Mr. 295. Gefcheint täglich außer Montags. Prets pränumerando: Biertelfährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 N, wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer fg. Sonntags- Nummer mit luftr. Sonntags- Beilage ,, Neue Belt" 10 Pig. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuz band: Deutschland u. Defterreich Ungarn 2 wt., für das übrige Ausland 3 Mr.pr.Monat. Eingetr. In der Boft- Beitungs- Preisliste für 1892 unter Mr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgefpaltene Petitzeile oder deren Raunt 40 Pfg., für Beretns: und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inferate für die nächste Muninter müffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Bor mittags geöffnet. Fernsprech- Anschlus Amt I, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Freitag, den 16. Dezember 1892. aus Jahr ein nach kurzen Zeiträumen überhafteter Arbeit fördert. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Arbeiterenklaffungen. thun möge. Mit der brutalen nachten Thatsache, daß Jahr im Inlande auch von anderer Seite noch muthwillig geGeht ein geschichtliches Zeitalter zu Nüste, so mehren Entlassungen von Arbeitern nothwendig werden, muß fortan Auch die Kapitalien, welche in der Industrie„ arbeiten", fich die Zeichen des Niedergangs. Dumps grollend ver- gerechnet werden, wie mit einer mathematischen Formel. finden eine durchaus irrationelle Verwendung. Ueberschüssiges fünden unheilbeladene Stürme, daß das große Wetter im Die unfähige Unternehmerklasse ist einfach außer stande, Kapital wird oft in Wege geleitet, wo es absolut keine beAnzuge fei, welches die Grundvesten der zerrütteten Ordnung eine Regelmäßigkeit in den industriellen Betrieben einzu fruchtende Thätigkeit entfalten kann, wo es die schon vorniederwerfen wird. führen, da die uferlose Produktionsmethode, welche keine handene Ueberproduktion auf den Gipfel treibt und die Fühlung mit den Bedürfnissen der Welt hat, zu einer Krists beschleunigen hilft, während es, in die richtigen völligen Anarchie führen muß, ja eigentlich schon ge- Kanäle geleitet, segenspendend hätte wirken können. führt hat. Das alles sind Umstände, die zusammenwirken, um Die Arbeiterentlaffungen find nur ein Symptom der jene ungeheuren Arbeiterentlassungen zu schaffen, von denen anarchischen Wirthschaft und lassen sich zum Theil auf das wir gerade jetzt wieder Zeuge find. Die Zahl der Arbeiter, Saisongeschäft zurückführen. Dieses ist eine von den kapi- welche existenzlos werden, nimmt progressiv zu, und in talistischen Einrichtungen unzertrennliche Handelsgewohnheit, parallelem Verhältniß steigert sich die Zahl derjenigen Beauch im internationalen Berkehr, geworden, woraus sich ergiebt, triebe, welche außer Stande find, den Kampf des Daseins mehr von der Tagesordnung verschwinden können. daß die Arbeiterentlassungen unter derHerrschaft deskapitals nie mit den großen, nach bestimmter Schablone arbeitenden Kapitalistenvereinigungen, den Aktiengesellschaften und Bis zur Unerträglichkeit schon sind sie gesteigert. Kartellen, fortzukämpfen. Die Großbetriebe aber haben es Wohl jeder Zweig der Produktion hat heute bereits seine in der Hand, das Geschäft so zu lenken, daß stets eine Bon Tag zu Tag werden die Anzeichen der herannahenden Krisis greifbarer, eindringlicher, ungestümer. dem Erkennen der Wahrheit nach der Fibelweisheit: Unterdeffen verschließen die Thoren sich mit aller Macht Wenn die Kinder sind im Dunkeln, wird beklommen ihr Gemüth, Lied." " Und um ihre Angst zu bannen, singen sie ein frohes Und um ihre Angst zu bannen, singen fie ein frohes Und in naiver Rinderlogik tanzen fie auf dem vulkanisch unterwühlten Boden einen ausgelassen tollen Tanz. Die grollenden Wetter aber fünden das Unheil an, das ten sich vorbereitet. Zug um Zug folgen einander die Saison. Der Großkaufmann, der kleine Zwischenhändler, große Masse Arbeiter stellungslos bleibt. Dies ist nothBeweise, welche die Unhaltbarkeit der herrschenden Ordnung ja selbst der letzte Krämer denkt nicht mehr daran, im Voraus wendig, um die Herrschaft des Kapitals über die Arbeiter befunden. feine Bestellungen zu machen. Es wartet ein jeder, bis daß sicher zu stellen. Eine beredtere Sprache als jetzt die massenhaften der andere vorangehe, um auf des lieben Nächsten Kosten Arbeiterentlaffungen zu uns reden, kann man sich nicht etliche kleine Vortheile zu ergattern. Weiß er doch, daß der anderen Seite eine große Gefahr für den Bestand der Allerdings schließt diese Taktik der Großindustrie auf denken. der Fabrikant in jedem Augenblick im stande ist, gewaltige Gesellschaft in sich, wessen sich unsere Unternehmerklasse sehr Sind sie nöthig, diese barbarischen Arbeiterentlaffungen Waarenmengen zu erzeugen. Innerhalb weniger Wochen wohl bewußt ist. Judeffen, die Wahrheit sagen, die Gefahr im Großen? Giebt es fein Mittel zur Rückkehr vernünf können ganze Berge von Waaren auf den Markt geworfen öffentlich eingestehen, hieße die Abdankungsurkunde volliger Kulturzustände? Nun, in der heutigen Weltordnung werden. Die vervollkommneten Maschinen arbeiten trefflich ziehen. Daher klammern sich die Bourgeois an das BeBiebt es allerdings fein Heilmittel, feinen Schuh dagegen und schnell. Und die Menschen? Mun, wozu wäre die stehende, das ihnen allein ihre Macht, ihre Borrechte, ihren Die Unternehmerttasse tann nicht mehr zurück, selbst wenn Nachtarbeit denn da, wenn nicht zur Bequemlichkeit der Einfluß, ihre angemaßte Sonderstellung verbürgt, an, und Je wollte. Unaufhaltsam wird sie vorwärts gestoßen. Die Industriellen? Beliebig legen sie Feierschichten ein und arbeiten steigern das Glend der Massen, indem sie die Dinge Rachdrängenden treiben zur Eile. Allein, es ist eine Sack- Remit Ueberstunden. Auf den Arbeiter Rücksicht dabei nehmen, ist ungestört weiter treiben lassen, ihrem Verhängniß entgegen. dem Höhepunkt des Elends, der Unbilligkeit, der Finsterniß er durch die überanstrengte gehegte Arbeit in den schlecht welche die Irrthümer der heutigen Gesellschaft klar erkennt, angelangt ist, dann ist sie am Ende der Sackgasje. Dann ventilirten Räumen nicht dauernden Schaden an seiner schwillt sichtlich an. t unfere Bahn frei. Gesundheit gelitten hat, sieht sich nach den kurzen Wochen Ist die Zahl derjenigen aber, welche tlar sehen, einmal Lange fann es nicht dauern, bis der Höhepunkt fieberhafter Thätigkeit, in welchen der Fabrikherr die die große Mehrheit und die zunehmende Arbeitslosigkeit Finsterniß erreicht ist und die traurige Maschine, ge- drängenden Ordres erledigt, bei Seite geschoben, für ihn ist ein Weg hierzu so wird unsere Bahn frei sein, nut bürgerliche Gesellschaft, stocken muß. Das lehren uns ist jetzt keine Beschäftigung mehr. Es folgt die stille Zeit denn niemand wird gegen eine Partei kämpfen wollen, die enormen Arbeiterentlaffungen, welche jetzt von den In- und mit ihr die Zeit der Entbehrungen, vor der heute welche numerisch und in sittlich- ethischer Richtung das Ueberbuftriegewaltigen ausgeführt werden. Das ist kein Zustand Reiner, selbst der tüchtigste Arbeiter, sicher ist. Jetzt häufen gewicht hat. mehr, der die Kraft hat fortzuleben. Das ist der nackte sich die Schulden, bis auch der Kredit versagt; bald ist ein Berfall, der Zusammensturz dessen was ist. Das möge die übermüthige Unternehmerklasse bedenken. Herausarbeiten aus dieser verzweifelten Lage zur UnmögDen Krupp und Baare, welche plöglich je 500 Arbeiter lichkeit geworden. entlassen, werden die Königs- und Laurahütte mit ca. 1000 Entlassungen, westfälische und sächsische Fabrikanten Saisongeschäfts stetig zu. Sie erstreckt sich bereits auf die Auch an Ausdehnung nimmt die Einrichtung des als wenn sie alle blos auf das Stichwort thres Ober- räume zwischen Saison und stiller Geschäftszeit, d. h. auf kleinsten Betriebe und immer größer werden die Zwischen Politische Uebersicht. priesters, des Herrn Baare, gewartet hätten, um einen lange immer engeren Zeitraum drängt sich die erstere zusammen. gehegten Borsatz zur Ausführung zu bringen. Ein ganzes Hierzu tritt sodann das unpatriotische wahnsinnige Ge der hier ins Elend gejagt. Und wofür das Alles? Weil die Unternehmerklasse einen Sündenbock braucht, den ſe in die Wilſte ſchicle, weil sie, gleich dem Schah von Persien, Prügeltnaben nöthig hat, der für ihre Sünden Buße einen Feuilleton. Radbrua verboten.) bas Bel- Ami. Roman von Guy de Maupassant. [ 39 Berlin, den 15. Dezember. Die letzte Sigung vor den Ferien des Reichstags brachte noch eine recht interessante Debatte über die lex Industrien deutsche Kohlen zu solchen Schleuderpreisen Heinze. Eine rechte Freude an diesem Muster von Ge liefern, daß jene Industrien dadurch die deutsche Kon- legenheits- Gesetzmacherei hat eigentlich niemand im Reichsturrenz auf dem Weltmarkt allüberall erfolgreich aus tag, das ergab die heutige Berhandlung zur Evidenz. Nur dem Felde schlagen, und derart wird die Arbeitslosigkeit Herr Rintelen vom Zentrum stellte sich ganz auf den Boden Wir müssen sofort einen großen Artikel schreiben, der Aufsehen macht. Die nöthigen Angaben und Ziffern hab ich schon. Wir müssen uns unverzüglich daran machen. Komm also und nimm die Lampe. Von Zeit zu Zeit stockte sie und fragte: Drückt das auch richtig aus, was Du sagen willst?" Ja, vollkommen", erwiderte er. Gie hatte pitante, giftige Einfälle, wie sie nur eine Er nahm sie und sie gingen in das Arbeitszimmer. Frau haben kann, um den Premierminister zu treffen. Sie Diefelben Bücher wie früher standen im Schrank. Nur trug mischte Spott über sein Gesicht in den Spott über seine er jetzt auf seiner Decke die drei Vasen, die Forestier am Politik und wußte ihn so drollig vorzubringen, daß man Tage vor seinem Tode am Golf Juan gekauft hatte. Unter zu gleicher Zeit lachen und von der Richtigkeit der Be dem Tisch harrte der Fußsack des Todten der Füße Du Roy's, obachtung gepackt sein mußte. Als sie wiederkam, fand sie sie in einer Plauderei über der sich eben zurecht gesetzt hatte und den elfenbeinernen Zuweilen fügte Du Roy einige Zeilen aus eigenem Theater aus Anlaß eines neuen Stückes, und so voll- Federhalter ergriff, dessen Ende die Zähne seines Vorgängers hinzu, die die Gewalt des Angriffs verstärkten und verLommen einer Meinung, daß eine Art rasch entstandener ein wenig benagt hatten. tieften. Er verstand die Kunst der perfiden Anspielung Freundschaft wegen der völligen Uebereinstimmung ihrer Ge-| banten in ihren Augen glänzte. Madeleine hatte sich eine Bigarette angezündet, lehnte aus dem Grunde, hatte er sie doch, als er seine Lokalnotizen sich an den Kamin und begann ihre Nachrichten vorzu- notizen schärfte, erlernt. Und wenn ihm eine Thatsache, Das Essen war reizend; es verlief so vertraut und tragen. Dann setzte sie ihre Gedanken und den Plan die Madeleine als sicher hinstellte, zweifelhaft oder anrüchig herzlich, daß der Graf bis spät in den Abend hinein bei des Artikels, wie sie ihn sich dachte, auseinander. vortam, so verstand er es trefflich, sie zwischen den Zeilen ihnen blieb. Er fühlte sich so wohl in diesem Hause, in Er hörte ihr aufmerksam zu und machte sich gelegentlich lesen zu lassen und sie so dem Leser viel fester einzuprägen, dieser hübschen jungen Ehe. Notizen. Als sie fertig war, erhob er Einwürfe, nahm die Frage als wenn er sie gerade herausgesagt hätte. Als er gegangen war, fragte Madelaine ihren Mann: von einem anderen Ende auf, gab ihr eine größere Gestalt und Als ihr Artikel fertig war, las ihn Georges noch ein" Run, ist er nicht ein ausgezeichneter Mensch? Er entwickelte nun feinerseits nicht mehr blos den Plan zu mal laut und deklamirend vor. Sie waren beide der Meigewinnt immer mehr, je länger man ihn fennt. Er ist der einem Bane, sondern einen vollständigen Feldzugsplan mung, daß er ausgezeichnet gelungen wäre, und lächelten sich beste, zuverlässigste, ergebenste, treneste Freund. Ach! Ohne gegen die Regierung. Der Artikel sollte mir die erste freudig überrascht an, als wenn sie sich jetzt erst recht ents Attacke sein. Seine Frau hatte zu rauchen aufgehört, so deckten. Tief saben sie sich von Bewunderung und ZärtlichSie vollendete den Satz nicht und Georges erwiderte: rege war ihr Interesse geworden, so weit in die Ferne teit erfüllt in die Augen, und sie füßten sich mit einem ich, sehr gut mit einander auskommen." Ja, ich finde ihn auch sehr angenehm. Wir werden, glaube verfolgte sie den Gedanken ihres Gatten. Eifer, einem Fener, als vermählte sich Leib und Seele. Nur von Zeit zu Zeit murmelte fie: Ja Ja... Gie begann aber sofort von etwas anderem zu reden: Gehr gut... Sehr gut... Ausgezeichnet Als er mun feinerseits mit dem Reden fertig war, sagte Aber der Anfang fiel ihm noch immer schwer, und er Vormittag hab ich sehr wichtige Nachrichten er suchte mühsam nach Worten. Da trat sie heran, beugte halten, Nachrichten aus Marokko. Der Abgeordnete Laroche- fich sacht über seine Schulter und begann ihm leise Säge Mathieu, der fünftige Minister, hat sie mir überbracht. ins Ohr zu flüstern. ihn Du weist noch gar nicht, daß wir heut Abend, bevor wir zu Bett gehen, noch arbeiten müssen. Vor dem Diner hatte fie: Geht wollen wir schreiben.". ich feine Reit, mit Dir davon zu reden, weil Baudrec gleich tam. Heut " Der Artikel erschien mit der Unterschrift: Georges Du Roy de Cantel und machte großes Aufsehen. Die Deputirtenkammer gerieth in Bewegung. Herr Walter beglückwünschte den Verfasser und übertrug ihm die politische Redaktion der„ Vie Française". Boisrenard übernahm wieder das Lokale. Nun begann die Zeitung ebenso geschickt wie heftig den leitenden Minister zu bekämpfen. Bald war der Angriff der Vorlage, aber auch er konnte nur für seine Person hervorgehoben, aber stets nur," um zu dem Resultat" zu Theil veröffentlicht. Diese Biebermänner nannte man in sprechen, denn das Gros seiner Partei denkt über den Polizei- kommen, daß die bemängelte Vorlage etwas sehr Gutes sei, Deutschland Bettelatrioten; und die Briefe deutsche charakter der Vorlage ganz erheblich anders. Ganz ab- das um jeden Preis angenommen werden müsse. Wenn die Bettelpatrioten") b vielen unserer Leser bekannt, sprechend über die Vorlage lautete das Urtheil des Frei- Wähler nicht die Augen offen halten, dann wird von der sollten allen bekannt sein, denn sie enthalten prächtig finnigen Horwit. Derselbe sprach sich auch entschieden gegen Mehrheit des Reichstags in der Kommission der Handel Material zur Natur geschichte der Bourgeoisie. Die Kasernirung der Prostituirten aus, wobei ihm das mit der Regierung abgeschloffen, und die zweite Berathung Wäre die Firm a Löwe sozialdemokratisch, dann würde intereffante Gefiändniß entschlüpfte, daß die Prostitution wird zu einem einfachen Possenspiel, bei dem die Rollen im die National- Beitung" vermuthlich einen träftigeren ein Stück der göttlichen Weltordnung" sei. Den schlechten voraus vertheilt und das Resultat schon vorher abge- bruck gefunden haben, als das milde ungehörig". Eindruck, welchen die Jungfernrede des Abgeordneten Hol- tartet ist. Uebrigens wollen wir uns nicht ereifern. Das übe Ieufer, der sich am ersten Tage der Debatte für die Kaserlaffen wir der politischen Geschäftsfirma Ahlwardt und nirung und staatliche Regelung der Prostitution aussprach, Der Gefehentwurf über den Verrath militärischer Rompagnie, die für den nöthigen Entrüftungs- und Reklame in den pietistisch- konservativen Kreisen gemacht hat, zu ver- Geheimnisse, der dem Reichstage vorgelegt ist, stimmt mit rummel gewiß sorgen wird. Wir wollen ihr blos bemerken wischen, mußte heute der Ober- Verwaltungsgerichts- Nath dem im Februar bereits eingereichten Entwurfe überein, daß die englischen Kaufleute, welche den Kaffern während Hahn, ein Reaktionär, wie sie selbst unter den Deutsch- und ist nur um zwei Paragraphen vermehrt. Es sind die bes letzten Krieges mit England,- und die franzöfifches fonservativen nur vereinzelt vorkommen, allerlei Bedenken§§ 8 und 18 der Vorlage. Kaufleute die den Negern, während des jüngsten gegen die Vorlage zum besten geben. Die Thatsache, daß Der§ 8 lautet: Dahomeh Krieges mit Frankreich, Waffen und Munition unterm neuen Rurs vor allem Kirchen gebaut und zugleich Wer, abgesehen von den Fällen des Verraths militärischer verkauften, vortreffliche Christen Geheimnisse(§§ 1 und 2), über die Verhältniffe der Tropfer femitischen Blutes in den Adern haben. Und die Hurenhäuser eingerichtet werden sollen, konnte freilich auch Herr Hahn nicht wegstreiten. Kriegsmacht oder der Vertheidigungsmittel waren und teinen des Deutschen Reich 3 Mittheilungen in die Deffentlich- deutschen Bettelpatrioten der Tuilerien waren fast an Ueber das geistige Niveau der nationalliberalen Wählerfeit bringt oder an eine fremde Regierung gelangen läßt, ob- schließlich chriftliche Germanen mancher davon lebt nod schaft klärte uns Herr Bieschel auf, indem er von derselben wohl er weiß oder den Umständen nach annehmen muß, daß und spielt sogar eine Rolle. erzählte, daß man in diesen Kreisen noch vielfach daran dadurch die Sicherheit des Reichs gefährdet wird, wird mit Die Firma Löwe hat sicherlich nicht patriotisch glaube, daß die Sozialdemokraten theilen wollen. Eine Gefängniß bis zu drei Jahren bestraft, neben welchem auf handelt, indem sie dem französischen Kriegsminister, geradezu vernichtende Kritik an der Vorlage übte unser Geldstrafe bis zu 10 000. erkannt werden kann. gar einem Boulanger, ihre Dienste anbot, aber sie hat m Genosse Stadthagen. Derselbe illuftrirte an einer großen Hiermit läßt sich jebe Diskussion über Militärverhält im Geiste des Kapitalismus gehandelt, der in allen Kultur Bahl traffer Beispiele, was von der Phrase zu halten sei: niffe verhüten; die Ausdrücke dieses Paragraphen bieten ländern international ist und vaterlandslos. man könne getrost der Rechtsprechung es überlassen, das der willkürlichsten Auslegung Spielraum. Freilich, mit Ueber Jdealismus leitartikelt heute der Reich Richtige zu treffen. Der Bundeskommissar von Lenthe fand welchem Erfolg? Der Militarismus, der eine fachliche in diesen Ausführungen zwar Schmähungen" der Richter Kritik nicht verträgt, muß sich um so eher auf Angriffe bote". Der Jdealismus des Mucker- und Judenhez- Blatte ift: Muckerei mit Judenheze. Der Stöcker'sche Idealismu und Staatsanwälte; seine Ausführung wäre aber à la Ahlwardt gefaßt machen. wirkungsvoller gewesen, wenn er dem erdrückenden Der§ 13 erklärt die Zulässigkeit der Beschlagnahrne gleicht der idealen Bismarc'schen„ Wahlfreiheit", die dari Thatsachenmaterial gegenüber, bas der Abgeordnete von Druckschriften ohne richterliche Anordnung in den besteht, daß der Wähler auf Kommando des Landrath zwischen zwei Gendarmen oder Schuyleuten an die Wahl Stadthagen vorführte, auch nur nach einer Richtung Fällen, welche der Gesetzentwurf behandelt, urne geleitet wird, damit ihn die Agitatoren nicht moralif hin hätte nachweisen können, daß dasselbe falsch dargestellt oder unrichtig wiedergegeben sei. Troh der ge Bettelpatriotismus und Vaterlandslofigkeit. Aus vergewaltigen tönnen. Diefe Wortfalschmünzerei ist bi Zwillingsschwester der Depeschen-, Redaktion". hobenen Stimme und dem Brustton fittlicher Entrüftung, Paris wird der National- Zeitung" telegraphirt: den der Herr Bundeskommissar anzuschlagen beliebte, blieb das Haus doch eifig falt, als er seine Philippika schloß. Ueber gewisse Erscheinungen in der Rechtsprechung in neuerer Zeit hat man eben nicht blos innerhalb der sozialdemokratischen Kreise seine eigene Meinung. Den Schluß der Redner bildete unser Genoffe Bebel, welcher dem von Herrn Rintelen vertretenen Scheinchristenthum wirkliche christliche Lehren und Grundsäge entgegen hielt. Nachdem nunmehr die Generaldebatte über die lex Heinze geschloffen ist, darf als Ergebniß derselben mit Sicherheit angenommen werden, daß dieser Wechselbalg wahrscheinlich gar nicht mehr oder doch nur in voll ständig umgeänderter Gestalt aus der Kommission heraustommen wird. In die Militär- Kommission sind gewählt 3 Sozial. demokraten: Bebel, Grillenberger, Singer; 5 Kon= servative: Frhr. v. Hammerstein, Frhr. v. Friesen, Frhr. v. Manteuffel, Graf v. Saldern- Ahlimb, v. d. Schulen burg- Beezendorf; 1 Freikonservativer: Frhr. v. Stumm; 3 Nationalliberale: v. Bennigsen, Buhl, Schneider; 8 Zentrums- Mitglieder: Graf Ballestrem, Frhr. v. Buol, Frißen, Gröber, Lieber, Graf Brensing( Straubing), Schädler, Frhr. v. Wendt; 5 Freis sinnige: Baumbach, Hugo Hermes, Hinze, Rickert und Richter; 1 Boltsparteiler: Payer; 2 Polen: v. Komierowski, Graf Kwiledi. Paris, 15. Dezember. Der Figaro" veröffentlicht die Abschrift eines im Befize des Hauptmanns Driant, Schwieger sohnes Boulanger's, befindlichen Briefes an den damaligen Kriegsminister Boulanger, worin Ludwig Löwe und Rompagnie in Berlin schreiben, sie hätten erfahren, daß der Minister einen Offizier nach Amerifa gefchickt, um Einrichtungen für die Massenfabrikation neuer Gewehre zu taufen. Die Fabrik Löwe beschäftige sich seit langer Zeit mit vorlage vom Reich stage abgelehnt wird, so bildet b Zahmer Parlamentarismus. Wenn die Militä einen Grund zum Rücktritt des Herrn Caprivi; es ist fes Mißtrauensvotum, ebenso wenig, wie es für einen Staat anwalt ein Grund zur Niederlegung seines Amtes ist, wenn ihm vom Gericht ein Antrag abgelehnt wird. Also argumentirt und leitartikelt nicht die Kreu der Herstellung der Maschinen für die Maffenfabrikation von Beitung", sondern die fortschrittliche Tante Voß“. Und Gewehren, welche vervollkommneter als die amerikanischen Diesen Barlamentaristen traute Fürst Bismarck einst zu, fi feien, weshalb sie vorschlage, der Minister möge einen wollten eine Barlaments- Regierung und sogar ein Barle Offizier nach Berlin schicken, um sich zu überzeugen, daß es unnöthig sei, Maschinen in ments- Heer nach Cromwell'schem Muster errichten! Fällt Advokaten Ahlwardts. Die