130 Mr. 307. Erscheint täglich außer Montags. Prets pränumerando: Bierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mr, wöchentlich 28 Bfg. frei tn's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit Wuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter freuzband: Deutschland u. DefterreichUngarn a Mt., für das übrige Ausland 3 Mr.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Beitungs- Breisliste für 1892 unter Nr. 6708. Vorwärts 9. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile ober deren Raum 40 Pfg., für Vereinse und Bersammlungs- Anzeigen 20 f3 Inferate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in ber Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochens tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonne und Fefttagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprech- Anschluß 3mt 1, s. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Abonnements- Einladung. „ Vorwärts" Berliner Volksblatt mit der illustrirten Sonntagsbeilage Sonnabend, den 31. Dezember 1892. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Frankreich und die Schweiz. tönigthum Louis Philippe's, unter der Republik des Junischlächters Cavaignac, unter dem Kaiserreich Napoleons des Kleinen und seiner Tafelrunde von Spizbuben, und endlich Mit dem 1. Januar eröffnen wir ein neues Abonnement unter der Republik der Thiers, Wilson, Boulanger und ein 3olltrieg, nachdem beide Länder 82 Jahre lang den Mit 1. Januar 1893 beginnt zwischen den beiden Republiken auf den des Panama- Ringes hat der Kapitalismus in Frankreich friedlichsten Handelsverkehr mit einander gepflogen haben. Die sich schrankenlos entwickelt, bis er den ganzen Staat in Schweiz ist nun neben Italien, Spanien, Belgien der vierte im feine Gewalt bekommen, und wie ein Polyp sich in alle Bunde, mit dem die französische Republik auf wirthschaftlichem Organe eingezwängt hat, alle Lebenssäfte wegsaugend und Kriegsfuße lebt. Ob es von den Franzosen flug war, auch mit erschöpfend. Und mehr noch: vergiftend, verseuchend. de m Cande zu brechen, das infolge gleichartiger Staatsinftitutionen Der Panama- Standal hat den Schleier weggezogen, der verneint werden. Freilich kann man für diesen unglücklichen naturgemäß mit ihnen sympathisirte, darf wohl ohne Weiteres die Thätigkeit des Kapitalismus verbarg-die Fäulniß ist Bruch der freundschaftlichen Beziehungen, die bisher beide aller Welt offenbar, und sie ist schon so weit gediehen, daß Länder zu einander unterhielten, nicht wohl das frander Staat sicherem Untergange geweiht ist, wenn es nicht zösische Wolf als solches verantwortlich machen. Denn gelingt, das" staaterhaltende" Gift des Kapitalismus aus- bie Meline und Konsorten, die Hochschutzöllner aller Art, zutreiben. insbesondere aber die Agrarier, die torrumpirten PanamaBeim Streit in Carmaux bereits hatte der Kapitalismus helden find ohne Zweifel nicht identisch mit dem frandie Republik an den Rand des Bürgerkriegs gedrängt zösischen Volk. Wie die deutschen Junter 1879, 1885 und 1887 und jetzt hat er sie der Verachtung ihrer Feinde preisgegeben manenten Raubzug gegen das Bolt etablirten, so thun dasselbe unter Anführung Bismarck's die Zollära und damit einen per und bedroht ihre innersten Lebensquellen. Wird der Polyp nicht die französischen Junker, die Großgrundbesiger, nun einige Jahre Für außerhalb nehmen sämmtliche Postanstalten Abonnements ausgeschnitten, nicht ausgebrannt, so ist der Staat ver später. Ihnen ist eine höhere Bodenrente lieber, als die wärmste aum Preise von Sympathie schweizerischer Republikaner. ,, Neue Welt“. Für Berlin nehmen sämmtliche Beitungsspediteure, sowie unsere Expedition, Beuthstr. 3, Bestellungen entgegen zum monatlichen Preise von 1 Mark 10 Pfennige frei ins Hans, wöchentlich 28 Pfennige. 3,30 Mark für das 1. Quartal entgegen.( Eingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1893 unter Nr. 6708.) Wir ersuchen unfere Postabonnenten höflichst, das Abonnement rechtzeitig aufzugeben, damit die regelmäßige Buftellung des Blattes feine Unterbrechung erleidet. Die Redaktion und Expedition des „ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Die„ laaterhaltenden Kräfte". loren und wird Frankreich einer Räuberbande überantwortet, die sich Regierung nennt und so lange wirthschaftet, bis Indeß hätte man vielleicht gerade im gegenwärtigen Augender legte Frant gestohlen und der letzte Franzose am blick diese Sympathien hoch anschlagen sollen. Denn an schadenBettelstab ist. Dann kann der Kapitalismus auf frohen Zuschauern im Auslande fehlt es anläßlich der enthüllten Trümmerhaufen" herrschen. schauderhaften Rorruption, des Panamastandals, ohnehin nicht. Die Unverträglichkeit des Kapitalismus mit staatlicher Werkwürdiger Weise war aber gerade dieser Standal die Ursache, Ordnung und mit dem Interesse des Volts hat sich, nicht daß die Regierung den mit der Schweiz vereinbarten Handelsminder eindringlich wie durch den Panama- Skandal, durch lung über die einzelnen Vertragsartikel zu verhüten und das vertrag kaum ernstlich vertheidigte, um eine tagelange Verhand die Verwerfung des Handelsvertrags mit der Parlament vertagen zu können, um vor weiteren unbequemen Schweiz fuudgethan. In seiner Gier, das eigene Interpellationen und Zwischenfällen eine Zeit lang verschont su Land auszuplündern, hat der schutzöllnerische Kapitalismus bleiben. dem französischen Handel einen harten Stoß versezt, und Diese leichtfertige Politik dürfte faum gute Früchte tragen. einen noch härteren Stoß dem Ansehen Frankreichs und Die Leiter der franzöfifchen Republit scheinen nicht blos in Hin dem guten Rufe der Republik. Die Schweizer, die der sicht auf die innern, sondern auch bezüglich der äußern Politik franzöfifchen Republik die treuesten Freunde waren, und die Todtengräber der Republik zu sein. Die monarchischen Nache obendrein vortreffliche Kunden sie sind in ihren Ge- barstaaten Deutschland, Desterreich und Italien haben leiblich Wer kennt nicht das stereotype Wort von den staat- fühlen und Interessen aufs Schwerste verlegt worden, weil Republik Frankreich verweigert dies. Hat der deutsch annehmbare Handelsverträge mit der Schweiz abgeschlossen, die erhaltenden Kräften", welche die Elemente der menschlichen es in Frankreich 10 000 Sapitalisten giebt, die nur ihr schweizerische Handelsvertrag die Sympathien der Schweiz für Gesellschaft zusammengefügt haben und das Chaos ver- Rapitalisten- Interesse im Auge haben und diesem das Inters Deutschland erhöht, so kann der Bruch mit Frankreich nur starte hindern. Die staaterhaltenden Kräfte" sind die Kräfte" effe ihrer Mitbürger und ihres Landes opfern. Der Zoll- Erbitterung gegen die Franzosen zur Folge haben. des Kapitalismus, und das„ Chaos" ist der Sozialismus, frieg, welcher mit dem 1. Januar zwischen Frankreich Bei Berathung des französisch- schweizerischen Handels- Ueber bor dem Gesellschaft und Staat bewahrt, gerettet werden und der Schweiz entbrennen wird, bedeutet für die einkommens im Nationalrath sagte der referirende Abgeordnete jollen. französische Rep. blik mehr als eine verlorene Schlacht, Oberst Kunzli unter dem lebhaften Beifall der Versammlung: Was es mit diesen staaterhaltenden Kräften" in mehr als einen unglücklichen Feldzug. Ein Staat, der darauf ausgeht, unsere wirths Wirklichkeit für eine Bewandtniß hat, das sieht auch der Und das hat der Kapitalismus mit seiner staat- ben Zheil unserer politischen Existenz bildet, staat- chaftliche Existenz, welche einen integriren. Blödeste jetzt in Frankreich. Ueberall ist zwar der erhaltenden Kraft" gethan. Kapitalismus derselbe; überall, wo er das Szepter schwingt, Der Augenblick, wo die Gesellschaft und der Staat und tann nicht unser Freund fein." zu untergraben, der ist nicht unser Freund macht sein verderblicher Einfluß sich geltend; überall beutet nur noch durch das Proletariat und den Sozialismus zu diese Erklärung hatte ihre sehr reale Grundlage, denn bei der ér das Volk aus und erzeugt den Klaffenkampf, welcher der retten sind, ist für Frankreich erreicht. Zeigt die Arbeiter bisherigen Geltung des französischen Minima I tarifs ist die Anfang des Bürgerkriegs ist; überall unterdrückt, verhett klasse sich der Aufgabe gewachsen, vor die sie so plöglich ge- schweizerische Ausfuhr nach Frankreich um mehr als ein Drittel er die Menschen, erschüttert, zerstört er die Grundlagen stellt worden ist, macht sie gründlichen Kehraus und errichtet zurückgegangen und würde fernerhin voraussichtlich bis weit unter staatlicher und gesellschaftlicher Ordnung. In feinem Land sie ein gesundes und wohnliches Staatsgebäude an Stelle die Hälfte sinken, so daß auch die Anwendung des Maximal aber tritt das Gemeingefährliche dieser seiner Thätigkeit so des faulen morschen Dings", das heute Staat heißt, dann schweizerische Generaltarif, der gegen die französischen Zollsätze greifbar und auffällig zu Tage, wie jetzt in dem französischen schön und gut. Wo nicht, so kann die Republik sich be- der reinste Waisenknabe ist, die französische Einfuhr in die Schweiz Staate, der mit der Julirevolution, also vor mehr denn graben und auf ihren Grabstein die Worte setzen lassen: 60 Jahren in die Hände des Kapitalismus gerathen ist. Getödtet von den staaterhaltenden Kräften Zwei volle Menschenalter hindurch: unter dem Bürgerdes Rapitalismus. Feuilleton. Nachdrua, verboten.) Bel- Ami [ 51 die Hand. Ich hab' nicht gekonnt", entschuldigte er sich. Ich hab' soviel zu thun, daß ich seit zwei Monaten nicht aus dem Hause gekommen bin." Und tarifes nicht viel mehr schaden kann. Andererseits hat der taum berührt. Das französisch- schweizerische Uebereinkommen war für Frankreich weit günstiger als für die Schweiz und Bundesrath Oh! Sie heirathen ja jetzt bald!" erwiderte er noch immer im Zwange seines Gedankens. Irgend ein schöner, ein wenig ruinirter Prinz wird Ihr Gemahl, und wir " Das ist schlimm, recht schlimm," sagte sie ernst. Sie sehen uns dann nicht mehr wieder." machen mir und Mama solchen Kummer, denn wir beide" Oh nein! durchaus nicht!" rief fie freimüthig. Ich haben Sie gern. Ja, ich fann Sie gar nicht entbehren. will nur einen haben, der mir gefällt, der mir gut gefällt, Wenn Sie nicht da sind, langweil' ich mich schrecklich. Ich in jeder Hinsicht gefällt. Ich bin reich genug für zwei." Roman von Guy de Maupassant. rede ganz frei heraus, damit Sie nicht mehr so verschwinden tönnen, fehen Sie. Geben Sie mir Ihren Arm, ich will Fünf Salons schlossen sich aneinander; mit kostbaren Ihnen selbst Jesus geht auf dem Meere" zeigen. Es ist Stoffen, italienischen Stickereien oder orientalischen Teppichen ganz dahinien, hinter dem Wintergarten noch. Bapa hat in verschiedenen Nüancen und Stilarten waren sie ausge- es drunten hinhängen lassen, damit jeder durch alle Räume schlagen und trugen an den Wänden Gemälde alter muß. Ganz wunderbar, wie Papa sich mit dem Palaste thut." Meister. Besondere Bewunderung erregte ein kleines Zimmer, eine Art Boudoir, das im Geschmack Louis XVI. ganz mit sich um, um den schönen Mann und das reizende Püppchen Langsam schritten sie durch die Menge. Man drehte blauer, kleine Rosenbouquets tragender Seide ausgekleidet an seiner Seite zu sehen. war. Die niedrigen Möbel aus vergoldetem Holz waren mit demselben Stoff wie die Mauern überzogen und von außergewöhnlicher Feinheit. Georges fah berühmte Herrschaften, die Herzogin von Ferracina, den Grafen und die Gräfin von Ravenel, den General, Prinzen von Andremont, die wunderschöne Baronin des Dunes, kurz das ganze Premierenpublifum. Sein Arm wurde berührt und eine junge, glückliche Stimme flüsterte ihm ins Ohr:" Ach, da sind Sie ja endlich, Sie böser Bel Ami! Weshalb lassen Sie sich denn garnicht mehr sehen?" Susanne Walter fah ihn mit ihren feinen EmailleAugen unter der Wolkenfrisur ihrer blonden Haare fragen'd an. Er freute sich aufrichtig sie zu sehen und drückte ihr herzlich nett," wie alles hier!" " Ein famoses Baar!" rief ein bekannter Maler. So Er lächelte ironisch, als wüßte er es besser, und begann ihr die Namen der Vorübergehenden zu nennen. Sehr be rühmte Namen waren darunter, die ihre rostigen Titel an Bankierstöchter wie sie verkauft hatten und jetzt bei oder fern von ihren Frauen ungebunden und schamlos lebten, dabei aber allgemein bekannt und geachtet waren. Auseinandersetzungen, und Sie baben auch auf diesen Nicht sechs Monate geb' ich Ihnen," schloß er seine Köder angebissen. Sie sind dann eine Frau Gräfin oder Frau Herzogin oder Frau Fürstin und sehen dann von oben auf mich armen Sterblichen herab, liebes Fräulein." Wenn ich wirklich ein tüchtiger Rerl wäre," dachte Georges, hätte ich sie geheirathet. Sie war empört, schlug ihn mit ihrem Fächer auf den Warum hab ich blos nicht daran gedacht? Wie fonnt Herzen folgen würde. Möglich war es. Arm und versicherte hoch und heilig, daß Sie nur ihrem ich nur darauf kommen, die Andere zu nehmen? Welch' Wir werden ja sehen," spottete er, Sie sind ja zu eine Narrheit! Immer handelt man voreilig, nie denkt man vorher genug nach!" Und Neid, bitterer Neid fiel Tropfen um Tropfen in seine Seele, wie Gallenfaft, der all' seine Freuden verdarb und ihn sein Leben hassen ließ. Ach! Kommen Sie doch jetzt recht oft, Bel- Ami," plauberté Susanne. Jeßt, wo Papa so reich ist, wollen wir einmal ausgelassen und so vergnügt wie je ein Regenwurm sein." reich." Aber Sie haben ja auch geerbt," sagte sie. Er machte ein mitleidiges Oh!" Reden wir doch gar nicht erst darüber. Knapp zwanzigtausend Franks Rente jährlich. Was will das heute heißen." Aber Ihre Frau hat doch gleichviel geerbt." Ja. Eine Million wir beide zusammen. Vierzig tausend Franks Einkommen. Dabei können wir uns noch nicht einmal Pferd und Wagen halten." Droz fagte bei deffen Begründung im Nationalrath: Ich hoffe, Weltanschauung sicher den Sieg erringt, ohne Hilfe des daß Sie es( das Handelsübereinkommen) genehmigen werden, Gendarm und des Staatszwangs, ohne welche die evantros aller Unsicherheit und Unvollkommenheit, troß der geringen gelische wie die so stolze katholische Hierarchie bald zu Bortheile, die es uns bietet, trotz der thatfächlichen Ungleichheit, existiren aufhören würde. Aus der Verbindung mit der die es zu Gunsten Frankreichs bestätigt; Sie werden es ge nehmigen, um einen Beweis zu geben von Ihrem Wunsche, mit Gewalt des Staates und des Besiges losgelöst, wäre die diesem Nachbarlande in guten wirthschaftlichen Beziehungen zu ganze Hierarchie( Kirchenherrschaft) ein entwurzelter bleiben und auch in der Hoffnung auf fünftige Berbesserungen." und Baum. einstimmig wurde das Handelsübereinkommen im National rath wie Ständerath angenommen. Brutal haben die französischen Kapitalisten im Barlament in der Bourgeois- Presse eine abfällige Kritik. Die Kölnische Der Religionsztvang für Diffidenten erfährt felbft das llebereinkommen, die dargebotene Freundesband ber Schweizer Beitung" findet es zwar begreiflich", wenn in einer Beit, zurückgewiesen und damit der Republit sicherlich einen schlechten da die Sozialdemokratie alles aufbietet, um die Maffen mit Dienst erwiesen. Annähernd dem französischen Maximaltarif werden die Schweizer ihren Generaltarif erhöhen"); verlieren einem rohen Haß gegen das religiöse Empfinden zu er die Schweizer den größten Theil ihrer 120 Wiillionen Franten füllen", die verantwortlichen Persönlichkeiten Bedenken betragenden Ausfuhr nach Frankreich, so andererseits die Fran- tragen, den staatlichen Einfluß auf den Geist des Religionszosen den größten Theil ihrer 250 Millionen Franken betragen unterrichts des heranwachsenden Geschlechts abzuschwächen". den Ausfuhr nach der Schweiz. Bereits fordern in 3ürich, Nichtsdestoweniger hält das Blatt die ministerielle Entdem andere Drte folgen werden, öffentliche Aufrufe zur scheidung für verfehlt und bedenklich. Bontottirung aller franzöfifchen Waaren auf, statt in Frankreich wird man in Deutschland, in Defter reich, in Italien und anderen Ländern faufen. Der fommerzielle Bruch der Schweiz mit Frankreich hat auch diplomatische Bedeutung für den Dreibund, wenngleich nur moralische. Denn trotz aller Empörung und Erbitterung über die Brutalität der Franzosen wird bei den taltblütigen Schweizern das Gefühl nicht über den Werstand triumphiren, und man wird nicht, um den Franzosen einen Hieb zu versehen, die gutbewährte Neutralität aufgeben und fich bem Dreibund anschließen. Das wird zweifellos nicht geschehen, und trozdem bedeutet der Bruch zwischen den beiden Republiken einen moralischen Gewinn, eine moralische Stärkung für den Dreibund. Hoffentlich wird aber das Panama- verfeuchte französische Parla ment bald durch ein besseres ersetzt, das dann auch dem landesverrätherischen Raubzug der beutehungrigen Schußzöllner Einhalt thun wird. Politische Leberlicht. Berlin, den 30. Dezember. Der Versuch, dem Staate das Recht zuzusprechen, die Rinder gegen den Willen der Eltern nach Belieben dem proteftantischen, fatholischen oder jüdischen Religionsunterricht zuzuweisen, steht im Widerspruch mit allen modernen Anschauungen. Wer grundfäßlich auf dem Boden der Gewiffensfreiheit steht, tann dem Staate ein derartiges Zwangsrecht nicht zut gestehen. Wie der Kultusminister 8 500 000 M. Mach der heutigen Bertheilungsweise erhalten davon die Arbeiter 4 079 000 M., die Bourgeoifle 4 321 500 Mt. in irgend welcher Form. Die Arbeiterschaft hat davon 3555 Mann zu ernähren, die schwer arbeiten; die Unternehmer( auf 10 Attien je einer gerechnet) ca. 200 an der Zahl, die sozusagen Nichtsthuer sind, und nur darum, weil sie's Gelo( die toote Hand) hatten, verdienen sie nach obiger Annahme ein Jeder rein 12 000 m. pro Jahr. Also: die lebende Hand bes Arbeiters 1147., die todte hand des Unter nehmers 12 000 Mart. Wollten wir dazu rechnen die fowie Refervefonds und Vortrag auf neue Rechnung, bie am Orte der Verwaltung(-) gezahlten Zantiemen von 93 352,38 M., fo ergiebt sich für jeden eben angenommenen Durchschnittsaktionär bie Summe von 15 600. Daß fie pro Durchschnittsaktionär 3600 M. an Reservefonds auf neue Rechnung und an Tantiemen wieder zurückgegeben, hat keine andere Bedeutung, als wenn das Geld von der rechten in die linke Tasche gesteckt und ein Theil des Geldes dem Sohne, Schwiegersohne, Better oder Protegé gegeben wird. Es bleibt eben immer in den Händen der besigenden Klasse; somit ist auch die Gegenüberstellung gerechtfertigt: lebende Hand 1147 M., todte Hand 15 600 M.; oder 4 M. für den Arbeiter, 54 M. für den