Nr. 195. Abonnements- Bedingungen: Abonnements. Preis pranumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 m., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in die Post- Beitungs Breisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Bostabonnements nehmen an: Belgien, Dänemark, Holland, Italien, Luxemburg, Bortugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblaff. 24. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Stolonel geile oder deren Raum 50 Bfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 30 Bfg. ,, Kleine Anzeigen", das erste( fettgedruckte) Wort 20 Pfg., jedes weitere Wort 10 Pfg. Stellengesuche und Schlafstellen- Anzeigen das erste Wort 10 Pfg., jedes weitere Bort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 1hr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutfchlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Erdroffelung der freien Hülfskaffen und freie Bahn für Schwindelkaffen. II. Donnerstag, den 22. August 1907. deutschen Landesteilen gemacht waren, stellten sich der von der Regierung vorgeschlagenen Regelung als unüberwindliche Hinderniffe entgegen. Man gelangte schließlich zu einem Kompromiß, dessen wesentlichster Teil(§ 141) dahin ging: Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. für ordnungen der Landesgefeße über die stranken-, Hülfs- und Vereinen nur dann abhängig gemacht werden, wenn eine solche Worin liegt die Aenderung gegenüber dem bisherigen Zustande? Der Entwurf wirft die Rechte der Arbeiterklasse auf dem Gebiete des Krankenkassenwesens für ganz Deutschland weit hinter das Niveau zurück, das ihnen in Preußen vor 1869 eingeräumt war und liefert die Rechte der Arbeiterklasse auf diesem Gebiete der Willkür der Behörde und der Vertreter der Großindustrie aus. Vor einem Eingehen auf die Unterschiede zwischen der heutigen und der geplanten Gesetzgebung dürfte ein historischer Rückblick auf die Entwickelung der Kassengesezgebung am Blaze sein. Bis 1869. " Bis zum Erlaß eines Bundesgesetzes bleiben die AnSterbefassen für Gesellen, Gehülfen und Fabrikarbeiter in Kraft. Die durch Ortsstatut oder Anordnungen der Verwaltungsbehörden begründete Verpflichtung der Gesellen, Gehülfen, Lehrlinge und Fabrikarbeiter, einer bestimmten Kranten-, Hülfs oder Sterbekasse beizutreten, wird indeffen für diejenigen aufgehoben, welche nachweisen, daß sie einer anderen Kranken-, Hülfs- oder Sterbekasse angehören. Zugleich nahm der Reichstag am 1. Mai 1869 folgende Nesolution, die auf Erleichterung der Schaffung auf freier Uebereinkunft aufgebauter Hülfskaffen abzielte: den Bundeskanzler aufzufordern, dem Reichstag in der nächsten Session den Entwurf eines Gesetzes vorzulegen, welches Normativbedingungen für die Errichtung von Kranken-, Hülfsund Sterbefassen für Gesellen, Gehülfen und Fabrikarbeiter anordnet und die Beitrags- und Beitrittsverhältnisse der unselbständigen Arbeitnehmer sowie die Beitragsverhältnisse der Arbeitgeber regelt. Von sozialdemokratischer Seite( Dr. Schweizer, Fritsche und Safenclever) war folgender Antrag gestellt, aber gegen alle bürgerlichen Stimmen abgelehnt: Der Gewerbeordnung als Titel IX einzufügen was folgt: §- Alle Vereinigungen, welche den Zwed haben, durch gemeinsame Kassen, Arbeiseinstellungen oder sonstige gefeßliche Mittel die soziale Stellung und insbesondere die Lohnverhält nisse der Arbeiter zu berbessern( die sogenannten Trade- Unions, Gewerkschaften, Arbeiterschaften) unterliegen in keiner Weise einer polizeilichen Ueberwachung. Ebensowenig ist der Polizei gegenüber eine Anzeige, eine Einreichung der Mitgliederliste oder eine sonstige Formalität nötig. Es gilt dies auch dann, wenn eine solche Vereinigung mit Kranten-, Invaliden- oder ähnlichen Spezialtassen verbunden ist. § Es darf diesen Bereinigungen nicht durch Landesgeseze verboten werden, mit anderen ähnlichen Vereinigungen des In- oder Auslandes in beliebige vorübergehende oder organisch dauernde Verbindung zu treten. Die Rechtslage wurde für die freien Hülfskaffen, die von Arunter anderem von Bebel und Moufang bekämpft und im Plenum abgelehnt. Der Vorschlag der Kommission wurde in der zweiten Lesung im Plenum des Reichstags bestätigt. Zur dritten Lesung war von Dr. Oppenheim und Genossen die jetzige Fassung:„ Der Beitritt darf von der Beteiligung an anderen Gesellschaften oder Beteiligung für sämtliche Mitglieder bei Errichtung des Ber ficherungsvereins durch die Sabung vorgesehen ist. Im übrigen darf den Mitgliedern die Verpflichtung zu Handlungen oder Unter laffungen, welche mit dem Zweck des Versicherungsvereins in feiner Verbindung stehen, nicht auferlegt werden", als Kompromiß bor geschlagen und nach lebhafter Bekämpfung insbesondere auch durch die ultramontanen Abgeordneten Freiherrn v. Heeremann und Moufang angenommen. Moufang bekämpfte es lebhaft, daß man suche, die Arbeiterklasse„ von dem Boden der Freiheit zurückzudrängen und ihnen selbst für das fleine Werk, nämlich für den Fall der Krankheit aus eigenen Mitteln Vorsorge su treffen, die Befugnis nur unter hoher Staatsbefugnis und mit ungeheuren Kautelen und zahlreichen Schwierigkeiten einzuräumen". Die Sozialdemokratie legte ihre gegen das Gesetz in seiner Gesamtheit gerichtete Stellung in der dritten Lesung durch Geib dar. Sie war wie schon 1869 gegen Kassenzwang, aber für die Einmischung der Gemeinden und Arbeitgeber in der GewerbeZwangskaffen und zwar für jeden Deutschen eingetreten und hatte ordnungsnovelle und die Einmengungen und Bevormundungen bekämpft, wie sie das Hülfsfassengeset trop der Abschwächungen des Entwurfs durch den Reichstag enthielt. Das Gesetz wurde unter dem 7. April 1876 puoliziert. Die Scherereien, deren sich Hülfskassen schon nach wenigen Jahren zu erfreuen hatten, waren recht erheblich. So mußte in Breslau eine Kaffe zwei Jahre lang warten bis sie zugelassen wurde: Die Statuten wurden zurüdgezogen, weil sie cinen orthographischen Fehler enthielten. An einem anderen Ort er flärte ein Bürgermeister: es werde sich schon ein Haken finden. Der Bürgermeister in Kamenz verweigerte im Jahre 1883 der Tischlertasse die von ihm auszustellende Bescheinigung, da am 1. Dezember das Krantenversicherungsgefeß in Kraft trat und er nicht dulde, daß dazwischen gequirlt wird". In ähnlicher Weise wurde der kaufmännischen Hülfskaffe in Görlitz die Zulassung verweigert usw. usw. Die preußische Gewerbeordnung vom 17. Januar 1845 erreichterte in den§§ 144, 145, 168, 169 die Bildung von Unterstüßungstaffen: fie ließ neben den Innungstassen Ortsstatute zu, durch die Fabritarbeiter unter Mitheranziehung der Arbeitgeber zum Beitritt zu Kassen gezwungen werden konnten. Das treibende Motiv zu dieser Art Fürsorge in Krankheitsfällen war die er= hebliche Armenlaft, die einigen Gemeinden mit dem Anwachsen der Großindustrie aus der Zunahme der Zahl erkrankter Fabrikarbeiter erwuchs. Denselben Weg, wie die Gewerbeordnung von 1845 beschritt eine Verordnung vom 9. Februar 1849. Ob neben diesen Zwangskassen sich Vereine von Arbeitern auf freier Uebers einkunft bilden durften, war zweifelhaft. Die Regierung vertrat insbesondere in der Reaktionszeit der fünfziger Jahre die Ansicht, solche Vereine seien nur mit behördlicher Genehmigung zulässig. Ein Teil der Gerichte vertrat den entgegengeseßten Standpuntt: aus dem Vereinsrechte folge auch das Recht, sich zu Zwecken gegenseitiger Unterstüßung in Krankheits-, Sterbefällen, für Reisezwede usw. zu verbinden. Von solchen im Jahre 1848 errichteten Vereine zur Fürsorge in Krankheitsfällen seien der GesundheitsDie im Jahre 1884 borgelegte Novelle zum Hülfskaffengeset pflegeverein" des deutsch- sozialen Arbeiterbundes, der„ Gutenbergenthielt die durch die Krankenversicherungsgesetzgebung von 1882 bund“ des deutsch- nationalen Buchdruckervereins, der„ Unter- beitern ſelbst gebildet waren und unter deren alleiniger Ber- notwendig gewordenen Anpassungen, daneben aber eine Reihe Berstüßungsverein deutscher Buchdrucker" des Deutschen Buchdrucker- waltung standen, in den nächsten Jahren et was günstiger. Die schärfungen des Aufsichtsrechts und Verschlechterungen des Selbst= verbandes, der Bigarrenarbeiterverband erwähnt. Sie hatten recht Gerichte entschieden insbesondere in den Gebieten des gemeinen verwaltungsrechts, um die Stassen dem fozialbemofratischen einlebhaft unter behördlichen Verationen zu leiden. Das unsinnige Rechts( wie Schleswig- Holstein, Kassel, Bremen, Hamburg), in flusse zu entziehen. Vorher hatte die" Provinzialforrespondenz" Wüten gegen solche Vereine, insbesondere in der Reaktionszeit der denen die Bildung von Kassenvereinen oder die Unterſtüßungen und der von Hermes, Parifius und Eugen Richter herausgegebene fünfziger Jahre, wurde durch die Rücksicht auf die großen Armen- durch Gewerkschaften als Ausfluß des Vereinsrechts betrachtet„ Reichsfreund" bor ben„ Krankenkassen der Sozialdemokraten" lasten der Gemeinden etwas gemildert. Im Januar 1854 ge- wurde, aber auch in den älteren preußischen Landesteilen: die gewarnt und sie als„ Kassen der Herren Bebel und Genossen" belangte im Abgeordnetenhause ein Antrag des Abgeordneten freiwilligen Arbeiter- Unterſtüßungskaffen, auf Gegenseitigkeit bezeichnet. Die von der Regierung vorgeschlagene Bestimmung, die Reichensperger( Geldern) zur Beratung, eine besondere ruhend, bedürfen keiner staatlichen Genehmigung und unterliegen Leiter von General- und Mitgliederversammlungen mit Gelbnicht der staatlichen Aufsicht. Die preußische Regierung hielt trop strafe bis zu 300 Mark zu bestrafen, wenn sie in diesen Kommission mit Untersuchung der Fragen zu beauftragen: 1. In welcher Weise die aus der Lage der Fabrikarbeiter, dem an der Anschauung fest, daß nur behördlich genehmigte Kaffen Versammlungen Besprechungen über öffentliche Angelegenheiten beziehungsweise der Handwerksgesellen, erwachsende Belastung legale seien und allein solche vom Beitritt zu den ortsstatutarisch zuließen, wurde vom Reichstag freilich als zu weitgehend der Gemeinden und Wohltätigkeitsanstalten abzuwenden oder zu einem Erlaß vom 15. Oftober 1872 dieser verkehrten, den Gerichts- Entwurf Gesetz, so tann errichteten befreit wären. Der Handelsminister Jenplib gab in abgelehnt. Wird der jetzt von der Regierung vorgelegte erleichtern sei; die Aufsichtsbehörde aus allen 2. ob und unter welchen Bedingungen die Gründung von im Verwaltungswege von dieser Anschauung nicht abzugehen. Im 1000 M. androhen und festsetzen. Im Jahre 1982 wurden den erfenntnissen entgegengeseßten Anschauung Raum und verlangte, möglichen ihr passend erscheinenden Gründen Geldstrafen bis Raffen zur gegenseitigen Unterstützung derselben und der Beitritt in jene Staffen sowohl seitens der Arbeitgeber als der Arbeit- Reichstag tam es wiederholt zur Besprechung über diese zwischen Hülfskaffen durch Anpassungen an die Krankenversicherungsnovelle Gerichten und Verwaltung herrschende Dissonanz. Der Zustand größere Pflichten wie zuvor auferlegt. nehmer zu einer Zwangspflicht erklärt werden könne. war unhaltbar, zumal in mehreren deutschen Staaten( z. B. Hamburg und Sachsen) die Krankenversicherungspflicht für jeden Fabrikarbeiter bestand. 1875 bis 1892. daran erinnert, daß im Jahre 1900 bie Hoffmannschen Pläne zur Bald darauf legte die preußische Regierung einen GesetzIm Zusammenhang mit diesem geschichtlichen Rückblic sei entwurf vor, der dem llebel dadurch zu steuern suchte, daß er der Regierung die Ermächtigung verlieh, eventuell ihrerseits statt der Rafierung des Selbstverwaltungsrechtes der Ortskrankenkassen Gemeinden ortsstatutarische Krankenkassen mit Zwangsbeitrittsdurch Angliederung an die Gemeindeverwaltungen auftauchten und pflicht zu errichten. In der Begründung wies die Regierung auf Im Jahre 1875 legte die Regierung den Entwurf eines Hülfs- daß im Mai desselben Jahres der durch den Vorwärts" verden in der Gewerbeordnung von 1845 und der Verordnung von fassengesetzes und einen damit zusammenhängenden Gesezentwurf öffentlichte Geheim- Erlaß über die Krankenkassenfrage erging. 1849 beschrittenen Weg hin und legte dar, daß von dem Recht, betreffend Abänderungen der§§ 141 ff. der Gewerbeordnung in diesem wurden die höheren Verwaltungsbehörden aufgefordert, Ortsstatute mit Beitragspflicht der Arbeitgeber zu erlassen, bis- bor. Nach dieser Gewerbeordnungsnovelle konnte die Bildung sich darüber zu äußern, ob sich ein Anschluß der Ortskrankenkasse lang nur 58 Gemeinden Gebrauch gemacht hätten. Als Grund gegenseitiger Hülfskassen durch Orksstatut oder durch die höhere an die Gemeindeverwaltung empfiehlt, ferner ob eine Verstärkung für diese Rückständigkeit führten die Motive an: teils gebricht Berwaltungsbehörde angeordnet werden. Das Gesetz über die der Befugnisse der Aufsichtsbehörden notwendig sei und ob die cs den Gemeindevertretungen an der richtigen Erkenntnis und gegenseitigen Hülfskaffen stellt Normativbestimmungen auf. Ber- Sülfskaffen als gleichberechtigte Träger der Krankenversicherung Würdigung jener Vorteile, teils habent die Fabrikanten ihren eine, welche diese Bestimmungen einhalten, erhalten als einge- beibehalten oder nur noch als Zuschußkassen zugelassen werden Einfluß dahin geltend gemacht, um sachgemäße Beschlüsse zu schriebene Hülfskaffen Rechtsfähigkeit und unterstehen behördlichen sollen. hintertreiben, teils hat sich da, wo die obwaltenden Verhältnisse Eingriffen nur in dem durch das Gesetz begrenzten Umfang. Im Frühjahr 1903 wurde versucht, durch die Krankenkassendie Einführung der beabsichtigten Anordnungen nur durch über- Böllige vereinsrechtliche Freiheit wollte die Regierung und die novelle das Selbstverwaltungsrecht der Ortsfrankenkassen zu becinstimmende Einrichtungen in mehreren nebeneinander be- Mehrheit des Reichstages den Hülfskassen nicht einräumen. Eine schneiden. Der Vorlage wurden durch die Sozialdemokratie jedoch legenen Gemeindebezirken möglich machten, eine fongruierende Reihe von Vorschriften zielte vielmehr darauf ab, zu hindern, daß die Hauptgiftzähne gezogen und gleichzeitig das VerwaltungsstreitBeschlußnahme aller beteiligten Bertretungen nicht herbeiführen die Hülfskassen mit anderen Organisationen in Verbindung treten, verfahren auch gegen die im Gesetz umgrenzten Befugnisse der laffen." Die Kommission ließ dahingestellt, ob die geringe An- ein anderer Teil wollte eine Bevormundung durch die Behörde von Aufsichtsbehörde durchgesetzt. Zwei Jahre später, am 2. Juni 1905, wendung der gesetzlichen Vollmachten durch die Gemeinden dem hinten herum wieder einführen. Besonders heiß umstritten wurde versprach der Reichskanzler im Herrenhause,„ Remedur dagegen überwiegenden Einfluß der durch solche Anordnungen zunächst be die Vorschrift in§ 6 Abs. 2 des damaligen Entwurfs: treffenen Arbeitgeber oder aber dem Mangel lebendiger Teilnahme Den Mitgliedern darf die Beteiligung an anderen Gesell. zu schaffen, daß es der Sozialdemokratie gelungen ist, sich der Krantenfassen zu bemächtigen". an dem Wohl und Wehe der arbeitenden Klasse oder anderen Ber- schaften oder Vereinen nicht zur Bedingung gestellt, sowie die Ver= hältnissen zuzuschreiben" sei, jedenfalls stehe die Tatsache fest, daß pflichtung zu Handlungen oder Unterlassungen, welche mit dem Sassengesetzgebung dürften zur Aufklärung über den Zweck des Diese Erinnerungen an den Werdegang auf dem Gebiete der Berpflichtung Staffenzived in feiner Berbindung stehen, nicht auferlegt werden." jebigen Entwurfs beitragen. überhaupt nur etwa 230 solcher Unterstüßungskassen, darunter nur einige 60 mit Beitragspflicht der Arbeitgeber( der Handelsminister diktierten Vorschrift hieß es in den Motiven:" Inwieweit bisher Zur Begründung dieser aus Furcht vor Arbeitervereinen von der Reydt gab in der Sitzung vom 2. März 1854 die Zahlen die Verbindung von Hülfstassen mit anderweitigen Organisationen auf 239 und 66 an) bestehen. Die Kommission und der Landtag stimmten dem Gefeßentwurf zu, der als Geses vom 3. April 1854 zu üblen Folgen tatsächlich geführt hat, mag hier dahingestellt dann publiziert wurde. In der Debatte über dies Gesetz spielte bleiben. Zweifellos ist es, daß die Verbindung Folgen nach sich wie auch in den späteren Debatten über eine hinlängliche Fürsorge ziehen kann, deren neuerlichen Eintritt die Gesetzgebung nicht Wir meldeten dieser Tage, daß das unerwartete, der Arbeiterklasse die Besorgnis eine Rolle es sei das Gefeß mit außer Betracht lassen darf. Bereinen, deren politische, religiöfe dem Matel des Kommunismus behaftet, es frete in eine be- oder wirtschaftliche Tendenzen der Staat zu bekämpfen Anlaß hat, ia unglaubliche doch Ereignis geworden sei, daß der denkliche Sphäre hinein." wurde dadurch der Weg geebnet, cine kräftige Organisation zu ge- Ferienfenat des Reichsgerichts beschlossen habe, gegen den winnen und mittels diefer gegen die staatliche Ordnung erfolgreicher Genossen Liebknecht die Antlage des Hochverrats zu erheben, In dem Entwurf der deutschen Gewerbeordnung vom Jahre richtungen in der Art, daß gewiffen Vereinen grundsätzlich die Ver- den Militarismus begangen worden sein soll. vorzugehen. Eine Scheidung zwischen den verschiedenen Vereins der durch Auslassungen in seiner bekannten Broschüre über 1869(§ 140) wurde die Entwickelung des gewerblichen Hülfs- Findung mit den Kassen untersagt würde, erscheint als ein_ver= tassenwesens von der Regierung als eine Aufgabe der Gemeinde- geblicher Versuch."( S. 36 der Motive, Druds. 15, Session 1875.)*) Man hätte die Entschließung des Reichsgerichts schon und Staatsverwaltungen aufgefaßt, die für die acht älteren In der Kommission wurde diese Behinderung des Rechts der Ar- deshalb für ausgeschlossen halten sollen, weil der Vertreter preußischen Provinzen geschaffene Gesetzgebung ortsstatutarischer beitervereine durch Streichung der Worte: die Beteiligung an der Anklage, der Oberreichsanwalt, fauerste Mühe gehabt hat, Zwangskassen sollte auf das Reich übertragen werden. Sie wurde anderen Gesellschaften oder Vereinen nicht zur Bedingung gestellt, Handhaben für die Konstruktion des Delikts zu finden. Die in den Motiven als eine unentbehrliche Ergänzung zur lokalen sowie" beseitigt. Im Plenum stellte Heyl( jezt Freiherr von Heyl Ansichten des Oberreichsanwalts haben stark gewechselt, Armenpflege" bezeichnet. Dies Vorhaben stieß auf lebhaftesten zu Herrnsheim) auf Wiederherstellung und Verschärfung der Bor- obwohl oder gerade weil ihm seit Beginn seiner AmtsWiderspruch. Die Verschiedenartigkeit der tatsächlichen Entwicklung schriften der Regierungsvorlage gerichtete Anträge. Sie wurden waltung gegen den Genossen Liebknecht vom April bis zum der Gewerbe, die außerordentliche Mannigfaltigkeit des Rechtszustandes in Deutschland auf diesem Gebiete, die Unzulänglichkeit Juli Zeit genug zur Verfügung gestanden hat. Als seinerzeit 1869 bis 1875. Hochverrat. ter altpreußischen Gesetzgebung, vor allem günstige Erfahrungen,*) Auf diese Begründung nimmt der im Mai dieses Jahres die Schrift unseres Genossen vom Leipziger Amts. die mit dem auf freier Uebereinkunft beruhenden Unterstüßungs- vorgelegte Entwurf eines Gesetzes über die Hülfskaffen" aus- gericht mit Beschlag belegt wurde, geschah das, weil wesen in England, Frankreich, der Schweiz und einer Reihe von I drücklich Bezug. der Oberreichsanwalt in der Schrift die hochverräterische " Absicht entdeckt zu haben glaubte, einen Krieg Frankreichs gegen Deutschland anzuzetteln. Von dieser wundersamen Interpretation der Broschüre ist der Oberreichsanwalt bei längerem Nachdenken denn doch zurückgekommen. Die Anflage basiert nicht auf dem§ 85 des Strafgesetzbuches, der die durch öffentliche Ausstellung von Schriften" usw. begangene Aufforderung zur Ausführung" einer hoch verräterischen Handlung niit drakonischen Strafen bedroht, sondern fügt sich auf den§ 86, der ganz allgemein ,, vorbereitende Handlungen" zu einem hochberräterischen Unternehmen" givar mit erheblich geringerer, aber im Minimalfalle immer noch höchst erklecklicher Freiheitsentziehung ahndei. " Es( das Erfurter Programm) weist damit den für die Gegen- 1 bestimmt wird. Er stellt der kapitalistischen eine gebate fowart und nächste Zukunft unverkennbar utopistischen Standpunkt zialistische Kolonialpolitik gegenüber, versteht aber unter dieser zurück, der sich nicht gegen den Militarismus, sondern gegen jede nicht die Durchführung sozialistischer, sondern bloßer hu= Art der Vorbereitung zum Kriege wendet, der nicht nur die Be- manitärer Maßnahmen auf kolonialem Gebiet. Demgemäß teiligung an den vom Kapitalismus, von der politischen und nationalen Reaktion hervorgerufenen Striegen, sondern die Beteili- berwirft er auch die Haltung, welche die Vertreter der deutschen gung an jeder Art von Strieg prinzipiell verwirft, der nicht nur Sozialdemokratie im Reichstage zur Kolonialfrage eingenommen den Krieg bekämpft, sondern in phantastischer Weise die tatsäch- haben. Sie hätten nach seiner Ansicht nicht prinzipiell die Stoloniallichen Kriegsmöglichkeiten und die sich daraus ergebenden Ston- politik der deutschen Regierung ablehnen, sondern für die kulturelle sequenzen hinwegzuleugnen versucht. Entwickelung der Kolonien eintreten und Reformvorschläge Und so rühmt es Liebknecht an den jungen Garden in machen müssen. Norddeutschland, daß sie den anarchistischen Antimilitaris. Im schärfsten Gegenfab zu van Kol steht Quelch von bet nus, der sich auch in Deutschland bereits zu regen beginne, sozialdemokratischen Föderation: ein Autodidakt, der es durch im Reime erstickten". Selbststudium vom einfachen Arbeiter zu einem der fähigsten Es handelt sich also, wie wir schon am 18. August hervorhoben, Man sollte denken: Klarer und ungweideutiger läßt sich Journalisten und sozialistischen Theoretifer Englands gebracht genau um den mit dent§ 66 des preußischen Strafgesetz- die Tendenz der Schrift nicht herausarbeiten, und man fönnte hat. Er stellt sich auf den lassenkampf- Standpunkt buches forrespondierenden Paragraphen des deutschen Straf höchstens den Genossen Liebknecht den zwar nicht strafrecht und spricht für die Ledebour- Wurmsche Resolution. gesetzbuches, gegen dessen älteren Zwillingsbruder fich bor jest lichen, aber literarischen Vorwurf machen, daß er sich allzu- Dagegen spricht Bernstein im Sinne van Kols. Wie dieser 43 Jahren Ferdinand Lassalle zu verantworten hatte gertreu an den Say der Vorrede gehalten habe: Weine verlangt auch er, daß die Sozialdemokratie sich nicht auf Negation und Kritik beschränke, vielmehr habe Diese Staatsattion, mit der damals, am 12. März 1864, der Schrift macht sich nicht anheischig, etwas Neues zu sagen; sie die zu treiben. Den Staatsgerichtshof zu Berlin bemüht wurde, fiel so glänzend soll nur eine Zusammenstellung bereits bekannten, meinet- sie positive, praktische Solonialpolitik größten Erfolg hatte jedoch Ledebour, als er die kapitains Wasser, daß man hätte erwarten sollen, daß fast ein halbes halben gemeinpläglichen Materials fein." Die Leipziger Voltszeitung" betont schließlistische Bedingtheit der heutigen Solonialpolitik nachwies, Jahrhundert später dem Deutschen Reiche ein ähnliches Schaueiner sogenannten fozialistischen spiel erspart werden würde. Gleichwohl ist nunmehr die An- lich mit Recht, daß es sich bei der Anflage gegen Liebknecht die Forderung flage erhoben worden, und zwar auf Grund eines un- nicht um einen besonderen individuellen Fall handele, sondern kolonialpolitikals eine Utopie charakterisierte und die vergleichlich dürftigeren Judigienmaterials, als es um den Versuch, die Freiheit der deutschen Presse bisherige Stellungnahme unserer Reichstagsfraktion zur offiziellen und Publizistit zu unterbinden! deutschen Kolonialpolitik darlegte. Selten dürfte er besser ge= der Anklage gegen Lassalle zugrunde lag! In der Tat! Die Schrift Liebknechts bewegt sich durch- sprochen haben. Scharf, schneidend, sarkastisch drang seine Stimme Auf wie schwachen Füßen die Auflage gegen den Genossen Liebknecht steht, zeigt folgende Darstellung der Leipziger aus in den Gedankengängen der deutschen Sozialdemokratie. durch den Saal und entfeffelte mehrfach Beifallsstürme, die sich Sie bekämpft den Hervéismus, aber sie vertritt, noch steigerten, als er seine Rede in englischer Sprache wiederVolkszeitung": gleich der Sozialdemokratie Deutschlands, den Kampf holte und an die Erfahrung der englischen sozialistischen ArbeiterIst denn irgend wer so naib, anzunehmen, daß die gegen den deutschen Militarismus, dies reat- politiker auf dem folonialpolitischen Gebiet appellierte. Nach Schrift des Genoffen Liebknecht beschlagnahmt worden wäre, tionäre Instrument der Feinde jeder gesunden nationalen Ledebour sprach noch Genosse David, der jedoch den Eindruck der oder wenn schon beschlagnahmt daß sie von den Gegnern und internationalen Entwickelung. Soll fortan diefer Milita- Ledebourschen Rede nicht abzuschwächen vermochte. der Partei nicht ausgebeutet worden wäre, wenn ein rismus Tabu sein? Soll die deutsche Sozialdemokratie nicht Morgen Fortsekung der Debatte. Ein Dutzend Redner ist Wort darin zu entdecken wäre, das nurentfernt nach Hochberrat ausfähe? Sie ist in der mehr den junterlichen Anachronismus des Kadaver- bereits vorgemerkt. gehorsams kritisieren dürfen, dessen Widersinn_unlängst " H at ein fonderbares Stompliment, biefe Anflage, für die felbft in dem führenden konservativen Organ Der Kampf um die Wahlrechtsreform. Mente des Reichslügenverbandes, der sonst sozialdento- ber, reua- 3 tg.", charakterisiert worden ist? Soll die fratischen Hochverrat auszuschnüffeln weiß, nach der Methode, Sozialdemokratie nicht mehr das Recht haben, zu fordern, der„ Kreuz- 3tg.", charakterisiert worden ist? Soll bie Die schon der vormärzliche Dichter gegeißelt hat: daß die Armee, das Volk in Waffen", die Exekutive des Volkes zu sein hat, nicht aber das Werkzeug fleiner Schichten der befizenden Strasse?! Diese Fragen find brennend und überaus wichtig! Noch zwar vermögen wir es nicht zu glauben, daß das Reichsgericht so schnurstracks aller modernen Stulturentwicklung zuwiderhandeln könne, um den Genossen Liebknecht zu verurteilen. Aber das deutsche Proletariat nicht nur, sondern das ganze deutsche Volk, das noch einen Rest bemokratischen Empfindens besit, hat sich beizeiten aufzulehnen gegen den Versuch, jede Kritik dessen zu unterbinden, wozu das ostelbische Junkertum das deutsche Behrsystemt zu erniedrigen sucht! Die Kolonialfrage auf dem Stuttgarter Kongreß. Stuttgart, 21. Auguft.( Privattelegramm.) " Herr Naumann schreibt in der legten Nummer der Hilfe": Die Mehrzahl der Wähler aller Parteien find Angehörige der dritten laffe. Ueberall, selbst in den konservativen Parteien wird es empfunden, daß die Dreillaffenteilung eine era bwürdigung der Mehrheit der Staatsbürger ist. Es find ja feineswegs nur Lohnarbeiter oder ganz kleine Beute, die sich im Sammelbecken der dritten Stasse zusammenfinden. Es gibt zahllose Bauern dritter Klasse, Handwerker dritter Klasse, Staufleute dritter Klasse, Gelehrte britter Klasse. Alle, die innerhalb ihres Bezirkes nicht zu den reichen Leuten gerechnet werden können, kommen zu dem, was unten übrig bleibt, zur Masse. Nichts würde falscher sein, als wenn wir die politische Interessenvertretung aller diefer Benachteiligten den Sozialdemokraten allein überlassen wollten. Damit würde man der Sozialdemokratie neue Straft geben. Es ist ein rechtes Glend mit dem Hochverrat, Er ist so schlimm, ja schlimmer feibst als Flöhe! Allüberall zudringlich hüpft er einen an. Schneug ich die Nase aber nein!' s ist Sochberrat. Krab' ich am Ropfe tebe mir!' ist Hochberrat. Ja, selbst ins Bette leg' ich mich des Nachts mit Angst, Daß mir ein hochberräterischer Traum entfährt. Also- selbst die patentiertesten och berratsschnüffler haben keinen Hochberrat in der Broschüre des Genossen Liebknecht entdeckt, und auch der Oberreichsanwalt ist seiner Sache so wenig sicher, daß er, als er die Beschlagnahme der Schrift beim Leipziger Amtsgericht beantragte, den Hochberrat in der angeblichen Anzettelung eines deutsch- französischen Es ist natürlich nicht zu leugnen, daß eine Verbesserung des Krieges durch den Genossen Biebknecht erblickte, eine so unpolitischen Rechtes der dritten Klasse auch der Sozialdemo geheuerliche Konstruktion, daß er fie äußerem Vernehmen tratie als Partei zugute kommt. Darin liegt für den nach in der Anklage hat fallen lassen und nunmehr den Liberalismus eine nicht zu verkennende Schwierigkeit. Es gibt Sochverrat in anderen Ausführungen der Schrift entdeckt. Wahlkreise, die bei jeder auch nur teilweisen Berbesserung zwar des Wahlrechtes fozialdemokratisch werden, und Wir sagen: äußerem Vernehmen nach, denn der Oberreichsauf anwalt hat auch die Anklageschrift mit besonderen Kautelen Kosten der Freifinnigen. Vom Standpunkt der Wahlkreisder Geheimhaltung umgeben, so daß sie sich einftpolitit aus fanu man deshalb wohl die Frage aufiverfen, ob die Gewinne des Liberalismus sicher genug sind, um diese weilen unserer Renntnis entzieht. Und nach diesem Vorgehen Am Sonntag wurde das bon 25 Nationen beschickte Stutts fast sicheren Verluste mit Gelaffenheit zu ertragen. Mit bloßer darf man erwarten, daß er vor dem Reichsgericht beantragen garter Arbeiterparlament unter brausenden Orgelflängen mit der Statistik aber ist hierbei wenig gemacht, ben im Kampf um wird, die Verhandlung bor verschlossenen Audorfschen Umdichtung des Lutherschen Stampfgefanges:„ Gine das preußische Wahlrecht werden sich überhaupt Türen zu führen, worauf gewiß das Reichs- feste Burg ist unser Gott", der Kirchenmarseillaise des aufdie politischen Schicksale der Parteien ents gericht nicht eingehen wird, da sein Urteil steigenden deutschen Protestantismus gegen die römische Hierarchie, fcheiden. Dabei handelt es sich nicht bloß um einige Wahlkreise, so nicht ebenso das Licht der Deffentlichkeit eröffnet, und heute erst begannen die eigentlichen Plenar- wichtig diese fein mögen, sondern es handelt sich darum, zu scheuen haben wird, wie die Anflage des sisungen des Kongresses. Gestern fand zwar schon eine Voll- ob der Liberalismus als Ganzes eine politische Oberreichsanwalts sie zu scheuen scheint. bersammlung statt, aber fie fann faum als Aufnahme der parla- Macht in Preußen wird oder nicht. Gelingt ihm eine ernstliche Wahlreform, danu braucht er feine allzuängstBetrachten wir einmal diese Anklage durch einige 8i mentarischen Arbeitstätigkeit durch den Gesamtkongreß gelten, da liche Wahlkreisforgen zu haben, denn dann wird er durch das tate aus der Schrift Liebknechts. Das Verbrechen des Hoch- die ganze Sigung nur drei Stunden in Anspruch nahm und diese Gelingen von selbst magnetisch, gelingt ihm aber die Reform berrats, den unser Genosse begangen haben soll, setzt voraus Zeit mit der Feststellung der parlamentarischen Geschäftsordnung, nicht, so helfen auch die bisherigen Wahlkreise nicht viel. Wir die Aufforderung zu einer bestimmten gewaltsamen, auf die der Verlesung der aus allen Gegenden des Erdballs eingelaufenen fchen ja, wer in Breußen herrscht, solange das jetzige Wahlrecht Aenderung der Reichsverfassung abzielenden und in abseh- Begrüßungstelegramme und der Diskussion des von der englischen gilt! Der Liberalismus, darf nicht in die Lage formen wollen, barer Zeit auszuführenden Handlung. Fordert nun Lieb- Unabhängigen Arbeiterpartei beim Internationalen Bureau ge- in die sich der österreichische Liberalismus gebracht hat, als fnecht zu einer solchen Handlung auf? In seinem Rapitel stellten Antrages, die Zulassungsbedingungen für die Inter- er der dortigen Wahlreform zu zögernd und zu unmutig über„ antimilitaristische Taktik" führt er aus, das letzte Ziel nationalen Sozialistentongreffe zu erweitern, ausgefüllt wurde. entgegenging. Jetzt hat er seine Quittung dafür und fint in Sad und Asche. Das ist es, was wir bei uns vermeiden müssen." des Antimilitarismus sei Beseitigung des Militarismus, das Dem äußeren Anschein nach hat alfo das fozialistische Wölfers Es verdient vermerkt zu werden, daß hier Herr Naumann nur von heißt Beseitigung des Heeres in jeder Form, und dann fährt parlament zu Stuttgart bisher nur wenig Arbeit geleistet er fort: allerdings nur dem Anschein nach: in Wirklichkeit hat es bereits einer ernstlichen Wahlreform" spricht, die Forderung des Dieses Ziel würde auch das Proletariat nur unter der Vor- mehrere schwere arbeitsvolle Tage hinter sich, wenn auch diese Reichstagswahlrechts jedoch nicht ausdrücklich erhebt! Solite das nur aussetzung fofort verwirklichen dürfen, daß ein internationaler Arbeit sich dem Auge des Außenstehenden größtenteils entzieht. 