Nr. 18«. Hbonne me nts-Bf dlngu ngift: «ionnementS- Preis pränumerando i Bierteljährl. S,S0 monall. 1,10 Mk, wöchentlich 28 Pfg. frei WZ HauS. Einzelne Swnnner k Pfg. Sonntags« nummer mit illustrierter Sonntags- Beilage.Die Neue Welt' 10 Psg, Post- Wonncment: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen w die Post.ZeitungS« Preisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Oesterreich. Ungarn 2 Mark, für das übrige Ausland g Mark pro Monat. Postabonnement» nehmen an: Belgien. Dänemark ,olland. ItaNen. Luxemburg, Portugal, " tien. Schweden und die Schweiz. 24. Jahrg. VUieli»»gll» ilulikk aisntass. Vevlinev Volksblatt. Die InfertlenS'Gebflfir Beträgt für die sechsgespaltene Kolonrt- zeile oder deren Raum BO Psg., für politische und gewerkschaftliche Vereins« und Versammlungs-Anzeigen 30 Pfg. „Alelne Anreizen", das erste(sctt- gedruckte) Wort 20 Psg., jedes weitere Wort 10 Pfg. Stellengesuche und Schlaf- ftcllen-Anzeigen das erste Wort 10 Pfg, jedes weitere Wort b Pfg. Worte über IS Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis S llhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ijt vi» 7 Uhr abends geöffnet, Telegramm-Adresse: „Sogislliemolitsl Rcrlin". Zentralorgan der fozlaldemokratifcben Partei Deutfcblands. Redaktion: SRI. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Expedition: SRI. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. Zcntrumsausfliicljte. Das gleiche Recht in Preußen ist eines der wichtigsten und folgereichsten Probleme, deren Lösung dem deutschen Proletariat gestellt ist. Handelt es sich doch darum, ob cud- lich in Deutschland der Parlamentarismus eine ernsthaste Sache werden soll, oder ob er bleiben soll, was er bisher war. ein Feigenblatt des Absolutismus, des persönlichen Regiments. der unkontrollierten Allein- Herrschaft der Bureaukratie. Denn das allgemeine, ohnehin längst nicht mehr gleiche Wahlrecht im Deut- schen Reiche ist ein stumpfes Schwert, so lange nicht die Hochburg der deutschen Reaktion, der preußische Landtag, von der oktroyierten Herrschaft der Junkerklasse befreit ist. Wie ein lastender Alp drückt das Borussentum auf das deutsche Volk, jeden politischen und wirtschaftlichen Fort- schritt hemmend. Es ist ein unerträglicher Zustand, daß die weitaus größte, politisch lebendigste, best- organisierte Partei, daß das deutsche Prole- tariat ausgeschlossen ist von jenem Hause, das sich er- lauben darf, ohne die Arbeiter und daher immer gegen die Arbeiter die wichtigsten Lebensfragen der Arbeiterklasse zu entscheiden. Aber wie dieses Haus für die Arbeiterklasse eine Zwing- und Trutzburg, ist es für die Junker und die Bureaukratte die Zuflucht einer Macht, die in den politischen und ökonomischen Verhältnissen Deutschlands schon längst nicht mehr begründet ist. Sie muß fallenl Darüber ist sich die Arbeiterklasse durchaus klar: es ist ein harter, lange dauernder, opfcrvoller Kampf, der an das taktische Geschick und die Energie des Proletariats schwere Anforderungen stellt. Aber er wird dnrchgckänlpft werden müssen. Die Reise und die Macht der Arbeiterklasse ist so groß geworden, daß sie die Fesseln, in die sie die preußische Reaktion schlägt, nicht mehr ertragen kann. Es ist im Interesse nicht nur der Arbeiterklasie, sondern aller derer, die eine ruhige und stetige Wciterentwickelung wünschen. daß der Arbeiterklasse das Recht nicht vorenthalten werde, das sie im Reiche, das sie in den süddeutschen Staaten bereits besitzt. Aber was für uns, Arbeiter. eine Lebensfrage. das scheint für eine Partei, die noch immer vorgibt, auch Arbeiterinteresjcn zu vertreten, vor allem eine Frage der Taktik zu sein, der Taktik nämlich, wie sie am raschesten und sicher zur ersehnten Macht gelangen kann. Das Zentrum nimmt in der preußischen Wahlrechtsfrage eine Haltung ein, die dem leidenschaftlichen Interesse, das die Arbeiterklasse an dem Wahlrecht nimmt, durchaus nicht genügt. Freilich meinte neulich die„Germania das Zentrum habe genugsam bewiesen,„daß es sich auf Taktik einigermaßen verstehe", und deutete an, wir hätten kein Recht, uns um die Taktik des Zentrums zu bekünimern. Wir bedauern, diesen Grundsatz, den die bürgerlichen Parteien ja uns gegenüber bis zum lieber- druß unbeachtet gelassen haben, nicht befolgen zu können. Im Gegenteil, es märe die gröblichste Pflichtverletzung, wenn wir nicht alles täten, was an uns liegt, u m der deutschen Arbeiterklasse zu zeigen, wo oie Freunde ihres Rechts stehen und wo die — a n d e r n I Wir halten die Stellungnahme des Zentrums für sehr wichtig und wir werden versuchen, es von unserer Meinung ;u überzeugen. Die Größe des Widerstands, den wir oon den Nutznießern des Privilegs erwarten müssen, macht es notwendig, daß der Angriff von allen Seiten unternommen wird. Zwei Methoden des Kampfes gibt es, den parlamentarischen und den außer- parlamentarischen, zwei Angriffsflächen, den Reichstag und den Landtag. Beide Methoden müssen angewandt, beide Wege eingeschlagen werden. In jedem Fall aber ist die Stellung des Zentrums von Wichtigkeit. Die Sozialdemokratie hat bei ihrer letzten Wahlrechtsbcwcgung gezeigt, daß sie allein imstande ist, eine Volksbewegung hervorzurufen, die immerhin nach dem Urteil der Regierung eine Mobilisierung wert war I Aber diese Volksbewegung wird dadurch noch sehr an Kraft gewinnen, wenn die breiten Volksmassen auch auf dem flachen Lande, über das das Zentrum zum guten Teil verfügt, sich ihr anschließen. In einem solchen Fall werden die Herrschenden sich die Mobilisation der Arbeiter und Bauern im Waffenrock gegen die im Arbeitsgewand besser überlegen. Nicht hämische Verkleinerung, wohl- feiler Spott an den sozialdemokratischen Aktionen, sondern kräftig st e Mitarbeit an der Volksbewegung, das ist unserer Meinung nach die Aufgabe aller wirklichen Freunde der Eroberung des gleichen Rechts, ist die Forderung einer entschlossenen, das Ziel wirklich wollenden Taktik l Ist das Zentrum Anhänger des gleichen Rechts, so mutz es diese Taktik unter st ützen. Wird es das Zentrum tun Z Die Anhänger der Sozialdemokratie, Zentrum und Freisinn sind die überwältigende Majorität des preußischen Volkes. Die Sozialdemokratie ist vom preußischen Landtag ausgeschlossen. Sie kann hier parlamentarisch nicht eingreifen. Die freisinnigen Führer haben sich zu einer parlamentarischen Aktion bereits in feierlichen Erklärungen öffentlich verpflichtet. Das Zentrum hat bereits den Antrag auf Einführung des Reichstagswahlrechts, wir �nehmen an des gleichen Wahlrechts, gestellt. Allerdings I haben einige Herren nicht unterschrieben. Aber wir nehmen � „Das ist eine derbe Lektion, die da der Sozialdemokrat Calwer namentlich auch den sozialdemokratischen Wirtschasts- gcschichtSklittercrn angedeihen läßt. Naivität und Oberflächlich- keit ist so ziemlich das schlimmste, was man jemand nachsagen kann. Was wohl die also Angeredeten zu erwidern haben werden?" Wir haben es unterlassen, auf alle diese Anzapfungen zu antworten, einmal, weil Ealwers Sonderstellung in unserer Partei genügend bekannt ist, und zweitens, weil wir wußten, daß in seinem Rcichstagswahlkreise vielfach mit seinem Verhalten Unzufrieden- hc»t herrscht, und wir jede Beeinflussung vermeiden wollten. Tatsächlich hat denn auch die dieser Tage in Seesen ab- gehaltene Kreisronfcrenz des dritten braunschweigischcn Reichs- tagswahlkreises auf Antrag des Landesvorstandcs beschlossen, von einer weiteren Kandidatur des Genossen Calwer abzusehen und eine fünfglicdrige Kommission einzusetzen, die der nächsten Kreis- konferenz Vorschläge betreffs der Aufstellung eines neuen Kan- didaten unterbreiten soll, und zwar heißt es in der angenommenen Resolution:„Es dürfen nur solche Genossen in Vorschlag gebracht werden, welche die bindende Erklärung abgeben, daß sie auf dem Boden der Dresdener Resolution stehen." Der Notstand der Hausagrarier. Auf dem in Hamburg tagenden Verbandstag der städtischen Haus- und Grundbesitzervereine Deutschlands hielt der Hamburger Schuldirektor Krüger ein Referat über„Steuern und Abgaben des Hamburger Grundbesitzes", das den großen Notstand der Woh- nungsvermieter illustrieren sollte. Er bediente sich dabei eines Rechencxempels, das selbst einem liberalen Blatte über die Hutschnur ging. Ein Hamburger Rcvcnuegrundstück im Feuer- kassenwert von IVO 000 M., so führte der Rechenmeister aus, erzielt eine Mieteeinnahme von 8000 M. Danach sei folgende Rechnung aufzumachen: Zinsen für 60000 M., 1. Geld, 4 Proz.— 2400 M., Zinsen für 30 000 M., 2. Geld, iVi Proz.— 1350 M., Zinsen für 10 000 M., 3. Geld, 5 Proz.— 500 M., Grundsteuer, Feuerkasse, Wasscrgcld, Reparaturen, Mietcausfall usw. 2400 M., in Summa 6050 M. Von 8000 M. blieben hiernach unter normalen Ver- Hältnissen dem Hausbesitzer nur etwa 1350 M. als Einkommen aus dem Grundeigentum übrig, fügt der Notleidende betrübt hinzu. Nehmen wir an, bei einem Durchschnitts-Hausagrarier dürfte daS der Fall sein, der Hauseigentümer hat in dem erwähnten Grundstück 10 000 M. als drittes Geld stehen, das er nach dem an- geführten Exempel mit 5 Proz. verzinst erhält und hat dann noch 1350 M. Ueberschuß, so erzielt er insgesamt einen Uebcrschuß von 1850 M. Mit anderen Worten: er erzielt aus seinen 10 000 M. eine Rente von I8V2 Proz. Gewöhnliche Sterbliche erhalten hingegen von der Sparkasse für 10 000 M. höchstens 3�—3� Proz.. das sind S50-L75 M. Polizeiliche AuSwcisniigSpraxis. Zu welchen Härten die Aus- iveisungspraxiS einzelner Polizeiverwaltungen führt, zeigt ein Fall, der der„Franks. Ztg." aus dem Rnhrbezirk berichtet wird. Der Vorsitzende der dortigen Ortspruppe des Metallarbeiterverbandes ist von der Oberhausener Polizei als lästiger Ausländer ausgewiesen worden, obwohl er wie seine Mutter in Oberhausen geboren ist und immer dort gelebt hat; dagegen war fein Vater im Alter von 16 Jahren aus Mähren nach Oberhausen gezogen. Die Düsseldorfer Regierung bestätigte den polizeilichen Ausweisungsbefehl.— Die beide» wiirttcmbergischen Kammern haben sich, wie tele- graphisch aus Stuttgart genieldet wird, heute nach halbjähriger Tagung bis zum nächsten Frühjahr vertagt.— Schweiz.\ ' Die Reaktion marstAcr� � V rT'-f ..t#* JtL Ja die Anmaßung, mit der sich hier einige Dorfgrößen die persönliche Freiheit zu bedrohen erlauben, mehr bewundern oder die Sorge. mit der sie für das sittliche Wohl der Töchter wachen oder— die Borsicht, mit der sie etwa der Gemeinde entstehenden Lasten aus den Folgen des„Tanzens, Trinkens und Spazierengchens mit fremden Elementen" vorbeugen wollen."—- franknieb. Eine Lehrerkundgebung gegen die Regierung. Paris, 10. August. Aus Anlaß des Kongresses der L e-Hrer- Vereinigung in Clermont-Ferrand fand in der dortigen Arbeitsbörse eine Versammlung statt, welcher viele'Kehrer und Lehrerinnen beiwohnten. Der wegen seiner Beteiligung an der Syndikatsbewcgüng abgesetzte Bolksschullehrer Negpe und andere Redner griffen die Regierung und insbesondere den Unter- richtsministcr Briand sehr heftig an. Die Versammlung nahm ein- stimmig einen Bcschlußantrag an. in welchem unter heftigen Ausfällen gegen Briand und Clemenceäu die Lehrerschaft aufgefordert wird, in ihrem Kampfe Mn�das Syndikatsrecht auszuharren. Zum Schluß sangen die Teilnehmer die Internationale. Montepcllier. 10. August. Der Präfekt teilte mit, daß die Einziehung der Steuern, die zurzeit noch unterbrochen ist, wieder aufzunehmen sei. Er ersucht jedoch die Steuerbeamten, die Beendigung der Weinernte abzuwarten zur Unterstützung der- jenigen, die in eine mißliche Lage geraten sind. england. Die Polizei von Belfast. London, 7. August.(Eig. Ber.) Die irischen Polizeibeamten, die an der von Barrett geleiteten Bewegung teilnahmen, wurden zur Strafe nach verschiedenen Provinzstädten versetzt, während Barrett entlassen wurde. Es ist mdes wahrscheinlich, daß"die Regierung auf die Beschwerden der Polizei eingehen wird.— Indien. Die Besitzenden für die englische Herrschaft. Kalkutta, 10. August, Da die politische Agitation gewisser Ein- gcborenenkreise fortdauert, haben sämtliche Nahjos und Grund- brsilicr Bcngalens einen'Aufcuf erlassen, in dem sie gegen die eng- landfeindlichen Delnvnftxatiyiien Stellung, nehmen. Wenn die Regierung auch nicht fehlerfrer sei, so verdanke man ihr doch die jetzige Lage und Sicherheit des Lebens wie des Eigentums und wirtschaftlichen Vorteile Indiens. v. Korea. Gegen die Japaner. Söul, 10. August.(Mtldung des Reuierschen Bureaus.) Die koreanischen Truppen in Hondschu und Wondschn haben sich empört, japanische Kavallerie ist- unterwegs zur llnterdrückung des Auf» stände». In Wondschn ist die Lage besonders ernst, da bürgerliche Elemente sich den Truppen, welche die zapairischen Offiziere verjagt haben, angeschlossen haben. Die- abgegangene» japanischen Truppen dürften heute abend in Wondschn eintreffen. -■i, Ens der Partei. Zürich, 9. August.(Eig. Ber.) Im Kanion Appenzell A.» R h. quält sich seit etwa 2 Jahren ein Verfassungsrat mit der Revision der Kantonsverfassung ab, wobei die„Freisinnigen'.', „Demokraten" und„Libevale" in holder Eintracht alle wirklich fort- schrittlichcn Anträge der zwei Arbeitcrvertreter abmurksen und ausschließlich ihre Geldsacksinteressen zur vollen Geltung bringen wollen. Jetzt haben diese„Blockpolitiker" sogar einen neuen Ver- fassungsartikel für das Militä raufgebot gegen streikende Arbeiter aufgenommen, und zwar in folgender verklausulierter Form: „Zur Aufrechterhaltuug der öffentlichen Ruhe und Sicherheit kam: der Regierungsrat die nötigen Maßnahmen treffen und im Notfall in den Schranken der Bundcsgesetzgebung über die Truppen verfügen. Derartige Maßnahmen dürfen indessen� nicht weiter ausgedehnt werden, als zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ruhe und Sicherheit unumgänglich notwendig ist. Bei Truppenaufgeboten von über 200 Mann ist unverzüglich der Kantonsrat einzuberufen. In den übrigen Fällen hat der Rc- gicrungsrat über die getroffenen RrNßnahmen in der nächsten Kantonsratssitzung Bericht zu erstatten. Der Regierungsrat besorgt überhaupt alle Geschäfte, welche der' vollziehenden Gewalt als solcher zustehen, oder lvelche ihm überdies vom 5iantonsrar Überbunden werden." Unsere Genossen Dr. Hertz und Pfarrer Engster beantragten die Streichung der drei ersten Absätze, letzterer überdies die Auf- nähme folgender Bestimmung:„Zur Aufrechterhaltung der öffent- lichen Ruhe und Sicherheit kann der Rcgierungsrat auf Grund der bestehenden Gesetze die nötigen Maßnahmen treffen usw."; aber alle diese Anträge wurden abgelehnt. Dasselbe Schicksal erfuhr schließlich auch der Antrag von Hertz, nach erfolgtem Truppenauf- gebot sofort den Kantonsrat einzuberufen. Die Reaktionäre ver- suchten die klägliche Beschivichtigungspolitik, der Artikel richte sich gar nicht gegen Streiks. Hoffentlich lehnen dann aber auch seiner- zeit die Arbeiter das reaktionäre Machwerk ab, wie es Dr. Hertz schon ankündigte._ Lohndrückerimport. „Wer zählt die Völker, kennt die Namen.. so möchte man mit Schiller sagen angesichts des neuesten Imports von B u I- gar innen und Griechinnen als Lohnsklavinncn für die Textilindustrie, speziell einer Fabrik im Kanton Glarus. Vor einigen Jahren hatte man schlcsische Weber geholt, auch solche aus Böhmen, daneben Arbeiter und Arbeiterinnen aus Italien, Galizien, Polen, Ungarn, Spanien usw., und nun ist man auf dem Wege nach Asien. Wann endlich werden die Ausbeuter bei den Kulis ankommen? Gleichzeitig werden im Kanton Bern die Italiener, die am Bahnbau beschäftigt sind, offiziell in Acht und Bann getan. Die Dorfmatadore von Kandergrund im Bezirk. Frutigen haben näm- lich als GeMcinderat folgendes kulturgeschichtliche Dokument als „Warnung an die Weibsbilder" produziert: „Mädchen vom Kandertal! nehmt euch in dieser gefährlichen Bauperiode hübsch in acht! Ein einziger Fehltritt kann euch fürs ganze Leben ins größte Unglück stürzen und über eure Familien schweres Herzeleid bringen! Hundertmal leichter ist's, der Gefahr von vornherein auszuweichen, als den Schaden wieder gut zu machen. Die Ortspolizcibehörde hat die Pflicht, öffentlichem Aergernis nach Kräften vorzubeugen und vorkommcndenfalls mit allen gesetz- lichen Mitteln dasselbe strenge zu ahnden. Weibspersonen, die mit fremden Elementen tanzen, trinken oder spazieren gehen, w erdend urch die Polizeiorgana aufgegriffen und ohne Nachsicht der zuständigen Behörde zur Bestrafung überwiesen." Der„Grütlianer" erwartet, daß dem schneidigen Ortspolizei- regiment von der höheren Behörde entgegengetreten werde und er bemerkt sodann weiter dazu:«Man weiß wirklich nicht, soll man Bildungsarbelt. Ein BilduugSauSschuß ist nntt in Halle a. S. gegründet worden. Die Leitung besteht aus Mitgliedern deS sozialdemokratischen Vereins und des GelverkschaftSkarrells. Die erste Äcranstaltuug fand am Donnerstagabend im großen Saale des„Volksparkes" statt. Genosse Schriftsteller Fritz K n n e r t-Berlin, der Kandidat des Kreises, sprach ...">'.......-•— Aufgaben der Parsei und „?ch�>!d4>»fi�ei«rt«AAMnitz, Aue, Schnee- -- b e rg,-S toli-Werg und L-ii-ga u veranstalten zur Zeit die Genossen fünf auf mehrere. Wochen berechnete. Eiuführungskurse in den wissenschaftlichen Sozialismus, die vom Gen. Rühle« Leipzig geleitet werden und die sich reger Beteiligung� von feiten der Partei« genossen erfreuen. Das GewerkschaftSkartell zu Kaiserslautern wird im Winterhalbjahr Unterrichtskurse veranstalten. Sie sollen sich mit Wirtschaftsgeschichte, politischer Geschichte und sozialistisltier Geschichte, materialistischer GeschichtSanffassmig und Naturwissenschaft befassen. Für den vollen Lehrgang sind zwei Winterhalbjahre in Aussicht ge- nomine». Ein dritter Kursus soll für Vorgeschrittenere folgen, da- mit soll eventuell auch Aussatzlehre und-Schreiben verbunden werden. Der Zcntralwahlvercin für den Rcichötagswahlkreis Ost-Prignitz hielt am 28. Juli in P r i tz w a l k eine außerordentliche General- Versammlung ab. Es waren aus neun Orlen des Kreises 17 De- legierte erschienen. Neben dem Zentralvorstand war die AgitationS- kommiffion durch den Genossen Karl Schulz, der 6. Berliner Reichstagswahlkreis durch die Genossen Brunner und Rvsenow vertreten. Außerdem war der Genosse Karl Hetzschold- Berlin anwesend. Zunächst referierte Genosse Hetzschold über:„Agitatwn und Organisation unter Beritckstchtigung der- Landgemeinden". Dem bei« fällig aufgenommenen Vortrag folgte eine zustimmende Diskussion. Sodann zergliederte Genosse Schulz die Tagesordnung des internationalen Kongresses und des Essener Parteitages; ebenso sprach er über die Brandenburger Provinzialkonferenz und den P r e uß e»tag. Einstimmig wurde sodann der Genosse Hetzschold-Berlin als Neichstagskandidat für den Kreis aufgestellt. Ebenso wurde der Genosse Hetzschold als Delegierter zum Essener Parteitag gewählt, als Ersatzmann Genosse Schulz. Als Delegierter zum Preußen tag wurden die Genossen Otto Bern Hüft-Wittstock und Schulz-Berlin,, als Ersatzmann Hetzschold gewählt, zur Provinzialkonferenz wurden die Genossen Hermann Behren dt°Buchholz, M e y e r-Wittstock und S chub'ot h« Pritzwalk delegiert, als Ersatzmann gilt Bernhöst. Bei der Vorstandswahl wurde Genosse Behrendt zum ersten, Genosse Bartels zum zweiten Borsitzenden gewählt. Zu Revisoren ernannte die General-Versammlung die Genossen Krüger-' Kyritz und M e y e r-Wittstock. Eine Entgleisung. In M a i n z hat der Stadtverordnete Genosse L i e b m a n n in der Stadtverordnetenversammlung für eine Petition gestimnit, die die Beibehaltung des Oktroi über das Jahr 1910 hinaus forderte— zu diesem Zeitpunkte müssen bekannt- lich nach dem Zolltarifgesetz die städtischen indirekten Abgaben auf die wichtigsten Nahrungsmittel fallen. In einer Parteiversamnilnng der Mainz« Genossen wurde diese Abstimmung gebührend getadelt und schließlich folgende Resolution angenommen: „Die Partciversammlung nimmt davon Kenntnis, daß Genosse Lievmaim feinen Standpunkt nicht aufrecht erhält, der ihn bcwog, der Petition um Verlängerung der Frist, die im Zolltarifgefetz für den Fortfall der städtischen Verbrauchsabgaben vorgesehen' ist, zu- zustimmen. Die Versammlung erwartet, daß er in Zukunft seine Abstimmungen nur im Hinblick auf die Stellung der Gesamtfraktion vornimmt."_ Anträge zum Parteitag. In der Parteibersammlung des 5. sch l es lv i g-holsteinischen Reichstagswahlireises wurde folgender Antrag zum Parteitag in Essen angenommen:. „1. Die heute tagende 4. Generalvcrsamnsiung des 5, schleswig- holsteinischen Wahlkreises erwartet vom diesnihrigen Parteitag in Essen eine scharfe Stellungnahme gegen den Trinkzwang, die Trink- sitten und Trinkgewohnheiten und eine Befiirwortniig' der altohol- gegnerischen Bestrebungen in der modernen organisierten Ärbeiter» lchaft. 