschauung nicht möglich,' einem Sozialdemokraten gegenüber, oder auch überhaupt in Konflikten, welche die Stellung von Unternehmern und Arbeitern zu einander betreffen. Recht zu sprechen. Wo der Richter im sozialen Kampf vollständig den Stand- Punkt der einen Partei sich zu eigen gemacht hat oder so vollständig mit ihm verwachsen und von ihm durchdrungen ist, da ist der Angeklagte, der eine gegensätzliche Stellung einnimmt, in derselben Lage wie im Bürgerkriege der Besiegte, der sich vor dem Standgericht zu verantworten hat. Der Richter mag noch so sehr von seinem Recht überzeugt sein, er mag das Streben habe», höchste Gerechtigkeit zu üben, aber sein Urtheil bleibt ein parteiisches, ist an die An- schauungen einer Partei gebunden. Eine Besserung ist hier nur zu erwarten mit der Umgestaltung des Staatswesens, auf welchem die Rechtspflege beruht. Der Klassenstaat er- zeugt Klassenjustiz; nur auf Grundlage des die Gleichheit Aller anerkennenden Gemeinwesens kann die Gerechtigkeit zur Geltung kommen. Volikifche Itctrevnrftt. Berlin, den 14. Dezember. Im Reichstag vollzog sich heute insofern eine Klärung der Stellung der Parteien zur Militärvorlage, als der Redner des Zentrums, Dr. Lieber, für sich und seine Partei, ohne Rückhalt sich für die Ausreckterhaltung der Grundsätze, wie sie in den bekannten Windthorst'schen Resolutionen aufgestellt sind, aussprach und jedes Hir�vs- gehen darüber bestimmt und rundweg ablehnte. Das Zentrum ist also für keine Erhöhung der Friedens- präsenz zu haben und nur für Erhöhung der Ausgaben, so weit dieselben durch die Einführung der zweijährigen Dienstzeit bedingt sind. Mit dieser Erklärung der ausschlaggebenden Partei ist das Schicksal der Militärvorlage entschieden. Was wird nun folgen? Wird die Regierung den Reichstag auflösen? Nach- dem auch nicht eine einzige Partei sich für die Vorlage in ihrem vollen Inhalte ausgesprochen— sogar Herr v. Stumm sprach nur im Namen eines TheilS seiner Freunde— hätte eine Reichstagsauflösung nur dann einen Sinn, wenn es richtig ist, was allerdings in sehr weiten Kreisen angenommen wird, dast Caprivi regierungsmüde ist, und in einer Wahlniederlage den erwünschten Vorwand für seinen Abgang sucht. Diese Eventualität hat wohl auch die Redner des Zentrums und der freisinnigen Partei, Dr. Lieber und von Stauffenberg, bestimmt, ihre ablehnenden Voten in mög- lichst verbindliche Formen für den derzeitigen Kanzler ein- zukleidv» Beide Redner hoben besonders hervor, dasi die von Bennigsen betonte Mißstimmung im Volke die Nach- Wirkung des Bisniarck'schen Regiment? sei, das sich jetzt erst im ganzen Umfange fühlbar mache. Herr von Manteuffel machte heute einen wiederholten Versuch, die Antisemiten von den Rockschößen der konservativen Partei abzuschütteln. Tie bei dieser Ge- legeuheit zum besten gegebenen Betheuerungen des konservativen Führers, daß die konservative Partei es stets vermeiden werde, Demagogie zn treiben, und daß dieselbe ihre Abstimmung nie von der Gewährung von Konzessionen werde abhängig machen, wurden vom Hause mit der, solchem Schwalch gebührenden Heiterkeit aufgenommen. Der Reichskanzler betont« wiederholt seuw ablehnende Haltung Hegen den Antisemitismus, sprach aber kein Wort Mehr von der Militärvorlage. Diese ist einer Kommission von 23 Mitgliedern überwiesen. Eine sehr lebhafte Diskussion knüpfte sich an den Antrag Liebermann's von Sonnenberg, das gegen den Abgeordneten Ahlwardt schwebende Versahren einzustellen. Die den Abgeordneten Richter auszeichnende Un- duldsamkett politischen Gegnern gegenüber, zeigte sich bei dieser Gelegenheit wieder tn ihrer nackten Brutalität. Ob- woyl von den Abgeordneten Stadthaaen und Bödicker Fälle vorgebracht wurden, aus denen sich klar ergiebt, daß beide Einwände, auf welche Richter seine ablehnende Haltung »Ja, morgen.' „Morgen früh?" „Wenn Du willst, auch morgen früh.' Sie traten ins HauS. Die Alten lagen schon im Bett. Madeleine schlief schlecht. All' die ihr fremden Landgeräusche weckten sie unaufhörlich auf: der Schrei der Eulen, das Grunzen des Schweins im Kober an der Hausmauer und der erste Hahnenschrei um Mitternacht. Beim ersten Morgengrauen stand sie auf und rüstete sich zum Aufbruch. Als Georges den Eltern seinen Entschluß abzureisen mittheilte, waren sie beide zuerst sehr überrascht, dann merkten sie, von wem die plötzliche Wittensänderung her- rührte. Der Vater fragte ihn nur einfach: „Nu, seh ich Dich bald wieder?' »Gewiß. Im Lauf des Sommers.' „Na, um so besser!' Die Alte aber brummte:„Ich wünsch' Dir nur, daß Dir Deine Heirath niemals leid thun möge.' Er machte ihnen zweihundert Franks zum Geschenk, um ihren Unmuth zu besänftigen. Um zehn Uhr kam der Wagen, den ein Dorsjunge geholt hatte, und die Neu- vermählten küßten das alte Banernpaar und fuhren ab. Als es den Berg hinabging, fing Duroy zu lachen an: „Ich Hab' Dir's ja gleich gesagt,' meinte er.„Ich hätte Dich die Bekanntschaft von Herrn und Frau Du Roy de Cantel nicht machen lassen sollen.' Auch sie fing zu lachen an und erwiderte:„Jetzt freue ich mich doch darüber. Es sind so biedere Leute, und ich sang an sie lieb zn gewinnen. AuS Paris will ich ihnen eine Kiste Kuchen schicken.' Dann flüsterte sie:„Du Roy de Cantel... Paß' auf, niemand wird sich über unsere Anzeige gewundert haben... Wir können ja erzählen, daß wi"'°s acht Tage auf dem Besitzthum Deiner Eltern aufgehalten yaben.' Und sie lehnte sich an ihn und drückte einen leisen Kuß auf seine Schnurrbartspitze:„Gut Morgen, Geo!' „Gut Morgen, Magda,' erwiderte er und legte seine Hand um ihre Taille. stützt, nicht zutreffen, so gab er doch seinen Widerspruch nicht auf. Bödiker wies nach, daß der Reichstag 1878 be- reits in einem ganz gleich liegenden Fälle, wo der Abgeord- nete Stötzel sich in Strafhaft befand und außerdem noch Untersuchungengegen ihn schwebten, diese einstellen ließ, und Stadthagen verwies darauf, daß nach der Entscheidung des Reichsgerichts Verjährung nicht eintreten kann, sobald das Gericht vor Eintritt derselben Zustimmung des Reichstags zur Strafverfolgung beantrage. Lehnt auch der Reichstag den Antrag ab, so unterbricht derselbe doch die Verjährung. Mit diesen Darlegungen war für den Standpunkt des Herrn Richter und seiner Freunde jede Unterlage fortgenommen, trotzdem aber stimnite der ganze Freisinn, mit Ausnahme von Rickert, Dr. Hirsch, Rösicke und noch etwa einem halben Dutzend für den Antrag Hartmann, welcher Ueberweisung an die Geschäftsordnungs- Kommission verlangte, was gleichbedeutend war mit Ver- schlcppung des Einstellungsantrages, bis die 5 Monate rechtskräftig wären. Einmüthig für die Privilegien des Hauses traten das Zentrum, unsere Partei, sowie die Volks- partei und die anderen kleinen Gruppen ein. Es gelang denn auch per Hammelsprung mit 114 gegen 100 Stimmen den von freisinniger Seite inszenirten Versuch, ein verfassungsmäßiges Privileg des Reichstags zu durch- löchern, abzuweisen. Vielleicht erinnern die frei- sinnigen Wälster ihre Abgeordneten daran, daß Personenhaß und politische Unduldsamkeit recht schlechte Rathgeber sind. Das Verhallen des Herrn Richter und seiner Freunde in dieser Frage ist wirklich danach, daß man Licbcrmann von Sonnenberg nicht so Unrecht geben kann, wenn er die Ver- muthung aussprach, der Freisinn scheine sich vor Ahlwardt zu fürchten. Herr Richter hat dem zwar sehr energisch widersprochen, aber gescheidter wäre gewesen, er hätte sich, de» Traditionen der Linken getreu, auch bei dieser Gelegen- heit auf die Wahrung der Privilegien des Hauses beschränkt und den Versuch, dieselben zu durchlöchern, den verschämten Gesinnungsgenossen des Herrn Ahlwardt von der Rechten überlassen. Ein Gesetzentwurf gegen den Verrath militärischer Geheimnisse ist dem Reichslage wiederum vorgelegt.— Der Bnndesrath hat in seiner Sitzung vom 13. No- vember neue Vorschriften für die steuerfreie Verwendung von nicht denaturirtcm Branntwein zu Heil-, wissenschaftlichcn und gewerblichen Zwecken mit der Maßgabe genehmigt, daß sie am 1. April 1893 in Kraft treten. Die Steuerfreiheit einer ganzen Anzahl alkoholhaltiger zu Heilzwecken geeigneter Präparate, wird dadurch beseitigt. Um aber zu verhüte», daß die Zeit bis zum 1. April zu massenhafter Produktion benutzt wird, ist eine im„Reichsanzeiger" mitgetycilte Ver- ordnung des Finanzministers an die Provinzial-Stener- dmktoren erlassen, für eine ganze Anzahl zu Heilzwecken gc- eigneter alkoholartiger Präparate, sowie für alle Liqueure w. die steuerfreue Verwendung nichtdenaturirten Branntweins schon jetzt nicht mehr zu gestatten.-» Als eine E-te erweist sich die von unS gleich an- gezweiselte Nachricht der„Schlesischen Zeitung", daß der Berliner Magistrat angewiesen ivorven, die Wählerlisten für die Wahlen zum Reichstag bis zum 20. Januar fertig zu stellen.— König Stnmm zeigte gestern, daß er nicht blas Gc- heimer Kommerztenrath und Fabrikbesitzer, sonder» auch Rittmeister a. D. der Landwehr ist, der selbst eine Schwadron geführt hat. Einen fröhlichen Husarenritt machte er im Reichstage für die Militärvorlage. Gleich dem General v. Steinmetz vertrat er dessen ökonomische Weisheit von der ükononuschen Befruchtung deS Landes durch die Mili« tärausgaben. Einen wirthschaftlichen Niedergang sieht er nicht, und überdies würve durch die Militärvorlage die Industrie einen günstigen Aufschwung nehmen. Die 60 oder 80 Millionen, die verlangt werden, seien jedenfalls weniger als die 10 Milliarden, die ein unglücklicher Krieg koste. Die Biersteuer bevauere er; aber es sei immer noch besser, wenn die Leute ihr Bier etwas thenrer bezahlen, als wenn sie infolge eines unglücklichen Kneges überhaupt kein Bier mehr trinken könnten. Mit dieser Begründung könnte jede Militärvorlage, und wenn sie zehnfache Forderungen stellte, vrrtheidiat werden, und wenn die Mittet für dieselben ans der Bertheuerung der LebenS- und Gemißmittel der großen Sie blickten in die Ferne: im Strahl der Morgen- sonne durchschnitt der mächtige Stroin wie ein Silberband den Thalgrund, die Fabrikschlote rollten ihre Rauchwolken zum Himmel und die spitzen Kirchthürme ragten auS der alten Stadt empor. II. Seit zwei Tagen weilten Herr und Frau Du Roy wieder in Paris. Der Journalist hatte feine alte Thätig- keit wieder aufgenommen. Er erwartete, daß er nun bald der Lokalredaktion enthoben und definitiv mit den Arbeiten Forestier's betraut werden würde, so daß er sich auSschließ- lich der Politik zu widmen hätte. Au diesem Abend war er auf dem Nachhausewege zum Essen iu der Wohnung seines Vorgängers, sein Herz schlug freudig, und er hatte Lust, sofort seine Frau zu küssen, deren Reiz einen immer größeren Einfluß auf ihn ausübte. Als er an einem Blumenladen am Ende der Rue Notre-Dame de Lorette vorüberkam, fiel ihm ein, Madeleine ein Bouquet zu kaufen, und er wählte einen großen Strauß halb er- blühter Rosen auS, ein Bund duftender Knospen. Auf jedem Absatz seiner neuen Treppe betrachtete er sich vergnügt in jenem Spiegel, dessen Anblick ihn unauf- hörlich an seinen ersten Besuch in diesem Hause erinnerte. Er klingelte, weil er seinen Schlüssel vergessen hatte, und derselbe� Diener wie damals, er hatte ihn auf Rath seiner Frau behalten, öffnete ihm. Georges fragte:„Ist meine Frau zu Hause?' „Ja, gnädiger Herr.' Er ging durch daS Eßzimmer und sah erstaunt, daß drei Gedecke aufgelegt waren. Er schlug die Portiore zum Salon zurück und sah Madeleine in eine Vase auf dem Kamin einen Rosenstrauß stecken, der ganz dem seinen glich. Er war so verletzt und unzufrieden, als wenn ihm einer seine Idee, seine Aufmerksamkeit und all' das davon erwartete Vergnügen gestohlen hätte. Er trat in den Salon und fragte: „Hast Du jemanden eingeladen'?' Sie fuhr fort ihre Blumen zu ordnen und erwiderte, ohne sich nach ihm umzuwenden: Ja und nein. Mein alter Masse deS Volks genommen, vaben Herr Stumm und Militärgenossen auch keinen Schaden davon.— Sind sie fo dumm oder steslen sie sich nur si� — nämlich die militärischen Gewährsmänner der Zeitung"? Sie bringt heute wieder einen Leitartikel „Zur Militärvorlage', der ihr„aus höheren Offizierskreise» geschrieben wird. Derselbe tadelt an der neuen vorläge, daß sie die Aussichten auf Avancement hein'F Sie erfordert eine große Vermehrung von unteren OffizittiS- Lieutenants, Ha tleuten und Bataillonskommande»«'' ohne auch für Vermehrung der höheren Ofstziersstelleil j» sorgen. Dadurch werde dem Offizierkorps„dce Verjün�unz schaffende Freudigkeit und Aussicht auf Erfolg in der Karrur! genommen. Aber, liebe„Kreuz-Zeituug", warum so vnZ' duldig? Die 200 neuen Bataillone und Schwadron«»®et; schaffen zunächst ein paar hundert Subaltern-Offizierc» Avancement zu Stabsoffizieren, eine noch größere Lieutenants rückt zu Hauptleuten und Rittmeistern etnp. die sonst noch Jahre hätten warten müssen. Das ist � läufig des Segens genug. Und die Regierung und Reichstag, welche heute ihre 60—30 Millionen für � Militärvorlage bewilligen, werden nach ein oder p] Jahren gewiß kein Bedenken tragen, noch ein f-1'" Millionen für neue Oberst- und Geueralstellen zu bewillig' um die Lust zur Karriere zu fördern� Wir haben gewiß ein Herz für den„Nothstaud � wisser Kreise. Blutige Thränen vergießen wir, wenn die beweglichen Klagen über die nothlridenden Großgruw' besitzer hören, und tief erschüttert lesen wir den Jammer f „Kreuz-Zeitung' über die traurige Lage der Offiziere, dc>� sich„keine andere Perspektive eröffnet, als die,'jr g ü n st i g st e n Falle einmal ein uralter Batatllow Kommandeur zu werden, und mit dessen kärglicher von 3800 Mark nach dreißigjähriger Dienstzeit feinen U- schied zu nehmen.' Man vergleiche hiermit die Sch>� rungen der„Kreuz-Zeitung' über die glückliche Lage& ländlichen Arbeiter, denen, noch bevor sie uralt gercor� sind, und schon nach vierzigjähriger Arbeit, wenn sie k"'; 70. Lebensjahr erreicht haben, eine Rente von 120 Ma"?!1' fließt I Mögen jene uralten Bataillonskommandeuie christlicher Gesinnung sich damit trösten, daß wenigst� jenen Arbeitern ein glücklicheres Loos al� ihnen selbst � schieden ist. „Politische Verbreche« werden nur bestraft, n>e� und weil sie mißlungen sind. Das Bestreben, das LeK eines Staats in einen Gesehcsparagraphen einzusperren, ein vergebliches." Diese sehr vernünftige Bemerkung sich in den nachgelassenen Papieren Moltke's— i» � Entwurf einer Rede über Minister verantwortlich� Moltk« dachte allerdings nur an hochgestellte Verbrecher", Minister u. s. w.— indeß was-., dem Grop recht ist, ist dem Kleinen billig.— Die Bismarck-Presse nimmt jetzt auch auS � Ahlwardt-Prozeß und der Ahlwardt-Wahl Anlaß z» griffen gegen den„neuen Kurs". Die Münchener„Allgem� Zeitung" beschuldigt die Regierung, dem Ahlwardt-Schu»»� freien Äauf gelassen zu haben. Unter Bismarck wäre so ev-'j nicht vorgekommen! Dazu war er viel zu„reinlich" ziveifelsohile".— Was Bismarck thate, tvenn— er noch eb».» kanzlcr wäre, hat er Herrn Henri des Houx offenbart.' ist so echt bismärckisch, wie Bismarck in eigener PsiLj Er soll dem französischen Interviewer(Aushorcher)?' allen den Untergang bereiten werden." � Ein internationales Sozialistengesetz hat immer tN° Wünschen BiSmarck'S gelegen. Es war einmal der»aI J lichc Haß gegen die Sozialdemokratie, die einzige Par„ die sich von Bismarck nicht brauchen und also auch P.. übertölpeln ließ. Tann aber gab es bei der ZerrÜtt� der die Staaten durch ein Eingehen auf die Bismarck 1�, Pläne anheimgefallen wären, reichlich Gelegenheit im Tru. zu fischen. Helle Tagespolitik vertrug das„staatsmänml� Genie Bismarck's am wenigsten.— ......1 Hl■! J**? Freund, der Graf von Vaudrec, der sonst alle Montagt � uns aß, kommt wie früher.' „Ach! Sehr guj," murmelte Georges.> Er stand hinter ihr mit dem Bouquet in der und hätte es am liebsten versteckt oder fortgcworscn- sagt aber doch:„Sich mal her, ich Hab Dir ei» k Rosen mitgebracht.'_ � Sie wandte sich rasch um und rief mit fröhl'�.. Gesicht:„Ach, ist das hübsch von Dir, an so etiva�. denken!' j Und sie umarmte ihn und bot ihm ihre LtpM.. einem so aufrichtigen und vergnügten Eifer, daß er sich' tröstet suhlte. g Sie nahm die Blumen, roch an ihnen und ordnet«� mit der Geschäftigkeit eines beglückten Kindes in der � Vase, die der anderen gegenüberstand. Dann betrachte � ihr Werk und meinte: J\ „Jetzt bin ich zufrieden! Nun ist mein Kami»» schmückt.' Und unmittelbar darauf sehte sie hinzu: � „Du weißt ja, wag für ein reizender Mensch ist. Du wirst bald sehr vertraut mit chm sein." a; Die Entreeglocke tönte und meldete den Grafen."'L': und selbstverständlich, als wäre er in seine» eigenen, Pfählen, trat er ein. Der jungen Frau küßte er gala»!.,. Fingerspitzen, dann wandte er sich an den Gatten und rc ihm tordial die Hand, während er fragte:„Nun wie ge? mein lieber Du Roy?". j t Seine Miene war nicht mehr so frostig und stell«i früher, sondern recht leutselig: die Verhältnisse haoe» Jj geändert, sagte sie. Der überraschte Journalist wollt« � Entgegenkommen nicht zurückweisen und suchte recht kr 1�; gegen ihn zu sein. Fünf Minuten später sah eS 1° ,() als wenn sich die Beiden schon seit zehn Jahren ka>u und schätzten.<ß Madeleine sagte mit strahlendem Gesicht:»$? � Euch nun allein. Ich muß in der Küche nach dem sehen.' Sie lief hinaus und die Blicke der beiden folgten ihr. (Fortsetzung folgt.) Laf ten Dil all in dit 19 en G 31 ge ten but el # it elt P et 11 0 it 1 Aus der Schweis fchreibt man uns: In der Schroetz| Grleichterungen im Zahlen der Pachtschuld, wenn der allem andern abgefeben- fhon aus dem Grunde wichtig, bas exfcheint seit dem Jahre 1886 alljährlich bas, Politische Schuldner immer mehr Schulden macht? Und was würde mit der ungerechte Wahlzenfus, der einem halben Duhend Jahrbuch der schweizerischen Eidgenossen sogar die Verwandlung der Bachtgüter in freies Eigenthum Menschen, das die Majorität von Stimmen besitzt, das Befchaft", herausgegeben mit Subvention des Bundesrathes nügen, wenn der freie Bächter" oder„ Bauer" nicht die stimmungsrecht über 2700 Gemeinde- Einwohner verleiht, beseitigt von Dr. Karl Hilty, Professor des Bundes Mittel hat, sein Gütchen oder Gut mit Vortheil zu be werde." In Wurzen wurden fämmtliche Kandidaten des aus taatsrechts an der Universität Bern und bauen? Für die irische Frage giebt es nur eine Lösung: demokratischen Bürgerlichen und sozialdemokratischen Arbeitern Mitglied des Nationalrathes( Reichstages); die sozialistische Organisation der Landverhältnisse, bestehenden, von unserem Genossen Adolf Thiele geleiteten als Politiker huldigt Silty der liberal kon ber die sozialistische Organisation der ganzen Gesellschaft Bürgervereins gewählt. Sie erhielten zusammen 3747 Stimmen; fervativen Richtung. In dem jüngst erschienenen nachfolgen müßte. Ist sie durchgeführt, so giebt es feine die Kandidaten des tonservativ- nationalliberalen Bürger- Wahlfebenten Jahrgang für 1891 find unter ben verschiebenen, irische Sonderfrage mehr, der Gegensatz mit England, das ausschusses nur 2725. Bu wählen waren 4 Anfäffige und 2 Inm Anhange beigegebenen dokumentarischen Beilagen eine felbstverständlich auch sozialistisch organisirt wäre, hätte auf anfäffige. Die Betheiligung an der Wahl war sehr stark. Es Rede, die Georg Herwegb 1842 auf dem schweizerischen gehört, und von„ Homerule" würde kein Mensch mehr wählten ca. 66 p& t. Schützenfest in Chur hielt und ferner der wörtliche Abdruck sprechen. In Böhrigen( Sachfen) slegte bei ber Gemeinderaths. bes von Marg und Engels gemeinschaftlich verfaßten und Ohne die raditale fozialistische Lösung der frischen wahl der sozialdemokratische Kandidat mit 69 gegen 48 Stimmen herausgegebenen, om in unistischen Manifest e 8". Frage ist aber eine Lösung der Gomerule- Frage unmöglich über feinen Gegner; in Taura gelang es 3 Kandidaten des Arbeiter- Wahlvereins, darunter 2 Ansässige, in die GemeindeDer vorige Jahrgang des Jahrbuches enthält ben wört- Gladstone, indem er das Unmögliche zu thun fich abquält, vertretung zu bringen. lichen Abdruck des Erfurter Programms der arbeitet an der Quadratur des Birkels. Er kann nur irgend Die Gemeindewahlen in der Dresdener Gegend lassen sich deutschen Sozialdemokratie und im vorliegen einen beliebigen Nothbehelf finden, der günstigsten Falls für unsere Partei sehr günstig an. Es wurden neierlich gewählt: ben fiebenten Jahrgang bespricht der Heraus für einen Augenblick die äußerste Unzufriedenheit beschwich in Mitten 1 unanfäffiger Genoffe mit 53 Stimmen, in geber das Erfurter Programm in folgender Weise: tigt, hernach aber, sobald der Schwindel erkannt ist, die uebigau 1 Genoffe mit 40 gegen 26 ordnungs" parteiliche Für ausführbar auch für unseren Staat( die Unzufriedenheit nur noch vermehrt, dem Bedürfniß nach Stimmen, in 2eubnis 2 unanfäffige Genossen mit 40 beg. Schweiz) halten wir eine staatliche Fabritgesetzgebung, eine einer radikalen Lösung nur um so träftigere Nahrung ver- 87 Stimmen gegen 4 ordnungs" parteiliche, ferner 1 anfäffiger Genosse, in Neu- Ostra 1 Genosse, in Löbtaut fiegten in der Versicherung der unbemittelten Klassen, die öffentliche un leiht. entgeltliche ärztliche Behandlung und Krantenpflege, Errich Auch auf dem Gebiet der auswärtigen Politit lasse der Unansässigen ebenfalls die sozialdemokratischen Kandidaten, ebenso in Ober- und Unterweißig, dem Bergtung von Speise, Heiz- und Badeanstalten, sogar den drohen dem Gladstone' schen Kabinet allerhand Gefahren. arbeiterrevier. In Oberweißig fühlten sich auch die Anfäffigen ftaatlichen oder gemeindlichen Betrieb der Wirthschaften, Der jetzige Minifter( Sekretär) des Aeußern, Lord Roseberry), mit den Arbeitern insoweit folibarisch, als sie den Wirth bes unentgeltliche Schulen mit unentgeltlichen Lehrmitteln, un- hat die Politit seines konservativen Vorgängers einfach fozialdemokratischen Verkehrstotals in den Gemeinderath wählten. entgeltliches Begräbniß, Verstaatlichung der Eisenbahnen, fortgeführt. Das paßt jedoch ben radikalen Anhängern des In Unterweißig war der Kampf, wie die Sächf.