Nr. 305. Erfcheint täglich außer Montags. Brets pränumerando: Bierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Selt" 10 Pfg. Boft- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuz bard: Deutschland u. Defterretch= Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. In der Boft- Bettungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die infgespaltene Besttzelle oder beren Raum 40 fg., für Bereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 fg Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden, Bie Expedition ist an Wochen tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund gefttagen bis 9 Uhr Bor: mittags geöffnet. Sensprech- Ausluk Amt I, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Abonnements- Einladung. „ Vorwärts" Berliner Volksblatt Donnerstag, den 29. Dezember 1892. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Korruption durchseucht ist, dies begriffen hat, daß Kleinbürger für das rothe Gespenst reif wären und, blind Männer wie Belletan und Millerand, an ihrer vor Angst, sich die Republik von den Herren Staats- und eigenen Klaffe, der Bourgeoisie, verzweifelnd, sich an's Gesellschaftsrettern ruhig wegstiebigen ließen, ja gar selber Mit dem 1. Januar eröffnen wir ein neues Abonnement Proletariat wenden, damit es den rein gebliebenen ihr den Hals umdrehten. auf den Elementen des Bürgerthums helfen möge, den Tempel der Wenn unser Pariser Freund uns vor Weihnachten Republik zu säubern das ist ein ebenso bedeutsamer als schrieb: wir sind auf alle Eventualitäten vorbereitet und erfreulicher Fortschritt. Und zu gleicher Zeit ist es ein statt der Maifeier und des internationalen Kongresses Beweis, daß im französischen Bürgerthum der politische können wir Straßenkämpfe erleben", so meinte er natürlich Nerv noch nicht ganz ertödtet, der Sinn für Ehre und nicht, die Sozialisten wollten das Spiel der Herrn Constans Recht noch nicht vollständig abgestorben ist. Dieser Um- und Genossen spielen und den Herren Reaktionären die stand kann jedoch an der Thatsache nichts ändern, daß das Kastanien des Staatsstreichs aus dem Feuer holen. Und Bürgerthum für sich allein nicht die Kraft und Fähigkeit wir hegen sogar nicht den mindesten Zweifel, daß die Arhat, die Korrupten" aus dem Tempel und das Gift der beiter, wenn die Herren Reaktionäre einen Butsch wagten Korruption aus dem Staats- und Gesellschaftskörper heraus- und sie haben derartige Gedanken auf die Estraße zutreiben. Das Dilemma ist also: entweder Fäulniß und gehen würden, um den Herren Reaktionären recht kräftig Verfäulniß oder Neugeburt durch das Proletariat. Und auf die unsauberen Finger und Schädel zu klopfen. Proletariat heißt das politisch organisirte, dem Sozialismus Um was es fich im gegenwärtigen Augenblick vor zustrebende Proletariat: die Sozialdemokratie. allem handelt, das ist die schleunige Auflösung der mit der illuftrirten Sonntagsbeilage Neue Welt". Für Berlin nehmen sämmtliche Zeitungsspediteure, sowie unsere Expedition, Beuthstr. 3, Bestellungen entgegen zum monatlichen Preise von 1 Mart 10 Pfennige frei ins Haus, wöchentlich 28 Pfennige. Für außerhalb nehmen sämmtliche Postanstalten Abonnements aum Preise von 3,30 Mark für das 1. Quartal entgegen.( Eingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1893 unter Nr. 6708.) Wir ersuchen unsere Postabonnenten höflicht, das Abonnement rechtzeitig aufzugeben, damit die regelmäßige Bustellung des Blattes feine Unterbrechung erleidet. Die Redaktion und Expedition des Vorwärts" Berliner Volksblatt. -Aber was foll, was tann fie im jezigen Augenblick Rammer und Anordnung von Neuwahlen. thun? So leicht wie auf dem Bild machen die Dinge sich mit der alten Rammer kann nicht mehr weiter: regiert nicht in der Wirklichkeit. Die Republik ist nicht ein werden. Sie fizt selber auf der Anklagebank und der tonkretes persönliches Wesen, das die Geißel in die Hand Ankläger kann nicht Richter sein noch dazu in eigener nehmen und auf die Arbeiter gestüßt, die Korrupten zum Sache. Der Panama- Prozeß, der sich zu einem Prozeß Tempel hinausjagen kamu. Sie ist mit den Korrupten gegen die herrschende klasse erweitert hat, muß organisch verwachsen. Die Korrupten siten in der Nevor die oberste Instanz kommen: vor das Volt. gierung, fie sind nicht die Regierung, fie bilden jedoch Bei den Neuwahlen hat aber nur eine Partei zu einen Theil der Regierung. Und was für einen! Fünf gewinnen: die sozialistische, denn sie ist die einzige, die ehemalige Minister auf der Anklagebant, einer von ihnen außerhalb des Standals steht, die nicht in dem Schmuze Minifter bis vor wenigen Tagen, und von den 565 Ab herumgewatet hat. Die Bourgeoisie sieht das ein, und das geordneten der Deputirtenkammer 104, beinahe ein Fünftet, böse Gewissen zeigt ihr bereits eine sozialistische Mehrheit in der der Korruption angeklagt und wer weiß, wer sonst noch nächsten Kammer. Man lese nur, was der berüchtigte Angstmeiervon den goldenen Banama- Früchten gekostet hat. Wo ist Korrespondent der Vossischen Angstmeier- Zeitung im gestrigen da die Grenze zwischen Fäulniß und gesundem Fleisch? Hat Avendblatt verübt hat. Es wird niemand so jammert Hier liegt die Schwierigkeit. Wo man den Nagel einschlägt, und Hasenherzigkeit aller Pariser Angstmeier und HasenDie Lage in Frankreich ist für unsere Genossen eine überall trifft er morsches Holz und haftet nicht. Dies er herzen in seiner fetten Person konzentrirt zu haben scheint, Schwierige jedenfalls nicht so einfach, als es auf den klärt beiläufig zur Genüge das Mißtrauen der Arbeiter Es wird niemand, der hier die Entwicklung der Dinge ersten Blick scheint. Ein bürgerliches Blatt, das Journal gegen die zu ihnen kommenden bürgerlichen Elemente. Sind beobachtet, wundern, wenn die allgemeinen Wahlen eine Illuftré", enthält in seiner letzten Nummer ein prächtiges fie auch rein? Sind Sie auch ehrlich? sozialistische Mehrheit ergeben, die versuchen dürfte, ihre Bild: Das allgemeine Stimmrecht und die Republik jagen Kurz, trok aller Einfachheit ist die Lage sehr ver- Theorien mit gewaltsamem Ungestüm zu verwirklichen." die Geldwechsler und Schacherer aus dem Tempel." Der wickelt. Die Republik ist zu retten und zu säubern. Gut. Nun, wenn die Sozialisten die Mehrheit erlangen, dann Tempel ist die Deputirtenkammer: die zürnende Republik Aber wie sollen die Arbeiter es anfassen? Wo sollen werden sie ihre Theorien nicht blos zu verwirklichen„ verein schönes Weib mit der Jakobinermütze auf dem sie anfassen? Auf die Straße gehen, Barrikaden bauen, suchen", sondern es auch sicher thun und keine Macht Haupte peitscht die Beftochenen hinaus, die unten an den tämpfen, die Republik retten? Sehr schön. Aber welchen Sinn wird sie hindern. " Die franzöfifche Krife. nicht auch das gefund ſcheinende die Giftteime in fich? dieſes Muster eines Angſtmeiers, das die ganze Augſtmeierei " Stufen des Tempels von den Volksmassen empfangen hat es? Angenommen die Arbeiter begännen den Straßenkampf Wie immer die Wahlen ausfallen mögen, die Sozialisten werden, und neben der Republik ein Arbeiter, ernst, gegen wen sollen sie kämpfen? Die Republik, die sie retten werden dabei gewinnen; und was immer nachher geschehen das Bild der Kraft, die Hand an dem Griff des Schmiede- wollen, würde ihnen entgegentreten in Gestalt von Sol möge, die Sozialisten sind die Herren der Situation, und hammers. Das ist das Bild der Situation, wie es sich jedem daten, Söhnen des Voltes, die Fleisch sind vom Fleische fie bleiben es, wenn sie nicht schwere Fehler begehen, ruhig ergiebt, der die Dinge in ihrer Gesammtheit betrachtet. Selbst der Arbeiter. Das Blut des Voltes würde fließen, hüben und rasch entschlossen die Verhältnisse ausnügen, und ihr das bürgerliche Blatt fühlt und erkennt an, daß die Arbeiter und drüben, die Korrupten blieben in sicherer Ferne Pulver hübsch trocken halten, bis der richtige Moment da das einzige gesunde Element im Staate sind, daß von ihnen und die Korruptesten der Korrupten, das monarchistisch ist. Die Logik der Thatsachen bringt ihn bald. der Bestand der Republik abhängt, daß nur durch sie die antisemitisch boulangistische Gesindel, mit dessen Hilfe der Reinigung und Rettung der Republik erfolgen kann. Daß Erzschelm Constans die Panama- Suppe eingebrockt hat, riebe das Bürgerthum, soweit es noch nicht von dem Gifte des fich vergnügt die Hände, auf den Augenblick lauernd, da Rapitalismus und der kapitalistischen Geldgier und die jetzt noch fest an der Republik hängenden Bauern und Feuilleton. Madbrud verboten.) Bel- Ami. [ 49 T Sie zitterte jetzt so start, daß sie die Nadeln nicht herausziehen konnte, die das durchsichtige Gewebe fest hielten. " ** weil Du ihn im ganzen nur wenig fanntest... weil ich seit sehr langer Zeit schon mit ihm befreundet bin.. weil... weil sein erstes Testament zu Lebzeiten Forestiers schon zu meinen Gunsten lautete." " Georges ging mit großen Schritten auf und ab. " Du fannst es nicht annehmen," erklärte er. " Gut" erwiderte sie gleichmüthig. Dann brauchen wir nicht erst bis Sonnabend zu warten und können Herru Lameneur sofort benachrichtigen." Einen Augenblick überlegte sie, dann stotterte sie erregt: Was!. Was!. Bist Du wahnsinnig? Bist Du bist Du... hast Du denn nicht selbst eben noch. gehofft... daß er Dir etwas vermacht Roman von Guy de Maupassant. hätte?" Lächelnd verneigte sich der Notar und sag te liebens- Georges stand vor ihr und beobachtete ihre Erregung Er blieb vor ihr stehen. Wieder versenkten sich ihre würdig.„ Ich verstehe Ihre Bedenken. Ich muß noch hinzu- wie ein Untersuchungsrichter, der einen Angeschuldigten bei Augen sekundenlang in einander und suchten in das fügen, daß sich der Neffe des Grafen von Baudrec, der der geringsten Schwäche zu ertappen sucht. Jedes Wort undurchdringliche Geheimniß ihrer Herzen zu bringen, die heut Morgen von dem letzten Willen seines Onkels betonend erwiderte er: Lebensfaser ihrer Gedanken aufzuspüren. Nackt wollten sie Renntniß erhalten hat, bereit erklärt, das Testament gegen Ja... mir... hätte er etwas hinterlassen tönnen ihre Gewissen sehen, das lag in der stummen, brennenden eine Entschädigung von hunderttausend Franks anzu-... mir mir... Deinem Gatten... mir, seinem Freunde Frage ihrer Blicke: es war der geheime Kampf zweier verstehst Du... aber niemals Dir. Dir, seiner Freun- Wesen, die neben einander lebend nichts von einander wissen, Meines Erachtens ist das Testament unanfechtbar, din... Dir, meiner Gattin... Der Unterschied ist wichtig, Berdacht hegen, sich beriechen, kämpfen und sich doch nicht ein Prozeß aber würde erst Aufsehen machen, das sich besser ist entscheidend vom Standpunkt der Schicklichkeit... der... bis auf den schlammigen Grund der Seele kennen. vielleicht vermeiden ließe. Die Welt urtheilt oft böswillig. der öffentlichen Meinung aus." Und plöglich flüsterte er ihr mit gesenkter Stimme ins Jebenfalls möchte ich Sie bitten, mir Ihre Antwort auf alle Shun blickte ihm auch Madeleine fest ins Weiße der Gesicht: Buntte bis Sonnabend zukommen zu laffen." Augen, so tief, so sonderbar, als wollte sie darin Gesteh, gesteh, Du warst Vaudrecs Geliebte." lesen, als wollte fte jenes unbekannte, undurch Sie zuckte die Achseln. Sei nicht so einfältig... dringliche Etwas darin entdecken, das nur in flüchtigen Vaudrec hatte große Zuneigung zu mir... aber niemals Sefunden, in Augenblicken der Achtlosigkeit, des Vergessens, mehr." der Unaufmerksamkeit kaum halb zu sehen ist, wo die Thüren. Er stampfte mit dem Fuß. Du lügft. Es ist nicht zit dem geheimnißvollen Untergrund jeder Seele nicht geschlossen sind. „ Und doch ist es so," erwiderte sie ruhig. erkennen. Georges verneigte sich:" Gewiß!" Dann emfahl er sich höflich, ließ seine verstummite Frau vorangehen und schritt hr mit so steifen Zügen nach, daß der Notar nicht mehr lächelte. Sobald sie zu Haus waren, schloß Du Roy rasch die Thür, Darf seinen Gut aufs Bett und rief: Warst Du Bandrec's Geliebte?" Madeleine, die eben den Schleier hochschlug, drehte sich um, als wenn sie einen Stoß bekommen hätte. " Ich? Oh!" " Ja Du! Man vermacht einer Frau nicht sein ganzes Vermögen, wenn fie nicht..." Langsam sprach sie: Mir will es vorkommen, daß man ein Vermächtniß in solcher Höhe ebenso sonderbar finden würde, wenn es Dir zugefallen wäre." Warum?" fragte er rasch. möglich." # Er begann wieder auf und ab zu gehen. Dann blieb er noch einmal stehen. " Dann erkläre mir nur, weshalb er Dir sein ganzes Vermögen hinterläßt?" Sie sah so gleichmüthig aus, als wenn sie die ganze Weil..." Sie stockte. Weil Du mein Gatte bist... Sache nichts angehe. Politiche Lebersicht, Berlin, den 28. Dezember. Bur Militärvorlage. Ehe man an Erweiterung der " Ferien- Kolonie" denkt, sollte man dafür sorgen, fie menschen würdiger zu gestalten, damit solche Vorkommnisse, wie wir fie oft genug geschildert haben und wie sie auch der bekannte Erlaß des Herzogs Georg von Sachsen mittheilte, nicht vorkommen können. Es ist kein Einzelfall, den uns die Ulmer Beitung" gelegentlich des vor einigen Tagen verübten Selbstmords des Rekruten Haischneider der 1. Rompagnie des Fußartillerie- Bataillons Nr. 13 schildert. Sie Schreibt: werden, wenn jeder sich selbst in die Lage eines so schimpf- Die Umfrage über die Arbeitsz... in Bädereten und lich Mißhandelten fett. Trotz solcher Borkommnisse sträubt Konditoreien hat sich auf 398 Orte erstreckt, die über das man sich oben noch gegen die Einführung eines ordent ganze Reich zerstreut liegen und verschiedenen Größenklassen lichen öffentlichen Gerichtsverfahrens. Dasselbe würde noch von der Großstadt bis zum Dorf- angehören. In ber bringen. Bahrlich, mehr als je ist es Pflicht jedes wahr bogen bearbeitet worden, die einer ebenso großen Anzahl ganz andere Dinge als die sattsam bekannten an den Tag vorliegenden Statistik find die Antworten aus 5347 Frage haften Volksvertreters, für den Militarismus teinen Mann von Betrieben entsprechen. Von den Fragebogen sind 2758 und feinen Groschen zu bewilligen. von Arbeitgebern und 2589 von Arbeitnehmern beantwortet worden. Die 5347 befragten machen etwa 10 pCt. der waren 14 102 Silfspersonen beschäftigt, darunter 13 060 bei überhaupt vorhandenen Betriebe mit Gehilfen aus, und in ihnen Herstellung der Backwaaren beschäftigte( davon 4189 Lehr linge) und 1042 für den Verkauf angenommene Personen ( davon 992 weibliche). Aus der Luft gegriffen soll nach dem Reichs. Anzeiger" die Mittheilung der Berliner Politischen Nach richten" sein, daß eine Tabakfabriksteuer geplant sei. Die Scheu vor der Vermögenssteuer läßt sogar die Rölnische Zeitung" die Erbschaftssteuer befürworten. Sie mehr als 12-14. 28,4 14-16. 8,8 auf Stunden in nach den Aussagen ber Arbeitgeber Arbeitnehmer 12 und weniger 59,4 47,0 . 28,9 17,7 " 4,3 ## 18 0,4 1,0 • 1,0 1,1 9 B 19 100,0 Betrieben, 390: 16-18. 2,0 " " unbestimmt von je 100,0 Die„ Norddeutsche Allgemeine Zeitung" vergleicht diese Ergebnisse mit denen des bekannten Bebel'schen Buches, in dem sie bemerkt: Wenn man dagegen die entsprechenden Zahlen aus dem bekannten Buch von A. Bebel über die Lage der Arbeiter in den Bäckereien berechnet, so würden: 12 und weniger Stunden: 28,2, mehr als 12-14: 84,7, mehr als 14-16: 25,1, mehr als 16-18: 14,2 und mehr als 18: 8 von je 100 Bäckereien arbeiten laffen. Bebel's Zahlen sind aber nur aus 664 Bäckereien und nur aus den Aussagen von Arbeitnehmern gewonnen. Diese aber tragen, wie man aus obigem erkennt, bei der Beschreibung der Arbeits zeit die Farben etwas schwärzer auf, wie die Arbeitgeber, außerdem haben für die Bebel'sche Umfrage wohl nur solche Arbeit nehmer Material geliefert, die sich durch lange Arbeitszeit be schwert fühlten; und so mußte Bebel, bei aller Objektivität der Bearbeitung seines Materials, zu sehr ungünstigen und zu er heblich ungünstigeren Zahlen fommen, als die amtliche Um frage, die sowohl hinsichtlich ihrer Veranstaltung als der Ver arbeitung alle wünschenswerthen Garantien der Objektivität Die Erbschaftsstatistik hat nach der im preußischen Der Verstorbene war ein gelernter Schreiner und hat sich Finanzministerium angestellten annähernden Berechnung erNach diesen Ermittelungen stellt sich die Arbeitsburch seinen Fleiß, feine Pünktlichkeit und fein anständiges geben, daß in Preußen jährlich 1206 Millionen Mark verBenehmen die Achtung seiner Kollegen wie feines Prinzipals erbt werden. Davon entfallen auf Verwandte in grader zeit der Gesellen in den Bäckereien mit dem üblichen, ( Hinkel) erworben. In dem Turnverein war er ein gern- Linie mehr als zwei Drittel, nämlich 810 Millionen, auf einen Theil der Nacht umfassenden Betriebe, ohne Abzug gesehenes munteres Mitglied. Bald nach seiner Einberufung Ehegatten 116 Millionen, auf Geschwister 106 Millionen, der dazwischen liegenden Pausen und mit Einschluß der änderte sich jedoch sein ganzes Wesen; er wurde still und in auf Nachkommen von Geschwistern 99 Millionen, auf Stief- Nebenarbeiten: fich gekehrt, eine gedrückte Stimmung griff bei ihm Play, und und Schwiegerverwandte 13 Millionen, auf Adoptiv: und er magerte sichtlich ab. Endlich offenbarte er feinen Eltern eingekindschaftete Verwandte 55 Millionen Mart, ferner und Berwandten das Geheimniß. Unter hellen Thränen theilte er feine traurigen Erfahrungen in der Raferne mit. ftande des Erblassers 756 000 Mart, auf natürliche, vom an Pensionen und Renten an Personen aus dem HausEr habe sich, fich, fagte er, das Militärleben schlecht Bater anerkannte Kinder 853 400 Mart, auf Zuwendungen vorgestellt, aber To bätte er es doch nicht erwartet und nicht verdient. Wenn einer nur zu Wohlthätigkeits-, gemeinnüßigen und Unterrichtszwecken ein bischen Chrgefühl im Leibe habe, so könne er die Vor- 4 231 100 Mart, auf Verwandte bis zum sechsten Grade gänge in der Kaserne nicht mit ansehen, fie seien herz einschließlich 16 327 500 Mark und auf Erbschaften in allen zerreißend! Die Rompagnie des Verstorbenen habe in anderen Fällen 30 192 500 Mart. biefer Beziehung am meisten zu leiden