2. Die Genossen erwarten, daß zum Punkt 7 der Tages- ordnung»Die Alkoholfrage" ein Korreferent bestellt wird. Zum dritten Mal. Die Gemeindewähler in Hohenölsen sReuß s. L.) haben am Sonnabend bei der Neuwahl eines Gemeindevorstehers den kürzlich von der Greizer Negierung seines Amtes enthobenen bisherigen Vorsteher, Genossen Hermann Herzog, mit großer Majorität wiedergewählt. Herzog, der sein Amt bereits längere Zeit zur Zufriedenheit der Gemeindebiirgcr ausgeübt hatte, war lediglich wegen seiner Zugehörigkeit zur Sozialdemokratie„abgesetzt" worden. Da die Amts-- enthebung durch die Regierungspresse als eine Mahregel hingestellt wurde, die von den Gemeindebürgern gebilligt würde, ist die Blamage der Greizer Regierungsperücken um so größer. poUreillcbes, Ocnchtlühcs ulw. Wie man sozialdemokratische Preßsünder behandelt. Genosse Radios von der B r e s l a u e r„V o l k s w a ch t", der bekannt- lich soeben nach dreimonatlichem Aufenthalt das Gefängnis verlassen hat, muhte dort die Erfahrung machen, daß ein Direktionswechsel in der Strafanstalt eine Verschlechterung in der Behandlung des sozialdemokratischen Prehsünders im Gefolge hatte. Die Selbst- beichäftigung wurde ihm allerdings bewilligt, dagegen hatte er Schwierigkeiten bei den Forderungen nach Zeitungslektüre und Tragen der eigenen Kleidung. Erst nach längerem Verhandeln wurde ihm beides gewährt. Entzogen wurden dagegen Vergünsti- gungen beim Spazierengehen und Baden, die früher für die Preß- sünder als selbstverständlich galten. Der polnisch- sozialistische Parteitag für Pose» zu Hohen» s a l z a ist nach bürgerlicher Quelle wegen der Aeußerung eines Redners über das Ende der polnischen Edelleute aufgelöst worden, in der die Polizei etwas Verfängliches erblickte. Sie hat offenbar einen Sinn in diese Aeußerung hineingelegt, den sie nicht hat. Eue Induftrie und Handel. Konflikt Roheisensynbikat kontra Eisenwerk Kraft. Ein Um- stand, der bei der gegenwärtigen Abschwächung am Eisenmarkt brecht befremdend ist, ist der Konflikt, der zwischen dem Düffel- dorfer Roheisensyndikat und dem Eisenwerk Kraft in Kratzwieck entstanden ist. Nachdem die Verhandlungen wegen Beitritt des Kraftwerks zum Syndikat sich lange Zeit hingezogen haben, ohne daß die Aussichten auf Erfolg zunahmen, hat jetzt das Kraftwerk Verkäufe zu Preisen vorgenommen, die die Syndikatspreise um nicht weniger als 15 M. unterbieten. Das Syndikat verkauft die Ponne zu 93, das Kraftwerk zu 78 M. Die Situation hat sich nach Berichten des Syndikats so zugespitzt, daß eine vorzeitige Auf- hösung des Roheisensyndilats nicht ausgeschlossen erscheint. Da- gegen hat sich die Lage im Kalisyndikat merklich geklärt: Nachdem Eie beiden enragiertesten und gefährlichsten Gegner des Syndikats, Sollstedt und die deutschen Kaliwerke, vor kurzem beigetreten sind, ist nunmehr auch mit der Gewerkschaft Geldrungen eine Einigung erzielt worden, sodaß der Eintritt nur noch eine Frage der Zeit ist-— In den Kreisen der Bergarbeiter fängt es an wieder zu gären. Diesmal ist aber nicht Rheinland-Westfalen der Aus- ggngspunkt, sondern in Oberschlesien hat, nachdem im sächsischen Bergbau nach kurzem Kampfe ein Konflikt bald beigelegt wurde. die Unzufriedenheit der Arbeiter zu einem umfangreichen Streik geführt. Da beide Gegner auf ablehnendem Standpunkt verharren, dürfte sich der Streik noch eine Weile hinziehen. Fortschritte in der Syndikatsbildung in der Schweiz. Ein Syn- dikat von Fabriken für Eisendraht und von Stiften ist zu den ver- schiedenen anderen schon bestehenden Syndikaten in letzter Zeit hinzugekommen. Vor etwa einem Monat erhielten die Eisenwaren- Händler ein Zirkular, durch das ihnen mitgeteilt wurde, die genannten Fabriken hätten in Zürich ein zentrales Kontrollbureau geschaffen. Vom t. Juli an würden alle Fakturen zunächst dorthin und dann direkt an die Kundschaft geschickt. Alle Bestellungen, die 509 Kilo übersteigen, seien dem Zentralbureau zu überweisen und dieses verteile sie auf die verschiedenen Fabriken. Die Wünsche der Kundschaft würden„soweit als möglich" berücksichtigt. Jahrbuch für den Obcrbcrgamtsbczirk Dortmund. Dieses von Geh. Bergrat Dr. jur. Weidtmann begründete, im Verlage von G. D. Bädecker-Effen erschienene Sammelwerk— Preis 12 Mark— enthält eine Fülle von Tatsachenmaterial aus der Berg- und Hütten- induftrie, wie es in gleicher Zusammenfassung sonst nirgends zu finden ist. Vorwiegend ist der rheinisch-westfälische Jndustriebezirk berücksichtigt und werden die einzelnen ffVerke gesondert mit ihren Produktionsziffern, Einnahmen, Arbeiterzahlen usw. aufgeführt. Hier findet man eine Menge von wissenswerten Angaben, die man oft in den Geschäftsberichten der Gesellschaften vergeblich sucht. Von einer Reihe der größeren Werke sind neben der letzteirBilanz und auch noch Gesamtübersichten gegeben, die das Wachsen des Aktienkapitals, die Steigerung der Produktion, Durchschuittserlöse, Belegschasts- stärken und die finanziellen Ergebnisse illustrieren. In eingehender Weise werden die industriellen Vereinigungen gewürdigt. Es werden sowohl die zu den einzelnen Syndikaten und Verbänden gehörenden Werke mit ihren Anteilziffern aufgeführt, als auch die Gesamt- ergebnisse statistisch erfaßt. Hier findet man auch nähere Angaben über die Gewinnung von Nebenprodukten, die im Bergbau eine immer größere Bedeutung gewinnt, die aber gewöhnlich bei Erörterungen über die Verhältnisse im Bergbau ganz nnberücksichtigt bleibt. Das Jahr- buch enthält auch nach dieser Richtung viel mehr Material, als z. B. die Denkschrift über das Kartellwesen, 3. Teil sKohlen- syndikate). Das, was diese an Material unterbreitet, ist in der Hauptsache dem Jahrbuch entnommen. Die statistischen Angaben über die Ergebnisse der Verbände spiegeln nicht nur den industriellen Aufschwung in den letzten Jahren, sondern auch die sich vollziehende Konzentration in der Großindustrie wider. Die Zahl der Anlagen geht zurück infolge Aufsaugung und Verschmelzung, gleichzeitig wachsen mit Riesenschnelle die Produktionsziffern. Umfaßt das Werk mit eingehenden Angaben über die Unternehmungen im rheinisch- westfälischen Jndustriebezirk. im Saarbezirk, Bayern, Luxem- bürg und Lothringen schon den größeren Teil der deutschen Montanindustrie, so bringt es im Anhang noch zu- sammenfassende Statistiken über Eisen-, Kohlen- und Koksproduktion in allen Ländern, Preistabellen über Börsennotierungen der verschiedenen Montanprodukte, Wert- und Lohnangaben usw. Die Angaben reichen teilweise bis 1861 zurück. Selbstverständlich wird auch der Außenhandel berücksichtigt? nicht nur die Ein- und Aus- fuhr Deutschlands nach Ländern gesondert wird dargestellt, sondern auch der Außenhandelsverkehr der übrigen Länder. Bon den, wertvollen Materialsammelwerk liegt nun der 7. Jahr- gang, umfassend die Jahre 1965 und 1906, vor. Als Neuerung ent- hält er einige Orientierungskarten. Einleitend bringt der letzte Jahrgang einen Lebensabriß des bekannten Bergwerksdirektors Krabler, eine der führenden Persönlichkeiten im rheinisch-westfälischen Bergbau. Hervorgehoben wird Krablers entschiedenes Auftreten den Arbeiterorganisationen gegenüber? er ist einer von den konsequen- testen Vertretern des Herrn-im-Hause-Standpunktes.— Wegen seines reichhaltigen und übersichtlichen Materials wird sich daö Werk jedem Volkswirt als wertvolles Hülfsmittel erweisen. GeWerKlcKaftUeKes. Arbeiter-Kautionen. Bekannt ist der Mißbrauch, der vielfach mit den söge- nannten Arbeiter-Kautionen getrieben wird. Spekulative Unternehmer machen oft ein Geschäft daraus, sich von ihren Angestellten und Arbeitern mehr oder minder hohe Kautionen stellen zu lassen, obwohl das gezahlte Gehalt oder der Lohn ein solches Verlangen in keiner Weise rechtfertigt. Oft genug ist es bei solchen Kautionen im vornherein auf Betrug ab- gesehen, und mancher arme Teufel hat schon auf diese Weise ersparte Groschen oder erborgte Gelder verloren. In allen> Fällen hat aber der Unternehmer den kautionsleistenden Ar- beiter besser in der Hand und er kann ihm manches zumuten. was sich ein anderer Arbeiter nicht gefallen ließe, sondern ein- fach feiner Wege ginge. Bei dem Kautionsarbeiter ist das nicht so leicht, da droht immer der Verlust der Kaution! Kautionen von Angestellten oder Arbeitern zu verlangen. ist im allgemeinen nur da berechtigt, wo die Art des Be- triebes, das Maß der Verantwortlichkeit und dieHöhedes gezahlten Lohnes, in Verbindung mit den sonstigen Anstellungsbedingungen, dies als erforderlich erscheinen lassen. Das ist aber bei Arbeitern nur in wenigen Fällen zutreffend. Nicht zu billigen ist beispielsweise auch die Art, wie die A l l- gemeine Berliner Omnibus-Aktien-Ge- s e l l s ch a f t'mit den Kautionen mancher ihrer Angestellten verfährt. Bei der Umwandlung ihres Pferdeomnibusbetriebes in den Automobilomnibusbetrieb bildet die Gesellschaft aus ihrem alten Personalbestande geeignete Leute zu Kraftwagen- führern aus. Mit diesen Angestellten schließt die Direktion einen Vertrag ab, der fo aussieht: Nr.... Herrn...... wird hierdurch bescheinigt, daß er der unter- zeichneten Gesellschaft M. 75,00 i. Worten fünfundsiebzig Mark in einem Sparkassenbuch Nr.... der Sparkaffe Berlin als Ent- schädigung für die Ausbildung zum Kraftwagcnführer der All- gemeinen Berliner Omnibus-Act.-Ges. gezahlt hat. Gegenwärtige Quittung ist nach einem Jahre, vom Tage der Einstellung ab gerechnet, gegen einen Sicherheits-Empfangsschein umzutauschen, da alsdann einem getroffenen Abkommen gemäß oben erwähnter Betrag wieder in das Eigentum des Einzahlers übergeht und nur als Sicherheit bei der Gesellschaft verbleibt. Berlin, den.....(Unterschrift und Stempel.) Sehen wir davon ab, wie gut es die Gesellschaft ver- steht, sich auf billige Weise ein brauchbares Fahrerpcrsonal heranzubilden: wer nicht einschlägt, wird günstigstenfalls zum Pferdebetrieb zurückversetzt, oder er kann gehen— die 75 M. sind in jedem Falle futsch., Der uns hier beschäftigende Fall hat aber noch eine andere Seite, und diese ist es, die uns veranlaßt, die Sache überhaupt anzuschneiden. Man höre: Beim Brande des Viktoriaspeichers in der Köpenickerstraße wurden bekanntlich auch eine Anzahl Autoomnibusse vernichtet und der Zugang zu den Benzin- tanks gesperrt. Die Allgemeine Omnibus-Gesellschaft sah sich deshalb genötigt, auf verschiedenen Linien wieder zum Pferde- betrieb überzugehen. Die überflüssigen Kraftwagenführer wurden wieder Omnibuskutscher, was ihnen insofern Schaden brachte, als. ihr Monatslohn sich beträchtlich verminderte. Zweifellos hat damit schon die Gesellschaft den oben mit- geteilten Vertrag mit den betreffenden Führern gebrochen. Aus irgendwelchen Differenzen, die hier nicht untersucht werden sollen, erhielt ein solcher Fahrer seine Entlassung, und er verlangte nun seine Kaution zurück. Das wurde ihm ver- weigert mit der Begründung, er sei noch kein Jahr als Fahrer beschäftigt gewesen, also gehöre die Kaution der Gesellschaft als Entschädigung für die Ausbildung. Wir halten dies Verfahren für durchaus ungerecht. Hatte die Gesellschaft für ihre ausgebildeten Leute keine Beschäftigung als Kraft- Wagenführer, so mußte sie ihnen als Kutscher den gleichen Lohn zahlen, auf den sie auf Grund ihrer Ausbildung und Kautionsstellung Anspruch hatten, oder sie ließ die Leute ziehen und zahlte ihnen ihre Kaution anstandslos zurück. Das beliebte Verfahren kann das Vertrauen zu Kautions- leistungen bei der Allgemeinen Omnibus-Gesellschaft nicht fördern und sie sollte es nicht darauf ankommen lassen, daß der geschädigte Fahrer erst bei Gericht sein Recht suchen muß. Gestern feierte der Hülfsverein der Angestellten der All- gemeinen Omnibus-Gesellschaft sein Sommerfest, bei welcher Gelegenheit die Direktion immer ihre Fürsorge für die An- gestellten, ihren großen Gerechtigkeitssinn und ihr soziales Verständnis versichern läßt. In dem geschilderten Falle wird von der Gesellschaft nur das einfache Gerechtigkeitsgefühl erwartet— hoffentlich nicht vergebens. Aber auch für die Angestellten enthält der Fall wieder eine beherzigenswerte Lehre. Immer und immer wieder muß gesagt werden, daß solche Vorkommnisse ganz unmöglich wären, wenn die Arbeiter in ihrer Gesamtheit Hüter ihrer Interessen wären und durch Anschluß an die Arbeiterorganisationen dafür sorgten, daß sie nicht von der Willkür und Gnade der Unternehmer ab- hängig sind. Das trifft besonders auch bei der Mehrzahl der Angestellten der Allgemeinen Berliner Omnibus-Aktien-Ge- sellschaft zu!__ Berlin und Umgegend. Achtung Metallarbeiter! Der Streik bei Werner u. Menchcn ist beendet. Deutscher Metallarbeiterverband, OrtSberein Berlin. Der Streik der H-trldienee im Hotel„Bristol" ist leider zu deren Ungunsten verlaufen. Es hatten sich genügend Arbeitswillige gefunden, die ihren Kollegen für ein Linsengericht in den Rücken fielen. Obgleich die Organisation alles aufgeboten, um Zuzug fern zu halten und die Differenzen beizulegen, ist beides nicht geglückt. Arbeiter fanden sich genügend, wenn davon auch schon einige wegen ihrer Unbrauchbarkeit wieder entlassen sind. Auf der anderen Seite lehnte die Direktion jede Verhandlung ab. Es wäre für die Direktion auf jeden Fall eine Kleinigkeit gewesen, die Wünsche der Angestellten zu erfüllen, denn der Hauptaktionär, Geheimer Kommerzienrat Koppel, war doch in der Lage, im vorigen Jahr dem Kaiser eine Million„zu kulturellen Zwecken" zur Verfügung zu stellen. Also mutz doch auch Geld genügend vorhanden sein, wöchentlich zwei Hausdienern Gehalt zu zahlen. Bisher wurden diese Zwei von ihren eigenen Kollegen bezahlt. und diese wollten die Zahlung nicht mehr leisten, da sie sich ihren Lohn selbst nur durch Trinkgeld zusammen betteln müssen. Hier hätte Herr Koppel die beste Gelegenheit gehabt, seinen kulturellen Tatendrang zu bekunden. Zu Nutz und Frommen aller seien hier auch die Namen der Dienstleute mit bekanntgegeben, die sich im Hotel„Bristol" in der kritischen Zeit als rettende Engel zur Ver- fügung stellten und sehr anständig bezahlt wurden? man spricht von 17 M. pro Tag. Es sind dies die Dienstleute: Nr. 889 Karl P ä tz o l d, 1156 Gremblewski, 1209 Arthur Schmidt, 1240 M ö h l a n. 2149 G ü d e. 2157 Edgar K u tz und 2206 Felix Kutz. Vielleicht hat einer der Genossen Gelegenheit, diese Dienst- leute, deren Arbeitswilligkeit erwiesen ist, einmal zu beschäftigen. Man wird sie regelmäßig am Bahnhof Friedrichstraße antreffen. Die Hoteldiener mögen aber auch an ihrem verloren gegangenen Streik lernen, daß sie ihre Organisation noch bedeutend mehr aus- bauen müssen, wenn sie Streiks mit Erfolg durchführen wollen. Steinbrnckerei-HlllfSarbeiter und-Arbeiterinnen! Bei der Firma Selmar Beyer, Dresdenerstr. 35, drohen Differenzen auszubrechen. Für Steinschleifer ist die Firma bis auf weiteres gesperrt, Die Ortsverwaltung der Zahlstelle 3. Dcutfchea Reich. Bald so, bald so— wic's trefft! Die Allgäuer Käsereiarbeiter befinden sich im Streik, an dem auch die Christlichen beteiligt sind, mit Ausnahme derer in Kempten? dort machen sie Streikbrecher. In Nr. 175 der katholischen„Allgäuer Zeitung' wird nun der Streik verdammt und erklärt, die christ« lichen Arbeiter seien mit ihrer jetzigen Lage ganz zufrieden. Man wendet das Blatt um und liest auf der a n d e r e n S e i t e einen Versammlungsbcricht von Kaufbeuren, wonach dort ein anderer christlicher Führer über die absolute Notwendigkeit de? Streiks sprach und die Christlichen zum tapferen Aus» harren in dem gerechten Kampfe aufforderte. Wegen Einführung der Teilarbeit sind nach einem unS zu» gegangenen Privattelegramm bei der Firma Calm u. Alfeld in Bernburg Differenzen ausgebrochen. Die Aussperrung in der bayerischen Metallindustrie vermiede«. Ein Privattelegramm meldet uns: München, 10. August. Bei den heutigen EinigungSverhand« lungen ist der Metallindustriellen-Verband ausgeschieden, nachdem der Direktor Scholz der Ratgeberschen Waggonfabrik vorher den Arbeitern bedingte Zugeständnisse gemacht hatte. Herr Direktor Scholz verhandelte darauf unter Zuziehung der Gauleiter vom Holzarbeiter- und Mctallarbeiterverbande mit den Arbeitern und eS kam eine Einigung zu stände, wonach die Thätigkeit für Holzarbeiter von jetzt ab wöchentlich 54 Stunden, die für die Metallarbeiter des Betriebes wöchentlich 56 Stunden beträgt. Die Aussperrung in der bayerischen Metallindustrie ist dadurch abgewendet. Die Arbeits- aufnähme erfolgt am Montag._ HusUnd« Die Akkordarbeit der Kohlenarbeiter bei den Schweizerische« Bundesbahnen wird nicht abgeschafft, hat die Generaldirektion dem Zentralkomitee der Arbcilerunion schweizer. Transportanstalten auf eine bezügliche Eingabe geantwortet. Die Geueraldircktion beruft sich in ihrer Antwort darauf, daß sich in Basel der Präsident des Eisenbahnarbeilervereins für die Beibehaltung der Akkordarbeit aus- gesprochen habe, ferner in Zürich 11 von 30 Arbeitern. Sonst wissen die herrschenden Kreise den Arbeitern nicht oft genug zu sagen, daß sich die Minderheit der Mehrheit zu fügen habe, jetzt paßt eS den Herren in Bern, den Arbeitern zu sagen, daß sich die Mehrheit der Minderheit zu fügen habe,„Wie's trefft." Hoffentlich geben sich die Arbeiter mit diesem„TerrorismuS" nicht zufrieden. Streikende Postangestellte. DaS„böse Beispiel", das ihre Pariser Kollegen seinerzeit ihnen gaben, hat die guten Sitten der amerikanischen Postbeamten ver- darben. Die Telegraphenbeamten in Chicago nahmen am Freitag eine Resolution an, jeden Inhaber ihrer Vereinskarte zur Arbeitseinstellung aufzufordern. Die Beamten in Kolorado Springs traten ebenfalls in den Ausstand. Da um 6 Uhr 500 Post- beamte in Chicago die Arbeit einstellten, so streiken jetzt insgesamt 1600 Beamte. Sie fordern einen achtstündigen Arbeitstag, Er- höhung ihrer Bezüge um 25 Proz. sowie Anerkennung ihres Ver- bandes. Nachmittags haben sich die Tclegraphenangestellten in Kansas-Cith, Saltlake-City, Denver und Helena der Streik- bewegung angeschlossen.— Die Western Union und die Postgesell» schaften schlagen vor, den Kampf mit den Ausständigen bis zum Ende durchzuführen, ohne Rücksicht auf die weitere Ausdehnung desselben, da ihrer Meinung nach die Telegraphisten keinen Grund zu Beschwerden haben. Die Angestellten der Postgesellschaftcn streiken bis jetzt nur in Chicago und New Orleans. Das Vorgehen der Leute der Western Union hat aber bereits in einigen anderen Städten des Westens Nachahmung gefunden. Seit gestern abend ist der Verkehr zwischen New Uork und Chicago infolge des AuS- standes auf beiden Linien etwas behindert. Wenn der Ausstand auch sonst nicht weiter nach dem Osten um sich gegriffen hat, so steht doch in der Stadt New Dork ein Ausstand von 3000 Tele- graphisten unmittelbar bevor. Letzte JVachrichtcn und Dcpelchen. Gefährdung von Arbeiterleben. Dortmund, 10. August.(B. H.) In Kirchhörde weigerte sich gestern ein großer Teil der Belegschaft einzufahren, weil das Förderfeil mehrere defekte Stellen aufwies. Eisenbahnunfall. Amiens, 10. August.(W. T. B.) Einer der zwischen Paris und Boulogne verkehrenden Badezüge stieß heute vormittag mit einem anderen Zuge zusammen. Die Kollision war nicht schwer, von den Passagieren sind einige, jedoch nur leicht verletz?. Die Furcht vor der Aufklärung. Petersburg, 10. August.(W. T. B.) Infolge der Durch» suchungen und Ermittelungen, die die Polizei in gewissen land- wirtschaftlichen Unterrichtsanstalten vorgenommen hat, wies das Landwirtschaftsministerium die Leiter der Ackerbauschulen an, jede politische Agitation von den Schülern fernzuhalten und in die Schulbibliotheken nur amtlich als zulässig erklärte Bücher und Zeitungen aufzunehmen. Die Direktoren und Inspektoren sind verpflichtet, die ihnen unterstellten Anstalten vor dem Eindringen regierungsfeindlicher Ideen zu bewahren und persönlich ein bor- bildliches Beispiel zu geben. Diejenigen Schüler, bei denen ver- botene Schriften gefunden werden, werden unverzüglich von dem Schulbesuche ausgeschlossen und werden auch das Recht verlieren, in anderen Schulen Aufnahme zu finden. Die Kämpfe in Marokko. Tanger, 10. August.(Reuters Bureau.) Aus Casablanca wird gemeldet: 3(100 Mauren griffen General Drude vor den Toren von Casablanca an, zogen sich aber nach schweren, durch die Artillerie verursachten Verlusten bald wieder zurück. In Mazagan und Rabat herrscht, wie von dort berichtet wird, Ruhe, doch müßte man jeder- zeit mit der Möglichkeit eines Aufruhrs rechnen. Ferrok, 10. August.(W. T. B.) Der Kreuzer„Numancia" ist nach Casablanca in See gegangen. Madrid, 10. August.en mit Erfolg aufgenommen. In allen zivilisierten Ländern ist die Tuberkulosesterblichkeitsziffer zurückgegangen. Im preußischen Staat hat sie etwa um 33 Proz. in den letzten 25 Jahren abgenommen. Das ist schon ein gewaltiger Fortschritt. Außer- ordentlich betrübend ist jedoch die Tatsache, daß die Abnahme nicht in allen Lebensjahren die gleiche ist. In den höheren Lebens- jähren ist die Abnahme sehr stark, während im schulpflichtigen Alter nicht nur keine Abnahme zu konstatieren ist, sondern die Sterb- lichkcit ganz erheblich zugenommen hat.(Bewegung.) Diese Tat- fache hat sich erst in allerletzter Zeit durch Vergleichung der Statistik herausgestellt. Die Statistik hat das überaus überraschende Er- gebnis gezeigt, daß die sogenannten Kinderkrankheiten im schul- Pflichtigen Alter fast gar keine Rolle mehr spielen. Die höchste Sterblichkeitsziffer der Masern liegt zwischen dem 3. und 4. Lebensjahr, die des Keuchhustens zwischen dem 1. und 2. und die der Diphtherie zwischen dem 5. und 6. Lebensjahr. Tie Tuberkulose nimmt aber vom 10. bis zum 12. Lebensjahre die erste Stelle ein. Daraus folgt, daß mehr zur Bekämpfung der Tuberkulose während der Schulzeit geschehen muß. Und das kann geschehen. Man vertrat früher die Ansicht, daß die Tuberkulose eine von den Eltern auf das Kind übertragene Krankheit, ein un- abwendbares Schicksal sei. Seit Robert Koch wissen wir, daß das nicht wahr ist. Fälle, in denen Kinder tuberkulös auf die Welt kommen, sind außerordentlich selten. Die Tuberkulose entsteht nicht durch Vererbung, sondern durch Nebertragung. Bereits 1889 konnte ich nachweisen, daß die Tuberkulose eine exquisite Familien- krankheit ist. Ein krankes Familienmitglied überträgt sie auf Eltern, Geschwister oder Kinder. Man kann genau ver- folgen, wie ganze Familien an Tuberkulose zugrunde gehen. Die Tuberkelbazillen setzen sich weiter in den Wohnungen fest. Wenn in einem Hause eine Person an fortgeschrittener Tuber- kulose erkrankt ist, so siedeln sich die Krankheitskeime in der Woh- nung an. Wenn dann eine andere Familie einzieht, so dauert es nicht lange, und einer nach dem anderen erkrankt an Tuber- kulose und alle gehen sie an demselben traurigen Schicksal zu- gründe. Es ist ein Dogma, das wir aufstellen müssen, und das wir uns bei der ganzen Bekämpfung der Tuberkulose vor Augen zu halten haben, daß die Quelle der Tuberkulose der kranke Mensch ist und den kranken Menschen müssen wir daher für seine Um- gebung unschädlich machen. Dieser Grundsatz gilt auch für die Schule. Man hat die Schüler bisher zu wenig untersucht, trotzdem bor sämtlichen übertragbaren Krankheiten, an denen Kinder im schulpflichtigen Alter zugrunde gehen, bei Mädchen die Tuberkulose «0 Proz., bei Knaben 48 Proz. ausmacht.(Bewegung.) Nun ist die Tuberkulosebekämpfung ja schwer, da sie in den verschiedensten Formen auftritt. Nieren-, Knochen- und Gelenktuberkulose sind nicht ansteckend und daher ungefährlicher als die Lungentuberkulose. Diese gilt es daher so bald als möglich zu erkennen. Bei der Tu- berkulosebekämpfung in der Schule haben wir es aber weiter nicht nur mrt den Schülern, sondern auch mit den Lehrern zu tun. Leider können wir als feststehend annehmen, baß viele jungen Lehrer und Lehrerinnen der Tuberkulose verfallen sind. Es ist für eine Unterrichtsverwaltung außerordentlich schwer, sich mit dieser Tatsache abzufinden. Bisher hat man mit begreiflicher Schonung des Schicksals dieser Unglücklichen noch nicht die letzte Konsequenz gezogen, nämlich sie vom Unterricht auszuschließen. Aber diese Konsequenz ist, wenn auch grausam für den einzelnen. so doch notwendig.