lut ren ene ine, trat ifen 62. 78 Ar. 297. Gefcheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Viertels jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mr, wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer Big. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Belt" 10 Pfg. Poft- Abonnement: 8.30 Mr.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 M., für das übrige Kusland 3 Mit.pr.Monat. Gingetr. in der Boft- Beitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652, Vorwärts 9. Jahrg. Snfertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Betitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 fa Inferate für die nächste Nummer nüffen bis 4 Uhr Nachmittags in ber Expedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochen tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vor: mittags geöffnet. Bernfpre- and Amt I, Mr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Bürgerliche Kliquenwirthschaft. Sonntag, den 18. Dezember 1892. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. stimmungen gesucht wurde." Nun, dieselben fielen da- Gemeindevertretungen, das uns noch vielfach versagt ist, nach aus; die bürgerlichen Herren Stadtväter wissen bedeutet also auch einen großen Schritt zu besseren und ja, daß fe3 beſſer iſt, ſie wahren den äußerlichen reinlicheren Zuständen. es Schein, dann können sie desto ungestörter weiter wirthPolitische Lebersicht. In Thätigkeit waren im Jahre 1891 überhaupt 112 Berufsgenossenschaften und zwar 64 gewerbliche und 48 landwirthschaftliche; dieselben waren in 913( 911) Sektionen eingetheilt. 1086( 1083) Mitglieder der Genossenschaftsvorstände, 5247 ( 5244) der Sektionsvorstände und 22 795( 21 723) Vertrauensmänner bewirkten die Selbstverwaltung der Berufsgenossenschaften, für welche außerdem 165( 148) angestellte befoldete Beauftragte als Revisionsingenieure 2c. thätig waren. Bei 1000 Schiedsgerichten wirkten 4019( 4072) Arbeitervertreter mit. Versichert waren 5 181 761( 5 234 248) Betriebe mit 17 383 827 ( 13 015 370) versicherten Personen, doch dürften unter den letzteren 1 bis 2/2 Millionen Personen doppelt erscheinen, die sowohl in gewerblichen wie in landwirthschaftlichen Betrieben beschäftigt und versichert sind. Außerdem sind in der Zahl der Versicherten mitenthalten die versicherten landwirthschaftlichen Unternehmer, deren Zahl kaum sehr weit hinter der Zahl der versicherten landwirthschaftlichen Betriebe von 4776 520 zurückbleiben dürfte. Es kracht und knackt in allen Fugen der bürgerlichen schaften. Man ging also auf die Suche nach beschränkenden Birthschaftsordnung, nicht blos im Staat, nicht blos in Bestimmungen". Und was man dabei aus anderen Städten en Geschäftsbetrieben eines Baare und Löwe, sondern auch erfuhr, hilft ebenfalls mit dazu, der schönen Affäre eine so in den kleinen Kreisen, in denen sich bürgerliche Stadtväter interessante allgemeine Bedeutung zu geben. bisher so wohl gefühlt haben. In den letzten Tagen ist| Danach bestehen in Kassel und Frankfurt a. M. Berlin, den 17. Dezember. keine Vorschriften. Aus Leipzig wurde geschrieben, daß Säulniß in der Gemeindeverwaltung zu Tage getreten. In die Stadtverordneten sich dort bei öffentlichen Submissionen Die Rechnungsergebnisse der Berufsgenoffen her mitteldeutschen Stadt haben sich zwei Stadtverordnete betheiligen, bei engeren aber meistens nicht aufgefordert schaften für 1891 werden jezt im amtlichen Berichte mitgetheilt. öffentlicher Versammlung gegen den Vorwurf zu verwerben. Die Mitglieder des Raths betheiligen fich nicht. Wir entnehmen demselben folgende Angaben, denen wir die ntworten gesucht, daß fie in ihrer„ Ehrenstellung" per- In Braunschweig sind bei engeren Submiffionen ver- abweichenden Ziffern des Vorjahres in Klammern beifügen: fönliche Geschäftsinteressen verfolgten." Ihre Verantwortung einzelt Stadtverordnete aufgetreten, aber keine Mitglieder bar so lahm und zahm, wie die von Drückebergern. In des Magistrats. In Berlin hat man gleichfalls auf Aneiner Nachbarstadt wurde es nöthig, in das neue Orts- regung eines Bürgervereins die Frage weiter geprüft, hat aber Statut über die Gehaltsfeststellung der Magistrats davon Abstand genommen Magistrats davon Abstand genommen aus den oben mitgetheilten mitglieder die Bestimmung aufzunehmen, daß kein Gründen, die auch hier für die Entschließung der Finanzfolches befoldetes Mitglied„ ohne vorherige Genehmigung kommission maßgebend gewesen find, einen völligen Ausdon Rath und Stadtverordneten ein Nebenamt oder eine schluß der Mitglieder städtischer Kollegien zu verlangen. Rebenbeschäftigung übernehmen solle". Was mögen da für Dagegen ist es in Berlin Gebrauch, daß kein Mitglied einer Dinge vorangegangen sein. Das Schönste aber spielte sich Berwaltungsdeputation Arbeiten oder Lieferungen übernimmt, den Kreisen der Stadtverwaltung einer musterliberalen welche von der Deputation vergeben werden oder für Anniederdeutschen Stadt ab, es verdient, etwas näher betrachtet stalten bestimmt sind, die unter Aufsicht dieser Deputation stehen. In Magdeburg besteht die Vorschrift, daß Mit Dort hat die Vergebung städtischer Arbeiten an glieder einer Verwaltungsdeputation innerhalb des WirkungsMitglieder der städtischen Verwaltung schon seit längerer freises der Deputation, welcher sie angehören, Arbeiten oder Beit großen Staub aufgewirbelt. Die Stadtverwaltung Lieferungen für die Stadt nicht übernehmen dürfen. Gine elbst that aber natürlich nichts in der Sache, bis sich interessante Uebersicht über die bürgerliche KliquenwirthBereine ihrer annahmen.. Da erwachte die Angst bei den schaft in den deutschen Städteverwaltungen! Da haben in der Wolle sigenden Stadtvätern, und man juchte durch die Genossen überall noch einen schönen Augiasstall auszubald aufhören, wenn sie nicht bei der Regierung selbst ein Flausen den Anschein zu erwecken, als solle nun wirklich miften. Ueberall die herrlichste Geschäftshuberei in den as zu geneigtes Ohr fände. So schreiben die„ Berliner Boli Mathhause geschehen. In einer Gigung der städtischen um keinen Breis rühren zu lagt. Bestean berselben tischen Nachrichten", daß die Absicht fortbestehe, die Ausfam es zur eingehenden Berhandlung, der Sache natürlich auch bei den oben erwähnten Stadtführungsbestimmungen über die Sonntagsruhe für JuDeren Kenntnißnahme lehrreich für jeden Genossen vätern. Man nahm die Magdeburgische Bestimmung des duſtrie und Handwerk vor ihrem Erlasse Sachverständigen an, als wenn und Wassermesser Lieferungen Senatoren" vers großen Unterschied machte, ob der bürgerliche Unternehmer Rommission zusammentreten, welche sich dieser Aufgabe zu geben hatte, wie sich die dortigen" Stadtväter stolz als Mitglied der Gemeindeverwaltung ungenen der unterziehen haben würde. nennen. Es stellte sich heraus, daß bei der Begebung von Spezialkommission sizt oder nicht, in welcher die städtischen| ill werden! Kollegien it. ift, = Die Opposition gegen die Sonntagsruhe würde Zur lex Heinze und lex Ahlwardt, welchert Beis namen man den neuen Bestimmungen im Gesezentwurf regelmäßig die Hand im Spiele hatte. Sogar ohne jede als Mitglied der Verwaltung, städtische Aufträge zu verüber den Verrath militärischer Geheimnisse bereits gegeben Submission waren Spezialarbeiten und Reparaturen an Mit- schaffen weiß; in der einen Spezialkommission siht hat, dürfte sich nach versteckten offiziösen Andeutungen eine glieder der städtischen Kollegien vergeben worden. der ihm etwas zuschanzt, und in der lex 25 we gesellen, d. h. ein Gesetz, welches die Lieferung Löwe Aus- anderen sißt er, um seinem Freund etwas zuzuwenden. So von Waffen an auswärtige Staaten verböte. Freilich schluß der Mitglieder städtischer Kollegien von sämmtlichen wäscht eine Hand die andere. Die ganze Reform" ist würde von diesem Gesetz nicht blos Löwe, sondern auch Städtischen Arbeiten würde dahin führen, entweder der Schein, wie alle bürgerliche Reform. Krupp, Schichau, Gruson und andere getroffen werden. Städtischen Verwaltung schäßbare Kräfte zu entziehen oder So laffen sich auch auf dem Gebiete der Gemeindever- Soweit geht aber das patriotische Gefühl der Patrioten" auch direkt das städtische Interesse zu schädigen". Danach waltung die bösen Spuren der Bourgeoisherrschaft je länger nicht, den Patriotismus über das Geschäft und den Profit find also bürgerliche Geschäftshuber die schäßbarsten" Mit je deutlicher verfolgen. Die Abhilfe liegt auch hier einzig zu stellen. " " glieder für städtische Verwaltungen im Bourgeoisstile! und allein in den Händen des arbeitenden Volfes, welches Natürlich war nach der Versicherung des Stadtdirektors bestrebt sein muß, unbescholtene, von fapitalistischer Profit- Die Prinzipien des Herrn Engen Richter er alles in bester Ordnung. Wunderbar mußte es uns ersucht freie Vertreter in die Verwaltungen der deutschen fahren in der„ Konservativen Korrespondenz" folgende Be fcheinen, daß, trozdem"" nach beschränkenden Be- Städte zu schicken. Die Eroberung des Wahlrechts für die leuchtung: Feuilleton. Badbrud verboten.) Bel- Ami. Roman von Guy de Maupassant. [ 41 nur gesagt: Ach was! Früher oder später kommt er doch zu dir zurück." " Ich wagte es nicht. Ich wußte ja nicht, wie ich aufgenommen werden würde. Ich wagte es nicht, aber ich hatte große Lust dazu. Aber, da fällt mir ein: was hat denn Laurine eigentlich? Sie hat mir ja taum guten Tag gefagt und ist dann gleich mit zornigem Gesicht hinausgegangen." " Ich weiß auch nicht. Aber seit Du verheirathet bist, Am nächsten Tage begab er sich in der That gleich kann man nicht mehr von Dir zu ihr reden. Ich glaube nach Mittag nach der Rue de Verneuil. Dasselbe Dienst wirklich, sie ist eifersüchtig." mädchen öffnete ihm die Thür und fragte ihn in der vertraulichen Art der Dienstboten in kleinbürgerlichen Haus-| haltungen: Wie geht's denn, Herr Duroy?" " Oh, sehr gut, liebes Kind," erwiderte er. „ Ach, geh!" " Nein, wirklich, Du kannst mir glauben. Sie nennt Dich nicht mehr Bel- Ami, sondern nur noch Herr Forestier." Du Roy erröthete. Dann näherte er sich der jungen Er trat in den Salon, wo eine ungeschickte Hand Frau und sagte:" Gieb mir einen Kuß." Fingerübungen am Klavier machte. Es war Laurine. Er erwartete, daß sie ihm an den Hals springen werde. Sie erhob fich aber ernst, grüßte so zeremoniell, als wenn sie eine erwachsene Person wäre, und zog sich würdig zurüd. baß er völlig überrascht war. Ihr Bimmer. Er erfaßte ihre Hände und füßte sie zärtlich. Benehmen war so ganz das einer beleidigten Frau, Ihre Mutter trat ins Wie oft habe ich an Sie gedacht," sagte er. " Ich auch an Sie", erwiderte fie. Sie jetzten sich und blickten sich lächelnd tief in die Augen. Sie hatten Lust, sich zu füssen. " 21 Theure, tleine Clo, wie liebe, ich Sie." Und ich Sie auch." So so... so bist Du mir nicht mehr böse?" dann aber habe ich eingesehen, daß Du Recht hatte und Ja nud nein. Es war ein großer Schmerz für mich; Sie that es. id s " Wo können wir uns wiedersehen?" fragte er. Nun... in der Rue de Conftantinople." Ach! Ist die Wohnung denn nicht vermiethet?" " Nein... Ich habe sie behalten." # 1 Behalten hast Du sie?" Ja, ich dachte mir ja, daß Du wiederkommen würdest." Em Strom stolzer Freude schwellte seine Brust. Ja, fie liebte ihn, liebte ihn mit wahver, tiefer, treuer Liebe! " Ich liebe Dich!" flüsterte er. Dann fragte er: 2ie geht's Deinem Mann?" " " Oh, sehe gut! Er war eben einen Monat lang hier; porgestern ist er abgereist." Du Roy konnte sich nicht enthalten lachend zu sagen: „ Das trifft sich ja ausgezeichnet!" " Ja, es trifft sich ausgezeichnet," erwiderte sie naiv. " 0 Aber er stört ja auch nicht, wenn er selbst hier ist. Nicht wahr?" " " Ja, das stimmt. Er ist übrigens ein ganz reizender Mensch!" Und wie gefällt Dir," fragte sie, Dein neues Leben? " Nicht gut und nicht schlecht. Meine Frau ist mir eine Kameradin, eine Verbündete." Und nicht mehr?" " Nicht mehr... was das Herz aubetrifft. " Ich versteh schon. Aber sie ist doch hübsch." Ja, aber sie läßt mich falt." Er näherte sich wieder ihrem Dhr und flüsterte:" Waus sehen wir uns wieder?" Nun morgen, wenn es Dir recht ist." " Ja. Also morgen, um zwei Uhr etwa?" Um zwei Uhr." Er erhob sich, um zu gehen, stotterte aber zuvor ein wenig verwirrt:" Natürlich habe ich die Wohnung in der Rue de Constantinople gemiethet. Ich will es so. Das fehlte gerade noch, daß Du sie länger bezahlen solltest." Nun küßte sie zärtlich seine Hände und flüsterte: Ganz wie Du willst. Ich bin schon zufrieden, daß ich sie für unis bis jetzt behalten habe." Du Roy ging. Seine Seele war befriedigt. Als er vor dem Schaukasten eines Photographen vor über tam, erinnerte ihn das Bild einer großen Frau mit tiefen Augen an Frau Walter: Gleich viel," fagte er fich, fie muß noch gar nicht übel sein. Wie kommt es nur, daß mir das früher nicht aufgefallen ist? Ich bin neugierig, wie sie am Donnerstag zu mir sein wird." Er rieb sich die Hände, während er weiter ging. Eine innere Freude erfüllte ihn, die Freude des Erfolges in allen seinen Formen, die egoistische Freude des geschickten, glück tage gegenüber den Antisemiten schreibt die Rölnische Neber die Haltung der Konfervativen im Reichs. Bolkszeitung": feine Gläubiger eintreten zu laffen. Diese Berficherung gerade so viel und so wenig werth, als die Zusicherunge seine Beit gegeben haben. welche die portugiesische und argentinische Regierung fe Den russischen Wantvan sollien die Herren Reklam Auf ihrem Parteitag haben fie fich angeftellt, als ob fie macher für die Caprivi'sche Militärvorlage Soch endlich e ben, reinen Antisemiten" den Rang ablaufen wollten; auf den mal in die Rumpelkammer verweisen. Rußland ist seh Pfiff des Reichstanzlers aber rennen fie schon wieder zurück groß, und es hat auch sehr viele Soldaten das wife Wenigstens behaupten die Antisemiten das. Auf einer am wir alle, aber wir wissen auch, daß es mit der ruffische Mittwoch Arend abgehaltenen Bersammlung eine Bürger Was wird nun Herr Eugen Richter fagen, daß der neus Arbeitstag lieber einzuführen. Ja, wenn das„ Benn" gewählte Reichstagsabgeordnete Ahlwardt dennoch frog feiner nicht wäre! Einsprache der Wohlthaten des Immunitätsparagraphen der Verfassung theilhaftig, daß Ahlwardt nun doch in den Reichs= tag einziehen wird und dies mit Hilfe des Herrn Rickert und feiner Freunde? Vor einigen Tagen Richter contra Ridert, heute Rickert contra Richter! Wie umgewandelt erscheinen die beiden Führer" der Deutschfreifinnigen! Während neulich Herr Rickert dem Reichetangler fein besonderes Bertrauen bezeugte und von Herrn Richter, dem„ Unentwegten", dafür zur Ordnung gerufen wurde, war es am Mittwoch der Wadelftrümpfler", der dem Wasserstiefter" gegenüber einen der Hauptgrundsätze der Demokratie, die Wahrung der Immunität für Voltsvertreter, bochhielt". Und dieses Auftreten ist dem Borsitzenden des Vereins zur Abwehr des Antisemitismus" sicherlich nicht leicht geworden. Herr Richter aber hat durch sein Berhalten in der letzten Zeit den Vorwurf, den man ihm schon früher mit Recht machte, daß er die ,, unentwegten Brinzipien" seiner Partei gang nach seiner augenblicklichen Stimmung zurechtlege, vollauf gerechtfertigt. Er proklamirt die Gleichheit aller ungeflügelten Zweifüßler, und fchlägt Ausnahmemaßregeln vor; er entrüftet fich darüber, daß hier und da demokratischen Agitatoren in Ehrenämtern die Bestätigung versagt wird und fordert indirekt die Regierung auf, diejenigen Beamten, die sich zu dem neuen konservativen Programm bekennen, sich näher anzusehen"! Das sind Prinzipien", die sich in recht angenehmer Weise geltend machen würden, wenn einmal ber Deutschfreifinn als„ regierungsfähig" erachtet werden sollte." wohlverdient. " vereins wies der antisemitische Redakteur Dr. Bachler auf den Angriffsmacht nicht weit her ift. Wie jämmerlich fich di Gegensatz hin, daß diefelben Herren, die auf dem Parteitage selbe in dem Krimkrieg der 50er und in dem Türkenfrie ausriefen: lieber zehn Ahlwardt's als einen Freifinnigen, ihre der 70er Jahre erprobt hat, das ist in frischem Gebächti Mithilfe zu dem Antrag Liebermann im Reichstag versagten. Nun wird allerdings jetzt eingewendet, daß seitdem Rußland Er verlas ferner den Brief eines Reichstags- Abgeordneten, der viel stärker, seine Armee viel beffer geworden sei. Der Ein auf dem Parteitag gesprochen und für das Programın gestimmt wand ist indeß nicht stichhaltig. Wohl ist die Armee etwas habe und in dem Brief die antisemitische Bewegung als einen beffer geworden auf di esem Gebiet ift sogar ein halb fchmachvollen Krebsschaden am Weltförper" bezeichne. Selbst wenn es sich nur um eine Absage an den bemagogischen" barbarischer Despotensiaat wie Rußland im stande, Fort Antisemitismus handeln sollte, find unseres Grachtens Brief schritte zu machen; dafür hat aber die politische Lage in und Abstimmung nicht recht in Einklang zu bringen. In einer Often Europas sich so gestaltet, daß die Chancen eines anderen antisemitischen Versammlung wurde das Berhalten der russischen Angriffstrieges bedeutend verringer Ronfervativen gegenüber dem Antrage v. Liebermann's als ein sind. Wir wollen hier nur ein wesentliches o Schandfleck auf der Fahne der Partei" bezeichnet." ment hervorheben. früheren Zeiten In früheren ziemlich ein Jahrhundert hindurch Standals. hatte fo be Dit schreibt die nationalliberale Bresse anläßlich des B a na ma- österreichischen Grenze bis nach Griechenland, die sämm Die Republik hat ihre Lebenskraft erschöpft ruffische Barismus auf der Baltanhalbinsel, von bet Die Hiebe, welche Herr Richter erhält, sind scharf, aber habe ihre Lebenskraft gezeigt, indem sie den großen Numänen( Moldauer und Walachen), Serben, Bulgar Wir dächten im Gegentheil, die Republit lichen christlichen Völkerscha ften zu seiner Verfügung. Spizbuben an den Kragen geht und jede Vertuschung un- Mazedonier, Montenegriner, Griechen alle waren f Grober Unfug! Der Amtmann Fuß in Stift Keppel möglich machte. Daß von vielem Andern nicht zu bereit, auf russisches Kommando, mit Hilfe des rufischen hat soeben die folgende merkwürdige Verfügung erlassen: reden in Deutschland z. B. gegen den Fürsten Bis- Rubels, jeden Moment loszuschlagen und die russischen Ich verbiete hierdurch für den Umfang des Amtsbezirks mard wegen ungefeßlicher Entnahme von Hunderttausenden Blane gegen die Türkei und gegen Desterreich zu unte Silchenbach folgende vielfach noch bestehenden Gebräuche: Das aus dem Welfenfonds die strafrechtliche Verfolgung einfügen. Im letzten Türkenkrieg wurde die russische Arme Beetleiden als Rikolaus am Ritolaus abenb, geleitet sei, davon haben wir