Mr. 296. Gridhetnt täglich außer Montags. Brats pränumerando: Biertelfärlid 8,30 Mart, monatlich 1,10 m, wöchentlich 28 Pfg. fret in's Saus. Einzelne Nummer 58. Sonntags- Nummer mit lufte. Sonntags- Beilage„ Neue Belt" 10 Pfg. Poft- Abonnement: 8,30.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DefterreichUngarn 2 r., für das übrige Musland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. In der Boft- Bettungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgefpaltene Petitzeile oder beren Raum 40 Bfg., für Bereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Bfg Inferate für die nächste Summer miüffen bis 4 Uhr Nachmittags in ber Grpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochens tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Fefttagen bis 9 Uhr Bor: mittags geöffnet. Barnfprech- uring Amt I, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Dom Schlafftellenwesen. Sonnabend, den 17. Dezember 1892. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Innern der Stadt, wo ohnebies meist alle Säufer in engen Politische Webericht: Gassen stehen und das Sonnenlicht ein Gast ist, den man = Berlin, den 16. Dezember. Der Bundesrath ertheilte in der am Donnerstag das ganze Jahr nicht kennt. Unter den Vororten zeichnet sich nur Anger Crottendorf noch durch ebenso ungünstige Jener greuliche Auswuchs am Leibe der bürgerlichen Verhältniffe aus, wie die Innenstadt. Gesellschaft, das proletarische Schlafstellenwesen mit allem| Diese blamablen Dinge sind, wie gesagt, eben erst durch unter dem Vorsitz des Vize- Präsidenten des Staatsnem Glend, beschäftigt von Zeit zu Zeit die höheren" den Direktor des städtyden ſtatiſtiſchen Amtes in Leipzig Ministeriums, Staatssekretärs des Innern Dr. v. Bötti cher dreife da oder bort lebhafter, als sonst, weil man einmal bekannt geworden. Und taum ist das geschehen, faum hat dieser abgehaltenen Plenarsizung dem Entwurf von Bestimmungen aufällig auf besonders traffe Zustände gestoßen ist. Man Herr ein im ganzen recht zahmes Drtsstatut vorgeschlagen, das im zur Ausführung des Invaliditäts- und Altersversicherungspricht eine Beit lang mehr als sonst über die Sache, und wesentlichen gewisse Gesundheits- und Reinlichkeitsvorschriften gesetzes, dem Entwurf eines Gesetzes, betreffend die Abbenn vegetiren die Barias der heutigen Wirthschafts- für Schlafstellen enthält und die Benugung ungesunder nur sehr zahlungsgeschäfte, dem Gesezentwurf, betreffend die Bebrdnung, die Lohnarbeiter, wieder in ihren Schlaflöchern vorsichtig verbietet, da erhebt sich schon der Stopf der Baus- gründung der Revision in bürgerlichen Rechtsstreitigkeiten gestört weiter. So geht es jetzt allem Anscheine nach befizer- Hydra bräuend vor ihm und zischt ihn giftig an, weil und dem Verordnungsentwurf wegen Inkraftſegung des gemüthlichen Lande Sachsen und in der großen Seestadi er es wagt, an das bürgerliche Schiboleth, an den Bins, au Gesetzes vom 19. Mai 1891, betreffend die Prüfung der Leipzig. Die Vorgänge dort find typisch für das soziale rühren. Denn man weiß es ja aus genauen Feſtſtellungen, Läufe und Verschlüsse der Handfeuerwaffen, die Zustimmung. Befferungsbestreben unserer Bourgeoisie. daß der Hausbesitzer aus solchen Wohnungen, bei denen er Der Gesezentwurf, betreffend die Geltung des GerichtsSchon seit langer Zeit soll in Leipzig eine städtische die Aftermiethe erlaubt, seine 10, 12 und 15 pet. heraus: verfassungsgesetzes in Helgoland, und der Gesezentwurf zur Rommission zur Berbefferung des Wohnungswesens beschlägt. Da marschitt das liebe„ Zageblatt" natürlich an Ergänzung der Gefeße über die Postdampfschiffs- Verbin tehen; menigstens verlautete zur Zeit der Choleragefahr der Spize der Opposition, indem es ein gefränttes Haus- bungen mit überseeischen Ländern vom 6. April 1885 und on folch' einem ehrwürdigen Institute. Aber Gizungen befizergemüth in seinen Spalten fragen läßt, ob denn nach- 27. Juni 1887 wurden den zuständigen Ausschüssen zur gehalten oder Beschlüsse gefaßt oder gar etwas bewirkt hat gewiesen werden könnte, daß die„ Dichtigkeit der Belegung Vorberathung überwiesen. Dem Jnnungsverbande deutscher bie Rommission noch niemals. Der nationalliberale Bürger- der Schlafstellen wirklich so arg wäre, daß der Baugewerksmeister in Berlin wurden auf seinen Antrag meister der großen Seestadt hat eben, wie seine meisten Leipziger Bourgeois nicht ruhig weiter die Schlafmüge über die im§ 104 h der Gewerbe- Ordnung bezeichneten KorpoRollegen größerer und kleinerer Orte, viel wichtigere Dinge, die Ohren ziehen und seinen profit weiter einſactein tönne. rationsrechte verliehen. Endlich wurde über mehrere Boras da find Königs- und Kaiſereffen u. A. m., zu thun, als Der Leipziger nationalliberale Philifier, und mit ihm der: lagen und Eingaben in Zoll- und Steuerangelegenheiten lich um Lappalien zu fümmern, wie die Wohnungsverhältnisse jenige im ganzen Reiche, wo hundertfach ähnliche Zustände Beschluß gefaßt. bie Der armen Leute in seiner" Stadt. Da hat man nun jetzt vorhanden sind, ist eben der gelehrige Schüler feines großen Dem Reichstage ist eine Denkschrift, betreffend die Bolkszählungsergebnisse für Leipzig aus dem Jahre 1890 Miquel, der auch seinerzei. ein, ach, so schönes teich 3- Bau- und Finanzlage bei dem Nord- Ostsee- Kanal, zufertiggerechnet und dabei eine grauenhafte Ausdehnung des Wohnungsgesez auf dem Papiere mit ausarbeiten gegangen. In fünf Baujahren sind bis jetzt rund Schlafftellenwesens mit schauderhaften Zuständen gefunden. half, um sich, seitdem er Minister geworden, von dieser 52 000 000 Rubikmeter Bodenmasse ausgehoben worden. Gelbstverständlich sind diese Dinge der Bourgeoisie sonst so gefährlichen Materie ab und dem viel leichteren Geschäft Bis zum 1. Oktober d. J. waren von dem Baufonds ververborgen, daß sie nur bei Gelegenheit einer umständlichen des Erfindens direkter und indirekter Steuern für den ausgabt 80 176 413,18 M. Zur Ausführung bereits be daß in der berühmten Universitäts- und Kunststadt nicht Bolkszählung herauskommen können. Kurz, es ergab sich, Moloch des Militarismus zuzuwenden. gonnener Arbeiten und Lieferungen ist ferner verfügt über Insofern ist der Leipziger Vorgang nur das Symp: 35 590 887,18 M.; noch nicht begonnene Arbeiten und weniger als 13 314 natürlich meistens kleine Haushaltungen tom eines allgemeinen faulen Zustandes. Vielleicht Lieferungen sind veranschlagt im Betrage von 40 437 436,84 mit 21 952 Schlafleuten vorhanden waren. Beinahe sebe setzt sich in Pleiße- Athen jezt die städtische Wohnungs- Mark. Wie es am Schluß der Denkschrift heißt, beſteht jede fünfte Haushaltung in Leipzig lebt von Schlafleuten, die kommission einmal in Bewegung, vielleicht nimmt sich der nach wie vor die Aussicht, daß der Kanal im Jahre 1895 ich kein Extrazimmer, nicht einmal das kleinste und oder jener Verein für innere Mission, der zum Tode er dem Verkehr wird übergeben werden können. billigste, leiften fönnen. Haushaltungen Der größte Prozentsatz dieser schrocken ist über die moralischen Wirkungen des prolehat nun blos zwei heizbare Räume, tarischen Schlafstellenwesens, der Sache eine Zeit lang an und es kommen dabei solche vor, die 5, 6, 8, ia 12 Schlaf über's Jahr steht höchstwahrscheinlich die Sache genau im leute gleichzeitig beherbergen. Man kann sich das Bild auf demselben Flede, wie hente. Die Bourgeois fahren in ausmalen, das diese Räume bieten müssen! 2787 dieser ihre Theater- und Konzertpaläste, statten dieselben nach wie Haushaltungen haben nur weibliche Schlafleute, also ein vor so verschwenderisch wie möglich mit dem Geld der Fabritarbeiterinnen u. 1. 10. Jn 1119 Haushaltungen Seffeln und Betten und werden höchst erstaunt sein, wenn werden aber männliche und weibliche Schlafleute gleichzeitig eines Tages aus den schmutzigen Wohnhöhlen ein Ameisenbeherbergt, und bei 2722 Haushaltungen ist eine allein- heer hungernder Proletarier herauskriecht, von dem die stehende Frau die Vermietherin der Schlafstellen. Natür- ganze bürgerliche Herrlichkeit erdrückt wird. lich liegt die Hauptsache dieses Krebsschadens im Inneren der innersten Stadt, wo sich die Proletarier zusammenhäufen, um jeden Morgen so früh als möglich wieder zur Lohnfklaverei bereit zu sein; im Feuilleton. Nadbrua verboten.), Bel- Ami. [ 40 40 Georges und Madeleine fühlten sich selber von der Zärtlichkeit, die gleichsam in der Luft lag, angesteckt. Sie faßten sich sanft, ohne ein Wort zu sagen, bei der Hand. Ein wenig fühlten sie sich durch die schwere, dicke Luft und ihre Stimmung bedrückt. Als ihr Wagen oben bei der Wendung an den Festungswerken angekommen war, füßten sie sich. Der große Wagenstrom hatte sich in die verschiedenen Seitenwege vertheilt. Auf dem Weg zu den Seen, den sie jetzt ein Ram er aus der Nedaktion, wo er wieder zwei oder schlugen, wurden die Zwischenräume zwischen den Droschken Roman von Guy de Maupassant. Georges flüfterte: dreimal Forestier gerufen worden war, nach Hause, so rächte etwas weiter. er sich und verfolgte den Todten im Grabe mit gehässigem| Spott. Alle feine Mängel und Schwächen, seine kleinen an fich. lächerlichen Angewohnheiten zählte er wohlgefällig auf, trat Geliebte Magda!" und zog sie " Sie sagte zu ihm: Erinnerst Du Dich noch an den finsteren in Mir schien er voll Ein Gefehentwurf ist vom Abg. Rintelen( Bentrum) Reichstage eingebracht, dahin lautend: Einziger Artikel. Dem§ 69 des Strafgesetzbuches für das Reich wird fol gender zweiter Absatz beigefügt: " Die Verjährung ruht während der Zeit, in welcher auf Grund des Gesezes eine Strafverfolgung nicht begonnen oder nicht fortgesetzt werden kann." Für die Militärvorlage sollen sich die Wähler bei der Reichstags- Wahl in Kaufbeuren ausgesprochen haben zu diesem Resultat tann nur ein offiziöses Blatt, wie die Norddeutsche Allgemeine Zeitung", tommen. Die große Mehrheit der Wähler habe für den Kandidaten des Zentrums gestimmt, obwohl dieser sich seine Stellung nach Hause zu fahren. Das Bild Forestier's hatte von ihm Besitz genommen und quälte ihn. Er konnte nur noch an ihn denken, von ihm reden. Mit boshaftem Zone sagte er: # 1 " Höre einmal, Magda!" Was denn?" " Nicht wahr, Du hast den armen Charles betrogen?" Empört erividerte fie: Du wirst geradezu albern mit diesem ewigen Gerede!" Aber er ließ nicht nach. " Sei doch offen, liebe Magda, und räum es ein. Nicht wahr, Du hast ihn betrogen? Sag doch!" Sie schwieg ärgerlich. Er aber fuhr hartnäckig fort: sent. Einer so auss so er Oh ja! ja! Das mir förmlich dazu geschaffen, betrogen zu werden." feiner Frau den Einfluß eines gefürchteten Nebenbuhlers von wilden Thieren und endlos zu sein. Hier aber ist es riesigen Spaß machen, wenn ich Recht hätte. Er war ja bekämpfen wollen. doch reizend. Zärtlichkeit scheint in der Luft zu liegen und An einem Abend gegen Ende Juni rauchte er feine außerdem weiß ich, daß Sevres auf der anderen Seite des Bigarrette am Fenster. Die warme Abendluft drang ins Gehölzes ist. Bimmer, und er betam Lust, noch einen Spaziergang zu Wollen wir nach dem Parke, liebe Magda?" machen. fragte er. Er merkte, daß sie lächelte, vielleicht über irgend eine Erinnerung. Beharrlich wiederholte er: Sag mir's doch. " Oh!" erwiderte er, auch in dem Walde in meiner Es ist ja gar nichts dabei. Im Gegentheil, es wäre sehr Heimath giebt es nur Hirsche, Füchse, Rehe und Wild- spaßhaft, wenn Du mir zugeben wolltest, daß Du ihn bes fchweine, und ab und zu trifft man auch ein Försterhaus" trogen hast." ( maison de forestier). Jetzt zitterte er vor Hoffnung und Haß. Oh, wenn Ach ja, ich bin dabei." Dies Wort, der Name des Todten, den er unabsichtlich der verdammte, verwünschte, verabscheute Todte die lächer Sie nahmen eine offene Droschke, kamen zu den Champs- ausgesprochen hatte, überraschte ihn so, als wenn ihn einer liche Schande getragen hätte! Und doch.. und doch Abend war still und schwül und die Luft so heiß wie schwieg plöglich, wieder war jenes fremdartige, heftige Miß- langen, alles zu wiffen, auf. Elysées und dann in die Allee des Bois de Boulogne. Der ihm aus der Tiefe des Didichts zugerufen hätte, und er noch ein anderes, unbestimmteres Gefühl ftachelte sein Vers Backofendampf. Eine unendliche Menge Droschten führte behagen, jene eifersüchtige, wilde, unbezwingliche Wuth über Magda! Geliebte Magda, bitte, fag' es mir doch!" Bärchen in das Wäldchen hinaus. In langer, ununter- ihn gekommen, die ihn seit einiger Zeit das Leben ver- wiederholte er.„ Nicht wahr, Du hast ihn betrogen? So brochener Reihe fuhren die Wagen. Georges und Madeleine, machte es Spaß, all die bitterte. Bist Du mit Charles hier zuweilen am Abend Liebespaare im Wagen zu betrachten, die Frauen in heller wesen?" fragte er nach einer minutenlangen Pause. Toilette P die Männer im dunklen Anzug. Kein Geräusch war zu hören, als das Rollen der Räder auf dem Wege. warme Schatten der Nacht schien voll von Küssen. Der Ja, oft!" erwiderte sie. sag doch! Es wäre ja auch sehr unrecht von Dir gewesen, ge- wenn Du es nicht gethan hätteft." Und mit einem Male wurde es ihm unbehaglich hier, er empfand ein nervöses, herzbedrückendes Berlangen, sofort Jetzt fand sie sein Drängen wohl komisch, denn sie lachte kurz und abgerissen. Er hatte seine Lippen beinahe an ihr Ohr gelegt: " Nun?... Nun?... So aesteh' doch! nahme zur Militärvortage vorbehalten und davon abhängig gemacht, welche Gründe für dieselbe regierungsseitig geltend gemacht werden möchten". Das Zentrum felbft wird wenig erbaut sein von dieser Auslegung der unbestimmt gehaltenen Aeußerung feines Kandidaten. Wäre sie vierzehn Tage früher erfolgt, dann hätten die Wähler gewiß eine keinen 3weifel übrig laffende Antwort erzwungen und ohne eine jolche dem Zentrumskandidaten den Laufpaß gegeben. Bei der Reichstags- Stichwahl in Stuhm- Marienwerder, welche am Donnerstag stattfand, find bis jetzt für Wessel( freifonservativ) 5687 und für Donimirski( Bole) 5678 Stimmen ermittelt. Aus 55 Wahlorten steht das Ergebniß noch aus. Auf die Theater- Agenten lenkt, wie der„ ReichsAnzeiger" mittheilt, ein Eclaß des Ministeriums Des Junern die Aufmerksamkeit der Polizeibehörden hin. Es feien eine Reihe von Fällen bekannt geworden, in denen Theater Agenten es unternommen haben, die sich ihrer Vermittelung bedienenden Personen in wucherischer Weise auszubeuten, deren wirthschaftliche und künstlerische Existenz sich in unzulässiger Weise dienstbar zu machen und weiblichen Klienten gegenüber die Gebote der Sittlichkeit zu verlegen." Der hier erwähnte Uebelstand ist seit Jahren so allgemein in der Theaterwelt bekannt und ist so tausendfach in der Presse geschildert, daß wir höchlichst erstaunt sind, daß er bereits zur Kenntniß des Ministers gelangt ist. Er wird aber mit dem Wiut an die Bolizeibehörden nichts erreichen, wenn er nicht die Nothlage beseitigt, welche die Schauspieler zu Opfern der Theater- Agenten macht. Er enthält eine Sammlung von Zeichnungen verschiedener, in Staatsanwalt so rühmend hervorhebt, feine Spur zu be meinen Werkstätten ausgeführter Gegenstände. Ich gebe fizen, und noch stolzer ist sie darauf, daß sie über jeden mich der Hoffnung hin, daß besonders die vier Patriotismus, auch über den berechtigten, die Joee de letzten Seiten, welche die Gußstahlfononen darstellen, Sumanität und Gerechtigkeit stellt. Die ich für verschiedene hohe Regierungen Europas Thatsächlich sei noch erwähnt, daß das Gericht gege angefertigt habe, einen Augenblick die Aufmerksamkeit Eurer Majestät auf sich lenken dürften und meine Rühnheit ent- Martini auf 200 M., gegen Dr. Zur auf einen Monat G schuldigen werden. Mit dem tiefften Respekt, mit der größten fängniß erkannte. Bewunderung bin ich Eurer Majeftät unterthänigfter und ergebener Diener." Gegen die Aufhebung der Juden- Emanzipatn Ein Unterschied liegt hier nur in der Behandlung der wendet sich, wie wir der Kölnischen Bells- Zeitung" en Briefe seitens der Empfänger vor. Der Kriegsminister der nehmen, eine verschiedenen einflußreichen Organen Republik hat ben deutschen„ Patrioten" gar keiner Be- Zentrumspartei zugehende Berliner Korrespondenz, weld achtung gewürdigt; ber ka is er aber sah in dem„ Patrioten" die theile mittelbar, theils unmittelbar erfolgenden Ag ein verwandtes Genie, das man ermuntern muß, und tationen gegen die Rechtsgleichheit abfertigt. In derfelben würdigte das Anerbieten damit, daß er dem unterthänigsten" lieft man: Schreiber folgenden Bescheid zukommen ließ: Der Kaifer hat mit vielem Interesse den Atlas empfangen, den Sie ihm zugeftellt haben, und feine Majestät hat den Be fehl gegeben, Ihnen für diese Mittheilung zu danken und Ihnen zu wissen zu thun, daß seine Majestät lebhaft den Erfolg und die Ausdehnung einer Industrie wünscht, welche die Bestim mung hat, der Menschheit beträchtliche Dienste zu leisten." " бав Dabei( bei dem Anfturm gegen das Gesetz vom 8. Ju 1869) tönnen die Ratholiten nicht mitthun; verbieten ihnen nicht blos ihre Grundfäße, sondern auch i eigenftens Intereffe, ihr Selbsterhaltungstrieb. Das Reich gefeh vom 3. Juli 1869 fagt mit etwas mehr Worten dasselbe wie Artikel 12 der preußischen Berfaffung, der also lautet: Der Genuß der bürgerlichen und ftaatsbürgerliche Rechte ist unabhängig von dem religiösen Bekenntnis Das ist ja das Palladium der Parität, bet Gleichberechtigung der Katholiken mit den Protestanten. wären die reinen Selbstmörder, wenn wir dazu mitwirkten, daß an diesem Grundstein unseres Rechtes gerüttelt würde! Gegentheil, wir sehen alle Kraft daran, um diesen Rechtsa überall im vollsten Maße zur Durchführung zu bringen, aud da, wo bisher die Verwaltungspraxis in ihrer proteftantifchen Tradition" die Katholiken in die zweite Linie zu schieben sucht Mit der Aufhebung der Rechtsgleichheit würde man den Ratho lizismus schwer verwunden, aber das Judenthum nur leicht streifen. Oder will man etwa die Bestimmung so faffen, das nur die Mitglieder der Synagogen- Gemeinden ihren Rechten verkürzt find? Das wäre ein Schlag ins Waffe denn gerade die schofelten, gewiffenlofesten Clemente be Judenthums würden dann schleunigst aus ihrer Kultu gemeinde austreten und als Konfeffionslose", Freireligio u. f. w. wieber volberechtigte Staatsbürger werden, im Noth falle ließen sie fich auch taufen, um nachher zu bleiben, was fe waren. Die jüdische Rasse von der Rechtsgleichheit aus fchließen, ist einfach unmöglich. Man denke sich die Ahnen probe" bei Hinz und Kung, die Riecherei nach einem Tropfe jüdischen Blutes bei Konkurrenten oder persönlichen Feinden u. f. w.! Wenn die radikalen Antisemiten ein Ausnahmegeje machen wollen, so müssen sie doch in§ 1 fagen, wer Jude ift und wer nicht. Aber treh ihrer riesigen Red- und Schreib feligkeit haben sie eine gesetzlich brauchbare Definition des Be griffs noch nicht zu Zage gefördert." Die Ahlwardt'schen sind durch den Löwe- Brief an Boulanger in eine grimmige Berlegenheit gebracht worden. Gie klagen bekanntlich Löwe an, er habe im Auftrag der Alliance israélite( bes Judenbundes) das Deutsche Reich, durch Lieferung schlechter Waffen wehrlos zu machen gefucht. Nun hat er aber auch den„ Erbfeind" vermittelst seiner