Nr. 260. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando? Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1.10., wöchentlich 28 fg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 6 Bfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags Beilage„ Die Neue Welt 10 Bfg. Post. Abonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in die Bost- Beitungs. Breislifte. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Bostabonnements nehmen an: Belgien, Dänemark, Holland, Italien, Luxemburg, Portugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts D Berliner Volksblatt. 24. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonel geile oder deren Raum 50 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereins und Bersammlungs- Anzeigen 30 Pfg. ., Kleine Anzeigen", das erste( fett. gedruckte) Wort 20 Bfg., jebes weitere Bort 10 Bfg. Stellengesuche und Schlaf ftellen- Anzeigen das erste Wort 10 Pfg., jedes weitere Wort 5 Pfg., Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Borte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm- Adresse: ..Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. 556 Mittwoch, den 6. November 1907. Arbeiter! Parteigenossen! Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. Auf zur Stadtverordneten- Wahl! Kein Wähler der dritten Abteilung kann einem Vertreter des Geldsacks die Wahrnehmung seiner Interessen übertragen! Niemand fehle bei der heutigen Wahl! Das Branntweinmonopol. Brenner bei jedem Hettoliter 20 M. Prämie verdienen, das macht bei den 2 Millionen Hektoliter jährlich 44 millionen Mart. Der Junker v. WedellMalchow hat 1887 mit ungewollter Bosheit sie als die Liebesgabe" bezeichnet, die Junker Bismard seinen Standesgenossen als Angebinde für die Liebesdienste bei den Hurrawahlen überweise. fonnte sie einer Welt Trotz bieten. Mehr und mehr be- Preise verkauft, der die 70 M.- Steuer einbegreift, so daß die günstigt von der Nachfrage, fonnte sie sich zur Zentralschnapsfabrit der Welt erheben. Unter den vorgefundenen gesell schaftlichen Verhältnissen hieß dies nichts anderes, als die Die Ernte der Blocksiege vom Januar soll in die Scheuern Ausbildung einerseits einer Klasse mittelgroßer Grundbesizer, eingebracht werden. Selbstverständlich in die der preußischen deren jüngere Söhne das Hauptmaterial lieferten für die Junker. Ist doch das Deutsche Reich nichts als ihre Domäne, Offiziere der Armee und für die Bureaukratie, d. h. eine akzeptierten sie doch dann erst die" Demagogen- Forderung", neue Lebensfrist für das Junkertum; andererseits einer sich das Vaterland müsse größer sein, als ihnen Bismarck dieses verhältnismäßig rasch vermehrenden Klasse von Halbhörigen, Die Konkurrenz des Auslandes brauchen die Schnapsgrößere Preußen zur Eriveiterung ihres Volksausbeutungs- aus denen sich die Masse der Kernregimenter" der Armee brenner nicht zu fürchten; ist doch der 3oII auf 160 m. geschäfts zur Verfügung gestellt hatte. Erst beim Getreide- rekrutierten. Kurz, wenn Preußen in den Stand gefeßt pro hektoliter hinaufgeschraubt, beträgt er also noch 110 M. und Fleischwucher mit Hülfe der Korn- und Viehzölle, dann wurde, die 1815 verschluckten westelbischen Brocken einiger mehr als die Steuer für den tontingierten Spiritus, beim Branntweinwucher. Die Bereicherung durch die maßen zu verdauen, 1848 die Revolution in Berlin zu er so daß nicht nur eine unübersteigbare Schutzzollmauer die auf Kosten der deutschen Konsumenten und Steuerzahler ge- brücken, 1849 trop der rheinisch- westfälischen Aufstände an die Brenner sichert, sondern ihnen auch ermöglicht, den Preis um zahlten Zucker prämien war für die Junker zu ihrem Spize der deutschen Reaktion zu treten, 1866 den Krieg mit diesen Riesenbetrag in die Höhe zu treiben. großen Leidwefen nur eine vorübergehende Erscheinung, Desterreich durchzuführen und 1871 ganz Kleindeutschland Wenn ihnen dies aber bis jetzt nicht gelang, so lag das Ivenn auch die Ausfuhrprämien dem Volte über unter die Führung dieses zurückgebliebensten, stabilsten, un- daran, daß das Branntweinbrennen schon durch die 20 M. 1200 Millionen Mart raubten. Aber hier steckte bald gebildetften, noch halbfeudalen Teil von Deutschland zu Steuerdifferenz zwischen fontingentiertem und unkontingendas industrielle Großkapital den größten Teil des bringen, wem verdankt es das? Der Schnapsbrennerei." tiertem Spiritus ein fo profitables Gewerbe wurde, daß es Profits in die Tasche, denn die Zuckerrüben bauenden Da tam Mitte der siebziger Jahre die Konkurrenz des fid) fogar lohnte, das Kontingent zu überschreiten und Spiritus, Grundbesizer machten aus Gier nach den Prämien, sich solche russischen Spiritus; er verdrängte den preußischen vom Welt der mit 70 m. verfteuert werden mußte, also keinen Ertra Stonkurrenz, daß sie eine leichte Beute der Fabriken wurden, markt, die Ausfuhr sank in den achtziger Jahren auf Null. profit abwarf, zu brennen; an der Liebesgabe wurde schon die ihnen die Preise diktierten. Engels fah dies voraus; er schrieb 1876: Die herrliche genug verdient. Und die Vergrößerung des Betriebes über Diese Erfahrungen trugen mit dazu bei, daß die schnaps- preußische Schnapsindustrie ist vom Weltmarkt verschwunden das Stontingent hinaus lohnte sich ebenfalls, denn bei der brennenden Junker vom Reiche mehr verlangten als nur einen und befuselt nur noch den inneren Markt." Neu Kontingentierung, die alle fünf Jahre jedem mehr oder minder heimlichen Zuschuß aus den Taschen des Und ebenso zutreffend erklärte Engels: An dem Tage, Brenner die Menge des Fünfziger" Spiritus und damit die Volkes. Von Anfang an ging das Streben der glücklichen wo den preußischen Junkern der Destillierhelm entwunden Höhe der Liebesgabe feftfekt, gilt die bis zu dieser Zeit inBesitzer von Brennereien hauptsächlich dahin, daß ihnen der wird und ihnen nur noch der Wappenhelm oder höchstens der und außerhalb des Kontingents erzeugte Spiritusmenge als Staat ihre lieben Standes- und Berufskollegen vom Halfe Armeehelm bleibt an dem Tage ist es aus mit Preußen." Grundlage für die Neubemessung der Liebesgabe, das heißt, halte, damit nicht durch Ueberproduktion eine Schleuder- Aber eben weil das Geschick Preußens, dieser halb- je mehr eine Brennerei Spiritus erzeugt fonkurrenz die Prämiengesetzgebung zunichte mache. Son- mittelalterlichen Herrschaft", und der Junker so eng verknüpft hat, um so höher wird sie für die nächsten fünf Jahre mit tingentierung, das heißt Beschränkung der Produktion ist, eben deshalb forgte der preußische Staat dafür, daß ihm Liebesgaben bedacht. auf ein eng begrenztes Maß, das war und ist die erste fein Junkertum und damit er selber durch das Junkertum Forderung, die Preußens schnapsbrennende Junker an das erhalten blieb. " " ( Ein Schlußartikel folgt.) Ein Opfer der ,, Standesebre". Wie das, Berliner Tageblatt" erzählt, ist wieder ein übrige Deutschland stellten. Die Produktion sollte stets an der Es war nach dem tollen Herensabbat der Angstwahlen Grenze des Bedarfs gehalten werden, damit die Preise von 1887, wo die Sanierung" wie heute Dernburg sagen entsprechend der ungedeckten Nachfrage recht hoch blieben. So würde- der bankrotten junkerlichen Schnapsbrenner auf entstand ein lächerliches Widerspiel: einerseits versicherten die Kosten der armen Bevölkerung des ganzen Reichs besorgt Schnapsbrenner, sie brennten nur, um das Vaterland zu wurde. Denn selbstverständlich ist es ja nur retten, denn ihre Brennereien lohnten sich, der Kartoffelbau die Armut, die alle Steuern und Prämien mal ein hoher Offizier der besonderen Standesehre des„ bor. nicht, der Boden müsse dann brach liegen bleiben oder auf für Branntwein zahlen muß. Nur die ärmste Be- nehmsten Rocks" zum Opfer gefallen. Der Chef der Nordseegeforstet werden, beides ein nationales Unglück- andrerseits völkerung ist es, die die Massen des Giftes verbraucht, zu station, Bizcadmiral v. Ahlefeld, hat sein Abschiedswaren sie eifrig dahinter, zu verhindern, daß sich der angeb- dem fie die Ausbeutung ihrer Arbeitskraft, leibliche und gesuch einreichen müssen, weil er eine Duellforderung ablich für das Vaterland so wichtige Kartoffelanbau ausdehne, geistige Not mit schier unwiderstehlicher Gewalt hintreiben: gelehnt hat! mochten auch die brennereilosen Gegenden Preußens noch so Die Aermsten der Armen die unorganisierten, beweisträftig nachweisen, daß sie ebenso notleidend seien wie niedergedrücktesten Arbeiterschichten, die bei den„ patriotischen" die bereits mit Brennereischloten gefegneten. Die zuerst ge- Wahlen von 1887 ihren Plünderern zum Siege verhalfen, fommen waren, behielten eben ausschließlich das Privilegium wie sie jetzt, zwanzig Jahre später, ein neues Ausdes Brennens und es waren ja diejenigen, deren Wohl plünderungs- Karte II, den Block, ermöglichten. und Wehe mit dem des preußischen Staates auf das engste Und der Block schickt sich zu noch größerem Wert an. Die verbunden war und ist. Die zuerst den Destillierhelm in ihr Schnapsbrennerei soll mit einem ehernen Schutzwall gegen Wappen mit aufgenommen hatten, waren die ostelbischen alle Sturmfluten umgeben werden, mögen sie von der KonJunter! furrenz des Inlandes oder Auslandes oder den Umwälzungen Friedrich Engels hat bereits 1876 in einer Studie, in der Technit hervorgerufen sein. Vor allem die Ston deren Richtigkeit sich gerade in diesen Tagen wieder erweist, furrenz des Inlandes soll vollständig erdrosselt werden, da auf diesen Zusammenhang zwischen Schnapsjunkertum und sich gezeigt hat, daß das System von 1887 noch nicht genügt, der preußischen Monarchie hingewiesen. In drei Artikeln um die Bevölkerung den Junkern zur beliebigen Schröpfung im Leipziger Voltsstaat", dem von Liebknecht redigierten auszuliefern. Organ der Eisenacher, zeigte Engels, wie die Junker den Das System von 1887, das bis jetzt noch zu Recht" deutschen Reichstag dazu benutzten, um die Bevölkerung des besteht, gab den Schnapsbrennereibesitzern die ersehnte ganzen Reiches für sich tributpflichtig zu machen, wie sie von Begrenzung der Produktion. " Nur eine vom Beginn der Schnapspest an die Bauern Preußens geplündert Staat bestimmte, tontingentierte Menge Spiritus hatten, um mit dem von diesen für Ablösung der Fronlasten darf produziert werden, die Grenze wird so festgesetzt, daß gezahlten Geld Brennereien zu errichten. Preußischer fie stets unterhalb des Bedarfs liegt. Diese ProduktionsSchnaps im deutschen Reichstag" nannte Engels begrenzung besteht aber nur für die Gesamtheit der feine Artifel. Auf dem Schnaps beruht der Junter Herrlich Brenner. Im ganzen Reich dürfen sie etwa 2 Millionen keit und damit die Preußens. Das eigentliche Schnapsgebiet Heftoliter Spiritus brennen; je nach der Zahl und Größe war und ist der Stern der preußischen Monarchie. aller Brennereien wird dem einzelnen sein entsprechender Das Moffe- Blatt teilt über die Affäre das Folgende mit: „ Ueber die Ursache des schnellen Südtrittes dieses bewährten Flaggoffiziers, der feit 40 Jahren in der Marine bient, wird bekannt: Ein Marinebaumeister und Leutnant der Reserve in Wilhelmshaven hatte eines Tages ein Rencontre mit einem anderen Reserveoffizier gehabt und war dabei diesem gegenüber handgreiflich geworden. Als dieser dann nach Verlauf von zwei Wochen ihm eine Herausforderung zum Duell übermitteln ließ, lehnte der Marinebaumeister sie ab mit der Motivierung, daß sie zu spät erfolgt fei. Beide Beteiligte gingen daraufhin ihrer Charge als Reserveoffizier berlustig. Als dann im Mai d. J. Vizeadmiral v. Ahlefeld seinen Posteir als Stationschef in Wilhelmshaven antrat, machte er die üblichen Antrittsbesuche, unter anderen auch bei dem betreffenden Marinebaumeister. Nachträglich erhielt er Stenntnis bon jener Ehrenaffäre und teilte nun jenem mit, er bitte, feinen ihm gemachten Befuch als nicht erfolgt ansehen zu wollen. Daraufhin übermittelte der Marinebaumeister Herrn v. Ahlefeld eine Forderung, doch wurde ihm, der zwar nicht mehr Reserveoffizier, aber doch kaiserlicher Beamter war, die Satisfaltion verweigert. Durch die Meldung des Baumeisters beim Ehrenamt gelangte der Ehrenhandel zur Kenntnis der höchsten Instanz, worauf b. Ahlefeld die den Abschied einleitenden Schritte tat. Der Baumeister ist inzwischen nach Kiel versetzt worden. Bizeadmiral v. Ahlefeld hatte das Kommando der Marinestation der Nordsee erst am 7. Juni d. J. übernommen. Er war vorher Direktor des Weiftdepartements im Reichsmarineamt und galt als die rechte Hand des Staatssekretärs b. Zirpik, mit dem er eng befreundet ist. Er diente seit 1867 in der Marine und war seit 1905 Bizeadmiral." Die Brennerei", schrieb Engels, zeigte sich als die Anteil überwiesen. Je größer also die Zahl aller eigentliche materielle Grundlage des gegenwärtigen Preußens. Brennereien, um so geringer der Anteil des einzelnen Ohne sie mußte das preußische Junkertum zugrunde gehen; Brenners. Nun bemißt sich aber dessen Profit nach der feine Güter wären zum Teil von großen Landmagnaten an- Größe seines Kontingents. Dieses braucht er nur mit 50 m. gekauft worden, die eine wenig zahlreiche Aristokratie pro Heftoliter zu versteuern; das, was er mehr als gemäß An und für fich ist v. Ahlefeld nur sein Recht geschehen. im englischen Sinne gebildet hätten; zum Teil wären feines Kontingents brennt, muß er mit 70 m. verſteuern. Denn dadurch, daß er dem Baumeister jenen brüstierenden Brief fie zerschlagen worden und hätten die Grundlage zu Da das Gesamt fontingent des Reichs geringer ist als der schrieb, stellte er sich ja selbst ostentativ auf den Standpunkt, der die einem selbständigen Bauernstande gebildet. Die Bedarf, so richtet sich der Preis nach dem Steuersatz, der für Duellprügelei für einen Hauptbestandteil der militärischen„ Standes-* Brennerei hat der Entwickelung eine andere Wendung ge- das Ueber kontingent bezahlt werden muß. Die ganzen ehre" erklärt. Er mußte schon damit rechnen, daß er für seinen geben. Auf einem Boden, der fast nichts hervorbringt als 2 Millionen Heftoliter Kontingent, welche mit 50 M. Schreibebrief selbst vor den Pistolenlauf gestellt werde. Oder sollte Kartoffeln und Krautjunker, aber diese auch massenhaft, Steuer pro Hektoliter belegt sind, werden au einem er geglaubt haben, daß der Gegner fatisfaktionsunfäbig" sei? " " " Ein Appell an die Einigkeit. Dann wäre der Brief erst recht alles andere als eine Heldentat| Kolonialeisenbahnen, Kriegshändel vergeudet würden, Milliarden Für die freisinnigen Führer scheint es auf dieser Bahn feinen gewefen! die freilich wieder vom Volte aufgebracht werden müssen Salt mehr geben zu sollen. Verzeichneten wir noch gestern die Der Herr Bizeadmiral ist also nur nach den Geboten des von und die die Hypertrophie der besigenden Klasse durch fette Stimmen der Voss. 8tg." und der„ Liberal. Korresp.", daß der ihm selbst gehandhabten„ Ehrenkoder" behandelt worden. Aber die Profite abermals vermehren. Oder ist es ein gesunder Liberalismus für Ausnahmebestimmungen im neuen Vereinsgesch ! Sache geht doch nicht nur die direkt Beteiligten an, sondern auch Zustand, daß die deutsche Kapitalistenklasse bereits 1905 nach nicht zu haben sein werde, so müssen wir jetzt darauf hinweisen, das Boll, das den vornehmsten Rod" bezahlen muß! Und der amtlichen Denkschrift über Deutschlands Seeinteressen" daß auch hier die Wiemer und Kopsch offenbar Berrat planen. die Bollsvertretung, hat in ihrer Mehrheit wiederholt erklärt, daß bereits 30 000 Millionen im Auslande angelegt hatte, während Sonst wäre es nicht zu verstehen, daß die Freis. 3tg." fich mit sie den ganzen Duellumfug verurteile, daß fie nicht dulden Deutschlands Proletariat darbt? wahrer Erbitterung gegen die doch nur ehrenvolle Annahme der wolle, daß die Offiziere aur gröblichsten Verlegung des Gesetzes Wer für Nationalismus" im Sinne des boltsfein diberal. Storrefp." zur Wehr seht. Die Freifinnige Volkspartei geradezu gezwungen würden! Lichen Militarismus, der finnlosen, die Massen nur aus- werde den Vorschlag aufs genaueste prüfen und sich dann entJedermann erinnert sich noch, welchen Sturm der Ent- powernden Weltpolitit; wer für den Nationalismus" scheiden." Das ist die Formel für jeden Umfall rüstung am 15. Januar bei der Duelldebatte die Erklärungen des ganzen die Mehrheit der Nation in Un faltur und Die Toten reiten schnell! des Kriegsministers bei der Mehrheit des Reichstags hervorriefen. Rechtlosigkeit erhaltenden fapitalistischen Systems Herr v. Einem fagte bamals: Das weiß jeder, daß er, eintritt, der schädigt die Nation, der schwächt das wenn er zum Duell greift, gegen göttliche und menschliche Geseze Vaterland, der hemmt die Entwickelung des Volksgeistes"! verstößt": Und wer sich einbildet, durch Ronzessionen an die Zugleich aber erklärte er: herrschende, von der Ausbeutung der Massen sich " Solange aber der Zweikampf in weiten Streifen noch als bereichernde Klasse 3ugeständnisse für das anerkanntes Mittel zur Wiederherstellung der verletzten Ehre gilt, Broletariat erringen zu können, der übt keine andere kann auch das Offizierstorps in feinen Reihen tein Mitglied Lattik, als der Blodfreisinn, der sich einbildet, dulden, welches nicht bereit ist, gegebenenfalls mit der Waffe fils durch Liebesdienste für das Junfertum einer liberalen feine Ehre einzutreten." eine noch viel finnlosere Politik! Aera" die Wege bereiten zu können. Ja, er treibt Börseaner können immer noch mit einigem Grunde Denn die liberalen Das Duell ist jetzt eines der Erziehungsmittel für Berrat am Volte gewisse Zugeständnisse gemacht werden. darauf rechnen, daß ihnen wenigstens als Preis für ihren das deutsche Offizierstorps, um in ihm den Grund fat Aber Arbeiter, die die Macht ihrer Ausbeuter lebendig zu halten, daß die Ehre höher als das Leben steht. Wir sind gewohnt, bewährte Methoden fest- stärfen, fönnen nimmermehr erwarten, daß ihr selbstzuhalten und sie nicht wohlgemeinten, aber falschen Theorien mörderisches Beginnen durch Zugeständnisse belohnt wird! zu opfern." Das war die gleiche Brottamierung des Rechts brus, wie sie feinerzeit das Militär- Wochenblatt" vertreten hatte, als es schrieb: " Und daß man bis in die höchste Instanz" troß der unverkenn barsten Willensäußerungen, der Volksvertretung an dieser ungefeß lichen Methode" festzuhalten entschlossen ist, beweist die Ver abschiedung des Bizeadmirals v. Ahlefeld, für den nun die deutschen Steuerzahler die Pension zu zahlen haben! " Daß alle Duellprügeleien, daß die trampfhafteste Aufrechterhaltung des allen modernen Anschauungen Hohn sprechenden Begriffes der besonderen militärischen Standesehre" die Armee nicht gegen viel schlimmere Entehrung zu schützen vermögen, hat ja der Prozeß Moltke Harden bewiesen. Die 2ynar und hohenau würden zweifellos jederzeit Satisfattion gegeben, also dem Gesez der Standesehre" Genüge geleistet haben- und doch vertrug es fich mit ihrem besonderen Ehrgefühl, die Kaserne zum Bordell für ihre perverse Brunst zu machen! " Riſches Deginnen durch Zug Totenritt. Die Hebe gegen die liberalen Wahlrechtsfreunde wird munter fortgesetzt. Das Blatt des Herrn Wiemer, den jetzt auch die Nationalzeitung" als sehr verständig preift, druckt das Geschimpfe der Breslauer und Königsberger Organe zustimmend ab. Dabei muß noch einmal die bodenlofe Seuchelei aufgezeigt werden, mit der da verfahren wird. Zuerst wurden die wirklich Liberalen auf dem Parteitag der Freisinnigen Volkspartei als Jllusionisten gehöhnt, weil sie zu viel verlangten, jekt als schlechte Taftifer, weil sie zu wenig verlangen. Der entscheidende Punkt ist aber allein der: Was von jedem Freund des gleichen Rechts verlangt werden muß, ist, daß die Freisinnigen im bürgerlichen Lager eine Agitation entfesseln und vor allem die sozialdemokratische Agitation nicht durch Verleumdungen und Verkleinerungen schwächen, sondern nach ihren schwachen Kräften unterstüßen. Statt dessen sehen die " Fraktionspolitiker" ihre Aufgabe darin, nicht nur uns Sozial demokraten dort zu bekämpfen, wo es für sie als bürgerliche Jener Hirsch Dundersche Gewerkschaftseine Forderung eintreten, die in ihrem eigenen Programm Bartei begreiflich ist, sondern am heftigsten dort, wo wir für führer, dessen Aufruf zur Gründung politischer Arbeiter steht. Die Freifinnigen sind unter der Führung der Kopsch, Wiemer vereine wir fürzlich besprachen, entgegnet auf unsere Dar- und Fischbed ins nationalliberale Lager abmarschiert und genau legungen in der ,, Volfs- Zeitung" in längerer Polemit. Leider wie die Nationalliberalen bekämpfen sie mit gleicher Heftigkeit verraten Form und Inhalt seiner Entgegnung mehr Gereizt wie uns Sozialdemokraten die letten Reste des wirt. heit, als objektives. Eingehen auf unsere Ausführungen. lichen Freisinns. Von den Nationalliberalen unterscheiden sich die Freifinnigen nur durch die Seuchelei, sich entschieden" liberal zu nennen. Proletariat und Vaterlandsliebe. Wir hatten nachgewiesen, daß die Parole einer zwar freiheitlichen und sozialen, aber in ostentativem Gegensatz zur Sozialdemokratie zugleich nationalen" Politik nichts anderes sei, als eine Wiederaufwärmung des national jozialen Programms, dessen minimale Zugkraft sich doch zur Genüge erwiesen habe. Weiter hatten wir gezeigt, daß eine ehrliche soziale Arbeiterpolitit logischerweise eine Abkehr von dem Nationalismus der herrschenden Klassen bedeuten und zu jener Auffassung des Nationalismus führen müsse, wie sie die Sozialdemokratie vertrete. Der Gewertvereinsführer behauptet num, es sei mur eine Phrafe", wenn die Sozialdemokratie von sich sage, daß sie die einzig wirklich nationale Partei" fei. Diefem agi tatorischen Wortgeflingel" gegenüber vertrete die in den Gewerkvereinen organisierte Arbeiterschaft eine grundsäßliche Anerkennung des nationalen Gedankens, der geschichtlich erwachsenen Vaterlandsidee." Sie fei beseelt vom Streben für Entwickelung des deutschen Voltsgeistes", wolle„ Mitwirkung an der Größe des Reiches, nicht im Sinne von brutaler Eroberung, aber umso mehr durch moralische Ge winne." Die Sozialdemokratie dagegen vertrete eine mög lichste Verwischung der nationalen Eigentümlichkeit", einen ,, uferlosen Kosmopolitismus" usw. 11 Borschlag bekämpft wird. Die Königsberger Hartungsche Zeitung" Ein Beweis für diese Heuchelei ist die Art, wie der Barthsche schreibt barüber: Paris, 2. November.( Eig. Ber.) Der Nationalrat der geeinigten franzöfifchen Partei hat das nachstehende Manifest( dessen wesentlicher Inhalt schon telegraphisch gemeldet wurde) herausgegeben: Der Nationalrat sieht weder in den Vorfällen von Liévien, noch im neulichen Manifest einer Anzahl von Erwählten der Partei einen Anlaß, die leitenden, unantastbaren Grundsätze feiner Aktion, die im Einigkeitspakt und durch die ihm folgenden nationalen und internationalen Kongreffe festgelegt sind, aufs Neue auseinanderzusehen. Er erinnert nur an die Bestimmung des Patts: Die foziclistische Partei ist eine lassenpartei, die die Vergesellschaftung der Produktions- und Austauschmittel zum Ziel hat. Durch ihr Ziel, ihr Jdeal und ihre Mittel ist die sozialistische Partei, wenngleich sie die Verwirklichung der unmittelbaren, von der Arbeiterklasse geforderten Reformen anstrebt, teine Reformpartei, fondern eine Partei des Klaffenkampfes und der Revolution. Was die Erklärung der Achtzehn und die Erflärung, die ihr gefolgt ist, anlangt, so erinnert der Nationalrat daran, daß niemand das Recht hat, sich an die Stelle der Partei zu setzen, um ihre Taktik und Politik zu be stimmen und daß die Erwählten der Partei und die Genossen, bei der vollständigen Freiheit der Diskussion in der Partei, die Möglichkeit und die Pflicht haben, ihre Anschauungen in ihren Gruppen und Föderationen, im Nationalrat und auf den Ston greffen darzulegen. Der Generalrat bebauert also, daß insbesondere die Verfaffer der ersten Erklärung geglaubt haben, hrem Manifest eine follettive Form geben sollen, die die Partei über ihre Anhänglichkeit an die Einigkeit beunruhigen konnte. Was die Anträge auf ein Kontrollverfahren gegen die Genossen Basly, Goniaux und Lamendin anbelangt, so bedauert der Nationalrat, daß diese sich zu einem ministeriellen Manöver hergegeben haben, dessen Bewveggründe allzuleicht zu durchschauen waren. Er bedauert auch, daß die Föderation des Pas- de- Calais nichts zu tun für notwendig gefunden hat, um einen Zwischenfall zu vermeiden, der in der Partei eine sichere Grregung hervorrufen mußte. Was den Reveil du Nord" anbelangt, ber eine Politi verfolgt, die mit der der Partei in einem absoluten Widerspruch steht, so erklärt der Nationalrat, daß zwischen diesem Blatt und der Partei teinerlei Beziehung besteht. Bezüglich der„ Guerre Sociale" nimmt der Nationalrat die Erklärung ihres Herausgebers Gen. Serbé zur Kenntnis und rechnet darauf, daß in Zukunft die Guerre Sociale" wie die anderen Parteiblätter die zwischen Genossen angemessene öflichkeit bewahren wird. Endlich der Nationalrat die Gruppen und und Barteigenoffen angehören, auf, diese dahinzubringen, daß sie sich den vom Zentralorganismus der Partei interpretierten Kongreßbeschlüssen anpassen. „ Barths Vorschlag entpuppt sich bei näherem Hinsehen hin- ö berationer, benen bie in Grage stehenden Erwählten fichtlich seiner Wirtsamkeit als ein bölliger Schlag ins Waffer. Brüft man nach wirklich praktischen Gesichtspunkten die Frage, fo stellt sich heraus, wie untlar, illuforisch und trüppelhaft die Einführung der geheimen Wahl an Stelle ber öfentlichen sein würde, falls sie die einzige reformatorische Notmaßregel bleiben würde. Bunächst ist es noch lange nicht erwiesen, welche Eigenschaft des geltenden preußischen Wahlrechts für die minderbemittelten Boltsflaffen verhängnisvoller ist, die öffentliche oder die Klaffenwahl, an welcher Abänderung fie also ein absolut höheres Inter-, effe haben."