Nr. 300. Grfcheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Biertelfährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mr, wöchentlich 28 fg. frei in's Haus. Einzelne Summer 6fg. Sonntags- Nummer mit luftr. Sonntags- Beilage Neue elt" 10 Pfg. Poft- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Desterreich Ungarn 2 m., für das übrige Kusland s Mr.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 fg Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen. tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonn und Fefitagen bis 9 Uhr Vor mittags geöffnet. Fernsprey- Anschlug Amt 1, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Donnerstag, den 22. Dezember 1892. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Nothstands- Arbeiten. mehr vor ihm verschließen können niemand" und doch nur klägliche Straße umstürzen, Verbrechen begehen, um nur Gefängnißhalbe Maßregeln. In Mannheim, wo die Stadtbehörde nahrung zu bekommen, vou frierenden und wimmernden Kindern " Für das Wild in den königlichen, herzoglichen oder unter dem Drucke der Arbeitervorstellungen die Arbeiten in den Wohnhöhlen der Arbeiterviertel- für den Berliner Mafürstlichen Jagdforften wird im Winter beim Futtermangel wenigstens direkt im Afford an die Arbeiter vergab, handelt giftrat herrscht kein Nothstand in der Reichshauptstadt, es burch Aufschütten von Nahrung gesorgt, für uns sorgt es sich im Ganzen bei weit über 1000 Arbeitslosen um ca. fällt ihm nicht ein, Arbeiten zu unternehmen, bei welchen Be-so haben die Genossen in Saalfeld( Thüringen) 10 000 Zagewerke, also um 14 Tage Arbeit, wenn die schäftigungslose Verdienst finden. Und ebenso erklärt der fürzlich ganz richtig in einer Versammlung Arbeitsloser Hungernden wirklich alle beschäftigt werden sollen! Zu Oberbürgermeister von Magdeburg, die Noth sei„ noch gejagt. Ja foftbares Jagdwild und elende Proletarier: mehr tann sich die bürgerliche Behörde vorläufig nicht auf keine so große, um zu außergewöhnlichen Mitteln zu greifen", bas ist eben ganz etwas anderes! Die neuesten Vorgänge schwingen! Dabei will man aus den Arbeitslosen womöglich noch in Leipzig wartet man trotz aller Schritte der Arbeitslosen einer ganzen Reihe deutscher Städte bestätigen die besonders billige Arbeit herausschlagen. Man will ihnen wahrscheinlich wieder das Frühjahr ab, um dann die Richtigkeit dieses Sazes. Naturgemäß wenden sich die bei Straßenbauten 25 Pfg. pro Quadratmeter zahlen, Hungernden mit Armenunterstützungen abzuspeisen, bei denen Arbeitslosen an diejenige Behörde, die ihnen zunächst während die Kommission der Arbeitslosen 40 Pfg. für sie womöglich des Wahlrechts verlustig gehen. In Hamliegt, an die Gemeindeverwaltungen; deshalb kommen angemessen erklärt. So hat man schon vorigen Winter burg verlautet auch so gut wie nichts über die Ausführung biese bürgerlichen Klassenvertretungen gegenwärtig in in Magdeburg die Beschäftigungslosen gedrückt, so des Bürgerschaftsbeschlusses vom 30. November, nach welchem bie Lage, ihre Arbeiterfreundlichkeit mit der sie will man sie in Mühlhausen mit 13 Pfg. Stunden- alle projektirten Staatsarbeiten mit größter Beschleunigung so oft prahlen, auch einmal praktisch beweisen zu lohn abspeisen; all Vorwänden hierfür fehlt es in Angriff genommen werden sollten. Vom Niederrhein tönnen. " Wie sie dieselbe beweisen, soll gleich näher den bürgerlichen Verwaltungen ja niemals! Der kommen Nachrichten von erschreckender Arbeitslosigkeit in den ausgeführt werden. Damit aber der Staat und das Lohn müsse niedriger sein als gewöhnlich, damit das Industriebezirken, aber die Behörden von Essen und MühlReich nicht glauben, sie wären nun aller Mühewaltung Buströmen aus noch beschäftigten Berufen verhindert werde, heim sind die einzigen, welche außerdem ganz unzureichende und Sorge um den beispiellosen Nothstand dieses Winters so heißt es gewöhnlich. In erster Linie ist dies ein Ein- Summen für Notharbeiten bewilligten bie Schlotbarone überhoben, hat bekanntlich die sozialdemokratische Fraktion geständniß davon, daß die Behörden über die augenblick in Dortmund, Bochum, Krefeld, Bielefeld und Köln ſizen des Reichstages eine Interpellation an den Reichskanzler lichen Arbeitsverhältnisse so schlecht wie möglich unterrichtet ja warm in ihren Luxusstuben, was rühren sie die Vereingebracht, die natürlich erst nach Neujahr zur Beant- find. Wüßten sie auf Grund einer guten kommunalen sammlungen der Leute, die nach Brot schreien! Und noch wortung kommt, wenn sich der Herr Reichskanzler mit Arbeitsstatistik, wer zur Zeit der Jnangriffnahme von Noth- mehr Ruh will der bayerische Philister haben; er scheert allem Material darüber versehen hat, daß der bürgerliche standsarbeiten beschäftigungslos ist und wer nicht, so sich den Zeufel um die Nothschreie aus München und NürnStaat für die Arbeitslosen so gut wie. nichts thun kann könnten die angemessenen Löhne sehr gut an alle gezahlt berg. In Darmstadt hat man die im November wegen und wo er könnte, an allen möglichen Bedenken scheitert, werden, welche zu dieser Zeit schon arbeitslos waren. Nothstandsarbeiten in der Stadtverordneten- Versammlung die mit der Natur des bürgerlichen Staates ver- Außerdem aber tragen diejenigen Gemeindeverwaltungen, gestellte Anfrage längst vergessen, und in Stuttgart wird fnüpft find. Die sozialdemokratische Presse, Presse ja welche niedrige Lohniäbe sablen. geradezu zur das nationalliberale Prozenthum schon nervös, wenn burgerliche Blätter, nie die Frankfurter" und Berewigung des Elends be Sie zeigen den unser Genoje Kloß überhaupt vom Nothstand im Gemeindebie Magdeburger Beitueg", haben ihn seit Monaten Unternehmern, wie weit mat den Lohn brücken rathe spricht. Das„ feine" Stuttgart will nicht in den auf seine Pflicht aufmerksan gemacht, auf die Millionen kann, wenn der Arbeiter muß, und das nennt man üblen Geruch einer Sammelstelle für hungernde Proletarier hingewiesen, die z. B. für Bahnbauten schon längst be- dann Sorge für die Arbeiter! Ausgerechnet haben die gerathen, und die Intriguen gegen den vom„ rothen Kartell" willigt sind. Aber Militärsorgen liegen den Reichsbehörden Herren, die für niedrigere Säße plädiren, wohl noch nie- gewählten Stadtvater liegen den Herren" Stadtvertretern näher, und mögen den Hunger Tausender von Proletarier- mals, welchen Betrag eine Familie haben muß, wenn sie weit mehr am Herzen, als das Elend des Volkes. familien in den Hintergrunt drängen. Es geschieht nichts, nicht geradezu thierisch leben soll. So sieht's im deutschen Vaterlande" mit den Vorche das Proletariat sich rühct. Aber das sind ja noch goldene Ausnahmen, wo die kehrungen" der Bourgeoisie gegen die Noth der Proletarier Daß ein furchbarer Nohstand im ganzen Reiche herrscht, Bourgeoisverwaltungen überhaupt etwas für die Beschäfti- in diesem Winter aus, der ein würdiger Abschluß für die davon zeugen die Anläufe, die wenigstens einige Städte auf gungslosen thun! Der größte Theil der deutschen Städte beispiellose Bedrückung der Arbeiter in der nunmehr beiVorstellungen der Arbeiter hin zu Notharbeiten ge- fieht dem Glend verstockt und mit verschränkten Armen zu. nahe drei Jahre dauernden letzt en Wirthschaftskrise bilden nommen haben. Lübeck hat schon Ende Oktober ds. s. Die Reichshauptstadt mit ihrer freisinnigen" Verwaltung zu sollen scheint. Nach Neujahr wird ja unsere Partei, 133 000 M., Braunschweig im Dezember 25 000 M., Halle marschirt an der Spitze dieser Gemeinwesen. Bereits im wie schon erwähnt, dafür sorgen, daß im Reichstage im November ca. 100 060 M., Weißenfels ganze 2500, März hat Genosse Singer die Stadtverordneten Staat und Städten nachgewiesen wird, wie sie unter und Mühlhausen i. Th. ganze 5000 M. für Nothstandsarbeiten Bersammlung durch eine Anfrage auf das wachsen de bürgerlicher Verwaltung kaum einmal mehr einfache bewilligt. In Essen will man Vorarbeiten für Kläranlagen Elend aufmerksam gemacht, im September und Oktober Menschlichkeitspflichten zu erfüllen im stande sind gegenund Flußregulirung vornehmen lassen, in Mainz beschloß hat er die Anfrage wiederholt, und zu Beginn dieses über dem anormalen Elend dieses Winters. Staats- und bie Gemeindeverwaltung Ausschachtungsarbeiten für den Monates ist die freisinnige Mehrheit im rothen Hause über Gemeindeverwaltung können sich würdig die Hände reichen. Schlacht- und Vichhof in Betrage von 194 000 Mart, in alle Anregungen durch Gutheißung des abwartenden" die Unthätigkeit der letzteren wird sanktionirt durch die UnMannheim vergab man ebenfalls Wege- und Pflasterungs- Standpunktes des hochwohlweisen Magistrats einfach zur thätigkeit des ersteren. Beim geringsten politischen Anlaß arbeiten an die Arbeiter direkt, um den Nothstand in Etwas Tagesordnung übergegangen. In der Deputation für Unter- fühlt sich sonst der Staat bewogen, den Städten sein Auf- aber alle diese Anläufe sind eben nur zu stüßungszwecke wird festgestellt, daß die etatsmäßigen fichtsrecht fühlbar zu machen; wegen der städtischen Be geständnisse, die den städtischen Behörden von den Arbeitern Summen nicht im entferntesten ausreichen, um der vor- gehungs- und Unterlassungsfünden in puncto Beschäftigung abgerungen werden mußten, Beweise für das unsägliche Elend, handenen Noth zu begegnen, das Asyl für Obdachlose ist der Arbeitslosen fällt es ihm nicht ein, sich zu rühren. bas so hoch gestiegen ist, daß selbst die Bourgeois auf den überfüllt, alle Augenblicke melden die Zeitungen von Fällen Dazu ist der Hunger der Proletarier nicht wichtig genug. molligen Sesseln der Gemeindeverwaltung die Augen nicht grauenhaften Elends, in welchen Halbverhungerte auf der Dieses Verhalten ist auch so ein Zeichen des endenden Jahrdie zu lindern Feuillefont. Macbrua verboten.] gehen Bel- Ami. 44 eines Notars, und Laroche hatte sie geheirathet, als er noch ein mittelmäßiger Advokat war. Frau Rissolin eine alte vor nehm thuende Dame, erinnerte an eine ehemalige Hebamme mit Leihbibliotheksbildung. Die Gräfin von Bercemur aber sah auf alle von oben herab. Nur widerwillig berührte ihr weißes Pfötchen" die gemeinen Hände der andern. Clotilde war ganz in Spizen gehüllt. Dein Diner war ausgezeichnet", sagte sie zu Madeleine, als sie aus der Entreethur trat. Ju kurzer Zeit wirst Du den berühmtesten politischen Salon von Baris haben." Sobald sie mit Georges allein war, schloß sie ihn in Ich ihre Arme." Oh, süßer Bel- Ami. Ich liebe Dich täglich Er aber dachte an Frau Walter. Roman von Guy de Maupassant. Dann fagen Sie mir, wo ich Sie treffen kann auf der Straße... wo es auch ist. zu welcher Stunde Sie auch wollen... damit ich Sie nur sehe. werde Sie grüßen und sagen: Ich liebe Sie!" und mehr." Sie schwankte rathlos. Als aber der Wagen in das Bortal ihres Hauses einbog, flüsterte ste rasch: Gut, morgen um drefeinhalb Uhr bin ich in der Dreieinigkeitstirche." Sie Herrn Tu Noy wieder nach Hause." Dann stieg sie aus und rief ihrem Kutscher zu:" Fahren warft Du denn?" Als er in den Salon trat, fragte ihn seine Frau:„ Wo " IV. Fast verlassen lag der Dreieinigkeitsplatz im leuchten den Strahl der Julisonne da. Eine drückende Schwüle lag über Paris, als wenn eine träge, brennende Luftschicht von oben herauf auf die Stadt gefunken wäre, dicker, kochender Dunst, der das Athmen erschwerte. Kirchen nügen ihr doch zu allen Dingen," sprach er zu sich selber. Sie trösten sie, daß sie einen Juden geheirathet hat, sind für sie in der politischen Welt ein stummer Proteft, verleihen ihr die nöthige Würde in der Gesellschaft und dienen ihren galanten Abenteuern als Obdach. Ja, man benützt die Religion eben, wie einen En- tout- cas. Ist schönes Wetter, so leistet er als Stock Dienste, scheint die Sonne, so dient er als Sonnenschirm und regnet es, als Regenschirm; geht man aber nicht aus, dann läßt man ihn im Vorzimmer stehen. Und so wie fie, giebt es Hunderte, die den lieben Gott narren, aber dabei niemals ein Spottwort über ihn dulden würden. Dafür benutzen sie die Kirche gelegentlich als Kupplerin. Würde man ihnen den Vorschlag machen, in ein Hotel mitzufommen, so würden sie das gemein finden. Bu Füßen des Altars aber Liebe anzuspinnen, erscheint ihnen ganz selbstverständlich." Langsam ging er um den Springbrunnen herum. Dann sah er wieder nach der Uhr, diesmal aber nach der Thurmuhr, die gegen seine Taschenuhr zwei Minuten vorging. Sie wies auf fünf Minuten über drei. Er dachte, daß es in der Kirche angenehmer sein müsse, draußen und trát hinein. wie Selbst die Springbrunnen vor der Kirche ließen ihr Ich war auf dem Telegraphenamt, um eine eilige Wasser langsamer herabfallen. Auch sie schienen von dem Depesche aufzugeben," erwiderte er leise. ewigen Rinnen ermüdet und fant und schlaff zu sein, und Eine wahre Kellerkühle schlug ihm entgegen. Er athmete mich dech nach Hause, Bel- Ami," sagte fie." Sie wissen ja, schwammen, sah grünlich dick und grau aus. Sie begleiten das Wasser im Becken, worin Blätter und Papierschnitzel sie vergnügt ein und ging einmal um das Schiff herunt, um den Ort kennen zu lernen. nur unter dieser Bedingung scheue ich den weiten Weg hierher nicht." Ein Hund war über den Steinrand gesprungen und badete sich in dem zweifelhaften Naß. Auf den Bänken Dann wandte sie sich an Madeleine.„ Du bist doch in der kleinen Anlage am Kirchenportal faßen einige Leute und sahen dem Thiere neidisch zu. Frau von Marelle näherte sich ihnen. nicht eifersüchtig?" " Nein, nicht sehr," erwiderte Frau Du Roy langsam. Du Roy zog seine Uhr hervor. Es war erst drei. Die Gäste gingen. Frau Laroche- Mathieu sah wie ein hatte noch eine halbe Stunde vor sich. Rindermädchen aus der Provinz aus. Sie war die Tochter Er lachte, als er an das Stelldichein dachte. Aus der Tiefe des mächtigen Gebäudes erwiderte ein anderer, regelmäßiger, zuweilen unterbrochener, dann wieder fortgefeßter Schritt dem Geräusch seiner Füße, das dröhnend an die hohe Wölbung schlug. Er wurde neugierig, den anderen Spaziergänger fennen zu lernen und sah sich nach ihm um. Es war ein dicker kahlköpfiger Herr, der den Die Hut auf dem Rücken trug und die Nase in die Luft streckte. Er hunderts und der verfallenden Bourgeoisieherrlichkeit; auch in seinem, sondern in ihrem Interesse. That er ihnen in Nothstandsfragen sind die Arbeiter die Träger der den Willen dann gut. That er es nicht, dann hörte es Sumanität geworden, und wenn die Organisationen der mit dem Gehorsam und der„ Vasallentreue" auf; und Besitzenden hie und da einen kleinen unzulänglichen Anlauf leistete er gar zu heftigen Widerstand, je mun, so ward zu der Erfüllung der elementarsten Menschenpflichten rebellirt, wofür die Geschichte gar manche Beispiele nehmen, so ist es nur dem Andrängen der zum Selbst- giebt( und was der Biedermann im Sachfenwalde treibt, bewußtsein gelangten Arbeiter zu danken. ist doch auch„ Rebellion", wenn auch nur die eines Hasenfußes, der sich nicht offen hervormagt). Und in Rußland, wo die absolute Monarchie in reinster Form besteht, da machen auch die herrschenden Interessengruppen die wenig ften Umstände: eine stramm angezogene Kravatte"( oder Säbelkoppel), wie bei Paul I., oder ein bischen Rattengift, wie bei Alexander I. und Nikolaus und das renitente Väterchen" ist zwar nicht zur Raison, aber zur Ruhe gebracht. Politische Webericht. Berlin, den 21. Dezember. 11 SINGLY gegen, bei welch' feltsamen Anschauungen find wir a gekommen?" und führt dann weiter aus: Der Fordernde das wollen wir durchaus nicht be streiten ist darüber keinen Augenblick mit sich in Zweifel ge wefen, daß er torreft handelte. Seine Stellung als Reservelieutenant zwang ihn nach feiner Meinung gebieterisch, bie ihm sagen wir- wiberfahrene Un annehmlichkeit mit der Waffe in der Hand zu rächen. Aber der Herausforderer ist zugleich auch Staatsanwalt und als folcher Hüter des Gesetzes und der öffentlichen Ordnung und verpflichtet, ähnliche Schritte, wie er sie unternahm, mit ber Strenge bes Gefehes zu verfolgen, sobald sie feiner Renntniß gelangen. Bwet Eigenschaften oder gwei Mächte der Reserve- Offizier und der Staatsanwaltmußten ihren entgegengefeßten Einfluß geltend machen und der Reserve- Offizier siegte, wie felbstverständlich Darin liegt's, das zwingt uns ftillzustehn!" Ist es denn wirklich ein normaler oder gut zu heißender Zustand, daß die direkten oder indirekten Angehörigen des Standes, ber sich immer mehr zum Staate im Staate ausbildet, ihre An schauungen und Handlungen einrichten nicht nach den Ge fegen des Staates, sondern nach einem gefeßlich straf baren Ehrentoder einer mittelalterlichen Vergangenheit! Welch' grelles Schlaglicht fällt gerade im vorliegenden Falle auf unfere Verhältnisse, da ein Staatsanwalt- sagen wir das Miß geschick hatte, diesem Ehrenkoder seinen Tribut zollen zu müssen und dadurch Handlungen zu begehen, die ungefeßlich sind und die er eben in seiner Eigenschaft als Staatsanwalt strafrecht lich zu verfolgen verpflichtet ist! Wir wissen nicht, welche gesellschaftlichen" Folgen die Sache für den Ge forderten, welche amtlichen sie für den Herausforderer haben " Zur Militärvorlage. Der Reichs- Anzeiger" bringt Freiherr von und ßu Hammerstein braucht also gar in seinem ,, nichtamtlichen Theil" einen langen Artikel des nicht so gimperlich zu thun bisher hat es noch keinen Konservativen Wochenblatts" für die Militärvorlage zum adligen und edelsten Vertreter der absoluten Monarchie ge Abbrud. Die Vorlage solle der Ungerechtigkeit abhelfen, geben, bei dem nicht neben der Baffallentreue, auch die daß der Landwehrmann in's Feld ziehe und seine wirth Rebellion geschlummert hätte. Oder kann er uns etwa ein schaftliche Existenz gefährde, während eine Anzahl noch Beispiel nennen? Ein einziges Beispiel? Natürlich meinen junger Leute zu Hause bleibe. Die Vorlage sei als feine wir dabei nicht die„ bürgerlichen Kanaillen" und" getauften Volksbelastung, sondern eine Volts entlastung an- Juden", die den Feudalherren in deren Auftrag eine Theorie zusehen. Das ist Spiegelfechterei; sie soll den Schein er- und ein System des Absolutismus zurecht gemacht haben. regen, als ob im Falle eines Krieges der Landwehrmann Unter diesen Ideologen" des Absolutismus ist gewiß erft im Nothfalle eingezogen und in's Feld geschickt werde. Mancher, der es aus echter Liebe und Begeisterung gethan In Wirklichkeit wird im Kriegsfalle Landwehr und Linie hat zugleich mobil gemacht, und es kann sich nur um wenige - für's Honorar! Tage Unterschied handeln, wann Landwehr oder Linie in's wird." Zum Krupp'schen Huldigungs- und Geschäftsbrief Gefecht treten. Die Militärvorlage ist eine schwerwiegende an Napoleon schreiben die offiziöfen Berliner Politischen Mehr belastung des Volkes. Aller offiziösen und Nachrichten", daß derselbe vom Jahre 1858 und nicht aus Schuld trägt, an den Widersprüchen, die es erörtert? Das Das Blatt hätte nur weiter fragen sollen, wer die offiziellen Sophistik wird es nie gelingen nachzuweisen, daß bem Jahre 1868 stamme. Dieser Sachverhalt sei schon Bürgerthum und die bürgerliche Breffe, die fast ausnahms eine Erhöhung des Präsenzstandes um 80 000 Mann und 1873 durch die Presse Klargestellt und auch das französische los sich den Reservelieutenants- Anschauungen unterwar eine Vermehrung des Militäraufwandes um 80 Millionen eine Entlastung sei. um jährlich Originalwert" L'Allemagne aux Tuileries" enthalte jene Was fümmert bas Tageblatt" der militärische Ehrenfoder Jahreszahl. Das Originalwert ist uns im Augenblick nicht Das bürgerliche Recht und die bürgerliche Ehre hat es hod Auflösungsgerüchte schwirren durch die Luft. Wer zugänglich; daß aber die erwähnte Klarstellung" durch die über denselben zu stellen. Ein