schlechten Maschinen mit schlechten Waffen zu versehen, und dadurch wehrlos zu machen gesucht. Frankreich mehrlos machen, heißt aber die Wehrkraft Deutschlands entsprechend Bon deutschen Waffen todtgeschoffen zu werden, verstärken. Die Wehrlosmachung Deutschlands wird also muß für den deutschen Patristen der höchste Stolz sein. durch die Wehrlosmachung Frankreichs kompenfirt( wett Wenn jeder Schuß, der sie trifft, aus Krupp'schen Kanonen gemacht) und der unpatriotische Verrath an Deutschland und Loewe'schen Gewehren kommt, welch Hochgefühl muß durch den patriotischen Berrath an Frankreich aufgehoben. uns Deutsche ergreifen. Der Figaro" veröffentlicht das Wie die Ahlwardt'schen aus diesem Dilemma heraus fommen Schreiben, mit welchem die Firma„ Ludwig Löwe u. Co." werden? dem französischen Kriegsminister ihre Offerten machte. Es Ein Staatsanwalt als Ahfwardt- Beuge. Ahlwardt lautet nach der Uebersehung der National- Beitung" wie hat aus Patriotismus gehandelt, fonftatirte der Staatsfolgt: anwalt in Magdeburg in einem Prozeß gegen die Redakteure der Magdeburgischen Bottsstimme" Martini und Dr. Lux. Der Letztere hatte in einem von ihm verfaßten Artikel dem Ersten Staatsanwalt den Vormurf gemacht, durch seine Anordnung, den in UnterHerr Minister! Wir werden durch die Beitungen in Renntniß gefeßt, daß fuchungshaft befindlichen Genoffen Königstedt wegen verübter Ew. Excellenz einen Offizier zu dem Zwecke nach Amerita ge- Durchstechereien zu fesseln, illegal gehandelt zu haben. Nach Die schofelsten und gewissenlosesten" Elemente be schickt haben, Informationen hinsichtlich der Fabrikation von der Beugenaussage des Gefängniß- Inspektors Kreysel ist Militärgewehren einzuziehen, sowie die für die Maſſenfabrikation die Fesselung des Königstedt vorgenommen worden, weil Judenthums werden sich gewiß hüten, die mit nich Unser Etablissement beschäftigt sich bereits seit langer Zeit und Primtabat zustecken laffen) hat zu Schulden kommen liten oder Evangelischen ganz anderer Gewinn winkt. von neuen Waffen nothwendigen Instalationen anzukaufen. Rönigstedt fich Durchstechereien( er hat sich Wurst, Schinken weniger als Vortheilen verknüpfte Lage der Renfeffion Tofigkeit" aufzusuchen, wo wo ihnen als" guten" Rathe hauptsächlich mit der Konjivution solcher Maschinen, die zur laffen, und sich bei seiner Bernehmung sehr frech und Ausführung der„ Kreuz- Zeitung" gegenüber, daß Penjabritation dienen und früher nur in Amerita angefertigt renitent" benommen hat, auch seine Aussage verweigert Biberalen feiner Zeit leichten Herzens über die Artikel Barritation zu ftubiren, sowie ſelbſt Weilitärwaffen zu fabriziren, hatte. Weil er durch einen Militärposten Verbindung mit und 18 der preußischen Verfassung hinweggegangen fin Fabrication zu be, wesentliche Bervollkommnungen in der Außen angeknüpft hatte, und Sozialdemokrat durch und im stande, Budwig Löwe u. Co., Berlin. Berlin, 20. November 1886. Sollmannftr. 82. An Se. Excellenz, den Herrn General Boulanger, Kriegsminister, Paris. wurden. Und da wir in dieser Zeit Gelegenheit hatten, die Ronstruktion dieser Maschinen herbeizuführen, so baß wir jetzt durch ist, so schien es nicht ausgeschloffen, daß er sich event. Beit gekommen ist, über das Gesetz vom 3. Juli 1869( und die Konservativen ebenso leichten Herzens, wenn die hinsichtlich der technischen Leistungsfähigkeit ben amerikanischen seiner Bestrafung durch die Flucht entziehen würde. Mehrere Gleichstellung der Bekenntnisse) hinweggehen werden, bring Fabriken überlegen find. Wir erlauben uns baher, Gw. Wochen mußte Königstedt die Feffeln tragen. Trozdem die die Kölnische Bolts- Zeitung" in Erinnerung, bab Grzellenz zu ersuchen, nach Berlin gleichfalls einen Offizier geschilderten Thatsachen im wesentlichen wahr und erwiesen Ronservativen bei Aufhebung der Berfassungsartikel 15, 18 senden zu wollen, dem wir die Probe liefern könnten, daß fein waren, beantragte der Staatsanwalt gegen jeden der beiben und 18 an demselben Strid wie die Liberalen gezog Grund vorliegt, die Maschinen in Amerika zu kaufen. Wir balten dafür, daß es von großem Vortheile sein wird, falls Angeklagten ein Jahr Gefängniß. Intereffant is haben. Man finde in der Abstimmungsliste u. 2. Ihre Waffenfabriken Gelegenheit haben, intinblich zu verhandeln, folgende Episode aus den Plaidoyers des Vertheidigers und Namen v. Bismard( Flatow), v. Bismarck( Naugard und zwar während der ganzen Zeit, welche die Fabrikation des Staatsanwalts: und die Lieferung von Maschinen dauern wird. Dies ist aber nur bei einem europäischen Etablissement möglich. Indem wir eine günstige Antwort erwarten, haben wir, Herr Minister, die Ehre, Sie unserer ausgezeichneten Hochachtung zu verfichern. Ludw. 2öwe u. o. Rommandit Gesellschaft auf Aktien. Dieses Schreiben ruft uns den Brief eines anderen patriotischen Fabrikanten an Napoleon III. in Erinnerung, der in den Briefen deutscher Bettelpatrioten" von Bernhard Becker uns aufbewahrt ist. Es ist kein Geringerer als Friedrich Krupp, der unter anderen Briefen an Napoleon auch folgenden schrieb: " Sire! Grmuthigt durch das Intereffe, welches Gure erhabene Majestät( sa Hauteur Votre Majesté) für einen einfachen Industriellen und die glücklichen Ergebnisse seiner Be mühungen und seiner unerhörten Opfer bewiesen haben, wage bie Bertheidiger Rechtsanwalt Heine aus Berlin: Er könne v. Brauchitsch, v. Denzin, Graf zu Eulenburg, v. Goldful nur für Freisprechung plaidiren, da der Artikel sich in fach- Prinz Handjery, v. Köller, Graf v. Königsdorff, v. Wedell licher Weise gegen das inforrette Borgehen gewendet hat. Malihom 2c. Aber gerade diese Abstimmung tönne b Wenn man übrigens erwägt, daß die Anklage gegen Aylwardt Katholiken nur in ihrer Ueberzeugung bestärken, die ver nur eine Gefängnißstrafe von fünf Monaten zur Folge hatte, fassungsmäßige Gleichberechtigung so muß es doch jedem flar werden, daß dem Antrage des Konfessionen nicht antasten zu lassen." Staatsanwalts auf je ein Jahr Gefängniß garnicht entsprochen werden fann. " Die Straflosigkeit der Abgeordneten" fest bet handelt, was man bei dem internationalen Sosialdemokraten lichkeit, daß einmal eine Beleidigungsflage gegen einen Staatsanwalt: Ahlwardt hat aus Patriotismus ge- Kölnische Zeitung" in nicht geringen Merger. Die Mög Lug garnicht annehmen kann, ihm tam es vielmehr gerade auf geordneten verfähren könnte, ist der Kölnischen Meze etwa die Untergrabung staatlicher Autoritäten an. Ihre Berliner Kollegen auf Grund des Aftenmaterials anders liche, geistig minderwerthige Persönlichkeiten auf der breites Vertheidiger eine( lächelnd): Ueber Ahlwardt haben unerträgliche, zumal in einer Zeit, da moralisch bebent geurtheilt, Lur hat aus Humanität, aus Liebe zu Recht und Straße des gleichen Wahlrechts ihren Einzug in den Reid Gerechtigkeit sein Bestes gethan, und diese Motive sind doch tag zu halten beginnen." Nun, daß Ahlwardt„ moralif auch noch etwas werth. Es giebt gewiffe Dinge, über die man kein Urtheil aus- Gersdorf, der nicht auf der breiten Straße des gleichen Wahl ich von neuem, mich allerhöchftderselben mit der Bitte zu zusprechen braucht; ste richten sich selbst. Die Sozialdemo- rechts", sondern auf dem engen Kliquenweg des Dreiklaffe nahen, geruhen zu wollen, den beifolgenden Atlas anzunehmen. tratie ist stolz darauf, von dem Patriotismus, den der Wahlsystems seinen Einzug in das Abgeordnetenhaus hielt etwas versagen, mich noch länger quäfen und beunruhig ab und sagte plöglich:" Du bist wirklich recht einfältig. und formte sich zu Worten der Verachtung und des Efels. wollte, wie ich es in letzter Zeit gethan habe." Das Bilb Da rückte sie mit einer trockenen Bewegung von ihm Antwortet man denn auf solche Fragen?" Die Bitterkeit in feinem Herzen stieg auf seine Lippen Sie sagte das in einem so sonderbaren Tone, daß ihrem fich:" Den Starken gehört die Welt. Stark muß man nicht mehr. Es kam ihm vor, als vertrügen sie sich wieber als würden sie wieder Freunde. Er mochte ihm zurufen Gatten ein falter Schauer über die Haut lief und er be stürzt und athemlos schwieg, als wenn er eben eine moralische Erschütterung erhalten hätte. sein. Heber alles hinaus muß man sein!" " Guten Abend, alter Junge!" Der Wagen fuhr rascher. Er fam wieder an den Festungswerken vorüber. Du Ron blickte zum Himmel Ihre Droschte fuhr jest um den See herum, in den empor, an dem ein röthlicher Schein, wie das Leuchten bei der Himmel seine Sterne gefät zu haben schien. Das un- eines mächtigen Hüttenwerks hing. And ein unbestimmtes, bestimmte Bild zweier Schwäne, die langsam umher gewaltiges Geräusch drang schwammen, tauchte auf; in dem tiefen Schatten waren fie setzte sich aus unzähligen, taum zu erkennen. Madeleine war sein Schweigen peinlich. Wollen wit Er sah sie von der Seite an. Ihr feines, blonde verschiedenartigen Tönen zu flammen- Guirlande vor einem Café Chantant hell b leuchtet. " Hübsch ist sie," dachte er. Ga fammen, tlang bald dumpf, bald nah, bald fern und war Georges rief dem Rutscher zu:„ Umkehren!" Und der wie das Ahnen gewaltigen Lebenspochens, war wie der Wagen wendete um und kreuzte die anderen, deren große Hauch des athmenden Paris, das einem ermüdeten Niesen „ Um so beffer. Bift gut, bin ich auch gut. Aber daß ich mich deinethalbes Laternen wie Augen in der Nacht des Gehölzes strahlten. gleich in der Sommernacht schlief. Wie sonderbar sie das gesagt hatte! Ist es ein Ge Georges dachte: Es wäre sehr bumm von mir, wenn quälen sollte, nein!" Dann aber erwiderte er: Gewiß ständniß?" fragte sich Du Roy. Und diese halbe Gewiß ich mich darüber ärgern wollte. Jeder für sich. Dem liebes Kind!" Und damit sie seine Gedanken nicht erriethe heit, daß fie ihren ersten Gemahl betrogen habe, versezte Muthigen gehört der Sieg. Alles ist nur Egoismus. Der gab er ihr einen Ruß. Der jungen Frau kamen die Lippe ihn jetzt in Wuth. Er hätte sie schlagen, erwürgen, ihr die Egoismus um Ehrgeiz und Vermögen gilt mehr als ber Haare ausreißen tönnen. Ja, wenn fie geantwortet hätte: Aber, geliebter Georges, wenn ich ihn hätte betrügen wollen, hätte ich es nur mit Dir gethan!"- oh! wie hätte er sie gefüßt, umarmt, geliebt! " Egoismus um das Weib und die Liebe." ihres Mannes eisig vor. Doch lächelte fie, wie sie immer lächelte, und reicht Der Triumphbogen de l'Etoile tauchte am Eingang zur ihm die Hand, uni vor den Stufen des Café's abzufteigen Stadt mit seinen beiden Riesenbeinen wie ein unförmiger Koloß auf, der eben bereit zu sein scheint, sich in Bewegung zu setzen und die breite Allee vor ihm hinunterzuschreiten. Die Droschke war wieder in den Wagenzug gerathen, der Mit gekreuzten Armen saß er unbeweglich da. Er starrte zum Himmel empor und war immer noch zu erregt, um schwei gende Paare heimtrug. nachdenken zu fönnen. Er fühlte nur, wie jener Groll in aller Männchen vor dem launenhaften Triebe der Weibchen sanften Stimme: brütet. Zum ersten Male emfand er die unbestimmte Angst III. Als Du Roy am nächsten Morgen in die Hebattion trat, begab er sich sofort zu Boisrenard. bas " Ich möchte Dich um eine Gefälligkeit bitten, lieber Die junge Frau hatte wohl gemerkt, daß in der Seele Freund," begann er. Seit einiger Zeit macht es gewiff ihm keimte und jener Haß in ihm wuchs, der im Herzen ihres Gaften etivas vor sich gehe, und sie fragte mit ihrer Leuten Spaß, mich Forestier zu rufen. Ich beginne b dumm zu finden. Sei nun so gut und theile den Kollege Woran denkst Du, mein Freund? Seit einer Viertel- unter der Hand mit, daß sich der Nächste, der sich dieje Scherz erlaubt, auf Ohrfeigen gefaßt machen muß. Mögen Spottend erwiderte er:„ Ich denke an all die Dumm- fie also erwägen, ob der Spaß einen Degenstoß werth eine fremdartige, stechende Eifersucht war es, in die fich töpfe, die sich lieben und küffen und sage mir, daß man Jch wende mich an Dich, weil Du ein ruhiger Mann bi der unangenehme Weiterungen am ehesten verhindern fan " Ja," flüsterte fie, aber zuweilen ist es doch auch gut." und weil Du mir auch als Zeuge bei meinem ersten Du des argwöhnischen Gatten. Jetzt war er eifersüchtig um des stunde hast Du kein Wort mehr gesprochen." Todten willen, auf Rechnung Forestier's eifersüchtig. Und plöglich Saß gegen Madeleine mischte. Wenn sie den wahrhaftig Befferes im Leben zu thun hat." anderen betrogen hatte, konnte er dann ihrer noch Es mag gut sein,... mag gut sein ,. ivenn Georges Gedanke ging weiter und entkleidete in einer gedient hast." Boisrenard übernahm den Auftrag ficher sein? Allmälig kam eine Art Ruhe über ihn, er bot seiner man nichts Besseres hat." Schwäche Troß und dachte:" Alle, alle sind Frauenzimmer! Du Roy entfernte fich, um einen Spaziergang au mache Man muß sich ihrer bedienen, aber sein inneres Selbst vor Art boshafter Wuth das Leben aller Poesie:„ Ich würde und kam nach einer Stunde wieder. Niemand nannte schön dumm sein, wenn ich mich geniren, mir irgend mehr Forestier, ihnen bewahren." wird nicht einmal ber ärgste Gegner der Antisemiten be- um viele Millionen das Jahr betrogen hat? Ist ihm der schiedenen Orten in diesem Jahre stattgefundene fozialdemo haupten können. Das Blatt der Eisen- und Rohlenbarone, Ahl wardtprozeß entfallen? Und die Gründungsschwindel- tische Wahlbetheiligung gezeigt habe. Also wenn die Sozialmenigsten ihre moralischen" Bedenken zur Schau tragen. hat doch gewiß kein parlamentarisches Regiment. Und Benfus erringen könnten, dann ist die Zentrumspartei schon gerne Das Blatt verlangt, der Reichstag folle in jedem einzelnen nun gar erst Rußland, das nicht einmal eine Schein- Bolts- bereit, denselben so hoch zu stellen, daß die Arbeiter nichts zu Falle erst über die betreffende Sache selbst zu Gericht sitzen vertretung hat und sich des persönlichen Regiments in durchsichtig; bei einem niederen Benfus gedenken die Herren melden haben". Doch diese rheinische Zentrumspolitik ist sehr und danach entscheiden, ob es die Immunität eintreten laffe, Klassischster Vollendung erfreut. Kennt Herr Pindter nicht den das linte Rheinufer in der 3. Klaffe vollständig für sich zu er oder nicht. Die Kölnische Zeitung" nennt dieses sachlich berühmten Ausspruch des Bäterchens Nikolaus:" In obern, welche Berechnung ja auch vorläufig noch, vielleicht mit und ohne Ansehen der Partei und der Person" urtheilen. It ußland stiehlt jeder Beamte außer mir." Ausnahme Kölns, dank der dort herrschenden egyptischen FinsterWas die Kölnische Zeitung" unter Objektivität oder Sach- Und Bäterchen" hat auch tüchtig gestohlen. Jedoch niß, stimmen dürfte. Einen solchen Wahlerfolg gönnen aber lichkeit versteht, weiß jedermann. nicht Kleinigkeiten, sondern ganze Länder. naturgemäß die Liberalen dem Zentrum nicht; fie meinen, so schreibt die Elberf. 3tg.", die Möglichkeit sei doch nicht ausgefchloffen, daß, sofern der Zenfus noch niedriger wie 6 M. ge= dürfe dies nicht gefchehen. fegt wird, die Sozialdemokraten Erfolge erzielen könnten, deshalb dürfe dies nicht geschehen. So trebsen beide um die bösen Sozialdemokraten herum mit der bestimmten Absicht, sich gegenfeitig felbst zu fangen. Für uns macht sich die Sache hochft tomisch: wir haben uns bezüglich der Stadtrathswahlen noch Der Reichstagsabgeordnete Lange( freifinnig), der den Wahlkreis Goldberg- Haynau- Liegnis vertrat, ist am Donnerstag gestorben. gestohlen. In der kapitalistischen Gesellschaft wird eben überall Bwischen freten und unparlamentarischen Staaten ist da nur der Unterschied, daß in den ersteren die großen Der Antisemitismus als Rettungsmittel für die Spigbuben mitunter am Kragen gepackt werden, in den tonfervative Partei. Die Kreuz- Zeitung" spricht es offen Musterstaaten nach dem Bindter'schen Ideale jedoch nieaus, daß die Selbsterhaltung der Konservativen die Stellung mals. auf dem Parteitage gebot, daß die Pflege des Antisemitis mus für sie ein Rothmittel ist, um die Unzufriedenheit des Boltes von sich abzulenken: " Nicht für die Person Ahiwarbts, find " feinen Jllufionen hingegeben und wissen, daß wir dort unfer Heil nicht finden tönnen, besonders so lange nicht das gleiche und Der Gipfel sozialdemokratischer Niedertracht geheime Wahlrecht vorhanden ist. Wir werden uns aber an nach nationalliberalen Blättern die Ver- den Wahlen betheiligen, weil wir sie als Mittel zum Zweck, giftungen in Homestead( Amerika), von denen nicht zum 8wed der Agitation, ansehen. Reichstansler glaubte, hat mar auf unserem Bartei feftſteht, ob sie absichtlich sind, und von denen gewiß ist, in Mühlheim a. th. es bei dem Verfuch ohne besondere Agitation auf 142 Stimmen gegen 807 bezm. 480 der Gegner gebracht tag demonstrirt, sondern für ben Gegner des Juben- daß sie nicht sozialdemokratisch" sind, fintemalen es teine haben, so halten wir dies in diesem Falle im Gegensatz zu den thums, der in ihm vertörpert schien. Ist das nicht zu ver- Sozialdemokraten dort giebt, sondern nur Tradesunionisten, gegnerischen Blättern für einen Erfolg für diefen Ort. Bedente stehen? G3 drängt sich förmlich auf. Uns, die wir gerade im die mit den Blacklegs oder Stabs( Schwarzfüßen" und man doch, daß die große Mehrzahl der wirklichen Arbeiter einfach lezten Jahre wahrlich Gelegenheit gehabt, mit allen Streifen räubigen Schafen" b. h. den nicht organisirten Arbeitern) nicht wahlberechtigt ist, und daß von den Wahlberechtigten, welche unferes Boltes enge Fühlung zu gewinnen, uns hat sich das im Kampf stehen. Nach englischen Blättern ist die Ver- gerne für die Sozialdemokratie stimmen würden, wieder viele sich mit Naturgemalt aufdrängen müssen, und eben das ist giftung" durch Leitungswasser erfolgt also vermuthlich der Wahl enthalten, weil sie fürchten müffen, auf dem Wahl es gewesen, was uns vorwärts trieb, weil wir fahen, daß die aus Bleiröhren.