noch nichts erfahren. In durch die Rumänier gerettet, die den fiegreichen Türler das sogenannte„ Bürste- Aufheben", das Neujahrssingen am einer Republik fäße er wegen dieser und anderer Strafthaten entgegentraten. Dieses Berhältnis hat sich nun vollständig Sylvesterabend und Neujahr. Ansagen oder Glüdlängst hinter Schloß und Riegel. entsprechender Haft bestrafen." " wünschen am Neujahrstage, das Peitschenknallen geändert. Die Thatsache, daß Rußland nicht das Woh und sonstiges Standalverüben( fogenanntes Plagen") vor dem jener Bölkerschaften wollte, sondern sie einfach in nich Der Panama- Skandal. Unter dem Druck der öffent würbigfter Weise für seine Eroberungspolitit ausnügte, Haufe der Verlobten am Abend des Tages, an welchem diefelben das Aufgebot beantragt haben, das„ Seilhalten" bei der lichen Meinung haben die Behörden der franzöfifchen Re- denselben nachgerade klar geworden, und die einstmaligen Som Rückfehr von der Trauung, das Schießen bei Hochgeiten und gierung endlich den Muth gefunden, gegen die Schuldigen pathien find in grimmigen Haß umgeschlagen. Die Rumän alle ähnlichen Unfitten, mit welchen das Aufheben" oder des Panama- Schwindels Ernst zu machen. Die Direktoren und Bulgaren, einst die gefügigen, allzeit bereiten We richtiger gefagt, das Grbetteln von Geld verbunden ist, und und Verwalter der Banama- Gesellschaft sind gestern verzeuge Rußlands, erblicken in Rußland heut ihren tödtlich ich werde jede Zuwiderhandlung gegen dieses Verbot, sofern haftet und neben der Untersuchung wegen Schwindelei Feind. In Serbien sind die Anhänger Rußlands zwar nod nicht nach andern Strafbestimmungen eine höhere Strafe vers und Betrug wirft iſt, nach§ 860 Str. 11 des Reichs- Strafgesetzbuchs als sie erhoben worden. Ein Sohn des alten Beffeps ist unter beit und werden burch bas benachbarte Desterreich vollends ist auch die wegen Beste chung gegen immer ziemlich zahlreich, allein sie sind doch in ber Minder groben Unfug mit einer Geldbuße von mindestens 10 wt. oder ben Berhafteten- diesen felbst hat man, mit Rücksicht unschädlich gemacht. Unb bie Montenegriner, weiland b auf seinen prekären Gesundheitszustand und sein hohes Alter- treuesten? Basallen Rußlands, haben gefunden, daß d Daß der gestrenge Herr Amtmann genöthigt sein wird, 87 Jahre einstweilen in Freiheit diese Verfügung zurückzunehmen, bezweifeln wir nicht; aber Direttoren Cottu- ift entflohen; diese Verfügung zeigt, wie weit sich bei manchen Polizei- sein, und wenn er sich nicht stellt, wird seine Auslieferung einen Borstoß wagt, es die sämmtlichen Kleinſtaaten be österreichische Gulden sicherer ist als der ruffische Hubel er soll in Wien Die Folge dieser Umwandlung ist, daß, wenn Rußland hinf herren der Begriff ihrer Allgewalt versteigt. gefordert werden. In den Wohnungen aller Administras Balkanhalbinsel statt zu Handlangern und Helfershelfern toren und Direktoren, sowie in der des vielgenannten Gegnern hat. bes boulangistischen AbCornelius Herz und Und ein russischer Vorstoß müßte sich unter allen un geordneten Laur haben Haussuchungen stattgehabt. Man ständen nach Süben richten, wozu der biebere, russische nimmt nach den bisherigen Ergebnissen der Untersuchung als russische Erkanzler des Deutschen Reichs, bas Bätev an, die Bestechungsgelder, welche von den Leitern der Panama- Gesellschaft vertheilt wurden, beliefen sich auf chen" ja auch neulich warm eingeladen hat. Das Organ des Herrn Saling, des AhlwardtJuterviewer, das„ Kleine Journal", prebigt jetzt dem kleinkalibrigen Geschäftsmann Löwe Tatt und Pflicht!" Gott, gerechter! Die Wemdinger Teufelsanstreibung" hat das proteftantische Oberkonsistorium in München zu einer Kund- 20 Millionen Frants. gebung veranlaßt. In derselben wird erklärt, daß kein Bezeichnenderweise sind die Wie wenig gefährlich uns Rußland im allgemeinen ift, und welche unabsehbaren und überwältigenden Hilfsmitt energischen Handeln wir im Vorwärts" bereits nachgewiesen, und ist von einem wir im Fall eines russischen Angriffstriegs hätten, das haben zum unserer Bertreter bei der letzten Statdebatte im Reichstag eingehend nachgewiesen worden. eingehend nachgewiesen worden. es habe blos Bibelgläubiger die Möglichkeit einer dämonischen Besessen- sehr unzufrieden mit diesem heit leugnen würde. Ein rührendes Einverständniß beider der Behörden. Sie Ronfessionen! Das Oberkonsistorium kritisirt nun den be- Zweck, pie parlamentarija die parlamentarische Untersuchungs- Kommission treffenden Einzelfall und bezeichnet es als„ Ehrenkränkung" lahm zu legen. Hätten die Behörden die Hände in den der evangelischen Kirche, wenn Pater Aurelian als Ursache Schooß gelegt, so würden ihnen die Herren Monarchisten der Besessenheit die Che des fatholischen Zilt mit einer natürlich Fahrlässigkeit und Vorschubleistung, vorgeworfen Protestantin vorne anstellt. Das Oberkonsistorium legt den haben. Die Herren Monarchisten sollen übrigens ja den Geistlichen„ die Bekämpfung des vielgestaltigen Aberglaubens" Mund nicht zu voll nehmen. Die Regierungen Louis ans Herz." Derselbe sei ein üppig wuchernder Rest des Philippe's und Napoleon's III. waren notorisch nichts als alten Heidenthums und gleicht den im Boden gebliebenen aub- und Diebesgesellschaften und Louis Wurzeln eines ausgerodeten Waldes, die immer wieder Philippe selbst, der Bürgerfönig", und Napoleon, der„ GeSchößlinge treiben und das Gedeihen der Saat gefährden". sellschaftsretter", waren persönlich allen voran, wenn es an Als Kampfmittel gegen den Aberglauben werten Religions- das Bereicherungsgeschäft ging. Stunde, Konfirmanden- Unterricht, Christenlehre, Predigt u. s. m. empfohlen. Wenn in diesen der Glaube an dämonische Besessenheit" und an die Bibelwunder besonders träftig befestigt wird, wo findet man dann die Grenze zwischen Glauben und Aberglauben? bak Dahomeh. Amtlich wird in Paris angezeigt, ganz Dahomey sich unterworfen habe. Und die Blokade i auch aufgehoben worden. Trotzdem steht es fest, daß d König von Dahomeh sich noch nicht unterworfen hat eine Thatsache, welche die amtliche Auffassung der Ding wunderbar optimistisch erscheinen läßt. Parteinachrichten. welde Aus Spanien. Diesmal bezahl ich gewiß, ist die jedesmalige Versicherung des faulen Schuldners, wenn er Der letzte Parteitag hat eine Reihe von Anträgen, ein neues Anlehen aufnehmen will. Das neue Minifterium Bump aufzunehmen, und erläßt zu diesem Zwecke eine Bot- bezogen, der Fraktion zur weiteren Prüfung überwiesen. Zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit haben auf schaft, wonach es die entschiedene Absicht ber spanischen Re: Der letzten Sigung der Fraktion vor den Ferien ftanden Anlaß des Fabrikinspektors Wörrishofer die Mannheimer gierung ift, energische Maßregeln zu ergreifen, um das Anträge auf der Tagesordnung und wurden in nachstehenber Fabrikanten die Busage ertheilt, wenn es die Verhältnisse Budget des Staates ins Gleichgewicht zu bringen, und die Der Antrag der Elberfelder Genoffen: Den zweites zuließen, keine Arbeiter zu entlassen und den Achtstunden- peinlichste Erfüllung der Verbindlichkeiten Spaniens gegen Theil unseres Parteiprogramms in Form von Gefeßentwürfen Sagasta wendet sich an die Londoner Börse, um einen neuen sich auf die parlamentarische Thätigkeit der Reichstags- Frattion lichen Mannes. Aus geschmeichelter Eitelkeit und befriedigter. Sinnlichkeit setzte sie sich zusammen. Als der Donnerstag gekommen war, sagte er zu Madeleine: Kommst Du denn zu Rival nicht mit?" Nein," erwiderte sie. kein Vergnügen. Ich gebe Seit drei Wochen hatte man in den Blättern aller Richtungen gelesen: Wir wollen sehen," sagte sie. diefe Er verschwand in dem Eingang zu ber schmalen trägt sich mit dem ebenso geistreichen wie mildherzigen Plan, liche Uebergang vom Tageslicht zu dem gelben Licht diejet Unser hervorragender Berufsgenosse Jacques Rival Treppe, die von einer Gasflamme erhellt wurde; der plö " Solche Geschichten machen mir in dem netten Waffensaal, den er sich in seiner Garçon Flamme hatte etwas trauriges an sich. Ein Kellergeru Er holte Frau Walter in einem offenen Landauer ab, benn es war herrliches Wetter. der Waisen des sechsten Bezirks zu veranstalten. warmer Feuchtigkeit und nach dem Schimmel, der von ben Die Einladung dazu geht von den Damen Laroche Mauern des Festes wegen abgekehrt sein mochte; diefer Als er sie jah, war er ganz überrascht, so jung und Mathieu, Percerol und Firmin, den Gattinnen der be- Geruch vermischte sich mit dem Duft von Räucherterzchen schön sah sie aus. Sie trug ein helles, ein wenig aus- tannten Abgeordneten, aus. Während der Pause soll eine der an eine Kirche erinnerte, und dem Duft der Damen geschnittenes Kleid, das unter der gelben Spize die Kleine Sammlung veranstaltet werden, deren Ertrag sofort parfüms, Eau de Lubin, Eisenkraut, Fris und Beilchen. üppigen Formen ihres Busens ahnen ließ. Noch nie war an den Maire des sechsten Bezirks oder seinen Stellsie ihm so frisch vorgekommen. Er fand sie wahrhaft be- vertreter abgeliefert wird." aufgeregten Menge, brang aus dem Loche herauf. gehrenswerth. Sie sah so ruhig und vornehm wie immer Es war eine toloffale Reklame, die der geschickte aus; ihre Haltung war die einer friedlichen Mutter, die Journalist zu seinen Gunsten erfunden hatte. verliebte Männerblicke gar nicht bemerkt. Was fie fagte, Ein mächtiges Stimmengewirr, das Geräusch einer Der ganze Keller strahlte im Lichte von Gasguirlanden und venetianischen Laternen, die in dem Laubwert ver Jacques Rival begrüßte seine Gäfte in dem Vorder- borgen hingen, womit die Salpeter ausschwißenden Stein war herkömmlich und zurückhaltend, ihr Gedanken waren zimmer seiner Wohnung, wo ein faltes Buffet aufgeschlagen mauern verdeckt waren. Jezt sah man nur grüne Broeigh weise, methodisch und wohl geordnet. Es war ihr nicht war, dessen Kosten von der Sammlung mit gedeckt werden Die Decke war mit Farukraut besteckt, auf den Boden waren sollten. zuzutrauen, daß sie je über die Stränge schlagen würde. Ihre Tochter Snfanne glich in ihrem Rosatleide ganz Dann deutete er mit einer liebenswürdigen HandBlumen und Blätter gestreut. Man fand das herrlich; ein reizender Einfall! einem aufgefrischten Gemälde von Watteau, während ihre bewegung auf die kleine Treppe, die in den Keller hinab dem fleinen hinteren Keller erhob sich zwischen zwei Reihen Stühle für die Richter eine Estrade für die Fechter. ältere Schwester wie eine Erzieherin aussah, die diesem niedlichen Spielzeug von einem Mädchen Gesellschaft zu Leisten hätte. Bor Rivals Haufe ftand eine lange Wagenreihe. führte, den er zu seinem Waffenfaal eingerichtet hatte. " Hier hinunter, meine Damen, hier hinunter!" sagte er dabei. Die Vorstellung findet unten statt." Der Gattin seines Verlegers stürzte er entgegen. Dann Du Roy bot Frau Walter seinen Arm, und sie traten ein. schüttelte. er Du Roy die Hand: Guten Tag, Bel- Ami." Das Waffenspiel war eine Wohlthätigkeitsvorstellung Je zehn Bänke standen rechts und links hintereinande im Keller, die zweihundert Personen Plaz bieten fonnten Vierhundert waren eingeladen. Vor der Estrade standen junge, magere Herren mil Georges war überrascht: Wer hat Ihnen gefagt, langen Gliedmaßen, eingebogener Taille und emporgedrehtem Schnurrbart im vollen Bautzeug da und ließen fich von zu Gunsten der Waisen des sechsten Priser Bezirks und daß stand unter der Patronage der Frauen aller Senatoren Rival fiel ihm ins Wort: Frau Walter hier! Sie und Abgeordneten, die Beziehungen zur Vie Française" findet den Spiznamen sehr hübsch. anterhielten. Frau Walter wurde roth." Ja, ich muß wirklich geFrau Walter hatte mit ihren Töchtern zu erscheinen stehen, wenn ich Sie länger fennte, würde ich es wie die oersprochen, aber ben Titel einer Patronesse ab- tleine Laurine machen und Sie Bel Ami nemmen. Das gelehnt, weil sie ihren Namen nur zu frommen, Wort paßt so gut für Sie."" Werken der Geistlichkeit unternommenen her gab. Das that fie, nicht weil sie sehr fromm war, Nennen Sie mich nur ruhig so." sondern weil sie ihrer Meinung nach die Heirath mit einemi Sie hatte die Augen gesenkt: Nein, wir sind noch Israeliten zu einer gewiffen religiösen Haltung verpflichtete. nicht bekannt genug." Und das von Rival geplante Fest hatte eine Art republitanischer Bedeutung, die antiklerikal erscheinen konnte. Don den Zuschauern bewundern. Man nannte sich die Namen dieser Berühmtheiten flüsterte sich zu, ob es berufsmäßige Fechtmeister oder haber der edlen Kunst wären. Lieb die sehr vertraut mit den zum Kampf gerüsteten Fechtert Um sie herum standen junge und alte Herren im Frad Ich bitte Sie darum, gnädige Frau," lächelte Du Roy. thaten. Auch sie suchten gesehen, erkannt und genannt u werden: es waren Meister vom Degen in Rinil Sad verständige des Florets. werden?" „ Darf ich hoffen," flüsterte er, baß wir es noch rauschen und Stimmengemurmel den Raum füllte, Gi Fast alle Bänke waren mit Damen besetzt, beren Kleiber handhabten ihre Fächer wie im Theater. denn eine fchille b 0 1 bringen und biele nebft ben bisherigen Arbeiterschus- Gefeß- 1 Während in früheren Jahren über die Betheiligung ber Sosial. 16 effentirchen, Sagen, Osnabrad, Zroplewis entroürfen bem Reichstag vorzulegen" wurde nach kurzer Diskussion bemofraten an den Wahlen höhnisch gelacht wurde, hatte man D.- Schl.,( Die aus dem benachbarten Desterreich anwesenden Geeinstimmig abgelehnt. Es wurde geltend gemacht, daß es einfach schon in den letzten Jahren, als wir es auf 800-1800 Stimmen noffen waren auch mit der Stellungnahme des Parteitages zur auf eine zwecklose Bergeudung Don austame Arbeitstraft hin- brachten, diese Taftit etwas geändert, und besonders war es die Maifeier einverstanden), Söbniz in Anhalt, Kirchlinde menn die Fraktion bie von felder Genossen Elber Bolts partei, welche fich anfchichte, uns in etwas Rechnung in Beftf. verlangten Gefezentwürfe ausarbeitete. zu tragen. Durch dieses scheinbare Entgegenkommen find Die Solinger Parteigenossen erklärten fich, wie wegen Außerdem wurde darauf hingewiesen, daß zu einer solchen weit nun auch in Wirklichkeit einzelne Barteigenoffen von unserer alt der früher bort vorgekommenen Differenzen ausdrücklich bemerkt ausholenden Arbeit der sozialdemokratischen Fraktion es auch an bewährten Parteitaktit abgekommen, welche in allen Fällen fein mag, in einer sehr zahlreich besuchten Volksversammlung mit ben nöthigen Arbeitskräften fehle. Die Fraktionsmitglieder sollen darauf hinausgeht, aus eigener Rraft Erfolge zu erzielen, ben Barteitagsbeschlüffen vollständig einverstanden. agitiren, ihren Berufsgeschäften gerecht werden und im Parlament, um uns stets rüdenfrei halten zu können und zu verhüten, baß der Da in Mülhausen i. E. eine Bersammlung, in welcher im Plenum und in den Rommissionen die Partei vertreten. Den proletarische Klassencharakter unserer Partei durch die schädigende Genosse Bueb über den Berliner Parteitag referiren wollte, felben außerdem noch zumuthen, einige Duhende umfassender Ge- Mischmasch- Politik verwischt und unsere Ziele dem Bolle ver- vom Bezirkspräsidenten verboten wurde, findet heute im benachfebentwürfe auszuarbeiten, blos zu dem Bwede, um frisches schleiert werden. Von einem scheinbaren Entgegenkommen barten B a fel, also auf Schweizer Boden, eine Bersammlung Material für den Papierforb des Reichstages beizuschaffen, bas ist die Rede, weil man sich doch darüber nicht tauschen fann, ftatt, in welcher Bueb seiner Pflicht nachtommen wird. Für die tönne nur verlangt werden, wenn man sich vorher die Trag- daß die Bolkspartei auf ihren Wahlzettel nur deshalb gwei Unerträglichkeit der elfaß- lothringischen Zustände spricht diese weite des Antrages nicht Ilar gemacht habe. Nachdem der Ver- Namen von uns ftellt, um denselben populär zu machen. Thatsache mehr als ganze Bände der ternigsten Grörterungen, die treter für Elberfeld und Barmen noch konstatirt hatte, daß der Gerade auf die unentschloffenen Bürger soll eingewirkt werden, man an dieses Vorkommniß Enüpfen könnte. Antrag nur ein Majoritätsbeschluß der Elberfelder Genossen sei daß sie den Mischmasch- Bettel abgeben, welcher allen entgegen und dessen Annahme in der betr. Parteiversammlung gegen eine fommen will, es aber in Wirklichkeit keinem recht macht. Parteipreffe. Die in Crefeld jest wöchentlich zweimal erhebliche Minorität erfolgte, beschloß die Fraktion wie eingangs Zäuschen wir uns aber darüber nicht, daß auch die Bolkspartei, erscheinende Niederrheinische Boltstribüne" wird angegeben. wenn wir erst so start geworden sein werden, daß wir aus vom 1. Januar ab wöchentlich dreimal im Verlage des Genossen Gegen eine Stimme abgelehnt wurde auch der Antrag der eigener Kraft unsere Leute auf das Rathhaus zu wählen im Heinrich Wolters auf Rechnung der Partei herausgegeben. Genossen in alle: fofort einen Antrag auf Einführung des ftande sind und dann die Interessen des Arbeiter und Bandachtstündigen Arbeitstages einzubringen, um ber immenſen Arbeits- werferstandes gegenüber denen ber bürgerlichen Klaffe zur Ber Bartelfinanzen. Gelsenkirchen:' Jahreseinnahme Tofigkeit zu steuern. Es wurde auf die Muslosigkeit eines tretung tommen, sich mit allen übrigen Parteien verbinden wird, 259,87. Ausgabe 283,45 m. Osnabrüd: Jahres, folchen Vorgehens hingewiesen, nachdem erft vor wenigen Mo- um den allgemeinen Gegner, den Sozialismus, abzuwehren. einnahme 585,21 M., Ausgabe 388,60 m. naten von demselben Reichstag eine gefeßliche Beschränkung der Wenn man das alles in Betracht zieht, dann wird man den Be Arbeitszeit abgelehnt worden fei. Um aber eine Erörterung über schluß der Partei, nur einen reinen Bettel aufzustellen, Aus München wird der Frankfurter Zeitung" gefchrieben, bie weitgreifende Arbeitslosigkeit herbeizuführen, wurde beschlossen, unbedingt gutheißen und mit aller Kraft dafür wirken, baß Die nächsten 8 andtagswahlen sind hier für die Sozia eine diesbezügliche Interpellation im Reichstag einzubringen, bei wir auch in diesem Jahr einen namhaften Fortschritt in der demokraten sehr bebeutungsvoll. Diese haben denn auch die Bopberen Berathung fich Gelegenheit findet, die Nothwendigkeit des Stimmenzahl zu verzeichnen haben und der Aussicht immer näher bereitungen schon seit geraumer Zeit in Angriff genommert. Achtstundentages zu erweisen. rücken, daß durch die unausbleibliche Proletarisirung der Massen Hierin find fie aber dadurch behemmt, daß ihnen zu ihren Bers Ebenfalls abgelehnt wurden die Anträge aus Bernburg der Ausfall der Wahl zu unseren Gunsten ist. Man fammlungen die großen Biers und Brauereifäle in tem. und des Parteigenoffen D. Kamenz- Berlin, die Frattion