Staatsanwalt, der bie einigermaßen auspaßt und beobachtet, der findet bald, Presse, und zwar schon 1873" erfolgt sei, müssen wir start Beobachtung des Gefezes nicht in Uebereinstimmung mit daß sie einer gemeinsamen Quelle entstammen, und daß bezweifeln. Auch aus inneren Gründen ist eine Fälschung feinem Begriff von Ghre" zu bringen weiß, hat in daß sie einer gemeinsamen Quelle entstammen, und daß Methode in der Sache ist. Der Zweckt ist ein zwiefacher der Jahreszahl ausgeschlossen. Es war nicht der erste Ver- erster Reihe sein Amt niederzulegen. Das fordert bie einerseits schwachtöpfige und schwachnervige Reichsboten ein- such der Anknüpfung mit Napoleon feitens Krupp's; diese Ghre. fuch der Anknüpfung mit Napoleon seitens Krupp's; diese Ehre. Mit welcher Stirn will ein Staatsanwalt gegen zuschüchtern- anderntheils die dem Militarismus feindlichen batirte schon von um mindestens weitere fünf Jahre zurück, einen Angeschuldigten platdiren, wenn er selbst sich über und wer Das„ Tageblatt" erwähnt die Wähler, die eine Neuwahl wünschen, in Sicherheit zu lullen und wer die„ Briefe deutscher Bettelpatrioten" liest, wird das Gefeß hinwegseht? und von einer Agitation abzuhalten, durch welche die Ver- finden, daß derartige Briefe, wie der Krupp'sche, zu Beginn gesellschaftlichen" Folgen, die seine Ablehnung des Duells werfung der Militärvorlage erst erreicht werden kann. der 50er Jahre taum vorkommen; die„ Bettelbriefe deutscher für den Landgerichts- Direktor haben könnten. Wir kennen Man Lasse sich durch diese Auflösungsgerüchte also nicht Patrioten" tamen erst in Schwung, als Napoleon nach den die Person desselben nicht; ist er ein Mann, so wird er nasführen, fondern gehe kräftig den wackligen Abgeordneten Erfolgen in der Krim und in Italien auf der Höhe feines verflucht wenig nach der Gesellschaft" fragen, die ihm zu Leibe, daß diese auch wirklich gegen die Vorlage stimmen. Prestige"( Ansehens) stand und seine Neujahrs, Ansprachen wegen der Ablehnung einer gefezwidrigen Handlung anders Die Weihnachtsferien dürfen nicht unausgenußt bleiben. als wichtigstes politisches Tagesereigniß galten.als mit Achtung begegnet; bie gute Gesellschaft ist es ges Sie entscheiden das Schicksal der Militärvorlage. Werden wiß nicht, und andere Gesellschaft, wenn sie sich auch die sie von den Wählern richtig ausgenügt, so fällt die und im Friedensgewande wird die Themis, die Göttin der Blatt" noch im Zweifel barüber ist, wer im Kampe Schneidige Rechtspfleger. Mit Waage und Schwert" gute" nennt, sollte er so wie so meiden. Daß das Tages Borlage, und werden sie es nicht, so wird die Vorlage Gerechtigkeit, abgebildet, eine Binde trägt sie um die Augen, zwischen Reservelieutenant und Justiz die Oberhand be angenommen, und wir haben keine Auflösung. In den als Beichen, daß sie kein Ansehen der Person kennt. Diese halten wird, ist auch charakteristisch. Wir leben eben im Händen der Wähler liegt das Schicksal der Weilitär- Darstellung ist bereits Jahrtausende alt, was Wunder, daß Beichen des Reservelieutenants. vorlage. ste veraltet ist? Ein schneidigeres" Bild verlangt bie Die Partei Drehscheibe hat einen harten Kampf mit Gerechtigkeit in der Gegenwart. Nicht umsonst hat sie ihr Aus Sachsen wird uns geschrieben, daß der Abgeord sich selbst zu kämpfen." 8wei Seelen, oder richtiger- Ginjährigen- Jahr abgedient und ist der Aufnahme in das nete Dr. v. Frege die Bezeichnung grüner Junge" nicht zwei Kanzler wohnen, ach! in ihrer Brust." Der alte Offiziertorps gewürdigt worden. In strammer Haltung nur auf seine sozialdemokratischen Gegner anzuwenden Kanzler sagt: Nicht annehmen! Der neue Annehmen mit anschließendem Waffenrock steht sie da, das Monofle pflegt, sondern jeden, bem feine Harlekinaben nicht be Was da thun? Nun, sie werden annehmen, denn der alte im Auge, stolz herabblickend auf alles, was nicht lieutenants- hagen, mit dieser Bezeichnung regalirt. Als Herr v. Frege Kanzler hat keine Peitsche mehr, die er schwingen kann. fähig ist. Das Braunschweigische Tageblatt" erzählt fol- einst vom Rathhaussaal zu Begau aus das Volk erleuchten Und die Herren Rechnungsträger und Erfolg beter hegenden Borgang: wollte, trat ihm ein Redner mit der Meinung entgege willigen natürlich die Militärvorlage in jeder Gestalt, Gin hiesiger Staatsanwalt geräth mit einem daß Herr v. Frege im Reichstage sowohl durch die Form welche die Regierung verlangen wird. Hic Rhodus, hic hiesigen Bandgericht 3- Direttor wegen amtlicher Vor als den Inhalt seiner Reden stets allgemeine Seiterleit salta! Hier ist der Stock, hier springt! tommnisse in Differenzen. Der Staatsanwalt ist auch errege. Reservelieutenant; in dieser Eigenschaft glaubt er fich vers " pflichtet, feine, wie er meint, verletzte Ehre mit den Waffen in befizer gewendet, meinte Herr». Frege in bezug auf seinen Bu einem feiner Berufsgenossen, einem Ritterguts Und der König absolut, wenn er unseren Willen der Hand wieder herstellen zu müssen;- er schickt also dem er schickt also dem thutbeiläufig fein Spottvers aus der Revolutions Gerichtsdirektor seine Zeugen und läßt denselben auf Gegner, so ein grüner Junge und dokumentirte dadurch zeit", wie Tante Boß meint, sondern aus einem Gedichte Pistolen fordern. Der Geforderte lehnt aber sehr ver- drastisch das ihm innewohnende Maß von Bildung. Chamisso's das ist nicht blos die Devise ständiger Weise das Duell ab." Nach unseren Mittheilungen scheint Herr v. Frege seit unserer Junter- sondern es ist allezeit und allerorts Das Braunschweigische Blatt hält die Ablehnung der jener Zeit die Lust an Boltsversammlungen verloren der geheime Gedanke aller Derer gewesen, die für die Forderung nicht für etwas, was die verdammte Pflicht und haben, was begreiflich erscheint, wenn man berücksichtigt, daß absolute Monarchie eintraten. Was ist denn eine Regierung? Schuldigkeit jedes Richters ist, sondern hält es für noth- ihm in Began eine sehr deutliche Artwort zutheil geworden ist. Die politische Verwaltung der Gesellschaft. Ein einzelner wendig, ihr noch ein besonderes Lob zu spenden; fie findet Der Führer der grün- weißen Agrarier lamentirt über die Mensch kann diese Arbeit nicht verrichten- er tann es es sehr verständig" vom Gerichtsdirektor, daß er eine wirthschaftliche Noth der Rittergutsbesiger jetzt nur noch in nur thun als Vertreter einer genügenden Gruppe von Sandlung nicht beging, die ihn und sein Amt geschändet Versammlungen, die vorher auf ihre Gesinnungstüchtigkeit Menschen und mit deren Hilfe. In Frankreich, Deutsch- hätte. Wir erfahren nicht, ob der Gerichtsdirektor weiter geprüft sind und deren sozial- politisches Wissen das Niveau land, Rußland überall war der sogenannte absolute feine Pflicht erfüllt, und das gerichtliche Einschreiten gegen des Herrn von Frege nicht überrazt. Monarch ſtets nur ber Bollstrecker der hinter den schneidigen" Staatsanwalt veranlaßt. Die Verwunderung unseres Korrespondenten, daß die ibm stehenden Interessengruppen, die ihm Das Braunschweiger Blatt fragt solchen Vorkommnissen Konservativen keinen anderen Redner vorschicken, theilen beschränkte Machtvollkommenheit ertheilten nicht wie diesem gegenüber:" Welchen Zuständen treiben wir ent- wir ebensowenig wie wit Herrn Dr. von Frege für das unHier und da kniete ein altes Weib und betete, das Gesicht mit den Händen bedeckt. Ein Gefühl der Einsamkeit, der Wüste, der Ruhe erfüllte den Geist. Durch die bunten Scheiben drang ein fanftes Licht. Du Roy fand es riesig mollig" hier. Er ging wieder an die Thür und sah nach seiner Uhr. Es war erst ein Biertel auf vier. Er setzte sich am Anfang des Mittelganges auf eine Bank. Schade, daß man keine Bigarette rauchen durfte. Nichts war zu hören als hinten am Chor der langsame Schritt des dicken Herrn. Es tam jemand. Rasch drehte sich Georges um. Eine arme Frau in leinenem Rock war es; fie fiel am ersten Stuhl in die Knie und verharrte mit gefalteten Händen, die Augen nach dem Himmel gerichtet, ganz in Gebet verfunken. fallen. Sie überströmen, soll Ihnen Wort für Wort, Stunde u Stunde, Tag um Tag in die Geele bringen, so daß sie Sie schließlich wie eine Flüssigkeit, die tropfenweise herab fällt, ganz durchtränkt und auch Sie erfaßt, auch Sie ums spinnt und Sie später mir zu erwidern zwingt: Auch ich zurück. Knieen Sie neben mir nieder, damit wir nicht auf Sie schritt durch das weite Kirchenschiff und suchte als Frau, die das Haus tennt, nach einem passenden und ficheren Ort. Ihr Gesicht Ihr Gesicht wurde durch einen dichten Schleier verhüllt, und sie ging so leise, daß man sie faum liebe Sie." hörte. ihr Er merkte, wie ihre Achsel an der seinen zitterte, wie Als sie in die Nähe des Chors gekommen war, drehte fie sich um und flüsterte in dem geheimmißvollen Zone, den Auch ich liebe Ste." man in der Kirche annimmt:" Es ist besser im Seitenschiff. Hier wird man zu sehr gesehen." Mit einer tiefen Kopfbeugung, die durch einen leichten Rnir noch verstärkt wurde, grüßte fie bas Tabernakel des Sochaltars und wandte sich zur Rechten, machte wieder ein paar Schritte zum Eingang zu, entschloß fich endlich und fant in einem Betstuhl in die Knie. " 1 Gott!.. Er fuhr auf, als wenn er einen heftigen Schlag auf den Kopf bekommen hätte und feufzte: Oh mein Ihnen erst sagen? Ich fühle mich schuldig und verachte mit bebender Stimme fuhr sie fort:„ Mußte ich c mich selbst • ... die Mutter zweier Töchter aber ich fann nicht anders ich taun nicht anders.. Georges nahm von dem nächsten Betstuhl Besitz, und Nie hätte ich es für möglich gehalten nie daran ge Du Roy betrachtete sie mit Interesse. Welcher Kummer, sobald sie beide in der unbeweglichen Haltung von Betenden dacht.... aber es ist stärker. welcher Schmerz, welche Verzweiflung mochten dies schwache waren, fagte er: stärker wie ich Herz gebrochen haben, fragte er sich. Sie war ganz arm, wie liebe ich Sie. Jmmerfort möchte ich es Ihnen fagen, her... Sie find... ich schwöre es Ihnen.. " Dank, bank, daß Sie gekommen find, hören Sie hören Sie... ich habe nie geliebt vor das sah man. Vielleicht prügelte sie ihr Mann, oder ihr Ihnen erzählen, wie ich Sie zur lieben begann, sobald ich erste Liebe... Und ich liebe Gie... feit einem Jahr Kind lag im Sterben. „ Armes Geschöpf," murmelte er mechanisch.„ Wahr- kann Sie zum ersten Male erblickt habe. Darf ich Ihnen eines im Geheimen... im Geheimen meines Herzens. D, was nicht mehr, ich liebe Sie..." meine Sie weinte durch ihre über das Gesicht gefreuzten Gewalt ihrer Leidenschaft geschüttelt. Geben Sie mir Ihre Hand," flüsterte Georges, daß ich sie berühre, sie drücke 111 tr & Sp je be ei fe Te li de un 31 be er 6 al fd We δα er wo tre da mi de Gi zu nic be form mi fü bat ich herabfallen haft Leidende giebt es also hier." Und Zorn ergriff ihn bewegt?" gegen die unerbittliche Natur. Dann dachte er, Sie hörte ihn in der Haltung tiefen Nachdenkens an, baß die Armen und Elenden wenigstens noch den Glauben als wenn sie nichts verstanden hätte. Durch die Finger hätten, daß man sich dort oben" mit ihrem Geschick be- hindurch erwiderte fie:" Ich bin wahnsinnig, daß ich Sie schäftige und daß in den himmlischen Registern die Bilanz so reden lasse, wahnsinnig, daß ich gekommen bin, wahnihres Lebens in diesem Jammerthal mit Soll und Haben sinnig, daß ich thue, was ich thue, daß ich Sie glauben ließ, eingetragen werde. dieses Dort oben! Wo denn?" Sie müssen es vergessen und nie wieder zu mir davon sah, daß ihre Wange ganz feucht war, und ein Thränen Langsam nahm sie die Hand vom Gesicht herab. Et Und Du Roy, dessen Träume die Stille der Kirche in reden." tropfen an ihrer Wimper hing, der eben weite Fernen trieb, richtete mit einem Gedanken die ganze Sie hielt inne. Er suchte nach einer Antwort, nach wollte. Schöpfung und über seine Lippen glitt das Wort: Wie entschloffenen, leidenschaftlichen Worten, aber da er sie nicht Er ergriff die Hand und drückte fie: D wie gern dumm ist das alles!" durch Handbewegungen verstärken tonnte, war feine Kraft wollte ich diese Thränen trinken." Das Ruistern eines Kleides ließ ihn zusammenfahren. gelähmt. Mit leiser, gebrochener Stimme, die einem Seufzen glid Das war sie. " Ich erwarte nichts... ich hoffe nichts", erwiderte fagte sie: Treiben Sie feinen Mißbrauch mit mit Er erhob sich und ging ihr rasch entgegen. Sie reichte er." Ich liebe fie, was sie auch thun, ich werde es Ihnen ich bin verloren!" ihm nicht die Hand und flüsterte mit leiser Stimme: Jch so oft, so heiß, so glühend wiederholen, daß Sie mich Er hatte Luft zu lächeln. Wie sollte er denn an diesem habe nur wenige Augenblicke Zeit. Ich muß gleich schließlich verstehen werden. Meine Zärtlichkeit soll auf Orte Mißbrauch mit ihr treiben? Er brückte ihre Hand an a .„ecftttit terrible* der Konservativen Fakten. Die Junker sind gescheidt genug um zu wissen, daß sie für die Forde' rung von Branntwein-Liebesgaben nur eine„lustige Person* verwenden können.— Die Antisemiten unter sich. Das Stöcker'sche Organ „Das Voll" und die Ahlwardt'sche„Staatsbürger-Zeitung" suchen den Antisemitismus zu fördern, indem sie selbst die Konservativen in der Erfüllung der reaktionärsten Forderungen zu überbieten suchen, während der Böckel'sche Antisemitismus einen demokratischen Anstrich beibehält Folgende Auslassung Böckel's ist in mehr als einer Hin- sich! interessant: „Wer wird Caprivi'Z Nachfolger? Unseren gut de- gründeten Informationen zufolge giebt es augenblicklich zwei Kandidaten von nennenswerthen Aussichten: Eulenburg und Graf Walderfee. Eulenburg ist der gewandte Dwlomat, der berechnende Beamte. Waldersee der Mann des Militärs und — der Freund der Antisemiten.„Freund" natürlich nur in- sofern, als er eben es für günstig findet, sich mit den Anti- semiten auf gutem Fuß zu halten. Waldersee strebt nach der Stellung des Reichskanzlers für den Fall eines Rücktritts. und warum auch nicht? In Begabung und Geschick ist er seinem Vorgänger gewachsen, wenn nicht über. Der Mann der Watdersee-Partei ist Rektor Ahlwardt. Wir wollen nicht behaupten, daß Graf Walderfee persönlich den„Rektor aller Deutschen" kennt, das ist auch gar nicht nöthig. Es genügt. daß Männer seiner ortbodox- konservativen Richtung sich für denselben interessiren. Thatsache ist, daß Ahlwardt gewaltige Geldmittel zur Hand gehabt hat und noch hat, und die 50 000 M. Kaution aus rein antisemitischen Quellen nicht ge- flössen sind. Erklärlich wird dann auch die Haltung der Deutschkonservariven zu Ahlwardt im Wahlkreise Friedeberg- ArnSwalde, erklärlich wird vor allen Dingen die ganze„Juden- flinten-Geschichte". Ahlwardt muß einflußreiche Hintermänner Haien, woher sonst jene bekannten sechs militärischen Akten- stück«? Gerade dieser Umstand des Prozesses scheint uns von außergewöhnlicher Bedeutung. Zufällig ist auch das offene Eintreten der Konservativen und zwar hoch» gestellter Beamter für Nhlwardt bei der Stichwahl nicht Die Herren glauben Morgenlust zu wittern, ebenso wie die Konserpavven auf Tivoli, die in Hochs auf Ahlwardt ausbrachen. Die ganze reaktionär-feudale Klique glaubt ihre Zeit gekommen, und meint in Ahlwardt den Mann gefunden zu haben, der sie. nachdem Stöcker's Bestrebungen mißlungen, wieder in den Sattel hebt. Bei der gegenwärtigen Zersahrenheit und Verkehrtheit aller politischen Ver- hältniffe läßt sich gut im Trüben fischen, und es fehlt auch Nicht an Elementen, welche sich dazu anschicken. Deshalb V. ficht. Lasten wir uns nicht wieder als Vorspann benutzen: r tonservattv-feudal« Zwecke, halten wir die Augea offen, nicht allein gegenüber den offenen Feinden, den Juden und Sozial- demokraten, sondern auch gegenüber denen, die ihre Ziele aus heuchlerische Weise zu erlangen suchen. Der Konservatisinus mag sich mitunter ein volksfreundliches Mäntelchen umhänge», ein wahrer, ehrlicher Freund eines freien Volkes wird er künftig ebenso wenig werden, wie er es jemals gewesen ist. Das Schicksal der lm konservativen Sumpf untergegangenen „Berliner Bewegung" sollte uns eine Warnung fem. Wir lassen uns weder für ehrgeizige Pläne einzelner, noch für bauernfängerische Absichten einer ganzen Partei einsangen..." Stöcker erklärt ob solcher Aeußerungen Bockel als einen „Feind der nationalen Sache", und die„Staatsbürger Zeitung" verwahrt sich nur dagegen, daß sie sich zu„Vor- spanndtensten" von den Konservativen benutzen lasse, viel- Mehr als gleichberechtigter Faktor mit diesen auftrete.— Techzehn Millionen für das„National-Denkmal* des Kaisers Wilhelm I sollen nächstens gefordert werden. Der Reichstag hat bekanntlich die Entscheidung über das Denkmal dein Kaiser übertragen. Die„Norddeutsche All- gemeine Zeitung* hält die Angabe für unrichtig; die Kosten de» Denkmals lasten sich noch nicht übersehen; ivollte man st« annähernd schätzen, so würde noch nicht die Hälft« jener Summe herauskommen. Auch die Hälfte, meint die„Köln. VolkSzeitung', wäre viel zu viel.— Ein Lügner mutz ein gutes Gedüchtnih haben. Der Ex-Reichskanzler ist zwar alt genug und gilt für weilklug. allein diese Regel hat er noch mcht begriffen. Das Gedächtniß hat ihm tn neuerer Zeit zahlreiche Streiche ge- spielt. Kaum eine Behauptung, die sich nicht als irrig oder Mwußt unwahr herausgestellt hätte. Recht schlimm ist er M mit dem Engländer Fordes angekommen, einem der bekannten Kriegskorrespondenten aus dem Jahre 1870/71, einem englischen Offizier. Herr Fordes, der damals yer- sein Herz und fragte:„Fühlen Sie eS klopfen?" Mit seinem Vorrath von leidenschaftlichen Phrasen war er nam- ilch zu Ende.., n Seit einigen Augenblicken kam der regelmäßige Schritt des herumwandelnden Herrn näher und näher. Er war um alle Altäre herumgegangen und ging nun, wenigstens kum zweiten Male wieder das rechte Seitenschiff entlang. Als Frau Walter ihn in der Nähe des Pfetiers horte, der sie verbarg, entzog sie Georges ihre Finger, die er umspannt hielt und bedeckte wieder ihr Gesicht n'it der Hand. � , So blieben beide unbeweglich auf den Knien liegen, A wenn sie glühende Gebete zusammen gen Himmel schickten. Der dicke Herr ging ganz in ihrer Nahe vorüber, warf einen gleichgiltigm Blick auf sie»nd entfernte sich dann in den Hintergrund der Kirche hinein; den Hut hielt dr noch immer auf dem Rücken.., � Aber Du Roy dachte ein andneS Stelchichein als m der Dreieilligkeitskirche zu erhalten und flüsterte.„Wo sihe ich Eie möraen?".. Sie erwiderte nichts. Sie schien leblos, in Stein ver- t1* sein,. �» cm „Kann ich Sie morgen vielleicht im Park Monceau treffen?" fuhr er fort.,.,... . Da wendete sie ihm ihr unbedecktes Gesicht zu, das bleich und von-vildem Schmerz zerrissen war und sagte wit gebrochener Stimme:...... �„Lassen Sie mich... lassen Sw Mich letzt.. gehen Sie... gehen Sie... nur fünf Minuten•••«st leide ist sehr in Ihrer Nähe...'ch will beten... uh kann nicht ochen Sie.. aehen Sie... lassen Sie mich beten!.' allein beten'...«ur fünf Minuten.. tch kann s°nst nicht... lassen Sie wich Z»®0";; ,ba6" Wir verzeihe... mich rette..