gehabt, oft feien fie von den Kameraden der anderen Kompagnien verhöhnt und aufgezogen worden. Insbesondere flagte Haischneider über die Menage, sowohl hinsichtlich der Qualität wie der Quantität, Die Kapitalistenpreffe, obenan die Kölnische hierbei erwähnte er den Umstand, daß das Mittageffen häufig um 11 Uhr gefaßt werde, allein es sei oft schon 1-1/ 2 Stuns Beitung", steht in vorderster Reihe, wenn es sich darum neue Lasten dem Wolfe aufzus den angestanden, bis man Gelegenheit zum Essen bekommen handelt, immer habe; in der Zwischenzeit müsse das Essen auf den Kasten erlegen. tritt für die neue Militärvorlage gestellt werden und sei hier selbstredend bis zum Genuß er ein und thäte es auch, wenn sie sie noch höhere taltet. Als eine namentlich von Unteroffizieren gern Forderungen stellte. Ekelhaft gegen diese Bewilligungsgier angewandte Strafart bezeichnet S. das Wegschneiden sticht aber die gehässige Nörgelei ab, wenn es sich Der Knöpfe von den Waffenröcken und das Auf- darum handelt, die Reichen und Besitzenden auch nur reißen von Hofennäthen. Ihm( bem$.) feien an einem Tage im mindesten zu belasten. Die neue Einkommensteuer mit fechs Knöpfe auf einmal weggeschnitten worden, trotzdem die felben noch ganz gut gefeffen seien. Ueber einen Gefreiten er der Selbstabschätzung und noch mehr die geplante Vermögenszählt S. einen fast unglaublichen Vorfall: Dieser habe näm. steuer mit/ vom Tausend ringt ihr die größten Entlich die Leute feiner Korporalschaft des Defteren den Weg von rüstungsartikel ab, und in derselben Nummer, deren Leit deren Mannschaftszimmer in der Baracke nach der Küche artikel für die Militärvorlage eintritt, bringt sie ein leider ( zirila 200-250 Meter) wiederholt im Laufschritt zurücklegen wahres Weihnachtsmärchen" über die Bergällung der lassen und wenn die Leute beinahe athemlos angekommen feien, Weihnachtsfreude durch die Zustellung des Steuererklärungsgeäußert: So, da habe ich mein Vergnügen daran, das macht Formulars. Dagegen hat die Kölnische Rapitalistendirne mir Freude und Spaß zugleich!" Am meisten jedoch nahm nie etwas einzuwenden gehabt, wenn immer größere Befich der Verstorbene nach seiner Darstellung ein Vorkommniß laftungen bem Bolte durch Bölle und Lebensmittelsteuern zu Herzen, das allerdings in der Ferienkolonie schon mehrfach Wir wollen gegen diese Bemerkung nicht polemifiren. beobachtet worden ist. Es betrifft das Anspuden von auferlegt werden. Aber das Ende der Welt, in der Vor- Die Ergebnisse der amtlichen Ermittelung selbst, wenn man Soldaten. Eines Tags habe ihm, wie H. erzählt, sein ftellung der„ Kölnischen" ist selbstverständlich die Welt nur als auch nur die aus den Angaben der Arbeitgeber geschöpften Unteroffizier befohlen, vor versammelter Mannschaft einem„ Bourgeois- Welt" denkbar, würde das Weltblatt" für ge- berücksichtigt, liefern ein so trübes Bild von der Lage der Kameraden, welcher angeblich einen Ruß- oder Wichseflecten am kommen erachten, wenn man das Einkommen des Millionärs Bäckergehilfen und Lehrlinge, daß es eine Schmach ist, daß Backen hatte, ins Gesicht au spuden. Da er auch nur annähernd hoch besteuern wollte. nicht längst die Gesezgebung Abhilfe geschaffen hat. Zur ( H.) sich dagegen gefträubt habe, habe der Unteroffizier seinen Befehl dreimal wiederholt und ihn( den H.) endlich anEin evangelisch- sozialer Kursus findet in Elberfeld Ergänzung dieses Bildes wäre noch die Statistik der Woh geschrieen: Nun, wird's bald!... oder ich pude Sie vom 22. bis 24. Januar statt. In diesen drei Tagen ist nungen erforderlich; zu ermitteln wäre, in wie vielen Wert an!" Da habe er nicht mehr anders handeln können, so sehr Gelegenheit gegeben, die gesammte soziale Frage eingehend stätten die Mehlsäcke, aus deren Inhalt die Milchbrötchen für er sich dagegen wehrte, habe er den Befehl ausführen müssen; zu studiren und sich zum vollsten Sozialistenfresser auszu- bas feinere Bublikum hergestellt werden, als Nachtlager dienen. er habe sich jedoch darnach so sehr geschämt, daß es ihn bilden. Fünfzehn Pastoren halten Vorträge über" Christen- In wie ekelhafter Weise die Herstellung des Brotes oft er ganz geschüttelt habe. Noch eine ganze Reihe weiterer thum und Sozialismus"," Wohnung und Familienteben", folgt, haben wir schon öfters geschildert; an einer Besserung Einzelheiten wären aus den Erzählungen Haiſchneiders an- Chriftlicher Sozialismus in England"," Bur Kritik der der Zustände in den Bäckereien hat das gesammte Publikum, fein lassen und nur noch einer Szene Erwähnung thun, die Sozialdemokratie", Die fozialdemokratische Presse und nicht blos das arbeitende, sondern auch das blos genießende fich zwischen den Angehörigen des Verstorbenen und einem Literatur", Die Fachvereine", Die Vereine für Gemein- das größte Interesse. Wie entnervend und entfittlichend Lieutenant abspielte. Derselbe soll sich nämlich geäußert haben: wohl", Bedeutung und Ziele der Arbeiterversicherung", aber die Verhältnisse auf die Lehrlinge und Gehilfen in Wenn dieser Mensch( der S.) einen Charakter gehabt hätte, Der Arbeiterschutz"," Was kann von seiten der Arbeiter Bäckergewerbe wirken, das zeigt schon die Verbrecherstatistit, der Auseinandersehungen erlaubte fich derfelbe Offizier an die Grundlinien für ein christlich- soziales Reformprogramm". stellen, dann hätte er sich nicht erschossen!" Und im weiteren Verlaufe zur Hebung und Beredelung ihrer Lebenshaltung geschehen?" in welcher die Bäcker das verhältnismäßig höchste Kontingent Haischneider'schen Leute die Bitte zu stellen:" Nun, Sie Das alles soll in den drei Tagen eingehend und und gründ Die vorliegende amtliche Statistit macht jedes Ab werden die Sache doch nicht ausplaufschen und dafür sorgen, daß sie nicht in die„ Ulmer Beitung" fommt, lich in Vorträgen behandelt und auch noch der Diskussion leugnen des Nothstandes der Bäckergehilfen unmöglich; fie bas gäbe einen Standal, eine Mordsblamage, und unterworfen werden. Und die Theilnehmer an diesem hat aber nur einen Werth, wenn sie zugleich ein Sporn ich kann Sie versichern, es würde boch nicht geholfen!" Kursus werden die hier erstandene Weisheit gleich am an bazu ist, gründliche Abhilfe zu schaffen. Jm Reichstage fizen eine sehr große Anzahl früherer wieder dice Bände mit Beiträgen zur Lösung der sozialen deren Tage in die Welt hinauspredigen und wahrscheinlich Offiziere sowie eine Menge Landwehr- und ReserveOffiziere. Sie haben das Schicksal des gemeinen Soldaten Frage veröffentlichen, zu denen sie ihre ganze Weisheit aus nie erfahren oder nur als etwas, was Menschen betrifft, dem Wupperthaler breitägigen Kursus geholt haben! von denen sie eine himmelweite Mauer trennt. Man richte Die Arbeitszeit in Bäckereien und Konditoreien ist nur an diese Herren direkt die Frage: Was würden Sie einer Untersuchung unterzogen worden, deren Resultate im thun, wenn jemand Ihnen mit der Faust ins Geficht faiserlichen Statistischen Amt zusammengestellt und an die schlüge oder ins Gesicht spiee? Hierauf Antwort! Der Mitglieder der Kommission für Arbeiterstatistik versandt gleichen Dinge tönnen nur dann mit Gerechtigkeit erörtert worden sind. zuführen, doch wollen wir es wenigstens für heute- genug " Ich kann hierzu nur schweigen. Darüber nachzudenken Es dauerte lange, bevor er antwortete, dann sagte er zögernd: 1 bietet." dem" Fälscher der Emser Depesche dessen rechte Hand" ,, Er leidet an moralischer Kurzsichtigkeit", sagte von Lothar Bucher. Die Bemerkung fiel im Gespräch mit einem Freunde, der es jetzt veröffentlicht hat. Moralische Kurzsichtigkeit"- Herr Lothar Bucher hat sich sehr höflich ausgedrückt. Wir wissen, daß er von seinem„ Chef", den er niemals liebte und achtete, viel härtere und weniger ver schleierte Ausdrücke gebraucht hat. Freilich, um so schlimmer für ihn, der sich einem solchen Menschen verschrieb. Auch ** Aber. Ganz einfach. Wie ich Dir vorhin schon sagte, waren lächerliche Stellung ich dabei gerathe... Im Leben han von Baudrec sein Bermögen zur Hälfte hinterlassen hat... wir, oder richtiger ich, seine einzige Freundin. Er fannte delt es sich immer um Nüancen... Er hätte mir die Also! Auf der anderen Seite Seite tannst Du mich schon als Kind. Meine Mutter war Gesellschafterin Hälfte vermachen müssen, dann wäre alles in Ordnung ge- die Erbschaft ohne meine Einwilligung überhaupt bei Verwandten von ihm. Fortwährend kam er hierher, wesen." nicht antreten. Ich will fie Dir ertheilen, ſtelle und da er keine natürlichen Erben hatte, hat er an mich Er setzte sich hin, kreuzte die Beine und drehte an aber die eine Bedingung, daß wir das Vermögen gedacht. Möglich, daß er mich ein bischen geliebt hat. seinem Schnurrbart, wie er es in Stunden der Langeweile, unter uns theilen, weil nur so verhindert werden kann, daß Aber welche Frau giebt es, die nie so geliebt worden wäre? der Unruhe oder schwieriger Ueberlegung zu thun pflegte. ich zum allgemeinen Gelächter werde." Möglich, daß diese geheime, verborgene Liebe ihn veranlaßt Madeleine nahm eine Kanevas- Stickerei, an der sie von Noch einmal sah sie ihn durchdringend an. hat, meinen Namen ins Testament zu sehen, als er daran Zeit zu Zeit arbeitete, zur Hand und sagte, während sie die Ganz, wie Du willst. Mir ist es recht." bachte, seine letzten Verfügungen zu treffen. Jeden Montag Wolle aussuchte: Er erhob sich und ging wieder auf und ab. Bon brachte er mir Blumen. Darüber wundertest Du Dich nieNeuem schien er unschlüssig geworden zu sein, doch wich et mals, und doch brachte er Dir niemals welche mit, nicht ist Deine Sache." jezt dem durchdringenden Blick seiner Frau aus." Nein... wahr? Heut schenkt er mir aus demselben Grunde sein entschieden nein!" sagte er.... Vielleicht ist es doch besser Vermögen, auch weil er sonst niemanden dazu hat. Es fofort ganz darauf zu verzichten... Würdiger wäre es wäre im Gegentheil außerordentlich überraschend, wenn er Die Welt wird weder begreifen, weshalb Vaudrec Dich zu jedenfalls richtiger anständiger es Dir vermacht hätte. Weshalb? Was warst Du ihm?" seiner Universalerbin eingesetzt hat, noch daß ich das zu unter dieser Form fann man schließlich nichts dabei finden Sie sprach mit solcher Natürlichkeit und Ruhe, daß gelassen habe. Nähmen wir das Vermögen in dieser Form nein.. nichts dabei finden Selbst die Bart Georges unsicher wurde. an, so wäre das so viel, wie ein Eingeständniß wie ein fühlendsten könnten nichts dawider haben." Gleichviel", begann er.„ Wir können unter diesen Eingeständniß, daß Du strafbare Beziehungen hattest und Er blieb vor Madeleine stehen: Wenn es Dir recht ist, Umständen die Erbschaft nicht annehmen. Es würde einen ich als gemeiner Kerl die Augen zudrückte Jit Dir liebes Herz, so gehe ich jetzt einmal ohne Dich zu Lameneur, sejr fläglichen Eindruck machen. Jeder würde sich etwas mun klar, wie man unsere Annahme auslegen würde? Wir sehe ihm die Geschichte auseinander und bitte ihn um seinen Rath. babet denken und schwagen und sich über mich luftig machen. müffen einen Ausweg, irgend ein geschicktes Mittel finden, Ich will ihm meine Bedenken auseinandersehen und hinzufügen, Meine Kollegen find so schon sehr geneigt, auf mich eifer- um die Geschichte zu bemänteln. Beispielsweise tönnten daß wir aus Gründen der Schicklichkeit und, um alles Ger süchtig zu sein und mich anzugreifen. Ich muß mehr wie wir vielleicht andeuten, daß er sein Vermögen unter uns rede zu vermeiden, auf den Gedanken einer Theilung ber jeder andere auf Ehre halten und für meinen guten Ruf getheilt, dem Gatten die eine, der Frau die andere Hälfte Erbschaft gekommen sind. Sobald ich die Hälfte annehme, forgen. Deshalb kann ich unmöglich zulaffen und erlauben, geschenkt hat." hat keiner mehr das Recht, darüber zu lächeln, das liegt ja baß meine Frau ein derartiges Vermächtniß von einem Ich sehe nicht recht ein", erwiderte fie, wie das auf der Hand. Heißt es doch soviel, als stolz erklären: Manne annimmt, dem allgemein schon zarte Beziehungen bewerkstelligt werden könnte. Das Testament ist ja ganz Meine Frau nimmt die Erbschaft an, weil ich, ihr Gatte, zu ihr nachgesagt wurden. Forestier hätte es vielleicht ge- bündig." fie annehme, der ich Richter darüber bin, was fie thu Suldet, aber ich nie!" Oh, ganz einfach," gab er zur Antwort Du tönntest tann, ohne sich zu kompromittiren. Nun gut, lieber Georges," antwortete fie fanft. Nehmen mir ja die Hälfte der Erbschaft als Schenkung bei Leb- Standal." wir's nicht an. Wir haben dann blos eine Million weniger zeiten überlassen. Kinder haben wir nicht, es ginge also. Wie Du willst," sagte Madeleine einfach. in unserer Tasche." So würde jedes böswillige Gerede verftummen müffen. Noch einmal begann er in aller Breite darüber zu Er ging noch immer auf und ab und begann laut zu Ich seh noch immer nicht ein," versetzte sie etwas un- reden: benken und zu seiner Frau zu sprechen, ohne seine Worte geduldig, weshalb dann jedes böswillige Gerede ver- Ja, es ist ja flar wie der Tag, daß diese Theilung an sie zu richten. stummen müßte. Das von Baudrec unterzeichnete Teftament der Erbschaft zur Hälfte die einzig angemessene Anordnung wird dadurch doch nicht aus der Welt geschafft." ist. Wir beerben einen Freund, der keine Verschiedenheit " Anderenfalls gäbe es " Ja, ja!... eine Million... Um so schlimmer! Beim Abfassen des Testaments muß er gar nicht gefühlt Brauchen wir es denn zu zeigen, oder an die Mauern zwischen uns entstehen, feinen Unterschied treffen und haben, welche Tattlosigkeit, welche Unschicklichkeit er damit zu schlagen?" erwiderte er zornig." Du bist wirklich recht nicht die Meinung aufkommen lassen wollte, als er fagte: beging. Er muß gar nicht gesehen haben, in welche falsche, leinfältig. Bir sagen einfach, daß uns der Graf Auch im Tode noch ziehe ich den Einen dem Anderen et ist bet Nemesis verfallen. DaS Vol? kennt ihn nicht, b« paar Freunde bewilligen ihm achselzuckend„mildernde umstände', und Der, dem er sich opferte, hat Dankbarkeit nie gekannt.— Dem Protest der dufgnrischen Studenten, welchen sich die bulgarischen Bulgaren besuchten wir kürzlich veröffentlichten� haben Studenten aller übrigen von____ Universitäten und auch viele andere Bulgaren angeschlossen Der Fürst von Bulgarien ist jedenfalls in recht schlechte Hände gerathen. Die Herren Diplomaten werden ihm nicht helfen. Und kommt er mit seinem eigenen Volke in Konflikt, so ist er sicher verloren. .»Die Verwerfung des französtfch-schweizerischen .Handelsvertrags ist einer der größten und unverzeih. lichsten gehler, welche die Kammer jemals begangen hat" schreibt Camille Pelletan in der„Justice". Nun, es war mehr als ein Fehler. Die Geldsäcke, die das Interesse der Republik und des Volkes ihren Sonderinteressen opferten, sie wissen— gerade so gut wie unsere Junker es wußten! rls sie sich der Abschaffung und selbst Ermäßigung der Kornzölle widersetzten— daß sie keinen„Fehler" von h r e m Standpunkte aus gemacht haben.„Das Volk sind vir', so denken sie; und„geht es uns gut— dann muß °.s auch dem Volk gut gehen". Tie schutzzöllnerische Majorität hat ihre privaten und Klassen-Jnteressen ganz vortrefflich gewahrt— und das Volk' hat die Kosten zu tragen— ganz wie bei uns.— Frankreich. In Paris werden von den Parteien, die m Trüben zu fischen gedenken, fortwährend die tollsten Gerüchte verbreitet. Neue Schuldbeweise seien gefunden worden; noch viel piehr Personen seien in den Skandal ver- vickelt. Thatsache ist, daß die Hauptankläger und Haupt- verdächtiger auch selber die Haupttumpen sind. Damit sollen die Anderen nicht entlastet sein.— Die Pariser Sozialisten hatten gestern eine Versammlung, in welcher Guesde die Nothwendigkeit der Einigung aller sozialistischen Gruppen befürwortete; der Tag des Gerichts sei für die Bourgeoisie gekommen. Es wurde beschlossen, am Tage des Wiederzusammentritts der Kammer nach Neujahr große Volkskundgebungen zu veranstalten.— Das Tubliner Dynamit-Zlttentat hat die Wirkung hervorgebracht, welche es hervorbringen mußte. Die Gegner der Homerule lachen sich ins Fäustchen, das Ministerium Gladstone, welches gerade an der Ausarbeitung des Homerule-Planes war, muß jetzt die Ausnahmegesetze er- neuen, und die Amnestie, welche für die nächste Zukunft be- schlössen war, ist bis zum St. Nimmerleins-Tag hinaus- geschoben. Und die paar untergeordneten„Verbrecher", die am Tage des Attentats, unmittelbar vor demselben. Freiheit'.......' hinter Sch gesetzt chloß m wurden, werden wohl demnächst wieder . j und Riegel sitzen. Herr Le Coron hat — durch seine gelehrigen Schüler— wirklich«inen Meisterstreich verübt, und die TorieS, mit denen er neuer- dings sehr intim geworden ist, werden ihm ihre Anerkennung gewiß nicht vorenthalten.— „Die Gi tmorde von Homestead", die eine stehend Rubrik der Keutscheu Kapitalistenprcsse sind, werden von der gesammten unabhängigen Presse Amerika's als das be trachtet, was sie sind, nämlich als sensationelle Spitzel und Reportererfindung. Das nicht- sozialistische„Pittä burger Volksblatt", das den Vorgängen von Anfang an genau folgte— Homestead liegt unmittelbar bei Pitts bürg— erklärt die ganze Geschichte für Schwindel. Im Sommer— nach den bekannten blutigen Ereignissen— kamen unter den Scabs(räudigen Schafen), welche die Plätze der Tradesunionisten eingenommen hatten, einige Er- krankungen und auch einige Todesfälle vor— was damals, da gerade die Cholerine sehr verbreitet war, kein Aufsehen erregte. Hinterher nun, als Herr Piukerton wegen seiner Mord- bubenstreiche in Anklagestand versetzt ward und die Eigenthümer und Verwalter des Carnegie-Werkes in den Mordprozeß verwickelt zu werden fürchteten, tauchte ur- plötzlich ein Koch auf— irgend ein obskures Individuum— das zum Magistrat lief und ihm beichtete, er sei von den Ausständigen bestochen worden, den Scabs Gift in die Speisen zu thun, und habe es auch gethan.