folle fage nicht, es sei feine Aussicht vorhanden, unsere Kandidaten einzelnen Stadtvierteln nicht mehr zur Verfügung stehen, da bie Anträge auf Beseitigung des religiösen Gides und des Majestäts- burchzubringen. Der allgemeine Geist in der Bürgerschaft ist ent- Stadttommandantur im Zusammengehen mit der Polizei ben beleidigungs- Paragraphen einbringen. Es wurde hervorgehoben, schieben gegen das Muckerregiment, und die wirthschaftliche Militärkapellen sonst das Konzertiren in diesen Sälen verbieten daß, wenn eine Benderung des Strafgesetzbuches wieder auf die Lage läßt sicher annehmen, daß nach und nach die wettesten würde. Daburch sind die Sozialdemokraten thatfächlich auf Tagesordnung gestellt werde, unsere Frattion ihre Thätigkeit nicht Bürgertreife einsehen lernen, daß der gegenwärtige Bustand nicht zwei bis drei Lokale beschränkt worden. Nun haben sie feit auf die Beseitigung der beiden vorstehenden Punkte beschränken mehr lange andauern kann, und wer bann im Hinblick auf diese einigen Wochen systematisch mit dem Verfuch begonnen, die tönne. Jezt aber mit solchen Anträgen vorzugehen, fei nicht Thatsache eine wirkliche Abhilfe burch seine Stimmabgabe be- Ueberlaffung der ihnen bequem gelegenen Bierfäle zu erzwin gen, amedmäßig. zwecken will, der wird einen fojialdemokratischen indem sie den Eigenthümern und Pächtern, sowie den betreffenden Gegen den Antrag des Parteigenoffen R. Richttieg Berlin, Bettel abgeben, da ihm nur dadurch die Garantie geboten ist, Brauereien mit einem Bontott brohen, falls sie auf der noch in dieser Seffion die sofortige gefeyliche Neueintheilung der daß die Interessen der Arbeiter und Handwerker, der Nicht Verweigerung der Säle beharren. Ihr Vorgehen hat hier des Reichstags- Wahlkreise zu fordern", wurde geltend gemacht, daß besigenden, eine richtige Vertretung finden. Wir fönnen deshalb halb mehr geschäftliche Bedeutung als anderswo, weil bie wohleine solche Neueintheilung schwerlich eine Bermehrung der Ab- siegesfreudig in die Zukunft blicken und die Wähler können da- babende und die Arbeiterbevölkerung hier einander an den großen geordnetensize, sondern wahrscheinlich nur eine erhebliche Ber- durch, daß sie unseren Kandidaten ihre Stimmen geben, ihr Inter- Trinkstätten nicht meidet, sondern gemüthlich durcheinan bersigt. größerung der Wahlkreise bringen würde. Anderseits find für die großen Säle die Militärkonzerte, auch für Abgelehnt wurde auch der Antrag Emmel St. Johann, Der Ausfall der Wahl hat die Richtigkeit dieser Ansichten gemischtes Publitum, nicht entbehrlich. Die betreffenden Gedie Reichstags- und Landtags- Abgeordneten zu beauftragen, bahin ergeben. Von der sozialdemokratischen Line wurden die Genoffen schäftstreibenden können weber ohne die Arbeiter, noch ohne die du wirken, daß alle in staatlichen Betrieben beschäftigten Hilfs. Rioß und Dieterich mit der höchsten Stimmen Rongerte bestehen und man weiß aus den Bilancen der meisten beamten und Arbeiter nach einer furzen Probezeit unter das za hl gewählt, die auf die Kandidaten überhaupt entftel, und Brauereien, daß weder diese, noch die Saalpächter viel in ihrem Beamtengesetz desjenigen Einzelstaates fallen, in dem sie be- bas alles ohne irgend ein Kompromis. Von der Volkspartei Bierabfah ristiren können. Die Konfequens hieraus follte die Schäftigt find Es wurde hervorgehoben, daß kein Grund vor wurden vier, von den Biberalen ebensoviel und von den Ron- Stadtkommandantur ziehen, indem sie die Androhung des liege, die Arbeiter der Staatswerkstätten durch besondere Privi- fervativen drei gewählt. Da Genosse Kloß bereits im Bürger- Militärverbots zurücknimmt. Da die sozialdemokratischen Verlegien von ihren Klaffengenossen in der Privatindustrie zu Ausschuß faß, hat die Sozialdemokratie bei der Wahl ein weiteres fammlungen und die Militärkonzerte ja nicht gleichzeitig statttrennen. Außerdem sei bei der fapitalistischen Natur unferer Mandat erobert. Die ternhafte Agitation der Stuttgarter Partei- finden, außerdem der Sozialdemokratie zu ihrer Propaganda Staatsbetriebe zu befürchten, daß, wenn eine solche Bestimmung gen offen wird dafür sorgen, daß die nächsten Wahlen den Besisstand andere Mittel als Ronzerte zur Verfügung stehen, ist bie EntGefegestraft erhielte, die Entlassung der Arbeiter vor Ablauf unserer Partei im Stuttgarter Gemeindekollegium fortgesetzt verziehung der Militärkonzerte legten Endes überhaupt nichts ander Probezeit zur Regel erhoben würde. deres, als ein Gingriff in das bürgerliche Erwerbsleben. Dies Zum Antrag der Frauen und Mädchen von Mannheim: Sächsische WabIresultate. Bei der Wahl der Unlestere ist aber gegenwärtig bereits schwierig genug und sollte bie Ausdehnung der Arbeiterschuß Gefeßgebung und der Ge- ansässigen in Selbersdorf siegten die Kandidaten der Sozial- deshalb vor jeder Beeinflussung durch staatliche Behörden bewerbe- Inspektion auf die Hausindustrie zu fordern;" wurde bemofraten mit 54 Stimmen. Die Gegner bekamen 2 Stimmen. wahrt sein. Eine sozialdemokratische Agitation in der Armee beschlossen, gelegentlich der zweiten Besung des Etats' diese An- 2 Bettel waren ungiltig. Ebenso wurden in Hohened( Sachfen) würde aber durch Ronzertverbote am allerwenigsten gegelegenheit zur Sprache zu bringen. die von unserer Partei aufgestellten Kandidaten gewählt. In hindert sein. Ueber die Düsseldorfer Resolution ging die Fraktion Georgenthal Steinbobra, wo die Sozialdemokratie ohne Diskussion zur Tagesordnung über. Die Resolution lautet: zum ersten Male Kandidaten aufstellte und 8 Anfässige, sowie Wieder ein Militärboykott. In Sofi B. hat die In Erwägung, daß das Parlament nur ein Agitationsmittel unangesessener nebst ihren Stellvertretern zu wählen waren, Militärbehörde den Soldaten den Besuch sämmtlicher Wirthfein soll", beantragen die Genossen in Düsseldorf, daß von jekt fiegten von unseren Kandidaten 2 Ansässige und 1 Unanfäffiger. fchaften in der Fabrikvorstadt und einer in der Karlstraße gean nur( außer bet wichtigen Abstimmungen) einzelne Abgeordnete In Niederbaßlau siegte die ganze fozialdemokratische Liste, ob- legenen verboten. im Parlament vertreten sind und die andern während der Session wohl diesmal nur Anfässige zu wählen waren. Die Gegner in verschiedenen Provinzen Versammlungen abhalten, um so bem batten eine offizielle Liste nicht aufgestellt, sondern trachteten im Ein Beutelschneiber, der feit Wochen sich im Sande Wolfe die Nothwendigkeit des Sozialismus vor die Augen zu Trüben zu fiichen. In Trachenberge bei Dresden wurde trop berumtreibt und unter dem Vorgeben, ein gemaßregelter Redakteur führen." Der auf dem Parteitag von dem Delegirten aus erstmaliger Betheiligung unserer Partei ein sozialdemokratischer aus Basel zu sein, leichtgläubige Genoffen schröpft, ist, wie wir Mülhaufen i. E. gestellte und einstimmig angenommene Antrag, Randidat zum Vertreter der Unangesessenen gewählt. In Neu- aus der„ Unterfränkischen Bolts- Tribüne" entnehmen, in Bamim Reichstag die Aufhebung des Diftaturparagraphen zu ver cosch üt( Blauenfcher Grund) wurde der aus dem Gemeinde- berg verhaftet worden. Bor dem Schwindler, welcher sich langen, fand die Zustimmung der Fraktion und wird ein dem rathe ausgeschiedene sozialdemokratische Vertreter mit 77 von 79 Carl be Beauclair nennt, ist vor einigen Wochen in ben entsprechender Antrag vorbereitet und eingebracht werden. abgegebenen Stimmen wiedergewählt. Drei Sozialdemokraten thüringischen Parteiblättern gewarnt worden, gewarnt worden, nachdem er wurden in Roch wih bei Dresden gewählt. Der Loschwiger vorher die Genoffen einer ganzen Reihe von mitteldeutschen Gegen die Militärvorlage faßten ferner Proteftrefolutionen Arbeiterverein batte der Agitation fleißig obgelegen. In Coffe Städten gründlich hinein gelegt hatte. be Beauclair reifte in der Bersammlungen in Thalheim( Ref. Demmler Geyer), baube bei Dresden brachte die Sozialdemokratie in der Klasse Regel in Gesellschaft eines Frauenzimmers, welches er für seine Dreieichenhaim( Ref. Balm), Cisterberg( Ref. Reichs: ber Häusler wie der Unansässigen je einen Kandidaten, ferner die Frau ausgab. Die Berbaftung soll erfolgt sein, weil der Schwindler tage- Abgeordneter ofmann Chemnih), Finsterwalbe Stellvertreter für dieselben durch. in Offenbach a. M. ein 19 jähriges Mädchen entführt und sich auch dort ( ef. Io of e- Berlin), Neudam m( Ref. We ehner- Berlin), Beanstandet wurde, wie der Stettiner Voltsbote" nach einer Reihe von Schwindeleien schuldig gemacht hat. Bei toplowig D 6.( Ref. Feldmann- Langenbielau), 866- dortigen bürgerlichen Blättern mittheilt, von der Grabower der Gelegenheit sei darauf aufmertfam gemacht, daß der benis in Anhalt( Ref. Martens- Staßfurt), Kitchlinde i. W. Stadtverordneten- Bersammlung die Wahl unserer Genossen Bort- rüchtigte Bigarrenarbeiter Kampta sich ebenfalls wieder auf ( Ref. Dr. Diedrich- Dortmund), Bayreuth( Ref. Dertelsmann, Schmidt und Heinsberg zu Stadtverordneten. Der Be- freiem Fuße befindet. Kampta befand sich wegen angeblicher Nürnberg), Nürtingen( Ref. Schlegel Eplingen), Gilen- schluß wurde in geheimer Sigung gefaßt. Warum nicht in Majeftätsbeleidigung im Gefängniß und wird wohl jest fein burg( Ref. Geger). öffentlicher??? altes Gewerbe, gutherzige Genossen unter allen möglichen Borspiegelungen um Unterstützungen anzugehen, wieder aufnehmen. Gemeindewahlen. Ueber die in Stuttgart bevorstehende Ihre Zustimmung zu den Beschlüffen des Ber- Zu den besonderen Trics des Kampfa gehört es, fich als einen Bürgerausschuß vahl schrieb man der Schäb. Tagwacht": liner Parteitages erklärten ferner bie Bart. Jenoffen in Neffen von Bebel auszugeben. Man sei also vorsichtig. Bier! " T ㄓ 11 esse am besten wahren." größern. Sommerhize herrschte in dieser Blättergrotte. Bon Beit aufgehangen. Auf der rechten stand: Herr Crèvecoeur, und u Beit rief ein Spaßvogel: Mandelmilch! Limonade! auf der linken: Herr Plumeau, Gs waren zwei Fechtmeister, zwei gute Fechtmeister Frau Walter und ihre Töchter begaben sich zu den für zweiten Ranges. Sie traten auf, zwei dürre Männer von ſe refervirten Blägen auf der ersten Bant. Sobald sie militärischem Aussehen und etwas steifen Bewegungen. Du Roy untergebracht hatte, trat er zurück und flüsterte: Automatisch kreuzten sie die Florets zum Gruß und fielen nicht da." " Ich muß Sie verlassen; für die Herren sind die Bänke dann gegen einander aus. Ganz gleich sahen sie aus in ihren weißen Leinwandblousen und ihren weißen Ge Aber Frau Walter erwiderte zögernd: fichtern und so glichen sie zwei triegerischen Pierrots, die Ich hätte doch Lust, Sie hier zu behalten. Sie sich zum Spaß befämpften. könnten mir die Namen der Auftretenden nennen. Warten| Gie einmal: wenn Sie sich hier in den Winkel der Bank hinstellen wollten, so würden Sie Niemandem im Wege sein." Sie sah ihn mit ihren großen, sanften Augen an und beharrte bei ihrem Wunsch:" Bleiben Sie nur bei uns. Herr. Herr Bel- Ami. Wir brauchen Sie." " Ich gehorche... gern, gnädige Frau," erwiderte er. Bon allen Seiten hörte man:„ Sehr bübsch, sehr spaßig, diefer Keller!" Georges kannte ihn wohl, diefen gewölbten Raum. Er bachte an den Vormittag, den er hier am Tage vor seinem Duell ganz allein einer kleinen weißen Scheibe gegenüber berbracht hatte, die ihn aus dem Hintergrunde des zweiten Sellers wie ein fürchterliches Stiefenauge angestarrt hatte. Jetzt ließ sich die Stimme von Jacques Rival von der Treppe ber vernehmen: Polizeiliches, Gerichtliches zc. Der verantwortliche Redakteur ber Mannheimet Boltsstimme", Genosse S. Keßler, wurde wegen Be leidigung des Fabrikanten 3. Bögele zu 60 M. Geldstrafe und den Kosten verurtheilt. Die Beleidigung wurde in Artikeln geaus dem Walzwerk des Bochumer Vereins stammten und bei der funden, in welchen wegen der Fehlerhaftigkeit von Schienen, bie Bearbeitung in der Bögele'schen Fabrit splitterten", Kritik geübt und Herr Bögele um eine Erklärung ersucht wurde. Wegen Gendarmen- Beleidigung hat Genoffe Schulz in stendorf bei Stettin 30 M. zu zahlen. Die Beleidigung foll in einer Bersammlung des Arbeitervereins zu Podejuch gefchehen sein. -Die Amtshauptmannschaft Planen hatte bei der AnmelVon Zeit zu Zeit hörte man das Wort: Getroffen!" Und die sechs Herren von der Jury neigten mit der Miene eines Kenners den Kopf vor. Das Publikum sah nur zwei bung der am 26. Juli in Elsterberg stattgehabten Barteilebende Marionetten, die sich mit ausgestreckten Armen be perfammlung für den 22. Wahlkreis die Angabe des Referenten verwegten; es verstand nichts, aber es war zufrieden. Aber verlangen zum Theil nachgekommen, zugleich jedoch Beschwerde er belangt. Um nicht die Bersammlung illuforisch zu machen, war diesem doch kamen ihm die beiden guten Leute da oben recht wenig hoben worden. Die Zwidauer Kreishauptmannschaft hat nun ent gruziös und unbestimmt lächerlich vor. Man mußte un willfürlich an die kämpfenden Holzfiguren denken, die man zu Neujahr auf den Straßen verkauft. schieben, daß die Amtshauptmannschaft zwar berechtigt war, zunächst noch sich wegen der für die angemeldete Bersammlung etwa in Uusficht genommenen Referenten zu vergewiffern, daß aber, nachdem und Carapin, einen bürgerlichen und einen militärischen anbet weyben burite, ba es hierzu in§ 2, wie in den übrigen Das erste Fechterpaar wurde durch die Herren Planton von dem Einberufer die Erklärung( Bl. 2) abgegeben worden Weister abgelöst, Herr Planton war sehr klein und Bestimmungen des Gefeyes, das Vereins- und Bersammlungswar, die Ausstellung der Anmeldebescheinigung nicht weiter beandaß der erste Floretstoß des einen den Ballonbauch bricht. Insoweit sich hierdurch die Beschwerbe nicht erledigte, ist Herr Carapin sehr groß. Man hätte glauben mögen, recht betreffend, vom 22. November 1850 an einem Unhalte gedes andern wie einen geplatten Gummi- Elephanten hätte dieselbe zu verwerfen gewefen."- Trotzdem diese Entscheidung zusammenf allen machen müssen. Man lachte. Herr Planton das Datum 27. Auguft trägt, wurde sie dem Beschwerdeführer sprang wie ein Affe herum. Herr Carapin aber bewegte erst am 30. November mündlich und auf Verlangen am 10, d. M. " Es beginnt sofort, meine Damen!" nur den Arm, denn den übrigen Körper zu bewegen, war unter 35 Pf. Nachnahme schriftlich mitgetheilt. Es verflossen Und sechs Herren, die sehr enge Fracks trugen, um ihren er zu bick. Nux alle fünf Minuten fiet er mit folcher fonach 8 Monate, bevor der Beschwerdeführer Kenntniß von der Brustkasten mehr hervortreten zu laffen, bestiegen die Estrade Schwere und solcher Anstrengung nach vorn aus, daß es Sachlage erhielt. und setzten sich auf die für die Schiedsrichter bestimmt en schien, als hätte er den energischsten Entschluß feines Lebens Stühle. gefaßt. Es machte ihm übrigens dann nicht geringe Mühe, Man flüsterte sich ihre Namen zu: Der General wieder in seine alte Lage zurückzukommen. Die Keuner erklärten ihn für sehr tüchtig und sehr be Nagualdi, ein kleiner Mann mit großem Schnurrbart, Vorsitzende; neben ihm, der lange fahllöpfige Herr stark und das gläubige Publikum erkannte es an. war der mit langem Bart war der Maler Josephin Roudet; dann folgten drei junge Elegants, Matthéo de Ujar, Simon Stamoncel und Pierre de Carpin; den Schluß bildete der Fechtmeister Gaspard Merleroit. Swei Tafeln wurden zu beiden Seiten des Kellers ( Fortfegung folgt.) Bregant vom Bezirksgericht zu 35 Gulden event. 14 Tagen -Desterreichisches. In Triest würde Genosse arrest verurtheilt, weil bei einer Haussuchung im deutschen Leseverein, deffen Obmann Bregant ist, eine irredentistische Landkarte vorgefunden worden war. Die Mitglieder des Befevereins find meist deutsche Arbeiter und hatten keine Ahnung von der„ Staatsgefährlichkeit" diefer Landkarte. Gegen das alberne Urtheil wird felbstverständlich Berufung eingelegt, Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum Circus Renz. ( Karlstraße.) Sonntag, den 18. Dezember 1892, gegenüber keinerlei Berantwortung Zwei große Festvorstellungen. Theater. Gonntag, 18. Dezember. Opernhaus. Cavalleria rusticana, Alessandro Stradella. Montag: Oberon. Schauspielhaus. Wallensteins Tod. Montag: Meister Balzer. Leffing- Theater. Die Orientreise. Montag: Odette. Ferie Volksbühne. 11. Abtheilung ( grüne Karten). Leffing- Theater. Rachmittag 2/2 Uhr: Die arme Löwin. Berliner Theater. Rean. Nachm.: Julius Cafar. Montag: Dorf und Stadt. Nachm.: Maria Stuart. Wallner- Theater. Der Lebemann. Montag: Dieselbe Vorstellung. Kroll's Theater. Mala Vita. Montag: Undine. Jentsches Theater. Die Jüdin von Toledo. Montag: Die Räuber. Rehdenz- Theater. Marquise. Montag: Denise. Naues Theater. Durch die Inten danz. Logirbesuch. Nachm.: Die Liebeshändlerin. Montag: Logirbesuch. Fridrich- Wilhelmnfädt. Theater. Die schöne Helena. Mamtag: Dieselbe Vorstellung. Belle alliance- Theater. Keine Vorstellung. Adolph Ernst- Chenter. Die wilde Madonna. Montag: Geschlossen. Thomas- Theater. Der Herrgottschniger von Ammergau. Montag: Dieselbe Borstellung. National- Theater. Die Räuber. Nachm. Schneewittchen und die fieben Zwerge. Montag: Am Abgrund. Apollo Theater. SUF Borstellung. SpezialitätenTheater der Reichshallen. Spezialitäten- Vorstellung. In beiden Vorstellungen Auftreten sämmtlicher Rünitlerspezialitäten ersten, Ranges, sowie Reiten und Vorführen der bestdress. Schul- und Freiheitspferde. Außerdem Nachmittags 4 Uhr Die lustigen Heidelberger. Jeder Be itellung ein Kind frei einzuführen. sucher hat das Recht, zu dieser VorAbends 71/2 Uhr: Mr. James Fillis mit dem Schulpferde Germinal. Zum Schluß: Auf Selgoland. Ballet von 82 Damen. Aufzug der Leib- Garde Artillerie. 1. Garde- Regiment zu Fuß. Morgen, Montag, Abends 714 Uhr, Grosse Vorstellung mit neuem Programm. Zum Schluß auf vielseitiges Verlangen: Die lustigen Heidelberger. Billet Borverkauf beim„ Invaliden dant", Markgrafenftr. 51a. Fr. Renz, Direktor. Circus Corty- Althoff. Berlin, Friedrich- Karl- Ufer, Ecke Rarlstraße. Sonntag, den 18. Dezember, 2 außerord. Vorstellungen. Nachm. 4 Uhr 1 Kind frei. Aus dem reichhalt. Programm dieser Vorstellung besonders hervorzuheben: Auftreten des Mr. Thompson mit seinen 5 wunder bar dressirten Elephanten. 3weiter Vorstellung Abends 7/2 Uhr: Baronesse de Walberg mit ihrem Schulpferde Szabadka. Borf. d. 5 dressirten Elephanten des Mr. Thompson. Auftr. fämmtlicher Spezialitäten. Montag, 19. Dezember, Abd3. 