Nr. 298. Erfcheint täglich außer Montags. Prets pränumerando: Biertelfährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5fg. Sonntags- Nummer mit lufte. Sonntags- Betlage Neue Belt" to Pig. Poft- Abonnement: 8,30 Mt.ro Quartal. Unter Kreuz barb: Deatschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Musland 3 Dt.pr.Monat. Eingetr. la der Boft- Zeitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Berfammlungs- Anzeigen 20 fg Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in ber Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochens tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Fefitagen bis 9 Uhr Vor: mittags geöffnet. Garnfpred 3nflug 3mt 1. r. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Dienstag, den 20. Dezember 1892. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. 4 Die allgemeine Prostitution. und befindet sich doch unter den entlarvten Panama- Spitz- und Schlammfluthen Staat und Gesellschaft, Kunst, Wissenbuben die Blüthe der monarchischen Geschäftspolitiker, mit schaft, alle Kultur begraben wird, wenn die Quellen nicht Alexander Dumas der Jüngere stellte vor etwa einem ihrem Führer, dem bonapartistischen Erzlump Granier verstopft werden. Bierteljahrhundert, unter dem Schmuz- Kaiserreich Napoleon's genannt Cassagnac- an der Spize. Beim Tanz um das Seit Menschenaltern hat der Rapitalismus in feinem bes Kleinen, die Frage: Où allons nous? Wohin zielt goldene Kalb giebt es feine Parteien- da tanzt der Futereffe das Bürgerthum- wohlgemerkt, wir sagen unsere ganze bürgerlich soziale Entwickelung? Wohin gehen tonfurirte Pfaffe neben dem frommen Adeligen und der nicht: die Bourgeoisie genöthigt, den Staat und die wir? Und er gab die Antwort: A la prostitution uni- voltairianischen Bürgerkanaille der Jude neben dem Gesellschaft vor dem Sozialismus zu retten". Heute verselle in die allgemeine Prostitution. Christ, der Bismard neben dem Bleichröder. Das findet in Frankreich das Bürgerthum sich vor die Aufgabe Das Schmutz- Kaiserreich ist vor länger als 22 Jahren Rapital fennt keinen Unterschied der Religion und der gestellt, den Staat und die Gesellschaft vor dem in feinem Schmutz und in Blutströmen erstickt. Seit Nationalität. C3 kennt nur eine Religion und eine stapitalismus zu retten. 22 Jahren herrscht in Frankreich die Republik. Und wenn Nationalität: die des Kapitalismus. Es kenut nur ein Gesetz Und diese Rettung kann einzig bewerkstelligt werden heute Alexander Dumas die nämliche Frage sich stellte, so das des Kapitalismus, nur einen Staat den des durch den Sozialismus. würde er die nämliche Antoort zu geben haben wir gehen Kapitalismus. Und was sich nicht vor ihm beugt, das in die allgemeine Prostitution. Ja er müßte noch mehr wird bekämpft und zerschmettert. Und in Frankreich hat der Kampf zwischen Kapitalismus und Staat ernsthaft befagen: wir sind in der allgemeinen Prostitution. Berlin, den 19. Dezember. leber die Militärvorlage und deren Aussichten Und wer zweifelt hieran? Ein Blick auf den Panama- gonnen. Der Streit von Carmaux war nicht blos ein flandal läßt jeden Zweifel verstunimen. Da sehen Konflitt zwischen Kapital und Arbeit es war auch ein wir die politische Prostitution in in einem Umfang, Sonflikt zwischen Staat und Kapitalismus. Der Staat Politische Mebevlicht. wie die naive Philistermoral es nie für möglich war zum ersten Mal in der kapitalistischen Mera gehalten hätte, und aller Welt sichtbar, aller Welt sichtbar, wie genöthigt, zu seiner Selbstvertheidigung dem Kapitalismus das Treiben der Drohnen in einem gläsernen Bienenstock. entgegenzutreten und ihm ein, freilich noch schüchternes, 63 ist wie in dem faulenden Römerreich der Zäsaren Halt zuzurufen. Und jetzt ist dem Staat der Kampf auf schreibt die Kreuz- Zeitung": Eugend? Bah! Quaerenda pecunia primum est, virtus post gezwungen. Ein Kampf auf Leben und Tod. Nicht die ummos!) Seld erjagen ist das oberste Sittengesetz. Republit ist vom Kapitalismus gefährdet nein, der Geld geht über Tugend, wie Macht vor- Recht. Geld, Gelb Staat überhaupt. Die Prostitution hat so weit um sich Ideale, Prinzipien, Charatter? Dummes Zeug. Minister, gegriffen, daß der Staat die Fähigkeit, normal zu funkAbgeordnete, Republikaner, Ronservative die Helden der tioniren, verlieren und rettungslos verfaulen muß, wenn Bresse und des Parlaments, alle fich in den Staub ver- das Gift des Kapitalismus nicht aus dem Körper neigend vor dem goldenen Stalb, alle tanzend um das goldene getrieben wird. Ralballe schüttelnd an dem Gistbaum der Börse, und Wäre die Bourgeoisie das ganze Volk, dann allerdings gierig, das klingende Gold auffangend, um es zu vergeuden wäre es um den Staat geschehen. Denn die Bourgeoisie ist mit Dirnen d. h. mit Buhlerinnen, die sich ehelich oder in Frankreich, wie in den übrigen kapitalistischen Ländern außerehelich" prostituiren -die politische Prostitution und namentlich auch in Deutschland, durch und durch vermit der sozialen- die männliche mit der weiblichen. berbt, aber die Arbeiterklasse ist im innersten Stern moralisch Prostitution und nichts als Prostitution. Männer gefund, und das klein bürger und Kleinbauern on makellosem Rufe, Catone der Republik, die Besten und hum ist aus seiner gewohnten Schlaffheit erweckt und in Edelsten sind dem Prostitutions- Bazillus zum Opfer ge- den Kampf gegen die kapitalistische Prostitution gedrängt fallen und haben Schiffbruch der Ehre gelitten und geblendet von der goldfunkelnden Lorelei des Taschen geleert hat. Es ist dies ein Moment von höchster Rapitalisumus, die hochoben auf steilem Felsenriff thront Bedeutung. Die Fortschritte des Sozialismus wurden in und die buntbewimpelte, stolz dahingleitende Brachtgaleere Frankreich bisher durch die Kleineigenthümer Bauern und der Republik selbst ins Verderben zu ziehen hofft. Epiciers*) gehemmt. An diesen Elementen scheiterten bisher die Die Lage Frankreichs ist schlimm genug, allein lächer Erhebungen des französischen Proletariats. Der Panamatrach lich ist es, der Republik die Schuld beizumeffen. Unter hat diese Elemente, unter denen der Kapitalismus in den Louis Philippe und Napoleon- bas sagten wir bereits. legten Jahrzehnten ohnehin stark revolutionirt hat, in war die Korruption in den regierenden Kreisen noch weit leidenschaftliche Bewegung gebracht und ihnen keine andere schlimmer als heute, nur daß sie noch nicht so gewaltige Wahl gelaffen, als dem Kapitalismus die Zähne zu Ausdehnung angenommen hatte. weisen. Das ist ein epochemachendes Ereigniß. Der das liegt nicht ant der Staatsform, elementargewaltige Rückschlag, der jetzt in Frankreich gegen sondern an der Entwickelung des Kapitalismus, der seit die kapitalistische Miß- und Schandwirthschaft begonnen hat, dem ins Riesenhafte gewachsen ist. Allein „ Der Vorlage, wie sie ist, fehlt die überzeugte Vertretung überall, weil sie zu viel verlangt und doch zu wenig bietet. Große Opfer an Menschenkraft und Geld werden der Nation zugemuthet; aber eine Partei ist durchdrungen davon, daß der richtige Weg zur Befriedigung des vorhandenen Bedürfnisses" gewiesen würde. Dennoch, das haben wir schon ge fagt, braucht die Regierung nicht mit leeren Händen aus dein Widerstreit der Meinungen hervorzugehen. Als Ergebniß der viertägigen Verhandlungen steht so viel fest, daß sich für die verfassungsmäßige zweijährige Dienstzeit, ohne wesentliche Erhöhung der Friedensstärte, eine Mehrheit im Haufe finden würde, der die Konservativen allerdings nicht angehören könnten. Nach den Erfahrungen, die wir in den lezten Jahren wiederholt gemacht, nehmen wir nicht an, daß dies an sich als Hinderniß betrachtet werden würde, obschon es, unferes Erachtens, nicht leicht in die Waag. schale fällt, wenn die Partei, welche mit dem Heere geschichtlich und thatsächlich in engster Verbindung steht, der Neuordnung feiner Berhältnisse in einer bestimmten Form widerstrebt. Aber ein anderer Grund ist da, der, wie wir einstweilen zu hoffen berechtigt sind, fich stichhaltig erweisen dürfte: daß der Plan, wie wir übrigens öfter schon betont, nur als Ganzes gedacht, die Bedeutung gewinnen kann, die ihm von den leitenden Kreisen zugesprochen wird, jede wesentliche Herabminderung des Berlangten schon würde den Erfolg vereiteln. Würde aber vollends zugestanden, was die in diesem Falle mit dem Zentrum einigen Liberalen wollen, so täme etwas schlechthin Neues heraus, das alle Schattenfeiten des Res gierungsplanes hätte, ohne einen einzigen seiner Vorzüge zu be figen." Die Reichstagswahl in Stuhm- Marienwerder ist eine Probe für die Wirksamkeit der Millionen, welche die kann auch als ist, des Kapitalismus Herr zu werden und der allgemeinen Regierung zur Germanisirung der polnischen Distrikte ver Prostitution zu steuern, die unter ihren stinkenden Schmutz- wendet. Seit dem tonstituirenden Norddeutschen Reichstage, für dessen kurze Dauer der Pole Donimirsti abgeschlagen gelten- ist doch der Spieß bereits umgedreht, Horaz, in seinen Episteln( Buch I) unter Raiser Augustus. Feuilleton. Magbrua verboten.) Bel- Ami. Roman von Guy de Maupassant. [ 42 *) Sprich: epißjeh eigentlich Gewürzkrämer, Kleinhändler. gewählt war, ist von 1867 bis zur Gegenwart der polnische gewiffe, weltmännische Eleganz, die allen gefiel und mit der energischen aber gewöhnlichen Fechtart seines Gegners fontrastirte. Man merkt doch gleich den gebildeten Mann," hieß es. Die Sammlung... die Sammlung... die SammLung " Nun begannen sechs Damen zwischen den Bänken umherzugehen, und leises Klimpern wurde laut, wenn das Geld in die Börsen fiel. Er war ein guter Fechter und man flatschte Beifall. Du Roy nannte Frau Walter alle Berühmtheiten. Aber seit einigen Minuten drang ein sonderbares Geräusch durch die Decke und störte die Zuschauer unten. Es Männer aus der vornehmen Gesellschaft waren da und war, als wenn viele Füße hin und her liefen und dazwischen Journalisten, Redakteure der großen alten Blätter, die mit flang brausendes Lachen. Kein Zweifel, die zweihundert einer gewissen, ihrer Erfahrung entnommenen Zurüdein Berufsfechter und ein Dilettant, die Herren Borion und Lapalme, Gäfte, die unten keinen Blaß mehr gefunden hatten, haltung auf die" Vie Française herabſahen; zu viele an die Reihe. amifitten fich dafür oben in ihrer Art. Auf der kleinen solcher finanzpolitischen Zeitungen, Töchter einer verdächtigen die maßlos, die Wuth, wenteltreppe parben etwa fünfzig Herren eng aneinander Verbindung, hatten sie mit dem Sturze eines Miniſters zu ie die Jury mit den Stühlen zu fliehen zwangen. Sie jagten schrie man. Und der Spottvogel von vorhin treischte so scharf, anwesend, die ja im allgemeinen Sportlicbhaber sind, auch bit der sie aufeinander losſtürzten, war so groß, daß sie geteilt. Die Dige wurde unerträglich unten:„ Getränke! Zuft!" gleich sterben ſehen. Auch Maler und Bildhauer waren Nun tamen ber andere wich mit starken, fomischen Sätzen zurück. Dabet Limonade! Bier gefällig!" machten sie so niedliche Sprünge rückwärts, daß die Damen t, 11 lachen mußten, und so mächtige Säge vorwärts, die sie 2. 3. t 9. L 6 " y 2. Rival erschien mit erhigtem Gesicht, er steckte noch im ! und sehr viel vornehme Fremde, deren Titel Du Roy die Sylbe Raft" folgen ließ.( Das wies auf Rastaquonère, den Erfinder des Talmi's hin.) Er wolle es damit so wie wieder ein wenig aufregten. Dieser Waffengang im Afro- Paukzeug. Ich will Erfrischungen herunterbringen laffen, die Engländer machen, sagte er, die auf ihre Visitenkarten batenftil veranla, te irgend einen Vorlauten zu dem Rufe: jagte er. Und er eilte zur Treppe. Aber jede Verbindung mit ein Esq."( Esquire) setten. Sie werden sich eich das Kreuz brechen!" Das Bublifum dem oberen Geschoß war abgeschnitten. Ebenso leicht hätte " Guten Tag, Bel Ami!" rief jemand. Es war der Du Roy entschuldigte sich bei den Damen, ging zu ihm und schüttelte ihm die Hand. „ Ein reizender Mensch, dieser Vaudrec!" meinte er, als er wieder zurück war. Bei ihm merkt man wirklich. die Rasse." war über diesen Mangel au gutem Geschmad so empört, er durch die Decke flettern, als die Menschenmauer durch Graf von Baudrec. daß es Bst!" rief. Das Urtheil der Jury wurde bekannt brechen können, welche die Treppe verrammeite. gegeben: Die Rämpfer hatten große Kraft bewiesen, aber Beiftesgegenwart manchmal vermissen lassen. Der erste Theil der durch „ Lassen Sie Eis für die Damen herunterkommen!" schrie Rival. Fünfzig Stimmen wiederholten: Eis! Endlich erschien einen sehr schönen Waffengang zwischen Jacques Rival eine Blatte. Aber nur leere Gläser stauden darauf; die und bab befchloffen. den Damen. Rival Er fand allgemeinen Beifall bei Eine laute Stimme brüllte: Hier unten ist es ja zum ein wirklich hübscher, Ersticken! Machen wir nur rasch die Geschichte zu Ende war Frau Walter erwiderte nichts. Sie war ein wenig müde, und ihr Busen hob sich mühsam bei jedem Athemzuge, was Du Roy's Auge fesselte. Zuweilen begegnete sein Blick dem der Frau Direktor". Ihr Blick war vers wirrt und unruhig, ruhte auf ihm und floh dann wieder Eine andere Stimme rief:„ Die Sammlung!" Und sofort. Sieh da!" sprach er zu fich, fich da... sieh das ganze Bublikum rief seufzend aber trotzdem luftig: ba.. fie auch schon so weit?" wohl gebauter, gewandter und geschickter Bursche und viel und gehen wir!" graziöser als alle, die vor ihm die Estrade betreten hatten. " ba Kandidat stets dem deutschen unterlegen. Bei der Wahl am Stiftungsgelder zu thun haben, scharf ins Gebet genommen, sie nicht bindet, schüßt sie aber auch das Kartell nicht davor 15. Dezember hat wieder der Pole den Sieg über und dieser Umstand veranlaßte thn, die Sache in der Stadt baß sie sich gegenseitig übers Ohr hauen. den deutschen Kandidaten davon getragen. Das polnische verordneten- Sigung vom 14. Dezember zur Sprache zu Element verstärkt sich immer mehr selbst in solchen bringen. Eine ganze Reihe Fälle führte er an, in denen Gebieten, in denen die deutsche Kolonisation seit Jahr- er seine Behauptungen bewies. Wir führen hier nur hunderten das erobernde Element gewesen ist, während sie einzelne an, die er mit Nummern bezeichnete, indem er dem gegenwärtig trog oder vielleicht auch wegen der Unterstüßung Bürgermeister die Namen übergab. durch die Bismarc'sche Politik im Zurückgehen befindlich ist. Daß in den polnischen Gegenden vorzugsweise deutsche Prinzen und Adelsgeschlechter sich ankaufen, und in den Tezten Jahren die Regierung selbst die Güter polnischer Gutsbefizer auftauft und in den Besitz von Deutschen bringt, ändert nichts daran Ob der Standesherr, der vom Ertrage setner Güter in Berlin oder einer sonstigen Residenz oder Großstadt lebt, ein Pole oder Deutscher ist, kann ziemlich gleich sein. In Wirklichkeit sucht der deutsche wie der polnische Besizer nach billigen Arbeitskräften, und da schlägt der polnische Arbeiter den deutschen aus dem Felde. Ein Schwindel ist es, bei den politischen Wahlen nur ben nationalen Charakter in den Vordergrund treten zu lassen. Auf konservativer Seite denkt man am wenigen daran, wenn die Hervorhebung des nationalen Charakters nicht zu ihren Gunsten ist. Der Pole ist seines Sieges sicher, ebenso wie der Franzose, wenn im Rampf mit einem demokratischen Kandidaten die Kon fervativen den Ausschlag zu geben haben. In der Junkers Denkweise hat sich seit 1848, wo man auf den russischen Zaren als den Retter vor der Demokratie blickte, nichts geändert. Uebrigens foll der freikonservative Kandidat Herr Weffel feine Niederlage auch dem Verhalten der Deutschtonfervativen waschechtester Gesinnung zuzuschreiben haben, die mit einer gewiffen Schadenfreude den Sieg des Polen betrachten. Bon nationalliberaler Seite wird der Sieg bes Bolen dem neuen Kurs" in die Schuhe geschoben. Das durch, daß der Reichskanzler die Polen mit Sammt- Handschuhen anfaßte, sei das deutsche Nationalgefühl" im Osten in Berfall gerathen. Ein schönes deutsches National gefühl", das, sowie es der Hilfe des Gendarms entbehrt, in Berfall geräth"! Nr. 1 hat eine Stiftung von 685 M. erhalten; an dem Zage, an welchem die Stiftung ausbezahlt wurde, erhielt der felbe ein Klavier um die Summe von 600 M.; vier Monate später taufte fich der arme, bedürftige Mann, der nebenbei zwei Geschäfte befißt, ein Haus. Der regierungsoffizielle Antisemitismus Leipziger Zeitung" im Kampfe mit dem reinen Anti semitismus" der Dresdener Nachrichten" gewährt eine tomischen Anblick. Wer von beiden recht hat, wollen