3ufall sein, oder aber Absicht! Zustand besteht, in dem jede Notwendigkeit, das Heer im Inter- Wie in den Reichs- und Landtagen die wichtige Einzelarbeit Herr Naumann sollte doch um so mehr Veranlassung nehmen, effe des Proletariats zu verwenden, ausgeschloffen ist, wobei die Intereffen bes Proletariats den nationalen Intereffen immer mehr in die Kommissionen gedrängt wird, so haben auch die über feine Absichten nicht den geringften Zweifel auffonumen zu wobei die Jntereffen des Proletariats den nationalen Intereffen auf den früheren internationalen sozialistischen Kongressen ge- laffen, als bekanntlich die Straßburger Post" feinen legten feineswegs zu widersprechen brauchen. Dann erklärt Liebknecht die Beseitigung der Kriegs- fammelten Erfahrungen dazu geführt, daß der schwierigste Teil Artikel als beabsichtigten Rückzug bezeichnete! Herr Albert Traeger möglichkeiten durch die Schaffung eines Weltbundesstaates der Arbeit gewählten Kommissionen zugewiesen wird. In einem ist ja Herrn Naumann mit gutem Beispiel vorangegangen! Daß die Taktik der Freisinnsmajorität, fich mit einer Ers ,, borläufig" für romantische Zukunftsmusit"; sie sei erst Riesenparlament, bas an Mitgliederzahl selbst die von Ludwig XVI. möglich, wenn das Proletariat sein Endziel erreicht habe und einberufenen Reichsstände des Revolutionsjahres 1789 übertrifft lärung" des Reichstanzlers zu begnügen, feineswegs die kapitalistische durch die sozialistische Weltpolitik ersetzt und bas gubem in drei verschiedenen Sprachen berausreicht, beweist die Tatsache, daß jetzt auch die Freifonfervativen sein werde handelt, läßt sich eine prägise Aussprache über die schwierigen doch wahrhaftig alles andere als Vorfämpfer des ReichstagsDiebknecht sagt dann weiter, mit der internationalen& ragen, die der Amsterdamer dem Stuttgarter Stongreß als Ber wahlrechts! von der Regierung eine folche Erklärung verlangen. Wehrlosmachung" liege es noch schlimmer. Sie bedeute nicht mächtnis hinterlassen hat, und über die Fassung der Refolutionen Natürlich nicht, um das Meichstagswahlrecht für Preußen oder nur ein Aufgeben des militärischen Wettrennens zwischen nur schwer durchführen, falls nicht die Verhandlungen ähnliche überhaupt nur eine ernstliche Wahlreform zu liefern, sondern allen Militärstaaten, sondern auch ein Preisgeben fapi- Beiträume erfordern sollen, wie die der Haager Friedenskonferenz. um einem wirklichen, für die Reaktion gefährlichen Wahlrechtssturm talistischer Lebensinteressen, und führt dann aus: Obgleich aber schon am Sonnabend sich die Vertreter der ver der Volksmaffen vorzubengen! fchiedenen Nationen im Internationalen Bureau über die Zahl und Zusammensetzung der Kommissionen verständigt hatten und diese nach ihrer Wahl bereits am Montagbormittag zur Beratung zufammentraten, hatten sie ihre Arbeit gestern, am Dienstagmittag, doch noch nicht soweit gefördert, daß nachmittags eine Plenarsizung stattfinden fonnie. Der Glaube, daß all dies unter der Herrschaft des Rapita lismus vor Erreichung jenes natürlichen, weltpolitischen Beharrungszustandes durchgesetzt werden könne, ist ein wahrer Röhlerglaube. Weiter kommt Biebknecht auf die Idee Hervés zu sprechen, die tatsächlich vorhandenen Heere aftionsunfähig zu machen oder doch wenigstens in ihrer Aktionsfähigkeit zu lähmen. Er weist zunächst auf die praktischen Einwände gegen die Verwirklichung dieses Planes hin und sagt dann: So begann erst heute die eigentliche Arbeitstätigkeit des Gesamtkongreffes, und zwar mit der Diskussion der Rolonialfrage. Zwei Resolutionen liegen, Aber die Hervésche Idee ist auch grundsäßlich nur ba die Mitglieder der Kolonialkommission fich auf einen gemeindann annehmbar, wenn das Proletariat unter feinen samen Beschluß nicht einigen konnten, dem Kongreß vor: die auch Umständen und in keinem Falle ein Interesse an der Wehr von der Mehrheit der deutschen Delegation unterstüßte Resolution haftigkeit des Volkes befitt. Und darum breht sich folgerichtig der des holländischen Parteigenossen van Rol, eine Resolution, die Hauptstreit, in dem der„ realpolitische" Standpuntt Kautskys, nicht die Kolonialpolitik grundsätzlich verwirft, sondern sie der sich zutreffend mit der äußerlichen und irreführenden Unter- gewissermaßen nur reformieren bezw. verbessern will, scheidung zwischen Angriffs- und Verteidigungstrieg nicht be- und die Resolution Ledebour- Wurm, die prinzipiell gnügt, vor dem verstiegenen und die praktische Lage verkennenden Antipatriotismus der Vonne- Föderation unbedenklich den Borzug jede Kolonialpolitit ablehnt, indem sie von der Grundauffassung verdient; bis der wirtschaftliche und soziale Beharrungszustand, ausgeht, daß nach den historisch gegebenen Bedingungen unter dem den die Sozialdemokratie erstrebt, die Aufhebung des Klaffen- heutigen Wirtschaftssystem jebe Kolonialpolitif charakters der Gesellschaft, international verwirklicht ist, gibt es fapitalistischen Tharatters fein muß. Als Redner Kriegsmöglichkeiten, benen sich auch die Sozialdemokratie, ober der Stommissionsmehrheit sprach zunächst ban Rol, eine fräftige, gerade die Sozialdemokratie, nicht verschließen fann. martige Erscheinung. Er hält seine Nebe in formbollendetem Endlich bekennt sich Genosse Liebknecht ausdrücklich zu Französisch, doch fehlt seiner Stimme jene Modulationsfähigkeit, den Sägen des Erfurter Programms:„ Erziehung zur all- die man bei so manchem Redner des franzöfifchen Proletariats gemeinen Wehrhaftigkeit. Boltsheere an Stelle der stehenden findet. Ihrem Inhalt nach sind jedoch seine Ausführungen Heere. Entscheidung über Krieg und Frieden. Schlichtung recht schwach, da sie noch deutlicher als seine Resolution er aller internationalen Streitigkeiten auf schiedsgerichtlichem tennen lassen, daß er zu seiner Haltung weniger durch grund. Weae" und sagt dazu: 153 0 liäbliche Bedenken, als durch eine gewisse Philantropiel " A Schreibt doch der bekannte Freifonservative Freiherr von 8edlig im„ Tag": Ganz abgesehen davon, daß ein folches Verhalten der Linksliberalen, wie es von Payer empfohlen wird, auf eine ähnliche Nebenregierung hinauslaufen würde wie die durch die Meichstagsauflösung beseitigte des Zentrums. War die Autokratie der regierenden" Partei schon für Regierung und Parlament unerträglich, um wie viel mehr müßte dies der Fall sein, went sie nicht von der stärksten, fondern von der schwächsten Partei ausgeübt werden sollte! Es erscheint daher ganz ausgeschlossen, daß die preußischen Freifinnigen sich zu einer von verständiger Realpolitit so weit entfernten Tattik verleiten lassen sollten. Eine gewisse Gefahr liegt allerdings in ihrer schwachen Widerstandskraft gegen Drud von unten, wie er von sozialdemokratischer und radital- liberaler Seite zugunsten der Einführung des Reichswahlrechts bei der Wahlbewegung im nächsten Herbst inszeniert werden soll. Dieser Versuch hat an fich 3 var Aussicht auf fehr teilweifen Erfolg; voraussichtlich wird fich nur in größeren Städten und Distrikten mit starker Arbeiterbevölkerung eine lebhaftere Agitation in diefem Sinne entwideln lassen. Immerhin ist es, schon um die Freisinnigen feiner zu starten Versuchung aus 8ufezen, rätlich, auch in diesem Falle dem Miquelschen Grundfake Benge vor" zu folgen und durch rechtzeitige Deffnung eines Sicherheitsventils einen unbequemen Drnd zu verhüten. solches sicherheitsventil würde in der bestimmten Erklärung ber Regierung während der nächsten Seffion liegen, die Initiative zur Modernisierung des preußischen Wahlrechts ergreifen zu wollen. Trägt diese Erklärung, wie dies unter der Flagge der fonfernativ- liberalen Paarung geradezu selbstverständlich ist. Ein sowohl dem konservativen wie dem liberalen Stand- die Herbeiführung eines gegenseitigen deutsch- französischen Der Sohn des verfiorbenen Dallwig, ein in Zornow( Dst bunkte gebührend Rechmmg, so steht nichts im Wege, daß alle Entgegenkommens in bezug auf Marokko und die Bagdadbahn. prignig) ftrohbachflickender Dr. jur., glaubte sich erb berechtigt Glieder des Blocks unter Vorbehaltung ihrer grundsätzlichen Aufund verfocht diesen seinen Glauben mit gähigkeit gegen fassung sich zu positiver Mitarbeit bereit erklären. Geschieht dies, Die deutschen Anklagen gegen das Vorgehen der Franzosen Podbielsti und Stonsorten. Leider ist ihm im Wahlkampfe fo dürfte einer demagogischen Verwertung der in Casablanca werden jegt durch das Zeugnis eines die Siegespalme von einem feiner feindlichen Brüder, dem Wahlrechtsfrage der Boden entzogen werden und der preußische Freisinn vor einer für ihn englischen Missionars bekräftigt, der aus Casablanca in London deswegen aus dem Bund der Landwirte ausgeschlossenen Agrarier und für den Blod nicht ungefährlichen Be eingetroffen ist. Er erklärt, wie dem Berliner Tageblatt" 2öscher, der zwar nicht adlig, auch kein Dr. juris, aber desto gelastungsprobe bewahrt bleibe it." aus London gemeldet wird:" riebener ist, entwunden worden. Es waren also lediglich die vers Trachten Grbansprüche des jungen Callwitz, die unseren Parteigeneffen bas Bergnügen raubten, damals schon dem Herrn v. Podbielski mit der Tippelskircherei„ vor den Bauch zu stoßen". " Also der Freitonservative Herr v. Zedlitz Befürwortet genau dieselbe Taktik, wie die Freis. 3tg."," Frautf. 3tg.", Berl. Ztg.",„ Wefer= 3tg." usw. Aber nur deshalb, weil er sich vor den politischen Konsequenzen der Volts aufgebots fürchtet, weil er sich von dem Volkssturm Gefahren für die Reaktion gewärtigt! Sollte fich angesichts solcher politischen Wetterzeichen des Frei finn wirklich auf eine Tattit einlaffen wollen, die den Konservativen rätlich erscheint!? Die Reaktion fürchtet das Voltsaufgebot! Der heilige Krieg. " Unser verehrter Reichstagsabgeordneter Stubbendorf. Zapel trägt sich mit der Absicht, nach Ablauf der gegenwärtigen Wahlperiode fein Mandat für den Reichstag mehr anzunehmen, weil er mit Arbeit überhäuft ist. Diefer Entschluß des Herrn Stubbendorf ist ein endgültiger. In unseren politischen Kreisen ist man nun willens, Sr. Exzellenz Gerrn Staatsminister bon Podbielski das Reichstagsmandat anzutragen, dessen Wahl, falls er annimmt, wohl als ficher zu betrachten ist." Das Blutvergießen wäre zu vermeiden gewesen, wenn die Franzosen fofort mit einer genügend starken Abteilung anstatt mit weniger denn hundert Matrofen an Land gegangen wären. Es hätte überhaupt fein gewaltsamer Versuch zur Einnahme der Stadt gemacht zu werden brauchen, denn die Maroffaner wären, meiner Jm nächsten Wahlkampf wird aber Podchen unter allen UmMeinung nach, willens gewesen, auf französisches Verlangen hin ständen als Ritter ohne Furcht und Tadel in die politische Arena die an den Europäermorden Schuldigen, die sämtlich bereits niedersteigen, und zivar wird er die eft prignitz mit seiner gefangengesetzt waren, in jeder den Franzosen erwünschten Standidatur beglüden. Den bisherigen Vertreter des Kreises, Weise zu bestrafen. Die Fremdenlegionäre, in deren den Gutsbefizer Stubbendorf- 3apel hat man jetzt soweit Reihen viele schwere Verbrecher aus den verschiedensten Ländern bearbeitet, daß er gutwillig seinen Reichstagesig an den Dallminer Unterkunft gefunden haben, ergingen sich in allen möglichen Ge abtreten will. Der Brigniger", das Organ der Agrarier in ber Wenn trozdem der Freifinn auf das Aufgebot der Maffen ver- walttaten, die ich mir wiederzugeben verjagen muß. Ich sah West- Brigniy, ein Ableger der„ Deutschen Tageszeitung", veröffentmit eigenen Augen, wie sie verwundet und hilflos daliegende Einzichten sollte, so beweist das nur, daß seine Motive fich von denen geborene totschlagen, wie sie junge Mädchen aus den licht folgende Buschrift aus politischen Kreisen": der Reaktion nicht im geringsten unterscheiden! Häusern schleppten und sie auf offener Straße mißhandelten. Einen Maroffaner sah ich ohne jede Waffe aus einem Heiligengrab, wo er sich verborgen gehalten hatte, Herausfriechen. Sofort wurde auf ihn gefchoffen, und als er hilflos am Boden lag, fchlug ihm ein Fremdenlegionär aus purer Wordlust den Schädel ein. Bon den französischen Behörden wurde der Befehl ausgegeben, Es ist kaum noch ein Zweifel, daß der heilige Krieg der daß jeder Eingeborene, der eine weiße Flagge trug, zu schonen Maroffaner gegen die Franzosen beginnt. Der ohnmächtige fei; die Fremdenlegionäre kehrten sich aber nicht daran. Sie Sultan Abdul Afis, der aus Furcht, seinen Thron durch Frant sondern schoffen, sobald sie ein menschliches Wesen des Weges ließen sich überhaupt nicht Zeit, nach der Fahne zu sehen, Herr Stubbendorf hat fich ja im Reichstage bisher nur in soreich zu verlieren, nicht gewagt hat, das Volt Marokkos gegen fommen fahen, ihre Gewehre ab. Ich sah zu, wie ein unfern dem Agrariertum nüglich erwiesen, als er sich an den Abdie Eindringlinge aufzurufen, ist jetzt in Gefahr, durch bewaffneter Maroffaner zwischen vierzig Gewehren, die ihre Stimmungen in reaktionärem Sinne beteiligte. Es bedeutet also der die Marokkaner selbst vom Thron gestoßen zu werden. Kugeln auf ihn absandten, Spießruten laufen mußte, che er Wechsel für die Agrarier den Eintausch einer Rull gegen eine Empört über die Haltung des Sultans hat die tot umjant. Die franzöfifchen Offiziere, die diefe Borgänge Kapazität auf dem Gebiet der Echweinepolitik. Da im agrarischen zum Strieg entschlossene Partei den ältesten Bruder des schwerlich billigen konnten, fuchten die Ausschreitungen nach Sultans, Mula y afid, in Marrakesch zum Sultan außen hin zu entschuldigen, indem fie fagten, es fei Lager berartige Leute nicht sehr did gefät sind, ist das Manöver ausgerufen und unverzüglich den Zug gegen Casablanca be- nicht möglich gewesen, die Leute sämtlich im Baume zu halten. Der verständlich. Es wird also im nächsten Wahlkampf einen fröhlichen Tanz schlossen. 6000 Mann, darunter viele reguläre Soldaten des Einnahme von Casablanca bei den Eingeborenen hervorgerufen hat, geben, zu dem auch unsere Bartetgenoffen aufspielen werden. Eindruck, den die unter so viel unnüzem Blutvergießen erfolgte Sultans, sollen dem neuen Sultan vorerst zur Verfügung wird ein unauslöschlicher sein. stehen. Dabei sollen nach einer allerdings unbeglaubigten Die französische Soldateska hat also in einer der Sache Meldung eines Torpedojegers, der in Gibraltar eintraf, am der französischen Finanziers würdigen Weise gehaust. Das ist Sonntag an den Kämpfen um Casablanca schon 10 000 der Kolonialfrieg! Marottaner teilgenommen haben. " Politifche Ueberlicht. Berlin, den 21. August 1907. Wer ist vergeßlich? Ueber den erneuten Angriff der Maroffaner vom Montag liegen noch keine amtlichen französischen Meldungen vor; man weiß über den Ausgang des Kampfes noch nichts, die Privatmeldungen der Pariser Blätter Lauten aber burchaus nicht zuversichtlich. Der„ Matin" berichtet, bak daß der Kampf von neuem beginne. Glotre" und Condé" beDie„ Norbd. Allg. 8tg." sucht die Ausweisungsschießen den Hügelsaum, auf dem die Reitertrupps der Angreifer androhung, die seinerzeit Fürst Bülow dem Genossen Jaurès erscheinen. Die Batterie der 75 Millimetergeschüte rückt vor. zustellen ließ, damit zu entfchuldigen, daß früher auch schon Der, Petit Parisien" meldet, daß a cht Breschen einmal französische Bourgeoisorgane deutsche Sozialin die Mauern von Casablanca gebrochen seien, durch demokraten ausgewiesen hätten. Im Jahre 1896 sei nämlich welche sowohl bewaffnete Einwohner der Stadt zu den An- von französischen Behörden eine bei Martirch geplante greifern stoßen, wie auch unter Umständen Angreifer ins Versammlung, in der Bebel und Bueb sprechen sollten, Stadtinnere dringen könnten. Die französischen Truppen inhibiert worden. Das offiziöse Drgan schließt seine hielten gute Wache, aber ihre Zahl reiche nicht aus, um Reminiszenz mit den Worten:„ diese doppelt bittere Ausalle bedrohten Punkte zu decken. Am bösesten lautet die weisung hat Bebel scheinbar vergessen." folgende Depesche des Petit Paristen": Den Franzosen gelang es nicht, die maroftanischen Reiter zurüdzufchlagen; ihre Lage wird fritisch. griffsation ermöglicht werden. Liberale Möchtegern- Internationale. Während die reaktionäre und auch die landläufige liberale Presse die internationalen Bestrebungen des Proletariates mit den albernsten Wigen zu verspotten sucht, dämmiert der Hilfe" eine Ahnung der gewaltigen Bedeutung des internationalen Zusammenschlusses der Kulturnationen und der in ihnen um die Herrschaft ringenden Schichten. Das Blatt des Herrn Naumann schreibt: Jn Stuttgart tagen die Vertreter des internatio nalen Sozialismus. Ueber Verlauf und Ergebnis dieser Tagung werden wir erst in unserer nächsten Nummer reden Tönnen. Schon heute aber ist soviel flar, daß es sich um die größte und bestgelungene derartige Tagung handelt, die bis jetzt vorhanden war. Die„ Brolefarier aller Länder" versichern sich ihrer Einmütigkeit in gewiffen allgemeinen Säßen. Mehr fann nicht geleistet werden, da die Politif jedes Staates eine andere ist; immerhin aber würde es falsch feln, diesen Stimmungsaustausch zu unterschäben. Auch der ältere Libe ralismus besaß auf seine Weise eine internationale Stimmung, und es ist bedauerlich, daß sie sich so sehr verflüchtigt hat. Was wissen wir deutschen Liveralen heute eigentlich vom österreichischen, belgischen, dänischen, englischen oder französischen Liberalismus? Wann trifft man sich? Die Agrarier find international, die Sozialdemokraten, die Ieritalen; aber die Liberalen haben die Form noch nicht gefunden, in der sie dem Geiste des Zeitalters des Verkehrs fich erfolgreich anpassen." Bebel besitzt glücklicherweise tein so kurzes Gedächtnis und feine so schwache Logit, wie die journalistischen RegierungsDie Verzögerung der amtlichen Meldungen erscheint an mindeste Ursache, die scharfmacherische, völkerberhetende Tor handlanger der offiziösen Presse. Aber er hat nicht die gesichts dieser Berichte verdächtig. Gleichzeitig meldet der heit eines Bülow mit der analogen Torheit eines französischen Figaro", daß General Drude am Dienstag telegraphisch Präfekten zu entschuldigen, der ein Jahrzehnt zuvor Bülows Berstärkungen gefordert habe. Andere Pariser Blätter rettende Tat" antizipierte. Was geht denn die deutsche erheben dieselbe Forderung-dent General müffe eine An- Sozialdemokratie die kapitalistisch- chauvinistische Heldentat eines Es ist hier nicht der Raum. über die Möglichkeiten einer französischen Regierungsmannes an? Hat denn die deutsche liberalen Internationale zu sprechen. Solange der LiberalisWas die Franzosen aus der Proklamierung des Gegen- Sozialdemokratie jemals behauptet, daß die herrschende Klasse mus sich zum Vorspann der weltpolitischen Beutepolitik herfultans zu befürchten haben, das legt der marokkanische Stor- anderer Länder nicht derselben Torheiten fähig sei, wie Bourgeoisie gibt, fann von einer Internationale des Liberalismus feine respondent des" Figaro" also dar: Mulay Hafid ist 30 Jahre alt und gilt als ein gutmütiger, unb Regierung in Deutschland? Selbstverständlich aber hat Rede sein. Der alte Liberalismus war eben der Vorkämpfer Mulay Hafid ist 30 Jahre alt und gilt als ein gutmütiger, friedliebenber Bring, aber feine Person bedeutet im Falle feiner Er die deutsche Sozialdemokratie nicht die mindeste Ursache, demokratischer Tendenzen, nicht der nationalen wählung nichts gegenüber der Tatsache dieser Wahl an sich. Diese chauvinistische Afte der eigenen Regierung damit zu be. Beutepolitit, deren Bannerträger gerade der moWahl wäre nur zu erklären als ein Protest gegen die Schwäche schönigen, daß auch die Regierungsorgane anderer derne Liberalismus geworden ist. Trokalledem: Aus dem des jezigen Sultans, als eine Seriegserflärung gegen den fapitalistischer Länder gelegentlich an Kurzfichtigkeit und Klein Stoßfeufzer der Hilfe" spricht die Sehnsucht nach vereuropäischen Einfluß in Maroffo. Wenn sie bestätigt wird, lichkeit hinter der deutschen Regierung nicht zurückstehen! Der gangenen besseren Tagen und einer befferen Zukunft. Die dürfen wir ein Aufflammen des Fanatismus in allen Sozialismus ist ja gerade deshalb international, weil proletarische Internationale wird freilich die liberale Städten erwarten, die ein europäischer Fuß betreten hat er in allen Ländern die gleiche kapitalistische Rückständigkeit Bourgeoisie niemals nachzumachen vermögen, es sei denn, und uns auf eine Waffenerhebung der Stämme im Inneren unter und Boltsfeindlichkeit zu bekämpfen hat! daß sie zunächst eine völlige innere Umfehr vollder grünen Fahne des Propheten gefaßt machen. Was vermögen in arteten Liberalismus, welchen Fonds von politischer Keimsöge. Immerhin beweist der Neid des nationalistisch entfraft selbst der heutige Liberalismus in der international berbrüderten Sozialdemokratie wahrnimmt! zurichten?" biefer Lage die breitausend Mann des Generals Drube aus- Ausweisungsbedrohung Jaurès zur Rede gestellt hätte, wäre Wenn ein französischer Bourgeois Bülow wegen der Bon den übrigen Meldungen des Tages sind die folgenden vielleicht die offiziöse Ausrede der Nordd. Allgem. 8tg." am zu registrieren: Blaze gewesen; einem Sozialisten gegenüber ist dieser Rechtfertigungsversuch völlig deplaciert! Casablanca, 21. August.( Meldung des Reuterschen Bureaus.") Der gestrige Tag berlief ruhig, abgesehen von einigen Viel mehr Verständnis hat Bülows Ausweisung Scharmügeln. Am Tage vorher hatten die Araber eine Angriffs im Jahre 1905 bei der französischen Ghauvinistenbewegung gemacht, sich aber vor dem Feuer der Schiffsgeschüße presse gefunden, die dem deutschen Reichskanzler wegen zurückgezogen. Man spricht von Uneinigkeit im arabischen Lager. feines Versuches, die internationale Völkerverbrüderung zu Die Fanatifer wollen von neuem angreifen, die Mehrheit aber ift burchfreuzen, besondere Anerkennung gegolit dafür, ein Vorrücken der Franzosen abzuwarten, um einen Angriff außerhalb des Bereiches der Geschütze der Kriegsschiffe ausführen Chauvinistenpresse sich über die Dummheiten und Rüpeleien hat! Genau so, wie im Jahre 1896 die deutsche zu fönnen. Baris, 21. August. Matin" meldet aus Casablanca: der französischen Chauvinisten höchlichst ergögte! Eine dritte Meballa hat sich gegenüber dem französischen Lager Damals- anläßlich der Aktion chauvinistischer Rüpel in niedergelassen. Diefe Truppen famen aus Rabat. General Drude Lille versicherte freilich der französische Genosse erwartet einen neuen Angriff. Lafargue die angepöbelten Genossen Liebknecht und Singer: Tanger, 21. Auguft. Alle aus Marrakesch abgereiften Europäer sind glücklich in Safft eingetroffen. Die Mehrzahl derfelben wird in Tanger erwartet. London, 21. Auguft. Die Times" melben aus Tanger: Der Sultan hat die Konsuln der europäischen Kolonien sowie die übrigen Fremden ersucht, Fez zu verlassen, da Unruhen befürchtet werden und er nicht über genügend Truppen verfüge, um den Flüchtigen eine Geleitmannschaft zu geben. In der Stadt befinden sich augen blicklich 50 Europäer, die in einigen Tagen abreifen werden. gehen. Glaubt nicht, deutsche Freunde, daß diese Niebertracht Euch gilt, der deutschen Sozialdemokratie, die Ihr hier vertretet- fie gilt uns, der französischen Sozialdemokratie, der die Stapitalisten und Pfaffen, durch gemeinsamen Haß gereizt, den Tod geschworen haben... Podchen als Reichstagskandidat. Der Militarismus als agrarischer Arbeitsnachweis. In der„ lbinger 3eitung" vom 20. August lesen wir: Wieviel Soldaten bes 1. rmceforps gura zeit als Erntearbeiter auf dem Lande beschäftigt find, geht aus folgenden Zahlen herbor: Zum 1. Armeekorps gehören ( einschließlich Jäger und Pioniere) 39 Bataillone. Jedes dieser Bataillone hat durchschnittlich 120 Mann gestellt, also 39 × 120== 4680 Mann. Die Zahl der Kavallerie- Eskadrons beträgt 30, von denen jede mindestens 30 Mann abgegeben hat, demnach 30x30= 900 Mann. Die 30 Batterien der Feldartillerieregimenter find mit etwa je 30 Mann beteiligt, das heißt mit 30X30= 900 Mann. Jede der 10 Nompagnien Fußartillerie hat ungefähr 40 Mann bei der Ernte, das sind 10X40= 400 tann, und endlich das Trainbataillon noch ungefähr 30. Daraus würde sich eine Gcfamizahl an Erntearbeitern von 4680+ 900+ 900+-400+ 30 6910 Mann ergeben. Da nun aber überall nur die Mindestzahlen angenommen find, so geht daraus hervor, daß mehr als 7000 Sola baten, b. H. weit mehr als ein Drittel des gesamten Korps. bestandes, im Felde" stehen. Wie lange die Soldaten noch den ostpreußischen Landwirten überlassen werden fönnen, das ist Sache ber einzelnen Regimenter. Diese sind vom Generalfommando neuerdings, nach Vertagung des Manövers, ange wiesen worden, den Ernteurlaub entsprechend au berlängern." gilt überall in erster Linie dem heimischen Volke, das sich So ift's! Die chauvinistische Wut und Verfolgungssucht Paris, 21. August. Es bestätigt sich, daß Mulay Hafid sich in nicht länger von Sapitalisten, Junkern und Pfaffen bütteln Marrafesch zum Sultan ausrufen ließ. Er hat alle Beziehungen und ausbeuten lassen will. Die internationale zum Hofe in ez, der des Verrats beschuldigt wird, abgebrochen. Ausbeutersippe zwinkert sich dabei verständnisinnig zu! Einer seiner ersten Entschlüsse tvar, mit 6000 Mann gegen Casas Daß von einem Armeekorps ein volles Drittel auf Wochen blanca au marschieren. Es heißt, daß sich unter den Truppen feines Anhanges viele reguläre maroffanische Soldaten befinden. Der und Monate hinaus als„ Erntearbeiter" vergeben werden konnte, neuproflamierte Sultan will unverzüglich gegen die Franzosen bor- Unferen Agrariern ist ihr verflossener Minister für hohe ist doch der beste Beweis dafür, welcher Berkürzung die Schweinepreife" derartig ans Herz gewachsen, daß fie fiberall, wo aweijährige Dienstzeit selbst heute, in der Aera des GamaschenKöln, 20. Auguft. Ein Telegramm der Rölnischen Zeitung" es nur angeht, ihn mit Ehrungen überhäufen. Vor furzem erst hatte brills und des Parademarsches, noch fähig ist! aus Tanger von heute meldet: Sonderboten aus Marrakesch man ihm den Ehrenplay unter den Großfchiveinezüchtern im Sobald man auf diesen unsinnigen Gamaschendrill, der-find in Mazag an eingetroffen und bestätigen, daß der Bruder Präsidium des Bundes der Landwirte eingeräumt, und augenblicklich bes Sultans und Statthalter von Marrakesch, Mulay Hafid, fich hat zum Sultan ausrufen lassen. Mazagan ist ruhig. Aus trägt man sich mit dem Gedanken, das, was bei der letzten allen Teilen Marottos erging an den Sultan die Aufforderung, Reichstagswahl unmöglich war, Bodchen in einem„ totficheren gegen Casablanca und Ubschda einen Kriegszug zu unternehmen. Wahlkreise unterzubringen, in die Wirklichkeit umzufegen. London, 21. Auguft. Daily Telegraph" berichtet aus Tanger: Bekanntlich ging man im Bund der Landwirte bereits im Während die Muselmanen in den Moscheen von Fez Gebete ver. Dezember vorigen Jahres mit der Abficht schwanger, v. Bobbielsti richteten, rief ein Fanatiker vom Dache eines Hauses herab Mula y in einem ländlichen Kreise kandidieren zu lassen. Der Abgeordnete Safid zum Sultan aus. Der Fanatifer wurde ergriffen, mit für die Ost- Prigniy, v. Dallwig, war furs nach der Reichstage: Liberalen der sächsischen Hauptstadt, ist nach langent, aber vergeb Berendet. Die Dresdener Zeitung", das Drgan der Beitschen gezüchtigt und aus der Stadt getrieben. auflösung gestorben. Die Gelegenheit erschien also günstig, diefen fichem Wehren gegen den sicheren Untergang nun doch von ihrem freiwerdenden Platz dem Truppenlieferanten und Schweinezüchter von Schidial ereilt worden, das angesichts des Abonnentenmangels Ueber Wien tommt die Meldung, daß in Pariser Dallmin zu erobern. Nur der Umstand, daß die Konservativen und der damit verbundenen finanziellen Schwierigleiten unvermeid politischen Kreisen behauptet wird, die bevorstehende Zusammen- der Ost- Prignis sich gegenseitig in die Haare geraten waren, ver- lich war. Nachdem alle Sanierungsversuche, darunter folche zweifelfunft am bons mit Bülow in Norderney bezwecke eitelte den schönen Plan. haftester Art, gescheitert sind, hat am Dienstag der Gerichtsvollzieher nach dem Zeugnis der Kreuz- 8tg."! einen Wert für die friegsmäßige Ausbildung überhaupt nicht befist, verzichtet, wäre erst recht eine gewaltige Verkürzung der militärischen Dienstzeit möglich. Denn als tulis für unfere ofteIbischen grazier follten doch die Mannschaften unseres„ herrlichen Striegsheeres" eigentlich nicht fungieren! die GeschäftsrZnme amtlich versiegelt. Die Zeitung ist nicht mehr erschienen. Der Verlag kündigt zwar an, es solle das Erscheinen des BlatteS nur vorübergehend eingestellt werden. Das ist aber nicht« als eine Verlegenheitsfloskel. Mit dem liberalen Blatte ist es endgültig zu Ende. Anscheinend ist das der Anfang vom Ende des „siegreichen Liberalismus" in Dresden. Schweiz. Die neue Militnrvorlage nnd die schweizerischen Offiziere. Zürich, 19. August.(Eig. Ber.) So oft die sozialdemokratische Presse über militärische Exzesse zu berichten wußte, wurde sie seitens der bürgerlichen Blätter zuin nündesten der Uebertreibung, wenn nicht gar der Lüge bezichtigt. Um so wohltuender muß es nun be- rühren, aus dem Munde von Offizieren selbst zu hören, wie sie sich bezw. gewisse Kameraden einschätzen. Letzten Sonn- tag war nämlich in Aarau die Osfiziersgesellschaft der Schweiz versammelt, um sich neben anderen Fragen auch mit er neuen Militärorganisation zu beschäftigen. Von mehr als einer Seite wurde hervorgehoben, daß sich die Offiziere u der Kampagne für die Vorlage Reserve auferlegen müßten, weil ein starkes Hervortreten der Sache nur schaden könnte. Ein bekannter Oberstleutnant, der auch als freisinniger Po-� itiker eine Rolle spielt, meinte sogar, es sei nicht jeder Offizier geeignet, die Vorlage vor dem Volke zu vertreten. Diese Auffassung scheint von allen anwesenden Offizieren wteilt worden zu sein, denn es wurde beschlossen, von einer irekten Propaganda für die Vorlage durch die Offiziers- esellschaft abzusehen und nur die rein militärische Seite der Neuorganisation in einer Broschüre beleuchten zu lassen. ticht einmal der Antrag, für die Propaganda zugunsten der Vorlage durch politische Organisationen einen größeren Kredit zu gewähren, fand Anklang. Wenn die Offiziers- gesellschaft nun selbst die Ansicht vertritt, daß es unter ihren Mitgliedern solche gebe, die besser die Hand aus dem Spiele lassen, und wenn sie es für geboten hält, daß sie sich eben- falls Zurückhaltung auferlegt, so kann man danach ermessen, in welchem Grade man sich schuldig fühlen muß an der zu- nehmenden Mißstimmung gegen das Militärwesen. Es gibt aber Offiziere, die schlechterdings zu erkennen unfähig sind, wie sehr sie mit ihren Exzessen und Verrückt- hciten zur Schürung jener Mißstimmung beitragen. Nicht einmal die bevorstehende Abstimmung über die neue Militär- organisation vermag sie vor wahnsinnigen Sireichen zurück- zuhalten: ja es scheint, als ob sie sich's zur Aufgabe gemacht hätten, die sozialdemokratische Agitation gegen die Vorlage zu unterstützen, so folgen jetzt die Exzesse Schlag auf Schlag. Kaum war die Geschichte des Majors, der einem ihm nicht grüßenden Soldaten auf der Straße eine Ohrfeige appliziert und dafür nur zwei Tage Arrest eingeheimst hatte, verklungen. so folgten die Exerzitien gegen streikende Arbeiter in Chur, von denen der„Vorwärts" in den letzten Tagen berichtet hat, und nun hat sich schon wieder ein Offizier durch Arro- ganz und Schikanierungen hervorgetan. Die Rekruten der Kavallerierekrutenschule in Bern hatten vor ihrem Jnstruktor eine Inspektion zu bestehen, bei der auch das zweite Paar Schuhe vorgewiesen werden mußte. Der Herr Jnstruktor gewahrte nun, daß diese Schuhe auf der unteren Seite zwischen Sohle und Absatz nicht gewichst waren. Das verletzte das ästhetische Auge des gestrengen Herrn und er ließ die ganze Schwadron bis nachmittags 1 Uhr konsignieren, damit dann die anstößige Stelle der Schuhe in schwarzem Glänze erstrahle. Die Rekruten waren zwar über die Strafe nicht sehr erbaut, aber sie ließen es sich doch nicht in dem vom In- struktor gewünschten Maße verdrießen und kamen sogar noch in eine fröhliche Stimmung. Das reizte den gallonnierten Starren derart, daß er die Konsignierung der Schwadron bis nachmittags 4 Uhr ausdehnte.— Natürlich sind die Bauern- söhne— die schweizerische Kavallerie besteht zumeist aus solchen— hernach als begeisterte Anhänger des Militär- Wesens heimgereist.—_ Knechtung des freien Wortes. Nohrschach, 20. August.-r Kolonien 315 Mil- lionen Mark betragen. Die kapitalistische Kolonialpolitik hat nur die Ausbeutung der Eingeborenenstämme im Auge. Ihr müßten wir eine sozialistische Eingeooreneupolitik entgegenstellen. Die Kapitalistischen kennen nur das Recht des Stärkeren. Wir Sozial- demokraten wollen auch das Recht der Eingeborenen zur Geltung bringen. Die beiden Kriege der letzten Zeit sind aus der Kolonial- Politik hervorgegangen. Bei einem Kriege zwischen Japan und Amerika würde es sich um die Herrschaft im Stillen Ozean handeln und auch ein Krieg zwischen Deutschland und Frankreich könnte nur koloniale Ursachen haben. Daher wäre es die erste Pflicht der deutschen Sozialdemokratie, sich gegen den Imperialismus zu wenden, wie auch die englischen Arbeiter den Imperialismus Chamberlains bekämpft haben. Es ist die Pflicht der Sozialdcmo- kratie Deutschlands, die Kolonialfrage näher zu prüfen und ein Programm für die Kolonialpolitik aufzustellen. Wir müssen die Wege zeichnen, auf denen einerseits die Ausbeutung der Ginge- borenen in den Kolonien eingeschränkt und andererseits ihr Kul- turstand gehoben werden kann, um sie zu gleichberechtigten Menschen zu machen. Aufgabe des Kongresses ist es, dafür zu sorgen, daß den Millionen unglücklicher Eingeborenen durch praktische Arbeit der Sozialdemokratie die Hoffnung auf eine bessere Zukunft ge- öffnet wird.(Beifall bei den Engländern und Holländern.) Hierauf tritt um 1 Uhr die Mittagspause ein. Die deutsche Delegation hat b-lcblossen, der Mehrheilsreso» lution ihre Zustimmung zu geben. NachmlttagSsttzilng. Singer eröffnet die Nachniittagssitzung kurz nach 8 Uhr und eröffnet die Diskussion über die Resolutionen zur Kolonialfrage. Die Resolution der Engländer über die englische Herrschaft in Indien soll besonders beraten werden. Quelch-London von der Socialden, okratic Föderation tritt für die Resolutton der Minorität ein. Er wendet sich vor allem gegen den ersten Absatz der Mehrheitsresolution, der keine prinzipielle Ab- lehnung der Kolonialpolitik bedeute, sondern nur ausspreche, daß der Nutzen der Kolonien übertrieben werde. Von den Regierungen könne man aber einen Schutz der Proletarierinteressen nie er- warten. Eduard Bernstein: Ich spreche für die Resolution der Mehrheit. ES kann sich für uns nicht darum handeln, die bürgerlichen Klassen zu verteidigen. Wir alle sind ihre Gegner und es handelt sich für uns nur darum, wie wir dieser Gegnerschaft Ausdruck geben. Mit der steigenden Macht der Sozialdemokratte in den einzelnen Ländern steigt ihre Verantwortung. Wir dürfen deshalb auch in der Kolonialpolitik nicht einen rein negativen Standpunkt einnehmen, sondern wir müssen eine positiv sozialistische Kolonialpolitik treiben.