( Wozu wir bemerken wollen, daß unseres Erachtens fein Zweifel sein kann, daß die Abschaffung der Klassenwahl das Entscheidende ist.) Der Nationalrat ist überzeugt, daß die Tohale Annahme seiner Entscheidung die Mißstimmung verscheuchen wird, die ji h in ber Bartei entwidelt hat und daß die so in ihrer Einigkeit befestigte Bartei ihren Klassenkampf gegen die Bourgeoisie und gegen die Regierung, die sie repräsentiert, fortfeben tann. Diese Resolution ist das Ergebnis einer bewegten Verhandlung, die am Nachmittag begonnen und bis 2 Uhr nachts gedauert hat. Es tam dabei begreiflicherweise zu scharfen Zusammenstößen zivischen den Vertretern der verschiedenen Richtungen. Gegen Basly und Genossen lagen drei Ausschlußanträge vor. Mit befonderem Nachdrud fette sich der Bertreter der Loireföderation Faure für den Ausschluß ein, indem er darauf hinwies, daj man die Propaganda im Wahlkreis Briands, die viel versprechend begonnen habe, unmöglich mache, wenn man Abgeordnete der Partei mit Briand ungestraft bankettieren laffe. Die drei in die Affäre verwidelten Deputierten hatten ihre Abwesenheit entschuldigt, aber sie fanden Verteidiger in zwei Rednern des Pas- de- Calais, die einerseits auf die langjährige propagandistische Tätigkeit von Basly und Lamendin hinwiesen, andererseits repräsentative Verpflichtungen der beiden Deputierten geltend machten. Aber auch Delory und Brade meinten, man folie mit ihnen nicht au strenge ins Gericht gehen. Auch andere Parteideputierte hätten Minister empfangen. Es sei noch gar nicht lange her, daß Jaurès in der Kammer die Ministerschaft Briands gerettet habe. Briand sei ein Bourgeoisminifter wie die anderen. Aber sehen wir nur einmal zu, wie sich die Verhältnisse geftalten würden, wenn der Barthfche Vorschlag Annahme fände, wenn also die geheime, aber indirette Wahl eingeführt würde. Dann wäre allerdings die Stimmabgabe der Urwähler sowohl wie der Wahlmänner geheim. Nicht geheim würden aber Namen und Parteistandpunkt der Wahlmänner selbst sein. Für die Stadt hat die geheime Wahl und die Parteistellung der Wahlmänner nicht die ausschlaggebende Bes deutung. Auch die Parteien der Linken würden das Gros ihrer Wähler bei öffentlicher Stimmabgabe in den städtischen Bezirken für ihre Wahlmänner zur Ürne bringen und um Wahlmänner nicht verlegen fein. Ganz anders auf dem Bande. Bei der notorischen Abhängigkeit der Wähler von einflußreichen Konservativen würde an der Schwierigkeit, Wahlmänner überhaupt zu erhalten, nichts, aber auch gar nichts durch die geheime Wahl geändert werden. Der Vorschlag Barths ist also, wenn man den Applomb bedenkt, mit dem er in die Diskussion geworfen und von den Sozialdemokraten aufgenommen Gegen die Unterzeichner des manifestes sprach besonders encr= worden ist, die unzulänglichste politische Leistung, gisch Genoffe Loris, der Vertreter der Föderation Loire- et- Cher, die man sich denken kann." der auf die Unerträglichkeit einer Gruppensolidarität hinwies, die sich gegen die Parteifolidarität auflehne. Genosse Deputierter Barenne suchte die Tragweite des Manifeſtes abzuschwächen, indem er meinte, es sei eine Reaktion auf die Aktionsfreiheit, die unterzeichner der Erklärung hätten nur ihre Meinungs. Hervé ungehindert für sich in Anspruch genommen habe. freiheit betonen wollen. Dic Wir wollen demgegenüber nicht unsererseits von Wortgeflingel" reden, sondern einfach an die bessere Einsicht des Verfassers appellieren. Zunächst ist es der Sozialdemokratie niemals eingefallen, eine möglichste Verwischung der nationalen Eigentünilichkeit" zu erstreben. Zu den nationalen Eigentümlichkeiten gehört doch in erster Linie die nationale Sprache, das Instrument der nationalsten, nämlich der künstlerischen Stultur! Für sie ist niemand energischer eingetreten, als gerade die Sozialdemokratie! Und anständiger und konsequenterweise für alle Nationen! Ebenso wenig hat sich die Sozialdemokratie jemals gegen ,, die geschichtlich erwachsene Baterlandsidee" gewendet, gegen die Entwickelung des deutschen Volksgeistes", die Man kann wirklich nicht ärger schwindeln. Was das Blatt Mitwirkung an der Größe des Vaterlandes!" Im Gegenüber den Wert des geheimen Wahlrechts sagt, ist ganz richtig und teil: das ganze Sinnen und Trachten der Sozialdemokratie von uns wiederholt hervorgehoben worden! Die ist darauf gerichtet, durch materielle und fulturelle Hebung Abschaffung des geheimen Wahlrechts ist eine Bagatelle, eine Selbst der fünf Sech stel des Volkes, die zum Proletariate verständlichkeit, ein Bedürfnis politischer Reinlichkeit, ohne irgend gehören, das Baterland zu einer wahrhaften Kulturnation zu welche wichtigen politischen Einwirkungen. Die Abschaffung würde erheben! Berhältnismäßig einfach erledigten sich die Affären der„ Guerre den Arbeitern nicht das geringste müßen, ihre Aussicht auf Vera Sociale" und des Reveil du Nord". Hervé gab zu, daß sein Nun tönnte der Gewerkvereinsführer am Ende mit dem tretung nicht bessern. Es ist auch richtig, daß die Aufrechterhaltung Blatt in der Polemit bisweilen über die Schnur gehauen habe famofen Argument tommen: die Sozialdemokratie hat doch der Wahlinännerabstimmung jeden Effekt der geheimen Wahl und versprach für die Zukunft eine höflichere Tonart. Der Verbie militärische Stärtung des Vaterlandes abgelehnt! wieder aufheben würde. Aber der Schwindel liegt eben darin, treter des Bas- de- Calais hatte gegen Hervé nur einen Tade! Auch das ist nicht richtig, denn die Sozialdemokratie ist daß das freifinnige Organ alles dies vorbringt, um felbft biefe megen diefer Kampfesart verlangt. Der" Reveil du Nord" fand allezeit für das beste Wehrfystem eingetreten für die Wingigkeit zu bereiteln. Wäre dem nicht so, warum falle, der derzeit noch sozialistischer Generalrat des Nordin der Partei keinen Verteidiger. Seinen Herausgeber Dele Boltswehr! Sie bekämpft unseren heutigen Militaris- wurde dann Naumanns Aufforderung nicht befolgt, warum die bepartements ist, betreibt schon lange eine unverhüllte Regierungs mus, weil er nicht nur ein relativ schlechtes Wehrsystem dar Freisinnsmannen nicht auf die Schanze gerufen" zum Stampf für Departements ist, betreibt, schon lange eine unverhüllte Regierungs. stellt, sondern weil er auch ein Machtmittel der bejizenden die ganze Reform, für die Beseitigung des Dreiflaffenwahlrechts? Straffen aur Nieberhaltung des aufstrebenden Prole- Nein, der freisinnige Schwindel ist zu durchsichtig. Damals fürchtete der Verhandlung zusammen, die den Willen offenbart habe, das Rebelin faßte in einer eindringlichen Rede die Ergebnisse tariats darstellt, Wagt das der Gewerkvereinsführer etwa zu man den Block zu gefährden durch Befolgung des Naumannschen Parteireglement und die Kongreßbeschlüsse als bindendes Geset leugnen angesichts des Prozesses Siebknecht? An- Vorschlags, heute durch die Befolgung des Barthschen. Der Block der Partei zu erhalten. Gr appellierte an die Einigkeit der Ge gesichts der Ausführungen des Reichsanwaltes, daß muß um jeden Breis erhalten werden, und darum darf an das noffen. Es dürfe nicht geschehen, daß innerhalb des Partei. die herrschende Klasse niemals freiwillig auf ihre Dreiflaffenwahlrecht um feinen Preis gerührt werden. Sind organismus die alten besonderen Tendenzen sich wiederum organi Vorrechte verzichten werde? Und hat nicht selbst ein Graf dann erst die Landtagswahlen vorüber, dann fann man sich aufs fieren. Renaudel brachte hierauf die Resolution ein, die mit Posadowsky denselben Gedanken vertreten?! neue ausreden, daß die Majoritätsverhältnisse" eine Reform un Vertreter von 44 Föderationen stimmten für, die von 19 gegen fic. 92 gegen 29 Stimmen angenommen wurde. Die Genau so steht es mit der Weltpolitit". Sie ist möglich machen. Die Volkspartei hat den Barthschen Vorschlag. Eine Föderation enthielt sich der Abstimmung, neun waren bei teine wirtschaftliche Notwendigkeit! Koloniale Kriege, den wir stets als allzu bescheiden bezeichnet haben, nicht deshalb der Abstimmung nicht vertreten. Die aehn Stimmen ber Eisenbahnbauten, Marinebauten usw. sind nichts als ein nicht akzeptiert, weil er zu geringfügig ist, sondern weil er ihr Frattionsbertreter im Nationalrat wurden für das Mittel, um dem Sapitalismus, der sonst an seinem zu weitgehend war. Sie hat überhaupt nicht das geringste getan, Manifeft abgegeben. Bemerkenswert ist, daß die großen eigenen Widersinn der Ausbeutung der Massen und um eine Agitation für das Wahlrecht in Gang zu bringen; fie Föderationen, namentlich die des Nord und der Seine für das den Riesenprofiten des Unternehmertums zugrunde ist au ber festesten Stüße der Junterherrschatf in Preußen wie Manifest stimmten. gehen würde, die Weitereristenz zu ermöglichen. Das im Reich geworden, ist die auverlässige bedingung8 berjenige, der den Ausschluß der Deputierten zum Von den anderen Beschlüssen der Bersammlung ist zu erwähnen Bolt, das ja zu fünf Sechsteln aus nicht besitenden loseste Regierungspartei, und hat so bewiesen, daß sie Inhalt hat, die innerhalb eines Monats nach zweimaliger Mahnung besteht, ist nicht in der Lage, die Produktion to nfumieren zur Verräterin am gleichen Wahlrecht, ihrer eigenen Programm ihre Parteifteuer nicht bezahlen. Auf Antrag De la zu können, und die besigende Klasse würde im eigenen Fette forderung geworden ist. Darüber fönnen alle berlogenen Manöver Bortes murde ferner befchloffen, dem Grundfah der Minoritäten ersticken, wenn nicht Milliarden für Panzertoloffe, unrentable nicht mehr täuschen. bertretung in den Parteiförperschaften zufolge der hauptsächlich politit. ßom Norddepartcment vertretenen Richtung einen Platz im Jnter- nationalen Bureau einzuräumen und zwar wurde die etwas eigcn> tümliche Lösung gefunden, das eine Mandat Jules G u e s d e zu übertragen, dan andere dagegen von den beiden bisherigen Vertretern Jaurcs und Vaillant gemeinsam unt abwechselnd ausüben zu lassen. Der Nationalrat beschloß auch, bei allen Nachwahlen Partcikandidaten auf. zustellen. Die damit betrauten Föderationen werden durch Ent. sendung von Rednern und Zuweisung von Geldmitteln unterstützt So endete die Versammlung des Nationalrats, der die Feinde des Sozialismus frohlockend in Erwartung einer neuerlichen Spaltung, aber auch viele Parteigenossen in ernster Besorgnis entgegengesehen hatten, mit einer Bekräftigung der Parten grundsätze und mit einem nachsichtigen Urteil über du Verstöße von Personen. Hoffentlich leitet der Beschluß ein; Gesundung der Parteiverhältnisse ein. Dazu ist allerdings voi allem eine Stärkung des parteigenössischcn Disziplinbewußtscins donnöten. Daß in dieser Beziehung noch manches anders werden muß, geht u. a..auL der beschämenden Tatsache hervor, daß de> „Matin", das Matt, das jetzt dew Sozialismus auf das aller- gemeinste bekämpft, oder besser gesagt verleumdet, imstande war. über die nur den Mitgliedern des Nationalrats zugängliche Ver- sammlung einen offenbar von einem Teilnehmer herrührenden, Wahrheit und Entstellung raffiniert mischenden Bericht zu bringen. polirilcke Gcberficbt. Berlin, den 5. November 1907. Parlamentarisches. Der Reichstag wird am 22. November um 2 Uhr Ausanimentreten. ES heißt, daß ihm bis dahin der Etat, das BörsenNsetz und das ReichsvereinSgesetz vorliegen werden. Tie Gesetze sollen noch vor Kusammentritt des Reichstags veröffentlicht werden. Die Bestimmungen über die B c r« sammlungsspracheim Vcreinsgesetz sollen einer Parla. inentarischen Korrespondenz zufälge dahin gehen, daß eine nichtdeutschc Spraäic in. Versammlungen Polizei- licherseits nicht zugelassen werden darf, wenn die AufsichtS- organe nicht in der Lage sind, den Verhandlungen in der fremden Sprache folgen zu können. Ein absolutes Verbot des Gebrauches fremder Sprachen in den Versammlungen wird nicht gefordert, doch will sich der Staat das Recht sichern, jederzeit VersammlungSverbandlungen beaufsichtigen zu können, um etwaige ungesetzliche Handlungen zu verhüten. Es wird also tatsächlich eine Slnsnahmebcstimmilng ge- schaffen, die es ganz der Willkür der Negicrnng überläßt, ob fremdsprachige Versammlungen zugelassen werden. Man kann sich bei dcni Charakter der preußischen Regierung darauf verlassen, daß damit das Koalitionsrecht der polnischen Ar- oeiter aufs ärgste beeinträchtigt wird. Die Arbeiterklasse, vor allem die Oberschlesiens und Rheinland-Westfalens. wird gut daran tun. möglichst rasch und möglichst energisch, die Agi- tation gegen diese gefährliche Bedrohung ihrer Lebenshaltung aufzunehmen, Nach Weihnachten kommen eine sslottenvorlage und wahrscheinlich neue Struervorlagen vor best Reichstag. Außerdem liegen dem Reichstag noch Entwürfe vor über die Herstellung von Zigarren in der Hausarbeit, über den„kleinen Befähigungsnachweis", über die Bestrafung der Majestäts- beleidigung, über den UnterstützungSwohnsitz. ferner der Ent- Wurf betreffend die Sicherung der Bau forde- r u n g e n, Entwurf über den V e r s i ch e r u n g s v e r- trag und Aenderung der Vorschrift des Handelsgesetzbuchs über die Seeversicherung, Entwurf eines Gesetzes iiber die Hülfskassen. Der Zeitpunkt, zu dem das Dreiklassenparla» in e n t seine volksfeindliche Tätigkeit aufnehmen wird, steht dagegen noch nicht fest. Er soll entweder am 26. November oder 3. Dezember zusammentreten. Vor Weihnachten sollen dem Landtage die E n t e i g n u n g s v o r l a g e für die Ost- marken und das LehrerbesoldungSgesetz vorgelegt werden, während der E t a t erst Mitte Januar und die B e» amtengehälter vorlagen erst Anfang Februar zur Vorlegung gelangen dürften. Für. unverhülltcste Klassenjustiz tritt die„K r e u z- Z e i t u n g" ein. Sie verlangt, daß Sozialdemokraten grundsätzlich nicht als Schöffen oder Geschworene zugelassen werden sollen: »Die �roge, ob ein überzeugter Sozialdemokrat geeignet ist, lm GegenwartSstaate das Amt eines S cki ö s f e n oder Geschworenen auszuüben, drängt sich auf angesichts der Mit- teilnitg des.vorwärts", daß der„Genvsie" Bohle. Reichstag»» abgeordneter für Straßbtirg, für die nächste Schwurgerichwiessio» am Landgericht« Stratzburg als Geschworener berufen ist. Die Frage inuß ve r nein l werden, denn die Sozialdemokratie beliimpft nicht etwa nur einzelne rechtliche Anschauungen in unserem geltenden Rechte, sondern sie stellt sich in einem vollkonmienen Gegensatz zu unserer Rechts-, Staats- und Gesellschaftsordmiiig- Jhre rechtlichen und moralischen«»schauungen weichen so voll- ständig von denen der bürgerlichen Gesellschaft ab. daß es einfach unmöglich ist. hier eine gemeinsame Basis zu finden. Dazu kommt, daß die So-ialdemokuü.e eilten ganz einseitigen Klassen« , slandpunkt vertritt und vertr-.en will, so daß e« einem Sozialdemokraten nicht möglich ist, rechtlich einen objektiven Llandpnnki einzunehmen. Schon die Anschauung, datz unsere Justiz reine Klaiienjustiz ist, macht es immöglich, daß ein Sozialdemokrat diele Justiz einem.Geiuissen" gegenüber vertreten lann." Für die Objektivität sozialdemokratischer Richter zeugen bekantitlich die Urteile der G c w e r b e g e r i ch t e. Abcx die„Kreuz-Zig." stellt einfach alles ans den Kopf l Sie stellt sich, als ob die Sozialdemokratie eine Klassenjustiz verlange. während sie gerade die Klassenjustiz gcißeltl DeS ganzen Geschivätzes kurzer Sinn ist eben die dreiste, alle Rochlsgruiidsätze verhöhnende Forderung, die Justizpflege bewußt und prinzipiell zur Klassenjustiz zu machen I Aber warum nicht? Besiitden wir unS doch in der „liberalen Aera"!_ Blockreden. In Köln hat am Sonniog der RcichStagSobgeordnete Wiemcr über Blockpolitik und Liberalismus gesprochen. Nach dem Berich» der.klbltiischen ZfiUmg" bezeichnete der Redner als gemeinlame» Ziel oller Liberalen die Ntederkämpsung der gegnerijchen Bestrebungen, die den Kaplan und den GewerlschastSielretär zu unumschrättkien politischen Herrschern machen wollen. Mit dieser ungemein geistvollen Bemerlung hat ohne Zweifel der Redner daS Zentrum und andererfeilS die Sozialdemokratie treffen wollen. Die Hirsch-Dunckerschen Ge- v er k vereinler. die zum guten Teil noch dem Freisinn folgen, werden von der Art. wie Herr Memer über die GewerkschastS- .ekretäre urteilt, gewiß sehr erbaut sein. Weiter meinte der freisinnige Blockredner. die Politik deS Blocks könne nicht unter dcm Zeichen einer Paarnng. d, h. eines Jnetnander- oufgehenS der Parteien stehen. Ihr Merkmal besteht in der Abwehr de» gemeinsamen Feindes und eines Entgegenkommen» der Parteien unter einander, das die Erledigung von GesetzeSvorlagen von Fall zu Fall bezwecke. Die gemeinsamen Feinde seien die Sozialdemo- kratie und das Zentrum. Die Liberalen könnten nicht verlangen, daß nur liberale Gesetze gemacht werden, aber sie müßten verhindern, daß eine einseitig reaktionäre Politik getrieben weide. Die Blockpolitik müsse sich auf das Erreichen deS Möglichen beschränken, aber sie verlange von den Liberalen kein Opfer an politischer Ueberzeugung. Sie werde, wie Basiennann fichtig sagte, so lange danern, wie eine verständige liberale Politik getrieben wird. Der Redner sprach sich für eine Reform der Branntwein st euer, aber gegen eine Tabak st euer aus. Einer Vorlage, die zur V e r v o l l k o m nung unserer Di arine dient, würde die Freisinnige Volks- Partei ihre Unter st ützung nicht versagen. Die Ein- führung des ReichStogswahlrechtS in den Einzel- st a a t e n sei eine progronmiatische Forderung der Partei, die sich aber nach Lage der Dinge nicht aus einmal wird durchsetzen lassen. Die Volkspartei verlange gleiches Recht für alle und ein Ver- schwitiden jeder Begünstigung v»n oben für besondere Klassen und Kon- fessionen, sie tritt Ivie der Liberalismus überhaupt nicht ein für Sottderinteressen und verurteilt entschieden den von der Sozial» demokratie geförderten Klassenkampf. Wir glauben uns einer Kritik der Wiemerschen Rede enthalten zu können, wenn wir mitteilen, daß der Führer der Kölner Nationalliberalen, Professor Moldenhauer, im Namen seiner Partei dem Redner danlte„für seine vorzitg lichen Ausführungen, deren Leitgedanken auch durch aus einer nationalliberalen poli ischen An- s ch a u u n g entsprachen". Ausgerechnet die Kölner Nationalliberalen, die auf der tiefsten Stufe politischer Waschlappigkeit stehen, drücken den Freisintts- mann an ihr blocklüsternes Herz! Herr Wiemer kann es sich sparen, auch noch in einer konservativen Versammlung zu reden Mit dcni Dank der Nationalliberalen am Rhein hat er auch den Dank der konservativen Blockbrüder weg-> denn einen Unterschied zwischen beiden gibt eS nicht. Die Ehre eines Gelben. Im öffentlichen Interesse hatte, wie wir am 8. September mit- teilten, die Breslauer Staatsanwaltschaft wegen Beleidigung eine? Bäckergesellen Anklage erhoben, der wegen Kuppelei, Er- Pressung und Körperverletzu n g 2V4 Jahre im Gefängnis gesessen und auch außerdem verschiedene Male wegen anderer Taten FrecheitSstrasen zu verbüßen hatte. Der Backer-Altgeselle ist ireilich Führer der„Gelben". Die Beleidigung wurde darin ge- nnden, daß der Ortsbeamte des Bäckerverbandes in einem Flug- blatt mit Rücksicht auf die Bestrafungen den Führer der Gelben „Zuhälter" genannt hatte. Der ruchlose Verbändler war vom Schöffengericht zu 40 Mark Geldstrafe verurteilt;— nur mit Rücksicht auf die völlige Unbescholienheit des Bestraften erklärte das Schöffengericht, von einer höheren Strafe Abstand zu nehmen. Dem Staatsanwalt erschien die Bestrafung zu gering, er legte Berufung ein und verlangte— eine Woche Gefängnis. Die erste Strafkammer des Bres- lauer Landgerichts hob denn auch das„milde" Schöffen- gerichtsurteil auf und erhöhte die Strafe auf 100 Mark. Eine Reih« Bäckermeister, Mitglieder eine» LäckergefangvereinS usw., hatten nach der Verurteilung ihres gelben Vertrauten gleichfalls Strafantrag wegen desselben Flugblatts gestellt. Ihren Anträgen konnte das Gericht schon aus prozessualen Gründen keine Folge geben. Der wogen Erpressung, Kuppelet und Körperverletzung mit 2'ch Jahren Gefängnis und Ehrverlust vorbestrafte„Gelbe" kann nun aber triumphierend erzählen, daß der„Schutz" seiner Ehre von vornherein mehr„im ö f f e n t l t ch e n Interesse" liege, als der eines Stadtkommandanten»der Generals! Italien. Am Vorabend des Prozesses Rast. Rom, 3. November.(Eig. Ber.) Nun endlich(am V. November) soll die Verhandlung gegen Rast vor dem obersten Gerichtshof beginnen. Im November 1007 wird Nasi also zur Rechenschaft gezogen für Unregelmäßigkeiten, die in die Periode vom Februar 1902 bis November lOOZ fallen, und es ist noch nicht eittmäl gesagt, ob sich daS Bleigewicht prozessualer Hindernisse nicht noch einmal an daS Verfahren hängen und den Prozeß aufhalten wird,— ES ist nämlich von einflußreicher Seite darauf abgesehen, Angellagten und Zeugen noch die Gelegenheit zu bieten, vor dem Urteilsspruch an Altersschwäche zu sterben.... � Nunzio Nasi ist l80S zum ersten Male ins Parlament gewählt worden als Vertreter des Kreises T r a p a n i. Unter Pelloux(1898) wurde er mit dem Portefeuille der Posten und Telegraphen betraut. und am 15. Februar 1902 trat er als Unterrichts mini stet ins Kabinett Zanardelli, indem Giolitti die Stelle des Minister» des Innern bekleidete. Bald noch Nasts Rücktritt, der durch die Ministerkrtse veranlaßt wurde, zu der Zanaidellis Erkrankung führte, wurden Über Nasts GeschäftSgebahren Klagen laut, die B i i s o l a t i im Februar 1904 in der Kammer formulierte, Die Budgelkommission beaufirpgte den Abgeordneten S a p o r i t o mit der Prüfung der Budgets der Nasischen Verwaltung, und Saporito legte einen Be- ficht vor. der die allerschwersten Anklagen gegen den ehemaligen Unterrichtsminister enthielt. Er warf Nasi vor, Gelder für andere Zwecke, als für die sie ausgewoosen waren, verwendet, Unterstützungen »ach Gunst an nicht unlerstützungsbedürftige Personen gegeben zu haben usw. DaS private Sekretariat deZ Ministers hatte für den Zeitraum von 2l Monaten 23241,05 Lire für Postspcsen inRechimug gesetzt— ohne irgend welchen Beleg! Der Fonds für Unterstützungen au bedürftige Vollsschullehrer war um 212000 Lire erleichtert worden und man fand unter den Outttüugen der Empfänger viele Namen von Leuten, die nie Vollsschullehrer gewesen waren! Auch fand man mehrere Ouittungen mit verschiedenen Namen aber gleicher Handschrift! Aus Grund der Enthüllungen des Berichts von Saporito setzte die Kammer tm März 1904 auf Vorschlag des Genossen Bissola li eine füuslöpstge UutersuchungSkominijsion ein, die zu dem Vorfchlag kam, die Alten an die S t a a t» a n w a l t j ch a s t abzutreten. Gleichzeitig wurde beantragt, die Verhaftung de« ExmiuifterS anzu- ordnen. Die Kammer trat beiden Anträgen bei. aber Rast war natürlich längst im Auslande, sodah er nicht verhaftet werden konnte... Die VorunterfuchimgSinstanz vom April 1005 beschloß nun die Erössnung des HauplvcrfahrenS gegen Nasi und Lömbardo wegen Verbrechens im Amte, Uinerschleife und Urkundenfälschung. Gegen diesen Beschluß legte die Verteidigung RclurS ein. der aber ver- warfen wurde, weil beide Angeklagte flüchtig waren. Der Fall kam vor die Assisen, hier stellte aber die Staatsanwaltschaft selbst die Kompetenz der gemeinen Gerichte in Frage und legte ihrerseits gegen die Eröffnung des HauptverfahrenS Rekurs ein, welchem vom KastationShof Folge gegeben wurde: die gemeinen Gerichte er« llärten sich für iiikompeteitt, und die Sachs kam von neuem vor die Kammer, die sie dem Senat überwies. Am 5. November soll nun also der Senat seine Richter- arbeit beginnen. Gleich von Anfang an wird er mit prozessualen Fragen zu tun haben; denn die Verteidigung legt Verwahrung ein gegen die Ergänzung der Voruntersuchung, die der Senats- Präsident angeordnet hat. Es handelt sich zuerst vor allem um die Frage der Unterstützungen für die„Volttschullehrer". Diese. Sache sucht man zu vertuschen, wahrscheinlich, weil sie zuviel skandalöse Enthüllungen„verspricht". Der Senat kann nur bei Beteiligung von mindestens 50 Senatoren ein rechtskräftiges Urteil fällen. Wer an einer einzigen Sitzung nicht teilnimmt, verliert das Recht, am Wahr- spruch teilzunehmen. Da nun der Prozeß mindestens 60 Sitzungen in Anspruch nehmen wird und die Senatoren alte Herren sind, ist auch von dieser Seite ein Hindernis zu befürchten. Als Vertreter der Anklage fungieren die drei Kommissäre der Kammer. An Entlastungszeugen sind 2 8 0 allein von der Verteidigung Nasts vorgeschlagen, 90 sollen im Interesse Lom- bardos gehört werden. Dazu kommen 170 Belastungs- zeugen. Nasi hat 10, Lombardo 3 Verteidiger. Man füge hinzu, daß beide Angeklagte wahrscheinlich ein ganz verschiedenes System der Verteidigung haben werden, und man hat ein un- gefähres Bild von diesem juristischen Rattenkönig. Der oberste Gerichtshof hat zwei Angeklagte vor sich, die im Sinne des Strafrechts wohl zweifellos schuldig sind, sich aber darauf berufen werden, daß sie nicht mehr und nicht weniger ge- tan haben, als ihre Vorgänger und ihre— Nachfolgerl Und die Negierung. die alles Interesse daran hat, Nasi freisprechen zu sehen, wird jedenfalls im Verein mit den direkt Interessierten alles aufbieten, um zu verhindern, daß der Beweis für den ge. wohnheitsgemäßen Verwaltungsschlendrtan gelingt. Rom, 5. November. Unter zahlreicher Beteiligung deS Publikums wurde heute der Prozeß gegen den ehemaligen Minister Nasi vor dem Senat eröffnet. Nasi betrat den Saal in Begleitung eines Carabiniers und eines Polizisten. Der Präsident- stellte die Anwesenheit von 141 Senatoren fest; dann wurde die Anklage- schrift verlesen. Indien. Hunger! Allahabad, 5. November. Der Beweis, daß in den Ver» einigten Provinzen durch Mißernten eine ernste Lage zu erwarten ist, wird durch einen Erlaß des Gouverneurs er- bracht, der die Notwendigkeit erkennt, Vorbeugungsmaßregeln gegen eine Hungersnot im ganzen Lande zu treffen. Die vor- geschlagenen Maßnahmen erstrecken sich auf die Verteilung von über 10 Millionen Rupien als Vorschuß für die Anlage von Brunnen und zum Ankauf von Saatkorn, sowie auf Auf- schub der Steuerzahlungen seitens der Bevölkerung. Auch ist ein besonderer Kommissar zur Bekönwfung der HungerZnot ernannt worden. Wahrscheinlich wird die Mißernte eine ebenso allgemeine sein, wie im Jahre 1696. Die russische Revolution. Zwei Jahre„Konstitution". Die nun verflossenen zwei Jahre der russischen„Konstitution" bedeuten für das Leben Rußlands«tue kolossale Menge von Opfern, Zum Tode wurden von den Kriegsgerichten in dieser Zeit 2717 Menschen verurteilt, hingerichtet wurden auf Grund der Urteilssprüche dieser Gerichte i780 Menschen; davon wurden von den Feldkriegsgerichten ollein 1144 Personen zum Tod verurteilt und hingerichtet. Zu ZivangSarbeit wurden 3873 Menschen verurteilt und zwar 32SS Personen zu insgesamt 29 523 Jahren, 606 zu lebenslänglicher Zwangsarbeit. Zu lebenslänglicher Verbannmig nach Sibifien wurden 602 Per« sonen verurteilt; zu Gefängnishaft 5751 Personen aus 4236 Jahre; zu Zuchthaus 2586 Personen aus 4136 Jahre und zu anderen FrciheitS- strafen 2845 Personc» aus 4790 Jahre. DaS Zentrum der gerichtlichen RcgressaNen war ber revolutionäre Masseukampf; auf ihn entfallen 14 024 gerichtliche Opfer oder 80 Proz. d«r gesamten Opfer, Die Stärke der richterlichen Repressalien in verschiedenen politischen Momenten dieser zwei Jahre wird durch folgende Tabelle der Todes- urteile und Htnrichtungen charakterisiert: Zum Tod« verurteilt Hingerichtet Summa j Summa 1. vor ber 1. Duma.... 110 18.3 62 9,3 2, Während der 1. Duma.. 102 42,5 40 16,6 3. Räch Auflösung der 1. Duma 1564 L>1,3 1809 176,8. 4. Wahrend der 2. Duma.. 222 64.6 72 20,0 5. Nach Auflösung der 2. Duma 713 159.3 297 66.4 VuS dieser Tabelle ist ersichtlich, daß dle grausamsten gerichtlichen Repressalien— Todesurteile und Hiufichlimge»— nach Auflösung der ersten Duma, in der die Feidkriegsgetichte arbeiteten, ihren töhepunkt erreichten. Während der zweiten Duma verminderte ch die Zahl der Todesurteil« und Hiurichlmtgen. Nach Auf« lötnng der zweiten Duma jedoch stiegen die Zahlen wieder ganz bedeutend. Zwei Jahre.Konstitution"— und 1780 Todesurteil«, 30000 Jahr« Zwmigsarbeit und 13 000 Jahre Gefängnis!.. Di« sozialdemokratisch« Fraktion der dritte» Tmita. Nach den bis jetzt vorliegenden Daten sind unter den gewählten Deputierten 14 Sozialdemokraten. Im Gouvernement Petersburg ging als Vertreter der Arbeiter Genosse Poletajew. ein Sojähriger Metalldrechsler, der eine Gewerbeschule absolvierte. hervor. Im Jahre 1892 war Poletajew zuni erstenmal wegen .politischer Verbrechen" verhostet worden und von jener Zeit an wiederholt politischen Verfolgungen ausgesetzt. Vom Jahre l89S an lebte er in Berlin, wo«r zwei Jahre lang ig verschiedenen Fabrilen arbeitete. In den„Oltobertagen" nahm et altiv am polltischen Leben teil und war unter anderem Mitglied des Arbeiter- deputiertenrateS. Im Jahre 1906 wurde er während des Prozesses deS Arbeiterdeputiertenrates wegen deiuonstrattver Verweigerung der Anteilnahme bei der Sachverhandlung im AppellationSgerichl festgenommen und bis zu seiner Verurteilung, die mit Freispiuch ettdew, in Hast gehalten. Im Gouvernement Moskau wurde Genosse Dacharoff, ein 20jShrigcr Ardeiter, gewählt. Die«rbciterwahlmämter stellten aus ihrer Versammlung Sachaross als Kandidaten aus und beschlossen daß außer ihm leine andere Kandidatur aufgestellt werden dürfe, Die Wahl de» Genossen Sachaross wurde mir Betfall begrüßt,„Ich bin", erllärle er aus der Wahlversanmilung, die zum größten Teil aus„Oklobnsten" bestand..Anhänger der sozialdemvkralssche» Partei und gehe in die Duma, um die Rechte und Interessen der Arbeiter dem Parteiprogramm gemäß zu verleidigett". Der Kaukasus wird in der Duma von drei Sozialdemokraten vertreten sein und zwar von dem alten Parteigenossen Dr. jur. Gegetschkori(Gouv. Kulai»), von dem Parteischfiftsteller Dr. Tschcheidse(Gouv. TifliS) und von dem Jitgeuieur Gaidarosf(DageslanischeS Gebiet). In den Berichten der Tele- graphenagentur galt letzlerer als„gemäßigter Progreisisi". Femer wurden gewählt: KuSnjezoff. Arbeiter(Gouv. Jekatefi- noslaw), Sstrachatizew(fflonv. Wjalka), Ssurkoff. Arbeiter(Gouv. Kostroma). Polrowsky(Gouv, Oreuburg). Roianoff(Gouv. Saratoff), Jegoroff, Arbeiter(Gouv. Perm), Kossorotoff(Gouv. Ufa), Woronin, Arbeiter(Gouv. Wladimir) und Schurkanoff. Albeiter(Gouv- Charkow).« Die weiteren Wahlen können»in« bedeutend« Vermehrung der Anzahl der Sozialdemokraten nicht bringen, so daß die soztaldemo« kratische Fraktion in der dritten Duma wahrscheinlich 15—17 Mit- glieder zählen wird. Zm» Prozeß der sozialdemokratischen Fraktion der zweiten Duma. Laut Beschluß deS Petersburger Bezirksgerichts erließ der Peters- burger Sladtbauptinann eine Verfügung an die Polizei betreffs Er- mitielung der des Hochverrats angeklagten ehemaligen Mitglieder der sozialdemokratischen Fraktion der zweiten Duma: AlexinSky. (Berus, Dschugeli, Shidelew, Suraboff, Koinar, KoSmodeinjansky, Mandelberg. Mitroff, Nesteroff. Osolj, Pjarn, Romanoff, Saltykoff. Sserebrjakoff, Tatarinoff und Schpagin. Der Gurko-Prozeß. Petersburg, ö. November. Heute vormittag begann vor dem höchsten Gerichtshof der Prozeß gegen den früheren Gehilfen des Ministers des Innern G u r k o. Der als Zeuge geladene frühere Gouverneur von Nischni Nowgorod Baron Fredericks ist unentfchul- digt ailSgeblieben. andere Arbeiter wurden nicht eingestellt. Nun glaubte die Firma den Zeit- Punkt gekommen, um offen gegen den Metallarbeiterverband vor- zugehen. Die alten Arbeiter wurden zu Feierschichten gezwungen. während jeden Tag Neueinstellungcn erfolgten. Man wollte auf diese Weise die alten Arbeiter zum freiwilligen Aufhören ver- anlassen. Besonders hatte man es auf die Vertrauensmänner der Organisation sowie auf die Arbciterausschutzmitglieder ab- gesehen. Einem Arbeiterausschußmitgliede entzog man die Akkord- arbeit, bei welcher ein Tagesverdienst von etwa 3 M. zu erzielen war, und wies ihm eine Beschäftigung als Zuschläger zu, für die pro Stünde 35 Pf. bewilligt waren. Angeblich sollten diese Aende- rungen mit der Auflösung des Kolonnensystems in Zusammenhang stehen, in Wirklichkeit ist aber zwar eine alte Kolonne aufgelöst, dafür aber eine neu„christliche" gebildet worden, welche die Fahrradvordergabel um etwa ISProz. billiger anfertigt. Dem Vorsitzenden des Arbeiterausschusscs, welcher einige Tage krank war, entzog man die Hälfte seiner Arbeits- Maschinen und damit die Hälfte seines Verdienstes, obgleich die Fabrikordnung ausdrücklich besagt, daß dem erkrankten Arbeiter nach seiner Wiederherstellung das Recht zusteht, seine alte Arbeit zu beanspruchen. Die persönlichen Beschwerden der Gemaßregelten wurden zurückgewiesen, Verhandlungen mit dem Ärbeiterausschuß oder mit einer Deputation der beteiligten Arbeiter abgelehnt. Da aber die Arbeiter sich die offenen Verletzungen der Fabrikordnung nicht gefallen lassen konnten und wollten, beschlossen sie einmütig den Streik. Und nun zeigten sich die angeblichen„Christen" in ihrer ganzen Glorie: Es blieben nicht nur die drei oder vier „christlichen" Dreher stehen, sondern die in anderen Abteilungen beschäftigten„Christlichen", Schlosser und ungelernte Arbeiter. besetzten auf Geheiß der Fabrikleitung die von den Streikenden verlassenen Bänke. Ja, noch mehr: Die Leute ließen sich von der Firma als Arbeitswilligenagenten benützen und bemühen sich heute, auch von außerhalb Arbeitswillige heran- z u l o ck e n.