Nr. 303. Erfcheint täglich außer Montags. Breis pränumerando: Biertelfährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Bfg fret tn's Saus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit tlluftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Bfg. Poft- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter freuzband: Deutschland u. Defterreich Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland a Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Beitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochens tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonns und Fefttagen bis 9 Uhr Bor mittags geöffnet. Fernsprech- Anschluß Amt I, Nr. 4180. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Sonntag, den 25. Dezember 1892. in der neuen wie in der alten Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Das Chriftfest ist auf die römischen Saturn alien But Weihnachten. und diesen Widerspruch zu beseitigen, das ist das Biel, gepfropft worden- das Fest der Heiden, die zur Sonnen- die Aufgabe des Sozialismus. Weihnachten ist wiedergekommen im Rundlauf der wende sich der paradiesischen Zeiten unter Gott Saturnus Das Christenthum war die Verheißung. Der rollenden Jahre Weihnachten, die heilige Nacht", in erinnerten, da alle Menschen gleich waren und Brüder und Sozialismus ist die Erfüllung. Er will die Einheit welcher die christliche Legende das" Christkindlein geboren Schwestern, und die zum Gedächtniß jener heiligen Zeiten des Denkens und Handelns. Die Harmonie des Lebens werden läßt, das Christkindlein, welches der Welterlöser ist, für die Dauer des Festes die Sklaven zu Herren und die und der Lehre, die echte wahre Moral, die thut mas sie der Messias. Herren zu Sklaven machten. gebietet. Er duldet nicht, daß das Jch sich über es und Ein uraltes Fest- Jahrtausende älter als das Christen- Das Chriftfest war niemals ein Fest der Gleichheit über alle Anderen stelle- er will die Gleid, Alles thum, das sich der heidnischen Menschheit einschmeichelte, aber es sollte sein ein Fest der Liebe und des Friedens. deffen, was Menschenantlig trägt", und über jedem zelnen indem es ihre Gebräuche bewahrte, nur anderen Inhalt in Am heutigen Tag tönt in der ganzen christlichen Welt nur Eins: die Allgemeinheit, die Gesammtheit, die wenschsie eingießend. Es war das Fest der Wintersonnenwende von allen Kanzeln heit. Er will zerbrechen das Doppeljoch des Mammon und das vornehmste Fest des Naturdienstes das Fest der neu- herunter und wird in allen Kirchen gesungen die frohe Bot- des Moloch, des furchtbaren Zwillingspaars, das die geborenen Sonne, die, nachdem sie der trauernden, Eis- ge- schaft des Heilands, der vom Himmel gekommen, um die Menschheit in goldenen und eisernen Ketten hält, und fesselten Erde den Rücken gewandt und sie hoffnungsloser Menschen aus dem Elend zu retten und der Sünde und das seinen Gottesdienst feiert in Schmuß und Blut. Erstarrung, dem Tod alles Lebenden zu überlassen gedroht Zwietracht zu steuern, auf daß da sei Es ist ein schwerer Kampf Moloch und Mammon hatte nun plöglich umdreht auf der abschüssigen Bahn Friede auf Erden und den Menschen ein sind start. und zur bräutlich lächelnden Erde zurückkehrt, ihr Hoffnung Wohlgefallen." Und jetzt haben fie all ihre Macht zusammengerafft, um ihre Herrschaft zu behaupten. Schwerer bringend auf Erlösung aus den Fesseln des harten, kalten, als je drücken ihre goldenen und eisernen Ketten. Doch todbringenden Winters. Und während die frohe Botschaft erklingt, welches das ist ein Naturgesetz vor Sonnenaufgang ist die Nacht An Stelle der Sonne, der Sp Serin des Lichts, der Schauspiel bietet in Wirklichkeit die Christenheit? am schwärzesten, und wenn die Sonne der Erde wieder Wärme, des Lebens hat das Christenthum den Gottessohn Die alte Welt von Waffen starrend, zehn Millionen naht, ist der Winter am tältesten. Das Wüthen der gesetzt, der auch Menschensohn ist, den Gottmenschen den Menschen mit all der teuflischen Kunst welche Reaktion kündet uns den Sieg. Und die Partei, deren Seiland. An Stelle des sinnbildlichen Naturdienstes den der Barbarei die vor ihr sich prostituirende Bivilisation Mitglieder aus Pflichtgefühl ruhig jeder Gefahr trozen für übersimmlichen Gottesdienst. bieten kann, zum Massenmord ausgerüstet und bereit, jeden die große Sache, wie die drei Berliner Genoffen Hensel, Fast zweitausend Jahre sind's, daß nach dem biblischen Augenblick aufeinander los zu stürzen und grauenvolle Blut-& achmann und Nauen, die am 22. Januar 1887 den Mythos der Erlöser geboren ward-heute vor 1892 arbeit zu beginnen grauenvoller, als jemals verrichtet Tod fanden; und wie die Hamburger Genossen, die letzten Jahren! und ist die Menschheit erlöst? ward, ehe der Messias kam. Und dabei wüste Orgien des Sommer aus Pflichtgefühl dem rathlosen Feind Hilfe Ein Blick auf die Welt und die Menschen, und wer Mammon. Die herrschenden Klassen in wildem Reigen um leisteten im Kampf gegen den Würgengel der Cholera Augen hat zu sehen und Ohren zu hören, der muß sagen das goldene Kalb tanzend, die Arbeit ausgebeutet, aus diese Partei kennt teine Furcht, fie kennt nur die Pflicht, Nein! Nein! Und nochmals Nein! Der Heiland hat die gepreßt, niedergedrückt wie nie. Unten Elend, oben taumeln- fie feunt nur das hehre Bielfie wird fiegen. Und wenn Welt nicht erlöst und das Christenthum hat nicht ge- der Luxus und allgemeine Fäulniß. die Sozialdemokratie rothe Weihnachten feiert, wird das Wort der Verheißung erfüllt sein: Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen! bracht, was es verheißen: Friede, Menschenliebe, Ge- Und drüben in der neuen Welt das nämliche Bild. techtigkeit. Nur daß es dort die Bürger eines und desselben Staates sind, die zum brudermörderischen Kampf die Hand gegen einander heben. Es war die Verheißung, nicht die Erfüllung. Und der Erfüllung harrt heute die Menschheit sehnsüchtiger als je, denn die Noth ist größer als je. Arbeiter- Weihnachten. Nein, nein und dreimal nein! Das Christenthum, die Losgetrennt von der Gott- und Heilandlegende, die es Religion hat die Menschenliebe nicht gebracht, mit allen asiatischen und den meisten anderen Religionen und kann sie nicht bringen. Die Religion hat die gemein hat, ist das Christenthum eine Sittenlehre, die in Gerechtigkeit nicht gebracht und kann sie nicht bringen. dem einen Theil die Gleichheit, Gerechtigkeit und Menschen Die Religion hat den Frieden nicht gebracht und fann liebe predigt, in dem anderen die blinde Unterwerfung unter ihn nicht bringen. Ein übersinnliches Sittengesez, das in den bie Obrigkeit, welche Gott verordnet hat. Hier zeigt sich Verhältnissen nicht wurzelt und, weit entfernt den Berhältnissen Unter dem Zeichen der Arbeitslosigkeit, des größten Noth das Zwiespältige des Christenthums, das so zu gleicher Zeit zu entsprechen, nicht seiten im schreiften Widerspruch mit ſtandes und tief gedrückten Werdienstes begehen die Arbeiter dies die Religion der Sklaven und ihrer Herren, ihnen steht, kann unmöglich dem praktischen Handeln als viele Tausende deutscher Familienväter aus den sogen. unteren" Mal Weihnachten. Trauriger und fummervoller als je sehen Bolks religion und Staats religion werden konnte. Richtschnur dienen. Jetzt sind es nur wenige Menschen, Klassen dem Fest entgegen. Ein großer Theil von ihnen hat Diese Zwiespältigkeit beherrscht die Geschichte des Christen- welche die Kraft haben, sich über die Logit der Verhältnisse unter dem Drucke der unbeschreiblichen Krisis, die nun schon viele thums. Eine breite Kluft trennt Theorie und Praxis. und das Gebot des persönlichen Interesses hinweg zu sehen. Monate lang wüthet, überhaupt keinen Verdienst, alles EntbehrWort und That stehen im Widerspruch, und der hoffnungs- Es sind das die Menschen des Ideals- die Idealmenschen, liche ist aus der Wohnung dieser Hermſten ins Leihhaus gewandert. lose Versuch, ihn aufzuheben, hat das Christenthum bei den die das Sittengesetz ernst nehmen und, ohne Rücksicht auf Die Freude des Gebens und Empfangens auch der kleinsten GeMuhamedanern und Hindus, die Lehre und Leben für Eins die Folgen, ihr Handeln nach ihm einrichten. Sie sind schenke im Familienkreise ist ihnen genommen, oft fehlt's am trockenen halten, in den Ruf schmählichster Heuchelei und Doppel- aber zu allen Zeiten seltene Ausnahmen gewesen und außer Brot für Frau und Kinder. Armenbehörden,„ wohthätige" Bereine und einzelne Menschenfreunde greifen hier und da ein. Sie mögen ungigkeit gebracht. Dem Muhamedaner und Hindu sind Stand, die Masse ihrer Genossen auf die gleiche Höhe des es theilweise wirklich gut meinen. Wüßten sie aber, wie fich das feine Religionsbücher auch oberstes Gesetz für das Leben. Denkens und Fühlens zu heben. Der Widerspruch zwischen Serz des Arbeiters zusammenkrampft bei dem Gedanken, nach Der Christ, der„ leben will wie Christus lebte", wird un- Lehre und Leben kann erst verschwinden, wenn die mensch Jahren angestrengtester, redlichster Arbeit am schönsten Familienfähig befunden, dem christlichen Staat als Offizier z. B. lichen Verhältnisse, wenn die gesellschaftlichen Einrichtungen fest des Jahres verurtheilt zu sein zum- Almoſenempfangen, nicht länger im Widerspruch stehen mit dem Sittengesetz sie lenkten ihre Anstrengungen nach einer anderen Richtung! zu dienen. Feuilleton. Radbrud verboten.) Bel- Ami. Roman von Guy de Maupassant. [ 47 merkungen luftig. Georges stachelte sie noch mehr an, veranlaßte sie zur Fronie, und beide verstanden sich trefflich. Alle Augenblicke rief fie ihn: Hören Sie mal, BelAmi! Kommen Sie doch mal her, Bel- Ami." Dann verließ er sofort die Mama und lief zum Töchterchen, das ihm irgend eine kleine Nichtswürdigkeit ins Ohr flüsterte, und sie lachten aus vollem Herzen. Allmälig aber wurde ihm die Liebe der Mutter so läftig, er empfand einen so unüberwindlichen Widerwillen Er konnte es nicht vertragen, wenn sie mein Käßchen", gegen sie, daß er sie nicht mehr hören und sehen, an sie mein Schatz" mein Hundelchen", mein Blauvögelchen", nicht mehr denken konnte ohne Zorn. Er blieb ganz fort, ihm sagte, wenn sie ihn fragte: Wem gehört dieser beantwortete ihre Briefe nicht mehr, folgte ihren EinMund?" Antwortete er nicht sofort: Mir gehört er," so ladungen nicht. hörte sie nicht eher mit Fragen auf, bis er bleich wurde Endlich begriff sie, daß er sie nicht mehr liebe, und sie vor Nervosität. litt schrecklich darunter. Aber sie hing sich ihm an, lauerte Viel mehr Ernst und Würde hatte er bei ihr erwartet, ihm auf, verfolgte ihn, wartete stundenlang hinter den Didothränen im Auge vielleicht, aber nicht die eines herabgelassenen Vorhängen einer Droschke an der Thür der Rammerzöfchens. Redaktion oder seines Hauses, oder in den Straßen, durch die er kommen mußte, auf ihn. des Sommers nur noch gewachsen. Sie gefiel ihm wirklich. Beider Naturen waren gleichartig; sie wie er gehörten zu dem abenteuerlichen Geschlecht der Lebensvagabunden, der Vagabunden der Gesellschaft, die richtigen Landstreichern, ohne es zu ahnen, außerordentlich ähnlich sind. Er glaubte endlich die Frau Direktor allmälig losgeworden zu sein, hatte er ihr doch deutlich genug, ja beinahe brutal seinen Entschluß, mit ihr zu brechen, ausgedrückt, da erhielt er in der Redaktion jenes Telegramm, das ihn auf zwei Uhr nach der Rue de Constantinople bestellte. Beim Gehen las er es noch einmal: " Ich muß Dich nothwendig heute noch sprechen. Es handelt sich um etwas sehr, sehr Wichtiges. Erwarte mich um zwei Uhr in der Rue de Constantinople. Ich kann Dir einen großen Dienst erweisen. Auf ewig die Deine. " Virginie." Was mag die alte Schachtel von mir eigentlich noch wollen?" dachte er." Bu sagen hat sie mir natürlich nichts, möcht' ich wetten. Höchstens wieder einmal, daß In der ersten Zeit hatten sie sich häufig in der Rue Er hatte die größte Lust, sie zu mißhandeln, zu be- fie mich liebt. Hin muß ich aber doch. Sie spricht von be Conſtantinople geſehen, aber Du Roy, der bort bie Möglichkeit einer Begegnung mit Frau von Marelle leidigen, zu schlagen, ihr rund zu erklären:" Ich denk nicht etwas sehr wichtigem, von einem großen Dienst, vielleicht Clotilde kommt ja erst um fürchtete, fand jetzt tausende Ausflüchte, die Zusammenkünfte mehr dran, ich habe es fatt, Sie sind mir zuwider." Aber steckt doch etwas dahinter. muß ich die Alte abgefertigt abzuschlagen. So suchte er denn durch seine Kälte, durch harte Blicke, haben. Berdammt! Wenn sie sich nur nicht treffen wollten! Nun mußte er sie fast täglich in ihrem Hause besuchen, zuweilen sogar durch grobe Worte ihr begreiflich zu machen, Diese Weiber sind doch zu verrückt." bato zum Frühstück, bald zum Diner. Sie drückte ihm die daß die Geschichte ein Ende haben müsse. Und er dachte, daß nur seine Frau eine Ausnahme band unterm Tisch, ihm aber machte es mehr Spaß sich Mit besonderer Hartnäckigkeit suchte sie ihn nach der bilde. Sie quälte ihn niemals, fie lebte au seiner Seite und mit Susanne zu beschäftigen, die ihn durch ihr munteres Rue de Constantinople zu locken, allerhand Listen wandte schien ihn ja auch zu lieben. Wesen fesselte. Ein beweglicher, spöttischer Geist, tausend sie an, und er zitterte unaufhörlich vor dem Gedanken, daß| Langsam ging er nach seiner Rendezvous- Wohnung. boshafte Einfälle steckten in diesem Puppenkörper. Wie sie dort eines schönes Tages mit Frau von Marelle zu- Dabei versezte er sich mechanisch in Born gegen Frau Walter. Marionette auf dem Markt war sie ftets in Parade. sammentreffen könne. Weber alles und jeden machte sie sich in beißenden Be- 1 eine Seine Neigung zu dieser war im Gegentheil während Na, sie soll mich kennen lernen, wenn sie mir wirklich " Jede Kerze, die am Wohlthätigkeits" baume Teuchtet, brennt und Wimmern das ist des Arbeiters Weihnachtsmusik! Und dem Arbeiter fief in Die Seele: er läßt Weib und da rümpft das Blatt der Schlotbarone noch die Nase über die Kind deshalb allein zur Bescheerung" gehen, und begräbt Formlosigkeit", mit welcher der Arbeiter Weihnachten feiern seinen Jammer daheim in der falten, dunklen Stube oder muß! Das Organ der Lohndrücker, welches dem Bergmann im Umberirren auf der eifigen Straße. Und die Kameraden, nicht den erbärmlichsten Arbe terschuß gönnte, macht ihm ordent die das Glück" haben, bei„ Nothstandsarbeiten" beschäftigt zu lich einen Vorwurf daraus, daß er nicht vor Tischen mit Sammt werden. sind nur wenig besser daran. Für einen Sün enlohn, decken in behaglichen Salons sein Fest begeht! Wahrlich, das den sie in normalen Tagen weit von sich weisen würden, find Pharisäerthum, das ein paar ländliche Arbeitgeber in ihrem fie auf blankem Felde, über das schneidende Winterluft weht, Verhalten gegen die Dienstboten tadelt, um nur desto rascher beim Steineklopfen oder Erdefarren, bei einer Befchärtigung, die über die Riefenfchuld der eigenen Klaffe gegen die Grubenfulis um diese Zeit sonst niemand vornimmt, und die fie doch an binwegschlüpfen zu fönnen, erreicht an barisäerthum diejenige genommen haben, um menigstens etwas ihren Lieben mit nach Stufe, welche von der Bourgeoisie nur vor großen Umwälzungen er Haus zu bringen, nicht zu festlicher Ueberraschung, aber flommen wurde. doch, um den Hunger zu stillen, den Andere nicht einmal stillen können, Wenn ihnen die gefrorenen Erdfchollen oder die eistalten Steine vor den Füßen rollen, dann denken sie wohl an die versteinerten Herzen und Gewissen Derjenigen, die es über sich gebracht haben, noch im Dezember ganze Reihen fleißiger Arbeiter auf die Straße zu werfen, weil der Profit einmal nicht ganz reichlich mehr fließt. Wer möchte die Gedanken, die in folcher Lage durch tausende von Proletarierköpfen gehen, auf das Papier bannen! Sie wären ja staatsgefährlich! " Nitrag Laster's den Beschluß, es entspreche nicht dem Ansehen und der Würde der Reichsvertretung, wenn die Justizverwaltung einen Abgeordneten während der Session in Strafhaft bringen laffe. Als Bismarck das höchlichst übel nahm und mit seinem Rücktritt drobte, legte die Mehrheit reuevoll ein von Bennigsen beantragtes Bertrauensvotum für den Reichskanzler auf die Wunde; es war das jedesmal das Ende der nationalliberalen Gewiffensregungen wider das Bismarck'sche Regiment. Die Sache war damit abgetban, der Kanzler blieb in der Wilhelmstraße, Herr Majuute in Plößensee und der Präzede.izfall war geschaffen." blatt": 31 Zur Krupp- Affäre. Nachdem die Fälschung der Und damit ist dem leidenden und duldenden Profetarier zu Berliner Politischen Nachrichten" nachgewiesen ist und demdiefer Weihnachtszeit der einzige Blick auf lichtere, schönere am 20. Dezember d. I. geschriebenen Brief der Firma Fernen eröffnet, den dieses sonst jo trauriae Arbeiter- Weihnachten Krupp gegenüber der weitere Briefwechsel Krupp's mit bieten faun. Der Uebermuth und die Blindheit der Beißenden Napoleon mitgetheilt ist, schreibt das Leipziger Tages sind bereits so hoch geitiegen, daß der zielbewußte Arbeiter aus allem Weihnachtselend heraus in der Ferne bereits die Glocken einer anderen Erlösungsfeier flingen hört, einen Klang unendlichen Wohllants, so schwach er noch ist, aber der einzige, der dein Proletarier etivas bedeutet. Das Weihnachtsfest, so erzählen die bürgerlichen Gelehrten, ist mit herausAber mit dem Glend allein ist es zum diesjährigen gewachsen aus jener alten heidnischen Sitte, nach welcher im DeArbeiterweihnachten nicht gethan! Es fehlt auch der be- zember die römischen Sklaven in tollem Taumel sich von ihren wußte oder unbewußte Hohn und Spott der Bourgeoisie Herren bedienen lassen durften. Der heutige Zohnstiave ver nicht dazu. Wir würden ja sonst nicht im frommen zichtet auf den tollen Taumel, er weiß dafür, daß die Herrschaft Reich der bürgerlichen Zucht und Sitte leben! Dem Sprachrohr feiner jegigen Herren zum größten Weihnachtsfeste, das er je erder rheinisch- westfälischen Schlotharone ist es geziemender Weise leben tann, endgiltig vorbei sein wird. Diefe Gewißheit ist vorbehalten geblieben, zum Glend auch noch den Hohn zu fügen. Der einzige Lichtstrahl in sein jebiges Weihnachten, und als Die faubere Rheinisch- Westfälische Zeitung" in Eisen schrieb Musit hört er aus der Ferne, fast noch unvernehmbar, und doch dieser Tage zur Vorbereitung auf das Weihnachtsiest": schon deutlich, den wunderbaren Dreiflang herwehen für ein fünftiges Weihnachten: Licht, Liebe, Leben in einer Welt, die nur noch Arbeiter fennt! " Das frühe Hineinbrechen des abendlichen Dunkels, die unbehaglichen Stürme mit Regenschauern und Schneegestöber, die Kälte treibt hinein in das traute Familienleben, das überhaupt erst durch das heilige Fest fein gefegnetes Gepräge erhält. In dieses Heiligthum gehört aber auch die rechte weihnachtliche Stimmung, die in vielgestalteten Hoffnungen und Wünschen sich fund giebt, und die Menschen, die schon durch sind, noch enger zusammen ,, Wenn man nicht annehmen will, daß auch alle diese Angaben und Zahlen gefälscht seien, so bleibt nach der ohne Zweifel von Herrn Krupp selbst herrührenden Angabe der Berl. Polit. Nachr.", daß die Firma Krupp allen Vorschlägen und Versprechungen des Kaisers Napoleon gegenüber sich ab lehnend verhalten habe, kaum eine andere Annahme übrig, als die, daß Herr Hacß mit seinen Anerbietungen über den Kopf seines Chefs hinweg gehandelt und ohne dessen Vorwissen im Janu ir 1868 der französischen Regierung die Dienste seines Hauses angeboten habe. Ohne Zweifel wird die Firma Krupp auch darüber baldigit Klarheit schaffen." Ob nicht eine andere Möglichkeit vorliegt? Die ,, Ber liner Politischen Nachrichten" sind bereits einer handgreif lichen Lüge überwiesen. Wer bürgt für die Richtigkeit der neuen Behauptungen der Firma Krupp? Die Erklärung des Leipziger Tageblatts" fucht eine neue Ausrede hervor, die alle früheren an Unglaublichkeit noch überbietet. ſchließt. 