- Ueber den noch immer fortdauernden bureau" gute Bekannte" zu finden, welche hören, wie sie gegen gährende unzufriedenheit allüberall nach einem Ausweg fucht Streit in der Carnegie'schen Musterfabrik zu Homestead eigene Person, thre Stimme abgeben. Dies bedeutet aber in den die Interessen ihrer Arbeitgeber, vielleicht recht häufig gegen deren um jeden Preis, und die Gefahr, daß die Massen dem wird geschrieben, daß er den Eigenthümern, den Arbeitern meisten Fällen Entlassung. Jedenfalls werden erst die Genossen Demagogenthum verfallen tönnten, als eine äußerst drohende erfchien. Friedeberg- Arnswalde hat das auch mit einer Deut- und dem Staat( der Militär schickte) 8 Million Dollars, der größeren Industriestädte, wie Elberfeld, Barmen, Köln ic. lichkeit gezeigt, die jedes Zweifels spottet." b. h. 34 Millionen Mart getoftet habe. Und im nächsten Jahre die Probe aufs Erempel zu machen haben, Anders haben wir die Stellung der Konservativen wie das Alles, weil die Herren Unternehmer den Arbeitern die um ein sicheres Urtheil über die Tragweite der Betheiligung der ber Regierung dem Antisemitismus gegenüber nie auf politische Gleichberechtigung nicht zuerkennen, sozialdemokratischen Partei an den Stadtrathswahlen abzugeben." In Brettnig( Sachsen) wurde bei der Gemeinderathsgefaßt. Daß aber in den rückständigen Gegenden der Dft- und ihnen den Gebrauch des Koalitionsrechts verbieten wollen! Ergänzungswahl der sozialdemokratische Kandidat mit großer Provinzen, in welchen der Rittergutsbesitzer herrscht, in denen Das sind die Früchte der heutigen Gesellschaftsordnung! Mehrheit zum Vertreter der Unansässigen gewählt. In Pieschen er es ist, der die Bauerngüter ausgeschlachtet hat, in denen das Loos des Sachfengängers, des Biegelarbeiters und Tage- Majorität einer Niederlage entgangen. Nur mit wenigen über die Gegner, die im Höchstbetrage 145 Stimmen erhielten. Für Das französische Ministerium ist mit knapper bei Dresden fiegten bei einer Wahlbetheiligung von 68 p& t. die beiden sozialdemokratischen Kandidaten mit 216 und 218 Stimmen Löhners in der Provinz Sachsen, in den Herzogthümern An- Stimmen- 271 gegen 265 Stimmen wurde gestern ein unsere Partei ftimmten 60 pCt. der Wahltheilnehmer, gegen die halt, Braunschweig u. f. w. als ein beneidenswerthes er- Antrag verworfen, welcher darauf hinausging, dem patla 1890er Wahl 4 pet. mehr; für die Gegner 40 pt., gegen 1890 Scheint, der hingeworfene Jude ein bald aufgegehrter Knochen mentarischen Untersuchungs- Ausschuß, mit Umgebung der ein Minus von 4 pct. In Birna und Gopis betheiligte ist, werden die Herren bald erkennen. In Hessen, Baden gewöhnlichen Richter, die ganze Panama- Angelegenheit zu sich die Sozialdemokratie zum ersten Male felbständig an den und anderen Gegenden des Westens hat die Sege gegen die übertragen, ihn also zu einer Art Wohlfahrts- Ausschuß zu Gemeindewahlen; im ersteren Orte war der Erfolg noch gering, Juden einen ganz anderen Untergrund, ebenso in den Städten. machen. Daß ein solcher Antrag gestellt werden und bei- weil viele Arbeiter die Erwerbung des Bürgerrechts verab Da erscheint der Jude viel unmittelbarer als der Vertreter nahe die Majorität erlangen konnte, zeigt, wie gespannt die fäumten; in opis gelang es wenigftens, die Wahl zweier des bae Kleingewerbe und das Kleinbauernthum auf Lage ist, und daß in die regelmäßigen Behörden kein Ver- Genossen zu Stellvertretern für das Gemeinderaths- Mitglied der Jaugenden Kapitals. trauen mehr besteht. Parteinachrichten. Protestversammlungen gegen die Militärvorlage fanden ferner statt in Schweibniz( Ref. Kühn Breslau), Durtach( Ref. Dr. Südt). britten Klasse durchzusehen. In Schmiedeberg( Sachsen), 100 unsere Partei ebenfalls zum ersten Mal mit einem eigenen Kandidaten für die Unangesessenen auf den Plan trat, errangen wir einen vollen Sieg. In Naundorf bei Großenhain wurde in der Klasse der Unansässigen Genosse R. Berger mit 25 Stimmen gewählt. Der frühere Vertreter, welcher wohl auch mit uns fympathisirt, aber nicht als Parteigenoffe anzusehen ist, erhielt 24 Stimmen. # Buftimmung Berklärungen zu den Beschlüssen des Ber. liner Parteitages liegen weiter vor von den Parteigenossen in Neuß, Großenhain. * Herr Eugen Nichter, der sich in legter Zeit mehrmals als ein recht ungeschickter Tattifer erwiesen hat man bebente nur, wie er in der Ahlwardt- Frage den Fortschritts larren verfahren hatsteift sich jezt darauf, die Zurücktoeifung der Militärvorlage als etwas ganz Feststehendes hinzustellen. Das ist aber eine ganz willkürliche Annahme; und die Folge dieses Borgehens tann nur die sein, daß die Wähler in falsche Sicherheit gewiegt werden und es unterlaffen, auf ihre Abgeordneten ben nöthigen Druck auszuüben. Wie wir schon vor Wochen fagten: Die Ver- felber Freie Presse":" theinland hat seine besondere Städte Bum Thema der Gemeindewahlen schreibt die Iber werfung der Militärvorlage ist nur durch die Wähler ordnung, und laut biefer sind die untersten Schichten" der Be nach dem Bericht der„ Volkswacht" der Referent Kühn- Breslau: In einer Parteiversammlung zu Schweibnitz bemerkte zu erwirken. Unter den Abgeordneten findet sich völkerung in weit größerem Maßstabe von den Wahlen zu den Gr sei auch ganz entschieden dafür, daß nicht alle gewählten weifellos eine Majorität für einen Kompromiß. Das erhellt Stadtverordneten ausgeschlossen, wie in dem übrigen Preußen. fozialdemokratischen Abgeordneten in den Reichstag geschickt recht deutlich aus der Rede des Zentrumsmannes Huene. Man hat hier von Anfang an den großen Industriebaronen à la würden, denn er verspräche sich von der praktischen Mitarbeit Das Zentrum, welches den Ausschlag giebt, wird zum Baare Rechnung getragen. Als nun das neue Einkommensteuer- bortfelbst gar nichts, er wäre vielmehr der Ansicht, daß die Abgroßen Theil für einen Kompromiß ftimmen, wenn die Gefeß geschaffen wurde, fab sich doch der Bandtag veranlaßt, da geordneten weit beffer in der Agitation nügen und größere Gr Wähler nicht sehr energisch ihr Beto einlegen. Und auch dadurch wiederum das Berhältniß zum Nachtheil der Minder folge erzielen würden."- Dieser Standpunkt ist nicht richtig. mancher tonservative und sogar nationalliberale Abgeordnete eine Abänderung zu schaffen, als alle diejenigen, welche 6 Mark Wählern gegenüber die selbstverständliche Verpflichtung ein, ihre mancher tonservative und sogar nationalliberale Abgeordnete begüterten sich verschoben hatte, fie die Rheinproving infofern Wer ein Abgeordnetenmandat annimmt, geht damit seinen lann durch die Wähler von einem Rompromiß abgehalten Ginkommensteuer bezahlen, zur Wahl zugelassen werden müssen. Interessen im Parlament fo oft wie möglich mit seiner Person werden. Die Wähler müssen das wissen, und Doch dies wurde von Anfang an als ein Provisorium be- zu vertreten, und was die Agittaion anlangt, so können die ben nöthigen Druck ausüben. Die Weih- zeichnet, welches so lange dienen sollte, bis die gesammte Steuer- fozialdemokratischen Abgeordneten ebensowenig wie andere Leute nachtsferien eignen sich vortrefflich hierzu.- reform und mit ihr die Wahlrechtsfrage geregelt fei. Lehteres Tag für Tag auf der Eisenbahn oder der Landstraße liegen, soll jetzt geschehen, und nun ist für die gegnerischen Parteien sondern sie müssen auch ihren Berufsgeschäften die erforderliche Der Parlamentarismus sei an bem französischen die Frage: Wie hoch soll der Benfus sein? Von dem einzig Beit widmen. Die Barteigenossen der Kreife, in welchen die Panama Stanbal schuld, behauptet Herr Bindter in richtigen Gedanken eines gleichen und geheimen Wahlrechts ist Mitglieder der Frattion wohnen oder von denen sie das der Norddeutschen Allgemeinen Beitung". Sur unter einem natürlich auch bei der sich immer so voltsfreundlich geberdenden Abgeordnetenmandat übertragen betamen, forgen schon selbst parlamentarischen Regiment könnten derlei Schmußereien Bentru.nspartet teine Spur zu finden. Im Gegentheil, das vor- dafür, daß die Abgeordneten nicht zu wenig auf Agitation geben. nehmste rheinische Zentrumsorgan, die Köln. Wolfsztg.", motivict Außerdem ist der Parteivorstand der letzte, der einem Mitglied vorkommen. Aber hat Herr Bindter denn die deutschen die Forderung, den Benfus so niedrig wie in den aften Pro- der Fraktion bas politifdje dolce far niente verstatten würde. Schienenflickereien und Stempelfälschungen vergessen? Hat vingen zu setzen, besonders bamit, daß es erklärt, die Sozialet vergessen, baß laut Ausweis der preußischen Einkommen demokraten könnten ja boch bei dem Klaffen- und Zensus- WahlSteuer- Listen die deutsche Bourgeoiste den Staat regelmäßig fyftem teine nennenswerthen Erfolge erringen, wie die in den verAls er nach Hause fam, hörte er Frauenstimmen im Salon. Wer ist ba?" fragte er. Frau Walter und Frau von Marelle," erwiderte der Diener. Sein Herz begann doch etwas heftig zu pochen, er fagte fich aber: un, nun. Wir wollen mal sehen", und öffnete die Thür. Clotilde stand am Ramin, und das Licht vom Fenster fiel gerade auf ihr Gesicht. Es kam Georges vor, als Denn sie bei seinem Anblick erbleichte. Er begrüßte zu erft Frau Walter und ihre beiden Töchter, Sie wie Schildwachen zu beiden Seiten der Mutter Geliebten. faßen, dann wandte er fich zu seiner früheren Sie reichte ihm die Hand. Er nahm fie und preßte sie in der seinen, als wenn er sagen wollte: Ich liebe Dich noch immer". Und sie erwiderte seinen Druck. Wie geht es Ihnen benn?" fragte er.„ Wir haben uns ja seit einer wahren Ewigkeit nicht gesehen." Bel- Ami?" erwiderte fie But freundlich. und Ihnen, Dabei wanbte fie fich an Madeleine und fragte: Du erlaubst doch, daß ich ihn noch meinen Bel- Ami nenne? Gewiß, ich erlaube Dir alles, was Du willst." Die Antwort schien leicht ironisch gefärbt zu sein. Frau Walter sprach von einem Fest, das Jacques es ihr hart angekommen, einen Juden zu beirathen, aber sie hat ihm die Treue bewahrt. Sie ist eine anständige Frau." " Ich dachte, sie wäre auch Jüdin," erwiderte Du Roy überrascht. bie ein peinlich genauer und doch phantastischer Maler gemalt zu haben schien, mit ihrer allzuweißen, allzuglatten, ungeförnten, farblosen Haut und ihrem mirren und doch au einem funstreichen Bau geordneten Haar, das wie eine reizende Wolte ihr Gesicht umrahmte und ganz den Ein- Sie? Rein Gebante! Sie gehört zu den Patroneffen druck der Frisur der Luxuspuppen machte, mit denen sich der" Magdalenenkirche bei allen guten Werken. Sie ist fleine Mädchen, die oft kaum selber so groß find, schleppen. fogar tirchlich getraut. Ich weiß nicht, ob ihr Mann ihr Rofa, die ältere Schwester, sah häßlich, glatt und das Opfer der Taufe gebracht hat, oder ob die Kirche ein nichtssagend aus. Sie gehört zu jenen Mädchen, die man Auge zugemacht hat." übersieht, von denen man nicht spricht, und über die man nichts zu sagen weiß. Die Mutter erhob sich und wandte sich an Georges: Also nächsten Donnerstag um zwei Uhr?" " Ach, was Du fagft," erwiderte Georges. Und sie ist für mich eingenommen?" Ganz gewiß, und zwar völlig eingenommen. Wenn Du nicht gebunden wärst, würde ich Dir rathen, sie um Gie fönnen auf mich rechnen," erwiderte er. die Hand Susannnen's, nicht wahr?, zu bitten, sie ist Sobald fie gegangen war, erhob sich auch Frau von jedenfalls hübscher als Rose." Marelle. Auf Wiedersehn, Bel- Ami." Jezt war sie es, die seine Hand drückte, kräftig und lange drückte. Und dies schweigende Geständniß bewegte sein Herz. Er war ihr gut, dieser kleinen Bagabundin und Bourgeoisdame; fie liebte ihn wirklich vielleicht. Morgen besuch' ich sie," dachte er. Als er mit feiner Frau allein wax, fing Madeleine herzlich und offen zu lachen an und sah ihm dabei gerade ins Gesicht. Weißt Du denn, daß Du Frau Walter eine LeidenUngläubig erwiderte er:„ Ach, geh doch!" Was ich Dir sage! Wit wahrer Begeisterung hat sie Rival in feiner Garçonwohnung veranstalten wollte. Es schaft eingeflößt haft?" handelte sich um ein großes Waffenspiel, an dem Damen| aus der Gesellschaft theilnehmen sollten. Sie fagte: Es " wird sehr interessant sein. Aber ich bin ganz troftlos, mein von Dir gesprochen. Es war ganz unerhört für fie. Go " Oh, die Mutter ist auch noch sehr erträglich," ere widerte er und strich sich den Schnurrbart. Aber Madeleine erwiderte ungeduldig:„ Ich wünsch' Dir ja die Mutter. Aber ich habe keine Angst. Sie ist nicht mehr in dem Alter, wo man den ersten Fehltritt begeht. Dazu wäre früher Beit gewesen." Georges dachte:" Das mag fa wahr sein, aber hätte ich nicht wirklich Susanne heirathen können?" Dann zuckte er die Achseln: Ach was! Ich bin verrückt; hätte sie mir der Vater jemals gegeben!" Er nahm sich aber doch auf jeden Fall vor, das Benehmen der Frau Walter ihm gegenüber sorgfältiger zu beobachten. Dabei fragte er sich übrigens nicht, ob er irgend einen Vortheil daraus ziehen könne. Den ganzen Abend quälte ihn die Erinnerung an seine Mann ist an dem Tage gerade verhindert und wir haben einen Mann wie Dich möcht' fie für ihre Töchter finden... frühere Liebe zu Clotilde. Er erinnerte sich ihres munteren, nun Niemanden, der uns hinbegleitet." Es war ihr recht. Meine Na, glücklicherweise hat das bei ihr nichts zu bedeuten." Er verstand erst nicht, was sie sagen wollte: Wie meinst Du: nichts zu bedeuten?" Mit der festen Ueberzeugung einer Frau, die ihrer Dh! Frau gehört Töchter und ich sind Ihnen zu großem Dante verpflichtet." und dachte:" Sie ist doch gar nicht libel, die kleine Sache sicher ist, erwiderte sie: Er betrachtete die jüngere der beiden Fräuleins Walter Susanne, gar nicht übel." Sie sah wie ein blondes, fleines, zu denjenigen Frauen, über die nie ein Gericht im Umlauf gerbrechliches Büppchen aus mit ihrer winzigen Taille, ist, nie, verstehst Du, nie. Sie ist in jeder Hinsicht unHüfte und Brust. Einer Miniaturfigur glich fie mit angreifbar. Wie ihr Mann beschaffen ist, weißt Du so gut thren blaugrauen, mit dem Binfel gemalter. Emailaugen, I wie ich. Bei ihr ist es aber eine andere Sache. Zwar ist netten, übermüthigen Wesens. Sie ist wirklich sehr nett," sprach er zu sich selber. Ja, morgen will ich fie besuchen." ( Fortsetzung folgt.) Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Gonnabend, 17. Dezember. Opernhaus. Fidelio. Nachher: Prometheus. Schauspielhaus. Wallensteins Lager. Nachher: Die Piccolomini. Leffing- Theater. Die Kameliendame. Berliner Theater. Nora. Wallner- Theater. Der Lebemann, Kroll's Theater. Die Zauberflöte. Deutsches Theater. Die Kinder der Excellenz. Neues Theater. Logirbesuch. Residenz- Theater. Denise. Friedrich- Wilhelmstädt. Cheater. Die schöne Helena. Bellealliance- Theater. Reine Borftellung. Adolph Ernst- Theater. Die wilde Madonna. Thomas- Theater. Der Herrgott schniger von Ammergau. National- Theater. Maria Stuart. Apollo Theater. Vorstellung. Spezialitäten Theater der Reichshallen. Spezia litäten- Vorstellung. Circus Renz. ( Karlstraße.) Sonnabend, den 17. Dezember 1892, Abends 71/4 Uhr: Große Gala- Vorstellung. Auf vielseitiges Verlangen:" Wiederholung der festlich. Vorstell. des ges. Damenpersonals. Besonders gewähltes Programm: U. a.: Hippolog. Congress mit 36 d. bestdreff. Vollblutpferde, vorgef. vom Direktor Fr. Renz. Grande Quadrille de la haute équitation, ger. v. 6 Damen u. 6 Herren. Mr. James Fillis mit dem Schulpferde Germinal. Auftreten sämmtl. Künstlerspezial, 1. Rang. Zum Schluß: Auf Selgoland. Ballet von 82 Damen. Nene Einlagen, u. a. Aufzug der LeibGarde- Artillerie. Brillant- Feuerwerk. Morgen, Sonntag: 2 gr. Festvorstellungen. Nachm. 4 Uhr( ein Kind frei) Die lustigen Heidelberger, Abends 7/2 Uhr: Mr. James Fillis und Auf Helgoland. Circus Corty- Althoff. Berlin, Friedrich- Karl- Ufer, Ecke Karlstraße. Sonnabend, den 17. Dezember, Abends 72 Uhr: Gala- Vorstellung mit großartigem Progr. U. A.: 1. Auftr. des Mr. Thompson mit seinen 5 wunderbar dressirten Elephanten. Frl. Adele Rossi als Jockenreiter. Barenesse de Walberg, befte Schulreiterin der Welt mit ihrem Schulpf. Norfolk. Jncroyable, vorgef. vom Direktor Althoff. Auftreten der Luftgymnastikerin Mlle. Marie ,. des Jockeyreiters Mr. Cooke etc. Sonntag, 18. Dezember: Zwei ausserord. Vorstellungen, 4 Uhr ( ein Kind frei) und 72 Uhr. In jeder Vorstellung Vorführ. der 5 dressirten Elephanten burch Mr. Thompson. Fr. Renz, Direttor. Gratweil's Bierhallen Feen- Palast Burgstraße, neben der Börſe. Welt- Lokal Berlins, 5000 Perf. fassend. Täglich Winter- Garten. Spezialitäten- Box- Gr. Spezialitäten- Borstellung Kaufmann's Variété. Spezialitäten Auf. Wochent. 72 Uhr, Sount. stellung. Borstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spezialitäten- Borstellung. 6 hr. Entree 50 Pf. Großer Saal Adolph Ernst- Theater. und Vereinszimmer Wochentags auch Vorletzte Aufführung! einige Sonnabende noch frei. Herzog's Salon, 568b Kommandantenstraße 77-79. Täglich: Germania- Konzert- u. Kouplet- Sänger. Wochentags frei. Sonntags 30 Pfennig. Kinder 10 Pf. Gr. Frühstücks- u. Mittagstifdy. Zwei Säle 34 Versammlungen und Vergnügungen. sowie 6 Billards und 3 Kegelbahnen, Oeffentliche Bersammlung für Männer und Frauen Sonntag, den 18. Desember, Abends 6 Uhr, in der Berliner Bock- Brauerei, Tempelhofer Berg. Zages Ordnung: 1. Bortrag des Stadtverordneten Genoffen Fritz Zubeil über:„ Die Vorwürfe der herrschenden Gesellschaft den Sozialdemokraten gegenüber." Der Einberufer. 2. Distuffion. Um zahlreichen Besuch bittet Nach der Versammlung: Gemüthliches Beisammensein mit Tam arrangirt vom Sozialdemokratischen Wahlverein für den 2.Berliner Reichstags Wahlkreis. 153/11 Sonntag, den 25. Dezember( 1. Weihnachtsfeiertag), Abends 6 Uhr, im großen Saale der Berliner Bock- Brauerei: Gr. Vokal- u. Instrumental- Konzert verbunden mit tomischen Vorträgen. Billets sind bei den Vorstandsmitgliedern Der Vorstand. und in den Zahlstellen zu haben. Verein der Holz- und Bretterträger Berlins u. Umgegend. Versammlung in Di üb V be S 179/3 De Sonntag, den 18. Dezember, Vormittags 10% Uhr, im Restaurant Otto Klein, Schönleinstraße Nr. 6. Zages Ordnung: 1. Vereinsangelegenheiten. 2. Aufnahme neuer Mitglieder. 3. Verschiebenes. Um recht zahlreiches Erscheinen bittet Der Vorstand. Vereinigung der Drechsler und Berufsgenossen Deutschlands. ( Ortsverwaltung Berlin.) Sonntag, den 18. Dezember, Vormittags 11 Uhr: Versammlung bei Kekner, Annenstraße 16. Zagesordnung: 1. Vortrag des Genoffen Mattutat über Hypnos ist ja pr B 20 R 98 di 17 bi be 186/9 G bi tismus und Spiritismus. 2. Diskussion. 3. Berschiedenes, Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorfand. J. A.: R. Klotsch, Bevollmächtigter. F. Sodtke.Verein der Arbeiter und Arbeiterinnen der Buch-, Papierund Lederwaaren- Industrie. General- Versammlung. Empfehle nach wie vor mein ver. größertes Lokal, franz. Billard 2c. dem verehrten Publikum. Vorwärts Montag, den 19. Dezember, Abends 82 hr, Alte Jakobstr. 75: Inhaber C. Albrecht, Memelerstr. 67. Volks- Tribüne, Volks- Zeitung, forie andere Zeitungen liegen aus.[ 1142L Die wilde Madonna. Gesangspoffe in 3 Atten von L. Treptow. Pape's Salon, fr. Knebel, Couplets von G. Görss. Musik von G. Steffens. Mit neuen Rostümen aus dem Atelier d. Fr. Köpke, und neuen Deforationen v. Lütkemeyer in Coburg. In Scene gesezt von Adolph Ernst. Anfang 7% Uhr. E In Vorbereitung: Modernes Babylon. Gesangsposse in 3 Atten v. Ed. Jacobson und W. Mannstädt. Couplets theilweise von G. Görss. Musik von G. Steffens. American- Theater. Jeden Abend jubelnder Beifall! Die Trodenwohner, oder„ Das Kind in der Kommode", parodistisch- realistischer Vorgang im Keller, beobachtet vom Hofe aus, von Dstar Wagner. Bendix in feiner Saison- Nummer: Man merkt's am Gang, Da ist was mang! Auftreten sämmtl. Spezialitäten. Anfang 71/2 Uhr. Entree 75 Pf. Sonntags 6 Uhr. Castan's Panoptikum. Neues Fantoche- Theater. Ohne Extra- Entree. Borstellungen v. 11-1 u. v. 4-9 Uhr stündlich. Entree 50 Pf., Kinder 25 Pf. 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Montag Abend 8/4 Uhr: Beschließende Versammlung. Auf der Tagesordnung unter anderm Bundesvorlage und Mittheilung über den Zwang gegen Dissidentenkinder, am Schul- Religion unterricht theilzunehmen. Nur vollberechtigte Mitglieder haben Zutritt.[ 151/12 Gauverein Berliner Bildhauer. Dienstag, den 27. Dezember( 3. Weihnachtsfeiertag): Weihnachtsfest im Märkischen Hof", Admiralstraße 18 c. Anfang 6 Uhr. Entree( incl. Tanz) 30 Pf. Billets find beim Verwalter Kollegen Stötzer, Lausitzer play 17, 3 t ( in feiner Sprechstunde) und beim Lotalfaffirer Kollegen 0. Meyer, Streliter im straße 28, 4 Tr., sowie Dienstag und Sonnabend, Abends von 8 Uhr an, Vereinslokal, Annenstraße 16, zu haben. 