(Zustimmung.) Das liegt auch im Interesse der kranken Lehrer selbst. Der Lehrerberuf ist ein außerordentlich an» strengender. Es ist sehr wohl möglich, daß, wenn man ihnen die notwendige Pflege angedeihcn läßt, sie nach der Wiederherstellung ohne Schaden ihrer Gesundheit einen anderen Beruf ergreifen können, in dem sie für ihre Umgebung weniger gefährlich sind. Wir in Deutschland haben 1980 ein neues Reichsseuchengesetz ge- schaffen. Aber die Tuberkulose ist mit keinem Wort darin er- wähnt. Auch in das preußische Seuchengesctz von 1985 die Tuber- kulose aufzunehmen, ist uns nicht gelungen. Leider, denn die Grundlage jeder Tuberkulosebekämpfung muh meiner Ansicht nach die Anzcigepflicht sein, die in einzelnen deutschen Bundesstaaten schon besteht. Wenn man die Kranken nicht kennt, sind keine Maßregeln gegen sie möglich. In Erkennung dieser Tatsache hat die preußische Unterrichtsverwaltung im vorigen Monat einen Erlaß herausgegeben, der die Untersuchung aller tuberkulös verdächtigen Schüler und Lehrer anordnet. Werden bei Schülern oder Lehrern Tuberkelbazillen gefunden, so sind sie sofort von der Schule aus- zuschließen.(Beifall.) So radikal ist man wohl noch nirgends vorgegangen und wir versprechen uns davon außerordentlich viel. Notwendig ist weiter die Reinhaltung der Schulen, denn im Staub setzen sich die Tuberkelbazillen mit Vorliebe fest. Die Schulen müssen täglich gereinigt und die Fußböden mit Oelen bestrichen werden. Die Ferien müssen jedesmal zu einer Generalreinigung des ganzen Schulgebäudcö verwandt werden. In Deutschland haben wir ferner eine große Anzahl staatlicher Laboratorien er- richtet. Jeoe Apotheke hat Gefäße zur Aufnahme verdächtigen Auswurfs, der in diesen Laboratorien unentgeltlich binnen L4 Stunden untersucht wird. Frühzeitige Erkennung der Tuber- kulose ist die Hauptsache, dann ist meistens auch eine rasche Heilung möglich. Je früher wir die Krankheit erkennen, um so mehr Menschen können wir retten. Es müssen in allen Ländern noch mehr Mittel wie bisher zur Errichtung von Lungenheilstätten bereit gestellt werden. Schon in der Schule muß eine eingehende Kennt- nis über die Entstehung und das Wesen der Tuberkulose gelehrt werden.(Beifall.) In den oberen Klassen der höheren Lehr- anstalten geschieht das schon seht bei uns. Errichtung von Schul. bädern und eine regelmäßige ärztliche Untersuchung aller Schul- kinder sind weitere Forderungen, die erfüllt werden müssen. Bei uns erfolgt heute die Untersuchung durch die Kreisärzte. Wie ungenügend diese Untersuchung ist, beweist die Tatsache, daß der Kreisarzt jede Schule alle fünf Jahre nur eiumnl zu sehen be- kommt. Deshalb muß die Einrichtung der Schulärzte weiter aus- gebaut werden. Wie die Militärverwaltung für die Gesundheit der Soldaten sorgt, so muß die Unterrichtsverwaltung für die Ge- sundheit der Kinder sorgen. Ferner müssen ebenso low für geistes- schwache, auch für körperlich zurückgebliebene Kinder beiondere Klassen eingerichtet werden. Diese Kinder müssen eventuell auS den Großstädten heraus aufs Land, in den Wald oder an die See gebracht werden. 4— 6 Wochen genügen da nicht, monatelang muß ein solcher Erholungsaufenthalt dauern. Wir sind alle viel zu grosie Philister. Wir bilden uns ein, daß, wer nicht regelmäßig seine Jahre in der Schule zurückgelegt hat, später nichts werden könne. Diese Ansicht ist falsch. Wer arbeiten will, der kann schon arbeiten. Wer aber nickt arbeiten kann, der soll auck nickt ar- beiten, der soll sich erholen. Wenn er das tut, dann wird er auch wieder arbeiten können, wenn er arbeiten will und soll.(Beifall.) Wir sollten endlich aufhören, Philister zu sein und uns dessen ver- antwortlich werden, daß wir für die Zukunft unseres Volkes ver- antwortlich sind.(Großer Beifall.) Interessant war die Mitteilung, die Geh. Obermedizinalrat Kirchner im Anschluß hieran noch machte, nämlich, daß der preu- ßische Staat für die tuberkulös erkrankten Lehrer und Lehrerinnen die Ouarantäne-Anstalten bei den Hafenstädten geöffnet hat, wo sie sich bei der Seeluft gut erholen könnten.— Nach diesem mit großer Spannung angehörten Vortrag wurde die Sitzung ge- schlössen._ Achter Internationaler Nohnung;- Kongreß. L o n d o n. den 8. August. In seiner Schlußsitzung beschäftigte sich der Kongreß mit der Frage der Landwohnunge«. Professor Tibbaut-Brüssel schilderte die segensreichen Folgen, die man in Belgien mit der Anlegung billiger Wohnungen auf dem Lande gemacht. Dem Zuge vom Lande in die Stadt sei nur auf diese Weise abzuhelfen.— Miß Eochrane-London, unterbreitete dem Kongreß eine Reihe von Leitsätzen, durch die nach ihrer Ansicht das ländliche Wohnungswesen gefördert werden kann.— Geh. Regieruugsrat Junge-Münster: Die Frage der Landwohnun- gen steht zwar an letzter Stelle, ist volkswirtschaftlich genommen aber die wichtigste des ganzen Kongresses. Es wäre deshalb empfehlenswert, wenn der nächste internationale Wohnungskongreß sich einmal gründlich mit ihr beschäftigte. Wir Deutsche und be- sonders wir Preußen sind an diesem Punkt vornehmlich interessiert. In wohlwollender Auslegung eines Gesetzes, das vor 28 Jahren zur Vermehrung des mittleren Bauernstandes gegeben wurde, hat die preußische Regierung von Anbeginn dieses Jahres an folgende Einrichtung getroffen: sie gibt 75 Proz. Kredit zum Bau eines kleinen ländlichen Arbeiterwohnhauses, das mit mindestens 1258 Quadratmeter Land verbunden ist. Der Landarbeiter, der sich dort ansiedelt, braucht nur etwa 18 Proz. des Wertes des Hauses und des Landes zu geben. Wenn Land und Gebäude zusammen, und das ist schon hoch, 7888 M. wert sind, dann braucht der Landarbeiter nur 788 M. zu besitzen. 75 Proz. gibt der Staat, und vom Arbeit- geber erwartet man, daß er die reftierenden 15 Proz. als Vorschuß gibt. Das wesentlichste bei dieser Einrichtung ist daß die Leute sofort Eigentum bekommen. In kurzer Zeit wird es so möglich sein. Hunderttausende von Arbeitern auf dem Lande anzusiedeln, und zwar Landarbeiter ebenso wie Industriearbeiter. Die Sonne der staatlichen Gnade scheint für beide gleichmäßig. Die Erhaltung eines zahlreichen ländlichen Arbeiterstandes ist nach unserer Ansicht für alle zivilisierten Staaten gleich wichtig. Den schrecklichen Zahlen Tibbauts von der Flucht der belgischen Landbewohner in die Städte könnte ich viel schrecklichere Zahlen aus Deutschland hinzufügen. Bis jetzt hat man kein Mittel gefunden, dem Exodus vom Lande in die Stadt, dieser schrecklichen EntWickelung. Einhalt zu tun. Die Landwohnungen scheinen uns das einzige Mittel zu sein, und Wir müssen es deshalb mit allen Kräften fördern.(Beifall.) Professor Gerlach-Königsberg: Die Verbesserung der Woh- nungsverhältnisse in den Jndustriebezirken ist verhältnismäßig leicht. Durch genossenschaftlichen Zusammenschluß, durch das weit» gehende Entgegenkommen der Landesversicherungsanstalten, des Reichs und des preußischen Staats ist es gelungen, bis zu 98 Proz. des Wertes vom Boden und Haus geliehen zu bekommen, so daß mit einem kleinen Kapital hier viel erreicht werden konnte. Anders liegen die Dinge auf dem platten Lande. Dort ist eS schwerer, von einer Zentralstelle aus für weite Gebiete Wohnungen zu errichten, noch schwieriger, dieselben zu vermieten und zu verwalten. Die baugenossenschaftliche Organisation reicht für diese Zwecke nicht aus. Vielfach rann die Herstellung von Mietswohnungen auch gar nicht in Frage kommen, weil ein Bedürfnis nach Wohnungen in solch dünn bevölkerten Gegenden gar nicht besteht. Die großen Güter auf denen Arbeiter wohnen, sind andererseits zum Teil guch so hoch mit Hypothekenschulden belastet, daß die Aufnahme neuer Kapitalien zum Zwecke dcS Baues gesunder Arbeiterwoh- nungen auf Schwierigkeiten stößt. Also das Problem ist sehr schwierig. Mit Recht hat Minister Burns schon hervorgehoben, daß die Förderung des Wohnungsbaues in den Großstädten auch eine schwere soziale Gefahr in sich birgt, wenn nämlich dadurch die Großstadt zu einem Attraktionsmittel wird, das das Flachland ent- völkcrt. Bei uns in Deutschland hat man deshalb von Anfang an das Augenmerk auH darauf gerichtet, parallel mit der Wohnungs- fürforge in den Städten eine Aktion zugunsten des flachen Landes zu betreiben. Hier sollten nicht nur die Landesversicherungsanstal- ten, sondern auch die Landschaften mit Mitteln eingreisen. Die Landschaften könnten es sehr leicht mit der Begründung, daß sie für diesen Zweck einen besonderen Meliorationskrcdit bereitstellen. Den Bau von Arbeiterwohnungen müßten sie als eine Art Melio- ration deS Gutes betrachten. So wichtig nun diese Kreditgewährung ist, höher zu schätzen ist noch ein anderes Moment. Wenn Land- schaften mfd Landesversicherungsanstalten Gelder geben, so er- iverben sie damit auch Einfluß auf die Herstellung der Wohnungen. Sie können Mindestforderungen aufstellen und damit erzieherisch auf die ländliche Bevölkerung wirken. In Pommern ist eS durch solche Maßnahmen gelungen, einen tüchtigen, wohlgenährten und fleißigen Bauernstand zu erhalten.(Beifall.) Die Frauen be- stellen das Feld, die Männer helfen dabei mit und gehen den übrigen Teil des Jahres auf Arbeit. Wir können eben nicht über- all den Großgrundbesitz aufteilen und kleine Bauern ansiedeln. Wo die Foxm des Großgrundbesitzes zweckmäßig ist, mutz sie bleiben. Der Großgrundbesitz aber braucht Arbeiter und diesen dienen unsere Maßnahmen. So glauben wir, daß wir doch einige Wege haben, um unserem Ziele näher zu kommen. Kleine Hülfs. mittel helfen aber auch hier nichts, etwas Ganzes mutz geleistet werden und das ist, das Gcsnmtkulturniveau des Landes ent- sprechend der Kulturhöhe der Städte zu heben.(Beifall.) Es mutz hier ein Ausgleich geschaffen werden.- Das Land, das den Städten die Menschen liefert, muß in anderer Beziehung von den Städten und Industriegebieten gestützt werden.— Damit schloß die Debatte und die Tagesordnung des Kongresses war erledigt.— Zu deutschen Mitgliedern des internationalen WohnungSkontiteeS wurden Professor Albrccht-Berlin, Dr. Stllbben-Berlin und Professor Fuchs-Freiburg i. Br. wiedergewählt.— Als Orte für den nächsten Kongreß wurden Zürich, Amsterdam und New Uork in Vorschlag gebracht. Die Entscheidung bleibt dem internationalen Komitee überlassen. Mit den üblichen Dank- und Schlußreden erreichte der Kongreß dann fcw Ende, dem sich eine Besichtigungsreise nach Liverpool und Manchester anschloß. Soziales. Der reiche Mann und der arme Lazarus. In der Bernauerstraße 115 in Berlin befindet sich eine„christ- liche Wohlfahrtsanstalt", genannt Lazarus-Krankcn- und Diako- nissenhaus. Verwalter Pastor W. Hochbaum, Oberin Gräfin von Hertzberg, dirigierender Arzt Dr. Sanitätsrat E. Löhlein und drei Assistenzärzte. Dort wird auch ein Gärtner beschäftigt, der zugleich den Portiersdienst mit zu versehen hat. Dieses christliche Haus suchte vor etwa vier Wochen durch ein Inserat in der Berliner Gärtuerbörse einen neuen, und zwar ver- heirateten Gärtner. Als Entlohnung schrieb die Verwaltung auS: 98 M. Monatslohn, freie Wohnung, Feuerung und ärztliche Be- Handlung. Bewerbungen sollten nur schriftl:„i eingereicht werden. Ter letzteren Bestimmung ungeachtet meldete sich ein Bewerber dennoch persönlich und wurde schließlich beim Herrn Pastor auch voraelassen. Die Unterreduna fübrte sogar zum Engagement. Der betreffende Gärtner hatie sich vorher aber die Gärtnerwohnung angesehen und dort folgende Feststellungen gemacht: Die drei Kinder des derzeitigen, im Kündigungsverhältnis stehenden Gärtners waren krank, zwei davon bettlägerig. Auch der Gärtner und seine Frau waren erst vor kurzem wieder genesen, wie sie sagten. Die Ursache der Krankheiten schien in den Wohnungs- Verhältnissen zu ruhen, denn in den Räumen war eine dumpfe, stinkige Luft, die von den— man stelle sich vor: im Monat Juli!— sehr feuchten, mit Schimmel überzogenen Wänden herrührte. Die bisherigen Gärtnerslente hatten ihm die gleiche Meinung geäußert und sich dieses Zustandcs wegen bitter beklagt. Der neue Bewerber um die Gärtnerstelle bat darum den Herrn Pastor, ihm auch gleich einmal die Gärtnerwohnung zu zeigen. Dann machte er den Herrn Pastor(als Verwalter der Anstalt) auf den gesundheitsschädigenden Zustand aufmerksam; er habe keine Lust, sich und seiner Familie hier ebenfalls die Gesundheit zu untergraben, der Herr Pastor möge ihm doch andere Räume zum Wohnen anweisen, vielleicht von denjenigen, die Herr Pastor selbst bewohne. Wenn Herr Pastor zwei Etagen innehabe, so könne er davon dem Gärtner wohl schon ein paar bescheidene und gesunde Zimmer einräumen, eventuell könne Herr Pastor dann ja die der» zeitige Gärtncrwohnung noch mitbenutzen.� Auf diesen Vorschlag ließ sich Herr Pastor aber nicht ein, das könne man ihm nicht zu- muten. Die Einrichtung müsse so bleiben, wie sie jetzt sei.„Ah so!" erwiderte nun der Bewerber um die Gärtner- und Portier- stelle,„es mutz Wohl das Symbol des Lazarus-Hauses erhalten bleiben: oben in der Zweietagenwohnung der reiche Mann und unten der arme Lazarus!" Der Herr Pastor wandte sich von dem„anmaßenden" Menschen ab und zog sich aufgeregt in seine eigenen, freundlicheren Ge- mächer zurück. Der sonst schon engagierte Bewerber verzichtete auf die Stellung und war wenige Minuten später draußen auf der Straße. Er macht sick nun überflüssige Gedanken über kirchen» christliche Theorie und Praxis.... Die„Ansknnstri" der„Bereinigung der Rechtsfteunde". Man schreibt uns: Vor einiger Zeit wurde im„Vorwärts" das Gebaren einiger „Institute", die Darlehen hergeben, beleuchtet. Gestatten Sie mir einige Zeilen über eine andere Sache. Es betrifft die Hülfe- l e i st u n g der„Vereinigung der Rechtsfteunde Gesellschaft m. b. H. für allgemeinen Rechtsschutz". Vor längerer Zeit konstituierte sich in Berlin neben den sogenannten„VolksbureauS", die Klage- fachen usw. zu„mäßigen" Preisen anfertigen, zum Ueberfluß noch eine„Bereinigung von Rechtsfreunden", die auf allen Gebieten des öffentlichen Rechtes an Unbemittelte Auskunft erteilen will. Der Gründung dieses bürgerlichen Unter- nehmens mit dem„hochtönenden" Namen„Rechtsfteunde" stand ich mit sehr gemischten Gefühlen gegenüber. So soll beispielsweise eine Auskunft bei den„Rechtsfreunden" in der Oranienburgerstraße 75 Pf. kosten. Darüber wäre ja nicht viel zu sagen, anders liegt die Sache indes, wenn Honorare von den„Rechtsfreunden" gefordert werden, die unseres Erachtens über das M a ß d e S Z u l ä ss i g en weit hinausgehen und die tatsächlich die A e r m st e n der A r m e n treffen. In diesem speziellen Falle handelt es sich um einen Unfallverletzten, einen armen Maschinisten. Dieser, wir nennen ihn X., war in den Schutzgebieten der deutschen Kolonien(Omaruru) bei einem Unter- nehmer beschäftigt. Durch einen schweren Unfall, den er sich daselbst zuzog, wurde er völlig arbeitsunfähig und infolgedessen wieder nach Deutschland abgeschoben. Der Verletzte glaubte nun, da die Firma auch in Berlin ein Unternehmen besitzt, welches zur N o r d ö st l i ch e n Eisen- und Stahl-Berufs gen o ss ensch aft gehört, bei der Berufs- genosienschaft Rentenentschädigungsansprüche geltend machen zu können. Er wurde damit indessen abgewiesen, da das Unternehmen in Omaruru nicht„versicherungspflichtig sei. X. hatte inzwischen seinen Wohnsitz von Berlin nach I. verlegt und die Klage dem Bureau der„Rechtsfteunde" über- tragen. Er wurde von diesem bor dem Schiedsgericht ver- treten, mit der Berufung indessen zurückgewiesen, weil in den Schutz- gebieten die Unfallversicherung nicht besteht. X. erhielt darauf folgendes Schreiben: Berlin, den 26. IV. 87. ... Wir halten diese Entscheidung für durchaus unrichtig und raten zur Einlegung des Rekurses bei dem Reichsversicherungs- amt. Wir fügen zu diesem Zweck einen Bogen bei, welchen Sie unausgefüllt unterschrieben uns zurücksenden wollen. Das Urteil wird Ihnen zugehen und bitten wir, uns dasselbe demnächst so- fort zuzusenden. Für die Revisionsinstanz wird ein Honorar von 100 Marl erforderlich sein. Hockachtungsvoll Vereinigung der Rechtsfteunde. Erwähnt mutz werden, daß der Verletzte, ein armer Teufel, bereits ein Honorar von 50 Mark für die Vertretung beim Schiedsgericht gezahlt hatte. Er, der völlig mittellos war, wandte sich nun wohl an die Armenbehörde um ein Arnienattest zur Weiter- führung der Klage, damit er von den Kosten der„Rechtsfreunde" be- freit würde. Das nachfolgende Schreiben von den„Rechtsfreunden" läßt wenigstens darauf schließen. Berlin, 22. Juni 1907. Herrn A. F. in K. Zur Sache: In Ihrer Unfallsache befreit Sie das ArmutS- attest allerdings von den Gerichtskosten, falls Sie solche erhalten, aber nicht von den Kosten Ihrer Vertretung, da diese von Ihnen getragen werden müssen. Um die Frist zu wahren, haben wir den Rekurs eingelegt, bitten aber nunmehr um Sendung des gefor- derten Honorars. Hochachtungsvoll (Titel). Dieser Fall beleuchtet die„Hülfe" an„Unbemittelte" in recht eigenartiger Weise. Sehm wir einmal, wie hoch die Gebühren- sätze in solchen Fällen sein dürfen. Die Gebühr für Rechtsanwälte kann, auf Grund der kaiserlichen Verordnung vom 22. Dezember 1891, bei den Schiedsgerichten von 3 bis 3 8 M. und bei dem Reichsverstcherungsamt von 5 bis 58 M. betragen. Wir sind der Meinung, daß das Honorarsätze sind, die auf einem Gebiet wie die Unfallversicherung, wo die„Juristerei" nicht in Frage kommt, wohl als ausreichende genannt werden können. Um so auffallender und unan- genehmer müssen Honorarsätze von 58 und 188 M. bezeichnet werden, wenn sie von Leuten gefordert werden, die von ihrem„Rechtssinn" und„Gerechtigkeitsgefühl" getrieben, ihre Hülfe besonders den„Unbemittelten" leihen wollen. Indessen auch die„Gesckäfispraxit," der Rechtsfreunde diinkt uns bedenklicher Art. Man schickt dem Klienten einen„leeren" Bogen, fordert von ihm, daß er seinen Namen auf denselben setze und dann den Bogen wieder zurücksendet. Das ist denn doch eine Art Geschäftsmaxime, die gerade nicht verftauenerzwingend ist. Die Einwanderung nach Amerika über den Hafen von New Uork betrug im ersten Viertel diese? Jahres 198 379 Personen. Sie blieb mit dieser Zahl aber immer noch um etwa 9888 hinter das Vorjahr zurück. Diese Tatsache ist weniger aus wirtschaftlichen als aus den politischen Verhältnissen Europas zu erklären. Die Zahl der eingewanderten Juden war um 13 888 gegen das Vorjahr gesunken und erreichte nur die Zahl 28 888. Die Ursache war die viel größere Auswanderung des Vorjahres aus Nußland. Auch die Zahl der Italiener, die an der Einwanderung nach Amerika seit Jahren mit am stärksten beteiligt sind, hat um 6888 nach- gelassen und betrug nur 58 888. Auf der anderen Seite zeigte das Hinzuströmen von Polen. Kroaten, Bulgaren und anderen eine starke Steigerung, die durch die gute Gelegenheit zu lohnender Handarbeit hervorgerufen zu sein scheint.— Von allen Ein- Wanderern waren über 18 888, darunter 4000 Italiener, früher schon einmal eingewandert und erschienen so zum zweiten Male in de? Einwanderungsstatiftik. Genau em Drittel der Ein- Wanderer gaben New Uork als Bestimmungsort an, etwas weniger als in der gleichen Zeit des Vorjahres. «»»SSSSA� Elise Dnvlnage Ä ■j? geb. Maertsch, Otto �Icntzel H Verlobte. 2206b I Berlin, 11. August 1907. rj SozialdemokfatischerVatilyereiD des 6. Berliner Walreises. Todes- Anzeige. Am 8. d. M. verstarb lunser Mitglied, der Hausdiener Willi Hagen (Ruppinerstr. 23). Ehre seinem Andenken Z Die Beerdigung findet heute, mittags 12'/, Uhr, von der Halle deS Friedhofes der Friedens- gemeinde in Nordend aus statt. Um zahlreiche Betelligung ersucht 265/13 Der Borstand. Todess Anzeige. Nach kurzem Krankenlager verstarb am Donnerstag, den S. August, unser langjähriger Mitarbeiter, der Hausdiener Willi Hagen. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 11. August, mittags t2'/, Uhr, von der Leichenhalle der Fricdensgemeinde, Nordend, aus statt. Wir werden sein Andenken stets ehrenvoll bewahren. „Von»Si'ts"-Biiclidi'uoIlereI.• Todes Anzeige. Hierdurch die traurige Mit- tcilung, daß unser lieber Kollege und Mitarbeiter, der Hausdiener Wüü Hagen nach kurzem Krankenlager am 8. August gestorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 1l. August, mittags 12'/, Uhr, von der Leichenhalle der fricdensgemeinde, Nordend, Das Personal der„Varwärts"-Buchdruckerel, Paul Singer& Co. Verein Berliner Hausdiener Mitgliedschaft I des Deutsch. Transportarbeiter-Verbandes. Todcs-Anzelge. Unseren Mitgliedern hiermilzur Nachricht, dag der Kollege 74/9 Willi Hagen, Zluppincrstrabe an der Proletarier- lrankheit verstorben ist. Ehre seinem Andenke»! Die Beerdigung findet am Sonntagmittag 12'/, Uhr von der Leichenhalle der Friedensgemeinde (Nordend) statt. Um rege Beteiligung ersucht Die OrtSverwaltnng I. Allen Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß Mein lieber Mann und Vater, der Schriftsetzer krili Jacobey am 9. d MtS. nachmittags S Uhr nach langem Leiden sanft cnt- schlafen ist. 2233b Die Beerdigung findet am Mon- tag nachmittag um 6'/, Uhr aus den, Kirchhof zum heiligen Kreuz in Mariendors statt. Frau Helene Jabobey nebst Kindern. Deutscher Transportarbeiter-Verband. Verwaltung II. Den Verbandskollegen diene zur Nachricht, dag unser lang- lährige» treues Mitglied, der Roll- kutscher Wilbelm Tbiemann am 9 d. M. im Aller von 58 Jahren an einem Herzleiden gestorben Ist. 74/11 Ehre seinem Andenken! Chriftus-Friedhoscs in Mariendors an der Lichtenrader Chaussee aus statt. Die Verwaitung II. Zentraiverein iiir alle in der flutbranclie heschältigten Meiler und Arbeiterinnen.(FiMaie Berlin.) Am Donnerstag, den 8. August, oerstarb unser Kollege, Invalide ktictatf Fett. Die Beerdigung findet heute, am 11. August, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Clisabcth. KirchhoseS in der Prinzenallee aus statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht Der Borstand. Von der Reise zurück or.»ed. Rar! filoeb, 23366 SO. Wrangclstr. 