wi nicht entscheiden; uns genügt das Urtheil, welches Donn Bianca im Streit zwischen Rabbi und Rapuziner fällte Jett streiten sie schon über die Judenaustreibung. D die Laufe den Juden nicht abwäscht, müßte boch nach de Leipziger Zeitung" der reine Antisemitismus" die Frag beantworten, bis zu welchem Gliede der Makel/ jüdisch Abkunft zurückwirken soll. Ob der Redakteur der Dresdene Nachrichten" Lehmann, falls sich herausstellte, daß sein großvater Levi geheißen, für die Austreibung bes Semite Nr. 5 hat eine Stiftung erhalten im Betrage von 685 m. Lehmann eintreten würde? Diese Frage hätte sich nur bal Der Mann besitzt ein Haus und betreibt zwei Geschäfte, nebenbei fächsische Regierungsblatt ftellen sollen, als es selbst b ist derselbe in dem dortigen Bezirk Armenpfleger. Eine antisemitische Heze begann. Der reine Antisemitismus Wittfrau, die bei ihm in Miethe wohnte und ebenfalls um wird jedenfalls die Oberhand erhalten, gegenüber dem falon eine Stiftung eintam, betam, jebenfalls weil sie arm und bei mäßigen, und dürfte auch einen fleinen Riß in den Reihe nahe erblindet ist, nichts. der sächsischen Ordnungsparteien" im Gefolge haben. Nr. 3 erhielt 685 M. Der Mann ist in der ganzen Stadt bekannt als ein Mensch, der der Arbeit aus dem Wege geht und häufig Abends in den Wirthshäusern speist. Die Familie hat eine Wohnung von 700 M., hält ein Dienstmädchen und die Frau wird frifirt. Nr. 6 erhielt ebenfalls 685 M. Denselben konnte man, schon ehe er die Stiftung erhielt, am hellen Mittag aus einer Weinwirthschaft der Augustinerstraße betrunken herausfallen fehen; das tam in der Woche nicht einmal, sondern mehr mals vor. eingebracht, nach welchem die Ziviltrauung der firchliche Die italienische Regierung hat einen Gesezentru Trauung vorhergehen soll, so daß die kirchlic Nr. 7 hat ebenfalls 685 M. erhalten, ein Mann, der mehr Trauung nicht mehr obligatorisch ist, wie bisher. Ob bi im Wirthshaus als in seiner Werkstatt zu finden ist; nebenbei italienische Regierung die Macht haben wird, den Wide fei bier bemerkt, daß die Tochter dieses Mannes Billenstand des katholischen Klerus zu brechen, ist allerdings feb befizerin und von sehr gutem" Rufe ift. zweifelhaft. Hier erfolgte natürlich eine gebührende Antwort seitens der fo befragten Frau. Belgien. Das liberal- fleritale Ausbeuterthum schein fta D Die Fälle, die wir anführen, find noch nicht die schlimmsten. Noch schlimmer aber erscheint das inquifito rische Verfahren gegenüber wirklich nothleidenden und an- es wirklich bis zum Bürgerkrieg treiben zu wollen. A ständigen Armen. Hier kamen solche Vernehmungen die Soldaten verläßt es sich nicht recht, weil unter ihn zu viele Sozialisten sind. Dafür hat man die Gen vor, wie: Wie viel Kinder haben Sie?" Antwort der Frau:„ Fünf damerie, die aus ausgesuchten, auf ihre Gesinnung Kinder, fünf find mir gestorben." Frage: Sie bekommen geprüften Leut en besteht, um das Dreifache verstärkt, un bald wieder eines?" Antwort: Nein!" Weitere Frage mit den mörderischsten Waffen und Instruktionen versehe des Herrn: Sind diese Kinder alle von Ihrem Die Megelei von Tilleur ist bekannt. Nicht viel ande Manne?" verhält es sich mit der jüngsten Mezelet in Gent. Diefel hatte am vorigen Montag heute vor acht Zagen und zwar anläßlich einer öffentlichen Rundgebung v Für Krupp versichern die offiziösen Berliner Politischen Nachrichten"„ auf das bestimmteste"," daß es ſeit niemand die Ausführungen Dörr's Lügen zu strafen. In sammlung von Arbeitslosen gesprochen und diese auf In der öffentlichen Stadtverordneten- Sigung wußte Arbeitslosen. Unser Genosse Anseele hatte in einer B Jahrzehnten unwiderruflicher Grundfah der Krupp'schen Fabrit ift, nach Frankreich kein Kriegsmaterial zu liefern". nicht- öffentlicher Sizung wurde anerkannt, daß das alte Nothwendigkeit der Organisation und einer Berkürzung d Er gab ihnen ei Fest steht es, daß die Krupp'sche Fabrit im Jahre 1868 System der Vergebung von Stiftungen in Bukunft nicht mehr Arbeitszeit aufmerksam gemacht. von den städtischen Behörden Arbeit noch Frankreich Kanonen angeboten hat. Daß er seither anzuwenden und daß eine dringende Reform am Blake jei. den Rath, Die einzige Reform wäre nur in der Beseitigung der verlangen, da genug öffentliche Arbeiten der feine an Frankreich geliefert bat, dürfte fich wohl mehr Die Bersammelten befolgten daraus erklären, daß Frankreich keine bei ihm bestellt hat, Klaffenherrschaft zu finden, wie die Mißstände ja auch ledigung harrten. Wo die Rath und wurden, als sie in aller Ordnung nach be als aus seinem unwiderruflichen Grundsay. Jedenfalls nur in der letzteren ihren Ursprung haben. gilt biefer unwiderrufliche" Grundsatz nicht gegenüber Ruß- Bourgeoisie als Wohlthäterin, und wäre es auch nur als Rathhause zogen, von den Gendarmen überfallen, se land, das nicht blos für Deutschland, sondern für die ganze Bertheilerin der Spenden aus öffentlichen Mitteln, auftritt, spann sich eine heftige Prügelei, in deren Verlauf die Ge Kulturwelt eine viel größere Gefahr ist. Der Patriotismus ba fommt auch Anschauung und Empfindung des Bourgeois darmen von ihren Waffen Gebrauch machten und viele b Arbeitslosen verwundeten. Es gelang ihnen nicht, Rrupp's ist ebenso jüdisch" wie der Löwe'sche, wie über zur Geltung.Menge gewaltsam zu zerstreuen; zum Glüd wurde t haupt der ganze Geschäftspatriotismus. In Geschäftssachen Der Humanitätsstandpunkt muß im Interesse der Arbeiter getödtet, sonst würde es den Gendarmen sehr ü hört die Gemüthlichkeit auf, war der Ausspruch Hansemann's, Erhaltung der bestehenden Gesellschaftsordnung aufgegeben ergangen fein. Schließlich zerstreute fich die Menge es hört auch das Christenthum, der Patriotismus und noch werden, das ist die Weisheit, aus welcher die Nord- felbst ein Beweis, daß fie teine Ruheſtörung beabsich es hört auch das Christenthum, der Patriotismus und noch vieles andere auf!: deutsche Algemeine Zeitung" für die Strafverschärfung der hatte. Auch wegen dieser standalösen Polizeibrutalita Ihre Schienenflicker Moral sucht die Rheinisch- lex Heinze eintritt. Für die Elemente, welche von den wird die Regierung interpellirt werden. Nügen wird d Westfälische Zeitung" au rehabilitiren, indem sie in den neuen Strafen betroffen werden, seien einige Wochen Ge- freilich nicht; denn die Regierung hofft offenbar, bu vordersten Reihen der Patcioten" im Feldzuge gegen fängniß eine recht angenehme Beit, die man im vergnügten" folche Knüppeleien und Schießereien das Bolt zu ermi Löwe loszieht. Wir schenken ihr gern den ganzen Löwe Umgang mit gleichgesinnten Bellengenossen verbringt. Jm und einzuschüchtern, womit sie fich allerdings arg getäu und geben ihr mit Vergnügen noch ein Dußend zu; aber neuen deutschen Reiche ist die Wissenschaft längst umgekehrt, haben dürfte. ihre Baare und Genossen wäscht sie damit immer noch nicht und es ist überflüssig, gegen die Offiziösen die Meinungen der Das scharfe Vorgehen der französischen Regier weißer. Männer anzuführen, die seit mehr als hundert Jahren, von Beccaria bis Holzendorf, für Humanisirung des Straf in Sachen des Panama Schwindels hat me Das Kliquenwefen der Bourgeoisie tritt selbst auf rechts eingetreten sind. Nicht um die Züchtigung von würdigerweise unter denen den größten Schrecken her ben Gebieten, wo die reinste Humanität gelten follte, zu Strolchen allein handelt es sich in der lex Heinze; die gerufen, welche die Enthüllungen zuerst gemacht hab Tage, und zwar der Armen unterstügung. Selbst Strafverschärfungen derselben sind nur ein Schritt weiter Die Herren Boulangisten und Antisemiten hatten unzwei mo teine Tendenz vorherrscht, wo Muckerthum und Partei auf der Bahn der Entwürdigung der Menschen, eine Etappe haft gehofft, mit ihrem Material" die Republik in stellung keinen besonderen Einfluß üben, ist das Urtheil in dem Siegeszuge der Reaktion, die den weiteren Vormarsch Luft fprengen zu können. Einen Moment waren die getrübt von der Boreingenommenheit. Wie präsentirt sich derselben unterstügen soll, freilich aber auch sie selbst zum publikaner auch verblüfft so viele von ihnen waren ni der Arme dem Wohlthäter" am besten? Das ist die Abgrunde führt. sauber ums Nierenstück. Als sie sich aber endlich Frage, worauf es ankommt. Womit erweckt er den besten mannten und die Augen aufmachten, siehe da entdeckten daß die tugendhaften Herren Ankläger nicht besser wa " d Eindruck, roie schmeichelt er sich ihm am besten ein? Der Das sächsische Kartell. Frhr. v. Friesen erklärt im Echein der Respettabilität" erregt besonderen Respekt, be-„ Vaterland", daß die sächsischen Konservativen als andere Leute und auch bei dem Panama- Milliard fonders wo es sich um Vergebung von Stiftungsstellen am Kartell festhalten. Die Erklärung ist überflüssig; raub hervorragend betheiligt gewesen. Und so ist es be handelt. In Mainz hatte der Genosse Dörr die Ver- die sächsischen Konservativen, Nationalliberalen und Fort- sehr natürlich, daß die boulangistisch- antisemitischen Bieb theilung der Stiftungsgelder in einer Volksversammlung schrittler sind aus einem Holz geschnitten, sodaß die geringen männer mit der neuesten Wendung der Dinge nicht scharf kritisirt. Dörr war deshalb von einzelnen" seiner Unterscheidungen nothgedrungen den Sozialdemokraten gegen frieden sind. Stadtverordneten Kollegen, die mit der Verwaltung der über nicht in Betracht kommen. Wo die Furcht vor diesen 9 Die Sammlerinnen famen zurück. Ihre Börsen strohten von Gold und Silber. Und eine nene Tafel wurde an die Estrade gehangen. Sie verkündete:" Grrroße Ueberraschung". Ball zu veranstalten. Sie waren gar nicht so dumm. Gerne wäre man auch dabei gewesen. Aber zwei neue Fechter hatten den Waffengruß getauscht und fielen so gebieterisch in die Auslage, daß alle Augen ihren Bewegungen folgten. Unsere Bermuthungen bezüglich des Herrn Consta nichts, nichts hatten sie übrig gelassen. Alles hatten fie plündert, verheert und ausgeräumt. Die Diener zogen betrübte Gesichter, konnten sich a kaum des Lachens erwehren. Sie mußten erzählen, wie Die Jury nahm wieder Plaz. Alles war gespannt. hergegangen war: Die Damen waren noch schlim Das Floret in der Hand erschienen zwei Damen im Elastische Grazie und gemessene Kraft lag in der Art, danach als die Herren", versicherten sie. Sie aßen Roftüm des Fechtbodens. Sie trugen dunkeles Trikot und wie sie ausfielen und sich wieder aufrichteten. So ficher tranfen, als wenn sie sich den Magen verderben wollte einen sehr kurzen Rock, der kaum bis zum Knie reichte. Ihre waren sie ihrer Stärke, so knapp in ihren Bewegungen, so So etwa mußte die Erzählung der überlebenden Bü Brust war so stark mit Bandagen umwickelt, daß sie den tadellos in ihrer Haltung und so maßvoll in ihrer Kunft, einer im Kriege geplünderten und der Wuth der Solda Kopf ganz hoch tragen mußten. Sie waren hübsch und daß die unkundige Menge selbst überrascht und ent preisgegebenen Stadt klingen. jung und grüßten lächelnd die Zuschauer. Langer Beifall zückt war. Es blieb nichts weiter übrig als nach Hause zu ge Sankte ihnen. Ihre ruhige Sicherheit, ihre überlegene Gewandtheit, Den Herren thaten die zwanzig Franks leid, die sie bei Sie legten aus und galantes Gemurmel und halblaut ihre raschen Wendungen, die so besonnen waren, daß man Sammlung gegeben hatten und sie ärgerten sich über geflüsterte Bemerkungen begleiteten ihre Bewegungen. fich ihrer Schnelligkeit gar nicht bewußt wurde, zogen das Auge anderen, die oben geschlemmt hatten, ohne etwas dafür Auf den Lippen der Schiedsrichter lag ein liebens- an und fesselten es allein fraft ihrer Vollendung. Das zahlen zu müssen. würdiges, Lächeln und sie billigten die verschiedenen Floret Publikum merkte, daß ihm ein schönes und seltenes Schaustöße durch leises Bravo. spiel geboten wurde, daß zwei große Künstler das möglichst Das Bublifum ergötzte sich sehr an diesen Waffengang Veste in ihrer Kunst zeigten, was zwei Meister vom Fach und bewies es durch sein Klatschen und Bravorufen nur an Gewandtheit, Lift, flugem Wissen und förperlicher den Fechterinnen, die den Männern gefielen und bei den Geschicklichkeit aufzubieten vermögen. Frauen den natürlichen Geschmack des Pariser Publikums für artige, wenn auch ein wenig unziemliche Einfälle, für pöbelhafte Eleganz, falsche Niedlichkeit und falsche Grazie, für Chansonetten und Operetten- Rouplets befriedigten. Alles klatschte wie verrückt. Die Patroneffen hatten mehr als dreitausend Fra einbekommen. Nach Deckung aller Kosten blieben 3 hundertundzwanzig Franks für die Waisen des sechsten hundertundzwanzig Franks für die Waisen des sechsten zirks übrig. Du Roy begleitete die Familie Walter im offe Wagen nach Hause. Als er der Frau Direktor gegenüber saß, begegnete noch einmal einem zärtlichen, flüchtigen Blick von ihr, verwirrt zu sein schien. Verdammit! Ich glaube, sie hat angebiffen," dacht und lächelte vor sich hin. Ja, er hatte wirtlich Glüd den Frauen. Fröhlich schritt er heim. Reiner sprach ein Wort, jeder sah ihnen zu. Dann aber, als fie fich zum Schluß die Hand gereicht hatten, als der letzte Stoß gewechselt worden war, brach tosender Beifall los. Das Publikum trampelte, heulte. Jeder tannte ihre Namen: es waren Sergent und Ravignac. Die Geister waren so erregt, daß sie streitfüchtig Ein Säbeltampf folgte, aber feiner sah mehr zu, denn alle Aufmerksamkeit wurde durch das, was oben vor sich wurden. Jeder Mann hatte Lust mit seinem Nachbar zu ging, gefeffelt. Seit einigen Minuten hatte man Lautes sanken. Eines Lächelns wegen hätte man sich gefordert. Geräusch gehört, als wenn Möbel bewegt und über die Leute, die nie ein Floret in der Hand gehabt hatten, Madeleine erwartete ihn im Salon. Dielen gezogen und die ganze Wohnung oben ausgeräumt wiesen mit ihren Spazierstöden nach, wie Angriff und " Wichtige Neuigkeiten!" sagte sie. Die Marrokani würde. Plößlich drang der Klang eines Klaviers durch die Barade sein müsse. Decke, und deutlich ließ sich das rhytmische Geräusch Aber allmälig strömte die Menge die kleine Treppe Frage verivirrt sich immer mehr. Vielleicht muß Frank tanzender Füße unterscheiden. Die Leute veranstalteten hinauf. Schließlich wollte man doch auch trinken. Doch in wenigen Monaten eine Expedition hinschicken. Jed einen Ball, um sich für das Schauspiel unten, an dem sie welche Empörung entstand, als man feststellte, daß die Ball falls muß die Gelegenheit beugt werden, um das nicht theilnehmen konnten, zu entschädigen. menschen das Buffet schon geplündert hatten und dann mit sterium zu stürzen und Laroche das Auswärtige zu Buerst erhob sich im Waffensaale ein lautes Gelächter den Worten fortgegangen waren, es sei wirklich unanständig, schaffen." unter dem Publikum, dann aber erwachte in den Damen die zweihundert Personen aufzustören und sie dann nichts sehen Tanzluft, sie hörten auf, sich um die Vorgänge auf der zu laffen. Estrade zu kümmern und begannen laut zu plaudern. Nicht einen Kuchen, nicht einen Tropfen Champagner, Ein netter Gedanke von den Nachzüglern, oben einen Bitör oder Bier, nicht einen Bonbon, nicht eine Frucht, Du Roy wollte seine Frau ärgern und that unglau So wahnsinnig würde man doch nicht sein und die Du heit mit Tunis wiederholen. ( Fortsetzung folgt.) b Of D al e al e te to ed bestätigen sich vollauf. Er ist es in der That, der die der Klarsehenden, der bewußten Revolutionäre ist es, biel Mine hat springen lassen und die Boulangiften, mit denen Seerben Natur des Boltes au lenten, daß es er von früher her, seit er den Boulanger- Mist aufdeckte, in feinen Feind erkenne, der ihm seine Brut, feine Lebensträfte Beziehungen steht, zn dem Werke benutzt hat. Seine verfümmert und raubt." Kreatur, der ehemalige Polizei- Präfekt Andrieur, der Wir dächten, das genügt! Finanzminister und Blattgründer der Herren Anarchisten, hat den Coup in Szene gefeßt und das Material" aus feinen alten Polizeiatten ergänzt. Das Bekanntwerden der Constans'schen Thätigkeit hat die gute Folge, daß die Regierung ihre Energie gegen die Schuldigen verdoppelt, und jetzt u. A. Vollmacht zur zeits weiligen Aufhebung der Abgeordneten- Indemnität fordern will, damit die schuldigen Abgeordneten der Justiz keine Nafe zu drehen vermögen. Die Dinge liegen in diesem Falle allerdings so, daß es eine Ehrensa che für die Abgeordneten ist, einem solchen Vorschlage zuzustimmen. in Parteinachrichten. " Die rheinischen Delegirten hatten auf dem Berliner Parteitag befchloffen, daß der Provinzial- Parteitag am 8. Januar in Grefeld abgehalten werden solle. Lokalfchwierigkeiten halber mußte von der Ausführung dieses Beschlusses Abstand genommen werden. 