Kr. 150. (IbonnementS'Bedlngansti): BlonnementS- Preis trfinumctanbo: »ierteljährl. 330 MI., monatl. 1,10 MI., IvSchenMch 28 Psg. frei ins Haus. einzelne Nummer 5 Vlg. konnlag«. nunimer mU illuslricrter SoniUagZ. Beilage.Die Reue Well' 10 Pia. Poll- «bonnemenl: 1.10 Marl pro Monat, einaelrazen in die Post-ZeitunaS- PreiSIisle. Unter tlrcuzband für Dcullchland und Oeslrrreich. Ungarn Z Marl, für da» übrige SluSIand 8 Marl pro Mona«. Postabonnement« nehmen an: Belgien. DSnemarl, Mailand. Italien. Luiemburg. Portugal. ' üen. Schweden und die Schwel». »nibt 24* Jahrg. (Uchtlit tlgilch atStt Dsüttas. Berliner Volksblnlk. Zentralorgan der rozialdemokratifchen parte! Deutfchlands. Ole InIeftlons»Gfbfll»r vekllgt für die l-chSgespallene KoloneK »eile oder deren Rauni 00 Pfg., für politische und gewerllchaflliche Vereins- und BcrlammlungZ.Pnzeigen 30 Psg, „Kleine Hmetgen". da» erste fsett- gedruckte) Wort 20 Psg. jedes weiter« Morl 10 Pig. Stellengesuche und Schlaf- llellen-Piizeigen das erste Wort 10 Psg, jede» weitere Wort 5 Psg. Worte über 15 Buchstaben zählen sür zwei Worte. Inserate sür die nächste Nummer müssen di« S Uhr nachmittag« in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist biS 7 Uhr abend» geiffnU, lelegramm- Ndresfe: «Z»gi»I«lM»IlNf«Hii»-. Redaktion: KM. 68, Lindcnstrasse 69. Pfernfprerfirr: tlml IV. Wr. I9Si{. Sonntag, den 30. Jnni 1907. Expedition: 631. 68, Lindcnstraese 69. Ulernsprecherr El nie IV. Nr. 1984. Der Katholische Gesellenverein. Man kann den katholischen Gesellenverein als die älteste Arbeiterorganisation in Deutschland bezeichnen. Der erste Verein dieser Art ist gegründet worden im Jahre 1846 in Elberfeld, unter der Mitwirkung des Kaplans Adolf K o l p i n g. In den Bestrebungen des Vereins mischten sich religiöse, ge- sellige und fachliche Interessen.„Die gemeinsame Feier der sonn- und festtägigen Messe." heißt's bei Kolpings Biograph und Nachfolger,„die viermalige gemeinsame Kommunion, das korporative Austreten bei kirchlichen Feierlichkeiten, die An- regung zum Besuche kranker Mitglieder und zu andern Werken der Bruderliebe, der Unterricht, die Vorträge, der Gesang, die gemütliche Unterhaltung, alles das vereinigte sich, die Gesellen sowohl für Religion und Tugend, wie auch für ihre geschäft- liche Stellung und ihr materielles Fortkommen auszubilden." Von Politik hielt sich der junge Verein fern, auch als der Sturm von 1848 ins Land kam und das Wuppertal in Auf- rühr versetzte.„Der Klerus", schreibt Schäffer über diese Zeit, „trat in unerschrockener Weise auf und war im Sinne der Ordnung unermüdet tätig. Wie ein Fels ini tobenden Meere stand der Gesellenverein da, ein Schutz für feine Kinder, die aller Verlockung widerstanden und Besseres zu tun hatten als Beklatschcr jener Brandreden ab zugeben, von denen tagelang die öffentlichen Lokale wider hallten." Im März 1849 wurde Kolping als Domvikar nach Köln berufen und von hier aus begann er eine umfassende und er folgreiche Agitation in Wort und Schrift für den Gesellen verein. Seine Bestrebungen mit der starken Betonung des Religiösen und Moralischen, mit der entschiedenen Absage an alle sozialen und politischen Strömungen der Zeit, waren der Gunst der einflußreichen Kreise sicher. War doch das Ziel des Gesellenvereins darauf gerichtet, seine Mitglieder zu gc horsamen Bürgern, frommen Christen und willigen Arbeitern zu erziehen.„Gegen die Meister, auch wenn sie nicht sind wie sie sein sollen, muß das Betragen der Gesellen d u l d sam und bescheiden sein, denn sie sind mit Gottes Hülfe an diesen Platz gestellt"— heißt es in einer von Kolpings Reden, und seinen ZuHörem mochte diese Mahnung umso mehr einleuchten als sie ja. nach des Redners Versicherung, alle einst selber Meister würden und deshalb gegen diese Methode, gute und willige Gesellen zu erziehen, nichts einwenden dursten. Kolping, der bis zu seinem dreiundzwanzigsten Jahre auf dem Schusterschemel gesessen hatte, besaß in hohem Grade den praktischen Blick für das Nächstliegende und Erreichbare. Er beschränkte sich einzig auf die Fürsorge für die Gesellen; Meister und Lehrlinge ließ er völlig aus dem Spiel und erst recht hielt er sich fem von den Fabrikanten, Tagelöhnern und Dienstboten. Ohne Zweifel hat diese Beschränkung auf ein eng umschriebenes Gebiet viel zum Erfolge des Gesellen Vereins beigetragen. Dabei besaß Kolging eine einfache, aber eindringliche Beredsamkeit; seine sonntäglichen Ansprachen im Kölner Gesellenverein sind auch in der Lektüre noch ein Genuß, als Muster volkstümlicher Redeweise. Endlich verfügte Kol- ping— was sich besonders bei seinen„Bettelgängen" zeigte, über die liebenswürdige Aufdringlichkeit eines Mannes, der seinem Werke mit völliger Hingebung und Aufopferung seiner Kräfte diente. Für das erste Gcsellenhaus in Köln flössen Gaben von lOtXS), 6000 und 2000 Talem, vield Spender zeichneten 100, 50 und 25 Taler, andere verpflichteten sich zu dauernden Jahresbeiträgen. So kann es nicht wundem, daß nicht nur der Kölner Verein gedieh, sondern auch von Köln aus der Gcsellenverein sich sehr bald auf die benachbarten Städte ausdehnte. Im Mai 1850 kam es zur Gründung des Rheinischen Gesellenbundes; dieser stellte ein allgemeines Statut auf, das von anderen bald darauf ge- gründeten VerbandSgruppcn(Bayern, Schlesien, Oesterreich) angenomnien wurde und in all seinen Paragraphen(mit wenigen Aendernngen) heute noch als G c n e r a l st a t u t des katholischen Gesellenvereins in Geltung ist. Ueber den gegenwärtigen Bestand und Betrieb des Ge- sellenvereins finden sich nähere Angaben im letzten Hefte der katholischen Monatsschrift„Soziale Kultur"(München- Gladbach). Danach beträgt die Gesamtzahl der katho- lischen Gesellenvercine gegenwärtig 1 161; davon entfallen auf Preußen 494, Sachsen 11. Hessen 9, Baden 53. Württemberg 61, Bayern 222, Elsaß-Lothringen 3, auf Deutsch- land also 843. Dazu kommen Oesterreich mit 181, Ungam 82, Schweiz 34, Niederlande 7, Belgien 2, Luxeniburg, England, Schweden, Italien je 1 und Nordamenka 7. Was insbesondere Preußen betrifft, so haben die Diözesen Köln 75, Paderborn 77, Münster 74, Breslau 131 Vereine. Die Zahl der aktiven Mitglieder beträgt 75 000, wobei zu bemcksichtigen ist, daß satzungsgemäß der Gesellen- verein jährlich einen starken Prozentsatz der Mitglieder abstoßen muß. da er nur ledige Gesellen bis zum Alter von 26 Jahren als Mitglieder bettachten darf. Wer selbständig wird, heiratet oder das 26. Jahr vollendet, scheidet als aktives Mitglied aus lind kann zu den außerordentlichen Mitgliedern übertreten, deren insgesamt 117829 vorhanden sind. Nach den Ermittelungen des Gcneralpräsidiums erneuert sich in etwa vier Jahren der gesamte Mitgliederbestand, so daß von fünf zu fünf Jahren ein volles Hunderttausend Gesellen durch den verein geht. i Gesellenhäuser(Hospitien) gibt es 357, in denen im letzten Jahre 4272 Gesellen dauernd Wohnung und Be- köstigung hatten, während die Zahl der beherbergten Wan- dernden 84 618 bettug. In 526 Vereinen wird Unterricht im Schreiben, Rechnen, Geschäftsauffatz. Buchführung usw. erteilt; 77 Vereine haben gewerbliche Fachabteilungen und zwar gibt es deren M. In 613 Vereinen bestehen Spar- lassen mit einem Bestand von 5 207 000 Mark, von denen im letzten Jahre 2 158 000 M. eingelegt wurden. Die deutschen Vereine haben 61 Zuschußkassen mit 4427 und 83 Hülfskassen mit 7114 Mitgliedem. Der Gesellenverein tritt nach außen kaum merklich in die Erscheinung. Sein Leben vollzieht sich(abgesehen von kirch- lichen Veranstaltungen. Prozessionen usw.) still und un- bemerkt in den vier Wänden des Gesellenhauses. Deshalb sei bei dieser Gelegenheit einiges über die innere Einrichtung des Gesellenvereins gesagt. Seine Or- ganisation ruht auf rein kirchlicher Grund- läge. Auf der im Anschluß an den Kölner Katholikentag im Jahre 1858 abgehaltenen Konferenz der Gesellenvereins- Präsides schlug Kolping vor, den Gesellenverein nach Ländern und Diözesen zu gliedern. An der Spitze der Vereine einer Diözese sollte ein Diözesanpräses stehen, der vom Bischof zu ernennen sei; die Diözesenpräsides der einzelnen Länder ordnen sich einem Zentralpräses unter � und an der Spitze des Ganzen endlich steht der Präses des Kölner Vereins als Generalpräses. Diese Vorschläge gelangten zur Annahme und sind heute noch maßgebend für die Organv satton des Gesellenvereins. Wird die Stelle eines General Präses ftei, so wählt das Kuratonum des Kölner Gesellen Hauses einen Nachfolger. Die Wahlverhandlung ist den tentralpräsides zur Genehmigung vorzulegen, worauf die ache an den Kölner Erzbischof geht, der die Ernennung vollzieht. Die Zenttal- und Diözesanpräsides, denen die Oberleitung der Gesellenvereine in den einzelnen Ländern und Diözesen zusteht, werden vom Bischof ernannt. Mindestens alle fünf Jahre hat der General Präses eine Generalversammlung einzuberufen und mindestens alle zwei Jahre einmal sollen Diözesankonferenzen stattfinden. Von der Tellnahme an der Leitung, wie sie hier ge schildert ist, sind die eigentlichen Mitglieder, die Gesellen, völlig, ausgeschlossen; aber auch in den einzelnen Vereinen ist jedes demottatische Wesen der pönt. Der Präses des Lokalvereins muß ein katholischer Geistlicher sein, der vom Gesamt vorstände zu wählen und durch den Diözesanpräses dem Bischof zur Bestätigung vorzuschlagen ist. Der Gesamtvorstand zerfällt in Mitglieder, die dem Gesellenstand angehören und solche, die aus„anderen Ständen" genommen sind. Beide sitzen nicht etwa als gleichberechtigt in einer Körperschaft zusammen, sondern bilden zwei getrennte Kor porattonen mit verschiedenen Befugnissen; die Aufgabe des„engeren Vorstandes", der aus Gesellen besteht, ist, dem Präses im Verkehr mit den Mit gliedern zur Seite zu stehen und seine Anordnungen auszuführen. Der„ S ch u tz v o r st a n d der aus An gehörigen der katholischen Bürgerschaft besteht, soll nach den Beschlüssen der Generalversammlung eine„Respekts st e l l u n g" im Verein einnehmen, mit dem Präses den Verein nach außen vertreten und endlich die Verwaltung der Haus-Finanz- und Wirtschaftsangclegenheiten des HospizeS führen. Gegen die Befugnisse des Schutzvorstandes tritt der „engere Vorstand" völlig zurück, so daß also auch in den Lokalvereinen die Gesellen, die Mitglieder, nichts zu sagen haben. Bei der völligen Unterordnung der Mitglieder unter die geistliche Obhut, bei der geflissentlichen Fcrnhaltung aller Selbständiakeitsregungen unter den Gesellen begreift es sich, daß viele Jahrzehnte hindurch der Gcsellenverein auch unter den Nachfolgern Kolpings(seit 1866 Schäffer, seit 1891 Schweitzer) sich ganz im Geiste seines Gründers hielt. In- dessen so ganz ist es doch nicht gelungen, die Wogen der allgemeinen Arbeiterbewegung von den Mauern der Gesellen Häuser fernzuhalten. Man sah sich genöttgt, in den Vorträgen zu sozialpolittschcn Fragen Stellung zu nehmen, und seit die christlichen Gewerkschaften auftauchten und die katholischen Handwerker für sich beanspruchten, auch sich mit der Ge- werkschaftsfrage abzufinden. Die sich bildenden Fach- a b t e i l u n g e n. die ursprünglich nur der gewerblichen Fort- bildung dienen sollten, wollten sich damit nicht begnügen, sondern sich auch den wirtschaftlichen Interessen ihrer Angehörigen widmen. Mehrere Generalversammlungen und zahlreiche Diözesan-Kon- ferenzen haben sich mit der Stellungnahme der Gesellen- vereine zu den christlichen Gewerkschaften beschäftigt. Aus der Generalversammlung in Köln(1900) wurde den Gesellen das Recht zugesprochen, sich zur Wahrung und Förderung ihrer wirtschaftlichen Interessen zusammenzuschließen. Die Präsides wurden angewiesen, den auf die Bildung christlicher Gewerk- schaften hinzielenden Bestrebungen„nicht hindernd in den Weg zu treten", andererseits aber dafür Sorge zu ttagen, daß eine Verquickung des Gewerkschaftswescns mit dem Gesellen- verein vermieden wird. Den Leitern des Gescllcnvereins ist die Zustimmung zu diesen Beschlüssen nicht leicht geworden. Bald wurden in den Kreisen der Präsides Klagen laut, daß die Gesellen gewerkschaftliche Manieren in den Gesellen- verein hineinttügen, in den Versammlungen und nach den Vorttägen freie Diskussion verlangten und was dergleichen Unbotmäßigkeiten mehr waren. Auf der Generalversammlung in Stuttgart wurde die Frage abermals verhandelt. Die dort gefaßten Beschlüsse lassen erkennen, daß der Gcsellenverein sich den gewerkschaftlich organisierten Mitgliedern gegenüber in der Abwehrstellung befand; man wahrte die Rechte des Gesellen- vereine, gestand aber den christlichen Gewerkschaften das Recht zu, im Verein für ihre Sache zu agitieren, allerdings nur privat, nicht in den Versammlungen und Fachabteilungen. Bei ausbrechendem Streik soll der Gesellenverein eine völlig neu- trale Stellung einnehmen. Das ist gewiß nicht viel, aber wer die Sorge der Gesellen- vereinslcitung kennt, das Werk Kolpings in der ursprünglichen Form zu erhalten und vor der Berührung mit der Außenwelt zu bewahren, der wird immerhin anerkennen, daß der Geist der modernen Arbeiterbewegung auch in der katholischen Gesellenschaft seine umwälzende Wirkung auszuüben begonnen hat, mehr vielleicht, als die kleinen Zugeständnisse seitens der Leitung vermuten lassen. Vor der Sozialdemokratie und den ihr gleichgeachteten Gewerkschaften werden die Söhne Kolpings nach wie vor streng behütet. Ein Gesellenvereinsmitglied, das einer freien Gewerkschaft beittitt, wird vom Präses vor die Wahl gestellt, entweder aus der Gewerkschaft oder aus dem Gesellenvercin auszutreten. Wie uns von eingeweihter Seite versichert wird, soll es bei diesem Verfahren öfter vorkommen, daß der Geselle sowohl auf den Kolpinaverein, als auf die Ge- werkschaft verzichtet, wie es andererseits bekannt ist, daß gar mancher„Kolpingsohn" den Weg zur Sozialdemokratie ge- funden hat und heute als eifriger und tättger Genosse die Kenntnis, die er sich über den Klerikalismus in dessen Lager erworben hat, im Dienste des Sozialismus verwertet. nie Kommunalwahlen in Rom. Rom, 27. Juni.(©ig. 50er.)' Mit allergrößtem Elfer werden diesmal die Wahlvorbereitungen für tu? ojif Sonntag, den 30. Juni anberaumten Wahlen eines Drittels des SkadtderordnitcnkollegiumS von Rom betrieben. Auch einer so skeptischen und apathischen Wählerschaft wie der Roms ist die Wirtschaft der Klerikalen nachgerade zu bunt geworden, und man geht daran, ihnen die bisher unumstrittene Herrschaft streitig zu machen. Daher stehen sich beim jetzigen Wahlkampf nur zwei Koalitionen gegenüber: die klerikal-konservative und die liberal» demokratische.> Weniger als einen Kampf gegen klerikalen Geist gilt es, einen solchen gegen die mächtige Jntcressenclique auSzufechten, welche die Klerikalen in Rom repräsentieren. Die Banken, der Grund und Boden, die Häuser, die Wohltätigkeitsanstalten— alles liegt in Rom in ihren Händen. Und die Folge davon?— Die Lebensmittelpreise in der Hauptstadt sind unerträglich hoch, einmal weil fast jedeS Nahrungsmittel mit Oktroi belastet ist, dann weil eine Handvoll Spekulanten das ganze Marktaufgebot an Obst, Ge- müse und Geflügel aufzukaufen pflegen und dem Kleinhandel die Preise festsetzen, wie sie ihnen passen. Die Stadtverwaltung hat nie daran gedacht, gegen diesen Unfug vorzugehen, obwohl gewisse Lebensmittel des Massenkonsums— so z. B. das Lammfleisch aus dem Agro Romano— in den letzten zwei Jahren um mehr als das Doppelte im Preise stiegen.> Die in ihrer großen Mehrheit aus Hausbesitzern bestehende Stadtverwaltung hat auch die H ä u s e r n o t der Hauptstadt ständig wachsen sehen, ohne auch nur einen Finger zu rühren. Ja, es herrscht allgemein die Ueberzeugung, daß der Eifer im Demolieren alter Stadtviertel, che die neuen entstanden waren, mehr den Interessen der Hausbesitzer als denen des Stadtganzen entsprang. Besitzt doch der Bürgermeister Cruciani Alibrandi 50 Mietshäuser in Rom! Und ihm zur Seite sitzen Leute wie der Fürst C a e t a n i. denen unermeßliche Bauplätze vor den Toren der Stadt gehören!> Weniger als klerikale Gesinnung ist also das einfache Geld- facksinteresse im Spiel gewesen, wenn zu Rom die wichtigsten Probleme des administrativen Lebens seit Jahren ungelöst blieben. Dieses Geldsackintercsse hat es auch mit sich gebracht, daß, nachdem man 200 Millionen für den Ausbau der Stadt verwendet hat, in Rom nicht Wohnungen genug sind, um auch nur alle diejenigen Familien unterzubringen, die eine angemessene Miete zu zahlen vermögen! Die klerikale Verwaltung hat sich denn auch ein un- sterbliches Denkmal gesetzt in den Felsenhöhlen der Via Flamini, in denen Hunderte von Proletarierfamilien hausen, desgleichen in den Unterschlupfen in den Mauerresten und Aquädukten der Cam» pagna, sowie in den unwürdigen Baracken, die sich die Unterstands- losen an der Peripherie der„ewigen Stadt" gebaut haben!— Alle anderen Fehler der Klerikalen, die Berlottcrnng der Wohl- tätigkeitSanstalien, die doch ein Vermögen von ungefähr 180 Milli- onen haben, die unglücklichen Verträge mit der GaS- und Elektrizi» tätS- und mit der Straßenbahn-Gefellfchaft— alles verschwindet neben dem drohenden und furchtbaren Wohnungsproblem.. So kann man denn mit einiger Berechtigung sagen, daß dieser Wahlkampf ein Kampf um normale WohnungSverhältnisse ist. Die klerikale Verwaltung hat die jetzige Situation reifen lassen, sie zum Teil direkt heraufbeschworen, und nichts spricht dafür, daß von feiten der Klerikalen jemals etwas Ernstliches geschahen werden würde, um die Wohnungsfrage zu lösen. Was sie heute versprechen, haben sie schon oftmals versprochen, ohne eS zu halten. Bei der heute hier herrschenden Vetternwirtschaft würde nie ein Besitzer von Bauplätzen expropiiert werden, eS sei denn, daß er es selber löunjchte, OHne«ins ftenbsnutg des ganzey NerwaltungSsysteyiS \n deü städtischen Administeüiion wird daher das Reformgesetz fut Rom auf dem Papier bleiben oder sich gegen die Interessen der Mieter kehren. Werden nun die Liberalen die Äenderung bringen? Die Erfahrung berechtigt da zu einer großen Dosis Skepsis. An Lotter- Wirtschaft haben auch die Liberalen in Rom das Ihrige geleistet. Wenn sie heute nach längerer Quarantäne wieder zur Herrschaft kämen, wurden sie vielleicht zuerst als neue Besen gut kehren. Immerhin sind sie weniger mit der Jnteresscnclique verwachsen, die heute in Rom mißwirtfchaftet, und neue Cliquen, neue Vetternwirtschaft brauchen wenigstens Zeit zum Entstehen! sie würden bielleicht durch das Erwachen der öffentlichen Meinung heute nicht mehr so günstige Entstehungsbedingungen haben, wie bisher. Auch dürften die großen Hoffnungen, welche heute der liberal-demokratische Block auf sich vereinigt und welche sogar die Sozialisten zum Beitritt bewogen, anfangs wenigstens einen Druck auf die Liberalen ausüben und ihnen ein allzu weites Abweichen von ihrem Programm wesentlich erschweren. WaS die Wahlkräfte betrifft, die sich am Sonntag gegenüber- stehen werden, so ist eine genaue Abschätzung sehr schwer, da die Wahlbeteiligung in Rom bis jetzt immer sehr schwach war(43 Proz. bei den Wahlen von 1SW) und man über die Verteilung der bisher indifferenten Wählermassc nur vage Vermutungen anstellen kann. Bei den letzten Wahlen, bei denen— wie diesmal— 29 Stadtverordnete zu wählen waren, brachten die �lerikal-Zlonserba- tiven die ganze Majoritätsliste— 24 Mandate— durch, und zwar mit 9500 bis 0500 Stimmen. Die Liberalen eroberten mit nahezu 0000 Stimmen die übrigen fünf Sitze. Die Sozialisten, die allein vorgingen, brachten cS auf beinahe S00Q Stimmen, natürlich ohne einen Sitz zu erobern. Diesmal hat jede der zwei Koalitionen eine Liste mit 24 Namen eingereicht. In der Liste des Linkcn-Blocks haben die Liberalen 12 Sitze, die Republikaner 0, die Sozialisten 4 und die Radikalen 2. Sicher ist, daß der Sonntag eine Wahlschlacht bringen wird, wie Rom sie seit langem nicht gesehen hat. Und wahrhaftig? cS wäre an der Zeit, daß die Masse der Wähler endlich mit eisernem Besen die Cliquen vom RathauS kehrte. Mit den Klerikalen kann man anfangen, und auch künftighin wird man noch genug Gelegen- hcit haben, sich in Uebung zu erhalten: denn an Augiasställen wird es im städtische� PerwaltungSwesen Roms so schnell zncht fehlen. Verzweifelte Schwindelverfuche. Die Polizeioffiziösen versuchen, um den blamablen Reiufall der Polizei bei der Razzia in den russischen Lesehallen in einen glänzenden Erfolg umzudichten, ihrem Publikum die tollsten Schtvindelcien aufzubinden. .L o k a l a n z e i g e r"' und„P o st',— par nobile fratrurn(das edle Brüderpaar) behaupten:— in der T f ch e ch o w- Lesehalle sei die Abschrift eines Schreibens der„Berliner Geheimgruppe der russischen Sozialdemokratie' gefunden, in dein über irgend welche politische Tätigkeit— übrigen» selbst nach preußischen Begriffen ganz harmloser Art— dieser„Gruppe' berichtet werdr Daraus soll sich, so phantasiert man anscheinend an,»lexanderplatz, der politische Parteicharakter der Tschechow-Lesehalle ergeben. Die.Post' wird gar von der Halluzination geplagt, die Tschechow-Lesehalle sei identisch mit jener angeblichen, Gruppe". D.aS Pech wissiulr, daß. wähxegd jener„Brief' vom 12, März 1906 sein soll, die Tschechow- Lesehalle erst am— 28. März 1906 gegründet ist! Und daß einer der angeblich von der Tschechow-Lesehalle veranstalteten Bälle schon am 10. März 1906 stattäefunde!, haben sollt Die Behauptung, die Abschrift jenes„Briefes� sei in der Tschechow-Lesehalle gefunden worden, steht natürlich auf der gleichen Höhe der Nichtigkeit, eS fei denn, daß irgend ein Polizeispitzel, vielleicht einer der vielen Send- boten StolypinS, die unser teures Pflaster unsicher machen, die fragliche„Abschrift" frabriziert und heimlich in die Räume der Lesehalle geschmuggelt hat. Weiter wird voir einem gewissen Lipschütz oder nach dem„Lokal- Anzeiger'— einem Fräulein Lieischitz erzählt, die, Vertrauens- Person" der„Gruppe' gewesen sein soll usw. Diese Person soll ausgewiesen sein! darauf soll nach der„Post' die deutsche Sozial- demokratir(!!) auf den Gedanken gekommen fein an Stelle der„Gruppe' die Tschechow-Lesehalle zu gründen III Aber das Pech will, daß weder ein männlicher Liesschitz oder Lipschütz, noch ein Fräulein dieses Namens hier je existiert hat. und daß eine Frau Liesschitz. die an- scheinend gem-iin ist. erst beträchlliche Zeit nach Gründung der Tschechow-Lesehalle Berlin verlassen hat. Um dieser fatalen Feststellung zu entwischen, wird von der„Post" die AuSiveisuiig der Frau Liesschitz mit der Ausweisung eines gewissen Rikitin ziisanuneiigeworfen: Nikitin gehört aber zu den bekannten 14 schon im Frühjahre 1904 Ausgewiesenen. Auch ein gewisser Schernoff, soll»nit ihr zusammen auS dem preußischen Paradies vertrieben sein. Dieser Schernoff ist aber erst in der allen, euesten Zeit, und zwar von der impolitischeii Abteilung V ausgewiesen! Die Geschichte von der deutschen Sozialdemokratie gar ist ein so ausgefallener Postesclgedanke, daß er nur»nbändige Heiterkeit entfesseln kann. Wie gewisse Vierbeiner da? von ihnen NuSgebrochene mit Behagen wieder zu verschlingen pflegen, so lügt fich die„Post' natürlich zum so und so dielten male den Schwindel von auckliegendcn terroristischen lettischen und bim- distischen Zeitungen— die«ar nicht existieren— in de» Hals hinein: auch die„Revolutionarja Roffha", die schon seit über VU Jahren nicht mehr erscheint, wird von ihr als ein in der Lesehalle regel- mäßig auSIiegende« Journal von den Toten erweckt.„Das Wunder ist de? Glaubens liebstes Kind.' Nicht nur des Glaubens— auch der Verleiimdung. � Selbstverständlich werden auch die Deutschen Karfnnkelstein und Weibt von„Post' und„Lokal-Auzeiger" in trautem Berein wiederum zu Russen gemacht und mit den Lesehallen in Verbindung gesetzt. Die„Post", die sich mit dem Generalkonsul Whmozeff denk- Würdigen Angedenkens in den Ruhm der Aufdeckung des Königs- berger„Geheimbundes" teilte, hat natürlich auch jetzt schon den schönsten„Gcheimbund" zwischen der ruffischen und der deutschen Sozialdemokratie fix und fertig, und möchte gleich ans„Schädel- spalten" gehen. Sie verspeist schon die russischen und die deutschen Geheimbündler Halbdutzendweise. Sie weiß gar herrliche Tinge von der Organisation der russischen.Gruppe' zu fabulieren. Aber leider, leider, leider! Es bleibt ihr nur der elegische Trost:„Es war so schön gewesen!' Zinnes übergeschnapptes Polizeihirn, armer festes«!! Zu diesem ausreichend schmutzigen Satyrspiel aber eln paar ernste Zusätze: lInS ist bekannt, daß deutsche und russische Spitzel gefährlichster Art sich hier ungenierter und provozierender als je tummeln, und sich an die hier lebenden Russen und die deutschen Genoffen, von denen man annimmt, daß sie mit russischen Kreisen Fühlung haben, immer frecher heranmachen. Einigen dieser Burschen sind wir auf der Spur. Also Vorsicht im höchsten Grade!— Wir wissen auch, daß die Polizei h,er lebende Russen und Russinnen, von denen sie glaubt, etwas erfahren zu können, zurSpitzelei, zur Verräterei zu kaufen sucht. DaZ ist z. B. auch mit der ifrüheren Verwalterin der Saltykow-Lesehalle, Frl. Henning, natür- lich vergeblich, versucht worden. Wie weit es etwa anderweit ge- lungen ist. wissen wir nicht. Wir wiederholen jedenfalls die Mahnung: BvrM und nochmals Borsichtl Politische(leberlichr. Berlin, den 29. Juni 1997. Moralhenchelei. Der sich zukzeit in München abspielende PeterSprozeß ist viel- leicht für unsere moderne patriotische„bessere Gesellschaft' noch weit charakteristischer, als für das offizielle deutsche Afrikancrtum und seine aufgeblasene Herrenmoral. Die Zustimmungen, die nicht nur Peters' ncurasthcnische Renommistcreien in einem Teil der bürgerlichen Presse finden, die Fälschungen der Prozeßberichte, die perfiden Verdächtigungen aller Zeugen und Sachverständigen, deren Aussagen nicht zu denen der Herren Peters, Arendt und v. Liebert passen, zeigen mit erschreckender Deutlichkeit, welche Un- masse von Roheit, Gemeinheit, innerer Verlogenheit und vor allem bewußter Heuchelei sich unter dem dünnen Kulturfirnis unserer so- genannten guten Gesellschaft verbirgt. Als vor dem Beginn des Prozesses der von PetcrS verklagte verantwortliche Redakteur unseres Münchener Parteiorgans die Aufforderung erließ,-ihm näheres über das wüste Treiben des Herrn PeterS in Afrika und Berlin mitzuteilen, um den Wert der Behauptungen und Be- streitungen seine? Gegners zu kennzeichnen, da hüllte sich eine An- zahl der sonst zumeist den niedrigsten politischen Klatsch kultivie- renden bürgerlichen Blätter in die Toga der keuschen Sittenstrenge und ereiferte fich gegen die niederträchtige„Schnüffelei". Genau dieselbe Presse betreibt jedoch jetzt im freiwilligen Dienste der Petersclique eine noch weit widerlichere Schnüffelei, indem sie mit Eifer dem Lebenslauf der ihnen nicht passenden Sachverstän- digen und Zeugen nachspürt und aus diesem mit perversem Be- Hägen alles auftischt, daS sich nach ihrer Ansicht zur Verdächtigung der ihnen Verhaßten verwenden läßt. Darunter reine Privat- angelegenhciten, die mit dem Prozeß nicht das Geringste zu tun haben, z. B. Verlobungsauflösungen, Vermögensverhältnisse usw. Obenan unter diesen hochanständigen Blättern steht natürlich die KronSbeinsche„Post". Sie bringt z. B. in ihrer letzten Nummer folgende„Schnüffelei": „Zur Charakteristik deS„Kronzeugen" Bronsart von Schellen- darf. Der jetzt im PeterS-Prozesse eine so traurige Rolle spielende Leutnant Bronsart von Schellendorf stand früher beim 2. Garde-Regimcnt in Berlin und wurde von hier nach Weimar in da? Thüringische Jnfantcric-Regiment Nr. 94(Großherzog von Sachsen) versetzt. Wie uns aus Offizicrkreisen mitgeteilt wird, galt Bronsart von Schellendorff, ein Sohn deS früheren Weimarischen General-Jntendantcn deS Hoftheaters und der Hofkapelle, schon zu jener Zeit als eine„verlogene" Person. Eines Tages wurde er in Aachen von einem Kommando von 3 Offi- zieren verhaftet und zu seinem Regiment nach Weimar zurück. gebracht. Er kam hier, da er erkrankte, in das Lazarett, wo ein Posten vor die Türe seines Zimmers gestellt wurde, um eine Flucht zu verhüten. Von Weimar wurde der leichtsinnige Offi- zier, der auch das Mißfallen des Großherzogs erregt hatte, nach Eisenach versetzt. Nachdem er seinen Abschied genommen hatte, verlobte er sich mit einer Tochter des Theater- direktors, Hofrats Stacgemann in Leipzig. Nachdem Stacgemann Näheres über die Persön- lichkeit des Bronsart von Schellendorff er- fahren, wurde diese Verlobung von ihm aufge- hoben. Wenn es bei dem jetzigen Prozeß in München darauf ankommen sollte, noch Näheres über diesen„Gewährsmann" des Herrn Hellwig zu erfahren, so dürfte sich die Einforderung seiner Personalakten empfehlen; es wird darin manches Erbauliche ver- zeichnet stehen." . Beweiskräftiger noch als solche Auslassungen ist vielleicht für Vi« Moral- und Rechtsbegriff« unserer gebildeten und honelteu Gesellschaft der laute Beifall, den einige Blätter den verächtlichen Aeußerungen der Peters und Liebert über das Urteil der Dis- ziplinargerichtShöfe zollen. Wenn Arbeiter von einem Gericht wegen leichter Vergehen zu schweren Strafen verurteilt werden und die sozialdemokratische Presse von Klassenjustiz spricht, dann steigt diesen Blättern heilige Entrüstung auf. Sie zetern über Untergrabung jeder Autorität, über gemeine Herabsetzung des RichterstandeS. Jeder beliebige Amtsrichter wird zum Heiligen, zur Inkarnation der höchsten Unparteilichkeit. Wenn aber Herr Peters sagt:„Ich lache über die naiven Expekto- rationen der Herren, die Afrika von ihrem grünen Tisch auS in akademischer Weise betrachten.... Das war ja auch kein deutscher GerichtchShof", oder Herr v. Liebert über die Richter der Disziplinarkammer und deS RcichS-DiSzipIinar- Hofes sagt:„Schmerzlich berührt haben mich auch die Urteile der Disziplinargerichte. Beide Urteile halte ich nicht nur für Justizmorde, sondern die Art der Urteils- fällung betrachte ich als einen Schandfleck für daSdeutfcheVolk". dann zeugt das nur von dem hohen Rechts- gefühl des Herrn PeterS und seines gleichgesinnten Partners. Wir werden uns dieses BeifallSgeklatfche merken. Diese ehrenwerten Blätter sollen sich weiter über das Wort«Klassen- justiz' entrüsten, dann wollen wir ihnen auf die sauberen Finger klopfen.—_ Kapitalistische Eigentnmökonfiskation. Die Geschichte dcS Eigentums ist zu einem großen Teil nichts anderes als eine Reihe von EigentumskonfiSkationcn, so daß man in gewissem Sinne sagen kann: das heutige Eigentum beruht auf der EigentumskonfiSkation, der rechtlich sanktionierten und der widerrechtlichen. Besonders gilt das von dem Kolonialeigentum. Einen neuen Beleg liefert dazu der Volksstamm der Hottentotten. Einstmals besaßen die Hottentotten den größten Teil Südafrikas bis zum Kap der guten Hoffnung. Durch die einwandernden Holländer I und Engländer wurden sie jedoch ans ihren Be- sitzungen immer weiter zurückgedrängt, bis schließlich ein Teil deS der Ausrottung entgangenen Volkes sich gezwungen sah, durch daS südliche EingangStar am Orangefluß in daS heutige deutsche Südwestafrika einzudringen und sich dort neue Wohnsitze zu suchen. Doch auch hier erfreuten sie sich nicht lange der Unabhängigkeit. Die Deutschen annektierten das Land; die sich nicht willig den Forderungen der neuen „Schutzherren" anpassenden Hottentotten wurden unter ihrem Führer Hendrik Witboi geschlagen und ein großer Teil ihres Landbesitzes für deutsches Kronland erklärt— entgegen dem Völkerrecht, denn nach diesem wird auch im Kriege das Privateigentum respektiert. Als vor drei Jahren die Hcreros sich von der deutschen Schutz- Herrschast zu befreien suchten, griffen auch die Hotten- totten zu den Waffen, mußten sich aber bekanntlich im vorigen Jahre aufs neue unterworfen. Dafür werden sie jetzt nach einer kaiserlichen Verordnung mit dem Verlust ihres gesamten StammeSvermögenS bestraft. An der Windhukcr AmtStafel des Gouvernements ist eine Bekannt- machung vom 8. Mai über die Einziehung des Stammes- Vermögens der Hottentotten angeschlagen, in der cS heißt: „Auf Grund der kaifcrl. Verordnung vom 26. Dezember 1900 wird hierdurch die Einziehung des gesamten beweg- lichen und unbeweglichen Stammesvermögens der Witboi-, Bethanier-, Franzmann- und Feldschuhträger-Hotten- totten sowie der Roten Nation von HoachanaS und der Bondel- zwaris« sowie der Zwarimodder- Hottentotten verfügt. Hin- sichtlich der Bondelzwart- Hottentotten bleiben jedoch von der Einziehung ausgenommen diejenigen Sachen und Rechte, welche denselben durch das Unterwerfungsabkommen vom 23. Dezember 1906 und, soweit die Stürmannsleute in Be- tracht kommen, durch das Unterwerfungsabkommen vom 21. No- vembcr 1900 zugesichert sind. Die Einziehung erfolgt aus dein Grunde, weil die aufgeführten Eingeboreneustämine kriegerisch feindselige Handlungen gegen die Regierung des Schutzgebietes, gegen Nichteingeborene und Eingeborene begangen haben." 'Heilig ist das Eigentum!— Biilows Mcnu. Die„Franks. Ztg." meldet, daß der Reichskanzler zur Vor- bereitimg der im nächsten Jahre stattfindenden preußischen Land- tagswahlen schon in den letzten Tagen eine Anzahl Parlamentarier der bürgerlichen Linken und der Rechten zu politischen Besprechungen bei sich gesehen hat: „Die Herren erzählen nicht viel davon, Geheimnisse aber, die ein politischer Beurteiler sich nicht denken könnte, wird man wohl nicht besprochen haben. Es wird im großen und ganzen das gewesen sei», was man das Paarungsprogramm nennen kann. Hoffentlich haben die Herren der Linken dabei ihre Meinung so deutlich kundgegeben, wie eS vor einigen Monaten beim Zusammentritt des'Reichstages ein bekannter Süddeutscher getan hat, mit dem der Reichskanzler sich über die Lage unterhielt. Man erzählt sich, daß dieser sehr auf das Sachliche gerichtete Herr dein liebenswürdigen, seine Ideen cutwickelnden Reichskanzler einwarf, welche positiven gesetzgeberischen Maßregeln er bald vorzuschlagen gedenke.„Ach so", meinte der Reichskanzler,„Sie wollen nicht bloß die Speisekarte sehen, es soll auch bald die Suppe aufgetragen werden".„Ganz richtig, Durch- lau cht, die Suppe, und dann auch bald das Fleisch!" Fleisch! Der liberale Parlamentarier scheint die Eigenheiten des Blllowschen Staatsküchenbetriebes noch nicht zu kennen. Nach der Suppe folgt nur noch ein ellenlanger Toast in Feuilleton- manier.