National- Zeitung" bemerkt hierzu: oder bas eine Amerita su taufen, bie vortheilhafter in ihnen nicht ein. Sie verlangen nicht einmal, daß e Europa zu beschaffen feien. Der Figaro" fügt Ministerium ein Regierungshaupt, hinzu, das Original dieses Briefes stehe zur Verfügung des parlamentarische Niederlage erlitten hat, zurücktrete! Det Barlamentarismus der Fortschrittspartei steht auf gleicher Höhe mit ihrem Liberalismus, der sie gestern, in Sachen Aylwardt's, ein Grundrecht der Volksvertretung den klein lichsten Partei- Sonderinteressen und Parteivorurtheilen opfern ließ. Die Tendenz dieser Veröffentlichung ergiebt fich aus den Schlußworten des" Figaro". Wir haben das obige Telegramm der Firma Löwe vorgelegt, welche darüber folgende Austunft giebt: Der im Figaro" veröffentlichte Brief ist echt; er batirt vom 20. November 1886, während die Fabrikation von konservativen Barteitag, an dem auch eine sehr große Das ,, Deutsche Adelsblatt" ist sehr erbaut von de Gewehren für die deutsche Regierung im Jahre 1889 begann. zahl von Mitgliedern der Deutschen Adelsgenossenschaft zu thun. Die Lowe'sche Fabrik beschäftigte sich 1886 lediglich mit Maschinen- Fabrikation. Theil genommen hätte. Liberale Blätter heben dies sonders hervor als im Gegensatz zu den Caprivi'schen Rund So weit die Löwe'fhe Erklärung. Es ist danach aller gebungen im Reichstage stehend, Herr v. Caprivi ſprad dings unzweifelhaft, daß der veröffentlichte Brief die vor Ge- feinen Unwillen darüber aus, daß der Parteitag einen richt zurüdgewiesenen Beschuldigungen nicht betrifft, daß wardt troß seiner Angriffe gegen die Militärverwaltung a diese so grundlos bleiben, wie das Urtheil sie kennzeichnet. den Schild hob. Wir sehen hier gar keinen Gegensaz. Her Wir müssen aber sagen, daß wir ein im November 1886 v. Caprivi als Reichskanzler sah nur die nach Paris gerichtetes Don gegen Die Heere Die Zeit des Handelns" der Parteien ist jetzt für die Militärvorlage gekommen. Was vor einem Monate von allen Parteien als ganz unannehmbar erklärt war, ers schien nach und nach in milderem Lichte und wird heute zur Waffenfabrikation sehr ungehörig finden. Es war die verwaltung gerichteten Verdächtigungen, das Adelsblatt freut Zeit des parlamentarischen Kampfes um die Septennats- Vorlage. sich über die frische, fröhliche Hah gegen Juden und bereits von der größeren Majorität als eine Sache an gesehen, über die sich ganz gut diskutiren lasse. Der ReichsDie deutsche Regierung war damals der Meinung, daß Boua Liberale. Es gehört eine große Bornirtheit dazu, um, wie langer den Krieg gegen Deutschland beabsichtige. Auch wenn die freisinnigen" Blätter es thun, aus der Caprivi sche tag ist in die Weihnachtsferien gegangen, und wenn die bie Leitung der Löwe'schen Fabrik, in Uebereinstimmung mit Nede für sich Kapital schlagen zu wollen. Der Kampf zwische Wähler nicht ihren Abgeordneten scharf auf den Leib rücken, der Opposition gegen die Septennats- Borlage, diese Ansicht der Grafen v. Caprivi und Herrn v. Manteuffel bleibt imme dann wird der Reichstag nach den Ferien die Militär- deutschen Regierung nicht theilte, hätte sie beffer gethan, ein ein Kampf unter Brüdern; so verfeinden werden sich beid vorlage mit wenigen Abänderungen annehmen. Auch eine derartiges Unerbieten an den damaligen französischen Kriegs nie, daß einer von ihnen sich Herrn Richter in die Arme Abschlagszahlung ist ein Erfolg für die Regierung, die noch nie minister zu unterlassen. wirft.verabsäumt hat, auch den Rest mit Zinseszins einzukassiren. So die National- Zeitung". Sie findet es, ungehörig", Wer nicht entschloffen ist, den regelmäßigen Mehrforderungen der daß eine deutsche Fabrit einem fremden, und noch dazu In dem Surfohlen- Revier droht zum neuen Jah Regierung von vornherein ein entschiedenes Nein entgegen- einem französischen Kriegsminister sich zur Verfügung ein Streit der Bergarbeiter in den königlich preußische zusetzen, der streut mit seiner„ Opposition" nur den Wählern stellt. Aehnliche Briefe, geschrieben von deutschen Bieder- Kohlengruben auszubrechen, wenn man nicht von höhern Sand in die Augen. Herr v. Bennigsen hat schon manche männern wurden 1870 nach dem Sturze Napoleon's Regierungsvorlage kritisirt und ihre Mängel und Fehler in den Tuilerien massenweise gefunden und und zum* In Bracke's Verlag erschienen. Auswärtigen zu erbeuten, worauf er schon lange ein Auge gehen, so hielt ihn der, der ihn gerufen hatte, auf: geworfen hatte. verzeih! Ich wollte mit Dir reden. Zu bumm, ich ve Er gehörte zu jenen grundsatz- und gesinnungslosen wechsle Dich immer mit dem armen Forestier. Das mag Française" und entnahmen ihr ganze Spalten. Ja, die wie sie zu Hunderten auf dem Wahldünger gedeihen. Die anderen Blätter zitirten unaufhörlich die" Vie Politikern ohne Kraft, Begabung und ernsthafte Kenntnisse, wohl daran liegen, daß Deine Artikel den seinen so met Als würdig ähnlich sehen. Da muß ja jeder irre werden." herrschenden Kreise erkundigten sich, ob man dem unbekanntn Provinzadvokat war er der Held seines Ortes gewesen; Du Roy erwiderte nichts, aber er tochte aber gefährlichen Gegner nicht durch eine Präfektur das Maul fegt hielt er zwischen der Rechten und Linten pfiffig in der Wuth, und ein dumpfer Haß gegen den Todten wurde stopfen könne. Mitte und stellte eine Art republikanischen Jesuiten und ihm wach. schwammigen Liberalen zweifelhafter Natur dar. ironisch, balb ernst, bald höflich, balb giftig, immer aber war er gewandt und stützte sich auf Thatsachen; seine Sicher Du Roy wurde in den Fraktionen berühmt. An der Art, wie ihm die Hand gedrückt, wie der Hut vor ihm geDabei blickte er mit staunender Bewunderung auf die Deputirtenkammer. Er war gerade geleckt und korrekt, verDOT s Selbst Herr Walter hatte erklärt, als man fich fiber zogen wurde, merkte er das Wachsen seines Einflusses. sehen bei seinen Kollegen, bei dem habgierigen Gesindel der den Leitartikeln des jetzigen und des früheren politifche Sein bäuerlicher Macchiavellismus verschaffte ihm An- die auffällige Aehnlichkeit in Geist und Wendungen zwifchen Redakteurs wunderte:" Ja, es ist wie von Forestier, Genialität seiner Frau: wie gewandt wußte fie fich zu in- traut und liebenswürdig genug, um Erfolg zu haben. Und von einem kräftigeren, nervöseren, lebendigeren Foreftier formiren, wie groß war die Zahl ihrer Bekanntschaften! an dem fehlte es ihm nicht in der unruhigen, unfeinen, geAlle Augenblicke fand er, wenn er nach Hause fam, mischten Gesellschaft der Herren der Gegenwart. einen Senator, einen Abgeordneten, einen Beamten, einen aber go glid Als Du Roy ein ander Mal zufällig den Schrant öffnet der die Fangstöcke enthielt, fand er die seines Vorgänger General in seinem Salon, und alle behandelten sie Made- werden, und er glaubte noch viel fester als die anderen dessen er sich bedient hatte, als er sich unter Saint Boti Ueberall hieß es von ihm: Laroche wird Minister mit einem schwarzen Trauerflor umwunden, der seine abe leine als alte Freundin, traten ihr mit ernster Vertraulich daran, daß Laroche Minister werden würde. Leitung im Spiel übte, war mit einer Ehrenroselte teit gegenüber. Wo hatte sie nur all die Leute kennen gelernt? In Beitung, so wie Kollege Walter auch sein Verbündeter in aufgestellt, und ein Kärtchen, das denen im Museum g Er war einer der Haupt- Aktionäre der Walter'schen schmückt. Alle waren sie der Größe nach auf einem Bre der Gesellschaft, sagte sie. Aber wie wie hatte sie ihr allen Finanzoperationen war. trug folgende Inschrift:„ Ehemalige Sammlung Vertrauen und ihre Zuneigung zu erwerben gewußt? Das Du Roy lieh ihm vertrauensvoll und mit vagen Hoff- Forestier u. Co. Erben, Forestier Du Roy, Batent begriff er nicht. nungen für später seine Unterstüßung. Er setzte damit gemeldet. Nüglicher Artikel, fann unter allen Umstände Sie könnte den besten Diplomaten abgeben, dachte er. übrigens nur ein Werk fort, das Forestier begonnen hatte. selbst auf der Reise benutzt werden." Oft fam fie roth vor athemloser Erregung um Stunden Dem hatte Laroche- Mathieu für den Tag seines Triumphes Er schloß den Schrank ruhig wieder zu und sagte. zu spät zum Essen und rief, bevor sie den Schleier zurück das Krenz der Ehrenlegion versprochen. Der Orden so laut, daß ihn alle hören konnten: geschlagen:„ Na, heut habe ich was Feines erfahren. Denk brauchte also nur auf die Brust von Madeleine's neuem Neidische Dummtöpfe giebt es doch überall." Dir nur, der Justizminister hat zwei Beamte eingestellt, die Gatten überzugehen, sonst hatte sich nichts verändert. früher ein anrüchiges Gewerbe betrieben haben. Wir wollen es ihm auszahlen, daß er daran denken soll!" gleichen. Ja, nichts hatte sich verändert. Und das war so auf- Eite Ikeit verwundet, der argwöhnischen Schriftsteller- Eitelfe fällig, daß sich Du Roy deswegen mit beißendem Spott die jene nervöse immer lebendige Empfindlichkeit hervorruf Und es wurde dem Minister ausgezahlt und am von seinen Kollegen verfolgt sah, den er allmälig satt in der sich der genialste Dichter und der fleinste Report folgenden Tage wieder und am dritten Tage wieder. Der bekam. Abgeordnete Laroche- Mathieu, der jeden Dienstag in der Er wurde allgemein Forestier genannt. Forestier! Das Wort zerriß ihm das Ohr; er hat Rue Fontaine aß, während der Graf von Vaudrec in Sobald er in die Redaktion fam, rief ihn einer:" Sag' Furcht, es zu hören und fühlte, wie er roth wurde, wenn der Woche den Anfang machte, schüttelte mit dem Aus- doch mal, Forestier." es hörte. bruck lebhaftester Freude beiden die Hand. Unaufhörlich Er that so, als hörte er nicht und framte unter den Der Name wurde ihm zum beißendsten Spott, ja wiederholte er: Briefen in seinem Kasten. Aber die Stimme ertönte nur mehr faft, zur tödtlichen Beleidigung. Better noch eins! Das nenn ich einen Feldzug. noch lauter wieder: Heda! Forestier!" Und ersticktes GeWenn das nicht helfen sollte!" lächter wurde laut. Er hoffte in der That stark darauf, das Portefeuille des Wollte nun Du Roy in das Kabinet des Verlegers Dabei gab er vollkommen zu, daß Forestier ohne Mabe Teine nichts gewesen wäre; aber mit ihm war das ja ganz andere Sache. -O Becker). Seite fo vie! Ginsicht und Sumanität walten läßt, den sund Lyon, geschehen ift. Augenblicklich hat sich der Fleischmann- Frankfurt), Triberg, Saufach, Weilergerechtfertigten Wünschen der Arbeiter auf Abänderung der sozialistische Maire von Montluçon, Genosse Fischenbach, hasta chi. B. und Hornberg( Referent von uns im vorgeftrigen Leitartikel geschilderten Arbeits- Dormoy, den Zorn der Bourgeoispreffe zugezogen, weil Bolberauer- Karlsruhe), R 3 In( Ref. Reichstags- Abgeordneter ordnung Rechnung zu tragen. Die Staats- Werkstätten sollten er, woo3 uer bas volle Recht hat, mit Hilfe des Grillenberger), Finkenwärder bei Hamburg( Ref. Musteranstalten" fein; sie mögen es auch sein aber für Gemeinderaths das Polizeipersonal vermindert und unter die Unternehmer, denen das Vorgehen des Staates gegen seine feine direkte Botmäßigkeit gebracht hat. Fälle ähnlicher tung nach dem Referate des Genoffen heiß- Hamburg einIn Halle a. G. faßte eine zahlreich besuchte VolksversammArbeiter ein gewünschter Sporn ist, selbst jede Rücksicht Natur werden auch von Commentry, Roubaix, stimmig eine Refolution folgenden Inhalts:„ Die am 13. Dezember gegen die Arbeiter fahren zu lassen. Marseille und St. Denis, wo überall die Go- im Saale des Neuen Theaters" tagende öffentliche Boltszialisten im Stadtrathe über die Mehrheit verfügen, gemeldet. versammlung erklärt sich aus politischen und wirthschaftlichen Eine neue Partei wollen die Herren von Rardorff Darob großes Entfegen innerhalb der Bourgeoisie, welche Gründen mit aller Entschiedenhei gegen die neue Militärvorlage. und Dr. Otto Arendt, preußischer Landstags- Abgeordneter bie Unantastbarkeit der Bolizei als eins der unverleßlichsten Die Versammlung erklärt insbesondere, daß die neue Militärund Herausgeber des„ Deutschen Wochenblattes", gründen. Menschenrechte ansieht. Nun steht aber zum größten Bevorlage die ohnehin unerschwinglichen öffentlichen Laften berart Sie wollen die unzufriedenen Elemente der Mittelparteien dauern der Regierung das Gesetz diesmal auf Seiten der kurz oder lang zusammenbrechen und die Gesellschaft an den der erhöhen würbe, daß die Nation unter der Schwere der fast über um fich sammeln und eine besondere nationale Ordnungs- Sozialisten; Genosse Dormoy hat sich genau an baffelbe ge- Rand des Ruins bringen muß. Die Bersammlung erklärt partei bilden. Graf Westarp, der Bismarckfänger, foll behalten und erklärt sich übrigens auch bereit, dem Minister weiter, daß sie das System der stehenden Heere durchaus ver. reits seinen Beitritt zugefagt haben. Es könnte eine recht nachzuweisen, daß die öffentliche Sicherheit infolge der ge- wirft und an Stelle derselben die allgemeine Volkswehr einluftige Bartei werden, die der mißvergnügten und verkannten troffenen Maßregeln durchaus nicht zu leiden hat. Da das geführt wiffen will, welches jebe Nation start genug macht, der großen Geistesöde der Fluch einer noch größeren Lang so folgert dieselbe ohne weiteres, es taugt nichts, es muß zu fönnen." nationalen Ordnungsparteiler, wenn nicht auf ihnen neben Gesez also nicht den Wünschen der Bourgeoisie entspricht, um jeden feindlichen Angriff mit unbedingtem Erfolg abschlagen meiligteit haftete. * In Lehe( Hannover) wurde der vierte Sozialdemokrat in Bei der Gemeinderathswahl in Großaschocher bei Eine Volksversammlung zu Ned arela, in welcher Doktor abgeschafft werden. Rettung suchend richtet sie die Augen Rüdt- Heidelberg unter großem Beifall über die Lage der Der Panama: Skandal. Der französische auf den Staat, mit Hintanfeßung all' der schönen liberalen Bandwirthschaft treibenden Bevölkerung" sprach, proteftirte gleichFinanzminister Rouvier hat nach einer heftigen Szene in Grundsäge vom Individualismus, der Selbständigkeit, dem falls gegen jede Vermehrung der Militärlasten. der Kammer feine Demission einreichen müffen, und er wird freien Spiel der Kräfte u. s. w.„ Es handelt sich hier um unzweifelhaft in den Prozeß verwickelt, der sich an die Er eine Prinzipienfrage", schreibt der" Temp3" vom 10. De- Gemeindewahlen. Ju Reichenbach i. V. erhielten die gebnisse des Untersuchungsausschusses anschließen muß. Die zember, die sozialistischen Gemeinden verfolgen einen sehr fozialdemokratischen Kandidaten 150, die Gegner 450 Stimmen. Berson des Constans tritt immer mehr aus dem ge- gut ausgearbeiteten Blan; sie wollen überall, wo sie Bon 1800 Wähler stimmten 600 ab. heimnisvollen Halbbunkel hervor. Wir deuteten schon vor triumphiren, sowohl die Polizei als auch die AutoWochen an, daß derselbe hinter den antisemitischen Radau- rität der Bentralgewalt auf nichts zurückführen. ben Gemeinderath gewählt. brüdern stehe, welche die Zündschnur an die Mine des Ueber dieses System muß man sich daher ausBanamaffandals legten. Dies war nicht aus der Luft ge- sprechen und zu demselben Stellung nehmen. Die Lösung Beipzig wurden in der Klasse der Ansässigen sowohl wie der griffen. Wie Clemenceau, der jetzt ebenfalls in die Sache des Problems braucht man nicht zu suchen. Es giebt nur unanfäffigen die sozialdemokratischen Kandidaten gewählt; ebenso D811s in ber Klasse der Unansässigen; feruer in Botverwickelt ist, jetzt in einem Brief mittheilt, war Reinach eine solche, welche die Regierung und die Kammern be- fch appel bei Dresden, wo unsere beiden Kandidaten 180 und fest davon überzeugt, daß Constans der geheime Leiter herzt prüfen und ohne weiteren Verzug durchführen müssen. 182 Stimmen, die Gegner nur 110 und 117 erhielten. In fei, und ging Clemenceau mit Reinach zu Constans, unser ganzes Polizeisystem muß organis 2odwitz bei Dresden, woselbst unsere Partei zum erstenmal um diesen zu bitten, er möge doch die Angriffe auf Reinach firt werden. Es kommt darauf an, den Gemeinden an der Wahl theilnahm, wurden von 110 Stimmen im Maximum einstellen lassen. Constanz scheint die Herren aber sehr das Recht und die Macht zu entziehen, sich desselben zu 89 für uns abgegeben. schlecht empfangen zu haben, er erklärte ihnen mit außer- bemächtigen und es nach ihrem Belieben zu nichte zu Jn Ralt- Ving ft( Rheinproving) fiegten in der 3. Klaffe ordentlicher Energie"( avec une extrême énergie), er hätte machen; zu diesem Zwecke ist überall, wo die Polizei noth- unfere Randi baten mit 39 und 40 Stimmen, während die Gegner mit der ganzen Affäre nichts zu thun. Nach diesem er- wendig ist, eine Staatspolizei, analog ber Gen- fich mit 2 und 5 Stimmen nach Hauſe trollen mußten. folglosen Schritt vergiftete sich Reinach, der keine Rettung darmerie, zu schaffen." Das ist deutlich genug und beweist Zu den Stuttgarter Bürgerausschuß- Wahlen haben mehr fah. Constans, der ein Meister der Verstellung und von neuem, daß der angeblich hoch über den Parteien unfere dortigen Parteigenossen folgendes Programm aufgestellt: ber Unwahrhaftigkeit ist, gilt jeht erst recht als der Mann thronende Staat nichts anderes ist, als ein Instrument in Serabfehung der Bürgerrechtsgebühr auf den gefeßlichen Mindest 5 Mark Bornahme der städtischen Wahlen hinter den Koulissen, der diese Mine blos gelegt hat, um den Händen der herrschenden Klaffe zur Aufrechterhaltung an einem Sonntag. Aufhebung der Listenwahl und Einfeine republikanischen Nebenbuhler in die Luft zu dieser ihrer Herrschaft, die an einzelnen Orten, nämlich theilung der Stadt in Rommunal- Wahlbezirke. Ener sprengen, damit der Platz frei werde. Gründe der in den sozialistischen Gemeinden, bereits ins Wanken ge- gische Forderung der Stadtverwaltung an die Regierung, Moral haben den Herrn Conftans noch niemals geleitet. tommen ist und nun mit Hilfe der Zentralgewalt wieder ber Stadt eine ihrer Bevölkerungszahl entsprechende Ber An Stelle Rouvier's ist Tirard Finanzminister geworden, befestigt werden soll. bas ganze Rabinet ist aber, infolge des- Strauchelns eines feiner Mitglieder so wacklich, daß es jeden Augenblick umAus Afrika kommt die Nachricht, daß der König von fallen kann. Wenn die französische Republik mit ihren bis Dahomeh die Friedensverhandlungen mit den Franzosen herigen Führern eins wäre, bann wäre sie verloren. Das abgebrochen habe, und nun den Guerillakrieg gegen diefelben ift fie jedoch zum Glück nicht; und gerade die Thatsache, organisire. Wenn sich das bestätigt, so haben die Franzosen daß das Geschwür aufgestochen wurde und gründlich aus: gebrückt wird, kann als Beweis für die Gesundheit der Republik gelten, die nur an der bürgerlichen Demokratie und dem Kapitalismus frankt. Reinach, der alle Fäden des Panamaschwindels in ber Sand hatte, vergiftete fich am 18. November. Wie man jest weiß, war er den Tag zuvor vom Richter, der die Untersuchung gegen Lesseps und Genossen zu führen hat, benachrichtigt worden, daß auch gegen ihn das Verfahren eröffnet werden müsse. Ein Freund und Helfershelfer des Reinach war ein gewiffer Cornelius Herz, und dieser war mit Clemenceau bekannt und eine Beit lang an deffen Organ, der Justice", betheiligt. Einem Gerücht zufolge, deffen Entstehung unter den obwaltenden Verhältnissen nur zu natürlich ist, soll Präsident Carnot die Absicht geäußert haben, sein Amt niederzulegen. Da seine Ehre unangetastet ist und Carnot auch ohne Zweifel ein Mann von Muth ist, so glauben wir nicht, daß er die Flinte ins Korn werfen wird. noch eine außerordentlich schwere Aufgabe vor sich, denn das Land eignet sich vortrefflich für den Guerillakrieg und bie Dahomeher haben sich als sehr tapfere und tüchtige Soldaten gezeigt.Parlamentarisches. Rothstands- Interpellation. Die gestern an dieser Stelle bereits erwähnte, von der sozialdemokratischen Fraktion be fchloffene Interpellation, ist heute beim Reichstags- Bureau eingereicht worden. Dieselbe hat folgenden Wortlaut: Die Unterzeichneten richten an den Herrn Reichskanzler die Frage: Welche Maßregeln haben die verbündeten Regierungen er griffen oder gedenken sie zu ergreifen, um dem notorisch vor handenen Nothstand entgegenzuwirken, welcher infolge andauernder Arbeitslosigkeit, vielfach vorgenommener Herabsehung der ArbeitsLöbne, fowie der allgemein gedrückten Erwerbsverhältnisse in den weiteften Boltskreisen herrscht? Berlin, 15. Dezember 1892. Parteinachrichten. tretung im Landtage zu sichern. Unentgeltlichkeit des Unterrichts und der Lehrmittel an allen städtischen Bildungsanstalten. Die Anstellung eines städtischen Gewerbe Inspektors. Erhöhung der Bezüge der unteren Angestellten der Stadt und der städtischen Arbeiter unter Ginhaltung eines den lokalen Verhältnissen entsprechenden, höchstens zehnftündigen Arbeitstages für dieselben. Ueberführung der gemeinnüßigen Institute, wie Pferdebahnen, Gasfabrik ev. elektrische Werke 2c. in das Eigenthum und die Verwaltung für jedermann; Anlegung von Kinder Spielplägen; unentgeltH ber Stadt; Errichtung von Volksbädern zur unentgeltlichen Benutzung lichkeit der Todtenbestattung und Errichtung eines Krematoriums. Schleunigste Inangriffnahme von Straßen- und Wegebauten 2c., event. unter Uebernahme der Roften auf spätere Etats. Abschaffung der Sportelbezüge des Gemeinderaths; dagegen Gewährung von Diäten an die Mitglieder beider Kollegien. Größte Sparfamkeit im städtischen Haushalt bei allen Ausgaben, welche bas Gemeinintereffe nicht dringend erheischt, insbesondere Vers Ausgaben parteipolitischer Tendenz. meidung aller Be städtischen feitigung des Submissionswesens und Uebernahme aller Arbeiten( Straßen, Brücken- Kanalisations it. f. w. Bauten) durch die Stadt und Beitung der selben durch von der Gemeindeverwaltung angestellte fachtechnische Personen. Unentgeltliche Ueberlaffung geeigneter städtischer Lokale zu Versammlungen, Borträgen, Unterrichtszwecken 2c. an alle Gemeinde Angehörige, ohne Unterschied der politischen oder religiösen Richtung. Handhabung aller Polizeigefege gegen alle Gleiches Recht für Alle." Einwohner nach dem Grundsay: Reine Ginmisch..g der Polizei in den Kampf der Arbeiter mit dem Kapitalismus zu Gunsten einer Partei. Abschaffung aller städtischen Konsumsteuern. Abschaffung der Wohnsteuer. Einführung einer stufenweis steigenden Einkommen und Vermögens fteuer. . Buftimmungserklärungen zu den Beschlüssen des Berliner Parteitages liegen weiter vor von den Parteigenoffen in Werdau, Hann. Münden, Solingen, * Geplante Vergewaltigung der franzöfifchen Kommunen. Nachdem es den sozialistischen Arbeitern Frankreichs durch richtige Benugung des allgemeinen Stimmrechts gelungen ist, die Verwaltung einer ganzen Reihe von Gemeinden in ihre Hand zu bringen, benutzen die Kapitalistenklasse und die Regierung jeden Anlaß, um die Rechte der Gemeinden zu schmälern, wie dies schon seit Gegen die Militärvorlage protestirten ferner Versammiesbaden, Bunzlau, Neustadt D.