— Um ihren schmählichen Verrat zu bemänteln, müssen die Leute zu den unglaublichsten Lügen greifen, die sie in ihren Preßorganen verbreiten. Das wird ihnen indessen nichts nützen; sie bleiben gerichtet als Arbeitswilligenkolonnen, deren Verhalten auch von den borniertesten Gelben nicht übertroffen werden kann. Ein Appell an den Familiensinn der— Reeder. Zu den rücksichtslosesten Ausbeutern gehören bekanntlich die Hamburger Reeder, welche ihre Hafenarbeiter als Arbeitsmaschiuen betrachten, die sie bis zum l. Oktober d. I., an dem ein neuer Lohn- und Arbeitstarif in Kraft getreten ist, bis 36 Stunden und darüber hinaus in„Bewegung" halten durften. Daß unter diesen Umständen ein Familienleben bei den Schauerleuten usw. o gut wie ausgeschlossen war, ficht diese Ausbeutersippe nicht an. In noch größerem Maße, als bei den Hafenarbeiteni, liegt daS Familienleben der Seeleute im Argen. Durch Enquete zum Zwecke der Vorbereitung zur Witwen- und Waisen- Versorgung der Seeleute ist festgestellt worden, daß von den 40 000 deutschen Seeleuten rund 10 000 verheiratet sind. Monatelang bc- kommt der verheiratete Seemann seine Familie nicht zu sehen, und befindet sich das Schiff in» Heimatshafen, so muß er laut Hafen- routine von morgens 6 bis abends 6 Uhr arbeiten, bei„Not- arbeiten" entsprechend länger. Da die verheirateten Seeleute größtenteils an der Peripherie der Stadt wohnen und zudem noch viel Zeit verloren geht, um vom Schiff an Land zu koinmcn, so hat eine Organisation der Seeleute ausgerechnet, daß die ver- heirateten Kollegen nur von abends 8 bis morgends 4 Uhr im Hause lein können, mithin ihre Kinder nur schlafend zu sehen be- konimen. � Diese Organisation klagt weiter, daß auch Sonntags im Hafen viel gearbeitet werden muß. ES ist der.Unabhängige Seemminsverband", eine„gelbe" Organisation, die im nautischen Ih. Glocke, Berlin. Druck u. Berlaa: Vorwärts BuchdrTu. Berlääsanstalt| Organ„Hansa" die Herzen der Reeder zu rühren sucht, diese Zustände durch die Herabsetzung der Arbeitszeit im Hamburger Hafen um l'/a Stunden— von 10 ans S'/a Stunden— abzumildern, wobei unter anderem ausgeführt wird:„... Der Mangel eines geordneten Familienlebens, das schreckliche Jagen und Hasten, die Unruhe, alles das macht miS unzufrieden mit unserem Schicksal, minder wider- standsfähig gegen Verlockungen zu unsolidem Lebenswandel und damit machtloser gegen Versuchungen aus solchen Kreisen, die nicht unser Bestes wollen." Die Reeder, die erst vor kurzem erklärt habe», den berechtigten Wünschen der Seeleute nachkommen zu wollen. haben nun, da ihre„Gelben" auch schon unzufrieden sind, Gelegenheit ihre Worte in Taten umzusetzen. Aus dem Wege zur Einheit. Die Leipziger Noten siecher haben zu der Frage der Verschmelzung mit dem Verbände der Lithographen und Stemdrucker Stellimg genonimen. Wenn auch die finanzielle Leistungsfähigkeit des Verbandes hinieicheud gesichert sei, so müsse dem Zuge nach Kouzciilration zur Kräftigung der Schlagferligkeit gegenüber den Uiitetnchmern nachgegeben werden, zumal da die Noten d r u ck e r schon im Lilhographcnverbande orgauisiert seien. Mit 109 gegen 56 Stimmen wurde der Vorstand beauftragt, Verhandlungen mit den Lithographen anzubahnen._ Arbeiter und Professor. Wir erhalten folgende Zuschrift: Dresden. 4. November 1907. Sie haben in der Ausgabe Ihres Organs vom 29. Oktober d. I. in dem Artikel„Arbeiter und Professor" mir den Vorwurf gemacht, daß ich bei Ausführung der mir in meinem Berufe übertragenen Privatarbciten mich in umfangreichem Mäße der Hülfe von Kunstgewcrbeschülern bediene. Ich erkläre hierdurch, daß ich für meine Privatarbeiten keine Schüler beschäftige, und fordere Sie demgemäß auf, in Gemäßheit von Z 11 des Gesetze» vom 7. Mai 1874 diesen Artikel durch Ab» druck gegenwärtigen Briefes in Ihrem Organe dahin zu be- richtigen:„daß ich für meine Privatarbeiten keine Schüler beschäftige und alle daraus gezogenen Folgerungen daher hin« fällig sind." Hochachtungsvoll K. Groß, Kgl. Professor. Der Herr Professor scheint unseren Artikel schlecht gelesen za haben. Nicht w i r haben ihm die in dem Artikel mitgeteilten Bor- würfe gemacht, sondern die Dresdener Bildhauer. Was w i r getadelt haben, ist, daß der Herr Professor den Bildhauern Ratschläge— nicht einmal gute Ratschläge— statt einer befriedigenden Antwort gab; Steine statt Brot! Das bestreitet der Herr nicht._ freisinnige bei ans za Gaste. Verlorene Liebesmüh' war es, die am Dienstag in unserer Kommunalwählerversammlung für die Wahl» bezirke 22 und 23(Andreas-Festsäle) von freisinnigen Gästen aufgewendet wurde, Stimmen für den Freisinn zu werben. Die Herren hatten sich in ziemlich beträchtlicher Zahl eingefunden, um den Berliner Kommunalfreisinn gegen die An- griffe der Sozialdemokratie zu verteidigen. Uns kann's nur recht sein, wenn Freisinnige in unsere Versamm» lungen kommen; sie selber ziehen es vor. Sozialdemokraten von ihren Versammlungen möglichst fernzuhalten und hinter ver- schlossenen Türen zu tagen. Leider waren mehrere dieser frei- sinnigen Gäste ungezogen genug, während des Referates unseres Genossen Hcimann fortgesetzt an ihren Tischen so laute Privat- gespräche zu führen, daß sie mehrfach zur Ruhe verwiesen werden mußten. Schließlich aber erzielte der Redner durch seine fesseln- den Ausführungen auch bei ihnen die Wirkung, daß sie ihm mit gespannter Aufmerksamkeit folgten. In der Diskussion versuchten ein paar Freisinnsanhänger, zu entgegnen. Sie wurden aber so gründlich abgefertigt, daß sie die Erkenntnis mit nach Hause gc- nommen haben dürften, ihrer Sache mehr geschadet als genützt zu haben. Ter Ausgang des Wahlkampfcs, der am heutigen Tage durchgefochten werden muß, wird den Berliner Kommunalfreisinn darüber belehren, daß er im vierten Reichstags- Wahlkreis nichts mehr zu erwarten hat. Die Wähler der Kom- munalwahlbezirke 22 und 23 werden keine anderen als die Kandi- baten der Sozialdemokratie als ihre Vertreter ins lllathauS entsenden. Letzte IVachnchtcn und Dcpcfchcn. Prozeß Nasi. Rom. 5. November.(Privatdepesche des„Vorwärts".) Die heutige Verhandlung im Nafiprozeß ist ohne Zwischenfälle verlaufen. N a s i s lange Ver ridigungsrede wirkte trotz ihrer cle- ganten Form ermüdend, weil sie sich allzusehr in Einzelheiten verlor. Anscheinend verzichtet die Verteidigung auf prozessuale Winkelzüge, was den Prozeß bedeutend abkürzen dürfte. Die Unternehmer wollen keine» Friede«. Dairzig, 5. November.(W. T. B.) Die seit dem 28. Oktober streikenden Holzarbeiter, welche eine Lohnerhöhung fordern, habe» das Gewerbcgcricht angerufen, zwischen ihnen und den Arbeit- gebe-'n eine Einigung herbeizuführen. Auf eine diesbezügliche An» fra�e seitens des Gewerbegerichts bei den Arbeitgebern erklärten diese, nach Kräften alles getan zu haben, um ihre Arbeitnehmer zu befriedigen. Bon einer Anrufung deS Gewerbegerichts als EinigungSamt müßten sie infolgedessen Abstand nehmen. Der Streik dauert fort._ Mehr Löhnung. Wien, 5. November.(W. T. B.) Abgeordnetenhaus. DaS HauS nahm den Dringlichkeitsantrag Stenier an, der die Regierung auffordert, mit dem Kriegsministerium wegen Erhöhung der OffizierSgngen und Aufbesserung der Mannschaftslöhaung um fünf Heller in Fühlung zu treten und binnen vier Wochen dem Häufe über das Ergebnis der Verhandlungen Bericht zu erstatten. Der LandeSvertcidigungsminister nahm krankheitshalber an der Ver- Handlung nicht teil._ Und der König absolut..» Wien, 5. November.(W. T. B.) Einem Kommunique zufolge erschienen heute die Abgeordneten P e s ch k a und W a l d n e r beim Ministerpräsidenten und übcreichten ihm eine in der Sitzung der deutschen Agrarpartei beschlossene Resolution, in der die deutsche Agrarpartei gegen die beabsichtigte Ernennung des Abgeordneten Prasek zum Ackerbauminister entschieden Stellung nimmt und die rücksichtslosesten Konsequenzen aus dieser Ernennung zu ziehen ankündigt. Sie beharrt auf ihrem wiederholt ausgedrückten Stand- Punkt, daß der gegenwärtige Ackerbauminister Auersperg in seiner Siellung erhalten bleibe und protestiert dagegen, daß das Acker- bauministcrium zu einem politischen Abfindungsobjekt gemacht werde._ DeS Fischers Grab. Brest, 5. November.(B. H.) Die neufundländifchen Fischer haben eine schwere Katastrophe erlitten; vier Fischerboote sind ge- funken, darunter eins mit 18 Mann Besatzung. Es ist dies die größte Katastrophe, welche feit langer Zeit zu verzeichnen gewesen ist, sowohl in bezug auf die umgekommene Mannschaft wie auf das vernichtete Schiffsmaterial._ ml SingerLcCo., Berlin SW. Hierzu 3 Beilagen u. Uaterbaltunasblatt Nr. 260. 24. Jahrgang. 1. Beilage des„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mittwoch, 6. November 1907. Der Boykott gegen Jandorf und das ſlichtausgaben nicht anzufämpfen. In der weiteren Diskuſſion machen. Warenhaus des Weitens. Die Wirkung Prinzip mitsprechen müsse. In den Gemeinden feien die Verhältnisse sagen, der Fall folle typisch sein, und es fönne dann jebe Dar nicht wie im Staate. Mit leeren Demonstrationen fei gegen die stellung eines unsympathischen Beamten in einer Novelle unmöglich sprachen sich noch verschiedene Redner für und gegen die Budget- Das Reichsgericht hielt keinen Rechtsirrtum für vorliegend und bewilligung aus. Mit den Schlußworten der beiben Referenten, die bestätigte das auffällige Urteil. nochmals ihren Standpunkt präzisierten, wurde die Frage verlassen. Einen definitiven Beschluß hielt man für zwvedlos. Soziales. Dann hielt Genosse Peirotes Straßburg ein Referat über oes Boykotts tritt immer mehr zutage. Namentlich in dem die Gemeindesteuerreform in Elias Lothringen. Saufhaus am Rottbuser Damm sieht es zu Zeiten recht öde Die Beratung endete mit der Annahme einer Resolution, die eine Die Landesversicherungsanstalt Berlin im Jahre 1906. aus. Der Herr Einfäufer des dortigen Geschäftes, dem geitgemäße und gerechte Umgestaltung des Steuergesetzes fordert. Dem foeben herausgegebenen amtlichen Bericht der Anstalt wir schon mehrfach das Lob des treuen Fridolin singen Bum Schluß wurde darauf hingewiesen, bei den Gemeindewahlen mußten, macht denn auch die die fabelhaftesten An- im nächsten Jahre die Beschlüsse der Landesversammlung zu be- Berlin entnehmen wir folgende Daten: Im Berichtsjahre wurden( einschließlich 662 aus dem Vorjahre strengungen, den Bankrott der Firma hintanzuhalten. Er achten, daß im ersten Wahlgange mur reine, geschlossene übernommene Anträge) 6970 Anträge auf Invalidenrente und( einschließlich 25 aus dem Vorjahre übernommene Anträge) begibt sich in Vertleidungen aller Art auf die Straße, Barteilisten aufgestellt werden. Bom Fortschritt der Presse. leber dreitausend nene 359 Anträge auf Altersrente gestellt. Es wurden m so die Zettelverteiler besser zur Strede bringen zu fönnen. So pirschte er unter anderem auf sie im bonnenten hat das neue Parteiblatt für Essen, die Invalidenrenten 5084 bewilligt, 1129 abgelehnt und 128 ander anderer Arbeiterzeitung", gegen den Abonnentenstand des bis dahin weitig erledigt. 629 waren am Jahresschluffe unerledigt geblieben. Schmuck eines Jägerhutes, später wieder in Verkleidung. Vielleicht kommt die Firma einem dringenden aus Dortmund bezogenen Stopfblattes gewonnen. Eine fünftägige Itersrenten wurden 277 bewilligt, 47 abgelehnt und 5 anderVielleicht kommt die Firma einem dringenden Bedarf entgegen und errichtet in ihrer Filiale Kottbuser cifrige Agitationsarbeit der Effener Genossen hatte diefes erfreuliche weitig erledigt. 30 waren am Jahresschlusse unerledigt geblieben. Resultat. Wir wünschen weiteren guten Fortschritt. Damm auch eine Maskengarderobe. Das wird auch in den anderen Geschäften schon deswegen notwendig sein, weil die üble Laune der Vorgesetzten sich teilweise durch die Austeilung von„ Nasen" bemerkbar macht. Statt das schlechte Geschäft ganz richtig auf den Boykott als Ursache zurückzuführen, werden den Angestellten Vorwürfe über den geringen Unisat gemacht. Man schreibt diesen ganz einfach der„ Unfähigkeit" der Einzelnen 31. Die kleinen Geschäftsleute fangen jest an, der Sache Geschmack abzugewinnen. Sie reiben sich ftillvergnügt schmunzelnd über die Not des sonst so übermächtigen Konkurrenten die Hände und wünschen, daß der Boykott mindestens noch bis Weihnachten dauern möge. Benn Herr Jandorf nicht nachgibt, haben sie alle Aussicht auf Erfüllung ihres Wunsches. es hieß: n Von den insgesamt angewiesenen Altersrenten entfallen 255 auf die Männer und nur 24 auf die Frauen. Die letzteren haben den tiefsten Stand seit Bestehen des Gefeßes erreicht. Bon 100 Menten entfallen 90 auf Männer und 9 auf Frauen. Insgesamt bezogen am 31. Dezember 1906 4859 Personen Altersrente. Die Ablehnung von Juvalidenanträgen hat auch bei der Berliner Anstalt im Berichtsjahre erheblich zugenommen. Es wurden Renten bewilligt im Jahre 1903 1904 1905 1906 5832 5778 5360 5084 Abgelehnt wurden 1903 541 1904 1905 1906 692 947 1129 Diefe auffällige Steigerung der Rentenablehnungen erklärt der feit dem Jahre 1903 mit dem Eintritt einer günstigeren Lage des Berichterstatter in folgender Weife: Die rüdläufige Bewegung in den Rentenfestsehungen fezt sich Berliner Arbeitsmarktes regelmäßig fort, umgekehrt das Anwachsen der Ablehnungen." Auf die wirklichen Gründe der Vermehrung der Ablehnungen find wir wiederholt, zulegt bei der Besprechung des Berichts der Brandenburger Versicherungsanstalt eingegangen. Am Schlusse des Berichtsjahres zählte die Berliner Anstalt 45 100 Personen, die Invalidenrente bezogen. Darunter 14 870 Frauen. Erwähnenstvert ist, daß die Anzahl der weiblichen Auf 100 männ Rentner der der männlichen immer näher tommt. liche Invalidenrentner fommen 66,3 weibliche. Die Ursachen für den Eintritt der Invalidität zeigen den Sozialpolitiker ein recht beachtenswertes Bild. Die Invaliditätsursachen sind in fünf Hauptgruppen eingeteilt. Unsere Toten. Eine toürdige und gewaltige Trauerfundgebung haben die Genossen Elsaß- Lothringens bei der Beisehung des Genoffen Schleicher zu Meyz veranstaltet. Gegen 2000 Personen beteiligten sich am Leichenzuge. Viele tausende standen in den Straßen, durch die sich der Zug bewegte. An auswärtigen Delegationen waren erschienen: Genosse Schmitt- Straßburg vom elfaz- lothringischen Landesvorstande, eine Delegation des Wahlvereins Saargemünd, 20 Genoffen aus dem Wahlkreis Diedenhofen. Sämtliche Delegationen sowie das Getverkschaftskartell und der Sozialdemokratische Wahlverein zu Meß und der Freidenkerverein, dem der Werstorbene als Vorstandsmitglied angehörte, sandten Kränze. Eine Musillapelle eröffnete den Zug. Ansprachen hielten der Genosse Schwarz, zweiter Borsigender des Wahlvereins Meg, Genoffe Kunsmann für das Gewerkschaftsfartell, Genosse Schmitt für den Landesvorstand. Herr Wolf für den Freidenferverein. einen warm empfundenen ehrenden Nachruf gewidmet, in dem Die Straßburger Freie Breffe" hat dem Verstorbenen Begreiflich wird das Verhalten dieser Geschäftsleute Zu früh wurde der erft 49 Jahre alte treffliche Kämpfer dem namentlich der Nahrungsmittelbranche, wenn man weiß, daß trauernden Proletariat Lothringens entrissen. Seit längerer Zeit die Artikel dieser Abteilung fast ohne Gewinn abgegeben war er herzleidend, zwei rasch aufeinanderfolgende luistürze verden. Das liegt, wie uns ein Einfäufer der Firma bereiteten einen Herzschlag vor, dem der unermüdliche selbstlose Kämpfer um die Sache des Volkes erlag. Genosse Schleicher war Jandorf aus seiner Praxis mitteilt 1. daran, daß Lebensmittel, selbst in großen Posten, meist im Jahre 1858 in Saarlouis geboren, im felben Jahre noch zogen feine Eltern nach Mezz. Hier erlernte er nach Entlassung aus der nur sehr wenig billiger einzukaufen find, als solche von Wolksschule das Schuhmacherhandwerk, das er aber nicht weiter fleinen Geschäften eingekauft werden; betrieb. Er verdiente sich als Reisender fein Brot. Bald machte er Bekanntschaft mit den Ideen des Sozialismus. Er sollte aber auch die Macht des Kapitals verspüren. Defters wurde er gemaßregelt er mußte fich oft fümmerlich durchschlagen. Aber in 3. daran, daß die Lebensmittelabteilung ständig Schlager, und Un erster Stelle teht die Gruppe der LungenschwindSchließlich, nachd. h. Zugartikel für das Haus bringen muß, an feiner Ueberzeugung erschütterte ihn nichts. fucht mit 1034 Fällen, wovon entfallen auf das weibliche Geschlecht denen entweder nichts verdient oder Geld zu dem er sich durch unermüdliche Arbeit emporgerungen, famen 275 Fälle, d. h. bei den Männern fommen auf proMille 209, bei bessere Verhältnisse für ihn. Seit 17 Jahren fand man ihn in den Frauen 114; während der Anteil der Lungenschwindsucht bei gefcht wird! Mit folchen Mitteln arbeitet der fleine Staufmann nicht vorderster Reihe der jungen Kämpfenden Partei Elsaß- Lothringens: den Männern derfelbe ist wie im Vorjahre, iſt er bei ben grauen bon 126 im Vorjahre auf 114 im Berichtsjahr zurüdgegangen. und so kommit es, daß er bald mit dieser bald mit jener Ware ein persönliches noch materielles Opfer scheute unser Genosse. Bei den Männern derselbe ist wie im Vorjahre, ist er bei ben Frauen Sturm und Wetter war er auf dem Damun, wenn die Pflicht ihn Der Prozentsaz der gesamten Erkrankungen der Respirationsanscheinend nicht konkurrenzfähig" ift. Dem Publikum kann rief. Unzählige Versammlungen hat er in ganz Lothringen ver- organe ist bei den Männern von 30,4( im Vorjahre) auf 31,0 im man es nicht verdenken, wenn es diese Umstände für sich aus- anstaltet, polizeiliche Schikanen, Lolalschwierigkeiten usw. waren ihm Berichtsjahre geftiegen, bei den Frauen ist er auf 18,9 stehen gemugt, dem fleinen Geschäftsmann aber auch nicht, wenn er nichts Neues. Auch das schreckte ihn nicht, als ihm eine Zeitlang blieben. Ganz besonders tritt die Erfranking an 2ungenjich freut, daß Umstände eingetreten sind, die solche Lockmittel selbst in den besten Lokalen das Verabreichen von Speise und Trantic windsucht in dem Alter von 19 bis 34 Jahren mit unwirksam machen. verweigert wurde. Fruchtbaren Samen hatte Schleicher ausgestreut, herrlich, steht bereits die Saat, zu ernten war ihm nicht bergönnt. 45,20 Broz. aller Fälle bei den Männern hervor. Auf die Altersflaffen 19 bis 24 Jahre kommen 85 11,19 Proz., von 20 bis Nicht zuletzt ist feine Krankheit auch auf die Bezirkstagswahl 29 Jahre 131 17,24 Proz. und von 30 bis 34 Jahre Der billige Jakob nein Jandorf! zurückzuführen, wo einige Gegner es sich nicht nehmen ließen, als Es ist unglaublich, was jetzt von der Firma Jandorf fie sahen, daß das politische Moment nicht zog, in feine intimsten 128 16,86 Broz. aller Fälle. Bei den Frauen fallen in dem Alter von 19-34 Jahren 63,45 Proz. aller Zungenschwindan billigen Waren angeboten wird. So werden in einem Familienverhältnisse hineinzugreifen und den Bersuch unternahmen, ſuchtsfälle. Davon entfallen auf die Altersklassen 19-24 und Barenhause der Firma drei billige Strumpftage fein makelloses Leben zu beflecken. Und wirkich: der erbärmliche 25-29 Jahre je 65= 23,63 Broz. und in den Altersklaffen angekündigt. Nach den Reklamezetteln, die in den Häusern wicht, welcher bereits das Zuchthaus streifte, er hatte recht behalten, 30-34 Jahre 45 16,36 Proz. aller Fälle. En zweiter Stelle als er fagte:„ Ich habe ihm diesmal einen Stoß verfekt..." Die fommt dann die Gruppe der Nervenfrankheiten verbreitet werden, sind die Preise durch die Bank auf die Arbeiterschaft Lothringens und speziell die von Mez wird nie ber mit 19,7 Broz, hinzukommen noch pro Taufend 30 Fälle, Sälfte ermäßigt. Ist Herr Jandorf schon so in die geffen, was der Dahingegangene für fie getan.... Wolle geraten, daß er durch Verkauf derselben unter Verlust die Füße des Publikums und das Interesse desselben an seinem Geschäft warm zu erhalten versucht? 2. an der Warenhaussteuer, die 2 Proz. beträgt, und die der Kleinkaufmann nicht hat, und Alle seine Angestellten könnten Herrn Jandorf nicht so viel Schaden verursachen, wie er ihn jett ohne Ersatz durch eine Stonventionalstrafe sich selbst verursacht! Sogar fechs billige Theater Vorstellungen veranstaltet der selbstlose Herr jetzt für seine Kundschaft! Während Herr Jandorf Tränen weint über das verdorbene Geschäft, darf die Kundschaft im Theater an der Spree Tränen Lachen! Statt ihren Angestellten gerecht zu werden, arbeitet dic Firma unter schlechten Berateru an dem eigenen Ruin! Die Berliner Arbeiterschaft kann diese Art des Stampfes geruhig mit ansehen. Sie wird nicht müde werden, denselben fortzuführen und gelegentlich durch neue Ueberraschungen zu verschärfen! Aus der Partei. Gemeinderatswahlfieg in Westfalen. Hagen( Ruhr), 5. November. ( Privatdepesche des Vorwärts.) Bei der heutigen Stadtverordnetenwahl der dritten Klasse siegten die Genossen Breil und Donath mit 623 und 596 Stimmen über den bürgerlichen Mischmasch, dessen Kandidaten 315 und 321 Stimmen erzielten. = Die hochverräterische" Broschüre. Wie wir schon in Nr. 256 mitteilten, hat Genosse Leopold in Zeit um Herausgabe des in seiner Wohnung beschlagnahmten Exemplars des Liebknechtichen Werkes militarismus und Antimilitarismus" in unversehrtem Buftande er fucht. Am letzten Sonntag ist ihm denn auch diefes Exemplar durch die Oberreichsanwaltschaft in feinem ursprünglichen leserlichen Zus ftande zurückgesandt worden. Jedenfalls folgt auch bald das geschwärzte" Exemplar. Polizeiliches, Gerichtliches ufw. Die Bresse vor der Revisionsinstanz. = An die auf Augen und 4 auf Dhrenkrankheiten zurlidzuführen sind. Die hohe Bahl der infolge Nervenkrankheit invalide Gewordenen würde wohl eine erhebliche Genfung erleiden, wenn seitens der Versicherungsanstalt und seitens der Stadtgemeinde Berlin endlich die Errichtung einer größeren Heilstätte für Nervenfranke in Angriff genommen würde. A An dritter Stelle stehen die Erkrankungen an Knochen und Musteln mit 155 aller Fälle, an bierter Stelle die Krankheiten des Gefäßsystems mit 136 aller Fälle und an fünfter Stelle die Krankheiten der Ernährung und Entwidelung einschließlich Alkohols( vorzüglich Altersschwäche) mit 116 aller Fälle bei den Männern. Bei den Frauen treten ins besondere in den Vordergrund die Krankheiten der Ent Bom Landgericht Deffau sind am 11. Juni der Genoffe widelung und Ernährung( insbesondere Altersschtwäche) mit Michard Paulid vom Boltsblatt für Anhalt" und der 183, dann die Krankheiten der Knochen und Muskeln mit Redakteur des" Anhalter Kurier", Karl 3wed in Bernburg, 146; die Nervenkrantheiten mit 195, wozu noch 8 Dhrenwegen Beleidigung des früheren anhaltischen Staatsministers von und 37 Augenkrankheiten kommen, und die Sera und GefäßStoferit su je 1000 Mart Geldstrafe verurteilt worden. Beide frankheiten mit 151 aller Fälle. Wenn wir die ErfranHaben einen Bericht abgedruckt, der der Korrespondenz Reichs- tungen nach Berufen gliedern, dann werden bei dem mann gerichts- Briefe" entnommen war und einen Prozeß betraf, den eine lichen Geschlecht von der Zungenschwindsucht die MetallSprengstoff- Aktiengesellschaft gegen den genannten früheren Mi- arbeiter am stärksten heimgesucht mit 23,0 Pro3.; die Golznister angestrengt hatte. Die Beleidigung wurde darin erblickt, arbeiter mit 21,07 Broz.; das Baugewerbe mit 17,3, Dienstboten daß nur die Klagebehauptung der Klägerin, die schwere Vor- mit 20,4; Verkehr mit 19,0 und sonstige Arbeiter mit 19,4 Broz.: würfe gegen Herrn v. Roseris enthält, wiedergegeben bei dem weiblichen Geschlecht werden die Berufe der Bekleidung ist, nicht aber auch die Gegenerklärung des Beklagten.( Der Rechtsweg in dieser Sache ist für unzulässig erflärt worden.) Als beleidigend wurde ferner die Ueberschrift Rechtlosigkeit in Anhalt?" und der vom Angeflagten Zived beigefügte Schlußsatz angesehen. Das Reichsgericht verwarf am Montag die Revision der beiden Verurteilten. mit 16,8 und die Dienstboten mit 5,8 Proz. von der Lungenschwindfucht heimgesucht. Bei dem toeiblichen Geschlecht sind es besonders die Näherinnen, die von diefer grauenhaften Proletarier frankheit betroffen werden; ebenso nehmen sie die erste Stelle bei den Nervenkrankheiten mit 21,5 Broz. ein; bei den Herz- und Gefäßfrankheiten kommen fie hinter den Dienfiboten mit 11,2 Broz. Ebenso verwarf das Reichsgericht die Revision des Genoffen Das Heilverfahren wurde im Berichtsjahre bei 4940 Personen Martin Prüter von der Schleswig- Holsteinischen eingeleitet. Davon entfallen auf die Lungenheilstätte Beelig Boltszeitung" zu Kiel gegen ein Urteil des dortigen 924 Männer und 509 Frauen, auf Grabowfee 568 Männer und Landgerichts vom 10. Juni, das ihn wegen Beleidigung eines auf Vogelsang 256 Frauen, das sind in den Lungenheilstätten Eine Konferenz der Gemeindevertreter Elsaß- Lothringens wurde Fabrikanten mit 100 Mart Geldstrafe belegte. Das Gericht 2257 Versicherte. In dem Sanatorinn Beelig wurden 1451 Männer am Sonntag, 3. November, in Colmar abgehalten. Sie war von hatte einzelne der behaupteten Tatsachen als eriviesen angesehen, und 743 Frauen 2194 Perfonen und in der Heilstätte Lichtenberg 34 Gemeindevertretern besucht. Genosse Geiler- Straßburg sprach aber troßdem verurteilt. In dem Artikel wurde festgestellt, daß 489 Patienten aufgenommen. Ein llcbelstand, den der Bericht der über die Stellungnahme zum Gemeindebudget. Er der Fabrikant seine Lehrlinge sehr oft längere Zeit, darunter einmal Chefärzte selbst erwähnt, ist, daß die Versicherten bei Aufnahmeist entschieden für die Ablehnung des Budgets. Diese soll eine Ab- 11% Tage lang mit Sesselflopfen beschäftigte, eine Arbeit, die sehr gesuchen in die Heilstätten bis 3 Monate, die weiblichen fogar sage an den Klassencharakter der bürgerlichen Gesellschaft bedeuten. anstrengend sei, und für die selbst ungelernte Arbeiter nur durch 6-7 Monate warten mußten, ehe die Aufnahme erfolgen konnte. Zur Ablehnung zwinge uns die Berquidung der Stultusfragen mit Zahlung außerordentlich hoher Löhne zu haben seien. Das Reichs- Besonders erfreulich ist das wirken der Lichtenberger Anstalt. Den Sen eigentlichen Gemeindeaufgaben, die Bestreitung der Kafer- gericht verwarf die Revision, die sich auf den§ 193 berief. Arbeiter Berichterstatter scheint der bei Aerzten, die mit erkrankten Arbeitern nierungskosten bei Einquartierungen usw. aus dem Gemeinde- blätter haben eben kein berechtigtes Interesse, die Interessen der zu tun haben, immer auffälliger graffierende Gimulations- Entfäde!, die Behandlung der Steuerfragen, die bürgerliche Grund- Arbeiter zu vertreten. Uebrigens ist durch Bundesratsverordnung dedungs- Bazillus arg gepackt zu haben. Er meint nämlich, es gebe und Boden und Wohnungspolitik. Eventuell von der Regierung und vom 1. Juli 1907 die Beschäftigung von Kindern zur Seffelreini- Versicherte, die sich immer wieder mit Gonorrhoe infizieren durch Gefeß geforderte Pflichtausgaben dürften für uns nicht maß gung verboten worden. laffen lediglich nur, tvie er fagt: um den behaglichen Komfort gebend sein. Die Ablehnung des Budgets bilde einen Protest Nicht besser erging es der Revision des Genossen Redakteur unferer Anstalt einem eigentlichen Beruf vorzuziehen"! Bon den gegen solche Ausgaben. Der Klassencharakter der bürgerlichen Abolf Thiele zu alle a. G. gegen ein Urteil des dortigen 489 Patienten, die im Berichtsjahre Aufnahme gefunden haben, Gesellschaft müsse durch die Ablehnung des ganzen Budgets, nicht Landgerichts, das ihn wegen Beleidigung von evangelischen wurden als geheilt 302 Personen, auf Wunsch gebeffert 59, und nur einzelner Teile bekämpft werden. Genosse Böhle als Pastoren der Provinz Sachsen, begangen in einem Artikel ft.afweise 71 entlassen. Storreferent betrachtet die Budgetfrage nicht als eine prinzipielle, des von Thiele verlegten sozialdemokratischen Boltskalenders für In dem Sanatorium Beelig find 1370 Männer und grundsägliche, sondern als eine praktische und taktische Frage. Da Sachsen, fünf Monate Gefängnis zudittierte. Gin erstes Urteil 687 Frauen als geheilt mit vollem Erfolg entlassen. Die ivo wir in starker Minorität seien, tönnten wir den Gegnern desselben Gerichts, das dieselbe Strafe verhängte, tvar vom Reichs- 1450 männlichen Pfleglinge beanspruchten 73 760, die 794 Frauen be Stonzessionen abtrotzen und Einfluß auf Besetzung gericht aufgehoben worden, weil der Angeklagte als Reanspruchten 33 149 Verpflegungstage. Bro Kopf famen im Durchs der Bürgermeister- und Beigeordnetenstellen erlangen. Bei dakteur verurteilt wurde, aber nicht festgestellt war, daß der schnitt bei den männlichen Pfleglingen 50,9 und bei den weiblichen der Abstimmung fomme es darauf an, wie das Budget aussehe. Stalender eine priodische Druckschrift sei. Zum zweiten Male ist 45,2 Verpflegungstage. Insbesondere waren es bei den Männern Bei den einzelnen Bofitionen, wie Stultus usw., sei natürlich dagegen Thiele als Verbreiter berurteilt worden. In seiner Ne- die Nervenfrankheiten, 748= 52 Broz, welche das Heilzu stimmen, sonst aber könne man, wenn im Budget die Vorteile vision bestritt er, daß sämtliche evangelische Pfarrer der Provinz verfahren notwendig machten. überwiegen, für dieses stimmen. Genosse Emmel bemerkte, die fid) getroffen fühlen fönnen. Die allgemeinen Andeutungen in Bei den Frauen wurde das Heilverfahren in 299 Fällen wegen Budgetfrage sei eine faltische Frage, bei deren Behandlung ein dem Artikel reichten dazu nicht aus. Ein Gericht brauche nur au Nervenfchwäc und in 176 Sälen wegen Iutarmut umb * Aus Induftrie und Handel. Berliner Spartaffe. Pandel. Bleichsucht übernommen. Beachtet man, daß die Nerbenschwäche oft eine Folge der Blutarmut und Bleichsucht, infolge ungenügender Ernährmg, ist, dann haben von den 740 in Heilbehandlung gewefenen Frauen nicht weniger als 475 64,57 Broz. aller Frauen Die Berliner städtische Sparkasse hat seit März dieses Jahres an Nerven chwäche gelitten. Unch im Heilverfahren stehen bei den männlichen Pfleglingen die Metallarbeiter mit 304 an erster jeden Monat erheblich höhere Beträge zurückgezahlt als eingelegt Stelle, ihnen folgen die olzarbeiter mit 256 und die Buch- wurden. Die Bewegung war folgende: bruder mit 165 Bileglingen. Die Buchdrucker stellen das größte Stontingent der Nerbentatten, von 185 waren nicht weniger wie 111, das heißt 60 Pro 3., nervenleidend. Bei den Frauen bezw. weiblichen Bileglingen steht die Bekleidungsindustrie mit 209 an erster und der Handel an zne iter Stelle. Die Näherinnen und Handlungsgehülfinnen litten fast aus fchließlich an Bleichsucht, Blutarmut und Nervenfchwäche. Einlagen Rückzahlungen 6 487 789 M. März April • • Mai Juni 4 636 786. 