—_ Botschafterwechsel. Der„Mogdeb. Ztg." wird durch ihren Berliner Korrespondenten mitgeteilt, daß Fürst Nadolin in Paris durch Frhrn. v. Marschall ersetzt werden und Herr v. Kiderlen- Wächter im Herbst seine definitive Ernennimg zum Botschafter in Konstantinopel erhalten soll. Ferner soll der Gesandte in BuenoS-AircS, Herr v. Waldthausen nach Tokio gehen, während Herr Mumm v. Schwarzenstein von Tokio nach Washington versetzt werden wird. Und S p e ck y, daS schmiegsame Konterfei des großen Bülow 7- Streik», oral mit doppeltem Boden. Die christlichen Gewerkschaften, die damit umgehen, die Land- arbeitcr zu organisieren, suchen den Widerstand der Agrarier da- durch zu überwinden, daß sie Landarbeiterorganisationen auf „christlicher" Grundlage als möglichst harmlos hinzustellen ver- suchen und vor allen Dingen den Ausstand der Landarbeiter für gänzlich ausgeschlossen erklären. DaS Blatt der konfessionellen Gc- werkschaftcn, der»Arbeiter" in Berlin, die den Streik überhaupt für unstatthaft erklären, fällt mit berechtigtem Spotte über die ebenso widerspruchsvolle als gesinnungslose Haltung der christlichen Gewerkschaften in der Landarbeiterfrage her. indem er schreibt: „WaS gedenken denn die christlichen Gewerkschaften zu tun, wenn der landwirtschaftliche Arbeiter im Wege friedlicher Vcrhand- lunaen für eine Verbejjcrung der Arbeitsbedingungen absolut nicht zu nabcn Ist? ITnv rGchstwavrs-vewIick, rotrö es an» r>'nvch!rt,man- liche Arbeitgeber geben, die sich entweder auf Verhandlungen mit den Arbeiterorganisationen gar nicht einlassen, oder aber bcrech- tigte Forderungen der Arbeiter nicht anerkennen. Warum wollen dann plötzlich die christlichen Gewerkschaften den Streik nicht als letztes Mittel gelten lassen? Giebt es für die christlichen Gcwerk- schaften eine Streikmoral mitdoppeltcm Boden, eine für die Industrie und eine für die Landwirtschaft?" Welche Streiktheorie ist nun vom„christlichen" Standpunkte auS die richtige. Ist der Streik, wie die Berliner Richtung meint, überhaupt verwerflich oder ist er es nur für den Landarbeiter, während die Industriearbeiter streiken dürfen? Jedenfalls sind die Berliner die konsequenteren. Slntomobil-Wettfahrten. Die Proteste gegen die Antomobilreimen ans öffentlichen Straßen mehren sich. Auch der Oberbürgermeister von Homburg wendet sich im„Homburger TammSboten' mit einer öffentlichen Erklänmg gegen die Wettfahrt des kaiserlichen Automobilklubs. Er stellt darin fest, daß die städtischen Körperschaften Homburgs vom kaiserlichen Automobilklub gar nicht von dem Rennen benachrichtigt und wegen der Straßenbenutzung gefragt worden sind: „Man erfuhr erst vom Rennen, als es zu spät war. Sonst hätte man rechtzeitig Stellung nehmen können gegen ein Unter- nehmen, welches auch bei Teilnahme deS Kaisers der Stadt Homburg einen außerordentlichen, nie wieder gut zu machenden Schaden bringt. Die diesjährige Kur sei jedenfalls so gcichädigt, daß nichts inehr sie zu einer guten inachen könne. DerOberbiirgermeister fordert weiter in der Erklärung den königlichen Landrat auf, im Interesse Homburgs jede ähnliche Veranstaltung künftig fernzuhalten und den Kaiser über die Schädigung des Kurbadcs durch den Auto- mobilsport aufzuklären." Fenrer veröffentlicht die Medizinische Gesellschaft in Homburg einen von 24 Aerztcu unterschriebenen scharfe» Protest gegen Wieder- holung der Llutomobilrennen im Taunus.— „Allgemeines Wahlrecht und sozialer Gedanke" überschreibt die„Kölnische VolkSzeitung" einen Artikel, der sich mit der Rede des Ministerpräsidenten von Beck bei der Er- ösfnung dcS österreichischen Abgeordnetenhauses beschäftigt. Wohl- tuend, so heißt es darin, berühre der Ernst und der Nachdruck, wo- mit Freiherr von Beck daS soziale Moment in den Border- grund rücke, wohltuend auch die Ruhe, womit er die sozialdemo- kratischen Wahlerfolge beurteile.„Er sieht die Sozialdemokraten lieber im Hause als draußen. Ein ganz richtiger Gedanke, gerade vom Standpunkte des HütcrS der gegenwärtigen Staatsordnung. Aber wie sticht diese ruhige Auffassung ab von dem törichten Jubel, mit dem die politische Klcingcisterei im Deutschen Reiche die Ver- ringerung der sozialdemokratischen Mandatszahl im Reichstage wie eine„Zerschmetterung" der Sozialdemokratie begrüßt hat. Als wenn die heutige Gesellschaftsordnung in erster Linie von der sozialdemokratischen Reichstagsfraktion bedroht wäre. Der Parka- mentarismus ist der Sozialdemokratie nur eines und nicht das wichtigste ihrer Mittel." Fast möchte man meinen, daß das Zentrum keinen sehnlicheren Wunsch hätte, als die Sozialdemokratie in mög- lichst jtarker Zahl im Reichstage zu sehen. Bisher haben wir das Zentrum immer nur von der anderen Seite kennen gelernt. Noch bei den letzten Reichstagswahlen hat das Zentrum, wo eS galt, einen Sozialdemokraten zu Fall zu bringen, tapfer den„nationalen" Parteien in die Hände gearbeitet, und die christlichen Arbeiter- blätter haben einen nicht minder lebhaften Jubel als die Liberalen über die„Zerschmetterung" der Sozialdemokratie angestimmt. Den Staatsmännern des Zentrums mag der Mandatsrückgang der Sozialdemokratie nicht lieb sein. Das geschieht aber nicht der Sozialdemokratie, sondern dem Zentrum zuliebe, dem eS jetzt nickt mehr möglich ist. mit der Sozialdemokratie eine Mehrheit gegen dle Regierung zu bilden.» Schweiz. Solksobstimmnng über die Abschassiing deZ KultusbudsetS. Genf, LS. Juni.(Eig. Ber.) In unserem Kanton findet am Honntag die Volksabstimmung über die Abschaffung des Kultus- budgets statt. Das 8 Artikel umfassende Gesetz ist nicht ganz iden- tisch mit der„Trennung der Kirchs vom Staate", indem B. die kirchlichen Gebäude vorläusig noch im Besitz der Gemeinden bczw. des Staates bleiben sollen und die theologische Fakultät der staat- lichen Universität noch aufrechterhalten wird. Aber indem das Staatsbudget keinerlei Ausgaben mehr für kirchliche Zwecke enthalten soll und die Gläubigen nun s e l b st durch Beiträge au» ihrer Tasche für die Kosten der Ausübung des Kultus aufzu- kommen haben, wird die Trennung faktisch doch vollzogen. Das Gesetz steht die Bildung von Kirchgenossenschaften vor, die dem gemeinen Recht unterstchen. Kirchen und Pfarrhöfe können die Gemeinden mit Zustimmung der Regierung unentgclt» lich den Kirchgenoffenschaften abtreten. Das Gesetz soll am 1. Ja- nuar 1909 in Kraft treten und mit diesem Datum würde also jede staatliche Ausgabe für kirchliche Zwecke aufhören. Nur die Geistlichen der zwei christlichen Konfessionen erhalten noch 10 Jahre lang eine Pension von zwei Drittel ihres Gehalts, die dann auf die Hälfte desselben reduziert wird für Geistliche, welche das 5 0. Lebensjahr zurückgelegt, und auf ein Drittel für die- jenigen, welche dieses Alter noch nicht erreicht haben. Mit dem Inkrafttreten des neuen Gesetzes treten alle Verfassungsbestim mungen und Gesetze über die katholische und protestantische Kirche außer Kraft. Das Gesetz wurde im Großen Rat des Kantons Genf mit SO gegen 23 Stimmen bei 2 Enthaltungen, also mit großer Mehrheit, angenommen. Gegner des Gesetzes sind vor allem die Anhänger der kalvinistischcn Hochkirche, die sogar auf die Volksabstimmung hin ein eigenes Blatt zur Bekämpfung des Gesetzes gegründet haben! DaS Genfer Volk hatte bereits zweimal über die gleiche Frage abzustimmen. Im Jahre 1880 wurde die Abschaffung des Kultus budgets mit 930S gegen 4064 und im Jahre 1897 mit 7775 gegen 8299 Stimmen abgelehnt. Diesmal ist die Situation für das Gesetz nicht ungünstig. Wenn alle seine Anhänger zur Urne gingen, wäre seine Annahme gesichert.— Neuwahl deS Grofien Stadtrats in Zürich. Zürich, 27. Juni.(Eig. Ber.) Die Wahlsituation ist geklärt. Unsere Partei hat in Außersihl 49 Kandidaten aufgestellt, bean- sprucht also alle Sitze, während sie bisher davon nur 43 und die Bürgerlichen 6 hatten. Diese stellen nun zwar ebenfalls Äandi- baten auf, die jedoch keine Aussicht auf Erfolg haben. In den übrigen vier Kreisen gehen die Liberalen und Demokraten gemein- sam vor. Jene haben 50, die anderen 26 Kandidaten aufgestellt. Ob unsere Partei in den für sie ungünstigsten Kreisen IV und V Kandidaten durchbringen wird, bleibt abzuwarten; unmöglich wäre es nicht. Die Bürgerlichen sind sehr„empört" darüber, daß unsere Partei nicht auf den sogenannten„freiwilligen Proporz" einge- gangen ist. Aber wo s i e nur ein Dutzend Stimmen mehr haben als die sozialdemokratische Partei, wollen sie nichts vom Proporz wissen, sondern da setzen sie die Vergewaltigung der Arbeiterschaft fort, solange es eben geht. Ter Jammer der Bürgerlichen über die Taktik der sozialdeuwkratischen Partei in Zürich ist also purste Heuchelei, frankreleb. Noch einmal entschlüpft.___ — Auf die Anklagen von Bedouce, Meunier und Aldy ergriff am Freitag in der Kammer der Ministerpräfident Elcmenceau zu seiner Verteidigung noch einmal das Wort. Er bestritt die lieber- griffe der Kürassiere. Gendarmen und Polizisten im Süden, ver- sprach indessen eine Untersuchung der von Aldy angeführten Fälle. Weiter erklärte Elemenccau: er sei„beständig versöhnlich gesinnt", nach dem ungesetzlichen Vorgehen der Gemeindebehörden sei er aber zu strengem Vorgehen gezwungen gewesen. Das Gesetz sei für alle geschaffen.(Beifall.) Jeder müsse Steuern zahlen. Es gäbe arme Bauern im Osten. Norden und im Zentrum. die den Zucker teurer bezahlten, um die Bevölkerung des Südens zu unterstützen, wo indessen der Notstand nicht allgemein wäre, was die Sparkassen bewiesen.— Ohne die Einmischung des Komitees von Argeliers würden die Steuern wie gewöhnlich ent- richtet worden sein.„Wir befinden unS vor einem A u f- stände; dürfen wir einen solchen dulden?"(Zahlreiche Zu- rufe:„Nein!") Clemenceau erinnerte dann daran, daß die Truppen Weisung erhalten hätten, nur im äußersten N o t f a l l e. nachdem die gesetzlichen Aufforderungen ergangen seien, zu schießen, und er fuhr fort:„Meine Befehle sind aus- geführt worden. Die Kürassiere wurden sofort nach ihrem Ein- treffen verhöhnt und mit Steinen beworfen; sie wollten deshalb angreifen, die Offiziere lehnten es aber ab, den Befehl dazu zu erteilen." Darauf verlas er einige Berichte, nach denen die Menge zuerst Gewalttätigkeiten gegen das Militär und die Polizei bc- gangen hat. Clemenceau rechtfertigte hierauf die gegen die Meuterer des 17. Regiments angeordneten Maßnahmen und erklärte dann, die Bewegung im Süden werde von den Reaktionären, die immer an die Trennung von Staat und Kirche dächten, ausgenützt; von den Noyalistcn werde ein Feldzug des Aufruhrs geführt (Heftiger Widerspruch rechts), das Land hänge aber der Re- publik an.„Wir werden unser demokratisches, soziales Werl nicht aufgeben!" Nunmehr griff der Ministerpräsident die Sozialisten an, berichtete über seine Unterredung mit Albert und erklärte, sobald das Gesetz geachtet werde, würden die Truppen zurückgezogen werden.(Anhaltender Beifall.) Nach kurzer Unterbrechung wurde die Sitzung wieder auf- genommen. Mehrere Redner machten den Ministerpräsidenten verantwortlich für die Ereignisse im Süden und beschworen ihn, die Truppen zurückzuziehen, damit wieder Ruhe einkehre. Jaures bedauert, so fährt der offiziöse Bericht fort, daß Clemenceau unvorsichtige Politik getrieben habe, und wirft ibm vor. daß er das Gesetz nicht zugunsten FerroulS ebenso unberücksichtigt gelassen habe, wie es zugunsten AlbertS gc- schchcn sei. Redner verlangt, daß die verhafteten Bürger aus der Haft entlassen werden.(Beifall rechts und auf der äußersten Linien.) Der Präsident verliest hierauf acht Tagesordnungen. Clemenceau nimnit die von Beauquier und Modeste Leroy ein- gebrachte Tagesordnung an. in welcher das Vertrauen zu der Regierung ausgesprochen wird, daß sie dem Gesetze Achtung ver- schaffen wird. Die für eine von Angö eingebrachte Tagesordnung (in welcher festgestellt wird, daß die Regierung sich in einem politischen Widerspruch befinde) beantragte Priorität wird mit 350 gegen 230 Stimmen abgelehnt. Ebenso wird die Priorität für eine Tagesordnung Lagasse, welche den Familien der Opfer das Mitgefühl der Kammer ausspricht und erklärt, daß die Kammer darauf rechne, daß die Regierung Maßregeln zur Beruhigung ergreifen werde, mit 326 gegen 174 Stimmen ab- gelehnt. Darauf wird der erste Teil der Tagesordnung Beauquier, in welchem me Erklärungen der Regierung gebilligt werden, mit 347 gegen 22ö Stimmen angenommen. Der zweite Teil dieser Tagesordnung, in welchem das Vertrauen zu der Regierung aus- gesprochen wird, daß sie die Achtung vor dem Gesetze und die Be- ruhigung sichern wird, wird mit 324 gegen 233 Stimmen, der dritte Teil, in welchem den Opfern, Zivilisten wie Militärs, der bewegte Gruß der Kammer entboten und ausgesprochen wird, daß die Kammer auf die patriotische Mitwirkung der Bevölkerung des Südens rechne, durch Aufheben der Hände und dann die Tages- ordnung im ganzen unt 323 gegen 233 Stimmen angenommen. Die Kammcrsitzung dehnte sich bis Mitternacht aus. Paris» 29. Juni. Nach der Annahme des Vertrauensvotums durch die Kammer mit einer Mehrheit von 90 Stimmen wurde der Antrag Meunier auf Einsetzung einer parlamentarischen Kom- Mission auf Erforschung verschiedener während der Unruhen im Dunkeln gebliebener Tatbestände abgelehnt, weil Minister- Präsident Clemenceau bemerkte, daß die eingeleitete gerichtliche Untersuchung für diesen Zweck vollkommen ausreiche.— *« * Paris, 29. Juni. In Besprechung der gestrigen Abstimmungen in der Kammer sagt„Figaro", die Kammer habe recht daran gc- tan, der Regierung eine Politik der Kraft und Energie zu empfehlen. Das Blatt bedauert aber, daß gerade in diesem kriti- schen Augenblick die Regierung dazu beitrage» die Unruhe und Ver- wirrung im Lande zu steigern, indem sie für die nächste Woche den Einkommensteuergesetzentwurf auf die Tagesordnung stellt.— „Gil Blas" stellt fest, daß die Mehrheit an Stimmenzahl ge ringer geworden sei. TaS Blatt glaubt, eine unzweideutige Abstimmung würde das Kabinett in die Minderheit bringen! „Humanite" greift das Kabinett heftig an und bezeichnet die Mehrheit als eine solche, die zu allem fähig sei. .» Jedenfalls ist Clemenceau und sein Kabinett fürs erste noch einmal gerettet und der Ministerpräsident versteht es, seine „Siege" aufzubauschen, wie ja überhaupt sein Sinn fürs Theatra- lischc fast sprichwörtlich ist. Hierher gehört z. B. folgendes Telegramm: Paris, 29. Juni. Das Amtsblatt veröffentlicht eine S kanntmachnng, durch welche der Unterpräfekt von Lodeve als An- erkennung seiner anläßlich der Winzerunruhcn geleisteten hervor- ragenden(!) Dienste zum Ritter der Ehrenlegion ernannt wird. Bekanntlich war der Präfekt von der aufgeregten Volksmenge verwiindct worden, weil er sich geweigert hatte, in die Percat-Rufe gegen Clemenceau einzustimmen.-- Tie Nachrichten aus dem Süden lassen darauf schließen, daß die Spannung dort noch immer anhält. Wir registrieren nur folgende Meldung: Beziers. 29. Juni. Die Gerichtsvollzieher des ganzen 9 zirkcs haben beschlossen, keine Pfändungen mehr vorzunehmen „wegen der damit verbundenen Lebensgefahr".— Nun— der Süden ist weit, und Clemenceau ist groß, solange wenigstens, bis die Mehrheit der Kammer nicht gegen ihn ent scheidet. Und das Blättchen kann sich jetzt nur allzu leicht und allzu schnell wenden. Paris, 28. Juni. Der Senat hat das Gesetz betreffend die Unterdrückung der Weinfälschungen im ganzen angenommen.— Zum Kampf im Baugewerbe. Wenn mauUsit großartigen Berichte der Herren Arbeitgeber vom Verband der Baugeschäfte im„Lokal-Auzeiger" und anderen die Uuterstehnierintcresscn vertretenden Blättern liest, könnte man an-' nehmen, daß ihnen zum 1. Juli der Himmel voller Geigen hängt und daß an diesem Tage wieder mit Volldampf überall gearbeitet wird. Wer aber hinter die Kulissen dieses Theaters(denn weiter ist die ganze Machination nichts) gesehe» hat, der weiß, daß den Herren Arbeitgebern, voran Herrn Dr. Mielenz dem Leiter des Verbandes der Baugeschäfte und den Herren vom Vorstand denn doch böse Tage bevorstehen. Außer den im„Vorwärts" bereits veröffentlichten genauen Zahlen der Arbeits willigen sind in den letzten beiden Tagen noch 60 Mann hinzu gekommen. Ferner sind auf die in den„streng vertraulichen' Mitteilungen enthaltenen Fragen die Antworten der Arbeitgeber fast alle eingelaufen und alle klingen in den Akkord ans: „Arbeitswillige haben sich bei mir nicht gemeldet, Schlaf! gelegenheit habe ich nicht, aber ich brauche... sonndsoviel Mann Per 1. Juli, denn ihr habt mir doch versprochen am 1. Juli geht'S loS niit der Arbeit." Wo aber die Arbeiter hernehmen? Denn was sind die paar Arbeitswilligen unter so vielen l Und— was für Arbeitswillige I! Bis zum 1. Juli sind die Arbeitgeber noch seitens der Verbands leitung vertröstet und hingehalten worden. waS dann lommen wird? Ein Drittel der 500 Mitglieder des Verbandes der Baugeschäfte werden so wie so nur durch Zureden künstlich dein Verband erhalten; jedesmal, wenn sie Beiträge zahlen sollen, fluchen und fragen sie, wofür sie eigentlich bezahlen. Die kleinen Herren Arbeitgeber, die ja den„Vorwärts" lesen müssen, wenn sie wissen wollen, loaS iin Verband der Baugeschäfte vorgeht, haben nicht wenig gestaunt, als sie gelesen haben, wie den „großen Herren" Poliere al« Postengesellen zugewiesen werden und daß die Differenz der Verband der Baugeschäfte bezahlt. Nun freilich wissen sie, wofiir sie bezahlen. Wenn sie den„Vorwärts" nicht lesen würden, hätten sie vielleicht nie erfahren, wie mit ihren Beiwagen zugunsten der großen Herren geivirtschaftct wird. Daß bei der diesmalige» Bewegung im Baugewerbe der Verband der Baugeschäfte das traurigste Fiasko macht, welches er je erlebt hat. wird einzelnen Herren allmählig klar. Wenn die betreffenden Herren Arbeitgeber, welche Miiglieder des Verbandes sind, erst ein- sehen werden, daß die großen Geschäfte mit Hülfe deS Verbandes der Baugeschäfte trotz Streiks und Aussperrung istimcr noch ganz gut auf ihre Kosten kommen, während die kleinen Unternehmer langsam aber sicher zugrunde gehe»(denn vom Verband der Ba geschäfte haben sie keine Hülfe zu erlvarten), dann werden ihnen schon die Augen aufgehen und die Tage des Bestehens des Verbandes sind gezählt! � � Die Freie Vereinigung der Maurer hielt. am Sonnabcudvormittag eine Versammlung ihrer streikenden und aus- gesperrten Mitglieder ab. Gehl erstattete den Sitnationsbericht. Er führte unter anderem aus: Immer näher rückt der Tag heran, wo die Unternehmer die Bauten für Arbeitswillige öffnen, um so einen entscheidenden Schlag gegen die Streikenden zu führen. Was aber auch die Unternehmer in dieser Hinsicht beginnen mögen, es ist nicht anzunehmen, daß der Verband der Baugeschäfte als Sieger das Feld beherrschen wird. Gänzlich fehlgeschlagen ist der Versuch, durch eine Materialsperre diejenigen Unternehmer, welche bewilligt haben, am Weiterarbeiten zu hindern. Ebensowenig Erfolg hat die Bemühung nach Arbeitswilligen gehabt. Soweit bekannt ist, haben sich nur 238 Maurer als Arbeitswillige auf dem Bureau der Unter- nehmer gemeldet. Bedenkt man, daß in Berlin augenblicklich 500 Bauten stilliegen, so kann man sich vorstellen, welchen Einfluß das kleine Häuflein der Arbeitstoilligen auf die Gestaltung der Sitrta- tion haben wird. Der Gong der Bewegung wird dadurch nicht im geringsten beeinträchtigt werden. Uebrigens haben die Unieri'.ck-'r 'elber schon Bedenken gegen die Arbeitswilligen, welche im Au-- andc, namentlich in Böhmen, aufgesucht werden. Diese Elemente 'ind ja aus Berliner Bauten gar nicht zu verwenden, wenn nicht Berliner Maurer neben ihnen stehen und ihnen die nötige An- leitung geben. Da die Unternehmer ganz genau wissen, daß sie in Berlin keine nennenswerte Zahl von Arbeitswilligen finden, so uchen sie sich doch, trotz mancher Bedenken, auf etwaigen Zuzug aus Böhmen einzurichten. Sie haben im Architcktenhause eine Schule eröffnet, wo den Polieren Unterweisung in der Behandlung tschechischer Maurer erteilt werden soll. Wahrscheinlich werden die Poliere aus dieser Schule auch in der tschechischen Sprache unter» richtet werden. Sollte später einmal ein Polier mit Berliner Maurern in unverständlichen Ausdrücken reden, so kann man an» nehmen, daß das die Ergebnisse der tschechischen Bildung sind, welche ihm die Unternehmer während der Kampfzeit beibringen ließen. Im allgemeinen liegen die Tinge so, daß die Arbeiter dem 1. Juli mit vollkommener Ruhe entgegensehen können. Dieser Tag wird keine Wendung zuungunsten der Arbeiter bringen. Einen weiteren Schlag gegen die Arbeiter denken die Unternehmer mit der Grün» dung einer gelben Gewerkschaft zu führen. Auch davon ist nichts zu fürchten. Wer in Berlin arbeitswillig werden wollte, der ist es bereits. Auf weiteren Zuzug aus den Reihen der Berliner Maurer können die Unternehmer nicht rechnen. Mögen sie immerhin das Häuflein, welches ihnen zur Verfügung steht, ineistcrtreu organi» siercn, es wird ihnen nicht gelingen, damit der klassenbewußten Arbeiterorganisation den Sieg streitig zu machen.— Der Redner besprach das Ergebnis der gestern veröffentlichten Baukontrolle. Dieselbe zeigt, daß sich die Situation seit der vorhergegangenen Kontrolle weiter günstig gestaltet hat. Mehr als die Hälfte der Bauten haben bereits die b�stündige Arbeitszeit eingeführt; die allgemeine Durchsetzung derselben kann nicht mehr verhindert wer» den. Von den Mitgliedern der Freien Vereinigung der Maurer arbeiten 792 auf Bauten zu den neuen Bedingungen. 64 sind als Poliere, 21 in Fabriken beschäftigt. 274 sind krank, abgereist usw., 1964 sind als Streikende verzeichnet, 104 arbeiten als Streikbrecher, darunter sind aber eine Anzahl, die zwar zu den neuen Bedingungen aber auf einem gesperrten Bau beschäftigt sind.— Es kann nur wiederholt werden, daß die Situation für die Arbeiter durchaus günstig steht. Wenn jeder der Kämpfenden seine Schuldigkeit tut. dann wird die Bewegung ohne Zweifel mit einem Siege der Ar» bester enden. «»» In der„Neuen Welt" fand gestern vormittag eine Versammlung der streikenden und ausgesperrten Mitglieder des BauhülfSarbeiter-VerbandeS statt. Der riesige Saal war samt den Galerien gefüllt. Es waren wohl fast alle anwesend, die nicht zur selben Zeit in anderer Weise im Dienste der Bewegung tätig waren. Karl Heidemann berichtete über die Lage des Kampfes, der sich auch für die BauhülsSarbeiter wiederum günstiger gestaltet hat. In der vorigen Woche waren eS rund 4600 streikende Mitglieder, die sich zur Kontrolle meldeten, am Freitag dieser Woche waren eS nur noch 3697. nachdem inzwischen ein großer Teil zu den neuen Bedingungen in Arbeit getreten ist, während undere Berlin verlasse» haben. Die BauhülsSarbeiter haben am selben Tage wie die Maurer eine Bautenkontrolle ausgeführt. Die Feststellung deS Ergebnisses, das der Redner nun bekannt gab. war infolge der verichiedcnen Arbeitszweige. die hierbei berücksichtigt werden mußten, mit mehr Mühe verknüpft als bei den Maurern, wcShalb dt: Veröffentlichung nicht so schnell ge- schehen konnte. Die Bautenkontrolle hat ergeben, daß auf 1431 Bauten Hülfs- arbeiter tätig waren, während am selben Tage der Streik sich auf 497 Bauten erstreckte. Polizeilich inhibiert waren 7 Bauten, auf 4 Bauten konnte wegen Materialmangel nicht gearbeitet werden, auf 23 wurde den Kontrolleuren der Zutritt verweigert, und 41 standen unter Konkurs. Auf jenen 143t Bauten waren im ganzen 7998- Hülfs arbeiter.'.iätifl,-»und.-zwa»-üWI.�Ntii Bauhülfsaxbeit und 360 nüt anderer Achxst beschäfiigte�Teruer� sind in jener Zahl 'einbegriffen: 580'?lKordärbcster. Myrstublarbciter sowie 730 Putzerträger und 129 Töpferträger. Uebcr die Stundenköhne wurde folgendes festgestellt: eS hatten von 5911 Arbeitern 223 über 60 Pf.. 1370 erhielten 60 Pf.. 2009 55 Pf.. 908 50 Pf. und 434 unter 50 Pf.; von 67 Arbeitern konnte der Stundenlohn nicht er- miltelt werden. Die Arbeitszeit betrug bei 599 dieser 5911 Arbeiter »och über 10 Stunden, bei 643 Ö'/j, bei 2004 9, bei 2597 S'fa Stunden, während man bei 68 Arbeiter» nicht feststellen konnte, wie lange sie täglich arbeiten. Bewilligt sind die Forderungen der BauhülsSarbeiter auf 973 Bauten. Der Redner erklärte zum Schluß, daß die Bclvegung also keineswegs schlecht steht. Haben die Unternehmer wirklich 859 Bau- hülfSarbeitcr beisammen, die sich als Arbeitswillige gemeldet haben. so werden diese ihnen den Kohl nicht fett machen mid meist wird eS sich um Gelegenheitsarbeiter handeln, die. wenn ihnen die Sonne erst einmal auf den Pelz brennt, die Arbeit hinschmeißen. An den Mitgliedern der Organisation liegt eS nun, alles aufzubieten, damit der schöne Traum der Unternehmer zu Wasser wird.— In der Ver» sammlung wurde außerdem über die den Streikenden zu gewährenden Metszuschüsse gesprochen, die dem Statut entsprechend festgesetzt wurden. Am Dienstag wird wieder eine Versammlung der Streikenden stattfinden, um festzustellen, wie sich dann die Lage gestaltet hat. *.• Der Verein der Zimmerer hielt am Freitag in den ..Musikersäle»" eine außerordeiitlicke Generalversammlung ab, in der Theodor Fischer über die Lohnbewegung berichtete. Er er» lvähnte zunächst, daß daS vom Zimmererverband herausgegebene Flugblatt in einem Punkt zu Irrtum Veranlassung geben rounte, indem darin die Zahl der Mitglieder, über die der Verein keine Kontrolle hatte, auf 232 angegeben wurde. Das sei wohl bei der letzten gemeinsamen Feststellung vor Herausgabe des Flugblattes der Fall gewesen, jetzt seien eS jedoch nur noch 50 VereiiiSmitglieder, über die nichts ermittelt werden konnte, lieber die Situation, wie sie am Nachmittag desselben Tages gemeinsam von den Vertretern der beiden Organisationen festgestellt worden war, gibt folgende Tabelle Auskunft: Situationsbericht für die Woche vom 24. bis 29. Juni 190 7. Verein «er» band 1060 Als Streikende gemeldet...... 604 Zu den neuen Bedingungen in Arbeit ge- treten............ 1317 1950 86 1028 40 72 83 62 63 71 67 53 31 47 50 69 Abgereist Nicht ini Beruf beschäftigt..... Außerhalb de« Streikgebiets beschäftigt Selbständige und PoUcre...... Kranke und Invaliden...... Der Bewegung nicht angeschlossen.. Roch nicht ermsttelt....... Zu» fammen 1664 3267 1114 121 95 134 120 78 119 Summa 2300 4412 6712 Bei den nicht im Beruf beschäftigten handelt eS sich um solche Mitglieder, die in Fabriken, Brauereien, Theatern oder anderen Betrieben tätig sind, aber ihrer alten Berufsorganisationen treu geblieben find. Die Schluß, zahlen geben den Mitgliederbestand vom Ende deS ersten Quartals 1907 an. Die Zahl der Unternehmer, die die Forderungen bclvilligt haben, ist 560. Wie der Redner bemerkte, werde» bei den Bewillignugen häufig Schiebungen von den Untcrnchmeril gemacht. Zimmenneister, die sonst nicht genug von der Hebung des Handwerks reden können, übergeben ihre Arbeit Leuten, die wenig oder durchaus nichts davon verstehen. Wo dergleichen Schiebungen offensichilich zutage treten, werde dagegen von der Organisation Stclluiig genommen. Im übrigen sei nichts dagegen zu machen, wenn sich die Arbeitgeber solche Konkurrenz auf den Hals laden. Die arbeitenden Orgaiiijations- Mitglieder sollten aber vor allem auch darauf achten, daß die Arbeit gewissenhaft ausgeführt werde und sich nicht zu Pfuscharbeit an- treiben lassen. Sie müßten dafür sorgen, daß der Schundwirtschaft, die sich im Beruf breit zu machen suche, ein Riegel vorgeschoben werde. Daß die Zahl derer, die zu den neuen Bedingungen arbeiten, bei den Zimmerern verhältnismäßig höher ist als hei den Maurern, habe seinen Grund darin, daß meist Bauten mit viel Zimmerer- arbeit in Betracht kämen. Würden die Forderungen erst einmal bei den Bauten im Innern der Stadt bewilligt, so werde sich das Ver- hältnis stark zugunsten der Maurer und Bauarbeiter verschieben. Zum Schluß forderte der Redner die Mitglieder auf, nun in der nächsten Woche mit erneuten« Eifer alles daran zu setzen, um den Kampf bald zu einem glücklichen Ende zu führen. Ferner wurde in der Versammlung über die Mietszuschüsse be- schloffen, die den streikenden Mitgliedern in der nächsten Woche, vom 1. bis zum 6. Juli, ausgezahlt werden. Außerdem wurde beschlossen, daß alle arbeitenden Mitglieder, auch die außerhalb des Berliner Lohngebietes und die in anderen Betrieben tätigen, den täglichen Streikbeitrag von 75 Pf. zu zahlen haben, und daß die ledigen Mitglieder, soweit es noch nicht geschehen ist, jetzt das Streikgebiet zu verlassen haben.— Daß die Zahl der abgereisten Mitglieder des Vereins auch verhältnismäßig geringer ist als die des Verbandes, liegt übrigens daran, daß die Vereiusmitglieder größtenteils ver- heiratete Leute sind. Im Architektenhause � tagte gestern* eine neue General Versammlung des Verbandes der Baugeschäfte von Berlin und den Vororten. Vom Referenten, Baumeister Vahl, wurde die überraschende Mitteilung gemacht, daß der Vorstand mit dem größten hiesigen Akkord maurerverein, dem »gewerkschaftlichen Verein der Maurer Berlins", einen Tarif- vertrag auf drei Jahre abgeschlossen habe. Dieser Vertrag wird auf dem Gewerbegericht deponiert � und gilt als Grundlage für den Abschluß von Akkordverträgen. Unter dem in ihm festgesetzten Akkordsatz darf kein Mitglied des Verbandes der Baugeschäfte Arbeiter einstellen. Die Versammlung nahm diese Tatsache mit großer Beftiedigung auf. Zum Schluß wurde folgende Resolution angenommen: »Die heute im Architektenhause tagende Generalversammlung des Verbandes der Baugeschäfte begrüßt mit Freude, daß mit dem gewerk- schastlichen Verein der Äkkordmaurer Berlins ein Tarifvertrag bis zum 31. März 1910 abgeschlossen ist und ver- spricht sich ferner von der am Montag erfolgenden Oeffnung der Bauten und der Einstellung von Arbeitswilligen den besten Erfolg. Sie ist fest überzeugt, daß die Wiederaufnahme der Arbeit, wenn auch zu Anfang naturgemäß nicht mit vollem Betrieb einsetzend, die Arbeitnehmer in kurzer Zeit mehr und mehr veranlassen wird, zu den alten Bedingungen weiter zu arbeiten, zumal ein großer Teil derselben sich nur gezwungen und widerwillig dem ausgeübten Druck gefügt hat und nur auf die gebotene Gelegenheit, zu arbeiten, wartet. Sie ist fest entschlossen, den Kampf energisch fortzusetzen." Die vor Freude über den»gelungenen Coup" glänzenden Ge- sichter der VerianimlungSteilnehmer, die im Geiste schon sahen, wie die Akkordmaurer aus ihre» Bauten nach dem 1. Juli antreten, hätten sicher ein weniger befriedigendes Aussehen gehabt, wenn ihnen Herr Vahl noch die M i t g l i e d e r z a h l des»größten hiesigen Atkordmaurervereins" genannt hätte. Ob eS nicht angebracht erscheint, die Unfallstationen zu ver- mehren? Denn bisher bestand der Erfolg der Akkodarbeit meist in Hauseinstürzen, die verpfuschte Arbeit wurde dann im Lohn nochmal gemacht.__ GewerhlcbaftUchce. Wie es in einem feinen Hotel auSsiehtk Eine große Aufregung gab eS Sonnabend früh bVj Uhr in dem Hotel Bristol, Unter denLmden. Wegru.Maßriaekms eines ihrer Kollegen legten sämtliche Hoteldiener.und Gepäckträger pie Arbeit nieder. In einer Kitzung uMlVenr.-BmOcm�.mid.dev'.HoMftlver- Ivaltung der Organijativst Hainen di�kMssfstemMUtünde'lm Gast- Wirtsgewerbe zur Spräche und die Ausständigen waren sich einig, unter solckien traurigen Arbeits- und Lohnvcrhältnisien nicht mehr weiter arbeiten zu können. Sic hatten schon drei Tage vorher ihre Arbeits- und Lohnforderungen der Direktion überreicht, diese hatte aber trotz mehrmaliger Aufforderung es abgelehnt, in Verhandlung zu treten. Kennzeichnend ist es für daS feine Hotel, welche trau- rigen Mißstände dort herrschen. Ohne einen Lohn zu erhalten, haben die Hoteldiener eine tägliche Arbeitszeit von 18f,h Stunden, jeden neunten Tag eine. solche ununterbrochene von 32� Stunde». Nur die fortwährende Antreiberei, in deren Ausübung sich die diversen„Vorgesetzten" teilen, hindert die so lange Schuftenden am Umfallen und Einschlafen. Natürlich wird nicht gelitten, daß sich Hotcldiener verantworten, wenngleich sie in ihrem Rechte sind. Das beweist eine Ausführung des Direktors, der dem gemäß- regelten Hoteldiener wohl zugab, daß er recht habe, ihn aber trotz- dem entließ. Also dafür, daß der Mann sein Recht verlangt, wird er rausgeworfen. Haben die Hoteldiener einen freien Tag, so müssen sie dafür viev Mark an einen andern zahlen, welcher den Mann vertritt. Also 1460 M. pro Jahr müssen die Hoteldiener für Arbeitskräste des Hotels bezahlen. Wenn man dann weiter hört, daß der Portier des Hauses von seinen Trinkgeldern, welche er erhält, 13 000 M. an den Betrieb zahlen muß, dann kann man sich nicht wundern, daß der Portier auf alle mögliche Weise bestrebt sein mutz, möglichst viel Trink- telder zu ergattern, sei es auch auf Kosten der Hoteldiener usw. ;ie Hotcldiener müssen zwar jeden Monat ungefähr 200 M. für Krankenkassenbeiträge und Jnvalidenmarken an die Direktion zahlen, trotzdem haben dort länger beschäftigte Hoteldiener noch keine Quittungskarte darüber empfangen, daß auch wirklich für sie geklebt wird. Vielleicht prüft die Landcsversicherungsanstalt ein- mal diese Zustände. Es wäre noch viel mehr über Mißstände in diesem Hotel zu schreiben, wir wollen uns aber darauf beschränken, die bescheidenen Forderungen der Ausständigen der Oeffentlichkeit zu unterbreiten. Sie verlangen: 1. Zurücknahme der Kündigung de? gemaßregelten Kollegen, welcher vollständig ungerecht entlassen wurde. 2. Abänderung des Verhaltens des Portiers Schweigel gegenüber den Hoteldienern und Gepäckträgern. 3. Bezahlung des Reservehausdieners, welcher die Vertretung für den Beurlaubten übernimmt, durch die Hotelleitung. 4. Beschaffung eines Nacht- Hausdieners und Bezahlung desselben, damit die Nachtwachen weg- fallen. 5. Jeden zweiten Tag um 9 Uhr Feierabend und freie Ver- fügung über die freie Zeit. 6. Gehalt für die Gepäckträger mit 30 M. pro Monat für die Zeit vom 1. April bis 1. Oktober, und 75 M. pro Monat für die Zeit vom 1. Oktober bis 1. April. 7. Zuweisung von mehr Kommissionen für die Gepäckträger. ßertin und Umgegend. Zum Bäckerboykotr. Wenn verschiedene der Heeren JnnungSmeister und Milch- IsSndlcr geglaubt haben, mit Aufhebung des Streiks werde der alte Schlendrian wieder einreißen, so haben sich die Leute arg ver- rechnet. Es kann gesagt werden, die Durchführung des Boykotts ist mustergültig. Seit Veröffentlichung der Liste derjenigen Milch- und Gemüse- Händler, die nachweislich Ware aus„unbewilligken" Bäckereien beziehen, hat das Verbandsbureau der Bäcker einen derartig starken geschäftlichen Verkehr gehabt, wie kaum in den ersten Tagen des Streiks. Viele kamen, von dem einen Wunsch beseelt, so schnell wie möglich wieder in den Besitz der roten Karte und aus der„Vor- wärtS"liste herauszukommen. Von den Bäckermeistern, die sich bis- her krampfhaft geweigert haben, die Forderungen der Gesellen durch Unterschrift anzuerkennen, kommen viele schon zur Erkenntnis, daß ie ohne Kunden keine Geschäfte machen können und daß die er- sehnte Hülfe vom berühmten Arbcitgeberschutzverband ausbleibt. Einer der Herren hat ja das Entgegenkommen des Schutzverbandes in ganz besonderem Maße verspürt. Er erhielt e i n u n d- zwanzig Mark Unterstützung und verwies man ihn an die Armenkommission. Der Herr hat es vorgezogen, seine Bude zu schließen. Im Alezanderwerk, Neue Jakobstr. 