71/2 Uhr: Brillante Vorstellung. Auftreten der Schulreiterin Baronesse de Walberg, des Mr. Thompson mit seinen dressirten Elephanten 2c. Castan's Winter- Sarten. Spezialitäten- Bor Panoptikum. ftellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenBorstellung. Neues ter's Variété. Epe Fantoche- Theater. Gebrüder Richter's zialitäten Borstellung. Ohne Extra- Entree. stündlich. Adolph Ernst- Theater. Borstellungen v. 11-1 u. v. 4-9 Uhr Zum letzten Male: Die wilde Madonna. Anfang 7%, Uhr. 3 Jeder Besucher der heutigen Vorstellung erhält ein Jubilanma- Souvenir- Exemplar grat. Bom Montag ab bis intl. Sonnabend bleibt das Theater wegen Vorbereitungen zu der Novität geschlossen. Gonntag, den 1. Weihnachts- Feiertag: Bum 1. Male: Modernes Babylon. Gesangspoffe in 8 Aften v. Ed. Jacobson und W. Mannstädt. Couplets theilweise von G. Görss. Musit von G. Steffens. Der Vorverkauf findet vom Donnerstag ab an der Theaterkasse von 30-1 Uhr statt. American- Theater. Jeden Abend jubelnder Beifall! Die Trockenwohner, oder„ Das Kind in der Kommode", parodistisch- realistischer Bor gang im Keller, beobachtet vom Hofe aus, von Oskar Wagner. in seiner Saison- Nummer: Bendix Man merkt's am Gang, Da ist was mang! Auftreten sämmtl. Spezialitäten. Anfang 71/2 Uhr. Entree 75 Pf. Sonntags 6 Uhr. Feen- Palast Burgstraße, neben der Börse. Entree 50 Pf., Kinder 25 Pf. PassagePanopticum. Der Tiger mensch. Kaufmann's Variété Am Stadtbahnhof Alexanderplatz. Vollständig neues Programm. Salon Soeurs Leuth, athletinnen. Bernhard- Trio, BarterreMiß Ophelia mit ihren dreffertens Afrobaten. Cacadus. Schnellzeichner Clown Richards, und feinem Gänse Zirkus. bildhübsche Clara Betoni, Soubrette, sowie Auftreten sämmtlicher anderer Spezialitäten. Anfang Wochentags 8 Uhr. Gratweil's Bierhallen Kommandantenstraße 77-79. Zäglich: Germania- Konzert- u. Kouplet- Sänger. Wochentags frei. Sonntags 30 Pfennig. Kinder 10 Pf. Gr. Frühstücks- u. Mittagstisch. Bwei Säle zu Bersammlungen und Bergnügungen. Welt- Lotal Berlins, 5000 Perf. faffend. fowie 6 Billards und 8 Regelbahnen, Vom 19. bis 24. Dezember geschlossen! Wieber Eröffnung am 1. WeihnachtsFeiertag mit neuem Programm. Welt- Restaurant S. Dresdenerstr. 97. Die Militärvorlage Norddeutsche Sänger, 7 Pers. 2. Saal: Hr. Schauss, Fris. Fiori, Melanie, Sternau. Anf. in der Woche 7 Uhr, Sonnt. 5 Uhr. Täglich große Weihnachtsmene. EN- BRAVEN RIEDRICHSHAIN F. Sodtke. AktienBrauerei Friedrichshain am Königsthor. Heute, Sonntag: Grosses Militär- FreiKonzert A. Rosin. Anfang 5 r. hr. Programm unentgeltlich.[ 3445L Verlag des Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuthstraße 2. Folgende empfehlenswerthe Festgeschenke halten wir gut und elegant gebunden vorräthig: Werke belehrenden Inhalts: Arbeiterbibliothek, Berliner. I. Serie tomplett| Köhler, O., Weltschöpfung und Weltuntergang. Die M. Entwicklung von Himmel und Erde, auf Grnnd der Naturwissenschaften populär dargestellt. Zweite berichtigte und erweiterte Auflage. Mit 64 Abbildungen und 2 Sternfarten. gebd. M. 3,50 Köhler, O., Der fozialdemokratische Staat. Grundzüge einer muthmaßlichen ersten Form fozialdemokratischer Gesellschaftsverlaffung nebft einleitender Schilderung des bestehenden Systems. gebd. M. 1,60 Ihre Bedeutung für Gegenwart und Zukunft. 4. Auflage. gebb. M. 5, Geschichte des Materialismus. gebd. M. 12,50 ( 12 Hefte) gebb. n. 1,80.- II. Serie( 14ßefte) gebb. M. 2,40 Arbeiterfrage, die ländliche. Nach dem Russischen des Kabluckow. 2. Aufl. gebb, M. 2, Aveling, Ed., Die Darwin'sche Theorie. Inhalt: Charles Darwin( Biographie). I. Die Entwidlungstheorie. II. Die Abstammung des Menschen. III. Affe und Mensch. gebd. M. 2, Bebel, Aug., Die Frau und der Sozialismus. Neuefte Lange, P. A., Die Arbeiterfrage. Auflage gebb. M. 2,50 Charles Fourier. Sein Leben und seine Theorien. Mit einem Portrait Fouriers und einer Abbildung des Phalanstères. gebd. M. 2,50 -Der deutsche Bauerntrieg mit Berücksichtigung der hauptsächlichsten sozialen Bewegungen des Mittelalters gebd. M. 2,30 Becker, Bernh.. Enthüllungen über das tragische Lebensende Ferdinand Lassalle's und seine Beziehungen zu Helene von Dönniges. Neue Bearbeitung. gebb. M. 2, Geschichte der revolutionären Parifer Kommune in den Jahren 1789-1794. Mit Porträt Marat's. Broschirt gebb. M. 1,50 Bibliothek politischer Reden. I. Band. gebd. M. 1,30 Blos, Wilh., Die französische Revolution. Boltsthümliche Darstellung der Ereignisse und Zu stände in Frankreich von 1789-1804. Mit vielen Porträts und historischen Bildern. 632 Seiten gr. 80. gebb. M. 5,50 Die deutsche Revolution. Geschichte der deutschen Bewegung in den Jahren 1848 und 1849. Mit vielen Porträts und historischen Bildern. VIII und 672 Seiten gr. 80. gebd. M. 5,70 Bock, C. E., Bau, Leben und Pflege des menschlichen Körpers in Wort und Bild. gebd. M. 1, Bommell, R., Die Geschichte der Erde, mit vielen Illustrationen und drei Karten. 684 Seiten gr. 80 gebb. M. 5,90 Brandes, Georg, Ferdinand Laffalle. Ein literarisches Charakterbild. Aus dem Dänischen überfest. Mit Laffalle's Porträt. 2. Aufl. gebb. M. 3,50 Buckle's, H. T., Geschichte der Zivilisation in England. 2 Bde. gebd. M. 16, Büchner, L., Die Darwin'sche Theorie von der Entstehung und Umwandlung der Lebewelt. 5. Aufl. gebd. M. 5,80 Kraft und Stoff oder Grundzüge der natürlichen Weltordnung. 17. Aufl. gebd. M. 5,80 Der Mensch und seine Stellung in Natur und Gesellschaft, in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. 3. Aufl. gebb. M. 6,80 Corvin, Pfaffenfpiegel. Sistorische Denkmale des Fanatismus in der römisch- katholischen Kirche. gebd. M. 4, Darwin, Ch., Entstehung der Arten. gebb. M. 3, Engels, Friedr., Der Ursprung der Familie, des Privateigenthums und des Staates. Im Anschluß an Lewis H. Morgan's Forschungen. 4. Aufl. gebb. M. 1,50 Die Lage der arbeitenden Klaffe in England. Nach eigener Anschauung und authentischen Quellen bearbeitet. 2. durchgesehene Auflage. XXXII und 300 G. Mit einem Plan von Manchester. gebb. M. 2,50 Herrn Eugen Dühring's Umwälzung der Wissenschaft. 2. Aufl. gebd. M. 3, Langkavel, B., Der Mensch und seine Naffen. Mit 4 Chromotafeln, 38 Vollbildern und 298 in den Zert gedruckten Illustrationen. 660 Seiten gr. 80 In eleg. Prachtband M. 5,50 Lassalle, F., Reden und Schriften. Neue GesammtAusgabe. Herausgegeben im Auftrage des Vorstandes der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands von Ed. Bernstein. Vollständig in 3 Bänden. Humboldt, A. v., Rosmos. Neue wohlfeile Ausgabe. M. 3, fo M. 4, M. 4,50 g Bereits erschienen: Band I: in Leinen gebunden -- in Halbfrz. gebdn.( Liebhabereinband) Band II: in Beinen gebunden --in Halbfrz. gebdn.( Liebhabereinband) M. 5,50 Leben und Thaten bes Generals Jaroslaw Dom browski. gebb. M. 1,50 Liebknecht, Wilh., Bolts- Fremdwörterbuch. 6. AufLage. gebb. M. 3, Robert Blum und seine Zeit. gebd. M. 2, Lippert, Julius, Die Kulturgeschichte in einzelnen Hauptstücken. 3 Bdchn. gebb.& M. 1, Lissagaray, Die Geschichte der Kommune von 1871. Zweite, vom Verfasser durchgesehene Auflage. gebd. M. 3, Lux, Dr. H., Sozialpolitisches Handbuch. gebd. M. 2, Marx, Karl, Das Kapital. Kritik der politischen Defonomie, 1. Bd.: Der Produktionsprozeß des Rapitals. 4. Aufl. im Halbfrz. gebd. M. 11, Daffelbe. 2. Bd.: Der Zirkulationsprozeß des Kapitals. im Halbfrz. gebb. M. 10, Das Elend der Philosophie. Antwort auf Proudhon's Philosophie des Elends". Deutsch von E. Bernstein und R. Kautsky. Mit Vorwort und Noten von Friedrich Engels. 2. Aufl. gebd. M. 2, Mignet, Geschichte der französischen Revolution 1789-1814. Deutsche Uebersehung. Mit Jalus ftrationen. gebd. M. 2,-Morgan, L. H., Die Urgesellschaft. Untersuchungen über den Fortschritt der Menschheit aus der Wildheit durch die Barbarei zur Zivilisation. Aus dem Englischen übertragen von W. Eichhoff, unter Mitwirkung von Karl Kautsky. gebd. im Halbfra. M. 7,25 Nordau, M., Ronventionelle Lügen der Kulturmenschheit. gebd. M. 7,50 Petzler, J. A., Die soziale Baukunst. Gründe und Mittel für den Umsturz und Wiederaufbau der gesellschaftlichen Verhältnisse. 2 Bde. gebb. M. 3, Prowe, A., John Osawatomie Brown, der Negerheiland. Festschrift zur ersten Säkularfeier der Vereinigten Staaten von Nord- Amerika. gebb. M.-, 75 " 1 gebd. M. 6, Ansichten der Natur mit wissenschaftlichen Ers läuterungen. Herausgegeben von Wilh. Bölsche. ( Mit Humboldt's Bildniß.) gebb. M. 1, Renan, Das Leben Jesu. Kautsky, K., Thomas Moore und feine Utopie. Mit einer historischen Einleitung. - Karl Mary' Defonomische Lehren. lich dargestellt und erläutert. gebb. M. 1, gebb. m. 2,50 Stern, J., Die Philosophie Spinoza's. Erstinals gründlich aufgehelt und populär dargestellt. Gemeinverständgebd. M. 1,50 gebb. M. 2- Zimmermann, Dr. W., Großer Deutscher Bauerngrundsätzlichen frieg. Herausgegeben von Wilhelm Blos. gebd. M. 2, Illustrirt von Victor Schivert und D. G. Lau. Kolb, G. P., Rulturgeschichte der Menschheit. 2 Bde. 816 Seiten gr. 80. In elegantem Prachtband M. 6,80 Das Erfurter Programm in seinem Theil. 2. Auflage. gebb. M. 19,50 Wiederverkäufer erhalten Rabatt. E Alle Buchhandlungen, Rolporteure und Zeitungsspediteure nehmen Bestellungen entgegen. Bei Aufträgen von auswärts ersuchen wir um gleichzeitige Einsendung des Betrages( Porto extra). Fortuna- Säle Straußbergerstr. 3. Sonntag: Großer Ball. Donnerstag. Gesellschaftstunde. W. Noack's Concert- u. Gesellschaftsjäle, Brunnenstr. 18/19. Seute, Sonntag, 27. Nov. 1892, Parteigenoffen empfehle mein schön eingerichtetes Lokal zum gefälligen fuch. Vereinszimmer als Bahlstelle fest; Abends Würfte- Ausspielen Be für 40 Personen. Jeden Dienstag Schlacht dem Billard. Edmund Renter, Gr. Streich- Concert 244 Swinemünderstr. 45 * Dieselben sind zu allen Privat- unter festlichkeiten unter toulanten Bedin gungen zu vergeben. 3173L 5. Birk. Hochachtend Allen Freunden und Barteigenenofi empfehle mein Weiß- und BairischBier- Lokal. Vereinszimmer m. Pianino zu vergeben. 26238 Frik Fröhlich, Naunynstr. 43. Vereinszimmer Leitung des Musik- Direktors Herrn Fris Marschall. Nach dem Concert 33688 5746 Grosser Ball. Anfang 6 Uhr. d a tE th Q C 6 ST δι थ m 10 in E et m ift De bi 20 Qu eir tie SE ni 907 Ich B Dr 31 Be 611 Te 40 Perf. faff auch als Zahlstell au vergeben. Baah, Fruchtstr. 81 haben Entree 30 Pf. bei C. Schmidt, Nixdorf, Senefe Avis. Empfehle meine hocheleganten Säle zu Privatfestlichkeiten, Hochzeiten u. f. w. unter foulantesten Bedingungen. Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. Ein Vereinszimmer ist zu bed- Straße 82. 2 Vereinszimmer zu vergeben Ge baftianstr. 3 bei Meyer. Gierzu zwei Beilage 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 297. Tokales. Sonntag, den 18. Dezember 1892. 9. Jahrg. der Magiftrat tonstatirt, hat sich der Durchschnittspreis aller Bildungsstätte die schöne, freie Natur", von der allerdings schon vermietheten Wohnungen im Jahre 1892 von 674,40 Mart auf im Jahre 1884 die Kirche einige vom Gutsbesitzer Wollant täufBerliner Lokalliste. Herr Müller, Dekonom vom die arbeitende Bevölkerung, immer mehr zur Plage, und noch ist Dann verschwanden allmälig die Felder und es entstanden neben 685,30 M. erhöht. Man sieht, der Baustellenschwindel wird für lich erworbene Morgen zum Friedhof hatte einzäunen laffen. Stablissement Buggenhagen am Morigplay, hat der Lokal nicht abzusehen, wo die Wohnungstheuerung Halt machen werde, vielen neuen Straßen in den Jahren 1868/70 der Strousbergsche tommiffion mitgetheilt, daß nunmehr die polizeilichen Hindernisse benn ein sehr kompetenter Beurtheiler der Berhältnisse, ein Viehhof und dann der im Jahre 1876 vollendete Humboldthain. in feinem Lokal beseitigt sind, derselbe somit nun wieder der Hypothekenmakler der Berliner Börse, fagt in seinem Jahres- Jetzt sind in dem Stadttheir sechs Gemeindeschulen, und zu fozialdemokratischen Partei seinen Saal zu Versammlungen zur bericht über Hypotheken- und Grundbesis, pro 1892: Ob die Ditern f. J. wird dort das stattliche Gebäude der achten BürgerBerfügung stellt. Herr Ebert( Nachfolger von Lammers), Terrainspekulation im tkommenden Jahre einen größeren Umfang fchule seiner Bestimmung übergeben. Rommandantenstr. 72, weigert sich, die Unterschrift betreffs Her- wird annehmen können, wird größtentheils von der Gestaltung gabe seines Saales zu geben. Das Lokal ist zu sperren. Der des Geldstandes abhängen. Gerade die gut gelegenen Fräulein Wabnik soll heute aus der Krankenabtheilung Birth Friedrichstr. 236 heißt nicht Merten, sondern Martens spekulativen Zerrains find fast alle in Handen von Dalldorf entlassen werden. Sie ist törperlich noch sehr 3hr in den Lokalen ausgehängten Liſten erſcheinen anfangs on tapitalsträftigen Bestßern, welche sich leibend und wird sie noch längerer Pflege und sorgfältiger ärstJanuar in neuer Auflage. Vereinsvorstände, Vergnügungs- nicht veranlaßt füblen tönnen, ohne lohnenlicher Behandlung bedürfen, ehe sie die Nachwirkungen ihrer Haft Umites 2c., welche die neuen Lokalliſten wünschen, mögen dem den Nugen oder an nicht potente Räufer zu ver- und des Aufenthaltes in Dalldorf vollständig wird überwunden Unterzeichneten ihre Adressen einsenden, die zuschickung wird dann erfolgen. Die Adressen sämmtlicher Lokalkommissions Mitglieder der Umgegend Berlins werden im Januar 1898 bei Bekanntgabe der Lotalliste im„ Vorwärts" veröffentlicht, bis zu der Zeit sind auch etwaige Veränderungen in der Lokalfrage einzusenden. Die Berliner Botaltommission, J. A.: J. Wernau, Rosenftr. 30. taufen." haben. Auch eine Ausbeutung. Man schreibt uns: Ich bin Zu dem im Polizeibericht gemeldeten Doppelfelbstmord nicht beschäftigungslos, aber wie ja leider Taufende und am Kupfergraven liegen jetzt nähere Einzelheiten vor, wenn auch Abertansende mit mir in der nicht gerade angenehmen Lage, die Leichen noch nicht gefunden worden sind. Es handelt sich ein Gehalt zu beziehen, das zum Sterben zu viel und zum zweifellos um ein Liebesdrama, bei dem der 22 Jahre alte Rauf Leben zu wenig" ist. Ein Nebenverdienst ist daher immer will- mann Georg Kappler, Alte Jakobstr. 79, und das 18 Jahre alte tommen, ja absolut nöthig! Da fiel mir fürzlich folgende Fräulein Pauline Grzesłowiat, Solmsfir. 26, bei den Eltern in Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Ein höchst be: Annonce in die Hände:" Hoher Nebenverdienst für deutlich Wohnung gewesen, die handelnden Personen bildeten. Kappler, eichnender Zwischenfall hat sich am vergangenen Dienstag bei Schreibende. Näheres gegen 10 Pf.- Marte. Selbstgeschriebene der Leipzigerstr. 24 in der Strumpfwaaren- Handlung, von Frang Offerten Versandtdruckerei Köpenid." Ich habe Seldte als Gehilfe heschäftigt war, lernte gelegentlich eines PfingstItem Brande im Gehöft des Büdners B. in Johannisthal zu- natürlich nichts Giligeres zu thun, als 20 ¥ f. zu ristiren( 10 Pf. ausfluges die Grzezkowiak kennen, die in dem Blumengeschäft getragen. In einem amtlichen Vorortsblatte giebt der Ober: Porto für den Brief und 10 Pf. Einlage) führer der Adlershofer freiwilligen Feuerwehr, Herr Baumeister der in Aussicht ge- von Fritsche als Verkäuferin thätig war. Die Bekanntschaft führte Büsscher, folgende Darstellung des Vorfalls: „ Die Zufuhr bes stellte hohe Nebenverdienst" war dies wohl werth. Anstatt zu einem Berhältniß, dem aber die Mutter des jungen Mannes " genommen wurde, nun irgend eine Uebertragung von schriftlichen Arbeiten zu erhindernd im Wege stand. Am letzten Mittwoch Abend traf Frau Bottiche. Da fam mit einem Male die Meldung, die Brunnen warten durfte, wurde mir ein gedrucktes Anerbieten Sohne öffentlich die bittersten Vorwürfe. Die heimlich Berlobten feien ausgepumpt und Herr Hauptmann a. D. Baron Don der Versandtdruckerei Köpenick zugestellt, eine Verscheinen infolge hiervon für ihre Zukunft gefürchtet haben, wesTrütschler von Faltenstein habe verweigert, tretung derselben in meinem Wohnorte zu übernehmen( An- halb sie den Plan faßten, gemeinsam in den Tod zu gehen. großen Waffer- nahmestelle für Bestellungen auf Drucksachen jeder Art) und Beide kehrten in ihre Wohnungen nicht zurück, und man weiß pfuhl entnehmen zu dürfen. Ich glaubte nieinen Ohren fonvenirenden Falls noch 30 Pf. in Briefmarken einzusenden, nicht, wo sie sich bis zum Freitag früh, der Todesstunde, auffahr zu trauen, daß ein Mensch angesichts einer so großen Ge- wofür dann Anweisung, Annahmefchild, reichhaltige lufter- gehalten haben. Am Donnerstag Abend gegen sieben uhr gab Nun frage ich: warum das Paar einem Dienstmanne in der Französischenstraße einen an forbert diese Berjanethanderel nicht gleich eine 3 parte als die Mutter des Mädchens gerichteten Brief, dem das letztere feine Briefumlage, da sie doch von Anfang an mit der Absicht um Schmucksachen, deren es sich auf der Straße entledigte, hinzufügte. geht, nur den gedruckten Prospekt auf eingegangene Offerten als Der Brief enthielt ein Abschiedswort an die Mutter und bie Antwort zu senden? Der oder die armen Teufel, die eine Bitte um Verzeibung. Rappler hatte einen Bettel beigefügt, der Annonce, wie die obige lejen, opfern gern die 10 Pf. Ginlage die Worte enthielt:„ Ich gehe den Weg ins Jenseits, Baulchen und wenn es die letzten sind, wahrlich nicht ahnend, daß die folgt mir." Zugleich erhielt der Prinzipal Seldte ein Schreiben, Versandtdruckerei Köpenick schmunzelnd die 7 Pf. Verdienst in in dem es hieß:„ Jeder stirbt für sich und den Andern." Nachihre Tasche gleiten läßt. Eine solche Handlungsweise muß an dem das Paar wahrscheinlich die Nacht über umbergeirrt war, den Pranger gestellt werden, schon zur Warnung; werth wäre führte es den verhängnißvollen Sprung in den Kanal am Freitag in aller Frühe aus. Der aufgefundene Schirm und Damenhut sie allerdings noch etwas Anderes. find als Eigenthum der Grzezkowiat bereits erkannt worden, ebenso der Herrenhut als Rappler gehörig. geschah mittels Rädertienen und auf Aderwagen gestellter großer warten durfte, halten, wie doch ein jeder nach der Annonce er- Rappler das Paar in der Leipzigerstraße und machte ihrem einem auf auf seinem Wasser aus aber bald von der Wahrheit der Aussage, die mir ein Kamerab don der fur Rebe stellte, gab er die Antwort,„ daß er sein Waffer allein brauche". Inzwischen hatten die Ortsangesessenen, da die Brand: Hofe des Barons geöffnet und aus dem Pfuhl Waſſer geschöpft." Kann man chriftlicher handeln als diese Ordnungsfäule, Baron Und Hauptmann Trütschler von Falkenstein?! Das dankbare Vaterland. In der Voss. Ztg." finden traße 38." Am Morgen des 3. Juli d. J. wurde der Gelbgießer. wit folgende recht charakteristische Bettelnotiz: Der bevorstehende Abbruch des neben der Elisabethkirche " Der am 3. Juli 1866 in der Schlacht bei Königgräh blindgeschossene frühere Landwirth Robert Trend, der an seinen vorhandenen Hauses der 18. Gemeindeschule, vom Volksmunde die Feldschule" genannt, läßt, so schreibt