einzelnen Rapitalisten täglich. Das ist die gerechte Wertheilung in der heutigen Gesellschaft." Privilegirte Arbeiter. Wunderbar gestaltet sich in feinen. Standpunkt den Köpfen der Bourgeoisie der Begriff des Privilegs, wenn verfassungsrechtlich im einzelnen begründet, ist aus dem es sich darum handelt, der Ausbeutung des Arbeiters Artikel der Norddeutschen Allgemeinen Beitung" nicht erficht Schranken zu ziehen. Die Freiheit der Ausbeutung gilt als lich. Einen erfreulichen praktischen Erfolg fönnen wir von einer grundsätzliches Menschenrecht, die Beschränkung derselben Handhabung der ministeriellen Entscheidung nicht erwarten. als widernatürliches Privileg. Herr Dr. Barth sieht schon Wenn der Staat die Kinder der Dissidenten zwangsweise einem beliebigen Religionsunterricht zuführt, so verschärft er lediglich darin, daß ein Arbeitgeber anständiger tft als ber andere, die Gegensage. Brutale Eingriffe in bas Elternrecht, die sich ein Unrecht des anständigeren Arbeitgebers; er schaffe eine auf einem fo zarten und empfindlichen Gebiet abspielen, ver privilegirte Arbeiterklasse, die es besser habe als die Arbeiter bittern die Diffidenten und reizen fie dazu auf, mit aller Macht weniger anständiger Arbeitgeber. Herr Barth erfob diesen das auszuroden, was der Religionsunterricht in die Kindes Einwand in der gestrigen Sitzung der Berliner Stadtver feele zu pflanzen fucht. G3 liegt in der Natur der Sache, daß ordneten gegenüber dem Antrage des Genoffen Singer, für die Härte dieser Entscheidung grade diejenigen Bäter trifft, die die städtischen Arbeiter ben Achtstundentag einzuführen. mit großer Bähigkeit und Rücksichtslosigkeit diffidentische Ans 3u dem Gedankengange, baß die Stad. als Arbeit schauungen vertreten. Ein solcher Water wird in bieser Sage ftets geneigt sein, Zag für Zag geberin gewissermaßen vorbildlich den anderen Arbeitdem Kinde die Widersinnigkeit und 2ächer gebern in der anständigen Behandlung ihrer Arbeiter lichkeit alles deffen nachzuweisen, was ihm vorangehen müsse, fann er sich nicht erheben; er verlangt in bet Schule gepredigt wird. Man würde also von der Stadt, daß sie auf dem Sto opunkt des kapitalediglich Eltern und Kinder gegen Schule und Staat verheßen. listischen Bourgeois stehen bleibe und diesem nicht dadurch Es ist ein aussichtsloses Beginnen, mit derartigen unbequem werde, daß sie mit dem guten Beispiel der Ber fleinlichen Mitteln in Den Kampf feindlicher Welte 1 Die Sparfamkeit des Staates macht sich besonders gegenüber den unteren Beamten geltend. Die offiziösen Berliner Politischen Nachrichten" schreiben von der Nothwendigkeit ft rengster Beschränkung der Aus- anschauungen einzugreifen. Auch wer es bellagt, daß breite befferung der Lage der Arbeiter vorangehe; sie soll vielmehr gaben zur Vermeidung eines allzu großen Fehlbetrages Schichten der Bevölkerung an dem Glauben der Väter irre ganz wie jener nach dem Gesetz des Angebots und der im preußischen Staatshaushalt, welche die Vermehrung des werden, wird doch ein solches Borgehen als verhängnißvoll Nachfrage auch den Nothstand der Arbeiter zur HerabBeamtenpersonals wie die Bemessung der Gehälter in dem betrachten müffen. Die Fattoren, welche diesen Sliß im drückung der Löhne und der Lebenshaltung der Arbeiter modernen Denken geschaffen haben, sind zu gewaltig und zu benutzen. Wenn Herr Dr. Barth, Reichstags- Abgeordneter Staatshausetat für 1893/94 innerhalb der zulässig fegensreich, als daß man hoffen könnte, ihren Nebenwirkungen und Herausgeber der„ Nation", der doch zu den Intelligenz fnappfien Grenzen zu halten zwingt," und hebt hervor, daß mit dem Polizeinock beizukommen." größen des Liberalismus gehört, den beschränktesten Bourgeois trozdem die Fortführung der in den letzten Jahren beDer Erfolg, den die Kölnische Zeitung" fürchtet, wird standpunkt nicht verlassen kann, was soll man da von den gonnenen Organisation in den durch die Finanzlage gesicherlich eintreten. Ein bis zwei Dissidentenkinder, die zum ganz ordinären Spießbürger- Bourgeois des rothen Hauses zogenen Schranken stattfinden werde. Es gelte diejes namentlich von den Gewerbe- Juspektionen, den Kultur häuslicher Anweijung leicht in der Lage sein, ihren MitReligionsunterricht gezwungen find, werden bei genügender erwarten? Ingenieuren( Wiesenbaumeistern) und dem technischen Sub- chülern die Vorstellungen des biblischen Glaubens aus dem Aus Berlin bringt ein französisches Bours altern und Unterpersonal der Bauverwaltung( Bausekretäre Kopf zu treiben. Die Beschreitung des Rechtsweges, auf geoisblatt eine Korrespondenz, welche mehrere Arbeiter und Bauschreiber). welchen der Kultusminister Bosse die beschwerdeführenden versammlungen schildert und die merkwürdige Ruhe Diffidenten gewiesen, dürfte für diese, da heut zu Tage die und Disziplinirtheit der sozialistischen Massen" mit der besitzenden und gebildeten" Klaffen die Gewissensfreiheit lauten Leidenschaftlichkeit der französischen Sozialisten in als einen nicht mit der Befähigung zum Reserve- Lieutenant Kontraft bringt. Der Herr Korrespondent fennt offenbar vereinbarenden Lugus betrachten und nur noch Arbeiter für nur die anarchistischen" und sonstigen Radauversammlungen dieselbe eintreten, mit faum überwindbaren Schwierigkeiten in Paris. In diesen wird allerdings mörderisch geschrien, verbunden sein. es find aber auch keine Arbeiter darin. In den französischen Arbeiterversammlungen geht es abgesehen von der Die Religion als Privatsache ist den Ultramontanen Brüderliche Theilung von Kapital und Arbeit. übrigens in der Arbeiterklasse nicht sehr bedeutenden natioein Dorn im Auge. Die Germania" wirft der Sozial- Bon dieser Theilung giebt der Bericht der Arenberg nalen Temperamentverschiedenheit im ganzen gerade so bemokratie Feigheit und Heuchelei vor, weil sie, obwohl ichen Aktiengesellschaft für Bergbau und ruhig zu wie in deutschen. Der Arbeiter ist überall ernst, thre bewußten Anhänger persönlich der materialistischen üttenbetrieb in Effen ein schönes Bild. Der namentlich wenn er fich mit seinen Klassenverhältnissen bes schäftigt. Und wir haben während der letzten französischen Weltanschauung huldigen und die firchlichen Dogmen be- Hannoversche Volkswille" schreibt über denselben: tampfen, den Gewissen keinen Zwang vorschreiben und Nach den Mittheilungen des Berichts ist das finanzielle Kammerwahlen Arbeiterversammlungen in Paris mitgemacht, nicht als Programmpunkt aufnehmen, was nur aus der Resultat des Betriebes wiederum( also schon oft dagewesen) die ruhiger waren, als die meisten Wählerversammlungen ein außerordentlich günstiges zu nennen, denn nach Abzug von in Berlin. inneren Aufklärung hervorgehen kann. Wir thun den 549 694,63 M. für Steuern, Abgaben, Knappschaftsgefällen, Pfaffen keiner Nichtung den Gefallen, ihnen auf der Bahn des Gewiffenzwanges zu folgen; wir wissen, daß unsere Auch das für die Unterbeamten durchgeführte System der Alterszulagen solle nach oben hin fortgesetzt werden, ebenso wie die Umwandlung diätarischer Stellen in etats mäßige. Hier heißt es nicht wie beim Militäretat: Die und die Ausgaben find nothwendig, also müssen die Mittel beschafft werden. Die Kulturaufgaben des Staates haben eben vor dem Militarismus zurückzutreten. *) Dieses ist bereits geschehen. Der Bundesrath hat folgen den Beschluß gefaßt: Bom 1. Januar 1893 an werden die aus Frankreich und den französischen Kolonien herstammenden Waaren bei der Einfuhr in die Schweiz dem schweizerischen Generalzoll tarife vom 10. April 1891, fowie den vom Bundesrathe in Anwendung von Artikel 34 des schweizerischen Zollgefeges von 1851 festgesetzten Erhöhungen unterworfen."( Anmerk. b. Red.) Sie waren im letzten Salon angelangt. Vor ihnen Tag der Wintergarten, ein mächtiger, mit tropischen Gewächsen gefüllter Haum, die seltene Blumen in dichtem Ge sträuch beschüßten. Alters- und Invaliden Versicherungs Beiträgen 2c., verblieb Frankreich. Neue Enthüllungen hat der immer noch ein Reinüberschuß von B 121 725,91 M. Es wur- Panama Skandal in der Weihnachtswoche nicht zu den 80 Prozent Dividende vertheilt und 650 000 m. Tage gefördert nach Neujahr dürfte dafür das Füllhorn des fonstwie" ausgegeben. De Gesammt- Jabresverdienst eines Schmußes sich um so massenhafter entleeren. Inzwischen Arbeiters betrug 1147,42 M. Es wurden täglich 8555 Schichten haben die bisher Beschuldigten Beit gehabt, ihrerseits verfahren( im Jahre 807 Mal) wonach sich eine Belegschaft Material zu sammeln, und da von dieser ganzen Gesell von 8355 Mann und eine Ausgabe an Arbeitstöhnen für schaft fein einziger fauber ist, fo tönnen wir auf stellt sich die Totalsumme des Gesammtwerthes der von den ein gewaltiges Bombardement mit Unrathfübeln gefaßt Bergleuten herausgeschafften Produkte zu 8 450 000, rund sein. das Jahr 1891 ergiebt von 4079 078,10 Mart. Danach Blätter in die Luft hoben, sah man einen Mann unbeweg lich auf dem Meere stehen. Der erste Eindruck war überraschend. Das Gemälde, deffen Seiten von dem bewegten Grün verdeckt wurden, glich einem finsteren Loch, durch das man auf einen ergreifenden Vorgang in phantastischer Ferne sah. Man mußte genau hinsehen, um hinter die Täuschung Der Rahmen schnitt die Barke in der " Plötzlich glaubte Georges eine Stimme sagen zu hören: Es ist Laroche und Frau Du Roy." Wie ein entferntes Geräusch, das der Wind herüberträgt, schlugen ihm diese Worte ins Ohr. Woher kamen sie? Er sah sich nach allen Seiten um und erblickte in der That seine Frau am Arm des Ministers. Sie flüsterten Aug' im Auge lächelnd und vertraut mit einander. Als fie unter das dunkle Blätterdach traten, wodurch das Licht in silbernen Wellen schlüpfte, schlug ihnen duftgeschwängerte, nach feuchter Erde riechende Luft lauwarm Er bildete sich ein zu bemerken, wie man ihnen tuschelnd entgegen. Eine sonderbar süße, frankhafte und doch zu kommen. reizende Empfindung war es, die Einen hier mitten in dieser Mitte ab, in der sich die Apostel befanden. Schwach nachfah, und er fühlte das thörichte und brutale Verlangen, künstlichen Natur und ihrer entnervenden Schlaffheit über beleuchteten fie die schrägen Strahlen einer Laterne sich auf diese beiden Menschen zu stürzen und sie mit Faustschlich. Auf Teppichen schritt man dahin, die wie Moos deren ganzes Licht einer von ihnen, der auf dem Bord saß, schlägen zu ermorden. zwischen dichtem Gebüsch lagen. Plöglich bemerkte Du Roy auf den heranschreitenden Jesus fallen ließ. Sie machte ihn zum Gespött. Er dachte an Forestier. Christus sette den Fuß auf eine Woge, und man fah Vielleicht sagte man auch von ihm: Dieser Hahnrei von unter einem hohen Palmendom zu seiner Linten ein weißes Marmorbassin, das breit genug war, um darin zu baden, fie fich fräufeln, sich unterwerfen, sich glätten und den gött- Du Roy". Wer war sie denn überhaupt? Gine halbwegs und an dessen Rande vier große Schwäne aus Delfter lichen Schritt umschmeicheln, der sie niedertrat. Alles wat geschickte kleine Abenteurerin ohne eigentlich große Be Fayence aus ihren halb geöffneten Schnäbeln Waffer finster um den Gottmenschen herum. Nur die Sterne ftrahlten fähigung. Man besuchte sein Haus, weil man ihn fürchtete, ihn für stark hielt, aber von diesem kleinen Journalisten spieen. Die Gesichter der Apostel erschienen in dem unbestimm haushalt sprach man gewiß gauz ungescheut. Mit so einer Der Boden des Bassins war mit Goldftaub bestreut, und gewaltige chinesische Goldfische schwammen darin ten Licht der Schiffslaterne in der Hand des einen, der Frau fonnte er es nie weit bringen. Sie machte sein Haus herum, fremdartige Ungeheuer mit vorspringenden Augen auf den Herrn wies, wie verzerrt vor Ueberraschung. anrüchig, fompromittitte sich beständig und verrieth in ihren Ja, es war das mächtige, unerwartete Wert eines ganzen Wesen die Intrigantin. Jetzt war sie eine Rugel und blauen Schuppenrändern, wahre Waffermandarinen, bie, während site so über den Goldgrund glitten, an die Meisters, dieses Gemälde, ein Werk, das die Gedanken an seinem Fuß. Ach! Wenn er doch geahnt, gewußt hätte außer Fassung bringt und von dem man Jahre lang Wie viel stärker, weitausschauender hätte er spielen können! sonderbaren Seidengewebe ihrer Heimath erinnerten. Welch schöne Partie fonnte er mit der kleinen Susanne als Schweigend blieben die Betrachter zuerst vor ihm stehen, Einsaß gewinnen! Wie hatte er nur so blind sein können, gingen dann nachdenklich weg und begannen hierauf erst um das nicht zu merken. von dem Werth des Gemäldes zu sprechen. Mit Klopfendem Herzen war der Journalist stehen geblieben. Ja, das ist Reichthum," dachte er. In solchen Häusern muß man leben. Andere find emporgekommen. Warum sollte es mir nicht glücken?" Er überlegte, was er dazu thun könne, fand nicht gleich etwas und zürnte seiner Ohnmacht. Auch seine Begleiterin schwieg und schien zu träumen. am Himmel. träumt. Du Roy aber meinte, nachdem er es eine Zeit lang betrachtet hatte: Das nenn ich doch chic, wenn man sich folche Dinge taufen kann." Die Menge umdrängte ihn, stieß ihn, weil sie auch Sie tamen in den Speisesaal, eine mächtige, pon Marmorsäulen getragene Halle, deren Wände mit alten Gobelins behängt waren. Er sah sie von der Seite an und dachte noch einmal:„ Wenn sehen wollte, und er tehrte Susannens Händchen noch immer, um ihm die Hand zu reichen. Er schwamm in Won ne ich diese fleine lebende Marionette geheirathet hätte, würde am Arm, das er leise drückte, um. es schon genügen." Wollen Sie ein Glas Champagner trinken?" fragte Aber Susanne schien plötzlich zu erwachen. Auf sie ihn. Dann gehen wir zum Buffet. Wir treffen dort gepaßt!" sagte fie. Und sie brängte Georges durch eine auch Papa." Gruppe durch, die ihren Weg versperrte und ließ ihn plöglich Langsam schritten sie durch alle die Salons zurüd, in sich nach rechts wenden. denen der unruhige Menschenstrom noch größer geworden Mitten in einem Gebüsch sonderbarer Pflanzen, die ihre war. Man schien sich aber ganz zu Hause zu fühlen, es wie offene Hände mit schmalen Fingern geftalteten, zitternden war bie elegante Wenge eines öffentlichen Festes. Walter bemerkte seinen Redakteur und stürzte auf ihn Haben Sie auch alles gesehen? Hast Du ihm auch alles Bel- Ami? Haben Sie den Prinzen von Guerche gesehen? gezeigt, Susanne? Nein, diese Menschheit! Nicht wahr Eben war er hier und trank ein Glas Bunsch." Dann stürzte er sich auf den Senator Rissolin, der feine halb betäubte und wie eine Marktbude ausstaffixte Gemahlin am Arme schleppte. ( Fortsegung folgt.) in te nigung er Sozialisten vollzieht sich in erfreulich eis in gemeinsamer Mittelpunkt der Agitation u. Aftio in Paris bereits gefchaffen der Sozialistischen Aktionsliga" und dies Mal hat Paris die Proving hinter sich. Der Bourgeoisie schwebt das Schreckgespenst der Kommune vor. Nun wenn jekt in Paris die Kommune gegründet wird, dann steht sie nicht mehr vereinzelt da, wie 1871, sondern hat sofort hunderte von Schwesterkommunen, die, über ganz Frankreich zerstreut, wohl start genug sind, zusammenwirkend mit Paris- ganz Frankreich dem Sozialismus zu er obern. Dieser Entwurf wird von den belgischen Arbeitern mit Sohngelächter aufgenommen werden, und ihren Born nur noch mehr entflammen. hervorhob, A daß sich die Verhältnisse der Arbeit im ganzen Lande gebeffert haben, die Löhne seien allgemein gestiegen, die Roften der Lebenshaltung feien geringer, die Erziehung sei eine bessere geworden, die Lebensdauer sei im Durchschnitt gestiegen und das Bolf sei im stande, mehr zu sparen, als früher." Die Voffische Zeitung" findet, daß der Barken'sche Aufruf wunderlich gehalten". Damit hat sie den Nagel auf den Kopf getroffen. Der Streit mußte llar motivirt werden, und das geschieht durch den Warten'schen Aufruf nicht. wohnen, 8. Alle Staatsbürger, die diese Bebingung nicht er- Gr erinnerte an den letzten großen Ausstand, der eine nicht gefüllen, können trobem das Wahlrecht erwerben, falls fie fich ringe Anzahl Opfer geloftet habe, für die jetzt noch Unterstützung einer Wahlprüfung unterziehen. 4. Die Ausübung des Wahl- nöthig sei, und bemerkte warnend, daß jeßt ein Streit faum in rechts ist obligatorisch, die Nichtausübung wird unter Strafe sechs bis acht Wochen zu beendigen wäre, wenn er für die Ar gestellt. 5. Einführung des Proportionalsystems d. h. Ver- beiter siegreich sein solle. Warten, der in beiden Versammlungen fretung der Minderheiten. 