„In ganz Pittsburg glaubt, wie man uns schreibt, kein Mensch diese vor, sowie ich ihn im Leben vorgezogen habe. Er war ja der Frau niehr zugethan, wohlverstanden, aber indem er sein Vermögen dem Ehepaar zu gleichen Theilen hinterließ, wollte er damit unzweideutig ausdrücken, daß seine Vorliebe rein platonisch war. Und sei gewiß, hätte er überhaupt daran gedacht, so würde er es auch so gemacht haben. Er hat sich die Geschichte aber nicht gründlich überlegt, hat die Folgen nicht erwogen. Dir brachte er Woche für Woche Blumen, wie Du eben sehr richtig sagtest. Dir wollte er ein letztes Andenken hinterlassen, ohne sich Rechenschaft darüber abzugeben, daß..." Sie unterbrach ihn mit einem Schimmer von Ungeduld im Tone:„Versteht sich, versteht sich! Ich begreife voll' kommen. Du brauchst nicht so lange Erläuterungen zu geben. Geh nur gleich zum Notar." „Du hast Recht,' stotterte er erröthend,„ich gehe so fort hin." Er nahm seinen Hut. Beim Hinausgehen fragte er noch: „Ich will versuchen, ob ich die Geschichte mit dem Neffen nicht mit sünszigtausend Franks abmachen kann, nicht ivahr?' „Nein," erwiderte sie stolz.„Gieb ihm hunderttausend Franks, ,vie er fordert. Und mmm sie, wenn Du willst, von meinem Theil." Er schämte sich plötzlich und murmelte:„Nicht doch. nicht doch? Wir theilen ja. Wenn wir ihm auch jeder fünfzigtausend Franks geben, bleibt uns immer noch eine runde Million zusammen." „Aus baldiges Wiedersehen, bebe Magda.' setzte er dann hinzu. Und er ging zum Notar, um ihm das Auskunstsmittel auseinanderzusetzen, aus das angeblich seine Frau ver- fallen war.> r- Am nächsten Tage unterzeichnete sie eine Schenkungs- Urkunde unter Lebenden, wonach Madeleine Du Roy ihrem Manne fünsmalhunderttausend Franks überließ. Als sie das Bureau verlassen hatten, schlug Georges vor, das schöne Wetter zu bemitzen und zu Fuß bis zu den Boulevards zu gehen. Cr war so liebenswürdig, besorgt, blödsinnige Selbstanklage, zumal der Ankläger, ein durchaus verkommenes, dntzendemal bestraftes Subjekt ist, das für ein paar Dollar noch tollere Anklagen zu erheben bereit ist. Allgemein nimmt man an, daß der Bursche im Auftrage und im Solde des Hallunken Pinkerton und seiner Mit- hallunken, der Besitzer und Leiter des Carnegie'schen Werkes gehandelt habe." Unter allen Umständen aber verrathen die deutschen Zeitungen, die von einer„sozialdemokratischen Unthat" sprechen, nur ihre übliche Unwissenheit, denn, wie schon gesagt, die Angeschuldigten sind Tradesunionisten, d. h. ins Deiitschc übersetzt so etwas wie Hirsch-Duucker'sche, also echt bürgerliche Gewerkvereinler, die den Sozialis- mus noch nicht begriffen haben, denen jetzt aber hoffeutlich die Schuppen von den Augen fallen.— Vnvkeinnlftriiftken. Protestversammlnnge« gegen die Militärvorlaae sind weiter abgehalten worden in Scharzfeld a. H.(Ref. Riete- Braunschweig). Salzgitter(Ref. Bcims), Reichen- dach bei Gengenbach in Baden(Ref. Geck- Offenburg), Lörrach(Ref. Dr. R ü d t- Heidelberg), Pritzwalk(Res. K oop mann- Berlin).� Gemeindewahlen. Bei der Gemeinderaths-ErgänzungSwahl in Ottendorf-Okrilla(Sachsen) bei Dresden wurde einer unserer Kandidaten mit großer Mehrheit gewählt. Die anderen drei erhielten nur 10 resp.-1 Stimmen weniger als die konser- vativen Gegner.— In Oberreichenbach wurde in der Klaffe der Nnansässigen der sozialdemokratische Kandidat gewählt. Auch der Ersatzmann gehört unserer Partei an. 9 9 Berliner Parteitags-Beschlüsse. In Salzgitter be- dauerte eine Volksversammlung, in welcher Genosse Bei ms rsserirte, daß der Parteitag den vierte» Passus in§ 13 der Parteiorganisation mcht gestrichen hat, wonach die Parteileitung über die vorhandenen Gelder nach eigenem Ermessen verfügt. Der„Braunschweiger Volksfreund" bemerkt dazu:„Wir wollen zwar die Genossen Salzgitters in ihren Gefühlen des Bedauerns nicht stören, sind aber doch der Ansicht, daß, nachdem der Partei- tag einstimmig, nur gegen die Stimme des Genossen Beims, ab- lehnte, überhaupt über den Antrag zu diskutiren, die Genossen Salzgitters die Undurchjührbarkeit ihres Antrages einsehen würden." »» Die„Germania" bemerkt zur Absicht der sozialdemo- kratischen Reichetagssraktion, im Reichstage die Aushebung des elsaß-lolhringischen Diktaturparagraphen zu beantragen:„Diese Taktik der Sozialdemokraten ist recht ge> schickt und dürfte den Anhang derselben� vergrößern." Flunkerei. In der gegneri'schen Presse zirkulirt nachstehende Notiz:„Wie verschieden sozialdemokratische Theorie und Praxis sind, hat sich wieder einmal in einem Falle gezeigt, der in der letzten Buchdrucker- Versammlung zur Sprache gebracht wurde. En ihren Versammlungen und ihren Parteiblätlern treten die ozialdemokraten bekanntlich mit aller Schärfe für den acht- stündigen Arbeitstag ein. Nun bestand in den sozialdemokrattschen Partei-Buchdruckereien der neunstündige Arbeitstag; aber dem sozialdemokratischen Parteivorstand war das zu wenig, er erhöhte die Arbeitszeit; der Kollege Domine hatte die Mittheilung hierher gelangen lassen, daß auf Veranlassung des Vorstandes der sozial- demokratischen Partei in der Parteidruckerei in Frankfurt a. M. die bisherige neunstündige Arbeitszeit in eine�zehnstündige umge- wandelt worden sei, mit der Begründung, daß Schneider und Hand» schuhmacher ja auch zehn Stunden arbeiten müßten. Das betreffende Schreiben des Parteivvrstandes soll der„Nat. Ztg." zufolge von dem Parteisekretär Fischer unterzeichnet sein. In der Versammlung der Buchdrucker wurde dieses Vorgehen des Parteivorstandes für un- möglich gehalten und der Vorstand deshalb interpellirl; aber das „Unmögliche" war wahr. Der Vorstand erklärte mit schwerem Herzen, daß es sich leider so verhalte." Diese Notiz ist schon vor den Feiertagen in einem Theil der gegnertschen Presse zum Abdrucke gebracht worden, wir hielten es aber für überflüssig, auf dieselbe zu erwidern, da wir längst darauf verzichtet haben, auf alle verleumderischen Anzapfungen der Gegner zu antworten. Zu unserem Erstaunen sehen wir aber, daß sogar die„Magdeburger Volksstimme", also eines unserer Partei-Organe, auf den gegnerischen Leim hupft und allen Ernstes oerlangt, der„Partei- Vorstand soll in seiner Gesammtheit erklären, daß sich die Worte ischers mit seinen eigenen Anschauungen nicht decken."— ieser Aufforderung gegenüber sehen wir uns zu der Erklärung veranlaßt, daß der Parletvorstand das gegen rücksichtsvoll und zärtlich zu seiner Frau. Er lachte und strahlte vor Glück, während sie nachdenklich und etwas ernst neben ihm hinschritt. Es war ein kühler Herbsttag. Die Menge schien eilig zu haben und ging rasch daher. Du Roy führte seine "ran zu dem Laden, wo er so oft den heiß erivünschten hronometer betrachtet hatte. „Darf ich Dir einen Schmuck anbieten?" fragte er. „Ganz, wie Du denkst," erwiderte sie gleickmiitig. Sie traten in das Geschäft.„Was willst Du haben?" ragte er.„Halskette, Armband oder Ohrringe?" Dem Anblick der goldenen, mit edlen Steinen besetzten Schmucksachen hielt ihre absichtliche Kälte doch nicht Stand, ihre Augen belebten sich, und neugierig musterte sie die Schaukasten. „Ach! Ist das Armband reizend!" rief sie plötzlich von einen» Wunsche erregt. Es»var eine sonderbar geformte Kette, deren einzelne Glieder verschiedene Edelsteine trugen. „Was rostet das Armband?" fragte Georges. „Dreitausend Franks," erwiderte der Händler. „Für zweitansendfmrfhundert nehme ich es." Ter Mann»var unschlüssig.„Nein, dafür kann ich nicht," erwiderte er. „Warten Sie einmal," begann Du Roy wieder. „Legen Sie den Chronometer dort für fünfzehuhuudert Franks noch hinzu, das macht dann gerade vier- mausend, die ich baar bezahle. Abgemacht? Sonst gehe ich»vo a»lders hin." Der überraschte Juwelier ging schließlich darauf ein. „Abgemacht," sagte er. Der Journalist nannte ihm seine Adresse und fügte sinzu:„Lassen Sie auf den Chronometer meine Initialen G. R. C. in verschlungenen Buchstaben mit einer Freiherrn- 'rone darüber eingraviren." Madeleine mußte vor Ueberraschung lächeln. Ms sie hinausgingen, nahm sie mit einer gewissen Zärtlichkeit seinen Arm. Er kam ihr wirklich geschickt und stark vor. Jetzt, wo er Vermögen besaß, brauchte er einen Titel, dasj stimmte.(Fortsetzung folgt.) sein Mitglied Fischer verlangte Desaveu n,«r erlassen kann, da Fischer n i e einen Brief des Inhalts geschrieben hat, ivie er der verleumderischen Unterstellung zu Grunde liegt.— Der„Magdeburger Volksstimme" sollte bekannt sein, daß mit Ausnahme der Druckerei des„Echo" in Hamburg es keine„so- zialdemokratischen Partei-Buchdruckereien" giebt, aus welche der Parteivorstand einen Einfluß ausüben kann, und daß speziell das Frankfurter Partei-Organ ebenso in einer Privatdruckcrei her- gestellt wird, wie dies in Magdeburg auch der Fall ist. Die Bedingungen, unter welchen diese Blätter hergestellt»verde», setzen die Genossen resp. Herausgeber der Blätter an den hetr. Orten mit den Buchdruckereibesitzern selbst fest, und der Parteivorstand mischt sich in diese Angelegenheiten grundsätzlich nicht. Ob der Drucker des Frankfurter Partei-Organs sich genöthigt gesehen hat» früher ge»vährte, besonders Begünstigungen für fein Setzerpersonal wieder zurückzunehmen, ist uns unbekannt. Auf keinen Fall ober hat irgend ein Mitglied des Parteivorstandes mit diesen Bor- gängen etwas zu thun. Ebenso wenig hat in dieser Sache«in Briefwechsel zwischen dem Parteivorstand und dem Drucker des Frankfurter Partei-Organs stattgefunden; wer anderes behauptet, flunkert. »« RnS Zabrze(Oberschlesien) wird unS geschrieben: Mit großer Spannlliig sehen wir der nächsten Reichstagswahl ent- gegen, und auch die Zentrumspartei, welche seit Jahren ihren Kandidaten mühelos durchbrachte, erwartet die nächste Reichs- tagswahl nicht»nit derselben Ruhe, wie andere Jahr«. Sowohl die Antisemiten wie in noch weit höherem Grade die Sozial- deinokraten machen die Schwarzen Kopfschmerzen. Letzteres»vird durch die tendenziösen Berichte bewiese»», welche die hiesige ultra- montane Zeitung über Arbeiterversammlungen bringt. Die Antisemiten halten alle 14 Tage Versammlungen ab und ver- tdeilen deutsche und polnische Flugblätter, in denen vor unserer Partei geivarnt und das Publikum aufgefordert wird, nichts bei Juden zu kaufen. In der Regel giebt zwar der oberschlefische Arbeiter nichts auf das antisemitische Geschwätz, weil es ihm ganz gleich dünkt, ob ihn der Jude oder der Christ betrügt. Trotzdem kann hier die Sache für die Juden leicht einmal kritisch werden,»venn sie gegen ihre Verfolger nicht beizeiten Vorsorge treffen. Es steht ihnen hierbei«in sehr ei«- faches Mittel zu Gebote. Sie brauchen der Sozialdemokratie nur ihre Säle zu Versammlungen zur Verfügung zu stellen, so ficht es mit der antisenntischen Hetz- Herrlichkeit Matthäi am Letzten. In Versammlungen kann der arbeitenden Bevölkerung am ein- drucksvollsten nachgeivicsen werden, daß sie von den Antisemiten ebenso wenig etwas Gutes zu hoffen hat, wie von den übrigen Parteien, die das Privateigenthum an den Produktionsmitteln ausrecht erhalten wissen wollen. Ebenso schwierig würde die Stellung des Zentrums, Verden, wenn es uns gelänge, möglichst überall Versammlungslokale zu erhalten. Keine Partei hat sich am oberschlesischen Arbeiter mehr versündigt als das Zentrum. Es hat nicht das mindeste zur Abstellung der sprichwörtlichen Roth gethan, uuter welcher die Oberschlester feit alter Zell seufzen. sondern immer nur dem Volke Entsagen und Entbehren ge- predigt, wo es diese sogenannten Tugenden schon bis zum menschen möglichen Grade üben mußte. Es liegt freilich im System der Priesterschaft, die große Masse darben zu lassen. Der Weg zum Himmel ist bekanntlich sehr schmal. Damit der Arbeiter ihn passtren kann, ist es nöthig, daß dessen sündiger Leib nicht zu dick wird. Auch die Arbeiter Oberschlestens aber. sehen allgemach ein, daß es keine Sünde sein kann, menschen- würdig zu leben, und wenn sie Gelegenheit finden, sozialdemo- kralische Versammlungen zu besuchen» so»st es um den jetzigen Einfluß der Schivarzen geschehen.# Achim, 27. Dezember. Be» der am 1ö. Dezember er. statt- gehablen Wahl der Schulvorstände»vurden von drei zu wählenden Vorstehern zwei von unserer Partei gewählt, Bei der Gemeinde- Ausschuß-Wahl am 27. Dezember lauteten in der S. Klasse von 226 abgegebenen Stimmen 225 aus dm Kandidat«» unserer Partei.## Detmold. Bei der Nachwahl zum Landtag« der S. Klasse im 2. Wahlkreise erhielt der gem. Freis. Strunk 473, Bödecker (kons.) 108, Schnitzer(Soz.) 630 und der Freis. Brill 247 Stimmen, so daß eine Stichwahl zwischen Strunk und Schnit- geö erfolgen wird. Todtenliste der Partei.'In Braunschweig ist der Schuhmachermeister W. Drache, 78 Jahre alt, gestorben. Trotz seines hohen Allers ist derselbe in den Kreisen der Kleinbüraer bis zum Ende für unsere Ideen thätig geivesen und»vie bei jeder Wahl, so scheute er auch bei der letzten Stadtverordneten» wähl nicht die Mühe, mit Stimmzetteln vor den Wahllokalen zu stehen.— I» S ch ö n e f e l d bei Leipzig verstarb der Maler Richard Krüger; in Bremerhaven der Maurer- Arberlsmann Heinrich Ludwig, 35 Jahre alt.— In der kgl. Chantee zu Berlin verstarb am 27. Dezember, Vormittags 1l Uhr,»»ach halbjährigem Krankenlager der Genosse Herm. Lüderitz im 43. Lebensjahre. Derselbe hat rührigen Antheil an der politischen, svlv.e gewerkschaftlichen Beivegung des Proletariats, hauptsächlich lvähreud des Sozialistengesetzes ae- nommen und ivar seiner Zeit Mitangeklagter i>n Karklinnts- prozeß, in welchem er nach dreimonatlicher Untersuchungshaft noch zu zwei Monaten Strafe verurtheilt wurde. Die Genossen und Kollegen des 6. Berliner Reichstags-Wahlkreises»Verden Lüderitz ein ehrendes Andenken bewahren. Polizeiliches,(Gerichtliches»e. -Reichsländische s. Nachdem in Metz- sch«lbt die„Elsaß-Lothringische Volkszeitung"— vor einiger Zelt eine öffemliche Versammlung des neu»mportirten katholischen Volks- Vereins stattfinden konnte, hätte man glauben dürfen, daß auch uns endlich die Ausübung unserer gesetzlichen Rechte nicht länger vorenthalten»vürde. Doch—„der schöne Glaube»var ein schöner Wahn." Auf eine Anmeldung, die vollkommen den Bestiinmungen des Art. 2 des Gesetzes vom 6. Juni 1668 entsprach und in ivelcher ausdrücklich betont worden»var, daß die Versammlung elne nichlpolitische sein werde,— was übrigens schon aus dem Thema:„Die wirthschaftliche Lage des Volkes" hervorging— erhielten hiesige Arbeiter von Polizeidirektor Dall einen einfachen abschlägigen Bescheid, selbstverständlich ohne jede Angabe von Gründen.— Die„Elsaß-Lothring. Volks-Zeitung" trifft den Nagel aus den Kopf,»venu sie meint, daß»vir der- artige Bescheide nur begrüßen könnte»», denn sie zeigte» auch dem Indifferentesten,„daß die berühmte Gleichheit der Bürger vor dem Gesetz nichts ist als eine Phrase, und daß es des energischen Kanipjes aller Rechtliebenben bedarf? um dies« Gleich- heit erst zu erringen". — Wiederum hat das Reichsgericht ein Erkenntniß des Rndolstädter Landgerichts aufgehoben,»vonach Genosse H. Becker. Redakteur des„S a a l f e l d e r B o l k s b l a t t e s",»vegen an- aeblicker Ausreizung 50 M. Geldstrafe zahlen resp. 14 Tage Ge- sängniß verbüßen sollte. Die Strafsache ist der Rudolst(idter Strafkammer zur nochmaligen Verhandlung überwiesen. Vttiefltspfctt de« I. H. 4S. Wir würden nach Uebersendung der betreffendin Kopie selbstverständlich der Sache näher treten. Genosse Johann Pfarr, Vertrauensmann für Moabit theilt unS mit, daß seine Adresse WilSnackerstr. 49 lautet und nicht 44, wie im letzten BersammluügSbericht irrthümlich an- gegeben. > �ne in Seheberg. Ein derartiger Beschluß ist aus dem J letzten Bartettaqe nicht gefaßt worden. Für den Inhalt der Inferate übernimmt die Redaktion dem Publifum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Donnerstag, 29. Dezember. Opernhaus. Djamileh. Cavalleria rusticana( Bauern- Ehre). Schauspielhaus. Maria Stuart. Leffing- Theater. Schulden. Berliner Theater. Kabale und Liebe. Wallner- Theater. Die große Glocke. Kroll's Theater. Der Schwur. Marie, die Regimentstochter. Deutsches Theater. Zwei glückliche Tage. Viktoria Theater. Die Reise um die Welt in achtzig Tagen. Rehden Theater. Familie PontBiquet. Nenes Theater. Der verlorene Sohn. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Millionenonkel. Adolph Gruft- Theater. Modernes Babylon. Thomas- Theater. Der Nothhelfer. National Theater. Die Königs tochter als Bettlerin, oder: Die Schule des Lebens. Alexanderplatz- Theater. Die Lieder des Musikanten. Spollo Theater. Vorstellung. SpezialitätenTheater der Reichshallen. Speziafitäten- Borstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Vorstellung. Raufmann's Variété. Spezialitäten Borstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spezialitäten- Borstellung. Adolph Ernst- Theater. Jum 5. Male: Modernes Babylon. Gesangsposse in 3 Atten v. Ed. Jacobson und W. Mannstädt. Couplets theilweise von G. Görss. Musik von G. Steffens. In Szene gefegt von Adolph Ernst. Mumme: Adolph Ernst. Felix: Hugo Hasskerl. Else: Angela Virag. Dr. Bappe: Paul Hambrock. Stella: Elly Bender. Zamberlit: Oscar Löber. Pieper: Carl Weiss. Bumfei: Guido Tielscher. Olga Schnörkel: Anna Bäckers. Freia: Jda Schlüter. Hulda: Lilly Roger. Wanda: Olga Engel. Augufte: Alma Seemann. Buze: Heinrich Fischbach. Hafelhuhn: Edmund Schmason. Frau Bennewiß: Rosa Lid. 2ilhelm Herz: Ernst Kettner. Circus Renz. ( Karlstraße.) Donerstag, den 29. Dezember 1892, Abends 71,4 Uhr: Außerordentliche Vorstellung. Hierdurch die traurige Nachricht, daß unser Kollege, der Gürtler Richard Hässler, am 26. d. M. plöhlich verstorben ist. Die Beerdigung findet am 30. d. M., Aus dem Programm besonders her- Nachm. um 21/2 Uhr, von der Leichenvorzuheben: Mr. James Fillfs halle des Werder'schen Kirchhofes in mit dem Schulpferde Markir. der Bergmannstraße aus, statt.[ 7376 8 arab. Schimmelhengste, in Freiheit Die Kollegen der Bronce waarenfabrik vorgeführt von Herrn Oscar Renz. von Arndt& Marcus. Das Schulpferd Colmar, geritten von Fräulein Clotilde Hager. Quadrille aus der Zeit Friedrichs des Großen. Auftreten des Saltomortale- Reiters Mr. Arnaud. Todes- Anzeige. Am 27. d. M. Nachin. 