116/10 Der Vorstand. Produktiv- Genossenschaft Kein der vereinigten Bäderei- Arbeiter Berlins und Umgegend. Laden! Dranienstraße 4041, am Dranienplay, Kaufmann's Variété Kein Am Stadtbahnhof Alexanderplatz. Vollständig neues Programmt. SalonParterreSoeurs Leuth, Athletinnen. Bernhard- Trio, trobaten. 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Schlüter. 131/1 Möbel Spiegel- und Polsterwaaren- Magazin. Ganze Ausstattungen Küchenmöbel in grosser in Mahagoni u. Nussbaum. Auswahl empfiehlt Julius Apelt, Sebaftianstr. 20( früher 27/28). Reelle Waare. 3361L mit Kontrollmarke. Cravatten, Wäsche, # 9. 59404 Pelz- Mützen und-Kragen, Boas, Pelz- und Fantasie- Muffen. G. Gottmann, Große Frankfurterir. 130. 33972 nahe dem Ostendtheater. Spielwaaren. R. Kohlhardt, Brandenburgstraße 3. Große Auswahl von Neujahrskarten. [ 2929 L] Prompte Bedienung Keine kalten Füsse mehr! Wichtig für Alle, welche im Freien oder in ungeheizten Räumen sich aufzuhalten genöthigt sind. Heizbare Einlagen im Schuhwert zum Warmbalten der Füße. Durch Patent- Urkunde No. 59 404 gefeßlich geschütt. Preis für 1 Paar Einlagen Mt. 5,00. Probepaare nebft Gebrauchsanweisung sowie alleiniger Bezug durch das General- Depot für Deutschland bei b 68M h H. Meyer, Berlin C., Neue Friedrichstr. 79a, 1 Treppe. Bei schriftlicher Bestellung muß die Fußlänge angegeben werden! Versand nur gegen Nachnahme! Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilage E e 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 296. Sonnabend, den 17. Dezember 1892. abgehalten. Die Tagesordnung lautet: Bericht der Die Prostitution in Warschan. Bertrauensmänner und event. Anträge zur Agitation; Bericht Borarbeiten vollkommen authentisch ist. Lokales: 9. Jahrg. Beiß); Stellungnahme zum Züricher internationalen Kongreß den Agitationstouren nach den Kreisen Torgau, Wittenberg zc. über die Presse und sonstige Parteiliteratur( Ref. A. Leopoldtdie Reichstags- Kandidatenfrage; Anträge. # * * Landagitation! Die Genossen, welche gewillt sind, sich an zu betheiligen, find gebeten, sich bei dem Vertrauensmann dieser Eine werthvolle Studie über die Verhältnisse der Prostitution in Barschau hat fürzlich der Arzt am St. Lazarusspitale daselbst, Dr. Giedroyc, in einer Broschüre von 76 Seiten veröffentlicht. Dieser Beitrag ist um so wichtiger und intereffanter, weil wir über diesen Gegenstand hier zum ersten Male etwas Genaueres burgische Zeitung" für die Interessen des Militarismus den letzten Wochen sind diese Kreise schon wiederholt von Berlin Mit welchem Wohlbehagen sich die liberale, mag des Kreise, Otto Greffe, Arndtstr. 17 vorn parterre, zu melden. In erfahren und derselbe boch tros des Mangels an genügenden prostituirt, ergiebt sich aus einer Notiz, die das Blatt über den aus„ bearbeitet" worden, aber es ist nothwendig, daß die Agis Wie der Autor schreibt, sind seine hauptsächlichsten und jüngsten Magdeburger Boykott veröffentlicht. Es heißt darin: tation unermüdlich fortgesetzt wird, wenn sich ein Erfolg zeigen, beinahe einzig sicheren Quellen für seine Arbeit die Man fann zwar nicht dagegen ankämpfen, daß den Sozial foll. Ueber zwei Agitationsreisen, welche am 20. v. M. und am Nachweise des sanitätspolizeilichen Komitees" und die Listen bemokraten eben so gut wie anderen Parteien nach Fallen des 10. d. nach jenen Kreisen unternommen worden sind, können wir des Spitals. Dieselben sind wie gesagt authentisch, datiren aber Sozialistengesetes das Recht zusteht, öffentliche Partei- oder folgendes berichten: erst seit dem Jahre 1887. Was der Verfasser uns mehr bietet, sogenannte Boltsversammlungen abzuhalten; doch kann man es Am 20. v. M. wurden die Dörfer Faltenberg, Holzdorf und ist das Ergebnis eigener Forschung. Was der Verfasser uns mehr bietet, der Militärbehörde auch nicht verdenken, wenn sie Mittel an die Stadt Herzberg mit Flugblättern belegt. Die Bewohner Nach der Bählung vom Jahre 1882 beträgt die Einwohner- wendet, um einer Korruption der Soldaten durch Sozialdemo- zeigten sich durchaus entgegenkommend und luden die Genoffen Nach der Zählung vom Jahre 1882 beträgt die Einwohner zahl Warschaus 387 395 Personen. Davon find fast zwei Drittel fraten vorzubeugen und dem Militär das Betreten derjenigen zum baldigen Wiederkommen ein. Die Polizei in Herzberg blieb zahl Warschaus 387 395 Personen. Davon find fast zwei Drittel Bokale verbietet, in denen die Sozialdemokraten, deren Bestreben auch nicht unthätig. Mehrere der Flugblatt- Vertheiler wurden produktionsfähig, d. h. Perfonen im Alter von 15-60 Jahren. auf den Umsturz der gegenwärtigen Ordnung gerichtet ist, ihre nach dem Rathhaus fiftirt, wo sämmtliches Schriftenmaterial der Bon diesen, die 644,2 vom Tausend der Bevölkerung bilden, befindet sich beinahe die Hälfte, 276,5 vom Tausend, im Alter von Bersammlungen abhalten und ihre Feste feiern. Beschlagnahme verfiel. Die Freude dauerte aber nicht lange. Nach 20-35 Jahren, d. h. der am höchsten entwickelten geschlechtlichen einer halben Stunde schon suchten die Polizisten die FlugschriftenReife, 63,88 pt. der männlichen und 67,55 pt. der weiblichen Schleswig- Holstein, des Herzogthums Lauenburg Rathhaus ein, wo ihnen fämmtliche Schriften wieder eingehändigt der Provinz Vertheiler wieder auf und luden diefelben nochmals nach dem Bevölkerung sind unverheirathet. Wenn man von dieser Zahl und der Stadt Damburg lagte and 11. und 12. Dezember in wurden! So ganz glatt ist aber die Sache doch nicht abgegangen, die Kinder und altersschwachen Personen abzieht, nämlich Riel Bertreten waren auf demselben 48 Ortschaften durch denn die Herzberger Polizeiverwaltung hat jedem der Genossen 17,18 pet. männliche und 18,12 pet. weibliche, so erhalten wir 60 Delegirte. Der von& ina u erstattete Bericht der Agitations- ein Strafmandat in Höhe von 30 M. event. 3 Lage Haft überbie Bahlen 46,70 pt. m. und 49,43 pt. w., welche zeigen, daß tommiſſion lautete durchaus günſtig; tros aller Polizei fandt. Gegen dasselbe ist Widerspruch erhoben worden, so daß beinahe die Hälfte der Männer und Frauen Larschaus in lebigem cheerereien, die auch im meerumschlungenen Zande eine nicht zu also die Sache zum gerichtlichen Austrag kommt. Schließlich noch o erhalten wir die Anzahl aller männlichen und weiblichen verachtende Rolle spielen, hat die Bewegung dort einen guten ein Beispiel von den geistigen Waffen", mit denen der AmtsBersonen im Alter der Reife, welche ihre geschlechtlichen Be- Fortschritt gemacht. Gewünscht wurde allseitig, daß die Agitation Moniteur in Herzberg die Sozialdemokratie bekämpft. Unter dürfniffe außerhalb der Ehe befriedigen müssen. unter den Frauen systematischer als bisher betrieben werde. den 21. November brachte das famose Blättchen folgende Lokal Die Prostituirten werden jetzt polizeilich in zwei Klaffen Aus den Berichten der einzelnen Wahlkreise verdient u. a. Er Notiz: eingetheilt. In solche, welche eine eigene Wohnung haben, also remplare der Broschüre„ Nieder mit ben Sozialdemokraten" in anderen Städten und Dörfern unseres Kreiſes ein sozialwähnung, daß im 5. fchleswig- Holsteinischen Wahlkreise 10 000 Gestern, am Todtensonntag, ist hier und vermuthlich auch hr Gewerbe auf eigene Hand betreiben, und solche, welche sich verbreitet worden sind. Der 7.( Kieler) Wahlfreis hat 7000 Bro- demokratisches Flugblatt, sowie das Programm der sozialin öffentlichen Häusern feilbieten. Unter polizeilicher Kontrolle stehender Proflituirter giebt es 9. Wahlkreis( Ditholstein) 4000 Broschüren vertheilt worden. von Haus zu Haus verbreitet worden. Das Flugblatt strogt von Unter polizeilicher Kontrolle stehender Prostituirter giebt es schüren und 60000 Flugblätter verbreitet. Desgleichen sind im demokratischen Partei Deutschlands von fremden Kolporteuren in Warschau stets über 2000. Davon beträgt der„ Zugang" und Gine sehr heiße Debatte rief der vor allem von ben Rie.er Dele- den unsinnigsten und hirnverbranntesten Jbeen, Abgang" durchschnittlich jährlich 1000. Von den hinzukommenden find stets mehr als die Hälfte, nämlich durchschnittlich 59,17 pct., girten befürwortete Antrag auf Gründung eines selbständigen die ein Mensch zu Tage fördern kann, und ist vor allem dazu Rüdfällige, d. h. solche, welche entweder zeitweise ihr Gewerbe Bartei- Organs hervor. Beschlossen wurde endlich wie bestimmt, die ländlichen, sowie die städtischen Arbeiter aufzuaufgeben oder auf furze Zeit der Polizei aus den Augen famen schon mitgetheilt worden ist die in Ottensen erscheinende hetzen gegen ihre Arbeitgeber, und ergeht sich im übrigen in den und nun von neuem unter Aufsicht gestellt werden. Der Rest, Norddeutsche Volts- Beitung", welche in der Offizin des Ham- bekannten Tiraden der Sozialdemokraten. Wir vertrauen dem b. 5. 40,88 pt. besteht aus Neulingen,- Im Jahre 1882 be burger Echo" gedruckt wird, mit 31. März nächsten Jahres ein- gefunden Sinne unserer Bevölkerung in Stadt und Land, daß sie trug die Zahl sämmtlicher thätigen Profiituirten 2416, 1883 2175, gehen zu lassen und dafür in Kiel ein täglich erscheinendes bden windigen Verlockungen der sozialdemokratischen 1884 1979, 1885 2225, 1886 2869, 1887 2262, 1888 2287, Brovinzialorgan zu gründen. Die Mittel für dieses Organ," Agitatoren fein Gehör schenken, sondern ihnen, deren Gewerbe 1884 1979, 1885 2225, 1886 2369, 1887 2262, 1888 2287, o lautet der Parteitagsbeschluß, sollen nach Kräften von den darin besteht, Unfrieden und Zwietracht zu säen, einfach die 1889 2606, 1890 2848, 1891 1568. betreibt ihr Gewerbe 5 Jahre hindurch, und nur der fünfte Theil Siz der Preßkommission wurde ebenfalls Riel bestimmt. Der wissen muß. Ob die Bewohner dem Rathe ihres amtlichen Raum mehr als die Hälfte der Prostituirten( 64,61 pGt.) auf dem Parteitag vertretenen Orten aufgebracht werden." Zum Thür weifen." Also das Amtsblatt der Stadt Herzberg, das die Sache ja ( 20,21 pt.) während 10 Jahre. Die Gründe zur Aufgabe ihres Abonnementspreis für das Organ Gewerbes sind meist anderer als rein sittlicher Natur, und nur 70 Pfennige pro Quartal betragen. Des weiteren be- Moniteurs uns einfach die Thür zu weisen", Folge leisten ganz geringer Prozentsatz betritt und verharrt auf dem Wege Schloß der Parteitag, auch die Hamburger Wahlkreise werden, wird die Zukunft lehren. Bei der nächsten Reichstagsber Besserung. Innerhalb 9 Jahre waren es 1,19 pCt., welche zur Beitragsleistung an die in Neumünster bestehende Agitations: wahl werden sich wohl die neunmal Weisen von Herzberg bas ihrem früheren Gewerbe untreu wurden und fich durch ihrer leute eines jeden Wahlkreises mindestens aller sechs Monate einen hirnverbrannten Ideen" der Sozialdemokratie in der Stadt( ge= fommission zu verpflichten. Ferner sollen fortan die Vertrauens- darüber wundern, wie viele Anhänger die unsinnigen und Hände Arbeit ernährten. 0,67 pet. ftarben, 0,10 pet. waren zur Situationsbericht an die Agitationskommission in Neumünster wonnen haben. Ausübung ihres Berufes zu alt oder untauglich geworden, und 2,05 pt. verheiratheten fich. einsenden. Erwähnenswerth ist auch die erfolgte Annahme des Die Tour vom 10. b. M. war sehr anstrengend. Die AbWas das Alter der Prostituirten anbetrifft, so stehen die nachstehenden Antrages der Wellingdorfer Genossen: In Er reise erfolgte schon Sonnabend Abend, sonst hätte das vorges meisten im Alter von 20-25 Jahren, etwas weniger im Alter wägung, daß zum 1. April 1898 die neue Landgemeinde- Ordnung steckte Biel nicht erreicht werden können. Das Agitations von 25-30; eine noch immerhin große Anzahl steht über oder für die Provinz Schleswig- Holstein in Kraft tritt, stellen die material bestand in der Hauptsache aus dem bekannten Flug unter dieser Altersgrenze. hiesigen Parteigenoffen zum Provinzial- Parteitag den Antrag, daß blatt: Mutter, was läuft der Herr Gendarm so?" In Zahna Schließlich beweist der Autor, daß, entgegen der herrschenden ein Referent sich mit der neuen Landgemeinde Ordnung befaßt, wurde übernachtet, theils bei einem dortigen Genossen, theils Meinung, die Jüdinnen nur einen geringen Prozentsatz unter den und im Monat Januar der Landbevölkerung in denjenigen im Gasthofe. Der Aufbruch erfolgte Sonntag früh bei TagesProstituirten qusmachen. Orten, wo Lokale zur Verfügung, darüber Aufklärung giebt." anbruch. Folgende Ortschaften wurden mit Agitationsmaterial 30,55 pet. der Prostituirten erkrankten an Syphilis vor dem Es wurden sodann einige Anträge auf Beschaffung von Agi- gewissenhaft versorgt: Stadt Zahna, die Dörfer Bülzig, Zallms25. Lebensjahre, davon die meisten in öffentlichen Häusern, d. h. tationsbroschüren für die Frauen und für die ländliche Be- dorf, Gadegast, Stadt Seyda, Relnik, Marydorf, Klebih, innerhalb neun Jahren etwa 95,54 pCt. 93,72 pGt. bekommen völkerung der Agitationskommission zur Erledigung überwiesen. Mellusdorf und Blänsdorf. Die Aufnahme war allerorts eine bie Syphilis am spätesten im dritten Jahre, nachdem sie ihr Ge- Hierauf gelangte folgender Antrag zur Annahme, der auch für recht gute. Zur mündlichen Agitation blieb leider nicht viel Zeit, werbe ergriffen, davon in 42,84 Fällen von 100 ohne und 57,16 Die Genoffen anderer Provinzen unter Umständen Beachtung ver- da die Genossen alle Hände voll zu thun hatten, um die FlugFällen von 100 mit Rückfall. dienen dürfte: Bei Entsendung von Delegirten zu den blätter zu vertheilen und sich deshalb nirgends lange aufhalten d. ein " Bon allen thätigen Prostituirten Warschaus befinden sich Provinzial- Parteitagen haben diejenigen Orte, welche nicht in fonnten. Es ist aber den Landleuten versprochen worden, recht 22,51 pct. ftets in einer für ihre Umgebung gefährlichsten Periode bringen, sich mit den nächſtliegenden Drter, welche nicht etwas erzählt" werden kann. Deshalb ist es wünschenswerth, in einer der Lage sind, die Kosten für einen Delegirten auszu- bald in verstärkter Zahl wieder zu kommen, damit den Leuten der Syphilis. Von den 10 000 gefallenen Mädchen Warschaus, bie fich meist aus Dienstboten und Arbeiterinnen refrutiren, über 10 Kilometer entfernt sind, darüber zu verständigen, daß die Anmeldungen zur Theilnahme an den nächsten Agitationsbildet der größere Theil die eigentliche Klasse ber heimlichen daß ein Delegirter für den betreffenden Bezirt gewählt touren recht zahlreich einlaufen, damit diese Gegend noch einige Prostituirten, der fleinere Theil tritt erst nach einiger Fällen kann von Seiten der Vertrauensleute der Vororte des wird es dann nicht fehlen, die Leute sind sammt und wird. Die Kosten werden gemeinsam getragen; in dringenden Male recht gründlich besucht werden kann. Beit mit seinem Gewerbe öffentlich hervor. An Erfolgen Ueberhaupt besitzt Warschau unter den Hauptstädten Europas Wahlkreises oder von der Agttationskommission Zuschuß gewährt fonders unzufrieden, sie scheuen sich nur, ihrer Unzubie verhältnißmäßig größte Zahl der unter polizeilicher Kontrolle werden." Ein Antrag, die Zeitungsfolporteure und Kontrolle der friedenheit Worte zu leihen. Dazu ist ein Anstoß von tehenden Prostituirten, welche in letzter Zeit immer mehr im Bartei zu stellen, fand ebenfalls Annahme. Zum Sitz des nächsten außerhalb nothwendig. Noch niemals waren die Zeitverhältniffe Steigen begriffen ist. für eine sozialistische Agitation so günstig, wie jezt, die Landbevölkerung wartet geradezu darauf, irgend eine Form zu finden, ihrem Unmuth Ausdruck zu geben. All diese Leute werden das nächste Mal einen sozialdemokratischen Stimmzettel in die Urne legen, falls ihnen begreiflich gemacht wird, daß die Sozialdemokratie allein noch im ftande ist, ihnen ein Dasein zu schaffen, das eines Menschen würdig ist. Parteitages wurde se hoe bestimmt. Nachdem noch über die Ein Mittel zur gänzlichen Ausrottung der Prostitution giebt Beschickung des internationalen Arbeiterkongresses in Zürich bees nach der Meinung des Verfassers nicht, unser Bestreben müsse rathen und Molkenbuhr für denselben zum Delegirten gefein, dieses Uebel, welches nur ein nothwendiger Faktor wählt war, wurde der Parteitag geschlossen. Unter dem Gesang unferer jämmerlichen sozialen Zustände ist, innerhalb der richtigen der Marseillaise gingen die Delegirten auseinander. Grenzen zu halten. Parteinachrichten. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Der Präsident und der Ober Staatsanwalt des Das Magdeburger Landgericht verurtheilte in er neuter Verhandlung den Redakteur Wilhelm Meyer wegen Rammergerichts haben folgendes Schreiben an den Vorstand fahrlässiger Aufnahme des Artikels Pariser Briefe aus dem Pariser Briefe aus dem Tagebuche einer Erzieherin" zu 50 M. Geld- event. 10 Tagen der Anwaltskammer gerichtet, welches dieser durch Aushang bes Gefängnisstrafe, eben so viel, wie das erste Urtheil, gegen des Gefängnißreglements vom 16. März 1881 ist den Unterfannt giebt: Durch§ 148 der Strafprozeß- Ordnung und§ 78 welches Meyer Revision eingelegt hat, als Strafe feftfeizte. INO Auf der Agitation. Am vergangenen Sonntag unter- Man schreibt uns: Der Berginvalide latte zu Berais fuchungs- Gefangenen ein unbeschränkter Verkehr mit seinem Ber nahmen die Düsseldorfer Parteigenoffen ihre fiebente Agi- bei Briezen folite in einer Boltsversammlung am 1. Mai in theidiger gewährleistet. In Gefängnissen, in denen sich eine tationstour. Das Wetter war sehr ungünstig, es schneite und Freienwalde an der Ober seinen Drtsschulzen beleidigt größere Anzahl von Untersuchungs- Gefangenen befindet, wie insheftig, daß man beinahe Kehrt gemacht hätte. Aber unverrich- 6 Wochen Gefängniß bestraft. ſtürmte burcheinander, und mitunter tobte der Sturm so haben und wurde hierfür vom Schöffengericht Freienwalde mit besondere in dem Untersuchungs- Gefängniß Alt- Moabit, wird von Er legte hiergegen beim der Verwaltung nicht erwartet werden dürfen, daß sie beim ein und gab den Bor- Gingang eines jeden der zahlreichen Schreiben sofort in Ernicht. So wurden denn die mitgebrachten Schriften in den Ort fißenden jener Versammlung, den Genossen R. Salomon aus innerung hat oder festzustellen vermag, in welchem Stadium fich ſchaften Eller, unterbach und Bilden überall fleißig vertheilt. Wriezen, und noch zwei Genossen aus Freienwalde als Zeugen das Untersuchungsverfahren gegen den Adressaten befindet. In die Bauern nahmen die Schriften auch gern in Empfang und dafür an, daß er die vom Polizisten angegebenen Worte nicht allen Zweifelsfällen wird sie die eingelaufenen Briefe zur Beviele baten unsere Genoffen bald wiederzufominen, da sie jest Zeit gebraucht habe. Als nun am 10. b. M. im Termin auch die Stimmung über die Aushändigung an den Adressaten dem Richter um Lesen hätten.