Ur. 264. RbonnatienU'Btdlnsungtn: HlonncmentS- PreiZ pränumerando» LierteljShrl. S.Z0 Mk., monatl. l,!0 Mk., wöchcMIich 2S Pfg. frei WZ HauS. Einzelne Nummer 5 Psg. EonnlagZ- nummcr mit illustrierter Sonnt-gZ> Beilage.Die Neue Well">0 Psg. Post- Abonnement: l,ll> Mark pro Monat. Singetragen w die Voft. Zeitung'- VreiZlisle. Unter Kreuzband für Deutschland und Oesterreich- Ungarn 2 Mari, für das übrige Ausland g Mari pro Monat. Postabonnements nehmen an: Belgien. Danemart. Holland. Italien. Luxemburg. Portugal, Zlumänien. Schweden und die Schweiz. 24. Jahrg. CrWiclBi täglich auCcr tnontagt. Verlinev Volksblcttk. Zentralorgan der rozialdcmokratircbcn parte! Deutfcblandg. Die ln(ertlont'GebOhe Betragt für die sechsgespaltene olonef- zeilc oder deren Raum M', ,g., für polltische und gewerkschaftliche Bereins» und BersammlungZ-Anzeigen M Pfg. „»ein« Snreigen", das erste(seit- gedruckte) Wort 20 Pfg., jedes weitere Wort 10 Pfg. Stellengesuche und Schlaf- stellen-Anzeigen das erste Wort 10 Pfg., jcdcZ weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis ii Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ij' bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm-Adresse: „SoslaldciiioKrat Rcrlln". Redaktton: SM. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IT, Nr. 1083, Sonntag, den 10. November 1907. 1 Expedition: SM. 68» I�-indenstrasae 69. Fernsprecher: Amt IT, Nr. 1984. Linst und jetzt! Heuke vor neunundfünfzig Jahren, am 9. November. wurde Robert Blum in Brigittenau von den Schergen der siegreichen Reaktion standrechtlich erschossen. Bevor ihn das Standrechtsblei niederstreckte, rief er noch laut die Worte: „Ich sterbe für die Freiheit. Möge das Vaterland meiner eingedenk sein!" Und das Vaterland ist seines wackeren Sohnes eingedenk geblieben. Allerdings nicht die Klasse, deren Vertreter Robert Blum in erster Linie war: das deutsche Bürgertum, sondern das moderne sozialistische P r 0 l c- t a r i a t. Denn Robert Blum war zwar seiner Abstammung nach ein Prolctaricrkiud, der Sohn eines armen Küfers s aber als Politiker fühlte er sich als Vertreter und Vorkämpfer des deutschen Bürgertums, obwohl ihm weder ein gewisses proletarisches Gefühl noch ein gewisses Verständnis für sozia- listische Ideen abgesprochen werden darf. Dennoch ist inner- halb des deutschen Bürgertums jede lebendige Anteilnahme an dem Streben und dem Geschick seines tapferen Vorkämpfers erloschen. Die Nachkommen derer, die dem feurigen Volks- rebner einst zujauchzten, sind heute Block- und Junkergenosjen geworden, armselige Byzantiner, die in der Wahlnacht nach dem Kaiserschlotz zogen, die es ganz in der Ordnung finden, wenn in der Kadertenanstalt„zur Behcrzigung" Gedichte ver- breitet werden mit dem Refrain:„Wir schießen für unseren Kaise r." Auch die Schergen des Windisch grab, des Eroberers Mens, schössen am 9. November 1848 für ihren Kaiser auf Haupt und Brust Robert Blums. Zu Ehren und zum Schutze des Absolutismus, zur Niederwerfung des fretheitlichen Bürgertums, als dessen Vertreter Blum nach Wien geschickt worden war! Während der Belagerung Wiens, am 29. Oktober, schrieb Blum an seine Frau:„...in Wien entscheidet sich das Schicksal Deutschlands.... Siegt die Revolu- tion hier, dann beginnt sie von neuem ihren Kreislauf, c r- liegt sie, dann ist wenig st ens für eine Zeitlang Kirchhofs ruhe in Teutschland...." Freilich hoffte Blum, daß selbst in diesem schlimmsten Falle „die Tyrannei keineswegs damit gesichert" sei. Wie er trotz alledem erwartete, daß in Wien„der starke bewaff- n c t e Arm des freien Bürgertums" die„ade- ligen Raufbolde des Mittelalters" mit „blutigen Köpfen heimschicken" und„ihre Macht für immer breche n" würde, so erwartete er ganz allgemein in Deutschland eine neue kraftvolle Erhebung des Bürgertums wider die Reaktion. Gerade davon, daß man„die Hand au einige Abgeordnete legen und deren 4— 76 zum Opfer bringe n" werde, erhoffte er, daß die Reaktion„sich selbst zugrunde richten" werde. Aber Blum überschätzte den Frei- licitsmut und die Tatkraft deS„freien Bürgertums". Er selbst wurde eines der Opfer der Reaktion— aber das Opfer war vergebens: die Revolution brach kläglich zusammen infolge der Verräterci und des Kleinmuts des Bürgertums. Tie Ursachen des schmählichen Zusanimenbruchs der anfangs so siegreichen deutschen Revolution sind oft genug au dieser Stelle dargelegt worden. Wenn gesagt wird, das deutsche Volk sei 1848 für die Freiheit noch nicht„reis" gc° Wesen, so ist das nur in einem ganz bestimmten Sinne richtig. Das deutsche Proletariat war„reif" für die Freiheit, das bewies es durch sein Blut auf den Barrikaden in Berlin, Wien und überall. Wie es in Berlin die zahlreichsten Opfer des blutigen 18. März stellte, so bewies eS auch in Wien, trotz aller Tücken der Bourgeoisie, seinen Heldenmut. Robert Blum selbst bezeugt das in einem Briefe vom 29. Oktober, in dem er schrieb:„Besonders die Arbeiter sind bewun- d e r n s w e r t; für die Bourgeoisie, die ihnen n i e etwas gab oder gönnte, stehen sie bereit, in den Tod zu gehen." Aber freilich war das Proletariat noch zu wenig zahlreich, um allein einen Trutzwall um die bedrohte Revolu- tion bilden zu können. Andererseits aber war es wieder zu zahlreich, zu klassenbewußt, als daß nicht das Bürgertum die Besorgnis gehegt hätte, die Klasse der Nichtbcsitzenden möchte am Ende unter der Freilwit auch Freiheit für sich, sozialen Schutz gegen die Ausbeutung durch die besitzenden Klassen verstehen! Diese Angst vor dem Proletariat, vor den Folgen der Revolution lähmte dir Energie des Bürgertums, verdammte alle seine Aktionen zu ohnmächtiger Halbheit, während die Reaktion, sobald sie wieder etwas Luft bekam, zielbewußt ihre Kräfte sammelte und brutal losschlug, sobald sich ihr dazu Gelegenheit bot! So ist es denn gekommen, daß Teutschland selbst heute, nachmehralscincmhalbenJahrhundertbei- spielloser wirtschaftlicher Entwicklung, noch nicht die Freiheit besitzt, die das revolutionäre Bürgertum da- mals als s e l b st v e r st ä n d l i ch betrachtete. Die preußische N a t i 0 n a l v c r s a m m l u n g, die am 22. Mai zusammen- trat, ivar gewählt worden auf Grund des allgemeinen, gleichen und geheim e n, wenn auch indirekten Wahl- rechts! Das Junkertnni besaß in ihr nur 49 Vertreter, neben ihnen saßen 27 Lehrer, 28 Handwerker, 98 Bauern, ja sogar ein Geselle und ein Tagelöhner! Und heute wagt eS der Freisinn nicht einmal, in einen Wahlrechtskampf um Beseitigung des schmachvollen Dreiklassenwahlrechts ein- zutreten!. Und man braucht die Epigonen der bürgerlichen Linken, die Fischbeck, Kopsch, Wiemer und Konsorten nicht einmal mit einem Robert Blum zu vergleichen, um die völlige politische Verkommenheit unseres„freiheitlichen" Bürgertums zu er- weisen, man braucht sie nur an der Linken der preußischen Nationalversammlung von 1848 zu messen. Am 8. Juni 1848 fanden sich doch 198 Volksvertreter in. diesem Preußen- Parlamente, die einer Resolution zustimmten, in der die„h 0 h c Bedeutung der großen Märzereignissc" aner- kannt und erklärt wurde, daß das„Verdienst der Kämpfer(der Barrikadenkämpfer!) unbe- stritte n" sei. Der Abgeordnete SchulzeausDclitzsch erklärte damals:„Ich wüßte nicht, daß irgend eine Tatsache eine lautere Akklamation im Lande hätte finden können, als eben diese Berliner Revolutio n." Heute entsetzen sich die Helden der bürgerlichen Linken schon bei dem Gedanken, daß ihnen am Ende gar friedliche Straßendemonstrationen zugemutet werden könnten! Für ein Wahlrecht, das 1848 bereits bestand, das dem Volke erst durch schnöden Staats st reich wieder e n t- rissen wurde! Aber noch mehr: Tie preußische Nationalversammlung beschloß im Jähre 1848 mit 217 gegen 134 Stimmen, daß dem König die Formel„von Gottes Gnaden" aberkannt werde. Der Antragsteller begründete seinen Antrag damit, daß der Ausdruck„von Gottes Gnaden" ein Begriff deS g e st ü r z t e n absolutistisch-patriarchalische Regierungs- s y st e m S sei, wo der Fürst der Herr, der Bürger der Unter- tan gewesen sei. Damit müsse jetzt aufgeräumt werden. U n d d i e K a m m e r m eh r h c i t r ä umtedamitauf! Ein Abgeordneter führte aus, daß sich infolge der glorreichen Revolution vom 18. und 19. März das Be- wußtsein festgesetzt habe, daß der König nur ein S e ch z e h n- millionenteil(Preußen zählte damals 19 Millionen Einwohner) der Bevölkerung sei, ebenso wie jeder Tagelöhner auch. Und die K a m in c r m e h r h e i t schloß sich durch ihr Votum dieser Auffassung an! Heute dagegen erstirbt der Frei- sinn in„U n t e r t a n e n"- Demut vor der Krone! Heute findet er es ganz selbstverständlich, daß der Besitzende in Staat und Kommune fünfzig-, hundertmal so viel Einfluß ausüben kann wie der N i ch t b e s i tz e n d e! Bereits die 48er Revolution ging an der Jämmerlichkeit der um den Geldsack bangenden Bourgeoisie zugrunde. Diese Angst des Geldsackes trat nicht erst nach dem 18. Mörz zu- tage. Als am 13. März eine zur Hauptsache von Arbeitern besuchte Volksversammlung eine Adresse an den König richtete, in der die Schaffung eines A r b e i t S m i n i st e r i u m s gefordert und der Wunsch geäußert wurde, das Volk vor den Kapitalisten und Wucherern zu schützen und das Los der Ar- beitcr zu verbessern, da kreischte die„Voss. Ztg.", das Organ des„freiheitlichen" Bürgertums, entsetzt auf und forderte das Einschreiten des Militärkommandanten im Jntcr- esse des„gebildeten" und„anständigen" Bürgertums! Dieser Geist beherrschte mehr und mehr die Bourgeoisie, drückte allen ihren Aktionen den Stempel auf. Vergebens suchten die Führer der äußersten Linken die„Piepmeier" und ..Klapperbcinigen" von damals mit sich fortzureißen. Die feit dem 18. Mai in Frankfurt tagende deutsche N a t i 0 11 a l v e r s a in m l u n g kam über endlose Schwätzereien nicht hinaus. Namentlich beging sie den kolossalen Fehler, nicht zunächst und vor allen Dingen erst ein- mal die Volksbewaffnung durchzuführen, um der- gestalt die Errungciischasten der Revolution zu sichern. Die Reaktion ihrerseits rüstete mit allem.Nachdruck und jagte schließlich mit den Bajonetten die Volksvertretungen in Berlin ivie in Frankfurt auseinander. Das Blut Robert Blums und der anderen Märtyrer der Revolution war umsonst geflossen! Aber so kläglich sich die Tragikomödie auch ausnimmt gegenüber dem gewaltigen Drama der großen französischen Revolution, und so wenig auch die Haltung der Bourgeoisie als Klasse zu imponieren vermag: unter dem damaligen Bürgertum gab es immerhin Männer wie Robert Blum, die für ihre Ucberzcngung k ä m p f t e n und für die Freiheit s c l b st das Leben in die Schanze s ch lu g e n! So wenig wir die politische Einsicht Robert Blums zu über- schätzen geneigt sind und so sehr wir auch das Urteil von Mar? unterschreiben, daß es in letzter Linie der„plebejische (plebejisch im Gegensatz zu p a t r i z i s ch!) Instinkt" und die„Plebejische Energie", das Erbteil seiner proletarischen Abstammung, waren, die Blum über die meisten anderen Vor- kämpfer des Bürgertums hinaushoben: wo gibt es heute im freisinnigen und demokratischen Bürgertum Männer von dem hochfliegenden Idealismus und dem demokratischen Empfinden eines Robert B l u m?! Dris Bürgertum hat 1848 die Revolution verraten, die schon errungene Freiheit feige preisgegeben. Es ist in den verflossenen fünfzig Jahren immer tiefer in dem Sumpf politischer Korruption versunken. Von der Bourgeoisie darf deshalb heute das Proletariat die Erringung der politischen Freiheit und sozialen Gerechtigkeit noch viel Iveniger erwarten. als vor einem halben Jahrhundert. Nur die eigene Kraft des geeinten, klassenbewußten Proletariats vermag die Fesseln der Knechtschaft zu sprengen! Deutichland und England. London, 7. November.(Eig. 23er.) Der Besuch des deutschen Kaisers in England wird hier ohne Zweifel eine sympathische Presse und öffentliche Meinung finden. Mit Ausnahme der Sozialdemokratischen Föderation, die den kaiserlichen Besuch vielleicht benutzen wird, um ihrer Mißbilligung über die Behandlung der deutschen Sozialdemokratie demonstrativen Ausdruck zu geben, wird sich das allgemeine Publikum höflich und gastfreundlich betragen, ohne indes zu vergesien, daß Monarchen- besuche an sich die politischen Beziehungen der Nationen nicht berühren. Trotz alledem ist dem kaiserlichen Besuche eine politische Be- dcuiung nicht abzusprechen. ES wird höchstwahrscheinlich zu Aus- sprachen kommen, die sich um schwebende internationale Fragen drehen werden. Dies dürfte einfach unvermeidlich sein. Denn die wenigen Jahre, die das neue Jahrhundert zählt, sahen gc- spannte weltpolitische Beziehungen, die zum Teile im Britischen und Deutschen Reich ihr Zentrum hatten, besonders seit dem Ab- schluß des japanisch-russischen Krieges. Die Ursachen kennen wir ja alle. Sie entspringen dem Gegensätze zwischen den Hungrigen und Satten, die beide kampflustig sind. Die herrschenden Klassen Deutschlands richten immer sehnsüchtiger den Blick auf das Welt- meer und wollen Flotten, Kolonien und Secstützpunkte schaffen,— alles Dinge, die die Engländer seit Jahrhunderlen besitzen. Wäre das geographische Verhältnis zwischen den beiden Ländern ein anderes, dann läge wenig Ursache zu einem britisch-dcutschcn Konflikte vor. England hätte ebensowenig Grund, der deutschen Ausdehnung im Wege � zu stehen, wie? es den Japanern oder Amerikanern im Wege steht. Die Kontinente und Meere sind weit genug für mehrere Großmächte. Aber England liegt geographisch so zu Teutschland, wie Irland zu England, nämlich beim Zugang zum Weltmeere. Und jede Macht will sich ihre Ausfallstore so frei als möglich halten. Tie Grundstimmung, die die Köpfe der Diplomaten beherrscht, ist Mißtrauen, und ihr einziges Streben ist, durch materielle Macht zu imponieren. Selbstredend entspringt diese Stimmung dem Privateigentum und dem Kampfe aller gegen alle. Aber mit diesem Komplex von materiellen und geistigen Tatsachen muß gerechnet werden. Betrachtet man eine geographische Karte mit politischen Augen. so sieht man bald, daß Großbritannien sich wie ein Tamm vor den wichtigsten Zugangsstraßen Deutschlands hinzieht. Deutschland könnte wirtschaftlich noch so stark sein und eS würde durch diesen Faktor allein doch nicht die britische Feindschaft hervorrufen, wenn es nur nicht scemächtig werden wollte. Wirt- schaftliche Konkurrenz ruft nur dann einen Krieg hervor, wenn die konkurrierenden Nationen noch jung und stürmisch und erst in der Bildung begriffciu sind, oder wenn eine Nation die Existenz der anderen buchstäblich zu vernichten droht. Diese Umstände sind in den britisch-dcutschen Beziehungen nicht vorhanden. Eng- land empfindet gewiß die deutsche Konkurrenz, aber es stehen ihm eine ganze- Reihe von Abwchrmaßrcgcln zur Verfügung, die weit entfernt von einem blutigen Zusammenstoß sind. Ganz anders wirkt aber die Konkurrenz um die Seemacht. Wächst die deutsche Flotte an Stärke soweit heran, daß sie mit guten Aussichten auf Erfolg der britischen Flotte entgegentreten kann, so wird die deutsche Politik nicht mehr auf Erringung von gleichen Gelegenheiten, sondern auf die Beherrschung der Nordsee und ihrer Mündungen in das Weltmeer gerichtet sein. Und dieses Ziel kann nach Lage der Dinge nur durch die Schwächung des eng- lischen' TammcS, der im Wege liegt, erreicht werden. Man sage nur nicht, das sei gar nicht das Ziel der deutschen Politik. Wir geben das ohne weiteres zu. Aber mit der Macht wachsen die Ziele, ja sie drängen sich von selbst auf, indem