6. Den Kammern steht es frei, das Schlußwort hatte, betonte, daß die Maschinenleute diesmal obne Betfassungsänderung das allgemeine Stintinrecht eingue mit in den Ausstand eintreten würden, und daß von der Interführen, sobald fich in beiden Häufern des Parlaments eine nationalen Unterstützung zugefagt sei und jeder in den Streit Zweidrittel- Mehrheit dafür findet. Eintretende Brot im Bureau des Rechtsschutzvereins haben tönne. Bei der Abstimmung wurde die Frage, ob am 1. Januar in den Streit eingetreten werden solle, verneint, und faſt mit Einstimmigkeit beschlossen, schon am nächsten Morgen nicht mehr anzufahren. Warfen rief den etwas unruhig gewordenen Man schreibt uns aus Paris, d. d. 29. Dezember: Die englischen Gewerkvereine gehen mehr und mehr Bergleuten zu, daß sich jeder eidbrüchig mache, der morgen anDer Bund, den die verschiedenen sozialistischen Frat- in das Lager der Sozialdemokratie über, dies muß felbst fahren würde." tionen Frankreichs durch ihre Vertrauensleute, fürzlich im die National Beitung" eingestehen. Während überall die erklärt, daß der Streit sich befanntlich in erster Linie gegen die Die offiziöse Norddeutsche Allgemeine Beitung" geheimen geschlossen haben, ist gestern Abend in einer impo- Bergarbeiter sich der großen sozialdemokratischen Miners mit dem 1. Januar in Kraft tretende, auf Grund der neuen ge fanten Volksversammlung vor aller Welt besiegelt worden. Federation anschließen, halten nur noch die Bergarbeiter feglichen Bestimmungen der Gewerbe Ordnung und der Novelle Im neugegründeten Boltshause"( Maison du Peuple) spen- von Northumberland an den Traditionen ihrer alten Trade- zum Berggesetz erlassenen Arbeitsordnung richte". Schlimm genug dete eine dichtgedrängte Menge den Vertretern der ver- Union fest, ein Verdienst" ihres Sekretärs, des in das für diese neuen gefeßlichen Bestimmungen". Måren sie wirtschiedenen sozialistischen Parteien, die einer nach dem Minifterium berufenen Mr. Burt. Bei dem Abschieds: licher ftaatsmännischer Klugheit und nicht vielmehr einseitig, anderen Einigkeit und geschlossenes Vorbankett, das ihm seine Trade Union gab, bielt Burt eine tapitalistisch- autoritären Erwägungen entsprungen, so würde es gehen aller Revolutionäre predigten, stürmischen Rede, in welcher er nach der National- Beitung" besonders den Bergleiten sicher nicht eingefallen sein, ihretwegen das Risiko begeisterten Beifall. Von den Genossen, die das Wort er eines Streits zu wagen. griffen, nennen wir Camelinat, Guesde und Allemane. Alle waren darin einig, daß gegenüber den immer größer werdenden Skandalen, welche die Bourgeois wirthschaft bis ins innerste erschüttern und vielleicht schon Die National- 8eitung" nimmt zu dem Streit wie in den nächsten Tagen die Arbeiter nöthigen würden, den folgt Stellung: So erheblich diese Ziffern( der Streifenden) Straßenkampf zu beginnen, die energischsten Maßregeln zu find, so find sie doch im Verhältniß zu der ca. 30 000 arbeitec treffen feien. Jules Guesde versicherte, die Pro betragenden Zahl der Bergleute im Saargebiet noch nicht being fei bereit zum 20sschlagen; ihre Augen forgnißerregend. An einen Erfolg tönnen die Bergleute bei den eien feht auf Baris gerichtet, das sich auch in Kampfgegenwärtigen wirthschaftlichen Buständen nicht denken, und diese bereitschaft setzen müsse. Man beschloß, in allen Stadt erwägung wird wohl auch ein Uebergreifen der Streitbewegung pierteln revolutionäre Geftionen zu gründen. Auch die man uns schreibt, hai bie Meldung, daß die Bergleute in SaarBoulangisten, welche einſt in dem General den Bringer der gebiet in einen partiellen Streit eingetreten sind, in allen Revolution sahen und ihm deshalb gefolgt waren, erklärten, Arbeiterkreisen überrascht. Es ist bekannt, daß die Streitenden fich der Gesammtbewegung anschließen zu wollen. Ebenso faft gänzlich ohne Mittel sind; noch nicht acht Tage tömmen fehlte es nicht an Anarchisten, welche die gleiche Erklärung leitartikelt die" Rheinisch- Westfälische Zeitung", das Leib- lichkeit, von auswärts Geld zu erhalten, egiftirt nicht; bie Der Maffengiftmord als soziales Kampfmittel" einige Tausend Mann über Waffer gehalten werden. Eine Mög abgaben. Kurz, es geht vorwärts! Versammlungen verden organ der Schienenflicker, Stempelfälscher und Steuer- fozialdemokratische Fraktion dürfte teine Beranlaffung fehen, allerwärts abgehalten werden. Paris wird seine hinterzieher. Natürlich ist von Homestead die Rede. fich für die Streifenden ins Zeug zu legen. Vom rheinisch- westSchuldigkeit thun. Daß der Massengiftmord" bis Dato blos die Phantafie eines fälischen Bergarbeiterverband Geld zu erwarten, dürfte ein Belgien. Der belgische Arbeitertongreß wandten Seelen in die Hände gerathen ist, das verschweigt lution; aber mit dieser läßt sich wenig anfangen; bie Belgier versoffenen Subjekts ist, das dem Herrn Pinkerton und verhörichter Traum fein. Nun tommt das Ausland; die Fran zofen werden sicherlich etwas schicken: eine schwülftige Resoober wie die Bourgeoisie den geistigen das Schienenflickerorgan, welches die Wahrheit ebenso un brauchen ihr Geld selbst und auch dort foll die Mehrzahl nichts Rampf führt. Den Lesern ist bekannt, daß die genirt fälscht, wie seine Patrone die Eisenbahnstempel. baben; der allgemeine Arbeiterausstand zur Erringung des allbelgischen Genoffen zu Weihnachten einen Kongreß abhielten, der sich hauptsächlich mit dem Aktionsplan für die lebrigens sind die Baare und Konsorten Gesinnungs- und gemeinen gleichen und direkten Wahlrechts scheint aus den Geschäftskameraden der Carnegie und nächste Bukunft zu beschäftigen hatte. Bei der kritischen die sich auch vortrefflich Konsorten, Köpfen der belgischen Arbeiter nicht herauskommen zu wollen. auf das Bochumern" Desterreich tommt gar nicht in Betracht; als einzige Rettung Zage, in der Belgien sich befindet, bei der entscheidenden verstehen. Die neuesten Untersuchungen haben" beiläufig für bleibt England; aber die Führer des Bergarbeiterfireits im Saat Rolle, welche das Proletariat dort zu spielen hat, mußte die ungeheuerliche Auflage der Massenvergiftung in Home- gebiet dürften wiffen, daß der englische Bergmann nicht für jeden vernünftigen Menschen die Bedeutung dieses stead gar keinen Anhalt ergeben. daran denkt, für die deutschen Genoffen etwas Erhebliches zu Rongresses in die Augen springen, und demselben eine opfern." Bei dieser Gelegenheit sei daran erinnert, daß vor ernste würdige Behandlung sichern. einigen Jahren im Weißen Haus, der PräsidentschaftsUnsere Bourgeoispresse hat aber auch bei dieser Gewohnung zu Washington, zahlreiche Vergiftungen voregenheit ihre Frivolität und ihre vollständige Unfähigkeit, tamen. Die Ursache blieb lange unentdeckt. Und man bie foziale Bewegung zu verstehen, don neuem auf's glaubte schon an ein politisches Attentat, als sich schließlich Glänzendste befundet. Statt einen Bericht der Verhand eine Bleiröhre der Wasserleitung als Giftmischerin er lungen zu geben, verbreitet sie die albernsten Lügen, und wies.9 Diese Rede ist so nach dem Herzen der National Beitung", daß fie in dem klugen, einsichtsvollen und gemäßigten Arbeiterführer" das glänzendste Gegenbild zu den Hetapofteln der Sozialdemokratie" erblickt. Wir gönnen der National Beitung" ihre Befriedigung, zufrieden mit der Thatsache, daß die englischen Arbeiter in ihrer großen Masse sich beeilen, das Lob der National- Zeitung" zu verScherzen. % Vom Bergarbeiter- Streik liegen folgende Nachrichten vor: liegen folgende Nachrichten vor: 11 auf das umfangreichere Dortmunder Revier verhindern. Bie Gine freundlichere Haltung nimmt( bie Germania" den Bergleuten gegenüber ein; der Grund liegt darin, daß sie bie tatholischen Bergieute als Wähler der Bentrumsabgeordneten nicht erzürnen will. Sie schreibt: Gs find in den letzten Monates mehrere Lohnherabsetzungen vorgekommen, und für den 1. Januar war eine weitere Derabsehung in Söhe von 20 Pf. pro Lonne angekündigt. Es haben dadurch viele Bergleute die Ueberzeugung sucht lächerlich zu machen, was sie nicht begreift. Die gewonnen, daß die Bergbehörde mit den Herabfegungen fort Delegirten so wird u. A. erzählt seien in fahren werde. Darum wollten die Bergleute jest schon solchem der ersten Sitzung durch die Weihnachts Libationen Beginnen entgegentreten, weil sie glaubte, die Winterszeit sei zu einem Streif mehr geeignet. Allerdings hat neben der Bohnfrage 10" animirt", soll heißen: so betrunken gewesen, auch die Thatsache, daß nur wenige Wünsche der Grubenausschüffe daß die Sigung hätte aufgehoben werden müssen! betreffs der neuen Arbeitsordnung berücksichtigt worden sind, und die Wahr ist hiervon nur, daß die erste regelmäßige Sigung unberechtigte Berhaftung des früheren Bergmannes Schillo( Schillo früher geschlossen werden mußte, als beabsichtigt war. Aber ist ultramontan, deshalb ist seine Verhaftung auch in den Augen warum? Weil der Besuch des Kongresses so über alles Er Das Wolff'sche Telegraphenbureau: der Germania" ungerechtfertigt. Red. d. V.") von Altene warten hinaus zahlreich war, daß die Mandats: Saarbrüden, 30. Dezember. Bei der geftrigen Nach- teffel dazu beigetragen, die Gemüther noch mehr zu erregen. In AltenPrüfungskommission bei Eröffnung der ersten mittagsschicht sind auf den Gruben v. d. Seybt" 807 Berg teffel tofteten 6 Pib. Brot 90 Pf. Schillo gründete eine Bäckerei arbeiter, Dudweiler" 587, Beinig" alle 700 bort beschäftigten und verkauft dasselbe Quantum und die gleiche Qualität Brot regelmäßigen Sitzung ihre Arbeit noch nicht bewältigt Bergarbeiter, Friedrichshall" 230, Camphaufen" 848 Mann billiger, machte sich dadurch also fehr beliebt. Er wollte bekannt hatte. Die Bourgeoispreffe hat freilich keine Ahnung das nicht angefahren. Gestern früh blieben auf der Grube Dud- lich eine Versammlung in Burbach abhalten und wurde( wie von, daß bei Arbeitertagen nicht Rrethi und Plethi wie weiler" 680 Bergarbeiter ausständig. 1. 8. berichtet) dort verhaftet." Der Germania" scheint es auch, bei den Bourgeois, Tagen" zugelassen wird, sondern nur, Saarbrüden, 30. Dezember. Bei der heutigen Früh als wenn( aus diesem Schreiben ihres Korrespondenten) hervor wer auch eine regelmäßige Beglaubigung von irgend einer schicht fuhren in 9 Berginspektionen 8547 Mann nicht an, es find gehe, daß auf Seite der Behörde vielleicht nicht mit der nöthigen Körperschaft oder Organisation hat. Und die Bourgeois also nur in 2 Berginspektionen alle Bergarbeiter angefahren. Rücksicht, Klugheit und Vorsicht verfahren und dadurch Unzu friedenheit und Widerstand in der Arbeiterschaft hervorgerufen presse tann sich auch nicht vorstellen, daß Arbeitertage feine Auf der Grube von Dechen" tam es zu einer Ruheftörung. Saufgelage find wie die Tage der Bourgeoisie. Der des Saarreviers, ausgenommen Grube„ Kronpring", Inspektion I, urtheilen, inwieweit die Beschwerden der Bergleute gegen die ArbeitsSaarlouis, 30. Dezember. Sämmtliche fistalische Gruben wird." Das fatholische Blatt ist natürlich außer ftande, zu bes Brüsseler Kongreß war weitaus der besuchtefte aller ind heute ausständig. Die Stimmung ist eine sehr erregte, ordnung berechtigt und gerechtfertigt find"; fle tann nur ton belgischen Arbeiterkongresse: anwesend waren 625 Dele Gyzesse sind bereits vorgekommen. Die Bergleute sollen vielfach statiren, daß große Unzufriedenheit über dieselbe herrschtgirte, die zufammen 325 Gruppen und Organi Revolver besigen. Gendarmerie ist aufgeboten. Heute finden zwei jedenfalls Grund genug für die Behörde, die Sache genau fationen vertraten. Verhandlungen wurden, sobald die Versammlungen von Bergarbeitern der Grube Kronpring" in zu untersuchen und dort, wo es geboten erscheint, Abhilfe gu Prüfung der Mandate vollendet war, am Morgen des Schwalbach wegen Eintritis in den Streit statt. fchaffen." Daß die oben erwähnten Lohnherabsehungen Herold's Telegraphenbureau meldet: aweiten Feiertags begonnen am ersten war das Denkmal nicht geeignet sind, die Arbeiter willig und friebfertig zu stimmen, de Baepe's eingeweiht worden und sie wurden, troh der Saarlouis: Der Streit im oberen Saarrevier ist fast all- ebensowenig verderben will wie mit unten, fann natürlich auch 61n, 30. Dezember. Die Köln. Voltsztg." meldet aus bedarf feines Nachweises." Die„ Germania", die es mit oben leidenschaftlichen Erregung, mit musterhafter Ordnung ge- gemein, im unteren Revier fällt heute die Entscheidung; ein all- hier fein Urtheil abgeben, nicht untersuchen und feststellen, ob führt. Die Erkenntniß der Nothwendigkeit, das allgemeine gemeiner Streit ist sicher. Den Arbeitswilligen ist der Schuß und wie weit solche Herabsetzungen in der Lage der Verhältniffe Wahlrecht als ein Mittel zur Befreiung der Arbeiterklasse der Gendarmen zugesagt. In Dudweiler sind von der Früh begründet find. Sind fie es, fo erinnert man fich indes fofort zu erkämpfen, und die Entschlossenheit, nicht eher zu ruhen schicht achthundert Wann nicht angefahren. Bis jetzt ist alles der Klagen der Bergleute, daß wohl ihnen Lohnabzüge gemacht und zu raften, bis das allgemeine Stimmrecht ertämpft ruhig. würden, nicht aber den Beamten, die unangefochten im bas war der rothe Faden, der sich durch alle Reden hin- St. Johann a. G., 30. Dezember. Hierselbst streifen Besitz der ihnen nach dem früberen Streit bewilligten Kommen Gehaltserhöhungen blieben. durch zog. Das Ergebniß der Berhandlungen war folgen- 11 219 Bergleute. Die Bewegung ist im Wachsen. noch dazu Der Frankfurter Beitung" wird aus dem Sa a runfluge Provokationen der Arbeiter durch Organe ber der, mit Einstimmigkeit angenommener Beschluß: Roblenrevier unterm 28. Dezember geschrieben: Gegenüber Behörde, so braucht man vollends über ftets zunehmende Der Kongreß vom 25. Dezember erklärt im Anschluß den wiederholten, da und dort geäußerten Klagen über unzu- Gährung und Auffäffigfeit unter den ersteren sich nicht au wundern. an die früheren auf das allgemeine Stiminrecht und den reichende Löhne der Bergarbeiter des diesseitigen für eine derartige unbegreifliche Provotation erklärt die GerGeneralstreit bezüglichen Resolutionen der Arbeiterpartei, Reviers stellt die Bergbehörde fest, daß im Monat Oktober dieses mania" folgende Publitation des Bergmanns- Freundes", des daß das allgemeine Stimmrecht das einzig mögliche Jahres der Durchschnittslohn der Hauer 4,55 M., der Gesammit Organs der Bergbehörde: Im Monat Oftober betrug ber Wahlsystem ist, und daß man sich der Einführung jedes durchschnittslohn aller Bergleute, die auf den staatlichen Gruben Durchschnittslohn der Bauer 4,55 M., der Gesammt- Durchschnittsdes Saar Kohlenreviers beschäftigt find ca. 30 000 an der lohn aller unserer 30 000 Bergleute 3,90 M. für eine Schicht. anderen Systems mit allen Mitteln widersetzen muß, und beschließt, im ganzen Lande unter der Leitung Babl-3,90 M. pro Schicht betrug. Aus dem Umstand, daß Diese Bahlen sprechen für sich. Wir behaupten, daß die Bergdes Generalrathes eine energische und unablässige Propa baß, diese Bergleute die bestfituirten von allen industriellen Ar- bestfituirten von allen industriellen Arbeitern des Saarreviers diefe Löhne zur Zeit noch im allgemeinen gezahlt werden, erhelle, feute auf den föniglichen Steinkohlengruben an der Saar die ganda für den Generalstreit im Falle der Verwerfung des beitern des Saarreviers und fäumtlicher Bergbaudiftrifte Deutsch- und sämmtlicher Bergbau- Distrikte Deutschlands find, und daß es allgemeinen Stimmrechts durch die Kammer der Bensus lands seien. Abgeordneten zu organisiren, und meint, daß die Bertagung Der Reichs- Anzeiger" meint zu dem Ausstand: ständigen Unkenntniß der einschlägigen Verhältnisse unserer der Abstimmung über die Reform des Wahlrechts von den Der jebige Ausstand war durch die Bergarbeiter- Bersamm Bergleute mit dem entehrenden Namen Schwarze Lohnstlaven" Arbeitern als Berweigerung derselben zu betrachten sei. lungen, die sich mit der neuen Arbeitsordnung beschäftigten, zu belegen." Die Agitation in ganz Belgien ist außerordentlich leb. von langer Hand her vorbereitet. Den letzten Anstoß gab dann Wird man eine solche Sprache fragt die Germania" haft. Unsere Genoffen entfalten eine bewundernswürdige zeichnetes, unter die Bergleute des ganzen Saarreviers vertheiltes wirken? Auch dann, wenn die hinsichtlich der Durchschnittslähiv ein von dem Vorsitzenden des Rechtsschutz- Vereins Warten unter- für geeignet halten tönnen, beruhigend und beschwichtigende Thätigkeit und handeln bei aller Energie mit einer Be Flugblatt, das von heftigen, wenn auch zum Theil unklaren, so gemachten Angaben richtig sind? Muß ein derartiges Vorgehen Sonnenheit, welche den Feinden nichts weniger als angenehm doch deutlich zum Ausstand drängenden Redewendungen ftrost nicht vielmehr geradezu Del ins Feuer gießen? Auf den Höhepunkt ist. Mit Dynamitstreichen und Butschen ließe sich leicht und auch die beiden Bergarbeiter Versammlungen, die vorgestern scheint die Erregung der Arbeiter durch die der gefeglichen fertig werden, allein diesem zielbewußten, gerade aufs Biel für die Nachtschicht- Arbeiter Vormittags und für Tagschicht Berechtigung entbehrende Verhaftung des Bergmanus Schillo, losgehenden Handeln gegenüber sind die Herren Reaktionäre Arbeiter Abends in dem Rechtsschutz Vereinsfaal zu Bildstock eines Fuhrers der Bewegung, getrieben worden zu sein. Mag rathlos. Dazu kommt, daß die Geschäftskrise den abgehalten wurden. Ueber diese Bersammlungen berichtet die diefer bedanerliche Mißgriff dem Ungeschick einfacher Polizeibeamten zuzuschreiben sein, so bleibt er deshalb nicht weniger Sozialisten Borfchub leistet. Die Armee der Arbeitslosen Saarbr. 8tg.": Die erste Versammlung batte eine geringe Betheiligung( etwa verhängnißvoll. Durch diese Maßregel glaubten die Bergleute liefert der sozialistischen Bewegung treffliche Soldaten 500) aufzuweisen, dagegen war die Abends abgehaltene wohl von ihre Freiheit und ihr Recht: zur Grörterung ihrer Angelegenheiten für die nöthige Disziplin sorgt die Partei. 2-8000 Bergleuten besucht. In beiden Versammlungen traten sich zu versammeln, bedroht und gefährdet, eine Auffassung, die Vorläufig denkt Herr Beernaert, der Ministerpräsident, bie abgelegten Bergleute Thomé, Müller Landsweiler, Schillo, naturgemäß nur schlimm wirken fonnte. So tam eines zum nicht an Konzeffionen. Er hat einen neuen Entwurf zur Hecktenwald, Schley, Berwanger und Warken mit denfelben Reden andern, um jenen beklagenswerthen Zustand herbeizuführen, der Verfassungsrevision ausgearbeitet, der nach einem Tele- auf, die alle darauf hinausliefen, daß der Bergmann durch die ihm in nunmehr zum Schaden aller eingetreten ist." legter Beit zu theil gewordene Behandlung und durch die Aus St. Johann wird uns telegraphisch gemeldet, deß gramin folgende Grundzüge enthält: Schroffen Bestimmungen der neuen Arbeitsordnung gegroungen der Streit sich auf fämmtliche Gruben, ausgenommen Enstorf 1. Der Wahlzenfus, wie er heute besteht, ist abgeschafft. fet, zu dem äußersten Mittel, dem Streif zu greifen, um feine und König, ausgedehnt hat. 2. Das Wahlrecht steht allen Staatsbürgern zu, die in einem Rechte geltend zu machen. Der einzige Rebner, der etwas Be mit mindestens zehn Franks Grundpeuer belasteten Hause denken äußerte, jetzt in einen Streit einzutreten, war Schille. M nun eine bodenlose Unverschämtheit ist, bei der voll Für den Inhalt der Inserate über nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonnabend, 31. Dezember. Opernhaus. Der Wildschüß, oder: Die Stimme der Natur. Schauspielhaus. Der Deputirte. Leffing- Theater. Schulden. Berliner Theater. Esther. Der Geizige. Wallner- Theater. Die große Glocke. Kroll's Theater. Der Schwur. Der Trompeter von Säckingen. Deutsches Theater. Zwei glückliche Tage. Viktoria- Theater. Die Reise um die Welt in achtzig Tagen. Residenz Theater. Familie PontBiquet. Neues Theater. Sohn. Der verlorene Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Millionenonkel. Adolph Ernst- Theater. Modernes Babylon. Thomas- Theater. Der Nothhelfer. National- Theater. Die Quizzows. Aleranderplay Theater. Der Circus Renz. ( Karlstraße.) Sonnabend, den 31. Dezember 1892, Abends 714 Uhr: Gr. Gala- Vorstellung. Aus dem Programm besonders hervorzuheben: Mr. James Fillis mit dem Schulpferde Markir. Auftreten sämmtl. Künstlerspezialitäten erften Ranges. Zum Schluß: Auf Helgoland. K Ballet v. 82 Damen. Neue Einlagen: 11. a. 1. Garde Regiment zu Fuß, Aufzug der Leib- Garde- Artillerie. Morgen, Sonntag: 2 grosse FestVorstellungen. Nachu. 