13/4 Uhr, verstarb nach halbjährigem Krantenlager Zum Schluß: Auf Helgoland. mein lieber Mann, der Bauarbeiter Ballet v. 82 Damen. Neue Einlagen: Hermann Lüderitz, u. 2.: 1. Garde- Regiment zu Fuss; im 48. Jahre. Aufzug der Leib- Garde- Artillerie. Morgen, Freitag, Abends 71/4 Uhr: Grosse Vorstellung mit neuem Programm und Auf Helgoland. Sonntag: 2 gr. Festvorstellungen, um 4 Uhr( 1 Kind frei) und um 7/2 Uhr. Billet- Vorverkauf an der Zirkustaffe u. beim Invalidendant", Markgrafenstr. 51a. Fr. Renz, Direktor. Mittwoch, 11. Januar: Letzte Vorstellung. Circus Corty- Althoff. Berlin, Friedrich- Karl- Ufer, Ecke Karlstraße. Donnerstag, den 29. Dezember, Abends 7/2 Uhr: Gr. brillante Vorstellung. U..: Mr. Thompson mit seinen 5 wunderbar breffiten Elephanten. Größte Neuheit: Der Elephant Medoc am Schellen- Piano. Don Schulpferd Szabadka, geritten Baronesse de Walberg. May- Morn, Springpferd, sowie 55 Hengste, vorgeführt vom Direftor Althoff. Außerdem Auftreten der ber. Künstler- Speziali täten. Freitag, 7/2 Uhr: Romitervorstellung. Kaufmann's Variété 7425 Die Beerdigung findet Sonntag Mittags 1 Uhr, von der Charitee( Eing. Neues Thor) aus, statt. Um recht rege Betheiligung bitten Die Hinterbliebenen. Danksagung. 7485 Für die mir bewiesene Aufmerkſamteit seitens des Gesangvereins der Stuckateure zu meinem 47. Geburtstage und die zahlreichen Depeschen, sage ich hiermit meinen besten Dant. Karl Kruse. Klinik, Neue Ross- Str. 3, I. Vollständig schmerzlos!! Zahnziehen v. 1 M. Zahnfüllen v. 2 M Zahnersatz von 3 M. Alb. Cohn, pract. Zahnarzt. Poliklinik un= entgeltlich 8-9, 12-1, 5-6. 83912 Dr. Hoesch, homöopoth. Arzt, Linienstr. 149. 8-10, 5-7, Gonnt. 8-10. Empfehle Soziald. Neujahrskarten etc. indem ich gleichzeitig auf meine Buchbinderei, Bigarren-, Bigarettenund Tabak- Handlung aufmerksam mache. Sämmtliche in mein Fach einschlägigen Arbeiten führe sauber, solid und 7416 preiswerth aus. H. Schulz, Buchbinderei, Fichtestr. 33 an der Hafenhaide. Ein grosser Posten schadhafter Steppdecken à 3, 4, 5 M. Werth das Doppelte! circa 1000 Stück schwere buntfarbige Am Stadtbahnhof Alexanderplatz. NormalGroße Spezialitäten- Borstellung. 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Erscheint in 45-50( 14tägigen) Lieferungen à M.-, 20 Bereits erschienen: Band I.: in Leinen gebunden M. 3, - in Halbfrz. gebunden( Liebhabereinband) M. 4, Band II.: in Leinen gebunden M. 4,50 in Halbfrz. gebunden( Liebhabereinband) M. 5,50 Einbanddecken in braunem Leinen: für Bd. I. und II. à M. 0,50 in Halbfez.( Liebhabereinb.) für Bd. I. u. II. à M. 1,20 Der Herausgeber schickt dem Werke eine interessante kritischbiographische Einleitung voraus: Lassalle und seine Bedeutung für die Sozialdemokratie", die auch eine Fülle neuen Quellenmaterials enthält. In Form von Vorbemerkungen oder kritischen Randnoten zu den einzelnen Broschüren präzisirt der Herausgeber den heutigen prinzipiellen Standpunkt der Partei, wo dieser verändert ist, oder erleichtert das historische und politische Verständniß der Materie. Die einzelnen Broschüzn folgen nicht in chronologischer Reihenfolge, sondern nach ihrer inneren Zusammengehörigkeit geordnet. Zur Beurtheilung der geschichtlichen Ents wicklung und des Wesens der deutschen Sozialdemokratie ist diese Gesammtausgabe unentbehrlich. Im Anschluß an die Ausgabe wird der Briefwechsel zwischen Lassalle und Mary- Engels folgen. Der erste Band ist mit einem Stahlstichportrait Bassalle's geschmückt. Einzelausgaben: Meine Alfsenrede, gehalten vor den Geschworenen zu Düffeldorf am 3. Mai 1849 gegen die Anklage, die Bürger zur Bewaffnung gegen die Königliche Gewalt aufgereizt zu haben M.-, 40 Fichte's politisches Vermächtniß und die neueste Gegenwart. Ein Brief. M.-, 15 Gotthold Ephraim Leffing vom kulturhistorischen Standpuntt. M.-, 15 Die Philosophie Fichte's und die Bedeutung des deutschen Volksgeistes. Festrede gehalten bei der am 19. Mai 1862 von der Philosophischen Gesellschaft und dem Wissenschaftlichen Kunstverein veranstalteten Fichtefeier. M., 15 Ueber Verfassungswesen. Ein Vortrag, gehalten in einem Berliner Bezirksverein. Was nun? Zweiter Vortrag über Verfassungswesen. Macht und Recht. Ein offenes Sendschreiben Ferd. Lassalle's. .85 Arbeiterprogramm. Ueber den Zusammenhang der gegenwärtigen Geschichtsperiode mit der Jdee des Arbeiterstandes. M.-, 15 Die Wissenschaft und die Arbeiter. Eine Bertheidigungsrede vor dem Berliner Kriminalgericht gegen die Anklage: Die befitlosen Klaffen zum Haß und zur Verachtung gegen m.- 30 die Besitzenden öffentlich angereizt zu haben. Der Laffalle'sche Kriminalprozeß. II. u. III. Zweites Heft: Die mündliche Verhandlung nach dem stenographischen Bericht. Drittes Heft: Das Urtheil erster Instanz mit kritischen Randnoten zum Zwecke der Appellations- Rechtfertigung bearbeitet M.- 50 Offenes Antwortschreiben an das Centralkomitee zur Berufung eines Allgemeinen deutschen ArbeiterM.-, 10 Kongresses zu Leipzig. 5. Aufl. Mit diesem Schreiben eröffnete Lassalle die Agitation zur Gründung einer selbständigen Arbeiterpartei. Zur Arbeiterfrage. Rede bei der am 16. April 1863 in Leipzig abgehaltenen Arbeiterversammlung. Nebst Briefen Prof. Wuttte's und Lothar Bucher's. M.-, 10 Arbeiterlesebuch. Rede Lassalle's zu Frankfurt a. M. am 17. und 19. Mai 1863. Nach dem stenographischen Berichte. M.-, 25 Kleine Auffähe: Die franzöfifchen Nationalwerkstätten von 1848. Antwort an Herrn Professor Rau. Lassalle und die Statistik von Wackernagel. Herr Wackernagel oder der moderne Herostratus. Erwiderung auf eine Rezension der Kreuz- Zeitung". M.-, 15 Die Feste, die Presse und der Frankfurter Abgeordnetentag. Drei Symptome des öffentlichen Geistes. Eine Rede, gehalten in den Versammlungen des Allgemeinen Deutschen Arbeiter- Vereins zu Barmen, Solingen und Düsseldorf. SD- 25 Rede vor der korrektionellen Appellkammer zu Düsseldorf am 27. Juni 1864. Vertheidigungsrede gegen die Anklage, verschiedene Klassen der Bevölkerung zum Haß und zur Verachtung öffentlich aufgereizt zu haben. AR.-, 10 Der Hochverratha- Prozek wider Ferdinand Lassalle vor dem Staatsgerichtshofe zu Berlin am 12. März 1864. Nach dem stenographischen Bericht. M.-, 40 Die Agitation des Allgemeinen Deutschen ArbetterVereins und das Versprechen des Königs von Preußen. Eine Rede, gehalten am Stiftungsfeste des Augemeinen Deutschen Arbeitervereins zu Ronsdorf am 22. Mai 1864. M.-, 25 Als Agitationsschriften haben die Lassalle'schen Broschüren ihre faszinirende Wirkung behalten; wie vor 30 Jahren begeistern sie noch heute die Lefer und in populärer, fesselnder Behandlung des spröden ökonomischen ober geschichts- philosophischen Stoffes sind sie unerreicht geblieben. Herr Julian Schmidt, der Literarhistoriker mit SeherScholien. D.- 75 Die Anmerkungen des Sekerweibes" in dieser literarischen Hinrichtung des bürgerlichen Mode- Literaten entftammen bekanntlich aus der Feder der späteren„ Er zellenz" Lothar Bucher! Franz von Sickingen. Eine historische Tragödie. 2. Aufl. Wiederverkäufer erhalten Rabatt. M.2, Alle Buchhandlungen, Kolporteure und Zeitungsspediteure nehmen Bestellungen entgegen. Bei Bestellungen von Außerhalb ersuchen wir um gleichzeitige Einsendung des Betrages( Porto extra). 400/1 Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. Hierzu eine Beilage. 122 Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 305. Momentbilder Donnerstag, den 29. Dezember 1892. und 10. in Moabit. am = 9. Jahrg. England, gehalten im 6. Wahlverein, zu einem Monat Ge- urtheilung des Fräulein Wabnik wegen Majestätsbeleidigung fängniß. Am 3. wurde der Streit der Weißgerber nach einer und Beschimpfung von Einrichtungen der chriftlichen Kirche zu zer m aus der Berliner Arbeitergeschichte Dauer von 28 Wochen für beendet erklärt. Der 4. brachte eine Monaten Gefängniß zu verzeichnen ist. Im allgemeinen sind die neue Verurtheilung, und zwar des Redakteurs Cronheim wegen Sommermonate mehr der Erholung als der Parteiarbeit gewidmet, des Jahres 1892. Beleidigung des Polizeipräsidiums und mehrerer Schuyleute zu deren die Genossen angesichts der tropischen Hige doppelt bedurftem. 200 Mart Geldbuse eventuell 20 Tagen Gefängniß. Die Allerdings dienen ja auch die Erholungen der Arbeiter der groß en Gleichwie die Weltgeschichte rastlos fortstürmt und die Stellung der Sozialdemokratie zum Voltsschul Gesetz- allgemeinen Sache, und war dies ganz besonders der Fall bei Menschengeschlechter an den großen Ereignissen, welche Dent- entwurf beleuchtete Reichstags Abgeordneter Bebel in den drei großen Volksfesten, welche die Arbeiter- Bildungsschiile, fteinen gleich ihren Lauf bezeichnen, fie verfolgen und sich in sie zwei großen Volksversammlungen, 8. auf auf Tivoli" der Arbeiter- Sängerbund und die Freie Volksbühne im Laufe hineindenken, hineinleben, so schreitet auch die Berliner Arbeiter- Stadtverordneten- Versammlung eine Betition gegen den Bolts- hagen veranstalteten, welche sich alle einer massenhaften& t jeilAm 11. beschloß auch die der Monate Juli und August im Müggelschlößchen bei Friedrichsgeschichte, ein winziges Theilchen des großen Ganzen, unaufhalt- Theilſam vorwärts, ein Ereigniß drängt das andere und die an sich neten Dr. Badet, betr. Unentgeltlichkeit der Desinfektion, zur Feiern, welche in der Zeit vom 27. Auguft bis 4. Ceptenaber geschichte, ein winziges Theilchen des großen Ganzen, unaufhalt- schulgesetz- Entwurf und ging über den Antrag des Stadtverord- nahme zu erfreuen hatten. Diesen Festen folgten die Laff alleBerurtheilungen, und Kurt gern noch einmal an feinem geistigen Auge vorüberziehen läßt, Borwärts", wegen Beleidigung durch die Presse zu 300 M. Hieran erinnert die am 20. erfolgte Verurtheilung des Redakteurs um einen Gesammteindruck zu gewinnen. So wollen wir auch Belobuke event 30 Tagen Gefängniß, sowie des Genossen Engler der„ Bolfstribüne" Timm zu 100 M. Geldstrafe wegen eines verdiesmal versuchen, durch Vorführung kurzer Momentbilder die Erinnerung an Geschehnisse zu erneuern, welche in dem wegen Beleidigung eines Armenkommissions- Vorstehers zu 5 M. öffentlichen Gedichtes zum 1. Mai, das am 28. erfolgte Ableben fluthenden Gedränge der Ereignisse vielleicht schon etwas ver- während des Monats in Fluß gehalten durch Stellungnahme welches in diesem Monate anfing, seine unheimliche Wirksa ankeit Geldbuße ev. 1 Tag Gefängniß. Die Gewerkschaftsbewegung wurde des Maurers Karl Schulz, sowie das Schreckgespenst der Chrilera, Das Jahr 1892 begann recht traurig und unter ungemein( 14. März). Die weiteren Hauptereignisse der zweiten Hälfte des die Agitation zu den Gewerbegerichts- Wahlen in Anspruch ge der Gewerkschaften zum Gewerkschafts- Kongreß in Halberstadt zu entfalten. Die Gewerkschaften wurden fast ausschließlich durch fchweren Berhältniffen. Schon der erste Tag legte den Genossen Monats bildeten 5 große Wolfsversammlungen, welche statt nommen. die traurige Pflicht auf, einen bewährten proletarischen Streiter fanden: am 14. im Feenpalast" behufs Stellungnahme zur zur letzten Ruhe zu geleiten, den am 28. Dezember verstorbenen Novelle zum Krankenkassen- Geses. Rudolf Jenischewsky, Mitglied des vierten Wahlvereins. Auch blaßt ist. Die Versammlung wolle den Magistrat ersuchen: In Gemäßheit des§ 105b Absatz 2 der Gewerbe- Ordnung ben Entwurf eines Ortsstatuts vorzulegen, durch welches in Berlin von dem Zeitpunkt an, an welchem die Bestimmungen des § 105b in Kraft treten: 1. die Beschäftigung von Gehilfen, Lehrlingen und Arbeitern 1. die Beschäftigung von Gehilfen, Lehrlingen und Arbeitern im Handelsgewerbe an Sonn- und Festtagen in Bank- und im Handelsgewerbe an Sonn- und Festtagen in Bank- und Engros- Geschäften ganz untersagt wird und Der Monat September wurde eingeleitet mit einem obten Referent Reichstags- Ab- feft, welches die Genossen und Genofsinnen des 2. Wahlkreises der gewerkschaftliche Himmel hing voll drohender Gewitterwolfen, geordneter Molkenbuhr; am 18. in Brauerei Friedrichshain. am 2. im„ Seeschlößchen" zu Friedrichshagen veranstaltetem. In Berlin stand noch unter dem Banne des Buchdruckerstreifs. Am Hierselbst sprach Reichstags- Abgeordneter Singer über Ent- diesem Monat fanden in furzer Aufeinanderfolge auch zwei 3. Januar fand die erste Versammlung der streifenden Buch schädigung unschuldig Verurtheilter; am 21. im Feenpalast", wichtige Konferenzen statt, und zwar tagte am 11. die Konferenz 3. Januar fand die erste Versammlung der streikenden Buch- woselbst Bebel über den Niedergang des Kleingewerbes Vortrag aller im Handelsgewerbe Angestellten, welche insbesondere die drucker im neuen Jahre statt, welche troß der behördlichen Maß- hielt; die Versammlung am 25. in Brauerei Friedrichshain war Organisations- und Preß-( Fachblatt-) Frage berieth, ſempie am nahmen gegen den Unterstüßungsverein deutscher Buchdrucker die Versammlung arbeitsloser Bauhandwerker, welche die 18. die Konferenz der Lokalkommissionen der Provinz Brandenburg, große Volksversammlungen abgehalten, welche sich mit den Buch- Februar- Krawalle" in der Gefolgschaft hatte, und am 29. endlich welche über die Lokalfragen bezw. über das Verhalten gegenüber große Volksversammlungen abgehalten, welche sich mit den Buch- referirte Reichstags- Abgeordneter Singer in" Sanssouci" über die lokalverweigernden Wirthen zu berathen hatte. Die gitation bruckern solidarisch erklärten. Nächstdem wurde die Frage der Sonntagsruhe vielfach erörtert. Um 7. beschloß Handelsverträge. Auch faßte diese Versammlung eine Abwehr für die Stadtverordneten- Erfahwahlen im 15., 25. und 26. Komeine Versammlung von Bäckergesellen eine munal- Wahlbezirk an Stelle von Zuhauer, Sabor und Höhne Resolution gegen die Straßentumulte. Denkschrift, die Einführung der völligen Sonntagsruhe im Bäcker- den dringlichen Antrag des Stadtverordneten Singer: Am 3. März ging die Stadtverordneten- Versammlung über nahm durch die Gegenagitation der ,, Unabhängigen" einen höchst gewerbe betreffend, an den Polizeipräsidenten zu richten wüsten Charakter an, endete aber trotz alledem nait einem und am 8., in der ersten Sitzung des städtischen Parlamentes, Magistrat zu Die Stadtverordneten- Bersammlung wolle beschließen, den glänzenden Siege der Parteikandidaten Wegner, Bernau und brachten die sozialdemokratischen Stadtverordneten folgenden An- städtischer Erd- und Bauarbeiten dafür Sorge zu tragen, daß die zu ersuchen, schleunigst durch Inangriffnahme Bruns. trag ein: Der 1. Oktober war ein Gedenktag von weittraçjender Be in Berlin befindlichen Arbeitslosen sofort Beschäftigung er- deutung. Er galt dem zweijährigen Ablaufe des Sozial istengesetes halten und fand zu diesem Zwecke im Feenpalast" ein Volksfest statt. our Tagesordnung über. Die gerichtlichen Verurtheilungen waren Das Gespenst der Cholera hielt noch immer die Bevölkerung in im Monat März ganz besonders reichlich. Am 5. erhielt Re- Aufregung und beeinflußte erklärlicherweise auch die proletarische batteur Gronheim wegen Verächtlichmachung von Staats- Bewegung in ihren Sundgebungen, veranlaßte aber die Bildung einrichtungen und Beleidigung der Mitglieder des Landgerichts der Arbeiter Sanitätstommission, welche eine reiche gemeinnüßige Chemnitz 6 Wochen Gefängniß; am 10. Klempner Oscar Laube Thätigkeit entfaltet. Am 8. wurde wieder einmal Redakteur wegen Gotteslästerung bezw. Beschimpfung von Einrichtungen der Gronheim wegen Majestätsbeleidigung bedacht. Die Frauenchristlichen Kirche 3 Monat Gefängniß; Schuhmacher Büttner Versammlung am 24., in welcher Reichstags- Abgeordneter Bebel 2. die Beschäftigung von Gehilfen, Lehrlingen und Arbeitern wegen Aufreizung zum Klaffenhaß 2 Monate Gefängniß, Genoffe referirte, führte zur Gründung des Allgemeinen Frauen- Bildungsim Handelsgewerbe an Sonn- und Fefttagen in Detail Delcourt wegen Vergehens gegen§ 106 des R.-St.-G.-B. 3 Mo- Vereins für Berlin und Umgegend", womit der Anstoß zu einer Geschäften und sonstigen Verkaufsstellen auf drei Stunden nate Gefängniß; am 19. wurden 22 Theilnehmer und am 25. regeren und intensiveren Antheilnahme der Genossinnen an der eingeschränkt wird, mit der Maßgabe, daß die Beschäftigeurtheilt; am 23. wurde Karl Rulide wegen Beleidigung des drei weitere Theilnehmer an den Februar- Krawallen" ab- sozialdemokratischen Bewegung gegeben wurde. Der Monat November brachte das hervorragendfte und gung Vormittags um 10 Uhr beendet sein muß. Richterfollegiums und des Gerichtsschreibers au Rafteburg mit wichtigste Ereigniß des ganzen Jahres, nämlich den Parteitag, An demselben Tage fanden in den Säfen der Brauereien 2 Monaten Gefängniß und am 24. 