die Voss. 3tg.", einen Berlegungen außer feiner Blindheit noch gegenwärtig schwer Rückblick auf die Entwickelung des dortigen Stadttheils gerecht geselle Koch aus Berlin unweit Köpenick infolge eines Streites leiden hat, bittet edelmüthige Menschen, seiner und seiner Kinder zur bevorstehenden Festzeit wieder zu gedenken. Gine fertigt erscheinen. Als die Schule im Jahre 1828 unter der Be- mit zwei unbekannten Männern durch einen Revolverschuß schwer ärztlich verordnete Brunnentur im Sommer mußte aus Mangel zeichnung Kommunal- Armenschule des 13. Schulbezirks" mit verlegt und starb wenige Tage darauf. Die Staatsanwaltschaft II. an Mitteln unterbleiben. Vielleicht wirft das Mitleid theil- vier Klassen in einem einstöckigen Gebäude an der Ecke der heu- hierselbst macht nun bekannt: Es ist bisher nicht gelungen, dennehmender Menschen zum Feste einen Lichtstrahl in sein nächt- tigen Invaliden- und Ackerstraße eröffnet wurde, dehnte fich von jenigen, der auf Koch geschossen hat, zu ermitteln. Die beiden liches Dunkel. Die Wohnung Trends ist Berlin W., Golz- brochene Acker- und Weidefläche bis zum Gesundbrunnen aus. Denen der eine mittels eines Revolvers auf R. schoß und ihn am hier aus nordwärts noch eine weite, durch Lehmhügel unter- Unbekannten, mit denen K. einen Wortwechsel gehabt und von Den Berlinern ist Herr Trend seit vielen Jahren bekannt. Von dieser war dem Magiftrat bei der Separation der Ber- Oberschenkel verwundete, werden von den Begleitern des VerGr läßt teine Gelegenheit vorübergehen, ohne dem Bublikum sein linischen Hufen" ein„ Ackerſtück“ zugefallen. Ein Theil davon storbenen wie folgt beschrieben: Der eine derselben war ungefähr allerdings entfezliches Unglück ins Gedächtniß zurückzurufen. wurde zu dem erwähnten Schulhausbau verwerthet, einen 19-20 Jahre alt, von fräftiger Gestalt, schmaler Gesichtsbildung, größeren Abschnitt schenkte der Magiftrat zu Bauplägen spißem Stinn, bartlos, blonden Haaren; er trug zur Zeit einen die reichlichfie Unterstützung, daß diese aber erst auf dem Wege und für ein Pfarr- und Rüsterhaus. Inzwischen hatte geknickten Hut. Der andere war etwa sechzehn Jahre alt, hatte für die im Jahre 1885 eingeweihte St. Elisabethkirche dunkelbraunen Jacket- Anzug und einen braunen, weichen, einMillionen des Reichsinvalidenfonds unglaublich erscheinen, wenn Privatbett- lei aufgebracht werden soll, könnte Angesichts der sich die Bevölkerungssiffer in dem angrenzenden„ Boigt blondes Haar, fleine schmächtige Gestalt mit voller Gesichtsnicht schon eine alte Geschichte wäre, daß bei uns nach oben efteigerten Schulbedürfniß nicht mehr genügen tonnten. er trug einen dunklen Jacket- Anzug und kleinen schwarzen weichen vier Klassenzimmer dem bildung und gleichfalls etwas braun gebrannter Gesichtsfarbe; Löffel nur halb gefüllt werden. während nach unten selbst die& tam daber dem Magiftrat ganz erwünscht, daß der out. Alle diejenigen, welche die beiden oben beschriebenen ÜnKonsistorialfistus" das fleine Schulhaus zur Einrichtung einer befannten von Person fennen, werden ersucht, hierher zu den lation mehr nach den Vororten der Stadt verlegt wird, arbeitet erwerben wollte und sich zugleich erbot, von dem ihm geschenkten| Der Baustellenwucher, der neuerdings von der Speku Pfarrwohnung und Küsterei für den Preis von 7000 Thalern Atten IIIa J. 740/92 Nachricht zu geben. Unterschleife, deren Höhe sich noch gar nicht übersehen auswanderung von Arbeitern nach entfernter gelegenen Stadtliche Fläche kostenlos abzutreten. Am 1. Oftober 1841 fonnte läßt, hat sich der in der Amts- und Polizei- Verwaltung in theilen und Vororten veranlaßt hat, wirkt er noch immer ver- die Schule bereits das mit 10 Klaffen ausgestattete neue Heim Rudorf beschäftigte Vollziehungsbeamte Wolff zu Schulden der es wie und Sonntagsplauderet. Sonntag land" so erhöht, feiler wie Brombeeren, hat man aber ein bestimmtes Gesez, mit einem französischen Bayonett erstochen wird. Man und niemals soll man den Tag vor dem Abend loben. zeichnet in überwallendem Patriotismus ohne eine Allerdings würde man bei uns sehr bald ein HeilSpur von Gewissensbissen heut zu Tage russische mittel finden, wie man ja mit einem Rezeptlein innerR. C. Und fommt nun endlich die Weihnacht heran, Anleihen und freut sich, daß Väterchen den Säckel halb der schwarz- weiß- rothen Grenzpfähle stets bei der mir das Geld in der Westen" Dichter in dem schönen Liede, welches von der schönen Lore füllt, und man freut sich noch mehr, wenn diese Werthe Hand ist. steigen, denn der Rubel fennt keine Landesgrenzen und kein Wir erhalten die lex Heinze mit ziemlicher Winkel am Thore handelt. Selbst dieser Dichter rechnet Nationalgefühl; aber der Dummkopf, der sich bei anderen Sicherheit, wir ahnen eine lex Ahlwardt, vor einer lex uf ein zahlungsfähiges Publikum, und heute am goldenen Geschäften ertappen läßt, ist werth, daß er verbrannt wird, Löwe und lex Krupp sind wir vorläufig noch sich er. Wort. Die Geschäfte stehen wieder offen, wie in alten jelbst wenn es auch nur" ein Jude ist. Und Alles schlägt Würde bei uns ein großer Schwindel aufgedeckt werden, hat überhaupt die zahlungsfähige Moral das Eagen: strömt herbei, ihr Völkerschaaren und wer kein beute au seine Brust, mit froinmem Augenausschlag sagt so würden wir eine dementsprechende lex erhalten, und Alles Geld hat, bleibt draußen. Das ist der Nebenklang zu dem man wie jener Pharisäer:" Ich danke dir, Gott, daß ich bliebe beim Alten. Friede auf Erden", und wer dabei ein Wohlgefallen| nicht so empfindet, dem ist kaum zu helfen. Gewiß stehen die Weihnachtsbäume an den Straßeneden, und statt des berühmten Kaffetten derjenigen unserer Mitbürger sehen könnte, Lücken Weihnachtswetters lächelt der Himmel nationalliberal, und die Bildung und Besiz" für sich in Anspruch nehmen! liebevollen Arm den die Menschheit watet im Schmuze einher. Natürlich blühen Vielleicht und höchstwahrscheinlich sitzen sie, wie Cerberus, find die Gesetze ganz gut, und man soll sie nicht ganz verArt, und Noth und Elend hat ein Ende. In jedem Jahre" Ich bin ein Preuße, kennt Ihr meine Farben!" Ein die großen frei und ohne Fehl hindurchgehen. Wenn man die Creme der Gesellschaft löst die soziale Frage in ihrer sie singen, daß ihnen die Augen zum Kopf heraustreten: maschen unr immer die kleinen Sünder hängen, während wiederholt sich das glorreiche Schauspiel, und in jedem Jahre Jeder macht in Patriotismus, wenn es nichts tostet, oder also auf Sünder fahudet, soll man es umgekehrt machen wird einmal Friede auf Erden verkündet, aber nicht noch lieber, wenn es etwas einbringt, aber wenn der wie die Fischer. Sie fangen die großen Fische leichter, wie immer blühen die Judenflinten, und am Frieden wird Steuererheber kommt, macht jeder ein saures Gesicht. Das die kleinen, aber auch bei uns wird es anders werden, Ichließlich nicht einmal so viel an ist im Leben häßlich eingerichtet, daß bei den Rosen stets denn die Kommission zur Berathung des bürgerlichen Geeinem fröhlichen Kriege. Ein alter Spruch lautet: die Dornen stehn, und wer dem Erbfeind gerne in die fezbuches tagt noch immer, und was man von ihr verund Christ, kind, Dich liebsten den Offenbarungseid, nimmt, das könt wie ein Grabesruf aus einem vermoderten verdient, wie Heiliger Brimborius, wer in die Geldschränke und so bleibt dem findigen Forscher nur übrig, sich die und auch er entgeht dem Staatsanwalts. Im Allgemeinen Dor allem Bösen, es macht Pläfir, wenn man es ist, es wenn es an's Zahlen geht. macht Verdruß, wenn man's gewesex." Heut zu tage freilich| hon Be für auf 5. 1. iben refe bis Aber = Gewölbe. ein Barbar. Mit Recht wird ein Schöneberger ift es gefährlich, als Mensch und Christ" vor etwas zu Verachtung auf das fündige Frankreich, wo man feinen Sie amüsirt sich, so gut wie sie kann und so lange, wie fie So blicken die steifleinenen Patrioten mit sonveräner Doch das macht nichts, die bürgerliche Welt amüsirt sich. tann. Fräulein Duse, die italienische Tragödin, beherrscht warnen, auch der unschuldigste Thebaner geräth leicht in Panama Standal ausfechtet. Die Kleinigkeit von den Verdacht des Antisemitismus, und vom Antisemitismus anderthalb Milliarden ist irgendwelchen Leuten in die die Situation vollständig, und wer sich zehn Mark leiften zum Ahlwardtsgläubigen ist schließlich nur ein Schritt. falsche Tasche gerathen, Niemand weiß so recht, wohin das kann, der darf sich seiner Unkenntniß der italienischen Sprache aufgerührt werden. es ist immerhin sehr unangenehm, wenn alte Geschichten Geld geflossen ist, und unsere wackeren Geldmänner stehen öffentlich rühmen. Schließlich gehört ja Italien auch zum Mit dem Erbfeind soll sich niemand groß da. Es ist ganz selbstverständlich, daß bei uns so Dreibund, und der Mammon kommt in letter Linie einer tinlaffen, der auf Ehre und Reputation hält, sein Geld etwas überhaupt nicht passiven kann, wir frebsen mit befreundeten Macht zu Gute. Kunstverständniß ist Alles, tiecht nicht, wenn man es auf sogenannte legitime unserem Ahlwardtprozeß und freuen uns, daß wir Jemand/ und wer die Kunst nicht unterstützt, ist und bleibt nicht der Kunde, mit dem sich ein national empfindender machen dürfen. Als man in Frankreich den Wilson Millionenbauer als Mäcen gepriesen, denn Beise erhalten kann, aber der felige Boulanger war haben, den wir zum Sündenbock der öffentlichen Meinung Mann einlaffen soll. Zwar morden die Russen wahr Schwindel aufdeckte, tauchte bei uns der Hofrath Manché fürzlich, um auch seinerseits nicht hinter anderen Kunst heinlich die Söhne, Gatten und Brüder des deutschen auf, man war mäuschenstill, denn es ist ganz klar, verständigen zurückzubleiben, das Lessing- Theater besuchte, belict, auch mit ausländischen Instrumenten, aber Skobeleff, und Würdigkeit verliehen werden und unter jedem bunten Sie, mein Herr, brauchen Sie vielleicht ein Glas?" h Boltes, wie sich ein autisemitisches Blatt geschmackvoll aus daß bei uns Orden und Ehrenzeichen nur nach Verdienst fragte ihn der Logenschließer sehr bescheiden: Berzeihen Bleichfalls feligen Angedenkens, war wenigstens nicht der Bändchen schlägt bekanntlich bei uns ein Heldenherz. Jott bewahre," antwortete der Krösus, id drink' aus de Besteller, und im Grunde genommen fann es jedem gleich Wenn Jemand in die Zukunft sehen könnte! Vielleicht fein, ob er mit einem deutschen Kolben erschlagen oder ruht im Zeitenschooße auch bei uns ein schwarzes Loos, Se BE Bulle" als er 29 Amtsvorsteher mit der Beitreibung bezw. Ginziehung sämmtlicher| antragte der Staatsanwalt 1 Woche Gefängniß und Polizei- Strafgelder und Steuern anderer Ortschaften, welche 50 Mark Gelbbuße. Der Gerichtshof erkannte auf 100 Mart letztere die dortige Behörde dazu requirirten, beauftragt. Be- Geldbuße. kanntlich sind dazu nach dem Gefeße mehrere Handlungen er forderlich, u. a. Mahnung und Pfändung. W. zog nun von den Frankfurt. In dem Prozeß der Boltsstimme" gegen den Leuten die Beträge ein, fertigte aber dennoch ein fruchtloses Redakteur der Frankfurter Beitung" fand vor einigen Tagen Pfändungs- Protokoll aus, indem er dasselbe mit dem betreffenden vor dem Schöffengericht die Verhandlung statt. Die VoltsNamer selbst versah. Vor einigen Tagen wurde bei der Amts- ftimme" batte bekanntlich Ende April d. J. die Behauptung kaffe semerkt, daß verschiedene fleinere Beträge noch nicht eingebracht, der Miteigenthümer der Frankfurter Sozietätsbruckerei, 9gangen waren, sofort wurde der Amtsvorsteher davon in Herr Moritz L. Beer, habe einem neueingestellten Seger erklärt, Renntniß gefeßt, welcher auch eine Untersuchung anordnete. Als festerer habe sich, bei Gewärtigung der Entlassung, jeder Thätig. fich Wolff gestern verantworten sollte, erschien er nicht. Man feit für den Verband( der Buchdruckergehilfen) zu enthalten" fchickte nach seiner Wohnung, woselbst er aber seinem Leben durch Die Frankfurter Zeitung" erklärte darauf diese Behauptung für Grhängen ein Ende gemacht hatte. Der Grund zu den Unter eine freche Berleumdung" und weigerte sich, eine Berichtigung der schleifen ist in Nahrungssorgen zu suchen, da W. nur ein jähr Volksstimme" zu bringen. Es blieb dieser schließlich nichts anderes liches Einkommen von 800 M. bezog. übrig, als eine Beleidigungsflage anzuftrengen, um den Wahrheitsbeweis zu erbringen. Das Nähere über die Gerichtsverbandlung werden wir mittheilen. Der Beklagte, Redakteur Listowsky, wurde in eine Strafe von 25 Mart und in die Kosten verurtheilt. Die Widerklage wurde abgewiesen. Wie eine Lokalforrespondenz berichtet, hat die Polizei behörde eine Falschmünzerbande entdeckt und verhaftet, als deren Mitglieder der Arbeiter" Karabka und ein Maler Weber von hier, sowie der Maler Wehnert aus Weißensee bezeichnet werden. Die angefertigten Falschstücke sollen übrigens recht mangelhaft gewesen sein. " " Soziale teberlicht. Bergnügungsverein Norb, Sigung Sonntag Abends 6 the bet eller im Restaurant Bendrich, Brandenburgstr. 60. Artistentlub Humor, Sigung Sonntag, den 27. Nov., Nachin. 5 h Nach derselben Tanz und Fidelitas. A Theater Berein Suftige Geeten, Sonntag 4 Uhr bei Stehman Melchiorstr. 15. Gigung, Tans, Fidelitas. Vergnügungsverein 2 u ft tg, Sonntag, Staltzerftr. 54( S. Senfe), 5% thr: Theaterverein Concordia", Sigung Sonntag, Nachmittag 5 Uhr, bi Krebs, Ohmgaffe 2. Nach der Sigung Fidelitas. Pri vat- theatergesellschaft und Artifentlub„ Sumor". Sigung Conntag, ben 11. Dezember, Rachmittags 6 Uhr, im Restaurant Menorte, Brandenburg straße 60. Wichtige Tagesordnung. Nach derselben Fidelitas. Pfeifentlub elfenfeft, abends 9 Uhr, Rönigsbergerstr. 20 bet Schabrobl Rauchtlub Beiße Wolte, Abends von 9-11 Uhr, Bernauerfir. 14 Rauchtlub Elvira, Abends 9 Uhr bet Lehmann, Friedrichsfelders traße 27. Kartentlub& uftige Brüder" Krautstr. 48, Abends 8 Uhr bei Ernst Radike. " Sprecisaal. Die Rebattion ftellt die Benugung des Sprechsaals, soweit der Raum bafil abzugeben ist, dem Publitum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Interesses zur Verfügung; sie wahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit den Inhalt desselben identifizirt zu werden. Geschäftssozialismus. Marktpreise in Berlin am 16. Dezember, nach Ermitte Auf die Ausführungen des Deftillateurs Herrn Emil Böhl in lungen des Polizeipräsidiums. Weizen per 100 Kg. guter von der Nr. 294 des Vorwärts" habe ich zu erwidern, daß meine Au 15,50-15,00., mittlerer von 14,90-14,50 M., geringer von Krankenkassenwesen. Der Reichs- Anzeiger" veröffentlicht führungen feineswegs dahin gingen, ein Parteigenoffe, der e 14,40-14,00 M. Roggen per 100 kg. guter von 13,30-18,00 m., folgendes Reichsgesetz:" Mitglieder solcher eingeschriebenen Geschäft betreibe, dürfe überhaupt nicht annonciren. Ich wande mittlerer von 12,90-12,70 M., geringerer von 12,60-12,40 M. und auf Grund landesrechtlicher Vorschriften errichteten mich einfach nur gegen die Manier, daß jemand immer und Gerste per 100 kg. gute von 16,50-15,70 W., mittlere von Silfstaffen, welche am 1. Januar 1898 die im§ 75a immer mit der Bezeichnung Barteigenoffe" paradirt und sich 15,60-14,90 W., geringe von 14,80-14,00 M. Hafer per 100 Kg. Des Krankenversicherungs- Gefeßes vorgesehene Bescheinigung als solcher den übrigen Genossen aufdrängt, einzig zu dem zwed, guter von 15,90-15,20 9., mittlerer von 15,10-14,50 9, noch nicht erhalten, aber bereits vor diesem geringer von 14,40-13,70 M., Stroh, Richt- per 100 kg. von die hierzu erforderliche Abänderung der Statuten mit dem An- ist. Ob Herr Böhl sich getroffen fühlt, das ist seine Sache, 4,40-8,80 m. Seu per 100 g. von 6,60-5,00. Grbfen trage auf fernere Bulaffung oder Genehmigung bei der zu feinesfalls founten jedoch seine Ausführungen das Uebel, auf das per 100 Rg. von 40,00-25,00 M. Speisebohnen, weiße per ständigen Stelle eingebracht haben, bleiben von der Verpflichtung, ich hingewiesen, irgendwie beschönigen. 100 Rg. von 50,00-20,00 2. Linsen per 100 Kg. von 80,00 ber Gemeinde- Krankenversicherung oder einer nach Maßgabe des bis 30,00 M. Kartoffeln per 100 Kg. von 6,00-4,00 M. Rind- Krankenversicherungs- Gesezes errichteten Krankenkasse anzugehören, fleisch von der Keule per 1 Kg. von 1,60-1,00 W. Bauchfleisch noch bis zum 1. Juli 1893 befreit, wenn für die Mitglieder per 1 Kg. von 1,40-1,10 M. Schweinefleisch per 1 kg. von dieser Kaffen auf Grund des§ 75 des Gesetzes vom 15. Juni 1,50-1,10 M. Ralofleisch per 1 Kg. von 1,60-1,00 m. Sammel- 1883 und der am 31. Dezember 1892 geltenden Kassenstatuten fleisch per 1 Kg. von 1,50-0,80. Butter per 1 Kg. von 2,80 eine solche Befreiung besteht. Bis zu diesem Zeitpunkte haben bis 2,00 M. Gier per 60 Stück von 6,00-2,60 m. Fische per die bezeichneten Kassen der Bestimmung des§ 49 a des Kranken1 Rg.: Karpfen von 2,40-1,20 M. Male von 2,80-1,20 m. versicherungs- Gesezes nur insoweit zu genügen, als es sich um Zander von 2,40-1,00 m. Hechte von 1,80-1,00 m. Barsche den Austritt von Kaffenmitgliedern handelt." Don 1,60-0,75 M. Schleie von 2,50-1,00 M. Bleie von 1,40 bis 0,80 M. Krebfe per 60 Stück von 8,00-2,00 M. Polizeibericht. In der Nacht zum 16. d. M. bemerkte ein Bettelankleber, daß gegenüber dem Hause Kupfergraben 4 ein Mann und eine Frau in den Spreefanal sprangen und ertranten. Die Leichen sind bei der Durchsuchung des Wassers nicht aufgefunden worden. Am 16. d. M. fanden 5 Brände statt. Gerichts- Beitung. Versammlungen. Im Fachverein der Uhrmacher und verwandter Berufs, genossen Berlins und Umgegend sprach am 10. d. M. Genoffe Timm über die„ Pariser Kommune". Dem sehr interessanten Vortrag folgten reiche Beifalls bezeugungen von seiten der Anwesenden. Hierauf wurden die. Kollegen Hennig, Reiter und Hoffmann einstimmig zu Kaffenrevisoren gewählt. Nach dem verschiedene Vereinsangelegenheiten ihre Erledigung gefunden hatten, gab der Vorsitzende bekannt, daß am 7. Januar des Schuhwaaren- Fabrik. Albert Brückner. Hiermit schließen wir die Polemik. Die Redaktion. Literarisches. H. der Den Abonnenten des ,, Wahren Jakob" wurde feitend eine angenehme Ueberraschung bereitet. Die Weihnachts- Numme ( Nr. 167) des genannten Blattes erschien in prächtigster Aus ftattung und in doppelter Stärfe nebst einer Runstbeilage " Borbei!" Außer zwei in Farbendruck ausgeführten Bildern " Germania und die Militär- Vorlage" und" Der Sozialdemofral fommt!!" darstellend, enthält diese Nummer unter vielem andere zwei hübsche, reichillustrirte Erzählungen: die zweite Beilag bringt einen orientirenden Bericht über den Parteitag in Berlin, welchem ein zweifeitiges Bild:" Stizzen vom sozialdemokratischen Parteitag" beigegeben ist. Der Preis dieser Nummer beträgt ebenfalls nur 10 Pf. Dermilchifes: Genoffe Hohlwegler, Redakteur des Vereins- Anzeiger" nächsten Jahres eine ordentliche Generalversammlung im ( Malergehilfen- Organ), hatte sich geitern vor dem Schöffengericht Vereinslokal tagt, fowie, daß am 2. Weihnachtsfeiertag Borin Wioabit gegen die Anflage zu verantworten, den Malermeister mittags 10 Uhr im Vereinslokal ein Frühschoppen- Kommers der leber eine merkwürdige Verhaftung berichtet die Elber Albert Schmidt aus Friedrichshagen beleidigt zu haben, Mitglieder stattfindet. felder„ Freie Presse" unterm 15. Dezember: Ein Bürger unserer und zwar durch Veröffentlichung eines Artikels in der Nummer 38 des von ihm redigirten Fachorgans. Der„ Giner von den Sonntag, den là b. M., Nachmittags 4 Uhr, im kekal„ Arminhallen, Komman: Abend ein hiesiges, vielfach frequentirtes Gasthaus, um, von d Achtung! Schuhmacher! Deffentliche Bersammlung der Schuhmacher am Stadt, dessen Frau vor Kurzem gestorben ist, benutzte vorgefter Kleinen" betitelte Artikel enthält den Abdruck ber Bedingungen, dantenir. 