- Ul»en mich... Är"Gestckt' sab so verstört, so schmerzdurchwühtt aus, d°ß n sich twortlos erhob.'Dann sragte-r zögernd:„Soll feSST'«"d" W,. A, schiedentlich mit Bismarck zusammentraf, hat vor Kurzem einen Band veröffentlicht, mdem er früher Veröffentlichtes mit Unveröffentlichtem zusammenstellte und ein ziemlich ge- rechtes, wenn auch viel zu schmeichelhaftes Charakterbild von Bismarck gab. Unter Anderem sprach er von seiner Eisersucht aus Moltke und Roon und von seiner Rohheit und Grallsamkeit im Kriege. Bismarck antwortete in seinem Blatt, den„Hamburger Nachrichten"— Fordes habe sich alles aus den Nägeln gesogen. Das hat sich Herr Fordes natürlich nichtaefallen lasten: in dem Londoner „Standard" vom vorigen Montag«rtheilt er dem Exkanzler eine Abfertigung, die eine Züchtigung ist, und was für eine! Er zitirt dem Herrn Exkanzler aus dem vom Herrn Exkanzler eigenhändig redigirfcn Klatschbuch des berüch- tigten„Bus ch'chen" Stellen, die beweisen, daß Fordes noch zu wenig gesagt, und aus denen erhellt, daß der „Chef" in Frankreich die schmählichsten Rohheiten und Bestialitäten verübt oder gefordert hat So wollte er z. B. die Erschießung aller Franclireurs, die Erschießung Gari- baldi's und sämmtlicher Freischärler, falls sie gefangen würden— und ähnliche Leistungen eines verthierten Ge- müths, die Forbes, den englischen„Offizier und Gentleman", zu dem Urtheil veranlassen und berechttgen: der Solches thun konnte, war nichts anderes als ein blut dürstiger Wilder— a bloodthirsty savage. Der „Standard", in welchem der Brief des Herrn ForbeS steht, ist das vornehmste tägliche Blatt der Konservativen Englands.— Frankreich. Aus Paris schreibt man uns: „Gegenüber der infolge des Panama-Skandals immer größer werdenden politischen Unsicherheit, der Schwäche des Ministeriums, welches jeden Tag stürzen kann, und dem Andrängen der antisemitisch-klerikal-monarchistischen Reaktion haben die hervorragendsten Mitglieder der blanquistischen Fraktion der französischen Sozialdemokratie einen Aufruf zur Gründung einer sozialistischen Aktionsliga zur V er t h e i d ig u ng d e r Repudlik erlassen. In demselben heißt es:„Alle Mitbürger, welche aufrichtige sozialistische und revolutionäre Republikaner sind, welche um jeden Preis das Bestehen und die Entwickelung der Republik sichern wollen, wela.:/; nnm sind, dieselbe mit allen Mitteln, und war" es mit den Waffen, äcgen die sie bedrohenden Ko.npiotte zu vertheidigen und sie gleichfalls von der opportunistischen Reaktion und Kor ruption zu befreien, werden aufgefordert, diese Liga zu bilden. Die Umstände sind kritisch; eS ist dringend noth wendig, daß sich alle Bürger einigen und zu Thaten schreiten." Unter den Unterzeichnern des Ausrufs befinden sich die Genoffen Abgeordneter B a u d i n, der unermüdliche Rathgeber und Vertheidiger der Streikenden von Carmaux, und die Pariser Stadträthe Vaillant und Chauviere.— Die Angriffe der Bourgeoispresse gegen die sozialifti schen Gemeinderäthe und gegen die Reste kommunaler Selbstverwaltung im allgemeinen werden immer heftiger; die opportunistischen Blätter, namentlich die„Estafette", loben sehr die von der Regierung verfügte Absetzung F e r r o u l' s, des soz. Maires von Narbonne, und seines Beigeordneten Fabre, und kündigen an, daß die Re- gierung chatsächlich in allernächster Zeit der Kammer einen Gesetzentwurf über die Gemeindepolizei vorlegen würde."- So unser Korrespondent. Die gegenwärtige Krists der bürgerlichen Republik legt allerdings unseren französischen Genossen die gebieterische Pflicht auf, alles, waS sie bisher noch getrennt hat, bei Seite zu werfen, und sich zn einer großen Partei und Armee zu vereimgen. Prinzipielle Dtffe renzen giebt es nicht mehr, ebensowenig persönliche— so daß die äußerliche Trennung thatsächlich nur noch eine traditionelle ist und für die Gegenwart ebenso- wenig einen vernünftigen Grund, wie innerliche Berechti gung hat.— Inzwischen geht der Panama- Skandal immer mehr in die Tiefe und Breite. Jeder sucht sich zu entlasten und belastet dabei den Nächsten. So zieht Einer den Am deren in den Morast. Rouvier, der gestürzte Minister, hat gestern in offener Kammersitzung eingestehen müssen, daß er Geld von der Panama-Gesellschaft genommen habe, „weil er beim Eintritt in die Regierung nicht genug„ge- Heime Fonds" vorgefunden habe". Einem Abgeordneten, der ihm deshalb zurief:„Sie haben die Republik kompromittirt!" schrie er entgegen:„Ohne diese Gelder wären Sie nicht gewählt"— was die Republik noch viel ärger kompromittirte. Clemenceau und Floquet sind schwer belastet, sodaß sie als politisch tobt gelten können. Rein erscheinen Freycinet, Ribot und Bourgeois, die mit unuachsichtlicher Energie, wie sie nur daS gute Gewissen zu geben vermag, gegen die Schuldigen vorgehen und das eiternde Geschwür rücksichts los auspressen und ausbrennen. Man hat sie die Triumvirn—„die Dreimänner"— genannt. Ob sie die Kraft haben werden bis zum Ende? Wir glauben es nicht. Das Bürgerthum kann die Fäulniß, die das Bürger- thum gebracht hat, nicht heilen. Das kann nur das Proletariat, indem eS die bürgerliche Gesellschaft beseitigt. lind den gesunden Elementen des Bürgetthums wird nichts anderes übrig bleiben, als mit dem sozialistischen Prole- tariat gemeinsame Sache zu machen. Bor Schluß der Redaktion erfahren wir noch, daß Rouvier nun seinerseits gegen C o n st a n s vorgeht, den er mit Recht für den Urheber dieses„Feldzuges" hält Grausam wäre es freilich, wenn unter diesen„Republikanern" ein C o n st a n s als einziger ehrlicher Mann dastände!— Amerika. Vor der Präsidentschaftswahl in Amerika wurde, um die Arbeiter zu ködern, ein Gesetz gemacht, wo- nach alle mit körperlichen Arbeiten beschäftigten Angestellten der Vereinigten Staaten oder ihrer Kontraktoren oder Snbkontraktoreu nicht länger als acht Stunden täglich be- schäftigt werden dürfen. Nachdem die Wahlen vorüber sind, versucht man jenseits des großen Wassers die den Arbeitern zugestandene Erleich- terung wegzustibitzen. Unser amerikanisches Bruderorgan, die„New- Jorker Volkszeiumg" schreibt darüber: Die Wahlen sind vorüber und nun beginnt— wie wir vorausgesagt haben— die Weginlerpretirung des Achtstunden- Gesetzes„auf dem Verordnungsweqe". „In einer Entscheidung des Schatzamts, die von Wasbington hier eintraf, wird erklärt, daß die Heizer, welche aus Liberty Island arbeiten, nicht als unter dem Achtstunden. tesetz arbeitend betrachtet werden können. Kapitän Eossin, der ielretär des„Lighthouse Board", hatte um eine Entscheidung in der Angelegenheit nachgesucht und zugleich angegeben, daß jene Heizer in die Klaff« der„Thürstcher und anderer Ar- beiter" gehören. Gemäß der Angaben des Kapitäns Eoffin entschied der Anwalt, daß die Heizer„nicht von den Ver- «inigten Staaten, auch nicht von einem Kontraktor, Sub- kontrattor oder an öffentlichen Gebäuden der Vereinigten Staaten beschäftigt werden." „Ferner wird tn der Entscheidung erklärt, daß daS Acht- stundengesetz auf diese Arbeiter reine Anwendung finden könne. Die Entscheidung wurde von dem Schatzamts-Sekretär Foster gutgeheißen. Es war Distrikts Assembly Nr. 220, K of L., von Long Island, deren Beschwerden Veranlassung*u dieser Entscheidung gaben. Dieselbe ist für die Auslegung des Acht- stundengesetzes für Bundesangestcllte von großer Wichtigkeit und das Gesetz selbst verliert dadurch bedeutend an Werth für die Arbeiter." Ja, wenn fi« fich nicht auf die Hinterbeine stellen. DaS Achtstundengesetz kennt keine Ausnahme, alle mit körperlichen Arbeiten beschäftigten Angestellten der Regierung oder ihrer Konttattoren, ob„Heizer",„Thürsteher" oder„andere Arbeiter", unterstehen dem Gesetz. Die Arbeitsritter von Long Island werden hoffentlich den Fall vor die Gerichte bringen. Die Entscheidung des Schatzamts ist nicht endgiltig maßgebend. Aber es»st von Wichtigkeit, derartige Fälle, die präjudizirend werden können, nicht bestehen zu lassen. Das„Nicht bestehen lassen" hängt leider nicht von den Arbeitern ab. Oder doch! S'e dürfen es sich nicht gefalle« lassen. Freilich, mit dem Wollen und Nichtivollen ist's nicht gethan. Nur der Wille gilt, hinter dem die Macht steht. Und die amerikanischen Arbeiter haben sich leider noch nicht zur selbständigen Macht entwickelt.— i�ojialc Itclrcvjrrfjf, An die Tischler und verwandte« Bernssgenosseu von Rixdorf«nd Umgegend. Uederall, wohin wir Nicken, starren unS die Folgen der kapitalistischen Produktionsweise auch in unfern Gewerben entgegen. Bor allem jetzt zur Winterszeit sehen wir, wie tausende Arbeiter auf lange Zeit exif'euzlos und damit dem Massenelend überantwortet find. Sollte steh da nicht ein jeder die Frage vorlegen, wie diesen unhaltbaren Zuständen abzuhelfen ist, und wie wir uns an Stelle derselben ein n.enschen- würdiges Dasein verschaffen können? Zum Zweck de- Be- rathung dieser für uns alle bedeutungsvollen Frage findet am Dienstag, den 27. Dezember, bei Hoffmann, Bergstraße 133, eme öffentliche Versammlung statt, zu welche« sowohl unsere engeren Berufsgenoffen als auch die Bildhauer, Drechsler, Zimmerer x. hiermit dringend eingeladen werden. Möge kein Arbeiter dieser Berufe den Besuch dieser wichttgen Versammlung versäumen Alles Nähere wird durch Plakate und Annonce im„Vorwärts" bekannt gegeben. F. Hoppe, Tischler, Rixdorf, Berlwerstr. 113. Zur ArbeitSlosenfraae. Der Zeitz er Bürgermeister Arnold hat es ein für alle Mal abgelehnt mit einer Kommission der Arbeitslosen persönlich und mündlich zu verhandeln. Wer städtische Arbeit haben wolle, möge entweder mittels schriftlicher Eingabe hierum bitten oder sich auf' der Polizeiwache melden. Der Magistrat werde dann nach seinem Ermessen bestimmen, wem er Arbeit zu geben für angezeigt finde. Die Arbeitslosen mißbilligten in einer Versammln diese schroffe Haltung des Bürgermeisters und beauftragten du Kommisston, über ihn dein« Magistrat und den Stadtverordneten Beschwerde zu führen. Die Münchener Arb t osen faßten in außerordentlich zahlreich besuchter Versammln?. eine Resolution, in welcher gewünscht wird, i aß der Magistrat sofort öffentliche Arbeiten in Angriff nehmen lasse, um dadurch ver größten Roth vorzubeugen; ferner möge er die städtischen Arbeiten nicht in Submission über- geben, sondern in Regie selbst ausführen lassen, eine Arbeitszeit von 8 Stunden ansetzen und den Lohn nicht unter den gesetzlich festgesetzten Durchschnitts-Taalohn sinken lassen. In einer Besprechung über den mehrfach befürchteten Berg- arbeiterstreik sagt die„Rheinisch-Westfälisch Zeitung", nachdem sie ausgeführt hat, daß wegen Geldmangel an einen Streit nicht zu denken sei: „Zudem sind sowohl im Saargebiet, als auch in den rheinisch-westfälischm Kohlendistrikten mehrere Tausend von Bergleuten ohne Arbeit, die Reserve-Armee, welche sofort bereit ist, die leer gewordenen Plätze einzunehmen, ist in einer Stärke vorhanden, wie selten zuvor." Das kapitalistische Blatt giebt damit zu, daß ein Roth- stand herrscht wteseltenzuvor. Heber die gestern erwähnt« Mainzer Arbeitslosen- Versammlung berichtet das„Offen bacher Abendblatt": Die sogenannten Unabhängigen hatten auf gestern Nachmittag eine Versammlung der Arbeitslosen nach ihrem Vereinslokal ein- berufen. Einer der unabhängigen Redner empfahl den Noth- leidenden die bekannte Schinderhannes-Moral und erklärte, wer was nöthig habe, solle dies im ersten besten Laden holen Die Polizei löst» hierauf, wozu sie allerdings gar kein Recht hatte, die Versammlung auf und verhastete den Redner. Ein anderer Revolutionär in Schlafrock und Pantoffeln erklärte sich mit seinem Freund, der verhaftet wurde, solidarisch und theilte in- folge davon dessen Schicksal. Dieser hatte aber, wie es schien, etwas zu viel hinter die Binde gegossen und setzte sich auf der Straße, unter Benutzung emeS Bierglases, das er vorher ein- gesteckt hatte und womit er die Stärke eines Schutzmannschädels, wie e? scheint, probiren wollte, zur Wehr. Als dem Schutzmann das Bierzlas auf dem Kopf tanzte und dadurch ein kleiner Durch. einander entstand, entfloh der erste der Revolutionäre, wurde jedoch wieder eingefangen. Wenn der Muth dieses Mannes aus die Tapferkeit seiner Freunde schließen läßt, nun dann, lieb' Vater- land kannst ruhig sein! Der ursprünglich Verhaftete heißt Geißler, sein Befreier soll«in gewisser Oerterer aus Fürth fein. beide wären von Frankfurt hierhergekommen und sind dje ersonalien noch nicht festgestellt. Die Polizisten sollen bei dem ampf mit den Verhafteten leichte Verletzungen davongetragen haben. Neber die Person des verhafteten anarchistischen Redners berichtet die„Franks. Ztg.", daß derselbe angiebt, er heiße Otto Geißter. Das ist aber wahrscheinlich unrichtig. Man scheint es vielmehr mit einem auch von der Frankfurter Polizeibehörde steck- briefltcki verfolgten Anarchisten, einem in England geborenen Deutschen, zu thun zu haben. Wenigstens paßt vas Signalen, ept siemlich genau. Ebenfalls in Haft genommen wurde«ine Person. Sie den verhafteten sog. Geißlcr befreien wollte, und zwar sowohl wegen Versuchs der Gefangenenbefreiung als auch aufrührerischer Reben halber. Der Jnhaftirt« nennt sich Frit; Oerterer aus Fürth; aber auch diese Angaben sind nicht richtig, es werden dieserhalb eingehende Nachforschungen angestellt Die englische Regierung hat an sämmtliche Lokal- behörden Londons das E'suchen gerichtet, sofort mit der Inangriffnahme öffentlicher Arbeite» zu beginnen, um die Folgen der Arbeitslosigkeit zu mildern.— Eine fozialistischerseitö av- gestellte Untersuchung ergab, daß in der City 40,000 Kinder ohne Frühstück zur Schule müssen. In M a i l a n d hat der Munizipalrath 10 Millionen ür die Arbeitslosen bewilligt Eine Volksversammlung in Förch beschloß die Auftecht- erhaltung des über die Brauerei Evora u. Meyer verhängten Boykotts, da Herr Evora sich bis jetzt zu keinem Entgegenkommen bereit gezeigt, sondern die ihm gemachten Ber- mittlungsvorschläge brüsk zurückgewiesen habe. Für den Inhalt der Juferate über. nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Circus Renz. ( Karlstraße.) Donnerstag, 22. Dezember 1892, Abends 714 Uhr: Große brillante Borstellung. Donnerstag, 22. Dezember. Opernhaus. Die Jahreszeiten. BaSchauspielhaus. Die Räuber. Leffing- Theater. Cavalleria rusti- zialitäten 1. Ranges. Aus dem reichhaltigen Programm bes. hervorzuheben: Mr. James Fillis mit dem Schulpferde Markir. Solon, Schulpferd, ger. von Frl. Closchule; 8 arab. Schimmelhengste, tilde Hager. Die vierfache Fahrvorgeführt von Herrn Oscar Renz. jazzi. Auftreten sämmtlicher Künstler- SpeZum Schluß: Die lustigen Heidelcana. La Locandiera, Berliner Theater. Goldfische. berger mit vollständig neuer Ausstattung. Morgen, Freitag. Abends Wallner- Theater. Der Lebemann. 714 Uhr: Grosse Vorstellung mit Kroll's Theater. Der Freischüß. neuem Programm und Die lustigen Deutsches Theater. Die Jüdin von Heidelberger. An den beiden Weihnachts- Feiertagen je zwei Vorstellun Zoledo. Residenz- Theater. Familie Pont- gen, um 4 und 7/8 Uhr. Billet VorBiquet. verkauf beim Invalidendant", Mart. Neues Theater. Logirbesuch. Friedrich- Wilhelmäädt. Theater. grafenstr. 51a. Der Millionenonkel. Adolph Graft- Theater. Geschlossen. Thomas- Theater. National- Theater. Apollo Theater. Borstellung. Gefchloffen. Geschlossen. Spezialitäten Theater der Reichshallen. Spezialitäten- Borstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Vorftellung. Baufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spezialitäten- Borstellung. Adolph Ernst- Theater. Wegen Vorbereitungen zu der Novität bleibt das Theater bis inkl. Sonnabend geschlossen. Sonntag, den 1. Weihnachts- Feiertag: Bum 1. Male: Modernes Babylon. Gesangspoffe in 3 Aften v. Ed. Jacobson und W. Mannstädt. Couplets theilweise von G. Görss. Mufit von G. Steffens. Der Vorverkauf findet vom Don nerstag ab, an der Theaterkaffe von 10-1 Uhr statt.. American- Theater. Jeden Abend jubelnder Beifall! Die Trodenwohner, oder„ Das Kind in der Kommode", parodistisch- realistischer Vor gang im Keller, beobachtet vom Hofe aus, von Ostar Wagner. Bendix in seiner Saison- Nummer: Man merkt's am Gang, Da ist was mang! Auftreten sämmtl. Spezialitäten. Anfang 71/2 Uhr. Entree 75 Pf. Sonntags 6 Uhr. PassageFr. Renz, Direktor. Circus Corty- Althoff. Berlin, Friedrich- Karl- Ufer, Ecke Karlstraße. Donnerstag, den 22. Dezember, Abends 72 Uhr: Außergewöhnl. Vorstellung. Auftreten des Mr. Thompson mit seinen 5 wunderbar Elephanten. dressirten Jncroyable, vorgef. v. Direktor Althoff. Baronesse de Walberg mit dem Schulpferde Szabadka. Mlle. Marie, Luftgymnastikerin 2c. Freitag, 72 Uhr: Große Vorstellung. Sonnabend findet keine Vorstellung statt. Sonntag, Montag uno Dienstag( drei Weihnachts- Feiertage) je zwei GalaFestvorstellungen, 4 Uhr( ein Kind frei) und 72 Uhr. In jeder Borstellung die 5 dreffirten Elephanten. Kaufmann's Variété Am Stadtbahnhof Alexanderplatz. Donnerstag, Freitag, Sonnabend bleibt das Theater geschlossen! An allen 3 Feiertagen Große Gala- Borstellung. Moritz Play. Etablissement moriyBuggenhagen. Play. Täglich: Instrumental- Konzert. Großer Frühstücks- n. Mittagstifd. Spezial- Ausschank von Pakenhofer Lagerbier, hell und dunkel. An Sonn- und Fetagen Panopticum. findet das Konzert in den oberen Der Tigermensch. Castan's Panoptikum. Nene Ilinton: Lotosblume. Fantoche- Theater. Worstellungen v. 11-1 u. v. 4-912 Uhr stündlich. Ohne Extra- Entree. Entree 50 Pf., Kinder 25 Pf. Feen- Palast Burgstraße, neben der Börse. Welt- Lokal Berlins, 5000 Perf. fassend. Vom 19. bis 24. Dezember geschloffen! Wieder Gröffnung am 1. WeihnachtsFeiertag mit neuem Programm. Gratweil's Bierhallen Kommandantenstraße 77-79. Täglich: Germania- Konzert- u. Kouplet- Sänger. Wochentags frei. Sonntags 30 Pfennig. Kinder 10 Pf. Gr. Frühstücks- u. Mittagstisdy. 3wei Säle E zu Versammlungen und Vergnügungen. Sälen statt. Entree Wochent. 10 Pf. Sonnt. 25 Pf. Säle für Bersammlungen, Rommerse, Festlichkeiten 2c. Concordia- Festsäle C. Säger. Andreasstr. 64 u. Krautstr. 38. Größtes u. schönstes Pracht. Etablissement der Residenz. Am 1. und 2. Weihnachts- Feiertage Vormittags Grosse Matinee. Am 2. Weihnachts- Feiertage Nachm. 4 Uhr: Grosses InstrumentalConcert, auserwählt. Progr.; nach d. Concert 2 MuftkGrand Ball, Chare. Am 3. Weihnachts- Feiertage von 6 Uhr an: Grosser Ball. Am Sylvester Abend: Grosser Sylvester- Ball, Grogk- u. Pfannkuchen Polonaise nebst GratisVerloosung von 10 prachtvollen Gewinnen. Am Neujahrstage: Grosses Concert und BF Feiertage an bis Neujahr Bom 1. Weihnachts. Verlag des Vorwärts" Berliner Volksblatt, Folgende Berlin SW., Beuthstraße 2. empfehlenswerthe Festgeschenke halten wir gut und elegant gebunden vorräthig: Unterhaltungs- Literatur. Bellamy, Edw., Ein Rückblick aus dem Jahre 2000. Kegel, Max, Lichtstrahlen der Poesie. Gedicht Béranger's Lieder. Blos, Wilhelm, Das Ende Roman. -Rothenburger Tage. Eine mischer Zeit. Börne's Gesammelte Schriften. Burns, Lieber und Balladen. Daudet, Der Unsterbliche. Die Könige im Eril. 2 Bde. Numa Roumestan. 2 Bde. Der Nabob. 3 Bde. Gebd. M.-, 80 Gebd. M.-, 80 -O Sammlung. Jllustrirt von Otto Emil Lau. In elegantem Prachtband mit Goldschnitt M. 3,50 M.-, 40 vom Lied. Sozialer Sozialdemokratisches Liederbuch. Gebd. m. 40 Gebd. M. 4,- Kennan, Sibirien. Drei Theile. Gebd. M. 1,50 Gebb. M.-, 75 Geschichte aus ftür- Kielland, Gift. Gebb. M. 2,-- Fortuna. Gebd. M. 6,-- Das Johannisfeft. Gebd. M.-, 60 Gebd. M.-, 75 Schnee. 