5 492 670 4 163 183 7 859 598 " " 6 132 031 • " 糖 4 468 914 5791 877 D " 5 322 820 6 693 720 " " 6 805 751 " n " " Juli Auguft • 4 684 884 September 3 981 792 • 7 057 521 Das Heilverfahren wurde bei den SungenschwindInteressant bei dieser Bewegung ist der relatio geringfügige fültigen bei 922 männlichen Pfleglingen in Beelig in 346, bei den 516 meiblichen in 100 fäße mit vollem Erfolg durch. Durchschnitt der einzelnen Posten. Die Zahl der Fälle der Rüd geführt. In 76 Fällen bei den männlichen und in 30 Fällen bei zahlungen schwauft zivischen 38 578 und 56 385. Jm letzten Monat den weiblichen Pfleglingen war ein Erfolg zu verzeichnen; in waren es 52 032, fodaß auf jede Rückzahlung im Durchschnitt 136 m. 500 bei den männlichen und 886 Fällen bei den weiblichen entfallen. Zu einem erheblichen Teile werden die Bosten viel Pfleglingen wurde mehr oder weniger eine Beiierung erzielt, fodag eine Wiedererwerbsfähigkeit teils bis zu 75 Prozent eintrat. geringer sein. Es ist aber faum anzunehmen, daß die ganz fleinen Die Heilbehandlung der Lungenschwinbfüchtigen erforderte 67 295 Sparer ihr Geld bei der Sparkasse abheben, um es bei einer bei den mäumlichen und 38 522 Bespflegungstage bei den weiblichen Bank usw. anzulegen. Vielmehr liegt der Schluß nahe, daß die Ungunft der Verhältnisse, besonders die enorm verteuerte LebensPatienten. Der Kostenaufwand für die Heilbehandlung( ausschließlich haltung, viele Leute zwingt, schon jetzt ihre Sparpfennige in Ander Zungentuberkulose) für 1870 männliche mit 92 753 Verpflegungsspruch zu nehmen. tagen und 722 weibliche mit 32 727 Berpflegungstagen betrug( inkl. der von Krankentajien usw. erstatteten Beiträge) insgesamt 847 616,81 M., für Unterstügung der Angehörigen wurden 98,952,79 M. auss gegeben. Für die Heilbehandlung der Lungentuberkulose wurden für 1491 männliche Perfonen mit 111 679 und 774 weibliche Berfonen mit 61 428 Verpflegungstagen( inklusive der von Strankenkassen usw. erstatteten Beiträge) insgesamt 993 591,70 D., an Angehörigenunterstügung insgesamt 228 850,91 2. aufgewendet. An Marlenbeiträgen wurden im Berichtsjahre 9824 381,88 W., b. i. über eine halbe Million art mehr wie im Vorjahre bereinnahmt. Die Gesamteinnahmen betrugen 18 438 672,36 m. Die Gesamtausgaben 14 749 938,39 M., darunter: an enten 4 776 984,11 m., für Heilverfahren 2 383 378,84 2.; für außerordentliche Leistungen(§ 45 des Invalidenversicherungs- Gesezes) 93 789,59. und für Invalidenhauspflege 37 969,35 W. Erwerbslebens follte für " Steigerung der Produktion im laufenden Jahre. Für die vergangenen drei Quartale des laufenden Jabres fann im allgemeinen eine nicht unerhebliche Zunahme der Erzengung feft, gestellt werden. Es ergibt sich diese Annahme aus den schon vor liegenden Produktionsziffern, von denen die meisten gegen 1906 geftiegen find. Nur für Rohzucker und Branntwein ist eine Abnahme ber Erzeugung festzustellen. Es stellte sich nämlich die Erzeugung in den ersten neun Monaten für nachstehende Waren, wie folgt: Steinkohlen Braunkohlen • • Roto. Breßfohlen, Naßpreßsteine Moheisen Seefische Nobzuder Branntwein Betriebsgewinn Reingewinn Arbeiterzahl 1906 Zonnen " 102 078 748 40 778 138 14 937 211 10 738 223 9 272 983 " . Kilogramm Doppelzentner Heltoliter 8 650 767 2 939 007 Hasper Eisen- und Stahlwerk. Betriebsgewinn pro Arbeiter Reingewinn Abschreibung D 1905/06 1 692 104 800 434 1349 1.254 593 381 1907 106 596 871 45 365 491 16 240 813 12 121 710 9 688 484 64 075 677 1906/07 2776 665 Mart 1006 651 1482 1873 680 643 Die Anknüpfend an die Kaffenberichte machte der Vorfigende Ernst Sulze noch einige Mitteilungen über den Verlauf des Streiks, der für die Puyer, die ja eigene Forderungen nicht gestellt hatten, nur ein Solidaritätsstreit war. Von den neun Bautenkontrollen während des Streits ergab die erfte, daß auf 264 Bauten bei der zweiten Kontrolle war die Buyer tätig waren; Zahl dieser Bauten auf 387 geftiegen. Infolge des folidarischen Verhaltens der Puzer hatten sich viele Unternehmer genötigt gesehen, die Forderungen der Bauarbeiterschaft zu bewilligen. Als dann die dringenden Arbeiten fertiggestellt waren, zog ein Teil der Unternehmer die Bewilligung zurück und andere hüteten sich, neue Arbeiten anzufangen. Das führte dazu, daß in der neunten Woche nur noch 171 Bauten mit Buzern ge= zählt wurden. Arbeitende Buzer wurden bei der zweiten Bauten fontrolle 3289 gezählt, bei der neunten nur 2588, also 701 weniger. In den letzten Wochen des Streifs wurde es durch die Polizei im Bunde mit dem Unternehmertum den Bantenfontrolleuren ebenio wie den Streitposten außer ordentlich schwer gemacht, ihres Amtes zu walten. Diesem Umstand ist es wohl zuzuschreiben, daß bei der lezten Bautenkontrolle nur Redner, daß man doch wohl Unrecht gehabt habe, als man den 64 Streifbrecher gezählt werden fonurten.- Jin übrigen bemerkte der Leitern der Organisationen das Bremsen" zum Vorwurf machte, denn es wäre wohl faum ein besseres Ergebnis herausgekommen, wenn der Streit wirklich schon im April begonnen hätte. Jedoch sei dies ja nicht der letzte Kampf gewesen. Die Versammlung beschloß sodann folgende Buzzer, die fich neuerdings als Streitbrecher oder sonstwie gegen die Interessen der Kollegenschaft vergangen hatten, aus der Organisation auszuschließen: Hermann Göride, Friedrich Thöns, Mag Pflugrath, Anton Knie, Amandus Roberting, Albert Bliffe, Wilhelm ange, Starl Walter und Hermann Ebeling. Der nächste Bunft der Tagesordnung: Bericht über Rechtsschutzsachen, wurde der borgeschrittenen Zeit wegen vertagt. Für die ftreikenden und ausgesperrten Cabakarbeiter gingen ferner bei der Berliner Gewerkschaftstommission ein: Bei solchen Abschlüssen können die Papierinhaber unbedenklich 2726 Abteilung Roloff, Böhlten und Güz 35,85. 2730 Abteilung Die Hülfsaktion. 1420 0,30. 1437 5,75. 1456 7,75. 1458 3,25. 1440 3,30. 1441 3, 1459 1,70. 1460 3,25. 1417 6,75. 1418 2,15. 1443 8,05. 1455 7,55. 1485 5,75. 1500 9,05. 1968 Verband der Buch. n. Sieindrud- Hülfsarbeiter u. Arbeiterinnen, BahlDas Gesamtvermögen der Anstalt Berlin betrug am ftelle II, 2. State auf Liften 312,60. Lifte 2021, 2026, 2027 Unterfommission Weißensee 10,25. Gewerkschaftsfartell Oranienburg 18,35. Arbeiter und 31. Dezember 1906 74 211 159.06. Wenn auch im allgemeinen 2 702 876 rbeiterinnen bei Mig u. Genest auf Lifte 2700 Saal Schlofferei 10,60, die Landesversicherungsanstalt Berlin ihre Pflichten gegenüber den 2 585 424 2711 Saal Schleiferei 8,10, 2712 Saal Stein 9,50, 2718 Saal Baron 6,60, Versicherten ettvas loyaler erfüllt wie andere Anstalten, so ergibt Die stärkste Steigerung weist die Herstellung von Breßkohlen 2719 Saal Rebmann 8,00, 2723 Saal Strantowski 7,95, 2718 Saal fich doch ohne weiteres aus dem Bericht, daß die Berliner Anstalt ant mit 12,9 Proz. auf. Der Aufschwung der Braunkohlenindustrie und Schraubendreherei 5,70. Lifte 182 Einbrobt u. Stalb, Sattlerei 8,40. 2. GerLeider ebenfalls bestrebt ist, der, Rentenverweigerung lach, Oranienftr. 119, Tapeziererwerkstatt 3,50. Listen 1899, 1900, 1902 Ber die Versicherten nach den neueren von uns oft tritisierten Grundfäßen" des Braunkohlenbergbaues geht daraus deutlich hervor. band der Schirmmacher, Ortsverwaltung Berlin 21,75. Lifte 2724 Franke, des Reichsversicherungsantes auch fürderhin Rechnung zu tragen. Steigerung der Braunkohlenförderung betrug benn auch nicht Bauklempnerei 7,25. Lifte 2708 König, Holzmafait 7,50. M. 2 in Bernau Bei einer Einnahme von rund 94 Millionen Mark aus den Beitrags- weniger als 11,25 Proz. Auch absolut betrachtet nahm die Förde- 1,- Tischlerei Wollenburg 10,-. Bohlfahrt u. Goldschmidt, Möbelibr. 18, marlen wurden nur 4 Millionen Mark Renten an die Versicherten rung von Braunkohle stärker zu als die von Steinfohle, die eine Verband d. Hoteldiener a. Listen 42,15. Lifte 961 durch Genoffe Bobe 4,70. Zunahme von 4,4 Broz. zu verzeichnen hat. Sehr lebendig war die A. E.-G., Schlegelstraße, Liften 978, 979, 2238, 2239, 2240, 2241, 2245, gezahlt. Dagegen beträgt der Vermögensbestand rund 74 Millionen Stofsherstellung, deren Steigerung gegen 1906 8,7 Bro3. beträgt. 2246, 2247 94,40. Schwarzkopff, Bilbau, Liften 2249, 2251, 2252, 2253 Biemlich gleich ftart war die Produktionszunahme bei Steinkohle 58,55. Lifte 1009, Rapp u. Hecht, Palmenfabr. 8,70. Bahlstelle Weißwasser Mart bei etwa 757 481 Berficherten. d. Deutschen Glasarb.- Verb. 50,-.. C.-S., Zurbinenfabrit, Listen 2049 Ziehen wir die Quinteffenz aus dem Vorgefagten des Berichts, und bei Roheisen. Für Roheisen betrug fie nämlich 4,48 Proz: 49,85. 2050 12,25, 2051 17,40. 2052 16,50. 2058 10.05, 2054 10, 2056 10,25. 2057 10,85. 2058 16,85. 2059 19,25. 2060 dann meinen wir, es liegt auch ein finanzieller Grund für die An- Die Fangergebnisse der deutschen Seefischerei werden erst seit 2055 18,70. 2061 20.05. 2062 8,25. 2063 22,65. Busammen 253,95. ftalt Berlin vor, das wenige an sozialer Fürsorge", März 1996 ermittelt; fie sind also für die ersten drei Quartale 1905| 11,00. 151 1,45. 177 Gilbermann, Luruspapier, 4,65. 160 Greve, Brägerei, 3,50. das das Gesetz fennt, foweit die Invalidenversicherung in Betracht nicht nachzuweisen. 2445 8wietusch, Telegraphenbau, 20,25. Personal ber Buchbinderei Lüderit kommt, noch dadurch zu kürzen, daß die Schüßung der Erwerbsfähigkeit 1. Bauer 44,80. Berein für die Bntereffen der Hausangestellten auf Listen im wesentlichen der seit einigen Jahren von Aerzten betriebenen Das letzte Geschäftsjahr schloß mit einem Betriebsgewinn von 31,25. Schuhfabrik Müfler u. Schlezing 10, anafen der Brauerei Stunft überlaffen wird, Enverbs un fähige erwerbsfähig zu Bichelsdorf 9,50. Nach Abschreibung in Höhe von 952 654 M. Unterfommiffion Reinidendorf 2titen 1773 7,10. 1776 fchreiben. Die ärztliche Feststellung" der Ertverbsfähigkeit fchafft 2776 665 9. ab. 23,45. 1777 11,10. 1780 4,45. 1781 7,35. 1786 5,80. 1787 11,95. bent armen Arbeiter, der die Kosten der Versicherung getragen( 514 427 M. im Vorjahre) verbleibt ein Reingewinn von 1006 651 M. Deutsch. Zylographen Verb., Wiitgliedsch. Berlin auf Liſten 24,75. Bei ber hat, feinen Bissen Brot. Die Bragis bes wirtschaftlichen Der Betriebsgewinn ist gegen das Vorjahr um über 1 Million Mark Red. d. Nordb. Woltsblatts Bant in Oldenburg eingegangen 54,05. Lifte 1008 Verb. d. Blumenarb. 2,30. Berband b. Maler u. Lackierer, Beriv. Griverbs oder um über 600 m. pro Kopf der beschäftigten Arbeiter geftiegen. Berlin auf Listen 106,10. Berband b. Sattler, Ortsverw. Berlin auf Listen der die Beurteilung fähigkeit bei weitem mehr als die ärztlichen Schreibfunft Es betrug 86,40. Firma Lindström, Phonographenfabr., 4.20. Dierprozente v. Rochow maßgebend sein. Die Arbeiter tragen die gesamte Raft der Veru. Hering, Möbelfabr., 10,-. Berein Berl. Buchdrucker auf folg. Listen: ficherung einschließlich des in Gestalt der Arbeitgeberbeiträge von 2496. Grebel Segerei, 3. Rate 5,60. 2497 Buchdruckerei C. Feister 5,40. vornherein ihnen auferlegten Lohnabzugs. Die Art der Behandlung Buchdr. Mittler u. Sohn 4. Rate Listen 2408, 2499, 2500, 2501, 2502 33,80. nicht nur der Frage, ob Invalidität vorliegt, entspricht auch in der 2503 F. Lenz u. Co. 5.20. 2504 Liebheit u. Thieffen, 5. Rate 6,80. 2506 Berliner Versicherungsanstalt oft nicht der Art, wie jemand zu Rational- Beltung 15,20. 2507 Bormetter 2,40. 2509 G. Bernstein 10,15. Baz u. Garleb, 4. Rate, Liften 2510, 2511, 2512, 2513 23,15. Liste 2514 behandeln ist, dem ein geseßliches Recht zusteht. Sie ist viel Liebheit u. Thieffen, 6. Rate 6,20. 1. Scherl, Liften 2515, 2516, 2517 33,70; mehr der Ausfluß der völlig verfehlten Auffassung, als ob in Summa 147,10. Deutsche Waffen- und Munitionsfabrik Liften 2725, die Arbeiter nicht durch ihre Arbeit erworbene Rechte zu verlangen hätten, sondern Wohltaten erhalten, die der heilige Hachmann und Flaum 28,50. 2787 Abteilung Lewonig 15,55. Bureaukratismus und die nicht minder heiligen, durch die Groichen bon günstiger Konjunktur reden. Verband der Töpfer, Ortsverw. Berin. Riste 1326 1,70. 1331 7,10. 1335 der Arbeiter für ihre Tätigkeit bezahlten Aerzte ihnen zuwenden. 12, 1336 8,30. 1337 4, 1388 4,95. 1856 8,50, 1369 7.25. 1371 2,35. 1368 2,30, 1372 2,30. 1376 2,75. 1378 5,05. 1380 4,00. 1381 8,75. Die Etikette des Gefezes verheißt Jnpaliden berficherung" Jahrelang, jahrzehntelang Versicherungsgelder für eine Steute für Aus New York wird gemeldet, daß die Trust Company of 1382 5,50. 1884 1, 1385 1,60. 1386 2,25. 1387 3,50. 1388 6,55. den Fall einer Invalidität jemandem abnehmen und, wenn In America und die Lincoln Trust Company ihre Geschäfte wieder auf- 1400 0,60. 1403 8,75. 1404 11,25. 1405 5, validität eingetreten ist, diese durch alle möglichen Mittel genommen haben. fort zu„ begutachten" und fort zu entscheiden", empfindet der Arbeiter Und das haben sie dem edlen Menschenfreund Morgan zu 1954 3,30. 1956 1, 1960 8,20. 1964 3,50. 1965 1,80. 1966 3, als betrügliche Vorspiegelungen des unfaßbaren Geseggebers. Das danten. Natürlich hat er nur einen fleinen Gegenwert berlangt, 2,50. 1973 3,10. 1975 5,45. 1976 1,- 1978 8,05.( Busammen 239,90 M.) Gesetz läßt Naum für eine soziale Auffassung der Verhältnisse durch nämlich die Kontrolle über die Tenneffee Coal, Jron und Railroad Lifte 2011 Unterlomm. Weißenfee 3,70. Schille Nacht, Stodfabrik 10,-. Mitberüdsichtigung der Ertverbsmöglichkeit in der Wirklichkeit und Gesellschaft, den größten Konkurrenten des Stahltrustes. Dieser hat Liste 963 Fr. Radfahrer, Oberschöneweide 5.65. Lifte 954 b. Fenger 8, braucht nicht so wie es in wachsendem Maße geschieht, ausgelegt au 20 Mil. Dollar Aftien der Tennessee- Gesellschaft zum Kurfe von Auto, Oberschöneweide, Listen 970 24, 2254 7,95. 2255 15,00. 2256 9,85. Dadurch kommt Geld in die Banten, b. Diefing, Liften 2265 3,-. 2257 10,05. 2258 8,70. 2259 5,75. 2260 14,80. werden, als ob jede nur entfernt im Wollenfulfutsheim ärztlicher 80 Prozent übernommen. Berb. b. Hoteldiener Ansichten über Erwerbsmöglichkeit bestehende totale Eriverbsunfähig Morgan ist Retter des Vaterlandes und hat seine wirtschaftliche gehülfen, Liften 2276, 2278 10,40. Lifte 2681, Weinert, Bogen feit zur Invalidenrente berechtige. Macht bedeutend erweitert. Da die Herrschaften sich natürlich lampenfabr. 11,65, Deutsche Telephonwerke, 3. Rate auf Listen 98.05. nicht leicht in die Karten schauen laffen, ist nicht zu erkennen, Zentralverband der Schuhmacher, Ortverwaltung Berfin auf Liften 160,10. Die Ortsfrankenkassenwahlen in München inwieweit sie das Glück für sich korrigiert haben. Jedenfalls ifte 178 7, 1010 11. 2064 6,80. 2065 5,25, 2066 3,30. 2067 2,45. 2069 0,25. 2070 4,80. 2071 0,50. 2072 3,85. 2073 1,85. endeten alt Sonntag mit einem glänzenden Sieg der werden die Morgan und Genossen den Katastrophen der legten 2069 4,25. freien Gewerkschaften. Die organisierte Arbeiterschaft hat Wochen kein bedauerndes Andenten weihen. Nun rufen übrigens 2074 12,90. 2075 4,40. 2077 5,90. 2084 17,20. 2095 7.05. 20872, ber Regierung von Oberbayern, den christlichen Verläumdern auch die Baumwollfarmer die Staatshilfe an, um nicht mit den 2088 1,35. 2089 11,70. 2090 0,60, 2091 0,80. 2092 5,80. 2003 5,95. 2096 8,95. 2097 2,40. 2098 7,70. 2099 1,60. 2100 2,20. 2101 8,15. und dem mit ihnen verbündeten Reichslügenverband die richtige Preisen für ihre Ware heruntergehen zu müssen. Es wird gemeldet: 2102 8,80. 2103 5,10. 2104 2,50 2105 1,-. 2106 9,35. 2107 4,60. Antwort gegeben. Das Ortskartell der christlichen Gewerkschaften, Barnesville( Georgia), 5. November.( Meldung der 2108 8,75. 2109 6,75. 2110 8,70. 2111 5,60. 2112 8,45. 2113 12,05. die katholischen Gesellen- und Arbeitervereine, der deutschnationale Associated Preß.) Duckworth, der Präsident der Vereinigung der 2116 8,65. Handlungsgehülfenverband, der Verein für soziale Wahlen haben Farmer, hat den Schatzsekretär Cortelhou brieflich gebeten, die Be- 6,20. fich zu einem Blod zusammengefunden und sind unter dem Feld. hörde möchte Zertifikate im Werte von 100 Millionen Dollar aus- 8,50. Beschrei: Gegen Erhöhung der Beiträge und mit der freundlichen geben für die durch Baumwolle im doppelten Werte Bürgschaft Lifte 2797 Verband der Photographen 6,85. der Siemenswerte 110,- Hanalen u. Schmuser der Brauerei Pichelsdorf, linterſtübung des Unternehmertums und der fürsorglichen Polizei geleistet werden soll, um.den Farmern zu helfen, ihre Baumwolle 2. Rate 5, Berband der Tabalarbeiter, Ortsverwaltung Berlin, 2. Rate in den Kampf gezogen. Die alten Lügen, Berleumdungen und zu halten. auf Listen 60,-. Sechsertaffe der Firma Saferlorn 5,- ifte 171 5,80. Verdächtigungen wurden aus der christlich- nationalen- reichs. vifte 183 Fritsche Buchbinderei 21,65. Buchdr. A. Scherl Liften 2518, 2519, verbändlerischen Rüstkammer hervorgeholt, die schäbigsten Kampf2520 38,85. Lifte 2521 Buchdr. Liebheit u. Thieffen, 7. Rate 5,50. Rifte 181 5, mittel nicht verschmäht, um die Wähler zu täuschen. Direkt von Mig u. Genest, Listen: 2710 Fräserei 4,05, 2714 Bohrerei 4,15, 2715 Saal Road 11,40, 2716 Militärbau 8,75, 2717 Werkzeugbau 16,25, 2720 Zähler. der Kirche weg wurden die Wähler zur Urne gebracht und mit Gebetbuch und Rosenkranz rüdten fie an ,, um mit dem Stimmt, Die Sektion der Puter des Zentralverbandes der Maurer hielt Montage 4,40, 2721 Modellbau 3,75, 2722 Dreherei 6,70. Lifte 172 gef. d. zettel dem sozialdemokratischen Schredensregiment in der Orts- am 3. November in den Neuen Arminhallen eine Mitglieder- towel 7,60. Von den Arbeitern bei Flohr, Maschinenfabrik auf Liften: frankenkasse" den Garaus zu machen. Dabei traten auch zahl verfammlung ab, der die Abrechnung vom dritten Quartal, sowie die 2683 0,90, 2684 16,55, 2685 8,70, 2686 9,65, 2688 5,05, 2689 16,15, 2690 11,85, 2691 10,65, 2692 3,15, 2693 6,45, 2094 5,25, 2695 14,40, 2696 7,35, reiche Arbeitgeber als Bundesgenossen des christlichnationalen Streitabrechnung vorgelegt wurde. Die Abrechnung der Hauptkasse 2697 11,05: Sa. 127,15. Zentralverb. b. Schmiede, 2. Nate, auf Liſten 41,50. Mischmasches auf. In vielen Handlungs- und Baugeschäften schließt mit der Bilanzfumme von 140 118,80. Von den Aus- Verband der Gemeinde- und Staatsarbeiter, dritte Rate auf folgende wurden die zur Wahl nötigen Legitimationen gar nicht oder aber gaben im verflossenen Quartal famen 127 136,22 M. auf Streit Liften: Berbandsbureau Lifte 619 8,- Drtsbureau Lifte 570 6,-. Gass gleich mit dem christlichen Stimmzettel ausgehändigt. unterstügung. In der Lokaltasse betrugen die Einnahmen samt dem anstalt, Müllerstraße Lifte 549 2,90. 553 2,70. Gasanstalt Danzigerstraße Gasanstalt Gitschinerstraße, Lifte 635 1,10. Ein Hoflieferant schrieb auf die Rückseite der Regitimationen den alten Bestand 97 958,71 W., die Ausgaben 16 837,58 2., ifte 451 11,10. Mischmaschkandidaten, damit seine Angestellten wissen, wen der so daß also ein Bestand von 81 621,18 2. zu verzeichnen 659 2,90. 662 4,25. Gasanftalt Schmargendorf Lifte 607 8,55, 622 1 Revierinspektionen Liste 502 4,55. 527 2,45. 529 Herr im Hause gewählt wissen wollte. Und das Resultat? Ganze war. Der Streit hatte eine außerordentliche Ueberlastung des 620 10,50, 621 5,30. 5.75. 558 0,20. 586 4,55. 654 1,80. 689 3,35, Städtische Laternen 9219 Stimmen brachte der christlichnationale Mischmasch auf, Staffierers und der ihm zur Seite gestellten Hilfskräfte mit fich wärter 2ifte 639 1,60. Städtischer Stohlenplat Liste 491 3,10. Englische während die Liste des Gewerkschaftstartells 24 104 Stimmen auf gebracht, und diesem Umstand ist es zuzuschreiben, daß ein Maulo Gaswerte ifte 495 5,85. 507 2,40. 594 1,40. 595-40. 598-, 25. fich bereinigtc. Trotz aller Berleumdungen und gemeiner Ber- von 101,80 M. entstand. Anerkennend, daß dieses Manko im Ver- 599 1,90. 611 2,40. 613 1,-. 614 1,65. 642 4,75. 693 4,25. 696 3,70. 664 5,15. 682 2,95. Wasserbächtigungen und trotz der Hülfe von Arbeitgebern und der Polizei hältnis zu den gewaltigen Summen und dem llebermaß von Arbeit, Ranalifation 535 1,50. 581 3, 582 1,05. hat der Mischmasch im Vergleich zur Wahl vom Februar also das während des Streits zu leisten war, als sehr gering anzuiehen wert Friedrichshagen 720 4,80. 721 1,35. 723 4.40. Straßenreinigung 539 nur ein Mehr von 2380, die freien Gewerkschaften dagegen ein ist, beschloß die Versammlung einstimmig, daß es als Ausgabe der 6,05. 557 2,40. 584 2,90. 649 1.20. 725 3,15. rrenanstalt Bublgarten 706 2,20. 707 0,80. peilstätte Becks 710 14,30. Stiefelfelber 713 4,30. Mehr von 10 536 Stimmen aufgebracht. Das ist eine fräftige Lofalfaffe gebucht werden soll. 715 2,90. 718 0,50. Desinfeftoren 466 2,05. Schulbeizer 486 3,- ParkOhrfeige für die feigen niederträchtigen Werleumdungen und zu Die Abrechnung vom Streit schließt mit der Bilanz- arbeiter 504 2,60. 603 1,30. Chauffeearbetter 700 0,60. Charlottenburg gleich eine gründliche Abfertigung der Regierung, die jetzt die summe von 167 294,50 M. Für Streifunterstützung tourben 587 6,60. 628 0,90. 634 2,50. 625 3,05. 627 0,40. 636 3,20. Lichtenberg Stichhaltigkeit der Gründe, die sie zur Staffierung der Februar 148 725,80 9. ausgegeben. 116 617,95 92. wurden durch die Wei- 473 0,50. Rigdorf 670 4,90. 673 1,25. 674 6,35, 675 3,65. Stopenid 722 wahl anführte, noch einmal nachprüfen mag. Biel kann sie daraus träge der arbeitenden Mitglieder aufgebracht. Die Ausgaben der 2,05. Spandau 728 7,85. Gasanstalt, Gitschinerstraße 678 4,45. Englische für die Zukunft lernen. Lokalfaffe für Mietszuschüsse, Streilleitung. Drudiachen usw. beliefen Gasanstalten 668 2,50. Bartverwaltung 543 0,30, Summa 256,85. Summa 3438,60 R., bereits quittiert 13 861,58 M.; insgesam fich auf 18 470,10 M. und aus der Hauptkaffe floffen 32 206,45 M. 17 300,18 An dem Streif beteiligt waren 2581 organisierte Kollegen, unter Weitere Gelder find zu senden en ihnen 2459 verheiratete mit 3801 Stindern. Die Gesamtzahl der Streif tage ist 59 042. Zu Streifbrechern wurden 43 organisierte Buger; unorganisierte Streifbrecher wurden 242 gezählt. Internationaler Arbeiterschutz. Der Schweizer Bundesrat hat gestern bei der Bundesverfamm ang die Genehmigung der internationalen( Berner) llebereinkommen betreffend das Berbot der instruſtriellen Nachtarbeit der Frauen und sas Verbot der Berwendung des weißen( gelben) Phosphors in der Zündholzindustrie beantragt. Verfammlungen. Die Versammlung erteilte dem Staffierer 2ehnig einstimmig Decharge für beide Abrechnungen, ebenso für die Abrechnung vom Stiftungsfest 2266 18,30. Berb. d. Gastwirts 2117 9,10. 2118 2,80. 2119 7,90. 2135 7,20. 2136 2137 18,25. 2138 7,90. 2189 3,15. 2147 2,95. 2152 2153 8,05. 2155 8,50. In Summa 305,25 Mart. Modern organisierte Arbeiter 658 3,55. A. Körsten, SO. 16, Engel- Ufer 15, I. Die Genefien und Bertraneusleute werden höflicht ersucht, alle noch ausstehenden Liften so bald als möglich abzurechnen. Der Ausschuß der Berliner Gewertschaftskommiffion Urania. Für den Juhalt der Juierate Wissenschaftliches Theater. übernimmt die Redaktion dem Bublikum gegenüber teinerlei Verantwortung. Theater. Mittwoch, den 6. November. Anfang 7 Uhr. Rgl. Opernhaus. Aida. Kgl. Schauspielhaus. Die Rabenfteinerin. Deutsches. Was ihr wollt. Rammerspiele Frühlings Er wachen.( Anfang 8 Uhr.) Anjang 8 Uhr. Leffing. Nora. Neues Schauspielhaus. Die große Gemeinde. Schiller 0.( Wallner Theater.) Das vierte Gebot. Schiller Charlottenburg. Reiter attade. 3 Friedrich Wilhelmstädt. Schau: spielhaus. Waterkant. Berliner. Die Börse. Neues. Der Dieb. Serail Aktienbudiler. Kleines. Bater und Sohn. Zeutral. Die Puppe. Sorging. Entführung aus dem Theater an der Spree. Der Residenz. Ganz der Papa. Komische Oper. Tiefland. Westen. Die lustige Witwe. Luftivielbans. Husarenfieber. Trianon. Fräulein Josette- meine Frau. Thalia. Ihr Sechs- Uhr- Onfel. Luisen. Berlin wie es weint und lacht. Bernhard Rose. Die Hugenotten. Metropol. Das muß man seh'n. Otpollo. Sylvester Schäffer. Spezialitäten. Walhalla. Spezialitäten. Folies Caprice. Geteilte Liebe. Casino. Bieberleute. Gebr. Herrufeld. Madame Big Wag. Es lebe das Nachtleben. Passage. Paula Wirth. Spezia litäten. Vrater. Hamlet. Parodie. Bapfenstreich. Monna Banna. Der Troubadour. Wintergarten. Spezialitäten. Palast. Tante Matchen. Speziali täten. Carl Haberland. Spezialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Branta. Taubenstraße 1/49. Abends 8 Uhr: Ueber den Brenner nach Venedig. Sternwarte, validenfti. 57/62. Zur Beobachtung: Mars, Saturn, Doppelsterne, Nebelflede. Abends 8 Uhr: Ueber den Brenner nach Venedig. Invalidenstr. 57-62: Sternwarte. Zur Beobachtung: Mars, Saturn, Doppelsterne, Nebelflecke. Zentral- Theater. Abends 8 Uhr: Die Puppe. Operette in 3 Atten. Luisen- Theater Reichenbergeritr. 34. Albends 8 Uhr: Schiller- Theater. Schiller- Theater 0.( Wallner- beater).| Mittwoch, abends 8 Uhr: Das vierte Gebot. Bolfsstück in vier Aften von Ludwig Anzengruber. Donnerstag, abends8Uhr: Monna Vanna. Freitag, abends 8 Uhr: Reiterattacke. Schiller- Theater Charlottenburg. Mittwoch, abends 8 Uhr: Reiterattacke. IZentralverband der Lederarbeiter. Filiale I Berlin. Schwank in 5 Aufz. von Stobiger Donnerstag, 7. November, abends 8 Uhr, im ,, Marienbad", und Frizz Friedmann- Frederich. Donnerstag, abends 8 Uhr: Die Schmuggler. Freitag, abends 8 Ubr: Die Hermannschlacht. Schiller- Saal( Schiller- Theater) Charlottenburg Mittwoch abends 9 Uhr: Professor Dr. Paul Schnbring: Eduard Manet. Mit Lichtbildern. 6. Bortrag des Zuflus: Water der Neuzeit. Donnerstag abends 8, Uhr: Michard Wagner- Abend. XIII. Saison. Zirkus Schumann Zirkus Busch Berlin wie es weint und lacht. sente Mittwoch, den 6. November, Donnerstag: Die beiden Reichen müller. Freitag: 4. Dpern Gastspiel: Fret schüz. Sonnabend nachm. 4 Uhr: Sneewittchen. Abends: Berlin wie es weint und lacht. Sonntag nachm.: Das Leben ein Traum. Abends zum erstenmal: Am Tage des Gerichts. Montag: Mutterlegen. abends präzise 74, Uhr: Grande Soirée équestre. Elite Programm. l. a.: Mathilde Renz mit ihren Schul- und Springpferden. Phänomenale hier noch nie gesehene Leistungen! Mittwoch, den 6. November, abends präz. 7 Uhr: Wiederauftreten der Originaljapanischen Fechtkünstler Ono und Ota. 1. Busihdov( Stockfechten). 2. Findow( Demonstrationen d. japan. Selbstverteidigung. fliegende 2 Damen 3. Demonstrationen der japan. Banvards 4 Herren der größte und beste Luftakt der Verteidigung gegen griechisch- römisch. Ringkampf. Um 10 Uhr: Ge, enwart. Mis Florence und Wir. Auf der Hallig. DERNHARD ROSE THEATED James Denry, Doppel Jodehaft. Sr. Frankfurterstr. 132. Gastspiel Below- Oper: Die Hugenotten. 