jede Lösung neue Probleme in sich birgt, die zu weiteren Kämpfen führen. Im Leben der Menschen und Völker gelten nicht Worte und Wünsche, sondern Entwickelung und Taten. Diese allein diktieren unsere Vorwärts- bcwcgung. Es war also die deutsche Sccpolitik, die den britisch-deutschen Gegensatz zur Entfaltung brachte, aber eS war der Aufschwung deS deutschen Wirtschaftslebens, der unter den gegebenen kapita» listischcn Verhältnissen zur Formulierung der deutschen Seepolitik führte. Der britisch-deutsche Gegensatz beherrschte zum großen Teile die weltpolitischen Verwickelungen der letzten Jahre. Jetzt kommt noch der amcrikanisch-japanische Gegensatz hinzu, der einen weiteren ungünstigen Einfluß auf die britisch-deutschen Beziehungen ausübt. Im gegenwärtigen Augenblick gibt es zwei Fragen, um die sich die britisch-deutschen Aussprachen drehen können: die asiatische Türkei und die amerikanisch-japani» scheu Beziehungen. Alle anderen Fragen sind von keiner iinmiticlbarcn Bedeutung. Frankreich wird sich zu einem Revanchekricg nur dann entschließen, wenn eS dazu durch außer- ordentliche Provokationen Deutschlands gezwungen werden sollte, und derartige Provokationen sind der deutschen Regierung nicht zuzutrauen. Auch die englisch-französische Entente ist nicht ge- eignet, Frankreich zu einem Kriege zu veranlassen. Ebensowenig hat Teutschland einen russischen Angriffskrieg zu befürchten. Wenn Ruhland sich wieder erholt, so wird eS sich der alten orientalischen Frage zuwenden. Als potentielle Kriegsmächte bleiben nur Deutschland und England, Amerika und Japan. Es ist beinahe sicher, daß der kaiserliche Besuch zu einer Aus» spräche über das Eisenbahnsystem in der asiatt- schcn Tütkei führen wird. Und eS erheben sich liberale Stimmen, die für ein Kompromiß mit Deutschland eintreten. Die „Edinburgh Rebicw"(O!iobcr-Dczembcr) enthält einen längeren Aufsatz über die Bagdadbahn, in dem für die deutschen Interessen warm plädiert Wird. Es ist indes sehr fraglich, ob Sir Edward Grey zu Konzessionen bereit sein wird. In allem, was die nördliche Hälfte der asiatischen Türkei betrifft, wird England nichts ohne Rußland unternehmen. Von größerer unmittelbarer Bedeutung sind die amerika- nisch-japanischen Beziehungen und die Haltung Englands und Teutschlands ihnen gegenüber. Ter Abschluß des japanisch-russischen Krieges bedeutete gleichzeitig den Schluß der fünfzigjährigen Freundschaft zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und Japan. In den letzten zwei Jahren haben sich die alten Freunde in konkurrierende Gegner verwandelt. Beide ringen um Einfluß im Stillen Ozean; beide rivalisieren um die Profite, die bei der Erschließung Chinas zu haben sind. Und beide sind junge, stürmische Nationen. Ter japanisch-chincsische Krieg (1893) und der spanisch-amerikanische Krieg(1898) waren von den gleichen Impulsen geleitet. Japan erhielt Formosa, Amerika die Philippinen. Seitdem hat Japan einen weiteren Riesenschritt auf seiner politischen Laufbahn gemacht, und Amerika verwandelte die Bucht von Manila in einen großen Kriegshafen. Die Filipinos werden ebensowenig die Sclbstregicrung erhalten, wie die Be- wohner Maltas oder Aegyptens. Diese Gebiete sind Seestützpunkte und Floitenstationen in einem imperialistischen System. Die scheinbar lokalen Konflikte an der nordamerikanischcn Westküste, die infolge der Einwanderung von Japanern hervorgerufen wurden, vcranlaßtcn die Washingtoner Verwaltung, eine Flotte von 16 Linienschiffen und mehreren kleineren Fahrzeugen nach dem Stillen Ozean abzusenden. Die Amerikaner empfinden das Ge- fahrvollc der Lage um so mehr, als England der Verbündete Japans ist. In Amerika ist man entrüstet, daß England die Mög- lichkcit eines amerikanisch-japanischen Krieges nicht berücksichtigte und man fordert das englische Volk auf, die Vertragsverpflichtungen gegenüber Japan nicht zu honorieren. In einem der letzten Hefte der„North American Review" wird diese Ansicht unumwunden ausgesprochen. Der bekannte gelbe amerikanische Zeitungsheraus- gcber W. N. H e a r st geht noch weiter und beschuldigt England, daß es Japan zu einem Kriege mit Amerika aufhetze. Diese amerikanisch-englischen Plänkeleien wurden von Deutschland aus- genützt. Wie es heißt, habe der deutsche Kaiser dem amerikanischen Präsüientcn das Angebot gemocht, die deutsche Flotte zum Schutze der Ostküste der Vereinigten Staaten nach dem Atlantischen Ozean abzuschicken. Deutschland, dessen Annäherungsversuche an Amerika in den Jahren 1992 und 1903 barsch zurückgewiesen wurden, hat jetzt mehr Glück. Hearst rüstet eine amcrikanisch-deutsche Deputation nach Deutschland aus, um die Freundschaft zu bc- festigen. Sachlich betrachtet, bietet die Lage im Stillen Ozean keine unmittelbare Gefahr. Solange England mit Japan verbündet ist, wird es nach menschlichem Ermessen keinen amerikanisch- japanischen Krieg geben. Aber es wäre besser gewesen, wenn die pazifische Tour der amerikanischen Flotte nicht unternommen worden wäre. Die japanische Regierung lud die amerikanische Flotte ein und sie wird demgemäß japanische Häfen berühren. Wer könnte da gegen eine Wiederholung der Maine-Explosion die Garantie übernehmen? Inzwischen spielen die Amerikaner die deutsche Freundschaft Und die deutsche Flotte gegen England aus, offenbar mit der Ab- ficht, England den Japanern abspenstig zu machen. politifcbe(leberlickt. SZ erlin. den 9. November 1397. Steuerfreiheit des Besitzes. Das Defizit im Reichshaushalt wird auf 100 bis 120 Millionen Mark geschätzt, trotzdem die günstige Konjunktur auch auf die Reichseinnahmen sehr fördernd gewirkt hat. DaS Ei, de der Prosperität macht es daher dem Fürsten Bülow schon ganz unmöglich. die Hoffnung, die er den Freisinnigen gemacht hat. eS werde im ersten Jahre der Blockpolitik keine neuen Steuem geben, zu erfüllen. Da nützt alles Gewinsel der Freisinnigen, die einen Auf- schub für die Steuerbewilligung verlangen, nicht das geringste. ES ist auch sicher, daß die Steuern, die verlangt werden, keine direkten Steuern sein werden. Der sächsische Finanzminister hat erst kürzlich kategorisch erklärt, daß die verbündeten Regierungen keine direkten Reichs steuern zugeben wollen. Die Steuerfreiheit der Besitzenden für das Reich muß natürlich erhalten werden. Ist doch die Opferbereitschast für die nationalen Aufgaben umso größer, je mehr die Ausgaben dafür durch die indirekten Steuern aus den Taschen des Volkes geholt werden. Der Steuer- bedarf ist aber umso dringender, als bekanntlich neue erhebliche Mehrausgaben für Heer, Flotte und Kolonien gefordert werden. Allein für die Flotte werden mindestens 60 Millionen Mark verlangt Line Keaml würde nichts vorliegen, als die Wahrung der alten Fürsten- und Tynasticninteresscu und wahrlich, ein Volk von 40 Millionen, es würde nicht unterhandeln können mit 34 Menschen, die ihr Sonder- interesse fördern wollen. Man hat uns vielfach in diesen Tagen darauf hingewiesen, cS herrsche die Anarchie, und sie trete hervor an diesem und jenem Orte in Teutschland, und das ist wahr, leider ist es wahr; aber fragen Sie, was ist denn diese Anarchie? Ist sie etwas anderes, als die Zuckung der Ungeduld, die in dem gehemmten Leben sich tuudgrvt, die Zuckung der Kraft, die nach außen oder nach inucn sich geltend machen will? J» einer Weise, wie es die Weltgeschichte noch nie gesehen hat, hat das Volt in Deutschland seine Revo- lution gemacht; cs hat mit wenigen Ausnahmen die Gewalt- Wir haben also die Tatsache zu verzeichnen, daß auf dem Kölner Bischofs stuhl am Ausgange des neunzehnten Jahrhunderts ein Mann gesessen hat, der von dem nahen Untergange der Welt überzeugt war und diese Ueberzeugung jahrzehntelang auch literarisch verfochten hat. Und dieser Mann hat kraft seines Amtes über das geistige Leben eines weiten bevölkerten Gebietes mitzubestimmen: er leitet den Bildungsgang von jungen Männern, die nachher als Geist- liche mit dem Anspruch höchster Autorität vor das Volk treten und namentlich auch die Arbeiter zu erziehen und zu führen sich für berufen halten. Und die Kirche, die Leute mit solch mittelalterlichen Anschauungen auf die höchsten Stellen setzt, beansprucht die Vormundschaft über die Schule l Italien. Beamtete und uichtbcamtete Hyäueu. Rom, b. Nov.(Eig. Ber.) In endloser Kette reiht sich in Italien Skandal an Skandal. Noch ist der Prozeß S c a r f o g l i o-„ A v a n t i" kaum zu Ende, der große llnterschleise zum Schaden der Opfer des calabresischcn Erd- vebenS an den Tag gebracht hat, und schon gibt es neue skandalöse Enthiillmigen. Auf Beschluß des Parlaments war im November IV06 eine Enguetekommission eingesetzt worden, um über die Ver- Ivertung der ÜnterstützungSgclder für Ealabricu zu berichten. Der Bericht wurde bis jcvt geheim gehalten! Da nun aber die Frage augenblicklich wieder traurig aktuell ist. hat die Regierung einen Teil der Ergebnisse durchsickern' lassen, und zwar gerade den Teil, der die herrschenden Klassen Calabrieus bloßstellt, nachdem diese hcrrschendcu Klassen sich über die uuzurcichende und lässige Aktion der Negierung nach der jiiiigsteil Katastrophe bitter beschwert hatten. Der Regierung wieder ist ihre Veröffentlichung reichlich vergolten worden durch haarsträubende Enthüllungen über die Wirtschast der Negicrungsbeamten in der unglücklichen Region. Was aus der offiziellen Enquete bis jetzt bekannt wurde, zeigt, daß die herrschenden Klassen in Calabrien, all die kleinen Lokal- tyrannm, sich in der schamlosesten Weise auf die Unterstützungen gestürzt haben, die für die wirklich Bedürftigen bestimmt waren. Kaum kamen Transporte von Lebensmitteln und Kleidern an, so erschienen die Gutsituierten des OrteS, um den Hauptanteil zu beanspruchen und sehr oft auch davonzutragen. Typisch ist. was einer der von der Kommission gehörten Herren aussagt: „ES ist ganz natürlich, daß die Gutsituierten den größten Teil der Elitschädiqungen und auch der anderweitigen Unterstützungen erhalten haben. Die Gutsituierten habe» Beziehungen zu den Behörden und sind daher imstande, ihre Stimme hören zu lassen und ihren Willen durchzusetzen: die anderen sind weit, ihre Stimme kann nicht bis zu de» Behörden reichen, sie ist zu schwach, um gehört zu werden." Da die Unterstützungen als eine Art Kriegsbeute der Besitzenden galten, mußte diesen natürlich daran liegen, daS Unglück ihres Ortes möglichst groß erscheinen zu lassen. Als z. B. der König die verwüsteten Ortschaften besuchte, hat man ihm„zu Ehren" das erste ganz unbeschädigte Gebäude eincS OrteS demolieren lassen, damit der Besucher von der Not der Einwohner erschüttert würdeil In einem anderen Orte hat man die Kranken und Invaliden in ein improvisiertes Hospital gesteckt, damit sie die unter den Trünmtern der zusainmenstürzendcn Häuser Verletzten vorstellten! Und der König hat sein Mitleid an diese Staffageopfer verschwendet! Noch ernster, weil ganz gewaltige Summen betreffend, sind die Vergehen, die sich die zur Leitung der HülfSuklion nach Calabrien gesandten Regierungsbeamten zu schulden kommen ließen. So berichtet der Bürgermeister von Monteleonc dem „ Giornalc d'Jtalia" von Beamten und Offizieren, die sich die Unternehmer der Bauten gleich mitbrachten, Prozente von ihnen erhielten usw. In Monteleonc selbst waren von den staatlichen Baubehörden einige Reparaturen ausgeführt worden. Der Bürgermeister wollte wisseu, welche Summe dafür aufgewendet worden war und erhielt«ach mehrmaliger Nachfrage die Antwort, daß die Reparaturen 200 0verKfcI)aftlid)es. Berlin und Qmgegend. Der Vcrlwud der Schneider, Schneiderinnen und Wäschcarbeltcr Deutschlands hält am Montag, den 11. November, abends 8'/z Uhr, acht öffenllicke Bersannulungen ab mit der Tagesordnung:„Heraus mit dem gesetzlichen Heiinarbeiterchutz!" Wohl kaum irgend eine Frage bedarf so dringend der gesetzlichen Regelung, als gerade die Hciinarbeiterfrage. Seit Jahren sind bei den Heiinnrbeitcru Hoff- innigen erweckt worden, ihre soziale Lage zu verbessern, aber bisher hat die Gesetzgebung hier vollständig versagt. Nach wie vor werden die Produkte der Heimarbeit unter den elendesten Verhältnisseil her- gestellt, während die Uiilernehmer dieser Industrien das Elend der Heimarbeiter leugnen. Diese Versammlungen müssen sich zu einem wuchtigen Protest gegen die Un- tätigkeit der gesetzgebenden Körperschaften ge- stalten. Heimarbeiter, erscheint in Massen in diesen Versa ni ml ungen! Achtung, Schuhmacher! DaS Schuhwarcngeschäft Ehasalla, Friedrichstr. 133, vermittelt durch Annonce in der„Volkszcitung" und im„Lokal-Anzeiger" Arbeitskräfte für die Schubfabrik Engelhardt u. Co. in Kassel. Seit drei Wochen sind die Ar- beitcr dieser Firma ausständig. Die Angelvorbenen haben einen Vertrag zu unterzeichnen, welcher unter anderen Bestimmungen auch die Verpflichtung enthält, keiner Organisation anzugehören. Wir ersuchen dringend darauf zu achten, daß niemand dort Arbeit annimmt. Verband der Schuhmacher, Ortsverwaltung Berlin. Oeuvkcbes Reick), Lohnbewegung der Hamburger Buchbinder. Die seit einiger Zeit mit den Prinzipalen geführten Tarif- Verhandlungen haben zu keinem Resultat geführt. Tic Arbeitgeber haben sich bereit erklärt, die Arbeitszeit im allgemeinen auf 53M: Stunden und für kleine Betriebe bis zu-wci Gehülfen aur 54 Stunden festzusetzen, auch haben sie einen Staffcllohn von 21 bis 28 M., ab 1. Juli 1908 einen solchen von 22 bis 23 M. und ab 1. Januar 1333 einen solchen von 23 vis 33 M. anerkennen wollen, dagegen haben sie die geforderten Löhne für Arbeiterinnen» nachdem die Gchülfenvertreter die ursprünglich aufgcstclllcn Sätze ermäßigt hatten, rundweg abgelehnt. Während die Gchülfcnkommission für die Arbeiterinnen einen erst ab 1333 zu zahlenden Höchstlohn von 16,53 M. forderte, glaubt die Prinzipalschaft nur den Arbeiterinnen einen Höchstlohn von 15 M. zahlen zu können. Bemerkt sei, dass der Berliner Lohn für Arbeiterinnen schon nach einem Jahre 17,28 M. beträgt. Eine grosse Versammlung der Buchbinder ußv. nahm nach längerer Debatte eine Resolution an, deren Schlug lautet: „Da nunmehr auf tarifvertraglichem Wege jede Einigung mit den Arbeitgebern ausgeschlossen scheint, beschließt die Versammlung, an den geforderten Lohnsätzen für Arbeiter und Arbeiterinnen un- bedingt festzuhalten und dieselben durch til r b c i t s c i n sie l l u n g zur Einführung zu bringen. Es ist in allen Betrieben, wo die Lohnforderungen bis Sonn» abend, den 3. d. M., nicht anerkannt sind, die Kündigung cin» zureichen rcsp. die Arbeit einzustellen." Der Vertreter der christlichen Organisation bczeichncie das Verhalten der Arbeitgeber als einen Fanstfchlag ins Gesicht der Arbeiter, die doch wirklich weitgehendes Entgegenkommen gezeigt hätten. Werde der Arbcitcrinnculohn nicht erhöht, so sei das gleich» bedeutend mir Lohndruck für die Arbeiter. Die öffentliche Meinung stehe auf Seite der Arbeiter; diese und besonders die Arbeiterinnen würden den Unternehmern jetzt l'eweiscn, dass sie von dem rechten gewerkschaftlichen Geiste beseelt seien.