82. Am 9. August verschied nach kurzem, schwerem Leiden meine geliebte Frau Nilbeimine Arlt geb. Schönborn im 46. Lebensjahre. 2254b Angnst Arlt. Die Beerdigung findet am Montag, den 12. August, nach- mittags 4 Uhr, von der Leichen- Halle der St. Elisabethgemcinde, Prinzen-Allee, aus stall. Zentral-Kranken- u. Sterhekasse der deutsehen Wagenbauer. Berlin 14. Den Mitgliedern zur Nachricht, dag unser Kollege �uxust Habtoe? am 9. August nach längerem Leiden verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, den 12. d. M., nach- mittags 4 Uhr, von der Leichen« Halle deS Zwölf Apostcl-Kirchhoses, Schöneberg, am Tempclhoscr Weg, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Her Vorstnnd. Berlins und Umgegend. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß die Ehcjrau unseres Mitgliedes Adolf Hartmann au? Klub»Heiter und fidel' am 8. August verstorben ist. Ehre ihrem Andenke»! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 11. August, nach- mittags 2 Uhr, von der Leichen- balle des EmmauS-WrchhoseS in Rixdorf, Hermannstraße, auS statt. 3/9 Der Vorstand. ViiW der Sattler Ortsverwaltung Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege Franz Mitlynnyk am 9. August nach langem Krankenlager verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Man- tag, den 12. d. MtS., nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle deS I katholischen KirchhoseS zuWtlhelmS- | berg ans statt. Um rege Beteiligung ersucht 1 157/16 Die Drtsverwaltung. Todes- Anzeige. Am 5. August verstarb infolge eines Unfalles unser Sanges- bruder, der Schlosser Georg dllmann. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Die Beerdigung findet heute Sonntag, den 11. August, vor- mittags 11'/, Uhr, von der Leichen- balle des neuen Luiscnstädtischen Kirchhoses.Rixdors, Hermannstraße. aus statt. 2237b Die SangeSbrüder Kesten sich um 10'/, Uhr bei Hoppe, Hermann- ftraße 49. Bisuhtingung. Für die zahlreiche Beteiligung und die vielen Kranzspenden bei der Be- erdigung unseres lieben Sohnes und Bruders sagen wir allen Bekannten, Kolleginnen und Kollegen unseren herzlichsten Dank. 5661 L Kamilie Wollner. Den Genossen bringe meine Blumen- und l(ran!bindsrei in empfehlende Erinnerung. 56082* G. Gey, Beusselstr. 70. T r Voti" der� Rcisezurück� T Zadek jDr. 4 Drcsd 3__ s Vwwwwww DrcSdcnerstraste 109. Tel. IV. 3630. Dr. Schlinemann Svezial-Arzt sür 54272* Bant- und»ui»leiden, Frauenkrunkhclten. Frledrlchstr. 203, Ecke Schiitzenstr. 10-2, 5-7, Sonnt. 10— 12 Uhr. Die Harnleiden Ihre Oefabren, Verdatung und Beseitigung von Dr. med. Sohn per, BERLIN- Preis 1 Mark. ■«es tausend> ferls? Mm Biclitfr �'"""'"rt sOder) Uuscilmühl.-Cüausßea ZaMii. 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Wie in den gewerlschaftlichen Zentralverbänden das Bestreben zum Ausdruck kommt, durch Konzentrierung der Kräfte den Wirt- schaftlichen Kampf intensiver, nachdrücklicher und erfolgreicher führen zu können, als dies einzelnen lokalen Berufsvereincn gegenüber der Macht deS lkoalierten Unternehmertums möglich ist, so schlichen sich auch die beruflichen Vereine eines Ortes zum Zwecke der gemeinschaftlichen Regelung der alle gemeinsam berührenden lokalen Fragen und zwecks gegenseitiger Unterstützung zu Gcwcrkschaftskartellen zusammen. Ueber Umfang, Einrichtungen und Tätigkeit der Gewerkschafts- kartelle veranstaltet die Generalkommission der Gewerkschaften seit einer Reihe von Jahren Erhebungen, deren Ergebnisse für das Jahr 1906 soeben im„Correspondenzblatt"(Statistische Bei- läge Nr. 2) zur Veröffentlichung kommen. Von 553 am Schlüsse des Jahres 1905 bestehenden Gewerkfchaftskartellen sind 526 gleich 95,1 Proz. an der Statistik beteiligt. Im Laufe des JahreS wurden in 73, ausschließlich kleineren Orten Gewcrkschaftskartelle �e- gründet. Den 526 an der Statistik beteiligten Kartellen gehören ins- gesamt 7399 gewerkschaftliche Organisationen mit zusammen 1 599 292 Mitgliedern an. Davon sind Zahlstellen der an die Generaltommission angeschlossenen Zentralverbände 7329 mit 1 491 536 Mitgliedern, 35 Lokalvereine mit 4245 Mitgliedern und 26 Zwcigvereine anderer, der Generalkommission nicht angeglie- derter Organisationen mit zusammen 1421 Mitgliedern. Tie Mit- glieder der Zentralverbände sind 83,1 Proz. auch in Gcwcrk- schaftskartellcn vereinigt. Von den Zahlstellen der Zeniralverbände sind in 215 Orten 499— 5,2 Proz. aller in den Kartellen bestehen- den Zweigvereine den Kartellen nicht angechlostcn, während in 311 Kartellen alle am Orte bestehenden Zweigvereine der Zentral- verbände vertreten sind. Obgleich die kleinen Kartelle, sowohl nach Zahl der angeschlossenen Organisationen als nach Zahl der Mitglieder die Mehrheit bilden, ergibt sich aus der Statistik doch, daß von sämtlichen in Kartellen vereinigten Gewerkschafts- Mitgliedern sich 61,3 Proz. in den 41 Großstädten befinden. In den letzten beiden Jahren scheint jedoch der Mitgliederzuwachs in Mittel- und Kleinstädten stärker gewesen zu sein, als in den Großstädten, denn wie die folgende Zahlengegenüberstellung zeigt, war im allgemeinen die Mitgliederzunahme stärke� als speziell in den Großstädten. Was die Einrichtungen der GcwerkschaftSkartelle betrifft, so ist besonders crwähnensivcrt, daß 399 Kartelle eine gemein- same Bibliothek und 47 Kartelle ein Lesezimmer unter- halten. Taraus ist ersichtlich, daß die Kartelle dem Bildungs- bedürfnis der organisierten Arbeiter ganz besondere Aufmerksamkeit zuwenden und bestrebt sind, diesem nach Kräften Rechnung zu tragen. Diese Betätigung ist um so Mehr zu begrüßen, als gerade aus dem Gebiete des BildungswesenS die einzelnen Organisationen, insbesondere in kleinen Städten wegen der geringen Mitglieder- zahl nur Unbedeutendes und zum Teil nichts zu leisten vermögen, während durch die Zusammenfassung der Kräfte auch in kleineren Orten gute Erfolge erzielt werden können. Auch auf dem Gebiete der Auskunftserteilung und der Hülfe in allen Fragen deS bürgerlichen, gewerblichen oder Strafrechts haben die Kartelle im letzten Jahre wieder Erhebliches zu leisten vermocht. 183 Kartelle haben Einrichtungen für Rcchtshülfe und Aus- kunftscrteilung getroffen. Die Zahl der von den Kartellen unter- haltcnen A r b e i t e r s e k r« t a r i a t e ist«on 31 im Jahre 1994 und 56 im Jahre 1995 aus 67 im Jahre 1996 gestiegen, wozu noch 116 AuskunftSstcllcn kommen. Ein besonderes Gewerkschafts- burcau unterhalten 14 Kartelle gegen 6 im Jahre 1995 und 5 im Jahre 1994. und die Zahl der besoldeten in Gewerkschaftsbureaus und Arbeitersekretariatcn tätigen Beamten beträgt 119 gegen 84 resp. 48 in den Vorjahren. In 36 Städten sind die Kartelle finanziell an G c w e r k- s ch a s t s- oder V o l t s h a u s u n t c r n e h m u n g e n beteiligt. 197 5iartellc haben Auswendungen für die Unterhaltung von V e r- s a m m l u n g s s ä l e n zu machen und 36 Kartelle unterhalten eine Zentralherbcrge. Auch die allgemeine Agitation haben sich die Kartelle in besonderem Maße angelegen sein lassen. Es wurden im Jahre 1996 2263 allgemeine und 1541 berufliche Versammlungen von den Kartellen cinberusen. Aus dem Gebiete der Statistik und auf verschiedenen anderen Tätigkeitsgebieten haben die Kartelle nach Kräften zu wirken gesucht. Auf welchen Ge- bieten sich die Mehrzahl der Kartelle hervorragend betätigt hat, läßt sich am besten an den aufgewendcrcn Kosten ermessen. Die folgende Tabelle zeigt, daß 1996 von den Kartellen 25 994 M. mehr für Agitation verausgabt worden sind als 1995. Auch die Ausgaben für Arbeitervertreterwahlen, sür Statistik, für Biblio- thelen, Auskunftscrteilung usw. sind höher als 1995. höchstens 29 Pf., während 1996 nur noch 22 Proz. der Kartelle einen so niedrigen Beitrag erhoben. Der durchschnittliche Jahres- beitrag ist in diesem Zeitraum von 34,2 Pf. auf 55,2 Pf. gestiegen. Es verausgabten für Agitation........ Arbeitervertreterwahlen... Statistische Erhebungen... Herbergen und Arbeitsnachweis Gewerkschastshäuser und Ber- sammlungSsäle..... Auskunfterteilnng, Bibliotheken und Lesehallen...... Streiks(aus der Kartellkasfe). Verwaltung: Gebälter, Miete, Verwaltungsmaterial, Jnse- rate usw........ War es früher eine der Hauptaufgaben der Kartelle, Mittel für die Unterstützung von Streits und Aussperrungen aufzubringen, so tritt diese Tätigkeit mehr und mehr in den Hintergrund. Zwar sind im letzten Jahre aus den Kassen der Kartelle 27 919 M. und aus Sammlungen 267 545 M. Streikunterstützung gezahlt worden. Das sind an sich nicht unbedeutende Summen, im Ver- hältnis zu den rund 13 748 999 M., welche die Gewerkschaften im Jahre 1996 an Streikunterstützung zu zahlen hatten, erscheinen sie jedoch äußerst gering. Das ist aber durchaus kein Schaden für die Genxrkschastsbewegung. Die Gewerkschaften selbst sind bestrebt— und das ist besonders anerkennenswert— ihre wirtschaftlichen Kämpfe nach Möglichkeit mit eigenen Mitteln zu führen und die Kartelle haben andere Aufgaben zu erfüllen. So bald jedoch Kämpfe großen Umfangcs und von allgemeinem Intet esse zu führen find, dann werden auch die Kartelle beweisen, daß sie als Glieder der Gesamtorganisation des klassenbewußten Pro- letariats an Leistungsfähigkeit, und Opfermut nichts zu wünschen übrig lassen. Zeigt doch die Art der Aufbringung der Mittel, daß in den Kartellen ein Mangel an Opfcrwilligkeit nicht vor- Händen ist. Bon 526 Kartellen erhalten 529 pro Mitglied der angeschlossenen Or noch der höchste Jahresbeitrag 1,29 i-'t-u vtiitu,« v» 1995 auf 2,60 M., um 1906 die Höhe von 3 M. zu erreichen. Es hatten 1991 41,4 Proz. der Kartelle einen Jahresbeitrag von Angaben darüber gemacht) 916 758 M. Davon ans den festen Beiträgen der Gewerkschaften 481 932 M., aus sonstigen Einnahmen (Ueberschüssen von Festlichkeiten, Schriftcnvertricv usw.) 193 144 Mark, und aus Streiksammlungen 244 213 M. Die Gesamtaus- gaben, einschließlich der Streikunterstützungen betrugen 855 445 M. Die Entwickclung der Kartelle von 1991 bis 1996 zeigt folgende Tabelle. Wenn wir über die Tätigkeit unserer GcwerkschaftSkartelle berichten, ist es notwendig, auch einen Blick auf gleiche und ähn- liche Einrichtungen im gegnerischen Lager zu werfen, um fest- stellen zu können, wo die besten Fortschritte zu verzeichnen sind. Wir sind natürlich auch hierbei auf die Angaben der Kartelle angewiesen, die aber für das Jahr 1996 im Gegensatz zu früher zutreffend sein dürften, soweit die Kartelle der Christlichen Gewerk- fchastcn und die Ortsverbände der Hirsch-Dunckcrschcn Gewerk- vereine in Betracht kommen. Es bestehen danach 157 Hirsch- Dunckersche und 139 Christilche Kartelle gleichzeitig neben den Kartellen der freien Gewerkschaften. Ueber die Zahl der diesen angeschlossenen Organisationen liegen nur unvollkommene Angaben vor. Sekretariate werden von den Hirsch-Dunckerschcn 18 und von den Christlichen 89 unterhalten. Auf dein Gebiete der Rcchtshülfe und Auskunftserteilung haben die Christlichen Gewerk- schaftcn in den letzten Jahren eine besondere Tätigkeit entfaltet, was ihre Ausbreitung jedenfalls sehr gefördert haben dürfte. Im Vergleich zu den Leistungen der freien Gewerkschqftskartelle sind die der Christlichen gering, von den Hirsch-Dunckcrschen schon gar nicht zu reden. Immerhin müssen die Aktionen der Gegner auf- mcrksam verfolgt werden. DaS habe» die Kartelle auch im letzten Jahre getan, so daß sich sagen läßt, die Gewerkschaftskartelle haben, mit geringen Ausnahmen, den an sie zu stellenden An- sprächen in jeder Beziehung gerecht zu werden gesucht. Sie haben ihre Kräfte besonders auf die Tätigkeitsgebiete konzentriert, wo ihnen der Erfolg sicher sein mußte. Dieser Erfolg zeigt sich un- verkennbar in der Ausbreitung der gewerkschaftlichen Organi- sationen. ßirdt aar riara ria;ip Malzkaffee, der das bekannte Kneipp-Vild trägt, welches Reinheit, Bekömmlichkeit und kaffee- ähnlichen Wohlgeschmack garantiert. Diesen Malzkaffes kennen Sie nicht» bis Sie mit dem chira Kchmm bekannt geworden sind. Wer einmal JtaUtreitier gekostet hat, wird sich schnell an den guten Geschmack gewöhnen und ihn dann lieb gewinnen. Xswrewers IßalzUalJee wird nur in staubfreien» fenchtigUeitdicbten falteten verkauft, ausgewogen! 62/8 Wer- Stoff-h»t fertige Slazüge nach Mast Sv M. Tadelloier sitz, haltbare Futtersachen. Bei Swftlielerung billigste Preise. franko, Ackcrstratze 143, 53871.» Ecke Jnvelidenstratze. 'nwelen, fioiawaren, Uta,"'"' I Jaliiis Kurth, 14 Nene Rost Strnste Nr. 14. 16* Kau cht � =8:iiäl beste oesre�rtg Cigarette WMI Warenhans ji Joseph tz Co.! RIXDORF, Berlinerstr. 54-55. 5 Doppelle Raballmarken 1 von Sonnabend, bis Fpe5tag9 den 10. 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Motte Burschen. Westen. Die lustige Witwe. Montag: Dieselbe Vorstellung. Lustipieltiiiiis. Husarenfieber. Nachmittags 3 Uhr: Unsere Käte. Montag: Husarenfieber. Bernhard Rose. Der große Un- bekannte. Ansang 8'/, Uhr. Nachm. 3 Uhr: Sherlock Holmes. Montag: Der große Unbekannte. (Ansang 8-/, Uhr.) Zentral. Das Tagebuch einer Ver- lorenen. Montag: Dieselbe Vorstellung. Vater und Sohn. : Dieselbe Vorstellung. Fräulein Josclte— meine Kleines. Montag lkriano». Frau. Montag Dieselbe Vorstellung. Vteiroool. Der Teusel lacht dazu. Montag: Dieselbe Vorstellung. Slpolto. Der HochzeitSgast. Spezialitäten. Montag: Dieselbe Vorstellung. Walhalla. Spezialitäten. Folies Caprice. Geisterauto.— Paris. Ansang 8'/, Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Gebr. Herrnfeld. Madame Wig- Wag. Es lebe das Nachtleben. Montag: Dieselbe Vorstellung. RetchShallen. Stettiner Sänger. Passage. Spezialitäten. llrania. Dniibeiistrahe 48/49. Abends 8 Uhr: Von, der Zugspitze zum Watzmann.' Montag: Im Lande der Miller- nachtssonne,'-J uls.-.fvoii Siernivnrte. Invalid enstr. 67/83. Ferdinand Bonns Berliner Theater. Sonntag, den lt.'August: DielanzendenMänneheii Detektiv-Komödie in 4 Auszügen. Montag und folgende Tage: vi« tankend«» Mllnnchcn. Kleines Theater. Anfang 8 Uhr. Uliter und Sohlt. Morgen und solgende Tage: Vater und Sohn. Theater des Westens. «lbendS 8 Uhr: Die Instlg/e Witwe. Operette in 3 Akten v. Franz Lehir. Lustspielhaus. Nachmittags 3 Uhr: Unsere Käte. Täglich 8 Uhr: Husarenfieber. Mra!-Theater. Täglich 8 Uhr: Tagebuch einer Verlareiien. Ab 8 Uhr: Das kolossale Spezia- litäten-Proaramm mit Humpsti- Bumsti. Pipifax und Paulo, Exzentriker. Mad. Piloth von Kaul- dach. KWF' Indische D S n z e. iollht: Stürmisches, ununterbrochenes Lachen über Starteteta 018 Ortsvorsteher Lehmann in seiner Burleske „vor NocliSeitsxast". rPassaoe-TliBater. Heute zwei Vorstellungen. 1 Nachm. 3-7(ermäßigte Preise.) Abends 8—11 Uhr. 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Juni— 15. Sept. 1907 Sonntags von 10 Uhr vormittags bis 8 Uhr abends geöffnet. Eintritt 50 Pfennig Dauerkarten 3 Mk. Keine Extra-Entreeg. Von 11—1 und 4—7 Uhr: KONZERT Eeinoedsuoeer SSTELLUNGSHALLE am Zoolog. Garten■■ Fröbels ftllerlei-Theater Schönh. Allee 148, Kastan.-Allee 97/99. Aeltestes Volkstheater Berlins. Heute Sonntag: DnsRiosen--TtzSfJ AM- Aiizxa�t I*l azrramm mit der Sensation Berlins: vis IoMIii! im Höllenkessel und Konkurrenzfahren um 1000 M. Paulas Beichte. Posse mit Gesang von W. Gericke. Ansang 4 Uhr. Entree 30 Pf. 1 MaxKliems| Sommer Theater ß Hasenheide 13/15. Arttstische Leitung: Paul Milbitz, � , Täglich: Gr. teert, toter 1 u. Spezialitäten-Vorstellung.| 1 Jeden SR otilng: Sommerfest. E Jeden Mittwoch: Die beliebten Kinderfeste. V I Jeden Donnerstag:(slitc Dag. Die Kasseeküche ist täglich von � 2 Ubr ab geöffnet. ff Prater- Theater. Kastanien-Allee 7/9. Jägerliebchen. SpcxlalUlitcn 1. Hanges. Austreten der I-Uvvcnbrant Tllly B£b6 mit ihren dress. Löwen. Hvn-crt und Kall. _ Ansang 4'/, Uhr. Brunnen-Theater Badsttaße 58. Direkt.: Lcrnh. Rose. Heute:"913 Das grosiartige August-Programm. Pünktlich �,',8 Uhr: Mit großem Ersolg: (Jarmen. Spezialitäten ersten Ranges. P. Vendaro. Neitzel-Luri-Trio. lack Theo Trio. Gebr. Damm. (UlA l'anl Coradini.-WW Kasseneröffnung 2 Uhr. Ans. 4'/, Uhr. Grosser Elite>Pall. kzldslm-�sck Am llllstrlnerplatr, RQdersdarferstr.Tl Hermann Imbs. Täglich: Qrofies Konzert, Theater- und SpezialitäteK- VorstQlluug,_ Alhambra Wallner-Theaterfiraße 15.» Großer Ball Großes Orchester. Ansang Sonntags 5 Uhr. A. Xamcltat. Jeden Sonntag: Gastbo! und Gewerksetiaftstiaiis nebst Ratswage ist wegen Tod meines Mannes sofort verkäuflich. Nur Re- flektanten wollen sich melden bei �Vwe. Hoirma nn, Bernau Mary. □ i: HC ir K. Wahlkreis(Schönhauser Vorstadt). Sonnabend, den 17. August 1907, in den Gesamträumen des Berliner Prater, Kastanien- Allee 7/9: Sommer=Fest bestehend in Konzert, Theater- und Spezialitäten-Vorstellung. Eröffnang 1 Chr. Anfang 4'l, Ihr. 265;12» Entree im Vorverkauf 85 Pf., an der Kasse 30 Pf. Im Saale: TlUlZ» Herren, welche daran teilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Die Kafleekfiche ist von 3 Uhr an geöffnet. = Kinder=Fackel2ug.= Jedes Kind erhält einen Bon gratis, wofür eine Stocklateme verabreicht wird. Zu zahlreichem Besuch ladet ein Das Komitee. V r .IL Rummelsburg:. Sountag, den 11. August, im Waldlofal von Klngmano, Köpenicker Chaussee am Steuerhaus Lrolles IKinderMt des&lai)lvercin$. Garten-Konzert und Gesangsvortrage. Femer werden Kinderspiele aller Art veranstaltet. JedeS Kwd erhält 3 Geschenke. 8/8- Anfang 8 Uhr. Im Saale: TAN Z. Entree 15 Pf. Die Kaffeefüche steht von 3 Uhr an zur Verfügung, a Liter SO Pf.,'/, Liter 30 Ps. Zahlreichen Besuch erwartet Da« Komitee. 'S Di Ober-SchSnewalde a. d. Oberspree. Jnh.: Ali». aAoemer (Neues Konzerthaus). 53912*] Heute: Extra-Reunion (Leitung; Tanzlehrer Sachs). Für Bereine und Gewerk» schatten im Sommer noch Lonn- abende zu vergeben. 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VercinSangelegenheiten und Verschiedenes. Erscheinen sämtlicher Mitglieder unbedingt notwendig. Wir machen die Gewerkschaften und Vereine darauf auf- merksam, daß der Musiker Hingmith, Gröbcn-Ufer 2, der-Gch als Mitglied des Zentralverbandes der Berufsmusiker ausgiot, wohl früher der Organisation angehört hat. aber fälschlich vorgibt, jetzt noch Mitglied zu sein._ Der Vorstand. f Ortsverwaltnng Berlin. N. 24. Große Hamburger-Straße 18/19. Arbeitsnachweis: Amt III 1813. Bureau: Amt III 1474. Die Mitgliedskarten deck dritten Quartals 1907 sind weiß mit rotem Ausdruck, woraus wir zu achten bitten. 235/5 Gleichzeitig machen wir daraus ausmerkiam, daß der.Verband deutscher GasiwiitSgehülsen- und der«Gastronomische Gehülscnvcrband"»loht identisch find._ Der Borstand. Mitglieder nnd Freunde der freireligiösen Gemeinde! Der MSnnerchor der Freidenker veranstaltet Sonntag, den 18. August, nach Bohl-« h,t>'anri Banmischnlenwegr. Großes Erntefest Sonntag, den 11. Angnst 1007. Ab Alexanderplah 10 Pf. Alle Züge halten. 5 Minuten-Verkehr. Luisenpark Wilmersdorf Wilhelmsane 11». , Solree der Brettl-Diva Barg. Walkotte unter, neuie. jjitwirkung der Berliner Chorführer- Schule 1907, -- Ball.- Jeden Mittwoch: Kaffechochen und Freitanz. Kaffeeküche alle Tage geöffnet. Kegelbahnen. Der schönste Ansflugsort ist Restanrant Wendenschloß. Unter den Müggelbergen an der Dahme und Laugen See gelegen, bietet sür Vereine. Berbäude. Gesellschaften, Klubs, Fabriken und Schulen den angenehmsten Ausenthalt. 53832» Schönster idyllischer Garte», 4000 Sitzplätze, 8 neue große Säle und ein kleiner Saal, Glashallen, S Kegeibahnc», Ausspannung und Belustigungen aller Art. Es empfiehlt sich freundlichst Telephon; Amt Köpenick 67. Zg. �K'iSÄrlvbS. Im Mo amüsieren wir uns? Krug zum grünen Kranze 50222» Ober-Schöneweide, Wnldstraße 74. Küche und Keller vorzüglich.= Ernst Uüflicb. In die letzte Liste der boykottfreien Bäckereien sind folgende Bäckereien als beu»iNigi nachzutragen: Berlin. 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Boxhagener Chaussee 5b, Schubert. Pankow. Florastraße 41, Schneider(Vertretet Walter). Reinickendorf. Eichbornstr. 35, Kube. Justusstr. 29, Oertel Rixdorf. Bergstr. 73, Kahlert. Prinz Handjerystr. 38, Raschid. Siegsriedstr. 44, Brückner. Weichselstr. 34, Schulz. Schöneberg. Siegsriedstr. 1, Brotfabrik Berolina Kaiser Friedrichstr. 4,»» Steglitz. Marksteinstr. 3, Straßmann(Wieder- verkäuser). Die Bewilligung zurückgezogen resp. durchbrochen haben: Anklamerstr. 57, Eder. Antonstr. 48. Biesenthalerftr. 2, Mensing. Chodowickistr. 1, Müller. Danzigerstr. 8, Konrad. Danzigerstr. 70, Freitag. Dunckcrstr. 2, Cherwenka. Fennstr. 51, Fritz Hanke. Hennigsdorserstr. 37, Schütze. Hochmeisterstr. 20. Höchstädterftr. 23, Zahl Rigaerstr. 100, Sporlein. Triststr. 28/29. Sprigade. Charlottenburg. Pestalozzistr. 12, Walter. Rixdorf. Falkftr. 21, Susat.(Schon zweimal zurückgezogen.) Steinmctzstr. 131, Lorenz. Rummclsdnrg« Kantstr. 18, Mägdesra«. Die Firma HeiurZcll Wittler hat vom Landgericht III einen Einhaltsbefehl erwirkt, dem zufolge wir vorläufig verhindert sind, die Sperre über seine Fabrik in der von uns für notwendig erachteten Form bekannt zu geben._ Gifte derfenigen Kackwarrn-, Milch- und Gemüsegrschiiste, die nachweislich Ware von unbe willigten Bäckereien beziehen. Koppenstr. 47, Gräber. Kottbuscrstr. 15, Brandenburg. LIttauerstr. 7, Mews. Lhchcnerstr. 131, Andel). Memclcrstr. 11, Wohbe. Am Ostbahnhos 12, Beyer. Am Oilbahnhos 18, Dannenberg. Putbuserstraße, Schutz. Ramierstr. 13, Schmidt. Rheinsbergerstr. 31, Warmbier. Rügencrstr. 13, Krszinski. Schönsiießerstr. 7, Schwarz(Kolonial- warenhandlung). Schönsiießerstr. 16, Kettke. Soldinerstr. 38, Volkmann. 73, Rutz. Stolpischestr. 48/49, Reimann. Siralsunderstr. 53, Nilsehka. Strclitzcrstr. 16, Wittio. Strelitzerstr. 47, Böttcher. Stromstr. 36, Beyer. Swincmünderstr. 5. Urbanstr. 26, Weber. Wattftr. 3, Richter. Weineuchenerstr. 9, Draoha. Kechlinerslr. 2, lamm. Zorndorserstr. 7, stoaok. Straliunberstr. 3v,«Snsalt, war irrtümlich unter den aus unbe« bewilligten Bäckereien beziehenden Händlern. Adolsstr. 12, Großmann. Arndtstr. 24, Kleiwe.s Alexandrinenstr. 19, Pohl Alt-Moabit 76, Babel. Andreashalle, Stand 123. Alt-Boxhagen 33,"WurnigIeit. Chausseestr. 37, Kiepernik. „ 104, Wachsmann. „ Brückner. Chorinerstr. 42, Milchgeschäft. 02, Derfflingerstr.?, Rentzsch. 