4 Uhr( 1 Kind unter 10 Jahren frei.) Zum Schluß: „ Die lustigen Heidelberger". Abends 71/2 Uhr: Mr. James Fillis. Zum Schluß: Auf Helgoland". Billet- Vorverkauf an der Zirkuskasse und beim Invalidendant, Markgrafenstr. 51a. 4 Fr. Renz, Direktor. Feen- Palast Mittwoch, 11. Januar: Letzte Vorstellung. Arbeiter- Bildungs- Schule. Circus Corty- Althoff. Berlin, Friedrich- Karl- Ufer, Ecke Karlstraße. Sonnabend, den 31. Dezember, Abends 72 Uhr: Ausserordentliche DoppelParforce- Vorstellung mit 30 der belieb: testen Repertoirnummern. Unter anderen Vorführen der 5 dress. Elefanten des Mr. Thompson. Der Elefant Medoc am Schellenpiano. Szabadka, ger. v. Baronesse de Walberg. 55 Hengste, vorgeführt vom Direktor Althoff. Auftreten sämmtl. Spezialitäten. Morgen ( Neujahrstag): Zwei Gala- FestVorstellungen. 4 Uhr( 1 Kind frei) und 7%, Uhr. In jeder Vorstellung Vorf. der 5 dressirten Elefanten. Unserm Freunde und Genossen Jsidor Horrwitz Burgstraße, neben der Börje. zu Berlin zu seinem am 1. Januar stattWelt- Lokal Berlins, 5000 Pers. fassend. Täglich: Spezialitäten- Borstellung mit großem Programm. Auf. Wochent. 71/2 Uhr, Sonut. hr. Kaffeneröffnung 1 Std. vorher. Entree 50 Pf. Straßenjunge von Paris. Apollo Theater. Spezialitäten 6 Vorstellung. Theater der Reichshallen. Spezialitäten Borstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Bor stellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spezialitäten- Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Bum 7. Male: Modernes Babylon. Gesangsposse in 3 Atten v. Ed. Jacobson und W. Mannstädt. Couplets theilweise von G. Görss. Musik von G. Steffens. In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Mumme: Adolph Ernst. Felix: Hugo Hasskerl. Glje: Angela Virag. Dr. Pappe: Paul Hambrock. Stella: Elly Bender. Tamberlit: Oscar Löber. Pieper: Carl Weiss. Bumfei: Guido Tielscher. Dlga Schnörkel: Anna Bäckers. Freia: Jda Schlüter, Hulda: Lilly Roger. Wanda: Olga Engel. Buzze: Augufte: Alma Seemann. Heinrich Fischbach. Haselhuhn: Edmund Schmason. Frau Bennewiß: Rosa Lid. Wilhelm Herz: Ernst Kettner. Raffen Eröffnung 6%, Uhr. Anfang der Vorstellung 7 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. American- Theater. Neu! Neu! Der Volksmund in Berlin, verf. u. vorgetr v. Alfred Bender. Neu! Die Tyroler Duettisten Neu! Geschwister Rainer. Jeden Abend jubelnder Beifall des Bauchredners Blank und der Tronenwohner oder: Das Kind in der Kommode. Realistisch- parodistischer Vorgang im Keller, beobachtet vom Hofe aus. Anfang 71/2 Uhr, Sonntag 61/2 Uhr. Castan's Panoptikum. Neue Illusion: Lotosblume. Fantoche- Theater. Borstellungen v. 11-1 u. v. 4-9 Uhr Stündlich. Ohne Ertra- Entree. Entree 50 Pf., Kinder 25 Pf. PassagePanopticum. 1-2-3 Kaufmann's Variété Am Stadtbahnhof Alexanderplatz. Große Spezialitäten- Borstellung. Soeurs Leuth, Athletinnen. Bernhard- Trio, trobaten. Miz Ophelia mit ihren dreffirten Parterres Cacadus. Schnellzeichner Clown Richard, und mit seinem Gänse- Zirkus. Phantastische The Maakwoods, Teufel Burlesque. Original Theod. Zierrath, Bannemann Theod. Zierrath, Clara Antoni, Soubrette, bildhübsche sowie Auftreten sämmtlicher engagirter Spezialitäten. Anfang Wochentags 8 Uhr. Moriz Play. Etablissement Blas Buggenhagen. Morit Plaz. 3506L findenden Wiegenfeste die besten Glückwünsche. Mehrere Parteigenossen von Barby a.E. Lehrplan für das Winterhalbjahr. ( I. Quartal 1893.) Die Stunden fallen wie bisher Wochentags von 8 bis 10% Uhr Abends. Sonntags von 10 bis 12 Uhr früh. 81/2 0 Montag do. Dienstag. do. B Mittwoch do. 4 . B B Donnerstag Freitag.. B • . do. Sonnabend • B Montag Dienstag. Mittwoch do. S • Todes- Anzeige. Den Mitgliedern des interstignugs Donnerstag Do. vereins deutscher Hutmacher( Filiale Berlin) zur Nachricht, daß der Kollege Paul Petersilge gestorben ist. 764b Freitag.. Do. • Die Beerdigung findet Sonntag, den 1. Januar, Nachmittags 2 Uhr, von Sonnabend der Leichenhalle des St. Marien- Kirch- Sonntag hoss, Prenzlauer Allee 7-8, aus statt. Um zahlreiche Betheiligung ersucht Der Vorstand. Todes- Anzeige. Allen Freunden, Verwandten und Bekannten die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann und Vater, der Hutmacher Paul Petersilge am 29. Dezember, Abds. 113/4 Uhr, nach schweren Leiden sanft ent 763b schlafen ist. Die Beerdigung findet Sonntag, den 1. Januar, Nachmittags 2 Uhr, von der Leichenhalle des St. Marien Kirchhofes, Prenzlauer Allee 7-8, au statt. Die trauernde Wittwe und Kinder. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Liebe und Theilnahme, sowie die reichen Kranzspenden bei der BeerdiTäglich: Juftrumental- Konzert. gung meines unvergeßlichen Mannes, Großer Frühstücks- u. Mittags- unseres Vaters, Schwiegervaters und tifdh. Spezial- Ausschant von Paben- Großvaters, des Restaurateurs hofer Lagerbier, hell und dunkel. Carl Grimm 肉 An Sonn- und Festtagen fagen wir allen Verwandten, Freunden findet das Konzert in den oberen und Bekannten, sowie Herrn Pastor Grauenhorst für seine so tröstenden Sälen statt. Worte am Sarge des Entschlafenen unseren herzlichsten Dant. Entree Wochent. 10 Pf. Sonnt. 25 Pf. Säle für Versammlungen, Rommerse, Festlichkeiten 2c. Concordia- Festsäle C. Säger Andreasstr. 64 und Krautsstr. 38. Größtes und schönstes PrachtEtablissement der Residenz. Heute am Sylvester- Abend: Gr. Sylvester- Ball. Morgen ain Neujahrstage sowie jeden Sonntag: Gr. Instrumental- Konzert. Anfang 5 Uhr. Entree 30 Pi. Nach dem Konzert: Grosser Ball, ausgeführt von 2 stark besetzten Orchestern. Meine auf daß tomfortabelste eingerichteten großen und fleinen Säle, sowie 5 neue Regelbahnen, Billard und Vereinszimmer, stehen den geehrten Vereinen zur geft. Benuzung unter toulantesten Be dingungen. 49/14 Reichert's Festsäle, Müllerstraße 7.[ 85041 ist 765b Die trauernde Wittwe, Kinder. und Enkel. Gesangv. Berliner Buchdrucker. Sonntag, den 1. Januar 1893, Abends 6 Uhr: Nordschule. Müllerstr. 179a. * Deutsch( ob.). Geschichte( neue). Kaufm. Rechnen, Wechsel recht, Korrespondenz. Deutsch( unt.). * Mathematik und mathes matische Geographie. Chemie. Rechnen. * Physiologie. Buchführg. u. ob. Rechnen. Ostschule. Markusstr. 31. Deutsch( ob.) Logik. Deutsch( unt.), Physiologie. 9 Geschichte( neue), B 9 Die mit Räume ertheilt. * Rechnen( unt.) Buchführg. u. ob. Nechnen. Südschule. Hagelsbergerstr. 48. Physiologie. Deutsch( mittl.). Geschichte( alte). Deutsch( ob.). Buchführung( doppelte) und oberes Rechnen. Südost- Schule. Reichenbergerstr. 183. Buchführg. u. ob. Rechnens Deutsch( mittl.). Deutsch( ob.) Logik. * Rechnen( unt.) Geschichte( mitt). Raufin. Rechnen, Wechse recht, Rorrespondenz. Deutsch( unt.). * Mathematit und mathematische Geographie. Physiologie. bezeichneten Stunden werden mit Benutzung der Doppel Für alle vier Schulen: an jedem Sonntag Vormittags 10-12 Uhr: National- Oekonomie in den Armin- Hallen", Kommandantenstr. 20. Unterricht für Nachtarbeiter: Nachmittags von 2%, bis 4%, Uhr . Dienstag Donnerstag. Ostschule. Markusstr. 31. Buchführung u. Nechnen. Nordschule. Müllerstr. 179a. Buchführung u. Rechnen Für sämmtliche Lehrfächer werden neue Schüler und Schülerinnen aufgenommen. Die Zahlung der Beiträge und Aufnahme neuer Mitglieder tann at endstehenden Zahlstellen, deren je eine auch in jeder Schule errichtet if erfolgen. Daselbst wollen auch die Theilnehmer und Theilnehmerinnen m Unterricht ihre Schulkarten einlösen. Beitrag mindestens 25 Pf. monatlig, Schulgeld monatlich 50 Pf. An den mit bezeichneten Zahlstellen sind auch Billets zur Urania à 25 Pf.( welche lettere dann nur noch eine Nachzahlun von 25 Pf. bedingen) gegen Vorzeigung des Mitgliedsbuches zu haben. Die Zahlstellen sind folgende: S. Südschule, Hagelsbergerstr. 48, * Börner, Ritterstr. 108. Gründel, Dresdenerstr. 116, Klein, Schönleinftr. 8. Ehrenberg, Annenstr. 14, SO. Südostschule, Reichenbergerstr. 188. Kehr, Röpnickerstr. 126. " Schulz, Admirálstr. 40 a, Ulrich, Wrangelfir. 84, Zubeil, Naunynſtr. 86. Schayer, Reichenbergerstr. 54, Fafforke, Wrangelstr. 16. SW. Grube, Mariendorferstr. 10, Kirchner, Junkerstr. 1. Goepel, Ratzbachstr. 1. * Antrick, Steinmetzstr. 60, 0. Ostschule, Markussir. 81. A. Böhl, Rüdersdorferstr. 8. E. Böhl, Frankfurter Allee 74, 402/1 Weihnachtsfeier 01 im Lotale des Herrn Th. Boltz, Alte Jakobftraße 75. Um rege Betheiligung der Mitglieder und deren Angehörigen ersucht Der Vorstand. 157/15 Allg. Unterstützungskasse der Lederzurichter im Polizeibezirk Berlin.( E. H. No. 50.) Sonntag, den 15. Januar 1898, Worm. 10/2 Uhr: Generalversammlung bei Feindt, Weinstr. 11. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 4. Quartal 1892. 2. Revisorenbericht. 3. Vorstandswahl. a) Wahl des Kassirers. b) Wahl des zweiten Vorstehers. c) Wahl des Kontrolleurs. 4. Geschäftliches. 204/2 Der Vorstand. J. A.: G. Busse. Der Saal( 600 Berſonen faffenb) Labatarbeiter- Genossenschaft noch am Sonnabend, 14. Januar 93, frei. Den gefl. Vereinen zur Kenntniß. nenes Wunder. Schmiedel's Festsäle, Alte Jakobstr. 32, zu Hamburg. 7586 Ausführlicher Bericht erschien in Nr. 305 d. Bl. unter" Soziale ueberficht". Berkaufsstellen: in Moabit, Gratweil's Bierhallen neben dem Thomas- heater. Stromstr. 5, in Nixdorf, Hobrechtſtr. 10. Kommandantenstraße 77-79. Täglich: Germania- Konzert- u. Kouplet- Sänger. Nach der Vorstellung: Empfehle meine elegant ausgestatte ten Säle, elektrisch beleuchtet, Theaterbühne 2c. zur Abhaltung jeder Art Festlichfeit unter toulanten Bedingungen. G. Schmiedel Wwe. Großer Sylvester- Ball. Weiss- u. BairischGr. Frühstücks- u. Mittagstisch. Bwei Säle 83362 Bierhaus. Große Vereinszimmer bis 60 Pers. zu Versammlungen und Vergnügungen. fowie 6 Billards und 3 Kegelbahnen, fassend, mehrere Tage in der Woche frei. F. Sodtke. G. Tempel, angeſtr. 65. Ein gut gehendes Schankgeschäft ist Umstände halber sofort zu verkaufen. Zu Schankgeschäft z. verk. Näh. i. Bier eritagen b. Brückner, Lothringerftr. 67. verlag Neue Hochstraße 2, [ 3503L VEREIN DIER 25 Marken z. quittiren von ParteiBeiträgen empfiehlt allen Genossen die Quittungsmarken und Kautschuk- Stempelfabrik Don Conrad Müller, Schkeudih- Leipzig. Preisliste gratis und franko. Brauerei-Ausschauk 675b empfehle allen Freunden und Bekannten . Oberschmidt, Blumenstr. 21a. Radke, Rrautstr. 48. * Lock, Friedrichsbergerstr. 11, Ungering, Breslauerstr. 27. C. * Berndt, Alte Schönhauserstr. 18. Wernau, Rosenstr. 30, N. Nordschule, Müllerstr. 179a, * Gleinert, Müllerstr. 174. Gaadt, Swinemünderstr. 120. Kleinau, Gartenstr. 171. Lehmann, Brunnenstr. 88, Schmidt, Tresdowstr. 24. Thierbach, Schwedterstr. 44. Raabe, Ruppinerstr. 42. * Stritzkowsky, Kaftanien- Allee 35. Kruse, Pappel- Allee 3/4, NO. * Gumpel, Barnimstr. 42. Drescher, Linienſtr. 50. NW. * Vogtherr, Stephanstr. 27a Voss, Lübeckerstr. 8. Oranien- Bad Oranienstrasse 44. Der Vorstand. Abonnements I. RI. 60 Bf., II. Kl. 8 Bäder 1 M. Dampfkasten- Bäder. Einpackung und Massage. WE Leitungswaffer. 3135 L Sozialistische Neujahrskarten Berlin N., 738b in großer Auswahl Th. Mayhofer Nachf., Weinbergsweg 15b. empfiehlt Glühwein- u. Punsch- Extract ganz vorzüglich,& Literflasche M. 1,60. Jamaica- Rum, echter Berschnitt und Façon, Literflasche M. 1,10, m. 1,60, m. 2,10. Eugen Neumann& Co., 899 Bellealliance- Plat 6a, Nene Friedrichstr. 81, Oranienftr. 8. Jede Uhr au repariren und reinigen fostet bei uns unter Garantie des Guts gebens nur Mk.50 Pfg.( außer Bruch), fleine Reparaturen billiger. Großes Lager neuer und gebrauchter Uhren, getragene Uhren von 5 M. an. Neue filb. Cylinder- Remontoirs, 6 Steine, von 14 M. an, do. 10 Steine, von 16 M. an, goldene Damen- Remontoirs, 14- Karat Gold v. 24 M. an. Gold- und Silberwaaren in gr. Auswahl zu Fabrifpreisen 1. Geschäft: Andreasstr. 62. E. Rothert& Stolz, 2. Uhrmacher. Möbel, 8. 92 Chausseestr. 78. Chausseestr. 34. Spiegel und Polster- Waaren. Ausstattungen in Mahagoni u. Nußbaum; Küchenmöbel empfiehlt; Preislisten auf Wunsch franco. Berlin S.O., Franz Tutzauer, Tutzauer, puikerstr. 25. Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. Hierzu eine Beilage. lands bezüglich der Wahl von 7 Erfaßmännern für die nichtändigen Mitglieder des Reichs- Versicherungsamte in Ginvernehmen gesezt und gestattet sich der Verein nachbenannte, gemeinsam aufgestellte Kandidaten Ihnen zur Wahl bestens zu empfehlen. Berlin, 30. Dezember 1892. Der Borstanb des Berliner Arbeitervertreter Vereins. J. A.: Johann F. Martin, Vorsitzender. Boffenerstr. 10, SW. 1. Nr. 274. Rarl Gutheit, Schlosser, Berlin. 2. BR 8. 16. Wilh. Frede, Knappschafts- Aeltester, Dortmund. 1005. Friedrich Stügelmeier, Tischler, Berlin. 4. 271. Emil Riemann, Dreher, Chemniz. 5. 6. OF # W 1785. Gregor Wirthmann, Maurer, Bamberg. 534. Albert Voigt, Gummi- Arbeiter, Berlin. Zur Arbeitslosenfrage. In München scheint man, wie angekündigt wird, nun doch etwas thun zu wollen, um die Noth Der Arbeitslosen zu mildern. Der Bau der äußern Quai- Mauer auf der Strecke Liebigstraße- Pring Regenten- Brücke, dessen Kosten auf 190 000 Mart veranschlagt sind, soll noch im Laufe diefes Winters in Angriff genommen werden. Vor einigen Tagen hielt man die Aufnahme dieser Arbeiten nicht für angängig; inzwischen fand eine Versammlung der Arbeitslosen statt; diese dürfte die Gemeinde Gewaltigen eines Bessern belehrt haben, sofern die oben mitgetheilte Nachricht nicht nur eine leere Bersprechung betrifft. 1 Bormittags 10% Uhr, Serr Bölsche: Festvortrag. Freireligiöse Gemeinde, Rofenthalerftr. 38, Sonntag, ben 1. Januar, Wir haben in einem feüheren Wetilel( Orts Scantentaffere Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner zu Berlin. Sonnabend, und freie Hilfskaffen" in Nr. 278 vom 20. November) die haare den 31. Dezember( Sylvefter), Abends 8 Uhr, gemuthliches Betsammensein, sträubende Bestimmung, daß die Aerzte die Untosten der Ber= Borträge, Berloosung im großen Saal der Armin- Hallen, Kommandanten einigung der Hilfskaffen tragen müssen, erwähnt, worauf num en vägen ftraße 20. Arbeiter- Bildungsschule. Sonnabend, Abends 8-10% Uhr. Süd- der Herr Borsigende meint, dem Schreiber jenes Artikels scheinen Saule, Hagelsbergerstr. 43: Unterricht in Deutsch( unt.); Güb- On die Bortheile, welche gerade die Herren Aerzte aus der VerGule, Steichenbergerftr. 138: Unterricht in Bhoftologie; dute, einigung der Hilfskaffen ziehen werden, nicht ganz klar zu ſein". Markusitr. 31: Unterricht in Rechnen( unt.); Nordschule, müderftraße Mr. 1794: Unterricht in Buchführung und oberes Rechnen. In alle Fächer Welcher Art diese Vortheile sind, hat der Herr Vorsitzende zu er tönnen noch Schüler und Schülerinnen auch jezt im Laufe des Semesters wähnen vergessen, wofern er nicht etwa die Grlaubniß, die Familiens angehörigen der Rassenmitglieder zu billigeren Preisen behandeln zu Deutscher Sozialdemokratischer gefeklub in Paris. Rue St. Sonore 814„ Cafe Lu Sion de Belfort. Jeden Sonnabend öffentliche Ver- dürfen, als einen solchen Vortheil ansteht. Die Vereinigung der fammlung; reiche Bibliothet, Beitungen, franzöfifcher Unterricht. Der deutsche Hilfskaffen ist eine Koalition derselben zur Erlangung billigeren Arbeiter, der fremd nach Baris tomint, findet hier einen Anlehnungspunkt, Medikamente und billigerer ärztlicher Behandlung, eintreten. Rath und Belehrung. a te, donati matz und riebrig Engels, 1840 begründete einzelnen, namentlich die fleineren Hilfskaffen, nie erreichen, Bonbon. Der einzige biefige fojialdemokratische Bérein Bonbons, der zur Erlangung von Vortheilen für die kassen, welche die kommunistische Arbeiter Bildungsverein befindet sich nach würden, die Aerzte tönnen durch den Verband nur gedrückt Arbeiter- Sängerbund Berline und Umgegend. Alle Renderungen wie vor 49 Tottenham Street, Tottenham Court Rd.. W. Sondon. Straßen- Gde bet Beyerle. Musehold. Adler.- Gsmeralda, Fruchtstr. 31 bei Baas. Brandenburg, Mengert's Bolts, arten. Siebertrang in Miegel, Stralauerfir. 57. Gefang-, Burn- und gefellige Vereine, Sonnabend. Baul werden. d im Bereinstalender sind zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffel- Was würde, um ein drastisches Beispiel zu nehmen, der Herr ftraße 70, Sonnabend, Abends 9 Uhr: Uebungsfiunde. Aufnahme Vorsitzende dazu sagen, wenn der Verband Berliner Gifenneuer Mitglieber. Grüne Eiche, Rigdorf, Hermanns und Knesebecs industrieller( Rössemann, Kühnemann, Löwe u. Kons.) den Ars Lyrania, Landsbergerstraße 81 bei 7. 272. Josef Klingebeil III, Tischler, Halle a. S. Ganges Echo, Naunynstraße 86, bet Bubeil. beitern seine Verbandsuntoften möchentlich vom Lohn abzöge, mit, Die Arbeiterblätter werden gebeten, von Obigem Notiz au nebel, Badfiraße 58( Gesundbrunnen). Freundschaft 2, Friedenfraße Nr. 48 bei Tollfühn. Glad zu, bei dem Bemerken, den Arbeitern erwüchsen aus diesem VerTeltow in Zeltowo, Schwarzer bande ja die größten Vortheile? nehmen. Sand in hand 2, Friedrichs- Daß den energischen Borkämpfern der Aerztesache gelegentlich berg, Friedrich Karlstr. 11 bei seinecke. Gesundbrunner Wänner der Rath ertheilt wird, wenn ihnen die Forderungen nicht dor, Gesundbrunnen, Prinzen- Allee 10. Gefangverein Bruderhand" in Schönwalde( in der Mart) bet Schulze.- Frisch auf" griedrichsberg, paßten, stände es ihnen ja frei, zurückzutreten, ist nur die legte Rummelsburgerstraße bet Deckert. Borwärts 7" Rummelsburg, bei Konsequenz der von uns gekennzeichneten Dentweise: genau Rädels Gefangverein Immergrün", Zegel, Schloßstraße bei so spricht der Unternehmer zu dem Borgmann. Schulz. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend führer", der die Lohnforderungen seiner Mits Alle Buschriften, ben Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend arbeiter vertritt: Wenn's Dir nicht past, fin au richten an: G. Schröder, Nofizstraße Nr. 29, 8 Tr. Sonn- tannst Du gehen! abend: Theaterverein Iphigenia", bet Kramer, Rirdorf, Herrmanns Aber faft scheint es, als sollte die Vereinigung der Hilfs fraße Nr. 140. Tambour Berein Borwärts" Rirdorf, Herrmann " und Wandzlichstraßen- Ecke bei Rober. Tambourverein Deutsche Eiche faffen in den Ruf kommen, ein besonders splendider Arbeitgeber bei siederschub, Gürbringerstr. 7.-Stauchtlub, Anita" bei Megte, Weber zu fein; denn die Ereignisse, die sich jüngst bei einer anderen straße 15. Rauchtlub Dornröschen bei frech, Seulstraße 104. Vereinigung, dem Berliner Sanitätsverein für ArGefelliger Berein Nord" b. Krüger, Fennftr. 5. Gefelliger Verein WaldesGeselliger Berein, Gut beiter beiderlei Geschlechts abgespielt haben, haben In Bielefeld fand am 28. Dezember wieder eine Ver- grün" bei Buchholz, Krautstr. 