28o bieſe Stimmung fehlt, de mich ent Politische Leberlicht. Berstand hat, auch der Bapst. In seinem Beiborgan, Berlin, den 24. Dezember. " Die Zukunft gehört dem Sozialismus das bes greift jeder Mensch, der Verstand hat, und da der Papst dem Moniteur de Rome", läßt er schreiben und prophezeien: Der Antisemitismus ist aus feinem großen gefchichtlichen Gedanken entsprungen, sondern lediglich ein Nebenfluß des Sozialismus. Er wird lediglich für eine furze Zeit trium phiren. Die Zukunft dagegen gehört dem Sozia lismus, welcher der neuen Entwicklungsperiode der mensch lichen Gesellschaft entspricht." Die logische Folge dieser Erkenntniß ist, daß der Bapst Wo da wird auch der Christabend nicht die reinen, erhebenden Freuden bringen, die besonders die Kinderwelt laut aufjubeln lassen, und auch die Weihnachtsbescheerungen, welche Fülle sie sonst bieten mögen, Der Bundesrath stimmte in der am 22. d. M. unter werden von einer traurigen Nüchternheit nicht frei dem Vorsitze des Bizepräsidenten des Staatsministeriums, bleiben tönnen... Da nun gegenwärtig die Wufit beinabe Staatssekretärs des Innern Dr. v. Bötticher, abgehaltenen Gemeingut der Familien geworden ist und die Klavier: Plenarsigung dem Antrage Badens, betr Ausnahmen von instrumente nicht fehlen, fo follte zu jener Zeit das dem Verbot des Umlaufs fremder Scheidemünzen, zu, er christliche Lied, das vom Weihnachtsfinde, von den Engeln Gottes, flärte sich mit der vom Reichskanzler beantragten Ausvom frommen Kinde, vom Knecht Ruprecht, vom Weihnachts- prägung von Kronen und Einpfennigstücken einverstanden nun auch unter die Sozialisten geht. Ja, wenn die Sozia baum, von Winterfreuden und dergleichen fingt, recht mit in den und beschloß, das mit Rumänien geschlossene provisorische listen Päpste duldeten, dann wäre der fromme Herr wohl Vordergrund treten. Eine Weihnachts befcheerung ohne solche Burüftung entbehrt der fegnenden Kraft. Das erweist sich in Abkommen wegen der Gewährung von Zollvergünstigungen bereit. Uebrigens bestehen derartige Pläne auch wirklich; der traurigsten Weise bei den armen Dienstboten in den bis zum 31. Januar 1898 zu verlängern. Von der Denf und wenn wir heute sagen, daß der Gedanke, den Katho ländlichen Häusern, denen meist am Morgen des Christtages schrift über die Bau- und Finanzlage bei dem Nord- Ostsee- lizismus und das Papstthum durch den Sozialismus zu irgend eine Gabe ohne alle festliche Form mit wenig Sanal nahm die Versammlung Kenntniß. Der Entwurf regeneriren, allen Gruftes aufgetaucht sei, dann wird die„ Köl zur weihnachtlichen Freude stimmenden Worten übergeben eines Gesetzes für Elsaß- Lothringen über die Gewerbesteuer- uische Bolts Zeitung" wohl nicht mehr so verwundert und wird. In einem geordneten Hauswefen chriftlicher Herr Einschätzung und der Antrag von Württemberg und Baden entrustet thun, wie vor Jahresfrist. fchaften darf fein Glied des Hauses, also auch die Dienstboten wegen Beschäftigung von Arbeiterinnen in Edelmetallwaarennicht, bei der Bescheerung ausgeschlossen sein, und wenn lesteren auch nur in einer Gde des Zimmers der Weih- Fabriken, den wir gestern bereits besprachen, wurden den wie wir bereits mittheilten, durch das" Wolssiche Tele nachtstisch aufgebaut ist, so werden die Goben doch mit um zuständigen Ausschüssen zur Vorberathung überwiesen. Endleuchtet von dem Lichte des gemeinsamen Christbaumes, daß der lich wurde über mehrere Eingaben in Zoll- und Steuer- graphen- Bureau" und eine Anzahl Blätter ein Konflitt mit der Polizei zu einem förmlichen Aufruhr, dessen die Gen ganzen Familie dient, und erhalten durch das Zeugniß der Bu- angelegenheiten Beschluß gefaßt. gehörigkeit zur Familie einen höheren Werth... Wenn nun Darmen und Polizeibehörden nur durch den Gebrauch von bei allen den Befcheerungen die auf dem Lande in Arbeiter: Für die Bewilligung der Militärvorlage haben Schußwaffen Herr werden konnten, aufgebauscht worden. freifen leider vielfach herrschende Formlofig.die Diationalliberalen ein sehr schönes Argument gefunden. Der ganze Vorfall nahm, wie die Frankfurter Beitung" teit, daß meist früh am Weihnachtstage ohne große Um Der Kölnischen Wetterfahne gebührt der Erfinderruhm und mittheilt, folgenden Verlauf: stände in dem noch nicht in Ordnung gebrachten die offiziöse Presse macht sich dieses Argument mit Freuden Wohnzimmer auf dem mit den Spuren bes Morgen zu eigen. Die Kölnische Beitung" sagt, wenn der Caprivi taffees noch bebaiteten Zische, mitten in uniche vollendeter Arbeit, ohne weiteres Reden ein sche Entwurf nicht angenommen werde, dann geht Caprivi Weihnachtsgeschenk niedergelegt wird, ein großes Hinderniß für und ein Anderer kommt, der noch mehr fordert. Ein das Aufjubeln der Freude sein muß, so mag die Ueberfülle des Schrecken mag das für die Jammerseelen sein, die davor Glanzes in gleicher Weise fchörigen..... Der grünende( Weih- zittern, eine Regierungsforderung, die sie zuerst selbst be ( Weih- zittern, nachts)-Baum in der Majestät seiner Lebensfülle bleibt die fämpft hatten, abzulehnen. Wer Mannes genug ist, der Hauptfache. Die Häufung allerhand schimmenden Plunders... Caprivi'schen Forderung ein„ Nein" entgegenzufezen, wird schädigt den erhebenden Eindruck... Die Chriftbescheerung... für den Nachfolger Caprivi's erst recht ein doppeltes Nein will auch geweiht bleiben." haben. G Aus Malstatt Burbach im Saarfohlen- Nevier wat, " Tie Bergleute, denen in genannter Stadt ein Wirth den ihnen zu einer Versammlung zugesagten Saal später aus nichts fagendem Grunde verweigert hatte, besuchten ein anderes Lotal, wo fie fangen und sich lebhaft unterhielten. Der Uerereijer eines Gendarmen führte zu einem Wortwechsel und zu der Ver haftung des Einberufers Schillo, die ohne genügende Verans laffung erfolgte. Das reizte seine Begleiter zu allerdings nicht gerechtfertigten Straßenangriffen auf den Gendarmen und die Schutzmannschaft, wobei jener von der Schußwaffe Gebrauch machte, die er allerdings über die Köpfe der Menge hinweg abfeuerte. Schillo und 4 andere verhaftete Bergleute wurden nach einem Verhör wieder au freien Fuß gefest und haben gegen den Gendarm Strafantrag gestellt." Bemerkt sei, daß Schillo ein ausgesprochener Ultras montaner ist. Das sind die pharisäerhaften Worte, mit denen ein Blatt der Millionäre das elende Weihnachten der Arbeitermassen zu be Die Jmmunität der Reichstags Abgeordneten, gleiten wagt, die im rheinisch- westfälischen Kohlenrevier theils in welche der Artikel 31 der Reichsverfassung festjeßt, wurde forgenvoller Arbeitslosigkeit, theils bei gedrücktem Berdienst die bis zum Jahre 1874 von einem Theil des Reichstages Festtage begehen! Jit es unglaubliche Verblendung, oder ist es blutiger Hohn? Beides gleich schlimm, beides von derselben als auch für die Strafhaft geltend ausgelegt. Wie der Birtung auf den„ feiernben" Arbeiter. Ein Sohnlachen muß Reichstag dazu kam, im Falle Majume andere Aufftalten sich von Tag zu Zag feindlicher. Auf gutem Fuß diesen packen bei Den Worten von bem trauten fassung gelten zu lassen, bringt die" Frankfur. Zeitung" Familienleben" und der Mufit", die Gemeingut der in Erinnerung. Sie schreibt: Familien" geworten ist. Die Frau in der Fabrik oder zu Dienstbotenarbeiten außer dem Hause, die Kinder ver nachlässigt und ohne die nöthige elterliche Pflege, Jammern nichts mitzutheilen hat. Göz von Berlicbingens Sprache soll akademisch gegen meine sein. Ich erkläre ihr, daß ich teinen Fuß mehr ihretwegen rühre." Und er trat ein, um sie zu erwarten. Gleich nach ihm traf Frau Walter ein. Ach! Du hast meine Depesche erhalten!" rief fie, als fie ihn erblickte. Welch ein Glück!" Er machte ein böses Gesicht. " Nun ja, ich bekam sie grabe, als ich von der Né daktion nach dem Abgeordnetenhaus gehen wollte. Was willst Du denn eigentlich von mir?" In Fall Maju te fchieden die Juristen zwar zwischen Strafverfahren und Strafvollstreckung, der Reichstag aber ließ sich damit nicht abspeisen und faßte mit großer Mehrheit auf Als er die Thränen kommen fab, ergriff er seinen Hut, den er auf die Kaminecke gestellt hatte und fagte: " Ach, weinen willst Du. Na, dann laß' Dir's hier gut gehen. Guten Abend! Zu diesem Schauspiel hast Du mich wohl fommen lassen." Die Beziehungen Bismarck's zur Wahrheit ges hat er niemals mit ihr gestanden, allein er wahrte früher noch wenigstens den äußeren Schein und scheute sich, wie er selbst sagte, por amtlichen Zügen.( Die Fälschung der Emser Depesche erfolgte bekanntlich außerhalb der Amtszu irgend etwas hinter seinem Rüden benuge, wobei man feine Konkurrenz fürchte. Wenn man liebt, wird man schlau, weißt Du, fagte sie. Gestern war sie endlich hinter den ganzen Plan ge Sie machte einen Schritt, um ihm den Weg zu ver- fommen. Es handelte sich um ein großes, sehr großes sperren, zog baftig ein Tuch aus der Tasche und trocknete Geschäft, zu dem im Geheimen alle Vorkehrungen getroffen rasch ihre Augen. Mit gewaltsam gefestigter Stimme jagte waren. Glücklich über ihre eigene Gewandtheit lachte fie fie, während sie zuweilen vor Schmerz schluchzte: machen .. . " 311 " jetzt und sprach ganz als Frau eines Finanzmannes, die da Nein... ich bin hier... um um Dir eine weiß, wie Börsenfoups vorbereitet, Kurse gemacht, Hausse und Baisse in Szene gesetzt werden, die in 8.pet Sie hatte den Schleier zurückgeschlagen, um ihn zu Mittheilung eine politische Mittheilung tüffen, und näherte sich ihm so furchtsam und demüthig, wie fünfzigtausend Franks zu gewinnen... oder noch mehr.. Spekulationsstunden tausende von Kleinbürgern und kleinen um Dir... die Möglichkeit zu geben Rentiers ruiniren, die im Vertrauen auf die Namen a ein oft geprügelter Sund. gesehener, hervorragender Staatsmänner und Banfiers ihre Wie häßlich Du zu mir bist... wie Du mit mir wenn Du willst redest!... Was hab ich Dir denn gethan. Ach, Du weißt Du mur deun sagen?" Was denn?" fragte er plöglich besänftigt. Was willst Ersparnisse in Papieren angelegt haben. „ Oh, es ist ein großes Geschäft, ein großes Geschäft, nicht, was ich deinetwegen leide." Walter hat übrigens alles geleitet, und Fängst Du schon wieder damit an?" schnauzte er. Gestern Abend belauschte ich zufällig ein furzes Ge- wiederholte sie. " Hättest Du Dich doch nie um mich bekümmert, wenn spräch zwischen meinem Mann und Laroche. Sie nahmen darauf versteht er sich. Es ist wirklich ganz genial." Die Vorrede machte ihn ungeduldig. Du mich so behandeln willst," flüsterte fie. Sättest Du fich auch vor mir nicht besonders in Acht. Aber Dich sollte Erzähl doch, erzähl doch rajch!" mir doch meinen Frieden und mein Glück gelaffen, das er nichts merken lassen, rieth Walter dem Minister, weil Wohlan! Seit dem Tage, wo Laroche Minister des ich hatte. Hast Du denn vergeffen, was Du mir in Du sonst sofort alles errathen würdest. Auswärtigen wurde, ist die Expedition nach Tanger be der Kirche fagtest und wie Du mich mit Gewalt in dies Du Roy hatte seinen Hut wieder auf einen Stuhl ge- fchloffene Sache bei ihnen. Allmätig haben Sie nun Haus gebracht hast? Und jetzt redest Du so mit mir! So legt. Er war sehr gespannt. ganze Marottauische Staatsanleihe, die auf vier- oder fünf heißt Du mich willkommen! Mein Gott! Mein Gott! Wie undsechzig gefallen war, aufgekauft. Sie machten es ge hart strafft Du mich!" fchickt, verdächtige Wintelagenten, denen man teine große Er stampfte mit dem Fuß und erwiderte heftig:„ Nun Ach, tein Gedanke! Ich habe ja erst heute noch bei Spekulation zutraut, besorgten es für sie. Selbst Roth läßt Du mich aber damit ungeschoren! Es wächst mir Laroche gefrühstückt, und er hat mir die Pläne des Kabinets schild haben sie eingejeift. Freilich wunderte er fid zum Halse heraus! Sieht man Dich, so hört man auch beinahe in die Feder diktirt." dies Geklöhne! Du thuft wirklich so, als wenn Du zwölf Nein, Liebster, fie halten Dich zum Besten. Sie fürchten, Jahr alt und so unschuldig wie ein Engel gewesen wärst. Du könntest hinter ihre Kombination kommen." Seh Dich doch," sagte Georges. Nein, meine Liebe, stellen wir einmal die Thatsachen fest. Um was handelt es sich?" fragte er. Sie wollen Marokko besetzen!" Du warst wirklich alt genug, um flug zu sein, als unser Er hatte selbst in einem Sessel Platz genommen. Berhältniß begann. Ich bin Dir dankbar, unendlich dank. Sie hob ein nievrijes Tabouret heran und feste sich ihm bar dafür, aber ich kann Dir doch nicht ewig an der Schürze zu Fußen. hängen. Du hast einen Mann und ich eine Frau. Wir Da fiehst Du, wie ich immer an Dich denke!" fuhr sie find beide nicht frei. Es war beiderseits eine flüchtige in schmeichelndem Tone fort." Jest passe ich auf alles auf, Laune, und die Geschichte muß ein Ende haben!" was um mich herum geflüstert wird." " Oh, wie brutal, wie grob, wie schlecht Du bist!" fagte sie schluchzend und preßte beide Hände an die Brust Und sie begann ihm langsam zu erzählen, wie sie feit einiger Zeit bemerkt habe, daß man ihu ohne sein Wissen gefragt waren, bie aber Ver wit bie daß Marokkaner beständig bie Namen der unbedeutenden, anrüchigen mittler ließen die Hochfinanz fein' Mißtrauen schöpfen Jezt wird also die Expedition unternommen, und wenn erst einmal dort sind, übernimmt der französische Staat Binsgarantie für die Anleihe. Unsere Freunde aber ver Nun wirst Du auch verstehen, weshalb sie sich vor jeden dienen dann fünfzig bis sechzig Millionen. Verstehst Du? Wlitwisser, vor jeder Indiskretion fürchteten." Bist Du dessen auch gewiß?" fragte er. " Gang gewiß!" erwiderte sie zuversichtlich. Wirklich ein starkes Stüd!" meinte er.„ Dem Schuft ? ftunden.) Jezt aber, da er nicht mehramtlich" ist, scheint der Börsen fennt. Im Uebrigen ist ja bekannt, wie beis Desterreicher, Engländer und Italiener würden in diesem er der Wahrheit ebenso tödtliche Feindschaft geschworen zu dieser innigen Verbrüderung von Finanz und Diplomatie Falle den Platz der Franzosen in der Schweiz einnehmen.haben, wie dem Sozialismus, der so verbrecherisch ist, den die- Millionen auch des Diplomaten anwuchsen. Wahrlich Spizbuben an den Kragen gehen zu wollen. Keine der Be- die Beiden haben sich allzeit ordentlich in die Hände ge- Vertrauensvotum mit unerwarteter Majorität erhalten Die französische Regierung hat von der Kammer ein hauptungen, welche der Erkanzler in legter Beit aufstellte, arbeitet. Da hat sich leicht dankbar sein. die nicht als eine Unwahrheit erkannt worden wäre! Jetzt Selbstverständlich beweist dieser rein geschäftsmännische mit 353 gegen 91 Stimmen. Die Republikaner haben sich hat er wieder eine besonders fette Ente in die Welt Verkehr Bismarcks mit seinem Kompagnon Bleichröder nicht zusammengeschaart, denn die Lage hat in sofern eine gefeßt. Seinem letzten französischen Interviewer erzählte er, das Geringste in Sachen der Stellung des Kanzlers a. D. Stomplott des Herrn Constans handelte, jetzt über jeden a. es um eins der Schweizer Bundespräsident Schent babe 1871 einen zur Judenfrage. Jene Liason war eben Geschäft, und auch Interventionsverſuch zu Gunsten der Stadt Mülhausen im die Wahl des Banfiers war für Bismarck feiner Beit eine weifel erhaben, ja von ihm selbst eingestanden ist. Herr gemacht. Sierüber wird nun dem, Berliner Tageblatt" aus Bern feit zu thun hatte. reine Geschäftsangelegenheit, die nichts mit Judenfreundlich- denen jedes Mittel recht ist, und die nur an die Bes telegraphirt( d. d. 23. Dezember): friedigung ihres Ehrgeizes denken. Die boulangistischwar ihm willkommenes WertBisulard behauptet, 1871 hätte der Schweizer Bundespräsident Abgeordnetenhauses war ein Antrag auf Erlaß eines zeug. Jest Dem Gewerbe Ausschusse des österreichischen antisemitische Krapule war ihm Schenk in dem Sinne bei ihm interveniren lassen, daß die Invaliditäts- und Altersversicherungsauf den Misthanfen geworfen. da sie abgenutzt sind, werden fie Herr Conftans bei Stadt Mülhaufen, die einit im Bunde mit den Schweizernesete 3 überwiesen worden. Der Bericht des Ausschusses all' seiner Schlauheit gewesen sei, und ebenso Elsaß- Lothringen neutralisirt würden. - hatte eins vergessen: daß Der Bundesrath hat sich in seiner geitrigen Sigung mit dem hält es für verfrüht, sich heute schon darüber aussprechen der Sapitalismus die ganze politische Geschäftsdemokratie Interview befaßt. Schenk erklärte, er erinnere fich nicht an zu wollen, ob bei der Durchführung einer Juvaliditäts: verderbt hat daß sich nicht einzelne Schuldige, die ihm Auch liege nichts Aftenmäßiges und Altersversicherung in Desterreich das deutsche Beispiel gerade im Wege waren, herausgreifen ließen, sondern daß darüber vor. Bismard's Behauptung entbebre maßgebend sein sollte, oder ob und in welchen Bunften die alle Geschäftspolitiker faul find, die republikanischen wie alfo ieber thatfächlichen Grundlage. Wie ich deutsche Organisation abzuändern wäre. Allein zwei Punkte die monarchistischen aller Schattivungen. Die Folge dieses Dernehme, haben im Jahre 1871 Abgeordnete von Mülhaufen hält er heute schon für feststehend. Das anzustrebende Biel Rechnungsfehlers ist, daß Herr Constans die Früchte seines beim Echweizer Bundesrath antichambrirt. Mülhafen wolle bei Frankreich bleiben, der Bundesrath Sie ertiärten, fann nur erreicht werden durch die Einführung der all- Komplotte nicht ernten wird. In seiner Unterredung mit dem Journalisten Hour batte eine folche Jutervention. A Gleich seinem Geistesmöchte bei der deutschen Regierung in diesem Sinne Schritte gemeinen zwangsweisen Versicherung in öffentlich rechtlichen verwandten Bismarck hat er, statt für sich selbst, für die thun. Natürlich lebnte der Bundesrath eine Organisationen auf gemeinwirthschaftlicher Grundlage. Der verhaßte Sozialdemokratie gearbeitet. Intervention a b. Der Bundesrath hat das Departement zweite Punkt sei die Aufbringung der erforderlichen Mittel. der auswärtigen Angelegenheiten beantragt, jene Bismarc'sche Hierüber äußert sich der Bericht: Behauptung amtlich zu dementiren. In Berner amtlichen Kreifen wird behauptet, daß Bismarcf 1870/71 die Schweizer anfpornte, den Franzosen Rozd savoyen zu nehmen. Also die Unwahrheit gesagt. Und eine neue, geniale" That enthüllt. Mit den Versuchen, die Schweiz gegen Frankreich zu heyen, hat's seine Richtigkeit. Sie sind später noch wiederholt worden, und zwar bis Ende der 80.r Jahre. Gelegentlich wird das lichtscheue Treiben Bismarc's auch nach dieser Richtung hin an's Licht gezogen werden. Spaßhaft ist die weise Bemerkung, welche dus Tage blatt" an sein Telegramm fnüpft: Uns ist es nicht unbekannt, daß derartige Wünsche seiner Zeit an die Schweizer Regierung berangeireten sind. Für Deutschland wäre es jedenfalls fein Schaden geweien, wenn die Schweiz auf diese Weise zum Bindeglied des Dreibundes geworden wäre. Der fromme Wunsch des Tageblatt" ist ja recht fromm. Die Gelehrten des Herrn Wlosse scheinen nicht zu wissen, daß die Schweiz ein neutraler Staat ist. Bismarck und Bleichröder. Um den Vorwurf 31 entkräften, daß er der Nährvater des Antisemitism g: wesen sei, läßt Fürft Bismarck in den Hamburger Nach richten" schreiben: Er habe mit dem Juden Bleichröder in sehr guten Beziehungen gestanden, und der letztere bewabre dem Fürfter auch heute noch eine Ergebenbeit und dankbare Anbänglichkeit, an welcher viele unserer" patriotisch- chriftlichen" Landsleute sich ein Muster nehmen tönnten." Andrieux verhaftet. Soeben erhalten wir die tele graphische Nachricht, daß Andrieur, die rechte Hand des In erster Reihe wären hierzu selbstverständlich die zu Conftans, diesen Morgen verhaftet worden ist ob wegen nächst Betheiligten, d. h. die Versicherten und deren Arbeit Theilnahme an Unterschleifen, oder wegen Komplotts, dar geber, insoweit folche in Frage kommen, heranzuziehen. In welcher Weise die Laſt geseglich zwischen Arbeiter und Arbeit über sind die Vermuthungen getheilt. Möglich, ja wahr geber vertheilt wird, darf wohl als eine mehr untergeordnete scheinlich, daß man ihn einfach aus dem Weg schaffen Frage bezeichnet werden. Die Versicherungslast trifft die Pro- wollte. Und dann könnte es auch Constans an den Kragen duktion in ihrer Gesammtheit. Für die Bertheilung zwischen gehen. Es weht Conventsluft in der französischen Unternehmer und Arbeiter ist nicht so sehr die gesetzliche Rammer- und auch ein Pariser Blatt vergleicht gleich Bestimmung über das Verhältniß ihrer Beitragsleisiung maß- uns die neuliche Sigung mit der denkwürdigen Szene im gevend als die jeweilige Konjunktur im Lohnfampie, denn im Kouvent der Verhaftung Danton! s. Großen und Ganzen werden gewiß beide Theile bemüht sein, Für die Aufregung, welche in den radikalen Kreisen die Laft gegenseitig aufeinander zu überwälzen. Unsere Produktion ist aber derartig mit öffentlichen Lasten überhäuft, von Paris herrscht, zeigt der nachstehende Aufruf, welcher daß sie auch abgesehen von den sonstigen häufig angünsti- in den Arbeitervierteln massenhaft verbreitet wird. Derselbe geren Produktionsbedingungen schon aus diesem Grundé lautet: Arbeiter! Die Reaktion, die nie etwas anderes die Konkurrenz des Auslandes nur schwer zu ertragen war als eine Partei des Diebstahls und der Bestechung, vermag. Berücksichtigt man noch, daß die induñrielle Pro- beutet die Verbrechen der republikanischen Bourgeoisie aus, duktion erst vor wenigen Jahren die unerläßtiche, aber desh lb die ihr trop unserer Mahnungen seit 20 Jahren an der nicht minder merkbare Last der Kranten- und Unfallversiche Gewalt erhaltet." Folgt eine Aufzählung aller reaktionären rung aur fich nehmen mußte, und daß wohl auch die Land Sünden; dann fährt der Aufruf fort: Arbeiter, fegt wirthschaft in nicht ferner Zeit in ähnlicher Weise belastet werden wird, so muß ai erkannt werden, daß bei einer weiteren Kläger und Angeklagte in die Siele, sie sind Witschuldige Belastung der Produktion die größte Vorsicht nothwendig ist, au denselben Uebelthaten, an der Ausbeutung der Arbeiter und daß diese Belastung auf das unbedingt nothwendige Was zur Stillung ihrer Begierden. Eure Stunde ist gekommen. beschränkt werden muß." Eine einzige Partei geht rein aus all diesen Schändlichkeiten hervor, die der sozialistisch- revolutionären Arbeiter. Nieder mit der Bourgeoisie, Platz der Arbeit!" Der Bericht hält einen Staatszuschuß, wie im Deutschen Reiche, für unerläßlich nothwendig". Der Bericht stellt den Antrag, die Regierung aufzufordern, die Vorarbeiten für die Einführung der allgemeinen zwangsweisen Invali in der Schweiz ist uns nachstehender Protest gegen Bulgarien. Von bulgarischen Studenten bitäts- und Altersversicherung thunlichst zu beschleunigen die geplante Berfassungsänderung zugegangen: und über den Stand derselben dem Abgeordnetenhause Protest. Nachdem wir, eine Anzahl Bulgaren, ehestens Bericht zu erstatten. Studenten der Universität Bern, heute, den 5./17. De Berfassungsänderung überlegten; nachdem wir 3ember 1892, in einer Versammlung die tiefe Bedeutung der von unserer Regierung unternommenen Sache der uns tlar die verhängnißvollen Folgen, welche die Werwirk weniger als ein Welthaus. Erst in demselben Augenblicke, Politik uns Kapitalismus. Wie vollständig die lichung der reaktionären Regierungsabsichten für unser Bolk wo Bismarck Bleichröder zu seinem Vertrauten und Ver Politik von dem Kapitalismus teherrscht wird, das zeigt die für die Frit des bulgarischen Volks kämpften, litten haben umß, vorstellten, protestireu wir im Namen derer, mögensverwalter erhob, wurde Bleichröder von den Moth sich jetzt deutlich an dem Schicksal des Handels. fchilds für ebenbürtig erklärt und-tros feiner damals vertrages zwischen der Schweiz und Front und starben; im Namen des denkenden und unverderbten noch fehlenden Millionen in ihren Kreis, das sogenannte reich. Dieser Bertrag, dessen Abschluß gleich sehr im Theils unserer Gesellschaft und im kulturökonomischen Rothschild- Konsortium", aufgenommen. Ja, es gab eine Intereffe der beiden Länder liegt, wird aller Wahrscheinlich- Interesse des ganzen bulgarischen Volkes, und endlich im Beit es war das damals, als Fürst Bismarck im Benith feit scheitern, weil die französischen Schutzzoll- Kapitalisten Namen des modernen fortschrittlichen Geistes, der in den jeines Ruhmes ftand und Herrn Bleichröder nach Berjailles diefelben, welche auch den Panama- Betrug in Szene Wolksmassen weht protestiren wir gegen die unterberief, sowie ihm jederzeitigen freien Zutritt in ſein ſegten auf ihren schutzöllnerischen Forderungen benommene Veränderung unserer Verfassung. Privatkabinett zusicherte wo die Rothschilds förmlich stehen. Wahrscheinlich beginnt nun vom 1. Januar des um die Gunft ihres ehemaligen Kommis bublten, und nächsten Jahres an der 8olltrieg zwischen Frank Bleichröder die ausschlaggebende Autorität im Rothschild- reich und der Eidgenossenschaft-zuin Schaden beider Konsortium wurde. Später allerdings wurde Bleichröder Länder. Es wäre auch gar zu schändlich, wenn Bleichröder dem Erkanzler gegenüber nicht dankbare Gefühle hegen sollte. Der ganze Bericht macht den Eindruck, als möchte der wie auch umgekehrt der Kanzler feinem Hofjuden. Schieben, und da es nicht gut geht, wenigstens die Kosten so Berdankt jener doch diesem die Mehrzahl seiner Millionen, Gewerbe- Ausschuß sich gern die ganze Sache vom Halse Denn, als Herr von Bleichröoer aufgehört hatte, viel wie möglich auf den Staat wälzen. der Agent Rothschild's zu sein, da war seine Firma nichts auch finanziell den Rothschild's ebenbürtig. Er verdankte In der heutigen Sigung der Deputirtenkammer feine Millionen aber hauptsächlich der Protektion Bismarck's, befürwortete Jules Moche die Annahme des französischdenn was es für ein Bankhaus sagen will, die politischen schweizerischen Handelsvertrages und wies auf die schwer Ereignisse aus der frühesten und zuverlässigsten Diplomaten- wiegenden Folgen in kommerzieller und politischer Hinsicht hand zu erfahren, das wird jeder wissen, der die Organisation hin, falls der Vertrag abgelehnt würde. Die Deutschen, Laroche aber will ich das gedenken! Der Lump! Er soll Er schwankte noch immer. So bedente doch nur," fich nur vor mir in Acht nehmen!... Er soll sich nur vor mir in Acht nehmen! Dies Gerippe von Minister wird mir schon noch in die Finger fallen!" Nach diesem Ausbruch begann er nachdenklich zu werden. Man sollte das eigentlich benutzen!" murmelte er. # Du fannst jezt noch diente kaufen," erwiderte sie. " Gie steht jetzt erst 72." Ja, ich habe aber fein Geld zur Verfügung," meinte er. Sie sah ihn bittend an. Ich habe daran gedacht, mein Herz," sagte fie, und wenn Du mir ein bischen gut wärest, mich ein bischen lieb hättest, würdest Du mich Dir was borgen lassen." Nein, das nehme ich nicht an," sagte er bestimmt, ja beinahe grob. fügte sie hinzu, daß Tir in Wirklichkeit nur Walter die zehntausend Franke vorstreckt, dem Du doch wirklich viel werthvollere Dienste erwiesen hast!" Gut, ich will es gelten lassen," erwiderte er. Ich betheilige mich also zur pälfte. Berlieren wir, so zahl ich Tir zehntausend Franks zurück." Sie blickte zufrieden zu ihm auf und fragte: Willst Du morgen bei uns essen? Wie würde ich) mich darüber freuen!" Er zögerte, doch wagte er schließlich nicht abzulehnen. Ja, gern." # " Dante, mein Herz." Reine Legalisicung( gefeßliche Billigung) der Neaktion in Bulgarien! Hoch unsere jetzige demokratische Verfassung! Hoch die Freiheit und Gleichheit der bulgarischen Bürger! Für die bulgarischen Studenten: Raspopoff Sh. Mutafoff. Leb wohl," sagte sie. Nachgiebig lächelnd umarmte er sie und drückte einen frostigen Kuß auf ihre Augen. Wir müssen uns beeilen," sagte er dann.