20( oberer Saal). Tagesordnung: Stand des Streits einer ötesigen Arbeit tommend, sein Abendbrot dort einzunehmen. Bald barauf unter benen bei Schmidt gearbeitet wird, und die jeder durch Unterschrift anerkennen muß, der bei diesem Beschäftigung erhält. den 18. Dezember, Abends& uor i bet Berliner Bodbraueret, Tempelhofer unserer Stadt es für überflüssig hielt, sich mit et Oeffentliche Versammlung für Männer und Frauen. Sonntag, erschien die polizeiliche Kontrolle, und da der betreffende Bürger Unter anderem ist da die Bedingung des pünktlichen Antritts Berg, Tagesordnung: 1. Bort ag bes Stadtverordneten Genoffen Frig Bubell Legitimation zu versehen und eine solche nicht vorzeigen Die Vorwürfe herrschenden Sozialdemokraten gegen der Arbeit gestellt und für den jedesmaligen Berber Me Borming her boucheben wefellſchaft ben Gostathena vaten w..rbe er einfach verhaftet. Er gab seinen Namen und Wohnung stoß dagegen eine Strafe von 1,50 Mart an für ben swetten Berliner Reichstags- Wahltrets gemüthliches Betsammen- an, wurde aber nichtsdestoweniger in Haft behalten und gedroht. Die Beleidigung wurde nun in einer hieran fich fein ftatt. knüpfenden Bemerkung des betreffenden Verfaffers gesehen. Der Boris Gemeinde, fenthaler er utensch als Hauswefen. Troft wurde ihm folgender Geleitsbrief mit auf den Weg s Freireligiöse 38. 1. Sonntag, 18. Dezember, erst gestern Vormittag gegen 11 Uhr aus der Haft entlassen. Kläger erflärte auf den Vermittelungsvorschlag des Richters hin, 2. Montag, 19. Dezember, Abends 8 Uhr, befchließende Versammlung. geben: fich mit einer Ehrenerklärung zufrieden geben zu wollen, wenn ein deutscher a calor, 3nfellte. 10, Berſammlung. Lages: Denfélben, welcher gestern Abend hier inhaftirt wurde, Nach Verein Schuhmacher( Filiale Berlin) 19. Dem Tagelöhner F. R. wird hiermit bescheinigt, daß gege ordnung Siche Sonntagsnummer, theiliges nicht vorliegt. Elberfeld, den 14. Dezember 1892, dieselbe im Vereins- Anzeiger und einem Friedrichshagener Blatte publizirt werde. Hohlwegler lehnte den Vergleich ab und wurde zu 60 M. Geldstrafe event. 20 Tage Haft verurtheilt. So hoch bemessen wurde die Strafe, weil der Artikel zur Berhebung zwischen Arbeitgeber und Arbeit nehmer beizutragen geeignet sei" " Der Polizei- Inspektor: Woytichekowsky." Depeschen. ( Depeschen des Bureau Herold.) Counte Norbbeutsche Schwierigkeiten bezüglich Beschaffung eines Saales für die Ver Verein der Arbeiter und Arbeiterinnen der Buch- Papier- und sederwaaren- Industrie. Montag, den 19. d. M., Alte Jatobftr. 75, GeneralDerfammlung. Anträge zum Verbandstag. Privat- Theater- Gesellschaft Hoffnung. Sigung Montags bei Sauermann, Adalbertstr. 8. Bergnügungsverein Borussia. Sonntag, den 18. Dezember, 5 Uhr, Es ist unbedingt nöthig, daß die Elberfelder Polizeiverwaltung bei Wollschläger, Blumenftr. 78, Sigung mit Damen, Fidelitas, Vorträge. Eine Auflage wegen Doppelche wurde gestern vor der beide fellt am conntag, ben is. Dezember, Berninbauer, giebt, Rein Gesez schreibt vor, daß ein Drtsangehöriger Leg Ethische Gesellschaft. Am 13. Abends T uhr, über das seltsame Vorkommniß eine öffentliche Erklärung zweiten Strajkammer des Landgerichts 1 gegen die Wäscherin Bornag des Fräulein Baader über„ aſſet die kindlein zu mir kommen und timationspapiere bei sich führen und andernfalls sich unter Un Johanne Bartsch verhandelt. Der Prozeß hatte einen roman- mehret ihnen nicht". Die zweite Grenadierstr. 83: Bortrag des Herrn WaldeckManasse über:" Gehorsam und Strafe. ständen die Hajt gefallen lassen müsse. tischen Beigefchniad. Die Angeklagte hat einjt beffere Tage ge Arbriter sildungsschule. Sonntag Bormittag 10-12 Uhr: Südfehen. Im Jahre 1870 heirathete sie einen Fabrikanten in der Schule, Sagelsbergerfir. 43: Unterricht in: Rechnen( unt.); Ot- Schule, Proving. Die Ehe war eine so unglückliche, daß die Angeklagte Martusftr. 31: Unterricht in Buchführung und oberes Rechnen. Arminhallen, Kommandantenftr. 20: Unterricht in der Nationalötonomie. Montag, ihren Mann nach kurzem Zusammenleben wieder verließ. Šie Abends s 10% Uhr: Süd- Schule, Hagelsbergerstr. 48, Unterricht in wandte sich nach Berlin, wo sie Stellung fand. Jm vorigen Physiologie, Süd- Osschule, Reichenbergeritr. 133: Unterricht in BuchJahre, also 21 Jahre nachdem fie die erste Ehe eingegangen ogit. Norb Schule, Mülleraraße 179a: Rechnen( unt.); Deutsch( oberes). führung und oberes Rechnen. Oft Schule, Markusstr. 31: Deutsch( oberes) war, heirathete sie einen Herrn, dem sie lange als Birth- n alle Lehrfächern, mit Ausnahme der Buchführung, tönnen noch schafterin gedient. Die Trauung fand am Krankenlager statt, Schüler und Schülerinnen, auch jetzt im Baufe des Semesters, eintreten. Köln, 17. Dezember. Der Parteitag der rheinischen Sozial wenige Tage darauf war die Angeklagte Wittwe. Ihre Annahme, ajer, Bormittags 10% Uhr im Restaurant Schömann, Heimstr. 16. Sozialdemokratische Lese- und Diskutirklubs. Sonntags. Max demokraten findet am 15. Januar in Düsseldorf statt. Im daß auch ihr erster Ehemann verstorben sei, erwies sich als irrig und nun wurde die Angeklagte, welche durch die zweite Che suhe: Uebungsfiunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Arbeiter- Sängerbund Serline und Umgegend. Montag, Abends fangs als Ort des Parteitags gewählten Crefeld entstanden feineswegs in den Besitz von Glücksgütern gelangt war, sondern und verw. Berufsgen. Annenstr. 14 bet Ehrenberg. Schleife, Naunynitr. 86 bei gubeil. Stebertafel der Maler handlungen. - Garmonte 2 Landssich durch ihrer Hände Arbeit ernährte, wegen Doppelehe zur bergerfiraße 81 bei Musehold.- Zonblüthe, Görligerstraße 68 bei Zolts( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Berantwortung gezogen, ein Verbrechen, welches der Gesetzgeber dorf. Blüthe, Prenzlauer- Allee 26 bei Riebel. Sängerchor der mit einer Zuchthausstrafe bis zu 5 Jahren bedroht, wenn nicht ob poffnung der Zimmerer Berlin West, Kuimfir, 36 bet Raumann. Chirurgischen Branche, Alte Schönhauferstr. 42 bei Neimann. Hamburg, 17. Dezember. An der heutigen Börse wieder mildernde Umstände angenommen werden. Der Gerichtshof hielt stethheit, Pappel- Alee 3-4 bet struse, ben vorliegenden Fall dazu angethan, auf die zulässig niedrigste bergerstr. 24 bei Baggolb.- 2 te besfre their be Sängerhain, Reichen: größerer Anzahl. Demgegenüber kann die Hamburgische Börsen Strafe je ch 3 Monate Gefängniß zu erkennen. Felsenburg, Stoppenstraße 43c.- Brüberfali( Bausotener), Stall Medizinalbureau keine Meldungen über Erkrankungsfälle Unter der Auflage der Beleidigung und des Diebstahls griz Fröhlich. Gangesblüthen, Süd- Ost 2, Naunynstr. 48 bei Cholera eingegangen waren.( Das Hamburger Medizinalbureau Roppenstraße 36, bei Reller. erfreut sich allerdings feiner uneingeschränkten Blaubwürdig hatte sich der Kriminalschußmann Böckel vor dem hiesigen Arbeiter Gejangverein Fretheit 2, Adlershof, bet Albrecht. Schöffengericht zu verantworten. Er wurde beschuldigt, bei einer verein& tederzweig, Hermsdorf, bet Gastwirth Sievert in Weidmannsluſt. Gejangverein Berliner Bildgauer, Ornament", Wrangelstraße 141 Haussuchung, welche er bei einem Grünkramhändler Lau vor- bet Schmidt. zunehmen hatte, sich unberechtigt Gegenstände, speziell ein Paar Straße 44. Gefangoerein Collegia 1", Manteuffelstr. 9 bei Nowaits ( richten an G. Schröder, Nostigittaße Nr. 29, 8 Treppen.) Theaterverein Borussia bei Herrn Odert, Beugbofitraße 8. Privatheatergesellschaft und Artiſtentlub Belle Aittance bet Herrn Lehmann, Beushofur. 8.- Theater- und Bergnügungsverein& Imenhorst bei Herrn Herrath, Boechstraße 7.- Freundschaftlicher Bartverein bet Herrn Krichte, Nostizstraße 12. berg. Zambourverein Suf bei Sperling, Inselstr. 1. Stalta bei Rohrsdorf, Bantitraße 4. Turnverein Fichte", Lichtenberg, Schölzel's Geefchlößchen. Zambourverein uf" bet Sperling, Jufelstr. 1. Krüger. Myrihenblätter, Belforterstraße 15, bei Schneider. schreiberstraße 29, zum Gichenen Stab. 1 Gefang teit. D. R.„ V.") Marienwerder, 17. Dezember. Das Resultat der Reich Treu und Feft", 8-10 Uhr We.denweg 1 bet Bölbice tagserfazwahl im Wahlkreise Stuhm- Marienwerder liegt nu Handschuhe angeeignet zu haben. Es hat lange gedauert, ehe ane Buschriften, den Bund der gefelltgen Arbeitervereine betreffend, find zu und Wessel( Reichspartei) 7330 Stimmen. Ersterer ist mithin Sund der geselligen Arbeitervereine Serlins und Umgegend. mehr vollständig vor. Danach erhielt v. Donimirsti( Bole) 842 das Strafverfahren gegen den Schußmann eingeleitet wurde. Von der Staatsanwaltschaft war die Erhebung der Antlage s. 3. abgelehnt worden, auf erhobene Beschwerde hat aber schließlich das Kammergericht die Einleitung des Verfahrens angeordnet. Durch eine ausgedehnte Beweisaufnahme, zu welcher der Vertheidiger Rechtsanwalt Dr. Th. Friedmann eine Anzahl Entlastungszeugen geladen hatte, kam das Schöffengericht zu der Ueberzeugung, daß sich der Angeklagte sowohl des Diebstahls als auch verschiedener beleidigender Ausdrücke über den Zeugen Lau schuldig Alexandrinenstraße 32. Sonntag: gewählt. Kammer die Ermächtigung Paris, 17. Dezember. Wie der Jour" melbet, wirb ber Theaterverein Barzantria bet Herrn Odert, Generalprof rator von den Prasidenten des Senats und ber zur Verfolgung jener politifchen Turnverein Fichte in Schölzel's Seeschlößchen in Bichten: Persönlichkeiten verlangen, welche angeblich als Theilnehmer de Geselliger Verein Garantiefyndikats Checks erhielten; es sind dies die Senatoren Grévy und Rénault, sowie die Abgeordneten Proust und Dugu Betreffs der Parlamentarier, die zugleich Journal- Leiter fub gemacht hatte. Der Angeklagte wurde deshalb wegen Diebstahls montag: Theaterveren Louisensädtischer Sumor, Manteuffelite. 9 ausgewiesenen Beträge behufs Zeitungsreklame oder zur Beein Sund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. würde die Untersuchung sich darauf zu erstrecken haben, ob die zu 14 Tagen, wegen der Beleidigung zu 3 Wochen und zu einer Gesammtstrafe von 4 Wochen Gefängniß verurtheilt. bet Schröder. Rauchtlub Frisch auf bet Schulze, Fürstenwalderstr. 12. Bergnügungs- Verein Alpen veilchen, Straußbergerstr. 8 bet Birks. Humorist. Berein" Pipifar" bet Krojche, Fichteftr. 29. fluffung eines Votums gezahlt seien. Der Deputirte Mège ver sichtete angesichts der angeordneten Untersuchung darauf Gefang, Turn- und gesellige Vereine. Sonntag. Privat- Theater bereits angekündigte Interpellation betreffs Cornelius Hers gesellschaft alhalla, jeden Sonntag Nachmittag 5 Uhr Restaurant Lautenbach, Cuvrytraße 77. Theater- und Bergnügungsverein Sar- zubringen. Theaterverein 5 Uhr Beughoffraße 8. Die An- etin, heute Nachmittag Concordia Beughofmaße 8 bet koch. Theaterverein Othello jeden Sonntag 4 Uhr bet Joge, Köpenickerstr. 191. Nachher: Fidelitas. Vergnügungsverein Nord, Nachmittags 5 Uhr Fennдr. 6 bei Krüger. Bergnügungsverein Germania, alle 14 Tage Bersammlung LinienZu dem Thema„ Animirkneipen" gehört der Bierpanfch Prozeß, welcher gestern vor dem hiesigen Schöffengericht gegen die Gastwirthin Josefine Claase verhandelt wurde. getlagte ist die Juhaberin einer derartigen Kneipe, in welcher die Geschäfte auf der Liebenswürdigkeit und dem Durst der Kellnerinnen beruhen. Sie wurde in einer Denunziation beschuldigt, daß sie fortgesetzt die Bierreste, welche von den Gästen in den Gläsern gelassen worden, in besondere Bierflaschen füllte, diefelben auf Eis stellte und mit dieser angenehmen Flüssigkeit dann gelegentlich des Ginzapfens das frische Bier verschnitt. Die Angeklagte bestritt diese unappetitliche Prozedur und be hauptete, das Opfer eines Racheaktes zu sein, im Termin traten aber drei Kellnerinnen auf, deren Bekundungen feinen Zweifel an der Richtigkeit jener Beschuldigung ließen. Der Staatsanwalt beantragte mit Rücksicht auf die Etelhaftigkeit und Ge sundheitswidrigkeit einer solchen Panscherei, ferner darauf, daß es fich bier um eine sogenannte Animirkneipe" handele, befiraße 150. Tambour- und Bergnügungsverein Gut seil, alle 14 Tage bei Seyffert, Drantenstr. 121. Bon 4 Uhr an. Bergnügungsverein Ginigteit 1890. Jeden Montag Sigung bei Roll, Adalbertstr. 21, Abends 9 Uhr. Alle 14 Taje Tanz Gefang- Turn- und gefellige Vereine. Montag. Gefelliger Verein 8 wiebelfiie, Rigdorf, Abends% 9 Uhr in Barta's Lotal, Berliner Bergnügungsverein Freundestreue, jeden Montag bei fraße 120. Möring, Admirafftr. 18c. Restaurant sum Butunftsstaat, Kastanien- Allee 35. Klub Reimer tagt jeben Montag Abend 10 Uhr bei Bahn. Bergnügungsverein Auf Belgoland Sigung jeden Montag s uhr bei inte, Bergstr. 54, Fidelitas. Bergnügungsverein Eulalia" bei Herrn Reggentin, Barnimfir. 4-5 eigung 6 hr. Briefhaffen der Redaktion. bit ein K. in M. 3hr Brief war mir persönlich nicht zugegange und muß in der Redaktion misverstanden worden sein. Ich habe fofort Auftrag gegeben, Ihnen das Gewünschte zu schicken. 28. 2 Berichtigung. Im Artikel Aus dem Handwerksburfche " Geselliger Klub Namenlos, jeden Montag im Leben"( gestrige Nummer, Rubrik" Soziales") muß es Beile 1 R. Drechsler, Oranienftr. Ein derartiger Verein ist un von unten heißen:„ fein Leben fristet"( nicht nicht bekannt. D. R. 1892. Nicht verwendbar. R. M. in R. 6,30 m. führt er er g 10 11 g b al en in all ig 128 hin ber ber en De rest que Qu Die ery bit gea habe 2 Gleich nach Weihnachten erscheint: Illustrirte Sylvester- Zeitung Sosialistischhumoristisch- fatirisdjen Jahalts, bon alten bewährten Genoffen mit geistreichem Wu. beißender Satire ausgefrattet. 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Dez., Abds. 6 Uhr, in den Sälen der Berliner Bockbrauerei, arrangirt von Mitgliedern der Gestern Mittag 12 Uhr starb nach furzem fchweren Leiden unser guter Gatte und Vater, der Schneidermftr. Johann August Hennig im 45. Lebensjahre. Dies zeigen Bekannten und Freunden in Schneider's Gesellschaftshaus, Proskauerstr. 37/38. Freien Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker Berlins u. Umg. tiefbetrübt an Tagesordnung: Vortrag des Genoffen Franz Berndt über: ,, Evolution oder willkürlicher Schöpfungsakt". Diskussion. Entree 10 Pf. Nach der Versammlung: Geselliges Beisammensein, verbunden m. Tanz. Mächste Versammlung am 1. Feiertag Abends im Elysium, Landsberger Allee. Vortrag des Genossen H. Peus. 612b Verein sämmtl. Arbeiter u. Arbeiterinnen der Wäscheund Kravatten- Branche. unter Leitung des Kollegen Herrn G. Graß. Anfang präzise 111 Uhr. n. Wohlthätigkeits- Matinée, arrangirt vom A. Hennig nebst Tochter. Die Beerdigung findet Montag, den 367/10 19. b. Mts., Nachm. 3 Uhr, von der Leichenhalle des Neuen Jakobi- Kirch hofes aus ftatt. 5966 Sonntag, 25. Dezember( 1. Weihnachtsfeiertas), in Pafter's Salon, Zentral- Verband deutscher Maurer Nene Königstraße Nr. 7: Grosses Weihnachtsfest bestehend in Konzert und Gesang unter gefälliger Mitwirkung des Gesangvereins Freie Sänger"( Mitglied des Arbeiter- Sängerbundes). Deklamationen. Große Verlosung. Plünderung des Weihnachtsbaumes. Eröffnung 5 Uhr. Tanz. Anfang 6 Uhr. Entree 25 Pf. Herren, die am Tanz theilnehmen, zahlen 30 Pf. nach. Billets find vorher beim Raffirer R. Ojust, Alte Schönhauserstraße 16; beim Cigarrenhändler Gumpel, Barnimstraße 42 und in den mit Plataten helegten Geschäften zu haben. 384/8 Der Vorstand. Zivil- Berufsmusiker! Versammlung der Freien Vereinigung am Dienstag, 20. Dezember, Vorm. 9 Uhr, bei Röllig, Neue Friedrichstr. 44. Zagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Bericht des Arbeitsnachweis- Vorstehers und dessen Neuwahl. 4. Bereinsangelegenheiten. Berschiedenes. Fragefaften. Zahlreiches Grscheinen erwartet 367/11 Der Vorstand. ( Zahlstelle I, Putzer) am 26. Dezbr.,( 2. Weihnachtsfeiertag), Mittags 12 Uhr, in der Berliner Resource, Kommandantenstraße 57. Programme à 25 Pfennig find bei folgenden Mitgliedern zu heben: J. Schulz, Puttbuserstr. 19; G. Schmidt, Memelerftr. 60; F. Gräschke, Lübbenerstr. 26; F. Kuhring, Mariendorferstr. 16: F. Lücke, Dresdenerstraße Nr. 130; G. Arndt, Landsbergerplay 1; A. Mattes, Diedenhofenerstraße 5 Simanosti, Ackerstr. 57; H. Gräschte, Stephanstr. 36; H. Zhielte, Schöne berg, Marstr. 2. Um rege Betheiligung bittet Das Komitee. Turnverein Fichte". 244/5 ( Mitgl. des Märt. Arb.- Turnerbundes u. d. Bundes der gesell. Arb.-W. Berlins.) Sonntag, den 25. Dezember( 1. Weihnachts- Feiertag): Große Weihnachts- Feier unter Mitwirkung des Gefangvereins Bruderherz( Mitgl. des Arb.- Sängerb.). in den Concordia- Festsälen( großer Saal), Andreasstr. 64, Eröffnung 5 Uhr. Anfang 6 Uhr. Eintritt 25 Pf. 334/1 Billets sind in allen mit Plataten belegten Handl. zu haben. Das Komitee, Nach schwerem Leiden entriß mir der Zob meinen lieben Mann, den Zimmer mann Friedrich Sommer. Dies zeige Freunden und Bekannten tiefbetrübt an. Die Beerdigung findet heute, den 18. d. M., Nachm. 2 Uhr, von der Leichen balle der Emmaus- Gemeinde in Briz aus ftatt. Ottilie Sommer, Sorauerftr. 6. C ta Qu Be im F qu de 51 D 19 nu R Qu be AL Be am fin 599b Fo in Ste Todes- Anzeige. Allen Genossen die traurige Anzeige, daß meine liebe Frau Anna Drescher verstorben ist. Die Beerdigung findet Sonntag, ben 18. 5. M., Nachmittags 1 Uhr, vom Trauerhaufe, Belforterstraße 3, aus statt. Um stille Theilnahme bittet Wilhelm Drescher. Berichtigung. NB. In dieser Versammlung werden die Geschäfte zu den Feiertagen Berliner Ressource, Kommandantenstrasse 57. Die Beerdigung des Steindrucker? ausgegeben. Verband der Möbelpolirer Berlins und Umgegend. ( In sämmtlichen Räumen.) Dienstag, den 27. Dezember( 3. Weihnachtsfeiertag): 272/9 Gustav Burg findet nicht auf dem Bions, fondern auf dem Georgen Kirchhof( Beißensee) statt. 