- Arb.- 3tg." Apotheken und des Kornhandels, die staatliche Uebernahme Rabinets nicht, welche eine Allianz mit Frankreich wünschen, meldet, ein sehr heißer, denn hier galt es, die Bergbeamten und aller Wafferkräfte und des Elektrizitätsmonopols, die Er- und nachdem man lange versucht hat, die Gegensätze zu ver- beren bicke Freundschaft aus dem Gemeinderath zu brängen; leider propriation aller Waldungen zu Gunsten des Staates ober tleistern, ist es nun zum förmlichen Bruch gekommen. An wurde für die Klasse der Anfässigen aus Liebedieneret der Hevierder politischen Gemeinde, den Realkredit der Gemeinden, der Spitze der Raditalen steht Labouchère, bisher der Haupt- teiger Schulze wieber gewählt, während dessen Bruder feinem Gegenfandidaten, dem Borsigenden des fozialdemokratischen Lesedie Einführung des Frauenstimmrechts, die Trennung der eigenthümer der Daily News", des ministeriellen Organs. vereins Ostar Helm mit ganz fläglicher Minorität unterlag. Kirche vom Staat, die Verbesserung der Rechtsgesetzgebung Aus diesem hat er jetzt seinen ganzen Aktienantheil Ihrem Groll machten die Ordnungshelden" nach Publitation und der Rechtspflege im Sinne der Erleichterung. Dabei würde 90 000 Pfo. Sterl, gleich 1800 000 m.- zurückgezogen, der Wahl Helm's baburch Luft, daß sie wiederholt laut und ver eine Reform des Erbrechts der Hypothefargeseßgebung, des und dadurch die Existenz des Blattes fraglich gemacht. nehmlich ble Bivathalunken" und Die Bergarbeiter, diefe Bank- und Aktiengesellschaftsrechts, der Bacht, eine Repreffion Von der Arbeiterfrage, die den Liberalen noch Salunken werden wir uns schon merken", aušriefen. Dieser des wucherischen Darlehns und des gesammten Börsenwesens größere Verlegenheiten bereitet, als die irische Frage und Schmerz ist aber begreiflich, wenn man weiß, mit welcher Anin vorderster Linie stehen. Ueberhaupt eigentlich eine Be bie auswärtige Politik, wollen wir heute nicht reben. Nur ftrengung und welchem Hochdruck diefe Herren gearbeitet haben; alte Invaliden, die sich sonst an nichts betheiligten, wurden seitigung des römischen Rechts als Grundlage so viel, daß die kleinen Konzessionen und Bersprechungen herbeigeholt, doch alles vergeblich, der Lefeverein, welcher die bes Rechtssystems. Es wird sich erst in der Zukunft zeigen, der Regierung( bezüglich der Versammlungen auf Trafalgar Sympathie der Bevölkerung für sich hat, flegte mit seinem daß ohne eine gründliche Reform der zivilrechtlichen Gefeß- Square und bezüglich der Arbeitslofen) in den Arbeiter- Kandidaten mit großer Majorität. Giner folchen Wahl kann gebung, die aber feineswegs etwa den jetzt bestehenden freisen nach ihrem wahren Werth geschätzt werden, und daß sich bisher kein Weißiger erinnern, alle Wahlberechtigten, bis deutschen Entwürfen folgen darf, alle fozialpolitischen Ge- die sozialdemokratischen Arbeitervertreter im Barlament auf fechs, waren erschienen und herbeigefchleppt worden und banten in der Luft stehen." Unsere bürgerlichen Sozial in schärfster Weise gegen die Regierung vorzugehen entfämmtliche Stimmen fielen hur herüber oder hinüber." reformer, die von der anfänglichen Negation der sozialen schloffen sind. Frage ausgegangen und von der Macht der Verhältnisse Mit den Beschlüssen des Berliner Parteitages erklärten später zur Anerkennung der sozialen Frage gebrängt wurden Scheußliches Verbrechen sozialdemokratischer fich ferner einverstanden die Parteigenoffen in Darmstadt, und heute bereits einen großen Theil der sozialpolitischen Arbeiter" das ist ber sensationelle Titel, ben die all( Württemberg), eutlingen, Bübed, Schierfrein, Forderungen der Sozialdemokratie als berechtigt und nationalliberale Geloproßenpresse den jüngst festgestellten bemnit( Barteiverfammlung des 16. fächsischen Wahlkreises), ausführbar anerkennen, sind nach den Beispiel des Vergiftungen in Homestead bei Pittsburg( Amerika) afstedt und Münden. Die Parteigenossen im 4. fächsischen Reichstags- Wahlkreise liberal- konservativen Hilty auf dem besten 28ege, bis zum beilegt. Dieses Preßgesindel! Ersten 3 ist nichts weniger( Dresden- Neustadt) stimmten den Beschliffen des Berliner Sozialismus sich zu entwickeln, b. h. schließlich auch ben als sicher, ob es sich überhaupt um ein Verbrechen handelt. Barteitages gleichfalls zu und erklärten noch, unter Bezugnahme Sozialismus als berechtigt und ausführbar anzuerkennen. Und zweitens sind die Homesteader Arbeiter keine auf diesen sowie den Erfurter Parteitag, möglichst dahin wirken Wir können mit der fortschreitenden Entwickelung der An- Sozialdemokraten, sondern Trades- Unionisten der alten zu wollen, daß sich die Parteigenossen den gewerkschaftlichen fchauungen in den Röpfen der bürgerlichen Politiker zu- Schule also ungefähr das, was bei uns die Hirsch- Organisationen ihres Berufs anschließen. frieden sein.Duncker'schen. Der schweizer Ständerath hat heute nach dreitägiger Diskussion die Vorlage des Bundesraths, betreffend die Einführung des Bündhölzchen Monopols mit 21 gegen 17 Stimmen angenommen. So ligt und fälscht die Kapitalistenpresse. 19160 Parlamentarisches. Partei Organisation. Der politische Verein„ Bolts. freund" in Brünn hat fein Statut dahingehend geändert, daß er seine Thätigkeit, die sich bis jetzt blos auf währen er ftreckte, auch in Oesterreichisch Schlesien ausüben kann. Das so geänderte Statut hat die behördliche Genehmigung er halten. * Auf der Agitation. Die Erfurter Parteigen offen unternahmen am Sonntag wieder eine Flugblatt- Bertheilung in mehreren Landorten ihres Kreises, und zwar in den Dörfern Egstedt, Bechstedt- Wagd, Waltersleben, Werningsleben, Gispersleben Viti und Kiltani. Die Vertheilung ging ohne Zwischenfälle von statten. Frankreich. Das neue Ministerium scheint durchParteifinanzen. Augsburg. Jahreseinnahmen( inkl. greifen zu wollen. Die Anklage gegen den Finanzminister Roubler, ber in ben Panamaskandal verwickelt ist, soll sosialdemokratische Fraktion durch die Abgeordneten Bebel, Bestand 128,28 Dt. In der Kommiffion für die Militärvorlage wird die 36,40 m. vorjährigen Bestands) 2502,68 M., Ausgabe 2879,40 wt., beschlossen sein, falls er sich nicht entlasten kann. Jedenfalls Grillenberger und Singer vertreten fein. Parteipreffe. Der fozialdemokratische Parteitag für die wird er entlaffen, oder ist es schon. Auch andere hervor ragende Bolitiker würden nachfolgen müssen. Das In der geftrigen Situng der fozialdemokratischen Proving Schleswig- Holstein 2c., der am 11. bis 13. Dezember in französische Bürgerthum ist doch noch nicht so korrupt, daß Fraktion wurde der gegenwärtig herrschende Nothstand zur kiel tagte, beschloß, die jetzt in Ottensen erscheinende Norddeutsche Volkszeitung" am 31. März 1898 Sprache gebracht und angeregt, in Form einer Interpellation im es den Schmutz des Kapitalismus anbetet, wenn nur Gold Reichstag diesen Gegenstand zur Grörterung zu bringen. Die eingehen au laffen und an deren Stelle in Riel ein Blatt zu barin ift. In Dahomey hat man nun richtig die Sünder ent- Anregung fand allfeitige Zustimmung und wird die Interpellation gründen. Für diesen Beschluß waren 44 Delegirte, bagegen 25, eingebracht werden. Bei dieser Gelegenheit wurde auch ein Delegirter enthielt sich der Abstimmung. beckt, welche den Megern Waffen geliefert haben. Es sind die Frage der sogenannten Arbeitslosenversammlungen erörtert. ebrfame franzöfifche Kaufleute, für die das Geld keinen Die Frattion tam zu dem Ergebniß, daß es den Genossen der Geruch hat, wie für ihre Kollegen in anderen Ländern. Für einzelnen Orte überlassen bleiben muß, ob sie solche Versamm bas Mordspatriotengesindel in Frankreich eine sehr unan- lungen anregen resp. einberufen wollen oder nicht. Ein Grund, genehmte Entdeckung. folche Versammlungen überhaupt nicht abzuhalten, liegt nach überZur Ergänzung und theilweisen Berichtigung unserer einstimmender Ansicht der Fraktion nicht vor. Mittheilungen über die Erfahwahl in Carmaux bemerken wir, daß der Kandidat ber vereinigten Radikalen und Sozialisten, Profeffor Jaurès von Toulouse, erklärt bat, er siehe auf dem Boden des kürzlich auf dem Kongreß Don Marseille von der Arbeiterpartei ausgearbeiteten Programms. Genosse Duc Quercy hat freiwillig die Kandibatur, welche ihm nach dem jezt veröffentlichten weiter statt in cahr und Dinglingen( Referent zug aus schwerde für berechtigt erklärt, welche dagegen eingereicht war, Protestversammlungen die Militärvorlage fanden offiziellen Bericht bes Wahlkomitees zuerst angetragen war, Baden- Baden), Daglanden( Ref. 3 i el o wsti. Offenburg), baß der stellvertretende Gemeindevorstand Arnold in Dölis abgelehnt, um die Berdächtigungen der Gegner, welche be chierstein( Dieferent Fleischmann Frankfurt a. M.), in einer dortigen Gemeindewähler Versammlung den Leipziger haupteten, er wäre nur aus persönlichem Ehrgeiz für die Solingen( Referent Reichstags- Abgeordneter& chum a cher), Parteigenoffen Bollender als Auswärtigen" nicht sprechen ließ. Arbeiter von Carmaux eingetreten, durch die That zu nichte Molbih bei Neustadt i. Zb.( Ref. Leutert- Apolda), Weier-Genosse Heinrich Wetter in Potschappel bei zu machen. und Waltersweter( Ref. Sußtopf Karlsruhe), Orten Dresden wurde als Herausgeber und Verbreiter eines Flugblatts, Um der Wahlforruption entgegen zu arbeiten, berg und 3 ell- Weierbach( Ref. Adolf Ged Offenburg), in welchem er die Arbeiter des Plauenschen Grundes auffordert, beabsichtigt der radikale Abgeordnete ubbarb, ber Furtwangen, Donaueschingen und Willingen( Def. Die von dem Parteigenoffen Weidner übernommene Rothe Schänke" in Döhlen zu besuchen, damit dieser vom Tanzverbot Rammer einen Gesezentwurf vorzulegen, welcher das Bielowski- Offenburg). betroffene Wirth auch ohne Abhaltung von Tanzvergnügungen Parteinachrichten. P Polizeiliches, Gerichtliches c. In Braunschweig wurde eine Versammlung des Arbeitervereins polizeilich aufgelöst, als die Gloce Elf geschlagen hatte. Um 1i uhr tritt dort die Polizeistunde ein. Diese dürfte aber faum für Verfammlungen Geltung haben. Die Leipziger Amtshauptmannschaft hat die BeAM Maximum ber Summe, die für eine Wahl ausgegeben Gemeindewahlen. Bet der Stadtverordnetenwahl in existiren fönne, vom Dresdener Schöffengericht au 100 M. Geldwerden kann, festsetzt. Die Ueberschreitung dieses Maxi- emgo( Lippe) erhielten die fozialdemokratischen Kandidaten event. 20 Tagen Gefängnißstrafe verurtheilt, weil in dem Flugmums soll von Gesetzes wegen strengstens bestraft werden. Leopold Schnitger 244, A. Steinbach 216, J. Anderer 143 Stimmen. blatt u. a. ausgedrückt sein soll, die Amtshauptmannschaft habe Die drei Kandidaten des tonfervativ- nationalliberal freifinnig fich bei der Verfügung des Tansverbots von politischen Motiven Gladstone's Plan., Gladstone behütet das Ge- antisemitischen Gemisches fiegten mit 296-372 Stimmen. Dazu leiten laffen. heimniß seines Homerule Planes mit ängstlicher bemerkt die Bielefelder Bolswacht": Die fortschrittliche- Der Gemeindevorstand at Molbig bei Neustadt i. Th. Sorgfalt", flagen liberale Zeitungen, welche die jüngsten Lippische Post" giebt ihrer Freude über dieses Resultat Aus- verlangt zu gunsten der Gemeindekasse, daß ihm die Einberufer Reporterphantafien für Gladstone's Plan" Plan" genommen bruck, und plaidirt für die bevorstehende Landtags- Erfazwahl für von Versammlungen in jedem einzelnen Falle 3 M. für die Erhatten. Ach, wie froh der große alte Mann" gewesen Aufstellung eines gemeinsamen Kandidaten. Ob ihre Grundfage theilung der Erlaubniß" blechen. Die Bersammlung, in welcher wäre, wenn jener amerikanische Reporter recht gehabt hätte. babet zum Teufel gehen, ist ihnen gleichgiltig, ja, man möchte Genoffe Leutert aus Apolda über die Militärvorlage sprach, sagen, sie haben überhaupt noch keine Grundsätze gehabt; nur in lehnte dieses seltsame Verlangen des Gemeindeoberhauptes natürDann wäre doch wenigstens ein Plan da. Geheimniß be- einem Buntte sind sie sich treu geblieben: im Unterdrückten der licher Weise ab und befchloß die Erhebung einer Beschwerde. hüten!" Als ob ein Geheimniß, das nicht da ist, sich nicht Arbeiter." In Waltershausen verweigerte der Bürgermeister von selbst behütete. Ja, dieser verwünschte Homerule- Plan! In Fraureuth( Reuß) erhielt unfere Partei troß erst feine Zustimmung dazu, daß eine sozialdemokratische Versammlung, Seit 10 bis 15 Jahren fint Gladstone auf dem Gi und maliger Betheiligung im Magimum 156 Stimmen, die Gegner in welcher die Militärvorlage besprochen werden sollte, mittelst brütet, brütet- aus dem Ei ist aber noch nichts gekommen, 291-443. Dabei ist, wie das Sächs. Wolfsbl." mittheilt, der Ortsfchelle bekannt gemacht werde. Gegen das gleiche Gesuch unb es ist 1000 gegen 1, nein gegen O zu wetten, daß auch folgendes zu beachten:„ Nach der reußischen Gemeinde- Ordnung der Nationalliberalen hatte er nichts einzuwenden gehabt. Bei nichts herauskommen wird. Das Ei ist nämlich ein Windei. haben gemäß§ 46 unter a) diejenigen, welche bis zu 15 M. Staats- den Nationalliberalen fei das etwas anderes, erklärte das unpar fteuer entrichten, eine Stimme, und für jede ferner gezahlte teiische Gemeindeoberhaupt, als man auf diese Inkonsequenz aufHerr Gladstone ist ein liberaler Bourgeois, in dem 15 M. Staatssteuer eine weitere Stimme. Da wir nun eine mertfam machte. felbft. noch ein tüchtiges Stück feiner konservativen Bergangenheit attiengesellschaft mit 500 Arbeitern Bestand in Fraureuth haben,-Wegen Beleidigung des Spinnerei- Obermeisters J. Fisch fteckt. Bon feinem bornirten Standpunkt aus giebt es über- von deren Zeiter fich zwei am Orte befinden, fo fann es nicht bach in Gigersweier wurde der Redakteur des Offenhaupt keine Lösung der irischen Frage, von der die Home- Wunder nehmen, daß der eine der beiden, Berr Römer- gemäß burger Boltsfreunds", Genoffe Otto 3ielowsti, rule nur ein kleines Stüd ist, und weitaus nicht das feiner hohen Einkommensteuer, 90 Stimmen, und die( an der Ge- vom Schöffengericht zu 8 Wochen Gefängniß verurtheilt. wichtigste. Sind die wirthschaftlichen Verhältnisse fellschaft betheiligte) Frau Fötisch gleichfalls 90 Stimmen aufin Jeland vernünftig und befriedigend geordnet, dann wies, beide zufammen also schon 180 Stimmen repräsenticen. orbnet bas bischen politische Verwaltungsfrage sich von 3u diesen tam noch der Bastor mit 17 Stimmen, so daß diese drei Gegner unferer Sache allein über 197 Stimmen verfügten. Hier ist der Hafen. Mit den Halbheiten, die Die Gegner hatten es daher leicht, unsere Kandidaten für dieſes Gladstone bisher den Irländern geboten, ist niemand zu Mal zurückzudrängen. Das nächste Mal indessen dürften unsere die Bächter nicht, die Landarbeiter nicht, und Marimalziffern gestiegen fein und wenigstens erhoffen wir, in natürlich die Grundbesitzer erst recht nicht. Was nügen zwei Jahren zwei Vertreter burchzubringen. Dies ist von frieben 1 Briefkaffen der Redaktion. N., Danzig. Mangels jeder näheren Kenntniß des That bestandes können wir in der Feuerwehr- Angelegenheit nichts thun. Für den Inhalt der Inserate über nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Donnerstag, 15. Dezember. Opernhaus. Djamileh. Bajazzi. Schauspielhaus. Donna Diana. Leffing- Theater. Die Orientreise. Berliner Theater. Dora. Wallner- Theater. Die Großstadt Tuft. Kroll's Theater. 3ar und Zimmermann. Deutsches Theater. Solo's Vater. Neues Theater. Logirbesuch. Residenz- Theater. Marquise. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Das verwunschene Schloß. Bellealliance- Theater. Reine Bor stellung. Adolph Gen- Theater. Die wilde Madonna. Thomas- Theater. schniger von Ammergau. Der Herrgott National- Theater. Die Rumpel stilzchen. Spezialitäten Apollo Theater. Borstellung. Theater der Reichshallen. Spezia. litäten- Borstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Vorstellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenBorstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spezialitäten- Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Jubiläums- Vorstellung. Zum 100. Male: Die wilde Madonna. Besangspoffe in 3 Aten von L. Treptow Couplets von G. Görss. Musik von G. Steffens. Anfang 7% Uhr. R Montag: Dieselbe Borstellung. In Vorbereitung: B Modernes Babylon. Gesangspoffe in 3 Aften v. Ed. Jacobson Circus Renz. Circus Renz ( Karlstraße.) Donnerstag, den 15. Dezember 1892, Abends 714 Uhr: Todes- Anzeige. Allen Freunden und Bekannten hier- Gauverein Berliner Bildhauer. mit bie traurige Nachricht, daß mein lieber Mann, der Tischler Karl Matan, am 12. d. Mts. verftorben ist. Die Beerdigung findet morgen, NachGrosse Vorstellung. mittags 3 Uhr, vom Bionstirchhof in Aus dem Progr. hervorzuheben: Prinz Carneval und sein Gefolge, vorgef. v. Herrn Oscar Renz. Solon, Schulpferd, ger. v. Frl. Clotilde Hager. Mr. James Fillis mit dem Schulpferde Markir. Punsch, Bonyhengit, tom. Orig. Dreffur v. Clown Misko ( August). Auftr. fämmtl. Kunfifpezial. i. Ranges. Zum Schluß: Auf Selgaland. Ballet von 82 Damen, Aufzug der Leib- Garde- Artillerie. Morgen, Freitag: Gr. Vorstellung. Die tieftrauernde Wittwe. Danksagung.. DienBag, den 27. Dezember( 3. Weihnachtsfeiertag): Weihnachtsfest 1 im Märkischen Hof", Admiralstraße 180. Anfang 6 Uhr. Entree( incl. Tanz) 30 Pf. Billets sind beim Verwalter Kollegen Stötzer, Laufiger Play 17, 3 t ( in seiner Sprechstunde) und beim Lotaltassirer Kollegen 0. Meyer, Strelizer Allen Verwandten, Bekannten, Rol- ftraße 28, 4 Tr., sowie Dienstag und Sonnabend, Abends von 8 Uhr an, im legen, sowie dem Gesangverein für die Bereinslokal, Annenstraße 16, zu haben. rege Betheiligung bei der Begräbniß- 116/10 feier meines geliebten Mannes, unferes unvergeßlichen Baters, Albert Urban, unfern herzlichsten Dant.. 546b Die trauernden Hinterbliebenen. Der Vorstand. Wohlthätigkeits- Matinée, arrangirt vom Sonntag: 2 gr. Festvorstellungen, uFachverein der Tischler. Zentral- Verband deutscher Maurer 4 Uhr( ein Kind frei) und 71/2 Uhr. Billet: Vorverkauf beim Invalidendant", Markgrafenstraße 51a. Fr. Renz, Direktor. Circus Corty- Althoff. Berlin, Friedrich- Karl- Ufer, Ecke Karlstraße. Donnerstag, den 15. Dezember, Abends 72 Uhr: Große Extravorstellung A.: Vorstands- Sitzung ( Zahlstelle I, Putzer) Freitag, den 16. Des., Abends 8/2 Uhr, bei Norbert, Beuthstraße 22. am 26. Dezbr.,( 2. Weihnachtsfeiertag), Mittags 12 ht Um pünktliches Erscheinen ersucht in der Berliner Resource, Kommandantenstraße 57. 