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Beide Versammlungen vernunftgemäß in dem Sinne, als es von wirklich vernünftigen waren zahlreich von Bauern besucht und verliefen bestens. Leuten, zu denen sich zu rechnen wir die Anmaßung haben, aufgefaßt werden kann." * Todtenliste der Partei. Gestorben in 2 ambrecht der Genosse Heinrich Wilhelm, 30 Jahre alt. * * Polizeiliches, Gerichtliches 2c. " verhüten, daß Angehörigen unserer Partei jemals Aehnliches wieder Nachmittags bei Sitan angemeldet haben, gegen die ja nichts Es wird nur der einfachen Mittheilung bedürfen, um zu nachgesagt werden könnte. * " Bur ,, Spenger Schlacht". Auf den 5. Januar 1893 ist eine Hauptverhandlung vor der Strafkammer des Landgerichts äusler'schen Eisengießerei in Lahr einer Kritik unterDer Offenburger ,, Volksfreund" hatte die Zustände der zu Bielefeld anberaumt gegen unseren früheren Redakteur Einil Groth, welcher angeklagt ist, mittels Veröffentlichung des Be- 30gen, was dem Fabrifinspektor Herrn Wörrishofer Veranlassung richtes über die bekannte Spenger Schlacht vom 9. August 1891 Artikel des genannten Blattes unserer Partei zwar sachlich zugab, eine Untersuchung vorzunehmen. Diese ergab, daß der den Amtmann zu Spenge und die dort anwesenden Gendarmen traf, indessen nicht dem Fabrikanten, sondern einem Arbeiter in durch Behauptung nicht erweislich wahrer Thatsachen beleidigt dem betreffenden Falle die Schuld beizumessen war. - Die„ Frankfurter Zeitung" fündigt an, daß sie zu haben. Unser angeklagter Genoffe, welcher sich seit 11. Juni Mittheilung des Herrn Wörrishofer hat sich nun die höchst beleidigung der Frankfurter Boltsstimme" zu einer GeldNach der gegen das schöffengerichtliche Erkenntniß, wonach sie wegen Be dieses Jahres in Strafhaft befindet, will den Beweis der Wahr- fremdliche Thatsache ergeben, daß Herr Häusler sich dem sozial- strafe verurtheilt ist, Berufung einlegen werde. heit aller von ihm berichteten Einzelheiten führen. Von den demokratischen Wahlverein in Lahr gegenüber erboten hat, zwei hierzu als Zeugen erforderlichen Personen find die Nachstehenden von diesem zu entfendenden Mitgliedern zum Zwecke der Prüfung Magdeburg wegen Beleidigung eines Staatsanwalts zu zwei Genosse H. Matthies aus Glbingerode a. H. war in feit fürzerer oder längerer Zeit verzogen: 1. der Arbeiter Fritz Reinshagen, früher in Kirch- Korrespondenzen u. s. w. zu gestatten, daß aber dieses entgegen hin wurde die Strafe auf einen Monat reduzirt. Matthies be lengern; und Richtigstellung des Sachverhaltes Einsicht in seine Lohnlisten, Monaten Gefängniß verurtheilt worden. Auf seine Berufung 2. Der Zigarrenarbeiter Hermann Beltmann, früher wurde. Die großherzogliche Fabrikinspektion bedauert dieses ab- eidsprozesses im Magdeburger Untersuchungsgefängniß. kommende Anerbieten, dazu noch in unhöflicher Form, abgelehnt findet sich noch immer wegen des gegen ihn schwebenden Mein Mühlenburg bei Spenge; 3. der Bigarrenarbeiter Heinrich Waltermann, früher ablehnen müßte, mit Arbeitervertretungen in Verbindung zu folgenden Inhalts: lehnende Verhalten und bemerkt, daß sie es vorkommenden Falles Genosse Kühn in Langenbielau erhielt ein Schreiben wohnhaft in Bünde i. W., später in Rehme i. W.; 4. Bigarrenmacher Wilhelm Rollbrunn, früher in treten, welche sich weigern, bei der Aufklärung von Beschwerden Langenbielau, den 17. Dezember 1892. Spenge; mitzuwirken. Hierdurch mache ich darauf aufmerksam, daß Sie zwar bei mir nur eine Versammlung für Männer und Frauen morgen einzuwenden ist, daß aber im Proletarier" zu dieser Verfammlung nur sozialdemokratische" Männer und Frauen einDie betreffenden Zeugen, sowie alle, welche über deren augen- batteure, wie überhaupt für Sozialdemokraten oft ist, zu Vereinsversammlung erhält, woran Frauen nicht theilnehmen blicklichen Aufenthalt genaue Auskunft geben tönnen, werden um ihren Prozessen Rechtsanwälte zu finden, ergiebt sich dürfen. Wie schwer es für sozialdemokratische Re- geladen werden und dadurch jene die Eigenschaft einer politischen schleunigste Ben a chrichtigung gebeten. Bielefeld, den 20. Dezember 1892. drastisch aus folgender Mittheilung des Zeiger Boltsboten": Für die Zukunft muß ich solche Zweideutigkeit verbieten, " Im Prozeß Thormann Faltson, für welchen zum 25. Januar, wenn nicht den Frauen die Theilnahme an der bez. VersammVormittags, vor dem Naumburger Landgericht Termin ansteht, lung untersagt oder diese polizeilich geschlossen werden soll. ist es jetzt endlich gelungen, einen Rechtsanwalt zu finden, welcher Der Amtsvorsteher: die Vertretung des Angeklagten( des Redakteurs des Boltsboten") A. Gefetus." übernommen hat. Der erste Rechtsanwalt, Herr Hofmann- Leipzig, Die Versammlung war als„ öffentliche" annoncirt, weslehnte die Vertretung ab, nachdem er über ein Jahr die Beweis halb das Unzutreffende der Ansicht des Amisvorstehers unseres aften in Händen hatte. Hierauf nahm Herr Rechtsanwalt Har- Erachtens auf der Hand liegt. Gegen die Militärvorlage protestirten ferner Verfamm- mening- Jena die Vertretung; legte dieselbe aber ebenfalls, nach. In der Revisionssache des Redakteurs H. Becker vom lungen in Arnstadt i. Th.( Ref. Reichstags- Abgeordneter dem er 3 Wochen die Aften in Händen hatte, nieder, mit dem„ Thüringer Volksblatt"( Gaalfeld) hat das Reichsgericht Bock Gotha), Fermersleben( Ref. Thomas), Gadder Hinweise auf die beginnenden Arbeiten im Reichstage. Herrn bas Urtheil des Landgerichts Rudolstadt wegen Vergehens gegen baum( Ref. Schumann- Bielefeld), Bernburg( Ref. Rechtsanwalt Genossen Stadthagen- Berlin, welcher nicht ab-$ 130( Aufreizung zu Gewaltthätigkeiten) bestätigt, während es Beus), Bolpersdorf( Referent Kühn, Bayreuth geneigt war, die Vertretung zu übernehmen, wurde inzwischen das. wegen Bergehens gegen§ 166( Gotteslästerung) ergangene ( Ref. Oertel- Nürnberg), Ohligs( Ref. Reichstags- Abg. die Rechtsanwaltspraxis durch Reichsgerichts- Erkenntniß ab- Urtheil aufhob und zur nochmaligen Verhandlung an die erste Schumacher), Remscheidt, Mannheim( Ref. Reichs- gesprochen. Nunmehr hat Herr Rechtsanwalt Morris- Berlin, Instanz zurückverwies. Die Vergehen wurden in den beiden tags- Abgeordneter Dreesbach). ehemaliger Associe von Stadthagen, sich bereit erklärt, die Ver Artikeln Volt werde hart!" und" Auch eine Gotteslästerung!" Ferner nahm in Bremerhaven eine Volksversammlung, theidigung refp. Beweisführung zu übernehmen, welche allerdings erblickt. in welcher Frau Rohrlad über das Thema„ Die Frau und in Anbetracht der kurzen Zeit und des riesigen Materials, welches-Redakteur Fr. Bender vom Offenbacher Abends der Sozialismus" gesprochen hatte, eine gegen den Militarismus zu überwältigen, teine kleine Arbeit ist blatt" wurde wegen Beleidigung in drei Fällen vom Darmgerichtete Resolution an. städter Landgericht zu 2 Monaten 3 Wochen Gefängniß verurtheilt. Der mitangeklagte Genosse Heilmann hat wegen Beleidigung 50 M. Geldstrafe zu zahlen. Die Redaktion der Wolfswacht", Bielefeld, Obernthorwall 23. Alle Arbeiterblätter und gewerkschaftlichen Fachorgane werden um mehrmaligen Abdruds vorstehenden Aufrufs freundlichst erfucht. 4 Gemeindewahlen. In Salzuflen( Lippe) wurden zwei Sozialdemokraten mit 107 und 133 Stimmen in das Stadt verordnetenkollegium gewählt. T ㄓ " Unsere Gegner bekommen für ihre Prozesse, und handele es sich um die blamabelsten Bergehen, ohne Mühe Rechtsanwälte so viel sie haben wollen. Dagegen fürchtet sich die Mehrzahl der Rechtsanwälte, Sozialdemokraten zu vertheidigen. Auf die in vorstehender Notiz genannten Herren hat das indeffen nicht Bezug, denn diese leisten unseren Parteigenossen, so oft fie nur tönnen, ihren Rechtsbeistand. -Der Redakteur der anarchistischen Zukunft", Friedländer, ward wegen Aufreizung zum Umsturz der bestehenden Staatsform durch Mord u. s. w. zu 18 Monaten schweren Rerters verurtheilt. Tokales. Die feche Reichstags- Wahlkreise Berlins, welche ur im 5. Wahlkreis 71 999, im 2. Wahlkreis 147 396, im 4. WahlSächsische Wahlergebnisse. Aus dem Plauen Ichen Grund bei Dresden wird der Sächs. Arb. 3tg." gechrieben: Die diesjährigen Gemeinderaths Wahlen sind, wie bereits aus" den Einzelberichten ersichtlich war, so günstig wie Die Sozialdemokraten Kopenhagens hielten, wie bürgerhur irgend möglich für uns ausgefallen. Vornehmlich wurden liche Blätter berichteten, türzlich eine Versammlung ab, zu welcher sämmtliche vom Allgemeinen Arbeiterverein aufgestellten Kan- fie auch die Prebiger eingeladen hatten, um über die Frage didaten gewählt. Dadurch hat sich die Zahl der sozialdemo- Kirche, Religion und Sozialismus" zu verhandeln. Die Kommualratischen Gemeinderaths- Mitglieder in den für diesen Verein in verw Itung hat nämlich vorgeschlagen, acht neue Kirchen in Frage kommenden Ortschaften um 2 vermehrt. Es sind nun in Kopenhagen zu bauen, deren Kosten die Bürger durch eine neue Botschappel 3, in Döhlen 2, in Niederpesterwitz 2, in Neucoschütz 1 Steuer aufbringen sollen. Der Antrag wird von der Linken sehr sprünglich, wie alle anderen Wahlkreise, eine Bevölkerung von und in Birfigt 1 Sozialdemokrat in der Gemeindevertretung, für start bekämpft, zumal festgestellt worden ist, daß die vorhandenen rund 100 000 Seelen hatten, haben sich in ihrer Bevölkerungsfolche fleine Körperschaften schon ganz wesentlich. Auch weiter Kirchen nicht nur allen Bedürfnissen genügen, sondern an gewöhn siffer am allerungünstigsten verschoben. Nach der Volkszählung noch wurde unser Besißstand noch vermehrt, indem auch in lichen Sonntagen halb leer stehen. Dies wurde auch von den anderen Gemeinden des Grundes Site gewonnen wurden. Die sozialistischen Rednern hervorgehoben, wogegen die Prediger vom 1. Dezember 1890 wurden allein an männlichen Pertampshaften Anstrengungen des tonservativen Vereins sind von geltend machten, daß neue Kirchen nöthig seien, damit die priester ſonen gezählt: im 1. Wahlkreis 44821, im 3. Wahlkreis 64 940, einem kläglichen Mißerfolge begleitet gewesen und die tindischen einen größeren persönlichen Einfluß ausüben könnten. Schließlich freis 192 450, im 6. Wahlkreis 238 017. Daß auf ganz Berlin Schimpfereien des fonservativen Flugblattes haben nur einen all- wurde eine Resolution gegen den Bau neuer Kirchen gefaßt. mit seinen rund 1600 000 Einwohnern nicht 6, sondern gemeinen Seiterfeitserfolg erzielt. Schlimmer war allerdings in Botschappel noch das Fiasto einiger fog. Freifinnigen, indem sie Neber die Ideologen der Naturheilkunde brachte der 16 Reichstags- Abgeordnete kommen müßten, ift oft genug gefagt Schon von vornherein die Flinte ins Korn warfen und sich unter Vorwärts" in der Nummer vom 14. Dezember unter den worden und ist ebenso bekannt, wie die Gründe, aus denen man bie Fittiche des conservativen Bereins flüchteten." In Gölln Bücherbesprechungen eine Stritit des Genoſſen 3, oie den vollen an der alten Wahlkreis- Eintheilung festhält. Man scheint in den bei Meißen wurden 3 Sozialdemokraten mit 207-211 Stimmen Beifall des Sächsischen Boltsblattes" findet, was Absicht zu haben, hierin jemals eine Aenderung eintreten zu lassen, als Bertreter der Unangesessenen in den Gemeinderath gewählt. um fo bemerkenswerther, als gerade unter der Arbeiterbevölkerung da man im neuen Reichstags- Gebäude nur drei Sizpläge mehr Die Gegner erhielten 182-192 Stimmen. Vorher gehörten dem der fächsischen Distritte die Naturheilkunde sehr viele Anhänger wie im alten eingerichtet hat. Gemeinderath nur zwei Genossen an.- In Hohndorf bei hat. Das genannte Partei- Organ druckt die hauptsächlichsten Lichtenstein slegte die Liste der Arbeiter bis auf den mit auf- Stellen der 3.'schen Kritik ab, in welcher u. a. gesagt iſt: Der gestellten Hausbefizer. Der sozialdemokratische Wahlverein für den zweiten Sozialismus steht den Ideologen der Naturheilkunde ähnlich Berliner Reichstags Wahlkreis veranstaltet am Die Ungiltigkeitserklärung der Grabower Stadtverord gegenüber, wie den Gläubigen des Freidenkerthums, den Friedens Sonntag, den 25. d. Mis., also am 1. Weihnachtsfeiertage, im netenwahl zur 3. Abtheilung ist, wie der Magistrat den drei Ge aposteln, Ethifern und anderen Heiligen. Er erkennt bereitwilligst großen Saal der Berliner Bock- Brauerei, am Tempelhofer Berg, nossen Schmidt, Borkmann und Heinsberg, deren Mandat da die gute Abficht an diesen Bewegungen an und überläßt es den ein gemüthliches Beisammensein, verbunden mit Botal- und burch erlosch, mittheilte, aus folgenden Gründen erfolgt. Es sei Parteigenoffen, fich mehr oder weniger für die eine oder andere Instrumental- Konzert sowie tomischen Vorträgen. Die Gesangfestgestellt, daß die im Proteste vorgebrachten Thatsachen auf zu erklären, nur dann und insoweit macht er energisch Front vereine" Frühlingsluft" und" Sängertette" haben ihre Mitwirkung Wahrheit beruhen, da sowohl die Umlagerung des Wahltisches, gegen sie, wenn dieselben die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit zugesagt. Die Festlichkeit beginnt um 6 Uhr, Billets à 20 P1. wodurch ein Herantreten an denselben verhindert wurde, erwiesen verkennen und bewußt oder unbewußt darauf hinauslaufen, die find bei den Vorstandsmitgliedern und in den Zahlstellen zu als auch festgestellt wurde, daß eine größere Anzahl von Wählern Klassengegensätze zu verwischen. Die Arbeiter dürfen im Kampf haben. Der Vorstand ersucht um recht rege Betheiligung. das Wahllofal verlassen haben, weil ihnen Zeit und Möglichkeit um diese doch eigentlich recht nebensächlichen Dinge das eigent zur Ausübung des Wahlrechts fehlten. Bei der geringen liche Biel, die Erreichung der sozialistischen Gesellschaft, die alle Stimmen- Differenz hätten schon die wenigen Wähler, welche den anderen" Fragen" mit einem Schlage löst, nicht außer Augen Brotest unterschrieben, genügt, ein anderes Wahlergebniß herbei- laffen, ihre Energie nicht zersplittern." zuführen. Bei der Bürgerausschußwahl in Wismar wurden sechs Sozialdemokraten gewählt ein schöner Beweis für die Tüchtigleit unserer dortigen Parteigenossen. * Zum Boykott der Norddeutschen Brauerei. Meldungen bürgerlicher Blätter zufolge ha am verflossenen Sonntag die Generalversammlung der Aktien- Gesellschaft, in deren Besitz sich Das Sächsische Voltsblatt" bemerkt hierzu:„ Das ist ganz die Norddeutsche Brauerei befindet, stattgefunden. In derselben unsere Meinung. Zweifellos haben alle die in der Kritik be- wurde auch die Boykottfrage berührt und, den gedachten Melnannten Nebenbestrebungen, zu denen sich auch der Vegetarianis dungen zufolge, vom Vorsitzenden die Mittheilung gemacht, daß mus addiren ließe, eine Berechtigung, allein sie verführen die Differenzen, welche zwischen der Brauerei und der sozialoft genug zur Vereinseitigung, ja zum Mißverständniß über die demokratischen Partei bestanden, gehoben seien. Es wäre der Orts- Krankenkassen- Wahlen. Gegen das Ergebniß der Hauptfrage des Klaffentampfes. Wir haben es erlebt, Gesellschaft die Zusicherung gemacht worden, daß der Boykott Bahl von Vertretern zur Weißenfelser Ortskrankenkasse III daß ein langjähriger braver Genosse, der selbst wiederholt als im Mai 1893 aufgehoben werden würde, wodurch der größere ( Schuhmacher) war von freisinniger Seite Protest erhoben worden, Kandidat aufgestellt war und der sich nebenbei zum Bege Theil der Kundschaft zurückgewonnen werde. Diefe Mittheilung infolgedessen die Wahl für ungiltig erklärt wurde. Die abermals tarianismus bekannte, den Standpunkt zu vertreten suchte, daß des Herrn Vorsigenden ist zum mindesten auffällig und vorgenommene Wahl hat nun wie die erste mit dem Siege das Lohnsystem, oder das Lohngefeß, wie er fich aus es wäre interessant, zu erfahren, wer ihn zu dieser unferer Kandidaten geendet. Die sozialdemokratische Liste erhielt brückte, nicht eher diskussionsreif fei, als bis die Arbeiter fich Mittheilung autorifirt hat bezw. die Personen kennen zu 229, die freisinnige 182 Stimmen. Jetzt wird sich der Freifinn zur naturgemäßen, vegetarischen Kost bequemt haben würden. lernen, welche ihm die Zusicherung gemacht haben, daß wohl beruhigen müffen. Dies sei das Primäre, darin müßten wir in erster Linie ar- der Boykott im Mai 1893 aufgehoben werde. Der Herr beiten". Daß bürgerliche Politiker, und zwar Ausbeuter Borsigende sollte doch wissen, daß einzelne Personen in dieser erster Güte, die aber auch zum Vegetarianismus hielten, Frage völlig machtlos sind, und daß eine Voltsversammlung ganz dasselbe ausgesprochen, erwähnen wir nur nebenbei. Ein allein diejenige Instanz ist, welcher in der Boykottfrage die EntAehnliches gilt von den bloßen Gottesleugnern und scheidung zufteht. Schon einmal ist der Versuch gemacht worden, " Freidenkern", in deren Vereinen oft genug Unter den Boykott aufzuheben, doch ist dieser Versuch an dem entnehmer und Arbeiter, Hauswirthe und Miether schiedenen Widerstande der damaligen Volksversammlung durch= Der Parteitag für die Provinz Pommern findet auf einträchtiglich beieinanderfizen und das Dasein eines Gottes ein aus gescheitert. Dieselbe faßte allerdings den Beschluß, den Beschluß der Stettiner Genoffen erst am 8. Januar statt. stimmig verneinen, dagegen sofort in hellen Zwist über ein Boykott bis zum Mai 1893 aufrecht zu erhalten, daraus folgt gefordertes Mehr von zwei Pfennigen die Stunde gerathen, aber noch nicht mit Naturnothwendigkeit die Aufhebung des Von der Agitation. In vielen Orten des Kreises beziehentlich wegen Nichtunterschreibens eines recht niederträch Boykotts zu dem gedachten Zeitpunkte. Nach Lage der Sache ist Biegenrück wurde dieser Tage das Erfurter Flugblatt zur tigen Hauskontrakts durch den Miether, ein für allemal ausein- nicht gut anzunehmen, daß dem Herrn Vorsitzenden ven Bertheilung gebracht. Wie die„ Thüringer Tribüne" mittheilt, andergingen. Mit dem„ Evangelium vom nassen Strumpf" ist berufener Seite Zusicherungen" irgendwelcher Art genahin man die Verbreiter überall freundlich auf. Ein Beweis, es ganz ähnlich. Bürgerlich und Sozialistisch reicht sich in Natur- macht worden sind und die diesbezügliche Mittheilung daß die Bewohner des preußischen Oberlandes nicht mehr an heilvereinen geeint die Hand, Reich und Armi stimmen über des Herrn Vorsitzenden ist wohl nur eitel Spiegelfechterei, un den Bopanz von Theilen"," Gheaufheben" und was dergleichen die Bollpackungen, die Bäder, die Anwendungen des talten und den Herren Aktionären die jedenfalls etwas bittere Bille der nur Unsinn mehr ist, glauben." - Die Helmstädter Partei- warmen Wassers voll überein die auf klaffenkampf 2 pet. Dividende, welche zur Vertheilung gelangen, schmackhafter genossen wählten zur Leitung der Landagitation eine fieben- geftellte Gegenwart aber trennt sie außerhalb ihrer Vereine zu machen. Darauf deutet auch der zuversichtliche Hinweis hin, gliedrige Kommission. Einen gleichartigen Beschluß faßten die fofort wieder, oft bis zur Vernichtung. Die 3.'sche Kritik findet daß mit Aufhebung des Boykotts der größere Theil der KundFürther Genossen. In Diessen am Ammersee und in darum unseren vollen Beifall. Sie legt den Finger in eine Wunde fchaft zurückgewonnen werde, d. h. daß dann das Geschäft wieder Beilheim fanden dieser Tage die ersten sozialdemokratischen unseres Vereinslebens, und das kann nur von Nugen sein. Wir besser gehen, der Profit wieder größer werden würde. Nun, mit Bersammlungen statt. In ersterem Orte sprach Reichstags- Ab- haben dieses Thema um so lieber aufgenommen, als wir selbst dieser hoffnungsvollen Zuversicht des Herrn Vorsitzenden haben geordneter von Vollmar, im anderen referirten die Münchener Anhänger einer vernunftgemäßen Lebensweise" sind, notabene sich die Herren Aktionäre abzufinden. Ob sich diese Zuversicht Zustimmungserklärungen zu den Beschlüssen des Berliner Barteitag es liegen weiter vor von den Parteigenoffen in Arnstadt i. Th., Fermersleben, Barmen, Gadderbaum, Stettin, Remscheidt. bewahrheiten wird, das wird die Zeit lehren. Jebenfalls haben die Herren kennen gelernt, daß die Berliner Arbeiterschaft nicht mit sich spaßen läßt und steht zu erwarten, daß die heilsame Wirkung dieser Erkenntniß nicht ausbleiben wird. 27 Die Herren Alois und Rudolf haben zwar das Feld ihrer so Abends infolge Benutzung einer falschen Weiche ein Zusammen Im Nonacher- Theater ist jedes Plätzchen Goldes werth. ber Charitee gebracht. Vor dem Hause Münzstraße 11 fand fegensreichen Thätigkeit räumen müssen, aber der Linden- stoß zweier Pferdebahnwagen statt, wobei ein Fahrgast am Auge bauverein wirthschaftet in ihrem echt weanerischen" Geifte weiter. Schwer verlegt wurde. In der Wohnung eines Rohrlegers, In diesem Welt- Etablissement" sind sogar die Antisemitisches. Wie die Mittheilungen des Vereins zur pachtet: G3 müssen für dieselben 790 m. jährlich bezahlt werden. wegen der Lohnzahlung eine Schlägerei, wobei letterer von der Klosets ver: Stettinerstr. 