Nr. 6. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 8,30 Mart, monatlich 1,10 m, wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage ,, Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. In der Post- Zeitungs- Preisliste für 1898 unter Nr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Versammlungs Anzeigen 20 fg Inferate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in ber Expedition abgegeben werben. Die Expedition is an Wochens tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Fesitagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Eernsprech- Anschlus Jut I, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Was ,, Väterchen" kann und nicht kann. Sonnabend, den 7. Januar 1893. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. flogen kommen, die Nihiliſten find so boshaft, den Spizeln die Potemkin vor 100 Jahren der Kaiserin Katharina auf berühmten Reise in die Krim gezeigt hat*). Bäterchen wird seinem Volk etwas malen. Politische Uebersicht. Berlin, den 6. Januar. Mit der Berathung der neuen Steuervorlagen nicht freiwillig in die Hände zu laufen, und die Bauern der sind so verrückt, das Verhungern Väterchen zu lieb nicht für ein Pläfir, und die Nihilisten nicht mehr für Teufel zu Wer Väterchen ist, das weiß man in Rußland und halten. Kurz die Maschinerie arbeitet" nicht mehr richtig. den angrenzenden Ländern, zu denen auch Deutschland ge- Alles ist aus dem Leim, die Welt aus den Gelenken. hört, namentlich Preußen oder Borussia, die verlateinerte Soll die Welt wieder eingerenkt werden, so muß Väterchen Form für Vorrußland wenigstens wird es von Schrift- eine große That thun; und Väterchen will es. Und was gelehrten behauptet und die Geschichte giebt ihnen Recht. Väterchen will, das wird auch That, denn Väterchen ist Bäterchen heißt fleiner Vater, aber flein nicht im Sinne allmächtiger ist nicht blos der Stellvertreter Gottes förperlicher, geistiger oder politischer Kleinheit, denn körper- auf Erden, er ist selber ein Gott in Menschengestalt; und lich, geistig und politisch ist Väterchen groß, sehr groß, über was Gott fann, das kann auch Väterchen. Gott hat die wird der Reichstag gleich nach seinem Wiederzusammentritt menschlich groß, all seine Unterthanen unendlich überragend Welt geschaffen aus nichts so gut Gott das konnte, sich beschäftigen. Da die Steuervorlagen die Bewilligung ein Gott unter ziverghaften, ohnmächtigen Menschen-kann ich's", denkt Bäterchen. Ich will mir eine neue Welt der Militärvorlage zur Voraussetzung haben, so dürfte diese wenigstens in der Einbildung. Nein klein als Bärtlichkeits- schaffen, wenigstens eine neue Weltordnung." Und siehe da, Berathung wohl nur eine Art Fühler sein, aus dem das ausdruck, so daß Väterchen eigentlich heißt: geliebter Vater. Das Schöpfungswert hat schon begonnen. Es ist freilich Schicksal der Militärvorlage und die Bereitwilligkeit zu Also ein geliebter Vater seines Volts, dessen Angehörige erst im Anfang der Schöpfungsgedante aber ist fertig, Rompromissen erkennbar wäre. seine Kinder sind, und von ihm geliebt und gehegt werden, und den Eingeweihten wird er offenbart in den Spalten Für die Militärvorlage legt sich die wieder offiziös wie die Kinder einer Familie von dem leibhaftigen Vater eines heiligen Blattes in Petersburg, des Herold", welcher gewordene„ Kölnische Zeitung" gewaltig ins Beug. Sie wenigstens in der Einbildung. Man nennt das ausersehen ward, der russischen Menschheit das Glück zu sucht jetzt zu beweisen, daß Deutschland vor 200 Jahren ,, väterliches Regiment"- das höchste Jdeal unserer verkünden, das ihr bevorsteht. bereits ebenso hohe Ausgaben für das Militär gemacht hat, auserwähltesten und einflußreichsten Staatsmänner", von und sie braucht nur noch den Beweis zu führen, daß die den Metternich an bis auf die neueste Zeit. Und das väterdamalige Zeit eine beneidenswerth glückliche gewesen. Die liche Regiment ist seiner Natur nach auch ein persön Erinnerung an jene Zeit hätten die monarchistischen Blätter liches Regiment. Der Vater" muß mit seiner Person am allerwenigsten Anlaß zu wecken. Heute vor 200 Jahren einstehn, mit seiner Person den„ Gott aus der Maschine", die gab es in Deutschland wohl kaum einen Fürsten, den man lebendig gewordene Vorsehung spielen, mit seiner Person nur halbwegs als anständigen Menschen gelten lassen könnte. Wohlthaten und Peitschenhiebe( alles Gnadengeschenke) ausGeistig und sittlich verwahrloft, ohne Gewissen und Scham theilen, und schließlich auch mit seiner Person zahlen, wie saugten diese kleinen Despötchen ihre Länder aus, um ihren die Franzosen das nennen, das heißt sich persönlich von Lüften zu fröhnen, jeder von ihnen jeder Zeit bereit, sich irgend einem religiösen oder politischen Fanatiker", der Es ist Logik in dem Drakel, und in dem Schöpfungs- dem Auslande zu verkaufen und das Reich zu verrathen, die Persönlichkeit ernst nimmt, todt stechen oder todt Wert. Das Schöpfungswort ist gesprochen; und an dem um sich einen kleinen Vortheil zu verschaffen. Der Rückschießen lassen, je nachdem. In Rußland, wo das väter- Wort eines Bäterchens" soll man nicht deuteln. Weg mit blick auf jene Zeit ist gewiß nicht geeignet, die Neigung für liche und persönliche Regiment zur höchsten Vollendung ge- schnöden Zweifeln und nörgelnden Einwendungen. Ihr den Militarismus zu wecken. langt ist, hat es bekanntlich auch in letzterm Punkte Be- sagt, soziale Revolutionen lassen sich so wenig machen" deutendes geleistet, und die Mehrzahl sämmtlicher Bäterchen" wie politische die Entwickelung eines Bürgerstandes könne Die nationalliberalen Mannesseelen sind in Ver haben allerdings nicht freiwillig Regierens mit ihrer Person bezahlt. die Freuden des sich nur organisch nach bestimmten unabänderlichen Gesetzen zweiflung bei dem Gedanken an die wahrscheinliche Aufda dies vollziehen? Bah! Warum soll Väterchen nicht über den lösung des Reichstages. Auf die Frage: Wem kämen auch von dem für seinen göttlichen Beruf und sozialen und politischen Entwickelungsgesetzen stehen? Stand Reichstagswahlen in nächster Zukunft zu gut? gelangt die feine himmlische Mission begeistertsten Väterchen nicht doch ein deutscher Kaiser einst über der Grammatik, und Nationalliberale Korrespondenz" unter ergöglichen Hengsteals Annehmlichkeit aufgefaßt werden kann, so ist es be- fönnen doch die Götter der Erde sich noch über ganz andere sprüngen zu der sehr richtigen Antwort, daß es den staatsgreiflich, daß das gegenwärtige Väterchen sich ungemüthlich Dinge hinaussehen. männischen Rompromißlern sehr schlecht, desto besser dafür " Und Hören wir das Drakel. Alles schweige, jeder neige ernsten Tönen nun sein Dhr! " Die Finanzkraft Rußlands muß gesteigert werden, damit die militärische Leistungsfähigkeit steigt. Die Finanzkraft der westlichen Staaten steckt in ihrem Bürgerstand, Rußland hat keinen Bürgerstand, ein Bürgerstand muß in in Rußland geschaffen werden!" Fiat! Es werde! = damit und unbehaglich fühlt, und das schwebt nun einmal Drum aufgepaßt! Das Schöpfungswerk geht vor sich. ben bösen Demagogen und Umstürzlern ergehen würde. jetzt in der Luft seine Lage zu verbessern sucht. Die Aus Saturn Bäterchens Schädel wird demnächst, flugs, und mit herzzerreißenden Jammergeberden fleht sie die Nothwendigkeit drängt sich ihm um so mehr auf, als die gestiefelt und berockt, mit strogendem Geldbeutel in jeder staaterhaltenden Parteien an, dem gestrengen Herrn Caprivi Regierungsmaschinerie nicht mehr recht ihre Dienste thun langfingrigen Hand der Bürgerstand hervorspringen. Doch ja alles zu bewilligen, und noch etwas mehr will. Ob nun zu wenig oder zu viel geschmiert" wird, oder Im Westen geht er unter, gleich der Sonne- freilich in das fürchterliche Unglück der Auflösung nicht über Deutsche was sonst immer schuld sein mag- Väterchen, der Ober- einem Schmußmeer-, und im Osten steigt er auf, gleich land hereinbreche. maschinist, ist selbstverständlich unfehlbar und folglich auch der Sonne- dant Väterchen. ganz schuldlos, genug, die Maschinerie will nicht mehr Ihr glaubt's nicht? *) Jm Jahre 1787 ließ Potemkin, einer der unzähligen Liebgehen. Das dumme Volk hat sich in den Kopf gesetzt, Blödäugige Thoren die Ihr seid! Schaut nur hin! haber der großen" Kaiserin Katharina, diese größte aller Buhldirnen", wie Byron sie genannt hat, Monarchinnen und Hungers zu sterben, die dumme Erde will keine Ernte mehr Wir sehen schon die Zukunftsbürger, krabbelnd und wim- nach der, kurz vorher den Türken gestohlenen Krim reisen, und geben, die dummen Kapitalisten des Westens begreifen nicht melnd ein riesiger Ameisenhaufen die russischen Bu- zeigte ihr unterwegs, damit sie den Reichthum des Landes kennen mehr die Ehre, vom Väterchen angepumpt zu werden, das kunftsbürger? Wir unterscheiden schon deutlich die Gesichter. lerne, hunderte und hunderte von reichbevölkerten Dörfern und nöthige Geld für die Armee will nicht vom Himmel ge- Es find alte Bekannte, es sind die Enkel der glücklichen Bauern, Städten, die in der Ferne- auf Theaterkoulissen gemalt waren. Nachbruc verboten.) Feuilleton. Bel- Ami. Roman von Guy de Maupassant. [ 57 Augen zu ihm empor und starrte ihn ihn erschreckt Sie war so trant, daß man für ihr Leben fürchtete. Erst an. Bei dent zitternden Licht der einen Kerze, am nächsten Tage erlangte sie den vollen Gebrauch ihrer das von unten her auf ihn fiel und ihn schwach be- Vernunft wieder. Da begann sie zu weinen. leuchtete, glich er so sehr Bel Ami, daß es nicht mehr Susanne's Verschwinden wurde der Dienerschaft damit Christus, sondern ihr Geliebter war, der auf sie herabblickte. Seine Augen, seine Stirn waren es, der Ausdruck seines Gesichtes, seine kalte, stolze Miene. " erklärt, daß sie plötzlich ins Kloster geschickt worden sei. und Herr Walter beantwortete einen langen Brief Du Roy's und gestand ihm darin die Hand seiner Tochter zu. " Jesus!- Jesus!- Jesus!" stammelte sie, aber das Bel- Ami hatte sein Schreiben in dem Augenblick, als Sie ergriff ihre Rerze, verließ das Zimmer und stieg Wort Georges" trat ihr auf die Lippen. Jesus! er mit Susanne Paris verließ, in den Briefkasten geworfen. in den Wintergarten hinab. Ganz an seinem Ende hing Jesus!" wiederholte sie, aber sie dachte an ihre Tochter und Er hatte alles am Abend seiner Abreise vorbereitet. In Das Bild in einem kleinen, von einer Glasthür abge- ihren Geliebten. So deutlich sah sie sie vor sich, daß sie dem Briefe hieß es in respektvollen Ausdrücken, daß er das schlossenen Raum, damit die Feuchtigkeit der Erde nicht an die Stelle des Gemäldes traten. Sie lächelten sich an, junge Mädchen liebe, daß keine Verabredung zwischen ihnen das Gemälde zerstöre. er füßte sie. Sie erhob sich, sie ging auf sie zu, sie wollte getroffen worden sei, daß er sich aber, als er sie in voller Es war eine Art Kapelle in einem Walde voller ihre Tochter bet den Haaren packen und aus seinen Armen Freiheit zu ihm kommen sah und sagen hörte: jonderbarer Bäume. reißen. Sie haßte ihre Tochter, sie wollte sie an der Kehle Jch will Ihr Weib sein, für befugt erachtet Als Frau Walter den Wintergarten betrat, den sie fassen, sie erwürgen Jetzt faßte sie sie... und ihre habe, sie zu behüten, ja selbst zu verbergen, fonft immer nur im hellen Lichte gesehen hatte, blieb sie von Hände berührten das Bild. bis er eine Antwort von den Eltern erhalten hätte, deren gesetzliche Einwilligung ihm zwar außerordentlich werthvoll sei, aber doch nicht so werthvoll wie die seiner Verlobten. Er bat Herrn Walter um postlagernde Antwort; etn Freund würde ihm den Brief zukommen lassen. seiner tiefen Finsterniß betroffen stehen. Die schweren Sie stieß einen lauten Schrei aus und fiel auf den Tropenpflanzen verdichteten die Luft mit ihrem schwülen Rücken. Das Licht wurde umgestoßen und erlosch. Hauch. Die Thüren waren geschlossen, und der Duft, den Was geschah mit ihr? Ein sonderbarer schrecklicher diese fremden Gewächse unter dem Glasdom ausströmen Traum hielt sie lange gefangen. Immerfort sah sie Georges ließen, fiel ihr schwer auf die Brust, betäubte sie, machte sie und Susanne, und Jesus segnete sie. Als er erreicht hatte, was er wollte, brachte er Sus runten, that ihr wohl und wehe und gab ihrem Körper Sie hatte das dumpfe Gefühl, als sei sie nicht in ihrem sanne nach Paris zurück und schickte sie zu ihren Eltern. die dumpfe Empfindung schwächender, tödtlicher Wolluft. Zimmer. Sie wollte aufstehen und fliehen, aber sie ver- Selbst darauf verzichtete er, vor einiger Zeit dort zu erDie arme Frau schritt laugsam weiter. Die Finsterniß mochte es nicht. Eine Lähmung hielt ihre Glieder gefesselt, scheinen. erschreckte sie; in dem unsicheren Schein ihrer Kerze nur ihr Gehirn arbeitete noch verwirrt. Schreckliche, un- Sechs Tage hatten sie in La Roche- Guyon an der tauchten riesige Pflanzen wie Ungeheuer, wie scheinbar be wirkliche, phantastische Bilder quälten sie, frankhafte Träume, Seine verlobt. lebte Wesen, wie bizarre Mißgeburten um sie herum auf. jagten sich, sondern Träume, wie sie die schlafenden Tropen- Noch nie hatte sich das junge Mädchen so amüsirt. Plöglich fab fie Jesus. Sie öffnete die trennende Thür pflanzen mit ihren bigarren Formen und schweren Gerüchen Es hatte die Schäferin gespielt. Da er Susanne für seine und fant in die Knie. den Menschen ins Blut hauchen, und die zuweilen zum Schwester ausgab, lebten sie in freier, teuscher VertraulichZuerst betete sie ihn wie verzückt an, schluchzte Liebes- Tode führen. teit, in einer Art verliebter Kameradschaft miteinander. worte, leidenschaftliche, verzweifelte Anrufungen. Dann Am Morgen fand man Frau Walter bewußlos und Er hielt es für geschickt, sie zu respektiren. legte sich der Eifer ihres Eifer ihres Gebetes, sie hob die beinahe erstickt vor dem Bild: Jesus geht auf den Wogen." Am Tage ihrer Ankunft hatte sie sich Wäsche und Bäuerin Nun " " es giebt viele Reichsboten, die ein böses Ge- Jetwas erträglicher erscheinen, daß sie unter sich eine noch| Pfennig zu zahlen. Man findet den früheren Minister Fernando wissen und Angst vor ihren Wählern haben. Diese alle gedrücktere Klasse von Arbeitern haben, die sogenannten Cos- Gayon mit 1250 Attien à 500 Frts., Rodriguez San Pedro zittern vor einer Auflösung und sind geneigt, den Rath der Hofgänger", Derartige Arbeiter aber, die sich heute mit mit 750 Aktien, Herreras de Tejada mit 250 Aftien, den Nationalliberalen Korrespondenz" zu befolgen. Daß die einer so geringen Löhnung begnügen, daß selbst der Inst Grafen Morphí, Privat- Settretär des Königs Alfons, mit Wähler sich ja ihre Vertreter genau ansehen, Herz und mann noch an ihnen profitiren kann, giebt es heute glück- 250 Aftien, den Senator Ruiz mit 250 Aftien u. 1. w. So Mieren prüfen, und alle, die den Kompromiß- Bazillus im licherweise nicht mehr. erklärten sich die großen Privilegien, die diesen Gesellschaften Leibe haben, einer tüchtigen Kneipptur unterwerfen! ertheilt wurden, die Fortdauer der Mißbräuche, denen man Die kapitalistische Preffe braucht gegenüber den Aus Jahrzehnte hindurch nachsah, die persönlichen Bergünstigungen, ständen im Saarrevier den alten Kunstgriff, dieselben die gewährt wurden zum großen Nachtheile sowohl des auf Einflüsse von außerhalb zurückzuführen. Beweise Staates als auch der Gegenden, um deren Fruchtbarmachung dafür bringt sie nicht, oder sie sieht schon darin, wie die es sich handelte und die man in unproduktivem Zustande Magdeburgische Zeitung", einen Beweis, daß unser Blatt ließ. Die Mittel, die nothwendig wären, das verarmte die Lage zeichnet". Es ließe sich vielleicht mit größerem Land zu besserem Wohlstand zu bringen, verschwinden in echte behaupten, daß die benachbarten Hüttenwerke zum den Taschen des Bourgeois- Regiments. Dank für das freundliche Entgegenkommen der Regierung auf alle ihre Wünsche die Gelegenheit benutzen, ihr Konkurrenz zu Aus Frankreich nichts Neues. Ein ehemaliger machen. So werden, wie die„ Kölnische Zeitung" schreibt, in den Minister, Ba isaut, sollte gestern verhaftet worden sein, größeren Blättern des Saarreviers bereits Ruhrkohlen zu das Gerücht hat sich aber ebenso wenig bestätigt, wie neulich billigem Preise angeboten und Lieferungsangebote auf im Falle Andrieur's. Bis jetzt sind blos politische Nullen belgischen Roats follen schon bei einzelnen größeren Werfen gepackt worden. An die" Großen", auf die jeder mit eingetroffen sein. Freilich fügt dasselbe Blatt, um Miß- Fingern weist, hat die Regierung sich noch nicht gewagt. verständnisse zu vermeiden", hinzu, daß bis jetzt sich noch fein Mangel an Saarfohlen bemerkbar gemacht hat, sondern daß noch große Vorräthe vorhanden sind. Bei dieser Gelegenheit müssen wir nochmals vor der Illusion warnen, als sei die Auflösung des Reichstages un gewiß. Das ist durchaus nicht der Fall. Die bekannten Aeußerungen des Kaisers haben die Situation gar nicht geändert. Die persönlichen Anschauungen des Kaisers waren längst bekannt, und sie haben sogar vielleicht die Wirkung, manchem Reichsboten das schwache Rückgrat noch mehr zu schwächen. Es steht heute genau wie vor Wochen, als wir fagten: Von den Wählern hängt es ab, ob die Militärvorlage bewilligt wird oder nicht. Sind die Wähler nicht auf der Wacht, so wird sich im Reichstage eine Mehrheit finden." Also, Ihr Wähler, thut Eure Schuldigkeit. Nieder mit der Militärvorlage! Dem 21 Den Nothstand verschulden die Sozialdemokraten, diese Weisheit des Posener Tageblatt" zu verbreiten, läßt sich die Norddeutsche Allgemeine Zeitung" angelegen sein. Die Sozialdemokratie ärgert und schädigt die agrarischen Junker und die industriellen Ausbeuter, die eigentlichen Wohlthäter der Arbeiter, und verschuldet dadurch die schlechte Lage der Arbeiter. Eine Beweisführung so dumm wie frech. " Eine Katastrophe der monarchischen Gewalt sieht Professor Delbrück in den„ Preußischen Jahrbüchern" sich Geld, und wo das Geld fehlt, da fehlen auch die SolEine schlaue Idee. In Rußland fehlt es an vollziehen, wenn die Militärvorlage abgelehnt wird. Nicht blos Caprivi sondern auch das gesammte preußische daten. Und ohne Geld und Soldaten kein Väterchen". Ministerium und zum mindesten die leitenden Minister der Unter den denkwürdigen Ereigniffen des Monats Mit dem Pumpen geht's nicht mehr. Die Engländer, Mittelstaaten müßten abtreten, denn die Ablehnung der Dezember prangt in dem neuesten Tageskalender des Holländer und Deutschen haben den russischen FinanzVorlage wäre zugleich auch ein Schlag gegen die Autorität Leipziger Tageblatt"( heutige Nummer) unter dem Berzeihung Pumpministern die Thür gewiesen, die galanten des Bundesraths. Und wenn nun alle Minister ihren Ab- 4. Dezember eine„ Versammlung der unabhängigen So- Franzosen, für welche in Geldsachen die Gemüthlichkeit schied nähmen und auch unter den neuen Ministern und zialisten". Gauze" fünf Mann( nicht Männer)! Gage ebenso gut aufhört wie für andere Leute, geben zwar viel neuen Reichskanzler der Reichstag die Militär- mir, wer Dich lieb hat, und ich sage Dir, wer Du bist." schöne Worte, aber auch nicht einen rothen Heller. In der vorlage ablehnte? Wenn Herr Professor Delbrück That ein kritischer Kasus. Was soll aus Väterchen werfeine Schlußfolgerung weiter fortsegte, müßte er zur Denunziantengesindel. In nationalliberalen und den, wenn niemand ihm pumpen will. Heißt es da nach der Annahme kommen, daß der Kaiser und sämmtliche Fürsten sonstigen reaktionären Blättern befindet sich ein, wahrschein- Melodie des bekannten Studentenliedes: Ein Pfiffikus hat abbanken würden, wenn die Militärvorlage fortgesezt ab- lich der Nationalliberalen Korrespondenz" entnommener Rath erdacht. Er empfiehlt in einem Petersburger gelehnt würde. Das glaubt nicht einmal Professor Del- Waschzettel aus Berlin, in welchen das auf den 21. Januar Regierungsblatt die Schöpfung eines Mittelbrück, geschweige denn irgend ein anderer. anberaumte Stiftungsfest der Berliner Arbeiterbildungsstandes".