9 Frères Albano, dse besten Erzentrits. Um 9%, Uhr: Die diesjährige gr. Wasserpantomime. Eine Fortfezung Kiesen- Illusions- Akte unter Wasser. W. Noacks Theater Anfang 8 Uhr. Bochentagspreise. Der lustigen Heidelberger. Diretnou Rab. Dill. Donnerstag: Spree- Athener. Freitag: Spree- Athener. Metropol- Theater Anfang präzise 8 Uhr. Das muß man seh'n!! Gr. Revue in 4 Akten( 12 Bildern) von J. Freund. Musik von Viktor Hollaender. In Szene gesetzt von Direktor Richard Schultz. G. Thielscher a.D., F. Massary Ein auf dem Neckar Rixdorfer Theater Bürgerfäle, Bergstraße Nr. 147. Mittwoch, den 6. November: Traumulus. Tragische Stomöble in 5 Aften von Arno Holz und Oskar Jerschke. Anfang 8 Uhr. B. Darmand&.D. E. Whithney, Gebr. HerrnfeldBender, Giampietro, Josephi Rauchen überall gestattet. Sonntag, 10. November, nachmittags 3 Uhr: Theater. 57 Kommandantenstraße Nr. 57. Anfang 8 Uhr. Borverkauf 11-2. Die erfolgreichsten LachKomödien seit 17 Jahren: Die Herren von Maxim. Madame Wig- Wag v. Berliner Theater. Pollos lehe das Nachtleben Anfang 8 Uhr. Die Börse. a Theater Ab 8 Uhr: Das kolossale neue Programm. Donnerst.: Die tanzenden Männchen. 9%, Uhr: Die Sensation Berlins: Freitag: Die Börse. Sonnabend: Die Börse. Sylvester Schäffer jr. Neues Theater. der berühmte Universalkünstler. Anfang 8 Uhr. Separee Affäre in 2 Atten. Beide Stücke mit den Autoren Auton und Donat Herrnfeld. Sonntag nachm. 3 Uhr halbe Br.: Ein verrücktes Hotel und Saysisch geht zur Jagd mit Anton uno Donat Herrnfeld. Sonntag, den 17. Nov., 8 Uhr: Die Meyerhains. Der Dieb. WINTERGARTEN Walhalla Der Dicb. Freitag: Die Waffen wieder! Kleines Theater. Abends 8 11hr zum 79. Male: Vater und Sohn. Donnerstag: Ein Buppenheim. Freitag: Maria Magdalene. Sonnabend: Ein Puppenheim. Sonntag nachm. 3 Uhr: Nachtashl Abends Uhr: Ein Puppenheim. Theater des Westens. 8 Uhr: Die Instige Witwe. Sonntag nachm. 3, Uhr halbe Preise: Frühlingsluft. Friedrich- Wilhelmstädtisches Schauspielhaus. Waterkant. Anfang 8 Uhr. Donnerstag: Brüderchen. Freitag: Waterfant. Sonnabend: Die Nibelungen. Lortzing Theater Bum erstenmal: Die Entführung aus dem Serail. Anjang 8 Uhr. Donnerstag, Freitag: Undine. Sonnabend: Die Entführung aus dem Serail. 8 Uhr Residenz- Theater. Direttion: Richard Alexander. 8 Uhr Ganz der Papa. Schwant in 3 Atten von Mars und Desvaillières. Deutsch n. M. Schönau. Baron des Aubrais: N. Allegander. Sonntag, ben 10. November, nach atittags 3 Uhr: Die 300 Tage." Lustspielhaus. Abends 8 Uhr: Husarenfieber. Bollstümliche Breise. Theater des Zentrums, Sophien Sale, Sophienstraße 17/18. 9 Bis früh um Fünfe b.Kren u. Lippschük, Musik v. P. Linde. Anjang 8 Uhr. Kleine Preise. Neues glänzendes Programm. Passage- Theater. Variete Theater Weinbergsweg 19/20, Rosenth. Tor. Anfang& Uhr. Das neue November- Programm. Die urkomische Hundepantomime. ,, Aus einer kleinen Garnison", dargestellt von 30 Hunden. 12 erstklass. Spezialitäten 12 Tunnel: Dreibund- Konzert. Theaterbefuchern freier Eintritt. Palast- Theater Burgstraße 24. Heute 8 Uhr. Entree 20 Pf. Gisella und Max musikalischer Aft. 4 Paula Wirth Die Theodors ! die Diva rediviva V. d. großartige Novemberprose. Theater an der Sprea Köpenickerstraße 68. Zäglich stürmische Heiterfeit! At- Berliner Posse. abends 8 Uhr: Der Aktienbudiker. Im Stil der 50er Jahre. Josefine Dora als Starline! Reichshallen- Theater. Täglich: Stettiner Sänger. Britton als Aute im Familien bad Wannsee. Anf. Bochent. 8, Sonntags 7 Uhr. ? Omer Sait- Trio Novelty Cascadeure Unsere Käte Lufispiel Brimentr 16. Bum legten Male: Babstraße 35/36: Mitglieder- Versammlung. Zages Ordnung: 1. Bericht über die am 4. Oftober abgehaltene Kuratoriumsfißung. 2. Borstandsbericht. 3. Ausstellung von Delegierten zur Ortsfrankenkasse 4. Bereinsangelegenheiten und Verschiedenes. 144/8 Bahlreiches und pünktliches Erscheinen ist jedes Kollegen Pflicht. 3. A.: Franz Runge, Borsigender. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Zahlstelle Berlin. Achtung! Werkstattvertrauensleute! Die am Mittwoch, den 6. November, fälligen Vers tranensmänner- Versammlungen der Bezirke und Branchen fallen aus. Die Zahlstelle Nr. 31 ist von Manteuffelstr. 74 nach Nummer 47 berlegt worden. Modell- und Fabriktischler. Donnerstag, den 7. November, abends 8%, Uhr: Vertrauensmänner- Versammlung bet Mothes, Suffitenstr. 40. Marie, die Tochter des Regiments. Laden- und Kontormöbel- Branche. 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Bildhauer- Verfammlung Tages- Ordnung: 1. Ift in unserem Berufe, der kunstgewerblichen Bildhauerei, ein Mangel an tüchtigen Kräften?( Protest gegen die von Dr. Jessen im Berliner Tageblatt" aufgestellten Behauptungen.) 2. Diskussion. Erscheinen aller Kollegen, ob organisiert oder unorganisiert, ist dringend geboten. 20/19 Die Kommiffion der Modellbranche. Deutscher Metallarbeiter- Verband Somnt., Mont., Donnerst.: Arbeitsnachweis: Verwaltungsstelle Berlin. Sauptbureau: Hoffmanns Nordd. Sänger of L. Amt 3, 1239. Charitéstraße 3. Hof III. Amt 8, 1987. " u. Tanzkränzchen. Donnerstag, den 7. November, abends 8 Uhr, in den Germania: Morgen Donnerstag: Gr. Elite- Soiree. Tanz. Sonnt. Beg. 5, wochent. 8. Freitag wegen großer Festlichkeit geschlossen. Buggenhagen Moritzplatz im Theatersaal täglich Das neue November- Programm. Anfang 8 Uhr. Entree 50 f. Sonntags 7 Uhr.( Sonntags referviert 1 M., Entree 50 Bf.) Familienbilletts a 40 Bf. 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November, abends 8 Uhr: Ordentliche Generalversammlung in Trapps Festsälen, Tegel, Bahnhofstr. 1. Zages Ordnung: 1. Geschäftsbericht. 2. Genehmigung der Bilanz und Entlastung des Borstandes, 3. Genehmigung des Berteilungsplanes.- 4. Anträge der Verwaltung: a) Eröffnung von zwei neuen Berkaufsstellen; b) Beltritt zur Unterstützungskaffe des Zentralverbandes deutscher Stonfumvereine. 5. Ergänzungswahl des Aufsichtsrates. 146/6 Eintritt nur gegen Legitimationskarte. Der Aufsichtsrat. J. Maier. Goldblondchen alkoholfreies Erfrischungsgetränk. But beziehen durch die meisten Bierverleger und Mineralwasserfabrikanten Generalvertrieb: Ernst Krüger, G. m. b. 6, NO., Höchstestr. 28. Gänse! von 10-25 Blund schwer! Gänse! Gänsefleisch frit u. gepötett a Pfund 40 Pf. 1. 50 Pf. Jotole sämtliche Gänse- Artikel in großer Auswahl. 206/15 Hermann Leißner Berlin C., Klosterstr. 95 Edhaus Kaiser Wilhelmstraße 11. Stolas, Muffen u. 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Verlagsanstalt Paul Singer& Co, Berlin SW. Ur. 260. 24. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mittwoch, 6. November 1907. Der Entscheidungstag 2. Kreis. 4. Kommnual- Wahlbezirk. Hierauf richtete der Kandidat Theodor Fischer noch einige Worte an die Anwesenden. Er bemerkte, daß gerade der Stadtteil des 34. Bezirks besonders stiefmütterlich von der Stadtverwaltung I. Teil: Restaur. Schulz, Lützowstr. 51, Ede görnbergstraße. VI. 6940. behandelt wird. Hier gibt es verhältnismäßig die meisten MietsII. II. III. Bezien, Lüzowstr. 77. VI. 810. 9. Kommunal- Wahlbezirk. I. Teil: Restaur. Friedrich. Fidicinstr. 43. VI. 1487. Maaß, Bergmannstr. 97. VI. 7241. Sühring, Bergmannstr. 24. VI. 8804. Petermann, Gneisenaustr. 45. IV. 540. 10. Kommunal- Wahlbezirk. IV. " " " " " U I. Teil: Restaur. Reim, Urbanstr. 29. IV. 4128. Grumbach, Schönleinstr. 6. IV. 1801. Straat, Dieffenbachstr. 83. Runge, 59. II. IV. III " " " " 09 " schulen; nicht weniger als fünf Gemeindeschulen mit 4500 Kindern find in gemieteten Lokalen untergebracht. Ferner fehlt es diesent Stadtteil an Verbindungswegen nach dem Gesundbrunnen hinüber, und man wartet vergeblich auf den Bau der so notwendigen Brücken über die Eisenbahnen. Die Freijinnigen sind diesmal auch in diesem Bezirk besonders rührig und haben einen Gastwirt aus der Prenzlauer Allee als Kandidaten aufgestellt. Um so eifriger müssen die Parteigenossen bestrebt sein, den Freisinnigen flar zu machen, daß der Bezirk der Sozialdemokratie gehört. Dafür, daß der fozialdemokratische Kandidat die hier erforderliche Qualifilation als Hausbefizer hat, ist gesorgt worden, was, um Irrtümern und werden muß. ift gekommen. Heute sollen in 16 Bezirken der dritten Abteilung die Wähler an den Wahltisch treten und Vertreter ins Stadtparlament senden. Die Wahl kann nicht zweifelhaft sein. Es gilt mur zu wählen zwischen einem Vertreter des Geldjacks und der Haus- und Grundbesitzer oder einem Vertreter der Interessen der erwerbstätigen Bevölkerung, einem Sozialdemokraten. In den letzten Wochen ist den Wählern in Wort und Schrift die Notwendigkeit der Wahl eines Sozialdemo fraten eingehend dargelegt worden. Heute gilt es zu handeln. Ein Wähler der dritten Abteilung, der einem anderen als cinem Sozialdemokraten heute seine Stimme gibt, handelt gegen seine Interessen, begeht Verrat an seinen Klassen- Zentral- Wahlbureau: Restaur. Hemp, Urbanstr. 170. IV. 8979. falfchen Behauptungen entgegenzutreten, besonders hervorgehoben genossen. Es darf auch fein Wähler der Wahl fern bleiben, will er nicht den Hausbesizerklüngel stärken. In jeder Werkstatt, auf jedem Bau müssen die Lässigen an ihre Pflicht gemahnt werden. Auf jede Stimme tommt es an. Die sozialdemokratischen Kandidaten müssen nicht nur gewählt werden, sondern sie müssen mit einer mögfichft großen Stimmenzahl als Sieger aus der Wahl hervor. II. gehen. Je größer die für die sozialdemokratischen Kandidaten III. abgegebene Stimmenzahl ist, desto wirksamer können die Zentral- Wahlbureau: fozialdemokratischen Vertreter die Interessen der werktätigen Bevölkerung wahrnehmen, desto wuchtiger ist aber auch der Protest gegen die Dreiklassenschmach. Deshalb muß heute der Ruf ertönen: Genossen! Auf die Schauzen! Bereiten wir hente den Gegnern jeden sozialen Fortschrites die verdiente Niederlage! Die sozialdemokratischen Kandidaten zur Stadtverordnetenwahl sind die folgenden Genossen: 4. Kommunal- Wahlbezirk: Stadtv.. 9. 10. 3. Kaufmann Stadtv. 29. 32. 34. 35. 36. 41. 44. 45. 48. Dr. Alfred Bernstein. Dr. Alfred Bernstein. IL 3./4. Kreis( Südost). 11. Kommunal- Wahlbezirk. I. Teil: Reichenbergerstr. 10 bei Lange. Mariannenstr. 48 bei Liebehenschel. 12. Kommunal- Wahlbezirk. I. Teil: I. Teil: II III. An die Kommunalwähler des 35. Kommunal- Wahlbezirks, versammelt bei Groterjan, richtete der Kandidat des Bezirks, Genosse Pfannkuch, am Montag einen legten Appell, durch die Wahl den Bezirk der Sozialdemokratie zu erhalten. Er halte es ja für undenkbar, daß die hier von den Freifinnigen gemachten Anstrengungen uns verdrängen könnten. Trozdem müßte bis zum Wahltage und am Wahltage selbst eine so unermüdliche Tätigkeit entfaltet werden, als gelte es, den Bezirk neu zu erobern. Der Redner, zerpflückte unbarmherzig alle Mauzey, Reichenbergerstr. 16. IV. 6771. Die Ginwände, mit denen die Freifinnigen diesmal frebsen Admiralstr. 5 bei Bismark. Mariannenstr. 30 bei Kurt. Reichenbergerstr. 145/146 bei Bedmann. 4. Kreis( Oft). 22. Kommunal- Wahlbezirk. Weberstr. 17 bei Boeker. Fürstenwalderstr. 17 bei Neumann. Friedrichsbergerfir. ii bei Räster. 23. Kommunal- Wahlbezirk. I. Teil: Langeftr. 53 bei Klug. II. III. Rüdersdorferstr. 41 bei Büschel. Fruchtstr. 61 bei Lemke. gingen. Namentlich legte er die böswillige unwahrheit als solche bloß, die in der freisinnigen Behauptung liegt, daß die Sozialdemo fratie nichts leiste und nichts leisten könne. Genosse Pfannkuch brauchte zu dem Zweck nur die Tatsachen aus der Berliner Kommunalgeschichte aufmarschieren lassen; ältere sowohl wie neuere und neueste. Der Nachweis dessen, was von der Sozialdemokratie im roten Hause geleistet sei, war zugleich eine eindrucksvolle Kritik der Versäumnisse des Freisinns und Unverfrorenheit seiner sonstigen Flugblattbehauptungen. Wenn nun die Freifinnigen tämen und fagten:„ Wir haben doch das und das beschloffen," so brauche man tun fönnen und müssen. Tatsächlich wäre nichts geschehen, wenn nicht die Sozialdemokratie ständig als Mahnerin aufgetreten wäre. Mit dem alten Kampfruf endete nach einigen Mahnworten des Borfizenden die von bester Stimmung beseelte Versammlung. Zentral- Wahlbureau: Merkowski, Andreasstr. 26. VII. 945 nur darauf verweisen, daß sie, die Mehrheit, es schon längst hätten ( Nebenanschluß). 5./6. Kreis. 29. Kommunal- Wahlbezirk. Gottfried Schulz. Emil Voigt. Frit Zubeil. Robert Wengels. Emil Basuer. Jonas Stahl. Dr. Weyl. Kürbis, Luisenstr. 26. III. 1040. Theodor Fischer. Wilh. Pfannkuch. Karl Leid. Wer ist wahlberechtigt? Wohlfart, Rosenthalerstr. 57( of). III. 1296. Walburg, Kaiser Wilhelmstr. 18n. III. 1626. 41. Kommunal- Wahlbezirk. Wittchow, Elfafferftr. 68. III. 8965( Nebenanschluß). Bortschad, Spenerft. 22. Zentral- Wahlbureau: Wohlfart, Rosenthalerstr. 57( Sof). Töpfer Stadtv. Richard Babiel. Theodor Glocke. Dr. Karl Liebknecht. Emanuel Wurm. 32. Bezirk: 34. " " " 44. " P 45. " 48. " An der Wahl darf teilnehmen, wer in der Wählerliste 35. steht, die in der Zeit vom 1. bis 15. Juli aufgestellt worden 36. ist. In die Wählerlisten ist aufgenommen jeder, der zu diesem Zeitpunkt mindestens das 24. Lebensjahr vollendet hatte, in Preußen staatsangehörig war, seit mindestens einem Jahre in Berlin wohnte, eine eigene Wohnung hatte oder sich als Chambregarnist betrachten, durfte, die von ihm eingeforderten Gemeindeſteuern bezahlt und im letzten Jahre keine Unterfügung aus öffentlichen Mitteln erhalten hatte. Jeder wählt da, wo er bei Aufnahme in die Wählerlisten gewohnt hat. Wer seitdem seine Wohnung gewechselt hat, hlt noch in dem Bezirk seiner früheren Wohnung, sofern diesmal dort überhaupt eine Wahl stattfindet. III. 1296. 6. Kreis. Bezirks- Bureaus. Rofin, Ruppinerstr. 42. III. 3914. Dobrohlaw, Schliemannstr. 39. III. 2187. Sauer, Schönhauser Allee 134 a. III a. 4579. G. Hoffmann, Swinemünderstr. 47. III. 124. G. Achilles, Wiclefstr. 24. II. 725. Karl Bachstein, Salzwedelerstr. 16. II. 2791. Kerfin, Pantstr. 32 b. II. 2227. Zentral- Wahlbureau: Fahrow, Ravenéftr. 6. III. 2187. Kommunalwählerversammlungen 0 In letter Stunde richteten gestern abend die Referenten und Kandidaten in den einzelnen Bezirken mahnende Worte an die Genoffen, heute auf dem Posten zu fein und alles zu tun, um einen der Arbeiterschaft günstigen Ausgang der Wahl herbeizuführen. Die Verkündigung der Wahlresultate erfolgt heute Mittwoch, den 6. November, abends 9 Uhr, in folgenden Bersammlungen: II. Kreis: Bock- Brauerei, Tempelhofer Berg. III/ IV. Sanssouci, Kottbuserstr. 4a. " IV. V./VI. VI. " Boeker, Weberstr. 17. " Boruffia- Säle, Ackerstr. 6/7. Wilke, Brunnenstr. 188. Berolina- Säle, Schönhauser Allee 28. Groterjan, Schönhauser Affee 130. Obiglos Festsale, Schwedterstr. 23/24. Franfe, früher Schirm, Badstr. 19. Artus- Hof, Perlebergerstr. 36. Charlottenburg, Volkshaus, Rosinenstr. 3. Bahlreichen Befuch erwarten. Die Bahltomitees. solog Die Wahlen in der 2. Abteilung haben am Montag in zahlreichen Bezirken stattgefunden. Für den 4. Kommunalwahlbezirk fand am Montag eine Vers sammlung in der„ Viktoria Brauerei" statt. Stadtv. Dr. 8abet fuden morgen Donnerstag statt. Die Parteigenoffen, die in sprach über die positiven Leistungen der Sozialdemokratie in der dieser Wählerabteilung wählen, vereinigen in allen Bezirken Stadtverwaltung. In überzeugender Weise widerlegte der Redner ihre Stimme auf den die gegnerische Behauptung, daß die Sozialdemokraten in der Stadtan Stadtverordneten Paul Singer. Partei- Angelegenheiten. Wann wird gewählt? Die Wahl findet statt heute Mittwoch, 6. November, verordnetenverfammlung keine positive Arbeit leisten, sondern und dauert von morgens 10 Uhr bis 8 Uhr abends. Wer nur zielbewußte Reden halten. Der Vortragende verwies noch vor 8 Uhr kommt, wird unter allen Umständen zur darauf, daß unsere Genossen zahlreichen VerwaltungsStimmabgabe zugelassen, auch wenn die Abfertigung der ausschüssen und Deputationen beteiligt find. Da muß praktische werden Arbeit geleistet fetzten Wähler sich bis in die neunte Stunde hinzieht. Wer Barteigenossen. Der Redner zeigte, daß es nur dem fortwährenden und sie wird geleistet von unseren Steglik. Heute abend( Mittwoch) Mitgliederversammlung des erst nach 8 Uhr fommt, findet unter keinen Umständen mehr Drängen der Sozialdemokraten zu danken ist, daß wir endlich Schul- Wahlvereins bei Schellhase. Reger Besuch wird erwartet. Zutritt; denn Punkt 8 Uhr werden die Türen geschlossen. ärate bekommen haben, durch deren Tätigkeit wefentliche Bere Wannsee. Sonnabend, den 9. d. Mts., abends 8 Uhr, findet Es ist ratsam, den Gang zum Wahllokal nicht bis zur letzten befferungen auf dem Gebiete des Schulwesens durchgeführt sind. Die die regelmäßige Wahlvereinsverfammlung im Fürstenhof" statt. Viertelstunde zu verschieben. Das kann besonders denen ver- Einrichtung von Nebenklassen für Schwachbegabte, die Einführung Pflicht eines jeden Parteigenossen ist es, zu erscheinen. hängnisvoll werden, die nicht beizeiten eine der obligatorischen Fortbildungsschule find Erfolge der pofitiven Der Vorstand. Arbeit der Sozialdemokraten. Auch die Verbesserungen im KrankenTrebbin. Am Donnerstag, den 7. November, abends 8 Uhr, hauswesen, die in Aussicht stehende Einrichtung von Rekonvaleszenten ( die Steuerquittung oder die vom Magistrat übersandte anstalten, die Vorbildung und angemessene Entlohnung der Kranken- findet im Schützenhaus" eine öffentliche Kommunalwähler- BerWählerkarte) zu sich gesteckt haben oder sich nicht rechtzeitig wärter find Erfolge unserer positiven Arbeit, die wir troz unserer fammlung der III. Abteilung statt. Referent ist Genosse irschdarüber unterrichtet haben, zu welchem Wahllokal sie ge- verhältnismäßig fleinen Zahl geleistet haben. Wenn die Wähler Berlin. In dieser Versammlung werden auch unsere Kandidaten hören. Schon mancher ist aus solchem Grunde vom Wahl- noch mehr Sozialdemokraten in die Stadtverordnetenversammlung aufgestellt. Alle Wähler und Genossen sind hierzu eingeladen. vorsteher nach Hause geschickt oder an ein anderes Wahl- schicken, dann können die Jutereffen der Besitzlofen besser als bisher Total verwiesen worden und kam follte andreichende Legitimation dann zu spät. Jeder vertreten werden. Berliner Nachrichten. Städtische Verkehrsfragen. Jm 34. Bezirk, bei Fröbel, Schönhauser Allee 148, sprach der Stadtverordnete Paul Singer. Er erwähnte die politischen so zeitig wie möglich Umstände, die die bevorstehenden Kommunalwahlen begleiten, den zur Wahl kommen. Wer sich's leisten kann, möge die letzten besonderen Eifer der bürgerlichen Parteien, die Sozialdemokratie Abendstunden und möglichst auch die Mittagsstunden ber- wieder einmal niederzureiten". Es müsse, fagte der Redner, umIn der gestrigen Sitzung der städtischen Verkehrsdeputation meiden; er nimmt da nur denen, die zu einer anderen somehr Aufgabe der Parteigenossen sein, nicht eher zu ruhen, als wurde zunächst einem Vorschlag zugestimmt, eine der städtischen Stunde nicht kommen können, den Platz und die Zeit weg. bis auch der letzte Bezirk der dritten Abteilung der Sozialdemokratie Straßenbahnlinien bis zu der in Nummelsburg belegenen städtischen gehört, und andererseits dafür zu forgen, daß mit dem schmachvollen Anstalten fortzuführen. Achtet genau auf den Namen des Kandidaten! Dreillaffenwahlrecht aufgeräumt wird. Jm weiteren Verlaufe seines Eine eingegangene Petition, die um Maßnahmen bittet, durch Wichtig ist, daß jeder Wähler sich den Namen des für Vortrages widerlegte der Redner das Geschwätz der Gegner, die welche die Gefahren und Belästigungen herabgemindert werden, feinen Bezirk aufgestellten sozialdemokratischen Kandidaten Sozialdemokratie leiste keine positive Arbeit in der Kommune, die durch den Automobil- Schnellverkehr in den Straßen Berlins genau ansieht und ihn sich einprägt. Geändert werden darf und bezeichnete diefe Behauptung, soweit sie von Leuten ausgeht, entstehen, wurde abgelehnt, da es ganz unmöglich ist, der Petition genau ansieht und ihn sich einprägt. Geändert werden darf die tagtäglich die Tätigkeit der Sozialdemokraten vor Augen haben, zu entsprechen. an dem Namen nichts, sonst wird die geänderte Namensform als Heuchelei und bewußte unwahrheit. Wie befruchtend die Arbeit Der von der Allgemeinen Elektrizitätsgesellschaft eingereichte eingetragen, und diese Stimme ist dem richtigen Kandidaten der Sozialdemokratie auf fozialem Gebiete gewirkt hat, dafür führte Untergrundbahn- Entwurf, der eine Stonkurrenzlinie gegen das verloren. Man denke an den Fall Kerfin! Durch die un- Genoffe Singer aus der Fülle beweiskräftiger Tatsachen einige Schwebebahnprojekt Rigdorf- Gesundbrunnen darstellt, gelangte begreifliche Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts in der Beispiele an; er zeigte aber auch auf Grundlage des sozialdemo- durch den Stadtbaurat zur eingehenden Erläuterung. In der fich Streitfache Kerfin ist dem Freifinn die Möglichkeit geworden, fratifchen Brogramms, was alles im Interesse der Stultur und des anschließenden Diskussion, in der verschiedene Details des Projekts immer neue Wahlanfechtungstrids zu üben, jede veränderte fozialen Fortschritts zu tun notwendig ist. Es liegt, fagte der scharf bemängelt wurden, wurde festgestellt, daß von beiden GesellForm des Namens schifanös auszunuzen, die einem sozial- Redner, den sozialdemokratischen Stadtverordneten vollkommen fern, fchaften noch teine Unterlagen bezüglich der Tarife, der Forderungen, sozial- ich demokratischen Kandidaten zugefallene Mehrheit in die fich irgendwie ihrer Tätigkeit zu rühmen oder besonderen Dank zu die fie etwa an die Stadt stellen, der Abgaben, die sie zu geben verlangen. Gilt es doch in unserer Partei einfach als selbstverständ- bereit sind sowie der Erwerbsrechte eingereicht sind. Es wurde Minderheit zu verdrehen und so den Willen der Wählerschaft lich, daß jeder seine Pflicht tut. Gleichwohl muß es gegenüber den beschloffen, die Gesellschaften um Beibringung dieser Unterlagen trotz aller Klarheit und Unzweideutigkeit wegzufälschen. Also: Berleumdungen immer wieder gesagt werden, daß, wenn Berlin zu ersuchen. aan sehe sich den Namen genau an und zwar nun etwas bessere soziale Verhältnisse hat als früher, dies der oorher, nicht erst am Wahltische. unermüdlichen Arbeit der Sozialdemokratie zu danken ist. Die ewig Die Wahl ist eine öffentliche. unbequemen Dränger haben dafür gesorgt, daß der Sozialismus auch die bürgerlichen Parteien zu tangieren beginnt. Wie machen Der Name des zu wählenden muß öffentlich dem es nun die Gegner, um die Verbesserungen als ihr eigen werk Die Hausagrarier möchten nicht nur in der StadtverordnetenWahlvorsteher genannt werden. hinzustellen? Wir stellen die Anträge, stellen sie wieder und wieder; versammlung regieren, auch in den zahlreichen fleineren KörperBei der Stimmabgabe den Namen vom Zettel abzulesen, merken dann die Liberalen, daß sie dem Verlangten nicht mehr schaften der Gemeindeverwaltung, den Armenkommissionen, Schulhalten manche der freisinnigen Wahlvorsteher für unzulässig widerstehen können, so greifen sie die Anträge auf, geben ihnen eine fommissionen, Einschäßungskommissionen usw., suchen sie sich die da sollte möglichst fein Wähler diesen Herren Gelegenheit etwas andere Form und sagen schließlich, fie feien es, denen man Mehrheit zu sichern. Gerade aus derjenigen Bevölkerungsschicht, alles Gute zu verdanken habe. geben, ihren Eifer zu betätigen. Der Redner schloß seinen die nur zu oft durch Proben kaltherziger Rüdsichtslosigkeit gegen inhaltsreichen Vortrag mit der Aufforderung ant die Ge- Minderbemittelte von sich reden macht, wollen sie die Männer Am Wahltage nossen, nun die letzten Tage noch alle Kraft aufzubieten und eird in den Wahlbureaus dringend Hülfe benötigt. Diejenigen dafür zu forgen, daß am Mittwoch kein wahlberechtigter Genosse genommen wissen, die darüber zu entscheiden haben, ob eine arme Genossen, die abkömmlich sind und sich den Wahlkomitees zur Ver- fehlt, Samit der bisherige Vertreter des Bezirks, Genosse Witwe ein paar Mark Almosen kriegen soll, ob dem Kind eines jigung stellen, wollen sich in den Bureaus zeitig einfinden. Die Theodor Fischer, nicht nur von neuem gewählt wird, sondern arbeitslos gewordenen Familienvaters freie Scrumittel geliefert Wahlbureaus befinden sich an folgenden Stellen: auch mit aroßem Stimmenzutvachs. werden sollen, und so weiter, Gemeindeschulrektor, Armenkommissionsvorsteher. Hausagrarierführer. Teitet. in all ihrer Ungeschminktheit barlegte. Es ist berselbe Lieberenz, der bor Jahren in einem freifinnigen Bezirksverein Moabits sich darüber ereiferte, daß die Minderbemittelten möglichst feine Steuern zahlen möchten, aber den Anspruch erheben, durch Teil nahme an den Stadtverordnetenwahlen einen Einfluß auf die Gemeindeverwaltung auszuüben und über Verwendung der Steuern anderer Leute mitzuentscheiben. Man kennt ja das Wort: Wer nicht mittatet, foll auch nicht mit taten", will fagen: wer nicht soviel verdient, daß er durch Steuerzahlen mittaten kann, der soll auch nicht durch wühlen mitraten" bürfen. Dieser Grundfaß ist im Rathuuje von echt freinnigen Männern etfrig verfochten worden. Daß auch Herr Biebereng, der damalige Gemeindeschullehrer, öffentlich sich in biefem Sinne äußerte, das hatte deshalb einen eigenen Reiz, weil das Lehrpersonal der Gemeindeschulen, mithin auch Herr Bieberenz felber, vom Gehalt teine Steuern an die Gemeinde au aahlen braucht. Herrn 2. hindert das felbstverständlich nicht, für sich zu beanspruchen, daß er mit darüber entscheiden darf, wozu die Steuern anderer Leute verwendet werden sollen. Wir haben nicht selten uns genötigt gefehen, an Beispielen die Benutzung städtischer Inventarstüde durch den Krüppel-, Heil-| Bahnsteig weg, da an dessen Adresse feine der eingetroffenen oder zu zeigen, wie von manchen dieser Herren ihr Amt aufgefaßt und und Fürsorgeverein für Berlin- Brandenburg, die Bewilligung eintreffenden Bahnfendungen gerichtet war. 2. folgte der Anausgeübt wird. Man darf ihnen nicht mal einen Vorwurf daraus eines Betrages zu den Kosten der Hauptversammlung der ordnung erst, nachdem ein Schußmann eingriff. Er wurde dems machen; denn niemand fann ous feiner Haut heraus. Aber es Comenius- Gesellschaft, den Verkauf eines Grundstücs in nächst in zweiter Instanz auf Grund der Polizeiverordnung von Schönebec a. Elbe, die Errichtung einer Walderholungsstätte 14. März 1896 zu einer Geldstrafe verurteilt, weil er erscheint uns wünschenswert, immer mal wieder einen diefer für 200 schwächliche und schulpflichtige Kinder auf dem Gelände einer im Interesse der Ordnung des Markthallenverkehrs erlieben Mitbürger abzufonterfeien. Alagen find uns in letzter des städtischen Rittergutes Buch, die Bewilligung von Mitteln gangenen Anordnung eines Markthallenbeamten nicht Folge geBeit besonders über einen Mann zugegangen, der zugleich Haus zur Beschaffung eines Wanderpreises für einen Wettbewerb im leistet habe. Das Gericht erachtete als tatsächlich festgestellt, daß agrarierführer, Armenkommissionsvorsteher und Gemeindeschul- Stunfteislauf, die Ferienordnung für die höheren Lehranstalten 2. nur Waren taufen beziehungsweise von einem anderen Händler, reftor ist. Wir meinen Herrn Lieberenz, der in Moabit ein für das Schuljahr 1908, die Festsetzung des Etats für die der der Adressat war, gekaufte Waren abholen wollte. Haus sein eigen nennen darf, dort einem Grundbesißerverein Sublevationstaffe für das Rechnungsjahr 1908, den Jahres- Das Kammergericht berwarf die Revision 2.3 präsidiert und feit vorigem Herbst die dortige 31. Gemeindeschule abschluß der städtischen Gaswerte für das Etatsjahr 1906, den mit folgender Begründung: Daß das Anschlußgleis der Markthalle Erwerb der Grundstücke Landsbergerstraße 49 und 51 zur Ver- nicht betreten werden dürfe von solchen Leuten. die keine Waren Herr Bieberenz, der Hausagrarierführer, hat im breiterung der Landsbergerstraße und den Verkauf des Grund- von der Bahn empfingen, gehe allerdings aus der Polizeiverordnung nicht hervor. Trotzdem sei das Urteil zu halten, da es sich u borigen Jahr Hausbefizervereinen vor seinesgleichen einen Stückes Am Oberbaum 3. die Aufforderung eines Markthallenbeamten handelte, die dazu Bortrag gehalten, in dem er seine Anschauungen über Armenpflege Verlegung von 26 Straßenbahnlinien. Bei der Straßenbahn bestimmt war, die Ordnung in der Markthalle aufrecht zu erhalten. Potsdamerstraße nach dem Brandenburger Tor zu führt, so ab- s fei eine solche Anordnung, wenn dadurch verhindert werden ist die Gleiskreuzung auf dem Potsdamer Plaz, die von der genutzt, daß ihre Auswechselung erforderlich ist. Es wird be- folle, daß sich dort Leute aufstellten, die keine waren als Adreſſaten absichtigt, die Arbeiten in den Nächten vom 6. zum 9. November erhielten und störend wirkten. Deshalb könne der Beamte Händler in der Zeit von 12 Uhr nachts bis 7 Uhr morgens auszuführen. hätten und dort nur schnell Kaufgeschäfte mit den Adressaten der von dem Bahnsteig der Halle wegweisen, die keinen Frachtbrief Während diefer Beit müffen alle über die Kreuzung fahrenden Bahnsendungen machen wollten. Linien abgelenkt werden. Es find deren nicht weniger als 26. Die Linien 52 Danzigerstraße- Wilmersdorf, 56 Danziger. Der Straffall des mißhandelten Kindes Marie Bergmann, straße- Schöneberg, 51 Bankow- Schöneberg, 57 Nieder- Schön- der Tochter eines Berliner praktischen Arztes, hat jest auch zivil24 Nettelbeckplatz- Botsdamerstraße gehen vom Potsdamer Play Bater die Erziehungsrechte aberkannt worden sind. Zum gerichthausen- Schöneberg, 23 Gesundbrunnen Schöneberg und rechtlich dadurch seine vorläufige Erledigung gefunden, daß dem durch die Königgräzerstraße, über den Askanischen Plaz, die lichen Pfleger ist der Landgerichtsrat B. bestellt, der das Kind Schönebergerstraße, das Schöneberger Ufer, die Flottwell und in einer vorzüglichen Privatpension untergebracht hat. Nach der Lüßowstraße sowie umgekehrt. Die Linien 33 Bappel- Allee- Schilderung der Pensionsvorsteherin ist Marie Bergmann, die Charlottenburg, 60 Weißensee- Friedenau, 61 Weißensee- von den Eltern als verlogen und auch unfittlich bezeichnet wurde, Schöneberg, 80 Schlesischer Bahnhof- Charlottenburg, 81 Bentral- ein sehr begabtes, fleißiges, aufrichtiges und für jedes Zeichen Bichhof- Charlottenburg, Swinemünderstraße- Schöneberg von Liebe zugängliches Mädchen. Hoffentlich werden die jetzigen und III Swinemünderstraße- General Papestraße gehen von der freundlichen Eindrücke die traurigen der Kindheit nach und nach Ecke der Französischen- und Charlottenstraße durch die Charlotten-, verwischen. Die Stiefmutter des Kindes, der die Vernachlässigung Bimmer-, Prinz Albrechtstraße und Königgräßerstraße, den Pots hauptsächlich zur Last gelegt wurde, ist bekanntlich zu einer damer Platz und die Potsdamerstraße sowie umgefehrt. Die mäßigen Geldstrafe, die dem Wolfsempfinden recht wenig entLinien 54 Schönhauser Allee- Charlottenburg, 66 Lichtenberg- sprach, verurteilt worden. Wilmersdorf, 67 Zentral- Viehhof- Wilmersdorf, 69 FriedrichsDieser Herr 2. also hat seinen hausagrarischen Gesinnungsfelde- Schöneberg, 71 Herzberge- Schöneberg, 72 Prenzlauer Die Unordnung in den Kirchenbüchern, die wir an der Hand freunden, aus dem Herzen gesprochen, als er ihnen erzählte, daß Allee- Groß- Görschenstraße.. 