308/16 Der Vorstand. Programme à 25 Pfennig find bei folgenden Mitgliedern zu haben: J. Schulz, Buttbuferstr. 19; G. Schmidt, Memelerstr. 60; F. Gräschte, Erkläre hiermit, daß ich die in meiner Lübbenerstr. 26; F. Kuhring, Mariendorferstr. 16: F. Lüde, Dresdenerstraße Werkstatt am 12. Nov. oberflächlich Nr. 130; G. Arnot, Landsbergerplatz 1; A. Mattes, Diebenhofenerstraße 5; hingeworfene Bemerkung über den Vor- Simanowski, Aderftr. 57; S. Gräschte, Stephanstr. 36; H. Thielle, Schöne fizenden der Orts- Krankenkasse der berg, Marstr. 2. Um rege Betheiligung bittet Kürschner, Herrn Dobronz, als unwahr zurücknehme. 543b J. Groß, Prenzlauer Allee 26. mit auserwähltem Progr. 1.: Christbaumkonfekt, Vorf. d. wunderb. dress. Rapph. Incroyable durch d. Dir. Althoff. Mr. Cooke, Joden. Frl. Adele und Clotilde, Reitkünstlerinnen. 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Franz Tutzauer, Berlin 8.0. Berantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Mag Babing in Berlin, SW, Beuthstraße 2. Röpnickerstr. 25. Hierzu zwei Beilagen 8 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. r. 294. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. Donnerstag, den 15. Dezember 1892. 9. Jahrg. ihre Zustimmung niemals von Ronzessionen auf anderen Gebieten Abg. Lieber( 3): Herr Bebel hat das Zentrum angegriffen abhängig gemacht, am allerwenigsten bei Vorlagen von einer und es als kompromißsüchtig hingestellt. Herr von Huene hat Wichtigkeit, wie die jetzige. Die Vergangenheit der Partei bürgt erklärt, daß das Zentrum die Vorlage, wie sie liege, für 15. Sigung vom 14. Dezember 1892. 12 Uhr. dafür, daß sie von diesem Grundsage nicht abgehen wird.( Beiunannehmbar halte; das war das Ergebniß mehrtägiger Ver fall rechts.) handlungen. Darauf hat er einige Punfte persönlich berührt, Am Tische des Bundesraths: Graf von Caprivi, Reichsfanzler Graf von Caprivi: Der stenographische Be- bei denen er sich auch in Uebereinstimmung mit seiner von Kaltenborn, v. d. Pianih, von Marschall richt ergiebt, daß ich nicht behauptet habe, die tonservative Fraktion zu befinden hoffte, wenngleich er sich dessen nicht in und Andere. Partei als solche wolle ihre Abstimmung über die Militär- allen Punkten versichert hatte. Mehr kann man den per Die erste Berathung des Gesezentwurfs betreffend die vorlage vom Bimetallismus oder einer anderen Bedingung ab- sönlichen und den Fraktionsstandpunit wohl nicht trennen. Friebenspräsenz stärte des deutschen Beeres bängig machen. Ich habe, wenn ich mich nicht irre, von einzelnen Ich erkläre, daß ich mit allen meinen politischen Freunden vollwird fortgefekt. Herren gesprochen. Ich lege teinen Werth darauf, nachdem ein ständig auf dem Standpunkte des Herrn v. Huene stehe. Damit Abg. Haukmann( Dem.): Die bisherigen Erörterungen Mitglied, wenn auch nicht der konservativen, so doch der frei stehen wir auf dem Boden der Windthorst schen Resolutionen, baben schon eine gewisse Klarheit geschaffen, nämlich die, daß die konservativen Partei diesen Standpunkt hier im Hause voll und welche unvereinbar sind mit der Militärvorlage, trotz des Bermeisten Parteien der Vorlage, wie sie liegt, nicht zustimmen, felbst gang vertreten hat. Was den Parteitag angeht, so habe ich mich fuches des Reichskanzlers, die Resolutionen unzudeuten. Die bie Konservativen nicht. Nur Freiherr v. Stumm hat sich für für verpflichtet gehalten, mir flar su machen, wie wird der Resolutionen Windthorst find Beschluß des jetzigen Reichstags die Vorlage erklärt, was freilich durch die gegentheilige Grklärung Barteitag wirken und wie hat die Regierung ihre Folgerung zu und wir haben sie anders verstanden als der Reichskanzler. Das eines Parteigenoffen v. Kardorff sehr beeinträchtigt wurde. Herr ziehen. Ich habe mich nach dem Bericht der, wie ich annehmen geht aus der Begründung derselben durch Windthorst hervor, 8. Suene hat für seine Partei festgelegt, daß über den Rahmen mußte am besten unterrichteten Streuzzeitung informirt. Ich welcher von dem Projekt alle waffenfähigen Mannschaften zum der Friedenspräsenzstärke nicht hinausgegangen werden könne. nehme mit Befriedigung und Genugthuung Att davon, daß die Dienste heranzuziehen, sich niedergeschmettert erklärte; folche Der Reichskanzler hat gerade die Erhöhung der Friedenspräſens Aeußerung, man wolle demngogiſch handeln, nicht im Sinne der Bläne müßten ein für alle Mal aufgegeben werden. Wir stehen le den springenden Punkt erklärt. Also entweder muß der Bartei gethan und nicht von der Partei akzeptiert wird. Gie in alle auf dem Boden dieser Resolutionen und bitten die Regierung Reichstanzler sich mit der jetzigen Friedenspräsenz begnügen, oder der Weise aufzufassen, daß die partei fie fich zu eigen macht, und den Reichskanzler, baran festzuhalten, daß wir weber diese das Zentrum muß diesen Hauptpunkt springen lassen. Bon Herrn war ich dadurch berechtigt, baß fein Widerspruch gegen die Vorlage auf einmal annehmen können, noch auch, daß wir auf 3. Bennigsen's Rede verspricht sich der Heichsfangler eine große Aeußerung erfolgt ist. Und nicht diese Aeußerung ist es allein diesem Boden einen Anfang machen wollen. Wir wünschen keine Birtung. Herr v. Bennigsen hat ja auch die Annahme des Kern geweſen, die mich bedenklich gemacht hat, sondern es fielen grundsägliche Veränderung der Organisation, sondern nur die punktes ber Vorlage in Aussicht gestellt. Er hat auch von der Meußerungen, die auf den Prozeß, der in der legten Woche Einführung der zweijährigen Dienfizeit im Rahmen der gegen Beunruhigung des Bublifums durch die stückweise Bekanntgabe seinen Abschluß gefunden hat, hingielten, und die offene, unver- wärtigen Berhältnisse. Wenn der Reichstanzler die Bermehrung ber Borlage gesprochen. Wenn die Breffe geschadet hat, so war hällte Theilnahme mit dem Manne zum Ausbruck brachten, der der Präsenz als den springenden Bunkt bezeichnet, so geben wir es die nationalliberale Preffe. Die„ National- Zeitung" hat die infolge dieſes Prozesses verurtheilt ist( hört! links. Wiber- durch die vermehrte Rekruteneinstellung eine Berstärkung ohne trile Nachricht gebracht, die dann vom Hann. Courier" ergänzt spruch rechts.), ber das deutsche Seer in einer Weise an Erhöhung der Präsenz. Weiter tönnen wir nicht gehen. Auf Burde und schließlich hat die„ Köln. 3tg." ble Borlage veröffentlicht. gegriffen und geschädigt hat, wie das von einem Deutschen die militärischen Einzelheiten will ich nicht eingehen; das überHerr v. Bennigsen hat von den verschiedenen Fehlern gesprochen, bisher nicht geschehen ift.( Sehr gut! links.) Das lasse ich den Sachverständigen der Regierung und des Hauses, welche die Regierung gemacht hat. Er hätte sie nur etwas ge- Verhalten der Stonservativen auf diesem Barteitage ermedt Ich möchte mir nur die Bemerkung erlauben, daß Herr Bebel hauer als wenn sie sich mit diesem Manne und beffen eigentlich die bestel Begründung für die Borlage gegeben hat behler war jebenfalls bie Ginbringung, diefer Borlage, beswegen Bestrebungen in Uebereinstimmung befinden.( Sehr richtig, lints.( heiterkeit); denn wenn er, soweit geht, daß er zum Bollsheer werden wir auch gegen dieſelbe ſlimmen. Derr 3. Bennigsen Widerspruch rechts.) Ich berufe mich auf den Bericht, nach und sogar zur militärischen Jugenderziehung, vielleicht bis in die bat die gloriofe Zeit der Regierung des Fürsten Bismard ge- welchem der Gegenfandibat des Rektor Ahlwardt erklärte, daß er Säuglingszimmer hineinkommt, dann ist die Vorlage ja nicht zu früheren gloriofen und die nationalliberale Partei ist in ihrer Ahlwardt als ein Freifinniger. hnt. Die heutige pessimistische Zeit ist der Niederschlag der ihm in der Stichwahl seine Stimme gegeben habe. Lieber zehr viel, sondern zu wenig. Sehr interessant war mir die Bemerkung davon Att, daß die fonfer- hatte eine so große Furcht vor ihnen, daß man glaubte, die Thüren immung betrachtet er als eine vorübergehende. Aber wenn er vative partei fich diese Aeußerung nicht aneignet, aber ich finde müßten sich sofort öffnen und die stofaden hineinstürmen.( Seiterſelbſt zugiebt, nach einer Auflöſung würde die Mehrheit des es entschuldbar, wenn ich daraufhin des Glaubens war,( Bu- feit.) Die Mißſtimmung oder sogar die Werbitterung draußen Reichstags eine für die Vorlage ungünftigere werden, fo bezeichnet ftimmung links.) " Stürmisches Bravo!( Hört! des Herrn von Bebel( Große Heiterkeit) über die Ruffen. Er nur an im Lande über das Mißverhältniß zwischen diesen Anforderungen 0 er damit die Stimmung als eine dauernde, der Militärvorlage Abg. v. Stanffenberg( dfr.): Es scheint in tonservativen und den wirthschaftlichen Verhältnissen fann hier gar teinen ge günſtige. Wenn Herr v. Bennigsen den Kern der Vorlage Kreifen von Fremdworten in ganz ungewöhnlichem Sinne Genügenden Ausdruck finden; daran würde der Herr Präsident uns bigt, so bringt er badurch nicht den Reichstag in die Stellung, branch gemacht zu sein. Das Wort bemagogisch ist ein Fremd- bindern, denn dafür giebt es keinen parlamentarischen Ausdruck. mehr als bisher jetzt schon von den Nationalliberalen abwenden, eigentlich nur noch übrig einen Epilog über die Berhandlung zu die des Reichstages für die Vorlage auf sich zu nehmen. Ich Der Reichskanzler hat alle Ginzelheiten der Vorlage geſtern verhalten. Die allgemeine Misstimmung hat perr v. Bennigsen muß ſagen: Wir können neben unserer Verantwortung auch die bten und nirgends eine Neigung zur Nachgiebigkeit gezeigt. Ich schon angeführt; der Herr Reichskanzler hat ja selbst früher ein- der verbündeten Regierungen auf uns nehmen, wenn wir sagen: bedauere, daß der Reichskanzler sich nicht über die Frage der mal von dem Beunrnhigungsbazillus gesprochen. Die Miß es geht auf diesem Weg ein für alle Mal nicht. Wir gehen dabei Bergangen- nicht leichten Herzens über die Bedenken bezüglich der Wehrtechnung Richter's 200 Millionen toften würde. Mannschaften in Bürgerquartiere gelegt werden? Das könnte übernommen Sollen die heit, eine Erbschaft, die die jetzige Regierung von der früheren haftigkeit des Reichs hinweg; aber ich kann nur daran erinnern, hat; ich erinnere bei früherer Gelegen die Unglücks- daß Reichensperger Olpe schon allerdings dazu dienen, dem Bürger ein Truppengefühl" bei- geburt des Alters und Invaliden Versicherungsgefeßes, beit gesagt hat: Wir wollen uns einer nicht zu zubringen( Heiterkeit), aber für die Regierung dürfte die Wirkung welches tein Produkt der gegenwärtigen Regierung ist. Armee von Bettlern machen. Die Verantwortung für es so hin, als wenn die Militärvorlage einen etwaigen Konflikt müssen wir von uns ablehnen. enn die neuen Lasten dem Bolte auferlegt werben und wir ein Abschluß der Militärforderungen fei. Ich glaube ihm, daß Bezüglich der Biersteuer werden schließlich doch nicht die Herren agen: dafür bringen wir auch die zweijährige Dienstzeit, dann feine Gedanken dahin gehen, aber wenn wir land auf und Land Bierbrauer die zeidenden sein, sondern entweder bie Landwirthonnte uns das Bolt mit dem sächsischen Kriegsminister v. d. Blanis ab gehen und den Zeuten das erzählen wollten, so würde niemand schaft, oder die konsumenten, oder vielleicht beide, Barum lagen: was ist denn die zweijährige Dienstzeit? Gie besteht ja uns bas glauben,( Gehr richtig! links.) Die Entwickelung der schlägt man die Zasten immer auf die Nahrungs- und Genußben meisten Truppentheilen schon thatsächlich( fehr richtig! Militärverhältniffe in den letzten 20 Jahren ist doch nicht aus mittel, warum greift man nicht zu Zuschlägen zu den direkten tints). Ein solch fleines Geſchent ist die großen Opfer nicht der Welt zu schaffen. Bor wenigen Jahren hat man erst eine Ginkommensteuern? Das ist ein gefährlicher Weg im Reiche, ( fehr richtig! links). Der alte Mann soll nicht mehr toot: Beränderung des ganzen Wehrsystems gemacht zur Erhöhung der aber das Bolt empfindet folche Steigerung der Lasten mit geschoffen werden. Wenn aber der nächste Krieg der große Krieg Kriegsstärke der Armee, und fest soll sie durch die Borlage wieder steigendem Unwillen. Die Mißstimmung, welche besteht, baran zwei Fronten ist, glaubt man da wirklich, daß die alten beseitigt werden. Die Militärverwaltung mag zu solchen will ich Herrn von Bennigsen erinnern, ist durch Borgänge her zu Hause bleiben! Wenn die verkrüppelte Wehrpflicht und Schlüffen kommen, aber die öffentliche Meinung macht einen vorgerufen, die weit vor der jezigen Regierung liegen, und Herr die verstümmelte Dienstzeit dadurch beseitigt werden soll, daß auf solchen Umschwung nicht leicht mit. Bei allen Militärvorlagen von Bennigsen hat einen erheblichen Antheil an dem genommen, die Dienstpflichtigen fagen: lieber vertrüppelte Mehrpflicht, Dinweis auf andere en 4 are versichern an den Stulturlampf, die Gründerperiode und an das Cozialistene nur bedingt Tüchtigen zurückgegriffen werden soll, so werden hat man immer eine Erhöhung der Präsenz verlangt mit dem was heute die Mißstimmung erzeugt und erhält. Ich erinnere die Wehrpflicht der Wertrüppelten.( Seiterfeit.) Gewiß sind wir uns wieder, daß wir in der Stunde der Gefahr zufammen- geseg. An allen diesen Dingen habe er und seine Freunde bir Freunde der zweijährigen Dienstzeit und der allgemeinen stehen wollen, daß es dann feine Parteien geben soll. Das macht großen Antheil genommen. Gr hätte sich also nicht ganz in der Durchführung der Wehrpflicht, aber wir berücksichtigen dabei die schließlich feinen Eindruck mehr und entspricht auch durchaus bescheidenen Versenkung verschwinden lassen sollen. Vorlage h einen unabänderlichen. Wir müssen ihn ablehnen, weil wir daß die Vorlage angenommen roerden müſſe, daß der Heichstag waltete und die Angriffe auf die Regierung. Wie schlecht hören, daß andere Generäle billigere Pläne haben, weil das aufgelöst werden müsse, bis die Vorlage Annahme gefunden habe. disziplinirt muß doch die nationalliberale Presse sein, daß sie Erfahreserve- System, welches uns als etwas Gutes angepriesen Diese tühne Auffassung in dem bundesfreundlichen Desterreich hat den ganzen Sommer hindurch und bis in die letzten Tage hinworden ist, aufgegeben werden soll. Der Reichskanzler meint, die Chancen der Vorlage ficher nicht verbessert. bat Billigung Leiter der Bolitit mit den gehäffigsten Angriffen überschüttete hat jedenfalls leine Ahnung von den Imponderabilien, welche fludet? Die zweijährige gefeßlich feilgelegte zienstzeit wito ja( Buftimmung lints), wie dies nicht einmal fettens per jozialim bürgerlichen Leben eine große Rolle spielen. Er glaubt, einigen von Bortheil scheinen, andere werden aber benachtheiligt bemokratischen Bresse geschehen ist. Wir können der Regierung Die Stimmung in den bürgerlichen Kreisen bringen wir hier nur Daß die Linientruppen zuerst in das Feuer sollen, die Landwehr zu beschreiten. nicht nicht werden. nur einen anderen Weg zur Sicherung des Baterlandes Der verstorbene Abgeordnete Windthorst hat gedämpften Ton zum Ausdruck. Wenn der Reichskanzler sich leute erst später, wird sehr populär sein. Aber diese Wirkung auf die sozialpolitische internationale Konferenz hingewiesen Leute Herr begnügt mit der jetzigen Friedenspräsenzstärke, dann wollen wir tritt doch nur im Kriege, d. h. in Ausnahmezustande hervor. und ähnliches auch für die Sicherung des Friedens verlangt. bar aber bis an die Grenze der jetzigen Friedenspräsenz gehen, zu bemerken fein. Es gehört ein gewiffes Abstraktionsvermögen geworfen hat, wie wir mit der Forderung der territorialen im Der hängt noch von anderen Dingen ab, namentlich von der Deckung dazu, um diese Vortheile sich zu vergegenwärtigen. Was aber Unabhängigkeit des Papstthums dem Dreibund gegenüber bestehen Der Ausgaben und von der Erklärung der Regierung über die fofort gefühlt wird, ist die fortwährende Steigerung der Militär- wollen. Ich habe diese Forderung nicht erhoben, sondern Graf Reformen auf militärischem Gebiete bezüglich des Beschwerde- laften. Die zweijährige Dienstzeit wird ganz verschieden be- Ballestrem hat es gethan ebenso wie früher Herr Windthorst. Er die Vorlage im Sinne der Regierung zu stande, so möge die Re- bedeutet sie garnichts, wendet er sich zum Zentrum oder zur daß wir denselben nicht schädigen wollen, daß aber die Wiedergestärkt ist, denn eine Regierung ist nicht start, wenn sie sich auf Dienstzeit werden Konzessionen verlangt, eine sehr erhebliche Er- Forderung der Gerechtigkeit ist. Niemand von uns denkt daran, gierung nicht glauben, daß fie dadurch für ihre fünftige Politik Linken, dann ist sie etwas Erhebliches. Für die zweijährige herstellung der weltlichen Herrschaft des römischen Stuhles eine ein schwaches, nachgiebiges Parlament stüßt. muß der Ausdruck des wirklichen Volkswillens sein.( Bustimmung Die zweijährige Dienstzeit ist kein Geschenk seitens der Regierung, Stuhles unter Gefährdung des Dreibundes zu verlangen. sondern sie ist die unbedingte Voraussetzung für das, was die europäische Frieden müßte auf noch breiterer Grundlage gesichert Abg. von Manteuffel( dr.) Ich weise es zunächst zurück, Regierung will; ohne die zweijährige Dienstzeit kann der Plan sein als auf der des Dreibundes. Es würde eine schöne und daß Bebel sich auf mich berufen hat als taffifchen Zeugen für garnicht durchgeführt werden. Die allgemeine Durchführung der große Aufgabe des neuen Rurfes sein, wenn er von dem Bisbie Züchtigkeit der französischen Milizarmee. Was ich damals Wehrpflicht fann auch eine absolute Regierung nicht herbei- mard'schen Gewaltboden auf einen neuen europäischen Rechtsgefagt habe, halte ich aufrecht, aber die Verhältnisse haben sich führen, denn es würde ihr das Geld dazu fehlen. Selbst in dem boden herüberzulenten, Weisheit und Kraft genug befäße.( Beifall feitdem geändert, namentlich durch die Verbesserung der Gewehre Umfang, wie die Vorlage es will, wird die Durchführung schwer im Zentrum.) lints). Abg. Graf v. d. Decken: Wir afzeptiren die zweijährige und Deranlaßt mich die Art und Weise, wie der Reichskanzler greifen muß. Gewinnt die Armee dadurch etwas? Sogar latent Dienstzeit, aber nur, wenn sie in eine Form gebracht wird, wo fich mit der konservativen Partei beschäftigt hat. von der anderen Seite Dem Geiftestrante können in die Armee eingestellt werden. Eine sie wirklich eine Entlastung bringt, während fie jest eine Gr Recht zu, Kritik au ganze Reihe von Militärmißhandlungen ist darauf zurück- schwerung der Lasten ist. Der jetzige Zustand Europas ist Derartiger, daß an den Reden und Abstimmungen der Parteien. zuführen, daß schwachsinnige Personen eingestellt worden ein eigentlich der moralische deren mangelhafter Befähigung die Offiziere finanzielle Bankrott herrscht und Dazu werden immer neue militärische Forderungen aufgestellt. Reichstanaler steht gewiß das üben von Er fartu auch Verhandlungen außerhalb des Hauses fritisiren, find, aber er fann nicht glauben, daß er unfere Meinung dadurch und Unteroffiziere nichts wußten.( Sehr richtig!) beridyten namentlich über den Gebrauch des Wortes demagogisch" schlechte ist und das wird noch vermehrt werden durch die starte letten Groschen hinwirft und va banque! ruft. Eine solche beeinfluffen wird. Er hat auf Grund von ungenauen Zeitungs- tommt, daß die Qualität der Unteroffiziere theilweise eine Es tommt mir das Bild des Spielers vor Augen, der feinen fich ausgelaffen. Ein Redner erklärte, man solle sich vor dem Bermehrung der Zahl der Unteroffiziere. Wenn man nicht die Wirthschaft muß zur Entkräftung der Nation führen. Die thümlicher auftreten fönnte der fonfervativen Partei nicht schaden. immer schwerer werden anständige Leute für diesen Beruf zu durch nur die anderen Seiten ebenfalls zu weiteren Rüstungen Biergegen einen Widerspruch zu erheben, lag leine Veranlassung finden( Sehr richtig! links). Die Rosten der Vorlage belaufen gereizt würden. Der Frieden muß aber mehr auf dem Wohlstande Borte demagogisch nicht fürchten: etwas demagogisch, d. h. volts foziale Stellung der Unteroffiziere erheblich verbessert, wird es Hannoversche Partei ist gegen jede Mehrbewilligung, weil das Dor.