- In RaIt sprach am 11. Dezember Reichs- brei Entlastungszeugen befundeten, daß Klatte nicht wie bevorlegen, oder zum mindesten durch eine Rückfrage bei Gericht Schweinewirthschaft", sondern Gemeinde die erforderliche Feststellung treffen. Zur Vermeidung der hierbürgerthum und Sozialdemokratie". Der alberne Vorwurf der wirthschaft" gefagt, und auch der Vertheidiger ausgeführt hatte, aus entstehenden Verzögerung in den Fällen, in denen die Gegner, unsere Partei sei bestrebt, das Handwerk zu vernichten, daß der Polizist sich Notizen nicht gemacht und sich bei dem Voraussetzungen des unbeschränkten Verkehrs vorliegen, dürfte es gewiesen, daß wir weder in der Lage find, das Handwerk zu dennoch der Erste Staatsanwalt v. Bernstoff: Die Entlastungs- öffnung des Hauptverfahrens an seinen Mandanten richtet, burch und nicht den Vermert" Hauptverfahren eröffnet" zugleich mit der Abrei? der Produktionsweise zur Großproduktion führt, welcher gegen glaubwürdig, da sowohl in Wort und Schrift in der Sozial den gegenwärtigen Stand des Strafprozesses ersichtlich t über das Handwerk und der Handwerker sich eben nicht halten demokratie der Meineid gelehrt wird." Trozdem der Verthei- machen..." tönnen. Da der Rampf der Handwerker gegen die Groß- diger den Heren Staatsanwalt auf die Ungehörigkeit diefer Der Vertrieb einer neuen Ahlwardt- Broschüre scheint produktion aussichtslos und damit die Wiedereroberung ihrer Deduktion aufmerksam machte, blieb derselbe bei seiner Aus- bevorzustehen. Die" Norddeutsche Allgemeine Zeitung" macht früheren Position unmöglich, fönnten auch fie nur von einer Um- führung. darauf aufmerksam, daß durch ein hiesiges Anzeigeblatt gesucht wandlung der Gesellschaft im Sinne des Sozialismus Erlösung Hier schließt die Zuschrift unseres Korrespondenten. Welchen werden: 500 Männer, welche Luft haben, durch Kolportage us ihrer forgenvollen Lage erhoffen. Sie sollten sich deshalb Erfolg die Berufung hatte, ist nicht angegeben. Gleichviel aber der zugkräftigsten neuesten 50- Pfennig- Broschüre( Ahlwardt) sehr sozialdemokratischen Partei anschließen, um auch ihrerseits wie deren Ergebniß war, so viel ist wohl anzunehmen, daß das viel Geld zu verdienen. Abnahme nur gegen baar.( Die Hälfte an dem proletarischen Befreiungskampfe vom Kapitalismus mit Gericht der nach allen Richtungen hin unberechtigten Aeußerung Verdienst.) zuwirken. Die Versammlung nahm eine dahingehende Resolution feinen Einfluß auf die Urtheilsfällung verstattet haben wird. In Großenhain hat sich unter den Ge- Dem Staatsanwalt aber sei bemerkt, daß selbst wenn die ganze Romitee gebildet, der einstimmig an. Die ,, Gehälter" der jungen Männer" sind nachgerade bevölkerung bezweckt; auch in diesem Wahlkreise thut das Partei anschlöffe, der Vorwurf, die Sozialdemokratie billige oder fünftler ausbilden muß, wenn er dabei sein Leben friften will. noch sehr noth. Ein Kreistag der Sozialdemokratie des Wahlkreises Naumburg- Weißenfels geit wird am 1. Weihnachtsfeiertag von Bormittags 11 Uhr ab im Norddeutschen Hof zul lehre den Meineid, eben immer noch eine unwahre Behauptung bleiben würde. Wir erwähnten dieser Tage, daß ein tüchtiger Monteur jetzt schon für 16 M. pro Woche zu haben ist. Das ist noch eine Branche, bie„ gut" bezahlt wird. Im Buchhandel sieht es schon trübfeliger ans. Da giebt's Stellen mit 50, 60 und 75 M. pro Monat, bei 100 M. beginnen schon die besseren". Dabei wird " verlangt, daß der Gehilfe ein halbes Dugend Sprachen beherrscht, felben, sich fräftetnd in feinen Mantel hüllend. Die gepfändeten Auf der Treppe des Hauses Andreasstr. 40 erschoß sich ein mindestens aber französisch und englisch. Auf die doppelte Buch- Möbel sind jedoch schon wieder freigegeben worden, weil die Frau Arbeiter mittels Stevolvers. Der Zapezirer Lorenz fing mit führung muß er außerdem noch geaicht sein. G3 fommt vor, Gräfin, welche rechtlich für die Schulben ihres Mannes nicht auf dem Artisten Schulz in der gemeinsamen Schlafftelle Fischer daß einem Stellensuchenden 80 oder 40 M. Monatsgehalt anzukommen braucht, sofort ihr Interventionsrecht geltend gemacht straße 41 Streit an und verlegte diesen durch einen Meſſerſtic geboten werden! hat, und die Gläubiger eine nutzlose Klage nicht anstrengen im Gesicht. Einer zur Hilfe herbeieilenden Frau und einem wollen. Die geprellten Handwerker und Lieferanten, welche die Hausdiener brachte er ebenfalls Saaittwunden an der Hand und Bestellungen des Herrn Grafen" effettuirt haben, mögen nun zu am Halfe bei. Der Thäter wurde verhaftet. Im Laufe des sehen, wie sie zu ihrem Gelde kommen. Tages fanden drei kleine Brände statt. Einen großen Krach" gab es am Dienstag in der Knaben Elaffe 4a ber 183. Gemeindeschule in der Schulstraße. Früh gegen 8 Uhr stürzte plöglich der tüchtig geheizte große Kachelofen ein, feine Kacheln weit im Schulzimmer umherstreuend. Ein Schulkind, das in der Nähe des Ofens sich befand, wurde von mehreren Kachelstücken getroffen, zum Glück aber nur leicht, so daß es keinerlei Schaden davontrug. Wäre die ganze Klaffe verfammelt gewesen, dann hätte sich leicht ein großes Unglück er eignen können, denn der Ofen war zum Theil glühend und die Racheln wurden mit Gewalt bis weit in das Zimmer geschleudert. Wahrscheinlich wird jetzt eine Revision der sämmtlichen Defen der Schule stattfinden, wie denn Vorsichtsmaßregeln immer erst getroffen zu werden pflegen, wenn das Malheur schon passirt ist. Gegen den Kriminalkommiffarins v. Arnauld ist aus Diebstahls an den Wechseln, die derselbe kurz vor der Werhaftung Löwy's aus dem Geschäftslokale des Leyteren mitgenommen, ferner wegen Begünstigung erhoben worden. Wegen der weiteren Beschuldigung des Weineides ist die Voruntersuchung eröffnet worden. Theater. Gerichts- Beitung. Eine vergiftete Geburtstage. Torte beschäftigte, wie ers innerlich sein bürfte, vor einiger Zeit die hiesige Kriminalpolizei. wie damals gemeldet, hatte ein hier bedienstetes Mädchen zu threm Geburtstage aus ihrer Heimathsstadt Alt- Damm eine Torte zugefchickt erhalten, nach deren Genusse sowohl das Mädchen selbst, als auch ein Kind der Herrschaft ertranften. Der Senbung hatte nur ein Bettel beigelegen, auf welchem die Worte Die wilde Madonna" erlebte gestern im Adolp standen: Guten Appetit Guten Appetit- Lefèvre". Gine chemische Unter- Grnst- heater ihre hundertste Aufführung vor überfüdtem suchung des Restes der Torte ergab, daß der Zuckerguß derselben Hause. Diese Thatsache beweist, daß das als wählerisch ve tart mit Strychnin versetzt worden war. Nach dem unbekannten schrieene Großstadtpublikum im Grunde eine wahrhaft rührende Absender ist seitdem vergeblich gefahndet worden; später hat Bescheidenheit an den Tag legt, wenigstens soweit der inner sich, dem„ Berl. Tagebl." zufolge, herausgestellt, daß das be- Gehalt eines Stückes in Betracht kommt, Rein Verlangen Stettin ein Verhältniß unterhalten hat, welches nicht ohne Folgen maßen zusammenhängendem Inhalt, kein Verlangen nach frischent, geblieben sein soll. Dieser ist jetzt auf Requisition der Staats- fernigem Wisnur ein bischen Ausstattungsflitter, ein Duhend anwaltschaft unter den Berdachte des versuchten Giftmordes ver- nackter Bufen, und etwa 50 Ralauer möglichst alten Datums haftet worden. damit geben sich die durch Bildung und Befiz maßgebenden Gesellschaftsschichten" vollauf zufrieden. Nun, ein jeder wird be Sehr enttäuscht über ihre Beute werden die Diebe gewefen handelt nach Verdienst, und zu unserer Bourgeoisie paßt die Unerhörte Zustände herrschen in der verkehrsreichen fein, welche in der gestrigen Nacht einem Restaurateur in der Kunstgenüsse, an der sie Gefallen findet, ganz vorzüglich. Gespielt Grunewaldstraße, deren eine Seite zu Berlin, deren andere zu Gartenstraße einen fleinen Besuch abstatteten, aber durch den aus wurde übrigens gut. Außer dem Direktor Adolph Ernst leiftet Schöneberg gehört. Da die Gemeinde Schöneberg mit dem dem Schlaf geweckten Gastwirth in ihrer Arbeit gestört und zur vor allem Fräulein Virag sowohl im Gesang als im Spiel Magistrat von Berlin darüber nicht einig werben fann, wer eiligen Flucht genöthigt wurden, so daß sie nicht mal die fleine Ausgezeichnetes. Den Hauptdarstellern wurden die bei folchen diese am Botanischen Garten gelegene Straße zu unterhalten hat, Wechselfasse gründlich ausräumen konnten. Der unfreiwillige Gelegenheiten üblichen Blumenfpenden in reichem Maße zutheil ift anscheinend zwischen beiden stillschweigend eine Ueber eilige Rückzug erlaubte den Herren jedoch, 8 M. baar, eine Wurft einstimmung dahin entstanden, daß die Grunewaldstraße über- und ein Packet Beitragsmarken der Neuen freien Boltsbühne haupt weder unterhalten, noch gereinigt zu werden braucht. Im mitzunehmen, die in dem betreffenden Lokale eine Zahlstelle hat. Sommer, wo das umbeschreiblich schlechte Pflaster blosliegt, Die für ihre nunmehrigen Besizer ganz werthlofen Marten find schlagen die Räder der Fuhrwerke, daß die Anwohner ganz jedenfalls für Briefmarken gehalten worden. Die Diebe hatten nerventrant werden und Achsbrüche an schweren Wagen vor in derselben Nacht im selben Hause einen zweiten Einbruch tommen, während jetzt, zur Winterszeit, der Schnee und Schmus versucht und zwar brangen fie vom Hausflur aus in einen daselbst so hoch liegt, daß Menschen und Fuhrwerte stecken Kaufmannsladen, fonnten jedoch auch hier nur ein Faß mit Die Leichtfertigkeit, mit welcher oft um ganz gleidh bleiben würden, wenn sich nicht ab und zu die Anwohner daran Gänsepöckelfleisch im Werthe von etwa 15 M. erbeuten. giltige Dinge Meineide geleistet werden, wurde durch eine machen möchten, selbst die Straßenreinigung auszuführen. Es Antlage wegen Meineides und Berleitung zum Meineide, welde steht fest, daß Droschtentutscher eine Fahrt nach der GrunewaldRevolver- Attentat. In der Annenstraße hat vorgestern das Schwurgericht hiesigen Landgerichts I beschäftigte, recht gre ftraße zu jeziger Zeit Nachts gar nicht, oder nur sehr ungern, Abend die Frau eines dort wohnenden Restaurateurs ein Revolver- illustrirt. Auf der Anklagebant befanden sich zwei Frauen, übernehmen, weil ihnen ihr Fuhrwert zu lieb ist. Attentat auf ihren Mann verübt. Der Mann wurde von der Elisabeth Schern geb. Schwarz und Luise Grüneberg geb Kugel schwer getroffen und ist nach Bethanien geschafft worden, Bühlsdorf, den Ausgangspunkt zu dem ernsten Strafverfahren Aufgelöste Versammlung. Die Donnerstag Abend von wo er fast hoffnungslos darniederliegt. Die Frau ist verhaftet bildete eine der bekannten Streitereien um die„ lieben Kleinen", Seiten der reichstreuen Kellnervereinigungen nach dem Winter- worden. Das Motiv zur That liegt in Ghezwiftigkeiten. Der wie sie öfter vorkommen. garten einberufene öffentliche Kellnerversammlung wurde vom Mann hat die Frau häufig gemißhandelt und auch vorgestern einer solchen Kindergeschichte eines Tages mit dem Schuhmache Die zweite Angeklagte war wegt überwachenden Beamten sofort nach Eröffnung gefchloffen. Der soll er den Versuch gemacht haben, die Frau zu schlagen; jie hat Rüdiger in Konflikt gekommen und behauptete, von demselben Einberufer Herr Nicolay hatte die Versammlung nach Eröffnung dann den Revolver ergriffen wie sie behauptet, hat sie den mißhandelt worden zu sein. sofort wieder vertagt, ohne vorher in die Verhandlung eingetreten Mann nur schrecken wollen und wußte nicht, daß die Waffe ge- ergebenden Strafverfahren gegen Rüdiger hatte sie fi In dem aus diesem Anlaß sich zu sein, so daß die gefehmäßige Beit überschritten war. Die ein- laden war und den Schuß abgegeben. auf das Zeugniß der Frau Schern berufen, welche ihre Angabe bringlichen Vorstellungen der anwesenden sozialdemokratischen Kellner blieben erfolglos. Vielleicht war es auch darauf angelegt, Kurz vor seiner Hochzeit hat der 23 Jahre alte Rolporteur auch unter ihrem Eide bekräftigte. Da sich herausstellte, daß di benn die stolzen Führer der„ Elite- Kellner" fühlten heraus, daß Karl Kayser, Landsberger Alle 155, feinem Leben ein gewaltde Schern die Mißhandlung von dem Standorte, den sie unter Die ungeheure Mehrheit auf unserer Seite sich befand. fames Ende bereitet. Der junge Mann war mit der in einem Wäschegeschäft in der Holzmarktstraße thätigen Auguste Prus ver dringende Verdacht vorlag, daß die Grünberg ihre jetzige Mi Die Hochzeit des Grafen", oder:„ Es ist nicht Alles lobt und die Hochzeit hatte das Paar bereits auf den 28. b. M. angeklagte zu dem falschen Gide gebungen habe, so wurde gege Gold, was glänzt!" In der C.- Straße, bicht am Dennewitz festgesezt gehabt. Gestern Abend 6½ Uhr holte Rayser, seiner beide Frauen die Anklage erhoben. Die schwurgerichtliche Ber Play, wohnte bisher eine verwittwete Frau Baronin v. K., eine Gewohnheit gemäß, die Braut aus dem Geschäft ab, um sie nach handlung führte die Geschworenen zur Ueberzeugung von b schneidige Sportsfreundin, die Aller Augen auf sich fentte, wenn ihrer in der Andreasstr. 40 gelegenen Wohnung zu begleiten. Schulb der Angeklagten und der Gerichtshof verurtheilte jed fie ihren feurigen Traber von einem eleganten„ Selbstfahrer" aus unterwegs entzweite sich das Paar und gelangte streitend in die derfelben zu 1 Jahr 3 Monaten Buchthaus. durch die Straßen des Westens oder des Thiergartens dirigirte. Wohnung der Braut. Dort entnahm Kayser aus einer Kommode Die Frau Baronin ging auf Freiersfüßen und ward als" gute elf Mart und rannte davon, um sich einen Revolver mit gestern vor der dritten Strafkammer des Landgerichts I gegen di Eine Auflage wegen versuchter Expreffung wurde Parthie" beurtheilt, benn sie besaß selbst ein Haus im fashionablen Munition zu kaufen. Er fehrte alsbalo mit der Waffe in das Wertmeister Karl Fiebler verhandelt. Der Angeklagte bat Westen, wenn sie dasselbe auch aus irgend welchen Gründen nicht Haus zurück und jagte sich auf dem Treppenflur vor der Woh- dem Verlobten seiner Tochter, dem Kaufmann D., ein Gefällig felbft bewohnte. Zunächst bewarb sich ein höherer Beamter um nung der Braut eine Kugel in die rechte Schläfe; der Tod trat feitsatzept in Höhe von 300 m. gegeben, welches dieser zum die Hand der reizenden Wittwe, aber dieses Verhältniß zerschlug auf der Stelle ein. sich, als der Frau Baronin Aussicht wurde, zur Gräfin zu Taufe eines Geschäfts verwerthete. Ein Onkel des D., der Leib avanciren. Graf D. wurde nachdem die beiderseits ein- Doppel- Selbstmord. Als ein Bettelankleber geftern früh fäger Rupke, hatte den Wechsel bisfontirt. Nach Ablauf b - un Bewerbung erklärter Bräutigam. Um en langweiligen Bor- plafaten verfah, bemerkte er an der Umfriedung des Kanals, Schließlich stellte sich heraus, daß D., der inzwischen die Tochter geholten Auskünfte günstig ausgefallen waren nach furzer um 4 Uhr eine Anschlagfäule am Kupfergraben mit den Tages Bahlungsfrist gab der Angeklagte einen neuen Wechsel die Prolongation wiederholte sich noch verschiedene Male bedingungen einer Berehelichung in Deutschland zu entgegenüber dem Hause Nr. 4, einen Mann und eine Frauens gehen, reiste das Paar nach England und ließ sich dort trauen. person, die sich plöglich über das Gitter schwangen und in das Angeklagten geheirathet hatte, das Geschäft nicht halten fonnte Nachdem die jungen Eheleute in voriger Woche zurückgekehrt Wasser stürzten, so daß dieses hoch aufschlug. Schleunigst eilte Rupke bestand nun darauf, daß der Angeklagte bie aus waren, sollte in der Hedwigskirche die priesterliche Einsegnung der Bettelankleber an die betreffende Userstelle und blickte in das gel ingegangene Verpflichtung erfüllen solle. und im Anschluß daran ein imposantes Hochzeitsfest in der bis- Waffer hinab, ohne dort jedoch etwas entdecken zu fönnen; das geklagte eriderte ihm schriftlich, daß er sich bei der vorgefeter herigen Wohnung der Frau Baronin gefeiert werden. Bei dieser gegen fand er am Bitter einen schwarzseidenen Regenschirin mit Behörde des Rupke erkundigen wolle, ob es mit deſſen Stellung Gelegenheit fonnten denn auch die Gäste die stilgerechte Ein- einem Hornring als Griff und einer schwarzen Trobbel. Die vereinbar fei, sich in Wechselgeschäfte einzulassen. Hierin erbli Rupte eine versuchte Erpressung und ebenso die Staatsanwalt richtung der Wohnung bewundern, welche aus dem Besten be- von dem Vorgang benachrichtigte Polizei ließ den ftand, was die jüngste Berliner Möbelausstellung zur Schau ge- auf eine größere Strecke abfischen, ohne indeß die Leichen zu stellt hatte. As die Stunde der kirchlichen Trauung nahte, da finden. Nur ein schwarzer Herrenbut und ein schwarzer Damen- getlagten eine Gefängnißstraße von zwei Wochen beantragte. D entstand ein furchtbarer Auflauf in der Straße. Ein vier- hut wurden zu Tage gefördert. Bei der herrschenden Dunkelheit Gerichtshof hielt den Angeklagten ebenfalls für schuldig, belief spänniger Hochzeitswagen mit Kutscher und drei gallonirten hat der Bettelankleber die beiden Lebensmüden auch nicht recht es aber bei feiner bisherigen Unbescholtenheit bei einer Ge Dienern, einer neben dem Kutscher, zwei hinten auf dem Tritt, ins Auge faffen fönnen, und weiß nur zu sagen, daß der Mann fängnißstrafe von einer Woche. fuhr vor, und dem entsprach auch der Glanz der übrigen einen dunklen Schnurrbart gehabt habe. Wegen Nebertretung des Gesetzes über die Sonntag Equipagen. Der Auflauf der Neugierigen wurde so groß, daß Bolizei requirirt werden mußte, um den Verkehr frei zu halten. Der Mörder Friedrich Heine, welcher den Mord in der ruhe batte fich dieser Tage der Kaufmann G. Gimson Die Polizeibeamten hatten mehrere Stunden lang schweren Dienst, Bergstraße ausgeführt hat, wurde am Freitag Vormittag feitens dem Schöffengericht zu verantworten. Der Angeklagte hatte fei bis der pompöse Aufzug von der Kirche zurückgekehrt war. der Kriminalpolizei in das Moabiter Untersuchungsgefängniß Personal Sonntags während der Zeit von 10-12 Uhr arbeiten Während die Menge fich nuc zögernd verlief, faß überführt und dort zunächst in der Zelle Nr. 2 untergebracht. lassen, weil sich angeblich die Arbeit, welche am Sonntag fertig die glänzende Hochzeitsgesellschaft an einer Tafel, Um 12 Uhr wurde er bereits dem Untersuchungsrichter Dr. Frommel gestellt wurde, an feinem anderen Tage erledigen laffe. sich unter den leckersten Genüssen aller Zonen buchstäblich vorgeführt, doch stellte sich sofort die totale Vernehmungs- Beugen waren anderer Meinung, einer derfelben sagte gerade bog, worunter natürlich die Feststimmung feinerlei Abbruch unfähigkeit heraus, so daß er schon nach Verlauf einer Viertel- aus, daß nach seiner Ansicht die Sonntagsarbeit sehr wohl erlitt. Da fuhr gegen 8 Uhr Abends noch ein einzelner Gast vor, stunde nach dem Gefängniß zurückgeführt werden konnte. Dabei einem Wochentage geleistet werden könne. Der Amtsanwalt beri Seine„ Equipage" war feineswegs glänzend zu nennen, fie fah erwiderte er auf eine Frage des begleitenden Gerichtsdieners nach sich auf die Aussage dieses Zeugen und beantragte die einem Berliner Möbelwagen verzweifelt ähnlich. Auch das Ge- seinem Alter: Fünfzehn Jahre bin ich!" Der Mörder ist wenig strafung des Angeklagten. Der Verstoß gegen das Gesetz über di wand des verspäteten Gastes war fein hochzeitliches, unter seinem über fünf Fuß groß, aber fräftig gebaut, hat ein starktnochiges, Sonntagsruhe liege klar zu Tage, der Angeklagte habe daffel Ueberzieher guckte statt des Fracks ein Dienrod vor, auf dem blühend rothes Gesicht, aber einen wirren Blick. Gleich nach der wissentlich umgangen, anstatt seinen Arbeitern die ihnen geje Haupte trug er eine Müge mit einem blauem Sammetrand. ersten Vorführung wurde