74 Knieprodestraße- Schöneberg, zahlreicher Einzelfälle anläßlich der Veranlagung zur Kirchensteuer bie Armenverwaltung denen, die ihre Sülfe suchen, auviel Ent 78 Frankfurter Allee- Wilmersdorf, 79 Rummelsburg- Sur- nachgewiefen baben, wird von den Kirchengemeinden auf die Steuergegenkommen geige Als Armentommiffionsvorsteher fürstendamm, 87 Treptow- Schöneberg, 88 Schlesische Brüde- behörden geschoben. Diese sollen das Karnidel fein, daß so viele scheint er nun bemüht au sein, feine engherzigen Anschauungen Friedenau, 91 Görliger Bahnhof- Halensee und 92 Görlißer Personen als Gläubige in die Kirchenlisten tommen, die gar nicht über die Grenzen, der Armenpflege praftisch zu betätigen. Er Bahnhof- Wilmersdorf fahren von der Leipziger, Ede Char. hineingehören. Ist das wirklich der Fall, so würde auf die Führung wird uns gefchildert als ein Mann, der sehr wenig von dem Wesen lottenstraße durch die Charlotten-, Zimmer, Prinz Albrechtstraße des Melderegisters der Steuerbehörden fein günstiges Licht fallen. eines eigentlichen Armenpflegers an fich habe. Herr 2. betrachtet und Königgrägerstraße, den Potsdamer Plaz und die Potsdamer Was für einen Begriff von dieser Wirtschaft muß sich ein Staatsbürger straße sowie umgekehrt. machen, der, obgleich er seit Jahren aus der evangelischen wohl das als seine wichtigste Aufgabe, darüber zu wachen, daß nicht ein nuhung für jedermann, SW., Die öffentliche Bibliothek und Lesehalle zu unentgeltlicher Be Stirche ausgeschieden ist, von dieser zur Kirchensteuer veranlagt wird und, nachdem er im Juli 1907 unter Hinweis auf feinen amtslich und in Freuden lebt", wie die Hausagrarier au tober 1899 der Oeffentlichkeit übergeben wurde, läßt auch in dem gerichtlich erfolgten Austritt aus der evangelischen Kirche von der fagen pflegen. Mit Bedürftigen muß er auch als Gemeindeschul- soeben vollendeten 8. Betriebejahre eine erfreuliche Weiterentwide- Bahlung der Steuern befreit ist, im Oktober 1907 von der katho reftor: fich plagen, mit Eltern, die für ihre Kinder um Gewährung lung erkennen. Die nachfolgenden statistischen Angaben geben den heillose Konfusion herrschen, die je eher je besser aus der Welt gelischen Kirche zur Kirchensteuer veranlagt wird? Da muß ja eine freier Lehrmittel bitten. Es wird darüber geflagt, daß besten Beweis für die ersprießliche Wirksamkeit des Instituts; fie Herr 2. hierbei sich sehr unfreundlich zeigt und Bittende hart zeigen, wie fest es sich in allen Kreisen der Bevölkerung ein schafft werden muß. gebürgert hat, und daß es allgemein als eine der beliebtesten Bildungsanstalten Berlins anerkannt wird. anläßt. Die Eltern fönnen sich damit trösten, daß es ihnen noch lange nicht so schlimm ergeht, wie den Schulkindern, die der Fürsorg des Gemeindeschulrektors Lieverenz anvertraut find Herr 2. gebraucht in seinen Unterrichtsstunden Schimpfwörter schlimmster Art gegen seine Schüler. Denselben Schülern hält er übrigens im Unterricht Vorträge über die Sozialdemokratie. Er flagt, fozialdemokratische Zeitungsschreiber würden dafür bezahlt, tüchtig zu schimpfen, und Juden würden zu Führern der Sozial demokratie genommen. Wenn er wieder mal die Goais gründlich heruntergemacht hat, fragt er die Jungen Na, feid Ihr nun überzeugt, daß die Sozialdemot. ctie unrecht hat?" Pflichtschuldight antworten die Jungen mit einem eifrigen " Ja" und groß steht da der Sozialistenvernichter, Gemeinde schulrettor, Armenfommiffionsvorsteher und Hausagrarierführer Lieberenz. M In der Ausleih- Bibliothek wurden im 8. Betriebsjahr im ganzen 67 438 Bände nach Hause verlichen, von denen 14 Bände Bände auf schöne und 22 029 Bände auf wissenschaftliche Literatur. in Verlust gerieten. Von dieser Gesamtziffer entfallen 45 409 An lekterer Zahl sind die einzelnen Wissenszweige in folgender Weise beteiligt: Geschichte und Lebensbeschreibungen 3688, Geographie 2287, Naturwissenschaften 4968, Rechts- und Staatswissen schaften, Voltswirtschaft 2964, Gewerbefunde, Technif 2614, Philofophie, Religion, Pädagogik, Sport 2762, Kunst, Musik, LiteraturDie verlangten wissenschaftlichen geschichte usw. 2746 Bände. Bücher machten im Berichtsjahre über 33 Proz. aller Entlehnungen aus. Im ganzen find im 8. Jahre 83 673 Bände in und außer dem Saufe, entlehnt worden; in den acht Betriebsjahren zusammen 577 288 Bände. Der Referkreis der Ausleihbibliothek, welcher täglich wächst, dehnt sich durch alle Stadtteile bis in die Vororte hinein aus. Die verschiedenen Berufe find wie folgt vertreten: gewerbliche Arbeiter 52 Broz., Handlungsgehülfen und weibliche Handelsangestellte 23 Bros., selbständige Staufleute und Handwerker 2 Prog., Aerate und Juristen 2 Broz, Staats- und Privatbeamte 4 Proz., Lehrer und Lehrerinnen 5 Proz., Studenten 2 Pros., Seminaristen und Schüler 4 Proz. und Personen ohne Beruf 6 Proz. Was Berlin für das Gemeindeschulwesen tun will, barüber bringt die Boffische Zeitung" eine Reihe Angaben, die sich auf das kommende Jahr beziehen. Wir erinnern uns nicht, daß jemals schon in den ersten Tagen des Monats November aus dem Rathause mitgeteilt worden wäre, wie Die Lesesale wurden im 8. Betriebsjahr von 73 293 Personen, biel neue Schulen und Klassen im nächsten Jahre eingerichtet und zwar 70 361 Männern und 2932 Frauen, in den acht Jahren werden sollen. Diesmal sollen 7 neue Schulen und 140 neue zusammen von 495 196 Personen besucht. Die Zahl der hier aus Klassen hinzukommen, so daß dann die Zahl aller Gemeinde- liegenden periodischen Schriften hat wiederum eine Vermehrung schulen auf 296, die Zahl aller Gemeindeschulklassen auf 5207 erfahren und beträgt jetzt 537 Beitungen und Zeitschriften jeder steigen würde. So wird's uns wenigstens versprochen. Wohl im Art und Richtung. Die im Arbeitszimmer der Lesehalle auf Hinblick auf die Stadtverordnetenwahlen hat man gestellte, 1535 Bände zählende Nachschlage- Bibliothek wurde von sich im Rathause beeilt, diese Mitteilung zu verbreifen. Es den Besuchern in umfassender Weise zu Rate gezogen. gibt immer Leute, die sich durch solche Zahlen riesig imponieren und Lesehalle benutten, belief fich auf 140 731 Personen, gegen Die Gesamtzahl der Besucher, die im 8. Betriebsjahr Bibliothek laffen. Um zu zeigen, wie das Gemeindeschulwesen Berlins fich in den letzten Jahren entwickelt habe, werden jegt in der 137 333 im Vorjahre. Seit der Eröffnung vor acht Jahren haben insgesamt 968 219 Personen das Institut aufgesucht. Boff. 8tg." Angaben über die Zahl der in jedem Jahre neu Das Institut ist werttäglich von 5½- 10 Uhr abends, an Sonnhinzugekommenen Klassen veröffentlicht. Es wird nur unter- und Feiertagen von 9-1 und 3-6 Uhr geöffnet. laffen, auch das anzugeben, um wie viel die Zahl Jm Staatliche Prüfung für das Krankenpflegepersonal. der neu hinzugekommenen lassen in den einzelnen Jahren städtischen Krankenhause Moabit fanden Ende Oktober d. J. vor hinter der Bahl der geplant gewesenen der staatlichen Prüfungsfommission, bestehend aus dem Vorfißenneuen Klassen zurückgeblieben ist. Im Vor- den, Geh. Med.- und Reg.- Rat Dr. Wehner, und den Direktoren wärts" war das fürzlich nachgewiesen worden in einer Zu- des Krankenhauses, Geh. Med.- Rat Prof. Dr. v. Renvers und Geh. fammenstellung, die bis zum Jahre 1906 reichte. Die An Med.- Rat Prof. Dr. Sonnenberg( in dessen Vertretung Oberarzt gaben der„ Voff. 8tg." erstrecken sich auch auf 1907. Wir Dr. Mühsam), die staatliche Prüfung für die Schülerinnen der sehen da, daß in 1907 zu Ostern und Michaelis zusammen städtischen Schwesternschule des Krankenhauses Moabit 64 neue Klassen hinzugefommen sind. Da aber für statt. Es war die erste Prüfung im Stonigreich Preußen seit dieses Jahr 140 neue Klaffen geplant waren( eine Erlaß des Stultusministeriums bom 10. Mai 1907. Auf Grund Angabe, die in der„ Boss. 8tg." fehlt), so ergibt dieses Erlasses wird zur Ausübung des Strantenpflegeberufes ein Ausweis für staatlich anerkannte Pflegepersonen nur den fich, daß diesmal noch nicht halb fobiel neue jenigen erteilt, die sich einer Prüfung vor der staatlichen PrüfungsKlassen hinzugekommen sind, wie man gefommission, die über die Befähigung und die erforderlichen Kennt plant hatte. Hiernach möge man sich eine Vorstellung niffe entscheidet, unterziehen. Bei der Prüfung hatten die babon machen ,, was von dem Versprechen zu halten ist, daß Schwesternschülerinnen am ersten Tage ihre Fähigkeiten in der im nächsten Jahre 140 neue Klassen hinzukommen sollen. Krankenbeobachtung und Pflege am Krankenbett, am zweiten Tage Wir wollen froh sein, wenn's die Hälfte wird. Irrig dürfte in der praktischen Ausübung von Verbänden, Verhalten bei Un übrigens auch die Angabe sein, daß im nächsten Jahr die Güdsfällen und bei dem am dritten Tage stattfindenden Schluß Zahl aller Schulen auf 296 steigen wird. Jezt zu Michaelis selben usw. zu erweisen. Das Ergebnis war ein sehr befriedigen. Jetzt zu Michaelis examen ihre theoretischen Kenntnisse über Krankheiten, Ablauf der ist erft die 286. Schule eröffnet worden; 286 Schulen und bes, indem alle Brüflinge das Examen bestanden und zwar er dazu 7 neue macht erst 293 Schulen. Zu den heute stattfindenden Stadtverordnetenwahlen hat der Magistrat die Anordnung erlassen, daß den in der städtischen Verwaltung beschäftigten Arbeitern, soweit sie nicht von 6-8 hr abends dienstfrei find, im Anschluß an die Mittagspause ein entsprechender Urlaub zur Betätigung ihres Wahlrechtes gegeben werden soll. Hoffentlich befolgen auch die Dirigenten der einzelnen Werke die Anordnung des Magistrats auf das gewissenhaftefte. Todessturz eines Geiftestranten. Der Selbstmord eines Geiftesa franten rief gestern morgen in der Jostystraße großes Aufsehen hervor. Der 54jährige Buchhalter Adolf Kammniz, Jostyftr. 8. stürzte fich aus seiner im britten Stockwerk belegenen Wohnung auf die Der Schädel wurde dem Lebensmüden vollständig zerschmettert, fo Straße hinab und schlug mit dem Kopf auf den Bürgersteig auf. daß der Tod auf der Stelle eintrat.. hat die Tat in einem Anfall geistiger Umnachtung, ausgeführt. Die Leiche des Selbstmörders wurde dem Schauhause zugeführt. Phantasie oder Wirklichkeit! Es wird gemeldet: Berlin, 5. November. In der vergangenen Nacht zwischen 11 und 12 Uhr fand ein Streckenwärter, als er das Gleis Berlin- Fürstenwalde beging, auf der Strede zwischen Schienen gelegt waren. Als er fich daran machte, die Schwellen zu Sadowa und Karlshorst zwei Schwellen, welche quer über die entfernen, trat aus dem Walde ein Mann hervor, und griff den zujahen.(!) Beamten an, während zwei andere Männer Die Täter verschwanden darauf im Dunkel der Nacht und konnten bisher nicht ergriffen werden. Tödlicher Absturz vom Wagen. Der hiesige Fuhrunternehmer Mag Sonneberger war mit einem feiner Gefährte gestern nach Fangschleuse gefahren. Als er später wieder die Rückfahrt antreten wollte, zog das Pferd in dem Augenblid, während er den Wagen bestieg. an und S. verlor das Gleichgewicht und stürzte ab. Er zog fich einen Bruch der Wirbelsäule zu und starb auf dem Transport nach dem Krankenhaus am Friedrichshain. Das Novemberprogramm des Wintergartens ist um einige Redturner Woran Brothers, die sich gleichzeitig als gefchickte Neuerscheinungen bereichert worden. Dazu gehören die komischen Diabolospieler vorstellten. Das Diabolospiel wird seit einiger Zeit in Paris und London von der vornehmen Welt leidenschaftlich be= trieben und auch Berlin bleibt da nicht zurück, hat doch erst dieser Tage hier ein internationales Diabolospie!" stattgefunden. Das Spielzeug besteht aus einem einfachen, auf einer Schnur balanwechslungsreichsten Evolutionen ausführt. Der Kegel verschwindet zierten Doppelfegel, mit dem man die originellsten und ab und erscheint wieder, um nach allen Richtungen, fogar von unteri nach oben zu schweben, sich wieder auf die Schnur zu senken und dem Willen des Spielers in jeder Weise zu gehorchen. Stark vertreten im Programm ist die Tierdreffur. Es ist ergötzlich zu sehen, wie Papageien den Saltomortale schlagen und sich auch sonst recht gelehrig benehmen; nicht minder interessant sind die HundeMit großer Reklame war das dreffuren des Herrn Bertho. Gesangsquartett Beamt aus Wien angefündigt worden. Die Leufe Die fangen auch ganz nett, aber auch nicht gerade besonders. großen Gesangvereine des Arbeiter- Sängerbundes haben zahlreiche Sträfte, die sich ihnen ruhig an die Seite stellen können. Als recht gewandte Reifentünstler stellten sich die Ewerhards bor. Jm Theater Folies Caprice in der Linienstraße wurde am Sonnabend gejübelt wie im Herrnfeld- Theater. In Rabi Meferitsch" werden wir in eine jüdische Familie eingeführt, in der sich eine Tochter in einen hriftlichen Klaberlehrer verliebt hat. Beide haben sich ewige Treue" geschworen, aber die Eltern Der Rabi foll helfen, er wendet sich aber an eine falsche Adreſſe. wollen eine solche Verbindung unier allen Umständen verhindern. Schließlich stellte sich heraus, daß sich die Tochter heimlich chriftlich taufen ließ, um ihren Geliebten zu bekommen, und dieser Jude geworden war, um dasselbe Ziel zu erreichen. Unter diesen Um ständen blieb den Alten nichts weiter übrig, als das Jawort zu geben. Ferd. Grüneder, Ludwig Mertens, Willi Frant, Fleisch. Ausstellung empfehlenswerter Jugendschriften im Gewerkschafts- mann und die Damen Beder und Drexler gaben sich die größte haus. Die diesjährige Ausstellung wird am Sonntag, den 8. De- Mühe, das Publikun aus dem Lachen nicht herauskommen zu lassen. zember eröffnet und dauert bis Sonntag, den 15. Dezember. Am Feuerwehrbericht. In der Nacht zum Dienstag wurde die Dienstag, den 10. Dezember, findet im großen Saale des Gewerkschaftshauses ein Vortrag von Frau Dr. Bepler über JugendSchriften statt. hielten von den 21 Schwestern 13 das Prädikat sehr gut", 8 das Prädikat gut". Ter Prüfung war ein einjähriger theoretischer Unterricht in der Schwesternschule und eine praktische Ausbildung auf den Stationen vorangegangen. Berliner Asylverein für Obdachlose. Jm Monat Oftober nach tigten im Männerafy! 21 600 Berfonen, wovon 9427 badeten, im Frauenafyl 3066 Personen, wovon 1447 badeten, 4. Stompagnie um 1 Uhr wieder einmal böswilligerweise nach der Schulstraße 1, Ede Müllerstraße alarmiert. Der Täter ist unerkannt Tagesordnung für die Sigung der Stadtverorbneten- Ber. entkommen. Kurz vorher hatte die Wehr in der Wörtherstraße 41 fammlung vom Donnerstag, den 7, November d. J., nachmittags au tun, wo durch unvorsichtigkeit ein Wohnungsbrand ausgekommen Uhr: Borlage betreffend den Ankauf eines Teiles der Wuhlwar. Am Weidenweg 51 brannten in einer Wohnung Liſche, ein heide. Berichterstattung über die Vorlagen betreffend: den Ver Fahrrad u. a. Wegen eines Kellerbrandes wurde die 2. Kompagnie fauf eines Grundstüdes am Südufer und die geftſebung von nach der Adalbertstraße 85 gerufen, wo Brennholz u. a. vor einem Fluchtlinien für die Straßen 7a, 7b, 7c, 7d, 8, 8a, 8b, 8c, 8d, 8e, Wichtig für Interessenten der Zentralmarkthalle. Auf dem Badofen in Brand geraten war. In der Landwehrstraße 1 und 9 unb 9a in Abteilung XIII bes Bebauungsplanes auf dem Ge- Bahnsteig der Bentralmarkthalle zu Berlin, der der Stadt gehört, Gleditschstraße 52 mußten zwei Stellerbrände gelöscht werden. Papier lände der Gilla- Bößowschen Erben. Vorlagen: betreffend: die hielt sich eines Tages der Gemüsehändler Labisti auf. Die Markt brannte an beiden Stellen. Ferner liefen noch Feuermeldungen aus Annahme einer der Stadtgemeinde von den Erben des ver- Hallenverwaltung duldet nun auf diesem Anschlußbahnsteig nur die der Kleinen Alexanderstraße 8, Friedenstraße 39 und anderen Orten storbenen Bantiers Julius Bleichroeder zur Begründung einer Sändler, für die und an deren Adresse Bahngut eingetroffen ein. In der Friedelstraße 27 in Rigdorf brannte nachts ein SchornStiftung gemachten Zuwendung, den Geschäftsbetrieb der ist und die fich durch einen Frachtbrief ausweifen tönnen. Mit stein und Balten. Die Berliner und Nigdorfer Wehr waren desStädtischen Spartasse im Juli- September- Vierteljahr 1907, Rücksicht darauf wies ein Markthallenbeamter Labitti von dem halb ausgerüdt. Erstere fonnte bald wieder abrüden Torort- J�admcbtem Heute Stadtverordnetenwahl in Charlottenburg. Der Entscheidungstag für die Stadtverordnetcnwahlen steht bevor. Heute gilt es zu handeln, nachdem tagelang vorher erwogen ist, wer die Stimme des zur dritten Wähler- klaffe gehörigen Wählers verdient. Für die werktätige Be- völkerung darf kein Zweifel mehr bestehen, daß sie heute für die Kandidaten der Sozialdemokratie einzutreten und für deren Wahl Sorge zu tragen hat. Der Heftigkeit des seii Wochen tobenden Wahlkampfes entsprechend muß jeder seinen Mann stellen, darf sich keiner auf den andern verlassen, wenn die Kandidaten der Sozialdemokratie gewählt werden sollen. Die Wahl beginnt heute morgen um 9 Uhr und dauert bis abends 8 Uhr. Die Kandidaten der Sozialdemokratie sind folgende: Im l. Bezirk: Stadtverordneter M i ck l e r und Kassen- bcamter Hermann Jacob, im 2. Bezirk Maurer Emil Lehmann, im 3. Bezirk Stadtverordneter Liebe und Gewerkschaftsbcamter August Gebert, im 4. Bezirk Redakteur Fritz Z i e s ch und Mechaniker Alfred Milk, im S. Bezirk Stadtverordneter Scharnberg und Kassen- beamter Otto Flemming, im 6. Bezirk Stadtverordneter Karl Zander und im 7. und 8. Bezirk Stadtverordneter Paul Hirsch. Also an die Arbeit, damit der heutige Tag ein Siegestag für die Charlottenburger Sozialdemokratie werde. Nixdorf. Neb« die skandalösen BerkehrSverhältnisse RixdorfS, die schon K's öfteren Gegenstand lebhafter Klagen gewesen sind, gehen uns fortgesetzt Beschwerden zu. Wir möchten nicht unterlassen, eine derselben der Oeffentlichkeit zu unterbreiten. Dieselbe lautet: Wenn Rixdorf mit seiner gewaltigen Arbeiterbevölkerung schon siändig unter den unzulänglichen Verkebrsverhältnissen zu leiden hatte, so macht sich diese Kalamität gerade im Herbst und Winter am schlimmsten bemerkbar. Das stärkste auf diesem Gebiete leistet sich die„Große Berliner". Zwar läßt die Gesellschaft von Zeit zu Zeit durch ihre Beamten statistische Erhebungen anstellen, iudes von einer Besserung der Verkehrsverhältnisse haben die Ar- Veit«, die morgens pünktlich zu ihrer Arbeitsstätte müssen, noch nichts bemerkt. ES scheint im Gegenteil, als ob trotz deS ständigen Zuzuges von Arbeitern nach Rixdorf eher ein Rückgang in der Zahl der verkehrenden Wagen zu bemerken ist. Wer deS Morgens in der Zeit von S— 8 Uhr Gelegenheit hat, die Haltestellen der Südringbahn in der Kaiser Friedrichstraße zu beobachten, der wird fast täglich feststellen, daß überall nicht nur 2— 3. sondern bis zu 10 und l2 Personen stehen bleiben, die trotz Anhängewa�en und weitgehender Rücksichtnahme eines Teiles der Schaffner, nicht befördert werden können. Aber nicht dies allein ist es, was auf dieser Strecke zu einer Kalamität geworden ist, die Wagen ver- lehren morgens so unpünktlich, daß die Differenz in der Abfahrts- zeit bis tv Minuten beträgt. Die Schaffner selbst führen diesen Zustand auf den heillosen Wirrwarr zurück, der sich morgens leim Rangieren der Wagen auf dem hiesigen Bahnhof abspielen soll. Aber die Rücksichtslosigkeit der„Großen" geht noch viel weiter. In der letzten Woche noch verkehrten auf dieser Linie, t.otz des am Ausgang des Oktober morgens herrschenden starken Nebels und naßkalten Wetters, offene Sommerwagen. Würde dem sogenannten„besseren Publikum" aus dem Westen Berlins der- artiges geboten, so würde sicherlich die gesamte bürgerliche Presse Zctermordio schreien. Hier handelt es sich aber ja nur um Ar- Vetter und da ist die Sache durchaus nicht so aufregend. Wenn wir von allen aus Rixdorf verkehrenden Linien speziell die Südringbahn herausgegriffen haben, so soll damit durchaus nicht gesagt sein, daß eS auf den anderen besser ist. Genau die- fdven Klagen kommen von allen Linien der Großen Berliner. Aber auch die Zustände auf der staatlichen Eisenbahn, dem Süd- ring, sind die denkbar schlechtesten. Es wäre sehr wesentlich, wenn die zuständigen Behörden sich einmal morgens die Szenen an- sehen würden, die sich dort abspielen. Es ist zu bewundern, daß bei diesen Zuständen auf den Bahnhöfen morgens nicht schon größere Unglücksfälle vorgekommen sind. Wenn sich hierbei der Mißmut einzelner Arbeiter in etwas derben Schimpfworten Luft macht, so ist das wahrlich zu verstehen. Wir möcktcn den Rix- dorfer Stadtverordneten, der sich im vorigen Jahr über die Roh- heit der Arbeiter auf den Bahnhöfen beklagte, in gleicher Lage sehen, wir glauben er würde noch zu kräftigeren Ausdrücken greifen, um seinem Mißmut über diese Zustände Ausdruck zu geben. Wann, fragen wir. wird endlich diesen unhaltbaren Zuständen abgeholfen und die VerkehrSverhältnisse mit dem gegenwärtigen Bedürfnis in Einklang gebracht werden? Eiubrrch« hausen in letzter Zeit in auffälliger Weise am Ort. Eine Anzahl Bodendiebstähle sowie solche von Hanstürklinkcn weise» darauf hin. In letzter Zeit haben sich kurz hintereinander auch in der Berliner- und Reuterstraße eine Anzahl Fälle ereignet, welche die Einwohner zur Vorsicht mahnen. So ist bei der Familie Hirse- mamr, Reuterstr. 76, vor einige» Tagen ein Einbruch verübt worden, bei welchem dem Täler unter andcrein auch ein paar neue Stiefel in die Hände sielen. Der oder die Täter haben sich hier sogar Zeit gelassen, einer Flasche mit„Halb und Halb" erst rechi kräftig zuzusprechen, außerdem haben sie sich an einem Stück Fleisch gütlich getan. In einem anderen Falle fiel de» Dieben ein großer Posten Wäsche in die Hände. Bei dem Versuch. bei der Familie Baudisch. Berlinerstr. 87, einzubrechen, hat offenbar las an der Tür befindliche Sicherheitsschloß Widerstand geleistet. Den Bewohner» dieses Teiles ist also dringend Vorsicht anzu- empfehle». Schönederg. DaS Resultat der Privilrgiertcnwahlcn. Bei den am gestrigen Dienstag stattgehabten Stadtverordneten- Wahlen für die zweite Abteilung wurden einschließlich der durch die Erweiterung des StadwerordncteukollegiumS erforderlichen beiden Neuwahlen 7 liberale und 2 konservative Stadwerordnete gewählt. ES ivurde gewählt: Im 1. Bezirk: Danitätsrat Dr. Fried- mann slib.j: im 3. Bezirk: Architekt Kraatz stib.): im 4. Bezirk: Generalagent Meyer slib.); im 6. B e z i r k: Fabnkdir> ktor Starke (iib.); im 7. Bezirk: Versicherungsdirektor Holub slib.); im 8. Bezirk: Bürgerdeputierter Weise stib.); im tv. Bezirk: Justizrat Rheinbacher slib.); im l l. B e z i r k wurden die beiden tonservaliven Kandidaten Baumann und Gremler gewählt. TLilnierSdorf. „70 Jahre Rückblick" lautete das Thema, das Genosse OSkar Riedel in der letzten Mitgliederversammlung deS Wahlvereins behandelte. Ausgehend von dem Frankfurter Vorparlament ließ der Referent in kurzen Zügen die einzelnen Zeitabschnitte Revue passieren, um den Anwesenden den Werdegang der sozialistischen We'wegung vor Augen zu führen und zu zeigen, welche enormen Fortschritte die Arbeiterbewegung in dieser Zeit auf Wirtschaft- iichem und politischem Gebiete gemacht habe. Am Schlüsse seiner Ausführungen forderte er die Anwesenden zu energischer Weiter- aebeit auf. Der Kassenbericht deS abgelaufenen OuartalS, den Genosse GoddänS gab, schließt mit einer Gcsamtcinnahme von 343,30 M und einer Gesamtausgabe von 326,64 M. ab. Unter Vereins- angelcgcnheiten wurde unter anderem ein Vorschlag des Vor- stnndcs. Redeübungöabende während des Winters einzurichten, diskutiert und dem Vorstand zur weitere» Beratung überwiesen TcS weiteren wicS Genosse Riedel I darauf hin, daß im nächsten Monat die Delegiertenwahlen zur Ortskrankenkasse stattfinden. Von einer Lokomotive zermalmt wurde in der vergangenen Nacht der 35 Jahre alte Klempnermeister Hans Stand, Berlin, Koppen- straße 63 wohnhaft. St. spazierte auf dem Bahnsteig deS Südring- bahnhofs Wilmersdorf-Friedenau hin und her und fiel kurz vorher als ein Güterzug vorbeifuhr, quer über die Schienen. Die Lokomotive des Zuges hatte den Leib des St. fast vollständig zermalmt. Seine Leiche wurde nach der Halle in der Berlinerstraße geschafft. Steglitz. Die Gemcindcvertreter-Sitzung am 7. November erteilte einer neuen Droschkenordnung ihre Zustimmung, die unter anderem eine Erhöhung der Grundtaxe von 50 auf 70 Pf. ent- hält.— Bei der Auslosung der vor zwei Jahren infolge der Vermehrung der Gemeindeverordneten gewählten Herren traf das LoS die Herren G ä d t k e aus der dritten und Herrn aus der zweiten Abteilung.— Um die Bestrebungen wegen der Stadt- Werbung unseres Dorfes im Gange zu erhalten, wurde die erneute Absenkung einer Petition an das Abgeordnetenhaus be- schlössen.— Die Polizeiwache in der Potsdamerstraße soll eingehen; dafür wird im Hause des Herrn Buchholz, Ecke Albrccht- und Brüdcrstratze, eine neue errichtet, die mit einem Wachtmeister und mehreren Beamten besetzt werden soll. Die hierdurch er- erforderliche Reuschaffung einer Wachtmeisterstelle wird bewilligt und dem Mietsvcrtrag zugestimmt. Zur Bequemlichkeit des Publikums soll die neue Wache für jenen OrtSteil das Meldewcsen und den Umtausch der Jnvalidenkarten usw. besorgen.— AIS ein Millionenprojekt entpuppte sich der Antrag auf E r b a u u n g einer Regenwasscrleitung. Von den insgesamt auf l 200 000 M. veranschlagten Kosten sollen in den nächstjährigen Etat 350 000 M. eingestellt werden. Voraussichtlich wird sich die Domäne Dahlem der Leitung anschließen müssen, wodurch sich dann die Kosten ermäßigen werden.