6, haben die Dreher. Hobler und Fräser wegen wiederholter Abzüge die Arbeit niedergelegt. Wir ersuchen, den Zuzug fernzuhalten. Ortsverwaltung Berlin des deutschen Metallarbeiter-Verbandes. Achtung Transportarbeiter! Die Transportarbeiter(Kut- scher usw. in Spedition- und Fuhrgeschäften) in München-Gladbach stehen in einer Lohnbewegung. Der mit den Unternehmern vor zwei Jahren abgeschlossene Tarif läuft am 1. Juli d. I. ab. Seitens der unterzeichneten Organisation angebahnte Ver- Handlungen über den Neuabschlutz eines Tarifvertrages haben bis- her noch kein befriedigendes Resultat gehabt. Die Unternehmer suchen vielmehr durch Agenten und sogenannte Arbeitsnachweis- bureaus in Berlin und anderen Orten Arbeitskräfte für München- Gladbach. Wir ersuchen deshalb um Fernhaltung des Zuzuges nach München-Gladbach und bitten die arbeiterfreundliche Presse um Abdruck dieser Mitteilung. Deutscher Transportarbeiterverband. Der Zentralvorstand. Achtung, Kurschner! In der Rauchwarenzurichterei Schirmer u. Co., Weißensee, Streustr. 94—96, haben sämtliche Kollegen wegen Maßregelung eines derselben die Arbeit niedergelegt. Zuzug ist zu meiden. Verband deutscher Kürschner. Zahlstelle Berlin. Aussperrung in der schlesischen Textilindustrie. Ein neuer Kampf ist den Textilproletaricrn Schlesiens auf gezwungen worden: In LandeShut haben die Fabrikanten, nachdem die Methnerschen Weber die eingereichte Kündigung nicht zurück- gezogen haben, den Beschluß gefaßt, sämtliche Textilarbeiter z u- n ä äi st auszusperren, für alle Nichtmitglieder des Textilarbeiter- Verbandes jedoch die Betriebe offenzuhalten. Es ist allseitig bekannt. daß die Lohn- und Arbeitsbedingungen der schlesischen Textilarbeiter traurige sind. Schon im vorigen Jahre war es das Bestreben der Arbeiterschaft in LandeShut, ihre Löhne in etwas zu erhöhen. Die Bewegung brachte den Zehnstnndentag und eine geringfügige Lohn- erböhung. Wohl waren damals 15 Proz. Erhöhung versprochen worden, jedoch sind sie nie gewährt worden. Die Arbeiter glaubten den Zeitpunkt für gekommen, das Versäumte nachzuholen. Und so forderten sie denn neben einigen weniger wichtigen Sachen die Aufbesserung der Löhne um 20 Proz. in allen Betrieben am Orte. Indes es wurde jedes Zugeständnis abgelehnt. Darauf reichten die Arbeiter deS Betrkdbcs der Firma»Schlesische Leinenwerke", Abteilung Methner, die Kündigung ein. Die Unter- nehmer antworteten mit folgender Bekanntmachung: Die Massenkündigulig bei den Schlesischen Textilwerken Methner u. Frahne in'Ober-Leppersdorf ist nicht zurückgenommen worden. Gemäß den unter uns getroffenen Vereinbarungen, sowie im Einverständnis mit dem Verbände Schlesischer Textil- Industrieller, sehen wir uns daher genötigt, unserer gesamten Arbeiterschaft für Sonnabend, 13. Juli, zu kündigen. Alle diejenigen Arbeiter und Arbeiterinnen, welche nicht Mit- glieder des Deutschen Textilarbeiterverbandes sind und zu den bisherigen Bedingungen weiterarbeiten wollen, fordern wir auf, ihre Erklärung hierüber schriftlich oder mündlich in unseren Kontors abzugeben. Falls sich eine genügende Anzahl Arbeiter meldet, wird der Betrieb alsdann fortgesetzt. Die Mitglieder des Deutschen TextilarbeitcrverbandeS bleiben so lange von der Arbeit ausgeschlossen, bis die Massenknndigung bei der Firma Schlesische Textillverke Methner u. Frahne zurück- genommen ist. ,. Unterzeichnet ist. das Opus von sämtlichen LapdeShuter Firmen. Dt« Berliner Ärbeiterschäft dürfte e» besonders tnterefsicrcn, doh auch die Firma F. B. Grünfeld zu den aussperrenden Firmen gishort. Der Arbeiterschaft war also der Fehdehandschuh hinge- warfen. Sie hat ihn aufgenommen. In mächtigen überfüllten Ver- sammlungen, die am Freitagabend stattfanden, wurde be- schloffen, die Kündigung aufrecht zu erhalten. Der Streik der Methnerschen Weber wird schon am nächsten Montag perfekt, während die Aussperrung erst am 13. Juli in Kraft treten soll, wenn nicht mittlerweile eine Einigung aus der Basis annehm- barer Zugeständnisse erreicht wird. Erhebungen haben ergeben, daß der Durchschnittslohn der Methnerschen Weber und Weberinnen 10,30 Mark bettug. Es wäre ihnen also wohl eine Er- höhung zu wünschen. Falls die angedrohte Aussperrung lvahr gemacht wird, kommen für dieselbe zirka drei- tausend Arbeiter und Arbeiterinnen in Be- t r a ch t. Der Kampf tvird sicher ein schwerer Iverden. Früher haben sich die Fabrikanten auf russische Arbeiter, besonders solche aus Lodz verlassen, jedoch dürfte ihnen das diesmal nicht gelingen. Die Arbeiterpresse, besonders auch die österreichische, wird ersticht, von Vorstehendem Notiz zu nehmen. VeutlcKes Reich. Zur Aussperrung auf dem Schwarzwald.- Am 25. fand ein Generalappell statt, der von allen nicht auf Posten stehenden Ausgesperrten und Streikenden besucht war. Bezirksleiter Vorhölzer gab den Situationsbericht. Danach ergibt sich, daß am 25. die Aussperrung folgendes Bild zeigt: Es sind aus- gesperrt 1306 Arbeiter und Arbeiterinnen mit 952 Kinder. Ab- gereist sind bis heute auf dem Schwarzwald insgesamt etwas über 250 Arbeiter. Vorhölzer beleuchtete die krampfhaften Anstrengungen der aussperrungslustigen Arbeitgeber, die mit allen Mitteln ver- suchen, diejenigen Leute, die sie sehr nötig gebrauchten, wieder zu ge- Winnen. Der Referent ging dann weiter ein auf eine in Villingen am Vormittag stattgefundene Gcwcrbegerichtsverhandlung. Dort hatten die Kollegen die Firma C. Werner wegen den ausge- stellten Zeugnissen verklagt. Im Verläufe der Verteidigung ent- schlüpfte nun Herrn Werner folgendes„reizende" Geständnis: „Es ist ja ganz gleich, ob die Leute solche oder andere Zeug- nisse haben. Die Arbeiter stehen alle auf der schwarzen Liste, die überall hin versandt wurde und welche die genauen Namen der Arbeiter, wie die der sie vorher beschäftigenden Firmen enthalte und wenn da gesagt werde, ein Arbeiter habe in Nürnberg leine Arbeit wegen des Zeugnisses erhalten, so sage er, der Arbeiter kann noch wochenlang in Nürnberg oder in Zürich oder sonstwo um Arbeit nachfragen, er wird keine Arbeit bekommen." Das Gleiche bestätigte auch der als Zeuge anwesende Kom- merzienrat Bürk, der zweite Vorsitzende des ArbeitgeberverbandeS, der sagte: „Er(der Arbeiter) braucht keine Karte, er kriegt auch so keine Arbeit, er mag hinkommen, wohin er will." Vorhölzer wies nun weiter darauf hin, daß diese beiden Herren beim Arbeitgebcrverband mit der offenherzigen Erklärung wohl keine große Freude hervorrufen dürften, denn ebenso wie im Pro- zeß Thomas u. Keyling in Berlin und in verschiedenen anderen Prozessen, dürften hier die Schadenersatzansprüche der Arbeiter an den Arbeitgeberverband eine ziemlich heilsame Lektion für die Zu- kunft bilden. Weiter kam im Appell zur Sprache, daß der ZentrumSabge- ordnete Andre sich bemühe zu vermitteln. Die Versammlung war der Ansicht, daß sie dagegen gar nichts habe, wenn irgend eine Privatperson versuche, den Frieden herbeizuführen, aber sie war auch der Meinung, daß es unstreitig am Platze gewesen wäre, sich erst an zuständiger Stelle zu erkundigen, um so mehr, da über die eigentliche Ursache des Kampfes, den Streik bei Jäckle, dem Herrn Andre wohl jede Information abgehen dürfe. Zum Schlüsse wurden noch einige heitere Vorkommnisse erwähnt. So hatte ein Fabrikant an die vor dem Tore stehenden Streikenden das naive Ansinnen gestellt, doch aus einige Stunden reinzukommen und etwas Arbeit fertig zu machen, daß seine anderen Arbeiter weiter arbeiten können. Ein anderer gab seinen Leuten die Papiere nicht, mit dem Hinweis, daß die Sache nicht lange dauern könne, denn er könne doch nicht ein paar Wochen lang zumachen. Die Arbeiter selbst verhalten sich musterhaft und sehen der kommenden Zeit mit aller Ruhe entgegen. Zuzug ist streng fernzuhalten. Streik der Seeleute. Das Organ der Seeleute veröffentlicht einen Aufruf, in dem es zum Schluß heißt: Wir bezweifeln es nicht, daß dieser Riesenkampf nach allen Seiten tiefe Wunden schlägt, wir verkennen nicht, daß unter dem Streik Sonder- und Allgemeininteressen ungeheuer leiden. Deutsch- lands Seeleute sind nicht schuld daran, Deutschlands Seeleute lehnen auch für die Folgezeit jede Verantwortung ab, mag der Kampf dauern wie lange er will, mag alles drunter und drüber gehen. Offen und ehrlich strecken die streikenden Seeleute den Reedern die Friedenshand entgegen, als ehrliche Vermittler stehen unsre Führer zwischen Reedern und streikenden Seeleuten. Wollen die Reeder den Frieden, mögen sie den streikenden Seeleuten und ihrer Organisation die Möglichkeit zu einem für beide Teile ehren- vollen Frieden bieten. Bis dahin heißt für Deutschlands Seeleute die Parole: Kampf bis zum äußersten! Ausharren im Streik! Seeleute! Leidensbrüder! Eure heiligste Pflicht ist nunmehr die weitere andauernde Stärkung des Seemannsverbandes. Be- geisternd und anfeuernd müßt Ihr auf die noch lässigen und denk. faulen Kameraden einwirken und sie für den Verband gewinnen. Währnd und nach dem Streik darf uns kein Opfer für die Orga- nisation zu hoch sein. Zahlt Eure laufenden Beiträge, klebt die Strcikfondsinarken, füllt so unsere Kassen für die späteren Kämpfe. Der Kampf der Gegenwart wird seinen Sieg in der Zukunft feiern, wenn der Sccmannsvcrband stark bleibt und stärker wird. Von seinem Einfluß hängt Eure zukünftige Lebenslage ab. Tie Lohnbewegung der bei Jnnungsmeistern beschäftigten Schmiede von Magdeburg ist zugunsten der Gesellen beendet worden. Der von dem Jnnungsvorstand und Gesellenausschuß unter Beisein des Organisationsvertreters Kaulfuß ausgearbeitete Tarif mit zweijähriger Gültigkeit, welcher unter anderem Stunden- löhne von 33 bis 50 Pf. Vorsicht, wurde am Mittwoch, den 23. Juni. beiderseitig angenommen. Ein Teil der Fuhrgeschäfte hat sich bereit erklärt, die gleichen Löhne zahlen zu wollen. Ter Schmiedestreik in Stuttgart ist nach zehntägiger Dauer zugunsten der Gehülfen beigelegt. Durch Vermittelung des Stadt- sekretärs Dr. Ludwig ist mit der Schmiedeinnung ein zweijähriger Tarifvertrag abgeschlossen worden. Die tägliche Arbeitszeit be- trägt 9% Stunden, vom 1. Juli 1908 ab 9% Stunden. Die Minimallöhne bewegen sich zwischen 35, 44 und 52 Pf. für Jung-, Be- schlag- und Bank- und Fcuerschmiede. Die Sperre über Stuttgart ist somit aufgehoben. Streik der Steinarbciter beendet. Seit 8 Wochen standen in den schlesischen Orten Ströbel und Strehlen zirka 700 Stein- arbeiter wegen Nichtanerkennung des eingereichten Lohntarifs im Streik. Am 27. Juni nun wurde der Kampf durch Vermittelung des Gewcrberats Herrn Dr. Jungk(Schweidnitz) beigelegt. Eine Firma hat bereits Lohnzulagcn bewilligt, die anderen dagegen ver- pflichteten sich, innerhalb 14 Tagen mir den Arbeitern zu verhan» dein und ebenfalls Lohnzulagen zu gewähren. Der Streik der schlesischen Granitarbcitcr hat insofern für die Allgemeinheit ein erhöhtes Interesse, weil sich der Terrorismus der Unternehmer in brutaler Form zeigte. Die Steinbruchmagnaten haben nämlich durch den Gerichtsvollzieher kurzerhand die Leute aus den Werks- Wohnungen exmittieren lassen. Arbeiter, die im voraus ihre Miete entrichteten, wurden aus den Baracken geworfen, trotzdem ein Teil der Miete noch nicht abgewohnt war; der Mietsvertrag lautet ja, wer das Arbeitsverhältnis löst, Hat die Wohnung.au r a u. IN e II. Als am 27. Juni der Streik mit teilweifem Erfolg abgebrochen wurde, konstatierte die Streikleitung, daß weit über 300 Steinarbeiter abgereist sind und die Unternehmer nicht im entferntesten in der Lage sind, darauf rechnen zu können, daß dieser Arbeiterstamm wieder zurückkehren würde. Der Verbandsvertreter Staudinger führte in der Schluß- Versammlung aus, einen so hartnäckigen Kampf hat der Stein- arbciterverband noch nicht zu bestehen gehabt, ein so selbstherrliches Unternehmertum habe er in seinem Berufe noch nirgends gefunden. Die Organisation der Arbeiter zu sprengen gelang nicht. Dem Verbände ist nicht ein Mann untreu geworden; es herrschte helle Begeisterung unter den Streikenden, als der Kampf beendet wurde. Die sozialpolitischen Wohltaten der schlesischen Granit- industriellen werden bei passender Gelegenheit an anderer Stelle eingehend beleuchtet werden. Kiel, 29. Juni. Auf der Kruppschen Germaniawerft wurden heute vormittag 99 Prozent der Gesamtarbeiterschaft, d. h. 2793 Mann, entlassen, weil seit Montag 200 Nieter wegen Maßregelung eines Kollegen streiken und Verhandlungen ergebnislos waren. Husland. Streik der Elektrizitätsarbeiter. Prag, 28. Juni. Die Arbeiter der Elektrischen Zentrale, die von dem Verwaltungsrat gewisse Begünstigungen erreichen wollten. stellten gegen abend plötzlich die Arbeit ein, sodaß der Verkehr auf etwa anderthalb Stunden unterbrochen wurde. Mit Hülfe der Rcservekräfte, der Ingenieure und des übrigen technischen Pcrso, nals konnte der Verkehr wieder aufgenommen werden» eingegangene DrucKfdrnften. Die Unfallversicherung von Dr. Hitze und H. Dteck. 80 Pf. Verla» Zentealstellc des VolksoereinS für das kalh. Deutschland. M-EIadbach Die deutsche Frau um die Jahrhundertwende. 163 Seiten von E. Gnauck-Kühne, geh. 3.50 M., geb. 4,25 M. Verlag O. Liebmann. Berlin W. 57. Werde gesund! Zeitschrist sür Volksgesundheitspflege. Heft 6. Heraus. gegeben von Dr. G. Liebe. Monatlich ein Hcst. Viertelj. 75 Vi. Bcrlaa Th. Krische in Erlangem_* Letzte jVaebriebten und Dcpclcbca Arbeitswillige töte» in„berechtigter Notwehr". Dessau, 29. Juni.(Privatdepesche des„Vorwärts".) DaS Schwurgericht in Dessau sprach heute den Arbeitswilligen B u s ch o l t e, der in Nienburg während des Formerstrciks den Arbeiter Höppner erschoß, von der Anklage des Totschlages frei, weil er nach Ansicht des Gerichts in berechtigter Notwehr gehandelt habe. Der Staatsanwalt beantragte für erlittene Untersuchnngshaft Entschädigung. Truppentransport für Afrika. Hamburg, 29. Juni.(W. T. B.) Heute nachmittag ging detz Dampfer„Feldmarschall" der Ostafrikalinie mit einem Ab. lösupgstransport von 7 Offizieren und 147 Unteroffizieren und Mannschaften nach Afrika ab. Ter„kranke Mann" wird bockbeinig. Frankfurt a. M.. 30. Juni.(W. T. B.) Wie die„Franko furter Zeitung" aus Konstantinopel meldet, seien die gemeinsamen Vorstellungen der Grostmächte bei der Pforte, um die Zurück. ziehung der Bestimmung betreffend die Erhebung eines erhöhten Zolles herbeizuführen, ergebnislos verlaufen. Heute herrsche auf den Zollämtern und in Handelskreisen große Verwirrung, da die Zollbehörde die Auslieferung der Waren selbst gegen Zahlung eines elfprozentigen Zolles verweigere. »den keine Geschäfte machen tonnen und daß die er» noch einige heitere Vorkommnisse erwähnt,(so hatte ein Fabrikant elfprozentigen Zolles verweigere. Lerantw. Redakteur: Hans Weber, Berlin. Inseratenteil verant»,: I>. Blecke, Berlin. Druck u. Perlag: Vorwärts Buchdr.u. PcrlagsanMI Paul Singer Lc Co., Berlin 5 W. Hierzu 4 Beilagen, Ir. 150. 24. I ßriliije Ks jMiiiiitte" Kllim KIksdlÄ Somtaz, ZS. Zmi IM. vs; zweite Meitecheim Ajens. - Aus Wien wird uns geschrieben': Mit einer einfach würdigen Feier wurde kürzlich das zweite Ukbeiterheim Wiens, das Ottakringer Arbeiterheim, seiner Bestimmung übergeben. Es ist ein Riesenwerk, das die Ottakringer da draußen hart an der Schmelz errichtet haben, und wer die Ottakringer nicht kennt, dem mag bange werden, ob diese Festung, die zugleich 10 000 Mann bergen kann, immer genug Besatzung haben wird. Wer aber weiß, daß in Ottakring jene proletarischen Regimenter daheim sind, die sich Genossen Schuh- meier zum Generalissimus erwählt haben, der weiß auch, daß das neue Riesenheim heute schon eine uneinnehmbare Feste ist, die stolzeste Feste des Wiener Proletariats. Das im Süden Wiens stehende proletarische Armeekorps Favoriten ist den Ottakringern vorangegangen. Sechs Jahre sind es her, seit dort das erste Heim der Wiener Arbeiter eröffnet wurde. Sie haben es lieb gewonnen und es ist so mit der Wiener und österreichischen Parteigeschichte verwachsen, als stünde es schon Jahrzehnte. So groß es ist und solche Massen eS auch aufnehmen kann, gegenüber der Arbeiterburg im Westen erscheint es klein. Die Ottakringer hatten von je Kurage und so fanden sie auch den Mut zu diesem Riesenunternehmen, das eigentlich kein Heim, son- dern eine sozialdemokratische Siedelung ist. Außer dem eigentlichen S a a l b a u, der 4 Geschoße über der Erde und drei unter ihr hat und der neben dem 2000 Menschen fassenden Hauptsaal noch für vierzehn kleinere Säle(darunter etliche mit einem Fassungsraum von mehr als 500 Personen) Raum bietet, haben die Ottakringer nämlich noch 5 Wohnhäuser gestellt, in denen die Restauration, das Cafe, die Filiale des Konsumvereins und die Filiale der„Arbeiterzeitung" Platz finden, und außerdFN 42 modern eingerichtete Mu st erwohnungen, die auch den Proletarier zu einem höheren Wohnungsbedürfnis hinleiten und dadurch zugleich erzieherisch wirken auf die Grundspekulanten Wiens, die die Not des Volkes nutzend, gemeinsten Wucher mit Luft und Licht treiben. Von der barocken Fassade dbS Saalbaus grüßen uns außer alle- gorischen Verkörperungen, die uns sagen, welchen Zwecken das Haus dient, zwei Kraftworte unserer Vorkampfer Marx und Lassalle. Zur Rechten:«Proletarier aller Länder vereinigt euch!"; zur Linken:«Die Arbeiter sind der Fels, auf dem die Kirche der Zu kunft erbaut werden soll." Die Wand über dem hohen Mittelfenster zeigt das überlebensgroße Relief von Marx. Durch eine der fünf mächtigen Pforten, die ins Parterre führen, betreten wir das licht- durchflutete Foyer, und von diesem gelangen wir in die Garderobe in der für 2000 Gäste vorgesorgt ist. Ueber zwei breite Treppen kommen wir in das erste Stockwerk und damit in das Parterre des Fcstsaales. Wieder vermitteln uns fünf mächtige Pforten den Eintritt in den Saal. Ein Riesensaal, dessen Wände in kühnem Bogen bis zu einer Höhe von 14 Metern steigen, weiß in weiß dekoriert. Das Parterre ist 32 Meter lang und 25 Meter breit und vermag 1400 bequem sitzende Besucher zu fassen. Die Stirnseite des SaalcS ist von einer veritablcn Theaterbühne eingenommen. Es ist vorgesorgt, daß sowohl die vorhandene Unterbühne ausreichend eingerichtet, als auch ein Schnürboden eingebaut werden kann. In nicht allzuferner Zeit werden ja auch die Ottakringer gleich den Favoritcnern ihr Ar> beiterheim-Theater haben. In Stockhöhe über dem Par terre wölbt sich in kühnem Schwung eine Galerie 2% Meter weit in den Saal hinein. Sie faßt 400 Personen. Der Teil der Galerie, der über der Garderobe und dem Foyer liegt, wurde zu einem Mittelsaal und zu 2 kleineren Sälen verwendet, die bescheiden ge� nug den Titel„Erkerzimmer" führen. Trotzdem die Galerie nicht ansteigend gebaut ist, kann man auch von der zweiten Tischrcihe aus, sitzend, alle Vorgänge auf der Bühne beobachten. Die anschließen den 3 Säle über dem Foyer sind durch umklappbare Wände mit der Galerie so verbunden, daß sie jederzeit mit ihr in einen Saal ver- einigt werden können. Diese Räume dazugerechnet, hat auch die Galerie für 1000 Menschen Play. Im dritten Stockwerk ist ein Saal für Musik- und Gesangproben vorgesehen, soweit abgelegen von den übrigen Räumen des Hauses, daß eine gegenseitige Störung ausgeschlossen erscheint. Ueber der hier sichtbaren Eiscnkonstruk tion der Decke, die nur durch einen mächtigen Ventilationsluftschacht durchbrochen ist, baut sich ein zweiter Bogen von miteinander ver- bundenen Eisensparren auf. Er ist notwendig gewesen, um die Spannung zwischen der Höhe und Breite des Eisengerippes, aus dem der Saalbau besteht, auszugleichen. Aber noch sind wir nicht auf der höchsten Höhe des Baues. Einige Stufen führen uns mitten durch die Konstruktion ins Freie auf eine Terasse, von der aus sich dem Beschauer ein einzig schönes Bild darbietet. Zu Füßen das qualmende, nimmerrastende Ottakring der Arbeit mit seinen 100 Wahrzeichen industriellen Fleißes, mit seinen grau in grau erscheinenden Steinhaufen, die den Zehntauscndcn, die hier fleißig schaffen, als Wohnstätten dienen; aber darüber hinaus fliegt der Blick in weite Fernen; er umspannt vom Kahlenberg an die ganze grüne Kette des Wienerwaldes, er fliegt über die Praterauen hin- über in die Kornkammer Niederösterreichts, in das Marchfcld und darüber hinaus bis zu den kleinen Karpathen in Ungarn. Vor allem aber umspannt er den„roten Wald- und Wiesengürtel". den, wie bei der Einweihungsfeier Genosse Schuhmeier sagte, die Wiener Proletarier geschaffen haben, ehe noch der Herr Bürger- meister seinen grünen Gürtel um Wien legen konnte. So grüßt uns von dieser roten Warte über dem roten Ziegeldach deS Arbeiterheims. wohin wir blicken, in weitem Umkreis, das proletarische Wien. Von dieser hohen Zinne der Arbciterburg steigen wir dort hinab, wo dieses Heim des Lichts am finstersten ist: Zehn Meter unter die Erde. Dort haben die Ottakringer Bauherren eine ganze Wetterführung, wie für ein Bergwerk gedacht, angebracht, um den Tausenden, die im Saale vereinigt sind, stets frische Luft und im Winter auch erwärmte Luft zuführen zu können. Unter der Musikestrade im Garten, der, an die linke Saalfront an- schließend, wieder seine tausend Personen faßt, ist ein mächtiger L u f t s ch a ch t abgetäuft, durch den die heiße Luft in einen breiten Stollen geleitet wird. Am Ende des Stollens nimmt ein Filtrierapparat die frische Luft auf und leitet sie zu einem elektrisch betriebenen F l ü g e l v e n t i l a t o r, der die Luft durch ein im Winter erwärmtes Heizkammernfhstem treibt und von hier bereits erwärmt durch sechs Kanäle in die Unter- bühne. Im Sommer wird die in den Kellerräumen natürlich gekühlte Luft durch die Unterbühne in den Saal gepreßt. Die schlechte Luft streicht durch den in die Saaldecke eingelassenen Schacht ab. Außer dieser wirklich grandiosen Ventilationsanlage finden wir in den drei Untergeschossen noch das Pumpwerk der Nutzwasseranlage, das Kesselhaus Mit dem Warmwasserapparat, eine Kegelbahn, vier zusammen- faßbare und in dieser Form als Volkskeller gedachte Säle, einen Vortrags s aal. zwei Klubzimmer, einen Bier- und Eiskeller mit Bieraufzug, einen Kohlen- und einen Wein- keller. Im Parterre des Saalbaues hinter der Garderobe sind noch zwei große Säle, die auch in einen vereint werden können, an- geordnet, dahinter ein breiter Gang, der die Anrichtetische der Küche aufnimmt, und hinter ihm die wieder in Riesenmaßen ge- haltene Küche, von der aus die Vieltausend Hungrigen gespeist werden sollen, die in diesem größten Wirtshaus Wiens Einkehr halten. Daß der Wirt den Durst der Ottakringer nicht gering einschätzt, bewies er dadurch, daß er sechstausend Halbliter- gläser und zweitausend Seidelgläser(0,3 Liter) auf den Stellagen reihte. Noch eine Ziffer für die Größe des Heims: Zum In- ventar gehören 5500 Stühle und 690 Tische. Die Wohnhäuser unterscheiden sich durch ihre in bezug auf Hygiene und Komfort mustergültigen Einrichtungen wohl- tuend von den Zinsburgen Ottakrings. Zu jeder Wohnung gc- hört ein Baderaum mit Warm- und Kaltwasser- Zuleitung und mit Dusche, ein eigener Abort(viele tausend Wiener Wohnungen entbehren noch dieser selbstverständlichen Zu- gäbe), eine Warm- und Hochquellwasserleitung in der Küche, und was am höchsten einzuschätzen ist, ein Staub- saugeauslauf, mit dessen Hülfe jederzeit die gründlichste Wohnungsreinigung besorgt, den Proletarierfrauen namentlich aber das gesundheitsschädliche und gefährliche Teppichklopfcn erspart werden kann. Gleich dem Saalbau haben auch die Wohnhäuser Zentralheizung, eine Einrichtung, die bislang in Wien nur in den Häusern der Besitzenden anzutreffen ist. Zu den meisten Wohnungen gehören auch kleine Ba Ikone, deren Brüstungen in frischem Blütenschmuck prangend, den Hoffronten des Gartens Belebung und Schönheit geben. So haben sich denn die Ottakringer als ebenso einsichtige wie weit ausschauende Bauherren erwiesen, und ihr Stolz, der am Eröffnungstage in der Dekoration der Fassade in den Worten: „Aus eigener Kraft" seinen Ausdruck fand, ist berechtigt. Ihr Werk ist wohlgelungen und nach den sauren Wochen harter Arbeit mögen sie nun frohe Feste feiern; das Proletariat Wiens und Oesterreichs und wohl auch die Brüder über der Grenze feiern sie im Gedanken und Herzen mit ihnen. Max Winter. SitKerllnerüetverliichsfttoi'gsnssstionen Im latzre 1906. Die Berliner Gewerkschaftskommission hat soeben ihren Jahresbericht herausgegeben. Daß der Bericht in diesem Jahre etwas später erscheint als es sonst üblich ist, wird mit Hinweis auf die Reichstagswahlen und mit Bureauverlegung der Kommiß sion entschuldigt. Der Bericht gibt ein anschauliches Bild von den Berliner Gewerkschaften, über ihre Tätigkeit zur Erringung einer besseren Lebenshaltung für ihre Mitglieder. Das Jahr 1906 kann wieder als ein Kampfjahr im vollsten Sinne des Wortes verzeichnet werden. Leider finden die Z e r splitterungsve�r suche einzelner Personen zum Schaden der allgemeinen Gewerkschaftsorganisation unter den Ar- beitern immer noch Anklang. So entnehmen wir dem Bericht, daß sich ein beträchtlicher Teil der Branche der Rohrleger vom Deutschen Metallarbeiterverband abgezweigt hat und sich mit an deren Sonderbündlern des Metallgewerbes zu einer„eigenen Or ganisation" verbunden hat. Solche Erscheinungen sind im Jnter- esse der allgemeinen Gewerkschaftsorganisation sehr zu bedauern Trotzdem hat sich der A u f st i e g der Berliner Organisationen auch im Jahre 1906 weiter vollzogen. Die Zahl der gewerkschaft lich organisierten Arbeiter Berlins betrug am 31. Dezember 1906 252 069 gegen 224 277 im Jahre 1905. Das ist rund gerechnet im Berichtsjahr eine Zunahme von 28 000 Personen. Damit ist die erste Viertelmillion Mitglieder der der Berliner Gewerkschafts- kommission angeschlossenen Zentralverbände überschritten. Hoffen wir, daß sich die Zahl in noch erheblicherer Weise für die nächste Zeit weiter vermehrt. Eins verdient besonders hervorgehoben zu werden. Ein Teil der„Lokal-Organisationen", welche bisher der Berliner Ge- Werkschaftskommission angeschlossen waren, hat sich von der Not- wendigkeit einer geschlossenen Phalanx der Arbeiter überzeugt und den Anschluß an die bestehenden Zcntralverbände vollzogen. Trotz der Zunahme an Mitgliedern im allgemeinen haben den- noch 17 Gewerkschaften— die Formstecher, Glasarbeiter, Hafen- arbciter, HandlungSgehülfcn, Straßenkehrer, Handschuhmacher, Konditoren, Weitzgerber» Chemigraphen, Kupferdrucker, Mühlen- arbciter, Photographen, Schmiede, Stukkateure, Textilarbeiter, Wäschcarbeitcr und Tylographen— einen Rückgang an Mitglie- dern zu verzeichnen. Worin diese unangenehme Tatsache ihren Ursprung hat, ist nicht angegeben. Die Zahl der weiblichen Ge- werkschaftsmitglicder beträgt rund gerechnet 20 000; hiervon cnt- fallen auf die Buchbinder, Metallarbeiter und Wäschearbciter allein die Hälfte aller weiblichen Mitglieder. Eine auffällige Erscheinung in den Gewerkschaften bildet die enorme Fluktuation. Im Jahre 1906 wurden von allen Organi- sationen aufgenommen 121 397 Personen, davon 106 048 männliche und 14 733 weibliche. Davon sind bei den weiblichen 7445 Mit- glieder, also mehr als die Hälfte, wieder ausge- treten. Besonderes Interesse dürfte das Stärkcverhältnis der Organisationen bieten. Es haben über 20 000 Mitglieder drei Gc- werkschaften. Davon steht an erster Stelle der Deutsche Me- tallarbeiterverband mit 61 834 Mitgliedern; ihm folgt der Deutsche Holzarbeiterverband mit 27 937 und der Transport- arbeiterverband mft 22 390 Mitgliedern. Ueber 10 000 Mitglieder zählen die Bauarbeiter(11 427) und die Maurer(15 7841. Sieben Gewerkschaften zählen von 5000 bis 10000 Mitglieder» und zwar die Buchdrucker, Schneider und Schneiderinnen, uchbinder» Fabrik- und Hülfsarbeiter, Ma l e r und Gemeindearbciter. Von 1000 bis 5000 Mitglieder zählen 20 Gewerkschaften. 13 Gewerkschaften haben 500 bis 1000 Mitglieder und 19 Gewerkschaften 100 bis 500. Die Formstecher und Lagerhalter zählen unter 100 Mitglieder. Die Kämpfe der Berliner Gewerkschaften im Jahre 1906. Streiks und Aussperrungen. An 287 Angriffsstreiks waren 34 Gewerkschaften mit 22 866 organi- iertcn Personen, darunter 232 weibliche, beteiligt. Hierzu kommen noch 1415 unorganisierte Personen, so daß insgesamt 24281 Per- bncn beteiligt waren. Von den 287 Streiks entfallen auf den Holzarbeitcrverband 120 mit 3482 Beteiligten, darunter 252 unorganisierte; auf den Me- tallarbeitervetHand 39 mit 8526 Beteiligten; auf die Holzbearbeitungsmaschinenarbeiter 82 mit 207 Beteiligten; auf den Transport- arbeiterverband 31 mit 2779 Organisierten, darunter 26 weibliche; hinzu kommen noch 853 Unorganisierte, darunter 8 weibliche, so daß 3632 Personen beteiligt waren; auf die Schmiede 11 mit 434 Beteiligten, darunter 62 unorganisierte Arbciter. Die h ö ch st e Dauer der Streiks im Durchschnitt haben die Fabrik- und Hülfsarbeiter mit 83,5 Tagen, die n i e d r i g st e mit 1 Tag die Steinarbeiter, Steindrucker und Handschuhmacher. Die Gewerkschaften der Glaser. Hutmacher, Metallarbeiter, Schneider und Schuhmacher haben während der Streiks auch die unorgani- sierten Arbeiter unterstützt. Die Forderungen der Arbeiter an die Unternehmer waren: in 13 Fällen Verkürzung der Arbeitszeit; in 149 Fällen Lohn- erhöhung; in 60 Fällen Verkürzung der Arbeitszeit und Lohn» erhöhung; in 30 Fällen Einführung eines Tarifes; in 11 Fällen Erfüllung tariflicher Vereinbarungen; in 15 Fällen Beseitigung mißliebiger Personen; in 5 Fällen Einführung der Arbeiterschutz- bcstimmungen und in einigen Fällen sonstige Forderungen der Ge» werkschaften. Von den 287 A n g r i f f s st r e i k s endeten für die Arbciter mit einem vollen Erfolg 183; mit einem teil- weisen Erfolg 49. Erfolglos waren 53 Streiks, während 1 Streik am Jahresschluß noch nicht beendet war. Die Kosten der Unterstützung der AngriffSstreils(inkl. der Unorganisierten) haben 646 421,93 M. betragen. Abwehrstreiks bczw. Aussperrungen hatten 34 Gewerkschaften mit 30 094 Beteiligten zu bestehen; hinzukommen noch 490Unorga- nisierte, so daß die Gesamtzahl der Ausgesperrten 30 584 beträgt. Davon entfallen auf die Transportarbeiter 65 Aussperrungen mit 176 Personen, auf die Marmorarbciter 41 mit 59 Beteiligten, auf die Holzarbeiter 6 mit 2935 Beteiligten, darunter 105 Unorga- nisierte; auf die Holzbearbeitungsmaschinenarbeiter 5 mit 153 Be- teiligten; Schuhmacher 5 mit 807 Beteiligten, Schmiede 0 mit 498 Beteiligten, und Metallarbeiter 2 mit 21552 Beteiligten usw. Ursachen der Aussperrung bezw. der Abwehrstreiks waren in 9 Fällen Austritt aus der Organisation; in 35 Fällen Maßrege- lung; in 58 Fällen Lohnreduktion; in 7 Fällen Verlängerung der Arbeitszeit; in 24 Fällen Nichteinhaltcn der Arbeitsbedingungen; in 3 Fällen Einführung einer Fabrikordnung; in 3 Fällen schlechte Behandlung der Arbeiter und in 13 Fällen andere Ursachen. Die höchste Zahl— im Durchschnitt— der Tage bei der Aussper- rung hatten die Buchbinder mit 83,5; die niedrigste die Bauarbeiter mit 3 zu verzeichnen. Die Hutmacher, die Buchdruckereihülfsarbeiter waren je 1 Tag von der Aussperrung betroffen. Bei der Aus- sperrung haben 8 beteiligte Gewerkschaften auch die Nichtorgani- sierten unterstützt. In 90 Fällen wurde die Aussperrung mit vollem Erfolg, in 27 Fällen mit t e i l w c i s e m Erfolg für die Arbeiter beendet, und nur in 56 Fällen mußte der Kampf als aussichtslos für die Arbeiter aufgegeben werden. In 9 Fällen war die Aussper- rung am 31. Dezember 1906 noch nicht beendet. Die Kosten der Unterstützung an die Ausgesperrten(inkl. der Nichtorganisierten) � haben 827 029,52 M. betragen. Insgesamt waren die Berliner Gewerkschaften in 43 Berufen mit 53 450 Mitgliedern an 469 Kämpfen um Erringung besserer Lohn- und Arbeitsbedingungen beteiligt. Von diesen wurden 267 gleich 54,60 Proz. mit einem vollen, 79 gleich 16,15 Proz. mit einem teilweise n Erfolg für die Arbeiter beendet. Nur III gleich 22,70.Proz.. sind für die Arbeiter ohne Erfolg verlaufen. Bon 11 Kämpfen konnte das Resultat am Jahresschluß noch nicht festgestellt werden, da dieselben noch nicht beendet waren. Insgesamt verursachten die Kämpfe den Gewerkschaften 1474 471,03 M., fast 1% Million Mark Kosten. Der Verlust an entgangenem Arbeitsverdienst für die Beteiligten beträgt— nach den Durchschnittslöhnen der einzelnen Berufe berechnet— 2 483 304,80 M. Die bedeutendsten Kämpfe hatten die Metall» und Holzarbeiter zu führen. Die Gesamteinnahme aller Gewerkschaften hat lm Berichts- jähr 9 545 857,62 M. betragen, d. i. rund gerechnet gegen das Vor- jähr(6 548 788,65 M.) 3 Millionen Mark mehr; die Ge- samtausgabe hat 7 545 103,95 M.