— ES herrscht mithin völlige Einigkeit unter den Arbeitern und Arbeiterinnen. Lockversuche zugunsten der Gelben. Den besten Beweis, zu wessen Nutzen die gelben Gewerkschaften gegründet werden, bildet cin Flugblatt, das zurzeit in den Steinbruchgebieten des Fichtel» gcbirgcs und der Oberpfalz massenhaft verbreitet wird. Ter Nr- Heber des Flugblatts ist der Besitzer des Meißener Granitwerks Oswald Köhler, dessen Agenten sich in den erwähnten Gegenden herumtreiben, um das Flugblatt zu kolportieren. In demselben erzählt Herr Köhler eine bewegliche Geschichte von seinen 533 Nr- beitern, die ihn schmählich im Sticfc gelassen haben, weil er das Markenkontrollsystem einführen wollte. In Wirklichkeit aber hat er seine Arbeiter ausgesperrt, weil sie nicht aus der Organisation austreten wollten. Anscheinend findet er nirgends Ersatz, deshalb richtet er jetzt sein Augenmerk auf jene zurückgebliebenen Gegenden, wo er bessere Geschäfte zu machen hofft. Er fordert in seinem Flug- dlatt die Arbeiter auf, nach Meissen zu gehen und bei ihm in Arbeit zu treten, und verspricht ihnen alles mögliche, nur dürfen sie keiner Organisation, tocdcr der freien noch der christlichen Organisation angehören, dagegen dürfen sie der„Freien Percinigung der Stein- arbciter Deutschlands", die von seinen ihm„treugeblicbciicn" Ar- beitern gegründet worden ist, beitreten. Die gewerkschaftlichen Organisationen in Franken werden das nötige tun, damit der Fisch» zug des Herrn Köhler zuschandcn wird. Organisation der Unternehmer. In Strassburg wurde ein Bezirksverein des Verbandes Süddeutscher In. d u st r i c l l c r gegründet. Tie Gründung des Verbandes soll nötig gewesen sein gegenüber den Organisationen der Landwirt- schaft, wie ja auch das Handwerk und die Arbciter ihre Organi» saticwru haben. Gegen die letzteren wird sich jedenfalls die Unter- nehmerorganisation am meisten richten. Nur will man es nicht so direkt sagen, um die Arbeiter in Sicherheit zu wiegen. letzte j�aebmbten uud Depelcben. Ministerwcchscl. Wien» 9. November.(W. T. B.) Tie morgige„Wiener Zei» tung" veröffentlicht die Veränderungen im Kabinett. Tie De- Mission der Minister Graf Aucrsperg, Prade, Forscht und Pacak wurde genehmigt. Der Abgeordnete Fiedler wurde zum Handels- minister, der Abgeordnete Dr. Ebcnhoch zum Ackcrbauminister, die Abgeordneten Gehmann, Pcschka und Praschek wurden zu Ministern ohne Portefeuille ernannt. Der Kaiser behielt sich die Wieder- Verwendung des Grafen AucrSpcrg und Forschts im StaatS- dienst vor. Die Ucbcrschwcmmnngcn in Frankreich. Aoignon, S. November,(W, T. 55.) Infolge von Urtier- schweinniimgen ist der Eisciibahiivcrkchr zwischen Cavaillon und Apt »ntcrbcochc». In BedarridcS, wo der Präiekl in Begleitung von Pionieren eintraf, erreicht das Wasser eine Höhe von drei Bietern. In Avignon steigt die Rhone ständlich nm dreizehn Zentimeter und überschwemmt die niedrig gelegenen Stadlteile. Auch von der Durauce koiimicu Meldungen, dass dieser Fluß in schnellem Steigen begriffen ist._ Der Borbote der Krise. Bukarest, 9. November.(W. T. B.) Die Nationalbank erhöhte den Diskont auf 8 Prozent. GrubcnarbeitcranSstand tn Anstralien. Sidney, 3, November.(B. H.) Da die Zechenbcsitzcr im Revier New Castle, die die Wiedcranstcllung der entlassenen Arbeiter verweigerten, faßten die Pereinigten Gewerkschaften Beschlüsse, „ach denen am Dienstag ein Massenanssiand wahrscheinlich ist. 14 303 Mann und 120 Millionen Mark Llapital werden dadurch be» troffen._ Paul Singer& Co., Berlin SW, Hierzu 5 Beilage». Nr. 264. 24. Jahrgang. 1. Kcilqc itts Lsmiirls" Stdintt plliolilult. Sonntaj, 10. ilunrnititr 1907. Der Boykott gegen fandorf und das Aarenhaus des Veitens. In Angelegenheiten des Boykotts gegen A. Jandorf n. Co. haben gemeinsame Beratungen zwischen dem Aktions-Ausschlch des Verbandes sozialdemokratischer Wahlvereine, dem Aus- schuß der Berliner Gewerkschaftskommission, dem Vorstand des Deutschen Transportarbeiter-Verbandes einerseits und Ver- tretern der Firma A. Jandorf u. Co. andererseits statt- gesundem Es kam ein Tarifvertrag zwischen dem Deutschen Transportarbeiter-Verband und der Firma A. Jandorf u. Co. zustande, durch welchen alle Differenzpunkte zur beiderseitigen Zufriedenheit beseitigt wurden. Wir enipfehlen deshalb den Partei- und Gewerkschasts- genossen, am Zahlabend den Boykott über die Firma A.Jan- dorf u. Co. aufzuheben. Aktion?- Ausschuß des Verbandes sozialdemokratischer Wahlvereine. Ausschuß der Berliner Gewerkschafts- Kommission. ... Mit dieser Erklärung wird das Ende eines Kampfes eingeleitet, der in der letzten Woche die Berliner Arbeiterschaft schon durch seine Begleitumstände in eine ungeahnte Ausregung versetzt hat. Gestern noch versuchte die„Post" die Unternehmer scharf zu machen unter dem Hinweis auf den„bisherigen geringen Erfolg des sozialdemo- kratischen Boykotts". Heute können wir den v o l l e n S i e g d e r Berliner Arbeiterschaft konstatieren! Die ein- seitige VcrtragSbrnchstrafe hat einer paritätischen Platz ge- macht. Die Strafsumme ist auf das gesetzliche Matz be- schränkt und für die Erörterung der Frage, ob eine Arbeit? niederlegung oder Entlastung gesetzlich oder ungesetzlich ist, wurde ein einwandfreies Schiedsgericht gefunden. Auch für die Wieder- einstelluilg der Entlassenen sind Normen getroffen ebenso wie über Neueinstellnngen. Nur soviel als Abwehr gegen die Scharfmacherpresse. Im übrigen ist der gegenwärtige Augenblick nicht der rechte, Betrachtungen über den verflossenen Kampf anzustellen. Das könnte nicht ge- schehen, ohne geschlagene Wunden frisch aufzureißen. Nur das wollen wir noch sagen, daß die Berliner Arbeiterschaft— vor allen Dingen die Frauen l— in diesem Kampfe ihre volle Pflicht taten I Hus Itiduftnc und Ftandd* Agrarische Drosselungspolitik. Unsere Leser können wir beschwindeln, denkt das Organ für agrarische Wucherzoll- und Liebcsgabenpolitik, die„Deutsche Tages- zcitung", und schwindelt, wie eben nur ein vom Reichslügenverband geistig genährtes Organ schwindeln kann. Unser Wirtschaftlicher Wochenbericht in Nr. 253 vom 29. Oktober scheint es dem edlen Organ besonders angetan zu haben. Es hat zehn Tage gebraucht, um ein Lügenragout zusammenzukochen. In dem Artikel„Getreide- Versorgung Deutschlands" hatten wir zunächst darauf hingewiesen, daß in Teutschland der Anbau von Futterfrüchten gewachsen, der von Getreide zurückgegangen ist. Warum dys geschehen ist, wissen die Junker! Es waren dann weiter die Ernteergebnisse nach- gewiesen. Dazu meint das Blatt dummdreist: „Eigentlich macht sie aber der„VorwärtS"°Rechner selber jedem denkenden Genosten gleichgültig, wenn er ihm gleichzeitig mitteilt, daß die Brotgetreidcernte trotz der Flächenverminderung eine Erhöhung um zirka 230 000 Tonnen erfuhr." Tonnerwetter! Wie muß das Blatt seine Leser einschätzen? Sollten diese wirklich nicht wissen, daß das Jahr 1906 ein ganz außergewöhnlich ertragreiches war? Dann sollte die„Deutsche Tageszeitung" ihnen nur die Lektüre des„Vorwärts" empfehlen. Gleich hinter der oben angezogenen Tatsachcnkonstatierung hätten sie doch den Satz lesen können: „Die Steigerung ist geringfügig und nur auf die außer- ordentlich günstigen Erntebedingungen zurückzuführen, die im Jahre 1906 herrschten." Es kommt aber noch weit besser! Das Agrarierblatt bemerkt weiter: „Neben dieser vermehrten Jnlandsernte in Brotfrucht stieg die Einfuhr im Jahre 1906 gegenüber 1905 in Weizen von 1287 586 auf 1926 820 Tonnen und die Roggcncinfuhr von 572185 aus 630 729 Tonnen. So steht es klar und deutlich im „Vorwärts" zu lesen, und unmittelbar darunter folgt das lapidare Urteil:_ „Tie Drosselwirkung des neuen Zolltarifs ist un- verkcnnbar." Das ist doch eine seltsame„Drosselwirkung", die so belebend auf den Brotkornimport einwirkt, daß trotz einer um 230 000 Tonnen vermehrten JnlandSproduktion noch um 697 778 Tonnen mehr zur Einfuhr gelangen." Verwundert schlagen die Oertel-Bauern die Hände über dem Kopf zusammen und freuen sich der— Schläue ihres Dickcrchcn und der Dummheit der anderen.„Schlau" ist die„Deutsche Tages- zcitung", das stimmt schon, denn um ihren Lesern das Obige vor- setzen zu können, unterschlägt sie folgende Sätze, die den von ihr zitierten unmittelbar folgen: „Dabei hat, da seine— des Zolltarifs— bevorstehende Einführung schon lange vorher bekannt war, vor dem Inkrafttreten noch eine extrastarke Einfuhr stattgefunden, wodurch es kam, daß die Preissteigerung nicht sofort nach dem 1. März in vollem Maße einsetzte. Händler und Müller hatten bereits in den letzten Monaten des Jahres 1905 große Mengen zum alten Zoll angeschafft und sich durch Licfcrungsvcrträge bis zum an- gegebenen Termine sichergestellt. Tie Speicher waren gefüllt, ja überfüllt, so daß sich da und dort(zumal in Berlin, wo übrigens die hohen Platzspcsen die Einlagerung ganz unrentabel ge- stalteten) ein ganz empfindlicher Raummangel fühlbar machte. Welch riesige Dimensionen die Getreideeinfuhr allein in den letzten zwei Monate» vor dem 1. März annahm, lehrt ein Ver- gleich mit dem Getreideimport des Januar und Februar 1905. Damals betrug die ganze Einfuhr an Weizen, Roggen, Gerste, Hafer. Mais nur 780 000 Tonnen. Im Januar und Februar 1906 hingegen überstieg der Import den Durchschnitt der letzten drei Jahre um nicht weniger als 1 675 121 Tonneu, und zwar für Weizen um 564 199, Roggen um 143 404, Gerste um 169 180, Hafer um 322 885, Mais um 475 452 Tonnen!— Dafür sank die Einfuhr an Getreide in den folgenden drei Monaten(März, April, Mai) ganz erheblich, wie folgende Gegenüberstellung geigt....." Es wird bann noch zahlenmäßig die Einfuhrabnahme nach In- krafttrcten der neuen Handelsverträge nachgewiesen.— Aus Dummheit hat das edle Organ das nicht unterschlagen. Erst die Unterschlagung machte das delikate Gemüse möglich. Weiter unterschlägt das Blatt unsere Feststellung, daß nach Inkrafttreten der neuen Handelsverträge die Einfuhr erschwert, die Ausfuhr erleichtert wurde. Wir betonten, daß durch die Zollcrhöhung in Verbindung mit den hohen Frachttarifen die Einfuhr gehemmt worden ist. Dann führten wir aus, daß einmal die Spekulation, durch starke Einfuhr zu den niedrigen Zollsätzen und nachheriger Ausfuhr zu den höheren Zollrückvergütungen nach dem 1. März 1906, große Gewinne einzustreichen, die Ausfuhr, wenn auch nicht ganz nach agrarischem Programm, gesteigert habe und daß die AuSfuhrzunahme durch die niedrigen Ausfuhrfrachttarife gefördert worden sei.)lnd da die Leser der„Deutschen Tageszeitung" das doch aus der Praxis wissen, muß das Organ wohl der Ansicht sein, es finde mit seinen offenbaren Unehrlichkeiten die Zustimmung jener—, denn es kämpft ja für— die nationale Tugend der Wucherpolitiker und da gehören Unehrlichkeiten zum unentbchr- lichen Handwerkszeug. Sollte das Organ für Zollwuchcr wirklich nicht verstanden haben, um was es sich handelt, dann diene ihm noch folgendes zur Aufklärung, was das„B. T." am 8. November er. schriebt „Eine sehr lehrreiche Probe, wie die Agrarier die Ver- tretung der Interessen deS Mittelstandes auffassen, hat die Landwirtschastskammer Posen eben geliefert. Ihr genügt eS nicht, daß durch die verspätete Ernte und durch den geringeren Ausfall der Wcltcrnte die Getrcideprcise auf eine enorme Höhe gebracht sind. Ihr genügt es auch nicht, daß durch geradezu un- verantwortliche und unverständliche Maßnahmen der Regierung in Deutschland das Brotgetreide(lediglich im einseitig agrari- schen Interesse) uoch besonders in die Höhe getrieben wird, ohne jede Rücksichtnahme auf die Verbraucher, und zwar hauptsächlich dadurch, daß man das dringend notwendigste Brotkorn durch Ausfuhrprämien von 50 respektive 55 M. pro Tonne und enorm niedrige Ausfuhrtarife nach dem Auslande lockt und dadurch im Unlande eine Getreideknappheit künstlich erzeugt, die die Preise immer höher treiben muß. Die Landwirtschaftskammer Posen sieht cS nicht im ge- ringsten ein, daß die Mühlen monatelang zum Stillstand ge- zwungen waren, weil sie kein Getreide bekamen, daß zum Bei- spiel in Posen heute das Fünfgroschenbrot nur drei Pfund wiegt. während es sonst fünf Pfund wog. Um alles das schert sich die Landwirtschastskammer Posen'nicht, sie erachtet im Gegenteil den Zeitpunkt für gekommen, neue Maßregeln zu begehren, die dazu dienen sollen, die doch wirklich hoch genug stehenden Gctrcidcpreise weiter zu steigern und dem Mittel- und Arbeiter- stände das tägliche Brot noch mehr zu verteuern. Die Landwirtschastskammer Posen hat nämlich beantragt, die Gültigkeit des Getreideausfuhrtarifcs L 3a noch wesentlich zu erweitern, damit die Getreideausfuhr einen noch größeren Umfang annehmen könne. Hierdurch müßten die Getrcidcpreise zweifellos eine weitere Steigerung erleiden." Wir nehmen an, der„Schlaumeier" in der„Deutschen TageS- zeitung" hat seinen Befähigungsnachweis als Lehrer an der Kadcttenschule— des Reichslügenverbandes erbringen wollen. Und da hat er jedenfalls den Beweis erbracht, daß er sich in dumm- frecher Schwindelei von niemandem übertrumpfen lassen wird. Er paßt zum Liebert-Korps wie ein— faules Ei zu dem anderen. Zur Erhöhung der Heiterkeit unserer Leser sei noch mitgeteilt, daß sich das Bülow-Blatt, die„Norddeutsche Allgemeine Zcitung", die Argumente der„Deutschen Tageszeitung" unbesehen zu eigen macht. Was wird das werden, wenn Fastnacht kommt? Krise. Jeden Tag werden neue Zahlungseinstellungen gemeldet. In Nürnberg ist die Metallwarengroßhandlung Zentner insolvent ge- worden.— Weil es ihr nicht möglich war. ein Darlehen von Millionen Dollar aufzunehmen/ wurde nach der„Franks. Ztg." die zweitgrößte Baumwollfirma der Vereinigten Staaten fallit. Die Passiven betragen 91h Millionen Dollar. Die Aktiven sollen 15 Millionen Dollar betragen. CJeneKts-Leitung. Anreizung zu Gewalttätigkeiten. Der 18jjährige Arbeiter Adolf Zumke stand gestern vor der V. Strafkammer des Landgerichts I unter der Anklage, durch eine Nummer des„Revolutionär" vom 5 Oktober, als dessen verant- wörtlicher Redakteur er zeichnete, verschiedene Klassen der Bevölkc- rung zu Gewalttätigkeiten angereizt zu haben. Die Verhandlung fand unter Ausschluß der Oeffentlichkeit statt. Nach der Urteils- begriinbung will der Angeklagte die Tendenz des Artikels als gegen Arbeitsmittel gerichtet erblicken; das Gericht nimmt dagegen an, daß zu Gewalttaten gegen die Fabrikanten durch den Artikel auf- gefordert sei. Es sprach den Angeklagten deS Vergehens gegen 8 130 schuldig; gleichzeitig verurteilte es ihn wegen Verstoßes gegen 8 9 des Preßgesetzes, weil er es geduldet habe, daß sein Name als verantwortlicher Redakteur auf die Zeitung gesetzt wurde, wiewohl er noch minderjährig ist. Das Urteil warf die enorm hohe Strafe von 6 Monaten Gefängnis und 14 Tagen Haft gegen den jungen Mann aus.— War der Angeklagte zu Unrecht als verantwortlicher Redakteur unterzeichnet, so tonnte ihn unseres Erachtens auch als solchen keine Strafe treffen, es sei denn, daß er selbst als Verfasser des nach den Urteilsgründen recht krausen und unreifen Artikels erachtet wurde._ ES gibt keine Klassenjustiz! Wer erinnert sich nicht der erschreckenden Urteile gegen organl- sserte Arbeiter wegen einzelner Worte gegenüber Streikbrechern? Und im Gedächtnis ist jenes Urteil, das einen Arbeiter lvcgcn einer Beleidigung eines Unternehmers mit 1 Jahr Gefängnis bestrafte. Hier ein Gegenstück: Der Bicrbrauereibesitzcr Schmidt in Augsburg hat'einen ruhig dastehende» Streikposten mit Totschlagen bedroht und hat außerdem einen SlPitzmann zu einem Verbrechen im Amt aufgefordert, indem er sagte:„Nimm„Deinen" Gummi- schlauch und schlag ihn tot!" Was sagte dazu der Vertreter der Anklage? Er meinte im Gegensatz zu anderen Fällen, wo Streik- Posten Arbeitswillige bedrohen: Der Sireikposten hat die Drohung mit Totschlagen nicht als ernst aufgefaßt; auch sei ein Gummi- schlauch kein gefährliches Werkzeug, folgedcssen liege auch keine Be- drohung mittels eines gefährlichen Werkzeugs vor. 5 Mark sei eine angemessene Strafe. Das Gericht verurteilte den Brauercibesitzer zu— 3 Mark Geldstrafe. Wasserstands-Nachrtchte» der LandeSanstalt für Gewässerkunde, mitgeteilt vom Berliner Wcttcrbureau. Wasserstand M e m e l. Tilsit Brezel, Jniterburg Weichsel, Thon» Oder, Raiibor » Krassen . Frankfurt Warthe, schrimm , Landsberg Netze, Vordamm Elbe, Leitmeritz , Dresden , Barbq . Magdeburg >) 4- bedeutet Wuchs,— Fall.