— Nach Erledigung der Tages- Ordnung brachte Gemeindevertreter Fischer eine in einer Ver- sammlung des Kommunalvereins(dessen Vorsitzender er ist) ge- übte Kritik unserer Bauverwaltung zur Sprache. Das gab dem Bürgermeister Buhrow dem Anschein nach erwünschte Gelegenheit, dem vorlauten Kritiker, einem Oberlehrer, borzuwerfen, daß er mit seiner öffentlichen Kritik nicht vornehm gehandelt habe; der Herr hätte sich erst auf dem Rathause die Erlaubnis— nein, Auskunft holen sollen, die ihm bereitwillig erteilt worden wäre. Zur Sache selbst, mangelhafte und unsachgemäße Bauausführung sowie Verzögerung der Fertigstellung öffentlicher Bauten, Haupt- sächlich der Badeanstalt, gab der Leiter des BauamteS Aufklärung. Da die Bauunternehmer durch die Streikklausel gedeckt sind, haben natürlich nur die streikenden Bauarbeiter schuld an der Verzögerung. Die behauptete mangelhafte und nicht fachgemäße Ausführung erkläre sich aus der fehlenden Sachkenntnis des Kritikers. Wir hatten erwartet, daß bei dieser Gelegenheit auch die vom „Vorwärts" in Nr. 211 vom 10. September gerügte nicht vor- schriftsmätzige Ausführung der Fundamentierungsarbciten beim Neubau der Turnhalle der Gemeindeschule IV in der Ringstraße erwähnt werden würde Ein dabei beschäftigt gewesener Arbeiter hatte bekanntlich in einem Restaurant die Ausführung als skandalmähig bezeichnet. Da der„Vorwärts" auf dem Rat- Hause gelesen wird, kann man aus dem Schweigen auch Schlüsse ziehen. Oder müssen solche„unvornehme" Kritiken erst im „Steglitzer Anzeiger", dem offiziösen Organ des Rathauses, gc- standen haben, ehe man sie einer Antwort würdigt. Friedenau.» Mit d« Aufstellung der Kandidakeulifie zu der am 15. No- vember stattfindenden Delcgiertenwahl zur OrtSkrankenkasse Friedenau beschäftigt sich eine am nächsten Freitagabend 6 Uhr von der Steglitzer GewerkschaftSkomnnssion nach dem Rheinschloß. Rhein- straße 60 einberufene öffentliche Krankcnkassenversammlung. Außer- dem wird Genosse A ß m a n n über„Die soziale Gesetz- gebung deS Deutschen Reiche?" referieren. Die Arbeiter» sckiaft wird ersucht, für regen Besuch obiger Versammlung Sorge zu tragen. Rummelsbnrg. Im RummelSburg« See ertrunken ist vorgestern abend die 5�jährige Tochter des Schiffers H. Resorka aus Rampitz. Kurz bevor der Kahn in der siebenten Stunde in Stralau anlegte, war das Kind in einem unbeivachtcn Augenblick auf das Deck des Kahnes gelaufen und muß gleich an der Treppe der Kajüte ins Wasser gestürzt sein. Die Abwesenheit des Kindes wurde von der Mutter erst bemerkt, als sie es zu Bette bringen wollte. Die Leiche konnte noch nicht gefunden werden. Lichtenberg. Die jüngste Stadt PreiißenS! Die Herren von den Grundbesitzer- vereinen und den diversen Jiltcressencliquen sind um eine Hoffnung ärmer, velanntlich ist auch mit deni Einzug eines neuen Herrn in das Ministerium des Inner» eine andere Auffassung über die Ein- geincindungSfrage nicht eingezogen. Eine Stärkung des.Wasserkopfes Berlin" durch eine umfangreiche oder auch nur teilweise Einverleibung der Vororte wird nicht beliebt. Damit fallen die Projekte der„Ge- meindeteiler". Der„ReichS-Anzeiger" vom 4. November veröffentlicht nun die Kabiuettsorder, wonach der Landgemeinde Lichtenberg die Annahme der Städteverfassung genehmigt ist. Eine Regierungsverordnung, auf Grund deren die bisherigen Gemcindeorgane mit der kommissarische» Leitung der jungen Stadt betraut werden, wird in den nächsten Tagen crivartet. Es wird also im neuen Jahr 1003 bereits die städtische Ver- tvaltung(Magistrat und Stadtverordnete) in Funktion treten. Die Bildung deS eigenen Stadtkreises ist durch die bereits abgeschlossenen Verhandlungen mit dem Kreise Nicderbarniin vorbereitet und wird spätestens ain 1. April 1908 erfolgen. Die Wählen für die erste Sladiverordnetenverfammlung werden in den ersten Tagen des MonalS Dezember vorgenommen werden. Diese Nachricht wird die Parteigenossen veranlassen, mit allem Nochdruck i» die Vorbereitung der Wahlen eiiizulreten. Es muß gelingen, auf die Zusammensetzung der ersten städtischen Verwaltung einen entscheidenden Einfluß auszuüben; für diese Notwendigkeit spricht der Umstand, daß ja die junge Stadt Lichtenberg ein Jndustrieort größter Art ist und die Bevölkerung in ihrer über- wiegenden Mehrheit der Jndustriearbeiterschafl angehört. Die Wahlarbeiten der Gegner kommen langsam in Fluß. Der Grundbesitzerverein Boxhageii-Friedrichsbcrg ist aus der Sache nach eitler Wahlparole wieder auf die„teilivcilc Einverleibung" gekoinnien. Der westlich der Ringbahn belegene Ortslcil soll von der jungen Stadt losgelöst und in Berlin„eingemeindet" werden. Eiinge Äcundstückespekulanten fallen vielleicht auf den alten Kohl hinein. Wohl belouiin'S I Der„Bnrgerverein" entdeckt plötzlich eine ganze Reihe Miß- stände im Post- und Verkehrswesen, kurz, alles ist bemüht, dem „Bruder Wähler" sich in empfehlende Erinnerung zu bringen. Aber auch unsere Parteigenossen sind gerüstet I Noch ist diese'Wahlarbeit nicht über die Anfänge, schon winkt neue Arbeit! Im Jannar sind die Wahlen zum Gelverbegericht und auch zum KausrnannSgericht vorzunehmen l Ariedrichsfelde. Urb« das Verhalten der Blockparteien sprach in der Mitglieder- Versammlung deS Wahlvereins Genosse Franz Schneider- Berlin. Der eingehende und die gegenwärtige politische Situation trefflich kennzeichnende Portrag wurde von den Versammelten mit lebhaftem Beifall entgegengenommen. Genosse K i, b e n s erstattete hierauf Bericht von der Generalversammlung Groß-BerlinS. Unter Verschiedenes bemängelten die Genoffen Krüger, Münnich und Schwenk, daß die Zahlabcnde sowie WahlvereinSversanmilungen nicht in gewünschter Weise besucht würden. In d« Zeit politischer Depression müßte jeder Genosse sich rege am Parteilebcn beteiligen. Zum Schluß wies der Borsitzende Genosse G r o n lv a l d auf den Boykott der Warenhäuser Jandorf und dessen eifriger Befolgung solvie auf die ain 27. November stattfindende öffentliche Verfamm- lung hin. in welcher Genosse Adolf Hoffinann über Staat, Kirche und Schule referieren wird, hin. Weihensee. Bei der heutigen Ersatzwahl zur Gemeindevertretung ist der Genosse Eduard Bacthge mit 177 Stimmen gewählt« Ein Gegenkandidat war nicht aufgestellt. Johannisthal. In der Generalversammlung des WahlvereinS erstattete der Vorsitzende Genosse Schneider Bericht über die Tätigkeit des verflossenen OuartalS. In seiner Ausführung ermahnte Redner die Genossen besonders, sich rege an der Agitation für die Partei und Presse zu beteiligen, da auch die Gegner keine Mittel unversucht ließen, wenn cS die Sozialdemokratie zu bekämpfen gilt. Der Bericht des Kassierers ergab eine Einnahme von 100,93 M. und eine Ausgabe von 101,40 M. Die Abonnentenzahl des„Vorwärts" beträgt gegenwärtig 183. Hierauf gab Genosse D ü h r i n g den Bericht von der Genieindevertretung, der die wichtigsten Vorkommnisse der letzten Zeit erwähnte. Nowawes. Die Festsetzung der Linienführung für die elektrischen Straßen-� bahn, welche Nowawcs mit Potsdam verbinden soll und auf gc- meinsame Rechnung beider Gemeinden geführt wird, wurde in der letzten Gemeindevertretersitzung beraten. Zu diesem Punkte lagen auch zwei Petitionen vom HauS- und Grundbesitzerverein Neuendorf und vom Verein Nordost und Haus- und Grundbesitzerverein Nowawes vor. Erste« wünschte die Linienführung bis zum Drc- witzer Bahnhof, letztere durch die Wallstraße bis zur Plantage. Der Bürgermeister erklärte, daß er seinen ursprünglichen Vorschlag/ die Straßenbahn durch die Priesterstraße zu führen, zurückziehe,- da nach der erfolgten Vereinigung von Nowawes-Neuendorf nicht mehr die Pricsterstraße, sondern die Lindenstraße die Mitte des Ortes bilde; er empfehle, die Straßenbahn durch die Lindenstraßp bis zur Plantage zu führen. In der längeren Debatte'hierüber.. erklärte Genosse Neümann, daß die Sozialdemokraten dem Bor- schlage des Bürgermeisters zustimmen würden, da man nicht alle speziellen Wünsche berücksichtigen könne, sondern das große Ganz« im Auge behalten müsse. Em Beschlutz in dieser Angelegenheit wurde nicht gefaßt, sondern die Vorlage an die Wege- und Finanz- kommission zurückverwiesen, um die vorgebrachten Wünsche und Petitionen einer eingehenden Prüfung zu Unterziehen.— Die Anträge auf Einrichtung elektrischer Beleuchtungsanlagen im Schulhause Kirchplatz 8a, im Sitzungssaalc des Räthauses sowie im Dienstzimmer de» Bürgermeisters und der Antrag auf bessere Ausstattung des letzteren Raumes wurden genehmigt.— Eine weitere Vorlage betraf den Abschluß eines Vertrages mit dem Oberhofmarschallamt wegen Uebcrlassung eines im Zuge der Luiscnstraße gelegenen, zum Kronfideikommiß gehörigen Terrains behufs Herstellung einer Kommunikation der Luiscnstraße mit dem übrigen Ortsteil. Das Oberhofmarschallamt erklärt sich zür Abtretung des Terrain? bereit unter der Bedingung der Befreiung von allen Anliegerbeiträgen, falls das Kronfidetkommiß an der neu anzulegenden Straße Gebäude errichten sollte. Diese Forderung wurde vom Genossen Gruhl in scharfer Weise kritisiert; da aber andere Bedingungen nicht zu erzielen sind und das Terrain zur Schaffung besserer Verkehrsverhältnisse unbedingt gebraucht wird, erklärte sich die Vertretung mit dem Vertrage einverstanden.— Weiter beschloß die Vertretung, vom 1. April ab für die höhere Mädchenschule und die Vorschule resp. das Rcalprogymnasium eine Aufnahmegebühr von 3 M. zu erheben.— An Stelle des zurück- getretenen Herrn Bade wurde Herr Rektor Schenk zum Leiter der gewerblichen Fortbildungsschule gewählt.— Das OrtSstätut für die Fortbildungsschule wurde dahin abgeändert, daß in Zukunft nicht mehr alle in der Gemeinde wohnhaften, sondern nur die dort beschäftigten gewerblichen Arbeiter unter 17 Jahren zum Besuch der Fortbildungsschule verpflichtet sind, da nach einem Erkenntnis des Kammergerichts sich die Schulpflicht nur auf die im Gomcinde- bezirk in Stellung befindlichen gewerblichen Arbeiter erstrecken darf.— Einer Vermehrung und Verlegung der Laternen in der Priester-, Wall- und Wilhclmstraße gab die Vertretung ihre Zu- stimmung, sodatz es dort bald Heller werden dürfte. Erfroren ist in der Nacht vom Sonntag zum Montag der Schlosser Krüger aus Potsdam. Derselbe halte sich in einer Mauer- nische in der Nähe der Ueberführung der Nuthcbrücke niedergelegt, wo er am Montag tot aufgefunden wurde. Den Tod auf den Schienen suchte ein in der Kolonie Daheim wohnhaft« 72jähriger pensionierter Briefträg«. Er wurde vom Zuge gestreist und schwer verletzt ins Oberlin-KranlenhewS gebracht. Kurz nach seiner Einliefernng verstarb er jedoch. Zpandau. Die Spandaner Stadtverordneten-Neuwahle« im Hl. und V. Bezirk finden heute vormittags von 10—1 Uhr und nachmittags von 5—8 Uhr statt. Genossen I Es gilt mit ganzer Kraft die Wahlarbeit aufzunehmen, sollen Erfolge errungen werden. Das„Spandcuier Tageblatt" höhnte bereits in der gestrigen Nummer über den von der Sozialdemokratie für den IN. Bezirk aufgestellten Kandidaten Genossen Robert Pieser und prophezeite bereits, daß auf denselben nicht viel Stimmen entfallen tverden. Run, wenn von jener Seite unsere Kandidaten verunglimpft werden, so haben wir die Genugtuung, daß die richtige Auswahl getroffen ist. Männer vom Schlage des ScharfmacherblatteS würden, wenn sie gewählt würden, die Interessen der werktätigen Bevölkerung nur schnöde ver« raten. Arbeiter Spandaus I Unsere Genossen im Stadtparlament haben durch ihre Tätigkeit am besten bewiesen, daß nur sie die all- gemeinen Interessen wahrgenommen haben. ES ist deshalb Ehren- Pflicht eines jeden Wahlberechtigten, der die Interessen der Allgemein- heit über die Sonderinteresjen stellt, der nicht will, daß die Bezirke den Gegnern der Arbeiterklaffe ausgeliefert werden, daß er für die Kandidaten der Sozialdemokratie eintritt. Im IN. Bezirk ist Kandidat Robert Piefer und im V. Bezirk Friedrich Götze. Tue also jeder seine Pflicht, damit unsere Kandidaten gewählt werden._ Gestern fanden die ErgänzungSwahlen zur Stadtvemdneten- Versammlung in fünf Bezirken statt. Infolge der Indifferenz vieler Arbeiter ist unS leider ein Bezirk, und zwar der 6., ver- loren gegangen. Im 7. und 8. Bezirk kommen unsere Genossen in Stichwahl. In den einzelnen Bezirken ergab die Abstimmung folgendes Resultat: 2. Bezirk. Abgegebene Stimmen 75. Genosse Bohle 8: Gegenkandidat 67. 3. Bezirk. Abgegebene Stimmen 723. Genosse Hör» nich 175; Gegenkandidat 547; zersplittert 13. 0. Bezirk. Abgegebene Stimmen 514. Genosse Beiler 213; Gegenkandidat 300; zersplittert I. 7. Bezirk. Abgegebene Stimmen 631. Genosse Götze 292; Kons. Harta 263; zersplittert 126. 8. Bezirk. Abgegebene Stimmen 640. Genosse Pieper 310; Gegenkandidat 309; zersplittert 21. Eine gut besuchte Versammlung bei Borchardt beschäftigte sich am Freitagabend mit dein„Leipziger Hoch ver ratSproze ß Genosse Redakteur Block, der das Referat übcrnonnnen hatte, be-. handelte da« Thema in zweistündiger Rede. Eingehend wies er die Haltlosigkeit der HochverratSanllage gegen Liebknecht nach. Die Deduktionen des Oberrcichsanlvaltö seien von Liebknecht glänzend zerstört und als Unsinn hingestellt worden. Wenn Liebknecht trotz- dem verurteilt sei, so sei er nur ein Opfer der Klassenjustiz, DaS Referat wurde mit lebhaftem Beifall aufgenommen. Hierauf fand eine Resolution einstimmige Annahme, in der zum Ausdruck kanr,. daß die Versammlung in dem Urteil gegen Liebknecht nur ein' Klassenurteil erblickt und sich verpflichtet, mit um so größerer Araft für bie Aufflärung im Sinne Liebknechts zus geleistet hatte. Es prangten ihm nämlich in diden Lettern die fvirfent. Insbesondere gelobten die Versammelten, die Ideen Worte entgegen:„ Ruhe sanft! Auf Wiedersehen im Himmel, wenn des Sozialismus in die Herzen der Jugend und Kinder zu pflanzen, noch Blah ist!" um die Beseitigung der heutigen Gesellschaftszustände um so schneller bollziehen zu helfen. Der Borsigende forderte hierauf die Versammelten unter Hinweis auf die bevorstehenden Stadtverordnetenwahlen zu kraftvoller Arbeit auf. Ein glänzender Sieg bei den Stadtverordnetenwahlen sei sicher die größte Frende, die die Spandauer Arbeiterschaft dem Genossen Liebknecht bereiten fönnte. Des weiteren brachte der Vorfißende den Versammelten den Boykott über das Seigsche Lokal in Erinnerung. Nach einem kräftigen Schlußwort des Genossen Block wurde die imposante Versammlung mit einem begeisterten Hoch auf die Sozialdemokratie geschlossen. Gerichts- Zeitung. Wie eine geschlossene Gesellschaft zu einem öffentlichen" Bergnügen wird. Eine schwermütige Doppelmörderin. In Ulm tötete ein Dienstmädchen in einem Anfalle von Schwermut die beiden Kinder ihres Bruders. Gin 14 Tage altes Kind ertränfte es in einem Babezober, das andere erschlug es mit einem Beil. Neuester Bahnunfall. In dem Weberkogertunnel am Semmering riz, nach einer Meldung aus Graz, ein Zug ein zu Reparaturarbeiten benußtes Gerüst cin, wobei ein Arbeiter getötet und mehrere verwundet wurden. J. K. 33. Die Beiwohnung in der ausschlaggebenden Belt müßte ge B. M. Leider nicht. N. P. Sie müssen zahlen. mieden werden. 2.100. Sie müßten sich an das Amtsgericht wenden, das die Zwangserziehung ausgesprochen hat. Ohne Kenntnis des Beschlusses oder Urteils des Gerichts läßt sich näheres nicht sagen. E. 2. 72. Eine Klage auf Minderung des Kaufpreises hätte nur dann Erfolg, wenn Sie die Täuschung nachweisen können. Die Klage ist bei dem Amtsgericht oder wenn es sich um ein Objekt über 300 M. handelt, bei dem Landgericht an Aufenthalt des Beklagten nicht zu ermitteln, so erfolgt öffentliche Zustellung. zustellen. Zuständig ist das für Schöneberg zuständige Gericht. Ist der .. 90. Benden Sie sich an Genossen Betterlein, Gera, Alte Schloßstraße 11. K. 3. Die Wirkung wird gelobt. Ohne ärztlichen Rat wenden Sie aber das Mittel nicht an. 2. B. 46. Nach zutreffender Ansicht ja, indessen kann volle Garantie natürlich für ein etwaiges Nichtvorgehen nicht übernommen werden. R. B. 37. Ja. S. 13. Der Ausfall einer Klage ist zwar von dem Gutachten eines Sachverständigen im wesentlichen abhängig, in Ihrem Fall würden wir es aber auf eine Klage ankommen lassen. Vorsichtiger hätten Sie freilich gehandelt, wenn D. 7. Falls nicht Sie die Bereinbarung schriftlich getroffen hätten. etwa Bestimmungen des uns nicht bekannten schriftlichen Mietsvertrages dem entgegenstehen, würde die Frau mit Erfolg Schadenersatz vom Birt verlangen fönnen. Genosse 48. Der Aufforderung müssen Sie nach kommen. Eine Verjährung tritt freilich nicht ein. A. F. 97. Mein.. R. 1000. 1. und 2. Dagegen fönnen Sie nichts anderes machen, als eine Berichtigung in der betreffenden Zeitung verlangen. 3. Die Frau haftet nicht mit. 4. Ob das Vorliegen einer strafbaren Handlung anfristen richten sich danach, um welche Art Forderungen( Darlehn, Miete, genommen würde, ist recht zweifelhaft.. 2. 110. 1. Die Berjährungs. Staufgeld, Arbeitslohn usw.) es sich handelt. Wiederholen Sie Ihre Anfrage unter genauerer Darlegung, um welche Art Forderung es sich handelt. G. R. 50. Eine Berufung hätte 2. In der Regel 3-6 Monate. Sie Aussicht auf Erfolg. N. J. 32. 1. Nein. Wassertiefe und Pegelhöhe find nicht identisch. Pegel ist ein Maßstab, an dem sich der jeweilige Wasserstand des Flusses uso. absehen läßt. Das Maß in den Wasserstands nachrichten gibt die Höhe des Wasserspiegels über dem Nullpunkt des Pegels wieder. 2. Mein. 45-58. Eines zweifachen Mörders Ende. In Marburg tötete der Schreiner David Frank, der vor sechs Jahren seine erste Frau tötete und dafür eine mehrjährige Buchthausstrafe verbüßt hatte, in der vergangenen Nacht seine zweite Frau und erhängte sich. Bom herabstürzenden Felsblock getötet. Einer Meldung aus London zufolge ist in Landebie ein Felsstück von zirka 7000 Tonnen Gewicht abgestürzt und hat großen Schaden in der Ortschaft angerichtet. Ein Arbeiter wurde getötet, sechs schiver verletzt. Der sozialdemokratische Verein in Teuchern hielt am 1. Mai Eine Explosion in der Schule. In Chambéry fand in abends eine Familientränachen ab, zu dem nur Zutritt einer Schule vorgestern eine heftige Explosion der Heizungsanlagen hatte, wer eine Einladungskarte besaß. Auf den Starten statt. Es entstand eine Panit. Mehrere Schüler sprangen aus fland, daß der Verein sich erlaube, den Empfänger und seine An- dem dritten Stockwerk und erlitten Verlegungen. gehörigen zu dem Familienkränzchen einzuladen. Es nahmen 500 Personen teil. Der Vorsigende Genosse Remme wurde Erdbeben auf Island. Nach einer Meldung aus open später vom Landgericht Naumburg zu einer Geld- hagen sind gestern auf Island mehrere Erdstöße erfolgt. trafe verurteilt, weil er ohne polizeiliche Erlaubnis eine verteilten sich über mehrere Stunden. Man befürchtet ernste Stööffentliche Tangluftbarkeit veranstaltet habe. Begründend wurde rungen auf hoher See. Der Matin" meldet aus New York: In Kap Girardeau find ausgeführt: Der Angeklagte behauptet, es läge eine geschlossene Ges sellschaft vor und leine öffentliche Tanzluftbarkeit. Es sei nach Mög- gestern heftige Erdstöße verspürt worden, die alle Wohnhäuser erlichteit strenge Stontrolle geübt worden, daß niemand teilnehme, der schütterten und große Panik unter der Bevölkerung hervorriefen. Berliner. Marktpretie. Aus dem amitlichen Bericht der städtischen nicht eine Einladungskarte habe. Ein Beuge sei auch zum Verlassen Besonders großer Schaden ist nicht zu verzeichnen. Marftballen- Direttion.( Großhandel.) Ochsenfleisch Ia 68-70 br. 100 Pid., des Saales veranlaßt worden, als sich ergab, daß er feine Ein Attentat an Bord. Der„ Matin" meldet aus Breft: Die la 62 67, IIIa 57-60, Bullenfleisch Ia 65-70, IIa 53-62, Stübe, jett Einladungskarte habe. Das sei aber nach Ansicht des Ge- Tochter des früheren Marschalls Bazaine ist an Bord des Dampfers 50-58, do. mager 40-48, Freffer 54-62, Bullen, dän. 54-67, do. holl. richts nicht ausschlaggebend. Feststehe, daß nur ein Teil Kronprinzessin Cecilie" während der Ueberfahrt von New York 0,00. Kalbfleisch, Doppellender 105-120, Mastfälber la 85-95, IIa der Einladungsfarten von Vereinswegen an bestimmte nach Brest das Opfer eines Attentats geworden. Ein Mann drang 75-82, Kälber ger. gen. 56-71, do. holl. 48-54, dan. 0,00. Dammelfleisch Berfonen verschickt worden sei. Im übrigen sei es den Vereins- in ihre Kabine und schlug auf die Dame mit einem Schlagring ein Maſtlämmer 74-76, Hammel la 66-70, a 60-65, ungar. 0,00, Schafe Auf ihre Hülferufe 0,50-0,58. Schweinefleisch 50-58. Rehwild Ia per Pfund 0,60-0,72. IIa mitgliedern überlassen worden, beliebig Rarten an Dritte ab- und brachte ihr am Kopfe Verlegungen bei. Rotwild la per Pfd. 0,40-0,50, do. IIa 0,25-0,30, do. zugeben. So habe eine Zeugin ihre Karte von jemand belonen, eilten Mitglieder der Mannschaft und verschiedene Passagiere hinzu, stälber 0,45-0,55. Damwilo 0,40-0,48, Stälber 0,60-0,70. Wildschweine per den sie gar nicht tenne. Beachte man dazu die große Zahl von doch war es dem Attentäter inzwischen gelungen, zu entfliehen. Pfd. 0,00. Frischlinge 0,70. Kaninchen, groß per Stück 0,70-0,90, 600 ausgegebenen Karten und von 500 Teilnehmern und die un- Durch eine sofort an Bord vorgenommene Untersuchung konnte der do. Hein 0,20-0,50. Hafen, groß p. Std. 3,60-4,00, do. mittel u. klein verhältnismäßig geringere Zahl der Vereinsmitglieder, so wäre feft- Täter nicht ermittelt werden und man nimmt deshalb an, daß er Std. 1,50-3,00. Wildenten per Stüd 1,25-1,70. Rebhühner, junge zustellen, daß jedermann, der kommen wollte, fich eine Einladungs- ins Meer gesprungen ist. Auch über die Beweggründe seiner Tat per Stud 0,75-1,30, bo. alte 0,60-0,85. Falanenhähne Ia, junge 2,00-2,75, do. Ila und alte 1,00-2,00. Fasanenhennen 1,00-2,00. farte verfchaffen konnte. Daraus ergebe fich die Deffentlichkeit des ist nichts bekannt. Bekaffinen 0,60. Waldschnepfen 2,00-2,50, do. IIa 1,00-1,75. Vergnügens. Hübner, alte, per Stüd 1,20-1,80, do. IIa 0,80-1,15, dito junge Heute abend 8 Uhr bci 0,70-1,20. Tauben ital. 0,85-0,90. Enten Ia 1,75-2,30, IIa 1,40-1,60. dito Hamburger per Stud 3,00. Bante per Pfund 0,50-0,63, bito per Stüd 2,25-4,00, do. Hamburger per Pfund 0,00, do. Oderbrucher per Bfd. 0,58-0,64. Boulets per Stüd 0,80-1,30. Deutsche Poularden pr. Pid. 1,00. pechte per 100 Bfd. 72-82, do. matt 70-73, do. groß 58, do. mittel 86, do. groß- mittel, matt 0,00. Bander 0,00, dito mittel 144-156, Schleie, flein 0,00, do. unfort. 137-141, do. groß 125, do. mittel 0,00. Bel3 0,00. Blogen 47-48. Roddow 0,00. Starpfen, stumpf 0,00, do. Spiegel-, 50-60er 0,00, do. 25er 0,00, do. 50er 66-70. Bunte Fische 41-66, do. matt 0,00. Barfe, flein 0,00. Starauschen 65-80. Bleie 0,00, In Nr. 42 beleuchtet Emil Dittmer die soziale Rückhändigkeit des bo. flein, matt 0,00. Alland, Klein 45-50. Quappen 0,00. Male, groß 111, Berliner Rathausfreisinns. do. flein und mittel 0,00, do. mittel 0,00, do. unsortiert 0,00, bo. Praktische Forderungen zum Schuße der Bauarbeiter feitens der groß- mittel 105, flein 0,00. Bleisisch 0,00. Winter- Rheinlachs 0,00. Kommune bespricht der Leitartikel der Nr. 43. Bahlreiche beachtenswerte Amerit. Lachs la neuer, per 100 Bfd. 110-130, do. Па neuer Artikel und Notizen vervollständigen den Inhalt der beiden Nummern. 90-100. Seelachs 10-20. Flundern, Stieler, Stiege Ia 2-6, mittel Stifte Herausgeber: Georg Bernhard. 44. Hest. Abonnement vierteljährlich per Plutus. Kritische Wochenschrift für Boltswirtschaft und Finanzwesen. 1-2, Hamb. Stiege 4-6, halbe Stifte 2-3, pomm. Ia Schod 0,00, IIa Büdlinge, Kieler ber Ball 3-3,50, Stralf. 0,00, engl. per Wall Bost und Buchhandel 3,50 M., direkt vom Verlag 4 M. Verlag Berlin 2,75-3,00. Sprotten, Danziger, Niste 0,80, do. Nügenwalder, Stijle Charlottenburg, Goethestr. 69. 0,80-0,90. Alale, grop per fund 1,10-1,40, mittelgrog 0,80-1,10, " Volkswirtschaftliche Blätter", Nr. 20. Herausgegeben im Auftlein 0,60-0,80. Heringe per Schod 5,00-9,00. Schellfische, Stifte trage des Deutschen Volkswirtschaftlichen Berbandes von Herm. Edw. KrügerBerlin. Karl Heymanns Verlag, Berlin W. 8. Das Weltbild der modernen Naturwissenschaft. Bon Karl Snyder. Geb. 6,60 M. Verlag: J. A. Barth in Leipzig. 3 Lefe und Diskutierklub„ Südost". Das Rammergericht berwarf am Montag die gegen dies Urteil eingelegte Revision. Es stehe fest, Toltsdorf, Görligerstr. 58: Sigung. Gäste willkommen. hieß es im Urteil, daß sehr viel mehr Personen an dem Fest teilnahmen, als der Verein Mitglieder habe. Hieraus und aus der Art der Verteilung der Einladungstarten, die an jedermann übertragbar gewesen seien, habe das Landgericht ohne Rechtsirrtum geschlossen, daß ein öffentliches Tanzvergnügen stattfand. Aus der Frauenbewegung. Zur Frage der Dienstbotenorganisation. Die Leiterin des Berliner Dienstbotenvereins ersucht uns um Aufnahme des folgenden: Mitte voriger Woche ersuchte ich die Rebattion des Correspondenzblattes der Gewerkschaften Deutschlands", auf die in Mr. 42 erschienene„ Erklärung" der Genossin Grünberg, in Sachen der Frauenkonferenz in Berlin" eine Entgegnung zu bringen. Diese ist jedoch aus mir unbekannt gebliebenen Gründen nicht erschienen. Nachdem es Genoffin Grünberg für ratsam hielt, diese Erflärung" auch am 30. Oftober cr durch den" Borwärts" bekannte zugeben, ist auch meine Entgegnung an dieser Stelle geeignet. Die Notiz lautet: licht wurden. " Eingegangene Druckschriften. Rommunale Praxis. Wochenschrift für Kommunalpolitik und Gemeindesozialismus. Heft 42 und 43. Preis pro Quartal 2,50. Brobehefte versendet jederzeit portofrei die Verlags- Buchhandlung Vorwärts, Berlin SW. 68. Briefkaften der Redaktion. Frau aufzukommen. -WO 0,00. runde Witterungsübersicht vom 5. November 1907. 3,00-4,00, Stifte 1,75-2,00. Sardellen, 1902 er per Anfer 98, 1904er 98, 1905er 98, 1906er 90-95. Schottische Vollberinge 1905 0,00, large 40-44, full. 38-40, med. 36-12, deutsche 37-11. Heringe, neue Matjes, per%, To. 50-120. Sardinen, ruff., Fab 1,50-1,60. Bratberinge Faß 1,20-1,40, do. Büchse( 4 Liter) 1,40-1,70. Neunaugen, Schodjay 11, do. fleine 5-6, do. Nielen, 14. Serebje per Schod 0,00, große 0,00, do. mittelgroße 0,00, do. fleine 10-11 em 0,00, do. unsortiert 3,70, Galizier, groß 0,00, do. unsortiert 0,00. Eier, Die juristische Sprechstunde findet Lindenstraße Nr. 3, zweiter Land-, unsortieri per Schod 3,60-4,75, do. große 0,00. Butter per Zur Erklärung" der Genoffin Grünberg in Nr. 42 Dof. britter Eingang, vier Treppen, Fahrstuhl 100 3fd. Ia 126--130, Da 118-122, IIIa 110-116, abiallende 90-95. b. Bl. sehe ich mich als Leiterin des Berliner Dienstbotenvereins wochentäglich von 7 bis 9 1hr abends statt. Geöffnet 7 Uhr. Saure Gurken, neue. Schod 4:00. Pfeffergurten 4.00. Kartoffeln veranlaßt, zu bemerken, daß die Dienstbotenvereine erst ein Sonnabends beginnt die Sprechstunde um 6 Uhr. Jeder Aufrage ist ein per 100 Bjund Dabersche 2,75-3,00, weiße 2,50-2,75, MeerRecht haben ihre Vertretung in der Generalfommission der Ge- Buchstabe und eine Bahl als Werkzeichen beizufügen. Briefliche Antwort mag. bon. 2,75-3,00. Borree, per Schod 0,50-1,00. rettich, Schod 4-12. Spinat per 100 Pfund 3-8. Sellerie, werkschaften Deutschlands zu erbliden, wenn eine 3entrali wird nicht erteilt. Eilige Fragen trage man in der Sprechstunde vor. do. pomm. 7-8. Zwiebeln per 100 Bfd. 2,00-2,50,' fation der lokalen Vereine stattgefunden hat. E. S. 24. Die Annahme an Kindesstatt( Adoption) muß durch einen per Schod 5-6, Chalotten 40,00-100,00. Beterfilie, grün, Gegenwärtig ist sogar ein großer Teil der unter den gerichtlichen oder notariellen Vertrag erfolgen. Die Zustimmung der do. Perl 40,00-100,00. Schodbund 1.00-1,25. Sobirabi Schod 0,70-1,00. Nettich, batischer, verschiedensten Namen bestehenden Dienstbotenvereine noch nicht Eltern bezw. der Mutter und des Vormundes ist erforderlich. Un Kindes- Stud 0,03-0,10, biefiger Schod 2,50-3,50. Wobrrüben, 100 Pfd. 2,00 bis statt annehmen kann, wer selbst keine ehelichen Stinder befitt. Der einmal den örtlichen Startellen angeschlossen, so daß also zurzeit Adoptierende sou das' 50. Lebensjahr zurückgelegt haben, jedoch fann von 3.25. Starotten, hiesige, Schockbund 2,00-3,00. Birfingfohl v. Schod 3-6. nicht von einer einheitlichen Vertretung gesprochen werden kann. diesem Erfordernis durch das Amtsgericht Dispens erteilt werden. Ein Rotkohl, Schod 4-8. Weißfohl p. 100 Bfb. 1,00-2,00. Blumenkohl, hiesiger Aufgabe und Zweck der Konferens soll es vielmehr sein, Klärung Adoptionsvertrag ist erst gültig, wenn das Amtsgericht ihn genehmigt hat. 100 Stüd 7-10, do. Erfurter 22-30. Rosenkohl, per 100 Bjund 20-22. und Einheitlichkeit der jetzt noch sehr verschieden arbeitenden Die Kosten betragen 50 M. Die Uebertragung des Eigentums an der Grünkohl 4,00-6,00. Kohlrüben, Schock 3,00-6,00. Petersilien wurzeln, Schockbund 3,00-4,00. Schnittlauch, Töpfe Dußend 4,00 Vereine herbeizuführen. Birtschaft auf ein Kind ist ungültig, wenn sie in der Absicht, Gläubiger zu big 4,50. Pfefferlinge per 100 Pfund 12-14. Radieschen per Schod. Es tann deshalb nur im Interesse der Dienstbotenbewegung benachteiligen, erfolgt. Für den Bertrag selbst empfiehlt sich die notarielle bund 1,00-1,25. Salat ber Schod 2,00-2,50. Bohnen, grüne, liegen, wenn aus möglichst vielen Städten und Ortschaften Ver: Borm oder mindestens die Mitwirkung eines Rechtsanwalts Die Soften 100 fb. 0,00. Tomaten, italienische, per 100 Pfund 18-20. Rote Rüben, richten sich nach der Höhe des Objekts. S. 110. Jn Ihrem Falle ist treterinnen der proletarischen Frauenbewegung an der von diesen es das geratenſte, daß Sie die Ehescheidungstlage anstrengen. Go lange per 100 Bfund 2,50-3,00. Rübchen, Beelizer, per 100 Bfd. 4-8, do. TelIm übrigen schließe ich mich den Ausführungen an, die die Ehe nicht getrennt ist, find Sie verpflichtet, für den Unterhalt Ihrer tower 18-20. Kürbis per 100 Bfb. 6-7. Esfarol per Schod 5-6. Endivien D. 20. 1., 2., 5., 6. Ja. 3. 