3 Genoffe Sünninghaus, früher Redakteur ber Zeitung deutscher Bergleute", wurde in Sulzbach wegen Beleidigung des Bergaffeffors Hilger zu vier Wochen Gefängniß verurtheilt. Soziale Uebersicht: bereits gemeldet wurde, am 15. Januar, Vormittags punkt 11 Uhr, Der nächste rheinische Provinzial- Parteitag tritt, wie in Düsseldorf, im Lokal Neue Welt", Flingerstr. 39, zu fammen. Die vorläufige Tagesordnung enthält folgende Punkte: Ronstituirung des Parteitages; Berichterstattung ber An die Arbeiterschaft Berlins und Umgegend! Agitationsfommission; Agitation, Organisation, Presse; Wahl Reklame! Reklame! Möglichst viel Geschrei, ist der Grunds des Agitationskomitees für 1898; Die Arbeiterklasse und die Ge faz der Geschäftsinhaber, womit der eine den andern aus dem werbegerichte( Referent: Genosse Landé); Der internationale Felbe zu schlagen sucht. Wo viel gelogen wird, bleibt etwas Kongres in Zürich; Die nächsten Reichstagswahlen( Referent: hängen", nach diesem Motto wird in der Reklame verfahren. Das Publikum schüttelt anfangs ungläubig den Kopf. aber Genoffe efch); Anträge der Delegirten. schließlich denkt es doch:„ Es wird schon so fein." Unsere Pflicht, den Vorgängen in unserem Gewerbe unfere Aufmerksamkeit zu fchenken, zwingt uns, der Arbeiterschaft diesen Auswuchs tapitalistischer Plusmacherei au enthüllen und zu zu zeigen, wieso es tommt, daß die Waaren fo billig verschleudert werden. Das Anhängsel von Arbeiterfreundlichkeit, welches sich die Gesellschaft noch nebenbei giebt, wird dann jedenfalls Aus New- York wird uns geschrieben: Der erste Angeklagte schwinden. im Homesteader Prozeß ist freigesprochen worden, und zwar nahm Wie es ber eine treibt, fo macht es der andere. Hier nur Proteftversammlungen gegen die Militärvorlage find man erst an, daß die Geschworenen den Alibi Beweis desselben einige Proben aus einer uns vorliegenden Reflame: weiter abgehalten worden in Aten, Agendorf, Glöte, aber Mittheilung über die Verhandlungen der Jury gemacht, nicht in einem bestimmten Beitraum( bis Weihnachten) für eine als erbracht erachtet hätten. Einer der Geschworenen hat nun 75 000 M. Ronventionalstrafe sollen gezahlt werden, wenn Sohen Errieben, Neus Gattersleben( Sochburg des Herrn v. Alvensleben), Brumby und IInis Referent meismaterial beachtet haben, sondern von der Ansicht ausgingen, ftücke abgesetzt werden. Das Publikum wird aufgefordert, sich wonach acht der Geschworenen von vornherein feinerlei Be- halbe Million Mark fertiger Herren- und Knaben Garderobensämmtlichen Drten: D. Orten: O. Martens Staßfurt), Staßfurt( Referent Reichstags- Abgeordneter B. Förftex), daß der Einfall der Pinkertoner in Homestead ein unberechtigter diese Summe selbst zu verdienen und möglichst viele Sachen ga Münster a. N.( Referent Tauscher- Stuttgart), Sagan sich demselben zu widersehen. Die übrigen vier Geschworenen, getragene Sachen zu kaufen, in denen er sich den Reim einer an und unautorisirter war und die Bevölkerung das Recht hatte, faufen. Weiter heißt es:„ Niemand braucht heute mehr alte ( Referent 8ubeil. Berlin), Wilmersdorf b. Berlin ( Referent Gerisch), Rumpenheim in Hessen( Referent Grade und zwei für Todtschlag waren, einigten sich schon bei ordentlichen Lage, teine Zuchthaus oder Sträflingsarbeit, fon= von denen einer für Mord im ersten, einer für Mord im zweiten fteckenden Krankheit holen fann." Wir sind in der außerGalim), Belbert( Referent Reichstags- Abgeordneter Harm). Der dritten Abstimmung mit der Majorität; die ganze Berathung dern freihändige, von Schneidern gearbeitete Garderobe, die für Gemeindewahlen. Säfische Wahlergebnisse. dauerte nur eine halbe Stunde. Der Diftrittsanwalt, welcher nach den feinsten Ravalier wie für den gewöhnlichsten Arbeiter beIn Burkhardtsdorf( 19. fächs. Reichstags- Wahlfreis) er erfolgtem Berdikt sagte, dasselbe sei für das Land ein recht bedent rechnet ist und jeder Maßarbeit gleich steht, au billigsten bielten in der Klaffe der Unansässigen unsere beiden Kandidaten fiches Ereigniß, wird in diesem Gefühl nun noch bedeutend bestärkt Breisen abgeben zu können." 144 und 146 Stimmen, die Gegner nur 28 und 34. Dabei ist des vorsitzenden Richters, in welchem er erklärte, daß Jeber, welcher fein! Dazu kommt, daß bezüglich des Theils der Instruktionsrebe Am Anfang eines sogenannten Aufrufs heißt es: hervorzuheben, daß eine eigentliche Wahlagitation seitens unserer sich bei einem Aufruhr mit einer Waffe auf dem Schauplaze meisten den Kleinhandwerker. Mengen von Familienvätern find Die momentan schlechte Beit und die Nothlage trifft am Bartei nicht stattgefunden hat. In Seiibennersdorf befand, für die bei demselben begangenen Verbrechen gleich ver- ohne Arbeit und stehen brotlos ba, indem Beschäftigung fehlt, erhielten unfere brei Randidaten 364-368 Stimmen, die von antwortlich sei, die Geschworenen der Ansicht waren, daß dies oder der Konsum, welcher heute noch ist, um Geld zu ersparen, den vereinigten Nationalliberalen und Deutschfreifinnigen auf eine nicht stichhaltige Auslegung des Gesezes wäre. Bekanntlich in Strafhäusern und Gefangenen- Anstalten für wenig Geld ge gestellten Kandidaten fiegten mit einer Stimmenzahl von 401 bis fielen dieser Auslegung" die drei Sunnen" von Braddock zum arbeitet wird. Um diesen Rothstand zu lindern und die be489. Bei den Gemeinderaths- Wahlen in Silbersdorf bei Opfer, die heute noch im Buchthaus fizen und die nur durch brängte Lage der Arbeitslofen zu beffern, hat sich ein Konfortium Chemnitz wurden die sozialdemokratischen Kandidaten mit großer Mehrheit gewählt. Desgleichen siegte die Liste der Arbeiter in eine faft allgemeine Begnadigungsbewegung dem Galgen ent- gebildet, um Leute, die von Handwerk Schneider sind, in Massen 2ugau mit erdrückender Majorität. Auch in Hohened gingen. Der Ausfall der Präsidentenwahlen wird sein Theil dauernd zu beschäftigen." wurden sämmtliche sosialdemokratischen Kandidaten gewählt. In Dazu beigetragen haben, die Geschworenen zu jener Anschauung Also ein Ronsortium, um die bebrängte Lage der Arbeits It chemnitz fiegten in der Klaffe der Unansässigen die zu bringen, und wenn die Arbeiter Bennsylvaniens- und auch lofen zu beffern. Soll wohl heißen: Um sich die bedrängte Lage Kandidaten des sozialdemokratischen Wahlvereins. Sie erhielten Sturm gegen die Verschwörungs" und sonstigen Klaffengefeße und Drücken geht augenblicklich bis in das Unendliche. fich jezt aufraffen würden, um einen An- der Arbeitslosen zu Nutzen zu machen. Denn das Abzwacken 164-174 Stimmen, während die Gegner nur 37-46 belamen. zu unternehmen, fo würden sie sehr wahrscheinlich Erfolg damit In Reichenbrand wurde ein Sozialdemokrat gewählt. In Weshalb erfüllt denn dieses arbeiterfreundliche Ronsortium Zannenberg fiegte die gange Lifte; gewählt wurden 1 Ans haben. Es ist aber, bis die Arbeiterbewegung im all nicht die Forderung der organisirten Arbeiter unserer Gemertfäffiger und 2 Unanfäffige. " Seit 12 Jahren", schreibt ber gemeinen in ein anderes Fahrwasser kommt, sehr fraglich, schaft nach Einrichtung von Betriebswerkstätten? Mit der Beobachter", haben wir uns mit den Gegnern geschlagen, endob dies geschieht. arbeiterfreundlichen Heulmeierei ist doch wenig gethan. Da lich ist auch uns ber Sieg geworden." In Grüna siegten die philadelphia sich in den Listen für Anmeldung der sozialistischen welches immer mehr um fich greift, werden diese gepriesenen Ueber das sozialistische Wahlresultat ist nachzutragen, daß in haben wir den Grund: durch das erbärmliche Schwizfyftem, Randidaten des Wahlvereins der mindestbesteuerten und unan Bartei bei den Staatsbehörden 1900 wahlberechtigte großartigen Erfolge erzielt. fäffigen Klaffe mit großer Majorität. Die Sozialdemokraten Christiania's( Norwegen) haben als solche beglaubigt fein) während nur 887 sozialistische Stimmen maschinen Tag und Nacht. Arbeiter und Arbeiterinnen schinden Bürger eingetragen hatten( dieselben müssen von einem Notar In elenden Höhlen hört man das Geraffel der Nähein Gemeinde Wahlprogramm aufgestellt, welches abgegeben wurden. In Massachusetts fielen auf die sozialistischen sich ab, um Gemeinde- Wahlprogramm folgende Punkte enthält: 1. Grbauung von billigen Arbeiter Präsidentschafts- Elektoren je ca. 600, den Gouvernements- Kandidaten unterhalt herauszuschlagen- und oft bas nicht einmal. Durch hab, nur bas Allernothwendigste aum Lebens wohnungen; 2. Ausführung ber öffentlichen Arbeiten auf eigene ca. 900 Stimmen, während der Kandidat für das Amt des bas riesige Angebot sinken die Löbne rapid. Jeder will Rechnung der Gemeinde, Einführung des Achtstundentages, thun- Lieutenant- Gouverners beren 2732 erhielt! Man fcheint sich also aus seiner Hände Arbeit möglichst viel herausschlagen. lichste Gestanstellung der Arbeiter, Berforgung derfelben bei ein vielfach nicht an den Gedanken der ftritten Wahlbetheiligung ge- Schwiger, der Großkonfektionär, der Händler, jeber zwadt und tretender Arbeitsunfähigkeit und Unterstügung der Hinterbliebenen; wöhnen zu können! Es hat sich aus den Vergleichen mit den schindet, und die Arbeiter und Arbeiterinnen müffen es schließlich 3. Unentgeltlichkeit der Lehrmittel und einer fräftigen Mablzeit Präsidentenwahlen von 1888 im Verhältniß zur Zunahme der ausbaden. An den so fertig gestellten Waaren ist Gelb in täglich für die Volksschultinder; 4. Unentgeltlichkeit bes Arztes immberechtigten Bevölkerung ergeben, daß ein ganz bedeutender Maffen zu verdienen", heißt es dann in den Anpreisungen; bie und der Heilmittel, Einrichtung von unentgeltlichen Heilanstalten, Prozentsatz derfelben sich nicht betheiligt hat; die Demokraten Buchthaus und Gefängnißarbeit tann nicht mehr mit diesen Unftellung von Rechtsanwälten zur tostenlosen Rathertheilung; haben taum ihren Stand von 1888 behauptet, die Republikaner Leiftungen freier Arbeiter tonturriren. 5. Betrieb der Straßenbahnen und der sonstigen Verkehrsein aber ganz enorm verloren. Herrliche Industrie! richtungen durch die Gemeinde felbft; 6. Ausübung des Schnaps, Beichen, obwohl unsere Partei auf die Armee dieser Ungu Sachen hergestellt werden, mancher würde fich efeln, diese Sumpen Das ist ein vielversprechendes Würden aber die Käufer Einblick nehmen in die Buden, wo diese Bier- und Weinverlaufes durch die Gemeinde, unter fcharfer friebenen vorläufig noch nicht reflektiren kann. Aufficht und ohne Klaffenunterschied; 7. Errichtung eines Amtes zu schleppen. Nach ärztlichem Gutachten sind diese Kleidungsfür Arbeiterstatistit; 8. Einrichtung von Ruhe und Lesestuben, welche erwärmt und beleuchtet und Jedermann frei zugänglich die Nachricht ein, daß bort unfer Genosse W. Kuzbach gestern feiner gefund. Man sieht lauter schwindsüchtige Gestalten. Der Todtenliste der Partei. Aus Gelsenkirchen trifft per Draht heiten; wie follten fie auch nicht, von den Berfertigern ift faft tüde gerade bie besten Uebertragungsobjekte ansteckender Krant fein follen, Erbauung von unentgeltlichen Bädern; 9. Dirette geftorben ift. St., welcher auch in den Berliner Parteifreifen wohl gange Auswurf wird sozusagen mit verarbeitet. Wahl zur Gemeindevertretung. bekannt ist, hat als verantwortlicher Redakteur der Gelsen* Mit den Beschläffen des Berliner Parteitags erklärten fich weiter einverstanden die Parteigenoijen in Leipzig Best. Stralsund, Zannhausen i. Schl., Rumpen heim, Lüdenscheid. anderer Staaten R Der Bei event. Gintreten der Cholera wird sich herausstellen, daß Die Agitationstommiffion ber Schneider und Schneiderinnen Berlins. J. A.: J. Zimm. Ernst Danzig, Fischerstr. 34. Wilhelm Schulze, Bimmers firaße 86. Bertha Wächter, Jakobikirchstr. 10. Selene Blume, Wrangelfir. 13. Arthur mahr, Wienerstr. 68. Selma Schwarz, Wien 3. Wienerstr. 68. Karl Haase, Johannisstr. 12, Frau Reimann, Wrangelstr. 91. August Süfe, Schützenstr. 58. R. Gottschalt, Stallschreiberstr. 24. Karl Bußte, Friedrichstr. 89. firchener Arbeiter Zeitung" sich eine Reihe längerer Gefängniß diefe Buden die größten Ansteckungsherde sein werden. anstalt Dorsten verbüßt, weitere fieben Monate, au deren Antritt unserem Rampfe um die Einrichtung gesunder Werkstätten vom trafen zugezogen. Ben Monate hat er davon in der GefangenenEs liegt daher schon jetzt im Intereffe eines jeden, uns in er auf ben 31. Januar 1893 geladen war, werden burch den Unternehmer zu unterstützen. Bebauerlich ist es, daß die Be zu frühen Eingang unseres Genossen unverbüßt bleiben. Ebenfalls Bartel- Organisation. Wegen Erkrankung des Genoffen in Gesellschaft mit unserem früheren Redakteur Baate im man bei uns diese Zustände gar nicht zu beachten. Partei- Organisation. Wegen Grkrankung des Genoffen ungefühnt wird eine Breßsünde bleiben, welche der Berstorbene hörden diesen Verhältnissen sehr lau gegenüber stehen. Während man in anderen Ländern energische Maßregeln ergreift, scheint Nemeczerzal ist Genosse F. Bueb in Mülhausen i. E. „ Vorwärts". er dadurch beging, daß den mit seiner zum Vorsitzenden des Vorstandes der sozialdemokratischen Partei Berson von hier nach Königsberg in Preußen vollzogenen Branche, gegen diese scheußlichen Zustände Front zu machen. Umsomehr ist es Pflicht der Kollegen und Kolleginnen unserer Elsaß- Lothringens gewählt worden. Gine öffentliche Bartelversammlung, in ber nach einem Beschlusse der letzten als früherer Redakteur des Königsberger Boltsblatt", bort eine ben Reihen der Streiter an, damit wenigstens diejenigen, Transport nicht mit dem gehörigen Respekt besprach. K. hatte, wir fordern Euch daher auf: organisirt Euch! Schließt Guch Parteifonferenz die Wahl vorgenommen werden sollte, wurbe unbedeutende Anklage anhängig. Bu der Verhandlung wurde er welche sich mit Eurer Hände Arbeit bereichern, gezwungen verboten, weshalb man die anderweite Besetzung des erledigten hier fiftirt und gefesselt nach Königsberg gebracht. Der Transport werden, die nothwendigsten Forderungen zu bewilligen. Borstandsamts in der Weise vornehmen mußte, daß der Wülhaufer Arbeiterverein den Kandidaten vorschlug und der Landes erfolgte in der kältesten Jahreszeit, und R., der von jeher brustvorstand diesen Vorschlag für die Willensmeinung der Partei gestandenen Leiden die ersten Anfänge seiner Krankheit hergeleitet, fchwach war, hat vom Transport und den während desselben ausgenossen Mülhausens erklärte. Der Bekanntmachung der Wahl beren Opfer er in so jugendlichem Alter geworden ist. Die am Bueb's fügt der Landesvorstand folgende Aufforderung hinzu: " Barteigenoffen! Die unaufhörlichen Verationen und Ver. 13. Dezember dieferhalb in Moabit angefeßte Verhandlung mußte Parteigenoffen! Die unaufhörlichen Verationen und Berausfallen, bote, burch welche die Staatsbehörde namentlich in letzter Zeit ausfallen, weil St. nicht mehr reifefähig war. Jeht deckt den das jebem Staatsbürger zustehende Recht der freien Meinungspfermuthigen vielverfolgten Genoffen die fühle Erde, in den außerung für unsere Bartei illusorisch zu machen sucht, machen Berzen der Genoffen wird sein Andenken aber weiterleben, es nothwendig, daß unsererseits an der einzigen uns offen Polizeiliches, Gerichtliches 2c. tehenden Stelle: im Deutschen Reichstage, gegen biefe Be handlung Brotest eingelegt und mit Nachdruck auf Abhilfe ge- Ginwohner des Ortes Trachenberge bei Dresden, in welcher Sächsisches. In einer öffentlichen Versammlung der Achtung! Gewerkschaften Berlins. drungen wird. Zu diesem Zwecke stellt der Landesvorstand an die Kandidaten zu den( inzwischen stattgehabten) Gemeinderaths- Arbeitsnachweises von Herrn Sixtus Hermann, Elifabethstr. 80, Nachdem alle unsere Borschläge in Sachen des Privat bie Parteigenoffen in ganz Glfaß- Lothringen bas bringende Gr Wahlen ausgestellt wurden, verbot der überwachende Beamte zurückgewiesen wurden, sind wir gezwungen, an die Solidarität ſuchen, alles auf die angedeutete bisherige wie zukünftige Thätig einem Redner, über die Gemeindeverhältnisse des benachbarten fämmtlicher organisirter Arbeiter( speziell jener, welche dort ver teit ber Behörde bezügliche Material: Nichtgenehmigung von Bereinen und Bersammlungen, sowie alle sonstigen abschlägigen Biefchen zu sprechen. Nur über Verhältnisse der Gemeinde fehren), zu appelliren, und bitten wir um Beachtung und AusBefcheide gewissenhaft an den Schriftführer Jean Martin, Schul. Trachenberge dürfe gesprochen werden. führung folgender Resolution, welche von den Steindruckern, Lithogafje 2, einsenden zu wollen." Wieder einmal sind, und zwar diesmal in Sagan, auf graphen und Berufsgenossen einstimmig angenommen wurde: Verlangen des überwachenden Beamten die Frauen aus einer" Da durch den Bericht der Kommission zur Gvidenz bewiesen Parteifinanzen. Leipzig West: Jahreseinnahme politischen Versammlung gewiesen worden. Es handelte sich um ist, daß der Restaurateur S. Hermann, Elisabethstr. 