( Widerspruch links.) Am Schlusse seiner zweiten Rede hat sich, wie schon Herr von Bennigsen ausgerechnet hat, auf der Nation und auf dem Boden des Rechts gesichert werden, als der Reichstanzler gesagt: einzelne Herren hätten die Absicht, ihre 70 Millionen Mark. Die Steuervorlagen werden diese Summen durch übermäßige Rüstungen. Abstimmung über die Militärvorlage von der Haltung der Regie- nicht einbringen, denn eine Verdoppelung des Steuerfaßes führt tung zum Bimetallismus abhängig zu machen. Sollte diese Aus- durchaus nicht zur Verdoppelung der Einnahmen. Bei der führungen Bebel's über die Miligheere und erkennt an, daß hrung gegen meine politifchen Freunde gerichtet sein( Buruf Braufsteuer sagt man, die Bierbrauer tönnen schon von ihrem Gambetta in der Organisation des Widerstandes Außerordent liches geleistet hat; freilich waren die Generale, die ihm das Raiserthum übriggelassen hatte, nicht die besten.( Unruhe rechts.) lints: gegen Kardorff!), so muß ich dagegen nachdrücklich Protest Fette etwas laſſen. Bei der Brauntweinsteuer ist man etwas Ich habe in meiner Rede vom 10. Dezember aus- vorsichtiger, so daß man eigentlich bedauern muß, daß man teine erheben. Abg. Prinz Carolath( wild) wendet sich gegen die Aus Schlachten der Freiheitstriege gefochten haben, waren auch keine baß die Existenz Deutschlands von dieser Vorlage abhängt, wir handenen Mittel ein großer Theil dessen erreicht werden kann, Eine: daß die Marschälle des ersten Raiserreichs aus Klaffen Eine so hündige Erklärung ist von feiner anderen Partei ab- gehen. Ich hoffe, daß sich auf dieser Linie die Lösung der Frage würde.( Zustimmung links.) Die Truppen, welche in den ersten wafere Bedenten vor unserem Patriotismus weichen laffen würden. was der Reichstanzler erreichen will. Weiter fönnen wir nicht hervorgegangen find, aus denen man sie heute nicht nehmen gegeben worden( Beifall rechts). Die konservative Partei hat finden laffen wird.( Beifall links.) der = er ausgebildeten Soldaten, sondern junge conscrits, benen man| Ahlwardt verhindert, fein Mandat auszuüben. Ich will mit Kommission eingefeht werden foll, fo pflegt man fonft au meist erst unterwegs ein Gewehr in die Hand gegeben hatte. Rücksicht auf die Geschäftslage, auf die bevorstehenden Weihnachts- Kourtoisie damit einverstanden zu sein. Es handelt sich aber hi Gin Vorzug der Vorlage ist die zweijährige Dienstzeit und die ferien und und die mangelhafte Beschlußfähigkeit des Hauses um eine prinzipielle Entscheidung; die Verfassung giebt tein Entlastung der älteren Jahrgänge. Der Reichskanzler erklärte, teine Distuffton anregen und bitte Sie nur den Antrag an- Privilegium den einzelnen Abgeordneten, sondern es handelt f daß er im vorigen Jahre die Truppen nicht hätte wecken wollen. zunehmen. um eine Befugniß des Reichstages und es liegt hier die Gefahr Was ist denn seitdem geschehen, daß diese Vorlage nöthig ge- Abg. Hartmann( ofonf.): Ich glaube doch nicht, daß man vor, daß durch Eintritt der Berzögerung wirklich schuldvolle worden? In Frankreich hat man die vorgeschriebene Biffer der den Antrag ohne gründliche Prüfung annehmen kann. Es liegt Handlungen unbestraft bleiben. Dazu mitzuwirken, kann nicht Au Rekruten nicht einmal erreicht; wir haben die friedlichste ein großes Interesse vor, daß der betreffende Prozeß möglichst gabe dieses Hauses sein. Dazu kommt das Erkenntniß des Situation. Wo liegt die Veranlassung zu größeren Auf- bald rechtskräftig entschieden wird. Ein anderer Umstand ist der, Reichsgerichts, nach welchem die Verjährungsfristen auch wä wendungen? Ist der Zustand weniger friedlich, so würde es be- daß der betreffende Abgeordnete sich in Strafbaft befindet und rend der Vertagung weiter laufen. Redner beruft sich a denklich sein, mit derartigen Mehrforderungen hervorzutreten. bis zum 21. Februar nächsten Jahres darin verbleiben wird. eine Aeußerung Windthorst's, wonach solche Anträge auch in Mindestens müßten dann die anderen Staaten des Dreibundes Bis dahin würde die Unterbrechung des Verfahrens nicht Plenum ohne Weiteres zurückgewiesen werden könnten. ihrerseits auch ihre Rüstungen verstärken. In Italien fagt man: das herbeiführen, was der Gefezgeber wollte, als Abg. Bödicker( 3): Wenn ich annehmen tönnte, daß der Italien sei weniger bedroht, als Deutschland. Ich glaube, die die Immunität Reichstags Abgeordneten vorschrieb. Antrag lediglich den Bwed hätte, die Verjährung herbeizuführen, Italiener fehen in den Franzosen noch die Freunde von Sol- Der Reichstag hat in jedem Einzelfall zu entscheiden, welche würde ich ihn nicht unterstützen. Herr Richter will durch sein ferino. Weshalb foll Deutschland allein die Lasten tragen. Gs Interessen den Vorzug verdienen, die Interessen der Justiz oder von dem früheren abweichendes Verhalten den Eintritt Aylwardi würde nicht überflüssig fein, Italien darüber zu belehren.( Rufe die des Reichstages. Bisher ist der Weichstag immer davon aus verhindern. Redner verweist auf einen Fall aus dem Jahre 1878, rechts: Bur Sache!) Das gehört zur Sache. Die Italiener, gegangen, daß die Verjährung der Strafverfolgung durch eine wo bezüglich des Herrn Stößel ein ähnlicher Fall vorlag. De nicht die italienische Regierung müßten in dieser Sache einmal Ausseßung des Verfahrens unterbrochen wird. Ich habe dieser selbe befand sich in Haft und es wurde gegen ihn ein weitere belehrt werden. Unsere Finanzen sollten auch in Betracht ge- Ansicht nie gehuldigt. Inzwischen ist diese Frage entschieden; Verfahren eröffnet, ganz wie im Fall Ahlwardt. Die Einstellung zogen werden; wir haben 2 Milliarden Schulden und in Preußen die Verjährungsfrist läuft bei dieser Unterbrechung des Ver- dieses Berfahrens wurde vom Abg. Schröder beantragt. Damals und hier Defizits. Als ich vor Jahresfrist von den hungernden fahrens. Hier handelt es sich um ein Vergehen durch die Presse, beantragte Herr Hammacher die Verweisung an die Geschäfts und frierenden Arbeitern sprach, wurde mir Uebertreibung vor welches nach sechs Monaten verjährt. G3 ist nicht ausgeschlossen, ordnungs Kommission, was allgemeinen Widerspruch hervorrief. geworfen. Sehen Sie die jeßigen Berhältnisse der Industrie an. daß der Reichstag so lange sist, daß die Verjährung eintritt. Herr Hammacher zog nach erfolgter Erklärung feinen Antrag zurid Die„ Kreuz- Zeitung" felbft schreibt davon, daß der hohläugige Der Reichstag muß sich flar machen, daß er den Angefchuldigten Beute liegt genau derfelbe Fall vor. Wir müssen gleiches Recht Hunger bei Millionen zum Fenster hineinsehe. Die ländlichen der Strafe überhaupt entzieht und daß Streitfragen, deren Ent- verlangen auch in diesem Falle. Abg. Richter( dfr.): Die Bedeutung des Falles kommt fir Arbeiter, welche jetzt mehr zum Militär herangezogen werden, scheidung von hohem Interesse ist, in der Luft schweben bleiben. werden in der Großstadt bleiben und das platte Land wird Deshalb müssen wir fragen, ob das bisherige Verfahren der mich gar nicht in Betracht. Ich will Herrn Aylwardt nicht vo noch mehr Arbeiter entbehren und entvölfert werden. platten Annahme solcher Anträge aufrecht erhalten werden kann. den Sigungen fern halten; sobald er bazu im stande wäre, hier Es wird in Zukunft noch schwieriger sein, Leute, die durchaus Im Plenum fann eine solche Entscheidung nicht getroffen werden. zu erscheinen, würde ich Alles thun, ihn hierher zu bringen. bringend zu Hause gebraucht werden, ohne deren Anwesenheit Ich empfehle die Verweisung des Antrages an die Geschäfts- bedauere, daß er nicht schon am Montage hier war, um b Antwort des Reichskanzlers zu hören, daß er nicht schon einige die Wirthschaft zu Grunde geht, vom Militärdienste zu befreien. ordnungs- Kommission. Ich hoffe, daß nicht auf Rosten der wissenschaftlichen Ausbildung Abg. Bödifer( 3.): Meine Freunde wollen diesem Antrag Monate früher gewählt wurde; er hätte längst an Bedeutung Beim Fall Fall Stößel handelte es der Offiziere der Mehrbedarf gedeckt wird. Das ist ein sehr ohne Weiteres stattgeben. Wir haben keinen Anlaß, in diefem verloren. furze Seffion Don zwei Monaten, wichtiger Punkt und ich hoffe, daß der Reichskanzler, der selbst Falle anders zu verfahren als bisher. Die Frage der Immu- eine großes Intereffe für die wissenschaftliche Förderung der Offiziere nität ist unabhängig von Partei und Person. Das hat Windthorft die Verjährungsfrist keinen Einfluß haben konnte. hat, darauf großes Gewicht legen wird. Die Landwehr ist an den Sozialdemokraten gegenüber geltend gemacht, und wir wollen ich gesagt habe, der Antrag hätte den Zweck, die Ber gegriffen worden; es ist merkwürdig, daß die Angriffe aus den es gelten lassen auch gegenüber den Antisemiten. Wir haben jährung herbeizuführen, so muß ich mich forrigiren; ich woll felben Kreisen tommen, wie 1818. Ich verweise auf die Dent- feinen Anlaß, fie von unseren Rockschößen abzuschütteln. fagen: er würde diese Wirkung haben. Ich habe den Wunsch würdigkeiten des Feldmarschalls von Boyen, der schildert, mit Ob andere Auffassungen den andern Anträgen zu Grunde liegen, ausgesprochen, daß der Antrag erst nach den Ferien zur Be welchen Kämpfen er die Institution der Landwehr durchzusetzen lasse ich dahingestellt. Auf die Verjährungsfristen haben wir rathung gestellt werden follte; dann hätten wir ohne Debatte hatte( der Präsident bittet den Redner, streng bei der Sache zu feine Rücksicht zu nehmen. Es ist nicht unsere Sache, der Justis bafür gestimmt, weil dann die Gefahr der Verjährung nicht meh bleiben). Eine große Mißftimmung herrscht im Lande. Ich zu helfen. Es ist unsere Sache, dafür zu sorgen, daß dem Ab- vorliegt. brauche dabei nur auf die zunehmende Auswanderung hin- geordneten die Möglichkeit zur Theilnahme an den Reichstagszuweisen. Der Ernst der Lage kann nicht besser dargelegt werden, verhandlungen freisteht, sobald er aus der Strafhaft entlassen als wenn Graf Preyfing so, wie er es gestern gethan hat, sprechen wird. Es giebt thatsächliche und juristische Momente, welche mußte. Man sollte doch etwas Rücksicht darauf nehmen, daß die Strafhaft früher beenden können und dann würde schließlich das Reich den Süddeutschen eine liebe Errungenschaft bleibt.( Bu ber Wahlkreis bei einer Abstimmung über die Militärvorlage uns vertreten sein, deshalb nehmen wir den Antrag an.( Beifall im stiminung links). Sentrum.) โ ben Bu 8 di 98 far jew ein gel ge De คน 907 de di ge hi au De gr T es m fich 2 bie auf Wenn sta Damit schließt die Diskussion. A13 Antragsteller erhält ba Schlußwort: Abg. Liebermann von Sonnenberg: Man will nur die Verjährung verhindern und sagt: Das ist der einzige Zweck be Antrages. Das weise ich zurück: ich muß beffer wiffen, der Zwed meines Antrages ist. Bis zum Ablauf der Strafzeit fann das neue Urtheil rechtskräftig werden, und dann behält man Abg. Ofann( ntl.) bestreitet, daß überall eine so große Mißstimmung herrsche, wie Herr Hanßmann habe darstellen wollen. Abg. Singer( Soz.): Ich kann mich nur vollständig den Ahlwardt gleich in Saft, namentlich wenn der Reichstag verlag Vereinzelt herrsche ja wohl Misstimmung, aber sie sei fein Re- Ausführungen des Vorredners anschließen. Für uns liegt teine ist. Ich habe das Gefühl, daß Herrn Richter die Sache daß er gegen seine Ueberzeugung fpreches fiduum von der früheren Regierung, sondern sie sei in allgemeinen Veranlassung vor, aus Anlaß eines einzigen Falls den Rest der angenehm ift, wenn ein anderer Fall vorlage Berhältnissen begründet. Denn der Niedergang in den wirth- winzigen Rechte des Reichstages aufzugeben, und die Immunität, mußte. Ich glaube, schaftlichen Verhältnissen sei überall in der Welt vorhanden und welche Art. 31 der Ver affung giebt, von der Personenfrage des als Ahlwardt, würde Herr Richter anders sprechen. Die Kou so groß fei auch nicht die Kraft der früheren Regierung gewesen, betr. Abgeordneten abhängig zu machen. Wie weit der Antrag fervativen haben sich auf ein Prinzip festgenagelt, und He einen folchen allgemeinen Druck herbeizuführen. Ich muß es auch Hartmann beeinflußt wird von dem Urtheil, welches der Reichs Hartmann meinte, es habe sich bei früheren Anträgen um ablehnen, daß die Nationalliberalen Ursache zu dieser Mißstimmung tangler hier über den tonservativen Parteitag abgegeben hat, wichtige Dinge gehandelt. In Verfassungsfragen giebt es nicht gegeben haben. Um die Misstimmung herbeizuführen, dazu beweiß ich nicht. Es ist nur auffällig, daß der Abg. Hartmann für Unwichtiges. Die Konfervativen haben einem Antrage durfte es der systematischen Beunruhigung.( Buruf links: feine Bartei heute eine Stellung einnimmt, die von der früheren gestimmt, Herrn Stadthagen betreffend, wobei es sich z. B. National- Beitung" GB werden politische Wallfahrten ver- grundverschieden ist. Der Grund, daß der betreffende Ab- Hausfriedensbruch handelte. 3st pas fo unwichtig?( Seiterleit anstaltet.( Buruf links: Kissingen, Jena!) Ueberall erflingen geordnete bis zum 21. Februar in Strafhaft bleiben muß und des- Gs scheint, als ob man vor Ahlwardt Angst hat; viellei diefelben Trommeln und es ist natürlich, daß dadurch die Miß- halb nicht in den Reichstag fommen fann, spricht nicht dafür, tommt nächstens ein Bilderbogen: Ahlwardt kommt!( Seiterleit) stimmung verstärkt wird. Wenn das überwunden wird, dann daß man eine neue Verhandlung gegen denselben Abgeordneten Die Herren, die sonst immer als Hüter der Verfassung sich aufspielen, wird man zwar der Vorlage nicht freundlicher gegenüber stehen, nicht einstellen lassen tann. Außerdem braucht der Abgeordnete follten doch unseren Antrag annehmen. Sie( lints) haben be aber man wird den Forderungen auch nicht ohne weiteres ben blog begnadigt zu werden, um hier erscheinen zu können. Seine Konservativen oft genug vorgeworfen: Und der König b Rücken fehren. Das Zentrum ist ja auch bereit, eine Verständigung Strafhaft fann wegen Krankheit aufgehoben werden, und dieser solut, wenn er uns den Willen thut. Soll man von ihn mit der Regierung zu suchen; es will etwas fertig bringen. Das Strafaufschub braucht seine Anwesenheit im Reichstag nicht zu ver- etwa fagen: Hoch die Verfassung, fie fei unser Banier, wenn wollen wir auch; wie weit wir dabei gehen werden, wissen wir hindern. Der Prozeß, um dessen Einstellung es sich hier handelt, uns past; sonst nieder mit ihr!( Heiterkeit.) Ich bitte Sit Wir lennen ja den Antrag auf Kommissionsberathung abzulehnen und der jetzt selber noch nicht. Auf die Wahlen spekuliren wir nicht; fann ja bis zum 21. Februar entschieden sein. das ist nicht der Standpunkt einer Partei; es ist jedem von uns Fälle, in denen auch das Reichsgericht sehr schnell arbeitet, faffung durch Annahme meines Antrages Genüge zu thun. ganz gleichgiltig, ob er hinausgeworfen wird oder nicht. Die und verwirst das Reichsgericht die Revision, dann ist es Die Abstimmung über die Verweisung an die Kommiffion blei jetzige Vorlage ist für uns unannehmbar. Dasjenige, deffen Noth dem Abgeordneten erst recht unmöglich, feine Pflicht als zweifelhaft. Es muß zur Auszählung geschritten werden. wendigkeit uns nachgewiesen wird, werden wir annehmen, nicht Reichstags- Abgeordneter zu erfüllen, weil er auf eine Entlassung bie Ueberweisung an die Kommission stimmen die Konservative, aus Vergnügen an Militärlasten, sondern weil in erster Linie dann nicht zu rechnen hat. Daß der Abg. Hartmann fich in die Reichspartei mit Ausnahme des Grafen Arnim, die National die Griffenz und die Grhaltung des Baterlandes auf dem Spiele diesem Falle mit der freifinnigen Partei oder einem Theil ihrer liberalen, die Freifinnigen mit Ausnahme der Abgg. Ride steht. Mit den Milizheeren ist es auch nichts und ich glaube Preffe im Einverständniß befindet, wird der freisinnigen Barter Kaufmann, Pachnife, Ruge, Vollrath, Hirsch, Wöllmer auch, die Mahnung des Herrn an den neuen Kurs wird ohne vielleicht bequem sein, aber es ist dies eine Bundesgenossenschaft, v. Reibnitz. Die Ueberweisung wird mit 114 gegen 100 Stimme Erfolg sein, selbst wenn eine Politik des Friedens und der über welche die freisinnige Partei sich sonst nicht sehr freut. Wan abgelehnt und der Antrag darauf mit großer Mehrheit Weisheit eingeführt würde, würde der Widerstand daher ein tann daraus den Echluß ziehen, daß jedes Abweichen von den genommen. febr großer sein. Deutschland liegt nun einmal in der Rechtsgrundsätzen bedenklich ist. Der Reichstag fann ohne KomMitte Europas und solche Verhältnisse laffen sich von oben missionsberath ng über diese Frage laut entscheiden, und es herab von Niemand reguliren und wenn er der höchste wäre. tönnte fehr leicht kommen, nach der neulichen Rede des Reichs- nnd Fortsetzung der ersten Berathung der lex Heinze.) Keine Militär- oder Steuervorlage hat Freude erregt, folgt aber tanglers, daß auch Mitglieder der konservativen Partei den Schuh daraus, daß wir darum das Volt aufreizen, müssen wir nicht des Artikels 31 der Verfassung anrufen. Unserer Unterstüßung vielmehr nachweisen, daß die Verstärkung zum Theil nothwendig tönnen Sie immer sicher sein.( Heiterkeit.) Deshalb sollten auch sei? So dumm ist das Volk nicht, daß es das nicht begreifen, die Konservativen ihren Widerspruch aufgeben. Wir werden gegen daß es nicht erkennen wird, daß die Vorlage auf lange Zeit bin die Kommiffionsberathung stimmen. wirken wird( Lachen links), daß Sie( nach links deutend) dieser Abg. Stadthagen( Soz.): Die Verjährung wird durchaus Ansicht nicht sind, weiß ich; aber ich bin dieser Ansicht. In den nicht unterbrochen. Das Reichsgericht hat nur erfannt, daß die fiebziger und achtziger Jahren ist viel geleistet worden; aber rechtswidrigen Handlungen der Staatsanwälte die VerjährungsSchluß 5½½ Uhr. Nächste Sizung Donnerstag 12 h Tokales. Im Anschluß an unfere geftrige Notiz über die Fer des Reiches stand, als unfehlbar bezeichnet( Rufe links: Na, Na!). Ablauf der sechsmonatlichen Frift beim Reichstage die Ermächti- pferdebahn- Arbeiter in den Kontordia- Festfalen trobem haben wir niemals den Mann, der damals an der Spige frist nicht unterbrechen. Es ist aber nur nöthig, daß kurz vor fehung der Abendunterhaltung zu Gunsten der gemaßregelte Herr v. Bennigsen hat mitgearbeitet an allen Grundlagen des gung zur strafrechtlichen Verfolgung nachgesucht wird, dann läuft am nächsten Sonnabend können wir mittheilen, daß nicht, 12 Jah Reiches. Am Rulturfampf und Sozialistengesez sind wir aller wieder eine neue fechsmonatliche Frift. Es wird hier so dar der Verbannung" wieder aufgeführt wird, sondern an Stelle deffe dings auch betheiligt, aber wir sind noch heute der Meinung, daß gestellt, als wenn die kurzen Fristen zu Gunsten des Angeklagten Bilder aus der großen Revolution", episch- dram diese Dinge zur gegebenen Beit nothwendig waren( Widerspruch eingeführt sind; das ist nicht richtig. Sie sind zu Gunsten der fische Dichtung in 8 Bildern von A. Wig. Diese Dichtung links). Wenn die Regierung eine Verstärkung des Heeres als anderen Betheiligten eingeführt, weil ein Beweis über die behandelt in großartigster Weise historische Momente aus der nothwendig bezeichnet und dabei die zweijährige Dienstzeit an hauptete Strafthat nach längerer Zeit schwieriger zu führen ist, zöfifchen Revolution des vorigen Jahrhunderts. Die Feittoe der Rede des Reichskanzlers gebe ich die Hoffnung noch nicht persönliches Privilegium, sondern um ein Privilegium der Wahl umsomehr, da die Darstellung der lebenden Bilder vom Verein bietet, so müssen wir zu einer Verständigung gelangen. Trok als bald nach der That. Es handelt sich hier gar nicht um einnehmer dürften deshalb einen recht genußreichen Abend verleben für voltsthümliche Kunst" aufgeführt wird, während die Gefang Abg. Nichter( dfr.): Ich habe auch nicht nöthig, Herrn vereine:" Berliner Buchdrucker", Kreuzberger Harmonie" un fagen: es ist unerschwinglich. Ich gehe in die Rommission, nicht Ahlwardt von meinen Rodschößen abzuschütteln. Ich will das St. Urban" unter der Leitung des Bundesdirigenten Herrn Guta um an einen Leichenbegängniß( Buruf: an einem ehrenvollen Privilegium ohne Ansehen der Partei schüßen. Das Privilegium neben emer Kapelle von Berufsmufitern dentalischen Effe auf( Buruf links: Noch am Grabe pflanzt er die Hoffnung auf! Heiterkeit). Wir halten es nicht für nöthig, von vornherein zu freise, hier vertreten zu sein. " Leichenbegängniß. Heiterfeit.) theilzunehmen, sondern um die Gründe geht dahin, daß die parlamentarische Thätigkeit nicht gestört herbeiführen werden. der anderen Parteien zu hören und eine Ginigung herbeizuführen wird. Mit dem Antrage hätte man doch warten können, bis auf Grund der Vorlage, nicht über die Vorlage selbst( Beifall). Herr Ahlwardt in die Lage kommt, sein Mandat auszuüben. Professor Ludwig Büchner aus Darmstabt hat an eine Damit schließt die Diskussion; persönlich bemerkt Abg. von Mindestens hätte man doch warten müssen, bis der Termin für der legten Abende im Vereinshause" einen Vortrag über Sozial Manteuffel, daß er den Bericht der Kreuz- Zeitung" sitirt habe die Revision angesezt ist.