„ Es ist schon drei durch." Sie ging vor ihm hinaus und wiederholte: Also morgen um jieben." Morgen um sieben," erwiderte er. Dann trennten sie sich. Sie wandte sich nach rechts, er nach links. Du Roy ging bis zum äußeren Boulevard hinunter. Dann bog er in den Boulevard Malesherbes ein und schritt ihn langsam wieder herauf. Er fam bei einer Konditorei vorüber, sah überzogene Raftanien in einer Krystallschale und dachte:" Ich möchte ein Pfund für Clotilde mitnehmen." Und er kaufte eine Düte von diesen Zuckerfrüchten, die sic leidenschaftlich gern aß. Langsam rieb sie in schmeichelnder, gleichmäßiger Bewegung ihre Wange an der Brust des jungen Mannes. Dabei fing sich eines ihrer langen schwarzen Haare an der „ So höre doch," flüsterte sie mit flebender Stimme, Weste. Sie bemerkte es, und ein verrückter Einfall fuhr ihr Du fannst Dich, auch ohne Geld zu borgen, daran bes durch den Kopf, einer jener abergläubischen Gedanken, bie Um vier Uhr war er wieder in seiner Wohnung. theiligen. Ich wollte so wie so auf eigene Rechnung für bei manchen Frauen die ganze Vernunft ausmachen. Ganz zehntausend Franks davon taufen, um über eine kleine leise begann fie diefes Haar um einen Ruopf zu wickeln. wieder auf acht Tage gekommen war. Kannst Du micht Frau von Marelle verspätete sich etwas, weil ihr Mann Brivatschatulle zu verfügen. Wohlan! Statt für zehn Dann wickelte sie ein anderes um den nächsten Knopf und morgen bei uns essen, fragte sie.„ Er würde sich sehr Taufe ich für zwanzigtausend. Du betheiligft Dich zur um den folgenden wieder eins, bis sie alle Knöpfe um- darüber freuen." Hälfte. Walter möchte ich es natürlich nicht zurück. wickelt hatte. erstatten. Augenblicklich brauchst Du nichts einzuzahlen. Sofort wollte sie dann aufstehen, daß die Haare aus Glückt es, so verdienst Du siebenzigtausend Franks, glückt rissen. Es würde weh thun, welch' Glück! Und er würde es nicht, so bist Du mir zehntausend Franks schuldig, die etwas von ihr, ohne zu ahnen, mit sich forttragen, eine Du mir zurückzahlft, wenn es Dir pant." kleine Haarlocke, um die er sie immer gebeten hatte. Es war ein Band, das sie mit ihm vereinte, ein geheimes, un sichtbares Band, ein Talisman, den sie an ihm zurückließ. Ohne zu wollen, würde er an sie denken, träumen, ste morgen ein wenig lieber haben müssen. Wein, mit solchen Rombinationen mag ich nichts zu thun haben," sagte er noch immer, Nein, ich effe beim Direktor, Wir stecken bis über die Ohren in politischen und Finanzfachen." auf dem Kamin. Ich hab Dir überzogene Rastanien mitSie hatte ihren Hut abgelegt. Er zeigte ihr die Düre gebracht." Sie flatschte in die Hände:„ Ach bist Du lieb!" Sie nahm die Kastanien, tostete eine und rief:„ Sie vorzüglich. Ich weiß schon, ich werde keine davon übrig laffen." sind hörlich Blicke in die Dute, um zu sehen, ob noch welche Langsam knabberte sie die Früchte auf und warf npaufe darin waren. un suchte sie nach Gründen, um ihn zu beftimmen, und bewies ihm, daß er ja nun wirklich zehntausend Frants auf Wort daran wage, daß er folglich auch Gefahr laufe, Plöglich fagte er:„ Ich muß Dich jetzt verlassen. Ich fie unter Umständen zu verlieren, daß fie ihm felber ja werde am Ende der Sigung in der Kummer erwartet, ich auch nichts vorstrecke, da ja das Walter'sche Baufgeschäft barf heut nicht fehlen." die Summe auslege. " Schon!" feufzte fie, fügte aber refignirt hinzu:„ Geh, Sie wies ihn überbies darauf hin, daß er in der Wie mein Herz, tomme aber morgen zum Diner." Française" den politischen Feldzug ja vollständig allein Rasch sprang fie auf. Einen furzen, lebhaften Schmerz geführt habe, der das Geschäft erit möglich gemacht hatte. empfand sie auf dem Kopfe, wie wenn sie Nadeln gestochen wie vorhin Frau Walter. Er wäre sehr naiv, wenn er feinen Nugen daraus ziehen hätten. Ihr Herz schlug heftig, aber sie war so zufrieden, wie vorhin Frau Walter. daß sie seinetwegen ein wenig gelitten hätte. wollte. Set' Dich da auf den Seffel", sagte sie. Ich sehe mich dann auf das Tabouret Dir zu Füßen." Ex lächelte, setzte sich und sie nahm Plaz, gerade so, ( Fortsetzung folgt.) Für den Inhalt er Inserate über nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonntag, 25. Dezember. Opernhaus. Lohengrin. Montag: Bastien und Bastienne. Dienstag: Die Zauberflöte. Schauspielhaus. Fiesco, oder: Die Verschwörung zu Genua. Montag: Don Carlos, Infant von Spanien. Dienstag: Wallensteins Lager. Die Piccolomini. Teing- Theater. Schulden. Montag und Dienstag: Dieselbe Rean. Vorstellung. Berliner Theater. Montag: Dora. Dienstag: Hamlet. Wallner- Theater. Die große Glocke. Montag und Dienstag: Dieselbe Vorstellung. Kroll's Theater. Mala Vita. Montag: La Traviata. Dienstag: Oberon, König der Elfen. Deutsches Theater. Zwei glückliche Tage. Montag und Dienstag: Dieselbe Vorstellung. Viktoria- Theater. Die Reise um die Welt in achtzig Tagen. Montag und Dienstag: Dieselbe Borstellung. Rendenz Theater. Familie PontBiquet. Montag und Dienstag: Dieselbe Vorstellung. Neues Theater. Sohn. Der verlorene Montag und Dienstag: Dieselbe Vorstellung. Friedrich- Wilhelmnädt. Theater. Der Millionenonkel. Montag und Dienstag: Dieselbe Borstellung. Adolph Ernst- Theater. Modernes Babylon. Montag und Dienstag: Dieselbe Vorstellung. Circus Renz. ( Karlstraße.) Sonntag, den 25. Dezember, Montag, den 26. Dezember, und Dienstag, don 27. Dezember je Zwei große Fest- Vorstellungen, Nachmittags 4 und Abends 72 Uhr, mit besonders gewähltem Programm, unter Mitwirkung aller neu engagirten Kunst- Kapazitäten allerersten Ranges. Auftreten des anerkannt besten Schulreiters der Welt Mr. James Fillis. Nachmittags 4 Uhr:( ein Kind imiter berger in vollständig neuer Ausstatt. 10 Jahren frei): Die lustigen HeidelNeue Einlagen: Aufzug der LeibAbends 7½½ Uhr: Auf Helgoland. Garde- Artillerie. Ballet v. 82 Damen. Gr. Brillant- Feuerwerk. Billet- Vorverkauf an der Zirkuskasse und beim " Invalidendant", Markgrafenſtr. 51a. Fr. Renz, Direktor. American- Theater. Am 1., 2. und 3. Feiertag Große Extra- Vorstellung. Die Trockenwohner oder„ Das Kind in der Kommode", parodistisch- realistischer Vorgang im Keller, beobachtet vom Hofe aus, von Oskar Wagner. in seiner Saison- Nummer Bendix Man merkt's am Gang, Da is was mang! Auftreten des unübertrefflichen Bauchredners Herrn Blank. Anfang 61/2 Uhr. Kassenöffnung 512 Uhr. Feen- Palast Circus Corty- Althoff. Berlin, Friedrich- Karl- Ufer, Ecke Karlstraße. Sonntag, 25., Montag, 26. u. Dienstag, 27. Dezember( an den ( drei Weihnachts- Feiertagen) je zwei große Gala- Fest- Vorstellungen, Nachmittags 4 Uhr( ein Kind frei) und Abends 72 Uhr. In den Nachmittags-, sowie AbendVorstellungen: Mr. Thompson mit feinen 5 wunderbar Elephanten. dressirten Auftreten der Schulreiterin Baronesse de Walberg. Außerdem Auftreten sämmtlicher KünstlerSpezialitäten, Reiten und Borführen bestdressirter Schul- und Freiheitspferde. Alles Nähere durch Plakate. Kaufmann's Variété Am Stadtbahnhof Alexanderplatz. An allen 3 Feiertagen Salon Afrobaten. Cacadus. Schnellzeichner Große Gala- Vorstellung. Soeurs Leuth, Athletinnen. Bernhard- Trio, BarterreMiß Ophelia mit ihren dreffürten Clown Richard, und mit feinem The Maakwoods, t. Theod. Zierrath, Original Clara Antoni, Soubrette, Gänse- Zirkus. Mephisto Pannemann bildhübsche sowie Auftreten fämmtlicher anderer Spezialitäten. Anfang 6 Uhr. Burgstraße, neben der Börse. Gratweil's Bierhallen Thomas- Theater. Der Nothhelfer. Welt- Lokal Berlins, 5000 Perf. faffend. Montag und Dienstag: Dieselbe Am 1., 2. und 3. Weihnachts- Feiertag Vorstellung. Untional- Thenter. Die Quitors. Montag: Die Grille. Anfang 6 Uhr. Täglich: Dienstag: Die Königstochter als Gr. Spezialitäten- Vorstellung. Bettlerin. Apollo Theater. Vorstellung. SpezialitätenAuftreten neuer Künstler, mit großartigem Programın. Theater der Reichshallen. Spezia. Raffenöffnung 5 Uhr. Entree 50 Pf. litäten- Borstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Bor. Morigstellung. Play. Etablissement Kaufmann's Variété, Spezialitäten- Buggenhagen. Vorstellung. Morih Play. Täglich: Instrumental- Konzert. Gebrüder Richter's Variété. Spe- Großer Frühstücks- u. Mittagszialitäten- Vorstellung. tifdy. Spezial- Ausschant von Vahenhofer Lagerbier, hell und dunkel. An Adolph Ernst- Theater. Sonn- und Feßttagen Sonntag, den 1. Weihnachts- Feiertag: Jum 1. Male: T findet das Konzert in den oberen statt. Kommandantenstraße 77-79, Täglich: Germania- Konzert- u. Kouplet- Sänger. 1., 2., 3. Feiertag: Grosse Matinee bei freiem Entree. Große öffentliche sozialdemokrat. Volksversammlung des 6. Berliner Reichstags- Wahlkreises am Dienstag, den 27. Dezember( 3. Feiertag), Vormittags 10 Uhr, im Schultheiss( Eiskeller), Chauffeestraße Nr. 88. Tages- Ordnung: 1. Bericht der Vertrauensmänner. 2. Bericht der Revisoren. 8. Neuwahl der Vertrauenspersonen. 4. Neuwahl der Revisoren. 5. Vortrag des Genossen R. Fischer. 6. Abrechnung von den Listen zum Parteitage. 7. Berschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Einberufer. Sozialdemokratischer Wahlverein 858/2 des 6. Berliner Reichstags- Wahlkreises. Den Genossen zur Nachricht, daß die nächste Versammlung des Wahlvereins am Dienstag, den 10. Januar stattfindet. In derselben wird Genosse Hoffmann einen Vortrag über Spiritismus" halten. Wir ersuchen die Genoffen, in dieser Versammlung zahlreich zu erscheinen. Gleichzeitig geben wir hiermit nochmals die Zahlstellen des Wahlvereins bekannt. Dieselben befinden sich bei: Franz Gleinert, Fenn- und Müllerstraßen- Ece; Steinbach, Antonstr. 1; Haverlandt, Bellermannſtr. 87; F. Hermerschmidt, Moabit, Perlebergerstr. 28; A. Linneken, Beusselstr. 57; Raabe, Ruppinerstr. 46; Joh. Gnadt, Swinemünderstr. 120; Hilgenfeld, Bergstr. 60; Emil Schmidt, Tresckow- und Diedenhofenerstraßen- Ecke; Hermann Kruse, Bappel- Allee 3-4; Rogge, Veteranenstr. 14; Theodor Fischer, Alte Moabit 37; F. Lieske, Schwedterstr. 33. Der Vorstand. Die Genossen in der Proving werden gebeten, ihr Gesuch um gelesene Arbeiterzeitungen, Broschüren u. s. w. an die Adresse des Unterzeichneten gelangen zu lassen. 239/11 Max Kiesel, Berlin, Swinemünderstr. 131. NB. Wir bitten die Genossen des 6. Berliner Reichstags- Wahlkreises, die gelesenen Arbeiter- Zeitungen und Broschüren an den Genossen Gleinert abzuliefern. Der Vorstand. Achtung! Möbelpolirer. Große öffentliche Versammlung am Dienstag, den 27. Dezember( 3. Feiertag), Andreasstraße 26, Zages Ordnung: 1. Die Gewerbegerichtswahlen. 2. Wahl eines Erfazkandidaten. Bahlreiches Erscheinen ist nothwendig. 252/9 Die Kommission. Heute Abend 62 Uhr: Grosse Weihnachtsfeier bei Bolzmann, Lichtenbergerstr. 16( Thalia): Theatervorstellung, Gesangsvorträge, Aufstellung lebender Bilder, Tang.' Grosse Weihnachts bescheerung für Damen und Kinder. Billets: Damen 25 Pf., Herren( inkl. Tanz) 50 Pf. Um rege Betheiligung bittet Der Vorstand. Große öffentliche Volksversammlung am 26. Dezember( 2. Feiertag), Vormittags 10 Uhr, im Lokale von Joël, Andreasstraße 21. Tagesordnung: 1. Bortrag des Genossen H. Peus über: Gerechtigkeit Gr. Frühstücks- u. Mittagstisch. und Liebe. 2. Diskussion. Zwei Säle zu Versammlungen und Vergnügungen. sowie 6 Billards und 3 Kegelbahnen, F. Sodtke. Welt- Restaurant S. Dresdenerstr. 97. Gure set to be Gent as un. Die Militärvorlage Entree Wochent. 10 Sonnt. 25 Pf. Modernes Babylon. Säte für Geflichteten zomer, Norddeutsche Sänger, 7 Vers. Gesangsposse in 3 Aften v. Ed. Jacobson und W. Mannstädt. Couplets theilweise 2c. Märkischer Hof, Admiralstr. 18 c. Don G. Görss. Mufit von G. Steffens. In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Mumme: Adolph Ernst. Felig: Hugo Hasskerl. Elfe: Angela Virag. Dr. Am 2. und 3. Weihnachtsfeiertag, Pappe: Paul Hambrock. Stella: Elly sowie Sylvester und Neujahr im prachtBender. Tamberlit: Oscar Löber. vollen Spiegelfaal großer Festball. Pieper: Carl Weiss. Bumfei: Guido Anfang 4 Uhr. Mein Saal ist zu Tielscher. Olga Schnörkel: Anna allen Fenlichkeiten, Hochzeiten und Ber Bäckers. Freia: Jda Schlüter. Sulda: sammlungen zu vergeben. Lilly Roger. Wanda: Olga Engel. Auguste: Alma Seemann. Buze: Heinrich Fischbach. Hafelhuhn: Edmund Schmason. Frau Bennewiß: Rosa Lid. Wilhelm Herz: Ernst Kettner. Montag und Dienstag: Dieselbe Vorstellung. Anfang der Vorstellung am 1. und 2. Feiertag um 7. Uhr. Castan's Panoptikum. Neue Illusion: Lotosblume. Fantoche Theater. Vorstellungen v. 11-1 u. v. 4-912 Uhr Stündlich. Ohne Extra- Entree. Entree 50 f., Binder 25 Pf. PassagePanopticum. 1-2-3 neues Wunder. 34842 Concordia- Festsäle C. Säger Andreasstr. 64 und Krautsstr. 38. Jeden Sonntag: Grosses Konzert. Anf. 5 Uhr. 2. Saal: Hr. Schauss, Frls. Fiori, Melanie, Sternau. Zur Dedung der Unkosten findet eine Tellersammlung statt. 684b Achtung! Metallarbeiter. Dienstag, den 27. Dezember( 3. Feiertag), Vormittags 10 Uhr: Große öffentliche Versammlung aller in der Metallindustrie beschäft. Arbeiter Berlins und Umgegend Anf. in der Woche 7 Uhr, Sonnt, 5 Uhr. 2. Täglich große Weihnachtsmesse. Fortuna- Säle Straußbergerstr. 3. Sonntag: Großer Ball. Donnerstag. Gesellschaftstunde. Dieselben sind zu allen Privatfestliciteiten unter toulanten Bedingungen zu vergeben. bei Gratweil( oberer Saal), Kommandantenstr. 77-79. Tagesordnung: de fic ftu ni jew fri อิน fice Be be m Ur 227/8 Un fa wi fti Die eic 6 ar 6 1. Nechenschaftsbericht des Vertrauensmannes und Bericht der Revisoren. Neuwahlen. 8. Bericht der Delegirten der Streit- Kontrollkommiſſion. Zur Deckung der Unkoften findet Tellersammlung statt. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Achtung! Der Vertrauensmann. Achtung! Große öffentliche Versammlung der Korbmacher aller Branchen am Dienstag, den 27. Dezember, Vormittags 10 Uhr, in den Zentral- Festsälen, Oranien Strasse No. 180. Tages Ordnung: 1. Jst unsere Forderung eine berechtigte oder nicht? 2. Diskussion. 3173L Alle selbständig arbeitenden Korbmacher sind eingeladen zu erscheinen. Das Sterik- Komitee. Hochachtend. Birk. Allen Freunden, Bekannten und Ge3481L noffen mein 194/7 Carter 30 si Beiß- und Baicijd- Bierlotal. Johannisthal. Adlershof. Köpenid. Entree Pf. Nach dem Korgert: Großer Ball, ausgeführt von 2 stark besetzten Orchestern. Meine auf das komfortabelste eingerichteten großen und fleinen Säle, sowie 5 neue Regelbahnen, Billard und Vereinszimmer, fiehen den geehrten Vereinen zur gefl. 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Berichterstattung der Delegirten vom Berliner Parteitage. 2. Diss fuffion. 3. Wahl der Bertrauenspersonen und der Lokalkommission, a) für Köpenick, b) für Adlershof, c) für Johannisthal. 4. Verschiedenes. Zur Deckung der Unkosten wird ein Eintrittsgeld von 10 Pf. erhoben. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Einberufer. 111 Re ftü $ 28 wi ho nic 907 9E8 Te So der fch Jei 341/2 Au Un St aus igi alle mu Wer fidy Der im ben bej in Gir füg ihr Don lich beg toid Charlottenburg. E Sozialdemokratischer Wahlverein für Teltow- Beeskow Storkow- Charlottenburg. Mitglieder- Versammlung am Dienstag, 27. Dez.( 3. Feiertag), Nachm. 5 Uhr, bei H. Krause, Bismarckstr. 74. Tagesordnung: Vortrag des Genossen G. Kessler( Berlin) über: Unsere Weihnachtsfeier. Nachdem: Gemüthliches Beisammensein. Der Vorstand. 382/0 Verein zur Wahrung der Jntereffen der Schuhmacher. Weihnachts- Vergnügen Sonntag, den 25. Dezember, bei Boltz, Alte Jakobfraße Nr. 75, C. Weigmann's Restaurant Parteigenoffen empfehle mein schön Andreashof", eingerichtetes Lokal zum gefälligen Be Audreasstr. 32. 715b fuch. Vereinszimmer als Zahlstelle für Am 1. und 2. Feiertag: Großer 40 Personen. Edmund Reuter, Allen Freunden und Parteigenenoss Familien- Unterhaltungsabend. 32442 Swinemünderstr. 45. empfehle mein Weiß- und BairischBier- Lokal. Vereinszimmer m. Pianino Anfang des Konzerts 7 Uhr, des Balls 12 Uhr. 26232 Bier- Lokal. zu vergeben. Billets à 20 Pf. sind zu haben bei allen Borstandsmitgliedern. Fri Fröhlich, Naunynstr. 43. W. Grube, Mariendorferstr. 10. Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. Empfehle mein Wet- u. Bairisch: Vereinszimmer f. 30-100 Perſonen beſtehend in Konzert, berbunden mit Vorträgen straße 33. zu vergeben Kronen 4866 und Ball. 276/1 Hierzu zwei Beilagen 9 ei t b 82 1. 18 I 泡 鸡 酥 en. 74. er: 2/0 5, 11. 6/1 en 2 112 1. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 303. Kein Heiland ist noch je erschienen. Bon Robert Seidel( Zürich). Rein Heiland ist noch je erschienen Aus fernen Himmels weitem Schooß, Kein Heiland hat den Arbeitsbienen Gelindert ihrer Knechtschaft Loos; Kein Heiland wird herniedersteigen Bom thränenlosen Sternensaal, Um schmerzenskundig sich zu neigen Erlösend aller Armen Qual. Nur aus der Schmerzen heißen Gluthen, Auflohend aus des Volkes Schacht, Entsteigen kann der Held des Guten, Der Führer durch der Leiden Nacht; Erlösung sproßt aus dunklen Tiefen, Aus der Gedrückten Thränenborn, Gleich Halmen, deren Keime schliefen In feuchter Gruft als sterbend Korn. Der Armen Heiland ist der Arme, Der helfend theilt sein Stückchen Brot, Und Ueberwinder jedem Harme Die eine liebumfloss'ne Noth. hofft nicht mehr auf Heilands Kommen Aus lichter Höh' von Gott gesandt! Das Volf allein muß ihm zu frommen Sich Heiland fein in jedem Land. Und wenn einst jedes Volk geworden Erlöser sich aus Drang und Noth, Erblüht ein einz'ger Bruder orden Der Menschen all' im Morgenroth, Und Friedensengel werden winden Den Delzweig um des Kriegers Pfeil, Und Jubellieder schallend künden: Erschienen endlich ist das Heil. Die Gewerkschaftsklausel und der Londoner Grafschaftsrath. London, 28. Dezember 1892. Sonntag, den 25. Dezember 1892. der Rath in Zukunft beschließt. Die Liste soll vom Rath nach den Empfehlungen der Kommission für Arbeiten und Magazinirungen aufgestellt werden und zur Grundlage haben die von den verschiedenen Londoner Gewerkschaften anerkannten und in der Praxis erreichten Lohnsäge und Arbeitsstunden, und sie soll einen Theil der stehenden Satzungen des Rathes bilden. Die Liste soll zu allen Zeiten der Einsicht von Seiten des Publikums offen stehen." 