- Schl., Minden langer Zeit mit den beiden größten, ihrer revolutionären tungen in My Iau( Ref. Reichstags- Abgeordneter Hofmann W., Hamburg, 1. Wahlkreis( auch mit dem Beschluß über Gesinnung wegen gefürchteten Städten Frankreichs, Paris Chemnitz), Tannhausen in Schlesien, Wiesbaden( Ref. Die Genossenschaften war man voll und ganz einverstanden"). Parteifinanzen. Solingen: Jahreseinnahme 885,28., Kam er nach Hause, so dauerte die Plage fort. Das ist nun aber doch einmal todt, so laß ihn doch in Ausgabe 884,45 M.( worunter 100 m., die an die Partei- Hauptganze Haus erinnerte ihn jezt an den Todten, die Möbel, die Frieden." taffe abgeführt find). Bunzlau: Jahreseinnahme 356,84., Minden i. Weftf.: Jahreseinnahme Rippessachen, furz, alles was er berührte. In der ersten Zeit Madeleine starrte ihren Mann erstaunt an, fie begriff Ausgabe 251,70. dachte er nicht so häufig daran; aber der beständige Spott diesen plöglichen Ausbruch nicht. Doch da ste klug und 577,30 M., Ausgabe 582,55 M., Defizit 5,25 M. Hamburg feiner Kollegen hatte eine Art Wnnde in sein Herz ge scharfsinnig war, ahnte fie ein wenig, was in ihm vorschlagen, die eine Menge früher unbeachteter Kleinigkeiten ging, ahnte sie die langsame Arbeit nachträglicher Eiferjetzt vergiftete. fucht, die mit jeder Sekunde wuchs, die an ihn gemahnte. Als sie aber am nicht zu verbergen vermocht hatte. Abend nach dem Diner einen Artikel zusammen verfaßten, verwickelte er sich in den Fußsack. Er konnte ihn nicht um brehen und stieß ihn schließlich mit dem Fuß zurück. Dabei fragte er lachend: Charles hatte wohl immer talte Füße?" Auch sie lachte, als sie erwiderte: D, er lebte in beständiger Furcht vor Erkältung; seine Brust war nicht in Dronung." " 189,44 M., Ausgabe 180,65 M. Rat he now: Jahreseinnahme 1. Wahlkreis; Jahreseinnahme 7728,16 M., Ausgabe 7885,80 Wt. * Die Sozialdemokratie des Wahlfreifes MühlhausenLangenfalza- Weißenfee hielt am 4. Dezember in Mühlhausen eine Konferenz ab, in welcher außer dieser Stadt die Orte Langensalza, Tamsbrück und Felchta vertreten waren. Aus den Berichten über den Stand der Bewegung ging berpor, daß wir bei der Gewerbegerichtswahl in Mühlhausen und bei der Gemeinderathswahl in Schlotheim sowie bei den Agitationstouren, die von Mühlhausen aus unternommen wurden, Erfolge erzielten, im übrigen aber die Bewegung sehr unter dem wirthschaftlichen Nothstande und der Saalabtreiberei zu leiben hat. Die Konferenz beschloß die Einfegung eines Vertrauensmannes für den ganzen Kreis, nach dem sich die örtlichen Vertrauensmänner zu richten haben, ferner die Wahl einer Agitationskommission, die in Mühlhausen domizilirt. An Stelle der Aufhebung des Preßfonds, welcher für Herausgabe eines eigenen Blattes bestimmt ist, wurde fleißige Sammlung zu gunsten desselben beschlossen; bis zur Verwirklichung des Projekts ist die Thüringer Tribüne" zu unterſtüßen." Die Agitationsfommission erhielt noch den Auftrag, die Frage der Aufstellung eines Reichstags- Kandidaten in Erwägung zu ziehen und event. einen geeigneten Kandidaten vorzuschlagen, Er konnte keinen Gegenstand mehr anfassen, ohne daß er nicht sofort Charles' Hand hätte darauf ruhen sehen. Sie hielt das zwar für findisch, aber es schmeichelte Was er sah, was er berührte, waren alles Dinge, die jener doch ihrer Eitelkeit, und sie erwiderte nichts. früher gekauft, geliebt, benutzt und besessen hatte. Und Er war zornig auf sich selbst, daß er seine Gereiztheit selbst der Gedanke an die ehemaligen Beziehungen seines Freundes zu seiner Frau begann Georges zu erregen. Zuweilen wunderte er sich über diesen Sturm in seinem Herzen, den er nicht verstand, und fragte sich:" Was zum Zeufel ist denn los? Ich bin doch sonst auf Madeleines Freunde nicht eifersüchtig. Ich kümmere mich nie darum, was sie macht. Sie kommt und geht nach Belieben und der Gedanke an diesen Charles setzt mich in Wuth!" Innerlich setzte er hinzu:" Im Grunde war er doch Das hat er ja bewiesen," sagte er rob. Galant aber ein Kretin. Das ärgert mich vermuthlich. Es verdrießt fügte er hinzu:„ Es war mein Glück," und füßte seiner mich einfach, daß Madeleine einen solchen Dumnikopf Frau die Hand. heirathen konnte." Als sie aber zu Bett gingen, war er den Gedanken Unaufhörlich erwog er: Wie konnte eine so kluge Frau noch nicht los geworden und fragte wieder: Charles trug einen solchen Menschen nur einen Augenblick aushalten?" wohl, um fein Ohrenreißen zu bekommen, eine baumwollene Auf der Agitation. In Mengen( Württemberg) wurde Und aus den unbedeutendsten Kleinigkeiten fog sein Haß Nachtmüße?" in einer zahlreich, auch von Landleuten stark besuchten VolfsTag um Tag neue Nahrung. Wie Nadelstiche verwundete Sie ging auf den Spaß ein und erwiderte: Nein, brandt- Stuttgart ein sozialdemokratischer Verein gegründet, Nein, versammlung nach dem Vortrage unferes Genossen Hilden es ihn, jedes Wort Madeleine's oder des Dieners oder ihrer aber er wickelte sich ein halbseidenes Tuch um den Kopf." dem sofort eine Anzahl Personen aus Mengen und Umgebung Rammerfrau, das an den Todten erinnertr. George zuckte die Achsel und sprach im Tone des durch unterschriftliche Erklärung als Mitglieder beitraten. Eines Abends fragte Du Roy, der gern süße Speisen aß: Stärkeren:„ So ein Gimpel!" Warum haben wir denn kein Zwischengericht? Du Von nun an wurde Charles für ihn zum Gegenstand Partei Organisation. Die Breslauer Barteigenoffen bringst ja nie eins auf den Tisch." beständiger Unterhaltung. Bei jedem Anlaß sprach er von beschlossen auf einer Konferenz, die Reichstags Wahlbezirke Luftig erwiderte die junge Frau:" Das stimmt, ich ihm und nannte ihn nur noch den armen Charles". Dabei Breslau- Ost und Breslau- West in je 48 Bezirle einzutheilen; je denke nicht daran, Charles mochte sie nicht und deshalb..." machte er ein unendlich mitleidiges Gesicht. Mit einer ungeduldigen Bewegung, der er nicht Herr werden konnte, schnitt er ihr das Wort ab. Sh weißt Du was: Dein Charles fängt mich an zu langweilen. Das geht immerfort: Charles hier und Charles da; Charles mochte das, Charles mochte jenes. Charles I " 群 ( Fortsetzung folgt.) " 8 Bezirken soll ein Bezirksführer vorstehen, mit diesem haben die Bertrauenspersonen Fühlung zu nehmen und allen zusammen ist die Erledigung der geschäftlichen Beziehungen zu dem Parteivorstand übertragen. Auf diese Weise hofft man der Organisas tion größere Straffheit zu verleihen und jedem Parteigenoffen bie Möglichkeit zu verschaffen, sich von allen wichtigen Parteivorgängen schnell in Kenntniß zu sehen, Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Nedaktion.dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Freitag, 16. Desember. Opernhaus. Keine Vorstellung. Schauspielhaus. Die Philosophin. Die gelehrten Frauen. Leug- Theater. Cavallerid rustiLa locandi era, Berliner Theater. Macbeth. Wallner- Theater. cana. Der Lebemann. Don Carlos. Circus Renz. ( Karlstraße.) Freitag, den 16. Dezember 1892, Abends 7/4 Uhr: Große Gala- Vorstellung. Auf vielseitiges Verlangen:" Wiederholung der festlich. Vorstell. des Ages. Damenpersonals. Besonders gewähltes Programm: U. a.: Hippolog. Congress mit 36 d. bestdress. Fr. Renz. Grande Quadrille de la Freiheitspferde, vorgef. vom Direttor haute équitation, ger. v. 6 Damen u. 6 Herren. Mr. James Fillis mit dem Schulpferde Germinal. Auftrefen sämmtl. Kunstspezial. 1. Ranges. Zum Schluß: Anf Selgaland. Ballet von 82 Damen. Neue Einlagen, u. a. Aufzug der LeibGarde- Artillerie. Kroll's Theater. Mala Vita. Deutsches Theater. Nenes Theater. Logirbesuch. Residenz- Theater. Marquise. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Wiederholung der Freitags- GalavorMorgen, Sonnabend, Abds. 71/4 Uhr: Das verwunschene Schloß. Bellealliance- Theater. Keine Vorstellung. Sonntag: 2 gr. Festvorftellung. Adolph Ernkt- Theater. Die wilde Thomas- Theater. Der Herrgott. Madonna. schniger von Ammergau. National- Theater. Die Waise aus Lowood. Apollo Theater. Vorstellung. SpezialitätenTheater der Reichshallen. Spezialitäten- Vorstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- BorKaufmann's Variété. Spezialitätenstellung. Vorstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spezialitäten- Vorstellung. stellungen, um 4 Uhr( ein Kind frei) Die lustigen Heidelberger, Abends 71/2 Uhr: Auf Helgoland. Gr. BrillantFeuerwerk. Fr. Renz, Direktor, Gratweil's Bierhallen Gr. Kommandantenstraße 77-79, Täglich: Germania- Konzert- u. Kouplet- Sänger. Wochentags frei. Sonntags 30 Pfennig. Kinder 10 Pf. Frühstücks- u. Mittagatifd. 3wei Säle Adolph Ernst- Theater. au Berfammlungen und Bergnügungen. sowie 6 Billards und 3 Kegelbahnen, F. Sodtke. Pelzwaaren. 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Das Personal ist streng angewiesen, Niemand zum Kaufen zu animiren, der nicht durch die auffallend billigen Preise und die Riesen- Auswahl sich dazu veranlaßt fühlt. ,, Zum Prophet" ftänd befel also min torp Dorl durc theil dari lafte Der Frei dreiBelc eines es leidy Mezz bie bu bes lid fort habe wob dief wen ein Gin miß den eriti Fra ein lang nad unfe mar neh bief unje eine woty rung itan den Gen neu Die forg Sam auf Der Schle faffu Ju t finde meh Lite gefo rich meh fich Der vor licht geze hint Reb ton Welthaus für Herren- und Knaben- Konfektion. 1. Etage. Am Dönhoffplatz 1. Etage. I. Ede Leipziger- und Kommandanten- Straße. Damit der Versandt an unsere Kundschaft nach auswärts Weihnachten teine Verzögerung erleidet- bitten wir die BeBellungen direkt an unſer eigens Bersandtbureau zu richten! dazu eingerichtetes Sonntag den ganzen Tag bis Weihnachten geöffnet. Die Verkaufs- Lokalitäten sind bis Abends 9½ Uhr bei tagesheller elektrischer Beleuchtung offen. 14 helle Schaufenster. Größtes Konf- Haus Berlins. Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilagen er Gef Dazi eine und Jch 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 295. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. 16. Sigung vom 15. Dezember, 12 Uhr. An Tische des Banauer. Unwendung. Freitag, den 16. Dezember 1892. 9. Jahrg. Es scheint feinen Einfluß ausüben; denn die Strafe würde für sie nicht moralischen Theilnahme an dem Laster, sondern sie wird mehr von der Tagelöhnern herabgedrückt würden durch das Quantum der ihnen ihr Koalitionsrecht zur Erringung besserer Arbeitsbedingungen nicht zugemessenen Arbeiten. Ich kann nicht begreifen, in welchem erschwert wird, wie es noch legihin in Breslau geschehen ist. Zusammenhange diese Bemerkung mit der Vorlage Wo die Arbeiterinnen sich regen, um ihre Lohnverhältnisse steht. Die preußische Regierung hat eine zu hohe Achtung vor zu verbessern, damit sie nicht der Prostitution in die Arme ihren richterlichen Beamten, als daß sie sie zu Tagelöhnern herab- fallen, da wird die Bewegung von der Polizei unterdrückt. Man Bundesraths von Marschall, würdigen wollte; sie sucht ihre Arbeitslaft zu erleichtern, soweit sagt, die Kasernirung der Prostitution werde nicht beabsichtigt. die finanziellen Verhältnisse das gestatten. Nicht der Fall Heinze Man sollte doch nicht wie die Kaye um den heißen Brei herumdes Gefeßentwurfs über die Ersatzvertheilung. Auf der Tagesordnung steht zunächst die erste Berathung allein hat den Anlaß gegeben zu dieser Vorlage, sondern die all- gehen. Man versucht in gewissen Zeiträumen immer wieder die gemein verbreiteten Mißstände, die nicht blos in Berlin, sondern mittelalterlichen Bordelle einzurichten. Im Mittelalter waren Abg. Richter: Der Kriegsminister hat neulich gesagt, daß auch in anderen größeren Städten vorhanden sind. Deshalb kann die Bordelle ganz zünftig organisirt, fie machten gegen die Militärvorlage, die wir in den letzten Tagen behandelt haben. baftesten sind die Vorschriften bezüglich der Strafverschärfung Die Prostitution war staatlich organisirt, und es war daher Vorlage in engster Verbindung stehe mit der großen man das Geseg nicht als Gelegenheitsgesetz bezeichnen. Am leb- Bruscher, welche fich eindrängen wollten, Front.( Seiterkeit.) enn das richtig wäre, dann könnte die große Militärvorlage und bezüglich der unzüchtigen Schriften angegriffen worden. auch vollständig konfequent, daß die Päpste sie auch be biele tleine mit in ihren Sturz hineinziehen. Aber die Vorlage Redner führt aus, daß in den Schaufenstern oft Bilder ausgelegt ſteuerten. In Hamburg bestehen die Bordelle heute noch, trogwill nur eine gerechtere Bertheilung der Rekrutengestellung, find, die er vorläufig nur als bedenklich bezeichnen wolle, nicht dem man allgemein annahm, daß sie durch das Strafgeset2000 oder von 20 000 Refruten handelt. und diese ist nothwendig, ob es sich um eine Einstellung von aus fünstlerischem Interesse, sondern lediglich zum Anlocken des buch abgeschafft seien. Es wird dabei die purste Heuchelei Die frühere Art der Publikums. In fleineren Städten würde das Publikum solchen getrieben, denn in den Räumen der Bordelle sind meistens Freizügigkeit nicht mehr Dingen einfach selbst ein Ende machen und man wird wohl die Büsten der Herrscher aufgestellt. Man sollte lieber solche ufrechterhalten. Ob das Land oder die Städte von dieser neuen in Berlin berartige Mißstände nicht fünstlich fördern wollen. Dinge beseitigen, als einen Schleier über diese Verhältnisse decken. Bertheilungsart mehr Vortheil haben, bleibt sich gleich, wenn Die Befürchtung, daß dadurch die Kunst getroffen werden könne, In den Motiven wird sogar ausdrücklich konstatirt, daß gewisse diefelbe nur eine gerechte ist. Auf dem Lande werden sich mehr ist in hohem Grade übertrieben. Die Bolizei fann gegen die Berfonen ohne die Beihilfe der Prostituirten nicht leben können; militärtaugliche befinden als in den Städten, weil die Landarbeit Mißstände nicht einschreiten, weil sie dabei vom Gericht im Stich es heißt in den Motiven:„ Es würde gegen die Billigkeit vergefünder ist als die Industrie- Arbeit. Aber in den Städten und gelassen wird. Ohne die Verschärfung der Strafen würde das stoßen, hilfsbedürftige, nächste Angehörige, wie etwa den franken, industriellen Bezirken befinden sich mehr Militärpflichtige als auf Gesez ziemlich werthlos fein, denn die Bersonen, um welche es erwerbslosen Bater oder Sohn mit der Strafe des Zuhälters zu dem Lande, weil die Zahl der jungen Leute in Städten größer sich handelt, sind in Rohheit und Entſittlichung versunken und belegen. In Fällen dieser Art enthält die Annahme von Zuit als auf dem Lande. Ich billige das Prinzip der Borlage und wenn sie auch öfter bestraft würden, so würde das doch auf sie wendungen nicht das Schimpfliche der Freiwilligkeit und der soll für die Vertheilung unter die aber, daß das Prinzip der Bevölkerung maßgebend bleiben empfindlich sein, sie würde auch nicht den Rückfall verhindern. Noth und den Umständen aufgezwungen." Dieses Zugeſtändniß ist vier Kriegsministerien. Das Ghrgefühl ist diesen Subjekten größtentheils abhanden ge- werthvoll. Wenn die Zuhälter als Kuppler bestraft werden, weshalb bis auf die tommen; 14 Tage bei Wasser und Brot und auf harter Lager- werden nicht die Männer bestraft, welche zur Kuppelei verleiten, dieBrigade, die Kreis- Erfagkommission herunter muß dementsprechend stätte würde auf fie vielleicht einen unangenehmen Eindruck jenigen Personen, welche mit Prostituirten verfehren? Besonders geregelt werden. Das Gesetz sezt auch Bestimmungen der Reichs- machen. Gegenüber den Leuten, welche es überhaupt für eine merkwürdig ist, welchen geringen Schutz die Mädchen genießen, verfassung außer Kraft. Wiit dieser Art der Verfassungsänderung Schande halten, in das Gefängniß zu kommen, brauchen wir welche zur Prostitution gezwungen werden sollen. Redner verfann ich mich nicht einverstanden erklären. Ich beantrage, die solche Strafverfchärfung nicht. Borlage der Militärtommission zu überiveifen. Einen Aufschub bis zur allge- weist auf einen Fall, wo der Staatsanwalt gegen eine ver= meinen Regelung des Strafvollzuges kann die Strafverschärfung wittwete Gutsbesizerin, welche ein Mädchen an einen Prinzen bg. von der Schulenburg( dk.) glaubt nicht, daß man nicht vertragen. Denn die Regelung des Strafvollzuges er verkuppeln wollte, nur eine Strafe von 20 M. beantragte. Ein 10 meit gehen tann, einen etwaigen Ueberschuß an Rekruten in fordert erhebliche Mehrausgaben, bis wir dazu kommen, fönnen solches Berfabren, wenn hochgestellte Personen dabei betheiligt Bayern an Preußen oder einen anderen Staat, zu überweisen. viele Jahre vergehen und dann wird auch nur eine ſucceſſive sind, muß Mißtrauen erregen, Schriften und Bildwerke sollen Das widerspreche wohl den Abmachungen unter einzelnen Staaten, Durchführung möglich sein. So lange können wir nicht strafbar sein, wenn sie Aergerniß zu erregen geeignet sind. Die wer innerhalb der Einzelstaaten soll die Ausgleichung erfolgen, warten; es muß in beschränktem Umfange etwas gebessert Bibel enthält eine Menge solcher Stellen, auf welche diese Worte welche die Vorlage beabsichtigt. Redner empfiehlt die Verweisung werden. der Vorlage an die Militärkommission. Von der Strafverschärfung werden Ruppler passen, und die giebt man den Kindern in die Hände und läßt und Zuhälter betroffen, aber auch die Urheber der schweren vieles daraus auswendig lernen. Das Vertrauen zu den Richtern hat Bayrischer Bevollmächtigter Ritter vom Haag: Nach dem Brutalitätsdelikte, die sich in erschrecklicher Weise vermehren. Hiermit nichts zu thun. Ihr Studium haben sie ja absolvirt; tifel 4 fommt die Vorlage in Bayern nach näherer Be- Daß mit der Strafverschärfung kein Mißbrauch getrieben wird, aber Literaturkenntnisse besigen sie nicht, bazu haben ſie teine mung des Bündnisvertrages vom 23. November 1870 zur ist wohl durch die Vorbildung unserer Richter ausgefchloffen; es Beit. Wenn ihnen ihre Lagelöhnerarbeit noch Zeit läßt, dann Danach bildet Bayern einen besonderen felb- ist kaum anzunehmen, daß ein Richter einen Redakteur mit erweisen fie fich möglichst als Streber, aber zur Bereicherung tändigen Bestandtheil des deutschen Heeres unter dem Ober- solchen Strafverschärfungen bedenken wird. Gerade, durch die ihrer Literaturtenntnisse haben sie teine Zeit. Wenn das Magdefehl des Königs von Bayern. Der König von Bayern beſtimmt Annahme dieser Vorschrift wird der Rechtspflege und dem Vater- burger Landgericht den Beus wegen Majestätsbeleidigung veralso die Ziffer der auszuhebenden Rekruten und das Kriegs- lande ein großer Dienst geleistet werden. urtheilt und ihm die Ehrenrechte auf 5 Jahre aberkannte, was ministerium vertheilt dieselben auf die beiden bayrischen Armeetorps Bezirke. Abg. Rintelen( 3.) empfiehlt die Verweisung der Vorlage das Reichsgericht nachher allerdings nicht bestätigte, so fann ein an eine Kommission von 21 Mitgliedern und hält es für zweck- Gericht auch wohl so weit gehen, daß es in der Majestätsvorlage ohne die anderweitige Vertheilung des Ersatzes nicht Prozeß Heinze hat eine große Menge von sittlichen Un- Strafverschärfung Abg. Möller( natl.): Es ist richtig, daß die große Militär- mäßiger, die Einzelheiten in der Kommission zu besprechen. Der beleidigung eine gewisse Rohheit erblickt und deshalb auf durchgeführt erkennt. Die Sammlungen streikender theilung des Erfahes hat auch einen selbständigen Werth. Wenn die Vorlage die anderweitige Ber- zuträglichkeiten an das Tageslicht gebracht, denen durch Arbeiter sind von einem Amtsgericht als Bettelei bestraft Ein entgegengetreten werden soll. darüber gestritten wird, ob das Land oder die Städte mehr be- legenheitsgesetz kann man deshalb die Vorlage nicht nennen. Rohheit finden? Ge- werden; fann man darin nicht schließlich auch noch Die politische Gesinnung spielt ja jetzt werden, so will ich nur hervorheben, daß eine Anrechnung Redner wendet sich gegen die Rede Bebel's zu dieser Vorlage, der vor den Gerichten eine große Rolle, fogar beim Reichsgericht, Freiwillige vorhanden sind, sondern auch auf dem Lande die nicht der Prostitution entgegengetreten feien. der Freiwilligen erfolgen muß, weil nicht blos in den Städten mit Unrecht den Chriſten einen Borwurf gemacht habe, daß sie und besonders die Sozialdemokratie ist ja in dieser Beziehung Die christliche verrufen. Wenn man nicht wirkliche Schwurgerichte, wirkliche Belastung des platten Landes sein würde. aber hier Schöffengerichte schafft, dann behält man die jeßigen Klaffenhandelt es sich nicht um die christliche Liebe, sondern um die gerichte. Durch die Strafe schreckt man nicht, man müßte denn Abg. Richter: Der Bündnißvertrag mit Bayern steht wohl äußere Ordnung der bürgerlichen Verhältnisse, in welcher immer jeden, der in die Interessensphäre der herrschenden Klassen eineiner anderen Bertheilung des Ersages nicht entgegen und sollte gewisse Dinge vorhanden sind, die in der menschlichen Gebrech- greift, gleich töpfen. Es ist ein trauriges Brandmal, das die Geder Fall sein, dann dürfte eine Nenderung beffelben ebenso lichkeit ihren Ursprung haben. Um solchen Mißständen ent- fellschaftsordnung sich selbst aufdrückt, daß ohne Prostitution ein leicht möglich sein, wie bezüglich der Branntweinsteuer eine gegen zu treten, muß man der Kirche freie Bewegung laffen, großer Theil der Menschen nicht mehr leben kann. Der Aus Renderung des Refervatrechts erfolgt ist. daß sie schon auf die Erziehung der Jugend einwirten tann; fchluß der Deffentlichkeit beim Gerichtsverfahren ist sehr bedenkDie Vorlage wird darauf der Militärkommission überwiesen. denn durch die Schule kann sie zur Beseitigung dieser Mißstände lich. Nicht derjenige schädigt die Allgemeinheit, der die Wahrheit die Abänderung Darauf wird die erste Berathung des Gesezentwurfs über sehr viel beitragen. Man gebe die Orden ganz frei, dann wird sagt und Mißstände aufdeckt, sondern derjenige, welcher die von Bestimmungen des Strafgeset- eine Besserung eintreten. Mit den Vorschriften bezüglich der Wahrheit verbirgt, die Aufdeckung von Mißständen verhindert. buches, bes Gerichtsverfassungs- Gefeß es und unzüchtigen Schriften und der Strafverschärfung iſt depner ein: So wie der Gesegentwurf vorliegt, iſt er unannehmbar, er entIts Gefeßes betreffend die unter Ausschluß der Deffent verstanden, aber es wird wohl nöthig sein, die Bestimmungen hält eine Bankrotterklärung der gegenwärtigen Geſellſchaft, wenn lichteit stattfindenden Gerichtsverhandlungen des Strafgesetzbuches aufzuführen, bei welcher die Straf- sie nichts anderes aufweisen kann als Bordelle, Lattenarrest und verschärfung Anwendung finden soll. Der Zug der Zeit geht unterdrückung der Wahrheit.