( S. den Leitartikel.) Die schlummernden schule als eine Feier der Hinrichtung Ludwigs XVI. bezeichnet Finanzkräfte des Reichs müssen geweckt, der Nationalwird, dessen Kopf am 21. Januar 1793 fiel. Der Zweck reichthum muß entwickelt werden. Und das kann nur ein der niedrigen Denunziation liegt auf der Hand. Pfui!- Bürgerstand thun, und fintemalen wir keinen haben, muß einer geschaffen werden. Ist er geschaffen, dann fehlt's Wie der Herr, so der Knecht. Die Allgemeine nicht mehr an Geld für Soldaten und Bäterchen. Man sieht, Beitung" in München, die sich der Raketenkiste von der russische Offiziofus ist ein ganz heller" Patron, er weiß, Friedrichsruh mit Haut und Haaren verschrieben hat, brachte wozu der Bürgerstand gut ist. Schade nur, daß er vervor einigen Tagen einen langen Artikel, in dem sie nachzu- geffen hat, uns zu sagen, was aus Väterchen werden soll, weisen suchte, daß Bismarck im Juli 1870 durch Entsendung des bis der Bürgerstand herangezogen ist. Das wird doch Dasselbe offiziöse Blatt entnimmt der Deutschen volts- Grafen Eulenburg nach Ems den König Wilhelm zur Ab- günstigsten Falls Jahrzehnte, dauern. Dder glaubt er, wirthschaftlichen Korrespondenz" ein Lob der günstigen Ar- weifung der Benedetti'schen zweiten Forderung ge- Bäterchen könne heren? beiterverhältnisse in Mecklenburg, welche die Folge der strammt habe. Um diese Version glaublich zu machen, bedortigen patriarchalischen Arbeitsverfaffung sein. Ein Prophet gestorben. Unter den ommuDiese zieht sich der literarische Handlanger auf eine englische patriarchalische Ordnung sei jedoch auch in Mecklenburg Depesche, die schon am 12. Juli in London, und via Londonistischen Kolonien in Amerika ist die von gefährdet, wie selbst die genannte Korrespondenz einräumen in Berlin bekannt gewesen sei. Heute zeigt nun ein Kun- conomy in der Nähe von Pittsburg, Staat Pennmuß. Sie fügt nämlich ihrer rosenfarbenen Schilderung der diger in der Kreuz- Zeitung", daß hier das Datum ge- sylvanien, die bedeutendste. Ursprünglich von Robert Owen gegegründet, ging fie in die Hände Rapp's über, der ein Arbeiterlage hinzu: fälscht, und daß, laut Ausweis des englischen Blaubuchs, " Von entscheidender Bedeutung für die Gesammtlage der bie betreffende Depesche erst am 13. Juli in London ein- kommunistisch- despotisches Gottesreich im Kleinen herstellte und die Kolonie finanziell sehr in die Höhe brachte. Nach Softagelöhner und thre aufünftige Gestaltung ist die gelaufen ist, womit der ganze Schwindel zu Boden Hofgängerfrage". In Mecklenburg, wie überhaupt fällt. Man sieht, der Handlänger hat vom" Chef" ge- Bater" der Kolonie, die er im Geiste Rapp's leitete. Am seinem Tode wurde Jakob Henrici Oberprophet und im Often, ist die Lebensfähigkeit des Instverhältnisses zum lerut. Theil barauf gegründet, daß mehrere Arbeitsfräfte aus einem ersten Weihnachtstag v. J. ist Henrici, wie uns aus und demfelben Hause gestellt werden; wo das nicht möglich ist, Ein spanisches Panama. Ueberall Panama! Wie Pittsburg gemeldet wird, im Alter von 90 Jahren gestorben. ist die Stellung von Hofgängern erforderlich. Die Schwierig in Frankreich der Panama- Kanal so macht jezt in Spanien Sein Nachfolger wird voraussichtlich ein gewisser Johann feit, folche Sofgänger zu erhalten, wächst aber von Jahr zu der Ebro- Kanal Lärm. Beide Unternehmungen offenbaren Duß werden, welcher der jüngste ist unter den alten Knaben Jahr, namentlich deshalb, weil die Abwanderung der jungen den kapitalistischen Schwindel und die Korruption der und Mädchen- denn junge dürfen nicht in der Rolonie Leute in die Städte den Tagelöhnern die Kinder oft verhält tapitalistischen Staatsordnungen. nißmäßig früh entzieht und inländische Arbeiter sehr selten bereits eine lange Geschichte. Der Ebro- Kanal hat sein, deren oberstes Gesetz die Chelosigkeit ist und unter zur Uebernahme von Hofgängerstellen bereit sind. Infolge Sie datirt vom Jahre dem das Miniatur- Gottesreich wohl aussterben wird. Dann deffen müssen Leute von auswärts bezogen werden; theils her 1834. Anfangs handelte es sich um den Kanal von kommen freilich die schweren Sorgen der Erbvertheilung. untergekommene Handwerker, theils andere zweifelhafte Per- Tamarite, dann um den aragonischen und katalonischen Das Gesammtvermögen wird schon jetzt auf 30 Millionen sönlichkeiten übernehmen solche Stellen. Hier und da Kanal, aber immer handelte es sich um dieselbe Sache, die Dollar geschätzt und wer und wo sind die Erben? ist die Haltung des Hofgängers auch schon beseitigt und den Namen nur änderte, um den Schein zu erregen, daß deshalb ein Theil des Deputatlandes gekürzt worden, fie in neue Hände übergegangen sei. Die Konzession oder es find vom Deputat Abzüge gemacht worden. Dazu zum Kanal von Tamarite war am 25. April 1834 tritt bas relative Zurücktreten bes Getreidebaues auf den unter der Bedingung ertheilt, daß die ArRübengütern und den Weidewirthschaften, was die Drescher beiten am 27. April 1851 beendet sein sollten; an Bedeutung zurückdrängt und entweder zur Bermehrung der Deputate oder zur Verminderung des Dreschertrages führt. da diese Bedingung nicht erfüllt wurde, so ertheilte die NeEndlich bedroht der Abzug der ständigen Arbeiter aus dem ritter- gierung nach langer Verschleppung die Konzession an eine Ein Extrablatt der Bergmanns- Zeitung Schlägel und schaftlichen Besitz und ihr Erfaz durch Wanderarbeiter, andere Gesellschaft und nachdem auch der dieser gesetzte Eisen", datirt vom 4. Januar, veröffentlicht folgenden Bericht und zwar burch solche niedrigeren Kulturniveaus auf den Termin 1875 abgelaufen war, erhielt eine dritte Gesell- 1893, sämmtliche Gruben des Saarreviers mit ca. 27-28 000 Mann. des Streiftomitees. Es liegen im Ausstand, am 4. Januar meisten intensiv, zumal mit Rüben tultivirten Gütern den schaft die Konzession. An Stelle dieser Gesellschaft trat im Das Maschinenpersonal theilweise im Ausstand. Am Sonntag, ganzen Bestand der Arbeitsverfassung wie der Lebenshaltung." Jahre 1888 eine vierte. Aber wie auch die Namen der den 8. Januar, follen alle Vertrauensmänner Versammlungen Man sieht hieraus, worauf das Glück des Arbeiters Gesellschaften waren, die Personen blieben immer die- abhalten, indem nach neuester Mittheilung die Bergleute von unter der patriarchalischen Herrschaft der mecklenburgischen selben. Minister, Senatoreu und hohe Beamte waren den Steigern im Namen des Gesetzes aufgefordert werden, die Junker hinausläuft. Die Lage der Justleute mag dadurch mit ungeheuren Summen betheiligt, ohne auch nur einen Arbeit wieder aufzunehmen. Weiter veröffentlicht das Extrablatt folgende Bekanntmachungen: Kleider gekauft und ging, einen riesigen, mit Feldblumen geschmückten Strohhut auf dem Kopf angeln. Sie fand die Gegend reizend. Ein alter Thurm war da und ein altes. Schloß, wo herrliche Gewebe zu sehen waren. " " Vom Bergarbeiter- Streik. " 1. Petition an das tgl. Landraths- Amt Saarbrücken. An Das hätte ich nur anfangs ahnen sollen. Aber nein, wie das fgl. Landraths- Amt zu Saarbrücken. Bildstock, den 4. Jan. fonnte ich denn glauben, daß Du ein solcher Lump bist." 1898. Den wohllöblichen fgl Landrath zu Saarbrücken ist unterEr nahm eine würdige Miene an:" Ich bitte Dich zeichneter Borstand des Rechtsschuß- Vereins aufgefordert zu bitten, doch dringend auf die Ausdrücke zu achten, die Du an- daß tgl. Landrath als Vermittler zwischen der Direktion SaarGeorges trug einen Matrosenanzug, den er bei einem wendest." brücken und dem von den Bergleuten vorgeschlagenen Komitee auftreten. Da sich nun aus der, in der Anlage beiliegenden Landkrämer fertig gekauft hatte, und ging mit Susanne die Gie empörte fich über seine Entrüstung:" Was! Ich Karte( Abschrift vom Original) ergiebt, daß fgl. Bergwerks Ufer entlang spazieren, oder ruderte sie den Fluß herauf, foll Dich wohl noch mit Handschuhen anfassen! Wie ein Direktion nicht mit besagtem Komitee unterhandeln will, bitten Als er ihr fagte: Morgen tehren wir nach Paris zurück! Lump beträgst Du Dich mir gegenüber, seit ich Dich kenne, wir ganz ergebenst im Namen aller Bergleute Guer Wohlgeboren, Ihr Vater willigt in unsere Verbindung", flüsterte sie naiv: und jezt verlangst Du, ich soll es Dir nicht sagen? Jeden die nöthigen Schritte herbeizuführen. Der Kontrollausschuß des Schon? Es machte mir so viel Spaß Ihre Frau zu sein." betrügft Du, jeden beutest Du aus, suchst Vergnügen und Rechtsschuß- Vereins. Der Vorstand des Rechtsschutz- Vereins. Geld, wo und wie es auch sei, und jetzt fällt Dir ein, daß( folgen die Namen). Es war dunkel in dem kleinen Gemach der Rue de ich Dich als anständigen Menschen behandeln soll?" Constantinople, denn Georges Du Roy und Clotilde von Er erhob sich und sagte mit zitternden Lippen: Schweig, Marelle hatten sich vor der Thür getroffen, waren rasch oder ich werf Dich hinaus!" eingetreten, und sie hatte ihn, ohne ihm Zeit zu lassen die Jalousien zu öffnen, gefragt: X. Du heirathest also Susanne Walter?" Er gab es mit sanfter Stimme zu und fügte hinzu: Wußtest Du es denn nicht?" " hier hinauswerfen,... Du mich hier hinauswverjen Du.. Du?. 糖 . Der Landrath hat das Gesuch abgelehnt, ebenso die Direttion Saarbrüden. 2. Aufruf der westfälischen Kameraben! Rameraden! die Würfel find gefallen, und der Streik der Bergleute auf den Mich hier hinauswerfen?"... stammelte fie, mich fistalischen Gruben des Saarreviers ist nunmehr zur Thatsache ... geworden. Seit dem 29. Dezember befinden sie sich im Ausstand. Es ist das ein Kampf für das gute Recht der Grubenarbeiter, Sie fonnte nicht weiter reben, so sehr erstickte fie der welches ihnen durch die neue Arbeitsordnung getürzt werden Da trat sie zornig und empört auf ihn zu und sagte: Born, aber plötzlich, als wenn die Thür vor ihrer Wuth follte. Schon seit langer Zeit lastet auf der hiesigen Bergarbeiter fchaft der Druck eines fapitalfräftigen Gegners, und stets ist durch " Du willst also Susanne Walter heirathen. Das ist aber ersprungen wäre, brach sie los: Mich hier hinauswerfen? Du hast wohl ganz ver denn die nunmehr Ausständigen zum Streit gezwungen. ihn zu der Erregung neuer Zündstoff hinzugetragen. So find Sie wirklich stark! Seit drei Monaten bist Du liebenswürdig gessen, daß ich die Wiethe für diese Wohnung vom ersten griffen zu der zweischneidigen Waffe, und wollen sie zu ihrer Ubzu mir, nur damit ich es nicht merke. Jeder weiß es, nur Tage an bezahlt habe. Ach ja! Du hast fie ja von Beit wehr benußen. Pflicht aller in Arbeit befindlichen Kameraden ist ich nicht. Mein Mann mußte mir es erst sagen!" Du Roy versuchte zu lächeln, aber er war doch zu Zeit auf Deine Rechnung genommen. Aber wer hat sie es daher, die kämpfenden Brüder zu unterſtüßen. Beweise hier denn gemiethet? Ich! Und wer hat sie immer ein jeder feine Solidarität und leiste sowobl in moralischer wie ein wenig verwirrt. Er stellte seinen Hut auf weiter behalten?... Jch!... Und Du willst mich jetzt materieller Beziehung den Ausständigen hilfreichen Beistand. Die eine Ecke des Kaminfinses und setzte sich in einen Geffel. hier hinauswerfen! Schweig doch, Du Taugenichts! Dentit Beit ist eine schwere und an jeden, der noch gegenwärtig beSie sah im gerade ins Gesicht und sagte mit leifer, wohl, ich weiß nicht, daß Du Madeleinen die Hälfte der friedigende Arbeitsgelegenheit hat, kann gar bald diese bittere zornbebender Stimine: Seit Du Deine Frau verlassen Baubrec'schen Erbschaft gestohlen haft? Denkst wohl, ich tretet Mann für Mann für die Ausständigen ein, forget, daß sie Prüfung herantreten. Darum Kameraden, thut Euere Pflicht, haft, bereitest Du diesen Streich schon vor. Und ich bin weiß nicht, daß Du Susanne verführt haft, um sie zur nicht durch Noth gezwungen find, fich unwürdigen Arbeits Die inzwischen als Interimsgeliebte gut genug. Du Heirath zu zwingen..." Schuft Du!" bedingungen zu unterwerfen. Ihr Sieg ist Euer Sieg! Darum handelt nach dem Grundsay: Einer für Alle, Alle für Einen! Ludwig Schröder, internationaler Vertrauensmann für Deutschland. Geld- und andere Sendungen sind zu richten an Pet. Schillo, Wieso denn?" fragte er. Ich hatte eine Frau, die Er hatte sie bei den Schultern gepackt und schüttelte mich betrog; ich erwischte sie dabei, ließ mich scheiden und sie hin und her: Sag das nicht! Ich verbiete es Dir!" heirathe nur eine andere. Das ist doch ganz einfach." Und doch hast Du ste verführt, ich weiß es!" Oh! Was für ein Wüstling und gefährlicher Bursche schrie fte. bist Du!" flüsterte sie zitternd. Er begann wieder zu lächeln: Zum Teufel auch! Tröpfe und Narren sind halt immer die Betrogenen!" Sie aber ließ sich in ihrem Gebantengang nicht stören. " ( Fortsegung folgt.) Altenkejjel. Aus Saarbrücken meldet das Wolff'sche Bureau unterm 6. Januar: Wegen des heutigen Feiertages wird auf den meisten Gruben gefeiert. Die Zahlen der heute Feiernden geben daher fein treffendes Bild über die Lage im Streifgebiet. In den Gruben Dilsburg" und Wellesweiler" ist die Beleafchaft wieder Parteinachrichten. " 11 die Geifier des Umfturges" zu bannen. Ale am dritten Weihnachtsfeiertage bie Zschechwizer Genossen daselbst eine Abend unterhaltung abhalten wollten, wurde dem Wirth verboten, ein bollzählig angefahren. Wie aus Bildstod gemeldet wird, find dies Mitglieder des Vorstandes des Rechtsschuhvereins, die frühereu Bergleute Verwanger nnd Kron, sowie der frühere Bergmann Matthias Bachmann heute verhaftet und bierher übergeführt Aufruf! Genoffen! Schon seit Oktober liegen wir wegen Podium, überhaupt jede Erhöhung zur Aufführung von Bor worden. Aus Reden wird von heute berichtet, daß zahlreiche der hier in Magdeburg fyftematisch betriebenen Saalabtreiberei trägen anzubringen. Es durfte nur gesungen werden, und zwar auswärtige Arbeiter, welche zu Beginn des Ausstandes in ihre im Kampf mit den Saalbefizern resp. Brauereien. Die Lokal- lediglich an den Biertischen. Ein Beweis für die kleinlichkeit Heimath gegangen waren, mit den Eisenbahnzügen zurückkehren fommission hat alles versucht, um diese Argelegenheit auf güt der Angriffe, mit welcher in Sachsen die Arbeiter verfolgt und die Arbeit wieder aufnehmen. lichem Wege zu regeln, aber die Herren Saalbefizer und ihre werden! Weiter berichtet dasselbe Bureau aus Bild stod unter Linie darum zu thun, uns unser Versammlungsrecht zu rauben. politischen Vormünder handeln bewußt; es ist ihnen ja in erster gleichem Datum: Donnerstag Nacht 1 Uhr wurden an dem Es blieb uns deshalb nichts weiter übrig, als mittels der Waffe gröbliche Verbrechen distinguirter" Personen gegen geschlecht Aus demselben Leipzig, woher dieser Tage wieder über Hause des nichtstreifenden Bergmanns Michel Schichtel hierfelbft des Boykotts unser bedrohtes Versammlungsrecht zu wahren. Die liche Gitte berichtet wurde, meldet die Fränk. Tagespot": Jämmtliche Fenster eingeworfen und zwei Gewehrschüsse in die von Tausenden besuchte große öffentliche Voltsversammlung, welche Stube gefeuert. Verlegt wurde niemand, die Thäter sind nicht am 20. November im Choreum" tagte, hat mit Einstimmig des Leipziger Buchhändler Börsenvereins hat sich wiederum ge Leipziger Buchhändler, Patriotismus". Die Versandansialt ermittelt. In Neunkirchen wurden Abends gegen 7 Uhr auf feit über dem Marktplaße die Feuster und die Fensterrahmen in der Bremers Konzerthaus" und über die weigert, ein einfaches Geschäftszirkular zur Antündigung der Wohnung des Redakteurs der Saar- und Bließzeitung" durch Gtablissements mit riesenhasten Kapitalien stüßen und darum auch Emser Tepesche oder Wie Kriege gemacht werden" zu versenden! Flora" ben Boykott verhängt. Da aber die Brauereien die soeben erschienenen 3. Auflage von Liebknecht's Broschüre„ Die eine Pulverexplosion zerstört. Am Donneri ag fanden auf dem diese Brauereien die eigentlichen Besitzer dieser Lokale sind, so ist Dieselbe Weigerung fand auch schon bei der ersten Auf Bildstock zwei Frauen- Versammlungen statt, diejenige am Vor der Boykott auf die Aktienbrauerei Neustadt- Magde: lage statt. Wegen zu sozialdemokratischen Inhalts" der Bro