—') Unterpegel. VoüiZgsrten-Ilieslei'. Badstr. 8 und Bellcrmannstr. 20125. Emvschle meine 300 bis 1000 Personen sassendc Säle für Privat- und Vcrciilsscstllchkcitcn, noch einige Sonn- abende frei.— Kulante Bcdingm»- gen.— Gute Küche. Gutes Bier. Solide Preise. sOltzb» Freunden, besonders den„Alten-, Simi lröffiirtes Lolml bicrmit zur nochmaligen Erinnerung. Ztereiiiszinimer mit Pianino, 50 bis 60 Personen fassend, auch für Zahlstelle geeignet, empfehle ebenfalls. 11296 Pilo Badiaanaer,»'SSW" Wer- Stoff- Hot fertige Anzüge nach Maß 2« M. Tadelloser Sitz, hallbace Fuitersachen. Lei Slostiieseruag billigste Preise. D'v»»!»»?. Ackcritraße 143, 142L* Ecke Jnv» lidenilroxe. 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Zahlreichen Versuch erwartet_ 1/18* Die Einberuferin. Orts-Kraukeukaffe der Heelisiiüits, llüRes und vcrw. Gewerbe zu Berti». Scheneberg. Dienstag, den 12. November er., abends 8 Uhr, im Lokal„Schwarzer Adler", .HauPtstrafte 134: V olksversammliiiig Tages-Ordnung:[17/15 Die Sozialdemokratie Im Roten Daus". Referent: Stadtverordneter Eilll&llUel Wuritl» Zahlreichen Besuch erwartet_ Pas sozIalcIemokrattBche Wahlkomltce. ib Mite. Miliriiii i lilrtlir OaM Montag, den 11. November 1907, abends Sl/2 Uhr 8 öffentliche Versammlungen in folgenden Lokalen: Arminhallen, Äommandantenstr. 38: Berolina, Schönhauser Mee 28: Südost, Waldemar- stratze 75- Graetz, Große Frankfurterstraß 30; Thiele, Rixdorf, Bergstraße 131—152; Swinemündcr Gcscllschaftshaus» Swinemundorstr. 42; Naabes Festsäle, Kolbcrgerstr. 23; Wendts Festsäle, Münzstr. 17(Eingang Äönigsgrabcn). Tages Ordnung: Heraus mit dem geschlichen Heimarbeiterschutz. Referenten find i illt-Itinnnn. Ikan»«, Altttir, Wlira», Stadtverordneter.Vit. Ritten, ReichStagSabgeordneter Robort Schmidt, StUhmer, Frau Dr. Weyl. 106/18 " Da diese Versammlungen in Gemeinschaft mit dem Verein der Frauen und Mädchen der arbeitenden Klasse einberufen sind, ersuchen wir die Parteigenossen, ihre Frauen und Töchter zum Besuch derselben anzuhalten._ Die Einbcrufer._ Re II IS II UUiil der Tier Deutti Filiale Berlin. Am Montag, den 11. November, abends«Vs Uhr: i Mitglieder»Versammlung« bei Freyer(früher Keller), Koppcnstraße 29. TageS-Ordnung: t. Bericht von der Osenseher-Konferenz. 2. Verschiedenes. In dieser Bcrsammlnng erfolgt die AuSgavc der neuen Tarife gegen Borlage dcS BcriandSbuchcs. Zahlr.ichen Besuch erwartet__ 201/11*_ Per Vorstand. Mai ilN VerallrajsiMiieii der MMmn ui GeralspaosseasElialD Oiisiaods Bezirksgruppe: Berlin-Brandcnbarg und Mecklenburg. Montag, 11. November, abends 8 Uhr, in den Mnsiker-Säle», Kaiser Wilhrlmstr. 18iu: MgUeder- Versammlnng. TageS-Ordnung: 1. Vortrag des Schrislstellers Herrn Max Schütte:„Herwegh mb seine Tichtungen." i Dislussio». 3. Bericht der Delegierien zur iZcrliner Gewerlschastskommilslon. 4. Neuwahl derselbe». 5. Verbands- zugeleaenheite«. Zahlreiches und Pünktliches Erscheinen ist Pflicht k 299/8 Oer Torstand. Zahlstelle Berlin. Branche der Musikinstrumenten- Arbeifer. Montag, den 11. November, abends 8'/?»Hr. in de» Andreas- Seftfülen. Slndrcasstr. Sit LiowdNcker-Vortrsg veranstaltet vom Genossen J. M. Grempo über SaS Thema:„Bilder auS de» rusiische» Frcibeltskämpfcn-. gDU- EInNltlSgcld wird nicht erhoben.— Nächst den Mitgliedern haben auch deren Angehörige freien Zuirilt. 97/11« MilgliedSbuch legitimiert.— Zahlreichen Besuch erwartet Ple Uranchenkommlsslon. Ntttiilt. ftcMwa"(ßtlöctilfiljnfiti!. jtrmin-Kallen, umMmsmimzir. 91/59. Fernsprecher IV, 10153._ "y Der grohe Saal ist am S. Wcihnachtsfeiertag rr eA. Auch cm Sonntage» im Februar und März 1008. in Am Sonntag, den 24. November 1907, vormittags von 10—1 Uhr, findet im Gcwerksohaflshauso, Engel-Ufer 15, Saal 1, eine Waiil- Versanimlung sämtlicher grolijänrigen Kasfen- mitglicdcr stalt. Tagesordnung: Ersatzwahl von 184 Vertretern zur Generalversammlung für 1907. Wahl von 363 Vertretern zur General. Versammlung für 1903.(§ 49 und 49a des Statuts). (Nach§ 38 des Statuts ist die Wahl geheim und durch Stimmzettel vorzunehmen.) Die Herren Arbeiigeder werden er- sucht, den Mitgliedern zum Zwecke »«« der lieiiitimation bei der Wähl- Handlung die MiigliedStarien oder eine Bejcheinigung zu verabfolgen. Ohne Legilimalwn kein Zuiritt? Verlin, den 9.'November 1937. 278/3 Der Borstand. I. A.: Erh. Schienker, Vorsitzender. Zum Zweck der Kandidaten anfstcllung; zur vorstehenden Wahlversammlung smdet eine velsamiiilulig sämtlicher Kassenmitglleder statt am Dienstag, den 12. November 1907. abends 8 Uhr, in denArminhallen�ommandanten- stratze 58—59. TageS-Ordnung: 1. Ausstellung der Kandidaten. Vortrag deö Herrn Dr. Weg. scheider über das Thema:„Der Ailohol und seine Gesahren." 3. Ler> schiedenes. Die Kassenmitglieder werden ge- Velen, die uu�ustellenden Kandidaten genau mtt".Kamm, Vorname», Wohnung und Kaiseunnmmer zu de- zeichnen. Arn Montag, den 25. Novomber 1907. abends von 7 bis 9 Uhr, findet im Kassenlokal Gormannstr. 29, vorn 1 Treppe, eine Vshlvei'Sllmmlllva sämtlicher Arbeitgeber, welche Bei- träge auS eigene» Mitteln zahlen, statt. TagtS-Orvnung: Wahl von 177 Vertretern zur Generalversammlung für 1903.(§ 49 und 49a deS Statuts.) (Nach§ 38 des Statuts ist die Wahl geheim und durch Stimmzettel vorzunehmen.) Die Herren Arbeitgeber können zu Orts-Kraukeukaffe der Sattler u. verwandten Gewerbe zu Berlin. DienStag. den IV. November er., abends B1/» Uhr. im Äriverkschafts- hanfe, Engel-UIer 15, Saal 1: Ordentliche General-Yersammluno der in den Wahlversammlungen vom 22. Okiober tSOS resp. 26. Okiober 1906 und 23. Ottober 1907 gewählten Vertreter der Kassenmitglieder und Arbeitgeber. Tagesordnung: 1. In gemeinschaftlicher Generalversammlung: 1, Vortrag deS Herrn G. Bauer über die.Vereinheitlichung der Ar- beiterversicherung". 2. In getrennter Wahlversammlung o) für die Vertreter der Kassen- Mitglieder: Ergänzuiigswahl von vier Mitgliedern zum Vorstand für 1908/1999: d) sür die Vertreter der Arbeit- geber: Ergänzuiigswahl von zwei Mitgliedern zum Vorstand sür 1908/1909. 3. In gemeinschaftlicher Generalversammlung: 2. Ersadwahl zum RechmmgS- auSschuh snr!907. 3. Wahl des RechnungSauSschnsseS für 1908. 4. Verschiedenes. 278/6 Nur die mit Legitimation event. Mitgliedskarte vetsebeuen Aer- trrter habe» Zutritt. Die Bersainmiung wird pünlklich um'/zS Uhr eröffnet. I4B. Anfragen, zu deren Beant» wortung die Einsicht der Kassen« bücher notwendig ist, müssen drei Tage vorher beim Vorstand schrlsllich eingereicht werden. Zahlreiches und pünktliches Er- scheinen erwartet Per Torstand. G. Säuger. Vorsitzender. W. Dittmann, Schrisisührer. 4 Vcrlreiern auch Geschästolührer oder BelriedSbeamte der zu Beiträgen ver- pslichtrten Arbeilgeber n-ählen. Tic lebte Vettrazsqniuuug ist alS' Legiiimaiio» vorzulegen.' Ohne Legitimation kein Zutritt. Berlin, den 9. November 1907. Der Borstand. I. A.: Oskar Reichnov/, 2. Vors. Zum Zweck der Kandldntcn- anfstolliins findet eine (/crsammlitiii 19 der ürbeilgever am Montag, den 18. November 1907, abends 8'/, Uhr, im Schultbeiii-Ausschaiik. Behrenstrabe 49, Ecke der Friedrichstrabc, statt. TageS-Ordnung: 1. Ausstellung 2. Verschiedenes. der Kandidaten. Orts- Krai»kc«kaffe für das 5mbitrgruitrbe zu Berlin. Montag, Itzi. November 190", im Restaurant Wohlfalirt» Rosen- tbaiersttabc 57: Aahl-Versammlung. AbendS 9'/. Uhr: Ardeitgeber. Ersatzwahl v.3Deleaierien pro 1997/08. AbendS 10 Uhr: Kassenmitglieder. Erlatzwahl v. LttDelegierten pro 1907/03. MitgliedSbücherfind zur Legitimation vorzulegen. 278/7 Ter Vorstand. itllius Langner, Vorsitzender. Ods-KrankenUasse für daS Tapezierergewerbe zn Berlin. Zu der am Freitag, den 1k;. No- vember 1907, abends 8'/. Uhr. im Gewerkschaftshause, EngÄ- User IS (Saal 7), stattfindenden - Prdontllchen General-Versanmilung laden wir fiienuit die Herren Vertreter der Kassenmitglieder und Arbeitgeber ergebenst ein. Tagesordnung: 1. Rechnungsbericht. 2. Bekanntmach mig der Beschlüsse des Vorstandes. 3. Wahl von 6 Vorstandsmitgliedern (4 Kassenmiiglieder, 2 Arbeitgeber). 4. Wahl eines HülfSarheiterS. 5. Wahl de» Ausschusses zur Prüfung der JahreSabrechmnig pro 1907. 6. Verschiedenes. Per Vorstnnd. H. LoblU. 277/20 ArbeitSnnchmeiS: Verwaltungsstelle Berlin. Hauptburean: Hoj I.'Amt 3, 1239. CharitestraBe 3. Hos HI. Amt S, 1937, Montag, den 11. Zlovenibkr, abends 8V2 W: Bezirks-Bersammlung für Friedrichshagen im Lokal„Gesellschaftshaus", Friedrichstraße. TageS-Ordnung: 1. Bericht der Bezirksleitung. 2. Diskussion. 3. Verschiedene?. Kollegen: Da äusterst wichtige Angelegenheiten zu Bericht stehen, ist es Pflicht eines jeden Kollege», in dieser Versammlung zu er- scheine». Mrnstag, den 12. November 19l)7, abends 6 Nhr: Versammlung Nlr alle in Gas-, Wasser- a. Dampfarmaturen- sowie Kronenbetrieben beschäftigten Eisen-, Metall- u. Re¥ol*erdr8her in Granmanns Fest-Sälen, Naunynstiaße Nr. 27. TageS-Ordnung: 1. Vortrag deS Kollegen K. 23 ü ck e über �Die Gewerkschaftsbewegung vor und nach dem Sozialisteugesess-. 2. Diskussion. 3. Vranchcnangelegenheiten und Verschiedenes. 149/14 Wir erwarten, daB alle in obigen Betrieben beschäftigten Kollegen erscheinen. Den Mitgliedern zur Nachricht, dast jetzt die Kalender sür l!>U8 zu haben sind. Beftelluiigr» könne» bei jedem BcrtranenSmanu gemacht werden. Das Stück kostet 99 Pf._ Die Ortsverwallung. ttr -1 »Gewerkschaftshaus-, Eng.l Ufer 13, 11, Zimmer 13—17, 31. Bureau: Teleph. A. 4. Nr. 4747. Arbeitsnachweis: A. 4. Nr. 3348. Achwng! HiieileriulWraiieii! Achwng! Donnerstag, den 44. November, abends 8'/, Uhr: (hMIicIie Generalversammlung im Gewerkschaftshause. Enge l-Ufcr IS, grosser Saal. TageS-Ordnung: 1. Mitteilungen. 2. Kassenbericht pro S. Quartal 4997. 3. Diskussion. 4. Geschäftliches. !• f Bei der äusserst wichtigen Tagesordnung erschien 9 9 9 •• wir einen zahlreichen Besuch für selbstverständlich.••« Mitgliedsbuch ist mitzubringen und am Eingang zur Ber- saminlung vorzuzeigen. Wer mit feinen Beiträgen«der zch» W o ch r u im Rückstände ist. i/V~ hat leinen Zutritt.-MsD 76/8 vi« Prtsvvrvnltnns IZerUn II. lellergarüstbanar m Platzarbeiter aus allen Betrieben Berlins und Umgegend. Sonntag, den 17. November, abends 6 Uhr: Uerjammlung mit Kranen in: LnsUschcn Parten, Alexanderstr. 27o. TageS- Ordnung: 1. Vortrag der Genossin Frau Thiele. 2. Diskussion. 3. Bericht der Koiniiiission über die Statutenänderung der Unterstüssungö- kasse» 4. Geschäftliches. mmm Nach der Versammlung geselliges Beisauimciiseln. Eine» zahlleichen Besuch erwartet _ Die Sektionsleitung. 21.: n. Walter. r mm Zahlstelle Berlin. Montag, de« 11. November 1907, abends'/,? Uhr. tu den Neuen Arminhallen, Kommandauteustrasse 08/59, neben dem �errnfelb-Dheatcr: OeffentL Versammlung nllci in Biichbiudcreien n. Buchdruckereien bkslhiiftlgtkn fiöllfpfn und Kollrginnkn. T a g e S- O r d n u n g: 1. DaS gegenwärtige Verhalten der Buchbinderei- und Buchdruckerei- Prinzipale zu unserem beiieheiiden Tarif. 2. TtSlussion. 3. Verbands- augelegenheitcn und Verschiedenes. 25/14 Zahlreichen Besuch erwartet Die Tarif- und AgiiationSkommission der Buchbinderbranche. Verein für fraucn u.]ftäddKn der Arbeiterklasse. Montag, d. 11. November, abends 8'/. Uhr, im Neuen Klubhanse. Äoiimiaudaiitcnstrasse 72 56/3 PT" Versammlung.'HW TageS-Ordnung: „Vit§ttil»ng drr nlbritklidrn Fran Alboholfrage". Referent: Dr. J. Zadck. 56/4 Gäste willkommen._ Per Torstnnd. "Steinarbeiter!_ Berlin I. DienStag, den 12. d. M., abends 8 Uhr, im GewerkschaftShautz, Engel-Ujer IS, Saal 1: Mitglieder-Verfunimlung. TageSoldnurg: 1 Zlbrechnmig vom III. Ouarial. 2. Kündigen wir den Tarif 3. Geweilschasttichcs. 4. Verschiedenes. Kein organisierter Kollege darf fehlen.= SV Mitgliedsbuch legitimiert.-ML 181/19__ Pto OrtHvcrwnltnnjj. III IL find l/mgcsend. Montag, den 11. November er» abends'/.8 Uhr, in Phst»' Fcstsälen, Mciningerstr. 8, findet anstatt der Versammlung eine Theatervorstellung mit Stezitation statt. 203/ 1? Ter Vorstand, Orts- Krankenkasse der Schlosser u. verw. Gewerbe zu Berlin. Montag, den 18. Novbr., abends 8 Uhr, in„Trösels Festsälen", ?!cue Friedrich str. LZ: Veoeral-VersAmmIullg. Tages-Ordnung: I. In getrennter Bcrsammlung: -?'-»hwahl der ftalutenmätzig aus- scheidenden Vorstandsmitglieder: u)?l r b e i t g e b e r. CS scheiden aus aus Grund des Kasienstatuls die Herren Küster und Jahnle. ES find'daher zu wählen zwei Arbeit- als Vorstandsmitglieder auf zwei«ah« und zwei Stellvertreter aus die gleiche Zeitdauer; b)?l r b r i t n e h m e r. ES scheiden au- aus Grund des KassrnstatutS die Herren Lauer, Mar Mrillcr. Slar Taube und Paul Llnsner. ES sind daher zu wählen vier Arbeitnehmer als Vorstandsmitglieder aus die Dauer non zwei Fahreil und vier Stell- Vertreter aus die gleiche Zeitdauer. II. Naöi beendigter Wahl in ormeinschaftltcher Nersamnilung: i Gahl des Ausschusses sür die Prüfung der Rechnungen des lausenden JahrcS, und zwar ein Arbeitgeber und zwei Arbeitnehmer(§§ 46 und 49 Nr. 4 dcS KassenstatutS). T Statuten Veränderung: ß IL, Absatz 3 des Statuts erhält folgende Fassung: Im Falle der Erwerbs- nnsähigtcit vom dritten Tage nach den. Tage der Eslranlimg. uiid zwar für jeden Tag mir Ausnahme der Sonntage: Für Mitglieder der Klaffe 1 2,40 M. •»•• bl 1,60# •» mm �11 1,45„ mm 0,90„ m ff f n"i' O.Go„ 3. Bericht des Vorstandes über die AustellungS- und Vcsoldungsvcrhält- Nisse unserer Kasseiibcamtcn. 4. Bericht über den Kranlcnkassentag zu Mannheim flies.: Herr Lubatjch). 5. Verschiedenes. 277/16 Die Herren Delegierten werden ersucht, zahlreich zu erscheinen. Die zugesandte Legitimation ist am Ein- gang vorzuzeigen. I»er Vorntand. P. Heinrich, Vorsitzender. Neue Wilhelmstr. 12. Zlllgemeine Orts- Krankettkasse siir die vereinigten Gewerbebetriebe Charlottenburgs Wir �dcn hiermit die Kaffenmit- glleder und deren Arbeitgeber zur Vornahme der Neuwahlen zur Ge- ncralveisainniluich gemäst ZK 48 fsg. deS Kaffenstaluts ein und zwar: u) die Kaffenmitglieder auf Tonntag, den 34. November d. J.» morgens 0 Uhr. '-) die Arbeitgeber aus Frei- tag, den 33. November d. F., abends um 8 Uhr, nach dem nrosieu bezw. Ncincu Saale des Bolkshauses in Eharlotlcnburg, Rosinenstrabe 3. ES sind zu wählen: von dm Kasscnmitglicdcrn 3l8 Delegierte, von dmdcrKaffe zugehörigen Arbeit- --w. 154 ItItjiide Wahlberechtigt in der I. Gruppe ist jedes Äasscnmitglicd, in der II. Gruppe jeder Arbeitgeber, welcher Beiträge aus eigenen Mitteln zahlt. Die Arbeitgeber können sich bei der Wahl auch diirch ihre Geschästssührer oder Bctricbsbcaiilte, deren Vollmacht vor dem Wahttage im Kaffcnbureau ein- zureichen ist, vertreten lassen. Wählbar ist jcdcS Aassenmitglied bezw. jeder der Kaffe zugebörigc Arbeitgeber, ebenso an dessen Stelle der Geschästssührer oder Betriebs- beamte eines solchem Die Wähler wie die Gewählten müssen groftsährig und im Bestie der bürgerlichen Ehrenrechte sein. Die Wablperiode der gewählen De. legierten läuft vom 1. Januar 1908 bis zum Lt. Dezember 1909. Die Wahl ist geheim und wird durch Stiuimzcttei in einem Wahlgange in der Weife vorgenommen, daß jeder Wähler soviel Namen auf einem Stimmzettel nennt, als Delegierte in feiner Gruppe zu wählen find. Der Wahlakt wird zu a) 3, zu b) 2 Stunden nach Beginn der Wahl- Versammlung geschloffen. Die Legitimation oer Wähler ge- schiebt durch Vo> Weisung der Wahl- karte im Wahllokal. Wahlkartcn werden den Kassenmitgliedern und deren Arbeilgcbern auf Antrag im Kassenbureau während der öffentlichen Dienstftunden unentgeltlich ver> abfolgt. 