— gegen das Vorjahr 1� Million Mark mehr— betragen. An Kassenbestand hatten am 31. Dezember 1906 die gesamten Berliner Gewerkschaften 2 065 865,49 M. Die Ausgaben für die einzelnen Positionen gestalten sich wie folgt: für Streiks wurden ausgegeben 1550 551,34 M.; für Maßregelungs- Unterstützung 224 790,64 M.; für Reiseunterstützung 55 730,30 M.; für Arbeitslosenunter st ützung 367 360,59 Mark; für Krankenunterstützung 825 422,23 M.; für Sterbegeld 82 856,45 M.z für Jnvalidenunter- st ü tz u n g 66 250,75 M.; für Rechtsschutz 75 869,32 M. und für besondere Unterstützungen 118 161,23 M. Diese Zahlen zeigen, wie die Berliner Gewerkschaften auf allen Gebieten für ihre Mitglieder in sozialer Beziehung wirken. Indessen die Ziffern beweisen auch, daß die Gewerkschaften ihre vornehmste Aufgabe darin gesetzt haben, die Lohn- und Ar» beitsverhältnisse zu verbessern, um ihren Mitglie- dern eine günstigere Lebenshaltung zu schaffen. Allein für diese Aufgabe haben die Gewerkschaften 1 Million und 550 551,34 M. aufgewendet. Damit ist die„Mär", daß die Zcn- tralverbände keine Kampfesorganisationcn find, wohl genügend widerlegt. Die Berliner Gewerkschaften können mit Genugtuung auf ihre Erfolge und die gesamte Entwickclung der Organisationen im Jahre 1906 zurückblicken. Hoffen wir, daß der Aufstieg sich in derselben Weise auch im Jahre 1907 vollzieht. Die Gewerkschaften stehen erst am Anfang der Kämpfe, indessen sie sind auf dem rechwn Wege, sich zu einer Macht zu entfalten. Zu einer Macht, den GewerkschaftSmit- gliedern zum Schutz und den Unternehmern zum Trutz! Im 2. Teil bietet der Bericht recht Interessantes apS de« sozialen Fürsorgcgesctzcn. Etos der Partei. Ein Bild Jgimz AucrS, unseres leider zu früh berstorbennl Führers bringt in den nächsten Tagen die Buchhandlung Vorwärts, Verlin, auf den Markt. In durchaus künstlerischer Ausführung ist dasselbe nach einem der schönsten Bilder Auers hergestellt und wird allenthalben als ein hübscher, gediegener Zimmerschmuck weiteste Verbreitung finden. Wiederverkäufer mögen sich wegen Preisofferte direkt wenden an den Verlag, Buchhandlung Vorwärts, Berlin SW, Ein BolkShaus in Nürnberg. Der Volksverein in Nürnberg mchtete das der Brauerei Evora u. Meyer in Fürtb gehörige An» Wesen zmn„Historischen Hof" und wird dort eine Zentral» Herberge errichten. ES sind im ganzen zirka 60 Betten vorgesehen. die in 22 hellen Räumen untergebracht werden. In der letzten Sitzung des Polizeisenats wurde dem Bolkshqusverein die Ge- «tcljmfgimg zum Betrieve der Herverge erteilt. Am 1. Juli über- nimmt er das Anwesen. Die Herberge wird indes erst Ende Oktober eröffnet werden können. Außer den HerbergSräumlichkeiten stehen auch noch eine Anzahl Fremdenzimmer zur Verfügung und geräumige Sitzungs- und Bersammlungslokalitäten. Nnsere Toten. Ein alter, braver, grundehrlicher Parteigenosse, so schreibt das.Hamb. Echo', der Jollenführer Heinrich Breuer, ist am 27. Juni im Alter von 66 Jahren gestorben. War er auch keiner von denen, die sich im öffentlichen Leben besonders hervortun konnten— dazu fehlte ihm die Gabe der freien Rede-- so hat er doch, so lange er irgend konnte, seine Pflichten als Parteigenosse in jeder Weise voll erfüllt; sich auch durch sein freundliches, biederes Wesen jeden zum Freunde gemacht, der mit ihm in nähere Berührung kam. Größeren Kreisen bekannt wurde er dadurch, daß er das schwierige Kunststück vollführte, in der Nacht zum 36. Oktober 1833 auf dem Schornstein der Kupferschmelze auf Steinwärder eine rote Fahne aufzuhissen, was ihm eine Ge- fängnisstrafe von 14 Tagen eintrug. Möge dem braven Alten die Erde leicht sein. Der Ruin der Genfer Arbeiterbruckerei durch die Klassen- justiz. Wie ihre Genossen im Ausland bleiben auch die Arbeiter in der Schweiz vor den schlimmsten Erscheinungen des kapitalisti- schen Klassenkampfes nicht bewahrt. In Genf gründeten sie vor j 10 Jahren eine eigene Druckerei, die jetzt 18 Personen beschäftigte 'und gut prosperierte. In einem Prozesse mehrerer Dorfmatadoren von Plainporlais bei Genf wurde das in der Arbeiterbruckerei hergestellte Parteiblatt„Peuple' zu der ungeheuerlichen Zivil- entschädigung von 12 006 Fr. an die vier bürgerlichen Kläger und zur Tragung der Prozeßkosten wegen Beleidigung verurteilt und zugleich die Druckerei mit solidarisch haftbar erklärt. DaS Blatt konnte natürlich nicht zahlen, nun sollte es die Druckerei, und da sie es auch nicht konnte, wurde sie in den Konkurs getrieben und sollte am 20. Juni versteigert werden. Alle anderen Gläubiger wären mit einem Akkordement einverstanden gewesen, aber die vier„Sieger' wollen den Ruin des Arbeitergeschäftes. Zahlreiche Arbeiter kommen nun um ihre Ersparnisse, die sie der Druckerei anvertraut hatten. Der„Peuple" selbst kann freilich in seiner Existenz nicht betroffen werden, die durchaus gesichert ist. So sieht nun die Preßfreiheit für die Arbeiter in der demokratischen Schweizerrepublik aus. Noch nie ist ein bürgerliches Blatt zu einer so unsinnig hohen Entschädigung für die„beleidigte Ehre" ver- urteilt worden, und würden umgekehrt sozialdemokratische Arbeiter jene vier Herren wegen Ehrverletzung verklagt haben, diese würden entweder freigesprochen worden oder mit einer lächerlich geringen Geldbuße davon gekommen sein. Das ist die berühmte Gleichheit vor dem Gesetz im berühmten demokratischen Nechtsstaati Sozialistischer Wahlsieg bei den Stichwahlen z« den Provinzialstaaten. Die Stichwahlen am 21., 24. und 26. Juni haben sich zu einem bemerkenswerten Sieg der Partei gestaltet. Zu den 24 erstgemeldeten waren noch 4 Stichwahlen im Distrikte Schoterland gekommen. so daß jsozialdeinokratische Kandidaten sinSgesamt an 23 Stich» wählen beteiligt waren und zwar: 4 in der Provinz Süd-Holland, je einer in Dordrecht und Rotterdam und 2 in tzowey, 3 in Nord- Holland(für zwei Sitze in Amsterdam III und einen im Amsterdamer IX. Bezirk); 2 in Utrecht sim I. und II. Wahlkreis der Stadt Utrecht); an 3 in Överhsel(2 für Enschede. 1 für Markelo); an 8 in Groningen(2 in der Stadt Groningen, je 1 in den Distrikten Bedum, Appingedam, Hoogesmid, Oude-Pekela, 2 im Distrikte Winschoten); und 8 in FrieSlaud<4 in der Stadt Leeuwarden und 4 im Distrikt Schoter- land). Die Wahlen erbrachten die folgenden 13 sozialdemokrati- schen Siege: Für Friesland(wofür da? abtretende, sozialistische, aber nicht bei der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei angeschlossene Staatcnmitglied van der Zwaag bereits beim ersten Wahlgange wiedergewählt wurde) noch 5, sür Groningen 3, für Overysel 1, für Utrecht 1, für Rord-Holland 3 Sitze. Wir hatten bisher inne: In Friesland... 8 Sitze, jetzt 8, Gewinn 6 Sitze m Groningen... 1»„4,„ 3. „ Overysel»»»1„»1* n 1» « Utrecht.... 0„ ,2,„ 1, » Nord-Holland. 1„„ 4,„_ 3# Total. 6..19.. 13. Nicht allein durch den Gewinn von 13 Sitzen waren diese Stich- wählen eine bemerkenswerte Kraftäußerung der sozialdemokratischen Partei, sondern auch, weil verschiedene ganz aus eigener Kraft ge- Wonnen wurden, trotz der Unterstützung, du den liberalen Kandidaten von den klerikalen Parteien, B. in Amsterdam III und zu Enschede, geleistet wurde, während in anderen Wahlkreisen die liberalen Wähler nur teilweise die von ihren Organisationen ausgegebene Parole zur Unterstützung der sozialdemokratischen Kandidaten be- folgten. poUreUiebeg, Omehtücbca Ufa. Die Presse vor der Revisionsinstanz. Das Reichsgericht verwarf am 27. Juni die Revision des Genossen Zöllner von der „Fränkischen Tagespost' gegen das Urteil deS Schwur- gerichts Nürnberg vom 6. Februar, das ihn wegen Beleidigung, begangen durch einen Artikel„Streikjustiz" mit einer Woche Gefängnis belegte. Aus das Zeugnis des Ueierwachendcn. Das Reichsgericht ver« warf am 27. Juni die Revision des Genossen Redakteurs Z i e l k e zu Harburg gegen das Urteil des Landgerichts Harburg, das ihn wegen angeblicher Beschimpfung kirchlicher Einrichtungen mit drei Wochen Gefängnis belegte. Ersoll nach dem Zeugnis des überwachenden Beamten in einer Versammlung des sozialdemokratischen Vereins Har- bürg den unsinnigen und für einen sozialdemokratischen Redakteur ganz unmöglichen Ausspruch getan haben, die Bibel sei ein Lügenbuch. Er hat gesagt, daß sich viele Lehrer sträuben, Religionsunterricht zu erteilen, weil sie den Kindern gegenüber nicht als Lügner erscheinen wollten: DaS Landgericht aber glaubte dem Polizei- beamten.__ Huö Induftm und RandeL Kohlengewinnung im Deutschen Reiche. Der Monat Mai hat einen weiteren Rückgang der Förderung gebracht, sowohl an Stein- kohlen wie an Braunkohlen. Die Kokserzeugung erlitt keine Ein- büße. Die Herstellung von Briketts und Naßpreßsteinen zeigt eine kleine Abnahme. Die Steinkohlenförderung betrug 11 126 389 Tonnen oder rund 333 000 Tonnen weniger als im Vormonat und 447 000 Tonnen weniger als im Mai 1906. An Braunkohlen wurden 4 824 237 Tonnen gefördert oder 72 000 Tonnen weniger als iin Vormonat, dagegen 626 000 Tonnen mehr als in demselben Monat des Vorjahres. Die Kokserzeugung stellte sich auf 1 809 018 Tonnen; das bedeutet gegenüber den beiden Ver- gleichsmonaten ein Mehr von 32 000 Tonnen nnd 96 000 Tonnen. Die Maiziffer bleibt nur um etwa 4000 Tonnen hinter der vom März d. I. zurück, die einen Rekord darstellte, und ist die zweit- größte, die bisher je zu verzeichnen war. In den fünf ersten Monaten dieses Jahres betrugen nunmehr, verglichen mit dem Vorjahre, die Steinkohlenfördernng die Kokserzeugung 1906 1907 1906 1907 Tonnen 66 916 684 67997 642 8141713 8824207 die Braunkohlenförderung Briketts und Naßpreßsteine 1906 1907 1906 1907 22 683 892 24 666 864 6 814 723 6 386 634 Hiernach betrugen im laufenden Jahre bisher die Steinkohlen- sörderung 67997642 Tonnen(gegen das Vorjahr-j- 1081000 Tonnen), die Kokserzeugung 3 324207 Tonnen(4- 683 000 Tonnen), die Braunkohlenforderung 24 666 854 Tonnen(+ 2 083 000 Tonnen) und die Herstellung von Briketts und Naßpreßsteinen 6 386 634 Tonnen (ff- 670 000 Tonnen). Stellt man Einfuhr und Ausfuhr gegenüber und berechnet daraus(Förderung ff- Einfuhr— Ausfuhr) den Verbrauch, so erhalten wir folgende Ziffern: Steinkohleneinfuhr Stcinkohlenausfuhr Steinkohlenverbrauch 1906 1907 1906 1907 1906 1907 3 362 341 4 486 681 8 192 139 7 949 197 62 086 786 64 634 026 KokSeinfuhr KoksauSsiihr Koksverbrauch 1906 1907 1906 1907 1906 1907 263 864 184174 1 404 826 1 606 472 7 000762 7 602 909 Wie diese Ziffern zeigen, weist die Einfuhr von Steinkohlen eine Zunahme auf, dagegen ist die Ausfuhr zurückgegangen. Ermästigung der Zwischenbeckpreise. Die Hamburg-Amerika- Linie ermäßigte die Zwischendeckpreise von Hamburg nach New Dork am Freitag abermals um 10 M., von 150 auf 140 M. Vor etwa drei Wochen sind die Preise bereits einmal von 160 auf 150 M. herabgesetzt. Bankzusammcnbriich. Ucber den Zusammenbruch bei der Marienburger Privatbank meldet die„Elbingcr Zeitung', daß der verhaftete Bankdirektor Woelke in seinem Geständnis ausgesagt habe, daß. die Unterschlagungen und die zu erwartenden Kurs- und anderen Verluste eingerechnet, mit einem Fehlbetrage von etwa vier Millionen Mark zu rechnen sein werde. Da die Spar- einlagen bei der Marienburger Privatbank etwa 5% Millionen Mark betragen, das Aktienkapital sich aber nur auf 300 000 M. beläuft, so dürfte nach der„Elbinger Zeitung' für die Sparer nur sehr wenig übrig bleiben. Gegen den Prokuristen Schneider ist ein Haftbefehl erlassen worden. Soziales* Graf Pücklcr vor dem Reichsgericht. Am 16. März d. I. hatte sich der als geistiger Führer der Antisemiten bekannte Graf P ü ck l e r aus Klein-Tschirne vor dem Landgerichte I in Berlin(Slrafkammer 3) zu verantworten, weil er die christliche Bevölkerungsklasse zu Gewalttätigkeiten gegen die jüdische angereizt haben sollte. Das Gericht erkannte jedoch auf Einstellung des Verfahrens. Es gelangte hierzu durch die auffällige Annahme, die unter Anklage gestellten Reden vom 12. Juni und 3. Juli 1906 seien durch das Urteil vom 20. Oktober 1906, durch welches der Gras drei Monate Gefängnis erhielt, bereits abgeurteilt worden. Pückler hatte im Verlaufe des Jahres 1906 ver» schiedene Reden gegen die Juden gehalten. Anfang Januar 1966 war er zur Verbützung einer sechsmonatigen Festungshaft nach Weichselmünde gereist. Die ihm am 19. Mai gewährte Beurlaubung benutzte er dazu, die am 16. März unter Anklage stehenden Reden zu halten. Das Landgericht hat mit Rücksicht darauf, daß die verschiedenen am 20. Oktober 1906 abgeurteilten Reden und Flugschriften als eine fortgesetzte Handlung aufgefaßt worden sind, angenommen, daß der Graf tm Jahre 1905 den Vorsatz gefaßt hatte, fortgesetzt Reden gegen die Juden zu halten, und daß auch die am 12. Juni und 3. Juli 1906 gehaltenen Reden von diesem Vorsatz getroffen würden.— Gegen die aus diesem Grunde erfolgte Einstellung des Verfahrens hatte der Staatsanwalt Revision eingelegt. Der Reichsanwalt erklärte die seltsame Konstruktion der dritten Strafkammer des Landgerichts I, die dem Grafen Pückler gewisser- maßen einen Freibrief ausstellte, durch sein Geschwafel, so oft er wolle, hirnrissige Zuhörer zu Gewalttätigkeiten anzureizen, für un- haltbar. ES sei höchst bedenklich, von einem einheitlichen Borsatze zu reden, wenn das strafbare Tun eine einjährige Unter» b rechung erlitten hat. DaS Landgericht scheine den Vorsatz mit dem WiNenSentschluß verwechselt zu haben, eine größere Anzahl ganz gleicher strafbarer Handlungen zu begehen. Mindestens hätte geprüft werden müssen, ob der Anlaß zu den Meben derselbe war, ob der Angeklagte schon im Sommer 1906 hat übersehen können, daß er ein Jahr später unter denselben Bedingungen seine Reden halten werde.— DaS Reichsgericht erkannte am Freitag dem» entsprechend aus Aufhebung des Urteils. Beendigung deS Rcmfcheider Kassenkonflikts. Mit dem 1. Juli nimmt der von der Aufsichtsbehörde in Rem- scheid rechtslvidrig und unter groben Verdächtigungen, die sich als völlig haltlos erwiesen, im Februar 1906 seines AmteS enthobene Kassenvorstand seine Geschäfte wieder auf. Gegen die von unS und im Reichstage seinerzeit charakterisierte Enthebung der Vorstands- Mitglieder der Remscheider Ortskrankenkasse von ihren Posten hatte der Vorstand das Berwaltungsstreitverfahren eingeschlagen. Zwischen- durch liefen die Strafanklagen gegen einige Vorstandsmitglieder. Wir haben von der glänzenden Rechtfertigung der Vorstands- Mitglieder in diesem Strafverfahren seinerzeit berichtet. DaS Ver- waltungsstreitverfahreii wurde durch formelle Einwände deS Oberbürgermeisters lange hingezogen. In dem vor dem Be- zirksausichuß am 19. Juni abgehaltenen Termin riet das Mitglied deS Bezirksausschusses, Regierungörat SchletiuS zum Vergleich, weil der formelle Einwand des Oberbürger- meisterS wahrscheinlich durchginge, die Vorstandsmitglieder seien zu der Sitzung, in der Klagcerhcbung beschlossen war. nicht ordnungsmäßig geladen. Mit Rücksicht darauf, daß die kommissarische Verwaltung die Kasse aufs schwerste geschädigt hat, stinimte der Vorstand folgendem Vergleich zu: 1. Der Vorstand nimmt die gegen die Verfügung der Aufsichts- behörde erhobene Klage zurück. 2. Die Aufsichtsbehörde überträgt die Kassengeschäfte mit Schluß dieses Quartals dem Vorstand, nachdem die erforderlichen Neu- Wahlen erfolgt sind. 3. Sämtliche Kosten fallen der Ortskrankenkasse zur Last. So achtungswert die Beweggründe des Vorstandes zur Zustimmung zum Vergleich sind, bedauern wir diese Nachgiebigkeit, weil eö das allgemeine Interesse erheischte, den völlig haltlosen, rechts- widrigen Eingriff des Oberbürgermeisters durch Gerichtsbeschluß klarzulegen. Der formelle Einwand war schon deshalb hinfällig, weil ja nicht nur der Vorstand, sondern jedes Vorstandsmitglied zu klagen berechtigt war. Schwerlid) hätte das Oberverwaltungsgericht die Ausflucht des Oberbürgermeisters für berechtigt erklärt. Aller- dings mögen noch jetzt die einzelnen Mitglieder Klage, insbesondere Schadeneriatzklage gegen den Oberbürgermeister erheben und den schweren Eingriff in die Selbstverwaltung durch Verwaltung?- gerichtliche und zivilgerichtliche Urteile feststellen lassen können. Moderne Hörigkeit. Die.Reuteicher Zeitung' vom 27. d. M. enthält folgendes Inserat: „Warnung! Hierdurch warne ich jeden, daS von mir am 23. d. M. entlaufene Dienstmädchen Leokadia Palubitzki aus SimonSdorf in Dienst oder Arbeit zu nehmen, da ich deren polizeiliche Zuführung beantragt habe. Dubiel bei StraSzewo, Kr. Marienwerder, den 24. Juni 1907. Peter Nowak, Besitzer.' Aehnliche Warnungen finden sich in oft- und westpreußischen, schlesischen, pommerschen und brandenburgischen Blättern öfters. Sie sind zwecklos, da selbstverständlich unbekümmert um solche Warnung da»„entlaufene Dienstmädchen' Arbeit nehmen darf. Der Versuch, den Arbeitgeber unter Strafe zu stellen, falls er einen ländlichen Arbeiter oder ein Gesinde in Arbeit nimmt, von dem er weiß, daß es durch Vertrag an eine andere Arbeitsstätte gebunden ist, ist im Jahre 1904 in, preußischen Landtage gemacht. D,e Verwirklichung dieses neuen Hörigkeitsgesetzes scheiterte bekanntlich an den Klippen der Reichs- gesetzgebung und an dem energischen Widerstand auch der ländlichen Arbeiter. In den Köpfen der Ägrarier malt sich aber, wie daS niit- geteilte Inserat zeigt, die Welt so, wie sie sie wünschten. Wieder» einführung der Hörigkeit, der Zwangsdienste, des Dienstzwanges ist das Ideal, dem unsere Agrarier uiid— ein gut Teil bürgerlicher Sozialpolitiker zustreben._ 13 Schulstreikprozesse kamen am Freitag bor dem Reichsgerichte zur Verhandlung. Die Revisionen der Angeklagten wurden sämtlich verworfen. Es handelte sich um folgende Sachen(die Kammern enthalten den Ort und das Datum der Verurteilung vor dein Landgericht): Re- dakteur Wladislaus P i e n i c z n y, verurteilt zu drei Monaten Ge- säugnis(A l l e n st e i n 11./3.), Pfarrer K o w a l S l i und Genossen (Strafkammer L ö b a u 29./1.), Propst Okoniewski und Genossen (Strafkammer S ch r i m m 6./3.), Drechslermeister W i e r z b i n s k i und Genossen( G n e s e n 24./1.) und Redakteur Michael M a j e r s k i, der vom Landgerichte Posen durch i, e u n Urteile aus der Zeit vom 14. Januar bis 26. Februar mit Strafe belegt worden ist. So werden die noch autoritätSgläubigen Polen zu der Erkenntnis gebracht, daß in Prcußen-Deutschland aufrichtig und überzeugungS- treu sein Gefahr bringt, wenn eS sich nicht um die Interessen Wohl- habender handelt. Das nennt der BlockkurS Germanistcrungspolitik. Tödliche Wundverglftiiiig durch SuperphoSPhatmrhl als Betriebsunfall. Ein Landwirt, der auf seinem Nacken ein kleines Geschwür hattr, erkrankte nach dem Streuen seines Feldes mit Superphosphat und Thomasmehl an Steifigkeit am Nacken, Kopfschmerzen, Abgeschlagen- heit in allen Gliedern und hohem Fieber. Nacken und Hals schwollen unförmlich an, eS wurde eine Operation ausgeführt, die jedoch nicht imstande war, die Blutvergiftung aufzuhalten, der Landwirt starb vielmehr acht Tage nach dem Streuen des DüngermittelS. Sowohl die Berufsgenossen- schaft wie das Schiedsgericht lehnten die be- antragte Rente ab, indem sie den ursächlichen Zusammen- hang zwischen dem Todesfall und der landwirtschaftlichen Beschäftigung in Abrede stellten. Das ReichSversicherungS« a m t, an welches nunmehr die Streitsache gelangte, ließ sich von dem bekannten Toxikologen Professor Lew in ein Gut- achten erstatten. In diesem wurde die Frage bejaht, daß die zum Ausstreuen gebrachte Mischung des ThomasschlackenmehleS und Ammoniaksuperphosphate im BerhältniS von 20 Zentner Thomas- schlacke und 6Vz Zentner AmmoniaksuperphosphatS geeignet sei, durch Verunreinigung der Wunde Blutvergiftung herbeizuführen. AmmoniakiuperphoSphat ist kein gleichgültiger Stoff, er durfte nicht als harmlos angeiehen werden, da er im gestreuten Dünger sich im Verhältnis von 1:3 Thomasmehl be- fand. Daß das Thomassiblackenmehl kein gleichgültiger Stoff ist, ergibt sich daraus, daß in Thomasschlackenmühlen außerordentlich viel Erkrankungen und auch Todesfälle bei den Arbeitern vorkommen. Wenn nun auch da» gestreute Düngernüttel an der gesunden Haut leine Störung macht, so verhält sich dies doch anders bei der kranken Haut. Hier wirkte es reizend, erzeugte Jucken und bei dem Kratzen wurden giftige Keime in die Wunde hineingerieben, sei es. daß diese sich an den Händen des Landwirtes befanden, sei eS, daß das Thomasmehl Gelegenheit hatte, Bazillen aufzunehmen. Ans dieses Gutachten hin erklärte sich die Berufsgenossen- schaft zur Zahlung einer Rente bereit, ohne erst den Spruch des Reichsversicherungsamtes abzuwarten. Etos der frauenbewe�una. Genossinnen! Die Forderung des Frcmenstimmrechts wird immer drin- gender. In allen Kulturländern ringt die sich ihres vollen Wertes bewußt werdende Frau nach volitischer Gleichberechtigung mit den Männern. Die sozialdemokratische Frauenbewegung ist darin allen Richtungen der bürgerlichen Frauenbewegung vorauf. Die sozialdemokratischen Frauen Deutschlands fordern volle Gleich- stellung der Frauen in allen gesetzgebenden und VerwaltunaS- Körperschaften. Die bürgerlichen Damen sind dagegen auch für ein beschränktes Wahlrecht zu haben; ein Wahlrecht, etwa nach dem Schema des heutigen preußischen Landtagswahlrcchtes der Männer. aus dem sie selbst dann, zu Ungunsten ihrer ärmeren Geschlechts- genossinnen, den Nutzen ziehen würden. Die Ansicht der sozial» demokratischen Frauen geht dahin, daß das Wahlrecht den Frauen zusteht. Die Forderung ruht in den sozialen Bedingungen, die sich mit Einbeziehung der Frau in das Erwerbsleben, durch ihre Pflichten an den Staat entwickelt haben. Somit ist diese Forderung nicht eingegeben von irgendwelchen Machtgelüsten der Frauen, son- dern sie ist hervorgegangen aus tiefer wohlerwogener Erkenntnis. der sich auch die einsichtigen Männer des Proletariats längst nicht mehr verschließen können. Demzufolge bildet auch die Forderung de? Frauenstimmrechts einen Punkt des sozialdemokratischen Parteiprogramms, und ist auch von den sozialdemokratischen Ver- tretern im Reichstage die Einführung desselben wiederholt verlangt worden. Nun hat auch daS internationale sozialistische Bureau den Punkt„Frauenstimmrecht' auf die Tagesordnung des diesjährigen in Stuttgart stattfindenden internationalen Kongresses gesetzt, um mehr wie bisher für die praktische Durchführung desselben in allen Ländern Propaganda zu machen. In einer öffentlichen Versammlung, welche am 2. Juli, abends 8 Uhr, im„Neuen Klubhause", Kommandantenstr. 72, statt- findet, wird Genossin Ottilie Baader in ihrem Referate des näheren die Frage deS Frauenstimmrechts erörtern. In dieser Versammlung werden auch die Delegiertinnen zum internatio- nalen Kongreß und der internationalen Frauenkonferenz gewählt. Genossinnen, kommt zahlreich in diese Versammlung, beweist durch Euer Erscheinen, daß Ihr Verständnis für Eure politischen Rechte habt. Die Versammlung muß gleichzeitig ein Protest gegen Eure politische Unmündigkeit sein. Die Bcrtrauensperson. Frauenarbeit in Steinbrüchen. Eine interessante Entscheidung über„Frauenarbeit in Steinbrüchen' fällte der Straf- senat des königl. OberlandeSgerichtS in Dresden. Die Steinbruchs- besitzer Schröder und Arnold in Meißen lassen aus ihre» Stein- brächen, die in der Nähe Meißens und etwa 160—200 Meter vom Elbufer entfernt liegen, Steine schlagen, die dann auf einem Gleis an die Elbe gefahren, dort von Frauen zerkleinert und in Elbkähne verladen werden.§ 10 des ReichsgesetzcS vom 26. März 1902 regelt die Arbeit in Steinbruchs- und ähnlichen Be- trieben und untersagt die Beschäftigung von Frauen in Steinbrüchen, da diese der harten und gesundheitS« schädlichen Arbeit nicht gewachsen sind. Weil nun die genannten Unternehmer Frauen beschäftigen, wurden sie in Strafe genommen, machten aber hiergegen geltend, daß die betreffende Gesetzesstelle nicht auf sie in Anivendimg gebracht werden könne, weil die Frauen nicht im Steinbruche bei der Rohaufarbeitung, sondern nur bei der T e i l a u f a r b e i t u n g beschäftigt würden. R o h a u f« arbeitung und Teilaufarbeitung seien gänzlich ver- schiedene Begriffe. DaS Oberlandesgericht Dresden erkannte aber als höchste Instanz, daß die Verurteilung der beiden Meißner Steinbruchsbesitzer zu Recht erfolgt sei. Für die Beurteilung der Frage, ob eine Bestrafung stattzufinden habe, komme ins- besondere in Betracht, daß der Begriff der Rohauf- arbeitung nicht ander? ausgelegt werden könne als der Begriff der Teilaufarbeitung bei der Steingewinnuna. Man könne sagen, daß die Bezeichnung.Rohaufarbeitung' gewählt sei zum Gegensatz von. Feinaufarbeitung'. Dre von den Frauen ausgeführte Arbeit, die in großem Maßstabe gewonnenen Steine zu kleineren Stücke» zu bearbeiten, falle unter den Vegriff der Roh« aufarbeitung und in dieser Richtung sei die Ver> Wendung weiblicher Arbeitskräfte unstatthaf' und gesetzlich unzulässig. � Ob nun die als Rohauf- arbeitung aufzufassende Zerkleinerung der Steine im Steinbruch« selbst oder, wie in diesem Falle, 160—200 Meter vom Steinbruche entfernt vorgenommen werde, käme weiter nicht in Betracht. E. G. m. b. H. Zwischen Rosenthaler DmmhhomaIw iRR Zwischen Rosenthaler i Top u. Invalidenstr. örUU»iyll5ll* 100 Top u. Uivalidenstp. Gegr. i. Februar 1906 v. organisiert. 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Es ist der erste Kongreß der Semstwovertreter. der mit Genehmigung der Regierung einberufen wurde und tagen darf, während seine beiden Vorgänger, die Kon- gresse von 1S0-! und ISvö, welche die Grundlagen einer Konstitution und allumfassenden sozialpolitischen Reform ausarbeiteten und(im Jahre 1905) eine erfolgreiche Deputation, mit dem verstorbenen Fürsten Trubezkoi an der Spitze, an den Kaiser sandten, nur geheim tagen konnten und als„illegal" von der Behörde verfolgt wurden. Diesmal konnte die Regierung dem Kongreß ihre Genehmigung ruhig erteilen; denn die reaktionären Mehrheiten der jetzigen Scmstwos delegierten nach Moskau solche Vertreter, die sich als zaristischer als der Zar erwiesen. Die russische Reaktion vereinigte sich, um ihre„heiligsten Güter" oder richtiger ihr heiligstes Gut— den Großgrundbesitz— zu verteidigen. Von irgend welchen all- g e m c i we n Staats- und Volksintercssen will der Kongreß nichts hören. Auch in Moskau wurde die Regierung allerdings stark angegriffen, aber anders als in der Reichsduma. Man klagte über den.Freisinn der Mini st er" und ihre Unenl- schlossenheit bei Anwendung radikaler Maßnahmen zur Ausrottung der Rebellion, die die Ruhe der Gutsbesitzer schon zwei Jahr« hindurch stört. Mit aufrichtigem Haß, ja mit Zorn und Ver- achtung gedachte man der ersten und zweiten Duma. Man wollte sogar namens des Kongresses eine D a n k a d r e s s e für die Duma- auflösung absenden, und die verschwindend geringe Opposition mußte heroische Mittel anwenden, um die Ausführung dieses Planes wenigstens zu verschieben! Am Kongreß nahmen etwa 149 Vertreter von 32 Semstwos teil. Darunter sind etwa 20 Kadetten, 80 Gemäßigte und Okto- bristen, 20 Rechte und 20„rechtere Rechte", wie man die fanatischen Schwarzhundertführer nennt. Man nimmt überall an. der Kongreß sei ein Borbild der künftigen Duma; denn so un- gefähr soll ja die dritte Reichsduma zusammengesetzt sein, da das neue Wahlgesetz denselben Elementen den Sieg sichert. Auf dem Kongreß ist die extreme Linke gar nicht vertreten, auch Bauern gibt es unter den Kongreßmitgliedern nicht, dagegen tragen etwa 30 von ihnen die wohlklingenden Titel Fürst, Graf, Baron. Und wenn es wirklich das Vorbild des neuen russischen Parlaments sein soll, so könnte man der Regierung zu der endlich gelungenen Schaffung einer wahren Volksvertretung gratulieren— einer Volksvertretung, in der das Volk unvertreten ist. Für diese„Volksvertretung" ist aber sogar die gegenwärtige Regierung noch allzu liberal! Wenigstens verhielt sich der Kongreß gegenüber der allgemeinen Politik der Regierung und namentlich gegenüber dem Gesetzentwurf einer Reform der Scmstwo- Verwaltung, der den einzigen Gegenstand der Tagesordnung des Kongreß bildete, entschieden ablehnend. Der ministerielle Gesetzentwurf ist„mäßig liberal", entspricht aber keineswegs den Programmforderungen der Mchrheitsparteien der zweiten Duma; doch enthält er eine gewisse Erweiterung des Wahlrechts zum Semstwo, und dies genügte, um die ganze vereinigte Reaktion in Bewegung zu setzen: Der Entwurf soll unter keinen Um. ständen Gesetz werden! Das war das Ziel der Einberufung des„Vorbilds zur 3. Duma".— Graf Witte auf Pumpreisen. Graf Witte hat nun wiederum eine Pumpreise unternommen, um die Bureaukratie, unter Gefährdung der Volkswirtschaft und der Finanzlage des Staates, nochmals aus schweren Nöten zu retten. Seine in dieser Beziehung große Geschicklichkeit hat ihm einst die Stellung eines allmächtigen Finanzministers und die Gunst hoher„Sphären" gebracht. So wurde er in allen wichtigen Staats- angclegenheiten(und solche sind in erster Reihe auswärtige Anleihen) geradezu unentbehrlich. Er war der Friedensstifter von Portsmouth, er war auch der Schöpfer der russischen„Kon- stitution" und Verfasser des unerfüllt gebliebenen Manifestes vom 30. Oktober 1905— denn auch diese großen Akte kamen Haupt- sächlich als„durchaus notwendige Maßnahmen zur Hebung des Staatskredits" zustande. Dann stolperte er aber: Nach den schweren Kämpfen, nach der blutigen Unter- drückung des Moskauer Aufstandes im Dezember 1905, nach all den Strafexpeditionen und Feldgerichten zeigte sich in der Gesell- schaft eine gewisse, wenn auch vorübergehende, Ermattung. Und bald stieg die reaktionäre Flut. Herrn Witte, der nach Portsmouth schon Graf war, machte man den Vorwurf(und man verzieh es ihm nie), daß er die revolutionären Kräfte überschätzt und zu große Konzessionen gemacht habe. Und Witte fiel in Ungnade. Sein Ehrgeiz litt schwer darunter: er— der leitende Staatsmann, der berufene Staatslenker— blieb„außer Dienst"! Es war un- erträglich. Er wollte wiederum„unentbehrlich" werden, und eine Pumpaffäre war das beste Mittel dazu.— Hätte die zweite Reichsduma existiert und ruhig arbeiten können, so wäre vielleicht eine auswärtige Anleihe ganz zu entbehren gewesen, oder sie würde sich wenigstens unter günstigeren Bedingungen und ohne Wittes Maklerschaft haben abschließen lassen. Graf Witte sah die Sachlage ein. Er bereute schnell seine alten Sünden, wurde plötzlich Reaktionär und Anhänger des Ab- solutismus. Sein« Bemühungen fanden endlich Anerkennung: der „Verband des russischen Volkes", der noch unlängst ein Attentat gegen ihn unternehmen wollte und sogar eine, allerdings thea- tralische, Bombe in sein Arbeitszimmer legte, stellte die Feind- scligkeiten gegen den reuigen Sünder ein. Graf Witte beteiligte sich nun aber auch eifrig an sämtlichen Konspirationen und Vor- bereitungcn zum Staatsstreich. Er, der Verfasser des Manifestes vom 30 Oktober 1905, ist einer der Urheber des antikonstitutioncllen Wahlgesetzes vom lK. Juni d. I., das dem erwähnten Manifest direkt und schroff widerspricht. Dafür hat sich aber die Sonne der Gnade dem armen Grafen wieder zugewendet. So geht er denn von neuem auf Pumpreisen, um durch unerhörte Kommissions- gebühren und Wucherzinscn Leichtgläubige zu verlocken, sich selber neue Lorbeeren für den verwelkten Kranz zu erwerben, das burcau- kratische Willkürregime zu befestigen und den Staatsbankrott schließlich noch unvermeidlicher zu machen!(Nach„Nuss. Korr.') a» Die Die Mocken-Spielplan der Berliner Cheater. Königl. Schauspielhaus. Sonntag: Fccnhände. Von Montag geschlossen. Neues königl. Operu-Theater. Sonntagnachmltlag 3 Uhr: Die Geisha. Abends: Wiener Blut. Montag: Carmen. Dienstag: Wiener Blut. Miltwoch: Carmen. Donnerstag: Wiener Blut. Freitag: Fledermaus. Sonnabend: Bajazzo, sonntagnachmittag 3 Uhr: Fledermaus. Abend«: Carmen. Montag: Bajazzo. Deutsches Theater. Bis aus weiteres täglich unter Leitung Meinhards: Der Jongleur. Komische Oper. Sonntag: Tosca. Montag: HossmannS Erzählungen. Dienstag: ToSca. Mittwoch: HoffmannS Erzählungen. Donnerstag: ToSca. Freitag: Carmen. Sonnabend: Hossinaims Erzählungen. Sonntag: ToSca. Montag: Unbestimmt., Neues Schauspielhaus. Sonntag: HopsenrathS Erben. Montag bis nächsten Sonntag: ZtajjleS. Montag: Unbestimmt. Schiller-Dheater O. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Undinc. Abends: Don Juan. Montag: Carmen. Dienstag: Di- Zauberslöte. � Mittwoch: Don Juan. Donnerstag: Der Freischütz. Freitag: Undine.«oiniabend: Der Postillion von Lonjumcau. Soiiiitagnachmittag 3 Uhr: Zar und Zimmermann. Abends: Carmen. Montag: Die Llsrikanerin. Schiller-Dbcatcr(Friedrich-Wilhelmstädtisches Theater.) Sonntag bis Montag, täglich: Kyritz-Pyritz.,™- Lustspielhaus. Sonntag bis Montag täglich: Die Welt ohne Manner. Kleines Theater. Sonntag: Nachtasyl. Montag, Dienstag, Mitt- woch: Ei» idealer Gatte. Donnerstag, Freitag, Sonnabend, Sonntag: Vater und Sohn. Montag: Unbestimmt. Theater deS Westens. Allabendlich: Die lustige Witwe. Luisen-Thenter. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Das Rätsel seiner Ehe. Abends: Das Rätsel seiner Ehe. Montag bis Sonntag und Sonntag« nachmittag 3 Uhr: Zertretenes Glück. Monlag: Geschlossen. � Beruhard Rose-Theater. Im Garten Sonntag: Der HauShosmeister in tausend Aengsten. Unterm Birnbaum. Die Ballettschule. Ansang 4 Uhr. Montag bis Sonnabend: Ich werde den Major einladen. Hossangcr. Arbeit schändet nicht. Ansang ilU Uhr.— Im Theater allabendlich ö'j, Uhr: Der grotze Unberannte._„. Residenz-Tbcater. Sonntag: Haben sie nichts zu verzollen? Moiitag ab geschlossen.. � Metropol-Theatcr. Allabendlich: Der Tensel lacht dazu. Thalia- Theater. Allabendlich: Staatsanwalt Alexander. Apollo-Thenrer. Sonntag: Der lustige Witwer. Ab Montag: Hochzeitsgast. Spezialitäten. Walhalla-Theater. Spezialitäten. Reichöhalle«- Theater. Stettiner Sänger. Passage- Theater. Spezialitäten. Wintergarten. La, Tortajada. Spezialitäten. Figaro-Theater(im Falles Caprice). Allabendlich: Geisterauta Paris. Ansang 8'/, Uhr. Carl Haverland-Thxater. Spezialitäten. Gustav BebrenS-Theater. Berlin W., Goitzstr.S. Die Katzen in der Perücke. Spezialitäten. llrania-Theater. Taubensttahc 48/49. Sonntag, Mittwoch, Sonn- abend: Von der Zugspitze zum Watzmann. Montag, Dienstag, Freitag und Sonntag, den 7. Juli: Die Gletscher der Hochgebirge und die Eiszeit unserer Heimat. Donnerstag: Durch Dänemark und Südschwcden. An« sang 8 Uhr. Sonnabendnachmittag 4 Uhr: Die deutsche Ostlcckiiste. Von Der ISoziaidemoMeherWablvereiii des 6. Berliner Wahlkreises. Todes-Anzeige. Am 26. d. MtS. verstarb unser Mitglied, der Händler E:rnil Alberghini, Veteranenstr. 8. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute, Sonntag, nachmittags 4 Uhr, von der Halle des Zions- Fricdhoses in Nordend(Nlcder-Schönhausen) aus statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht 256/11 Ter Borstand. Todes» Anzeige. Nach langem schweren Leiden ! verstarb urein teurer Gatte, der Rentier und treue Anhänger der s deutschen Sozialdemokratie Moll! Ernst May aus Teuchern, Zeitzerstr. 22, sin seinem 77. Lebensjahre. Ihm rufen wir ein Ruhe sanft in die Grust nach und bitten um stilles Beileid. Die Hinterbliebene Witwe HVlllioliliin« Tin» g-b. Kohlisch, nebst Verwandten. Die Beerdigung findet Sonntag den 30. Juni, nachmittags 4 Uhr| in Teuchern statt. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß ! meine liebe, herzensgute, unvergeßliche Frau, unsere liebe, sorg- same Mutter Liebetrau geb. Wlggort im Alter von 49 Jahren nach 28jähriger glücklicher Ehe am s l Mittwoch, den 26. Juni, nach qualvollen Leiden verschieden ist. ' DkeS zekgen tiefbetrübt an und bitten um stilles Beileid l-kvkxitu»» nebst Kindern. Die Beerdigung findet DienStag, den 2. Juli, nachmittags 1 4'/, Uhr, vom Schauhause(Hannoverschestratzc) aus nach dem! FriedenS-Kirchhos tNordendj statt. S333b M. d. A..S..B. Todcs-Anzelge. Am Mittwoch verstarb infolge > erlittenen Unsalls unser Sanges- I bruder 06/2 Emil Albergtrini. Wir werden sein Andenken stets Iln Ehren halten I 1 Die Beerdigung findet heute, Sonntag, nachmittags 4 Uhr, von I der Halle des ZionS-FriedhoseS in Nordend(Niedcr-Schonhausen) I aus statt. Die SangeSbrilder treffen sich Punkt'/,4 Uhr vor dem Friedhof._ h Der Borstand. Am 28. Juni, abends 9'/, Uhr, 1 entschlief nach langem, schwerem Leiden meine iimiggelicbte Frau, | guteMultcr, Tochter und Schwester| Martha Müller 1 geb. Rummelandt im 22. Lebens. I I jähre. 1627b[ Die trauernden Hinterbliebenen I Hermann MUller. Familie E. Rummelandt. Die Beerdigung findet am I l. Juli, nachmittags 3 Uhr, vom I Thomas-Kirchhos aus statt. Deutscher {Transportarbeiter-Verband Verwaltungssteile Berlin II. Den Verbandskollegen zur Nach« I richt, daß unser treue« Mitglied, s der Müllkutscher Julius Eolel! am 27. d. MtS. im Alter von 38 Jahren an der Proletarier- krankheit gestorben ist. Ehre seinem Zlndenken! Die Beerdigung findet am Montag, den I.Juli, nachmittags 3 Uhr. von der Leichenhalle deS BartholomäuS-KirchhoseS, Weissen. sce, Falkenbcrger Weg, auS statt. 73/b»ie Verwaltung II. Am Donnerstag entschlief sonst nach kurzen Leiden unsere Herzens- gute, unvergejjlich- Mutter, Groß- mutter und Schwiegermutter Wiitve Magdalena Angrick verw. Hlepel geb. Mattern j im 77. Lebensjahre. Um stilles Beileid bitten Tie Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Sonntag I nachmittag 4 Uhr von der Leichen- I halle des St. Michacl-KirchhoseS, I Mariendorscrwcg, auS statt. 157bb .Todes-Anzciae. Allen Freunde» und Bekannten I > zur Nachricht, dag am Freitag, I den 28. d. M., mittags 12 Uhr, meine liebe Frau und Mutter, j | die KürschnermeisterSsrau Elise Knappert geb. A h l h a u s e n nach langem Leiden sonst entschlafen ist. 5331L Die Beerdigung findet heute, Sonntag, nachmittags 4'/, Uhr. von: Trauerhause Dunckerstr. 