mittag war von etwa 2000 Frauen besucht. Die Versammlung burg sowie auf abmersleber Klosterbrauerei schüre- so wurde die neuerliche Weigerung motivirt". Nun dauerte von 10 bis 12/2 Uhr. Die Männer mußten größten ausgedehnt worden. Um nun die Folgen dieses Boyfotts von fieht von Sozialdemokratie herzlich wenig in dem Buche, desto theils wegen Mangels an Plaz den Saal verlassen. Es sprachen sich abzuwälzen und auf die übrigen Saalbefizer mit zu über mehr aber von dem abgesetzten Heros des Jahrhunderts", mehrere Frauen, welche femmtlich mit einem Hoch auf Warten tragen, haben es die Besizer der boyfottirten Brauereien und Bismarck, den die nationalliberalen Leipziger Buchhändlergrößen und Müller, schlossen und im allgemeinen hervorhoben, daß Sale verstanden, einen Theil der übrigen Saalinhaber eben auch heute noch als Nationalheiligen anbeten. Schundromane, die Männer Recht hätten, wenn sie fireikten; der Hunger falls zur Saalverweigerung zu bestimmen. Nun blieb uns fein Gummi- Artikel 2c. werden von den hochnittlichen Leipzigern un hätte sie dazu getrieben, die paar Groschen, welche die Bergleute anderes Mittel übrig, als auch über die Brauereien, welche hinter fo bereitwilliger angefündigt." nach Hause gebracht hätten, reichten kaum für den nothdürftigen diesen Sälen stehen, den Boyfott zu verhängen; es find folgende Lebens unterhalt aus, die hofen Steuern könnten davon nicht Brauereien: Wenn die Leipziger Buchhändler so fortfahren, mit ihren Bodenstein, Neustadt Magdeburg; bernflichen Verpstichtungen politische Antipathien in ungehörigster mehr bezahlt werden. Diejenigen Frauen, deren Männer noch Krakauer Brauerei Sieger u. Co.; Sudenburger Weise zu verquicken, werden sie sich nicht wundern dürsen, wenn nicht streitten, sollten in diese letteren so lange dringen, bis sie Brauhaus; Budauer Brauerei Reichardt u. Schneidewin; ihnen dereinst die Klinte buchhändlerischer Gesetzgebung aus den ebenfalls die Arbeit niederlegten. Thome machte bekannt, daß Ballbaum u. Co., Neustadt- Magdeburg; Kaiser nationalliberalen Fäusten gewunden werden wird. Die Abneigung am Donnerstag ein Komitee des Zentralausschusses den Landrath brauerei Allendorf, Schönebed; Bittoria: gegen die Leipziger Diktatur im Buchhandel ist sowieso schot in Saarbrüden gebeten habe, als Vermittler mit der Bergbehörde Brauerei Morgenstern, Groß Salze; Brauerei eine bedenklich große, und zwar nicht nur in Norddeutschland. zu unterhanseln. Derfelbe habe aber abgelehnt. Man würde Waldschlößchen, Deffau. Da aber das Absatzgebiet der fich jetzt an den Regierungspräsidenten, und wenn dieser eben genannten Brauereien sich nicht allein auf Magdeburg beschränkt, falls ablehne, an den Oberpräsidenten wenden. Sollte auch sondern auch nach außerhalb viel versandt wird, so richtet die M 日 " . Polizeiliches, Gerichtliches ze. Wegen Beleidigung des Nemiger Ortsvorstehers Bebbin Dies erfolglos bleiben, so würden die Bergleute doch aus Lokalkommiffion die Bitte an alle denkenden Proletarier, überall hat Genoffe Herbert in Stettin 50 M. Geldstrafe zu zahlen. halten, bis ihre Wünsche fämmtlich erfüllt feien. Die da, wo Bier der genannten Brauereien verschenkt wird, dasselbe Der Staatsanwalt hatte eine solche von 150 M. beantragt. Nach Juternationale stände hinter ihnen. Muth und Ausdauer so lange unter Boykott zu erklären, bis die Brauereien ihre Säle der Auslegung der Gemeinde- Wählerlisten in Nemiz verlautete, helfe zum Siege. Alle hätten nun gehört, wie sich die Frauen, den Arbeitern Magdeburgs zur Verfügung stellen. Daß der es befänden sich in der 2. Abtheilung unter 36 Wahlberechtigten die Internationale und auch die Bauern zu den Streifenden Boykott in richtiger Weise von den Magdeburger Arbeitern ge: allein 15 Bauhandwerker. In der öffentlichen Wählerversamm stellien, deshalb ermahne er zur größten Ginigkeit. Zum Schlusse führt wird, beweist das Wuthgeheul der gegnerischen Presse. Sei lung wurden darauf hin sogar Kandidaten für die 2. Abtheilung fang die Versammlung:„ Glück auf! Kameraden, durch Nacht also ein jeder feft und ernst, denn dieser uns aufgezwungene aufgestellt. Diefer Versammlung wohnte auch der Ortsvorsteher zum Licht!" Die Nachmittagsversammlung dauerte von 2 bis Kampf ist kein Spiel, Gutmüthigkeit und Rücksichtnahme find Beddin bei, welcher kein Wort davon verlauten ließ, daß hier ein 33/4 Uhr und war von etwa 1500 Frauen besucht. Rechtsanwalt schlechte Eigenschaften im Kampfe, darum wollen wir handeln, Irrthum vorliege. Plöglich hieß es vor der Wahl, in der Heyder machte befannt, daß der Oberpräsident eine Audienz wie es der ernste Kampf von uns fordert. bewiuigt habe, und daß morgen eine Deputation nach Koblenz gehen werde. Warfen werde wohl bald wieder bei ihnen sein. " Nach dem Reich 3 Anzeiger" waren zu dieser Bild. stocker Versammlung mehr als 10 000 Personen, theils zu Fuß, theils per Bahn, gekommen, was das Wolff'fche Bureau wiederum verschweigt. In den Saal des Rechtsschutzvereins seien nur die Frauen eingelassen worden. Die Männer hätten zu taufenden in der Nähe in den Straßen gelagert. 13 Rednertunen feien zwölf gemeldet gewesen; es wären jedoch nicht alle zu Wort gekommen. Die riesenhafte Betheiligung der Berg bevölkerung an den Versammlungen, namentlich das Auftreten der Bergmannsfrauen, müßte den Herren am grünen Tisch bemerklich machen, daß die Bevölkerung sich wohl bewußt ist, welches gute Recht sie auf den Berg hat, und da man endlich andere Saiten aufziehen muß, als jene sind, auf welchen die Bureaukratie bisher ihr Lieblein spielte. Schließlich haben auch die Kohlen konsumenten ein Wort mit zureden, und diese sind das deutsche Volt. Dieses kann es sich trotz seiner Gutmüthigkeit wirklich nicht ruhig gefallen lassen, daß eine handvoll Staatsbeamte auf ihren Köpfen beharren, mit den Bergleuten nicht zu verhandeln. Zu verhandeln ist einfach moralische Pflicht der Bureaukratie. Sich hinter die spanische Wand des Formalen zu verstecen, welches die Verhandlungen nicht zulaffe, ist bei Beamten eines Staates wie Preußen um so weniger am Platz, als derselbe seine räumliche Größe vornehmlich der Thatsache verdankt, daß er sich an die Formen( bes alten deutschen Reichs und des deutschen Bundes) absolut nicht fehrte. Das Einlenten der fiskalischen Grubenverwaltungen ist um so mehr nöthig, als die Bergleute des Nordens sich der Bewegung ihrer Kollegen von der Saar anzuschließen beginnen, wie folgende Meldungen beweisen: " = Die Gelsenkirchener Beitung" melbet unterm 6. Januar: Eine zahlreich besuchte Bergart eiter- Versammlung beschloß den sofortigen Ausstand; ein allgemeiner Streit wird befürchtet. Die Lotalfommission. Karl Deters, Faßlochsberg 15. Alle Arbeiterblätter werden um Abdruck gebeten, die Bertrauensmänner werden erfucht, davon Notiz zu nehmen. 2. Abtheilung seien überhaupt teine Bauhandwerker wahlberechtigt. Hierauf bezog sich eine Notiz im Bolksboten", in welcher gesagt war, daß eine unzulässige Veränderung der Wählers liste vorgenommen sei. Diese Notiz bildete den Untergrund für die Beleidigungsflage, denn bei Sozialdemokraten begnügt man sich nicht mit einer Berichtigung, sondern ruft den Staatsanwalt Protestversammlungen gegen die Militärvorlage wurzu Hilfe. den abgehalten in Waiblingen( Referent Hildenbrand= Der Rostoder Magiftrat hat auf eine Beschwerde Stuttgart), Schwartau und Gutin( Referent P. Hug- unserer Genoffen das bortige Polizei- Amt angewiesen, gegen Bant), Stollberg( Ref. Hermann Albert Chemniz), Tellersammlungen, die in öffentlichen Versammlungen vorgenomme Löwig i. Schl., Polsnis( Ref. Kühne Langenbielau). werden, fünftig nicht mehr einzufchreiten. Das Polizei- Amt hatte Zellersammlungen solcher Art überhaupt verboten. Der Magistrat Reichstags Kandidatur. Für den Kreis Walden ist zur Ueberzeugung gekommen, daß das landesherrliche Regu burg i. Schl. stellte die am 1. Januar in Polenih flattgehabte lativ von 1770 auf die Vornahme von Tellersammlungen im Parteiversammlung den westfälischen Bergmann Möller ein- Sinne fog. Rolletten feine Anwendung finden tann. stimmig als Reichstags- Kandidaten auf. : # * -Genosse Bömelburg aus Hamburg verläßt am 6. Januar das Schweriner Gefängniß, woselbst er wegen Be Parteifinanzen. Quedlinburg: Jahreseinnahme leidigung des Großherzogs von Mecklenburg- Schwerin 4 Monate 555,61 M., Ausgabe 549,53 m.( 123 M. für die Staßfurter In: Gerängniß verbüßte. Die Behandlung, die ihm im Gefängniß baftirten, 40 M. an die Parteileitung, 88 W. an den Vertrauensen Theil geworden ist, wird im Hamburger Echo" als eine mann des Kreises, 50 M. für die Landagitation, 172,03 m. für recht gute bezeichnet. Das erwähnte Vergehen war in einer sonstige Agitations 2c. Roften). Altona: Jahreseinnahme Rede gefunden worden, welche Bömelburg in einer Boltsversamm12 065,62 M., Ausgaben 9416,40 M. lung gehalten hat. ㄓ Der -Aus Großbreitenbach wird dem„ Gothaischen Von der Agitation. Aus Quedlinburg wird uns geschrieben: In der Weihnachtswoche wurde hier sowie in allen Boltsblatt" gemeldet:" Der Malerlehrling Hugo Eger, der die umliegenden Drischaften ein großer Posten Flugblätter und Bei- fürstliche Zeichenschule besucht, erhielt am 12. Dezember v. J. tungen verbreitet. Der Inhalt des Flugblattes bezog sich ins- folgende landrathliche Ladung: Der Fortbildungsschüler Hugo besondere auf die Militärvorlage und auf das Weihnachtsfeft. Eger wird hiermit geladen, ben 14. d. M., Vormittags 11 Uhr, Die Stimmung der Bevölkerung ist eine unserer Sache durchaus im Geschäftszimmer des fürstlichen Landraths zu erscheinen, um günstige. Die Agitation hat uns ein gut Theil neuer Abonnenten einen Vortrag entgegenzunehmen". Diese Einladung erhielt noch zugeführt. Unsere Gegner sind voller Wuth, insbesondere der ein anderer Lehrling. Nichts Böses ahnend, machten sich die Redakteur des hiesigen Kreisblattes. Durch das Flugblatt gaben beiden nach Gehren auf. Auf dem Landrathsamt wurde ihnen Essen a. Ruhr, den 6. Januar. In der heute Bor- wir einem hiesigen Geistlichen noch Stoff zu seiner Neujahrs- vorgehalten, fie hätten sozialistische Schriften mit in die Schule mittag hier abgehaltenen, sehr zahlreich besuchten Bergarbeiter predigt. Er bezeichnete es als Teufelswerk". Leider soll er seine gebracht und die Marseillaise auf der Mundharmonika gespielt. Bersammlung wurce, wie die Rheinisch- Westfälische Beitung" Strafpredigt vor meist leeren Bänken gehalten haben. Der Herr Landrath war sehr ungehalten und machte feinem daß da oben alt und jung Born auch darüber Luft, meldet, folgende Resolution angenommen: Die Versammlung ist Zur Strafe für diese Rapitalder Meinung, daß die Bergleute im Saarrevier Grund genug Ans Freystadt i. Schl. wird uns berichtet: Unsere Partei folche Umitürzler wären" C. zum Streit hatten und volle Berechtigung zu demselben, wenn ist hier und in der Umgegend in ftetem Wachsthum begriffen, verbrechen wurden die beiden Jungen fofort vier Tage in Haft ihnen solche auch von den kapitalistischen Beitungen abgesprochen obwohl uns seit Jahresfrist jedes Versammlungslokal abgetrieben genommen. Es wurde ihnen nicht einmal die Benachrichtung der wird. Vor Fassung weiterer Beschlüsse sollen die Beschlüsse der ist und wir uns daher auf den Besuch gegnerischer Versammeltern gestattet. Sie mußten sich bis auf Strümpfe, Hoſe und heute in arderen Revieren stattfindenden Versammlungen ab- lungen und auf das Vertheilen von Flugschristen beschränken Hemd entfleiden und wurden darauf einzeln in eine eiskalte Belle gewartet werden. Ein Komitee soll die Stimmung erforschen müssen. Der Judenfresser Dr. Hentschel empfabl uns im vorigen gesperrt, die später nur dürftig gebeizt wurde. Selbstverständlich und eine Versammlung zur definitiven Beschlußfassung an Winter feinen Stoff zur Berarbeitung. Nun, wir haben waren die Eltern der Jungen in banger Sorge um das Schicksal beraumen. Diese Bersammlung soll am nächsten Sonntag statt- feinen Stoff in unserem Sinne verarbeitet, und zwar so gut, ihrer Kinder. Schließlich ahnten sie den Zusammenhang. finden. daß die antisemitische Agitation unter den Arbeitern aussichtslos Bater des einen Knaben erfundigte sich brieflich beim Lanoraths geworden ist. Die Feuerprobe bestand unfer Verein bei der amt über den Verbleib feines Sonnes und erhielt darauf folgenden bieligen Gewerbegerichts- Wahl, aus welcher die sozialdemo- Bescheid:" Auf Ihre mir soeben zugegangene Anfrage vom fratischen Kandidaten mit 2/3 Majorität als Sieger hervorgingen. geftrigen Tage eröffne ich Ihnen hiermit, daß Ihr Sohn Hugo Wir haben es uns zur Pflicht gemacht, durch Agitation auf dem wegen geftandigermaßen sich zu schulden gemachter grober WerLande und in der Stadt eine Macht zu werden, mit der unsere fehlungen von fürstl. Kirchen- und Schulinspektion in eine OrdnungsDer fogenannte„ Bergmannsfreund" giebt an, daß feitens Gegner bei den nächsten Wahlen rechnen müffen. Laut Befchluß ftrafe von 4 Tagen bait genommen worden ist, die derfelbe morgen, der Theilnehmer an der Bergarbeiter- Bersammlung, welche am der Parteifonferenz vom 1. Januar d. J. ist Genosse Stolpe 0. 18. b. M., Vormittags 10/2 Uhr, verbüßt haben wird. Gehren, 3. Januar in Altenteffel stattjand, mehrfach auf Beamte, ans Grünberg bei etwaiger Auflösung des Reichstags zur An- 17. Dezember 1892. Der Fürstl. Schwarzb. Landrath.( Unter darunter auch auf einen höheren, geschossen worden sei. Obnahme eines Mandates verpflichtet. Wir werden unsere ganze schrift unleserlich." Frau Eger begab sich nunmehr zum Overs blind" oder scharf", darüber schweigt das Blatt. Es be Kraft anspannen, um das Wahlresultat für unsere Partei so Pfarrer, der die Oberauficht über die Schulen hat. Dieser ver greift fich, daß nachdem Deutschland nicht aus seiner tühlen Ruhe günstig wie nur möglich zu gestalten. Borwärts! heißt die las ihr den an ihn gelangten landräthlichen Bericht, beschönigte alles und versuchte Frau G. von ihrem Borhaben, Beschiverde zu fam über das angebliche Schießen auf gewöhnliche Beamte, Losung. führen, dadurch abzuhalten, daß er sein Bedauern darüber ausnun die Bergleute auf einen höheren" geschossen haben müssen. Das flingt sensationeller. Lie„ Kölnische Zeitung" berichtigt denn Was ist die katholische Sozialökonomie? Bettel- sprach, daß gerade ihrem Sohne die Unbill geschehen sei. Nichtss auch schon die Nachricht dahin, daß von der aufgeregten Menge in fuppenpraxis. So wird sie zutreffend von der Schwäb. destoweniger baben die Eltern, wie uns mitgetheilt wird, BeAltenteffel geschossen wurde, aber ohne die Absicht, Beamte zu tretjen." Tagwacht" unter Verufung auf die neueste Broschüre des Bolts- fchiverde veim Ministerium eingereicht. Wir sind auf den EntEs wird gewiß hier und da turbulente Szenen geben, wo berg vereins für das katholische Deutschland" genannt. In dieser seid begierig und wollen hoffen, daß das Ministerium für die Leute mit einem unbeliebten Vorgesetzten zusammentreffen, aber Publikation heißt es im Artikel„ Christlicher Sozialismus" u. a.: Berbrechen" der beiden jungen Leute ein so drafonisches Strafdie den Grubenverwaltungen fetundirende Presse treibt mit der Der Sozialismus hat nicht nur nichts mit dem christlichen Ideal verjahren denn doch nicht für geboten hält." Berdächtigung der Bergleute ein Spiel, das geradezu nieder zu thun, sondern er wirft die ganze sozialchristliche Dekonomie-In Berlin chen war während der Feiertage seitens trächtig ist. Während sie die Grubenbeamten direkt oder indirekt über den Hausen. Das Christenthum hat nämlich schon seit unserer Genossen eine Flugblatt- Bertheilung vorals unschuldige Engel hinstellt, schildert sie idieselben Bergleute langem feine eigene soziale Detonomie; die Väter der Kirche genommen worden. Darüber wird nun der in Frankfurt a D. als Wilde, die sie sonst als das gute, treue, fromme" Bolt haben sie aufgestellt, und sie wurde von Jahrhundert zu Jahr erscheinenden Märkischen Volksstimme" aus Goldin mitgetheilt, nicht genug zu verhimmeln weiß, wenn es fich um die Abwehr hundert durch die Tradition weiter gelebrt. Busammengefaßt daß ein dortiger Genoffe, der sich in Berlinchen zum Besuche fozialdemokratischer Aufklärungsarbeit handelt. finden wir sie in der Rede Bossuets: Ueber die hohe Würde seiner Verwandten aufhielt, vor dem Vormittagsgottesdienste die Aus der Stimmung der Bergleute heraus ber Armen in der Kirche." Arm und Heich gehören gleichmäßig Bertheilung der Flugblätter in den Häusern vorgenommen hatte. ift offenbar der Artikel geschrieben, welchen Schlägel und Eisen" in den Plan der Vorsehung. Gott bedarf beider für ihre gegen als die Behörde Kunde von der Verbreitung erhielt, wurde der am 81. Lezember veröffentlichte. Es heißt in demselben: Friede feitige Heiligung. Die Reichen sind die Sachwalter der Armen. Bahnhof bejegt, um jenen Genoffen bei der Abfahrt zu fassen, auf Erden" hat der Bourgeois gesungen, womöglich auf dem Durch den Kanal der„ chriftlichen Nächstenliebe" soll der Ueber- während andere Beamte die vertheilten Schriften aus den ersten Platz in der Kirche. Das muß doch wie ein echter Hohn fluß der Ginen dem Bedürfniß der Andern zufließen. Dies ist Häusern zusammenholten. Erst Nachmittags halb 4 Uhr wurde den Beamten der Aufenthaltsort des Genossen bekannt und dergetlungen haben. Wie viele Familienväter find gemagregelt? die katholische Sozialötonomie." Es wäre mehr als Naivität, wenn die Leitung der Tatho- felbe zum Bürgermeister bestellt, wo er nach Borzeigung seines Sie haben Thränen vergossen, weil tein Brot und teine Kohlen vorhanden sind. Wer trägt nun die Schuld? Du Millionen Lifchen Geistlichfeit wirklich glauben follte, eine folche findliche Militärpaffes wieder gehen fonnte, nachdem man ihm bemerit Ebenso sollen am Sozialpolitik tönne bei der Arbeiterschaft Anflang finden. Die hatte, daß sich das Weitere finden werde. freffer! Haben die Arbeiter nicht ein Recht, wie du, ihre Lage zu Kirche flüßt ja die Aufrechterhaltung ihrer Herrschaft, die wirth Nachmittag desselben Tages feitens der Gendarmerie die um verbessern? Natürlich, solche Arbeiter fann man nicht gebrauchen, schaftlich gleichfalls auf das Verschlucken des Wiebrwerths der liegenden Dörfer nach Schriften abgesucht worden sein, da man diese müssen auf der Landstraße umberirren. Ist dies chriftliches Ehrgefühl? Nein, der Mammon und der Bauch ist dein Gott. Arbeitstraft gegründet ist, felbft auf realere Machtmittel, nämlich auch in diesen Verbreiter vermuthete. In dieser Sache ist bereits Genoffe Stolz von Soldin vernommen worden. Unbegreiflich ist Du dentit auch, die Dummen werden nicht alle. Nun, wohlan auf Schule, Polizei, Justiz und Militär. es dem genannten Blatte, was dieser bei der Sache zu thun hat. Gs fei überhaupt faum zu faffen, wie man bei einer Sache, wo vollkommen gefeßlich verfahren ist, fo in Aufregung gerathen tönne. Die Sache liege doch höchst einfach. Das Bertheilen in ben Wohnungen sei nicht verboten, folglich hätten die Beamten auch nicht das geringste Recht gehabt, die Schriften aus den Wohnungen zu holen. Die Leute müßten sich daran gewöhnen lernen, daß das Sozialistengefes beseitigt ist und die Sozialdemokraten nicht mehr vogelfrei sind. " " benn, endlich werden fie doch alle. Rüfte dich nun zum Kampje, Der Militärboykott thut's im gemüthlichen Sachsen nicht Rnappe, für Wahrheit, Freiheit, Pflicht und Recht, und fämp.e Mann an Mann, Schulter an ulter, und die Stande ber mehr. Der Postboyfott, um der Kürze wegen diesen Aus. Freiheit wird für dich nicht ausbleiben. Deine Waffe, womit bruck zu gebrauchen, soll's anscheinend fertig bringen, die Sozial: demokratie zu vernichten. Wenn die Sächs. Arb.