278/2 Eharlotteuburg, 8. Nov. 1907. Ter Kaiienvorstaud. gez..Sich. AhrcnS. Sprechzeit jetzt: 464L» 8-10,'/,12-'/l3,5.9(vonnerst. 6-v), Sonntags 9-3. Dr. med. Bekermann, homöop. Azt. Spoz.-Arzt t Haut- u. Harnleiden, Frauenkrankheiten. Frlodrichttr. 232 I (vis-a-vis der Markthalle). Orts-Krankenkasse der Wöbelpolierer. Sonntag. 17. November 1SV7, nachmittags SUHr, Blume»str.S8: VenerAl-Vei'ssmmlllllg. T ageS-Lrdnung: 1. Bericht des Vorstandes. 2. Ergänzungswahl des Vorstandes. 3. Wahl des RcchnungsausschusfeS. 4. Wahl der Beamten. 5. Anträge, Verschiedenes. Berlin, lO. November 1907. 278/4 Der Norftand. Orts-Krankenka sse ser Lackierer. Sonntag. den 17. November er., vormittags 10 Uhr: General-Versammliing im Restaurant, Scbubiuactacr, Skalitzerstr. 126. Tagesordnung: 1. Ersatzwahl des Vorstandes(ein Arbeitgeber, zwei Arbeitnehmer). 2. Wahl des Ausschusses zurPrüsung der JahrcSrechnung(ein Arbeitgeber, zwei Arbeitnehmer). 1212b 3. Verschied. Kasscnangelcgenhciten. Ter Borstand. Otto W eidontann, Vorsitzender. Orts- Krankenkasse der SrLed5!eru.venv.KeWkrde zu Berlin. Montag, den?J3. November 1907, abends 8 Uhr: Ordeutliehe General'Versammlung im GcwcrkichaftShausc. Engel- , User 15, wozu die Herren Vertreter hienuit ergcbenst eingeladen werden. TageS-Lrdnung: 1, Wahl von drei Vorstandsmitgliedern •(ein Arbeitgeber, zwei Arbeitnehmer). Die Wahl findet für die Herren Arbeitgeber und Arbeitnehmer ge- trennt statt fllbeitgebcr im Saat 2, Arbeitnehmer im Saal 3). Hierauf um 8'/3 Uhr für sämtliche Vertreter. 2. Bericht des Vorstandes. 3. Bericht über die Verhandlungen mit der Tariflommifsio» und Beschluß. fassung darüber. 4. Wahl des Rcchnungsausschuffes pro 1907. 5. Verschiedenes. Montag, de» 18. November, abends 8 Uhr» Aeltgitrltn-iltrsammlimg im Gewerkschaftshause. Engel- User 15. Saal 3. Besprechung über den Düsseldorser Tarif. Rescrent: Herr Arbciterfekretär Sause, usw. 1077b Der Borstand. I. A.: lt. Tiedt, Vorsitzender. ftuumgs-Krankenkasse der S)reohsletv3mmng. Montag, 11. November 1907, abcndS 8 Uhr. im Königstadt-Kafiuo, Hotz- marltstr. 72: Versamtttlnna 1. der grosijährigcnKassenmitglieder zur Aiisstcllung von 80 Vertretern (Delegierten) zur Gcnerawersamm- lung, 2. der Jnnuuqsmitglicder, welche für dl« bei ihnen bcschästigten Per- soncn Beiträge auS eigenen Mitteln zahlen, zur Aufstellung von40Ver- tretern(Delegierten) zur General- Versammlung. Sonntag, 17. November 1907, vor- mittags 10 Uhr. in demselben Lokale: Wahlversammlnng 1. der großjährigen Kaffenmitglie- der: Wahl von 80 Vertretern (Delegierten) zur Keneralverlamm- lung. 2. der JnnnngSmitglieder. welche sür die bei ihnen bcschästigten Per- soncn Beiträge auS eigenen Mitteln zahlen: Wahl von 40 Vertretern (Delegierten) zur Geueralverffamm- lung._ 12130 Die Versammlungen der Kaffen- Mitglieder und der JnnungSmitqtiedcr finden in getrennten Räumen statt. Für die Kassenmilglieder lcgittmlert das Kassenbuch. Für die JnnungS- Mitglieder legilimiert die lebte Bei- tragSquiltung zur Krankenkasse. Ter Borftand. Emst Köppcn, Vors. QrtS.Krankonkaffe der Kupfer schmiede. Mittwoch, den 20. No- vcmber, vormittags 10 Uhr, Rosen- lhalerstraße l!/l2: Geueralversamm- lung. Tagesordnung siehe übersandte Einladung des Vorstandes._ Einladung zur Onleiitliclien CeneralTersanilinig der Ortskrankc»taste der Tabak- fabrikarbcitcr zu Berlin. Montag, 18. November 1907, abends 8'fs Uhr, im Lokal deS Heult Neind. Wcinstraße 11. TageS-Ordnung: 1. Neuwahl für zwei laut Statut ausscheidende Vorstandsmitglleder. 2. Wahl einer Komniissiou von drei Mitgliedern zur Prüfung der Rech- nung des lausenden Jahres. s278/1 Bei» Vorntand, Möbel- und Polsterwaren. Solida Prelle. Teilzahlung gestattet. Fr. F. Burgemelster, Berlin O., Fruchiftraffc 38, Seidene Binsen. beginnt der diesjährige Woihnachts- Ausverkauf im Seiden-Engros-Haus Hormanu Herzog, nur Leipzigerstr. 79, direkt an Private. Und zwar: Reinseidene Blusen in aparten Streifen tmd Schotten 10, 12, 15 II. etc. Schicke Theator- und Gasolischat'tsblusen 15, 20, 25 M. etc. Schwarze Seiden-Blusen in allen Preislagen. Eine Serie eleganter Seiden-Blüsen anstatt 20,— jetzt durchschnittlich 10,— M. Elegante Soiden-Jupons mit reicher Volant-Gamiemng 15, 25, 30 M. Seidene Röcke aus solidem Chiffon-Taffet, vorzügliche Schnitte, 25,—, 30,—, 40 M. 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PLATINBILDER• AQUARELLE. Aufnahmen bis 8 Uhr Abends. iv h Verantwortlicher Redakteur: Hans Weber, Berlin. Für den Lnseratenteil verantw.: Th. Gl, ck», Berlin. Drück u. Verlag: Vorwärt» vuchdruckerei u. Verlagsanstall Paul Singer& Co.. Verlin SW, ».m 24. Z.H., m. 2. KtilM kies Jormüite" Kttliller Nlilllsbllltt. Serickts- Leitung. Totschlagsversuch? Bor den Geschworenen des Landgerichts l Berlin l,atte sich gestern der 26jährige Tischler Meier gegen die Anklage eines Tot- schlagsversuchs gegen seine Ehefrau zu verantworten. Der An- geklagte glaubte, den besten Weg, um ein Betriebskapital zur llebernahme der Möbelfabrik seines Vaters zu erlangen, eine reiche Frau sich aus einer Heiratszeitung suchen zu müssen. Als solche war ein 19jähriges Mädchen ausgcboten. Die Eltern wünschten die Verheiratung des Mädchens, weil es ein außereheliches Kind geboren hatte. Angeklagter erhielt 30 000 M. Mitgift und hei- ratete. Seine Frau verkehrte mit sehr vielen verheirateten und »lichtverheirateten Männern sehr intim. Ter Angeklagte glaubte trotzdem, seine Frau zu einem anderen Leben bewegen zu tönneii. Vergeblich. Am 14. Januar feuerte er im Restaurant„Zum Kuh- stall" in der Jnvalidenstraße, nach einem sehr lebhaften Wort- Wechsel, in dem ihn seine Frau verhöhnte und die Wahl ihres Um- ganges verteidigte, mehrere Revolverschüsse auf seine Frau ab. Tie Kugeln gingen sämtlich fehl. Einige Tage später reiste seine Frau nach Amerika, wo sie noch als Sängerin in Varietes auftritt. Der Grrichtsarzt begutachtete, daß der recht charakterschwache und gutmütige Angeklagte die Tat schr wohl in einem Affekt begangen haben könne, der ihm im Augenblick der Tat unzurechnungsfähig machte. Die Geschworenen verneinten die Schuldfrage, das Gericht sprach darauf den Angeklagten frei. B. d. K. und das Warenschnhgcseh. Eine höchst eigenartige Sache beschäftigte am Freitag das Reichsgericht. Eigenartig wegen des Vorgehens des„Vereins zur Beförderung der Kunst Berlin" und wegen der juristischen Kon- struktionsversuche. Vom Landgericht I in Berlin sind am 17. Juni der Tuchmacher Paul Frauböse und der Buchdruckereibesitzer Artur Tonat von der Anklage des Vergehens gegen das WarenschuhgeseN freigesprochen worden. F. leitet die Expedition der anarchistischen Zeitschrift„Der Revolutionär" und pflegte die schriftlichen Bei- träge an Donat zu senden, der früher das Blatt druckte. D. hatte ihm eine Anzahl Briefumschläge zur Verwendung für diesen Zweck zur Verfügung gestellt. Es handelte sich um Ausschuß oder zuviel- gedruckte Umschläge, die irgendeine fremde Firma trugen. F. schrieb nun eines Tages einen Brief an einen Herrn in Rußland, dem er mitteilte, daß sein Artikel nicht abgedruckt sei. Als Belag fügte er die letzte Nummer des Revolutionärs bei. Dieser Brief, der in einem Umschlag mit dem Aufdruck„Sekretariat des Vereins zur Beförderung der Kunst, Berlin" abgesandt worden war, kam als unbestellbar zurück und wurde natürlich von der Post dem genannten Vereine zugestellt. Döcscr stellte Strafantrag auf Grund des§ 14 des genannten Gesetzes, der nicht nur vom Schutze des Waren- Zeichens, sondern auch des Namens handelt. Das Landgericht ließ es dahingestellt, ob die in dem Umschlage enthaltene Zeitung als Ware anzusehen war. Es sah aber als nicht erwiesen an, daß die Angeklagten die Absicht hatten, durch Verwendung des fremden Namens über die Eigenschaft ihrer Ware zu täuschen.— Die Revision der Staatsanwaltschaft wurde vom Reichsgerichte ver- worfen. Die Freispacchung wird getragen durch die Feststellung, daß durch den Bries-umschläg in keiner Weise angedeutet war, daß es sich hier um eine Umhüllung von Waren handelte. SoziddeffloluiitiselierWiililvereiii de« 6. Berliner Wahlkreises. Todes- Anzeige. Am 7. d. M. verstarb unser Mitglied, der Schlosser Hermann Bahr, Alt-Moabit 73. Eleichsalls am 7. d. M. ver- starb unser Mitglied, der Gerber «Julius Wilde, Koloniestr. 137. Ehre ihrem Andenken! Die Beerdigung des Genossen Baiii- findet heute Sonntag, nachmittags 3'/, Uhr, von der Halle des Moabitcr Krankenhauses (Eingang Birkeiiflrahe) aus nach dem HeilandS-Kirchhos in Plötzen- scc statt. Die Beerdigung des Genossen dVilriv findet heute Sonntag, »achniittags 3 Uhr, von der Halle des Virchow- KrankeiihauseS aus nach dem neuen Paulus-Kirchhos in der Seeftraste statt. Um rege Beteiligung ersucht 267/20 Der Vorstand. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann, der Maurer «JoKannes Petzold am 7. November nach schwerem Leiden sanst entschlasen ist. Die Beerdigung findet am Montag, nachmittags 3 Uhr, vom Krankenhause Am Urban nach dem Emmaus-Kirchhof statt. 68SL Fran Petzold nebst Sohn. Vereinigung der Musikinstnenten-Ärbeiter Berlins und Umgegend. Nachruf. Allen Mitgliedern zur Nachricht, daß der Kollege Klaviaturarbeiter (Zustav l�eutlokk durch tragische Umstände den Tod gesunden und am Sonntag, den 3. November beerdigt worden. Ehre seinem Andenken! 171/2 Ter Vorstand. Zockidemnkrat. Wahlverein iiir Neuenhagen i Den MitglicSerMgur Kenntnis, daß unser Mitglied, der Rohrleger «Julius Siewert in Petershagen am 5. d. R. aus dem Leben geschieden ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet inPeters- Hagen statt, jedoch wird der Zeit- Punkt noch bekanntgegeben. UmzahlreicheBcteiligung ersucht Ter Vorstand. Hiermit die traurige Nachricht, dag mein lieber Mann und Bater, der seil 10. Oktober verschwundene Schuhmacher Heinricli Groß W i l l d e n o w st r. 1 als Leiche wieder gefunden ist. Oie trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet am Montag, den 11. d. M., von der Kapelle des Philipp-Apostel-Kirch- hoscS in der Mnllerjtraßc, Ecke Seestraße aus statt. 1257b Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme«nd zahlreichen Kranz- spenden bei der Beerdigung meiner lieben Frau, unserer guten Mutter GertrucJ Knick geb. Weber sagen wir allen Freunden und Bekannte» sowie auch de» Kollegen des Verbandes der Freien Gast- und Schankwirte(Ober-Schöneweide und Umgegend) unseren herzlichen Dank. Oswald Knick uebil Kindern. Sozialdemokratischer Wahlverelo Steglitz. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Genosse, der Klempner Paul Kre�e gestern früh gestorben ist. Seine Pflichttreue als Bezirks- führer, sein sonstiger Charakter machen den Verlust des im Host- nungsvollen Alter Niedergezwun- genen schmerzlich. Ehre seinem Andenkenl Die Beerdigung findet am Dienstag, den 12. November, nach- mittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Steglitzer Friedhofes aus statt. 202/19 Um zahlreicheBcteiligung ersucht Der Vorstand. Verband der Niaurer Deutsehlands. Zweigvcrcin Berlin. Sektion der Patzer. Unseren sowie den Mitgliedenr des Gesangvereins der Putzer zur Nachricht, daß am Donnerstag, den 7. November, unser Mitglied Johannes Pelzold im Alter von 34 Jahren ver- starben ist. Ehre seinem Andenke»! Die Beerdigung findet am Montag, den 11. November, nach- mittags 3 Uhr, vom Kranken- Hause am Urban aus nach dem Enunaus-Friedhose statt. 135/4 Um rege Beteiligung ersucht Ber Vorstand. Zentral verband Lederarbeiter Todes- Anzeige. Zlm 8. November verstarb nach langen und schweren Leiden im 53. Lebensjahr eines unserer treuesten und ältesten Mitglieder, der Weißgerber «TiiHiis Wilde aus Sandow bei Kottbus. Ehre seinem Andenkenl Die Beerdigung findet Sonntag, den 10. d. Mts., nachm. 3 Uhr, vom Virchow- Krankenhaus aus nach deni neuen Pauls-Kirchhos in der Secstraße statt. Zahlreiches Geleit ist Ehren- Pflicht. 144/9 Der Vorstand. Die Harnleiden Ibre Oetahren, VerbOtung und Deeeltlgung von Dr. rnerf. 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November. Freie BolkSdübne. Nachmittags 3 Uhr: 20. Abteilung: im Neuen Schauspielhaus«! Fuhr- mann Hensckel. 7./8.?l b t e i I u n g: ivl Beritner Theater: Das Tal des Lebens. Aleue Freie Volksbühne. Nach. mittags 21/., Uhr: Extra-Vorstell. Kammerspiele des Deutschen Theater: Frühlings Erwachen. Nachmittags 2'/, Uhr: 11. Abteil.: im Deutschen Theater: Romeo und Julia. 14. Abteilung: nachmittags Z Uhr: im Neuen Theater: lieber den Wassern. 17. Abteilung: nachmittags Z Uhr: im Schiller Theater Ö: DaS vierte Gebot. 21. Abteilung: nachmittags Z Uhr: im Friedrich- Wilhelmstädtischen Schauspielhause: Winterschlas. 3.14. Abteil.;(3. voll, 4. 3001-3500) nachmittags 3 Uhr: im Schiller- Theater Chart Ottenburg: Monna Vanna. Montag, 11. Nov., abends 8 Uhr: 7. Abteilung im Loi tzing-Theater: Die lustigen Weiber von Windsor. Donnerstag, lt. November, 8'/, Uhr im Schitlcrsaal Charlolteuburg: Eichcndorff-Zlbend. Ansang 71/. Uhr. Ztgl. Opernhaus. Tannhöuscr. Montag: Der sitegende Holländer. jkgl. Schauspielhaus. Die Braut von Messina. Montag: Die Rabenstetneri». Deut'cheS. Was ihr wollt. Montrg: Dieselbe Vorstellung. Kam in erspiele. Marquis von Keith.(Anfang 8 Uhr.) Montag: Dieselbe Vorstellung. Ansang 8 Uhr. Leising. Vom andern Ufer. Nachmittags 3 Uhr: Die Weder. Montag: Die Stützen der Gesell- schalt.(Ansang 7-,. Uhr.) Neues Schauspielhaus. Die große Geinemde. Montag: Alt-Seidelberg.(Ansang V1;, Uhr) Uschi».> O. tWallner-Theatei.) Maria Stuart. Nachmittags 2 Uhr: Da« vierte Gebot. Montag: DaS vierte Gebot. Tchiller'Eharlottenburg. Wilhelm Tell. Nachmittags 3 Uhr: Monna Vanna. Montag: Die Rciterattacke. Friedrich- ZSilhelmiiiidt. Schan- spielhaus. Der blinde Passagier. Nachmittag« 3 Uhr: Winterschlas. Montag: Waterkant. Berliner. Die Börse. Montag: Dieselbe Vorstellung. Neues. Der Dieb. Montag: Der Dieb. Ztlrines. Sin Puppenbcim. Rachmittags 3 Uhr: Nachtasyl. Montag: Bater und Sohn. Zentral. Die Puppe. Nachmittags 3 Uhr: Unsere blauen JungenS. Montag: Unsere blauen Jungens. Lorüing. Die Entführung aus dem Serail. Nachmittags 3 Uhr: Martha. Montag: Die luftigen Weiber von Windsor. Theater an der Spree. Der Akticiidudiker. Nachmittags 3 Uhr: Der Aktien- budiker. Montag: Der Aktisibudiker. Nciidcn*. Ganz der Papa. Nachmittags 3 Uhr: Die 300 Tage. Montag: Ganz der Papa. Komische Oper. Tiesland. Nachmittags 3 Uhr: HoffmaimZ Erzählungen. Montag: Die verkaufte Braut. ZSeften. Die lustige Witwe. Nachm. 9'/, Uhr: FrühlingSlust. Montag: Sie luftige Witwe. LufttpieiNauS. Hujorensieber. Nachmittags 3 Uhr: Pension Schöller. Montag: Husarcnsieber. Trianon. Fräulein Josette— meine Frau. Nachmittags 8 Uhr: Oastons Frauen. Montag: Zräuleiu Josette— meine Frau. Thalia. Die gelbe Gefahr. Nachmittags 3 Uhr: Der Hoch» tourist. Montag: Dir gelbe Gesahr. Luisen. Am Tage dcS Gerichts. Nachmittag« 3 Uhr: Mutterscgen. Montag: Muttersegcn. Bernhard Rose. Sprce-Athcner. Nachmittags 3 Ubr: Carmen. Montag: Spree-Athencr. Ntcirvpoi. Das muß man seh'n. Nachmittags 3 Uhr: Die Herren von Maxim. Montag: Das muß man sehfti. ilpotto. Sylvester Schäffer. Epe- zialitäten. Montag; Dieselbe Vorstellung. Btalhalla. Spezialitälen. Montag: Dieselbe Vorstellung. Folirs Eapricc. Geteilte Liebe. Montag: Dieselbe Vorstellung. Casino. Bicdcrleule. Nachmittags 3 Uhr: Di« wilde Jagd. Monlag: Bicderleule. Gebr. Herrnfeld. Madame Wig- Wag. Es lebe das Nachtleben. Nachmittags 3 Uhr: Ein verrücktes Hotel. Vorher: Haysisch geht zur Jagd. Montag: Madame Wig-Wag. Es lebe das Nachtleben. Passage. Paula Wirth. Spezia- liläte». Montag: Dieselbe Vorstellnilg. Prater. Die Räubei'. Nachmittags 3 Uhr: Maria Stuart. Montog: Die Zaubcrslöte. Parodie. Zapfenstreich. Monna Vanna. Ter Troubadour. Nachmittags S1/. Uhr: Zllt-Hcidcl- berg. Troubadour. Monlag: Monna Vanna. Zapfen streich. Der Troubadour.