er per Droschke nach dem Zeichenschaulich gewährleistete Sonntagsruhe zu gewähren, habe er arbeiten lassen. Und das außerdem noch in den Stunden Troß dieser Gewandung erzwang er sich den Eintritt in die Fest: hause gebracht, um bei der Obduktion der Leiche gegenüber gestellt 10-12 Uhr, wo der Hauptgottesdienst statifinde. Der Einwand Bombe, und als er sich gar als Gerichtsvollzieher N. N. vor: ordnung nach der Lazarethstation des Untersuchungsgefängnisses des Angeklagten verdiene gar keine Beachtung, die Wochentage stellte und eine auf den Grafen lautende ausgeklagte und sofort gebracht, um daselbst auf seinen Geisteszustand untersucht zu feien lang genug, um die Arbeit des Sonntags auch noch wältigen zu können. Das Gericht schloß sich in der Hauptfach vollstreckbare Wechselforderung vorwies, als er ferner ertlärte, werden. ftritte Ordre zu haben, alles zu versiegeln und auch sofort abzus holen, da war die ganze Gesellschaft außer Rand und Band. lungen des Polizeipräsidiums. Weizen per 100 Rg. guter von diefen Ausführungen an; es erachtete die Uebertretung des Ge Marktpreise in Berlin am 15. Dezember, nach Ermitte- feges für erwiesen und verurtheilte den Angeklagten zu 50 Die Bemühungen der Gäste, durch Zusammenlegen der in ihren 15,50-15,10 m., mittlerer von 15,00-14,70 m., geringer von Taschen befindlichen Baarbestände den Störenfried los zu werden, 14,60-14,30 M. Roggen per 100 kg. guter von 13,40-13,10., scheiterten an der Höhe der Forderung und dem guten mittlerer von 13,00-12,80 M., geringerer von 12,70-12,50 m. Willen wie Können der Gäste. In der allgemeinen Ver- Gerste per 100 kg. gute von 16,50-15,50 M., mittlere von wirrung hatten sich noch mehr ungeladene Gäfte eingefunden, 15,40-14,50 M., geringe von 14,40-18,50 M. Hafer per 100 Kg. die wohl gerochen haben mußten, daß etwas in der Luft lag. guter von 15,90-15,20 M., mittlerer von 15,10-14,50 M., Da präsentirte der Besitzer der Hochzeitswagen seine Rechnung, geringer von 14,40-18,70 M., Stroh, Richt per 100 kg. von daneben die Blumenfabrikantin, die den Myrthenkranz und den 4,50-4,00 M. Heu per 100 Ra. von 7,50-5,20 M. Grbsen 7 Die " Geldstrafe und Tragung der Kosten. An ber be Der Aw 2 311 5 to ரு V 6 G δι n 37 er go no B to Do 211 DE di Te A 27 21: ta utt m ம்மை $ 8 go in fe De be 2 G fa he fo 2 g D Die tu 8 Die 6 diefelben DON b b 9 Boziale Uebersicht. Der Streit der Korbmacher Berlins dauert unverändert Blumenschmuck für die Tafel geliefert hatte, der Schneider und per 100 Rg. von 40,00-25,00 M. Speifebohnen, weiße per fort, nachdem die Versammlung vom 15. Dezember ben Bericht von wollten, und endlich ber Traiteur, welcher ein fleines Bermögen bis 80,00. Kartoffeln per 100 Rg. von 6,00-4,00 M. Rind für das lukullische Mahl verlangte. Aber Geld gab es nicht, fleisch von der Keule per 1 Rg. von 1,60-1,00 M. Bauchfleisch Theil der Kollegen ihrem Versprechen untreu geworden und hat wieder zu arbeiten angefangen. Trotzdem ist ein fester Stam die Rechnungen auch nicht bezahlt gemacht, und das Leben ist 1,50-1,10 m. Kalbfleisch per 1 Kg. von 1,60-1,00 M. Sammel. Umständen auszuhalten, um den Sieg zu erringen. Näheres Herr und Frau Gräfind wollten sich todtschießen, aber das hätte per 1 Rg. von 1,40-0,90. Schweinefleisch per 1 Kg. von von Streifenden noch vorhanden, welche gewillt sind, unter alles doch so schön auf fremde Kosten, fie thaten es daher nicht, fleisch per 1 Kg. von 1,50-0,80 M. Butter per 1 Kg. von 2,80 dem Versammlungsbericht. und bewogen durch Bitten und Thränen den Mann des Gesezes, bis 2,00 m. Gier per 60 Stück von 6,00-2,60. Fische per mit der Pfändung bis zum nächsten Morgen zu warten. Wie 1 Kg.: Karpfen von 2,40-1,20 m. Male von 2,80-1,20 m. sich darauf die Gesellschaft des weiteren amüsirt hat, darüber Bander von 2,40-1,00 m. Hechte van 1,80-1,00 M. Barsche schweigt des Sängers Höflichkeit! Schwamm drüber!" Am von 1,60-0,75 M. Schleie von 2,50-1,00 m. Bleie von 1,40 andern Morgen Punkt 8 Uhr war der Gerichtsvollzieher zur bis 0,80 M. Krebse per 60 Stück von 8,00-2,00. Stelle, bis 12 Uhr hatte er zu pfänden und zu protokolliren, bann wanderten alle bie Möbel auf ben Polizeibericht. In der Nacht zum 15. d. M. fand in dem " Alle Anfragen sind zu richten an Robert Kirsch. Straße 25 in Restaurant. Ritter Um Fernhaltung des Zuzugs nach Linden- Hannove wird in der Metallarbeiter- Zeitung" ersucht. Unterdessen hatten sich auch verschiedene andere Schantlokal Weberstr. 46 eine Schlägerei statt, bei der ein Ar- die gesammte Knappschaft der Steierdorfer Bergwert Wegen Lohndifferenzen hat, wie die Boff. 3tg." melbel Gläubiger eingefunden, denn man sagte, der Herr Graf sei ver- beiter durch Messerstiche in den Arm und in die Seite bedeutend( Oberösterreich) die Arbeit eingestellt. Die Zahl der Streifenden beträgt gegen 5000. Am 15. d. M. Morgens wurde ein Kutscher reift", die Frau Gräfin sei ausgegangen". Die meisten derfelben verlegt wurde. ließen sich damit abspeisen, nur die Blumenlieferantin nicht, die im Pferdestall feines Dienstherrn in der Rheinsbergerstraße und Der Streit der Schmiede auf der Wilhelmshütte felbe brang in die Wohnung, fand dort zwar den Herrn Grafen, Abends ein Schloffer in seiner Wohnung in der Forsterftraße erwurde von demselben aber mit einer Antlage megen Haus- hängt vorgefunden. In der Nähe der Möckernbrüde sprang Sprottau soll nach einer Mittheilung der Köln. 3tg." beende friedensbruchs bedroht und hinausgeworfen. Als fämmtliche Abends ein Arbeiter in den Landwehrkanal, wurde jedoch noch fein. Ein Theil der Ausständigen habe bie Arbeit wieder Räume fahl und leer waren, verließ auch der Herr Graf die lebend aus dem Wasser gezogen und nach der Charitée gebracht. I genommen, der andere Theil sei entlassen worden. b I 1 D Get h S auf 0 b کا $ 4 D 04 1 wären als anderwärts, borf. Blüthe, Prenzlauer- Allee 26 bet ieber. Gang erchor der Kein Rothstand? Der Oberbürgermeister von Biele Berr Dr. 3 a bet bemerkte, baß es bereits ein halbes Jahr- Gute agelsbergerir. 48: Unterricht in: Rechnen( unt.); Dhule, isbungsschule. Sonntag Bormittag 10-12: Süb feld foll, mie die bortige Wolfswacht" mittheilt, der Deputation hundert her fet, feitbem man sich das erste Mal mit der Frage Martusftr. 31: Unterricht in Buchführung und oberes Rechnen. Ar minhallen, der Arbeitslosen erklärt haben, er könne das behauptete Vor der freien Aerztewahl befaßt hätte. Es war im tollen Jahr Kommandantenftr. 20: Unterricht in der Nationalötonomie. ontag, handensein eines Nothstands nicht anerkennen. Das genannte 1848; allerdings betraf die Frage damals nicht die Rassen, Abends 8½ 10% Uhr: Süd- Schule, Hagelsbergerstr. 48, Unterricht in, Blatt theilt die bezüglichen Aeußerungen aber nur mit Reserve fondern die Armen. Seit dieser Zeit feien wir nicht nur nicht führung und oberes Rechnen. Oft- Schule, Markusftr. 81: Dew sch( oberes) Physiologie, Sub- Offchule, Reichenbergerfir. 183: Unterricht in Buch mit. Jedenfalls ist auch gar kein Grund zu der Annahme vor- vorwärts, sondern noch weiter zurückgekommen, und gerade die logit. Nord- Guie, Müllerstraße 179a:' Rechnen( unt.); Deutsch( oberes). handen, daß die wirthschaftlichen Berhältnisse in Bielefeld beffere jenigen hätten am meisten zu leiden, die politisch am aufgeklärtesten in alle Lehrfächern, mit Ausnahme der Buchführung Hönnen noch feien. Es ist zu bewundern, daß dieses System so lange anhielt Schüler und Schülerinnen, auch jest im Laufe des Semesters, entreten. Sozialdemokratische Lese- und Diskutieklubs. Sonntage. Mar Aus dem Handwerksbnefchenleben. Bor uns, fagt bie GB find bei den girta 66 Kaffen, die 120 000 Mitglieder haben, und die Arbeiter erft jetzt nach 50 Jahren zur Einsicht tämen. Kayfer, Bormittags 10% Uhr im Restaurant Schömann, Seimft. 16. Arbeit er- Sängerbund Berline und Umgegend. tonfang, Abends Märk. Volksstimme", liegt der Brief des Sohnes eines alten, 121 Aerzte angestellt. Sämmtliche Aerzte der Orts- Krankenkasse steife, Naunynftr. 86 bet Bubett. 9 Uhr: Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglteber. Morbbeutsche Siebertafel ber Mater angesehenen Einwohners von Frankfurt a. D., welchen derfelbe find zum 1. April gekündigt. Auch ist die Honorirung eine fo und verw. Berufsgen. Annenftr. 14 bet Ehrenberg.- Garmonie 2 Lands Heimlich in dem Gefängnisse einer weftfälischen Stadt geschrieben schlechte, daß auf jede Konsultation 17 Pf. fommen, jedoch sind bergerstraße 31 bei Muſehold. Son blüthe, Görligerstraße 68 bet Zolfs= und einem Mitgefangenen bei der Entlassung mitgegeben hat. bafür nicht die Personen, also der Vorstand haftbar, sondern das hirurgijen Branche, Alte Schönhauserftr. 42 bet Reimann. Es ist das alte Lied, beim Betteln aufgegriffen, der Landes- Syftem. Der Arzt müßte bei der großen Ueberbürdung von rob offnung der Zimmerer Berlin West, kuimfir. 86 bet taumann. Polizeibehörde überwiesen und von dieser ins Arbeitshaus ge- Stranten eine Sprechzeit von 3 bis 4 Stunden haben und vor Stetett, Pappel- Allee 3-4 bet struje. Gängerba in, Reichenbracht, hatte er feine Zeit verbüßt und wurde wieder entlassen. allen Dingen beffer honorirt werden, da er auf bie jeßige bergerſtr. 24 bet waghold. 8 tebe sfreiheit II, Straußberg, im eftaurant Er hat bis zum Abgang des nächsten Zuges, welcher in nach der Weise gezwungen set, sich nach privater Praxis umzusehen. effenburg, Roppenstraße 43c. Heimath befördern sollte, noch einige Stunden Zeit. Er geht bei Würden doch die Aerzte, die am meisten überbürdet find, freiberstraße 29, zum Eichenen Stab. Süd- Ost 2, Naunynstr. 48 bet den Meistern seines Gewerts noch umschauen, wird, da der von der Kasse am schlechtesten bezahlt und rathe auch riz Fröhlich. Gangesblüthen, Roppenstraße 85, bei Keller. Beamte vermuthet, daß er bettle, eingesteckt und von dem Gericht er den Versammelten, auf der freien Aerztewahl zu bestehen. In veren tepers weig, Hermsdorf, bet Gastwirth Sievert in Leibmannsluft. Arbeiter Gesangverein Freiheit 2, blershof, bei Albrecht. Gesang= der Landes- Polizeibehörde überwiesen, wo er nun 1-1/ 2 Jahr der Diskussion sprachen sich alle Redner in demselben Sinne aus. Gefangverein Berliner Bildhauer, Ornament", Wrangelstraße 141 über unfere herrliche Wirthschaftsordnung nachdenten kann. Doch Es wurden folgende Resolutionen angenommen; bet Schmidt. Treu und Feft", 8-10 Uhr Weldenweg 1 bet Bölbide hören wir den unglücklichen jungen Menschen. Straße 44. Gefangverein Collegia 1", Manteuffelstr. 9 bet Nowaits. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins nad mgegenb. Alle Buschriften, den Bund der geselligen Arbettervereine betreffend, find zu Sonntag: richten an. Gröber, art, Besoffre be Privat Theatergesellschaft und Artiſtentlub Bette- Aittance bei Seren Behmann, Theaterverein Borussia bei Herrn Odert, Beughofstraße 8. Alexandrinenstraße 32. Theaterverein Barzantria hei Herrn Defert, Berrath, Boechstraße 7.Beughofftr. 8.- Theater- und Bergnügungsverein Giment horst bet Herrn Freundschaftlicher Bartverein bei Herrn Krischke, Turnverein Fichte in Schölzel's Seeschlößchen in Sichten= oftiastraße 12. Geselliger Verein Hagen, den 6. Dezember 1892. 1. Die Versammlung erklärt, daß es unter allen Umständen nöthig ist, in der Allgemeinen Orts- Krankenkasse( früher Meier'sche Lieber Bater! Du wirst gewiß sehr böse werden, wenn Du Kaffe) die freie Aerztewahl einzuführen, da den Mitgliedern bediesen Brief gelesen haft; aber ich kann es Dir nicht vorenthalten, tannt ist, daß bei der Ueberbürdung der Aerzte es denselben nicht damit Du nicht in Ungewißheit bleibst. Als ich neulich, damals möglich ist, die Kranken so zu behandeln, wie sie es verdienen, am 22. Oktober au hiesigen Bahnhofe ausstieg, ging ich nach der und unser Bestreben dahin geht, jeden Kranken als Mensch zu Serberge zur Heimath, wo ich Antwort geschrieben habe. Das nach ging ich, um mit etwas zu effen zu kaufen, und da der behandeln. 2. Die heutige Versammlung erkennt an, daß es nicht mehr möglich ist, bei dem System der Delegirtenwahlen zu bleiben. nächste Bug erst Nachmittags 8 Uhr fuhr, wollte ich gleich bei mir fordern, daß für das nächste Geschäftsjahr die Delegirten in einigen Meistern nachschauen, aber ich war noch nicht weit ge- großen allgemeinen Bezirksversammlungen der Mitglieder ge gangen, als ich plöglich auf der Straße verhaftet wurde. Und wählt werden, und zwar nur für 1 Jahr. Hierzu ist von nachdem ich drei Tage in Untersuchung gefeffen, wurde ich allen Seiten des Vorstandes die größtmöglichste Agitation au 3 6 Wochen Haft und Ueberweisung Bolizeibehörde verurtheilt, entfalten. Auch sollen die Herren Arbeitgeber von Seiten des weil ich foll gebettelt haben. Borstandes aufgefordert werden, den Mitgliedern ihre Bücher Ich legte Berufung ein, aber sie wurde verworfen. Sieber als Legitimation zu verabfolgen, und müßten im Fall einer VerBater! Ich komme also wieder ins Arbeitshaus und ich weigerung Mittel gefunden werden, dieselben zur Rechenschaft zu fann Dir diefen Kummer nicht ersparen, und wäre ich doch lieber ziehen. damals gestorben, dann hättest Du doch keine Sorge mehrdie an Landesum mich gehabt! Lieber Bater! Jeht werde ich wohl für immer Auch wurde ein Antrag, die Veröffentlichung zur Delegirten verloren sein, denn diesmal werde ich wohl 11/2 Jahre haben und wahl im Vorwärts" befannt zu machen, angenommen. Ferner lebend werden wir uns beide nicht wiedersehen. Lieber Water! wurde ein Antrag eingereicht, nach der Bersammlung die Zeller Ich danke Dir für alles Gute, was Du an mir gethan hast und fammlung fortzusehen, da die Unkosten noch nicht gedeckt find; fängniß zu Hagen geschrieben und nehme von Dir Abschied. mission wurde ersucht, ihr Amt bis zur nächsten Delegirtenwahl Bieber Bater! Behalte meinen Bruder Paul zu Hause; laffe zu behalten. Von einem Mitgliede wurde erwähnt, daß infolge ihn gar nicht in die Fremde gehen, auf daß er nicht auch auf des neuen Gesetzes Arbeiterinnen, wenn sie schwanger find, sechs diefe Bahn geräth. Lieber Bater! Grüße alle Verwandte und Wochen vor und sechs Wochen nach der Entbindung nicht befage ihnen Bescheid, denn dies wird wohl mein legter Brief sein. fchäftigt werden dürfen; es müßten daher dafür Schritte gethan Traurig ist der Anfang gewesen und traurig wird auch werden, daß die Arbeiterinnen in dieser Zeit unterstützt werden. mein Ende sein, denn ich habe jetzt alle Hoff Nachdem der Vorsitzende die Versammelten gebeten hatte, fich Zu Hause werde ich wohl nicht kommen bei der Neuwahl der Delegirten recht zahlreich zu betheiligen, tönnen, wenn ich meine Zeit um habe. Also, lieber Water, suche wurde die Versammlung gefchloffen. mich zu vergessen, denn meine Schande ist groß. Dein in Schwermuih und Traurigfeit versunkener May." nung verloren. Der noble Müssiggänger, der mit Glacéhandschuhen und Bincenes bewaffnet Hing und Kung anpumpt, anbettelt und davon sein Leben führt, ihn bestraft das Gesetz nicht. Der arme Arbeiter Dagegen, der feine Arbeit findet und, um nicht zu verhungern, vor den Thüren sich ein Stück Brot und ein paar Pfennige zur Bestreitung des Nachtquartiers erbittet, thn trifft das Gefeß mit ganzer Schwere. Uebrigens war das vorliegende Delift doch taum Betteln zu nennen. Der Handwerksgehilfe bte einen Handwerksgebrauch, das„ Umschauen" aus, das im Handwerk gar nicht als Betteln betrachtet wird. Um so schneidender steht unferer Ansicht nach. die Verurtheilung des unglücklichen jungen Mannes im Widerspruch mit dem Bolts. bewußtsein, mag bas gerichtliche Urtheil eine Perle juristischer Weisheit fein oder nicht. Elfafferfir. 59. Verband der Porzellanmaler und verw. Serufsgenoffen Deutschlande, Bahlstelle Berlin. Bersammlung mit dem Ortsverein Berlin 2, am 17. b. m. bet Roll, Adalbertstr. 21, Abends 9 Uhr. Vergnügungsverein Morgenstern. Gigung 9 Uhr bet Grbsmeht Allgemeine Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter( E. S. 29, gamburg), Filiale Berlin 6. Bersammlung, Sonnabend, den 17. Dezember, Abends 9 Uhr. Alte Schönhauserstr. 42 bet Reimann. 17, 8.., Abends suhr, im Botal des Herrn Trlischmann, Jüdenstr. 65. Verein der Berliner Schirmmacher. Sigung am Sonnabend, den Tischlerverein. Heute Abend 9 Uhr, Melchiorstr. 15, Generalversamm lung. Bahl des gesammten Borstandes für das Jahr 1898. 5.- 9tr. 29 und Bentral- Kranten- und Sterbetalſe Bullan, eingefch, Sufs Allgemeine Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter, eingefch. taffe 89 zu Samburg, Filiale Berlin 9. Bersammlung der Mitglieder am Sonntag, den 18. Dezember 1892, Bormittags 10 Uhr, bei Wiedt, Siemensstr. 17. Erscheinen sämmtlicher Mitglieber erwünscht. Zages Neuer Berliner Handwerker- Verein. Sonnabend, den 17. Dezember cr., Abends 9 uhr, Vereinsverfammlung, bei Dehlmann, Münaftr. 11. ordnung: 1. Bortrag des Herrn Referendar Arthur Dantel; Thema: Ueber Abzahlungsgeschäfte. Freier Diskutirverein. Sigung, Sonntag Nachmittag 4 1hr, bei Leopolo, Martgrafenftr. 88, Bortrag über„ Ursachen und Wirkungen der franöffen Revolution." Verein der Bolt- Junk Sretterträger Berlins und mgegend. Schönleinftr. 6, Tagesordnung: Vereinsangelegenheiten. Sonntag, den 18. Dezember, Bormittags 10 Uhr, im Restaurant Otto Klein, Ethische Gesellschaft. Am Sonntag, ben 18. Dezember, Abends 7 Uhr, finden a Bersammlungen statt. Die erste Kommandantenftr. 20, Arminhallen, Vortrag des Fräulein Baader über Baffet die Kindlein zu mir fommen und mehret thnen nicht". Die zweite Grenadierfir. 83: Bortrag des Herrn WaldeckManaffe über:" Gehorsam und Strafe. Krüger. Myrthenblätter, Belforterstraße 15, bet Schneiber. Brüderfchaft( Saus diener), Stallberg. Zambourverein Stuf bet Sperling, Inselstr. 1. statta bet Rohrsbort, Banfftraße 4. Zurnverein Fichte", Lichtenberg, Schölzel's Geeschwäschen. Tambourverein Ruf" bet Sperling, Infelfir. 1. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins and Nmgegend. auf" bet Schulze, Fürstenwalderstr. 12, bet Schröder. Bergnügungs- Verein Alpenveilchen, Straußbergerstr. 8 bei Virks. Gesang, Turn- und gefellige Vereine. Sonntag. Privat- heatergefellschaft alhalla, feden Sonntag Nachmittag 5 Uhr Restaurant Theater und Bergnügungsverein ar= Theaters Tetin, heute Nachmittag 6 Uhr bet Babe, Beughofstraße 8. verein Concordia Beughofstraße 8 bet Roch. Privat- Theatergefeufchaft Othello jeben Sonntag 4 Uhr bet Foge, Röpenterstr. 191. Nachher: Montag: Theaterverein& outfen abril der sumot. Manteuffelfi Sumorist. Verein„ Pipifar" bet Kröſche, Fichteſtr. 29. Lautenbach, Cuvryſtraße 77. Fidelitas. Bergnügungsverein orb, Nachmittags 5 Uhr Fennstr. 5 bet Krüger. fraße 160. Tambour und Vergnügungsverein Gut Sett, alle 14 Tage bei Seyffert, Oranienftr. 121. Bon 4 Uhr an. Bergnügungsverein Germania, alle 14 Tage Bersammlung Sinten Bergnügungsverein Ginigteit 1890. Jeben Montag Sigung bei Stoll, Adalbertstr. 