- 8tg." richtig du fämpfen mußt, ist das Schwert des Wissens, deun Lernen ist informirt ist, hat man in Bilini den Bosbeamten nahe gelegt, Bissen und Wissen ist Macht!" die Wirtosa.aft Zum Felsenfeller" nicht zu befuchen, deren In haber uns seine Lofalitäten zur Abbaltung von Zusammenfünften uberläßt. Auch fenft giebt man sich in Villnik schwere Mühe, " Für den Inhalt der Jujerate über nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonnabend, 7. Januar. Opernhaus. 5. Sinfonie- Abend. Schauspielhaus. Der neue Herr. Leffing- Theater. Heimath. Wallner- Theater. Der Stolz der Familie. Berliner Theater. Dora. Kroll's Theater. Materna- Ronzert. Deutsches Theater. Zwei glückliche Tage. Viktoria Theater. Die Reise um die Welt in achtzig Tagen. Residenz Theater. Familie PontBiquet. Neues Theater. Die liebe Familie. Kleine Hände. Friedrich- Wilhelmäädt. Theater. Pariser Leben. Adolph Grußt- Theater. Modernes Babylon. Thomas- Theater. Der Prozenbauer von Tegernsee. National Theater. Königstochter als Bettlerin, oder: Die Schule des Lebens. Alexanderplatz- Theater. Lieder des Musikanten. und Sohn. Apollo Theater. Borstellung. Die SpezialitätenTheater der Reichshallen. Spezialitäten- Vorstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Bor stellung. Kaufmann's Variété. Spezialitäten Borstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spe zialitäten- Borstellung. Adolph Ernst- Theater. Bum 14. Male: Modernes Babylon. Gesangsposse in 3 Aften v. Ed. Jacobson und W. Mannstädt. Couplets theilweise von G. Görss. Mufit von G. Steffens. In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Anfang 7/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Circus Renz. ( Karlstraße.) Sonnabend, den 7. Januar 1893: Abends 714 Uhr: Große Gala- Vorstellung. Aus dem Programm besonders her vorzuheben: Mr. James Fillis mit dem Schulpferd Markir. Horaz u. Merkur, Fuchshengste, vor geführt von Herrn Ernst Renz. Mlle. de Mertens mit dem Schulpferde Ben Azed. Geschw. Hoffmann, Reckturne rinnen 2c. Zum Schluß: Auf Helgoland. Ballet von 82 Damen. Neue Einlagen: U. a. Aufzug der Leib- Garde- Artillerie. Morgen, Sonntag: 2 große FestVorstellungen um 4 Uhr( I kind frei) und um 7% Uhr. In beiden Vor: stellungen zum Schluß: Auf Helgoland. Billet- Vorverkauf an der Zirkuskasse und beim Invalidendant, Markgrafenstraße 51a. Fr. Renz, Direktor. Mittwoch, 11. Januar: Letzte Vorstellung.. Circus Corty- Althoff. Berlin, Friedrich- Karl- Ufer, Ecke Karlstraße. Sonnabend, den 7. Januar 1893, Abends 71/2 Uhr: Gala- Vorstellung. Zum 1. Male: Der irische Wall, ausgeführt von 6 Hengsten, dress. und vorgeführt vom Direktor Althoff( Original- Dressur). Auftreten der Schulreiterin Baronesse de Walberg, des Mr. Thompson mit seinen 5 dress. Elefanten. Ein Elefant als Pianist. Vorführen des Springpferd. Gand. Auftreten sämmtl. Spezialitäten. Morgen, Sonntag: 2 ExtraVorstellungen, 4 Uhr( 1 Kind frei) und 71/2 Uhr. Montag: Gala- Parade- Vorstellung 3. Ehrenabend des Dir. Althoff. Feen- Valast Beigen ergebenst an, daß der Tischler Eduard Seelig 8266 amt 3. Jan. d. I. sanft entschlafen ist. Die Beerdigung findet Sonntag, den 8. d. M., Nachmittags 2 Uhr, von der Leichenhalle des Louisen- Kirchhofes aus statt. Die Verwandten nebst Braut. Todes- Anzeige. Tischler zur Nachricht, daß das Mitglied Den Mitgliedern des Fachvereins der Eduard Seelig am 3. Januar nach kurzen Leiden verstorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 8. Januar, Nachm. 2 Uhr, von der Leichenhalle des Louisen- Kirchhofes aus statt. Um rege Betheiligung bittet 308/18 Der Vorstand. Moritz Morih Etablissement Plas. Buggenhagen. Play. Täglich: Intrumental- Konzert. Großer Frühstücks- u. Mittagstifth. Spezial- Ausschant von Pakenhofer Lagerbier, hell und dunkel. BEF An Sonn- und Festtagen findet das Konzert in den oberen Sälen statt. Entree Wochent. 10 Pf. 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Weißensee im Lokal des Herrn Schulz, Königs- Chauffee 55, Nachm. 5 Uhr. 2. Abrechnung vom 4. Quartal 1892. 3. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimir Bahlreiches und pünktliches Erscheinen der Mitglieder ist im eigenen Interesse dringend nothwendig. Die Ortsverwaltungen. J. A.: F. Haseloph, Grünauerstraße 2. Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. echt Verschnitt u. Fac., Literfl. 1,10, 1,60, 2,10, bei 5 FI. 10 Pf. billiger Tokayer, med. süßer Ungarwein, Literfl. m. 2,10. Himbeer-, Kirsch-, Johannisbeersaft, Liter M. 1,20. Ingber- Likör, hochfein, magen stärkend, Literfl. M. 1,10, 1,60, 2. Echt Stonsdorfer Bitter- Litör, Liter 1.20, 5 2tr. 5,50, 10 2tr. 10. Cognac fine Champagne, 3/4 Literfl. 3,50, 4,50, 5,50, 7,50, 12. Glühwein- Extract, Lite rfl. M. 1,60. Punsch- Extract, Literft. M. 1,60, Eugen Neumann& Co., Theod. Zierrath, Bannemann Lilly Wellini, KoſtümSoubrette. Anfang Wochentags 8 Uhr. 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Erst läßt er die famose Judenschutz- Petition in Rücksicht auf die freisinnigen Freunde ins Wasser fallen, und nachdem, er sich durch diesen Heroismus des Donnerstags- Präsidiums in Vertretung würdig gezeigt zu haben glaubte, hoben seine Freunde den andern Meyer auf den Schild. Armer Meyer I, es giebt keine Gerechtigkeit mehr, selbst auf die„Wasser- stiefler" kann man nicht mehr bauen.„Haust Du meinen Stryck. so hau ich Deinen Meyer", tönte der Schlachtruf der wild gc- wordenen Philister, und so kam es denn, daß Meyer I in der Versenkung verschwand, und Meyer II, der lustige Alexander und Entdecker der„Bezirksdemogogie" von den Vertreter» der Bezirksvereine, die er geschmäht, an den Vorstandstisch gesetzt wurde. Kirchliches aus Weißensee. Unter diesem Titel wird uns aus Weißensee geschrieben: Tie Weißenseer Kirchenpatrone, ins- besondere der sogen. Direktor derselben, Herr Amtsvorsteher Feldt- mann, haben wirklich Pech mit ihren'Pastoren. Nachdem der Pastor Härder die Konfirmanden das Evangelium auf eine ganz eigene Art gelehrt und sich den Folgen seiner Frömmigkeit durch die Flucht entzogen hatte, wurde unsere Gemeinde mit einem würdigeren.(?) Seelsorger versorgt. Derselbe, Füriau ist sein Name, versah das Amt wohl zirka zwei Jahre und heirathete während dieser Zeit die Nichte des Herrn Feldtmann. Ungefähr 14 Tage nach dem Eintritt in den Stand der heiligen Ehe wurde besagter Pastor nach Arnswnlde versetzt, wo ihm die Lust wohl schlecht bekommen ist, denn sein Weibchen kehrte eines schönen Tages zurück und der Herr Pfarrer hatte sich in Begleitung eines anderen weiblichen Wesens verflüchtigt. Trotzdeul ist Herr Feldtmann als Bevollmächtigter der Kirchen- Patrone, im Einverständniß mit denselben, bemüht, diese fette Pfründe durch den Pastor Belke aus Hohen-Schönhausen zu bc- setzen; hat aber die Rechnung ohne das Konsistorium gemacht, welches einen Herrn Lutze als den geeigneten Mann dazu erkoren hat und denselben glücklich zu machen entschlossen ist. Zu diesem Zweck findet am Sonntag bereits die zweite Probepredigt dieses Herrn statt. Nun ist es za interessant mit anzusehen, auf welche Art und Weise die Kirchenpatrone ihren Willen durchsetzen wollen, denn im amtlichen Anzeiger für Weißensee und Umgegend vom 4. Januar ist ein Artikel enthalten, der außer einer spalten- langen Petition an den Herrn Dr. Bosse nichts weniger als die Aufforderung enthält, daß die Weißensee'er am Sonntag alle nach der Kirche kommen sollen, um die Predigt des Herrn Lutze so- zusagen als Proteswersammlung mit anzuhören. Der größere Theil der Bevölkerung des Ortes, die ja überwiegend aus Arbeitern besteht. ist es ganz gleich. durch>ven, oder ob überhaupt die Pastorenstelle besetzt ist; aber dennoch wird sich ein großer Theil, auch der Arbeiter, jedenfalls am Sonntag in der Kirche einfinden, um der Seltenheit einer Protest- Versammlung an diesem geheiligten Ort mit beiwohnen zu können. WeihnachtSiiberraschnngen wenig erfreulicher Art werden olljährlich den Schaffnern der Berliner Omnibus-Gesellschast zu Theil. Auch in diesem Jahre hat es an solchen Ueberraschungen nicht gefehlt. Die Direktion gewährt ihren Angestellten eine Weihnachtsgratifikation, und diese rechnen natürlich mit derselben, denn sonst würde es bei manchem am Weihnachtsabend recht trübselig hergehen. Für die Schaffner ist im ersten Dienstjahre ein Geschenk von 10 M., für später ein solches von 20 M. ausgeworfen. Aber die Sache hat ihren riesigen Haken: die Ge- schenke gelangen nämlich nur an diejenigen zur Vertheilung, ghgen welche im Lause des ganzen Jahres keine Anzeige ein- gelaufen ist. Dadurch reduzirl sich die Gcschenksumine um ein ganz beträchtliches, denn ein Omnibusfchafsner, der während voller zwölf Monate nicht einmal angezeigt worden ist, ist ein ähnliches Ding, wie ein weißer Rabe. Unter den Schaffnern giebt es aber außerdem noch Unglücks- Männer, welche das Unglück mit konstanter Bosheit verfolgt. Sie fallen immer herein, da können sie es nun schon anfangen, wie immer sie wollen. Ein solcher Pechvogel ist der Schaffner des Wagens Nr. 141. In der Weibnachtswoche, wo der Verkehr kaum zu dewältigen ist, hatte er oas Unglück, einen Block Billetts (78 Stück ä 12 Pf.) zu verlieren. Die Direktion ließ sich für diese verlorenen Fahrscheine 12 M. bezahlen und als dann zum Ueberfluß nach Anzeige erstattet wurde, wurden ihn, noch 10 M. von der Weihnachtsgratifikation abgezogen. Dem Schaffner kosten also die verlorenen 78 Billets 22 M., während der Block einen Werth von etwa 20—22 Pf. rcpräsentirt. Dem Schaffner vom Wagen Nummer 57 ist es nicht besser ergangen. Demselben wurden für 75 M. Fahrscheine gestohlen, der Dieb hat nicht ermittelt werden können. Eine Verwendung der gestohlenen Fahrscheine ist wohl ausgeschlossen, denn dieselbe» werden doch sofort annnllirt und die üvrigen Schaffner hiervon verständigt worden sein. Trotzdem werden dem Schaffner so lange 10 Mark von seinem „Gehalt" abgezogen, bis die 75 Mark getilgt sind. Eine Weih- nachtsgratisikation hat derselbe auch nicht erhalten. Es will uns doch dünken, als ob diese Vergehen der Schaffner außergewöhnlich strenge geahndet würden. Ein Gehaltsverlust von 10 Mark monatlich macht für einen Omnibusschaffner schon ein kleines Vermögen aus. In den Fällen, in welchen der Ge- sellschaft pekuniärer Schaden nicht erwachsen ist, erübrigt sich doch diese drakonische Strenge. Immer nobel! Die Postverwaltung leidet bekanntlich an einem chronischen Ueberschuß und die Art und Weise, wie dieser Ueberschuß erzielt wird, ist schon häusig der öffentlichen Kritik unterzogen worden. Jetzt scheint die Post sich,� was Knauserei anbelangt, selbst übertroffen zu haben. Ein bürgerliches Blatt berichtet nämlich:.„„ „Zur Bewältigung des Weihnachts-Postverkehrs werden all- jährlich eine große Zahl Hilfskräfte bei der Packet- und Brief- post von der Postdehörde eingestellt. Die betreffenden Reflek- tonten waren in dem irrthümlichen Glauben, daß sie ihre dies- fallsige» Anstellungsgesuche an die Postbehörde unfrankirt ab- schicken dürften. Sie sind jetzt eines Besseren belehrt worden; denn diese für die Postdirektion bestimmten nicht frankirten Brief- sendungen sind wohl von dem Adressaten angenommen, die Brief- umschlüge aber zwecks Erhebung des Strafportos an die resp. Absender zurückgeschickt. Die Anzahl der zurückgesandten straf- fälligen Sendungen soll über 1200 Stück betragen." Wahrscheinlich wäre die Post zu Grunde gegangen, wenn ihr das Porto für diese 1200 Sendungen entgangen wäre. Im übrigen läßt auch diese Ziffer wieder einen recht erbaulichen Schluß auf die herrschende Arbeitslosigkeit zu. Der Polizeipräsident veröffentlicht folgende Warnung: „Es sind vielfach Faßhähne aus Zinnlcgirungen zum Abfüllen von Getränken im hiesigen Gewerbebetriebe im Gebrauch, deren Bleigehalt auf die Getränke schädlich einwirkt, so daß durch den Genuß oder die Verwendung derselben bei der Zubereitung von Speisen und Getränken die menschliche Gesundheit gefährdet ist. Es ist zwar die reichsgesetzliche Regelung dieses Gegenstandes in Aussicht genommen, jedoch bietet weder das Nahrungsmittelgesetz, noch das Gesetz, betreffend den Verkehr mit blei- und zinkhaltigen Gegenständen, zur Zeit eine geeignete Handhabe zu einem Ein- schreiten gegen diesen, die menschliche Gesundheit bedrohenden Brauch. Zur Abwendung von Gefahren, welche aus der Ver- wendung derartiger Faßhähne erwachsen können, läßt das Polizei- Präsidium in den Niederlagen solche Hähne behufs Feststellung ihres Bleigehaltes ankaufen und wird die Verkäufer derjenigen Faßhähne, deren Bleigehalt die durch die vorstehend angezogenen Gesetze festgesetzten Grenzen mehr oder weniger überschreitet, zur Warnung des Publikums in Zukunft öffentlich namhaft machen." Immer noch kein Roth stand. In bürgerlichen Blättern finden wir folgende Notizen: In fast erstarrtem Zustande wurde der 32jährige obdachlose Arbeiter Lohn gestern srüh nach der Sanitätsivache„Königstadt" geschafft; er war in der Prenzlauer Allee hingefallen und hat sich dabei eine Kopfverletzung zugezogen, in Folge dessen der Mann bewußlos liegen blieb. Gegen 4 Uhr Morgens wurde er aufgefunden und nach der obenerwähnten Sanitätswache gebracht, von wo aus L. nach Anlegung eines Nothverbandes nach dem nächstgelegene» Krankenhause überführt wurde. Gleichfalls erstarrt und bewußlos wurde ein älterer Mann, der in der Frankfurter Allee fast zu derselben Zeit wie Lohn aufgefunden worden war, nach dem Krankenhause Friedrichshain gebracht. Dort wurde in ihm der frühere Tafeldecker Müller festgestellt. M. war hingefallen und eingeschlafen. Ein dritter ähnlicher Fall wird aus Weißensee gemeldet. Unweit des Cafe Philadelphia fanden vorübergehende Arbeiter gestern Morgen einen jungen, bisher noch nicht rekognoszirten Menschen, der erstarrt am Wege lag. Auch er wurde in das Krankenhaus am Friedrichshain geschafft. Wahrscheinlich haben sich alle diese Leute nur aus Ver- gnügen oder aus Bosheit bei der Kälte auf der Straße zum Schlummer niedergelegt. DaS keusche Berlin. Als vor einigen Jahren ein Lon- doner Blatt scheußliche Geschichten von englischen Lebemännern enthüllte, da schlug man sich im Reich der Gottesfurcht und frommen Sitte an die Brust und dankte Gott, daß man nicht so sei wie die da drüben. Den Tugendhelden wird wohl etwas anders zu Muth werden, wenn sie die folgende für die Viel- seitigkeit unserer Großstadt recht bezeichnende Geschichte ver- nehmen.— Mit einer entarteten Gesellschaft, so schrerbt nämlich ein Berichterstatter, beschäftigt sich gegenwärtig die Staatsanwalt- schaft. Den behördlichen Maßnahmen, die erst jetzt zu Tage treten, liegt der folgende Vorgang zu Grunde: Eines Abends vor Weihnachten kehrte der Zigarrenhändler Herre mit seiner Gattin in die Blücherstraße 2 hinter den, Verkaufsladen belegene Wohnung zurück und war nicht wenig überrascht, als ein elf brs zwölf Jahre altes Mädchen sich in einer Schlafkammer zn ver- bergen suchte. Auch der 22 Jahre alte Kommis Braunsseld, dessen Schlafraum sich in der Wohnung befindet, war anwesend. Da das Kind das augenblickliche Stutzen der Eheleute zu einer Flucht benutzte, so eilte Herre ihm»ach und holte es bald ein. Kind und Kommis wurden mehreren auf der Straße be- findlichen Kriminalbeainten übergeben und dem Kriminal- Kommissariat eingeliefert. Hier entrollte sich ein tief- trauriges Bild, wie es nur das Leben und Treiben in einer Großstadt mit sich bringen kann. Braunsfeld war am Abend in dem in der Friedrichstraße belegenen Ausschank der von Tucher'schen Brauerei gewesen. Als er das Lokal verließ, trat eine Weibsperson an ihn heran, um ihm für zehn Mark das Kind zu überantworten. Braunsfeld hatte zu wenig sittlichen Halt, um die Alte mit Entrüstung zurückzuweisen und der Äe- Hörde zu überliefern, ging vielmehr auf den Kauf ein und nahm die Kleine mit sich. An der Ausübung eines Verbrechens ist er wahrscheinlich durch das unvermuthete Eintreffen seines Prinzipals gehindert worden. Das Kind gehört einer achtbaren Beamten- familie an und scheint in gewinnsüchtiger Absicht von der Frauens- verson an sich gelockt worden zu sein. Braunsfeld ist zwar aus der Hast einlassen worden; dagegen schwebt ein Verfahren gegen die Unterhändlerin. Der geschilderte Vorgang läßt darauf schließen, daß auch andere Kmder dem lasterhasten Schacher an- heimgesallen sind.