6. M. Möbelpolirer Gustav welcher vom 14. bis 21. in den Kontordia- Sälen" tagte und Bock" und" Friedrichshain" zwei große Versammlungen Ar- Bock wegen Beschimpfung der chriftlichen Kirche mit 6 Monaten dem sich am 22. die Eröffnung des Reichstages anschloß, womit beitsloser statt, welche der schweren Noth der Zeit beredten Aus- Gefängniß bedacht. Die arbeitslosen Bauhandwerker hielten am das politische Leben allmälig wieder zu neuem Leben erwachte. druck gaben. Bei der herrschenden barbarischen Kälte gehörten 12. b. M. auf" Tivoli" abermals eine Versammlung ab, ge- Auf gewerkschaftlichem Gebiete bildete die Agitation für die im Uebrigen erfrorene Proletarier nicht zu den Seltenheiten. Zur legentlich welcher es wegen der Straßentumulte zu lebhaften Gewerbegerichts- Wahlen noch immer immer das hervorragendste Aufbefferung ihrer Lage befchloffen am 10. die Tabatarbeiter Auseinandersehungen mit" Unabhängigen" tam. Zum Ge Moment. Auch gewann die Organisationsbewegung unter den und Arbeiterinnen die Einführung einer Kontroll- Schuhmarke. dächtnisse Karl Mary' fand am 13. im" Feen Bediensteten der Verkehrsinstitute( Omnibus, Pferdebahn) an Am 12. begann das politische Leben wieder zu pulfiren, es nahm Palast" eine große Feier statt, während am 16. Bedeutung zu gewinnen. der Reichstag nach den Weihnachtsferien seine Thätigkeit wieder vor einer Volksversammlung in Sanssouci" Reichstags- Der. 1. Dezember zeitigte gleichzeitige Parteiverfammlungen auf; Abends sprach Liebknecht im 6. Wahlkreise über das Er- Abgeordneter Bebel über Ursachen und Wirkungen der Krisen in allen 6 Wahlkreisen behufs Berichterstattung der Delegirten furter Programm. Am 14. folgten die Landboten den Reichs- fprach. Am 17. ging die Stadtverordneten Versammlung über vom Parteitage und Neuwahlen für die Aemter in der Organi boten und gingen nach wohlverdienter" Ruhe wieder an die Petition der Arbeiter- Bildungsschule um Ueberlassung von fation. Ebenso fanden am 7. gleichzeitig in allen fech die Arbeit. Der 14. brachte auch das unausbleibliche städtischen Schulräumen zu Unterrichtszwecken zur Tagesordnung Wahlkreisen 9 Protestversammlungen gegen die Militär- Vorlage Ende des gewaltigen Buchdruckerausstandes nach elfwöchentlicher über. Der 18. wurde ein Tag großartiger Demonftrationen. statt, welche sich eines ungeheuren Zuspruches zu erfreuen hatten. Dauer. Einen Lichtblick in trüber Zeit bildete das am 16. statt. Die Zahl der gewidmeten Kränze auf den Gräbern der März- In denselben referirten die Reichstags- Abgeordneten Schumacher, gehabte Stiftungsfest der Arbeiter Bildungsschule. Am 19. ver- gefallenen übertraf bedeutend die der Vorjahre. Im Friedrichs- Dreesbach, Schwark, Frohme, Förster, Bruns, Molkenbuhr, anstalteten die Handlungsgehilfen und Gehilfinnen auf dem hain war ein Massenaufgebot des Proletariats zur Stelle. Die Wurm und Ulrich. Tags darauf fand eine Versammlung arbeits" Bock eine Protestversammlung gegen den Beschluß des Bolizei schlug mit blanker Waffe wacker drein. Abends fanden loser Maler, Anstreicher und Berufsgenossen statt, die ebenfalls Magistrats und der Gewerbe- Deputation, die Arbeitszeit an verschiedene politische Versammlungen statt. Am 23. fand im zahlreich besucht war. Am 18. sprach Reichstags- Abgeordneter Sonntagen nicht länger zu beschränken als nach den Be- 22. Kommunal- Wahlbezirk eine Stadtverordneten- Erfahwahl statt Förster im 6. Wahlverein. Zur Feier des 30jährigen Bestehens stimmungen des Arbeiterschuß- Geseles. Referent war Reichstags- und traten die dortigen Genossen zum ersten Male in den ihrer Organisation veranstalteten die Berliner Buchdrucker unter Abgeordneter Singer. Gleichzeitig sprach im 6. Wahlkreise kommunalen Wahlkampf ein. Der sozialistische Kandidat Kauf- großartiger Betheiligung am 10. einen Herrenkommers. Gegen Reichstags- Abgeordneter Grillenberger über das Alters- und In- mann Flatow erhielt 652 Stimmen, der deutsch- freisinnige Toermer die in Aussicht genommene Biersteuer proteftirte am 11. eine validitätsgefeh. Zwei Tage später, am 21., fand im Feen- 869 Stimmen. Versammlung der Böttcher und Brauer. Am 14. erfolgte die Balaft" eine von über 5000 Personen besuchte Wolfsversammlung Der Monat April wurde eingeleitet mit zwei gerichtlichen Verurtheilung der Frau Apotheker Apotheker Ihrer aus Velten ftatt, in welcher Reichstags- Abgeordneter Bebel die Frage be- Berurtheilungen. Am 2. wurde Zapezirer Biester wegen wegen Beleidigung des Offiziertorps und der Fähnriche handelte: Was lehren uns die legten großen Streits?" Majestätsbeleidigung mit 1 Jahr Gefängniß und Weber Buhr der deutschen Armee zu 200 M. Geldstrafe. Am 15. ging während gleichzeitig die Stadtverordneten Versammlung über wegen Aufreizung mit 4 Monaten Gefängniß bestraft. Dem der Reichstag in die Weihnachtsferien, und am 16. hielt das den Antrag Singer betreffend die kaufmännische Sonn- Andenten des verstorbenen Reichstags- Abgeordneten May Kayfer städtische Parlament seine lebte Sigung vor Weihnachten ab, in tagsruhe bebattirte und denselben einem Ausschuß über war eine Gedächtnißfeier am 3. d. M. gewidmet, an welchem welcher die sozialdemokratischen Stadtverordneten noch folgenden wies. Der 24. brachte eine Bolfsversammlung im Tage auch eine Protestversammlung der Lokalorganisationen gegen Antrag einbrachten: Böhmischen Brauhaus", in welcher Reichstags- Abgeordneter den Kongreßbeschluß von Halberstadt, dem Gewertschaftskongreß Schippel über das Parteiprogramm, und der 26. eine Boltsver- vom 14. März, stattfand. Am 8. starb Gen. Wladislaus Kurowski, Ber- Die Versammlung wolle beschließen: sammlung im Feenpalafi", in welcher Reichstags- Abgeordneter leger und Redakteur der„ Gazeta Robotnicza", dessen Begräbniß am Um der in immer größerem Umfange hervortretenden ArbeitsAuer über Boykott und seine Bedeutung für die Arbeiter 12. auf dem Anstaltsfriedhofe in Dalldorf stattfand. Nach Beendigung losigkeit und dem sich hieraus ergebenden Nothstand der Arbeiter bewegung" sprach und die Lokalkommission Bericht über ihre des ersten Schuljahres hielt die Arbeiter- Bildungsschule am nach Möglichkeit zu steuern, ersucht die Stadtverordneten- VerThätigkeit erstattete. Gleichzeitig sprach Reichstags- Abgeordneter 9. d. m. ihre Generalversammlung ab. Am 9. und 26. fanden fammlung den Magiftrat: Kunert im 6. Wahlfreise über Die Sozialdemokratie und der weitere Aburtheilungen von Theilnehmern an den Februar 1. Die Arbeitszeit der in den städtischen Betrieben politische Indifferentismus". An demselben Tage erfolgte die Krawallen statt. Am 9. erhielt ferner Tapezirer Biester wegen Straßenreinigung, Part- und Gartenverwaltung, Wasserwerke, gerichtliche Berurtheilung des Genossen Peus wegen Verächtlich- Aufreizung 3 Monate Gefängniß, am 14. desgleichen Genosse Kanalisation, Gasanstalt u. s. w. beschäftigten Arbeiter auf machung des Militärs zu 6 Monaten Gefängniß. Das im Reichs- Timm 2 Monate Gefängniß, desgleichen am 25. Stadtverordneter acht Stunden täglich festzusehen und die hierdurch erforderlich tage eingebrachte Wolfsschul- Gesetz begann allgemach auch seine Bubeil eine Geldstrafe von 100 M. Das Osterfest am 17 und werdende größere Anzahl von Arbeitern einzustellen. Schatten zu werfen; es fand gegen dasselbe am 27. eine Proteſt- 18. bildete einen furzen Ruhepunkt in dem rastlosen Getriebe. 2. Die Hafenbau- Anlage am Urban, den noch nicht in Anversammlung flatt, in welcher Stadtv. Bogtherr referirte. Diefer Am 19. tagte im Feenpalast" eine Wolfsversammlung, welche griff genommenen Theil der Wasserwerte am Müggelsee, sowie schloß sich eine Reihe weiterer Proteftversammlungen an. Die Stadt- wegen Lokalverweigerung zur Maifeier über die Lokale Schloß andere städtische Erdarbeiten schleunigst vornehmen zu laffen. verordneten- Bersammlung vom 28. hatte sich wieder mit einem sozial- Schönholz", Ahrens' Brauerei( Moabit) und Norddeutsche 3. Die zur vollständigen Durchführung der Kanalisation er demokratischen Antrage zu befaffen. Der zur Vorberathung Brauerei die Sperre verhängte. Die Wahl von Vertretern forderlichen Arbeiten in Angriff zu nehmen." des Antrages Stadthagen betr. den obligatorischen Besuch der zur Zarifkommission wurde von den Buchdruckern am Die nun offiziell über Berlin hereingebrochene WeihnachtsStädtischen Fortbildungsschulen und die Ausdehnung des Unter- 24. auf dem Bock" abgelehnt. Ein Nachspiel zum zeit" brachte auch für die Arbeiterbewegung nichts besonders Berichts auf unterweisung in den fogen. Sozialreform- Gefeßen ein- 18. März bildete am 25. die Berurtheilung des Maurers Rarl merkenswerthes. Nach Weihnachten, am 27., fand noch im gesezte Ausschuß hatte den zweiten Theil des Antrages berathen Neumann wegen Aufruhrs zu 1 Jahr Gefängniß. An demselben 6. Wahlkreise eine Parteiversammlung statt, welche den vertagten und folgende Beschlußfaffung vorgeschlagen: Tage fanden weitere Haussuchungen und Verhaftungen bei und Bericht der Vertrauensmänner entgegennahm, die Neuwahlen der " M Antrag. Die Versammlung ersucht den Magiftrat, in den von Anarchisten statt. Tags darauf sprach Reichstags- Ab- Bertrauenspersonen und der Preßkommission vollzog und einen städtischen Fortbildungsschulen und den städtischen tech geordneter Liebknecht in einer Volksversammlung des 6. Wahl- Vortrag des Genossen Richard Fischer hörte. nischen Lehranstalten einen Unterricht über die wichtigsten, freises über die Bedeutung des 1. Mai, welche hinüberleitete zum So hat auch das Jahr 1892 Vieles und Großes gewirkt für in das praktische Leben eingreifenden Rechtsverhältniffé Monat Mai und zur Maifeier am 1., welche trotz der die Sache des Proletariats, doch auch viel Noth und Elend im ertheilen zu lassen und dafür Sorge zu tragen, daß ins- Ungunst der Witterung doch im großen Maßstabe begangen Gefolge gehabt. Möge der verflossene Beitabschnitt einen Schritt besondere baldigst über die sich aus dem Arbeitsverhältniß wurde durch Veranstaltung von Volksfesten und einigen Ver- vorwärts bedeuten zu den von der Sozialdemokratie erstrebten ergebenden Rechte und Pflichten, sowie über die Unfall, fanimlungen. Der 2. und 3. brachte wiederum Aburtheilungen Bielen! Kranken-, Invaliditäts- und Altersversicherungs- Geseh- von Theilnehmern an den„ Februar- Kravallen". Von besonderer gebung in den gedachten Schulen und Anstalten unter- Bedeutung war die am 15. stattgehabte Parteikonferenz für den Stadtrichtet wird." freis Berlin und die Provinz Brandenburg. Vom 23. bis Der Monat Januar erhielt einen effektvollen Abschluß durch 26. tagte der 7. deutsche Töpferkongreß. Den Schluß der Haussuchungen und Verhaftungen bei und von Anarchisten in Mai- Ereignisse bildete das Ehrengeleit des Peus, welcher am größerem Umfange, nachdem im Laufe des Monats bereits 29. feine fechsmonatige Strafbaft in Plößensee antrat, bei welcher Haussuchungen nach sozialdemokratischen Liederbüchern zu ver- Gelegenheit von Polizeiorganen wieder mit blanker Waffe eingefchritten wurde. Die diesbezüglichen Beschwerden wurden Der Monat Februar begann wiederum mit Protestversamm: höheren Ortes ,, als begründet nicht anerkannt". lungen gegen das Volksschulgeset. Der 2. Februar brachte die Die Sommermonate Juni und Juli waren ereignißarm. fest. Das Festlokal, das Dufedan'sche Vereinshaus, welches in Berurtheilung des Genoffen Bruns wegen Aufreizung ver- Im Juni ist bemerkenswerth die Mandatsniederlegung der entsprechender Weise dekorirt war, vermochte kaum die Theilschiedener Klassen der Bevölkerung zu Gewaltthätigkeiten, be- Stadtverordneten Zuhauer, Sabor und Höhne, sowie die„ Lohn- nehmer zu faffen, so zahlreich erschienen die Genoffen und deren gangen durch einen Vortrag über die Chartistenbewegung in bewegung" der Maurer, während im Monat Juli( 12.) die Ber- Angehörige. Instrumental- und Bokalkonzert, Borträge ernsten jeichnen waren. Lokales. Der fozialdemokratische Arbeiterverein für Weißenfee und Umgegend feierte am 3. Weihnachtstage fein 3. Stiftungs und heiteren Inhalts wechselten ab, um den sonst in harter Arbeit I veranlaßt, folgendes zu erwidern, damit den geehrten Lesern die funktionirte der Apparat am öftlichen Eingang des Bahnhofes frohnenden Arbeitsbienen auch einmal einen angenehmen Nach- Gedanken und Empfindungen eines solchen Fremblings, eines Börse gestern Morgen durchaus nicht. Ein Arbeiter hatte ein mittag zu bereiten. Sie waren da„ unter fich", begingen sozu arbeitslofen Handwerkers, Dor Augen geführt werden. Behnpfennigftück in die gähnende Spalte geworfen, machte dann fagen ein Familienfest im weiteren Sinne des Worts. Der ge- Die Verpflegungsstationen, die in erster Linie erwähnt aber vergebliche Anstrengungen, um als Requivalent eine Fahr fangliche Theil des Programms wurde von der Gesangs wurden, reichen sie hin, einen jungen Mann vor Bunger farte zu erhalten- ber Automat versagte einfach. Die Beamten abtheilung des Arbeitervereins ausgeführt, welche von dem vor- zu schützen, reicht die dünne, magere Verpflegungssuppe hin, behaupteten übrigens auch, daß die Automaten äußerst unzuaüglich geschulten Kaifer'schen Männerchor unterstützt wurde. einem jungen Körper die Kräfte zu verleihen, die von ihm ver- verläſſig ſeien. ( Broßer Beifall folgte den Leistungen beider Vereine, wie auch langt werden bei der zu leistenden Arbeit? Sehet sie, wie sie da dem ausgezeichneten Vortrag von Gedichten durch den einherziehen, von Stadt zu Stadt, zur nächsten Verpflegungs- Der erste geheizte Pferdeeisenbahnwagen ist vorgeftern Es ist ein Wagen der BerlinClenossen Massini. Doch ihren Höhepunkt erreichte die station, wie bleich, wie hohlwangig, mit hochgezogenen Schultern, polizeilich abgenommen worden. freudige Begeisterung unter den Genossinnen und Ge- die Hände in den Hosentaschen, ohne Unterzeug, die dünne, Charlottenburger Pferdebahn. Da die Versuche zu einem durchmussen, als um Uhr Genoffe Liebknecht, nach fadenscheinige Hose hängt schlotternd an den dürren Beinen. aus befriedigenden Ergebniß geführt haben, werden der Eindem die Sangesbrüder zwei Strophen der Marseillaise zum Besten Betrachtet sie nur, wie sie sich Mühe geben, ihre äußerstellung des einen Wagens in den öffentlichen Betrieb bald andere gegeben hatten, das Wort zu einer Feftrede nahm.- Genoffinnen lichen Mängel zu verdecken; den schmugigen Papiertragen folgen. Die Heizung wird, wie früher im Eisenbahnbetriebe, uri Genossen!- begann Liebknecht Sie sind heute zu einem rieben sie wieder weiß mit Kreide, die zerfekten Schuhe mittels chemischer Kohle bewirkt. Die anderen Pferdebahn- und die Arbeiter mit Schmutz zu bewerfen. Sie höhnen und rufen: waren die letzten vielleicht. Die Worte im erwähnten Artikel: folgen. De tjenigen Feste gekommen, die schon oft die Gegner veranlaßten, haben sie gepust, es foftete 4 Big. auf der Herberge, es Omnibus- Gesellschaften werden hoffentlich dem guten Beispiel " Seht, die Arbeiter feiern Feste, fie müssen also Geld übrig haben!"" Damit sich unsere Festesfreude durch den Anblick eines Bettlers Den mit durchgehender Fahrkarte versehenen Reisenden Ja, was find denn die Arbeiterfeste? Es sind Feste, wie sie die nicht trübe", wie müssen sie an das Ohr eines denkenden und ist vom 1. Januar 1898 ab der Aufenthalt in dem Warteraum Welt schon sah vor ein paar tausend Jahren: Proteste gegen die empfindenden Handwerksburschen flingen und es giebt auch und es giebt auch Ausbeuter und deren Herrschaft. Nur ihre Erscheinungsformen folche. Denkt Euch mal in seine Lage, wenn er ani heiligen des Bahnhofs bis zum Abgang des nächstzubenutzenden Zuges und die Ursachen derselben waren damals im alten Rom andere Abend sich auf seinem Verpflegungsstrohsack wälzt: ob er wohl gestattet in der Zeit von 11 Uhr Abends bis 6 Uhr Morgens wie heute bei uns. Der gepanzerten Diebeswirthschaft von da Bergleiche zieht zwischen Reichthum und Armuth, ob er wohl an jedoch nur, soweit der Warteraum während dieser Zeit ohnebies mals stand gegenüber die Sittlichkeit, und erstere ging zu Grunde, verflossene Tage denti, an seine verstorbenen Eltern, an damals, geöffnet sein muß. Die Unzuträglichkeiten, welche für derartige troz aller Machtmittel, in Schmutz und Blut. So fehen wir die als er noch mit frohem Herzen unterm Christbaum Lieder sang? Reisende durch den Zwang der Räumung des Warteraums gerabe während der Nachtstunden entstehen, laffen, so schreibt der heutige Gesellschaft zu Grunde gehen, schaue man nur um sich: Damals glaubte er noch an Menschenliebe, Menschenrechte. Gurtwa in Waffen starrend, Kugeln und Mordinstrumente mit Gebt ihnen, mit freundlichen Worten, denn es ist hart, au Reichs- Anzeiger", es wünschenswerth erscheinen, von der vorerwähnten Ausnahmebestiminung in thunlichst geringem Umfange einer Wirksamkeit, wie sie die Welt noch nie gesehen; eine betteln; gebt denen, die da jung sind und sich schämen, gebt Gebrauch zu machen. Der Minister der öffentlichen Arbeiten hat Megelei Metz lei vorbereitend, die beim ersten Zusammenstoß Hundert ihnen felbst, und nicht den Herbergsvätern, sie sind oft parteiisch. daher die fönigl. Eisenbahndirektionen mittels Verfügung vom taufende an Opfern fordern wird. Und während der Zeit geht ein Sabt Mitleid mit uns trostlosen Menschen, die wir auf öder 20. Dezember d. J. veranlaßt, in eine nähere Prüfung der VerGesch wür nach dem andern am innerlich faulen Gesellschafts- Landstraße oder schmutziger Herberge unfer Weihnachtsfest hältnisse ihrer betreffenden Bezirke einzutreten und zum mindeste Törper auf: Heinze! Ahlwardt! Drüben in Frankreich die erleben müssen. Wir selbst tönnen uns nicht helfen, wir selbst hältnisse ihrer betreffenden Bezirke einzutreten und zum mindeſte schwindelhaften Spekulationen mit Geld, das zu einem guten Theil nicht.