30, auf keinen 1082,07 M., Ausgabe 860,75 M. Chemnih: Jahreseinnahme die Boltsversammlung am 11. Dezember, in welcher Genosse Fall seinen Privat- Arbeitsnachweis aus den Händen geben will, 4062,64 M., Ausgabe 3050 M.( darunter an Unterstützungen für zu beil aus Berlin über die Militärvorlage sprach. Gegen die durch welchen den Intereffen des Vereins der Lithographen, SteinInhaftirte und deren Familien sowie Gerichtstoften 1407,80., Maßnahme der Polizei wird natürlich und zweifellos mit Erfolg drucker und Berufsgenossen Deutschlands, sowie der modernen für Agitation 1464,35 M.). Beschwerde geführt, nicht zu ändern aber ist mehr, daß die Frauen Arbeiterbewegung entgegengearbeitet wird, so appellirt bie heutige um ihr Recht gefchmälert wurden und den Einberufern der Ver- Vereinsversammlung an das Solidaritätsgefühl aller Arbeiter Unabhängiges. Der Münchener Post" wird von hier ge- fammlung durch die Beschwerdeführung eine Arbeit erwächst, die und Gewerkschaften und bittet, diefem Lotal so lange die ge fchrieben:„ Die Stedaktion des„ Sozialist" wurde nach der plöß- ganz unnöthig wäre, wenn sich die Polizei angewöhnen tönnte, bührende Beachtung zu schenken, bis der Herr Hermann sich eines lichen Abreise des legten Rebatteurs von Paul Kampffmeyer aus dem Gefeh nicht das herauszulesen, was gar nicht darin steht. Anderen besonnen hat. Gleichzeitig find die Kollegen verpflichtet, diesen Arbeitsübernommen, der dieselbe in versöhnlicher Zendenz gegen den Das Reichsgericht hat die Revision bes Genoffen frattionellen Vorwärts" führen wird.". Was es mit der an- Heinrich Peus, welcher am 28. September vom Landgericht nachweis zu meiden. Jeder Kollege, welcher gegen diesen Be geblichen verföhnlichen Zendeng" gegen uns auf sich hat, ver Stendal zu mehrmonatlicher Gefängnißstrafe verurtheilt war, fchluß handelt, hat das Anrecht auf die Mitgliedschaft des Vereins mögen wir zur Zeit nicht zu schäßen. In der letzten Nummer, verworfen. Das frühere Urtheil des Landgerichts Magdeburg in welcher sich das Organ der Unabhängigen mit uns be wurde bekanntlich seinerzeit vom Reichsgericht aufgehoben, weil Der Verein der Lithographen, Steindrucker und Berufsgenossen Schäftigte, geschah dies in einer Weise, daß alles, was die Herren auf Ehrverluft erkannt worden war. Das Reichsgericht verwarf Deutschlands, Verwaltung Berlin. Nach Rücksprache init Herrn S. Hermann, Elisabethstr. 30, Werner, Teistler und tutti quanti bis bahin an Verleumdung ferner die Revision des Genossen Dr. Heinrich Lux- Magdeund Berlogenheit geleistet hatten, in den Schatten gestellt wurde. burg, welcher am 19. September wegen Majestätsbeleidigung zu haben wir die Anficht gewonnen, daß die in vorstehender ReEs war dies die Nummer 46 vom 12. November, welche ge- 3 Monaten Gefängniß verurtheilt worden war, sowie endlich die solution angeführten Punkte sich wie angegeben verhalten. wissermaßen als Parteitagsnummer bie offizielle" Sozialdemo- von demselben eingelegte Revision gegen das Erkenntniß des Iratie in ihrer ganzen Werruchtheit zeigen sollte. Die Berleumder Landgerichts Magdeburg wegen Beleidigung des Offizierſtandes. fippe hatte ich damals erfichtlich selber überschlagen. Die Beiter verwarf das Reichsgericht zwei Revisionen des Genossen persönlichen Berdächtigungen find seitdem in den Spalten des Dr. Diederich Dortmund, die derfelbe gegen zwei ErkenntSosialist" etwas zurückgedrängt, tagegen macht fich jetzt eine niffe angemeldet hatte, nach welchen er wegen Beleidigung des prinzipielle Zerfahrenheit bort geltend, deren Gipfelpunkt in der Betriebsführers Bonader von Beche Hanfa" zu 100 m. und legten Nummer in einem Artikel: Der Heerdentrieb der Maffen" wegen Beleidigung der Dortmunder Polizei zu 150 M. Geldstrafe erreicht scheint. Dort heißt es allen Ernftes:" Die Aufgabe verurtheilt ist. verloren." Die Berliner Lofaltommision. J. A.: Gumpel. Lock. Zabel. In Leipzig wurde am 11. Dezember von Arbeitern eine Freie Turnervereinigung der Kreishauptmannschaft Leipzig" gegründet. Diefelbe hat ihren Sib in Leipzig. Für den Inhalt der Juferate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Dienstag, 20. Dezember. Opernhaus. Die Puppenfee. Bajazzi. Schauspielhaus. Wohlthätige Frauen. Leng- Theater. Fernande. Berliner Theater. Julius Cäsar. Wallner- Theater. Sodom's Ende. Kroll's Theater. Mala Vita. Deutsches Theater. Der Pfarrer von Kirchfeld. Residenz- Theater. Im Pavillon ( Le Parfum). Neuss Theater. Logirbesuch. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Die schöne Helena. Bellealliance- Cheater. Reine Vorftellung. Adolph Graft- Theater. Geschlossen. Thomas- Theater. Der Herrgottschniger von Ammergau. National- Theater. Wilhelm Tell. Apollo Theater. SpezialitätenVorstellung. Theater der Reidshallen. Spezia litäten- Borstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Borstellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spezialitäten- Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Wegen Vorbereitungen zu der Novi tät bleibt das Theater bis inkl. Sonnabend geschlossen. Sonntag, den 1. Weihnachts- Feiertag: Bum 1. Male: Modernes Babylon. Gesangspoffe in 3 Aften v. Ed. Jacobson und W. Mannstädt. Couplets theilweise von G. Görss. Musik von G. Steffens. Der Vorverkauf findet vom Donnerftag ab an der Theaterkasse von 10-1 Uhr statt. American- Theater. Jeden Abend jubelnder Beifall! Die Trockenwohner, oder Das Kind in der Kommode", parodistisch- realistischer Vorgang im Keller, beobachtet vom Hofe aus, von Oskar Wagner. in feiner Saison- Nummer: Bendix Man merkt's am Gang, Da ist was mang! Auftreten fämmtl. Spezialitäten. Anfang 71/2 Uhr. Entree 75 Pf. Sonntags 6 Uhr. Castan's Panoptikum. Neues Fantoche- Theater. Ohne Extra- Entree. Circus Renz. ( Karlstraße.) Dienstag, den 20. Dezember 1892, Abends 74 Uhr: Gr. außerordentl. Vorstellung. Aus dem reichhaltigen Programm hervorzuheben: Mr. James Fillis mit dem Schulpferde Markir. Coriolan und Alep, in der hohen Schule ger. v. Fräul. Oceana Renz. Hippolog. Potpourri mit 40 der bestdressirten Freiheitspferde, vorgeführt vom Direktor Fr. Renz. Punsch, schived. Bonnyhengst, fom. Original- Dressur vom Klown Misko( August); Auftreten sämmtl. Künstlerspezialitäten 1. Rang. langen: Die lustigen Heidelberger init Zum Schluß auf vielseitiges VerMittwoch, Abends 74 Uhr: Grosse völlig neuer Ausstattung. Morgen, Vorstellung mit neuem Programm. Heidelberger. Billet- Vorverkauf beim Mr. James Fillis und Die lustigen " Invalidendant", Markgrafenstr. 51a, Fr. Renz, Direktor. Circus Corty- Althoff. Berlin, Friedrich- Karl- Ufer, Ecke Karlstraße. Dienstag, den 20. Dezember, Abends 7/2 Uhr: Elite- Vorstellung. Aus dem reichhalt. Programm besonders hervorzuheben: Mr. Thompson mit seinen wunderbar dressirten 5 Elephanten. Auftreten der best. Schulreiterin der Welt Baronesse de Walberg mit dem Schulpferde Szabadka. Außerdem Auftreten sämmtlicher Künstler Spezialitäten, sowie Reiten u. Vorf. d. bestdressirten Schul- und Freiheitspferde. M Mittwoch, 7/2 Uhr: Gr. Vorstellung. Feen- Palast Burgstraße, neben der Börse. Welt- gofal Berlins, 5000 Berf. faffend. Vom 19. bis 24. 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Die geftellten Bedingungen waren sehr harmlos, glatte merndes Herein! nun trat die ängstlich gewordene Frau in das Pistolen, Aufstellung Rücken gegen Rücken mit 50 Schritt Distanz, Bimmer und es bot sich ihr ein seltsamer Anblick. Eberhardt befand Nene Verkehrsordnung. Am 1. Januar tritt für die Kommando 2". Kehrt auf das Kommando" 1" und gleichzeitiges Feuern auf das sich, leichenblaß aussehend, in einer auffälligen Lage mit herniederBeförderung von Personen und Reisegepäck auf den preußischen wald hinter Westend stattfand, verlief unblutig und endete mit einem durchdringenden süßlichen Geruch erfüllt, der dem ChloroDas Duell, welches am 30. Juni im Grune hängendem Kopfe auf seinem Bette und der ganze Raum war von Staatsbahnen ein neuer Tarif in Kraft, der die Bestimmungen Versöhnung. Der Angeklagte wurde zu der niedrigsten Strafe form eigen ist. Die unterste Schublade der neben dem Vett befindder neuen Verkehrsordnung und die von den preußischen Staats- von drei Monaten Festungshaft verurtheilt, das militärgerichtlichen Kommode stand quer vor dem Lager, war durchroühlt und bahnen dazu erlassenen Zusatzbestimmungen enthält. In letzteren liche Verfahren gegen seinen Gegner befindet sich noch in der ber ganze Inhalt mit Chloroform durchfeuchtet, vor allem aber tritt manche Aenderung ein, wovon wir die hauptsächlichsten Schwebe. nachstehend hervorheben: 1. Die Gebühr für die drahtliche ein größeres Stück Watte. An der unverschließbaren Kommode. Borausbestellung von Fahrkarten und die Weiter- Expedition des Genüge geschehen, indem die beiden Don Quixotes mit vorfinth fönnen, sichtbar. Sehr auffällig ist der Umstand, daß aus der Bei diesem halsbrecherischen Duell ist also auch der Ehre waren deutlich Spuren, die von einem Stemmeisen herrühren Gepäcks in Fällen, in denen die Abgangsstation direkte Karten fluthlichen Birtaulen auf einander schossen. Ungefährlicher ist Kommode nur ein halbes Dugend Handtücher, ebenso viel Frauenzur Bestimmungsstation nicht ausgeben kann, ist von 50 Pf. noch das Werfen mit Holzärten, wenn man die Distanz auf hemden und vier Paar Kniestrümpfe gestohlen sind, während die auf 25 Pf. herabgefekt. Gegen diefelbe Gebühr fönnen auch die einige hundert Meter feststellt. Auch dann geschieht der Form an der Wand hängende Taschenuhr, die offen daliegende goldene un Uebergang in eine höhere Wagentlasse oder einen theureren Zug Genüge und die eisenfresserischen Landwehroffiziere brauchen ihre Kravattennadel und des Portemonnaie Eberhardt's und die ebenerforderlichen Zusatz- Karten drahtlich vorausbestellt werden. geliebte Haut nicht zu Martt zu tragen. Sit der wirkliche Duell falls im Zimmer befindlichen Goldsachen der Vermietherin un2. Außer den durch die Verkehrsordnung vorgesehenen Fällen ist An- unfug auf das schärffte zu bekämpfen, so wirkt seine Karrikatur berührt gelaffen waren. trägen auf Zurücknahme von Fahrkarten, die noch nicht durchlocht find, höchstens lächerlich. Der Thäter hat offenbar den schon seitens der Schalterbeamten vor oder unmittelbar nach Abgang schlafenden Eberhardt mit der mit Chloroform getränkten Watte des betreffenden Zuges in Fällen eines Irrthums oder der Erbetäubt gemacht und das Betäubungsmittel war so start, daß Die Bevölkerungsdichtigkeit hat im letzten Jahrzehnt in Eberhardt, der sonst nur einen leichten Schlaf hat, sehr schwer frankung des Reisenden oder aus sonstigen Billigkeitsrücksichten Berlin ganz bedeutend zugenommen. Auf 1 bewohntes Grund zu erwecken war und unter der Wirkung der Narkose den ganzen zu entsprechen.( Bisher fonnte die Zurüdnahme erfolgen.) ftüc tamen 1880 durchschnittlich 61 Bewohner, 1885 schon 67, Tag gelitten hat. Er selbst kann sich absolut an nichts erinnern, 3. Eine Abstempelung der Rückfahrkarten vor Antritt der Rüd 1890 gar schon 73 Bewohner. Höher als dieser Durchschnitt Gs ist nicht ausgeschlossen, daß es sich um einen weiblichen( inreife findet nicht mehr statt. 4. Das Lebensalter der Kinder, die war die Behausung namentlich in den Arbeitervierteln, am höchsten bringling, um einen Racheaft handelt. Frau A. glaubt, um zum halben Fahrpreis befördert werden, ist genauer festgesetzt, in der nördlichen Rosenthaler Borstadt, nämlich 96 Bewohner 5 Uhr Morgens Geräusch in dem Eberhardt'schen Zimmer verund zwar auf die Zeit vom vollendeten 4. bis zum vollendeten auf 1 Grundstück, ferner ebenfalls 96 in Louisenstadt jenseit des nommen und, da die betreffenden Thüren mit matten Scheiben 10. Lebensjahre. Der Fahrpreis für Kinder ist stets auf 5 Bi. Kanals westlich und gar 127 in Louisenstadt jenseit des Kanals versehen sind, auch Lichtschein in demselben gesehen zu haben, abzurunden. Kinder, für die bezahlt ist, haben Anspruch auf einen östlich. Dementsprechend ist die Bodenfläche, welche im Durch was ihr nicht auffiel, da der Misther um diese Zeit aufzustehen vollen Sigplatz. 5. Die Entscheidung darüber, ob eine be- schnitt auf je 1 Einwohner fällt, in demselben Zeitraum bedeutend Schädigte Fahrkarte noch giltig ist, ist im Zuge in die Hand des zurückgegangen. Im Jahre 1880 tamen nämlich noch 571/2 Quadrat pflegte. Sugführers, auf der Station in die des Stationsvorstehers gelegt. meter auf 1 Ginwohner, im Jahre 1890 dagegen nur noch 6. Dem Reisenden ist die Verpflichtung auferlegt, daß er auf den 41 Quadratmeter.( Im Jahre 1861 tamen auf je 1 Ginwohner Mohrungen in Ostpreußen gebürtigen 48jährigen Handelsmann Wagenwechsel- Stationen und auf Stationen, auf denen Züge nach noch) 123 Quadratmeter.) Unter dem Durchschnitt von 41 Quadrat Willscheck zum Selbstmord getrieben. W., der einen Gemüseverschiedenen Richtungen halten, selbst dafür sorgt, daß er in den metern lag die Ziffer wieder besonders in den Arbeitervierteln, handel betrieb und bei den Bauern unserer Vororte ein gern gerichtigen Zug gelangt, fowie, daß er am Ziele seiner Reise den am tiefften wiederum in der Louisenstadt jenseit des Kanals, wo fehener Käufer war, war am Freitag Abend im Dorfe Schöneiche Bagen verläßt. 7. Bur Unterbringung von Handgepäck ist dem nur 16, Quadratmeter auf den Einwohner kamen. Die Zunahme anwesend und in dem an der Berlin- Frankfurter Chaussee beReifenden nur der Anspruch auf den über oder unter seinem der Bevölkerungsdichtigkeit bedeutet natürlich nichts anderes als eine legenen Gasthause zum Damhirsch" eingekehrt. Als W. am Gizplatz befindlichen Raum zugestanden. 8. Im Falle mangel- fortschreitende Einschränkung des Wohnungsbedürfnisses, also das anderen Morgen nicht zum Kaffee erschien, begab sich der Wirth hafter oder ungenügender Verpackung von Reisegepäck kann dieses Verbrauches an Raum, Luft und Licht. Darin äußert sich die nach der Stube seines Gastes und fand diesen als Zeiche neben war gleichwohl angenommen werden, der Aufgeber hat aber die fortschreitende Berarmung und Berelendung der Maffen genau feinem Bett auf einer Bank sigend. W. hatte mit einem ehlende oder mangelhafte Verpackung anzuerkennen. 9. Der für fo, wie in der Einschränkung des Konsums zahlreicher anderer seidenen Zuche an dem oberen Knopse der Bettstelle eine Schlinge Bersicherung der Lieferfrist zu zahlende Betrag ist von 2 vom Verkaufsartikel, z. B. des Fleisches, des Kaffees u. s. w. Laufend auf 5 vom Tausend der angegebenen Summe für je an gefangene 200 Km.( bisher 150 Km.) erhöht, der Mindestbetrag Feuersicherheit Berlins sollen über den Brieftaften in der Stadt Postbriefkästen und Feuersicherheit. Zur Erhöhung der jedoch von 1 M. auf 40 Pf. herabgefeßt. Die übrigen Be timmungen sind im wesentlichen dieselben geblieben. 10. Die große eiferne Schilder angebracht werden, welche die nächste Bestellung ganzer Wagenabtheilungen ist auch für die III. Klasse Feuermeldeſtelle anzeigen. Bei einzelnen Briefkästen sind derartige Ein fonderbares Motiv hat den hier wohnenden, auz gemacht und sich, mit dem Kopfe nach vorn gebeugt, in derselben erdrosselt. Im Rocke des Selbstmörders fand die Ortspolizei lage, die W. gegen seine Frau erhoben, und unter die Vorladung eine Vorladung zum Sühnetermin in Sachen der Ehescheidungshatte der Lebensmüde abscheuliche Worte des Hasses an seine Gattin gerichtet. Der Brief schließt mit einem nicht wiederzulegt sind wir auf immer geschieden." zulässig. 