6( úde 14 Zage). Geselliger Berein talta" bet Botte, Rollberger noch viel schlimmere Mißstände aufgedeckt. Unsere Lefer werden fammlung der Arbeitslosen statt, die von etwa 85 Personen be- eit", Mene Königftr. 89. Straße 23. Geselliger Berein Jugendfreunde" bei Schulz, Brenzlauer am Sonntag die Erklärung der bisherigen Aerzte des Sanitätsfucht war. Die in der früheren Versammlung gewählte Depu allee und Treschowstraßen- Gcfe. Bergnügungsverein Helgoland a bei vereins gelesen haben, nach welcher dieselben sämmtlich ihre tation berichtete über die Schritte, die sie bei der fgl. Regierung Stellungen niederlegen. Ein Aerztestreit ist bei uns in zu Minden nach der Richtung hin gethan hat, daß diese nickel fcher Mufitverein Allegro bei Spindler, Reichenbergerstraße 118, Berlin etwas so Neues, daß es sich in der That lohnt, den BoxBehörde die Bielefelder Gemeinde Verwaltung anweisen Gate Forferstraße. solle, entweder Arbeit oder Brot für die Arbeits- Zurnverein Gesundbrunnen. Die 2. Männerabtheilung turnt heute gängen nachzuspüren, die zu einem solchen Schritte geführt haben. Der Sanitätsverein ist eine Gründung aus dem Jahre 1885, die lofen zu schaffen. Danach erklärte die Regierung, daß die von 8-10% Uhr in der Turnhalle, Fretenwalderstr. 89. Bühnenverband Normania jeden legten Sonnabend im Monat bei nach dem Vorbilde der bürgerlichen Krankenpflege- Vereine Bielefelder Behörde aufgefordert worden sei, nach der Anweisung Beichnis, tönigsbergerſir. 24. Privattheatergesellschaft Schneeglöd che n", der Regierung zu handeln. Es sind aber bereits 14 Tage ver- bends ko Uhr bei Schulz, Brunnenstr. 116.- Theaterverein Berliner ursprünglich nur für Arbeiter ins Leben gerufen, bezweckte, nicht floffen, und die Behörde hat weder für Brot noch Arbeit gesorgt. Bar jeden Sonnabend nach dem 1. und 15. Abends 9 Uhr bei Weid, köpe versicherungspflichtigen, dem Arbeiterstande angehörigen Personen nickerstraße 68. Theaterverein Leffing. Jeden ersten und legten Gonn gegen eine unbedeutende Summe( 5-10 Pi. pro Woche) freie Der Oberbürgermeister soll fogar gesagt haben, wenn die Depu- abend im Monat 9 Uhr Abends Sigung bei Rudolph, Krautstr. 6. tation wieder fäme und von Arbeitslosigkeit spräche, würde er Bergnügungsverein Agalia 9% Uhr bei D. Seindorf, Barnimftr. 16. ärztliche Behandlung zu gewähren. Ins Auge genommen waren fie arretiren laffen. Ein anderer Beamter hat erwidert, es existire Bergnügungsverein sustige Jugend Abends a Uhr, im teftaurant in erster Linie die Angehörigen der versicherungspflichtigen Bautenbach, Cuvryfte. 8.- Bergnügungsverein Lustige Becher Abends tein Gesetz, welches ihnen vorschreibe, daß sie Arbeit für Arbeits- 9% Uhr Mendelssohnstr. 9. Bergnügungsverein& armen Sylva Sigung Arbeiter, aber sehr bald machten in ziemlich ausgedehntem Gefelliger Verein Maße Kleinbürgerliche Elemente wie Restaurateure, Destillateure lofe schaffen müßten. Auf Antrag der Versammlung wurde aber- 9 Uhr im Restaurant von O. Wils, Mariannen- Ufer 2. , Linde" jeden Sonnabend 9 Uhr bei Schönherr, Stralsunderstr. 15. Ber- und andere fleine Geschäftsleute und Kleinhandwerker von diesent mals eine Deputation von zwei Personen gewählt, welche mit gnügungsverein Sarmtos, Sigung mit Damen Sonnabend, Abends 9 Uhr, Benefizium Gebrauch, während Arbeiter in auffallend geringer der Regierung in betreff der Arbeitslosigkeit unterhandeln soll, Blumenftr. 46 bet Went. Mitglieder pünktlich. Go tam es, daß der und dann folgende Resolution einstimmig angenommen: Die Stattlub Sorbischer noetn, jeben Sonnabend Uhr bei Karl Menge ihre Familien versicherten. Schilling, Bücklerstr. 55.- Danst Forening Freia( Dänischer Berein Verein sich die ganzen Jahre kümmerlich durchwand, heutige Arbeitslosen- Versammlung protestirt ganz entschieden gegen Freia), Lindenstraße 106 bei Boppe. Berein ehemaliger Schüler das Vorgehen der hiesigen Behörde in betreff der hier immer er so. Gemeindeschule, Abends& Uhr, Reñaurant Burl, Koppen- und daß seine Existenz nur dadurch ermöglicht wurde, mehr graffirenden Arbeitslosigkeit und hofft, daß sie der Au- raße 68. Gefelliger Berein Italia, teben Sonnabend im Restaurant daß die Aerzte auf ihre anfänglichen Lohnfähe( 50 Pf. pro Ron fultation, 1 M. pro Besuch) freiwillig verzichteten und sich mit weisung ber Regierung sofort Folge leistet, um der krassen Noth 75 pet. Der Einnahmen begnügten. Sie thaten dies auf gütliches und dem Elend einigermaßen zu steuern." Zureden des Vereinsvorstandes, welcher nicht müde wurde, von Jahr zu Jahr ein besseres Gedeihen des Vereins und ein Wieder ansteigen der Honorare in Aussicht zu stellen; nicht wenig trugen zu dieser Nachgiebigkeit die guten perfönlichen Beziehungen bei, welche sich mit der Zeit zwischen den Aerzten und den sehr liebenswürdigen und in selbstlosester Weise die Interessen bes Vereins wahrnehmenden Vorstandsmitgliedern herausgebildet hatten. Nichtiger wäre es freilich gewesen, die Vereinsbeiträge zu erhöhen, oder, wenn das nicht anging, den Verein als nicht lebensfähig überhaupt aufzulöfen; aber die Leiter des Vereins und wohl auch die Aerzte selbst dachten wie der Herr Dreißiger in Gerhart Hauptmann's Webern: Wenn sich ein Mensch täglich' ne Quarkschnitte erarbeiten tann, so ist doch das immer besser, als wenn er überhaupt hungern muß." " Botte, Kolbergerstr. 28. Stattlub Kreuzbube bet Steuer, Weinftr. 22. Stattlub Revolution Abends Reichenbergerstr. 73, bei Fauimann, Schaftopf- klub Bruder Die Arbeitslosen Ralts hielten am Dienstag eine Ber- tette tagt jeben Sonnabend Abends 9 Uhr bet Weiß, Andreasstraße 77a. fammlung ab, in welcher der Redakteur der„ Rheinischen Zeitung", Bartentiub Stuffe tagt jeben Sonnabend und Montag im Restaurant Sum boldhein, Hochstr. 82a.- Stattlub Blaue Blouse, jeden Sonnabend bet Genoffe ofrichter, die heutigen Wirthschaftsverbältuiffe Buttfe, Graubenzerftr. 2. scharf beleuchtete. Es wurde dann eine Resolution angenommen, Tou.istenverein Wanderlust Abends e Uhr im Restaurant Märkischer in welcher die Arbeitslosen die schleunige Inangriffnahme Gof, Admiralfir. 18c. städtischer Arbeiten fordern, damit der Arbeitslosigkeit wenigstens in etwas gesteuert und so der Nothstand einigermaßen gelindert wird. Wegen Mangels an Aufträgen hat die Maschinenfabrik von Henschel u. Sohn in Kassel 800 Arbeiter entlassen und ihre zu Rothenditmold belegenen Werkstätten geschlossen. Die Lage der entlassenen Arbeiter, welche in der Mehrzahl Familienväter sind, ist, wie die Frantf. 8tg." mittheilt, eine sehr betlagenswerthe. Versammlungen. Sprecisaal. Die Rebattion stellt die Benugung des Sprechfaals, fomeit der Raum dafür abzugeben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Intereffes zur Verfügung: wahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Inhalt desselben identiftzirt zu werden. Aerzte und Krantentassen. In einem Arbeiterblatte die Interessen der Aerzte zu ver fechten, ist immer eine heifle Sache. Die Aerzte als Klaffe gehören zur Bourgeoisie, fühlen fich als zu ihr gehörig, und so viele von ihnen auch ein Einkommen befigen, welches ihnen nicht mehr als eine proletarische Existenz bietet, in ihrer Gesammtheit, als Klaffe führen fie eine Lebenshaltung, deren Lurus und Be haglichkeit in Ginklang steht mit der Lebenshaltung der bürgerlichen Kreise, denen sie selbst entstammen, eine Lebenshaltung, die für Millionen Proletarier immer noch ein unerreichbares Ideal ist. Das ging so weit, bis im November d. J. die Aerzte freilich nur ein Kleiner Theil derselben, da die Sitzung schwach besucht war sich bereit erklärten, von 1893 ab für 1,80 m. pro Kopf und Jahr die Vereinsmitglieder behandeln zu wollen, zumal durch den Eintritt mehrerer Hiljskassen mit der Ju einer öffentlichen Versammlung der in der Schirm Gesammtzahl ihrer Mitglieder in den Verein diefer sich vorindustrie beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen hielt aussichtlich vergrößern würde"). Aber bald erfuhr man, daß fürzlich Genoffe Hildebrandt einen Vortrag über Werth und unter diesen Kassen solche waren, die von ihren Mitgliedern Nugen der Organisation, an welchen sich eine sehr lebhafte ziemlich hohe Beiträge erhoben, deren Mitglieder bisher zu weit höheren Preisen behandelt worden waren jetzt glaubte man Debatte schloß. In derselben wurde gerügt, daß die Schirmfabritation, welche faft nur noch als Hausindustrie betrieben wird, Wenn man trotzdem auch in Arbeiterfreisen vielfachen Sym- den Zeitpunkt gefemmen, wo man den Vereinsvorstand an die mannigfache schlimme Auswüchse geseitigt hat, welche sehr wohl pathien für die Sache der Aerzte begegnet, so liegt das daran, langjährigen Bersprechungen erinnern und höhere Honorare be beseitigt werden fönnten, wenn bei den Unternehmern der gute daß das eigenthümliche Verhältniß des Arbeitgebers, in welches anspruchen durfte. Hierzu kam, daß das Arbeiten der Aerzte zur Wille dazu vorhanden wäre. So wurde erwähnt, daß die Ge. wohl jeder Arbeiter einmal zu diesem oder jenem Arate tritt, derartigen Schleuderpreisen jüngst in ärztlichen Kreisen vielfach stellarbeiter beim Abliefern ihrer Arbeiten oft 2 bis insbesondere das Verhältniß der Kaffen zu ihren Raffenärzten, distutirt und abfällig besprochen worden war, daß sich durch die 8 Stunden warten müßten, also erst gegen Mittag zu den Arbeiter oft genug geradezu zwingt, sich mit der sozialen Verhandlungen der Aerzte mit den Orts- Krantentassen, arbeiten anfangen tönnten. Ginge bie Arbeit gerade Lage der Aerzte sowie mit den Forderungen des ärztlichen welche freie Aerztem a hl eingeführt hatten, mit der Beit flott, fo müssen sie biz in die späte Nacht oder Standes zu beschäftigen und daß seine eigenen Zohntämpfe ihm das der Sag von 3 M. pro Kopf und Jahr als ortsüblicher Minimalbis zum frühen Morgen arbeiten, nur um die Liefer- Verständniß beibringen für das Ringen und Kämpfen auch an- faz selbst für Versicherungspflichtige herausgebildet hatte, zeit, die für die Geftellarbeiter auf 8-9 Uhr und für die derer Berufsarten um beffere Arbeitsbedingungen. Es ist denn und so glaubte man auch hier, wo man es mit zum Theil ebenfalls diese Näherinnen auf 9-10 Uhr Vormittags festgefeßt sei, inne- auch fein Zufall, daß der Proletarier den Sah Jeder Arbeiter beffer fuirten Kreisen zu thun hatte, halten zu fönnen. Geschehe dies nicht, fo gebe man dem Be- ist feines Lohnes werth" nicht nur auf sich angewendet wissen minimalforderung stellen zu dürfen. Diese aber treffenden für den Tag einfach feine Arbeit mit damit er will, sondern ihn auch da, wo er selbst als Arbeitgeber auftritt, wurde rund abgelehnt, eine vom Vereinsvorstand in einem ausschlafen tönne, wie die chitanöfe Motivirung faute. Ferner gern und manchmal sogar mit Opfern in die Praxis übersetzt. ärztlichen Anzeigeblatt erlassene Aufforderung hatte ja Hunderte wurde noch lebhaft darüber Klage geführt, daß die Näherinnen Um so wunderbarer erscheint es, daß, während der einzelne von Meldungen von anderen Aerzten gebracht, auf Verhandlungen stets bereit ist, der Thätigkeit der Thätigkeit des Arztes ließ man sich gar nicht mehr ein, sondern fragte einfach die von den Direttricen auf unerträgliche Weise behandelt würden. Arbeiter Die Versammlung wählte nach Schluß der Debatte eine gerechte Würdigung widerfahren zu lassen, die Arbeiter einzelnen Aerzte, ob sie für 1,80 m. bie Behandlung welche mit Aerzten 31 thun haben, der Vereinsmitglieder übernehmen wollten. Man bedente: Rommission von Näherinnen, welche die Gründung einer vereinigungen, Organisation vorbereiten soll. Die Kommission besteht aus den das heißt also die Kassen, in vielen Fällen ein Verfahren ein- pro Ropf für 15 Pf. oder eine viertöpfige Familie Damen Simon, Müller und Basewalt. schlagen, das, wenn man es ohne beschönigende Redewendungen für 60 f. monatlich hausärztlich zu behandeln, das ist charakterisiren will, als ganz gewöhnliche ohndrückerei ein Anerbieten, welches weit unter die berüchtigsten Hungerlöhne In einer öffentlichen Versammlung aller in der Schuh bezeichnet werden muß. Bei näherem Zusehen erscheint auch das hinuntergeht und das sich hier nicht einmal durch die schlechte te Industrie beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen, die begreiflich. Das rein petuniäre Kaffeninteresse, das Interesse an ökonomische Lage der Arbeitgeber rechtfertigen läßt: Wie wir vor kurzem tagte, hielt Herr Dr. Pinn einen beijällig auf der Behlungsfähigkeit der Kaffe bedingt oft genug ein solches oben erwähnt, bilden fleinbürgerliche Clemente einen genommenen Bortrag über das Thema:" Die Geschichte als Borgehen, und die längere Beschäftigung mit Raffenangelegen- wefentlichen Bestandtheil des Sanitätsvereins und sollen Lehrmeisterin". Hierauf erstattete Stollege A. Fleischer Beheiten erzeugt mit der Zeit auch eine berartige Fürsorge für ein jetzt Silfskaffen hinzutreten, so wären diese erst recht richt vom Schuhmacher- Kongres zu Frankfurt am Main. In der gut balancirendes Budget, für einen vortheilhaften Kaffenzahlungsfähig. Aber die Rechtfertigung für derartige Itegt gar nicht in der Bahlungsunfähigkeit wie die Anhänger der Lokalisation den Wunsch aus, daß die viel Arbeit zu erhalten, ganz wie bei einem tapitalistischen des Vereins, sondern vielmehr in der Möglichkeit, beBwiftigkeiten, welche zwifchen diefen beiden Richtungen bestehen, Unternehmen, alle anderen Rücksichten in den Sinter- liebig viele Aerzte zu beliebigen Bedingungen beseitigt werden müßten, damit endlich einmal die gewerkschaft grund drängt- insbesondere dann, wenn die Lebens anstellen zu tönnen, und die bisherigen Aerzte des liche Bewegung vorwärts tommen In einer fähigkeit des Institutes oder des Unternehmens durch Bereins irren gewaltig, wenn sie sich von ihrem einmüthigen Resolution erflärte fich bie Versammlung ungünstige Konjunktur in Frage gestellt wird. Der einzelne Vorgehen eine moralische" Wirkung auf ihre Kollegen ver Rongreßbeschlüssen einverstanden. Hierauf wurde der Streit Arbeiter fennt ein folches Interesse nicht; thm fommt es haupt- sprechen. Ja selbst die namentliche Veröffentlichung der Streitin der Mauff'schen Schuhwaaren- Fabrit einer Besprechung fächlich darauf an, daß er gut behandelt wird; in welcher brecher in ärztlichen Blättern würde nicht viel fruchten giebt Sperre Es wurde beschlossen, die auf Form recht zu erhalten; ferner follen die noch ausständigen Kollegen rm oder in welcher Kaffe, ift ihm gleichgiltig. Sat er ein- es doch, namentlich unter den jüngeren Herzten, viele, bie durch mal eingesehen, daß diese oder jene Kasse nicht mehr existenzfähig den Verzweiflungstampf um ihre Eristenz auch gegen und Kolleginnen so lange unterstützt werden, bis sie anderweitig ist, dann mag fie, wie in dem Sprechfaal- Artikel am vorigen einen derartigen Appell an ihr Chrgefühl abgeftumpft untergebracht sind. Eine vom Kollegen Schlüter vorgetragene Sonnabend recht drastisch gefagt wird, feinetwegen der Teufel find. Aber die bem Sanitätsverein ans Maßregelungs- Ungelegenheit wurde der Agitationskommision zur holen"; hat er ja auch nicht das mindeste persönliche Interesse gehörigen Arbeiter sollen wenigstens Untersuchung überwiesen. fahren, daß in ihrem Namen und angeblich an ihrer Aufrechterhaltung. Es ist natürlich, daß ein Raffen beamter anders fühlt und auch in ihrem Interesse eine geradezu unge= heuerliche Lohnbrüderei betrieben wird; vielleicht, daß er mit allen Mitteln für das Fnrtbestehen seiner Kaise mit deren Bestehen manchmal sogar seine eigene Existenz ver- daß aus ihrer Mitte heraus energischer Widerspruch gegen einz fnüpft ist- ficht. Hier noch einmal auf die Kämpfe zwischen folches Vorgehen erfolgt. der Vereinigung Berliner Hilfskassen und ihren Aerzten zurückzu- Man glaube nicht, daß man auf die Dauer die Honorirung fommen, halten wir für überflüssig, zumal diese Kämpfe, ganz der ärztlichen Leistungen auf so niedriger Höhe halten kann, ohne wie wir vorausgefagt, mit der völligen Niederlage der Herzte auch ihre Qualität herunterzudrücken; es geht hier wie bei einen vorläufigen Abschluß erjahren haben. Da aber der Vor- jeder anderen Waare so, daß dem Preise derselben auch die fibende diefer Bereinigung im Sprechfaal der Nr. 299 noch den Qualität entspricht. Diese allmälige Verschlechterung der ärztHohn zu dem Schaden fügt, tönnen wir es uns nicht versagen, wenigstens einen Punkt dieser Zuschrift herauszugreifen, um zu*) Die in der Mittwochsnummer enthaltene Darstellung beweisen, was für Unternehmergesinnungen" die andauernde des Vorstandes des Sanitätsvereins wird die Aerztekommission Beschäftigung als Rassenbeamter erzeugt. gewiß selbst in einer besonderen Erklärung richtigstellen. unterzogen. fönne. mit den Ethische Gesellschaft. Am Sonntag, den 1. Januar. Abende 7 Uhr, finden zwei Bersammlungen ftatt, bie erfie in Grativetf's Blerballen, Kom mandantenstraße 79, Bortrag des Herrn Roland über: Gin englischer Fret benter"; die swette Grenadiernraße 83, Bortrag des Herin Wolf über: Die Geschichte der Ghe und die Frau ta Bergangenheit und Gegenwart." Sac beiden Borträgen Tanz. Off- und Westpreußen, Sonntag, den 1. Januar, Nachmittags 6 Uhr, bel Joel, Andreassuraße 21, Bersammlung. Vortrag des Genoffen Timm über Die sozialistischen Greigniffé des lezten Jahres und die Aufgabe der Sostal Neuer Berliner Handwerker- Perein. Sonnabend, den 31. Dezember, Abends 9 Uhr, Vereinsverfammlung bei Müller, Johannisfir. 