6 aus auf dem Gethsemane-jtirchhos |(Nordend) statt. Um reg« Beteiligung bittet Itnuppvirt. Statt besonderer Meldung. ticrmit die traurige Mittellung, unsere langjähnge Kollegin �xnes Liebetrau| nach qualvollem Leiden in der! Nacht vom Dienstag zum Mittwoch unerwartet entschlafen ist. Ehre ihrem Andenken! Die Botentrauen der Zeitungsspedition Vorwärts A. Hinire u. Co. Filiale Ackerstr. 36. Die Beerdigung wird später be- kannt gegeben. 1613b Berlins und Umgegend. I■ Den Mitgliedern zur Nachricht, dag am 26. d. Mts. die Ehefrau des ersten BundesschrislsührerS aus Klub .Pfälzer" verstorben ist. Ehre ihrem Andenken? Die Beerdigung findet aml DienStag, den 2. Juli, nach. mittags ill, Uhr, vom Schauhause, Hannoverjchestrabe, aus| statt. 3/5 Der Toratand. Von der Heise zurück 45/15* Dr. Leopold Lilienthal, Spez.-Arzt für Haut- und Harnleiden und Lichtbehandlung, Gr. Franlifurtcrstr. 107. Bon der Reife zurückgekehrt. Dr. med. Levy, Petersvurgerftr. 81. Danksagung. Für das zahlreiche Geleit und die in reichstem Matze dargebrachten Kranz- spenden nieiner lieben Frau, unserer guten Mutter, Schwester u. Schwägerin 1,1» Klimke, sagen wir allen Freunden und Be- kannte::, sowie dem Märmer-Gesnng- oerein.Kornblume" und dessen Diri- cnten Hrn. Gervais unseren innigsten dank. Ib85b Franz Klimke nebst Kindern. & Die Harnleiden Ihre Oefahren, Verhütung und Beseitigung von T>r. med. Schaper, BERLIN- Preis 1 Mark. ■ lies tausend> fniir Vn Rirtiter Sranhfurt(Odert "" Buflcbmüfal.. Craula e. vi', med. Eetaartz.0"- bish. Assist, ck. Spez.-Arztes für Haut-, Harnleiden, Frauenleiden Dr. med. Schaper, Berlin, prakt jetzt als Spezialorzt für Haut- und Harnleiden Frauenkrankheiten Berlin, FriedrlchstraBo 232 I, (vis-a-vis Markth.) 8-10, 2-6. (Moni. 4-6), 8-9 ab., Sont. 10-4. Deutscher Metallarbeiter-Verband Verwaltungsstolle Berlin. Nachruf. Den Kollegen zur Nachricht, datz unser Mitglied, der Metallarbeiter Albert Schneidewind gestorben ist. Ghre seinem Andenke»! 121/0 Ois Ortsverwsltung. Restaurant mit Verein,., gute Lage, Alter« halber zu verpachten. Ersorderl. 2000 M. Miete 700 M. jährl. Offerten unter A. 677 a. Ann.-Exp. 91 ich. Gründler, Halle a./S. erbeten. Letzte Woclie för ReisevergOnstigiingl für Damen, welche zur Reise noch Bedarf haben Eilig! zu jedem annehmbaren Preis. Preise mehr als V3 des Wertes ermäBigtü � Beiclihaltige n. in'&clitige Answahl in allen<*r«Uen selbst für die a in Kostümen, Paletots, Seiden- Mänteln, Geblrgs- Mänteln, Staub- Mänteln, Röcke, Jacketts, Liftboys, Blusen usw. Serie ilHIfiP bis S». MI 6.» lorstäxksten Damen 2 M.II." 3 50. 4 84. 18.- 128.-M.etc. 25.- 36.- m Keine Dame versäume die Bssicbtlgung im eigensten Interesse. M Des riesigen Andranges wegen erbitte Besuch mSglichst vormittag.■ Engposhaus�'��ÄSJI1 West mann �° tr-IrÄ* 115 LV Sonntags gefiffnet.'9U C-rofies Traaermagazln. Danksagung. Für die rege Beteiligung und die zahlreichen Kranzspenden bei der Be- crdigung meines lieben Mannes Ulbert Schneidewind sage ich allen Verwandten und Vc- kaiiiilen, insbesondere dem Wahl- verein des VI. Kreises, den Kollegen der A. E.-G., sowie dem Gesang- verein„Freies Lied" meinen herz- lichften Dank. 1612b Pa hsten Daitk. "aulino Schnclelewlnd. Sarg-Magazin Merl Jarchmin NW., Slepliansli, 56, NW. Femspreober U, 930. Großes Lager sämtiicherSorten Särge zu den billigsten Preisen. Tankkagnng. Für die uns anläsfig des Hin« scheidcns meines lieben Mannes, unseres guten Vaters, des Brauers Joseph Winkler bewiesene Teilnahme sagen wir allen Verwandten, Freunden und Be- kannten, sowie dem Zentralverband der Brauer, Sektion! Berlin, und dem Sozialdemokratischen Wahlverein Charlottenburg unseren innigsten Dank.- 633252 Charlottenburg, den 29. Juni 1907. Wwe. Wllliclmlnc Wlnklcr nebst Kindern. • Danksagung. Allen denen, die mich trofte'.d um» standen, als ich da« schwerste durch- tämpsen mutzte und meinen lieben, guten Mann hingeben mutzte, danke ich herzlichst. Berlin, 29. Juni 1907. IVaa Angiifite Brankhorst nnd Tochter ülarttaa, Sorauerstr. 31. Dp. Simmel Spezial-Arzt für Haut- und Harnleiden. Priiiienslr.41,ÄÄ 10—2, 6—7. Sonntags 10—12, 2—4 Künstl Zähne Plomben usw. naturgetreu, lang- jährige Garantie, solide Preise, Teilz. nahelaiann, Zahiikünsllcr, Hafenplatz 10, Ecke Köthenerstr., dicht am Wannsee-Bahnhos.« Für den Juhnlt der Jiiscratc •iDmiimmt die Nedattiv» dein Piiblitui» negeunber teiucrlei Berniiiwortiing. Ukeater. Sonntag, den 30. Juni. Ansang 7>/z Uhr. Kgl. Schaiikpielhans. Feenhände. Montag: Geschlossen. Neues kgl. Operntheater. Wiener Blut. Nachmittags 3 vhr: Die Geisha. Montag: Carmen. Slusmig 8 Uhr. Schiller«. t�llner-Thealer.) Don Juan. Nachmittags 3 Uhr: Undine. Montag' Carmen. Schiller �l.(Friedrich Wilbelm« städtisches Tbeater l Kyritz-Pyritz. Montag: Dieselbe Vorstellung. Neues Schauspielhaus. Hopsen- raths Erben. Montag: Naffles. Deutsches. Der Jongleur. Montag: Dieselbe Vorstellung. Kleines. Nachtasyl. Montag: Ein idealer Gatte. Komische Oper. Tosca. Montag: Hofsmanns Erzählungen. Weste». Die lustige Witwe. Montag: Dieselbe Vorstellung. Residenz. Haben Sie nichts zu verzollen? Montag: Geschlossen. Lustspieihaus. Die Welt ohne Männer. Montag: Dieselbe Vorstellung. Thalia. Staatsanwalt Alexander. Montag: Dieselbe Vorstellung. Luisen. Das Rätsel seiner Ehe. Nachmittags 3 Uhr: Das Rätsel seiner Ehe. Montag: Zertretenes Glück. Beruhard Rose. Der große Un bekannte. Nachmittags 4 Uhr: Der Haus Hofmeister in tausend Aengflen. Unterm Birnbaum. Die Ballett- schule. Montag: Der große Unbekannte. Wtctropol. Der Teusel lacht dazu. Montag: Dieselbe Vorstellung. Wintergarten. La, Tortajada. Spezialitäten. Montag: Dieselbe Vorstellung. Apollo. Der lustige Witwer. Epe- zialitäten. Montag: Dieselbe Vorstellung. Walhalla. Spezialitäten. Montag: Dieselbe Vorstellung. Folics Gaprice. Geistcrauto.— Paris. Montag: Dieselbe Vorstellung. Passage. Spezialitäten. Montag: Dieselbe Vorstellung. Reichshallc». Stettiner Sänger. Montag: Dieselbe Vorstellung. Nrauin. Tauvcnslrnsie 4«/4g. Von der Zugspitze zum Watzmann. Montag: Die Gletscher der Hoch- gebirge und dir�Ezszyt,»ni»r« Heimat. Sternwarte, Jnvaltdenstr. S7/S2. Schiller-Theater 0. (W a I l n e r- T h e a t e r.) Morwili-Lper. Sonntag, nachm. 3 Uhr bei halben Preisen: Ilnliln«?. Romantisch-komischc Oper in 4 Akten von Albert Lortzing. Sonntag, a b e n d s 8 U b r: von Juan oder: Oer steinerne Gast Große Oper von W. A. Mozart. Montag, abends 8 Uhr: vni'mon. Dienstag, abends 8 Uhr: Die ZanberdUte. Melropol-Theater Anfang 8 Uhr. Große Jahresrevue in 7 Bildern von Julius Freund. Musik von Viktor Hollaender. Dirigent Max Roth. In Szene gesetzt von Direktor Richard Schultz. Rauchen überall gestattet. Kleines Thealer. Sonntag: Nachtasyl. Ansang 8 Uhr. Prater- Theater. Kastanien-Allee 7/9. iFröttCWeifeer 8po/,ialitjiteii 1. Randes. Konzert und Ball. '_"" Ansang 41/, Uhr.__ Montag, Dienstag, Mittwoch: Idealer Gatte. Ein 7!ie»ter lies Westens. Abends 8 Uhr: Die Insitigc Witwe. Operette in 3 Alten v. Franz Lehär. Lustspieihaus. 8 Uhr: Wiener Ensemble- Gastspiel Die Welt ohne Männer. Pcpi Glöckner als Gast. RcDclls-Thkliler. Direkllon Richard Alexander. Letzte Vorstellung in dieser Saison. Ansang 8 Uhr.• Haben Sie nichts zu verzollen? Schwank in 3 Akten v. M. Hennequin und P. Veber. Sevilier-IIieAter N. Friedrich-Wllhelmstädtisches Theater. Abends 8 Uhr: Kyritz-Pyritz. Sommcrpreise. Luisen-Theater Reichenbergerstr. 34. Sonntag, den 30. Juni, nachm. 3 Uhr: Ans Rätsel seiner Ehe. Abends 8 Uhr: Das Rätsel seiner Ehe. Montag, den I. Juli, zum ersten- mal: Zertretenes Glück. Volksgarten-Thealer. Bad-BehmstraSe— Bahnhof Gesundbrunnen— BellermannstraBe. Der rechte Weg. Original- VolkssU'-ck mit Gesang und Tanz in 4 Bildern von W. Gericke. Hierzu: Das neue Bolksbelustigungen. kelle-�llisace-Larten Herrlichster Sommergarten Berlins. Rleltberühmte Illntnination. Vollständig neue Anlagen. Täglich: ISIite-Variete-Vorsteliiing Uns. wochentags 6, Sonntags 4 Uhr. Glänzendes Programm. Otto Pritzkow SlUnzstraßc 10. g-(8t. Louis) Theater lebender Photographien. Täglich Eingang von - Neuheiten.—— Den ganzen Tag Vorstellung. Oustav Behrens-Theater. Berlin W., GoltzstraBe 9. Das neue exquisite Juni» Programm. Schlager auf Schlager! Neu! Die Jungfrau v. Orleans. Komödie. Greifenbergcr prolongiert. Neu I Bmmeline u. Erich Hochberg, Opernduett sowie� die übrigen erst- llassigen Spezialitäten. Ansang 8 Uhr, Sonntags L>/, Uhr, _ Sommerpreise. Schweizergarten Am Königstor. Am Friedrichshain. Straßenbahn 1,2,4,17,59, 62, 63 u. 74. Täglich: Thealer-Vorsteliung. Neue Spezialitäten. Kinematograph und Bali. Freier Damentanz. Anfang 5 Uhr. Entree 30 Ps. Reiebshallen-Thealer. ir Säur. Anlang Wochentags SUHr, Sonntags 7 Uhr. Beichs- hallen- Garten und Restaurant: Militär- Konzert. Landes-Aussiellungs-Park. Reu erbaut: Fostsülo. Cafe and Konditorei, gedeckte Gartenballen, Fontaine laminensc. Dejeuners von 2,50 Mark an bis 2 Uhr nachmittags. Diners und Soupers von 4 Mark an. 32/13* Doppelkouzert. Illuminationsabcnde großen Stils. Golgatha in Castans Panoptikum 105 Frlcdrichstraßc 165. IMez' Spezialitäten-Theater. Landsberger Allee 76—79. Direkt a. d. Niiigbahnstation. Bequemste Fahrgelegenheit n. allen Stadtricht. Ob«ebiin! Tii glich: Ol) Regen! Im herrliche» Garten oder große» Saal: Die größte Sensation der Gegenwart: 3 Röhrs Todesfahrt im drehbaren Globus. Hans Röhr, der einzige Fahrer der Welt, welcher die endlose Schleise, nur 3 Meter Durchmesser, vertikal durchfährt.— Darlon Brothers, phänomenale akrobatische Neuheiten.— The S Astle>s, die fidclen Farmer, brill. Musikakt.— Mstr. Fredo mit seinem Ueber-ZirkuS: Pony, Esel, Schwein und Hunden. Dazu das neue und beste Programm Berlins. Ans. 3 Uhr. 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Am Wald und Wasser gelegen.— Bootfahren. üropes Promenaden-Konzert. Rud!irÄum. Vogelwiese.— Kasseekocheu.— 3 Kegelbahnen. Entree 10 Ps. Großer Ball. Gutree 10 Ps. Mein Sommergarten und Ball-Saat steht Gesellschaften und Vereinen zur Verfügung.— Endstation der elektrischen Straßenbahnlinie 12. — Jede» Mittwoch: Großes Kindcrlest.— Arnold Scholz Neue Welt Hasenheide 108/114. Sonntag, den 30. Juni 1907; Gr. Doppel-Konzert und Gala-Speziaiitälen-Vorstellung Nur Knnstkrliftc I. Ranges. Geschw. D'Orvilles:: Doppelluftfahrt an den Zähnen hängend durch '- den ganzen Garten.===== Im Riesensaale: GROSSER BALL| Anfang des Konzerfs 4 Uhr Entree zum Konzertgarten 10 Pf. ' zum Theatergarten 25 Df „Lindengarten", Nieder-Schönhausen 43 Lilndenstr. 43. Qrojte Sxtra-SpeziaUtäten-Vorstellung am Sonntag, den 30. Juni, unter andcrm: Gastspiel des weltberühmten Prosessors Fran�ois Roberts m seinen scheinbaren Wundern. 1217b» Rraao Kramer- Trio, die besten Lust-Akrobaten.*943 Karl Kellers Victoria- Garten, Wilmersdorf. Wilbelrnsaue 114/115. Wilhelmsaue lU/MS. XXX Jeden Sonntag: X X X Großes Militär-Konzerts= Kaffecküche, Kasperle- Theater, Kinematograph. Mittwoch, den 3. Juli: ErStCS Kinderfest. Urania. Wissenschaftliches Theater. Abends 8 Uhr; Von der Zugspitze zum Watzmann. Montag 8 Uhr: Die Gletscher der Hochgebirge und die Eiszeit unserer Heimat. ZOOIOCISCHER GARTEN • Heute Sonntag Eintritt: | 50 Pf. 9 Kinder unter 10 J. die Hälfte.,, ® Nachmittags ab 4 ühr; 9 Militär-Doppel-Konzert. S Morgen sowie täglich: S Großes Konzert. ••••••— oowo—— Berliner Aqnarium Unter den Linden 68a Eingang Schadow-Straße No. 14. Heute Sonntag Eintrittspreis pr 25 Pf. Keichhaltigsto Ausstellung der Welt an lebenden Seetieren, Reptilien etc._ 43/20 Heute abend 8 Uhr: Ii e t z t c s Auftreten der Juni- Spezialitäten• Attraktionen. 91/,: Znm letzten Rate: Der lustige Witwer mit Hartstein. Morgen, den 1. Juli 1907: Novität: ßep Boehzeitsgast Nayi,5,! mit Hartstein als Ortsvorsteher Lehman». ' Passape-fheater. Heute zwei Vorstellungen. | Nachm. 3-7(ermäßigte Preise.) Abends 8---11 Uhr: Zum lezten Jlale! Die kleine Rakete t mit Panlettc van Roy. 14 Attraktionen.-MS Montag, 1. Juli: 4 Pncmippp d. gr. Verwandlungs- 4 1 i ClUICI C künstlers A r t n r o Bernardi J Berlins schickste 14» Dorr« S 4 Soubrette'üa I BUJi j 14 Variätb-Sensationen 14 4 14 mmwmn Fröhels Alleriei-Thealer (früher Pnhlmann) Schönhauser Allee 148 und Kastainen-Allee 97/99. Letzter Spieltag des Riesen-Juni» spiclplanes mit Karl Braun in seiner 45 fachen Verwandlung und die übrigen Kunstkräste. Gr. JubctV Croßstailtzaiilier. Im Saale: Großer Ball. Ansang 4 Uhr. Eintritt 30 Ps. Montag': vMhUg 06118». Brunnen-Theater Badstraße 58. Direkt.: Bernh. Rose. 10 neue Attraktionen 10. Derminglontruppo, Kunstradfahrer. The Eteunas, Aymnastiker. Die weltberühmte Teuselspantomime Eine unrnhige IM]\ der Phoites Gultano Truppe. Ellii Carmen.«1L! Kasteneröffnung 2 Uhr. Ans. 5 Uhr. Billettvorverkaus von 10—1 Uhr an der Theaterkasse. KsMN'Vsrk Am Kllslrinerplatz, RildersdorkersIr.TI Hermann Imbs. Täglich: Qroßes Konzert, Theater- und Spezialitäten- _ Vorstellung._ W. Noacks Theater. Direktion:«ob. Olli, vrinnienstr. 16. Letzter Tag des großartigen In»!- Programms! 9st, Ilhr daS hachaktnellc Stück: M\i wie es liayt udi! kracht! Bei schlechtem Wetter: Vorst, im 8aal. Psuesehe ArmecrMariReiindKgMI'Ausstelliffls Am Wannseebahnhof Friedenau. ägSfr" Schauführung des Rettungwesens auf See.— Internationale olympische Spiele in der Arena. Ausstellungshallen bis 8 Uhr— Ausstellungsgelände bis 12 Uhr nachts geöffnet. Tag lieh große Konzerte. Heute Eintritt 80 Pf., Militär nml Wer 28 Pf. Allgemeine Ausstellung von Erfindungen der Kleinindustrie B 25. Juni— 15. Sept. 1907 Geöffnet von 10—8 Uhr. Eintritt 50 Pfennig Dauerkarten 3 Mk. Keine Extra-Entreer. Von 4 ühr ab: KOXZERT EIXOEDSHOFER AUSSTELLUNGSHALLE am Zoolog. Garten HaxRIiems| Sommer Theaters Hasenheide 13/15. Artistische Leitung: Paul Milbitz, � fäglieli: Cr. teert Theater| d. Spezialitäten-Vorstellung.| Jeden Montag: Sommerfest. E Jeden Mittwoch: Die beliebten Kinderfeste. V Jeden Donnerstag: Glitc-Tag. fk Die Kaffeeküche ist täglich von K 2 Uhr ab geöffnet. MMMIM Gr. Frankwrterstr. 132. Sonntag, den 30. Juni: Im Garlen:<8*3 Anfang 4 Uhr. Das glänzende Inn-- Program«. Paul Gorradini.— Tho l-augte». Die Ballettschule. Sonntagspreise. Im Theater abends 8'/, Uhr: vcr xc»ßc l'abckaaate. Sommerpretse. Sanssouci, sSb1! Direktion Wilhelm Reimer. Bei günstiger Witterung aus der Gartenbühue. Sonnt., Moni., Donnerst.: Honmanns Rordii. Sänger. Heute Novität: Meies als EinMer. � m P°ss� Sonnt. Bcg. 5, wochent. 8 U. Morgen: Groste Glite-Soiree und F'anz. Vsriete-vaTien WcinbergSiveg 19/20, Rolenth.Tor. Spezialitäten- Vorstellung. Fcvmcaackca- Ksazcct. Anf.: Konzert 5; Vorstellung? Uhr. I»»- Bei ungünstigem Wetter Vorstellung Im Theater 8 Uhr. Kleine Soiimerpreise. Alhambra Wallner-Theaterstraße 15." Großer Ball Großes Orchester..Ansang Sonntag» 5 Uhr. A. Zameitat. Jeden Sonntag: Ober-Schöneweide a. d. Obersprce. Jnh.: Alb. Kocrne»»* (Neues Konzeckhans). 42812*] Heute: Extra-Reunion (Leitung: Tanzlehrer ISacbs). Für Bereiiie und GeWerk- schafte» im Sommer noch Sonnabende zu vergeben. Bcdiugnngen in bekannter kulanter Weise. Misiis Moritz Uhlo Krcnzbergstr. 8. Sonntag: Frischer Gäusebrateu, Junge Hühner, Zlal, grün, mit Gurkensalat, Groster Mittags- tisch, kleine Preise. Gcht Kulm- bacher, Happoldt Tip-Sop, alte Weifte, Kaffee in Kannen 59 Pf. Von 5 Uhr an: Frei- Konzert. Schöner schattiger Garten. Waldemar siraOeTZ. SSd-dst Waldemar- straBe 75, Jeden Sonntag: CFOßßr Ball. Herren 0,50 M. Damen 6,20 M. Ansang Sonntags 5 Uhr. v FWWWWP Unerreicht billige Preise. Unsere Neuhellen schlagen ______ alles. Rcqucnm Tcllzablnng ohno einen Pfennig Aufschlag. lUustr. Katalog grat. n. franko. Otto Jacob scn., Berlin 30. FriedenstraSe 8. ♦ VI. Wahlkreis. Sonntag, den 14. Juli 1907: Qroßes Zimmer im Gesamt-Etablissement„Moabiter Schützenhaus", Plötzensee. GroBcs Garten-Konzert — ausgefohrt von zwei stark besetzten Haslk- Kapellen.— Mitglieder des Verbandes der Berufsmusiker. Anitreten des beliebten Berliner Vlk-Trio. □ von 18 Vereinen Gesangs- Huf führungen einen des Arbeiter- Siingerbnndes Berlins und Umgegend. rurnerifche Hufführungen ausgeführt von Mitgliedern der Arbelter�rnrnvcrolne., Anftreten von Mitgliedern des Arbeiter Athleten Bundes. Vorführungen von Mitgliedern des Berliner Hrbelter-Radfahrerverelns (Mitglied des Arbeiter-Kadfahrer-Bundes„Solidarität''). Die Kalfeektiche ist von S Uhr ab geöffnet. Von 3 Uhr nachmittags - Canz.= Herren, welche daran teilnehmen, zahlen 50 Pfennige nach. �ncJcr+ Jedes� Kind erhält am Eingang zwei Bons, QIC IMIiaer* von denen der eine gegen eine Stocklateme ' umgetäuscht werden kann, während der andere zur einmaligen Benutzung der Schaukel oder des Karussells berechtigt.— Für ausreichende Fabrverbindung ist Sorge getragen, da die StraBenbabn- Gesellschaft die Linien 10. II und 12 an diesem Tage bis Plötzensee durch- führt und bei Bedarf vom Rosentbaler Tor ab Einsetzwagen verkehren. Von der Haltestelle ist zwei Minuten Weg bis zum Schützeuhause. Vom Ringbahnhof Beusselstraße ist das Lokal zehn Minuten entfernt. Außerdem führen die Straßenbahnlinie 68 und die Omnibuslinie 45 bis in die Kähe des Festlokals. Bei etwa eintretenden Unglücksfällen steht den ganzen Tag die Arbeiter- Samariter-Kolonne gratis zur Verfügung. Der Arbelter-Schwlmmerbnnd hat am See eine Rettungswache stationiert. Billetts im Vorverkauf 20 Pf., an der Kasse S5 Pf. Anfang mittags 12 Uhr. □ Zu zahlreichem Besuch dieses beliebten Volksfestes ladet ein 256/10* Das Komitee. ♦ B Sozialdetnokr. Wahlverein Jtixdorf Sonnabend, den 6. Juli: Großes Sommerfett in den Gesamträumen der Neuen Welt Großes Konzert X Spezialitäten-Vorstellung Reigenfahren X Großes Brillant- Feuerwerk :: Kindertheater X Fackelpolonaise usw.:: Eröffnung 3 Uhr, Billett 25 Pf. Konzertbeginn 4 Uhr. TanZ. Herren, welche daran teilnehmen, zahlen 50 Pf, nach. Die KaffeekQche steht den geehrten Damen von 3 Uhr an zur Verfügung. DM" Jedes Kind erhält vier Bons, berechtigend zu Stocklateme, Schaukel, Karussell und Bergwerk. a Programm an der Kontrolle gratis. 235/6+ Zu zahlreichem Besuch ladet ein Der Vergnügungsausschuß. a i ►♦♦♦♦♦♦♦ 3*C s kE Schwarzer Friedrichsberg Sladtbahnstation Frankf. Allee. InH Udler V Frankfurter Chanssee 5 (früher 130). Qebr. Jivtltiold. Fonispr��riedric�� Jeden Sonntag: Großes Künstler-Konzert.« Spezialitäten-Vorstellung. Im Künlgsaale: GrOßeP Ball. 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Irilngt des Jotmirtä" Keelim WllisM Sonntag, 30. Inn! 1907. Nkkbandstag der Kuchbinder. Nürnberg, 27. Juni. In der Mittwochsitzung beschäftigte man sich neben den Be- ratungen über die Taktik noch kurz mit der Lehrlingsfrage. Der Verbandsvorstand wurde schlietzlich beauftragt, der Sache mehr Auf- merksamkeit zu schenken, als es bisher geschah. Am Donnerstag wurde dann in die Verhandlungen über den 3. Punkt:„Agitation" eingetreten. Als erster Redner sprach Remminger-Stuttgart, der für die Anstellung eines weiteren Sekre- tärs im Vorstand eintritt, was er für besser hält, als wenn die Bezirksleiter vermehrt würden. Göth- Bielefeld nennt die Agitation die vornehmste Aufgabe des Verbandes. Man solle ungefähr 20(WV M. mehr für Bezirks- leiter und Gaubeamte aufwenden. Namentlich fehle es an einer Person, die weibliche Mitglieder wirbt. Dürr- Fürth plädiert für die Anstellung eines Gauleiters in Bayern. Er verweist vor allem auch darauf, dah in Nürnberg- Fürth und Erlangen mit einer großen Anzahl von Arbeiterinnen zu rechnen sei. Bytomskh- Berlin schlägt bor, den Punkt Agitation zurück- zustellen und die Beitragsfrage vorher zu behandeln. Dies wird jedoch abgelehnt. Weiß- Nürnberg tritt hierauf ebenfalls für den Antrag 3 ein, wonach für die Zahlstellen Nürnberg-Fürth und Erlangen ein besoldeter Beamter angestellt werden soll. Diese drei Städte be- schäftigen nahezu 5000 Aollegen und Kolleginnen. Der Gauleiter Pfütze macht darauf aufmerksam, daß man heute überhaupt noch nicht wisse, wie die Lohn- und Arbeitsverhält- nisse in der Buchbinderbranche seien. Die Bezirksleiter müßten übrigens geraume Zeit hindurch die Verhältnisse studieren, bevor man von ihnen eine segensreiche Tätigkeit erwarten könne. Die Erkenntnis, daß es notwendig sei, Bezirksleiter anzustellen, hätte schon früher kommen müssen. Was noch zu leisten ist, beweist, daß auf Grund einer Fragebogenstatistik, die natürlich keinen Anspruch aus Vollständigkeit erhebt, von 11 700 in der Kartonnagenbranche beschäftigten Personen erst 1900 dem Verbände angehören. Der Bezirksleiterfrage müßte in Zukunft unter allen Umständen mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden. Bezirksleiter Groenhoff verbreitet sich über die Pflege der Statistik. Die Schwierigkeiten, die sich ihr oft entgegenstellen, zu beseitigen, müsse als wichtige Aufgabe betrachtet werden. K ü st e r- Hamburg fordert die Anstellung eines Ortsbeamten für Hamburg-Altona. Hecht- Mannheim wünscht die Anstellung eines Bezirksleiters für Südwestdeutschland, G e t r o st- Frankfurt am Main das gleiche für Frankfurt-Offenbach. B a u e r- Krefeld bemerkt, die kleineren Filialen des Verbandes müßten mit den Gewerkschaftskartellen in steter Fühlung bleiben. Verbandssekretär Härder meint, die Aufgabe, die ein- mal gewonnenen Mitglieder festzuhalten, falle mehr den Kollegen in den Werkstätten zu, wo sie in ständigem Verkehr mit jenen stehen. Das Verbandsbureau eigne sich viel weniger für mittlere und klein« Agitation, der Verbandsvorsitzende zumal könne nur in großen Zügen aufklärend wirken. Den Gautagen gegenüber ist er pessi- mistisch gestimmt. Diese dürften durch das vorgeschlagene Institut der Gaubeamten mehr und mehr hinfällig werden. Lange- Dresden pflichtet hierin Härder bei. In der Agita- twn müsse auch ein Hauptgewicht mit darauf gelegt werden, daß weibliche Referenten zur Verwendung gelangen. K r a t s ch- München verlangt, daß der dortige Lokalbeamte seine ganze Kraft dieser Stadt allein zuwende, was namentlich auch wegen des Arbeitsnachweiswesens notwendig sei. Albert- Breslau führt aus, man möge ruhig das Experi- ment des Breslauer HandlungsgehülfenverbandeS nachmachen, wo der Beamte ursprünglich nur als Ortsbeamter gedacht war. Er habe aber dann später im ganzen Osten ungemein fruchtbringend gewirkt. Der Osten sei überhaupt für das übrige Deutschland in jeder Beziehung ungemein wichtig. Dieser Winkel müßte unter allen Umständen gereinigt werden. Brucks- Berlin gibt ein Bild von den Agitationsverhältnissen in Berlin, worauf die Genossin Thiele eine Reihe Vorschläge für die Agitation macht. Die Arbeiterinnenfrage sei keine Nebenfrage, und deshalb müsse für die Kolleginnen mehr geschehen. Dietrich- Stuttgart ist der Meinung, daß Lokalbeamte da viel notwendiger seien, wo viele Nebenbranchen vorhanden sind. H e s ch e- Leipzig führt die großen Erfolge, die die Organisa- tion in Leipzig erzielt habe, auf das gegenseitige Vertrauen zurück. Die Berliner sollten es auch so machen. Sie brauchten nur ihre Zwistigkeiten einzustellen. Redner wendet sich dann entschieden gegen die Anstellung weiterer Bezirksleiter. Dann folgt die Abstimmung über eine Reihe von Resolutionen und Anträgen. Angenommen wird eine lange Resolution Pfütze Groenhoff, die als die vornehmste Aufgabe aller Mitglieder die un- ermüdliche Agitation zur Gewinnung und Aufklärung von Mit- gliedern bezeichnet. Ein großes Augenmerk müsse auf die Ge- winnung der Berufsangehörigen in der Provinz und in den Neben- branchen, sowie der weiblichen Arbeitskräfte gerichtet werden. Gleichfalls zur Annahme gelangt eine Resolution Dietrich, die es für notwendig erklärt, daß zur Ausübung einer intensiven Agitation eine größere Anzahl vom Verband besoldeter Bezirksleiter angestellt werden. Endlich wird ein Antrag Güth angenommen, wonach der Ver- bandsvorstand gehalten ist, eine agitatorisch tüchtige Kollegin nach vorheriger Ausbildung in den dafür geschaffenen Institutionen anzustellen. Damit ist dieser Punkt erledigt. In der Nachmittagssitzung kommt der 4. Punkt:„Beitrags- und Unterstützungsfragcn und Anträge hierzu" zur Beratung. Vor Eintritt in die Tagesordnung wird eine inzwischen eingegangene Resolution, die in der schon erwähnten Protestversammlung der Berliner Buchbinderbranche angenommen wurde, verlesen. Die Resolution erhebt Protest dagegen, daß die Branche auf dem Ver- bandstage nicht vertreten ist, und fordert die Delegierten Klar und Brucks auf, ihre Ehrenämter in der Berliner Zahlstelle niederzu- legen. Der Verbandstag beschließt einstimmig, über die Resolution zur Tagesordnung überzugehen. Die Berliner Delegierten enthalten sich der Abstimmung. Haueisen als Referent weist darauf hin, daß der indiffe« rente Arbeiter, wenn er vor dem Eintritt in die Organisation steht, immer zuerst danach fragt, was ihm für seinen Mitgliedsbeitrag geboten wird. Es komme mehr auf die Leistung, als auf die Höhe des Beitrages an. Jedoch kommen auf dem Arbeitsfeld des Buchbinderverbandes nicht bloß die Buchbinder in Betracht, sondern der Zugang zum Verband komme gerade in letzter Zeit mehr aus den Nebenbranchen als au» der Mutterbranche der Buchbinder. Aber gerade in den Nebenbranchen stößt man auf Arbeitslöhne, die zur Zahlung hoher Beiträge an die Organisation nicht ausreichen. Deshalb sei der Verbandsvorstand zu dem Vorschlag gekommen, mehrere Beitragsklassen einzuführen, und zwar 1. Klasse Wochen- beitrag 1h Pf. für lvcibliche Arbeiter unter 10 M. Wochenlohn; 2. Klasse 25 Pf. Wochenbeitrag für weibliche Arbeiter mit mehr als 10 M. Wochcnlohn; 3. Klasse 45 Pf. Wochenbeitrag für Arbeiter bis zu 21 M. Wochenlohn; 4. Klasse 60 Pf. Wochenbeitrag für Ar- beitcr mit über 21 M. Wochenlohn. Die Notwendigkeit der Er- höhung der Beiträge liegt unbedingt vor; mit der Erhöhung würde sich aber die Tatsache ergeben, daß Arbeiter auS Papierindustrie- Zentren mit unglaublich niedrigen Löhnen für die Organisation nicht oder nur schwer zu bekommen wären. Die mit der Einführung des Staffelbeitrags sich ergebende Mehrarbeit für die Verbands funktionäre müsse eben mit in den Kauf genommen werden. Der Dresdener Verbandstag hatte die Einführung der Jnva lidenunterstützung abgelehnt. Die Urabstimmung unter den Mit gliedern hat aber ein Resultat ergeben, dah nicht gergde� negativ genannt werden kann; die männlichen Mitglwder haben nt großer Mehrheit für, die weiblichen in ihrer Mehrheit gegen die Invaliden- Unterstützung sich erklärt. Das Gesamtresultat gab aber eine ge< ringe Mehrheit für die Einführung dieses Unterstützungszweigcs> Der Verbandstag soll nun endgültig darüber entscheiden. Der Re- fcrent empfiehlt aber, dies erst dem nächsten Verbandstage zu über- lassen. Die Diskussion eröffnet F ö r st e r- Annaberg, der einige Abänderungsvorschläge zu den Unterstützungseinrichtungen macht, wie er sie im Interesse der „Provinzler" für vorteilhafter hält. Remminger- Stuttgart tritt für einen Kartellvertrag des Verbandes mit der Zentralkrankenkasse ein. Dadurch bekäme die Krankenkasse Mitglieder und der Verband eine allgemeine Kranken» Unterstützung. Grün wald-Wien, der Vertreter der österreichischen Buch- binder, teilt mit, daß in seinem Verband die Beiträge höher sind als im deutschen Verband, obwohl in Oesterreich die Löhne der Buchbinder bedeutend niedriger seien. Nach den Erfahrungen des österreichischen Buchbinderverbandes spielt in bczug auf die Bei» trittsmöglichkeit die Höhe des Beitrages keine Rolle; die Haupt- sache sei nur, daß die Leistungen den Beiträgen entsprechend seien. Redner erklärt sich für Kampf- und zugleich Unterstützungsorgani» sation. Knoll, Vertreter der Generalkommission, erklärt, die Frage, ob Kampfes- oder Unterstützungsorganisation, gebe cS heute ernstlich nicht mehr. Die erste Bedingung sei, große Massen aufzubieten. Ein Mittel, dies zu erreichen, sei der Ausbau des Unterstützungs- Wesens. Von den gelben Gewerkschaften könne man in dieser Hin- ficht lernen: die Unternehmer fesseln ihre Gelben nur durch ein raffiniert ausgestaltetes Unterstützungswcsen. Verbandsvorstand Kloth tritt für den Ausbau des Unter- stützungSwesens im allgemeinen ein; es sei nicht klug, das Ver- sicherungswesen den privatkapitalistischen Gesellschaften zu über- lassen. Die gesicherte Zukunft des Arbeiters mache ihn auch einiger- maßen kampffähiger und kampffreudiger. Haueisen nimmt das Schlußwort und bemerkt, daß man die Mitglieder an hohe Beiträge gewöhnen müsse. Es folgen dann Abstimmungen. Die Einführung der Jnva- lidenunterstützung wird mit 42 gegen 1b Stimmen abgelehnt, die Einführung der Krankenunterstützung mit 44 gegen 14 Stimmen angenommen. Die Frage, ob sich die Delegierten im Prinzip für die Einführung der Staffelbeiträge aussprechen, wird mit 43 gegen 1b Stimmen bejaht. Am Freitag trat eine elfgliedrige Kommission zusammen, um über die am Mittwoch behandelten und im Prinzip angenommenen Fragen, das Unterstützungswesen betreffend, zu beraten. Dann wurde folgende von Frau KoSzielniak gestellte Resolution dem Ver- bandsvorstande zur Berücksichtigung überwiesen: „Der VerbandStag erkennt die Notwendigkeit einer inten- siveren Agitation und Aufklärung unter den weiblichen Mit- gliedern unseres Verbandes an und hält als eines der Mittel zu diesem Zweck die größere unentgeltliche Verbreitung der„Gleich- heit" für wünschenswert. Er empsiehlt deshalb dem Verbands- vorstand, den an ihn gestellten diesbezüglichen Anträgen der in Frage kommenden Verwaltungskörperschaften auch in finanzieller Hinsicht die weitgehendste Unterstützung zuteil werden zu lassen." Darauf wurde die Diskussion über die vorliegenden Anträge zum Statut eröffnet, die ungemein zahlreich sind, so daß die De- hatte am Abend noch nicht zu Ende ging.> Der Verbandsvorstand Kloth legt Wert darauf, konstatiert zu sehen, daß die von der Mandatsprüfungskommission beantragte und vom Verbandstag ausgesprochene Rüge in Sachen der Delegierten» wählen nicht gegen ihn allein, sondern gegen den gesamten Vorstand gerichtet ist, Cln�egAngene Druck IcKnfteti. RHerausgeber.- G., Üernhard.h i: 26. Heft. Biertcljähelich 3,00 M. Verlag r CharloUcnbUrg, Koetheitraji« 69. Jahresbericht 1906 des Zentralverbandes der Steinarbeiter Deutsch- landS. 72 Seiten. Selbstverlag in Leipzig. Blätter für Gesundheitspflege. Hest 6. Organ de» Vereins sür Volls-Hygienc. 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Mit dem Gebiß bin ich sehr zufrieden, kann beißen, sprechen, singen, ohne jede Störung; werde Sie jedem empfehlen. ederholt« Irrtümer zu vermelden, bitte genau auf Nummer 1*® und Firm« zu achten WM" zwischen Tumaschke dfc Clmublt., ttr Zahlstelle Berlin. Stock* und Zellulold�Meiter! Montag, de» 1. Juli, abends 6 Uhr: Branchen- Versammlung In Fenerstelna Fcstattlen, Nachf. Knbe, Sllte Jakobsir. 75. TageS-Ordnung: 89/13 1.-»Je Kämpfe in der Holzindustrie und unsere weiteren Auf. gabeu.« Rejerent! Kollege Lh.«Ivehe. S. Di»kussion. 3. Welch- Schritte haben wir zu unternehmen, um die Lage der Heimarbeiter zu heben? 4. Verschiedenes. Wegen der wichtigen TageZ-OrdMtNg ist das Erscheinen sämtlicher Kollegen dringend notwendig._ Der Obmann. Heute Sonntag, den 30. Juni: Urabstimmung über die Festsetzung des Beitrages ab 1* Juli UNd Wahl eines Delegierten zum internationalen Arbeiterkongreß in Stuttgart in folgenden Lokalen: 1. Donat, Schönleinstr. 6. 2. Kutscher, Urbanstr. 87. 3. Märkischer Hos, Admiral- stratze 18o. 4. Muhs, Mantcuffelstr. 93. 6. Reichenberger Hallen, Neichenbergerstr. 147. 6. MerkolvSki, Andreasstr.26 7. Litfin, Menielerstr. 67. 8. Wildner» FriedrichSberg, Friedrich Karlstr. 11. 9. Mann, Strausbergerstr. 3. 10. Berolina, Schönhauser Allee 23. II. Hube, Kopenhagenerstr. 74 12. Strausf, Ackerstr. 59. 13. Jahrow, Navenöstr. 6. 14. Maast, Brunnenstr. 96. 15. Lamprecht, Putlitzstr. 10. 16. Julius Meyer. Oranien- straße 103. 17. Grapentin,Skalitzerstr.102 13. Habels Brauerei, Berg- mannstrahe 6/7. 19. Wicmer, Bülowstr. 58 20. Swinemünder Gesellschaftshaus, Swinemünderstr. 42. Für die Wahl des Delegierten für den 4. Gau find folgende Vorschläge gemacht: Th. Glocke, Berlin, Fr. Ttusche, Berlin, und Fr. Koftmaun, Wittstock. Die Stimmzettel dürfen nur einen Namen enthalten, Stimmzettel, auf denen mehr als ein Name steht, sind ungültig. Die Slbstimmung beginnt um 10 Uhr vormittags und endet um'i Uhr nachmittags. Jedes Mitglied muß persönlich zur Abstimmung erscheinen und als Legitimation daö Mitgliedsbuch vorzeigen. Ohne Mitgliedsbuch wird niemand zugelassen. Die Abstimmung kann jeder Kollege in dem Lokal ausüben, welches für ihn am bequemsten zu erreichen ist. Die Werkstatt-Vertrauensleute werden ersucht, den Kollegen die Mitgliedsbücher auszuhändigen. bg/ll__ Die OrtSverivaltiinq. r wm ZabUtelle Rlxdori.. Am Sonntag, den 30. Juni findet die Wahl eines Delegierten»nm Internationalen Kongreß in Stuttgart in solgenden Lokalen statt: 1. Preil, Roscnstraße 24, 2. Schmidt, Berlinerstraße 14. UM Die Wahl beginnt um 10 Uhr vormittags und endet um S UHr nachmittags. � AIS Legitimation dient das Mitgliedsbuch. Pflicht eineS jeden Kollegen ist-S, sich an der Wahl N>V zu beteiligen. 80/ 12*___ Die Ortnvcrtraltnng, Arbeitsnachweis: VerwaltuugSsteNe Berit». Hanptbnrea»: Hos I. Zimt 3, 1239. CharitOlraBe 3. Hos III. Amt 3, 1987. Montag, den 1. Juli 1007, abendS«'/, Uhr: MgUeüer- Versammlung flr König»-IVusterksussn uns UmgegenS in Wllckan, im Lokal von Sehnmann.. TageS-Ordnuug: 1. Bortrag. 2. Diskussion. 3. BervandSangelegenheiten._ HT* Die Mitglieder werden ersucht, zahlreich zu erscheinen."MM — SB. Die Zahlstelle des Deutschen Metallarbciter-VerbandcS befindet sich beim Kollegen Augutt PHrtohel, KönigS-Wusterhausen, Bahnhosftr. 1. 121/8 Die OrteTerwaltnnn. 121/8_ Die Orteverwaltnnic. Achtung! Tischlei* Achtung! Mittwoch, den 3. Juli 1007, abends 8'/, Uhr. in den „AndreaS-gfestsälen-, Andreasstraste!tl. Oejfentliehe Versammlung. TageS-Ordnung» Reserenl Ko�« Ltimtilcds 7I,ohIar Serlin» sind elngoladsa. Der Ginberufer: Wilhelm Beiersdorf. 1. WaS lehrt nnS die letzte Aussperrung? Hermann Posaelt. L. Diskussion. » s..l« Mittwoch, de« S. Juli er., adendS pünktlich«'/, Uhr: Sektions-Versammlung der Lackierer in„DrUseltt Feststtlen-S Neue Frirdrichstraße 35, TageS-Ordnung? 1. Vortrag des Genossen Dan Sehlitte über:»Die Reichstags- anflösuug und die heutige Kamarilla-. 2. Bericht über den Streik bei lsage& Guttieft. 8. Verschiedenes. 107/10 Zahlreiches und pünktllcheS Erscheinen der Mitglieder zu der Vtreamm- ning sowie zu der am Sonntag den XI- Jult er. stattfindenden Herren Partie erwartet Dl Qenossitmen! Ijewssn! Dienstag, den � Juki, abends 8 Uhr: 0eäeM. Vsrssmmlllllx im„Nene» Klnbhans", Kommandantenstr. 72. Tagesordnung: 1. Der internationale Kongreß und das Frauenstimmrecht. Referentin: Genossin Ottilie Baader. 2. Diskussion. 