11. Beim Einsteigen ist es dem Reisenden gestattet, dem Gedanken ausgegangen, daß wohl jeder Berliner den Ort gebenden Schimpfwort und der Bemerkung: So, Du.. für sich und mitreisende Angehörige je einen Platz zu belegen. des seiner Wohnung am nächsten gelegenen Briefkastens tennt und daß er somit im Falle einer Feuersgefahr ohne Zeitverlust fich über die nächste Feuermeldestelle unterrichten tann, falls er sie nicht durch das häufige Sehen des Schildes schon weiß. Auch ein soziales Zeitbild. Der goldene Sonntag, der vom Better einigermaßen begünstigt wurde, hatte zwar ganz gewaltige Menschenmassen nach dem Weihnachtsmarkt und in die in wochen tägigem Glanze strahlenden Hauptverkehrsstraßen geführt, das goldene Gefchäft" aber blieb aus, die Kaufluft war entsprechend Polizeilich beschlagnahmt wurde der Bolts- Zeitung" zu der Rauffähigkeit der breiten Vollsmaffen nur eine geringe, die folge der Rest von der legten Ausgabe des„ Sozialist" wegen Mehrzahl begnügte sich mit ausgiebiger Befriedigung der Schau- Bergebens gegen§ 130 des Strafgesetzbuches", das in einem luft, und das Gedränge vor den Läden stand oft in großem Artifel enthalten sein soll, welcher den Heerdentrieb der Massen Gegensatz zu der Dede, die in den Verkaufsräumen herrschte. behandelt. Gefunden wurden noch 171 Exemplare. Der Umstand, daß uns noch eine ganze Woche vom Chriftfefte trennt, mag wohl auch dazu beigetragen haben, daß der Getigentlich nur in den 50 Pf.- Bazaren zu, die wie überhaupt die Bazare dieser Art, das Präsentgeschäft immer mehr an sich reißen. richt, der mit den Worten beginnt: Goldener Sonntag Noch ungünstiger lautet ein uns zugegangener zweiter Befupferner Sonntag, und dann fortfährt: Zur Rettung eines Mädchens wurde die Feuerwehr vorgestern Abend gegen 9 Uhr vom Hafenplatz nach der Schöneberger Brücke am Halleschen Ufer gerufen. Eine unbekannte Frauensperson war wenige Minuten vorher vor dem Hause Hallesches Ufer 35 in das Wasser gesprungen und fämpfte mit den Fluthen, ohne daß einer der vielen Zuschauer es wagte, ihr Silfe zu bringen. Der Feuerwehr gelang es, das Mädchen dem nassen Element zu entreißen; doch waren alle Wiederbelebungsversuche erfolglos. In der Selbstmörderin wurde eine Schneiderin Elise Roch festgestellt. Daß jemand aus einem Gefängnisse ausbricht, ist eine schon öfters dagewefene Thatsache, neu aber und noch nicht Marktpreise in Berlin am 17. Dezember, nach Ermitte bagewesen dürfte es sein, daß jemand in ein Gefängniß einbricht. lungen des Polizeipräsidiums. Weizen per 100 kg. guter von Jn der Sonnabend- Nacht ist dies in Plößensee geschehen. Der 15,40-15,00 m., mittlerer von 14,90-14,50 M., geringer von Nachtmaschinist bemerkte zu seinem Staunen, daß sich ein Mensch 14,40-14,00 9. Roggen per 100 Kg. guter von 13,30-13,00 m., über die Gefängnißmauer schwang und in den Gefängnißhof mittlerer von 12,90-12,70 M., geringerer von 12,60-12,40. hinabsprang. Der Maschinist machte Lärm und es gelang den Gerste per 100 Kg. gute von 16,50-15,70 M., mittlere von nächtlichen Besucher, welcher mit Hilfe eines von außen an die 15,60-14,90 m., geringe von 14,80-14,00 M. Hafer per 100 kg. Ein böfer, schlimmer Geschäftstag war der diesmalige Sonn- Mauer gelegten Brettes die gefährliche Voltige bewerkstelligt guter von 15,80-15,10., mittlerer von 15,00-14,40 m., tag, den der Volksmund den goldenen Sonntag zu nennen be- batte, festzunehmen. Er entpuppte sich als ein Mann, der vor geringer von 14,30-13,70 m., Stroh. Nicht- per 100 kg. von liebt, für unsere Ladeninhaber, deren Hoffnungen auf eine Ent- einiger Beit einen längeren unfreiwilligen Aufenthalt in Plögensee 4,50-4,00 M. Heu per 100 Kg. von 7,40-5,20 m. Erbsen schädigung für die vorangegangenen schlechten Einnahmen der absolvirt hatte. Ueber den Grund seiner Sehnsucht nach dem per 100 kg. von 40,00-25,00 7. Speisebohnen, weiße per Weihnachtswoche vollkommen zu nichte gemacht worden sind. Gefängnisse herrscht noch Unklarheit, denn seiner Angabe, daß 100 Kg. von 50,00-20,00 m. Zinsen per 100 Rg. von 80,00 Die meisten Geschäftsleute haben kaum die Einnahmen eines er Jemand habe" besuchen" wollen, dürfte faum Glauben bei bis 30,00 M. Kartoffeln per 100 Rg. von 6,00-4,00 M. Rind Bochentages gehabt! Go beispielsweise hatte ein renommirtes aumessen sein. fleisch von der Keule per 1 Kg. von 1,60-1,00 m. Bauchfleisch Damenmäntel Konfettionsgeschäft im Rosenthaler Biertel gegen per 1 Kg. von 1,40-0,90 M. Schweinefleisch per 1 Kg. von eine Einnahme von 7000 M. am goldenen Sonntag im Vorjahr Richard Mohrmann. Steckbrieflich verfolgt wird jetzt der bekannte Seilfünstler" 1,50-1,10 M. Ralbfleisch per 1 Kg. von 1,60-1,00 M. Hammeleine solche diesmal von 600 M. zu verzeichnen. Ein bekanntes 9. November d. I. zu sechs Monaten Gefängniß verurtheilt; bis 2,00 M. Gier per 60 Stück von 6,00-2,60 M. Fische per Das Kölner Landgericht hat ihn am fleisch per 1 Kg. von 1,50-0,80. Butter per 1 Kg. von 2,80 Trifotagen- und Wollgeschäft in der Friedrichstadt hat, wie wir der Verbüßung dieser Strafe hat er sich durch die Flucht zu ent- 1 Kg.: Karpfen von 2,40-1,20 M. Hale von 2,80-1,20 m. gang genau wiffen, vorgestern nicht den zwölften Theil seiner ziehen versucht. Der Kölner Staatsanwalt erläßt daher einen Bander von 2,40-1,00. Sechte von 1,80-1,00 M. Barsche Einnahme zu verzeichnen, wie im Vorjahre. Ju den Läden der die meisten Steckbrief hinter ihm, in dem als besonderes Kennzeichen an- von 1,60-0,70 m. Schleie von 2,50-1,00 M. Bleie von 1,40 dieser Geschäftsinhaber machten schon im Laufe des Spätnach gegeben wird:„ Etwas O- Beine". mittags zu, da nicht einmal die Geschäftsuntoften gedeckt wurden. bis 0,80 M. Krebse per 60 Stück von 8,00-2,00 M. n gleichem Maße flagen die Engrosgeschäfte, die jetzt gar keine bem in der Berliner Straße zu Charlottenburg belegenen Hause gefelle Schloßreiß mit einem einspännigen Fuhrwerk die Kloster. Eine furchtbare Szene trug sich am Sonnabend Abend in Ordres aus der Provinz erhalten. Polizeibericht. Als am 17. d. M. Morgens ber Schlächter. Obgleich die Kauflraft der großen Maffe immer mehr ab- börige Dogge war plöglich von einem Wuthanfall ergriffen entgegenkommenden Geschäftswagen zusammen, wurde dabei vom Obgleich die Kaufkraft der großen Masse immer mehr ab- des Bigarrenhändlers Mundt zu. Eine dem Herrn Mundt ge- straße paffirte, stieß er vor dein Hause Nr. 24 mit einem ihm Grenzen. immt, fennt unser Steuer- und Militärmoloch doch keine worden, hatte das daselbst bedienstete Hausmädchen, als sie gerade Wagen geriffen und überfahren, so daß er einen Bruch des linken das Abendbrot auftragen wollte, angefallen und in gräßlicher Unterschenkels erlitt. In der Schönholzerstraße fiel ein Arbeiter Die zu Gunsten der gemaßregelten Pferdebahn- Weise die Arme zerfleischt. Als darauf Frau Mundt verzweifelt in der Trunkenheit auf dem Bürgersteig zu Boden und erlitt Bediensteten veranstaltete Festlichkeit hatte am legten Sonn- den Sund von dem Mädchen abzuwehren suchte, wandte sich das dabei einen Bruch des Unterschenkels. Nachmittags verabend etwa 800 Personen nach den Konkordia- Sälen gelodt. Ein wüthende Thier gegen diese und biß sich in deren Arm feft. Auch suchte eine Stepperin in der Wohnung ihres Bräutigams, immerhin guter Besuch, wenn die Nähe der Weihnachtsfeiertage die Mutter der Frau Mundt, welche durch die Stube schreiten in der Kronenstraße, sich mittels Salzsäure zu vergiften. in Betracht gezogen wird. Für die Unterhaltung der Er- und Hilfe herbeiholen wollte, wurde so furchtbar verletzt, daß Sie wurde nach dein Krankenhause am Urban gebracht. Stapelle von Berufsmusikern, die das Fleisch in Stücken von ihren Armen herunterhing. Mittler- In der Nacht zum 18. d. m. versuchte ein obdachloser Kutscher beliebte Ronzertpiecen vortrug. Ihr sekundirten die Gefangweile hatte sich eine große Menge vor dem Hause versammelt, auf dem Treppenflur des Hauses Greifswalderstr. 12 durch einen Berliner Buchdrucker", Kreuzberger Harmonie" und der sich nun ein graufiger Anblick bot. Das Dienstmädchen, Schuß in den Kopf sich das Leben zu nehmen. Er wurde noch St. Urban" unter Zeitung des Bundesdirigenten Gutau. Lauter vor Schmerzen halb wahnsinnig, hatte sich bereits auf die lebend aufgefunden und nach dem Krankenhause am FriedrichsBeifall lohnte die Sänger für den Vortrag verschiedener Lieder, Straße gerettet, als ihr der Hund plößlich folgte, sie hain gebracht. Am 18. 6. M. Vormittags wurde ein Staufwelche schon lange im Herzen des Proletariats eine Stätte sich auf der Straße noch einmal angriff und, trotzdem von mann an der Ecke der Thiergarten- und Hißigstraße von seinent errungen haben. als die Dichtung A. Wig': Eine noch gehobenere wurde die Stimmung, allen Seiten mit Stöcken und Säbeln auf ihn eingeschlagen Reitpferde abgeworfen. Er erlitt eine Gehirnerschütterung und Bilder aus der französischen wurde, von neuem feine Zähne in ihr Fleisch bohrte. Erst nach mußte nach dem Elisabeth- Krankenhause gebracht werden. Revolution" zum Vortrag gebracht und die sie illustrirenden einiger Zeit ließ der Hund von ihr ab. Während nun das Gegenüber dem Grundstück Hallesches fer 25 sprang Abends Dereine bie„ Abenbunterhaltung" ab. Bu demselben Zweck findet am weiten Weihnachtstage, Bormittags 11 Uhr, bei Se Ii em 3 eine suchte man für eine Schneiderin in den Landwehr- Kanal und ertrant. Am 17. die oben in der Wohnung harrenden Frauen ärztliche Hilfe. und 18. D. M. und in der darauf folgenden Nacht fanden zehn Bum Glück kam gerade ein Arzt vorbei, der nun mit Hilfe eines fleine Brände statt. Ob der Hund von Gerichts- Beitung: Matinee statt. in der Nähe wohnenden Heilgehilfen darin ging, die furchtbaren Wunden zu vernähen und zu verbinden. An Frau Mundt Die Schüler und Mitglieder der Arbeiter Bildungs- wurden allein 15 bis 20 Wunden fonstatirt. Der Hund, welcher fichtigung der städtischen Desinfektionsanstalt in der Reichen den inzwischen erschienenen Polizeilieutenant des nächstgelegenen schule unternahmen am Sonntag, den 18. d. M., eine Be- durch Lift in den Hof gelockt worden war, wurde schließlich durch bergerstraße. Der Vorsteher der Anstalt, Herr v. Waldow, hatte Reviers mittels eines Revolvers erschossen. in bereitwilligſter Weise übernommen, die Besucher mit den Tollwuth befallen war, steht noch nicht fest. Der frühere Redakteur der ,, Wolfs- Tribüne" Herr Paul Einzelheiten des Desinfektionsverfahrens befannt zu machen. Ernst, hatte wegen des Artikels: Der 3ar irrsinnig Die Erklärung und Besichtigung der Einrichtungen nahm über Ein geheimnisvoller nächtlicher Ueberfall beschäftigt der einen gerichtlichen Strafbefehl wegen groben Unfugs auf eine Stunde in Anspruch. Alle Theilnehmer verließen sehr zu" 3tg." zufolge feit Sonnabend die hiesige Kriminal- das höchste Strafmaß von 6 Wochen Haft() zugestellt erhalten. friedengestellt die Anstalt. polizei auf Grund einer Anzeige bei dem Reviervorstand der Das auf seinen Einspruch eingeleitete gerichtliche Verfahren, 19. Polizeiwache in der Liezmannstraße. Der bei der 72jährigen welches wiederholt ausgefeht worden war, endete in der neulichen Immer schneidig! Wegen Zweikampfes mit Wittive Marie A., Landwehrstr. 20, als Chambregarnist wohnende Verhandlung vor dem Schöffengericht mit Freisprechung, tödlichen Waffen war der Rittmeister a. D. Graf 40 Jahre alte Musterzeichner Karl Eberhardt war am Freitag wie dies schon bei einigen Redakteuren bürgerlicher Blätter, welche Alwin von Raltreuth am Montag vor der zweiten Strafe Morgen gegen 4 Uhr von einer Sigung des Musterzeichner dieselbe Notiz gebracht haben, der Fall gewesen war. lammer am Landgericht II angeflagt. vorigen Jahre in einen Ehrenhandel verwickelt, über welchen er die Wohnung auf furze Zeit verlassen und dabei die Korridor- Wegen einer Beleidigung mittels einer Postkarte er fich vor Gericht nicht weiter ausließ. Vor dem Ehrenrath des thür offen stehen lassen. Er hat während deffen kein verdächtiges fchien gestern der Versicherungsbeamte Friedrich Merten vor Difizierkorps hatte er eine Erklärung abgegeben, deren Richtigkeit Geräusch vernommen. Da er seiner Gewohnheit als Frühaufsteher dem hiesigen Schöffengericht. Er wurde aus der Strafhaft in Premier- Lieutenant der Landwehr Herr Gerwig anzweifelte. entgegen sich bis 72 Uhr noch nicht gemeldet hatte, pochte Frau Plößensee vorgeführt, der Privatfläger aber, Redakteur Saling Infolgedessen mußte der Angeklagte den Lieutenant Gerwiz A. wiederholt an seine Thür, endlich vernahm sie ein leises, wim- vom„ Kleinen Journal", mukte aus der Untersuchungshaft vorDer Angeklagte war im Vereins nach Hause gekommen und hatte vor dem Schlafengehen #> 17 11 geführt werden, in welcher er aus Anlaß der bekannten Ahlwardt. habe ja nur gesagt, daß in der Partei solche Ansichten ge- Istünde auch§ 193 zur Seite, und einige der Antiagepunkte feien Affäre noch verweilt. Der Angeklagte war früher Leser des predigt worden seien. überhaupt nicht erwiesen. Dagegen folge aus dem Gebrauch det Kleinen Journals", hatte sich aber über einen Leitartikel diefes Rechtsanwalt Heine: Wenn in einer konservativen Ber Worte Verleumdung" und" fchmußige Jufinuationen" bie b Blattes, welcher das Missionswefen in Afrika behandelte fammlung ein Sozialdemokrat zum Wort fämte, würden Sie sich ficht zu beleidigen. Am meisten gehe diese aber aus der Heran und damit philofophische Betrachtungen über die Lehren dann auch für berechtigt halten. von seinen Ansichten zu sagen, ziehung des§336 St. G. B. hervor. Da in der vom A des Christenthums verband dermaßen geärgert, daß er sie seien in der konservativen Partei gepredigt worden?" getlagten verfaßten Resolution selbst der Justizminister angerufen fein Abonnement aufgab. Gr theilte dies in einer Landgerichtsdirektor Schmidt: Selbverständlich nein. werbe, fei ber Angetlagte fich offenbar flat gewesen, daß dieser offenen Postkarte der Redaktion mit, und sein Schreiben schloß Rechtsanwalt eine: Das meine ich auch. die kompetente Behörde zur Beschwerde gegen Schmidt fe etwa wie folgt:„ Ich bin, wie viele Andere, von Efel über solche Es werden der Gerichtsreporter der Schles. 3tg." und der Indem er sich an eine Bolfsversammlung gewendet habe, habe Artikel erfüllt und schwöre von jetzt an zur Fahne der Staats- der Morgenzeitung" vernommen, welche beide erklären, ihnen er das Maß des zur Abwehr Nöthigen weit überschritten. Des bürger- Zeitung". Der verantwortliche Redakteur Saling hatte fei die Aeußerung des Direktors Schmidt so fiberraschend halb sei die erkannte Strafe angemessen. daraufhin die Privatflage angestrengt. Der Angeklagte gab zu gekommen, daß sie erst zu ihren Stiften hätten greifen müssen, feiner Entschuldigung an, daß sein sittlich- religiöses Gefühl durch deshalb seien sie mit dem Nachschreiben einige Worte im Rück ben Artikel verletzt worden sei, er mußte aber auf der anderen stand gewesen. Nach ihren Notizen hat Herr Schmidt aber von Seite zugestehen, daß er inzwischen wegen Urkundenfälschung zu der Partei" gesprochen. 