9. Jahrg. Parteinachrichten. Protestversammlungen gegen die Militärvorlage sind weiter abgehalten worden in Goldberg( Ref. Kühn- Breslau), Blingen( Ref. Tauscher Stuttgart), Tuttlingen ( Ref. Dr. Rüdt- Heidelberg), Gröningen( Ref. Voigta Harsleben), Groß- Salze( Ref. Albrecht Halle). Waldtirch( Ref. Haug- Freiburg i. B.). Gemeindewahlen. In Ober- Reichenbach( Sachsen) Der gesperrt gedruckte Satz und in der Pragis er reichten"( and in practice obtained) stand nicht im Entwurf siegten in der Klasse der Ansässigen zwei unserer Kandidaten und der Kommission, sondern ist erst in der Plenarberathung troß in der Klasse der Unansässigen ebensoviele. Legtere erhielten 97 heftigen Widerstandes feitens des Berichterstatters eingefügt worden. und 101 Stimmen, die Gegner nur 36 und 40. Der Sieg ist Von den sogen. Gemäßigten"( Tories und Rechtsliberale) war eine Abänderung beantragt worden, wonach nur dann die Trades- ist demnach ein wahrhaft glänzender. In Frose( Anhalt) Unions- Bedingungen maßgebend sein sollten, wenn dieselben„ in woselbst sich zum ersten Male die Bergleute an der Gemeindeden betreffenden Industrien anerkannt und allgemein beobachtet raths- Wahl betheiligten, wurden die von der Arbeiterpartei aufwerden". Diese die Bereitelung jedes praktischen Resultates be gestellten brei Kandidaten sämmtlich gewählt. zweckende Fassung wurde natürlich abgelehnt. Aber das Geschrei, Als Reichstagskandidat für Langenbielau stellte die der Rath wolle von Vereinchen, die nichts als sich selbst reprä am 18. Dezember dort abgehaltene Parteiverfammlung einfentiren, dem Gewerbe Bedingungen vorschreiben lassen, verfehlte am 18. Dezember dort abgehaltene Parteiversammlung eindoch seine Wirkung nicht, und so wurde, auf Antrag des bestimmig den Genossen August Kühn auf. fannten Positivisten Fr. Harrison, der obige Zusatz eingefügt, der mindestens insofern eine Verschlechterung des Entwurfes bedeutet, Berliner Parteitages liegen weiter vor von den ParteiZustimmungserklärungen zu den Beschlüssen des als er der Auslegung im arbeiterfeindlichen Sinne größeren Spielraum bietet. Harrison und Andere der für ihn stimmenden genossen in Weglar, Essen, Kannstatt, Oldenburg, progreffistischen Mehrheit des Raths verwahrten sich indeß hoch Neumünster, Osterwied, Bremen. und theuer gegen eine solche Absicht. Sie wollten nur den Baragraph vor mißdeutenden Auslegungen sicher stellen und den Parteifinanzen. Langenbielau: Jahreseinnahme eine Rath nicht in die Nothwendigkeit verfehen, die Ansprüche nur schließlich eines früheren Bestandes 796,91 M., Ausgabe 694,84 M. nomineller Gewerkschaften ebenso behandeln zu müssen wie bever, Osterwiec: Jahreseinnahme 156,06 M., Ausgabe 145,61 m. die wirklich für ihre Forderungen gekämpft und sie mindestens bei einem Theil der Unternehmer durchgesezt haben. Mit dem jeßigen Zufaß werde der Passus einen Antrieb für die Gewert schaften bilden, Der zweite und dritte Paragraph lauten: * Von der Agitation. Die Langenbielauer Genossen haben im abgelaufenen Verwaltungsjahre Redner zu ca. 90 Bersammlungen gestellt, ferner gegen 50 Versammlungen arrangirt und 15 000 Exemplare innerhalb ihres Bezirks zur Vertheilung gebracht. " 津 2. Bei Ausschreibung von Verdingungen von Ar beiten, die im Umkreis von 20( englischen) Meilen von Eine Mahnung zur Vorsicht, die wir den Lesern des Charing Croß auszuführen sind, sollen die Bekannt Vorwärts" gleichfalls zur Beachtung empfehlen, richtet die machungen und die Vorschriften für die Eingaben die Be- Bielefelder Boltswacht" an ihre Leser. Sie schreibt: Die dingung enthalten, daß der Kontraktor verpflichtet werde, Militärvorlage ist derjenige Gegenstand, welcher zur Beit unser den dabei beschäftigten Arbeitern feine geringeren Löhne zu öffentliches Leben in bezug auf das Politisiren beherrscht. Nament zahlen und feine längere Arbeitszeit einzuhalten als die lich Wirthshäuser sind ein Ort, wo die politischen Wogen zeitin den Listen des Raths festgesetzten Löhne bezw. Arbeits- weise die schönsten„ Schunkelwalzer- Wellen" schlagen. Wir halten stunden, und daß diese Lohnsätze und Arbeitsstunden in nun von der ganzen Biertischpolitik nicht viel, weil sie nur zu einem Schema zusammengestellt und einen Theil des Kontrafts oft zu sehr das spießbürgerliche Gewand trägt. Auch ist man bilden sollen und daß für jede Verlegung derselben Bußen in der Regel am Biertisch am wenigsten vorsichtig in seiner werden eingetrieben werden." Ausdrucksweise, und darum wird oft zu gewissen Zeiten die so3. Wenn der Kontraktor beabsichtigt, Arbeit in größerer genannte Wirthshauspolitik zu einer sehr gefährlichen, umsomehr, Entfernung als 20( englische) Meilen von Charing Croß weil man gerade an solchem Ort sein Herz, d. h. seine politische ausführen zu lassen, soll er aufgefordert werden, in Busas Gesinnung, oft einer sehr oberflächlich gemachten Bekanntschaft zu dem obigen in das betreffende Schema die Namen der offenbart. Die Tücke der Menschen ist aber unergründlich, und verschiedenen Arten von Arbeit, die er anzuwenden be- mancher brave, frei denkende Mann hat schon seine Vertrauensabsichtigt, sowie die Orte, wo diese Arbeiten verrichtet feligkeit schwer gebüßt. Ist doch ein Theil Existenz mancher werden sollen, vorzumerken, sowie die Lohnfäße und Ar- Kreaturen ein unglückliches Wort anderer Menschen. Bosheit beitsstunden, die für jede Arbeitsklasse bezahlt, bezw. be- und Rache, ohne petuniäre Vortheile, sind auch vielfach die Triebobachtet werden sollen; und feine Eingaben werden an- feder gemeiner Denunziation. Daß man aber heutzutage, ohne genommen werden, bei denen nicht der Beweis erbracht gerade ein schlechter Mensch zu sein, ohne große Schwierigkeiten wird, daß die in dem betreffenden Schema vermerkten hinter schwedische Gardinen kommen fann, wer wüßte es besser, Löhne und Arbeitsstunden die zur Zeit der Abfassung der denn gerade wir Sozialdemokraten. Wie oft heißt es in unseren Eingabe von den Gewerkschaften des Ortes, wo die Ar- Reihen: Er hat nichts auf dieser Welt verbrochen, als daß er beiten verrichtet werden sollen, anerkannten und praktisch 3wang und Knechtschaft haßte und daß er einft zu kühn geerreichten sind." sprochen." Veranlassung zu diesem Artikel giebt uns eine Mittheilung, die uns eine Genoffe machte, welcher vor einigen Tagen in einer Reſtauration Veranlassung hatte zu vermuthen, daß er ein Operationsobjekt für ein schnüffelndes Individuum sei. Also Borsicht!" Der Vorwärts" hat bereits davon Notiz genommen, daß der Londoner Grafschaftsrath in den letzten Tagen wieder einmal fich mit der Frage der Gewerkschaftslöhne und Gewerkschaftsstunden bei Arbeitskontrakten beschäftigt hat. Da die Sache von Der vierte Paragraph, der sich auf die Lieferung von Roh nicht geringer Wichtigkeit für die Arbeiterschaft ist und für die materialien und Fabrikaten bezieht, und in der Hauptsache eine jenigen, welche die Thätigkeit öffentlicher Verwaltungslörper zu Wiederholung der beiden vorhergehenden Paragraphen bildet, wurde fritisiren oder innerhalb dieser Körper die Interessen der Arbeiter der Kommission zur nochmaligen Berathung überwiesen. Ebenso ein au vertreten haben, manche Fingerzeige darbietet, so scheint es Antrag, daß für solche Gewerbe, in denen feine Gewerkschaft existirt, fich zu empfehlen, näher auf die Details derselben einzugehen. der Grafschaftsrath selbst eine Lohn- und Arbeitsstundenliste aufstellen Todtenliste der Partei. In Beulenroda starb am Bunächst die Bemerkung, daß es sich bei den jüngst gefaßten soll, wozu der genannte Fr. Harrison den Zusazantrag gestellt 13. Dezember der Genosse Franz Thimian, 35 Jahr alt. Beschlüssen nicht nur um alle vom Grasschaftsrath direkt hat, daß hierbei kein Lohn unter 6 Pence( 50 Pf.) die Stunde Er hat sich in der schweren Zeit des Ausnahmegesebes stets als beschäftigten, sondern auch um die indirekt, durch die Ber- betragen und fein Arbeitstag mehr als 10 Stunden dauern foll. einer der tapfersten Anhänger unserer Sache erwiesen und den mittelung von Kontraft- Unternehmern, von ihm beschäftigten Der fünfte Paragraph bildet das Kontraktsschema und setzt ihm übertragen gewesenen Posten treu und gewissenhaft vor Arbeiter handelt. Wo der Grafschaftsrath fein eigener unter anderem die Strafen fest. Dieselben betragen für jeden gestanden. Unternehmer ist, war es von Anfang an eine ziemlich ein- Verstoß gegen die Lohnfäße 5 Pfund Sterling, bei Verstößen fache Sache, für anständige Arbeitsbedingungen zu sorgen, ver- gegen die Arbeitszeit eventuell für jeden Tag und jeden Arbeiter Polizeiliches, Gerichtliches 2c. wickelter liegt dagegen der Fall, wo er nur Auftraggeber ist, be- 5 Schillinge. Der Kontrattunternehmer ist verpflichtet, eine ftimmte Arbeiten in Berding weggiebt. Und noch findet letteres Kopie der Arbeitsbedingungen an der Arbeitsstätte so auszu- Halleschen Boltsblatt" folgende Mittheilung: Wegen Wergehens Reichstagsabgeordneter Frig Kunert veröffentlicht im viel häufiger statt als das erstere, nur versuchsweise hat der hängen, daß sie jedem Arbeiter zugängig ist; er muß Buch über gegen den§ 17 des Sozialistengesezes wurde ich auf Anordnung Grafschaftsrath neuerdings angefangen, Bau- 2c. Arbeiten in die an jeden Arbeiter gezahlten Löhne und die von jedem des Amtsgerichts zu Köpenick geladen, mich zum Antritt der durch eigener Regie ausführen zu lassen. Anfangs hatte man nun im Arbeiter geleisteten Arbeitsstunden halten und darf, bei Strafe vollstreckbares Urtheil des Landgerichts zu Magdeburg gegen mich Grafschaftsrath geglaubt, es genüge bei Bergebung von Kontrakt von 200 Pfd. Sterling, feine Arbeit ohne Zustimmung des erkanuten Gefängnisstrafe von 1 Monat bis zum 12. Dezember 1892 arbeiten, die Unternehmer einfach zu verpflichten, die von den Grafschaftsraths weiterverdingen. Im Falle der Weiter in dem Köpenicker Gerichtsgefängniß unter Borzeigung der Ladung Gewerkschaften der betreffenden Industrien anerkannten Lohn- verdingung gelten auch für den Subkontraktor die obigen Vor- zu melden, widrigenfalls gegen mich ein Vorführungs- oder Haft und Arbeitszeit- Tarife zu beobachten, aber damit hatte man die schriften. Rechnung ohne den Wirth gemacht. Die Unternehmer, unter:| Dies in feinen Umrissen der Beschluß, durch den im sollte. Inwieweit eine solche Androhung gegen ein immunes befehl, nach Lage der Sache auch ein Steckbrief erlassen werden flüßt durch geriebene Juristen, fanden tausend Mittel und Verwaltungsbereich des Grafschaftsraths gerechte Löhne und ge- Mitglied des Reichstages den§ 31 der Verfassung ignorirt oder Wege, ege, die ominöse Klausel zu umgehen. Vor allem wurde, rechte Arbeitszeit" durchgeführt werden sollen. Wie er fich be- verlegt, bleibe hier zunächst unerörtert. Da es sich jedoch in diesem oie immer in folchen Fällen, der Kompetengkonflikt erwähren wird, muß abgewartet werden. Jedenfalls ist er, trop Falle um ein vollstreckbares Urtheil handelte, so beantragte ich 1. Aufboben. Das Gesetz lenne den Begriff der Trades- Unionslöhne 2c. mancher Fehler, ein Schritt in der rechten Richtung. Es chub des Strafvollzuges bis zum 17. Dezember, 2. Bewirkung nicht, also stehe dem Grafschaftsrath weder das Recht noch die liegt in der Hand der Arbeiter selbst, dafür zu sorgen, daß des Strafvollzuges in dem Strafgefängniß zu Breslau und Möglichkeit zu, die Einhaltung solcher gefeßlich zu erzwingen. er nicht vergebens gemacht sein und nicht der einzige bleiben 3. äußerste Beschleunigung der Angelegenheit, um dadurch in die Was seien überhaupt die zuständigen Trades Unions, hieß es wird. In diesem Sinne mögen sie das Wort„ Antrieb für die Lage zu kommen, die Ferienzeit des Reichstages zur Erledigung weiter, an deren Tarife sich die Unternehmer zu halten hätten? Gewerkschaften" wohl afzeptiren. Sollen fie fich eventuell von einer fleinen Klique, die oft nicht| meiner Haftstrafe benußen zu können. Dabei hob ich der BeAber weiter auch nicht. Am Sonntag fand auf Trafalgar hörde gegenüber hervor, daß mir viel daran gelegen sei, meinen den zwanzigsten Theil der Arbeiter ihrer Industrie umfaßt, vor Square ein von der Schneidergewerkschaft veranstaltetes Protest pflichten als Mitglied des Reichstages, besonders in der Petitionschreiben laffen, welches die rechten Löhne und die rechte Arbeits- meeting statt, auf welcher der Grafschaftsrath scharf getadelt fommission, deren Referent und Korreferent ich in einer Anzahl Jeit fei, während sonst im Gewerbe sich fein Mensch um deren wurde, weil er einen Auftrag zur Anfertigung von Kleidungs- verschiedener Fälle sei, gebührend nachkommen zu können. Am uslaffungen fümmert? Das heiße doch eine Prämie auf die stücken an einen Kontraktor nach Bristol vergeben, ohne die Ein- 17. Dezember erfuhr ich nun von dem beaufsichtigenden AmtsUnverschämtheit sehen und die Verfügung über die Gelder der haltung der Trade Unions Bedingungen vorzuschreiben. Darauf richter zu Köpenick, daß eine schließliche Entscheidung in der Steuerzahler den Einfällen unverantwortlicher Körperschaften fonnten die Vertheidiger des Grafschaftsraths in der Preffe ant Sache, welche die Staatsanwaltschaft in Halle zu treffen hat, ausliefern. Und um die Gelder der Steuerzahler zu„ fparen", worten, daß der Rath sich die größte Mühe gegeben, eine Lohnliste für noch nicht eingelaufen ist. Ein derartiger Entscheid blieb auch ignorirten die einen die Gewerkschaften gänzlich, während andere Schneiderarbeiten aufzustellen, daß aber selbst die Vertreter der bis heute, 20. Dezember, aus. So streiste ich also am 17. Dezember alle Arbeiten, die nicht an Ort und Stelle ausgeführt werden Gewerkschaft, als sie zu Rathe gezogen wurden, die Erklärung gewissermaßen das Strafgefängniß zu Köpenick nur mit dem Ellenmußten, an Blägen ausführen ließen, wo überhaupt keine Ge- abgaben, es eristire feine irgendwie maßgebende Lohnliste im bogen und erfreue mich augenblicklich des sehr zweifelhaften Vorwertschaftstarife existirten. Schneidergewerbe, der Sekretär Macdonald sogar hinzugefügt zuges, eine" Freiheit" zu genießen, welche in jedem beliebigen Diese und andere Winkelzüge, sowie der Umstand, daß man habe, er lege einer Kontratttlaufel auf Bahlung bestimmter Löhne Moment durch die Staatsanwaltschaft in Halle a. S. aufgehoben fich in der That gegen den Vorwurf sinnloser Verschleuderung absolut keinen Werth bei. Das ist jedoch nur eine halbe Ent werden kann. Möge sich das nun gestalten, wie es fann, der Steuergroschen sicherstellen will, haben den Grafschaftsrath schuldigung. Wo die Verhältnisse soweit gediehen sind, wie in wünsche der Redaktion, sowie den Lesern und Leserinnen des im Frühjahr d. J. veranlaßt, eine Kommission einzusetzen mit der Schneiderkonfektion, ist's eben mit dem„ Antrieb nicht ge-„ Boltsblatt" Feiertage, deren Annehmlichkeit nicht durch die einen Weg weitblickende Fürsorge preußischer Behörden erhöht werden mag." beschlossene Ausbedingung ordentlicher Löhne und Arbeitsstunden wenn die Arbeiter politisch ihre Pflicht thun, wird es auch ge in Wirksamkeit gefegt werden könne. Die Kommission hat mit fchehen. Einschluß der Sommerferien netto ein halbes Jahr zur Er" ich Die Gattin Kunert's hat inzwischen der Redaktion des Halle'schen Volksblatts" mitgetheilt, daß ihr Mann am Mit Bezug auf diesen letzten Punkt sei noch erwähnt, daß 22. Dezbr., Abends 6 Uhr, das Gefängniß zu Breslau bezogen hat. füllung ihrer Aufgabe gebraucht, dafür behauptet sie aber, daß die Kommission des Grafschaftsraths, welche den obigen Entwurf Das Voltsblatt" meint dazu, es wäre hierbei vielleicht der Hinhr Entwurf, der in voriger Woche mit einigen Abänderungen ausgearbeitet hat, ebenfalls das Schneidergewerbe, wie es jetzt weis ganz am Blaze, daß im vorigen Jahre Genoffe Mittag bom Grafschaftsrath angenommen worden ist, diefem die Mögist, von der Gewerkschaftsklausel ausnimmt, und erklärt, den und vor zwei Jahren Genosse Ilge in derselben Lage waren, lichkeit der gefeßlichen Erzwingung der auf die Arbeitsbedingungen Uebeln, unter denen dasselbe leidet, könne von seiten des Graf wie Genoffe Runert, indem sie furz vor den Feiertagen ins Ge bezüglichen Klauseln sichert. schaftsrathes nur dann begegnet werden, wenn derselbe die entIhren verbringen mußten. Dieser zum Beschluß erhobene Entwurf nun lautet in seinen sprechenden Arbeiten in eigener Regie ausführen läßt. Inzwischen fängniß wandern und das Fest des Friedens" getrennt von den wichtigsten Baragraphen: empfiehlt sie ihm wenigstens bei seinen Berdingungen die HausAus schah i. S. wird berichtet: Der Gastwirth Weise „ 1. Es soll im Grafschafts- Saal eine Lifte der Lohnarbeit zu verbieten. Man sieht, in London dämmert's doch in Mahlis hatte um die Erlaubniß zum Betriebe der Schankfäße und Arbeitsstunden gehalten werden, welche vom wenigstens. wirthschaft, des Beherbergens und Krippenfetens gebeten. Der Grafschaftsrath zu zahlen, bezw. einzuhalten sind bei allen Bezirksausschuß beschäftigte sich in einer feiner legten Sizungen Bau- und Fabrikations Arbeiten, deren Ausführung mit : *) Ein als Mittelpunkt Londons geltender Platz, auf dem ein mit diesem Gesuch. Während der Freigutsbesiger Rennert- Striefe oder ohne Inanspruchnahme von Kontraktsunternehmern den obigen Namen tragendes Kreuz errichtet ist. das Gesuch befürwortete, traten Rittergutsbesitzer Uhlemann 113 Bei Görlitz, sowie der Antshauptmann Schroeter dem Gesuch ent- einen in der Treiberkette stehenden 11 jährigen Knaben zu und Jabzuheben. Leiftico hat das Geld allerdings abgehoben, gegen und erklärten, daß früher(!) in dem betreffenden Lokale frießte denselben auf. Die Geweihspige drang durch das eie ließ sich aber nicht mehr im Geschäft und auch nicht bei die Sozialdemokratie verkehrt hätte. Wenn das noch heute der Auge in den Kopf. Der Knabe wurde fofort nach einer Klinit feiner in Lichtenberg wohnenden Familie sehen. Fall sei, dann wäre ein solcher Umstand ein ganz be in Rottbus gebracht, verstarb jedoch unterwegs."- Man hat einer nunmehr vorgenommenen außerordentlichen Bücherrevision sonderer Grund, Grund, die Genehmigung des Gefuches zu merkwürdiger Weise noch niemals gehört, daß die Kinder der stellte sich heraus, daß der Buchhalter in 3 Monaten verweigern. Herr Uhlemann meinte, Jeder wehre fich jenigen Leute, welche Treibjagden veranstalten, bei diesem edlen bie große oben bereits erwähnte Summe unterschlagen hat. so lange seiner Haut, wie er es vermag. Wenn die Sozial- Vergnügen durch die Thiere des Waldes verletzt worden wären. Das unehrlich erworbene Geld hat Leistico in unglaublicher Weise demokraten erst einmal ihre Gegner aufgeknüpft hätten, dann wir glauben auch diesmal nicht, daß der 11 jährige Junge der vergeudet. Es ist festgestellt worden, daß er fast allabendlich in wäre es zu spät. Auch Herr Euliz- Pulsis sprach sich in diesem Sohn eines Rittergutsbesigers gewesen ist, Sonst hätte er wahr Berliner Nachtlokalen verkehrte und nachweislich Summen von Sinne aus. Man müsse sein Haus, in dem man wohne, so lange scheinlich nicht in der Treiberkette, sondern ganz wo anders 300-500 Mart auf einmal ausgegeben hat. Es war zwar auf vertheidigen, als man tönne. Der betreffende Gaithof fei schon gestanden. gefallen, daß er über seine Verhältnisse lebte, er mußte feinen lange ein Herd der Sozialdemokratie, Was sich in Sachsen die herrschende Klasse alles gegen die Sozialdemokraten erlauben Zeitung" erörtert in einem melancholijch angehauchten Artifel 31 machen, legte sich auch hier und dort adlige Namen und hochs Der Kuppel liegt beim Hunde. Die Staatsbürger Reichthum aber durch einen erheblichen Lotteriegewinn plausibel darf, ist schier grenzenlos. -Gegen den Genossen Peus ist wegen feiner Rede in über ihren geistigen Nährvater Ahlwardt die Frage einer Be bei dem Besitzer des Geschäfts Bedenken erregten und Entdeckung Be- lingende Titel bei. Grit als die Abschlüsse der letzten Monate Löberburg nun doch Anklage erhoben worden, und zwar gnadigung des Edlen und kommnt dabei zu folgendem Schluß: drohte, dachte er an die Flucht und zu diefer lieferten ihm die wegen angeblicher Verächtlichmachung von Staatseinrichtungen." Was die Frage der Begnadigung betrifft, so ist unter den tausend Mart, die er auf der Spartaffe erhoben hatte, die Mittel. Straftammer abgelehnt worden. Die Einleitung des Hauptverfahrens war von der Magdeburger verbüßt eine Gefängnißstrafe von 4 Monaten wegen Beleidi- Auf der Flucht ist er von einem gewiffen Pich begleitet worden, der Die vom Staatsanwalt Da früher auch in dem Röder'schen Geschäft thätig gewefen, aber gegen eingelegte Berufung ist jedoch anerkannt worden und dem gefuch hätte nur Aussicht auf Erfolg, wenn es von den Herren, Bunächst fehlte jede Spur von dem Flüchtlinge, da traf aber vor gung von Mitgliedern der hiesigen Stadtverwaltung. Ein Gnaden- entlassen worden war und zweifellos Hehlerdienste geleistet hat. gemäß wird das Hauptverfahren eröffnet. -Genosse Böhle in Straßburg i. E. macht der hat aber das Anfinnen, diese Herren um Unterstüßung feines einigen Tagen von ihm ein Brief an den Schwiegervater ein, von Geld Fortsetzung Gnadengefuchs anzugehen, aufs entschiedenste zurückgewiesen und seiner Flucht bat. Tas Gelb sollte poftlagernd Bürich in der erlärt, baß er jedes durch Unterſtüßung dieser Herren vorbereitete Schweiz adressirt werden. Der Schwiegervater übergab den Brief Besuch ablehnen werde" Besuch ablehnen werde" fofort dem geschädigten Chef, der sich sofort an die Staatsanwalt schaft am Landgericht II wandte, welche telegraphisch die Bers haftung des Defraudanten anordnete. Leistico sigt bereits hinter Schloß und Riegel. Elfaß Lothr. Volkszeitung" die Mittheilung, daß der angeblich stenographische Bericht, den die Straßburger Bost" über seine im Saale der Aubette am 4. Dezember gehaltene Rede brachte, und auf welchen sich die Justizbehörde bei der Anstrengung der Strafverfolgung stüßte, verschiedene Unrichtigkeiten enthält. Am 20. Dezember trat der Langenbielaner Genosse Heinrich 2ur eine dreimonatliche Gefängnißstrafe in Reichenbach an, welche er fich als Redakteur des Proletariers" wegen Beleidigung einer Lebrerin zugezogen hat. Außerdem ist Lur noch zu 14 Tagen verurtheilt, megen derselben steht zum 10. Januar Revisionstermin vorm Reichsgericht an. Der Proletarier" besteht reichlich zwei Jahre; in dieser Zeit sind gegen dessen Nedakteure ca. 30 Anklagen er hoben und insgesammt auf 3 Jahre 91/2 Monate Gefängniß und 150 M. Geldstrafe erkannt worden. In der Schwebe sind augenblicklich noch drei Prozesse. Die Berurtheilungen find jedenfalls der beste Beweis dafür, daß fozialdemokratische ReDakteure nichts weniger als ein angenehmes Dasein führen tönnen. Genoffe Rohrlad, Verleger der„ Niederrheinischen Vollstribüne", hat am 22. Dezember im Gefängniß zu Düffel dorf die sechsmonatliche Gefängnißstrafe verbüßt, die ihm wegen Berächtlichmachung staatlicher Einrichtungen auferlegt war. Ueber nicht zu führen. Er soll sich nur die Zeit nicht lang werden lassen, denn, wie gefagt, der Stnüppel liegt beim Hunde!" früh durch die politische Kriminalvolizei der Klempner Otto Verhaftet wurde, wie das Bolt" meldet, am Donnerstag Geisler in seiner Wohnung Reichenbergerstr. 162. Bei dem verhafteten Anarchisten Otto Geißler in Mainz find nämlich Papiere vorgefunden worden, die mit den Perfonalien des Klempners Otto Geißler genau übereinstimmten. Nach längeren Vernehmungen wurde der biesige Geißler wieder auf freien Fuß gesezt. Er er flärte, nicht zu wissen, wie die Papiere in den Besitz eines ihm Unbekannten gelangt sein könnten. Gisbahnen plöglich wieder ins Leben gerufen, sondern auch alle Der scharfe Frost hat nicht nur die zahlreichen fünftlichen fließenden und stehenden Gewässer mit einer spiegelblanken Gis becke überzogen; felbft unsere Spree dürfte, wenn der Froſt in dieser Weise anhält, den Schlittschuhläufern noch zu den Festtagen zugänglich werden. Einen Geldbrief, in welchem sich 1516 Mark befanden, Bund der geselligen Arbeitervereine Verline und hat in Charlottenburg ein armer Lehrbursche der am Tegeler Umgegend. Den Mitgliedern hierdurch zur Nachricht, daß Frei- war beauftragt worden, den Brief, welcher in das Poftquittungs Weg belegenen großen Bichorienfabrik vorgestern verloren. Derfelbe billets zum Feenpalait für die Feiertage( 25. bis einschließlich buch gelegt war, nach Charlottenburg zur Poft zu bringen. Auf 28. Dezember bei Alfred Forsverg, Kommandantenstraße 48, dem Wege dorthin traf er ein bekanntes Fuhrwert, fetzte sich auf Hof rechts, III. rechts, zu haben sind. dasselbe und legte so den langen Weg in turzer Zeit zurück. Wer die Behandlung im Gefängniß hat der genannte Genoffe Klage der Weidendammer Brüde, wo sich die reiche Jugend ein Stell- als Poitbuch sammt Brief fehlten! Beides mußte, während er Ein Polizeifuiff. In einem feinen" Gesellschaft@ lofale an aber befchreibt seinen Schreck bei der Ankunft in der Walstraße, Die Genoffen Cappel und Brodhuhn waren an Dichein zu geben pflegt, erfchienen vor einigen Tagen zwei„ Herren sich gegen die Kälte zu schüßen suchte, aus der Tasche geglitten geklagt, ohne Erlaubniß am Grabe eines Genoffen Reden ge- aus der Proving", deren einer fich für einen Schlächtermeister und auf den Fahrdamm gefallen sein. Ein schleuniges Aofuchen halten und damit gegen die 1846er Polizeiverordnung verstoßen aus Stettin ausgab, während der andere nach der Anrede ein der durchfahrenen Strecke blieb erfolglos. zu haben. Das Kieler Schöffengericht sprach sie frei. Die Sache pommerscher Gutsbeißer sein mußte. Man wählte sich seine Bei einem Brande ersticht ist in der vorletzten Nacht der fam auf Veranlassung des Staatsanwalts schließlich vor das Marten Settes, und bald perite die Blase der Wittwe Eliquot 17jährige Eilberarbeiter May Urit auf dem Grundstück Eisen Rammergericht, welches das Urtheil aufhob und die Sache dem in dem Glase". Der Inhaber der Lokalitäten war sehr entzückt bahnstraße 7. Gine im vierten Stock des Hauses wohnende Flensburger Landgericht überwies. Diefes erfannte gegen jeden über die reichen Gifte. Zwei Tage darauf fanden sich die Woll- Familie ist verreist und in ihrer Abwesenheit war in der der beiden Genossen auf 15 M. Geldstrafe und Tragung der onkel" wiederum ein, und eine Flasche Pommery zu achtzehn Wohnung ein Feuer entstanden, das nach Ansicht der Feuerwehr Koften. Mart folgte der andern. Der Schlächtermeister hatte bald an- ichon viele Stunden lang unbemerkt gefchweelt haben muß. J Mülhausen i. E. Die Genossen Martin, Redakteur scheinend des Guten zu viel gethan, fonnte aber von dem freund der Nacht hat das Feuer das Zwischengebält nach dem 3. Stock zu der„ Elsaß- Lothringischen Volkszeitung", und Bueb, welche wegenlichen Wirthe nicht anders scheiden, als daß er sich eine halbe ourchbrochen, und dort, hatte sich der Rauch vornehmlich in der angeblichen Bergehens gegen die§§ 110 und 131 des R.