21, abends o uhr. Alle 14 Tage Tanz. Vermischtes: Nichts ist einem Gerichtsvollzieher heilig- nicht eins mal ein Wüstenkönig. Wie aus Halle gemeldet wird, hat der dortige Gerichtsvollzieher Petschick einer im Walhalla- Theater daselbst gastirenden Künstlerin einen drefsirten Löwen nebst einem Pferd und einem Hund abgepfändet und nach dem Verkaufslokale schaffen lassen. Es wird leider nicht mitgetheilt, in welcher Weife der Diener des Gesetzes das immerhin nicht leichte Geschäft des Versiegelns bei dem Löwen ausgeführt hat. Da aber dabei tein Unglück paffirt ist, muß man annehmen, daß das Thier mit der Dressur von seiner Herrin auch den Respekt vor dem blauen ber im Gasthofe Bur Stadt Berlin" in Halle stattfindenden Siegel angenommen hat. Hoffentlich erweist sich der Löwe bei Bersteigerung ebenfalls als ein gesittetes Thier, wiewohl nicht zu verkennen ist, daß durch diese gerichtliche Prozedur seine Gr ziehungsgrundsäge auf eine sehr harte Probe gestellt werden. Literarisches. ,, Berliner Wolfstribüne". Sozialpolitisches Wochenblatt. Vierteljahr 1,50 m., monatlich 50 Pfg. Inhalt der Nr. 51. Aus der Woche. Der Ahlwardt- Prozeß. Aus Frankreich. Gedicht. Novelle. Die Uhrenindustrie im Schwarzwald. In New- Yorker Schwihbuden. Etwas über AusVerschiedenes. 3nr Lage der Schiffs Stewards veröffentlicht Der Gastwirthsgehilfe" einen längeren Artikel, bem wir folgende Ginzelheiten entnehmen: ,, Ein Steward, der zum ersten Mal fährt, erhält pro Monat 24 Mart, die anderen 30 Mart. Beim Engagement wird dem Steward ein Check( Wechsel) auf den halben Monatsgehalt ausgestellt, gegen welchen er in dem Auscüftungsbureau der Kompagnie feine Reisebedürfnisse er muß Mattage und Wäsche selbst stellen eintauft. Das StewardSimmer, welches der Größe eines Berliner Zimmers entspricht, Arbeiter- Bildungsschule. Sonnabend, bends 8%-10% Uhr. Südbient 32, auch 36 Menschen als Schlafraum. Von der Be- Schule, bagelsbergerfir. 43: Unterricht in Deutsch( unt.); Süd- Ost- wanderung. fchaffenheit der darin enthaltenen Luft fann man fichule, Steichenbergerstr. 188: Unterricht in Phyfiologie; ft- Schule, einen Begriff machen, Ban Polizeiordnung für die Vororte von Berlin. menn man bedenkt, daß jede nr. 179a: Unterricht in Buchführung und oberes Rechnen. In alle Fächer Berlin. Verlag von A. W. Hayn's Erben. Ventilation fehlt, da die sechs tellergroßen Fenster nie tönnen noch Schüler und Schülerinnen auch jest im Laufe des Semesters geöffnet werden dürfen. Unter diesem Raum befindet sich noch eintreten. Martusstr. 31: Unterricht in technen( unt.); Nordschule, Müllerstraße St. Ortsstatut für die Stadt Berlin, betreffend das ein anderer, in welchen man mittels einer Leiter gelangt. Fenster sonore 314 Cafe bu Sion be Belfort. Jeden Sonnabend öffentliche Ber Gewerbegericht zu Berlin. Berlin. Verlag von A. W. find in diesem gar nicht vorhanden, denn er liegt unter dem fammlung; reiche Bibliothet, Bettungen, französischer Unterricht. Der deutsche Hayn's Erben. Wasserspiegel und dient trotzdem den 10 Mufiferstewards, welcher Arbeiter, ber fremb nach Paris fommt, findet hier einen Anlehnungspuntt, Rath und Belehrung. Freundschaft 2, Friedenstraße Nr. 48 bei Zolltühn. Esmeralda, Fruchtstr. 81 bei Baaz. Glud zu, bei Bieberfrana in Gesundbrunner MännerDepeschen. den Herrschaften der ersten Kajüte die Tafelmusit aufspielen London. Der einzige hiesige fozialbem ofraitsche Berein Zonbons, ber müssen, als Schlafraum. Ob solche Räume schreibt der be a Ite, von art marr und Friedrich Engels 1840 begründete treffende Einsender, der selbst eine Reise an Bord des Dampfers kommunistische Arbetter- Bitbungsverein befindet sich nach wie vor 49 Tottenham Street, Tottenham Court Sb., W. London. Augusta Victoria". mitgemacht zum Schlafen für Menschen Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Sonnabend, Abends überhaupt benutzt werden dürften, wollen wir vorläufig dahin- Uhr: Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Grüne Giche, BirLyrania, Bandsbergergeftelt féin lanen, doch ist so viel gewiß, daß die Ratten, die dorf, Germann- und Knesebeckfir.- Gde bei Beyerle. bon der Größe gewöhnlicher Haustatzen zu Hunderten dort fraße 31 bei mufehold. Ganges: Echo, Naunynstraße se, bet Zubeit. ( Depeschen des Bureau Herold.) herum liefen, sich sehr wohl fühlten. Es ist gar nichts nebel, Babftraße 58( Gesundbrunnen). Teltow in Teltow, Schwarzer Hamburg, 16. Dezember. Heute wurden hier wieder zwei Geitenes, daß den dort Schlafenden ganze Fingerglieder oder Abler. Brandenburg, Mengert's Boltsgarten. Behen abgefressen worden.( 3) Um 3, Uhr Morgens müssen die berg, Friedrich Karlstr. 11 bet Heinecke. Hand in Hand 2, Friedrichs- Cholerafälle fonstatirt. Brüssel, 16. Dezember. Der Ausstand in Flénu nahm eine Leute aufstehen und bis Abends 8 Uhr ununterbrochen arbeiten; or, Gesundbrunnen, Brinzen- Allee 10. Gefangverein Bruderhand" ernstere Wendung an. faum Zeit zum Essen wird ihnen gewährt. Wer in 6-7 Minuten in Schönwalde( in der Wart) bet Schulze.-" risch auf" Friedrichsberg, Stummelsburgerstraße bet Deckert. Belgrad, 16. Dezember. Die Kaffe der hiesigen Ober- Stadt,, Vorwärts 7" Rummelsburg, bei bas Mittagsmah!, welches im Stehen eingenommen wird, nicht Borgmann. Gesangverein Immergrün", Zegel, Schloßstraße bei hauptmannschaft wurde auf Anordnung des Ober- Rechnungshofes hinuntergewürgt, wird„ rausgeschmissen" aus der Pantry" Schulz. ( falten Rüche) nämlich. Während der achttägigen Reife tommt Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend versiegelt. Angeblich soll Geld zu dem Zwecke entnommen worden außerdem noch ein jeder 3-4 Mal zum Wachtdienst während der e Zuſchriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend fein, damit die rückständigen Steuern der liberalen Wähler bezahlt find zu richten an: G. Schröder, Noftiaftraße Nr. 29, 3 Zr. Sonn- werden können. Nacht und und zwar immer auf drei Stunden. Die abend: Theaterverein Iphigenta", bei Kramer, Rigdorf, Herrmannringsten Bersehen Tambour Berein Sehen fraße Nr. 140. Borwarts" Rigdorf, Herrmann find Strafen belegt. und Wandzlichstraßen- Ecke bei Rober. Tambourverein Deutsche Giche nun einmal But, mie folche Arbeit beziehentlich bet Niederschuh, Fürbringerstr. 7.--Rauchflub, Antta" bei Rezte, WeberSchinderei entlohnt wird. Außer den erwähnten 25 Mart fraße 15. Rauchtlub Dornröschen bei strech, Seulstraße 104. monatlichen Lohnes verdient sich der Steward noch etwa 25 M. Gefelliger Berein„ Nord" b. Krüger, Fennstr, 5.- Geselliger Berein„ WaldesGeselliger Verein auf der ganzen Hin- und Rückreise. Davon gehen zunächst 10 m. ab für Matraße und Wäsche, dann 3 M. Mustergeld, 3 M. für Straße 28.- Geselliger Verein Jugendfreunde" bei Schulz, Prenzlauer ben Pantry Steward, 10 m. wird jebem für jede Reise für Allee und Trescomfiraßen- Ece, Bergnügungsverein Helgoland 2 bei derbrochenes Geschirr abgezogen, Krankengeld, Seemannsbuch Mieget, Stralauerstr. 57. . f. w. Kurz, es bleiben dem Beneidenswerthen etwa 21 M. für 28 Tage Arbeit, täglich 18-22 Stunden. biefem nicht die Luft anwandelt, als Steward an Bord der " Augusta" zu gehen, dem ist wahrhaftig nicht mehr zu helfen." wir mit ge Gut grun" bei Buchholz, Krauftr. 6( 2ue 14 Tage). Seil", Nene Königftr. 89.- Geselliger Verein StaIta" bei Boife, Kollberger 9139 Gefang- Turn- und gesellige Vereine. Sonnabend. Paul Nicer'scher Mufitverein Allegro bei Spindler, Reichenbergerstraße 118, Wem nach Ecke Forsterstraße. Versammlungen. der Allgemeinen Ortstrantentasse gewerb 2. Distussion. 3. Ber von 8%-10% Uhr in der Turnhalle, Fretenwalderstr. 39. Zurnverein Gesundbrunnen. Die 2. Männerabtheilung turnt heute Bühnenverband Normania jeden legten Sonnabend im Monat bet Letchnig, Königsbergerftr. 24. Privattheatergesellschaft, ch neeglödchen", Abends 9 Uhr bet Schulz, Brunnenstr. 116. Theaterverein Berliner Bär jeden Sonnabend nach dem 1. und 15. Abends 9% Uhr bei Weick, Köpe= nickerstraße 68. Theaterverein 2effing. Jeden ersten und legten Sonnabend im Monat 9 Uhr Abends Sihung bei Rudolph, Krautftr. 6. Bergnügungsverein Azalia 9% Uhr bei O. Heindorf, Barnimstr. 16. Bergnügungsverein Lustige Jugend Abends 9 Uhr, im Restaurant Lautenbach, Cuvryftr. 3. Bergnügungsverein Lustige Becher Abends 9% Uhr Mendelssohnstr. 9.- Bergnügungsverein Carmen Sylva Sigung uhr im Restaurant von O. Wits, Mariannen- Ufer 2.- Geselliger Berein Linbe" jeben Sonnabend 9 Uhr bei Schönherr, Stralsunderstr. 15. Bergnügungsverein ar mios, Gizung mit Damen Sonnabend, abends» Uhr, Blumenstr. 46 bei went. Miigiteber puntutic). Briefkaffen der Redaktion. Nr. 3446, Blumenstraße. Ihre Verse sind nicht bruckreif. G. M., Andreasstraße. Sie werden sich doch wohl denken fönnen, daß wir uns von der Wahrheit der Angaben überzeugt haben. F. B. Sie werden durch öffentliche Bekanntmachungen aufgefordert, sich zu stellen. ,, Wähler", Leipzig. Wir bedauern, feine Auskunft ertheilen zu können. Sonnenleitner. Er hat keine Beleidigungsklage erhoben. Metersen. Sie können die Fragen ruhig beantworten. H. H. Den Roman Die Waffen nieder" tönnen Sie durch unsere Buchhandlung beziehen. Er tostet gebunden 8 M. B. M., Wiesenstraße 25. Der Bart wird nicht rafirt. Zwei Wettende. Das Retourbillet loftet 17,40 M. Zu einer Milliarde gehören tausend Millionen. " E. Sch., Reichenbergerstraße. Die Melodie war nicht verboten. St. K., Rigdorf. Der Reichstag tann in einer Session natürlich nur ein Mal aufgelöst werden, denn dann fängt ja die andere Session ganz von selbst au. A. S., Halle a. S. Der Betreffende ist überhaupt nicht Minister, sondern Oberpräsident von Pommern. Leopoldshall Stakfurt. Wir können der Sache nicht Eine zahlreich besuchte Verfammlung der Mitglieder licher Arbeiter und Arbeiterinnen tagie am 11. Dezember mit folgender Tagesordnung: 1. Bortrag: Ist die Stattlub orbischer Knoetn, jeden Sonnabend Uhr bet kart freie Aerztewahl in dieser Kasse einführbar? Referenten Herr Schiling, Büdterfir. 65.- Danst Forening Freia( Dänischer Berein Dr. 3 adet und Herr Aßmann. Freia), Lindenstraße 106 bei Poppe. Verein ehemaliger Schüler ber 30. Gemeindeschule, Abends 9 Uhr, Renaurant Burt, Koppenschiedenes. Zuerst ergriff Herr Kuhnke das Wort und führte aus, praße 58. Gefelliger Verein Italia, jeden Sonnabend im Restaurant daß den 28. Gfattiub reusbube bei Steuer, Weinstr. 22.- Statflub Revolution von den Ortstranfenfassen viel gefündigt sei und dieselben noch abends Reichenbergerstr. 73, bet Faujímann. Schaftopf- Klub Bruderreit zurück feien. Es sei bei der großen Ueberbürdung der Fette tagt jeden Sonnabend Abends e Uhr bei Weiß, Andreasstraße 77a.— Raffenärzte feinem Arzt möglich gewissenhaft zu handeln. Der startentiub ulie tagt jeden Sonnabend und Montag im Restaurant Sum näher treten. Stattlub Blaue Blouse, jeben Sonnabend bet Redner bat zum Schluß die Versammelten, sich dem Einberufer bolohein, Hochstr. 32a. anzuschließen, die wenigen Kosten nicht zu scheuen und auf Einführung der freien Aerztewahl in dieser Kaffe zu bestehen. gof, omiralfie. 18c. Wutite, Graudenzerstr. 2. Touristenverein Wanderlust Abends 9 Uhr im Restaurant Märkischer R. S. Nicht druckreif. Am 15. b. M. wurde unser Rollege und langjähriger Mitarbeiter, der Steinbruder Gustav Burg Unserem Artistenbruder Herrn E. Friedrich zu feinem heutigen Wiegenfefte ein donnerndes Hoch. 5726 Artiftenverein Einigkeit". " durch den Tod aus unserer Bitte ge- Verein f. volksthüml. tiffen. Die Beerdigung findet am Sonntag Vormittag 11 Uhr von der Leichenhalle des Bionskirchhofes( Weißensee) aus tatt. 565b Die Drucker der Berliner Luxuspapier- Fabrik Heymann& Schmidt. Ortskrankenkasse d. Steindrucker u. Lithographen zu Berlin. Am 15. Dezember cr. verstarb unser Mitglied, der Steinbruder 5816 Herr Gustav Burg. Die Beerdigung findet statt am Sonntag, dea 18. Dez., Borm. 11 Uhr, Kunst. Auf zahlreiche Anfragen hiermit zur Nachricht, daß der Verein bei dem am Montag, den 12. d3. Mts., in den Konkordia Sälen" abgehaltenen Fest nicht betheiligt war. Bei der heute stattfindenden Fortsetzung des Festes hat der Verein seine Mitwirkung zugesagt. Alle den Verein bezüglichen Anfragen find an den Vorsitzenden C. Krause, Landsberger Allee 8, zu richten. Der Vorstand. 364/7 Erstes und ältestes von der Leichenhalle des Georgen Herren- GarderobenKirchhofes in Weißenfee. Um zahlreiche Betheiligung bittet Der Vorstand. Reellste und billigste Geschäft des Ostens von Uhrmacherei Julius Lindenbaum, Berlins Berkauf zu Engrospreisen Silb. Remontoir- Uhren v. 13 M. an, goldene DamenRemontoir, 14 far. Gold, v. 22 M. an. Regulateure trit Schlagwerk, 14 Tage gehend, von 15 M. an.- Freiburger Fabritat.Wecker- Uhren von 2,50 M. an. Ketten, Ringe, Goldwaaren, Brillen, Operngläser, Pince- nez und alle optischen Gegenstände zu sehr billigen Preisen unter Garantie. Eine Uhr zu reinigen foftet nur 1 Mart, bei allen Reparaturen wird der Preis vorher gefagt. Theile den Genoffen mit, daß mein Geschäft fich jetzt MariannenStraße 50, Ecke der Naunynstr.( früher Naunynstr. 15 part.), befindet.[ 3441L Otto Eleser, Uhrmacher( Fachmann). Weihnachts- Geschenk! Spitzel 3442L auf Reisen! Ein neues Gesellschaftsspiel. Preis 75 Pf. Verlag: H. 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In der öffentlichen Versammlung der Stuckateure, die Es handelte sich aber nicht minder auch darum, den NothDienstag tagte, hielt Genosse Thieme einen Vortrag über Die wirthschaftliche Lage der Arbeiter und die Gewerkschaftsund hier stießen wir auf zahlreiche Schwierigkeiten. Welche Organisation, Sodann berichtete Kollege Kleinert in betreff Leute waren der Hilfe am würdigsten und in welcher Eine öffentliche Versammlung der Schniedemeister Weise der offenen Koatsfeuer, daß er auf manchen Bauten noch folche vorgefunden und über alle derartigen Fälle der Polizei Mit- 14. D. M. ftatt. Erster Gegenstand der Verhandlungen war das bas hundertfache dessen, was wir besaßen, hätte nicht ausgereicht. die absolute Unzulänglichkeit unserer Mittel; theilung gemacht habe. Auf Wunsch des Kollegen Schulz Verhalten des Innungsvorstandes in betreff des Arbeitsnach- So waren denn die Resultate, trotz aller unserer Anstrengungen, wurde beschlossen, diese Bauten öffentlich bekannt zu geben. Nach weises und Herbergswesens. Referent über diesen Punkt war vollständig ungenügend. oem vorläufigen Ergebnis befinden sich Bauten, in denen offene der Versammlungsvorsitzende Schmidt. Derfelbe erklärte, daß Roalsfeuer brennen, an folgenden Stellen: Siegmundshof Nr. 7, er die von der vorhergehenden Versammlung gefaßte Resolution, Bauern nicht genau zu definiren. Wir Alle, die wir letztes Jahr Wir vermögen zur Stunde die ökonomische Lage der russischen Charlottenburg; Brücken- Allee Nr. 29-30 und Nr. 31; Flens nach welcher der Innungsvorstand binnen 14 Tagen mit der Ver- am Hilfswerke uns betheiligten, gleichen dem Arzt, welcher be burgerstraße Nr. 14; Klopstodstraße Nr. 27; Kurfürstenstraße, einigung der Gesellen behuis Abstellung der bestehenden Miß- merki, daß der Mensch, der Heilung seines verletzten Fußes vers Gde Uhlandstraße; Thiergartenstraße Nr. 10; Buttmann stände im Herbergs- und Arbeitsnachweiswesen sich in Verbindung langt, auch im Augemeinen Frank ist. Der Arzt wird, darüber Straße Nr. 8; Turnhäuserstraße; Swinemünderstraße Nr. 35; fegen follte, dem Obermeister persönlich überbracht habe. Der befragt, sagen: Interesfirt Gie fein Fuß oder fein Algemein Schul- und Maystraßen- Ecfe. Genosse wies noch darauf hin, daß die Kollegen selber Schuld deren Körperschaft, als mit dem Besellenausschuß der Innung einfache Quetschung vor. Hoffmann Herr Obermeister habe aber jede Unterhandlung mit einer an befinden? Mit dem Fuß ist's nicht bedenklich, es liegt ene daran wären, daß derartige Uebelstände tros des polizei- abgelehnt. Stadtverordneter Tempel veröffentlichte im An- daran." Aber der ganze Körper ist übel lichen Verbots noch existirten. Wenn man nur ein paar Tage schluß hieran ein reichhaltiges Material über den Herbergswirth. bes Wir sind auch zu sehr durch den Anblick opfern wollte, so würden die Unternehmer schon die nöthigen milde berichtete über die herrschenden Zustände in der gestumpft, unter der Bevölkerung herrschenden Elends аба Borkehrungen zur Abhilfe treffen müssen. Nach Erledigung dieser Innungs- Herberge um beurtheilen zu können, ob der Zustand Ungelegenheit wurde 551zel als Kandidat zum Gewerbegericht der Arbeitsnachweis sich befindet. Es sei jedoch bei dem Winter heraus, so würde sich ihm in der Bauernhütte ein ent in der Muladitraße, Mulackstraße, woselbst auch ich verschlimmert hat. Räme ein Stadtbewohner im aufgestellt; zum Erfazkandidaten wurde Wilh. Schulz Innungsvorstande weder Schuh noch Abhilfe zu finden. Alle fegliches Bild darbieten. Die Stube faum geheizt; von den nominirt. Nachdem noch aufgefordert worden war, endlich das nachfolgenden Redner gaben unter lebhafter Zustimmung der Leuten, die aus Mangel an Kleidung nicht ausgeben tönnen, Geld für die alten Marken abzuliefern, wurde die Versammlung Bersammlung ihrer tiefen Entrüstung über die Zustände auf der triecht abwechselnd Eins ums Andere in den mächtigen Djen, geschlossen. Herberge wie auch über das Verhalten des Obermeisters Aus- um sich ein wenig zu wärmen. Das Stroh der Dächer hat man Eine Ausschußfiqung des Arbeiter Gängerbundes brud. Die eingeladenen Stellmacher brachten die gleichen Klagen verbrannt, das Bordach ebenfalls. Das Brot besteht zur Hälfte Berling und Umgegend fand am 11. Dezember statt. vor wie die Schmiede. Die Vertreter des Gehilfenausschusses der aus leie, Der erste Punkt der Tagesordnung wurde durch Aufnahme von Schmiede- Innung stellten zwar die konstatirten Mißhandlungen Nach den offiziellen Tabellen überstieg in dem Distrikte fechs Vereinen erledigt. Die von der Generalversammlung dem seitens des Herbergswirthes und die sonstigen Uebelſtände in Epifan die Sterblichkeit während des Juni 1892 diejenige Ausschuß überwiesenen Anträge auf Abänderung des Statuts Abrede, ihre Ausführungen wurden jedoch in allen Fällen wider des gleichen Monats im Vorjahre um 60 Prozent; im Be wurden nach eingehender Diskussion zum großen Theil verworfen. legt. Nach langer Debatte, in welcher als Abhilfsmittel gegen zirk Bogorodig betrug die Vermehrung 12 Prozent; im wurden nach eingehender Diskussion zum großen Theil verworfen. Die herrschenden Uebelitände eindringlichst der Anschluß an die Bezirk Fremor 16 Prozent. Das sind die Folgen der schlechten Angenommen wurden Abänderungen resp. Hinzufügungen zu den 882, 4 und 8. Dieselben lauten: a) Nur solche Vereine werden Organisationen empfohlen wurde, beauftragte die Versammlung vorjährigen Ernte, trotz des Eingreifens der Regierung, der 88 2, 4 und 8. Diefelben lauten: a) Nur solche Vereine werden aufgenommen, welche sich mit den Bestrebungen des Bundes das leitende Bureau, das gesammelte Beweismaterial, die ge- Gesellschaft vom Rothen Kreuz und der Privatwohlthätigkeit. folidarisch erklären. b) Die in Berlin tagenden Vereine verlieren dachten Mißstände im Herbergs- und Arbeitsnachweiswefen be: Was soll dies Jahr werden, da in unserem Revier die Roggen ihre Mitgliedschaft, wenn dieselben in drei vintereinander fol- treffend, der Aufsichtsbehörde der Jumutug mit ausreichender Beernte noch geringer ist, als im Vorjahre, der Hafer gar nichts Benden Ausschußigungen nicht vertreten gewesen. c) Die zum gründung zu unterbreiten und über den Griolg in einer