20 tm großen Saal. Tagesordnung: Sylvefterfeler, humoristische Abendunterhaltung und Zanz. In der Humanistischen Gemeinde, Kommandantenstraße 79, hält am nächsten Sonntag Bormittags 10% Uhr Herr Schafer den Bortrag über: Goffen und Harren, die niedrigsten Engenben. bemotratie. er lichen Thätigkeit, die gleichzeitig steigende Unzufriedenheit der In Grividerung auf die Erklärung des Vorstandes des werben, vielmehr tönnte durch die Bemerkung des Bor Arbeiter mit dieser Thätigkeit war es ja eben, was zahlreiche Sanitätsvereins vom 28. d. M. erlauben wir uns folgende standes Dom 28. D. M. eine wir wollen nicht Drts- Krankenkaffen veranlaßte, aus dem Gewerts- Krantenverein aus Berichtigung stattfinden zu lassen: fagen abfichtliche, aber doch jedenfalls thatsächliche Frre zutreten und das Prinzip der freien Arztwahl unter gleich 1. Es wird wie stets bei Arbeitseinstellungen in der führung des Bublifums herbeigeführt werden. E3 zeitiger befferer Bezahlung der Aerzte einzuführen. Gewiß hat auch Erklärung des Vorstandes immer nur von der Aerzte- Kommission Zum Schluffe tönnen wir nicht umhin, unsere Meinung da Dieses System seine Nachtheile, wie denn überhaupt unseres Er gesprochen und diese, wie auch in der letzten Borstandssitzung am hin auszusprechen, daß uach alledem der Sanitätsverein, der nur achtens innerhalb der heutigen Gesellschaft auch auf dem Gebiete 21. d. M. als„ Rádelsführer" bezeichnet. Dem müffen so lange existensfähig war, als die Aerzte sich ihm zu wahrhaft, der Krankenpflege und Krankenbehandlung nichts Vollkommenes wir entgegenhalten, daß die Aerzte- Kommission nur im Auftrage lächerlichen Preisen zur Verfügung stellten, jebt, wo er diese geschaffen werden kann, aber es bedeutet doch einen ungeheuren und auf Veranlassung aus der Mitte der Aerzte Preisermäßigung als berechtigte Forderung für sich in AnFortschritt gegen das bislang in den Drts- Krankenkassen sowie heraus jenen Beschluß vom 20. d. M. gefaßt hat, sie hat nur spruch nimmt und noch auf andere Krankenkassen ausdehnen, soin den freien Hilfstassen übliche System der Anstellung besonderer eine ausführende Stolle gespielt und steht und fällt mit der Masse mit nur auf einer tiefgreifenden Herabdrückung der ärztlichen Raffenärzte". Es ist darum auch mit doppelter Genugthung der Aerzte, welche hinter ihr steht. Honorare fein Dasein ermöglichen will, eigentlich jede zu begrüßen, daß aus Arbeiterkreisen heraus endlich der Anstoß 2. Auf der Konferenz am 15. November d. J., zu der von Existenzberechtigung für bie heutige Beit verdazu gegeben ist, in der großen, ca. 70 000 Mitglieder zählenden den 38 Aerzten des Sanitätsvereins trot eindringlicher Ein- loren hat. Krantentaffe für Gewerbliche Arbeiter und ladung nur 12 erschienen waren, haben nur acht, unter diesen Die Aerzte Kommission. Arbeiterinnen( früher Meyer'schen Kasse) eine allerdings auch 2 Mitglieder der Kommission, für den Satz von Dr. Christeller. Dr. Rosenstein. Dr. Sommerfeld. lebhafte Agitation zu Gunsten der freien Arztwahl zu entfalten. 1,80 m. pro Kopf und Jahr gestimmt. Daß dies feine nennens Diese Kaffe darf als die Hochburg, die Hochburg, als werthe Majorität war, mit der die übrigen Aerzte sich bei Verdas mächtigste Bollwerk des alten System 3 änderung der Verhältnisse einverstanden erklären konnten, leuchtet gelten; fällt sich, so hat die freie Arztwa hI wohl jebem ein. einen großen Sieg errungen, einen Sieg, der den 3. Daß wir so schnell und so plötzlich anderer Meinung Arbeitern wie den Aerzten, in gleicher Weise zu Gute tommen werden mußten notabene wiederum nicht nur die Aerztewird. Und die Zeichen find günstig: Während die erste Ver- tommission, sondern die Anregung ging aus der Mitte der beerfchienen. Wir können das hübsch ausgestattete Witzblatt den GeDie Sylvester Zeitung( Verlag. von F. Wilfe) ist soeben fammlung, welche von einer kleinen, aber rührigen Schaar ziel- theiligten Aerzte hervor, und die Kommission hatte die Pflicht, erschienen. Wir können das hübsch ausgestattete Wizblatt den Gebewußter Arbeiter veranstaltet worden war, sich nur eines den Willen der hinter ihr stehenden Kollegen auszuführen das noffen aufs Beste empfehlen. Dasselbe ist zum Preise von 10 Pf. schwachen Besuches erfreute, seigte es fich schon in der nach lag an dem Druck der augenblicklich herrschenden Strömung, pr. Exemplar u. a. auch in der Expedition des Vorwärts" zu wenigen Wochen, am 11. d. M. bei Feuerstein stattgefundenen welche die Aerzte Berlins zur Zeit beschäftigt. Die Honorar- haben. 0 Literarisches. Bersammlung, daß das Interesse an der freien Arztwahl auch frage, spesiell die, ob es heute noch angängig ist, zu einem Von der Neuen Zeit"( Stuttgart, J. S. W. Diey' in den bisher indifferenten Arbeiterkreisen in stetem Wachsen niedrigeren Sage als 3 m. pr. Kopf und Jahr Kaffenmitglieder Verlag) ist soeben das 14. Heft des 11. Jahrgangs erschienen. begriffen ist. Die Versammlung, in pelcher Genosse Dr. Zadek zu behandeln, ist augenblicklich eine so brennende geworden, daß Aus dem Inhalt heben wir hervor: Hüben und Drüben. und der eifrige Vorkämpfer der freien Arztwahl, Herr Rudolf es auch für die Aerzte des. Sanitätsvereins eine zwingende Das nahende Ende des landwirthschaftlichen Großbetriebes. Von Apmann referirten, war von 5-600 Personen besucht, die sich Nothwendigkeit war, dazu Stellung zu nehmen. Es kann Dr. Rudolf Meyer.( Anhang.) Die Maifeier und ihre Bemit den Ausführungen der Referenten voll und ganz einverstanden daher von einem, Rontrattbruch", auch dieser Ausdruck deutung. Von August Bebel. Ein Beitrag zur Geschichte des erflärten. Am 8. Januar foll, wie wir hören, eine zweite der wurde vom Vorstande der Aerztefommission gegenüber beliebt, Klaffenkampfes im hebräischen Alterthum. Von M. Beer. artige Versammlung stattfinden, in welcher Dr. Christeller feine Rede sein. Dieses Wort pfiegt ja bei jeder Lohnbewegung Notizen: Abermals eine Berichtigung. Von Dr. Paul Barth. das Referat übernehmen wird, später, furz vor den bevorstehenden im Munde des Unternehmers gebraucht zu werden, aber selten Literarische Rundschau. Feuilleton: Kunde von Nirgendwo. Delegirtenwahlen noch gleichzeitig eine Reihe anderer Agitations- wohl mit weniger Recht, als in diesem Falle. Einige Rapitel aus einem utopischen Roman von William versammlungen in verschiedenen Stadttheilen- dann aber kommt Morris.( Fortsetzung.) erft der Hauptkampf in den großen Generalversammlungen Ende Januar oder Anfang Februar; bis dahin muß eine rege Agitation unter den Arbeitern Berlins entfaltet werden. Denn es wird nicht leicht sein, die Massen aus ihrer Indifferenz gerade gegenüber Raffenangelegenheiten endlich einmal aufzurütteln. Hier, wo so lange Beamten- und Kliquenwesen herrschen, soll endlich auch einmal frische Luft einziehen; wenn der Kampf erst einmal richtig begonnen ist, wird es auch am Siege nicht fehlen. Ein Arzt. Große öffentliche Versammlung 4. Was den letzten Punkt betrifft, daß nämlich der Aerztefommission unterstellt wird, sie habe zwar in der Vorstandsfizung am 21. d. M. die Weiterführung der ärztlichen Behandlung bis zum 1, Januar 93 befürivortet, dann aber in den Blättern erklärt, sie hätte ihre Thätigkeit sofort eingestellt, so ist darauf zu entgegnen, daß wir unter einer Einstellung unserer Arbeit selbstredend nur die Einstellung am 1. Januar 1893 ge meint haben, da wir ja bis dahin gebunden waren, und dies nur deswegen nicht noch einmal erwähnten, weil wir es eben lassen. für selbstverständlich hielten. Von Jrreführen unfererseits fann daher wohl nicht gut gesprochen| Kaninchenzucht, Die Briefkaffen der Redaktion. W. H. Nummelsburg. Sie haben zu spät gekündigt. F. S. Sie können den Wechsel durch die Post präsentiren Adlershof G. S. Wenden Sie sich an den Verein für der Ost- n. Westpreußen illustrirte„ Sylvester- Zeitung" am Sonntag, den 1. Januar 1893, admitt. 5½ Uhr, im Lokale des Herrn Joël, Andreas Strasse No. 21. 254/6 Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Timur über:„ Die sozialpolitischen Ereignisse des letzten Jahres und die Aufgabe der Sozialdemokratie." 2. Diskussion. 3. Wahl von 4 Kommissionsmitgliedern. 4. Verschiedenes. Nachher gemüthliches Beisammensein mit Tanz. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Die Agitationskommission. J. A.: Carl Roff, Münchebergerstr. 29. Achtung! Musikinstrumenten- Arbeiter! Den Kollegen wird hierdurch nochmals in Erinnerung gebracht, daß mit dem 1. Januar die Frist abläuft, bis zu welchem Tage der Uebertritt in den Deutschen Tischlerverband mit vollen Rechten, geschehen sein muß. Da in den ersten Tagen des Januar die Generalversammlung des Verbandes stattfindet, ist es Pflicht eines jeden Kollegen, bis dahin sein Buch in Ordnung zu haben, damit ein jeder seine echte wahrnehmen kann. In der Zahlstelle bei Rohr, Naunynstraße 78, werden Sonnabend von 6-8 Uhr Abends neue Bücher ausgegeben und Beiträge einkassirt. 258/9 J. A.: H. Wustrow. Berein der Arbeiter und Arbeiterinnen der Buch-, Papierund Lederwaaren- Juduftrie. Sonnabend, den 31. Dezember, Abends 8 Uhr, in Feuerstein's großem Saal, Alte Jakobẞtraße Nr. 75: Sylvester- Vergnügen bestehend in Tanz, Verloosung und Vorträgen, unter Mitwirkung des Buchbinder-Männerchors( Mitglied des A.-S.-B.). Jeder Herr und jede Dame erhält ein Loos gratis. BF Eintritt: Herren 50 Pfennig, Damen 25 Pfennig. We Montag, den 2. Januar 1893, Abends 8%, Uhr, bei Feuerstein: Vereins- Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Abrechnung vom Vergnügen im Böhmischen Brauhaus und der Sigrist'schen Listensammlung. 3. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen bittet Der Vorstand. 762b Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 1. Januar, Vorm. 10% Uhr, im großen Saal Rosenthalerstr. 38( nahe dem Hacke'schen Markt): Festvortrag von Wilh. Bölsche. Gäste sehr willkommen. Alle Uhren werden sauber und sorgfältig reparirt unter Garantie des Gutgehens für 1,50 Mark( außer Bruch) bei W. Winkler, 151/15 Cohn's Hosenfabrik 7. Pallisadenstraße 7. und Moabit, Wilsnackerst. 16, arbeitet aus übrig gebliebenen Restern Knabenhofen von 1 M., Burschenhofen von 1,50 M., Herren- Arbeitshofen von ift foeben erschienen und bei allen Rolporteuren, im Verlag des Vorwärts" bei Abel, Sebastianstr. 29; bei Baate, City- Passage; in der Druckerei, Elisabeth- Ufer 55, und beim Unterzeichneten zu haben. No 59404 Kolporteure erhalten sehr hohen Rabatt. Die Herausgeber der ,, Sylvester- Zeitung". J. A.: F. Wilke, Urbanstraße Nr. 124. Keine kalten Füsse mehr! Erstes und ältestes Herren GarderobenGeschäft des Ostens von 7666 Julius Lindenbaum, Gr. Frautjurterstr. 139, Wichtig für Alle, welche im Freien oder in ungeheizten Räumen sich aufzuhalten genöthigt sind. Heizbare Einlagen im Schuhwerk zum Warmhalten der Füße. Durch Patent- Urkunde No. 59 404 gefeßlich geschützt. Preis für 1 Paar Einlagen Mt. 5,00. Probepaare nebft Gebrauchsanweisung sowie alleiniger Bezug burch das General- Depot für Deutschland bei 68M H. Meyer, Berlin C., Neue Friedrichstr. 79a, 1 Treppe. Bei schriftlicher Bestellung muß die Fußlänge angegeben werden! Versand nur gegen Nachnahme! Möbel, Spiegel- und Polsterwaaren- Magazin. in Mahagoni u. Nussbaum. Küchenmöbel in grosser Auswahl empfiehlt Julius Apelt, Sebastianstr. 20( früher 27/28). Reelle Waare. Mehrfach prämiirt. [ 2929 L] Prompte Bedienung. Specialitat: Schuhe u. Stiefel D. R. P. Schäffer's Kate Fair Coa 0 amar Kornbre BRESLAU MalzBranntwein ( gesetzl. gesch.) Ersatz für Coguac. empfiehlt in Originaldaschen à 1/1 Ltr. und daschen à 1/1 Ltr. und Gebinden, ebenso Breslauer Getreide- Korn die Dampfbrennerei Herm. Schäffer Breslau. Vertreter und Lager bei S. Tramer, NO., Mendelssohnstr. 14. Martin Klein, Uhrmacher, 1476L empfiehlt fein Lager aller Arten 2 M. an, sowie einzelne Jaden und 25 Neue Hochstr. 25 Berlin N., Reinickendorferstr. 29, Burschen- Jaquets. Knaben- Anzüge von gegenüber der Dantes- Kirche.[ 25L 2M., Burschen- Anzüge 4,50 M., HerrenLager aller Arten Uhren, Uhrketten Stoffhosen in allen Weiten, sowie Un- Wandzüge nach Maaß spottbillig. Nur 1 Mark. Allen Freunden und Genossen mpfiehlt sich sein en werthen Kunden und Bekannten zum Einkauf von eleganten Herren- Garderoben. Täglicher Eingang von Neuheiten. Spezialität: Anfertigung nach Maaß. Zuschneider im Hause. Geschäftsprinzip: Strenge Reellität. Julius Lindenbaum, Gr. Frankfurterstr. 139. Chauffee Franz Beyer, fraße 103, empfiehlt: Num, Cognac, Punsch, Grog- u. Glühwein- Effenzen, sowie sämmtliche Weine u. Liqueure zu Engrospreisen. 84712 Betheiligen will sich Mann der Frau mit 500-1000 m. an einer Arbeitsstube, Kleinfabrikation oder ähn lichem. 760b Adressen unter„ Betheiligung" Postamt Lothringerstraße. Freunden u. Genossen empfehle mein 408b mit Kontrollmarke aus Erfurt großes Lager in empfehlen[ 3047L C. Geyer, Dranienstr. 202, C. Nitschke, Kastanien- Allee 88, G. Berbe, Ritterstr. 114, H. Bath, Waldstr. 37, Moabit, W. Papke, Manteuffelstr. 31, G. Kördel, Forsterstr. 7, Anders, Gerichtstr. 82, Janke, Langestr. 18. G. Studiak, Weberstr. 4. E. Müller, Teltowerstr. 61. H. Müller, Bergmannstr. 15. Jakobi, Rottbuser Damm 39. oldwaaren Zigarren, Zigaretten und Tabak, Pfeifen u. Bigarrenspihen. Carl Werner, Holzmarktstr. Nr. 12. Achtung! Kein Laden. Nur eigene Fabritation, 25 Bigarren 1 Mart. Garantie rein amerikanische Zabate. Rippentabak 2 Pfd. 60 fg, 1785L S. E. Dinslage, Rottbuserstr. 4, Hof part. Kinderwagen. Andreasfr. 23.§.p. Größtes Lager Berling Dr. Hoesch, homöopoth. Arzt, Linienstr. 149. 8-10, 5-7, Sonnt. 8-10. des königlichen Amtsbilliger wie in jedemLaden. Rechtsbureau richters a. D., Alte Ketten, Broches, Armbänd., Ohrringe, Medallions, Shlipsnadeln, Ringe etc. Jakobftr. 180. Gewissenhafter Stath Massiv goldene Trauringe unentgeltlich. Auch Sonntag. 2286L in allen Angelegenheiten. Unbemittelten 1 Dukaten 11 Mk., 1% Duk. 16 Mk., 2 Duk. 21 Mk., 14 karätig v. 6 Mk., 8 karätig von 4 Mk. an. Specialität: Fabrikraum z. verm. Gitschinerstr. 64. Möbl. Schlafstelle Dresdenerstr. 184 7616 Uhren Remontoiret Wertet. Uhren in Nickel v. 9 Mk., Silbery.14 Mk.an Möbl. Schlafstelle, sep.( 6 M.), n. v. 767b Gold. Dam.- Remontoir v.22,50 M. an bei Gesch, Adalbertstr. 84 IV. Regulateure v. 10 M., Standwecker v. 2,50 M. an. Garantie: 2-5 Jahre. Reparaturen gut u. sehr billig. agner 63 and Lafgen- Uhren. Georg Wa und Lafhen- Uhren. G 1 Treppe Reparaturen zu soliden Preisen. Oranienstr. Frol. Schlafft. f. H. Reichenberger [ 7336 ftraße 184, v. 4 Zr. r. 50 kleine Wohnungen Nahe Moritzplatz. Bitte aufHaus- No. zu achten zu verm., billiger und besser wie in Berlin, bei Arthur Ziemer, Charlotten Klagen, Eingaben, Reklamationen. empfehle meine Zeitungs- Spedition; C. Boll, Wienerstr. 1 Weiß- u.Bai 1 oder 2 Mädchen mit Bett fönnen burg, Goethestr. 67a, 10 Minuten vom Rath im Zivil- und Strafprozeß. Einziehung von Forderungen. Pollak, M beforge sämmtliche im Vorwärts" erscheinenden Broschüren und Werke. jett Blumenstr.19 II r.Auch Sonntags. Wilh. Gaßmann, Exerzierstr. 4. risch- Bierlokal Bereinszimmer u. Winter- Regelbahnen mit einwohnen bei sind noch frei. 757b Zoologischer Garten- Bahnhof. Auch drei Kräter, Alexandrinensir. 41, H. 1.1 Wohnungen Cuvrystr. 20, Möbel-, Spiegel- n. Polsterwaaren- Magazin ayer 彰 乘 结 SW. Oranien- Straße 83/84. SW. 8325L Aug. Herold, Berantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW, Beuthstraße 2. 521L Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. r. 307. Hundert Quittungen des Welfenfonds. Sonnabend, den 31. Dezember 1892. In seinem seiner Zeit vielgelesenen Roman Die drei Musketiere" schildert Alexander Dumas eine Szene, in der es gilt, ein Stück beschriebenes Papier so zu vernichten, daß jede Möglichkeit, daß dasselbe späterhin noch in die Hände bes Kardinals Richelieu gelange, ausgeschlossen ist. Der Vorschlag, den Zettel zu verbrennen, wurde abgelehnt, da man nicht wissen könne, ob der Kardinal nicht ein Mittel besize, Asche wieder in den Zustand vor der Verbrennung zu verwandeln. Schließlich verfiel man darauf, dem Diener des einen der drei Musketiere den Bettel zum Verschlingen an geben, und tröstete sich, als dies geschehen damit, daß, wenn Richelieu nicht auf den Einfall fomme, Mousqueton, so hieß der Diener, den Bauch aufschneiden zu lassen, der Zettel wirklich und für alle Zeiten aus der Welt geschafft sei." " Nr. 47. Parlamentarier ersten Ranges, immer noch in einflußreicher Stellung, von höchstem Ansehen, am 21. Mai 1868 20 000 Thaler. 9. Jahrg. Parteinachrichten: Gemeindewahlen. Sächsische Wahlergebniffe. Nr. 48. Hannoverscher tonservativer Abgeordneter des nord- In Knautkleeberg bei Leipzig wurden die von der Arbeiterdeutschen Reichstages, am 1. Juli 1868 1000 Thaler. norddeutschen Reichstages am 1. Juli 1868 20 000 Thaler. Nr. 49. Hannoverscher nationalliberaler Abgeordneter des Nr. 50. Heffen- Caffeler nationalliberaler Abgeordneter norddeutschen Reichstages am 1. Juli 1868 8000 Thaler. Nr. 51. Württembergischer Landtags- Abgeordneter am 31. Dezember 1870 2000 Thaler. Nr. 56. 0 des am " Delsnit siegten betde sozialdemokratischen Kandidaten der Unpartei aufgestellten Randidaten bis auf einen gewählt.- In hat, wie der Chemnitzer Beobachter" berichtet, die miserable ansässigen mit großer Mehrheit. Zu diesem Ausfall der Wahl Lage der Bergproletarier ein gut Theil beigetragen. Der Kohlen bergbau liegt danieder; bei schwerer Arbeit, langer Arbeitszeit haben die Proletarier so geringe Löhne, daß Kummer und Noth in ihren Sitten herrscht."