-Str.-G. Flasche des edlen Weines einsteckte. Es sollte sich aber beraus Küche angesammelt, wo der bei den Eltern wohnende junge in Haft genommen waren, find am legten Donnerstag bend tellen, daß der Wirth seine Rechnung ohne die Gäste gemacht Arit seine Schlafstätte hatte. Die in einer Vorderstube schlafen wieder auf freien Fuß gesetzt worden. hatte; denn Zages darauf erichienen die Provinzialen den Eltern wurden erst durch den berabitürzenden B. auf wiederum. Der ihnen unter Bücklingen entgegeneilende das Fener animerksam. Als fie in die Küche eilten, lag ihr Wirth stand bald wie eine Salzsäule da. Die splendiden Gäste Sohn schon leblos da. Inzwischen war die Feuerwehr erschienen, forderten diesmal teine Marke, sondern hatten eine solche mit deren Samariter sofort wiederrelebungsversuche anstellten und gebracht, auf der zu lesen stand: Königlich Preußischer Polizei einen Arzt berbeiholten. Leider waren alle Bemühungen er olg beamter." Fakturen wurden mit Beschlag belegt, Kellner und los. Das Feuer, das erbeblichen Umfang angenommen und auch Bedienstete wurden vernommen, da bei der Behörde Anzeigen für die übrigen Hausbewohner hätte gefährlich werden können, eingelaufen waren, daß in dem prächtig ausgestatteten Lokale wein verberge. Jeht auch wurde dem Lokalingaber llar, wozu Wasserthorstraße 18a ausgebrochen unter berühmten franzöfifchen Marten sich gewöhnlicher Schaum- urde von der Feuerwehr bald gelöscht. Vor einem anderen der ebenfalls in verflossener Nacht im Haufe der„ Stettiner Schlächtermeister" die halbe Flasche Pommern ge- Personen sich auf das war, haben vierzehn legentlich feines zweiten Besuches mitgenommen hatte: fie war müssen. Auf dem ausgedehnten Gr ndstücke, Dach des Nebenhauses flüchten für den Gerichtschemiter Bisa, off bestimmt. Es dürfte feinem fich unter anderen die Jeserich'sche Asphaltfabrik und die Ham auf dem Zweifel unterliegen, daß gegen den Wirth die Anklage wegen burg- Berliner Jalousiefabrit befindet, steht ein dreistöcfiges Ges Betruges erhoben werden wird, nachdem durch die Aussagen bäude, das Komtoirräume, Stallungen und in den oberen Stoc der Bediensteten ausreichendes Belastungsmaterial beschafft werken auch Wohnungen enthält. Das Feuer war im Reller ent Toktales. Berliner Hansdieuer( E. S. 61) zur Nachricht, daß das Den Mitgliedern der Kranken- und Sterbekaffe der Statut von der Behörde genehmigt und an die Mitglieder verfandt ist, daffelbe tritt am 1. Januar 1898 in Kraft. Bei dem Bersandt der Statuten hat sich herausgestellt, daß viele Woh nungen der Mitglieder nicht stimmen und ersuchen wir diese Mitglieder, fich ihr Statut im Kaffenlofal abzuholen. Ter Vorstand. Albert Kepler. In unserem Vororte Rigdorf, so lesen wir in der Staatsbürger- Zeitung", gehen jetzt angesehene und angesessene Bürger mit dem Plane um, einen deutsch- sozialen( antisemitifchen) Verein zu gründen. Die Arbeiten sind bereits im vollen Gange und man hofft Anfang des tünftigen Jahres die erste Berfamme Tung einberufen zu können. 901 Gt. Arbeitern bewohnt ist, welche fi mmtlich der SozialdemoIn diesem Dorje, welches von fratie angehören, wird der Kampf anfangs ein ichwieriger fein, jedoch verspricht man sich einen um so sicheren Sieg, da nament lich in Rigdorf die Spaltung der Sozialdemokraten ungeheuer groß ist und es nur noch eines kleinen Stoßes bedarf, den Keil in die Spalte hineinzutreiben. Eo das Organ des Herrn Ahlwardt. Wenn irgendwo, so ist hier der Vater des Gedankens. Die Vorstellung, daß es den Antifemiten je gelingen fönnte, einen Sozialisten, gleichviel ob unabhängig oder sonst etwas, auf ihre Seite bringen zu fönnen, entbehrt ganz gewiß nicht einer gewiffen Komit. Aber die Ge noffen mögen aus dieser Ande tung der Staatsbürger- Beitung" fehen, zu welchen Hoffnungen die angebliche Spaltung in unserer Partei die Gegner begeistert, und wem in legter Linie alle Reibereien und Zwiftigkeiten zu Gute kommen. worden tit. Es ist ja ganz recht, wenn auch diese Sorte von Wirthen ganz genau fontrollirt ist, aber für besonders würdig oder nobel fönnen wir ein solches Vorgehen der Beamten nicht erklären. 1 Brande, standen, hatte an den dort lagernden Brennmaterialien reiche Nahrung gefunden, sich dann dem im Erdgeschoß belegenen Romtoir mitgetheilt und durch die gewaltige Stauchentwickelung die Bewohner der oberen Stockwerke so in Angst versetzt, daß fie mit ihren Kindern auf dem Dach des ansioßenden einstödigen Dort mit Leitern herunter; der Brand konnte schnell gelöscht Gebäudes Echuh gesucht hatten. Die Je erwehr holte sie von verden. -W Vor dem im Unter den Kellnerinnen foll eine Art Nothstand herrschen, neipen gerichteten Polizeiverordnung ftellung los geworden sind. da viele von ihnen durch die Einführung der gegen die Animir Die Wirthe spielen sich jetzt natürlich als Menschenfreunde auf und verbergen ihre Erbitter ng darüber, daß ihnen selber das Sandwerk einigermaßen gelegt worden ist, binter erbeucheltem Außen- Bahnboje der Postschaffuer Stochhaus durch einen Eisen Polizeibericht. Am 23. b. M. wurde auf dem Anhalter Mitleid mit den„ armen Mädels". Die Schuld an allem schieben bahnwagen überfahren und auf der Stelle getödtet. fie der Kellnerinnenbewegung vom vorigen Jahre zu. Solchen Hause Neue Friedrichstr. 75 gerieth Abends eine Frau unter die Leuten wird es natürlich niemals beizubringen sein, daß sie selber Räder einer Droschte und erlitt bedeutende Berlegungen die einzig Schuldigen sind. Sie haben eine Unzahl von Mädchen Gesicht und an den Beinen. in diefen Beruf bineingelockt, indem sie in ihren Räuberhöhlen Wilhelm und Dorotheenstraße fuhr ein Rutscher mit feinem An der Ecke der Neuen für jeden Tisch, ja beinabe für jeden Gast eine besondere Kellnerin Wagen gegen die Bordschwelle des Bürgersteiges und wurde anstellten. Wenn das nicht gefchehen wäre, um den Gästen das dabei vom Bock geschleudert. Er wurde schiver am Kopfe ver Fell möglichst vollständig über die Ohren ziehen lassen zu können, legt und mußte nach der Gharitee gebracht werden. sondern nur zum Zwecke der Unterhaltung, warum werjen denn Abort des Bahnhofs Friedrichstraße versuchte ein 17 jähriger Auf einem dann die Wirthe jetzt drei Biertel irer Kellnerinnen auf die Handlungsgehülfe fich zu en chießen. Die Kugel brang in bi Straße? Jegt, nachdem diese sich ihre Gesundheit im Interesse Schulter, er wurde noch lebend nach der Charitee gebracht. Der stud. theol. 2. hatte vor einiger Zeit im der Wirthe ruinirt haben und zu jeder anderen Arbeit untanglich In der Nacht zum 24. d. Wi. brach im Erdgeschoß und Keller Universitätsge ände am schwarzen Brett eine Bekanntmachung ge- tommen zu finden. Daß die Folgen der Ausbeutung bei den Kellnerinnen wohner des Hauses hatten sich auf die Dächer der anstoßenden geworden find, foll es ihnen allerdings schwer werden, ein Unter: des dreistöckigen Hauses Wassergasse 18 Feuer aus. Die Be lesen, durch welche ein Studirender der Theologie zur Beauferit später hervortreten, wollten die meisten unter ihnen, bethört Gebäude geflüchtet und wurden von der Feuerwehr mittels fichtigung eines jüngeren Studenten" gefucht wurde.. meldete durch die Wirthe und verblendet durch die ihnen zufließenden Beitern heruntergeholt. Im Haufe Eisenbahnstr. 7 gerieth das sich unter der in der Bekanntmachung angegebenen Chiffre bei burch die Wirthe und verblendet durch die ihnen zufließenden Leitern heruntergeholt. dem Pjöriner und bekam bald darauf einen Brief mit der Unter- Trinkgelder, vamals nicht glauben. Sie können es jetzt schon Gebält zwischen dem 3. und 4. Stock in ziemlich bedeutendem schrift„ Graf Dergen". Der Brief enthielt die Mittheilung, daß ſehen.- Uebrigens wird das Geschäft von den„ berühmtesten" der Umfange in Brand, wodurch die Bewohner sehr gefährdet wurden. Der Absender für ſein geistig und förperlich zurückgebliebenes fich zubig weiter fostümirt, natürlich immer innerhalb der durch Damenwirthe" troy aller em tunig fortgesetzt." Es wird naments Gin 17 jähriger Silverarbeiter wurde im Bette erstickt vorgefunden. Mündel, welches die hiesige Universität befuche, sur wissenschait die Polizeiverorenung gezogenen Grenzen. Man hält nur, da Morgen zehn kleine Brände statt. Außerdem fanden am 28. d. Wt. und am darauffolgenden lichen Anleitung eines älteren Studenten bedürfe. Einer ihm paffend erscheinenden Persönlichkeit erbot sich der Absender des der Schwerpunkt des Berfears zwischen Kellnerin und Gait jetzt. Briefes bei freier Wohnung ein monatliches Salair von 100 m. nach einer noch anderen Richtung bin verlegt ist als früher, zu zahlen, und ferner wurde dem erfolgreichen Bewerber in Aus auf ganz junge Mädchen, Siebzehn, achtzehn Jabre, älter dürfen sie die nach wie vor geschäftigen Agenten nicht ficht gestellt, daß er die Ferien auf dem Gut Des bringen. Lamit es aber der ganzen Sache auch an einem Grafen als dessen Gaft verleben könne. Als Bedingung für Bischen Komit nicht mangele, hat Frau Bieb er Böhm, weiteren die in Aussicht genommene Anstellung des Stud. W. wurde Kreisen als Vorsitzende des im Verborgenen blühenden Vereins die Lieferung von beigefügte Themata binnen einer bestimmten Frist gestellt. Die Kellnerinnen ein Asyl in ihren beiden Heimen für unbescholtene Marie Harder entpuppt, welche fich gestern wegen Diebstahle " Jugendschuh" unbekannt, den älteren, nun ausraugirten Als bedenkliche Samariterin hat sich die unverehelichte Arbeiten, von denen die eine eine Predigt über Ev. Matth. Kap. 2. Bers 87-39; bie groeite ein Aufsatz über das Thema Junge Mädchen angeboten. Sie foll ibuen aber, wie uns mit vor der ersten Straffammer hiesigen Landgerichts I au ver wird, mit dem Worte Gottes ins Gesicht folite, mußten unter der Adresse des Grafen Dergen in dem Boft- geiprungen fein, weshalb das Geschäit nicht zu tam. Bei der 3.fammenſegung des Vereins ist es amt gegenüber dem Kaiserhof abgeliefert werden. Stud. W., eigentlich nicht reut zu glauben, daß hier in gewiffen Kreisen Bourgeoisie beliebten gestellten Aufgaben und hinterlegte fie unter der gewünschten sozialpolitisch quac albernden Vereinsspielerei auch noch innere Moreffe in dem bezeichneten Poftamt. Von dort ist die Senoung Wifion" Wenn das am altam 25 November abgeholt worden, aber eine Antwort auf seinen Brief hat der Sund.. bis heute noch nicht erhalten uno ebensowenig sind ihm seine Arbeiten wieter zugefiellt worden. In: zwischen aber hat der Student in Erfahrung gebracht, daß es eine gräfliche Familie Dergen" gar nicht giebt. Der Berdacht liegt nahe, daß ein Kandidat, der Prüfungsarbeiten zu machen Satie, den Versuch gewagt hat, auf diefem etwas ungewöhnlichen werden. Bege fich mit fremoen Fecern zu schmücken und sich einer ihm anangenehmen Muhe zu entzieheit. dem das Anerbieten sehr vortheilbait erschien, bearbeitete die ihm getrieben weren sollte. testamentarischen Holz geschieht, was soll am Stöder werden? Tas efeftrische Läutewerk, das probeweise in einem Wegen der Großen Berimer Perdebahn- Gesellschaft seit einiger Beit eingeführt ist, hat sich to bewährt, das fegt eine größere Anzahl berbelahnwagen mit der gleichen Vorrichtung verlegen wurde. Gerichts- Beifung. des Lokals in ftande besucht hatte, hatte sich vort nicht nur an ber Schönheit ber estanzenden Tamen, sondern auch an dem vertilgten Rebenfaft fo außer fehr beraufat, daß er den richtigen Schwerpunkt nicht mehr 8 finden vermochte und schließlich froh war, als er von barm herzigen eine Drofchte gepad Die Angeklagte, welche mit dem Reisenden gezech batte, erbot fich bereitwilligit, mit in die Droschte fteigen und den Herrn nach seiner Behausung zu fahren. Die ringlichkeit diefes Anerbietens war dem Wirthe war etwa verdächtig, er gestattete der Angeklagten aber die Mitfahrt, nach geleiten. Der Droschfenkutscher, dem gleichfalls ein kleiner Win dem er sie ernstlicht ermahnt hatte, den Fremden ungefährdet gegeben war und der hin und wieder einen Seitenblick in das 46 500 Mark unterschlagen hat in 8 Monaten der im 3 nere des Gefährts geworfen hatte, hatte so fonderbare Ja, lustig ist die Jägerei! Ein Berichterstatter verfendet gestellt gewefene Buchhalter Leiftico und ist dann flüchtig Nachtwächter mit seiner Droschte hielt, vom Bock sprang und Fouragegefa.äft des Ritterg. tsbejizers Höder in Lichtenberg an- obachtungen gemacht, daß er kurz entschlossen gerade vor einem folgende Notiz: Tie Benutzung von Schulkindern bei Treibs geworden. Am 3. Dezemoer übergab der Gefchäftsführer dem die Dame zum Aussteigen nöthigte. Es wurde dann feitgestellt agben hat sich wieder einmal bitter gerücht. Bei Kalle in der Leistico ein Eparkassen- uch, mela es ihm von einem auswärtigen daß die lor des Herrn sowie sein Portemonnaie eine Wanderung Nahe von Kobus fand dieser Tage eine Treibjagd statt. Ein Freunde zu dem zwecke zugelandt worden war, den eine in die Taiche der Angeklagten gemacht hatte. Die letter in die Enge getriebener Hirsch stürzte in seiner Todesangst auf getragenen Betrag von 1000 W. bei der Berliner Spartaffe wollte den Borgang gana harmlos erflären, der Gericht Be 8 al 113 4, tof glaubte ihr aber nicht, sondern verurtheilte sie für diesen Samariterdienst zu 1 Jahr Gefängniß. Soziale Leberlicht. wenn Auer auf dem Parteitag auch drei Stunden in der Boykotte und Kontrollmarkenfrage gesprochen habe, die Begründung seiner Zündholz oder Feuerwerkskörper? Das war die Frage, Anträge dennoch ziemlich schwach ausgefallen fei. Durch die welche das Schöffengericht gestern zu entscheiden hatte. Es han= Un die Schuhmacher sowie in Schuhwaaren- Fabriken Ginführung der Kontrollmarte sei die Agitation und Aufklärung delte sich um die bekannten rothköpfigen Zündhölzer, welche beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Berlins. erit in die fleineren Städte getragen worden. Was gegnerische neuerdings bei vielen Rauchern in Aunahme gekommen sind und Ende, und noch in mer steht die große Mosse von Euch der fümmern. Ob die Löhne durch Streits oder Kontrollmarke in Kollegen und Kolleginnen! Schon wieder geht ein Jahr zu Blätter von unsern Maßnahmen halten, solle uns doch wenig von der Jugend zu allerlei Unfug benutzt werden, da sie, wenn Organisation, dem Verein deutscher Schuhmacher fern. die Höhe gebracht, der Arbeiter habe in jedem Falle die Zeche man mit den Hacken der Stiefel darauf tritt, mit einem kleinen Wie lange noch wollt Ihr unthätig bleiben, wie lange wollt Ihr zu zahlen. Frau Gubela war der Meinung, daß die Streife Knall ziemlich helles Licht erstrahlen laffen. Drei Knaben, welche Euch noch mit Eurem überaus fargem Lobn zuirieden geben? Rontrollfommission sich nicht an die Nesolutionen kehren solle. da in der Nähe des Poitgebäudes in der Artillerieiraße auf der Grwacht aus Eurer Unthätigkeit, organisirt& ch, damit 3hr an dieielben unflar feien. Genoffe Pfeiffer war derfelben An Straße diese Kurzweil mit den Zündbölachen trieben, haben Stelle ber täglichen Verhältnisse, in denen Ihr lebt, Euch beffere ficht; wenn es nicht fpezifisch fozialistische" Sachen feien, fo sich dadurch eine Auflage zugezogen. Der Amtsanwalt Lebensbedingungen verschaffen fönnt. Um Euch Gelegenheit zu hätte man sich beffer damit gar nicht beschäftigen follen. Der Vers befchuldigte sie nämlich, in der Nähe bewohnter der Nähe bewohnter Gegeben, die Bestrebungen Eurer fämpfenden Kollegen tennen zu treter der Brauer meinte, daß, wenn der Boykott nicht mehr bäude Feuerwerke förper entzündet zu haben. Der Amtsanwalt lernen, findet am 3. Feiertage, den 27. Dezember, Borm. 10 Uhr, als Waffe angewandt werden dürfe, viele Organisationen einvertrat den Standpunkt, daß diese exploüblen Bündbölger als bei Orschel, Sebanianstr. 39, eine öffentliche Versammlung statt, gehen müßten. In demfelben Sinne sprachen noch die Genossen Feuerwerkskörper zu betrachten feien, wäbrend Rechtsanwalt Dr. in der zu erfcheinen Euer After Pflicht ist. Schwindt diese Ansicht als unhaltbar bekämpfte und der Meinung Böttel, Kiriten und andere. Genosse Kirsten berichtete Ferner diene allen Arbeitern zur Kenntniß, daß der Streit noch im Namen des Ausschusses, daß eine Einigung mit Herrn war, daß dieselbe zu w nderbaren Konsequenzen führen würde. in der mechanischen Schuhwaarenfabrit von Mauff, Oranien- Thiedemann, Defonom der Bockbrauerei, nicht erzielt werden Da es schließlich doch gleich sei, ob man diese Hölzer durch Auf- ftraße 189, unverändert fortdauert. Zuzug ist strengiens fern zu fonnte. Herr Tbiedemann habe seine Kellner, welche ihm vor treten mit dem Hacken oder durch Austreichen an eine Schachtel holten. Die Sammlungen bitten wir fortzufegen, da noch zwölf 3 Monaten durch den Arbeitsnachweis der organisirten GaftFläche entzünde, so würde sich danach jeder Raucher strajbar Mann zu unternügen sind. Aues Andere am dritten Feiertag wirths- Gehilfen zugewiesen waren, gemaßregelt, weil sie seinem machen, wenn er sich in der Nähe eines Hauses eine Zigarre an in der Versammlung. zündete. Der Gerichtshof schloß sich dieser Ausführung an und Berlangen, sich nachträglich beim Kommissionär Poppe, LindenSprach die Angeklagten frei. nraße 106, einschreiben zu lassen, wofür sie bis zu fünf Mark hitten bezahlen müssen, nicht nachkommen wollten. Bei jenem Kommissionär sollten dieselben auch gezwungen werden, einen Revers zu unterzeichnen, nach dem fie jeden Tag entlassen werden fönnten, währenddem ihnen( den Arbeitern) das Recht, die Arbeit fofort zu verlassen, nicht zustehe. Es fanden schließlich folgende gupei Resolutionen Annahme: wird. " J. A.: Wilhelm Krause, Straußbergerfir. 85, Alle Aniragen und Sendungen find zu richten an A. Fleischer, Höchstestr. 11, 2 r. Versammlungen. Kommission, die am 22. Dezember getagt hat, ging uns heute ein Meber die Versammlung der Telegirten zur Streit- KontrollBericht zu, den wir nachstehend zum Abdruck bringen, da die gestern von uns nach der Volkszeitung" wiedergegebenen Notizen mehrfach unrichtige Taritellungen enthalten und daher zu irr thümlichen Schlüssen Veranlassung geben könnten. Der Bericht flautet: 1. Die heut ge Versammlung der Streif- Kontrollkommission nimmt von einer Resolution über die auf dem sozialdemokratischen Parteitag angenommenen Anträge betreffs der Gepflichtet fich, nach wie vor mit allen den Gewerkschaften zustehen. nossenschaften, Boykotts und Kontrollmarke Abstand und vers den Mitteln für alle Maßnahmen, welche sie zu treffen beabfichtigten, einzutreten. Die Geschichte von den drei Körben. Meine Herren, Die jetzt folgente Geschichte hat einen etwas tomisa en Beigeid mad." Mit diesen Worten wies der Vorüßende des Eat öffengerichts die Beisiger auf die Verhandlung hin, die gegen den Handelsmann Heinrich S... stattfint en foute. Diefer, ein etwa 40jähriger Mann mit verschmitt blickenden Augen, erbat fich vor Eintritt in die Verhandlung das Wort.„ Herr Jerichtshoj" begann er, erstens jehört die Sache nach meine Ansicht jarnicht vor't Kriminal, sondern vor't fogenannte Zivilgericht in die Jüdenstraße, wo der Mann mir ja verklagen und feine Recht fertigung holen taun, zweetens habe ich mir uf meine Ber theidigung nicht inrichten jelount, indem mir en Schuß mann heite Morjen in alle Herrjotis: Briebe aus'n Bette un ihre Gewerkschaften dazu zu beftinimen, den Ausschank der Bere 2. Die Delegirten der Streif- Kontrollkommiffion beschließen, hierher jeschleeft hat un drittens is die Sache überhaupt ver johren, indem der sojenannte Wedrug bereits am 14. Juni aus liner Bockbrauerei, dessen Defonom Herr Tiedemann ist, so lange jefiehrt sein soll un heite schreiben wir schon den Dag vor Weih- mission zu den Auer'schen Resolutionen verhandelt. Genoffe gehilfen bewilligt. In der Versammlung wurde über die Stellung der Kom zu meiden, bis er die Forderungen der organisirten Gastwirths nachten. Die Schofe is also iever sechs Monate her. Sie werden Ihre siegesgewisse Miene schon a legen müjjen. geladen worden war, ihm brieich mitgetheilt habe, daß er seines Saal zu Festlichkeiten für die tommenden Feiertage bereits ge Borsaber theilte mit, daß der Genosse Auer, welcher hierzu ein- Bemerkt wurde hierzu, daß es den Genossen, welche den Selbstverständlich habe ich Sie vorführen lassen, da Sie mit Saleleidens wegen voraussichtlich behindert fein werde, zu ermiethet haben, natürlich unbenommen bleiben müsse, diese noch Ihren Körben im Lande umherreifen und zum vorigen Termine scheinen. Genosse Faber giebt dann einen genauen Ueberblick dort abzuhalten. einfach nicht erschienen sind. Von Verjährung kann teine Rede der bisherigen Funktionen der Streif- Kontrollkommission und sein. Nun lassen Sie nur alle eitläufigkeiten bei Seite. tommt zu dem Schluß, daß dieselbe nach Annahme der Refo- Die Gruppe der Drahtarbeiter vom Verband aller in der Angell: Denn bitte ich, det mir een Vertheidiger gestellt lution, betreffend den Boykott u. s. w, durch welche sie in ihrem Metallindustrie beschäftigten Arbeiter hatte am 17. Dezember eine Vors.: Unsinn, das Gericht stellt Ihnen keinen Ver Wirken behindert sei, eigentlich überflüssig sein dürfte, daß es Bersammlung, in welcher Dr. Pinn unter großem Beifall über theidiger. Wollen Sie sich denn bei dem flaren Sachverhalt aber durchaus nicht im Interesse der ganzen Gewerkschafts- die französische Revolution sprach. Hierauf wurde von einem aufs Zeugnen legen?