6286 Außerordentliche General- Verfammlung Gross. Weihnachts- Vergnügen Serein deutscher Schuhmaher. Andreas- Straße Nr. 26: der Schneider und Schneiderinnen Berlins. ( Filiale Berlin.) Montag, den 19. Desember 1892, Abends 81/2 Uhr, bei Scheffer, Inselstraße 10: Zagesordnung: Tagesordnung: 1. Beschluß über das neue Statut. 2. Bericht über den Streit der Polirer in London. 3. Antrag auf Ausschluß eines Mitgliedes. Großes Konzert, ausgeführt von der verstärkten Haustapelle, unter Leitung 4. Abrechnung vom Stiftungsfest und Ausgabe von Billets zum Weihnachts- ihres Dirigenten Herrn A. Campi. Große Weihnachts- Bescheerung für vergnügen am 1. Feiertag in Thalia. 5. Gewerkschaftliches. 252/8 Kinder. Hierzu erhält jedes Kind beim Gintritt ein Loos gratis. Während Versammlung. Es ist Pflicht eines jeden Mitgliedes, in der Versammlung zu erscheinen. Der Kaffeepause: Vorträge. Nach dem Konzert: Tanzkränzchen. Herren, Neue Mitglieder werden aufgenommen. Der Vorstand. welche am Tanze theilnehmen, zahlen 50 Bf. nach. Won 62 Uhr an im 1. Berichterstattung über die Generals fleinen Saale Tanz. Eröffnung 4 Uhr. Billet 30 Bf. Anfang 51/2 Uhr. Um zahlreichen Besuch bittet versammlung zu Frankfurt a. M. Die Agitatione- Kommission. 2. Diskussion. Billets find zu haben im Zentral- Arbeitsnachweis und Auskunftsbureau 3. Berschiedenes und Fragetaften. der Schneider und Schneiderinnen, Schüßenstr. 18, Restaurant Freygang, in allen mit Plakaten belegten Handlungen und bei den bekannten Kollegen. Maler, Lackirer, Anstreicher und verw. Berufsgenossen Berlins u. Umgegend. Oeffentliche Versammlung mit Frauen Dienstag, den 27. Dezember( britter Weihnachtsfeiertag), Abends 6 Uhr der in Rommandantenstr. 77/79. Zagesordnung: 1. Die sozialen Zustände im alten Rom. Referent: J. Hohlwegler. 2. Diskussion.-Nach der Versammlung: Gemüthliches Beisammensein mit Tany. 234/4 Der Einberufer. Charlottenburg und Umgegend. Große öffentliche Volksversammlung am Montag, den 19. Dezember 1892, Abends 8. Uhr, in der Gambrinus- Brauerei, Wallstr. 46. Tages Ordnung: 1. Die neue Militärvorlage. Referent Albin Gerisch. 2. Diskussion. 3. Berichterstattung vom Parteitag. 4. Wahl der Vertrauenspersonen. Zu zahlreichem Besuch laden ein 341/1 Die Vertrauensleute. Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 18. d. M., Abends 7 Uhr: Zwei Versammlungen. 1. In den Arminhallen, Kommandantenstraße 20. Vortrag des Fräulein Bander über: Lasset die Kindlein zu mir kommen und wehret ihnen nicht." 2. Grenadierstr. 33. Vortrag des Herrn Waldeck Manaffe über: Gehorsam und Strafe." Nach beiden Versammlungen gemüthliches Beisammensein und Tanz. Gäste sehr willkommen. Achtung, Vereine! 140/14 Die Vereins- Vorstände resp. Vergnügungs- Romitees, welche uns mit Mufifaufträgen unterstützen wollen, werden gebeten, dieselben nicht an Vorstands noch Einzelmitglieder zu richten, sondern nur an den Geschäftsannehmer der Freien Vereinigung der Bivil- Berufsmusiker Berlins und Umgegend, von 11-1 Uhr im Restaurant Rosenstr. 30, denn nur im letzteren Falle fann der Verein die Verantwortung übernehmen, oder an Genossen Wernau, RosenStraße 30. 367b Der Vorstand. Produktiv- Genossenschaft Gäste haben Zutritt. 275/6 Der Bevollmächtigte. Verband der in vereinigten Bäderei- Arbeiter Berlins und Umgegend. Holzbearbeitungs- Fabriken Deutschlands. Filiale Berlin II( Morden). Dienstag, 20. d. M., Abenos 8, Uhr, Bergstraße 12: Versammlung. ( Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht.) u. auf Holzplätzen beschäft. Wir machen darauf aufmerksam, daß mit dem heutigen Tage unfere erte Arbeiter und Arbeiterinnen Bäckerei im Norden in der Rykestraße 3 eröffnet ist. Unser Prinzip ift, ein gesundes, nahrhaftes Roggenbrot zu liefern. Ferner soll diese Genoffenschaft ein Zufluchtsort für unsere gemaßregelten Kollegen fein, und bitten wir daher die Genoffen, uns beim Einkauf von Brot zu berücksichtigen. Bestellungen erbitten wir nach unferem Romptoir, Rytestr. 3. Der Vorstand. E. H. Kretschmer. J. Schlüter. Soeben erschien bei mir und ist durch alle Buchhandlungen und Rolporteure zu haben: Die Geheimnisse der Honigkuchen- Fabrikation der Firma Hildebrandt& Sohn. 131/1 Bon Hermann Koch. eines Raffirers. 3. Gewerschaftliches. Zagesordnung: 1. Bortrag. 2. Wahl 6266 4. Fragetaften. Gleichzeitig empfehle mein reichhaltiges Lager von gerahmten und ungerahmten Sinnsprüchen und Bildern berühmter Boltsvertreter. 174/4 Die Mitglieder werden an ihre Pflichten erinnert. Der Vorftand. Achtung! Achtung! Glaser. Th. Mayhofer Nachfl., Sozialdemokratische Buchhandlung, findet in Gratweil's Bierhallen, Berlin N., Weinbergsweg Nr. 15 b. Das Beste ist das Billigste. Die Uhrenfabrik von Am 20. Dezember, Abends 1/29 Uhr, Kommandantenftr. 77-79 eine Versammlung des Zentralverbandes der Glaser und verwandten Berufsgenoffen 84332 Dentfchlands, Sahlstelle Berlin, 165/5 C. Jägermann Nachf. Berlin W., Friedrichstrasse No. 77, nahe Jägerstraße. Gegründet 1866, 12 Mt. verkauft und versendet mit reeller 3jähriger Garantie Nickel Herren- Remontoir Marke ,, Diogène" beftes Schweizer Fabrikat, mit Emaille- Zifferblatt und Sekundenzeiger, Zeigerstellung durch die Krone Silberne Herren- Remontoir- Cylinder- Uhren mit Goldrand, auf 6 Steinen gehend ,,, Marke Teutonia" Silberne Herren- Remontoir- Cylinder- Uhren mit Goldrand, Ia, auf 10 Steinen gehend, Marke ,, Jägermann", beste silb. Cylinder- Herren- Remontoir- Uhr Silberne Herren- Remontoir- nere- Uhren mit Goldrd., Ia, 15 Steine Silberne Damen- Remontoir mit Goldrd., 2 filb. Kapfeln, 10 Steine 14 Karat Gold- Damen- Remontoir, 10 Steine, solide Uhr 14 do. do. do. do. 10 do. extrastart do. mit Schuhdeckel P. 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Klosets zur Verfügung, je 3 für Männer, die theilungen sehr verschieden; im allgemeinen aber ist sie ein Vorwärts" vom 17. d. M.) das Schlafstellenwesen als an einen Brunnen angebaut sind, und je 3 für Weiber, die an Jelängerjelieber. In der Station Wien arbeitet man 8 bis Glendserscheinung in hohem Maße entwickelt. Während im im Norden, Diten und Südosten der Stadt zahlreiche Straßen Wer da glaubt, daß die Arbeit der Diurnisten im Schreiben bedie übervolle Müllgrube grenzen. Wer Berlin fennt, weiß, daß 12 Stunden, je nach Bedarf. Der Bedarf ist natürlich groß. Jabre 1880 auf 10 000 Bewohner Berlins 542 Schlafleute tamen, wurden gelegentlich der Volkszählung vom Jahre 1890 existiren, deren Verhältnisse nicht im mindesten beffer find, als steht, der irrt sich. Sie werden auch zu Nachtwächterdiensten auf je 10 000 Bewohner 621 Schlaflente gezählt. In einzelnen die eben geschilderten. Das Material, dies zu beweisen, liegt herangezogen. Für die Nacht wird, allerdings erst seit neuester Bezirken, natürlich Arbeitervierteln, stieg die Zahl der Schlafleute der Sanitätskommiffion vor. E3 gelangt demnächst zur Ber Beit, ein Gulden bezahlt. Am vorhergehenden und am nache im Dezennium 1880-1890 ganz außerordentlich, so in der unteren folgenden Tag wird wie gewöhnlich gearbeitet. Der Zustand der Friedrichs- Vorstadt und Schöneberger Vorstadt von 1923 auf Arbeitsräume ist vielfach ein geradezu schweinischer. Die Venti4238, in der oberen Friedrichs- Vorstadt und Tempelhof von 8687 lation ist eine miserable. In der Gilgut- Expedition zu Wien quf 8437, in der jenseitigen Zuisenstadt von 8968 auf 13 455, in fickert das Wasser durch die Mauern. Dieses Bureau möchten wir der Stralauer Vorstadt von 9123 auf 14 014, im Rönigs- Viertel überhaupt der Aufmerksamkeit des Hoffrathes Jeiteles empfehlen. bon 3858 auf 6286, in der Spandauer Vorstadt von 3595 auf So wird dort z. B. der Ministerialerlaß, demzufolge den Be 5134, in der Rosenthaler Vorstadt von 5365 auf 9967, in der diensteten jeder vierte(!) Sonntag freigegeben werden soll, Oranienburger Borstadt von 4654 auf 7531, im Wedding von gänzlich ignorirt. Chikanen gegen mißliebige Untergebene find Aufruf an alle Gewerkschaften Deutschlands! 1922 auf 4190. Man ersieht aus diesen Zahlen, daß die Woh Der Streit in der Mauff'schen Schuhwaarenfabrik, Berlin, nichts Seltenes. nungsverhältnisse in Berlin, nicht nur, wie wir ohnedies mit Oranienstr. 189, dauert fort. Im Ausstande befinden sich nur Ju der französischen Schweiz war zwischen ben BuchRecht vermuthen konnten, sehr schlechte sind, sondern daß sie sich noch 13 Arbeiter und 2 Arbeiterinnen. Bisher sind von unserer brudergehilfen und den Buchdrudereibefizern auch trotz der verhältnißmäßig großen Bauthätigkeit unausgefeht Seite 2 Arbeiter und 1 Arbeiterin als Streifbrecher zu verein Tarif vereinbart worden, der am 1. Januar zur Einführung derschlechtern. zeichnen, denen man ihre Handlungsweise auf Grund des ihnen tommen sollte. Die Grundlage diefes Tarifs ist der NeunBei Gelegenheit der Wiedergabe dieser Ziffern, welche einem innewohnenden Indifferentismus zu entschuldigen hat. Sämmt stundentag. Die Buchdruckereibestyer Neuchatels weigerten Auffage Die Wohnungsverhältnisse der ärmeren Klassen in liche im Ausstande befindlichen Arbeiter sind gewillt, den Streit sich jedoch, den Neunstundentag zuzugestehen, sie nahmen an den Berlin" von Dr. 3. Berthold, wissenschaftlichem Hilfsarbeiter solange es irgend möglich, aufrecht zu erhalten, indem Tarifberathungen überhaupt nicht theil, sondern fündigten wie am hiesigen städtischen Statistischen Bureau, entnommen sie überzeugt sind, daß ein siegreicher Ausgang gewiß die Franks. 3tg." meldet die Einführung eines Zarifs an, an gleicher Stelle erhobene ift. Also Kollegen Forderung Dr. Berthold's registriren, eine Wohnungsenquete, Rampfesmuth unserer Kollegen zu feitigen, ist es Pflicht, die wie sie im Jahre 1889 in der Stadt Basel stattfand, wenigstens felben nach Kräften zu unterstüßen; wir appelliren abermals an in den sogenannten Arbeiter- Stadtvierteln vorzunehmen. Wir das Solidaritätsgefühl Aller, die mit uns gemeinsam fühlen tehen keinen Moment an, dieser Forderung gegenüber unsere volle und denken, da bisher dieserseits noch keine Spenden zu ver Sympathie zum Ausdruck zu bringen. Wir wollen bei dieser zeichnen sind. Gelegenheit daran erinnern, daß die von allen Fachmännern als Geldsendungen wolle man gefl. an August Fleischer, muftergiltig bezeichnete Basler Enquete der Initiative der sozial- Höchstestraße 11, II senden. demokratischen Vertreter im Großen Rathe von Basel zu danken Im Auftrage der Agitations Rommission. it. Freilich machen wir uns wenig Hoffnung, daß die Stadt A. Fleischer. find wollen wir auch die Berlin für eine derartige Erforschung der Wohnungsverhältnisse und allerorts, um Genossen den Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck gebeten. In dieser Angelegenheit findet am heutigen Sonntag, Nachmittags 4 Uhr, im Lokal Armin- Hallen", Kommandantenstr. 20 ( oberer Saal) eine öffentliche Bersammlung statt. der verschiedene Reduktionen enthalten und am 1. Januar in allen Druckereien durch Anschlag bekannt gegeben werden foll. Die dortigen Buchdruckergehilfen beschlossen nun den sofortigen Streit und legten auch bis auf einen Gehilfen sämmtlich die Arbeit nieder. Da die übrigen Buchdruckereibesiker der franzöfifchen Schweiz ihre Zustimmung zu dem Tarif nur unter der Boraussehung gaben, daß ihre Neuchateler Kollegen diesen gleichfalls anerkennen, dürfte die allgemeine Durchführung des neuen Tarifs zunächst davon abhängen, ob die Neuchateler Gehilfen fiegen. Versammlungen. noch einiges Geld übrig haben dürfte, könnte doch demnächst ein Better des Königs von Siam nach Berlin kommen und es fönnte dann das Geld besser zum würdigen Empfang der hinterindischen Hoheit verwandt werden. Achtung Glasarbeiter! Zwischen den Arbeitern der Interessant ist es aber freilich, daß selbst im Beamtenstabe des Glasfabrik zu Bischofswerda und deren Inhabern Berliner Magistrats die Nothwendigkeit dieser Arbeiterforderung sind Differenzen ausgebrochen. Wir ersuchen, die dortigen Ju der Generalversammlung der hiesigen offen zugestanden wird. Freilich, die in der Vertretung der Kollegen burch Fernhaltung des Zuzuge in ihren Forderungen Filiale des Berbandes deutscher Korbmacher, Bourgeois- Interessen fachkundigen Herren werden den auf dem zu unterstützen. Der Vorstand des Verbandes der Glasarbeiter die am 15. d. M. stattfand, erstattete der Vorsitzende Kollege Gebiete der Wohnungsstatistik bewanderten Dr. G. Berthold Deutschlands( Sitz Bergedorf). J. A.: Albert Gebel Brückner Bericht über die Lage des Streits und gab der chon widerlegen, wenn mit Berufung auf seine Ausführungen Meinung Ausdruck, daß unter den gegenwärtigen Verhältnissen bon sozialdemokratischer Seite eine Erhebung über die Berliner Der Streit der Budapester Holzbildhauer dauert es wohl taum möglich sein werde, den Streit weiter fortohnungsverhältnisse gefordert werden sollte. Diese Forderung fort. Zuzug ist auf's strengste fernzuhalten. zuführen, da ein Theil der Kollegen fahnenflüchtig geworden ist. wird nur dann Aussicht auf Berwirklichung haben, wenn die Erhebungen der Berliner Arbeiter- Sanitätskommission sich fortdauernd Warnung! Allen werthen Personalen und Verbänden Die Abstimmung ergab jedoch, daß alle Anwesenden entschlossen ber Unterstützung der Berliner Arbeiterschaft erfreuen werden. Des- theilen wir hierdurch mit, daß wir am 21. Dezember t. 3. die waren, den Streit unentwegt weiter zu führen und die Arbeithalb empfehlen wir an dieser Stelle neuerdings, die Bestrebungen Arbeit in der Porzellanfabrik Porsgrund in Norwegen 50 Pf., welcher die Grundlage der ganzen Kalkulation für unferer Kommission wertthätig nach jeder Nichtung zu fördern. einstellen. Der Grund ist eine 20prozentige Lohnreduttion. Wir die von der Regierung zu vergebende Arbeit bildete, Aus dem reichhaltigen Material über Wohnungszustände, das bitten, den Zuzug nach hier streng fernzuhalten. Sendungen und weiter zu zahlen. Es streiten augenblicklich 41 Kollegen, ab ber Arbeiter- Sanitätskommission von ihren Rechercheuren zur Briefe sind zu richten an Christian Groß, Porzellanmaler gereist nach außerhalb find 19 Kollegen, in anderen Werkstätten Berfügung gestellt wurde, heben wir heute folgende Fälle mit in Porsgrund, Norwegen. Das Malerpersonal Pors untergebracht, aber nicht auf Rugelförbe 26 Kollegen, als StreitBorgereist befonderer Berüidsichtigung der Schlafstellenverhältnisse hervor. grund( Norwegen). brecher sind bis jetzt 13 Mann in Betracht zu ziehen. Von den 6086EAR geber zu zwingen, den mit uns vereinbarten Lohn von In der Waldenferfir. 20, im Hof Quergebäude parterre be wohneneine Wohnung mit 2 Räumen 5 Personen, fie hatten 3. 3. In betreff der Vergebung der Staatsarbeiten hat die 41 Streifenden sind 20 direkt zu unterstügen, die anderen theilDer Recherche keine Lagerstätte zur Verfügung, ſchliefen alle aus Bürgerschaft" in Hamburg mit 72 gegen 35 Stimmen be- weiſe. Mehrere Kollegen beleuchteten die in den Werkstätten ener Strohschicht, ihr ganzes Mobiliar bestand aus einem Küchen! schlossen:" Entsprechend der dem Senat und der Bürgerschaft herrschenden Zustände. Alle tamen zu dem Schluß, daß man in lisch. Da der Mann bei einem Stundenlohn von 26 Pf. arbeiten überreichten Eingabe des Hamburger Gewerbevereins beschließt nicht zu beschreibender Weise das Material den Arbeitern zur ß, ist es begreiflich, daß die Familie sich von nichts anderem die Bürgerschaft und ersucht den Senat, es veranlassen zu wollen, Verarbeitung aushändige. fein, als Kaffee, Brot, Kartoffeln und Talg ernähren kann. In der Bremerstraße 47, 3 Treppen des zweiten Quergebäudes, wohnten 6 Personen, darunter 2 Schlafgänger, einem Zinuner und einer Küche, und zwar schlafen die vier Gamilienmitglieder, drei Erwachsene und ein Kind, in der einfenfirigen Stube, die beiden Schlafleute in der Küche in einem Bett zusammen! In Alt- Moabit Nr. 72 besteht eine Wohnung aus Küche nd Kammer. In der Küche steht ein Bett, in dem zwei Berfonen schlafen müssen, in der Kammer wohnen zwei Aftermiether, Rammer ist naß, die Wohnung schwer zu lüffen. sie als Schlafstätte zuſammen ein dürftiges Bett benügen, die dabei daß Der Zuzug ist unbedingt fernzuhalten. Den Kollegen müßte es doch ihre einer Gesundheit in daß 1. alle zur Ausführung bereits beschlossenen Staatsarbeiten und Lieferungen sofort in vollster Ausdehnung gefördert werden; Weise mitgenommen wird, daß sie nach einigen Wochen, 2. für alle noch weiter der Ausführung entgegengereiften und in oft in einigen Tagen nicht mehr weiter arbeiten könnten. Die Aussicht genommenen Staatsarbeiten die Anträge auf Bewilligung vom Arbeitgeber D. Anding in der„ Bolts- Zeitung" veröffent unverzüglich vorgelegt werden, und es mitzugenehmigen, daß lichten Annoncen wurden einer scharfen. Besprechung unterzogen. 3. die Ausführung sämmtlicher Staatsarbeiten und Lieferungen, Nachdem die Versammlung noch erwogen hatte, in welcher Weise soweit sie hier erhältlich sind, bezw. hier ausgeführt werden die Unterstüßungen zu zahlen seien, wurde beschlossen, diese Anbeit festhältlich bezw, tönnen, auf die Dauer von fünf Jahren nur an Hamburgische gelegenheit dem Streit- Komitee zu überlassen. Außerdem wurde Gewerbetreibende in Auftrag gegeben werden, soweit diese flog angeregt, fräftig dafür zu agitiren, daß die Lurusarbeiter zu verpflichten, die Herstellung in Hamburg zu beschaffen." Der Weihnachten in unsere Reihen treten, da die Arbeitskräfte bei Bauhandwerker" bemerkt Dazu mit Recht:„ Damit ist nun zwar weitem bis jetzt nicht ausreichen. Den Unternehmern in Hamburg geholfen, für den Arbeiter aber In Alt- Moabit 73, Hofgebäude 8, 2 Tr., wird eine Wohnung nichts geändert, denn nach wie vor tönnen die Unternehmer fich yon 3 Zimmern infl. Küche von 9 Personen, darunter 2 Schlaf14. Der ,, billige Arbeiter" suchen, wo sie dieselben finden. Ein Schutz der Der Verein zur Regelung der gewerblichen Verhält gängern, bewohnt, diesen stehen nur 4 Betten, ein Kinderbett Arbeiter durch Festsetzen von Minimallohn und Normalarbeitstag niffe der Töpfer Berlins und Umgegend hielt am 14. Deund eine Wiege zur Verfügung. wie in Paris und London ist aber in Deutschland und besonders zember eine Generalversammlung ab, in welcher zunächst der Kassirer Topf den Kassenbericht und die Abrechnung vom von 5 Personen, darunter 1 Schlafgänger, bewohnt, 4 Betten, In demselben Hause wird eine gleich beschaffene Wohnung in Hamburg noch lange nicht zu erwarten." Fensterstreit erstattete. Selbige ist bereits im Vorwärts" Nr. 291, Der Bergische Bandwirker- Verband beschloß in der am 1. Beilage, veröffentlicht. In dieser Abrechnung ist eine Lifte aber nur 3 von den 5 Personen benützt werden, befinden 11. Dezember zu Ronsdorf stattgehabten Versammlung, fäumt von 26,20 M. vom Kollegen Pfibilsti aus Spandau abgeliefert, ich in der Wohning. Im gleichen Haufe, im 3. Quergebäude, fiche Fabrikanten der Herrenhutband. Branche, aufzufordern, irrthümlich als Sammelliste angegeben, während sie zu den heheht eine Wohnung aus Stube und Küche, dieselbe wird von spätestens am 1. Februar 1898 den vereinbarten Lohntarif ein- Brozentliſten gehört, nach welchen insgesammt durch Psibilsti 7 Bersonen bewohnt, denen blos 2(!) Betten zur Verfügung| zuführen. Ueber diejenigen Fabrikanten, welche sich dessen weigern, 209,60 m. abgeliefert worden sind. Die Abrechnung ergab ein von 5 Personen, darunter 1 Schlafgänger, be- foll vom 1. Februar ab die Sperre verhängt sein. Der Beschluß Defizit von 10,81 m.; man befchloß, dasselbe als Manto zu bewurde dadurch herbeigeführt, daß von 27 in Frage kommenden trachten. Auf Antrag des Kollegen Hagen wurde die StreikCont. Im gleichen Quergebäude wird eine andere, aus Firmen bisher nur awei den vereinbarten Zarif beſtimmt fommission entlastet. Alsdann hielt Herr Dr. Binn einen sehr tube und Küche bestehende Wohnung von 8 Personen, darunter afgeptirten; zwei lehnten runoweg ab uno der Reſt verhält sich fesselnden Vortrag über„ Die Geschichte als Lehrmeisterin". DisSchlafleuten, bewohnt. Nur die Küche ist heizbar. 