( Buruf: Vertagung.) Wenn der reform und Sozialdemokratie" gehalten, bei welchem die Sozial Det bezüglich des Wortes demagogisch", auf das auch der Reichs- Reichstag vertagt ist, dann hat Herr Ahlwardt hier auch nichts demokratie natürlich nicht zum besten fortgekommen ist. zu thun. Der Antrag kann nur den Zweck haben, eine Ver- Herr Professor gehört zu jenen Politikern, bie nicht Fisch tanzler fich berufen hat. Die Vorlage wird einer Rommission von 28 Mitgliedern jährung herbeizuführen. Wir haben nicht das Recht auf Grund nicht Fleisch find, er möchte ja ganz gerne, aber ertra Ziehen Sie den sich nit" und bleibt deshalb auf halbem Wege stehen. überwiesen. Daß be mann von Sonnenberg betreffend Einstellung des Strafe dann liegt auch die Gefahr der Verjährung nicht vor, denn bis ein, denn der gegenwärtige Zustand der Menschengesellscha Es folgt die Berathung des Antrages des Abg. Bieber Antrag jezt zurück und bringen Sie ihn nach den Ferien ein, gegenwärtige Zustand nicht mehr lange dauern fann, fieht a Abg. Liebermann von Sonnenberg: Es handelt sich hier stellt ist, die Sache der Geschäftsordnungs- Kommission zu über erfreulicher bezeichnet werden". Aber wie helfen, das ist bi nicht um einen antisemitischen Antrag, sonst hätten wohl die weisen, so kann ich demselben nicht entgegentreten. Ich werde Herren Singer und Wurm ihre Unterschriften nicht gegeben. für denselben stimmen. Abg. Hartmann( bfr.): Die Uebereinstimmung mit dem ( Buruf eines Sozialdemokraten: Das ist eine Gemeinheit.) Präsident von Levehow: Ich habe einen Ausdruck gehört, Worredner ist ein sehr seltener Fall. In der Verfassung steht nichts von einem Rechte des tan Frage! Für die Anwendung eines durchgreifenden Mittels fich der Herr Professor nicht erwärmen, er tritt sehr fürfichtigli auf, da er einen vollständigen Ausgleich nicht für möglich sondern nur" theilweise" den sozialen Nothstand mildern " Der Herr Kollege die Konstatirung einer Thatsache mit einem ein Strafverfahren eingestellt werden. Abg. von Liebermann fortfahrend: Ich weiß nicht, wie sondern es heißt: Auf Verlangen des Reichstages muß schaffung der Bodenrente durch Zurückführung des Grund balt will einzelnen Abgeordneten, Burtheilweisen" Abhilfe schlägt er dreierlei Mittel vor: 1. solchen Ausdruck bezeichnen kann. Früher haben alle Parteien also zu prüfen, ob ein solches Verlangen zu ftellen ist. seitigung des Erbrechts, 3. Umwandlung des Staates in ei folche Anträge unterstügt ohne Rücksicht auf die Person; Der Reichstag muß abwägen, welche Interessen ben Vorzug verallgemeine Versicherungsgesellschaft gegen Berarmung, die Anträge wurden glatt angenommen, nur hier wollte dienen, die Interessen des Reichstages oder die der Justiz. oder Tod. man den Antrag ablehnen, um eine Verjährung zu ver- Wir haben niemals den Standpunkt vertreten, daß solche Ane oder ihn in die verweisen. nun will Das mag ja auch alles ganz schön und gut fein, aber h Wenn wir nicht bei einer" theilweisen" Lösung der sozialen Frage ist abfolut ni Wier solche Anträge sind in dieser Session schon angenommen jedem Antrag unseren Standpunkt gewahrt haben, so geschah mandem gedient. Heute muß schon jeder Farbe betennen, er f worden, und man beim fünften Antrag das es, weil die Sache unbedeutend war. Das ist hier nicht der Fall. vor dem Entweder Brinzip geltend machen. Das wäre nicht richtig. Es wird geoder". Das soziale Flickwerk des Be Abg. v. Marquardjen: In bezug auf die beiden Bor Profeffors hat gar feinen 3wed, ganz abgesehen davon, da fagt, Ahlwardt wäre so wie so verhindert, den Sigungen des redner fann ich sagen: Ich sei, gewährt mir die Bitte, in eurem dem Militär und kapitalistischen Staat auch nicht im Traum Reichstages beizuwohnen. Denn bis zur Beendigung der Strafe Bunde der dritte.( Buruf Singer's: Das neue Kartell). Ich fallen wird, auch nur eine feiner Forderungen zu erfüllen. im Februar würde das neue Erkenntniß rechtskräftig werden protestire dagegen, daß diese unfere vorläufige Entscheidung Berstaatlichung des Grund und Bodens bedingt in unwide tönnen, und die Strafe könnte dann gleich im Anschluß an die irgend was zu thun hat mit Herrn Ahiwardt oder mit irgend einer steblicher Konsequenz die Verstaatlichung der Industrie verbüßte Strafe vollzogen werden und dann wäre der Abg. fonftigen Person. Wenn ein Theil des Hauses wünscht, daßleine Handels und Gewerbes und awar in sozialistischem Sinne und be er do al Ste fü 10 fa be C to bo a ch br be di D d Gerichts- Beifung. dera Gebäude ber heutigen Gesellschaftsordnung noch herum- 1 Bander von 2,40-1,00. Sechte von 1,80-1,00 m. Barfche wegen der ihm auferlegten Strafe wegen Ungebühr das Wort zuflichen ist verlorene Liebesmüh, es gilt die Errichtung des von 1,60-0,70 M. Schlete von 2,50-1,00 M. Bleie von 1,40 zu geftatten, wurde abgelehnt. Aus der Verlesung des Schrift fozialistischen Staates, nur dann wird sich der gegenwärtige bis 0,80 m. Krebse per 60 Stück von 8,00-2,00 m. ftückes ging hervor, daß der Kriegsminister erst am 14. April Bustand der Menschengesellschaft" zu einem erfreulichen gestalten. diefes Jahres durch Schreiben des Justizministers Kenntniß von Polizeibericht. Am 13. d. M. Nachmittags wurde ein den beanfiandeten Behauptungen der Angeflagten erhalten hatte. Das Glatteis ist seit furzer Zeit in den Vororten Berlins Almofenempfänger an der Ecke der Markus- und Holzmarktstraße Der Staatsanwalt hielt den Vorwurf der Feigheit, den die fo recht eine Gefahr für die geraden Gliedmaßen namentlich der durch einen Geschäftswagen überfahren und am Bein fo bedeutend Angeklagte dem deutschen Offizier und Fähndrich in ihrem Vorchon früh bei finsterer Nacht ihr Heim" verlassenden Prole verlegt, baß seine Ueberführung nach dem Strantenhaufe am trage gemacht habe, für so schwer beleidigend, daß er nur eine tarier, und man thut gut, fich vor dem Verlassen der Wohnung Friedrichshain erforderlich wurde.- Abends explodirte in der Gefängnißftrafe für eine ausreichende Sühne hielt und eine die Knochen genau zn numeriren, damit man fie im Falle eines Wohnung der Wittwe Häusler, Fischerstr. 13, eine Petroleum- folche von sechs Wochen beantragte. Der Vertheidiger Bruches der Arme, der Beine oder gar des Genics wieder zu- lampe und setzte die Kleider der Frau in Brand, so daß fie plaidirte für Freisprechung, da keineswegs erwiesen fei, fammen findet. Die Glätte hat sich schon viele Opfer gefordert, schwere Brandwunden an den Armen, im Gesicht und am Unter- baß die beanstandeten Aeußerungen der Angeklagten auf die von denen man aber nur in den seltensten Fällen hört, denn wenn leibe erlitt und nach der Charitee gebracht werden mußte. deutsche Armee gemünzt waren. Sie habe vielmehr im Aljemand ausrutscht und hinfällt, daß die Knochen frachen, nach Ein Arbeiter gerieth in seiner Wohnung, in der Straßburger- gemeinen gesprochen. Der Gerichtshof trat den Ausführungen einer Weile aber im ftande ist, aufzustehen und feiner Wege zu straße, mit seinem Sohne in Streit und durchschnitt sich infolge des Staatsanwalts bei und erkannte auf eine Geldstrafe von gehen, dann läßt er meistens, froh, fich feinen größeren Schaden dessen die Pulsader an der Hand und am Halse. Nach An- 200 Mark. gethan zu haben, die Sache auf sich beruhen. Wer in legung eines Verbandes wurde er nach dem Krankenhaufe am den Vororten Berlins wohnt, weiß davon zu erzählen; Friedrichshain gebracht. Im Laufe des Tages fanden vier In einer Prozeßfache ist von den Altesten der Berliner zum Beispiel ist es wahrhaft lebensgefährlich, an solchen fleine Brände statt. Kaufmannschaft eine amtliche Auskunft dahin abgegeben: baß Morgen auf dem Wege nach dem Bahnhofe zu Pankow an der nach hiesigem Handelsgebrauch der Prinsipal verpflichtet ist, feinen Nordbahn( und wie hier, so wird es mehr oder weniger in an Handlungsgehilfen beim Abgange ein Zeugniß zu ertheilen, welches deren Berliner Vororten auch der Fall sein). Hat man sich durch fich lediglich über die Zeitdauer und die Art seiner Beschäftigung die Gefahr für die Knochen bis zur Nordbahn- Brücke hindurch ausläßt. Nur wenn der Handlungsgehilfe ein Führungsatteft gearbeitet, so muß man nach Norden ein gutes Stück, mehrere fordert, steht dem Prinzipal das Recht zu, das Betragen und die hundert Schritte, zur Bahn gehörigen Weges bis zum BahnLeistungen zu tritifiren, auch wenn dieselben zu Tabel Anlaß ges aufgang zurücklegen. Dieser Weg befindet sich bei Glatteis in dem Zustande herrlichster Glätte, also im Zustande der denkbar Gerichtsverfassung tommt das Reichsgericht nur ausnahms Die rothe Fahne vor dem Reichsgericht. Nach der geben haben und infolge deffen die Entlassung erfolgt ist. größten Vernachlässigung. Hier fällt Schnee, wird festgetreten weise in die Lage, sich über den so beliebten Paragraphen des Baupolizei Ordnung vom 15. Januar 1887 ift, wie bas Die Vorschrift in den SS 20 and 23 der Berliner und bleibt liegen, bis ihn die Sonne megthaut, und Asche scheint groben Unfugs" zu äußern. Als prattisch wichtig und Kammergericht fürzlich auszuführen Veranlassung hatte, nur zum es in den zur Bahn gehörigen Gebäuden nicht zu geben; die zugleich farakteristisch für unsere Rechtssprechung veröffentlichen Schuhe von Menschen, nicht aber vou Thieren bestimmt. Es müßte vielleicht anderwärts theuer gekauft werden. In wir folgende Säge aus einem unseres Wissens noch nicht ab handelte sich darum, daß ein Pferd dadurch verunglückt war, daß welchem Zustande fich ab- handelte unter solchen Umständen dieser gedruckten Urtheil des ersten Senats vom 22. Februar d. J.: es eine der Bohlen der auf dem Grundstücke, des Beklagten beauch noch etwas gewölbte Weg bei Abwechselung von Thaus und Frostwetter befindet, läßt sich leicht denken, und es besondere das demonstrative Tragen einer rothen Fahne als wurde behauptet, daß Betlagter ein auf Schadensverhütungen Eine sozialdemokratische Rundgebung, ins findlichen Dunggrube durchtrat und in die Grube stürzte. Es wäre zu wünschen, daß hier, wie überall, wo solche Uebel- eines sozialdemokratischen Abzeichens, ist an sich schon eine abzielendes Polizeigefeh vernachlässigt habe".(§ 26 Allg. Landstände zu Tage treten, in Butunft Wandel geschaffen werde. Störung der öffentlichen Ordnung, herbeiguführen rechts, Th. 1 Tit. 6).§ 367 Nr. 12 des Strafgesetzbuches trifft und der Thatbestand des Von Herrn Gustav Lichtenstein, Culmftr. 32 wohnhaft, Nr. § 360 11 Straf nach Ansicht des Kammergerichts nicht zu, ebenso wenig aber die erhalten wir folgende Erklärung: Es ist mir zu Ohren gekommen, Gesetzbuch durch Berübung groben Unfugs au er 68 20 und 28 der Baupolizei- Ordnung. Das von den„ Bl. f. erhalten wir folgende Erklärung: Es ist mir zu Ohren gekommen, füllen geeignet, und diese Uebertretung fann schon in der Rechtspfl." veröffentlichte kammergerichtliche Erkenntniß tomma daß man verschiedentlich der Vermuthung Ausdruck gegeben hat, Betheiligung an einer Gruppe oder einem Zuge, zu dem Schluß, daß, wenn auch Abfallsbehälter nach oben him als ob ich der im Ahlwardt- Prozesse genannte Redakteur Lichten ftein fei. Obwohl ich bisher einen Protest gegen diese Annahme wobei ein sozialdemokratisches Abzeichen, z. B. eine rothe Fahne, bicht und fest zu verdecken sind", ein Hauseigenthümer doch nicht tein sei. Obwohl ich bisher einen Proteft gegen diese Annahme als sozialdemokratisches Sinnbild getragen wird, gefunden wer- für verpflichtet erachtet werden tann, den Belag einer Dunggrube für überflüssig erachtet habe, zwingen mich die von verschiedener ben, wenn die Betheiligung als eine sozialdemokratische Demon- aus fo ftarten Brettern herzustellen, daß derselbe geeignet ist, die Seite ergangenen Anfragen doch dazu, hiergegen entschieden Verstration in bewußter Weise unternommen wird. wahrung einzulegen, um nicht durch eine falsche Voraussetzung Würdigung der Thatsrage hat das Instanzgericht, welches Bei der Laft eines Pferdes zu tragen. falsche Schliffe entstehen zu lassen, Berlin W., Culmstr. 32. den Angeklagten M. freigesprochen hat, übersehen, Gustav Lichtenstein. wenn W., dessen rothe, Don Herr Bäckermeister 2. Förster ersucht uns, zum Artikel Fahne ber unbekannt gebliebene Träger in Händen hatte, als ihr ber Sanitätstommiffion berichtigend mitzutheilen, daß er nicht Eigenthümer in der Lage war, fie jeder Zeit an sich zu nehmen, Inhaber der in demselben besprochenen Bäckerei Apostelfirche 3 ift. er dies aber nicht that, sondern neben der entfalteten als fozial Gs liege also wahrscheinlich eine Namensverwechslung vor. Sein demokratisches Abzeichen vorgetragenen Fahne marschierte, hierGeschäft befinde sich Biethenstr. 3. Der Abgesandte der Sanitäts- aus nothwendig sein Einverständniß mit dem Entfalten und dem tommiffion habe bei ihm nichts zu tadeln gehabt. Vortragen der Fahne und damit seine bewußte und gewollte Betheiligung an der Demonstration felbst zu folgen fei." nannt? 4 daß Untreue und Unterschlagung führten gestern den Kaufihm selbst herbeigefchaffte mann und Bücherrevisor Karl Klog vor die dritte Straffammer des Landgerichts 1. Der Angeklagte hatte sich das volle Vertrauen des Profeffors Weber erworben. Seit einer langen Reihe von Jahren besorgte er für denselben den Ein- und Verkauf von Werthpapieren. Im Herbste vorigen Jahres erhielt der Angeklagte vom Profeffor Dr. R. Weber 26 000 M. mit dem Auftrage, dafür eine bestimmte Gattung Werthpapiere anzukaufen. Diese Summe hat der Angeklagte geständlich für sich verbraucht, um damit Verluste zu decken, die ihm durch Betheiligung an verschiebenen industriellen Unternehmungen erwachsen waren. Sein Auftraggeber ist dadurch um seine gesammten Gesparnisse getommen. Der Gerichtshof ahndete den Vertrauensbruch mit einer Gefängnisstrafe von drei Jahren und dreijährigem Die Besprechung der vielfachen juristischen Schwächen der Ghrverluft. Ein Monat wurde auf die erlittene UntersuchungsEntscheidung, auch von Standpunkte des bestehenden Gefeßes haft in Abrechnung gebracht. aus, würde in eine gelehrte Fachzeitschrift gehören. Hier sei Soweit das Reichsgericht. Wer es fertig gebracht hat, aus dem Juristen deutsch des letzten Sakes den Sinn zu entziffern, wird entdeckt haben, daß schon der Eigenthit mer einer rothen Fahne strafbar ist, der sie zu sozialdemokratischen Zwecken herleiht. " Ein Vorfall, wie er brutaler faum gedacht werden kann, spielte sich, einer hiesigen Abendzeitung zufolge, am Dienstag Morgen etwa um 10 Uhr auf der Molttebrücke ab. Ein Pferde bahnivagen der Linie Gneisenaustraße- Moabit näherte fich der auf genannter Brücke befindlichen Haltestelle. Ein altes Männe chen, noch dazu mit einem Packet beschwert, stieg aufs Trittbrett, um das Halten des Wagens abzuwarien. In demselben Augen. blick versuchte ein großer, breitschultriger Herr" den Wagen zu besteigen, den alten Mann anschreiend, er solle abspringen. Da nur hervorgehoben, daß das Reichsgericht das entscheidende Der Handelsmann und Extrablatt Fabrikant August dies nicht sofort geschah, sprang der" Herr" hinter den Alten auf Merkmal des groben Unfugs, der nach feststehender Recht- Hecht, welcher erst vor wenigen Tagen zu sechs Wochen Haft das Trittbrett, gleichzeitig sich an ihn flammernd und sobald sprechung eine Belästigung des Publikum 3" ent- verurtheilt wurde, stand gestern wiederum vor der zweiten er selbst festen Fuß gefaßt ihn hinabstoßend. Zum Glück hielt halten muß, in der Absicht sieht, welche der Träger Straftammer des 2andgerichts I. Er war beschuldigt, den der Pferdebahuwagen in diesem Augenblick, so daß ein größeres des rothen Abzeichens innerlich hegt, also in einer ebenfalls auf der Anklagebank befindlichen Handelsmann Email Unglück vermieden wurde. Der Name dieses Herrn" ist Doktor lediglich inneren Thatsache des Thäters, welche das Dettloff zu einem Extrablatt- Schwindel Hilfe geleistet zu 3., er steht der Pferdeeisenbahn- Gesellschaft besonders nahe. Publitum nichts angeht, und die vom Publikum gar baben. Dettloff lief am 16. März in den Straßen mit ExtraWeshalb wird denn der Name dieses Burschen nicht ge nicht kontrollirt werden kann. Die rothe Blouse, die Fel. Leh- blättern umber, in überlauter Weise sein Allerneuestes! mann beim Ausflug des konservativen Vereins Treubund" trägt, 3wanzigfacher Mord!" ausrufend. Die Räufer faben fofort, sticht dem Publitum genau so roth in die Augen, wie die rothe daß sie betrogen waren, das Extrablatt enthielt eine, bereits in Das Polizeipräsidium hat den Revierwachen, beziehungs Blouse, die Genoffin Frl. Schulze beim Ausflug eines Arbeiter den Morgen- Beitungen veröffentlichte Notiz, wonach zwei Einweise den Straßendienst thuenden Schuyleuten die Anweisung zu vereins angelegt hat. Weil aber Frl. Lehmann die Blouse nur wohner in Bialostock nach und nach etwa 20 Personen zum Zwecke geben laffen, fireng auf die hier zum Verkaufe gelangenden trägt der Mode zu Liebe, oder da sie sich hübsch drin findet, der Beraubung in einen Wald gelockt und ermordet haben Beihnachtsbäume zu achten und die Händler derfelben dahin zu während Frl. Schulze daneben in ihrem innersten Herzen auch follten. Das Extrablatt ist von dem Angeklagten Hecht verfaßt" fontrolliren, inwieweit sich dieselben über die Herkunft der Bäume noch den unschuldigen Ehrgeiz fühlt, ihre Gesinnung in der worden. Er behauptete im geftrigen Termine, daß er die Notiz ausweisen fönnen. Die Veranlassung zu dieser polizeilichen Ver- rothen Blouse leuchten zu lassen, belästigt Frl. Schulze das von einem Boten des Wolff'schen Telegraphen- Bureaus erhalten ordnung ist in dem Umstande zu suchen, daß in diesem und auch Publikum und begeht groben Unfug, Frl. Lehmann aber nicht. Die habe. Dettloff hatte außerdem eines Tages den Geschäftstniff im vorigen Jahre sehr viel Tannen und Fichten sowohl in den arme öffentliche Ordnung", die für so zarte, normalen Nerven gebraucht, die Montagsausgabe einer hiesigen Zeitung als töniglichen wie Privatforsten um Berlin herum gestohlen worden nicht wahrnehmbare Nüancen Empfindung hat und sich durch sie Extrablatt" auszurufen. Sein überlautes Schreien wurde als Die Staatsbürger- Beitung" macht übrigens bei dieser stören läßt! grober Unfug angesehen. Der Staatsanwalt beantragte gegen Gelegenheit auf eine Polizeiveroronung aufmertfam, wonach in Die Sache ist aber nicht blos fomisch, sondern hat ihre Dettloff wegen der beiden Betrugsfälle ein Jahr Gefängniß, allen Fällen, in denen Weihnachtsbäume ohne Ursprungsattest bitter ernste und charakteristische Seite. Nach der Reichsgerichts- wegen der Uebertretungen drei Monate aft, gegen des Waldeigenthümers beziehungsweise der zuständigen aus. Entscheidung wird die Frage, ob eine Handlung als grober Secht wegen Beihilfe zum Betruge in einem Falle vier Den Extrablatt- Schwindel, der märtigen Polizeibehörde zum Verkauf gestellt werden, das Straf- Unfug strafbar ist, am legten Gnde abhängig gemacht von der Monate Gefängniß. verfahren gegen die betreffende Person eingeleitet wird, die politischen Gesinnung: jede einfache Rundgebung" unausrottbar зи fein scheine, müsse energisch entgegen Bäume aber beschlagnahmt werden. Auch derjenige, welcher der sozialdemokratischen Ueberzeugung ist geeignet, als