(An- sang 8'/, Uhr.) Wiuteraarteu. Spezialttäten. Nachmittags 3 Uhr: Strauß- Konzert. Palast. Tante Malchcn. Speziali- täten. Montag: Dieselbe Vorstellung. Carl Haverland. Spcziatilätcn. RetchSvaUeu. Stelliner Sänger. Ilruuiii. D>i»d,'»iir»üe«Xiin. Nachmittag« 4 Uhr: Von der Zug spitze zum Watzmann. Abends 8 Uhr: lieber den Brenner nach Venedig. Montag 8 Ubr: Uebcr den Brenner nach Venedig. Hörsaal 8 Uhr: Prof. Dr. Röthgen: Die atmosphärische Lust und ihre Verflüssigung. Iternwxrie. Juvalidenstr. 67162. Zur Beobachtung: Mars, Saturn, Doppelslcrnc, Ncbctflcckc. FerdinaiKi Komis Berliner Thealer. Ansang 8 Uhr, Die Börse. Montag: Die Börse. Dienstag: Kean. Mittwoch: Die Börse. Heues Theater. Zum 110. Mal«: Der Dieb. Anfang 8 Uhr. Montag: Der Dieb. Dienstag: Die Waffen wieder! Kleines Thealer. Nachm. S Uhr: NacIitas>I. Abends 8 Uhr: Ein Pnppenheim. Nora: AgneS Sonna. Montag: Vater und Sohn. Dienstag: Maria Magdatcne._ Theater des Westens. 8 Uhr: Die limtlse Witwe. Sonntag nachm. 3'/, Uhr halbe Preise: id'i'Ui»iii)(£»iiirt. Friedrich-Wilheimstädtisches Schauspielhaus. Nachmittags 3 Uhr: Nachtasyl. Abends 8 Uhr. Der blinde Palsagier. Montag, Dienstag: Waterkant. Mitllvoch: Brüderchen._ LortzingTheater Nachmittags 3 Uhr: Martha. Abends 8 Uhr: Die Entlrimg aus dem Serail. Montag: Die lustigen Weiber von Windsor. Dienstag: Hans Helling. Lustspielhaus. Nachm. 3 Uhr: Pension Schöller. Abends 8 Uhr: Husarenfieber. Bolkstümliche Preis«. Ä MW-MM.— Direktion: Riehard Alexander, Ganz der Papa. Schwank in 3 Akten von Mars und Dcsvaillidrcs. Deutsch v. M. Schönau. Baron des Aubrais: R. Alexander. Sonntag, den 10. November, nachmittags 3 Uhr:.Dir 300 Tage." Zentral-Theater. Uhr: Ilttserc blauen Jungen s. 3 Uhr: DI« Duppe. Luisen-Theater Reichrnbergerftr. 34. Nachm. 3 Uhr: IUuttersegen. Abends 8 Uhr zum 1. Male: Am Tage des Gerichts. Dienstag: Die beiden Rcichciniillller. Mittwoch: Mutterfegew Donnerstag: Berlin wie es weint und lacht._ «RPROSEW Gr. Franklurterstr.>32. dtpi-ee. Athener. _ Seil Volksstuck mit Gesang _J von Schwarz-Reislingen. Ansang 8 Uhr. SonntagSprcise. Nachm. 3 Uhr:~ Carmen. Palast Thealer Burgstrastc St. Heute'/ß Uhr. Entree 50 Pf. -�isella und Max musikalischer Akt. Die 4 Theodors Omer Sait-Trio Novelty Cascadeure Unsere Kiite Lustspiel &. 0 trShiasjlge Nummern. Sclsiller-TIieater. Schiller-Theater Charlcttenburg. Sonntag, nachm. 3 UHri Monna Vanna. Schauspiel in 3 Auszügen von Maurice Maeterlinck. Deutsch von F. v. Oppcl-Broiiikowski. S o n» l a q. n d c n b« 8 U h r: Wilhelm Vell. Schauspiel in 5 Auszügen von Friedrich Schiller. M o n t a g. v b e ii 0 S 8 Uhr: Rciterattacke. Dienstag, abend« 8 Kelterattacko. Sehiller-Theaier 0. IWallner-Tbeaier) S o n n t a g. nachm. 3 Uhr: Da« vierte t�ehot. Volksstück in vier Alien von Ludwig Zlnzcngrubcr. Sonntag. abei!öS8Uhr: Maria Stuart. Ein Tiancispicl in 5 Zlkten von Friedrich Schiller. Montag, abends 8 Uhr: Das vierte Gebot. Uhr: Dienstag, abends 8 Uhr: Göts von Berllchingen. Schiller-«>aal(Ä'J'.IÄS") Sonntag 8 Uhr: Robert Schumann-Abend. Montag T/.j—S'f.j Uhr: Vortrag Dr. Max DSborn: Friedrich der Groffe als Bauherr. 8. Vortrag des Zyklus: Alt- und Rcu-Berli». Monlag 9—10 Uhr: Vortrag von Eduard Bernstein: Das Zeit- alter der grasten englischen Revolution. 6. Bortrag des Zyklus: Staats- und GesellschaftSivcale im Laufe der Jahrhunderte. MusSchumgui) Heute Sonntag, 10. November, nachm. 3'/.. Uhr und abends 7'/.. Ubr: große außeropileutlieiie' Gala-Meip. 2 2 Nachm. aus allen Plätzen ohne Aus- nähme Jedes weiicrc Kind unter 10 Jahren halbe Preise(außer Galerie). In beiden BvrfteUiinge». nachmittags u. abends: Amerikas größte Sensation! fliegende 2 Damen Bauvards 4 Herren Der größte aller existierend. Luft-Akte. In der Vollendung noch nie gesehen. In beiden Verstell., nachm. u. abends: BiiBlerE.»etk.Än'Ä Um 9'/, Uhr: Eine Forts, d.„lustig. Heidelberger". Ein Fest Die dicSj. große Wafferpaniomime: K �«91.1 f. 13. uoiißj- höiuojuui yci AurdemNeckar Anfang 8 Ubr. Neues glänzendes Programm. Heute nachmittag 3 Dhr: Populäres Konzert von Johann Strauß aus Wien.(50 Mann). Preise: 0.50, 1,00, 1,50 M. Metropol-Thealer Nachmittags 3 Uhr: Mgfflnian Abends 8 Uhr: Gr. Revue in 4 Akten(12Bildom) von J. Freund. Musik von Viktor Hollaender. In Szene gesetzt von Direktor Richard Schultz. B. Darmand a.D. iciroj Anfang präxisc 8 Flu-. Rauchen überall gestattet. Ab 8 Uhr: Die bermgeiideii Attraktim O'/a Uhr: Der fe'loii der Saison i Sylvester Schäffer jr. der berillmite litiiversalkiinstler. Brunnen-Theater Badstraße 58. Direkt.: ßornh. Rose. Sonntag, den 10. November 1007, nachmittags 3 Uhr: Die Bettlerin und ihr Kind. Abends 7 U h r: Der Dtilcheiifresser. Nach der Vorstellung: t-i'.»all. Vorverkauf von 10—1 Uhr vor« mittags. Montag, den 11. November: Vom Dhron zum Schafott._ Trianon-Tlieater. Fräulein Josette- raeiDe Frau. Ansang 8 Uhr. XIII. SalHOii Sonntag, den 10. November: 2 xroLe Ml 2 Nachmittags 4 Uhr und abends 7'/, Uhr.— Um 4 Uhr zahlen Kinder unter 10 Jahren aus allen Sitzplätzen halbe Preise. In beiden Vorstellungen Origin. Japanische FechtkOnstler Ono und Ota In beiden Vorstellungen: Cieschw. Amata. In beiden Vorstellungen: Tcrmette-Carpatil- Truppe. In beide» Borstellungen: Geschw. Pluslntl. lies Bastlens. In beiden Borstellunge»: Clowns Cavallini. Jim und Jam. In beiden Borstellunge»: Aultreten sämtlicher Clowns mit den neuesten Witzen und Entrees. In beiden Borftellnugen: Vertllhren und Reiten der besten Schul-, Freiheits- und Springpferde. I« beiden Vorstellungen: Aus der Hallig! Diesjährige große Sliisstattuiigs- Pantomime des ZirkuS Busch in 4 Bildern. ramn?! E Variete-Theater Welnbergswog 19,20. Rosenth.Tor. Heute: S Vorstellungen, ISacbnilttaKa 3'/. Uhr: Kleine Preise.' Jeder Erwachsene ein Kind frei. Abends 8 L'tar. In beiden Vorstellungen daS vollständige Programm. Die urkout..Hundepantomime „Aus einer kleinen Lernison". Dobranow, Flamiiieniänze. 7 Kltatechter, jap. Künstler. Perznlasdres«. AITenufti). 12 grandiose Spezialitäten 12 Im Tunnel: ii Musikkapellen. Theaterbesuchern freier Eintritt. Prater- Theater Bürgerliches Schauspielhaus. Kastanien-Allee 7—9. Nachmittags 3 Uhr: Zu halben Kasienpretfen: Maria Stuart. Schauspiel in 5 Akic» v. Fr. v. Schiller. Zlbcnds 8 Uhr: DM- Schiller-Feier."WW �Prolog von Franz Hoter. Die Räuber. Schauspiel in S Alten v. Fr. v. Schiller. Montag, den 11. November 1007: VA?- 2. OPernabend."MW BelowscheS Lpcrn-llnsembtc. Die Zauberflöte. Oper in 4 Akten von W. A. Mozart. Dichtung nach Ludwig Gtesc von Emanucl Schilander. Theater Caprlce Linienstr 132, Ecke FriedrlchstraBe. K Rabbi Meseritsch. K Bunter Deik. Geteilte Liebe. Anfang 8 Uhr. Kasiuo-Theater. Lolhringerstr. 37. Täglich 8 Uhr: Kiederleute. �MeinUIlten?. M. Miseö. Vorher daS glänz, bunte Programm. Sonntag 4 Uhr: Tie wilde Jagd. Urania. V�ii-zsuZckaftUcIrss Ihsater. L.heudz 8 Ohr: Oeder den örenner nach Venedig. Hörsaal 8 Ohr: ?ro5. Dr. Rathgen: Die atmo- ephärischo Luft und ihre Verflüssigung. Montag: Dieselbe VorsteUung. Invalidenstr. 57—62: Sternwarte. Zur Beobachtung: Mars. Latum, Doppelstome, Kcbelflecke. ZOO 10CISCHER GARTEN * Sonntag RQ Pf u Kill tritt.*» w II», Kinder unt.10 Jahr. Eiiitritt � I•» die Hiilfto. Ab nachm. 4 Uhr: Militär-Konzert. Morgen sowio täglich: Croßes Konzert. Sertiner jlttuarium Unter den Linden 68a Eingang 8chadow-StroDeNo.l4. Heute Sonntag Eintrittspreis pr 50 pf. Reichhaltigste Ausstellung der Welt an lebenden Seetieren, Reptilien etc._ 85/17 ' Passage-Theater. Heule zwei Vorstellungen. 1 Nachm. 3-7(ermäßigte Preise). Abends 8-11 Uhr. I Paula Virlli ! die Diva ! rediviva 1 u. d. großartige Novemberprogr. i TKcokzmdaSpKß Köpeniderstraste 68. Heute: Letzte Sonntags-Vorstellung. 8 Uhr: Der jlbtienbudlker. 3 Uhr: Der AUtienbudlkor. Voranzeige: Dienstag, den 12. d. M.. Premiere: Am grünen Weg von Heinrich Lee._ Theater des Zenlrums. Sophien- Säle, Sophienstraße 17/18. Sis früh um piifc v.Kren n. Lippschütz, Musik v. P. Lincke. Anfang 3 Uhr. Kleine Preise. Kein. Herrnfeld- Tlieater. 57 Kommaiidantenstraße Nr. 57. Ansang 8 Uhr. Boro erkauf 11—2. Ooppel-Jubiläurns- Vorstellung; Zum 125. Mal«: 88 lebe rta Kachtleben! Separee-Affäre in 2 Akten. Zum 100. Mal«: Operettcn-Burl. Musil v. L. Jtäl. Beide Stücke mit den Autoren Anton und Tonat Hcrrnfrld. Nachmittags 3 Uhr(halb« Preise), Einlaß 2'l3 Uhr: Zum lebten Mal«:-Mg Ein verrücktes Hotel und Hayfisch geht zur Jagd mit Aitton und Donat Herrnscld. Monlag: Madame Wig-Wag. GS lebe das Siochtlebe» l Pixdosfei Theel«s Bürgersiile, Bergstraste Rr. 147. Sonntag, den 10. November: Zum 2. Wale: Tragische Komödie in 5 Asten von Arno Holz und Lskar Jerschke. Ansang 7'/, Uhr._ Sanssouci Äse6" Direktion: Wilhelm Reimer. Sonntag, Montag und Donnerstag: u. Tanahranzchcn. Im Wein ist Wahrheit. Paffe. Sonnt. Beg. 5, wachent. 8 U. Moni.: Elite-Solree, Tanz. Dienst.: Gr. Versammlung. ZMf' Geschloffen.-9G Reichshallen-Theater. Täglich: Brltton als Ante im Familien- bah Wannser. Ans. DochenL 8, Sonntags 7 Uhr. Bestaarant merksefieffs- � haus. � = Engel-Ufer 15.==� Menu 75 Pf. Heute Sonntag t Mocturttestippe. Heilbutt mit holländischer Sauce oder Grünkohl mit Cotelette. Gespickter Rinderbraten mit Sahnen- saucc oder Kaffeler Rippespeer in Rotwein. Kompott oder Salat. X Reichhaltige Abendkarte. X Wochentäglich:©rostet bürgerlicher MiltagstischcmniOpt. Um zahlreichen Besuch bittet alle Genoffen Ried. Augustin. W.ftoacks Theater Direktion: Roh. Gill. Briinneiiilr. 18. Verlorene Ehre. Scz. Schausp. v. Bohrmaiin-Riegen. Ansang 7 Uhr. Entree 30 Ps. Nach der Borstellmig: Tanz. Donnerstag: Lenore d. Grabesbraut. Sonnabend z. erstenmal: Griseldis. Reue Veit ii Hasenheid« 108—114. M- Jede» Sonntag: --- vrove» Iii unter Mitwirkung namh. Künstler. Nach dem Konzert: fsmiiieu-llrünichen.'' Antatig 5 Uhr. Entree 30 Pf. In den Hinteren|}n(j ,t Sälen v. 4 Ubr an: VH«?Ull.,, Montiplatz,...' ; Imlhaatcnaal TSgllQV Das neoe Ansang 8 Uhr. Eittre« 50 Ps. Sonntags 7 Uhr.(Sonntags reserviert 1 M., Enlree 50 Ps.) Familienbilletts a 40 Ps. ViiitSr-Roniei't. Becker, PrzywarSki, Görtich, Nenmann, Offeney und Lüttich. decken Sonntag: Ivel Vorstellungen. Nachmittags 4 Uhr. Abends 8 Uhr. Germania-Pracht-Säle Chausseestr. 110. Karl Richter. Jeden(Sonntag: Otto Steiders Hamburger Sänger. Bcllstäiidiz neues Programm. Ansang 6 Uhr. Eintritt 50 Ps. mit anschiieß. Familien- KrSnzehen.— Don 5 Uhr ab im weißen Saal: Großer Ball. Jeden Mittwoch: Otto Steider* Hamburger Singer und Freitanz. Alhambra Wallner-Theateistraße 15. Großer Ball Jeden Sonntag: Großes Orchester. Ansang SoniiIagS S Uhr. A. Zameitat. Ober-SchSneweide a. d. Lberspree. Jnh.: Alb. Moerner (Neues KoiizerthanS). 14622�1 Heut«: Extra-Reunion (Leitung: Tanzlehrer Sachz). Für Bereine und Gewerck- schasien im Sommer noch Sonn- abendo zu vergeben. »edingnugen in bekannter kulanter Weise. Rchtung, Bossen! Die ehemaligen Sänger des Gesangvereins„Freie Sänger" werden hiermit zn nnserer am Tonnabend, den 10. Novbr.. abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Schtmkc stattfindenden Feier des 5. Griiiidiingsfcstcs eingeladen. 35/ 1D 1. 21.; f. Soops, Siubenrauchilr. 4. I wwwwwWwVwwwwWWWwW : freie VolkzWue! : 15. JVoTcmber, 8'/« Uhr: Lortzing-Theater j Luisen-Theater Sl.(11.) Abend-Abteilung. SS(III.) Abend-Abteilung. Pndine. IBarlelTnraser. Mitglieder werden noch in allen Zablstclicn aufgenommen. 1 Werbet Mitglieder | für die Abend- abteiiungen Freitag: Gastkarten a I Mark . auch an der Theaterkasse A abends 7— 8 Uhr. mwwwmmmm Werbet Mitglieder für die Abendabteilungen Dienstag, den 19. November, abends S'/j Uhr und in Wiederholung am Mittwoch(BuStag), den 20. November, abends 7 Uhr pflnktlleh in der„Neuen Welt", Haeenheide 108—114: VI. Chor-Konzert. Edler Frankfartor Chanssce 6 (früher 130). Schwarzer Friedrichsberg inh.: Qcbr* Avtibold« Jeden Sonntag Im Königsaale: Gl*Oß6B* BclIB Anfang 4 ühr. unter Leitung des Herrn O. Bürger* Anfang 4 Uhr. Jeden Montag: 2321.* Soiree der Apollos Sänger. «SSA Anfang 8 Ihr. Nach der Vorstellung: Tanz s Kränzchen. —— lal iaM Ürbeiter-Sildungssehule Bertin Sonntag, den lO. November 1007, im groBen Saale des Oewerkschaftshanses, Engel-Ufer IS; Elchendorfl- Abend. Mitwirkende: Fest Fortrag: Herr Dr. Franr Diederlch-Dresden, GeHang: Frau Klossegk-Mliiler. Rezitation: Fräulein Jeanne Robert, Am Flügel: Herr Leo Kestenberg. S/S Ball.--------- Nach dem Konzert: Eintritt 50 Pf. Garderobe frei. Eröffnung 6 ühr. Beginn 7 Uhr. Billetts sind zu haben bei Horsch, Engel-Ufer 15; Gottfried Schulz, Kottbuser Tor; Beul, Barnimstr. 42; Vogel, Uortzing- straße 37; Fahrow, JRavdnestr. 6 und an der Kasse. Karl Kellers Neue Philharmciiii! Köpcnickcratr. 90/07. Sebcn Sonntag: Militär aKonzcr t Ansang 5 Uljv. Jeden Dienstag: Original-Harburger Sänger Anfang S Uhr. 47SL« Empfehle meine Tüle zu SSCf« | animlnngen cnb Festlichkeiten._ Landsberger Allee 40-41. Jeden Sonntag MU GrsKvr Bs». Rallinnslk zwei Kapelle» Anfang 4 Uhr. Entree frei. Mg" Jede» Mittwoch-MM Harburger Sänger» Frcitaiiz. Vorzugstatten 10 PI. fiale" Nene Koßstraßo 3* an der Alten JaksbstraBe. Darme u. kalte Speisen u. Cictvanle zu jeder Tageszeit. Vorzügl. Miltags- tlsch 60 Pf. 3 Billards(mit Äerla». Bande) Stunde 40, abend? 00 Pf. Zeitungen u. Jonrnale gr. Auswahl. Llgsium Aiäüer Caks Meyer Dresdener- AT*• Str. 123/29. Kaffee 10 u. 1 5, gier, hell u. dmik. 1 0 Pf. ca. 50 Zeltungen; 2 Billards Sld. 40 Pf. Zahlstelle der Freien VelksbOhno.* Meyer Restaurant, MDStr. 103 Jeden Sonntag;|* Gemfltl. Beisammensein und Tanz. Die Schöpfung Oratorium für Soli, Chor und Orchester von Josel Heydn. JFrau SeyK-Kalzmayr(Wien). Herr kgl. Hofopernsänger Rudolf Jäger(Dresden). Herr kgL Hofopernsänger Friedrieh Plaachke(Dresden). Das auf 60 Musiker verstärkte Neue TenkDnstler- Orchester und der Berliner Velks-Cher(zirka 250 Mitwirkende). .__(einsohl. Garderobe und Programm- Einlaßkarten a 70?t. Zettel) sind in folgenden Verkaufsstellen zu haben: BT.: E. Beyer, Veteranenetr. 11: H. Fischer, Veteranen- straße 6; B. Thomas, Gartenstr. 71; H. Vogel, Lortzingstr. 37. AfO.; Purteispedition, Immanuelkirehstr. 12. O.; P. Horsch, Gowerkschaftsbans, Engelufer 13. SO.: A. Böttger, Skalitzer- straße 107; P. Ihm, Wrangelstr. 58; L. Tolksdorf, Görlitzer- k Straße 58. S.: Erbe, Hasenheide 0; Rühle, Musikalienhdlg.," Moritzplatz; G. Schulz, AdmiraLstr. 40a, S W.; A. Böttger, Zossenerstr. 30; Fr. Brinbnej'er, Alexandrinenstr. 25. N W.: P. Horsch, Verbnndshaus der Metallarbeiter, Charitöstr. 3. C.: Philipp& Sohn, Kosenthalorstr. 61. Blxdarf: Bickardt, Bergstr. 13; P. Henning, Ziethonstr. 69; O. Heinrich, Miin- cheuerstraße 19; Tabakarbeiter-Genossensehaften, Hermannstraße 10 und 110; sowie in allen mit Plakaten belegten Handlungen. ----------- An der Abendkasse erhSbter Preis!