- Angefl: Tet jerade nich, aber die bewegung liege, auch nicht der Wille vorhanden sei, diese An- Kollegen beantragt, daß die Drahtarbeiter und Nagelschmiede geEache hat ihren janz apartigen Fun mel un so mit zujedrückte schauung Plaz greifen zu lassen. meinscha tlich ihre Versammlungen abhalten möchten. Nach Dogen läßt man sich doch nich jerne verknaden. Vors.: Sie müssen aus ihren Vorsirafen doch wissen, wie es vor Gericht zu welcher ungefahr folgendes ausführte: In der Ziskussion nahm zunächst das Wort Genosse Pötzsch, längerer Berathung wurde dieser Antrag jedoch abgelehnt. Bum Schluß wurden noch die Verhältnisse auf verschiedenen Werks geht. Wie ich sehe, sind Sie bereits dreimal wegen Beamtene beleitigung, aber nicht wegen anderer Strajthaten bestraft. Sie Faktor der proletarischen Bewegung sei, als die politische, daß Tarüber, daß die Gewerkschaits bewegung ein ebenso wichtiger Hutten einer Kritit unterzogen. fönnen die Beamten wohl nicht leiden? Angell: Wenn beide sich gegenseitig zu stärken und zu ergänzen baben, tönne Bildungsvereins bieli Genoffe Spöhnmann aus Berlin einen Schmargendorf. In der lehten Versammlung des Arbeiter die sojenannten Schuyleite un Gänsdarmen eenen immerzn ufwohl eine Meinungsverschiedenheit unter den Genossen fnum ob interessanten Vortrag, in welchem er an Beispielen erläuterte, schreiben un in't Jewerbe stören, denn tönnen sie sich freilich walten. Deshalb fönne er auch dem Gerücht, welches befage, daß wie die von den Geistlichen gepredigte Nächstenliebe im Widerbei mir nich beliebi machen. Vors.: Nun, Ihre Vorsirafen der Genosse Au er gegen die Gewerfichaften sei, feinen Glauben spruch steht mit der Ausbeutung des Nächsten durch den Nächsten. Tommen nicht in Betracht. Aber Sie geben doch zu, daß Sie beimeisen, es fönne sich hier wohl nur um Meinungsverschieden Der Redner wies darauf hin, wie das Ausbeuterthum die Worte sich jetzt eines recht raffnirten Betruges schuldig gemacht haben? beiten bezüglich der Taktik handeln. Die politische Organisation des Nazareners Laffet die Kindlein zu mir tommen" auslegt, Angefl: Wenn ict teenen Bertheidiger jeftellt frieje, lajje allein genüge nicht, die beruflichen Angelegenheiten bätten indem es diese zur Fabrikarbeit heranzieht, wodurch schon in id mir uff nifcht in. Jd werde mir doch nich eijenhändig eene meist nur für die Angebörigen des gleichen Berufs ein größeres irühester Jugend der Krantheitsfeim in die Kinder gepflanzt und fojenannte Schlinge um den Hils lejen? Vorf.: Schön. Sie Interesse. Außerdem haben die Gewerkschaften die Ausgabe, diese dadurch zeitig dem Grabe entgegengeführt werden. An der haben das Recht, jede Auelajjung zu verweigern. Wir haben ja die indifferenten Massen heranzuziehen, immer neue Kämpfe Hand statistischer Eaten gab der Referent ein Bild von der die Beugen hier. Zunächst wird der Zimmermann P. verfür die Sache des Pro etariats auszniechten; alle Fortschritte und Kinderfterblid feit in den Industriebezirken. Zum Schluffe unternommen. Er wirst dem Angeklagten wüthende Blicke zu: Herr Siege auf dem Gebiete der Gewerkschaftsbewegung tämen schließ zog er den Militarismus und insbesondere die neue Militär Präsident, wat ick durch den Menschen for Aerger gehatt habe, tich doch der Partei zu Gute. Würde je versucht werden, einen vorlage einer treffenden Kritik und wies auch hier auf den det is nich zu sagen, noch heite uzen sie mir in die janze Keil zu ifchen beide zu treiben, so würde nur der gemeinsame Widerspruch zwischen den Lehren der Religion und dieser Ein Nachbarschaft mit die ollen Reiselörbe und mit meine Gegner davon den Bortheil haben. Man fönne oder man richtung der heutigen göttlichen Weltordnung hin, mit seinen Frau wäre idk deewejen bei ahe außenander jejangen. muffe wegen der Vereinsgefege wohl getrennt marschiren aber Ausführungen den Beifall der gutbesuchten Bersammlung Ich möchte doch bitten, die janze Strenge des Gefeßes walten zu doch vereint schlagen. laffen. Vorf.: Erzählen Sie nur möglichst furz. 8euge: Daß der Streit bei der heutigen wirthschaftlichen Depression In dem Monat Juni wollte meine Olle nach ihre Heimath in fast aussichtslos, sei anerkannt, es frage sich nur, ob jemals wieThüringen reisen, wo sie noch en fleenet Grbtheil zu erwarten der ein nennenswerther Auffd wung fommen werde, ob die hat. Nu hatte sie mir gebeten, ich möchte ihr doch mal eenen heutige Krise nicht vielmehr eine chronische fei. Es gäbe Handelsmann mit' n Reiseforb rujjichicken, wenn ich mal fo'n eine Reihe von Gewerkschaften, welche überhaupt einen Streit Mann uff die Straße treffen dhate. Als ich en paar Dage nie ma 13 wagen fö nten. Der Streit und der Boykott hätten später bei't neie Dhor bin, fehe id fo'n Judividibum da mit en bas gemein, daß sie in dem Maße aussichtsloser würden, als die Handwagen voll Korbwaaren ballen. Ich jehe an ihn ran un Ronzentration des Kapitals, die Monopoliürung der Produktion fage: Sie, fage ict, fommen Sie heite vielleicht noch nach Moabit? in wenige Hände fortschreite. Der Let könnte möglich find, meente er. So, sage ich, denn jehen die Kontrollmarte die Waaren vertheuere, fönne man auch auf Hinweis, daß Sie mal nach die Havelbergerstraße un denn beschreibe ich die Sueits auwenden. Schon die Aussicht eines sold en moche ihm jenau, wo id wohne un sage ihm, det meine Frau eenen oftmals die Preise in die Höhe schnellen, weshalb die Unternehmer Reifetorb toofen will, un fage noch, wenn sie vielleicht nich zu vielfach felbst Streits provo; rten. Die Preise stiegen jedenfalls Hause sollte sind, denn sollte er man bei'n Budiker in derselbe stets um mehr, als die Lohnerhöhung betrage. Haus jehn, den hädde meine Frau ooch jebeten, ihr eenen Korb nun dazu über, die Lage der Kellner zu schildern und betonte, Redner ging waarenhandler rufiz schicken und der würde det Jeld ooch jer..e daß es schließlich bei der Frage, ob eine Gewerkschaft weiter zu auslejen. Er besinnt sich eene Weile un macht denn een Jejicht, unterstüßen fei, es wohl hauptsächlich auch darauf anfäme, ob so ehrbar als' ne Topperschürze. Nee, meent er denn, nach diefelbe ihre Pflicht errülle in bezug auf Aufklärung und Heran Mojavit tomme ich heide doch nich mehr, da werde ich wohl erst bildung von überzeugten Genossen und das geschehe ganz gewiß nächste Woche hinkommen. Aver id tönnte ja eenen Reifeforb toofen in der seinen. Bor zwei Jahren( vor der Bewegung) habe man Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Abgehalten zu Protokoll über die Verhandlungen des Parteitags der un ihn hier an't neie Lohr bei eenen Restaurateur unterstellen un vergeblich nach einem Reliner als Mitglied in Wahlvereinen ge- Berlin vom 14 bis 21. 9ovember 1892. denn könnte ich ihn ja uf' n Abend mit nach Hause nehmen. fucht, heute mijie er allein in seinem Wahlkreise deren etliche Berlin 1892, Verlag des Borwärts". Der soeben erschienene So unrecht hatte er fa nich, ich fooie denn ooch so'n Ding for wanzig. Die Mitglied. farte( Erkennungszeichen) habe gar 304 Seiten umfaffende Band ist sowohl für die Parteigenossen fieben Mark un bezahle jleich un jebe denn noch eene jroße Weiße nichts mit der Politik zu thun, fie folle nur dem Ar als für alle diejenigen, welche am politischen und sozialen Leben zum besten. A13 id uf' n Abend mit'n Koro uf die Schulter beiter als Gast gegenüber nach unsern Korridor rinkomme, frieje ich teenen jelinden Schreck, der Wirth feinen Leuten nach dem Taris der organisirten Gast gegenüber zum Ausweis dienen, ob Intereffe haben, ein weithvoller Beitrag zur Beitgeschichte. als id ba ooch eeuen neien Reif.forb stehen fehe. Meine Frau wirthsgebiljen bezahle, ob er beren toftentojen Arbeits: Muftiärung und Unterhaltung. Verlag von J. Beranet, tommt raus, fielt mir un meinen Korb mit jroße Dogen an un nachweis berücksichtige. Der Arbeitsnachweis sei die beste Stüße Reichenberg, Böhmen, Friedländerstr. 11. Preis pro Hefi Die Zeitschwingen", Monatsfchrift für Wolfsbildung, sagt:„ Nanu? Noch eenen?" Un denn kommen wir zu die der Gewerkschaft, und in dem Maße, wie er in die Hände der Auftlärung und Unterhaltung. Verlag von J. Beranel, Au. einandersehung un sie erzählt mir, det der Mann so um Gebil enfchaft übergehe, werde di se auch bestrebt sein, die Lohn20 Kr.== 40 Pfg. Brouehefte stehen zur Verfügung. viere rum jefommen wäre un hätte ihr jefagt, det ick und Arbeitsverhältnisse zu verbessern und den Wirthshausbesucher dicht von George L. Byron. Das 12. Heft des 3. Jahrgangs enthält: Die Freiheit. Ge ihn zu ihr jefa, icht hätte, indem fie eenen Reise von der ungerechtfertigten Steuer des Trinkgeldes zu befreien. forb benöthigt wäre. Un sie hatte det den ooch jegloobt un Der Nachweis werde von den Wirthen stets gemieden, diese hätten Gesellschaft. Bon A. Behr. IV. Beneditt Spinoza. Eine Studie von Franz Bill. hatte eenen Korb gefooit, aber für acht Mart. Wie wir uns fogar einen Ring gefchloffen, ihn zu bekämpfen, weil sie wohl von Otto Lichtmann. V. Die Wissenschaft und die gesellschaft Die historische Entwickelung der menschlichen Gesellschaft. Von A. Behr. IV.- Erfindungen und Erfinder. au so jejenseitig über den schlechten Sterl ärjern, ba kloppt det gern sozialistische Gäste sehen, aus Unternehmerinstinkt sozialistische liche Entwickelung. Von Paul Breitum. X. Bur Uebervölkerungs un rin tömmt der Budifer von unten. Det heeßt, er wäre Arbeiter ihres Beruies aber nicht auffommen lassen wollten. Alle Leinahe rinjefallen, denn er stolperte über die beiden Reiseförbe. anderen, fortgeschritteneren Gewerkschaften haben auch ein großes age. Die Waffage und Seilgymnaftit. Gine geschichtliche Un er hatte ooch sein Ding uf'n Nacken. Nu bört aber Allens Interesse daran, die durch die wirthschaftlichen Verhältnisse zurück- izze. Von Dr. Carl G. D. Neumann. Aus allen Ge Feuilleton: WeihWie ich Sozialdemokrat erntend. 1892, Abends 5 Uhr, mitt Damen bei Wollschläger, Blumenstr. 78. Fidelitas, Vergnügungsverein Boruffia". Sigung Sonntag, den 25. Dezember Boriräze. Nachmittags 6 Uhr, im Lofal Triple", Reichenbergerstr. 47. Bortrag, Lefe- und Diskutieklub Spinoja". Sonntag, den 25. Dezember, toelitas. Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner zu Berlin. Montag, ben 20. Dez.mb. 1892( 2. Feiertag), Abends& Uhr, Weihnachtsfizung mit Norbert, Beuthstr. 18/20. Vorträge, Fideluas- im R.staurant zur Neuen Bofi", früher Vergnügungsverein Berolina"( ehemals Boll'scher Tanzschüler), Sigun, jeden Dienstag Abends or im Reſtaurant Broz, Annenſtr. 9, Berückenmacher Serlins und Umgegend. Dienstag, den 27. Dezember, abends 7 Uhr, Mo ats- Versammlung, Neue Friedrichstr. 44. Nach der Bers Freie Vereinigung felbftändiger Barbiere, Friseure und fammlung Familienabend. Literarisches. uf!" sage ich, det is der dritte. Un der Nachbar fezt den britten gebliebenen Arbeiter anderer Berufszweige zu heben, denn diefe nachtelied. Gedicht von 2. Pfau. bieten der Wissenschaft. Preis 50 Pfennig. Korb hin un erzählt denn, det en Handelsmann mit Körben bilden ftets einen Hemmschub für die eigene Bewegung. Er bei ihm gewesen wäre un der hätte mir jenau beschrieben un er empfehle daher, die organisirten Kellner weiter zu unterstützen. wurde. Eine einfache Geschichte von Ludwig Knorr.- Litefolte bei meiner Frau en Korb verkoojen un die wäre nu nich Genoffe Thal führte ans, die Anschauung, als ob die Gewertatur. Inhaltsverzeichniß. zu Hause un ob er ihm den Korb nich ab ehmen wollte. Un schaften, welche die Kontrollmarte eingeführt haben, die Partei ber Budiler hatte ooch feen Arg nich jehati un hatte den Korb nur als milchende Kuh" betrachteten, fei hiniällig. Die organis Seinrich Braun, Verlag von 3. Guttentag in Berlin). Die @ozialpolitisches Zentralblatt( herausgegeben von Dr. für sieben Mark 50 Jennige jenommen. Nu fönnten wir ja sirten Kellner würden vielfach von den Kommissionären boyfottirt, foeten erschienene Nummer 13 hat folgenden Inhalt: Nothstands ordentlich verreifen meente er noch, als wir die drei Körbe fo fie müßten demnach durch den eigenen Nachweis untergebracht Aftionen. Von Dr. Mox Quard. anfehen bhaten: Deufen Sie bloß, Serr Jerid tehof, da is der werden. Bolter fand einen Widerspruch in der Resolution Preußen. Von Privatdozent Dr. J. Jastrow. Landwirth Die neue Gewerbesteuer in Mensch jleich nach em id mit ihm jesprochen hatte, nach Moabit Quer; zuerit werde die Gewerkschaftsbewegung empfohlen, am chatli.her Kongres in London. Novelle zum Gefeß, betreffend rausjejoudelt un hat uns so mit die Körbe rinjelegt Go wat is Gluffe aber spreche man dieser teine Machtbejuguiffe in der den Unterfügungewohnfig.- Ländliche Arbeiterverhältnisse in denn toch noch nich dajewesen. Borf.: Onben Sie alle drei Boytoutfrage zu. Genoffe Sch i mansti betonte, daß die wirk- der Proving Brandenburg. Befähigungsnachweis für BergKörbe behalten? Beuge: Nee, zwee habe ich wieder verlooft, liche Aufklärung am testen durch die Gewerkichaftsbewegung arbe.ter in Preußen. Mindesteinfommen städtischer Beamter aber natierlich billig, id habe 6 Wart Echaden jebatt, der Spott fomme. Bei dem Boykott des Lofal Anzeigers", wobei nur und Arbeiter in Paris. Plan einer Arbeitslosenstatistik in is aber ville höher zu rechnen, den ich ausjeitanten habe. Lotale besucht merren duriten, wo der Vorwärts" auslag, babe Leipzig. Zur Lage der Kellnerinnen in München. Eine Der U.getlagte gab dann zu, daß die Schilderung des auch feine„ politische Schädigung der Arbeiterklaffe" vorgelegen. ichränkung des Arbeiterschutzes der Arbeiter in der Edelmetall. Beugen auf Wahrheit berube, feine Handlungsweise sei aber nur Genoffe Maffini führte aus, daß der Parteitag bei so nich Industrie. Lohnstatinit und Unfallversicherung. Bon Unter als in fogen vier Geschäftetnijj" anzusehen. tigen Punkten bie zunächst Jutereffirten, die Gewerkschaften hätte ftaatsfefretär 3. D. Georg v. Wayr.-§ 75 a bes beutschen Las uttheil lautete auf eine Woche Gefängniß. hören müssen. Bei den politischen Wahlen, wobei aller Krankenversicherungs Gesetzes.- Unfallstatistit der jugendlichen 5 Jahre einmal ein Stimmzettel abzugeben fei, liege Arbeiter in Deutschland. Rechnungsergebnisse der deutschen für die große, tompatte Masse feine Gefahr vor, Beru sgenossenschaften für 1891, Der Ausbau der Arbeiter. bei den gewerkschaftlichen Kämpfen aber wolle man versicherung in Desterreich. Aerztliche Nachweisungen von Männer sehen, hier im direkten Kampe gegen das Rapital fei Todesfällen durch Unfall. groker Oviermuth nöthig. Genosse Auer iei zu viel Theoretiker, der Schweiz. Die Zahl der weiblichen Aerzte in der Schweiz. Die neue statistische Sterbetarte in er ühle nicht mehr die Schläge, die im täglichen Kampje ums Abdruck sämmtlicher Artikel ist Zeitungen und Zeitschriften Dasein die Arbeiter treffen. Genosse August in betonte, daß, gestattet, jedoch nur mit Angabe der Quelle. " 0 Bei der Redaktion eingegangene Schriften: Moderner Musen Almanach auf das Jahr 1893. Herausgegeben von Otto Julius Bierbaum. Ein Sammelbuch deutscher Kunst mit Illustrationen. München, Verlag von Dr. E. Albert u. Co. Vermischtes: Zaufend fünfhundert neunundachtzig Jahre in der Höhe von 120 M. Hoffentlich ist die Zeit nicht mehr und fünfzehn Tage Gefängniß erhalten müffen. Nur gut, fern, da diese Pflicht des Staates gefehlich festgestellt ist. daß er sich bei Zeiten davon machte, denn das wäre wirklich eine schreckliche Strafe! " Eine Ente? Die Dresdener Nachrichten" melden, daß der Löbtauer Gemeinderath gegen die Stimmen der Sozialdemokraten beschlossen hätte, die Straße P in Ahlwardtstraße" umzutaufen. Depeschen: ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Metz, 24. Dezember. In Diedenhofen stieß in vergangener Entschädigung. Offenburg, 21. Dezember. Wie der Nacht eine Rangirmaschine auf den Basel- Ostender Schnellzug Volksfr." berichtet, hat die Gr. Regierung von der Befugniß, und zertrümmerte von legterem die Maschine und einen BackProportionalstrafe. Naumburg, 22. Dezember. Drei für unschuldig erlittene Freiheitsentziehung eine finanzielle Ent- wagen. Personen wurden nicht verletzt. Monate Gefängniß für fünfzehn Pfennige! schädigung zu gewähren, in nachfolgendem Falle Gebrauch ge- London, 24. Dezember. Die amtliche„ London Gazette" Wie die Lokalblätter berichten, erhielt der Arbeiter Ernst Mahler macht. Der Landwirth Matern Büttner in dem benachbarten von gestern Abend enthält eine Bekanntmachung, daß Hamburg aus Ecartsberga drei Monate Gefängniß, weil er eine Kauf- Altenheim wurde im Januar d. J. nebst zwei anderen Bürgern von der Cholera infizirt und alle anderen deutschen Häfen dieser manusfrau durch das falsche Vorgeben, er habe seine alte Schuld verhaftet, weil der Jagdhüter des Jagdpächters Schaller( Straß: Krankheit verdächtig seien. schon an ihren Mann bezahlt, bewogen hat, ihm wieder für burg) auf abgelegten Eid diese Personen mit aller Bestimmtheit 15 Pf. Schnaps zu borgen. Das ist also für jede 5 Pfennige eines Jagdvergehens und der Körperverletzung für schuldig' erein Monat Gefängniß! Wenn jeder, der andere Leute um das klärte. Später stellte sich deren Unschuld heraus, indem die Geld bringt, in gleichem Maße bestraft würde, so hätte z. B. der wahren Attentäter entdeckt und festgesegt wurden. Auf Antrag Bankdirektor Voß, aus dessen Konkursmasse man einen Schaden- der hiesigen Staatsanwaltschaft gewährte das Ministerium durch anspruch von 2 Millionen verlangt, danach, wenn er abgeurtheilt Beschluß vom 3. Oktober d. J. den Herrn Büttner eine Ent. würde, 40 000 000( 40 Millionen) Tage oder neunzehn schädigung für unschuldig erlittene Untersuchungshaft und zwar Fagverein der Tapesirer Berlins und Umgegend. Dienstag, den 27. Dezember( 3. Feiertag), Abends 6 Uhr: Große Weihnachts- Feier in Norbert's Festsälen, Beuthstr. 20. Gr. Konzert, Kinder- Bescheerung, Gesangs- Aufführungen von Mitgliedern des Gesangvereins ,, Lorbeerkranz". Billets à 30 Pf. intl. Tanz find im Restaurant Schützenstr. 18 19 zu haben. Hierzu ladet freundlichst ein Das Komitec. 311 6 Die nächste Versammlung findet am 2. Januar statt. Auguste Engler Max Pohl Verlobte. 722b Die Freunde und Gesinnungsgenossen von Frau Hedwig Wilhelmi benachrichtige ich, daß sie wegen eines am 6. Dezember in Syracuse erlittenen Beinbruchs im deutschen Hospital von New- Yort darniederliegt. Ihre Adresse ist: Dr. Lilienfeld, 306 E. 15 str. NewYork city. 0. Priederici, Friedenau. Berliner Ressource, Kommandantenstrasse 57. Edw. Munch, ( In sämmtlichen Räumen.) Dienstag, den 27. Dezember( 3. Weihnachtsfeiertag): Gross. 272/9 Weihnachts- Vergnügen der Schneider und Schneiderinnen Berlins. Gemälde- Ausstellung Friedrichstr. 59/60, Equitable- Palast. Geöffn. 10-8 Uhr. Entree 50 f. Empfehle mein Geschäft in friscaen Blumen und Kränzen. Großfes Konzert, ausgeführt von der verſtärkten Hanstapelle, unter Leitung Robert ihres Dirigenten Herrn A. Campi. Große Weihnachts- Bescheerung für Kinder. Hierzu erhält jedes Kind beim Eintritt ein Loos gratis. Während Der Kaffeepause: Vorträge. Nach dem Konzert: Tanzkränzchen. Herren, 533 L N- ERAUERE! 3479L Briefkaffen der Redaktion. Iserlohn. Jawohl, der Kriegsminister ist dazu berechtigt. Er ist eine der Instanzen, die bei solchen Angelegenheiten nicht übergangen werden dürfen. FRIEDRICHSHAIN Actien- Brauerei Friedrichshain Königsthor. Sonntag, den 25. Dezember 1892( 1. Weihnachtsfeiertag), und Montag, den 26. Dezember 1892( 2. Weihnachtsfeiertag): Gr. Instrumental- Konzert W. Böhme unter Benuhung der neuen großen Konzert- Orgel. Anfang 42 Uhr. Progr. unentgeltlich. Eintritt 30 Pf. Dienstag, den 27. Dezember 1892: Gr. Vokal- u. Instrumental- Konzert und Tanzkränzchen. Anfang 5 Uhr. Programm unentgeltlich. Eintritt 40 Pf. Victoria- Eisbahn an der Münz- und Kaiser Wilhelmstrasse- Ecke. Größte Eisbahn der Residenz. 1., 2., 3. Feiertag: Großes Konzert. Elektrische Beleuchtung. Meyer, Gaal und Zimmer Nr 2. Mariannenstraße Nr. 2. NB. Um häufigen Frrthum zu verGenossen, genau auf meine Adresse zu achten. vergeben Gipsstr. 3. 685b Fernsprech Anschluß. 0 P. 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Ich habe keine Filialen und sehe mit ähnlich lautenden Firmen in keinerlei Beziehung. Bitte daher genau auf Firma zu achten. Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. r 87'S t it 14 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 303. Sonntag, den 25. Dezember 1892. 9. Jahrg. Aus unsern Krankenhäusern.ten Heilanſtalten verschwinden. zahlenden Kranken, zwischen dürftigen öffentlichen und prächtigen Und heute? Bor uns liegt der legte Erlaß des Herrn Ver waltungs- Direktors: Zu denjenigen Einrichtungen der öffentlichen Gesundheits- Krantenpflege, der Konflift awischen Anforderungen der öffent- laufenden Verwaltungsjahres 1892,93 angefertigte Semestral Zu feiner anderen Zeit wird der Widersinn der bezahlten Der von der Chariteekaffe für die ersten 6 Monate des pflege, die in das Arbeitsgebiet der Berliner Arbeiter- Sanitäts- lichen Gefundheitspflege und beschränkter Bourgeois- Auffaffung abschluß hat ein Defisit von 126 142 Mark ergeben. Aus tommiffion fallen, gehören mit in erster Reihe die der Kranken- so augenscheinlich, als zu Zeiten von Epidemien. Dieselbe dem Abschluß ergiebt sich ferner, daß auch in diesem Jahre bei pflege gewidmeten Anstalten. Judem wir nachstehend einige der uns zugegangenen Be- Berwaltung, die bei der holera den 3wang dekretirt, mehreren wichtigen Etatstiteln erhebliche Ueberschreitungen stattJudem wir nachstehend einige der uns zugegangenen Beim Erkennungfall, selbst im Verdachtsfall das Kranken- gefunden schwerden nach stattgefundener Kontrolle zur Beröffentlichung haus aufzusuchen, um der Weiterverbreitung haben; insbesondere find an Verpflegungskosten bringen, fordern wir hiermit ausdrücklich alle entgegenzutteten, fordert beim Berlassen der Anstalt Bezahlung lässig war. der Seuche 14 916 Mart mehr ausgegeben, als nach dem Etatšansah zus Parteigenossen, welche böse Erfahrungen in fogar auch von denen, die selbst gar nicht frant gewesen, und den Krankenhäusern gesammelt haben, auftreibt die Summe durch die Armendirektion ein. uns darüber zu berichten. Die Krankenhaus Behandlung gewinnt immer größere Be Man sollte meinen, schreibt uns ein Beschwerdeführer, daß deutung; einmal werden immer weitere Kreise infolge der Ber- derjenige, der auf diese Weise gegen seinen Willen, zum Schuße schlechterung ihrer ökonomischen Lage, unzureichender Wohnungs- feiner Mitmenschen sistirt wurde und nach Ablauf der Obfer verhältnisse und häuslicher Pflege auf das Krankenhaus ange vationsfrist, ohne frant gewesen zu sein, entlassen wird, wiesen, und andererseits wächst mit der fortschreitenden Er wenigstens für den Verlust in seinem Erwerbe, für die tenntniß das Gebiet der ansteckenden Krankheiten, welche Beit, wo demselben entzogen war, entschädigt Absonderung von den Gefunden erheischen, von Jahr zu Jahr würde. Weit gefehlt! Der Betreffende wird im Gegentheil auch mehr an. Die Krankenhaus Behandlung resp. die Behandlung noch zur Bezahlung seiner Verpflegung herangezogen! Ist dies in Rurorten und Sanatorien ist unzweifelhaft die Behandlung gerecht und menschlich?" indol der Zukunft für alle schweren Störungen der Gesundheit, sie Ganz gewiß nicht! Aber kapitalistisch gedacht und gehandelt wird auch bei jedem größeren operativen Eingriff, Ent- ist es, nicht blos in Privat- Krankenhäusern, sondern auch in bindungen zc. an die Stelle der häuslichen Behandlung treten, öffentlichen, städtischen und staatlichen Anstalten die Ausgaben da die Beobachtung der peinlichsten Sauberkeit, der Ajepfis und nach Möglichkeit durch solche Einnahmen zu decken. Was hat Autisepsis, nur dort strikte durchgeführt werden kann. auch Bourgeoismoral mit Menschlichkeit und Gerechtigkeit gegen über den Besitzlofen zu schaffen? er Alles was oben von unseren Berliner Krankenhäusern im Der Versuch, zur Deckung des Defizits aus allgemeinen Staatsfonds einen Zuschuß zu erhalten, ist fehlgeschlagen. Viel mehr ist durch Ministerial- Resfript vom 1. 