8. Wahl der Delegiertinnen zum internationalen Kongreß und zur internationalen Frauenkonferenz. i;is+ Zahlreichen Besuch erwartet_ Die Bertranensperson» rtaptiiiarttDiUiiids. Eweigvevstn Serlin unü Ilmgegend. Dikklstag, den 2. Juli, vom. 10 Uhr, in der„Neuen Uelt", Hchuheide 108/114: VösLWMllitig illlös 8!sö!Iiöiil!öii util! All8gg8pösllkit. TageS-Ordnung: 35/8 Der Stand unserer Bewegung. Mitgliedsbuch und Streikkarte legitimiert._ Die Zentralstreikleitung. General-Versanimlaiig der Stcrbekasse ehem. Arbeiter der Berliuer Musikinstrumenten- FabrikA.-G. vorm. Pietschmau» und Söhne. Sonntag, den 7. Juli, vormittags gq, Uhr, Brunnenstr. 41. Sonntag, den 7. Juli 1367, vormittags 11 Uhr im Saale der Brauerei Friedrichshain: Uebungs»Stunde. Geübt werden die beim Sangerfest am 4. Angust zu singenden Lieder: „Nicht verzagt",„Sturm",„Nrbeitömaun", „Uutreue",„Marseillaise". Im Nebensaale pünktlich 10 Uhr vormittags �.ussebuK- SitDunx. TageS-Ordnung: 89/g 1. Ausnahme: von Vereinen. 2. Maiscierstaiislil. 3. BundeS-Angelegenheiien. Xnr Beachtnng S Die Sonderchöre zum Sängerfest wollen sich bis spätestens 7. Juli mit Angabe der eventuell zu singenden Lieder (inkl. eines BundeSIiedeS) beim Vorstände melden. .Elittrltt»ha.rten«um SUngertcst sind von den Vereinen. beim 2. Kassierer Darg, Rixdorf, Fuidastr. 58 I, ebenso in der Aus- schust Sihnng zu entnehmen. De»telln»gen unk I-ieserhUeher a 35 Pf. find an den 1. Kassierer SelhrU, 5W., Berginannstr. 104, zu richten. 16/11_ Der Vorstand. Geschäfts-Eröffnittig. Dem geehrten Publikum von NvlvNlvkö UUd NNl�ekfeNd zur gesälltgen KsnNtniSnayme, das; wir mit dem beullgen Tage unter der Firma Otto Heinrichs& Co., Friedlichste. 8, .in- Setter- und Limonaden-Fabrik eröffnet haben. ES wird unser grösites Bestreben sein, die geneigte Kundschaft mit nur reeller Ware prompt zu bedienen. ISOSb Hochachtungsvoll Otto Heinrich«. Robert Kittwey. CM s le Sektloneleltang. KLeiNC KlflS II 1 3 Beliebteste Pfg.Cigarette q ' Clgartttcn-Fabrik„Klos" o E. Robert Böhme, Dresden,?? ü Mo n ll M«r!! kaufe ich preiswert sür mich Stoff z. Herrenanzug? Bei ludwig Engal, Prenzlauerstr. 23, II, Alexander-Platz. Gegründet 1892. GroheS Stofflager. Neueste Muster Aachener Fabrikate, reinwollene Stoffe, Reste von 5 M. an per Meter. Spottbillig! 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Di« rcgel- mätzigen Mitglieder« Versammlungen finden alle 14 Tage Freitag bei Dräsel, Neue Friedrich str. 35, statt, und ersuchen wir auch die noch fern- stehenden Kollegen zu erscheinen. Verband deutscher Schneider, Filiale Berlin. Hltelledschaft II (Zuschneider und Zuschneiderinnen). Nähere Auskunft daselbst._ ?aUl 7ÖbS, Schneidermeister 29 GardtneiihauS Bernhard Schwartz Wallstr 29 Flur-Eing. \ui Teilzahlung l ßL •w WSchcntlich n u e 1 Mark Uhren jeder Art so- wieGoId>var.,Ztlherii,! Phonograph., Platten- sprcchmaschincn, Har- inomkaS, Äandolinen, Geigen usw. Grotze Sluswahl in Ptatlen, echte Edisc und Walzen zu Juhnv& König, Warschauerstr. 73, 1. Etage, Reintckcndorferftr. 101, 1. Etage. echte Edison-Apparate u Original-Preisen Urbeiter- W'Bernfs-Kleidnng Aeltestes Spezlal-Oeschäft 3 fltühlendamm Z und Kotthnaerdamm 95. Adolf Necker. O.Hetnze, Brücleostr. 6. zThir besonders billig. Reparatur, Emaillierung, Vernickel. Restaurant ißverbsebafc- � haus. � - Engel-Ufer 15.= Menu 75 Pf. Heute Sonntag: Bouillonsuppe mit Klöschen. Junge Brcchbohnen mit Hammel« rippchcn oder Aal grün. Kasseler Rippespeer oder gesüA« KaTSdrust. Kompott oder Salat. X Reichhaltige tlbendkarts. X Wochentägltch: Gros/er bürgerlicher �isiggeüseti c°u». 60 pi, Um zahlreichen Besuch bittet alle Genossen IUeb. Augustin. 145 B. 161. 07 Abschrift. Oeffentliche Stining des König lichen Schöffengerichts. Berlin-Mitte, Abteilung 145. Berlin, den 5. Juni 1907. Fabrikanten I. Schmidt, hier, Angeklagten, wegen Beleidigung, erschienen bei Ausruf der Sache 1. der Prtvatkläger und Rechts- anmalt Dr. Heinemann, 2. der Angeklagte und Rechtsanwalt Dr. Edelstein mit anliegender Voll- macht. pp. ES kam vor Eintritt in die Verhandlung folgender Vergleich zu- stände: Der Angeklagte erklärt, hast er die zur Anklage stehenden Aeuste- rungen, insbesondere den dem Privatkläger gemachten Vorwurf der Bestechung nicht aufrecht er- halten könne, sofern er über- Haupt dergleichen Aeicherunaeu getan hat. Er nimmt die Be- leidigungen zurück und trägt die Koste» des Verfahrens, einschlieft- lich des Honorars des klage- rischen Prozeftbevollmächttgten von 3V Mark. Prtvatkläger ist berechtigt, ein« Ausfertigung dieses Vergleichs binnen 4 Wochen noch Zustellung einmal aus Kosten deS Angeklagten im „Vorwärts" öffentlich bekannt zu machen. Privatkläger nimmt die Prtvatklage zurück. V. g. Beschloffen und verkündet: Das«erfahren wird nach Mahgabe deS Vergleichs eingestellt. Ausgefertigt Berlin, den 14. Junt 1907. APitz. GerichtSschretder des Könlglichm Amtsgerichts Berlin-Mitte. _ Abteilung 145._ gez. Wollner. Gruppe. ftoh«7abaU Uavana Wo. 5630 a 1.50 verzollt, feine milde£.iialität» besonders billig.* V. Hermann Müller, Berlin, Magazinstr. 14. 100 Mark Anzahlung pro Parzelle, in gesundem idyllisch gelegenun Vorort Berlins(Wald und Wasser). 150 Parzellen a zirka 70 Ouadratruten, sehr kulant zu verlausen. Kosenthal, Eharlottenburg, Goetheslr. 77. mmi Olßa Jacobson, Ä'm. �Hygienische Neuoat. 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Sltfcrftr. 45, Bcnthin. . 68, Goldacker. # 85, F, Hanke. » III, Thoma. . 114, Marquard. Adalbertstr. 36, Raubut. . 45», O. Lank«. 66, Hoppe. Adolfstr. 1, Dobrin. 11. Tennigkeit. 12 d, Häniich. Admiralstr. 10, O. Hanke. . 30, Heinroth. Allcnstcinerstr. 6, Namlhun. 15, Cieluch. . 26, SaunuS. Sllexandrinenstr. 28, Hiwig. Sitte Jakobslr. 138, Surf. Slmsterdamerstr. 11, Eule. 29, Herbcrg. Andreas str. 18, D. Hanke. Markth. iBt. 125, Güldner. Slinienstr. 41, Nienieyer. Sin der Spandauer Brücke 1b, O. Hanke. Anklamcrstr. 31, Benthin. , 48, Haase. Slntonstr. 48, Oertel. Slndreasstr. 32, Brotfabrik.Wilhelma' Slrtillerieslr. 3, Goldacker. Badstr. 13, Kappler. „ 37a, Schiinetzek. . 49, Goldacker. v Barnimstr. 37, Güldenstern. Bastianstr. 18, Nirdztr eds. 20, Tonn. Bärwald str. 47, Raatz. Belsortcrstr. 22, Eggert. Belleallianceslr. 24, O. Hanke. Bergstr. 2, Hönicke. Bergmannslr. 10, KnofiuZ. » 14s, Polenz. » 19, O. Hank«. Berlichingenstr. 1, Polonius. 12. Graj. Sernauerslr. 3, Schill. . 47. ftinke. . 97, Marx. öcusselstr. 17, O. Hanke. , 7, Eckert. , 42, Languth. , 44c, Grethlein # 56, Pohle. , 69, Schneider. . 87, Rithmer. Birkenstr. 82, Sauer. Blücherftr. 11, D. Hanke. . 67, Berolina. Blumenftr. 13, O. Hanke. Bochnmerstr. 10. Klinke. Bödickerjn. 30. Gen.-Bäckerei, Berlin. Bohenstr. 6, Benncke. 16. Jakob. Boxhagenerslr. 27, Siellng. Böttgerstr. 5, Kruppe. , 25, Duckert. Brandenburg str. 21, Becker. Bremerstr. 57, Besterling. . 60. Bayer. Britzerstr. 7, Toraatfch. Brunnenstr. 3, Mollweide. . 41. Sorge. , 151, F. Hanke. , 129, Goldacker. . 154, Herrinann. Brüsselerstr. 5, de Bruyn. , 8, Gonsior. , 43. Janezeck. Buchstr. t. Völker. Burgsdorsstr. 15. Linder. Büschingstr. 17, Grosch. Buttmannstr. 20, Hirsch. Eadincrstr. 4, Weber. Camphausensir. 6, Zindler. Carmen Sylvastr. 155, Schiweck. ,. 157, Herde. ,. 163, Straub. Chausseeftr. 44, Goldacker. „ 105, Herberg. Chodowieckistr. 1, Müller. , 25, Marlock. Christburgerftr. 35, Tank. Christianiaftr. 116, Eppinaer. ComeniuSplatz I, P. Hanke. Cuvrystr. 28, Piantz. Dalldorserslr. 38, Wulst. Markthalle, Stand 175- 176, Hänisch. Danzigerstr. 8. Conrad. „ 15, Bebel. „ 70, Freitag. s 72, Bondraa. . 76, Vogler. Dänenstr. 5, Buhek. Temminerslr. 25, Grund. 23, Gliese. DIeffenbachstr. 27, Stcinbor». 52, Kleb. DIeffenbachstr. 58a, Bcthke. 70. Bock. Dslsige-ftr. 38, Reimann. Drogonerstr. 38/40, SchrautM. DreSdenerstr. 6, Goldacker. » 17, O. Haute. » 90. Schulz. . 101, Hanke. DMckcrstr. 2, Czerwenka. . 75, F. Hanke. , 78, Kunze. 80, Deine.''. Dunckerstr. 90, F. Hanke. Ebelingftr. 5, Blender. EberZwalderslr. 27, Rothe. Ebertystr. 33, O. Hanke. » 45, Schramm. „ 50, Bruckner. „ 54, F. Hanke. Eisenbahnstr. 8, L. Hanke. . 3, Haupt. Elbingerstr. 27, F>edler. , 32, Wensch. , 79, Hanke. , 90, Trappe. , 99, Reimann. Elsasscrstr. 92, Thoma. Emdenerstr. 21, Niestroh. 17. Pohl. Erasmusstr. 2, Müller. Falckensteinstr. 20, Starz. 17, O. Hanke. Falkplatz 1, Günther. Fchmarnstr. 8, Bchrend. 9. Volksbrot. , 20, Barz. Fehrbelllnerstr. 27, Hös-lbarth. , 93, Hein. Fennstr. 48, Laddasl Fors orsterstr. 20, Genosjcnschast„Berlin'. 48. Reick Große Franlsnrter! . 38, Hanke. 189, Goldacker. Frankfurter SIllee. Ecke Samariter- straße, F. Hanke. Frankjurter Allee 40, Richter. 176, C. Hank«. Franseckistr. 27, Böttaer. 45. Thiel. 53, Goldacker. Freienwalderstr. 21, Gerlach. 33. Köpke. Friedrichstr. 247, Goldacker. 27. O. Hanle. Friedrichsselderstr. 13, C. Hanke. „ 26, Hnida. Friedcnstr. 57, Becker. Friedrichsbcrgerstr. 16, NowodjhItZk. Fruchtsir. 2, Schulze. 46, C. Polenz. Fürstenbcrgerstr. 9, Kunz. , 15, Otzwald. Fürstenwalderstr. 7, Heinrich. Georaentirchstr. 60, Hanke. Gerichtstr. 53, Schönwtes«. Gipsnr. 7, O. Hanke. Gitschinerstr. 58, Heinroth. Gleimstr. 9a, Jaape. , 11, Gietzler. , 19, Vribyl. , 32, Rothe. , 43, Grothe. . 48, Abraham. 60, Metsch. Elogaucrstr. 2, Kotzan. , 17, Jaulke. , 26, Schivarzer. 28, Bäckerei- Genossen- schast Berlin. Goltzftr. 31, Goldacker. Gollnoivftr. 9, OSk. Hanke. Gonnannstr. 25/26, Minuth. Gotzkowskystr. 6, Müller. Görlitzerstr. 68. Most. 55, Fischer. Görliher User 32, Roivosadko. Gr.-Görschenstr. 43, O. Hanke. Gräsestr. 35, Bäckerei- Genossenschast Berlin. �»WWWMMWW Gräsestr. 4, Rehscld. , 10, Schnittger. Graudenzerstr. 6, Sltckisch. Graunstr. 5, Schenk. , 22, Dohrmann. , 32, Sühmann. 37. Müller. Greiienhaaenerstr. 15, Nillasch. Greisswaldersw. 12, O. Hanke. Grimmstr. 1, Wols. 29, D. Hanke. Grünauerstr. 12, Bug. . 26, varack. Grüner Weg 63, OSk. Hanke. . 124, Guniar. Grünbergerstr. 10, C. Hanke. Grünihalerslr. 10, Jambor. 56. Babel. Gubencrstr. 57. Deins. Hagenauerftr. 1, Hanke. 13. Wurst. Gr. Hambnrgerstr. 83, Babel. ausburgitr. 5, Mehl. eidenseloftr. 21, Schön. 19, O. Hanke. einersdorscrstr. 12, Lamla. igsdorlerstr. 1, Herniann. . 13, Paulisa. , 37, Schütze. HermSdorserstr. 8, Bobel. Hochstrabe, Neue, 18, Berliner Ge- nossenschasts-Bäckerei. Hochslr. 31, Maue. Hochmeisterstr. 1, Hanke. 20, Friedrich. Hohenlohestr. 18, Backerei- Genossen schalt Berlin. Holzmarktstr. 14, I. SISner. „ 55, Slronheim. Huselandftr. 34, Hanke. , 36, Obecreiche*. „ 40, KittlauS. Hübnerftr. 6, Bauer. Hussitenstr. 15, Potscher. . 20, SSlu. Wolf. , 30, F. Hanke. 43, Kievling. giei den Differenzen bat eS sich um ezug der ArbettSkräste, nicht um Lohnstrettigkeiten gehandelt. Jetzt wieder geregelt.) Jmnianuelkirchslr. 32, Kleiner. Jllsterburgerstr. 2, O. Hauke. » 5, Syrow. . 12, Hennig. Jnvalidenstr. 33, Bobel. 157, Goldacker. JablonZNstr. 1. Bode. 39, Hellwig. 10. Eichstädt. lahnstr. 21, Köhler. Jasmunderstr. 18, Böttcher. Kaiserstt. 46, Kalbow. Kamerunerstr. öl, Tzschetzsch. Karlstr. 26, O. Hanke. Kastanien-Allce 13/14, Pape. 19, Goldacker. 46, Klepka. 57, Künscher. 83, F. Hanke, Kirchbachstr. 6, Chiniclewsky, Kleine SlndrcaSstr. 7, Hierse. Kleine Franksiirterstr. 14, Mittelstädt. Kleine Markusslr. 1, Wiederstch. Kochhatinsir. 28, Ki'iems. 35, Deumehand. Kowergerstr. 1, Hanke. Koloniestr. 30, Döring. » 34, Muche. 71. Schopsch. Koppensir. 12, Bobel. . 25, Stratmeher. Kopenhagenerstr. 28, Vechtel. 36. Raber. , 49. Kurth. 65. Weitz. KoPerniluSsir. 3, Tcupel u. BiehZser. 9, W-llnitz. 25. Thuile. , 33, Winnenberg. Köpenickerftr. 172. CicSIik. KöZlinerstr. 1, Kästner. , 3, Gwiazdowöki. Korsörerstr. 2, Surei. 8. Rothe. 17, Hübner. Kotlbuser Damm 20. Protzer. Neue Königstr. 60, Goldacker. Krautslr. 4/5, D. Hanle. , 22, Arndt. 41, Arndt. Kremmelterstr. 15, Marlock, Kreutzigerstr. 1, Lange. Kuglcrstr. 8, Schumann. Landsberger Allee 43, Krellmann. 51. Jäckel. 123, Jlchmann. Landwchrstr. 12, Ziegler, Langestr. 13, Goldacker. , 36, Guniar. Lausiherplatz 12, KonalkowSki. Laufitzerstr. 9, Kauf. 16. Schöfisch. LIchtenbergersir. 6, Winter. Libaucrstr. 22, C. Hanke. Liebigstr. 8, P. Hanke. , 31, Bauer. , 88, I. Hanke. Lievcnwalderstr. 1, Polch. , 10. Biedermann. 31. Jäckel. Liegnitzerstr. 5, Alürccht. 22. Schulz. 28. Micth. LInienstr. 1, O. Hanke. , 26, O. Hanke. LIppehnerstr. 8, Zibell. Litthauerstr. 14, Schneider. . 24, C. Hanke. Lortzingstr. 6, Rösener. , 17, DahinS. Lothringerstr. 34/35, Nollweide. Löwestr. 8, P. Hanke. . 18. Block. Lübeckcrstr. 20. O. Hanke. _ 47. SdiuiibL Lübbcner-str. 10, Hacker. , 17, Gaul. . 24, Pfcnuigsbotj. . 29, Gierz. Lüderitzstr. 60, Klitzing. Lychenerstr. 4, Schwede. , 17, BorowSki. „ 110, Köhler. Lynarftrabe, Pawlick. Malmöerstr. 6, Hirschfcld. Maiplaquetstr. 6, Schulze. „ 12, Bchrend. , 16, Gcnfior. Manteuffelstr. 61. Beckmann. , 87, Jurke. , 90, O. Hanke. . 99, Brauer. 103. Wiedckind. Marlannenstr. 12, O. Hanke. , 32, Prack. Marienburgerstr. 88, Hanke. Markgrasenftr. 99, O. Hanke. MarkuSstr. 11, Schneeberger. 38. Tischer. Maxslr. 17, Laos. Munelerstr. 7, Knorcke. , 12, Drulschmann. . 47, sier. » 77, Stach owiki. , 84, C. Hanke. Mctzerstr. 2, Sachwitz. Mittenwaiderstr. 30, Dohna!. „ 44, Schröder. Mlrbachstr. 14. VolkSbrot. Mulackstr. 10, Schramm. Muskauerstr. 13, Lattermann. » 15, Dürer. „ 28, Heinzelmana. „ 64, Biedermann. Müllerstr. 10. Herberg. 28, Lüddicke. , 32a, Weber. » 166a, Hanke. Mühlcnstr. 32. Nahlk. „ 46a, Franke. Münchebergerstr. 15. Lene. Naunhnstr. 1, Lippert. . 7. Fieiitz. , 40, Barduhn. « 64, Heilmann. . 78, stojaczhk. Nazarethkirchstr. 39, Zibell. 45,«chnlj. Neanderstr. 23, Rauhut. , 27, O- Hanke. Neue Hochstr. 31, Benthin. 45. Jacob- Nostizstr. 9, Bockisch. Oudenarderstr. 36, Sanier. , 44. Liebner. Ohmstr. 9, Nowosadke. Oderbergerstr. 21, Wagner. 38. Bulch. . 49, Böhme. Oranlenstr. 186, O. Hanke. Oppelnerstr. 4, Schenk. » 20, GolembltwZst. , 24, Müller. 35. Mols. Palisadenstr. 2, Hanke. . 20, Kynast. , 58. Barth. .»1, O. Hanke. Panfftr. 21. Kahle. 25 Güntber Pankstr. 46», Göller. , 51 a. Klang. „ 53a, Dunkel. Pappel-Zillee 7, Riedel. , 14, Häfsclb , 18, Göken. , 2t, Schiller. , 24, Cascler. Pascwalkcrstr. 8, Bcnthin. Perlebergerstr. 54, Berl. Gen.-Bäckerei. PetcrSburgcrplatz 6, Hanke. PetcrSburgerslr. 58, Dorhauer. Pintschstr. 4, Grützmacher. Planuser 33, Berliner Gen.-Bäckerrl. . 92 s, Blume. Plantagcnstr. 7, Weite. Prenzlauer SIllee 24, Goldacker. ., 42. Meyer. ,. 81, tzänsch. ,, 86, Naubcr. „, 203, Hermann. Prenzlanerstr. IIa, Goldacker. Pnnzcnstr. 12, O. Hanke. Prinzessinnensir. 31, Miche. Prinzcn-Allee 53, Loff. 61, MehIS. ProSkauerslr. 31, F. Hanke. Putbuserstr. 11, Jaape. 14. Gottschalk. , 21, P. Hanke. , 24, Kunot. , 46, Bloch. Ramlerftr. 24, John. . 81, Dahlenburg. 34, Dchmclt. . 36, Hachn. Rattborstr. 2, Bäckerei-Genoffenschast Berlin. Rattborstr. S, DIctfchmann. 17. Rücker. Rcichcnbergerstr. 62, O. Sänke. , 88, O. Hanke. , 95a, Tschentke. „ 101, Wagner. 145/146, Klauisch. RhelnSbergerstr. 13, Scholz. , 26, Lorenz. Reltilckendorserstr. 1. Bcnthin. „ 36, Hanke. „ 98, Dobrin. 112, Goldacker. „ 120, Berliner 0m.« Bäckeret. Rigaerstr. 4, Hanke. . 100, Spörlein. Rttterstr. 16, Günter. 114, Ernst. Romintenerstr. 41, Brämer. , 44, Küster. . 57. GorgaS. Roßfir. 11, Bobel. Rostockerstr. 31, Wagcner. , 36, Iiibrich. Rostockerstr. 40, Tschöke. . 46, Krüger. 51, Hering. RuPPinerstr. 8, Laake. » 12, O. Hanke. . 25, Bobel. RüderSdorserslr. 20, Gülden«. » 52. Haupt. Rügenerstr. 16, Söhne. » 22, Janibor. Samariterstr. 2, Fischer. , 11, P. Hankt. „ 28, Klewe. Samoastr. 22, Stege. Schcnkendorsstr. 4, Freude. Schillingstr. 19, Däf Hanke. Schiveibeinerstr. 4, Hildebrandt. . 16, vaur. 18. Woiff. Schlleniannstr. 24. Reisewitz. . 30. F. Hank«. 32, Japp. Schönhauserstr., Alle 33, Goldacker. Schönhau crstr.,Atte,39/4l1,G. Schwarz. Schönhauser Allee 6, Goldacker. ,»70». Goidacker. »» 150, Blume. . 188, O. Hanke. Schönholzerstrr 5, Mittelbach. Schönleinstt. 4, Müller. Schreinerstr. 57, Siepack. Schulstr. 25, Hanke. „ 28, Schömberg«. , 37. Schmidt. . 67, Kurzmann. Schuizendorferstr. 23, Barth. Schwedterstr. 32. Hanke. „ 48, Löchel. „ 52, Lüdner. „ 230, Kumm. 240. Schmidt. Seelowerstr. 15, Baur. Sickingenstr. 76, Wint«. SiemenSstr. 17, Mügge. Simeonstr. 14, Lück. Skalitzerstr. 63/64. Dehmel. 120, Gerlach. „ 124, Meizer. Sonnenburgerstr. 13, Gräfling. Soldinerstr. 32, Roscmann. , 69, Schneid«. Sorauerstr. 1, König. , 8, Krctschmar. , 18, Schiller. Sparrflr. 19, Gonsior. Sprengelstr. 4/5, Wagcnknecht. Stralauerplatz 13, Hnida. Siallschreiberstr. 32. Hanke. . 60a, Dürer- Stargarderstr. 63, Burg«. » 69/70, Funk. „ 78, La««. Walter. Steglitzcrstr. 79, Zerbahn(Wieder- verkäuser). Stcndalerstr 4/5, CortS. Stcttinerjlr. 17, Kleinerl. » 28, Klcinert. „ 38, Hubert. » 54, Zeschmann. . 56, vmnekow. Stolpischestr. 4. Badtke. „ 82, Papke. , 51, Stibb. Stralsunderftr. 8, Beizig. Straßbiirgerstr. 35, Hcllmann. Straubbcrgerstr. 33, Schiele. Strasjinannstr. 24, Zander. „ 2, Hanke. Strelitzerstr. 16, v. GrabowSIi. „ 64, Brauner. Stronistr. 33, Zastrow. Swinemünderstr. 54, Paulitscheck. „ 66, Becker. , 80, Prub- „ 62, Maimcl „ 93, Schubert. , 106, Kunze. . 119, Anhäuser. Tegelerstr. 11, Lenzncr. 23, Dahlke. 32, Sttitzke. Tieckstrabe 16, Fürst. Tilsiterstr. 26, Gcfeu er. 91, P. Hanke. Tors str. 14, Lenz. 17, Ziesmer. Torfstr. 13, Schachner. Trcsckowstr. 57, Mocrschner, Triststr. 29, Sprigadi. Türkcnstr. 22, Tzschetzsö Turinerstr. 36, kl! i feminin. Zorudorserstr. 8, P. Haute. „ 65, Richter. Zwingliftr. 15b, Ulbrich. AdlerShof. BiSmarckstr. 12. Thoma. 14b. Schul,. « 17c, Wartcnberg. , 21, Römisch. . 48, Lascrich. Hackenbergstr. 2, Zabke. Radickcftr. 37. Noack. Sedanstr. 25, Peter. Mt-Glienicke. Rudowerstr. 57, Lange. Grünauerstr. 29, Seher. Banmschuleuweg. Baums chulenstr. 70. Stenzel. . 87, Becker. Ernststr. 9, Hossmüller. Kiejholzstr. 254, Leupold. Scheiblerstr. 29, Schulze. Bohnsdorf. G. Solle. W. Gebhardt. Turmstr. 51, Goidacker. 67, O. Haute, Urbanstr. 1, Neubarth. „ 25, Brotfabrik Viktoria. » 52, O. Hanke. . 104, Kruschke. Usedomstr. 4, Stollbera. Utrechtcrstr. 8, Kirsten. Vctcrancnstr. 16, O. Hanke. Voltastr. 42, Eckel. Waldstr. 4, Senf. , 17, Hanke. , 25, Jzlisch. » 36, Bureck. , 42, Bauer. . 46. Pohl. Waldcmarstr. 76, Clau». Warschauerstr. 8, Wols u. Heinz«. » 16, JarzembowSkl. 64. Lüddcmann. Waßniannstt. 20, Bcicr. , 24, Guniar. „ 29, Bobel. Wattstr. 1, Hanke. . 21. Hostrichter. Weberslr. 25. Hanke. , 36, Goldacker. Wcddingstr. 7, Brendel. Weichselstr. 34. Schul,. Weidenweg 25, Brostn. , 34, O. Hanke. 37. Ehnert. WcinbergSwcg 9, Ludwig. «elnstr. 7. Karras. Weifecnburgcrstr. 24, Jahn. 55. NobiliNg. Wichertstr. 5, KterzkowSIi. Wiclcsstr. 21. Staub. 55/56, Matschke. . 66, Spickcimann. Wicnerstr. 36, Dicischmann. . 49. Witschel. , 56a, Laugwitz. Wiesenstr. 19a, Dreier. , 28, Seeger. „ 31, Holland. » 64, Schardien WilhelmShavenerstr. 13. Seffe. , 23, Gödecke. . 32, Winde. Wilhelm Stolzcstr. 15. Schmidt. . 21. Scha"' » 32, Mast . 85, Bachmann. Willdenowstr. 29, Breier. Wilinackerstr. 15, Goldacker. WinSstr. 6, Müller. . 71, Schwab«. Winterseld-Piatz, Goldacker, Wisbyerstr. 3, Schulze. Wtttstockstr. 7, GieSmann. Woidenbcrgerstr. 7, EittlauS. Wollinerstr. 23, Dahlen. , 31, Fuhrmann. » 31, Bordasch. » 44, Schirrmach«. „• 58, George. Wörihcrstr. 22, Bobel. Wrangclstr. 77, Gentzmann. Uorlstr. 65, Gen.-Bäckerei Berlin. Zehdenickerstr. 13, Gründmanu. . 91. O. Hanke. Zellestr. 11, Kurzweg. Zimmerstr. 75, Krumpelt(Wied«- verkäuser). Zionskirchplatz 1, Mollwelde. Ziouskirchftr. 2, Regen. 54. Zwierschke. .Pro« »Pro. Borsigwalde» Ernststr. 6, Etzrodt. . 25. TaielSky. Reuschstr. 52, Neubau«. Boxhagcn.RummelSbur». Alt-Borhagen 10, W. Krüger. 35, Peter. Boxhagener Chaussee 5/6, März. Gabriel Maxstr. 1, Luzemann. , 2, Klinkmüll«. „ 12, HaSpcl. Goethestr. 16, Gillat. Grünbergerstr. 12, Schulz. 18, Löwa. Eaupistr. 82, Hcrrcks. antslr. 1, Dluczcwskt. . 13. Sp�tiich. Lcnbachstr. 7a, Pflugrad. Neue Bahnhosstr. 9. Fritsch«. » 23, Peter. , 27, Hanisch. . 3 t. Schulz. Neue Prinz Albrcchlsw.», Böhme. „ 30, Maschmanki Simon Dachstr. 12, C. Hanke. 28, Radtke. Türrschmidtstr. 31, Pscnnig. , 38, Peter. 40, Klemm. Wühlischstr. 32, Jandcr. Brist. Chausscestr. 17, Dolly u. Hagemclst« 47. Friese. Jahnstr. 41, Lutz. NungiuSstr. 3, Sldamek. Charlottcnbnrg. Eanerstr. 19, Ulbrich. Cauerftr. 27, Genossenschast duktion'. Chrislstr. 18, Genossenschast duktton'. Danckelmannstr. 46, Lehmann. 55, Ulbrich. Friedbergstr. 39. Ulbrich. Grolmanstr. 14, Ulbrich. Grünstr. 27, Vachmann. Helmholtzstr. 19, Ulbrich. Kaiser Friedrichstr. 43, Ulbrich. Kanaistr. 7, Leistner. , 15, Heine. Kantstr. 103, ulbrich. KnobclSdorserstr. 43, Ulbrich. Krummestr. 57, Nieische. Lctbnizstr. 65. Ulbrich. Nehringstr. 21, Ratzly. Pestalozzistr. 42, Leisln«. 12, Walter. Potsdamerstr. 11, Bochmann. Schlüterslr. 17, Krause. 42. Ulbrich. Sophie Charlottenstr. 80, Proell. 87. Ulbrich. Spandauerstr. 30. Ulbrich. Sprecstr. 11, Pelka. Tauroggenerstr. 10, Genoffenschast „Produktion'. Tauroggenerstr. 45, Ulbrich, Wallstr. 85. Ulbrich. Weiniarcrstr. 29, Konsumverein. Wielandftr. 4, Krätky. Wilinersdorserstr. 27, Kousumvereln. , 4!. Ulbrich. , 163. Ulbrich. Aalkenhagei». Witwe Bock. FriedrichSberg. Dlumcnthalstr. 33, Peschke. Kronprinzcnslrafec, Hanisch. RummelSburgerstr. 22, Opitz. » 38, Werner. FrtedrichSfelde. Berlinerstr. 66, Seiler. 102, Wölsert. Wilhelmstr. 42, Meyer. Friedenau. Lauterstr. 35, Klein. Franz. Buchhol». Pankowerstr. 28, Ulrich. Mühienstr. 1, Preufe. Grost.Zicthe«. A. Werner. Hennigsdorf Karl Wolter.- Friedrich Wolt«. Wilhelm Wolt«. ermann WoU«. .ilbert Lücke. Wilhelm Sell«. Bchrend. Grastenbcrg«. Mahnkops. HermSdorf. Bersinerstr. ISa, Echaudin. Hauplstr. 34. Herrmau». Neptunflr. 36, Monte. Ecebadstr. 1, Ladwig. Heiligensee. W. Kühne. Lahrmann. Hohcn-Schönhauscn. Maihoser. Berimerstr. 87,W°hr fWiederverkäus«). KoSkestr. 17, F. Müll«. KarlShorst. Dorotheenstr. 27, Eichhorn. Köpenick. Borgmannstr. 6, Bergmann. Glicnickerstr. 2. Peter. 29, Hackenb«g. Grünauerstr. 27, Krämer. Grünstr. 8, H. Ullrich. Kaiser Wilhelmstr. 100, Leifchk«. 104, Peter. Marienstr. 14, Mscrt. Müggeiheiincrstt. 32, Gerknng. 41. Peter. Rosenstr. 2, Peter. Rudowerstr. 25, Hein. Schönerlinderstr. 12, Kudelk. Lichtenberg. ®ovfftc, 82, Mägdesrau. Eitelftr, 30, Littwins. Frankfurter Allee 3, Bantfch. Friedrichstr. 7, Mattner. Gürtel str. 11, Bienert. eubertusstr. 53, C. Hanke. renftr. 17, Neuendors. Jungstr. 14, Schräder. Kronprinzensir. 1, C. Hanke. Margarethenstr. 8a, Schacher. Oderstr. 25. Golsch. Psarrstr. 3ö, Heßler. Scharnwcberstr. 8, Schubert. 10. Peter. , 24, C. Hanke. 34, Köpke. Weichsclstr. 32, Bantfch. WUhelmstr. 57, Jcsse. » 69, Griebe. Neil-Lichtenberg. Friedrichstr. 7, Mattner. Sophienstr. 8, Schöning. Mahlsdorf. Hönoverftr. 5, Hornig. Mariendorf. Chaussecstr. IIa, Nowack. , 12, Mendt. , 15, Papier. » 67, Spielhagen. Marwitz. Kemnitz. Finke. Nieder- Schönhansen. Beuthstr. 11, Krügerke. 19, Seger. Blankenburgerstr. 1. Zugwurst. „ 18, Höhne. Buchholzerstr. 8, C. Richter. Kaiser Wilhelmstr. 85, Achtenbagen. Körnerstr. 8, G. Remter. Platanenstr. 28, Hardtke. Uhlandstr. 41, Putzbach. Waldstr. 21, Lux. Ober-Schöneweide. Edisonstr. 9, Peter. 49. Arndt. Frischenstr. 2. Peter. Luisenstp. 5, Gehler. Marlenstr. 18, Kleint. Mathildenstr. 1a, Muchow. Nalcpastr. 5l, Marlens. Ohmstr. 7, Timm. Rathenaustr. 31, Peter. „ Pctereit. Tabbertstr. 2, Peter. , 35, Seidelmann. Pankow. Bcrlinerstr. 79, Zadow., Brchmestr. 52, F. Hanke. Binzstr. 12, Zagclsli(Wiederverkäufer). , F. Heyden. Floraftr. 41, Schneider. Kaiser Friedrichstr. 67, Wieneke. Mühlenftr. 32, Müller. Ukermartstr. 178, Stöhr. Wollankstr. 68, F. Hanke. Pichelsdorf. Scharfe Lanke 2, Krämer. Plötzensee. Charlottenstr. 12. Thiele. Reinickendorf. Berlinerstr. 5, Schmidt. „ 104, Naß. 134, Gottschalk. Birkcnslr. 59, Gronau. Grüner Weg 51/52, Max Modrow. Markstr. 12/13, Vollmer. Provinzstr. 51, Langer. , 80, Schwarz. , 129, Schneider. Nesidenzstr. 61, Witte. 105, Gleich. 118, Broje. Wilkestr. 62, Neue Berliner Senoffen- schastS-Bäikerei. Nixdorf. Allerstr. 3, Pcrseke. . 46, Keddi. Bergslr. 12, Hanke. . 84, ischcnsch. Berlinerstr. 16/17. Schibgill. . 20, Voigtländer. 86. O. Hanke. Bodestr. 16, Beyer. „ 31, Tops. Neue Donaustr. 52/53, LouiS Runkel. Elbestr. 1/2, O. Hanke. , 6, Kirstädter. , 15/16, Lunkwitz. Emserstr. 78, König. Erlangerstr. 8, Wcißlcder. Falkstr. 1, Bäckerei-Genossenschast .Berlin' „ 25/26, Perseke. Fricdelstr. 3, Marmul. 27, Reich, n i ch t 30.(Der Inhaber der Bäckerei Nr. 30 ist einer der größten Gegner der Gc- scllensordcrungen.) Glasowstr. 32, Kunz. Heidewergcrstr 76, O. Hanke. Hermannslr. 19, Bäckerei-Genossen- schast„Nixdors". Hermannslr. 28, Mertens. , 54, Hildebrand. . 118, Bartsch. , 159a, Hagen. 170, Tyalcr. „ 175, Schulz. 231, Karl. Herrsurthstr. 26, Brüx. , 34, O. Hanke. 7, Bäckerei- Genossen- schast„Rixdorj'. Hcrrsurthplatz 10, Schnur. Herthastraße. Hilmer. Hobrechtstr. 71, Zrocke. Hohcnzolleriiplatz 6, O. Hanke. , 11, Balzer. Innstr. 30, Krause. Jsarstr. 7, Zech. , 11, Bäckerei-Gen.„Berlin". Jägerstr. 63, Jonscher. Jansastr. 7, Brien. Neue Donaustr. 52/53, Runkel. Neue Jonasitr. 33, Puls. Karlsgartenslr. 19, Vonnoch. Kaiser Friedrichstr. 25, Bartsch. , 34, Schmidt. . 245, O. Hanke. Kncfcbeckstr. 33, Gallert. 38. Moll. . 41. Beizig. , 68, Richter. „ 146, DybowSIi. Kopsstr. 38, Bückcrei'Genossenschast .Rixdors'. Kopsstr. 45, Hoppe. Koltbuser Damm 103, O. Hanke. Köllnischcs User 72, Müller. Lcssingstr. 34, Perseke. Vlahloiverstr. 6, Bartsch. I Mainzerstr. 15/16, Grunert. . 56, Döbler. Münchenerstr. 18, Völler. , 25/26,Bäckerei.Genosscn- schast.Rixdorj'. „ 44, Weigelt. 73, Bobel. Nansenstr. 33, Sckul. Niemetzstr. 10, Wach. Nogatstr. 32, Gricbat. Pannierslr. 4, Riemer. , 13, Frischkcmuth. , 20, Junker. , 27, Maschler. , 34, Spura. 57, O. Hanke. Pflügerstr. 70/71, Linsener. Prinz Handjerystr. 58, Bartsch. 70. Schmidt. Rcuterstr. 33, Spleltslößer. , 76, Bobel. 94, Lehmann. Richardstr. 23, Ehrentraut. 63, Lüdicke. Selchowerstr. 9, Bäckerei-Genossen« schast.Rixdorj'. Selchowerstr. 23/24, Grünhagen. Vicgsriedstr. 48, Pinkel. Stein metzstr. 34, O. Hanke. , 39, Scnftieben. , 46, Perseke , 121, Löwigt. , 129, Bäckerei-Genossenschaft.Berlin'. Thüringerslr. 7, Bartsch. 18, Klein. Wartheftr. 9, Eicfior. 15, Janentzki. Weichsclstr. 13, Hagcmann. , 31, schwarz. , 55, Frischgcmuth. , 60, Gassenhuber. Weiscstr. 2, Bäckerei• Genossenschaft .Rixdors'. Weiscstr. 24, Bäckerei-Genossenschast „Berlin'. Wcijestr. 28, Winde. 73/74. Wols. Weserstr. 47, BieS. . 168, Viclitz. Wielandstr. 27, Reich. Wissmannstr. 7, Troffer. 29, Krüger. Zietcnstr. 20, Bäckerci-Genossenschaft ..Rixdors". Zietenstr. 41, Beyer. , 53. Bobel. Rudow. Köpenickerstr. 34, Weigt. Schöneberg. Barbarossastr. 67, Wetzel. Belzigerstr. 61, Kernchen. Ebcrsslr. 42, Zeitz. Eiscnachcrstr. 63, Machler. Erdmannstr. 5, Kulinski. Frankenslr. 2, E. Hanke. Gustav Müllerftr. 35, Schmidt. 48. Beck. Kyffhäuserstr. 2, Paul. Nollendovfstr. 40, Hanke. Sedanstr. 18, Steuck. Schönerlinde. Dorsstr. 59, Wege. Selchow. E. Schulze. Spanda». Achenbachstr. 6. Bühl. Steglitz. Birkbuschsir. 84, Giescmann. Mommsenstr. 59, Schröder. Schützenstr. 1, Hackbarth. Guffcholv. Stolpe. Tegel. Brunowstr. 41, Rothert. Egellsstr. 99, Mayer. Schlieperstr. 59, schwänz. 67, König. Schloßstr. 27. Petersohn. Schul str. 1, Einnitz. Tcmpelhof. Borusffastr. 9, Schultze. Grünkramgesch. lies, bohkottsr. Ware. Treptow. Beermannstr. 6. Fleck. Elsenstr. 38. G-Ske. Niesholzstr. 33/34, Weiser. Strala». Alt-Stralau 49, Härtung. Waltersdorf. H. Sparr. Weitzeusee. Berlinerstr. 87, Havenburg. Charlottenburgerstr. 76, Hofiman». 78. R. Wick. , 79, Schadwinkel. . 98, Emil Engel Falkenbergerstr. 146, Frösch. Feldtmannstr. 164, Krien. Friedrichstr. 1, Roth. Friesickeftr. 23, Thiele. Generalstr. 12, Müller. Gäblerstr. 60, Wilh. Engel. Heinersdorserweg 24, Robert Engel. , 45, Hoffmann. „ 48, LiskowSli. „ 56, Bah. König-Ehaussee 72, Hoffman». Langhans str. 75, Raub er. Lehderstr. 1, Hofsmann. 119, Klink. Lothringenstr. 35, Hoffman«. PistormSstr. 8, Rassau. Rölckcstr. 127, Hofsmann. Straßburgstr. 20, Heise. Wilhelmstr. 23, Drews. , 39, Schwarz, Wilhelmsruh. Edelweißstr. 11, Lube. Hauptstr. 30, Milletat.. Wilmersdorf. Brandcnburgischestr. 9/10, TaNNert. Sigmaringenstr. 8, Frost. Wittenau. Triststr. 74, O. Richter. Zehlendorf. Berlinerstr. 6», Haesner. Die Bewilligung zurückgezogen resp. durchbrochen haben: Anklamerstr. 57, Eder. Allenstcinstr. 9. Gößwein. Barnimstr. 5, Lcglcr. Biesenthalcrstr. 2, Menfing. Drontheimeritr. 13, Barth. Fennstr. 51, Hanke. Gräsestr. 67, Brendel. Hausburgflr. 26, Söder. Hochstädterstr. 23. Zahl. Langestr. 25, Hildcbrandt. Langestr. 21, Plcnert. Mühlenftr. 51, Schön. Müllerftr. 60, Krause ist versehentlich in diese Liste gekommen. Krause hat tatsächlich»och nie bewilligt. Es ist lediglich ein Ausichlutz- antrag aus dem Verband der Holzbildhauer, dem K. an- gehört, gegen ihn gestellt worden, darum der Jritiun. Noslizstr. 49, Mürbe. Pappel-Allee 85, Drcßler. Strelitzerstr. 31, Scheuiicmann. Wcinstr. 27, Legier. ZionSlirchstr. 13, Bobel. Gharlotteuburg. Danckelmannftr. 12, Bartz. Rixdorf. Falkstr. 2t, Susat. Steinmetzstr. 131, Lorenz. Rummclsburg. Kantstr. 13, Mägdefrau. Wir ersuchen die vsrskrlen Kausfrauen und Konsumenten, ihren Bedarf �== nur aus bewilligten Säckereien zu beziehen!== Gesperrt sind ferner die Brotfabrik Wittler, Müllerftr. 33/34, und die Großbäckerei Slottner. Der Brotfabrikant Wittler, der die Simonsbrotfabrik aufgekauft hat, versucht jetzt in einem Flugblatt seinen Wort- bruch zu verwschen. Die verehrliche Bevölkerung von Berlin und Umgegend ersuchen wir, genau auf die roten Karten zu achten, die alten Plakate sind ungültig. Liste derjenigen Milch- und Gemnsegejchäfte» die nachweislich Ware von unbewilligten Bäckereien beziehen. tlckerstr. 35, Zella. Anklamerstr. 6, Tarasiak. „ 53, Döring. 56, Witte. Bergstr, 17, Zaspel. Beusselstr. 79, Seehof. Bötzowstr. 18, Erdmann. Boyenstr. 45, Oier. Burgsdarsstraße(Ecke Sparrstraße), Klikoweki. Buttmannstr. 4, Heinz. Chorinerstr. 58, Vioillard. Ebcrthstr. 55, Kleinau. Elisabeth-User 13. Ziebarttl. Feymarnstr. 1, Karbe. Fehrbelliuerstr. 39, Klath. Freienwalderstr. 24, lllgen. Friedrichsseldcrstr. 37. Pulkowski. GIcimstr. 9a, Schmidt. Gropiusslr. 2, Wolf. Sausburgstr. 8, Lasche, ussitenstr. 18, Karl. Sussitcnstr. 22, SIQbbe. ussitenstr. 68, Rücke. Jasmunderstr. 18a, Jordae. JaSmunderstr. 20, Friese. Kochhannstr. 13, Schütz. Kopenhagenerstr. 15, Gerhard. Köpnickerslr. 165, Burschke. Linienstr. 213, Gruber. Lohmiihlenstr. 36, Hinz. Luiscn-User 13, Ziebarth. Marienburgerstr. 2, Kempfer. Müllerftr. 163, Gunsch. Petersburgerstr. 13, Krüger. Rostockerstr. 3, Franke. . 39, Rosner. Rhkcstr, 44, Kessel. Schönflicßerstr. 8, Fink, erklärt, daß er nur«»bewilligte Ware beziehen will. Schwartztapffstr, 18. Dier. Schwedterstr. 51, Wischer. Seestr. 88m, Schönling. Straßmannsir. 1, Haase. Staigardtcrsir. 13, Hellwig. Strelitzerstr. 69, GraSmann. Tegelerstr, 15, Laue. Tiisttcrstr, 84, Minkwitz. Usedomslr. 12, lauer. Vetcranenstr. 17, BruchmDIIer, Weißenburgerstr. 83, StrauB. Wiclesslr. 9, Wissmann. Wicsenstr. 28, Lenz. Wilhelmsbavenerstr. 60, Schellin. ZionSkirchstr. 55, Kuhnke. Zornddrserstr, 39, Schwarz. „ 52, Möbis. Zwinglistr. 14, Förster. Charlottenbnrg. Helmholtzstr. 25, Kaba. Rehringstr, 28, Krüger. Lichtenberg. Franksurter Chaussee 78, Flisehke, Reinickendorf-Wcst. Antonienstr, 42, Lütter. Wittestt. 7, Birr. Rixdorf. Cannerstr, 15, Martin. Neue Hobrechtstr. 62, Koch. Jägerstr. 55, Oswald. , 61, Ruhnke, Kaiser Friedrichstr. 9, Schicket. Rummelsburg-Boxhage«. Kantstr. 18, Mägdefrau. Lenbachstr. 2, Hamann. Wühlischstr. 37, Hesse., Wir bitten die. verehrlichen IfoUSfrsnen und Konsumenten« die kämpfenden Bäckergesellen dadurch wirksam zu unterstützen, daß sie ihre Ware nur aus Geschälten beziehen, die Srot und Saehware von bewilligten 3äehereien entnehmen. Die Lohnkommission. Bnrea«: Angnststr. 36, Amt 3. 1243. Die verehrlichen Bewohner von Berlin und Umgegend fordern wir hierdurch auf, falls sie aus bewilligten Bäckereien Ware haben wollen, in denjenigen Stadtvierteln oder Strasienzügen, wo keine bewilligt habende Bäckereien vorhanden sind, an untenstehende ZinnckanssmmslstsUen ihre Sldresie gelangen z« lassen und zugleich mit.zuteilen, wie viel Backware und Brot sie täglich brauchen und um welche Zeit die Ware geliefert werden soll. Die Streikleitung wird dafür sorgen, daß den sich Meldenden auf dem schleunigsten Wege die Ware ins Haus geliefert wird. Auf Wunsch der dortigen Bevölkerung haben wir folgende Kundensammelstellen eingerichtet: c. Hoehnow, Parochialitr. 36. Arnold, Spittelmarkt 3. G. Wallberg, Kaiser Wilhelmstr. 18». W. R. Roy, Kirchbachsir. 16. Schmidt, Schwerinstr. 12, Hof IV. F. Lehmann, Großgörschenstr. 27. SW. Günsel.?llt- Jakobsir. 172, Hos links I. C. Mahnert, Feilnerstr. 15. Hermann Michaelis, Lankwitzstraße 5, Seitenflügel III. Laue, Wilhelmstr. 3, Ouargebäuda IV, bei Hohmann. Krumpel, Zimmerstr. 75 und Markt- halle III(Stand 187). K. Werner, Eylauerstr. 2. C. Müller, Noslizstr. 56. IV. KW. Gaedke, Calvin str. 6, linker Seiten st. I. Petermann, Birken straße 28, Ecke Stephanstraße. Eduard Rothe, Flensburgerstr. 24. «. KD. Walter Sied er, Lippehaerstr. 24. «. C. Wolff, Mirbachstr. 39, Part. Hermann Barenlin, TUsiterstr. 8t. dl. Hegel, Ackerstr. 21, Part. Otto Schellenberg, Weißenburgerstr. 57 (erbietet sich, den Kunden bohkott- freies Brot in dt., O. und C. ins Haus zu bringen). P. Schwemmer, Guineastraße, Ecke Seeslraße. Boxhagen-RummclSburg. Hartmann, Holteistr. tl. Friedrichsberg. Ender, Kronprtnzenftr. 17. Seitensl. I. Hoben. Schönhausen. Ferdinand Krause, Berlinerstr. 66. Lichtenberg. Püht, Psarrstr. 74. Thieffen, Hagenstr. 56. Lber-Schönewetde. Knapp, Edisonstr. 44. Kroll, Siabyslr. 17. Pankow. Emst Witte, Florastr. 45. Reinickendorf-Weft. Gronau, Waldstr. 65. H. Schmidt, Berlmerstr. 5. Steglitz. Otto Wedermann, Fichtesir. 71. v. I. Winkelmann, Schloßstr. 104, Hof II. Gülzow, Niederlage, Forsterstr. 23. Heidschmidt, Niederlage, Marlsteinstr. I Klein, Niederlage, Herthastraße. Weitzensee. Roß, Straßburgstr. 27. Ferner die Berkaussstellen des Ber. liner Eonsum-PereinS: Michaelkirchplatz 4: Krautstr. 7: Zorndorferstr.«I; Liedigftr. 7; «opernikusstr. Z» Roftocker. straffe 35; Havelbergerftr. 6; Emdenerftr. 50; GrasuiuSstr. 5; Rummclsburg. Türrfchmidtstr.«; Lichtenberg. Friedrichsberg. Frankfurter dhanssee 103; Kron- prinzcustr.1; StralauerAllee LOa. H. Zieph, Eamphausenstr. 5. Bäckermeister, die gewillt sind, auch für weitere Touren Lieferungen zu über- nehmen, bitten wir, ihre Adresse im Streikbureau niederzulegen. Falls bei der Lieferung im Anfang nicht allcS nach Wunsch gehen sollte, bitten wir die verehrliche Bevölkerung um Nachsicht, aber bei der Hartnäckigkeit unserer Gegner um energische Ausdauer. Die Lohnkommisfion. Bureau: Angnststr. 36. Amt 3 Nr. 1243. Händler, welche bohkottfreie Ware verkaufen, und Bäckermeister, welche die Forderungen bewilligt haben und noch nicht im Besitze det roten Karte sind, ersuchen wir, dieselbe im Verbandsbureau, Angnststr. 