4 Monaten Gefängniß verurtheilt worden fei. Der Gerichtshof erachtete den Fall für außerordentlich milde liegend und erfannte nur auf 3 M. Geldbuße. Nun können sich biese beiden feinen Kunden wieder vertragen. Zeuge Rechtsanwalt Marcuse, der in der fraglichen Berhandlung Bertheidiger war, erklärt, daß es seine feste Ueberzeugung sei, daß Landgerichts- Direktor Schmidt von der Partei leitung" gesprochen habe. Er habe sich dies Wort fofort ohne daß diefer widersprochen habe. notirt, auch Herrn Schmidt sogleich in diesem Sinne entgegnet, Soziale tebersicht: Achtung! Infolge der Aussperrung von 64 Mann( Stubb bauern, Bildhauern, Drechslern und Polirern) wegen ca. 20- prozentiger Lohnteduktion bitten wir die Kollegen Deutschlands um ftrengte und Leonhardt in Mittweida. Alle Arbeiterblätter find Fernhaltung des Zuzuges nach der Firma Anton Winter genommene Stenogramm der Rede des Angeklagten Thiel, aus Zeuge Kommissar Püschel verliest das amtlich auf bem sich ergiebt, daß die in der Anklageschrift gegebene Repro- um Abdruck ersucht. buktion dieser Rede nur ein sehr kurzer und feineswegs genauer Der Mittweibaer Bevollmächtigte bes deutschen Auszug ist. Tischlerverbandes. Schuhmacher werden im Schuhmacher- Fachblatt" vot Arbeitsantritt in der Bauer'schen Werkstatt zu Blingen gewarnt. Der Rendant der Oriskrankenkaffe von Hohen- Schön hansen, Bau- Unternehmer Edwin Kafeliz, hatte sich am Montag wegen Unterschlagung von zirka 1600 m. Staffengeldern und wegen Fälschung einer Privaturkunde zu verantworten. Am 7. April d. J. fand eine ordnunasmäßige Revision der Kasse ftatt, bei welcher der genannte Fehlbetrag entdeckt wurde. Der Antsvorsteher gab dem Rendanten bis zum 14. April Zeit, dies Manto zu decken. Das war dem Angeklagten nicht möglich, des Staatsanwalts noch über einen unwesentlichen Punkt ver Zeuge Verleger der„ Bolkswacht" Schh wird auf Antrag weshalb Anzeige beim Kreisausschuß erfolgte. Dieser ließ nommen, ohne daß seine Vernehmung etwas Erhebliches ergiebt. am 4. Mai eine außerordentliche Revision vornehmen, die Damit ist die Beweisaufnahme geschlossen. daffelbe Resultat ergab. Dabei hat der Angeklagte eine HonorarRechnung des Dr. med. Euphrat über 521 M. vorgelegt, welche Nach dem Ergebniß der Beweisaufnahme habe Landgerichte Staatsanwalt Koblick hält den Angeklagten für schuldig. Wegen bedentender Lohnherabsehung haben in der noch nicht bezahlt, aber mit einem gefälschten Quittungsvermert direktor Schmidt nicht von der Parteileitung gesprochen, sondern ungarischen Schraubenfabrik zu Budapest fämm perfeken war. Der Angeklagte hat die Unterschlagung anfänger babe gesagt, daß in der sozialdemokratischen Partei ge- liche Breffer die Arbeit niedergelegt. Vor vier Wochen gab lich zugestanden und darauf zurückgeführt, daß er durch ungünstige predigt worden sei, man dürfe einen Meineid schwören." Dazu der Direktor den Arbeitern fein„ Ehrenwort", daß er nicht daran Geſchäftsverhältniffe genöthigt worden set, die Beiträge, welche fei aber Herr Schmidt berechtigt gewesen. Bei der Stellung der denke, innerhalb Jahresfrist den Lohn zu kürzen. Der Verdien er feinen eigenen Arbeitern abgezogen, in seinem Nußen zu ver- Sozialdemokratie zur Religion jei von vornherein anzunehmen, betrug bei guten Arbeitern im Afford und bei 15 stündiges werthen, obwohl er dieselben buchen mußte. In der Haupt- daß sie feinen Respekt vor dem Cide einflößen tönne. Er wolle Arbeitszeit 14-15 Gulden. Zuzug ist fernzuhalten. Anfraget verhandlung machte er aber allerlei Ausflüchte, so daß, obwohl zwar fein Gewicht darauf legen, daß im„ Sozialdemokrat" ge- find zu richten an die Redaktion der Arbeiterpresse", Budapest VI. etwa 15 Beugen zur Stelle waren, die Bertagung beschlossen legentlich wegen Meineids Berurtheilte entschuldigt, ja faft ver werden mußte, um die Kaffenbücher einzufordern und prüfen zu herrlicht worden feien, denn er müsse andererseits zugeben, daß der laffen. Sozialdemokrat" auch Artikel enthielte, welche den Meineid miß billigten und vor ihm warnten und die Pflicht zur Wahrheit anVerhandlung des Genoffen Thiel in Breslau gegen erkannten, aber es sei doch unleugbar, daß der Sozialist" den den Landgerichtsdirektor Schmidt. Die Verhandlung begann Meineid direkt empfehlen habe. Die Anhänger dieses Blattes unter großem Zudrang des Publikums, als Vorsitzender fungirte feien auch als Sozialdemokraten zu betrachten, die Ausschließung der Landgerichtsdirektor Herzog. Beifiber waren Landgerichtsräthe tönne ihnen die Partei- Angehörigkeit nicht nehmen, die auf einer fertigstellen faffen mögen, damit die Zeitungsfeber den Weihnacht Gäde, Warfig, Kuhn und Landrichter Nobr, Staatsanwalt war tieferen, als rein äußerlichen Zugehörigkeit beruhe. Dr. Roblink. Als Vertheidiger stand Rechtsanwalt Heine aus Berlin dem Angeklagten zur Seite. Angeklagter verbüßt 8. St. in dem guten Glauben gewesen sei, Landgerichts. Direktor geber haben das Ansuchen der Zeitungssetzer bewilligt. Es sei nun allerdings dem Angeklagten zuzugeben, daß er abend im Kreife ihrer Familien verbringen tönnen. Die Heraus eine neunmonatliche Gefängnißstrafe wegen Majestätsbeleidigung. Schmidt habe von der Parteileitung gesprochen, und daß Das Ende des Streits der Spinner von Lancashire Angeklagter Genosse Thiel erklärte auf Befragen des Vor- ihm deshalb einige Getränktheit zu gute gehalten werden könnte. fcheint, wie der Nordd. Allg. Zig." von ihrem Londoner Korre fizenden, daß er die Aeußerung des Direktors Schmidt folgender- Indessen habe er Herrn Schmidt mit höchst beleidigenden Aus- fpondenten gemeldet wird, noch fern zu liegen, trobem bie Noth drücken angegriffen und namentlich sei die Heranziehung des unter den Arbeitern groß sei. Ginige Fabriken, wie die Britannia " Remnigergasse 6. " hat, wie die in Berlin erscheinende Union"( Organ der Bud Der Ausschuß des Klube der Zeitungsfeher in pedag Bruderei- Silfsarbeiter) mittheilt, an" die Herausgeber der dort erscheinenben Zeitungen das Ansuchen gerichtet, daß fie a Weihnachtstage entweder kein Blatt erscheinen oder das für die Frühausgabe bestimmte Blatt tags vorher bis 5 Uhr Nachmittag maßen verstanden habe: Ge stehen sich in dieser Sache nach Inhalt der Aften die$ 336 St.-G.-B. vor der Volksversammlung eine Beleidigung, und die Grove'sche Spinnerei in Huddersfield, welche die Arbeits Aussagen der Anklage- und Schußzeugen direkt gegenüber. Die um so schwerer wiege, als der Angeklagte offenbar seit verkürzten, um dem Bunde der Fabrikanten zu helfen, laffen Ich weiß nun zwar nicht, auf welchem politischen Boden nicht blos Herrn Schmidt habe treffen wollen, sondern jetzt wieder volle Zeit arbeiten. Die Arbeiter scheinen ziemlich Sie stehen, vermuthe aber, daß Sie Sozialdemokraten find überhaupt beabsichtigt habe, den Richterstand im ganzen zu siegesgewiß zu fein. Auf dem Vierteljahrs- Meeting der Baum und weiß ferner, daß von ber fosial- diskreditiren. Deshalb beantrage er 1 Jahr Gefängniß, welche wollspinner wurde ein Bericht verlesen, in welchem es hieß, daß demokratischen Parteileitung gepredigt Strafe in eine Zusatzstrafe von 9 Monaten zu den bereits wegen zum ersten Male die Fabrikanten mit ihren eigenen Waffen ge worden ist, daß man unter Umständen zu Majestätsbeleidigung erkannten 9 Monaten umzuwandeln fei. schlagen werden könnten. Man müsse alles daransehen, den Sieg gunsten eines Genossen auch die unwahr: Rechtsanwalt eine beantragte Freisprechung. Das zu erringen." heit mit einem Gide bekräftigen könne. Gericht werde aus der Verlesung des Stenogramms die Ueber" Er selbst habe eine leitende Stellung unter den Breslauer zeugung gewonnen haben, daß der Angeklagte im ganzen ruhig Eine Befferung der Weberverhältnisse wird durch den Genoffen eingenommen und habe sich deshalb persönlich im und objektiv gesprochen habe. In der Fassung der Anklageschrift Breslauer Regierungspräsidenten nach der Richtung hin an höchsten Grade beleidigt gefühlt, habe auch die Berpflichtung febe feine auf 20 Beilen zufammen gedrängte Rede ganz anders gestrebt, daß die als Vermittler zwischen Runden, Kaufleuten und empfunden, im Interesse feiner schwer angegriffenen Bartei aus. Eine gewisse, besonders beleidigende Wendung habe er Arbeitern fungirenden Ausgeber anstatt der jetzt üblichen die unwahre Behauptung des Herrn Schmidt nicht un- nach dem Stenogramm überhaupt nicht gebraucht, eine andere Provision eine fefte Besoldung erhalten und die Weberlöhne von widersprochen zu laffen. Er habe deshalb eine Ver Stelle erhalte einen beleidigenden Sinn nur durch die Zusammen den Fabrikanten selbst festgelegt werden. Die Handelskammern fammlung berufen, git der er Herrn Schmidt einziehung mehrerer Sazze. Auch die Heranziehung des§ 336 des follen dies herbeizuführen suchen. geladen habe. Der erste Punkt der Tagesordnung habe gelautet: Straf- Gesetzbuchs sei für sich feine Beleidigung. Sie sei in der Die Kommission der Arbeitslosen Magdeburgs hat Der Breslauer Landgerichtsdirektor Schmidt, die Sozialdemo- Rede mit ruhigen würdigen Worten erfolgt, also nicht in der fratie und der Meineid." Hierzu habe er das Wort genommen Absicht, zu beleidigen, und es müsse fich jeder Mensch gefallen vom Oberbürgermeister auf ihr Gesuch um Beschaffung und in einer längeren Rede seine Partei gegen den Vorwurf des laffen, daß seine Handlungen am Maß des Straf- Gesetzbuchs ge- Arbeit eine unbefriedigende Antwort erhalten. Nach dem Bericht der„ Voltsstimme" erwiderte jener Beamte, der Magistrat erkenne Herrn Schmidt vertheidigt. Die in der Anklageschrift ihm zur prüft würden. Last gelegten Aeußerungen habe er theilweis gebraucht, theilweis Bei der Frage, was Herr Schmidt eigentlich gesagt habe, wohl an, daß die Beiten schlecht seien, doch sei die Noth noch müffe er sie bestreiten, jedenfalls habe er nicht die Absicht ge- ereignete sich ein unerklärlicher aber höchst intereffanter Wider feine fo große, um su außergewöhnlichen Mitteln zu greife habt, den ihm ganz gleichgiltigen Direktor Schmidt zu beleidigen, spruch. Man werde selten so gerichtsgewandte, an äußerste Auf- Nach seiner Meinung seien die Arbeitsverhältnisse günstiger als sondern nur die berechtigten Intereffen feiner Partei verfolgt. merksamkeit gewöhnte Beugen bei einander haben, und zwischen voriges Jahr um diese Beit. Augenblidlich wären an den ver Zu diesem Zweck feien Ausdrücke wie„ Berleumdung" am Blaze diesen finde fich in der Hauptfache ein ganz ftrifter Widerspruch. fchiedenen städtischen Bauten, da der Winter noch nicht sehr vor gewesen. Er gebe zu, eine Resolution verfaßt und befürwortet Das sei eine Lehre für jeden Juristen, bei Widersprüchen nicht gefchritten, noch über 1000 Personen beschäftigt, auch in den Eisens und Buckerfabriken feien wenigstens nach den ihm gemachten An zu haben, in der das Justizminifterium aufgefordert werde, gegen gleich immer an Meineide zu denten. Direktor Schmidt wegen Verbrechens gegen§ 336 Strafgesetzbuchs Er glaube zwar, daß das Hauptgewicht auf die Aussage gaben noch mehr Leute beschäftigt als andere Jahre, und durch ( wissentliche Rechtsbeugung) das Strafverfahren einzuleiten. Er des Rechtsanwalts Marcufe zu legen sei, indeffen, möge Herr Den Umstand, daß die Lebensmittel etwas billiger feien als fon sei dabei von der Anschauung ausgegangen, daß Herr Schmidt Schmidt von der Partei" oder von dem„ Parteivorstand" ge- glaube der Magistrat annehmen zu müssen, daß gegenwärtig von mit seiner Aeußerung abfichtlich habe den anderen Mitgliedern sprochen haben, der Angeklagte habe in beiden Fällen dieselbe einem außerordentlichen Nothstand feine Rede sein könne. Ben es aber allzu sehr hungere, dem stünde es ja frei, die in den des Gerichtshofs gegenüber die Entlastungszeugen als unglaub- Beranlassung gehabt, zu proteitiren. würdig hinstellen wollen, um die Entscheidung zu ungunsten des In jedem Fall sei die Behauptung des Landgerichtsbirektors nächsten Tagen zur Austheilung gelangenden Suppen in Anspruc Angeklagten, der er selbst gewesen sei, zu lenten. Sei Schmidt Schmidt thatsächlich unrichtig. Schon aus dem Statut für die zu nehmen. Sollte aber die Noth weiter um sich greifen, so wäre von ihm beleidigt worden, so habe er nur eine Beleidigung er- Mitglieder der Internationale rühre der Grundsatz her, welcher der Magistrat in der Lage, 6-800 Mann einige Monate be widert und sie seien quitt. tragens untereinander und gegen alle ihre Mitmenschen" dieses eintreten tönne, müsse er sich selbst vorbehalten, jedenfalls Wahrheit, Recht und Sitte als die Grundlage ihres Be- schäftigen zu können. Den Zeitpunkt aber zu bestimmen, wann Als erster Beuge wurde Landgerichts. Direktor Schmidt vernommen, ber feine Neußerung in allen übrigen geschloffen worden, wie ausdrüdlich fonstatirt worden sei, weil anbetreffe, den Lohn auf 30 Pf. die Stunde festzusehen, so glaube Buntten so zugiebt, wie fie oben aufgeführt ist, aber behauptet, daß nach seiner Ueberzeugung er nicht sie sich mit dieser Lehre in Widerspruch gesetzt hätten. Wenn er wohl schwerlich, dem entsprechen zu können. Eine Einladung von der Partei leitung sondern von der Partei ge möge, ein wirklich vorhandenes intellektuelles Band zu zerreißen, lung lehnte der Ober- Bürgermeister ab. Diese Versammlung Jebenfalls habe er von letterer sprechen fo könne doch auch von einer solchen Berbindung nicht mehr die die am 16. Dezember tagte, erklärte sich in einer einstimmig wollen, und es wäre höchfiens möglich, daß er sich versprochen Rede sein angesichts der fortwährenden Schmähungen und Ber- Annahme gelangten Resolution von der Antwort des Do habe. Als Rechtsanwalt Marcuse sofort erklärt habe, er müſſe leumbungen des Blattes„ Der Sozialist". Ebenso sei das Ver- Bürgermeisters nicht befriedigt und forderte fofort Arbeit t dem Angriff auf die Partei leitung widersprechen, habe er hältniß zu den Anarchisten. Was sie sagten, sei feine Aeußerung nicht erwidert, weil ohnedies vertagt worden sei. Von der daß die Arbeitslosen ohne Privatunternehmer nicht zu arbeiten Partei leitung hätte er seine Worte nicht sagen können, Wenn nun Herr Schmidt auch versichert hätte, daß er in vermöchten, und verlangte, daß die sogen. Nothstandsarbeiten u denn er hätte von deren Standpunkt zu dieser Frage damals garnichts gewußt. Inzwischen habe er allerdings erfahren, daß gutem Glauben gewesen sei, so treffe ihn doch der Vorwurf, sich direkt an die Arbeiter vergeben werden und zwar für denselben auch die sozialdemokratische Partei als solche den Meineid nicht nicht gehörig unterrichtet zu haben. Er habe von einem Plage, Sag, den die Unternehmer im vorigen Jahre bei der Nordfront von dem aus jedes Wort zehnfach schwer wiege, gesprochen und erhalten haben, sowie daß sämmtliches zur Ausführung der Ar billige. anlaßte Sie denn, damals zu erklären, Sie wüßten", daß in gehabt, daß Herr Schmidt sich auch informirt haben werde, und wisse es", der Angeklagte habe also Grund zu der Annahme wird. der Partei der Meineid gepredigt würde? Eine sehr starkbesuchte Versammlung Chemniger Landgerichts. Direttor Schmidt: Jch entnahm in grob fahrlässiger Weise eine die sozialdemokratische Partei Nothlage der Arbeitslosen zu schildern. dies einem Artikel des sozialdemokratischen Blattes Der schwer beschuldigende Aeußerung gethan habe. Daher sei ihm der Sozialist", der kurz vorher in der Schlesischen Zeitung" ab Ausdruck Berleumdung" jedenfalls nachzusehen. gedruckt war. Die vereinigten Gewerkschaften Stuttgarts veröffent Rechtsanwalt Seine: War Ihnen nicht bekannt, daß werflich, weil dies häufige Betonen eines lediglich aus der poli- die Adreffen von Vertrauen 3männern, welche dem tr Die Aeußerung des Herrn Schmidt sei auch deshalb ver- lichen in der Schwäb. Tagwacht"( Nr. 296 vom 17. Dezember) gerade biefer Artikel bie Sozialdemokraten auf das gröblichste tischen Ueberzeugung des Zeugen hergeleiteten Mißtrauens gegen werbe Inspektor des Nedarkreises Beschwerden der angreift und befchimpft, weil sie sich nicht für den politischen seine Wahrheitsliebe grabe geeignet sei, das Gegentheil beffen beiter übermitteln wollen. Diese empfehlenswerthe Einrichtung Meineid erklärt haben? hervorzurufen, was damit bezweckt werde, denn gerade dadurch ist in nicht weniger als 22 Orten geschaffen, und zwar Landgerichts- Direktor Schmidt: Das war aus dem Auszug werde die Achtung vor dem Eide erschüttert. Aalon Wasseralfingen, Cannstatt, Calm, Ebingen, Eßlingen, in der Schlesischen Zeitung" nicht zu entnehmen. Dem Angeklagten ftebe der Schutz des§ 193 zur Seite und Frankenbach, Gmünd, Göppingen, Hedelfingen, Heidenheim, entschuldigt, und die Schuld trifft die Schlesische Zeitung". die am Plaze. Allenfalls fönne auf eine mäßige Geldstrafe erkannt heim, Ravensburg, Schramberg, Stuttgart, Tuttlingen, Unters Rechtsanwalt Heine: Dann sind Sie allerdings theilweis soweit es sich um formelle Beleidigung handle, fei Kompenfation Heilbronn, Hall, Künzelsau, Kirchheim, Ludwigsburg, Obertürk aus der sozialdemokratischen Partei. nun, Ober Bertheidiger Rechtsanwalt Heine: Was ver habe die allerbestimmteste Form des Ausdrucks gewählt, er beiten gehörige Material vom Magistrat zur Verfügung gestellt " " er habe der Ansicht fein müssen, daß Herr Schmidt mindestens Arbeitsloser beauftragte eine Kommission, dem Magiftrat die den Artikel entstellt und unter Weglaffung des Wesentlichen ab- werden. druckte, aber wußten Sie überhaupt nichts von der Partei des Der Angeklagte Genoffe Thiel vertheidigte sich noch in " Sozialist" und seiner Stellung zur Sozialdemokratie? wenigen würdigen Worten gegen den Vorwurf, als ob er irgend 1 türkheim, Ulm. Bergmännisches. Aus Bochum wird der Frankfurter Dingen habe ich erst später gehört. Uebrigens habe ich aus feiner Partei zu wahren. Er habe nach bester Ueberzeugung ge- versammlung des Allgemeinen knappschaftsvereins, Landgerichte- Direktor Schmidt: Nein. Bon all diesen etwas anderes beabsichtigt habe, als die schwer getränkte Ehre Beitung" geschrieben: Die auf den 17. b. M. anberaumite General einem Schreiben des Landraths von Niederbarnim später er handelt, und trotz des exorbitant hohen vom Staatsanwalt bean- in der das neue Statut angenommen werden sollte, ist auf den fahren, daß anfangs September in einer sozialdemokratischen tragten Strafmaßes tönne er nur sagen, er würde im anderen Rath des Handelsminifteriums auf unbestimmte Zeit verfchoben Versammlung ein gewiffer Petersdorf gleichfalls ertlärt hat, Falle wieder jo handeln. worden, weil das Ministerium die Prüfung noch nicht beendigt es dürfe einem nicht darauf ankommen, Meineide zu leisten, ja Nach etwa einstündiger Berathung verkündete der Gerichtshof hat und die Genehmigung des Bundesrathes daher vor Neujahr man fei verpflichtet dazu. das Urtheil, durch das Genosse Thiel wegen einfacher Be- nicht mehr zu erlangen ist. Vom 1. Januar ab gelten gleid Rechtsanwalt Seine: Hat Ihnen der Landrath nicht auch leidigung au 8 Monaten Gefängniß verurtheilt wurde, die in wohl die neuen Bestimmungen der Novelle zum Krantentaffen Geſetz. geschrieben, daß Petersdorf ein bekannter Anarchist und Gegner eine Zufagitrafe von 6 Monaten zu ermäßigen feien. Daffelbe Blatt meldet unterm 16. Dezember der Sozialdemokratie ist? Das Gericht nahm an, daß Herr Schmidt nur von der Dortmund:„ Die Einführung des Befähigungs Landgerichtsdirektor Schmidt: Nein. Aber es würde Partei gesprochen habe und daß bei dem Angeklagten und Rechts- nachweises für Bergleute ist beschlossene Sache. auch darauf meines Erachtens nicht ankommen, wenn die Aeuße anwalt Marcuse ein Irrthum untergelaufen sei. Deshalb hiesige Oberbergamt hatte auf gestern die Vertreter des Berg rung in einer sozialdemokratischen Versammlung gefallen ist. Ich liege eine verleumderische Beleidigung nicht vor. Angeklagtem baues nach hier eingeladen, um diese Frage zu aus Dal " Tambourverein Bittoria, Uebungsstunde Dermififites: D Tebigen. Außer ben fämmtlichen Mitgliedern des Oberberg In Wilmersdorf fand am 17. Dezember eine öffentliche| Bergnügungsverein una. Jeben Dienstag Sigung bei Gaberecht, Größe amts nahmen an den Berathungen Theil die königlichen Revier Versammlung statt, in welcher Albin Gerisch über die Militär: Frantfurterjir. 