5 Betten, refervirt. Um die Zohnbewegung zu einem gedeihlichen Ende zu tuffton fand nicht statt." Der Antrag Hagen: Verschmelzung des größtentheils nur aus Strohsäcken und alten, übermäßig führen, will der Bergische Bandwirkermeister- Verband mit der Vereinskassirer- Amtes mit dem des Arbeitsvermittlers wurde gegen schmutzigen Pferdedecken bestehen, stehen den 8 Personen zur Barmer Filiale des Textilarbeiter- und Arbeiterinnen- Verbandes eine Stimme angenommen. Zu der in Nixdorf neu eröffneten Berfügung. Die Wände sind grau angelaufen infolge übermäßiger Feuchtigkeit, von diesem grauen Untergrunde heben fich Fühlung nehmen. 4 Betten bie hunderte unregelmäßige braune Flecke ab, die von todtgeschlagenen reffen Bahlstelle wurde als Hilfskassirer Kollege Nickel gewählt, desgleichen für Friedrichsberg der Kollege uhl mann, desgleichen Bürgerliches Regiment. Die Arbeitslosen Braun- für den Westen der Kollege Nug gel. Auf Antrag der Kollegen 群 Ju einer Versammlung des Vereins zur Wahrung tann die Luft desto besser durch die schlecht schließende Thüre Arbeit zugewiesen erhalten. Als sie antamen, wurden sie auf in Stettin und Belten 400 m. bewilligt. Ferner fand der An Wanzen herrühren. Die Fenster sind schwer zu öffnen, dafür schweigs sollten am Montag voriger Woche vom Magistrat Pierow und Aug. Krause wurden für die streikenden Kollegen und deren starle Fugen eindringen. In dem gleichen Gebäude- Dienstag vertröstet. Dienstag hieß es, die Vermessungsarbeiten trag des Kollegen Hagen Annahme, die jetzt als frank getompler in 6. Hinterhause besteht eine Wohnung aus zwei un feien noch nicht beendet; ferner follten die Arbeitslosen vorher meldeten Kollegen zu Weihnachten mit je 20 W. zu unterstützen. heizbaren Zimmern und der Stüche; den 8 Bewohnern stehen nach dem Stadthause gehen. Dort wurde ihnen aufgegeben, Bum Schluß erging von Seiten des Kollegen Hoffmann eine 4 Betten und 1 Kinderbett zur Berfügung. Auch jeder solle sich von der Armendirektion bescheinigen laffen, ob er Aufforderung zu reger Betheiligung an der am 1. Weihnachtshier herrscht Ungeziefer, neben Wanzen auch Schwaben. Schon Armenunterstützung erhalten habe oder nicht. Der Braun feiertage in Reller's Festsälen, Bergstr. 68, stattfindenden Matinee, Der Herd in der stüche drohte zur Zeit der Recherche fchweiger Boltsfreund" bemerkt dazu:„ So geht man mit Ar- ausgeführt vom Sängercher der Töpfer, deren Reinertrag zum ufammen zu fallen. In der Kammer zeigt der Ralfputz Riffe, beitern um, die weiter nichts verbrochen haben, als daß sie besten der hilfsbedürftigen franken Kollegen bestimmt ist. n der Umgebung derselben Flecke, welche vom durchschlagenden arbeitslos geworden sind. Anstatt möglichst rasch die Arbeit Regen herrühren sollen. Bezeichnend für die Zustände auf diesem in Angriff zu nehmen oder doch wenigstens einen bestimmten| Grundstück, das der eifrigsten Fürsorge der Sanitätsbehörden Anfangstermin anzugeben, zieht man sie eine Woche lang hin der Jutereffen der Gast- und Schankwirthe Berlins hielt empfohlen fei, ist die Bemerkung der Rechercheure, daß die zuleht und schickt sie von Bontius zu Pilatus und umgekehrt. Und was Genosse Pösch einen Vortrag über Patriotismus und BourGrundstücke sei. Es liegen von fast sämmtlichen Wohnungen da wieder für eine bureaukratische Finesse dahinterstecken. Die Aufgenommen wurden folgende Kollegen: Jul. Lehmann, Holldieses aus sieben Hof- und einen Vordergebäude bestehenden Arbeiter alle aber mögen Grundstückes Recherchen vor. Wir fonnten sie hier nicht die Ohren schreiben und bei der Stadtverordnetenwahl dafür wiedergeben. Aber schon diefe Stilproben müßten quittiren." eigentlich genügen, ein rasches und energisches behördliches Eingreifen herbeizuführen, besonders deshalb, weil auch bie fämmtlichen anderen Wohnungen übervöffert sind, fast überall zahlung und Behandlung der Arbeiter auch für traffen Blöd- daß ihm der Rechtsschutz verweigert wurde und erging sich in alle Johannisstr. 14/15. Ein Antrag Gleinert, in jeder Verfammlung das Lokal für die nächstfolgende zu bestimmen, wurde angenommen; die nächste Generalversammlung wird bei Kuhlmey, Schönhauser Allee, stattfinden. Kollege Luhm beschwerte sich, Die österreichische Nordbahn scheint eine ordentliche BeSo wird der Wiener Arbeiter- Zeitung" über Angriffen gegen Kollegen Zubeil, welche in dessen Abwesenheit vom Die Vera werden in den engen, meist nicht heizbaren Räumen Schlafleute sinn zu halten. wohner eine Schlafstelle( Bett oder Sopha oder dergl.). Die Ge- mitgetheilt: Die Schreiber beziehen ein Tagegeld von 1,20 fl., fammlung stellte auf Antrag des Kollegen Böhl der Rechts gehalten. Nur in ganz vereinzelten Fällen tommt auf jeden Be- die Lage der bei dieser Bahn angestellten Schreiber und Diurnisten Kollege Sente energisch zurückgewiesen wurden. bände madhen auch äußerlich einen schlechten Eindruck, der Buß feltener 1,80-1,40 fl. Die Diurnisten haben 1,50 fl, pro Tag, schuh- Kommission ein Vertrauensvotum aus, befchloß aber dem ber erſte ſchlechte Eindruck auf Grund des äußeren Augenscheins Es giebt auch Diurniften, deren Taggeld mehrere Gulden beträgt, streites zurück zu erstatten. Ein weiterer Antrag 23 h I, bei jeder verstärkt, wenn man in die Wohnungen selbst dringt. Der das sind aber meistens pensionirte Beamte, denen man auf diese Versammlung Kontrolleure an der Thür aufzustellen, fand eben-), It wird Hof war zur Zeit der Recherchen mit Abfällen befät, die Müll- Weise einen Zuschuß zu ihrer Pension leistet. So bezieht grube war offen bezw. mit defekten Brettern und einem alten man uns mittheilt wie falls Annahme. Den streifenden Korbmachern wurden 50 M. von bewilligt. Kollege Hente verwahrte sich gegen den Sprechsaal Zum Zweck der Gründung einer Filiale des Berlin Sanitätsvereins fand am 15. Dezember in Charlotten burg eine öffentliche Versammlung für Männer und Frau statt. Nachdem Herr Dr. Christeller einen sehr instruktive Genosse Wilhelm Schmidt, den Zwed dieſer Inſtitution, und beifällig aufgenommenen medizinischen Vortrag gehalte hatte, erläuterte der Kassirer des Berliner Sanitätsverein worauf die Gründung einer Filiale beschloffen wurde. W glieder werden bei den Bertrauensmännern Hermann Kraus worauf die Gründung einer Filiale beschlossen wurde. M Restaurateur, Bismarckstraße, Paul 2uther und Sigrift au artifel im Borwärts", in welchem die Parteigenoffen, welche von denen nur eine im Keller beim Bierabfüllen beschäftigt ge- felben, Annen str. 14 zu beziehen, wieb allseitig gutgeheiß ein Geschäft haben, als Geschäftssozialisten bezeichnet werden. wesen sei; diefe Leute wären jedoch nur deshalb entla fen, weil und den Gewerkschaften zur Beachtung empfohle Ebenfalls rügte man, daß der Vereinswirth Pyrtec das Kom- sie für die Organisation der Brauer eingetreten seien. Aus den miffionär- Unwesen dadurch unterstützt, daß er seine Kellner von Aeußerungen des dortigen Braumeisters sei dieses bewiesen. Kornträger, Raufleute, Maurer, Buzer, Lackirer, Steinfe Es fehlten in dieser Versammlung die Delegirten der Mülle diesen sich zuweisen läßt, anstatt vom fostenlosen Arbeitsnachweis Schimansky bemerkte, Evora habe 1890 bei dem großen Töpfer, Dachdecker, Glaser, Uhrmacher, Klempner, von d der organisirten Wellnerschaft. Brauerstreik und bei anderer Gelegenheit sein Bier hier in Metallarb. Trittelwitz und Schulze, Schmiede, Anschläger, Knop Berlin eingeführt, wo es viel in Arbeiterlokalen getrunken arbeiter, Bergolber, Tertilarbeiter, Posamentenarbeiter, Sattle Die Delegirten der Berliner Streif- Kontrollkommiffion werde. Evora habe damals auf die Arbeiter spekulirt, und diese Weißgerber, Hutmacher, Filzschuharbeiter, Blumenfabrikation hielten am Freitag bei Deigmüller eine öffentliche Versammlung Spekulation sei ihm auch geglückt; wenn er jedoch seinen Arbeitern Formenstecher, Buchbinder, Borzellan- Steingutarbeiter, Wirk ab. Bei Verlesung der Präsenzliste stellte sich heraus, daß ein das Koalitionsrecht nehmen wolle, so müsse ganz energisch da-( Berlin) und Musikinstrumenten- Arbeiter. großer Theil der Brauberufe nicht anwesend waren. Korbmacher gegen Front gemacht werden; die Lokale, in denen Evora's Bier 49 waren anwesend. 30 Delegirte fehlten Jungnidel gab zunächst Bericht über den Stand des Streits verzapft werde, feien bekannt; wir seien daher in der Lage, hier und theilte mit, daß sich bereits 65 Streitbrecher gefunden hätten. ben Arbeitern Nürnbergs zu zeigen, daß wir handeln könnten. Kontrollfommiffion tagt am Donnerstag, den 22. Dezember Die nächste öffentliche Versammlung der Delegirten zur Stre Der Redner hoffte, daß die nächste Woche die Entscheidung bringen Nachdem noch die Genoffen aber und Silpert in dieser bei Deigmüller, Alte Jakobstraße 48a, 8 Uhr präz Lage werde und ersuchte die Gewerkschaften um noch weitere Unter- Sache gesprochen hatten, wurde nachfolgende Resolution ein- ordnung: 1. Die Auerschen Refolutionen( Genoffe ftügung. Zu diesem Bericht nahmen Schimansty und stimmig angenommen: Millarg das Wort; legterer führte an, daß in der Starte'schen schaftswesen, Boykott und Kontrollmarke). Werkstatt in Moabit gar fein organisirter Korbmacher arbeitet Die heute, am 16. Dezember, tagende öffentliche Versamm und demzufolge nur 35-40 Pf. pro Kugelforb bezahlt würden. lung der Delegirten zur Berliner Streit- Kontrollkommission er Ghuhmacher Krause berichtete dann über den Schuhmacher- fennt den Boykott der Brauerei Evora u. Meyer in Fürth als streit in der Fabrit von Mauff, Oranienstr. 189. Dort hätte gerecht an und verpflichtet sich, denselben so lange zu unterstützen, fich ur eine ganz geringe Zahl von Streitbrechern gefunden, bis die Fürther Genossen ihn für erledigt erklären." welche nicht in der Lage seien, die Streifenden zu ersetzen. Von 35 Auständigen feien nur noch dreizehn zu unterstügen, Feiertage viel Besuch von außerhalb zu erwarten sei und die Hervorgehoben wurde dazu noch, daß gerade während der da die Uebrigen bereits anderweitig untergebracht feien: Arbeiter Berlins dann auf diesen Beschluß Rücksicht nehmen Reduer führte ferner an, daß die Waaren der Mauff'schen Fabrit sollten. Unter Verschiedenes" tam die Angelegenheit der Pferde hauptsächlich von Arbeitern gekauft würden, besonders führten bahnbediensteten zur Sprache; es die Schuhwaaren Läger in den Arbeitervierteln diese Waaren; Gemaßregelten wurde beschlossen, die thatkräftigft gu unterstügen. Ein von es liege deshalb sehr nahe, da man die Verkaufsstellen fenne, 28 in tler, Bildhauer, gestellter Antrag, die gemaßregelten genommen. den Arbeitern Berlins diese Geschäfte zur Kenntniß zu bringen. Berdebahnbediensteten durch eine Sammlung auf Listen, Sildebrandt, Lithograph, berichtete über den Streit welche mit dem Stempel der Streit- Kontrollkommission versehen Liebenwerda ac. hielten am 15. Dezember eine öffentliche Be Die Genoffen aus den Kreifen Torgan, Wittenberg der zuruspapierpräger bei der Firma Hellriegel und fam werden sollen, zu unterstützen" wurde einstimmig ange- fammlung ab. Bon der Berichterstattung des Vertrauensmanne auf weitere fleine Maßregelungen in genannter Branche zu nommen. In Sachen der Gewerbegerichte entspann sich eine und der Revisoren, sowie der Neuwahl eines Vertrauensmannes sprechen; es feien im ganzen noch 7 Bersonen zu unterstüßen, heftige Diskussion darüber, ob die aufgestellten Kandidaten der nahm man in Anbetracht des geringen Besuches Abstand, 24 bie Unterstügung finde von der Gewerkschaft aus statt. Die Dele fozialdemokratischen Partei angehören müffen. Mechaniker bisherige Vertrauensmann Grefse vertas ein für ländliche girten erflärten fich mit dem Vorgehen der fireifenden Korba mann führte an, daß die Erklärung dieser Bestimmung in beiter bestimmtes sozialdemokratisches Flugblatt, welches macher, Schuhmacher und Luxuspapierarbeiter einverstanden; die feiner Gewerkschaft dem Gewählten Veranlassung gegeben habe, einigen Genossen aus den oben genannten Kreisen fürzlich is Gewerkschaften wurden aufgefordert, weiter für die Streifenden seine Kandidatur niederzulegen. Hildebrand, Börner, Ortschaften derselben verbreitet wurde. Es fnüpfte fich dara thatkräftigst einzutreten. Ueber den Punkt„ Genossenschaftsbäckerei" Boigt, Massini, Körsten und Faber betheiligten fich eine Debatte über die im November von Berlin aus nach He erfolgte eine erregte Geschäftsordnungsdebatte, an welcher sich die an der Diskussion, einestheils verlangend, daß der Kandidat den berg und einigen anderen Orten unternommene Agitationstour. D Genoffen Börner, Rörsten, Thal, Gaßmann, Nachweis zu führen gezwungen sei, anderntheils betonend, daß Genossen Gresse und Lange erklärten sich mit ihrem Erfolg Pfeiffer, Sildebrandt und Rautenbaus betheiligten. Der Nachweis nur da verlangt werden würde, wo Zweifel über zufrieden; troßdem Polizei und Bürgermeister von Herzberg ihne Gin Antrag Korsten welcher besagte, daß diese Angelegen dessen Gesinnung am Platz feien. Mechaniker Hamann erklärte alle denkbaren Hindernisse( Konfistation von Agitationsmateria heit zuerst an den Ausschuß gewiesen werden sich dadurch befriedigt. Es gelangten nun zwei Refolutionen Bitirung nach der Bürgermeisterei 2c.) bereitet hätten, habe ma folle zur eventuellen Regelung: wurde ange: der Kellner Berlins zur Verlesung, deren erste sich mit dem Wer es möglich gemacht, alle Häuser und Hütten zu„ belegen". Alle nommen. Zum Buntt Boykott der Brauerei Evora in Fürth" halten des Detonomen Thiedemann auf dem Berliner Bock dings hätten sie beide ein Strafmandat auf je 30 M. bekommen verlas Faber einen Brief aus Nürnberg vom Genoffen Segib befaßte. Da diese Sache von großer Bedeutung ist und der es fei jedoch hiergegen gerichtliche Entscheidung beantragt worde in welchem der Anfang und der Verlauf dieser Streitig andere Theil( Thiedemann) erst über diese Sache gehört werden Beschloffen wurde, zum 18. Januar eine öffentliche Versammlung teiten auf das eingehendste dargestellt wurden. In einer foll, so wurde beschloffen, dem gefchäftsführenden Ausschuß einzuberufen, in welcher die Berichterstattung des Vertrauens öffentlichen Brauer- und Böttcherversammlung vom 12. Dezember die Sache zur Voruntersuchung oder eventuellen Regelung mannes erfolgen soll. Das Nähere wird im Borwärts" be wurde gleichfalls diese Angelegenheit mittels einer dort an zu übertragen; derfelbe hat darüber dann in der nächsten fannt gegeben. Genosse Grosch e gab befannt, daß b genommenen Resolution der Streit- Kontrollkommission überwiesen. Delegirten Bersammlung Bericht zu erstatten, eventuell Agitationsverein feine Generalversammlung erst im Febr.ar ab Brauer Steiner war der Meinung, daß dieser Boytott fo ge- einen Beschluß der Rommission herbeizuführen. Bur ersten halten werde, damit in einer im Januar stattfindenden Be recht wie irgend einer wäre; eine Untersuchungstommiffion in Resolution der Kellner wurde ferner beschlossen: In der nächsten sammlung des Vereins Anträge hierzu gestellt werden könnten. Fürth, an deren Spige der bekannte Bierkönig Freiherr Versammlung als erster Punkt die Besprechung der Auer'schen v. Tucher stand, habe erklärt, daß das angebliche Bierverschütten, Refolutionen auf die Tagesordnung zu seßen und bei In der Versammlung der Gruppe 5 ist, wie wir b wegen dessen die Arbeiter entlassen sind, bei den Einrichtungen diefer Gelegenheit die Resolution der Kellner mit zu behandeln. richtigend bemerken, von Seiten der Tischler nicht Gumbl in der Evora- Brauerei garnicht zu vermeiden sei. Die zweite Resolution der Kellner, welche besagt, daß die Gewerk- sondern Dupfe zum Kandidaten für das Gewerbegericht au Rebner hob weiter hervor, daß das Bierverschütten nur ein vor- fchaften überall wo sie Lokale zu Festlichkeiten miethen, den Wirth gestellt worden. Auch lautet der Name des aufgestellten Be geschütter Grund sei. Fünf Personen seien entlassen worden, I verpflichten sollen, seine Kellner aus dem Arbeitsnachweis der golders nicht Bendisch, sondern Wendisch. Contre xntartet 5 Musikinstrumenten- Fabrik von A. Grunow, Berlin NO., Hauptgeschäft: Gr. Frankfurterstr. 53. 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Deichler, Wienerstr. 7. Fabian& Simon, Wrangelstr. 57. M. Feidt, Wrangeljir. 14. 12. Graff& Heyn, Reichenbergerstr. 40/41. A. Gertler, Röpenickerstr. 166. R. Hagen, Boffenerstr. 18. R. Haehnel, Dieffenbachstr. 32. A. Hainke, Gitschinerstr. 53a. 0. Jechhoff, Wrangelstr. 61, Oscar Kaplaneck, Neue Jafobftr. 22. W. Katzorke, Falkensteinstr. 24. L. Kohnheim, Reichenbergerstr. 28. Carl Luster, Reichenbergerstr. 134. C. Maaz Wwe., Kottbuser Damm 38. A. F. May Nachf., Dresdenerstr. 2. E. Mittelstedt, Möckernitr. 76. F. Nahrstedt, Wrangelstr. 45. H. Nitsche, Manteuffelstr. 22. W. Daebel, Griebenowstr. 21. E. Desselmann, Reinickendorferstr. Max Driesen, Tresckowstr. 18. W. Doering, Strelizerstr. 32. Herm. Engel, Gerichtstr. 10.1 Carl Erfurth, Brunnenstr. 30. Jean Friedländer, Schönhauser Afee154. C. Goldschmidt, Swinemünderstr. 44. P. Hanisch, Wollinerstr. 12. W. Harder& Co. Nachf., Butbuferstr. 20. M. Heydorn, Grenzstr. 5. Robert Holz, Linienstr. 229. Georg Höppner, Liebenwalderstr. 50. J. 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