(Bravo!) Wir müssen von der utopischen Idee abkommen, die dahin geht, dir Kolonien zu verkaufen. Die letzte Konsequenz dieser Anschauung wäre, daß man die Vereinigten Staaten den Indianern zurückgäbe. i Unruhe.) Die Kolonien sind da. Damit muß man sich abfinden. Eine gewisse Bormnndschast der Kulturvölker vor Nichtkulturvölkern ist eine Notwendigkeit, die auch Sozialisten anerkennen sollten. Lassalle und Marx haben das auch anerkannt. Marx schreibt im drillen Bande seines„Kapitals":„Die Erde gehört nicht einem einzigen Volke, sondern der Menschheit, und jedes Volk hat sie zum Besten der Menschheit zu verwalten."— Und Lassalle sagt einmal: „Das Recht eines Volkes auf eigene Entwickelung ist ebensowenig ein absolutes Recht, wie es überhaupt eins gibt. ES ist an die Bedingung geknüpft, daß eine Entwickelung da ist. Völker aber, die sich nickt entwickeln, dürfen mit Recht von Völkern, die eine Kulturentwickelung haben, je nachdem unterworfen werden." Auch frühere internationale Kongresse haben das anerkannt. Stellen wir uns doch ans den Boden der realen Tatsachen, und dann müssen wir dazu kommen, der kapitalistischen Kolonialpolitik eine sozialistische entgegenzusetzen. Ein großer Teil unseres WirtschaftswescnS baut sich auf der Produktion aus den Kolonien auf, mit denen die Etil« gehorcnen gar nickls anzufangen wußten. Aus allen diesen Gründen müssen wir die Resolution der Mehrheit annehmen. An dem letzten Absatz würde ich persönlich nicht festhalten, wenn auch die Aufforderung an die Regierungen, ein inter- nationales Kolonialrccht zu schaffen, nicht bedingt, daß wir uns nachher all dem unterwerfen, was von ihnen beschlossen wird. Wir haben eine ganze Reihe internationaler Verträge, die, so mangel- Haft sie sein mögen, doch immerhin einen Fortschritt bedeuten. Insofern ist es ganz gut, daß auch dieser Gedanke in der Resolution Ausdruck gefunden hat. Die belgische Sozialdemokratie hat die Anerkennung deL Kongos deshalb verworfen, weil sie nicht die Verantwortung der belgischen Abgeordneten für das Wohl der Neger anerkannte, sondern im Hinblick auf internationale Kom- plikationen. Jedenfalls steht fest, daß es hesser wäre, wenn der Kongo unter der Herrschaft eines Parlaments stände, in das die Arbeiterklasse ihre Vertreter sendet. Ich bitte Sie also, die Mehr- heitsresolution anzunehmen.(Beifall und Zischen.) Ledebour(mit Beifall empfangen) vertritt die Resolution det Minorität. Die Genossen von Schweden und Norwegen und Genosse Montcfiore lassen durch mich erklären, daß sie ebenfalls für diese Resolution eintreten. Van Kol hat uns Deutschen den Vorwurf gemacht, daß wir im Parlament nur genörgelt und ver- neint und nichts Positives goarhcitct hätten. Als ein Echo dieser Vorwürfe klang es aus den Worten des Parteigenossen Be r n- kein heraus. In der Tat haben wir aber ganz in dem Sinne, wie es uns van Kol patronisierend empfahl, positiv gearbeitet. Ich verweise auf den Schlußsatz der von uns dem Kongreß vorge- legten Schrift, wo es heißt: Da die sozialdemokratische Minderheitspartei in Deutschland ihre grundsätzliche Ablehnung der kapitalistischen Kolonialpolitik zurzeit noch nicht zur Geltung bringen kann, muß sie versuchen, fortlaufend durch kritisierende und kontrollierende Betätigung im Parlament und in der Presse die Ucbel möglichst abzuschwächen, die dem Volke in seiner Mehrheit und dem Proletariat insbesondere aus den kolonialen Abenteuern erwachsen. Nicht minder dränat fich uns die Pflicht auf, die unterdrückten und ausgebeuteten Gin- Räuber bezeichnet. Nach Rüdsprache mit Quelch habe ich zu er geborenen in den Kolonien nach Möglichkeit zu schüßen. Von flären, daß er mit dieser Bezeichnung nicht etwa die Mitglieder diesem Gesichtspunkte aus haben wir fortgesetzt zu den ver- der Haager Konferenz persönlich treffen wollte, sondern die fonschiedenen Fragen der deutschen Kolonialpolitit Stellung genommen. fequent auch auf jener Konferenz vertretenen tapitalistischen Inter( Hört! Hört!) Zum Beweise dafür, daß wir wirklich positiv effen bezeichnen wollte. mitgearbeitet haben, erinnere ich auch daran, daß wir wirksam aufgetreten sind gegen die Beraubung der Eingeborenen an ihrem Lande. Ein Eintreten, das speziell in Togo zu einem gewissen Erfolge führte. Das ist unsere positive Tätigkeit, Die Kommiffionen. Frauenwahlrecht. Stuttgart, 20. August. ( Ausführlicher Bericht.) Singer führt den Vorsiz. Der Beratung liegt die von der Internationalen Frauenkonferenz beschlossene Resolution zu grunde. Es wird beschlossen, zunächst eine Generaldiskussion stattfinden zu lassen. Wibaut Holland: S Die sozialdemokratische Arbeiterpartei Hollands ist der Meinung, daß es genügt, die letzten drei Absätze der Resolution anzunehmen, die den eigentlichen substantiellen Inhalt enthalten. weniger wichtig. Die allgemeinen Auseinandersehungen am Anfang halten wir für Viktor Adler- Wien unterstugt diesen Antrag. Ich schlage deshalb vor, die Resolution zu beginnen: Der Internationale Sozialistenkongreß begrüßt mit größter Freude, daß zum ersten Mal eine internationale sozialistische Frauenkonferenz in Stuttgart zusammengetreten ist und erklärt sich mit den von ihr aufgestellten Forderungen folida risch.( Bravo!) Jusbesondere erklärt der Kongreß die soziali stischen Parteien aller Länder für verpflichtet, für die Einführung. des allgemeinen Frauenwahlrechts energisch zu fämpfen" usw. find wir nicht so politisch ungeschult, daß wir verlangen, daß die sozialistischen Parteien aller Länder in jedem Wahlrechtstampf unter allen Umständen aus der Forderung des Frauenwahlrechts den Grund- und Eckstein des Kampfes machen. Das wird von der historischen Entwidelung in den einzelnen Ländern abhängen. Wenn wir die Taktik tritisieren, die das Frauenwahlrecht von bornherein fampflos in die Tasche steckt, so verlegen wir damit nicht die Pflicht der internationalen Solidarität, die nicht darin besteht, daß wir alles loben und nachahmen, was eine Partei des Auslandes tut. Vor allem bitte ich Sie schließlich nochmals, auch die scharfe prinzipielle Ablehnung des beschränkten Frauenwahl rechts, die wir beantragt haben, anzunehmen.( Lebhafter Beifall.) Die Generaldiskussion wird hierauf geschlossen. Die ausführ lichen Eingangsabfäße der deutschen Resolution werden mit großer Mehrheit gestrichen, dagegen die von Viktor Adler vorgeschlagene turze Einleitung einstimmig angenommen. In der Spezialdiskussion nimmt zunächst das Wort Miz Mac Millan, um das Verhalten der englischen Frauen zu rechtfertigen, die für das beschränkte Frauenwahlrecht eintreten. Frauen, die so viel Opfer für ihre Sache brächten, müsse man zugestehen, daß sie für ein hohes Ziel eintreten, und dürfe nicht davon reden, daß sie sich den reichen Frauen verkauft hätten. Keir Hardie, der doch sicher für die Interessen des Proletariats eintrete, habe selbst betont, daß mit der Gewährung des von den englischen Frauen erstrebten Wahlrechts 80 Proz. der Frauen das Wahlrecht bekämen. Mr. Shaw würde es für ein großes Unglüd halten, wenn in irgendeinem Lande ein beschränktes Wahlrecht angenommen würde. Nicht 80 Prozent, sondern 29 Proz. der Frauen würden in England bei Annahme des vorgelegten Gesezes das Wahlrecht bekommen. ( Widerspruch von Mig Mac Millan.) Der Abänderungsenofje van Kol.( van Stol: Ich habe nach Eurem Programm ge fragt!) Wenn ich Tatsache an Tatsache reihe und zeige, was wir für den Schuh der Eingeborenen tun, ist ein spezielles theoretisches Programm wohl von untergeordneter Bedeutung. Ein solches Programm kann auch nicht aus dem Aermel geschüttelt werden. Wir müßten zunächst auf dem Parteitag die Frage diskutieren, gründicher, als es bisher möglich war, und dann werden wir auch ein Biogramm haben. Wir wenden uns vor allem gegen den ersten Sab der Mehrheitsresolution, in der die prinzipielle Anerkennung selbe van Kol, der der Vater dieser Resolution ist, hat festgestellt, es Nubens der Kolonien auch für die Arbeiter enthalten ist. Der daß die Kolonialpolitik Hollands erstens ein Unglück für die Eingeborenen und zweitens ein Unglück für die Arbeiter war.( Hört! hört!) Das mußte van Kol auf Grund seiner persönlichen Erfahfungen in den holländischen Kolonien fonstatieren. Troßdem bringt er eine solche Resolution ein und wirft uns dann Inkonsequenz vor. Wenn van Kol sich gegen den dritten Absatz unsere Resolution vendet, so verwechselt er wohl Produktivkräfte mit den Produkten. Es ist sehr wohl möglich, daß die Produkte gesteigert würden, während die Produktivkräfte dadurch vermindert werden. Denn zu diesen Produktivkräften gehört die Produktionsfähigkeit des Landes und die Arbeitskräfte der Eingeborenen. Ich fomme run zu Bernstein. Wenn wir seiner Methode der Kolonial. politit folgen würden, würden wir bald in den kapitalistischen Wir halten außerdem eine Einfügung für notwendig. Wir Sumpr kommen. Ich erinnere daran, daß Bernstein mit einigen verdanken den Erfolg des hinter uns liegenden Wahlrechtstampfes Fabiern und englischen Sozialisten im Burentriege auf die Seite in erster Reihe dem Opfermut, der Disziplin, dem Verstand und der englischen Jingos rat.( hört! Hört!) Er war imperialistischer der Hingabe unserer Genoffinnen.( Lebhafter Beifall.) Sie haben als selbst die englischen Liberalen. Er trat für die Unterjochung den Stampf mit uns geführt und haben mit uns gefiegt. Aber sie Transvaals durch England ein, wie jener Genosse Blatchford, der haben mehr getan. Sie haben sich den taktischen Notwendigkeiten sich während des Burenfrieges jeden Abend von seiner Tochter Rule dieses Stampfes freiwillig und selbstverständlich gefügt, sie haben Britannio" auf dem Piano vorspielen lassen wollte.( Seiterkeit.) das Verdienst, daß fie so viel politisches Verständnis für unsere Kommission für Ein- und Auswanderung. Hat er das während des ganzen Krieges getan, so muß das von Lage gehabt haben, daß sie uns den Rampf nicht erschwert, sondern Stuttgart, 20. Auguft. unheilvoller Wirkung auf die Familie Blatchford gewesen sein. erleichtert haben. Ihre Situation war eine schwere. Die bürger( Große Heiterfeit.) Es war auch Bernstein, der feinen Anstand lichen Frauen haben Meetings für das Frauenwahlrecht in dem Der Vorsitzende Ellenbogen- Wien eröffnet die Sigung und erteilt genommen hat, als Riautschou zwangsweise von den Moment abgehalten, wo das Männerwahlrecht noch sehr in Frage als erstem Redner das Wort dem Genossen Kotsche Rumänien: Deutschen gepachtet wurde, zu erklären, daß das nicht der schlechteste stand und forderten unsere Genossinnen zur Teilnahme auf. Streich der deutschen Diplomatie gewesen sei, während wohl heute Unsere Genossinnen aber waren einsichtig genug, zu sagen: Unser alle Welt darüber einig ist, daß diese Bachtung eine der törichtsten Platz ist an der Seite unserer Männer, wir haben nur eine ge- aus den wirtschaftlichen Verhältnissen entspringt, und eine andere, Taten Deutschlands war. Fürst Bülow, der sich ja jede Dummheit meinsame proletarische Sache! Nun tamen unsere ( Bravo!) eines Revisionisten gern zunuze macht, hat Bernstein natürlich Frauen hierher, sie standen vor der sozialistischen Oeffentlichkeit nämlich die der Streifbrecher, die namentlich von den Regierungen wegen jenes Ausspruches als großes Licht gefeiert. Im Gegensatz reiblichen Geschlechts. Sie verlangen feine Anerkennung, aber und den Kapitalisten gefördert wird. Es gibt aber noch eine andere zu Bernstein verwerfe ich absolut die Bevormundung anderer fie verdienten es noch weniger, daß sie gerügt werden für ihr Form der Auswanderung, das ist diejenige, die von den Regierungen durch die Maffenausweisungen verschuldet wird. In Rumänien find Nationen und halte es für unmöglich, daß der Kongreß eine solche Berhalten, wie es geschehen ist von Genofsinnen, deren Verdienste mehr wie 400 000 Juden vollständig rechtlos. Jeder Polizist kann Bebormundung gutheißt.( Lebhafter Beifall.) ich hoch schätze, die aber unsere österreichischen Verhältnisse absolut fie maßregeln. Redner geht auf die Massenausweisung der rumäninicht fennen.( Unruhe.) Wir werden daher eine Einfügung be- fchen Juden näher ein und namentlich der jüdischen Arbeiter, die antragen, die dem Gedanken Ausdruck gibt, daß es den Organisationen der einzelnen Länder überlassen bleiben muß. den Augen- oft über Nacht ohne jeden Heller aus dem Lande gejagt werden. blick und die Methode, in dem sie für das Frauenwahlrecht ein- Er fordert die Kommission auf, den sozialistischen Abgeordneten es zur Pflicht zu machen, in allen Parlamenten die Regierungen an treten, zu bestimmen.( Bravo!) folchen Wassenausweisungen zu hindern. der Eduard David: Klara Zetkin: Weiter erkläre Ich kann zunächst im Einverständnis mit den Genossinnen Zieß und Ihrer erklären, daß wir uns auf den ersten Teil unserer Resolution nicht versteifen, der für die besonderen Zwecke der ersten ist ausdrücklich betont worden, daß die Resolution feinen schul ich, daß wir den Oesterreichern feine Rüge erteilt haben. Es meisterlichen Tadel enthalten soll, sondern eine Richtschnur sei für das Verhalten bei fünftigen Wahlrechtsfesten.( Sehr richtig!) Wir haben in Frage gestellt, ob es wirklich notwendig war, das Wahlrecht der Frauen auszuschalten, und da ist es unser gutes Recht, anderer Meinung zu sein als Genosse Adler. Wir sind der Meinung, daß internationale Stongreffe die Pflicht haben, feste brinzipielle Richtlinien zu beschließen. Sonst finken sie herab auf das Niveau freundschaftlicher Zusammenfünfte und scheiden aus den Aftionsmitteln der internationalen Sozialdemokratie aus. zips, daß wir unsere Prinzipien stets aufrecht erhalten und sie Wir halten es nicht für eine Frage der Taktit, sondern des Prinnicht von vornherein Kampflos ausscheiden lassen.( Bravo!) Viktor Adler- Wien: Ein Schlußantrag wird angenommen. antrag Adler wird mit 12 gegen 9 Stimmen abgelehnt, dagegen der Zusagantrag Keow angenommen, ebenso die so veränderten drei Abfäße der deutschen Resolution. Bur Referentin für das Plenum wird die Genofsin Zetkin gewählt. 3 Es gibt zwei Arten von Einwanderungen, eine natürliche, die des Ellenbogen Wien: Ich entund im Mutterlande der Auswanderer Aufklärung verbreiten, wie dies die deutschen Dem Ich bitte Sie, die Resolution der Mehrheit anzunehmen und stelle fest, daß die Mehrheit der deutschen Delegation hinter ihr fleht. Was ist der Sinn des ersten Absatzes dieser Resolution? Er will in feiner Weise eine Rechtfertigung der kapitalistischen folonialen Methode aussprechen. Diese Unterstellung weise ich entschieden zurück.( Beifall.) Das fann schon deshalb Die Diskussion bewegt sich in zwei Richtungen. Die einen verGinn dieses ersten Absatzes nicht sein, weil im treten das Interesie des Einwanderungslandes, die anderen das der zweiten Satz erfiärt wird, daß wir energisch ankämpfen gegen die Auswanderer. Zwischen diesen beiden Ansichten scheint feine Verjede kolonialpolitik als solche im Prinzip sind. Das aber müssen bitte Sie aber, diese komplizierte Frage nicht noch mit anderen handelt sich lediglich darum, auszusprechen, daß wir nicht gegen föhnung möglich. Dennoch läßt sich hoffentlich eine Einigung erzielen, wenn wir diesen Erscheinungen auf den Grund gehen. wir aussprechen, wenn nicht unser Eintreten für einzelne foloniale Fragen zu belasten, wie mit der Lage der Juden in Rumänien. Reformen vollkommen sinnlos fein soll. Ledebour erklärt die Kolonialpolitik überhaupt nicht für reformfähig und derselbe GeEin- und Auswanderung sind keine Fragen der Moral, sondern nosse Redebour ist damit einverstanden, daß der Kongreß im zweit. Fragen der kapitalistischen Wirtschaftsordnung, Mittel, mit denen ber Kapitalismus versucht, seine Profitrate zu erhöhen und letzten Absatz der Resolution erklärt, daß er zum Zwecke der Verdie Löhne der Arbeiter zu drücken. Es ist daher die besserung des Loses der Eingeborenen für Reformen in den SoloAufgabe beiden Kongreffes, diesen Bestrebungen nien einzutreten habe.( hört! hört!) Bei dieser Logik hat er gegenzutreten. Es handelt sich darum, die beiden oben angegebenen kein Recht, anderen Unlogit vorzuwerfen. Wenn die Minoritat gegenzutreten. Es handelt sich darum, die beiden oben angegebenen sagt, an der heutigen Kolonialpolitik ist absolut nichts zu verStandpunkte zu verbinden und in beiden Richtungen Vorsorge zu borenen und das Land, das sie treibt, so muß diese Minderheit, wenn Sozialisten unannehmbar ist, wie z. B. alle Ausnahmegejeze und beffern, sie ist unter allen Umständen ein Schaden für die Eingetreffen. Ich glaube, daß dies am besten möglich ist, indem wir negativ vorgeben und alles ausschließen, was von vornherein für fie fonsequent wäre, dafür eintreten, daß die Kolonien abgeschafft alle zünftlerischen Maßregeln. Genosse Hillquitt wird es mir nicht werden.( Sehr richtig!) Ledebour ruft mir zu, das wollen wir übel nehmen, wenn ich seine Resolution wegen ihrer unflaren Fassung auch!( Lebh. Hört! hört!) Dann mögen die englischen Stameraden, die für die Resolution Ledebour eintreten, in ihren Par Genossin Bettin sagt mit Recht, der Kongreß hat die Prin- nicht akzeptieren kann. Wir follten uns doch vor solchen Unteramenten beantragen, ihre Kolonien abzuschaffen und ebenso die zipien festzustellen, nach denen die Parteien vorzugehen haben, scheidungen hüten, wie natürliche" und unnatürliche" Emigration, anzösischen Genossen. Und wenn nun wirklich die Bertreter dieser sonst hat er keine Berechtigung! Daher habe ich auch alles afzep. da es sich dabei um Kautschutbestimmungen handelt. Wir haben uffassung in der Lage wären, die Kolonien als solche zu beseitigen, tiert, was sie in ihrer Resolution prinzipiell fordert. Anders steht aber auch eine Reihe positiver Maßnahmen, bei denen die Hauptwürde das heißen, diese den Eingeborenen zurückzugeben. Was es mit der praktischen Durchführung der prinzipiellen Ziele. Wir aufgaben den Gewerkschaften zufallen. Sie sollen ihre Arme ürde wohl dann mit den Kolonien geschehen? Nicht Humanität halten es da für richtig, daß jedes Land nach seinem besten Wissen bis ins Auswanderungsland ausstrecken ürde in ihnen walten, sondern sie würden in die Barbarei zu- und Gewissen bestimmen und die Verantwortung dafür tragen üdfallen.( Sehr richtig!) Nun hat Genosse Ledebour den An- foll, wie es den Kampf für die hier festgesetzten Brinzipien führt. schein zu erweden gesucht, als ob die Anschauung, daß ein Bolk be-( Sehr richtig!) Ich habe vorgeschlagen, daß dies in einem besonderen Passus anerkannt wird. rechtigt sein tann, eine Stulturmission in den Kolonien zu bemeint, es sei besser, wenn dieser Zusatz nicht hineinkommt, so sage Wenn aber Genossin Bettin treiben, im Munde eines Sozialisten verwerflich wäre. Demgegenüber erinnere ich an die Erklärung Bebels am 1. Dezember ich Ihnen, daß das an den Verlauf der Dinge gar nichts ändern wird.( Sehr richtig!) Nehmen Sie unseren Antrag an, so be1906, in der er den Standpunkt der Sozialdemokratie zur StoIonialpolitik darlegte. Er fagte:" Daß Kolonalpolitik betrieben weisen Sie damit, daß Sie sobiel politisches Verständnis haben, wird, ist an und für sich kein Verbrechen.( Hört! Hört!) So unt zu wissen, daß die politische Sonstellation in jedem Lande er Ionialpolitit zu treiben, fann unter Umständen cine Stulturtat gibt, was in diesem Lande in einem bestimmten Moment möglich fein. Es tommt nur darauf an, wie die Kolonialpolitik getrieben und wünschenswert ist.( Bravo!) wird.( Hört! Hört!) Wenn die Vertreter fultivierter Völkerschaften zu den fremden Völkern als Freunde kommen, als Wohltäter, als Erzieher der Menschheit, um ihnen zu helfen, die Schäße ihres Landes im Interesse der Eingeborenen und der ganzen Stulturmenschheit zu heben, dann find wir damit einverstanden." ( Hört! hört!) Erziehen heißt doch bevormunden! Ledebour hat erflärt, wir hätten fein Recht, kulturell niedriger stehende Völker zu bevormunden. Denselben Standpunkt wie Bebel in diefer Er- Genossin Bettin meinte, eine Rüge wäre uns nicht erteilt flärung hat auch die sozialdemokratische Reichstagsfrattion in worden. Tatsache ist doch aber, daß unser Berhalten mißbilligend ihrem Aufrufe zu den Wahlen, bei denen es sich um die Kolonial- fritisiert worden ist schon in Mannheim, wo mir leider das politik handelte, eingenommen. Und Genosse Ledebour hat den Wort zur Aufklärung verweigert wurde. Wir sind der Meinung, Aufruf der Fraktion mit unterzeichnet.( Hört! hört!) Um so daß es nicht Aufgabe der sozialistischen Frauen allein, sondern weniger sollte er in so unschöner Weise Bernstein Mangel an Aufgabe der sozialdemokratischen Parteien ist, den Kampf um logischem Denken vorwerfen. Was die Artikel Bernsteins während das Wahlrecht zu führen. Sehr fördern wir die Sache des Frauendes Burenkrieges anlangt, so will ich zum Verständnis nur wahlrechts, wenn die Kommission dem Kongreß vorschlagen würde, bemerken, daß diese Artikel gegen die Englandheze in der es sollen zu einer bestimmten Zeit in allen Ländern große Massen deutschen Presse gerichtet waren. Ledebour hätte beffer fundgebungen aller Sozialdemokraten für das Frauenwahlrecht getan, diese persönliche Sache aus der Debatte zu lassen. stattfinden.( Brabol) ( Sehr richtig.) Wenn Sie nicht nur Fragen stellen, sondern fonsequent sein wollen, müssen Sie den ersten Absatz der Refolution annehmen. Auch die Kolonien müssen durch den Kapitalismus hindurch. Auch dort springt man nicht aus der Wildheit in den Sozialismus.( Sehr gut.) Der Schmerzensweg durch den Kapitalismus wird der Menschheit nirgends geschenkt und gerade nach der wiffenschaftlichen Anschauung von Karl Marg ist dieser Weg eine Vorausfebung für ein sozialistisch geordnetes Wirtschaftswesen. Der Sozialismus ift in feiner Weise nur Kritik. Er hat überall ein pofitives Jdeal, ein Ziel, das nur durch schrittweise Reformen zu erreichen ist. Aus unserem pofitiven folonialpolitischen Ideal rechtfertigt sich unsere reformatorische Tätigkeit auf diesem ganzen Gebiete. Das gibt unserer Tätigkeit das große lleberwältigende, die Gewißheit des Sieges. Daher bitte ich Sie, im Interesse der in den Kolonien lebenden Mitmenschen und dem Interesse des Fortschritts unserer Kultur diesem pofitiven Jdeal Ihre Zustimmung zu geben.( Bebhafter Beifall.) Hierauf wird die Weiterberatung auf Donnerstag vertagt. Borsigender Singer: Ich habe noch folgende Mitteilung zu machen. Unser Genosse Quelch hat in seiner Rede die Vertreter der einzelnen Länder bei der Haager Konferenz als Diebe und Frau Dr. Pelletier- Paris wendet sich gegen den österreichischen Vorschlag. Nach ihrer Erfahrung werde es dann den Männern nie opportun erscheinen, bas Frauenwahlrecht zu erkämpfen; die Frauen würden immer mit Sympathieerklärungen abgespeist werden. Adelheid Popp- Wien: Miß Keow London schlägt folgenden Zusak zu der Resolution vor: " Der Internationale Kongreß erkennt an, daß es nicht an. gebracht sei, für jedes Land die genaue Zeit anzugeben, wo ein Wahlrechtstampf anzufangen sei, erklärt jedoch, daß, wenn ein Kampf für das Wahlrecht gefuhrt wird, er nur nach den sozialis stischen Prinzipien geführt werden solle, also mit der Forde rung des allgemeinen Wahlrechts für Frauen und Männer." ( Bravo!) Klara Zetkin: Gewerkschaften in musterhafter Weife getan haben. Sie müssen auch Streifbrechererporte zu verhindern suchen. Vor allem mühen, die Einwanderer zu sich herüberzuziehen und ich muß es aber müssen sich die Gewerkschaften des Einwanderungslandes bes aufs höchste bedauern, daß viele amerikanische Gewerkschaften den Einwandernden den Eintritt erschweren. Eine zweite Reihe von aufgaben liegt auf dem Wege der sozialen Gesetzgebung. Vorschlag Diners, den Minimallshn zu fordern, ist noch der des Auch muß das Submissions Maximalarbeitstages hinzuzufügen. wesen fontrolliert werden. Vor allem aber müssen wir eine genaue Kontrolle der Auswandererschiffe fordern. Schon dadurch würde die chinesische Einwanderung in der schlimmsten Form unmöglich werden, da bei Forderung gewisser Luftmengen pro Kopf in den Kabinen der Transport unrentabel würde. Ich möchte das Problem so stellen, daß der Kapitalismus danach trachtet, seine Profitrate zu erhöhen, während wir sie erniedrigen möchten, um den Anteil der Arbeiter daran zu erhöhen. Ich will nicht durch Zitieren berühmter Sozia listen Ihren Beifall erringen, sondern weise ausdrücklich auf die nüchternheit des Problems hin.( Beifall.) Chy- Bern: Wir müssen vor allem die Herabsetzung der Lebensverhältnisse bekämpfen, einerlei, ob diese herabgedrückt werden durch einheimische oder eingewanderte Arbeiter. Gar oft find auch einheimische Arbeiter Streifbrecher. Der fremde Arbeiter, der mit uns für bessere Lebensbedingungen fämpft, steht uns näher, als der einheimische. Streifbrecher. Hier muß auch die Wohnungsgesetzgebung eingreifen. Denn die italienischen Arbeiter werden meist in io elenden Maffenquartieren untergebracht, baj schon dadurch der Profit der Rapitaliften erhöht wird. Die Wohnungsgefeggebung fann hier eingreifen und eine Reihe bon hygienischen Maßregeln treffen, fotvie einen den Lebensverhältnissen des Landes entsprechenden Komfort gu berlangen. Schließlich find ein weitgehender Arbeiterschutz und eine gute Arbeiterversicherung nötig, wie für die Einheimischen so auch für die eingewanderten Arbeiter. Rato Japan: . Als Vertreter der japanischen Sozialisten muß ich hier in einer gang fpeziellen Frage das Wort ergreifen. Die Amerifaner haben uns aus Kalifornien ausgewiesen nnd begründen dies mit zwei Mir scheint, daß man verkennt, worum es sich eigentlich Bunkten: erstens, daß die japanischen Arbeiter den Lohn und die handelt. Wir wünschen nicht eine erneute Prinzipienerklärung für Lebenslage der einheimischen Arbeiter herabdrückten, zweitens, daß das Frauenwahlrecht, sondern es handelt sich für uns darum, einen fie ihnen die Arbeitsgelegenheit wegnahmen. Dagegen möchte ich Schritt vorwärts zur Berwirklichung des allgemeinen Frauenwahl einwenden, daß dies nicht nur die Japaner, sondern auch die rechts zu tun.( Bravo!) Die Frage ist, welcher Weg ist dazu zu Italiener, Slovafen, Juden usw. tun. Ich frage daher, warum man Leschreiten? Dabei sind wir der Meinung, daß der Kampf für gerade die japanischen Arbeiter ausweist? Mir scheint es, daß hier das Frauenwahlrecht nicht losgelöst werden fann von den Wahl- die Nassenfrage eine Rolle spielt, daß die Amerikaner rechtstämpfen des männlichen Proletariats. Wir wehren uns das sich von der sogenannten gelben Gefahr leiten laffen. Die Geschichte gegen, daß aus tattischen Erwägungen das Frauenwahlrecht aus ber amerikanischen Nation bestätigt diese Anschauung. Eine weitere den jeweiligen Wahlrechtskämpfen ausgeschaltet wird. Natürlich Ursache scheint mir zu sein, daß die amerikanischen Kapitalisten ihren Arbeitern schmeicheln wollen. Die Japaner stehen ebenso unter der Fuchtel des Kapitalismus wie andere Völker, und nur bittere Not treibt sie aus ihrem Heimatlande hinaus, um in der Fremde ihr Brot zu suchen. Es ist die Pflicht der Sozialisten, diese armen Brüder bei sich aufzunehmen, sie zu schüßen und mit ihnen zu sammen den Kapitalismus zu bekämpfen. Die Begründer des Sozialismus, vor allem Karl Marx, haben sich nicht an einzelne Nationen gewendet, sondern an alle. Der Internationalismus ist auf unsere Fahnen geschrieben und es hieße, dem Sozialismus ins Gesicht schlagen, wenn Sie die armen ausgebeuteten Japaner ausschließen würden.( Lebhafter anhaltender Beifall.) Dr. Julius Hammer- Vereinigte Staaten( Sozialistische Ein Antrag Arbeiterpartei): Bliegen Holland Drei Lendenzen find hervorgetreten. Die erste findet ihren| Agitation stürzen wollten, während sich die Deutschen nicht genug Ausdruck in den Resolutionen des Bundes, Ellenbogens und der zurückhalten können. Wir wollen feine Resolution, die mit Holländer, die zweite ist in der Resolution Hillquitt enthalten, die tönenden Worten nichts umkleidet, sondern wir wollen in allen Sritte ist die Tendenz der Polen, die die volle Freiheit von Ländern den Kampf gegen den Militarismus aufnehmen. Wir Ein- und Auswanderung verlangen. Ich beantrage die Abstimmung müssen arbeiten, um die Hirne der Soldaten für uns zu gewinnen. über die Grundfäße und dann die Einsehung einer Subfommission, Wenn wir den Verhandlungen im Haag mit Mißtrauen und der die Genossen ihr Material und ihre Resolutionen und Amende- Geringschäßung gegenüberstehen, so sollten wir uns hüten, auch ments übergeben werden und deren Aufgabe sein wird, eine einheit hier das Bild der Schwäche zu geben.( Lebhafter Beifall.) liche Resolution zu verfassen. Päplow Deutschland: P Zur Geschäftsordnung erklärt Vandervelde nach der Uebers sehung, er habe sich davon überzeugt, daß Vollmar tatsächlich nicht die Ausschließung Hervés verlangt, sondern nur erklärt habe, daß, solange Hervé der französischen Partei angehöre, fie die Verantwortung für ihn trage. Dr. Adler Wien: 0 Wir stehen nicht auf dem Standpunkt, daß die Ein- und Auswanderung vollkommen frei sein soll. Wir unterstützen die Resolution Hillquitt, die wir für fast identisch mit den Resolutionen Es gibt feinen Mittelweg in dieser Frage der Ein- und Aus- van Vliegen- Ellenbogen halten, und können feinen erheblichen wanderung. Entweder muß man für eine Einschränkung der Ein- Unterschied zwischen der Tendenz der drei Resolutionen erkennen. wanderung sein, oder eine solche energisch bekämpfen. Die Resolution Redner kommt dann auf die Ein- und Auswanderung in Deutsch- Die österreichischen Genossen sind mit dem meisten eins Hillquitt ist ein Vermittelungsversuch. Er ist aber vollständig ver- land zu sprechen und führt aus, daß die deutsche Regierung für verstanden, was Bandervelde gesagt hat, sowohl in der Sache als fehlt. Redner bekämpft speziell den dritten Punkt der Hillquittschen umfangreiche Erdarbeiten den Massenimport ausländischer Arbeiter im Rhythmus. Trotzdem muß ich mit einer Polemik gegen Resolution, der eine eventuelle Beschränkung der Einwanderung organisiert habe, ja jogar ihren Submittenten verbiete, inländische Vandervelde beginnen. Er hat behauptet, Hervés Agitation habe chinesischer und japanischer Arbeiter vorsieht. Das ist durchaus un Arbeiter zu beschäftigen, um die Abwanderung aus der Landwirt- doch den Nuben gehabt, daß sie ein Gegengewicht gegen den sozialistisch. Eine gefeßliche Beschränkung der Einwanderung muß schaft zu verhindern.( Unruhe.) Im gewissen Sinne bestehen in Chauvinismus geschaffen habe. Ich mische mich nicht gern in ausverworfen werden. Auf gefeggeberischem Wege, durch Zusammen- allen Ländern Beschränkungen der proletarischen Wanderung. So wärtige Angelegenheiten; aber ich muß doch darauf aufmerksam arbeiten mit den bürgerlichen Parteien fann für den Sozialismus gibt es in Frankreich Bestimmungen, daß ein gewisser Prozentsaz machen, daß Guesde und Baillant schon in den achtziger und nichts erreicht werden. Redner führt zahlreiche Beispiele an, wie aller öffentlichen Arbeiten von Inländern ausgeführt werden muß, neunziger Jahren gegen die Revanchepolitik protestiert haben, wo der Rassenbaß in Amerifa auch die Arbeiter verblende und zu und die französischen Genossen, die hier so eifrig für volle Be- das doch viel gefährlicher war als heute. Solche Erzesse, wie fie Gewalttaten fortreiße. Die Japaner und Chinesen könnten sehr gut wegungsfreiheit eintreten, haben gewiß und mit Recht- für Herbé begeht, fehlen in keinem Lande. Wenn Vandervelde Ges organisiert werden. Es sind teine so ungelernten Arbeiter, wie man solche Bestimmungen gestimmt. Wir sind gern bereit, fremde Ein- luste danach hat und Belgien welche braucht, wir sind gern bereit, wähnt. Sie lernen den Kapitalismus sehr wohl fennen und auch wanderer aufzunehmen, sie mit unserer Kultur zu erfüllen und einige davon nach Belgien zu exportieren. Wir brauchen sie nicht. befämpfen. Ich bitte Sie, in feine gefeßliche Einschränkung der Ein- von ihnen zu lernen; aber wir müssen uns gegen den Massen- Die Frage liegt auch gar nicht zwischen Hervé und uns anderen, und Auswanderung einzuwilligen. Wir müssen eine große Nation import schüßen. Auch wir stehen vor der Gefahr der Kulieinfuhr. Die Frage liegt zwischen der französischen Art, den antimilitaristider Ausgebeuteten bilden. Bei unseren großen Schiffahrtsgesellschaften hat es angefangen, schen Charakter des Sozialismus auszudrücken, und der deutschen in den Bergwerken und in der Landwirtschaft wird es weiter gehen. Art, diesen Gedanken auszudrücken. Hervé ist für uns eine Art Redner kommt dann auf die italienische Einfuhr und ferner auf von Baronin Suttner.