- Aus Miltau wird uns berichtet: Hütten Bei der Gemeinderaths- Ersatzwahl am 29. Dez. siegte in den un ansässigen Klassen die Liste des sozialdemokratischen Allgemeinen wurden mit 359, 361 und 357 Stimmen gegen 225, 224 und Ortsvereins mit großer Majorität. Unfere drei Kandidaten 212 Stimmen der Gegner gewählt. In den ansässigen Klaffen erhielten die Ortsvereins- Kandidaten erhebliche Minoritäten, ein auch auf einer gegnerischen Liste gemeinschaftlicher Kandidat unserer Partei wurde gewählt. Es befinden sich nun 5 Genossen im Gemeinderath. Nr. 52. Württembergischer Landtags- Abgeordneter 5. Februar 1871( Summe unleserlich). am 1. Mai 1872 4000 Thaler. Nr. 53. Preußischer Konservativer Reichstags- Abgeordneter Nr. 54. Pfalz- Bayerischer nationalliberaler Reichstags- Abgeordneter am 1. August 1872 4000 Thaler. Nr. 55. Württembergischer Reichstags- Abgeordneter am 1. September 1872 2000 Thaler. Württembergischer Landtags- Abgeordneter am 11. März 1873 10 000. Daß diese Vorsicht in bezug auf beschriebenes Papier 1874 7000 Thaler. Nr. 57. Sächsischer Reichstags- Abgeordneter am 1. Oktober nicht nur zur Zeit des großen franzöfifchen Staatsmannes Nr. 58. Württembergischer Reichs Heißfporn, Landtags- einverstanden die Genossen in Remscheid. Mit den Berliner Parteitagsbeschlüssen erklärten sich angebracht war, sondern daß auch heute noch Verbrennen" Abgeordneter 11. Mai 1876 15 000 m. fein absolut sicheres Mittel ist, unangenehme Papiere aus Nr. 59. Preußischer Konservativer Reichstags- Abgeordneter der Welt zu schaffen, dafür möchten wir nachstehend eine am 1. April 1881 10 000 m. Von der Agitation. In Zürich sprach am 29. Dezember Kleine Probe liefern. Nr. 60-62. Drei bayerische Landtags= Abgeordnete am stürmischem Beifall über die gegenwärtige Lage. Reichstags- Abgeordneter Bebel vor über 1200 Personen unter Die„ UnBekanntlich ist seinerzeit von autoritativer Seite ver- 21. Juni 1886. Nr. 63-71 find von abhängigen" Baginsti, Köster, Blei und Landauer, die gleichfalls fichert worden, daß die Quittungen des Welfenfonds durch neun Mitgliedern des preußischen Feuer vernichtet worden sind, und mancher Stipendiat dieses Landtags unterfertigt. Fünf derselben gehören der national- prachen, wurden von den Genossen Greulich, Seidel, Lang sowie von Bebel gründlich abgeführt. Fonds mag erleichtert aufgeathmet haben, als er diese Kunde liberalen, vier der konservativen Partei an. vernahm. Indeß, wenn Phönig aus der Asche erstehen konnte, 2000 und 8000 Thalern; bezw. 3000 und 15000 Mart. Diese Ausgabe 116,36. ffen: Einnahmen vom 1. Februar bis Die Beträge, über welche quittirt wird, bewegen sich zwischen Parteifinanzen. Bitterfeld: Einnahme 125,19 M. warum sollen verbrannte Quittungen nicht das Gleiche thun Belege tragen sämmtlich Daten vom Frühjahr 1875, also aus 80. November 2184,92 W., Ausgabe 1881,63 M. Mustaus können? Besonders wenn es sich um Quittungen von der Zeit der Hochfluth des Kulturkampfes. solcher Wichtigkeit handelt, wie bei den Belegen über den Die Nr. 72-81 quittirten Summen, recht artigen Umfangs, Sassenbestand 95,20 M. Die dortigen Genoffen theilen hierzu Weißwasser: Jahreseinnahme 188,25 M., Ausgabe 98,05 M., Verbleib der Gelder aus dem Welfenfonds. Erhält man find von hohen und niederen Hofbeamten unterfertigt. Was die noch mit:„ Wir hatten im vorigen Jahre keinen Pfennig und doch durch dieselben erst die richtige Erklärung für manches Gräfin H. und eine andere Hohe Dame, deren Name, den ihr entschloffen uns erst Anfang dieses Jahres zu einem Vorgehen. politische Ereigniß vergangener Tage und wird doch manche Herr Gemahl ihr zubrachte, seit vielen Jahrzehnten mit preußi- Wir sind mit dem Resultat ganz zufrieden. Mustau gab 1890 Schwenkung, sei sie von einzelnen Staatsmännern oder von schem Hofdienst verwachsen, mit der Abwehr der welfischen Um- für unsern Kandidaten 89 und Weißwasser 9 Stimmen ab; im triebe" zu thun haben ist wohl nicht blos uns ein Räthsel. Organen der Tagespresse vollzogen, erst in ihren letzten Ursachen erklärlich, wenn man die Summen kennt und die Quittungen, die am nämlichen Tage unter- jeht fehlt uns noch jede Verbindung. Wir bitten die Ge Von hervorragend stem Interesse sind drei Der Hoyerswerdaer Kreis brachte uns noch feine Stimme, auch ganzen Rothenburger Kreise betrug die Zahl unserer Stimmen 185. Daten und Jahreszahlen beachtet, in welchen dieselben bezeichnet wurden, wie die von der großen füb- nossen der Nachbarkreise, uns in der Agitation zahlt wurden. deutschen Zeitung und den drei bayerischen So mögen denn nachfolgende Angaben einige Schlag- Landtags.Abgeordneten: den 21. Juni 1886. Sie behilflich au sein." lichter werfen auf Vorgänge, welche bisher so vorsorglich find gefertigt von einem hohen Diener König das Licht des Tages zu meiden gesucht haben. Es sind 2udwig II. von Bayern über 85 000 art, und hundert Quittungen, aus denen wir die nachstehenden An- während ein subalterner Beamter der eben einem solchen über 30000 Mart, gaben schöpfen. Dieselben sind ausgestellt von Angehörigen tim sten Umgebung des Königs über 10 000 Mart während ein subalterner Beamter der in aller Gesellschaftskreise mit Ausnahme natürlich des Prole- quittirte. tariats, und von Angehörigen der verschiedensten Staaten. Die Nummern 1-10 stammen von Großwürdenträgern verschiedener Staaten her und zwar: Nr. 1 von einem solchen, der allen Grund zu großer Dankbarkeit gegen den blinden König gehabt hätte. Die Nummern 82-89 find von Aerzten ausgestellt. Nr. 82 berühmter Chirurg. Nr. 83 hervorragender Hofarzt Nr. 84-86 von preußischen Militärärzten. Nr. 87-89 von preußischen Zivilärzten. Nr. 2 von einem Minister, dessen Kriegsruhm in aller Mund. Nr. 90-92 find von hervorragenden Geistlichen einer Nr. 3 von einem süddeutschen, früher leitenden Staatsmann dissidirenden katholischen Sette in Tagen unterfertigt worden, und bekannten Intriganten, bekannt und berüchtigt durch seinen da bestimmte Parteihoffnungen einem dauernden Schisma entgegen häufig sich wiederholenden Gesinnungswechsel. Er verschwand sahen. Am rechten Augenblick, um Bismarck nicht unbequem zu werden. Nr. 4 von dem Minister eines süddeutschen Königreichs. die die höchsten Staffeln ihrer Karriere erflommen, ausgestellt. Nr. 93-95 find von vielgenannten Polizeibeamten Gifriger Förderer der Kaiserproklamation und ausgesprochener Das Datum ist unleserlich. Freund eines guten Trunks. Nr. 5 von einem Kriegsminister, dessen militärische Tüchtig Teit ebenso unbestritten war, als deffen parlamentarisches Geschick allgemein bezweifelt wurde. Nr. 6 von einem Kultusminister, der sich in der Geschichte ber Berhehung der Parteien für ewige Zeiten einen Blaß gesichert. Nr. 7 von einem besonders gottesfürchtigen Minister, auf beffen Zukunft die Mucker große Hoffnungen setten. Nr. 8 von einem füddeutschen Minister, dem die Liebe zum Baterlande und zum Amte eine rührende Zähigkeit im Beharren auf dem Posten verlieh, trotz aller Gelegenheiten, abzugehen. Nr. 9 von einem Staatsmann, der sich im preußischen und im Reichsdienst versuchte. wärtigen Gesandtschaft eines neutralen Staates. Nr. 96 von einem Militär- Attachee an einer ausNr. 97 und 98. Bon gewöhnlichen Agents provocaNr. 99. Von einem vielgenannten Spigel E, Hauptmann a. D., 11. Mai 1884 6000 m. teurs. Nr. 100. 2odspiel, der Jahre lang in der Schweiz machte. Am 11. November 1887 20 000 m. fich aufhielt, Bierwirth und Krämer spielte und zulegt Bankrott Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Wer hat und was ist Recht? Unter dieser Spik das Flugblatt, welches dieser Tage in der Buchhandlung des marke bringt der Stettiner, Voltsbote" folgende Mittheilung über " Vorwärts" auf Veranlassung der Stargarder Staatsanwaltschaft mit Beschlag gelegt worden ist:„ Das gleiche Flugblatt war einige Wochen vorher von Stralsunder Genossen auf der Insel Rügen verbreitet und dort von Gendarmen tonfiszirt worden. Auf die eingelegte Beschwerde antwortete das Landrathsamt in Bergen, die Schriften seien zur Prüfung an die Staatsanwalt schaft in Greifswald abgeliefert und würden wieder zurückgegeben werden, wenn sie als zur Verbreitung geeignet befunden sein sollten. Nun wohl, diese Flugblätter sind jetzt zurüd gegeben, also zur Verbreitung für geeignet befunden worden! fichten über die Strafbarkeit des Inhalts in direktem Gegensat Der Greifswalder Staatsanwalt steht demnach mit seinen Anzu seinem hinterpommerschen Kollegen. Und bei solchen wider sprechenden Ansichten gelehrter Juristen verlangt man von Laien, daß sie wissen sollen, was Recht ist." weil in -Aus Halle a. G. wird uns geschrieben: Vor der dritten des Boltsblattes", ich. Jilge, wegen Beleidigung des Straftammer des hiesigen Landgerichts hatte sich der Redakteur geklagte hatte einen Artikel veröffentlicht, in welchem der Be Rommandanturgerichts zu Torgau zu verantworten. Der Ans gnadigung des Schuhmanns Freitag in Berlin erwähnt und Saran die Bemerkung geknüpft worden war, daß Landwehrleute, Daß die vorstehende Liste von hundert Quittungen nur ein Familienväter und durchaus unbescholtene Leute, die ihrer verschwindender Bruchtheil der überhaupt für Bezüge aus dem Beit zu hohen Buchthausstrafen verurtheilt worden, Welfenfonds ausgestellten Belege ist, brauchen wir wohl nicht erst fie insubordinationswidrig an den Kaiser( Wilhelm I.) hervorzuheben. Für heute mag dies erste Hundert aber genügen. eine Depesche geschickt und sich Nr. 10. Gine bittere Erinnerung an einen gewesenen Dasselbe erlaubt ja so interessante Ginblicke in die letzten 25 Jahre einem Biehwagen zu fahren, nicht begnadigt worden feien, wäh fich geweigert hätten, Minister. Die Nummern 11-18 sind von Generälen ausgestellt, die deutscher Geschichte, daß nur Unscheidenheit zunächst noch mehr rend der Schuhmann Freitag, der zu 4 Monaten Gefängniß und das Geld als Gratifitationen erhalten zu haben scheinen. Gin verlangen könnte. zur Aberkennung der Beamtenqualifikation auf zwei Jahre ver politischer Zweck ist wohl ausgeschlossen. Wir zählen darunter Wir wollen hiermit schließen, indem wir noch eine chrono urtheilt worden sei, begnadigt worden wäre. Auch wurde zwei General- und einen Flügeladjutanten, sowie fünf fomman- logisch geordnete Liste der Belege mit Angabe der quittirten daran erinnert, daß einem wegen Diebstahls zu drei Jahren Ges dirende Generäle, die in der Zeit von 1868-1887 Quittungen unter- Summen folgen lassen: fängniß verurtheilten Dr, med. Braunstein 11 Monate im zeichnet haben, die sich deutlich als Belege zum Welfenfonds dar- Jahr Datum Gnadenwege erlassen worden waren. Der Artikel foll den Stellen. Anschein erweckt haben, als ob jene Landwehrleute wegen geringfügiger Vergehen ungerecht verurtheilt worden wären, während ihre Strafthaten solche gewesen seien, die in einem Mobilmachungsfalle mit dem Tode bestraft würden. Der Staatsanwalt stellte dem Gerichtshofe anheim, eventuell auch Bestrafung wegen Majestätsbeleidigung erfolgen zu lassen, und beantragte wegen des ersteren Vergehens drei Monate Gefängniß. Das Gericht erkannte aber auf Freisprechung. In dem Artikel sei nicht gesagt, daß die Landwehrleute nur wegen der Depesche an den Kaiser verurtheilt worden seien, sondern auch, daß sie sich geweigert, in einem Viehwagen zu fahren. Das Kommandantur gericht fönne also nicht als beleidigt erachtet werden. Ob auch die folgenden 15 Belege, welche von in Süddeutschland verwendeten Offiziren unterfertigt sind, ebenso relativ harmlos find, bleibe dahingestellt. Die Nummern 19-21 stammen von Gouverneuren, von denen einer das Malheur hatte, mit dem Gerichtsvollzieher Bekanntschaft zu machen. Die Nummern 22-38 von Kommandeuren aller General- Chargen, die im Süden stationirt waren. Da nicht anzunehmen ist, daß diese Gelder dazu verwendet wurden, um die zahlreichen geborenen Hannoveraner, die in nichtpreußischen Heeresverbänden dienten, zu überwachen, so frägt man sich: wozu sonst diente dieses Geld? Die Nummern 34-36 find von Richtern, und zwar vorfigenden Richtern unterfertigt. Inwiefern diese Richter an den Maßregeln zur Ueberwachung und Abwehr der gegen Preußen gerichteten Unternehmungen des Königs Georg und seiner Agenten" betheiligt waren, bleibe dahingestellt, Die Nummern 37-47 sind von Zeitungsredaktionen verschiedener Länder und Parteien ausgestellt. Summe Mart 10.000 15 000 30 000 15 000 30 000 30.000 10 000 20 000 20.000 10.000 30 000 6.000 15 000 12.000 10 000 6.000 6000 2.000 20 000 20 000 Summe Jahr Datum Thlr. 1868 21, 5, 20.000 1876 10 000 1. 7. 1.000 1877 1. 5. 11. 5. 1. 5. 20 000 BP 1. 10. 3. 7. 8.000 20.000 11." 11. 1869 1. 1. 8.000 1. 5. 20 000 1878 1879 14. 5. 10 000 17. 6. 10 000 1881 3. 7. 10 000 11. 10. 25 000 1882 11. 12. 2000 1870 11. 6. 15 000 11. 7. 15.000 1883 1. 10. 10.000 1. 11. 10 000 1884 25. 6. 1. 5. 10. 5. 1. 6. 10. 10. 10. 5. 3. 8. 10. 11. 1. 7. 1. 10. 11. 5. 1871 31. 12. 5. 2. 2000 # 8.000 1886 21. 6. 1. 8. 10 000 " 30. 9. 10000 5000 . 5.000 " 1. 10. 2000 Nr. 39 und 40. Französische Redaktionen. Quittungen sind unmittelbar vor der Kriegserklärung ausgestellt. Nr. 41, Preußisch- nationalliberal. Diese 1872 1. 5. 4.000 1. 9. 2000 5.000 1887 1. 1. . Nr. 42. Preußisch- konservativ. 5.000 10. 8. 30 000 Nr. 43. Angeblicher sozialdemokratischer Literat. " 1878 11. 3. 10 000 22. 3. Nr. 45. Breußisch- nationalliberal. Nr. 44. Hochangesehene füddeutsche liberale Beitung. 11. 8. 5 000 10. 4. 1. 10. 7.000 11. 4. 10 000 6.000 Nr. 46. Redaktion ohne nähere Bezeichnung. Datum un1874 1. 1. 5.000 1. 10. Teferlich. 15. 2. 10 000 15 000 2000 11. 3. 5.000 4." 12. 20 000 21. B. 2.000 1888 1. 5. 10 000 13. 6. 1. 6. 30.000 20.000 Mark 1875 11. 10. 1. 8. 15. 7. 12 000 15.000 1889 1890 25 000 11. 9. 1. 9. 1. 6. 11. 12. 30.000 15.000 Davon: Nr. 87. Preußisch- nationalliberal. Nr. 88. Bekanntes füddeutsches Reptil, dessen politische Charakterlosigkeit und grundsägliche Verlogenheit trefflich zu, den mucerischen Bofen stimmen. Belege Nr. 47-71 find von ausgestellt. Barlamentariern Wir geben hier der besseren Uebersichtlichkeit wegen und um ein Urtheil zu ermöglichen, zu welchen Zwecken und aus welchem Anlaß die Gelder gegeben wurden, die Daten und Summen mit an " # 1. 7. 20.000 35.000 30 000 10 000 40 000 20 000 8 000 10.000 50 000 2000 -Aus Neuß werden der Elberfelder Freien Breffe" fol gende, unterm neuen Kurs" immerhin fast unglaublich erscheinende Angaben gemacht: Wir segeln hier munter im Kurs des Sozialistengesetzes. Unsere Zeitungsboten werden auf der Straße angehalten, ausgefragt und dann wieder den Fabrikanten, wo die Genossen beschäftigt sind, die nöthigen Mittheilungen ge macht, natürlich, damit diese dann die Arbeiter vor die Wah stellen: entweder sich nicht mehr um sozialdemokratische Agitation zu bekümmern, oder aufzuhören, wenn nicht letzteres fofort gewählt wird. In derselben Weise erging es einem Genossen, welcher Flugblätter verbreitet hatte; dieser wurde sogar ver haftet, mußte jedoch natürlich wieder freigelassen werden, da er nichts Strafbares begangen hatte. Doch auf diese Weise läßt sich das Ausfragen" besser erledigen. Kurz, unfere unisichtige Bolizei bringt alle die Mittelchen in Berechnung, mit welchen unter dem fefigen Sozialistengeset operirt wurde. - In Delsnig i. S. erhielt Genosse Sch Ienter ein auf 30 M. bezw. 6 Tage Haft lautendes Strafmandat, weil e den Beginn einer Versammlung, die übrigens nachher verbote: wurde, um eine Stunde früher im Bergarbeiter Organ„ Glü auf!" annoncirt hatte, als bei der Behörde angemeldet wet. Diese Art und Weise der Ankündigung war nur deshalb ge schehen, damit das Publikum beim wirklichen Beginn der Ve fammlung pünktlich zur Stelle sei. Gegen das Strafmandat it Berufung eingelegt. Tokales. aus ist der junge Mann sogar bei 8 Grad Kälte im ungeheizten[ angaben, daß fie amtlich mit der Revision oder Kontrolle der Wagen gefahren. Die Folge hiervon war, daß mein Schwager 2otale beauftragt seien. In einigen Fällen haben diese PseudoWer das gegenwärtig herrschende Elend in seiner einige Tage frant zu Bett lag. Beamten auch eine Legitimation" vorgezeigt, die indeß von den grauenhafteften Gestalt kennen lernen will, der braucht sich nur Beffer dürfte wohl das Loos der meisten jungenBeute, welche durch Erfennungsmedaillen der Kriminalbeamten grundverschieden war. in die nahe bei Berlin belegenen Bororte zu begeben und dort derartige Agenten verschachert sind, nicht sein, trotzdem jeder Aus diesem Grunde nimmt die Kriminalpolizei Veranlassung, einige der zahlreichen Miethsfasernen aufzusuchen, und er wird Agent die von ihm vermittelten Stellen so lobt, daß man meinen öffentlich darauf hinzuweisen, daß die Medaillen der KriminalWunderdinge finden. Es sind im Laufe des letzten Jahres eine muß, die jungen Leute feien wirklich gut durch ihn untergebracht. beamten aus Kupfer hergestellt und etwas größer find als ein Menge armer Familien in diese Vororte gezogen, weil die 3wei andere junge Leute, welche ebenfalls durch die Ver- Thalerstück. Auf der einen Seite zeigen dieselben einen fliegenden Miethen dort wenigstens etwas billiger sind, als in der Stadt; mittelung desselben Agenten mit meinem Schwager zusammen Adler, auf der anderen die Aufschrift:„ Kgl. Preußischer Polizeifreilich baben die Wohnungen dafür auch mancherlei Mängel, und lernten, find von ihren Eltern den Händen des edlen Wagen beamter" und darunter die Nummer des betreffenden Beamten. diese Mängel kommen jetzt bei der Kälte in einer für die armen bauers in Hagen entrissen worden. In Ajrifa zieht man gegen heult durch Defen und Schornsteine und weht durch die fingerLeute höchst unangenehmen Weise zum Vorschein. Da wohnen den Sklavenhandel zu Felde, aber hier in Deutschland blüht In einem plöglichen Anfalle von Jerfinn hat am 3. B. solche armen Familien in Brig und Rixdorf. Beide derselbe, nur in etwas anderer Form. Zeit ist es, daß dem zweiten Weihnachtsfeiertage das Dienstmädchen Auguste GroßOrtschaften liegen ziemlich hoch und haben den talten Ostwind, unfauberen Treiben solcher Agenten ein Ziel gefeßt wird, und mann aus Berlin, welche einige Tage zuvor nach Eberswalde wie man so zu sagen pflegt, aus erfter Sand. Und diefer Wind bas tann am besten gefchehen, wenn man den Versprechungen gereift war, um sich dort eine Stelle zu suchen, ein schreckliches fegt durch die Miethefasernen von oben bis unten; er dieser Herren feinen Glauben schenkt. Unglück herbeigeführt. Sie hatte bei dem Ehepaar Sonntag ein Unterfommen gefunden. Die Leute verreiften während der breiten Rigen in Thüren und Fenstern. Da hilft tein Heizen gegen in einer längeren an uns gerichteten Buschrift, gegen den geitern die neunjährige Auguste Müler, eine in Pflege genommene Nichte, Herr H. Lorenz, Brunnenstr. 82 wohnhaft, verwahrt sich Feiertage, nahmen ihren eigenen fünfjährigen Sohn und ließen die in dem Raume herrschende Kälte; so lange bas Feuer in dem von uns veröffentlichten Artikel. Derfelbe war einer Rorre surück. Am Montag nun wollte der Großvater diese Enkelin Kleinen eifernen Dien brennt, ist's in deffen Nähe leidlich warm; fpondenz entnommen, die sich bisher stets als zuverlässig und besuchen, fand die Thür verschlossen und erhielt auf fein Klopfen wenige Minuten aber, nachdem das Feuer erloschen ist, weht die über triminelle Dinge gut unterrichtet erwiefen hat. eifige Bugluft wieder durch die Stube. Die Stinder bleiben an von innen die Antwort des Kindes, die Zante" erlaube nicht den fälteren Zagen meist im Bett, wenn fie nicht zur Schule ben wohlhabenden Fabrikbefizer gespielt hat. Ebenso bestreitet begehrte, ergriff die Großmann das Kind und warf es aus So schreibt Herr Lorenz, daß er nie eine große Rolle oder zu öffnen. Als er mit Hilfe von Nachbarn abermals Ginlaß müffen. Die erwachsenen Familienangehörigen gehen von Haus Herr Lorenz auf das Entschiedenste, daß durch ihn eine große dem zwei Treppen hoch belegenen Zimmer zum Fenster hinaus. zu Haus, um sich zur Arbeit anzubieten und find glüdlich, wenn Anzahl Eristenzen geschädigt sei. Berliner Geschäftsleute find Die Unglückliche verschied nach einer Viertelstunde. Bald darauf fie für ein paar Tage zu kleinen, vorübergehenden Dienstleistungen ebenfalls nicht durch falsche Vorspiegelungen durch Herrn Lorenz sprang die Großmann selbst zum Fenster hinaus, wurde aber angenommen werden. Dabei ist ihnen denn wieder das Wohnen hinter das Licht geführt und hat Herr Lorenz auch keine größeren durch Sprungtücher der herbeigeholten Feuerwehr aufgefangen. in dem Vororte meist sehr nachtheilig. Die Leute, welche Aufstrebite erhalten. Auch fahndet die Kriminalpolizei nicht auf G3 ist zweifellos, daß sie von Verjolgungswahnsinn befallen wärterinnen oder Hausdiener vorübergehend beschäftigen, bevor ihn, sonst hätte sie ihn längst in seiner Wohnung verhaften worden ist. zugen folche Personen, die möglichst in der Nähe wohnen. Das tönnen. Von Schulden in Höhe von 50 000. ist keine Rede, Schlafftellen wefen ist in den Bororten ganz bedeutend die Baffiven des Herrn Lorenz belaufen fich im Ganzen auf entwickelt. Dem Schlafgänger wird, je nach der Beschaffenheit 300 m., was bei einem Geschäft nicht viel befagen will. Eine blutige Schlägerei, wie sie wohl faum in Berlin vorgekommen ist, spielte sich in der letzten Nacht turz nach feiner Kleidungsstücke und sonstigen Sachen, bie er in der Schlafstelle hat, von seinem Wirth ein kleiner Kredit gewährt; ift Marsop, der sein böser Engel gewesen zu sein scheint. Lorenz forrespondenz verbreitet darüber folgenden Bericht, ben wir nur Herr Lorenz schiebt die ganze Schuld auf seinen Kompagnon zwölf Uhr vor dem Hause Müllerstraße 31 ab. Eine Lokaldieser aber erschöpft und fann der Schlafgänger nicht war bei Marsop schließlich für 30 m. Wochenlohn angestellt. mit Reserve wiedergeben: Die Firma Graß, Schulstr. 