36» abzuholen. 44/12 Die Lohnkommisfion.»««an:«nguststr. 36, Tel. Amt III. 1S43. Achtung, Kirchhofsbesucher von Nordend! Den Kirchhofsbesuchern von Nordend teilen wir mit. daß die Bäckerei und Caf6 von Asmns, Nordend, gesperrt ist. Asmus weigert sich hartnäckig, die Forderungen des Verbandes zu bewilligen. Ferner bitten wir zu beachten, daß die Inhaber der Casts Holland, Beuthstr. 19; Schild, Blumenstraße. Brot und Backtvarcn aus unbcwMgten Bäckereien beziehen. Mitbürger! Arbeiter! Hansfranen! Unterstützt die um Srhamptwig ihrer SWenschenreehte streikenden Bäckergesellen.__ "UMMttvorilichcr ÄeFfllleüü Hans Wcber, Berlin. Für dg» jpijeratenteil verantw.: Th. Glocke, Berlin. Druck u.»«lag:»orvSri» Suchdruckerci«.»eriagsaniiail Paul Smger L- Co.. Berlin SV/.' Hr. 150. 24. Jahrgang. 4. KW des Jotinätto" Krim KIMntt Sonntag, 30. Inn! IM. partei- Hngclcgcnbeiten* Zur Lokalliste i Auf Wunsch der Spandauer Parteigenossen teilen wir mit. daß am 6.. 7. und 8. Juli er. dortselbst das 18. Gauturnfest der„Deutschen Turnerschaft- statt- finhei und zwar in den, der Arbeiterschaft nicht zur Verfilgung steyrnsen. jedoch vom„Reichsvcrband zur Bekämpfung der Sozial- demokratie" ganz besonders protegierten Lokal«O. Seitz Fcstsälc", Schützenstraste. Wir erwarten bestimmt von der organisierten Arbeiterschaft, daß dieselbe diesen Veranstaltungen gänzlich fern bleibt. Um Irrtümern vorzubeugen, bemerken wir, dast das am heuttgen Sonntag in ,H. Steinebachs Volksgarten", Haken- felde bei Spandau, stattfindende Stiftungsfest seitens der Spandauer„Freien Turncrschaft" arrangiert und daher mit obigen Veranstaltungen nicht identisch ist. Es wäre daher erwünscht, dieses Fest seitens der organisierten Arbeiterschaft möglichst zahlreich zu besuchen. Die Lokalkommisston. Karlshorst. Dienstag, den 3. Juli, abends 8% Uhr: Mitgliederversammlung des Wahlvereins für Karlshorst und Biesdorp im Lokale von Karl Gruhn. Prinz Adalbertstraste, Ecke Hönower Wiesenweg. Tagesordnung: Vortrag. Kassenbericht und Vereinsangelegenheiten. Die Mitglieder werden ersucht, pünlt- lich und zahlreich zu erscheinen. Mit dem t. Juli treten die erhöhten Beiträge in Kraft. Die Mitglieder, welche ihre Beiträge noch nicht für Juni entrichtet haben, müssen nunmehr den erhöhten Beitrag auch für Juni und eventuell für die zurückliegenden Monate zahlen. Der Vorstand. Pankow. Am Dienstag, den 2. Juli, pünktlich'/zü Uhr, findet im Gesellschaftshaus, Kreuzstr. 3/4. die Generalversammlung deK Wahlvereins statt. Tagesordnung: 1. Bortrag des Genossen Dr. Schütte über:„Der internationale Kongrest und der deutsche Parteitag". 2. Bericht des Vorstandes. 3. Vereinsangelegenheiten. Der Vorstand. Treptow-Banmschulenweg. Dienstag, den 2. Juli er., abends S'/ä Uhr, findet in Treptow bei Mohlau, Kiefholz- und Elsen- strahe-Ecke die Versammlung�des Wahlvereins statt. Tagesordnung: Vortrag: Religion und Sozialismus. Referent: Genosie «lex. Urban. Diskussion. Vereinsangclegenheiten und Ver- fchiedeneS. Zahlreichen Besuch erwartet der Vorstand. Mittwoch, den 3. Juli er., in Speers Festsälen in Baum- schulenwea, abends 8V2 Uhr, öffentliche Versammlung. Jeder Arveiter, jede Arbeiterin mutz in dieser Versammlung er- scheinen. Der Einberufer. Berliner JVachrichten. „Begleitschutz". Seltsame Muten treibt oft der Unternehmergeist unserer Zeit; und wenn es in der Bibel heißt:„An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen!", so läßt dies nette Früchtlein, das uns da über Nacht im Berliner Westen beschert worden, recht eigentümliche Schlüsse ziehen auf Anschauungen und Zustände gewisser Gesellschaftskreise. „Begleitschutz" nennt sich das Unternehmen, das an seiner eigenen überwältigenden Komik in kurzer Zeit erlöschend, keinerlei Beachtung seitens der Presse verdiente, wenn ihm «icht gleichzeitig ein herb satirischer Beigeschmack innewohnte. Damen und sogar— Kindern!— will dieses Institut zu jeder Tages- und Nachtzeit männliche Begleiter stellen. Wohl- gemerkt nicht etwa uniformierte, nach Art der harmlosen, kleinen„Messenger-boys", sondern für kein fremdes Auge erkennbar, solche in elegantester Toilette, mit den tadellosen Manieren des Kavaliers. Also eine Art Versorgungsanstalt etwa für verabschiedete Offiziere und andere verkrachte Existenzen. Unwillkürlich fragt sich ein naives Gemüt, vor wem wohl dieser bezahlte Schutz- Herr die ihm anvertraute holde Weiblichkeit behüten soll? Vor den Vorurteilen der Damen der sogenannten„guten Gesellschaft" oder vor den Zudringlichkeiten ihrer Herren? Da könnte es ja am Ende gar einmal passieren, daß solch„Angestellter" von einem Ahnungslosen für satisfaktions- fähig gehalten und zum Zweikampf herausgefordert wird I Nicht auszudenken, dieser Konflikt, in den irgend ein Herr Korpsstudent dadurch geriete l Wer aber schützt schließlich die Schützlinge vor ihren Schützern, die, laut Prospekt, es sogar nicht verschmähen, den Extradank der Dame in Gestalt eines Trinkgeldes entgegenzunehmen. Kavaliere von tadellosen Manieren und Trinkgeld I O, doppelzüngig, rätselhaftes Wesen l Meint man, daß allein das Ansehen des wohllöblichen Instituts, das ihn engagiert hat. genüge, für seine Ehren- haftigkeit und Zuverlässigkeit zu bürgen? Es soll in unserem Vaterlande doch schon vorgekommen sein, daß Leute, die eigentlich auch nur zum Schutze des Publikums angestellt. hinter denen sogar die ganze Autorität des Staates als Garantie steht, sich gelegentlich Uebcrgriffe gegen ihnen an- vertraute Frauen haben zuschulden kommen lassen. Allerdings waren das keine Schutz h e r r e n, ihr Name aber klingt sehr ähnlich. Eins aber ist unllar: Wen soll der verkappte Schutz- enge! eigentlich vortäuschen? Den Gatten, den Vater oder Bruder? Daß man von vornherein auf Hausfreunde oder Liebhaber reflektiert, läßt sich nicht gut annehmen. Vermutlich werden die Kundinnen des Instituts auf dem Bestellschein gleich die gewünschte Rolle mit angeben müssen. Billigerweise müssen solch' einem vielbegehrtcn Kavalier doch mindestens vierundzwanzig Stunden Zeit bleiben, sie ein- zustudieien. Wie soll, besonders auf Reisen, der Vorgetäuschte seinem verantloortungsvollen Posten gerecht werden? Soll er wo- möglich, sie vor nächtlichen Ueberfällen zu schützen, etwa ihr Coupö im Schlafwagen oder das Hotelzimmer der Dame teilen? O. frevelnd, grausenhafter Gedanke:„Begleitschutz", du aus Moral geborener, auf was fiir unmoralische Irrwege führst du unsere Gedanken! Gleich einem Albdrücken legt sich's auf die Brust und man sieht eine lange Folge von Möglichkeiten, anknüpfend alle an den selig, unseligen Gedanken des„Begleitschutzes". Wie nun. wenn einmal solch' Pärchen aus dem Spiel Ernst macht? Er den vertrauensvollen Ehemann, den er vertreten soll, etwas zu deutlich niimt? Sie aber in Liebe zu ihm entbrennt? Dergleichen soll doch in den besten Familien sogar Reitknechten und Chauffeuren geschehen können. Ist„Sie" dann verpflichtet, das geprellte Institut fiir den entführten Angestellten zu entschädigen? Oder macht dann umgekehrt der trauernd Hinterbliebene Gatte oder Vater das Institut für den ihm zugefügten Schaden verantwortlich? Immer neue Möglichkeiten tauchen bei näherer Be- trachtung auf. Wir sehen den wirklichen Liebhaber, den waschechten, um seine Schöne nicht zu kompromittieren, sich rücksichtsvoll Dritten gegenüber als„Begleitschützer" auf- spielen; und wir sehen die Schöne selber in irgend einem kritischen Moment des Ertapptwerdens den Geliebten rück- sichtslos dem Odium des bezahlten Kavaliers preisgeben. Und noch mehr Aussichten eröffnen sich: Gar manch eine, bei der die Zeit der Tändelei eigentlich längst vorüber, die bereits in den bösen Jahren ist, von denen es heißt:„sie gefallen nicht mehr", wird die Gelegenheit wahrnehmen, auf einen ständigen Begleiter als Rcnommieranbeter zu abonnieren. Der Unglückliche, so von Amtswegen verpflichtet, der holden Unholdin durch dick und dünn zu folgen, fragt sich dann vielleicht vergeblich, welche Anfechtungen seinem Schützling eigentlich noch drohen könnten? Einen aber kennen wir„ der mit ungetrübter Freude dies neue Institut begrüßen wird: der Berliner Possendichter! Fehlt es ihm doch schon seit Jahren an einem neuen, zug- kräftigen und zeitgemäßen Trick: Hier ist er l Zu dem Projekt einer elektrischen Bollbahn vom Potsdamer zum Stcttiner Bahnhof erklärt die„Norddeutsche Allgemeine Zei- tung", daß auf Wunsch der Firma Siemens u. Halske, die das Projekt betreibt, wohl Vorbesprechungen auf der Eisenbahnverwal- tung stattgefunden hätten, datz aber von einem Einverständnis der Eisenbahnverwaltung über die Ausführung des Planes noch nicht gesprochen werden könne. Demgegenüber wird mitgeteilt:„Natür- lich haben die Gemeindebehörden, der Finanzminister, das gesamte Staatsministerium und das Abgeordnetenhaus erst noch ihre Zu- stimmung zu geben. Dies schliestt aber keineswegs aus, datz in baulicher und betriebstechnischer Beziehung ein vollständiges Ein- Verständnis erzielt wurde." Zum Chef der Berliner Kriminalpolizei ist der RegierungSrat Hoppe ernannt worden. ZcitungSverkauf auf der Straßenbahn. Am 1. Juli beginnt eine neue Unternehmung„Stratzenbahn-Zeitungsvertrieb" ihre Tätigkeit. Die Unternehmung hat von der Großen Berliner Straßenbahn das Recht erworben, Zeitungen auf den Straßenbahn- wagen zu verkaufen. Als Verkäufer werden uniformierte Jungen über 14 Jahre dienen, welche die Wagen an einer Haltestelle be- treten und auf der nächsten verlassen. Zunächst wird der Betrieb mit einer beschränkten Anzahl Verkäufer auf einigen Strecken im Westen der Stadt eröffnet. Zum Verkauf gelangen während der Zeit von 7 Uhr morgens bis in die Abendstunden außer den Tages- zeitungen eine Reihe von Wochenschriften und Witzblättern. UnterhaltungSliteratur. Mit dem 1. Juli beginnt ein neues Abonnement auf die im Verlage der Buchhandlung Vorwärts, Berlin, erscheinende illustrierte Wochenschrift„In Freien Stunden". Die jetzt im 11. Jahrgang stehende Romanzeitschrift ist in erster Linie gegründet, um die in Arbeiterkreisen leider immer noch so weitverbreitete Schundliteratur zu verdrängen, in- dem sie die besten Erscheinungen der Weltliteratur den Arbeitern, ihren Frauen und der heranwachsenden Jugend zu sehr billigem Preise zugänglich macht. Die zur Veröffentlichung gelangenden Werke sind stets mit Sorgfalt ausgewählt. Ueber den Inhalt des neu beginnenden Bandes gibt der der heutigen Nummer beiliegende Prospekt Aufschluß, auf den wir hiermit unsere Leser noch£el) sonders aufmerksam machen wollen. Traktätchen im Eisenbahnwagen. Wer an einem Sonntag mit einem Vorortzug inS Freie hinausfährt. der kann in den Wagcnabteilen mancherlei Traktätchen umher- liegen sehen. Sie sind dazu bestimmt, SonntagSlektüre für jene gottvergessenen Menschen zu sein, die die Kirche dem Pastor über lasten und ihren Sonntag lieber in Feld und Wald zubringen. Wenn wir nach unseren eigenen Beobachtungen urteilen dürfen, so möchten wir annehmen, datz der Erfolg dieser Traktätchen- Propaganda ungefähr gleich N u l l ist. Wir haben bisher nicht gefunden, datz die Ausflügler den umherliegenden Traktätchen viel Beachtung schenken. Der eine oder der andere nimmt wohl mal so ein Blatt in die Hand, aber fast jeder legt es schon nach wenigen Augenblicken lächelnd wieder weg oder wirft es enttäuscht zum Fenster hinaus. Um sich Beachtung zu erzwingen, greifen die Traktätchen- schreiber manchmal zu den sonderbarsten Mitteln. Ein Traktätchen dieser Art, das in einem Eisenbahnwagen als SonntagSlektüre für Ausflügler ausgelegt worden war, trägt den Titel:„Für Alle". Die Nummer 24 vom 16. Juni 1907 zeigt ein Gruppenbild von sechs HereroS, die mit dicken Eisenletten aneinandergefesselt sind. Das Bild ist offensichtlich nach einer Photographie angefertigt worden.„Seufzende Gefangene" lautet der Titel des Artikels, den, dieses Bild, das fast die ganze erste Seite des TraktätchenS einnimmt, als Illustration dienen soll. So etwas wirkt natürlich sensationell. Der fromme Verfaster des erbau- lichen Artikels bezeichnet die gefesselten Hereros als„Verbrecher, die nichts anderes als den Tod verdient haben." ES scheint ihm fast eine gewisse Beftiedigung zu gewähren, datz eS„für sie keine Begnadigung mehr gibt". Er widmet indes diesen„seufzenden Ge- fangenen" nur die ersten acht Zeilen seines Artikels. Sie sind ihm lediglich ein Vorwand, hinüberzuleiten zu den„Millionen" anderer Menschen, die gleichfalls als„Gefangene" zu betrachten seien, gleich- falls„dem Tode verfallen" seien.„SatänS Gefangene" sind eS, die der Traktätchen-Schreiber meint. Er jammert, datz die meisten dieser Gefangenen nicht einmal„seufzen", sondern sogar noch lachen, scherzen, singen, sich vergnügen und sich zerstreuen." Den Personen, die die Verbreitung der Traktätchen besorgen, wird von der Eisenbahnvcrlvalttmg keinerlei Erschwerung ihres Ge- werbeS bereitet. Am Ende kann man mit dieser Toleranz nur ein- verstanden sein. Würde aber solches Entgegenkommen auch anderen Leuten gewährt werden, die zufällig nicht Traktätchen, sondern sozialdemokratische Flugblätter unter den Eisenbahnreisenden verbreiten wollten? Wir glauben: nein l Wer mal daS Experiment machen und auf der Eisenbahn es mit einer Flugblatt-Propaganda für die Sozial- demokratie versuchen wollte, der würde wahrscheinlich sehr bald„auf den Trab" gebracht werden._ Unentgeltlicher Unterricht in Säuglingspflege für Frauen und Mädchen findet im Monat Juli im Kindcrhaus, Blumenstr. 78, wöchentlich einmal statt. Meldungen hierzu im Bureau des Kinderhauses Dienstag, den L. Juli und Mittwoch, den 3. Juli von 2 bis 4 Uhr. Das heftige langanhaltende Gewitter in der Nacht vom Frei- tag zu Sonnabend hat viele Berliner um den Schlaf gebracht. In- folge der großen Hitze türmten sich gegen 8 Uhr von allen Seiten Gewitter auf. die in der elften Stunde namentlich im Osten Berlins zum Ausbruch kamen und nur bei ganz geringem Regenniedcr- schlag heftige elektrische Entladungen zeitigten. Im Treptower Park und der Köpenicker Heide schlug der Blitz wiederholt in hohe Bäume. Ein Teil der Fernsprechleitungen nach Friedrichshagen und Köpenick funktionierten am gestrigen Morgen nicht, da die Sicherungen durch den Blitzstrahl zum Schmelzen gebracht waren. Gegen Vgl Uhr nachts begann im Südwesten Berlins das Gewitter in einer Stärke zu toben, wie dies in den letzten Sommern selten zu verzeichnen gewesen ist. Schlag auf Schlag folgte, gleichfalls nur von leichtem Regen begleitet. Wiederum beschränkte sich das Unwetter nur auf die Reichshauptstadt und die nächste südliche und südwestliche Umgebung. Im Grunewald wurden mehrere hohe Tannen und Fichten vom Blitz gefällt und ein mächtiger Feuer- schein am südlichen Horizont bewies, datz hier das Unwetter eine weitere Ausdehnung angenommen. Gegen 1 Uhr nachts hatte der elektrische Funke in Lankwitz gezündet. Eine Scheune des Engros- schlächters Dahlemann wurde total eingeäschert. Die hinzugerufenen freiwilligen Wehren der Nachbarorte traten nicht in Aktion, da das Gebäude in wenigen Minuten ein Raub der Flammen war. Mel- düngen aus Potsdam besagen, datz sich dorflmd in der Umgebung nur ganz leichte Gewittererscheinungen gezeigt haben. Dagegen dürften die Ortschaften an der Ostbahn stärker durch das Unwetter gelitten haben. Schweres Unglück. Auf dem Hofe des Erweiterungsbaues der Kraftstation der Gesellschaft für elektrische Hoch- und Untergrund» bahnen, Trebbinerstr. 1/4, wurden Chamottesteine hochgcwunden. Als ein etwa 39 Zentner schwerer, beladener Kasten in der Höhe des Dachgeschostes schwebte, wo das Material Verwendung finden sollte, brach plötzlich der eiserne Ring, durch welchen der Kasten mit 4 Ketten an der Winde befestigt war. Die Last durchschlug die Gerüstbrücke, über der sie sich befand, und stürzte, den auf der Brücke stehenden 19 Jahre alten Arbeiter Rose, Manteuffelstr. kl wohnhaft, mit sich reißend, aus einer Höhe von ungefähr 18 Meter in die Tiefe. Rose erlitt anscheinend schwere innere Verletzungen und Quetschungen an Kopf und Beinen. Die Gesellschaft sorgte für seine sofortige Ueberführung mittels Automobils nach dem Kranken- Hause Am Urban. Ein verkrachtes Bankinstitut. Der Inhaber eines kleinen Bank- und Wcchselgcschäfts in der Wilhelmstr. 43, Karl Kilz, hat sich der Polizei selbst gestellt, weil er fremde Gelder angegriffen hatte. Die Höhe der unterschlagenen Depotgclder soll eine halbe Million be- tragen, doch konnte die genaue Summe bisher noch nicht festgestellt werden. Kilz ist 41 Jahre alt und unverheiratet. Er hatte seit 29 Jahren sein Geschäft im ersten Stock des Hauses inne. Ge- schädigt sind vor allem zahlreiche Privatleute, die K. ihre Gelder anvertraut hatten. Ein Polizeikommissar mit mehreren Beamten revidierte vorgestern in der Wohnung des Verhafteten die Bücher. Kilz hatte seine Klientel hauptsächlich in katholischen Kreisen. Er wurde deswegen der„päpstliche Hofbankier" genannt. Unter dem Vater des jetzigen Chefs hatte die Firma Kilz als altes Kassa- kommissionsgeschäft einen recht guten Klang. Kilz senior spielte auch politisch als Vertrauensmann Windthorsts eine Rolle. Der Sohn ließ sich in Spekulationen ein und soll unter anderem viel Geld verloren haben an der Ziegelei Borgsdorf bei Birkenwerder, die er von der Neuen Bodengescllschaft gepachtet hatte. Um Bienenschwärme einzufangen und Bienen, die Personen belästigten, zu vertreiben, wurde die Feuerwehr gestern nach der Bornholmerstr. 4. Ackerstr. 68. Dunckerstr. 19. Mirbachstratze. dem Polizeipräsidium und anderen Stellen gerufen. Die Bienen müssen irgendwo entwischt sein. Anders ist es gar nicht zu erklären, daß plötzlich an. zahlreichen Stellen eine Menge Bienen- fast gleichzeitig UWtrnvn brimHnt�minPlPTmM*lli!*■ onen■'belästigten,; Große Entrüstung unter dem Publikum rief gestern nachmittag in der zweiten Stunde auf dem Lausitzerplatz das Benehmen eines Schutzmannes hervor. Wegen eines geringfügigen Vergehens war ein Arbeiter arretiert worden und sollte mit zur Wache gehen. Der Arrestant ging auch ruhig mit, verbat sich aber den üblichen Polizei- griff. Kurz vor der Wache des 79. Polizeireviers auf dem Lausitzer- platz Nr. 19 kam es zwischen beiden zu einem Wottwechsel, in dessen Verlauf ein zweiter Beamter aus dem Hause des Reviers erschien. Der Schutzmann Nr. 2316 zog blank und schlug mehrmals dem Arbeiter über den Kopf, wodurch der Mann schwer verletzt wurde. Dieses Verfahren des Schutzmannes rief allgemeine Empörung unter den Passanten hervor, zumal es auch nicht im geringsten durch daS Verhalten des Arbeiters gerechtfertigt wurde. Es ist geradezu unerhört, aus welch nichtigen Anlässen Schutz- leute zur blanken Waffe greifen und Staatsbürger Zeit ihres Lebens unglücklich machen. Soll die staatliche Autorität dadurch gestärkt werden, datz man Beamte mit gezücktem Säbel auf einen wehrlosen Arbeiter loslätzt? Selbstmord eines MajorS 0. D. In der vergangenen Nacht hat der Major a. D. Helmar von Pelchrzim in seiner Wohnung in der Gruncwaldstratze 11 Selbstmord verübt. Major v. P. hatte nach seinem Ausscheiden aus dem Heer die Stellung eines Standes- beamten inne. Wie angegeben wird, hat er sich wegen ungünstiger Familienverhältnisse das Leben genommen. Das Töchterchen des Lebensmüden ist gegenwärtig zur Erholung in Schlachtcnsee und gestern hatte es die Mutter besucht. Als sie gegen Mitternacht wieder heimkehrte, suchte sie vergeblich Einlaß in das Kinderzimmer zu erhalten. Da sich auch ihr Mann nicht meldete, schöpfte sie Ver- dacht und rief den Portier. Dieser öffnete gewaltsam die Tür und man fand nun Major vo P. in einer seltsamen Situation vor. Er Jtant) in aufrechter Haltung vor dem Fenster als Leiche. Um ocn Hals hing eine Schnur, die am Fensterriegel befestigt war. Zwei sofort hinzugerufene Aerzte vermochten nur noch den Tod festzustellen. Die Leiche wurde von der Polizei beschlagnahmt und in das SchauhauS gebracht. Major von P. hatte im 69. Lebensjahr gestanden. In der vorgestrigen Nacht gegen 1 Uhr sprang die 21 Jahre alte Frau Anna Gutsche, geb. Kutschale, Westfölischestr. 57, aus dem Stubenfcnster ihrer im Seitenflügel des dritten Stockwerkes ge- legenen Wohnung auf den mit Steinen gepflasterten Hof hinunter und erlitt außer mehreren komplizierten Knöchcnbrüchen so schwere innere Verletzungen, daß sie, nachdem sie wieder in ihre Wohnung hinaufgetragen worden war, daselbst am Vormittage gegen Vs8 Uhr verstarb. Die Beweggründe der Tat dürften in einer hochgradigen Nervosität zu suchen sein, die sich infolge schwerer Erkrankung an Brustdrllsencrweiterung nach überstandener Entbindung zu momentaner GeisteSumnachtung steigerte. Die Leiche ist beschlagnahmt und dem Leichenschauhause überwiesen. Die Unglücksfälle am Kanalbau in der Thornerstraße häufen sich in erschreckender Weise. Am Dienstag, den 25. Juni, stürzte der Maurer Karl Hoperts, Rummclsburg, Neue Bahnhofstr. SO wohnhaft, beim Absteigen in den Kanal und zog sich einen Bruch des linken Armes und eine Gehirnerschütterung zu. Am Freitag- vormittag 9ü Uhr, passierte wieder ein Unfall, dem der Arbeiter Erich Schwanz aus Weitzensce zum Opfer fiel. Da der Boden mehrmals abgesetzt werden mutz, ist eine Pritsche über den Steifen gebaut. Der Arbeiter Schwanz war an dieser Stelle beschäftigt und bemerkte nicht, datz die Steifen nicht verknackt waren, wodurch die Pritsche mit der darauf liegenden Bodenmasse in den Schacht stürzte. Dem Arbeiter Schwanz ist bei diesem Zusammenbrechen sein Spatensticl dermaßen in den Hals gedrungen, daß er ins Krankenhaus gebracht werden mußte. Er soll im Laufe des TageS seinen Verletzungen erlegen sein. Die Ausschachtarbeiten führt die Firma Paul Fiebig aus- jj« hem schweren Unglück in der Wriezenerstr. 33 schickt uns die Mtiengesellschast der Firma Naetz folgendes Schreiben:„Die Kutscher Franz Mendt und Karl Erdmann haben im Auftrage ihrer Arbeit- geberin von Wriezenerstr. 33 Schlamm abgefahren; nachdem die Arbeit beendet und sie sich ankleideten, hänselten sich beide, dabei verloren sie das Gleichgewicht und stürzten über das Geländer in die mit heißem Wasser gefüllte Grube. Bei vollem Bewußtsein wurden sie ins Lazarus-Krankenhaus übergeführt." Seitens unseres Korrespondenten wird uns demgegenüber be richtet, daß der an dem schrecklichen Unglücksfall beteiligt gewesene Kutscher Franz Mendt den Hergang des Unfalles in der Weise geschildert hat, wie dies in unserem Bericht angegeben ist. Uebrigens ist die Katastrophe nicht so leicht anzusehen, als dies in der Zuschrift zum Ausdruck gebracht wird, denn ein Opfer hat sie bereits gefordert. Der Kutscher Mendt ist am Freitag den furchtbaren Verletzungen erlegen. Seine Leiche ist polizeilich beschlagnahmt worden. Auch der Zustand des zweiten Verunglückten, des Arbeiters Erdmann, läßt, wie durch die Krankenhausverwaltung mitgeteilt wird, viel zu wünschen übrig. Arbeiter-Bildungsschnle Berlin. Die beiden letzten Unter rtchtZstunden in Nationalökonomie finden am Dienstag, den 2., und Freitag, den 3. Juli, statt. Der Gesangverein Kreuzberger Harmonie(M. d. A.-S.-B.) ver- anstaltet heute abend in der Brauerei Friedrichshain ein Konzert, das ein reichhaltiges Programm bringt. Freunden eines guten Konzertes und Gesanges ist ein genußreicher Abend sicher. Im wissenschaftlichen Theater der„Urania" wird in dieser Woche der mit zahlreichen farbigen Bildern aus den Eisregionen des Alpenlandes ausgestattete touristisch wie wissenschaftlich gleich interessante Vortrag„Die Gletscher der Hochgebirge und die Eis zeit unserer Heimat" am Montag. Dienstag und Freitag zur Dar stellung gelangen. Am Sonntag, Mittwoch und Sonnabend wird der ebenfalls mit farbigen Bildern ausgestattete Vortrag„Von der Zugspitze zum Watzmann" und am Donnerstag der Vortrag„Durch Dänemark und Südschweden" wiederholt. Außerdem findet am Sonnabend eine Nachmittagsvorstellung zu kleinen Preisen statt und zwar wird der Vortrag„Die deutsche Ostseeküste" gehalten werden. Auf der Trcptow-Sternwarte spricht Direktor Dr. Archenhold am Sonntag, den 30. Juni, nachmittags 5 Uhr, über:„Ein Aus. flug in die Sternenwelt", abends 7 Uhr über:„Die Sonne und ihre Flecken". Das Thema für den Montagvortrag abends 9 Uhr lautet:„Das Aufsuchen der Sternbilder mit praktischen Uebungen". Sämtliche Vorträge sind mit zahlreichen Lichtbildern ausgestattet. — Mit dem großen Fernrohr wird während der ganzen Woche nachmittags die Sonne resp. die Venus, abends ein Fixstern, Doppelstern, Sternhaufen oder von 11 Uhr an der Mars beobachtet. Gesperrt werden die Grünstraße von der Friedrichsgracht bis zur Gertraudtenstraße der Kanalisationsarbeiten halber sofort, eben- falls die Hindersinstraße vom Reichstagsufer bis zur Straße Am Königsplatz behufs Asphaltierung vom 1. n. M. ab. Arbeiter-Samariter-Kolonne. Montag, 2. Abteilung, Brunnenstraße 154: Praktische Verbandübungen sowie Verfahren bei Blutungen usw. Heute Nachmittag findet das Sommerfest der Kolonne bei Wernau, Schwedterstr. 23—24, statt. Für gute Unter- Haltung ist Sorge getragen. Vorort-s�ackriebten. Schöneberg. Die Stadtverordnetenversammlung erledigte in einer außer- ordentlichen Sitzung die noch zur Beratung stehenden Gegenstände, um dann in die Ferien zu gehen. Für den Ausbau der Straßen und Erwerb von Straßenland im Südostgelände wurden 180 009 Mar? bewilligt. Die ge- samten Kosten belaufen sich auf 791 000 Mark, wozu die Terrain- gcsellschaft, der Eisenbahnfiskus und die Gemeinde Tempelhof ebenfalls beizusteuern haben. Der Regulierung des Königs- Weges wurde nach längerer Debatte zugestimmt. Angenommen wurde ferner die Vorlage des Magistrats, im städtischen Krankenhause eine bakteriologische Station einzurichten. Es wurden zu diesem Zwecke 7500 Mark bewilligt. Zugestimmt wurde dem Neubau einer Real- und höheren Mädchenschule auf dem städtischen Grundstück in der Kolonnenstraße. Die Kosten belaufen sich auf 844 000 Mark. In diesem Schuldau ist ein Erfrischungsraum für die Schüler bor- gesehen. Eine ausgedehnte Debatte entspann sich über die Errichtung von 5 Sammelkanälen. Dem Magistrat wurde ein Vor- Wurf daraus gemacht, daß er in so später Stunde mit derartigen wichtigen Vorlagen an die Stadtverordnetenversammlung trat, so daß die Prüfung der Vorlagen in einem Ausschuß nicht vor- genommen werden kann. Drei dieser Vorlagen wurden bewilligt, die anderen beiden einem Ausschuß überwiesen. Der Antrag des Magistrats, für den Direktor des Werner- Sicmens-Realgymnasiums eine Dien st Wohnung einzurichten, brachte ebenfalls längere Auseinandersetzungen. Während von liberaler Seite sowohl wie vom Magistrat die Errichtung der Dienstwohnung befürwortet wurde, trat die Hausbesitzerfraktion füt Ablehnung des Antrages ein, da die Stadt billiger wegkomme, wenn sie die gesetzliche Mietsentschädigung zahle. Der Antrag wurde darauf abgelehnt. In nichtöffentlicher Sitzung kam sodann das Stadtpark. Projekt zur Verhandlung. Trotzdem versucht wurde, die An- gelegenheit auf längere Zeit zu verschleppen, stimmte die Ver- sammlung doch dem mit dem zweiten Preise bedachten EntWurfe nach einigen Abänderungen zu. In dem Entwurf sollen die stehenden Gewässer fallengelassen und statt dessen mehr Rasen- flächen mit kleinen Wasserläufen angelegt werden. Für In- angriffnahme der Vorarbeiten wurden 50 000 Mark bewilligt. Nach den Ferien sollen der Versammlung die speziellen Entwürfe vor- gelegt werden. Die Kosten für die Anschüttung der beiden Parallelstrahen des Stadtparkcs wurden ebenfalls bewilligt. Ein Opfer der Hitze. In der Kolonialausstellung ist gestern nachmittag der 45jährige Maschinist Gustav Behrendt aus der Müllerstr. 164 vom Hitzschlag betroffen worden. Behrendt war mitten in der Arbeit, als er plötzlich leblos zusammenbrach. Er wurde nach der Sanitätöwache getragen, wo man Hitzschlag bei ihm feststellte. Der verunglückte fand im Schöneberger Krankenhaus Aufnahme. Unsere Volksschule lautete das Thema eine» Vortrages, den Genosse Heinrich Schulz in der letzten Wahlvereinsversammlung hielt. In großen Zügen entwickelte Redner seine bereits auf dem Mannheimer Parteitag und in den verschiedenen Versammlungen zum Vortrag gebrachten Anschauungen über das Volksbildungs- Wesen. Seine ebenso interessanten wie lehrreichen Ausführungen wurden von den Versammelten mit reichem Beifall aufgenommen. In der Diskussion verbreitete Genosse Küter sich über die Stellungnahme der bürgerlichen Fraktion im Schöneberger Stadt- Parlament zu dieser Frage. ES sei schwer, meinte Redner, einen von unS gestellten Antrag durchzubringen. Ein Antrag, welcher für die gesamte Arbeiterschaft von Wichtigkeit und weittragender Bedeutung sei: unentgeltliche Lieferung der Lehr- und Lernmittel, sei seinerzeit gegen 4 Stimmen abgelehnt worden. Dies müßte ein Ansporn mehr sein, daß die Arbeiter dafür sorgen, daß die Sitze der Bürgerlichen immer mehr verringert werden. Genosse Moos bedauerte, daß am Orte dem Zuwachs an Schulkindern in bezug auf Erbauung von Schulen nicht mehr Rech- nung getragen werde. Es komme bor, daß Kinder heute aus dieser. morgen nach jener Schule, ganz gleich in welcher Gegend sie liegt, gejagt würden. Auf Grund dieser Ausführungen ersuchte der Vorsitzende die An- wesenden, bei der kommenden Stadtverordnetenwahl ihren Pflichten nachzukommen. Nur wenn jeder einzelne dessen eingedenk sei, daß eS auch auf ihm ankomme, könnten Männer inS Stadtparlament gewählt werden, die auch die gesamten Interessen der Schöneberger Arbeiterschaft wahrnehmen. Vor Eintritt in die Tagesordnung ehrte die Versammlung das Andenken des verstorbenen Genossen Heinrich Kattner in der üb- liehen Weise. Die neuerbaute Bolksbadeaustalt in der Ebersstraße Nr. 9 ist nun endlich eröffnet worden, sie genügt aber in keiner Weift, den Bedürfnissen der städtischen Bevölkerung auch nur einigermaßen gerecht zu werden. Im ganzen sind nur 24 Badezellcn vorhanden. Davon entfallen auf die Männerabteilung 14 Brausen und nur zwei Wannen, auf die Frauenabteilung vier Brausen und vier Wannen. Ein Brausebad(mit Seife und Handtuch) kostet 10 Pf., ein Wannenbad 25 Pf.— Wann wird endlich der schon oft angekündigte Anfang mit dem Bau einer größeren Badeanstalt mit Schwimmbassin gemacht werden? Die Gelder zu diesem Zweck stehen seit mehreren Jahren schon regelmäßig in dem Etat. Am 1. Juli wird auch die städtische Volksbücherei und Lesehalle in dem Hause der Volksbadeanstalt, Ebersstr. 9 II. ihre Pforten wieder öffnen. Bisher war dieselbe in Mietsräumen in der Eisenacherstraße untergebracht. Die Bücherausgabe erfolgt an den Wochentagen in der Zeit von 12l/z— 1'/, und von 5—9 Uhr. Die Lesehalle ist geöffnet an den Wochentagen von 4—9 Uhr, an den Sonntagen von 3—7 Uhr nachmittags. Rixdorf. Stadwerordiietenverfanimlung. Geschäftliche Mitteilungen des Vorstehers eröffnen die Sitzung.— Die Regulierung der Harzer- straße zwischen Elsenstraße und Straße 33, sowie der letzteren zwischen Harzerstraße und Köllnisches Ufer wird, dem Antrage des Magistrats entsprechend, beschlossen. Nach einer weiteren Vorlage des Magistrats ist beabsichtigt, für das Naturhistorische Schulmuseum über der Turnhalle der zu er- bauenden Geineindeschule Boddinstr. 52/56 ei» Stockwerk aufzusetzen. Das Museum befindet sich jetzt in einem Keller der Schule in der Knesebeckstraße. Um diesem unwürdigen Zustande ein Ende zu machen, sollen in der oben geschilderten Weise zweckentsprechende Räume geschaffen werden. Die vom Stadtbaurat Kiehl vorgelegte Skizze löst diese Aufgabe in sehr ansprechender Weise. Die Mehrkosten betragen 10—12 000 Mark. Die Vorlage rief eine lebhafte Debatte hervor. Unter Führung des Vorstehers Sander wurde Sturm gelaufen gegen die angeblich zwecklose Aus- gäbe, welche das Schulmufenm nicht wert fei. Man wollte die Gegenstände des Museums unter die Schulen aufteilen— in den Kellern der letzteren würde sich schon Platz finden. Die Stadtvv. Rosenow und Wutzky(Soz.) traten lebhaft für die Erhaltung und den Ausbau des Instituts ein, das gerade in seinem Zusammenhange seinen Wert habe und ein ausgezeichnetes Mittel ür den Anschauungsunterricht bilde. Vorbedingung seien allerdings chöne, würdige Räume, und da dürfe bei dem verhältnismäßig geringen Betrage keine Knauserei platzgreifen. Die recht lebhaften Auseinandersetzungen endeten mit Annahme der Vorlage, nachdem Stadtrat Weinreich diese noch befürwortet hatte. Die Bahnunterführung der Kiefholzstraße unter der Stadt- und Ringbahn muß infolge des sich dort entwickelnden Verkehrs ver- breitert werden. Um eine Breite von 22 Metern durchzuführen, verlangt die Eisenbahnverwaltung seitens der beteiligten Gemeinden Rixdorf und Treptow je 1000 M. Zuschuß. Die Versammlung ge- nehmigt diesen Betrag. Es folgt geheime Sitzung. Neben einigen Bcamtenanstellungen, welche entsprechend den Maoistratsvorschlägen erledigt werden, wird beschlossen, das städtische Grundstück in der neuen Privatstraße an der Berlinerstraße(alte Rolle) nicht zu verkaufen. Der Kaufmann Collberg hatte 1000 M. für die Rute geboten. Ei» Streit mit dem Vorstände der Barbier-, Friseur- und Perückeiimacherinming zu Rixdorf ist kürzlich zu Ende geführt worden. Er hat zum Gegenstande die vorjährige Lohnbewegung der Barbiere. Die Barbiere traten an ihre Meister heran mit Forderungen um VerVesseniltg ihrer Lage. Davon waren oft Jnnüngsbrllder keineswegs erbaut; wohl begrüßen sie eine Berbessernng ihrer eigenen Lage, gestehen aber nicht den Arbeitern das gleiche Recht zu. Zu den Geschäften, die bewilligten, gehörft auch das einer Frau Schubert in der Richardstraße, in dem dann auch die vom Verbände der Frisenrgehülfen Deutschlands herausgegebenen Plakate und Kontrollkarten zu finden waren. Das paßte aber den JnnungSleuten nicht in den Kram und sie beschlossen, diejenigen, die die Plakate und Kontrollkarten nicht aus ihrem Geschäft entfernten, in eine Ordnungsstrafe von 20 M. zu nehmen. Zwar gab Frau Schubert an, sie habe ja gar keine Kenntnis von dem Beschlüsse gehabt, sie sei eigentlich auch gar nicht Mitglied der Innung und das Geschäft gehöre ihrem Mann, e? nützte nichts, die Friseure Rudolf Engelbrecht, Rixdorf, Schöiieweiderstraße 11, und Franz Kniith, Rixdorf, Wippersir. 