— Wem fallen bei dieser Mittheilung nicht die Enthüllungen ein, die von der„Pall-Mall-Gazette" seiner Zeit gebracht wurden? Wir glauben kaum, daß wir besonderen Grund hätten, auf unsere Tugend besonders stolz zu sein. Die Banthätigkeit in Berlin ist im verflossenen Jahre nicht unwesentlich hinter derjenigen der Vorjahre zurückgeblieben. Die Zunahme an Neubauten bezifferte sich nach H. Fränkel's statislffchen Angaben in der Zeit vom 1. Oktober 1891 bis l. Oktober 1892 auf 383 gegen 442 bezw. 535 in derselben Zeit 1390/91 bezw. 1889/90. Die Zahl der Subhastationcn hat da- gegen eine bedeutende Zunahme erfahren. Dieselbe betrug in der Zeit vom 1. Oktober l391 bis 1. Oktober 1892 356 gegen 242 bezw. 133 in derselben Zeit 1890/91 bezw. 1389/90. Die Zahl der leerstehenden Wohnungen und Gelasse hat gleichfalls eine Steigerung erfahren. Am 1. Oktober 1892 standen leer 28 176 Wohnungen und 462 Gelasse gegen 20 713 Wohnungen und 473 Gelasse am I. Oktober 1391, und 14 671 Wohnungen und 370Gelasse am l. Oktober 1890. Die Zunahme der Bevölkerung Berlins hat sich gegen die Vorjahre abgeschwächt. Am 31. Dezember 1392 betrug die Bevölkerungszunahme zirka 34 000 Seelen gegen 47 208 am 31. Dezember 1891, bezw. 49 376 Seelen am 31. Dezember 1890, bezw. 57 000 Seelen am 31. Dezember 1839. Wohnungswechsel fanden am 1. Oktober 1392 statt 99 197, an den vier Quartalen des Jahres 1392 im Ganzen 211 486. Die Zahl der vorhandenen Wohnungen einschließlich der Neubauten beträgt zur Zeit ungefähr 420 000; demnach hat im Laufe des vorigen Jahres die Hälfte der zur Miethe wohnenden Berliner Bevölkerung die Quartiere gewechselt. Miethserhöhungen wurden 4694, Miethsermäßigungen 5091 gemeldet. Modernes Miethergliick. In elnem Hause der Swinemünderstraße sind am Dienstag Mittag gleichzeitig nicht weniger als dreizehn Mlethsparteien mit Einschluß und unter Führung des Hausverwalters unter Musikbegleitung mit Kind und Kegel, ohne die rückständige Wohnungsmiethe bezahlt zu haben, auf und davongegangen. Der Hauswirth, der im Pols- damer Viertel wohnt, halte, wie der„Börs.-Cour." berichtet, sämmtliche Miether auf Exmission verklagt. Die bedrohten Miether hatten in letzter Stunde ihre sieben Sachen gepackt und „rückten" in rührender Eintracht. Als der Hauswirth vorgestern in Begleitung eines Gerichtsvollziehers zum Zwecke der Exmissionsvollstreckungen vor dem Hause vorfuhr, begrüßte ihn am Thore ein großer Kranz mit der festlichen Inschrift:„Herz- lich willkommen!" Der Wirth hat sofort gegen sämmtliche Flucht- linge, die.Haushaltungsvorstände" sowohl wie die Frauen, die Anzeige wegen'strafbaren Eigennutzes bei der Staatsanwaltschch eingereicht. Zigeunerbrate«. Unter dieser Spitzmarke schreibt ein Be» richterstatter: Die amtliche Ueberweisung des Fleisches von kranken oder krepirten Thieren an die Abdeckereien zum Zwecke der Vernichtung scheint keinen ausreichenden Schutz für Leber und Gesundheit des Publikums zu bieten, so lange nicht Be« stimmungen getroffen sind, welche die Vernichtung unter amt- licher Aufsicht bedingen, denn Unterschleife, wie sie vor einiger Zeit auf der Berliner Abdeckerei in der Müllerstraße konstatirt worden sind, wurden soeben bei einer benachbarten Abdeckerei aintlich konstatirt. In der Nacht vom 4. zum 5. Januar be- gegncte ein Zahlmeister-Aspirant in Tempelhof einem Schlitten, der von einem Pferde gezogen und von zwei Männern begleitet war. Das Pferd war bereits so abgetrieben, daß die beiden Be- gleiter den Schlitten schieben helfen mußten. Einer der Führe» bat den begegnenden Aspiranten um Zigarrelffeuer. Bereitwillig zündete letzterer ein Streichholz an, und nun sah er beim Schein desselben, daß er einen Zigeuner vor sich hatte. Ueberrascht rief er: „Ihr seid ja Zigeuner, gehört wohl zur Petermann'schen Bande?"— „Jo, sein wir Zigeiner von Petermann in Waißensee, soagen Sie uns gnädiger Herr, wo geht Weg nach Waißensee?"— der Aspirant erwiderte:„Wenn Ihr aus Weißensee seid, kennt Ihr den Weg gewiß besser wie ich, aber was habt Ihr denn da auf dem Schlitten?" und damit hob er die Decke von der Ladung, die in zwei fetten, aber tobten Schweinen bestand.„Ja, sai» sich Schwein, Hot gekooft der Schlächter Richter in Waißensee, in der Langhansstraße, und wir fahren se ihm haiml Sehen Sie on Waagen, do fleht Firma dran!" Sofort schöpfte der Soldat den Verdacht, daß die Schweine gestohlen seien, mit Hilfe anderer Personen hielt er den Schlitten fest, ein Gendarm kam bald hinzu, die Schweine, die weder gehauen noch gestochen waren, wurden auf das Gehöft eines Landwirthes in der Nähe gebracht, aber während dies geschah, warf der zweite Zigeuner dem Pferde das Geschirr ab, ließ dieses und den Schlitten im Stiche und jagte davon. Der andere Zigeuner war aber festgehalten worden und wurde nach dem Amtsgesängniß gebracht. Alsdann warf sich der Gendarm in eine ihn, begegnende Droschke erster Güte und nahm die Verfolgung des geflohenen Zigeuners auf. So sehr aber die Droschke durch Berlin jagte, gelang es nicht, den Flüchtling ein- zuholen. Nach Auskunft der Wächter in Weißensee war der Flüchtige nur 5 Minuten vor dem Gendarmen angelangt und nach dem Gehöft des Hauptmanns Petermann zugeritten, er muß also das schon in Tempelhos stark erschöpfte Pferd furchtbar an« gestrengt haben. Da es bereits VjS Uhr Nachts war, konnten die Beamten nicht mehr in die Petermann'sche Behausung ein- dringen, aber durch die nur durch Lumpenreste verhangenen und hellerleuchteten Fenster zeigte sich ein frappantes Bild— ein Zigeunerlager im Zimmer. Der„Herr Hauptmann" tanzte im adamitischen Kostüm einen Zigeunertanz, und die Mitglieder seiner Familie und seiner Bande, Männlein, Weiblein und Kinderlein umtanzten ihn mit wilden Gesängen in der Zigeunersprache. Plötzlich verstummte der Chor, das Licht verlöschte, die Bande mußte die Beobachter gewittert haben. Am nächsten Morgen wurde der Arrestant in Tempelhof ins Gebet genommen. Er nannte sich Karl Petermann, will in Schwerin in Mecklen- bürg wohnhaft und mit seiner Familie bei seinem Bruder zu Besuch sein. Wie sich ergab, ist diese Angabe richtig, er wohnt in Schwerin, ist aber für den Sommer„besuchsweise" abgemeldet, dagegen in Weißensee nicht angemeldet. Bemerkt zu werden ver- dient, daß etwa acht„Petermanns" steckbrieflich wegen allerlei Vergehen verfolgt werden. Im Besitz des Arrestanten befand sich aber ein Brief, welchen der Abdeckereibesitzer Erd- mann in Trebbin an den Zigeunerhauptmcmn Petermann gerichtet hat. In demselben schreibt der Absender, daß er zwei Schweine, die 18 Mark kosten, zur Verfügung habe, die sich P. holen könne. Es ist festgestellt worden, daß die Schweine dem Abdecker zur Vernichtung über- wiesen worden sind, und daß sie letzterer trotzdem an die Zigeuner verschachert hat. Ein Thierarzt vom Garde-Train-Bataillon hat die Kadaver sezirt und gesunden, daß die Thiere an hochgradigstem Rothlauf verendet sind, nicht allein Fett und Fleisch, sondern auch die Eingeweide waren hochgradig geröthet, so daß das Fleisch in hohem Maße gesundheitsschädlich ist. Abdecker Zittwitz in Britz hat die Kadaver unter amtlicher Aufsicht vernichtet. Am Donnerstag Vormittag stellten sich schon zwei Zigeunerweiber mit Kindern auf dem Arme in Tempelhof ein, sie wollten den Arrestanten sprechen und gaben an, aus den Schweinen habe nur Wagenschmiere gemacht, verde» sollen. Diese Versicherung wird amtlicherseits sehr skeptisch aufgenommen, es erscheinen nur zwei Möglichkeiten zulässig; entweder füttert der Hauptmann seine Bande mit Aas, oder aber— die Schweine sollten zu dem Besitzer des Schlittens und von da in die Wurst wandern. Verhaftung eineS Redakteur?. Der Redakteur der Halb- Monatsschrift„Das Recht der Feder" und Geschäftsführer der Deutschen Schriftstellergenossenschaft, Herr Martin Hildebrandt, wurde heute Morgen um 8 Uhr in seiner Wohnung, Linkstr. 31, durch die Polizei verhaftet. Hildebrandt war auf Grund seiner „Ketzerbriefe" zu einer sechswöchigen Gesängnißstrase verurtheilt worden und hatte zwei Tage vor Weihnachten seitens der Staats- anivaltschast die Aufforderung erhalten, die Strafe in Rummels- bürg anziitreten. Hildebrandt suchte um Strafausschub bis zum 13. Februar nach, die Antwort daraus bildete seine heutige Fest- »ahme. Das Schönste! Eine sonderbare Betrugsanzeige hat ein Gastwirth erstattet, der in eine Schaubude der Madaistraße trat und, nachdem er 20 Pf. Eintrittsgeld entrichtet hatte, sich die ausgestellten Bilder:c. besah. Eine dort anwesende Frau er- klärte, wenn er noch etwas Schöneres sehen wollte, so werde ihm auch die zweite Abtheilung gezeigt werden; er müsse aber besonders bezahlen. Der neugierige Wirth that dies auch und wurde hierauf von einer zweiten Frau in einen anderen Raum geführt. Hier besichtigte er gleichfalls die vorhandenen Herrlich- reiten. Dann wurde er gefragt, ob er das Schönste sehen wolle, und als er bejahend antwortete, wurden ihm noch 50 Pf. ab- gefordert. Dann hielt die Frau ihm einen Handspiegel vor das Gesicht und bemerkte dazu, daß er nun das Schönste sehe, was vorhanden sei. Hierin erblickt er eine„Vorspiegelung falscher Thatsachcn" und hat die Sache zur Anzeige gebracht.— Wenn der Wirth eine Wwthin gewesen wäre, so wäre die Sache wahr- scheinlich zu allseitiger Zufriedenheit verlaufen. Betrügerischer Bankrott. Bei der Kriminalpolizei hatte ein Kaufmann B. in der Lübbenerstraße die Anzeige erstattet, daß ihm am Abend des Neujahrstages ein Geldbetrag von 10 400 Mark aus seiner Wohnung gestohlen worden, während er im Theater gewesen sei und sein Dienstmädchen mit seiner Er- laubniß eine Verwandte besucht habe. Gegen neun Uhr ist das Mädchen zurückgekehrt, hat sofort bemerkt, daß die sonst ver- schlossene Korridorthür eingeklinkt war, hat dann in der Schlaf- stube gesehen, daß die Betten auf der Erde lagen, daß alle Be- Hältnisse erbrochen und durchivühlt waren. Es fehlte jedoch nur eine Kassette, die auf dem Ofen gestanden hatte und nach An« gäbe des B. 10 400 Mark in Gold und Papiergeld enthalten hat. Dieser Darstellung des B. wollen seine Gläubiger feinen Glauben fiel fruchtlos aus und mit Mühe und Noth hat Engel 100 Mart maten erhältlich sein. Hoffentlich verfehlt das Reichs fchenken. B. ist nämlich zahlungsunfähig und seine Gläubiger von seinem Darlehn wiederbekommen. Der Staatsanwalt be Versicherungsamt nicht, auch einige Altersrentner sowie einige befürchten, daß er ihnen diefe Geldfumme durch Fingirung antragte mit Stücksicht auf die bisherige Unbefcholtenheit des aus der Unfallversicherung dotirte Arbeiter mit auszustellen, Dieses Einbruchs bat entziehen wollen. Manche Umstände Angeklagten eine Geldstrafe von 100 Mart, der Gerichtshof war damit die Amerikaner fehen, zu welchen wohlgeründeten Bäuchlein sprechen auch für diese Annahme, insbesondere ist es verdächtig, aber der Ansicht, daß die Handlungsweise des Angeklagten einen Deutschlands Arbeiter durch die heimische sozialpolitische Gesetzdaß B. das Mädchen zum Besuch der Tante aufgefordert hat, gemeingefährlichen Charakter trage und erkannte deshalb auf gebung gekommen sind. Die Amerikaner würden sicherlich vor obwohl es dazu gar keine Lust verspürt hat, ferner, daß ein in eine Gefängnißstrafe von einer Woche. Neid bersten. der Wohnung vorgefundener, dem B. gehöriger Schraubenzieher In der Nitsche'schen Mordsache ist der Koppelfnecht Baul Echu einigel aus Weißenfels, welcher feiner Geliebten, der 17 jährigen Seifert, zugestanden haben sollte, die Hedwig Nitsche ermordet zu haben, von Weißenfels hierher gebracht und in das gerichtliche Untersuchungsgefängniß abgeliefert. Die bisherigen Ermittelungen haben jedoch den gegen ihn angeregten Verdacht nicht bestätigt. angeschwemmt und dem Schauhause zugeführt. nur dann Soziale Lteberlicht. genau in die Eindrücke paßt, welche an den Behältnissen wahr- Das Reichs- Versicherungsamt als Spruch gerichtin Krankenkassenwesen. Auf Grund des§ 75a des Krankens nehmbar waren. Auch ist dem Mädchen aufgefallen, daß eine in un fallfachen hat gestern eine der bisherigen Bragis ent versicherungs- Gesetzes ist der„ Krankenkasse der Hutmachergeſellen der Küche eingesperrte bösartige Ulmer Dogge ihr bei der Rückgegenstehende hochwichtige Entscheidung gefällt. Nach§ 6 des zu Berlin" und der Kranken- und Begräbnißkasse der Wäsche funft aus dein Wohnzimmer entgegen gesprungen, dift. Der Unfallversicherungs- Gefeßes wird den ascendenten eines im zuſchneider Berlins vom Ministerium für Handel und Gewerbe Kriminalpolizei erscheint B. so start verdächtig, daß sie seine Betriebe Getödteten 20 pCt. vom Arbeitsverdienst als Rente ge- die Bescheinigung ertheilt worden, daß sie, vorbehaltlich der Höhe Bethaftung wegen betrüglichen Bankrotts angeordnet hat. währt, wenn dieser ihr einziger Ernährer war. Der des Krankengeldes, den Anforderungen des§ 75 des Gesetzes 15 Jahre alte Bergmannstlauber Wilhelm Stone cf in Wester- genügt. bols i. W. wurde am 11. September 1891 auf der Zeche Schlägel und Eisen beim Rangiren von einem Eisenbahnwagen über An die Gewerkschaften Deutschlands. Der Rorbmacher fabren und getödtet. Derfelbe hate durchschnittlich 32 M. pro ftreit hat insoweit eine entschieden günstige Wendung genommen, Monat verdient und davon 30 M. feinen Eltern gegeben, von denen als sich die Kleinmeister und Hausindustriellen mit den Streifener feinen ganzen Unterhalt bezog. Außerdem half er in der den folibarisch erklärt haben, indem sie, um deren gerechte Forde freien Zeit der Mutter in der Bewirthschaftung eines Stückchen rungen zu unterſtügen, die Lieferungen an die Firma O. Anding Bachtaderlandes. Der Vater des Getödteten ist völlig erwerbs einstellten. Der Widerstand gegen das Unternehmerthum ist also unfähig; außer dem Verstorbenen sind fünf jüngere Geschwister im Wachsen begriffen. Damit nun der Sieg ein vollständiger Die Leiche eines unbekannten Mannes wurde vor vorhanden, von denen die jest 15 Jahre alt gewordene Tochter werde, ist es Pflicht der Kollegen, den Zuzug nach Berlin gestern Nachmittag im Landwehrkanal an der Potsdamer Brücke einen Gesindedienst angetreten hat. Die von dem Berginvaliden strengstens fernzuhalten, auch wolle man nach wie vor die Nach Aus Chriflian Stonet beanspruchte Ascendentenrente wurde von der Streifenden Korbmacher fräftig unterstützen. Briefe und Sendungen weis der bei dem Todten vorgefundenen Papiere dürfte es sich Knappschafts- Berufsgenossenschaft nicht gewährt, und die von sind zu richten an den Vorsitzenden R. Kiersch, Ritterstr. 25, im aum einen Beamten der Berliner Dampfstraßenbahn, Namens ihm beim Schiedsgericht eingelegte Berufung Restaurant. Böttcher handeln, der den Tod anscheinend freiwillig gesucht hat. ist zurüdgewiesen worden, weil der Berstorbene Sur Arbeitslosenfrage. In Ludwigshafen forderte als Marktpreise in Berlin am 5. Januar, nach Ermitteder einzige Ernährer des Klägers eine Arbeiterversammlung die städtische Behörde auf, der großen Tingen des Polizeipräsidiums. Weizen per 100 Kg. guter von und femer Familie anzusehen gewesen fein würde, ihr Lebensunterhalt auf den ihnen von dem Anzahl von Arbeitslosen nach Möglichkeit Arbeitsgelegenheit zu 15,60-15,20 m, mittlerer von 15,10-14,70 M., geringer von Verstorbenen gewährten Unterſtüßungen beruhte, was bei dem bieten, um dem fraffen Glend zu steuern. Weiter wurde bie 14,60-14,20 9. Roggen per 100 Stg. guter von 13,40-18,10 M., geringen Verdienste deffelben unmöglich der Fall gewesen sein sowohl wie beim Bezirksamt um Beschaffung von ArbeitsgelegenGewerkschaftskommiſſion angewiesen, beim Bürgermeisterei- Amt mittlerer von 13,00-12,80 m., geringerer von 12,70-12,50. fönne. Gerste per 100 kg. gute von 16,50-15,50 M., mittlere von Zermine vor dem Reichs Versicherungsamt J. Fränkel. beit vorstellig zu werden. Den vom Kläger eingelegten Returs vertrat im 15,40-14,50 M., geringe von 14,40-13,50 M. Hafer per 100 Kg. Seine Ausführung, daß der Ausdruck einziger Ernährer" nur so fündigt an, daß er durch Vertheilung von Fragezetteln eine Gr Der Vorstand der Bereinigten Gewerkschaften Stuttgarts guter von 15,80 15,10 m., mittlerer von 15,00-14,30 zu verstehen sei, daß er der alleinige, außer ihm nicht noch ein geringer von 14,20-13,50 M., Stroh, Richt- per 100 kg. von anderer Ernährer vorhanden war, wurde vom Genat getheilt hebung über die Zahl der Arbeitslosen veranstalten wird, und Mr. Heu per 100 Rg. Don M. Erbsen per 100 Rg. von 40,00-25,00. Speisebobnen, weiße per und dem gemäß dem Kläger die Ascendententente begründet dies wie folgt:„ Die allgemeine Geschäftsfrisis mit 100 g. von 50,00-20,00 M. Zinsen per 100 Kg. von 80,00 der großen Zahl Arbeitsloser erregt nicht nur in den Kreisen der zugesprochen. Arbeiter selbst Bedenken, auch die herrschenden Klaffen beginnen bis 30,00 M. Startoffeln per 100 g. von 6,00-4,00 M. Rindder Sache ihre Aufmerksamkeit zuzuwenden. Das Wort: E3 fleisch von der Stenle per 1 Kg. von 1,60-1,10 M. Bauchfleisch giebt teinen Nothstand" findet auch bei ihnen nicht per 1 kg. von 1,40-0,90 M. Schweinefleisch per 1 Kg. von mehr in dem Maße Glauben, daß sich die Gemüther 1,50-1,10 M. Kalbfleisch per 1 Kg. von 1,60-0,90 M. Hammelfleisch per 1 Kg. von 1,50-0,90 M. Butter per 1 Rg. von 2,80 dadurch beruhigen ließen. Auch die Verwaltung der Stadt Stuttgart hat sich mit dieser Angelegenheit beschäftigt, bis 1,80 m. Gier per 60 Stück von 6,00-8,00 m. Fifche per An alle Schneider und Schneiderinnen Berlins. um eventuell, wenn ein Nothstand nachgewiesen wird, burch 1 Sg. Karpfen von 2,40-1,00 m. ale von 2,80-1,20. Kollegen und Kolleginnen! Immer ernster tritt an uns die Ausführung außerordentlicher Arbeiten, Erdarbeiten zc. wenigftens Bander von 2,40-0,80 m. Hechte von 1,80-1,00 M. Barsche Pflicht heran, mit ganzer Kraft für den Ausbau unserer Organi für Arbeitslose Arbeitsgelegenheit zu schaffen und so dem Noth bon 1,80-0,70 M. Schleie von 2,40-1,00 M. Bleie von 1,40 fation zu agitiren. Die ungebeure Arbeitslosigkeit, welche sich stand etwas zu steuern. Dieselbe hat zu dem Zweck bei einer bis 0,80. Strebse per 60 Stück von 8,00-2,00 M. wohl in keinem Beruf mehr fühlbar macht, wie in dem unirigen, ganzen Reihe städtischer Verwaltungen, fowie bei Leihanstalten zwingt uns, auch diejenigen, welche uns bisher noch fernstanden, Erhebungen anstellen laffen, um so ein Bild über den Stand der Polizeibericht. Am 4. d. M., Vormittags, fiel ein Arbeiter babin zu bringen, daß sie Schulter an Schulter mit uns für die Arbeitslosigkeit zu gewinnen, jedoch lassen all' diese Erhebungen vor dem Hause Gneisenauftr. 