6, ist bei zahlen, so ist er obdachlos und feine Habfeligkeiten bleiben Die Verpfändung des Pferdes läuft darauf hinaus, daß Lorenz dem Bau der Eisenbahn Berlin- Kremmen betheiligt. Da die im Pfandbefiz des Schlafwirthes. Diese obdachlosen Geld zur Bezahlung der Arbeiter heranfchaffen wollte. Gestalten bevölfern die Straßen der Vororte und die dortigen Erdarbeiten gegenwärtig ruhen müssen, so beries die Firma ihre Birthschaften, in denen sie geduldet werden. Merkwürdigerweise Leute zurück, von denen als letzte gestern Nachmittag der etwa Was die Polizei in unseren Vororten alles zu thun dreißigjährige Buchhalter Bolt, der 45 Jahre alte Vorarbeiter Hoppe fieht man von diesen Leuten nur wenige nach Berlin geben. hat, tann derjenige beobachten, der den Gerichtsverhandlungen und ein Arbeiter, von dem nur der Vorname Heinrich bekannt Obwohl fie befiz- und obdachlos find, hängen sie mit eiserner des Echöffengerichtes am Landgericht II beiwohnt. An einem der ist, in Berlin eintrafen. Sie begaben sich sofort in die Wohnung Beharrlichkeit an derjenigen Gegend, wo fie suleist wohnten. letzten Tage gab es gleich hintereinander drei Freisprechungen, ihres Arbeitgebers und, da sie diesen nicht antrafen, in die Selbst die Berliner Wärmehallen üben feine Anziehungskraft auf die Kosten mußte in allen brei Fällen die Staatstaffe tragen. Wirthschaft von Kunze, Müllerstr. 30, wo sie nach Einnahme Diese Leute aus. Ein solcher Obdachloser wird am Abend von Ein Fuhrherr aus Reinickendorf war angezeigt worden, weil er einiger Erfrischungen auf ihren Plägen vor Müdigkeit eineinem Hauswirth auf der Treppe gefunden und feinem Wunsche auf einem öffentlichen Wege Schutt abgeladen haben sollte. Ein fchliefen. Bis dahin war, wie der Wirth und seine übrigen gemäß nach dem Amtsbureau gebracht. Dort erklärt man, daß Lofaltermin hat aber zu der Feststellung geführt, daß der Schutt Gäste einstimmig bezeugen, fein böses Wort unter ihnen gefallen. feine Räume zu seiner Unterbringung vorhanden feien, und er nicht auf, sondern neben dem Wege abgeladen worden war. Gegen Abend erschien Herr Graß in dem Lokal, um für das wird wieder entlassen. Eine Stunde später findet derfelbe Haus- Aljo: Freisprechung, Kosten der Staat. Ein Vizewirth aus Nachtlager der drei Zugereiften zu sorgen. Neben Kunze in dem wirth denselben Dbdachlosen auf derselben Treppe. Diese Leute Weißenfee follte es unterlassen haben, einen ausgezogenen Miether Hause Müllerstr. 31 befindet sich die Herberge von Böttcher, wo find oft durch Mangel an Ernährung und durch ungenügende rechtzeitig bei der Polizei abgemeldet zu haben. Der Angeklagte Herr Graß die Betten bestellte. Kurz nach 12 Uhr wurden Bolt Bekleidung, hauptsächlich aber unter dem Einflusse der Rälte so wieß nach, daß der Miether am 1. Mai heimlich gerückt fet, aber und feine Begleiter von einem nicht bekannt gewordenen jungen energielos geworden, daß sie rathlos umherlaufen und zu teinem erst am 15. Mai habe er davon Kenntniß erhalten. Zum Ueber: Mann aufgefordert, das Nachtlager aufzusuchen, und sie verließen Entschluffe tommen fönnen. fluß legte er eine am 20. Mai präsentirte und von der Polizei auch in der größten Ginigkeit das Kunze'sche Gasthaus. Was jetzt Diefe mangelhafte Sorge für die Unterbringung Obdachloser abgestempelte Abmeldung vor, woraus sich ergab, daß die Ab- zwischen ihnen sich entsponnen haben muß, bedarf noch der Aufklärung. wird mit Recht auch von den Ortsangehörigen gerugt. Es wird meldung in der siebentägigen Frist erfolgt war. Natürlich Eine Frau 2. aus der Müllerstraße, die aus dem Theater nach nämlich eine ziemlich beträchtliche Steuer in den Kreisen erhoben, wiederum Freisprechung, Kosten der Staat. Der dritte Hause fam, sah auf der Straße drei Männer wüthend mit einander für die Beschaffung von Unterkünften für Obdachlose, ohne daß Fall war fo recht bezeichnend für unsere Verhältnisse. tampien und mit schweren Werkzeugen und anscheinend auch Messern in den Drifchaften wie Rixdorf und Brig hierfür irgend eine Gin Weber aus Rummelsburg stand unter der Beschuldigung sich gegenseitig bearbeiten. Als später der Revierwächter an die Stelle Einrichtung getroffen wäre. Oft genug find auch die den Kreifen auf der Anklagebant, durch Arbeitsscheu und Truntfucht sich lam, fand er Hoppe, mit eingeschlagenem Schädel in einer Blutüberwiesenen Mittel aus den landwirthschaftlichen Böllen erwähnt, außer Stand gefetzt zu haben, seine Familie zu erhalten, weshalb lache liegend, auf, und benachrichtigte das 57. Polizeirevier, das die für solche Zwecke mindestens ebenso nüglich, wie für stolze die letztere der öffentlichen Armenpflege zur Loft fiel. Der Mann den bewußtlofen Mann sofort mittels Droschte der Charitee zus Brachtbauten angelegt werden könnten, in denen die Herren Kreis- machte es dem Gerichtshose plausibel, daß die Weberei ohnehin führte. Gine halbe Stunde später fand ein Schuhmann den beputirten ihre Zusammenkünfte abhalten. schon darniederliegt und er wegen seines schlechten Augenlichtes Buchhalter Bolt mit vollständig zertrümmertem Schädel bei der Bon dem in diesen Bororten herrschenden Elend kann man sich überhaupt feine Arbeit erhält. Er hat sich täglich vergeblich um Nazarethlirchstraße liegend und sorgte dafür, daß der nur noch nur schwer einen richtigen Begriff machen. Man braucht aber nur Arbeit bemüht, und wenn er dabei manchmal einen Schnaps ge- röchelnde Mann gleich alle nach dem genannten Krankenhause be dort einen Verkaufsladen zu betreten und wenige Minuten darin trunken, dann sei dies gefchehen, wenn andere Arbeitsuchende ihn fördert wurde. Der Dritte im Bunde ist bis jetzt nicht ermittelt verweilen um alsbald eine Frau oder ein Kind eintreten zu im Arbeitsnachweis mittrinfen ließen. Der Antsanwalt be- worden; auch er dürfte nicht ohne Verlegungen davon gekommen sehen, die mit schüchterner Stimme den Inhaber besjantragte selbst die Freisprechung, auf welche unter diesen Ver- fein. Bolt dürfte schwerlich mit dem Leben davonkommen, Zabens bitten, ihnen irgend welche Lebensmittel auf Borg hältniffen auch erkannt werden mußte. Die Roften mußte Soppe liegt lebensgefährlich, wenn auch nicht völlig hoffnungs zu geben und die Gier, mit welcher folche Menschen Badwaaren wiederum die Staatstaffe tragen. los, darnieder. Die eingeleitete Untersuchung wird bald völlige ober ähnliches verfchlingen, find Beweis genug, daß ihre Angaben, Klarheit schaffen. tie sie von ihrer Noth machen, richtig sind. Die Klagen über die Ueberbürdung der Gerichte fönnen natürlich kein Ende nehmen, wenn dieselben unausgefeht mit folchen unbedeutenden Sachen befaßt werden. G müßte boch ein Leichtes fein, den Thatbestand vorher wenigstens soweit auf zuklären, daß sich ein Termin erübrigt. Freie Volksbühne. Die in der Generalversammlung der Freien Voltsbühne vom 31. Oftober gewählten Revisoren werden höflichst gebeten, sich am Montag, den 2. Januar, Abends 7 Uhr, in der Wohnung des Unterzeichneten zur Revision einfinden zu wollen. Der Borstand der Freien Voltsbühne. J. A.: Julius Vor einiger Zeit famen, von der Stälte bereingetrieben, zwei Menschen in ein Schanklokal in Rigdorf. Die beiden, Mann und Frau, befanden sich in einer derartigen Verfassung, daß mehrere Wirthe ihnen den Eintritt in ihre Lokale untersagten. Seit acht Monaten waren die beiden obdachlos und hatten in Erdhöhlen Die häufig vorkommenden Explosionen von Petroleum gewohnt". Nirgends konnten fie Unterkunft finden, nirgends lampen werden vielfach bauptsächlich dem Ausblasen der Lampert, SW., Solmsstr. 24. wurden fie eingelaffen. Da gerieth der obdachlose Mann mit von oben zugeschrieben. Dies trifft jedoch nach dem Ergebniß einem Schankwirth, der ihn aus seinem Lokal gewiefen hatte, in der im Auftrag der kaiserl. Normalaichungs- Kommission angestellten Frau auf dem Boden eines Hauses, in der Stülerstraße erhängt Polizeibericht. Am 29. d. M. Nachmittags wurde eine Streit und hatte hierbei das Unglück oder das Glück?-behördlichen Grmittelungen nicht zu. Es hat sich herausgestellt, vorgefunden. Vor dem Hause Adalbertstr. 68 fiel Abends ein dem Wirth eine Scheibe seines Fensters zu zertrümmern. daß die Explosionen, die durch das Ausblasen der Lampe von unbefannter, etwa 40jähriger Munn anscheinend in der Trunken Nunmehr tam endlich die Polizei und arretirte den Wiffethäter, oben infolge plötzlicher Verbrennung von Dampfgemifchen im ber auf diese Weise ein Obbach erhielt. Nicht ganz so leicht war Baffin entstehen, sehr selten sind und taum 1 pt. aller Unfälle beit zur Erde und erfitt eine schwere Verlegung am Hinterkopfe, nicht laffen zu wollen; allein, da sie nichts Strafbares begangen, als Umwerfen, schnelle Bewegung oder Schleshaltung der der Nacht zum 30. d. m. gerieth der Hausknecht Ohörl, als er das aber bei der Frau. Diese erklärte zwar, von ihrem Manne ausmachen. Die meisten Explosionen stud auf äußere Umstände, so daß er die Besinnung verlor. Nach Anlegung eines Verbandes wurde er nach dem Krankenhause am Urban gebracht.- In so konnte sie der Wohlthaten des Gefängnisses nicht theilhaftig Lampe 2c. und auf eine Ueberhigung der Lampe zurückzuführen, einem Urbeiter und einem unbekannten Munn in der unerlaubten werden. Erst nach längerem Sin- und Herreden wurde die Inwodurch sehr leicht eine Entzündung der Dämpfe im Innern Herberge Müllerstr. 81 einen Raum zum Nächtigen anweisen haftnahme wegen Obdachlosigkeit verfügt. Nicht jeder Obdach des Brenners und im Delbehälter hervorgerufen wird. Nach erberge Müllerstr. 81 einen Raum zum Nächtigen anweisen Lose ist in Rigdorf so glücklich. den Feststellungen der Normalaichungs Rommiffion übersteigt Messerstich an der Brust verlegt. Er schlug infolge beffen auf wollte, mit diesen in Streit und wurde von letzterem durch einen Wie unsere tommunale Obrigkeit in diefem Jahre über den schon unter normalen Verhältniffen die Temperatur des Dampf Beide mit einer Wagenrunge ein und verlegte sie so schwer, daß Rothstand leider denkt, ist bekannt. Man weiß nicht, ob sie, wie gemisches im Brenner und Delbehälter die Zimmertemperatur ihre Ueberführung nach der Charitee erforderlich wurde.- Bor im vorigen Jahr, den Mothstand einfach leugnet, oder nur des bedeutend. Um nun Explosionen vorzubeugen, find folgende dem Hause Schönhauser Allee 46 wurde ein Arbeiter schwer er wegen teine Arbeitslegenheit schafft, um die Arbeitskräfte nicht Regeln zu beachten: 1. Die Lampe muß einen breiten und tranti angetroffen und nach der Wache des 88. Polizeireviers von außerhalb nach Berlin zu locken. Die Bewohner derjenigen fchweren Fuß haben, damit sie nicht umfalle. 2. Die Delbehälter gebracht. Nachdem hier festgestellt worden, daß er sich mittels franti angetroffen und nach der Wache des 88. Polizeirevters Bororte, deren Gingemeindung mit Berlin in Balde bevorsteht, aus Metall sind denen von Glas oder Porzellan vorzuziehen. gebracht. Nachdem hier festgestellt worden, daß er sich mittels können boch wohl als fremde von außerhalb" nicht betrachtet 3. Der Zylinder muß gut passen und so aufgesetzt werden, daß Petroleum zu vergiften versucht hatte, wurde er nach dem werden und sollten auch in Berlin etwas mehr Beachtung finden die Luft nicht seitwärts an die Flamme gelangen tann. 4. Der Krankenhause am Friedrichshain gebracht.- Am 29. d. M. als bisher geschehen. Brennring muß fest auffigen. 5. Der Docht soll weich und nicht fanden sieben Brände statt. Bur Warnung für Eltern und Vormünder, welche ihre zu dicht sein und eine solche Breite baben, daß er beicht einge Söhne resp. Mündel nach außerhalb in die Lehre geben wollen, zogen werden kann. 6. Der Delbehälter ist vor der Gebrauch diene eine Begebenheit, die uns in folgendem geschildert wird: der Lampe ganz zu füllen, und bei der Füllung darf nicht eine Mein Schwager$. M. wurde durch die Vermittlung eines brennende Lampe in der Nähe sein. 7. Die Lampe ist stets rein biefigen Agenten, welcher für jeden Beitauften" pro Stopf 25 m. zu halten. 8. Das Auslöschen hat nach Hinabdrehen des Dochtes erhält, nach Hagen i. W. zu einem Wagenbauer in die Lehre ges bis zur Höhe des Brenners durch Blasen über den Zylinder hin geben. Die Behrzeit betrug laut Rontratt 8 Jahre. Die Ar- weg zu erfolgen. 9. Die brennende Lampe ist nicht der Zugluft Zwei polnische Taschendiebe von großer Gemeingefährlich feit, ber Konditor Thadäus Poblemeti und der Kellner beitszeit war in den ersten zwei Jahren 14 Stunden täglich, auszufegen, also vermeide man, mit ihr zu gehen. Stanislaus Sentowsti, wurden geitern der dritten Straf fpäter, nachdem sich die Polizei ins Mittel legte, 13 Stunden, Was ein Häkchen werden will, krümmt sich bei Zeiten. fammer des Landgerichts I vorgeführt. Sie waren geständig, fich abzüglich einer einstündigen Mittagspause. Frühstücks- und Zwei fleine Hochstaplerinnen, Schwestern im Alter von 12 und verbunden zu haben, um in Berlin gemeinsame Taschendiebstähle Besperpausen gab es nicht. Bei dieser langen Arbeitszeit war die Kost eine sehr dürftige, so daß die Heinen Buschüsse, 14 Jahren, haben seit einigen Wochen die Bosamentier und zu begeben. Senkowski fam aus Schlesien, wo er wegen Taschenwar die Rost eine sehr dürftige, so daß die Kleinen Zuschüsse, Weißwaarengeschäfte des Nordoft- Viertels unsicher gemacht, bis diebstahls foeben eine längere Buchthausstrafe verbüßt hatte. Am welche mein Schwager von Haufe erhielt, für Speisen verivendet es am Mittwoch Abend gelang, die kleinen Diebinnen af frischer 20. Ottober bemerkten die Kriminalbeamten, wie die Angeklagten werden mußten. Während die Gesellen und Lehrlinge aßen, That abzufassen. Der Vater der Kleinen ist ein wohlhabender sich in verdächtiger Weise an Damen heraudrängten, welche überwachte die Frau Meisterin" dieselben, damit ja nicht zu Rentier in der Demminerstraße, der vorgestern bereits den durch vor den Schaufenstern Unter den Linden stehen geblieben viel von dem futullischen Wahl genossen wurde. Der Meister" feine Kinder bestohlenen Kaufleuten es find sechs derartige waren. Ste befühlten die Taschen der Damen von hatte wahrscheinlich noch schlechter" gegessen, denn er ließ seine Fälle festgestellt- Ersatz geleistet hat. Das gestohlene Gut außen, Gefellen und Lehrlinge nicht sehen, welches Hungerleben" er wurde von den Mädchen theils an Freundinnen verschenkt, theils wurden nicht aus den Augen gelassen. Sie begaben sich nach fanden aber keine Die Verdächtigen, führte. dem Bahnhof Friedrichstraße, löften ein Zutrittsvillet zum Fern Statt Betten gab es alte Lumpen, welche in Bezüge gestopft als unbrauchbar fortgeworfen. waren. In ein solches Lager mußten sich je zwei Mann theilen, Ein jugendlicher Ausreiher ist vorgestern auf dem Etettiner sich an einen foeben eingelaufenen Bug drängte, mischten die Bahnsteig und thaten, als seien fie Fahrgäste. Als das Publikum die Gefellen sowohl als Lehrlinge schliefen je Zwei in Bahnbofe abgefaßt worden. Der 12jährige Sohn einer in der Angeklagten sich dazwischen und jetzt gelang es dem Kriminal einem solchen Bett". Die Kleidung, welche mein Schwager Gollnowstroße wohnenden Wittwe, welcher sich in den Bests von beamten Hilprecht, den Sentowski zu ertappen, als er soeben während der 3 Jahre vom Meister" erhielt, bestand in einem 25 Mart und eines Revolvers gesetzt hatte, wandte sich an einen einer Frau aus Spandau das Portemonnaie aus der Tasche ge Anzug, einer Arbeitshofe und einem Paar Stiefel, so daß der Gepäckträger des Stettiner Bahnhofes mit der Frage, wo er felbe nach Absolvirung der drei Lebrjahre oder richtiger gefagt wohl ein Billet nach Amerika erhalten könne. Natürlich fiel die bogen hatte. Mau nahm auch seinen Helfershelfer fest. Die Angeklagten waren geständig. Sentowski wurde zu vier Ausbeutungsjahre vollständig abgerissen dastand. Man foute meinen, daß ein junger Mann während eines onderbare Frage dem Mann auf und da der Junge in Ver Jahren Zuchthaus und den üblichen Nebenstrafen, Podlewski einerseits Beitraumes von 3 Jahren soviel verdient haben müßte, daß sein stellte, ob er denn allein nach Amerika reifen wollte, so hielt der zwei Jahren Gefängniß verurtheilt. Lebtherr ihm wenigstens einen sogenannten Gesellenanzug faufen Beamte es für richtig, den Knaben festzuhalten und einem fann, aber weit gefehlt; der Glückwunsch dieses braven Meifters Schuhmann zu übergeben. Letterer führte ihn der Wutter zur Heimreife meines Schwagers war: er folle unterwegs wieder zu. verreden". Beinahe wäre diefer fromme Wunsch bes N Musterknaben von Meister in Erfüllung gegangen, denn Warnung vor falschen Kriminalbeamten. Es tommen mein Schwager tam am vergangenen Freitag morgens in einem jegt häufiger Fälle vor, in denen sich Leute für Beamte der dünnen Röckchen ohne Ueberzieher, Unterkleider und mit zer- Striminalpolizei ausgeben und unter dieser Maske allerhand riffenen Stiefeln, nachdem er einen halben Tag und Nacht über Unfug treiben, besonders ist dies in Lofalen mit weiblicher Be Gerichts- Beifung. Beute. Soziale Leberlicht. Berliner Arbeitervertreter- Werein. So weit es in der gegebenen kurzen Zeit durchführbar war, auf der Bahn geseffen, halb eriroren hier an. Bon Hannover bienung beobachtet worden, woselbst die betreffenden Personen hat der Unterzeichnete sich mit der Arbeitervertreterschaft Deutsch