80. Fidelitas. Must- Dilettantenverein, Preziosa", jeben Dienstag, bends 8 Uhr, beamten, der Vorstand der Sektion II der Knappschafts- Berufs- vorlage sprach. Redner zeigte, wie bei uns der Militarismus, utebungsstunde in Scheffler's Restaurant, Reinickendorferfic. 25, Aufnahme. genossenschaft, als Vertreter der Arbeiter 4 Knappschaftsältefte, ber jetzt eine in ihrer Art einzige und ungeheuerliche Forderung Bithertlub Freiheitstlänge" jeben Dienstag Abend bet G. tante, mehrere Vorstandsmitglieder des Vereins für die bergbaulichen erhebt, sich feit 1871 nach und nach ausgedehnt hat, wie außer poet be Orientalischer Rauchflub Spar- und rebitverein, abends 9 Uhr, Intereffen, der Vorsitzende des Knappschaftsvereins, und endlich ordentlich infolge deffen bie Ausgaben des Reiches gewachsen etenbergerfirabe 24, bei Schröder. Rauchtlub Dammermolte, auch Vertreter der Beamten. Die zu besprechenden Fragen hatte sind, wie zugleich aber in Europa ein Wettrennen begonnen hat, Böchstr. 51. Rauchtlub Bruberbund. Abends 9 Uhr, Laufigerstr. 50, das Ober- Bergamt ausgearbeitet, fie gingen bahin, ob eine gefür welches aus den Steuern des Boltes ungeheure Summen bei Grande. Rauchflub Beitgeist, Abends shr bet Kaspar, Reſtaurant aum Beitgeist, Bernauerstr. 72.- Rauchklub unverzagt bet Müller, ordnete Lehrzeit für die Bergleute einzuführen sei und ob eine jährlich bem Militarismus geopfert und daneben noch immer Fruchtstraße Nr. 1-2. Rauchflub Portorico, Abends s Uhr, Rauchtlub Gemüthlichtett 2, folche Vorbildung geeignet fei, bie Unfälle beim Berg- neue Schulden gemacht werden. Die Wirkung dieses Systems bet Rohn, Wrangelstraße Nr. 186. bau herabzumindern. Beide Fragen sind beinahe ein mache sich überall auf das nachtheiligste bemerkbar; Italien fei abends 9 uhr bei Bredlow, Bülowftr. 65. Rauchklub Biaue Luft, Abends 9 Uhr bei Achfel, Köpeniderftraße 161, -Rauchflub Abguß,% uhr, ftimmig bejaht worden. Die neu anzulegenden Bergleute werden an den Rand des Abgrundes gekommen und in Deutschland bet Nawrot, Martusfit. 23, Altdeutscher Rauchklub. Seben in Bufunft eine vierjährige Lehrzeit durchzumachen haben in der müßten alle Verwaltungszweige des Reiches und der Einzel- Dienstag bet Wuttte, Graubenzerftr. 2. Weise, daß sie zwei Jahre als Schlepper und weitere zwei Jahre staaten die wichtigsten Aufgaben unerfüllt lassen, weil es ant bet hiele, Brandenburgstr. 56. Zambourverein Rothe Mette, Dienstag und Freitag, Abends 9 Uhr, als Lehrhauer arbeiten müssen, ehe sie als Vollhauer selbständig Mitteln bazu feble. So trete der Militarismus überall tultur- Dienstag und Freitag, Aufnahme nur geübter Mitglieder. Stimte's Restau an das Kohlenhauen kommen. Das Ober- Bergant wird dem feindlich auf. Redner befprach des Weiteren eingehend die ver- rant. Aderir. 128. Regeltiub Fidelio 1, Klubhaus Süd- Ost, Falkenstein nächst in dem Sinne der gefaßten Beschlüsse eine Berg- Polizei- beerende Wirkung der jezigen Waffen und beleuchtete dann den traße 41, jeden Dienstag sy the. verordnung erlaffen. In den Bergarbeitertreifen sind die An- eigentlichen Grund, warum man das Heer verjüngen" wolle: fichten über diese Maßnahmen getheilt." Die neue man fange an, die alten Leute" au fürchten, weil sie aufgeklärt Arbeitsordnung für die fistalifchen Gruben feien, man wolle ein Heer von jungen Leuten, weil man es ift, nach einer Mittheilung aus dem Saarrevier, in einigen unter Umständen auch gegen den sogenannten inneren Feind zu Bunkten abgeändert worden, jedoch nicht in denjenigen, worauf verwenden gedente. Er erörterte demnächst die Forderungen des die Hauptbeschwerden der Bergleute gerichtet waren. Die Be- sozialdemokratischen Programms: Voltswehr( Boltsbewaffnung) Ein Ministerial Praktikant verhungert. Dis: Wiener stimmungen über Arbeitszeit und Lohnverhältnisse, ferner die an Stelle der stehenden Heere, militärische Jugenderziehung und Arbeiterzeitung" schreibt: Unlängst haben wir über ders HungerStrafbestimmungen sind so geblieben, wie sie im Entwurf an Stelle ber Kriege internationale Schiedsgerichte. Nach- tod eines Angehörigen des Lehrerstandes" berichtet, heute liegt dem Redner hauptsächlich an der Hand der Geschichte und ein ähnlicher Fall vor aus den Kreifen der ungarischen Beamten Der Wiener Arbeiter- Bildungsverein feierte am der Greignisse der letzten Jahrzehnte nachgewiefen hatte, fchaft. Allerdings handelt es sich in diefem Falle nur um einen 11. Dezember das Fest seines 25jährigen Bestehens. vortheilhaft biefe Einrichtungen wirken müßten, angehenden Beamten, einen Ministerial- Praktikanten, daß aber forderte er die Anwesenden auf, fortgesezt weitere Kreise selbst Praktikanten neben ihrer sonstigen Qualifitalion auch Der Londoner Grafschaftsrath verhandelte kürzlich über barauf hinzuweisen, was ihnen wieder zugedacht ist, und schloß: Birtuosen im Hungern fein müssen, um dereinst ein halbwegs die Frage, was unter ben gerechten Löhnen" zu verstehen sei, Wir verwerfen nicht nur die gegenwärtige Vorlage, sondern das anständig bezahltes Amt zu erhalten, leuchtet uns nidst ein. Das Neue Pester Journal schreibt: Vor eiragen Zagen die er den in feinen Diensten stehenden Arbeitern zahlen soll. ganze System; diesem Syftem feinen Mann und feinen Groschen. Da die Meinungen über den Begriff gerecht" weit auseinander waren zwei dem Sinne nach gleiche Refolutionen eingelaufen, fiel ein Praktikant des Finanzminifieriums während der AmtsDie herbeigerufenen Aerzte tonftagingen, wurde aur Erledigung der Frage ein eigener Ausschuß von welchen, nachdem Gerisch noch auf die neuliche Unverschämt stunden in Ohnmacht. daß der junge Mann schon seit einigen Zagen niedergesetzt. Dieser Ausschuß hat nun die Meinung John heit des konservativen Großgrundbesizers v. Frege hingewiesen irten, Burns und der übrigen Arbeitervertreter afzeptirt, wonach ber hatte, folgende angenommen wurde: nichts genoffen habe und daß er vom Hungerfieber befallen ist. Grafschaftsrath eine Liste aufstellen lassen, foll, in welcher die Die Versammlung erklärt sich aus politischen und wirth Der Finanzminister Weckerle ließ dem Hungerndelt eine UnterLöhne aller verschiedenen von ihm beschäftigten Arbeiter verfchaftlichen Gründen entschieben gegen die neue Militärvorlage, ftüßung von 40 Gulden verabreichen und erhöhte seinen Gehalt zeichnet sind. Diefer Lifte liegen die von den Londoner Gewerf welche die ohnehin schon unerschwinglichen Lasten derart auf 400 Gulden jährlich. Leider fam die Hilfe zu spät. erhöhen würde, daß die Nation darunter über turz vereinen als geltend betrachteten Löhne zu grunde. Als der Praftitant am legten Mittwoch ins Jureau fam, ober Tang zusammenbrechen müßte. Die Versammlung fing er an zu rasen und irrsinnige Neden zu halten, schließlich erklärt sich ferner für Abschaffung der stehenden Heere und Er- rannte er davon. Die Entbehrungen haben den armen jungen fegung derselben durch die allgemeine Voltswehr, welche die Menschen irrsinnig gemacht. Jeht fahndet die Polizei nach ihm, Ration derart stärken würde, daß sie jeden feindlichen Angriff um ihn ins Irrenhaus zu stecken. abwehren könnte. Wehe der jeßigen Gesellschaft, wenn alle jene tobfüchtig werden, die sie heute hungern läßt! waren. Versammlungen. In der Generalversammlung des Vereins der Bau anfchläger, die am 4. Dezember stattfand, kam es bei der Besprechung innerer Vereinsangelegenheiten zu heftigen Debatten über die Lohnbrüdereien, welche u. a. die Unternehmer der Anfchlagarbeiten am Reichstagsbau feit langem geübt haben. Aller bings mußte konstatirt werden, daß die Kollegen vielentheils selber schuld an diesem Uebelstande sind; diese Herren suchen eben durch eine unmenschlich lange Arbeitszeit den Ausfall an Lohn wieder wett zu machen. Die Versammlung verurtheilte benn auch diese Kollegen in gebührender Weise; einer derselben, Th. Otto, wurde fogar aus dem Verein ausgeschlossen. Zum Schluß gab der Vorsitzende bekannt, daß das Stiftungsfest des Bereins am 21. Januar nächsten Jahres bei Brochnow, Sebastian ftraße 39, gefeiert wird. wie Der bisherige Bertrauensmann Heinemann gab hierauf eine Das unschuldige Mänschen. Bu der Tezten Ersatz Abrechnung über die eingefommenen und ausgegebenen Gelder. Die Einnahme des Jahres hat 253 M. betragen, die Summe ist referve- Uebung war in Breslau eine größere Anzahl von Volks auch verausgabt worden. Ferner sind für den Parteitag 49,85 W. Schullehrern eingezogen, die, wie alle Reservisten, ihre Beköftigung eingekommen, wovon 44,10 M. abgeführt sind; für die Kommunal- aus der Mannschaftstüche erhielten. Eines Tages fanden sie da wahlen tamen 54,65 M. ein, davon find 38 M. ausgegeben. Es ihrem Effen eine Maus, welche ebenfalls mit gefocht war. Das it also im Ganzen noch ein Bestand von 22,40 M. vorhanden. Effen blieb felbstverständlich unberührt und auch an den folgenden Die Versammlung wählte den Vertrauensmann wieder und Tagen brachten sie es nicht über sich, zuzugreifen. Davon erhielt ernannte Julius Roßmann und Lick zu Revisoren; in die Lokal der Bataillonstommandeur Kenntniß; er ließ die Enthaltsamen fommission wurden Reuter, Antonius und Wilhelm Piester vor die Front treten, einige 20 Mann, darunter auch einige gewählt. Nichtlehrer. Nun fommandirte er weiter: Alle diejenigen, Vergnügunsverein Reichskrone". Gigung, Dienstag, Abends e Uhr, welche Lehrer find, treten an den rechten Flügel, damit man das schlechte Element gleich wieder herauskennt!" Hierauf erFennstr. 5, Restaurant Krüger. Andreasstr. 8, Sigung. Vergnügungsverein Saturnalia". Dienstag, Abend s uhr, bei Noll, folgte von feiten des Borgesezten etwa folgende Anrede: Ich Verband der in Holzbearbeitungs- Fabriken und auf Solzplägen werde Euch sagen, was Euch bewegt, nicht mehr aus ber beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands, Ortsverwaltung Mannschaftstüche zu essen, das ist der Zeitgeist, der in Euch Die Filiale Moabit der Vereinigung der deutschen Berita 2, Nord. Seute, Dienstag, den 20. Dezember, Abends 8 Uhr, Bersteckt: die Demokratie", denn Ihr feid die Träger der DemoMaler, Ladiret, Anstreicher und verwandten fammlung bet Rehlin, Bergstr. 12. Tagesordnung: Bortrag. Berufsgenossen hatte am 12. de. eine Versammlung, in fammlung, 8 Uhr, annenfir. 16, Tagesordnung: Bortrag". Siehe heutige dies so bleibt, wird es bei uns nicht mehr besser werden. Zentralverein der Bildhauer Deutschlands, Gauverein Bertin, Ber- tratie, und Ihr verbreitet dieselbe unter dem Wolfe. So lange welcher Herr Ifa ad zunächst einen betfällig aufgenommenen Bor- Annonce trag über unsere wirthschaftliche Lage hielt. Sierauf gelangte das Bureau: G. W., Bollmannſic, e. Dienstag, den 20. Dezember er., Abende s uhr, gesetzten schreiben. Schämt Ihr Euch nicht, wegen einer Maus Nationale kaufmännische Kranken- und Sterbekaffe.( G. S. 71.) Ihr feid auch diejenigen, welche die geheimen Briefe an die Bor unsere Gewerkschaft schädigende Berhalten des Kollegen Hammer- im Restaurant B. Bodenburg, Kommandantenftr. 10-11, Borfiandsnigung. eine folche Stellung einzunehmen? Guch ist gerviß schon allen schmidt zur Erörterung; die Berfammlung sprach diesem Glafer.( Bahlstelle Berlin). Dienstag, den 20. Dezember 1892, Berfamme Kollegen ein Zadelsvotum aus. Nachdem der Vorfigende zur tung, in Gratwells Bierhallen, Rommandantenftr. 77-79, um 9 ihr abends. einmal eine Fliege in das Bier gefallen, die Ihr einfach mit dem regen Agitation für die Bereinigung aufgefordert hatte, wurde welten, G. S. Nr. 108. Generalversammlung findet am Dienstag, den 20. D. W., Guch nun eine Maus in das Essen gefallen ist, ein Fall, der Branken- und Begräbnißkaffe des Ortsvereins der Butscher zu Finger entfernt und das Bier doch getrunken habt. Aber, weil die Versammlung geschlossen. Abends 8 Uhr, im S. Gericke'schen Lokal statt. Tagesordnung: Beschluß doch nur alle hundert Jahre einmal vorkommt, weigert Ihr Euch faffung über Wenderung der Nachtrag- Statuten. Arbelter- Bildungsschule. Dienstag Abend 8%-10% ubr! Gübfchute, fchon zu essen; das ist die Demokratie!" Ihr dürft nicht eher Bagelsbergerstr. 43: Unterricht in Deutsch( mittleres); Suboft cute wieder ausgehen, als bis 3hr wieder aus der Menage effen Reichenbergerfir. 183: Unterricht in Deutsch( mittleres): ft Schule, werdet!" Der Mann hat recht! Gin rechter und wahrer Patriot Martusstraße 31: Unterricht in Deutsch( unteres); Nord- Schule, Müllertraße 178a: Kaufmännisches Rechnen, Wechselrecht, Korrespondens. In alle Fächer tönnen noch Schüler und Schülerinnen, auch jezt im Laufe des Der Verein der oft und westpreußischen Sozialisten hatte am 14. Dezember eine Bersammlung, in welcher zunächst das Wahlresultat aus dem Kreise Marienwerder- Stuhm besprochen wurde. Sodann richtete Lausche die Aufforderung, an die Genoffen, für regen Besuch der Versammlungen zu agitiren und auch dafür zu sorgen, daß dem Verein immer mehr Landsleute zugeführt werden. Zum Schluß wurde bekannt gegeben, daß am 1. Januar eine Versammlung mit gemüthlichem Beisammensein und Tanz, bei Joël, Andreasstraße 21, stattfindet. Semesters, eintreten. Allegro, Wrangel Lese- und Dishutivklubs. Dienstag. Lefe- u. Diskutirklub Spinosa Abends 8 Uhr, bei Triple, Selchenbergerstr. 47. Empor", Abends 8 Uhr, bet G. Behrend, Blumenthalstr. 5.- Befetlub" letch hett jeben Dienstag 8% Uhr, Restaurant Reyer, Naunynftr. 74. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Alle Menderungen in In der vom fozialdemokratischen Wahlverein für Bereinstalender find zu richten an Friedr. Kortum, Manteuffelstr. 70. Dienstag, Abbs. 9 Uhr, Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder.- Freundschaft 1, den zweiten Wahlkreis am 15. d. Mts. abgehaltenen bei Oswald Berliner, Brunnenstraße 114. Olympia, Alte Jatobftr. 68 Bersammlung sprach Dr. Bernstein über Uebervölkerung". bet Richter. Schildhorn, Usedomstraße Nr. 38 bei Miete, In der Diskussion, welche diesem Vortrag folgte, wurde von einem Bibelitas, Bergftraße Nr. 6s bei Steller. Alpenglode, Grüner Weg er. 29, bet die Reichstage Fraktion in die Kommission für die Militärvor- Bruber herz, Manteuffelfir. o bei Nowack. hn'scher Humor, Strauß lage ihre Vertreter entfendet hat. Diese Resolution wurde jedoch bergerstraße 8 bet Birt. nach eingehender Distuffion mit allen gegen die Stimme des Antragstellers abgelehnt. Im weiteren brachte der Genoffe Saugt, früher Boechstraße, zur Kenntniß der Versammlung, daß böswillige Berleumdungen gegen seine Person in Umlauf gefett feien, worauf der Vorsitzende Klein erwiderte, im Wahl berein liege nichts Nachtheiliges gegen Haugt vor; er tönne den felben nur als Ehrenmann bezeichnen. Genoffen eine Resolution eingebracht, in welcher getadelt wurde, daßaße 141, bet Schmidt. Saeger. Berliner Buchdrucker, Alte Jakobjtr. 