- PS. Geehrter Herr, werden Sie die Spalten Ihrer für die wichtigeren Uebergangsstationen von einer Bahnlinie zur aus den Taschen des Boltes genommen wurde! Da tommen Beitung öffnen einem Handwerksburschen zu Gefallen, wenn Sie anderen entsprechende Anordnungen zu treffen. Neifenden, welchen dann iste Pharifäer all überall und sagen:" Ja, das ist auch in erfahren, daß die 8 Pf. für Kuvert, Bogen und Marke gebettelt die Weiterreise an dem nämlichen Tage infolge Zugverspätung unmöglich gemacht wird, ist bis zum Abgang des nächsten Zuges Frankreich, das tann bei uns nicht vorkommen." Was ist denn find? Sie müssen es, Sie sind gerecht. der Aufenthalt in dem Warteraum stets zu gestatten. eigentlich dort geschehen? Das Kapital hat gestohlen! Und hier Ein Handwerksbursche. stiehlt es auch, und da und dort und überall, wo es herrscht! Um dem Sylvester- Unfug auch diesmal möglichst entgegenWollte man Gericht halten über die Diebe, so würde auch Das Proletarierkind auf Reisen. Uns wird geschrieben: Deutschland in seinen oberen Klassen entvölfert werden. In Am 23. d. M. befand sich unter den Reisenden des durchgehenden zutreten, werden am 31. Dezember, Abends von 11 Uhr ab die Frankreich ist es wie bei uns die Sozialdemokratie, welche auf- Wagens IV. Klaffe im Personenzuge Berlin- Röln, welcher den Friedrichstraße von den Linden bis zur Behrenstraße, die Rosräumen wird mit solcher Wirthschaft. Aber um dies zu können, Potsdamer Bahnhof um 11 Uhr Abends verläßt, ein Knabe von marienstraße und die Kreuzung der Linden und der Friedrichmaßregeln ist der größte Theil der hiesigen Kriminalpolizei, dazu gehört, daß die Sozialdemokratie ihr Ziel fennt, die Gesetze ungefähr 14 Jahren; er war schwächlich und' sah weit jünger Straße polizeilich gesperrt werden. Zur Ausführung dieser Sperr kennt, nach denen die heutige Gesellschaft wirthschaftet. Das aus, trotz des neuen, aber höchst dürftigen Konfirmations- An- maßregeln ist der größte Theil der hiesigen Kriminalpolizei, Proletariat muß sich zusammenfinden, sich heranbilden zu ernstem auges, der seinen Schuß gegen die strenge Kälte bildete. Auf sowie die aus den Polizeirevieren entbehrliche uniformirte SchutzThun. Sie, Genossen, sind zu diesem Zweck in einem Berein, in theilnehmende Fragen erzählte der bescheidene, um nicht zu mannschaft kommandirt. Da in den Vorjahren in der Sylvesterdeffen Mitte ich, wie immer, wenn ich in einem solchen Vereine sagen verschüchterte Junge, er fei Rummelsburger Waisenkind, nacht vielfach beobachtet worden ist, daß Personen in auffälliger mich befinde, an das bekannte Wort Johann Jakobi's bezüglich habe in Berlin zuletzt bei seiner Schwester gewohnt und werde herausfordernder Kleidung und Kopfbedeckung sich in oben geder Bedeutung der Arbeitervereine denten muß. Nicht nun durch einen Agenten nach Neuenrade bei Hagen zu nannten Straßenzügen aufhalten und dadurch öffentlichen Unfug Leute hat die kapitalistische Gesellschaft zu fürchten, die in Wolfs. einem Böttchermeister in die Lehre geschickt. Gegen Morgen fror provoziren, so wird gegen solche Excedenten mit ganz besonderer verfammlungen mit Phrafen um sich werfen. Die Arbeiter, der Kleine, der Nachts im überheizten Wagen wohl der wärmen- Strenge vorgegangen werden. In der Friedrichstraße und welche über ihre Lage nachdenken, das Wohl ihrer Familie ins den Hülle entbehren fonnte, entfeglich, wollte aber trobem nichts Unter den Linden verkehren bekanntlich die feinen Rowdies. Er habe nur eine Mark, und die wolle er aufAuge faffen; die von der Arbeit ermüdet in einen Verein gehen, zu sich nehmen. In Charlottenburg erschien, wie hiesige Blätter erzählen, sich Schriften faufen und nachgrübeln über das Gelesene; die heben. Von Mitreifenden erhielt er Kaffee, etwas Kuchen und am Abend des ersten Feiertags bei dem Gastwirth A. in der find es, welche die heutige Gesellschaft umwerfen. Bildungs- eine warme Decke, so daß sich die Reise für den armen Jungen Berlinerstraße eine Dame, um nach einem Herrn zu fragen, der spielerei wollen wir nicht treiben, in unseren Vereinen soll das schon ganz leidlich anließ. Da befiel ihn plötzlich ein heftiger An- nicht anwesend war. Am Abend darauf fand sie sich in derselben Nothwendige gelehrt werden, und das ist alles, was zur fall von Krämpfen, die sich nach kurzer Zeit noch Järger wiederholten. Absicht wieder ein. Als sie den Gesuchten auch diesmal nicht Erweckung des Klassenbewußtseins beiträgt. Die tapita In Paderborn brachten wir ihn ins Diensttoupee, wo er bald in fand, 30g fte eine mit Strychnin gefüllte Düte hervor, aß davon liftische Gesellschaft hat abgewirthschaftet, fie ift am lethargischen Schlaf verfiel. Die warmherzige und thätige An- und starb alsbald in der Gaststube. Bei ihr sind Karten auf den Ende ihres Lateins. Sie kann nicht einmal die fortwährend theilnahme der Schaffner unseres Zuges verdient das höchste Namen„ Luise Poggenpohl" vorgefunden worden, deren eine die steigende Arbeitslosigkeit verhindern oder einbämmen. In Eng- Lob. Sie, wie sämmtliche Mitreifende äußerten die lebhafteste Morte trug: Bieber Wilhelm, lasse mich begraben, aber fage land mußten Stapitalisten Monate hindurch ihre Arbeiter feiern Entrüftung über das Geschäftsgebahren des Agenten- Bacharias nicht, warum ich es getgan." Wer der Gemeinte ist, hat sich lassen, blos um der sogenannten Ueberproduktion vorzubeugen. heißt der Mann und wohnt Greifswalderstraße 71-, das um nicht ermitteln laffen. Die Bourgeoisie fann also ihre Rolle als Leiterin der Produktion so schärfer zu verurtheilen ist, als das dem hilflosen Kinde mitDurch einen verhängnißvollen Fehlgriff ist der Tob in der heutigen Gesellschaft nicht mehr ausfüllen. Durch die Konfe- gegebene Reisegeld nur aufs tuappste ausreichte. Das Billet bis quenzen ihres eigenen Seins wird die bürgerliche Gesellschaft getödtet. Hagen hatte der Herr Agent bezahlt, von 2 Mart baar war die eines Kindes herbeigeführt worden. Der Journalist Dalbelli, In Deutschland fuchen die Repräsentanten der Bourgeoisie den eine für die dort zu lösende Fahrkarte nach Werdohl, von Korrespondent des Mailänder Secolo", verließ mit seiner Gattin Militarismus auszubauen, um den Bankrott zu verhüten. Und wo aus sein neuer Meister es abholen sollte, die andere für am letzten Mittwoch Abend feine Wohnung in der Josefstraße, das ist doch eine Maßregel, die ihn gerade vorbereitet. Hoffent Behrgeld bestimmt. Nun beträgt aber das Fahrgeld von Hagen fein leicht ertranftes, zehn Monate altes Kind der Aufsicht einer lich gelingt es der allgemeinen Opposition des Voltes, die Vor- nach Werdohl im Anschlußzuge, der nur 3. Klasse führt, 1,60 M., Verwandten überlassend. Diese wollte dem Kinde Medizin geben, lage zu Fall und damit die Regierung zur Auflösung des Reichs fodaß unser fleiner Freund, wenn er anders die anstrengende vergriff sich aber in der Flasche und gab dem Kleinen einen tages zu bringen. Bereite man fich darauf vor. Wir Sozial- Reise nicht ohne jede Grquidung zurüdlegen wollte, auf dem Löffel voll von einem Desinfektionsmittel. Das Kind verbrannte demokraten wollen nicht, wie oft behauptet wird, nur von unseren Bahnhofe zu Hagen noch vier Stunden hätte warten fich arg den Hals, und eine vorgenommene ärztliche Operation Rechten reden, sondern auch von den Pflichten: Der Mann, müssen, um fein sicher nicht freiwillig gewähltes Biel au tonnte ihm nicht das Leben retten; es ist am Nachmittage des Die geschehene Ver welcher die Frau nicht als gleichberechtigt anerkennt, ist fein erreichen. Und dies Ziel? Was für ein Leben mag den ersten Weihnachtsfeiertages gestorben. Sozialdemokrat. Wer in der Familie nicht für seine Ideen wirkt, Aermften erwarten? Der Meister bezahlt den Agenten wechselung fonnte nunmehr auch der Polizei nicht geheim bleiben, nicht wirkt, daß die Kinder im Sinne der Sozialdemokratie er für die Uebersendung eines Lehrlings, der vier Jahre bei ihm und die Verwandte, die natürlich über die Folgen ihrer Leicht ogen werden, der ist kein Sozialdemokrat. Wir verlangen von ohne Vergütung arbeiten soll, Beweis genug, daß er ihn nach fertigkeit unglücklich ist, gewärtigt jetzt noch dazu eine Bestrafung einem Sozialdemokraten, daß er durch sein persönliches Leben Kräften, oder vielmehr über seine Kräfte auszubeuten gedenkt. wegen fahrlässiger Rörperverlegung mit tödtlichem Ausgang. zeigt, wie er die Menschen sich wünscht. Die Gesellschaft, welche Die besten Meister find es sicher nicht, die ihre Lehrlinge auf wix erfireben, foll fein eine Gesellschaft ohne Klassenunterschiede, solche Art aus meilenweiter Ferne beziehen. Und was sagt der in der einerseits die Arbeit geregelt wird, so daß jeder die gleiche Bormund des Kindes, die Rummelsburger Waisenhausverwaltung, Menschenhandel? Lebensmöglichkeit hat. Andererseits soll sie sein eine zu solchem Erziehungsanstalt, große die jedem gleiche Kinderarbeit. Die Verwendung und Ausnüßung der Möglichkeit gegeben wird, an den Errungenschaften jugendlichen Arbeitskraft zum Zwecke des Gelberwerbes und des der Zivilisation theilzunehmen; d. h. an bem, was Profites ist nirgends eine so mannigfaltige, als in der Großstadt. Zaufende von Geschlechtern vor uns gewickt und was Diejenigen Rinder, welche in Fabriten und Werkstätten beschäf Ein mächtiger Fenerschein im Südosten verkündete am Wiffenfchaft soll jedem gleich zur Verfügung stehen. Die Mensch- tigt werden, und selbst bie, welche in der Hausindustrie ihre 3. Feiertag Abend 1/29 Uhr den Ausbruch eines größeren Feuers. heit foll eine große Familie von Brüdern und Schwestern werden, schwache Arbeitskraft zu verwerthen suchen müssen, sind vielleicht In Rigdorf brannte auf dem Grundstück Berlinerstr. 73 die umin der jeder lebt, um sich zu vervollkommnen. Aber nicht noch nicht so schlimm daran, als diejenigen Kinder, welche von fangreiche Stallung für die Pferde des Fuhrherrn Roth. Letztere den Eltern auf„ Nebenverdienst" geschickt werden. Hier ein fonnten sämmtlich gerettet werden; auch gelang es durch das egoistisch nur für fich foll er leben, sondern für sich und für Beispiel für viele. Ein Arbeiter hat eine Frau und ein halbes energische Einschreiten der Rigdorfer Feuerwehr, den Brand auf jeden anderen. Das ist's, was wir erstreben. Ich hoffe, daß, Dugend Kinder zu ernähren. Da heißt es für die Größeren den Herd zu beschränken. wenn ich im nächsten Jahre ihrem 4. Stiftungsfeste beiwohnen bereits: mitarbeiten! Zwei Knaben von 10 und 12 Jahren in Der fie uns als Erbschaft hinterlassen haben. Kunst und Stürmischer, anhaltender Beifall folgte diesen Ausführungen. An Tränzchen. " Zweihundert Mark Belohnung werden dem Finder des von einem Lehrling der Gottschaltschen Cichorien- Fabrik am Freitag auf dem Wege von der Fabrik bis nach der EisenbahnZugbrücke verlorenen, fünfzehnhundert Mart in Hundertmart scheinen enthaltenden Geldbriefes zugesichert. Bemerkt wird, daß die Nummern der Scheine bekannt sind. follte, ich fagen tann, der Verein hat seine Schuldigkeit gethan." müssen des Morgens gleich nach 4 Uhr heraus, um Frühstück Marktpreise in Berlin am 27. Desember, nach Ermitte sie schlossen sich noch einige Musik- und Gesangspiecen, dann auszutragen. Nachher, um 8, geht es nach der Schule, wo bis lungen des Polizeipräsidiums. Weizen per 100 kg. guter von folgte eine Beschenkung der zahlreich anwesenden jungen Nachmittag ausgehalten werden muß. Des Nachmittags wird zu 15,40-15,10 m., mittlerer von 15,00-14,70 m., geringer von tommenfchaft, die ihrer Freude oft auf die ergöglichste Art Aus: Hauje tüc tig mitgeholfen und, wenn der Abend hereinbricht, 14,60-14,30 m. Roggen per 100 Rg. guter von 13,30-13,10 M wird handeln. gegangen. Der eine von den beiden Jungen geht mittlerer von 13,00-12,80 m., geringerer von 12,70-12,50. druck verlieb. Nach einigen mit lebhaftem Beifall aufgenommenen außerdem noch an zwei Abenden in der Woche Regel auf Gerste per 100 kg. gute von 16,50-15,50 M., mittlere von lebenden Bildern schloß das schöne Fest mit einem Tanz- feßen und kommt dann erst nach Mitternacht nach Hause. 15,40-14,50 M., geringe von 14,40-13,50 M. Safer per 100 kg. Natürlich hat er trotzdem am anderen Morgen zur be- guter von 15,80-15,10 M., mittlerer von 15,00-14,30 M., Den geringer von 14,20-18,50 M., Stroh, Nichts per 100 kg. von Handwerksburschen Weihnachten. Die fatte ftimmten Zeit zum Frühstück Austragen anzutreten. Heu per 100 kg. von 6,60-5,40 M. Erbfen Bourgeoispreffe bekommt einmal im Jahre, vor Weihnachten, Eltern, welche ioren Kindern solche Strapazen sumuthen, 4,80-4,15 M. schnell vorübergehende Anwandlungen der Einsicht, daß es in die selbst ein Erwachsener faum auszuhalten vermöchte, tann per 100 Rg. von 40,00-25,00. Speifebohnen, weiße per dieser besten aller Welten auch noch Hungernde und Frierende man leiber keinen Vorwurf daraus machen. Noth macht hart, 100 g. von 50,00-20,00. Linfen per 100 g. von 80,00 giebt, die wie der Nazarener nicht wissen, wo sie ihren Kopf zur und Nahrungsforgen wirten wie ein Reil, der sich zwifchen bis 30,00 M. Kartoffeln per 100 Rg. von 6,00-4,00 M. Rind Ruhe legen sollen. Es wird dann ein alter Ladenhüter wieder Mann und Frau, zwischen Eltern und Kinder drängt, alle fleisch von der Keule per i Kg. von 1,60-1,00 m. Bauchfleisch aufgewärmt, der etwas von Mitleid spricht und in gewundenen zärtlichen Bande zerreißt und die ganze Familie auseinander- per 1 Kg. von 1,40-0,90 M. Schweinefleisch per 1 Kg. von 1,50-1,10 M. Ralbfleisch per 1 Kg. von 1,60-0,90 M. Sammel Sägen darum bittet, die Gesinnungsgenoffen, so fie mit Glücks- fprengt. fleisch per 1 Kg. von 1,50-0,80 M. Butter per 1 Kg. von 2,80 gütern" gefegnet wären, möchten doch nach abgetragenem Mahle Die königlichen Ersankommissionen der Aushebungs- bis 1,80 m. Eier per 60 Stüd von 6,00-8,00 M. Fische per das Tischtuch zusammenlegen und die Brocken, die die Sorglofig: bezirke Berlin erlaffen nachstehende Bekanntmachung: In 1 Kg.: Karpfen von 2,40-1,20 M. Male von 2,80-1,20 keit darauf verstreut hat, den Darbenden durch die Thürspalte Gemäßheit des§ 128 ad 2 der deutschen Wehrordnung vom Bander von 2,40-0,80. Sechte von 1,80-1,00 M. Barsche aber vorsichtig!- hinausreichen. In diesem Jahr hatte sich 22, November 1888 wird hierdurch bekannt gemacht, daß die von 1,60-0,80 M. Schleie von 2,40-1,00 M. Bleie von 1,00 die Kapitalistenpresse der„ Reserve- Armee" angenommen, die mit verstärkten Erfahkommissionen behufs der Entscheidung über bis 0,80 M. Krebse per 60 Stück von 8,00-2,00 m. schlotternden Knieen raftlos von Ort zu Ort durch Sturm und Regen, Schnee und Kälte zieht. Ein arg schönes Liedlein wurde Gesuche um zeitweise zurückstellung bei nothwendigen BerPolizeibericht. In der Nacht zum 27, d. M. fiel ein stärkungen oder Mobilmachungen bezw. bei Bildung von Ersatzda angeftimmt über die Vorzüge der üppigen Verpflegungsstationen, Truppentheilen am 5. April 1893 ihre nächste Sigung abhalten Schumann vor dem Hause Schmidfir. 6 infolge der Glätte zur In ähnlicher Weise in deren Räumen man nieberlegen möge, was die Wohlhabenheit werden. Diejenigen in Berlin wohnenden Mannschaften der Erde und brach den linken Unterarm. und der Luxus achtlos mit dem Fuße bei Seite stößt; dann Reserve, Marinereserve, Landwehr, Seewehr, Erfahreserve und verunglückte am 27. d. M. Nachmittags ein Kriminalschußmann würde bei der firengen Unparteilichkeit der Herbergsväter, die ja Marine- Erfagreserve, welche auf zurückstellung Anspruch machen, in der Landsbergerstraße, indem er beim Besteigen eines in der notorisch ist, auch manchem armen Wanderer" in der Fremde werden aufgefordert, ihre Gesuche unter Angabe ihrer Militär- Fahrt befindlichen Pferdebahnwagens fiel und einen Bruch des ein fröhliches Weihnachtsfeft" beschieden sein. Der Zufall verhältnisse und der Nummern, unter denen sie in den Listen der Oberarms erlitt. In der Spree, bei der Fruchtstraße, wurde wollte, daß diese Epistel in Dortmund einem der Obdachlosen hiesigen königl. Bezirkskommandos geführt werden, im Laufe der Abends ein Arbeiter in einer offenen Stelle im Gise hilferufend in die Hände fiel. Er setzte sich in der Herberge an den Tisch Monats Januar 1893 beim Militär Bureau des hiesigen vorgefunden und noch lebend aus dem Wasser gezogen. Er wurde und schrieb der Dortmunder Beitung" eine Antwort, die von Magistrats einzubringen. Ebenso werden die auf Burücfstellung nach dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht. Anscheinend diefer bei der obligaten Rathlosigkeit ohne jede Randbemerkung Anspruch machenden und sich hier aufhaltenden ausgebildeten ist er in der Trunkenheit ins Wasser gerathen. im Sprechfaal untergebracht wurde und die da erkennen läßt, Landsturmpflichtigen des II. Aufgebots aufgefordert, ihre Gesuche Hause Schönhauser Allee 48 wurde ein Arbeiter von einem aus wie das ftete Glend, aus dem es bei der herrschenden„ Ordnung" unter Angabe ihrer bisherigen Militärverhältnisse in der an- gleitenden Mann zur Erde gerissen und erlitt durch den Fall der Dinge teine Errettung giebt, auch den Sanstesten und Willfährigsten troh all der Schlacken, die ihm heute noch anhaften, gegebenen Zeit bei dem bezeichneten Bureau einzureichen. Hierbei eine so bedeutende Verlegung am Unterschenkel, daß seine leberjühunverbrüchlich in die Reihen des zielbewußten Proletariats treibt, wird ausdrücklich bemerkt, daß die bereits früher berücksichtigten rung nach dem Krankenhause am Friedrichshain erforderlich wurde. Mannschaften ihre Anträge auf weitere Burückstellung im Be- n seiner Wohnung, am Grünen Weg, vergiftete sich ein Als Zeichen dieser Entwickelung, die bei Zausenden zutreffen wird, darfsfalle zu erneuern haben und die nach dem 81. Januar t. 3. Arbeiter mittels Karbolsäure. Ein Hospitalit gerieth vor dem Hause Breslauerstr. 13 unter die Räder eines Postpacketwagens mag der Brief hier eine Stelle finden. Er lautet: eingehenden Gesuche nicht berücksichtigt werden können, und wurde an der Brust so bedeutend verlegt, daß er nach dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht werden mußte. Abends wurde ein Buchbruckereibesitzer in seiner Werkstatt, in Dortmund, 23. Dezember 1892. Geehrter Herr Redakteur! Ueber die automatischen Fahrkarten- Berkäufer auf den Auf den in vorlegter Nummer Ihrer geschäzten Zeitung er. schienenen Artikel: Wanderers Weihnachten", fühle ich mich hiesigen Stadtbahnhöfen wird uns lebhaft Klage geführt. So Vor dem 123 Gerichts- Beifung: Soziale tebersicht. Die Wochenbeiträge und Unterstügungen bleiben vorläufig also wie bisher II. III. I. Klasse 45 Pf. Beitrag .. 