grober getreten werden. Der Bertheidiger Rechtsanwalt Grau wies Weihnachtsbäume ankauft, von denen er weiß, oder den Um- Unfug aufgefaßt zu werden. Andere Parteien dürfen ihre Ge- darauf hin, daß heutzutage eigentlich durch Ankauf eines Extratänden nach annehmen kann, daß sie gestohlen sind, macht sich finnung offen fundgeben und zur Schau tragen, wir nicht. Und blattes von einem Betruge nicht mehr die Rede sein tönne, durch ebenso strafbar. das alles geht ganz ohne Ausnahmegeseh. die Veröffentlichung der vielen Verurtheilungen und durch die häufigen Warnungen durch die Preffe fei jeder darauf vorbereitet, Die Feuerwehr hatte gestern Vormittag in der neunten Nach fünfmaliger Vertagung wurde gestern die daß er getäuscht werde, wenn er zur Befriedigung seiner Neugier Stunde im Stultusministerium Löschhilfe zu leisten. Im Boden- Anklagefache gegen die Frau Apotheker Ihrer ein Behnpfennigftück opfere. Der Gerichtshof hielt den ersten raum über den Bureaus an der Behrenstraße brannte das aus Beiten vor der ersten Strastammer des Landgerichts I Fall des Betruges nicht für erwiesen, da es immerhin möglich Swischengebälf in ziemlich beträchtlicher Ausdehnung; eine Ge- zu Ende geführt. Es handelte sich um Beleidigung des Offisierei, daß Hecht aus derselben Quelle geschöpft, wie die Zeitungen. jahr des Durchbruchs der Flamme nach den untenliegenden forps und der Fähnriche der deutschen Armee. In einer öffent. In diesem Falle feien beide Angeklagten freizusprechen. Dagegen Bureaus brauchte jedoch nicht befürchtet zu werden, da nach lichen sozialdemokratischen Versammlung, die im September v. 3 wurde Hecht wegen der übrigen strafbaren Handlungen zu drei schleunigster Freilegung der brennenden Balken und Statung die in einem Sokale in der Weberstraße stattfand, trat die Angeklagte Monaten Gefängniß und drei Monaten Haft verurtheilt. öschung in türzester Frist sich bewerkstelligen ließ. Die Entals Rednerin auf. Sie erstattete Bericht über den in Brüssel find. theilte. tehung des Brandes war dadurch hervorgerufen worden, daß stattgehabten Kongreß und knüpfte hieran Bemerkungen ab Wegen Körperverlegung mittels einer das Leben geDie von einem Schornsteinrohre ausgehende starke Hiße die fälliger Art über den Militarismus. Nach den Bekundungen fährdenden Behandlung hatte sich gestern der Kaufmann May bemfelben zu nahe liegenden sogenannten Wechsel entzündet bes Bolizeilieutenants und des Wachtmeisters, welche jene Bergemann vor der zweiten Straffammer des Landgerichts I hatte, von welchen die Entzündung sich dem Zwischengebält mit Bersammlung überwachten, hat die Angeklagte in ihrem Vor- zu verantworten. Der Angeklagte verwaltete ein feiner Mutter trage gefagt, daß die Offiziere und Fähnriche bei einem Kriege gehöriges Haus in der Dresdenerfstraße und hatte ein darin be die größte Angst hätten, fie blieben hinter den Kanonen und findlichen Laden an den Restaurateur Reißenftein vermiethet. Straße 4 Lelegenen Möbelfabrik mit Dampsbetrieb, Herr Robert Der 50 Jahre alte Jnhaber der in der Königsberger fchidten bie Goldaten vor. In dieser Aeußerung erblickte die Lehterer befand sich in schlechter Vermögenslage und war mehrAnklagebehörde den Vorwurf der Feigheit. In den früheren fach mit der Miethe im Rückstande geblieben, so daß er dem Aninfolge von Bahlungsstockungen in seinem Komtor erhängt. Ueber Terminen machte der Vertheidiger, Rechtsanwalt Dr. Morris, geflagten bereits über 500 m. fchuldete und auf Ermission verAm 3. September d. J. betrat der Angeklagte den Umfang der vorhandenen Zahlungsschwierigkeiten ist Näheres antrag verjährt sei, ba derselbe erst aus dem April d. J. datire. das Lokal des Reigenstein, um den Einwand, daß der feitens des Kriegsministers gestellte Straflagt war. am Fenster einen Vernoch nicht festzustellen gewefen. Der Bertheidiger seht voraus, daß dem Kriegsminister bald miethungszettel anzubringen, und bei dieser Gelegenheit fam es Der Unbekannte, über dessen Auffinden auf der Eisenbahn- nach dem Vortrage der Frau Ihrer von dem Inhalte des zu Zhätlichkeiten zwischen beiden. Reihenstein behauptet, der rede zwischen den Bahnhöfen Friedrichstraße und Börse wir felben feitens des Polizeipräsidiums Kenntniß gegeben fei. Angeklagte habe ihn plöglich gefaßt, nach einer zum Steller gestern berichteten, ift feinen Verlegungen in der Charitee gestern Gr beantragte hierüber den Kriegsminister zu vernehmen. Der führenden Fallthür geschleppt unb bort topfüber die Treppe bend erlegen. Or ist nicht wieder zum Bewußtsein gekommen, Gerichtshof beschloß im vorigen Termine den Kriegsminister in hinunter geworfen, so daß er besinnungslos im Keller liegen ge= teine Angaben hat machen können. so daß er über seine Person und die räthselhafte Angelegenheit beffen Wohnung gerichtlich hierüber vernehmen zu lassen. Diese blieben fei. Er berief sich auf das Zeugniß des Dr. Gisfeld Bernehmung ist am Morgen des 10. b. M. erfolgt. Der Staats- darüber, daß er infolge des Falles zehn Tage bettlägerig gewesen anwalt beantragte im gestrigen Termine, die Aussage des Kriegs- fei und auch jeht noch im Gebrauche feines linten Armes be Marktpreise in Berlin am 13. Dezember, nach Ermitte ministers zu verlefen. Der Bertheidiger widersprach diesem An- hindert sei. Er hatte infolge dessen nicht nur die Bestrafung lungen des Polizeipräsidiums. Weizen per 100 Rg. guter von trage, weil ein Formfehler vorliege. Die Benachrichtigung von des Bergemann, fondern auch eine Buße von 1000 Mart fei der Wertheidigung beantragt. Der Angeklagte bestritt die Angaben des Zeugen und 14,80-14,50 M. Roggen per 100 g. guter von 13,60-18,30 M., erst zugegangen, nachdem die Vernehmung bereits erfolgt war, die behauptete im Gegentheil, daß er von demselben angegriffen mittlerer von 13,20-12,90 M., geringerer von 12,80-12,50 M. Bertheidigung sei fomit ihres Rechts, derselben beizuwohnen, ver- worden set. Der Zeuge habe ihn bei der Kehle gepackt, er babe erfte per 100 kg. gute von 16,50-15,50., mittlere von luftig gegangen. Der Vorsitzende, Landgerichtsrath Diege, wies ihn von sich gestoßen und dabei sei derselbe unglüdlicher Weise 15,40-14,50 M., geringe von 14,40-18,50 M. Safer per 100 kg. Darauf hin, daß der Kriegsminister doch nicht gezwungen an die Fallibur gerathen und die Treppe hinunter gestürzt. Auf guter von 16,00-15,30 M., mittlerer von 15,20-14,60 m, werden könne, persönlich zu erscheinen, worauf der Vertheidiger Grund der Beweisaufnahme schloß sich der Staatsanwalt der geringer von 14,50-13,90 M., Stroh, Nicht- per 100 kg. von erwiderte, daß er dann anheim stelle, den Termin so lange zu Darstellung des Beugen an und beantragte eine Geldstrafe in per 100 Kg. von 40,00-25,00. 3,50-4,00 M. Heu per 100 g. von 6,20-5,00 M. Erbsen vertagen, bis der Kriegsminister nicht mehr im Amte seit, welches Höhe von 500 m. Speifebohnen, weiße per Greigniß ja doch über furz oder lang eintreten fönne. Als der Geldstrafe und billigte dem Berlegten auch eine Buße von 100 per 100 g. von 80,00 Gerichtshof über diesen Punkt berathen hatte, verkündete der Bor- 200 M. zu. bis 30,00 M. Kartoffeln per 100 g. von 6,00-4,00 M. Rind- fitzende zunächst, daß in der legten Aeußerung des Vertheidigers fleisch von der Steule per 1 Rg. von 1,60-1,10 M. Bauchfleisch in betreff des Kriegsministers eine Ungebühr gefunden worden sei, per 1 Kg. von 1,40 0,90 M. Schweinefleisch per 1 Kg. von wegen der der Vertheidiger mit einer Geldstrafe von 50 M. belegt 1,50-1,10 m. Kalbfleisch per 1 Kg. von 1,60-1,00 M. Hammel worden sei. Auch habe der Gerichtshof beschlossen, der Ober- Staats Der Gerichtshof erkannte auf 200 mart Versammlungen. fleisch Der fozialdemokratische Wahlverein des sechsten per 1 Kg. von 1,50-0,80. Butter per 1 Kg. von 2,80 anwaltschaft von der Aeußerung des Bertheidigers Anzeige zu machen. bis 2,00 m. Gier per 60 Stüd von 5,20-3,00 M. Fische per Ferner fei beschtoffen worden, die kommissarische Aussage des Berliner Reichstags Wahltreifes nahm in feiner 1Rg.: Karpfen von 2,40-1,20 m. ale von 2,80-1,20. Kriegsministers zu verlesen. Der Antrag des Vertheidigers, ihm am 13. b. M. abgehaltenen Bereinsversammlung einen volts SOWER a Iten Rauchtlab wirthschaftlichen Vortrag des Reichstags- Abgeordneten baker bie elende wirthschaftliche Lage der Arbeiter und Arbeiterinnen rub teid gett, leben Donnerstag Abend our, bet Sohn, Sionstit mit großem Beifalle entgegen. Eine Diskussion fand nicht hatt. und empfahl als Abhilfsmittel dagegen die Einwirkung auf die Abends& Uhr, uebungsstunde bet Möwes, Böchftr. 8.play 11a. Gefangverein Proletariat( gem. Chor) jeden Donnerstag Geselliger Berein Eirftimmig angenommen wurde folgende Resolution: Gesetzgebung zu gunsten der arbeitenden Bevölkerung und event. univerfum, Sigung mit Damen Abends 9 Uhr b. Sagemann, Lothringer Geselliger klub ber Die Bersammlung macht sich die vorzüglichen Ausführungen Umgestaltung der Gefeßgebungsmaschine, allgemeine Aufklärung, ftraße 81. Borträge, idelitas. Des Referenten zu eigen. Sie erblickt in der heutigen anarchi- Pflege der Statistit, sowie gewerkschaftliche Organisation der Moabiter, Stephanftr. 23, bei Ditto, jeden Donnerstag um 8½ Uhr und schen Produktionsweise die Ursache alles Elends, welches zu be- Arbeiter und Arbeiterinnen. Ferner gab der Redner der Ueber- leben Donnerstag nach dem 15. im Monat Sizung mit Damen, Rauchtlub Kollegia, Abends 9 Uhr, in Bernhardt's Deftillation, Feitigen fie als ihre vornehmste Aufgabe betrachtet." zeugung Ausdrud, daß durch die Benutzung der angeführten Stalizerfir. 41. Rauchflub Waldesgrün, Abends 8% Uhr, Restaurant Ebenso wurden dem Vorstande einstimmig 200 M. zur An- Mittel die fegensreichen Früchte nicht ausbleiben würden. A. Gaspar, Reichenbergerfir. 113a,- Rauchlub Obresorge, Abends Restaurant Buder, Gräfestraße 18. Rauchtlub Kernipige, Abends fchaffung von Broschüren für die Landagitation zur Verfügung gestellt; Die Des Darlegungen Referenten fanden allgemeinen 8 Uhr, bet A. Böhl, Rüdersdorferfir. 8. Rauchtlub Arcona, Abends ferner wurden den streifenden Korbmachern Berlins 50 M. be- Beifall. In der dem Vortrage sich anschließenden Dis- uhr, bei Stementinstt, Reichenbergerstr. 71.- Rauchflub Arabiafa, willigt. Nachdem noch einige Vereinsangelegenheiten besprochen tusfion fanden die herrschenden traurigen Zustände noch Donnerstag Abend 9 Uhr im Restaurant Böhmer, Brizerstr. 32. Klub Dhneftreft, jeben Abends 9 Uhr, bei Berndt, Perlebergerftr. 17. worden waren, schloß der Vorsitzende die Bersammlung mit einem eine weitere Beleuchtung, erging allseitig die Auf- Süd- West, Al ends 9 Uhr, Simeonftr. 23 bei lid. Theaterverein Mat Hoch auf die internationale Sozialdemokratie. forderung, befonders auch an die Arbeiterinnen, sich dem glödchen, Englischer Hof, Neue Roßftr. 3. Allgemeinen Hilfsarbeiter- und Arbeiterinnen- Berlins und fett, jeben Domerftag von 9 bis 11 Uhr bei Lehmann, Kaiser Fran Grenadier- Play 7. Rauchklub Nordstern, jeden Donnerstag na Umgegend anzuschließen. In einer einstimmig angenommenen bem 15. im Monct bet E. Heinice, Friedrich- Karlstr. 11, Friedrichsberg Resolution erklärte sich die Versammlung in allen Punkten mit Raustiub Eldorado, Donnerstag, Abends 8% Uhr, Reſtaurant M. Schulze, dem Referenten einverstanden und verpflichtete sich, mit allen Oftbahnhof 7 Stattlub Zournee, Abends 8 Uhr, bet Ulrich, Wrangelftr. 84.- Stat Kräften für Stärkung der Organisation zu wirken. Sodann fand rub Rückwärts, Abends 8% Uhr bei Arndt Pallisadenſtr. 17. die Wahl einer Agitationstommission für Moabit ftatt. Es wurden in dieselbe gewählt: Gärtner, Rost und Frau Rost. Nachdem noch Frau Gubela einige haarsträubende Mittheilungen über Dienstboten Verhältnisse gemacht und andere Redner ihre Lebenserfahrungen zum Vortrag gebracht hatten, erfolgte Schluß der Versammlung mit einem Hoch auf die internationale Arbeiterbewegung. Weber die Errungenschaften der Astronomie und die Religion hielt Genoffe Köster in einer am Dienstag Abend stattgefundenen Versammlung des sozialdemokratischen Wahlvereins für den vierten Wahlkreis einen intereffanten und beifällig aufgenommenen Vortrag.. Eine Dis tuffion fand nicht statt. Nach Beendigung des Vortrages wählte die Versammlung die Genossen Bär, Babeste und Stobsad zu Revisoren. Am Schluß der gutbefuchten Versammlung gab Genoffe Bubeil eine Anregung, für den gemaßregelten Genoffen Müller eine Sammlung zu veranstalten. = Rauchflub Brüderlig Sprechfaal: Die Rebattion ftellt die Benugung des Sprechsaals, soweit der Raum bafi abzugeben ist, dem Bublitum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Eine außerordentliche Generalversammlung hielt am Intereffes zur Verfügung; ste wahrt sich aber gleichzeitig bagegen, mit den 4. Dezember der Verein zur Wahrung der Interessen Inhalt deffelben identifisirt zu werden. In der Mitgliederversammlung der Filiale I bes der Maurer Berlins und Umgegend ab. Auf Be- 3entralverbandes der Maurer Deutschlands, Geschäfts- Sozialismu 3. schluß einer am 24. November stattgefundenen Vereinsversamm- Die am 4. Dezember abgehalten wurde, hielt Herr Dr. Pinn Brüdner, wird behauptet, daß es einem wirklichen Genossen nicht In dem Sprechfaal- Artikel der Nr. 293, unterzeichnet Alb Lung stand als erster Punkt auf der Tagesordnung:„ Der Aus- einen mit großem Beifall aufgenommenen Bortrag über„ Religion Brückner, wird behauptet, daß es einem wirklichen Genossen nicht schluß Jezorke." Der zu Punkt 2 angemeldete Vortrag sowohl und Sklaverei". Von einer Diskussion wurde Abstand genommen. einfallen wird, sich den Lefern des„ Vorwärts" durch Juferate wie Diskussion über denselben, mußte zurückgestellt werden, da Sodann wählte die Versammlung eine Kommission von 3 Mit- aufzudrängen. die Versammlung sich volle drei Stunden, das heißt während der gliedern, welche die statistischen Bücher für das nächste Jahr Glüd oder das Unglück haben, ein Geschäft selbständig betreiben Es ist doch merkwürdig, was den Genossen, welche ba ganzen Tagung, mit der Angelegenheit Jezorte beschäftigte. Nach auszugeben und nach Schluß desselben wieder einzufordern haben. Gröffnung der Versammlung wurde in erster Linie, nachdem der Zwecks Regelung der Arbeitsverhältnisse für das nächste Jahr zu müssen, alles zugemuthet wird. Parteifteuer geben, ein halbes Antrag auf freie Diskussion angenommen war, dem Kollegen wurde der Vorstand und eine Kommission von 3 Mitgliedern Dugend Aemter bekleiden( wozu die Arbeiter keine Zeit haben), Blauro das Wort ertheilt. Derselbe sowohl wie einige nach beauftragt, einen Tarif auszuarbeiten und selbigen der Ver- mindestens 4-5 Vereinen angehören, in alle Versammlungen folgende Redner waren der Meinung, daß Jezorke, so oft fammlung zur Begutachtung vorzulegen. Ein Unterstützungsgefuch laufen, zu allen möglichen Festen Billets faufen und verkaufen er das Wort erhielt, sei es im Laufe der Verhandlung oder wurde der Unterstützungskommission zur Erledigung überwiesen. Das muß ein Geschäftsinhaber, sonst wird er aufs ärgste befehdet in der Diskussion, in jeder Versammlung die gröbsten Alsdann verlas der Bevollmächtigte eine Zuschrift der Freien( das hat ja schon mancher zu tosten bekommen). Auch muß e Berstöße gegen den Anstand eines Redners sich leiste, indem Boltsbühne, in welcher der Werth berselben geschildert, und zum mit der freifinnig und konfervativ gesinnten Nachbarschaft brechen, fich er die politische Tendenz dieses Vereins, der auf dem Beitritt eingeladen wurde. Nach Erledigung einiger Streitfragen welche doch als Kundschaft gar nicht zu verachten ist, aber fiá der sozialdemokratischen Grundsäge aufgebaut ist, erfolgte ein Appell an die Bersammlung, recht rege für die am an seine Genoffen wenden, und sie auffordern, ihn in seinem mit der Gewerkschaftsbewegung fo verquicke, daß dadurch zweiten Weihnachts- Feiertage stattfindende Matinee zum Besten Geschäft für die durch seine Thätigkeit für die Partei entstandenen schon förmliche Insulten hervorgerufen worden feien, welche nur franter Mitglieder der Filiale zu agitiren. Ausfälle durch ihre Kundschaft zu entschädigen, das darf er nicht! die Herabwürdigung des Vereins zur Folge haben fönnten. Da Das ist Geschäfts- Sozialismus. " bezeichneter Rollege diesen einmal eingenommenen Standpunkt In einer Versammlung des Verbandes der Schneider Viele Genoffen, welche Geschäfte haben, find geradezu durch nicht verlasse, so halte man es nicht für angebracht, noch länger und Schneiderinnen, welche am Sonntag tagte, hielt Frau die Verhältnisse zum Selbständigwerden" gezwungen worden. Toleranz zu üben, sondern glaube ihn fernhalten zu müssen, Ihrer einen beifällig aufgenommenen Vortrag über 3 Monate Mittel befizen fie sehr wenig, fodaß ihnen die Konkurrenz auf wenn man für späterhin Ruhe im Berein haben wolle. Gegen Fabrifarbeiterin". Die Rednerin unterzog Kapitel für Kapitel äußerste erschwert ist. In vielen Fällen 10, 20 Jahre, oft nod diese Anschauung traten einige Mitglieder, welche mit der An- des schnell bekannt gewordenen Buches einer gesunden Kritik und länger in den Reihen des Proletariats fämpfend, richten sie ihre ficht Jezorte sympathisiren, in die Schranken, besonders waren bewies, daß die Verfasserin sich in keiner Weise aus dem An- Hoffnung nun auf die Genossen. es Kaufmann und Vorpahl, welche aber zuletzt ver- fchauungsfreise ihrer Klasse, der Bourgeoisie, erhoben hat. Diesen Da kommen sie aber schön an, es fällt dem größten Theil ficherten, Jezorte hätte zugestanden, nicht speziell den Verein, Ausführungen gegenüber führte Greifenberg an, daß die der Genossen garnicht ein, ihre Kundschaft solchem Manne fondern die politische Bewegung gemeint zu haben, ferner habe Berfafferin in ihrem Unternehmen von den edelsten Motiven auszuwenden, im Gegentheil, falls er sich einfallen läßt, zu inferirer. er versprochen, fortan nicht mehr solche Reden zu führen. Behrend gegangen sei und das Erlebte durchaus objektiv wiedergegeben wird er als Geschäftssozialist" verrufen. tonftatirte, daß mindestens 10 Kollegen ihm persönlich erklärt hätten, habe. Timm und Frau Rohrlack tritifirten das Buch hinwieder Ich habe infolge der fortwährenden Angriffe mein Inferat nicht länger mehr im Berein bleiben zu wollen, wenn solche Debatten im Sinne der Referentin. Nach Schluß der Debatte wurde beim Borwärts" abbestellt, ber Borwärts" verliert dadurch weiter geführt würden, auch müßte er leider zugestehen, daß dadurch folgende Resolution angenommen: eine Einnahme von 104 M, jährlich. Das wird wohl den Ge schon ein Rückgang im Berein stattgefunden habe. Trotzdem nossen angenehmer fein, als wenn wir den indifferenten Ge werde er diesmal noch nicht für den Ausschluß Jezorke stimmen, schäftsleuten durch Inferiren Konkurrenz machen!? Wenn unter er fordere demgemäß auch die Anwesenden auf, das Gleiche zu den inserirenden Sozialdemokraten fich wirklich einige befinden, thun. Alsdann wurde die Debatte geschlossen. Nachdem noch welche nicht würdig find, daß man ihnen einen Groschen hin Jezorte zum Schluß seine allbekannten Ansichten vorgetragen trägt, so ist das fein größeres Unglück, als wenn man hatte, schritt man zur Abstimmung. Mit schwacher Majorität Groschen dem Konservativen oder Freifinnigen zuwende wurde der Ausschluß Jezorte abgelehnt. Alsdann schloß der VorIm Gegentheil ein Theil des Groschens geht ja fißende die gut besuchte Versammlung. doch durch das Inserat in den Besitz der Partei über. Her Albert Brückner muß wohl denken, die sozialdemokratischen Ge schäftsleute werden reich. Da irrt er aber gewaltig; man fann gang Berlin durchsuchen, einen auch nur wohlhabenden Genoffen, ber sich den Wohlstand durch sein Geschäft mit den Genoffen worben hat, giebt es nicht, auch Herr Brückner wird mir feiner schäftssozialismus am besten unterbleiben. Bortheil hat niemand zeigen können. Ich meine nun, daß die Redensarten vom Ge davon als unfere Gegner, aber den Schaden hat die Partei und viele sonst brave Genoffen. Die nächste ordentliche Mitgliederversammlung findet Donnerstag, den 19. Januar nächsten Jahres in Brochnow's Salon, Sebastianstraße 39, ftatt, daselbst werden die vor Jahresfrist aus gegebenen Statistikbücher in Empfang genommen. Die Versammlung erklärt, daß die Befreiung der Ar beiterinnen aus der Knechtschaft des Kapitalismus nicht durch Humanitätsmaßregeln der Bourgeoisie herbeizuführen ist, sondern nur durch Organisation der Arbeiterinnen, gleichviel welcher Branche, und Anschluß derselben an die Bestrebungen der modernen Arbeiterbewegung." Nach Erledigung einiger geschäftlicher Mittheilungen folgte ein gemüthliches Beisammensein. Verband deutscher Barbiere, Friseure und Perrüdenutadjer, thalerfir. 