Nr. 5. «rschewt täglich aaSn Montag?. Prot? pränumerando: viertel- jährlich«.so Mark, monatlich MV Sit, wöchentlich«8 Pfg. frei in'? Hau?. Einzelne Nummer V Pfg. Sonntag?-Nummer mit ivuitr. Sonntag?-Beilage..Neue Welt" 10 Pfg. Post-Abonnement: s.Zv Mk.pro Quartal. Unter Kreuz- band: Deutschland u. Oesterreich- Ungarn 2 Sit., für da? übrige Ausland z Ml.pr.Monat. Singeir. In der Post-Zeitung?-Preisliste für lSvS unter Nr. S70S. 10. Jahrg. JnserilotiZ-Sebühr beträgt für dt« fünfgespaltene Petttzcile oder deren Raum«o Pfg., für Verein?- und Versammlung?- Anzeigen«> Pfg Inserate für die nächste Nummer nrüffen bt?« Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Srvedttion ist an Wochen- tagen bi? 1 Uhr Abend?, an Sonn- und Festtagen bi? 9 Uhr Vor- mittag? geöffnet. FornOrrch- Anschluß Zimt I. vr. 418S. Verllller VolKsblall. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Wedaktion: LV.19. Weuth-Straße 2. Freitag, den 6. Janaar 1893. Expedition: LV.lg. Weuty-Straße 3. Die FeÄNzSstfche Veife ist von>ms schon so oft besprochen worden, daß der Eine oder Andere, wenn er diese Ueberschrift sieht, vielleicht meinen könnte: es ist zu viel. Wohl mit Unrecht. Es unterliegt keinem Zweifel, daß die Wirkungen des Kapi- talismus in Frankreich zu einer revolutionären Krise geführt haben, die für die gesammte Kulturwelt folgenreich sein wird. Und dabei ist die Lage der Dinge dort, trotz aller schein- baren Einfachheit, doch eine so verwickelte, daß es sehr schwer ist sich zurechtzufinden. Unter den französischen Ge- Nossen selbst ist die Auffassung eine verschiedene. Und damit unsere Leser Gelegenheit haben, sich vollständig zu unterrichten, so theilen wir ihnen nachstehend einen Brief mit, den einer unserer bekanntesten französischen Genossen uns geschrieben hat, und dessen Inhalt von dem der früher von uns veröffentlichten Briefe über die gegenwärtige Krise einigermaßen abweicht. Ter Brief, den wir nicht kommentiren— unsere An- ficht haben wir ja auch bereits ausgesprochen— lautet in der Ucbersetzung wie folgt: Paris, 2. Januar. Die Panama- Angelegenheit nimmt eine neue Wendung oder vielmehr wird der Versuch gemacht, ihr eine andere Richtung zu geben. An dem Tage, wo das Ministerium mit Mühe und Roth eine Majorität von sechs Stimmen erhielt, war es in Wirklich- keit eine Minorität von zwei Stimmen, da die Minister sich an der Abstimmung betheiligt hatten; ein Freund des Justizmir.isters Bourgeois fragt« diesen, ob er nicht seine Entlassung nehmen wolle.— Nein, war die Antwort, ich opfere mich. In der That hatte Bourgeois es nur deshalb übernommen, an die Stelle Ricard's ins Justizministerium zu treten, um die Panama-Angelegenheit zu ersticken. Heute ist sein Plan deutlich erkennbar. Hierzu war zunächst erforderlich den Glauben zu erregen, Daß er volles Licht in die Sache bringen wolle, um so leicht die Untersuchungs-Kommission lahm zu legen. Als er das Ministerium übernahm, verkündete er geräuschvoll, daß er alles in Bewegung setzen wolle, um die Schuldigen zu ermitteln und sie strenger Strafe zu überweisen. Einige Tage darauf beantragte er bei der Kammer und dem Senat die Aushebung der parlamentarischen Immunität von fünf Senatoren und fünf Abgeordneten, unter denen sich zwei Mitglieder des vorigen Kabinets, Roche und Rouvier, befanden. Das war ein Meisterstreich; er beruhigte so alle diejenigen, welche verlangten, daß die Justiz ihren Lauf nehme, und um sie noch besser einzuschläfern, verfügte er die von seinem Vorgänger abgelehnte Untersuchung der Leiche Reinach's. Auch ließ er der Untersuchungskommission die richterlichen Unter- fuchungsakten vorlegen, aus denen er wohlweislich gewisse ge- fährliche Aktenstücke entfernt hatte. Es hatte den Anschein, als ob er der Kommisston sagen wollte: Seht, ich stelle alle Akten- stücke zu eurer Verfügung. Sucht, forscht, und wenn ihr die Schuldigen gefunden habt, nennt sie mir. Ich werde prompte Justiz üben. Gleichzeitig aber verhaftete er Herrn von Lesseps und die Panama-Direkloren und beschlagnahmte alle ihre Papiere, wobei er einen doppelten Zweck verfolgte. Lesseps stand im Verdacht, den Zeitungen die republikanischen Abgeordneten denunzirt zu Jcmllctmr. Nachdr»«•etloitn.) [56 B e 1- A m i. Roman von Guy de Maupassant. „Was haben Sie denn, süßes Herzchen?" fragte er bestürzt. Mit trüber Stimme erwiderte sie:„Ach, ich weine um meine arme Mama. Sie wird gewiß nicht schlafen können, wenn sie merkt, daß ich fort bin/ Ihre Mutter schlief in der That nicht. Sobald Susanne ihr Zimmer verlassen hatte, blieb Frau Walter vor ihrem Manne stehen. „Mein Gott! Was soll das heißen?� fragte sie in höchster Bestürzung. „Das heißt/ schrie Walter wüthend,„daß dieser Intrigant sie in seine Netze gelockt hat. Er ist Schuld daran, daß sie Cazolles Bewerbung ausschlug. Ihre Mit- gift gefällt ihm, zum Teufel auch/ Wüthend begann er im Gemach auf und ab zu laufen. „Du ziehst ihn ja beständig hierher," fuhr er fort,„thust schön mit ihm, schmeichelst ihm, weißt gar nicht, was Du ihm nicht alles zu Gefallen anstellen sollst. Bel-Ami hier, Bel-Ami da! So geht's von Morgen bis Abend. Nun hast Du Deinen Lohn!" „Ich... ich sollte ihn hierher gezogen haben?" flüsterte sie erbleichend. „Ja, Du!" schrie er ihr in's Gesicht.„Ihr seid alle verrückt nach ihm, die Marelle, Susanne und die übrigen. haben, um die Negierung zu zwingen, die Verfolgungen gegen die Panama-Gesellschaft einzustellen; indem man ihn verhastete, verhinderte man ihn, sein Spiel fortzusetzen und indem man seine Papiere und die seiner Mitangeschuldigten in Beschlag nahm, bemächtigte man sich aller kompromittirenden Beweisstücke. Auf diese Weise konnte man die Papiere, welche die republikanischen Deputirten angingen, unterdrücken, und da- gegen diejenigen, welche den Beweis lieferten, daß die Abgeordneten der Rechten auch vom Panamagelde geschmeckt hatten, auf- bewahren. Es war eigenthümlich, daß, obwohl die Mitglieder der Rechten, 135 von 146, eifrige Panamisten gewesen waren und im Jahre löSS für die Emission von sechshundert Millionen Franks Antheilscheine gestimmt hatten, und die Gesellschaft, um diese Ab- stimmung zu erzielen, wie man sagt, 150 Abgeordnete gekauft haben sollte, unter den Mitgliedern der Rechten dennoch nur ein Bestochener, Duguo de la Fauconnerie gefunden wurde und dieser eine war dazu noch ein zwischen der Rechten und dem Zentrum schwankendes Mitglied. Ja, es war Delahaye, ein monarchistischer Boulaugist, und Provost de Launay, ein reiner Katholik, welche die Pauama-Denunziationen im Parlament und vor der Unter- suchungskommission begonnen hatten und fortsetzten. Die Monarchisten hatten gutes Spiel; sie waren die unbescholtenen Männer und unbeugsamen Richter und erdrückten die Republi- kaner mit dem ganzen Gewicht ihrer Tugend. Man mußte also um jeden Preis, nicht um die Ehre der Republikaner zu retten, sondern um zu beweisen, daß sie nicht allein die Korrumpirten waren, auch Monarchisten ausfinden, welche Ehecks empfangen hatten. Man war also darauf gefaßt, daß Bourgeois die Namen der kompromittirten Monarchisten veröffentlichen und sie ebenso verfolgen werde, wie die Republikaner. Um so erstaunter war man, daß nichts derartiges geschah. Der Plan Bourgeois' war ein ganz anderer. Dadurch, daß man die Monarchisten kompromittirte, war die Ehre der Republikaner noch nicht gerettet. Wenn man die Einen wie die Anderen verfolgte, stand zu fürchten, daß die Schuldigen sich nicht damit begnügen wurden, wie man im Spitzbuben-Jargon sagt, den Bissen herunter zu schlucken(manger le morceau), sondern auch Andere denunziren würden. Das hieße den Skandal vergrößern, statt ihn zu ersticken. Es war also besser, die geheimen Beweisstücke als Drohung für die Denunzianten der Rechten aufzubewahren und die neun der Be- stechung angeklagten republikanischen Abgeordneten und Senatoren für nichtschuldig erklären zu lassen. Und dieses Manöver scheint im vollen Gange zu sein. Bereits kündet man an, daß der Untersuchungsrichter die Einstellung des Verfahrens verfügen und die Angeklagten als weiß wie Schnee entlassen werde mit dem Heiligenschein des Märtyrers, denn schon fängt man zu sagen an, sie seien die Opfer der Bou- langisten. Nicht nur die Abgeordneten und Senatoren werden für un- schuldig erklärt werden, sondern auch die Direktoren der Gesellschaft, wohlverstanden unter der Bedingung, daß sie schweigen. Karl v. Lesseps ist bereits auf dies Geschäft eingegangen; er hat vor dem Untersuchungsrichter die Aussage darüber verweigert, aus welche Art die Geheimfonds der Panama-Gesellschaft verwandt worden; das wäre ein Staatsgeheimniß, wie die Verwendung des Reptilienfonds. Die republikanischen Zeitungen haben die Parole erhalten, die Ausklärung zu verhindern, so laut sie dieselbe auch fordern, indem sie Tag für Tag wiederholen, daß man genug an den Denkst Du denn, ich sehe nicht, daß Ihr nicht zwei Tage ohne ihn bleiben könnt!" Sie richtete sich tragisch aus:„Ich verbiete Ihnen in solchem Tone zu mir zu reden. Sie vergessen, daß ich meine Erziehung nicht wie Sie in einem Trödelgeschäft genossen habe." Zunächst blieb er ganz starr stehen, dann stieß er einen zornigen Fluch aus, verließ das Zimmer und warf die Thür hinter sich zu. Sobald sie allein war, ging sie instinktiv zum Spiegel, um ihr Gesicht zu betrachten, ob sich nichts darin verändert hätte, so unmöglich, so ungeheuerlich erschien ihr alles, was sich eben begeben hatte. Susanne liebte Bel-Ami! Und Bel-Ami wollte Susanne Heirathen! Nein! Es war eine Täuschung, es konnte ja nicht wahr sein. Das Mädchen hatte eben ganz natürliches Gefallen an dem hübschen Manne gefunden und gehofft ihn zum Manne zu be- kommen; sie hatte sich das eben eingebildet. Aber er? Er konnte nicht daran betheiligt sein. Verwirrt, wie bei einer bevorstehenden großen Katastrophe dachte sie nach.— Nein! Bel-Ami konnte nicht das Geringste von Susanne's Streich wissen. Und lange überlegte sie, ob der Mann unschuldig daran oder treulos war; beides war möglich. Welch' ein Schuft mußte er sein, wenn er den Schlag vorbereitet hatte! Was konnte noch geschehen? Welche Qualen, welche Ge- fahren standen ihr noch bevor. Sie wußte es nicht; alles konnte sich ja noch ordnen. Man würde mit Susanne eine sechsmonatige Reise an- treten, und die Sache war todt. Aber wie konnte sie ihn dann noch wiedersehen? denn sie liebte ihn noch immer. Wie ein Widerhaken saß diese Leidenschaft in ihr fest, den sie nickt berauszureiben vermochte. Skandalen hätte und die Republik durch ei« monarchistisches Komplott bedroht würde. Um die Aufmerksamkeit abzulenken, hat die Regierung den Anarchistenschreck, welcher vor der Panama-Angelegenheit in den Hintergrund getreten war, wieder geweckt. Eine harmlose Bombe plodirte auf der Polizeipräfektur und in den öffentlichen ersammlungen machten sich die Anarchisten breit. Man sprach von Revolutionen, von einem Wohlfahrtsausschuß, von Organisirung einer Revolutionspartei in Sektionen, von einem Aufruf zu den Waffen und anderen ähnlichen Possen. Aber das anarchistische Komplott wurde zu Wasser. Die bekannten Sozia- listen, welche man, ohne sie zu Rathe zu ziehen, zu Mitgliedern des Wohlfahrtsausschusses ernannt hatte, protestirteu und spotteten über die Polizeimache. Die öffentliche Meinung war nicht«inen Augenblick in die Irre geführt, denn die Haltung der Sozialisten kennzeichnete sich durch die größte Besonnenheit. Doch wurde ihnen in der Kammer ihre Stellung nicht leicht. So lange nur republikanische Ab- geordnete kompromittirt waren, konnten sie nicht mit deren An- klägern, die fast alle Monarchisten waren, gemeinsame Sache machen. Sie konnten nur sich betheiligen, indem sie nach rechts und links schlugen; und da kein Deputirter der Rechten auf dem Anklagesessel saß, wären sie zu einseitigen Angriffen ge- nöthigt gewesen und hätten scheinbar die Sache der Monarchisten geführt. Es handelte sich darum, die Debatte zu vertiefen und zu zeigen, daß die Panama-Sache nicht ein zufälliger Einzel- fall sei, sondern daß ähnliche Gaunereien sich alltäglich vollzögen, nicht blas in Frankreich, sondern in allen kapitalistischen Ländern. Man hätte sie sonst beschuldigen können, in das Spiel der Schuldigen einzutreten und sie weiß waschen zu wollen. Man mußte also abwarten, daß die Sache eine Wendung nahm, die ihnen gestattete, aus eine der sozialistischen Partei vortheil- hafte Weise aufzutreten. Diese abwartende Stellung wurde ihnen übrigens auch ourch die Ereignisse aufgedrängt. Nicht im Sitzungssaale des Parlaments, sondern in dessen Vorräumen und in den Zeitungen spielte sich der Panama- Skandal ab. Nur gelegentlich wurde er auf die Tribüne des Parlaments gebracht, als es sich darum handelte, die Unter- suchungskommission zu ernennen und ihr Vollmachten zu ertheilen. Es waren Monarchisten und Pourquery de Boisserin, ein ge- schworener Vasall von Constans, welche das Geschäft besorgt ......."'" liche»~ persönlichen Ausfall Bis jetzt kann man in der Kammer ver- hatten. Döroulöde hat nur einmal«inen gemacht, der sich auf Clemenceau bezog. sagen, daß die Panama-Frage noch nicht handelt ist. Wer nicht in Frankreich lebt, sondern die Zeitungen liest, könnte annehmen, die ganze Nation wäre in Aufregung, aber das ist nicht der Fall. Die Pariser Bevölkerung verhält sich apathisch und so zu ägen gleichgiltig; es hat noch keine eigentliche Volkskundgebung laltgefunden, kaum zwei oder drei öffentliche Versammlungen. ""'e Affäre Wilson los» hundert» Und doch hatte sechs Jahre vorher, als die ging, ganz Paris sich erhoben, und täglich drängten sich tausende um die Kammer, um die Entlassung des Präsidenten Grövy zu fordern, und standen bereit, eine Revolution zu be- ginnen, wenn Ferry an Stelle Carnot's zum Präsidenten gewählt worden wäre. In den Industriezentren bemerkt man dieselbe Gleichgiltigkeit. Und das läßt sich bis zu einem gewissen Grade erklären, denn die Finanz-Schwiudeleien interesstren die Arbeiter nur theoretisch, da sie kein Geld zu verlieren haben. Anders steht es mit den Kleinbürgern und den Bürgern, welche stark ge- schröpft sind durch die Direktoren der Finanz-Unternehmungen. Ohne ihn zu leben war unmöglich. Lieber sterben! Immer ängstlicher, immer unsicherer wurden ihre Ge- danken. Der Kops begann ihr weh zu thun, das Denken fiel ihr schwer und machte ihr Pein, ihre Vorstellungen verwirrten sich. In der Erwägung aller Möglichkeiten wurde sie schwach und ausgeregt, weil sie nichts wußte. Sie sah nach der Uhr, es war Eins vorüber. „So kann ich nicht bleiben," sprach sie zu sich selber, „sonst werde ich noch verrückt. Ich muß eS wissen. Ich will Susanne wecken, um sie darüber zu fragen." Und ein Licht in der Hand schlich sie auf Strümpfen, um kein Geräusch zu machen, nach dem Zimmer ihrer Tochter. Sie össnete leise die Thür, trat ein und blickte nach dem Bett hin. Es war nicht aufgeschlagen. Sie be- griff zunächst nicht, weshalb und dachte, daß das Mädchen noch mit seinem Vater spräche. Aber alsbald erhob sich ein schrecklicher Verdacht in ihr, und sie eilte zu ihrem Mann. Bleich und zitternd stürzte sie hinein. Er lag schon im Bette und las noch. „Nun? Was giebt's denn? Was hast Du denn?" fragte er verwundert. „Hast Du Susanne gesehen?" stotterte sie. „Ich? Nein! Weshalb?" „Sie... sie... sie ist fort... sie... sie ist... nicht... nicht in ihrem Zimmer." Er sprang mit einem Satz auf den Teppich, fuhr in seine Pantoffeln und ohne Unterhose mit flatterndem Hemde stürzte er in das Zimmer seiner Tochter. Sobald er sich davon überzeugt hatte, war er nicht mehr zweifelhaft. Sie war geflohen. Er fiel in«inen Sessel und stellte seine Lampe vor sich auf die Erde. Seine Frau trat zu ihm.„Nun?" stammelte sie. 0 " Sie haben viel Geld in dem Panama- Geschäft verloren, zwölf-| geopfert, was die republikanische Bourgeoisie natürlich nicht zu- 1 Bersprechung von großem Einfluß beim Besetzen von Memtern hundert Millionen, und ihr ganzes Denten ist darauf gerichtet, geben wollte. Mc. Kinley war ein zu prononcirter Schutzöllner, war der Preis dieser neuen Freundschaft. ihr Geld wiederzubekommen. Die Freibeuter der Finanz wissen, in Wahrheit der verkörperte Schutzzoll. Eine derart aus Erz ge- Andere Lokal- Ursachen lagen in anderen Staaten vor, zu daß die ganze Ehrbarkeit der Bürger in ihren Taschen goffene Gestalt durfte man in einer Kampagne, in welcher es zahlreich, um hier angeführt zu werden. In denjenigen Staaten, ftedt, und reden davon, die Panama- Sache die Panama Sache wieder im Hinblick auf die Entwickelung der Dinge beffer schien, die in denen die Volkspartei" die Mehrheit erhielt, geschah dies in Fluß zu bringen und ihnen so wieder zu ihrem Schutzollfrage zu verschleiern und weniger scharf zu prononciren, burch Kompromisse mit je einer der großen, im betreffenden Gelde zu verhelfen. Der boulangistische Abgeordnete nicht in den Bordergrund drängen, überhaupt hatte ja der Mohr Staat natürlich schwächeren Parteien, welche für die Glektoren Argelies hat bei der Regierung beantragt, in diplomatische Ver- seine Schuldigkeit gethan und durfte gehen. Der harmlose der Volkspartei stimmte, um so zu verhindern, daß der Gegenhandlung mit der Republik Columbia zu treten, um eine Ver- Sarrison, bereits einmal im Präsidentenstuhl, schien der bei partei die Glektoralstimmen dieser Staaten zufielen. Am meisten längerung der Frist zur Uebergabe des Kanals zu erwirten. weitem annehmbarste Kandidat von allen. profitirten auf diese Weise die Demokraten. Der Minister Ribot hat sich beeilt, diesem Wunsche nach- Was von Harrison gesagt werden fann, gilt auch von dem Das sozialistische Botum der Oststaaten war nicht bedeutend, autommen. Der Boulangist Thiebaud, der seitweise der Rath- demokratischen Standidaten Cleveland. Auch er hat den Ruf eines wenn auch stärker als in früheren Jahren. Eine bemerkenswerthe geber und Kornak des Generals war, thut, als wenn vier Biedermannes und eines unbedeutenden, das heißt„ konservativen" Bunahme ist im Staate New- York zu verzeichnen, nämlich etwa Lesseps in ihm stecken und beweist, daß nur noch ein paar Politikers, einer Puppe in den Händen seiner Parteigrößen. Die 23 Prozent feit der vorjährigen Wahl, doch beträgt die StimmenIumpige Millionen erforderlich sind, um den zu drei Vierteln Partei selber trägt den Namen der demokratischen, welcher für zahl dort immerhin erst etwa 18 000, b. b. etwa 114 Prozent fertigen Kanal, der in seinem ausgegrabenen Theil die größten dieselbe paßt wie die Faust aufs Auge. Die Partei trug be- aller in diesem Staat diesmal abgegebenen Stimmen. In anderen transatlantischen Schiffe