29. Schulz. Fehrbellinerstr. 50, Krähe. Feldzeugmeisterstr. 4, Funke. 7. FuchS. Forsterstr. 4, Hans. Franksurter Allee 185, Höhne. Gr. Franksurterstr. 90,©cbrStah CttolD. Fruchlstr. 70, Wunder. Gollnowstr. 13, Franke. Göbenstr. 10, Thiele. Görlitzerstr. 4, Hirschler. Grcisswalderstr. 191, Bartz. Grünauerstr. 8, Kinder. Gürtelstr. 29, Borchart. Jnvalidenstr. 87, Grünkramgeschäst. Jagowstr. 24, Langner. Kastanien-Allee 68, Geißler. Koppenstr. 3, Dornseld. „ 4, Gericke. „ 47, Gräber. Kochhannstr. 1, Ragowkh. KönigSbergerstr. 23,(Schröder. Kopernilusstr. 28, Urban. Körnerftr. 23, Siewcrt. Landsbergcrstr. 113, Buchwald. Langestr. 2, Puscherat. Lausitzerplatz 12, Milchgeschäft. Lehrterstr. 43, Versick. Malplaquetstr. 8, Arndt. 38. Garlipp. , 14/16, Ganzer. , 24, Richter. Mariannenplatz 22, Konatkowskh. Maxstr. 13, Milchgeschäft. 13e, Herzsprung. Molkenmarkt 12/13, Eing. Molkenstr. Grünkramgeschäst. Mühlenstr, 61, Niens. Müllerstr. 56, Grülling. , 61, Gabronn. Müllerstr. 131, K. Kühn. „ 133a, Lorenz. Oldenburgerstr. 7, Schulze. Rathenowerstr 27, Strchmel Reichenbergerstr. 127, Kohlmann. Ritterstr. 117, Milchgeschäst. Romintcnerstr. 16, Vetter. Saarbrückerstr. 10, Janke. Schönhauser Allee 26, Milchgeschäft. Schwartzkopssstr. 20, Schneioer. 37, Milchgeschäft. Schwedterstr. 252, Milchgeschäft. 268, Geschäft. Skalitzerstr. 147a, Grünkramgeschäst. Stallschrciberstr. 4, Kreburg. Stephanstr. 39, Pafchkewitz. Straßmannstr. 17, Kleinod. Tresckowstr. 49, Milchgeschäft. Usedomstr. 26a, Schulze. Veteranenstr. 5, Milchgeschäst. , 9, Gerlach. . 17, Bruchmüller. Waldemarstr. 75, Haase. Wattstraße, Ecke Völtaslratze, Raddatz. Weidenweg 27, Davidsohn. Weißenburgerstr. 54, Franke. 84, Rade. WilhelmShavenerstr. 41, Kroll. , 54, Schröder. Wrangelstr. 30, Gebr. Lange. „ 110, Bichlcr. Wastertor- Ecke Fürstenstraße, Geschäft. Zwinglistr. 11, Marowsky. Ebenso sämtliche Filialen der großen Buttergcschäsle von Astmann, Holz, Klawe, Labewig, Gebr. Manns. Schröter. Zanber und Ballentin beziehen nach wie vor Kommißbrot aus der gesperrten Brotfabrik von Heinrich Wittler, Müllerstr. 33/34. Bernauerstr. 96, Bruder. Dalldorserstr. 1!. Winter. Fürslenbcrgerstr. 13/14, Wellenberg. Frankfurter Allee 84. Sleinboek. Gabelsbergerslr. 2, Krüger. Gcrichtstr. 3./ Graudenzerstr. 10, Lehmann. Gubenerstr. 25, Zeuchert. Hennigsdorserstr. 7, Schwarz. Schöneberg. Bahnstr. 17, Blank. Ebersftr. 82, Gahlke. Gothenstr. 3, Wartenberg. Merseburgerstr. 5, A. Gärtner. Lichtenberg. Atzpoblenstr. 2, llrdmann. Gürtelstr. 7, ttensehal. Rixborf. Pamilerstr. 3t. Simion. Malnzerstr. 11, Pehl. Wcisestr. 40, Som. Knesebeckstr. 103, Eschondarf. Teupitzstr. 95, Kleist. Teupitzstr. 98, Georg Meister. RummelSburg. Boxbagenerstr. 35, Hein. Boxhagener Chaussee 8, Schwartz. Achtung I Für viele Anfragende folgendes zur Beachtung: Aohtung! IRsniivS IZüviivA'vieiK sind uicht einhcMich zu behandeln. Boykottfrei sind alle Jachcrcicn von Oskar Hanke.— 7rifz und?anl Kanke dagegen haben nicht einheitlich für alle Ge- schäfte bewilligt, sondern haben dies ihren Vertretern itheriassen. Wir bitten deshalb für lststcre heilten Vinnen sich nur nach der „Vorwärts"-Liste zu richten. Hausfrauen! Arbeiter! Unterstützt die um ihre jUlensehenreehte kämpfenden Sächergesellen! Die LoHnkommisfion der Bäcker. Bureau: Auguststr. S6. F.-A. III» ISIS» Verband sozialdemokratischer Wahlvereine Berlins und(lmgegend. Dienstag, den 13. Augnst, 87» Uhr abends: Gkncrlil-VtrsWmliiNrn iler Kmsmlhliittmt KerliW. Erster Kreis im„Klubbaus", kraulenftrake lo. 1. Der Parteitag in Essen. Leo Arons. 2. Anträge zum Parteitag. 3. Wahl der Delegierten. Tages-Ordnung: Referent: Dr. 4. Die Brandenburger Provinzialkonferenz. 5. Anträge zur Provinzialkonferenz. 6. Wahl der Delegierten. 7. Vereinsangelegenheiten. Zweiter Kreis in cler Berliner Boek-Braueret(kleiner Saal), am Cempelbofer Berg. Tages-Ordnung: 1. Der Parteitag in Essen. 4. Die Provinzialkonferenz der Provinz Brandenburg und Anträge zu derselben. 5. Wahl der Delegierten. 2. Anträge zu demselben. 8. Wahl der Delegiertem 6. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Dritter Kreis im Sewerksebaftsbaute, Gngel-Clfcr 15, großer Saal. Tages-Ordnung: 1. Der Parteitag in Essen. 4. Die Brandenburger Provinzialkonferenz 2. Anträge zu demselben. und Anträge zu derselben. 3. Delegiertenlvahl zum Parteitag. 5. Delegiertenwahl zur Konferenz. 6. Partei- und Vereinsangelegenheiten. Vierter Kreis in Kellers Westfalen, inb. freyer, Koppenftraßc 29. Tages-Ordnung: 1. Der Parteitag in Essen. Refer.: Reichstags- abgeordneter D. Stiicklen. 2. Diskussion. Beratung eventueller Anträge und Wahl der Delegierten. 3. Ausschlußanträge. 4. Die Brandenburger Konferenz, Anträge und Wahl der Delegierten. S. Verschiedenes. Fünfter Kreis im TlUen SchützenkauVe, Limcnftraße 5. Tages-Ordnung: 1. Der Essener Parteitag. 3. Die Brandenburger Provinzialkonferenz. 2. Anträge und Delegiertenwahl. 4. Delegiertenwahl. ö. Partei- und Vereinsangelegenheiten. Sechster Kreis in äen Oermanla-pracktfäten, CbaulTeertr. tos. Tages-Ordnung: 3. Konferenz der Provinz Brandenburg. 4. Wahl der Delegierten für dieselbe. 1. Der Parteitag zu Essen. 2. Wahl der Delegierten. Zu allen Versammlungen legitimiert das Mitgliedsbuch des betreffenden Wahlvereins. Bei der Wichtigkeit der Verhandlungen erwarten pünktlichen und allseitigen Besuch Die Vereinsvorstände. Iveigverem Berlin.- Sektion der Putzer. Achtung! P<zei*. Achtung! Am Dienstag, den 13. Augnst 1907. abends 6 Uhr: Am Dienstag, den 13. Augnst 1907. abends 0 Uhr: Mitgliedep-Versammlung in der Brauerei Frledrichshaln, grosser Saal(triiher Upps). Tagesordnung! Situationsbericht. Es ist Pflicht eines jeden Kollegen in dieser Versammlung. zu erscheinen. Mitgliedsbuch legiiimiert. Ohne dasselbe keinen Zutritt._ Die örtliche Vcrwaltniig. I. 81.: E. Schulze. il Ortsverwältung Berlin 11.= Bureau: Engel-Ufer IS. II.___ Telephon Amt IV 4747. JMitgUeder aus allen Branchen. Montag, den 13. August, abends 8>/s Uhr, im„Gewerkschaftshaus", Engel-Ufer 16, großer Saal: Ordentliche Leneral-Yerlammlung. Tagesordnung: 1. Mitteilungen. 2. Kassenbericht jjer 2. Quartal 1907 und Diskussion. 3. Antrag der Ortsverwaltung betreffend Vornahme einer Urabstimmung über die Erhebung eines Ortsbcitrages von 10 Ps. pro Woche sür männliche und 5 Ps. sür jugendliche und weibliche Mitglieder. 4. Geschüstlichcs. 74/10 Bei der äugerst wichtigen Tagesordnung erachten wir einen zahlreichen Besuch sür selbstverständlich. Mitgliedsbuch ist mitzubringen und am Eingang zur Versammlung vorzuzeigen. Wer mit seinen Beiträgen ---.-—-■-~-■-,le----------■ über 10 Wochen im Rückstände ist, hat leinen Eintritt. Uweigverein Berlin und Umgegend. Ttlephon: Amt IV Nr. 4493. Verbandsbureau: Engel-Ufer 16, Pt. Telephon: Amt IV Nr. 4493. Sonntag, den 11. August 1907, vormittags 10 Uhr, in der Brauerei Friedrichshgin, gr. Saal, am Friedrichshain 16-23: GsnvnsIvsnssnHmlRmg. TageS-Ordnung: 1. Abrechnung vom zweiten Quartal. 2. Wahl eines Revisors. 3. Verbandsangelegenheiten. BerbandSpapiere legitimieren. Ohne dieselbe» kein Gintritt. Recht zahlreichen Besuch erwartet Her ZwelgrerelnftTorstand. ie Gruppenvcrsaminlungen sollen an diesem Sonniag aus.__ 47/2 NB. l>ie Ortwverwaltnng. Üentseher Kolzarheiter-Verbani Zahlstelle Berlin. Montag, den 12. August, abends 8'/- Uhr, bei Keller, Koppenstraße 29: General*yersamtiihsng. Tages-Ordnung: Jahresbericht; Kassenbericht vom ersten und zweiten Quartal■ Bericht deS Vorstandes, der Schlichtungs- kommission, der Kontrollkommission, der Arbeitsvermittler und des Bibliothekars: Wahl der Ortsverwältung, der Revisoren und der nicht zur Ortsverwaltung gehörigen Angestellten; Anträge i Verbandsangelegenhciten. Eintritt nur mit Mitgliedsbuch l- Um zahlreiches Erscheinen der Mitglieder ersucht Bie Ortsverwältung. Neue Zahlstellen sind errichtet: Bamnschttlettweg: Lokal Joseph Schäfer, BXX,,i,4:n" I» Treptow: Lokal Mahlau, Kiefholzstraße 36. Sn L--! HtgerilWerMis! am! Airnsttig, 18. August, abeuds 8V2 Uhr, iu den Mustkersüleu, Kaiser Milhelmstr. 18m: Oeffentliche Berfammlung --------- aller Fliesenleger und Hülfsarbeiter Berlins---------- TageS-Ordnung: 295/3 Bericht der Tarifberatungskommission nnd Beschlußfassung über nnsere aufzustellenden Forderunge«. Im Interesse unserer Bewegung ist es Pflicht jedes Kollegen, zu ertchcincn. M- Zutritt hat jeder Fliesenleger und Hülfsarbeiter, der sich als solcher legitimieren kann k ___ Ple Tarif beratnugskommtssion. I. Sl.: H e r m. P u t t li tz._ Verband der Tapezierer und verwandte Berufsgenossen. Filiale Berlin. Engel-Uscr 15. Zimmer 35. Geöffnet von 10—1 und von 5—8 Uhr. Donnerstag, 15. August, abends 8 Uhr, bei Wrndt, Beuthstr. 21: Mitglieder- Versammlung. TageS-Ordnung: 1. Vortrag des Kollegen Franz Tplicdt über:«Die Verschärfung deS Klafsenkanrpses". 2. Bericht von der Gaukonserenz. 3. Ergänzungswahl zum Hauptvorstandc und Wahl eineS Beisitzers zum Gauvorstandc. 4. Wahl zum Kuratorium sür den paritätischen Arbeitsnachweis. 5. Verschiedenes. Die Wichtigkeit der Tagesordnung macht das Erscheinen emeS jeden Kollegen notwendig. 178/15 Tie Ortsverwältung. Admiralstr, 18 c 8nh.:0(toGraßtioff. Märkischer Hof, Empfehle mein Lokal zu Versammlungen und Festlichkeiten. Der kleine Saal ist an einigen Sonnabenden und Sonntagen, der grvhe Saal noch am Sonnabend, den S. November, frei.— Jeden Sonntag: 5S59L« tiiroBer Ball. Anfang 4 Uhr. Kommandantenstraste 58/59. lFcrnjprccher I. 8985.) Stud für 1100 Urrsontn Sonnabend, den 4. und 11. Januar 1908 frei geworden. Große und kleine Säle noch an Sonntagen im Februar frei. 2222h Ocbr. Uletltz. Landpartie-, Vereins-Verlosungs- Gegenstände, Lampions, Papiermützen, Radau- Instrumente inhervorr. Auswahl. Außergewöhnlich billig z. B.: transparento\ Dutzend Stocklaterncn/ 45 Pf. ♦ Bernhard Keilich, GrSSt. Spielwaren- Gesch. Dtschl. Gr. Hamburgerstr. 21— 23, Ecke Oranlenburgerstr. 19 Schaut. Verantwortlicher Redakteur: Hans Weber. Berlin. Für den Inseratenteil vcrantw.: Tb. Glocke, Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlaasanstalt Paul Sinoer& Co Berlin SW. Nr. 186. 24. Aahrgaug. 3. Wnjf Ks Jsmitts" Cttlinct Bsllislilntt. Smnfiig, U. Jngnft 1907. NlrtlchMIcher Wochenbericht. Berlin. 10. August 1907. Wcltgctreideernte— Arbeitsmarkt— Ernte und Verbrauch in Deutsch- land— Außenhandel— Saatenstand— Preise. Die Herren Agrarier erlauben sich immer noch das Vergnügen, die Schuld der hohen Lebcnsmittelzölle an der steigenden Preis- bewegung zu leugnen. Nun haben wir aber zurzeit Preise, wie sie aus srüheren Perioden nur bei ganz anstergewöhnlichen Ereignissen bekannt sind, z. B. nach der totalen Mißernte in Rußland im Jahre 1891. Daß nicht schon im vorigen Jahre die erhöhten Zölle voll zur Geltung gekommen sind, lag au der vorausgegangenen guten Welternte. Die Entte im Jahre 1996 hatie in Amerika einen Ertrag von 759 Millionen Bushcls gebracht, die Donauländer, Indien und Australien konnten gut exportieren und Rußlands Ernte war über- schätzt worden. Dadurch wurden die Preise niedrig gehalten, die Exporteure mußten die Zölle teilweise tragen. Nun aber ist auch der Weltmarktpreis ein hoher. Die Ernte des letzten Jahres bleibt unter Berücksichtigung der Bevölkerungszunahme relativ ziemlich erheblich hinter der des Vorjahres zurück; der Minder- ertrag wird auf 55 Millionen Quarters geschätzt. Die letzten rufst- schen Ernteberichte lauten wiederum mal recht günstig ähnlich wie im Vorjahre. Und als der Herbst kam, holte Rußland große Mengen Roggen vom deutschen Markt. Aus die russischen Berichte ist nicht viel zu geben, sie haben sich zu oft als überstark frisiert er- wiesen. Amerika hat gegen das Vorjahr einen Ausfall von zirka 29 Millionen Doppelzentner, die Donauländer werden schätzungS- weise 6 Millionen Doppelzentner weniger abgeben können. Der Minderertrag und der erhöhte Selbstverbrauch Amerikas absorbieren einen erheblichen Teil der vorjährigen Exportmenge. Wenn auch der Weltkonsum gedeckt werden kann, wird doch nicht mehr so willig exportiert und die.zollgeschützten' Länder, das heißt die Brotcsser. müssen den ganzen Zoll tragen. ES ist deshalb mit andauernd hohen Getreide« und Brotpreisen zu rechnen. DaS ist für die Arbeiterschaft um so schwerwiegender, als die SuSficht auf andauernd gute Verhältnisse auf dem Arbeitsmarkt immer mehr schwindet. Von den wenigen Slimmen, die bis in die letzte Woche hinein sich zuversichtlich optimistisch aussprachen, ist die Mehrzahl zu den Pefsimisten hinübergetreten. Auf dem Kohlen- und Eisenmarkt ist es unleugbar stiller geworden, das Gespenst einer Kohlennot, das durch die Politik des Kohlensyndikats heraufbeschworen war, ist über Nacht verbannt. Das Kokssyndikat, das bisher die ganze Er- zeugung frei gab, hat die Produktion auf 199 Prozent der Be- teiliaung festgesetzt. Vereinzelt hört man das Abschwächen der Nachfrage als vorübergehende Erscheinung deuten. Leider wird U.-'lche Hoffnung nur vorübergehende Freude machen. Und ver- �iechterle Arbeitsverhältnisse drücken natürlich auf das Lohnniveau, .Ehrend anderseits keine Aussicht vorhanden ist, von dem hohen Staude der Lebcusinittelpceise hcrabzukoinmen. Deutschland ist auf die Zufuhr von Getreide angewiesen. Wie sich bisher unsere Getreide- Versorgung gestaltete, zeigt die folgende Tabelle. Die Verbrauchs- zahlen gelten für die Verrechnungsjahre 1992/93 usw. Ernte Verbrauch abzüglich Aussaat 1993 1991 199S 1996 Weizen 3 555 964 3 894 828 3 699 882 3 939 563 Roggen Weizen Roggen Tonnen 9 994 493 5 823 453 9 211 687 19 969 776 5 494 617 9 126 462 9 696 827 5 587 156 8 791 969 9 625 738 6 952 277 9 941 831 AuS diesen Ziffern geht schon hervor, daß Deutschland speziell in Weizen in erheblichem Maße auf die Zufuhr vom Auslande an- gewiesen ist. Es wurden in den letzten 4 Jahren ausgeführt: Roggen: 222 384, 359 871, 331 919 und 269 177 Tonnen, Weizen: 347 272, 339 483, 337 685 und 346 792 Tonnen, dagegen betrug die Einfuhr: Roggen: 833 799, 464 948, 589 926 und 694 587 Tonnen, Weizen: 2124 643, 2 214 829, 2 482 943 und 2 999 899 Tonnen, so daß sich ein Einfuhrüberschuß ergibt von 1777 371, 1884 837, 2 945 258 und 1 754 188 Tonnen bei Weizen, von 611 496, 195 977, 258 997 und 494 419 Tonnen bei Roggen. Um den inländischen Konsum zu decken, sind Zufuhren unbedingt notwendig. Zu den widrigen Vcrhältniffen kommt auch noch die durch die Zollrück- Vergütung beförderte verstärkte Ausfuhr im letzten Jahre, die die folgende Aufstellung veranschaulicht. In dem Zeitraum vom 1. August bis 31. Juli betrug: Einfuhr 1995/96 1996/97 Ausfuhr 1995/96 1996/97 in Doppelzentner 1436484 2837899 1714375 1539875 Einfuhrüberschuß 1995/96 1996/97 Roggen 1222272 6998582 1436484 2837899 5785788 4979492 Wetzen 26159919 24299492 1714375 1539875 24436535 22759527 Der Einfuhrüberschuß speziell bei Roggen ist stark zurück- gegangen. Der Jnlandvorrat ist stark gelichtet. Das bedeutet die Notwendigkeit verstärkten Imports, denn Deutschlands Ernte wird der Menge nach die vorjährige kaum überwiegen, aber die Zahl der Esser hat um zirka eine Million zugenommen. Um die Mitte des MonatS war der Stand der Saaten in Deutschland, wenn 1 sehr gut, 2 gut, 3 mittel, 4 gering bedeutet: Juli 1996 Juni 1997 Juli 1997 Winter- Sommer- Weizen 2.2 2.8 2.9 2.4 2,8 2.4 Winter- Sommer- Roggen 2,4 2.3 2,7 2,3 2.6 2,3 Die Sommerfrucht steht demnach so gut wie im Vorjahre, die Winterfrucht etwas günstiger, jedoch hat sich der Status im Juli 1997 gegen den Vormonat verschlechtert. Sodann ist zu berücksichtigen, daß wenn nicht anhaltend günstige Witterung herrscht, eine weitere Verschlechterung eintritt; jedenfalls wird die neue Sommcrcrnte drei bis fünf Wochen später an den Markt kommen. Das sind die ver- schicdenen Faktoren, welche die Preise in die Höhe getrieben haben und nicht wieder abbröckeln lassen. Es notierten an der Berliner Börse: Weizen Roggen 2. Januar(Mai).... 182.75 166,25 1. März..... 189,49 176,99 1. Mai..... 195,59 185,59 1. August(Septbr.)... 291,75 182,69 7.„.... 294,99 184,59 Der Roggenpreis ist demnach seit Januar um zirka 11 Prozent. der Weizcnpreis um zirka 12 Prozent gestiegen. Diese Preis- bewegung treibt auch die Preise für andere landwirtschaftliche Pro- dukte hinauf. Daß die preissteigende Tendenz auf dem Warenmarkt bisher überhaupt noch ziemlich allgemein wirksam war, zeigen die von der „Nat.-Ztg." regelmäßig veröffentlichten Preistabellen mit Indexzahlen. Die Relativzahlen erhält man, indem man den Jahresdurchschnitts- preis für zehn Jahre gleich 199 setzt. Im vorliegenden Fall ist die Periode 1389—1893 zugrunde gelegt. Danach ergeben sich folgende Vcrhältniszahlen: Jahres- durchschnitt 1996 Getreide......... 195,95 Sonstige int. landw. Produkte. 93,13 Ausländische„». 119,07 Tierifche,». 139,59 Tcxtilprodukte....... 134,61 Mineralien........ 147,83 Juni 1996 196,32 85,22 115,17 132,92 135,44 144,63 Juni 1997 124,79 199,29 129,22 126,87 154,95 169,31 Der Preis für Getreide erhebt sich im Juni 1997 über den Durchschnitt 1996, auch für sonstige landwirtschaftliche Produkte ist der Durchschnittspreis des Jahres 1996 weit überholt, bei den ausländischen Produkten um 9 Proz., bei den Erzeugnissen der heimischen Landwirtschaft um über 17 Proz. Auch bei den In- dustrieerzeugnisscn hat sich das Preisniveau weiter hinauf ent- wickelt. Nur bei tierischen Produkten ist ein Senken des Preis- status gegenüber dem Durchschnitt des Jahres 1996 zu konstatieren. Mit der Freude darüber ist es nun auch wieder vorbei. Im Juni ging der Preis für Oulitälsschwcine in Berlin schon wieder auf 197,36 M. gegen 93.28 M. pro Doppelzentner im Mai. v. ll 1 VieleTausende Exemplare. Joppen- und Jackett- Fasson« mit kurzen oder langen Hosen. Bewährte Loden, Cheviots, Zwirnbuckskin und andere Erzeugnisse. 30.— 27.— 24.— 21.— 18.— 15.— 12.— tO.- 9 Mk. Einzelne S ch QI er- J oppen,-Jacketts, Schüler- Hosen zu niedrigen Preisen. Einsegnungs- Anzöge in uner messlicher Auswahl Baer Sohn Massstabea • tl Brücken f- II Qc. Frankfürterstr, 20 tiaapt-K&aiog fh.it frW» MoOem JKT? wtf OV Umtscb kostenlos zugesaruO. OQ_30 Chausseestrasse wm fe-js'/(- -5� 'o?; nNV� Ii"; •ö-; /wo lo.9><»o«�m fpft isd ,äsJ»; Grössfe Spezial-Abfeilungen: Kleiderstoffe Lammet u. 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(Ohne Gewähr.)(Nachdruck verboten.) »51 89 95 479 511 9J9«0 1 095 115 81 89 869 907 2107 Ii 889 51 418 48 914 710 78 809 93 85 913 3153 67 887 786 83 895 4097 79»91 803 93 983 900 5018 90»75 9 9 890 671 75 874 81 778 903 85 6004 83»95 7314 655 919[»00] 775 8l»9[500] 32[19 000] 99 903 799 928 9 207 415 10184 408»9 83 673 605 54 801 95t 11147 Iii 51 923»5 73 878 1 2189 220 371 532 92 81 625 757 882 13085 51 90 100 283 496 937 983 1 4139 395 41» 1390] 54 591 620 53[»901 774 813 1 5159 95 31» 5*4 71 510 740 801 16087 322 87 792 884»66 1 7002 88 189 69[300]»11 18 SS 938 1 8253 840 1 9095 189 4SI 20145»89 93 605 32 63 604 800»90 2 1 018 89 290 144 431 41 558 91 692 93[200] 750 832 2 2832 87 989 LtOO] 2 3077 118 93 379 903 43 4 4 837 2 4258 820[200] 935 [200] 70 2 5314 929 893 2 6 339 1 38 69 88 877 80 2 7098 »54 488 543 97? 795 900 47[200] 28174 405 579 728 91» 63 2 9004 395 383 71 537 849 894 900 3 0511 81 610 189 49 31162 78»10 8» 843 4»7 688 771 865 8 7 997 3 2019 325 98 847 610[»00) 610 733 828 923[ 300] 33093 114[200] 129 352 710 3 4085 19 209 27 81 93 303 5 2 781 91 843 3 5082 154 89 200 88 807 19 80 718 36012[200]»Z»82 331 571 639 711 878 955 3 7271 339 495 671 815 82 948 3 8 263 408 527 88 80 520[3000] 778 991 63 90 3 9 085 189 210 879 619 17 873 40183 509 991 754 4 1 012 171 819 415 545 700 818 071 42053 167 321 74 929 4 3 298 419 59 990 935 59 44183 »14 50 89 451 593 919 53 4 5100 71 95 220 880 94 421 579 749 51 849 67 4 6 240 46» 699 723 4 7017 60 129 809 498 561[400] 621 54 706 93 818 79[ 300] 4 8 067 141[200] 406 15 SO 13 639 930 4 9031 413 41 73 582 5 0013 119 270 Sil 867 931 44 5 1 016 219 323 411 570 940 71 725 99 923 5 2015 456 508 733 853 930 5 3324 492 »S 503 81 65 804 64 5 4259 94 871 95 474 595 915 37 722 90 6 5117 219 899 571 723[ 200] 56128 62 88 575 622 711 844 74 73 5 7161 890 488 990 5 8197 233 40 403 60 629 Iii 775 903 25 5 9053 858 460 593 610 730 43 842[500] 6OI00 299 61153 69 203 15 45 644 93 801 6 2059 93 205 29 73 84 92 881 442 644 751 63 240 59 400 49 845 6 4089 140 890 467 910 716 80 824 98 989 6 5021 15» 12»25 78 848 6 6092 254»9 329 477 502 20 60» 704 817 97 905 6 7039 159[200] 201 87 499 342 804 59 839»19 68147 61 251 887 81» 47 82 90 915 60122 91 79[300] 283 391 813 914 7O035 230[ 290] 878 480 822[200] 99 960 75 7 1 021 80 89 163 356 532[1000] 40 43 698 683 7 2 097 217 84 851 1200] 426 79[200] 651 675 719 28 853 901 73380 68 417 97 592 769 87 7 4030 151»28 68[800] 84 80? 491 618 90 760 91» 7508» 55>24 420«8 919 71 77» 893 7 6278 800 598 754 814»18 7701» 157 541 88 91» 710 910 78055 80 920[ 800] 155 825»95 7S217 529 78 898»7»58[200] 86082 317 89» 89, 828»81 8 1 038[ioo] 119 395 45 680»59 8 2053 268 490 580 63 1»[300] 818 728 811[200] 83077 139 87 851 617 781»1 855»2 841,8 854 1,00] 400 005 747 84 981 85018[,00] 120 28 24» 481 82 82» 852 86188 491 80» 788 891»57 8729» 858 85? 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(Ohne Gewähr.)(Nitchdruck verboten.) 245 305 437 529 633 69 767«3 941 1482 510 08[ 200] 681 2110 252 53 89[,00] 400 61 71 3065 606 19 89 4024 168[200] 277 365 741 67 82 5172 386 496 503 662 710 58 6019 31 77 112 207 55 334 407 26 32 753 890 7156 260 641 83 668 734 95« 8180 359«53[200] 975 0162 669 665 726 90 821 51 75 81 938 1O073 213 364 495 690«08 795 928 11014 802 87 434 822 1 2090 13 940 87 89 1 3282 491 816 1 4491 614 783 [300] 71 866 949 1 5086 97 103 407 663 769 884 66 73 16081 607 860[200] 963 1 7254 331 93 601 867 1 831« B0 610 733 908 1 9273 767 995 2 0216 319 6 4 057 2 1 022 32 79[300]»28 859[200] 453 661 858 2 2009»Ol 617 709 848 908 ,4 70 8« 23128■ 89 490 543 55 640 818 42 58 2 4,77 99 851 408 508 30 81 970[ 200] 25109 242 354«20 21 764 812 72 978 2 6276 31» 451 95 502 788 2 7751 909 19 2 8351 69 478 677 03 790 925 29083 151 320 22 400 53 628 919 3 0309 504 3 1 300 618 677 706»2 889[200]»9 92« 85 32124 337 612 720 45 3 3 013[400] 79 421 32 795 808 3 4097 183[200] 231 6«[5000] 367 511 835 996 3 5138 44 51 339 543 73 669 83 780 949 36444 753[200] 37090 48» 777 994 3 8 002 66 75 415 55[200] 515 605 748 807 24 914 39059 817 40299 315 44 84 973 41121 81 297 363»8 611 45 783 857 957 4 2015 229 76[290] 321 493 554 71« 72 883 866 82 4 3030 143 56[400] 346 99 401 626 793 959 44154 295 [290] 401 517 727 92 98 4 5557 502 707 831[300] 46143 669 606 802 956 4 7258 382 660[200] 867[200] 907 89 48115 215 95 313 520[200] 665 858 4 9220 38 98[209] 623 838 9�3 83 5O075 09 104 85 76 204 718 51148 887«79 737 627 5 2 939 5 3 279 851 68 622 33 833 5 4739»18 5 5170 85 271 429 565 616 768 823 5 8184 399 478 81 537[100] 43 618 97 736 5 7029[400] 625 91 858 5 8004 153 55 7 2 349 474 680 952 81[200] 59151 75 97 332 415 870 88[200] 779 816 958 69 60075 83! 