31, beim Kohlentragen infolge der Wahrung unserer Rechte eintreten. Wie groß die herrschende ein zutreffendes Resultat nicht gewinnen, weil die Wirkung der Glätte zur Erde und erlitt außer einer Berlegung am Munde Moth unseren Beruf trifft, geht wohl am flariten aus der all Arbeitslosigkeit sich in den meisten Fällen erst nach längerer Zeit mehrfache Rippenbrüche, so daß er nach dem Krankenhaufe am bekannten Thatsache hervor, daß z. B. Werkstätten, in denen im bemerkbar macht. Gin richtiges Bild über den Umfang der UrUrban gebracht werden mußte. In der Lederwaaren- Fabrit vorigen Jahre nach 60 Personen beschäftigt waren, zu dieser beitslosigkeit fann nur gewonnen werden, wenn direkte Ervon Bender, Alexandrinenfte. 25, fiel Nachmittags ein Gerber in Beit, bei derfelben Ausdehnung des Geschäfts, ihr Personal auf hebungen durch Umfragen mittels Fragezetteln stattfinden." einen Bottich mit heißem Wasser und erlitt so bedeutende Brand- den dritten Theil reduzirt haben. Mahnen derartige That Die vom Gewerkschaftsvorstand herausgegebenen Fragezettel wunden, daß seine Ueberführung nach dem Krankenhause fachen nicht, mit aller Energie dahin zu wirfen, daß sind nur für die Zählkommission bestimmt und kommen nicht in Bethanien erforderlich wurde. Am 5. b. M. Nachmittags unfere Arreitgeber ibre ferneren Verfuche, die Noth noch die Hände der Behörde. wurde im Landwehr- Kanal bei der Potsdamer Brücke die Leiche mehr zur Quelle des Profits zu machen, aufgeben? Wer nicht Am 8. Januar fand in RöIn wieder eine Arbeitslofenteines unbekannten, etwa 85jährigen Mannes angeschwemint. will, daß sein Prinzipal oder Meister ihn bei jeder passenden Bersammlung statt, die von zirka 2000 Personen besucht war. Vor dem Hause Rafianien Allee 1 wurde Abends ein Fuhrherr oder unpassenden Gelegenheit das Recht des Stärferen fühlen Der in die Arbeitslosen- Kommission gewählte ultramontane mit einer anscheinend von einem Falle herrührenden Verlegung läßt, der trete feiner Organisation bei und strebe im Verein mit Redakteur Meuriem eritattete Bericht. Die Kommission bat am Hinterkopje besinnungslos aufgefunden und nach Anlegung feinen organisirten Kollegen und Kolleginnen dahin, unsere Bofi- danach zunächst mit dem Gewerbe Inspektor in Verbindung ge eines Berbandes nach dem Lazarus- Krantenhause gebracht. Amtion mit aller Straft zu vertheidigen. Die unterzeichnete Lotal fegt, welcher eine Arbeitslosigkeit in großem Maßstabe anerkannt 5. d. Wi. fanden seajs kleine Brände statt. verwaltung, welche bemüht ist, den Kollegen möglichst Gelegenheit habe. In 56-58 Berichten, welche von ihm von den größeren zu bieten, dem Verband beizutreten, wird in der nächsten Zeit Industriellen von Köln und Umgegend eingefordert seien, sei nur den Bedürfnissen entsprechend in allen Stadttheilen Versamm Don Arbeiterentlaffungen und Betriebseinschränkungen die Rede. lungen abhalten, zu denen fie die Kollegen hiermit dringend ein- Des weiteren ertheilte der Gewerbe Infpeftor der Kommission ladet. Die erste dieser Versammlungen findet am Montag, den den Rath, persönlich bei dem Regierungspräsidenten vorstellig zu 9. d. M., bei Hensel, Invalidenstr. 1, statt. In derselben wird werden, welcher Rath auch bejolgt worden sei. Die Kommission Frau Reimer( Mäntelnäherin) einen Vortrag halten. Ferner hätte am dritten Weihnachtsfeiertage eine ca. 11/ 4stündige Be Giner versuchten Expreffung durch Benuhung des Fern werden in diefer Versammlung die Lohn- und Arbeitsverhältnisse sprechung mit dem Siegierungspräsidenten gehabt, welcher fich sprechers hat sich der Fabrikant Wilhelm Stern schuldig ge bei der Weltfirma Oppenheimer, Nollier u. Komp. einer eingehend von den Kommissionsmitgliedern Bericht erstatten ließ. macht, der gestern vor der neunten Straffammer des Land- Besprechung unterzogen werden. Selbstredend werden in Im Verlaufe der Unterredung habe der Regierungspräsident auf gerichts I ftand. Der Angeklagte war früher mit dem Kaufmann dieser Versammlung auch neue Mitglieder aufgenommen, sowie die Vergnügungssucht( und auch er, Redner, müsse sich dem anMücke affoziirt. Sie trennten sich im Unfrieden, Mücke verband sich mit Beiträge entgegen genommen. Aufnahme suchende Kollegen, schließen,) hingewiesen, ebenso, daß es Sache der Arbeiter sei, in den dem Kaufmann Trendel zu einem Ronkurrenzgeschaft und von diefer welche schon einer ähnlichen Organisation angehört haben, Sommermonaten etwas für die Wintermonate zurückzulegen. Der Re Zeit an haben die Letzteren, wie der Angeklagte behauptete, alles brauchen laut Beschluß des letzten Verbandstages fein Eintritts: gierungspräsident habe jedoch nicht die schroffe ablehnende Haltung des gethan, um ihn zu schädigen. Der Angeklagte hatte an Mücke geld zu zahlen. Im übrigen werden Beiträge entgegen genommen: Ober- Bürgermeisters eingenommen. Redner führt eine Reihe eine Borderung von betrachtlicher Höhe, er wurde flagbar, hatte Jeden Morgen von 8-1 Uhr im Bentral- Arbeitsnachweis und von Städten Rheinlands an, wo Mothstandsarbeiten in Angriff aber feinen praftifd, en Erfolg, da Müde den Offenbarungseid Auskunftsbureau Schüßenstr. 18, Restaurant Freggang. Jeden genommen feien, trotzdem dort diefelben dimatischen Verhältniffe teistete. Nun schwebten zwischen dem Angeklagten und der Kon- Montag Abend von 8-10 Uhr, Moabit, Perlebergerstr. 28a, wie in Köln herrschen. Besonders hebt Redner den Beschluß der furrrenzfirma noch Streitigkeiten wegen einer Patentverlegung, Restaurant Hermerschmidt und Grenadieritr. 88, Restaurant See- Stadtverwaltung von Worms hervor, welche die stadtischen der die letztere fich zum Nachtheile des Angeklagten fchuldig gefeldt. Jeden Mittwoch Abend von 8-10 Uhr, Annenstraße 9, Arbeiten in die Wintermonate verlegen will, und kritisirt den macht haben sollte. Nach den Angaben des Angeklagten hatte Restaurant Prog. Ferner jeden Sonnabend Abend von 8 bis ablehnenden Bescheid des Ober- Bürgermeisters auf eine erneute Mücke ein Patent, welches er früher gegen Entgelt an die Firma 10 Uhr, bei Frengang, Schüßenstr. 18. In allen Zahlstellen vom Komitee mit dem Hinweis auf das eingetretene Frostwetter Wilh. Stern u. Ko. abgetreten, noch einmal an feinen fpateren fönnen Fachzeitungen entgegengenommen werden. Die Lokalver begründete Eingabe. Die vorjährige Umfrage bei den Ort3. Kompagnon Trendel veräußert und widerrechtlich ausgebeutet. waltung des Verbandes Teutscher Schneider und Schneiderinnen tantentassen habe das Vorhandensein von zirka 12 000 Den von Trendel für das Patent gezahlten Betrag habe Mücke und verwandten Berufsgenossen. J. A.: H. Möbius, Zummer beschäftigungslosen Arbeitern ergeben, auch heute bei Leiftung des Offenbarungseides nicht angegeben und sich firaße 86, Hoj 3 Zr. hätte der Ober- Bürgermeister sich leicht auf diesem Wege über deshalb eines Falscheides schuldig gemacht. Nachdem Stern die den Umfang der Arbeitslosigkeit informiren tönnen.- Die Ver Ziviltlage gegen die Firma Mücke u. Trendel angestrengt hatte, Aufruf an alle Bauhandwerker Berlins und Umgegend. fammlung verurtheilte in einer einstimmig zur Annahme gewurde er eines Tages von Trendel angeklingelt und ge- 13 einen Uebelstand, dem baldigit abgeholfen werden sollte, fragt, ob er nicht zu einem gutlichen Vergleich geneigt fei. muß ich die Sitte bezeichnen, daß persönliche Angelegenheiten der Bürgermeisters und ersuchte die Stadtverwaltung um fofortige langten Resolution aufs schärfste das Vorgehen des OberStern gab seine Forderung, ebenfalls per Telephon, auf Arbeiter unter einander in den Versammlungen oft in unerquick- Bürgermeisters und ersuchte die Stadtverwaltung um sofortige 10 000 M. an, und soll derselben dadurch Nachdruck gegeven haben, lichster Weise und ohne Namensnennung breit getreten werden. Inangriffnahme von Nothstandsarbeiten. In der Diskussion daß er dem Trendel zurief, er wisse doch, daß sein Kompagnon Durch derartige öffentliche Erörterung von Streitigkeiten, die bei batte Serr Neuwiem, Redakteur der Kölnischen BoltsBeitung", unter Berufung auf die Trades Unions den Mücke gar nicht das Recht befaß, das Patent noch einmal zu der heutigen planlosen Produktionsweise auch unter den Bau- Arbeitern die gewertschaftliche Thätigteit empfohlen. Durch die veräußern und daß derselbe mit Beihilfe Trendel's einen falschen handwerkern ja vorkommen können, fördern wir nur die Interessen Anfrage eines Buchdruders stellte sich aber heraus, daß das Difenbarungseid geleistet habe. Wenn Trendel sich nicht inner- unserer Gegner, indem wir ihnen Gelegenheit geben, auf die Un Blatt, an welbem Herr Neuwiem beschäftigt ist, selber feine halb dreier Tage erkläre, würde die Denunziation an die Staats- einigkeit unter uns Arbeitern hinzuweisen und sich dieselbe zu Mitglieder des Buch druckerverbandes in Arbeit nimmt, also Ge anwaltschaft abgehen. Erendel fam dem Angeklagten zuvor, er Nuge zu machen. Daß durch dergleiche Manipulationen unsere zeigte ihn wegen versuchter Expreffung an. Stern beftritt im gemeinsamen Intereffen nicht gefördert werden können, muß flar wertschaftsmitglieder vermuthlich überhaupt nicht unter seinen Terinin, daß der Wortlaut des telephonischen Gesprächs von fein. Wollen wir dem Uebel aber wirklich energisch und erfolg Arbeitern buldet. Dieselbe Köln. Bolts- 3tg." spielt sich sonst Trendel richtig wiedergegeben sei, sowie daß ihm das Bewußtsein reich entgegentreten, so fann dies nur geschehen, wenn alle Wer bruderi ist also wieder ein hübscher Beleg für die Doppelzüngiggern als Arbeiterfreundin auf. Ihr Verhalten zu den Bucheiner Nechtswidrigteit innegewohnt habe. Schon nach der Vertrauensleute der verschiedenen Berufe ihre Arbeitsgenossen auf teit des Ultramontanismus. nehmung des ersten Bengen erklärte der Staatsanwalt, daß er die fordern, etwaiges Material mit genauer Angabe des Baues und Reine Hilfe für Arbeitslofe. Das Bureau der Anklage fallen lajje. Der Gerichtshof erkannte ohne weiteres auf der Namen aller Betheiligten an ihre Adressen gelangen Arbeitslosen- Versammlung, welche vor Weihnachten in Grabow Freisprechung. zu lassen, damit sie sich mit ben Vertrauensleuten bei Stettin stattfand, hatte sich seines Auftrags schristlich entbes betheiligten Berufes in Verbindung fegen fönnen, Immer der alte Schwindel. Der Privatschreiber Rein wodurch die Sache bann zunächst gemeinsam aufgeklärt und ge- wort ertheilt worden: Derartige städtische Arbeiten, bei denen ledigt. Darauf ist von der Grabower Behörde folgende Anthold dlung stand gestern wegen Betruges vor der 122. Ab- regelt werden tann, worauf etwa in der Versammlung Bericht zu die in dem Schreiben des Herrn Mecherlen vom 15. Dezember theilung des öffengerichts. Im Juli 1891 veröffentlichte der erstatten wäre. Nur so wird es möglich sein, den eribünschten 1892 bezeichneten Arbeitslofen jebt hier am Blaze feitens des Angeklagte eine Anzeige folgenden Inhalts:" Ein einflußreicher Erjolg zu erzielen. Ein Beispiel zu Origem liefert ein Ausruf hiesigen Magistrats beschäftigt werden können, liegen nicht vor Beamter kann einem Mann, der im ftande ist, ihm eine We an die Klempner Berlins in Nr. 305 bes Borwärts" vom hiesigen Magistrats beschäftigt werden können, liegen nicht vor und stehen auch nicht in Aussicht." fälligkeit zu erweisen, eine Stellung als Kaffenbote verschaffen." vorigen Jahre, mit bessen Grundzwed ich wie aus Obigem her- und stehen auch nicht in Aussicht." Der wellenloje Komtoirdiener Engel trat als Bewerber auf, worauf vorgeht, einverstanden bin, nur daß ich die Streif- Kontrollkom In Düsseldorf beschloß eine Gewerkschaftsversammlung der Inserent sich als der Angeklagte entpuppte, der damals eine mision nicht für die geeignete Körperschaft halte, welche dergleichen die Aufnahme einer Arbeitslosen- Statistit auf ein Jahr zu verSchreiberstelle im Auerbach'schen Waisenhause in der Oranienburger Fragen, die stets nur einzelne Personen betreffen, in befriedigender tagen, ba ein solches Unternehmen geraumer Zeit bedürfe. Die Straße befleidete. Engel begab sich zu ihm und war feineswegs Beije regeln fönnte. Auch ist der in jenem Aufruf angeschlagene Gewerkschaftskommission soll zunächst in geeigneter Weife agititen überrascht, als Adlung ihm erklärte, daß die erwähnte„ Gefällig Ton nicht dazu angethan, unfere gemeinsamen Bestrebungen zu und bei der Generalfommission beantragen, daß diefe in der feit" in der Gewährung eines Darlehns von 400 Mart gegen fördern, resp. jene Uebelstände zu beseitigen. Mit solidarischem dritten Januarwoche des Jahres 1894 eine allgemeine ArbeitsWechsel bestehen sollte. Aolung erzählte dagegen, daß ihn feine Gruß Friedrich Gräschte, Vertrauensmann der Buyer losen Statistik veranstaltet. Ferner wurde beschlossen, eine öffent Stellung täglich mit reichen jüdischen Bankiers, wie Bleich Berlins und Umgegend, Lübbenerstr. 26. liche Versammlung einzuberufen, welche über einen an die Duffeltöver u. J. 1o. in Verbindung bringe, er gelte bei denselben viel dorfer Stadtverwaltung zu richtenden Antrag betreffend Aufund sobald eine Batanz bei einer der großen Bankhäuser eintrete, Das Reichs- Versicherungsamt veranstaltet in Chicago nahme einer Arbeitslosen- Statinit zu berathen hat. Auf dem Marktplatz in Bernburg fand werde er es dem Eugel anzeigen, sich für ihn verwenden und ihm das eine Spezialausstellung der gesammten foglal wie im ge durch die Stelle verschaffen. Engel fchentte diesen Angaben Bertrauen, politischen Gefeßgebung des Deutschen Reiches, fchrieben wird am 80. Dezember eine Demonstration ber er gab die 400. her. Nach langerém Warten gelangte Engel zu der ber Krantenversicherung, der Unfallversiche.Arbeitslosen statt. Eine Versammlung der letzteren hatte be Ueberzeugung, daß er betrogen sei und daß der Angeklagte rung und der Alters und Invaliditätsversicheschlossen, da Anträge, Resolutionen und Deputationen an die feineswegs den Einfluß besige, dessen er sich gerühmt. Alles rung. Neben der diesem Zwecke dienenden graphischen, bilb- städtischen Behörden um Beschaffung lohnender Arbeit erfolglos was der Angeklagte für ihn gethan, bestand darin, daß derfelbe lichen, ftatistischen 2c. Darstellungen wird ein Büchelchen abgefaßt, gewesen waren, in corpore vorffellig zu werden. Die Bernihm einen Lebenslauf und mehrere Anstellungsgesuche geschrieben das in kurzer Bufammenfassung den Inhalt der gesammten Verburger Beitungen hatten diesen Beschluß zur Kenntniß der ganzen hatte, die einfache Ablehnung erfuhren. Als der Bechfel fällig ficherungs- Gefengebung darstellt. Daffelbe foll in deutscher und Stadt gebracht und infolge beffen war eine nach tauienden war, tonnte der Angeklagte nicht zahlen, die Bwvangsvollstreckung englischer Sprache erscheinen und für einige Pence am Auto- zaglende Menschenmenge auf dem Markt versammelt. Daß es Gerichts- Beifung. " räth, feine anzunehmen. Maler Eine Anzahl weiterer hierbei nicht zu einer einzigen Verhaftung kam, auch nicht ein Theil der Religionsübung sei und daß zur Ertheilung mittelbranche auf 72000 schäßt, beantragt, das Bureau zu beaufeinziger Fall von Ungehörigkeit zu verzeichnen war, ist gewiß ein des Ersatz unterrichtes( für den Schul- Religionsunterricht) tragen, dem Reichstag die Erwartung auszusprechen, daß gutes Zeichen für die Disziplin der Arbeitslosen. Weiter tein Befähigungsnachweis erforderlich sei; denn bezüglich des er alsbald den Achtstundentag gefeßlich einführe. Konditor schreibt uns unser Korrespondent: Seit bereits sechs Wochen Religionsunterrichts fomme von der ganzen Verfassung nur Hohlfeld Resolution findet regelmäßig jede Woche eine Versammlung der Artikel 12 in Betracht, welcher lautet: Die Freiheit des Wiener schließt sich dem an und rath, einfach gegen Arbeitslosen statt. Durch dieselben wird genau Statistit religiösen Bekenntnisses, der Vereinigung zu Religions- Gefell- die herrschenden Zustände zu protestiren. Auch die sozial über die Größe der Arbeitslosigkeit gerfibrt. Unsere schaften und der gemeinsamen häuslichen und öffentlichen Religions- demokratischen Vertrauensmänner zur Veranstaltung von Arbeitsstädtischen Behörden haben sich dagegen noch zu feiner anderen übung wird gewährleistet. Der Genuß der bürgerlichen und losenversammlungen aufzufordern, lohne sich nicht; die hätten Thätigkeit aufschwingen können, als die Suppenauftalt einen staatsbürgerlichen Rechte ist unabhängig von dem religiöfen Be- das fchon längst von selbst thun müssen. Monat früher zu eröffnen und den Armenfonds etwas reicher fenntniffe, Den bürgerlichen und staatsbürgerlichen Pflichten Redner gingen auf das herrschende Elend und seine Ursachen als bisher zu botiren, außerdem hat der Herr Bürgermeister ein barf burch die Ausübung der Religionsfreibeit tein Abbruch, se und Golgen ein. Schlächter Geidel wünschte dabei schließlich Rundschreiben an die Unternehmer erlaisen, in dem er ersucht, schehen." Nachdem der Referent an den Folgerungen, welche fich einen Ruffel für die Arbeitervertretung im Rothen Hauſe, von ihm angeben zu wollen, ob es nicht möglich sei, mehr als bisher aus dem Ministerial resfript ergeben, gezeigt, wie sehr dieselben der wenigstens Giner bätte in der Versammlung erscheinen sollen, Arbeiter einzustellen, eventuell die Arbeitszeit abzukürzen. Das der Verfassung und dem Landrecht widersprechen, giebt er um hier neues Material zu bekommen. Kretschiner stimmt dem Resultat war, daß in fast allen