aufnehmen fönne, zu vollenden. Alle kanntlich diesen Titel bereits, als sie noch die Partei der Stlaven Staaten war stets, und auch in diesem Jahre, der Prozentsatz Bariser Zeitungen haben sich beeilt, die erstaunliche Mittheilung barone sans phrase war und führt ihn noch heute als Partei des sozialistischen Botums noch bedeutend geringer. Thiebaud's wiederzugeben. Der Panama- Standal tönnte so dazu der Söhne jener Sflavenbarone, wie der Großhändler der Hafendienen, einen neuen Schwindel in die Welt zu setzen. städte, des größten Theils der katholischen Geistlichkeit und der tatilinarischen Politiker einiger Großstädte, besonders New- Yorks und Brooklyns, welche das Kleinbürgerthum, das noch unentwickelte Proletariat und besonders das Lumpenproletariat zumi Gefolge haben. Die Wiederaufnahme der Kammersizungen läßt neue Ueberraschungen erwarten. Die amerikanische Wahl und ihre Folgen. New- York, 18. Dezember. " Insofern nun die Folgen der Wahl in Betracht kommen, so gehören dieselben natürlich noch ganz der Zukunft an. Nur einige Haupt- Ausblicke lassen sich vielleicht schon heute mit einiger Sicherheit geben. Die erste Folge derselben wird, wie es scheint, die hoffnungs lofe Berrüttung der Bauern- Organisation und ihrer Partei, der Die Volkspartei" ist, wie bereits gesagt, die Partei der Boltspartei, sein. Um die Silberproduzenten, welche in gewissen westlichen Farmer und Silberbarone. Ein Theil des bereits in westlichen Staaten überwiegenden Einfluß auf die ökonomischen Gährung, aber noch nicht in Klärung begriffenen westlichen Pro- und damit auf die politischen Zustände haben, von den Bauern letariats schloß sich derselben an. In den östlichen Staaten bestand au trennen und zugleich einen Theil der letzteren zufrieden zu dieselbe nur nominell. Auch in den Südstaaten hatte sie wenig stellen, werden beide große Parteien mit einander wetteifern, praktische Bedeutung. Der westliche Kleinfarmer, durch hohe biefen Elementen durch eine Vermehrung der Silberprägung Hypothekenzinsen und die Konkurrenz der mit den besten einen Brocken hinzuwerfen, den diese begierig aufpicken werden. Das große, nach je vier Jahren sich wiederholende Schau- Maschinen produzirenden Riesenfarmen gedrückt und zur Ver- Die Söhne der südlichen Sklavenbarone, welche mit den nördspiel einer Präsidentenwahl in den Vereinigten Staaten ist für zweiflung getrieben, hofft seine Existenz durch Regierungs- lichen Farmern zusammen die Farmers Alliance", eine ökonodiesmal wieder vorüber. Fünf Parteien standen einander mit maßregeln zu retten. Durch Regierungskontrolle über die Eisen- mische Organisation bildeten, haben sich der Volkspartei in Maffe ihren Kandidaten gegenüber, wobei jedoch, soweit es sich um bahnen gedenkt er niedere Frachtraten, durch Regierungs- überhaupt nicht angeschlossen, da sie in der demokratischen Wahlaussichten handelte, nur die Kandidaten der republikanischen vorschüsse auf Getreide, welches in Regierungsspeichern nieder- Partei der betreffenden Staaten fast unumschränkt herrschen und und der demokratischen Bartet, Harrison und Cleveland, in Be- gelegt werden soll, billige Binsen( zwei Prozent) zu erlangen. deshalb keinen Grund sahen, eine sichere Gegenwart einer vagen tracht famen. General Weaver, der Kandidat der sogenannten um viel, viel Gelb in die Hände zu bekommen, schwärmt er, Butunft zu opfern. Bei der neulichen Konferenz dieser Alliance Boltspartei", d. h. der Partei der westlichen Kleinbauern und wie früher für unbeschränkte Papiergeld Ausgabe, jeht in Memphis, Tennessee, tam es hierüber zu einem grauenhaften der Silberbarone des Felsengebirges und der Sierra Nevada, für unbeschränkte Silberprägung, und ist deshalb ganz Standal, beffen Folge der Austritt eines Theils der Südländer tam erst in zweiter Linie in Frage und zwar deshalb, weil er nach dem Herzen der jetzt mit Hochdruck produzirenden aus der Alliance war. Welche Dimensionen dieser Austritt haben Aussicht hatte, eine genügende Anzahl von Präsidentschafts- Silber- Barone, welche, nachdem sie mit ihren Forderungen von wird, kann heute noch nicht berechnet werden. Elettoralstimmen auf fich zu vereinigen, um dadurch beiden Hauptparteien mit gelindem Hohn abgewiesen wurden, sich Eine Reduktion der Schutzölle wird im Allgemeinen folgen, die Wahl eines der Haupt- Kandidaten der Haupt- Kandidaten zu verhindern, aus Merger mit der Volkspartei" identifizirten, um durch diese doch scheint eine solche nur sehr langsam und mit Bedacht" be in welchem Fall der Kongreß diefelbe diefelbe vorzunehmen den anderen Parteien einen Schrecken einzujagen und auf diese trieben werden zu sollen und vorläufig wird das neue Regiment hätte die Volkspartei einen bedeutenden Einfluß zu gewinnen Weise vielleicht doch noch ihr Produkt theuer an den Mann, darin noch nicht einmal so weit geben wollen, wie die frühere Aussicht hatte. Die beiden übrigen Parteien, die Prohibitionisten 5. h. in erster Linie an die Bundesregierung, zu bringen. Die Cleveland'sche Regierung, welche in der sogenannten Millsbill d. h. die Partei, welche alle Schäden der Gesellschaft durch Boltspartei hat jedenfalls den Republikanern in vielen Staaten die erniedrigten Bollsäge schuf, die später von den Republikanern das gänzliche Verbot geistiger Getränke zu heilen hofft und zahlreiche Stimmen entzogen, hat ihnen die Elektoralftimmen von unter der Harrison'schen Administration durch die Hochzölle der die Sozialisten, kamen nur als Propaganda- Parteien in Betracht, einem halben Dugend der neueren Staaten abwendig gemacht Mc. Kinley- Bill ersetzt wurden. Der innere Zwiespalt der demolettere auch als solche nur in einigen Ofistaaten, nämlich New- und deshalb ein gutes Theil zu deren Niederlage beigetragen, zu tratischen Bartei zeigt sich in dieser Zimperlichkeit deutlich und york, Newjersey, Massachusetts, Connecticut, Pennsylvanien und sagen, daß sie diefelbe allein verursachte, wäre jedoch start über- erklärt diefelbe vollkommen. Maryland. Eine bedeutendere Stimmenzahl war nur in New- trieben. Die Ursachen der Niederlage waren zahlreich und zum Das Großhändler- Element brängt auf schnelle Beseitigung york zu erwarten. Bekanntlich erhielt der Kandidat der fo Theil lokaler Natur. Einige derselben mögen hier angeführt sein. der Schutzzölle. Aber dasselbe herrscht nicht unumschränkt in genannten demokratischen Partei die große Mehrheit der Elektoral Der Hauptgrund war wahrscheinlich die Zollfrage. der demokratischen Partei. Dieselbe ist vielmehr aus durch die Stimmen und ist somit der erwählte nächste Präsident. Auch das Repräsentantenhaus des Kongresses wird mit großer Mehr in den Händen der soeben von den Republikanern abgespalteten drängten Glementen verschiedenster Art zusammengesezt, welche Vor vier Jahren war die demokratische Parteimaschine ganz langjährige Herrschaft der Republikaner in die Opposition geheit demokratisch, und im Senat, dem aus Vertretern der Staaten New- Yorfer Großhändler, Cleveland war der Kandidat dieser zusammengehalten werden. Diese Polititer haben jedoch kein nur durch die demagogischen Lokalpolitiker einigermaßen zusammengefeßten Oberhause des Kongresses, wird die demofra Beute. Er war der Freihandels- Apostel par Excellence und ver- Intereffe baran, ihre Lokalmacht und die neu gewonnene Herr tische Partei wahrscheinlich genau die Mit- barb Hälfte der Mit darb es dabei mit den fatilianirischen Politikern seiner eigenen Interesse daran, ihre Lokalmacht und die neu gewonnene Herr glieder haben, während Republikaner und Boltsparteiler Partei, welche geringer lokaler Bortheile wegen Cleveland und schaft in der Zentralregierung auf eine Karte, biejenige bes sich in die andere Hälfte, natürlich sehr ungleich, theilen. feine großkapitalistischen Anhänger im Stich ließen. Auch wurde Freihandels, zu sehen. Der neu erwählte Präsident wird am Die Hoffnung der letteren auf eine entscheidende Stimme es den Republikanern leicht, die Unaufrichtigkeit der Freihändler, fordern von ihm sofortige Einberufung einer Extrafikung des 4. März nächsten Jahres installirt. Die Freihandels- Intereffenten entweder bei der Präsidentenwahl oder in den beiden welche ihre Universalmittel als den Schlüffel zum Thor eines Kongresses zum Zweck der Revision des Bolltarifs. Die Politiker Häusern des nächsten Kongresses, wäre damit vereitelt und infolge Arbeiterparadieses anpriesen, nachzuweisen. Für gewisse neuere fürchten jedoch hierdurch die Gefährdung ihrer Chancen bei den dessen ist diese unklare, nur durch einen großen Augenblickserfolg Industrien würde plögliche Aufhebung des Schutzolles wirklich nächstjährigen Staats- und sonstigen Lokalwahlen und opponiren am Leben zu haltende Partei zu hoffnungslosem Siechthum und den Ruin bedeutet haben, und ein großer Theil des un diesem Blan mit aller ihnen zu Gebote stehenden Energie. Sie baldigem Tode verurtheilt. Demokraten ab und den Republikanern zu. Cleveland wurde Kongresses im Dezember nächsten Jahres, also nach den nächsten entwickelten Proletariats wandte fich infolge dessen von den wollen den Zollkampf bis zum regulären Zusammentritt des gefchlagen. Wahlen, und womöglich noch länger hinausschieben und dann, damit es nicht so weh thut, dem Hunde, amerikanische Finanzpolitit" den Schutzzoll- Schwanz in so fleinen Theilen wie möglich abhacken. Ein Theil von ihnen schwärmt sogar, um die Arbeiter in Masse zu födern, für Einschränkung oder gar gänzliches Berbot der Einwanderung. Die Namen der beiden Hauptparteien lassen natürlich in Leiner Weise auf die von denselben beherrschten Bevölkerungsschichten schließen. Die republifanische Partei darf nicht mit den ideologischen Republikanern der romanischen Länder Europas, In diesem Jahre setzte zivar die, demokratische Partei wieder Frankreich natürlich ausgenommen, verwechselt werden. Sie ist den Freihandel auf ihr Programm, der Präsidentschaftskandidat Sie Fortsetzung der Antiftlaverei- Partei des Bürgerkrieges, trägt Cleveland jedoch erklärte sich in seinem Annahmeschreiben nur ihren Namen nur, weil sie zu jener Beit bereits sich diesen für Reduzirung der Zölle und Beibehaltung der Schutzölle in Namen in Ermangelung eines weniger verfchwommenen beigelegt gewissen Fällen. Die Arbeitermasse war während der vier Jahre hatte, besteht aus den reich mit Pensionen bedachten damaligen republikanischer Wirthschaft von ihrer Schutzzoll- Begeisterung Bundessoldaten und deren Anhang, den Farmern des Nordens, zurückgekommen. Die großen Arbeiterkämpfe im Laufe des soweit sich dieselben nicht der Volkspartei" anschlossen, legten Sommers hatten ihr gezeigt, was es mit den Segnungen der Mehrheit der protestantischen Geistlichkeit, bem zahl des Schußzzolls auf sich hatte. reichen Anhang der Bundes Beamten und, als einfluß- Gin anderer Grund, welcher für den Ausgang im Staat reichstes und leitendes Element, den Großindustriellen des Nordens. New- York vielleicht entscheidend wirkte, war die Aussöhnung Der Kandidat, der gegenwärtige Präsident Harrison, ist eine des Präsidentschaftskandidaten Cleveland mit den Führern harmlose Natur. Seine Haupttugend ist, wie es scheint, seine der katilinarischen Politiker, besonders mit seinem Hauptrivalen Ehrlichkeit, was bei hiesigen Politikern allerdings, nach den Er- um die Präsidentschaftsnomination der demokratischen Partei, fahrungen der legten Generation, schon etwas sagen will. Er dem schlauen und bei der großen Masse beliebten, bei den wohl wird nominirt, weil man seinen ihm bedeutend überlegenen habenden Klassen aber gerade deshalb als Demagoge bitter geRivalen Blaine, Mc. Kinley 2c. nicht traute. Ersterer, ein ge- haßten Bundessenator Hill, welcher offen für seinen glücklicheren riebener Demagoge und fühner, abenteuernder Polititer, wurde Rivalen auftrat, statt, wie die diepublikaner erwartet hatten, ihn ber„ tonservativen", zahlungsfähigen Behäbigkeit gefährlich. Er heimlich zu untergraben. Das Fallenlassen oder mindestens hätte vielleicht einen Theil ihrer Interessen seinen eignen Plänen starte Herabdämpfen der Phrase vom Freihandel und wahrscheinlich Er hatte keine Kraft mehr, ihr zu antworten, auch keinen Born mehr. Er seufzte nur. " Es ist geschehen. Er hat sie. Wir sind verloren." Sie verstand nicht. Wie, verloren?" " Ja, ja! Jetzt muß er sie schon heirathen." Sie stieß eine Art thierischen Schrei aus: Er! Nie! Bist Du verrückt?" Das Schreien nüßt nichts," versetzte er traurig. Er hat sie entführt und entehrt. Nnn bleibt nichts mehr weiter übrig, als sie ihm zur Frau zu geben. Wenn er sie bald nimmt, bleibt diese Geschichte wenigstens verborgen Nie! Nie soll er Susanne haben! Nie werd' ich es dulden!" schrie sie in schrecklicher Erregung. " Aber er hat sie ja," murmelte Walter besänftigend. Es ist nun mal geschehen. Und er behält sie und versteckt fie so lange, bis wir nachgegeben haben. Wenn wir also Standal verhüten wollen, müssen wir sie ihm gleich geben." Von unaussprechlichem Schmerz zerrissen rief seine Frau nur immer: " falls sind wir jetzt in seiner Hand. Wir können uns nicht mehr herausziehen." Sie hatte Lust zu schreien, sich auf der Erde zu wälzen, fich die Haare auszuranfen. Noch immer rief fie mit auf gebrachter Stimme: Er soll sie nicht haben. Ich... will... nicht!" Walter erhob sich, ergriff die Lampe und sagte: Du bist ebenso dumm, wie alle Weiber. Immer handelt ihr blos aus Leidenschaft. Niemals wißt Ihr Euch in die Umstände zu schicken... Ihr seid eben dumm! Ich sage Dir, er wird sie heirathen! Es muß sein!" Und er schlürfte auf seinen Bantoffeln fort. Wie ein tomisches Gespenst durchschritt er in seinem Nachthemde den breiten Korridor des schlafenden Palastes und verschwand geräuschlos in sein Zimmer. Ueberhaupt scheint eine solche unsinnige Maßregel in den letzten Jahren in gewissen Schichten der Arbeiterklasse, auch bei Eingewanderten, an Popularität zu gewinnen. Die industrielle Reserve- Armee der Großstädte besteht naturgemäß zum größten Theil aus Ausländern, hauptsächlich solchen, welche erit fürze Beit im Lande sind. Häufig, wie z. B. in der Eisenindustrie, werden qualifizirte inländische Arbeiter durch Einführung neuer verbesserter Maschinen durch eingewanderte Tagelöhner, Italiener, Slowaken u. f. w., verdrängt. In der Schneider- Industrie und anderen Industrien findet dasselbe durch russische Israeliten ftatt. Kein Wunder, daß die in ökonomische Dinge nicht eingeweihte Arbeitermasse statt der Entwicklung der Produktions- Verhältnisse diese Ausländer für ihre Niederlagen im Lohnkampf und den Niedergang ihrer Lebenshaltung verantwortlich macht. Die geschlagene republikanische Partei bat sich denn auch diese Stimmung bereits zu Nuze gemacht und geht ernstlich daran, um die Arbeitermassen von neuem zu födern, den Ausschluß aller einwandernden Arbeiter, vorläufig versuchsweise für eine be stimmte fürzere Beit vielleicht auf ein Jahr zur Wahre heit und die Vereinigten Staaten zu einer Art China au machen. Bereits die Cholera- Epidemie in Hamburg und anderen Hafenstädten gab den Anlaß zur Einschränkung der Einwanderung on Zwischendeck- Passagieren und wird vielleicht, sollte dieselbe im nächsten Frühjahr nicht völlig aus Europa verschwunden sein, noch ferner als Vorwand für Zurückweisung von einwandernden Arbeitern dienen. Aber bereits jetzt sprechen republikanische Organe allen Ernstes von einem Verbot der Einwanderung für die Dauer eines Jahres, nicht aus sanitären, sondern ökonomischen und wohl auch- moralischen Gründen, da diese Erben puritanischer Beschränktheit und Kopfhängerei im Eingewanderten die Berkörperung alles deffen sehen, was sie als„ Laster" zu bezeichnen belieben. Auch ist ihnen die Unkenntniß der englischen Sprache ein Zeichen von Unwissenheit". Daß es jedoch nicht diese nativistische Richtung allein ift, welche die verzweifelte Maßregel des Einwanderungsverbots be fürwortet, sondern daß der Gedanke derselben bereits tiefe Wurzein in der Arbeiterklasse geschlagen hat, beweist ein Beschluß der Generalversammlung des großen Ordens der Arbeitsritter, welcher von dem ersten Beamten dieser immerhin noch über 200 000 Mitglieder zählenden Organisation, dem Irländer Bowderly, empfohlen und von der Versammlung, zum großen Frau Walter stand von unerträglichem Schmerz zer rissen da. Uebrigens hatte sie noch immer fein volles Berständniß für die Vorgänge. Sie litt nur. Dan kam es ihr so vor, als fönne fie nicht bis zum Morgengrauen hier Nein! Nein! Nie geb ich es zu!" unbeweglich stehen bleiben. Sie fühlte ein heftiges VerNun wurde er ungeduldig. Es läßt sich gar nicht langen, sich zu retten, sich selbst zu entrinnen, fortzulaufen, mehr weiter darüber reben," sagte er. Es muß eben sein. Hilfe zu suchen, unterstützt zu werden. Ach! dieser Schuft! Wie hat er uns an der Nase herum- Sie suchte nach Einent, der sie wieder zu sich selbstheil ebenfalls aus Ausländern bestehend, angenommen wurde, geführt. Aber doch ein tüchtiger Mensch! Wir hätten ja bringen könnte. Irgend ein Mensch! Sie hatte Niemanden. und welcher ebenfalls das Verbot der Einwanderung verlangt. Im übrigen sind weder große ökonomische noch politische viel bessere finden können, was die Stellung, aber feinen Ein Priester! Ja, ein Priester! Sie wollte sich ihm zu Aenderungen von der neuen Administration au erwarten, eher besseren, was Berstand und Aussichten betrifft. Der Füßen werfen, ihm alles gestehen, ihm ihre Sünde und ihre wäre noch ein letzter demagogischer Versuch der bis zum 4. Márs Mensch hat eine Zukunft. Er wird Abgeordneter und Berzweiflung beichten. Er mußte ja dann einsehen, daß tommenden Jahres noch gegenwärtig herrschenden Partei, einen Minister werden." dieser Elende nie Susanne heirathen dürfe und würde ihn Theil der verlorenen Boltsmaffe wieder für sich zu gewinnen, von dem ein Verbot der Einwanderung der Hauptpunkt fein Frau Walter aber rief noch immer mit wilder Energie: daran hindern. Nie laß ich ihn Susanne heirathen. Hörst Du: Nie!" Sie brauchte einen Briefter, sofort einen Priester! tönnte, möglich. Nun wurde er böse und nahm als praktischer Mann Aber wo ihn finden? Wohin gehen? Hier so bleiben für Bel- Ami Partei. fonnte sie doch nicht. " So schweig doch. Ich sag Dir ja, es muß sein, Da trat wie eine Vision das erhabene Bild des es muß durchaus sein. Und wer weiß? Vielleicht bebauern Seilands auf dem Meere vor ihre Augen. Sie fab ihn, Politische tebericht. wir es gar nicht. Bei Menschen seiner Art weiß man nie wie sie ihn auf dem Bilde sah. Er rief sie wohl. Romm mals, wie weit sie es noch bringen können. Du haft ja zu mir!" sagte er.