( Heiterkeit.) Der sozialistische Antidie Streitbrecherimporte aus England nach Hamburg und Rotter- militarismus geht hervor aus dem Verständnis des politischen und dam zu sprechen und bedauert auf das lebhafteste, daß dies in dem ökonomischen Prozesses überhaupt, und zweitens aus der interlassischen Gewerkschaftslande möglich gewesen sei. Daran sei aber nationalen Solidarität des Proletariats selbst. Er beschränkt sich die fonservative Gesinnung der englischen Gewerkschaften schuld, nicht auf einen bestimmten Aft in einem bestimmten Moment, die sich um das Lumpenproletariat nicht fümmern. Wir Deutschen sondern er ist ein integrierender Bestandteil der großen prolefönnen feine Resolution annehmen, die jede Beschränkung der tarifchen Bewegung. Wir brauchen nicht auf die Stunde der Fluktuation ablehnt. Kriegserklärung zu warten, um gegen den Krieg zu arbeiten. Alle unsere Handlungen, unsere Parteitage dienen dazu, den Krieg zu Es ist sehr schwer, bei dieser Frage zu einer taktischen Lösung verhindern, und das ist wahre antimilitaristische Aktion. au gelangen. Man muß zwei Ein- und Auswanderungen unter brauchen dazu keine besonderen Worte. Vielleicht sind unsere scheiden, eine europäische und eine überseeische. Die erste ist Worte nicht so heftig. Da können wir die Konkurrenz nicht aufweniger wichtig; hier fann durch die Einführung des Minimal- nehmen; aber das erklären wir Ihnen: daß unſer Handeln, in lohnes geholfen werden. Dann muß noch unterschieden werden Oesterreich wie in Deutschland nicht nur international sozialistisch, zwischen der Auswanderung, die aus den wirtschaftlichen Verhält sondern auch antimilitariſtiſch und gegen den Strieg gerichtet ift. betrieben wird. Das muß auseinander gehalten werden, es ist anderen eine Lektion gefallen zu laffen. Er ist so ziemlich der nissen entspringt, und der Auswanderung, die von den Kapitalisten Bebel hatte es nicht nötig, sich von Hervé oder irgend einem unmöglich, die erstere Ein- und Auswanderung zu beschränken, einzige hier, der in einem kritischen Moment für einen antida der Kapitalismus doch immer die Mittel und Wege finden militaristischen Protest hat büßen müssen. Jaurès hat gesagt, wir wird, die gesetzlichen Schranken zu umgehen. Auch die Gewerk- follten mehr fun als bisher, wir sollten zur parlamentarischen schaften fönnen hier nur mit wenig Erfolg eingreifen. Die Arbeiter Aftion auch die außerparlamentarische fügen. Wir in Oesterreich haben die Pflicht, überall bessere Löhne zu fordern. Dann müssen wir noch eine strenge Kontrolle der Auswanderungsagenturen und Ein- und Auswanderung ist unmöglich. Die Freizügigkeit der der Schiffahrtsgesellschaften verlangen. Eine Einschränkung der Arbeiter muß gewahrt bleiben. auf Schluß der Generaldebatte wird abgelehnt. Dagegen wird ein Antrag angenommen, die Zahl der Redner zu beschränken, und war auf je einen aus den Nationen, die noch nicht gesprochen haben. Wytit Galizien: Wir verfolgen die Debatte aus erklärlichen Gründen mit großem Interesse und find Anhänger der vollen Freizügigkeit. Wir find infolgedessen gegen die Resolutionen der Amerikaner und Australier und gegen den folgenden Abfaz der Resolution Ellenbogen:„ Ausfchließung derjenigen gewerblichen Arbeiter von der Einwanderung, welche mit einem Unternehmer des Landes in einem Kontralt berhältnis stehen, ferner aller jener, welche die Reise auf fremde Kosten machen." Wir fordern, daß die Sozialisten ein besonderes Strom der Auswandernden nach den natürlichen Gefeßen von AnAuskunftsbureau für Ein- und Auswanderung errichten, welches den gebot und Nachfrage regelt und in Fällen von Streits vor Zuzug warnt. Ich warne auch vor Annahme des Absages aus der Rejolution des Bundes, der ein staatliches Auskunftsbureau fordert. Im übrigen bin ich für die Resolution Ellenbogen. Marleşti Polen Gißer Rußland: = Wir sind in der umgekehrten Lage. Wir fangen da erst an, zur außererklärt sich für die französische Resolution, die die vollkommene Freiparlamentarischen die parlamentarische Aktion zu fügen. So sehr heit der Ein- und Auswanderung fordert. Nicht mit Phrasen von wundere, so muß ich sagen: Wenn die Kraft der deutschen Sozialich die parlamentarische Tüchtigkeit der deutschen Genossen be der allgemeinen Brüderschaft begründen wir die Ablehnung der demokratie allein auf die Heldentaten der Fraktion gestellt wäre, amerikanischen Resolution, sondern damit, daß wir gar nicht imso wären wir verdammt arme Teufel. Wir legen das größte Gestande sind, diese im Wesen der bürgerlichen Gesellschaft liegenden Der Antrag Vliegen auf Abstimmung über das Prinzip einer wicht auf das, was wir heute tun, und sehr geringes Gewicht Verhältnisse wirksam zu bekämpfen. Sind aber die amerikanischen Resolution und Einseßung einer Subkommission wird einstimmig darauf, was wir in einem Falle tun werden, dessen Arbeiter mächtig genug, die im Interesse ihrer Kapitalisten liegende angenommen. Ebenfalls wird einstimmig ein zweiter Antrag an Umstände wir noch nicht berechnen tönnen. Das Wort„ si vis Einwanderung billiger Arbeitskräfte zu verhindern, so sollten sie genommen, daß die Amendements und sonstigen Resolutionen, die pacem, para bellum" hat heute eine andere Bedeutung gewonnen, anstatt dessen für Minimallohn usw. intreten, für Gesetze, die auch der ersteren nicht zuwiderlaufen, von der Subkommission geprüft als die herrschenden Klassen glauben. Indem sie den Krieg vorden Einwanderern zugute fämen. Ferner polemisiert der Redner und verarbeitet werden können. In die Subkommission werden bereiten, bereiten sie tatsächlich den Frieden vor. Denn der kapitagegen Hillquitt und führt die Aufnahmebestimmungen der Amerikaner gewählt: Ellenbogen, Bliegen, Schippel, Balabanoff und Diner- liſtiſche Militarismus hat seine eigene Dialektik in den Knochen. auf die bürgerliche Jdeologie des Rassenkampfes zurüd. Rahan England D erklärt im Namen der gesamten englischen Sektion, er wolle sich nicht in eine theoretische Diskussion einlassen, aber hervorheben müsse er, daß man doch nicht von den revolutionären Phrasen einer internationalen Brüderlichkeit reden fönne. Das sei doch die Quintessenz des Sozialismus. Die Frage der Ein- und Auswanderung sei von zwei Gesichtspunkten aus zu prüfen. Wenn Hillquitt mit feiner Resolution etwa die Einschränkung der Einwanderung bewußter Streitbrecher verlangen wolle, dann sei auch er damit einverstanden. Wenn er aber die freiwillige Einwanderung der Arbeiter einschränken wolle, dann sei er entschieden dagegen, denn das wäre ein Attentat auf die Freiheit und Freizügigkeit der Arbeiter. Das wäre eine Anwendung bürgerlicher Erziehungsmethoden, die auf eine Spaltung des Proletariats hinzielen. Die Proletarier bildeten eine Klasse, die wir nicht innerlich spalten dürften. Wir müssen uns gegen die Rassenunterschiede erheben. Ich empfinde es als eine Schande, daß gerade aus England, dem Sige der ältesten gewertschaftlichen Bewegung, Streifbrecher nach Deutschland gegangen sind. Wir dürfen nicht zwischen höheren und minderwertigen Rassen unterscheiden. Die Japaner, deren Vertreter hier joeben mit so viel Kraft die Grundfäße des Sozialismus betont hat und bei denen der Sozialismus so große und schnelle Fortschritte macht, die sind kein minderwertiges Wolf, sie können auch organisiert werden. Valère Italien schließt sich den Ausführungen Ellenbogens und Diners an und schildert die Verhältnisse im italienischen Auswanderungswesen. Man dürfe nicht die Auswanderer bekämpfen, sondern die aus der Auswanderung hervorwachsenden Mißbräuche. Dem sind die italienische Bartei und Gewerkschaften stets nachgekommen. Wir sind gegen die Beschränkung der Auswanderung, weil wir wissen, daß die Hungerpeitsche, die hinter den Auswanderern steht, stärker ist als alle Geseze der Regierungen. Vliegen Holland: Arbeiter, die minderwertigen Völkern angehören, leisten auch minderwertige Arbeit, fönnen also keine so gefährlichen Konfurrenten sein. Es muß hervorgehoben werden, daß die Länder, die für Einschränkungsmaßregeln sind, Amerika, Südafrika und Australien, solche sind, in denen im Verhältnis zu ihrer großen Ausdehnung noch wenig weiße Arbeiter sind. In diesen Ländern können noch viele Arbeiter Arbeit finden. Die Einwanderung hat Amerika nichts geschadet, denn gerade hier gibt es ja die höchsten Löhne. Wenn man alle Länder schließen würde, wo sollen denn da die Arbeiter hin? Das fönnen wir Sozialisten unmöglich machen. Die Einwanderung soll frei sein. In Südamerika haben die Regierungen Einwanderer herbeigerufen, aber ihnen feine günftigen Lebensbedingungen verschafft. Da, wo eine starke Einwanderung ist, da sind auch die Lohnverhältnisse besser als in den abgeschlossenen Ländern. Es ist noch gar nicht nachgewiesen, daß durch die Einwanderung die Löhne herabgedrüdt werden, aber in den Ländern, wo die Auswanderung eine starke ist, da verbessern sich die Lohnverhältnisse für die bleibenden Arbeiter, wie in Holland, to zahlreiche Landarbeiter ausgewandert sind, die zurückgebliebenen aber beffere Löhne errungen haben. In Amerika, da steht der Often offen, aber der Westen, wo die Japaner und Chinesen einwandern, der ist geschlossen. Wenn da keine Rassenfrage dahinter stedt, was stedt denn dahinter? Burzeit sind die Japaner sehr darüber aufgebracht, als minderwertige Nasse behandelt zu werden. Schon droht der Krieg zwischen Japan und den Vereinigten Staaten. Ich hoffe, sollte er ausbrechen, so wird es nicht wegen einer Arbeiterfrage sein. Ich muß noch die Frage der Einwanderung in die Kolonien behandeln. In den Bergwerken der holländischen Kolonien werden Chinesen beschäftigt, weil feine anderen Arbeiter da sind. Da haben nun die Sozialisten eingegriffen, in erster Linie Genosse van Kol, und haben für die Chinesen eine Reihe von Verbesserungen erlangt, namentlich den Behnstundentag und bessere Wohnungsverhältnisse, hygienische Maß regeln usw. Dieses Vorgehen van Kols und der Holländer möge von den anderen Nationen, die ebenfalls Kolonien haben, nach aeahmt werden. Dinnes. Der Militarismus und die internationalen Konflikte. Stuttgart, 21. August. ( Telegraphischer Bericht.) Der Vorsitzende Südekum teilt mit, daß vom Genossen Karl Liebknecht eine Zuschrift eingelaufen ist, in der es unter anderem heißt: ,, Genosse Vollmar hat mich gestern persönlich in die Debatte gezogen. Zunächst hat er eine Aeußerung meines Vaters zitiert und mit bezug darauf behauptet, auf den letzten Parteifongressen feien Anträge auf Einleitung einer Kasernenagitation, die als gefährliche Kinderei zu betrachten fei, mit überwältigender Mehrheit abgelehnt worden. Ich konstatiere, daß die hier gemeinten Anträge von mir gestellt waren und sowohl eine allgemeine wie spezialisierte antimilitaristische Propaganda als besonderen Zweig der Tätigkeit der Gesamtpartei erstrebten. Dann hat Vollmar mit Rücksicht auf die gegen mich schwebende Anklage die kritischen Worte des Genossen Jaurès mißbilligt. Ich erkläre demgegenüber, daß ich eine solche Rücksichtnahme auf das höchste bedauern würde. Ich wünsche und erwarte viel mehr, daß die gegen mich unternommene Aktion als Stlassenjustiz zur Verschärfung und Kräftigung der antimilitaristischen Haltung des Kongresses beitragen möchte."( Bravo!) Vandervelde Brüssel: = Und in dem Maße, in dem sich der Militarismus erweitert, in dem die Bewaffnung sich durch allerlei technische Hilfsmittel vervollfommnet, die man auch nicht mehr von der Leipziger oder Wilhelmstraße lenten tann, sondern die durch Proletarierfäufte und Proletarierhirne gehandhabt werden, in dem Maße, wie Proletarier in die Armee eindringen, entwickelt der Militarismus auf dialektischem Weg Dinge, von denen die Herren sich nichts träumen lassen oder von denen sie sich vielleicht doch etwas träumen lassen. Denn Jaurès hat ganz richtig gesagt, daß die Herren im Haag in der Tat von einer gewiffen Angst beherricht zu sein scheinen. Wir können sie auch nicht für so verblendet halten, daß sie die große welthistorische Lektion schon vergessen hätten, die die russische Revolution ihnen gegeben hat. So blind sind sie doch nicht, daß sie nicht sehen, daß der ruifisch- japanische Strieg, wenn auch nicht die Ursache, so doch der Anlaß der Revolution war. Ich weiß nicht, ob die ruistichen Rebos lutionäre vorher auf einem Kongreß die Insurrektion beschlossen hatten. Wir tun jedenfalls gut, nicht zu sagen, was wir nicht wissen, und auszusprechen, was wir wissen. Wir wünschen, mit der größten Bestimmtheit in der Resolution auszusprechen, daß der Kongreß die wichtigste Aufgabe darin sicht, die Proletarier mit dem Bewußtsein zu erfüllen, daß der Krieg ein Attentat auf ihre Existenz und daß er mit allen Mitteln abzuwehren ist. Wir wünschen, daß die Waffen der Abwehr so start wie möglich feien, und wenn die Deutschen sagen, daß diese Resolution eine Waffe für später ist, so werden wir es ihnen glauben. Aber ich stehe Wir doch nicht uneingeschränkt auf dem Standpunkt Vollmars. Hervé hat gesagt, daß Belgien an der Frage aus eine so teine dürfen uns in der Resolution ebenfowenig positiv wie negativ Nation nicht viel interessiert sei. Eine solche Aeußerung im festlegen. So haben wir Desterreicher es mit dem Generals Munde eines Antinationalisten ist immerhin recht merkwürdig. Streit gehalten. Wir haben gesagt, wir sind keine Freunde Dazu fommt, daß gerade die kleinen Nationen Opfer eines Krieges des Generalstreifs. Aber wir haben andererseits gesagt, daß wi sein würden, Belgien überdies wahrscheinlich der Schauplatz des teinen Anlaß hätten, dieses Mittel auszuschließen. Wir haben die serieges. Wir sind auch für das Ziel Hervés, aber nicht für seine Pflicht, die gesamten Kräfte des Proletariats in einer Form zu Mittel. Aus den Ausführungen Vollmars tlang der Rat an die tonzentrieren, die in jedem Lande und in jedem Moment nötig ist. Franzosen heraus, Hervé auszuschließen. Vollmar sollte doch nicht wir neigen der Resolution Bebel zu, denn das steht in der Resolution die Ausschließung linksstehender Genossen verlangen, da ja ft Bebel für jeden, der leien kann. Ich halte es nicht für nötig, daß auch von der Ausschließung rechtsstehender Genossen die Rede ist. wir sie so lesen, wie Bollmar fie gelesen hat.( Jaurès: Nein, mit ( Bollmar: Ich habe das ja gar nicht verlangt!) Hervé hat ge- einer anderen Brille! Heiterfeit.) Ich habe auch gute Brillen zum wiß das Verdienst, in einem so nationalistischen Lande wie Frank- Lefen. Ich begreife es, daß die französischen Genossen, die es reich die Frage des Antimilitarismus aufgerollt zu haben. Sein wirklich nicht leicht haben, eine antimilitaristische Propaganda Rat aber geht dahin, daß die rückständigsten Menschen die Gewehre zu machen, wünschen, daß die deutschen Genossen hinter Ihnen nicht behalten, die fortgeschrittenften sie wegwerfen. Der Burenkrieg zurückbleiben, weil das ihre Position erschweren würde. Aber ich hat gezeigt, daß die englischen Arbeiter heroisch dagegen protestiert muß als Freund der Deutschen erklären, daß man ihnen unrecht tut, haben, wie auch im russisch- japanischen Krieg die russischen Ar- wenn man annimmt, daß sie bei ihren Argumentationen gewisse beiter entschieden gegen den Krieg rebelliert haben. Ueberall, wo paragraphen des Strafgesetzbuches in den Vordergrund stellen. Die internationale Stonflikte vorkommen, weiß die Sozialdemokratie deutschen Genossen haben in einer Woche mehr politische Verfolgungen schon, was sie zu tun hat. In der Kritik Hervés stimme ich mit zu erdulden, als die französischen, österreichischen und belgischen GeGuesde vollkommen überein. Wie seinerzeit gegen die Genoffen- noffen zusammen. Die Furcht ist es also nicht. Aber wir Deutschen Wir wollen lieber nichts tun schaftsbewegung und gegen die Antialfoholbewegung, so führt man haben eine Eigentümlichkeit. Das zu viel reden und zu wenig handeln jest prinzipielle Gründe gegen den Antimilitarismus ins Feld. als reden. Dort hatte man die Krämer ist eine uns unsympathische Methode. Wir Deutsche haben keinen Das führt zum Doktrinarismus. und Wirte auf seiner Seite, hier die Chauvinisten. Wir brauchen Sinn für eine dekorative Politik.( Baillant: Wir auch nicht!) Sie, den Antimilitarismus nicht am Tage nach der sozialen Revolution, Genosse Vaillant, sind in Ihrer Denkweise ein halber Deutscher, sondern jetzt. Das ist keine Ablenkung vom praktischen Weg, teine aber Sie sind doch mehr gezwungen, in Ihrer Landessprache zu Umgebung, sondern die natürliche Aufgabe des Sozialismus. Mein reden.( Heiterfeit.) Gestatten Sie also, daß wir auch in unserem Herz gehört der Resolution Baillant. Nun ist es wahr, daß Leopold nüchternen Deutsch) reden. Der Redner verweist dann auf die ständige Kriegsgefahr nicht den Strieg erklären wird( Heiterkeit), daß wir es also leicht haben, für den Fall eines Krieges die Insurrektion anzufündigen. zwischen Desterreich und Italien, den beiden Freunden, die Wir erkennen die Schwierigkeiten an, die in anderen Ländern be- fich durch Stacheldrähte und Kanonen ihre Liebe beweisen, stehen, aber wir glauben, daß doch eine Lösung möglich ist. Wir und auf die Zusammenkünfte der italienischen und österreichis als es galt, gegen den wollen eine feste Resolution, aber auch eine Uebereinstimmung er- fchen Genossen vor drei Jahren, Ich kann nun nicht zielen. Wenn eine Uebereinstimmung nicht erzielt würde, wenn drohenden Krieg zu demonstrieren. die Franzosen erklären, daß sie den Generalstreif machen wollen, fagen, ob wir nächstens wieder so zusammenkommen, ob wir bei die Deutschen aber, daß sie das nicht tun wollen, so ist das eine einem Kriege mittun oder streifen werden. Das sind unbekannte unmögliche Situation für einen internationalen Kongreß. Daran Dinge, die ich nicht weiß. Ich weiß nur, daß wir und daß jedes sollten die Deutschen denken. Als alter Freund der Deutschen, Bolf in einem solchen Moment alles tun wird, was es tu fann, der in einer zwanzigjährigen Kampfgenossenschaft, mit ihnen steht, um den Krieg zu verhindern. Das wichtigste ist, das tägliche Erder so viel von ihnen gelernt hat, ihnen so viel verdankt, frage ziehungswert am Proletariat, das wichtigste, das Bewußtsein so au ich Sie, ob Sie nicht auch einmal aus der Praxis der anderen entwickeln, daß ein Krieg unmöglich wird. Die ResoLänder lernen wollen. Die Majorität des Kongresses findet, daß iution muß mit einem Worte fagen, was das Proletariat schon heute es schlimm wäre, wenn sich die Franzosen in die antimilitaristische will und tun kann.( Lebhafter Beifall.) Rosa Luxemburg Ich habe mich auch zum Worte gemeldet, um im Namen der russischen Delegation daran zu erinnern, dag Ivir auch der großen russischen Revolution gedenken müssen. Als bei der Eröffnung des Kongresses Vandervelde mit der ihm eigenen Eloquenz der Dankes- Pflicht an die Märtyrer genügte, haben wir alle den Opfern, den Kämpfern gehuldigt. Aber ich muß doch offen sagen, als ich da nachher manche Reden, so besonders die Vollmarsche Rede hörte, da kam mir der Gedanke: wenn hier die blutigen Schatten der Revolutionäre wären, so würden sie sagen:„Wir schenken Euch Euere Huldigung, aber lernt von uns 1" Und es wäre ein Verrat an der Revolution, wenn Sie das nicht täten. Auf dem letzten Kongreß 1304 in Amsterdam wurde die Frage des Massen streikS erörtert. Es wurde ein Beschluß gefaßt, der uns als unreif und unvorbereitet für den Massenstreik erklärte. Aber die materialistische Dialektik, auf der sich Adler überzeugungsvoll berufen hat, hat sofort verwirklicht, was wir für unmöglich erklärt haben. Ich muß mich gegen Wollmar und leider auch gegen Bebel wenden, die sagten, wir wären nicht in der Lage, mehr als bisher zu tun. Aber die russische Revolution ist nicht nur aus dem Krieg entsprungen, sondern sie hat auch dazu gedient, den Krieg zu unterbrechen. Der Zarismus hätte sonst sicher den Krieg weiter geführt. Die geschichtliche Dialektik gilt für uns nicht in dem Sinne, daß wir mit verschränkten Armen zusehen, bis sie uns reife Früchte bringt. Ich bin eine fanatische Anhängerin des Marxismus und betrachte es darum als eine große Gefahr für uns, in der Resolution einen starren und steifen Standpunkt einzu- nehmen. Herve ist ein enfant, allerdings ein enfant terrible. (Heiterkeit.) Wenn Wollmar sagte, daß Kautsky nur für seine Person gesprochen habe, so gilt dies doch noch viel mehr für Wollmar. Es ist Tatsache, daß die große Masse des deutschen Proletariats die Anschauungen Wollmars desavouiert hat. ES war auf dem Parteitag in Jena, wo nahezu einstimmig eine Resolution beschlossen wurde, die bewies, daß die deutsche Partei eine revolutionäre Partei ist, die aus der Geschichte gelernt hat. In dieser Resolution erklärte sie den Generalstreik, den sie jahrelang als anarchistisch verworfen hatte, als ein Mittel, das unter Umständen angewendet werden kann. Es war nicht der Geist Domela Nieuwenhuis, sondern das große Gespenst der russischen Revolution, das diesen Beschluß herbeigeführt hatte. Allerdings haben wir damals nicht den Massenstreik gegen den Krieg, sondern den für das Wahlrecht im Auge gehabt. Wir können gewiß nicht schwören, daß wir einen Massenstreik machen werden, wenn man unS das Wahlrecht nimmt. Aber ebensowenig können wir schwören, daß wir ihn nur für das Wahlrecht machen werden. Wir in Rußland halten es für notwendig, die belgische Resolution zu verschärfen, und wir haben ein Aniendcment aus- fearbeitet, das wir noch vorlegen werden. Ich muß noch hinzu- ügen, daß tvir in Rußland ausdrücklich sagen wollen, daß unsere Auffaffung sich auf jeden Krieg, der ausbnchr, ganz gleich, ob Au- griffs- oder Verteidigungskrieg, bezieht.(Beifall.) Hierauf tritt die Mittagspause ein. » NnchmittagSsilzung. Siibekum eröffnet die Sitzung kurz nach 3 Uhr und erteilt in der fortgesetzten Debatte das Wort dem Genossen Ruffle-Smart(England): Die Resolution Herve paßt auf England überhaupt nicht, denn keine englische Regierung ist imstande, einen Krieg ohne die Zu- stimmung der ungeheuren Mehrheit der Arbeiterklasse zu führen. Wenn die Ocffentlichkeit aber nationalistisch verhetzt ist, so wäre ein Militärstreik der reine Wahnsinn. Tie englische Sozialdcmo- kratie kann also im Kampfe gegen den Krieg unter keinen Um- ständen über die friedliche Aktion im Parlament und die friedliche Aktion in den Versammlungen und auf der Straße hinausgehen. Die englische Sektion kann den Ausführungen Jaures keinerlei praktische Bedeutung beimessen. Die englischen Sozialdemokraten würden bei einem neuen Kriege einfach genau so handeln, wie während des Transvaalkrieges. Sie lehnen es ab, etwas Gewalt- sames zu inszenieren und sich dadurch lächerlich zu machen. Aber auch die französische und deutsche Resolution ist in der vorliegen- den Form unannehmbar, weil sie die allgemeine Volksbewaffnung fordert. Die allgemeine Voltsbewaffnung würde ein Fortschritt sein, wenn das Volk bereits militarisiert ist. Bei uns würde sie ein Rückschritt sein, weil unsere Bourgeoisie, die klüger ist als alle anderen, in unserer Arbeiterschaft jetzt eine Agitation für die all- gemeine Wehrpflicht entfaltet. Daher müssen wir der Resolution auf das entschiedenste entgegentreten. Weiter aber: die englischen Soldaten schießen nicht aufs Volk. Das hat sich deutlich gezeigt bei den Streikunruhen in Belfast, wo esjwi den Unruhen leider Tote gab, davon aber zwei nicht auf der Seite der Streikenden. Diese Zahl beweist, daß in England nicht auf das Volk, sondern in die Luft geschossen wird. Die englische Freiheit erlaubt uns, über diese Frage in gefahrlosester Weise zu sprechen. Wir müssen daher die Resolutionen sämtlich im Interesse Englands durch ein Amendement gegen die allgemeine Volksbewaffnung ergänzen. Das ist der Standpunkt der Jndependent Labour Party.(Beifall.) Bebel: Die Debatte scheint mir im wesentlichen erschöpft. Ich schlage vor, eine Subkommission von 13 Mitgliedern zur Abfassung der Resolution einzusetzen, und zwar je 2 Vertreter der 6 großen Nationen, die in erster Linie bei einem Konflikt in Frage kämen, hineinzuwählen: Frankreich und Deutschland, England und Ruß- land, Italien und Oesterreich und als 13., zugleich als Vertreter der kleinen Nationen und als Schiedsrichter bei zweifelhaften Fragen Vandervelde. Jaures hat gestern einen guten Witz gemacht und dafür bin ich immer zugänglich, auch wenn ich selbst die Kosten des Witzes zahlen muß. Er hat gesagt. Herve und ich stimmten in der Ueberschätzung des Hcrveismus überein. Ich habe aber Herves Machtstellung in Frankreich überhaupt nicht diskutiert. Ich halte selbst die Anhängerschaft Herves für eine kleine Gruppe innerhalb der französischen Partei, obwohl der Parteitag von Nancy dem Ge- nossen Herve eine Reihe von Konzessionen gemacht und obwohl gerade Sie, Genosse Jaures, ihm zuviel Rechnung getragen haben. (Widerspruch Jaures.) Nun, wenn das nicht richtig ist, würde es niemandem mehr freuen als mich. Ich habe den Herveismus so ausführlich besprochen, weil ich dem Genossen Herve nach den vor- aufgegangenen Zeitungspolemiken als höflicher Deutscher Gelegen- hcit geben wollte, mich anzugreifen. Herve hat die Deutschen nun etwas grob angegriffen. Tarauf antworte ich nicht, weil man sich durch Grobheit nur selbst schadet.(Heiterkeit.)- Wenn er uns aber Mangel an Mut vorgeworfen hat. so kennt er die deutsche Partei nicht. In keinem Lande, außer Rußland, wird die Sozial- demokratie soviel verfolgt und erleidet soviel Gefängnisstrafen, wie in Deutschland.(Vielfaches Sehr wahr!) In diesem Augenblick sitzen z. B. nicht weniger als drei Redakteure der„Leipziger Volks- zeitung" im Gefängnis. Genosse Herve, in Te«tschland wird man nicht nach ein paar Monaten begnadigt wie Sie!(Lebhafter Bei- fall.) In Deutschland begnadigt man politische Gefangene nie. und wir verlangen das auch nicht.(Sehr gut!) Herve hat von der deutschen Partei als einer bloßen Wahl- und Zahlmaschine gesprochen. Ueber das Wählen spreche ich nicht, denn das machen Sie genau wie wir. Was aber die guten Kassenverhältnisse anlangt, ko habe ich sie bisher nicht für einen Fehler gehalten.(Südekum: Andere auch nicht!), sondern für eine nachahmenswerte Tugend. (Zustimmung.) Wir haben uns oft gefreut, mit unserer Zahlen- Maschine von Zeit zu-Zeit schwächeren Mitparteicn der Jnter- nationale zu Hülfe kommen zu können(Lebhafter Beifall. Jaures: Das wissen wir und danken Euchl)�und wir hoffen in Zukunft als Zahlmaschine noch mehr leisten zu können.(Winarski: Wir nehmen es gern! Heiterkeit.) Ein anderer Vorwurf Herves ging dahin, daß wir bei dem drohenden Einmarsch der deutschen Truppen nach Frankreich unsere Schuldigkeit gegenüber der Internationale nicht getan hätten. Im Oktober lölß, als die russische Revolution ihren Höhepunkt erreicht hatte und selbst Pessimisten au eine sofortige grundlegende Unigestaltung des russischen Staatswesens glaubten, befürchtete auch die preußische Regierung das Ilebergrcifcn der Verantwortlicker Redakteur Revolution auf Polen und verstärkte zu diesem Zweck die Grenz- stationen des Ostens. Nur zu diesem Zweck. An ein militärisches Eingreifen in Rußland hat auch die deutsche Regierung nicht gedacht, denn die Erfahrungen von 1732 haben doch gezeigt, welchen Leidenschaftssturm das ent- fesseln würde. Dann wäre in dem Augenblick, wo das erste preußische Bataillon die Grenze überschritte, die Gefahr eines Weltkrieges in unmittelbare Nähe gerückt. Schließlich wäre auch der Zar, der doch gerettet werden sollte, dadurch vor seinem Volke auf das schlimmste konmpromittiert worden. Unter diesen Umständen hatten wir damals keinen Grund, zu besonderen Matznahmen. Herve hat weiter an eine meiner Amsterdamer Aeutzerungen erinnert. Es ist mir nie eingefallen, zu sagen, es sei uns gleich- gültig, ob Republik oder Monarchie. Ich habe nur vor einer Ueber- schätzung der bürgerlichen Republik gewarnt. Wenn ich die Wahl hätte zwischen der französischen Republik und der englischen Monarchie, ich weiß nicht, was ich nehmen würde. Wenn ich allerdings die Wahl hätte zwischen der beut- scheu Monarchie und der französischen Republik, ich würde keinen Augenblick zweifelhaft sein.(Heiterkeit und Bei- fall.) Ich wollte in Amsterdam nur sagen, daß wir uns wegen der bürgerlichen Republik nicht die Köpfe einzuschlagen brauchten. In der Sache hat es eine Zeitlang geschienen, als ob grotze und starke Differenzen zwischen unS beständen, als wolle sich Deutschland weigern, den Kampf gegen den Militarismus zu führen und sich seiner internationalen Verpflichtungen entledigen. Parteigenossen, das ist keinem von uns eingefallen, daran hat nie ein deutscher Parteigenosse gedacht. Wir haben bei der Behandlung der Frage des Militarismus auf früheren internationalen Kon- gressen uns auch stets mit der großen Mehrheit der Internationale zusammengefunden, und wir haben unseren Standpunkt nicht ge- ändert. Tagegen haben unsere französischen Parteigenossen ihre Haltung geändert, indem sie Herve entgegenkamen und dadurch einen Zwiespalt hervorriefen. Glauben Sie. daß wir wissen, wie der Schlußsatz der Nancyer Resolution aufgefaßt werden würde. Um eines Nichts willen, von dem wir noch nicht einmal wissen, ob wir es im Ernstfalle durchführen können oder nicht, sind wir nicht gewillt, uns Verlegenheiten zu bereiten und die Kräfte unserer Bewegung in erheblichem Matze lahmzulegen.(Beifall.) Adler hat heute vormittag schon treffend die dialektische EntWickelung des Militarismus geschildert. Wenn nicht alle Anzeichen täuschen, sage ich, noch darüber hinaus, ist der Militarismus in seiner Ent- Wickelung auf einem Standpunkt angelangt, von dem wir sagen können, daß die erste Gelegenheit seiner Anwendung dazu führen mutz, daß die Quantität in die Qualität umschlägt und der Mili- tarismus sich den Hals bricht. Unsere Beschlüsse werden dem Militarismus kein Haar krümmen, wenn nicht die EntWickelung, die der Militarismus in den letzten 40 Jahren genommen hätte, mit Notlvendigkeit die Wurzeln seiner eigenen Existenz untergraben hätte.(Lachen bei den Herveisten.) Wir sind ja hier nicht dazu da, um zu wiederholen, was wir alltäglich in der Agitation sagen, die Scheußlichkeit und Verwerflichkeit des Militarismus und die Greuel der Kriege. Tie Entwickelung deS Militarismus. Ich mutz hier schildern, an welchen Punkten der EntWickelung ftnanziell, ökonomisch und militärisch der Militarismus angelangt ist. Ich zeige es an Teutschland, der ersten Militärmacht und der Haupturheberin dieser ganzen Entwickelung. Nach dem Kriege von 1373 legten wir 123 Millionen von Euren(zu den Franzosen) S Milliarden in den Juliusturm und verpulverten hauptsächlich für militärische Zwecke binnen weniger Jahre die ganze Kriegs- cntschädigung. Seitdem haben wir die Steuern erhöht, verdoppelt, ja verdreifacht, 4 Milliarden Mark Schulden gemacht und sind jetzt trotzdem so arm wie eine Kirchenmaus. Die gewaltige Summe von 123 Millionen ist in kaum 3 Tagen aufgebraucht. Die mobilisierte Armee Deutschlands erfordert tag- lich mindestens 43 Millionen an Unterhalt. Im Kriegsfalle würde nach der Erklärung des KricgSministerS Deutschland alle Waffen- fähigen Männer sofort unter die Fahne rufen, das sind in Deutsch- land 3 Millionen Männer, darunter mindestens 2 Millionen Sozial- demokraten, in Frankreich 4�> Millionen Soldaten. Wo bekämen wir da noch Menschen für den Militärstrcik her. 4 Millionen Familien wären in der höchsten Not, das ist schlimmer als jeder Generalstreik. Denket Euch die Situation, die Stimmung der Massen I Wir bekommen vom Ausland einen großen Teil unserer Nahrungsmittel: am Tage der Kriegserklärung bleibt ihre Zufuhr aus.?3ir haben keine Jndustrieprodukte mehr zu kaufen, weil ein großer Teil der Produttion unmöglich geworden ist. Eine un- geheure Teuerung und Hungersnot bricht aus. In den Massen- schlachten der Gegenwart, so hat ein deutscher General gesagt, werden wir nicht wissen, wo wir die Verwundeten ausnehmen und die Toten begraben sollen. Und in solcher Situation sollen wir uns mit Massenstreikspielereien abgeben? Bei unserem ersten Aufruf dazu würden wir ausgelacht werden. Was kommen wird, weiß ich nicht, aber ich weiß, daß es ein letzter Krieg sein wird, und daß dieser Krieg die ganze bürgerliche Gesellschaft aufs Spiel setzt. Bis dahin können wir nichts tun, als aufklären und Licht in die Köpfe bringen und organisieren.(Zuruf Herdas: Tun wir!) Von einem gewissen Standpunkt aus könnte man als Sozial- demokrat sagen, daß ein großer europäischer Krieg unsere Sache so ungeheuer fördert, wie eine jahrzehntelange Agitation es nicht tut, und deshalb können wir ihn wünschen. Aber ein so furchtbares Mittel zur Erreichung unseres Zieles wollen wir nicht herbei- wünschen. Wenn allerdings die am meisten an der Erhaltung der bürgerlichen Gesellschaft Interessierten nicht einsehen, daß sie mit einem solchen Kriege die Wurzeln ihrer Existenz ausreißen, können wir nichts tun, dann nur darauf los, wir sind die Erben! (Lebhafter Beifall, Lachen bei den Herveisten.) Aber wenn das die herrschenden Klassen nicht wüßten, hätten wir längst den eure- päiscken Krieg gehabt. Nur die Furcht vor der Sozialdemokratie hiMihn bisher verhindert.(Sehr wahr!) Tritt aber einmal eine solche Situation ein. dann genügen solche Kleinigkeiten, wie Jnsur- rektion und Massenstreik nicht mehr, dann mutz die Kulturwelt ihr Antlitz von Grund aus ändern. Von dieser Erkenntnis aus- gehend, brauchen wir uns über die Mittele!, en, die man in solckwm Augenblick anwenden könnte, nicht zu streiten. Die deutsche Rcso- lution sagt klar und deutlich, daß wir den Militarismus mit allen Mitteln bekämpfen. Noch können wir die Taktik nicht bestimmen. noch zwingen sie uns die Gegner auf. Aber erschütternde Ereig- nisse können unsere Minorität sofort in die Majorität verwandeln. Denn so lange es eine Kulturwelt gibt, hat noch nie eine Partei- bewegung die Massen so aufs tiefste ergriffen wie die Sozialdcmo- kratie, noch nie eine Bewegung die verachteten Massen so mit dem Geiste der Vernunft und des Rechtes unserer Kultur erfüllt, wie wir, noch nie es so viel Menschen gegeben, die wußten, was sie in der Politik wollten. Halten wir weiter die Augen auf und sorgen wir für die Helligkeit der Köpfe, dann wird der rechte Moment auch das rechte Geschlecht finden!