( Zustimmung bei den Sozialhaben das Haus so ermüdet, daß ein großer Theil der Herren beste Strafe ist, wo eine andere Strafe nicht hilft. Herr Bebel Abg. Horwitz( dfr.): Die großen Debatten der letzten Tage dahin, daß bei gewissen Fällen die Prügelstrafe wohl doch die demokraten.) Bundesrath hat sich mit dem Borreoner auf den Standpunkt gewenn man das auch nicht zugeben will. Zugegeben ist aber, daß keine Rede. Ob die Prostitution im sozialistischen Staate ver- trotzdem behauptet, daß in Hamburg Bordelle bestehen, so steht meler Borlage bedauerlich. Die Borlage ist ab irato gemacht worden, werden soll. Davon ist in der Vorlage und in den Motiven gar ſtellt, daß Bordelle nicht gestattet find. Benn der Borredner Eine solche Flickarbeit an einem großen Gesetz ist aber immerhin wie dieser Staat organisirt sein soll. Die freie Liebe würde burger Senats( Lachen bei den Sozialdemokraten). Wenn die ben betreffenden Prozeß allerdings herabgefeßt worden, aber schlechts. eritiich ist Berlin nicht in dem Maße Deutschland, wie Paris| Frankreich ist, daß man deswegen den 50 Millionen Deutschen schon im Auftrage meiner Freunde der Abg. v. Holleufer aus- anderes, als die Konzessionirung von Bordellen.( Buruf. Es lange nicht so schlecht bestellt, wie in London und Paris. Je setzentwurfes einzugehen, ich will nur in einem wichtigen Punkte von den Hauseigenthümern verlangt worden; es ist nothwendig, unsere Zustände bald beffer, bald schlechter. Deshalb braucht genoffen befunden. Er hat seine Befriedigung darüber aus ihren Wissen Prostituirte in ihr Haus aufnehmen. Dagegen muß man nicht die Klinke der Gesetzgebung in die Hand zu gesprochen, daß der Polizei die Möglichkeit der Kaseruirung der ich protestiren, daß die Richter nur Streber sind. Die Urtheile dieser Vorlage gegeben haber, als einen nothwendigen Fehler sich in einem besonderen Gesuch an den Kaiser gegen eine Wenn sie dort für richtig besunden werden, so giebt mir das unferer Gesellschaftsordnung bezeichnet und die Abhilfe nur in solche Maßregel gewendet, weil dadurch eine Verwirrung der mehr Vertrauen zu ihnen, als die Beurtheilung durch Herrn einem idealen Zukunftsstaate gesucht. Darüber werden wir uns sittlichen Anschauungen des Volfes herbeigeführt wird. Es ist schon Stadthagen. Solche Aeußerungen sind in diesem Saale um stand bezeichnet, so müssen wir ihm darin vollständig beistimmen; Mißstände abschaffen, als sie noch erweitern, wie es die Vorlage| tung der Prostitution als schlimmer als den gegenwärtigen Zu- sie unter polizeilicher Aufsicht geschehen. Man sollte eher solche und nicht um Reichsbehörden handelt.( Zustimmung rechts.) denn dadurch würde der Prostitution das Siegel der staatlichen gestattet. Genehmigung aufgedrückt. Die Aenderungen des§ 180 und den neuen§ 180a hält Redner nicht für nothwendig. Wenn man Fall Heinze und die Berliner Verhältnisse begründet, sondern bin ich fest davon überzeugt, daß meine Ausführungen nicht auf die Justizpflege fördern wolle, dann solle man auch dafür ähnlich liegen die Verhältnisse in allen größeren Städten. Man einen fruchtbaren und dankbaren Boden fallen werden. Ich habe forgen, daß die Richter nicht herabgewürdigt werden zu hat gesagt, die Zuhälter wären schon strafbar als Kuppler; aber in meiner Rede vom 3. Dezember nichts gesagt, was als un laftet fortgefeßt. bio nehmen. gent werden kann; aber zu Kommiffarius Geheimer Ober- Justizrath von Lenthe: Der beruht das auf einer Anordnung des Senats, wonach fie in Abg. Hahn( dfonf.): Die Zustimmung zur Vorlage hat andern Straßen nicht wohnen dürfen. Das ist etwas ganz Abg. Bebel: Auf die Frage, wie wir uns die Gesellschaft ohne Prostitution denken, kann ich hier nicht eingehen, einmal, Abg, Pieschel( ntl.): Die Vorlage ist nicht bloß durch den weil mir der Präsident das nicht gestatten würde; dann aber Tagelöhnern, wie bezug es ist nicht richtig; was fie treiben, unterscheidet sich von der gehörig betrachtet werden könnte, sonst hätte mich der Präsident Preußen vielfach geschieht. Suppelei so erheblich, daß es oft nicht möglich ist, sie zur reftifizirt. Gerade diese Rede war Veranlassung, daß mir von Aber die Vorlage ist eine lex zahlreichen Seiten außerhalb des Hauses, auch von Geistlichen und deshalb ist es bedenklich, solche Dinge und Damen, in anerkennenswerthejter Weise geschrieben wurde, auf das Arbeitsquantum in in dies Wenn Der§ 184 wegen der unzüchtigen Schriften wird zu den Bestrafung zu bringen. Schlimmsten Folgen führen, weil Alles der individuellen Auf specialis faffung einzelner Personen überlassen bleibt, die die Entscheidung wie die Strafverschärfung in das Gesetz hineinzubringen. fie hätten sich gefreut, daß ich endlich einmal der heutigen zu treffen hätten. Die Konsumenten dieser unzüchtigen Schriften Wenn man nicht bis zur Regelung des Strafvollzuges warten Gesellschaft die Heuchlermaste herabgerissen hätte. finden Sie nicht gerade in den Hütten der Armen, sondern viel will, dann sollte man wenigstens die Strafverfchärfung in einem Sie mehr in den vornehmeren Kreisen. gesetzgeberische Arbeit machen wollen, um Uebel= Redner wendet sich gegen einige stände git beseitigen, so müssen Sie diesent Uebel Das habe ich gesagt. Es wurde mir vorgeworfen die Art und Weise, wie ich das Christenthum Abg. Stadthagen: Das Böfeste, was der Heinze- Prozeß zu in die Debatte gezogen hätte. Sie heben es ja gerade immer von Schriften der älteren besonderen Gesetze ordnen. Literatur sind jetzt von Gericht und Polizei als unfittlich an- früheren Ausführungen Bebels, ist aber auf der Tribüne unver von Grund aus abhelfen. richtliche Erkenntnisse Literaturströmungen beseitigen, die vor gefochten worden; man fann aber doch wirkich nicht durch ge- ständlich. mehreren hundert Jahren vorhanden waren. Redner wendet Tage gefördert hat, war die Thatsache, daß die Polizei die Zu Ihrem christlichen Standpunkt hervor, chriftliche Grundfäße in die fich gegen die beabsichtigte Beschränkung der Deffentlichkeit hälter und Dirnen als Zuträger nicht glaubte entbehren zu fönnen, Gejezgebung hineinzubringen. Meine Ausführungen von damals ber Gerichtsverhandlungen: die Nothwendigkeit der Deffent- und gegen diese Zuhälter u. f. w. wird nun eine Vorlage gerichtet. waren ganz gerecht. Wenn Sie für das eine Geschlecht etwas gezeigt; denn sonst hätte man wahrscheinlich allerlei Gefährliches inneren Widerspruch aufgeklärt hätte. Für die Zuhälter wird Geschlecht unter Strafe stellen, so treiben Sie eine Gesetzgebung, die hinter der Weseler Affäre vermuthet. Schließlich wendet sich niemand eintreten, sie sind der Abschaum der Gesellschaft, aber klar unterscheidet in bezug auf beide Geschlechter. Diesen Standpunkt tönnte, daß in den Gefangenen jedes Gefühl erstickt wird, daß schaftsordnung. Gewisse Lokale dürfen von Damen ohne Herren- Euch ist, der sich frei von Sünde dünkt, der werfe den ersten Stein Rebner gegen die Strafverschärfung, die leicht die Wirkung haben sie sind der Abschaum erst geworden durch die heutige Gesell- wirft Christus den Pharisäern vor, indem er sagt: wenn einer unter Ahlwardt Es wäre gut gewesen, wenn uns die Reichsregierung über diesen als straflos und gesetzlich zulässig erachten, was Sie für das andere lichkeit er habe fich namentlich im Prozeß Gesellschaft feindlich gegenüber, überhaupt noch ein Mensch ist. Dann fiellt er sich der begleitung nicht betreten werden. Solche Reglements schaffen auf sie. Das ist der Standpunkt, den wir, die wir nicht Christen Wenn wirklich ein Bedürfniß direkt die Zuhälterei. So lange die Prostitution besteht, wird find, Ihnen so oft vorhalten müssen. Wir verlangen gleiches Wollen Sie die Prostitution Recht für beide Geschlechter. Wenn die Männer derselben Konallgemeinen organischen Revision des Strafgesetzbuches eindämmen, so schaffen Sie den Arbeiterinnen lohnende Arbeit. trolle unterstellt werden sollen, wie Sie es für einen Theil des Bezeichnend war die Aeußerung der Frau Heinze: Ich war weiblichen Geschlechts verlangen, dann wäre es ein Att der GeIch muß mich dagegen wehren, daß in Preußen die Richter zul Vor allem sorge man dafür, daß die freie Bewegung der Frauen, I sich sofort beim Arzt zu stellen, um das Leben und die Kommissar des Bundesraths, Geheimer Oberjuftizrath Lucas: Näherin, da verdiente ich nichts, und da wurde ich auch so eine, rechtigkeit, haß jeder geschlechtskranke Mann verpflichtet werde, dazu vorliegen sollte, dann müßte dasselbe befriedigt werden bei auch das Zuhälterthum bestehen. einer und e Gesundheit anderer nicht zu gefährden. tratie sind." Das ist ja über Ob die Herren Sachsen im Namen führen, bekanntlich zum Brauch geworden. Isolle, daß bei der Erbauung eines vierten städtischen Kranken vom Bundesrathstische mit diesem Gesetze beabsichtigen Als Grund" führte der Regierungspräsident in seinem Entscheid hauses die Frage, ob damit eine Entbindungsanstalt zu verbinden öffentliche Häuser zu schaffen oder nicht, das tommt an den Genossen Martus an, es würde nicht zu verhindern ge- fei, eingehender Erörterung unterliegen wird! in diesem Augenblick für mich nicht in Betracht: sie wesen sein, daß sich an der Versammlung„ nicht nur wahlberech Stadtv. Dr. 3 adet: Der Ausschuß hat meine Anträge fagen, sie wollen es nicht, aber die Wirkung wird die tigte städtische Bürger, sondern auch andere Elemente, insbesondere als unannehmbar bezeichnet. Ich hatte blos die Pflicht, Ihnen sein, und das muß jeder erkennen, der den Dingen auf unreise Burschen pp., wie sie sich gerade in der Nähe des er den Nothstand zu zeigen und durfte von Ihnen die Formulirung den Grund sieht, daß die Prostitution von Staatswegen wähnten Plages mit Vorliebe aufzuhalten pflegen, betheiligt der Anträge zur Abhilfe verlangen. organisirt wird. Ich habe nur die Konsequenzen gezogen, wenn hätten. Es mußte deshalb mit Recht befürchtet werden, daß es haupt die Aufgabe unserer Partei, hier auf Nebelstände ich behauptete, Sie betrachten die Prostitution ebenso als eine gelegentlich dieser Bersammlung leicht zu Ausschreitungen durch hinzuweisen und Ihnen die Abhilfe zu überlaffen. nothwendige Einrichtung, wie die Kirche, Schule, Polizei u. f. w. Lärm, Schlägerei u. f. w. kommen würde, welche eine Störung Denn unsere Ziele tönnen in Ihrer Gesellschaft nicht erreicht Gerade die Männer müßten bestraft werden, die das andere der öffentlichen Ordnung um so mehr dargestellt hätten, als der werden. In der Kommission hat man aber nichts gethan, man Geschlecht zur Prostitution treiben. In den fiebziger Jahren be- für die Versammlung in Aussicht genommene Tag ein Sonn- bat sich auf eine Wiederholung früherer Erklärungen beschränkt stand in Leipzig eine Gesellschaft von alten und jungen Männern tag war und Sie selbst ein eifriges Mitglied der Sozialdemo- Da habe ich denn einen spezialisirten Antrag eingereicht. Mit aus den ersten Gesellschaftsflaffen, die sich spottweise Zugendder Absicht des Magistrats, eine Entbindungsanstalt beim vierten bund nannte. Sie waren nämlich das gerade Gegentheil davon.-Genoffe Adolf Thiele in Wurzen bekam, wie die Krankenhause einzurichten, ist zugegeben, daß eine Verpflichtung Die Leute gingen zu den Stunden, wo die Damen nach Schluß Burgstädter Boltsstimme" meldet, den endgültigen Befehl zum ber Stadt vorliegt. An dem Streit, ob die allgemeine Verpflich der Geschäfte auf die Straße tamen, unter den Augen der Polizei in den Antritt der wegen Beleidigung des sächsischen Landtags über ihn tung dem Staate oder der Stadt obliegt, find wir ja weniger Hauptstraßen auf und ab, um nach neuen Opfern zu späben, um verhängten Strafe vorvergangenen Donnerstag Abend in der intereffirt. Die Entbindungsanstalt des Magistrats foll nun aber diefelben ihren Lüften dienstbar zu machen. Diese Leute müßten siebenten Stunde. Schon am nächsten Morgen, früh im Norden liegen, wo wir unsere beiden staatlichen Anstalten cuf Grund einer solchen Gesetzgebung bestraft werden, ba würde 1/29 Uhr, mußte der Strafantritt erfolgen! schon haben. Diese Anstalt dürfte demnach dem, was ich ver ich die Prügelstrafe für angebracht halten. Wenn gefagt wird,- Bufolge einer Anzeige des Wachtmeisters Feller in lange, faum entsprechen; der Süden und Often sind ihrer be dieses Gezez soll die Sittlichkeit befördern was Gitte und polda hatte der dortige Genoffe A. Baudert eine Straf- dürftiger. Außerdem dauert doch der Bau des Krankenhauses Unfitte ist, wechselt im Laufe der Jahrhunderte. Ich verfügung erhalten, weil das anläßlich des letzten Thüringer noch eine Reihe von Jahren, und soll doch hier die Entbindung tönnte Ihnen aus der Bibel zahlreiche Beispiele an- Parteitages stattgehabte Tanzvergnügen anstatt bis 12 Uhr bis anstalt nur als Pavillon eines Krankenhauses entstehen, was die führen über die Art, wie so gottgefällige Männer, wie 3/41 Uhr gedauert und Baudert nicht rechtzeitig Feierabend ge- Fachmänner verwerfen. Ebenso wenig glaube ich, daß die ver David und Salomo über geschlechtliche Dinge dachten. Wenn boten haben sollte. Auf Grund der Beweisaufnahme erkannte sprochene Aenderung der Aufnahmebedingungen in absehbare Rintelen gemeint hat, ich hätte nicht beachtet, was das Chriften- das Schöffengericht, bei welchem Baudert Einspruch erhoben hatte, Beit den gewünschten Erfolg haben wird. Verheirathete Frauen thum auf dem Gebiete der christlichen Caritas geschaffen habe, auf Freisprechung. Derselbe Genosse war im September vom werden Sie in die Heimstätte nicht hinausbekommen; Sie müffen so muß ich ihm erwidern: was immer das Christenthum, nament Apoldaer Schöffengericht zu 3 M. Strafe event. 1 Tag Saft und also das Asyl mit Unverehelichten füllen, und dann muß die Un lich im Mittelalter, auf diesem Gebiet gethan hat, ist nicht ent- den Kosten verurtheilt worden, weil er laut eidlicher Aussage des stalt unentgeltlich sein, denn die unverehelichten Mütter haben fernt ausreichend gewesen, um die sozialen Uebelstände abzu- Wachtmeisters Feller am 31. Juli aus einem Hause eine rothe eben nichts als ihr Kind und bedürfen der Unterkunft Schaffen. Sie selbst haben durch Ihre Zustimmung zu der ganzen Fahne herausgesteckt haben sollte. Da das Schöffengericht den Das Asyl muß also eine öffentliche Angelegenheit, fozialen Gesetzgebung der letzten Jahre, der Kranken-, Unfall-, Entlastungszeugen nicht vereidigt hatte, beantragte Baudert in fein Almosen sein; die Gesellschaft, die die unentgeltlichkeit ge Invalidenversicherung, Arbeiterschutz u. f. w. bewiesen, daß die der Berufungsverhandlung vor dem Landgericht Weimar währt, muß sich bewußt sein, daß sie sich selbst damit den größten chriftliche Caritas nicht ausreicht, sondern der Staat ein- die Bereidigung dieses Zeugen. Diefem Antrage wider Dienst leistet, da die franken Frauen und die fiechen Rinder greifen muß. sprach, wie die Apoldaer" Freie Preffe" berichtet, der schließlich immer ihrer Armenpflege zur Last fallen. So wi Staatsanwalt Heydenreich mit den Worten: Meine ich das Asyl in Blankenfelde gestalten, au einem Säuglingshei Herren, ich mache darauf aufmerksam, daß der Zeuge ein wie es in Breslau vorhanden ist, das ausschließlich gesunde Barteigenoffe des Angeklagten ist." Hierauf erwiderte der An- Mütter mit den Säuglingen an der Brust aufnimmt. Konnt geklagte:„ Ich profeftire gegen die Beleidigung seitens des Herrn es sich dort bisher nicht mehr entfalten, so liegt das baran, ba Staatsanwalts." Nachdem von letterem und dem Borsigenden be- es mit beschränkten Mitteln als Privatanstalt arbeitet. merkt worden war, daß dies für den Angeklagten feine Be- Geburts- und Sterblichkeitsziffern, die ich in der ersten Bes Leidigung sein solle, sondern viel eher für den Zeugen eine solche rathung vortrug, find im Ausschuß einer fritischen Prüfung unter fein tönne, erklärte Baudert, die Aeußerung des Staatsanwalts zogen worden, haben aber nicht erschüttert werden können. für eine Beleidigung der Partei anzusehen, welcher er angehöre. relative Sterblich Teitsgiffer ist eine sehr hohe, namentlich die de Der Gerichtshof sah indeß von der Vereidigung des Beugen ab. Säuglinge; hier muß durch umfassende Maßregeln vorgebeugt Das Urtheil lautete auf kostenlose Freisprechung Baudert's. Die Vorlage wird darauf einer Kommission von 21 Mit gliedern überwiesen. Schluß 5 Uhr. Nächste Sigung Dienstag, den 10. Ja nuar 1898, 1 Uhr.( Erste Berathung der Brausteuer- Borlage.) Parteinachrichten. Ju Degerloch( Württemberg) haben die städtischen Kollegien Die Bürgerrechts- Gebühr von 10 auf 5 M. herabgesetzt, nachdem der Sozialdemokratische Verein eine diesbezügliche Eingabe gemacht hatte. Aus Frankfurt a. M. wird uns unterm 14. Dezember geschrieben: Da die Wahlen zum Gewerbegericht wie verlautet schon im Januar stattfinden sollen, so hat der hiesige fozialdemokratische Verein in seiner gestrigen Mitgliederversammlung Stellung dazu genommen und die bestehende Agitationskommission beauftragt, die nöthigen Borbereitungen zu treffen. Der Verein beschloß, ferner, nur folchen Kandidaten zuzustimmen, welche Mit glieder des sozialdemokratischen Vereins sind. Jedoch wird der Rommunales. werden. Die Die Sie die Entbindungsanstalten und das Säuglingsheim ein, finden Sie auch Plaz und Beschäftigung für die erwerbs und unterkunftstos gewordenen Schwangeren, für welche ein länb licher Aufenthalt nöthig ist. Von sozialistischen Dingen ist bei alle bem nicht die Rede. Was die heutige Gesellschaft leisten fönut wenn sie wollte, zeigt ihr ein Antrag unserer französischen vierten Monat ihrer Schwangerschaft bis zum zwölften Monat nach der Entbindung von der Gesellschaft ernährt werden soll ( Große Heiterfeit.) Die sozialdemokratischen Stadtverordneten haben fol- Genossen, wonach jede Bürgerin der arbeitenden Klassen vom genden Antrag gestellt: " Antrag. Die Versammlung wolle beschließen: Um der in immer größerem Umfange hervortretenden ArbeitsKommission das Recht zugestanden, auch solche Parteigenossen tosigkeit und dem sich hieraus ergebenden Nothstand der Arbeiter ausnahmsweise als Kandidaten vorzuschlagen, welche aus wichtigen Gründen nicht Mitglied des Vereins sein können. Die nach Möglichkeit zu steuern, ersucht die Stadtverordneten- VerBersammlung sprach sodann darüber ihre Mißbilligung aus, daß fammlung den Magistrat: man im vorigen Jahre die Arbeitslosen nicht mitwählen ließ, 1. Die Arbeitszeit der in den städtischen Betrieben und forderte ganz entschieden, daß sämmtliche hier wohnende Ar- Straßenreinigung, Bark- und Gartenverwaltung, Wafferwerke, beitslose zu der nächsten Gewerbegerichts- Wahl zugelassen werden. Kanalisation, Gasanstalt u. s. w. beschäftigten Arbeiter Fortschritte der Organisation in Oesterreich. In der auf acht Stunden täglich festzusetzen und die hierdurch erforderlich Zeit vom 1. bis 30. November sind folgende neue Organisationen werdende größere Anzahl von Arbeitern einzustellen. gegründet worden: In Wien: Politischer Volksverein im 2. Die Hafenbau- Anlage am Urban, den noch nicht in AnXIV. Bezirk; Lese- und Diskutirklub Wahrheit" im XVII. Bezirk. In Bhmen: Arbeiter- Fortbildungsverein für beide Ge- griff genommenen Theil der Wasserwerke am Müggelsee, fowle schlechter in Bodenbach; Arbeiterverein„ Omladina" in andere städtische Erdarbeiten schleunigst vornehmen zu lassen. Brür; Politischer Verein Volksfreund" in Dux; Lese- und Gefangverein„ Eintracht" in Kremus ch; Lefeverein„ Eintracht" in Ofchi; Politischer Arbeiterverein in Pilsen; Arbeiter bildungs- und Gesangverein für beide Geschlechter in Teplit. In Schlesien: Gewerkschaftsverein sämmtlicher beim Hut macher- und dessen verwandten Gewerben beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Schlesiens in Troppau. " 1 3. Die zur vollständigen Durchführung der Kanalisation erforderlichen Arbeiten in Angriff zu nehmen." Stadtverordneten- Versammlung. Deffentliche Sigung vom Donnerstag, den 15. Dezember, Nachmittags 5 Uhr. Vorsteher Stryck zeigt Verlängerung feines bis zum 22. d. M. währenden Urlaubs an. Stadtv, Kalisch: Die Sterblichkeitsziffer nimmt in Berlin ab, die Geburtsgiffer in den letzten Jahren wieder zu; die G fundheitsverhältnisse Berlins find also nicht so schlecht, wie e Badet es darstellt. Nach den Mittheilungen des Magistrats i der Antrag überflüssig. I Stadtv, 3a dek: Ich habe nur behauptet, daß die relative Biffer der Todesfälle exceffiv hoch ist; das ergeben die amtliche Bahlen. Wenn in den befislosen Klaffen die Sterblichkeite 120 Mal fo start ist wie in den wohlhabenden, so ist es do nicht de Mutterbrust erhaltenden Kinder an Darmkrankheiten eine Pflicht der Verwaltung, hier endlich einzugreifen. Der Ausschußantrag wird mit dem Amendement Meyer angenommen. Auf den Beschluß der Versammlung vom 8. November, be Magistrat aufzufordern, die Frage der Errichtung höherer Mädchenschulen in gemischter Deputation au berathen, hat de Magistrat ablehnend geantwortet. Bezüglich der Anfrage Esmann, wegen Errichtung einer solchen Anstalt vor dem Halle'schen Thore bemerkt die Zuschrift, daß in den dort vorhandenen und in de benachbarten privaten höheren Töchterschulen noch Raum gen - im Ganzen 1312 Bläge- sei. Im Allgemeinen gehöre i Errichtung von Mädchenschulen nicht entfernt in dem Maße wie die Errichtung von Knabenschulen zu den Aufgaben der städtischen Verwaltung, Die dänische Sozialdemokratie hat, wie die Münchener Stadtv. Selle beantragt, den Beschluß auf Einsetzung ein Poft" mittheilt, einen nicht zu unterschäßenden Erfolg errungen. Zum Bürgermeister wird Rechtsanwalt Kirschner gemischten Deputation aufrecht zu erhalten. Gr bedauert, ba Gelegentlich einer 1888 zu Kopenhagen stattgehabten Landesver in Breslau mit 90 von 117 giltigen Stimmen gewählt; 25 St. Die Stellungnahme des Magistrats zu der Frage nicht einma sammlung sonderten sich 28 ländliche Vertreter ab und bildeten fallen auf Stadtrath Meubrint, 2 auf Stadtfyndifus' Eberty. mehr die Behauptung rechtfertige, daß der Magistrat die Mädchen eine eigene Partei unter dem Namen Dänischer Arbeiterbund". 