„ Knie nieder zu meinen Füßen. Ich selber gesehen, wie er durch drei Artikel den Schwachtopf will Dich trösten und Dir sagen, was Du thun sollst." Laroche- Mathieu gestürzt und mit welcher Würde er es ge than hat, was in seiner Lage als Gatte außerordentlich schwierig war. Wir werden ja schließlich sehen. Jeden ( Fortsetzung folgt.) Berlin, den 5. Januar. Seltsame Purzelbäume schlägt die offiziöse Bresse, um die Militärvorlage zu vertheidigen. Die„ Norddeutsche Allgemeine Zeitung" bringt einen langen Leitartikel, in welchem fie aus einer Schrift des Rechtsanwalts Rettig " Offiziös wird über die Welfenfonds- Quittungen geschrieben: 21 In Saarbrücken( Verlag von Gustav Schaade, St. Johann| Konsumvereinen nicht nur um eine zum Schein vor- leine glänzende und höchstens eine Verlegenheit des Zuviel a. d. Saar) Die Bildung des Privat- Landeigenthums in geschobene Vereinsbildung handelt, um die Bestimmungen zu erwarten ist die amerikanische Regierung weiß buchDeutschland und das sozialistische Schlagwort Eigenthum bes Gesetzes über das Schankgewerbe zu umgehen.- stäblich oft nicht, wie sie mit den Einnahme- Ueberschüssen ist Diebstahl"" beweisen will, daß das Gemeineigenthum die hin soll, so wird es also, wo von Anfang an vorauszus ursprüngliche Grundlage des Grundbesizes in Deutschland sehen war, bis zum Herbst bei der ungemilderten Mac ist, und daß aus diesem heraus sich das Privat- Landeigenthum Kinley- Bill bleiben. Und dann hat es auch noch gute gebildet habe. Das Privat- Landeigenthum in Deutschland eile. ist erarbeitet, nicht erstohlen." Es ist die wohlverdiente Frucht trener Arbeit am Grund und Boden." Mit dieser schwindelhaften Beweis führung" ist dem offiziösen Blatt dann auch der Segen des Privateigenthums eine feststehende Thatsache, und um diesen Segen zu erhalten, ist die Annahme der Militärvorlage geboten. # " Soziale Uebersicht: der Nation stattfinden. Sie würden nur die" alleräußersten diese offiziöse Erklärung aber sicher nicht befriedigend und 5 lebige Arbeiter refp. Arbeiterinnen. daher alle Kollegen und Genossen, die Sammlunge u Wir wissen nicht, wie die leitenden Kreise darüber denken, glauben aber, daß es schwer für sie wäre, eine befriedigende Erklärung, die doch zugleich positive Aufschlüsse enthalten müßte, zu geben. Es fragt sich, ob sie in der Lage sind, genau zu wissen, an welche Personen und zu welchen Zwecken Gelder aus dem Fonds hergegeben wurden und wie die einzelnen Fälle beschaffen waren. Rechnung über die Verwendung war An die Gewerkschaften Berlins. In der am 27. Dezember nur an der allerhöchsten Stelle zu legen und Quittungen sind stattgefundenen öffentlichen Schuhmacher- Berfammlung zeigte es nicht vorhanden. Es wäre immerhin denkbar, daß sich, daß in der Mauff'schen Schubfabrit eine große Zahl Ar einzelne Angaben des Vorwärts" irgend beiter beschäftigt ist, die, wenn sie auch nicht den Anforderungen Wem kämen Reichstags- Wahlen in nächster Zus welchen thatsächlichen Hintergrund haben. des Fabrikanten gewachsen sind, dennoch die Forderungen der Tunft zu gut? Diese Frage erörtert die Nationalliberale In der Fassung, in der sie vorliegen, und die ihnen mehr den Streifenden theilweise illusorisch machen. Genannte Versammlung Korrespondenz", indem sie jämmerlich die Regierung anCharafter von Verdächtigungen als von Thatsachen giebt, ist befchloß deshalb, den Streit für beendet zu erklären, die Sperre fleht, die Möglichkeit eines Kompromißchens zu gewähren. jedes positive Dementi erschwert." jedoch weiter über die Fabrit zu verhängen. Es ist zu bemerken, Die Neuwahlen würden unter der größten Muthlosig= Blos einzelne Angaben" richtig? Nur nicht so un- daß von den 36 Streitenden nur 2 Arbeiter und 1 Arbeiterin teit, vielleicht sogar Zurückhaltung der besten" Kräfte schuldig thun. Die Herren Quittungs- Aussteller werden übergelaufen find; zu unterstüßen sind noch 8 verheirathete Wir ersuche und gewissenlosesten" Elemente, die Sozialdemokraten, die finden. fortzusehen, um die noch Ausstehenden unterstüßen Antisemiten, die demagogischen Richtungen bei den ultra- Das Ahlwardt- Organ benutzt auch die Welfenfonds- tönnen. Die Kollegen werden noch dringend ersucht, aus obe montanen und Konservativen, die radikalsten Demokraten Schande, um für sich und seinen Heiligen Reflame zu angeführten Gründen die Fabrik zu meiden. Alle Sendungen stärken. Mit einem solchen Reichstag ist die Heeresreform erft machen. Das sei dem besagten Organ erlaubt, dem wir find an Unterzeichneten zu richten. Im Auftrag der Agitations recht nicht zu stande zu bringen, es wird überhaupt keine das Geschäft nicht verderben wollen. Wenn es aber sagt, tommiſſion: A. Fleischer, Höchſteſtr. 11, 2 Tr. Möglichkeit sein, eine vernünftige Politik zu führen." Eine sein Heiliger sei mannhaft mit seiner Person für seine An- schen Schuh- und Filzschuhfabrit eine Lohnreduktion bis zu 50 pet. Soeben bringt man uns zur Kenntniß, daß in der Schligweg,, vernünftige" Politik ist eben für die nationalliberalen schuldigungen eingestanden, der Borwärts" aber habe nicht vorgenommen worden ist. Die Einleister erhielten ihren alten besten" Kräfte nur eine solche der gesinnungslosesten den Muth, den Welfenfonds- Stipendiaten durch Nennung Tarif wieder bewilligt, der Tarif der übrigen Arbeiter wurde Lumperei unter hoher Protektion. ihres Namens zu Leibe zu gehen, so ist das eine Un- jedoch zurückgewiesen. Sieben Auspußer legten die Arbeit nieder. Ueber die Finanzlage in Preußen bringt das Leib- verschämtheit und zu gleicher Zeit eine der frechen Lügen, Den Zwickern wurde noch kein Bescheid zu Theil. Zuzug ist feru blatt des Fürsten Bismarck, die Hamburger Nachrichten", von denen das besagte Blatt sammt seinen Geschäftsfreunden zu halten. lebt. Wir wollen hier nicht untersuchen, inwieweit das An die Mitglieder ber Ortskaffe der Tischler. folgende Notiz: Verschiedene Umstände und Mittheilungen von britten Per Dem Vernehmen nach wird das laufende Etatsjahr in Ahlwardt Drgan Grund hat, die Brandmarkung der Preußen mit einem noch größern Fehlbetrage abschließen, als Welfenfonds- Duittungsleute zu scheuen, das aber wollen sonen ließen bei Unterzeichnetem die Meinung aufkommen, daß der Kassirer Herr Stäps beim Einkassiren der Beiträge Gelegen der Etat von 91,92( 40 Millionen Mart) und der nächſtjährige wir ihm sagen; zwischen dem„ Borwärts" und dem Ahle heit nehme, sich über die Bergangenheit der Kollegen( Betragen, Etat wird nur unter Buhilfenahme einer Anleihe von nicht wardt ist ein wesentlicher Unterschied vom Vorwärts" Leistung u. f. w.) den Meistern gegenüber in Gespräche einzus allzu niedrigem Betrage balanciren fönnen." weiß jedermann, daß er in Sachen des Welfenfonds die lassen. Speziell ein Fall, der meine Person betrifft, gab mir Trozdem diese Nachricht von Bismarck stammt, ent- Wahrheit gesagt, und vom Ahlwardt, daß er in Sachen der Veranlassung, die Angelegenheit dem Borstand obiger Kaffe zu spricht sie nur zu sehr der Wahrheit. Judenflinten gelogen hat. unterbreiten, welcher daraufhin die Betheiligten am 2. Januar persönlich vernahm. " Herr Stäps versicherte seine Unschuld und der ebenfalls eine geladene Meister erklärte, mit Herrn Stäps über meine Ber gangenheit nicht gesprochen zu haben, sondern von anderer Bekanntlich seht sich der Borstand der Kasse zu zwei Dritteln aus Arbeitnehmern und zu einem Drittel aus Arbeitgebern zufammen. Letztere Herren erflärten der Reihe nach folgendes: Der Erste:„ Ich brauche teine Mittheilungen vom Raffirer, dazu habe ich das Telephon." Lindemann als zweiter: Sie dürfen sich nicht wundern, daß fie bekannt sind, schon wegen ihres Auftretens in Versammlungen und dem Kaffenbeamten gegenüber( der Fall Schüß und Hoffmann im Herbst 1891 ift gemeint); außerdem wissen es die Inhaber der besseren Wertstellen im Süden und Südosten alle, daß sie öfter Meister verklagen." Woher? Seit zwei Jahren habe ich teine Klage geführt, zur Zeit habe ich allerdings eine Klage erhoben, der Der dritte Betlagte gehört aber garnicht der Innung an. Meister, Herr Rahardt, Zoffenerstr. 10, schoß den Vogel ab und über Ihr Verhalten in den Generalversammlungen uns gegenüber erklärte: ch felbft habe dem Kollegen( Meifter D.) Mittheilung gemacht, als ich zufällig mit ihm in der Fräserei zusammen fam und daraufhin wird er Sie wohl entlaffen haben." Meifter D. meinte:" Der Gefelle hat felbft aufgehört, nachdem ich ihm einen im Widerspruch die Aeußerung des Herrn Stäps im Bureau der Ortstaffe( bereits am Nachmittag des 10. Dezember gethan), daß Meister D. mich am Abend entlaffen wolle. Wie dem nun sei, fopiel steht fest, daß jemand, der sein Amt als Delegirter angeschrieben steht und( bei der schlechten Beit tönnen es sich die Serren ja leiften) brotlos gemacht wird. Der Arbeiter Nothstand macht der Bourgeoisie wenig Die Konservativen unter sich. Das Schreckenstind Ropfschmerzen, wüthend wird sie nur, wenn man sie mit der Ulrich aus Chemnitz treibt es sogar den sächsischen Nase auf denselben stößt. Das zeigte sich in diefen Tagen Blümchen- Rittern zu arg. Seine gaffenbübischen Schimwieder in der Stadtverordneten- Versammlung in Magdeburg, pfereien auf Herrn von Helldorf haben den Born des Seite unterrichtet worden zu sein. Nun kommt die Pointe. deren Verhalten in der Nothstandsfrage den Gegenstand Friesen'schen Baterland" erregt, das den gefährlichen der Tagesordnung einer Boltsversammlung bilbete. Unser Kumpan sorgsam von seinen Rockschößen schüttelt. Es alter Genosse, der Stadtverordnete Bremer, berichtete wartete damit freilich ein paar Tage bis Bescheid von über dieselbe. Wir geben die sehr beachtenswerthen aus Dresden gekommen war, denn etwas zu thun, was der Res führungen des im fünfzigjährigen Kampfe für das Menschen- gierung mißfällt, oder auch nur nicht gefällt, das geht recht ergrauten Genossen nach der Magdeburger Bolts- wider die Natur eines sächsischen Blümchen- Ritters. stimme" wieder. Bremer führte etwa Folgendes aus: Russische Finanzen sind bekanntlich nicht Ich bedauere zunächst, daß die ,, Magdeburger Zeitung", die die Ausführungen des Herrn Oberbürgermeisters und des Stadtv. Finanzen, und wenn man von ihnen spricht, dann spricht Hänsch ziemlich genau gebracht, meine Erwiderungen unterdrückt man von Defizit, Schulden und nahendem Bankrott. Das hat. Dies zwingt mich zu einer Widergabe meiner Ent- nächstjährige Budget-d. h. das Budget für das Jahr gegnung. Auf die Ausführung, daß es fein Recht auf Arbeit 1893, welches nach dem in Rußland noch giltigen julianischen Bebe, sagte ich, daß doch Fürst Bismard in einer Debatte es Kalender 12 Tage später beginnt, als bei uns foll flar ausgesprochen hatte, ein Recht auf Arbeit sei im preußischen außerordentliche Ausgaben" im Betrage von 81 Millionen Landrecht niedergelegt. Aber abgesehen davon, wenn auch ein Bubel enthalten. Unter außerordentlichen Ausgaben" ver solches Gesetz gar nicht exiftirte, so ist es ein Gebot der Sitts steht man in Rußland Defizit. Da aber auch die ordentlichkeit und der Menschenliebe, ein Gebot der höheren Moral, lichen" Ausgaben zum großen Theil auf Pump erfolgen, den Schwachen und Enterbten beizustehen. Allerdings ist dies eine fozialistische Ethit( Sittlichkeit), welche jeden so wird durch obige Biffer nur ein fleiner Theil des Defizits niederen Lohn, als vereinbart, ausbezahlt habe." Biermit steht Menschen als Glied der Gesellschaft ansieht, und da jeder ausgedrückt. Wie soll nun das Defizit gedeckt werden? Mensch bei seinem Eintritt ins Leben Pflichten übernehmen Mehr Steuern bringt das verarmte, an den Folgen von muß mit Gut und Blut muß er für Staat und Gesellschaft zwei Mißernten noch schwer leidende Bolt nicht auf. Das eintreten, so ist es doch so klar und so logisch, daß er un- Ausland borgt nicht mehr. Was ist da zu thun? Jedenverschuldet in Noth gerathen ein Recht hat, von der Ge- falls ist der russische Finanzminister kein beneidenswerther sellschaft Arbeit zu einem austömmlichen Lohne zu fordern. Mann. Apropos, warum klopft er nicht einmal in Der Lohn im Betrage von 1,40 ist ganz ungenügend, damit fann der Arbeiter seine Ausgabe an Kraft nicht decken, und Friedrichsruh an. Die Raketenfifte ist zwar nicht mehr dazu kommt noch die Ernährung der Familie. Der Arbeiter mit Zündstoff, aber mit Gold gefüllt; und sie war ja alle ift an feiner Noth unschuldig, denn die Arbeitslosigkeit ist doch zeit russischer als russisch". nur eine Folge der regellofen, jeder Uebersicht ermangelnden Die Arbeitnehmer im Vorftaud wiesen die Herren gehörig zurüd, fonnten aber nicht verhindern, daß Herr Rahardt er klärte: Wir thun, was uns beliebt, fie( die Arbeiter) sperren ja ebenfalls und selbst durch Säulenanschlag Wertstuben und Fabriken." Die von mir vorgebrachte Angelegenheit wurde schließlich durch Uebergang zur Tagesordnung erledigt und mir anheim gegeben, eventuell mehr Beweise gegen Herrn Stäps zur Stelle zu fchaffen. beitgeber dürfte wohl legteres unnöthig sein, da in dieser AnNach den Erklärungen der dem Borstand angehörigen Argelegenheit Herr Staps wohl schuldlos in Berdacht gefommen fein wird. Ich bemerke noch, daß ich bei teinem ber brei oben Rarl Rönig, Tischler, Laufikerfir. 44, Delegirter sur Generalversammlung der Dristasse. Zur Arbeitslosenfrage. Der Braunschweiger Bollsfreund" veröffentlicht unterm 4. Januar folgende Mittheilung Produktionsweise. Das Gefeh schützt schon das feimende Wie die Bourgeoisie das Gefeh achtet. In Leben, und doch spricht es dem Armen das Recht auf Arbeit, Frankreich wurde voriges Jahr ein Behnstundenalso auch auf Existenz und Leben ab. Ist das nicht ein Gesetz erlassen, das mit dem 1. Januar dieses Jahres in Klaffender Widerspruch? Meine Herren! Wenn Sie, statt Kraft trat. Um das Gesetz zu umgehen, oder richtiger, um auf das höhere Recht, welches in unserer Bruft wohnt, es den Arbeitern zu verleiden, haben nun viele Fabrikanten zu achten, wenn Sie denjenigen, die ihre Pflichten gegen die Arbeitsstunden so vertheilt, daß den Arbeitern meniger Die Gesellschaft erfüllen, das Recht auf Existenz und Leben absprechen, wenn Sie sich, um der Pflicht ber höheren freie Zeit bleibt, als fie vorher hatten. Die Arbeiter laffen Sittlichkeit zu entgehen, hinter den tooten Buchstaben sich das natürlich nicht gefallen, und an verschiedenen Orten, eines alten Gesetzes verschanzen, um nur den Schwachen und 3. B. in den Seidenfabriken von Aubenas, wo die Arbeit erwähnten Herren gearbeitet habe. Enterbten in menschlicher, ja christlicher Weise nicht helfen zu mit den Pausen von 5 Uhr Morgens bis 7 Uhr Abends müffen, so ist dies eine Bantrott Grflärung der heutigen dauert also auf 14 Stunden vertheilt wurde, ist es Gesellschaft. Ein Sturm, sagt Bremer weiter, ging nach zu Streits gekommen. Die Sache wird vor die Kammer diesen Ausführungen durch den Sigungsfaal, man glaubte, in gebracht werden. Im Kapital" von Karl Mary werden einer der aufgeregteften Voltsversammlungen zu fein. Sozial die Leser finden, daß die englischen Bourgeois es ebenso an den Braunschweiger Magiftrat: Die Arbeiten im demokratischer Heyer, Aufwiegler, Rohheiten!" hagelte es von allen Seiten. Die Herren Jansch und Brüggemann thaten sich gemacht hatten, bis das Parlament ihnen das Handwerk überall Herren Bourgeois find. besonders hervor. Gs tam mir vor, als wäre ich unter Krähen legte. Die für das Gesez, wenn e3 ihnen gerathen; alles hackte auf mich ein. Die mir entgegengeschleuselben: derten Ausdrücke verlegten mich tief. Ich legte sodann Proteft Willen thut. Wenn nicht, gegen das Beset. dagegen ein, daß in so ernste Fragen, die das Wohl und Wehe Von den Arbeitern aber verlangen fie beide, daß er unferer Stadt betreffen, die Politik hineingetragen würde. Wir das Gesez unbedingt achten solle und sind entrüstet, wenn mäften uns nicht von den Groschen der Arbeiter. Diejenigen, die er Gefeße los zu werden sucht, die gegen ihn gemacht im Dienste der Partei stehen, erhalten wohl ihren Lohn, der indeß sind. sehr tärglich bemessen ist. Wenn uns die Stadtverordneten noch demokratie!" % " TE Bürgerpart sind eingestellt, trotzdem es möglich ist, dieselben bie weiterzuführen. Gegen 900 Personen werden dadurch brotlos gemacht. Wir haben gestern schon den Magiftrat an seine Pflicht den erinnert, ungefäumt die Arbeiten wieder aufnehmen zu lassen. Was aber Noth thut, ift Gile, schleunigfte Gile. Heute schon tönnte nach dem unverzeihlichen Fehler des Herrn Inspektors reiß wieder begonnen sein. Soviel wir wissen, ist dies nicht der Fall. Ein rasches Handeln bedeutet hier das tägliche Brot für ein hungriges Tausend. Durch Plakatisirung ist alsbald befannt zu geben, daß die Arbeiten wieder aufgenomnien Gerechtigkeit widerfahren lassen wollten, so müßten sie zugeben, Das französische Ministerium will fich start zeigen, werden. Hoffentlich beginnen fie, wenn nicht schon heute, daß es das große Verdienst der Sozialdemokratie ist, wenn die und verhaftet Anarchisten", die zu Demonftrationen am fo doch morgen wieder. Die Stimmung ist unter den Arbeiter so viel Selbstbewußtsein, so viel Menschenwürde be- 10. b. t.- dem Tag des Wiederzusammentritts der Arbeitslosen durch diese Maßregel eine erbitterte. Sie sehen figen, nicht Bettelfuppen, sondern Arbeit zu fordern. Dort, Rammer- gerathen haben. Es wäre besser, die Herren absolut nicht ein, warum die Stadt ihnen die einmal gewährte wo Rohheiten sind, da fehlt die Sozialdemokratie, wo Leidenschaften toben, bort sind andere Streise vertreten. Das ist Minister zeigten sich fest" in der Untersuchung über den Arbeitsgelegenheit wieder entreißen will. Der Magiftrat möge also sich nicht lange besinnen, sondern den nunmehr vorliegenden das Resultat der Erziehung des Proletariats durch die Sozial Panamaschwindel. Fehler möglichst umgehend wieder gut machen." Nach einer In Portugal gährt es, ähnlich wie in Spanien. Die von den Arbeitern der Stadt Braunschweig aufgenommenen Daß Genoffe Bremer die Vorgänge in der Stadtver- Regierung ist vollkommen machtlos wie dort und thatfäch- Statistit wurden bis Mitte Dezember 1867 Arbeitslose gezählt. ordneten Versammlung wahrheitsgetreu wiedergegeben, be- lich herrscht Anarchie. Wir meldeten bereits, daß am Tage Davon batten 659 Verheirathete 1752 Kinder zu ernähren. 115 ftätigte nicht nur der Genosse und gleichfalls Stadt- der Kammereröffnung republikanische Sundgebungen statt- waren ohne Rinder. 