(Lebhafter und an- haltender Beifall.) Weiß will für die italienischen Syndikalisten den HcrvöiSmuS verteidigen, der in Italien eine gcmaltige Anhängerschar und zahl- reiche Märtyrer gewonnen habe. Herve und Jaures hätten nichts miteinander gemein, Herve wolle das Schwert der Bourgeoisie zer- brechen, Jaures die Bourgeoisie hindern, es aus der Scheide zu ziehen. Ter Antimilitarismus Herves sei keine Utopie, das beweise das Verhalten des 17. Regiments und die Weigerung der italient. schen Soldaten, künftig noch in Lohnkämpfen zu intervenieren. Das beweise auch die Verfolgung der Antimilitaristen durch die Justiz der herrschenden Klassen. Auch die russischen Revolutionäre. die Moskauer Barrikadenkämpfer seien Antimilitaristen nn Sinne Herves, denn sie verpflanzen den Antimilitarismus in die Kaserne. Bebel habe die Bedeutung des HerveiSmuS, der von Herves Person unabhängig sei, also nicht überschätzt. Freilich sei in Deutschland die antimilitaristische Agitation angesichts der drohenden Züchte hausstrafen sehr schwer. Aber wenigstens die Resolution Vaillant könnten die deutschen Sozialdemokraten annehmen. Ich muß meinen italienischen Genossen das Versprechen der deutschen Sozialdemo- traten nach Hause bringen, datz sie die Nachbarländer nicht dem preußischen Militarismus ausliefern werden.(Bravo! bei den Herveisten.) JaureS stellt zur Geschäftsordnung fest, daß er, wenn in der Subkommission keine Einigung zustande komme, im Plenum Bebel auf seine Argu- mente antworten werde. Vorsitzender Südekum bittet, sofort die Subkommission zu wählen. Knudsen-Dänemark verlangt einen besonderen Vertreter für die drei skandinavischen Länder.— Das gleiche fordert Sigg für die Schweiz, um in der Kommission darzulegen, datz auch ein Miliz- Heer nicht wünschenswert sei.(Zuruf: Ebenso wie in Amerika!) — Baillant verlangt einen Sitz für die Polen, um Rosa Luxem. bürg einen Platz zu verschaffen. Lenin bietet Rosa Luxemburg das eine Mandat für Rußland an.— Beschlossen wird also die von Bebel vorgeschlagene Sub- kommission mit je einem Sitz für Skandinavien und die Schweiz. Gewählt werden Bebel und Vellmar für Deutschland, Dr. Adler und Skatulla für O e st e r r e i ch, Jaures und Guesde für Frankreich, Scheu und Smart für England, Ferri und Costa für I t a l i e n, Sigg für die S ch w e i z, Branting-Stock- Holm für Skandinavien, Rosa Luxemburg und Bystrenine für Rußland. Die Sitzungen der Subkommission sind nicht öffentlich. Morgen 13 Uhr geht zunächst die Generaldebatte weiter, es sind noch sechs Redner eingezeichnet. Lericbts- Leitung. Ter Begriff der Nnbefcholtenheit. Dieser Begriff wurde in einer Klage der früheren Verlobten des Landmessers X. zu Kassel gegen diesen vom Reichsgericht näher erörtert und führte infolgedessen zu einer prinzipiellen Ent- scheidung. X. hatte als Student die Klägerin in Berlin kennen ge- lernt und mit ihr schon vor der Verlobung geschlechtlich verkehrt. Die damals 2Sjährige Klägerin hatte dem jetzt beklagten T. dabei erzählt, datz sie früher schon einmal mit einem jungen Mann in gleicher Weise verkehrt und sich mit ihrer Mutter deshalb über- warfen und selbständig eingemietet habe. Späterhin wurde das Verlöbnis der Klägerin mit X. wegen Streitigkeiten wieder ge- löst und forderte sie von X. wegen Rücktritts vom Verlöbnis Ersatz des erlittenen Vermögensschadens sowie eine Entschädigung von 13 333 M. nach§ 1333 B.-G.-B. Das Landgericht Berlin sprach der Klägerin den Vermögens- schaden zum Teil zu und verurteilte den Beklagten auch nach § 1333 B.-G.-B. zu einer Entschädigung von 3333 M. Diese Ent- scheidung wurde auf die Berufung des Beklagten vom Kammer- gericht bestätigt. Auf die Revision des Beklagten hin wurde das Urteil des Kammergerichts vom Reichsgericht aufgehoben wegen Verkennung des Begriffs der Unbescholtenheit und Be- Messung des immateriellen Sck>adcns von 3333 M. nach § 1333 B.-G.-B. Der erkennende vierte Zivilsenat des Reichs- gerichts hegt keinen Zweifel an der Ernstlichkeit des Verlöbnisses und billigt auch die Gründe des Berufungsgerichts, welche die Be- rufung des Beklagten auf den vor der Verlobung gepflogenen Ge- schleckitsverkehr mit der Klägerin verneinen, weil er nach seinem ganzen Verhalten die Klägerin nicht niedriger bewertet, vielmehr mit ihr verkehrt, ihr die Ehe versprochen und dadurch gezeigt habe, datz er die Klägerin nicht als beschälten angeschen habe. Dahingegen führt das Reichsgericht aus. datz der Berufungsrichter insofern den Begriff der Unbescholtenheit verkannt habe, als er an- nehme, daß der erwähnte frühere Verkehr der Klägerin in Berlin. wobei es zu der Ueberwerfung mit der Mutter gekommen war, eine Bescholtenheit der Klägerin deshalb nicht herbeigeführt habe, weil dieser Verkehr geheim geblieben sei. Dies sei rechtsirrtümlich. Schon von den Strafsenaten sei angenommen worden, datz eS für den Begriff der Befckwltenheit nicht erforderlich sei, datz die dies- bezüglichen Ausschreitungen einer Frauensperson in einem weiteren Kreise bekannt geworden seien, auch diejenige, die nur in engem Sinne oder bei einzelnen Personen„bescholtcn" sei, könne die Be- zeichnung einer unbescholtenen Person nicht für sich in Anspruch nehmen. Die Kenntnis der Tatsachen, die den Mangel der Unbe- scholtenheit begründet auf feiten des Verlobten, ersetze nicht die scholtenheit begründet, auf feiten des Verlobten ersetze nicht die bewirken, daß der Verlobte, der trotz der Kenntnis das Verlöbnis eingeht oder fortsetzt, sich nicht auf die ihm schon früher be- kannten Tatsachen zur Rechtfertigung seines Rücktrittes be- rufen kann. Jnfolgedecssn wurde die Entscheidung des Kammer- gerichts betreffend die 5333 M. aufgehoben und die Sache zur anderweitigen Entscheidung hierüber an das Kammergericht zurück- verwiesen._ Born§ 270 de» alten preußischen Strafgeseybuchrs. In zwei Strafprozessen— gegen Pohl und gegen Jenitzcn— hatte daS Kammergericht über die Gültigkeit des§ 273 deS preußischen Strafgesetzbuches zu befinden. Weil die Angeklagten durch Zu- sichcrung von Vorteilen andere abgehalten hätten, bei ZwangSver» steigerungen von Grundstücken mitzubieten, wurden sie in zweiter In stanz zu Geldstrafen verurteilt. Es wurde ihnen eine Ueber- trctung des h 273 des preußischen Strafgesetzbucbs vom 14. April 1851 zur Last gelegt, welcher lautet:„Wer andere vom Mit. bieten bei den von öffentlichen BeHorden oder Beamten vorge- nommenen Versteigerungen, dieselben mögen Verkäufe, Vcrpach- tungen, Lieferungen, Unternehmungen oder Geschäfte irgend einer Art betreffen, durch Gewalt oder Drohungen, oder durch Zu- sichcrung oder Gewährung eines Vorteils ab- hält, wird mit Geldbuße bis zu 333 M. oder mit Gefängnis bis zu 0 Monaten bestraft."— Dos Kammergericht verwarf die von den Verurteilten eingelegten Revisionen und erklärte den§ 270 "v.r. rrtfnpfrbFnirftfi ffir- jc. i o � r. ff t von oen x>ecuru-mtrii um.», uny eruartc ocu 9 des alten preußischen Strafgesetzbuchs für noch rechtSgülti, Er fei nickt durch§ 2 deS EinführungsgesetzeS zur ReichSstrafgesctzbuch a»tzer Kraft gesetzt, denn die Rcckts. materie, die 8 270 behandele, sei kein Gegenstand deS ReickS-StrafgesetzbuchS. ES sei auch die Zusicherung eines„Vor- teils" im Sinne des 8 273. wenn, wie in den vorliegenden Fällen. Baugcldgcbcrn zugesichert werde, sie sollten keine Verluste erleiden, falls sie nicht mitböten bei der Zwangsversteigerung von Grundstücken, die sie beliehen hatten. Zeutral.Kranken, und Sterbekafle der �avatardetter Dentsq- lands. Oeitliche Verwaltungen Berlin I und n. Kombinierte Mitglieder- Versammlung. Verband der Friseurgebülfen Teutschlands. Zweigverein Berlin und Vororte. Donnerstag, den 22. d, M,, abends 9'/. Uhr. Roscnlhaler» stratze U/t2: Versammlung. eingegangene vruckfckriften. verwaltungsbericht der Siiddeutschen Eilen- und Stablberul»« genosscnich ist 1906. 71 weiten. Buchdruckcrei L. Prickarts in Mainz. „März«, Halbnionatsschrist für deutsche Kultur. H�'�cber: Thoma, H. Hesse, A. Langen, K. Aram. Zweites. Augusthest 1907. Preis ' M. Verlag von A. Langen. München Soziales Museum. 4. Jahresbericht 1906 30 Seiten. Herausgegeben vom Vorstände Lelbilvertag in Franksurt a. M. r.~ S»»l>i,llun.,e». Bismarck. Biilow und Horden. Von H- v. M. 1 M. Tharingilche VerlagSanslalt. Leipzig. Talstr. 12. �„. m Tie interuationale Organisation der sozialistischm Jugend. Bericht deS Sekretariats der sazialmischen Jilgendorganisalionen. 83«eilen. Verlag: Leipziger Buchdriickcrci A.-G in Leipzig. Fachblatt für Holzarbeiter. H-st 8 de»»weiten Jahrgänge»' August 1907. Herausgegeben vom Deutschen Holzaroeiter-�eroand, Stutt- L. 1,20 icrung vus ugixrgrcijen oer die ctntiitiintciiijtiicgc Agitution angesichts ver oro�enpen Zucht- gart.____ Sans Weber. Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Tb. Glocke. Berlin. Druck u.Verlag: Vorwärts' Buchdruckerei u. Verlaasanstalt Paul Sinaer& Eo„ Berlin SW. Nr. 195. 24. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Dounerstag, 22. August 1907. 14. Tahresversammlung des Zentralverbandes von Ortskrankenkaffen im Deutschen Reiche. Mannheim, 19. August. Der Antrag entfesselt eine lebhafte Debatte, die schließlich zur einstimmigen Annahme des Antrages führt. 4. Antrag der Allgemeinen Ortsfrankenkasse zu Frankfurt a. M. auf Abänderung des§ 32 Absatz 2 des Krankenversicherungsgesetzes. Nach kurzer Begründung des Antrages durch Gräf- Frankfurt wird derselbe debattelos angenommen. Die Verhandlung wurde hierauf auf den 20. August vertagt. Aus der Partei. Berichtigung. tassen zum Frieden zwang. Bis in die jüngsten Tage hinein suchte 2. Die Vorschrift, daß der Tarkommission zur Feststellung der man nach den kleinsten Verfehlungen der Kassenverwaltung seitens Preise usw. Delegierte der Krankenkassen anzugehören haben. der Aerzte, sie hätten sich auch nicht gescheut, die Tagespresse zu 3. Das Recht für Gemeinden, Aerzteorganisationen, Krankenbeeinflussen, sogar die Monatsblätter und die schöne Literatur und kassen und Apothekentonzessionsanwärter im Verwaltungsstreitdie Witblätter mußten für die Zwecke der Aerzte herhalten. Der verfahren über die Errichtung neuer Apotheken entscheiden zu Aeratestreit wurde jogar zu einer Broschüre verarbeitet. Wolle laſſen. man an der Tätigkeit der Aerzte Kritik üben, so könne man sagen, 4. Festlegung des Zwanges für die Apotheker, jedes ordnungsnichts sei von ihnen mehr vernachlässigt worden, als die hygienische mäßige ärztliche Rezept auf Kredit ausführen zu müssen, sofern Erziehung. durch Hinterlegung eines Vorschusses bei einer amtlichen Behörde In langen, zum Teil sehr interessanten Ausführungen be- Sicherheit zur Zahlung gegeben ist. 5. Regelung der Abgabe fabrikmäßig hergestellter Spezialis Der bereits gestern abend gewählte Vorsitzende der Jahres- schäftigte sich dann der Redner mit der von den Aerzten erstrebten bersammlung, Fraßdorf- Dresden, Vorsitzender der dortigen Orts- freien Aerztewahl, die er geradezu als den Ruin für manche täten in jeder der technischen Entwickelung entsprechenden Form." frankenkasse, eröffnete um 9% Uhr die Tagung und begrüßt zuDie Resolution fand einstimmige Annahme. Kaffen bezeichnet. Der Redner empfahl zum Schlusse die Annahme folgender Herr Direktor UIImann- Leipzig begründet hierauf fol nächst die Vertreter der verschiedenen Behörden und Korporationen. genden Antrag der Ortskrankenkasse Leipzig auf Einfügung folAls Vertreter des Ministeriums war Ministerialdirektor v. Red Resolution: erschienen. Redner führte aus: Das Bestreben des Zentralverbandes Deutschen Reich in Mannheim erklärt in Uebereinstimmung mit Die 14. Jahresversammlung von Ortskrankenkassen im gender Bestimmung im§ 52 des Krankenversicherungsgesetzes: " Die Krankenkassen, welche von der Befugnis, eine VorausDeutschen Reich in Mannheim erklärt in Uebereinstimmung mit ift, die Sozialreform vorwärts zu bringen. Es ist uns schon oft der den Ausführungen ihres Referenten über das Verhältnis der zahlung der Beiträge festzusetzen, keinen Gebrauch machen, find be Vorwurf gemacht worden, daß in den Ortskrankenkassen Parteipolitik getrieben wird. Ich weise dies hier ausdrücklich zurück und Krankenkassen zu den Aerzten, daß sie sich nach wie vor zu den rechtigt, in ihnen geeignet erscheinenden Fällen von den Arbeitich möchte darauf hinweisen, daß gerade das gute Verhältnis Leitsäßen bekennt, welche in der Resolution des Allgemeinen Kon- gebern die Einzahlung eines zur Dedung etwa in Rüdftand ver zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer innerhalb der Stasse auf greffes der Krankenkassen Deutschlands im Jahre 1904 nieder- bleibender Beiträge zu verwendenden entsprechenden Vorschusses zu fordern. Die Vorschriften über das Zwangsbeitreibungsverfahren den Ausgleich der Gegenfäße von bestem Einfluß gewesen ist. gelegt find. Jedermann soll seine politische Meinung zum Ausdruck bringen Der große Kampf, welcher sich seither in Leipzig, Köln, finden entsprechende Anwendung." an geeigneter Stelle, wir stehen aber auf dem Standpunkte, daß München, Solingen und Remscheid und vielen anderen Orten des die Ortsfrankentassen nicht der geeignete Boden hierzu sind. Die Deutschen Reiches zwischen den Aerzten und den Krankenkassen abKrankenkassen sind die wichtigste Einrichtung der Sozialreform. spielte, liefert der Jahresversammlung den unumstößlichen Beweis, Ob der Wechsel im Reichsamt des Innern zum Nußen der Sozial- daß unter der gegenwärtig gültigen Gefeßgebung den Aerzten eine reform ausschlagen wird, muß der Zukunft vorbehalten bleiben. Machtvollkommenheit eingeräumt ist, durch welche die Krankenkassen Bosadowsky, einer der tüchtigsten Staatsmänner, ist gegangen, an in Streitfällen denselben willenlos unterworfen werden. Dadurch seine Stelle ist ein neuer Herr getreten, dessen Anschauungen wir wird nicht nur die finanzielle Leistungsfähigkeit der Ortskrankennoch nicht fennen, wir hoffen aber, daß er noch auf liberaleren tassen aufs schwerste erschüttert und die Selbstverwaltung in Bahnen wandelt, als sein Vorgänger. Als einen Hauptgegenstand Frage gestellt, sondern es werden die Krankenkassen auch mehr und Der Beratungen betrachtet der Redner die Regelung der Aerztefrage. mehr ihren örtlichen sozialen Aufgaben entzogen. Machen die Es- folle nicht in die Kriegstrompete gestoßen werden, sondern man Aerzte doch heute bereits an vielen Orten die Erhöhungen der hoffe, die Frage in befriedigender Weise zu lösen. Ich darf des Leistungen der Krankenkassen von der vorherigen Erfüllung der halb wohl die Hoffnung aussprechen, daß unsere Tagung zum Wohle ärztlichen Forderungen abhängig. Die Jahresversammlung proder Versicherten und damit zum Wohle der Allgemeinheit aus- bie freie Arziwahl gesetzlich allgemein einzuführen und erachtet testiert deshalb nicht nur auf das entschiedenste gegen die Absicht, schlagen wird. Herr Ministerialdirektor v. Red spricht zunächst seinen Dant nach wie vor die Wahl des Systems der ärztlichen Versorgung für die Einladung zu der Tagung aus. Ich bin als Referent für als Aufgabe der einzelnen Kassen und Verbände, sondern sie bas Krantentassenwesen Ihrer Einladung mit großem Vergnügen fordert auch eine Aenderung der sich auf den ärztlichen Beruf er gefolgt, er dürfe den Dant aussprechen auch für das Bezirksamt streckenden Bestimmungen der Gewerbeordnung, so lange die Mannheim. Ich kann um so mehr meiner Freude über die Ein- Krankenkassen zur Gewährung ärztlicher Hülfeleistung gezwungen ladung Ausdrud geben, als es sich um ein Arbeitsgebiet handelt, werden und somit den Aerzten gegenüber willenlos gemacht sind. bei dem Staat und Selbstverwaltung in gleichem Umfange zu Der Staat, der den Krankenkassen die Gewährung dieser Leistungen wirken bestimmt sind. Ich hoffe, daß Ihre heutige Bersammlung direkt auferlegt, muß auch gefeßlich für die Möglichkeit dieser Er- Der Vorstand des Vereins Arbeiterpresse hat mit dem in den beiträgt zum Ausgleich vorhandener Gegensäße, zur Klärung füllung dadurch Sorge tragen, daß er die Bezahlung einer staat- Mitteilungen abgedruckten Entwurf eines Breßbureaus gar nichts zu schwebender Fragen und im Sinne und Geiste unserer Gesetzgebung lichen Minimaltare zur ärztlichen Hülfeleistung gegenüber den tun. Jener private Entwurf beruht auf den von der Preßkonferenz im weiterzuarbeiten. Ich heiße Sie nochmals auf badischem Boden Krankenkassenmitgliedern regelt. Gegenüber den Tatsachen, daß März b. 3. entwickelten Auffassungen, ist aber weder direkt noch herzlich willkommen. Millionen Versicherter in Mitleidenschaft gezogen werden, fann es Herr Bürgermeister v. Hollander heißt die Erschienenen namens nicht verfangen, daß die Majorität der deutschen Aerzteschaft aus indirekt vom Vorstand des Vereins Arbeiterpresse oder von einzelnen des verhinderten Herrn Oberbürgermeisters, des Stadtrats und der dieser Forderung einen Eingriff in die Gewerbefreiheit ableitet. Mitgliedern angeregt, beeinflußt, beraten oder beschlossen worden. Ebenso unwahr ist es, daß der Vorstand des Vereins ArbeiterMannheimer Bürgerschaft herzlich willkommen. Was das Ver- Genau wie die Versicherten müssen sich die Aerzte darüber klar hältnis der Kassen zu den Aerzten betrifft, so hegt Redner den sein, daß die Rechte, welche ihnen durch das Krankenkassengeset presse oder seine einzelnen Mitglieder versucht haben, das Institut Wir haben bis zur Wunsch, daß außerhalb ein ebenso friedliches Verhältnis zwischen zugesprochen find, notwendigerweise auch die Uebernahme von des Breßbureaus in die. Hände zu bekommen. Staffe und Aerzten herbeigeführt werden möge, als es in Mann- Pflichten in sich schließen. Die Jahresversammlung macht schließ- Stunde noch nicht einmal Stellung zu der Frage genommen. Mit Parteigruß: heim besteht. Insonderheit sei im Interesse einer finanziellen lich den Krankenkassenborständen wie den Verwaltungsbeamten zur Der Vorstand des Vereins Arbeiterpresse. Kräftigung der Krantentassen zu wünschen, daß die Bestrebungen Pflicht, teine Gelegenheit vorübergehen zu lassen, um das reiche auf größere Konzentration der Kasse von Erfolg begleitet sein Material, das sich im Kampfe mit den Aerzten angesammelt hat, zur Kenntnis der Versicherten zu bringen. Die vorfißführende Herr Reichsrat Wiedholz- Wien exemplifiziert in seiner An- Kaffe wird beauftragt, sich mit den einzelnen Krankenkassen bezw. Irrtum. Der in den Mitteilungen des Vereins Arbeiterpreffe absprache von der deutschen auf die österreichische Krankenkassen- mit den Verbänden deshalb ins Einvernehmen zu sehen. Ins fürsorge. Von sonstigen Verhältnissen wie in Deutschland könne besondere follen die Jahresergebnisse der Krantentassen nach den gedrudte Entwurf eines Breßbureaus fann nicht auf den von der er aus Oesterreich nicht berichten. Die Reichsfommission für die verschiedenen ärztlichen Systemen zusammengestellt und nicht nur Preßfonferenz im März dieses Jahres entwickelten Auffassungen Krantentassen besteht fünf Jahre, und es sind ihr 1 Million Mit den angeschlossenen Kassen, sondern auch dem Bundesrat und dem beruhen", da die Breßfonferenz folche Auffassungen nicht entwickelt Die Jahresversammlung erklärt hat. Es hat über diesen Punkt keine erschöpfende Debatte auf der glieder einverleibt. In Oesterreich hegt man nicht die Sympathie Reichstag unterbreitet werden. für die Krankenkassen wie im Deutschen Reich. Wir werden in schließlich, daß sie sich von jeder prinzipiellen Aerztefeindschaft frei Konferenz stattgefunden, sondern es haben lediglich einige Genossen derselben objektiven Weise wie Sie hier insbesondere den Ausbau weiß und anerkennt, welche große Aufgaben der Aerzteschaft auf ihre persönlichen Wünsche in dieser Richtung ausgesprochen. der Krankenversicherung versuchen. Eine Reihe von Gegenständen, dem Gebiete der Arbeiterversicherung, der Schule und GewerbeDer zweiten Behauptung setzen wir folgende Stelle entgegen, die auf der Tagesordnung stehen, interessieren uns lebhaft. Nicht hygiene, bei der Fabrik- und Wohnungskontrolle noch bevorstehen. die Frage des Aerztewesens, sondern die Frage des Apothekerwesens In allen diesen Fragen darf aber das Interesse der versicherungs- die der Vorsitzende des Vereins Arbeiterpresse, Genosse Thiele. beschäftigt uns jahraus, jahrein. pflichtigen Bevölkerung nicht zugunsten eines einzelnen Standes im Boltsblatt für Halle" veröffentlichte: geschädigt werden." Die Resolution wurde nach kurzer Debatte angenommen. Sierauf wurde in die Mittagspause eingetreten. möchten. Die Feststellung der Präfenzliste ergibt die Anwesenheit vor 332 Delegierten, die 148 Kaffen und 18 Verbände vertreten, außerdem wohnen 20 Gäste den Verhandlungen an. hierzu ist Herr Verbandsdirektor Hesse- Dresden. Die 14. Jahresversammlung des Zentralverbandes von Ortsfrankenkassen im Deutschen Reiche erklärt: 11 befindet sich ein Versammlungsbericht, in dem der Redakteur der In der Leipziger Volkszeitung" vom 16. August Leipziger Volkszeitung" Dr. Lensch über die Stellung des Vorstandes bes Vereins Arbeiterpresse Ausführungen gemacht hat; in einem aus der Redaktion der„ Leipziger Volkszeitung" an die Parteipresse versandten Bericht sind diese Ausführungen noch verstärkt worden. Alle Behauptungen des Redakteurs Genossen Dr. Lensch sind, wie schon in einer früheren Erklärung festgestellt worden ist, völlig unwahr. " * Die erste Behauptung dieser Berichtigung beruht auf einem "... Nun denkt aber niemand daran, die Maßnahmen zum Ausbau unserer Parteipreffe zum Gegenstand eingehender Erörterungen auf dem Parteitage zu machen... Grörtert foll der Ent wurf nur werden auf der Generalversammlung des Vereins Arbeiterpresse am 14. und 15. September in Essen." mitgliedes des Vereins Arbeiterpresse, die Institution des NachrichtenDas nennen wir einen zweifellosen Versuch eines Vorstandsbureaus in die Hände des Vorstandes des Vereins Arbeiterpreffe zu bekommen. Auf andere Tatsachen, die dieselbe Sprache reden, weist die uns heute zugehende Erwiderung hin, die uns Genosse Dr. Paul ensch Leipzig auf die gestrige Erklärung des Gen. 2 ipinsti sendet. Sie lautet: 9 Es wird hierauf in die Tagesordnung eingetreten. In der Nachmittagssigung nahm zunächst das Wort Herr Apo1. Bericht der geschäftsführenden Kasse über die Tätigkeit im theker Staller- Charlottenburg zu seinem Vortrage über den Entabgelaufenen Geschäftsjahre, die Auswahl von Rechtsanwälten auf wurf eines Reichsapothekengefehes. Der Referent ist der Ansicht, Grund des Beschlusses zu Punkt 7 der vorjährigen Versammlung daß durch die neue Arzneitage die Arzneipreise nicht vermindert, und die Wahl der Kassenvertreter zu den Bezirtsämtern. Referent ammergeschrei barüber, daß auch die Heimarbeiter in das Bersondern erhöht werden. Die Apotheker erheben auch jetzt das Bei Uebernahme der Verbandsgeschäfte durch die Ortskranken- ficherungsgesetz einbezogen werden sollen. Es ist sogar soweit ge Tasse Dresden im September 1903 belief sich die Zahl der Ver- kommen, daß die Apothekenkonzession nicht mehr abhängig gemacht bandskassen und Kassenverbände auf 90. Bugetreten find 1903-04 wird von den Bedürfnissen, sondern von dem Preise der benach33, 1904-05 40, 1905-06 42, 1906-07 30, zusammen 235 Kassen barten Apotheken. Der Moloch des Apothekerschachers sei eben unund Verbände mit 4 Millionen Mitgliedern. Nach den Mitteilungen ersättlich. Wenn irgend ein neues Mittel eingeführt wird, so ist des kaiserlichen Statistischen Amtes waren bei einer Bevölkerung nicht die erste Frage, ob es gut oder schlecht ist, sondern was daran Erklärung. Die Erklärung des Gen. Lipinski über seine Stellung von rund 60 Millionen im Jahre 1904 11 418 446 Personen gegen verdient wird. Auch die freigegebenen Mittel sind dem Apotheker Krankheit versichert, das sind 192 von je 1000 Personen der Ge- tributpflichtig. Ist auch der Bezug von Mitteln, die einer beson- dem Entwurf für das Nachrichtenbureau gegenüber enthält einzelne famtbevölkerung. Der Unfallversicherung unterlagen 18 376 000 beren sorgfältigen Zubereitung bedürfen, aus den Apotheken not unrichtigkeiten, die ich zu berichtigen bitte. Nicht ich, sondern ein gleich 309 bom Tausend, der Invalidenversicherung 13 756 400 gleich wendig, so muß es doch eigentümlich erscheinen, wenn der Drogist Diskussionsredner nannte ihn den Vater des Entwurfs, der in den 232 vom Tausend. Im Jahre 1904 waren 22 912 Krantentassen zum Beispiel Borsalbe für räudige Sunde abgeben darf, aber nicht Mitteilungen des Vereins Arbeiterpresse abgedruckt war und der das tätig, und zwar: für Menschen. Auf den neuen Gesetzentwurf über das Apotheken- zu gründende Preßbureau in die Hände des Vorstandes des Vereins 8194 Gem.-.-. mit 1515 789 Personen, 4692 Orts- Kranken- wefen eingehend, bemerkt der Redner, wer glaube, daß der neue Arbeiterpresse lancieren wollte. Ich selber habe gesagt, daß bekanntfaffen mit 5 337 967 Personen, 7601 Betriebs- ranter sen mit Gefeßentwurf geeignet sei, das Uebel an der Wurzel zu fassen, der lich der Verein Arbeiterpresse unter Führung der Genossen Thiele 2 693 927 Personen, 672 Innungs- Stranfenfassen mit 249 054 Per- täusche sich. Die Regierung habe bei der Abfassung des Entwurfes und Lipinski versucht hätte, das Preßbureau in die Hände zu be fonen, 176 Knappschafts- Krantentassen mit 707 726 Personen, 1536 ein altersschwaches Roß geritten, ein Entwurf sei herausgekommen, fommen. Diese Behauptung halte ich aufrecht. Von über die Einrichtung des Preßbureaus eingeschriebene oder landesrechtliche Krankenkassen mit 37 374 Mit- der an geistiger Impotenz das Menschenmöglichste leiste. Der Red- den Entwürfen, die mur den Ent gliedern. Die in den Ortskrankenkassen versicherten Personen ner geht dann über zu einer Krunk der einzelnen Paragraphen. vorlagen, veröffentlichte Genosse Lipinski machen also bald die Hälfte aller Krankenversicherten aus, bon Redner empfiehlt dann als Resümee feiner Ausführungen folgende wurf in den Mitteilungen des Vereins Arbeiterpresse, der denen sich wieder zirta% dem Zentralverband anschlossen. Die Resolution zur Annahme: das gesamte Preßbureau dem Verein Arbeiterpresse auslieferte. Und vorjährige Versammlung beauftragte die geschäftsführende Kasse nachdem er dergestalt für diesen Entwurf einseitig Stimmung ge mit der Erledigung folgender Aufgaben: 1. Petition auf Abänderung macht hatte, setzte der Vorstand des Vereins diesen Entwurf auf die §§ 25 und 26 des Gem.- Unfallvers.- Ges.,§§ 8, 21, 45 und 57a Eine durchgreifende Neuordnung des deutschen Apotheken- Tagesordnung der nächsten Hauptversammlung. Das nannte ich des Krankenversicherungsgesetzes. wesens ist durch die seitherige Entwickelung zur unabweisbaren einen Versuch des Vereins Arbeiterpresse, das Preßbureau in die 2. Petition auf Klarstellung des Verhältnisses der Kranken- Notwendigkeit geworden. Sie erklärt sich bereit, mit allen Kräften Hände zu bekommen, und das nenne ich auch heute noch so. kaffen zu den Aerzten in dem Sinne, daß im Konfliktsfalle entweder bei einer solchen mitzuwirken und sieht sich hierzu nicht nur als Im übrigen stammte der an die Parteipresse versandte Verdie Aerzte gegen Bezahlung staatlicher Tagen zur ärztlichen Be- größter Arzneizahler berechtigt, sondern auch deswegen, weil sie fammlungsbericht nicht aus der Redaktion der Leipziger Volkshandlung der Krantentaffenmitglieder verpflichtet oder die Kranken- unter den gegebenen Verhältnissen die gegebenen fachkundigen Verzeitung"", sondern er ist die Privatarbeit eines Kollegen, der sich ihr faffen der gesetzlichen Verpflichtung zur Gewährung ärztlicher Be- treter der gesamten Arzneikonsumenten überhaupt sind. nur unterzog, weil der sonst für die Parteipreffe aus Leipzig handlung an ihre Mitglieder enthoben werden. Diesen Beschlüssen In dem vom Reichsamt bekannt gegebenen Entwurf eines forrespondierende Genosse an jenem Abend verhindert war. ist in der in dem Geschäftsberichte ersichtlichen Form stattgegeben Reichsapothekengefeßes vermögen wir eine Lösung der Apotheker- Leipzig, 21. August 1907. worden. 3. ist ein weiterer Beschluß auf Abänderung der Reichs- frage nicht zu erbliden. Als einzige, den Interessen der Allge Dr. Paul Lensch. arzneitage an das Reichsamt des Innern mit dem Antrage ein- meinheit dienende Form des Apothekenmonopols ist unter Wegfall Auf der Generalversammlung des 7. schleswig- Holsteinschen Wahlgereicht worden, au fünftigen Beratungen über Abänderung der auch der verkäuflichen Privilegien und Realtonzessionen die Araneitage regelmäßig Vertreter der Oriskrankenkassen zuzuziehen. Kommunalapotheke zu bezeichnen. Zur Erreichung dieses Bieles freises( Riel- Neumünster), die am Sonntag in Neumünster Vors. Fräßdorf berweist auf die Bestrebungen der Kaffen und erscheint die Ablösung der Idealwerte unter Buhülfenahme des tagte und von 43 Delegierten besucht war, fonnte über einen erKaffenverbände, daß die Delegationskosten von Mitgliedern auf Staatskredites unumgänglich; die reine Personalfonzession fann freulichen Fortschritt der Bewegung im abgelaufenen Geschäftsjahre Kosten der Kaffen erfolgen dürfen. Eine große Zahl von Landes- höchstens als ein Uebergangssystem zur Kommunalisierung des Apo-( 1. Juli 1906 bis 1. Juli 1907) berichtet werden. Die Mitgliederregierungen haben in dieser Beziehung dem Drängen der Kassen thekenwesens in Betracht kommen, sofern gefeßliche Garantien da- zahl der Ortsvereine hat sich von 5961 auf 7917, d. 5. um 30 Proz., erhöht. nachgegeben, andererseits bereiten aber die Aufsichtsbehörden die Die Abonnentenziffer der Schlesw.- Holst. Voltszeitung" größten Schwierigkeiten. Der Redner schlägt vor, die Versammist im Wahlfreise von 11 944 auf 15 180 gestiegen, weist also ein lung wolle beschließen, daß die Unterverbände in gleicher Weise wie Mehr von 3186 gegen das Vorjahr auf. Insgesamt zählt unser Kieler Die Einnahmen der die einzelnen Kaffen bei ihren Regierungen dahin vorstellig werden, Parteiorgan jest girta 24 000 Abonnenten. daß die Kosten zu Delegationen auf die Staffe übernommen werden Bentraltasse haben sich von 35 588 9. auf 48 245 M. erhöht, die dürfen. Die geschäftsführende Kasse wird beauftragt, im gleichem außerordentlichen Einnahmen während der Wahlzeit nicht mitSinne beim Reichsversicherungsamt vorstellig zu werden. eingerechnet. Daneben sind die Kassenbestände der Ortsvereine, deren Einnahmen 51 754 m. betrugen, darunter aus Mitglieds beiträgen 32 412 M., wovon 60 Proz. an die Zentraltasse des Kreises abzuführen waren, um 41 Proz. gestiegen. An den Parteivorstand in Berlin wurden 5900 M., an die Agitationskommission der Provinz 3750 M. abgeführt. Die Ausgaben für die Reichstagswahl, die aus den während der Wahlperiode eingegangenen außerordentlichen Einnahmen mehr als gedeckt werden konnten, beliefen sich auf rund Nach kurzer Debatte wird demgemäß beschlossen. für gegeben werden. Wir verurteilen an dem vorliegenden Regierungsentwurf, daß derselbe statt wirklicher Vorteile zur Regelung des Apothekenwesens zu bringen, sich mit polizeilichen und behördlichen Reglementierungen begnügt und über die wichtigsten Fragen sich ausschweigt. Andererseits läßt der Entwurf, von der Form des Konzessionssystems ganz abgesehen, eine wirkliche durchgreifende Regelung ver3. Das Verhältnis der Krankenkassen zu den Aerzten. Hier- missen. Wir erklären es für unerläßlich, daß unter Wegfall aller über referiert Herr Albert Kohn- Berlin. Seit dem Jahre 1904 diskretionären Befugnisse von Behörden und von Verordnungsjeit die Aerztefrage nicht mehr zur Ruhe gekommen. Nicht meil freiheiten ein Apothekengeset mit umfassen und regeln muß: die Sache der Aerzte eine gerechte gewesen, sei der Stampf gegen 1. Regelung der den Apotheken vorbehaltenen Mittel, der Vorsie an den verschiedenen Orten zu ihren Gunsten ausgefallen, schriften über die Arzneistoffe, die jede Apotheke führen muß, durch fondern weil die Regierung für sie Partei genommen und die Kranken- tas Gefeb " 16 000 m., wovon 2000 m. an benachbarte Wahlkreise und eine ebenso große Summe an die Agitationsfommission der Provinz abgeführt wurden. Kieler Wahlkreis vor. Der Generalversammlung lag ein Antrag der Kreisleitung auf Herausgabe einer gratis zu verteilenden, wöchentlich bezw. vierzehntägig erscheinenden erscheinenden Landarbeiterzeitung für den Dem Antrag wurde nach fünfstündiger eingehender Debatte über die Agitation auf dem Lande prinzipiell zugestimmt. Die definitive Beschlußfassung wurde vertagt bis zur nächsten Generalversammlung, da auf dem demnächst stattfindenden Provinzialparteitage voraussichtlich die Gründung eines monatlich erscheinenden Landarbeiterorgans für die ganze Pros vinz beschlossen werden wird und die Erfahrungen, die mit dieser Beitung gemacht werden, abgewartet werden sollen. Der Anstellung eines befoldeten Kreisbeamten, der am 1. Oktober sein Amt antreten soll, wurde zugestimmt. Der Ortsverein Kiel hat bereits im vorigen Winter einen besoldeten Sekretär angestellt. Die Zahl der regelmäßige Beiträge zahlenden Genossinnen ist von 440 auf 800, die der„ Gleichheit"-Abonnentinnen von 890 auf 1487 im Berichtsjahr gestiegen. = genommen werden. 26. 29. 5. und nicht am wenigsten in dem Andrang am Arbeitsmarkt zum 1 Ausdruck kommen. Auf feinem dieser Gebiete läßt sich aber eine Abschwächung bemerken. Die Bewegung auf allen beweist vielmehr, daß troß der günstigen Lage im letzten Jahre die Situation in der Eisenindustrie 1907 noch eine Besserung auf weist.... Juni. Liegt der Arbeitsmarkt für Hüttenarbeiter auch noch überall unverändert glänzend, so ist in der weiterverarbeitenden Juni. Daß der Stand der Bautätigkeit im allgemeinen die Industrie vereinzelt in Gunst doch etwas zurückgegangen. Höhe des vorjährigen nicht erreicht, ist zweifellos... Auguft. Dadurch kommt es auch, daß auf dem Arbeitsmarkt im Baugewerbe eine die vorjährige noch übertreffende Gunst herrscht. 