2 Stimmzettel sind unbeschrieben. Unter der Leitung des Gutsbesizers Rasmussen ging dieser zwar schulen als Stieftinder behandele; denn selbst das darin liegenbe Zum besoldeten Stadtrath an Stelle des Stadtraths Schreiner geringe Maß von Neigung bringe er den Mädchenschulen nich nicht direkt in der bürgerlichen Linten auf, lehnte fich aber start wird Magistratsaffessor Bohin gewählt. Derfelbe erhält von entgegen. Nicht die Ausnahme, sondern die Regel sollten doch d an diese an. Während der letzten Jahre ist nun im Dänischen 107 Stimmen 102, während 2 auf Magiftratsaffeffor Freund städtischen höheren Mädchenschulen sein. Hier fehle die städtisch Arbeiterbund eine erfreuliche Entwickelung eingetreten. Ras- entfallen und 8 zeriplittern. 11 Stimmzettel sind unbeschrieben. Fürsorge bisher in dem Grade, das nicht einmal das Maß be 3 mussen ist ausgeschieden, und man hat das alte Tintenideal einer But Berhandlung steht zunächst der Ausschußbericht über Ausbildung festgestellt sei. Die Privatschulen entsprächen nich " Selbständig machung ber Landarbeiter auf Zwerggütern" auf den Antrag des Stadtv. Dr. Badek betr. die Umgestaltung den geringsten Anforderungen, teine Schulhöfe, teine Zurnhallen gegeben und fordert statt dessen, daß die Gemeinden das Land der städtischen Heimstätte für genesende enteignen und an die Landarbeiter verpachten, sowie daß der Wöchnerinnen in Blankenfelde. Staat durch eine auf die Steigerung der Güterwerthe zu legende Der Antrag Badek lautete: Steuer den Landarbeitern die nöthigen Betriebsmittel verschaffen solle. Insbesondere aber erklärt man die Errichtung von länd= lichen Fachvereinen zum Kampfe gegen die Gutsbesitzer als eine Hauptaufgabe. Unter diesen Umständen verminderte fich allmälig der Gegensatz zur Sozialdemokratie soweit, daß jüngst der zum Dänischen Arbeiterbund" gehörige Arbeiterverein von LynderslevGävnö eine Versammlung einberiej, zu welcher er seinen Vorfigenden Linderberg und den Sozialdemokraten Jppesen Börgbjärg einlud. Die Auseinandersetzungen dieser beiden Männer steller führten nun zu dem erfreulichen Ergebniß, daß ein Grund zu einem fortgesezten Streit zwischen den beiden Parteien nicht vor= handen sei, vielmehr der Kampf um das Lohnsystem beide wirkfam verbinde. Zum Schluß wurde einstimmig eine Resolution angenommen bes Inhalts:„ Es sei darauf hinzuarbeiten, daß ,, Arbeiterbund und Sozialdemokratie mit einander zur Förderung der ländlichen Fachorganisation Hand in Hand gehen." Mit der Durchführung dieses Beschlusses wird der dänischen Sozialdemokratie wieder ein Hinderniß ihrer Weiterentwickelung aus dem Wege geräumt. Stadtschutrath Fürstenau: Magiftrat und Schul deputation stehen auf dem in der Vorlage bezeichneten Stand punkte. Gewiß haben die Privatschulen nicht so schöne Höfe und Die Bersammlung wolle beschließen, um eine Vorlage zu ersuchen, derzufolge die städtische Heim- höheren Mädchenschulen besteht thatsächlich kein vorgeschriebene stätte für genesende Wöchnerinnen in eine Anstalt umgestaltet Maß der Ausbildung. Für die Erziehung der Mädchen zu forge wird, in welcher durch Schwangerschaft erwerbsunfähige ist Sache der Eltern, nicht der Stadt.( Burufe: Aber und unterſtügungsbedürftige Frauen aufgenommen und bis Gelegenheit dazu?) Soweit es geht, tommt ja auch hier b nach der Entbindung und volligen Widerherstellung ihrer Stadt dem Bedürfniß entgegen, und dem Stadttheil Moabit, be Erwerbsfähigteit unentgeltlich verpflegt werden. " Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Im Laufe der Erörterung im Ausschuß braste der Antragden Antrag in folgender modifizirter Form ein: Der Ausschuß schlägt die Errichtung zweier im Osten eben die zahlreichen Privatschulen des Stadttheils vor de bil thr Halleschen Thore mangeln, soll ja noch in diesem Etatsjahre erste Einrichtung einer städtischen höheren Mädchenschule Theil werden. Die gebildeten Eltern schicken vorwiegend ausgestatteten. Süden gelegener städtischer Entbindungsanstalten Mädchen in die Privatschulen, selbst in die am jämmerlichten und vor. Dieselben sind wenigstens äußerlich streng von den Krankenhäusern zu trennen, dagegen in geeigneter Weise mit der Heimstätte in Blankenfelde zu verbinden. abweisender Standpunkt, das größte Erstaunen hervorgerufen Auch beim Stadtv. Scheiding hat die Vorlage, d. 5. it Letztere joll( als Wöchnerinnen und Säuglingsheim) Es sei sehr zweifelhaft, ob die Stadt ihrer gefeßlichen Verpflic in erster Reihe die aus den Entbindungsaustalten tung nachgekommen sei. In den Privatschulen fehle die ftraffe kommenden gesunden Mütter mit ihren Säuglingen auf- Disziplin( Widerspruch); das Interesse der Vorsteher und Bo nehmen und während der Säuglingsperiode verpflegen, in steherinnen fomme da oftmals mit der Uebung der Disziplin is zweiter Reihe denjenigen Schwangeren eine Zufluchtsstätte bieten, welche erwerbslos und unterkunftslos geworden und besonderer Pflege benöthigt. Rollision. Stadtv. Gerstenberg: Die Bildung unserer Mädche gute Resultate gezeigt. Au sich habe dieser Privatunterricht nih! deren Gesundheitszustand einen ländlichen Aufenthalt mit habe seit Jahrhunderten in privaten Händen gelegen und fiel Wegen Beleidigung des Polizeisergeanten Timmerbeul hat der Rebakteur Der Rheinisch- Westfälischen ArDie Magistratsvertreter haben im Ausschusse die Erklärung eine oberflächliche Bildung zur Folge. Auch für die Behauptung beiter Beitung"," Dr. Diederich in Dortmund, wiederholt, daß der Magistrat die Verhältnisse der Heimstätte die Disziplin werde in Privatschulen vernachläffigt, sei ber 300 M. zu zahlen oder 30 Tage Gefängniß zu verbüßen. Die eingehend erwäge und wegen einer Umgestaltung, die sie lebens- meis nicht erbracht. Einen generellen Plan zur Gründung höher Beleidigung soll in einer Notiz jenes Blattes enthalten sein, in fähiger machen solle, sowie wegen Erweiterung der Aufnahme- Töchterschulen halte er für sehr bedenklich, auch wegen der Ro welcher ein auf der Zeche" Helena" bei Witten vorgekommener befugnisse eine Vorlage vorbereite, daß ferner im Anschluß an In den besseren höheren Privatschulen feien auch wie in Krawall geschildert ist. Bemerkt sei noch, daß der Staatsanwalt ben Bau des vierten städtischen Krankenhauses die Errichtung städtischen akademisch gebildete Lehrer thätig. nur 130 M. Geldstrafe beantragt hatte, und daß, wie die einer städtischen Entbindungsanstalt in Aussicht genommen fei. Beide, Anträge des Dr. Zadek sind von der Ausschußmehrheit deputation, daß ein einschneidender Beschluß der Versammlu Stadtrath Schreiner betont als Vorsitzender der Gh best labenen Zechenbeamten eine merkwürdige Unsicherheit in der als gänzlich unannehmbar bezeichnet worden, da sie weit über diesem Moment nicht rathsam sei. Die Privatschule gelte bein Kenntniß der Arbeitsordnung der Zeche Helena" zu Tage trat. Wegen Beleidigung des Landgerichtsdirektors Schmidt in dürfniß zur Einführung derartiger Einrichtungen nicht an- Eltern der enge Umgang ihrer Tochter mit dem oder jenem Kinde Breslau wurde Genoffe Karl Thiel, Redakteur der Bolts- suertennen sei. Demgemäß schlägt der Ausschuß vor: der öffentlichen Schule unangenehm sei( hört, hört! und Unrube wacht", zu 6 Monaten Zufagftrafe verurtheilt. Der Staatsanwalt hatte 9 Monate Gefängniß beantragt. bereitet zur Erweiterung der Aufnahmebestimmungen für möge man im einzelnen bezeichnen. In Erwägung, daß der Magiftrat eine Vorlage vor- Die Schulen seien auch nicht ohne Aufsicht. Vorhandene Mäng die Heimstätte in Blankenfelde, und daß derselbe bei ber Senoffe Markus in Erfurt hatte gegen die polizeiStadtv. Cassel: Ob die Schulen gut oder schlecht find liche Verweigerung der Erlaubniß, auf dem Friedrich Wilhelms- Erbauung eines vierten städtischen Krankenhauses an Er- fann die hier vorliegende Frage nicht entscheiden. Wir wolle play e ne Voltsversammlung abhalten zu dürfen, beim Regierungs. richtung einer damit zu verbindenden Entbindungsanstalt ja gar teine Beschlüsse fassen, sondern in gemischter Deputation präsidenten von Brauchitsch Beschwerde geführt. Der genannte Beamte verwarf die Beschwerde, wie das bei Boltsversammlungen, denkt, über den Antrag Badet aur Tagesordnung berathen. Bewiesen ist auch von den Argumenten des Ber bte im Freien abgehalten werden sollen, in der Provinz und dem Königreich Sachsen sowie allen den Kleinftaaten, die das Wort eingebracht, wonach der zweite Erwägungsgrund dahin lauten schulen mehr vorgeschlagen, als heute vorhanden feien. Zu dem Ausschußantrage wird ein Amendement Meyer 1 jezige Direttor des grauen Klosters, hat schon 1875 zwei Madd überzugehen. Gerstenberg nichts. Der frühere Stadtschulrath Hoffmann, ba If is 011 in 1 | Der Antrag Selle wird abgelehnt, dagegen ein Antrag fozialdemokratischen Presse. Wenn es sich aber darum handelt, Schneidemühle beschäftigt ist. Den Angaben seines Bruders Esmann angenommen, wonach ein besonderer Ansschuß von für ein städtisches Institut den Klingelbeutel herumgehen zu zufolge ist Friedrich Heine im Jahre 1889 in Straßburg bei den 15 Personen zur Erörterung der Frage niedergefeht werden soll. lassen, da nimmt man ohne Bedenken Zuflucht zu den Pionieren als Refruit eingestellt worden. Vorher ist nie an ihm Der Magistrat legt das Verzeichniß der zur Neu- und sozialdemokratischen Phrafen". In den Augen der Stadt ein Anzeichen geistiger Störung bemerkt worden und auch in Umpflasterung für das Etatsjahr 1898/94 in Aussicht ge- verwaltung sind es nämlich Phrasen", wenn in Berlin nicht der Familie sind, so weit befannt, teine Fälle von Geistes. nommenen öffentlichen Straßen und Pläge vor. alles gelobt wird über den grünen Klee, in Wirklichkeit aber find frankheit vorgekommen. Nachdem Friedrich Heine 14 Tage Die Vorlage geht an einen Ausschuß von 15 Mitgliedern, die Phrasen" nichts weiter als ungeschminkte Thatsachen, die gedient hatte, mußte er in die Frrenanstalt zu Landsberg a.. Auf dem Grundstück Spenerstr. 4 sollen miethsweise Räume einzugefstehen freilich nicht jedermanns Sache ist. übergeführt werden und wurde dort nach viermonatlicher zur provisorischen Unterbringung der neuen höheren Töchterschule Wenn es schon nicht mehr so weit reicht, den Kindern im Behandlung als geheilt entlassen. Er fehrte nach Liepe zu seinen in Moabit beschafft werden. zarteften Alter und den Säuglingen die Kleidungsstücke zu ver- Eltern zurück, führte sich dort musterhaft, arbeitete fleißig und Stadty. Riemer beantragt die Ablehnung der Vorlage, da schaffen, bie nothwendig sind, um sie vor der Winterfälte zu verrieth feine Spur einer erneuten geistigen Störung. In hohem die anzumiethenden Räume viel zu dunkel und überhaupt un schüßen, so meinen wir, daß man da vom Nothstand nicht mehr Grade beachtenswerth sind die Angaben, welche Friedrich Heine geeignet seien, auch die Anlage der Bedürfnißanstalt viel zu weit entfernt ist. Oder gehört zum Nothstand, daß wirklich erst bei seiner zweiten Bernehmung gemacht hat. Wenn auch nicht wünschen übrig laffe. ein paar der armen Würmer erfrieren müssen? Wir glauben vollkommen flar, sprach er jetzt doch zusammenhängend und ver Stadtrath be Nève entgegnet, daß in denselben Räumen bestimmt, daß auch dann ein Nothstand noch immer abgeleugnet ftändlich. Er sagte, daß er seit seiner Entlassung aus dem pier Jahre lang Gemeindefchüler untergebracht gewesen seien. werden würde, benn es könnte den guten Ruf" der schönen Militärdienst gar fein Verlangen nach Berkehr gehabt habe, obAndere Räume habe man in Moabit nicht bekommen, würden Stadt Berlin schädigen, wenn man die Wahrheit fagt. gleich er in Siepe in Beziehungen zu einem Mädchen gestanden fie nicht genommen, so tönne die Schule nicht sofort ins Leben babe. Mit diesem Mädchen gemeinsam zu sterben, sei fein gerufen werden. Wenn die gerügten Uebelftände derart vorDie diesjährige Cholera- Epidemie hat nach der dem Wunsch gewesen. Gestern habe ihn ein unwiderstehlicher handen feien, so werde man eben dazu schreiten müssen, sie zu Reichstag übersendeten Dentschrift des Reichskanzlers in dem Drang erfaßt, von Hause fortzugehen. Er habe seine besten beseitigen. Gebiete des deutschen Reichs 8510 Zodesfälle verursacht, davon Sachen angezogen, feine sämmtlichen Ersparnisse, 200 Wiark, Stadty. Singer hält dafür, daß dem Zeugniß eines entfallen auf das hamburgische Gebiet 7611. Die Freif. 3tg." zu sich gesteckt und fei über Eberswalde nach Berlin ge Kollegen, der sich aus eigener Anschauung von den Zuständen macht noch folgende Mittheilungen: Auf die Einwohnerzahl be tommen, wo er um 10 Uhr Abends eingetroffen ift. In unterrichtet habe, größerer Werth gebühre, als der Stadtrath ihm rechnet, macht dies 1,22 pet. Im preußischen Staatsgebiet sind der Nähe des Stettiner Bahnhofes habe er, ohne einen Grund beilege. Wenn der proponirte Vertrag mit dem Vermiether an 892 Perfonen verstorben, darunter 502 im Regierungsbezirk dafür angeben zu können, den Drang verspürt, ein Raftrmesser folchen Mängeln leide, fo empfehle fich Ausschußberathung. Schleswig, 116 im Regierungsbezirk Lüneburg, 90 im Regierungs- zu kaufen. Darauf habe er sich in den Straßen herumgetrieben, Der gleichen Ansicht giebt Stadtv. o blgemuth Ausdruck. bezirk Stade, 66 im Regierungsbezirk Stettin, 42 im Regierungs- bis er von einem Mädchen angesprochen sei. Dieser Person sei Die Borlage geht an einen Ausschuß von 5 Mitgliedern. bezirk Potsdam, 16 im Regierungsbezirt Magdeburg, 15 im er in ihre Wohnung gefolgt. Er habe nicht die geringste Neigung Die Novelle zum Krankenversichungsgesetz hat eine Abände- Stadtkreis Berlin, 12 im Regierungsbezirk Koblenz, 9 im Re- verspürt, sich mit ihr einzulaffen, aber plöglich den Drang tung des Regulatios für die Gemeinde Krankenversiche- gierungsbezirt Frankfurt a. D., 7 im Regierungsbezirk Marien- empfunden, Blut zu sehen. Um diesem Drang nachzugeben, habe rung vom 28. November 1884 nöthig gemacht. werder, 4 im Regierungsbezirk Hildesheim, je 3 im Regierungs- er nach dem Rafirmesser gegriffen, das er unter ein Stadtv. Sen te beantragt Ausschußberathung für die Vor- bezirk Stralsund und Wiesbaden, je 2 im Regierungs- Taschentuch auf den Tisch gelegt hatte, das Wesser gelage. Der Entwurf treffe teine Vorsorge, daß Versicherungs- bezirk Dsnabrück und Düsseldorf, und je 1 in den Reöffnet und feiner Begleiterin die Kehle durchschnitten. Darauf pflichtigen, welche vielleicht schon 20 oder 25 Jahre einer Orts- gierungsbezirken Posen, Oppeln und Hannover. Bon den habe er seine Finger in das warme Blut getaucht und fei Krankenkasse angehörten und für den Fall der Auflösung oder übrigen deutschen Staaten hatten Mecklenburg- Schwerin 43, mit den feuchten Fingern über sein Hemd gefahren. Ueber des Gingehens derfelben auf die Gemeinde- Krankenversicherung Bremen 7, Mecklenburg- Strelitz 6, Sachsen 4, Lübeck 3 und den Verbleib der 200 M., die er angeblich bei sich gehabt hat, verwiefen werden, die früher erworbenen Rechte ge- Baden, Oldenburg, Braunschweig und Sachsen- Altenburg je wußte Seine nichts zu sagen. Gefunden sind bei ihm nur 40 Pf., wahrt bleiben. Auch nehme das Regulativ auf den Todesfall. Die Epidemie hat hiernach hauptsächlich die Ge- und er spricht die Bermuthung aus, daß die Werner ihm das feine Rücksicht, hier müßte eine Bestimmung biete, welche dem Staat Hamburg am nächsten liegen, ergriffen Geld gestohlen haben könnte. Ein Schantlokal hat er gestern eingefügt, in bezug auf den ersteren Vorbehalt die SS 5, 10, 14 und abgesehen von einigen durch Verschleppung verursachten seiner Versicherung nach nicht besucht, und seit zwei Tagen will und 20 geändert werden. Fällen ist die Epidemie die Flußläufe hinauf mit er nichts genossen haben. Die Vermuthung, daß Heine mit dem abnehmender Stärke verbreitet. Empfindlich berührt berührt ist Mörder der Nitsche identisch sein könnte, liegt nahe, hat aber bis Sterbefall Der Antrag Hente wird angenommen; die Vorlage geht an einen Ausschuß von 10 Mitgliedern. Schluß 814 Uhr. Tokales. vor allem bie Nachbarstadt Hamburgs, Altona mit jett Bestätigung nicht erfahren. Die Beschreibung, welche von dem 828 Todesfällen( allerdings nur 0,23 pet. der BeMörder der Nitsche entworfen worden ist, paßt auf Heine, doch völferung), ferner Wandsbeck mit 43, Lauenburg mit 25, Riel haben Personen, welche jenen Mörder gesehen haben, erklärt, und Rendsburg mit je 11 Todesfällen. Die auf dem linten ihn nicht in Heine erkennen zu können. An der UnzurechnungsElbufer liegenden Kreise der Regierungsbezirke Stade und Süne fähigkeit des Mannes kann nicht gezweifelt werden. Allem Anburg waren eine Zeit lang start in Mitleidenschaft gezogen. fchein nach hat man es hier mit einem Fall jener Perversität zu Auf Stadt und Kreis Harburg entfallen 102 Todesfälle, thun, die von Psychiatern der modernen Schule, wie Prof. Krafftbarunter allein 61 auf Wilhemsburg, das 8666 Cins Ebing, Dr. Moll u. a. mit der Bezeichnung Sadismus belegt Zur Verordnung über die Sonntagsruhe im Handels wohner zählt. Im Kreise Jork tamen 46 Todesfälle, im worden ist. Ueber die Person der Ermordeten will ein Loralgewerbe giebt der Polizeipräsident bekannt: Am legten Kreise Kehdingen 31 vor. Der Prozentsaz der Gestorbenen er berichterstatter folgendes in Erfahrung gebracht haben: Die W. Sonntage vor Weihnachten darf die Beschäftigung der reichte in Neuenfelde, Kr. Jork, wo von 1829 Ginwohnern 21 starben, ist im Juni 1857 in Berlin geboren und hatte eine gute ErGehilfen, Lehrlinge und Arbeiter in allen Zweigen des Handels- beinahe den Prozentsas von Hamburg. Im Regierungsbezirt ziehung erhalten. Schon von Jugend auf zeigte sie Neigung zum gewerbes während des ganzen Tages bis um 10 Uhr Abends Stettin hatte die Stadt Stettin 17, die Stadt Ueckermünde mit Ausschluß der für den Hauptgottesdienst festgefesten beiden 11 Todesfälle; terner entfallen 15 auf den Kreis Random, 8 auf Leichtsinn, welcher trotz aller Strenge der Eltern sich immer mehr mit den Jahren ausprägte. ausprägte. Mitte der Stunden stattfinden. Die Beschäftigung der Gehilfen, Lehrlinge ben Kreis Greifenhagen und 7 auf den Kreis Ueckermürde mit 70er Jahre diente die. in einem Haushalt in der Rosenthalerand Arbeiter ist am 1. Weihnachtstage im Betriebe des Ausnahme der Kreisstadt; die übrigen 8 Todesfälle vertheilen straße, wo sie Gelegenheit fand, die Bekanntschaft mehrerer Bandels mit Blumen außer den letzten beiden Stunden sich auf 5 Kreise. In Mecklenburg- Schwerin hatten Bothenburg Gäste eines in demselben Hause befindlichen Restaurants au oor dem Beginne des Hauptgottesdienstes auch während der Zeit mit 19 und Dömitz mit 5 Todesfällen die größte Zahl. Was die machen, und von dieser Beit an ergab fie fich einem lieberlichen oon 12 bis 8 Uhr Nachmittags zulässig. Die Vergünstigung der Todesfälle in der Provinz Brandenburg betrifft, so war am Lebenswandel. A13 Prostituirte lernte der Arbeiter Werner bie Verlängerung der Beschäftigungszeit bis 6 Uhr Abends findet für meisten betheiligt der an der Elbe gelegene Kreis West- Prignis, den Betrieb des Handels mit Blumen auch am Neujahrs- auf den 14 Todesfälle kommen, darunter allein 8 auf die Stadt Person im Jahre 1887 kennen, und seine Bemühungen, die age Anwendung. Im Betriebe des Handels mit Blumen Wittenberge. In Charlottenburg tamen 5, in Spandau 4, im Dirne, welche übrigens schon wegen Diebstahls mit einem Jahre blirfen die Gehilfen, Lehrlinge und Arbeiter an Sonn- und Feft- Kreise Nieder- Barnim 4, Ober- Barnum 6, darunter 4 in Gbers- Gefängniß bestraft ist, zu beffern, schienen von Erfolg gekrönt zu tagen fortan statt von 7 bis 10 und 12 bis 2 Uhr während der walde, West Havelland 3 und Dit- Havelland 1 Todesfall vor. sein. Er heirathete das Mädchen, und das junge Baar nahm Zeit von 8 bis 10 Uhr früh und von 12 bis 8 Uhr Nachmittags Angermünde 4, der Kreis Templin 1 und die Stadt Landsberg monatlicher Ghe starb Werner, und troh Rögel, Alt- Moabit 73, Wohnung. Nach achtBeit von 8 bis 10 Uhr früh und von 12 bis 8 Uhr Nachmittags Ferner hatte noch der Kreis Rönigsberg i. Neum. 8, der Streis nun bei dem Stiefvater der Fetting, dem Stellmacher Bitten der oeschäftigt werden. ebenfalls 1 Todesfall. Eltern verzog die junge Wittwe nach der