598 waren ledig. Summa aller Arbeitsverordnete Roßbach, welcher die Stadtverordneten- Ber- welche in Portugal vollständig von den anarchistischen aus Angst, theile aus Egoismus, theils auch aus Gleichgiltigkeit verordnete Klees, sondern auch der freifinnige Stadt- fanden. Jetzt erfahren wir, daß auch die Sozialisten, losen sammt Frauen und Kindern 3893. Bei dieser Aufnahme ift zu berücksichtigen, daß eine große Anzahl Arbeitslose theils sammlung nur damit zu entschuldigen suchte, daß er Radaumachern getrennt sind, die Gelegenheit zu einer fich nicht gemeldet haben. Die Zusammenstellung nach einzelnen meinte, fie hätte unter dem Eindrucke der Boykottirungen Demonstration benußt, und unter andern auch einen Auf- Branchen sowie die Dauer der Arbeitslosigkeit erfolgt in Kürze." gestanden. ruf an die städtische und ländliche Bevölkerung erlassen und Die Einwohnerschaft Chikagos bestand, wie Ernst Die Volksversammlung nahm einstimmig eine Resolution vertheilt haben. v. Heffe- Wartegg in der Boffischen Zeitung" berichtet, im vorigen an, welche dem Verhalten des Genossen Bremer ihre Spitzbube über's Grab hinaus ist der amerikanische Jahre aus 802 000 Amerikanern, 472 000 Deutschen, 222 000 Fr Billigung aussprach und das Verfahren des Magistrats Millionär Jay Gould. Bei Eröffnung feines Teftaments fändern, 59 000 Böhmen, 57 000 Bolen, 49 000 Schweden, und der Stadtverordneten Bersammlung entschieden miß hat sich herausgestellt, daß er sein Bermögen blos auf Schotten, 15 000 Canadiern, 14 000 Ftalienern, 14 000 Regern, 47 000 Norwegern, 48 000 Engländern, 17 000 Franzosen, 16 000 billigte. 73 Millionen Dollars angiebt. Die übrigen brei 18 000 Muffen, 11 000 Dänen, 8000 Rumänen, 7000 Holländern, Betreffs des Ausschauts geistiger Getränke und hundert Millionen hat der Biedermann nach be- 6000 Ungarn, 4000 Schweizern, 2000 Chinesen und etwa Bei der letzten 10 000 Angehörigen anderer Nationalitäten. den Branntwein Verkauf im Kleinhandel durch Konsum- tannten Mustern- gebochumert. Cleveland hat seinen Parteigenossen mitgetheilt, daß Staats- Zeitung" einen Wahlaufruf in 46 verschiedenen Sprachen, Präsidentenwahl erließ die in Chitago erscheinende Illinois vereine hat der Minister des Innern, wie der ReichsAnzeiger" mittheilt, ein Zirkulaz an die königlichen Re- er, wenn nicht die Finanzlage in den Weg trete, erst im für welchen sie mit Leichtigkeit Uebersetzer fand. Troß dieses gierungspräsidenten gerichtet, in welchem diese aufgefordert er bst den amerikanischen Kongreß zu berufen Böllergemifches tommen nationale Streitigkeiten nur selten vor. werden, zu untersuchen, ob es sich bei den betreffenden gedente. Da nun die Finanzlage der Bereinigten Staaten Jeder fühlt sich bald als Amerikaner. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Freitag, 6. Januar. Opernhaus. Bastien und Bastienne. Bajazzi. Die Puppenfee. Schauspielhaus. Der Widerspenstigen Zähmung. Lesing- Theater. Die große Glocke. Berliner Theater. Hamlet. Wallner- Theater. Die Orientreise. Kroll's Theater. Schüler- Aufführung des Herrn Eichberg. Deutsches Theater. Die Stüßen der Gesellschaft. Viktoria Theater. Die Reise um die Welt in achtzig Tagen. Circus Renz. ( Rarlstraße.) Freitag, den 6. Januar 1893: Abends 714 Uhr: Komiker- Vorstellung. Aus dem Programm besonders hervorzuheben: Prinz Carneval und sein Gefolge, vorgeführt von Herrn Oscar Renz. 4 hohe Schulen, geritten von den Damen Frl. Clotilde u. Helga Hager, Oceana Renz und Zephora. Mr. James Fillis mit dem Schulpferd Markir. Punsch, schwed. Ponyhengst, komische Original- Dressur vom Clown Misko ( August). Zum Schluß: Auf Helgoland. Ballet von 82 Damen. Neue Einlagen: u. a. Aufzug der Leib- Garde- Artillerie. Morgen, Sonnabend, Abds. 714 Uhr: Große Vorstellung mit neuem Programm und Auf Helgoland. Sonntag: 2 große Fest- Vorstellungen um 4 Uhr ( 1 Kind frei): Auf Helgoland und um Residenz Theater. Familie Pont- 7, Uhr: Auf Helgoland. Billet- Borverkauf an der Zirkuskasse und beim Biquet. Neues Theater. Die liebe Familie. Invalidendant, Markgrafenstr. 51a. Kleine Hände. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Millionenonkel. Adolph Ernst- Theater. Modernes Babylon. Thomas- Theater. Der Prozenbauer von Tegernsee. National- Cheater. Die Grille. Alexanderplatz- Theater. Mutter und Sohn. Apollo Theater. Vorstellung. SpezialitätenTheater der Reichshallen. Spezialitäten- Borstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Bor stellung. Kaufmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spe zialitäten- Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Bum 13. Male: Modernes Babylon. Gesangsposse in 3 Aften v. Ed. Jacobson und W. Mannstädt. Couplets theilweise von G. Görss. Musit von G. Steffens. In Szene gefeht von Adolph Ernst. Anfang 7/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Fr. Renz, Direktor. Castan's Mittwoch, 11. Januar: Letzte Vorstellung. Circus Corty- Althoff. Berlin, Friedrich- Karl- Ufer, Ecke Karlstraße. Freitag, den 6. Januar 1893, Abends 71/2 Uhr: Lezte Komiker- Vorstellung. 1. a. Auftreten sämmtl. Clowns. Außerdem Vorführen der 5 dress. Elefanten des Mr. Thompson. Ein Elefant als Pianist. Certain und Patience, vorgef. v. Direktor Althoff. Frl. Rossi, Jockey. Mlle. Marie, Luftgymnastikerin. Herr Willy, Saltomortalereiter. Baronesse de Walberg mit dem Schulpferd Szabadka 2c. Morgen, Sonnabend 7 Uhr: Gr. Vorstellung. Sonntag: 2 ExtraVorstellungen, 4 Uhr( 1 kind frei) und 71/2 Uhr. Kaufmann's Variété Am Stadtbahnhof Alexanderplatz. Mephisto Aft. preisgefr. The Maakwoods, Panoptikum. wet. Peretti, Neue Illusion: 3 unit- RadLotosblume. Fantoche- Theater. Borstellungen v. 11-1 u. v. 4-9%, uhr stündlich. Ohne Extra- Entree. Entree 50 Pf., Kinder 25 Pf. Wer ist der Vater? Antwort um 9 Uhr im PassagePanopticum. American- Theater. Feen- Palast Neu! Neu! Der Volksmund in Berlin, verf. u. vorgetr v. Alfred Bender. Neu! Die Tyroler Duettisten Neu! Geschwister Rainer. 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Erscheint in 45-50( 14tägigen) Lieferungen à M.-, 20 Bereits erschienen: Band I.: in Leinen gebunden M. 3, -in Halbfrz. gebunden( Liebhabereinband) M. 4, Band II. in Leinen gebunden M. 4,50 -in Halbfrz. gebunden( Liebhabereinband) M. 5,50 Einbanddecken in braunem Leinen: für Bd. I. und II. à M. 0,50 in Halbfrz.( Liebhabereinb.) für Bd. 1. u. II. à M. 1,20 Der Herausgeber schickt dem Werte eine interessante kritischbiographische Einleitung voraus: Lassalle und seine Bedeutung für die Sozialdemokratie", die auch eine Fülle neuen Quellenmaterials enthält. In Form von Vorbemerkungen oder kritischen Randnoten zu den einzelnen Broschüren präzisirt der Herausgeber den heutigen prinzipiellen Standpunkt der Partei, wo dieser verändert ist, oder erleichtert das historische und politische Ver ständniß der Materie. Die einzelnen Broschüzn folgen nicht in chronologischer Reihenfolge, sondern nach ihrer inneren Zusammengehörigkeit geordnet. Zur Beurtheilung der geschichtlichen Entwicklung und des Wesens der deutschen Sozialdemokratie ist diese Gesammtausgabe unentbehrlich. Im Anschluß an die Ausgabe wird der Briefwechsel zwischen Lassalle und Mary- Engels folgen. Der erste Band ist mit einem Stahlstichportrait Lassalle's geschmückt. Einzelausgaben: Meine Alffenrede, gehalteu vor den Geschworenen zu Düsseldorf am 3. Mai 1849 gegen die Anklage, die Bürger zur Bewaffnung gegen die Königliche Gewalt aufgereizt zu haben .-, 40 Fichte's politisches Vermächtniß und die neueste Gegenwart. Ein Brief. M.-, 15 Gotthold Ephraim Leffing vom kulturhistorischen StandM.-, 15 punkt. Die Philosophie Fidhte's und die Bedeutung des deutschen Volksgeistes. Festrede gehalten bei der am 19. Mai 1862 von der Philosophischen Gesellschaft und dem Wissenschaftlichen Kunstverein veranstalteten Fichtefeier. M.-, 15 Ueber Verfassungswesen. Ein Vortrag, gehalten in einem Berliner Bezirksverein. Was nun? Zweiter Vortrag über Verfassungswesen.- Macht und Recht. Ein offenes M.-, 35 Sendschreiben Ferd. Lassalle's. Arbeiterprogramm. Ueber den Zusammenhang der gegen wärtigen Geschichtsperiode mit der Idee des Arbeiterstandes. M.-, 15 Die Wissenschaft und die Arbeiter. Eine Vertheidigungsrede vor dem Berliner Kriminalgericht gegen die Anklage: Die besiglosen Klassen zum Haß und zur Verachtung gegen die Besißenden öffentlich angereizt zu haben. M.- 30 Der Lasalle'sche Kriminalprozeß. II. u. III. Zweites Heft: Die mündliche Verhandlung nach dem stenographischen Bericht. Drittes Heft: Das Urtheil erster Instanz mit kritischen Randnoten zum Zwecke der Appellations- Rechtfertigung bem. -, 50 Offenes Antwortschreiben an das Centralkomitee jur Berufung eines Allgemeinen deutschen ArbeiterRongresses zu Leipzig. 5. Aufl. .-, 10 arbeitet Mit diesem Schreiben eröffnete Lassalle die Agitation zur Gründung einer selbständigen Arbeiterpartei. Bur Arbeiterfrage. Rede bei der am 16. April 1863 in Leipzig abgehaltenen Arbeiterversammlung. Nebst Briefen Prof. Wuttke's und Lothar Bucher's. M.-, 10 Arbeiterlesebuch. Rede Lassalle's zu Frankfurt a. M. am 17. und 19. Mai 1863. Nach dem stenographischen Berichte. M.- 25 Kleine Auffähe: Die französischen Nationalwerkstätten von 1848. Antwort an Herrn Professor Rau. Lassalle und die Statistik von Wackernagel. Herr Wackernagel oder der moderne Herostratus. Erwiderung auf eine Rezension der M.-, 15 „ Kreuz- Zeitung". Die Feste, die Presse und der Frankfurter Abgeordnetentag. Drei Symptome des öffentlichen Geistes. Eine Rede, gehalten in den Versammlungen des Allgemeinen Deutschen Arbeiter- Vereins zu Barmen, Solingen und Düsseldorf. M.- 25 Rede vor der korrektionellen Appellkammer zu Düffeldorf am 27. Juni 1864. Bertheidigungsrede gegen die Antlage, verschiedene Klassen der Bevölkerung zum Haß und M.-, 10 zur Verachtung öffentlich aufgereizt zu haben. Der Hochverraths- Prozeß wider Ferdinand Lassalle vor dem Staatsgerichtshofe zu Berlin am 12. März 1864. Nach dem stenographischen Bericht. M.-, 40 Die Agitation des Allgemeinen Deutschen ArbeiterVereins und das Versprechen des Königs von Preußen. Eine Rede, gehalten am Stiftungsfeste des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins zu Ronsdorf am 22. Mai 1864. M. FO -, 25 Als Agitationsschriften haben die Lassalle'schen Broschüren ihre faszinirende Wirkung behalten; wie Dor 30 Jahren begeistern sie noch heute die Leser und in populärer, fesselnder Behandlung des spröden ökonomischen oder geschichts- philosophischen Stoffes sind sie unerreicht geblieben. Herr Julian Schmidt, der Literarhistoriker mit SeherScholien. 90.-, 75 Die Anmerkungen des Gegerweibes" in dieser literarischen Hinrichtung des bürgerlichen Mode- Literaten entstammen bekanntlich aus der Feder der späteren„ Erzellenz" Lothar Bucher! " Franz von Sickingen. Eine historische Tragödie. 2. Aufl. Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Jüngl.- Hohenz.- Mtl.." Für das Verleihen von Fracks, sowie ganzer schwarzer Anzüge haben wir eine besondere Abtheilung eingerichtet. Berlins grösstes und billigstes Konfektionshaus. ,, Zum Prophet" Welthaus in fertigen Herren- und Knaben- Garderoben. I. Etage. Am Dönhoffplatz I. Etage. Ecke Leipziger- und Kommandantenstraße. DF Sonntags von 7-10 und 12-2 Uhr geöffnet. I Feine Schneiderarbeit. Versandt gegen Nachnahme. Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Maz Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. M.2, Alle Buchhandlungen, Kolporteure und Zeitungsspediteure nehmen Bestellungen entgegen. Bei Bestellungen von Außerhalb ersuchen wir um gleich zeitige Einsendung des Betrages( Porto extra). 400/1 Hierzu zwei Beilagen 1. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mr. 5. Vom Bergarbeiterstreik. Freitag, den 6. Januar 1893. Lebenshaltung dies erheische. Es giebt nichts Alberneres, als die Behauptung, Volksbewegungen würden gemacht". Das Wolff'sche Telegraphenbureau sorgte gestern wieder worfen." fam Gebiete e3 in den Wäldern 10. Jahrg. Parteinachrichten. Knappschaftsältester Wilhelm wurde verhaftet, weil Protestversammlungen gegen die Militärvorlage er bei einer Ruheſtörung in Spießen der„ Rädelsführer" ge- dafür, daß der kapitalistischen Presse der Stoff zum Klatsch nicht sind noch abgehalten worden in Pögelwit( Ref. Schü wesen sein soll. Einfahrende Bergleute sollen dort mit Steinen ausging. E3 meldete aus Neunkirchen unterm 4. Januar: Breslau), Neu- Ruppin( Ref. Wife Berlin), Na um beworfen worden sein. " Von hier sind vielfache Ausschreitungen zu berichten. Die burg( Ref. Hoffmann Zeitz), Weidisch bei Glogau( Ref. Charakteristisch für den neuen" Kurs ist das Lob, welches Bergleute, welche sich zur Grube begeben wollten, werben Stolpe- Grünberg). bas unverfrorenfte rheinische Kapitalistenblatt, die Rheinisch- Auf bayerischem von den Ausständigen auf den Straßen angefallen. Weft f. 3tg.", den Regierungsorganen für ihr Verhalten gegenGemeindewahlen. In Schneidenbach bei Mylau i.V. Vor dem wurde in der Klasse der Unangesessenen ein Sozialdemokrat geüber den streikenden Bergleuten spendet. Die Hoffnung, sagt das zu Zusammenstößen zwischen beiden Parteien. Blatt, daß angesichts des Massenstreits der Bergleute im SaarInspektionsgebäude hier wurden heute Abend wiederholt wählt. In Hasel brunn bei Plauen trug sich folgendes Schüsse abgegeben. In den Straßen von Neunkirchen humorvolle Wahlstücklein zu. Unsere Genossen hatten bei dieser revier die Regierung diesmal jede Schwäche bei Seite feßen und selbst wurden heute die von der Schicht kommenden Leute von Wahl einen Versuch mit eigenen Kandidaten machen wollen und äußerster Strenge verfahren möge, damit Arbeitnehmer wie Ar- den Frauen und Kindern der Ausständigen mit Steinen beſtellten als Unansässigen den Genossen Hartung auf. Die Wahl. Weiter meldete dasselbe Bureau aus Bild stock fand am 11. Dezember, Nachmittags statt. Abends 1/27 Uhr, beitgeber endlich wissen, daß die Zeit des Liebäugeln mit unter gleichem Datum:„ In der heutigen Versammlung der als schon 35 Stimmen für Hartung abgegeben waren, the ungefunden und phantastischen Projekten aufgehört hat und die Bergleute verlas Schillo nach Mittheilungen über den Stand der Wahl dauerte bis 7 Uhr- stellte es sich heraus, daß derselbe fogenannte Arbeiterfreundlichkeit auch innerhalb der Regierungs- Dinge im ganzen Revier den Bescheid der Bergwerksdirektion als Reuße nicht wählbar ist. Kurz entſchloſſen ſtellte man freise an den unabänderlichen wirthschaftlichen Gefeßen ihre auf seine Eingabe als Vorsitzender des Streiffomitees. Die Berg- einen anderen Kandidaten, den Genossen Schröder, auf; die Schranken erkennt"- diese Hoffnung scheine erfreulicherweise in werksdirektion lehnt in dem Bescheide ab, mit Schillo zu unter- Stimmzettel waren schnell geschrieben. Um 8 Uhr wurde das Erfüllung zu gehen, da die Bergbehörde im Saarrevier bisher handeln. Gegen Ende der Versammlung fehrte Wagner aus Resultat bekannt. Es hatte der Gegenkandidat, der Borstand stark geblieben wäre und sich auf keine Unterhandlung mit dem Westfalen mit der Nachricht zurück, daß von dort aus Unter- des Militärvereins sechs Stimmen erhalten, unser Genosse acht bergmännischen Rechtsschutzverein eingelassen habe. stüßungsanträge nach Belgien, England, Frankreich, Sachsen Stimmen. Eine halbe Stunde später war Militärvereins Die Frankf. 3eitung" schreibt in ihrer Nummer vom und Böhmen abgesandt seien. Westfälisches Geld scheint Versammlung und in dieser wurde das neue Gemeinderaths4. Januar:„ Nach den neuesten Meldungen über den Ausstand Wagner nicht mitgebracht zu haben." Endlich be mitglied Schröder aus dem Verein ausgeschlossen. Was in im Saarrevier hat die Zahl der Anfahrenden sich vorgestern bezw. richtet das Wolff'sche Bureau aus Saarbrüden unterm einem sächsischen Dorfe in zwei Abendstunden nicht alles gestern um über tausend vermehrt, die Zahl der Ausständigen 5. Januar:" Heute Vormittag find angefahren: Auf der Berg- passiren kann! also abgenommen. Ob man darin bereits ein Zeichen des Nieder- inspektion 1" Ensdorf" 555, auf der Belegschaft 2 Louisenthal" " " * die gangs der Bewegung zu erblicken hat, bleibt abzuwarten; die 1165, auf der Belegschaft 3 von der Heydt" 731, auf der Beleg- Bei der Gewerbegerichtswahl in Effen flegten die zwölf Zunahme der Arbeitenden könnte auch dadurch erklärt werden, schaft 4 Dudweiler" 702, auf der Belegschaft 5, Sulzbach" 640, Kandidaten der vereinigten„ christlichen" und Hirsch- Duncker'schen daß durch die getroffenen polizeilichen Maßregeln und die Zu- auf der Belegschaft 6 Reden" 689, auf der Belegschaft 7 Vereine mit ca. 1110 Stimmen gegen ca. 530 Stimmen, die für fammenziehung der Tag- und Nachtschichten in eine Tagesschicht Heinih" 1077, auf der Belegschaft 8' Neunkirchen" 1373, auf die Kandidaten des Gewerkschaftskartells abgegeben wurden. Da eine Anzahl von Leuten, die nur äußerem Druck gehorchend, sich der Belegschaft 9 Friedrichsthal" 647," auf der Belegschaft 10 einer der Gewählten inzwischen gestorben ist, so tommt wenigstens am Ausstande betheiligt haben, zur Wiederaufnahme der Arbeit Goettelborn" 332" und auf der Belegschaft 11 Fischbach" 562 einer der Kandidaten des Gewerkschaftstartells ins Gewerbegericht. ermuthigt worden ist. Die Ueberzeugung, daß der Ausstand nicht Mann, im Ganzen 8478 Mann, also 649 mehr als gestern. Wenn man berücksichtigt, daß Essen jetzt zu den Hauptstüßen des lange dauern könne, ist übrigens eine allgemeine, zumal von den Heute Vormittag wurde in Bildstock eine Frauenversammlung Ultramontanismus gehört, so ist das Wahlergebniß für uns seitens der Führer in Aussicht gestellten auswärtigen Unter- abgehalten; es fand eine wahre Völkerwanderung dorthin statt." immerhin nicht ungünstig, denn die Pfaffenpartei fiegte ja nur ftübungen noch gar nichts zu merken ist. Die Behörde bleibt damit Hilfe der unter deutschfreisinnigem Protettorat trebsenden bei, mit dem Vorstand des Rechtsschutzvereins nicht, sondern nur hütte müsse den Betrieb vorläufig einstellen, da es an noch einige Jahre so systematisch agitirt haben, wie dies feit Der„ Bote" aus Sulzbach berichtet, die dortige Glas- Hirsch- Dunckerianer. Wird in Rheinland- Westfalen unsere Partei mit den Arbeiterausschüssen zu verhandeln, und es ist unter diesen Kohlen fehle. Die Wanne solle aber nicht erkalten, damit nach dem Erlöschen des Sozialistengesetzes der Fall, so wird es Regel Umständen sehr bedauerlich, daß von seiten gewiffer Personen, so Beendigung des Streits die Arbeit baldigst wieder aufgenommen geworden sein, daß die zahlreiche Arbeiterbevölkerung dieser Pro3. B. eines Meter Rechtsanwalts, die Streifenden aufgemuntert werden könne. werden, bei der Forderung, die Verwaltung solle mit den Vervinzen der rothen Fahne folgt, anstatt wie jetzt sich um die ver bandsführern unterhandeln, zu beharren. Das kann doch unter Die Nationalzeitung", die als echtes Proßenblatt das blichenen Banner der alten Gesellschaft zu schaaren. den gegebenen Umständen für die Leute nur schlimme Folgen Auftreten der streifenden Bergarbeiter in möglichst ungünstige haben. In welcher Weise der so unbesonnen inszenirte Ausstand Beleuchtung zu rücken sucht, weiß von dem verhafteten Warken tlärten sich noch einverstanden die Parteigenossen in NeuMit den Beschlüffen des Berliner Parteitages er jetzt schon von gewisser Seite auszunuzen versucht wird, zeigt der ein noch schwereres Bergehen" zu melden als die angebliche Ruppin, im 22. sächsischen Reichstags- WahlArtifel der hochoffiziösen„ Nordd. Allgem. 