16. Auguft. Die ungünstige Wendung, die der Monat Juli auf dem Arbeitsmarkt gebracht hat, verstärkt die Befürchtungen, die fich an die weitere Gestaltung der Konjunktur schon seit mehreren Monaten knüpften... Es überwiegen zurzeit die Stimmen, die mit einem gewerblichen Rückgang rechnen und es kann nicht geleugnet werden, daß für die ungünstige Auffassung eine Reihe schwerwiegender Gründe ins Feld geführt werden... Auguft. Dabei mehren sich die Anzeichen einer Erholung im Herbst. Aus der Roheisenindustrie wird gemeldet, daß bereits für 1908 Aufträge eingehen.. 17. Moderne Küche. Wie eine moderne Sotelfüche aussieht, illustriert die nachfolgende Schilderung der Anlagen im Kaiserhof: Für den Praktiker sind speziell die Anlagen im Souterrain interessant, wo die Elektrizität für die denkbar verschiedensten Zwecke der Kraftübertragung nubbar gemacht wird. Unsere Hausfrauen würden über die Arbeit staunen, die sie dort verrichtet. Ein Motor treibt den Fleischwolf, daneben hämmert der elektrische Steinmörser Zucker, Gewürz, Krebsnasen u. a. m. Die im Nebenraum mit gemeinsamem Antrieb ausgerüsteten Maschinen wandfrei, wie es der Hand faum möglich ist. Geschäftig stampft bereiten die appetitlichsten Dinge so schnell und hygienisch einder Schnee- und Sahnenschläger; fonische Walzen bereiten Fleisch mischungen und Farcen; das Speiseeis wird elektrisch gerührt. Geschirrspülmaschinen, bei denen der Elektromotor das kochende Wasser in wirbelnde Drehung versetzt, sind bekannt. Die nach dem Ammoniakverfahren von Borsig gebaute Gefrier, und Kühlanlage hat elektrischen Antrieb für Kompressor, Bumpe und Ventilator, ebenso die Wasserversorgung und die Entwässerung. Das Wasser wird dem 45 Meter tiefen Hotelbrunnen entnommen und nach Passieren der Enteisenungsanlage durch zwei Zentrifugalpumpen mittels 10pferdiger Motoren zu den Bassins im Dachgeschoß gehoben. Die Kreis Generalversammlung des Reichstagswahlkreises Bemerkenswert ist weiter die Lüftungseinrichtung. Vier Ruppin- Templin fand am Sonntag in Curtschlag statt. elektrisch betriebene Ventilatoren saugen stündlich je 15 000 Stubik16 Ortschaften waren durch 36 Delegierte vertreten; außer dem Zentralvorstand waren die Berliner Agitationsfommission und der meter Frischluft in zwei getrennte Kammern. Durch die in einer sechste Berliner Wahlkreis durch die Genossen Dobrohlaw und von diesen montierten Heizkörper strömt im Winter Dampf, im Zur Lage auf dem Roheisenmarkte schreibt die„ Nh.- Westf.- 3tg.": Sommer faltes Brunnenwasser, und erst die so angewärmte resp. Dams vertreten; als Vertreter der Presse war der Genosse Sydow- Brandenburg anwesend. Den Bericht des Vorstandes Meinung, daß die Roheisenpreise generell herabgefegt worden seien. der ersten Kammer gemischt, den verschiedenen Sälen und Korri" In Verbraucherfreisen begegnet man vielfach der irrigen gekühlte Luft wird, in einer dritten Abteilung mit der Frischluft erstattete rasemann- Neu- Ruppin. Eine Besserung der Das ist aber ganz und gar unzutreffend, und die bisherigen doren zugeführt. Organisationsverhältnisse im Kreise ist eingetreten. Die Zahl der Syndikatspreise haben bis Ende des Jahres Gültigkeit. Ein elektrisches Fernthermometer gestattet in organisierten Parteigenossen beträgt annähernd 1100. Das der Nähe der Ventilatoren das Ablesen der in diesen Räumen Die Abonnentenzahl der" Brandenburger Zeitung" fönnte eine erheb- Deffentlichkeit gelangten Meldungen Glauben schenken darf, zu diesen Luftkammern befindlichen Klappen lassen sich beliebige WärmeDüsseldorfer Syndikat verkauft sogar schon, wenn man den in die herrschenden Temperatur; mit regulierbaren, zwischen den drei lich bessere sein. In der zweiten Hälfte des September soll eine Preisen für das erste Semester nächsten Jahres. Von einer energische Agitation zur Gewinnung neuer Abonnenten vor- Breisherabsehung kann also weder im allgemeinen noch im speziellen Fall die Rede sein. burger Gießereieisen Nr. III, das vor einiger Zeit in Konkurrenz Eine alleinige Ausnahme macht das Lugemgegen englisches Eisen um zwei Mark die Tonne ermäßigt wurde. Auch muß man von den billigen, außersyndikatlichen Angeboten des Kraftwerks in Mittel- und Nordostdeutschland absehen, mit denen ja ein bestimmter Zweck verknüpft wird. Inwieweit sich An den Bericht des Vorstandes knüpfte sich eine lebhafte allerdings angesichts dieser Stonkurrenz und angesichts der unsicheren Debatte, die sich naturgemäß hauptsächlich auf die Erfahrungen und Marktlage die seitherigen Syndikatspreise auch in der Zukunft aufBeobachtungen bei der letzten Wahl fonzentrierte. Von allen recht erhalten lassen, ist eine andere Frage, deren Beantwortung man Diskussionsrednern wurde für die Zukunft eine planmäßige und sich in Abnehmer- und Verbraucherfreisen vorlegen sollte, ehe man lebhafte Agitation gewünscht. Nach einem beifällig aufgenommenen jetzt schon zu langsichtigen Abschlüssen übergeht. Uns will es vom eine Die gesamte elektrische Energie wird von den B. E.-M. durch Referat des Genoffen Stadtverordneten Adolf Ritter- Berlin Standpunkt der Verbraucher gerade in der gegenwärtigen Zeit 120 Elementen und 1250 Ampèrestunden Kapazität geliefert. im Souterrain aufgestellte Akkumulatorenbatterie über die allgemeine politische Lage, wurde er einstimmig als nicht besonders ratsam erscheinen, sich schon jetzt für Kandidat des Wahlkreises Ruppin- Templin nominiert. das ganze erste Semester nächsten Jahres einzudecken, schon um Den Kassenbericht gab der Genosse inze- Neu- Ruppin. Es betrugen die Einnahmen 3741,21 M., die Ausgaben inkl. eines fleinen Bestandes auf der Sparkasse 3506,51 M., so daß am Schlusse des Geschäftsjahres ein Bestand von 239,20 m. verblieb. Die letzte Reichstagswahl berursachte eine Ausgabe von 3066,00 M. = hat man die Säle, Küche, das Kesselhaus und den Akkumulatorengrade einstellen. Um die verbrauchte Luft abführen zu können, bezt. 15 000 Stubikmeter stündlicher Leistung ausgerüstet. Fünfraum außerdem mit elektrischen Schraubenventilatoren von 8000 zehn Elektromotoren von zusammen 20 PS sind in diesem Teil der Installation tätig. Daß man im Kaiserhof Personen und Lasten elektrisch durch alle Stockwerke befördert, braucht hier kaum hervorgehoben zu werden; aber der Hinweis ist wichtig, daß gerade diese Aufzüge außerordentlichen Anteil an der Steigerung des Hotelverkehrs haben. Arbeiter- Raucher- Bund Berlins und Umgegend. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Mitglied aus Slub, Maryland" am 17. d. M. verstorben ist. Die Tagesordnung zur Brandenburger Provinzial- deswillen nicht, weil einmal eine Preiserhöhung kaum in fonferenz erläuterte Dobrohlaw- Berlin. Als Delegierte Rechnung zu ziehen ist und weil andererseits sich der wirkhierzu wurden gewählt rasemann- Neu- Ruppin, I am mer- liche Bedarf fürs erste Semester heute kaum schon übersehen Zehdenick und Nebermann- Lindow. Zum Preußentag läßt. Der Bedarf dürfte sich auch taum auf der bestimmte die Konferenz die Genossen Radler- Zehdenick, eitherigen Höhe halten, normalen Gang der MarktLudicke Curtschlag und Arafemann- Neu- Ruppin als verhältnisse vorausgesetzt. Umgekehrt hat das Syndikat ja ein Delegierte. Vorher hatte der Genosse Dam 3- Berlin die Tages- gewisses Interesse, feinen Mitgliedern auf weiter hinaus unter ordnung der Provinzialfonferenz einer kurzen Betrachtung unter den heutigen Verhältnissen Aufträge zu sichern. Denn angefichts Wilhelm Große zogen. Ueber den Parteitag in Essen referierte Ritter- Berlin, des bevorstehenden Konkurrenzkampfes mit dem Kraftwerk eröffnen dem auch das Mandat des Kreises zum Parteitage übertragen sich für dasselbe feinesfalls günstige Perspektiven. Das Vorgehen wurde. Ein Antrag Zehdenick, dem„ Märkischen Landboten" für des Syndikats scheint uns aber mit Rücksicht auf die Erfahrungen jeden einzelnen Kreis zugeschnittene, besondere Beilagen bei- früherer Jahre auch nicht ohne Bedenken zu sein. Wir erinnern an zulegen, wurde dem Vorstande zur Berücksichtigung überwiesen.bie langsichtigen Verkäufe des Jahres 1900, die die Veranlassung zu Ein Antrag desselben Wahlvereins, den Sitz des Zentralvorstandes den bekannten Prozessen des Syndikats mit einer Abnehmergruppe von Neu- Ruppin an einen anderen Ort zu verlegen, wurde gegen bildeten. Angesichts dieser Tatsachen empfiehlt sich deshalb doppelte drei Stimmen abgelehnt. Vorsicht gerade in der gegenwärtigen Situation, bei der sich die zuZum Vorsitzenden des Zentralvorstandes wurde rase- fünftige Gestaltung der Marktlage nicht überblicken läßt. Verkäufe mann Neu- Ruppin, zum Stassierer Hinze- Neu- Ruppin ge- über Jahresende hinaus sollten daher nur in Ausnahmefällen einwählt; als Mitglied des Zentralborstandes für die Proving Branden. burg Strafemann Neu- Ruppin. Als Ort der nächsten General gegangen werden." bersammlung wurde Gransee bestimmt. P Rentabilität im Großgewerbe. Die Generalversammlung des Kreis- Wahlvereins für BauchUnterstellt man, daß das für 1906 ermittelte Rapital auch schon Belzig- Jüterbog- Luckenwalde fand am Sonntag in Budenwalde im Vorjahre investiert war, dann gelangt man zu folgendem auf Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet morgen Freitag, den 23. d. M., nachmittags 5 Uhr, von der Leichenhalle des Gethsemane- Kirchhofes in Nordend aus statt. 3/11 Der Vorstand. Verein Berliner Buchdruck- Maschinenmeister. Den geehrten Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Stollege Georg Footh am Sonnabend, den 17. August, nach längerem Leiden storben ist. ber Sein Andenten werden wir in Ehren halten. Der Vorstand. Danksagung. Für die herzliche Teilnahme und die vielen Kranzspenden bei der Be erdigung unseres lieben, so früh Paul Bieberstein und Bekannten, insbesondere dem Glasarbeiter Verbande, der Komstatt. Der Jahresbericht fonstatiert günstige Kassenverhältnisse und mäßige Fortschritte in der Bewegung, die freilich nicht den Ergebnis: 2097 Aktiengesellschaften, deren Geschäftsjahr am 31. Dezember gehegten Erwartungen entsprochen haben. Die Herrschaft der Junker läßt in dem überwiegend ländlichen Kreise teine freiere schließt und deren Rechnungsergebnisse für 1905 und 1906 bisher Entfaltung politischen Lebens zu. Doch ist auch die Gleichgültig bekannt geworden sind, hatten ein Nominalaktienkapital im Betrage feit eines großen Teiles der gewerkschaftlich organisierten Arbeiter von 8046,18 Millionen Mark. Auf dieses Sapital wurde im gegenüber der Parteiorganisation zu beklagen. Der Kreis hat Jahre 1905 eine Dividendensumme in Höhe von 686,53 Millionen 7396 Gewerkschafts-, aber nur 2654 feftorganisierte Partei- Mart ausgeschüttet; das Aktienkapital verzinste sich mit 8,54 Proz. mitglieder. Noch schlechter ist es um die Verbreitung der Parteipresse bestellt; die„ Brandenburger Zeitung" hat in 39 Ortschaften Die Dividendenſumme für das Jahr 1906 stellte sich Das gesamte Nominalfapital verdes Kreises 1874 Abonnenten, außerdem sind noch 94„ Borwärts"- 744,03 Millionen Mart. im Jahre 1906 mit 9,24 Proz. Der Leser vorhanden. Die Lehren der letzten Reichstagswahl, zinste sich demnach die auch in diesem Kreise eine herbe Enttäuschung gebracht hatte, relativ größte Teil des berücksichtigten Kapitals entfällt auf wurden auf der Generalversammlung nach einem Referat des die Banken. 383 Banten mit 3281,25 Millionen Mark Aktienkapital Reichstagskandidaten Genossen F. Ewald eifrig diskutiert. Plan- verteilten 8,32 Proz. Dividende im Jahre 1906 gegen 8,08 Proz. im verstorbenen Sohnes und Bruders mäßigere, frühzeitig einsehende Agitation wurde allgemein als Jahre 1905. Die Steigerung nicht nur, sondern auch die absolute notwendig erklärt. Das gleich nach der Wahl aufgetauchte Projekt Höhe der Dividende bleibt also bei den Banken hinter dem Durchsagen wir allen Berwandten, Freunden einer eigenen Parteizeitung für den Streis wurde jedoch, weil es schnitte aller Gesellschaften erheblich zurück. Ganz anders stellen unzweckmäßig ist, nicht weiter verfolgt. Erneute Propaganda für schnitte aller Gesellschaften erheblich zurück. die„ Brandenburger Zeitung" soll im Herbst betrieben werden. sich die Ergebnisse im Bergbau sowie bei den Hütten und gemischten Außerdem wurde auf Antrag des Vertreters der Agitations- Werken. Beide Gruppen haben im Jahre 1906 überaus günstig abfommission, Genossen 3inke- Berlin, beschlossen, alljährlich vier geschlossen. Die Hütten und gemischten Werke, 50 an der Zahl, Flugblätter im Kreise zu verbreiten. Zum Parteitage in verteilten auf ein Aktienkapital im Betrage von 575,61 Millionen Essen delegierte die Bersammlung den Genossen Ferd. Ewald. Mark eine Dividende von 12,01 Proz. im Jahre 1906 gegen 10,92 Ein Antrag der Genossen Jüterbogs, der Parteitag möge be- im Jahre 1905. Die dem Bergbau angehörigen 82 Gesellschaften schließen, daß bei künftigen Wahlen nie mehr von unserer Partei mit einem Kapital von 348,62 Millionen Mart schütteten 1906 eine zugunsten der Liberalen der Ausschlag gegeben wird, wurde mit Dividende von 11,05 Broz. aus gegen eine solche von 8,68 im Jahre 1905. großer Mehrheit angenommen. Der Antrag wurde mit der besonders schoflen Haltung des Freisinns im Kreise motiviert. Wenn auch nicht ganz so erheblich über dem Durchschnitt, so doch Bum preußischen Parteitag und zur Provinzialfonferenz in Berlin noch immer über ihm stellte sich die Rentabilität bei den wurden je drei Delegierte bestimmt. Gesellschaften der Eisen-, Metall- und Maschinenindustrie. 210 GesellBerfonalien. Zum leitenden Redakteur des neuen Parteiorgans fchaften mit einem Kapitale im Betrage von 507,06 Millionen Mark für den Wahlkreis Darmstadt, das Anfang Oktober ins Leben verteilten 1905 40,57 millionen Mark Dividende, 1906 dagegen treten soll, ist der Genoffe Dr. Ludwig Quessel, zurzeit Redakteur 48,46 Millionen. Es verzinste sich also im Jahre 1905 das Nominalam„ Boltsboten" zu Stettin gewählt. In die Redaktion der tapital mit 8,00, im Jahre 1906 dagegen mit 9,56 Proz. Auch die Märkischen Voltsstimme" zu Rottbus tritt der Genosse Textilindustrie weist steigende Ergebnisse auf. Die berücksichtigten Otto Ma h ein. Er war früher Redakteur der„ Bergischen Arbeiter- 149 Gesellschaften des Tertilgewerbes verfügten 1906 über ein stimme" in Solingen, dann Angestellter der Freien Preffe" zu Nominalaftienfapital in Höhe von 291,35 Millionen Mark. Auf Elberfeld und zuletzt Beamter der Gemeindearbeiter zu Berlin. In die Redaktion der Arbeiterzeitung" zu Dortmund ist Genosse Nottebohm eingetreten. wäre. " dieses verteilten sie 1905 eine Dividende von 8,40, 1906 dagegen von 9,08 Proz. Die absolute Höhe der Dividenden entspricht also durchaus dem Charakter eines hervorragenden Aufschwungjahres, das heißt eines Jahres, in dem die Tributpflicht der Arbeit für das Kapital besonders drückend war. Aus Industrie und Handel. Ueber die Konzentration im Wirtschaftsbetriebe geben die in dem Wirtschaftsprognosen aus der Arbeitsmarkt- Korrespondenz. fürzlich veröffentlichten Jahresberichte der See Berufsgenossen1. Juni. Die deutsche Börse würde wohl nicht so schnell auf die schaft enthaltenen llebersichten, welche einen Zeitraum von 19 Jahren Anregung von Amerika reagiert haben, wenn nicht auch am umfassen, ein flares Bild. Am 1. Januar 1888 waren danach im deutschen Warenmarkte die Geschäftstätigkeit lebhafter geworden ganzen 1790 Schiffahrts- und 28 verivandte Betriebe mit zusammen 3189 Rauffarteischiffen von 4 028 000 Stubifmeter Gesamtbrutto8. Juni. Am Warenmarkte wechseln gegenwärtig starke Preis- Raumgehalt im Genossenschaftsverzeichnis eingetragen. Wie in vicien Arten typisch großfapitalistischer Unternehmungen ist auch im Seesteigerungen mit ebenso starken Rückgängen ab. Außer den schiffahrtsbetriebe die Konzentration immer stärker geworden. Am Getreide und Kartoffelpreisen weisen auch die Kohlen- und 1. Januar 1907 war die Zahl der reinen Schiffahrtsbetriebe auf Eisenpreise in der letzten Zeit wieder mehr nach oben.... 1839 zurückgegangen und die der verwandten Betriebe auf 40 ge 10. Juni. Obgleich sich im Marktverkehr für Textilwaren feit stiegen. Die Anzahl der Kauffahrteischiffe hat sich vermindert und auf einigen Wochen wie regelmäßig mit dem Herannähen des Hoch- zwar auf 2982, ihr Brutto- Tonnengehalt dagegen ist sommers eine größere Ruhe eingestellt hat, ohne daß indes von 10 897 000 Stubikmeter angewachsen. Der Rückgang in der Zahl der einer Ungunst gesprochen werden könnte, so hat die Intensität Betriebe macht 23 Broz. aus, während die gleichzeitige Steigerung der Tonnage 6 869 000 Stubikmeter 175 Broz. beträgt. Durch der Beschäftigung vornehmlich in der Spinnerci kaum oder doch Bundesratsbeschluß vom Juni 1895 und Februar 1896 ist die Hochnur ganz unmerklich nachgelassen. jeefischereiflotte der Seeberufsgenossenschaft angegliedert worden. In 13. Juni. Schließlich muß ein Konjunkturumschwung in einem Ge- ihr hat sich die Anzahl der Betriebe feit 1900 von 41 auf 56 ver werbe doch nicht nur in der jeweiligen Kauflust am Markte, mehrt, die Zahl der Heringslogger ist von 74 auf 198, die der Fischfondern auch in der Bewegung der Preise, des Außenhandels dampfer von 105 auf 196 gestiegen. 2404b bon Heute 12 Uhr morgens starb nach langem Leiden mein Verlobter sowie unser lieber Bruder Hans Dexl im 37. Lebensjahre. Dies zeigen tiefbetrübt an Wwe. J. Mäuseler. Franz und Ludwig Dexl. Berlin O., den 20. August 1907. Frankfurter Allee 180. Die Beerdigung findet am Freitag, den 23. d. Mts., nachmittags 4 Uhr, auf dem Fried: hofe der Freireligiösen Gemeinde, 2410b Pappel- Allee, statt. Sozialdemokratischer Wahlverein für den Bezirk Lichtenberg. Den Genossen zur Nachricht, daß unser Mitglied Hans Dexl verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Freitag, den 23. August, nach mittags 4 1hr, auf dem Friedhof der freireligiösen Gemeinde, PappelAllee, statt. Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. 14/10 Verband der Schneider und Schneiderinnen Deutschl. ( Filiale Berlin) Todes- Anzeige. mission des Klavierarbeiter Verbandes, den Gürtlern der Firma Gebr. Lüdke, dem Personal der Firma Gebr Jonas und dem Rauchklub„ Deutsche Brüder" vom Berliner Raucherbund unseren innigften Dant. August Bieberstein und Frau nebst Kindern Adalbertstraße Nr. 59. Allen Freunden und Verwandten dem Arbeiter- Gesangberein Ober- Schöneweider Liedertafel", der Bahlstelle Ober- Schöneweide des VerPappel- Allee, statt. arbeiter sage ich für die Beweise der bandes der Fabrik-, Land- und HülfsTeilnahme bei der Beerdigung meiner Frau meinen herzlichsten Dank. Dber Schöneweide. Den Mitgliedern geben wir hiermit bekannt, daß der Kollege Joseph Dex! im Alter von 36 Jahren gestorben ist. sowie Fritz Rabe. 50% billiger als im Laden kaufen Sie verfallene Pfänder in d. Pfandleihe Beusselstraße 23 1 Treppe. Kratz Radikal- Wanzentöter FI. 1.75 u. 1,00, Probe 50 Pf. vernichtet unter Garantie alle Wanzen und Brut. Schwaben- Pader Sch. 1,75 u. 1,00. Probe 50 u. 30 Pf. Fritz Kratz, Drogen Reinickendorferstr. 119 ( zw. Bhf. Wedding u. Fennstr.). Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet morgen Freitag, den 23. August, nach mittags 4 Uhr, auf dem Friedhofe der Freireligiösen Gemeinde, 165/16 Die Ortsverwaltung. Deutscher Holzarbeiter- Verband Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Kollege, Tischler August Reinicke am 14. August verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 22. August, nachmittags 5 Uhr, von der Leichenhalle des neuen JakobiKirchhofes in Rigdorf, Hermannstraße, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 92/16 Die Ortsverwaltung. Danksagung. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten sowie den Handwerkern des Baucs Bodeftr. 25 für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme und die großen Kranzspenden bei der Beerdigung unseres einzigen lieben Sohnes und Bruders Otto 57312 sagen wir unseren herzlichsten Dant. F. Fleischer nebst Frau u. Tochter. Für den Inhalt der Juferate übernimmt die Nedaktion dem Publikum gegenüber teinerlei Berautwortung. Theater. Donnerstag, den 21. August. Anjang 8 Uhr. Kgl. Opernhaus. Salome. Neues fönigl. Overntheater. Der Zigeunerbaron. Deutsches. Robert und Bertram. Anjang 7 Uhr. Kammerspiele: Aglavaine und Selysette. Berliner. Die tanzenden Männchen. Lessing. Die Stügen der Gesellschaft. Schiller- Theater 0.00000000000000000 Während der Aussperrung der Holz. ( Wallner Theater.) Morwis Oper. Donnerstag abends 8 Uhr: Die Jüdin. Freitag, abends 8 Uhr: Gastspiel Heinrich Bötel: Der Postillion von Lonjumeau. Sonnabend, abends 8 Uhr: Figaros Hochzeit. Urania. Wissenschaftliches Theater. Abends 8 Uhr Schiller 0.( Ballner- Theater.) Von der Zugspitze Die Jüdin. Schiller N. ( Friedrich Wilhelm städtisches Theater.) Der Weg zur Hölle. Neues Schauspielhaus. Raffles. Neues. Der Dieb. Komische Oper. Tosca. Westen. Die lustige Witwe. Lustspielhaus. Husarenficber. Zentral. Das Tagebuch einer Verlorenen. Kleines. Vater und Sohn. Residenz. Haben Sie nichts zu berzollen? Trianon. Fräulein Josette- meine Frau. Thalia. Ihr Sechs- Uhr Dnkel. Bernhard Rose. Der große Unbekannte. Anfang 82 Uhr. Nachmittags 42 Uhr: Er ist nicht eifersüchtig. Das vierte Gebot. Verbotene Wege. Metropol. Der Teufel lacht dazu. Apollo. Der Hochzeitsgast. Spezialitäten. Walhalla. Spezialitäten. Gebr. Herrnfeld. Madame Wigs Wag. Es lebe das Nachtleben. Passage. Bernardi. Spezialitäten. Urania. Taubenstraße 48/49. Abends 8 Uhr: Bon der Zug spige zum Waßmann. Sternwarte, Invalidenstr. 57/62. Ferdinand Bonns Berliner Theater. zum Watzmann. Invalidenstr. 57-62: Sternwarte. Täglich geöffnet von 7-11 U. abds. JOOLOGISCHER Zi CARTEN Täglich ab nachm. 5 Uhr: Großes Militär- Doppel- Konzert. Eintritt 1 Mk., von abends 6 Uhr ab 50 Pf., Kinder unter 10 Jahren die Hälfte. DERNHARD ROSE THEATED ( Br. Frankfurterstr. 132. Im Garten, Anf. 42 Uhr: Das glänzende August: Programm. Sperrfitz 50 Pf. Entree 30 Pf. Jm Theater abends 82 Uhr: Der große Unbekannte. Sommerpreise. Passage- Theater. Jeden Abend 8 Uhr: Donnerstag, 22. Aug., abends 8 uhr: Der große Verwandlungskünstler Die tanzenden Männchen. Detektiv- Komödie in 4 Aufzügen von Ferdinand Bonn. Kleines Theater. Anfang 8 Uhr. Vater und Sohn. Morgen und folgende Tage: Vater und Sohn. Theater des Westens. Abends 8 Uhr: Die lustige Witwe. Operette in 3 Aften v. Franz Lehár. Lustspielhaus. Täglich 8 Uhr: Husarenfieber. Zentral- Theater. Täglich 8 Arturo Bernardi und das neue großartige August- Programm. 14 Attraktionen 14. Gebr. HerrnfeldTheater. 57 Kommandantenstraße Nr. 57. Anfang 8 Uhr. Billettvorverkauf 11-2 Uhr. Freie Volksbühne Sonntag, den 1. September, nachm. 3 Uhr: Neues Schauspielhaus. Berliner Theater. 19./20. Abteilung. 1. Abteilung. Fuhrmann Henschel Freiwild Schauspiel in 5 Aufzügen von Gerhart Hauptmann. Künstlerische Leitung: Alfred Halm. Heft 1 2 Schauspiel in 3 Akten von Artur Schnitzler. Künstlerische Leitung: Adolf Steinert. der Monatsschrift ,, Freie Volksbühne" liegen und von der letzten Augustwoche in allen Zahlstellen aus. 229/14 Die neuen Mitgliedskarten müssen schleunigst abgeholt werden. aus den Zahlstellen in eine andere Zahlstelle können nur noch Umschreibungen im August vorgenommen werden. Der Vorstand. In Vertr.: G. Winkler. arbeiter gingen bei dem Unterzeichneten folgende Beiträge ein: Tischlereien Trumpte 4,30; Sommerlatte 3,-. Ungenannt 12 Tischlereien Herrmann 10,-; Gehrte 5,-; Boch 15,-; Bendir Söhne 8,50; Meyer, 1. Rate 52,65; Rösler 9,60. Genosse Behrend, 1. Rate 1, Stempelfabrik Hay 11,51. Tischlereien Fahnkow 5,32; Meyer, 2. Nate 49,85. Genosse Neumann 2,-. Tischlereien Heideklang, 1. Rate 3,-; Stüfter 17,80; Räppler, 1. Rate 3,-; Klee, 1. Rate 19,70; Jafob u. Braunfisch 11,20; Meyer, 3. Rate 48,45. Genoffe Seemann 2, Tischlereien Beez 11,50; Belzig u. Co., 1. Rate 5,70; Tante Böhl, 1. Rate 6,-. Genosse Lohmann 1, Tischlerei Campbell u. Bullig 6.-. Tischlerei Heidellang, 2. Rate 2, Genossenschaft Modern", 1. Rate 20,-. Unbekannt 2, Gen. Schulz 2,-. Heimann u. Kühn, 1. Rate 6,50. Ungenannt 17,40. Präger und Brägerinnen von Tilius 17,50. Gen. Seefeld, 1. u. 2. Rate 4, A. Meher 50,-. Tischlereien: Meher, 4. State 51,90. Heidellang, 3. Rate 2,- Tante Böhl, 2. Rate 6,- Einseger von Bendir, 1. Rate 1,95. Gürtler von Witte u. Binsfer 9,--. Ueberschuß von einer Begräbnisfeier A. E.-G. 3,10. Gen. Anton Boeker, 1. Rate 50,- Tischlereien: Binger 51, Sänger 15,-. Tellersammlung der Handtuchfahrer 2,05. Tischler. meister Lehmann 2,- Tischlereien: Gast, 1. Rate 21,10. Meyer, 5. Rate 55,55. Genoffe Erdmann 0,50. Tischlereien: Nissen, 1. Rate 6,50. Heidellang, 4. Rate 2,- Gen. Henzelmann 10,-. Gen. Gräf 2,-. Tischlerei- Genossenschaft Modern", 2. Rate 20, Tischlereien Ernst Mittag, 1. Rate 60,35; Goffom, 1. Rate 14,-. Ge sammelt bei Niewit 1,40. Arnold Scholz 100,-. Modelltischler von Lucas 3,-. Tischlerei Wollenburg, 1. Rate 14,70. Angestellte der Innungsfrankenkasse 50,- Tischlereien Nöthling, 1. Rate 46,50; Wusterbarth u. Sohn 7,30; Slug, 1. Nate 4, Bahlstelle Hennigsdorf 20,-. Tischlerei Meher, 6. Rate 52,60. Gen. Ader 3,-. Gen. Grigosteit 1,-. Gen. Gelbmann 1. Firma Adam 8,75. Tischlereien Klug, 2. Rate 26,10; Gaft u. Brud 20,20; Heidellang, 5. Rate 2,-; Nissen, 2. Nate 6,50. Firma Aßmann 1. Comp., 1. Rate 7,50. Firma Dallmann u. Petereit, 1. Nate 6,-. Ein setzer von Blauschmidt 6,- Stoll. Heese 2,-. Einseger von Bendir, 2. Rate 3,-. Tischlereien Binger, 2., 3. Rate 49,60; Lütte, Brizerstraße, 1. Rate 41,50. Einseker von Blankenburg 5,50. Tischlerei Beier u. Linke 7,75. Firma Ballin aus München 17,40. Firma Belzig u. Co., 2. Rate 8,70. Firma Franz 7,30. Firma Eppe ut. Manede 8,80. Tante Böhl, 3. Rate 6,- Genoffe Brüdner 6,- Firma Weinert 36,85. Tischlereien Gossow, 2. Rate 11,70; Siebert u. Aschenbach, 1. Rate 43, Genjichen 4,50. Tischlereien Ernst Mittag, 2. Rate 51,65; Steinbock 10,-. Kollege Rammler 4,-. Stodfabriken Goldmann 11,75; Meißner 6,- Hülfsarbeiter im Streifbureau, 1. Rate 28,-. Firma Woltner 3, Tischlerei Hyan 22,80. Firma Jakobewitz 15,-. Verband der Schantwirte 300,-. Tischlereien Lütke, Pankow, 1. Rate 25,-; Markiewicz, Diez' Spezialitäten- Theater. ereten winger. Landsberger Allee 76-79. Direft a. d. Ringbahnstation. Bequemste Fahrgelegenheit n. allen Stadtricht. Ob schön! Täglich im herrl. Garten oder gr. Saal: Ob Regen! Riesen- Lacherfolg. Landsberger Allee auf Stelzen. Neuheit. The Reros, fonole Heinz Heuer, prolongiert. Dazu das neue brillante August- Programm. 1. Rate 100,- Firma Bollenberg, 2. Rate 12,50. Tischlerei Lochmann, Anf. 3 Uhr. Kaffeeküche. Volksbelustig. aller Art. Entree 20 Bf., Sommt. 30 Pf. Schwefing 33,- Firma Lautenschlager 5,-. Firma Bossenbacher 5,50. Koll. Arnold Scholz Neue Welt Hasenheide 108/114 Donnerstag, den 22. Auguft cr.: Elite- Tag. Großes Doppel- Konzert Spezialitäten-Vorstellung. Hervorragendes Programm. Unter anderem: Conte Seranos Löwen- Dressuren. Zum 52. Male: Rau- Diedel- Dau. Driginal- Pantomime von Curt Ellis. Monster- Feuerwerk des Pyrotechnikers Adolf Bock. Anfang 5 Uhr. Tanz- Reunion. Entree zum Konzertgarten 10 f. Entree zum Theatergarten 50 Pf. W. Noacks Theater Brunnen- Theater Direftion: Rob. Dill. Brunnenstr. 16. Nur einmalige Wiederholung: 1. Rate 10,- Firma Heimann u. Kühn, 2. Rate 12,- Firma Siebert u. Graubaum 5,-. Tischlereien Nöthling, 2. Rate 44,30; Gaft, 2. State 21,40; Siebert u. Aschenbach, 2. Rate 70,80; Schacht u. Müller 7,90. 13 Stodegen von Görz, 1. Rate 14,90. Tischlerei Lütte, Brizerstraße, 2. Rate 32,90. Firma Hede u. Grabe 8,60. Firma Schimming 1,-. Firma Franke 24,-. Bolierer von Lucat 8,-. Tischlereien Meyer, 7. Rate 63,50; Schirrmeister 7, Firma Teufel u. Co. 5,-. Tischlereien Dunste 29,50; Dischleit, 4 Treppen 7,80; Binger, 4. Rate 28,60; Hausmann 25,- Firma Ballin, Kaufh. d. Westen 23,20. Tischlerei Hempel 5,-. Firma Telzer u. Koßler 18,-. Firma Stöhler 9,- Firma Dallmann u. Petereit, 2. Rate 7,-. Firma Aßmann u. Co., 2. Rate 6,-. Firma Mitusch 16,- Polierer von Dischleit 4,40. Tischlereien Bohrmann 6,-; Ferchel 2 ,; Störner, 1. Rate 9,- Alschner 35,70; Stienes 4,-; Fahldick 5,50; Angrid 2,70; Drechslerei Bredow 3,50. Genossenschaften Hoffnung 17,50; Schneider 11,80; Haupt 5,-. Tischlereien Stamenom, 1. Rate 55,-; Fehrmann 6,20. Kollegen Bahlte 1,10; Hafenstein 1,-; Beterich 1,10; Schach 4,50; Thümen 1,50. Tischlereien Müller, Stöpeniderstraße 24,25; Cauerwein 38,30; Schubert 12,10; Augsten 9,50; Bollin 7,50; Thierichen 6,40; Haberer Nachfl., 1. Rate 6,50; Reiher u. Linte 8,90; Dlm 20,90; Stämmling 6,- Siemens Werner werfe 47,-. Tischlereien Hoheisel 3,-; Slug 49,-; Gring u. Wöll 21,60; Georg Kunert 34,10; Bartsch, Kopernikusstraße 24,-; Müller, Blücherstraße 27,60; Heideflang, 6. Rate 2, Sollege Grigofteit, 2. Rate 1,-. Kollege Gelbmann, 3. Rate 2,- Maschinenarb. v. Sommerlatte 5, Bahlst. Neusalz durch Bacher 2,50. Sparverein„ Ginzig" 5,-. Tischl. Franke 11, Wegner, Istalerstraße 4,-. Tischlereien: Nissen, 3. Rate 12,10; Gast. u. Brud, 3. Rate 6,-; Dewis 13,70. Stoll. Beranger 1,-. Soll. Tichel 1, Kranzspendenüberschuß Kabelwerte Oberspree 14,50. Angestellte des Berbandes 140,- Tischt. Sommerlatte 19,-; von Ernst Mittag 47,60. Firma Till, München und Wild, Regensburg 2,50. Bessenbacher, München 1, Tischl. Goffom 10,70. Firma Beyer 4,60. Tischl. Böhnisch u. Comp. 10,- Firma ichirlei 13,35. Firma Körner, 2.Rate 12,35. Tischlereien: Görz 4,15; Qudat 3,10; Trebs 13,20. Tante Böhl, 4.Rate 6,- Bahlst. Franz. Buchholz Brunnen- Theater 50,- Stoll. 3. Stochel, 1. Rate 50. Stoll. J. Stochel, 1. Rate--, 50. Stoll. Täglich: Die Novität Minna von Barnhelm. Beute: Großer Elite- Tag! Tagebuch einer Verlorenen. Madame Wig- Way. 8 Uhr Residenz- Theater. 8 Uhr Direktion: Richard Alexander. Donnerstag, 22. August: Operetten- Burleske von Anton u. Donat Herrnfeld. Musik v. L. Ital. Dazu die Separec- Affäre Haben Sie nichts zu verzollen? Es lebe das Nachtleben! Schwank in 3 Akten von Maurice Hennequin und Pierre Beber. Schiller- Theater N. Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater. Abends 8 uhr: Der Weg zur Hölle. Metropol- Theater Anfang 8 Uhr. Der Teufel jacht dazu. Große Jahresrevue in 7 Bildern von Julius Freund. Musik von Viktor Hollaender. Dirigent Max Roth. In Szene gesetzt von Direktor Richard Schultz. Rauchen überall gestattet. Opollo Theater 834 Uhr: Humpiti- Bumiti. Pipifax und Paulo, Erzentriker. 9 Uhr: Schenk Bros., zivei mit den Autoren Anton u. Donat Herrnfeld in den Hauptrollen. 11 Dazu die vorzügl. August: Spez. Anfang 6 Uhr. Bei schlechtem Better: Vorst. im Saal. Sonnabend: Extra- Vorstellung. Walhalla Variete- Garten Weinbergsweg 19/20, Rosenth. Tor. Neue Spezialitäten. Dressierte Bären. Anf.: Konzert 5; Borstellung 7 Uhr. Bei ungünstigem Wetter Vorstellung im Theater 8 Uhr. ARTEN Schweizergarten WINDST BARTEN 65 Anne Dancrey, Pariser Säng. The 8 English Girls, Gesangs- und Tanztruppe. Die 4 Barowskys, Akrobaten, " Die Bauernjungen im Walde." Le Roy Talma u. Bosco, Zauberkünstler. Agoust, komischer Jongleur. George B. Reno Company, amerikanische Exzentriks. Annie Dirkens. Olga Preobrajensky, Prima Ballerina, u. M. Legat, Solotänzer v. d. kais. Hofoper in Petersburg. Papinta, amerikan. Phantasieund Spiegeltänzerin. Kellino Truppe ,, In Venedig". The Hartleys, Springer. Der Biograph. Berliner Jungen, Bunder der Straft Prater- Theater. Equilibristik. 10 Hartstein Uhr: in seiner Burleske ,, Der Hochzeitsgast". Max Kliems Sommer- Theater Hafenheide 13/15. Artistische Leitung: Paul Milbitz. Täglich: Gr. Konzert, Theater a. Spezialitäten- Vorstellung. Jeden Montag: Sommerfest. Jeden Mittwoch: Die beliebten Kinderfeste. Jeden Donnerstag: Elite- Tag. Die Kaffeeküche ist täglich von 2 Ubr ab geöffnet. Kastanien- Allee 7/9. Flotte Weiber. Spezialitäten 1. Ranges. Auftreten der Löwenbraut Tilly Bébé mit ihren dress. Löwen. Konzert und Ball. Anfang 4%, Uhr. Friedrichshain. Straßenbahn 1,2,4,17, 59, 62, 63 u. 74. Täglich: Theater- Vorstellung. Neue Spezialitäten. Kinematograph und Ball. Freier Damentanz. Anfang 5 Uhr. Entree 30 Pf. Volksgarten- Theater. Bad- Behmstraße Bahnhof Gesundbrunnen Bellermannstraße. Die Veilchenfee. Bolksstück m. Gesang in 2 Aften von W. Gerice. Musik von May Schmidt. Hierzu: Das neue Riesen- Spezialitäten- Programm. Volksbeluftigungen. CIRCUS Ostbahn- Park NORTON B.SMITH Am Küstrinerplatz, Rüdersdorferstr. 71 Hermann Imbs. Täglich: Berlin, Memelerstr. Hente Donnerstag: ' s Lieserl. Seph, Gemsjäger Bernhard Nose. Erstklassige Spezialitäten. Rosa und Josefa Blazcks, das zusammengewachs. Zwillingspaar. Paul Coradini. Hopkins Dressurakt. Wenzel, 1. Rate 50. Ehemaliger Verein blauer Brüder 3,50. Tischl. Badstraße 58. Direkt.: Bernh. Rose. Röthling, 3. Rate 10,10. Gen. Anton Boeker, 2. Rate 30,-. Tischl. Kuttner u. Hanf 20,-. 10 Berliner Ausgesperrte in Kirchheim 9,20. Sammlung b. Storries am Biertisch 4,60. Bahlst. Bossen 30,- Zahlst. Bernau, 1. Nate 6,60. Tischl. Nöthling, 4. Rate 10,20. Firma Moldenhauer Söhne, Sechsertaffe 40, Tischt. Stavenow, 2. Rate 7,- Stofcheck, 1. Rate 1,50. Tischl. Heideklang, 7. Rate 2,- Zischl. Schulz- Charlottenburg 6, Berliner Ausgesperrte in Darmstadt, 1. State 18,10. Bahlst. Sommerfeld 50,- Haberer Nachf., 2. Nate 8,-. Bierprozente b. Liebnis ut. Reese 6,-. Firma Klee 9,-. Bahlst. Schönewalde 30,- Bom Holzarbeiter- Berband in Zürich 800,- Helmholz 3,-. Seranzsp.- Uebersch. Maschinenfabr. Gebauer, 1. Rate 15,50. Von Gewerkschaften durch die Gewerkschaftskommission, 1. Rate Kaffeneröffnung 2 Uhr. Anf. 4%, Uhr. 4000,-. Bannemann u. Hoffmann 10,- Tischl. Stavenow, 3. Rate 20, Gr. Elite- Ball! Gen. Wenzel, 2. Rate-, 50. Gen. P. Stofched, 2. State-, 50. Gen. J. Stoscheck, 2. Rate-, 50. 