15,60 Unterſtügung 30 15 " P " 12, 6, " Aus Mannheim berichtete die Voltsstimme" unterm 27. Dezember: Was wird für die Arbeitslosen in Mannheim gethan? Wir haben seinerzeit die Pläne aufgezählt, die der Oberbürgermeister zur Beschäftigung derfelben ausgehedt hat. Heute müssen wir mit Bedauern fonstatiren, daß es bei den Plänen der Infelstraße, erhängt vorgefunden. In der Nacht zum hausstrafe in Ludwigsburg vollständig abgefeffen hat. Als wirk- 1 28. d. M. fiel ein Metallschleifer gegenüber dem Hause Hallesches licher Thäter meldete sich unmittelbar nachher der im Stuttgarter Ufer 7/8 anscheinend in der Trunkenheit in den Landwehr- Kanal, Buchthaus befindliche Schneider Johannes Stöhr von Feckenwurde jedoch noch lebend aus dem Wasser gezogen und nach dem hausen, Oberamts Rottweil, welcher gestand, anfangs Februar 1890 Krankenhause am Urban gebracht. Vor der Ankunftshalle des einem Dienstinecht Namens Roch aus dessen verschlossenen Görlizer Bahnhofes wurde ein Färbergeselle schwer trant auf- Roffer die Summe von dreihundert Mark gestohlen zu Da die Novelle zum Krankenversicherungs- Gefeh für dies gefunden und nach der nahen Sanitätswache gebracht, wo er haben, derentwegen Pfau damals, trotzdem er die That jenigen Raffenderen Statut bis 1. Januar 1898 nicht gebald darauf verstarb. Er hatte sich mittels Chloroforms ver- bestritt, auf vorliegende Indizien hin verurtheilt worden ist. nehmigt erst am 1. Juli in Kraft tritt, so genügt das bisgiftet. Am 27. b. M. fanden 4 fleine Brände statt. Beide Straffachen wurden mit einander verhandelt. Das frühere herige Statut dem Gesetz und können die Mitglieder nicht Strafurtheil gegen Pfau wurde gemäß dem Antrage des Ver- gezwungen werden, einer andern Raffe beizutreten. theidigers, Rechtsanwalt Fr. Haußmann, aufgehoben und der- Gleichzeitig machen wir darauf aufmerksam, daß am Comms felbe unter Uebernahme sämmtlicher Kosten auf die Staatstaffe tag, den 22. Januar, Bormittags 10 Uhr, im Raffenlotal, Beuthfreigesprochen, dagegen dem Stöhr zu seiner wegen anderer Ver- ftraße 21, die Hauptversammlung stattfindet; da in derselben die brechen ihm früher zuerkannten Strafe von 8 Jahren Buchthaus Wahl des Vorstandes geschehen muß, ist es die Pflicht sämmtein weiteres Jahr Zuchthaus als Zusatzstrafe zuerfannt. Pfau licher Mitglieder anwesend zu fein, um ihr Wahlrecht aus hatte, wie schon früher mitgetheilt, wiederholt und namentlich zuüben. Die Ortsverwaltung. Unerhörte Zustände herrschen in der nächsten Nähe auch im Zuchthause, bei jeder Gelegenheit betheuert, daß er un Berlins auf einem öffentlichen Verkehrswege und zwar auf der schuldig fei, aber man schenkte feinen Betheuerungen einfach Zur Arbeitslosenfrage. Aus Seilbronn schreibt man Dampferstraße zwischen Spandau, Tegel und Heiligensee, welche feinen Glauben. Die verurtheilenden Richter find, als sich die der Schwäbischen Tagwacht": Am Weihnachtsabend hat sich im Sommer von Berliner Ausflüglern häufig benugt wird. Beweise von der Unschuld des Pfau nach und nach ergaben, in der Maurer Glaser, Ehrhardsgasse dahier, auf der Plattform Diese Zustände wurden in einer Berhandlung enthüllt, welche den Ruhestand mit Pension" versetzt worden, dem unschuldig feiner von ihm gemtetheten Wohnung erhängt. Der Unglüdliche am Mittwoch vor dem Schöffengericht am Amtsgericht II. statt Verurtheilten nimmt aber die 21/2 Jahre Zuchthaus tein Mensch hatte seit einigen Wochen feine Beschäftigung und somit auch fand und auf Uebertretung der Feldpolizei- Ordnung lautend- mehr ab, und eine kleine Geldentschädigung ist kein Erfaz für feinen Verdienst, und da es infolgedessen an Nahrungsmitteln fich gegen den Gelbgießermeister Gustav Willert und beffen erlittene Zuchthausstrafe. und Kleidungsstücken für seine Frau und 5 unerwachsene Kinder Schwester, die Wittwe Emilie Pflister geb. Willert, richtete. Bu fehlte, gab er sich in der schönen Weihnachtsnacht, wo Friede den Stationen der bezeichneten Dampferlinie gehört das Restaurant auf Erden!" herrschen soll, den Tod. Konradshöhe" hinter Tegel. Diese Station ist vom Landrath fahrplanmäßig genehmigt und sowohl im Zarif verzeichnet, wie auch auf der Station selbst durch Plakate auf die Dampfer und die Anlegezeit hingewiesen ist. Besizer der Station ist der Restaurateur Romann, der ursprünglich an der Stelle ein großes, ödes Grundstück besaß, dasselbe aber parzellirt und als Baustellen verkauft hat. Wie nun die Beweisaufnahme ergab, chifaniri werfen wir einen Rückblick auf das zu Ende gehende alte Jahr, daß die Arbeitslosen kein Recht hätten, von der Stadt Be An die Maurer Berlins und Umgegend. Kollegen! geblieben ist. Wie es der Herr Oberbürgermeister ausgesprochen, Romann seine Nachbarn, die ihm seinen dürren Sandboden so müssen wir bekennen, daß unsere Lage, statt sich zu beffern, schäftigung zu fordern, so hat der weise Senatus der Republik abgekauft haben, nach Leibeskräften, besonders aber dadurch, daß im Gegentheil eine schlechtere geworden ist. Mit immer größerem Mannheim beschlossen. Nur diejenigen, die in Mannheim ihren er denselben das Betreten seines Grundstückes untersagt, um zur Raffinement beuten unsere Bau- Unternehmer die furchtbare Unterstützungswohnsiz haben, die also im Falle fortdauernder oder von der Dampfer- Anlegestelle zu kommen. Den Zugang zu Arbeitslosigkeit zu ihrem Vortheil aus; immer ärger wird die Arbeitslosigkeit an und für sich der Armenkasse anheimfallen der Anlegestelle bildet aber ein sogenannter Treibelsteg, der laut Lohnbrückerei, immer brutaler die Behandlung, die wir seitens würden, erhalten Beschäftigung, nur um die Armenkaffe zu ent Strompolizei- Ordnung als öffentlicher Weg gilt. Diesen Weg der Unternehmer und ihrer Bolire zu erbulben haben. Wehe laften. Alle anderen tönnen ruhig verhungern. Das ist der haben die Angeklagten im legten Sommer trotz des Verbotes des dem Arbeiter, der nicht versteht, seinen Groll hinunterzuschlucken, Weihnachtstroft, den die Stadt diesen Unglücklichen bietet. Sie gemüthvollen Herrn Romann in brei Fällen benutzt. Deshalb ohne Gnade wird er gemaßregelt und mit Weib und hat ihn auch schon praktisch ins Werk gesetzt, indem am Sonnhat letterer denunzirt und ist Unklage erhoben worden. Die Kind dem Glend preisgegeben. Trotz alledem aber dürfen abend eine Anzahl von Nicht- Unterſtüßungsberechtigten entlaffen Verhandlung ergab nun, daß Romann ein Geschäft aus dem wir nicht verzagen; vielmehr haben wir die Pflicht, auszuharren wurden, obwohl Genoffe Dempwolf dringend gebeten hatte, man Denunziren und Zeugengebühren- Erheben macht und daß er im Stampf und zu agitiren, damit wir im ftande sind, bem möge die Entlassung doch wenigstens über die Feiertage hinausbereits aus gleicher und ähnlicher Beranlassung einen ganzen Rapital immer größere Massen entgegen zu stellen. schieben, um den Armen nicht jede Festesfreude zu rauben. Die Rattenkönig von Prozessen gezeitigt hat, in welchen auf Freifprechung erkannt werden und die Staatskaffe die Soften tragen klären, findet am Sonntag den 8. Januar nächsten Jahres in Gefolge. Es werden von ihr gerade die besten Arbeitskräfte Zu dem Zweck, die Kollegen über ihre elende Lage aufzu- Entlassung der Leute hat aber noch einen anderen Nachtheil im mußte. Beugeneidlich wurde befundet, daß Romann nur den Kontordia- Sälen, Andreasstraße 64, eine öffentliche General- betroffen, lauter Familienväter und fleißige Menschen. Die solche Personen auf die Landungsbrücke läßt, die eine erhebliche versammlung der Maurer Berlins statt. In derselben wird Folge davon ist, daß der zurückgebliebene Theil viel weniger Reche bei ihm gemacht haben. Baffagiere, die" nur" fünf Genoffe Peus über die in unserm Gewerbe herrschende Arbeits: Arbeit zu Ende bringt, so daß der Tagelohn bereits von Glas Bier bei ihm getrunken, hätten nicht genug" verlofigkeit und deren Ursachen referiren. Tellersammlung findet M. 90 auf 1 M. 60 gefunken ist und voraussichtlich noch mehr zehrt, um zugang zu erhalten. In einer gewitterregnerischen nicht statt. Möge in dieser Versammlung ein jeder Rollege am finten wird.( Bekanntlich lieferten die Arbeitslosen die Arbeiten Sommernacht zwang er 18 Personen mit Frauen und Kindern auf gemeinsame Rechnung.) Wie wir hören, wird die Kommission im Walde zu tampiren, denn zu ben nächsten bewohnten Drten Platz fein! Der Vertrauensmann: Wilhelm Garbe. der Arbeitslosen im Laufe des heutigen Zages in Verbindung Tegel, Tegelort und Heiligensee führt je ein finsterer Waldweg mit den sozialdemokratischen Stadtverordneten bei dem Obervon 22 Stunden. Als Herr Romann eines Abends einen Kollegen! Mit dem 1. Januar treten die Beschlüsse der Bürgermeister vorstellig werden und ihn an feine schönen Worte Abendtisch veranstaltet hatte, an welchem seine Lieferanten theil- außerordentlichen Generalversammlung vom 27. November in erinnern. Erreicht sie nichts, so wird sie wohl oder übel genehmen mußten, war er im Interesse feiner Gäste so toulant", Kraft, und ist es wohl nothwendig, dieselben an dieser Stelle zwungen sein, ihr Amt in die Hände ihrer Auftraggeber zurückden Schiffskapitän zu ersuchen, eine Viertelstunde früher anzu nochmals in Grinnerung zu bringen. Die Gründe, welche uns zulegen und es dem Stadtrath allein überlassen, die Nothandslegen, damit die darauf nicht vorbereiteten Gäfte figen und die bewogen, den Berein noch ferner bestehen zu lassen, dürften, nachfrage der Arbeitslofen zu regeln. Mag er dann sehen, wie er ganze Nacht bei ihm bleiben sollten. Der Kapitän hat diese Zu dem so oft darüber debatirt worden, wohl allen Kollegen be zurecht kommt. Am nöthigen Anfporn seitens der„ Boltsstimme", muthung entrüftet zurückgewiesen. Unter diesen Umständen mußte tannt sein. Thatsache ist, daß das fernere Bestehen des Bereins die dann freie Hand hat, wird es nicht fehlen." Der Amisanwalt die Freisprechung der Angeklagten beantragen und seine fernere Thätigkeit wohl nicht geeignet sein fann, Zwies Bei der vom Fabritinspektor Mörrishofer veranlaßten und der Gerichtshof demgemäß erkennen. Leider wurde es unter: trucht unter die Berliner Kollegen zu bringen, sondern man darf zusammenkunft der Mannheimer Fabrikanten hatten laffen, dem Denunzianten die Kosten des Verfahrens aufzuerlegen, annehmen, daß jeder denkende Kollege einsehen wird, daß der diese sämmtlich erklärt, für die Folge Arbeiterentlassungen nicht schmunzelnd streckte derselbe seine Zeugengebühren ein. Verein auch noch fernerhin seiner Unterstügung werth ist. Die vornehmen zu wollen. Wie der Offenburger Boltsfreund" mitVor der achten Straffammer des Landgerichts I fand Serabsehung des Beitrages auf 5 Pfg. den Monat ermöglicht es theilt, hat sich der bekannte Eisengießereibefizer Flink nicht an geftern die Berhandlung geger den Bankbeamten Wilhelm Riet auch wohl jedem Kollegen, fernerhin Bereinsmitglied zu bleiben. Den Beschluß gekehrt, sondern bereits wieder zehn, meist verDorff statt, welcher beschuldigt war, der Deutschen Bank burch Alle die Verpflichtungen, die der Verein als Rampfesorganisation Entsprechend diesem niedrigen Beitrage ist das Statut geändert. heirathete Arbeiter entlaffen. eine Reihe Unterschlagungen einen erheblichen Berluft zugefügt bei dem früheren höheren Beitrage den Mitgliedern gegen versicherung auf die ausweber erklärte fich entschieden der Gegen die Ausdehnung der Invaliditäts- und Mters. zu haben. Der Angeklagte legte ein offenes Geständniß ab. Als über hatte, übernimmt jetzt die nun für die Ber26 jähriger junger Mann sei er bei der Deutschen Bank als liner Kollegen einzig maßgebende Organisation, der 21. Weber- Delegirtentag, der fürzlich in Crefeld stattfand. Buchhalter angestellt worden. Im Jahre 1889 wurde er bei der Deutsche Tischlerverband. Je mehr derselbe von der Kollegen Begründet wurde dieser Beschluß damit, daß kaum ein Prozent Effektenkaffe beschäftigt und erhielt von dieser Zeit an ein Geschaft unterstügt wird, um so mehr und je besser wird berfelbe sämmtlicher Weber das 70. Lebensjahr überschreite und andererhalt von 2600 Mart. Seine Hauptthätigkeit bestand darin, alle bie Interessen derselben wahren tönnen. Bom 1. Januar ab er- feits invalide Weber durch Pflücken, Kettenandrehen, Spulen 2c. eingegangenen Werthpapiere au fortiren, Gin Theil der halten die Fachvereinsmitglieder neue Quittungsbücher und wer noch immer mehr verdienen fönnen, als sie verdienen dürfen, an die Börse zurück, andere waren bere bie Auftraggeber abzuführen und ein dritter Theil wurde des Vereins die alten Bücher, zwecks Austausches gegen neue, den die Mitglieder hierdurch aufgefordert, auf den Zahlstellen wenn sie eine Rente beanspruchen wollen. in der Bank selbst aufbewahrt und gegen Quittung an den abzugeben. Um die Bahl der Vereinsmitglieder festzustellen, ift brachte die Berliner National Zeitung" die Nachricht, die Zum Boykott der Brauerei Evora u. Meyer in Fürth Treforbeamten abgeliefert. Bald nachdem der Angeklagte bei deres nothwendig, die Nummern zusammenzuziehen, und werden brachte die Berliner National- Zeitung" die Nachricht, die Umstand dem Börsenspiel zugeführt, deffen Opfer er geworden thut was Ihr beschlossen habt. Wahrt Gure Rechte an dem von ift. Die Großmutter seiner Ehefrau besaß ein kleines Vermögen. Sie hielt den Angeklagten für die geeignete Persönlichkeit, das selbe zu vermehren und übergab ihm 9000 M. mit dem Auftrage, bamit zu spekuliren. Da die Deutsche Bank nicht duldet, daß einer ihrer Angestellten spekulirt, so besorgte der Angeklagte dies bei der Firma Dietrich u. Böttcher unter dem Namen feiner Auftraggeberin. Er machte Ultimogeschäfte, die aber so unglücklich ausfielen, daß die 9000 Mark innerhalb kurzer Beit verloren felben ging an Achtung, Mitglieder des Fachvereins der Tischler! Euch zusammengebrachten Bereinsvermögen, indem Ihr den win aigen Beitrag auch fernerhin bezahlt, sorgt aber auch dafür, daß Gure Intereffen auch fernerhin gepflegt werden, indem Ihr Euch Alle dem Deutschen Tischlerverbande anschließt. Mit kollegialem Gruß Der Vorstand. Aufruf an die Klempner Berlins und Umgegend. waren. Nun wollte ber Angeklagte Rollegen! In letterer Zeit sind vielfach Klagen laut geworden den Verlust wieder einholen und ba ihm eigene über das höchst aumaßende Benehmen, welches die Façadenpußer J. A.: Carl Müller, Roppenftr. 67. Kommission, die Braugehilfen zu entschädigen, zurückgewiefen. Darüber wird nun der Fränt. Tagespoſt" aus Fürth ge schrieben:" In der Versammlung, welche sich mit einem der artigen Angebot zu befassen hatte, wurde sofort von dem Vorfizenden der Bier Rommission, Herrn Gastwirth Uttinger, festgestellt, daß er als Vorsigender von dem verlesenen Schreiben teine Renntniß habe, es fich somit um einen Vorschlag der Bier- Rommission nicht handeln tönne. Die Versammlung ging deshalb über das Schreiben zur Tagesordnung über." Der Buchdruckerstreik in Nenchatel ist, wie die Franff. Tabafarbeiter- Genossenschaft zu Hamburg. welches auf der Grundlage der vom Partei ag über das GeMan schreibt uns: Eines derjenigen Arbeiterunternehmen, noffenschaftswesen beschlossenen Resolution errichtet wurde, ist die Tabatarbeiter- Genossenschaft in Hamburg. Dieselbe war eine Mittel nicht zu Gebote ftanden, vergriff er fich uns Klempnern gegenüber an den Tag legen. Sind auch nicht Beitung" schreibt, dadurch beigelegt, daß die Buchdruckereibefizer an die ihm anvertrauten Papiere der Deutschen Bant. Es ließ alle diese Herren in widerwärtigem Dünkel befangen und ver- die Gehilfenvorschläge angenommen haben, wonach der alte Tarif sich bei dem Geschäftsgange nicht vermeiden, daß der Angeklagte urtheilt auch mancher Putzer die dummen Flegeleien seiner be- vor der Hand ohne Reduktion bestehen bleibt und die Frage der einige der eingegangenen Werthpapiere, welche noch vor der Aus- fchränkten Kollegen, so liegt es gerade im Interesse der besseren neunstündigen Arbeitszeit von dem Zentralvorstand des„ Syndicat händigung an die Auftraggeber zu ergänzen waren, für furze Glemente in dieser Arbeiterkategorie, daß alle derartigen un- des maîtres imprimeurs de la Suisse romande" und vom ZentralZeit in seinem Gewahrsam behielt. Von diesen Papieren nahm gehörigkeiten, welche man uns Klempnern gegenüber verübt, ans vorstand der„ Fédération des typographes" geregelt werden soll. der Angeklagte, um sie für die von ihm eingegangenen Ver- Tageslicht gezogen werden. Möge daher jeder Klempner, der Die Prinzipale verpflichten fich, alle Streifenden sofort ohne pflichtungen als Deckung zu benutzen. Wurden die Papiere dann mit den Façadenputzern schlimme Erfahrungen gemacht hat, dar: Ausnahme wieder anzunehmen. Es werden also keine Maßverlangt, so mußte der Angeklagte diefelbe Gattung schleunigst über mündlich oder schriftlich an mich Bericht erstatten, damit regelungen ftattfinden. Die Arbeit ist nach neuntägiger Pause wieder beschaffen und dazu neue Unterschlagungen an anderen baldigst das gesammelte Material der Streit- Kontrollfommiffion nunmehr wieder aufgenommen. Papieren begehen, Durch diese Transaktionen erwuchsen ihm übermittelt werden kann. Einzig auf diese Weise läßt sich Abauch erhebliche Verluste. Als die Unterschlagungen entdeckt wurden, hilfe schaffen. Ebenfalls werden Beschwerden in den Zahlstellen machte der Angeklagte einen Selbstmordversuch. Die Deutsche Bant bei F. Gerner, Landsbergerstraße 105, und H. Stramun, Ritterhat durch die Veruntreuungen des Angeklagten einen Berlust von straße 123, entgegengenommen. reichlich 100 000 m. erlitten. Die Verficherung des Angetlagten, daß er auch nicht einen Pfennig von der unterfchlagenen Summe für seine eigene Person verbraucht habe, er- Achtung! Bei der Firma Wihager u. Co. in Side 3. direkte Folge des Ausschlusses der Tabatarbeiter in Hamburgwies fich als glaubwürdig, er wurde von dem als Beuge ver- wagen in Westfalen ist wegen Lohndifferenzen ein Streit der Altona- Ottensen. Die Genossenschaft, welche die Gemaßregelten nommenen Borgesetzten als ein Muster von Solidität geschildert, Weber ausgebrochen. Die dortigen Fabrikanten haben ein fofort einstellte, machte weitere Właßregelungen dadurch unwirk der deshalb auch das volle Vertrauen genoß. Während der Kartell geschlossen, wonach keiner der Streifenden in Arbeit ge- fam und bewirkte, daß die Fabrikanten, das Nutlose ihrer GeStaatsanwalt eine Gefängnißstrafe von 4 Jahren beantragte, nommen wird. Die Meister werden nach allen Richtungen gewaltmaßregeln einsehend, den Kampf gegen den ihnen fo fehr niedrigeres Strafmaß. Das Urtheil lautete auf 2 Jahre von Rottbus und 12 von Aachen gekommen sind. Sämmtliche zum Austritt aus der Organisation fällt es heute feinem plädirte der Vertheidiger, Rechtsanwalt Friedmann, für ein schickt, um Arbeiter heranzuholen, infolge dessen auch 14 Mann verhaßten Unterstügungsverein deutscher Tabakarbeiter aufgaben. Trotz des damals den Arbeitern abgezwungenen Reverses 6 Monate Gefängniß. Arbeiter sind, nachdem ihnen das Reisegeld zurückerstattet wurde, wieder abgereift; auf diese Weise werden aber die Mittel un- Fabrikanten mehr ein, wegen Zugehörigkeit zur Gewerkschaft Glay. Vor dem hiesigen Schöffengericht tam am 20. b. M. nöthiger Weise verbraucht. Wir ersuchen deshalb, jeden Zuzug femanden zu entlaffen. Dieses Resultat war im wesentlichen nur eine Brivattlagefache gegen den jugendlichen( 16 Jahre) Grafen von Hückeswagen fernzubalten. Desgleichen warnen wir vor zu erreichen durch die Sympathie, welche die Arbeiter Hamburgs Leonhard Chamaré zur Verhandlung. Derfelbe war der schweren Zuzug nach Haan bei Elberfeld. der Tabctarbeiter- Genossenschaft entgegenbrachten. Wie aus einem Beleidigung eines höheren Verwalters beschuldigt und dieserhalb der Borstand der Textilarbeiter Deutschlands. türzlich in Hamburg und Umgegend verbreiteten Zirkular der vom Gerichtshof mit einer Geldstrafe von 60 m. belegt worden. J. A.: Karl Hübsch. Genossenschaft ersichtlich, befigt dieselbe dort 70 Berkaufsstellen, Interessant und recht bezeichnend war ein Antrag, welcher verin welchen nur die Fabrikate der Genossenschaft verkauft werden. langte, um den Angeklagten felbst mit der Strafe treffen, ihm Achtung, Präger und Prägerinnen Deutschlands! Während die Zigarrenfabrikanten Hamburgs, mit nur wenigen einen Verweis ertheilen zu wollen, da eine Geldstrafe doch nur Der wegen Lohnreduzirung ausgebrochene Streit der Präger Ausnahmen, Hausarbeit ausgeben, einige fogar ihre Waaren in durch den Bater bezahlt, durch eine Gefängnißftrafe aber die in der Luxuspapier- Fabrit von E. Hellriegel, Berlin, Kochstr. 