Etablissements die Arbeitszeit der Hoffnung Ausdruck, daß die Zähigkeit, mit welcher Vorredner bei und meint, daß die Besitzer von Kneipen nicht bereits reduzirt war und nur ein einziger Unternehmer sich Dissidenten an ihrer Ueberzeugung festzuhalten pflegen, die lettere mehr ein volles Verständniß haben für die Arbeitslosigkeit. Die bereit erklärte, eine kleine Anzahl Arbeiter einstellen zu wollen. in die Kreise dringen lassen werde, mit welchen die Dissidenten Bersammlung stimmte sodann folgender Resolution zu: sonst nicht verkehrten, in die man sie aber hineinzwänge. Er Ginge In der Daibesichen Sutfabrik zu Ebingen freifen erörtert sodann die Stellung, welche die Diffidenten der Ver- fammlung Arbeitsloser der Nahrungsmittel Industrie verschmäht Die heute in Joel's Saal tagende zahlreich besuchte Vers die Walker und Zurichter. Sie ersuchen um Fernhaltung des fügung gegenüber einzunehmen haben, wie folgt: Sie würden es, der liberalen Stadtverordneten- Majorität mit Refolutionen Zuzugs. den Widerspruch dagegen immer wieder hervorkehren, sie würden den Papierkorb zu füllen, diefelbe ist vielmehr der Ansicht, daß aber auch die Gerichtsbarkeit immer wieder anregen, sich mit der die privatkapitalistische Gesellschaft unfähig ist, dauernd gesunde Der Weberstreit bei Wiebagen und Ko. in Hücke 3- Frage zu beschäftigen, und auch in alle Kreise den Agitationsstoff Lebensverhältnisse zu schaffen, daß es vielmehr der Umwandlung wagen dauert fort. Die Streikenden bitten dringend um tragen. Wenn man glaube, die Dissidenten, weil sie gering an der privatfapitalistischen Gesellschaft in die sozialistische bedarf, Fernhaltung des Zuzugs und um Unterstützung. Alle Sendungen Zahl feien, unterdrücken zu können, gut, dann würden sie sorgen, menichenwürdige Zustände zu schaffen. In Erwägung, daß die kapitafind zu richten an Ewald Blankenagel in Hückes- daß ihre Bahl größer werde, dann gebe es nur die eine Losung: listische Gesellschaft auch nicht den Willen zeigt, das Glend in etwas zu mildern, was ihr bei einigem Wollen noch möglich wäre, protestirt die Bersammlung gegen das Ableugnen des Nothstandes und erklärt, daß nicht nur Unkenntniß der Verhältnisse, sondern schamlose Bugeknöpftheit dazu gehört, den herrschenden Nothstand zu verleugnen." to a gen. Töpfer werden in der Zeitschrift Der Töpfer" um Fernhaltung des Buzugs nach Breslau( Dfenfabrit E. Diann, 10 pCt. Lohnherabfezung), Bielefeld( Lohnabzug), Harburg ( Seijert), Zwickau( Schols) und nach Stettin( Wertstubenarbeiter) ersucht. Der Streik der Budapester Gips und Holzbildhauer ist laut Kommiffionsbeschluß mit 31. Dezember für beendet ertlärt. Nach achtwöchentlichem schweren Kampf baben die Ge Hilfen ihre Forderungen in fämmtlichen Wertstätten( bis auf die Firmen Julius Jaiser, Goldberger und Reinhart) vollständig durchgefeht, darunter auch den Achtstundentag und die Abschaffung der Affordarbeit. 11 Austritt aus der Landeskirche!" Mit lebhaftem Beifall nahm die Versammlung diese Ausführungen entgegen. In der Diskussion bedauerte ein Redner, daß die Sozialdemokratie für die Glaubensfreiheit nicht Hand aus Werk gelegt habe; wäre es geschehen, so wären die Dissidenten heute weiter. Ein anderer Redner( Schröder) Unter Verschiebenem theilte Scholz noch mit, daß die forderte, daß vor allen die sozialdemokratischen Führer aus der organisirten Bäcker aus der Genossenschafts- Bäderei bis auf einen Landeskirche austreten sollten; aber Auer habe sich noch vor vier entlassen seien. Mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie gingen Jahren firchlich trauen lassen und Fischer schicke noch heute seine die Versammelten auseinander. Kinder in den katholischen Religionsunterricht. Herr Megner Schöneberg. Eine Volksversammlung nahm hierselbst am schlug vor, daß Tissidenten, deren Kinder gezwungen werden, an dem tonfeffionellen Religionsunterricht Theil zu nehmen, diesen 5. Januar den Bericht der beiden sozialdemokratischen Gemeindedie Lehrmittel dazu nicht faufen follten. Im Anschluß daran vertreter, Schmidt und Sackelbusch, über thre Thätigkeit machte Herr Vogtherr auf die Nothwendigkeit auimerksam, den entgegen. Beide Genoffen gaben ein Bild von den im GemeindeRindern andere, für sie geeignete Bücher in die Hand zu geben. rath Schönebergs gepflogenen Verhandlungen, ihre StellungDie Tegtilarbeiter und Arbeiterinnen Rheinlands. Schließlich wurde einstimmig folgende Resolution angenommen: nahme zu den einzelnen Angelegenheiten rechtfertigend. Da die Westfalens hielten am 2. Januar in Hagen eine Konferenz" Die Versammlung protestirt gegen den Gewijsens- und Berichterstattung nur von lofalem Interesse war, tann hier auf, ab, die von 16 Schneidern, 5 Schuhmachern und 1 Hutmader, Religionsgang, welchen dissidentische Eltern und Kinder dadurch eine Wiedergabe derfelben verzichtet werden. Bu erwähnen ist, insgesammt 22 Telegirten besucht war, weldje 12 Städte ver- erleiden, daß leytere gezwungen werden sollen, an einem ton- daß Genoffe Schmidt sowohl wie auch Hackelbusch am traten. Die Konferenz erklärte als nächstes Ziel die Schaffung feffionellen Religionsunterricht Theil zu nehmen, wenn nach be: Berlauf einiger der besprochenen Sigungen des Gemeinderaths eines Industrieverbandes für die Bekleidungsindustrie und empfahl hördlichem Ermessen" nicht ein genügender Grfaß vorhanden ist. nachwiesen, wie nothwendig die Vertretung der Sozialdemo in demselben fet. Nachdem mehrere Genossen als Mittel hierzu: Gemeinschaftliche Betreibung der Agitation, Gie betrachtet den betreffenden Erlaß des Ministers für gefeg- tratie gegenseitige Unterstügung bei Lohnkämpfen, Zentralisation der und verfassungswidrig und drückt ihre Freude darüber aus, daß verschiedene Wünsche den Genossen Schmidt und Hackelbusch zur Herbergen und Arbeitsnachweise. Da der für 1892 geplant ge- die Freireligiöse Gemeinde zu Berlin sich bereit erklärt, den Berücksichtigung bei ihrer Amtirung empfohlen hatten, schritt wefene Industriekongreß gescheitert ist, ersucht die Konferenz die Diffidenten auf Antrag beim Borstande nach Kräften Rechtsschutz man zur Aufstellung eines Kandidaten für die demnächst, wahrschon eingesetzten und beauftragten Personen, in nächster Bufunft zu gewähren." scheinlich im Februar, stattfindende Zusakwahl zum Gemeindedahin zu wirken, daß der Kongreß zu stande fommt Gleichzeitig( Die bekannte Eigenschaft gewisser Freireligiöser, für sich felbft rath. Wie schon bekannt, macht Schöneberg von dem ihm zus werden die Redakteure der einzelnen Fachzeitungen gebeten, die Gewissensfreiheit zu verlangen, anderen aber diese Freiheit nicht stehenden gefeßlichen Recht Gebrauch, die Zahl seiner Vertreter Diskussion darüber frühzeitig zu eröffnen. Weiter wurde ge- gewähren zu wollen, hat sich auch in dieser Versammlung wieder im Gemeinderath von 15 auf 24 zu erhoben. Nach längerer wünscht, daß an den einzelnen Orten mehr für die wiffenfchaft gezeigt. Was geht es denn Herrn Schröder an, wie Auer und Debatte über die Befähigung der vorgeschlagenen Kandidaten zum liche und sozialpolitische Ausbildung der in der Bekleidungs- Fischer sich mit der Religion abfinden, wenn er wirklich religiös Beifizeramt im Gemeinderath, wobei wesentlich die Noth der Prinzipienfestigkeit betont wurde, ent Industrie Beschäftigten durch geeignete Vorträge Sorge getragen frei denkt. Diese Freiheit bedeutet doch vor allem, jeden glauben wendigkeit werden möge. Der Agitation stommiffion wurde die ganze Be zu lassen, was er will. Zu dieser Höhe der Auffassung schloß sich die Versammlung gegen etwa sechs Stimmen Dann wählte fleidungs- Industrie als Thätigkeitsfeld angewiesen und diese des- aber, welche selbst im modernen Bourgeoisie Staat all für den Restaurateur Genoffen Siegler. halb um 5 Personen verstärkt. Endlich wurde noch zu that- gemeine Geltung hat, vermag fich ein sehr großer man eine neue Lotalfommission, bestehend aus den Genossen fräftigem Gintreten für die Kontrollmarte aufgefordert. Bruchtheil unferer sogenannten Freireligiösen nicht auf Borch wardt, Weißgerber und Kleinschmidt. Im zuschwingen. Bu dem, was Herr Schröder seinen geduldigen Verschiedenen" stizzirte Genoffe Silberschmidt die augen Buhörern über Auer und Fischer sonst noch aufzubinden beliebt blickliche politische Lage. Auf die Militärvorlage fommend, sprach hat, bemerfen wir, daß des letteren Kinder zum Theil in eine er die Hoffnung einer baldigen Reichstags- Auflösung aus, und protestantische und zum Theil in eine fatholische Gemeindeschule den Wunsch, daß die Parteigenossen sich darauf vorbereiten und eingeschult find, so, wie sich eben gerade Platz fand. Was aber den derzeitigen Schlendrian bei Seite werfen möchten. Nach der Auer's angeblich firchlich geschlossene Ehe vor vier Jahren be- nächsten Wahl müsse der Kreis Zeltow, Beestom ze. der Sozialtrifft, so wissen wir, daß unser Genosse feine Flitterwochen schon demokratie gehören. Zum Schluß wurde noch die Ginberujung zu einer Zeit gefeiert hat, wo Herr Schröder, nach der Unreise einer Arbeitslofen- Versammlung für den nächsten Donnerstag feines Urtheils zu schließen, noch in den Windeln gelegen haben( Vormittag) beschlossen. muß.) Ans Amerika. Der Streit der Bergleute von Monor: gabela River dauert fort; die Zahl der Streifenden beträgt über 6000. Der Streit der Glasarbeiter von Muncie ( India) ist beendet, da die Unternehmer die verlangte Lohn erhöhung bewilligten. Die Schriftfezer des bedeutendsten Journals Mail" von Kansas City streitten, weil versucht worden war, unorganisirte Seger einzustellen. Versammlungen. wenn " " Moderne Heiligkeit" der Che. Die Stölnische Btg." brachte folgendes Inserat:" Damen mit mindestens drei Millionen Reinickendorf. Am 18. Dezember v. J. tagte hier eine Mart sofortiger Mitgift fann ein junger, in jeder Hinsicht aus- Gine Arbeitslosen Versammlung der Bäcker, Volksversammlung, in welcher Genosse Wartmann als Deles gezeichneter Graf, dessen Name mit jenem für licher Geschlechter Schlächter, Konditoren Pfeffertüchler und girter des Kreises Niederbarnim in furzen aber klaren Ausin gleichem Ansehen steht, in ernster Absicht vorgestellt werden. Sellner tagte, zahlreich besucht, am 6. Januar in Joel's führungen über die wichtigsten Punkte der Tagesordnung des Nur nichtanonyme Briefe von Eltern, Vormündern, Hausfreun großem Saale. G. Kretich met referirte über die Ursachen Berliner Parteitages referirte. In der Diskussion übte Tha! den oder Familienanwälten erbeten unter B 5135 ur Weiter und Folgen der Arbeitslosigkeit in der Nahrungsmittel- Industrie.( Heinickendorf), unterstützt von Neumann( Berlin) und Arndt befört erung an Rudolf Mosse, Wien I, Seilerstätte 2." Bum Er wies darauf hin, daß in der Nahrungsmittel- Industrie eine längere Kritit an den auf dem Parteitage gefaßten BeAuffrischen hochadliger Stammbäume ist das Geld der„ bürger nicht etwa nur im Winter, sondern das ganze Jahr hindurch große Schlüffen. Thal wandte sich vor allem gegen die Gehälter, welche lichen Kanaille", an die sich der in jeder Hinsicht", also wohl Arbeitslosigkeit herrscht. Dieser Umstand habe ja die Regierung zu einige Redakteure des Vorwärts" beziehen. Ferner ist nach auch im Schuldenmachen ausgezeichnete Herr Graf wendet, immer einer Enquete veranlaßt. Die gegenwärtige Versammlung folle feiner Ansicht in der einen Nachtfihung auf dem Parteitage in gut genug gewesen. Aber auf welcher tiefen Stufe der Sittlich die Rebrjeite der herrschen den Verhältnine zeigen. Die Ber- bezug auf die Gewerkschaftsfrage ein förmlicher Staatsstreich verfeit muß erst jener Theil des Bürgerthuins stehen, der seine sammelten feien nicht der zehnte Theil der zur Zeit Arbeitslosen übt worden. Es wäre absolut nicht darauf angekommen, was Töchter an den Abhub bes Adels lediglich eines Titels halber in der Nahrungsmittel- Industrie. Bei der Krankenkaffe der Bäcker gesprochen worden sei, man habe nur darauf geachtet, wer ge verkauft! fei festgestellt, daß allein 2500 bis 3000 Bäcker zur Zeit hier arbeitslos sprochen habe. Unter den Delegirten sei eine förmliche Revolte find. Aehnlich werde es sei den Kellnern und Schlachtern sein. Diese ausgebrochen. Des weiteren tadelte der Redner die über den große Arbeitslosigkeit sei die Folge der übermäßigen Arbeitszeit, Boytott und die Kontrollmarke gefaßten Beschlüsse, desgl. den Bes Die nicht nur frühzeitiges Stechthum der Arbeiter hervorrufe, schluß wegen der Maijeter. Alle dieie Angelegenheiten seien von einigen sondern auch eben die große Reservearme e schaffe. Die weiteren Mitgliedern des Vorstandes viel zu leicht behandelt worden. Folgen zeigen fich in der Verbrecherstatistit, in der Zahl der Be- Die Ausführungen dieses Redners fanden seitens der Genossen fucher der Verpflegungsstationen, Korrektionshäuser 2c., wo überall Wartmann, Leuschner, Rosenfeld und Glas eins Die Tiffidentenfrage und der Schul- Religionsunter die Arbeiter aus der Nahrungsmittel Branche den Haupttheil gehende Widerlegung, worauf folgende, vom Genossen Mali. vicht lautete das Thema, mit welchem sich am 5. Januar eine bilden. Ein Mittel, der Arbeitslosigkeit auch unter heutigen nowsty unterzeichnete Resolution mit großer Majorität ans gut besuchte Boltsversammlung beschäftigte. In feinem Referate Verhältnissen entgegenzuwirken, gebe es wohl in der Bergenommen wurde: Die Versammlung erklärt sich mit den Ausführungen des wies Herr Vogtherr darauf hin, daß der Geist in der Kultustürzung der Arbeitszeit, aber darauf tasse sich miniserial- Verwaltung ganz derfelbe geblie en ist wie unter Bed- allerdings das Unternehmerthum nicht ein. Deshalb müffe Referenten und der Thätigkeit des Parteitages einverstanden." lig. Das zeige die neuste Verfügung des Minifters Boffe, nach die Forderung des achtstündigen Arbeitstages immer wieder er Jm weiteren Verlauf der Tagesordnung wurden dem aus der es der preußischen Verfassung entsprechen soll, wenn jebes hoben werden. Freilich eine endgiltige Beseitigung des heutigen seinem Amt als Vertrauensmann ausscheidenden Genossen Glas Kind Religionsunterricht genieße; auf den Religionsunterricht in Glends führe der Achtstundentag nicht herbei, dafür würde das Decharge ertheilt. An Stelle desselben wählte die Versammlung der Echule tönne verzichtet werden, wenn er im Hause ertheilt Unternehmerthum u. a. durch Einführung von Maschinen 2c. den Genossen Malinowsty. Zum Schluß machten Ihal werde; aber als solcher Religionsunterricht fönne nicht der forgen. Eine endgiltige Beseitigung des Elends fei erft und Haspel die Versammlung auf den Arbeiter- SanitätsSittlichkeitsunterricht, den in neuster Zeit ein bekannter Soziale möglich die kapitalistische Gesellschaft ersetzt fet verein, sowie auf den über die Brauerei Evora u. Meyer ver demofrat ertheile und der damit beginne: Es giebt feinen durch die sozialistische. Wie wenig der heutige Staat hängten Boyfott aufmerksam. Mit einem Hoch auf die Sosial Gott", angesehen werden." Hedner bemerkt, daß selbst den Arbeitern สิน helfen beabsichtige, geigte Redner bemofratie ging die Versammlung hierauf auseinander. ein Blatt, welches um Alles, was Thron und Altar" daran, daß der Staat zwar viele Millionen für siehende Heere zu fchügen geeignet scheint, so ängstlich besorgt ist, wie übrig habe, aber nichts für Besserung des Looses der Arbeitsdie Kölnische Zeitung", diese Verfügung als nicht zu Recht losen. Der Referent schloß mit der Aufforderung an die bestehend bekämpft und auch als tattisch unrichtig bezeichnet. Anwesenden, im neuen Jahre nicht nur für die fleinen Forde Biesem Urtheile schließe sich auch die Germania" an, die be- rungen, wie Verkürzung der Arbeitszeit, sondern auch träftig für fürditet, es fönuten die Angehörigen der katholischen Kirche durch das Hauptziel, die herbeiführung der sozialistischen Gesellschaft, die Tissidentenkinder verdorben werden. Die Germania" frage einzutreten. Lebhafter Beifall der Versammlung zeigte ferner, wenn der Minister solche Grundsäße für die Volksschule das volle Einverständniß derselben mit diesen Ausführungen. auffielle, wie er es sich dann bezüglich der höheren Schulen dente, Es waren fünf Refolutionen eingelaufen, welche der Vorsißende ob er da weiter atheistische Lebrer dulden wolle. Sie erklärt verlas. In der Diskussion wies zunächst Schweizer auf die fchließlich, daß der Staat in Religionslehre und lebung sich Menge der Betrügereien hin, welche von Angehörigen der Bournicht eingumifchen hat, stimmt darin also ganz den Diffidenten geoisie ausgeübt, im vorigen Jahre aufgedeckt sind. Schlächter und den Sozialdemokraten bei, welche die Religion als Privat- Gaßmann bob hervor, daß, wenn nur alle Arbeitslosen seiner fache erklärt wissen wollen. Was nun die Rechtsfrage anlange, Branche sich hier versammeln wollten, sie in den Saal nicht alle gegend. Sonntag, den 8. Januar, Nachmittags 2 Uhr, Bersammlung im so liege diefelbe in den Augen aller derer, welche überhaupt hereinkämen. Er hob dann hervor, daß der bravste Schlächter: 1. Bericht über die Bildung der Notenvereinigung über ganz Deutschland. sehen wollten, tlar. Sogar das sonst so unflare Allgemeine Land- gefelle nicht einmal vorhandene Arbeit bekomme, wenn er nicht mit 2. Bericht der Prüfungstommnisstons Mitglieder über die aus Dresden einges recht" spreche sich in dieser Eache äußerst bestimmt aus. Es heiße im ber Tasche voll Geld zu dem Vermittler fomme. Wenn man die gangenen Kompositionen. Ethische Gesellschaft. Am Sonntag, den 8. d. Mts., finden zivet Bers Allg. Landrecht, Th. 2, Tit. 12,§ 11: Kinder, die in Wlasse der heute Arbeitslosen sebe, so müsse man mit Schaudern fammlungen statt. Die erfte Nachmittags 6% Uhr Kommandantenstraße 20 einer anderen Religion, als welche in der öffentlid, en Schule ge- an den Sommer denken, wo die Schlächter aus den Wurst( Arminballen), Bortrag des Herrn Beus liber, der aus dem amerikaniſchen Gflavenleben". Die zweite in Gratibell's Blechallen, kommandantenitr. 