15 Münchener Kollegen, Kaufhaus Westen 16,-. Berliner Ausgesperrte Darmstadt, 2. Rate 22,-. Von Gewerkschaften durch Anton Sattler. The Dammann Family. Fröbels Allerlei- Theater Schönh. Allee 148, Kaftan.- Allee 97/99. Aeltestes Volkstheater Berlins. Benefiz für Udo Hurst! Einmalige Aufführung: Der lustige Witwer. Anfang 4 Uhr. Entree 30 Pi. Sonnabend, den 24. August: Sommernachtsfest. Alle Frei- u. Ehrenkarten Gültigkeit. Am 5. September: Benefiz für Minnie Russe und Willi Fröbel. Reichshallen- Theater. Ringer, 6. State 60,- Tischlereien Hecht 20, Sommerlatte 30, Täglich: Stettiner Sänger. Britton als Aute im Familienbad Wannsee. Anf. Wochent. 8, Sonntags 7 Uhr. Kottbuser Sanssouci, Straße 6. Straße 6. Direktion Wilhelm Reimer. Bei günstiger Witterung auf der Gartenbühne. Heute sowie jeden Sonntag und Montag: Hoffmanns Nordd. Sänger u. Tanzkränzchen. Großzer Lacherfolg! In der Damuka. Sonntags Beginn 5, wochent.& Uhr. Braatz' Amerikanischer Benefiz- Abend Affen- Zirkus a la Brockmann. zu Ehren des weltber. Pjerdebändigers Prof. Norton B. Smith. Zur Bändigung gelangt ein wilder Am Brenzlauer Tor. bisher unbezähmbar gewesener Klopp: Täglich: Gr. Vorstellung 8%, Uhr. Außerdem Sonntags, Feiertags, Mittdast. 4 Uhr: Großes Konzert, Theater- und Spezialitäten bengit und zwei nervoje Bierschule. mods u. Sonnabends nachm. Aubr Vorstellung. Auftreten des ges. Künstlerpersonals. Extra- Kinder- u. Familien- Vorstellung. die Gewerkschaftskommission, 2. Rate 3000,- Gen. Bertel 1,- Tischlerei Binger, 5. Rate 50,-. Firma Wagner, Langestr. 2,40. Tante Böhl, 5. Rate 6, Firma Kindermann 32,20. Theatergesellschaft Concordia 50,-. Firma Siegmann 25,-. Metallarb. v. A. Schneider 16,50. Firma Nehe 7,20. Gen. Lamprecht, 1. bis 10. Rate 21,-. Gen. Secfeld, 3. bis 12. State Gen. Behrend 1, 20,-. Gen. Noad 1,35. Firma Lochmann, 2. Nate 10, Zentralverb. d. technischen Bühnenpers. 100,-. Tischl. Nissen, 4. Nate 1,10. Autoschlosser d. Berl. Omnibusgesellsch. 6,- Ges. bei Glaubitz 2,20. Bahlstelle Bernau, 2. Rate 35,40. Stranzspende- Ueberschuß Gießerei Gebauer, 2. Rate 18,20. Tischl.- Genossenschaft Modern", 3. Rate 10,-. Berliner Raucherbund, 1. Rate 50,-. Berl. Ausgesp. in Darmstadt, 3. Rate 21,80. Arbeiter von A. Borsig 350,-. Firma Pulvermacher 2, Gefellenausschuß der Tischlerinnung 51,-. Verband der Buchbinder 500,-. Schülfes Nachfolger 50,-. Tante Böhl 6,-. Verb. d. Berl. Waschinisten u. Heizer 200,- A. Beck 4,-. Tante Böhl, 6. Rate 6,- Von Gewerk schaften durch die Gewerkschaftskommission, 3. Rate 3000,- Tischlerei H. Eichel 10,-. Berliner Raucherbund, 2. Rate 38,75. StrangipendeUeberschuß Eisengießerei Grauert 8,20. Tischlerei Schubert 15, Tischlerei Horrad 15.- Geburtstagsfeier bei Leu 7,30. Berband der Metallarbeiter Zahlstelle Berlin 1000,-. Berliner Ausgesperrte in Darmstadt, 4. State 27,30. Tante Böhl, 7. Rate 6,- Buchbinder von Raschig 20,- Ruppel Nachfolger 16,25. Arbeiter- Radfahrerverein" Stern" 15,-. Tischlerei Nöthling, 5. Rate 10,- Hoteldiener- Verband 50,-. Tischlerei Scheffler 40,- Maich. von Hasse u. Co. 34,15. Arbeiter vor Barthling 5,- Kantinen- Ueberschuß b Raschig, 1. Rate 9,70. Maschinenfabr. Stuppler 55,10. Tante Böhl, 8. Rate 6, Hammerschmiede von Borsig, 1. Rate 280,-. Berliner Ausgesperrte in Darmstadt, 5. Rate 32,-. Schlosser von Melcher 16,-. Bon Gewerkschaften durch die Gewerkschaftstommission, 4. Rate 1500,- May Held 6,-. Dreher von der A. E.-G., Voltastraße 17,10. Metallarbeiter von Baschig 10,25. Tischlerei Dallmann u. Petereit, 3. Rate 10,-. Kranspendenüberschuß Autofabrik Stoď 11,40. Bierprozente Bollenberg 28,60. Bierprozente Raschig, 2. Rate 7,30. Genosse Achilles 10,-. Schmiede der Turbinenfabr. Huttenstraße 51, Tischlerei Gotisch 22,-. Borsig- Werke, Lokomotiv Montage 320,70. Borsig- Werke, Bohrer, Stoßer, Fräser 271,15. Borsig- Werke, Dreher Borsig Werke, Schleifer 80,-. Buchbinder Don Raschig, 2. Rate 14,70. Suttner u. Hanf, Sechsertasse 10,-. Weber Comp., Gr. Frankfurterstr. 13 212,60. Tischt. Delſchlägel, Sechſerlaffe 6, Lotterieverein Glüdstern" 15,-. Tischl.„ Einigfeit" 10,-.. E. Simonis Berliner Ausgesperrte in Darmstadt, 6. Rate 12,-. Firma Schöning, Reinidendorf, 1. Rate 75,-. Tischl. Ninger, 7. State 25,80. Metallarbeiter v. Bonca u. Bügnom 17,20. Tischl. Rödel 20,-. Wöhler 133,95. 59,60. D u. Schwab, Sechsertasse 3,85. Tante Böhl, 9. Rate 6,- fes u. Comp., Bierprozente 11,80. Firma, Schöning, Reinickendorf 44, Tischl. Stavenow 10, Gen. Kirmsee, 1. Rate 2, Berliner Raucherbund, 3. Rate 11,70. Kesselschmiede v. Borfig, 2. Rate 242,75. Drcher v. Borfig 2. Rate 164,75. Hobler, Bohrer, Stoßer, Fräser v. Borsig, 2. Rate 4,30. hl. Markiewicz, 2. Rate 120, Tante Böhl, 10. Rate 3,-. Hammerschmiede v. Borsig, 2. Rate 70, Gen. Seefeld, 13.- 17. Rate 14,-. Gen. Lamprecht, 11.- 17. State 14,-. Tischlerei Wollenberg, 3. Rate 30,-. Tischlerei Nöthling, 6. Rate 25,-. Modelltischlerei von Müller u. Schmelzer 11,55. Teilschlosser v. Borsig, Abt. 10 262,-. Gen. Stirmsee 2,-. Von Gewerkschaften durch die Gewerks schaftskommission, 5. Nate 2000,-. Kranzspendenüberschuß A. E.-G., Abt. Priebe, Brunnenstraße 6,50. Tischlerei Wolf 10,-. Branche der Bodenleger 9,05. Tischlerei Wisnewski, Sechserfasse 9,-. Im Auftrage der Ortsverwaltung: 3. Mieke, Staffierer. 92/5 Deuticher Metallarbeiter- Verband. Arbeitsnachweis: Hof I. Amt III. 1239. Verwaltungsstelle Berlin. Haupt- Bureau: Charitéstraße 3. Hot III. Amt III. 1987. Montag, den 26. August 1907, abends 8½ Uhr: General- Versammlung im Palast- Theater, Burgstraße 24. Tages Drdnung: 1. Raffenbericht und Bericht der Revisoren. 2. Neuwahl des 2. Bevollmächtigten, des 1. Raffierers, eines Beisigers und vier Revisoren. 8. Der Uebertritt der Graveure und Ziseleure. 4. Anträge der Drtsverwaltung und an die Verwaltung gelangte Anträge. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Zahlreichen Besuch erwartet Steinarbeiter. Berlin I. Freitag, den 23. d. M., abends 8 Uhr: Mitglieder- Versammlung im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15, Saal I. Die Tagesordnung wird in der Versammlung bekannt gegeben. Wegen der Wichtigkeit derselben ist es notwendig, daß sämtliche Stollegen er scheinen. Mitgliedsbuch legitimiert. 180/ 14* Die Ortsverwaltung. Fey's Gesellschaftshaus, Brunnenstr. 184, habe ich neu renoviert und mit neuem Parkett übernommen. Empfehle dasselbe zu Versammlungen und Festlichkeiten. Totensonntag ist noch zu vergeben. Richard Fey jun. 147/8 ORIGINAL Die Ortsverwaltung. SINGER Verband der baugewerbl. Hülfsarbeiter Deutschlands Zweigverein Berlin und Umgegend. Telephon: Amt IV Nr. 4493. Verbandsbureau: Engel- lfer 16, pt. Telephon: Amt IV Nr. 4493. Freitag, den 23. August 1907, abends 8 Uhr, in den Industrie- Festsälen", Beuthstraße 19/20: Mitglieder- Versammlung. Zages- Ordnung: 1. Situationsbericht. 2. Diskussion. Mitgliedsbuch legitimiert! Ohne dasselbe kein Eintritt! Necht regen Besuch erwartet 47/6 Der Zweigvereinsvorstand. NAHMASCHINE * Steppdecken Spezialbaus Emil Lefèvre, Berlin Süd. Seit 1882 nur Oranienstr. 158 Unter- nirgends Filialen! Singer Nähmaschinen. Gelegenheits kauf! 53532* Einfache Handhabung! Große Haltbarkeit! Hohe Arbeitsleistung! Weltausstellung Weltausstellung Grand Prix St. Louis 1904. Paris 1900: Inentgeltlicher Unterricht, auch in moderner Kunststickerei. Elektromotore für Nähmaschinenbetrieb. Singer Co. Nähmaschinen Het. Ges. Berlin W., Leipzigerstr. 92. Filialen in allen Stadtteilen. + Hygienische Bedarfsartikel. Neuest. Katalog m. Empfehl.viel. Aerzte u.Prof. grat. u.fr H. Unger, Gummiwarenfabrik Berlin NW.. Friedrichstrasse 91/92. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Gewerkschaftsfest in Velten Zahlstelle Berlin. Achtung! Küchenmöbel- Branche. Donnerstag, den 22. August, abends 8 Uhr: für die in der Branchen- Versammlung Küchenmöbelbranche beschäftigten Tischler, Maler und Maschinenarbeiter Berlins und Vororte im Englischen Garten, Alexanderstr. 27c. Kein Kollege darf in dieser Versammlung fehlen. 92/13 Die Branchenkommission. Arbeiter- Bildungsschule Berlin Freitag, den 23. August, abends 8½ Uhr, im Schullokal, Grenadierstraße 37: General- Verfammlung. Tages Drbnung: 1. Bericht des Borstandes, der Revisoren und des Lehrerkollegiums. 2. Anträge und Statutenänderung. 3. Schulangelegenheiten und Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert! 4/ 16* Beiträge werden entgegengenommen. Jedes Wort 10 Pfennig. Das erste Wort( fettgedruckt) 20 Pfg. Stellengesuche und Schlafstellen- Anzeigen 5 Pfg.; das erste Wort ( fettgedruckt) 10 Pfg. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. Teppiche mit Farbenieblern Fabril. niederlage Grone ranfiurtertraße 9. parterre fein Laden. Mauerhoff.+1 Steppdecken billigst Febrit Große Frankfurterstraße 9, parterre. Gardinenhaus Großes anfurter Straße 9, parterre. Kein Laden. Mauerhoff. 1+ Alle Wanzen werden nebst Brut durch mein Mittel bollständig vertilgt. L. 50 Pf. u. Ersatz für Deckbett Bunt Cretonne 300 Similiseide) in den Farben rot, 525 7 50 Wollatlasa( 675 850 Bunte NormalSchlafdecken 10 250 350 Wolldecken anz dick 300 400 Reisedecken 6,8,10m. Pracht- Katalog Ilustrat. 1,00.- Ebenso Schwaben, Ruſſen Reisedecken, Franzosen, Blattläufe usw. Schachtel 30 Bf. 60 Bf. u. 1,00. 56252* Zahlreiche Anerkennungen. 1000 Mark Belohnung zahle demjenigen, der mir einen Nichterfolg nachweist. Nur allein echt bei Hugo Barth, Drogerie, ( engl. getigert mit ca. 600 gratis und franko. am Sonntag, den 25. Auguſt, von nachmittags 3 1hr ab auf dem jest Brunnenſtr. 14, früher Nr. 81. Kassenbäder jeder Art, Augusta Bad, Festplate an der Eisenbahn. Konzert, Kinderfestspiele mit Geschenkverteilung an jedes Kind. Tanz auf zwei Pariser Tanzsälen und allerlei Volksbelustigungen. Am Abend: Kinder- Fackelzug. Entree a Person 20 Pf., Kinder frei. Es ladet freundlichst ein Die Gewerkschaftskommission. Knorr's Hafermehl Bestes Rohmaterial und sorg. fältige Fabrikation bedingen die wertvollen Eigenschaften von Knorr's Hafermehl als leichtver daulichste, nahrhafte und Durchfall vorbeugende Kindernahrung. Nähre mit Knorr". 20 295/ 15* Köpenickerstr. 60. Wer sich vor enormen Verlusten an den Effektenbörsen schützen, wer aus den Preissteigerungen an den Produktenbörsen Vorteile ziehen will, muß die Broschüre Proestler studieren. Das Wirtschaftsbild der Gegenwart und der Zukunft ist zu beziehen durch alle Buchhandlungen( Kommissionär: Otto Weber, Leipzig). Broschüre A, vollständige Ausgabe, Mk. 2. Teil- und Volksausgabe, 60 Pfg. Gegen Einsendung von Mk. 2,10, bezw. 65 Pfg. für das Inland, Mk. 2.20 bezw. 70 Pfg. für das Ausland, werden die Broschüren portofrei vom Verfasser Kaufmann Michael Proestler in Würzburg ver sandt, wenn in Buchhandlungen nicht erhältlich. Kleine Anzeigen Nahe am Müggelsee Waldparzellen Quadratmeter von 1 Mart an, Obstgartenparzellen Quadratmeter von 1 Mart an, 10jährige Obstbäume, bester Baugrund, hoch gelegen, gutes Trinkwasser. Emil Engelmann, Stöpenid, Müggelheimerstraße 9. Möbelfabrik, Oranienstraße 58 diveft Morigplay. In meinen fünf Lernt die Muttersprache beherrschen! Erfolgreichen, leicht faßlichen Unterricht in Wort und Schrift der deutschen Sprache erteilt Damen und Herren ( jeparat) auch abends ein tüchtiger und gewissenhafter Brivatlehrer. Die Stunde fostet eine Mart. Eine Unters richtsstunde wöchentlich genügt. Ge* fällige Angebote sind unter G. 4 an Bronzegaskronen!! Baszugs lampen! 9,00. Schaufensterlicht! Hängelicht! spottbillig! Gaslyren 1. Zweilochgastocher! 3,00. Woblauer, 28allnertheaterstraße 32. 26068 Tüllbettdecken, volle Bettgröße 2,50, in Erbstüll 6,35, Tüllstores 1,85, Erbstüllstores Teppichhaus Emil Lefèvre, Dranienstraße 158. 4,35. +1 Etagen stehen komplette Wohnungs Nähmaschine 8,00, Prinzenstraße 77 Expedition des„ Borwärts" zu richten. neue joja Pfandauktion! 2613K* Gänse! Gänse! frisch geschlachtet, find sehr billig verkäuflich Samariter. Straße 21, Baul Hoft. BettfedernBerkauf. 60/ 12* Patentanwalt Bessel, Gitichiner ftraße 94a. 25558* 60/ 5* +5 26348 Vermietungen. Man verlange ebendaselbst Flugschriften und Prospekte. Etablissement Pharus- Säle Inhaber Julius Wernau. Berlin N. 65, Müllerstraße No. 142. Sehenswert! Wilhelm Busch- Restaurant! Sehenswert! Moderne Festsäle für Hochzeiten, Vereine u. Gesellschaften 100 bis 2000 Personen fassend. Prachtvoller Naturgarten und Terrassen. Stadtküche. Mittagstisch von 12 bis 3 Uhr. Jeden Abend: Künstler- Freikonzert. ANZEIGEN für die nächste Nummer werden in den Annahmestellen für Berlin bis 1 Uhr, für die Vororte bis 12 Uhr, in der Haupt- Expedition, Lindenstrasse 69, bis 5 Uhr angenommen. Arbeitsmarkt. Stellengesuche. Blinder Stuhlflechter bittet um Arbeit. Stühle werden abgeholt und Auridgeliefert. A. Gläser, Mulad ftraße 27. 1468b Korbmacher auf Geschoßkörbe und anderes bei hohem Lohn( Drillingskörbe 4,60 M.) gesucht. Reisevergütung nach Verein60/ 1* barung. Gebr. Wolff, Bernburg. Korbmacher stellen sofort ein, auch auf Ge schoßförbe, Drillinge, bei Teilarbeit. Verdienst 40-60 m. pro Woche. Calm& Ahlfeld, Bernburg. Stellenangebote. Automobilführer! Vorzüglichste theoretische und praktische Ausbildung zum Chauffeur unter Ingenieur 56/ 19* Lehrmädchen leitung. Werkstätten mit elettrischer Straft. Größter Stellennachweis gratis. Autotechnikum„ Berlin", Bilmersdorf, mit guter Schulbildung bei monats Hildegardstraße 13. Bedeutendites licher Bergütung für unsere Geschäfte Lehrinstitut Deutschlands. Bon Be- per sofort oder später gesucht. Wel2610 bungen nur in Begleitung der Eltern hörden bevorzugt. Chauffeurschule Am Wedding", oder des Vormundes mittags 1-2 56842 nur Gerichtstraße 17, größte, be- oder abends 8-9 Uhr. A. Jandorf& Co., deutendste, nimmt stets Lehrlinge an. Theoretische und praktische Ausbildung Belleallianceftr. 1-2. zum Chauffeur unter Ingenieur leitung. Werkstätten mit elektrischer Straft. Kostenlose Bermittlung Hoch+ 128* Schnellpreffen- Monteur. Ich suche zum baldigsten Antritt 284/ 15* einen älteren erfahrenen und einen Bauschloffer, selbständige, verlangt jüngeren Monteur für Buch- und Blume, Charlottenburg, Schiller Steindruckt- Schnellpressen. straße 97. Umzugskosten werden vergütet. AntGrundierer verlangt May Reon- gebot mit Angabe der Lohnansprüche 24095* und bisherigen Tätigkeit an hard, Weißensee, Lehderstraße 86.+138 Maschinenfabrik Fliesenleger auf Wandbetteibung Karl Thümecke, Jobannisberg. verlangt H. Baudach, Hobrecht Reparaturwerkst. Danzig Langenfuhr. straße 13. Rahmenmacher und Zuschneider berlangt Grosz, Ritterstraße 27. 24085 sofort dauernde Beschäftigung. Hans Tüchtige Zementstampfer finden Fischer u. Co., Kunststeinfabrik, GroßLichterfelde- West. 24075* einrichtungen in jeder Breislage vom Einfachsten bis zum Elegantesten. Besondere Gelegenheit biete ich in Silber, Platinabfälle, Gold, verliehen gewejenen, Gebisse, Rehrgold, alte Uhren, fowie fast neuen Fahrräder, Teilzahlungen. Insämtliche gold und filberhaltigen validenstraße 20, Staligeritraße 40. Möbeln, die bedeutend herabgesezt find. Besichtigung erbeten, ohne Stanf Kleiderspind, Muschelvertito 25,00, Rüditände fauft Gold- und Gilber Herrenfahrrad, Dameniahrrad, zwang. Auffallend billig vertauje ich Plüschsofa, Auszugtisch, Schreibtisch, schmelze Köpeniderstraße 29. wie neu, 45,00. Holz, Blumens Chaiselongues 20, Schlaf Säulentrumeau, Bettstellen, Waschftraße 36 b. 25158 Pfandleihe Markusstraße 27. 29 Satteltaschensofa 45, toilette 16,00, großer Muschelspiegel Jch erfläre hiermit die Frau Teppiche!( feblerbaite) in allen Paneelsofa 55, hoch elegante Gar- 10,00, Stühle, Uhr, Bilder, PaneelGrößen für die Hälfte des Wertes nitur 75, Säulentrumeau 32, brett, Teppich, Küchenmöbel verkauft Schulz, geborene Steinfe, Mariannentm Teppichlager Brünn, Hadeicher Bettstelle mit Matraße 16, Auszieh- ipottbillig Schuhmann, Waldemar ftraße 19, als eine ehrenhafte Frau. Markt 4, Bahnhof Börje. 24056. Kubisch, Lübbenerstraße 26. Muschelspind, Bertito 27. straße 27, born I. 261/ 1* tisch 18. Gefauste Möbel tönnen drei Monate Möbel, Spiegel, Bolfterwaren, Suche Lokal zu pachten auf Steppdecken spottbillig, Fabrit toftenfrei lagern. Teilzahlung ge- große Auswahl, spottbillig. Bod, Tonnenpacht. B. L. 311 Nazareth Große Frankfurterstrage 60. 2167 stattet. Stein Laden, direkt Fabrit. Fennstraße 16. 26368 Kirchstraße 49. +81 Hermsdori, Seestraße, am Fließ Auch Sonntags geöffnet. MusterPerser Tischdecken, herrliche Hand- Suche 6000 Mark zum Neubau. grenzende zehn Grundstücke mit Biese buch gratis. arbeit 8,50, Gelegenheitsposten. Julius Beneke, Alt- Töpliz bei Werder werden jest billig verkauft, Quadrat stattgefunden. Teppich", Vorwärtserpedition Stet Waschanstalt Lejched, Köpenid, bezahlter Stellungen. rute 25 Mart, im ganzen billiger. Giligster spottbilligster Ausverkauf tinerstraße. +75 Gartenstraße 15: 4 Handtücher, Joachim, Brunnenstraße 95. 24005* zurüdgetaufter Pfandstücke, Schmud Kaninchen billig. Keiß, Buch- 4 Taschentücher 0,10. Abholung FreiKrautstraße 50 Möbel, Spiegel, fachen, Taschenuhren, Uhrketten, Bett- straße 4. +75 tag, Sonnabend. GardinenBolfterwaren spottbillig. Möbelspeicher wäsche, Bettenverkauf, Eckrestauration sofort zu ber Saalfeld. 23956* verfauf, Teppichverkauf, Steppdecken, taufen, Einrichtung, elektrisches Piano, Tischdecken, Fenstervorhänge, Damen Warenbestand für 3500 Mart, Miete Pfandleihhaus! Hermannplay fachen, Herrensachen, Nähmaschinen, 1800, bei Wapter, Schlächtermeister, sechs. Polizeilich tonzessioniertes Bilderverkauf, Regulatoren, Frei Rigdorf, Weisestraße 17-18. Jedermann empfehlens- schwinger, +116 Lethhaus! Bettinlette, Aussteuer werte Einkaufsquelle! Extrabilliger wäsche. Pfandleihhaus, Weiden Kinderwagen, Gummiräder berBettenverlauf, Aussteuerwäsche, Leib- weg 19. + 30* fäuflich Wasserthorstr. 14 III, Appelt. wäsche, Brautbetten, Vermietungsbett, Bettstücke, Bettinlette, Gardinen Gastwirtschaft mit Grundstück im öftverkauf, Teppichvertauf, Steppdecken, lichen Borort ist frankheitshalber zu Tischdecken Pfänderverkauf, Nähverkaufen( 10 000 Mark Anzahlung), maschinen, Uhrenverkauf, Goldsachen, Möbeltischlerei liefert gediegen, wichtig für befannte Parteigenossen. Schmucksachen, Festgeschente, hoch Wohnungseinrichtungen äußerst billig Nur Selbstreflettanten werden berüd elegante, jpottbillige Sackettanzüge, Bunte Küchen. Auch Ratenzahlung. fichtigt. Näheres unter Chiffre A. B. 7, Gehrockanzüge, Sommerpaletots. Kein Laden. Harnad, Tischlermeister, Bostamt 13, Alte Jakobstraße 170.* Sonntags ebenfalls geöffnet. 1116* Dresdenerstraße 124, nage Stottbuser Tor. Genossen erhalten 3 Prozent.* Restaurant, gutgehend, 7 Jahre Kinderwagen, Stinderbettstellen in einer Hand, sofort zu verkaufen. Große Räume, 1400 Mart Miete. Sportwagen, gebrauchte, zurückgesezte Schneider, KurfürstenMonatlich 64 Halbe Bayrisch, 14 halbe spottbillig. Weißbier. Rigdorf, Emserstraße 119. ftraße 172. 22478* Danksagung. Für die vielen BeSteppdecken. Großer RäumungsKinderwagen, Kinderbettstellen, Sportwagen, gebrauchte, zurückgesetzte Ausverkauf, Similiscide 4,75, Wollweise aufrichtiger Teilnahme und die spottbillig. Sommer, Bienerstraße 51. atlas 5,65. Spezialhaus, Dresdener reichen Stranzspenden bei der Beerdi26158 gung meines lieben Mannes, unseres Straße 8. Anzüge, Patetots, zurüdgesetzte guten Vaters fagen wir allen Junger Mann sucht fleines möbMaßbestellungen kommen billigst zum Kanarienvögel, flott fingend, Freunden und Bekannten unseren liertes Bimmer, Nähe Bahnhof Wedding. Berkauf Friedrichstraße 212 I. Händler Papageien fingend, sprechend. Restau- herzlichsten Dant. Frau Alwine Steuer Offerten unter W. H. 100 Boftamt 23835* rant Kommandantenstraße 52. 2581st und Kinder. +88 SO. 16. 24025 Berantwortlicher Redakteur: Sans Weber. Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glocke, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts berbeten. Metallbetten, prachtvolle, reelle, spottbillige Staufgelegenheit. Ritter straße 112 II. 26224* Eine über 10 Jahre innehabende Verschiedenes. Wohnungen. Vorderhaus 2 Zimmer, Küche, Ballon, Bubehör Hochstädterstraße 4. Bedding. +144 Stube und Küche gegen Hausreinigung an saubere Leute. Frankfurter Chauffee 144, I Schlafstellen. Schlafstelle, freundliche, für zivei Herren Romintenerstraße 24/25, Duergebäude III rechts. + 121* Schlafftelle zu vermieten Reuterstraße 23, vorn II bei Smolka.+116 Mietsgesuche. 23995 Künstliche Blumen- Kröferinnen Kleberinnen verlangt Schindelhauer Alexandrinenstraße 93/94. 22900* Im Arbeitsmarkt durch besonderen Druck hervorgehobene Anzeigen koften 50 Pf. die Zeile. Gesucht erstklassige Handwickler Deutscher Holzarbeiter- Verband Zahistelle Berlin. Wegen Streit und Differenzen find gesperrt: für Tischler Winkler& Nots, Planufer 92 b. für Vergolder u. Leistenpolierer die Firma Mackensen, Ritter 86/ 17* straße 47. Für Bodenleger gesperrt der Bau Schillerstr. 121/122, Firma Mittag. Bau Baigstr. 3, Firma Pumplun Bau der Firma Petsch, Stojen hainerstraße, Ede styffhäuserstraße. Buzugfernhalten. Die Ortsverwaltung. von einem bedeutenden Werke im Nordwesten Frankreichs. Seriöse Referenzen verlangt. Schreiben unter V 3511 X an Haasenstein u. Vogler in Genf. 204/12 Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Nr. 195. 24. Jahrgang. 3. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerstag, 22. Jugut 1907. Partei- Angelegenheiten. Dritter Wahlkreis. Am Sonntag, den 25. August, findet ein Familienausflug nach Grünau statt. Treffpunkt vormittags von 10 Uhr ab im Restaurant„ Wendenschloß( vis- a- vis Grünau). Für diejenigen, welche erst nachmittags um 2 Uhr in Grünau eintreffen, ist der Treffpunkt Restaurant„ Schmetterlingsluft"( 15 Minuten vom Wendenschloß), wo gemeinschaftliches Kaffeekochen stattfindet.- Da dieser Ausflug voraussichtlich der letzte in diesem Jahre ist, ersucht Der Vorstand. um recht rege Beteiligung Nieder- Schönhausen. Am Dienstag, den 27. August, abends 82 Uhr, findet im Lokale Neu- Karlshof", Beuth, Ede Charlottenstraße, die Wahlvereinsversammlung statt. Tagesordnung: 1. Rezitation des Genossen Stripp über:" Ludwig Anzengruber". 2. Vereinsangelegenheiten. 3. Verschiedenes. In Anbetracht der interessanten Tagesordnung wird pünktliches und zahlreiches Erscheinen der Mitglieder mit ihren Frauen erwartet. Gäste haben Zutritt. Der Vorstand. Herzfelde. Die Wahlvereinsversammlung für den Bezirk Herz felde findet am Sonntag, den 25. Auguſt, nachmittags 4 Uhr, im Lokale des Herrn Schukar statt. Tagesordnung: Abrechnung, Bericht des Delegierten, Bericht der Gemeindevertreter und Lokalfrage. Es ist Pflicht eines jeden Genossen, pünktlich zu erscheinen. Berliner Nachrichten. Frauen in der Armenpflege der Stadt Berlin. Es hat in Berlin sehr lange gedauert, ehe man sich dazu entschloß, zur Mitarbeit in der Armenpflege der Stadtgemeinde auch Personen weiblichen Geschlechts zuzulassen. In unserer„ Musterstadt" ist man ja ohnedies nicht allzurasch bereit, Neuerungen mitzumachen, die andere Städte uns Berlinern vorgemacht haben. Als aber schließlich auch wir die Frauenzulassung friegten, da glaubten etliche Optimisten, daß nun die Frauen in hellen Haufen in die Armenkommissionen hineinziehen würden. Judes, der stärkste Widerstand gegen diese schreckliche" Neuerung war ja nicht von der Armendirektion, sondern von den Armenkommissionen ausgegangen. Die freisinnigen Spießbürger, die in den Kommissionen regieren, waren entschlossen, den kleinlichen Kampf gegen die Armenpflegerin nicht aufzugeben, sondern ihn in ihren Konventikeln mit aller Hartnäckigkeit fortzusetzen. Leider ist ihnen das möglich ge= worden, weil die Zuziehung nicht allgemein angeordnet, sondern in das Belieben der einzelnen Kommissionen gestellt wurde. das Wachstum der Stadt. Danach zählte Berlin in einzelnen Jahren ein Beckenbruch konstatiert. Ob Bahr, der verheiratete Kinder bedes 17. und 18. Jahrhunderts: sigt, mit dem Leben davonkommen wird, erscheint fraglich. im Jahre 1590: 12 000 Einwohn.[ im Jahre 1721: 66 300 Einwohn. " 1602: 8000 1738: 86 000 " " " " " 1608: 11 000 1746: 97 000 " 〃 " " " 1619: 12 000 1747: 106 803 " " " " " " 1631: 8100 1755 126 661 27 " " " " 1661: 6500 1756: 99 177 " " " " " " 1680: 9800 1758: 92 356 " " " " " " 1685: 17 400 1762: 98 090 " " " " " 1690: 21 500 1763: 119 219 " " 17 " " 1698: 22 400 1768: 130 359 " " " " " 1700: 28 500 1780: 140 625 " " " 17 " 1709: 55 000 " " # 3 " 1784: 145 021 Die Zahl der Kientöppe", wie der Volksmund die Kinemato graphentheater, die in allen Stadtgegenden wie Pilze aus der Erde schossen, getauft hat, beginnt endlich abzunehmen. Im Nordosten allein sind in den letzten Wochen fünf solcher Theater eingegangen. Teils hat fie schlechter Geschäftsgang infolge der allzu großen Konfurrenz veranlaßt, ihre Pforten zu schließen, teils sind sie von den Hauswirten vor die Tür gesetzt worden, da die übrigen Mieter sich über das Treiben, das sich in den Abendstunden am Eingange der Kientöppe entwickelte, beschwerten. Bezeichnend für die Abnahme des Zuspruches zu den Kinematographentheatern ist auch die namentlich in den Vororten erfolgte Einführung der sogenannten Kien toppprämien. Daß jede dritte Dame" an bestimmten Tagen Bu bemerken ist, daß die angegebenen Zahlen meist die mili- beim Besuche des Kientopps eine Staffeetasse erhält, könnte man tärische Besagung einbegreifen; eine Ausnahme machen nur die schließlich hingehen lassen, weniger harmlos erscheinen die Prämien für die männliche Jugend, da sie durchweg aus sogenannten jenigen Jahreszahlen, die in die Zeit des fiebenjährigen Krieges Schmökern, Indianer-, Räuber- und Detektivgeschichten bestehen. fallen( 1756, 1758, 1762); hier wird denn auch der Rückgang der Jn mehreren Fällen ist die Verteilung von Prämien" verboten Bevölkerungsziffer, der bedingt wurde durch die Versetzung der worden. Garnison nach dem Kriegsschauplatz, am deutlichsten. Auch der dreißigjährige Strieg( 1681) und die ihm folgende Beitperiode( 1661, 1680), in die die Feldzüge zur Zeit des Großen Kurfürsten fielen, lassen die Einwohnerzahl des schon über die Behntausend hinaus erblühten Städtchens noch einmal start sinken. Dann aber geht es stetig aufwärts; und wächst Berlin im 17. Jahrhundert gut um das dreifache, vermehrt es sich im 18. Jahrhundert um das fünf- bis sechsfache, so hat das 19. Jahrhundert eine Einwohnervermehrung um das zwölffache gezeigt und eine Bevölkerungsziffer gezeitigt, die sich am besten dadurch illustrieren läßt, daß die Stadt, welche 1602 erst 8000 Einwohner zählte, innerhalb dreier kurzer Jahrhunderte zu dem dreimillionenköpfigen Groß- Berlin angeschwollen ist. " jugendliche Ginbrecher, welche in die in der Leipzigerstraße 94 beAuf frischer Tat ertappt wurden in der verflossenen Nacht zwei legenen Geschäftsräume der Katao- Kompagnie Theodor Reichardt cingedrungen waren. Die Diebe hatten die Ladentür mittels Nachschlüffels geöffnet, die Ladenkaffe erbrochen und den Inhalt der selben, etwa 500 M., erbeutet. Als sich die beiden Burschen mit ihrem Raube entfernen wollten, wurden sie von einem Beamten der nach heftiger Gegenwehr festgenommen. Auf dem Polizeirevier Wach- und Schließgesellschaft, der sie beobachtet hatte, gestellt und stellte es sich heraus, daß die Verhafteten zwei gesuchte Einbrecher find, die schon seit langer Zeit ihr Handwerk treiben. Geldschrankknacker statteten in der Nacht zum Mittwoch dem Kolonialwarengeschäft cn gros von Adler u. Waldbach in der der Arbeiten für den Innenausbau des Märkischen Museums. Von drangen vom zweiten Hofe aus über eine Anstelleiter hinweg durch Submissionsblüten besonderer Art zeigten sich bei der Vergebung Großen Hamburgerstraße 17 einen unerbetenen Besuch ab. den Bewerbern verlangte der Tischlermeister Georg Kuhnert, Berlin Eindrücken eines Fensters in die im ersten Stock belegenen Bureau2682 M., die Firma Siebert u. Aschenbach 2420 M. und Erust räume der Firma ein und machten sich an dem Geldschrank zu schaffen. Gossard 1744 M., d. h. fast 1000 m. iveniger als der erstere. Für Mittels eines Sauerstoffgebläses brannten fie die Schlösser des die Lieferung von Möbel für das Märkische Museum verlangte schweren Schrankes aus und durchstöberten dann den Inhalt der Tischlermeister Karl Müller, Berlin 12 762 M., P. F. Lüdtke 9615 W. Fächer. Wertpapiere und sonstige Effekten ließen sie liegen. Nur und R. Glazer, Berlin 5644 M. oder 7118 m. weniger als die auf bares Geld hatten sie es abgesehen. Erbeutet haben sie Firma Karl Müller. So große Unterschiede in der Festsetzung des annähernd 3000 M. Bis jetzt ist noch keine Spur von den SpizPreises gerade auf diesem Gebiete sind allerdings unerklärlich. Hier buben gefunden. fönnen weniger die Unterschiede in Ardeitslöhnen und Materialpreisen als vielmehr falsche Kalkulationen die Ursache der auffälligen Preisdifferenzen sein. Die Verkehrsschwierigkeiten auf dem Bahnhof Nikolasfee will die Eisenbahndirektion Berlin durch geeignete Maßnahmen beseitigen. Zu den Schilderungen über das Gedränge am Sonntag hat dieselbe einem Blatte folgende Mitteilung gemacht: Ein größerer Kellerbrand, bei dem mehrere Arbeiterinnen mit genauer Not das Freie erreichten, tam am Mittwochmittag in der Seydelstraße 5 zum Ausbruch und machte der Feuerwehr viel zu schaffen. In dem umfangreichen Keller des Vorderhauses befinden sich dort die Lager- und Expeditionsräume der Hutfabrik von Franz Schneider. Als nun gestern mittag mehrere Arbeiterinnen in dem Der Erfolg dieses Entgegenkommens ist derartig, daß die Gegner " Die Ueberleitung der Personen vom oberen Bahnsteig über die Keller damit beschäftigt waren, Hüte einzupacken und zum Versandt der Mitarbeit von Frauen in der Armenpflege ihn sich nicht besser Gleise nach dem Ausgang, die infolge des starken Gedränges auf fertig zu machen, erscholl plötzlich der Ruf:„ Feuer!" Alles flüchtete, wünschen können. Fünf Jahre sind es jetzt her, daß für die Armen- dem Bahnsteig zeitweise erforderlich wurde, erfolgte auf Anordnung doch entstand bald eine derartige Berqualmung, daß mehrere Arkommissionen Berlins jene neue Geschäftsanweisung eingeführt wurde, der Eisenbahnverwaltung unter Aufsicht von Betriebsbeamten und beiterinnen durch dicken Qualm über die Treppen dringen mußten. die den nach Mitarbeit verlangenden Frauen die Wege zu ebnen be- unter dem Schuße von Haltsignalen, so daß Gefahr für die be- Glücklicherweise hat aber feine von ihnen nachteilige Folgen für ihre stimmt war. Und wieviel Armenpflegerinnen haben wir heute? treffenden Personen nicht vorhanden war. Eine Abtrennung der Aus- Gesundheit davongetragen. Die Feuerwehr, die bald zur Stelle war, Aus dem diesjährigen Band der„ Personalnachweisung der Berliner und Eingänge durch Schranken hat sich nach unseren Erfahrungen mußte mit Rauchhelmen vorgehen, um an den Brandherd zu genicht bewährt, und wir müssen von deren Errichtung absehen. Gemeindeverwaltung", dem sogenannten„ Rotbuch" für 1907, haben wir werden indessen durch sofortige Herstellung einer hölzernen langen. Nach einstündiger Löschtätigkeit war die Gefahr beseitigt. wir sie uns herausgezählt: wir haben nicht mehr als 32 ge- Rotbrücke über das nordwestliche Gleis der Grunewaldstreden einen Der Keller ist zu einem großen Teil ausgebrannt. Ueber die Ent funden, die sich auf 24 verschiedene Armenkommissionen berteilen. Ausgang schaffen, die Bahnsteigiperren auf je fechs Stände erweitern stehungsursache des Feuers ist noch nichts ermittelt. Ganz Berlin hat jezt etwa 400 Armenkommissionen, in denen und das Betriebspersonal entsprechend vermehren, so daß Zustände, rund 4500 Personen tätig sind. Man sieht, wie wenig die wie sie am legten Sonntag eingetreten waren, in Zukunft vorausFrauen mit ihren Bemühungen, in die Armenkommissionen sichtlich vermieden werden, zumal wenn das Publikum den Anhineinzugelangen, ausgerichtet haben. Es scheint sogar, daß ordnungen der Betriebsbeamten williger Folge leistet." die in den ersten Jahren beobachtete allmähliche Mehrung der Die Annahme der Frachtstückgüter auf den Berliner NingbahnArmenpflegerinnen, die einen zwar langsamen, aber stetigen Fort- und Vorortstationen soll, wie gemeldet, vom 2. September d. J. ab schritt versprach, schon zu Ende ist und bereits wieder durch eine geändert werden; während jezt alle Sendungen, die bis 6 Uhr Minderung abgelöst worden ist. Bis zum Frühjahr 1906 war abends das Bahnhofstor passiert haben, noch angenommen werden, die Zahl der Armenpflegerinnen, wie aus dem legten Verwaltungs- follen fünftig die Annahmestellen um diese Zeit schon gefchloffen bericht der Armendirektion zu ersehen ist, auf 41 gestiegen, werden, so daß diejenigen Fuhrwerke. die bis dahin nicht abgefertigt Zwei Kindesleichen sind am gestrigen Tage aufgefunden worden. in werden konnten, unverrichteter Sache wieder nach Hause fahren während in den drei vorhergehenden Jahren 87, 30, 23 müssen. Eine ähnliche Regelung der Güterabfertigung auf den Ber- Vor der Bodentür des Hauses Chausseestraße 118 stieß ein Mieter gezählt worden waren. Es ist möglich, daß die Angaben des liner Innenbahnhöfen ist für das nächste Jahr in Aussicht genommen. auf ein Batet, das die Leiche eines neugeborenen Knaben enthielt. " Rotbuches" für 1907, das nur noch 32 Armenpflegerinnen nennt, In Handelstreifen werden gegen die geplante Einrichtung jezt nach- Der tote Körper war in ein grobes weißes Handtuch mit den nicht ganz vollständig sind. Aber es könnte sich da nur um eine träglich Bedenten laut; man sagt, eine genaue Berechnung, bis Zeichen A. B. 30 und in einen weiß gesticten wollenen Schal geringe Differenz handeln, so daß das Ergebnis auf jeden