6. Mts. die Charitee Direttion angewiesen worden, mit Nachdruck darauf hinzus arbeiten, daß sparsam gewirthschaftet wird; namentlich foll allen unberechtigten Ansprüchen' in bezug auf die Verpflegung entgegengetreten werden. Die Herren Aerzte werden deshalb auf das dringendfte ers sucht, sowohl bei der Verordnung der Krantendiät, als auch bei der Stellung von anderen Anträgen, welche Geldausgaben bedingen, sich der thunlichsten Zurückhaltung zu befleißigen. Berlin, den 11. November 1892. Königliche Charitee- Direktion. Spinola. Die Kranken werden also in Zukunft etwas weniger üppig verpflegt werden als bisher, ihre unberechtigten Ansprüche" auf Extradiät zu unterlassen haben. Auch in den besigenden Klassen macht sich bereits diese Ents widelung geltend, von Jahr zu Jahr mehrt sich die Zahl der luxuriös Und die kostbaren Arzneimittel? Man frage nur die Kranken ausgestatteten Privat- Heilanſtalten und Sanatorien. Dagegen allgemeinen gesagt worden ist, gilt ganz besonders und in ver- aus! Das Cocain z. B. ist ein ganz unentbehrliches, aber foftwerden unsere öffentlichen Anstalten fast ausschließlich von den schärftem Maße von dem größten Krankenhause, der königlichen spieliges Hilfsmittel, um kurz dauernde Operationen vorzunehmen, besiglosen Klassen benußt und tragen deshalb in ihrem ganzen Charitee-- derjenigen Anstalt, die in erster Reihe den Zweck es bei seinen Kranken an, für die syphilitischen Kranken der ohne daß der Kranke Schmerzen empfindet. Jeder Arzt wendet Suschnitt, in Behandlung und Verpflegung mehr oder weniger deutlich verfolgt, in ben franken Proletariern das Material zu liefern, den Stempel der öffentlichen Armenpflege an sich. Hat ja bis an dem die Studirenden lernen, wie frante Bourgeois zu kuriren Charitee war es zu theuer und übrigens- unbemittelte Kranke vor kurzem noch die unentgeltliche Verpflegung in unseren städti- find". Ganz besonders zur Ausbildung der Militärärzte bestimmt, sind nicht so schmerzempfindlich, laßt sie nur schreien! fchen Krankenhäusern den Makel der Unterstützung aus öffent- trägt die Charitee äußerlich und innerlich den militärischen Den organisirten Kaffen und ihren Borständen, namentlich lichen Mitteln, den Verlust des Wahlrechts, zur Folge gehabt. Buschnitt: fasernenartiger Bau von außen und dem Gewertstrantenverein, der Jahr für Jahr einen " Die Aufnahme in ein Krankenhaus muß jedem Kranken, der militärische Zucht im Innern, vergitterte Fenster und großen Theil sämmtlicher Infassen der Charitee stellt und für sie zahlt, dessen bedarf, frei stehen, gleichviel, ob er Geld hat oder nicht, verschlossene Thüren mit Unteroffizieren als Gefängniß machen wir den schweren Vorwurf, daß sie unseren Krankenhäusern ob er Jude oder Heide ist. Meldet sich Jemand zur Aufnahme, auffehern wollte fagen, Portiers und Thürschließern; und namentlich der Charitee gegenüber ihre Pflichten als Arbeiter so handelt es sich nur darum, ob er frank ist und ob seine Ver Stramm stehen und Ordre pariren gegenüber Arzt und Bärter vertretungen verabsäumen, daß fie derartige Zustände stillhältnisse, die Aufnahme in ein Krankenhaus verlangen. Bis jetzt perfonal, aufrieden sein bei schmaler Kost und dem Mangel oft schweigend geduldet haben und noch bulben. Man vergesse doch war es aber umgekehrt; man fragte zuerst, ob der Mensch bezahlen der einfachsten sanitären Einrichtungen ist Krankenpflicht! Noch nicht, daß die Charitee von den Arbeitern abhängt, nicht um tönne oder ob ein anderer für ihn zu bezahlen die Verpflichtung immer entbehrt in der Charitee die Behandlung der Geisteskranken gekehrt, daß es vielleicht der einfachen Drohung seitens des Gehabe; und nur im äußersten Nothfalle, wo es geradezu all der Fortschritte, welche eine humanere Gesittung und ärztliche werks- Krantenvereins bedürfte, feine Kranten nicht mehr in die negativer Mord gewesen sein würde, jemanden abzuweisen, ent- Einsicht seit 100 Jahren gemacht haben, weil die Einrichtungen Charitee zu senden, um all diesen groben Verstößen gegen schied man sich zuweilen für vorläufig" unentgeltliche Aufnahme. fehlen: Die mittelalterliche Zwangsjade tritt an deren Stelle. moderne Anschauungen und Anforderungen der Hygiene wie Wie in dem Armenwesen überhaupt, so suchte auch in dem und wie hierüber der humane Leiter dieser Abtheilung zeitlebens 3. B. der Ausnahmestellung der Geschlechtskranten ein Ende zu Krankenwesen einer feine Verpflichtungen immer dem anderen zu geklagt, so lagt der Chirurg über die feinige: in ganz Deutsch machen. zuschieben und die Anmeldungsbureaus der Krankenhäuser haben land gebe es teinen so schlechten Operationssaal, wie in der Aber leider auch in dem Gemerts- Krantenverein herrscht leider den üblen Ruf, den sie besigen, verdient, meil in ihnen Charitee, so flagt der pathologische Anatom über Mangel an jener bureaukratische Geist seit jeher und unterdrückt, wie in nicht die christliche Barmherzigkeit, nicht die soziale Brüderlichkeit, Einrichtungen und Raum, in der Klinik für innere Krankheiten manch' anderer Frage, auch hierbei jebe Regung des proletarischen nicht das natürliche Recht, sondern nur der starre Aftenformalis über Mängel an Laboratorien. Die Geschlechtstranten be- Klaffeninstinkts. Um so mehr wird es Beit sein, daß andere. mus zu Hause war." So schrieb Virchow 1848, und heute noch schweren sich vergebens, daß sie wie Gefangene behandelt, Organisationen und andere Männer an die Spize derselben findel in vielen Krankenhäusern nach wie vor die Aufnahme nur burch Entbehrungen aller Art für ihre Sünden" " Sünden" be- treten und gegenüber den bourgeoisen Verwaltungen energisch gegen Bezahlung ftatt, in allen werden Unterschiede zwischen straft werden. Dabei ist die Charitee die einzige Anstalt das Intereffe der Rassenmitglieder, der Besiylosen, wahren. erster und zweiter Station, zwifchen Kranken, die wenig, in ganz Berlin, die solche Krante aufnimmt. Aus der und solchen, die mehr bezahlen, gemacht, in besteht allen Frauenabtheilung hören die Klagen nicht auf über die Behanddas heiße Bestreben, Einnahmen und Aus- lung feitens der Hebammen und. Wärterinnen, auf der Kindergaben möglichst gegen einander зи balanciren. Noch abtheilung hörten bis zum Bau der Holz- Pavillons die Fälle von heute herrscht in den Anmeldebureaus vieler Krantenhäuser Uebertragung der Kinderkrankheiten nicht auf. Strengste Hausjener bureaukratische Geist und Unteroffizierston, noch heute ordnungsregeln müssen von den Kranken beobachtet werden. Die fommt es vor, daß Kranke stundenlang in diesen Bureaus warten geftüre der Arbeiterblätter wird beanstandet, jede freie Segung müssen, ja fogar- eine solche Meldung liegt uns unterdrückt. bpr nach vier Stunden. langem Warten, trok vor- Aus Station 21-23 wird uns geschrieben, daß für 60-70 beriger Zufage der Aufnahme, wieder fortgeschickt werden Frauen nur ein Kloset, desgleichen aus Station 18 für 50-60 wegen Plazmangels". Die Kranten verbleiben nicht so lange Männer eins existirt. Jim Sommerlazareth, Zimmer 7 und 8, in der Anstalt, als es ihr Zustand erfordert, sondern werden befänden sich fir 30-40 meist fchivere äußerlich Kranke zwei vielfach gebeffert" entlassen, weil neue Aufnahmen drängen. in hohem Maße unsaubere Klosets; es wären Syphilis- und Kräßtrante darunter, welche gemeinsam mit den Anderen Kloset und Waschschüffel benutzen. Uebertragung von Ungeziefer wäre fonstatirt. All diese Schranken einer wirklichen Hygiene gehören zum Wesen der bürgerlichen Gesellschaft und werden erst mit ihr fallen. " Es darf gar nicht in Frage kommen, wie viel Geld eine solche Anstalt kostet. Entweder erkennt man die Verpflichtung der Gefammtheit, des Staates und der Gemeinde, an und dann muß auch das Geld geschafft werden, oder man erkennt fie nicht an, aber dann fage man nicht erst, daß eine öffentliche Gesundheitspflege existire."( Virchow 1848.) " Bei der Krankenbehandlung in öffentlichen Anstalten ist das Beste gerade gut genug. Alle rein petuntären Fragen dürfen in einem wohl eingerichteten Staate garnicht aufgeworfen werden. Gine billige Sparsamkeit ist gewiß überall au empiehlen, allein es darf nicht mehr vorkommen, daß man den Kranken die nothwendigen Erfordernisse einer aweckmäßigen Behandlung vorenthält oder daß man an den Kranken geizt, um den Gefunden allerlei glänzende Spielereien auf die Kleider zu nähen, wie es bei unserem Militär der Fall ist. Dieser äußere Glanz bei innerem Elend war aber der eigentliche Charakter des alten Regiments."( Virchow 1848.) Blos des alten Regiments? * Arbeiter: Sanitätsfommission. Es find weiter eingegangen: 10 M. von dem Beerdigungsverein der Berliner Zimmerer durch Dr. 3.. r. 6 M. vom Lehrkursus zur ersten Hilfe bei Unglücksfällen durch Herrn D. 10 M. von der Filiale 5 Nord der Maler 2c. 15 M. vom Verein der Geschäftsdiener und Packer durch 10 M. vom gefelligen Verein Hoffnung". Und die Verpflegung? Schon 1848 schrieb Virchow: Jn dem größten Krankenhause, der Charitee, prätendirt die Direktion der Anstalt, daß die Aerzte, deren sachverständigem Urtheil es vorbehalten ist, Extra- Diät zu verordnen, die Etatsgrenzen nicht überschreiten sollen. Und das in einer Zeit, wo man eingesehen Erst in der sozialistischen Gesellschaft wird die völlige Unent hat, daß der Arzt durch diätetische Verordnungen häufig mehr Dr. W. gelilichkeit der gefaminten Krantenpflege eine felbstverständliche zu wirken vermag, als durch Arzneimittel. So bestehen ferner Leistung der Gesammtheit sein selbstverständlich, da die Ge- in der Charitee-- gewisse beschränkende Verordnungen über fammtheit den Nugen einer schnellen und gründlichen Wieder- den Arzneigebrauch, wodurch foftbare Arzneimittel nur unter herstellung aller ihrer Mitglieder hat, wird mit den Armen gewissen Bedingungen, nicht nach dem einfachen Ermessen des die Armenpflege, die Unterscheidung zwischen zahlenden und nicht rates verabreicht werden können." Wanka. Eine Weihnachtserzählung von Anton Tschechow. Aus dem Russischen übersetzt. In Nr. 294 des Vorwärts" befindet sich eine Ginsendung des Herrn Bäckermeisters Förster, Ziethenstr. 3, wonach eine Namensverwechselung bei unserer Aufführung des ungenügenden Unbekannte, aber er findet mit seiner Freundlichkeit keinen Knieriemen dafür, daß ich sein kleines Kind wiegte und Glauben. Unter feiner Ehrerbietung und Demuth dabei zufällig einschlief. Und in der Woche befahl mir die verbergen sich jesuitische Kniffe. Niemand kann besser Meisterin, einen Hering zu reinigen und ich begann mit als er sich zur Zeit heranschleichen und die dem Schwanz; aber fie nahm den Hering und Beine packen, in den Keller friechen oder bei dem Bauer fing an mich mit dem Schwanze in's in's Gesicht ein Huhn stehlen. Mehr als einmal hat man ihm die Hinterzu stoßen. Die Gesellen lachen mich aus, schicken füße durchschlagen, ein paar Mal hat man ihn schon ge mich nach Branntwein in die Schenke und befehlen hängt, jede Woche hat man ihn halb todt gepeitscht, aber mir bei dem Meister Gurken zu stehlen, aber der Meister er fam immer mit dem Leben davon. prügelt mich mit dem ersten Besten, was ihm unter die Wanka Schukow, ein Knabe von neun Jahren, der bor drei Monaten bei dem Schuhmacher Aljachin in die Lehre gegeben war, legte sich in der Nacht vor Weihnachten nicht schlafen. Nachdem er gewartet hatte, bis der Meister, die Meisterin und die Gesellen zur Morgenandacht aus gegangen waren, nahm er aus dem Schrank seines Herrn Jetzt steht der Großvater wahrscheinlich an dem Thor, Hände fällt. Aber zu essen giebt's nichts. Morgens beein Tintenfaß, einen Halter mit einer verrosteten Feder blingelt mit den Augen auf die hellrothen Scheiben der fomme ich Brot, Mittags Brei und zum Abend wieder Brot, und nachdem er ein gerknittertes Blatt Papier vor sich Dorffirche und mit den Füßen stampfend plaudert er mit aber Thee oder Kohlsuppe nicht, das verzehrt die Herrschaft bingelegt hatte, fing er an zu schreiben. Bevor er den den Leuten. Sein Schlägel ist an den Gürtel gebunden. felbft. Schlafen muß ich in der Scheune, aber wenn ihr ersten Buchstaben ausführte, blickte er einige Male ängstlich Er schlägt die Arme übereinander, schüttelt sich vor Kälte Kind weint, schlafe ich überhaupt nicht, sondern schaukele nach der Thür und dem Fenster, warf einen verstohlenen und wie ein Greis tichernd, fueift er bald die Magd, bald die Wiege. Blick nach dem dunklen Heiligenbild, an dessen beiden die Köchin. n Lieber Großvater! Thue mir um Himmels Willen den Gefallen, nimm mich fort von hier nach Hause, aufs Dorf ich tann's nicht mehr ertragen. Ich verneige mich vor Dir bis auf die Füße und werde ewig Gott bitten, nimm mich weg, sonst sterbe ich." Seiten fich Bretter mit Stiefelleisten hinzogen und schluchzte Vielleicht wollt Ihr Tabak riechen," fragte er die Weiber tief auf. Das Papier lag auf der Bank und er selbst lag und hält ihnen die Tabaksdofe unter die Nase. Die Frauenvor der Bank auf den Knien. Lieber Großvater Kon- zimmer riechen und niesen. Der Großvater kommt in eine ftantin Makaritsch", schrieb er, ich schreibe Dir einen Brief, unbeschreibliche Seiterkeit, stimmt ein frohes Gelächter an Wanka verzog den Mund, wischte mit seiner schmußigen gratulire Dir zu Weihnachten und wünsche Dir alles Gute und ruft: Reibet Euch, ihr Verfrorenen." Fauft die Augen und weinte. don Gott dem Herrn. Ich habe keine Eltern mehr und Du Sie geben den Tabak auch den Hunden zu riechen." Ich werde Dir Tabak reiben, fuhr er fort, ich werde allein bist mir geblieben." -Wanka richtete die Augen Raschtanta mest, verzieht das Maul und geht beleidigt zur zu Gott bitten, und wenn ich etwas Unrechtes thue, dann nach dein dunklen Fenster, in welchem der Widerschein Seite. jun niest aus Hochachtung nicht und wedelt mit schlage mich bis aufs Blut. Aber wenn Du glaubst, daß seines Lichtes erglänzte, und stellte sich lebhaft seinen Groß- dem Schweif. Das Wetter ist herrlich, die Luft still, Du für mich keine Beschäftigung haft, dann erbiete ich mich, vater Konstantin Makaritsch vor, der bei dem Herrn Schuci- durchsichtig und frisch. Die Nacht ist finster, aber man dem Ladendiener die Stiefel zu reinigen oder ich will ſtatt radewich als Nachtwächter diente. Er war ein kleiner, sieht das ganze Dorf mit feinen weißen Dächern und Fedki als Hirte gehen. Lieber Großvater! Es geht nicht agerer, aber munterer und beweglicher Alter von 65 Jahren, Rauchsäulen, die aus den Schornsteinen aufsteigen, mehr weiter, es ist mein Tod. Ich möchte zu Fuß nach mit einem ewig lächelnden Geficht und versoffenen Augen. und die von Reif und Schneemassen versilberten dem Dorfe laufen, aber ich habe keine Stiefel und fürchte Am Tage schläft er in der Gesindestube oder plaudert mit Bäume. Der ganze Himmel ist besät mit heiter blinkenden mich vor der Kälte. den Köchinnen. Nachts, in einen weiten Belz eingehüllt, Sternen und die Milchstraße zeichnet sich so flax ab, als Wenn ich aber erwachsen bin, dann werde ich Dich geht er rings um die Wirthschaftsgebäude und klopft mit hätte man sie vor dem Fest gewaschen und mit Schnee ab- dafür ernähren und werde Dich von keinem beleidigen laffen; leinem Schlägel. Hinter ihm gehen mit herabgesenktem gerieben. und wenn Du stirbst, werde ich gleich für die Ruhe, Deiner Seele beten wie für meine Mutter Belageja. Ropf die alte Kafchtanka und der Rüde Wjun, der so ge- Wanta seufzte, tauchte die Feder ein und fuhr fort zu nannt ist wegen seiner schwarzen Farbe und feines langen schreiben: Rörpers. Dieser Wjun ist ungewöhnlich ehrerbietig und Gestern gab es Schläge. Der Meister schleppte mich schmeichlerisch, gleich freundlich blickt er auf Bekannte und bei den Haaren auf den Hof und schlug mich mit dem Aber Moskau ist eine große Stadt. Die Häuser find alle herrschaftlich, und da giebt es viel Pferde, aber feine Schafe, und die Hunde sind recht böse. Sonntagskinder Schlafraums in feiner Bäderei in Nr. 279 ftattgefunden habe. I im Falle, daß die Genfer Prinzipale Drudarbeiten für Neuen- nahmen und nicht die Regel, und es liegen da eft eigenthümliche Unser Kontrolleur hält dieser Berichtigung gegenüber feine An- burg übernehmen sollten, auch in Genf die Arbeit einzustellen. Ursachen zu Grunde. Zudem haben die Unternehmer am allergaben mit bezug auf den Besizer der Bäckerei und die Wißlegten bas Recht, über Arbeiter zu Gericht zu fizen, die vor stände in derselben voll und ganz aufrecht; es handele sich feinerseits um eine Straßenverwechselung, insofern er angab, daß diese Bäckerei sich Apostelfirche 3 befinde, während dieser Theil der Umgebung der Kirche zur Ziethenstraße rechne. Boztale Iteberlicht. Der Sanitätsverein für Arbeiter beiderlei Geschlechts hat burch Binzutritt einer beträchtlichen Anzahl von Mitgliedern verschiedener freier Hilfskaffen eine erhebliche Vergrößerung erfabren, bie es nothwendig machte, neben den bisherigen ca. 40 Aerzten eine weitere Anzahl von 40 Aerzten anzustellen. Infolge dessen haben die seitherigen Aerzte erklärt, für den bisher vereinbarten Sah von 1,80 m. pro Kopf und Jahr nicht weiter behandeln zu können und in einer am 20. d. M. abgehaltenen Konferenz sich verpflichtet, fernerhin nur unter der Bebingung für den Berein thätig zu sein, daß ihnen der jest quasi ortsüblich gewordene Sag von 3 M. pro Kopf und Jahr bewilligt wird. Da der Vorstand des Bereins diese Forderung rund abgelehnt hat, so haben die Aerzte ibre Thätigkeit eingestellt. Allen ersten, welche sich auf die am 17. b. M. in den Berliner Anzeigen" erschienene Annonce bei dem genannten Verein gemeldet haben oder noch melden sollten, wird dieser Thatbestand hiermit zur Kenntniß gebracht. Die Aerzte- Kommission. Dr. Christeller. Dr. Rosenstein. Dr. Sommerfeld. Internationaler Glasarbeiter- Kongref. An die Glasarbeiter aller Bänder! Internationale Glasarbeiter Union. In neuerer Zeit Freude, am Bahltage wieder einmal ein paar Groschen Geld in find über 1800 franzöfifche Glasarbeiter der inter- die Finger zu bekommen, ein paar Glas Bier über den Durst nationalen Glasarbeiter- Union beigetreten. Auch aus Deutsch: trinken. Wir kennen Unternehmer, die sich ganz andere Genüffe land und anderen Ländern laufen Anmeldungen ein, deren Zahl und Vergnügungen geleiftet haben, wenn sie ihren Unternehmeraber noch nicht endgiltig festgestellt ist. Der Council" giebt fich gewinn einstrichen, Genüffe, die vom Standpunkte der Moral der Hoffnung hin, daß bald alle Glasarbeiter der Union an aus berberen Zadel verdienten als der Nebergenuß in Bier, und gehören werden. einen viel größeren physischen und moralischen Razenjammer im Gefolge hatten." Sur Arbeitslofenfrage. In der am 21. Dezember in alle abgehaltenen Arbeitslosen Bersammlung rief der Be- Vom Stiefvater Staat. Mit 57 Leidensgefährten", richt der Delegirten, welche mit dem Magistrat unterhandelt schreibt die„ Elsaß- Lothring. Volksztg.", war verfloffenen Herbft hatten, teine Sympathie hervor. Das Hallesche Voltsblatt" in der Raiserl. Artilleriewerfstätte ein Straßburger Parteigen offe theilt darüber mit: Verschiedene Redner fritisirten scharf die bestehenden Verhältniffe, was den überwachenden Beamten mehrmals zu Wohnungsfeststellungen veranlaßte, aber feine weiteren Folgen nach sich ziehen dürfte, da Beweise für das Gesagte er bracht werden fönnen. Gin Redner wünschte sogar, daß alle Arbeitslosen eingesteckt würden, dann würde wenigstens für Ernährung gesorgt, was allgemeinen Beifall hervorrief. Man er sieht hieraus, mit welchem Galgenhumor die hungernben Arbeiter den elenden Berhältnissen gegenüberftehen." Die Versammlung schloß mit der Ermahnung des Vorsitzenden, den Frieden auf Erden" verwirklichen zu helfen. Die Kölner Stadtverordneten beantworteten die Gesuche, " • Don greiflich zu machen, was Recht und Unrecht ist? Wir glauben, die Herren haben die Rechnung ohne den Wirth gemacht zum Denten!" nämlich ohne den Umstand, daß das Boll auch ein Hirn beſitzt ( Sattler) entlassen worden. Als er erfuhr, daß einige der Ent laffenen später wieder eingestellt worden feien, frug auch er nach. ( Sattler) entlassen worden. Als er erfuhr, daß einige der Entlassenen später wieder eingestellt worden seien, frug auch er nach. Die Antwort war abschlägig. Am 6. Dezember fragte er wieder an, weil wieder mehrere eingestellt wurden. Der Meister erflärte ihm jedoch: Nein, für Sie ist noch fein Play ba!" Als er fich beim Direktor meldete, ersuchte ihn dieser, am 8. Dez. wieder vorzusprechen. Das geschah. Statt der erwarteten Anstellung wurde sich beim Direktor meldete, ersuchte ihn dieser, am 8. Dez. wieder vorzusprechen. Das geschah. Statt der erwarteten Anstellung wurde dem Arbeiter jedoch folgende tröstliche Antwort zu Theil: Man fönne ihn nicht einstellen und zwar wegen seiner Tendenz, denn nach dem Statut dürfe fein Sozialdemokrat eingestellt werden. Auch habe das Polizeipräsidium auf in welchen die Arbeitslosen um