38, Mitglieder- Bersammluna. weigverein Berlin. Donnerstag, den 15. b. Mts., Abends 10 Uhr, Rosen Jonentarif, Verein für Eisenbahnreform. Donnerstag, den 15. Dezember, Abends 8 Uhr, Berfammlung im Grand- Hotel Alexanderplas Bortrag. Referent: Herr Dr. Ed. Engel. uhr, bet Commer, Grünjir, a1, pt. Bortrag des Genoffen 3. 6offmann Diskutirklub der Hausdiener. Donnerstag, den 15. Dezember, Abends über Freiheit". Lehrkurfus der Berliner Arbeiter und Arbeiterinnen zur erften gilfe bei unglücksfällen. Donnerstag, den 15. b. Mts., Abends 8 Uhr, bei Both, Alte Jakobstr. 75. Vortrag des Herrn Dr. Guttmann. Leßte Uebungsfunde vor Weihnachten. Arbeiter- Bildungsschule. Donnerstag bends 8%-10% Uhr: SüdEine öffentliche Frauenversammlung, welche der FrauenBildungsverein für Berlin und Umgegend am Montag nach den Arminhallen einberufen hatte, war zahlreich und fast ausschließlich von Frauen besucht. Dieser zahlreiche Besuch war wohl dem Umftande zuzuschreiben, daß ursprünglich ein Vortrag über„ Das Interesse der Frau an der Militärvorlage" angefegt war. Ein Beweis für die rege Theilnahme der Frau an bedeutsamen poli- cute: Sageisbergerstr. 48: Unterricht in Deutsch( oberes), Logit: Südofttischen Fragen. An Stelle des angekündigten Vortrages sprach ule, Reichenbergerfir. 138: Kaufmännisches Rechnen, Wechselrecht, Dr. Bernstein über die Blutarmuth oder die Schwindsucht bei den Frauen, welche Ausführungen äußerst interessant waren und lebhaften Beifall hervorriefen. Der sozialdemokratische Agitationsklub für den Often Berlins hielt am Sonntag eine öffentliche Versammlung für Männer und Frauen ab. Genosse Rein, welcher in derselben über„ Die zehn Gebote und die besigende Klasse" sprach, zeigte in feinem Vortrage, in welcher Art die biblischen Morallehren von unserer Bourgeoisie befolgt werden. Auch wußte der Redner einige Tagesfragen, wie z. B. die Fälschung der Emser Depesche geschickt in seinen Ausführungen zu beleuchten. Die nächste Berfammlung findet am nächsten Sonntag bei Schneider, Proskauerstraße 37-38, statt. korrespondenz Oft- Schule, Martusstr. 31: Unterricht in Physiologie; tönnen noch Schüler und Schülerinnen, auch jest, im Laufe des Semesters, Nord- Schule, Müllerftr. 179a; Unterricht in Chemie. In alle Fächer eintreten. Emil Böhl, Destillateur, Frankfurter Allee 74. Literarisches. faffung. Von Dr. J. Friedländer und Dr. M. Berend Der Pessimismus im Lichte einer höheren Weltan Berlin W., S. Gerstmann's Verlag. Berlin W., S. Gerstmann's ben er Lese- u. Diskutirklubs. Donnerstag. Diesgen, abends 8% uhr, bei Schröder, Wiesenftr. 39. Neue Bett, Abends 8 Uhr, Bonenftr. 40, bei Süd- Ost, bet Zoltsdorf, Gorauer- und Görligerstraßen Ede. teshoit Der Materialismus, eine Verirrung des menschlichen erweg, Abends 8 Uhr, Reichenbergerstraße 64, Ede Laufigerstraße, bet Schayer. Aug. Geib, Donnerstag bei Zubeil, Naunynstraße 86, Abends ühr. Safenelever, Abends 8% Uhr, Restaurant Bischof, Baumschulen Geistes, widerlegt durch eine zeitgemäße Weltanschauung weg Treptow. Emanzipation, Abends 8% Uhr bei Spät, Weinstr. 28 Von Dr. Eugen Dreher. Distuttrttub der ausbiener, Abends 9 Uhr bei Sommer, Verlag, Corneliusstr. 5. Grünftr. 21: Sigung. Sostatistischer Lese- und Diskutirklub, Abenbs 8 Uhr, Manteuffelstr. 60. unde Abends 9 Uhr. Aufnahme neuer Witglieder. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Donnerstag. UebungsSt. Urban, annenftr. 9, bet Bros.-Kornblume, Blumenstr. 54, bei Tuttte.-- Früh Itngsluft, Bülowstr. 59, bet Werner. Bregelfchluß, Annenftr. 16, bet eßner. Weiße Rose, Reinidendorf, Geeschlößchen bei Böttcher. Dorf Zum Danziger Brande. Danzig, 14. Dezember. Der Verein zur Wahrung der Interessen der Zink morgenroth 1, Rummelsburg, Berlinerstraße 9, bei Friefede. glödlein, Wilmersdorf, Berliner- u. Auguftfir.- Ecke bei Schulz. Ginig: gießer und Stürzer Berlins und Umgegend hielt am 6. d. feit( Butmacher), Pappel- Allee 3-4, b. Krause, Sarmonie, Tempelhof, fonnte, sind bei dem gestrigen Speicherbrand der Oberfeuerman Danziger Zeitung" meldet: Wie erst heute festgestellt werden feine Mitgliederversammlung ab. Der Antrag des Kollegen May Dorffir. 10, bet Gerth.- Zukunft 2, Nieder- Schönhaufen, Buchholzerstraße bei Treptow durch einen Sprung vom Dache und 4 Feuerleute Sempel. Oftpreußischer Männer- Gefangverein, Solzmarttftr. 3, Schulz, die beiden nächsten Versammlungen der Feiertage wegen Bet Deter. Edelweiß Melchiorstraße 15, bei Stehmann. ausfallen zu lassen, fand keine Annahme. Im weiteren wurde 2Bienerstraße 31 bet Drügemüller. Borar, in den Flammen umgefommen, ferner 2 Feuerleute schwer der Beschluß gefaßt, die Kollegen Edmund Schulze, Emil Reichenbergerstraße 16 bei Päbold. Maiglödchen 2, Süd- D, und mehrere andere sowie der Branddirektor leicht verlegt Ginigteit 2, Groß LichterSchulz, Mar Stange und Emil Schneider aus unserem felbe, Amaltenstraße, bet Hann. bet Rudolf. 8utunft 3, Belten, bei W. Grunow. Frete Sänger, Krautstraße Nr. 6, worden. Die Leichen der Verunglückten konnten bisher noch nicht Kreuz unter den rauchenden Trümmern hervorgeschafft werden. Berein auszuschließen, da dieselben ihren Verpflichtungen troßberger Sarmonie, Lindenstraße 106, bet Poppe. Nordstern, durch den Brand verursachte Schaden wird auf 34 Millionen mehrmaliger Aufforderung nicht nachgekommen sind. Nachdem Müllerstr. 7 bei Reichardt. Morgengrauen,( Bäcker), 3 bis 5 Uhr Mart geschätzt. Dermischtes. Die Der In Donau Ultramontanes Schmierfinkenthum. worth erscheint ein ultramontaner„ Zafchenkalender für de studirende Jugend", in welchem es Lessing heißt: findet über den Dichter Leffing litt an Ganz noch verschiedene Vereinsangelegenheiten geregelt worden waren, aftanten quee 28 bei Matwald. Nachmittags, Gipsstraße 3 bet Pyrtec. Steinfeger Sänger chor, machte der Borsitzende bekannt, daß die nächste Versammlung Forsterstraßen Gde, bei Spindler. ziebettafel 33 e ft e n D, Bluntenthal am 20. Dezember cr. bei Schröder, Reichenbergerstraße 24, statt- firaße 5 bei Behrendt. Borwärts 9, Charlottenburg, Schillerstr. 102 bei Stahl. Gesangverein Freundschaft 1, Brunnenstr. 114 bet findet. Oswald Berliner. Gefangverein Abendroth in Deutsch- Wilmersdorf Gefangverein der Stuckateure Berlins und Umgegend, Der Fachverein der Stuckateure Berlins hielt am bei mölter. Sendelftr. 30 bei Preußer. Arbeiter- Gefango. Spandau Mönchstraße bei " Lessing war ein schamloser literarischer Dieb, der an Un 6. Dezember feine regelmäßige Mitgliederversammlung ab. Ein intter. Vortrag des Genossen Thieme mußte leider wegen des men. Arbeiter- Gesangverein yra 2, Charlottenburg, Gaurftr. 23, bet und Völker sucht und Gefangverein, Borwärts 2 Schönhauser Allee 28, bei Kuhl- verfrorenheit feinesgleichen in der Literaturgeschichte aller Länder In„ Emilia Galotti" und Gefangverein Spandau, Städtische Bade- Anstalt, Wröhmännerschwachen Besuches der Bersammlung ausfallen. Zunächst be ange. ftraße. Gefangverein Fesenfest( Gem. Chor), Babsir. 32, bei Marg. Nathan dem Weisen" ist auch nicht ein einziger Satz bem Ge richteten F. Grüneberg und Kleinert über die Recherchen, Gesangverein Collegia 2( freie Bereinigung der Zivil- Berufsmufiter), Neue hirn des unsterblichen Leffing" entsprungen welche sie auf den Bauten angestellt hatten. Danach arbeiten Friedrichstr. 44, bet Stöllig. Gefangverein der Kürschner, Neue Fried- einer gewiffen Diebstahlswuth, er fälschte mit Wollust noch viele Kollegen bei unperglasten Fenstern und offenem Koacts- richftraße 44 bei Röllig. feuer. Es ist zu bedauern, daß diese Kollegen nicht einmal auf de Buſchriften den Bund betreffend find zu richten an: thre eigene Gesundheit Rücksicht nehmen. Nachdem noch Kollege Notizstraße 29, 3 Treppen. Donnerfag: Rauchttub Graue Botte, gemeiner Dieb für alle Zeiten und das einzige Denkmal, das ihm Sund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. besonders praktizirte er die sogenannte Kreuzfälschung, er war G. Schröder, ein Kreuzdieb ersten Ranges Strauiftr. 48.-Mufitverein Osiris, bet Moll, Adalbertstr 21.Herm. Preuß in die Arbeitsnachweis Kommission gewählt werein Grüne Giche( vor dem Salle'schen Thor), bet kaporte, SolmsGefelliger von Rechts wegen noch gebührt, ist der worden war, wurde die Versammlung geschlossen. ftraße 1. Bergnügungsverein Ipen veilchen 2, Strausbergerstr. 3. Ueber Goethe heißt es:" Ja, Goethe ist, die Wahrheit Regel- Klub Lustige 13, präzise s uhr, bet Boll, Wiener Straße 1. muß gesagt werden, ein großer Dichter und ein niedriger Eine Versammlung sämmtlicher in der Metall- Gefelliger Berein Freundschaft, Schönhauser Allee 46. Mensch. Geselliger Verein Es ist ein purer Schwindel, von einer innigen industrie beschäftigten Arbeiter Berlins fand ret und Lufftig bei Göße, Oranienstraße 153. Bimmer- Schüßengesellschaft ein korn bei Freundschaft zwischen Goethe und Schiller zu reden; Azalie, Michael- Brückǝ 1.am 12. Dezember statt. Es sollten die Vertrauensleute Rechen- statt, Boechstr. 51. schaft über ihre Thätigkeit geben und andere wichtige Gewerk- firaße 58. Musttverein Bautenschwenget, Stallschreiber- es sogar ungescheut aussprechen: Goethe hat den frühen Tod fchaftsangelegenheiten erledigt werden. Da nur etwa 50 Per- Gefangverein it- Deffau, Abends& uhr, bei Kind, Wrangelftr. 91. Gefang-, Turn- und gefellige Vereine. Donnerstag. Männer- Schiller's geradezu auf dem Gewissen.. Uebrigens trant sonen erschienen waren, wurde sich die Versammlung dahin Gesangsabtheilung des sozialdemokratischen Arbeitervereins für Raffee. Goethe aber trant gern und viel Wein und sogar Rirsch Schiller beim Schreiben niemals Spirituosen, sondern nur Sonnabends Abends schlüssig, die so wichtige Tagesordnung nicht zu verhandeln. Weißensee und Umgegend. Donnerstags und bet Müller( Pfeifenmüller), Königs Chauffee. Männer Gefangverein Beschlossen wurde außerdem, daß der Vertrauensmann eine neue Zyrolienne, Abends 9 Uhr bet Faustmann, Reichenbergerstr. 73a. Bersammlung mit derselben Tagesordnung einberufen solle, und Gefangverein Glodenrein, gemischter Ghor, jeden Donnerstag von 9 bis zwar soll diese Versammlung am 3. Weihnachtstag Vormittags 11 Uhr bei knapp, Kaftanten- Allee 95/96. Musttverein Frisch Auf, Annenftr. 14, bei Ehrenberg. stattfinden, worauf hiermit die Metallarbeiter aller Branchen aufPrivat- Theaterverein Fideler Getst 2", bends 9 Uhr, im Märkischen mertsam gemacht werden. Zahlreicher Besuch dieser Versammlung sof, Admiralstr. 18. Zurnverein Gesundbrunnen( Lehrlings- Abtheilung) turnt Montag ist durchaus nothwendig. Eine öffentliche Versammlung von Hilfsarbeitern und * Arbeiterinnen tagte am 12. d. M. in Moabit. Dieselbe hörte einen Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Bruhns über die wirthschaftliche Lage der Arbeiter und die Mittel, dieselbe zu verbessern. Der Vortragende schilderte in übersichtlicher Weise Geselliger Verein und Donnerstag Abend von 8-10 Uhr, in der Turnhalle, Panfftr. 26. Straße 44. Geselliger Klub Blau Beilchen, abends 9 Uhr, Annenfir. 9 bet wasser!" Branger." Depeschen. man ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Hamburg, 14. Dezember. Medizinalrath Dr. Kraus, bar bi Gesellig er Verein Freiheit, abends 9 Uhr, bet Thierbach, Schwebter Anfang September Medizinal- Inspektor in Hamburg, ist gefleru . Prog. Berein ehemaliger 22. Gemeindefchüler, punt nach furzer Krankheit in Altona gestorben. Uhr bei Schröder, Stegligerstr. 18. Pfropfenverein Wedding, Abends 8% Uhr, bei Selterhoff, Antonftr. 5. Freundschaft, Abends 9 Uhr, bet Buffe, Schönhauser Allee 46. Bergnügungs- Berein Renata jeben Donnerstag nhr abends im teftaurant Göß, Drantenfir. 153. Berantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin Druck und Berlag von May Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. ( Depeschen des Bureau Herold.) 3ither heute wieder einen Todesfall an Cholera. Hamburg, 14. Dezember. Die Cholerakommission melde b t 8 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 291. Donnerstag, den 15. Dezember 1892. 9. Jahrg. Boziale teberlicht. ober 1 auf 2 Sekunden gelommen wären. Mit Ausnahme der Aus Lambrecht wird uns geschrieben: Die schöne, mit Su Gunsten der Arbeiter beendigt ist der bei der Firma 5. Berger zu Bremen ausgebrochen gewesene Steinhauernreit. Rm Feruhaltung des Zuzugs nach Ebingen werden Sutmacher, und nach wiesden Strohhut- arbeiter erfucht.. 22 einen neuen Wahltermin anberaumen. Es fehlt fozialdemokratischen Elsaß- Lothringischen Volkszeitung" wies fein fehr zahlreichen Paragraphen verfebene Arbeitsordnung der An alle Möbelpolirer. Kollegen! Nach mir zugegangenen einziges Mülhäuser Blatt auf dies tadelnswerthe Verfahren des S. Semmer'fchen Waschinenfabrik in Neidenfels Berichten aus London befinden sich die Französisch- Polirer der Magistrats bin. Die Mülhäufer Arbeiter aber ließen sich die tiengesellschaft) ist nun noch um zwei Baragraphen vermehrt Firma Serrmann u. Go., Ost London Limehouse im Streit Bertümmerung ihres Wahlrechts nicht gefallen, fondern faßten und verschönert werden. Denn am 5. Dezember wurden daselbst wegen Abschaffung des Afford- und Profittheilungsfoftems, weit gegen das Verfahren des Magistrats eine Proteftrefolution und wei Platate folgenden Inhalts angeschlagen: 1. Blafat: dieses System es möglich macht, daß einzelne Arbeiter( Kolonnen befchloffen, sich an der Wahl nicht zu betheiligen. Das scheint Morgens 6 Uhr beginnt die Arbeitszeit; wer später tommt, führer) in der Polirerbranche sehr viel einheimsen, Dogegen die gewirkt zu haben, denn der Magistrat hat den auf den 11. De wird mit einer Mark bestraft, beim Wiederholungsfalle fo große Waffe herzlich wenig verdient. Die Londoner Poliver ember angefeht gewefenen Termin vertagt und wird im Januar fort entlaffen." 2. Blakat: Wer während der Arbeits warnen ihre deutschen Kollegen, nach London hin Arbeit anjeit am Ofen angetroffen wird, wird um 40 Pf. gestraft. Bei zunehmen resp. sich durch Annoncen der Herren Herrmann u. Co. Bu uruhen fom Frantf. Btg." iedem weiteren Fall wird die Strafe erhöht". wir deren Agenten verloden zu faffen. Die Londoner Kollegen vorige Woche Sideswagen man. Bla" berichtet, gerade nur noch bie Knute, um Skeptikern begreiflich zu machen, würden diefelben nur als Streitbrecher betrachten und behandeln. it reits. Die Firma Wiehager hatte anfänglich die Forderung beit" leben, wie Dr. Mar Sirsch so schön fagt. Zu bedauern ift daß wir im Zeitalter der Harmonie zwischen Rapital und Ar In der am 19. Dezember. Abends 8 Uhr stattfindenden außer der Arbeiter auf Beibehaltung der bisherigen Löhne angenommen, nur, daß die Arbeiter noch fo wentg der Werth der Organisation ordentlichen Generalversammlung des Verbandes der Möbel- als die Arbeiter aber wieder zur Arbeit tamen, erklärte fie, in erkennen. Die hiesige Filiale des Metallarbeiter- Berbandes z. B. polirer Berlins und Umgegend" werden die Kollegen weiteren 14 Tagen dennoch eine Lohnherabjegung eintreten lassen zu hat sich lediglich wegen des Judifferentismus der hiesigen Metall Bericht erhalten. Gleichgeitig machen wir alle Whitglieder der wollen. Nun kündigten die Wever abermals, woraf die Firma arbeiter auflösen müssen." Dristrantenfasse der Möbelpolirer auf die am Sonnabend den Weber aus Cottbus tommen ließ. Diese trafen am Sonnabend 17. b. M. stattfindende Mitgliederversammlung aufmerksam. Die- und Sonntag voriger Woche ein und wurden von einer rasch Arbeitslosigkeit und Verkürzung der Arbeitszeit. Ge felbe findet im Lokale Königsvank, Gr. Frankfurterſtr. 117, ftatt. zufammengeftrömten Menschenmenge mit feindlichen Zurufen legentlich einer Besprechung mit dem badischen Fabritiufpektor find zu wählen: 18 Arbeitgeber und 50 Kassenmitglieder- Ber- empfangen. Ein Theil der fremden Weber reiſte, als er die lage Wörrishofer machten die Vertreter der Mannheimer zentrali refer. Ebenfalls werden bort, wie in den Zahlstellen, Billets zu der Dinge fiberfah, sofort wieder ab, die anderen traten Montag firten Gewerkschaften diesen auf die bereits erfolgten und noch in bem am ersten Weihnachtsfeiertage in der„ Thalia" Lichten früh die Arbeit an. Als sie Mittags die Fabrik verließen, er Aussicht stehenden Massen- Entlassungen von Arbeitern aufmerksam trage des Vorstandes vom Verband der Möbelpolirer: Robert Polizei ohumächtig war. bergerstr. 16 stattfindenden Familienfeft ausgegeven. Im Auf- wartete fte eine dichtgedrängte Menschenmenge, der gegenüber die und sprachen dabei den Wunsch aus, das Fabrikinspektorat_möge Weber, Fliederstr. 16. Der Bürgermeister publizirte den seinen Einfluß bei den Fabrifanten dafür einfegen, daß sie die Aufruhrparagraphen, troßdem wurde der Tumult am Abend so Arbeitszeit in der gegenwärtigen geschäftsflauen Zeit verkürzen arg, daß die gesammte Gendarmerie des Kreises zusammen- und die Massen- Entlassungen einstellen. Herr Wörrishofer ergezogen wurde, die am Dienstag gegen die fich immer wieder flärte, wie die Frankfurter„ Boltsstimme" mittheilt, eine Ungah! fammelude Wienschenmenge vorging und dabei von der Waffe fabrikanten ginge bereits mit dem Gedanken um, in der Zeit Sebrauch machte, als ein Schuß aus der Menge fiel. Mehrere ber gegenwärtigen Krise die achtstündige Arbeitszeit einzuführen Personen wurden verlegt. Am Mittwoch trug sich die Oris: und feine weiteren Entlassungen vorzunehmen. Gr hoffe, behörde mit dem Plane, Militär zu requiriven, doch hat sich die daß dieses Vorgehen auch von den übrigen Fabrikanten befolgt Arbeiterbevölkerung inzwischen beruhigt. werde. Er werde einige Vertreter des Fabrikantenvereins und Der zentralisirte Arbeitsnachweis der Hutmacher bereits in Nr. 275 vom 28. November furs berichtete, wird der Ueber die Entstehung des Streits, worüber der Vorwärts" der Handelskammer zu einer diesbezüglichen Besprechung einladen. Deutschlands tritt am 1. Januar in Kraft. Bedauerlich ist es, daß die Durchführung einer so vernünftigen Gberjelber Freien Presje" folgendes Ausführlia ere mitgetheilt: Maßregel vom Wohlwollen der Unternehmer abhängt. JmmerGegenwartzbild aus der bürgerlichen Gesellschaft. Vor vier Wochen bedachte Herr Wichager verfchiedene Weber hin fann man nur aufs lebb fteste wünschen, daß die übrigen Die Leitung der Rauch'fchen Papier fabrit in Seil mit einer Lohnkürzung ohne vorherige. Ankündig ing. Als die deutschen Fabritfinspektoren dem Beispiele Mörrishofer's nachbronn warf, wie die Schwäb. Tagwacht" meldet, den uf- Weber eine systematische Lohnreduktion voraussahen, richteten fie folgen. feber Wagner, der dieser Firma 36 Jahre lang feine ein gemeinfames Sayreisen au Herra Wiehager, worin im HinDienste gewiowet hat, wegen geringfügiger Veranlaffung auf's blick auf die schlechte Lage und die zahlreichen Familien gebeten österreichischen Abgeordnetenhause ist eine Petition von 1400 Der österreichische Staat als Unternehmer. Dem Pflaster. Das diefem von der Firma a gesteute Zeugniß lautet: wird, die alten Löhne bestehen zu lassen. Nachmittags lief eine Bergarbeitern Przibram 3 zugegangen, welche auf die Rudolf Wagner von hier hat vom Jahre 1857 bis Anfang schriftliche Antwort ein, worin der Herr bemerkte, daß er sich Schlamperei der österreichischen Behörden ein grelles Licht wirft. Rovember 1892 in unserer Fabrik zuerst als Arveiter und feu tein Ziel setzen ließe. Gin beigefügter Tarif fagte Lohnkürzungen Die Wiener Arbeiter- Zeitung" giebt einiges daraus zum besten. 