42, entstand zwischen diesem und einem Schmied Abwehr des Antisemitismus" berichten, war es ein Referendar Der Bächter besorgt einen Theil seiner„ Arbeit" felbst, eine An- Treppe gestoßen wurde und durch den Fall anscheinend so be Bresges, der bisher das Defizit für das„ Bolt" 40 000 m. aab! Slosets aber hat er noch außerdem weiter verpachtet und deutende innere Verlegungen erlitt, daß seine Ueberführung nach jährlich gedeckt hat. Jetzt soll dem Herrn der Spaß zu theuer enthält hierfür 6 M. pro Woche Bacht. Natürlich sind nun die der Charitee erforderlich wurde. In der Wohnung des Ar geworden sein. In Wien, wo der Redakteur das" Volk" früher Pächter gezwungen, sich von den Besuchern der Klosets Trinkbeiters Kloppfe, Stralsunderstr. 11, fiel eine an der Wand hauste, war es ein jüdischer Bantier, welcher das Defizit feines gelder zu erbetteln, fonft tommen fie nicht auf ihre Kosten. Eine hängende Lampe herab und setzte die Betten in Brand. Die dre damaligen Blattes zahlte. Darin scheint sich Herr Oberwinder feste Tare für die Benugung eristict nicht, und die fann auch in der Wohnung allein zurückgelassenen Kinder waren in die an also gleich zu bleiben, ob er Juden oder Chriften zu Verlegern nicht eingeführt werden. Es wäre wenigstens ein Unifum, wenn stoßende Küche geflüchtet, wo später der einjährige Knabe Ban hat, hwer blechen müssen dieselben immer.-- Wie berichtet wird, in einem Restaurant für die Benuzung der Klosets noch ein bereits erstickt und der sechsjährige Hugo bewußtlos aufgefunden hat Rechtsanwalt Hertwig, der Vertheidiger Ahlwardt's, die ihm Extrageld erhoben würde. angebotene Reichstags- Kandidatur für Siegnitz abgelehnt. wurde. Er wurde von den Mannschaften der Feuerwehr ins Leben zurückgerufen und nach dem Lazarus- Krankenhause gebracht bem fanden im Laufe des Tages fünf Brände statt. Das 4jährige Mädchen hatte feinen Schaden erlitten. Gerichts- Beitung. Außer Wie ein Märchen and alten Seiten, d. h. wie eine wohnhaften Arbeiter Klopfe'schen Eheleuten durch einen am Ein trauriges Fest ist den im Hause Stralsunderstr. 11 Episode aus den Tagen des Sozialistengefezes muthet uns der Dienstag Abend in ihrer Wohnung ausgekommenen Brand be folgende Bericht an, den wir unseren Lesern nicht vorenthalten reitet worden. Während der Mann von der Arbeit noch nicht wollen und der da zeigt, wie sehr die Gendarmen der Vororte zurückgekehrt war, hatte die Frau, nachdem sie die 3 Kinder von bei Tage und bei Nacht, zu Wasser und zu Lande und wo es 2, 4 und 7 Jahren zu Bett gebracht, die Wohnung wegen einer auch sonst immer fei, darauf bedacht sind, das Vaterland zu Besorgung in der neunten Stunde auf kurze Zeit verlassen, die retten, Thron und Altar vor den Umstürzlern zu schüßen, und Rüchenlampe aber im Wohnzimmer brennen lassen, vorsichtshalber daß es wahrscheinlich längst zu dem Aeußersten gekommen wäre, diefelbe jedoch hoch an der Wand auf ein Gesims gestellt, so daß wenn nicht unter den grünen Röcken berittener und unberittener fie von den Kindern unmöglich erreicht werden konnte. Während Gendarmen so felfenfefte, unentwegte Herzen schlügen. Auf die der Abwesenheit der Frau muß die Lampe, da eine andere Ent- den Angeklagten, Zimmermeister G., freigesprochen, indem sie das In einem Bau- Unfall- Prozesse hatte die Straftammer Reflame verstehen sich die Herren nicht schlecht, und glücklicher stehungsurfache des Brandes nicht erfindlich, explodirt fein, ist von ausging, daß ein Bau- oder Zimmermeister bei der Ueber Weise finden sie auch stets dienstwillige Reporter und dienst- dabei auf die Betten gefallen, wodurch diese in Brand gesezt nahme des Abbruchs eines Gebäudes genug thue, wenn er einen willige Beitungen, die der Welt verkünden, wie ruhig jeder wurden, von welchen sich dann das Feuer auf die Mobiliar tüchtigen Polier anstelle. Auf die vom Staatsanwalt gegen bas Spießbürger schlafen darf, da die Gendarmen wachen. Wird ein ausstattung des Wohnzimmers fortgepflanzt hat. Als Haus freisprechende Erkenntniß eingelegte Revision hat das Reichsgericht Vogelfänger auf den Rixdorfer Wiesen erwischt, so wird die bewohner, die durch den Rauch auf die Gejahr aufmerksam gemorden, diese Erwägung in solcher Allgemeinheit nicht als berechtigt Heldenthat in der breitesten Weise geschildert, und Spießbürger, der lüfternen Blickes vielleicht noch eben vor haber derfelben gerade von der Arbeit zurück. Unter Beihilfe Lage des einzelnen Falles bestimmen, wie weit ein Meister fich der gewaltsam in die Wohnung eindringen wollten, fehrte der Jn erkannt. Nach Ansicht des Reichsgerichts läßt sich nur nach de einem Delikatessenladen stand, wo Hunderte von Krammetsvögeln von Hausbewohnern gelang es dem Vater, seine drei Kinder aus um einen übernommenen Bau, sei es auch nur in Gestalt des ausliegen, freut sich, daß die Gendarmen dafür sorgen, daß die dem verqualmten und brennenden Wohnzimmer noch vor Ein- Niederreißens eines Gebäudes zu bekümmern habe, damit Unglüc Natur nicht von den lieblichen Sängern des Waldes entoöltert treffen der kurz vor 3/49 Uhr alarmirten Feuerwehr herausfälle verhütet werden. Nur auf dieser Grundlage laffe sich ers wird. Sie finden jeden Berbrecher, wenn es ihnen gelingt, einen zuschaffen; dieselben hatten Brandverlegungen noch nicht erlit.en, mitteln, ob ein wirklich eingetretener Unglücksfall auf eine Ber Menschen dazu zu bewegen, daß er ihnen den Aufenthalt des waren aber vollständig betäubt, so daß die Samariter der Feuer- nachlässigung folcher gewerblicher Verpflichtungen zurückzuführen Miffethäters angiebt. Aber die segensreichfte und heilbringendste wehr und ein schleunigst herbeigeholter Arzt eine umfangreiche fei, wie fie fich für den Meister aus der Uebernahme der gerade Thätigkeit haben sie stets entwickelt, wenn es galt, die bösen Thätigkeit mit Wiederbelebungsversuchen zu entwickeln hatten. in Nede stehenden baulichen Unternehmung ergeben haben. Sozialdemokraten in ihren düfteren Spelunken aufzusuchen, fie Nach längeren Bemühungen gelang es, den 7jährigen Hugo und auf ihren Schleichwegen zu belauern, uno ste in Retten und die 4jährige Hulda wieder ins Bewußtsein zurückzurufen, bei Banden der hohen und strafenden Obrigkeit zu überliefern. Auf dem 2jährigen Paul waren leider alle Anstrengungen erfolglos, Thring- Mahlow's Heldenbrust prangt ein allgemeines Ehren- und mußte schließlich von dem Arzte der bereits eingetretene Tob zeichen, und wie sehr wird nicht die schmucke, grüne Uniform an Erstickung fonstatirt werden. Die Unterdrückung des Brandes durch ein buntes Bändchen noch verschönt! tonnte noch unter Anwendung einer Anzahl Eimer Waffer bewerkstelligt werden. an fälschungen wurden der separirten Emma Richter zur La Behn in betrügerischer Absicht begangene Wechsel gelegt, welche gestern vor der dritten Straffammer des Lands gerichts I stand. Die Angeklagte stand mit der Handelsfrau Doch geben wir unserem Berichterstatter das Wort, denn Simon feit vielen Jahren in Geschäftsverbindung, indem sie von Ehre, wem Ehre gebühret. Es wird uns also geschrieben: der Simon Waaren und baares Geld gegen Wechsel entnahm Eine heimliche Versammlung eines heimlich beIm Anfange d. Js. hatte die Angeklagte der Simon zehn Ein unheimlicher Fund ist in dem Hause Oranienburger- Wechsel gegeben, auf welche sie den Namen ihres wohlhabenden stehenden Vereins der unabhängigen Sozialisten wurde am straße 23 gemacht worden. Als die Ehefrau des neuernannten Geliebten ohne dessen Wissen gesetzt hatte. Der Vertheidiger, Montag Abend in Reinickendorf mitten in der besten Arbeit von Pförtners Breese im Beisein der Frau eines Handschuhmachers Rechtsanwalt Schöps, erbrachte im gestrigen Termin den Beweis, der Gendarmerie überrascht und aufgehoben. Der an der Tegeler die Kellerräume besichtigte, fand sie in einer Ecke des im Seiten- daß die Angeklagte von der Simon nicht nur in unerhörter Chauffee stationirte berittene Gendarm Klößsch hatte in Grfah- flügel befindlichen Kellergeschosses drei Granaten, deren bestaubter Weise ausgebeutet war, sondern daß die Simon die Angeklagte rung gebracht, daß in Reinickendorf ein sogenannter Rauchtlub Zustand darauf schließen ließ, daß sie schon ziemlich lange dort felbst zu den Fälschungen angeftiftet hatte. besteht, welcher den Namen„ Ohne 3wang" führt. Der Verein, lagerten. Da sich fein Eigenthümer meldete und man eine Ge- fomit nicht durch die gefälschten Wechsel getäuscht worden und Die Letztere wat dem die im Orte bekanntesten Sozialisten angehören, ist nicht fahr nicht für ausgeschlossen hielt, so wurde das 6. Polizeirevier ba dies zum Thatbestande der Urkundenfälschung gehörige Mer polizeilich gemeldet, was selbst bei einem Vergnügungsvereine ge- benachrichtigt, das den Raum absperrte und dafür sorgte, daß ein mal falle, beantragte der Bertheidiger die Freisprechung, auf die feßlich vorgeschrieben ist. Eine der Versammlungen, welche im Feuerwerfer mit drei Arbeitern gestern die Geschoffe abholte. der Gerichtshof auch erkannte. Hicker'schen Lotale in der Scharrnweberstraße stattfinden, zu über- Man glaubt, daß ein Kaufmann M., der früher bei einer Frau rumpeln, war bisher unmöglich gewefen. Jm Lotale selbst war Stephan in jenem Hause wohnte, der Eigenthümer der Granaten niemals auch nur eine Spur Don einer Versamm sei, ba man sie in feinem Zimmer gesehen haben will. Ob fie Tung zu bemerken. Der Gendarm erfuhr endlich, daß geladen sind, ist mit Gewißheit noch nicht gleich zu beurtheilen die Versammlungen in der Schlafstube des Wirthes statt gewesen, doch hat der Feuerwerker sich bezüglich der einen finden. Für letzten Montag war nun ein Handstreich geplant. bahin geäußert, daß sie nach vorläufiger Schäßung gefüllt fei. Sechs Gendarmen waren un das Lofal herum postirt, während Woher die Geschosse stammen, wird die eingeleitete Untersuchung Gendarm Klötzsch sich ohne Wissen des im Gastzimmer fest ergeben. gehaltenen Wirthes leise in die Küche fchlich, die von dem Schlafzimmer nur durch eine Portiere getrennt ist. Hier war er eine Mit fast krankhafter Bähigkeit seht die Schlächter- Ehefrau Auguste I ab bus ch einen Schwindel fort, der ihr früher schon vielfache Bestrafungen, zuletzt fogar Buchthaus, eingetragen hat und der sie gestern wieder unter der Anklage des wiederholten Betruges vor die 1. Straffammer des Landgerichts I führte. Die Angetlagte war genau wie in den früheren Fällen als reiche Erbin aufgetreten. Außer einer Summe von 80 000 Thalern fei ihr, wie sie behauptete, ein hübsches in Grünberg in Schlesien belegenes Grundstück zugefallen. Es erübrige nur noch die G ledigung einer kleinen Formsache, dann werde ihr das Erbtheil ausgehändigt werden. Die Angeklagte erzählte diefe Mär folchen Personen, von denen sie ein Darlehn haben wollte; zu denjenigen, die daran glaubten, gehörten ein Kellner, ein Schneidermeister und ein Schankwirth. Der Schneidermeister borgte der Ans er den Gendarmen in Uniform erblickte, wollte er die Versamin- Durch Einathmen von Leuchtgas ist vorgestern ein Ghe- geklagten 300 M., der Kellner fam mit einem Berlust von 60 M lung fofort benachrichtigen, der Beamte kam ihm jedoch paar in große Gefahr für das Leben gerathen. Der 53 Jahre hatten und dies vettete sie vor dem Zuchthause, denn der Gerichts, zuvor, trat mitten in die Versammlung alte Inhaber einer Plättanstalt, Friz Meyer und seine Ehefrau, ein gegebenes Zeichen erhielt er augenblicklich Suffurs geriethen in dem Hause Louisenstr. 26, in welchem sie wohnten, hof billigte ihr mildernde Umstände zu und verurtheilte sie zu und nun beschlagnahmite er Statuten, Mitgliederliste, eine in die Gefahr des Erstickens, weil in ihrem Schlafzimmer ein anderthalb Jahren Gefängniß und 2jährigen Gh Menge Broschüren und in London herausgegebener Liederbücher. Gasrohr schadhaft war. Die Frau wurde durch die herbei verlust, während der Staatsanwalt 2 Jahre Zuchthaus beantragt ( Wo blieb das Dynamit? D. R.) Sämmtliche Anwesende, geeilte Feuerwehr fofort ins Leben zurückgerufen, während der hatte. zwanzig an der Bahl, wurden bezüglich ihrer Persönlichkeiten fest wurden außerordentliche Anstrengungen gemacht, um den Bewußt Mann erst nach der Charitee gebracht werden mußte. Hier gestellt und dann wurde die Versammlung und das Lokal für lofen wieder ins Leben zurückzurufen. Namentlich wurde ihm den Abend geschlossen. Bei diesem Att ging es im Verein" Ohne Zwang" nicht wurden mit vielem Geschick durch den Stabsarzt Dr. Jaberg burch Transjufton neues Blut zugeführt. Die Transfusionen ganz ohne Zwang zu. Der Wirth, der sich als Krankenträger in Hamburg während der Cholerazeit etwas gefpart und damit ausgeführt. Dem bewußtlosen Meyer wurde ein Pfund Blut enteben so viel einem genefenen Kranten. Das das Geschäft gekauft hat, ist noch nicht einmal im Besitz der ogen; eigenen Konzession, sondern schenkt noch auf die Konzession feines lettere wurde aus einem erwärmten Gefäß von einem erhöhten Vorgängers. In Reinickendorf herrscht wegen dieser Ueber- Punkt aus mittels Schlauches und Gasröhren in die Adern rumpelung großer Berger auf der einen, Schadenfreude auf der Meyers geleitet. Nur hierdurch konnte er am Leben erhalten werden. Das gute Befinden der Frau Meyer dauert fort. Aus Wannsee wird uns berichtet, daß daselbst kürzlich halbe Stunde lang Zeuge der Verhandlungen. Man berieth eine Leiche vier Tage an der Straße liegen mußte. Es hatte sich zuerst über die in der Umgegend zu betreibende Agitation und ein junges Mädchen am Mittwoch erhängt. Dasselbe wurde am besprach alsdann die Mittel und Wege, wie man den Schant- Sonntag beerdigt, und während der ganzen Zeit lag die Leiche wirthen in Reinickendorf beikommen fönne welche ihre Lofale mit einigem Reisig bedeckt an der Straße. Etwas mehr Mensch nicht zu Versammlungen hergeben.( Welch, verbrecherische Ab- lichkeit sollte man aber doch zeigen. fichten! D. R.) Jeht kam der Wirth zufällig in die Küche; als anderen Seile." fehren. auf Soziale Leberlicht. Be Neuer Buchdruckertarif. Der Vorstand des Unterstützungs vereins beutscher Buchbrucker veröffentlicht folgende„ Betannt. Buchdrudervereins haben sich mit emer Reviſton des feither machung. Der Borstand und der Tarifausschuß des Deutschen giltigen Tarifs beschäftigt und demnächst die Prinzipale Deutsch Nun höre man: heimliche Versammlung, heimlich Opfer der Arbeit. Von dem Neubau Schöneberg, Bahn- lands aufgefordert, diesen revidirten Tarif vom 1. Januar 1898 bestehender Verein natürlich unabhängiger Sozialisten, straße 35-36, stürzte am Dienstag der Maurer Paul Firch bei ab zur Einführung zu bringen und einzuhalten. Der revibirte Nacht und Nebel Geisterstunde, Kinderjarg dem Ausmauern des Hauptgesimses von der fünften Etage herab. Tarif enthält in seinem ersten( materiellen) Theile teine Meube aber leuchtend und strahlend in der ganzen Größe feines be- Der Unglückliche erfitt einen Bruch des finken Oberarms und rungen, während der zweite Theil betreffs des Minimums der rittenen Gendarmenthums über all diesen unheimlichen Dingen fchwere innere Verlegungen. Die erste Hilfe. wurde dem Ver Druckorte bis zu 6000 Einwohnern und der Bezahlung der Aus Herr Klößsch, der sich wahrscheinlich auf den Hufenspitzen seines unglückten in der Maison de santé zu theil, von dort wurde er gelernten von dem bisherigen Tarif abweicht. Wenn wir auch Pferdes in die feindliche Küche schleicht und von dort doch im nach dem Urban- Krankenhaus gebracht. Der bedauerliche Unfall einseitige Abänderungen des Tarifs nach den zwischen den beider entscheidenden Augenblick war glücklicherweise Hilfe da, sonst wird auf die ungenügende Eisentonstruktion zurückgeführt. feitigen Vertretern getroffenen Abmachungen für anfechtbar halten, ftünde vielleicht heute das trauernde Vaterland am Grabe eines so soll doch anderseits berücksichtigt werden, daß die geplanten der größten seiner Heldensöhne. Dem Berdienste seine Krone- Ein Soldat, der seinen Weihnachtsurlaub antreten wollte, Reduzirungen zurückgezogen wurden, außerdem durch die Amts wir würden einen Frevel zu begehen glauben, wenn wir durch gerieth gejern Mittag 1/22 Uhr auf Bahnhof Friedrich- Straße niederlegung der Tarifvertreter z. 3. beiderseitige Vereinbarungen eine Kritik der in dem gruseligen Reporterbericht angeführten unter die Räder eines einfahrenden Zuges. Der Oberkörper des erschwert waren. In fernerer Berücksichtigung, daß es der Thatsachen die unsterblichen Thaten des Herrn Klößsch irgendwie Unglücklichen wurde derart zermalmt, daß derselbe sofort todt hilfenschaft freisteht, jederzeit Abänderungen dieses Tarifs zu be schmälern wollten. Reinickendorf ist ruhig, die Tegeler Chauffee auf dem Geleise liegen blieb. Der Soldat gehörte einem Garde- antragen, glaubt der Vorstand zur Herbeiführung geregelter Bus pazifizirt aber die feligen Beiten der sozialistengefeßlichen Artillerie- Regiment an. stände die Hand bieten und um Interesse des gewerblichen Friedens Gendarmerieherrlichkeit werden doch wohl so bald nicht wiedermit den augenblicklichen Verhältnissen rechnen zu sollen. Wir lungen des Polizeipräsidiums. Weizen per 100 Kg. guter von fachen Rechnung zu tragen und dadurch das Bestreben bes Bor Marktpreise in Berlin am 20. Dezember, nach Ermitte erfuchen daher die Mitglieder, gleichfalls den gegebenen That Gelegenheit zu interessanten Studien bieten auch die 15,40-15,00 m., mittlerer von 14,90-14,50 m., geringer von standes, die Nachwehen des Kampfes zu beseitigen und Ordnung Berliner Marktberichte, welchen im allgemeinen wenig Beachtung 14,40-14,00 2. Roggen per 100 kg. guter von 18,50-18,20 m., in tariflicher Beziehung herbeizuführen, zu unterstügen. Inwe geschenkt wird. So befagt z. B. der Berliner Fischbericht mittlerer von 18,10-12,80 m., geringerer von 12,70-12,40. weit die Organisation für Durchführung dieses Tarifs zu wirke vom 11. bis 18. Dezember 1892: 2ebende Flußfifche Gerste per 100 g. gute von 16,50-13,70 M., mittlere von in der Lage ist, bas wird von der Haltung der Prinzipale dell wurden in Karpfen und Bleten lebhaft umgefest; Seefische 15,60-14,90 M., geringe von 14,80-14,00 m. Safer per 100 Kg. organisirten Gehilfen gegenüber abhängen." ( Steinbutte, Seezungen, Seezander, Dorsch zc.) fanden bei guter guter von 15,80--15,10 9., mittlerer von 15,00-14,80 M., Auswahl zufriedenstellenden Absatz; Geräucherte Fische geringer von 14,20-13,50 m., Stroh, Richt- per 100 kg. von Das Seeamt zu Bremerhaven hat wieder feststellen fanden wiederum in Sprotten und Flundern regere Nachfrage; 4,15-8,80 M. Heu per 100 kg. von 6-5 Erbsen müssen, daß Schiffs bedienstete während der Fahrt Forellen traten in mäßigen Begehr( aber doch begehrt!) per 100 Kg. von 40,00-25,00 Wt. Speisebohnen, weiße per mißhandelt wurden. Der betr. Spruch lautet wörtlich: Frischer Lachs fand guten Absah; Hummern waren für 100 kg, von 50,00-20,00 m. Linsen per 100 Kg. von 80,00 den Bedarf reichlicher erwünscht gewefen; Krebse geschäftlich bis 30,00 m. Startoffeln per 100 kg. von 6,00-4,00 m. ind- Dampfer" Sachsen", welcher am 18. Juli über Bord gesprungen Die Ursache des Selbstmordes des Kohlenziehers Volz vom etwas lebhafter beachtet; Raviar batte rührigen Handel. Daß derartige Delikatessen in Bollstüchen oder Proletarier fleisch von der Keule per 1 Rg. von 1,60-1,00 M. Bauchfleisch und ertrunken ist, bleibt unaufgeklärt. Nicht erwiesen, auch nicht familien gespeist werden, fann wohl niemand behaupten. Gin 1,50-1,10 m. Kalbfleisch per 1 Kg. von 1,60-1,00 m. Hammel wurde. Nachgewiesen ist zwar, daß Mißhandlungen von Rohlens Gegenstück hierzu bildet ber amtliche Bericht der Direktion des fleisch per 1 Kg. von 1,50-0,80. Butter per 1 Kg. von 2,80 ziehern auf Dampfer Sachsen" durch ihre Vorgesetzten auf dieser besagt: In Rindern fand trop des mäßigen Auftriebs fein 1 Kg.: Karpfen von 2,40-1,20 M. Aale von 2,80-1,20 m. der Koblenzieher vor Antritt dieser Reise unterblieben zu fein. lebhaftes, sondern ein ruhiges Geschäft statt; der Schweine- Bander von 2,40-0,80. Sechte von 1,80-1,00 m. Barsche Die angewandten Rettungsmaßregeln waren untadelhaft." martt gestaltete sich bei weichenden Preisen sehr gedrückt und von 1,60-0,70 M. Schleie von 2,40-1,00 m. Bleie von 1,40 fchleppend; der Kälbermartt verlief recht langsam; der bis 0,80 M. Krebse per 60 Stück von 8,00-2,00 m. Hammelmarkt zeigte flaue Tendenz und hinterließ UeberStand. Das allerdings find Bolts Nahrungsmittel die das Volt" nicht kaufen tann! Eine Verlängerung der Giltigkeit der Rückfahrkarten, um welche der Berein" Bonentarif" zunächst für das Weihnachtsfest, dann aber allgemein für alle Festzeiten petitionist hatte, hat der Eisenbahnminister abgelehnt. 