3tg.", der mit schein- Aeußerung desselben war, es feien 3000 Revolver angekommen." barem Ernste die Frage aufwirft, ob die Vorgänge im Saar- Das noch schwerere Verbrechen" soll darin bestehen, daß am reise( Parteifonferenz zu Reichenbach, auf welcher 20 Ort in Plauen i. V., revier nicht ein Anzeichen dafür seien, daß unsere sozialpolitische 31. Dezember Warten mit einer großen Anzahl Ausständischer, schaften zahlreich vertreten waren), Gesetzgebung in der Bewilligung von Rechten für die Arbeiter zu die er persönlich anführte, bei Neunkirchen arbeitswillige Berg- Reinickendorf bei Berlin. weit gehe. Die übrigen sozialpolitischen Gesetze haben natürlich leute gewaltsam von der Einfahrt abzuhalten suchte nach dem mit dem Ausstande nicht das geringste zu thun, es tönnte hier Strafgesetzbuch Verbrechen wegen Aufruhrs und Hädelsführung." 1199,75 M., Ausgabe 925,45 M. Meerane: Kassenbestand Parteifinanzen. Leipzig Zentrum: Jahreseinnahme: nur die legte Novelle zum Berggefeh in Betracht kommen. Angesichts dieses Gesetzes, dessen eigentliche Väter die Herren Stumm behörden die heute Freitag fälligen Löhne nicht auszahlen, weil 1892 798,92 m., Summa 1089,44 M. Ausgabe bis 31. De Nach der Saarbrüder Zeitung" wollen die Berg am 1. November 1891 290,52 M., Einnahme bis 31. Dezember und Genossen sind, von zu weitgehenden Rechten der Arbeiter zu die Bergleute die Arbeit ohne Kündigung niedergelegt haben. zember 1892 660,92 m. Bestand 428,52 M.( Bon diesen 428,52 sprechen, ist ein wahrhaft blutiger Hohn; darüber könnte sich Man hofft dadurch wahrscheinlich den Streit zu brechen. Esmart find 359,69 m. verzinslich angelegt und für die nächste die Norddeutsche Allgemeine Zeitung" die beste Auskunft bei wird nun jeden kapitalistischen Proßen mit hoher Befriedigung Reichstagswahl bestimmt.) dem Herrn Handelsminister Berlepsch holen. Im übrigen ist erfüllen, wenn er liest, was die menschenfreundliche nationalliberale die versteckte Drohung, die in den Ausführungen des offiziösen National 3eitung" gegenüber den Unruhen, die jene Personalien aus der Partei. Blattes liegt, genau so unsinnig, oder gar noch unsinniger, wie Maßregel der Bergbehörden hervorrufen könnte, über die Sicher Fischer, seither in Frankfurt a. M. als Mitarbeiter der Genosse Edmund die Drohung des nämlichen Blattes mit der Wiedereinführung heitsvorkehrungen zu melden melden weiß: der vollen" dreijährigen Dienstzeit für den Fall der Ablehnung zum Ausmarsch bereit: Das Militär steht Boltsstimme" thätig gewesen, ist zu Neujahr in Dresden in der Militärvorlage. Daß an eine Aufhebung oder Rückwärts- vorbereitet, bereit: überhaupt find alle Maßregeln bie Redaktion der Sächsischen Arbeiterzeitung" einun jeden thätlichen Widerstand gegen die getreten. revision der sozialpolitischen Gesetzgebung nicht gedacht werden Obrigkeit energisch zu unterdrücken. Es muß erwartet werden, fann, darüber dürfte man sich nirgends flarer sein, als in Regie- daß die Behörde von allen Befugnissen, welche ihr die Gesetzrungstreifen, wo man ja recht gut weiß, aus welchen Gründen gebung gerade in bezug auf die Lohnzahlung im Falle des Agitationstour, welche zahlreiche Bremer und Woltmershausener Von der Agitation. Ueber die bereits kurz gemeldete man die Bahn der sozialpolitischen Gesetzgebung beschritten hat, kontraktbruchs beilegt, unerbittlich Gebrauch macht. Nur eine Parteigenossen am Neujahrstage nach Strohm unternahmen, beschreiten mußte." feste und unbeirrte Haltung, welche jedes Schwanken ausschließt, bringt die Bremer Bürgerzeitung" einen Bericht, der das Leben fann den Erfolg verbürgen." und Treiben auf der Landagitation anschaulich schildert. Der " " " " Eine rührende Unkenntniß dessen, was man Voltsseele" nennt, verräth wieder einmal die ,, ölnische Zeitung", der in der Wie berichtet wird, fingen die Bergleute jetzt: heil Dir eisige, Mark und Bein durchbringende Schneesturm"-sagt das Luft der Ministersalons längst jedes Verständniß für das Leid im Siegertranz, Heil Warten Dir!"" Man fann Blatt der auf dem Wege von Woltmershausen nach Strohm der arbeitenden Bevölkerung verloren gegangen. Nur daraus er- danach ermessen, welch böses Blut- unter der Bevölkerung des die Schaar der dahinwandernden Genossen überfiel, konnte der tlärt es sich vollkommen, wenn sie schreibt: Welche Verblendung Saarreviers, die bisher stets als monarchisch geschildert wurde, porzüglichen Stimmung nicht den geringsten Eintrag thun, und herrscht unter den ausständigen Bergleuten! 23 000 Mann was sie auch wohl gewesen ist, die ganze Handlungsweise der fröhlich und guten Muthes zogen die Genossen in das Berweigern sich zu arbeiten und der Hundertste weiß nicht, Bergbehörden gemacht hat. Die Monarchie wird durch die Fehler fammlungslokal ein, dessen Wirth von dem zahlreichen Besuch warum. Die Jungen gehen mit aus Sorglosigkeit, was liegt ihrer Bureaukratie schweren Schaden haben. augenscheinlich sehr angenehm überrascht war. Versprach dieser auch an den armen Eltern; die Herangewachsenen, nun, sie sind Besuch doch eine erfreuliche Einnahme, wie sie ein kleiner Wirth frei, ubi bene, ibi patria aber nur so lange, als die Hezzer In Dortmund soll heute, Freitag, Nachmittag eine Ver- auf dem Lande wohl gebrauchen kann. Bald stellten sich denn des Rechtsschutzvereins Brot backen, von hochtrabenden Worten sammlung stattfinden, in welcher man die Stellungnahme zum auch die Einwohner des Dorfes ein, wohl an 40 Personen, eine allein fann ja niemand leben. Und die Alten? Sie sind zum Streit im Saarrevier und die Lage der Bergarbeiter im rheinisch- Bahl, die in Anbetracht der großen räumlichen AusTheil treu geblieben und fahren regelmäßig ein zur Schicht, zum westfälischen Kohlenrevier" berathen will. Einberufer dieser Ver- dehnung und geringen Einwohnerzahl des Ortes, wie Theil aber sind auch sie auf den Abweg mitgerathen, mehr aus sammlung ist der frühere„ Kaiserdetegirte" Bunte. auch der ungünstigen Witterung als eine sehr große bezeichnet Furcht denn aus Ueberzeugung. Es herrscht im ganzen Ausstandsgebiet ein unbeschreibliches Maß von wahmviziger Versammlung statt, in welcher Stellung zu dem Streit im Saarrevier Bersammlung, vom Genossen Fiedler eröffnet, abgehalten. Der In Essen findet heute gleichfalls eine Bergarbeiter Ver- werden muß. Auf der großen Diele des Hauses wurde die irrung und Verführung, die heute in einem Augenblick sich nicht genommen werden soll. Referent, Genosse Bruhns, bestieg die eilig improvisirte Rednerzusammenfassen und beschreiben läßt, sondern nur in einzelnen tribüne eine hölzerne Waschbalje und legte nunmehr in Ausführungen und da nur mit schwacher Feder dargestellt werden Nach einer Meldung der„ Saale- Zeitung" aus Bildstock soll einfacher, den Landleuten verständlicher Weise die ablehnende tann. Nehme man vorerst die nackten Zahlen, um ein Bild des in der Nacht vom 1. zum 2. Januar ein Theil der berg- Stellung der Sozialdemokratie zur Militärvorlage klar. In Ausstandes am heutigen Tage zu geben. Am 3. Januar, also fistalischen Telegraphenleitungen zerstört worden athemlofer Stille- die nur zuweilen vom Brummen der seitheute, trat eine wesentliche Verschiebung in der Zahl der sein, was vermuthlich eine Ente ist, die man aus Kreisen aufwärts stehenden Kühe unterbrochen wurde lauschten die Ver Ausständigen bei den einzelnen Berginspektionen, die in flattern ließ, welche an der öffentlichen Diskreditirung der Berg- sammelten den anderthalbstündigen Darlegungen des Redners der Zahl 11 betragen, ein. Bei der Berginspektion 1. Ensarbeiter ein Interesse haben. und selbst die grimmige Kälte auf der offenen, zugigen und dorf fuhren an von etwa 2000 Mann Belegschaft 389 gegen gestern 14 Mann mehr; die gleichen Zahlen bezifferten sich schreibt: Nun Rapital und Ihr Herren vom Lehrstuhl, was scheuchen. Der lebhafte Beifall am Schlusse des Vortrages be Das Drgan der Bergarbeiter, Schlägel und Eisen", steingepflasterten Diele vermochte teinen vom Plage zu ver bei den anderen Inspektionen auf: 2. Luisenthal: 3600, 669,+28; 3. Von der Heydt: 3000, 513,+ 172; 4. Dud sagt Ihr jezt dazu? Habt Ihr jetzt gesehen, was die Noth bei wies, daß die Worte unseres Redners ihren Eindruck auf die weiler, 2500, 594,+ 68; 5. Gulzbach: 2700, 461,+ 156; 6. Dem Bergmann, trotz all' Euren Machinationen, fertig bringt? Bersammelten nicht verfehlt hatten. In der Diskussion wies weiler, 2500, 594,+ 68; 5. Gulzbach: 2700, 461,+156; 6. Saben wir nicht gebittet und gefleht schon drei Jahre lang, aber noch Genosse Ebert mit lebhaft applaudirten Worten auf die 6. Neunkirchen: 8200, 240, 942; 9. Friedrichsthal: 2400, 492, mannsfreund", das sind Früchte von dem Samen, den Sie in worauf dann eine vom Vorsitzenden verlesene Protestresolution Reden: 3500, 291,+ 108; 7. Seinig: 4500, 978,+461: leider ohne Erfolg? Ja, Herr Verantwortlicher des Berg+227; 10. Göttelborn: 500, 274,+149; 11. Fischbach: 1800, mannsfreund", das sind Früchte von dem Samen, den Sie inwendigkeit hin, die Arbeiterpresse nach Kräften zu unterstüßen, 382,+286. Während nach diesen Zahlen auf zehn von elf Ihrem Blatte ausgestreut haben!" einstimmige Annahme sand. Bald nach Schluß der Versammlung Inspektionen eine Abnahme des Ausstandes fich zeigte, ist die Aus Saarlouis meldet Herolds Telegraphenbureau machten sich unsere Genossen auf den Heimweg, und muntere, Zahl der Ausständischen im Inspektionsbezirk Neunkirchen um unterm 5. Januar: Es verlautet, in der Konferenz der Behörden anfeuernde Volts- und Parteilieder, die hell hinaustlangen in 900 Mann gewachsen." Ueber den Verlauf der Ausstands- sei beschlossen worden, in der nächsten Woche den Bergarbeitern die mondhelle und bittertalte Winternacht, fie gaben Beweis dabewegung gelangen durch einen Theil der örtlichen Presse leider ein Ultimatum zu stellen. Die nicht anfahrenden Bergarbeiter von, daß man mit dem Resultat der Arbeit des ersten Tages im Erzählungen und Berichte in die Deffentlichkeit, die oft jeder sollen dann zeitweise oder dauernd abgelegt werden; viele Berg: neuen Jahre völlig zufrieden war und sein durfte, denn in der thatsächlichen Grundlage entbehren. Allerhand Schauergeschichten leute, welche gegenwärtig besonders agitiren, werden überhaupt That haben wir auch in diesem kleinen Orte des bremischen werden von Reportern aus den Fingern gesogen oder vom abgelegt. Kreises, der bisher vom„ Gift des Sozialismus" kaum berührt Hörenfagen als nackte Thatsachen wiedergegeben. Dazu kommen die Alarmnachrichten, daß so und so viel Bataillone friegsmäßig Ausstandes nach der B. 8." tausend Doppelwaggons Das rheinisch- westfälische Roakssyndikat verkaufte infolge des war, einen Erfolg errungen, der für die Zukunft nur Gutes verspricht." in Anmarsch seien alles Nachrichten, die nur geeignet sind, ko at 3 an die Saarwerte. Weitere Abschlüsse und damit In einer Reihe von Ortschaften des Wahlkreises Rempen die Erbitterung und den Uebermuth der Ausständischen zu wurden während der Weihnachtsfeiertage tausende von sozialsteigern und in weiten Geschäfts- und Verkehrstreisen eine un- eine Berringerung der Produktionseinschränkung sind wahr bemokratischen Flugblättern von unseren bayerischen Parteibegründete Befürchtung reifen zu lassen.... Die Prahlerei mit Rechtsschutz- Revolvern" ist ja gewiß geeignet, ein Gruseln aus- Köln, 5. Januar. Jm Saarbezirt ist, wie die ,, Kölnische ärts hervorzurufen. So schlimm ist es aber nicht, Revolverschüsse Beitung" mittheilt, infolge der Kälte und des Ausstandes die find gefallen, wie jedes Jahr am 1. Januar. Was die Rechts: Nachfrage nach Kohlen sehr lebhaft. Im Ruhrbezirk sollen AnSchutz- Revolver" aber anbelangt, so ist bisher mehr geschrien als gesichts jüngster Tage hervorgetretener Anzeichen von einer Berggeschossen worden. Ich bin heute, troß vielseitiger Warnungen, arbeiter- Bewegung gewisse Bedenken hinsichtlich des Fortganges ohne Revolver, ja, обпе Stod nach Bildſtoc in der regelmäßigen Förderung eingetreten sein, da es nach den Die alltägliche große Versammlung gegangen, und ich Borgängen im Saarbezirk nicht ausgeschlossen erscheint, daß auch war unbesorgt." Die Köln. 8tg." und ihr Geschwister in dem Bezirk Dortmund Versuche zur Herbeiführung eines Aus mögen sich gesagt sein lassen, daß Boltsmassen nur dann zum standes gemacht werden können. ernsthaften Kampf sich bequemen, wenn sie glauben, daß die Aufrechterhaltung oder Wiedererringung ihrer gewohnheitsmäßigen scheinlich. genossen verbreitet. Die ultramontane Presse schreit Zeter und Mordio, aber das Wuthgeheul ist nur ein zu deutlicher Beweis dafür, daß der Boden gut vorbereitet ist, um die ausgestreute Saat aufgehen zu lassen. Ju der letzten Magdeburger Volksversammlung wurde von einem Redner gewünscht, daß der Vorwärts" in wärmerer Weise für den Magdeburger Boytott eintreten möge, damit auch die auswärtigen Genossen im stande seien, die Magdeburger zu unterstügen. Wir haben den Magdeburger Boykott durch Abdruck der uns zugegangenen Mittheilungen sowohl wie durch sonstige Er . Polizeiliches, Gerichtliches ze. Die Dessauer Polizeiverwaltung hat nunmehr erklärt, daß sie die unpolitischen" Bersammlungen unferer Genossen nicht mehr überwachen werde. Das dahin gerichtete Vorgehen der anhaltischen Sozialdemokratie wäre damit amtlich für berechtigt erflärt. Kommunales. Stadtverordneten- Versammlung. Deffentliche Sigung vom Donnerstag, den 5. Januar, Nachmittags 5 Uhr. Die Die Vorlage geht an einen Ausschuß von 15 Mitgliedern. Die Stadtvv. Alt u. Gen. beantragen zu beschließen: „ Der Magistrat wird ersucht, den Beschluß der Ver sammlung vom 18. Dezember 1890, betr. die Festsetzung von Baufluchtlinien für die Verlängerung der Raiser Wilhelmstraße, baldmöglichst zur Ausführung zu bringen." Der Antrag wird nach Befürwortung durch die Stadtver Mehrheit angenommen. ordneten Alt, Burckhardt und Wohlgemuth mit großer wähnung des Thatsächlichen genau so unterstützt, wie das bei johne vorgängige Bereinbarung mit den Grundbesshern oder den des Salzufers, sowie der entsprechenden Theile des Gartenufers den in anderen Orten ausgesprochenen Bontott- Grklärungen der Gemeinden, ganze Bezirke für die landhausmäßige Bebauung und der Berliner Straße durch Charlottenburg. Fall war, wollen jedoch, dem Wunsche des betreffenden Magde- refervirt feien. Dies fei 3. B. mit Nieder- Schönhausen der Fall, burger Genoffen Rechnung tragend, gern nochmals erklären, daß welches mit seinen 3000 Morgen ganz und gar der Billenbebauung Lutherstraße, Errichtung einer Gasbehälteranſtalt an diesen C. Ausbau der Charlottenburg gehörenden Bayreuther- und die Unterstützung eines Boykotts gegen Lokale, die anderen Bar- vorbehalten fei. Gänzlich vermißt werde das Prinzip, wonach Straßen für Berlin und Verlegung der erforderlichen Gasröhren teien zu Versammlungen zur Verfügung gestellt und unserer Partei diese Eintheilung erfolgt sei. Die Stadt Berlin, in welche zahl innerhalb des Weichbildes von Charlottenburg. verweigert werden, verdammte Pflicht und Schuldigkeit jedes reiche diefer Gemeinden demnächst eingemeindet werden sollen, Parteigenossen ist. Geboykottet find laut Beschluß der Magde- habe ein ganz direktes Interesse an dieser Eintheilung, da sie Charlottenburger Chaussee. D. Aufhebung des Wegezol auf der Moabits burger Lokalkommission folgende Brauereien: Aktienbrauerei durch dieselbe in stärkste Mitleidenschaft gezogen werde. Neustadt- Magdeburg, Klosterbrauerei Hadmersleben, Bodenstein Sache sei einem Ausschusse von 15 Mitgliedern zu überweisen. Beusselstraße von der Kaiserin- Augusta Allee bis zur Thurm E. Regulirung und Unterhaltung des Straßendammes der Reustadt- Magdeburg, Krakauer Brauerei Sieger u. Co., Suden- Gigenthümlich würde es doch sein, wenn der Magistrat von dieser straße, sowie Anlage der Straße 27 von der Beuffelstraße bis burger Brauhaus, Buckauer Brauerei Reichardt u. Schneidewin, Bauordnung vor ihrem Erlaffe feine Kenntniß erhalten haben zum Knidpunkte der Weichbildgrenze. Wallbaum u. Co. in Neustadt- Magdeburg, Kaiserbrauerei Allen- sollte, während er mit der Infommunalisirungsfrage befaßt sei. dorf in Sc önbeck, Bittoria- Brauerei Morgenstern in Groß- Salze, F. Festsetzung einer Verwaltungsgrenze statt der WeichbildBrauerei Waldschlößchen in Dessau, Stadtv. Singer: Ich hatte allerdings vermuthet, daß der grenze auf dem Martinicenfelder Gebiet. Magistrat sich zur Sache äußern würde. Was eine Ausschuß- Die Versammlung wird ersucht, sich mit dem Abschluß des Todtenliste der Partei. Gestorben in 5 of in Bayern die tönnen ihn ohne weiteres annehmen, ba ganz zweifellos für die Magistrat zu ermächtigen, auf der Grundlage desselben mit berathung des Antrages foll, tann ich nicht recht begreifen; wir Abkommens in diesem Umfang einverstanden zu erklären und den Textilarbeiterin Frau Bertha Schübel. bevorstehende Eingemeindung der Vororte die neue Bauordnung Charlottenburg gesonderte Verträge abzuschließen. von großem Interesse ist. Ihre etwaigen Erklärungen tönnten Für die Verwaltung und Unterhaltung der Kaiserin- Auguftadie Vertreter des Magiftrats ja auch hier abgeben; ein Ausschuß Allee, des Charlottenburger und Salz- Ufers, sowie der Theile würde die Erledigung der Angelegenheit nur verlangsamen. Ich des Garten- Urers und der Berliner Straße foll die Stadt Berlin habe das Wort hauptsächlich ergriffen, um dadurch aus dieser an Charlottenburg jährliche Renten von 2500, bezw. 9400 und Versammlung heraus der Auffassung Ausdruck zu geben, daß wir 2750 M. zahlen. das, was Herr Kyllmann und seine Freunde jezt und früher als eine Erfchiverung bezeichnet haben, für vollkommen gerechtfertigt erachten( Zustimmung), daß wir in die Klagen der Herren über die neue Bau- Ordnung Berlins ebensowenig wie in diejenigen hinsichtlich der Bau- Ordnung für die Vororte mit einstimmen. Es ist ein großes Verdienst für Berlin eine Baupolizei- Ordnung gefchaffen zu haben, die wenigstens in etwas die geradezu schamlofe Ausnußung von Raum, Luft und Licht beschränft.