Linienstraße und nahm Am 31. Dezember d. J. verjähren folgende FordeSeit dieser Zeit Jufolge der Erhöhung der Hundesteuer von 9 auf 20 ihren früheren Lebenswandel wieder auf. rungen aus dem Jahre 1890: 1. der Fabrikunternehmer, Kauf- Mart vom 1. Ottober 1892 ab ist eine erhebliche Abnahme der( 1888) war die Werner für die Ihrigen verscholen und erst heute leute, Krämer, Künstler und Handwerker für Waaren und Arbeiten, Bahl der steuerpflichtigen Hunde fonstatirt worden. Im Etats- früh erfuhren fie von dem Tode ihres Kindes durch die telefowie der Apotheker für Arzneimittel, mit Ausnahme folcher jahr 1891/92 wurde noch 35 176 versteuerte Sunde gezählt. graphische Meldung der Kriminalpolizei. Forderungen, welche in bezug auf den Gewerbebetrieb des Diese haben sich bereits vom 1. April bis Ende September bei Empfängers entstanden sind; 2. derfelben Kategorien wegen der dem noch alten Steuerfaße von 4,50 m. halbjährliche Steuer um an ihre Arbeiter gegebenen Vorschüsse; 3. der Schul- und Er- 6390 auf 28 786 im ersten Steuerhalbjahre 1892/93 vermindert, ziehungsanstalten aller Art für Unterricht, Erziehung und Unter- wohl infolge der bevorstehenden Erhöhung der Steuer. Zur halt; 4. der Lehrer für Honorar; 5. der Fabritarbeiter, Gefellen, Beit sind nach dem Betrage der für den 1. Oftober 1892 bis Tagelöhner und Handarbeiter wegen rückständigen Lohnes; 6. ber 31. März 1893 mit 10 M. für den Hund ausgeschriebenen Steuer Fuhrleute und Schiffer wegen Fuhrlohns und Frachtgelds sowie rund 26 500 steuerpflichtige Hunde vorhanden; demnach ist gegen Beköftigung. Aus dem Jahre 1888 verjähren am 31. Dezember 2200 Sunde eingetreten. Indem nun das Kollegium diese fort- guter von 16,00-15,30 M., mittlerer von 15,20-14,60 M., die Forderungen: 1. der Kirchen, Geistlichen und Kirchenbeamten schreitende Abnahme der Zahl der Hunde in Rechnung sieht, hat geringer von 14,50-13,90 M., Stroh, Richt- per 100 kg. von wegen Gebühren aus kirchlichen Handlungen; 2. der Kommiffarien es für das Etatsjahr 1893/94 eine weitere Abnahme der Baht 4,50-4,00 M. Heu per 100 kg. von 7,50-5,20 M. Erbsen don öffentlichen Behörden, Anwälte, Notare, Medizinalpersonen 2c., ber Hunde um 1000 bis 1500 auf rund 25 000 angenommen und per 100 Rg. von 40,00-25,00. Speisebohnen, weiße per ber Beugen und Sachverständigen wegen ihrer Gebühren und demgemäß, da jetzt die Steuer 20 M. für den Hund beträgt, die 100 Rg. von 50,00-20,00 M. Linfen per 100 kg. von 80,00 Auslagen; 3. der Haus- und Wirthschaftsoffizianten, der Hand- Hundesteuer auf 500 000 m. in Einnahme gestellt. lungsgehilfen und des Gefindes an Gehalt, Lohn und andern Bezügen; 4. der Lehrherren wegen des Lehrgelds; 5. ber Rüd Soldatenselbstmord. Uns wird geschrieben: Vor einigen fiände verdungener Binsen, an Mieths und Pachtgeldern, Ben Tagen, Morgens 5 Uhr, fand man in der Latrine der Raferne flonen, Besoldungen, Alimenten, Renten 2c.; 6. wegen der Rück- hinter dem Gießhause einen Retruten ber 12. Kompagnie des fände von Abgaben, die infolge einer vom Staate besonders Kaifer Alexander Garde- Grenadierregiments an der Gasleitung berliehenen Berechtigung an Privatpersonen zu entrichten find, als erhängt vor. Beges, Brückengelder 2c.; 7. auf Erstattung ausgelegter Prozeß# Marktpreise in Berlin am 14. Dezember, nach Ermitte lungen des Polizeipräsidiums. Weizen per 100 Kg. guter von 15,50-15,10 9., mittlerer von 15,00-14,70 M., geringer von 14,60-14,30 M. Roggen per 100 g. guter von 13,60-13,30 M., Gerste per 100 kg. gute von 16,50-15,50 M., mittlere von mittlerer von 18,20-12,90 m., geringerer von 12,80-12,50 m. 15,40-14,50 m., geringe von 14,40-13,50 M. Safer per 100 kg. bis 30,00 m. Kartoffeln per 100 g. von 6,00-4,00 M. Rind fleisch von der Reule per 1 Rg. von 1,60--1,00 m. Bauchfleisch per 1 Kg. von 140-0,90 M. Schweinefleisch per 1 Kg. von 1,50-1,10 M. Kalbfleisch per 1 Kg. von 1,60-1,00 M. Sammelfleisch per 1 Kg. von 1,50-0,80 M. Batter per 1 Kg. von 2,80 bis 2,00 m. Gier per 60 Stück von 5,20-2,60 m. Fische per 1 Kg.: Karpfen von 2,40-1,20 M. Male von 2,80--1,20 0. Banber von 2,40-1,00 M. Hechte von 1,80-1,00 M. Barsche von 1,60-0,75 M. Schleie von 2,50-1,00 M. Bleie von 1,40 bis 0,80 m. Srebfe per 60 Stück von 8,00-2,00 m. Polizeibericht. Am 13. d. M., Nachmittags, fiel ein Feilen: fosten von dem dazu verpflichteten Gegner; 8. auf Nachzahlung In der Bergstraße 26 ist in der verflossenen Nacht die der von den Gerichten, Generaltommiffionen,' Revisionskollegien und unter polizeilicher Kontrolle ftehende Wittwe Anna Werner Berwaltungsbehörden gar nicht oder zu wenig eingeforderten, geb. Getting von dem 26jährigen Arbeiter Friedrich Heine eroder auf Erstattung der an diefelben zu viel gezahlten Kosten, mordet worden. Ueber die Einzelheiten der That wird gemeldet: bauer im Hause Ackerstr. 81 von der Treppe und erlitt so schwere mit Einschluß der Stempel- und Portogefälle; ausgenommen In dem bezeichneten Hause, im Erdgeschoß, hat die Familie Berlegungen, daß er in der darauffolgenden Nacht verstarb. bleiben jedoch die Werthitempel, welche mehr als 1 pet. betragen Roschmoeda eine kleine, aus zwei Zimmern bestehende Wohnung Am 14. b. M., Morgens, verfuchte ein Dienstmann in seiner ober zu Verträgen oder Schuldverschreibungen zu verwenden sind. inne, in der die bereits wegen Kuppelei bestrafte Frau Koschmoeda Wohnung, in der Klosterstraße, sich mittels einer Lösung von Aus dem Jahre 1891 verjähren am 31. Dezember 1892 nach§ 55 liederlichen Frauenzimmern Absteigequartiere vermiethet. Zu ihren Zuckersäure zu vergiften und dann zu erhängen. Er wurde jedoch der Novelle zum Krankenversicherungs Gesetz der Anspruch auf Kundinnen gehörte die 36jährige Anna Werner, die in der verEintrittsgelder und Beiträge zu Orts- und Betriebs- Krankenfaffen. loffenen Nacht in Begleitung eines unbekannten gut gelleideten hieran verhindert und nach der Charitee gebracht. Vor dem Unterbrochen wird die Berjährung durch die Zustellung der Klage Mannes im Alter von ungefähr 26 Jahren in der Rosch Sause Brunnenſtv. 157 wurde ein 14jähriger Knabe beim Aboder des Zahlungsbefehls, oder wenn der Gläubiger seinen moeda'schen Wohnung erschien. Kurz nach 1 Uhr betrat der Zu- fergen von einem Pferdebahnwagen durch einen vorüberkommenden Schuldner zur Unerkennung der Schuld vor den Schiedsmann hälter der Werner, der Bäcker Carl Schöneberg, der voraussichtlich Schlächterwagen überfahren und erlitt einen Armbruch, sowie labet. Das vor demselben gegebene Anerkenntniß oder ein vor gesehen hatte, wie die Person sich mit dem unbekannten in bag Quetschungen beider Beine.- Mittags gerieth eine Reſtaurateurfrau dem Schiedsmann gefchloffener Bergleich hat die Wirkung eines Daus begeben hatte, den Hof und stellte sich, wahrscheinlich in in ihrer Wohnung, in der Unnenstraße, mit ihrem Ehemann in Streit gerichtlichen Urtheils. der Absicht, die Rückkehr der Werner abzuwarten, unter das und suchte ihn mittels eines Revolvers von weiteren Mißhandlungen Fenster der Koschmoedafchen Wohnung. Bald hörte er im Zimmer zurückzuhalten. Hierbei entlud fich die Waffe, und wurde der Wohlthätigkeitssinn der Berliner appelflirt. Um der Sache den wurden, darauf Hilferufe und schließlich einen dumpfen Fall. Auf dem Schloßplatz, an der Ecke der Breitenstraße, wurde NachFür das städtische Obdach wird wieder ein Mal an den einen Streit, er vernahm, wie Gegenstände zu Boden geworfen Mann in die Seite getroffen, so daß er sich nach dem Krankenhause Bethanien begeben mußte. Die Frau wurde verhaftet. nöthigen Nachdruck zu verleihen, ist folgender beweglicher Aufruf Schöneberg trat durch die merkwürdiger Weise nicht verschlossene mittags eine unbekannte Frauensperson durch einen Rollwagen erlassen worden: Thüre in das Zimmer, in dem sich die Werner befand, und erDie gegenwärtig herrschenden trübseligen Zeitverhältnisse blickte sie auf dem Fußboden liegend. Neben ihr stand ein überfahren und so schwer am Kopfe verlegt, daß sie besinnungslos liegen blieb. Sie wurde nach der Charitee gebracht. werfen ihre Schatten auch auf das städtische Obdach. Die Zahl Mann, der gerade im Begriff war, die Lampe auszulöschen. Der Danteskirche gerieth ein Schloffer unter die Räder einer Der Familien, welche infolge der mangelnden Arbeit Statt den Mann festzunehmen, lief Schöneberg fort, um einen nicht einmal mehr im ftande jind, den erforderlichen Miethszins Nachtwächter zu holen. Er fehrte bald mit einem Nachtwächter Droschte und wurde an der Brust so bedeutend verlegt, daß aufzubringen und daher das städtische Obdach aufsuchen, ist eine zurück und fand in der eben verlassenen Stube die feine Ueberführung, nach der Charitee erforderlich wurde. große und fängt an bedeutend zu wachsen. Ein nicht Werner todt in einer Blutlache. Abends versuchte ein Kaufmann in der Wohnung seiner Eltern, Neben der Leiche in der Brunnenstraße, sich zu erschießen. Er wurde schwer verunerheblicher Theil der Obdachlosen befist auch nicht die noth- standen Frau Koschmoeda den Unbekannte, wendigsten Kleidungsstücke, die, besonders den Rin niemand daran hätte hindern können, sich in der Zwischenzeit zu wurde ein Almoſenempfänger durch einen Rollwagen überRin- niemand leht nach der Charitee gebracht. Auf der Jannowizbrücke dern im zartesten Alter und den Säuglingen, gegen bie entfernen. Der Hals der Werner war bis auf die Wirbelsäule auhe, falte Witterung Schutz gewähren. Die Summen aus städtis durchschnitten. Die Wunde klaffte handbreit. Auf dem Fuß- fahren und anscheinend innerlich schwer verlegt, so daß er nach schen Mitteln reichen längst nicht aus. Die Mildthätigkeit der boden lag ein neues blutbeflecktes Raftrmesser, mit dem die that dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht werden mußte. Berliner wolle sich deshalb auch hier bewähren, wo es sich um offenbar verübt worden war. Der Fremde wurde festgenommen In seiner Wohnung, in der Gartenstraße, versuchte ein Former unfere ärmften Mitbürger handelt. Kleidungsstücke, Schuhwerk 2c. und machte auf der Wache zunächst ganz verwirrte Aussagen. Er sich mittels Jodtinktur zu vergiften. Nach Anwendung von nimmt der Inspektor des Obdachs, Herr Bandemer, in der behauptete, Blodsberg zu heißen, gab vor, einer höheren Be- Gegenmitteln erfolgte feine Ueberführung nach dem LazarusGröbelstraße, gern entgegen. stimmung folgend liederliche Frauenzimmer ermorden zu müssen, Krankenhause. In der Nacht zum 15. b. M. wurde eine unter und der An Trübselige Zeitverhältniffe, Folge mangelnder Arbeit, für und sagte, er habe bereits acht Dirnen den Hals abgeschnitten. fittenpolizeilicher Aufsicht stehende Frauensperson in einem Abtinder und Säuglinge nicht die nothwendigsten Kleidungsstücke, Bei dem Manne wurde ein Abzugsattest gesunden, und auf ſteige- Quartier, Bergstr. 36, mit einem tiefen Schnitt am Halse la, wie ist uns denn? Das läßt derselbe Magistrat von Berlin Grund dieses Papiers ist festgestellt worden, daß der Mann todt aufgefunden, den ihr der anscheinend erft Nachmittags aus Eberswalde hier angekommene, 26 Jahre alte Arbeiter Seine veröffentlichen, der weder einen Nothstand ober auch nur einen Friedrich Heine heißt. Es wurde bei ihm auch ein gestern mittelst eines Rafirmeffers beigebracht hat. Er hat die That anaußergewöhnlichen Arbeitsmangel fennt? Das scheint uns denn zur Verausgabung gelangtes Billet Eberswalde- Berlin vorAm 14. d. M. fanden drei doch eine fleine Inkonsequenz zu sein. Im rothen Hauſe thut gefunden. Der Polizei ist es gelungen, den Bruder des Friedrich scheinend im Wahnsinn vollbracht. Brände statt. man so, als ob gang Berlin in Saus und Braus lebe und man eine zu ermitteln. Dieser erklärte, daß seine Eltern in Liepe, regt sich gewaltig auf über die übertriebenen" Berichte der Kreis Angermünde, wohnen, wo sein Vater als Arbeiter in einer wurde. Gerichts- Beitung. Versammlungen. Nowiacs. bei Lange. SNO = Buch: Palme, Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. und Gesangverein Acacie, Köpnickerstr. 3. Boruffia Tambour- Verein Ruf, Infelfir. 1. Tambourverein SHIL verein unton, Abends 9 Uhr, Berliner Bodbrauerei. Quartettverein Männerchor Privat Arbeiter- Sängerbund Serlins und Umgegend. Freitag. tebungs stunde Abends 9 Uhr. Aufnahme von Mitgliedern. Raifer'fhet Männerchor, Schönhauser Allee 28, bei Kuhlmen. Nord, Berg Eine Eifersuchtshandlung führte gestern die Kellners- Ehefrau Borwärts i, G.O. Adalbertstr. 21, bet Roll. Der Zentralverein deutscher Böttcher berieth in seiner Straße 68, bet seller. Kummer'scher Gefangverein, Ban gestraße 65, bei Tempel. Ida Marzillier vor die vierte Straffammer des Landgerichts I. Bersammlung vom 4. Dezember über den Anschluß an den Holz- binder Männerchor Berlins, Alte Satobftraße 68, bet A. Richter Die Angeklagte hatte ihren Mann in Verdacht, daß er sie heim- arbeiter- Verband. Nach eingehender Diskussion über diese Frage- Maiglöckchen, Sochstr. 32a, bei Wilte. Gemüthlichteit Fris, Naunynftr. 86, bei gubeil. lich einer Anderen wegen verlassen wolle. Um ihn hieran zu fand folgende Resolution, für die sich am 20. April d. J. die Bur), Sendelfir. 30. in Velten, bei Schröder.- Blaue Schleife, in Bantow, Mühlenftr. 24, hindern, griff sie zu einem eigenthümlichen Mittel; fie richtete Bremer Kollegen erklärt haben, in der Versammlung Annahme: bet Stöhr. Morgenroth 4, Köpenid, Müggelheimerstr. 3 bei Held. an die Staatsanwaltschaft eine Anzeige, daß ihr Mann ihr nach Obgleich die Versammlung im Prinzip mit der Unions- Wahrheit, An der Zwölf Apofteltirche 7b, bei Framte. Karthaus Moabit", dem Leben trachte und in der Nacht zuvor auch einen Mord- bildung einverstanden ist, hält sie dennoch in gegenwärtiger Beit, her Gefangverein, Lichtenbergerstr. 21, bet Heiſe. Wilhelmshavenerstraße 23, bei Brosch. Freie Siebertafel, Mart versuch gegen sie ausgeführt habe. Die Folge dieser Bezichtigung wo den Gewerkschaften auch die innere Kraft fehlt, die Gründung grafenftr. 8. Gesangverein Eintracht zu Alt- und Neu- Glienice, bet war, daß der Mann der Angeklagten gefänglich eingezogen eines Holzarbeiter- Verbandes für verfrüht." S. Stavelhof, Rudowerstraße. Gesangverein Morgenroth 2, Bald darauf überzeugte Arbeiter Gefangverein Freies die Letztere sich, daß In bezug auf die Zusage einer Reihe hiesiger Brauereien, Charlottenburg, Bismarckfir. 74. - Gefang ihre Eifersucht unbegründet war, jezt war ihr wieder ihre Faßtaschen fortan in Berlin anfertigen zu lassen, wurde ed 1, Friedrichsberg, Friedrich- Karlstraße 11 bet Heinecke. verein Berliner Eypographia, Fischerstr. 25. Gesangverein um die Freilaffung ihres Ehemannes zu thun, sie wider folgende Resolution angenommen: Nordwacht, Müllerstr. 7, bei Reichert. Gesangverein Schmargens rief ihre Anzeige und gab zu, den Inhalt aus der Luft Die Versammlung erkennt das Entgegenkommen der Braue- dorf in Schmargendorf, Wirthshaus. Gesang- und Theaterverein cacie ( Gem. Chor), Köpnickerstr. 1-3, bei Schweißberger.- 3utunft 1, Steglis, gegriffen zu haben. Sie erhielt eine Antlage wegen wiffentlich reien an und hofft, daß dieselben ihr Versprechen halten werden, ahornstraße, im Gambrinus. Offenbacher Gängerfranz, Restau falscher Unschuldigung und durch geftriges Urtheil dafür eine damit wir nicht gezwungen sind, andere Schritte zu thun." rant Broz, Annenstr. 9.- Gefangverein Collegia 1, Manteuffelftr. 9 bet Gefängnißstrafe von zwei Monaten auferlegt. Gefangverein Freiheit Moabit, Kronen- Braueret, Alt Der Verband der in Holzbearbeitungsfabriken und Moabit 47/49. ereinte Sangesbrüder Moabit" Stromstr. 28 Die Härte des Strafgesetzes, wonach gemeinschaft: Charlottenburg, hielt am 10. d. M. eine Versammlung Ale Buſchriften sind zu senden an G. Schröder, Noftizfir. 29, 3 beaterauf Holzplähen beschäftigten Arbeiter Deutschlands, Filiale licher Hausfriedensbruch für jeden der Betheiligten mit ab. Zum ersten Punkt der Tagesordnung: Verbandsangelegen Freitag: Bergnügungsverein Grüne 29.ambour- Berein 2 einer Gefängnißftrafe von mindestens einer Woche bestraft wird, heiten, wurde vom Vorsitzenden der Kassenbericht der Hauptkasse Königsbergerfir, 24. zeigte sich in einem Falle, der gestern die Berufungs- Straftammer verlesen. Ferner wurde beschloffen, die Zahlstelle für wandernde wirbel Gartenftr. 52. des Landgerichts I beschäftigte. Ein bisher völlig unbescholtenes Kollegen nach dem Verfammlungslokal bei Baaz, Kantstr. 53, zu Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Freitag. Männer- Gefang: Ehepaar, das sich des besten Leumunds erfreute, war vom verlegen. Da in letzter Zeit ein Kollege verunglückt ist, wurde wedding, Abends 8 Uhr, bet Schäfer, Neue Hochstr. 10. Schöffengerichte zu je einer Woche Gefängniß verurtheilt worden. Die elfjährige Tochter der Angeklagten war eines Tages mit beschlossen, zwei Mann zu wählen, welche sich gegebenen Falls Baldesrauschen, Abend 9 Uhr, bei Weigt, Martgrafenftr. 87. Geld zu einer Nachbarin geschickt worden. mit dem Gewerbegericht in Verbindung zu setzen haben. Theaterverein Abends& Uhr, bei Schulz, Puttbuserstr. 35. glaubte auf einen Mehrbetrag von 25 Pf. Anspruch zu haben, Zum Schluß ermahnte der Vorsitzende die Kollegen, recht rege Schent, Krautstr. 39, Uebungsstunde. Die lettere as folche wurden gewählt Kollege W. Schulze und Brunt. Buchbinder- Männercor, Abends& Uhr, Reſtaurant Richter, Afte Jakobstraße 68. Mufit- Dilettantenverein, Zonita", Abends 8% uhr bei fie äußerte fich anderen Personen gegenüber, daß das Kind der Berliner Turngen offenschaft. Die erfte Männerabtheilung Angeklagten die 25 Pf. veruntreut habe. Dies tam auch den für den Verband einzutreten. turnt Freitag und Dienstag Abend von 8-10% Uhr in der Turnhalle des Angeklagten zu Ohren; um ihr Kind von dem Verdachte zu Zurnverein Gesundbrunnen Eine öffentliche Filzschuhmacher Versammlung tagte effing- Gymnasiums Pantsir. 9-10. reinigen und die Sache aufzuklären, begaben sie sich zur Nach am 11. Dezember. Nachdem Kollege Jeschte einen Vortrag barin. Hier kam es zwischen den Parteien zu einem Wortwechsel, gehalten hatte, berichteten die Revisoren, daß der Kassenbestand der Aufforderung der Nachbarin, ihre Wohnung zu verlassen, 56 M. 94 Pf. beträgt. Sodann wurde mitgetheilt, daß in der wurde nicht sofort Folge geleistet und damit war der ge- Norddeutschen Filzschuhfabrik ein Kollege entlassen worden sei, meinschaftliche Hausfriedensbruch begangen und die ge- weil er sich in einem Gespräch dem Fabrikanten gegenüber als ringfte gefegliche Strafe, je eine Woche Gefängniß, Sozialdemokrat bekannt babe. Zum Schluß wurde auf das am nach Ansicht des Schöffengerichts verwirkt. Im geftrigen Tec- 1. Weihnachtstag in der Rosenthalerstr. 38 stattfindende Vermine vor der Berufungs- Straffammer sprach der Borsigende vor gnügen hingewiesen. Beginn der Beweisaufnahme sein Bedauern darüber aus, daß eine Herabfezung der Strafe nicht angängig sei, er rieth dem Bauarbeiter, die am 11. Dezember tagte, hielt Genosse Frit In der Versammlung der freien Vereinigung der Angeklagten, es mit dem Gnadenwege zu versuchen. Der Ver- Berndt einen Vortrag über die Frage der Uebervölkerung. theidiger, Justizrath Engelmann, bat aber doch, in die Beweis Der darauf von einem Kollegen gestellte Antrag auf Genehmi aufnahme einzutreten, es werde sich ergeben, daß die Ange- gung einer Unterstüßung wurde abgelehnt, da laut Beschluß vom agten zunächst Don der Belastungszeugin aufgefordert 9. Oftober fortan teine neuen Unterstützungsgesuche mehr berück. worden feien, näher zu treten und daß die angeklagte sichtigt werden sollen. Hingegen wurde den Mitgliedern em= Ehefrau sich bei dem Streite ruhig Nachdem dieser Beweis geglückt war, führte der Bertheidiger aus, traße 52, so gut es möglich, zu helfen. Bei Erörterung dieser burgische Reichstags- Abgeordnete Graf von Schlieffen- Schlieffenverhalten habe. pfohlen, unserm franken Kollegen Emil Bankmann, GartenWismar, 5. Dezember. Die Cholera und der mecklen daß der alte Grundsay, daß Mann und Frau eins feien, auch Angelegenheiten empfahlen mehrere Redner, daß in Krankheitsin welches von einem schweren Verdacht gereinigt werden sollte, Kontrolle geübt werden könne. Nach dem noch auf die Gewerbe- von Schlieffen- Schlieffenberg bei einem Kupferschmiede in Güstrow im vorliegenden Falle eine gewisse Berechtigung habe, das Kind, fällen die Kollegen sich beim Raffirer melden möchten, damit eine berg. Vor einiger Zeit berichtete das in Wismar erscheinende Meckl. Tagebl." daß der Reichstags Abgeordnete Graf gehörte Beiden. Der Gesetzgeber habe bei Androhung der gerichtswahlen aufmerksam gemacht worden war und mehrere einige Hundert fleine Kupferplatten habe anfertigen lassen und schweren Strafe wegen gemeinschaftlichen Hausfriedensbruchs Mitglieder zu regerer Agitation aufgefordert hatten, fand eine an seine Gutsanhörigen mit der Weifung vertheilt habe, fie al auch wohl weniger ein Ehepaar, als zwei oder mehrere Personen Diskussion übeer die Organisationsfrage statt. Es sei noch dar: Schutzmittel gegen die Cholera um den Hals zu tragen. im Auge gehabt, welche es darauf anlegten, das Hausrecht zu auf aufmerksam gemacht, daß von der auf dem Stiftungsfeft hieran geknüpfte sarkastische Bemerkungen haben, wie das Blatt verlegen. Der Gerichtshof gelangte auf Grund der Beweisauf- stattgefundenen Verlosung her ein aut Nr. 14 gefallener Gewinn mittheilt, den Grafen von Schlieffen bewogen, gegen dasselbe nahme auch nicht zu der Ueberzeugung, daß die angeklagte Ghe- bei Paul Schröder, Koloniestr. 148, abzuholen ist. frau sich an dem Hausfriedensbruche betheiligt habe; das erste Strafantrag wegen verleumderischer Beleidigung zu stellen. Die die 1. Männer- Abtheilung turnt heute Abend von 8-10% Uhr in der Zurnhalle des Leffing- Gymnasiums, Pantstr. 9-10. Bergnügungsverein Esperance, Abends 9 Uhr, Rofenthalerftr. 11-12, im Restaurant. Vergnügungsverein Beilchen, Abend 9 Uhr, bei Brauns, Oranienstr. 