02. 8um Streik der Spinner Lancashires ist zu berichten, daß nach einem Wolff'schen Telegramm die Spinnereibefizer o Privatier in feiner Wohnung in der Möckernstraße und Mittags Woche beschränkt haben, um dadurch ihre Kollegen in den anderen Polizeibericht. Am 20. b. Mts. Morgens wurde ein Nordost und Nord- Lancashire die Arbeit auf 3 Tage in der ein Arbeiter im Keller des Hauses Pallifadenstr. 61 erhängt ge- Diftriften zu unterstüßen. funden. Vormittags wurden der pensionirte Beamte Meyer und dessen Ehefrau in ihrer Wohnung, Luisenstr. 26, burch Die Brauer Wiesbadens beschloffen ben Beitritt zum Leuchtgas, das infolge des Bruches eines Ginleitungsrohres in den Schlafraum gedrungen war, betäubt aufgefunden und nach den Arbeitern der übrigen Gewerkschaften solidarisch. mit 1 Vermischkes: In Braunschweig haben fich, mic ber, Wefer- 8tg." berichtet| Raputan jun., Sitfcher und weiß in den Sentralwird, die großen Brauereien zu einer Vereinigung aufammen ausschuß gewählt. Sodann wählte die Versammlung Karl Jahnte gethan, um sich gegenseitig gegen Boykotts zu schützen. Die Ver- zum Vorsitzenden und Richard Babiel zum Kassirer. Hierauf einigung ist auf Grund genauer Statuten zunächst bis 1. April wurde den Kollegen, welche das Fachorgan in ihre Wohnung zu Fabriten von Beit u. Philippi auf Uhlenhorst ist heute Feuersbrunft. Hamburg, 21. Dezember. In den chemischen 1894 geschlossen. Berstöße gegen diese Statuten werden mit einer gestellt haben wollen, anheim gegeben, ihre Adressen bis Ende Vormittag gegen 9 Uhr eine Feuersbrunst ausgebrochen, die Ronventionalstrafe von 10 000 M. für jeden einzelnen Fall ge- des Monats in den bekannten Zahlstellen abzugeben. Nachdem rasch um sich griff und das Mittelgebäude der Salpeterfabrik ahndet. Jede boykottirte Brauerei wird aus der Vereinsfasse noch befchloffen war, den während der Feiertage durchreifenden gänzlich in Asche legte. Eine Weiterverbreitung des Feuers ift mit 8 M. für jedes infolge des Boyfotts weniger verkaufte Hefto- Kollegen eine Extra- Unterstützung zu gewähren, wurde den auf indes jetzt nicht mehr zu befürchten. Der materielle Schaden ist liter Bier schadlos gehalten. Wirthe, die infolge eines Boyfotts dem Boden der Rongreßbeschlüsse stehenden Berufsgenossen an beträchtlich. von einer Brauerei abspringen, erhalten von anderen Brauereien heim gegeben, den örtlichen Interessentenverein zu ignoriren und nur Bier zu erhöhten Preisen. Auch find Bestimmungen ge- Die grünen Karten bis zum 1. Januar zu erneuern. Hierauf fuchungshaft. Die Breslauer Boltswacht schreibt: Jm Liegnik. Sechs Monate unschuldig in Unters troffen wegen der infolge eines Bontotts entlaffenen oder aus- schloß die Versammlung. getretenen Arbeiter u. f. m. In der Praxis haben diese Frühjahr d. J. wurde der Schneidermeister B. Mahle aus Kartelle nicht viel Bedeutung. Wenn die Arbeiter zufammen- Der Verein der Bau- und gewerblichen Hilfearbeiter Lübben wegen Verdachts der Unterfchlagung verhaftet. halten, und das wird meist der Fall sein, sofern es sich bei der von Schöneberg und Umgegend hatte am 18. Dezember Derselbe betrieb bis zum Herbst 1886 hier in Biegnis ein WollBerhängung des Boykotts um Verweigerung von Sälen zu eine Versammlung, in der Genoffe Behrend einen Bortrag waaren- Fabritationsgeschäft en gros und tam durch bedeutende Bersammlungen handelt, so ziehen die Brauereien doch den über Kapital und Arbeit hielt. An Stelle des aus dem Verein geschäftliche Berlufte dann in Bermögensverfall. Stachdem 2. fürzeren. ausgeschlossenen Kollegen Pitered wurde Kollege of ch my etwa sechs Monate im hiesigen Gefängniß in Untersuchungshaft zum ersten Schriftführer gewählt. Zum zweiten Schriftführer zugebracht, ist derfelbe vor einigen Tagen daraus entlaffen worden, wählte die Bersammlung den Kollegen Julius Bierte. Ferner nachdem sich herausgestellt, daß die Ermittelungen dahin geführt wurden Laubsch, Pedras und Seidel zu Arrangeuren des am haben, daß eine Anklage nicht zu erheben sein wird. 2, Weihnachtstage stattfindenden Vergnügens gewählt. Sind Pfannkuchen Konditoreiwaaren? Diese Frage, bie eigentlich erst am Sylvesterabend aktuell" zu werden pflegt, In der Brauchenversammlung der Klempner, die am beschäftigt jetzt die fächsischen Verwaltungsbehörden angelegentlich. 14. Dezember tagte, wurde Kollege Boges zum Beisiger im Vor: Es waren nämlich über die Frage, ob Pfannkuchen zu den ftand vorgeschlagen. Der Vorsitzende gab darauf bekannt, daß Ronditoreiwaaren, für deren Verkauf an Sonn- und Festtagen der Verband den Mitgliedern Urania- Billets á 40 Bf. zum 19. eine fünfstündige Geschäftszeit inneguhalten ist, oder zu den und 23. Februar zur Verfügung stellt. Zahlreiche Betheiligung Bäckerwaaren, für welche ein weiterer Spielraum besteht, zu ift. erwünscht. rechnen find, Zweifel entstanden, indem die Bäckerinnung zu Ueber den Streik der Buchdrucker Neuchatels berichtet die Frankfurter Zeitung": Der Streit dauert fort, ist jedoch seit Sonnabend in eine andere Phafe getreten. Die Buchdruckerei befizer, die im Anfang sich weigerten, in Unterhandlungen zu treten, erklärten sich bereit, eventuell einen ganz neuen( ohne Boreingenommenheit beiderseits) ausgearbeiteten Tarif anzunehmen. Dieses Angebot wurde jedoch von den Gehilfen abgelehnt aus dem Grunde, weil es feine Bürgschaft dafür enthalte, daß die neunstündige Arbeitszeit angenommen würde. Zwei Gehilfen find in Arbeit geblieben, vier wurden infolge Kontrattes gezwungen, die Arbeit wieder aufzunehmen. Bisher haben nur awei Nichtvereinsmitglieder( Deutsche) die Stellen der Streifenden gerichts- Wahlen zur Gruppe III( Baugewerbe) ge- au den Bäderwaaren zu rechnen seien. Die tönigliche KreisDie öffentliche Versammlung der für die Gewerbe. Großenhain fich darauf stützte, daß Pfannkuchen als Hefengebäck bewilligte den Gehilfentarif. Der Verwaltungsrath der Société hörenden Arbeiter, welche zum 18. Dezember einberufen war, ben diese gegen den ihr ertheilten abfälligen Bescheid eingewendet typographique" erklärte sich bereit, auf grund der neunstündigen daher folgende Gewerbe aufgefordert, in öffentlicher Gewerkschafts- des Landesgesetzes, die Sonn-, Fest- und Bußtagsfeier betreffend, fonnte des schwachen Besuchs halber nicht stattfinden. Es werden hatte, verworfen, weil unter der weißen Bäckermaare im Sinne Arbeitszeit einen Tarif innerhalb Vierteljahrsfrist mit ihren Gehilfen zu vereinbaren. Infolge dessen nahmen die Gehilfen Bauarbeiter 1, Buyer 1. Die Adresse der Gewählten ist sofort mehl und Hefe hergestellte Gebäck zu verstehen fei, welches, wie innerhalb Vierteljahrsfrist mit ihren versammlung Ersatzkandidaten zu wählen: Maler 2, Zimmerer 1, beider Geschäfte heute Morgen die Arbeit wieder auf. Das Dreierbrötchen, Milchbrötchen, Semmel, Hörnchen u. f. w. als vom 10. September 1870 im allgemeinen nur das aus WeizenZentralfomitee des Vereins schweizerischer Buchdruckereibefizer nach vollzogener Wahl an Sabant, Refselstr. 20, einzusenden. mehr und Hefe hergestellte Gebäck zu verstehen fei, welches, wie war gestern in Bern versammelt. Die Prinzipale von Neuchâtel Bei dieser Gelegenheit richtet die Agitationskommission für die Dreierbrötchen, Milchbrötchen, Semmel, Hörnchen u. f. 1. als waren auch eingeladen, um eventuell einen Ausweg zur Bei- Gruppe III nochmals die Aufforderung an die in Betracht Frühstückswaare bezeichnet zu werden pflege, zu dieser einfachen legung des Streits zu finden. Die befriedigende Lösung ist jedoch tommenden Arbeiter, endlich etwas mehr Intereffe für die Ge- Gebäckforte aber die mehr der Lurusbäckerei angehörenden Pfanunicht gefunden worden, da die Gehilfen von der Verkürzung der werbegerichts- Wahlen zu zeigen. Die Gleichgiltigkeit der Berliner fuchen nicht gerechnet werden könnten. Arbeitszeit nicht abgehen wollen. 2500 Fr. Unterstützungen Arbeiter steht im grellen Kontrast zu dem lebendigen Eifer, den wöchentlich sind ihnen von verschiedenen Gewerkschaften zu gerichts- Wahlen an den Tag gelegt haben. Möge die Berliner unsere Genossen in der Provinz allenthalben für die GewerbeArbeiterschaft hieran ein Beispiel nehmen! gesichert worden. Die Gewerkschaften Frankfurts a. M. haben sich gleichfalls zu einem Kartell vereinigt. Dasselbe hat zum Zweck „ die beruflichen und gewertschaftlichen Interessen, sowohl der ganzen Arbeiterschaft als solcher, wie auch diejenigen der einzelnen Gewerkschaft gegenüber dem Staat und dem Arbeitgeber." " Dividende und Arbeitslohn. Die Farbwerke vormals Meister, Lucius und Brüning in Höch ft a. M. lassen, wie die Frankfurter Volteftimme" meldet, ankündigen, daß sie auch dieses Jahr 26 pet. Dividende vertheilen werden. Dagegen er halten in Höchst die Arbeiter in der Regel einen Tagelohn von nicht mehr als 2,20 bis 2,40. Bahrscheinlich zahlen die Farbwerte auch nicht mehr troh ihres für die jetzigen Berhältnisse geradezu riesigen Profits. Bur Konzentration des Kapital8. Das Organ für Hütten- und Bergwerksbefizer" bringt folgende Notiz: Im Jahre 1857 waren im Dortmunder Bergwerksdistrikt noch 299 Betriebe vorhanden, im Jahre 1890 waren dieselben auf 175 zusammengeschmolzen. Im Jahre 1857 waren 30 600 Arbeiter beschäftigt, im Jahre 1890 hingegen 127 000, so daß auf jeden Betrieb im Durchschnitt 730 tamen, während im Jahre 1857 deren nur 103 in jeder Mine arbeiteten. 1857 produzirte jeder Arbeiter 131 Zonnen pro Jahr, 1890 277 Zonnen. Die Ergiebigkeit der Produktion hatte sich verdoppelt, der Lohn ist um 35 pt. ge fallen. 67 pet. des Gesammt- Einkommens fiel den Aktionären Bu, 38 pet, wurden als Arbeitslohn verausgabt. Wünschen die Gegner noch einen fräftigeren Beweis dafür, daß sich die Sage der Bergarbeiter gegen früher außerordentlich verschlechtert hat? Die Kondukteure der Baltimore Ohio Gisen. bahn haben eine 10prozentige Lohnerhöhung durchgesetzt. Gesunkener Dampfer. London, 21. Dezember. Gine bei englische Dampfer" Nubian", von Southampton nach Capstadt Lloyds" eingegangene Depesche aus Lissabon meldet: Der gehend, ist infolge starten Nebels bei der Einfahrt in den Hafen von Lissabon aufgerannt. Der Dampfer ist fest sitzen geblieben; Wie uns berichtigend mitgetheilt wird, ist der im letzten seine Lage ist sehr gefährlich: die Passagiere sind gerettet.Versammlungsbericht der Maler- Bereinigung erwähnte Hermer Nach einer weiteren bei Lloyds" eingegangenen Depesche aus chmidt fein Fachgenoffe, sondern Restaurateur. Lissabon hat sich der im Hafen von Lissabon aufgerannte Arbeiter- Bildungsschule. Donnerstag Abends 8-10% Uhr: Süd- Nur der Topmaft ragt aus dem Wasser hervor. englische Dampfer Nubian" mit Waffer gefüllt und ist gesunken. Schule: Hagelsbergerfir. 43: Unterricht in Deutsch( oberes), Logit; Südost= 9 Uhr. straße 15, b. Stehmann. bet Rudolf. Müllerstr. 7 bet Reichardt. Seydelfir. 30 bet Preußer. bet Mölter. Gefangverein der Studateure Berlins und umgegend, winter. firaße. Gefelliger " Eine rentable, Theilerei", schreibt die Schwäbische Tag- Schule, Reichenbergerfir. 133: Kaufmännisches Rechnen, Wechselrecht, Eine Rücksichtslosigkeit der Pariser Polizei. Ein junger wacht", können die Aktionäre der 3 uderfabrik Stuttgart forrespondenz; Ostschule, Markusfir. 31: Unterricht in Physiologie: Desterreicher, Herr Rudolf Langer, der sich in Paris aufwieder vornehmen. 176 362,66. betrug der Reingewinn aus tönnen noch Schüler und Schülerinnen, auch jest, im Laufe des Semesters, hält, um die französische Sprache zu lernen und in dem Geschäft Nord- Schule, Müllerstr. 179a; Unterricht in Chemie. In alle Fächer bem Jahre 1891/92; hierzu fommen noch 8009,16 M. Gewinn- eintreten. vortrag vom vorigen Jahr, so daß 184 371,72 M. unter die bei Schröder, Wiesenstr. 39, Hefe- u. Diskutirklubs. Donnerstag. Dieggen, abends 8% Uhr über die Rücksichtslosigkeit ber Pariser Polizei, eines Juweliers als Bolontär thätig ist, beklagt sich bitterlich paar Aktionäre zu vertheilen find! Es erhalten die Inhaber der Gieshoit. Neue Beit, Abends 8 Uhr, Boyenstr. 40, bei Süd- Ost, bei Zolfsdorf, Sorauer- und Görligerstraßen Gce. der er zum Orfer gefallen ist. Bekanntlich war an dem Tage, Prioritätsaftien 1. und 2. Emmiffion 11 pCt. und die der Stamm- erwegh, abends 8 Uhr, Reichenbergerstraße 54, Ede Laufigerstraße, bet als vor den Bureaus der Bergwerksgesellschaft von Carmaux in attien 10 pet. Dividende. Außer diesem Reingewinn werden Schayer. Aug. Geib, Donnerstag bei Bubeil, Naunynstraße 86, abends der Avenue de l'Opéra die Dynamitbombe gefunden wurde, die noch 9585,78 M. dem Reservefondskonto II und 25000 M. einer weg Treptow. Hasenclever, Abends 8 Uhr, Restaurant Bischof, BaumschulenSpezialreserve zugewiefen und 5186,07 M. auf neue Rechnung Grunt. 1: Gigung.- Sozialistischer Lese- und Diskutirtlub, Emanzipation, Abends 8 Uhr bei Spat, Weinstr. 28 dann in dem Polizeibureau der Rue des Bons Enfants Distutirklub der ausbiener, Abends 9 Uhr bei Sommer, explodirte, in jenem Hause ein blonder junger Mann gesehen vorgetragen, lauter Summen, die zu dem Zwecke angelegt werden, abends 8% Uhr, Manteuffelstr. 60. worden, der bas franzöfifche mit ausländischer Be den Gewinn nicht zu groß erscheinen zu lassen. Das sind die Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Alle Menderungen im tonung sprach und sich bei einer Dort wohnenden Leute, welche die Sozialdemokraten als" Theiler" in Mißtredit Bereinstalender sind zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelstr. 70. Modistin als Damenschneider" angeboten hatte. Auf bringen wollen!" Donnerstag. Uebungsstunde Abends 9 Uhr. Aufnahme neuer Mitglteber. St. Urban, Annenstr. 9, bet Prog. Kornblume, Blumenfir. 64, bei ihn hatte sich der Verdacht der Thäterschaft gelenkt. Am Annenstr. 16, bei Reßner. Wuttke. Frühlingsluft, Bülowftr. 59, bet Werner. Bregelschluß 28, November um 10 Uhr Morgens nun wurde Herr Langer auf 28eiße Rose, Reinickendorf, Seeschlößchen bei der Avenue de l'Opéra von einem Geheimpolizisten ver= Böttcher.- Morgenroth, Rummelsburg, Berlinerstraße 9, bei Briefecte. einig tett( Butmacher), Bappel- Allee 3-4, bet Strauſe. Dorfglödletn, Wilmersdorf, Berliner- und Augustfir.- Ecke bei Schulz. haftet. Ich wurde," erzählt er, auf die Präfektur geführt, wo Tempelhof, Dorfftr. 10, bet Gerth Harmonie, man mir mittheilte, daß mich der Geschäftsdiener der Modiftin Butunft 2, Nieder- Schönhausen, Buch verhaften ließ, weil er mich als den verdächtigen blonden jungen holzerstraße bet Sempet, Oft- und Westpreußischer Wänner Mann erkannt habe. Der Mensch wiederholte mir in's Gesicht Gesangverein, Holzmarktstr. 3, bet Deter.- Edelweiß, Melchior stod den 2, Süd- Ost, Reichenbergerfir. 16 b. Pagold. Einigtett 2, jenem Tage aus, denn glücklicherweise verbrachte ich ihn in GeBoray, Wienerftr. 81 b. Drügemüller. Mat feine Angabe. Jch wies mich fofort über meinen Aufenthalt an Groß- Lichterfelde, Amalienstraße, b. Sann. Frete Sänger, Krautftr. 6, fellschaft meiner Freunde, die ich nicht eine Minute verlassen 8utunft 3, Welten, bet W. Grunow. Kreuz berger Garmonie, Sindenstraße 106, bet Poppe. Nordstern, hatte. Nichtsdestoweniger bestand der Mann auf seiner Ausnachmittags, Gipsstraße 8 bet Pyrtec. Morgengrauen,( Bäcker), 8 bis 5 Uhr fage, und obgleich alle Auskünfte über meine Person ausgezeichnet Steinfeger Sängerchor, Rastanten allee 28 bet Maiwald. Liebes& o, Reichenberger- und waren, ließ man mich nicht frei. Der Polizeikommissar ging mit ftraße 5 bei Behrendt.- 3orwärts 9, Charlottenburg, Schillerstr. 102 legte Beschlag auf sämmtliche Briefe und Photographien meiner Forsterstraßen Ede, bet Spindler. Liedertafel Weft end, Blumenthal mehreren Schuhleuten in meine Wohnung, fuchte alles durch und bet Stahl. Gefangverein Freundschaft 1, Brunnenstr. 114 bet Eltern und Berwandten. Man führte mich dann zurück auf die Oswald Berliner. Gesangverein Abendroth in Deutsch Wilmersdorf Statthalterei, wollte mich durch Lügen, Versprechungen, Drohungen Arbeiter- Gefango. Spandau Mönchstraße bei und weiß Gott was alles zwingen, einzugestehen, daß ich die Gesangverein Vorwärts 2" Schönhauser Allee 28, bet stuhl Bombe in die Avenue de l'Opéra getragen habe und ein men. Arbeiter- Gesangverein 2yra 2, Charlottenburg, Caurfir. 23, bet Lange. Gesangverein Spandau, Städtische Bade- Anstalt, Wröhmänner Anarchist sei. Man stellte mich noch mehrmals dem Diener der Gefangverein Collegia 2( frete Bereinigung der Zivil- Berufsmufiter), Neue das gesuchte Individuum sei. Gefangverein Fesenfest( Gem. Chor), Badftr. 32, bet Marr. Modiftin gegenüber, welcher Gió abzulegen bereit war, daß ich Friedrichstr. 44, bei Röllig. All mein Sträuben war umsonst, Gefangverein der Kürschner, Neue FriedBöchftr. 8, bet A. Moewes. richstraße 44 bet Röllig. Gefangverein Proletariat"( gem. Chor). man ließ mich abführen, und so wurde ich, nachdem ich durchGoring. Gefangverein Arton" in 2Bittenberge, bei sucht war und man mir Kette, Uhr, Ringe und alle Sachen Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. weggenommen, in das Gefängniß zu Mördern, Missethätern und Alle zuschristen den Bund betreffend find zu richten an: G. Schröder, Dieben abgeführt, wo ich nicht nur die Nacht und den folgenden Nostizstraße 29, 3 Treppen. Donnerstag: Rauchklub Graue Wolfe, Tag zubringen mußte, sondern auch auf das rohefte behandelt, Krautstr. 48.- Mufitverein Osiris, bet Roll, Adalbertstr 21. welch letzteres ganz Berein Grüne Eiche( vor dem Salle'ichen Thor), bei Raporte, Solms- beschimpft und mit Wasser und Brot traße 1. Bergnügungsverein Alpen vettchen 2, Strausbergerstr. 3. ungenießbar war- genährt wurde. Aber der Appetit war mir Regel- lub Lustige 18, präzise 8 Uhr, bei Boll, Wiener Straße 1. vergangen, ich habe nichts gegessen. Als ich endlich die Nacht ret und euftig bei Göße, Oranienstraße 163. Gefelliger Verein Freundschaft, Schönhauser Allee 46. Geselliger Verein Gefelliger Berein schlaflos und unter quälender Sorge verbracht hatte, führte zalie, Michael- Brücke 1. Bimmer- Schüßengesellschaft Fein Korn bet man mich gegen 9 Uhr morgens in einen großen Saal, wo man Klatt, Boechfir. 61. Musttverein Pautenschwengel, Stallschreiber mich wie einen Raubmörder photographirte, den Körper abmaß Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Donnerstag. und alle Merkmale einschrieb. Hernach warf man mich zurück ins Männer Gesangverein Alt- Dessau, Abends 9 Uhr, bet kind, Wrangelfir. 