( Beifall.) nicht von dem Wunsche getragen, daß das Terrain, welches bei Tie Ausführungen des Antrogitellers schienen mir allerdings der Einverleibung der Stadt zur Verfügung steht, nicht auch in Die für 1892/98 im Extraordinarium bewilligten 2500 M. vollem Umiange von der Bauspekulation ausgenutzt werden soll. für die Einrichtung von 2 Bentefimalwaagen auf dem Rieselgut Wir meinen, die städtische Verwaltung Berlins follte alle An- Blankenfelde haben für diefelben nicht ausgereicht; die regungen der Regierung, welche durch die Eingemeindung ein Kosten sind vielmehr um ca. 1436 m. höher gewesen. Ein Angesünderes Wohnen der Bevölkerung ermöglichen wollen, in trag des Magistrats, diese Ueberschreitung nachträglich zu höchstem Grade unterstügen.( Sehr richtig!) Die Auffassung des genehmigen, war in der Sigung vom 8. Dezember vor. Jahres Herrn Kyllmann dürfte aber zum Gegentheil führen, nämlich zur abgelehnt worden. Der Magistrat richtet nunmehr nochAuslieferung auch dieses Bauterrains an die Spekulation. Es mals dasselbe Ersuchen an die Bersammlung, indem lie gen dafür auch schon bestimmte Anzeichen vor. Die wüstefte ausdrücklich hervorhebt, daß die Gutsverwaltung bei der BeBauspekulation hat sich bereits in diesen Terrains geltend gemacht. schaffung der beiden Waagen nicht ganz zweckentsprechend verIn der gemischten Deputation für die Inkommunalisirung habe ich fahren ist und auf diese Berfehlung nachdrücklich aufmerksam gedarauf hingewiesen, daß die letztere nichts weiter bedeuten würde, als macht worden ist. eine Privilegirung der wüstesten Grundstückswuchers, wenn wir Die Vorlage wird ohne Debatte genehmigt. nicht im stande wären, die Regierung zu veranlassen, in das zu Der Feuertassenbeitrag zur Deckung der im Ber erlassende Inkommunalisirungsgesetz eine Bestimmung aufzuwaltungsjahre 1. Oftober 1891/92 entstandenen Brand nehmen, nach welcher alles in Privatbesitz befindliche Land bei entschädigungen, Nebenkosten und Beiträge zu den Kosten des der Eingemeindung im Wege der Enteignung nach feinem Werthe Feuerlöschwesens insgesammt 1814 466,71 m. wird auf als Aderland in den Besitz Berlins übergeht.( Unruhe.) Gewiß 4 Pfennige für je 100 m. der Feuerversicherungssumme festfindet ein solcher Vorschlag zur Zeit hier teine Mehrheit; aber gefeßt. das eine darf ich vielleicht doch hoffen, daß diese Versammlung Die zur Freilegung der linksseitigen Spreeufersich einmal darüber hinwegseßt, daß sie nach der Städte straße zwischen der Jannowiß- und Schillingsbrücke erforderOrdnung zur Hälfte aus Hausbesitzern besteht. Dieser Umstand lichen Flächen sollen im Wege der Enteignung erworben werden. empfiehlt doch gerade ein vorsichtiges Dperiren auf diesem Ge- Die Forderungen der Eigenthümer für das Hinterland der beir. biete. Gewiß wäre es besser gewesen, wenn man die Gemeinde, Grundstücke in der Wassergasse, Köpenickerstraße und Michaelkirchderen Fell man zertheilt, erst gefragt hätte. Wenn aber straße hält der Magistrat für zu hoch; außerdem haben einige der Magistrat sich dazu aufschwingen fönnte, diefe Grundbesizer erklärt, freihändig überhaupt nicht verkaufen ju Beranlassung zu benußen, um darauf zu bringen, daß endlich einmal bas so oft gegebene Versprechen der sogenannten freiwilligen Die Vorlage wird angenommen. Wohlthäter der niederen Klassen erfüllt würde, nach hygienischen Schluß 84 Uhr. Grundsägen gesunde Arbeiterwohnungen für Miethsbeträge zu bauen, welche nicht die Taschen der Spekulanten füllen, sondern für den Arbeiter erschwinglich sind, dann könnten wir dafür nur außerordentlich dankbar sein. Führen die Erörterungen des Magistrats zu Erschwerungen der gefunden Grundlagen dieser Bauordnung, so würde ich mich nicht darüber wundern, aber dies Ergebnis aufs lebhafteste beklagen; und ich kann nur wünschen, daß die Regierung bei ihrem Widerstand gegen die Ausnuzung des Terrains durch die Spekulation rüdenjteif bleibt und sich durch das Wehklagen der Bourgeoisie nicht einschüchtern läßt! ( Lachen und Beifall.) Den Vorsitz führt der Borsteher Stellvertreter Stadtv. Dr. Langerhan 3. Der in den Ruhestand getretene Stadtrath Schreiner dantt in einem Anschreiben für die Verleihung des Titels Stadtältester" und die Bewilligung des vollen Gehalts als Penfion. Stadtv. Dr. Stryd macht der Versammlung die schriftliche Anzeige, daß er unter den obwaltenden Umständen" nicht in der Lage fet, eine etwaige Wiederwahl anzunehmen. Die Berlesung des Schreibens wird von einem Theil der Versammlung mit Heiterkeit aufgenommen. Nach der Geschäftsordnung hat in der ersten Sigung des Jahres die Neuwahl des Vorstehers und seines Stellvertreters, der drei Beisiger und drei Stellvertreter, sowie der ständigen AusSchüffe stattzufinden. Die Bersammlung schreitet zunächst zur Wahl des Borstehers und des Vorsteher Stellvertreters. Vor dem Eintritt in die Wahl spricht der Stadtv. Reiß dem Gesammtvorstande, insbesondere dem langjährigen Vorsteher Dr. Stryck, den Dank für ihre bisherige Thätigteit aus. Die Versammlung erhebt sich zum Beichen des Einverständnisses von ben Sitzen, Bei der Wahl des Vorstehers werden 100 giltige Stimmen abgegeben; davon fallen auf Dr. Langerhans 79, Singer 11, Barth 2, Frenzel 2, Stryd 2, Biethen 2, Selle 1, Gnadt 1. Unbeschrieben sind 9 Stimmzettel. Dr. Langerhaus ist somit zum Vorsteher gewählt und nimmt die Wahl mit dem Ausdruck des Dantes für das Vertrauen an, mit welchem die Bersammlung ihn zu dieser hohen Ehre berufen habe. Er hofft, mit der freundlichen Hilfe der Versammlung dieses Vertrauen zu rechtfertigen. An der Wahl des Stellvertreters betheiligen fich 115 Mitglieder. Es werden 102 giltige, 13 unbeschriebene Stimm zettel abgegeben. Dr. Alexander Meyer II erhält 40, Justizrath Meyer I 24, Dr. Barth 21, Singer 13, Biethen 4 Stimmen. Da die absolute Mehrheit nicht erreicht ist, kommen die vier Erftgenannten zur engeren ab I. In derselben erlangt Dr. Meyer II 45, Dr. Barth 34, Meyer I 28 Stimmen; 8 Bettel find unbeschrieben. Da die absolute Mehrheit von 54 wieder nicht erreicht ist, muß zwischen den Stadtv. Dr. Alexander Meyer 11 und Dr. Barth eine Stichwahl stattfinden. In der selben siegt Dr. Alexander Meyer ll mit 61 Stimmen über Dr. Barth, der nur 46 Stimmen erhält. Dr. Alexander Meyer nimmt die Wahl dankend an. Stadtv. Spinola schlägt darauf die Wiederwahl der bisherigen Beifizer Seibert, Siebmann und Gericke durch Zuruf vor. Stadtv. Dinse widerspricht namens der neuen Fraktion der Linken der Akklamationswahl und schlägt als Beisiger den Stadtv. Hellriegel vor, da die neue Fraktion Anspruch auf Vertretung im Worftande mache. wollen. Tokales. er Drei Sammellisten für die gemaßregelten Pferdebahnbediensteten, Nr. 122, 123 und 125 sind verloren gegangen. Die Genossen werden ersucht, dieselben anzuhalten und an die Expedition des Vorwärts" abzuliefern. Genoffe Ferdinand Ewald aus Brandenburg hat gestern seine viermonatige Gefängnißstrafe in Plößensee angetreten. Stadtrath Voigt: Der Magistrat hat von der BauOrdnung vor ihrem Erlaß teine Kenntniß gehabt und auch bisher noch feinen Beschluß im Sinne des Antrags gefaßt. Stadtv. Wohlgemuth: Die Ausführungen des Stadtv. Singer sprechen gerade für Ausschußberathung.( Widerspruch.) Mittwoch haben 1942 Personen, 1899 Männer und 43 Frauen, Weltstädtisches Elend. In der Nacht vom Dienstag zum Die Frage darf nicht von dem rein bautechuifchen, auch nicht das städtische Obdach aufgesucht. Ein bürgerliches Blatt bemerkt von dem hochfozialpolitischen Standpunkte, sondern sie muß von hierzu:„ Es ist erschreckend, den trofilofen Zustand vieler dieser dem Standpunkt des Berliner Stadtverordneten betrachtet werden. hierzu:" Es ist erschreckend, den trostlosen Zustand vieler dieser Daher empfiehlt sich am meisten die Erörterung der ganzen der nothwendigsten Bekleidungsstücke ermangeln. Wenn auch die Wermsten anzusehen, die bei der bitter falten Witterung selbst Frage in der gemischten Deputation. Diese wird am besten entBei der dadurch nothwendig gewordenen Bettelwahl erhalten icheiden tönnen, welche Theile des zu infommunalisirenden Be- städtische Verwaltung soviel als möglich bemüht ist, diesen Bes Don 102 giltigen Stimmen Stadtv. Geride 73, Seibert 72, girts fich für landhausartige Bebauung eignen. Die Be- jammernswerthen, die sehr oft ohne Verschulden in ihre traurigſte Siebmann 60; diese 3 Mitglieder find daher wiedergewählt. Dingungen dafür kommen den Arbeiterwohnungen keineswegs, age gerathen sind, ihr Loos zu erleichtern, so reichen die Mittel Außerdem erhält Stadtv. Hellriegel 42 Stimmen; 5 Stimmen sondern nur reichen Leuten zu gute. Wenn Herr Singer von dennoch nicht hin, dem Elende in genügenber Weise zu steuern. Wir zersplittern. sogenannten Wohlthätern der Arbeiter spricht, so nehme Brivate Hilfsthätigkeit ist hier mehr als je geboten!" Bisherige Stellvertreter waren Bulle, Friederici, ich Wort ganz Die betreffenden möchten nur wissen, worin eigentlich die hervorragenden HilfeMielenz. Lezterer ist inzwischen zum Stadtrath gewählt genossenschaften haben für die Arbeiter landhausartige Bauten leistungen der städtischen Verwaltungs- Körperschaften bestehen! worden. Stadtv. Spinola giebt anbeim, an ftelle von Wielens geschaffen( Bwischenruf: Und 5 Prozent Dividende ein fündet man stets und ständig in der bürgerlichen Bresse, daß man Offiziell wird der Nothstand abgeleugnet, aber hinten herum verden Stadtv. Hellriegel zu wählen. gestedt!)- biese 5 pet. find den Hausbesigern wieder zu gute alles thut, um den nicht existirenden Noth and zu lindern. Und gekommen. Ich empfehle die Verweisung an die Deputation. Durch Afflamation werden Bulle, Friederici und Hellriegel gewählt. borgenommen werden. ernst. Baus fann. Stadtv. Bailleu begrüßt mit seinen engeren Partei- der ewig nachhinkende Pferdefuß ist doch immer der Appell an Stadtv. Hellriegel lehnt die Wahl ab. freunden die neue Bau- Ordnung als großen Fortschritt und als die Privatwohlthätigkeit. Eine nette Gesellschaftsordnung, die Die erforderliche Neuwahl wird erst in der nächsten Sigung einen solchen nicht etwa im Interesse der reicheren Leute, sondern nicht einmal des durch sie erzeugten Nothstandes Herr werden der ärmeren Klassen, und weist speziell auf den Auffay im Sierauf soll die Verloosung in die Abtheilungen erfolgen; Novemberheft der preußischen Jahrbücher hin, wo die Mitschuld dieselbe wird jedoch auf Antrag Singer, dem Stadtv. der städtischen Behörden an der üppigen Ausdehnung des Mieths Hermes beipflichtet, troh des Widerspruchs des Stadtv. fasernensystems nachgewiesen sei. Daher sei es zu begreifen, daß Schwalbe, der auf eine 15jährige Praxis verweist, dem die Regierung die stadtischen Behörden nicht erst gefragt habe, Bureau überwiesen. sondern selbständig vorgegangen sei. Es wird beschlossen, die ordentlichen Sigungen der Versammlung auch im Jahre 1893 am Donnerstag von 5 Uhr ab statt finden zu lassen. Nach der Geschäftsordnung sind die ständigen Ausschüsse a) für die Wahl der unbesoldeten Gemeindebeamten, b) zur Begutachtung der Vorlagen wegen Anstellung bezw. Pensionirung befoldeter Gemeindebeamten, c) für Betitionen in der ersten Sigung des Jahres neu zu wählen. Daffelbe gilt für die übrigen stän digen Ausschüsse a) für Rechnungsfachen, b) zur Borprüfung der Giltigkeit der Stadtverordneten- Wahlen. Stadtv. Sante ist ebenfalls für gesunde hygienische Reformen auf diesem Gebiete, tann diefelben aber in der neuen Bau- Ordnung nicht erkennen. Dieselbe mache für die Landhaus bezirke gemeindliche Entwässerung und Wasserleitung unmöglich. Besonders frappiren müsse die Willtür, mit welcher eine große Menge Eigenthum mit einem Federstrich entwerthet sei. Damit schließt die Diskussion. Ein Bild aus der Aera der sozialen Reform! Aus Spandau wird berichtet: In ihrer Wohnung erfroren ist in Spandau eine siebzig. jährige, in den dürftigsten Verhältnissen befindliche Frau. Die selbe bewohnte eine kleine Rammer auf dem Hofe eines Hauses an der Pichelsdorfer Straße und hatte mehrere Tage fein Lebenszeichen von sich gegeben. Da wurde die Thür auf Veranlassung der Polizei am Mittwoch geöffnet. Auf einem armseligen Lager erblickte man die Leiche der Greisin; dieselbe war infolge von Stälte und Entbehrungen umgekommen." Man soll doch wenigstens offen sein: die alte Frau ist verhungert und erfroren oder erfroren und verhungert wie man gründlichen Erörterung durchaus eines Ausschusses bedürfe. Der besser. Im Schlußwort erklärt Stadtv. Kyllmann, daß es zur will, jedenfalls gilt auch hier das Sprichwort: Doppelt hält Stadtv. Singer vermuthe in der Bau- Ordnung etwas, was nicht Die Ernennung der Ausschüsse wird dem Vorstande über- darin stehe. 3. 2. sei der ganze Bezirk längs der Görlizer Bahn Eine Eheschließung wider die Abrede hat am letzten laffen. Die im Jahre 1892 zur Vorberathung einzelner Gegenstände auf 20 Kilometer hinaus der landhausmäßigen Bebauung vor Tage des Jahres 1892 auf einem hiesigen Standesamte stattDie im Jahre 1892 zur Vorberathung einzelner Gegenstände ernannten Ausschüffe, die den ihnen ertheilten Auftrag noch nicht behalten. Ein abgefagter Feind der Miethstaferne fei er nicht, gefunden. Ein hiesiges Blatt berichtet hierüber: Braut und ernannten Ausschüsse, die den ihnen ertheilten Auftrag noch nicht halte dieselben vielmehr für einen großen Segen.( Aha!) Auch Bräutigam stehen festlich gekleidet vor dem Standesbeamten. erledigt haben,.sollen bestehen bleiben; aufgehoben wird auf An- die Berliner Wohnungsverhältnisse seien nicht so schlecht, wie Letterer hat soeben mit der würdevollen Miene, die er in dertrag Singer nur der bestehende Ausschuß für das Abkommen vielfach dargestellt werde. artigen Fällen aufzufezen pflegt, das Brautpaar mit den Pflichten zwischen Berlin und Charlottenburg. des neuen Standes vertraut gemacht und richtet an den BräutiDer Antrag geht nach dem Antrage Wohlgemuth an die ge- gam die feierliche Frage, ob er die ihm zur Seite stehende mischte Deputation. Nein," Jungfrau N. N. zu seiner Ebegattin machen wolle. Bon den Stadtvv. Geride u. Gen. ist folgender Antrag eingegangen: zu verhalten gedenkt. an den Magistrat die Anfrage zu richten, wie derfelbe Die fortschreitende Bebauung des äußersten Westens und lautet die im entschiedenen Tone gegebene, für den Standes sich zu der Baupolizei- Ordnung für die Bor- Nordwestens von Berlin, sowie der anstoßenden Gebietstheile der beamten nicht wenig verblüffende Antwort. Alles zureden er orte vom 5. Dezember 1892 in Rücksicht auf die bevor- Feldmart Charlottenburgs hat wachsende Unzuträglichteiten in weist sich als nuklos. Ich habe unterwegs etwas über meine stehende Einverleibung von Nachbargemeinden in Berlin den Grenzverhältnissen beer Gemeinden im Gefolge. Zur Be Braut gehört", erklärt der Bräutigam und damit verbleibt er seitigung dieses Mißstandes wird seit mehreren Jahren an der bei seiner Weigerung. Das Brautpaar verläßt mit den Trauzengen Der Gegenstand hatte bereits in der Sitzung vom 30. Dez. Serbeiführung eines Abkommens zwischen Berlin und Charlotten das Amtslokal und der Standesbeamte geht erregt auf und ab, vorigen Jahres auf der Tagesordnung gelanden, war aber burg gearbeitet. Auf Anregung der Charlottenburger Stadt- indem er sein Gehirn zermartert, wie er das bereits fertiggestellte wegen Behinderung des Antragstellers abgefeht worden. Zur verordneten- Bersammlung ist zwischen beiden Magistraten über Protokoll wieder in Ordnung bringen könne. Während er noch heutigen Verhandlung liegt der Antrag Wohlgemuth vor, den eine Erweiterung dieses Abkommens dahin verhandelt worden, über dieses schwierige Problem nachfinnt, treten zu feiner nicht Antrag Gerice an die gemischte Deputation für die Vor- daß auch die Berlin gehörigen Theile des Gartenufers und der geringen Neberraschung die Brautleute fammt Gefolge wieder Berliner Straße, soweit sie auf Charlottenburger Gebiet belegen herein. Inzwischen hatte sich nämlich folgende Szene abgespielt. bereitung der Infommunalisirung der Vororte zu überweisen. Stadtv. Ky II mann begründet den Antrag an Stelle des find, in die Verwaltung Charlottenburgs übergehen sollen. Der Auf der Straße angelangt, machte die schnöde kompromittirte auch heute behinderten Antragstellers. Die in Rede stehende Berliner Magistrat hat dem zugestimmt; das Abkommen soll sich Braut ihrem abfpenftig gewordenen Liebhaber heftige Vorwürfe. Ban- Ordnung spitze die Berliner Bau- Ordnung auf's äußerste nunmehr auf folgende Gegenstände erstrecken: zu und reduzire die für die Bebauung nußbar zu machende Fläche namentlich für die landhausmäßige Bebauung und die Kleinbauten sehr erheblich. Am meisten zu beanstanden sei, daß von vornherein, A. Uebereignung der der Stadt Berlin gehörigen Raiferin Augufta- Allee an Charlottenburg. B. Uebernahme der Verwaltung des Charlottenburger und Er werde wohl wieder eine Frau, sie aber, die in solcher Weise beschimpft fei, nie mehr einen Mann bekommen. Diese Bor haltungen stimmten den nicht bösartigen jungen Mann ganz weich und nun geht er auf den Vorschlag seiner Braut ein, zurüd .. aufehren und, um ihren Ruf wieder herzustellen, dem Beamten zu| Meister werden wollte, so mußte er einen Fleischerscharen be- 1 Diebstahls in mindestens 50 Fällen beschuldigt war, wurden der erklären, er habe sich eines Besseren besonnen; doch wolle fie, ihm fizen, und wurde, bevor er diesen Besitz nicht nachweisen konnte, Mutter gewerbs und gewohnheitsmäßige Hehlerei und deren zu Liebe, jeht nein sagen. Auf die Frage des Standesbeamten zum Meisterrecht nicht zugelassen. beiden jüngeren Kindern einfache Hehlerei zur Last gelegt. Durch an den Bräutigam erfolgt jetzt natürlich eine bejahende Antwort. die Beweisaufnahme wurde folgender Sachverhalt für erwiesen Aber auch die an die Braut gerichtete Frage wird mit einem Berliner Asylverein für Obdachlose. Im verfloffenen erachtet: Quise Kühne ist etwa ein Jahr lang als Verkäuferin Schallenden" Ja" beantwortet. Vergebens erklärt der Bräutigam, Monat Dezember 1892 nächtigten im Männer- Afyl 9170 Personen, bei dem Schlächtermeister Hillmann in der Rheinsbergerstraße es sei dies gegen die Verabredung. Der Standesbeamte läßt sich davon badeten 2972 Personen, im Frauen- Asyl 1409 Personen, beschäftigt gewesen. Zu den täglichen Kunden im Hillmann'schen jezt auf feinerlei Verhandlungen mehr ein. Wer"" gesagt hat, davon badeten 106 Personen. Laben gehörten die Geschwister der Luise Kühne. Sie thaten muß auch" B" sagen, das Protokoll wird unterschrieben, und freudestrahlend" verläßt die junge Frau, minder glücklich aber lungen des Polizeipräsidiums. Weizen per 100 kg. guter von auch auf Befragen ihres Prinzipals, daß sie die Kinder kenne. Marktpreise in Berlin am 4. Januar, nach Ermitte aber, als feien sie sich fremd, Luise Rühne leugnete Der neugebackene Ehemann, den Schauplatz dieser merkwürdigen 15,50-15,10 M., mittlerer von 15,00-14,70 M., geringer von Es wurden nun zwischen Luise Kühne und ihren Geschwistern Begebenheit. 