83 bei Wienecte. An Unversagt 2, Woabit, Kronen- Braueret. Soffnung 2, Deutsch- Wilmersdorf, Brandenburgstraße bet Gräb. " hätte dem Spender alles Guten für den fo unverhofft bescheerten Bissen gedankt, und der Herr Major, wenn er zugegen gewesen wäre, würde sich an dem patriotischen Schmause sicherlich be= theiligt haben. Aber so sind diese Demokraten, wegen einer unschuldigen Maus, die doch in China einen integrirenden Bestandtheil des Speisezettels bildet, rotten sie fich zusammen und verschmähen die Leckerbissen der militärischen Kochkünstler. Der Münchener Schäfflertanz. Wie die Münchener ,, N. N." berichten, werden die Proben für den im Karneval 1898 nach fiebenjähriger Pause wieder stattfindenden Schäfflertanz, welche Anfangs Oktober unter Leitung des Hoftänzers Raithmaier begonnen haben, demnächst ihr Ende erreichen. Der Schäfflertanz, welcher im Jahre 1517 zum ersten Male aufgeführt wurde, um die durch das Wüthen der Peft geängstigten watotapellé 1, Stallschreiberite. 29 a. eichenen Stab.- Arbeiter- at- Münchener aus den Häusern zu locken, ging damals von dem bund, Nowames, Wallitraße bei Gärtner. Sängerfette, Schönleinftr. 6 Haufe des sogenannten Himmelsfchäfflers am Färbergraben aus. bei D. Klein. Kreuzberg, Sichterfelderstraße 7-8 bet inter. Alte Dies Haus wurde im Jahre 1631 neu gebaut und führt jetzt die Vorwärts 4, Rathenow, bei Nummer 20. G3 trägt ein Bild, zwei Schäffler ein Faß bindend, inde, Reichenbergerstraße so bei Fürstenau. Restaurant Walhalla". Einigteit 2, Landsbergerstraße 31 Gorgenlos, Roslinerstraße 17 Wusehold. bei Wendt. mit der Inschrift: Hier ward es zum Himmelsschäffler ge nannt und es tam von hier aus der Schäfflertanz. Erbaut Gefangverein der Böttcher Steineiche, güdenstr. 55 bet Frieschmann. Vorwärts 8, Marwig, bet Wilhelm Nölte. Hilaria, 1681. Renovirung erste 1784, aweite 1821, dritte 1877." Blumenstraße 46 bet Went Gänger- Ghor der. Töpfer, Neue Friedrichstr. 44, bet Röllig. Wiederhall, Eisenbahnstr. 20 bet Stegmund. Seit dieser Zeit wurde der Brauch von den Schäfflern 0 Gängerfretheit, 9 Uhr, b. Fröhlich, Naunynstraße 44 Gefangverein in seiner ursprünglichen Form getreulich bis auf unsere Johanni, Stüdersdorfer Senefelder, bei Althoff, Brüderfir. 26. ftraße 45, Gesellschaftshaus Ditend. Borwärts 8, Friedrichsfelde, Beit erhalten und ist seit Gründung deffelben der Schäfflertang Wilhelmstr. 10 bei Momber. Gefangverein Rothe Nette 2, bet Raabe, 1893 der breiundfünfzigste. Er geht heuer wiederum von der Rupp iner und Schönholzerstraßen- de. Schneeglöden 1, Jahn alten Herberge der Schäffler, Gasthaus zum Kreuzbräu" aus. Gesangverein Eintracht, Nieder- Schönweide, traße 1 bet Schulz. Restaurant Sing. Mobr'fches Doppelquartett, Friedrichsbergerstr. 19. Die aufgeklärten Arbeiter unter den Schäfflern halten sich von Gefangverein Frohsinn in Stralau bet Gafter. Arbeiter, dem mit patriotischen und frömmelnden Zierrath aufgeputzten Gefangverein von Bris, Briz, Werderstr., Restaurant Schöneberg. Mummenschanz natürlich fern. Deutsche Stebertafel, Grüner Weg 29 bei Sager. grub Friedrichshagen, Blant's Restaurant. burg, bei Borgmann. Epheu, Ackerstr. 123 bet Stümfe. Gefangverein Freiheit 1", Gulmftr. 36 bet Raumann. Gefangverein Echo 2" 9 Uhr Abends Nebungsstunde bet Neimann, Alte Schönhauserstr. 42.- Gesangverein Ginig, Gerechtigkeit Westen, Steinmegfiraße 38a bei Breblow. Arbeiter Männergesangverein Sängerfrets" Barnimftr. 3 bet Genite. Weißensee, Königs- Chauffee 46, bei Brennert. Gesang und Theaterverein Acacie"( gemisch. Chor). Staligerstr. 54, bei A. Sente. Ueber die Organisationsfrage referirte Genoffe Wiede mann in einer am 15. Dezember abgehaltenen Bersammlung des deutschen Tischlerverbandes( Bahlstelle Often). der Diskussion, die diesem Vortrage folgte, betheiligten fich die Kollegen Hoffmann und Klofe Zum Beisiger wählte die Bersammlung sodann den Kollegen Netebusch; zum Schriftführer wurde Arndt gewählt. Ferner wurden zu Beitrag: fammlern ernannt die Kollegen Schula bei Sente,& ritsche bei Lorenz. A. Schmidt bei Babel, P. Schmidt bei Ungering. Der Verein der Lithographen, Steindrucker und Berufsgenossen Deutschlands, Filiale Berlin, nahm in der Bersammlung vom 15. b. M. die Abrechnung der Unterstügungstommission und der Vergnügungsfommission entgegen. Nach Gr ledigung dieser Angelegenheit wurde von dem Genoffen Türk ein Vortrag über Sibirien gehalten. Sodann wurde von der Verfammlung folgende Resolution gefaßt: alle Sänger Borwärts 7 Rummels Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins nud Umgegend. ftraße 105. 14 Miederfchub, Fürbringerstr. 7.-Tambour Berein Boruffia bet Leichnis, Königsbergerstraße 24.- Tambourverein Ruf bei Sperling, Inselstraße 1. Gelang-, Turn- und gesellige Vereine. Dienstag. Gefangverein natreon, Abends 9-11 Uhr, bei reßner, Annenstraße 16. ord 8-11 Uhr, Briesenerfur. 6, bet Sendte. Turnverein Gesundbrunnen. Die 1. Männer- Abtheilung turnt von sx- 10% Uhr in der Turnhalle des deffing- Gymnasiums, Bantüraße 9-10. Berliner Turngen offenfaft. Die 9. Männerabtheilung turnt jeben Literarisches. Die Sozialpolitisches Zentralblatt( herausgegeben von Dr. Alle Buschriften, den Bund betreffend, find zu richten an G. Schrober, Heinrich Braun, Verlag von J. Guttentag in Berlin). Die Berlin G., Nofiizftr. 29, 8 Tr. Dienstag. Stattlub treuz Solo bei foeben erschienene Nummer 12 hat folgenden Inhalt: Bur Mühle, Krautftr. 2. Theaterverein Blumenleje bet Hinge, Dresdener Frage der Rentenerstattung. Die Preußische Gebäudesteuer. Gefelliger Berein offnung bei Nemis, Bebuferfir. 5, alle on Privatdozent Dr. J. Jastrow. Die Einkommenverhältnisse Tambourverein 2trbet, bei Wüller, Gartenstr. 62.- Gefelliger erein mehr& icht bei Gola, Gr. Frankfurterfir. 38.- Louisen städtischer der Beamten in Italien. Von Prof. Dr. Ernst Mischler. Beretn robfinn bet Möhrings, Admiralfir. 18c.- Rauchklub amb are my Steuerreform- Kommission des preußischen Abgeordnetenhauses. bet Faustmann, Metchenbergerſftr. 78a. Tambourverein Deus feiche bei Bestrebungen zur Beschränkung der Freizügigteit. Statistik der Der Fleischverbrauch im Fideikommisse und der todten Hand. Die Königreich Sachsen. Arbeitslosigkeit in Mannheim. Mufitverein Arbeitslosen in England. Arbeitsvermittelung durch die Post in Luxemburg. Sozialstatistisches aus Kanada.. Zur Statistik der deutschen chemischen Industrie. Kellnerinnenwesen in Sachsen.- Arbeitsverhältnisse der Eisenbahn- Bediensteten in Desterreich. Ortsstatute über Lohnzahlung. Kaufmännische Sonntagsruhe in der Weihnachtszeit. Regelung der Arbeitszeit der Eisenbahn- Bediensteten in England. Ausdehnung der Ausdehnung der KrankenTheaterverein Bultania a Abends 9% uhr der deutschen Unfallversicherung. Gartenstraße 13-14.versicherungspflicht auf Handlungsgehilfen. Kostspieligkeit der Bergnügungsverein micitia, 8% Uhr, bei Schönnagel, Barnimfir. 47. deutschen Berufsgenossenschaften. Gebührenfreiheit für die Bergnügungsverein Reichstrone, Abends 9 uhr, in Reichert's Feft fälen, Müllerfir. 7. Gefelliger Berein Bruderschaft, im Restau ant Amtshandlungen der deutschen Konsularbehörden im Vollzuge des Unfall und Invaliditätsversicherungs- Gesezes. Gewerbegericht in Berlin. Die Trunksucht als Todesursache. Abdruck fämmtlicher Artikel ist Zeitungen und Zeitschriften gestattet, jedoch nur mit Angabe der Quelle. Die Bersammlung erklärt sich im Prinzip gegen die giften, die von Nichtmitgliedern herausgegeben werden, und richtet an organisirten Kollegen die Aufforderung, auf obengenannte Listen nicht als Komiteemitglieder zu zeichnen." Betreffs des Privat Arbeitsnachweises von S. Hermann theilte Schöpfe mit, daß die Kommission noch einmal in Gegenwart der Lokalkommission mit diesem Herrn verhandelt habe. Derselbe habe jedoch erklärt, sich auf nichts einlassen zu wollen. Zum Streit der Präger bei der Firma Hellriegel wurde bekannt gegeben, daß Ausjtändige, welche bei einer Firma wegen Dienstag und Freitag in der Gemeindeschule, Blumenftr. 63 a. Arbeit vorsprachen, mit dem Bemerken zurückgewiesen worden feien, fie hätten nur bei Hellriegel bleiben sollen, dieser Herr babe gar nicht daran gedacht, Lohnabzüge zu machen. Der Streit wäre ohne Grund vom Zaun gebrochen worden. Eine derartige gegeben haben. Es scheinen übrigens schwarze Listen über die Ausständigen zu zirkuliren. Entgegen den Ausführungen des Herrn Hellziegel wurde in der Versammlung vom Kollegen Schöpfe tonlatirt, daß der Geschäftsführer der Firma, Herr Drews, bei Ausbruch des Streits erklärt hat, der Lohn müsse reduzirt werden. Die Delegirten der Orts- Krankenkaffe werden ersucht, in der am Dienstag, den 20. Dezember, flattfindenden Generalversamm lung der Kaffe zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Theater- Berein Othello 2 Abends 9 Uhr, bei Zägers, Gartenftr. 13-14. Privat- Theater- Gesellschaft Berliner su mor, Abends 9 Uhr, Köpnicker fraße 158 bei Buchs. Privattheaterverein Crescendo, Abends, bei Nicolay, Elifabethtirchfir. 14.- Theaterverein Sultania bei Zäger, straße 144 Borstädtisches Kasino. Deutscher Reichsadier, Beuſſelfur. 9.- Bergnügungsverein Saturnalia, heute Abend 9 Uhr, Raupachfir. 8. Vergnügungsverein Fidelio. Alle Dienstag Abends s'uhr Sigung mit Damen bet Geffert, Dranienstraße 21. onfigungsverein Berolina, ehem. Boll'sche Tanzschüler, Abends& Uhr, Gefelliger Beretn Mehr Sicht Abends 9 Uhr, Große Frantfurterstr. 133 bet Golds. Touristentlub Wanderluft", Abends& Uhr, Fransedistr. und Schönhauser Allee- Ecke. tm Restaurant Ueber ,, wirthschaftlich- technische Revolutionen und die Gefelliger Arbeiterverein Soffnung. Vereinslotal bet Herrn Fr. Fröhlich, Kämpfe der Arbeiter" sprach am 15. Dezember Genoffe Naunynftr. 43. Jeden Dienflag, alle 14 Tage, Abends& Uhr. Gefelliger Berein Regina Sigung mit Damen Oranienftr. 163 bei Schönwalder. Zimm in einer für den Norden einberufenen Bezirksversamma Tiltg bes Verbandes aller in ber Metallindustriel beschäftigten Arbeiter. Nach Schluß des Vortrages wurden einige Verbandsangelegenheiten erledigt, worauf der Vorfizzende die Versammlung mit der Mahnung schloß, für die nächste Bezirksversammlung fräftig zu agitiren. Von der Neuen Zeit"( Stuttgart, J. H. W. Diet' Berlag) ist foeben das 12. Heft des 11. Jahrgangs erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Sic vos, non vobis. Die militärische Erziehung. Ein unentdeckter Fall von Gruppenehe. Bon Friedrich Engels. Die Prostitution in der Kunft. Zwei Worte zur Theaterfrage von P. Lorenz. Literarische Rundschau. Notizen: Eine Berichtigung. Bur Landfrage in England. Feuilleton: Kunde von Nirgendwo. Einige Kapitel aus einem utopischen Roman von William Morris. ( Fortsetzung.) Depeschen: ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Samburg, 19. Dezember. Wie die Cholerafommiffion des Senats mittheilt, ist bei einer am 16. b. M. in das Krankenhaus gebrachten Person gestern, bei einer in der vergangenen Nach ertranften Person heute Cholera durch bakteriologische Unter suchung festgestellt worden. Wie die Hamburgische Börsenhalle" erfährt, handelt es sich um anscheinend leichte Fälle in der Stadt resp. einem Vororte. Allen entgegenstehenden Gerüchten gegenüber fann die Börsenhalle" fonstatiren, daß seit dem 13. Oktober im Hafen kein einziger Cholerafall vorgekommen ist. ( Depeschen des Bureau Herold.) städtische Bevölkerung belaffende Gewerbesteuer außer Erhebung gesetzt werden. Die Städtetage follen auf die Dauer beibehalten werden, jedoch sollen nur Städte über 10 000 Einwohner das Recht haben, Deleginte zum Städtetag zu entfenden. Briefkaffen der Redaktion. R. Voitel, Berlin. Wenden Sie sich an die Redaktion der Rheinischen Zeitung", Köln, Gr. Griechenmarkt 115. A. W., Nyfeftr. Wir können dieser Angelegenheit nicht so ohne weiteres näher treten. Wenden Sie sich zunächst an Ihre Gewerkschaft. Briefkaffen der Expedition. Breslau, 19. Dezember. Der heute im hiesigen Rathhause verfammelte Städtetag, zu dem die Bürgermeister der schlesischen Von den im Verlage von J. H. W. Diez in Stuttgart Städte mit über 10 000 Einwohner erschienen waren, beschloß erscheinenden beiden naturwissenschaftlichen Werken ,, Die Pflanzen einstimmig, eine Petition an das Abgeordnetenhaus zu richten, Pension. Ihr Inserat fostet 2,10 M. und ersuchen wir um welt und„ Die Thierwelt" von R. Bommeli ist soeben in welcher ersucht wird, die sämmtlichen Bestimmungen, welche vorherige Einsendung des Betrags. Lieferung 2 und 2 a erschienen. Lieferung 2 a der Thierwelt" das Selbstverwaltungsrecht der Städte in dem geplanten Ent- I. H., Heidelberg. Nehmen Sie aus Dr. Paul Niemeyer's enthält eine prächtige Farbentafel: Giraffen". Die beiden reich- wurfe des Kommunal- Abgabengesetzes noch weiter beschränken, Aerztlichen Sprechstunden" den Theil, welcher über die Lungenillustrirten Werke sind jedem, der sich für die Naturwissenschaften und ebenso das Gesetz betr. die Aufhebung der direkten Staats- schwindsucht handelt. Sie erhalten das Buch durch jede Buchinteressirt, auf das Angelegentlichste zu empfehlen. Preis pro steuern abzulehnen, wenn nicht auch die Doppelbesteuerung des handlung. Populäre Darstellungen über Gifte sind uns nicht Liefering 20 Pf. Einkommens aus dem Gewerbebetrieb und die vorzugsweise die bekannt. Statt ieder besonderen Meldung. Die glückliche Geburt eines gefunden Töchterdiens zeigen hocherfreut an Berlin 17. Dez. 1892. 6396 Hugo Bernstein und Frau geb. Liebert. Central- Kranken- u. Sterbekasse der deutschen Wagenbauer. ( Bezirk II.) Am 17. Dezember verstarb unser Mitglied August Ohmann. Die Beerdigung findet am 20. Dez., Nachmittags 3% Uhr, von der Leichenhalle der Bicmsgemeinde in Weißensee aus statt. 6576 Der Vorstand. Ausserordentl. MitgliederVersammlung der Central- Kr.- n. Sterbekasse Der Maler Proletariat“ Zentralv. der Bildhauer Deutschlands., Maxiontenir. 81/32. ( Gauverein, Berlin.) Dienstag, den 20. Dezember, Abends 8½ Uhr, Annenstraße 16: TF Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Geschäftliche Mittheilungen. 2. Vortrag des Herrn Dr. W. Kämpf über Moderne Zeitströmungen". 8. Verschiedenes. Am 27. Dezember Weihnachtsfest im Märkischen Hof", ( 3. Feiertag): Admiralty. 180. Billets inkl. Zanz 30 Pf. beim Berwalter Stötzer, Laufizer Play 17 III, und beim Kassirer Meyer, Streligersty. 28, Dienstag und Sonnabend Abend im Vereinslotal. 116/11 Der Vorstand. 3458L Zum Weihnachtsfest empfehle ich: Wiener Dampfmehl, 1/16 Ctr. 1 M. 20 Pf. Feinstes Auszugmehl, 1/16 Ctr. 1 M. 10 Pf. Feinstes Weizenmehl 000, 1/16 Ctr. 1 M. Feines Weizenmehl 00, 1/16 Ctr. 90 Pf. Rosinen, Sultaninen, Mandeln, Citronat. Täglich frische Bärme. ff. Tafelbutter und Backbutter. Walinüße, Haselnüsse, Paranüsse. Auf die Hausnummer bitte zu achten. Honigkuchen mit 10 pCt. Rabatt bei kleinen Einkäufen von 1 M. ab. Zuderwaaren, Marzipan am besten und billigsten bei 339831 J. Sturm, Münzstraße Nr. 5. an der Rochstraße. J. Sturm( Jnh. Karl Meinhardt) Neue Königstr. 42. Fr. Reinsch, Elsasser- und Gartenstraßen- Ecke. 5. Pfund Albrecht's Brot für Bäckerei, 50 Pfennig liefert Wrangel- Strasse 8, Langestr. 26, Falkensteinstr. 28. Teppiche!!! Gardinen!!! Atz Weihnachtsgeschenk empfiehlt H. 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Um recht zahl reiches Erscheinen wird ersucht. 640b Der Beauftragte. Warnung. Der Fraiser Rob. Krüger, Markus Straße 28, befchäftigt zur Zeit bei Julius Pintsch, ist troh wiederholter Aufforderung seinen Verpflichtungen ( Abliefern von Billetgeldern von 1889) gegen den Gefangverein ,, luverzagt 1" nicht nachgekommen. Dies anderen Vereinen zur Kenntniß. 635b Der Vorstand. qvqsyo ma puma va maq qva abu tuvß nebes -sem pun βαηyordung και topa -парвешка фио на лабира malaga pala gun 100 pnog o ogre u se anu and sa maqлagnogmv pojas apl aß ua qun Bun 10juo pang ' gv- najuva@ svq saquajag pap spa - son! pa ugaz gvq asa ang qun pat aadagy uaq uavg sabigua gvo' ugv guy be uppa agam g Jamaica- Rum, echt Berschnitt, u. Fac. Literfl. 1,10, 1,60, 2,10, bei 5 Fl. 10 Pf. billiger. Tokayer, med. süßer Ungazwein, Literfl.. 2,10. Himbeer-, Kirsch-, Johannisbeersaft, Liter M. 1,20. Ingber- Likör, hochfein, magenstärkend, Literff. M. 1,10, 1,60, 2. 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