späteren brachte, fein Brennstoff mehr zu finden, die Kraft der Heim Bunde gehörenden Vereine dürfen nicht mit anderen Vereinen, öffentlichen Versammlung Bericht zu erstatten. welche dem Bunde nicht angehören, gemeinfam fonzertiren. gesuchten durch die ausgestandenen Entbehrungen aufgezehrt ist? Berner ist ein Baffus angenommen, nach welchen die Vereine, Klavierarbeiter und verwandten Beurer weilig für die Städter. Die Jammernden stehen flehend vor unseren Vergnügen nicht abgerechnet haben, ausgeschlossen werden können. worden, um die Kandidatenfrage zu den Gewerbegerichte Wahlen thun, ohne die Klage zu hören:" Seit zwei Tagen haben wir Ne innerhalb sechs Wochen nach einem vom Bunde arrangirten war, sum Donnerstag nach dem Rofale von 30el einberufen Thüren, und keinen Schritt vermögen wir auf der Straße zu Die Abrechnung vom Sängerfest ergab eine Gesammteinnahme endgiftig au regeln. Drogen zur Gruppe à etiva 30 000 Ar- nichts gegeffen. Der letzte Sammel ist verkauft wir sind Don 4493,80 W. und eine Gesammtausgabe von 2977,60 W., es beiter gehören, war die Versammlung nur von zirka 50 Personen verloren" Und ich muß es zu unserer Schande fagen es bleibt sonach ein Ueberschuß von 1516,70 M. Noch nicht abs besucht, was von einer Anzahl Redner beitig gerügt wurde. iſt ſo weit gekommen, daß wir die Unglücklichen fast als Feinde gerechnet haben 8 Vereine, Lieder in genügender Etimmenzahl überwiesen worden. Zum ichläger, Bildhauer, Bergolder und Möbelpolirer. Mit scharfen Den gemischten Chören sind zwei Gar night vertreten waren die Holz- und Bretterträger, An- betrachten Delegirten zu dem am 25. Dezember stattfindenden Delegirtentag Worten wandte sich Genosse Faber gegen die Intereiselosigkeit, Quer Arbeiter- Gängerbünde Deutschlands ist der Vertreter des welche durch die geringe Betheiligung an der Einzeichnung in die hoffe, auf meinem Spaziergang ungestört zu bleiben; vor der Hereins„ Unverzagt 1" gewählt. Die Regelung der Uebungs- ablerlisten bra su Lage getreten lei. Hauptsächlich ist dies Thure aber, welche ich auriegele, find schon zwei arine Teufel. Ausschußßigung vertagt. Hunden refp. das Gehalt des Bundesdirigenten ist bis zur nächsten im Norden der Fall gewesen. Zestere Bemerfung veranlaßte Der Eine groß und breitschultrig. in einem zerriffene, viel zu den Genossen Bienefeld zu der Erklärung, das geringe Jutereffe urzen Schafpelz steckend, mit abgehärmtem Geficht; oer Andere alt für uns, langs Ich erhebe mich am frühen Morgen und gehe in den Hof hinunter. Der Schnee knistert unter meinen Füßen. Ich 12 Ich kenne den Ort; es ist ein verwahrloftes Dorf, wo noch In einer öffentlichen Schneider- und Schneiderinnen- jei darauf zurückzuzühren, daß man im Norden fast gar keine ein vierzehnjähriger, elend gekleideter Bursche, ebenfalls einen Versammlung, die am Diennag tagte, erstattete der Kollege Flugblätter vertheilt hätte. Die Streit- Kontrollkommission habe Sack auf dem Rücken. Ich will ihnen ausweichen, umsonst; fie I imm Bericht über die Thätigkeit der Agitationskommiffion in allerdings eine genügende Anzahl von Flugblättern gelte ert, aber jammern mich an in den wohlvekannten Tönen. Sie sterben vor perflossenen Jobre. Hiernach fanden 30 öffentliche Berfammlungen diefe feien von den einzelnen Ausgabestellen, so von Wizel, Bunger. Woher?"" Aus Batvorny". hatt; außerdem wurden 50 regelmäßige und 5 Extrasigungen ab- Elifabethkirchstr. 14 und Joh. Gnadt, Swinemünderfir. 20, wo gehalten. Ferner tagten 2 Wolksversammlungen in der Un noch große Packete Lagern, nicht zur Bertheilung gelangt. Nach keine Wolksküche ist und Schwärme von Bagabunden erscheinen gelegenheit der Firma Bär Sohn. Lestere Angelegenheit hatte furzer Lebatte über die Gewerbegerichts- Wahlen selbst wurden dorther. Ich denke einen Gewohnheitsbettler vor mir zu haben die Thätigkeit der Agitationstommiffion befonders in Anspruch her be to be 18 Randidaten und für die über ihn erfahren. Aber ihn bekümmert meine Rede nicht, er für die Tischler die Kollegen Hoffmann, Lau, Müller, und erklärte, nichts thun zu fönnen, bevor ich Genaueres Auch wurde Stellung genommen zu dem Buchbruderstreit, zu dem Schneiderstreit in St. Gallen, ver Bildhauer, Böttcher, Drechsler, Stellmacher, Bergolder, Korba fett Litanei einfach fort:" Der Boden hat nichts geliefert; schiedenen Werkstellen in Berlin und Moabit und zu den macher und Holzjalousie- Arbeiter 2c, je ein Ersaktandidat und ich habe eine Familie von acht Köpfen, und arbeite allein, meine Militärschneidern. Besondere Thätigkeit erforderte die Stellung war die Genonen Lehmann, Spieß, Diang, Bendisch, Alte ist todt. Die Kuh wurde im Sommer geschlachtet, dann fiel das letzte Pferd. Ich rackere mich schon durch.... aber nahme zum Gewerkschaftstongres, obgleich die gestellten An- Röller und Egert aufgestellt. träge größtentheils nicht zur Annahme gelangten. Einen Zum Schluß der Versammlung forderte Genosse Faber die meme Kinder darben, seit drei Tagen sind sie ohne Nahrung." Immer diefelbe Weise. genommen. von der günftigeren Erfolg hatten die Anwesenden auf, die gemaßregelten PferdebahnAgitations tommission zum Schneider- und Schneiderinnentongreß gestellten dem für Sonnabend, den 17. d. Mts., in den KontordiaBediensteten durch Abnahme und Vertrieb von Billets zu Ich möchte geduldig ihn ansreden laffen, aber er schweigt nicht. Antrage, hauptsächlich in betreff des Vorgehens gegen Genug," unterbreche ich endlich, wir werden sehen, was zu thun." Wie ich mich abwenden will, fällt mein Blick auf den das Schwißsystem. Diese Art Kommissionen sollen an allen Drien, fälen arrangirten Fest zu unterſtüßen. 100 es sich ermöglichen läßt, gebildet werden. Kollege W. Schulze Knaven. As feinen schönen schwarzen, von Thränen schimmernrstattete den Steijenbericht; nach demselben betrug die Jahresmacher, hielt fürzlich Herr Dr. Borchardt einen beijällig auf Saaren umrahmtes Gesicht durch Schluchzen, welches er zurückIm deutschen Tischlerverband, Branche der Juftrumenten den Augen schaut er mich hoffend an. Es ist sein von blonden Ginnahme 1698,43 W., die Jahresausgabe 1699,82 M.; genommenen Vortrag über die Urania". Sodann wurde drängt, zusammengezogen. Was sein Vater erzählte, war mir bleibt also em Defizit von 1,89 M. Die Revisoren er- 3. Weyer zum Betfizer und wittig zum Beitragsammler nicht neu, war nur Wiederholung dessen, was ich so oft gehört; Härten alles in bester Ordnung befunden zu haben, worauf dem gewählt. Hierauf ersuchte Meyer die Kollegen im Arbeits im Knaben weckten seine Worte die Erinnerung an die durchStaffirer einstimmig Lecharge ertheilt wurde. Ebenfalls wurde vermittlungsbureau, ihr Amt solange weiterzuführen, bis die lebte Bein. Für mich war's alt, für thu noch schrecklich frisch. Die Agitationetommiffion in ihrer Gesammtbeit einiimmig ent- Angelegenheit vom Verband aus geregelt ist. Zum Schluß gab 3a, das langweilt uns; fie aber wollen effen, wollen leben, lastet. Es fand sovann die Neuwahl der Agitationstommiffion Wu ft to w befannt, daß am dritten Weihnaa, isfeiertage in wollen Glück und Liebe; die nassen Augen des unglücklichen statt, welche auf Wunsch der Versammelten wieder aus 18 Wit Deigmüller's Lotal ein Vergnügen stattfindet. gliedern bestehen soll. Gewählt wurden: Danzig, W. Smulze, Frau Wachter, Timm, Frl. Plume, Ahl, währ Bon der Norddeutschen Brauerei Aktiengesellschaft rau Schwarz, Haase, Frau Reimann, Sufe, Gotthierselust erhalten wir folgende ufchrit: Ichalt und Buzte. Unter Verschiedenem wurde wilt sum Kandidaten sur das Gewerbeschiedsgericht proklamirt. Schließlich Nr. 294 des„ Vormärts", befindet sich die Behauptung: In dem Versammlungsvericht der Böttcher und Brauer, wurde zum zahlreichen Besuch des am 3. Feiertage stattfindenden Weihnachtsvergnugens aufgefordert. In der Nordreutschen Brauerei dürfen weder der " Borwarts" noch sonstige derartige Beitungen gehalten werden." Wir erlauben uns Ihnen ergebenst zu bemerken, daß wir In der Mitglieder Versammlung des allgemeinen deutschen Tapezirervereins am 12. Dezember hielt Genojje unfere Arbeiter in ihrer Leftüre noch nie beschränkt oder beeinflußt| Wegner einen beifällig aufgenommenen Vortrag über das haben und daß überdies drei Exemplare des Vorwärts" in Thema„ Gleiches Redit für Alle". An der Diskussion betheiligten unserer Brauerei gehalten und gelesen werden. fich die Kollegen Seidel und Grimpe. Im Verschiedenen wurde vom Kollegen Göschte vorgeschlagen, fich mit dem gach berein betreffs Regelung der Bureaufrage in Verbindung 3 fegen. Dagegen sprachen essem, Wolff. Seidel und Grimpe. Diefe Kollegen führten an, daß doch in dieser ediehung schon vergeblich alles versucht fet; man folle es einft weilen so weiter gehen lassen. Die Zukunft würde ja zeigen, welche von beiden Parteien die stärkere sei, ob die Zotalorganis fation oder die Zentralisation. Nachdem noch Engel belannt gegeven hatte, daß zum Sylvesterabend ein genüthliches Beisammen fein der Kollegen geplant ift und daß die nädifte Vereinsvesjaumlung am 9. Januar 1893 stattfindet, erfolgte Schluß der Wer daß Sie von dieser Richtig ellung an geeignetem Blaze Ihres Von Ihrem Gerechtigkeitsgefühl dürfen wir wohl erwarten, Vorwärts" auf unsere Kosten Nottz nehmen werden. Hochachiungsvoll Norddeutsche Brauerei ftiengesellschaft. M. Lange. H. Schulzz. Vermischtes. fammlung Im ruffichent Hungerrevier. Der Parifer Eclair" ver Deutscher Tischlerverband, Sahlstelle Berlin. In der öffentlicht folgenden Artikel Leo Tolstoi's. Was der berühmte Bersammlung, die am 12. Dezember im Bezirk Sud Dit ab- Autor darin schreibt, andeutet und zwischen den Zeilen lesen läßt, gehalten wurde, sprach Kollege Koblenzer ausführlich über gestattet ein sicheres Urtheil. Und Tolstoi ist ein loyaler die Organisations rage. Redner begrüßte die Verschmelzung der Unterthan.. bisher am Ort bestehenden drei größeren Organisationen und Die Hungersnoth ist noch lange nicht aus meiner Gegend hoffie auf eine fräftige Agitation für diefelbe, um bei aufsteigen verschwunden. Die Speise- Anstalten, welche ich in mehreren über zu stehet und alsdann die Ausbesserung unserer mehr als viele Unglückliche am Leben erhalten. Wenn sich einige Wh der Geschäftskonjunktur dem Unternehmerthum gewappnet gegen- Dörtern der Gouvernements Tula einrichten ließ, haben gewiß schlechten Lebenslage energisch fördern zu können. Die Kollegen brauche einschlichen und manche Judividuen, die es nicht nöthig Reich fönnen die Verschmetzung als Beweis anfehen, daß die hatten, sich an die Zuiche setzten, so stiegen dadurch die täglichen Berliner Kollegen gesonnen ind, gemeinsam mit ihnen für die Auslagen um ganze 10-15 Gentimes. Giringung besserer Gistenzbedingungen einzutreten. In der Während des Sommers nahmen wir wesentlich darauf BeDistuffion über den Vortrag, der belfllig aufgenommen wurde, dacht, den Weiterbetrieb diefer Speife- Anstalten auch für den sprachen die Kollegen& ranz, Klawitter, Müller, Winter zu sichern und neue zu schaffen, auch Kinderkrippen au Schmit, Beder und König. Aue waren einig in der gründen, Saatgut für die kunstige Ernte su spenden, Pierde an Frage über die Nothwendigkeit einer firaffen Organisation und zukaufen und billige Bäckereien zu organisiren. Die bestehenden berten zur regen Agitation ür den Verbond auf, sowohl unter den tubifferenten, als auch unter den jogenannten vor Kindes fagten mir, wie heiß der Wunsch in seinem Innern brennt In den Grazer Kirchen werden, wie die Wiener Ars beiter Beitung" meidet, majjenhaft Beutel folgenden Jubalts ver theilt: Billet für die Neife in das Paradies. Abfahrt: Zu jeder Stunde. Ankunft: Wann Gott will. Preise der läge: I. Klaffe( Gilzug): Unschuld, der Martyrium, oder Befolgung der evang. Räthe( Armuth, Keuschheit, Gehorfain). II. Klasse( Direkter Zug): Buße, Gottvertrauen und treue Ausübung der guten Werke( Beten, Fasten, Almosens geben) III. Klaffe( Gewöhlicher Zug): Haltung der Gebote Gottes und der Kirche und Erfüllung der Standespflichten. IV. Klasse( Aeußerst felten): Belehrung auf dem Sterbebette. Bemerkungen. 1) Retourbillets werden nicht ausgegeben. 2) Vergnügungszige geben nicht ab. 3) Kleine Kinder, die noch nicht den Gebrauch der Vernunft erlangt haben, zahlen nichts, wenn sie nur im Schooße der Mutter, der kath. Kirche, sich befinden. 4) Die Paffagiere werden gebeten, kein anderes Gepäck mit zu nehmen, als gute Werke, wenn sie nicht den Zug versäumen oder auf der vorlegten Station Fege feuer-( wo jedes andere Gepäck abgelegt werden muß) einen unitebfamen Aufenthalt haben wollen. -W 5) Auf der ganzen Strecke und an jeder Station werden Reifende aufgenommen. 6) Jebes Billet muß den Stempel der heiligmachenden Gnade tragen, 7) Jeder Retiende fann während der Fahrt von einer niederen in eine höhere Klasse aufsteigen, hingegen ist das Umsteigen in eine niedere Klajje, als lebensgefähr lich, durchaus verboten. 148 Sveise- Anstalten wurden in den ersten Sommermonaten von würde in bezug auf die Religion derartige unschickliche Reklamen Selbst der in geschäftlichen Dingen unverfrorenfte Hebräer ca. 18 000 Berfonen besucht; die Krippen beherbergten etwa 3000 verabscheuen. Theodor Fricke, Stridgarn- und Strumpfwaaren- Fabrik, Berlin. 1. Geschäft: Oranienstr. 174. Tricot- Damen- Taillen 2. 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M. 1,50 Die Könige im Eril. 2 Bde. Numa Roumestan, 2 Bde. Der Nabob. 3 Bde. Gebd. M. 2,25 Deutsche Arbeiter- Dichtung. Eine Auswahl Lieder und Gedichte deutscher Proletarier. 1. Band. Gedichte von W. Hasenclever, K. E. Frohme und Adolf Lepp. 2. Band. Gedichte von Jakob Audorf. 3. Band. Gedichte von einem Namenlofen. 4. Band. Gedichte von May Regel. 5. Band. Gedichte von Andreas Scheu. Preis pro Band elegant gebd. M. 1, Dickens, David Copperfield. s Schuld und Sühne.( Raskolnikow). Aus dem Russischen. Sibirische Novellen. 2 Bändchen in 1 Band Gebd. M.-, 80 Liebknecht, Wilh., Ein Blick in die Neue Welt. Elegant gebd. M. 3, Lie, Jonas, Der Lootse und sein Weib. Aus dem Gebd. M.-, 75 Norwegischen übersetzt. Die Töchter des Kommandeurs. Gebd. M.-, 75 Maupassant, G. de-, Zwei Brüder. Aus dem Französischen Gebb. M.-, 75 -Der schöne Georg( Bel- Ami). Roman. Gebd. M. 4, Meyer, C. F., Das Amulet. Novelle. Gebd. M. 3, M. 2,-- Der Heilige. Novelle. Gebd. 2 Leinenbände M. 2,25 Nikolas Nickleby. 2 Leinenbände. M. 2,25 Die Picwidier. 2 Leinenbände. Dostojewskij, Memoiren aus einem Todtenhaus. Gebd. M. 1,50 Gebb. M. 1,50 Erniedrigte und Beleidigte. Roman. Gebd. M. 1, Dulk, Alb., Gedichte. Ausgewählt aus seinem Machlaß. Zweite Aufl. In elegantem Brachtband. M. 1,50 Freiligrath, Ferd., Gesammelte Dichtungen. 6 Bände. Gebd. M. 13, Gebd. M. 4,40 Gogol, N. M., Altväterliche Leute und andere Gr zählungen. Gedichte. -Russische Novellen. Gontscharow, J., Eine alltägliche aus dem Russischen. Hutten's letzte Tage. Jürg Jenatsch. Eine Bündnergeschichte. 6 ט bi Gebd. M. 5, Gebd. M 3, Gebd. M. 5, Leiden eines Knaben. Novelle. Der Schuß von der Kanzel. Puschkin, Onegin. Gebd. M. 3, Novelle. Gebd. M. 8, Gebd. M.-, 80 Gebd. M.-, 60 fto Gebd. M.-, 80 Gebd. M.-, 80 fo b N Gebd. M. 26, D Gebd. M. 1, bis M. 4, in ni Gebd. M. 1,-Scott, Ivanhoe. Geschichte. Roman Die Jungfrau vom See. Gebd. M. 1,-- Kenilworth. Gebb. M. 1,20 儿 Gebb. M.-, 80 Gebd. M. 1,20 Sh Gebd. M. 1,50 Gebd. M.-, 60 Gefangene im Kaukasus. Die Hauptmannstochter. Novellen. Reuter, Werke, Bolfsausgabe. 7 Bände. Schiller, Fr. v., Gedichte. In Ausgaben von M.-, 85 Heine's Werke, herausgegeben von Bölsche. 12 Bände. Quentin Durward. in 6 gebd. M. 18,50 Shelley, Feenkönigin. Strodtmann, Ad., Gedichte. Suttner, Bertha von, Die Lebensgeschichte. Volksausgabe. 12 Bde. in 4 gebb. M. 6, Einzelausgaben: Atta Troll. Deutschland Buch der Lieder. In Ausgaben Die Hargreife. Neue Gedichte. Romanzero. Henckell, K., Truz Nachtigall. Herwegh, Georg, Gedichte eines Gebb. M.-, 60 von M. 0,80-4, Gebb. M. 1,20 Waffen nieder! Gine Gebd. M.- 60 Tolstoj, Graf L. N., Krieg und Frieden. Historischer Gebd. M.-, 60 Gebb. M. 60 Gebd. M. 2, Lebendigen. Sebd. M. 4,60 Gebd. M. 5, Neue Gedichte. Herausgegeben nach seinem Tode. Jacoby, Leopold, Es werde Licht. Roman. Turgenjeff, Dunst( Rauch). Frühlingswogen. - Gedichte in Prosa. 2 Bände Gebd. M. 2,50 Gebd. M. 1, Memoiren eines Jägers. Väter und Söhne. 2 Bände M. 6, Gebd. M. 8, 9 A De Gebb. M.- 80 ift Gebd. M. , 60 411 ge Gebd. M. 1, 1 Gebd. M. 1, ft Die neue Generation( Neuland). Gebd. M. 1, Houtz, W., Freie Gedanken. Lieder und Balladen. Walster, A. Otto, Am Webstuhl der Zeit. SozialDer Ring der Ewigkeit. Eine kosmische politischer Roman in drei Büchern. 3 Bände in 1 Band Gebd. M. 4,40 Phantasie. Beides zusammen in einem eleganten Brachtband. M. 1,50 Ein Held des Geistes und des Schwertes. Gebd. M. 4, ( Braunschweiger Tage.) Poesien. Gebd. M. 1,50 Werra, Theobald, 2esebuch für Kinder aufgeklärter Ibsen, Gesammelte Werle. 8 Bde. Gebb. M. 4,50 Eltern. 3 Theile. à M. 1,20 Immermann, K., Der Oberhof. Gebd. M. 1,50 Zola, Emile, Germinal. Sozialer Roman. M. 6, Jokai, Maurus, Ein Goldmensch. Gebb. M. 1,50 Alle Klassikerausgaben( Schiller, Göthe, Uhland, Jugendschatz, Jalustrirter Deutscher. Eine Feft- Lenau, Platen, Klopstock, Wieland, Hauff, Lessing, gabe für Knaben, Jünglinge, Mädchen und Jung- Shatesspeare, Byron 2c.) werden auf Verlangen frauen. Gebd. M. 2,-Isofort besorgt. Bekanntmachung. In der am 30. November d. J. stattgehabten Sigung des Waaren- VerkaufsVereins, Berlin S., Oranienstr. 50, ist beschlossen worden, als Dividende pro Monat November 1892 zu verkaufen: 10 000 Pfd. feinstes Kuchenmehl aus Frankensteiner Weizen 1/8 Liter Flasche( besser als Kaiserauszug od. Wienermehl) Specialität: Carlsbader Mischung, Pfd. Mk. 1,40. Weihnachtslichte! 6 Stück auf 1 Pfund fosten 60 Pf., 8 Stüd auf 1 Pfund tosten 60 Pf.( in weiß), 12 Stück auf 1 Pfund fosten 65 Pf., 18 Stück auf 1 Pfund kosten 70 Pf., 32 Stück auf 1 Bund kosten 80 f.. 60 Stück auf 1 Pfund fosten 80 Pf. Renaissancelichte! 18 Stück auf 1 Pfund fosten 80 Pf.( in weiß und bunt!). Möbel, 8411L Spiegel und Polster- Waaren. Ausstattungen in Mahagoni u. Nußbaum; Küchenmöbel empfiehlt; Preislisten auf Wunsch franco. Berlin S.O., und zwar in Mengen von. 10 Pfund für Mark 1,90 99 99 Die Firma besteht seit 1873. Grosse Weihnachts- Messe! Leinen- u. Elsasser Baumwollwaaren. Grosses Lager N QE Ro GESCHAFTSHAUS SHEINE BERLIN N.CHAUSSEESTR.14 0,95. 99 5 Der Verkauf findet von Sonnabend, den 10. bis Sonnabend, den 24. Dezember, täglich statt. Berlin, den 30. November 1892. Dranienstr. 50. Waaren- Verkaufs- Verein. 3410L D. Lublinski. Nene Hosen, Winter- UeberFranz Tutzauer, Köpnickerstr. 25. zicher, Hosen, Knaben- Anzüge Hüte Leweck's Goldwaaren Fabrit, dig. Pfandleihe Staligerftr. 13. von Herren-, Damen- und Kinder- Wäsche Saubere Arbeit, billige Preise. Ausverkauf von Lagerbeständen für die Hälfte des bisherigen Verkaufspreises. Reste und einzelne Roben spottbillig. Jede Uhr gehen nur 1 Mk.50 Pfg.( außer Bruch), fleine Reparaturen au repariren und reinigen foftet bei uns unter Garantie des Guts billiger. 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