14,60-14,20 M. Roggen per 100 kg. guter von 13,40-13,10 M., Durchftetuereien im großartigsten Maßstabe betrieben. Der Korb Auf seinem Fuhrwerk todt und erfroren aufgefunden mittlerer von 18,00-12,80 m., geringerer von 12,70-12,50 m. der Kinder wurde mit Fleisch und Wurst angefüllt, das Geldwurde am Mittwochmorgen der Handelsmann Krüger aus Gerste per 100 g. gute von 16,50-15,50 m., mittlere von stück, welches dafür auf den Tisch gelegt wurde, wurde zwar von Schulzendorf, welcher am Dienstag nach hier gekommen war, um 15,40-14,50., geringe von 14,40-13,50 W. Hafer per 100 Kg. Luise Kühne genommen, aber fie gab ihren Geschwistern dafür Grünzeugwaaren nach der Zentral- Markthalle zu bringen. Krüger guter von 15,80-15,10 M., mittlerer von 15,00-14,30 m, aus der Ladenkaffe das Drei und Bierfache heraus. Der Zeuge blieb bis zum Abend mit seinem Gefährt in einer Ausspannung geringer von 14,20-13,50 M., Stroh, Richt per 100 kg. von Hillmann schätzte seinen Schaden im gestrigen Termine auf 5000 bis 6000 Mart, wurde aber vom Bertheidiger, Rechtsanwalt der Neuen Königstraße und trat gegen 71/2 Uhr die Rückfahri 4,50-4,00 m. Heu per 100 Kg. von 8,00-5,20 m. Erbsen nach seinem etwa 12 Meilen von Berlin entfernten Dorfe an. 100 Kg. von 50,00-20,00 2. Linfen per 100 Kg. von 80,00 per 100 Rg. von 40,00-25,00 M. Speifebohnen, weiße per Schwindt, auf das Uebertriebene dieser Schäßung hingewiesen. Der Zeuge erwiderte, Am Mittwochmorgen gewahrte ein Milchhändler auf der Chauffee daß er jährlich etwa zwischen Tegel und Schulzendorf einen Planwagen stehen, dessen bis 30,00 m. Kartoffeln per 100 kg. von 6,00-4,00 M. Rind eine Million Mark umfege; ein täglicher Fehlbetrag von 15 Pferd vor Kälte und Ermüdung zusammengebrochen war. Auf fleisch von der Keule per 1 Kg. von 1,60-1,10 m. Bauchfleisch bis 20 Mart fei in seiner Ladenkaffe nicht zu merken. Luise dem Kutscherbock lag leblos der Führer des Gefährtes; er hatte per 1 Kg. von 1,40-0,90 M. Schweinefleisch per 1 Kg. von Kühne hatte vor der Polizei wie vor dem Untersuchungsrichter fich des Pelzes entledigt und ist wohl eingeschlafen und erfroren. 1,50-1,10 M. Kalbfleisch per 1 Kg. von 1,60-0,90 M. Hammel zugegeben, daß ihre Mutter von diesen Durchstechereien Kenntniß Die Leiche wurde alsbald nach Schulzendorf gebracht. fleisch per 1 Kg. von 1,50-0,90 m. Butter per 1 Kg. von 2,80 gehabt und die Früchte derselben für sich in Anspruch genommen bis 1,80 M. Gier per 60 Stück von 6,00-3,00. Fische per habe. Diese Behauptung widerrief fie im Termine. Die Ehefrau 1 Kg.: Karpfen von 2,40-1,00 M. Aale von 2,80-1,20. Rühne bestritt ihre Weitwissenschaft und wurde hierin von ihren Bander von 2,40-0,80 m. Sechte von 1,80-1,00 M. Barsche weinenden Kindern unterstügt. Der Gerichtshof gewann die von 1,80-0,70 M. Schleie von 2,40-1,00 m. Bleie von 1,40 Ueberzeugung von der Schuld sämmtlicher Angeklagten. Luise bis 0,80 M. Krebse per 60 Stück von 8,00-2,00 M. Kühne wurde wegen wiederholten Diebstahls zu 15 Monaten Gefängniß, die Ehefrau Kühne wegen gewerbsmäßiger Hehlerei zu einem Jahre Zuchthaus, Anna und Karl Kühne wurden wegen Beihilfe zum Diebstahl zu je einem Jabre Gefängniß verurtheilt und sofort in Haft genommen. Der unglüdliche Ehemann Kühne, der der Verhandlung beiwohnte; mußte ohne seine Familie den Heimweg antreten. Eine dunkle Affäre beschäftigte seit einigen Tagen die Charlottenburger Striminalpolizei. In der Rosinenstraße ist ein Berliner, ein junger Kaufmann, Namens Gustav Kiehnusch, während der Nacht zum Montag in trostlosem Zustande von Poligiften aufgefunden worden. Der Körper desselben wies mehrere Verlegungen auf, welche von scharfen und schweren Instrumenten herrühren und ist eine derselben derartig schwerer Natur, daß man für das Leben des K. ernstlich fürchtet. Derselbe befindet fich im Charlottenburger Krantenhause. Seine Vernehmung war bisher nicht zu ermöglichen, da er besinnungslos dar niederliegt. noch mit dem Leben davon! 9 Gerichts- Beifung. Versammlungen. Ueber die Frauenfrage als ethische Frage sprach am 2. Januar Dr. Lütgenau in einer vom Verein der Arbeiter und Arbeiterinnen der Buch, Papier und Beder Sozialdemokratischer Agitationsklub für den Often Berlins. Broße öffentliche Bersammlung für Frauen und Männer in Schnetber's 6 Uhr. Bortrag des Genoffen Zürt über: Bervorbringung und Bertheilung Gesellschaftshaus, Prostauerstr. 37/88, am Sonntag, den 8. Januar, Abends der Werthe in der sozialistischen Gesellschaft. Abtheilung 5, Bezirke 2, 8 und 6. Bentral- Branken- und Sterbekalle der deutschen Wagenbauer. Sonntag, den 8. Januar, Bormittags Polizeibericht. Am 4. d. M. Morgens versuchte der Portier eines Hauses in der Blücherstraße sich mittels Buckersäure zu vergiften. Er wurde noch lebend nach dem Krankenhause am Urban gebracht. Bei der Beseitigung des Schnees vom Dache des Hauses Friedrichstr. 241 stürzte der Hausbiener Steuer in folge eines Fehltritts, das Glasdach des Lichtschachtes durchs Im Anschluß hieran möchten wir mittheilen, daß vor einigen schlagend, bis in den Flur des ersten Stockes hinab und verstarb Tagen ein Student vor den Schranken des Gerichts stand, welcher Die Befreiung eines Gefangenen, die an Dreiftigkeit auf der Stelle. Vormittags wurde ein Kaufmann in seiner der Unterschlagung angeklagt war. Man hielt es für angebracht, nichts zu wünschen übrig läßt, ist dieser Tage hier zur Aus- Wohnung in der Winterfeldtstraße im Bette todt aufgefunden. dieser jungen Mann, um ihm seine ganze Zukunft nicht zu ver führung gekommen. Ein berüchtigter Buhälter war wegen Ver- Er hat sich anscheinend mittels Cyankali vergiftet. Ein Ar- derben, mit einer Geldstrafe zu belegen den zwölfjährigen dachts der Kuppelei verhaftet und bis zu seiner Bernehmung in beiter wurde Abends von seiner Ehefrau auf dem Boden des Knaben eines Maurers aber sperrt man ein Jahr ins Gefängniß: eine Belle gesperrt worden, in der sich mit ihm ein Wächter be- Hauses Pallisadenstr. 33 erhängt vorgefunden. Er wurde noch wahrscheinlich hat ein Maurersohn überhaupt keine Zukunft. fand. Eine Flucht schien somit ausgeschlossen zu sein. Dennoch rechtzeitig aus seiner Lage befreit und wieder ins Leben zurückist der Gefangene entwischt. Einige Zeit nach seiner Verhaftung gerufen. Nachmittags und Abends fielen drei Personen infolge tlopfte es an die Bellenthür. Als der Beamte öffnete, stand ein der Glätte zur Erde und erlitten bedeutende Verlegungen, Im gutgekleideter Herr vor ihm, der sich den Namen eines bekannten Laufe des Tages fanden acht kleine Brände statt. höheren Beamten beilegte und den Arrestanten furzweg aufforderte, ihm zwecks Vernehmung zu folgen. Anstandslos lieferte der Wächter, obwohl er den Herrn nur dem Namen nach, tennte, den Gefangenen aus, dieser aber war plöglich verschwunden und ist auch noch nicht wieder eingefangen worden. Der vorgeb liche höhere Beamte war zweifellos ein Genosse des Fest Der Vollziehungsbeamte, Gefangenen Aufseher und industrie abgehaltenen Versammlung. Nach Schluß des beigenommenen, der seinen Zweck wegen seiner überaus großen Un- Schankwirth Albert Homann aus Friedrichshagen und die fällig aufgenommenen Vortrages wurde die Abrechnung über das verschämtheit erreichte. Formers- Ehefrau Marie Bomsdorf ebendaber, standen gestern im Böhmischen Brauhause stattgefundene Fest verlesen, welches Wieviel Unheil haben schon die unsinnigen Wetten, die in einer Anklagefache wegen schwerer Urfundenfälschung vor der einen Ueberschuß von 68,75 M. ergab. Die für den Kollegen I. Straffammer des Landgerichts L darauf hinauslaufen, eine besondere Konsumtionsfähigkeit mit verhalt lag der Anklage zu Grunde. Im vorigen Winter betrieb 167,05 9. Ein eigenartiger Sach- Siegerist veranstaltete Zistensammlung hatte ein Reinergebnis van bezug auf Speisen oder Getränke zu zeigen, nicht hervorgerufen, der vielseitige Homann auch noch eine Pfandleihe. Frau Bomswie viel Druckerschwärze ist nicht schon als Warnung gegen borf, die mit ihrem Wirthschaftsgelde nicht auskommen konnte, eine Versammlung, in welcher als zeitgemäß das Reichstagswahl= Der Volksbildungs- Verein zu Brih hatte am 2. Januar diesen Schwindel vergeblich verbraucht worden. Auch jezt wird verfekte zunächst ihre Uhr für 15 M. und bald darauf ohne Gesetz zur Verlesung und lebhaften Erörterung fam. Hierauf wieder folgendes gemeldet: An den Folgen einer unsinnigen Wissen ihres Ehemannes ihr Sparkassenbuch über 700 M., auf wählte die Versammlung die Genoffen Schneider, Niemann Sylvester- Wette liegt schwer frank ein Herr Adler darnieber, der welches fie fich 60 M. geben ließ. Im Februar vor. Js. befand und Eberhardt zu Revisoren. Schließlich wurde noch feft. geschäftshalber aus Breslau nach Berlin gekommen war, und im fie fich wieder in Berlegenheit. Sie ersuchte Homann, ihr auf gefeßt, daß am 16. Januar in der Rosensee- Terrasse eine GeneralKreise von Geschäftsfreunden in einem Restaurant der Friedrichs- bas bei ihm verpfändete Sparkassenbuch noch einen Vorversammlung abgehalten werden soll. stadt den Sylvester feierte. Als die Punschgeiſter beschuß zu geben. gonnen hatten, ihre Wirkung in den Köpfen der Feittheilnehmer er sonst eine Wenderung in dem Pfandbuche vornehmen da Homann machte Schwierigkeiten, zu üben, rühmte sich A., daß er ohne Unterbrechung zwei müffe, welches nicht erlaubt fei. Er hielt es für richtiger, wenn Dutzend Pfannkuchen zu verzehren vermöge. Man zweifelte zu Frau Bomsdorf das nöthige Geld bei der Spartaffe selbst erböbe. erft, wettete sodann, und A. machte sich an die Bertilgung der Sie verabredeten sich, zu diesem Zwecke zusammen nach Berlin herbeigebrachten 24 Pfannkuchen. Als er den sechszehnten eben zu fahren. Frau Bomsdorf wollte 150. abheben und von hinuntergewürgt hatte, stöhnte er dumpf auf und sant bewußtlos diesem Betrage Homann befriedigen. Auf der Sparkasse legte übr, im totale des Herrn S. Müller, Gartenstr. 63, Delegirtenwahl zur vom Stuhle. Man brachte einen Arzt zur Stelle, der zwar so- Homann das Buc fort entsprechende Maßnahmen ergriff, die indeß nicht von Grträge über 100 M. bei der städtischen Sparkasse bestimmungsgemäß Gule. Sagelsbergerstr. 48: Unterricht in Buchführung( boppelte); oberes vor und verlangte 150 M. Nun werden Be- Generalversammlung. Arbeiter- Bildungofdule. Freitag, Abenbe von 8%-10% Uhr: Südfolge begleitet waren. Schwer trant mußte. nach einem nur an den Einleger, wenn er sich ausweisen kann, gegen Rechnen. Güb- Dftich uie, Reichenbergerstr. 133: Deutsch( unteres); MaKrankenhaus gebracht worden. Hoffentlich kommt er wenigstens Quittung und wenn es eine Ehefrau ist, nur gegen Mitvoll thematit und mathematische Geographte. Ofi- Schule, Markusstraße 31: ziehung der Quittung durch den Ehemann ausgezahlt. Als der Unterricht in Gefchichte( neue). Nord- Schule, Müllerstraße 179a UnterDen Mörder der Hedwig Nitsche will ein Friseurgehilfe Beamte Ausweispapiere verlangte, legte Frau Bomsdorf Traus rich in Deutsch( unteres); Phyfiologie. In alle Fächer, tönnen Schüler und Schülerinnen, auch jezt im Laufe des Semesters, eintreten. Sele- und Diskutirklubs. Freitag. Karl Marg, Abends 8 Uhr, Janzen ermittelt( 3) haben. Derfelbe machte am Dienstag Mittag schein und Heirathsurkunde vor. Der Beamte fragte dann ihren eften, bei Sämerle, Bülowfir. 69. auf dem Polizeipräsidium folgende Mittheilung: Er habe in der Begleiter, den er für den Ehemann halten mußte, ob er feine bei Grube, Martendorferfir. 10. Holzarbeiter". Militärpapiere mitgebracht habe. Als Homann verneinte, er Beteranenftr. 29. Abends 8 Uhr im Sofale des Herrn Peterson, Sylvesternacht die Bekanntschaft eines der Halbwelt angehörigen flärte der Beamte nach Rücksprache mit seinem Vorgesetzten, daß 18jährigen Mädchens gemacht, das ihm erzählte, daß sie den Arbeiter- Sängerbund Berlins und gegend. Alle Menderungen Mörder der Nitsche tenne; es sei dies ihr Bräutigam Paul er sich ausnahmsweise mit den Papieren der Ehefrau begnügen im Bereinstalender find zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelstr. 70. Die Quittung unterzeichnete der Männerchor. Schönhauser Allee 28, bei Ruhlmey. Greitag. Uebungsstunde Abends& Uhr. Aufnahme von Mitgliedern. RaiserSchweigel aus Weißenfels in Sachsen. Der lettere habe ihr, dem wolle. Er zahlte das Geld aus. -Norb, BergMädchen, als sie ihm die Thaterschaft auf den Kopf zusagte, die die Bomsdorf mit ihrem Namen, Homann aber mit„ Otto Bomstraße 6s, bet feller, Vorwärts 1, G.D. Adalbertstr. 31, bet Roll. Homann's Forderungen nebst Zinsen wurden um meifer Gefangverein, Langeftraße 65, bei Tempel. Schuld an dem Verbrechen bestätigt.(?) I. hat am Neujahrstage dorf, Biseleur." Maidas Mädchen in ihrer Wohnung An der Stadtbahn 39, wo sie mit dem Gelde gedeckt und Frau Bomsdorf erhielt Uhr nebst binder Männerchor Berlins, Solamartthraße s, bei Deter. glödchen, Sochftr. 82a, bei Wilte. Gemüthlichtett Buber, Sparkassenbuch zurück. Die Geschichte gelangte auf eigenartige Sen delftraße 30. fich unangemeldet aushält, besucht und dort hat die Person ihre Weise zur Kenntniß der Behörde. Frau Bomsdorf wollte ver- in Belten, bei Schröder.- Blaue Gleife, in Banton, Mühlen( tr. 24, Balme, 3rts, Naunynstraße 86, bet Bubett. Erzählung wiederholt und den Friseurgehilfen gebeten, die Sache nicht zu verrathen; wenn es herauskäme und Schweigel verhaftet hüten, daß ihr Ehemann das Abheben des Geldes entdecken sollte. 3 a hrbett, an der Zwölf- Apoftetfirche ib, bet gramte. Karthaus= würde, müffe fie fich das Leben nehmen. Wie erwähnt, hat J. Sie goß deshalb, als sei eine Verwechselung zwischen Dintefaß und fer Gefangverein, Sichtenbergerſtraße 11, bei Gelſe. Gesangs trozdem die Sache der Kriminalpolizei mitgetheilt und dieselbe Streusandbüchse vorgekommen, über die legten Eintragungen Dinte. verein Eintracht au Alt- und Neu- itenite, bel S. Stabelhof, Gefangverein Morgenroth a, Charlottenburg, hat sofort die Verhaftung des in Weißenfels wohnenden Schweigel als das Buch dem Ehemann zu Geficht tam, schöpfte dieser VerBismarckstr. 74. Urbetter- Gefangverein Fretes ieb 1, Friedrichs beantragt; Bernehmungen des betreffenden Mädchens und des dacht. Er begab sich zur Sparkasse, wo der Sachverhalt auf berg, Friedrich- Karlstraße 11 bei seinede. Gefangverein Berliner Gefangverein Friseurgehilfen find bereits erfolgt; wie viel Wahrheit aber an geflärt wurde. Die Angeklagten waren im Termin geständig und Topographia, Kommandantenfir. 20, Arminballen. Norbwacht, Müllerstr. 7, bet Retchert. Gefangverein Schmargen der ganzen Räubergeschichte" ist, dürfte sich voraussichtlich im baten nur um milde Strafe. Der Staatsanwalt beantragte die dorf in Schmargendorf, Wirthshaus.- Gesang- und Theaterverein cacte Laufe der nächsten Tage herausstellen. zulässig niedrigste Strafe, je eine Woche Gefängniß. Da der( Gem. Chor), Köpnickerfir. 1-3, bet Schweigberger. 8utunft 1, Steglts, Ehemann Bomedorf sich mit dem Verhalten seiner Ehefrau nach- bornftraße, im Gambrinus. Offenbacher Sängertrans, Renau rant Broz, Annenstr. 9.- Gefangverein Collegia 1, Manteuffelfte. 9 bet Ueber eine blutige Ausschreitung, die von Zigeunern träglich einverstanden erklärt hat, so hielt es der Vertheidiger, Nowiacs. Gefangverein Freiheit Moabit, Kronen- Braueret, Altam Dienstag Abend um zehn Uhr in Dalldorf verübt worden ist, Rechtsanwalt Dr. Friedmann, für schwer, den nothwendigen Moabit 47/49. Bereinte Gangesbrüber Moabit" Stromftr. 28 geht uns der nachstehende Bericht zu: In dem Schulz'schen Gast- Vermögensvortheil nachzuweisen, den die Angeklagten erzielt bei Sange. Sängerverein Sorgenfrei" Melchiorftr. 16 bei Stehmann. Der Gerichtshof hielt beide Angeklagte für hofe war die auf zehn Wagen angelangte Zigeunerbande ein- haben mußten. gefehrt, und der Schuhmacher Engelhardt ließ sich in ein Geschuldig, Homann, als Mann und Beamter sei aber schwerer zu spräch mit den Leuten ein. Möglich ist es nun, daß. manche bestrafen, als Frau Bomsdorf. Erfterer wurde zu einem Monat, Bemerkungen Engelhardt's misverstanden worden sind: einige legtere zu einer Woche Gefängniß verurtheilt. Zigeuner fühlten fich beleidigt und brausten auf, so daß der Wirth es vorzog, sein Lokal zu schließen, als der Schuhmacher der Kirchzeit durch seinen Laufburschen eine Torte über die Der Konditor N. hatte eines Sonntags Vormittags während sich anfchickte, den Heimweg anzutreten, bemerkte er vor sich drei Gestalten, die ihn in einer ziemlichen Entfernung von den Straße zu dem Besteller bringen lassen. Er erhielt deshalb wegen Wirthshause überfielen. E3 waren drei Zigeuner, deren einer Uebertretung des Gesetzes betr. Die Sonntagsruhe ein Strafden Handwerker mit einem Knittel zu Boden schlug, während mandat über 3 Mart. Das Schöffengericht bestätigte die Strafe. die beiden andern ihn mit Dolchmessern bearbeiteten. Engelhardt Es wurde die Berufungsinstanz in Anspruch genommen. Im ist der Kopf durch Stiche und Schläge erheblich verlegt, und gestrigen Zermine machte der Vertheidiger geltend, daß die der Zeigefinger der rechten Hand nahezu abgeschnitten worden. Konditoren auch die halbe oder ganze Schanktonzession hätten. Die drei Zigeuner find noch in derselben Nacht verhaftet Dadurch müsse ihnen diefelbe Vergünstigung zu Theil werden, wie den Restaurateuren, mit denen der Gesetzgeber eine Ausnahme mache, weil ihre Verkaufsartikel zur Befriedigung eines für die Bevölkerung nothwendigen Bedürfnisses diene. Staats: anwalt Unger widersprach dieser Auffassung. Nur insofern als der Gewerbebetrieb des Konditors sich mit demjenigen des Restaurateurs decke, tönnten dem Ersteren die Bergünstigungen zu Gute tommen, die den Restaurateuren zugestanden werden. Der Verfauf von Konditorwaaren gehöre hierzu aber nicht, sondern fei Mit dem am 2. b. m. verstorbenen Schlächter ein Gewerbe für sich. Er beantrage daher Verwerfung der Bemeister Hugo Dietert ist, wie die Boff. 3tg." mittheilt, rufung. der Befiger des legten Berliner Schlächterscharrns am Alexander- Der Gerichtshof erwog, daß zur Beit viele berartige Streit play" aus dem Leben geschieden, der sich seit länger als einem fragen der gerichtlichen Entscheidung harren. So mancher tönne Jahrhundert in seinem alten Zustande erhalten hat. Diefer auch das Opfer eines Rechtsirrthums geworden sein, in welchem Fleischerfcharrn besteht, nach dem darüber im Hypothekenbuche er fich befunden habe. Es soll zunächst vom Polizeipräsidium des Grundstücks Alexanderftr. 