6, wußten alles besser. Trotzdem Frau Schubert, die sich über die Straf« estsetzung beschwerte, den ihr gar nicht bekannten Jnmingsbeschluß angelochlen hatte, bleibt es dabei, sie muß 20 M. blechen. Der ganze Vorgang ist wieder einmal ein Beweis für die geradezu sträfliche Arbeilerfeindlichleit unserer Jnnungsbrüder. Zehlendorf. Eine von der Gewerkschastskommission nach dem Lokal von Mieck einberufene öffentliche Versammlung beschäftigte sich mit dem Thema:„Die jetzige Situation im Baugewerbe". Referent war der Genosse Z e g l i n. Redner gab in seinem Vortrage eine treffliche Uebersicht der Vorkommnisse während der Aussperrung im Baugewerbe. Die Unternehmer seien eifrig bemüht, Ersatz für die Ausgesperrten zu erhallen und die ver- chiedensten Behörden leisten dabei dem Unternehmertum Zutreiber- dienste. Doch das alles helfe den Unternehmern nichts, auch die zelbe Gewerkschaft, die man zu gründen suche, sei nur ein Schlag nS Wasser. An das mit lebhaftem Beifall aufgenommene Referat 'chloß sich eine Diskussion, in der Genosse Scheler die Zehlendorfer Verhältnisse kritisierte und mit dem hiesigen Lokalblättchen eine kleine Abrechnung vornahm. Seine AuSsührungen gipfelten darin, nun endlich einmal mit einer derartigen Preffe, welche bei jeder Gelegen- heit die Arbeiter mit Schmutz bewirft, aufzuräumen und dafür den „Vorwärts" zu abonnieren. Da auch zirka sechs katholische Fach- vereinler anwesend waren, welche aus Oberschlesien hier hergekommen ind, um dem Unternehmer Bauer beim Bau der katholischen Kirche ÄrbeitSwilligendienste zu leisten, wurden dieselben wiederholt auf- gefordert, sich über ihr Arbeitsverhältnis zu äußern. Aber keiner >er sechs fand den Mut, auch nur ein Wort zu sagen. Nach einem Schlußwort des Referenten fand die Versammlung mit einem be- geisterten Hoch auf die Arbeiterbewegung ihren Schluß. Bewilligt haben hier die drei Firmen Liebert, Bastian u. Kabelitz sowie Weiß, bei welchen die Arbeit am Montag aufgenommen wird. Es ist also auch an unserem Orte Bresche in die Mauer der Unternehmer- organisation gelegt. Wilmersdorf. Durch einen Hnfiritt das Schienbein zerschmettert wurde vor- gestern dem Kutscher Albert Neuner, der bei dem Bauunternehmer Pranke angestellt war. Auf einem Neubaugrundstück in der Babels- bergerstraße schritt N. dicht an einem angetriebenen Pferd vorüber. In diesem Augenblick schlug das Tier aus und traf ihn am Schien- bei». Dies wurde zerschmettert. Auf der Unfallstation am Zoo- logischen Garten erhielt der Schwerverletzte die erste ärzlliche Hülfe. Nummelsburg. AuS der Gemeindevertretung. Der Bau von Schulhäusern fiihrte, wie bereits in der vorigen Sitzung, auch diesmal wiederum zu einer längeren regen Debatte. Der vertagte Antrag des Ge- mcindevorstandeS ging dahin, zum 1. Oktober 1908 ein besonderes Gebäude für eine 16 tlafsige Mittelschule herzustellen, und gleich- zeitig den Bau einer 70 klassigen Volksschule, welche am 1. Oktober 1909 fertiggestellt sein soll, in Angriff zu nehmen. Da in der vorigen Sitzung der Bau eines eigenen Gebäudes für die zurzeit aus 5 Klassen bestehende Knabenmittelschule von unseren Genossen mit Unterstützung einiger bürgerlicher Vertreter ganz entschieden bekämpft wurde, so fand vor der endgültigen Beschlußfassung erst noch eine Aussprache mit der Schuldeputation, zu welcher auch der Kreisschulinspekwr gehört, statt. Die Aussprache hatte das Resultat, oaß in der letzten Sitzung die Stimmung gegen den Bau eines eigenen Gebäudes für die Knabenmittelschule allerseits vorhanden war. Diese allgemeine Stimmung gegen den Bau eigener Schulgebäude für höhere Schüler hatte der Herr Kreis- schulinspektor durch seine eigenen Ausführungen selbst verschuldet, indem er sagte— daß das Provinzialschulkollegium es auf keinen Fall zugeben würde, daß in solchen Schulgebäuden, welche einmal für höhere Schüler errichtet sind— in eventuell leer bleibenden Klassen auch Volksschülcr untergebracht werden. In namentlicher Abstimmung wurde der Antrag des Gemeindevorstandes gegen bis Stimmen des Gemeindcvorstandes und eines Vertreters abgelehnt. Tagegen fand ein Antrag, welcher besagt, daß am 1. Oktober 1908 ein Teil des großen 70 klassigen Volksschulgebäudes soweit fertig- gestellt sein muß, daß die dann notwendigen Schulklassen bezogen werden können— einstimmige Annahme. Da die Leichenhalle auf dem Gemeindefriedhofe in Friedrichsfclde nicht mehr den Neuzeit- lichen Anforderungen entspricht, so beschloß die Vertretung einen Erweiterungsbau vorzunehmen. Die auf 6000 Mi. veranschlagten Gesamtkosten hierfür wurden bewilligt. Einstimmig wurde der vorgelegte neue Bebauungsplan für das östliche Gcmeindcgebiet zwischen der Schlesischen Bahn, der Fischerstraße unv Lichtenverger und Friedrichsfelder Grenze gut geheißen. Eine längere Debatte zeitigte der beantragte Ankauf des zwischen Schlichtallce und Prinz Alberfftraße am Kirchengrundstück belegenen, der Stadt Berlin ge- hörigen, etwa 5 Morgen großen Terrains zum Preise von rund 439 000 Mk. Dieses Terrain soll erworben werden, damit das jetzige Krankenhaus, welches in Kürze bereits einen Erwciterungs- bau erhält, und spätestens nach zehn Jahren in den Besitz der Gemeinde übergeht, der weiteren Entwickelung der Gemeinde ent- sprechend in späteren Jahren so erweitert werden kann, daß eS dann den Anforderungen voll und ganz genügt. Um den Kosten- punkt herabzumindern, sollen die Straßenfronten in der Schlichtallee sowie Prinz Albertstratze eventuell als Hausgrundstücke weiter verkauft werden. Die Mehrheit beschloß den Ankauf mit der Matzgabe, daß das benötigte Kaufgeld in der Höhe von rund 439 000 Mk. durch Aufnahme einer Anleihe gedeckt wird. In nicht öffentlicker Sitzung hatte sich die Vertretung wieder einmal mit einem Schmerzenskind der Gemeinde, den Gemeindebaumeister Hotzky, zu beschäftigen. Verschiedene Vorkommnisse in der Ge- schäftsführung dieses Herrn gaben der Gemeindevertretung seiner- zeit Veranlassung, auf seine ferneren Dienste zu verzichten; gleich. zeitig wurde ihm aufgegeben, das Disziplinarverfahren gegen sich selbst zu beantragen. Was auch geschah. Das Disziplinar- verfahren, welches über zwei Jahre dauerte und der Gemeinde über 12 000 Mk. gekostet hat, endete mit der Verurteilung des Hatzky zu 300 Mk. Geldstrafe ohne Dienstentlassung. Seitdem sind nun bereits wieder 1% Jahre vergangen, ohne daß sich das Verhältnis zwischen Gemeindevorstand und Baumeister irgendwie gebessert hätte— im Gegenteil, es liegen vielmehr nach den Ausführungen des Bürgermeisters zurzeit wiederum genügend Gründe vor, welche bei einem erneuerten Disziplinarverfahren unzweifelhaft dazu führen müssen, daß die Dienstentlassung des Baumeister Hatzky diesmal ausgesprochen werden muß. Dem Hatzkh ist nun nahe- � gelegt worden, selbst die Kündigung einzureichen. Derselbe ist auch unter der Bedingung damit einverstanden, daß ihm als Abfindung ein Schmerzensgeld von 15 000 Mk. sofort ausgezahlt wird. Da es bei der jetzigen Rechtsprechung im Disziplinarverfahren sehr zweifelhaft erscheint, ob nicht doch dem Betroffenen eine kleine Pension zugesprochen werden wird, so vertritt der Gemeindevorsteher den Standpunkt, in den sauren Apfel zu beißen und auch noch diese 15 000 M. hinauszuwerfen. In der Diskussion waren die Meinungen sehr geteilt. Da aber durch das Resultat deZ ersten Disziplinarverfahrens, wo man der Gemeindevertretung sogar die Urteilsgründe vorenthalten hat, das Vertrauen zu dieser Art Gerichtsbarkeit allerseits verloren gegangen ist, so beschließt die Gemeindevertretung, trotz de» größten Widerwillen», gegen sechs Stimmen, den Hatzky noch mit 15 000 M. abzufinden. Treptow-Baumschulenweg. Beim Baden ertrunken. Im neuen Teltowkanal an der Königs» Heide bei Baumschulenwea ertrank am Freitagnachmittag der drei» zehnjährige Sohn des Tischler» Bartz au« Rixdorf, Reuter» straße 60. Der Knabe badete mit noch zwei anderen, als ihm plötzlich die Kräfte versagten und er unter dem Wasser verschwand. Alle Rettungsversuche blieben resultatlos. Der freiwilligen Feuer» wehr gelang es erst gestern mittag 12 Uhr, den Toten herauSzu» fischen. Alle Anzeichen der Leiche lassen darauf schließen, daß Herz» schlag eingetreten war. Johannisthal. Uebcr die heutige politische Situation in Deutschland referiert. in der letzte» Mitgliederversammlung des Wahlvereins Genosse R e h» dein. Diskussion wurde nicht beliebt. Als Ersatzdelegierter für den Genossen Pielicke zur Kreis-Gcneralversammlung wurde Genosse Krieg gewählt. Hierauf machte Genosse Radunke als Gemeinde« Vertreter Mitteilung, daß von den 200 M., welche von der Gemeinde- Vertretung für Anschaffung von Lehrmitteln für bedürftige Kinder bewilligt wurden, nur 12 M. verbraucht worden sind. Angeblich soll kein Bedürfnis vorhanden sein. Es wurde daher beschlossen, daß Genosse Diesner eine Aufstellung aller bedürftigen Kinder vornehmen und der Armenkommission überweisen soll. Es werden deshalb die- jenigen Eltern, denen das Beschaffen von Lehrmittel» für ihre Kinder schlecht möglich ist, ersucht, sich beim Genossen Diesner zu melden. Ober-Tchöneweide. Die von der Gemeindevertretung beschlossene Einrichtung einet Volksbibliothek ist nun erfolgt. Die Eröffnung soll am Sonnabend, den 6. Juli, stattfinden. Die Bibliothek befindet sich im Gemeindehause. 2. Geschoß, Zimmer 18, und ist zur Ausgabe von Büchern geöffnet: Mittwochs und Sonnabends von 6—7 Uhr. Die Benutzung ist für jeden Inhaber einer Lesekarte unentgeltlich. AuslicferungSbedinguiigen und Kataloge sind gegen Zahlung von 25 Pf. au den BenutzuiigStage» im Bibliothekzimmer und im Gemeindebureau, Zimmer 10, zu haben. Mariendorf. In der Gemeindevertretersitzung am Freitag wurde der wieder» gewählte Genosse Reichardl in sein Amt eingeführt. Die öffentliche Sitzung beschäftigte sich mit Auflassungen von Straßenland. Ju der alsdann folgenden geheimen Sitzung wurde über die Vergebung der Marinorarbeilen zum neuen Schulgebäude verhandelt. Die ein» zelnen Offerten zeigten im Preis ungeheure Unterschiede. Der Mindestsorderiide verlangt 19000 M. und der Meistsordernde 63000 M. Unserem Genossen war außerdem auch bei den zur Beratung stehenden Arrnensacheu Gelegenheit gegeben, auf das Elend in den verschiedenen Proletarierfamilien aufmerksam zu machen. Ans den Debatten ging zur Genüge hervor, wie notwendig es ist, daß dem jetzt allein in der Gemeindevertretung sitzenden Genossen zum nächsten März bei den allgemeinen Wahle» noch zwei Vertreter hinziigesellt werden müssen. Köpenick. Ferienstimmung herrscht« bereit» in der letzten Sitzring der Stadiverordnetenversammlung, wurden doch nicht weniger als 17 Punkte in einer Stunde erledigt. Zunächst wurde die Wahl bei in der ersten Abteilung gewählten Herrn Streichhahn für gültig erklärt. Debattelos bewilligte die Versammlung 50 000 M. zur Ausführung der Kanalisations- und Wasserleitungsanschlußarbeiten der städtischen Gebäude. Die Kosten betragen bei der II. Geinciudc- schule 8560 M.. während bei den übrigen Gebäuden die Kosten niedriger sind. Durch die Wahl des bisherigen Stadtkasscurendaiiien Herrn Willberg, der zuletzt in gleicher Eigenschaft in Bielefeld tätig war, beamragte der Magistrat eine günstigere Gehaltsskala für diesen Posten. Es werden gefordert als Anfangsgehalt 2800 M, Höchst- fieljott 4300 M.; Wohnungszuschich soll 800 M. pro Jahr betragen. Der Vorlage deS Magistrats wurde zugestimmt. Zur Revision der Gebäudesteuerveranlagung wurden 1200 M. verlangt und genehmigt. Eine kleine Debatte gab es beim Bericht über die Tätigkeit der Schulärzte. Stadtv. Canitz referierte kurz über diesen Punkt und erwähnte � einige Mängel. Besonders sei die Nebenklasse einer Gemeindeschule im Dachgeschost des Schulgebäudes untergebracht, Licht und Luft seien hier unzulänglich. Bon einer Meldung habe der in Frage kommende Schularzt abgesehen, da den Mängeln ja durch den weiteren Ausbau der Schulen abgeholfen werde. Genosse Herbst brachte bei dieser Gelegenheit einen Antrag ein, der die Heraus- gäbe eines gedruckten Berichtes der Schulärzte forderte. Begründend führte er aus, dast es bei dem jetzigen System der Berichterstattung nicht möglich sei, sich über den Gesundheitszustand der Kinder zu orientieren. Der Antrag wurde gegen einige Stimmen der freis. Vereinigung angenommen. Um die Verteilung der Zinsen des Kochschen Legats haben sich 11 Personen beworben. Die Bersamm- lung beschlotz, einem Antrage des Genossen Woik gemäst, dem Arbeiter Max Stelter diese zuzuerkennen. Die übrigen Punkte der Tagesordnung wurden debattelos genehmigt. Ein Dringlichkcits- anlrag, den Magistrai zu ermächtigen, die zwischen den Häusern 10 und 11 in der Grünstraste nach dem Wasser führende Gasse aus Reinlichleitsgründen zu verkaufen, fand ebenfalls Zustimmung. Uebcr eine vor fast 14 Tagen abgehaltene christliche Gcwcrkschafts- Versammlung bringt das Köpenicker.Dampfboot" einen längeren Bericht. Nach demselben soll von den freien Gewerkschaften versucht worden sein, die Versammlung zu sprengen, des weiteren sollen Redner christlicher Richtung am Sprechen verhindert worden sein. Tatsache ist, dast die Versammlung, welche in der Mehrheit von Mitgliedern der freien Gewerkschaften besucht war, die Redner ruhig sprechen liest; erst als der Bezirksleiter des christlichen Transport- arbeiterverbandes den bodenlosen Vorwurf erhob,„die freien Ge- werkschaften vergeuden die Beiträge der Mitglieder zu etwas anderem, als im Interesse der Mitglieder usw." wurde ein Sturm der Entrüstung laut und die Forderung auf Zurücknahme dieser Aeusterungen gestellt. Da letzteres nicht geschah, verliesten die Mit- glieder der freien Gewerkschaften den Saal. Im übrigen ist es sonderbar, dast man erst nach 14 Tagen die Courage hat, etwas über die Versammlungsfreiheit der Roten zu schreiben. Sollte vielleicht der Schreck über den Neinfall erst dieser Tage ge- schwunden sein? Friedrichsfelde. Ueber Kranken- und Invalidenversicherung referierte in der letzten Mitgliederversammlung des Wählvereins Genosse Link. Der Redner mistbilligte zunächst, dast die Arbeiterschaft namentlich den Orts- krankenkassen so gleichgültig gegenüber stehe. Durch ihre Unwissen- heit im Kassenwesen füge sie sich selbst oft schiveren Schaden zu. Des weiteren hob der Referent die grasten Borteile einer von den Kassenvorständen angeregten, von der Aufsichtsbehörde aber ab- gelehnten Zentralisierung der Krankenkassen hervor. Zum Schluh wies Redner noch an weiteren Beispielen auf die Unzulänglichkeit des Jnvalidenversicherungsgesetzes hin. Die Abrechnung von der Reichstagswahl, welche der Vorsitzende Genosse Gronwald gab, wies eine Einnahme von 432,03 M. auf, der eine Ausgabe von 406,88 M. gegenübersteht. Die Versammlungen für die Monate Juli und August fallen aus, dafür sollen sich die Genossen recht zahlreich an den Zahl- abenden beteiligen. Waidmannslust. Nach dreizehnjähriger ehrenamtlicher Tätigkeit ist nunmehr der alte Gemeindevorsteher, der Landwirt W. Rabe, aus seinem Amte geschieden. Tie Kolonie W. hat, zu dem Dorfe Lübars ge- hörig, sich während dieser Zeit zu einer stattlichen Gemeinde ent- wickelt und Lübars um das Vierfache an Einwohnerzahl überholt. Durch den Bau der Tegel-Friedrichsfelder Industriebahn dürfte die EntWickelung für die Zukunft noch rapider fortschreiten. Die hierdurch entstehende Arbeitslast erforderte die Anstellung eines be- soldcten Vorstehers. Fand sich doch unter den Waidmannslustcr und Lübarser.Füiauzgrösten" niemand, der auch aus ein oder zwei -- Up---v.-------"-------- Jahre das Amt als ehrenamtlicher Vorsteher übernommen hätte. Auch keiner, der% Jahr ehrenamtlich die Steuereinnahme vor» walten wollte. An dieser platonischen Liebe für„Hebung des Ge- meinwohls und der Gemeinde"(Name des Vereins für Grund- ftücksspekulanten am Orte) ändert auch das Abschiedsfestessen nebst obligatem Andenken, welches die„Großen" von W.-L. dem alten Gemeindevorsteher widmen, gar nichts. In der ersten Sitzung unter dem neuen Vorsteher wurde beschlossen, die Sitzungen der Gemeindevertretung alle 14 Tage des Montags um 6 oder 7 Uhr im Waidmannsluster Schulhaus abzuhalten. In Lübars soll für Gemeindeangelegenheiten eine Meldestelle mit Telephonanschluß in der Gastwirtschast von Secger aus Kosten der Gemeinde einge- richtet werden. Der Ausbau der Leichenhalle wurde ebenfalls ge- nehmigt. Auf dem Schulgrundstück in W. soll ein Gebäude mit Turm aufgeführt werden, das vorläufig zur Unterbringung der Feuerwehrloschgerätschaften sowie der Strahenreinigungsuten- silien dienen soll, später aber als Turnhalle auszubauen ist. Der Turm soll zu den Uebungszwecken der Feuerwehr dienen, und in der obersten Etage ein Wasserreservoir enthalten, das durch einen Motor gefüllt wird und den Bedarf der Feuerwehr sowie der Straßensprengung decken soll. Auf Anfrage erklärte der Vorsteher, daß außer von unseren Genossen auch von bürgerlicher Seite Anträge betreffs der Grund- wertsteuer vorliegen, die baldigst verhandelt werden sollen. Tpanda». Der Stadtverordnetenversammlung wurde seitens des Magistrats eine Vorlage gemacht betreffend Zustimmung zu einem Vertrage mit der Firma Siemens u. Halske zwecks Erbauung einer elektrischen Straßenbahn nach dem Nonnendamm. Trotzdem die Versammlung im vergangenen Jahre beschlost, die bestehenden Strastenbahn- linien der Allgemeinen Elektrizitäts-Gesellschaft mit dem Jahre 1309 in eigene Regie zu übernehmen, will der Magistrat diese neue Bahn- anlage doch wieder einer Privatgesellschaft übertragen. Die wesent- lichsten Bestimmungen des der Versammlung vorgelegten Vertrages sind folgende: Die Firma Siemens u. Halske erhält die Kon- zcssion zu dieser Bahn, welche Personeil- und Güter- verkehr erhalten soll, bis zum 31. Dezember 1967. Also auf 60 Jahre. Die Bahn wird eingleisig und normalspurig mit den erforderlichen Ausweichungen von der Firma Siemens u. Halske gebaut. Das Bahnland wird der Firma von der Stadtgemcinde zur Verfügung gestellt, bleibt aber, soweit es der Stadtgemeinde gehört, Eigentum der Stadt. Die Unternehmerin hat die Gleis- und sonstigen Bahnanlagen in gutem Zustande zu erhalten, insbesondere bezüglich des Pflasters. Für die Reinigung de» Bahnkörpers, welche die Stadt übernimmt, hat die Unlernehnierin an die Stadt im ersten Jahre nach der Belnebseröffinmg 600 M., in jedem folgenden Jahre 60 Vi. mehr bis zuni Höchslbetrage von 1600 M. zu zahlen. Das Fahrgeld pro Person beträgt, falls das Zahlkastensystem genehmigt wird, 10 Pf., falls dieses System nicht ge- nehmigt wird, für jede angefangene Kiloinctcrstrecke 5 Pf., jedoch nicht unter 10 Pf. für die Fahrt. Vom Tage der Betriebs- cröffnung ab hat die Unternehmerin jährlich viet Wochen nach Ab- lauf des Geschäftsjahres von der Roheinnahme, soweit sie auf Strasten, welche vo» der Stadt unterhalten werden, erzielt, wird, an die Stadthauptkasse zu zahlen: � 1 Proz. bei mehr als 160 000 M., steigend bei je 60 000 M. Roheiimahme um Va Proz. bis 5 Proz. bei 650 000 Di. Für den Transport der der Unternehmerin selbst gehörigen Güter und ihrer eigenen Arbeiter und Angestellten sind die tarif- mäßigen Sätze in_ die Roheinnahme einzustellen. Mit Ablauf deS Vertrages, also am 31. Dezember 1967, gehen der Bahn- körper, soweit er sich auf in städtischer UnterhaltungS- Pflicht stehenden Wegstrecken befindet, nebst Zubehör(Masten, Zuleitungsdrähten usw.) und die Personenwagen unentgeltlich in das Eigentum der Stadtgemeinde über, wogegen sich die Etadtgemeinde aber verpflichtet, die Fortführung des Güter- Verkehrs auch auf dem Teile der Anlage zuzulassen, welcher bei Ab- lauf des Vertrages in ihr Eigentum übergegangen ist. des Referenten, Stadtv. Bender, wird beschlösset Atif Antrag IDMen, die Vorlage in zwei Sitzungen zu beraten. In der sich nun anschließenden all- gemeinen Diskussion sprachen sich alle Redner dafür aus, daß die Versammlung auf keinen Fall den Vertrag so, wie er vorliegt, ge- nehmigen könne. Namentlich soll danach hingestrebt werden, daß seitens der Stadt die ganze Bahn möglichst bald in eigene Regie übernommen werden kann. Stadtverordneter Genosse Schnridt I äußert seine Befriedigung darüber, daß die Versammlung jetzt den Standpunkt ebenfalls vertritt, welchen die Sozialdemokraten schon immer vertreten haben, nämlich die Verkehrsmittel in städtische Regie zu übernehmen. Er verkennt nicht, daß es für die Stadt schwierig ist, die Bahn selbst zu bauen, zumal noch andere große Aufgaben ihrer Erledigung harren. Unbedingt müßte aber darauf gesehen werden, daß die Stadt jederzeit die Bahn übernehmen könne. Da sich auch noch bei anderen Paragraphen eine präzisere Fassung als notwendig herausstellt, so beschließt die Versammlung, dieVorlage dem Magistrat zurückzugeben und die gewünschten Aenderungen so zu be- schleunigen, daß die Weiterberatung am nächsten Donnerstag möglich wird.— Die Versammlung soll ihre Zustimmung zur Aenderung eines Tauschvertrages mit der Wasserbauverwaltung über das Gelände am Spreedurchstich geben. Nach dem alten Tauschvertrage war der Stadt u. a. das Vorkaufsrecht für den großen Spreearm zugesichert. Jetzt soll die Stadt von diesem Borkaufsrecht Abstand nehmen und will der Fiskus dafür 10 000 M. an die Stadt zahlen. Stadt- verordneter Genosse S ch m i d t I. rät entschieden ab. die Vorlage zu genehmigen, da man sonst befürchten könne, daß an dem Spree- arm auch eine Hafenanlage gemacht würde, wodurch dem Spandauer Hafen eine große Konkurrenz entstehe. Die Vorlage wird schließlich in geheimer Sitzung weiter beraten.— Für die Jubiläunis- Turnhalle werden abermals 4000 Mark gefordert. Die Gesamt- kosten betragen 116 000 M. Die Mehrkosten sind erforderlich ge- worden durch eine Küchenanlage, welche nicht etwa zur Speisung armer hungriger Turner, sondern zur Benutzung bei Festlichkeiten gemacht werden soll. Der liberale Stadtverordnete Matthias erklärt, daß es ihm vorkomme, als wenn man hier nicht eine Turn- halle, sondern eine Festhalle erbauen wolle, in welcher bei patriotischen Anlässen Feste gefeiert werden sollen. Wo bleibe denn aber die Zeit für die drei Turnvereine zum Turnen? Er werde gegen die Vorlage stimmen. Nachdem aber der Stadtbaurat und der Stadtverordnete Dr. Baumert dem opponierenden Liberalen gut zugeredet und ihm erzählten, daß die Turnhalle nur als Festhalle benutzt werden solle bei Festen, zu denen die Säle in Spandau nicht ausreichen, da hatte Herr Matthias auch ein Einsehen und ließ seinen Einspruch fallen, worauf dann die Borlage von der Majorität angenommen wurde; Spandau erhält nun eine JubiläumS-Fest-Turnhalle. In die gemischte Kommission zur Vorberatung der Wahl von unbesoldeten Stadträten wird auch Genosse Pieck gewählt.— Ein mehr als sonderbares Verhalten zeigte der konservative Stadtverordnete Dr. Engelhardt bei der Vorlage betreffend Beschickung der Tagung deutscher Bernfsvonnünder und der Versammlung des deutschen Vereins für Armenpflege und Wohltätigkeit. Während nämlich dieser Herr, der Arzt ist, bei allen Vorlagen, die Land- An- und Verkäufe sowie andere Spekulationsprojekte betreffen, stets das große Wort führt, war er bei dieser Vorlage, zu welcher man ihm als Arzt doch ein gewisses soziales Verständnis zutrauen sollte, der Ansicht, daß eine Beichickung nicht nötig sei; was dort er- örterl werde, könne man später aus dem Bericht lesen. Als man ihn für diese komische Ansicht dann sogar seitens seiner Fraktionskollegen tüchtig abführte, schlug er um und nahm seinen Einspruch zurück. Derselbe Herr hat ja auch seinerzeit die Errichtung von Schulbrause- bädern als Unsinn bezeichnet. Seitens unseres Genossen Schmidt I wird für die Beschickung dieser Versammlung ein Fräulein Tietze in Vorschlag gebracht, die sich um die hiesige Armenpflege sehr verdient gemacht hat. Die Mehrheit der Versammlung nahm diesen gewiß berechtigten Vorschlag aber mit einem wahren Hohngelächter auf. Auch ein Zeichen von sozialem Verständnis. Die Vorlage wurde genehmigt, jedoch die Wahl der Delegierten bis zur nächsten Sitzung ausgesetzl.— Für die Anstellung eine« zweiten Druckers an" der Abziehpresse werden monatlich 60 M. gefordert. Genosse Schmidt I bemängelt die untarifmätzige Bezahlung und daß man Nachtwächter für diese Arbeit verwende. Ebenso sei das Arbeitslokal, welches sich in einem dunklen Keller befindet, nicht paffend. Unser Redner fand aber bei der Mehrheit kein Verständnis für seine Beschwerden. Die Vorlage wird genehmigt. Es gelangten dann noch mehrere andere Vorlagen debalteloS zur Erledigung. Gerichts-Zeitung. Ein Nachspiel zu der Aussperrung im Holzarbeitergewerve beschäftigte gestern die vierte Strafkammer des Landgerichts I. Wegen versuchter Erpressung mutzte sich der Tischlergeselle Paul R y o s k verantworten. Mitte Januar d. I. wurde die Mehrzahl der Holzarbeiter in Berlin und Umgegend seitens der Arbeitgeber ausgesperrt. Zu den Ausgesperrten gehörten insbesondere die dem Holzarbeiterverbande angehörigen Arbeitnehmer. Von den größeren Firmen der Holzindustrie wurden vielfach von außerhalb Arbeitswillige herangezogen. Zu diesen gehörte der Tischler Thomas Kendziora, welcher in einer Fabrik in Moabit be- schäftiat war. Als K. am 1. Februar d. I. von feiner Arbeit kam, bemerkte er, daß er von mehreren Personen verfolgt wurde. In der Beusselstratze trat der zu den Ausgesperrten gehörende An- geklagte an den nicht organisierten K. heran und forderte ihn auf, ebenfalls die Arbeit niederzulegen und dem Verbände beizutreten, der ihm wöchentlich 16 Mark zahlen und ihm außerdem das Reise- geld in seine Heimat bewilligen werde. Als sich K. weigerte, drohte ihm der Angeklagte, er solle sich dann vorsehen, daß er nicht gehörige„Senge" kriege. In diesem Vorgehen erblickte der Staats- anwalt den Versuch einer Erpressung, da er durch Drohungen der Verbandskasse des Holzarbeiterverbandes einen rechtswidrigen Vcrmögcnsvorteil in Form des Beitrages verschaffen wollte. Der Angeklagte bestritt, sich strafbar gemacht zu haben. Wohl habe er mit Kendziora gesprochen und ihm vorgehalten, daß ihm bei seiner Weigerung, sich mit den Ausgesperrten solidarisch zu erklären, leicht etwas passieren könne. Kendziora bekundet, daß der Beklagte ihn nicht durch Drohungen aufgefordert habe, dem Holzarbeiter- verbände beizutreten, sondern nur, dem Streik sich anzuschließen. Das Gericht erkannte auf Freisprechung von der Anklage versuchter Erpressung und auf Verurteilung wegen Verstoßes gegen Z 163 G.-O. und versuchter Nötigung zu drei Tagen Gefängnis. Nachklänge an die Aussperrung vo» Siemens u. Halske. Vom Schöffengericht waren der Schlosser Leh und der Dreher Krause zu je 100 Mark Geld st rase event. 20 Tagen Gefängnis verurteilt worden, weil sich einige Arbeitsioillige aus Anlaß der Aussperrung in den Siemens u. Halskeschen Werken von ihnen beleidigt und bedroht fühlten. Gestern stand in der Berufungsinstanz Termin an. Das Gericht gelangte auf Grund der Beweisaufnahme zu einem frei- sprechenden Erkenntnis, weil trotz der langen Beweisaufnahme die Angeklagten nicht als überführt erachtet werden konnten, be- leidigt oder gedroht zu haben. Ochsen und Esel. Die Privatklage des Ingenieurs Koppe gegen den Direktor der A. E.-G. Hirschberg war, wie wir berichteten, am 10. Juni zwecks Vernehmung mehrerer Zeugen vertagt. Gestern fand die erneute Beweisaufnahme statt. Die Verhandlung ergab, daß der Ausdruck„Ochsen und Esel" nicht auf alle Pctitionsuntcrzeichner, sondern auf die Komitcemitglieder zu beziehen ist. Da der Privat- kläger Koppe, wie in der Verhandlung erwiesen wurde, Mitglied des Komitees gewesen war, erkannte nach eingehenden Plädoyers der beiden Verteidiger das Schöffengericht den Ange- klagten der Beleidigung schuldig und verurteilte ihn zu einer Geldstrafe von 100 Mark. 8 163 G.-O. oder einfache Beleidigung r Der Dreher Friedrich Stefan war vom Schöffengericht zu einer Woche Gefängnis wegen vermeintlichen Verstoßes gegen§ 163 G.-O. und wegen Beleidigung des Drehers Albrecht verurteilt. Gestern stand vor der Strafkammer Berufung an. In der Verhandlung legte der Verteidiger Rechtsanwalt Heinemann dar, es liege nur einfache Beleidigung vor, der Angeklagte habe lediglich dem ihm befreundeten Albrccht gegenüber den Unmut darüber ausgedrückt, daß dieser arbeiten könne, währenv er feiern müsse. Der Staatsanwalt wollte die Strafe auf 4 W o ch e n erhöht wissen. Das Gericht verwarf die Berufung des Staats- anwalts und wandelte die Gefängnisstrafe in 60 Mark Geld« strafe um. Das Urteil folgte den Rechtsausführungen des Ber- teidigers._ 8 153 G.-O. Am Sonnabend mußte sich vor dem Rixdorfer Schöffengericht der Schlossergeselle Erdmann Sagert wegen Vergehens aus Z 163 der Reichsgewerbeordnung sowie wegen tätlicher Beleidigung verantworten. Aus Anlaß der Lohndifferenzen in der Maschinen- fabrik von Dudeck soll ein Arbeitswilliger Zadeck vom Angeklagten und dem Schlosser Scholz in einer Weise zur Solidarität ermahnt sein, die die genannten Paragraphen verletzten. ES soll nämlich der Angeklagte, der mit Scholz als Streikposten fungierte, am ......*"'-"-—--zchulti Schluß"einer Unterredung die Hand auf Zadecks Schulter gelegt und ihn gefragt haben:„Na, Kollege, hast Du Dir'S überdacht?" Die Frage hatte auf die eindringlichen Vorstellungen von Tag» zuvor Bezug, keine Streikbrecherarbeit zu verrichten. Der Amts anwalt plädierte auf Bestrafung zu drei Tagen Ge- fängnis, Rechtsanwalt Dr. Heinemann beantragte Frei- sprechung, eventuell Geldstrafe aus 8 106 St.-G.-B. Das Gericht nahm an, es liege keine Beleidigung, aber der Versuch vor, durch Drohung Zadeck zu veranlassen, dem Streik beizutreten, und er- kannte auf einen Tag Gefängnis. Vermischtes. Die randalierenden„Reiter". In Hannober trat gestern morgen gegen 4 Uhr eine Anzahl von 16 Studierenden in den Wartesaal der 1. und 2. Klasse deS Hauptbahnhofes, wo sie unter anderem die Reiterszene aus „Husarenfieber" aufführen wollten. Diese? Vorhaben wurde ihnen untersagt. Der Aufforderung, sich zu entfernen, kamen sie nicht nach und mußten infolgedessen aus dem Saal hinausgewiesen werden. Die Studenten weigerten sich, diesen zu verlassen, worauf der diensttuende Assistent einschritt. Dessen Zureden erwiderten sie mit Tätlichkeiten. DaS empörte Publikum ergriff nun für die Beamten Partei, worauf die Studenten mit Gewalt entfernt wurden. Sie werden sich alle wegen Hausfriedensbruches zu per- antworten haben. Sozialdemokratischer Agitationsverei« für de» Reichstag«-. Wahlkreis Thorn-Culm-Briesen. Donnerstag, den 4. Juli, abends Punkt 8 Uhr, bei Ohnesorge, Markgrasenstr. 192: Außerordentliche General- Versammlung._ Beritner Marktpreise. Aus dem amMchen Bericht der stSdtisched Marklballen-DIrektion.(Großhandel.) Rindfleisch I» 76—72 pr. 166 Pfd., Iko 64—69. lH» 69-66. Bullenslcisch In 65-76, IIa 55-64, Kühe, seit 52— 66, do. mager 46—56, Fresser 54—66, Bullen, dän. 6,66, do, Holl. 6,66. Kalbfleisch, Doppellender 95—115, Mastläwer la 76—85, IIa 67-75, nia 6.60. Kälber gcr. gen. 45-66, do. Holl. 6,66, dän, 6.66. öaumielfleisch Mastlämmer 74—73, la 69—73, Ha 62—68, Schafe 59—62. Schweiiieflellch 50—67. Rchbock la per Pslilid 0,65—0,83. II« 0,45-0,60. Rotwild, Abschuß la 0,55-0,62. Damwild. Abschuß 0,60. Wild. schweme 0,25—0,41, Frischlinge 6,66. Kaninchen per Stück 6,60— 6,66. Hühner. alle, per Stuck 1.36-2.66. IIa 1.06-1,36, do. junge 6,66-1,35. Hamb. Küken 0,06. Tauben 0,36—0,55, italien, 0,00. Tuten per Stck. 1,60 ...... bis 1,90, do. Hamburger per Stück 1,75—3,05, Gänse per Psd. 0,60—0,70, do, per Stück 2,50—4,50, do. Hamburger per Stck. 4—4,50, do. Oderbrucher p. Stück 2,40—4,50. PouletS 0,40—0,90. Perlhühner 1,25 bis 1,60. Hechte per 100 Psund 98—111, matt 80—95, dito Nein 0,00, dito groß 6,60. Zander 0,00. Schleie, Nein 104—122, dito Holl. 66—73, do. 72—92. Aale, groß 112—128, do. groß und mittel 33—107, mittel 93—107, uns. 80—93, do. Nein 0,00. Plötzen 0,00, do. Nein 0,00. Roddow 71—72. Karpsen 56—71, Bleie, 0,00, matt 0,00, Bunte Fische 62—76. Baffe 80, do. matt 63. Karauschen 81. Bleisische 0,00. Weis 35. Aland 0,00. Quappen 0,00. Amerikanischer Lach» la neuer, per 100 Psd. 110—180, do. IIa neuer 90—100, do. Uta neuer 60. Seelachs 10—20. Sprotten, Kieler, Wall 0,00, Danziger, Kiste 0,00. Flundern, Kieler, Stiege la 3—6. mittel der Kiste 1—2, Hamb. Stiege 4—6, halbe Kiste 2—3, pomm. la Schock 4—8, IIa 0,50—2,50. Bücklinge, Kieler per Wall 2—2,50, Strals. 2—3. Aale, groß per Psd. 1,10—1,40, mittelgroß 6.80—1,10, Nein 0,60—0,80. Heffiige per Schock 5—9. Schellfische Kiste 3,00—5,00, V« Kiste 2—2,50. Kabliau, geräuch. per 100 Psd. 0,00. ~" Kiste 0.60. Goldfische, Schock 0,00.. Sardellen, IS02er per Anker 98, 1904er 63, ISObcr 98, 1966er 90—95. Schotttsche Vollbering« 1905 0.60. largo 40-44, füll. 38—40, med. 36-42, deutsch« Heringe, neue MatjeS, per'I, To. 60— 120. Sardinen, rusfi, Faß 1,50—1,60. Bratheringe Faß 1,20—140, do. Büchse(4 Liter) 1,40—1,70. Neunaugen, Schocksaß 11, do. kleine 5—6, do. Niesen- 14. Eter, Land-� unsortiert per Schock 2.80—3,06, do. große 3,56. Krebse per Schock große 6,60, do. mittelgroße 17, do. keine 5, do. nn- sortiert 7,50-12,00, do. Galtzier groß 0,00, do. klein 0,00. Butter per 100 Psd. la 106-110, IIa 103-106, Uta 100-102, absallende 90—95. Saure Gurken Schock 4,50, do. neue 6—8. Psesfergurken 4,50. Kar» tostctn per 100 Psund magnum bonum 4,50, Dabeffch« 4,50, neue 6,00—8,00. Poree, Schock 0,80—1,25. Meerrettich, Schock 3—14. Spinal p, 100 Psund 10—12. Karotten, hiesige, Schockbund 4,00—5,00. �ellerie, hiesige, per Schockbund 2,00—3,00. Zwiebeln grün, per Schock 0,60, �0,00, do.*•—..... grün. neue ■i................. der chock 6,00—7,00. Rhabarber 160 Bund 0,60—3,50, Bergedorfer, per 100 Bund 0,00, Morcheln per Psund 0,00, Sand» morcheln per 100 Psd. 0,00. Waldmeister per Mandel 0,60. Schoten per 100 Psd. 10—15. Psefserlinge per 100 Pfund 20—25. Radieschen per Schock 0,75—1,25. Salat per Schock 1,10— ILO. Spargel la 100 Psd. 0,00, do. IIa 0,00, do. lila 0,60. do. unsortiert 0,00. do. Beelitzer la 50—70, do. Beelitzer IIa 23-48. do. Beelitzer lila 10—25. Stachelbeeren, grün, per 100 Psd. 0,00, Holl, 00,0. Aepsel, hiesige, per 100 Psund 0,00, do, austral., per Kiste 8—14. Erdbeeren, franz., 50 Kg. 0,00, dito Holländer Korb 0,00, dito 50 Kg. 35—50, do. Dresdener, Kanne 0,50—0,70, do. hiesige 50 Kg. 20—40, do. Hamburger, 50 Kg. 40—50, do. Werdersche, 60 Kg. 0,00, Tangcrmunder 0,00, Walderdbeeren 90—110. Kirschen, franz., in Kisten von zirka 1 Kg. Kiste 0,00, do. ttal.. 50 Kg. 0,00, do. Gubener, 50 Kg. 12—16, do. Schief. 50 Kg. 9— 15, do. Heidelberger, 50 Kg. 0,00, do. Werdersche 50 Kg. 13—15. Zitronen. Mefsilia, 300 Stück 9,00-46,00, 360 Stück 8,00—11,00, 200 Stück 6,00-12,00. WttteruugvaderNcht vom 29. Juni 1907, morgen»« Uhr. Stattmcn L| « ä Ii «ettn 760 OSO 762 N 761 SW 761 SO 762 Still 762 Still 1 wolkig 2 bedeckt 1 heiter 1 bedeckt iheiter wollen! WK c% 1- Ma> Statt«««, |i o* e 5 ©•=■ II B« ■ v Saparanda!7SKSZW eterSburg 765 W Twtnemde Hainburg Berlin Frankf.a.M München Wie» Wetter. Prognose für Tonntag. de» 39. Juni 1997. Kühler, teilweise heiter, aber sehr veränderlich mit Regensällen, mäßige» wesllichen Winden und jortdauenider Gewitterneigung. Berliner W et t er b u r e a n. Ecilly Nberdeev Paris 763 NW 752 Still 762 NNO ««UN «ck c* U Ni �bedeckt Iwolkenl 3 halb bd. halb bd. 3 halb bd. 9 1» 12 1t 13 «Ortflerfianb am 29. Juni vorm. Elb« bei Aussig— ,— Meter, Ml Dresden— 1,50 dp.- Elbe bei Magdeburg 0,99 Meter.— Oder bei Ratibor 1,63 Meter.- Oder bei Breslau- 0,86 Meter.— O d e r bei Bffeg 2.34 Meter.— Reißemündung 1,96 Meter. Verkäufe. Teppiche niilFarbensehlernFabrit Niederlage Kroiil �raukliirterltratze 9 parterre kein Laden. 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