3, Buchthäusern anfertigen laffen, hat die Tabatarbeiter- Genoffen= ganze Familie des Beklagten unglücklich gemacht würde. Ob dauert fort. Die Situation hat sich nur insoweit geändert, daß fchaft jetzt die größte Fabrit in der dortigen Gegend, in welcher aber die Familie eines armen Teufels, der vielleicht aus Noth sämmtliche Streifenden Arbeit gefunden haben. Wir bitten, die ca. 150 organisirte Tabatarbeiter beschäftigt werden. Für die einen geringfügigen Diebstahl begangen, dem Hungertode preis- Firma zu meiden und bis auf weiteres jeben zuzug fernzuhalten. Agitation gegen die gerade in der Tabakbranche so verderblichen gegeben wird, banach wird nicht gefragt. Es existirt eben gleiches Gleichzeitig machen wir auf die am Montag, den 9. Januar Wirtungen der Hausindustrie ist die Thatsache, daß den ÄrRecht für Alle. 1893, Rosenthalerstraße 38, stattfindende öffentliche Versammlung beitern felbft es gelungen, durch eigene Kraft eine derartig große aufmertfam. Die Streittommission. Fabrik zu errichten, ein nicht unwesentliches Moment, welches Unschuldig im Zuchthaus. Im Wiederaufnahme- Verfahren dadurch noch an Bedeutung gewinnt, daß die Fabritate der Getam am 28. d. Mis. vor der Straffammer in Rottweil die UnDen Mitgliedern der Zentral- Kranken- und Benossenschaft aus dem besten Material hergestellt werden und die Elagefache gegen den Dienstknecht Andreas Pfau von Dornhan, gräbnißkaffe der Buchbinder und verwandter Geschäfts- felbe mindestens 331/3 pCt. mehr an Lohn zahlt, als ihre DA. Sulz, wegen schweren Diebstahls im Rückfall zur erneuten zweige( Eingeschr. Hilfskaffe Nr. 33) hiermit zur Nachricht, daß fapitalistischen Konkurrenten. Berhandlung, nachdem derfelbe am 15. September b. I. feine bas bisherige Statut vorläufig in Kraft bleibt, da das neue erstmals wegen dieses Verbrechens zuerkannte 2/2 jährige Bucht. Statut von der Behörde noch nicht genehmigt ist. Das Bestreben der Genossenschaft war nun von Beginn an, nicht nur in Hamburg, sondern auch in anderen Orten, wo Literarisches. folches noch weit bringender nothwendig ist, den Zabalarbeitern einen Rückhalt gegen die Unterdrückung der Fabrikanten zu Dersammlungen. schaffen. Weite Diftritte Deutschlands, in welchen die Zabatindustrie vorherrschend ist, find der Tabatarbeiter und damit An die Streif- Kontrollkommission sind nicht, wie der Der Monismus als Band zwischen Religion Glaubensbekenntniß eines Naturder allgemeinen Arbeiter Bewegung heute noch verschlossen. gestrige Vorwärts" infolge eines Druckfehlers berichtete, 56 M., und Wissenschaft. Jeder Versuch zur Organisation wurde dort seit jeher von den fondern 561 M. von den organisirten Metallarbeitern abgeliefert forschers, vorgetragen am 9. Oktober 1892 in Altenburg beim Fabrikanten gewaltsam unterdrückt. Die Genossenschaft hat nun worden. 75jährigen Jubiläum der Naturforschenden Gesellschaft des gleich in einer ihrer ersten Generalversammlungen den einOfterlandes von Ernst Häckel( Jena). Bonn, Verlag von Emil ftimmigen Beschluß gefaßt, so weit es in ihren Kräften steht, Der Bauarbeiter Verein der Rosenthaler Vorstadt Strauß. durch Errichtung von Fabrik- Filialen zunächst in den meist unterhielt am 18. Dezember seine Versammlung ab. Nachdem die Wir sehen in diesem Vortrage nur den Versuch, dem Mo drückten Distrikten den dortigen Kollegen die Organisation und Abrechnung vom Monat September verlesen und für richtig be- nismus( der einheitlichen Auffassung der Welt) eine dualistische Agitation zu ermöglichen. Auf eine Anfrage beim Ausschuß des funden worden war, fand ein Unterstützungsgesuch des feit Grundlage zu geben. Herr Häckel flüchtet zu Strauß, um in Tabatarbeiter Vereins wegen Errichtung einer Fabrik- Filiale längerer Zeit erkrankten Kollegen Dinner feine Erledigung. dem Kultus des Schönen einen Ersatz der Religion zu finden. wurde der Genossenschaft zunächst Eschwege in Vorschlag ge- Diesem Kollegen wurden 20 M. aus der Vereinskaffe überwiesen. Er schreibt: bracht. Dort wurden bekanntlich vor zirka 2 Jahren Hierauf wurden einige Bestimmungen in bezug auf das am Die monistische Naturforschung als Erkenntniß des Die Tabalarbeiter infolge einer Besprechung über 14. Januar nächsten Jahres in Philipp's Salon, Rosenthaler Wahren, die monistische Ethit als Erziehung zum Guten, die ihre niedrigen Böhne ausgeschlossen. Stach bestraße 38, stattfindende Wintervergnügen getroffen. Unter Ver- monistische Aesthetit als Pflege bes Schönen das sind die endigtem Ausschluß beschlossen die dortigen Fabrikanten schiedenem wurde noch die Frage einer Arbeitslosen- Statistit be- drei Hauptgebiete unseres Monismus: durch ihre harmonische und Diejenigen Tabatarbeiter, welche treu zu ihrer Organisation rathen, worauf Schluß der Versammlung stattfand. Die nächste zusammenhängende Ausbildung gewinnen wir jenes wahrhaft be hielten, nie wieder in Beschäftigung zu nehmen. Seit Anfang Versammlung tagt am 20. Januar 1893. glückende Band zwischen Religion und Wissenschaft, das heute noch September d. J. hat nun die Genossenschaft daselbst eine Fabrik von so vielen schmerzlich vermißt wird. Das Wahre, das Die Korbmacher aller Branchen hatten am Dienstag Gute und das Schöne, das sind die drei hehren Gotterrichtet, sämmtliche politisch sowie gewerkschaftlich Gemaßregelten eine Versammlung, in der die Lage des Streits besprochen wurde. heiten, vor denen wir anbetend unser Knie beugen" u. f. w. find eingestellt worden. Unsere dortigen Genossen haben durch Kollege Keller äußerte fich dahin, daß die Situation für die Mit solchem Phrasenbrei schließt der monistische Aufsatz, der nur Errichtung der Filiale nach den Vortheil, daß sie jetzt endlich Streifenden günstig sei. Jest wisse sich die Firma Anding nicht dem dualistischen Wesen Häckels Rechnung tragen soll, der fo einmal wieder in der Lage sind, eine Boltsversammlung abhalten anders zu helfen, als daß sie ihre Arbeiten zum Theil im Bucht gerne die Wege der wissenschaftlichen Forschung mit der ekelzu können. Die Gegner der Arbeiterbewegung haben es zu Wege hause herstellen lasse. gebracht, den Arbeitern zu einer gewerkschaftlichen oder politischen Armenverwaltung auf diese neue Wendung der Dinge gebührend Die Arbeiter würden selbstredend die haftesten Anwendung des Küraffierstiefels vereinigen möchte. Die Judenfrage, otonomisch und ethisch. Von Bersammlung jegliches Lokal abzutreiben. So lange dieser Bus aufmerksam machen. Nach Erstattung di ses Berichts wurde Dr. Franz& ütgenau. Berlin, Ferd. Dümmler's Verlagsstand dauert, werden die in der Genossenschafts- Fabrik in Eschwege Beschäftigten ihre Fabrit, wenn's nothwendig ist, ein- vom Unternehmer W. Kemper mitgetheilt, aß er zur Zahlung Buchhandlung, 1893. des geforderten Lohnes von 50 Pf. bereit fe; ein Beweis, daß Die kleine Schrift ist zusammengezogen aus groei Reden, die mal aufräumen, um dort eine Versammlung stattfinden lassen zu unsere Forderung gerecht und billig ist. Sn einer Resolution der Verfasser in der Deutschen Gesellschaft für ethische Kultur" erklärte sich die Versammlung dahin, daß der Streit unter allen hielt. Der Verfaffer analysirt die Antisemitenbewegung und die Die Errichtung einer Fabritfiliale ist selbstredend mit nicht Umständen fortzuführen sei. Ferner wurde die Erwartung aus Judenfrage in ihrem historischen und sozialen Verlaufe und Zuunerheblichen Kosten verknüpft. Die Genossenschaft, welche keine gesprochen, daß auch die jetzt als Streitbrecher arbeitenden fammenhange. Dividenden zahlt, hat von dem Ueberschuß des Vorjahres den Kollegen fich unserer Sache anschließen möchten, desgleichen be bestmöglichen Gebrauch für die Arbeiter gemacht, indem sie den schloß die Versammlung, die Handlungsweise der Herren felben zur Errichtung der Fabriffiliale verwandte. Um nun aber auch die Möglichkeit zu schaffen, daß die Gemaßregelten Anding u. Co. der Deffentlichkeit bekannt zu geben. Die in der ständig beschäftigt werden können, wird eine Streifenden solidarisch. Es wurde zum Schluß noch berichtet, Versammlung anwesenden Lurusarbeiter erklärten sich mit den größere Unterstüßung des Unternehmens auch im Inlande er- daß auch die Hamburger Kollegen für Verbesserung ihrer Lage in forderlich sein. Wenn auch ein Theil der in Eschwege hergestellten den Kampf zu treten gedenken. Bigarren von der Genossenschaft in Hamburg als WirthschaftsBigarren abgefegt werden, so wird dies doch nicht genügen. tönnen. . einen " Depeschen: ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) In Prinwalk sprach der Genoffe Koopmann aus Berlin Paris, 28. Dezember. Der schweizerische Gesandte Lardy Durch Einführung der Eschweger Fabritate ist die Genoffen am Sonntag, den 18. Dezember, über das Thema„ Friede auf theilte dem Ministerpräsidenten Ribot die Beschlüsse des Bundesschaft mehr als bisher in der Lage, den Anforderungen bezüglich Erden und den Menschen ein Wohlgefallen". In wieweit diesem rathes bezüglich der für französische Waaren vom 1. Januar des Geschmacks und der Preisverhältnisse im Inlande Rechnung schönen Wort Geltung verschafft wird, zeigte Koopmann an 1893 in Anwendung kommenden Tarife mit; infolge deffen wird tragen zu können; es werden jegt in Hamburg und Eschwege unserem hiesigen Genossen Lutz, der manchem Delegirten vom der französische Generaltarif gegen die Schweiz angewandt aufammen an 35 verschiedene Sorten Bigarren in der Preis- Parteitage her wohl bekannt sein dürfte. Seit Jahren von un- werden. lage von 33 bis 110 Mart pro Mille verfertigt. seren Schwarzen und Blauen weidlich gehaßt und gemaßregelt, Paris, 28. Dezember. Die Untersuchung der Eingeweide Die Genossenschaft verkauft ihre Waaren, solange direkte ernährt sich Luh jetzt mit einem kleinen Sausirhandel so gut es Reinachs hat das Borhandensein von keinerlei Spuren von Gift Verkaufsstellen in einem Ort noch nicht bestehen oder solche in ihm eben möglich ist. Nun hatte er vor kurzem das Unglück, in denselben ergeben. Dr. Brouardel schließt daraus, daß nicht ausreichender Zahl vorhanden sind, nicht nur an Zigarren- daß sich die seinem Fuhrwert gespannten Hunde Reinach eines natürlichen(?) Todes gestorben sei. händler, sondern auch an Vereine, Wirthe, Krämer und Private, und unterwegs losrissen und des Weges kommenden ( Depeschen des Bureau Herold.) ist dadurch den Genossen allerorts Gelegenheit gegeben, zum Gutsbesitzer belästigten. Wegen dieser Unthat wurde Luzz Hamburg, 28. Dezember. Heute sind in Hamburg vier Absatz der genossenschaftlichen Fabrikate und damit für die so zu fünf Tagen Haft verurtheilt. Die Bitte, diese Strafe Cholerafälle, in Altona zwei gemeldet. nothwendige Erhaltung der Eschweger Filiale ihr Theil beitragen gleich absitzen zu dürfen, wurde ihm abgeschlagen, vielmehr Lübeck, 28. Dezember. Die Eisenbahn- Zeitung" veröffentzu können, wozu wir durch diese Zeilen die nöthige Anregung wartete die Polizei mit seiner Inhaftirung bis zum 15. Dezember. licht heute einen Aussehen erregenden Artikel über Soldatenmißgegeben haben möchten. Wegen weiterer Ausschlüsse wende man mit dem Weihnachtsgeschäft, das Luh gerade in diesen Tagen handlungen, welche gelegentlich der Ausbildung der Erfahresersich direkt an den Vorstand der Tabakarbeiter- Genossenschaft, zu machen hoffte, war es nun allerdings vorbei. Doch wenn die visten in der ersten Erfagkompagnie in Schwerin vorgekommen Hamburg- Eimsbüttel, Schäferstr. 17/19. Gegner dachten, daß nun auch die von ihm einberufene Ver- sein sollen. sammlung nicht stattfinden könne, so hatten sie sich geirrt. Wohl Mainz, 28. Dezember. Wegen anarchistischer" Umtriebe Ans Briefnių bei Dresden wird der„ Sächsischen Arbeiter an 400 Berfonen füllten das Lokal und der lebhafte Beifall, mit wurden mehrere Personen heute verhaftet. Zeitung" mitgetheilt:„ Ein Stück Urfommunismus, dessen dem die Rede des Genossen Koopmann begrüßt wurde, bewies, Glauchau, 28. Dez. Gestern fand hier ein Delegirtentag Ueberreste bis jetzt in unserer Gemeinde noch zu finden waren, daß er mit seinen Ausführungen über den Frieden auf Erden der fächsischen Textilarbeiter statt. Aus den sämmtlichen Beverschwindet mit Ablauf dieses Jahres endgiltig. Die hiesige das Rechte getroffen hatte. Der Redner erläuterte weiter, auf richten der Delegirten war zu entnehmen, daß die Lage der Altgemeinde, zu welcher die Besizer der ältesten 24 Grundstücke welche Weise die Kosten zu der neuen Militärvorlage aufgebracht Textilarbeiter in bezug auf Sohn und Arbeitszeit allenthalben des Ortes gehören, besaß noch 4000 Quadratmeter Wiese, Gräben werden sollen und empfahl der Versammlung, in einer Reviel zu wünschen übrig laffe; befchloffen wurde, die Agitation und Pläge als Gemeineigenthum. Der Ertrag des Grundbesiges solution fich gegen diefelbe zu erklären. Weiter feuerte er die und Organisation eifrig zu betreiben, sowie Anschluß an den der Altgemeinde aus der Gras- und Obstnußung wurde all- Genoffen an, unentwegt für die Sozialdemokratie zu agitiren; deutschen Textilarbeiter- Verband als einzelne Mitglieder. jährlich unter die 24 Antheilhaber vertheilt. Da Theile erst wenn unsere Ziele erreicht seien, fönne auch das schöne Wort Warschau, 28. Dezember. Hier sind viele junge Leute wegen des Altgemeinde= Landes von großer Wichtigkeit für die vom Frieden auf Erden verwirklicht werden. In der sich an den Theilnahme an revolutionären Umtrieben verhaftet worden. politische Gemeinde waren, welche Land zur Ablagerung Vortrag anschließenden Diskussion sprachen Schauer und Frau Fulde Dublin, 28. Dezember. Kevans, welcher als Berüber des des Straßenbaumaterials und zu anderen Gemeindezwecken im Sinne des Referenten. Eine Tellersammlung zur Deckung Dynamit- Attentates verdächtig und verhaftet ist, behauptet seine braucht, so beschloß dieselbe den Ankauf des gesammten Alt der Unkosten ergab den Betrag von 11 M. 60 Pf. Ein etwaiger Unschuld und will den llibi- Nachweis erbringen. Die Be gemeinde- Landes, von welchem sie die entbehrlichen Theile den Ueberschuß wurde zur Ueberweisung an den Genossen Lutz be- lastungsmomente sind sehr schwach, zumal Revans keiner bekannten Anliegern zu überlassen beabsichtigte. Nach langen Verhand- ftimmt. Mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie, in das die anarchistischen Fenierorganisation angehört.( Muß denn ein lungen beschloß die Altgemeinde ihre Auflösung und die Ueber- Anwesenden begeistert einstimmten, wurde die Versammlung ge- Fenier die Bombe gelegt haben?) laffung ihres Areals für den Preis von 3500 M. an die schlossen. politische Gemeinde, welche nach Ausscheidung der für sie unentDiskutirklub der Hausdiener. Donnerstag, den 29. Dezember, Abends behrlichen Theile die übrigen Stücke den Anliegern fäuflich über- uhr, bei Sommer, Grünftr. 21, große Versammlung. Tagesordnung: laffen hat. Durch diesen Besizwechsel sind zugleich die Hinder- 1. Vortrag des Genoffen J. Hoffmann über Freiheit". 2, Distussion. stiffe beseitigt, welche der Beseitigung unschöner Plähe und der Sonnabend, den 31. Dezember, Abends 9 Uhr, bet" Sonimer, Sylvester- Feier. Theaterverein Vulkania 2". Jeben Donnerstag Abend 9 Uhr, Werbreiterung, bez. der besseren Herstellung gewiffer Straßen und Sigung mit anschließender Fidelitas im Vorstädtischen Casino, AckerWege, also der Verschönerung des Ortes im Wege standen." straße 144. Wein muss das Nationalgetränk der deutschen Nation werden." Fürst von Bismarck's Worte. OSWALD NIER's No. 48. reine, ungegypste Weine Seit 1876: 31 Centralgeschäfte und 700 Filialen in Deutschland! Hauptgeschäft nebst grossen Weinstuben und Restaurants: Berlin, Leipzigerstrasse 110/120. 37. 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Wir bitten, uns den Titel nochmals anzugeben, da un deutlich geschrieben. Achtung! Töpfer Berlins und Umgegend. Vom Sonnabend, den 31. o. M. an werden die Karten und Duittungs. marken zum Generalfonds für das Jahr 1893 im Arbeitsnachweis durch Unterzeichneten, sowie von den Beitragssammlern in den bekannten Lokalen laut Beschluß der öffentlichen Versammlung vom 23. November cr. verausgabt. Gleichzeitig mache die Kollegen noch darauf aufmerksam, daß am Sonnabend vor Neujahr die Kollegen, welche Beiträge abzuführen haben, sich von 2-5 Uhr in den betreffenden Lokalen einfinden mögen. Mit kollegialem Gruß Carl Thieme. 1. Ausstellung von Kanarien- Vögeln 826/2 des Bereins der Kanarien- Züchter n.-Liebhaber Berlin SO. NeujahrsKarten, Wünsche u.Scherze nur f. Händler und Wiederverkäufer enorm billig bei Schipke& Co., Blan- Ufer 96, C. an der Rottbuser Brücke.[ 886b Köpenid. 34652 demokratischen Zeitungen und BroZur pünktlichen Lieferung aller sozial. schüren empfiehlt sich allen Genossen Fr. 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