48, einst der Stelzentrug" be- eine Auskunft darüber eingeholt werden, welche Befugnisse die nannt, befindlichen Raufvertrag schon seit dem Jahre 1765. Der fogenannte halbe Ronzession der Ronditoren in sich schließt. jedesmalige Befiger von dem unter dem Rruge errichteten Scharrn hatte das Recht, von dem Inhaber des Struges einen sogenannten Eine getviffenlose Mutter. Mutter. Eine Mutter mit In Dortmund hat ein Angestellter des GeneralKanon von 54 Thalern zu erheben, zugleich aber auch die Ver ihren drei Kindern stand gestern im Anklageraum vor Anzeigers" einen Arbeiter wegen Majestätsbeleidigung pflichtung, davon den vierten Theil mit 18 Thalern und der vierten Straffammer des Landgerichts I. G3 mar bie denunzirt. Die Rheinisch- Westfäl. 3tg." berichtet darüber:„ In 15 Groschen alljährlich zur Kämmereitaffe au entrichten. Der Maurers- Ehefrau Frieberite Kühne, die 16 jährige Bertäuferin einer Wirthschaft der Jakobstraße feierte eine Anzahl Mords= Besitz eines solchen Scharrn hatte im vorigen Jahrhundert noch Luise Kühne, das 18jährige Schulmädchen Anna Sühne und der patrioten, unter denen sich besagter Denunziant befand, in einen ganz besonderen Werth. Denn, wenn ein Schlächter f. 8. 12jährige Schultnabe Rarl Kühne. Während Luise Rabne des üblicher Weise Sylvefter. Unter anderem wurde auch eine große worden. Das lente Mittel. Durch Cyankali vergiftet hat sich der Winterfeldtstr. 31 in Wohnung gewesene 78 Jahre alte Kaufmann Hermann Billing. Er fab seinen finanziellen Sturz ummittelbar bevorstehend und wußte sich auf andere Weise nicht zu retten. Buch= bet Stöhr. Morgenroth 4, Köpenick, Müggelheimerftr. 8 bei Beld. Rudowerftraße, Gefangverein Rosalia" Blumenstr. 45 bet Went, Bund der geselligen Arbeitervereine Serline und Umgegend. alle Buschriften find au senden an St. Bentet, Bergmannstr. al, Hof 3 r. greitag: Bergnügungsverein Grüne Tanne, Martusstr. 8.- Tambour Verein Boruffia, Rönigsbergerstr, 24. Tambour- Berein Ruf, Infelstraße 1. Tambourverein Wirbel Gartenftr. 52. Schüßenverein Freifugel, Admiralstraße bet Bülow, vor den 1. und 15. jeden Monats. Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Freitag. Männer- GesangQuartettverein Wedding, Abends 8% Uhr, bet Schäfer, Neue Hochstr. 49. Männerchor Privat verein union, abends Uhr, Berliner Bodbraueret. wat bestauschen, abend 9 Uhr, bet Wetgt, Wiartgrafenftr. 87. Theaterverein Crescendo, abends 9 Uhr, bet Schulz, Buttbuferfir. 35. Must- Dilettantenverein Zonita", Abends 8% Uhr bei Schent, strautfir. 39, Schröder, Reichenbergerstr. 24. Uebungsstunde. Mufitverein Frischauf. ieben Freitag, Restaurant Berliner Turngenossenschaft. Die erfte Männerabtheilung turnt Freitag und Dienstag Abend von 8-10% Uhr in der Turnhalle des Leffing- Gymnasiums Pantstr. 9-10. Turnverein Gesundbrunnen sie 1. Männer- Abtheilung turnt heute Abend von 8-10% Uhr in der Turnballe des Leffing- Gymnasiums, Pantstr. 9-10. Bergnügungsverein Esperance, Abends 9 Uhr, Rofenthalerstr. 11-12, im Mestaurant. Bergnügungsverein Beilchen, Abend 9 Uhr, bei Brauns, Oranienftr. 188 p. Gefelliger Arbeiterverein Graphia, Abends 8% Uhr, te Jakobftr. 128( Bogenhaus). Unterhaltungsflub Schiller, jeben Freitag benb 8 Uhr im Restaurant Solsbächer, Dreifeftr. 8.- Stattlub rand. Jeden Freitag, Abends 8 Uhr, bei Subrich, Lübbenerftr. 22. Regeltlub intered, jeden Freitag 8% Uhr im Klubhaus Süd- Ost Bepidopt. Bereinigung rien, jeben Freitag Abends the Sigung Schüßenstr. 29. English Conversational Club Shakespeare. Meeting every Friday at 9 p. m. at Behrens Restaurant Königstr. 62, Guests are welcome, Vermischtfes: den täglichen Wasserstand. bede gehalten, die in einem Hoch auf den regierenden Kaiser| kam nun auf den Gedanken, anstatt Profit Neujahr„ Mehr| Diskussionen haben in der heutigen Sigung, welche ohne Zwischen austlang. Bu gleicher Zeit leierte ein Orgelspieler das bekannte Licht" zu wünschen. Damit verstößt der Mann nicht geg en die fall verlaufen ist, nicht stattgefunden. Male, Male" herunter. Einige andere Gäste hielten sich über ortspolizeiliche Vorschrift und macht ein ganz gutes Geschäft, da Konstantinopel, 5. Januar. Für Provenienzen aus Hams bas Spiel des Liedes auf und ein im Gespräch hingeworfenes er sich mit diesem Wunsch in Uebereinstimmung mit der ganzen burg und den Ortschaften bis zur Elbemündung ist eine fünftägige Bfui" erklang wohl zufällig in dem Augenblick, als das von den Bevölkerung befindet. Quarantäne angeordnet worden. Anderen ausgebrachte Hoch verklungen. Der pflichtgetreue Elementargewalten. Kopenhagen', 5. Januar. Wie aus ( Depeschen des Bureau Herold.) Zeitungsmensch vom unparteiischen Organ" wußte sogleich Nyburg gemeldet wird, ist in der Sturmnacht vom Sonnabend Kopenhagen, 5. Januar. Sieben der größten hiesigen Die Majestätsbeleidigung herauszudrechseln. Schleunigst lief zum Sonntag die nördliche Mole bei Knudshoved zerstört wor- Schneidergeschäfte haben dem Fachverein der Schneidergefellen er nach der Polizei und besagter Arbeiter wurde den. 7000 Subitfuß Mauerwert, darunter 30 Betonblöcke von je mitgetheilt, daß von jest an kein Geselle mehr bei ihnen be natürlich verhaftet. Wie wir wissen, ist derselbe auf 60 000 Pfund Gewicht, 700 Kubikklafter Steine u. f. w. sind von schäftigt wird. freiem Fuße und es wird ihm ein Leichtes sein, die dem Geruch den Wellen fortgespült worden. Das Wasser stieg fünf Fuß über des Mordspatrioten entsprungene Denunziation auf ein Nichts zurückzuführen. So verständig sind die Arbeiter, daß sie sich Geistesgegenwart. Kopenhagen, 31. Dezember. Die nicht durch so zweck und sinnlose Aeußerungen in die Gefahr Geistes gegenwart eines Eisenbahn- Arbeiters ver= der Bestrafung wegen Majestätsbeleidigung bringen. Aber hinderte gestern auf der Station Bjerringbro in Jütland ein Beitungsmenschen, wie die des General- Anzeigers", die trot Unglück, das Hunderte von Menschenleben gekostet haben könnte. Briefkaffen der Redaktion. ihrer Unparteilichkeit immer sehr nach oben scharmwenzeln und Auf dem Hauptgeleise des Bahnhofes stand ein Personenzug, Arbeiter- Bildungsschule. Ueberschuß am Todtensonntag den Arbeitern bei guter Gelegenheit einen Fußtritt versetzen, dessen Lokomotive auf einem Nebengeleise leere Güterwagen ein- bei Lips 11,95 M. Bom Dispositionsfonds der Kürschner, Filiale fönnen aus dem harmlosesten Worte ein Kapitalverbrechen fügte, als ein Extragüterzug mit voller Kraft auf dem Haupt- Berlin, 10 M. Von Frl. Wernik durch Herrn Mohrmann 2 M. tonftruiren." Da die Lokal" und General- Anzeiger" so geleise heranbrauste. Das Wetter war nebelig, so daß die Ein Geschenk von G. 4,25 M. Verein Therorik 5 M. Weihziemlich jeden Orts in politischer Beziehung eine höchst zwei- Signale nicht gesehen oder verstanden worden waren, zum nachtsfeier aus der Nachbarschaft des Gefreiten Lück 14,60 m. deutige Stellung einnehmen, ist es nicht überflüssig, auf das Bremsen war es zu spät, als der Arbeiter Andersen im letzten Pianofortefabrik( Wöhlert) Landsbergerstraße, Bierprozente, 30 M. Dortmunder Vorkommniß die arbeitende Bevölkerung nachdrück- Augenblicke zur Weiche sprang und den Extrazug auf das Neben- Von der Ethischen Gesellschaft 50 M. Eine rothe Sylvefterfeier lich aufmerksam zu machen. geleife führte, wo im nächsten Augenblicke Lokomotiven und in der Friedrichstraße 11,11 m. Geselliger Verein Freiheit 7,50 M. Wagen zertrümmert waren, der Personenzug aber war gerettet. Summe 146,41 M. Besten Dant! H. Gumpel, Kassirer, Lynchjustiz. Nach einer Meldung aus Bakersville( Nord- Barnimstr. 42. " " Das gefährliche Geräusch. Aus Wien wird geschrieben: Ich hatte vor einigen Monaten das Malheur, zur nächtlichen Stunde einen jener Töne von mir geben zu müssen, welche durch Carolina) griffen 500 mastirte Personen das dortige Gefängniß Paul Gramm. Ein derartiger Bericht ist uns nicht zuBlähungen entstehen. Ich ahnte nicht, daß dieses Vergehen" an, bemächtigten sich des noch nicht verurtheilten Mörders eines gegangen. so scharf aufgefaßt werden wird, als ich es zu erleben die Ge- angesehenen Bürgers der Stadt und lynchten denselben. Sieben B. Gitschin. Die Beseitigung der Pilze durch den Wirth Tegenheit hatte. 3wei Wachmänner hörten nämlich den Ton, Gendarmen traten der Menge entgegen und suchten vergeblich muß sich der Miether gefallen laffen. Das Mädchen ist nicht gingen mir nach und arretirten mich. War es Schreck oder ihr den Mörder zu entreißen. Es kam zu einem blutigen verbunden, für die gesundheitsschädliche Wohnung Miethe für was immer, was die beiden zur Arretirung veranlaßte, ich weiß Kampfe, in welchem alle Gendarmen und 25 Personen aus der die Zeit nach dem 15. zu zahlen. es nicht, ich erhielt eine Anklage wegen§ 312( wörtliche oder Menge, darunter mehrere angesehene Bürger der Stadt, getödtet C. Lehmann. Da Sie unterschrieben haben, daß beide thättiche Beleidigung einer in Ausübung des Dienstes begriffenen wurden. Theile berechtigt sind, den Vertrag ohne Innehaltung einer amtlichen Person). Zur ersten Berhandlung erschien der Die letzten Nachrichten aus Marion( Nord- Carolina) melden, Kündigungsfrist aufzuheben, so steht Ihnen ein Anspruch auf Angeklagte und feine zwei Kollegen, die in jener ruchlosen daß am Tage nach den bereits berichteten Vorfällen in Bakers- 14 Tage Lohn auch gegen den jetzigen Meister nicht zu. Nacht seine Begleiter waren und nur ein Wachmann. Die Zeugen ville, die Kämpfenden sich noch immer gegenüber standen. Die Geißler, Die Kündigung ist rechtsverbindlich, wenn Sie wurden einvernommen und da sich ein Widerspruch des Wach- Gendarmen wurden verstärkt, ebenso vergrößerte sich die Menge. dieselbe unterschrieben oder die seitens eines anderen erfolgte mannes ergab, wurde die Verhandlung vertagt. Zur zweiten Die Gendarmen, welche den Tod des Sheriffs rächen wollten, Unterschrift genehmigt haben. Theilen Sie dem Wirth mit, daß Verhandlung erschienen die beiden Wachmänner und feine Beugen. griffen die Menge au, worauf es gestern Nachmittag zu einem Sie bei Ihrer Kündigung beharren. Auf die Frage des Angeklagten, warum seine Zeugen nicht vor: neuen Zusammenstoß tam, bei welchem 25 Personen getödtet geladen wurden, erhielt er zur Antwort, daß diese parteiisch" wurden. Man erwartet das Eintreffen von Truppen. feien. In dieser Verhandlung wurde nun auch die nächtliche Miffethat mit 3 Tagen Arrest geahndet. Ich meldete den Rekurs dagegen an, gab 25 fl. für einen Vertheidiger aus und wurde in der erst kürzlich stattgefundenen Verhandlung im Landgerichte freigesprochen. Diese Instanz fand keine Wachebeleidigung an dieser That. Also eine Freiheit haben wir doch noch in Desterreich. Depeschen: geboykottet. Maurerpoliere. Konnte nicht aufgenommen werden. Lokal W., Zehdenick. Derartige Mittheilungen bedürfen der Be glaubigung durch eine Gewerkschaft oder den Vertrauensmann. E. F., Koppenstr. 93. 1. Dem Miether darf leider AIIes einbehalten werden, verkauft darf es lediglich auf Grund des zur Zahlung der Miethe verurtheilenden Erkennt nisses durch einen Gerichtsvollzieher werden. Die Rosten übersteigen zumeist den Erlös, den die armselige Habe Hamburg, 4. Januar. Der spanische Dampfer ,, Murliano" Paris, 5. Januar. Dem heutigen Ministerrathe wohnte bringt. 2. Der Roman Die Waffen nieder" kostet in der Buchfollibirte im hiesigen Hafen mit dem Dampfer„ Glückauf", jagte der Justizminister Bourgeois, der von seiner Krankheit wieder- handlung des Vorwärts" ungebunden 6, gebunden 8 Mark. diesen auf den Ponton und segelte zwei Schuten in den Grund; hergestellt ist, bei. Der Minister des Innern Loubet besprach die 3. Ihrer Beschwerde über schlechte Straßenreinigung kann nur der Schaden ist enorm. für den 10. d. M. in Aussicht genommenen sozialistischen Kund- durch Vermehrung des Straßenreinigerpersonals und Herabsetzung Fürth. Das Neujahrswünschen ist hier den gebungen sowie die beabsichtigten Maßnahmen zu Gunsten der der Arbeitszeit auf 8 Stunden täglich abgeholfen werden. Beides Gaslaternen- Anzündern verboten. Einer unserer Lichtaufstecker arbeitslosen Arbeiter. Die von mehreren Blättern angekündigten ist von unseren Vertretern im Rothen Hause beantragt. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) " Centralverband deutscher Brauer Arbeiter- Bildungsschule( Ost- Bezirk) Sentral- Stranken- u. Sterbefaffe ( Zweigverein Brandenburg). Sonntag, den 8. Januar, Abends präz. 6 Uhr, Sonnabend, den 7. Jannar, in den Concordia- Feftsälen: im Böhmischen Brauhause, Landsberger Allee No. 11-13: Sechstes Stiftungsfest Versammlung. Lages Ordnung: Vortrag des Herrn Roland über:" Die Lösung des sozialen Problems". Nachher geselliges Beisammensein und Tanz. Damen und Herren als Gäste ( Vokal- und Instrumentalfonzert mit Ball), wilkommen. ausgeführt vom gemischten Chor ,, Proletariat, dem Männerchor ,, Kreuzberg", und dem Brauergefangverein ,, Gerstenähre"( Direftion: M. Bombelke). Musik: Freie Bereinigung der Zivil- Berufsmusiker", Dirigent Herr Vogel. Entree 50 f. inkl. Ball. Anfang 8 Uhr Abends. der deutschen Wagenbauer. ( Wahlabtheilung V, bestehend aus den Bezirken II, III u. VI.) Sonntag, den 8. Januar 1893, Vorm. 91/2 Uhr: Mitglieder- Versammlung 8086 bei Herrn A. Müller, Gartenstraße 63. Tagesordnung: Arbeiter- Bildungsschule Am Sonntag, den 8. Januar, Abends 51/2 Uhr, Billets sind außer an den mit Plakaten belegten Stellen bei den Ber- im gr. Saale der Berliner Bockbrauerei( Tempelhofer Berg): trauensleuten sämmtlicher Brauereien zu haben. 88/2 Große öffentliche Versammlung der Sattler Berlins und Umgegend am Sonnabend, den 7. Januar, Abends 82 Uhr, im oberen Saale der ,, Arminhallen", Kommandantenstraße 20. Tages Ordnung: H 1. Vortrag des Reichstags Abgeordneten J. Auer über: Nothstand und Arbeitslosen Statistit". 2. Diskussion. 3. Bericht und Abrechnung der Arbeitvermittlungs- Kommission. 4. Neuwahl der Arbeitvermittlungs- Kommission. 5. Berschiedenes. Die Arbeitvermittlungs- Kommission. J. A.: J. Leister. 826b Verein der Einsetzer( Tischler) Berlins u. Umgeg. Sonntag, den 8. Januar, Vormittags 10% Uhr: Ordentliche General- Versammlung bei Röllig, Neue Friedrichßraße 44. Zagesordnung: 1. Vortrag über Organisation. Diskussion. 2. Jahresabrechnung, Raffen und Revisionsbericht. B. Wahl der ArbeitvermittlungsKommission. 4. Unerledigte Anträge. Der Vorstand. 145/4 Verein der Bauanschläger Berlins und Umgegend. Das General- Versammlung am Sonntag, 8. Januar, Vorm. 10% Uhr, bei Pyrtek, Gipsstr. 3. Tages Ordnung: 1. Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Rassenbericht. 3. Antrag des Kollegen Schröder contra Baumgarten, betr. billiger Preise. 4. Wahl des gesammten Vorstandes. 5. Verwendung der Vereinsgelder. 6. Fragekasten. Versammlung. Tagesordnung: Delegirtenwahl zu der am 19. d. M. in Gotha stattfindenden General- Verfammlung. 824b Die Ortsverwaltungen. Verband der Bauarbeiter Bortrag über: Schlesiens Land und Leute." Referent Herr Vogtherr. u. Berufsgenossen Deutschlands Nach dem Vortrag geselliges Beisammensein und Tanz. Damen und Herren als Gäste willkommen. 819b Berliner Bockbrauerei Tempelhofer Berg. Teleph.- Amt VI 3019. Hiermit erlauben wir uns, unser Flaschenbier ( Original- Brauerei- Abzug) in empfehlende Erinnerung zu bringen. 32 Flaschen Lagerbier 8587L 3 Mk. 30 Flaschen Münchener 3 Mk. B 24 Flaschen Wiener Märzen 3 Mk. 24 Flaschen Doppelbier 3 Mk. B 20 Flaschen Pilsener 3 Mk. B ( Letzteres aus unserer Brauerei Schönpriesen in Böhmen.) Jeder Anschläger, der das 21. Lebensjahr erreicht hat, kann Mitglied Gratweil's Bierhallen fertige Betten, großer Stand, des Vereins werden.- Der Arbeits- Nachweis des seit 20 Jahren bestehenden Vereins befindet sich nach wie vor beim Gastwirth Herrn G. Opatz, SebastianStraße 50. Das diesjährige( 20.) Stiftungsfest des Vereins findet am 21. 6. M. in Brochnow's( früher Orfchel's) neu renovirten Pracht- Festfälen statt. Billets find beim Bergnügungs- Komitee und bei Herrn G. Opaz zu haben. Kollegen, erscheint alle pünktlich. Der Vorstand. 182/3 Zentralverb. d. Maurer Deutschlands ( Zahlstelle I Berlin, Putzer). Kommandantenstraße 77-79. Täglich: Germania- Konzert- u. Kouplet- Sänger. Kinder 10 Pf. Wochentags frei. Sonntags 30 Pfennig. Gr. Frühstücks- u. Mittagstisch. 3wei Säle zu Bersammlungen und Vergnügungen. Sonntag, den 8. Januar, Vormitt. 11 Uhr, Dresdenerstraße 96: sowie 6 Billards und 3 Kegelbahnen, Versammlung. Tagesordnung: 1. Neujahrsgruß, gesungen vom Gesangverein der Bahlstelle I. 2. Abrechnung vom 2. Quartal. 3. Borlegung des revidirten Lohntarifs. 4. Be sprechung über den diesjährigen Mastenball. 244/6 Der Bevollmächtigte. Gangbares Bigarrengeschäft, Singlerchen 1,50, Buchfinten, Stieg mehrere Bahlstellen, vorzügliche Lage, lige 1,25, Bluthänflinge 1,00, 3eifige 0,80, für 500 M. zu verkaufen. Offerten: Grünfinten 0,60. 85402 N. an die Expedition. Schnelle, Invalidenstr. 7. 814b F. Sodtke. Schmiedel's Festsäle, Alte Jakobstr. 32, neben dem Thomas- Theater. Empfehle meine elegant ausgeftatte ten Säle, elektrisch beleuchtet, Theaterbühne zc. zur Abhaltung jeder Art Fest lichfeit unter toulanten Bedingungen. G. Schmiedel Wwe. 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J. stattgehabten Sitzung des Waaren- VerkaufsVereins, Berlin S., Oranienstr. 50, ist beschlossen worden, als Dividende pro Monat Dezember 1892 zu verkaufen: 5000 Stck. best. kerntr. Oberschaalseife 5000 5000 " 33 39 99 " 59 Wachskernseife Scheuerseife und zwar in Mengen von 2 Stck. Oberschaalseife) alfo zusammen 2 93 2 99 " 1 " Wachskernseife 6 Stück für 75 Pfennige. Scheuerseife oder: 1 Stck. Oberschaalseife) also zusammen Wachskernseife 3 Stück für Scheuerseife 371/2 Pfennig. Jedes Stück vorstehender Seife wiegt in frischen Zustande 1/2 Pfund und liegt zur vorherigen Besichtigung aus. Der Verkauf findet am Sonnabend, den 7., Montag, den 9. und Dienstag, den 10. Januar, Waaren- Verkaufs- Verein. D. Lublinski. Verkaufe mein Schankgeschäft, Fabrik statt. im Hause. Näh. Badstr. 49 im Seifen- Berlin, den 1. Januar 1893, geschäft. 8176 Dranienstr. 50. Schriftsetzer, guter Parteigenosse, im Fach sehr bewandert, sowie 8542L in redaktioneller Arbeit geübt, sucht, da er infolge von Maßregelung schon seit längerer Zeit arbeitslos ist, Stellung. Selbiger würde auch die Stelle eines fuche ich an Fabritation, Arbeitsstube, zeichnenden Redakteurs mit übernehmen. Geschäft, mit Kapital bis tausend Geft. Off. an Alwin Hentschel, Mart. Offerten F. Z. 11 Hauptpost. 35412 Geringswalde in Sachsen. Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Betheiligung