1884 als Aueher gearbeitet. Mit beisen Fleiß und Leistungen von 5 bis 16 pet. an. Eine Deputation, welche zu vermitteln In der Einleitung der Petition wird u. a. darauf hingewiesen, waren wir stets zufrieden." Der Arbeiter hat also seine Pflicht und eine Einigung zu erzielen versuchte, tehrte unverrichteter daß die Berhältnisse der Bergarbeiter nirgends so schlecht sind, ficherlich er ut, er wumete die schönsten Jahre femes Lebens der Sache zurück. Daraufbin legten sämmtliche Weber die Arbeit wie beim f. f. Gilber- und Bleibergban in Przibram, sie sind genannten Firma, das alles schiste ihn aber nicht davor, wegen nieder. Eine am folgenden Tage nochmals gewählte Teputation geradezu unerträglich. Ter Lohn ist für ein menfchenwürdiges Dasein irgend einer unoedeutenden seranlaffung aus Loyn und Brot ge erhielt von Herrn Wiehager die Antwort: Wit kontroftorüchigen gänzlich unzulänglich. Trotzdem wird er nicht einmal voll ausjagt zu werden. Wlag er sehen, wie er durchkommt in der jetzigen Leuten unterhandle ich nicht." So dauerte der Streit 8 Tage. Auch gezahlt. Die Bergverwaltung zahlt den Arbeitern durch eine arveislosen Zeit, mitten im Winter und turz vor dem Geburts- die angegangene und erfolgte Bermittelung des Herrn Bürger- feineswegs reelle Prattit um 20 pet. weniger aus, als sie nach fené des Siiters der Religion der Lie e"! Die indifferenten meisters Langenfeld blieb ohne Eriolg. Eines Tages suchte dem vom Ackerbauministerium genehmigten Lohntarife aus Urbeiter erjeyen aus folgen Vorkommninjen, daß sie gar nichts der Spinnmeister mehrere Weber auf und rieth ihnen, es doch zahlen sollte. Da sich nach der Lohnhöhe die Kranken- und Gescheiteres thun tömmen, als sich der politischen und gewert noch einmal mit Heren Wiehager zu versuchen, so fönne es doch Invalidenrente richtet, werden die Arbeiter auch in dieser faillichen Arbeiterorganisation anzuschließen, anstatt sich daraus midt bleiven. Eine Deputation verbandelte denn auch längere Hinsicht geschädigt und verkürzt. Höchst schädlich und verwerflich au verlassen, daß ihnen der Unternehmer ständig eine sia ere Beit mit ihm, worauf er versprach, die Weber für den alten Lohn ist die Eintheilung der Arbeiter nach Lohntlaffen, z. B. die UnterEristens gewähren wird. Es tommt trog aller schönen leven wieder einzustellen. Die Arbeit wurde nun wieder aufgenommen. fcheidung von Hauern 1. und 2. Klaffe. Für gleich schwere des Unternehmerthums für jeden Arbeiter einmal die Zeit, wo Sämmtliche Lohnzettel wurden dem Meister zurückgege en, damit Arteit wird ungleicher Sohn gezahlt, was Anlaß zu Unirieden man ihn vor die Thür fezt hat dann ein solcher Arbeiter der Lohn, welder auf denselben schon entsprechend verkürzt war, und ungerechtigkeiten giebt. Die Bergverwaltung verfährt bei nicht den Schutz einer Organisation für sich, dann ist er im wieder wie früher darauf festgesezt würde. Bei der Zurückgabe der Klassifikation willkürlich. Uebersteigt bei Affordarbeit der wahrsten Sinne des Wortes verlassen von auen. der Lohnzettel faben aber die Weber zu ihrer Bestürzung, daß Affordlohn den festgesetzten Klaffenlohn( Tagelohn), so wird den Bibel und Geistlichkeit. In Mittelfranken hatte, wie in werden und nach dieser Zeit der Abz g dennoch start gezogen, und die Arbeiter erfahren von dem Abzug erft bei der Bibel und Geistlichkeit. In Mittelfranken hatte, wie in der alte Lohn nur für die näasten vierzehn Tage bezabit betreffenden Affordarbeitern der Mehrverdienst ganz einfach abder Mannheimer„ Bolfsimme" zu lesen, ein Bauer von Ober- finden solle. Jezt fündigten fämmtliche Qeber auf vierzehn Auszahlung. Wegen geringer Bergehen, die nicht selten feldrecht den in die hof wohnenden Geinlichen mit dem Juhr Tage, welche am 3. Dezember abgelaufen waren. Herr Wiehager von Vorgesekten mitverschuldet werk zum Gottesdienst auzuholen. Anstatt eines Reisewugels werden, werden Arbeiter nahm er aber einen Leiterwagen. Hierin sah der Geistliche eine hatte inzwischen in auswärtigen Zeitungen Weber herbei zu entlassen und verlieren ihre Ansprüche auf die Bruderlade. Beleidigung, wegen deren der Bauer zu 6 W. Straje verurtheilt Lie Folge davon war, daß eine ziemliche Anzahl fremder Weber, zum Theil bezeichnende Forderungen: Die Arbeits- und Strafvor locken gesucht und zwar unter allen möglichen Versprechungen. Die Betenten stellen folgende, für einen staatlichen Betrieb wurde. Was wurde der hochwürdige Mann mit dem figlia en u. a. von Aachen, hier anfamen. Dieselben sind aber, nachdem schristen bei den t. t. Przibramer Werken sollen revidirt werden, Chrgefühl erst gethan haben, wenn man ihm einen Giel gebracht sie die Geschichte des Streifs erfahren und ihnen die Reisekosten da sie entgegen den Bestimmungen des§ 200 des Allgem. hatte Und doch war Jesus mit einem solchen zufrieden. Und zurückerstattet waren, größtentheils wieder abgereift; fie find werggefeges vom 28. Mai 1854 ohne Buziehung der Arbeiter Paulus gevot den Chripen, nicht zu fein gleich den Heiden, und also auf Kosten des Herrn Wiehager hicher und auf Kosten der festgesetzt wurden. Die mitunter drakonischen Strafvorschriften den Bruder vor das Gericht zu schleppen. Arbeiter wieder abgereift. Nur 5 oder& fannten ein solches find den Arbeitern aufgezwungen worden. Da die jetzigen In Mannheim wird, wie die„ Volksstimme" mittheilt, die Solidaritätsgefühl nicht. Die Weber, welche Herr Wiehager auf Bruderladen Statuten weder dem Bruderladen- Geseze vom Jahre bereias ang lundigte Besprechung it er die Arbeitstolen feine Stojten kommen ließ, mußte er auch entsprechend ein 1889 nebst deffen Ergänzung vom Jahre 1891, noch den An& rage in den nächsten Tagen statisinden und zwar weiden an quartieren, mehrere Bürger weigerten sich jedoch, die diefer theilnehmen der Fabritinspektor Wörishofer, die Vertreter Fremden zu beherbergen, weil sie es für unrecht erachteten, Muñer Statut erfest werten, welches vom Minifterium im bes großherzoglichen Bezirksamts, des Stavnaths, der Handels- caß die Auswärtigen den Hießigen den Lohn verderben fouten. Jahre 1890 herau gegeben und auf den Bergarbeitertagen ver lammer und die Besiger jener Fabriken, in welchen gröere Da die Streifenden täglich Zusammenfünfte hatten, um ihre An- beffert und angenommen wurde. Die Freizügigkeit darf durch die Arbeiterentlassungen attgefunden haben. Möge das Ergeouis gelegenheiten zu besprechen und die ganze hiesige Arbeiterschaft Bruderladen nicht beschränkt werden. Die Bruderladen sollen im der Besprechung ein befriesigendes sein. jowie auch viele Bürger fich für die Sache der Arbeiter Sinne der Resolution des Bergarbeitertages vom 18. und intereffirten, so fam.elte fich am Montag Mittag eine Volts: 19. Oftober 1891 zentralisirt werden. Die Einzahlungen in die menge an, folaß für den Abend schon ein Gendarm requirirt Buterladen sollen bei den bermaligen Lohn erhältnissen vier wurde. Ein Mann wurde verhaftet, am anderen Morgen jedoch rozent vom Wohngulden nicht übersteigen. In die Versicherung wieder freigelassen. Am Dienstag wurde die bewaffnete Macht sollen die Frauen und Kinder der Bruderladenmitglieder einbezogen vorgenommen. Es hat sich a. ch bier wieder gese gt, daß, je mehr Begräbnißbeitrag soll das Mitglied erhalten, ohne Rücksicht, in welchem mit dem Säbel geraffelt wird, desto größer die Voitsaufläufe Meviere es wohnt. Die Funktionäre der Bruderladen müssen find. Man bört vielfach die Meinung äußern: Ohne Gendarmen frei und ohne Ginflußnahme der Bergverwaltung von den Mit Die Errichtung eines Arbeiter- Turnerbundes ist auch würde die Sache lange nicht die Bedeutung erlangt haben, wie gliedern gen ählt werden, desgleichen die Aerzte. Es sollen Werkfür Hamburg, Brenun, beck, Schlernig- Botnen, Oldenburg, jent." Der Herr Bürgermeister ließ sogar die Aufruhrparagraphen apotheken errichtet werden. Den Bruderladen soll die Regierung Friesland, Hannover( nördlich der Lüneburger Haice) im Werte. durch die Zeitung veröffentlichen. Die Streifenden felbst haben eine Subvention gewähren, damit sie endlich, dem Geseze vom Animmt Anmeldungen entgegen. Genosse Josef Quellmaia in Ahrensburg( Holstein) fich jedoch den Boltsaufläufen durchaus fern gehalten. Der Jabre 1891 gemäß, ihre Thätigkeit entfalten tönnen. Das t. f. Herr Pastor Meyer hat ebenfalls unter Mitwirtung des Bürger- Metteramt in Prag und die Karl Boromäusgewerkschaft der meifters mit Herrn Wiebager verhandelt. Derfelbe erklärt jett, Silber und Blei Bergwerke in Przibram werden aufgefordert, Die Errichtung eines allgemeinen bayerischen Arbeiter die Weber fönnten alle wieder anfangen, die Ridelsführer" je och eine aus beiderseits gewählten Vertretern bestehende Kommiffion Gangerbundes besaftigte eine ani vergangenen Sonntag im tönne er nia, t wieder einstellen; zudem fönne er auch die Leute, einzusetzen, welche eine den Verhältnissen und der fortgeschrittenen Gaje Wierk in Nurnberg abgehaltene Romezenz bayerischer die er neu eingestellt, nicht wieder entlaffen. Also anfangen Zeit entsprechende Arbeitsordnung auszuarbeiten hat. Streitfälle Bamberg, Regensburg, Augsburg, Bayreuth, Suweinfurt, Würz einem Lohusatze, der noch niedriger ist, als der vorher gekürzte. wird dem Ackerbau- Ministerium und dem Reichsrathe zur burg. Bon Nürnberg und den umliegenden Ortschaften waren Die Arbeiter sehen nun, wie hier die Sache steht. Wir bitten schleunigen Erledigung empfohlen. 21 Vereine vertreten, von München war ein zunimmungs- also, den Zuzug strengstens fern zu halten. Da der Schreiben eingelaufen. Ten Vorsitz führte Herr Gigger. Der Streit schon eine beträchtliche Summe geloftet, auch nicht abz Gut abgeführt wurde der ungarische Politifus Geheimrath felbe brachte das vom Sangerbund Berlin versandte Birkular sehen ist, wann er endet, so bitten wir die Genoffen allerorts, Gr hatte in einem Vortrage über die Arbeiterfrage geäußert, daß in Dr. A. v. Matletovis von Budapester Arbeitern. zur Kenntniß, woraus zu entnehmen, daß die Gründung eines uns in unserem gerechten Kampje zu unterft gen. Alle Sendungen Ungarn die Arbeiter noch von den Fabrikanten gesucht würden. Allgemeinen deutschen Arbeiter- Sängerbundes beabsichtigt ist, zu sind zu richten an: Ew. Blandkennagel, Hideswagen." welchem Behu, e an den Weihnachtsfeiertagen eine Konferenz in Diefer geistreiche Ausspiuch veranlaßte ein ganzes Heer BudaBerlin stattfinden wird. Aus dem Zirkular geht hervor, daß zur Eine Statistik der Arbeitslosen war auch von der peiter Arbeitslofe, bei dem Herrn Geheimrath um Mittheilung Seit 14 Arbeiter- Gefangvereinigungen mit 11000 Mitgliedern Generalkommission der Braunschweiger Gewerlichaften der Abreisen vorzusprechen, wo Arbeiter gebraucht würden. Daß angemeldet haben. Die Konferenz erklarte fich mit der Gründung schweiger Volksfreund" folgendes: In der Sitzung, in welcher dacht. Nun war für den Herrn guter Rath theuer. Arbeit eines deutschen Arbeiter- Sängerbundes einverstanden und wahlte bie Bertreter die Linen abliefern sollten, waren nicht alle Ver- fonnte er den Arbeitslosen nicht nachweisen, und so suchte er sich Derrn Beck- Nürnberg als Delegirten zur Berliner Konferenz treter anwesend; man elite jest, daß über 80 Listen nicht ab aus der fatalen Situation mit der Erklärung zu ziehen, daß man Außerdem wurde die Errichtung eines Bayerija, en Arbeiter geliefert worden sind. Ging schrieben hatten sich 848 Arbeitsfofe. in Ungarn ja volle Preß- und Redeireiheit genieße, er daher auch Sängerbundes beschlo, en und eine fechsgliedrige Rommiffion ein- ter den Eingeschriebenen befanden sich viele, die schon sehr lagen 5nne, was ihm beliebe. An der Freiheit der Meinungslange Zeit außer Arbeit sind und eine große Anzahl Kinder zu äußerung wird ihn gewiß foin Budapeiler Arbeiter hindern tires Bundes- Chormeipers und die Avhaltung von gößeren und ernähren haben. Von mehreren Vertretern wurde erwähnt, daß wollen, aber daß die Preß- und Redefreiheit ein moralisches fleineren Sängerfesten find in Aussicht genommen. Zur end- diefe Angelegenheit viel ausführlicher und ernster in die Hand Hecht gäbe, zu lügen, das ist eine Entdeckung, die für den giltigen Beschlußiajung wird nach Erlet igung der Bo.arbeiten genommen werden müsse. Es ſelen bedeutend mehr Arbeitslose Herrn Geheimrath noch blamablet ist, als die obenerwähnte eine Generalversammlung einberufen werden. am Plage, aber leider hätten viele eine gewiffe Furcht, fich auf Aeußerung. unsere Linen einzuzeichnen. Viele glaubten, ihre Nomen würden Der Magistrat von Mülhansen i. E. hatte bei verö jentlicht und sie fönnten dadurch geschätigt werden." Wan Bekanntgabe des Termins der Gewerbegerichte a hl beschloß nun, nechmals einen Aufruf im Volfefreund" zu erlaffen Bergleute in Fiénu im Ausstande feien. Eine stark besuchte Arbeitslosenversammlung in Magdeburg wählte eine fünfgliederige Romuflon, welche ben lagiftrat erfuchen foll, noch vor Weihnachten arbeit zu be Arbeitstofen zu Weihnachten wenigens ihren Hunger piuen tönnen. = thren Beuritt zu dem projeltirien beutfden Arbeiter Sängerbund aufgenommen worden. Las Resultat ift nach dem Braun er beim Wort gehalten werden könnte, daran hatte er nicht geder " Aus Mons meldet ein Telegramm des D. B. H.", daß die 群 Die Bergleute von Süd- Wales befchloffen, zu Neujahr nicht die 14 tägige frist eingehalten, welche zwija, en der e- und mitzutheilen, daß in sämmtlichen Herbergen, sowie in der tanntmachung des Wahltermine und legteren felbft zu liegen Expedition des Bollssteunds" Listen zum Einzeichnen ausliegen. der großen National Föderation der britischen Bergarbeiter bei Sab bei 5662 Wählern der Arbeitervertreter 81 auf die Minute säulen das Interesse für die Sache bejfer als bisher zu wecken. Imit Ausnahme derjenigen von Northumberland umfassen. Geld Bret jährt 1,10 in's 五 零 卡 illuf 26elt 8,305 barb Unge Versammlungen. Urheberschaft dieser neuen Befteuerung, und werden dieselbe eines- Die heutige Versammlung erfennt den Boykott als gerech theils auf die Konsumenten, anderntheils auf die Brauergehilfen an und verpflichtet sich in jeder Weise die Gewerkschaft Don Weber die in Aussicht genommene Bierstener und deren abwälzen, indem sie einfach den Arbeitslohn herabfegen. Müller, Fürth zu unterstügen. Sie empfiehlt der hiesigen Streit- RontrollFolgen für die Konsumenten sprach am Sonntag der Genosse Böttcher, weist nach, daß durch die Branntweinfteuer Frankreichs, fommission, die erforderlichen Schritte zu veranlaffen." ehner in einer öffentlichen Böttcher- und Brauerwelche von einem Zoll von 40 Mark pro hektoliter jetzt auf Ter Kollege Steier, welcher beauftragt war, in den Brauereien Versammlung. Der Redner führte aus, wie die ungeheuren 90 Mark gestiegen, 45 v& t. der Böttcher brotlos geworden sind. das nöthige zu den Gewerbegerichts: Wahlen zu veranlaffen, theilt 3 ie de mann, Brauer, hält es ebenfalls für nothwendig, mit, daß die Brauergehilfen in der Brauerei Friedrichaft Summen, welche der Militarismus verschlingt, wesentlich durch indirekte Steuern auf die nothwendigen Konsumartikel aufgebracht gegen diese Steuer Front zu machen. Die Brauer in der er hain wohl freie Wohnung hätten, allein tros ihrer Eigenschaft werden. Da nun die Arbeitslöhne, statt zu steigen, vielfach wähnten Versammlung hätten es abgelehnt, das Bier zu ver- als" freie Arbeiter aus ihrem Logis nicht herauskommen und zurückgegangen seien, bliebe dem Arbeiter, der zum allerwesent theuern, somit müsse der Prozentgehalt heruntergesetzt werden, somit auch nicht zu den Gewerbegerichts- Wahlen gehen könnten, lichsten Theil die Steuern aufbringen müsse, nichts weiter was wohl kaum noch möglich sein dürfte. Hierzu wurde folgenden Happold's Brauerei ſei einem Kollegen, der die übrig, als sich in seiner Lebenshaltung immer mehr einzu- Resolution angenommen: Brauer zur Eintragung in die Wählerlisten habe auffordern schränken. Eine neue Last solle dem Volke durch erhöhte Be-„ Die Versammlung erklärt sich mit den Ausführungen des wollen, einfach die Thür gewiesen worden. In der Nord Steuerung des Bieres auferlegt werden. Wenn jetzt das Bier in Referenten, Stadtverordneten Mezner, vollständig einverstanden deutschen Brauerei dürfen weder der Vorwärts" noch weiten Bevölkerungsfreifen noch ein in Betracht kommender Kon- und erhebt energisch Protest gegen eine in Aussicht genommene sonstige derartige Zeitungen gehalten werden. Schlimme zu fumartikel sei, so werde es nach Annahme einer erhöhten Steuer Mehrbelastung des Vieres, weil diese nur am meisten von der üände herrschen in der National- Brauerei. Hier seien durch den Reichstag bald ein Luxusartikel werden, den der Ar- Arbeiterbevölkerung getragen wird. Auch ist die Versammlung Kollegen, die der Arbeiterfache nahe standen, vor die Alternative beiter nothgedrungen entbehren müsse. Vor allem sei es daher der Ansicht, daß durch eine Mehrbelastung des Bierz der Brannt gestellt worden, aus der Vereinigung auszutreten oder ihrer Arbeit Pricht der durch einen Rückgang des Koufums besonders ge- weinkonsum erhöht und somit der Trunksucht Borschub geleistet verlustig zu gehen. Hierzu wurde folgender Antrag angenommen; fchädigten Arbeiterfreise, also der Böttcher und Brauer, energiich würde. Tes weiteren erklären sich die Versammelten gegen eine Die heutige Versammlung stellt den Antrag an die Dele die neue Steuer als überhaupt das heutige System zu bekämpfen. Steuererhöhung, weil deren Ertrag zum besten eines Systems ver- girten der Brauer und Böttcher, die Angelegenheit Steier der Preuß, Brauer, Stralan- Rummelsburg, meinte, daß die Brauerei- wandt werden soll, welchem sich die flassenbewußte Arbeiterschaft Streit- Kontrollkommission zu überweisen". besitzer diese Sache zwar in ihrer Art zum Austrag zu bringen fonfequent gegenüber stellen muß." gesucht, aber vergessen hätten, die Brauergehilfen zu Bu Puntt 2: Stellungnahme zum Bierboykott der Brauerei ihrer Versammlung einzuladen. Jene Herren stehen auf Evora und Meyer in Fürth wurde folgende Resolution an einen anderen Standpunkt, kehren sich nicht an diel genommen: Bus In S Verlag des Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW, Beuthstrasse 2. Folgende Gesetzes- Ausgaben unseres Berlages empfehlen wir zur Anschaffung: Tas Vereins- und Versammlungsrecht in Deutschland in ausführlichen Erläuterungen zum Preußischen Vereinsgeseh vom 11. März 1850 und einer Uebersicht des Vereins- und Versammlungsrechts nach den reiche gesetzlichen und landesrechtlichen Vorschriften. Mit einem Anhange, enthaltend: eine Zusammenstellung des Textes der in den einzelnen Bundes staaten bestehenden Bestimmungen über Vereins und Ver sammlungsrecht und alphabetischem Sachregister. VIII n. 210 Seiten, 8°. Preis elegnut geheftet 2,50 M., in braunen Bädeckerband gebunden 3 M. Unentbehrlich für die Vorstände der politischen Vereine und Gewerkschaften in allen deutschen Bundesftaaten. E Ferner: Kranken- Versicherungs- Gesetz vom 15. Juni 1888 in der Fassung der Novelle vom 10. April 1892. Mit erläuternden Anmerkungen, einem Anhange, enthaltend: die Ausdehnung der Unfall- und Kranken- Versicherung, die Unfall- und Kranken- Versicherung der in land und for wirthschaftlichen Betrieben beschäftigten Personen, und das Gesetz über die eingeschriebenen Hilfskassen, und alphabetischem Sachregister. Taschenformat. Gleg. cart. 285 Geiten. Preis 1,20 M. Mit dem 1. Januar 1893 erlangt die Krankenversicherungs- Novelle Gessicohtraft. E Gesetz, betr. die Gewerbegerichte. Vom 29. Juli 1890. Mit erläuternden Anmerkungen, einer Uebersicht des Inhalts des Gesezes und alphabetischem Sachregister. Taschenformat. Eleg. cart. 96 Seiten. Preis 50 Pf. Gewerbe- Ordnung für das Deutsche Reich vom 21. Juni 1869 in der Fassung des Reichs- Gesetzes vom 1. Juli 1883 und unter Berücksichtigung der durch die Gefeße vom 8. Dezember 1884, 23. April 1886, 6. Juli 1887 und 1. Juni 1891 eingeführten Aenderungen, Mit erläuternden Anmerkungen und ausführlichem Sachregister. Zweite, durdy die Ausführungs- Bekimmungen des Bundesraths vermehrte Auflage. Taschenformat.- Elegant cart. 306 Seiten. Preis 1 M. Verfassung des Deutschen Reichs nebst Wahlgesetz für den Reichstag und Wahlreglement. Taschenformat. Eleg. cart. 64 Seiten. Preis 30 Pf. Die Juvaliditäts- und Altersversicherung der Arbeiter nach dem Reichsgefeh vom 22. 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