91. Gefängniß, aus welchem ich endlich gegen 5 Uhr nachmittags für Gesangsabtheilung des sozialdemokratischen Arbeitervereins für immer erlöst sein sollte. Gin Schuhmann holte mich, legte mic Weißensee und Umgegend. Donnerstags und Sonnabends Abends bei Müller( Pfeifenmüller), Königs Chauffee. Männer Gesangverein Handfeffeln an und führte mich vor dem Untersuchungsrichter, der Tyrolienne, Abends 9 Uhr bei Faustmann, Reichenbergerstr. 78a. mir erklärte, daß ich unschuldig sei, daß die Auskünfte über meine Gesangverein Glodenrein, gemischter Chor, jeden Donnerstag von 9 bis Person ausgezeichnet seien und daß ich vielleicht bald in Freiheit 11 Uhr bei Knapp, Kastanien- Allee 95/96. Mufitverein Frisch auf, Annenstr. 14, bet Ghrenberg. gesezt werden würde. Meine Verhaftung war sehr rasch bePrivat- Theaterverein Fidéler Geist 2", Abends 9 Uhr, im Märttschen fannt geworden und mein Chef sowohl wie mehrere andere anDie hiesigen Mitglieder des Verbandes der Porzellan Sof, Admiralitr. 18. Theater- Berein uitania 2" jeben Donnerstag gesehene Personen waren alsbald auf die Präfektur geeilt, um maler bielten mit den im Ortsverein Berlin II organik ühe, Borstädtisches Rafino, Ackerstr. 144. firten Berufsgenoffen gemeinschaftlich eine Versammlung ab, um Donnerstag Abend von 8-10 Uhr, in der Zurnhalle, Pantsir. 26. Turnverein Gesundbrunnen( Lehrlings- Abtheilung) turnt Montag mich auszuweisen und für mich zu bürgen. Aber erst als der österreichische Botschafter Graf Hoyos persönlich sich zu dem Präbehufs Verschmelzung der beiden Organisationen sich zu ver Gefellig er Berein Freiheit, abends 9 Uhr, bet Thierbach, Schwedter fetten begeben und meine Freilassung verlangt hatte, wurde ich ständigen. Beschlossen wurde, daß die vom Zentralvorstand ein- ftraße 44. Gefelliger Klub Blaueilchen, abends 9 Uhr, Annenstr. 9 bei endlich in Freiheit gesetzt. Jetzt allerdings brachte man alle mögVerein ehemaliger 22. Gemeindeschüler, puntt gezogenen Mitgliedstarten wieder zurückgefordert werden sollen. 9 Uhr bei Schröder, Stegltyerftr. 18." Die darauf erstattete Abrechnung vom Stiftungsfest ergab eine Uhr, bei Belterhoff, Antonftr. 5. Pfropfenverein Webbing, abends lichen Entschuldigungen vor und händigte mir meine sämmtlichen Freundschaft, Abends 9 Uhr, Sachen wieder ein, aber für die Qualen, die ich 30 Stunden lang Ginnahme von 70 m. und eine Ausgabe von 45,50 m. Gebet Busse, Schönhauser Allee 46. Vergnügungs- Verein Renata jeben zwischen Verbrechern aller Art ausgestanden und die ich nie verbleibt mithin ein Ueberschuß von 24,50 M. Diefe Summe Donnerstag Uhr Abends im Restaurant Göz, Drantenftr. 153.- Zither flub Gleich beit, jeden Donnerstag Abend 9 Uhr, bet Sohn, Btonstirch geffen werde, kann man mich nicht entschädigen." Zur Ehre der wurde dem Unterstüßungsfonds überwiesen. Etwa ferner noch plas 11a. Gefangverein Proletartat( gent. Chor) feden Donnerstag französischen Presse sei hinzugefügt, daß sie fast einstimmig diese einfommende Beträge sollen zu Gunsten der Bibliothek verwendet abends 9 Uhr, Nebungsflunde bet Möwes, Böchstr. 8.- Geselliger Beretn werden. Betreffs der Bibliothek wurde noch beschlossen, daß univerfum, Sigung mit Damen Abends 9 Uhr b. Sagemann, Bothringer Ungeschicklichkeit der Polizei getadelt hat. deren Benuzung auch den Mitgliedern des Ortsvereins jederzeit mo abiter, Stephanftr. 23, bei Sitito, jeden Donnerstag um s uhr und London, 14. Dezember. Vom Arbeiter zum Pair. Der freistehen soll, das Eigenthumsrecht bleibt jedoch den Mitgliedern jeden Donnerstag nach dem 15 im Monat Sigung mit Danien. Standard" erhält aus Christchurch einen interessanten Bericht des Malerverbandes gewahrt. Ein gleicher Beschluß wurde in Rauchttub collegia, Abends» Uhr, in Bernhardt's Deftillation, über die vier Arbeiter, welche in Neu- Seeland zur Pairswürde Cfaligerstr. 41.- Rauchflub Waldesgrün, Abends 8 Uhr, Restaurant erhoben worden sind. betreff des Unterstützungsfonds gefaßt. Zu Revisoren dieses. Gaspar, Reichenbergerstr. 113a. The Hon. J. E. Jentinson ist Kesselver-Rauchtiub Ohnesorge, Abends 9 Uhr nieter in den Eisenbahnwerkstellen der Regierung. Er saß Fonds wurden Biermann, Schleif und Weise ge- Restaurant Buder, Gräfestraße 18. Rauchklub Sternfpige, Abends wählt. Es wurde ferner bestimmt, daß die dem Kassirer zu Bu, bet Glementiert, der oorferstr. 8.- Rauchflub Arcona, Abends gerade bei der Arbeit in einem großen Dampfkessel, als der 9 Uhr, Reichenbergerftr. 71. Rauchtlub Arabi Basha, Telegraphenbote kam und ihm die Anfrage überbrachte, ob er ge= zahlende Entschädigung aus dem Unterfiügungsfonds genommen abends 9 Uhr, bet Berndt, Perlebergerstr. 17. Klub Dhnestreit, jeben neigt sei, sich in den Reichsadelsstand erheben zu lassen. Selbstver werden soll. Die nächste Bersammlung findet am 21. Januar Donnerstag Abend& Uhr im Reſtaurant Böhmer, Brigersir. 32. Rauchtlub Süd- West, Abends 9 Uhr, Simeonfir. 28 bet glid. Theaterverein Mat- ständlich hielt er die Drahtmeldung, die ihm durch ein enges Loch in den nächsten Jahres bei Schultheiß, Alte Jakobftraße, statt. glödchen, Englischer Hof, Neue Noßstr. 8.- Rauchtlub Brüderlich Kessel hineingereicht wurde, für einen schlechten Scherz; man konnte Leit, jeben Donnerstag von bis 11 Uhr bei Lehmann, Statfer Franz ihn nur mit Mühe dazu bringen, die Anfrage des Gouverneurs Grenadier- Platz 7.- Naulub Norbstern, jeben Donnerstag nach dem 15. im Monat bet G. Seinide, Frtebrich- tarifir. 11, Briebrichsberg. zu beantworten. Er ließ sich auch weiter in seiner Arbeit nicht auchlub Giborado, Donnerstag, Abends 8% Uhr, Restaurant W. Schulze, stören. Jentinson ist 38 Jahre alt und in der Kolonie geboren. Stattlub tournee, Abends 8% Uhr, bei ulrich, Wrangelfir. 84. Er ist ein intelligenter, verständiger Arbeiter, Vorsitzender des lub udwärts, Abends 8% Uhr bei Arndt, Ballijadenjir. 47. Keffelmacher- Gewerkvereins und Bizevorsitzender des Canterbury Ruderverein or wärts. Gigung am Donnerstag, Abends 8 Uhr, bei Handels- und Arbeitsrathes. In Dunedin hat er sich große WerBodenburg, Kommandantenfir. 10-11. Gäfte willkommen. Schießtlub dienste um die Errichtung von technischen Klassen für seine Mitarbeiter erworben. The Hon. John Rigg ist Seger in der Staatsdruckerei. Er ist 84 Jahre alt, in Victoria geboren, aber schon lange in ber Kolonie ansässig, und verdankt feine Auszeichnung seiner Stellung als Borfizender des Handels- und Arbeitsrathes in Die amerikanischen Ritter der Arbeit"( Knights of Labor) haben, wie uns berichtet wird, wiederum ihren reaktionären Charakter bewiesen durch Annahme einer Resolution, in welcher der Senat aufgefordert wird, ein Gesetz zu erlassen, nach dem jeder Ginwandernde soviel im Besiz haben soll, um ein Jahr davon leben zu können. Versammlungen. In einer Drechslerversammlung, die am 18. Dezember lagte, hielt Genoffe Mattutat einen beifällig aufgenommenen Bortrag über Spiritismus und Hypnotismus. Nachdem sodann noch auf die Bedeutung der Gewerbegerichts- Wahlen, sowie auf bie nächstdem stattfindende Versammlung der Orts- Krantenkaffe hingewiesen worden war, schloß der Vorsitzende die Versamm Tung. In der öffentlichen Versammlung, welche die Mitglieder bes Allgemeinen Unterstützungsvereins ber Töpfer Deutschlands am 18. Dezember abhielten, wurden zunächst die Kollegen Straße 58. und 6. Prog. 1 " straße s1. Borträge, Fidelitas. Ditbahnhof 7. der alten Zel 1, jeden Donnerstag, Abends 8 Uhr, bei Nitolei, Elisabethkirchstr. 17, Stat= vor langen Seiten im Betriebe gewefen ist und man nimmt an, eiland im Hafen von Nauplia gefangen gehalten. Werden Sin daß es eine der Minen ist, welcher die Azteken Jahrhunderte richtungen befchloffen, so holt ein Kriegsschiff beide ab und zurück ihren Reichthum zu danken hatten. Eine Ausbeute der bringt sie nach dem Orte, wo die Hinrichtung stattfinden soll. wieder aufgefundenen Goldmine im größten Maßstabe ist in Meift ist dies der Schauplatz des Verbrechens, zu dem Vorbereitung. der Armesünder erst transportirt werden muß. Die zu auch im Tode verleugnet Depeschen. Bellington. Bor wenigen Monaten leitete er den Ausstand der Bferdebahn- Bediensteten in Wellington. The Hon. William Bolt it feit 28 Jahren Aufseher in einem Lagerhaus in Dunedin; er ift ein geborener Schotte, war früher Matrose, lebt aber Schon länger als 30 Jahre in der Kolonie. Er hat fich eine gute historische und nationalökonomische Bildung durch Ein Riesendampfer. Gin amerikanischer Schiffsingenieur, Verurtheilenden erfahren erst in letter Stunde das bevorstehende Selbststudium erworben. Der vierte Arbeiter- Reichsgraf" ist der James Graham, hat ein Modell für einen neuartigen tran 3: Ende. Die Hinrichtungen erfolgen öffentlich; wenn mehrere Ber Faktor in der Druckerei des Evening Star von Aucland. Der atlantischen Bassagierdampfer vollendet. Daffelbe brecher abzufertigen sind, muß jeder den Todeskampf und die Besitzer dieser im Norden von Neu- Seeland start verbreiteten besteht aus neun Schiffsrümpfen, die in Gruppen von je drei üblichen Reden seiner Vordermänner Beitung galt allgemein für den Mann, der beim nächsten Pairs hintereinander geordnet sind. Das dadurch gebildete große Fahr sich der Grieche nicht über sich ergehen lassen. Von einer ab= Schub berücksichtigt werden würde. Statt dessen hat er diese zeug hat wieder fast die gewöhnliche Schiffsform, aber von schreckenden Wirkung dieser Deffentlichkeit kann nicht die Rede sein. Ghre seinem Faktor überlassen müssen. Das Mandat für die kolossalen Dimensionen. Seine Länge soll 440 Meter, feine Namentlich Räuber, wenn sie nur muthig sterben, werden im BoltsPairstammer läuft sieben Jahre und ist mit einem jährlichen Breite 44 Meter betragen. Der Tonnengehalt wird auf 26 000 munde zu Helden; Volkslieder verewigen ihr Andenken; ihr Bild Ehrenfold von 3000 Mart verbunden. Die Ernennung hat natür- angegeben. Nach dem Modell soll das Riesenschiff sieben Paar schmückt die Wände mancher Bauernhütte. Es soll auch ein Geset lich gewaltiges Aufsehen in der Kolonie gemacht. Schrauben im Durchmesser von je 16-17 Meter erhalten, welche eingebracht werden, welches den Vollzug von Zodesurtheilen Erhält auch die den vier Arbeitern zugedachte Ehre einen durch sieben Maschinen bewegt werden, die 50 000 Pferdekräfte innerhalb der Gefängnißmauern feſtſeßt. etwas bedenklichen Beigeschmack dadurch, daß sie jetzt mit irgend indiziren. Der Dampfer würde 4000 Paffagiere faffen tönnen. einem etwa im ganzen Reich als Blutsauger bekannten Landlord Mr. Graham berechnet die Baukosten des Schiffes auf 7/2 Mill. auf gleiche Stufe gestellt werden sollen, so nöthigt uns dies Er- Dollars. eigniß doch zu einem, natürlich befriedigend ausfallenden Ber- Aus dem Klaffischen Lande. Athen, 9. Dezember.( Frankgleich mit den Verhältnissen im eigenen geliebten Vaterlande. furter Zeitung"). Seit Montag, also binnen fünf Tagen, haben Bei uns find glücklicherweise derartige Rangerhöhungen aus- neun Hinrichtungen durch das Fallbeil stattgefunden, zwei in Paris, 21. Dezember. Gerüchtweise verlautet, die Checks geschlossen. Man stelle sich auch nur einmal das fomische Bild Athen, vier in Aegina und drei in Nauplia. Heute wird ein des Agenten Reinach's, Arton, seien aufgefunden und befänden vor, wenn etwa der„ Rädelsführer" eines Streits zugleich etwa Soldat in Missolonghi erschossen, womit die Reihe der dies sich in den Händen des Justizministers Bourgeois. Es sei zu mit Herrn v. Buttkamer zum Mitgliede des Herrenhauses er- jährigen Abschlachtungen beendet ift. Ist eine so große Anzahl gewärtigen, daß neuerlich Parlamentarier verhaftet und gerichtnannt würde. Welch' ein Schrecken für die gute Gesellschaft! von Hinrichtungen bei einer Bevölkerung von nicht viel über lich verfolgt werden. Ein ehemaliger Deputirter aus einem der Die Entdeckung einer Goldmine von fabelhaftem Reich zwei Millionen Seelen auffallend, so erscheint sie noch merk- östlichen Departements foll heute Vormittag verhaftet sein. thume ist, wie die N.-Y. H.- 3." berichtet, einem Raufmann würdiger durch den Umstand, daß die neun Hingerichteten unter ( Depeschen des Bureau Herold.) Namens Arthur D. Corna in Altair, einem Städtchen im west- mehr als Hundert zum Tode Verurtheilten ausgewählt wurden. Köln, 21. Dezember. Die Sozialisten beriefen gestern Abend die lichen Theile des Staates Sonora in Merika, auf folgende merk. Dieses System, zum Tode verurtheilten Verbrecher eine Versammlung Arbeitsloser, von denen etwa 2000 erschienen würdige Weise geglüdt: Vor kurzer Zeit taufte er von einem Monate lang in der schrecklichen Ungewißheit über ihr Schicksal waren. Ein Versuch, dieselben sämmtlich in das sozialistische Indianer ein Stück Quarz, das mehr als sechs Pfund reines zu belaffen und die Namen der nicht Begnadigten bis Gold enthielt. Wenige Tage später erschien der Indianer wiederum zum letzten Augenblicke geheim zu halten, ist barbarisch. Vielleicht Lager hinüberzuziehen, hatte anscheinend Erfolg. Es wurde die mit einem vom Golde funkelnt en Quarzstücke, welches ihm der ist es als eine Verschärfung der Strafe gedacht, es übt aber nicht Absendung einer Deputation an die städtischen Behörden beRaufmann für 20 Dollar abfa ifte. Für 30 Dollar erklärte sich eine Wirkung im bessernden Sinne. Höchst eigenthümlich ist auch der Eingeborene schließlich bereit, den Fundort anzugeben, weigerte die Art des Vollzuges. Da in Griecheuland das Henkeramt für sich jedoch, den Kaufmann dahin zu begleiten, einer alten Sage so entehrend gilt, daß der dasselbe Ausübende nicht eine Stunde wegen, der zufolge ein Eingeborener, der einem Merikaner eine seines Lebens sicher wäre, so ist seit undenklichen Zeiten der Goldmine zeige, innerhalb zwölf Tagen unfehlbar stürbe. Die jeweilige Nachrichter ein zum Tode verurtheilter Verbrecher, der von Corna so entdeckte, und von ihm Feedorena" genannte, gegen die Bedingung, das schaurige Aut zu übernehmen, begnadigt überaus reiche Goldmine weist deutliche Anzeichen auf, daß sie wird. Der Henker und sein Werkzeug werden auf einem FelsenSozialdemokratischer Wahlverein für den 2. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Sonntag, den 25. Dezember( 1. Weihnachtsfeiertag): Gemüthliches Beisammensein Ein grosser Posten schadhafter Steppdecken à 3, 4, 5 M. Werth das Doppelte! circa 1000 Stück schwere buntfarbige NormalSchlafdecken im grossen Saal der Berliner Bockbrauerei am Tempelhofer Berg, bestehend in Vokal- und Juftrumental- Konzert sowie komischen Vorträgen, unter gütiger Mitwirtung der Gesangvereine ,, Frühlingslust" und mit kleinen Maschinenflecken! In Sängerkette" unter Leitung ihres Dirigenten Herrn Karl Wuth, und des reizenden Jaquard- Mustern! Größe 372/4 150 x 200 cm. Gesangsfomiters Genoffen Heise. Anfang 6 Uhr. Billets& 20 Pf. find bei den Vorstandsmitgliedern und in den Bahl- pro Stück 4 M. 50 Pf. ftellen zu haben. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. Freie Vereinigung aller in der chirurgischen Branche beschäftigten Berufsgenossen. Sonntag, den 25. Dezember( 1. Feiertag): Weihnachts- Vergnügen in Keller's Gesellschaftsfälen, Bergstr. 68. Anfang der Kinderbescheerung Nachmittags 4 Uhr. Nachher: Vorträge und Tanz. Eintritt 20 f. Billets find bei sämmtlichen Vorstandsmitgliedern zu haben. Der Vorstand. 130/3 Achtung! Die Parteigenoffen des 5. Wahlkreises, insbesondere die Mitglieder des Wahlvereins werden hiermit zu dem am 27. Dezember 1892( dritter Weihnachtsfeiertag), Abends 6 Uhr, im Lokale des Herrn Seefeldt, Grenadierstr. 33, stattfindenden 378/3 Geselligen Beisammensein, verbunden mit Tanz und sonstigen angenehmen Ueberraschungen, eingeladen. Zahlreiches Erscheinen erwünscht. Der Vorstand des Sozialdemokratischen Wahlvereins für den 5. Berliner Reichstags- Wahlkreis. NB. Entree wird nicht erhoben. Todes- Anzeige. Orts- Krankenkasse Hierdurch allen Genossen und Freunder Schneider zu Berlin. den zur Kenntniß, daß mein lieber Mann, Gustav Steinmetz, an Die Herren Arbeitgeber, welche Beider Proletarier- Krankheit, nach mehr träge aus eigenen Mitteln zur Ortsbenn zweijährigem Krantenlager am Krankenkasse der Schneider zahlen, Montag, den 19. d. M., verstorben ist. werden zu der am 30. Dezember, Die Beerdigung findet am Donners- Abends 8 Uhr, Kommandantenstr. 71 tag, Mittags 1 Uhr, vom Trauerhause, bis 72, bei Ebert( Neues Klubhaus), Langestraße Nr. 19 aus nach dem St. stattfindenden Markus- Kirchhof in Wilhelmsberg statt. Wahl- Versammlung Die trauernden Hinterbliebenen. Ethische Gesellschaft. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Mitglied Gustav Steinmetz an der Proletarierkrankheit verstorben ift. Die Beerdigung findet am Donnerstag, Mittags i Uhr, vom Trauerhause Langestr. 19 nach dem St. Markus- Kirchhof in Wilhelmsberg ftatt. Um rege Betheiligung bittet 140/16 Der Vorstand. Weißbierbrauerei eingeladen. Sonft. Preis 9 M. Seltener Gelegen heitstauf: Echte Kameelhaar- und Normal- Schlafdecken, fehlerhaft! à St. 10, 15 u. 18 M. Sonstiger Preis!! 18, 30 u. 36 M. Meine illustrirte Preisliste über hochfeine Stepp- u. Schlafdecken gratis und franko. 33832 Fabrik schlossen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Briefkaffen der Redaktion. Softa. Wenn ein Irrthum unfererseits vorliegt, bitten wir um Entschuldigung. Wiederholen Sie Ihre Anfrage. -h., 2. Uebersichtlicher, turzer Bericht erwünscht. Uhren und Goldwaaren in solidester Ausführung billiger wie in jedem Laden Georg Wagner, Uhrmacher, Oranienstrasse 63, 1 Treppe, nahe Moritzplatz. Bitte auf die Hausnummer zu achten! Eigene Werkstätte. Gegründet 1877. Spezialität: Stepdecken- Emil Lefèvre, einste Shweizer Präzisions- Uhren mit Remontoir- Aufzug. Berlin S., Oranienstraße 158. 