---------- Dei Elnnrungsabend JÄfJS.ÄÄyÄ wird ausnahmsweise allen Konzertbesuchern zugänglich gemacht Mitwirkende: Herr Fricke(Oboe), Herr Kähne(Klarinette), Herr Kursch(Klavier), Herr Müller(Horn), Herr Vogelgesang(Fagott), Herr Dr. Zander(Vortrag). Zur Deekung der Unkosten wird ein Eintrittsgeld von 20 Pfennig erhoben._ 299/2® Damen und Herren— auch ohne Notenkenntnisse—, welche dem Chor beitreten wollen, können sieh Freitags von 8 bis 10 Uhr abends in der Aula, Stelnstr. 81—34(Nahe Bahnhof Börse) melden. Der Vorstand. I. A.: Tb« Mond, V. 4, Wöblerts Garten. Praebtsäle des Ostens Inli. Oükar Franr. Frankfurter Allee 151-162. Jeden Sonntag und jeden Mittwoch im Theater-Saal; Humoristiselie Solree der Spree-Ätliener Berliner Sünger-Gcsellschaft(Direktion Dax Zorncr). Noch der Soiree: TüNZ-KräNZCKeN. Anfang PtonntagH O". lihr. Entree SO Pf. Anfang Mittwochs 8 Uhr. Entrec SO Pf. VWp- Vorzugskarlen haben nur Mittwoche Gültigkeit. In. weiBen Saale jeden Sonntag: j Restaurant täglich: TanzaReumon bei stark besetztem Orchester. Vorzügliche Küche. Großes Klinstler-Frel-Kopzert Anfang; 4 Chr. cx i■■■ Ausschank von Patzen hefer, Pilscner und echt — Munchcner Burgerbräu. �---->— � üekonom E. Mctzold. r SeWoßbrauerei Scliöneberg. Haute Sonn tag; Große Soiree der berßhmten Leipziger Sänger 7 Herren.— Dir. Knapp« und Dir. Springer— 2 Damen. Anfang des Konzert« 5 Uhr, der VoTstellung 7 Uhr. -i Während der Soiree im Nebensaale TAND— Nach derVorstellung im flPdRo Tälf?. Qoiminn hei vollbesetztem „ großen Parkettsaal: UlüBB lailß'brllllW Orchester*. (♦♦♦4 Gesang«Verein Kreuzberger Kartnonie M. d. A.-S.-B. Dirigent: Fr. Reinhardt. Sonntag, den 24. November 1907 (Toten-Sonntag) Konzert««« in der Brauerei Frledrichsiiain(froher Lipps)»m Ksmgttor. Mitwirkende: Konzertsängerin Frau Hertha Oeipelt, Berliner Sinfonie Orchester(40 Musiker), Dirigent: Kapellmeister Maximilian Fischer. Programm im Vorverkauf 50 Pfennig bei den Mitgliedern zu haben. Eröffnung 6 Ohr. Sektion der Lackierer Berlins des Verbandes der Maler, Lackierer etc. Deutschlands. Mittwoch, 20. November(Bußtag) in Dräsels Festsälen, Neue Fricdriebatr. 33: Kunst-Abend Heinrich Heine und seine Zeitgenossen. Mitwirkende: Frl. Jeanne Robert, Frl. Käfc Völkerling, Herr Leo Kesfenberg. Eröffnung 7 ühr. Anfang 8 Uhr. Nachdem: BALL. Entree 40 Pf. inkl. Tanz. Entree 40 Pf. inkl. Tanz. Mar'kgrafM- Mai kgl« 1*011 Sä! C Tol.phon: dämm 34. Inhaber: Hcrinann 8choltz.-'mt 7' Jeden Sonntag:(jrl'Oßd* �RSflH Bei freiem Eiürec. Säle eon 100 bis 1000 Personen für Vereine, Hochzeiten usw. unter kulantesten Bedingungen einige Sonnadende noch zu vergeben. Vereins- »Immer bis 100 Perfonen jaifend. 2 komf. Kegelbahnen n. einigeTage jrei. Nichts ist so gut für die Famiiis als Lachen. Je mehr die Hausgenossen lachen, und je häufiger sie lachen, um so besser für die Gesundheit. Wer für das Lachen sorgt, ist der beste Arzt und Wohltäter. Der Edison- Phonograph bietet guten, gesunden Humor; er ist zwar nicht immer lustig, aber er kann lustig sein, wenn Sie ihn lustig wünschen. Der Edlson-Phonogrooh soll vor allem unterhalten. Mancher nnterhält sich besser bei Vorträgen, die nicht lustig sind. Musik, Opern, Hymnen, Balladen, Volkswelsen, was immer Sie auch lieben, das gibt der Edison-Phonoeraph Ihnen am besten.— Ueberau sind tüchtige Händler, welche Ihnen Edison-Phonographen zeigen und verkaufen. Verlangen Sie Katalog, und Sie werden wissen, warum Sie einen Edison-Phonographen haben müssen. Edlson-Goldgnsswalzen M. 1,— pro Stück. Edlaou-Phonographca von M. 45.— an. Händler gesucht überall, wo wir noch nicht vertreten. Kataloge veraenden wir kostenlos. Edlson-Oesellaehalt m, b. H. Berlin N. 39,Südnlcr 164. ! Empfehle meine Nestattratiottsränme«. 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Brunnenstrasse 17-18 □ □ Veteranenstrasse 1-2 Durch den grossen Anklang, den unser Preis- Au s schreiben im vorigen Jahre allseitig gefunden hat, sehen wir uns auch dieses Mal veranlasst, das strebsame fleissige Kind zum bevorstehenden Weihnachtsfeste anzuspornen und zu erfreuen. — Die Aufgabe, deren beste Ausführungen wir mit 94 Preisen belohnen, ist nur für Kinder bestimmt und soll lauten: .Lin Briejan den Weihnachtsmann" Die eingehenden Aufsätze werden aofort den von uns hierfür gewonnenen Preisrichtern vorgelegt und von diesen die besten Arbeiten ausgewählt. Die Namen der preisgekrönten Einsender werden in den Zeitungen bekannt gegeben. Erster Preis.... im Werfe von 50 Mk. Zweiter Preis... im Werte von 30 Dritter Preis.... im Werte von 25 Mt Vierter Preis•..• im Werte von 20 Mk. 10 fünfte Preise.. im Werte ä 10 Mk. 1 0 sechste Preise•. im Werte h 5 Mk. 20 siebente Preise•• im Warte a 3 Mk. 50 achte Preise-• im Werte a 1,50 Mk. DM Die Preise sind in unseren Geschäftsräumen ausgestellt ■£fe, Bedingungen: 1, An dem Wettbewerb kann jedes Kind teilnehmen, welches im Besitze eines Kaufbons für Waren in Höhe von 3 Mark ist, die wählend der Woche vom 11. bis lö.-November gekauft worden sind. Die Bons werden an der Kasse gestempelt.(Einsendungen, bei dmen dieser Kaufbon fehlt, können nicht berücksichtigt werden.) 2. Die Couverts sollen genau wie hier angeführt geschrieben werden. Preisausschreiben! Jin dlm Firma H. Greifenhagen Nachf. Brunnenstr, tl'tS 3. Die Briefe müssen genaue Adresse und Angabe des Alters des Kindes aufweisen. 4. Die Briefe müssen spätestens am 21 November in unserem Besitz sein. 5. Die Arbeiten müssen völlige Selbstanfertigung erkennen lassen. In dieser Woche verabfolgen wir: Belegte Brödchen, 1 � J"* Kaffee, Chokolade, Naschdüten und Pfefferkuchen) ä Pf. Gleichzeitig eröffnen wir unsere Spielwaren-Ausstellung. «V; rxvv .*3? SÄ Nr. 364. 24. Jahrgang. 3. Scilajc des Jonuärtf lerlinet Jlollistilnlt. Sonntag. 10. November 1907. Vemrifcbtcs. veber große» Wassermangel wird einem Stuttgarter Tele- gramm zufolge auS dem ganzen Lande, besonders von der Alb und im Schwarzivald. gemeldet. In einer Anzahl von Ortschaften müssen die Wasserleitungen für einen großen Teil des Tages gc- sperrt werden. Die Aktiengesellschaft Vereinigte ElbcschiffahrtSgescllschaftcn in Hamburg gibt zugleich im Namen der mit ihr im Pachtverhältnis stehenden österreichischen Nordwest-Dampfschiffahrtsgesellschaft, der Deutsch-Oestcrreichischen Dampfschiffahrtsakticngesellschaft und der Elbedampfschiffahrtsaktiengesellschaft bekannt, daß infolge des niedrigen Wasserstandes und der in Verbindung damit hervorge- rufenen erheblichen Verkehrsstörungen der regelmäßige Schiffahrts- betrieb mit dem heutigen Tage geschlossen wurde. Der tägliche Bahnunfall. Gestern morgen 7 Uhr 20 Minuten überfuhr auf Bahnhof Jena infolge schlüpfriger Schienen der von Weimar kommende Güterzug 6859 das auf Halt stehende Einfahrts- signal und fuhr auf eine Rangierabteilung auf. Durch Entgleisung zweier Lokomotiven und mehrerer Wagen ist die Strecke voraus- stchtlich 15 Stunden gesperrt. Vom Zugpersonal sind zwei Mann schwer, aber nicht lebensgefährlich, und zwei Mann leicht verletzt. Der Personenverkehr wird durch Umsteigen aufrecht erhalten. Ei» Wolkcnbrnch. Ein furchtbares Gewitter ist gestern in Marseille niedergegangen. wenigen Minuten standen die Straßen unter Wasser. Ter Materialschaden ist bedeutend. Da auch die städtischen Gasanstalten unter Wasser standen, blieb die Stadt gestern ohne Licht. In St. Marguerite ist eine Tuchfabrik vom Wasser isoliert worden, und Truppen und Feuerwehr mußten die Arbeiter mittels Kähne in Sicherheit bringen. Nebcrfall auf eine Post. Zwischen Gulin und Gospie wurde nach einer Meldung aus Agram der Postwagen von Räubern über- fallen. Dielelben sprengten die eiserne Kassette und entwendeten Wertsendungen in Höhe von über 40 009 Kronen. WinlOT- Paletots Tadellos sitzende, ausgeprobte Passformen. Unübertroffen reichhaltige Sortimente neuzeitiger Stoffe und Fassons. Viele Tausende Exemplare. Nur«Igen« Erreugni»»». 75.- 70.- 65- 60.- 65- 50.- 45- 40- 36- 30- 27- 24- 21- 18- Mk. 15 Winter-Anzüge Kleidsamste, bestsitzende Fassons. Enorme Auswahl und vielseitigste Ausmusterungen neuzeitiger Stoffe mit hochmodernen Abarbeitungen. S' Nur eigen* Erzeugnisse. � Viele Tausende Exemplare. \ 65.— 60.- 65— 60— 45— 40—|C 36— 30- 27— 24- 21— 18- IJ Mk, >»» Feine Mass-Arbeit. Baer Sohn Spezialhaus grbssten Massstabes. Chausseestrasse 29-30 o 11 Brückenstrasse 11 Gr. Frankfurterstr. 20. Der Kaopt- Katalog No. 32(Neueste Moden 1907 08) auf Wunsch kostenlos und portofrei. Leipziger Strasse Weitmsbts-Qumrkauf beginnt am Wontag //. 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Eilige Fragen«rage man in der Sprechstunde vor. 5i. H. iZI». 1. Sachstti-Weitnmmer. 2. Sic würden sich den Staats- ongeliörigrcilsauSwcis geben lassen müssen, zuständig hiersür sind die Bezirlödii cktoren zu Weimar, Zlpoida, Eisenach, Dernbach und Neustadt a. O. Dann beantragen Sie bei dem NcgicrungSpräsidentcn Ausnahme in den preußischen Staatsverband.— E. P. Wenn die MuSlelträste ausreichen, besteht kein Hindernis zur Slusjühruiig der Aufgabe.— R. C, 34. Die Antragssrist sür eine Beleidigungsklage beträgt drei Monate von der Kenntnis der Beleidigung ab gerechnet.— S. P. 73. Zunächst müßten Sie den Sühnctermiu beim Amtsgericht beantragen. Im Anmeldezimmer Grunerstraße zwischen 11 bis 1 wird der Antrag aufgenommen. Findet eine Aussöhnung slall, dann ist die Sache erledigt, sonst könnten«ie das Armenrecht erwirken und aus Grund dessen die Ehescheidungsklage anstrengen. In der Regel dauert eine solche nicht unter 1 Jahr. — H. Sch. 34. Das Bett müßten die Betreffenden herausgeben,«sie könnten eventuell beim?lmtsgcricht aus Herausgabe llagen.— O. P. 7S. Liegt ein gerechtjertigtcr Grund zum Rücktritt vom Verlöbnis vor, so be- steht keinerlei Schadenersatzanspruch gegen den Zurücktretenden.— F. L. 200. l. Damit der Vergleich gültig ist, müßte der Vormund und das Vormund- schajtsgericht zustimmen, sobald das Kind in Frage kommt. Handelt es sich nur um eine Absindung sür die Ansprüche der Mutter, nicht des Kindes, so ist der Vergleich gültig, das Geld steht dann der Mutter zu. 2. Der Vormund sür das Kind. 3. Der Vormund. 4. Durch 3 erledigt. 5. Ja. 6. Nein.— S. 99. Ist die Wohnung gesundhcitsgesährlich, so ist der Mieler berechtigt, den MietSvertrag ohne Einhaltung einer KündigungSsrist auszuheben und vollen Schadenersatz zu verlangen, sie tun gut, sich ein ärztliches Attest ausstellen zu lassen und dann beim Amtsgericht Klage zu erheben.— Admiralstrasie 27. Stistungsdeputation, Poststraße IS. Iii direkt aus der Fabrik. Kein Laden! Nach beendeter Engros-Saison Capes Abendmüntel Kostüme Kostüm-RöcKe Mädcben- Paletots Pelz-Stolas ßsbert Baumplen Hausvogtei-Platz II, I. Etage (an der JerusalemerstraBe). Bei Vorzeigung dieses Inserates an der Kasse werden 5 Proz. Rabatt vergütet. Aucä Sonntags geöffnet! Kasssnliäder'c"erSIl-s'l,9"ftl-'-3ab' Köpenickerstraße 60. Belvst wenn er nicht so bittig wäre� würde jede erfahrene Hausfrau doch den echksn„�athremer� jedem anderen Malzkaffee vorziehen, denn niemand wird auf das beste, bekömmlichste �rühstücksgetrcink und auf einen wirklichen Genuß ohne gesundheitliche Schädigung verzichten wollen.' Nun ist aber der„Rathreiner" so billig, daß ein ganzes titer Raffee nur etwa 3 �fg. kostet! Gr empfiehlt sich also für jeden Saushalt als tägliches Getränk. Achten Sie jedoch beim Einkaufe stets darauf, daß Sie nicht eine minderwertige Nachahmung oder irgend einen anderen Malzkaffee erhalten. Der echte„Rathrsiner" ist leicht kenntlich: Er wird nur in geschlossenem j)aket in der bekannten Ausstattung mit Bild und Namen des Pfarrers Rneipp und der �irma Rathreiners Malzkaffee-Fabriken verkauft. Uchtnttg! G Achtung! , farteigenossen Berlins und Umgebung! Die Bestrebungen unserer Organisation, auch in den Detailgeschästcn der Herrenkonfektion Setriebölvcrkstättcn und feste tarifmäßige Löhne z» erringen, haben bei den Firmeninhabern. ivelche „m Beivilligung dieser Forderungen angegangen ivurden, unter Ausflüchten, die tvir alS stichhaltig nicht anerkennen können, Widerstand gefunden. Wir sehen uns deshalb genötigt, die Solidarität der Arbeilerschait z» Hülfe zu rufen. Tie Tclegierten zur Berliner Getrerkschaftökommission haben einem demenisprechenden Antrage einstimmig ihre Zustimmung erteilt und die Parteigenossen von Grost-Berlin sind diesem Beschlüsse beigetreten. Dan? der Solidarität der Berliner Arbeiterschaft sahen sich eine Anzahl Berliner Konfektionäre veranlaßt, BetricbSwerkstätten einzurichten und tariflich festgesetzte Zeitlöhne an die Arbeiterschaft zu zahlen. Wir ersuchen daher mit Gegenlvärtigem die Parteigenossen und Gewerkschaftsmitglieder Berlins und Umgebung, bei ihren Einkäufen und Bestellungen von Herren- und Knabengqrderobe in Zukunft nur die nachstehenden Geschäfte berücksichtigen zu wollen. FioFden: „Blitz", Roscnthalerstr. 9, „Blitz", Chansseestr. 85. Diese Firma stellt de» größten Teil ihreS lim- sahes z» de» geforderten Bedingungen her. Bacr Sohn» Chansseestr. 29/30. Diese Firma unterhält eine BelriebSwerkstätte für 25 Arbeiter und hat die neunstündige Arbeitszeit eingeführt. �offnutig", Produktiv- Genossenschaft der Schneider, Bnmnenstr. 185. Alle von dielcr Firma in den Handel gebrachten Waren werden zu den von der Organisation fest- gesetzten Bedingungen beraestellt. Wir empfehlen dieselbe daher ganz besonders. Auierikanischc Berkaufshalle»», Rosenthalcr- straßc 53. lZsivn- „Blitz", Gr. Frankfilrtcrstr. 137. „Blitz", Frankfurter Chaussee 19, Lichtenberg. Haake, Landsber�erstr. 91. Baer Sohn, Gr. Frankfiirterstr. 20. LAeßsnr „Blitz", Kottbuscr Damm 29/30. Heitinger, Deutsche Comp., Oranienstr. 40/41, stelle» einen großen Teil ihres Umsatzes zu den gesordcrlen Bedingungen her. Amerikanische Verkaufshallen, Frankfurter Allee 186. Lindcnbauut, Gr. Frankfiirterstr. 141, hat verjnchswcise eine Werfstätte cingerichlet. Leske u. Lehrer, Kottbuscr Damm 73. Wormann» Kottbulcr Damm 77. Baer Sohn, Britckenstr. 11. Esders u. Dtzikhoff,. Oranienstr. 43. Westen: „Blitz", Schöncberg. Hauptstr. 10. s ESders u. Dyckhoff, Am Dönhoffplatz. Nachstehende Firmen haben die Errichtung von Betriebswerkstätten zugesagt: S. Adam, Leipzigerstr. 27/28. Fsabisch ,t. Co., Rosenthalerstr. 3. Philipp Fabisch, Rosenthalerstr. 1. Bernhard Baer» Rosenthalerstr. 5. Sachs, Gr. Fraukfnrteistr. 132. Max Schcndcl, Rosenthalerstr. 8. D. Perlebcrg, Chansseestr. 57; hatte eine Wcrkslätte eröffnet, diciclbe aber wieder geschlossen, nachdem das Kammergericht ein sür uns ungünstiges Urteil gcsällt hatte. Zllcx Bohne» Landsbergerstr. 79. Kouiinandithans Schendel, Oranienstr. 33. Berkanfshallc„Vulkan", Frankfurterstr. 5 Frankfurter Allee 134. Behrend, Grüner Weg AI. Ringel, Chansseestr. 31, Brunnenstr. 47. Lew») u. Co., Brunnenstr. 50. Wilmers- dorferstr. 47. Beudit» Bnmnenstr. 68. Littmann, Oranienstr. 2. Schweriner, Chansseestr. 113. Joseph Wandt» Chansseestr. 80a. Th. Juras, Chansseestr. 79. Da diesen Firmen— auscheinend unter dem Eindruck des KmumergmckiiSiirteils— die Beschaffung von BetriebSräuinen sehr schwer sällt, ersuchen«vir, dieselben nicht allzusehr mit dem Einkauf von Waren zu belästigen, damit ihnen mehr Zeit zur Verfügung steht, um ihr gegebenes Wort ein- zmöjen. 1C6/15* Urrband der Schneider».Schneiderinnen. 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Auf wiederholte Anfragen teilen wir mit, das; das Lokal„Moabiter Gesellschaftshans", Wiclefstr. 