Beschaffung von Arbeit baten, eingezogene Grfundigung hin die Mittheilung gemacht, daß er ( der Arbeitsuchende) ein sehr rühriger fozialdemokratischer mit der debattelosen und einstimmigen Annahme folgender Re- Agitator sei. Erwähnt fet, daß der Direktor höflich und ansolution: Die Stadtverordneten- Versammlung fann nicht an tandig war was jedoch an dem Gesagten nichts ändern fann. erkennen, daß hier zur Zeit ein durch Arbeitsmangel herbei. Bu bemerken ist noch, daß der fragliche Arbeiter über vier Jahre gerührter Rothstand herrsche, und lehnt es deshalb ab, zur Be- 3u im Arsenal beschäftigt war. Das also find die Mittel, mit schäftigung von Arbeitslosen besondere städtische Arbeiten in welchen gegen uns gefämpft wird: Brotlosmachung Angriff zu nehmen." Wackere Christen" im allerchriftlichsten Familienvätern!!! Sofft man auf diese Weise dem Volke be Köln, die das beschlossen! Sie werden sämmtlich daheim gut gespeist haben, als sie diese Resolution annahmen, die auf die Verhältnisse paßt wie die Fauft aufs Auge, denn andernfalls Trades- Union für 1893 ein internationaler Gewerkschaftstongreß wie es den 2000-2500 Personen zu Muthe sein muß, die in der In Anbetracht, daß durch den Generalrath der englischen würden sie am Rnurren ihres eigenen Magens gemerft haben, nach London berufen worden ist, gewinnt es den Anschein, als Versammlung noch extra durch Abstimmung fundgeben, daß sie Bei allem Rothstand, schreibt die Elberfelder Freie follten an diesem Kongreffe auch die Glasarbeiter- Organisationen arbeitslos find. Nun, die Verhältnisse werden den Kölner Stadt- Preffe", glauben bie Serren Krupp und Konsorten doch mit theilnehmen. Dieser Absicht, insofern sie in Wirklichkeit bestehen verordneten schon noch Rückücht auf den Nächsten lehren. aller Bestimmtheit darauf rechnen zu können, daß auch in nächster follte, ist mit Entschiedenheit entgegen zu treten. Wie bekannt, Da auch in Worms die Zahl der Arbeitslosen bereits Beit ihre Dividende resp. Geschäftsgewinn ganz enorm hohe sein ist bereits durch das Einberufungskomitee des internationalen eine beträchtliche ist und immer mehr zunimmt, genehmigte die werden. Anders würde sich der Geschäftsmann Krupp nicht fozialistischen Arbeiterkongresses ein solcher Kongreß für August Stadtverordneten Bersammlung zwecks Schaffung von Arbeits dazu verstanden haben, einen Vertrag mit dem Gruson- Wert 1893 nach 3 ürich berufen worden, dessen Thätigkeit sich auch gelegenheit die Erweiterung des städtischen Kiesgrubenbetriebes. wegen Betriebs- Ueberlaffung abzuschließen. Danach garantirt auf Erledigung wirthschaftlicher Fragen, namentlich des Acht Die überschüffigen Kiesmassen werden später bei der Anlage von Krupp den Aktionären der Gruson- Werte für 25 Jahre eine stundentages, erstrecken wird. Eine stattliche Reihe von Gewerfen Straßen verwendet. Jahresdividende von 9 Prozent. Unter diesen Um hat bereits zur Beschichung dieses Kongresses, bezw. gleichzeitiger Aus Mannheim berichtet der Offenburger Volksfreund": tänden ist es fein Wunder, daß diese Gesellschaft partout feinen Beranstaltung von Gewerkschaftstongreffen in Zürich Stellung Bei der am Dienstag voriger Woche mit Herrn Dr. Börris Nothstand anerkennen will. Es fragt fich nur, ob die Noth genommen. Nun hat der diesjährige Glasarbeiter Rongreß bofer stattgehabten Berathung über Arbeiter- Entlassungen leidenden ihre Ausbeuter noch 25 Jahre so fortwirthschaften in London beschlossen, im Jahre 1893 ebenfalls wieder einen waren etwa 20 Unternehmer vertreten, darunter Herr Kommerziens laffen wollen. Wir glauben nicht daran." Wir auch nicht. Rongreß abzuhalten und zwar, wenn möglich, in Nord- Franks rath Lanz, der bei den stattgehabten Entlassungen besonders bereich oder Belgien. Ich glaube, daß sich für die Glasarbeiter theiligt ist. Die Unternehmer hoffen, die jetzt noch beschäftigten Privateigenthum an Betriebsmitteln. Im Jahre 1798, für den nächsten Kongreß feine beffere Gelegenheit bieten dürfte, Arbeiter den Winter hindurch halten zu können. An diese Be alfo vor hundert Jahren, schrieb der Gothaise Sof als durch ihre Zusammenkunft auf dem internationalen fozia rathung schloß sich eine Erörterung, wie fünftighin heftigeren talender zum Nußen und Vergnügen", der diesjährig fein Listischen Arbeiterkongres in 3ürich auch ihre Sympathie Schwankungen in der Zahl der Beschäftigten begegnet werden bundertdreißigstes Jahreserfcheinen erlebt, über die Neger erklärung zur vorgeschrittenen Arbeiterbewegung zu befunden. tönnte. Nach den Ausführungen des Herrn Oberbürgermeisters if I averei". Er schildert die Leiden der Negerftlaven auf der Bereits zweimal haben Deutsche und Dänen zc. das Opfer ge- Bed, der erklärte, daß die Stadt auch in den kommenden Jahren Ueberfahrt von Afrika nach Amerita. Der Sklavenhandel wird bracht, nach London zu gehen; ich glaube, daß es den englischen, gewisse Arbeiten für den Winter aufsparen werde, tam man eine Brandmarke der Menschheit" genannt, die je eher, je lieber franzöfifchen, belgischen u. f. w. Kollegen teinen Abbruch thut, überein, daß auch die britanten, so weit es anginge, in au vertilgen sei. Nur leider," heißt es weiter, werden politische auch einmal auf dem gaftlichen Boden der freien Schweiz fich ein diesem Sinne vorgehen wollten. Ein solches Vorgeben aber Umstände und der Einfluß, den die Aufhebung des Handels auf Stelldichein mit den Vertretern anderer Nationen zu geben. Was fei nur von Erfolg, wenn auch der Staat als Arbeitgeber Kommerz und Brivateigenthum" baben würde, noch lange mich hierzu besonders veranlaßt, ist, auch den österreichischen diefer Maxime huldige. Es wurde hervorgehoben, daß die Dis unübersteigliche Hindernisse bleiben." Daß hier vor hundert Kollegen die Beschicung des Rongresses zu erleichtern, ihnen den pofitionen, nach welchen bei den großen Lieferungen für die Jahren, ohne irgend welche fozialdemokratische Absicht in einem Anschluß an die internationale Union zu ermöglichen. Gerade Staatsverwaltungen und sonstigen öffentlichen Gemeinschaften Hoftalender das Privateigenthum als ein unübersteigliches bei diefen spielt die Geldfrage eine hervorragende Rolle, verfahren werde, mit den eigenen sozialen Bestrebungen der Ne Hinderniß der Aufhebung der Stlaverei bezeichnet wird, ist eine ba fich die österreichischen Kollegen in den traurigften gierungen und mit dem sozialpolitischen Zuge der Beit vielfach Thatsache, an der wir nicht stille vorbeigehen wollen. Es ist bas wirthschaftlichen Berhältnissen befinden. Ich bitte die Kollegen in Widerspruch stehen und daß daber die öffentlichen Verwal- fo, als ob ein Satz aus dem sozialdemokratischen Programm ab in jebem Lande, zu dieser Frage möglichst gleich nach Neujahr tungen durch ihre Dispositionen diesen Bestrebungen entgegen geschrieben wäre, an das damals natürlich kein Mensch denken Stellung zu nehmen und ihre diesbezüglich gefaßten Beschlüsse wirkten. Gerade der Staat sei berufen, durch seine Dispositionen fonnte. Für die gefeßliche Personen- Sllaverei ist heut die dem Council der internationalen Ginsarbeiter- Union: Adresse die das Grwerbsleben und die Lage der Arbeiter so schwer 8ohnstlaveret in die Stelle getreten getreten, aber der Mrs. A. Greenwood, 4 Wesley Street, Castleford, Yorkshire Eng schädigenden Schwankungen zu mildern, anstatt sie zu verschärfen. Sandel auf Kommerz und das Brivateigenthum" ver land, gelangen zu lassen. Unser Wahlspruch möge sein: Auf Dies könne sehr wirksam dadurch geschehen, daß der Staat und hindern seine Aufhebung. Wiedersehen in Zürich! die großen Korporationen während der ungünstigen Konjunkturen besonders große Anschaffungen und Vervollständigungen vornähmen, so daß fie dann bei den ftets wiederkehrenden günstigen Konjunkturen in der Lage seien, ihre Bestellungen auf ein sehr geringes Maß einzuschränken. Georg Horn, M Bertrauensmann der Glasarbeiter Deutschlands. Alle Arbeiterblätter werden um Abdruck gebeten. Glasarbeiter werden im Fachgenoffen" ersucht, Arbeitsangebote der Firmen Gebr. Eibenstein und Romp. in Bischofswerda( Sachsen), Glashüttenwerke zu Gerresheim und Glasfabrit zu Westerhüfen bis auf weiteres nicht anzunehmen. Bei den ersteren Firmen handelt es sich um Lohndifferenzen, bei der letzteren um Maßregelung einiger Glasarbeiter. Die Steinbildhauer Leipzigs befinden sich mit den Unter, nehmern in Differenzen und ersuchen deshalb bis auf weiteres um Fernhaltung des Zuzugs. 40 Schuhmacher der Karl Schlögel'schen Fabrit in Oberndorf bei Romotau haben wegen Lohnreduktion die Arbeit niedergelegt. Buzug ist feruzuhalten. Die Genfer Buchbrucker haben wie die Frankfurter Boltsstimme" mittheilt beschlossen, ein Behntel thres Lohnes ben streifenden Kollegen in Neuenburg zukommen zu lassen und % " Arbeitslöhne in Oefterreich. Die neue Forfte und Jagd statiftit des österreichischen Ackerbauminifteriums stellt fest, das die Arbeitslöhne namentlich im nördlichen Oesterreich durchwegs noch erheblich niedriger sind als selbst in Deutschland. So sinken die Tagelöhne der Waldarbeiter für Männer in Böhmen auf Zu Bant haben faft alle Firmen dem Ansuchen der Gewerk- 50, in Mähren auf 70, in Galizien auf 40 fr., für Frauen in schaften gemäß sich bereit erflärt, den Arbeitslohn am Böhmen auf 40, in Mähren auf 50, in Galizien auf 38 fr., fir Freitag auszuzahlen. Nur zwei Firmen weigerten sich, Kinder in Böhmen auf 27, in Mähren auf 40, und in Galizien und zwar mit dem Vorgeben, daß ihre Arbeiter dann am Sonn- gar auf 25 tr.! In Galizien erhalten nicht selten für eine acht abend wahrscheinlich zur Arbeit nicht zu gebrauchen sein würden, tündige Tagesarbeit Männer 88, Frauen 25 und Kinder 16 fr.! indem sie sich des Freitags bezechten. Das Norddeutsche Bolts Selbst für die schwere Arbeit des Holzschlagens werden in blatt" läßt nun den beiden Firmen die wohlverdiente Abfuhr an- Galizien außerordentlich niedrige Tagelöhne ausgewiesen au 83 fr. für Männer bet achtstündiger Arbeits gedeihen, indem es schreibt: Wir haben noch nicht gehört, daß bis die angeführten Geschäfte ihren Arbeitern solche Löhne zahlen, zeit. Allerdings ist auch die Leistungsfähigkeit des galiziſchen daß Gefahr vorliegt, fie fönnten üppig werden und mit ihrem Arbeiters eine geringere. Immerhin arbeiten Landwirthschaft Lohne nichts besseres anfangen, als ihn in der nächsten und Industrie in Oesterreich mit erheblich niedrigeren Löhnen als besten Kneipe zu vertrinken. Ueber das Gegentheil, über in Deutschland.- Sonderbarer Weise, bemerkt hierzu der Reichens schlechte Löhne, die in diesen Geschäften gezahlt werden, berger Freigeist", flagen die österreichischen Arbeitgeber immer haben wir allerdings schon Klagen gehört. Gewiß giebt es Leute, noch, daß fie der ausländischen Erzeugung gegenüber nicht tons die mit ihrem Lohn erst in die Kneipe anstatt nach Hause laufen turrensfähig find. Verkürzt die Arbeitszeit, erhöht die Löhne, und dort einen Theil desselben fitzen lassen; jedoch sind das Aus- dann habt ihr Absatz im Innern bei den Massen des Voltes. Die Leistungsfähigkeit bei fürzerer Arbeitszeit wird zu gleicher Beit steigen. Doch durch Vernunftgründe fönnen unsere Kapita um die Lebenshaltung der Arbeiter darnieder zu drücken. Wie giebt es hier nicht, und auf dem Chore läßt man keine Gesindeküche zum Großvater, und aus der Küche nach listen nicht bestimmt werden. Sie verbinden sich nur zu Kartellen, Knaben fingen. Einmal betrachtete ich das Fenster eines Moskau zu dem Schuhmacher. Vermischhikes. Ladens. Angelschnüre verkauft man gleich mit einem Komm her, lieber Großvater," fuhr Wanta fort, ich lange noch?" Halen, der für jeden Fisch zu gebrauchen ist, bitte Dich um Christi willen, nimm mich hier weg. Habe ja es giebt sogar einen solchen Haten, daß man Mitleid mit mir, dem armen Waisen, sonst schlagen mich damit einen 40 Bfund schweren Wels halten kann. Ich alle; ich habe nie genug zu effen, und die Langeweile iſt ſo sah auch solche Läden, wo allerlei Flinten nach Art der groß, daß ich es nicht beschreiben kann; immer muß herrschaftlichen zu haben find, jede beinahe im Preise von ich weinen. Neulich schlug mich der Meister mit dem 100 Hubeln. In den Fleischläden sind Birkhühner, Hasel- Leisten über den Kopf, so daß ich niederfiel und kaum zur In den Wolken steht es geschrieben. Arm in Arm hühner und Bajen, aber wo man sie schießt, das sagen die Besinnung tam. Mein Leben ist elend, schlimmer als ein schritten sie durch den Part, noch einen legten Blick der Linde zuwerfend, unter deren schüßendem Dach sich ihre Herzen ge Ladendiener nicht. Hundeleben. Grüße doch Alena, den lahmen Georg und funden. Aber bald wurden ihre füßen Träume von bangen Be Lieber Großpapa, wenn bei dem Herrn Weihnachts- ben Rutscher, gieb niemandem meine Harmonita. Ich fürchtungen verscheucht. Wird ihr Bater, ber vielfache Millionät, bescheerung sein wird, nimm für mich vergoldete Nüsse und bleibe Dein Enkel Jwan Schutow. Lieber Großvater jemals feine Einwilligung zu der Verbindung feiner einzigen Tochter mit dem armen Klavierlehrer geben? Klagend hob fie verstecke sie in dem grünen Kaften. Bitte das Fräulein Wanka legte den Brief vierfach zusammen und steckte den Blick zum Himmel, aber plöglich burchzuckte sie ein füßer Olga darum, sage, daß es für Wanka ist. tomme doch!" ihn in das Rouvert, das er gestern für eine Ropete taufte. Schreck. Ofieh, Adolar, fieb", rief sie jauchzend. Er wande Wanta seufzte trampfhaft und blickte wieder nach dem Nach einigem Nachdenken tauchte er die Feder ein und sein Auge den Wolfengebilden zu und las folgende Worte, die in leuchtenden Buchstaben am Himmel standen:„ Rauft Eur Fenster. Er erinnerte sich, daß er immer den Weihnachts- schrieb die Adresse: Trauringe bei Friedrich Wilhelm Lehmann. Er führt nur gute baum für die Herrschaft mit dem Großvater aus dem An den Großvater im Dorf und dauerhafte Waare So tönnte eine Stelle in einem Walde holte. Es war eine frohe Zeit. Bevor man die Dann kratzte er sich den Kopf, sann nach und fügte zukünftigen Roman lauten, wenn eine Erfindung sich bewährt Zanne ausgrub, pflegte der Großvater eine Pfeife zu hinzu:„ Constantin Makaritsch". Zufrieden, daß man die englische Elektrotechniker gemacht haben wollen. Es handelt rauchen, eine Brise zu nehmen und über den frierenden ihn beim Schreiben nicht gestört hatte, segte er den Hut sich bei derselben um nichts Geringeres, als um die Wiedergabe Wauta zu lachen. Die jungen Tannen, mit Reif bedeckt, auf und lief, ohne sich den Belz anzulegen und ohne Hock von Annoncen auf Wolkengebilden. Praktische Versuche haben ftehen unbeweglich und warten, welche von ihnen sterben auf die Straße. bereits stattgefunden, die von dem Londoner Fachblatt Invens joll. Plöglich, man weiß nicht woher, fliegt wie ein Pfeil Die Gehilfen aus dem Fleischladen, welche er gestern ion" als gelungen bezeichnet werden. Das Weitere wird man abwarten müssen. ein Safe über den Schnee. Der Großvater kann nicht befragte, fagten ihm, daß die Briefe in den Briefkasten geumhin zu schreien: Halte ihn, halte ihn! Ach, der furcht- steckt werden und daß man sie aus dem Kasten nimmt, über Brückeneinsturz. Wien, den 22. Dezember. Ingenieur fame Teufel! die ganze Erde verbreitet auf Bostwagen, die von 3 Pferden Julius Dieß aus Düsseldorf stellte in Podol bei Prag einen Die ausgegrabene Tanne schleppte der Großvater in gezogen und von betrunkenen Kutschern unter lautem auienfluß- Ueberbrückung bestimmten eisernen Brückenbogen das Herrenhaus und dort fing man an, sie zu schmücken. Klingeln gelenkt werden. Wanka lief nach dem ersten Brief- ein; hierbei wurde der Ingenieur und ein Arbeiter, die unter auf. Bei einer Belastungsprobe stürzte die Eisenkonstruktion Wiehr als alle mühte sich Olga Ignatzewna ab, der Lieb- taften und steckte den kostbaren Brief in den Spalt. In derselben standen, getödtet. ling von Wanka. Als noch seine Mutter Pelageja lebte füße Hoffnungen gewiegt, schlief er nach einer Stunde ganz In Feuer aufgegangen. Kopenhagen, 23. Dezember. und bei dem Herrn als Mädchen diente, fütterte ihn Olga feft. Er träumte von einem Ofen; auf dem Ofen sitzt der dem geſtern Nacht von Friedericia abgelaffenen Bostzuge ist ei mit Zuckerkand, und da sie nichts zu thun hatte, lehrte sie Großvater, läßt seine nackten Füße herabhängen und lieft verfchloffener Güterwagen mit Weihnachtspadeten be ihn lesen, schreiben, bis Hundert zählen und sogar Quadrille den Brief den Köchinnen vor.- Um den Ofen geht jun Odense auf Fünen in Brand gerathen und sind die meisten tanzen. Als Belageja starb, brachte man Wanta in diel und wedelt mit dem Schweif Packete zerstört worden. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 2. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Sonntag, den 25. Dezember( 1. Weihnachtsfeiertag): Gemüthliches Beisammensein grossen Saal der Berliner Bockbrauerei am Tempelhofer Berg, bestehend in Pokal- und Anftrumental- Kontert sowie komischen VorSragen, unter gütiger Mitwirkung der Gesangvereine Frühlingslust" und Sängerkette" unter Leitung ibres Dirigenten Herrn Karl Wuth, und des Gesangstomiters Genossen Heise. Anfang 6 Uhr. Billets& 20 Bf. find bei den Borstandsmitgliedern und in den Zahl ftellen zu haben. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. 872 4 Berliner Bockbrauerei, Tempelhofer Berg. Montag, den 26. Desember( 2. Weihnachtsfeiertag), Nachmittags 6 Uhr: Weihnachts- Vergnügen Bejangverein Kreuzberger Harmonie ( Mitglied des Arbeiter- Sängerbundes). Grosses Concert und Ball. Mufit von Hugo Karbe. Entree inklusive Tanz 30 Pfennig. Billets find bei bekannten Mitgliedern sowie in ben mit Plakaten belegten Handlungen zu haben. 157/14 Große öffentliche Versammlung der Tischler und verwandten Berufsgenossen für Rixdorf und Umgegend am Dienstag, den 27. Dezember( B. Feiertag), Vormittags 9 Uhr, in Hoffmann's Lokal( im großen Saal), Bergstraße 138. Zages Ordnung: B 1. Stellungnahme zum deutschen Zischlerverband. 2. Diskussion. 3. Berschiedenes. 819/2 Es ist Pflicht in diefer Bersammlung Mann für Mann zu erscheinen. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Der Einberufer. Zentralverband deutscher Maurer ( Bahlstelle 1, Berlin). Wohlthätigkeits- Matinee am Montag, den 2. Weihnachtsfeiertag, Anf. präz. 12 Uhr. Einlaßkarten à 25 f. find zu haben bei F. Schulz, Buttbufer ftraße 19, v. 4 2r.; A. Matthes, Diedenhofenerstr. 5; 2. Simanomsti, Aderftr. 57; G. Arndt, Landsberger Play 1;. Gräschte, Lübbenerftraße 26; F. Ruhring, Mariendorferstr. 16; F. Lüde, Dresdenerstr. 130; H. Thiette, Schöneberg, Magstr. 2; 8. Grafchte, Stephanftr. 86. Um rege Betheiligung bittet 7005 Das Komitee. Verein sämmtl. Arbeiter u. Arbeiterinnen der Wäscheund Kravatten- Branche. Sonntag, 25. Dezember( 1. Weihnachtsfeiertag), in Pafter's Salon, Neue Königstraße Nr. 7: Berlag des Vorwärts", Berliner Bolfsblatt, Berlin SW., Beuthstraße 2. Soeben erschien: Protokoll Die Berlobung unferer Tochter Entfe mit Herrn Wilhelm Grahn beehren wir uns hiermit ergebenst anzuzeigen. Wilhelm Ueckermann nebst Frau. Luise Ueckermann Wilhelm Grahn Berlobte. 6765 Lisbeth Hoelcke Hermann Engel Berlobte. 6976 über die 29 Chauffeefte. 2a, Alte Jakobftr. 68. Verhandlungen des Parteitages ber Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, Abgehalten zu erlin vom 14.- 21. November 1892, 19 Bogen 8°. Eleg. broschirt. Preis 50 Pfennig. Bieberverläufer erhalten Rabatt. Genollenschaftsbächeret für Berlin und Umgegend ( Eing. Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht). Da uns fortwährend Anfragen zugehen, die erfennen laffen, daß Reisende auf den Namen einer Geneffenschaftsbäckerei" Beitrittserklärungen fammeln, machen wir hiermit öffentlich bekannt, daß wir mit derartigen Personen Nichts zu thun haben. *** Beitrittserklärungen werden muy in unserm Homtoir, Müllerstr. 166a, entgegengenommen. Genossen, deren Antheilscheine noch nicht umgetauscht, bezw. noch nicht gerichtlich eingetragen find, sowie solche, die noch im Besize vollgellebter Mits gliedstarten find, wollen sich baldigft im Romtoir melden. 95/8 Feste Preise. Der Vorstand. Adolph Scholtz. Hugo Lazarus. Uhren und Goldwaaren Max Busse 157. Invalidenstr. 157, zwischen Markthalle und Ackerstr. Gegründet 1877. Für Alberne und goldene Uhren, Regulateure u. Wecker direktefter Bezug. Schweizer Fabritpreise. Gold-, Silber-, Granat und Corallenwaaren in massenhafter Auswahl zu den denkbar billigsten Preifen. Die neuesten, geschmackvollsten Mufter stets auf Lager. 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Herren, die am Zana theilnehmen, zahlen 30. nad Sargmagazin.huhmacher, Swinomünderstr. 140. Der Vorstand. Arbeiter- Stenographenverein ,, Eintracht". Weihnachts- Feier am Dienstag, den 27. Dezember( oritten Feiertag), in Schmiedel's Festsälen Alte Jakobstrasse 32. Programm: Ronzert, Theatervorstellung, Gefang und deflamatorische Borträge. Nachdem Zangfränzchen. Billets à 30 Pf. inkl. Tanz sind bei ben nachbenannten Mitgliedern zu haben: H. Rane, Dieffenbachstr. 32, v. 1V.; G. Herfort, Wrangelstr. 119; R. Sündermann, Mariannenftr. 28, v. IV. Mitglieder und Freunde des Vereins mit ihren Angehörigen laden wir zu Der Vornand. 706b recht zahlreicher Betheiligung freundlichst ein. Verein Berliner Hausdiener. den 27. Abends 9 Uhr: Schonet Eure Wäsche! Ruinirt wird Wäsche nicht durch Tragen, sondern durch das viele Reiben beim Waschen, Karol Weil's SeifenExtract löst sich schnell, macht das Reiben unnöthig, die Wäsche wird blendend weiss und es ist frei von ätzenden Bestandtheilen. 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Nach eigener Anschauung und authentischen Quellen bearbeitet. 2. durchgesehene Auflage. XXXII und 300 S. Mit einem Plan von Manchester. gebb. M. 2,50 Herrn Eugen Dühring's Umwälzung der Wissenschaft. 2. Aufl. gebd. M. 3, Humboldt, A. v., Rosmos. Neue wohlfeile Ausgabe. gebd. M. 6, Ansichten der Natur mit wissenschaftlichen Ers läuterungen. Herausgegeben von Wilh. Bölsche. ( Mit Humboldt's Bildniß.) gebb. M. 1,-Renan, Das Leben Jesu. GAWP Kautsky, K., Thomas Moore und seine Utopie. Mit -Karl Mary' Dekonomische Lehren. Gemeinverständ lich dargestellt und erläutert.. Robert Blum und seine Zeit. Lippert, Julius, Die Kulturgeschichte in einzelnen Hauptstücken. 3 Bdchn. gebd. à M. 1, Lissagaray, Die Geschichte der Kommune von 1871. Zweite, vom Verfasser durchgesehene Auflage. gebd. M. 3, Lux, Dr. H., Sozialpolitisches Handbuch. gebb. M. 2, Marx, Karl, Das Kapital. Kritik der politischen Dekonomie. 1. Bd. Der Produktionsprozeß des Kapitals. 4. Aufl. im Halbfrz. gebd. M. 11, Daffelbe. 2. 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