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Mädchen 95 Pf. l25 l45 l75 Prinz Heinrich-Mützen....... 95 � l45 l75 2 10 Weisswaren Kieler Knoten satin und wps.................. Kieler Matrosenkragen u. Manschetten für Knaben und Mädchen, 2 Grössen.................. Satin• Lavalliers punktmuster................. Seiden- Lavalliers......................... 30 Schottische Lavalliers rdr Knaben u. Mädchen 50 50 60 12 60 95 Pf. 85 Pf. 1 8 pf. 85 Pf. r5 Strumpfwaren U'inHorc+rfimnfA Maco, 1»- 1 eettrlclrt, Dopcelsohle, Ferse rVinU crbtru Ii 1 fj I«3 unj Spitze, schwarz und lederfarblx GrStse 1 2 3 4 5 6 7 50 55 65 70 75 85 95 pf. I05 l18 l28 Qr8»»e I dl, 3 4 bl»« 7 blt 9 Kinderstrümpfe geringelt und Jacquard Ein Posten Knaben-T urnerhemden o*. ro t30 140 mit" es««« i40 158 r» Schuhwaren Ein Posten Kinder-Kalblack-Spangenschuhe 21/24 25/26 27/30 31/35 Kinder-Stiefel 21/24 25/26 27/30 31/35 36/39 Knaben ISO �50 g25 0 25 Tlirn�ohllhA 8:rau' we,w' braun Setertuch I Ul 1 lolsl IUI IC? mit angegossener Gummisohle für Kinder_ Mädchen_ Damen Herren Hl LEIPZIGER STRASSE Tllfl ALEXANDER. PLATZ- Confection Kieler Mädchen-Pyjack aus blauem Wintercheviot mit Abzeichen und Aermel- stickerei..................................• Kieler Mädchen-Pyjack aus reinwollenem Winter- Cheviot mit Abzeichen und Stickerei.................................. Kieler Mädchen-Pyjack elegante Verarbeitung, mit bwl. 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L i e d e m i t" an der Kirche und Hotel.Wilhelmshos"« Kaiser Wilhelm- und Eichenstraßen Ecke. Treptow-Baumschulenweg. Dienstag, den 13. August, findet die Mitgliederversammlung des Wahlvereins in Treptow bei Mohlau, Kiefholzstraße 35, statt. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Bericht von der Generalversammlung Groß-BerlinS. 3. Ver- einsangelegenheiten. Der Zahlabend fällt für den Treptower Orts- teil aus und werden die Beiträge in der Versammlung entgegen- genommen. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Britz-Buckow. Am Mittwoch, den 14. August, abends �9 Uhr (Zahlabend), findet im Lokal.Landhaus"(Wosinski), Chaussee- straße 97. die Mitgliederversammlung des Wahlvereins statt. Tagesordnung: 1. Vortrag: Lokal- und Zentralorganisation. Rc- ferent Genosse Schröder vom Allgemeinen deutschen Metallarbeiter- verband. Korreferent Genosse Cohen vom Deutschen Metallarbeiter- verband. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Um pünktliches und zahlreiches Erscheinen der Mitglieder ersucht dringend Der Vorstand. R-waweS. Am Mittwoch, den 14. August, abends SM- Uhr, findet im Lokal des Herrn Schmidt(Deutsche Festsäle). Wilhelm- straße 3, die Versammlung des Wahlvereins statt. Tagesordnung: 1. Geschäftliches. 2. Vortrag des Genossen Z i e t s ch- Charlotten- bürg über: Reichsverfassung. 3. Wahl von 3 Delegierten zur Kreisgeneralversammlung. 4. Bericht von der Generalversammlung Groß-Berlin. 5. Abrechnung vom Sommerfest. ö. Verschiedenes. Gäste, auch Frauen haben Zutritt. Ehrenpflicht eines jeden Mit- gliedes ist es, in dieser Versammlung zu erscheinen. Der Vorstand. Tegel. Heute, Sonntag, findet daS Sommerfest des Wahl- Vereins in Trapps Festsälen. Bahnhofstr. 1. statt. Spezialitäten, Konzert, Gesangsvorträge, Turnen, Neigenfahren und Ball der- schönern das Fest. Bezirk WaidmannSlust. Sonnabend, den 17. August, abends 8 Uhr, findet in Waidmannslust im Schweizerhäuschen die General- Versammlung des Wahlvereins statt. Diejenigen Genossen, welche von der Maifeier und vom Frühkonzert noch nicht abgerechnet haben, werden ersucht, eingehend dem nachzukommen. Am Sonntag, den 18. August findet das Sommerfest des Wahlvereins in obigem Lokal statt. Ein sorgfältig zusammengestelltes Programm bietet genuß- reiche Stunden. Die Genossen mögen für zahlreichen Besuch Sorge tragen. Der Vorstand. In Schmargendorf findet am 25. d. Mts. im dortigen »Schützenhaus" ein sogenanntes Wohltätigkeitskonzert statt, arrangiert vom Gesangverein„ M e l o d i a"; da der Wirt des be- treffenden Lokals sich beharrlich weigert, uns seine Räume zu Ver- sammlungen zur Verfügung zu stellen, ersuchen' wir, alle Ver» an staltungen dortselbst streng zu meiden, sowie glle etwa angebotenen Billetts stets entschieden zurückzuweisen. Die Lokalkommission. Berliner I�acKricKten. Das Hausbesitzerprivileg im Stadtparlament, baS durch die Städteordnung bestimmt wird, schafft den Hau?- besitzern die Möglichkeit eines ausschlaggebenden Einflusses auf die Kommunalverwaltung. Nach 8 16 der Städteordnung muß mindestens die Hälfte der von jeder Wählerabteilung zu wählenden Stadtver- ordneten aus den Reihen der Hausbesitzer genommen werden. Mindestens die Hälfte aller Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung soll von vornherein die Gewähr bieten, daß sie das nötige Interesse für jene be- sonderen Wünsche mitbringen, deren Erfüllung dem Haus- agrariertum als eine Hauptaufgabe aller Kommunal- Verwaltungen gilt. Dieser Paragraph der Städteordnung ist vielleicht noch erträglich in seiner Anwendung auf ganz kleine Städte, in denen ungefähr die Hälfte der Haushaltungsvorstände aus Hausbesitzern und ihre andere Hälfte aus Mietern zu be- stehen pflegt. Wir sehen allerdings in dem Hausbesitzer- Privileg unter allen Umständen eine ungerechtfertigte Bevorzugung, die selbst für kleinste Gemeinden zu ver- werfen ist. Der Kampf gegen dieses Privileg ist ausgegangen von den G r o ß st ä d t e n, in denen es je länger je mehr als widersinnig empfunden worden ist. In Berlin, wo der weitaus größte Teil der Bevölkerung in Mietswohnungcn haust, haben wir den tollen Hustand, daß die Hälfte der Stadtverordnetenmandate jener winzigen Zahl von Bürgern reserviert werden muß, die den Grundbesitz in Händen haben. Es ist die Sozialdemokratie, die von jeher den Kampf gegen die Bevorzugung und Bevorrechtung der Haus- besitzer rückhaltlos geführt hat. In der Stadtverord- netenversammlung von Berlin pflegt der Chor der freisinnigen Hausbesitzer sehr nervös zu werden, wenn ein sozialdemokratischer Redner auf dieses Thema zu sprechen kommt. Wiederholt ist von unseren Ge- Nossen im Rathause hervorgehoben worden, daß gerade in Berlin der 8 16 der Städteordnung in seiner ganzen Uner- träglichkeit sich fühlbar macht. Hier gehört eine beträchtliche Zahl von Grundstücken dem Staat oder der Stadt, hier be- findet sich ein großer Teil des Grundbesitzes in den Händen von Handelsgesellschaften, private Besitzer hiesiger Grund- stücke wohnen vielfach gar nicht in Berlin und so weiter. Der Kreis der Personen, denen aus den 144 Sitzen der Berliner Stadtverordnetenversammlung mindestens die Hälfte vor- behalten ist, wird durch alle diese Umstände immer noch enger. Wie eng er ist, das hatte bisher niemand zahlenmäßig aachweisen können. In der Stadtverordnetenversammlung war nun von sozialdemokratischer Seite angeregt worden, man solle einmal durch das Statistische Amt feststellen lassen, wieviele Berliner Hausbesitzer denn über- Haupt das passive Wahlrecht zur Stadtver- ordnetenversammlung besitzen. Ein bezüglicher Llntraa unserer Genossen wurde im Etatsausschuß anae- für Min und Vororte nommen und fand denn auch die Zustimmung des Plenums. Der Magistrat hat inzwischen die geforderten Ermittelungen vorgenommen, nicht durch das Statistische Amt, sondern durch das Wahlbureau der Stadt. Welches ist das Ergebnis? In unserer Zweimillionenstadt mit ihren weit über 306 066 Kommunalwählern gibt es noch lange keine 36 666 Grund- stücke. Doch unter den Besitzern dieser Grundstücke sind noch keine 16 600, die als Vertreter des Grundbesitzes in die Stadt- verordnetenversammlung entsandt werden könnten. Vom Rathaus wird jetzt mitgeteilt, es habe sich herausgestellt, daß nur 3242 Volleigentümer das passive Wahlrecht haben. Und aus diesen 9242 Privilegierten müssen die 72 Männer genommen werden, die die Städteordnung fordert! Den Kampf gegen das Hausbesitzer- Privileg hat, wie gesagt, nur die Sozialdemo- kratie von jeher rückhaltlos geführt. Sie ist es auch, die allein ein Interesse an der Beseitigung dieses Privilegs hat. Unserem Berliner Stadtfreisinn ist sehr damit gedient, daß es aufrecht erhalten bleibt, und er wünscht sich nichts anderes. Die Erklärungen gegen das Privileg, die gelegentlich auch von dort aus in die Welt hinausposaunt werden, klingen ja sehr fortschrittlich, aber sonst haben sie weiter nichts zu be- deuten. In der Stadtverordnetenversammlung wurde m der Debatte über den oben erwähnten Antrag unserer Genossen sogar von dem freisinnigen Stadtverordneten Wallach, dem bekannten Hausagrarierführer, der inzwischen das Zeitliche gesegnet hat, die Erklärung abgegeben, er— leae gar keinen Wert auf das Privileg._ Polizeiliche Absperrungen. Zu der Erörterung der polizeilichen Absperrung am Kreuzberg werden wir auf einen Fall aufmerksam gemacht, der in drastischer Weise den Beweis lieferte, daß es ohne oder mit wenig Polizei ebenso gut geht, ja vielleicht besser, als wenn die Polizei für das Publikum denkt. Man schreibt uns: >Als dieser Tage der Dachstuhl des„Friedrichshof" brannte, waren bei Ausbruch deS Feuers zur Verfügung des leitenden Poli- zeileutnants Kall nur wenige Mann, die eben ausreichten, um die Bürgersteige in der Kochstraße abzusperren. Der Verkehr der Frie- drichsstraße aber mutzte sich selbst überlassen bleiben. Und siehe da, es ging sehr gut und ohne jede Schwierigkeit. Ohne daß ein Schutzmann es ihnen sagte, hielten in stillschweigender Ueberein- kunft Auto-, Omnibus- und Wagenführer die Mitte der Straße und fuhren so hintereinander, daß eine Reihe hinauf-, die andere herunterfuhr. Jede Hast war verschwunden, wohl aber war sich jeder bewußt, daß es hier galt, vorsichtig zu fahren. Das Pu- blikum andererseits achtete darauf, daß kein Wagenführer in die Gefahr kam. anzufahren oder sonst ein Menschenleben zu ge- fährden. Die an den Ecken der Kochstraße stehenden Schutzleute sahen offenbar ebenso wie der Leutnant ein, daß die Regelung sehr gut ging und überließen das Publikum sich selbst. So ging es von fünf Minute:? vor �8 Uhr bis kurz nach 8 Uhr. Um diese Zeit trafen Verstärkungen für die Polizei ein. Als daS Feuer selbst dann schon erledigt war, die Züge der Schönebergerstratzen-Wache waren schon wieder abgerückt, da dachte man wohl daran, daß etwas seitens der Polizei geschehen müsse und nun ging ein Leut- nant mit einigen Mann zur Zimmerstraße Ecke Friedrichstraße und lenkte dort den Verkehr, der solange tadellos und ohne Störung an der Brandstelle borüberfluten konnte. Im Augenblick der Ge- fahr ging das, nun sie vorüber war, ging es nicht mehr. Es mußte abgesperrt werden. Darüber murrten natürlich die Wagenführer, meist kamen um diese Zeit Besucher des„Apollotheatcr" und hatten Verlust, über den ihre früher fahrenden glücklicheren Kollegen nicht klagen brauchten. Nach zwanzig Minuten der Ablenkung war dann die Feuerwehr abgerückt. Also die Regelung des Verkehrs ging während der ersten fast dreiviertel Stunden glatt ohne Polizei, welcher Grund lag vor, polizeiliche Ablenkungsmaßnahmen dann zu treffen, als der Brand gelöscht und die Erfahrung gelehrt hatte, daß es eines Eingreifens der Polizei gar nicht mehr bedurfte. Im übrigen ist es meist so. Erst wenn die Polizei erscheint, ahnt die Menge etwas besonderes. Es sei dabei nur an die„geschickte" Absperrung für die Sicherheit des Kaisers erinnert. Wer an zwei Nachmittagen die Schutzleute Unter den Linden beobachtet, weiß nachher aus ihrer Haltung, der Richtung ihres Gesichtes und sonstigen Anzeichen ganz genau, ob der Kaiser zurzeit erwartet wird und aus welcher Richtung. Wüßten das nicht so viele, würde die große Masse nicht stehen bleiben, eS würde kein Verkehrs- Hindernis entstehen." Die zu dem neuen Unterpflaster-Bahnhof«Leipziger Platz" führenden Zugangstreppen sind jetzt, wie es in der Bühnentechnik heißt, begehbar. Ueber zweimal zwölf ein Meter breite Granit- stufen gelangt man von der Königgrätzerstraße aus hinab in den Uebcrgang, der sich bald zu sechs Metern erweitert. Ganz vorn zur Linken erblicken wir das eiserne Gerippe eines Stationshauses mit drei Fenstern, dessen Hintere, der Treppe abgcwcndcte Tür nach dem alten Bahnsteig führt. Weiterhin zur rechten Hand liegt ein geräumiges Schalterhäuschen, das zwei Türen und sieben Fen- stcr hat; vier davon sind für den Fahrkartenverkauf bestimmt. Wände und Decken nehmen sich schon recht schmuck aus; die letzteren sind weiß gestrichen, die Wände mit hellgrauen, glasierten Kacheln ausgekleidet, welche durch Pseudo-Pfeiler und Sockellinien recht geschmackvoll gegliedert sind. In jeder Wandfläche, zwischen zwei Pfeilern, ist ein biereckiger Raum ausgespart, der. mit Holz ge- täfelt, zur Befestigung der Reklameschilder bestimmt ist und darüber erblickt man ein Bronze ausgelegtes Medaillon, das später, mit Kristallglas verkleidet, das elektrische Licht aufnehmen wird. So reiht sich links und rechts Pfeiler an Pfeiler, Laterne an Laterne, bis man unter dem Fahrdamm der Königgrätzerstraße an den ersten der acht mächtigen Grundpfeiler des Aschingerhotels gelangt, dem ebenfalls ein kleiner Eisenkäfig(zur Aufnahme eines Fernsprecher? bestimmt) vorgebaut ist. Gleich dahinter erweitert sich der Zugang zum breiten Bahnsteig; auf beiden Seiten laufen die tiefliegenden Gleise in einer Kurve ein. Der Raum sieht, trotzdem noch an allen Ecken und Kanten fleißig gearbeitet wird, schon recht freundlich und vornehm aus. Die Wände bedecken weiße Kacheln, die Pfeiler sind, um die Lichtfülle etwas abzudämpfen, wie oben beschrieben, mit hell- und dunkelgrauen Kacheln bekleidet. Auch hier sind zwischen je zwei Pfeilern Reklamefelder ausgespart und dazwischen befindet sich immer, von grünen Kacheln umrandet, die Inschrift„L e i p- z i g e r P l a tz". Diese kehrt auf jeder Seite des Bahnsteigs Ikmal wieder, so daß sie wohl von jedem Abteil aus wenigstens einmal zu lesen sein wird. Jenseits des Hotclbaues wird der Bahnsteig wieder normal, d. h. durch die bekannten Mittclsäulen getragen, eiserne T-Träger, die mit einer eleganten Ornamentik bekleidet werden. Von den Kapitälen hängen je zwei Glühbirnen in geschliffenen Glocken herab. Auch auf dieser Seite erheben sich Zahlabend statt. schmucke Schalterhäuschen, hinter denen der unterirdische Gpng durch die freischwebende Brücke nach der anderen Seite der Leip- zigerstraße führt. Geradeaus dagegen erreicht man die dieSseitS herabführende breite Steintreppe, die, halbrechts, etwa zehn Meter hinter dem Wrangel-Denkmak ausmündet. Bis hierher ist sogar schon die Gleisanlage fertig. Der Ausflugsverkehr der Automobil-Omnibuss« der Greßcn Berliner Straßenbahn wird am heutigen Sonntag bei günstiger Witterung auf sämtlichen Ausflugslinien stattfinden. Auf der Strecke Brandenburger Tor— Potsdam werden mit Rücksicht auf die außerordentliche starke, Inanspruchnahme die Automobil- Omnibusse ab Brandenburger Tor von 9,39 bis 11 Ahr vormittags und von 1,30 bis 6,30 Uhr nachmittags halbstündlich, von Potsdam (Glienicker Brücke) 11,30 bis 1 Uhr und von 3,30 bis 8,30 nach- mittags ebenfalls halbstündlich abgelassen werden. Ferner wird wieder eine Gesellschaftssahrt nach Liepnitzsee— Wandlitz und Sänke veranstaltet. Die Omnibusse fahren um 9 Uhr vormittags vom Alexanderplatz(Haltestelle zwischen Neue Königstratze und Prenzlauerstratze) ab. Ferner finden AusflugSfahrten mit Motor- omnibuffen zwischen Bahnhof Bernau und dem Liepnitzsee resp. Wandlitz, Brandenburger Tor— Wannsee, Nollendorfplatz— Onkil TomS Hütte, Charlottenburg(Wilhelmsplatz)— Jungfernheide (Karlsho?) und schließlich zwischen Tegel und Schulzendorf statt. Die nach Schulzendorf einsetzenden Omnibusse können vom Blücher- platz resp. Weddingplatz von den Ausflüglern benutzt werden und beträgt der Fahrpreis für die Strecke vom Blücherplatz nach Tegel 60 Pf., vom Weddingplatz 30 Pf., Kinder die Hälfte. In gleicher Weise können auch abends bei der Rückfahrt nach dem Depot die Omnibusse zu Fahrten nach dem Wedding- und Blücherplatz be- nutzt werden. Ein schwerer Bauunfall hat sich Freitagnachmittag auf dem Bau de? neuen Theaters in der Königgrätzeisstraße 67 zugetragen. Im dritten Stockwerk waren mehrere Arbeiter dabei, einen 32 Zentner schweren eisernen Träger zu montieren. Durch ein verhängnisvolles Versehen kam der schwere Gegenstand plötzlich zum Kippen und un- glücklicherweise stürzte er auf den Obermonteur Ostrowski, der erst vor zwei Tagen aus Amerika nach Berlin gekommen war. Schwer- verletzt wurde der Unglückliche wieder hervorgezogen und nach dem Krankenhaus am Urban gebracht. Wäre die Gewalt des Sturzes nicht durch einige Bretter abgeschwächt worden, so hätte eine folgen- schwere Katastrophe eintreten können. Eine Löwin unter dem Hammer. Ein gar seltsames Objekt gelangte gestern morgen im Nordosten der Stadt zur öffentlichen Versteigerung. Auf dem Rummelplatz an der Landsberger Allee 90/91 wurde u. a. auch eine Löwin meistbietend versteigert. Es handelte sich um eine Zwangsversteigerung. Durch einen Schau- steller wurde das Tier nach längerem Bieten erworben. In eine recht unangenehme Lage kamen vorgestern Ausflügler, die den Dampfer„Prinz August Wilhelm" der Stern-Gesellschaft zur Fahrt nach Teupitz benutzten. Der Wasserstand der Spree ist in wenigen Tagen soweit gefallen, daß er besonders im oberen Lauf sich unter normal befindet, und so lief der Dampfer in der Nähe der neuen Brücke auf dem Sande fest. Dem zu Hülfe kommenden Dampfer„Dorothee" gelang es erst nach längerem Bemühen, den„Prinz August Wilhelm" wieder flott zu machen. Ein Betriebsunfall, der leicht verhängnisvoll werden konnte, er« eignete sich gestern in der Maschinenfabrik von Pichatzek in der See- straße. Dort geriet der Bohrer Timme beim Auflegen einer neuen Arbeit mit der Kleidung in die Bohrmaschine. Die Kleidung wurde ihm sofort vom Leib» gerissen und nur dem schnellen Eingreifen seiner Kollegen war es zu verdanken, daß T. mit dem Leben davon« kam. Er hatte erhebliche Hautabschürfungen am Rücken und an den Armen erhalten und wurde mittels Droschke nach dem Kranken- hauS geschafft. Ein blutiges Ehedrama hat sich gestern vormittag in der zehnten Stunde in der Friedrichstadt abgespielt. In der Jäger- straße 67 gab die Ehefrau Emma des 40jährigen Kellners Karl Hiebe! auf ihren Mann fünf Schüsse ab. Die Tat ist als ein Akt der Notwehr anzusehen. H. liegt in bedenklichem Zustand im Krankenhaus Moabit danieder. Die Frau stellte sich selbst d-r Polizei, wurde aber wieder auf freien Fuß gesetzt. Wie berichret wird, hat H. seine Frau in letzter Zeit in brutaler Weise miß- handelt. Gestern Morgen stand H. gegen 8 Uhr auf und als er kurz vor 10 Uhr Anstalten machte, nach seiner Arbeitsstätte nach dem Weinhaus..Rheingold" zu gehen, wurde er plötzlich wiederum gegen seine Frau tätlich. Er wollte über sie herfallen, doch die Be- drohte ergriff nun einen Revolver, der in der Kommove lag und feuerte kurz hintereinander mehrere Schüsse auf den Angreifer ab. Sie war der Meinung gewesen, der Mann wollte sie totschlagen. Von einer Kugel und zahlosen Schrotkörnern durchbohrt, brach der Getroffene zusammen. Entsetzt über ihr Vorgehen raste die Frau H. jetzt aus der Wohnung heraus, eilte die Treppen hinunter und suchte das 37. Polizeirevier auf, wo sie von dem Vorgefallenen Meldung machte. Inzwischen hatte sich ein junges Mädchen, das bei dem' Ehepaar als Chambregarnistin wohnt, deS Schwerver- letzten angenommen. H. wurde nach der Rettungswache in der Mauerstraße gebracht, wo der diensttuende Arzt feststellte, daß eine .Kugel in das Rückgrat eingedrungen war. Nach Anlegung von Notverbänden wurde H. dem Krankenhaus Moabit zugeführt. Unter Begleitung mehrerer Polizeibcamter begab sich Frau H. nach ihrer Wohnung zurück, wo eine eingehende Untersuchung vorgenommen wurde. Dabei stellte sich jedoch heraus, daß es sich um einen Mord- versuch nicht handeln konnte, und die Frau wurde au? diesem Grund wieder entlassen. Der mutmaßliche Mörder der Frau Plath, SopulinSki, wurde durch Kriminalkommissar Wannowski und vier Beamte gestern nach Berlin übergeführt. Eine traurige Aufklärung hat jebt daS Verschwinden der 21jährigen Alma Krunke aus der Eberttistraße 49 gesunden. Gestern nachmittag wurde die Vermißte als Leiche aus der Spree gelandet. Am Ufer des Monbijouparks sahen Schiffer den Leichnam auf dem Wasser treiben und sie zogen ihn ans Land. Unglückliche Liebe soll das junge Mädchen in den Tod getrieben haben. Die Leiche wurde nach dem Schauhause gebracht. Eine Laubenkolonie-Kantine in Brand gesteckt haben gestern mehrere halbwüchsige Burschen auf dem Gelände der ESplanad« zwischen Berlin und Pankow. Das zumeist auS Holz bestehende Gebäude deS Gastwirts Ouasebarth ging plötzlich in hellen Flammen aus und brannte vollständig nieder. Der Schaden ist beträchtlich weil die Bier- und Schnapsvorräte sowie Eßwaren dabei unbrauch� bar geworden sind. Eine eingeleitete Untersuchung hat er- geben, daß Brandstiftung vorliegt. Eine Anzahl RowdieS haben das Gebäude mit Petroleum getränkt und angesteckt. Zu der sonderbaren Badrgeschichte im großen Wannsee. über dl« wir vor kurzer Zeit berichteten, werden unS über die Verhandlungen vor dem Potsdamer Schöffengericht noch folgende Ergänziiiigcn ge- macht: Der Gendarm Hanisch machte seine Aussagen gegen den Maler E. unter Eid. E. erklärte hierauf nicht gebadet zu haben. Auf die Frage des Richters, ob E. Zeugen habe, gab E. drei Zeugen an. Es wurde eine»weite