183 p. Gefelliger Arbeiterverein Graphia, Abends 8% uhr, alte Satobftr. 128( 2ogenhaus). Unterhaltungsflub Schiller, jeben Freitag Abend 8 Uhr im Restaurant Holzbacher, Dreiseftr. 3.Stattlub Grand. Jeden Freitag, Abends 8% Uhr, bet Subrid), Lübbenerstr. 22. Regelflub Sintered, jeden Freitag 8 Uhr im Klubhaus Süd- Ost. English Conversational Club Shakespeare. Meeting every Friday at 9 p. m. at Behrens Restaurant Königstr. 62, Guests are welcome. Vermischtes. 0 Einige Urtheil wurde daher aufgehoben, die Ehefrau freigesprochen und In der Versammlung der Freien Vereinigung der berichtete Thatsache selbst wird, nach Angabe des genannten der Ehemann zu 10 Mark Geldstrafe verurtheilt. Zum Prozesse Ahlwardt wird uns mitgetheilt, daß zur Zeit Erhebungen darüber stattfinden, auf welche Weise und durch wen Ahlwardt in den Besitz der Pulver und der Gebrauchsanweisung, die in seiner Rocktasche vorgefunden worden sind, getommen sein kann. Rechtsanwalt Dr. Morris, welcher am Mittwoch von der ersten Straftammer des Landgericht I wegen Ungebühr in eine Geldstrafe von 50 St. genommen wurde, hat hiergegen beim Kammergericht Beschwerde erhoben. Getreidetrager und Speicherarbeiter, welche am 11. d. Mts. Blattes, von dem Kläger nicht bestritten. Dieser wollte die Er Arbeitszeit und Arbeitslohn, ber mit großem Beifall aufgenommen Cholera gestorben fei. Die Klage habe daher lediglich die in tagte, hielt der Genosse Hoffmann einen Vortrag über fahrung gemacht haben, daß bisher kein Kupferschmied an der wurde. In der Diskussion sprachen die Genossen Otto und dem Blatt an die zugestandene Thatsache geknüpften Bemerkungen Beutler im Sinne des Referenten. Folgende Resolution wurde zum Gegenstand. einstimmig angenommen: " Die Versammlung erklärt sich mit den Ausführungen des Referenten einverstanden und erachtet es für ihre Pflicht, der Ausbeutung der Arbeiter durch feste Organisation einen Damm entgegen zu sehen und so eine geregelte Arbeitszeit zu schaffen." Grubenfeuer. Wigan( Grafschaft Lancaster), 14. Dezember. Heute Vormittag brach in den nahegelegenen Sohlengruben von Bamfurlong Feuer aus, während sich etwa 100 Mann in der Grube befanden. Bis zum Mittag waren etwa 20 halberstidt herausbefördert; später wurden etwa 20 Leichen aufgefunden. Hilfeleistung war schnell organisirt; Nachmittags 3 Uhr war das Feuer gelöscht. Man befürchtet, daß alle noch in den Gruben Befindlichen ums Leben gekommen sind. Depeschen. ( Wolff's Telegraphen- Burean.) Reichstagsstichwahl im Wahlkreise Stuhm- Marienwerder( 1. Mariens Marienwerder, 15. Dezember. Bei der heute stattgehabten werber) ist bisher das Resultat aus 3 Städten und 25 ländlichen Ortschaften bekannt. In diesen erhielt Wessel( Retchspartei) 3054 und Donimirski( Pole) 2676 Stimmen. Paris, 15. Dezember. Deputirtenkammer. Die Tribünen sind überfüllt. Unter lebhafter Bewegung des Hauses beantragen der Justizminister Bourgeois und der Ministerpräsident Ribot die fofortige Berathung des Antrages Burquéry, betreffend die Be fugnisse der Panama- Untersuchungskommission, damit der Antrag sofort verworfen werde. Die Minister stellen hierbei die Ver Die Filiale des Tischler Verbandes( Musit instrumenten Branche) für den Norden Berlins hielt Waldenburg i.Schl.( Das Vereinsrecht.) Gegen den noch am 10. Dezember eine Versammlung ab. Genosse Pinn referirte unbestraften Berghauer Johann Demuth aus Nieder- Hermsdorf über die Bildungsmoral der heutigen Gesellschaft". Der Redner war feitens des dortigen Amtsvorstehers ein Strafbefehl erlaffen erntete für seinen interessanten Vortrag reichen Beifall. Zur worden, weil derfelbe als Bevollmächtigter der Mitglieder der Diskussion sprach Kollege Schmidt. Bei der Wahl von drei am 10. Mai v. Js. dort gegründeten Zahlstelle resp. Filiale des Beisitzern wurden die Kollegen Bommer, Neumann und Verbandes deutscher Bergleute in Bochum das Holzkamm gewählt. Nachdem entspann sich eine Debatte über Mitgliederverzeichniß derselben unter Ueberreichung der dies die Leistungen des Verbandes den Mitgliedern gegenüber, in bezüglichen Statuten zur polizeilichen Genehmigung nicht ein welcher Ulbricht anfragte, ob der Verband nicht im stande sei, gereicht, und sich deshalb einer Uebertretung der§§ 2, 13 des statt Reife- Unterstützung Arbeitslofen- Unterstützung zu zahlen, da Vereinsgefeges vom 11. März 1850 schuldig gemacht hätte. Hier doch die verheiratheten Kollegen nicht reifen könnten und so bei gegen war feitens des D. rechtzeitig Einspruch eingelegt worden. Arbeitslosigkeit dem Elend preisgegeben würden. Nachdem Das Schöffengericht in Waldenburg erkannte gegen den Angeklagten Wust row und Schmidt auf diese Frage geantwortet hatten, unter'm 25. März ds. Js. auf Freisprechung. In den Urtheilts: schloß der Vorsitzende mit der warmen Aufforderung, tüchtig für gründen war ganz besonders hervorgehoben worden, daß die Baden i. Aargau, 15. Dezember. Ein manövrirender Filiale von Nieder- Hermsdorf als ein selbständiger Verein nicht den Verband zu agitiren, die sehr gut besuchte Versammlung. Güterzug der Nordostbahnlinie fuhr heute Vormittag 10 Uhr angefehen werden könne, da der Angeklagte nur mit der Ein- Die Genoffen Trebbins waren am Sonntag in dem be- infolge falscher Weichenstellung in ein unrichtiges Geleise und fammlung von Beiträgen der in Nieder- Hermsdorf befindlichen, nachbarten Löwendorf versammelt, um über die Gründung eines zertrümmerte vier dort befindliche leere Personenwagen, welche zum Verbande deutscher Bergleute in Bochum gehörigen Mitarbeiter Bilbungsvereins zu berathen. Nachdem theilweise auf die Straße geworfen wurden, wo die Trümmer glieder betraut gewesen, und derselbe durch diese bloßen Ein- Genoffe Nöte in ternigen Worten die Vortheile, welche ein der- masse hoch aufgehäuft liegt. Die erste der beiden Lokomotiven sammlungen eine Einwirkung auf öffentliche Vereinsangelegen- artiger Verein gewährt, den Versammelten vor Augen geführt bohrte sich in den Sand. Führer und Heizer tonnten abspringen, heiten auch garnicht bezweckt habe. Gegen dieses Urtheil hatte hatte, wurde dessen Konstituirung beschlossen. Hierauf nahm die so daß Niemand verlegt wurde. Der Verkehr ist vollständig die Amtsanwaltschaft Berufung eingelegt, und diese damit ge- Versammlung die Statutenvorlage an. In den Vorstand wurden gesperrt und wird durch Umsteigen ermöglicht. Die Paffagiere rechtfertigt, daß fie behauptete, die Filiale müffe als ein selb sodann die Genossen Röseler, Brodmüller, Herrmann, Kühne und müssen durch das Städtchen gehen bis zum Südende des Tunnels, ständiger Verein für Nieder- Hermsdorf dennoch angesehen werden, Milius gewählt." Am ersten Abend traten dem Verein vierzig wo die Züge nach Zürich warten. Man hofft, die Linie noch da dieser eine Einwirkung auf öffentliche Angelegenheiten un- Genossen bei, was gewiß als ein erfreulicher Anfang zu be- heute wieder frei zu machen. bedingt bezwecke. Die hiesige Straftammer war aber in ihrer zeichnen ist. Beschlossen wurde noch, am zweiten WeihnachtsSigung am 28. Juni d. J. ganz derselben Ansicht wie der Richter Feiertage ein Vereinsvergnügen zu feiern. Die nächste Verder ersten Instanz, weswegen die Berufung verworfen und das fammlung findet am 15. Januar statt. fchöffengerichtliche Urtheil aufrecht erhalten worden war. Hiergegen Reinickendorf. Am Sonntag referirte im Arbeiterbildungswar seitens der hiesigen Staatsanwaltschaft die Revisionsbeschwerde erhoben worden. Das Kammergericht in Berlin hatte Verein" Butun t" Dr. Pinn über die Lügen unserer Zeit in feiner unterm 3. Oftober d. J. getroffenen Entscheidung die und die Sozialdemokratie. An der Diskussion betheiligten sich trauensfrage. Briffon beantragt dagegen die Vertagung der Be Zweigvereinigung des qu. Bochumer Verbandes in Nieder- Herms- mehrere Genoffen im Sinne des Referenten. Zum Puntt Ber- rathung, er billige das Prinzip des Antrages, halte aber augenblicklich dorf seiner ganzen Beschaffenheit nach als einen felbständigen schiedenes" wurde vom Vorsitzenden bekannt gemacht, daß am die Befugnisse der Untersuchungs- Kommission für ausreichend. Berein angesehen, weil diese Filiale eine Einwirkung auf öffent- ersten Weihnachtsfeiertag Nachmittags 4 Uhr im Lokale des Hierauf wurde die sofortige Berathung mit 424 gegen 122 St liche Angelegenheiten bezwecke, demnach die Verlegung des§ 2 Herrn Lüdicke die Weihnachtsbefcherung stattfindet. Ferner wurde beschloffen. ( Depeschen des Bureau Herold.) des allegirten Vereinsgefezes für begründet erachtet und die Ber- bekannt gegeben, daß am zweiten Weihnachtsfeiertag, Vormittags handlung und Entscheidung der Sache in die Vorderinftang noch- 11 Uhr in Böttchers Seeschlößchen eine Matinee stattfindet, zu Mannheim, 15. Dezember. Die hiesigen Fabrikanten mals zurückverwiesen. In der Verhandlung am 6. Dezember hob welcher die Liedertafel„ Weiße Rose" ihre Mitwirtung zugefagt machten die Zusage, von weiteren Arbeiter- Entlassungen Abstand Da die Mitglieder des Arbeiterbildungsvereins es für der Vertheidiger des Angeklagten, Rechtsanwalt Marcuse aus hat. Breslau ganz besonders hervor, daß die Zahlstelle für Bochum in nothwendig hielten, eine Filiale des Sanitätsvereins zu gründen, nehmen zu wollen, falls nicht die wirthschaftliche Lage eine ganz bedeutende serschlechterung erfahre. Nieder- Hermsdorf, deren Leiter sein Klient gewesen, als ein selb- wählte die Versammlung eine Kommission, bestehend aus drei Müvgen, 15. Dezember. Eine Anordnung des Justiz ständiger lokalisirter Verein feineswegs angesehen werden könne, weil Genossen, welche mit der Gründung der Filiale beauftragt minister fordert zu größter Vorsicht auf bezüglich der Ver weder Versammlungen noch Zusammenkünfte der Mitglieder wurden. Dann forderte Genosse Knauf zum regen Abonnement mendung von Rechtspraktikanten zu Offizialvertheidigern beim diefer Filiale stattgefunden hätten und der Angeflagte nach den auf das" Voltsblatt" auf. Die Verfammlung wurde mit einem Schwurgericht. Statuten auch gar nicht einmal zu einer Mitgliederaufnahme be- dreifachen Hoch auf die Sozialdemokratie geschlossen. Wien, 15. Dez. Nach polnischen Blättern machten Räuber rechtigt gewesen set. Nur aus Zweckmäßigkeitsgründen sei ein Organ für Bochum geschaffen worden, für das der Angeklagte Der deutsche Tischlerverband( Nordbezirt) hielt am gritern Nacht einen erfolglofen Versuch, den Zug der Warschau nur als ein einzelner Leiter desselben angesehen werden müsse. 13. d. Mts. eine Versammlung ab, in welcher Kollege Theodor Biener Bahn unweit Warschau zu überfallen und eine mit Geld Die in der Kammergerichts- Entscheidung enthaltenen Voraus- Glade über den Ausbau der Organisation der Tischler Berlins gefüllte Kassette zu rauben. Angeblich verhinderte das Fahr sehungen im Sinne des qu. Gefeßes könnten daher auch nicht referirte. Die Versammlung folgte den Ausführungen mit Inter- personal den Raub. als zutreffend erachtet werden. Der Staatsanwalt Dr. Klemme effe. An der Diskussion betheiligten sich die Kollegen Witte, brachte dagegen analog seinem früheren Antrage gegen den An- Bienefeld und Ma a ß. Nachdem im Verschiedenen noch geflagten eine Geldbuße von 15 Mart event. 8 Tage Saft in einiges zur Sprache gebracht und die Kollegen zu reger Agitation Antrag, auf welche der Gerichtshot auch erkannte. In den jetzigen für den Verband aufgefordert worden waren, schloß der VorUrtheilsgründen ist ganz besonders hervorgehoben, daß kein Grund fizende die Versammlung. vorläge, den Ausführungen des Kammergerichtes zu widersprechen, Arbeiter- Bildungsschule. Freitag, Abends von s%-10% uhr: Südda nach dessen Entscheidung die qu. Zahlstelle einen Lokalverein Saule, Hagelsbergerstr. 43: Unterricht in Buchführung( doppelte); oberes begründe, welcher als solcher polizeilich hätte angemeldet werden Rechnen. Süd- D fif dute, eichenbergerſtr. 133: Deutsch( unteres); Mamüffen. 11 thematit und mathematische Geographte. Ost Schule, Martusstraße 31: Unterricht in Geschichte( neue). Nord- Schule, Müllerstraße 179a Unterund Schülerinnen, auch jest im Laufe des Semesters, eintreten. richt in Deutsch( unteres); Phyſtologie. In alle Fächer, tönnen Schüler Lese- und Diskutirklubs. Freitag. Karl Marx, Abends 8 Uhr, bei Grube, Martendorferstr. 10. Westen, bei Hämerle, Bülowfir. 59. Bolzarbeiter". Abends 8% Uhr im 20tale des Herrn Peterson, Veteranenstr. 22. Briefkaffen der Redaktion. Paul Lindner. Theilen Sie dem Vertrauensmann des Wahlkreises, wo die von ihnen charakterisirten„ Genossen" wohnen, die Namen derselben mit, damit festgestellt werden kann, ob dieſe Leute wirklich der Partei angehören. Ludwig Bauer, Halle. Wir müssen ihrem Aufruf die Aufnahme versagen, da der„ Vorwärts" sich in diesen Streit nicht einmengen kann. Arbeiter Sängerbund. Die Vereine des Bundes" mußten an den von Ihnen bezeichneten Tagen wegen Raummangels zurückgestellt werden. Ein anderer Grund lag nicht vor. Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 295. Gold- und Silberwährung. " E2 Freitag. den 16. Dezember 1892. Soziale Iteberlicht. Boden Aufruf an die Köche Deutschlands! 9. Jahrg. es nicht schlecht geht und die nicht begreifen können, daß der galizische Bauer es nicht angenehm findct, auf dem Boden der lieben Heimath für das Landjunkerthim weiter zu frohnden und ber ganzen zur Aufklärung Ge= Das Berlangen nach Einführung der Silberwährung im Deutschen Reiche bildet neben den Getreidezöllen, Schnaps. Kollegen! Ueberall wo wir hinblicken, sehen wir die Gewerf: dabei in aller Gemüthlichkeit zu verhungern. Die Aktion des privilegien, Steuerbefreiungen, Beschränkungen der Freizügigkeit schaften fich enger aneinander schließen. Auch in unserem Gandesausschusses zur Ermittelung der Ursache der Auswanderung der Arbeiter u. f. w. einen Hauptpunkt der agrarischen Wünsche, werbe thut es Noth, Hand anzulegen, um eine Besserellung hat bis jetzt noch kein greifbares Resultat ergeben. Wie die In beffen unermüdlichem und weitschweifigem Wortführer sich unserer Lage herbeizuführen. Betrachten wir unsere lange Urs Bezirksausschüsse ihre Aufgabe aufgefaßt haben und wie sie ihr besondere Herr v. Kardorff gemacht hat. Zur Aufklärung beitszeit gegenüber dem färglichen wir unsere lange nachgekommen sind, ist uns leider unbekannt, nur so viel erfahren über diese Frage mag für unsere Leser ein Vortrag dienen, den lungsweise, welche uns in vielen Fällen zu Theil wird, dann wir, daß die Beantwortung der an die Bezirkshauptmannder bekannte Statistiker Dr. Petermann am 3. Dezember im muß unbedingt der Gedanke schwinden, als jelen bir mehr als schaft gerichteten Fragebogen schwerlich Verein für Volksbildung" in Dresden hielt. Wir geben ihn mancher Arbeiter. Gerade hierin aber liegt der Grund, daß die ber Situation beitragen dürfte". Mit wenigen Worten nachstehend nach der Sächsischen Arbeiter- Zeitung" wieder: Aftion tommt nichts Kollegen fich sträuben, einer Organisation, welche auf dem gesagt: Aus scheidtes heraus. Nun hat auch noch die Regierung an der modernen Arbeiterbewegung steht, sich anzuZur Erklärung der schwierigen Frage ging der Vortragende schließen. Es bestehen zwar schon Organisationen, wie 3. B. den griechisch- katholischen Episkopat mit Rücksicht auf die z. fpielte im Anfang nur eine geringe Rolie, da es erst allmälig Organisationen bezwecken nur, den egoistischen Geist zu fördern. seine Seelsorgerpflichten fortan gewissenhafter erfülle und auf der" Deutsche Kochverband"," Kochverein" 2c., aber alle jene Massenauswanderung der ruthenischen Bauern nach Rußland" die Aufforderung gerichtet, dahin zu wirken, daß der Klerus is alle aus dem Tauschverkehr als Zwischentauschmittel entstand und üle jene Vereine, mitfammt dem Arbeitsnachweis, unterstehen die moralische Ausbildung des Landvolks mehr Bedacht nehme. feine Anwendung nicht so allgemein war, wie jetzt. 3 fett ver- gewiffen einflußreichen Personen, und daß die Gunst eine große Es sollen also die Pfaffen helfen... Für uns ist es ein Räthsel, schieden von einander getrennte Wirthschaften voraus; die älteste Hauptrolle hierbei mitspielt, wissen alle jene, welche sich schon wie die hungernden Bauern davon satt werden sollen, indem der Anwendung ist hiftorisch überhaupt nicht nachzuweisen. Lange monatelang auf dem Arbeitsnachweis herumbrücken mußten, ohne Beit hatte man als Zwischentauſchmittel noch andere Gegen eine Stelling, de erhalten wir verlanger, bet ver Arbeits- Klerus beffer für die Seelen forgt. Für die Seele forgen, das ände, welche allgemeine Bedürfnißartikel waren, wie Galz- nachweis ein foſtenloſer wird, to wie es beim Berein Berliner mag nach den Begriffen der Chriftgläubigen ja eine schöne Sache barren, Getreide, Gewürze, Industrie- Halbfabrikate, Zeuge, Gauwirthsgehilfen der Fall ist, und daß er von Geiten der ſein, doch neben der Sorge für die Seele ſteht auch die Sorge Waffen, Muscheln; welche Dinge die Stelle des Geldes in Afrika Kollegen felbst geleitet werden fann. 1. 28. noch heute verfehen; dazu kommen die Metalle, wie die Weshalb müssen für den Magen. Und wenn für den Magen nicht in erster Linie Kommissionären Hals- gesorgt wird, dann wird auch die Sorge für die Seele mehr und Rupfer und Gifen. Diese haben nun vor jenen unverkennbare abschneider in die Arme fallen, weshalb müffene, mehr überflüffig: Ein verhungerter chriftlicher Bauer braucht Bortheile: fie tönnen ihre Geftalt wechseln, umgeschmiedet, für eine Stellung oftmals ungeheuere sie, feinen Seelsorger mehr. umgeschmolzen werden, haben eine allgemeinere Verwendung, Sammen opfern, Diefe Epistel tönnen sich auch die Großgrundbefizer Deutsch find widerstandsfähiger und wurden zu Schmucksachen viel be: dann dasselbe Spiel von turze Zeit darauf wieder entlassen zu werden, 100 lands hinter ihre langen und schwerhörigen Ohren schreiben. gehrt. Benutzt wurden sie in den verschiedensten Formen als Handlungsweise wird den Prinzipalen beginnt? Durch jene Barren, Traht 2c. nur die Macht Verwendet wurde Kupfer und noch mehr gegeben, die Löhne auf eine niedrige Stufe herabzudrücken. arbeitertag statt. Derselbe ist von der Redaktion des schle In Prag findet am 25. und 26. Dezember ein Mühlen. Bronze; später wurden sie von den staatlichen Behörden zur Kollegen, diesen Uebelständen abzuhelfen, ist Pflicht aller.fischen Mühlenarbeiter Fachblattes Obborny casopis delnictva Bürgschaft für Reinbeit und richtige Menge abgeftempelt; nach Wir dürfen die Hände nicht in den Schooß legen und glaucen, mylnarskeho"( Prag- 3istov, Karl gaffe 575) einberufen. Bericht und nach wurde auch die flache Form des Geldes allgemein und unsere Lage verbessere sich von selbst, sondern wir müssen theil über die Fachthätigkeit, Rechenschaftsbericht und Wahl des Herausebenso der Gebrauch des Silbers. Das feltnere Gold wurde erit nehmen an dein Emanzipationstampfe der Arbeiter. Eine feite gebers des Fachblattes, Fachorganisation find die Punkte der als Sandelsgegenstand zu Geräthen und Schmuckfachen ein- und starte Organisation im Anschluß an die moderne Arbeitergeführt, und als genug vorhanden war, auch als Mungmetall bewegung ist das beite Mittel zur Einführung befferer Arbeits- Tagesordnung. erst Mit follegialem Gruß neuem Rudolf Fiebrer, Holzmarktstr. 54. Felgentreff, Mutterstr. 45. Denselben Attienbetrag hat der in England wohnende Direktor im letzten Sommer verübt wurde, hat für 2 750 000 Doll. Aktien. Bhipp. Carnegie fitzt übrigens nicht im Direktorium. Die Ges seuschaft zählt nur 21 Mitglieder, von denen die meisten mit einander verwandt sind. sich mit ihren Arbeitern nur mittels Pinkerton'scher Mörder Fürwahr eine feine" Familie, die banden auseinanden zu setzen wußte! Ueber die Salzerzeugung im deutschen Zollgebiet angewendet, doch war die Silberwährung allgemein bis in die und Lohnverhältnisse. Um all diese Uebelstände zu berathen, neueste Zeit, das heißt, das Wittel, an welchem die Werthe ge- soll demnächst in Berlin eine öffentliche Bersammlung der Köche zu Homestead hat, nach bürgerlichen Angaben, den Eigens Der Streif der Arbeiter der Carnegie'schen Fabriken messen und bestimmt wurden, war das Silber. Durch das ganze stattfinden. Kollegen, sorgt dafür, daß dieselbe stark besucht wird, thümern, den Arbeitern und dem Staate im Ganzen nicht weniger Mittelalter hindurch war die Silberwährung unbestritten. Nach- bamit unsere Prinzipalität erkennt, daß auch wir nicht länger als 8, Mill. Doll.= 34 Mill. Mart getoftet. Der Lohnverlust dem die großen Mengen der Edelmetalle, welche nach der Ent gesonnen sind, die miserablen Zustände auf uns lasten zu lassen. beziffert sich auf 2 500 000 Doll., die dem Staate durch Heran deckung Amerikas nach Europa tamen, Preisschwankungen hervor gerufen hatten, beruligte sich der Waarenmarkt wieder, da die ziehung des Militärs erwachsenen Unfosten stellen sich auf Goldausbeute in Peru und Wierito nur höchst lässig betrieben 1 000 000 Doll. und der Verlust der Carnegie'schen Gesellschaft wurde. Gift die Napoleonisa en Kriege brachten neue Unruhe. wird auf 5 000 000 Doll. angegeben. Die Carnegie'sche GesellTamals wurde besonders England/ beiroffen; durch seine ungeschaft hat ein Kapital von 25 000 000 Doll. Von den Aktien beuren Ausgaben für den Krieg, zur Unterstügung der Bundes fomunt an der Steigerung der Armenoudgets besonders deutlich mehr als die Hälfte, so daß er thatsächlich stets ben Ausschlag Die verarmende Wirkung des modernen Kapitalismus befigt Andrew Carnegie für 18 500 000 Doll. oder 1000 000 Doll. genossen, war es bis 1819 ein reines Papierwährungsland gezur Erscheinung. Während der Aufwand für die Armenpflege giebt. Der leitende Direktor H. E. Frick, auf den das Attentat Queben, wie gegenwärtig Desterreich. Da das Papiergeld be- in Stuttgart anfang ver 70 er Sapre noch mit etwa mpeggiebt. quemer ist als das Silvergeld, so wurde die Ginziehung des jährlich zu bereiten war, werden, wie die Frants. 