Fall ein wann die Güter mit der bestimmten Aussicht auf Annahme zur eingehüllt. Eine zweite Kindesleiche wurde an der Nordbahn geRückgang gegenüber dem Vorjahre bleibt. Bahn geschickt werden können, wäre den Versendern faum möglich, funden. Sie war in einen Pappfarton eingehüllt, der an der BahnDie Armendirektion hat in ihrem letzten Verwaltungsbericht da sich die Frequenz im voraus nicht bestimmen lasse. Daraus böschung niedergelegt worden war. Auch in diesem Falle handelt das Resultat einer Rundfrage veröffentlicht, die sie über die würden sich für viele Geschäftshäuser große Unzuträglichkeiten er- es sich um einen Knaben. Beide Leichen sind nach dem Schauhaus Tätigkeit der Armenpflegerinnen veranstaltet hatte. Sie hatte geben. Es scheint fraglich, ob die Staatsbahnverwaltung die ge- gebracht worden, um durch die Obduktion festzustellen, ob die Kinder getötet worden, oder ob sie eines natürlichen Todes ge diejenigen Armenkommissionen, zu denen bereits Pflegerinnen Plante Neuerung wird fallen laffen. storben sind. " Auf dem Bahnsteig vom Tode überrascht wurde vorgestern ein unbekannter etwa 40 Jahre alter Mann. Er hatte auf den Perron des Görlizer Bahnhofes auf die Abfahrt des Vorortzuges gewartet und war plötzlich leblos zusammengebrochen. Beamte brachten ihn nach der Rettungswache, wo aber nur noch der Tod, der infolge eines Herzschlages eingetreten war, festgestellt werden konnte. Bei dem Unbekannten wurden Angelgeräte vorgefunden, und es ist da her anzunehmen, daß er im Begriffe gewesen war, nach einem der östlichen Seen zu fahren, um dort zu angeln. Bei Sch. handelte es sich um 20 M. zugelassen worden waren, um Auskunft Auskunft über die mit Zu dem Straßenbahnzusammenstoß auf dem Alexanderplatz, ihnen gemachten Erfahrungen gebeten. Fast ausnahmslos waren bei dem, wie wir bereits gestern furz meldeten, drei Personen Auf eigentümliche Weise ihres Geldes beraubt wurden am die Antworten zugunsten der Frauen ausgefallen. Mehr fann schwer verletzt wurden, wird uns noch mitgeteilt: Die Verunglückten Sonntag im Freibad Wannsee die zwei Badegäste R. Müller und gewiß kein Mensch berlangen, aber die Gegner der Frauenzulassung sind der 27jährige Lehrer Johannes Senger, Petersburgerstraße 46, Ernst Schulz. Beide hatten sich eine Belle gemietet, in welcher sie Nach Verlassen derselben wurde sind taub gegen alle Vernunftgründe. Um die Armenpflege Berlins der 23jährige Kaufmann Hermann Schmidtte aus der Höchste ihre Sachen untergebracht hatten. stände es besser, wenn in sämtlichen Kommissionen Frauen mitarbeiten Straße 8 und der 73jährige Schauspieler David Franke vom Peters- die Belle vom Schließer geschlossen. Als die beiden Leute wieder dürften. Die Beschwerden über Mißgriffe in der Armenpflege, die burger Plak 7. Alle drei standen auf dem Vorderperron eines zurückkehrten, gewahrten sie, daß ihnen Portemonnaie und Geld aus Anhängewagens der Linie 81( Charlottenburg- Zentralvichhof). der Tasche verschwunden war. Klagen über raschfertige Abweisung wahrhaft bedürftiger Personen wie Der Unfall geschah auf der Mitte des Plates, wo sich die Fahrt- und bei Müller um 3,50 M. Beide bitten uns das mitzuteilen, um über blindzugreifende Unterstützung gewerbsmäßiger Schnorrer richtungen nach der Königs- und Landsbergerstraße treuzen. An weitere Kreise zur Vorsicht zu mahnen. würden dann bald abnehmen. Drei Viertel aller Almofen- der dort befindlichen Weiche sprang der Anhänger" aus dem Gleise Einbrecher, die es auf Pferde abgesehen haben, treiben gegene empfänger Berlins sind weiblichen Geschlechts: am Schluß des Ver- und fuhr nach dem Nebengleise, auf dem ein Motorwagen der wärtig ihr Handwerk. So drang in der gestrigen Nacht eine waltungsjahres 1905 06 standen in den Listen volle 25 000 Frauen gleichen Linie aus der entgegengesetzten Richtung herankam. Die Bande in den auf dem Grundstück Alexandrinenstraße 45 belegenen ( verwitwete, auch geschiedene oder eheverlassene sowie unverheiratete). Motorführer nicht mehr gelang, seinen Wagen zum Halten zu Geschirre. Die Täter hatten die Hufe der Tiere vorsichtshalber Entfernung zwischen beiden Wagen war fo furz, daß es dem Stall gewaltsam ein und stahl zwei wertvolle Pferde sowie zwei Da soll eine Armenpflegerin nicht geeigneter als ein bringen. Es erfolgte ein heftiger Zusammenstoß zwischen dem mit Stoff umwickelt, um jedes verdächtige Geräusch zu vermeiden. Armenpfleger fein, die nötigen Recherchen anzustellen und den Motorwagen und dem„ Anhänger", dessen Borderperron durch den Die bestohlene Firma, der die Pferde, zwei Fuchswallache, gehörten, vorgeschriebenen Verkehr mit den Unterstützten zu unterhalten? Anprall total zerstört wurde. Die auf ihm stehenden, oben geDem Fuhrherrn Alle Gründe, die früher gegen die Hinzuziehung von Frauen zu nannten Fahrgäste wurden gegen die Wagenwand geschleudert. Der hat einen Schaden von etwa 3000 m. erlitten. den Armenkommissionen angeführt worden waren, haben sich als Lehrer Senger erlitt eine schwere Gehirnerschütterung und eine Karl Dahlke wurde nachts aus dem Stalle in der Waldenserhaltlos erwiesen. Nicht einmal der entsetzliche Verdacht, daß die flaffende Kopfwunde, weshalb er nach dem Krankenhause Am straße 2-4 von Einbrechern ein Rappen im Werte von 1000 Mt. Frauen in übertriebener Warmherzigkeit" das Geld mit vollen Händen Friedrichshain transportiert werden mußte. Der Kaufmann gestohlen. Die dreisten Diebe nahmen auch noch einen Plattenauszustreuen beabsichtigten, hat irgendwelche Bestätigung gefunden. starke Quetschung des linten Oberschenkels davon. Schmidtle trug eine Kopfwunde und der Schauspieler Frante eine wagen mit. Doch die Männer aus dem liberalen Bürgertum, bon Wen die Schuld an dem bedauerlichen Unfall trifft, konnte denen die Armenkommissionen bisher beherrscht worden sind, wollen noch nicht ermittelt werden. nun mal unter sich bleiben. Man darf hierbei nicht verEin Elendsbild. In der Wienerstraße 58 stürzte sich gestern geffen, daß ihnen die Kommissionen noch etwas mehr sind als nur eine Stätte, an denen die„ Nächstenliebe" sich instruktionsgemäß zu rüh 2 Uhr der 53jährige Halbinvalide Bahr aus dem Fenster betätigen hat. Sie sind dem Berliner Stadtfreisinn- ebenso, wie feiner im dritten Stod belegenen Wohnung hinaus. Er fiel dabei all' die anderen kommunalen Körperschaften, in denen die frei auf das Binkdach eines einstöckigen Gebäudes, wo er erst vier sinnigen Inhaber der kleinen Ehrenämter unserer Stadt bei einander Stunden später mit schweren Verlegungen aufgefunden wurde. fizen- zugleich ein wichtiges Bindemittel, das seinen politischen Agitatoren den nötigen Zusammenhalt gibt. " Eine große Menschenansammlung hatte ein blutiger Erzez zur Folge, der sich in der gestrigen Nacht am Nettelbedplatz abspielte. Es handelte sich um vier randalierende junge Leute, die gewaltsam mußten und die die Tochter des Gastwirte B. sowie deffen Hausdiener aus einer in der Nähe befindlichen Restauration entfernt werden schwer verletzt hatten. Auch hatten sie die Schaufensterscheibe der Restauration zertrümmert. Durch diesen Vorgang hatten sich an tausend Zuschauer zusammengefunden. Im Monat September findet im Kinderhaus, BlumenFrüher hatte er beffere Tage gehabt, periodisch auftretende starke straße 78, einmal wöchentlich unentgeltlicher Unterricht in SäuglingsStrampfanfälle brachten ihn aber zurück, so daß er nur schwer Arbeit pflege für unbemittelte Frauen und Mädchen statt. Meldungen fand. Bulegt war er Pförtner in der Eisengießerei von Gebauer in hierzu vom Montag, den 26., bis Sonnabend, den 31. August, täglich Moabit. Aber auch diese Stellung mußte er vor vierzehn Tagen von 2-4 Uhr im Bureau des Kinderhauses, Blumenstraße 78, Die Bevölkerungsziffer Berlins, die von Jahr zu Jahr immer infolge seiner Anfälle aufgeben. Als gar vorgestern seine Frau in- born links I. mehr ins riesenhafte schwillt, hatte die Hunderttausend bereits folge einer schweren Erkrankung nach der Charité geschafft werden Mitte des 18. Jahrhunderts überschritten. Freilich half im wesent mußte, mag er wohl in Berzweiflung geraten sein. Er stürzte sich Der Bund für Mutterschuk, der den ledigen Müttern in jeder lichen die damalige starte militärische Besaßung viel zur Erreichung aus dem Fenster, ohne daß ein Hausbewohner hiervon etwas merkte. Beziehung ratend und helfend zur Seite stehen will, bittet alle diedieser stolzen sechszifferigen Zahlen. Die Köpfe der in Sprecathen Erst gegen 6 Uhr wurde man durch ein leises Wimmern aufmerksam Entgelt in ihrem Hause aufzunehmen, ihre Adressen und Bedingungen jenigen, die geneigt sind, eine Mutter mit Kind gegen geringes wohnhaften Zivilpersonen waren erst um 1770 faum auf 100 000 und fand dam beim Nachsuchen den Lebensmüden. Er wurde von dem Bureau des Bundes, Wilmersdorf, Rosberizerstr. 8 anzugeben. gestiegen. Eine Liste über die Bevölkerungsziffer Berlins, die bis der herbeigerufenen Feuerwehr herabgeholt und nach dem Kranken- Sprechstunden täglich von 9-1, außerdem Dienstag und Freitag ins 16. Jahrhundert zurückgeht, gibt uns ein interessantes Bild über Hause Bethanien gebracht. Hier wurden innere Berlegungen sowie abends von 7-9 Jm Sportpark Treptow finden am Sonntag 2 Dauerrennen sie ihr Kind schon nahezu verkohlt auf. Sie erstickte die Flammen das Programm noch einige starkbeschte Fliegerrennen. jedoch nicht mehr zu retten. Unter furchtbaren Qualen starb das bebauernswerte Geschöpf. Feuerwehrbericht. Gestern früh um 7 Uhr kam auf dem Gefundbrunnen, Biesenthalerstraße 2, ein Feuer zum Ausbruch, das Ober- Schöneweide. mit Motorführung über 20 und 30 Kilometer statt. Ferner erhält und ließ fofort einen Arzt herbeiholen. Dieser vermochte det anaben ister 1. und die Fratt. Natürlich geht ein Teſtament dem Geſet bor. 2. Geburtsurlunde ist erforderlich, wenn Sie einen Erbschein haben wollen. 3. Das Amtsgericht des letzten Wohnlizes des Verstorbenen. N. 3. 1. Es fommt darauf an, wie lange die Krankheit dauerte. Bis zu zwei Wochen hat sie Anspruch auf Lohn. Die Rechtsprechung ist bei den verschiedenen Gerichten verschieden. 2. Ja. 3. Ja. O. E. Nigdorf. Sie können von der Miete nur soviel zurückbehalten, wie Ihnen durch Aus1 H. B., 2. 3. Nein. in dessen Bezirk Sie wohnen. 3. Ebenso. 21. R. 55. Das Testament ber Wehr viel Arbeit verursachte. Der Dachstuhl stand in Flammen. Das von der organisierten Arbeiterschaft am Sonntag verräumung des Stellers Schaden entstanden ist, beziehungsweise um wieviel Diese hatten hauptsächlich an dem Hausrat der Mieter reiche Nahrung gefunden, so daß der 16. Zug längere Zeit kräftig Wasser anstaltete Bollsfest erfreute sich eines außerordentlichen Zuspruches. die Wohnung sich an Wert gemindert hat( 3. 23. ½, der Miete). Außerdem Saal und Garten des Restaurants" Wilhelminenhof" waren über- fönnen Sie auf Wiedereinräumung des Stellers flagen. geben mußte, um des Feuers Herr zu werden. Die Entstehung füllt, so daß es an Siggelegenheit mangelte. Die Arbeiter- Gesang, Tauroggenstraße 40. 1. Sa. 2. Nach 10 Uhr abends. des Brandes wird auf unvorsichtigkeit zurückgeführt. Gleichzeitig Turn-, Radfahrer- und Athletenvereine leisteten ihr Pestes zur Ver-.. 99. 1. Nein. 2. Ja. Durch Erflärung bei dem Amtsgericht, wurde der 8. Zug nach der Wienerstraße 53 gerufen. Dort hatte schönerung des Festes. Ohne ein Strafmandat wird es allerdings ist ungültig. Sie müssen es selbst von Anfang bis zu Ende schreiben und ein Mann auf dem Dache Verlegungen erlitten. Die Feuerwehr nicht abgehen, da einer der Zettelverteiler am Bahnhofe festgestellt unterschreiben, darüber müssen Sie Ort und Tag der Niederschrift des holte ihn herunter und brachte ihn nach dem Krankenhause wurde. Da es bei der Ueberfüllung nicht möglich war, eine ver- Teftaments schreiben. Dann muß Ihre Frau, wenn Sie ein wechselseitiges Bethanien, wo man einen Beinbruch feststellte. Grober Unfug lag einer Feuermeldung zugrunde, die den 7. Zug nach der Frant- anstaltete Verlosung zu erledigen, fei auf die Gewinnliste hin- Testament machen wollen, selbst darunter schreiben: Borstehendes Testament gewiesen, welche in Konsumverein und bei den Genossen Muth und enthält auch meinen legten Willen. Darunter Ort und Tag der Niederfurter Allee 121 rief. Der äter ist unerkannt entfommen. Sicherer ist es, wenn Sie das Testament Auf dem Gyerzierplay an der Schwedertstraße brannte zum hundert- Kaufholt ausliegt. Ein gefundener Schirm, Tasche, Hausschlüssel schrift und Name Ihrer Frau. J. K. 1. Am 10. August verjährt. ften Male eine alte Pappel, nach der dieser Plazz den Namen„ An der sind bei Burgschat, Siemensstr. 8, abzuholen. Desgleichen wird der einem Notar zu Protokoll erklären. Finder einer verlorenen Damenuhr gebeten, dieselbe dort abzugeben. nur, wenn Sie ihm von dem Wasserlaufen Mitteilung gemacht haben, ohne, B. B. 100. Der Mieter. Der Birt 2. Bei bloßer Verspätung nein. einsamen Bappel" führt. Die Feuerwehr löschte die Flammen. Ein Küchenbrand beschäftigte die Feuerwehr in der Voigtstraße 25, Boghagen- Rummelsburg. daß er dagegen eingeschritten ist. Carl Harnack, W. N. 99, G. F. 71: Kommen Sie in die" Borwärts"-Sprechstunde. 9. 1. Ja. bor dem Hause Woldenbergerstraße 25 brannte Teer und in der 20. R. 18. Es kommt auf den Vertrag an. Wenn das Eigentum bis Neuen Jakobstraße 10 mußten Kohlen im Keller abgelöscht werden. Wegen eines Schornsteinbrandes liefen drei Alarme aus der Langezur Abzahlung vorbehalten ist, fann Ihnen, troh eingetretener Berjährung, die Uhr abgenommen werden, falls Sie nicht zahlen. 6. 5. 27. 1. Sie straße 72 ein. Außerdem wurde die Feuerwehr noch wegen der fönnen den gefeßlichen Bater( Ihren früheren Ehemann) auf UnterhaltsRettung von Pferden mehrere Male in Anspruch genommen. zahlung verflagen. 2. Mündlich beim Magistratskommiffar für Arbeiter G. Bl. 75. 1. Lassen Sie sich versicherung, Am Stöllnischen Park 8. gleiches vom Gerichtsschreiber des betreffenden Gerichts geben, dann können eine vollstreckbare Ausfertigung des Anerkenntnisurteils und des Bera Sie wegen der Grbteilszahlung sofort vollstrecken. Gewinnt der Kläger, so fann er sich allerdings an das Erbteil halten, wenn bis dahin nicht vollstreckt ist. 2. Unbekannt. Fragen Sie auf dem Polizeirevier. M. N. 100. Wenn Sie vor der Scheidung Ehebruch begehen, werden Sie und der Chebrecher beflraft, wenn Ihr Mann es beantragt. Ferner dürfen Sie „ Na warum denn den Ehebrecher später nicht ohne Erlaubnis des Justizministers heiraten. Vorort- Nachrichten. Wie der Landrat v. Stubenrauch Beschwerden beantwortet. Der Kampf der Behörden gegen die Jugendorganisation im Streife Teltow hat, wie unseren Lesern bereits bekannt sein dürfte, schon zu den merkwürdigsten Maßnahmen geführt. Wir haben seiner zeit die Auflösungen der öffentlichen Versammlungen der jugendzeit die Auflösungen der öffentlichen Versammlungen der jugendlichen Arbeiter durch die überwachenden Beamten vom rechtlichen Standpunkte untersucht und der Meinung Ausdruck gegeben, daß Auflösungsgründe nicht gegeben waren. In dieser Auffassung wurden wir bestärkt, als wir die Antwort durchlajen, die der Landrat v. Stubenrauch auf die gegen die Versammlungsauflösung in Baumschulenweg eingelegte Beschwerde gegeben hat. Der Beschwerdeführer erhielt folgenden landrätlichen Bescheid: Der Beschwerde über die Auflösung der Versammlung in Baumschulenweg vom 3. Juli cr. vermag ich keine Folge zu geben. Ich darf es mir versagen, auf die Berechtigung der polizeilichen Maßregel näher einzugehen, nachdem hierüber aus Anlaß ähnlicher Beschwerden bereits Erörterungen in der sozialdemofratischen Bresse stattgefunden haben, aus denen Sie die Gründe für die Abweisung der Beschwerde erkennen fönnen. gez. v. Stubenrauch." Aus dieser Antwort ist zweierlei herauszulesen. Entweder der Herr Landrat vermag Gründe über die Versammlungsauflösung nicht anzugeben und dann befindet er sich im Einverständnis mit uns, oder aber er versagt dem Beschwerdeführer eine fachliche Antwort, weil sich die sozialdemokratische Presse bereits eine Kritik der behörd lichen Maßnahmen erlaubt hat. Wie die Auffaffung des Landrats über die Versammlungsauflösung aber auch immer sein mag, jedenfalls hat der Beschwerdeführer zu verlangen, daß der Landrat mitteilt, ob die Versammlungsauflösung zu recht erfolgt ist oder nicht. Er wird sich selbstverständlich mit der Antwort des Landrats nicht zufrieden geben. Für die sozialdemokratische Presse ist die Antwort des Landrats eigentlich etwas schmeichelhaft, indem dieselbe zur Orientierung über berechtigte oder unberechtigte Maßnahmen der Behörden empfohlen wird. Insofern macht sich der Herr Landrat v. Stubenrauch zum Agitator der sozialdemokratischen Presse, ein Bestreben, wofür wir ihm eigentlich zu Dank verpflichtet wären. Schöneberg. Schet die Wählerlisten ein! Bei jeder Stadtverordnetentvahl hat es sich gezeigt, daß vielfach Wähler zurückgewiesen wurden, weil sie entweder gar nicht oder falsch eingetragen waren. Wer sich sein Wahlrecht sichern will, der überzeuge sich, ob sein Name richtig eingetragen ist. Die Listen liegen noch bis zum 30. August im Rathause am Kaiser Wilhelmplatz, Zimmer 2 des Quergebäudes aus, und zwar an den Wochentagen in der Zeit von vormittags 9 Uhr bis nachmittage 2 Uhr und am Sonntag von vormittags 11 bis nachmittags 1 Uhr. Wer nicht in der Lage ist, selbst Einsicht zu nehmen, gebe feine Adresse in einem der an den roten Plakaten fenntlichen Geschäften ab. Bon einem Straßenbahnwagen überfahren wurde gestern gegen Mittag vor der Wohnung seiner Eltern in der Bahnstraße der vierjährige Kuabe Frip Loch, als er, hinter einem mit Gras beladenen Molkereiwagen herlaufend, einzelne Halme herauszog und, plößlich sich umwendend, direkt in den nachfolgenden Straßenbahnwagen hineinlief. Trotzdem der Fahrer sofort alles aufbot, den Wagen zum Stillstand zu bringen, wurde das Kind doch eine Strede mit fortgefchleift, so daß es außer äußeren Wunden am Kopf und im Gesicht anscheinend schwere inmere Verlegungen erlitt. Ge wurde zunächst nach der Unfallstation in der Herbertstraße gebracht. Groß- Lichterfelde. Heber einen Steuereinnehmer, dessen Pflichteifer sich mitunter bis zur Unhöflichkeit zu steigern scheint, wird aus der Neue BahnEin Mieter des Hauses Nr. 33 teilt uns hofstraße Klage geführt. hierüber folgendes mit: Am 15. August gegen 11 Uhr vormittage flopfte es mit einmal heftig an meiner Wohnung. Meine Frau war gerade mit dem Kinde beschäftigt und im Begriff es niederzulegen um die Tür zu öffnen, als das Pochen von neuem einfegte, diesmal aber mit einer Vehemenz, daß nicht die Knöchel der Finger, sondern die Stiefelabfäße den Wohnungsinhaber vor die Tür zitieren sollten. 63 war fein Klopfen mehr, sondern ein Donnern. Rasch machte meine Frau die Tür auf, da plößlich dröhnte es ihr in die Ohren:" Steuern! Wollen Sie gleich bezahlen!" Rein," erwiderte meine Frau. nicht, am 19. müssen Sie doch bezahlen."„ Wenns irgend möglich wäre, ja, aber jetzt fann ich nicht," war die Antwort meiner Frau. " Na Sie bezahlen fie doch nicht, sondern Ihr Mann! Haben Sie einen Schlafburschen hier?" Nachdem meine Frau auch dies verneinte, entfernte sich der Beamte." So die Zuschrift, für deren nichtigkeit der Einsender sich zu verbürgen vermeint. Wenn das Auftreten des Beamten so war, wie geschildert, so wäre das allerdings ein starkes Stück und ein Grund seiner vorgesetzten Behörde, ihm einmal Instruktionen darüber zu erteilen, wie er sich bei dem Bublifum zu betragen hat. Vermischtes. Berliner Marktpreise. Aus dem amtlichen Bericht der städtischen Marktballen- Direktion.( Großhandel.) Rindfleisch la 70-72 br. 100 Bib. Ila 64-69, IIIa 59-60. Bullenfleisch Ia 65-70, IIa 53-62, Stübe, fett 52-60, do. mager 40-50, rejser 56-64, Bullen, dan. 52-63, bo. holl. 0,00. Kalbfleisch, Doppellender 100-120, Maftkälber la 75-85, IIa 66-74, Stalber ger. gert. 47-59, bo. holl. 0,00, ban. 0,00. Samnunelfleisch Mastlämmer 82-84, Hammel la 77-81, IIa 71-76, Schafe 68-70. Schweinefleilch 60-66. Nehbod Ia per Bfund 0,60-0,70. IIa Rothirsch Ia 0,40-0,55, bo. IIa 0,00. Damhirsch 0,00. 0,30-0,59. Wildschweine 0,40--0,45. Staninchen per Stud 0,30-0,70, do. australische 0,00. Wildenten per Stüd 0,00. Stridenten per Stud 0,00. Rebhühner, junge große 1,05-1,40, bo. fleine 0,60-1,00, alte 0,85-0,90. Dubner, alte per Stud 1,40-2,25, IIa 1-1,40, bo. junge 0,50-1,10. Tauben 0,30-0,57, italienische 0,00. Guten per Stud 1,25-2,15, do. Hamburger per Stüd 2,00-3,00. Ganie per Pfund 0,55-0,66, Do. Zu dem Großfeuer in Darmsheim( Oberamt Böblingen) wird per Stüd 2,00-4,75, do. Hamburger per Bib. 0,00, per Stad 0,00, bo. Oderbrucher per Pfd. 0,55--0,63. Boulets per Stad 0,40-0,10. Boularden noch berichtet: Der durch das Feuer angerichtete Schaden wird auf per Bid. 0,00. Deale per 100 Blund 102-112, bo. matt 89-99, bo. mittel Personen sind nicht zu Schaden ge- und groß 98, bo. mittel 0,00, do. groß 0,00, do. flein 0,00. Sander, matt eine Million Mark geschätzt. Schleie, groß 119, bo. groß, matt 97-105, Do. 130-140, kommen, dagegen ist viel Vieh, Mobiliar und Bargeld im Feuer 105-120. verbrannt. Die Versicherung des zerstörten Inventars ist mangel- ale, groß 98-102, 60. flein und mittel 90-92, mittel 104-108, bo. unsortiert 0,00, bo. groß- mittel 100-107, bo. 0,00. Blögen, matt 0,00. haft, namentlich waren die großen Erntevorräte nicht versichert. Es Roddow 0,00. Starpfen, 60er- 70er 82-86, bo. 80er- 100er 83-91. Bleie, sind über 60 Häufer abgebrannt, die Obdachlosen wurden von den matt 0,00. Bunte Fifche 41-80. Barle 0,00, do, matt, fiein 61. do. Staranjchen 94-101, flein 0,00. übrigen Ortsbewohnern aufgenommen. Das Feuer ist gestern am afland 0,00. Quappen 0,00. Amerikanischer Vachs la neuer, ver 100 Bid. Bleififche 0,00. frühen Morgen gelöscht werden. 110-130, bo. IIa neuer 90-100, bo. IIIa 60. Seelachs 10-15. Flundern, Kieler, Sliege Ia 2-6. mittel ber stifte 2, Samb. Stiege 4-6, Wall 2-3, Stralf. 3,50-5,00, Bornb. 0,50-0,60. Male, grop per Bid. 1,10 balbe Stifte 2-3, pomm. Ia Schod 9, IIa 1-3. Bücklinge, Kieler per bis 1.40. mittelgroß 0.80-1,10, flein 0.60-0,80. Heringe per Schock 5-9. Schellfische Stifte 3-4,00, 4, Stifte 1,50-2. Sardellen, 1902er per Anfer Schottische Vollberinge 98, 1904er 98, 1905er 98, 1906er 90-95. 1905 0,00, large 40-44, full. 38-40, med. 36-42, deutsche 37-41. Heringe, neue Matjes, ber 1, To. 50-120. Sardinen, russ., Faj 1,50-1,60. Bratberinge Faß 1,20-140, do. Büchse( 4 Liter) 1,40-1,70. Neunaugen, Schodfaß 11, do, eine 5-6, do. Riesen 14. Srebje per Schod, große 0,00, do. mittelgroße 0,00, bo. fleine 0,00, do. unfortiert 7,00, Galigier groß 0,00, bo. unfortiert 0,00. Eier, Land-, unsortiert per Schod 3,60-3,80, do. große 4,00. Saure Gurken, neue, Schod 4,00. Bieffergurten 4,00. Kartoffeln 100 fb. Ia 117--120, Ila 108-117, IIIa 100-108, abfallende 90-95. per 100 Bid. weiße runde 2,75-3,25, blaue 3,25-3,75, Rofent: 2,00 Entgleist. Amtlich wird unter dem gestrigen Datum von Koblenz gemeldet: Gestern abend 93/4 Uhr entgleisten auf der hiesigen Station neun Wagen des Eilgüterzuges 6035. Personen sind nicht verlegt, der Betrieb ist ungestört. Die eiserne Zonne. Auf dem Nordwestbahn- Bahnhof in Tetschen explodierte beim Anlegen von Zollplomben eine eiserne Tonne. Der mit dem Bomblieren beschäftigte Klempner wurde in Stücke gerissen. Mehrere andere Personen wurden schwer verletzt. Ein Erdrutsch. In der Steingrube von Hogoheid erfolgte, wie aus Lüttich berichtet wird, ein Erdrutsch, wobei fünf Arbeiter verschüttet wurden. 3wei wurden als Leichen geborgen, die übrigen drei haben schwere Verletzungen davongetragen. An Konservenfleisch erkrankt. Wie aus Trient gemeldet wird, erkrankten im Fort Mont Bonteon mehrere Artilleristen nach Genuß von Konfervenfleisch. Einer ist bereits gestorben. Dic Blatternerkrankungen in Wien sind in der Zunahme begriffen. Bisher sind 20 Erkrankte in den Infektionsbaraden aufgenommen worden. ab. wir ablehnen. bor.Briefkaften der Redaktion. " Bels 68. Butter per bis 2,50, Nieren- 3,00-3,50. Borree, Schock 0,50-1,00. Meer rettich, Schod 5-15. Spinat per 100 Bjund 20-25. Sellerie, Schod 2,00-6,00. Zwiebeln per per 100 Pfd. 5,00-6,00, Charlotten 75,00-90,00. Beterfilie, grün, do. Perl 60,00-75,00. Schodbund 0,75-1,00. Stohlrabi Schod 0,75-1,25. Retlich, bayr., neuer Stud 0,07-0,10, do. hiesiger, Schod 3-4. Wobrrüben, per 100 Pfund 3,00 bis 6.00. Starotten, hiesige, Schockbund 2,00-3,00. irfingfohl per Schod 3,00 bis 14,00. Rotfobl, Schod 6-12. Weißtohl 4-10. Blumenkohl, hiesiger 100 Stüd 8-14, do. Hamburger 100 Stüd 0,00, do. Erfurter 100 Stüd 8-18. Kohlrüben, Schod 4,00-6,00. Beterfilienwurzelu, chodbund 3,00-4,00. Schoten per 100 fund 8-16. Pfefferlinge per 100 Bfb. 5-9. Steinpilze per 100 Bfund 18-20. Radieschen per Schodbund 0,75 bis 1,00. Salat per Schod 1,50-2,50. Gurten, Einmaches, Schock 14,00, do. böhmische Schod 0,00, bo. Liegnißer Schod 3,00-4,50. Bohnen, grüne, 100 Bid. 4-10. Wachsbohnen, per 100 Bid. 10-25. Stachelbeeren, Blaubeeren, per 100 Bid. 10-18. JohannisStallonen Barometer. TMC QUID Bind 762 NW richtung Windfiärte Better 4 heiter 4 bedect 4 bedeckt 3 wolfig 7 wolfig 5° 4° 51 Temp. 11. Staftonen дарашола Hand Wind. Buntis Windiaite Better Temp. n. 6bebeat 12 12 Haparanda 748D 11 Betersburg 754 SSW 3beiter 13 12 Scilly 773 WNW 2 heiter 14 12 tberdeen 764 W 1 woltig 11 10 Baris 1 wolten! 10 4 bededt 15 ( Sax Do Die juristische Sprechstunde findet Friedrichstr. 10, Aufgang 4, eine Treppe( Dandelsstätte Bellealliance, Durchgang auch Lindenstr. 101), Geöffnet 7 1hr. wochentäglich von 7 bis 9 hr abends statt. Sonnabends beginnt die Sprechstunde um 6 Uhr. Jeder Aufrage in ein per 100 Pfund 0,00. Buchstabe und eine Zahl als werkzeichen beizufügen. Briefliche Antwort beeren, per 100 Bid. 10-15. Preiselbeeren per 100 Bfb. 14-20. Stirschen, per 100 Bjund Werdersche 0,00, Sächsische 0,00, Schlesische 0,00, Natten wird nicht erteilt. Gilige Fragen trage man in der Sprechstunde vor. Birnen, ital., 100 Pfund 14-40, Tiroler 25-40, G. 8. 10. Das hängt einzig und allein vom Statut der Hülfstaffe 0,00, fautere 20-30. 2. 85. 1. Ja. 2. Benn und soweit der Lohn mehr als 125 Mart hiesige 5-16, Salander 20-25. Pfirsiche, hiesige per 100 pfb. 10-30, ital. in Abgestürzt vom Baugerüft der Beamtenwohnhäuser in der Martin monatlich beträgt, ia, sonst nicht. 3. Damit der Bläubiger glaubhaft erfährt, Seiftchen zu 12 Stüd 0,90-1,50, bo. in Störben la per 100 Bid. 20-35, Aprifosen, ital., per 100 Pfund was er dem Schuldner pfänden fann. MR. D. 581. Bei Güter do. Ila in störben per 100 Bfb. 17-28. Butherstraße am Wartburgplay ist vorgestern wiederum einer der gemeinschaft haftet auch das eingebrachte Frauengut den Gläubigern des 0,00, franzöf, 20-30 stepfel, italienische, per 100-20, 31, Maurer, die in großer Anzahl in dem feiner Vollendung nahen Mannes. Wenn die The nach dem 1. Januar 1900 geschlossen ist, so ist hiesige 6-10, Gravensteiner Ia 20-35, bo. Ila 15-20. Pflaumen, ital., ciesigen Häuserkomplex während und nach dem Streit Wohnung ge- das eingebrachte Frauengut auch ohne besondere Abrede der Gütertrennung per 100 Pfund 10-22, Reineclauden 20-30, biefige 12-20, ung. 13-18, Badener, Frühs, 20-35. Beintrauben, franz., per 100 Pfd. 25-35, nommen hatten. Der 55 Jahre alte, aus Breslau während des für Gläubiger des Mannes unpfändbar. Ist die The vor 1900 gefchloffen, italien. 20-33. Ananas I, per Pfund 1-1,20, do. II 0,00. Zitronen, Streits zugewanderte Maurer Albert Meher stürzte in dem Moment io tommt es darauf an, wo der erste eheliche Wohnfiß war. 2. Ja. in die Tiefe, als er sich auf dem Gerüst von der ersten in die Marie 5. In dem Ihrer Wohnung zunächst gelegenen Schulgebäude Messina, 800 Stüd 10,00-20.00, bo. 360 Stud 9,00-21,00, bo. 200 Stad 6,00-12.00, So. 150 Stück 5,00 bis 8,00. Bananen, gelb, per 100 Bib. Frau Nieber. Wir verweisen zweite Etage begeben wollte, und erlitt außer Rippenbrüchen an- dürften Sie sofort Auskunft erhalten. scheinend schtvere innere Verletzungen, so daß er von seinen Arbeits- Sie auf das Berliner Abrehbuch, II. Teil, Seite 215. Empfehlungen müffen 18.00-20,00, grün 0,00. Melonen, per 100 Pio. ital. 12-20, franz. 30-50 St. S. 200. Die Steuern find nach Aufruf, in der holl. 20-30. follegen in einer Droschte nach der Unfallstation und von dort nach Regel in der zweiten Hälfte des laufenden Duartale zu zahlen. 8. B. 1. dem Elisabeth- Krantenhause gebracht werden mußte. In Nr. 174, 1. Beilage, des Borwärts" ausführlich behandelt. 2. 200. Witterungsübernat vom 21. August 1907, morgens 8 lbs. Ueber den Erlaß der Steuer entscheidet die Steuerdeputation des Magistrats. N. G. 27. 1. Bürger- Rettungsinstitut. 2. Friedrich Wilhelms- Anstalt für Arbeitsame. 3. Biedersee- Stiftung. Alle drei im Berliner Rathause. G. B. 200. Wenden Sie sich mit Ihrem Anliegen an das Sefretariat der Berliner Gewerkschaftskommission, Engel- llfer 15.- 23. 23. 24. Ihre Frau soll sich als freiwilliges Mitglied bei der Ortstrantenfaffe in Lichtenberg melden. P. 2. 37. Tragen Sie Ihr Anliegen mit Begleit. umständen dem Sekretariat der Gewertschaftskommission, Engel- Ufer 15, Swinemde 759 Otto Fiedler. Fordern Sie Protofoll vom Internationalen Kon Hamburg 763 5 S. M. 29. Wenden Sie sich an das Berlin greß, Buchhandlung Vorwärts. Forsteinrichtungsbureau, Königgräzerstraße 123b. R. R. 100. Rein. Franti.a M 767 5 Kyrig. Nein. Die Birtin muß Sie mit den Sachen ziehen lassen. 9. 100. Die Frau hat die Möbel zu beanspruchen. Otto Bloch, Waidmannsluft. Sie müssen dem Birt eine Frist zur Beseitigung der Ein großer Dachstuhlbrand wütete vorgestern in der Lankwizer- Feuchtigkeit stellen. Macht er den Steller nicht in der Frist trocken, so brauchen ftraße 11. Das Feuer war in der in der vierten Etage belegenen Wohnung Sie nicht einzuziehen. S. 25. Nein. Nur wenn es ein Betrüger war, A. H. 100. Fünf Jahre. ausgebrochen und griff bald nach dem Dachstuhl über. In den dort fönnen Sie Ihr Geld zurückverlangen. F. G. 1. Nein. R.. 200. 1. Neim. 2. Nein, wenn Sie bei dem aufgeschichteten leicht entzündbaren Stoffen fand das Element reich Bädermeister angestellt waren; dann fömzen Sie nur auf Lohnzahlung liche Nahrung. Da starte Rauchwollen nach unten geschlagen wurden, flagen. Anderenfalls auch Strajanzeige wegen Diebstahls zulässig. so wurde das Treppenhaus vollständig verqualmt. Es war infolge-. 5. 3. Rechtsansprüche haben Sie nur, wenn Sie die Sachen an der dessen den Löschmannschaften nicht möglich, in das Haus einzudringen. Garderobe abgegeben hatten. 8. 5. 1. Amtsgericht Mitte. 2. Slagen Mit Hülfe der mechanischen Leiter mußte der Angriff gegen den Sie auf Herausgabe der Bilder, eventuell drei Mart Schadenersak; Brand unternommen werden. Der Dachstuhl, der bei dem Eintreffen auf der Anmeldeftube des Amisgerichts Mitte, Neue Friedrichstraße. 6. 23. 1. Landgericht I Berlin. 2. Amtsgericht Mitte. 3. Nur einen der Feuerwehr bereits in hellen Flammen gestanden hatte, wurde beim Landgericht I zugelassenen Anwalt; die meisten Berliner Anwälte find Memel, Silfit vollständig zerstört. dies aber. 4. Wenn Sie obsiegen, muß die Frau die Koften tragen. Etwa Bregel, Insterburg 50-100 Mart. Borschuß hängt von Vereinbarung ab; manche Anwälte eich fel, Thorn Wilmersdorf. arbeiten ohne Borschuß. G. M. 9. Benn Sie den Kauf ausdrücklich Dder, Ratibor) Lebendig verbrannt. Einen entfehlichen Tod hat das dreijährige oder durch Berwendung der Sachen in Ihrem Haushalt genehmigt haben, Stroffen Söhnchen Rudolf des Straßenbahnführers Hunschmann, Pfalzburger- müssen Sie die Zwangsvollstreckung in das Bermögen Ihrer Frau dulden. Frankfurt straße 13, gefunden. Während die Mutter Einkäufe besorgte, war Bersönlich haften Sie nicht. s. 2. 11. 1. Sa. 2. An beide. 3. Zu Barthe, Schrimm der Kleine unbeaufsichtigt in der Wohnung zurückgeblieben. Mit antworten brauchen Sie nicht, wenn Sie es auf eine Klage antommen laffen F. Mischke, Meichenbergerstr. 33. Nese, Nordamm einem Stück Papier in der Hand näherte sich das Kind dem Küchen wollen. 4. Rein, ist verjährt. herd und machte sich an dem Feuer zu schaffen. Es dauerte nicht Der Arbeitgeber muß, abgesehen von der Straße, die Beiträge zahlen. Ibe, Leitmeris . 31. 1. Der Erzeuger ist auch nach der Umschreibung unterhaltslange, so wurde das Papier vom Feuer ergriffen, und die aufschlagende pflichtig. 2. Dev Anwalt muß das Urteil an die Vormünderin herausgeben. Flamme fezte die Kleidung des Knaben in Brand. Im nächsten. 926. 1: Gliern betonimen. Die Ehefrau auch; lebt mir der Augenblid brannte er lichterloh. Shreiend lief das umgllickliche Kind Bater oder die Mutter, so erüt ber lebende Elternteil die Frau und in der Wohnung umher. Als die Mutter wieder zurückkehrte, fand die Geschwister zusaminen Lebt. fein Elternteil, so erben die Ges Berantwortlicher Redakteur: Saus Weber. Berlin. Für den Inferatenteil verantw.: Th. Gloite, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW München Bien 768 N 771 5 764 23 Wetter Brognose für Donnerstag, den 22. August 1907. Kühl bei lebhaften nordwestlichen Winden, veränderlich, zeitweise heiter; teine oder geringe Niederschläge. Berliner Wetterbureau Wafferstar 3.Nachrichten der Landesanstalt für Gewäfferfunde, mitgetem vom Berliner Wetterbureau. Wafferstand am feit cm 114 20. 8. 19. 8. cm!) 230+12 133+26 92 0 144-24 5 131+10 Wasserstand Havel, Spandau Rathenow Spree, Spremberg Beeskow Weser, Münden Minden Rhein, Waldshut am feit 20.8. 19.8. cm 120 145 cm) 3 2 94+2 205 -87 89+37 Landsberg 42 0 23 0 Möln -1+ 16 Barby Magdeburg Saale, Grochlik Kaub Nedar, Heilbronn 89+1 Main, Bertheim 110+1 74 Mojel, Trier 2) 1)+ bedeutet Buchs, Fall. Unterpegel. 226+17 +14 30-10 201