Verhandlung angesetzt. Da der Beklagte E. nur daZ Baden destritten, alles andere aber von vornherein zugegeben hatte, so folgt mit logischem Zwang, daß der Gendarm H. beschworen hat, E. habe gebadet. Sonst wäre doch die Ansehung der zweiten Ver- Handlung durchaus überflüssig gewesen. Sonderbarer- weise steht im Protokoll, der Gendarm habe nicht bestimmt de- kündet, ob E. gebadet habe. Sonderbarerweise sind die Zeugen überhaupt nicht vernommen worden, sondern das Gericht hat in der zweiten Verhandlung sofort mit so eigentümlicher Begründung „groben Unfug" konstruiert._ Wieber ein„seltsamer Fall". der aber gar kein so seltsamer Fall ist, weil er sich in den Mauern abspielte, innerhalb derer sich Herr Ferdinand Bonn auf seine bekannte Weise der Erziehung des deutschen Volkes zur wahrhaft idealen Kunst widmet. In dieser Erziehung zum Ideal ging Herr Bonn gestern wieder einen herzhaften Schritt weiter. Aus dem Repertoir des Berliner Theaters stand ebenso wie vor- gestern und seit den 303 vorhergegangenen Tagen„Sherlock Holmes"; als jedoch der Vorhang in die Höhe ging, erschien Herr Bonn bor der Rampe und gab folgendes von sich: ,)M:ine hochverehrten Herrschaften! Alle Mtcn sDinge sind drei. So dachte ich, und da Ihnen meine beiden ersten Deteiktivkomödiett Fveud«" machten, und Ihnen Freude zu machen vorläufig der einzige Zweck meines Daseins ist, so schrieb ich meine dritte Komödie. Sie heißt:„Die tanzenden Männchen". Morgen sollen wir die Premiere haben. Aber Sie wissen, mit Premieren habe ich, der bestgehaßte Theater- mann in Deutschland, zwar recht nützliche, aber ziemlich kost- spielige Erfahrungen gemacht, sodaß ich, eine furchtsame, ängst- liehe Natur, wie ich nun einmal bin, meine Stücke jetzt immer gleich zum zweiten Male gebe. Die erste, die Geheimaufführung, die soll nur für Sie sein, denn Sie haben mir in allen Stürmen und Nöten so treu geholfen. Und was ich bin, bin ich ganz allein durch Sie. Wenn es Ihnen also recht ist— und ich hoffe, Sie machen keinen üblen Tausch— so lassen wir die tanzenden Männchen jetzt gleich lostanzen. Natürlich bitte ich jene Herr- schaften, welche etwa der Sache nicht trauen, sich einstweilen als meine Gäste zu betrachten und ihre Billets für eine andere Sherlock Holmesvorstellung umzutauschen. Und jetzt wünsche ich vergnügtes Gruseln und herzliches Lachen. Das Publikum war nun gar nicht überrascht, es machte viel- mehr den Eindruck, daß es auf das Kommende vorbereitet war, und der Beifall, der erscholl, wirkte, wie eben Claque immer wirkt. Uebcr das Stück selbst etwas zu sagen, ist nicht der Mühe wert— wir haben nur anderthalb Akte ertragen. Wenn aber etwas geeignet war, einem Gruseln zu machen, so die neue Be- stätigung, daß man Derartiges heute noch dem Volke bieten kann. Freilich, solches Gruseln ist kein vergnügtes. Die Sprecstraße wird behufs Legung von Gasröhren am 21. d. M. für Fuhrwerke und Reiter gesperrt. Im Sportpark Spandau findet heute der Zweikampf Guignard- Günther statt. Außerdem wird die L-Klasse ein 10 und Lv Kilo- meter Rennen fahren. Die Rennen beginnen Punkt 4 Uhr. Die Wiedereröffnung des„Wintergartens'' findet nächsten Sonnabend, den 17. August statt. Billetts zu den ersten Vor- stellungen sind bereits von heute ab an der Theaterkasse, Dorotheen- itraße, erhältlich. Arbeiter-Samariter-Kolonne. Montagabend 9 Uhr, 1. Ab- teilung, Dresdenerstr. 45: Vortrag des Herrn Dr. Schwab über „Vergiftungen und gefahrdrohende KrankheitSzustände". Daran anschließend praktische Uebungen.— Neue Mitglieder können jederzeit eintreten. Einschreibegeld 25 Pf. Monatsbeitrag 25 Pf. Gäste haben einmaligen freien Zutritt. Die Bibliothek steht den Mitgliedern zur freien Verfügung. Im Sp-rtpark Steglitz kommt am heutigen Sonntag der „Große Germania-Preis" zur Entscheidung, der fünf der besten Dauerfahrer der Welt über 100 Kilometer in Konkurrenz stellt, und zwar in 3 Rennen über 20, 30 und 50 Kilometer. Außerdem stehen noch Fliegerrennen mit internationaler Besetzung auf dem Programm. Dieselben beginnen nachmittags 4 Uhr. Im wissenschaftlichen Theater der«Urania" in der Tauben- straße gelangen in dieser Woche nachstehende Vorträge zur Wieder- holung: Sonntag und Donnerstag„Von der Zugspitze zum Watz- mann", Montag und Sonnabend„Du»ch Dänemark und Süd- schweben", Dienstag und Freitag„Im Lande der Mitternachts- sonne", und am Mittwoch„Die Gletscher der Hochgebirge und die Eiszeit unserer Heimat" Feuerwehrbericht. Freitagabend mutzten zwei Kellerbrände tn der Brunnenstr. 83 und Wörtherstr. 14 gelöscht werden. Stroh, Kohlen und anderes brannten dort. Auf dem Dache des Hauses Gr. Frankfurterstr. 117 war Teer und der Belag des Daches in Brand geraten. Gestern früh hatte der 8. Zug in der Naunyn- straße 91 zu tun, wo ein Schornstein und anderes brannte. Alarme liefen außerdem noch von anderen Stellen. Markgrakenttr. 27, usw. ein. Vorort- JNfochricbten» Schöueberg. Stadtverordnetenwahl lOO?. Arbeiter I Parteigenossen! Im November dieses Jahres finden die regelmäßigen Ergänzungswahlen zur Stadtverordnetenvers am nilung statt. Um die Mandate der dritten Abteilung wird in diesem Jahre ein äußerst heftiger Kanipf entbrennen. Es ist deshalb not- wendig, daß ein jeder Wähler der dritten Abteilung sich die Ausübung seines Wahlrechtes durch Einsichtnahme i n die Wählerlisten sichert. Dieselben liegen in der Zeit vom 15. bis 30. August öffentlich aus, und zwar an den Wochentagen von vormittags 9 Uhr bis nachmittags 2 Uhr und an den Sonntagen von vor- mittaas 11 Uhr bis nachmittags 1 Uhr im Rathause am Kaiser Wilhelmplatz, Zimmer 2 des Quergebäudes. Pflicht eines jeden Parteigenossen, eines jeden Arbeiters ist es nun, während dieser Zeit die Wählerlisten einzusehen und vor allem auch daraus zu achten, daß der Name richtig eingetragen ist. Wer nicht in der Liste steht oder wessen Name falsch eingetragen ist, der erhebe in der Zeit vom 1 5. b i s 3 0. Ä u g u st mündlich oder schriftlich Ein- spruch gegen die Richtigkeit der Listen. Nur wer in der Liste verzeichnet steht, kann sein Wahlrecht ausüben. Wer nicht in der Lage ist, selbst Einsicht in die Listen zu nehmen, der gebe seine Adresse in den Bezirkslokalen des Wahlvereins oder in den durch Plakate kenntlich gemachten Geschäften ab. Versäume niemand, sich sein Wahlrecht zu sichern. Wahlberechtigt ist jeder selbständige Preuße, der 24 Jahre alt ist, ein Jahr in Schöneberg wohnt, mindestens zur zweiten Steuerstufe(699—900 M.) veranlagt, mit seinen Steuern(sofern er zu über 999 M. eingeschätzt ist) nicht im Rückstände ist und kerne Unterstützung aus öffentlichen Mitteln im letzten Jahre erhalten hat. Der städtische Arbeitsnachweis von Schöneberg hat nun endlich ein festes Heim erhalten, nachdem in den letzten Jahren die Räum- lichkeiten für denselben hin und her verlegt worden sind. Er be- findet sich jetzt Apostel Paulusstraße 18, Ecke Eisenacherstraße. Die Arbeits- und Stellenvermittelung erfolgt für die männliche Abteilung von 8 bis 12 Uhr vormittags, für die weibliche Ab- teilung von 9 bis 12 Uhr vormittags und von 4 bis 7 Uhr nach- mittags. Die Vermittelung für die Arbeitnehmer ist unentgeltlich. Den Namen,, Rathausplatz" hat jetzt der Platz R an der Bel- ziger- und Martin Lutherstraße-Ecke erhalten. Bekanntlich wird an diesem Platz nach Beschluß der Stadtverordnetenversammlung das neue Schöneberger Rathaus errichtet werden. Rixdorf. Eine stark besuchte Versammlung der städtischen Arbeiter nahm nach einem Vortrage des Genossen Polenske über„Gewerkschaft- liche und politische Organisation" Stellung zu der eigenartigen Be- Handlung, welche der Magistrat dem Antrage der Arbeiter auf Einführung einer allgemeinen Arbeitsordnung angedcihcn läßt. Im Februar d. I. beschlossen die städtischen Arbeiter, eine Eingabe auf Einführung einer„Allgemeinen Arbeitsordnung". Die ein- gereichte Vorlage enthielt Bestimmungen über Einstellung und Eni- lassung von Arbeitern, Minimallohn, Arbeitszeit, Urlaub, Arbeiter- ausschuß, Arbeitsnachweis usw. Diese Eingabe gelangte am 23. Februar in die Hände des Magistrats. Ein halbes Jahr ist seitdem vergangen, aber noch harren die Arbeiter vergeblich auf eine Antwort. Für die bescheidenen Wünsche der Arbeiter scheinen die Herren keine Zeit übrig zu haben, oder sollte Ueberbürdung mit Geschäften die Schuld daran tragen? In der Versammlung kam der Unwille der Arbeiterschaft über die Mißachtung ihrer Wünsche in scharfer Weise zum Ausdruck. Nachstehende Resolution gelangte einstimmig zur Annahme: „Die heute, am 8. August 1997, im Lokale des Herrn Thiel, Bergstraße 151/152 zahlreich versammelten städtischen Arbeiter der Stadt Nixdorf nehmen mit Bedauern Kenntnis, daß ihnen auf ihren am 23. Februar d. I. dem Magistrat unterbreiteten Antrag auf Einführung einer„Allgemeinen Arbeitsordnung" bisher keine Antwort zuteil wurde. Die Versammlung beauftragt daher die Ortsleitung des Verbandes der Gemeinde- und Staatsarbciter, den Magistrat um gefällige Auskunft darüber zu ersuchen, wieweit die Beratung des gestellten Antrages gediehen sei." Lankwitz. Beim Stiftungsfest des Arbeitergesangvereins Lankwitz ist ein Umhang liegen geblieben; auch ist die Gewinnnummer 78 noch nicht abgegeben. Die Gegenstände sind abzuholen beim Vorsitzenden Paul Kühl, Calandrellistraße 27—29. Ober-Schöneweide. Bei ihrer ersten Dienstherrschaft üble Erfahrungen gemacht hat das Dienstmädchen Martha Wolf, die vor kurzem aus Schlesien gekommen ist und bei dem Schlächtermeister Martin, Vertreter Böhnemeier, Siemensstr. 13. in Stellung trat. Nicht weniger als fünfmal in neun Wochen Dienstzeit soll, wie uns mitgeteilt wird, das Mädchen von ihrer Dienstherrschaft geschlagen worden sein. Auf Veranlassung von Hausbewohnern soll sich die Polizei für das Mädchen verwandt und die Entlassung desselben bei dem Schlächtermeister bewirkt haben. Gegenwärtig befindet sich die hier Alleinstehende bei Hausbewohnern. Ob das Mädchen noch große Lust verspürt, eine andere Dienststelle zu suchen, erscheint bei den gemachten Erfahrungen mehr als fraglich. Immerhin ist dieser Fall wieder einmal ein wertvoller Beitrag zu der heutigen Dienst- botennot. Nieder-Schöneweide. Ucder einen Unglücksfall, der wiederum von nicht genügender Sachkenntnis bei der zu verrichtenden Arbeit zeugt, wird uns von fachmännischer Seite berichtet. Auf dem Grundstück der Schultheiß- Brauerei in Nieder-Schöneweide wird ein Neubau aufgeführt, der- selbe wird rechtwinklig von einem vier Stock hohen und einein zwei Stock hohen Brauereigebäude begrenzt. Da nun die Kellereien des Neubaues 1 Meter tiefer liegen wie die Fundamente der umliegenden Bauten, müssen die letzteren unterfangen werden. Hierbei scheint man nun nicht mit der nötigen Vorsicht vorgegangen zu sein. Denn am Donnerstag löste sich plötzlich ein Block Mauerwerk und fiel auf zwei beim Unterfangen beschäftigte Maurer. Nach Aussage de? Poliers sollen die beiden Verunglückten Wadenquetschungen davongetragen haben, außerdem hat sich der eine die Oberlippe zerschlagen. Man konnte feststellen, daß die Arbeit auf der Baustelle ziemlich gefährlich ist, indem das zu unterfangende Mauerwerk stellenweise sehr bröcklig war und nur von losen Sandmassen ge- stützt wurde. Außerdem befindet sich in unmittelbarer Nähe des Baues ein Bahngeleise, auf dem volle Waggons rangiert werden. Die Arbeit wird von Arbeitswilligen ausgeführt. Spandau. Ter Ausschuß des Gewerkschaftskartells hat. gemeinsam mit dem Gauvorstand(Bezirk Berlin) des Tabakarbeiterverbandes, nach Vortrag desselben über die Lage der Tabakarbeiter mit Bezug auf den Aufruf der Generalkommission der Gewerkschaften Deutsch- lands, den Beschluß gefaßt, sofort durch Gcldsammlungen die Or- ganisation der Tabakarbeiter nach Kräften zu unterstützen; zu welchem Zweck Sammellisten herausgegeben worden sind. Die Ge- werkschastsvorstände and Parteigenossen werden gebeten, sich so schnell als möglich mit Listen zu versehen und die eingesammelten Gelder sofort an den Kassierer des Kartells, Genossen H. R e i n e r t. Ackerstraße 37, abzuliefern, daselbst sind auch die Listen in Empfang zu nehmen. Da Hülfe dringend nötig ist, wird um recht rege Be- tciligung ersucht.' Das Gewerlschaftskartell Spandau. Serickts-Leitung. Ei« schwerer Automobilunfall mit tödlichen Folgen der seinerzeit großes Aufsehen erregt hatte, bildete den Gegenstand eines umfangreichen Strafprozesses, der gestern vor der Straf» kammer des Landgerichts Potsdam zur Verhandlung gelangte. Aus der Anklagebank mußte der Student der� technischen Wissenschaften an der Universität New Uork, Emile Jerome Simon, nehmen, um sich wegen fahrlässiger Tötung zu verantworten. er Andrang des Publikums zu der Verhandlung, die in dem verhältnismäßig beschränkten Räume des Potsdamer Landgerichts stattfindet, ist ein ungeheuer großer, da der Vorfall seinerzeit un- geheuere Erregung in weitesten Kreisen hervorgerufen hatte. Der Anklage liegt folgender Sachverhalt zugrunde: Am 9. Juli d. I. ereignete sich auf der Chaussee zwischen Woltersdorf und Luckenwalde ein schweres Automobilunglück. Gegen 6� Uhr abends ging die in Luckenwalde wohnhafte Arbeiter- frau Schulz in Begleitung einer anderen Frau die fragliche Chaussee entlang. Etwa 100 Schritt von der Nutbebrücke entfernt nahte sich ihnen ein Antomobil, welches sich in sehr schneller Gangart befunden haben soll. Verschiedene Augenzeugen, die das Kraftfahrzeug schon vorher beobachtet hatten, wollen den Eindruck erlangt haben, daß der Lenker des Wagens entweder des Fahrens n>cht genügend kundig oder betrunken gewesen sein müsse, da der Wagen auf der Chaussee ständig im Zickzack gefahren sei und so die Passanten schon vorher in ärgster Weise gefährdet habe. Kurz vor der Brücke bog das Automobil plötzlich nach links ab. um angeblich einem ent- gegenkommenden Heuwagen auszuweichen. Durch dieses Manöver wurde die Frau Schulz von den linken Rädern deS Kraftwagens erfaßt und zu Boden geschleudert. Beide Räder des schweren Auws gingen über die tinglückliche hinweg. Obwohl den Insassen des Wagens sofort zugerufen wurde, sie hätten eine Frau uberfahren, kümmerten diese sich nicht im ge- mästen um ibr Opfer, landen» sausten mit erhöhter Schnelligkeit davon. Auf telephonischen Anruf der nächstgelcgenen Ortschaften wurde daS Unglücksauto in Jüterbog von Polizeibcamtcn festgehalten. Nachdem der Fahrer, der jetzige Angeklagte Simon, seine Dar- stellung von dem Unglück zu Protokoll gegeben hatte, wurde ihm die Weiterfahrt nach Dresden gestattet, wo er seine Mutter, die in einem dortigen Hotel wohnte, aufsuchen wollte. Einige Tage später wurde der fahrlässige Autolenter aus Requisition der Potsdamer Staatsanwaltschaft hin in Dresden verhaftet. Aus dem Moabiter Untersuchungsgefängnis, wohin man den An- gcschuldigtcn später übergeführt hatte, wurde Simon nun gestern dem Strafrichter vorgeführt. Von feiten des Rechtsanwalts Dr. Werthauer war wiederholt der Antrag gestellt worden, den Ange- klagten gegen Stellung einer Kaution aus der Haft zu entlassen- Obwohl Summen bis zur Höhe von einer Viertelmillion Mark als Sicherheit angeboten worden waren, lehnte der Staatsanwalt eine Haftenlassung ab, weil mit Rücksicht darauf, daß S. amerikani- scher Staatsangehöriger ist, Fluchtverdacht als vorliegend erachtet wurde. In seiner gestrigen Vernehmung machte der Angeklagte folgende Angaben: Im Mai d. I. habe er mit seiner Mutter eine Ver- gnügungsreise nach Teutschland unternommen. Von Hamburg sei er direkt nach Berlin gefahren, während seine Mutter mit der Bahn nach Dresden gefahren sei. Am Morgen des 9. Juli habe er mit seinem Wagen die Weiterreise nach Dresden angetreten. Einige Kilometer vor Trebbin habe er einen _ Defekt an der Kühlpumpe erlitten. Auf der Chaussee habe er den Schlosser Lohmann auS Dessau getroffen, mit dessen Hülfe es gelang, den Wagen einiger- maßen wieder fahrbar zu machen. Lohmann habe sich dann mit auf seinen Wagen gesetzt, dessen Motor infolge mangels jeglicher Kühlung sehr großes Geräusch verursachte. Nach Schilderung deS Angeklagten habe sich der Unfall folgendermaßen zugetragen. Kurz vor Luckenwalde sei et etwa in einem Tempo von 12 bis 15 Kilometer stündlich gefahren. Plötzlich habe er vor sich zwei Arbeiterfrauen be- merkt, die auf sein Hupensignal sich teilten und eine aus der rechten Seite verblieb, während die andere nach der linken Chaussecseite hinüberging. Als er nun die Passage frei wähnte, sei er wieder schneller gefahren. Im letzten Augenblick sei dann die links gehende Frau noch zu ihrer Begleiterin nach rechts hiniibergelaufrn, und nur hierdurch sei der Unfall herbeigeführt worden. Irgendwelche Zurufe habe er nicht gehört. Daß er die Frau gestreift hatte, habe er wohl bemerkt, er sei aber weiter gefahren, weil er große Furcht hatte, von den Leuten, die sich ansammelten, verprügelt zu werden. Er habe häufig von einer „Lynchjustiz" gegen Automobilisten in Deutschland in amerikanischen Zeitungen gelesen. Er selbst habe in dem dichtesten Straßengewüh! von New Dork gefahren und niemals einen Unfall erlitten. In Amerika sei er auch als ein sehr sicherer und zuvcr- lässiger Fahrer bekannt gewesen. Bei diesem Unfall müsse er jede Fahrlässigkeit in Abrede stellen, da ihm die getötete Frau direkt in die Rüder gelaufen sei. Als erste Zeugin wurde in der Bcwisaufnahme die Frau Marie Kaselow aus Luckenwalde vernommen, die folgendes bekundet: Am 9. Juli sei sie von der Försterei Scharfenbrück die Luckenwalder Chaussee entlang gegangen. Unterwegs habc�sie die verstorbene Frau Schulz getroffen, die jedoch ein ganzes«stück vorausging, da sie selbst viel langsamer gegangen sei. Plötzlich sei von hinten ein Automobil in unglaublich schnellem Tempo angekommen und sei so dicht an ihr vorbeigefahren, daß der Wagen ihre Röcke gestreift habe.. Sie habe durch das rasende Vorbeisausen einen furchtbaren Schreck bekommen. Das Auto sc» fortwährend im Zickzack auf der Chaussee gefahren, sodaß sie sofort den Eindruck hatte, daß die Insassen entweder nicht fahren konnten oder betrunken gewesen seien. Als sich der Staub verzogen hatte, habe sie gesehen, daß die vor ihr gehende Frau Schulz überfahren worden war. Ein Hupensignal habe sie nicht gehört, auch von einem entgegenkommenden Hcuwagcn nichts bemerkt. Mio der Unfall selbst passiert sei, wisse sie nicht. R.-A. Dr. WertHauer richtete an die Zeugin verschiedene Fragen, aus denen hervorging, daß die Zeugin die Geschwindigkeit des Automobils doch überschätzt habe. Die darauf vernommene Mutter der Zeugin, Frau Schuckc, machte ganz gleichartige Be- kundungen. Der Arbeiter Friedrich Hollwitz war Augenzeuge des Unfalles. Als Zeuge vernommen, bekundete er folgendes: Er habe bcnierkt, daß das Automobil plötzlich ohne jede Veranlassung nach links hin- überbog und die Frau Schulz mit den Rädern faßte. Er habe den Insassen des Fahrzeuges sofort zugerufen, daß ein Unglück ge- schehen sei; die Automobilisten wären jedoch, nachdem sie sich umgesehen hatten, nur noch schneller gefahren. Verschiedene andere Zeugen bekundeten überciustimmcnd, daß der Angeklagte tatsächlich in einem übermäßig schnellen Tempo gefahren sei, ebenfalls haben sie sämtlich von einem Hcuwagen, der die Straße versperrte, nicht? gesehen. Der auf Antrag des Verteidigers geladene Ingenieur Milton May bekundet, daß ihm der Angeklagte nur als sicherer und ruhiger Fahrer bekannt sei, der bisher nicht übermäßig schnell gefahren sei, Kreisarzt Dr. Sprung, der die Obduktion der Leiche der Ge» töteten vorgenommen hatte, bekundete, daß eine Zertrümmerung des Schädels und schwere GeHirnverletzungen die Todesursache der Frau S. gewesen waren. Der Sachverständige für Automobile für die sämtlichen Berliner Gerichte und daS Polizeipräsidium. Ingenieur Zcchlin, bekundete, daß der Motor deS Angeklagten infolge jenes Defekts an der Kühlung überhaupt nicht mehr als höchstens 30 Kilometer stündlich leisten konnte, soniit von der vielerwahnten„unsinnigen Geschwindigkeit" keine Rede sein könne. Der Angeklagte konnte keinesfalls damit rechnen, daß die verunglückte Frau noch im letzten Augenblick die Straße kreuzen würde. Vielfach werden auch Personen durch das Ertönen der Hupe von einer gewissen Nervosität befallen, die sie dann zu allerlei törichten Bewegungen veranlasse. Dies scheine auch in dem vor- liegenden Falle geschehen zu sein, sodaß lediglich durch eine Ver- kettung unglückseliger Umstände der Unfall entstanden sei. Staatsanwalt Assessor Boettcher hielt, nachdem die Beweis« aufnähme in fünfter Nachmittagsstunde geschlossen worden ivar. den Angeklagten einer außerordentlich gröblichen Fahrlässigkeit für überführt und beantragle mit Rücksicht aus das schwer« Unheil, welches durch die Handlung des Angcllagten über eine ganze Familie hereingebrochen sei, eine Gefäiignisstrafe von einem Jahr. Rechtsanwalt Dr. WertHauer wies in längeren Ausführungen zumeist automobiltechnischen Inhaltes darauf hin. daß der gesamte Automobilismus daran kranke, daß es leider in den meisten der» artigen Unglücksfällen nachträglich nicht möglich sei. den wahren Sachverhalt, wie er sich im Verlause weniger Sekunden zugetragen hat. genau festzustellen. Die einzigen wirklichen Augenzeugen seien die Insassen des Automobils, weil die übrigen Zeugen gewöhnlich erst aufmerksam werden, wenn daS Unglück schon passiert ist. Der Angellagte habe, wie auch aus dem Gutachten des Sachverständigen hervorgeht, von vornherein die reine Wahrheit gesagt, schon weil er glaubte, er müsse, wie es in Amerika üblicki ist, seine Aussage später beschwören. Bei der ganzen Sachlage habe es tatsächlich den Anschein, als ob das Unglück, welches allerdings höchst bedauerlich sei, durch ein Zusammenwirke» unglückseliger Umstände entstanden sei. Falls man dies nicht annehme, so erscheine es angebracht, aus eine erheblich mildere Strafe als die vom Staatsanwalt beantragte ZU erkennen. Nach Inständiger Beratung fällte die Strafkammer um 7 Uhr abends folgendes Urteil: Das Gericht habe es als richtig ange- nommen, daß der Angeklagte durch einen Heuwagen zum Ausbiegen gezwungen worden sei. Als wahr habe es auch angeschen, daß die Getötete kurz vor dem Fahrzeug noch die Chaussee gekreuzt habe. Es sei jedoch die dringendste Pflicht des Angeklagten gewesen, grade in einer derartig gefährlichen Passage so vorsichtig und langsam zu fahren» daß er in der Lage war, das Automobil sofort zu stoppen. Lediglich hierin habe das Gericht eine Fahrlässigkeit erblickt und mit Rücksicht auf die bisherige Unbe- scholtenheit des Angeklagten auf eine Gefängnisstrafe von drei Monaten erkannt. Der von dem Verteidiger gestellte Haftentlassungsantrag gegen Stellung einer Kaution in beliebiger Höhe wurde von dem Gericht allein mit der Begründung abgewiesen, daß der Angeklagte Aus- länder sei._ Schutz dem Unternehmertum! Der Brunnenbauer Karl Voigt, Weserstr. öö, kam am 10. Juli dieses Jahres zu dem Fabrikanten Lohmann und bot diesem seine Dienste an. Nach Vorlegung einer Probearbeit wurde Voigt von L. sofort engagiert und ihm eine„Lebensstellung" versprochen. Nach- dem er bn Stunden bei L. gearbeitet, nahte die Vesperzeit. In der Annahme, daß diese von 4 Uhr beginnend bis Vib Uhr währe, wie dies in anständigen Betrieben doch allgemein üblich ist, begab sich Voigt auf eine halbe Stunde in ein Nebenrestaurant, um bei einer Tasie Kaffee seine Vesper zu halten. Als Voigt nach dem Vesper an seiner Arbeitsstelle erschien, waren, was er nicht wissen konnte, seine Arbeitskollegen Kreits nach nur nstündiger Vesper schon an der Arbeit. Der Fabrikherr erklärte darauf dem damit so plötzlich aus seiner„Lebensstellung" herausgerissenen Voigt, daß er entlassen sei und sich sofort hinaus- scheren solle, sonst schmeiße er ihn raus. Voigt, der sich erst um- ziehen wollte, und dessen Lohn für seine Lebensstellung von Ss-H Stunden weder im Akkord noch im Stundenlohn stimmte, ver- langte erst sein Recht und folgte der Aufforderung des Fabrikherrn, sich zu entfernen, nicht gleich. Der Unternehmer schickte nun zur Polizei und bat um einen Schutzmann, und siehe da, sofort er- schienen gleich zwei Schutzleute, die den Voigt aus der Fabrik heraus und auf die Straße brachten. Beim Hinausgehen soll Voigt dem Arbeitgeber den guten Rat gegeben haben, sich an einen Strick aufzuhängen und ihn außerdem mit einer Anzahl Kosenamen be- legt haben.