3tg." mit ersteren durch Bezahlung der Schulden geradezu als eine theilt, in bälde 500 000 m., alio das zebnache, bierfür er Unbequemlichkeit im Lande empfunden. Es war daber der forderlich sein. Die Bourgeoisie ist denn auch durch die ArmenUebergang zur Goldwährung geboten, da man in Gold be- budgets sehr wohl davon unterrichtet, daß ein Nothstand herrscht. quem größere Summen mit wenigen Münzen von nicht zu Nur sträubt sie sich aus Klaffenintereise, das zu sagen. Mitunter großem Umjange bei sich tragen und bezahlen kann. So führte aber plaudert sie doch aus der Schule. Während der kürzlich bei England zuerst die Goldwährung ein, obwohl es meder der Wiederwahl unterlegene Stuttgarter Bürgermeister Dr. v. Göz Bolds noch Silberbergiverke im Lande befigt; für das Land vor noch nicht fanger Zeit das Borbandensein eines Nothstandes aber erwies sich dies bei seinen über die halbe Erde fid) er beftritt, ift jest das fozialdemokratische Mitglied des Bürger- bringt der Reichs- Anzeiger" nach bem neuesten Bierteljahrsheft fireckenden Beziehungen als vom größten Bortheil. In Frank- ausschusses, Genosse Karl Kloß. vom gegenwärtigen ftel zur Stativi des deutschen Reich3 folgende Angaben: Während reich war während der Revolution der Preis des Goldes auf vertretenden Stadtvorstand Dr. Schall befragt worden, bes Etatsjahres 1891/92 waren 14 Salz- Bergwerke und 63 Sadas 15% fache des Silbers festgesezt worden; um 1850 wurde ob es möglich sei, in Stuttgart genaue Erhebungen linen im Betriebe, die gleiche Zahl wie im Vorjahre. Erzeugt dieses Verhältniß aber gestört durch die Entwerthung des Goldes, über die Arbeitslosigkeit vorzunehmen. Kloß erwiderte, wurden 597 376 t' Steinjals,( in Unbalt 193 974 t, in der Probas zu niedrig bewerthete Silber ging durch den Handel aus er tönne wohl eine derartige Zusammensteuung bis zum neuen ving Sachfen 183 669 t und in Württemberg 174 573 t) und dem Lai de heraus, das zu hoch benerthete Gold drang ein, und Jabre in Aussicht stellen, müße aber vorher von Dr. Schall die 514 462 t Giebefalz, davon in der Proving Sachſen 108 683 t So wurde Frankreich thatsächlich ein Goldwährungsland. Dieses Zusicherung erhalten, daß eine solche nicht, wie anderswo ge. Hannover 95 638 t', Gisaß- Cotbringen 58 801 t, Württemberg anderte sta nach 1871, als durch die Bezahlung der Kriegskosten schehen set, behördlicherseits benutzt werde, um Subsistenzlose aus- 46 117 t, Bayern 41 112 t, Thüringen 87 178 t, Westfalen Frankreich sich seines Goldes entäußerte und Deutschland dadurch zuweisen. Wie man sieht, fängt die Bourgeoisie an, die ihr 31 650 t, Baden 30 168 t, Pofen 16 402, Anhalt 16 157 t und one weitere Kosten zur Goldwährung übergehen konnte, während längst bekannte Thatsache des Nothstands öffentlich zuzugestehen. Baden 15 457 t. Ueber die Zollgrenze ausgeführt wurden in Desterreich, Schwierigkeiten wegen der Binszahlungen entstanden Ler Weg zur Aufnahme einer Arbeitslojen- Statiftit unter amt- 253 185 t Galz, darunter 214 786 t Steinsal, das hauptsächlich Amerika hatte nach dem Bürgerkriege eine Zeit der Bapierwählicher Autorität oder Begünstigung, was wegen der Judifferenten nach Britisch- Indien, den Niederlanden, Belgien und Desterreich rung durchzumachen, suchte aber die Währung wieder durch gar nicht entbehrt werden kann, scheint daher keineswegs mehr ausgegangen tit, während das ausgeführte Siedefalz( im ganzen Ausprägung von Gold- und Silbermünzen zu heben. So so fern zu liegen. 40 449 t) meist nach Schweden, den deutschen Zollausschlüssen, GroßGold- Weitere Nachrichten über den Nothstand liegen aus folgen- britannien, Dänemart, Rußland, Norwegen und der Schweiz vers abge. Während in Anerita die reichen Eilberbergwerke schnell den Orten vor: Die Stadt Heilbronn läßt Wege chaussiren, sendet worden ist. Die Einfuhr von ausländischem Gala wird abgebaut werden, das Silber im Werthe finft, läßt sich die um wenigstens einem Theile der Arbeitslosen Beschäftigung zu immer geringer und betrug 1891/92 nur noch 25 926 t, darunter Goldmenge nicht so schnell steigern, bleibt also im Werthe be- verfchaffen. In Gann it att muste allein im November an 28 271 t englisches und 1580 t portugiesisches Salg. Der Berhändiger. Man nimmt an, daß in den letzten 4/2 Jahrhunderten 703 Personen Naturalverpflegung geleistet werden. In brauch von Speisesalz( inländischem und fremdem zusammen) an 50 Milliarden Mark Gold und Silber, je zu 25 Williarden, alle a. G. erkannte de Oberburgermeister der Deputation der stellte fich 1891/92 auf 386 362 t oder 7,7 kg auf den Kopf der gefördert find. Gegenwärtig beläuft sich die Gewinnung auf Arbeitslofen gegenüber das Besteben eines Nothitandes ebenfalls Bevölkerung, welches Verbrauchsverhältniß schon während einer cima 1 Milliarde jährlich; die Schwank ngen der Goldmenge an und erklärte, daß seitens der Kommune auch das mögliche ge- längeren Reihe von Jahren unverändert geblieben ist. Zu gefind gering; fie fiel von 550 Millionen auf etwa 400 und stieg than werden würde, um das Glend zu lindern; zu diesem Zwecke werblichen und landwirthschaftlichen Zwecken sind verbraucht und last wieder auf 480 Millionen etwa, während die Silber- ieien jetzt schon 45 000 Mark bewilligt, eine weitere erhebliche und in denaturirtem Zustande steuerfrei abgelassen worden thenge von 160 auf über 300 Miuionen jährliche Gewinnung Summe tame noch hinzu; da wo die Witterung die Aus- 484 035 t oder 9,7 kg Salz auf den Kopf der Bevölkerung, wogestiegen ist; man sieht, daß das Silber an den Schwankungen führung der projektirten Arbeiten nicht zulaffe, müffe gegen im Durchschnitt der 10 Jabre 1882 88 bis 1891/92 mu Schulb ist. Darunter leidet natürlich der Berkely. Das Silber allerdings die Armenpflege eintreten. In Essen hat der 8,1 kg auf den Kopf zu solchen Zwecken verbraucht worden sind. gegenwärtig um 1/8 feines Werthes gesunken: wenn ein Magistrat beschlossen, die Ausführung verschiedener stadtischer Hauptsächlich wird dieses Galz zur Soda- und Glauberialzabgesehen davon, daß die Silbermünzen schon Arbeiten, insbesondere die Heritellung der Kläranlagen und die Fabrikation( 1891/92 278 678 t) und zur Biebfütterung( 118779 t) allgemein zehn Prozent unter dem Werthe ausgeprägt Regulirung des Berneflusses, sofort in Angriff zu nehmen, um verwendet. Der Ertrag der Salzabgaben( 3oll und erden, anfangs 8 M. Gilberwerth hatte, so ist er thatsächlich den Arbeitslosen während der Wintermonate Beschäftigung und Steuer zusammen) belief fich 1891/92 auf rund 46 Millionen gegenwärtig nur noch 2 M. werth; dementsprechend auch die damit Existenzmittel zu bieten. Thaler 2 und 1- Markstücke. Sie behalten ihren nominellen Werth bemnach nur durch den Zwangskurs. Der Vortragende bespricht Aufhebung des Volksschulgeldrs beschlossen die GeHerzthal Waisen Die Grundbesitzer sind der Silberwährung zugeneigt. Während bühl und Seelbach in Baden, Kaufleute, von den Schwankungen des Silberwerthes nicht be-| Mart. Die Einkommens und Vermögensverhältnisse in Nors wegen. Der Direktor des Statistischen Zentralbureaus in Christiania hat als Beilage zu„ Statsökonomist Tidsskrift for 1892" ein Heft herausgegeben, in welchem er eine Uebersicht über In Grünberg soll, wie die Preslauer Boltswacht" mit die ökonomischen Verhältnisse der Bewohner Norwegens zu geben theilt, die Abtritt. Anlage in einer dortigen Fabrit versucht. Der Verfasser schätzt das ganze Nationalvermögen auf Grund und Boden, Hypotheken, fehr darunter; denn 2000 Thaler barin beitehen, daß in je einem der ſehr primitiven Räume für etwas über 2250 Millionen Kronen und das gesammte NationalGiller hätten nicht 6000 sondern nur 4000 Wt. Goldwerth; bei Männer und Frauen ein langer Balten angebracht ist, der einkommen auf zwifchen 500 und 600 Millionen Kronen. Das der Silberwährung würden die Befizer der Schuldtitel ge- die Stelle der Sigbretter verſieht. Die Räume sollen sogar der Durchschnittseinkommen in den verschiedenen Lebensstellungen be ano ngen fein, fene Gummen in Silber anzunehmen, bei 3w if enabtheilungen ermangeln! Falls die Nachricht trägt nach seinen Untersuchungen: höhere Beamte in den Städten Goldwährung werden fie in Gold bezahlt. Handel und zutrifft, so müßte man als Deutscher mit Besa ämung sagen, daß 4600 Kronen( 3600 Kronen in den Landdistrikten), staatliche Industrie halten an der Goldwährung fest, obwohl der Kennan in gewissen Kapiteln seines Buches Sibirien" ebensogut Unterbeamte 1500 Kronen, Kommunalbeamte in den Städten Aufschwung, den sie nahmen, nicht andauerte; die Golos hätte. Grünberg schildern können. Beiläufig handelt es sich 1400 Kronen( 800 Kronen), Advokaten 5000 Kronen( 3000 Kronen), währung 216 nach 1872 zu nicht um einen armen Unternehmer", sondern um einen Fabri- praktische Aerzte 5000 Kronen( 3200 Kronen), Schulvorsteher daran nicht schuld. ben im Umlauf befindlichen Silbermünzen, dem Pap.ergeld, den fanten, der Geld genug hat, um sich Reitpferde zu halten. Die eigener Schulen und selbständig thätige Lehrer 2000 kroner Banknoten, noch die neuen Golumünzen und die Banknoten aus Grünberger Bolizei, bir ibn hoffentlich schleunigst veranlaffen,( 1200 Kronen), Sofbesitzer 900 bis 1000 kronen, Hofpächter 600 den vielen Gründungen fament, wirfte dieser Ueberfluß an Abtritte zu errichten, die sich für Angehörige eines zwilijirien bis 700 Kronen, landwirthschaftliche Verwalter und Borarbeiter des Geldes fiel. Es wurde aber das Silbergeld aus dem Ver600 Kronen, landwirthschaftliche Tagelöhner und Forstarbeiter Sahlungsmitteln anregend auf Handel und Gewerbe, der Preis Boltes schiden. Moderne Atteste. Die Elberfelder Freie Presse" veröffent. 860 bis 400 Kronen, landwirthschaftliches Gesinde 300 Kronen, licht folgendes, für seinen Aussteller sevenfalls charakte Fabritbefizer 5000 Kronen( 3000 Kronen), Kaufleute 6000 kronen Gold gebedt jein mußten, wurde beschränkt und diese beschräneri ft if che Beugnis:„ Der Schloffer p. p. von hier hat voriges( 2000 kronen), Schifferheder 10 000 kronen( 8000 Kronen), Kleintung der Bahlungsmittel lähmte die Unternehmungen. Aehnlich Jaur einige Monate und dieses Jahr von Februar bis Mitte bändler 800-1200 Kronen, Agenten, Mafler, Expedienten 2c. Der gesammte Münzwerth beträgt jezi august bei mir gearbeitet. Terfelbe in dem Trunke ergeben und 5000 Kronen( 2000 Kronen), Handelsfommis 600-1000 kronen, 20-21 Milliarden, von denen 18 Milliarden Gold, 7-8 Miiaren hat deshalb bei mir aufhören mussen. Cluerfeld, 18. Ottober 1892. Werkmeister in Fabriken 1600 Silber. Würde nun das Silber weiter ausgeschieden, so wäre Fr. Schmalenbach." bis 2000 kronen, selbs ständige Handwerker 1200 Kronen( 500 Kronen), Gesellen eine weitere Lähmung ter Induhrie und des Verkehrs zu er 600 Kronen, Bergwerks und Fabrikarbeiter 700 Kronen warten. Tas sehen auch die Anhänger der Goldwährung ein, fo Die galizische Bauernauswanderung, schreibt der( 500 Kronen), Matrofen 500-600 Kronen, Wege- und Eisenbahnging es in Amerifa. schleunigen wollen. Eine Aussicht darauf, den Zwangsturs des einige Schmerzen. Besonders die galisischen Landjunter erfüllt es( 360 Kronen), Näherinnen, Weberinnen 2c. 360 Kronen( 250 Kronen), -Silbers wieder eingeführt zu sehen, besteht nicht. ( Reichs- Anzeiger.") mit Aengulichkeit und Bangen, daß die billigen Arbeitskräfte, die Fabritarbeiterinnen 300 Kronen( 250 Kronen), Tagelöhnerinnen fich für einen Schundlohn nach Herzenslust ausbeuten ließen, an- 280 Kronen( 220 Kronen) und Dienstmädchen 300-350 Kronen fangen das Weite zu suchen. Die erbärmlichen Lebensverhältnisse( 200-220 Kronen). tragen natürlich nicht die Schuld an der Massenauswanderung, beleine nicht. Es ist daran blos die Aufhebung" durch ruffifche Agenten Schuld. So jammern die Landiunter. henen Verlag des Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuthstrasse No. 2. Ferdinand Lassalle's Reden und Schriften Neue Gesammtausgabe. Herausgegeben im Auftrage des Vorstandes der sozialdemokratischen Partei Deutschlands von Ed. Bernstein. Vollständig in 3 Bänden. Erscheint in 45-50( 14tägigen) Lieferungen à M.-, 20 Bereits erschienen: Band I.: in Leinen gebunden M. 3, in Halbfrz. gebunden( Liebhabereinband) M. 4, Band II. in Leinen gebunden M. 4,50 - in Halbfez. gebunden( Liebhabereinband) M. 5,50 Einbanddecken in braunem Leinen: für Bd. I. und II. à M. 0,50 Dove in Halbfrz.( Liebhabereinb.) für Bd. 1. u. II. à M. 1,20 Der Herausgeber schickt dem Werte eine intereffante kritischbiographische Einleitung voraus: Lassalle und seine Bedeutung für die Sozialdemokratie", die auch eine Fülle neuen Quellenmaterials enthält. In Form von Vorbemerkungen oder kritischen Randnoten zu den einzelnen Broschüren präzisirt der Herausgeber den heutigen prinzipiellen Standpunkt der Partei, wo dieser verändert ist, oder erleichtert das historische und politische Verständniß der Materie. Die einzelnen Broschün frigen nicht in chronologischer Reihenfolge, sondern nach ihrer inneren Zusammengehörigkeit geordnet. Zur Beurtheilung der geschichtlichen Entwicklung und des Wesens der deutschen Sozialdemokratie ist diese Gesammtausgabe umentbehrlich. Im Anschluß an die Ausgabe wird der Briefwechsel zwischen Lassalle und Mary- Engels folgen. Der erste Band ist mit einem Stahlstichportrait Lassalle's geschmückt. Einzelausgaben: Meine Affenrede, gehalten vor den Geschworenen zu Düsseldorf am 3. Mai 1849 gegen die Anklage, die Bürger zur Bewaffnung gegen die Königliche Gewalt aufgereizt zu haben .- 40 Fichte's politisches Vermächtniß und die neueste Gegenwart. Ein Brief. M.-, 15 Gotthold Ephraim Leffing vom kulturhistorischen Standpuntt. M.-, 15 Die Philofophie Sichte's und die Bedeutung des deutschen Volksgeiftes. Festrede gehalten bei der am 19. Mai 1862 von der Philosophischen Gesellschaft und dem Wissenschaftlichen Kunstverein veranstalteten Fichtefeier. M.-, 15 Neber Verfassungswesen. Ein Vortrag, gehalten in einem Berliner Bezirksverein. Was nun? Zweiter Vortrag über Verfassungswesen.- Madht und Recht. Ein offenes Sendschreiben Ferd. Lassalle's. Arbeiterprogramm. Ueber den Zusammenhang der gegentwärtigen Geschichtsperiode mit der Idee des Arbeiterstandes. M.-, 15 M.- 35 Die Wissenschaft und die Arbeiter. Eine Vertheidigungsrede vor dem Berliner Kriminalgericht gegen die Anklage: Die besiglosen Klassen zum Haß und zur Verachtung gegen die Besitzenden öffentlich angereizt zu haben. M.- 30 Der Lasalle'sche Kriminalproze. II. u. III. Zweites Heft: Die mündliche Verhandlung nach dem stenographischen Bericht. Drittes Hest: Das Urtheil erster Instanz mit kritischen Randnoten zum Zwecke der Appellations- Rechtfertigung be arbeitet M.-, 50 Offenes Antwortschreiben an das Centralkomitee zur Berufung eines Allgemeinen deutschen ArbeiterRongreffes zu Leipzig. 5. Aufl. M.-, 10 Mit diesem Schreiben eröffnete Lassalle die Agitation zur Gründung einer selbständigen Arbeiterpartei. Bur Arbeiterfrage. Rede bei der am 16. April 1863 in Leipzig abgehaltenen Arbeiterversammlung. Nebst Briefen Prof. Wuttke's und Lothar Bucher's. M.-, 10 Arbeiterlesebuch. Rede Lassalle's zu Frankfurt a. M. am 17. und 19. Mai 1863. Nach dem stenographischen Berichte. M.-, 25 Kleine Auffäte: Die französischen Nationalwerkstätten pon 1848. Antwort an Herrn Professor Rau. Lassalle und die Statistit von Wackernagel. Herr Wackernagel oder der moderne Herostratus. Erwiderung auf eine Rezension der Kreuz- Zeitung". M.-, 15 Die Feste, die Presse und der Frankfurter Abgeordnetentag. Drei Symptome des öffentlichen Geistes. Eine Rede, gehalten in den Versammlungen des Allgemeinen Deutschen Arbeiter Vereins zu Barmen, Solingen und Düsseldorf. M.-, 25 Rede vor der korrektionellen Appellhammer zu DüffelDorf am 27. Juni 1864. Vertheidigungsrede gegen die Anklage, verschiedene Klassen der Bevölkerung zum Haß und zur Verachtung öffentlich aufgereizt zu haben. M.-, 10 Der Hochverraths- Prosch wider Ferdinand Lassalle vor dem Staatsgerichtshofe zu Berlin am 12. März 1864. Nach dem stenographischen Bericht. M.-40 Die Agitation des Allgemeinen Deutschen ArbeiterVereins und das Versprechen des Königs von Preußen. Eine Rede, gehalten am Stiftungsfeste des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins zu Ronsdorf am 22. Mai 1864. M.-, 25 vor Als Agitationsschriften haben die Lassalle'schen Broschüren ihre faszinirende Wirkung behalten; wie 30 Jahren begeistern sie noch heute die Leser und in populäcer, fesselnder Behandlung des spröden ökonomischen oder geschichts- philosophischen Stoffes sind sie unerreicht geblieben. Herr Julian Schmidt, der Literarhistoriker mit SeherScholien. W.-, 75 Die Anmerkungen des Sekerweibes" in dieser literarischen Hinrichtung des bürgerlichen Mode- Literaten entstammen bekanntlich aus der Feder der späteren„ Erzellenz" Lothar Bucher! " Franz von Sickingen. Eine historische Tragödie. 2. Aufl. Wiederverkäufer erhalten Rabatt. M.2, Alle Buchhandlungen, Kolporteure und Zeitungsspediteure nehmen Bestellungen entgegen. Bei Bestellungen von Außerhalb ersuchen wir um gleichzeitige Einsendung des Betrages( Porto extra). 400/1 Zu Gunsten der gemaßregelten Pferdebahn- Bediensteten| Verband der Bauarbeiter findet am Sonnabend, den 17. Dezember, in den Concordia- Feßfälen, n. Berufsgenossen Deutschlands. Andreasstraße 64, eine Zahlstelle Berlin. Sonntag, b. 18. Dezemb., Vorm. 11 Uhe bei Säger, Grüner Weg 29. Abend- Unterhaltung, bestehend aus Instrumental- u. Vokal- Konzert, ausgeführt von Berufsmusikern und den Gesangvereinen ,, Berliner Buchdrucker", Kreuzberger Harmonie" und„ St. Urban", unter Leitung des Bundesdirigenten Herrn Gutau, nebst Aufführung von lebenden Bildern aus einer Dichtung von A. Wig, betitelt ,, Bilder aus der großen Revolution". Die lebenden Bilder werden vom Verein für volksthümliche Kunst dargestellt werden. 1 Außerdem Tanz. Die Billets, welche zum Montag verausgabt waren, behalten ihre volle Giltigkeit auch zu diesem Vergnügen. Dieselben sind zu haben in allen mit Plakaten belegten Handlungen, sowie beim Veranstalter 273/15 Hermann Faber, Grünauerfir. 4. Allgemeiner Unterstügungsverein der Löpfer u. Berufsgenossen Deutschlands.( Filiale Berlin.) Sonntag, den 18. Dezember, Vormittags 10 Uhr, bei Kuhlmey, Schönhauser Allee 28: Versammlung. Tagesordnung: 1. Ergänzungswahl des Vorstandes. 2. Ergänzungswahl des Zentralausschusses. 3. Vereinsangelegenheiten. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Die Mitglieder werden gebeten, vollzählig zu erscheinen. Der Vorstand, 828/3 Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: Verbandstag. 1. Bericht der Delegirten vom 2. Freie Diskussion 3. Verbandsangelegenheiten. 404/4 Gäste willkommen. Neue Mitglieder werden daselbst aufgenommen. Die fäu migen Mitglieder werden aufgefordert, ihren Verpflichtungen nachzukommen. Bruchbänder, chirurg. Gummiwaaren, GummiStrümpfe, Geradehalter, Leibbinden, Spritzen, Suspensor's etc., Umstands binden, medicin. Verbandstoffe, Brillen etc., Pincenez, sowie Artikel aller Art zur Krankenpflege empfiehlt( 2950L J. Ch. Pollmann, gepr. Bandagist, Berlin, 30 Linienstrasse 30. Lieferant für die vereinigten Hilfs- Krankenkassen. Verband der Sattler und Tapezirer. Mehlhandlung Filiale Berlin. Versammlung L. Brachvogel, Manteuffelstr. 75, empfiehlt in nur besten Quantitäten: Sonnabend, den 17. Dez., Abends 81/2 Uhr, bei Wienecke, Alte Jafobftr. 83. Tagesordnung: 1. Vortrag über: Soziale Streiflichter. Referent: Herr Zahnarzt Robert Wolf. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes und Fragekasten. Herren und Damen als Gäste sind herzlich willkommen. Wiener Ferner gelangen die Billets zu unserm am 21. Januar stattfindenden mehl.. Maskenball zur Ausgabe. Die Kollegen werden ersucht, sich zahlreich daran Kaiserzu betheiligen. Der Vorstand. 264/6 Verein d. Einsetzer( Tischler) Berlins und Umgegend. a Pfd. 1/16 Ctr. 1/8 Ctr. 1/4 Ctr. Pf. M. M. M. 22 1,30 2,60 5,20 auszug. 16 0,95 Bestes mehl. 15 Feines • 0,88 Am Sonntag, den 18. Dezember, Vormittags 10 Uhr, im Lokal Roggenvon Röllig, Nene Friedrichstraße 44: Ordentliche General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Wahl des gesammten Vorstandes. 2. Verschiedenes. 3. Fragekasten. Um pünktliches und zahlreiches Erscheinen ersucht 145/3 Der Vorstand. mehl Grich Pret agrt 1,10 in's 5 19 Muft beit 8,30 barb Unga Musl u be Cel 3,75 1,88 fein Stre aufa 1,75 3,50 pri 30 45 15 0,88 1,75 3,50 Prima- Sultaninen a Pfd. 35 u. 50 Pf große Rosinen Corinthen 40 Pf., Citronat 1,20 M., Mandeln, süße u. bittere, 1 M. Feinste Süßfahnenbutter 1,20 u. 1,30 m. 2593b Fachy. d. Marmor- u. Granitarbeiter. Granat- Armbänder Sonntag, den 18. Dezember, Vormittags 10% Uhr: Mitglieder- Versammlung 260/4 in Deigmüller's Lokal, Alte Jakobstraße 48a. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Tischler- Verein. Am Sonnabend, den 17. Dezember 1892, Abends 9 Uhr, Melchiorstrasse 15: General- Versammlung. Tages- Ordnung: 881/7 Wahl des gesammten Vorstandes für das Jahr 1893. Das Quittungsbuch legitimirt. Der Vorstand. Schöneberg. ban Ang im Lei Bef Ro feb 001 Sie me Ro ala fich Der bie fer Das Stück nur 9 M. 75 Pf.( gegen font geb 20 M. Ladenpreis) herrliche reiche Aus stattung, flach geschliffene bildschöne Granaten, á jour gefaßt, verkauft und versendet gegen Nachnahme oder Baar Versandthaus Ripper, Berlin, Neue Friedrichstr. 79, 1 Treppe Honigkuchen mit 10 pct. Rabatt bei kleinen Einkäufen von 1 M. ab. Zuderwaaren, Marzipan a besten und billigsten bei 339881 Sturm, Münzstraße Nr. 6. Auf die Hausunmmer J. J. Sturm( Juh. Karl Meinhardt) an der Rochstraße. Neue Königstr. 42. Fr. Reinsch, Elsasser und Gartenstraßen- Ece. Ge Der Bo ba 10e mi füm fich bit Sa un let au usw. Reparatur Freie Bereinigung der Bau- und gewerblichen Hilfsarbeiter Alte Stiefelt. Beſt. reel u. billig. 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