4. Nein. P. 33. per Schod 3-6. Birnen per 100 Bid. Tiroler 0,00, hiesige Most- 0,00, Stoch am 23. Oktober im Vorwärts" von Ottilie Baader veröffent- Ein solches Statut müßten Sie evtl. mit Hülje eines Anwalts selbst ausarbeiten. birnen 3-8, Tafelbirnen Ia 10-25, do. Ila 4-10. lepfel, per 100 Pfund, B. B. 33. Ein bestimmtes Einkommen ist nicht vorgeschrieben. Nach Tiroler Ia 20-26, do. IIa 12-18, Most, biefige, 3-5, Stoch 5-12. Tafel Soweit die für das Correspondenzblatt bestimmt gewesen dem Gesetz ist ein Sohn zur Unterstüßung seiner Eltern nur verpflichtet, apfel la 10-25, bo. Ila 7-12, Amerifaner, per Faß 25-30, Staliener, loje, Walnüsse, per Schod 0,00, do. Klein 0.40-0,50, Notiz. In bezug auf den Aufruf der Genossin Baader in der soweit dies bei Berücksichtigung seiner sonstigen Verpflichtungen und ohne 100 Bfd. 10-11. Weintrauben, italienische, per Gefährdung seines standesgemäßen Unterhalts möglich ist. Zwei do. franzöfifche 0,00, rumänische 26-28. Sonntagsnummer des Borwärts" will ich noch betonen, daß es Wettende 29. Ja. F. R. 77. In der anzustrengenden Inter- 100 Bib. 18-30, meria per Faß 13-17, türkische per 100 Pfd. 14-20. als ein erfreulicher Schritt vorwärts zu begrüßen ist, daß sich ventionsflage ist jedes Beweismittel zulässig, insbesondere wäre das Ananas I, per Pfd 0,70-0,75, do. II 0,40--0,50. Bananen, gelb, per 100 Bid. die proletarische Frauenbewegung abermals das erste Mal auf Auftionsprotokoll in Ihrem Fall von Erheblichkeit. A. B. Eine Klage 20-25. Stofosnüsse per 100 Std. 16-22. Maronen, ital., 100 Bfb. 10-20. der Frauenkonferenz in Mannheim mit der Dienstbotenfrage auf Aufhebung des Mietsvertrages hat nach Lage der hier herrschenden Feigen, Kranz, per 100 Bfd. 20-25, do. Trommel per 100 Pfd. 40. beschäftigen wird und diesmal nur den einen Punkt, die Dienst Rechtsprechung wenig Aussicht auf Erfolg. Fordern Sie den Wirt nochmals Bitronen, Mejjina, 300 Stüd 11,50-20.00, bo. 360 Stüd 7,50-16,00, bo. 200 botenbewegung" auf die Tagesordnung gesetzt hat. Es ist ein auf, innerhalb einer zu setzenden Frist die Ratten zu entfernen, drohen Sie Stüd, 12,00-16,00, do. 150 Stüd 7,00-10,00. ganzer Tag zur Besprechung vorgesehen und kann wohl angenommen Stoften bewirken lassen würden und führen Sie Ihre Drohung aus. ihm an, daß Sie event. die Entfernung durch einen Stammerjäger auf seine werden, daß diese sehr nüßlich für die Bewegung sein wird. Die 16. M. 1. In der Regel in 30 Jahren. 2. und 3. Benden Sie sich Konferenz wird ihrer Aufgabe gerecht werden können, wenn sich an das Auswärtige Ant. 4. Ob und welche Kosten für erforderlich erachtet alle diejenigen Frauen und Arbeitervertreten werden, wird von Fall zu Fall bestimmt. G. 2. 138. Die beste Ausdaran beteiligen, die an der Organisierung der funft erteilt Ihnen der Direktor der Handwerkerschule. Hamburger. Statlenen Dienstboten mitarbeiten; wozu auch die Ge Nein. R. St. 26. 1. Nein. 2. Ja. 3. Eilige Fragen erfragen Sie noffinnen nicht nur verpflichtet, sondern durch am besten in der Sprechstunde. 4. Die Betroffene kann sich an das Amtsaus berechtigt und geeignet sind. gericht wenden. 5. Etwa 60 M. G. A. 22. Steineswegs darf Sie die Stadt deswegen entlassen, weil Sie aus der Stirche austreten. Von welchem Die Agitation und die Organisation unter den Dienstboten Einkommen ab für die Stirche zu steuern ist, setzen die Synoden bezw. die gehört sicher zu den schwierigsten Aufgaben. Es gehören Opfer- tatholische Stirche selbst fest. 2. 2. 77. Eine Klage gegen die Firma willigkeit, Geduld und Beharrlichkeit dazu. Es sind viele Arbeits- und eine eventuelle Anfechtung dieses Pfändungsvertrages erscheint nicht fräfte nötig. Vor allem aber ist nötig: Einheitlichkeit im Handeln aussichtslos, falls Sie nachweisen, daß der Pfandnehmer Ihr Gut Gerade die Konferenz bietet Gelegenheit dazu, in aller Harmonic haben tannte. R. O. Den Staatsangehörigkeitsausweis erhalten Sien Wege zu ebnen und Mitel zu finden, auch die Dienstboten. Ste bon der Regierung, Ableilung des Innern zu Dessau. organisation anzugliedern an die große Organisation der Arbeiter Gläubigers. Der Gläubiger fann nur flagen und dann Bländung in den E. S. 165. Einbehaltener Stleiderstoff wird nicht Eigentum des Beitweise nebelig, sonst meist heiter und troden, aber kalt bei mäßigen schaft Deutschlands. Stoff vornehmen lassen. Ihnen auf Anfrage Auskunft. Hat der Betreffende seinen Wohnfig wieder 48. Charlottenburg. Das Amtsgericht gibt öftlichen Winden. boit gewechselt, so müßten Sie mehrere Amtsgerichte anfragen.- A. R. 33. Unfallzuschuß wird nicht in allen Fällen gezahlt. Der Unfallzuschuß besteht nämlich darin, daß das Krankengeld, falls es weniger als ½ des bei der lohnes beträgt, auf diese 2%, erhöht wird. Die Differenz zwischen dem Berechnung desselben nach dem Stranfenfassenstatut zugrunde gelegten Tagestatutenmäßigen Strankengeld und diesem Zweidrittel nennt man den Unfallzuschuß. Ihre Kaffe teilt Ihnen mit, ob Ihnen Unfallzuschuß zusteht. Sie Wafferstand fönnen auch aus Vorstehendem berechnen, ob Ihnen Unfallzufchuß zusteht. Steht er Ihnen zu, fo ist er vom 29. Tage nach dem Unfall an zu zahlen. Memel, Tilfit E. R. 314. Die Entscheidung ist sehr zweifelhaft. Sie hängt davon Bregel, Justerburg ab, ob man annimmt, das Mädchen treffe ein Verschulden, es sei unvor Weichsel, Thorn fichtig gewesen oder dergleichen. Unseres Dafürhaltens liegt folches Ver- Dder, Ratibor schulden in dem von Ihnen geschilderten Sachverhalt nicht, es ist aber nicht Krossen Auf Wiedersehen im Himmel, wenn noch Blat ist. Ein präch ausgeschlossen, daß das Gericht anderer Ansicht ist. F. J. 99. Solange Frankfurt tiger Wiz ist es, der nach der Zeitschrift für Buchdrucker" ein in Shre Frau nicht aus der Stirche ausgetreten ist, find Sie nach der herr- Barthe, Schrimm Königstein sich tatsächlich abgespieltes Vorkommnis sein soll. In schenden Ansicht zur Zahlung der Kirchenstener für sie verpflichtet. Landsberg einer Druckerei wurde eine Kranzschleife mit dem Aufdrucke:" Ruhe. 8. Er war geflüchtet.- E. V. Zu einer Abrechnung oder zu einem Neze, Bordamm fanft! Auf Wiedersehen!" bestellt. Kurz darauf traf folgender Auszug wäre der Arbeitgeber nicht verpflichtet, Sie fönnten ohne weiteres Elbe, Leitmeriz 2. 33. Wenn Sie die Ihrem Mündel zustehende Forderung einflagen. telegraphischer Bescheid des Auftraggebers ein:" Nach auf Wieder- im Jahre 1904 zu gerichtlichem Brotokoll erklärt haben, daß Sie auf den fchen beizufügen im Himmel, wenn noch Play ist." Als der Besteller Nachlaß verzichten, so ist diese Erklärung bindend. Sie fönnen nicht später bald darauf die Schleife fertiggestellt erhielt, war er nicht wenig erklären, Sie wollten dennoch miterben. Zum Nachlab würde aber nur erstaunt op des gelungenen Streiches, den sich der findige Drucker dasjenige gehören, was bei dem Tode Ihrer früheren Frau vorhanden war. Berantwortlicher Redakteur: Hans Weber, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Noch kann sich die Dienstbotenorganisation nicht mit den anderen Gewerkschaften messen. Aber auch die stärksten Gewert fchaften find langsam gewachsen, und was fie erreicht haben mußten sie Stück für Stück erkämpfen. Auch für die Dienstbotenbewegung brauchen wir tüchtige Kämpfer und Kämpferinnen. Soffen wir, daß fie aus der Konferenz hervorgehen und daß weiter die Grundlage geschaffen wird zu einigem Handeln. Vermischtes. Ida Baar. A. Barometer. stand mm Binb cllung Windstarte Better Swotnembe. 770 DGD 3'wolfen! amburg 767 DSD 6 wolten! Berlin 769 DSD 8 beiter Franf.a M. 764 SD München 7669 Zenb. n. G 5°. 4° Stallonen Barometer. Slano mm Bind Bump 4 Haparanda 772 1 Petersburg 770 NNW 1 Scilly 762 SD 1 lberdeen 764 N -0 Baris 763 Still Sindslärte Beller 2bedeďt Zemp. n. C. 11297 1 Regen 12 1 Schnee 1 Regen bededt 4 balb bd. 2 Nebel 770 SD 1 wolfenl Wetter Prognose für Mittwoch, den 6. November 1907. Berliner Betterbureau Wasserstands- Nachrichten der Landesanstalt für Gewässerfunde, mitgeteilt vom Berliner Wetterbureau. 76+12 84-6 am feit am feit 4. 11. 3. 11. cm cm) 103 1 12 0 24 82+1 70+2 0 Wafferstand Saale, Grochlik Havel, Spandau) Rathenow) Spree, Spremberg) 4. 11. 3. 11. cm cm) 121- 1 110 6 Beeskow 146 0 76 +1 14+3 Beser, Münden Minden 16 1 Rhein, Maximiliansau 16 0 Rand -109-10 -33 304 104 1 <-2 -64 6 Stoln 84 Dresden -177+1 Barby 53 Nedar, Heilbronn Main, Wertheim 92 Magdeburg + bedeutet Buchs, 74 0 Mosel, Zvicr Fall. Unterpegel. PODBI24BL Br. 260. 24. Jahrgang 3. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Gerichts- Zeitung. Zum Vereinsrecht. Mittwoch, 6. November 1907. weil er sich nicht rechtzeitig davon überzeugte, daß die Anmeldung niebergelegten Stimmzettel überflüffig und beshalb wertlos, weil eingegangen und die Bescheinigung erteilt fei. Er hätte dies tun Stimmzetfel in genügender Bahl berteilt gewefen feien. Das und rechtzeitig die Versammlung inhibieren müssen. Und Niedel sei Berufungsgericht nahm ebenso als die erfte Instanz eine Runmehr hat die gelehrte Rechtsprechung entdeckt, daß auch eine citer gewesen, weil er die Versammlung eröffnete. Da borfägliche Sachbeschädigung als vorliegend an und erlannte auf Versammlung, die nicht stattfindet, eine Versammlung sei, deren er sich nicht darum gekümmert habe, ob die Bescheinigung da sei, Verwerfung der Berufung gegen das gelinde Strafmaß. Abhaltung oder richtiger, daß auch die Mitteilung der Nichtabhaltung so falle auch ihm Fahrlässigkeit zur Last. Der überlebte§ 17 bes Breßgefetes noch lebendig. strafbar ist. Zum 6. Januar 1907 hatte der Genosse Luttrup Um gleich Bestrafungen in ähnlich liegenden Fällen zu entgehen, Teilweise zum Schutz des Angeklagten bestimmt§ 17 des Reichs. nach dem Gasthof des Herrn Flunkert in einem Drte bei Dortmund empfiehlt es sich, ohne die Worte die Versammlung ist eröffnet" preßgefeges vom 7. Mai 1874: Die Anflageschrift oder andere amt cine Volksversammlung mit dem Thema:„ Die Auflösung des Reichs- mitzuteilen, daß die Abhaltung der Versammlung nicht stattliche Schriftstüde eines Strafprozeffes dürfen durch die Bresse nicht tags", einberufen. Es erschienen 50-60 Personen. Genosse Riedel finden kann. eher veröffentlicht werden, als bis diefelben in öffentlicher Vererklärte, die Versammlung für eröffnet". Der Parteihandlung fundgegeben worden find oder das Verfahren ein Ende Wegen vorfählicher Beschädigung von Wahlzetteln erreicht hat. Diese Borschrift, die zur Zeit der Geltung des sekretär Stupich sagte darauf, es sei keine Bescheinigung der Polizei hatte sich der Rittergutsbesitzer und Vorsteher Anno v. Heimburg wesentlich schriftlichen Verfahrens, in dem die Anflagefchrift boll über die schriftliche Anmeldung der Versammlung eingelaufen. Die aus Ederde am Montag vor der Straffammer Hannover zu ver- berlesen werden mußte, erlassen ist, ist auch nach Erlaß der StrafErschienenen entfernten sich nunmehr wieder, ohne daß man antworten. Bei der letzten Reichstagswahl am 25. Januar d. J. prozeßordnung, die eine Verlefung der Antlageschrift nicht vorsieht, irgendwie in Verhandlungen eingetreten war! war der Angeklagte Wahlvorsteher in Ederde, Wahllokal war die in Geltung geblieben. Am Montag stellte das Reichsgericht die Trotzdem wurden 2uttrup und Niebel auf Grund der§§ 1 Brunssche Gastwirtschaft daselbst. Mit Genehmigung des Wirtes unveränderte Weitergeltung des in§ 17 ausgesprochenen Verbots und 12 des Vereinsgefeges vom Landgericht Dort hatte kurz vor der Wahl ein Angehöriger der sozialdemokratischen abermals fest. mund als zweiter Instanz zu Geldstrafen verurteilt. Gaststube gelegt. Als der Angeklagte diefe Stimmzettel erblickte, hatte sich am 29. Mai der Redakteur Mebus vor dem Landgerichte Partei etwa 50 Stimmzettel feiner Partei auf einen Tisch in der Wegen Verstoßes gegen den zitierten§ 17 des Breßgefeges Luttrup als Unternehmer und Niedel als Reiter einer Versammlung hat er sie zerrissen und in den Ofen geworfen, dabei äußerte er: zu verantworten. Er hatte in seinem Blatte, welches nachmittags zur Erörterung öffentlicher Angelegenheiten, die nicht gemäß§ 1 des So wird's gemacht! Das Schöffengericht Wennigfen hat ihn erscheint, den Sachverhalt eines am gleichen Vormittag begonnenen Gesetzes angemeldet worden sei. Ein Polizeikommissar hatte be- am 14. September der Sachbeschädigung für schuldig befunden und umfangreichen Prozesses nach der Anklageschrift veröffentlicht. Verfundet, daß die Anmeldung bei der Polizei nicht eingelaufen fei. zu fünf Mart Geldstrafe event. einem Tage Gefängnis ver- lefen war biefe bis dahin nicht, was nach der Strafprozeßordnung Das Kammergericht verwarf am 1. d. M. die von urteilt. Gegen diese Verurteilung hatte v. Heimburg Beüberhaupt nicht mehr geschieht. Das Landgericht sprach Er erklärte heute, den Angeklagten eingelegten Revifionen mit folgender Begründung: rufung eingelegt. er habe sich in aber den angetlagten frei, meil es annahm, daß der indem privatrechtlichen Irrtum befunden, Mit Recht habe das Landgericht das Vorhandensein einer Ver- einem an Inhalt der Anflageschrift durch die Bernehmung der Angeklagten fammlung"( und zwar einer solchen zur Erörterung öffentlicher genommen habe, er fönne fich dadurch keiner Sachbeschädigung und die Borhalte des Borsigenden in der Berhandlung belannt geschuldig machen. Die Sozialdemokraten hätten noch am macht worden sei. Auf den Antrag des Reichsanwalts hob Angelegenheiten) angenommen, denn eine äußerlich irgend Abend vorher eine ungeheuere Agitation von Haus zu Haus entfaltet das Reichsgericht das Urteil auf und verurteilte den Ange wie vereinigte Personenmehrheit fei zu einem gemeinsamen und Stimmzettel in Waffen verteilt. Die Einwohner hätten bei ihm flagten zu 3 M., der niedrigsten zulässigen Strafe. bestimmten Zwede zusammengekommen. Luttrup, der als als Gemeindevorsteher darüber Beschwerde geführt und ihn um Einberufer der Unternehmer gewefen fei, habe fahrlässig gehandelt, Schutz ersucht. Er sei der Ansicht gewesen, daß die in der Gaststube Allen Berwandten, Freunden und Bekannten die traurige Mittellung, daß nach jahrelangem, schwerem Leiden mein lieber Bater, der Steinbruder Albert Höfer berftorben ist. 5962 Die Beerdigung findet Donners: tagnachmittag 3 Uhr, von der Leichenhalle des Thomas- Kirchhofes aus statt. Die trauernden Hinterbliebenen Max Höfer, als Sohn. Minna Höfer, Schwiegertochter. Fr. Bw. Gleisberg, als Pflegerin. Sozialdemokrat. Wahlverein für den 4. Berliner Reichstagswahlkreis ( Görlitzer Viertel). Den Mitgliedern hiermit zur Kenntnis, daß unfer Genosse, der Steindbruder Albert Höfer wohnhaft balbertstraße 98, Stadtbezirk 86, 264/6 geftorben ist. Ehre feinem Andenken! Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 7. November, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Thomas- Kirch hofes, Hermannstraße, aus ftatt Um zahlreiche Beteiligung erfucht Der Vorstand. Verband der Lithographen, Steindrucker u. verw. Berufe. ( Deutscher Senefelder- Bund.) Todes- Anzeige. Am 4. November verstarb unser Mitglied und Kollege, der Steinbruder Albert Höfer im Alter von 57 Jahren an der Schwindsucht. 299/7 am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Donnerstag, den 7. November, nachmittags 3 Uhr, von der Halle des Thomas- Kirchhofes, Rirdorf, Hermannstraße, aus statt. Die Verwaltung der Filiale I. Invaliden- Unterstützungskasse d. Steindrucker n. Lithographen. Die Beerdigung des am 4. November verstorbenen Steinbruders Albert Höfer findet statt am Donnerstag, den 7. Rovember, nachmittags 3 1hr, von der Leichenhalle des ThomasKirchhofes, Nigdorf, aus. 11575 Das Komitee. Sozialdemokratisch. Wahlverein Rixdorf. Todes- Anzeige. Den Genossen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Schankwirt Franz Nitzge ( 3. Bezir) verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Mittwochnachmittag 3 Uhr von der Zeichenhalle des neuen Rig dorfer Friedhofes aus statt. 221/4 Der Vorstand. B Verband der freien Gast- und Schankwirte Deutschlands. Ortsverwaltung Rixdorf. Am Sonnabend, den 2. November, verstarb unser Mitglied, der Gastwirt 61/1 Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner zu Berlin. Am 4. November verstarb nach langer Krankheit unser treues Mitglied 1165b Franz Nitzge Johann Marquardsen Pannierstr. 61 im 44. Lebensjahre. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Mittwoch, nachmittags 8 Uhr, von der Leichenhalle des neuen Nir dorfer Kirchhofes am Mariendorfer Weg aus( tatt. 61/1 Der Vorstand. Verband der Maler, Lackierer, Auftreicher usw. giliale Berlin. Am 8. November starb der Kollege Paul Arand im ter von 87 Jahren. @bre feinem Andenten! Die Beerdigung findet heute, Mittwoch, den 6. November, nach mittags 3 Uhr, auf dem Friedhofe in Friedrichsberg, Bornig 128/5 straße, ftatt. Rege Beteiligung erwartet Die Ortsverwaltung. Deutscher Holzarbeiter- Verband Nachruf! Am 27. Oftober starb der Stollege, Tischler Ernst Kühn. Ehre seinem Andenken! Am 31. Dktober starb der Kollege, Bergolder Willi Prieß. Ehre seinem Andenken! 97/11 Die Ortsverwaltung. Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelic Berlin. Nachruf. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied. der Arbeiter Josef Poustka am 30. v. Mts. an Lungenleiden gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Ortsverwaltung. 159/8 Deutscher Transportarbeiter- Verband. Verwaltung I ( Verein Berliner Hausdiener). Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Kollege Wilhelm Joneleit, Brizerstr. 44, am 2. November verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Mitt woch, den 6. November, nach mittags 4 1hr, von der Leichenhalle der Simeons- Gemeinde, Briz, Tempelhofer Beg, aus statt. 76/5 Die Ortsverwaltung 1. am aus Flensburg. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Donnerstag, den 7. November, nachm. 3 Uhr, von der Halle des Georgen Kirchhofes, Landsberger Allee 21/23, aus statt. D Um zahlreiche Beteiligung der Mitglieder erfucht Der Vorstand. Deutscher Metallarbeiter- Verband Berwaltungsstelle Berlin. Todes- Anzeige. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Klempner Johann Staudt am 2. b. M. burch Unfall gestorben ist. Ehre seinem Andenken. Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 6. November, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenballe des Gemeinde- Kirchhofes in Wilmersdorf, Berlinerstraße, aus ftatt. Ein Geistlicher geht mit. Rege Beteiligung erwartet 159/9 Die Ortsverwaltung. Verein Berliner Hausdiener Mitgliedschaft I des Deutschen TransportarbeiterVerbandes. Nachruf! Unferen Mitgliedern zur Nachricht, daß der Kollege Karl Fürstenberg verstorben ist. Ehre seinem Audenken! Die Beerdigung fand bereits am Montag auf dem Bartholo mäus- Kirchhof statt. Die Ortsverwaltung I. er Am Montag, den 4. d. Mts., entschlief fanft nach langen Leiden meine liebe Frau, unsere herzens. gute Mutter Gertrud Knick geb. Weber im 39. Lebensjahre. Dies zeigt in tiefent Schmerz an Oswald Knick jr. nebst Kindern. Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 7. November, um 3 Uhr von der Leichenhalle des Gemeindefriedhofes in Dber 11485 Schöneweide aus statt. Verband der freien Gasta. Schankwirte Deutschlands Zahlstelle Ober- Schönewelde und Umgegend. Den Mitgliedern hiermit zur Nachricht, daß die Frau unferes Kollegen Oswald Knick Dber Schöneweide, Wilhelminenhoferstraße 47 am Montag, den 4. November Am Sonnabend, ben 2. b. M. verschieb plößlich durch Unfall der Stollege, Klempner 1161b Johann Staud. Seine guten menschlichen Eigen schaften, sowie fein treues folle. gialisches Zusammenwirken sichern ihm ein ehrendes Andenken. Die Kollegen der Firma A. Stand. Snb.: F. Gleßel. am Die Beerdigung findet Mittwoch, den 6. d. Mts. nachmittags 4 Uhr von der Halle bes Gemeinde- Friedhofs in Wilmers dorf, Berlinerftraße 102-103 aus flatt. Für die Beweise herzlicher Zeit nahme bet der Beerdigung unseres Iteben Sohnes und Bruders fagen wir allen Beteiligten, feinen Roflegen der Zentrale Rummelsburg, den Schlossern der Firma Edelmann fo wie Herrn Edelmann unseren tiefgefühltesten Dank. Ober- Schöneweide. M. Heiden nebst Frau und Tochter. Ordentliche General- Versammlung der Orts Krankenkaffe der] Hutmacher, Sntfournituren- und FilzwarenVerfertiger in Berlin am Donnerstag, den 14.November 1907 abends 8 Uhr in Eberts Festsälen( Neues Clubhaus) Stommandantenstr. 72 Dozu die Delegierten hiermit einge laben werden. Zages Ordnung: 1. Wahl der Revisoren zur Prüfung der Rechnungen pro 1907(§ 47 VIB. 1 des Statuts). 2. Antrag des Borstandes auf Bänderung der§§ 8, 12 und 35 des Statuts. 3 Antrag des Vorstandes auf Uebertritt zum Gewerfstrantenverein. 4. Berschiedenes. Eintritt gegen Borzeigung ber Einladungskarte. 11495 Der Vorstand. Hérnianh Lentz, Borsigenber Gheisenauftr. 102. Orts- Krankenkaffe Dr. Simmel der Maschinenbau- Arbeiter 1907 nach furzem, fchwerem Leiben Dr. verstorben ist. am Spezial- Arzt für Haut- und Harnleiden. ber Prinzenstr. 41, Moritzplatz, Ehre ihrem Andenken! Die Beerdigung findet Donnerstag, den 7. November, nachmittags 3 Uhr, von Leichenhalle des Ober- Schöne weider Kirchhofes aus statt. Um rege Beteiligung erfucht Die Ortsverwaltung. Zentralverbands.Böttcher dicht am und verwandten Gewerbe zu Berlin. Ordentl. General- Versammlung der Bertreter der Arbeitgeber unb Arbeitnehmer am Dienstag, den abends 19. November 1907, 10-2, 5-7. Sonntags 10-12, 2-1. 8%, 11hr, im Fr. Wilkesches Lokal. Brunnenstraße 188. teppdeden billigst direft in der Fabrik 72. Wallstr. 72 wo auch alte Steppdeden aufgearbeitet u. Hülfsarbeiter Deutschl. werden. Bernhard Strohmandel, ( Filiale Berlin.) Todes Anzeige. Am Mittwoch, den 30. Oftober ftarb freiwillig unser Mitglied Otto Simoneit im Alter von 24 Jahren.[ 39/10 Die Beerdigung findet heute, Mittwoch, nachmittags 4 1hr, von der Leichenhalle des ZentralFriedhofes in Friedrichsfelde aus statt. Um rege Teilnahme ersucht Der Vorstand. Berlin S 14. Juftr. Katalog gratis. Achtung, Zossen! Die ehemaligen Sänger des Gesangvereins Freie Sänger wverden hiermit au unserer am Sonnabend, ben 16. Mobbr., abends 8 11hr, im Lokale des Herrn Schimke stattfindenden Feier des 5. Gründungsfestes eingeladen. 66/ 12* J. A.: F. Saupe, Stubenrauchstr. 4. In meinem Engroshause direkt, einzeln an Private-!!! Nur Verkaufszeit von 10% vormittags bis 1%, nachmittags und von 3%, nachmittags bis 8%, abends. 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Singu lommen durch Eintritt 419 30. 12 570, x In Abzug kommen für Ausscheidende 80 X 80 Somit beträgt die Haftfumme am 80. Juni 1907 Geschäftsguthaben der Mitglieder. Beftand am 1. Juli 1906 Cingezahlt wurden im Laufe des Sabres Durch Bulchreibung erhöhten sich dies felben um a 9 Ausgezahlt an Ausgeschiedene Bleibt Bestand am 30. Juni 1907 1604 Mitglieber 50 520,-. 2 400, 48 120,- STR. 16 498,70 9. • 688,02 R. 2 098,16. 2 781,18 Bilanz der Sparkasse per 30. Juni 1907. Aktiva. Un Raffatonto. Effettentonto. D Darlehnstonto .Binsentonto Einrichtungskonto • 9. 2 708,25 Ber Spareinlagenfonto 19 279,88 m. 1590,94 17 688,94 2. Berlin, Oranienstr. 158 Riesen- Auswahl! Gardinen, Portieren, Stores, Vitragen, TüllBettdecken etc. Einzelne Fenster spottbillig! Pracht- Katalog mit ca. 600 Abbildungen gratis und franko. ALLE TAGE ANDERS Auf Teilzahlung elegante fertige Herren- Garderoben Anzüge Paletots Damen- und Kindergarderobe Auswahl kolossal! Wochenrate nur 1 Passiva. M. B 2 500, 5411,16 9 9 Sparer à Stonto Gewinntonto. • 10 372,18 271,10 105,93 Mark. . Summa 10 749,21 28,12 101,68 Summa 10 749,21 Gewinn- und Berluftkonto. 07. M. Per Gewimlonto.... Summa 149,50 An Abschreibung, 30%. Gewinn 149,50 Summa 43,57 105,93 . 149,50 • Charlottenburg, den 25. August 1907. Der Vorstand: Aug. Binter. A. Sellin. Revidtert und für richtig befunden Charlottenburg, den 26. September 1907. Joh. David. Für den Aufsichtsrat: 3. lid. H. Bade E. Ahrens. 146/7 Bilanz der Bäckerei- Genossenschaft Produktion Aktiva. An Barentonto vom 1. Juli 1906 bis 30. Juni 1907. Passiva. Debitorenfonto Raffakonto. Emballagekonto Inventarkonto Summa Rautionentonto Debet. U. 2 840,20 Ber Beschäftsanteiltonto Darlehnstonto Streditorenkonto. Untoften, Zinsenkonto MR. → 1582,28 1 110, 1775, 777,19 7 492,51 96,60 a Bortrag 1906 Gewinn 36,17 156,08 . Summa 10 666,36 Kredit. 36, 130, 5 350,69 10 666,86 Gewinn- und Verlust- Konto. M. M. 15466,09 ALLE Achtung! Achtung! Arbeiter, Parteigenossen Berlins und Umgebung! Die Bestrebungen unserer Organisation, auch in den Detailgeschäften der Herrenkonfektion Betriebswerkstätten und feste tarifmäßige Löhne zu erringen, haben bei den Firmeninhabern, welche um Bewilligung dieser Forderungen angegangen wurden, unter Ausflüchten, die wir als stichhaltig nicht anerkennen können, Widerstand gefunden. Wir sehen uns deshalb genötigt, die Solidarität der Arbeiterschaft zu Hülfe zu rufen. Die Delegierten zur Berliner Gewerkschaftskommission haben einem dementsprechenden Antrage einstimmig ihre Zustimmung erteilt und die Parteigenossen von Groß- Berlin find iesem Beschlusse beigetreten. Dank der Solidarität der Berliner Arbeiterschaft sahen fich eine Anzahl Berliner Konfektionäre veranlaßt, Betriebswerkstätten einzurichten und tariflich festgesetzte Beitlöhne an die Arbeiterschaft zu zahlen. Wir ersuchen daher mit Gegenwärtigem die Parteigenossen und Gewerkschaftsmitglieder Berlins nnd Umgebung, bei ihren Einfäufen und Bestellungen von Herren- und Knabengarderobe in Zukunft nur die nachstehenden Geschäfte berücksichtigen zu wollen. Norden: Hoffnung", Produktiv Genossenschaft der Blitz", Rosenthalerstr. 9. D Schneider, Brunnenstr. 185. Alle von dieser Firma in den Handel gebrachten Waren werden zu den von der Organisation feft. gefeßten Bedingungen hergestellt. Wir empfehlen diefelbe daher ganz besonders. Amerikanische Verkaufshallen, Rosenthalerstraße 53. ,, Blitz", Gr. Frankfurterstr. 187. " Blik", Chausseestr. 85. Diese Firma stellt den größten Teil ihres Ums fatzes zu den geforderten Bedingungen her. Baer Sohn, Chausseestr. 29/30. Diese Firma unterhält eine Betriebswerkstätte für 24 Arbeiter und hat die neunstündige Arbeitszeit eingeführt. Osten: ,, Blik", Frankfurter Chaussee 19, Lichtenberg. Haake, Landsbergerstr. 91. Baer Sohn, Gr. Frankfurterstr. 20. Amerikanische Verkaufshallen, Frankfurter Allee 186. Lindenbaum, Gr. Frankfurterstr. 141, hat versuchsweise eine Werkstätte eingerichtet. Süden: Blik", Kottbuser Damm 29/30. Heitinger, Deutsche Comp., Dranienstr. 40/41, ftellen einen großen Teil ihres Umfages zu den geforderten Bedingungen her. ,, Blitz", Schöneberg, Hauptstr. 10. Leske u. Lehrer, Kottbuser Damm 78. Wormann, Stottbuser Damm 77. Baer Sohn, Brückenstr. 11. Esders u. Dyckhoff, Oranienstr. 48. Westen: | Esders u. Dyckhoff, Am Dönhoffplak. Nachstehende Firmen haben die Errichtung von Betriebswerkstätten zugesagt: S. Adam, Leipzigerstr. 27/28. Fabisch u. Co., Rosenthalerstr. 8. Philipp Fabisch, Rosenthalerstr. 1, Bernhard Baer, Rosenthalerstr. 5. Sachs, Gr. Frankfurterstr. 132. May Schendel, Rosenthalerstr. 8. D. Perleberg, Chausseestr. 57; hatte eine Werkstätte eröffnet, diefelbe aber moleber gefchloffen, nachdem das Kammergericht ein für uns ungünstiges Urteil gefällt hatte. Alex Bohne, Landsbergerstr. 79. | Verkaufshalle Bulkan", Frankfurterstr. 5. Frankfurter Allee 134. Behrend, Grüner Weg 84. Ringel, Chauffeestr. 31, Brunnenstr. 47. Lewy n. Co., Brunnenstr. 50, Wilmers dorferstr. 47. Bendit, Brunnenstr. 68. Littmann, Dranienstr. 2. Schweriner, Chausseestr. 113. Joseph Wandt, Chauffeeftr. 80 a. Kommandithaus Schendel, Dranienstr. 38. Th. Juras, Chauffeeſtr. 79. die Be Da diesen Firmen anscheinend unter dem Einbrud des Kammergerichtsurteils fchaffung von Betriebsräumen sehr schwer fällt, ersuchen wir, diefelben nicht allzusehr mit dem Einkauf von Waren zu belästigen, damit ihnen mehr Zeit zur Verfügung steht, um ihr gegebenes Wort einzulösen. 166/ 15* TAGE ANDERS Verband der Schneider u. Schneiderinnen. Grösstes Haus am Nettelbeokplatz, Pank-, Gericht- und Reinickendorferstr.- Scke Verabfolgung von Norden- Marken. Wer eine Existenz durch lohnende Fabrikation sucht oder einen angenehmen Nebenerwerb wünscht, oder für hochlohnende Fabrikate und MassenverbrauchsArtikel Möbel- und Polsterwaren. Generalvertrieb Solide Preise. Teilzahlung gestattet. Fr. F. Burgemeister, Berlin O., Fruch straße 28. 20ne 830260 8inten 20,65 PAL An Untoftenfonto 19 の Rabatt " Binten • Inventarabschreibung " Gewinn 15 5 327,85 Ber Bruttogewinn 1093,94 150, 465,27 156 08 Summa 15 495,74 lebernommen am 1. Jult 1906 Mitgliederbetvegung. Eingetreten im Laufe des Jahres Ausgefchteben find während des Jahres. Bleibt Bestand am 30. Juni 1907 Betrug am 1. Jun 1906 Eingezahlt im Jahre Der Geschäftsanteil Summa Die Haftsumme Betrug am 1. Juli 1906 12 x 100 Hierzu kommen durch Eintritt 1 x 100 Am Schluß des Jahres Charlottenburg, ben 30. August 1907. Der Vorstand: Aug. Winter. Reviblert und für richtig befunden Summa 15 495,74 12 Mitglieder 1 Mitglied 13 Mitglieder 8 10 Mitglieber A. Sellin. Für den Aufsichtsrat: P. Liebe, H. Bade. E. Wuttke. K. Cyske. 1050. 60, 1110, 1200,-. 100, 1800,-. " 146/8 Mallerstr. 142 Etablissement ,, Pharus- Säle" Mullerstr.142 Mittwoch, 6. November, abends 8, Uhr: Vokal- Konzert Berl. Sängerchor 1896 unter Mitwirkung einer hervorragenden Solokraft. Eintritt 30 Pf. vom Es ladet ein Wernau. Teppiche, Portieren, Tischdecken und Läuferstoffe, Bettvorleger fertiggestopfte Betten and Steppdecken Damen- und HerrenLeibwäsche Wochenrate 1,00 M. S. Dorn Waren- u. Möbel- Kredithaus 3 Alte Schönhauserstr. 3 am Schönhauser Tor. 417L übernehmen will, verlange gratis unseren 48 seitigen illustrierten Hauptkatalog. Fallnichts Laboratorium, G. m. b. H., Eidelstedt 187 bei Hamburg. Meine Existenz verdanke ich Ihnen. G. M. in A. Bedaure, Ihre werte Adresse nicht schon früher gewußt zu haben. F. L. in W. Aehnliche Kundgebungen viele. Pelz- Stolas, Muffen, Kindergarnitur, mur streng reelle Ware, gebe zu ausserordentlich niedrigen Preisen bei sehr Grosser Auswahl aneh elnzeln ab. 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