— Der Amtsanwalt beantragte gegen den völlig un- bestraften Angeklagten, da es sich hier um ein Vergehen gegen einen Arbeitgeber handele, auf sechs Tage Gefängnis und 50 M. Geldstrafe. Der Gerichtshof berücksichtigte indessen die Un- bcscholtenheit des Angeklagten und erkannte auf nur(I) 00 M. Geldstrafe._ Auch ein Bild sozialen Elends entrollte eine Verhandlung gegen die seit zweiJahreneheverlasfene Frau Frida W.. die sich vor dem Rixdorfer Schöffengericht wegen Unterschlagung zu verantworten hatte. Die Angeklagte, die schon einmal wegen einer Unterschlagung zu 80 M. Geldstrafe verurteilt worden ist und seit zwei Jahren in beständiger Not lebt, weil sie für einen jetzt siebenjährigen Sohn zu sorgen hat, war im Juli bei der Firma Kämmerer, Kochstr. 67, gegen einen wöchentlichen Lohn von — S M. vorübergehend angestellt. Mit ihr zusammen war eine Arbeiterin M. angestellt, die am Sonnabend, den 7. Juli, bei der Löhnung nicht zugegen war. Der Buchhalter der Firma Kämmerer, namens Kunstmann, händigte deshalb den 9 Mark(I) bc- tragenden Wochenlohn der M. der Angeklagten aus, damit sie ihn der M. überbringe. Die Angeklagte W. befand sich jedoch gerade in allergrößter Not, da sie für ihr blutarmes Kind Milch beschaffen mutzte und auch sonst Wochenschulden hatte. Sie verbrauchte daher den Lohn der M. für den Lebensunterhalt. Der Amtsanwalt beantragte drei Wochen Gefängnis. Das.Urteil lautete auf zehn Tage Gefängnis._ Hus der Frauenbewegung. Arbeitszeit der Ssterreichischcn Fabrikarbeiterinnen. Ein auf den Berichten der Gewerbeinspektion beruhendes Werk des arbeits- statistischen Amtes im Handelsministerium stellt die schier unglaub- liehe Tatsache fest, daß die in den Fabriken beschäftigten Frauen relativ, d. h. im Vergleich zur Gesamtzahl der Arbeiterinnen. länger arbeiten als die Männer. Es handelt sich bei der amtlichen Aufmachung um die Dauer der täglichen Arbeitszeit von insgesamt 308 081 grauen. Ausgc- schlössen von der Bearbeitung sind die ärarischen Fabriken, die in der Tabakindustrie ein starkes Uebcrwiegen weiblicher Arbeitskräfte aufweisen. Die privaten Industrien, in denen die Frauenarbeit besonders stark anzutreffen ist, sind die BekleidungS- und Putz- Warenindustrie mit 507 und die Textilindustrie mit 530 weiblichen Arbeitskräften auf je 1000 Beschäftigte. Von je 1000 Arbeiterinnen arbeiten 3 Stunden und weniger 55, mehr als 9 Stunden bis einschließlich 10 Stunden 452, mehr als 10 bis 11 Stunden 485. Und während von 1000 Arbeiterinnen 227 volle 11 Stunden arbeiten müssen, kommen auf 1000 Männer nur 140 mit llstündiger Arbeitszeit. Die größten Unterschiede bestehen in G ö r z, wo 635 Arbeiterinnen von je 1000 und 278 Ar» beiter von je 1000 die längste, gesetzlich zulässige Arbeitszeit hatten. Desgleichen in I n n s b r u ck, wo sich das Verhältnis wie 608 zu 222 und in Rovereto, wo es sich wie 611 zu 96 stellt. Auf der anderen Seite kamen von je 1000 Arbeiterinnen bloß 55 für die kürzeste Arbeitszeit(weniger als 9 Stunden) in Betracht, während sich bei den Männern 104 von 1000 derselben erfreuen. Ebenso schlecht bestellt ist es mit den Mittagspausen. Von je 1000 Arbeiterinnen hatten eine Mittagspause von höchstens 1 Stunde 852. Nur daS graphische Gewerbe hat für 901 von 1000 Arbeiterinnen Arbeitspausen von mehr als 1 Stunde. Sogar die verheirateten Arbeiterinnen, die einem Haushalt vorzustehen haben. müssen darunter leiden. Nur 31 421 von ihnen haben eine längere als einstündige Mittagspause. Als einziger Lichtblick in diesem dunklen Bilde ist zu kon- statieren, daß der frühere Arbeitsschluß am Sonn- abend und an den Vorabenden hoher Festtage sich immer mehr einbürgert. Trotzdem genießen erst 377 von je 1000 Arbeiterinnen oiese Vergünstigung. So beweist das amtliche Material von allen Seiten her, daß es eine der dringlichsten Aufgaben des neuen Parlamentes sein wird, alsbald eine sachgemäße Reform der Ar- bciterschutzgesetzgebung in die Wege zu leiten. Sozialdemokratischer Zentralwahlderein für den Reichstags. Wahlkreis Züllichau-SchwiebuS-«rossen. Sommerfeld(OrtSverein Ä-rlin). Dienstag, dcy 13. August, abends 8'/« Uhr, bei Hofsmann, Koppen. slrane 47: Mitgliederversammlung. Allgemeine Familie». Stcrliekasse. Heute: Zahltag Ackerstr. 123 bei Wt-senthal von 3— ö Uhr. «erein der Lehrlinge, jugendlichen Arbeiter und Arbeiterinnen BertinS uud Uuigegcnd. Abteilung Moabit. Heute Sonntag, den N. August 1S07. nachmittags-,,3 Uhr bei Picleke. Waldstraße 3. Vermischtes. Zur Hau-Affäre. Lindenau ist am Freitag nochmals im Mannheimer Unter- ,»chungsgefä»gnis vernommen worden. Er bleibt bei den die Olga Molitor belastenden Aussagen. Wie mitgeteilt wird, hatte der Ver- .eidiger Hau's, Dr. Dietz, weaen der Revisionsschrift eine Konferenz mit Hau. Hau erklarte, es tue ihm keid, daß seine Schwägerin neue Unannehmlichkeiten habe. Im übrigen beharrt er auf dem von ihm beschrittenen Wege; er bleibt dabei, daß er unschuldig ist und übt große Rücksicht auf seine Schwägerin. Hau schweigt über alles, was Olga Molitor belasten könnte. 86 Häuser eingeäschert. In der Ortschaft Gnezda(Zipser Komitat) wurden nach einer Vudapester Meldung 86 Häuser niit den Nebengebäuden ein- geäschert. 120 Familien sind ihrer Habe beraubt. Der Schaden beträgt einige Willionen Kronen. Eine Dhnrnnitexplofion. Während des Transports über den Dctroitfluß bei Essex sOntario) explodierte eine Wagenladung Dynamit. Die neue Passagierstation der Michigan Centraleisenbahn ist zerstört. Der Vorsteher der Station und mehrere andere Personen wurden getötet, viele verwundet. In Essex sprangen alle Fensterscheiben— 15 Meilen weit wurde die Explosion gehört._ Tie Maid mit dem Revolver. Ter„Franks. Zeitung" wird aus Malstatt-Burbach gemeldet: Eine junge, aus Worms hier zu Besuch weilende Dame wurde ani Friedhof von einem jungen Burschen, der sie zu vergewaltigen suchte, überfallen. Sie zog ihren kleinen Taschenrevolver und gab auf den Wüstling einen Schuß ab, der ihn ins Genick traf. Schwerverletzt wurde er später aufgefunden.— Liegen lassen brauchte sie den beim Angriff auf ibre Ehre mit„ihrem kleinen Taschenrevolver", dem üblichen Requisit junger Damen, inS— Genick Getroffenen und Schwer- verletzten auch nicht! Die Liste der Opfer der Eisenbahnkatastrophe bei Angers, welche sich letzten Sonntag ereignete, weist 2 5 T o t e und 1 5 V e r- mißte auf. Ausgebrochen. Aus der Lcmberger Strafanstalt sind gestern fünf schwere Verbrecher ausgebrochen. Drei konnten abends wieder eingefangen werden, von den übrigen fehlt jede Spur. Wieder ein Absturz. Der 20jährige Student der Philosophie Wächter ist, nach einer Meldung aus Kaschau, infolge Reißen des Seiles abgestürzt und war auf der Stelle tot. Ein neues Pontonunglück. In Linz kippte ein Militärponton, in dem sich ein Unteroffizier und zwei Pioniere befanden, infolge starken Wellenganges um. Der Unteroffizier ertrank, die beiden Pioniere konnten gerettet werden. Die Cholera in Rußland. In Samara haben sich 16 neue Fälle von Cholera ereignet. Auch in den Dörfern des Gouvernements Simbirsk tritt die Epidemie auf. Eingeäschert. In Wien wurde gestern früh daS Eilgut- magazin II des dortigen Staatsbahnhofs durch eine Feucrsbrunst eingeäschert. Der Schaden ist sehr beträchtlich. Ein gar launiges Postknriosum wurde kürzlich der„Breslaucr Morgenzcitung" aus ihrem Leserkreise mitgeteilt.„In München, meinem ehemaligen Wohnsitze," so erzählt der Leser,„war ich auch Inhaber eines königlich bayerischen Telephonanrufs. Wie bei uns in Preußen, wird auch im schönen Bayerlande die telcphonische Verbindung durch Damen hergestellt. Ganz im Gegensatz zu Breslau stand ich mit den Münchener Tclcphonfräulcin auf einem ziemlich freundschaftlichen drahtlichen Verkchrsfuße. Eines Nachts langte ich,— ich glaube, ich war kurz vorher im Hofbräuhause— zu etwas später Stunde zu Hause an. Am nächsten Morgen sollte ich um fünf Uhr früh eine Reise antreten. Mich niederlegen und erst in später Mittagstunde erwachen, wäre— ich kenne mich darin sehr genau— eine feststehende Tatsache gewesen. Eine Weckuhr nannte ich auch nicht mein eigen. Da kam ich auf eine kühne Idee: das königlich bayerische Fernsprechamt muß mir aus der Verlegen- heit helfen. Ich hob die Hörer ab. Das Fräulein vom Amt meldete sich:„Hier Amt!"—„Ach, mein liebes Fräulein(„liebes" betonte ich nachdrücklich), hätten Sie nicht die Güte, mich um Punkt 5 Uhr telephonisch zu wecken, ich muß dringend verreisen!" Ich hörte ein lustiges Lachen.„Na— ich werde mal so gut sein, schlafen Sic wohl!"— Punkt 5 Uhr schnarrte das Telephon mit einer Vchc- nienz, als ob nicht ein:n schweren Schlaf Verfallener, sondern ein Toter geweckt werden sollte. Ich sprang aus dem Bette und lief an den Fernsprecher.„Fünf Uhr, aufstehen!" tönte eS mir lustig entgegen. Ich war entzückt und gab meinen Gefühlen in beredten Worten Ausdruck. Doch daS königlich bayerische Telephonfräulein schnitt mir das Wort vom Munde ab, indem sie meinte:„Bitte — keine Beamtenbeleidigung.. Mocken Spielplan der Berliner Cbeater. Neues königl. Opern-Theater. Sonnlagnachmitlaq 3 Uhr: Die Fledermlius. ZlbcndS: La Traviata.(Anfang 71/, Uhr) Montag: Wiener Blut. Dienstag: La Traviata. Miltwoch: Oavalleria ruaticana. Die ichöne Galathee. Donnerstag: La Traviata. Freitag: Die schöne Galalhce. Bajazzo. Sonnabend: La Traviata. Sonntaanachmittag 3 Übt: Die Fledermaus. Abends: Carmen.(Ansang �i|, Uhr.) Montag: La Traviata. Deutsches Theater. Sonntag: Robert und Bertram. Montag: Der Gott der Rache. Dienstag: Das Wintermärch«». Mittwoch: Robert und Bertram. Donnerstag: Der Gott der 3wchc. Freitag und Sonnabend: Robert und Bertram. Sonntag: DaS Wintennärchcn. Montag: Robert und Bertram. Deutsches Theater(K a m m ersp i e l e). Sonntag: Früblings Erwachen. Montag: Aglavain« und Sclhsctte. Dienstag: GhgeS und sein Ring. Mittwoch: Frühling» Erwachen. Donnerstag: Aglavainc und Selysette. Freitag: und Sonnabend: Frühlings Erwachen. Sonntag: GhgeS und sein Ring. Montag: Frühlings Erwachen. Komische Oper. Sonntag: HossmnnnS Erzählungen. Montag: Zier- puppen. Flotte Bursche. Dienstag: Tosca. Mittwoch: HoffmaunS Er- Zählungen. Donnerstag: Zierpuppen. Flotte Bursche. Freitag: Earincn. Sonnabend und Sonntag: HossmannS Erzählungen. Montag: Carmen. NeucS Schauspielhaus. Sonntag bis nächsten Montag: RaffleZ. Schiller- Theater<1. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Freischlsh. Abends: Die Hugenotten. Montag: La Traviata. Dienstag: Der Troubadour. Mittwoch: Die Zauberflöte. Donnerstag: Die snstigen Weiber von Windsor. Freitag: Der Postillion von Lonjumcau. Sonnabend: Die Jüdin. Sonnlagnachmillag 3 Uhr: Undine. Abend»: Carmen. Montag: Martha. Siüillcr-Tbeatcr'S,(Frlcdrich-WilhclmstädtischcZ Theater.) Sonntag. nachmittag 3 Uhr: Jugend. Abend» und die solgenden Tage: Der Weg zur Hölle. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Jugend. Abends und Montag: Der Weg zur Hölle. Lustspielhaus. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Unsere Käte. Abends bis Sonnabend: Husarenfieber. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Unsere Käte. Abends und Montag: Husarenfieber. Theater dcS WestenS. Allabendlich: Die lustige Witwe. Berliner Theater. Allabendlich: Die tanzenden Männchen. Zcntral-Thcatrr. Bis aus weiteres täglich: DaS Tagebuch einer Verlorenen. Trianon-Thcater. BiZ auf weiteres taglich: Fräulein Josette»- meine Frau. Metropol-Theater. Allabendlich: Der Tenfel lacht dazu. Bpollo-Theatcr. Allabendlich: Der HochzeltSgast. Spezialitäten. Walhalla-Theater. Spezialitäten. Neichsdallen> Theater. Allabendlich: Stettiner Sänger. Gebr. Herrnfcld- Theater. Allabendlich: Madame Wia-Wag. ES lebe das Nachtleben. Passage< Theater. Spezialitäten. Figaro-Theatcr(im Folics Caprice). Allabendlich:. Gcistcrauto. Paris.'Anfang 8';, Uhr. Urania-Theater. Taubcnstraßc 48/19. Mittwoch und Sonntag, den 18. August: Die Gletscher der Hochgebirge und die Eiszeit unserer Heimat. Sonntag, Donnerstag und Sonnabend, den 17. August: Von der Zugspitze zum Watzmanm Montag, Dienstag und Freitag: Im Lande der Mitternachtssonne. Ansang 8 Uhr. Briefkasten der R-edaktion. . Die inristllche Evreibstnnve findet Fri c d r i N: str. IS. Rnfgang 4» eine Treppe tHandelsstältc Vcllcalliance, Durchgang anch Lindenftr. IUI), wochrntäglich von?>/» vis!>'/» ttlir avcnd? statt. Geöüuct 7 Uhr. Eoniiabeuds vrginl» die Eprcchstnndc»n:tt ein Pnchstave n»d eine Zahl als Merkzeichen bcizusiigc». Äricflichc ülutwort wird nicht rrlcili. Eilige Frage» trage man in der Sprechstunde vor. G. R. 23. Ihre Stcucrpflicht bleibt bestehen. Versuchen Sie es mit einem Gesuch um Erlaß der Steuern aus Billigkeitsrücksichtcn oder im Gnadenwege. Antrag Nimmt das Polizeirevier entgegen.— N. B. 10. Falls die Frau in Berlin wohnt, beim Magistralskonmtissar für Arbeiter- Versicherung, Ilm K'öllnischen Park 8. Außerhalb bei der„unteren Per- tvallungsbehörde", deren Namen bei dem Amtsvolsteber zu erfragen.— N. W. 90, Nur wenn der Dicbstahk gegen Angehörige, Vormünder, Erzieher, von einem Lehrling oder Dienstbuten gegen die Lehr- oder Dienstherrschaft begangen ist.§ 247 Strasgcsehbuchs.— W. G. 7. 1. War die Police vor Ihrer Verheiratung abgcichlossrn, so tonn die Ver- sicherungsgescllschnft klagen: andcrnsalls bedürfte e» zur Versicherung Ihrer Genehmigung. 2. Wenn die Vers: chcrungSgcs cvscha st ein Urlell erstreitet, kann sie Geldsachen pfänden; Kleider nur, svwcit sie entbehrlich sind. — B. R., Treiiciibricße». Sie müssen das Strafmandat bezahlen.— Krümmest» aße 16. Da» Testament liegt nicht vor.— O. 16. 1. Nur, wenn das Dienstmädchen in einem ticrsichmmgspflichligc» Gewerbe (Restaurant, Pension, Geschäft usw.) bcschästigt wird. 2. Wenn überhaupt, vermutlich Ortskrankcukassc; fragen Sie aus dem Polizeirevier.— A. S. 190. 1. Soweit der Vertrag nichts anderes bestimmt, können Sic so viel Geld einstweilen eiiibehaltcn, nls der noch nichts geleistete Teil der Arbeiten Wert bat. Den Wert können Sie durch einen Sachverständigen bestimmen lassen. Außerdem können Sie, soweit den Baumeister eine Schuld an der Ver» zvgenmg(Streik ist keine Schuld) trifft, den Schaden(Midsaussall usw.) abziehen. 2. Sie können, ohne zu klagen, am besten durch Einschreibebriei, wegen des schaden» ausrechnen und' zwar auch wegen deS durch schlechte Ausführung entstandenen. 3. Sie müssen aus Löschung Nagen, wenn der Ba:::lnten:ehmer die Löschung nicht bewilligt. Die Löschungslosten müssen Sie tragen.— Sl. 999. An deutschen Universitäten bestehen solche Per- biudungcn unseres Wissens nicht. Falls Ihnen solche belannt, wenden Sie sich zweckmäßig dorthin.— S. S3. Adreßbuch, IV. Teil, Lehrinslilute.— T. G. 79«. Glaser-Zeitung, Karlsruhe i. B., Wilhelmstr, 4S.— JaniNky Nr. 2. Einem Sachverständige» vorlegen evcnt. Klage.— H. M. 1000. Da können wir nicht raten.— Bremen. Stadtv. Adols Hosmann, Blmnenstr. 14. Berttner Marktpreise. Ans dem amtlichen Bericht der flädtis-ben Marktballen-Dtrektion.(Großhandel.) Rindsieisch la 70—72 vr. 100 Pfd., IIa 64- 69, nia 59-60, Bullcnflcisch In 65-70, IIa 53-62, Kühe, seit 52— 60, do. mager 40—50, Fresser 64—66, Bullen, dän. 52—63, do. Holl. 0,00. Kolbileisch, Doppellendc: 100—120, Mastlälbcr la 75-85. IIa 66— 74, Kälber ger. gen. 47—59, do. Holl. 0,00, dän. 0,00. Hammel- fleisch Mastlämmer 80—84, Hammel la 75—79, IIa 69—74, Schafe 66—68. Slhivcinesieäch 65—71. Rcbborl la per Bs und 0,60—0,80. IIa 0,30-0,59. Rothirsch 0,35—0,61. Damhirsch 0,00. Wildschweine 0,40—0,45. Frischlinge 0,00. Kaninchen per Stück 0,20—0,50, do. australische 0,00. Wildcitten per Stück 1,50. Krickenten per Stück 0.66. Hübucr, alle, per Stück 1,40—2,40, IIa 1,00—1,30, do. junge 0,50—1,00. Tauben 0,30—0,50, italienische 0,00. Enten per Stück 1,00—2,25, do. Hamburger per Stück 2,25—3,00. Gänie per Pjund 0,59—0.70, do. per Stück 2,00—4,80, do. Hamburg., per Psd. 0,00, per Stück 0,00, do. Oderdrucher per Psd. 0,64—0,67. PouletS per Stück 0,70—1,20. Chalonshühner 0,00. Hechte per 100 Psund 127-145. do. matt 113—118, do. mittel und groß 121, do. groß, niatt 0,00. Zander, mittel 0,00, do. inatt 0,00. Schleie, klein 190, do. groß 134—137, do. 137—175. Aale, groß 92—103, do. klein und mittel 91—105, mittel 96—107, do. unsortiert 0,00, do. groß-mittel 0,00, do. klein 0,00. Plögen, matt 70—73. Roddow 0,00. Karpsc::, groß 105. Bleie 69, do. klein 55. Bunte Fische 0,00. Barse, klein 0,00, do. matt 70, dito klein 0,00. Karauschen 96—97, do. klein 0,00. Bleifisch« 0,00. WAS O.uO. Aland 0,00. Quappen 0,00.'Amerikanischer Lachs la neuer, per 100 Psd. 110—130, do. IIa neuer 90—100, do. lila 60. Seelachs 10—20. Flundern, Kieler, Stiege la 2—6. mittel ver Kiste 2, Hamb. Stiege 4—6, halbe Kiste 2—3, pomm. la Schock 9, IIa 1—3. Bücklinge, Kieler Per Wall 2-3, Strals. 3,50-5.00,«ornh. 0,00. Aale, groß per Psd. 1,10 bis 1.40. initlelgroß 0.80—1,10. klein 0,60—0,80. Heringe per Schock 5—9. Schcllsüche Kiste 3—4.00, st, Kiste 1,50—2. Sardellen, 1902« per Anker 98, 1 904« 98, 1905« 98, 1906« 90—95. Schottische Vollheringe 1903 0,00, large 40—44, füll. 38—40, med. 36—42, deutsche 37— 44. Heringe, neue MatjcS, per st, To. 50—120. Sardinen, russ., Faß 1,50-1,60. Bratheringe Faß 1,20-1 40. do. Büchse(4 Liter) 1,40-1,70. Neunaugen, Schocksag 11, do. kleine 5—6, do. Niesen- 14. Eier, Land-, unsortiert per Schock 3—3,50, do. große 4,00. Krebse per Schock, große 28.50, do. miltclgr. 9,50—17,50, do. kleine 2,50—4,50, do. un» sortiert 4,00—6,50, G alizier groß 0,00, do. unsortiert 0,00, Butler per 100 Pfd.' la 114-117, IIa 106-114, lila 100—106, absallende 90-95. Saure Gurken, neue, Schock 4,00. Pseffergnrken 4.00. Kartoffeln per 100 Psd. tvciße runde 2.25— 3,25, blaue 2,75—3,75, Rosen- 2,50 bis 2,75, Nieren- 2,75—3,00. Porree, Schock 0,50—1,00. Meerrettich, Schock 5—15. Spinat per 100 Pjund 20—25. Sellerie, per Schock 2,00—6,00. Zwiebeln per 100 Psd. 5,00—6,00, do. kleine 0,00, do. hiesige sPerl-) 0,00. Ebarlotten 0,00. Petersilie, grün, Schockbund 0,75—1,00. Kohlrabi Schock 0.75—1,25. Rcliich. bahr., neue Stück 0.07—0,10, do. hiesige. Schock 3— 4. Mohrrüben, p« 100 Psnnd 4,00 bis 6,00. Karotten, hiesige, Schockbund 2,00—3,00. Wirsingkohl per Schock 4,00 bis 10,00. Rotkohl, Schock 6—12. Weißkohl 6—8. Blumenkohl, hiesiger 100 Stück 8—14, do. Hamburger 100 Stück 0,00, do. Erfurter 100 Stück 10—15. Koblrüben, Schock 4,00—6,00. Pctersilienwurzeln, Schockbund 4,00—5,00. Schoten per 100 Psund 10—16. Pfesserlinge per 100 Psd. 5—8. Steinpilze per 100 Psund 15—20. Radieschen per Schockbund 0,75 bis 1,00. Salat per Schock 1,50—2,50. Gurken, Einmache-, Schock 14,00, do. bihmisch« schock 0,00, do. Liegnitz« Schock 4,00— 4,50. Bohnen, grüne, 100 Pfd. 6—12. Wachsbohnen, per 100 Pfd. 12—23. Stachelbeeren, per 100 Pjund 5—10. Blaubeeren, per 100 Psd. 12—18. Johannisbeeren, per 100 Psd. 8—11. Kirschen, per 100 Pfund Schlcsische 0.00, Wcrdcrschc 0,00, Sächsische 14—16, Thüringer 12—15, Natten 25—30, sauere 16—18. Birnen, ital., 100 Psnnd 20—35, Muskateller 0,00, hiesige 10—16. Pfirsich«, per 100 Psnnd 10—30. Slprikosen, ital., Per 100 Psund 0,00, stanzös. 30—32. Aepscl, italienische, per 100 Psnnd 8—25, l:i:g. 14—21, hiesige 8—10. Pslaumen. ital., per 100 Psund 10 bis 22, Reineclauden 20—28, hiesige 10—15, ungarische 10—11. Weintrauben, Algier, per 100 Psd. 30—35, italienische 28—30. AnanaS I, per Psund 1-1,20, do. II 0,00. Zitronen. Messina. 300 Stück 10,50-18,00, do. 360 Stück 14,00-21,00, do. 200 Stück 6,00-12,00, do. 150 Stück 5,00 bis 8,00. Bananen, gelb, per 100 Psd. 18,00 bis 20,00, grün 0,00. Wittern»gstiv erst cht vom 10. August 1007, morgen» 8 llyr. waf s% H S> Wetter. Prognose für Sonntag, den 11. August ISO?. Wann, bei schwachen südlichen Winden; zeitweise heiter, aber änderlich und Gewitterneigung. Berliner Wetterborea». 10 13 14 13 20 ver« Waflerstonds-Nachrichtcn der LandeSanstalt für Gewässerkunde, mitgeteilt vom Beritner Wetterburcau. st-si bedeutet Wuchs,— Fall.— st Unterpcgel. Jedes Wort 10 Pfennig. Das erste Wort(fettgedruckt) 20 Pfg. Stellengesuche und Schlafstellen-Anzeigen 5 Pfg.; das erste Wort (fettgedruckt) 10 Pfg. 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