79, lehrt wird, nach den Gesetzen des Staats erzogen werden sollen, fabriten auf die Straße geworfen und als Vagabunden aufge- Abends 7 Uhr, Bortrag von Frau Emma Jyrer über: 8% Monat Fabrit können dem Religionsunterricht in derselben beizuwohnen nicht griffen werden. Konditor Roch führt aus, daß auch in seinem arbetterin". Nach den Vorträgen gemüthliches Betsammensein.- Die Generalangehalten werden." Ferner Allg. Landrecht, Tb. 2, Gewerbe die kapitalistische Produktion so ausgebildet sei, daß persammlung findet am Dienstag, ben 10. d. Mts., Abends 8 Uhr, in den Arbeiter- gildungsschule. Sonnabend, Abends 8-10% Uhr. SüdTit. 11,§ 1-4: Die Begriffe der Einwohner des Staats von nicht mehr die Hälfte der Gehilfen wie früher beschäftigt werden. Arminhallen, Kommandantenstr. 20( oberer Saal) statt. Unterricht in Deutsch( unt.); Süd- Ost Gott und göttlichen Dingen, der Glaube und der innere Gottes- Gs gebe in seinem Gewerbe eine Fabrit, die mit 1500 Arbeitern dute, Sagelsbergerstr. 43: Dienst fönnen tein Gegenstand von Zirangsgesehen sein. Jedem und Arbeiterinnen arbeite, unter diesen seien aber nur 50 ge- Schule, Reichenbergerftr. 133: Unterricht in Physiologie; On- Schule, Martusftr. 31: Unterricht in Rechnen( unt.); Nordschule, Müllerstraße Einwohner vom Staat muß eine vollkommene Glaubens- und lernte Gehilfen. Böyich spricht die Ueberzeugung aus, daß Gewissensfreiheit gestattet werden. Niemand ist schuldig, über von allen Branchen die Kellner am schlimmsten unter der Privatmeinungen in Religionsfachen Vorschriften vom Staat an Arbeitslosigkeit zu leiden haben. Er beantragt, die Vertrauens zunehmen. Niemand soll wegen seiner Religionsmeinungen be männer der politischen Partei zu ersuchen, in allen sechs Wahl- Sonore 814 Safe bu Lion de Belfort. Seben Sonnabend öffentliche Werunruhigt, zur Rechenschaft gezogen, verspottet oder gar verfolgt treifen Arbeitslosenversammlungen zu veranstalten. Die Entfen- fammlung; reiche Bibliotbet, Beltungen, franzöfifcher unterricht. Der deutsche dung einer Kommission der Arbeitslofen an die Behörden hält Arbeiter, der fremd nach Baris tommt, findet hier einen Anlehnungspunkt, Das Ober Berwaltungsgericht habe außerdem im Rebner bei dem bekannten Berhalten der Lehteren für zwecklos. Nath und Belehrung. gondon. Der eingige biefige fozialdemokraitsche Berein Londons, ber Jahre 1891 entschieden, daß der Religionsunterricht ein Bäcker Pfeifer, der die Zahl der Arbeitslojen in der Lebens- latte, von art art and Briebri Engels 1840 begründete werden. " Nener Berliner Handwerkerverein. Sonnabend, den 7. Januar, abends s uhr, Vereinsversammlung bei Dehlmann, Münzstraße 11. Tages= ordnung: Vortrag des Herrn Dr. hilo. Thema: Künstliche KälteErzeugung." Tischler- Verein. Heute Abend 9 Uhr, Melchiorftr. 15: Generalversamme Fachperein der Uhrmacher etc. Sonnabend ben 7. Januar, Abends Uhr, Generalversammlung bei Wienecke, Alte Jatobftr. 83. Vortrag des Genossen Wolf 2c. Freireligiöse Gemeinde, Rosenthalerstr. 38. Sonntag, den 8. Januar. 1. Vormittags 10% Uhr: Herr Dr. Binn. Thema: Die Reformation und die Sumanjiert. 2. Abends 7 Uhr: Gesellige Bersammlung. Herr Dr. Pinn. heina: Stonventionelle Zügen. Ehlert'sche Kranken- und Sterbekaffe, Nr. 27. Sonntag, den 8. ds., Borm. 10 Uhr, Generalversammlung. Dirigenten Verband des Arbeiter Sängerbundes Berline und Startbahnhof Börie. Tagesordnung: Restaurant Bum Herkules", am fung der Krantentaffe. Quittungsbuch legitimirt. = r. 179a: Unterricht in Buchführung und oberes Rechnert. In alle Fächer tönnen noch Schüler und Schülerinnen auch jest im Laufe des Semesters eintreten. Bentfcher fojialdemokratischer gefeklub in Paris. Rue St. wie vor 49 Tottenham Street, Tottenham Court Rd., W. London. Liederkranz in 97 J. A.: Otto Bleich, Sorauerstr. 5, 2 r. ommunistische Arbeiter Bildungsverein befindet sich nach| Dezemberwoche 11 und in Malmö 40 Erkrankungsfälle an Ueberlegt Euch daher, Mitglieder, was Ihr Euren Familien Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Alle Nenderungen Influenza vorgekommen. schuldig seid, und Ihr werdet zu dem Schluß kommen, daß eine im Vereinstalender sind zu richten an Friedrich Kortum, ManteuffelStraße 70. Explosion. Mons, 4. Januar. Auf Grube Pays de Alenderung vorgenommen werden muß. Darum erscheint alle, Sonnabend, Abends 9 Uhr: Uebungsstunde. Aufnahme Liege" der Zeche Mambourg, Gemeinde Montigny fur Sambre, weibliche wie männliche Mitglieder, und hört, welche Vortheile aeritglieder. Grüne Etche, Nixdorf, Hermann- und Keneſebed explodirte gestern Abend 8%, Uhr der Behälter für kompri- uns die freie Arztwahl bietet. Die Delegirten, sowie die VorStraßen- Ecke Beyerle. 2yrania, Landsbergerstraße 31 Musehold. Sanges Echo, Naunynstraße 86, bei Zubeil. Freundschaft 2, Friedenstraße Nr. 48 bet Tollfühn. Der Maschinist wurde getödtet, sechs andere Ar- standsmitglieder obiger Kasse sind eingeladen. Diejenigen KaffenKnebel, Badstraße 58( Gesundbrunnen). Glüdau, bet beiter wurden verwundet. Mehrere Häuser in der Umgebung vorstände, welche die freie Arztwahl einführten, sowie diejenigen Adler. Esmeralda, Fruchtstr. 31 bet Baaz. Teltow in Teltow, Schwarzer wurden durch die umherfliegenden Eisentheile schwer beschädigt. Herren Aerzte, welche gegen freie Wahl sind, werden um ihr ErBrandenburg, Mengert's Boltsgarten. berg, Friedrich Karlstr. 11 bei Heinecke. Hand in hand 2, Friedrichs- Man führt den Unfall auf das Versagen des Manometers infolge scheinen gebeten. Die Versammlung wird präzise 11 Uhr erGesundbrunner Männer der starken Kälte zurück. chor, Gesundbrunnen, Prinzen- Allee 10. Gefangverein, Bruderhand" öffnet. in Schönwalde( in der Mart) bei Schulze." Frisch auf" Friedrichsberg, Ju Todesgefahr. Petersburg, 4. Januar. Nach Rummelsburgerstraße bei Deckert. Borwärts 7" Rummelsburg, bei einer Meldung aus Jurjewka( Station der Donez- Eisenbahn) Borgmann. Gesangverein Immergrün", Tegel, Schloßstraße bei war eines der dortigen Bergiverte infolge Durchbruchs von Schulz. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend Wasser aus einem benachbarten Schachte überschwemmt worden. Alle Zuschriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend Von den elf in einem höher gelegenen Stollen arbeitenden Bergfind zu richten an: R. Hentel, Bergmannstr. 21, Hof 3 Tr. Sonnabend: Theaterverein phigenia", bei Kramer, Nirdorf, HerrmannStraße Nr. 140. Zambour Verein Vorwärts" Rirdorf, Herrmann und Wanzlickstraßen- Ecke bei Rober. Tambourverein Deutsche Eiche bei Niederschuh, Fürbringerstraße Nr. 7. Geselliger Verein Nord" bet Krüger, Fennstraße Nr. 5. Geselliger Verein Gut Heil", Neue Königstraße Nr. 89.- Gefelliger Verein Italia"" bei Boite, Kolberger Geselliger Verein Jugendfreunde" bei Schulz, Prenzlauer Allee und Tresdomstraßen- Ecte. Bergnügungsverein Selgoland 2 bei Miegel, Stralauerstr. 57. Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Sonnabend. Baut Nickel'scher Mufitverein Allegro bei Spindler, Reichenbergerstraße 118, Ecke Forsterstraße. Straße 23." Paul Turnverein Gesundbrunnen. Die 2. Männerabtheilung turnt heute von 8%-10% Uhr in der Turnhalle, Freienwalderstr. 39. Bühnenverband Normanta jeben letzten Sonnabend im Monat bei Leichniß, Königsbergerfir. 24. Privattheatergesellschaft Schneeglöc che n" Abends 9 Uhr bei Schulz, Brunnenstr. 116. Theaterverein Berliner är jeden Sonnabend nach dem 1. und 15. Abends 9 Uhr bei Weick, Köpenickerstraße 68. Theaterverein Lessing. Jeden ersten und legten Sonnabend im Monat 9 Uhr Abends Sigung bei Rudolph, Krautstr. 6. Vergnügungsverein Azalia 9½ Uhr bei D. Heindorf, Barnimstr. 16. Bergnügungsverein Lustige Jugend Abends 9 Uhr, im Restaurant Lautenbach, Cuvrystr. 3. Vergnügungsverein 2ustige Becher Abends 9% Uhr Mendelssohnstr. 9. Vergnügungsverein Carmen Sylva Sigung 9 Uhr im Restaurant von O. Wils, Mariannen- Ufer 2.- Gefelliger Verein Linde" jeden Sonnabend 9 Uhr bei Schönherr, Stralsunderstr. 15. gnügungsverein armlos, Sigung mit Damen Sonnabend, Abends 9 Uhr, Blumenstr. 46 bei Went. Mitglieder pünktlich. Ver leuten gelang es nur dreien sich noch ins Freie zu retten. Die übrigen acht Bergleute verblieben zehn Tage hindurch in dem Schacht, ehe es gelang, das Wasser zu entfernen und die Verunglückten aus dem Schachte herauszuschaffen; alle acht waren trotz des Mangels an Nahrungsmitteln am Leben geblieben. Kälte. Bordeaux, 4. Januar. Hier wurden zwei Leute erfroren aufgefunden, in Sens eine alte Frau. Im Mittelländischen Meere herrscht furchtbarer Sturm. Der Hafen von Marseille hat schwer gelitten. Gefängniß in Ruferville( Nordkarolina) zu erstürmen und die New- York, 4. Januar. Eine Volksmenge versuchte das Gefangenen zu lynchen. Die Polizei warf die Meuterer nach heftigem Kampfe zurück. Eine große Zahl der letteren wurde verwundet, einer getödtet. Sprecisaal: Die Rebattion fiellt die Benutzung des Sprechsaals, soweit der Raum dafür abzugeben ist, dem Publitum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Intereffes zur Verfügung; fie wahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Inhalt desselben identifizirt zu werden. Achtung! Freie Arztwah!! " Briefkaffen der Redaktion. Anonyme Buschriften veröffentlichen wir grundsäglich nicht. Reinickendorf.( Einsendung betreffend die Feuerwehr.) K. W. 7. Zu spät gekündigt. drei Tage muß spätestens am 28. März, bezüglich 27. September A. S. Die Kündigung bei der Klausel drei Monate und erfolgt sein; eine frühere Kündigung ist selbstverständlich zu lässig und giltig. burschen darf der Schlüssel oder der Eintritt ohne vorheriges ge= Zwei Wettende. Auch dem zahlungsunfähigen Schlafrichtliches Erkenntniß nicht verweigert werden. W. S. Leider entscheidet der Wortlaut zu Ihren Ungunſten. A. W. 6. Es ist Schöffenfache. Vertheidigen Sie sich recht ruhig, so werden Sie freigesprochen wegen Bedrohung und wegen der beiderseitigen Beleidigungen wird kompensirt. Schlimmsten falls wird auf etwa 25 M. Geldstrafe erkannt. Betonen Sie, daß Sie nicht ernstlich beabsichtigt haben, der zänkischen Dame die Knochen entzwei zu schlagen, daß Sie vielmehr nur in der Aufregung geredet haben. Staitlub Gordischer knoetu, jeden Sonnabend 9 Uhr bei Kart 2 Streitende, Birkenstraße. Es ist die Anmeldung nicht Schilling, Pücklerstr. 55.- Dansk Forening Freia( Dänischer Verein üblich. Sie fann aber unter dem Vorgeben erzwungen werden, Freia), Lindenstraße 106 bei Poppe. Verein ehemaliger Schüler der 30. Gemeindeschule, Abends 9 Uhr, Restaurant Burt, toppen- An die weiblichen und männlichen Mitglieder schon dagewesen. Lassen Sie es darauf ankommen. daß die Gesänge politische Erörterungen" wenigstens ist das Straße 58. Geselliger Berein Italia, jeden Sonnabend im Restaurant der Allgem. Ort3- Krantentaffe gewerblicher Boite, Kolbergerstr. 23. Stattlub Kreuzbube bei Steuer, Weinstr. 22. Statflub Revolution Arbeiter und Arbeiterinnen( früh. Meyer'sche). hier vor; die Wittwe hat einen Rentenanspruch. G. B., Lübbenerstraße. Auch Ihre Frage liegt nicht Abends Neichenbergerstr. 73, bei Fausimann. Theilen Schaftopf- Klub Bruder= tette tagt jeden Sonnabend Abends 9 Uhr bei Weiß, Andreasstraße 77a. Welchen Vortheil bietet uns die freie Arztwahl dem Zwangs- Sie das Sachverhältniß zwecks ausführlicherer Beantwortung Kartenflub Nulle tagt jeden Sonnabend und Montag im Restaurant Hum- arzt- System gegenüber? Dies ist der erste Punkt der Tages- uns genau mit. boldhein, Hochstr. 32a. Stattlub Blaue Blouse, jeden Sonnabend bei ordnung der öffentlichen Versammlung vom Sonntag, den Mutite, Graudenzerstr. 2. Touristenverein Wanderlust Abends 9 Uhr im Restaurant Märkischer 8. Januar 1893, Vormittags 101/2 Uhr, welche im oberen Saal bei Buggenhagen, Morigplay, stattfindet. Daß das System, welches jetzt in der Kasse besteht, nicht mehr zeitgemäß ist, wird niemand bestreiten; da sich aber der Vorstand entschieden sträubt, die freie Arztwahl einzuführen, müssen wir dieselbe mit aller Energie zu erkämpfen suchen. Leider ist aus den vorherigen Influenza in Sicht. Stockholm, 6. Januar. Nach Versammlungen zu fonstatiren, daß unter den Mitgliedern noch den Berichten der Tistriktsärzte sind hier in der letzten lein großer Indifferentismus herrscht, der gebrochen werden muß. Aufnahme 6 M. netto. Sof, Admiralstr. 18c. Vermischkes. A. H., Reichenbergerstraße. Es kommt auf den Inhalt des Vertrages an; besuchen Sie uns mit dem Vertrage in der Sprechstunde zwischen 12 und 1. Briefkaffen der Expedition. H., Geringswalde. Ihr Inserat kostet bei dreimaliger Mehrfach Achtung! Freie Artwahl! Achtung! Lithographen, Steindruder, Schleifer, Präger u. Prägerinnen pramitre Am Sonntag, den 8. Januar 1893, Vormittags 101/2 Uhr: Große öffentliche Versammlung sämmtlicher weiblicher und männlicher Mitglieder der Allgem. OrtsKrankenkasse gewerblicher Arbeiter und Arbeiterinnen ( früher Meyer'sche) bei Buggenhagen, Moritzplatz( oberer Saal). Tagesordnung: 1. Welche Vortheile bietet uns die freie. Arztwahl dem Zwangsarzt- System gegenüber? Referent Herr Dr. med. Mugdan. 2. Disfussion. 3. Verschiedenes. Die Delegirten, sowie die Vorstandsmitglieder obiger Kasse sind hiermit eingeladen. Diejenigen Kaffenvorstände, welche die freie Arztwahl eingeführt haben, sowie diejenigen Herren Aerzte, welche gegen freie Wahl sind, werden um ihr Erscheinen gebeten. Die Versammlung wird präzise 11 Uhr eröffnet. Krankenkassen- Kommission gewerbl. Arbeiter und Arbeiterinnen. J. A. Otto Bleich, Sorauerstr. 5. 368/4 Achtung! Achtung! Gr. Protest- Versammlg. der Buchbinder, Album-, Galanterie-, Karton-, Leder-, Papier-, Luruspapier- 2c. Arbeiter und Arbeiterinnen gegen die Errichtung eines Innungs- Schiedsgerichts am Montag, den 9. Jannar, Abds. 8½ Uhr, in ,, Feuerstein's Salon", Alte Jakobstrasse 75. Tages Drdnung: 1. Das Schiedsgericht der Innung. 2. Aufstellung von Erfaz- Kandidaten zum Gewerbegericht. Der Jnnungsvorstand ist zu dieser Versammlung eingeladen. B. Joost, Cinberufer. 118/14 Interessen- Verein der Kistenmacher Berlins. General- Versammlung am Montag, den 9. Januar, Abends 8 Uhr, in den Konkordia- Sälen, Andreas- Strasse 64. ages Ordnung: 1. Abrechnung vom 4. Quartal 1892. 2. Bericht des Vorstandes. 191/4 3. Wahl eines Revisors. 4. Arbeitsnachweis. 5. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Deutscher Tischler- Verband Bahlstelle Berlin). Branche der Musikinstrumenten- Arbeiter. Versammlung am Sonntag, den 8. Januar, Vorm. 10 Uhr, in Feuerstein's Salon", Alte Jakobstraße Nr. 75. Tages- Ordnung: Der Abzug in der Pianofortefabrik von Kuhla. Es ist Pflicht der Kollegen zu erscheinen. Große öffentliche 816/15 Die Ortsverwaltung. Handschuhmacher- Versamml. am Sonntag, den 8. Januar, Vorur. 10 Uhr, im Lokale des Hrn. Hensel, Invalidenstr. 1, Ecke Brunnenstr. Tages Ordnung: Berlins. Große öffentliche Versammlung am Montag, den 9. Januar cr., Abends 8 Uhr, in Philipp's Fest- Saal, Rosenthalerstraße Nr. 38. Zages Ordnung: 1. Bericht der Kommission über den Streit bei der Firma C. Hellriegel. 2. Was lehren uns unsere Streits? Referent: Kollege A. Schulz. 3. Diskussion. 4. Verschiedenes. Zugleich werden alle Vertrauensmänner oder Inhaber von Sammellisten ersucht, dieselben bis spätestens dahin abzurechnen, ev. ungezeichnet zurückzugeben. Um recht zahlreichen Besuch dieser Versammlung ersucht 830b J. A. der Kommission: Der Einberufer R. Schöpke, Wollinerstr. 23. Achtung, Stuckateure! Große öffentliche Versammlung DF am Montag, den 9. Januar a. c, Abends 7 Uhr, bei Deigmüller, Alte Jakobstraße 48a. Tages Drdnung: 1. Jahresbericht der Vertrauensleute. 2. Abrechnung. 3. Verschiedenes. Um recht zahlreiches Erscheinen ersuchen Die Vertrauensleute. 271/8 Achtung, Stellmacher! Fachverein d. Stellmacher Berlins n. Umg. Versammlung am Sonntag, den 8. Januar cr., Borm. 10 Uhr, Rosenthalerstr. 38. Tages Ordnung: 1. Abrechnung vom 4. Quartal. 2. Die Stellmacher Berlins und deren Arbeitslosigkeit. 3. Gewerkschaftliches und Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen bittet[ 285/1] Der Vorstand. Achtung! WE Bekanntmachung. Specialität: D. R. P. Schäffer's Campf Kornber BRESTAL MalzBranntwein ( gesetzl. gesch.) Ersatz für Cognac. empfiehlt in Originaldaschen à 1/1 Ltr. und Gebinden, ebenso Breslauer Getreide- Korn die Dampfbrennerei Herm. Schäffer Breslau. Vertreter und Lager bei S. Tramer, NO., Mendelssohnstr. 14. Empfehle den Genossen mein Lokal Andreasplay 3. ½ Liter Bair. Bier 10 Pf., 1/4 Str. 5 Pf. 8295 Saal und Bimmer 685b für Bahlstellen, Arbeitsnachweis zu vergeben Gipsstr. 3. Fernsprech Anschluß. Allgem. Arbeiterinnen- Verein. In der am 31. Dezember v. 3. statt. Rechtsbureau richters a. D. Allte JakobGr. Versammlung. Sonntag, den 8. Januar, Abds. 6 Uhr, bei Otto Klein, Schönleinstr. 6. Tagesordnung: gehabten Sigung des Waaren- VerkaufsBereins, Berlin S., Oranienstr. 50, ist beschlossen worden, als Dividende pro Monat Dezember 1892 zu verkaufen: ftraße 130. Gewissenhafter Rath in allen Angelegenheiten. Unbemittelten unentgeltlich. Auch Sonntags. 84952 Honig- 20% Rab., Baumbehang, Kuchen( Salle'sche), für 1 M. 1. Medizinischer Vortrag des Herrn 5000 Stck. best. kerntr. Oberschaalseife üe, arzipan, empf. den Genossen Dr. Bernstein. 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verschiedenes. Gäste haben Zutritt. Zur Deckung der Untoften 10 Pf. Entree. Nachher: Geselliges Beisammensein. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. 102/19 Freireligiöse Gemeinde. Rosenthaler- Straße Nr. 38. Sonntag, Vormittags 1014 Uhr: Vortrag von Herrn Dr. Pinn: Die Reformation und die Humanisten. Gäste sehr willkommen. 151/17 Martin Klein, Uhrmacher, 25 Neue Hochstr. 25 empfiehlt sein Lager aller Arten 5000 59 99 $ 3 39 99 99 Wachskernseife Scheuerseife 5000 und zwar in Mengen von 2 Stck. Oberschaalseife also zusammen 2 Wachskernseife 6 Stück für Scheuerseife 75 Pfennige. " 3 2 13 1 oder: 1 Stck. Oberschaalseife also zusammen Wachskernseife 3 Stück für 99 99 Scheuerseife 371/2 Pfennig. 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