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Bei der Wichtigkeit der Entscheidung laffen wir nachstehend die Gründe in ihren wesentlichen Theilen folgen. Dort beißt es: E3 hat der Bezirksausschuß zu Oppeln durch Urtheil vom 25. April 1892 die Klage abgewiesen, weil die Kläger als Sozialdemokraten den gefeßlichen und ftatutarisden Anforderungen für ihre Aufnahme in die Innung nicht entsprächen, ba ihre politischen sozialdemo 9. Jahrg. Paftig zur gunung von der politiſchen Gesinnung abhängig zu der Friedenspräsenz hin und betonte, daß jest auf einmal praktischer Bedeutung gewonnen. Wäre der Versuch, die Zu- und in immer fürzeren Zwischenräumen erfolgten Verstärkungen laffung machen, gelungen, so hätte die politische Intoleranz im Bunde fast so viel gefordert werde, wie die Regierung bisher in zwanzig paar Ackermann und Biehl angst und bange geworden wäre. wähnte die Unfummen, welche für den Militarismus bei uns mit dem Brotneid Orgien feiern können, daß selbst dem Zünftler- Jahren sich habe nach und nach bewilligen lassen. Redner er erg geht freilich ist ein Siegel vorgeschoben, daß aber solche Urtheile und anderswo bereits geopfert worden sind und hob die mit der überhaupt nothwendig sind, ist auch ein Zeichen der Zeit! Versammlungen. Sparsamkeit, welche der Staat durch seine Organe dem Wolfe predigen läßt, im gröbsten Widerspruch stehende Bumpwirthschaft hervor, welche überall zu Gunsten des Militarismus eingerissen ift. Aber nicht blos Grundfäße, wie Sparsamkeit, würden diesem Moloch geopfert, auch alle möglichen Interessen der Gesammtheit ständen hinter dem Militarismus zurück. Eine große Anzahl niederer Beamten wird auf das färglichste befoldet, obwohl die Verwaltungen, wie z. B. die Post, hohe Ueberschüsse abwerfen. fratischen Ansichten mit den Zielen des Innungswefens über liche Thema einer am Sonntag von der Neuen Maschinenbauer Einnahmen der Staaten und des Reiches dem Militarismus Der Kampf um die freie Aerztewahl bildete das wefent- Wichtige Aufgaben der Kultur bleiben unberücksichtigt, weil alle haupt und besonders mit den Erfordernissen der religiösen und Krankenkasse"( Fabrikkaffe) abgehaltenen Bersammlung. In dieser worden, desto mehr nehmen auch die unangenehmen Erscheinungen geopfert werden. Je mehr nun der letztere verstärkt chriftlichen Ausbildung der Lehrlinge nicht vereinbar seien. Diese Raffe ist bereits am 15. März b. J. die freie Aerztewahl von in demselben und die Kollisionen zwischen Militär und Zivil zu. Entscheidung ist nicht zutreffend, und es fann nicht anerkannt einer Delegirtenversammlung beschlossen worden. Gegen diesen Redner gebt auf diese des Näheren ein und zeigt auf wie werden, daß den Klägern, gegen welche, wie der beklagte Beschluß stemmten sich jedoch die Arbeitgeber im Vorstand mit schwachen Füßen die Gründe stehen, welche die Regierung für Junungsvorstand auch wieder in der Berufungsinstanz zu der Begründung, daß derselbe eine Statuteanderung bedeute Bermehrung der Rekruten und für Erhaltung des Berufsheeres gegeben hat, nichts weiter vorliegt, als daß fie fozial- und mithin geseglich nicht zulässig sei. Darauf wurde im Vor- geltend macht. Nach einer Besprechung der sozialdemokratischen demokratische Ansichten haben, schon deshalb die nachgesuchte itand von den Arbeitervertretern der Antrag auf Kündigung der Forderungen beleuchet der Referent noch die Frege'sche Unver Aufnahme in die Weberinnung II versagt werden dürfte. Nach Aerzte eingebracht, um dann ohne Bedenken die freie Aerztewah! chamtheit und schließt mit der Aufforderung, dafür zu sorgen, dem maßgebenden§ 100, Abfah 4 der Reichs- Gewerbe- Ordnung einführen zu können. Dieser Antrag ist aber wiederum dera baß bei der nächsten Reichstagswahl so viel grüne Jungen" darf Gewerbetreibenden, welche den gefeßlichen und ftatutarischen verschleppt worden, daß sich die Arbeitervertreter im Vorstand ihre Stimme abgeben, daß es den Ausbeutern ganz schwarz vor Anforderungen entsprechen, die Aufnahme in die Innung nicht veranlaßt fahen, versagt werden. Tas ber- Verwaltungsgericht fübrt nun an der die Verwaltungsbehörde zu richten. mehrere Beschwerden dieſertwegen an den Augen werde! Mit lebhaftem Beifall gaben die Anwesenden Hand der Statuten aus, daß unter den Parteien darüber fein sind, wie von dem Mitgliede Neumann in der Versammlung der Diskussion sprach Schweizer. Die Versammlung stimmte fo Merkwürdiger Weise ihr Einverständniß mit diesen Ausführungen zu erkennen. In Streit ist, daß es sich nur darum handele, ob die Kläger den berichtet wurde, diese Beschwerden immer erst zu einer Zeit er dann einhellig der Resolution zu, welche der Parteitag gegen die ftatutarischen Anforderungen in Bezug auf ehrenhaften ledigt worden, wo die Frist zur Vornahme der Kündigung bereits Militärvorlage angenommen hat. Hierauf wurde der Bericht der Lebenswandel und ordnungsmäßigen Gewerbebetrieb ent wieder verstrichen war. Die Arbeitervertreter in der Kaffe ließen Delegirten zum Parteitag entgegengenommen. Die Versammlung Sprechen oder ob dies deshalb nicht der Fall ist, sich jedoch keine Mühe verdrießen; in einer Vorversammlung der erklärte sich mit den Beschlüssen desselben sowie mit dem Ver weil die Kläger zur sozialdemokratischen Partei gehören, und Delegirten wurde nochmals ein Antrag auf Statutenänderung balten ver Delegirten einverstanden. Bertrauensmann Stiewenow fährt nörtlich fort: Leyteres ist zu verneinen. Es kann auf sich gestellt. Jedoch alle Arbeit war vergebens. In einer zum 2. De gab sodann folgende Abrechnung bekannt: Zur Maifeier find beruhen, welche Biele im Einzelnen die fozialdemokratische Partei ember vom Vorstand einberufenen außerordentlichen General eingefommen 413,12 M., ausgegeben 488,80 M., es blieb alfo auf fozialem, politischem und religiösem Gebiete verfolgt. In Bersammlung der Delegirten wäre es bei der Statutenberathung ein Defizit von 25,68 M. zu decken. Die ordentlichen Einnahmen feinem Falle sind diefelben der Art, daß jemandem deshalb, weil noch möglich gewesen, den Beschluß vom 15. März durchzusetzen. des Vertrauensmannes haben 358,91 M. betragen, die Ausgaben er Mitglied dieser Partei ist, der ebrenhafte Lebenswandel oder Toch abermals verhielten sich die Herren Arbeitgeber" durchaus 100,78 m., so daß ein Bestand von 258,18 2. blieb. Auf Andie Fähigkeit zu einem ordnungsmäßigen Gewerbebetriebe ab- ablehnend. Unter diesen Umständen legten die Delegirten in trag der Revisoren wurde dem Vertrauensmann Decharge ertheilt. gesprochen werden darf. ihrer großen Mehrheit ihr Mandat nieder und verließen zu Der Vorderrichter nimmt an, daß die Kläger den das Bersammlungslokal. Was die zurückgebliebenen sechszehn 3u Bertrauenspersonen wurden für das nächste Jahr Stiewenow gefeßlichen und ftatutarischen Anforderungen für ihre Auf Delegirten weiter noch und Sellin gewählt, zu Mitgliedern der Lokalfommission Röttger, berathen haben, darüber konnte Wilfe und Luther. Der Vorsitzende forderte die Genossen noch nahme in die Innung nicht entsprächen, weil die Pflege des Ge- der Referent natürlich teine Mittheilungen geben. Nach meingeiſtes und die Aufrechterhaltung und Stärkung der Standes- dem Neumann mit der Aufforderung an die Mitglieder, energisch auf, zahlreich dem Wahlverein beizutreten, und schloß mit einem ehre in§ 97 Nr. 1 der Reichsgewerbe- Ordnung als Aufgabe der gegen die Praftifen der Arbeitgeber Front zu machen, feinen Be- och auf die Sozialdemokratie die Versammlung. neuen Innungen, und im§ 2 Nr. 1 des Statuts als Aufgabe richt beendet hatte, segte Herr Dr. Rubinstein der Versammlung der Weberinnung II zu Neustadt D.- Schl., bezeichnet feien, die nochmals die Vortheile der freien Aerztewahl auseinander. Sozialdemokratie notorisch eine entschiedene und zielbewußte Gegnerin In der Diskussion sprachen einige Redner sich dahin aus, überder Einrichtung der Innungen überhaupt und der mit dieser haupt bei den nächsten Wahlen keine Delegirte zu wählen, da verbundenen Idee der Gestaltung des wirthschaftlichen Lebens dieselben doch nur Statisten seien. Die Mehrzahl der Redner auf gewerblichem Gebiete fei und daher von den Klägern als war aber dafür, daß Delegirte zu wählen sind, welche auf dem Sozialdemokraten nicht eine Pflege, Aufrechterhaltung und Boden der freien Aerztewahl stehen und mindestens ebenso ein- Von Fr. Chr. Schloffer's Weltgeschichte für das Startung jenes, ein hauptsächliches Merkmal jeder Innung müthig handeln, als die, welche ihr Mandat niedergelegt haben. Deutsche Bolt hat die Verlagshandlung von Oswald See bildenden Gemeingeiftes und Standesbewußtseins zu erwarten Hierauf gelangten folgende Resolutionen zur Annahme: bagen( Berlin SW, Königgrägerstr. 65) eine Voltsauss ftebe, und weil ferner nach§ 126 der Reichs- Gewerbe- Ordnung Die Mitgliederversammlung der Neuen Maschinenbauer- ga be veranstaltet, deren erster Band uns vorliegt. Er enthält der Lehrherr dem Lehrling die zum Besuche des Gottesdienstes Krantentasse( Fabrikkaffe), erklärt sich mit dem Verhalten die Geschichte des Alterthums bis auf die Beit König Philipps an Sonn- und Fentagen erforderliche Zeit und Gelegenheit durch der Delegirten, welche in de: außerordentlichen General- von Makedonien. Den Anfang macht die Geschichte Chinas, ihr Verwendung zu anderen Dienstleistungen nicht entziehen dürfe, versammlung im Bürgerfaale des Rathhauses vom 12. Dezember folgt die der Jnder, Egypter, Babylonier hund Assyrer, Ifraeliten, nach§ 39 des Statuts, außerdem die Junungsmeister, welche ds. Js. den Saal verlassen haben, einverstanden und verlangt, Phönizier, Meder und Perser. Daran schließt sich die Geschichte Lehrlinge halten, ihre Lehrlinge zum fleißigen Besuch des Gottes- daß die nächstjährigen unter gleichen Umständen dasselbe thun. Ferner erflärt sich die Versammlung mit dem Verhalten der jenigen Vorstandsmitglieder, die ihr Amt nicht niedergelegt haben, nicht einverstanden und fordert dieselben auf, ihr Amt nieder zulegen, da sie unser Vertrauen nicht mehr besitzen." 原告 Literarisches. Alt- Griechenlands. Es ist ein wirkliches Bergnügen, Schlosser's dienftes anzuhalten haben, die Sozialdemokratie aber, wiederum Weltgeschichte zu lesen. Die Schilderung der Begebenheiten und notorisch, eine entschiedene Gegnerin der firchlichen Einrichtungen Personen ist lebendig, nirgends langweilig; sozusagen fein Wort und insbesondere der den Kern jedes öffentlichen Gottesdienstes zu viel, feines zu wenig. Wie es fich gehört, bestrebt sich bildenden Gottesverehrung sei und deshalb die Kläger zur ErSchlosser, die Ereignisse und Personen aus dem Geiste ihrer Zeit füllung der Pflichten der Innungsmeister gegenüber Lehrlingen Ferner war noch ein Antrag eingelaufen, welcher besagt, den heraus zum Verständniß des Lesers zu bringen. Er steht freilich noch offenbar weder im stande noch willens feien. Diese Aus- Ueberschuß der heutigen Tellersammlung der Kommission der nicht auf dem Boden der modern- materialistischen Geschichtsaufführungen gehen fehl. Es ist dabei nicht genügend beachtet, daß Delegirten behufs weiterer Agitation für die freie Arztwahl" fai ung. Der Zusammenhang der politischen und sozialen Zu aus anderen Gründen, als den im Abs. 4 des§ 100 der Reichs zu überweisen. Auch dieser Antrag wurde einstimmig anstände mit den wirthschaftlichen Verhältnissen, die nach Marg Gewerbe Ordnung bezeichneten, die Aufnahme in eine Junung genommen. Nachdem der Vorsitzende nochmals ermahnt hatte, und Engels alle zusammen auf die Produktionsweise der be nicht versagt werden darf, und und daß durch die Be- für freie Arztwahl einzutreten, wurde die Versammlung getreffenden Zeitperiode zurückzuführen sind, konnte ihm auch noch stimmungen in den§§ 97 Nr. 1 und 126 der Reichs schlossen. nicht wohl in dem Maße flar zum Bewußtsein gekommen sein, Gewerbeordnung und in den§§ 2 Nr. 1 und 39 des Statuts wie den jüngeren Historikern, die sich auf Entdeckungen und nicht Anforderungen an diejenigen Personen gestellt werden, Eine Mitgliederversammlung des Verbandes der Ver- Forschungen stützen fönnen, welche vor ihnen, aber zum Theil welche die Aufnahme in die Junung nach uchen. Insbesondere golder und Vergolderinnen jano am 14. Dezember statt. In wenigstens nach Schloffer's Zeit gemacht wurden. Eine wirtliche gestattet der Abs. 4 des§ 100 nicht, die Aufnahme schon dann derfelben sprach Genosse Greiffenberg über das bekannte Weltgeschichte indessen haben diefe Jüngeren noch nicht zu stanbe zu versagen, wenn nur anzunehmen ist, daß der Aufzunehmende Buch 3 Monate Fabritarbeiterin". Der lehrreiche Vortrag gebracht, und fo bleibt Schlosser vorläufig noch der beste Weltnach der Ausnahme den Pflichten als Innungsmitglied nicht nach des Genossen wurde mit lebhaftem Beifall aufgenommen. Der geschichtsschreiber, den wir Deutschen haben. Er läßt jenen tommen werde. Eine derartige Besorgnis bildet daher noch hierauf verlesene Kassenbericht über die kürzlich abgehaltene Mangel feiner Auffassung übrigens wenig vermissen, weil sein feinen Grund gegen die Aufnahme. Es würde sonst sogar Matinee ergab eine Einnahme von 310 M. 85 Pf. und eine Urtheil sich auf den Begriff der wirklichen Gerechtigkeit, Jemand, von dem zu besorgen ist, daß er mit den Junungsbei Ausgabe von 205 M. 90 Pf. Da der Bericht durch die Revisoren auf gewiffenhaftes Abwägen der in Betracht kommenden trägen mehr als ein Jahr im Rückstande bleiben fönne und des noch nicht hatte geprüft werden können, so wurde die Ertheilung der Umstände stüßt und den Ansprüchen der Parteien auf halb nach§ 19 Nr. 4 des Statuts der Ausschließung ausgejezt Techarge an den Kassirer bis zur nächsten Bersammlung verschoben. alleinige Giltigkeit ihrer Meinungen feinen Raum verstattet. fei, von der Innung ferngehalten werden dürfen. Aus dem Ueberschuß des Festes bewilligte die Versammlung dem Was Schloffer's Weltgeschichte das Verständniß der weitesten Abgesehen hiervon ist dem Vorderrichter auch darin franken Mitgliede ser stowsky die Summe von 30 Mart, Streise sichern dürfte, ist neben der Anschaulichkeit, Lebendigkeit nicht beizustimmen, daß die Zugehörigkeit zur sozialdemokrati- erner wurden 35 Wi. zur Vergrößerung der Bibliothek bestimmt. und Kürze der Schilderung die Vermeidung der entbehrlichen schen Partei ohne Weiteres die Besorgniß begründe, die Kläger Genossenschaft fand feinen Anklang in der Versammlung; verftehen kann. In bezug auf die noch erscheinenden Bände Das hierauf zur Sprache gebrachte Projekt einer Produktiv: Fremdwörter. Sie ist in einem Deutsch geschrieben, das jeder würden nicht die den Innungsmitgliedern obliegenden Pflichten erfüllen. Die Erfüllung ist namentlich auch insoweit nicht aus- allgemein wurde von den Kollegen der Gedanke zum Ausdruck hoffen wir, und zwar im Interesse des Werkes selbst, wie auch geschlossen, als es sich um die Pflicht handelt, im Falle der An- gebracht, daß es zunächst unsere Aufgabe sein müsse, sämmtliche deshalb, um die Bedeutung des charaktervollen, Freiheit und Arbeiter und Arbeiterinnen unserer Branche der Organisation zu Wahrheit liebenden Schloffer nicht verdunkelt zu sehen, daß dessen nahme von Lehrlingen letztere zum fleißigen Besuche des öffent- zuführen. Kollege Höpfner theilte noch mit, daß unsere Nachfolger es unterlassen werden, die Geschichte der letzten Hälfte lichen Gottesdienstes anzuhalten. Diese Pflicht kann auch der Bariser Kollegen fich im Streit befinden. Die Versammlung war dieses Jahrhunderts in dem realtionären( nationalliberalen) jenige eriüllen, der selbst nicht auf dem entsprechenden religiösen einig darin, daß in diesem Fall das internationale Solidaritäts- Geiste zu schildern und zu forrigiren, wie das in den feit 1870 Standpunkte steht. Wie wenig es dem Geiste der Reich 3- Gewerbe- gejühl kräftig zum Ausoruck gebracht werden müsse. erschienenen Auflagen geschehen ist. Von derartiger, tendenziös Der Verband der in der Pelz-, Mützen- und Zurichterzugeftutzter Geschichtschreibung ordnung entspricht, bei der Aufnahme in eine Innung hat sich Schloffer ferits andere, als rein gewerbliche Verhältnisse, namentlich politische branche beschäftigten darin liegt gerade sein Verdienst. Dent Arbeiter und Arbei- gehalten, und bestätigt, daß bei der Berathung des§ 982 der Reichsversammlung ab. Zunächst stand die Angelegenheit der Firma ftattung des haltbar und elegant gebundenen Werkes, das in und religiöse Ansichten zu berüdfichtigen, wird noch dadurch terinnen hielt am 12. Dezember feine ordentliche Mitglieder- Nachfolgern zi emt lediglich das Gleiche, wenn sie der Ehre würdig sein wollen, sein Werk fortzusehen. Die typographische AusGewerbe- Ordnung in der Reichstags Kommission ein Antrag, Greifenhagen zur Sprache. Hierzu hatte der Inhaber der 19 Bänden erscheint, ist eine treffliche, der Preis von 2 M. für dem vorlegten Absatze eine den Wirkungskreis der Innung Firma einen Vertreter in die Versammlung entsandt; da jedoch den 33-45 Bogen starten Band in Wahrheit ein wirklich sehr weniger beschränkende Fassung zu geben, abgelehnt worden ist, die Arbeiterin, um die es sich handelte, nicht erschienen war, fo billiger. Die jetzigen üblen wirthschaftlichen Verhältnisse zwingen nachdem entgegengestellt war: man wolle dem Handwerkerstande erklärte die Versammlung die Sache für erledigt. Sodann be leider viele Arbeiter auf die Anschaffung von Büchern zu verin feinen gewerblichen Berhältnissen aufhelfen, um ihm in richtete Kollege Dittmann über bezug auf diese bas bereits verloren gegangene Gefühl formann, daß in deren Geschäft Lohnabzüge bis zu 50 pet. statt. Schloffer's Weltgeschichte anzuschaffen. Sie erlangen damit einen die Firma S. Weft zichten. Denen aber, die das noch können, empfehlen wir, fich porativer Verbindung wieder zu erwecken. Dies sei die Tendenz gefunden haben. So wurde z. B. früher für das Dußend des Entwurfs; zur Erreichung sonstiger zwecke bedürfe es keines Müzen der übliche Preis von 2,85 m. gezahlt; jetzt weiß die Schaz wissenschaftlicher Geschichtsforschung, aus dem sie bei sehr staatlichen Einschreitens, hier genüge das gefeßliche Vereinsleben, Firma durch Einführung der Theilarbeit es einzurichten, daß ihr beitervereine, welche Bibliotheken haben, sich Schlosser's Weltvielen Gelegenheiten mit Nußen schöpfen können. Daß die Arund es sei zu befürchten, daß durch die angedeuteten Neben das Dutzend Müßen nur auf ca. 1,30 W. zu stehen kommt. Ginige geschichte anschaffen, halten wir für selbstverständlich. zwecke politische und religiöse Kämpfe in die Innungen Arbeiter und Arbeiterinnen, welche gegen die neue Pragis getragen und dadurch der eigentliche wirthschaftliche Zweck protestirten, sind von der Firma entlassen worden. Nach leb- Von der ,, Gleichheit", Zeitschrift für die Intereffen der Ar berselven gesd, ädigt werde( Drucksachen des Reichstags, 1881, hafter Diskussion beschloß die Versammlung, die Kollegen auf- beiterinnen( Stuttgart, J. H. W. Diez' Verlag) ist uns sozufordern, so lange die Werkstätte der Firma Westmann zu eben die Nr. 25 des 2. Jahrganges zugegangen. Aus dem Inhalt Da hiernach anzunehmen ist, daß den gefeßlichen und statu- meiden, bis die erwähnten Uebelstände dort abgeschafft find. dieser Nummer heben wir hervor: Halbheit über Halbheit. I. tarischen Anforderungen für die Aufnahme in die Weberinnung II Kollege Michaelis berichtete darauf, daß die Theilbiber am Bur Ernährung der Säuglinge. Von einem Arzt. Hunger zu Neustadt D.-S. feitens der Kläger genfigt ist, war unter Dispofitionsfonds den Beschluß gefaßt haben, diesen Fonds auf- föhne für Frauenarbeit in Schlesien. III.- Feuilleton: Um Abänderung der Vorentscheidung die Pflicht des beklagten In: zulösen. Von dem ca. 85 M. betragenden Vermögen wurden der Nordpol. Nach dem Englischen von P. Olliverio.( Fortsetzung.) nungsvorstandes, die Kläger in die Innung aufzunehmen, auszu Bibliothek 25 M., zur Unterstützung zugereifter Kollegen ebenfalls Arbeiterinnen- Bewegung. Kleine Notizen. Sprechen." 25 M., dem Vereinskassirer Hübner 10 M., und der ArbeiterNr. 128 Seite 10). Die Gleichheit" erscheint alle 14 Tage einmal. Preis der Reichspost- Zeitungsliste für 1892 unter Nr. 2064 a) vierteljährlich Nachdem es den Zünstlern gelungen ist, in der Gewerbe Bildungsschule 10 M. bewilligt. Der Rest wurde dem Haupt- Nummer 10 P., durch die Post bezogen( eingetragen in der Drdnung die Bestimmung durchzudrücken, daß Nichtinnungsvorstande des Verbandes überwiesen. mitglieder Beiträge zu gewiffen Junungsunternehmungen leisten müssen und da außerdem die Innungsprivilegien tahin ausIn Charlottenburg fand am 19. Dezember im Saale der ohne Bestellgeld 35 Pf.; unter Kreuzband 85 Pf. Inseratenpreis gedehnt werden können, daß Nichtinnungsmitgliedern das Halten Gambrinus- Brauerei eine sehr gut besuchte öffentliche Versamm die zweigespaltene Petitzeile 20 Pf. von Lehrlingen untersagt werden kann, hat die vorstehende end lung ftatt, in welcher Albin Gerisch über die Militärvorlage giltige Entscheidung des Ober- Berwaltungsgerichtes erheblich an sprach. Der Redner wies auf die bei uns seit 1871 wiederholt Billigste Bezugsquelle von Uhren, Gold-, Silberund Alfenide- Waaren in bekannten guten Qualitäten Reinh. Wankel, Brunnenstr. 121b Ecke Auflamerstraße, Haltestelle der Pferdebahn. Die Firma besteht seit 1873. GESCHAFTSHAUS Grosse S.HEINE Weihnachts- Messe! Leinen- u. Elsasser Baumwollwaaren. Grosses Lager von Herren-, Damen- und Kinder- Wäsche. Saubere Arbeit, billige Preise. Ausverkauf von Lagerbeständen für die Hälfte des bisherigen Verkaufspreises. BERLIN N CHAUSSEESTR.14. Reste und einzelne Roben spottbillig. Puppen! 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