24 und Emdener- strebe 34/3S, nach wie vor der Arbeiterschaft zu allen Ver- a n st a l t u n g e n zur Verfügung steht. Die Lokalkommission. Dritter Wahlkreis. Donnerstag, den 14. November, abends 8�a Uhr. findet im Dresdener Kasino, Dresdenerftr. 36, eine Sfsent- liche Frauenversammlung statt. Reichstagsabgeordneter Heine spricht über das neue Reichsvereinsgesetz. Die Genossen werden ersucht, für regen Besuch der Versammlung zu agitieren. _ Die Einberuferin. Achtung, 4. Wahlkreis! Die geplante Handzettelverbreitung am Nontagabend in der Boykottangelegenheit I a n d o r f findet, infolge der erneuten Abmachungen, nicht statt. _ Der Vorstand. Lchönebcrg. Parteigenossen; Am Dienstag, den 12. d. M., abends 8 Uhr. findet im„Schwarzen Adler". Hauptstr. 134, eine Volksversammlung statt. Tagesordnung:„Die Sozialdemokratie im roten Hause". Referent: Stadtverordneter E manuel Wurm- Berlin. Die Stichivahlen, in denen wir uns in aussichtsvoller Position befinden, machen es notwendig, daß alle an der bevorstehenden Arbeit sich beteiligen. Die Liberalen, denen die Unterstützung des Lügenverbandes zuteil wird, arbeiten krampfhaft, um die Bezirke an sich zu reihen. Darum Arbeiter, Genossen, auf dem Posten. Das sozialdemokratische Wahlkomitee. Nowawcs. Am Mittwoch, den 13. November, abends SVs Uhr, findet die Versammlung des Wahlvercins im Lokal des Herrn Schmidt, Wilhelmstr. 3, statt. Tagesordnung: 1. Geschäftliches. 2. Tic Tätigkeit der Sozialdemokratie in der Gemeindeverwaltung. Referent: Gemeindevcrtreter Genosse Gomoll. 3. Bericht von der Generalversammlung von Groh-Berlin. 4. Verschiedenes. Zahl- reiches Erscheinen erwartet Der Vorstand. Wnhlvcrei» Eichwnlde. fB e z i r k Zeuthen.) Heute, Sonntag, nachmittags£>'/: Uhr. im Lokale„Albrechtshos": Oeffentliche Versammlung� Tagesordnung: Vortrag des Genossen H a n s W e b er- Berlin:„Der Kampf der Arbeiterschaft und die Frauen". Zahl- reiches Erscheinen, besonders auch der Frauen, erwartet Der Einberufer. Erkner. Unsere nächste Wahlvereinsversammlung findet Mitt- woch, den 13. November 1967, abends 816 Uhr, in Degebrodts Ge- sellschaftshaus statt. Das Erscheinen aller Genossen ist der wichtigen Tagesordnung halber dringend erwünscht. Der Vorstand. Älein-Vcsten und Umgcgrnd. Am heutigen Sonntag nach- mittags 2 Uhr findet im Lokale des Herrn Schmidt in Klein-Besten eine Volksversammlung statt. Tagesordnung: 1. Vortrag über: „Tie politische Lage Preußens". Referent: Stadtverordneter P a g c l s- Rixdorf. 2. Diskussion. Zu dieser Versammlung sind alle Männer und Frauen von Klein-Besten und Umgegend ein- acladcn. Der Einberufer. Reinickendorf. Wir machen die Parteigenossen auf die heute nachmittag 5 Uhr stattfindende Uraniavorstellung aufmerksam, und bemerken, daß Billetts, die uns im letzten Augenblick wieder zurück- gegeben wurden, bis mittags beim Genossen Lorenz, Provinz- strahe 129, und von 4 Uhr ab in der Urania zu haben sind. Der Vorstand. Nordend. Die Versammlungen des Wahlvereins Wilhelmsruh und Umgegend, Bezirk Nordend, finden am Tage des Zahladends von Groh-Berlin statt. Die nächste Versammlung ist also am Mittwoch. den 18. November 1907. abends 8'/h Uhr. im Lokale des Genossen v,. Schühler, Blankenfelderstr. 19. �Tagesordnung: Vortrag des Genossen F. Winadt-Berlin über:„Soziale und politische Tages- fragen". Es ist Pflicht eines jeden Genossen, zu erscheinen. Der Bezirksvorstand. Bernau. Am Montag, den 11. November, abends 7 Uhr. findet vom Lokal Kuntzc, Bürgcnneisterstr. 225, aus Flugblattvcrbreitung zur Stadtverordnetenwahl statt. Tie Genossen werden ersucht, sich zahlreich dazu einzufinden. Tcsgleickcn wollen die Genossen für die am Dienstag, den 12. November, abends 8M.> Uhr, im Lokal„Schwarzer Adler" statt- findende Volksversammlung agitieren. Referent ist Genosse Jreiwaldt._ Das Wahlkomitee. Berliner ftoebriebtens Zum Achtuhr-Ladenschluß. Tie von der Arbeiterschaft gesammelten 20 000 Unterschriften für den Achtnhr-Ladenschlnh werden von der Polizei bereits geprüft. Auf dem Wcdding stellen uniformierte Schutzleute durch Umfrage bei den betreffenden Geschäfts- inhabern fest, ob diese die Abstimmungskarte auch selbst unter- schrieben haben. Damit sind alle gegenteiligen Behauptungen des ver- einigten Ausschusses zur Herbeiführung des Achtuhr-Laden- schlusses gerichtet. Es ist damit bewiesen, daß es Lügen waren, als die Herren erklärten, die Unterschristen, die der Zentralverband der Handlungsgehülfcn und Gehülfinnen Deutschlands, Bezirk Berlin, dem Polizeipräsidenten ein- gereicht hat, seien ungültig. Damit fallen aber auch die Plakate, die seit einigen Tagen an den Säulen prangen, der Lächerlichkeit anHeim. Der Trick der Herren war von Anfang an zu durchsichtig. Wie wir erfahren, wird vom Polizeipräsidenten beab- sichtigt, diejenigen Firmen, die ihre Stimme bei der von dem vereinigten Ausschuh der Ladcninhaber inszenierten Ab- stimmung für den Achtuhr-Ladenschluh abgaben und sich noch nicht unter den 20 000 befinden, zu dieser Zahl hinzuzu- nehmen. Geschieht dies, so werden wir es erleben, dah der Aus- schuh der vereinigten Ladeninhabcr in alle Welt hinaus- posaunen wird, e r habe die Einführung des Achtuhr-Laden- schlusses herbeigeführt, obwohl durch die Aufbringung der 20 000 Unterschriften durch den Zentralverband mit Unter- stützung der Partei die vorgeschriebene Zweidrittelmajorität bereits erreicht war._ In der gestrigen Sitzung der Deputation für die Straßeu- .riujgung wurde der Entwurf des Etats für 1967/1903 festgestellt. Derselbe weist eine Einnahme von 131 865 M. auf, denen eine Ausgabe von 5 955 700 M. gegenübersteht. Dazu kommt der der Verwaltung angegliederte Betrieb der Bedürfnisanstalten, der eine Einnahme von 187 000 M.vorsieht; die Ausgaben betragen 149 000 Mark. Das Arbeitspersonal ist gegliedert in 120 Vorarbeiter, 1414 Arbeiter und 545 Arbeitsburschcn. Tie letzteren sind gegen das Vorjahr um 36 vermehrt. für Kerlin und Vororte Zugestimmt wurde einer Aendcrung der Gchaltsskala der Auf- seher und Oberaufseher, die den ersteren eine jährliche Gehalts- erhöhung von 100 M., den letzteren von 200 M. bringen soll. Neu vorgesehen wurde die Stelle eines Betriebsassistenten, der um 300 M. in den tn der Skala vorgesehenen Abschnitten aufrücken soll. Im Verfolg der Beschlüsse der städtischen Körperschaften er- folgte die Einstellung von weiteren 20 Hülfsaufschern. Zugestimmt wurde dem Einbau von 108 unterirdisch gelegenen Dungkästen, die einen Kostenaufwand von 38 000 M. erfordern.— In der letzten Berichtsperiode wurden in 121 Fällen 1193 M. auf- gewendet, durch Fortzahlung des Lohnes an beurlaubte Arbeiter. Im vorigen Winter wurden rund 190 000 Kubikmeter Schnee in die Fluhläufc geworfen, wodurch eine gröhere Ersparnis erzielt wurde, indem die Verpflichtung der Ausbaggerung der Rückstände bedeutende Kosten nicht verursacht hat. Interessant war die Mitteilung der Verwaltung, dah der jetzige Moment sehr geeignet sei, die Abräumung des Mnllablade- Platzes III(Stralaucr Allee) vorzunehmen. Der geschäftliche Rück- gang dränge die Unternehmer zu billigen Angeboten, um den seit- hcrigen Umfang des Betriebs aufrecht zu erhalten. Es wurde an- geregt, man soll sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen, die vor Jahren gepflogenen Erwägungen wieder aufzunehmen, das Müll zur Errichtung von Schmuckanlagen im Treptower Park zu verwenden, wodurch zahlreichen Arbeitslosen Beschäftigung gesichert werden könnte. Denn unzweifelhaft würde die im Anzug befindliche und mancherorts sich sckwn recht fühlbar machende Krise schärfer ein- setzen. Hier vorzubeugen, sei eine günstige Gelegenheit, die sich eine weise Stadtverwaltung nicht entgehen lassen dürfe. Unterschlagung einer viertel Million? In der Brauerci-BerufSgenosienschast und in dem Kuratorium für öffentliches Unfall- und Rettungswesen soll sich nach dem vor zwei Wochen erfolgten Tode dcS Direktors der Brauerei- berufsgenossenfchaft Sektion VI und des Vor- sitzenden des g e d a ch t e nKnra t or iums MaxS ch lesin g e r ein Manko von rund einer viertel Million herausgestellt haben. Die beteiligten Kreise sind am Werke, genaue Feststellungen zu treffen. DaS Gerücht über die Unterschlagungen macht begreiflicherweise leb- hafteS Anstehen besonders in ärztlichen Kreisen und in den Organi- sationen, deren tatkräftiger Hülfe das Kuratorium sei» Fortbestehen verdankt. ES wäre eine schleunige Klarstellung durch die Staats- anwaltfchaft dringend erwünscht_ Die Kinbrrmorde im Nordosten Berlin?. Zur Aufklärung der Btuttaten im Prenzlauer Stadtviertel werden die Nachforschungen noch fortgesetzt. Die Ausräumung des Gullys in der Greifswalderstrahe bor dem Grundstück 223» hat das Messer MinowS nicht zutage gefördert. Dieses Ergebnis war zu erwarten, weil nach den Mitteilungen der städtischen Strahenreinigung dieser Gully nach dem 26. Juli, dem Tage der Bluttaten, schon sechs- bis siebenmal gereinigt worden war. Minow erklärt es für ausgeschlossen, dah er sein Messer in einen anderen Gully geworfen haben könnte. Er hatte die Lage vorher nach verschiedenen Merkmalen genau bezeichnet und führte die Kriminalbeamten ohne Zögern mit voller Sicherheit gerade nach diesem Gully, in dessen Umgebung man dann auch die Merkmale fand. Von den Strahenreinigern, die in jener Gegeitd gearbeitet haben, weih bisher niemand, daß etwa bei einer früheren Reinigung ein solches Messer gefunden worden sei. Allerdings steht noch nicht ganz fest, daß schon alle vernommen worden sind. Wie aber auch die weiteren Mitteilungen in diesem Punkte ausfallen mögen, das Verschwinden des Messers kann die Glaubwürdigkeit der Sclbstbezichtigung nicht erschüttern, wenn man die Belastungs- momente unbefangen würdigt. Sollte jemand, der noch nicht vernommen worden ist, das Messer gefunden haben, so möge er sich schleunigst bei der Kriminalpolizei melden. Er würde damit den stärksten Beweis für die Wahrheit der Angaben Minows liefern. Dah von einer Gegenüberstellung Minows mit den verletzten Kindern und anderen Zeugen nicht viel zu erwarten war, ivuhtc man im voraus. Hatten doch die Kinder längst erklärt, dah sie den Täter nicht wiedererkennen würden. Auch Minow sagte schon vorher, dah er sich seine Opfer gar nicht angesehen habe. Die anderen Zeugen hatten den vermeintlichen Täter nur flüchtig ge- sehen, wenn sie ihn nicht mit irgendeinem anderen, ganz unschul- digen Menschen, der zufällig gerade in der Nähe eines der Tatorte war. verwechselt hatten. Eine Zeugin, die damals einige be- stimmte Angaben machte, konnte jetzt noch nicht wieder vernommen werden. Es ist dies ein Fräulein Gempe, dds damals in jener Gegend wohnte, von hier nach Rixdorf und von dort mit unbckann- tem Ziel verzog. Es wäre wünschenswert, dah dieses Fräulein sich meldete. Minow wurde gestern mittag der Staatsanwaltschaft bor- geführt. Er ist jetzt ganz gebrochen, gab aber seiner Freude Aus- druck, dah er endlich sein Gewissen entlastet habe. Tief ergriffen war er, als ihm am Freitag die beiden von ihm verletzten Kinder gegenübergestellt wurden. Die ganze Nacht weinte er in seiner Zelle still vor sich hin. Seine Reue ist augenscheinlich aufrichtig. In seinen Angaben hat er auch umgeschwenkt. Trotzdem wäre es ertoü»scht, wenn man sie auch von anderer Seite bestätigt erhielt. Deshalb sei nodhmals darauf hingewiesen, dah von den Kindern, die am 26. Juli mit Elly Knespel vor dem Hause Prenzlauer Allee 25 auf dem Mitteliveg spielten oder zusammenstanden, noch keins gemeldet hat. Für geisteskrank ist Minow niemals erklärt worden. Man hat ihn stets für zurechnungsfähig gehalten. Bestraft wurde der 1885 Geborene zuerst im Jahre 1898 wegen Diebstahls mit einem Ver- weis. Er hatte ein Fahrrad gestohlen und kam in die Erziehungs- anftalt nach Lichtenberg. Hier wurde er, wie er sagt, sehr streng gehalten und wiederholt auch körperlich gezüchtigt. Wegen seiner Krämpfe kam er erst nach Wuhlgarten und dann nach Herzberge. Dort soll man ihn seiner Behauptung nach gefragt haben, wer ihn eigentlich geschickt habe. Im Jahre 1904 erhielt er seine zweite Strafe wegen Betrugs, 6 Monate Gefängnis; in demselben Jahre auch die dritte: 2 Wochen Gefängnis wegen übler Nachrede. Wegen Körperverletzung ist er nicht bestraft. Der Weizen der Terrainspekulanten blüht. Kaum daß die Vor- arbeiten für den Bau des Großschiffahrtsweges Berlin— Stettin in Angriff genommen sind, setzt auch schon die Tcrrainspekulation ein und treibt üppige Blüten. Eine Bodcngesellschaft, welche zwischen Birkenwerder und Oranienburg grohe Ländereien besitzt, hat dieser Tage zirka 20 Morgen zu dem Preis von 6600 bis 6500 M. pro Morgen verkauft. Die Gesellschaft hat das Gelände vor ungefähr Jahresfrist für 2000 M. pro Morgen erworben, und hat sich somit der Bodcnprcis in dieser kurzen Frist mehr als verdreifacht. Der Bau des Tcltowkanals hatte bekanntlich eine Vcrzehnfachung des Bodenwcrtcs zur Folge gehabt, und darunter haben viele Besitzer, 2ahlabend statt. die Gelände zu Spekulationszwecken gekauft haben, jetzt empfindlich zu leiden, da Nachfragen nach Bauterrains am Teltowkanal sehr gering sind und mancher Besitzer genötigt fein dürfte, das er- wordene Gelände unter dem Selbstkostenpreise wieder zu ver- äuhern. Mit voller Legitimation»»bekannt begraben wurde der seit 10. Oktober d. I. spurlos verschwundene 67jährige Schuhmacher- meister Heinrich Groß aus der Willdenowstr. 1. G., welcher vollständig geistesschwach war, entfernte sich, um einen Spaziergang zu unternehmen und kam bis Schildow, wo er dort bei Blanken- felde in einen Sumpf geriet und ertrank. Am 21. Oktober de- merkte ein Jäger seine Leiche und erstattete sofort Anzeige. Die Leiche wurde dann ins Spritzenhaus zu Blankenfelde bei Berlin gebracht. Bei ihr wurde gefunden eine Schnupftabaksdose und eiii Teil einer abgerissenen Visitenkarte, auf welcher noch der Name H. Gro, Müllerstr. 165, Oucrg., und mit Bleistift Willdenowstr. 1 zu lesen war. Die Orisbehörde Rosenthal stellte sofort auf dem Revier 58, wo der Vermißte schon seit 1868 wohnte, Ermittelungen an, ob dort nicht ein Mann auf dem angegebenen Namen vermißt werde, und führte eine Personenbeschreibung bei. Die Polizei konnte aber nichts ermitteln. Weil bei dein Namen das„h" fehlte, wurde es der Polizei zu schwer, festzustellen, dah der vor 4 W»chen als vermißt guneldetc Groß mit dem Gro identisch sein könnte und so Ivurde G. am 26. Oktober mit voller Kleidung unbekannt in Blankenfelde beerdigt. Am Donnerstag erhielten die Angc- hörigen ein Schreiben von dem Polizeipräsidium, dah in Blanken- felde die Leiche eines zirka 40jäHrigen Mannes gefunden worden sei. Die Beschreibung paßte auf den Vermißten, bis auf die An- gaben über die Haare und das Alter. Der Sohn begab sich sofort nach der Fundstelle, wo es sich herausstellte, daß die Angaben des Polizeipräsidiums in verschiedenen Punkten falsch waren, auch ergab sich, daß die Leiche nach acht Tagen als unbekannt begraben worden tvar. Es wurde umgehend von den Angehörigen die Staatsanioalt- schaft benachrichtigt um sofortige Freigabe der Leiche, welche dann nach Berlin übergeführt werden soll. Dem Antrage auf Aus- grabung wurde stattgegeben, und in der Tat war es der Vermißte. Ertränkt und erschossen hat sich ein unbekannter, etwa 30 jähriger Mann, dessen Lcickc vorgestern morgen im Nikolassee aufgefunden wurde. Ter Selbstmörder hatte sich jedenfalls in das Wasser gestellt und sich dann aus einem Revolver eine Kugel in die rechte Schläfe gejagt. Der Verstorbene ist etwa 1,60 Meter groß, hat blondes Haar und blonden Schnurrbart und war bekleidet mit schwarzem Ucberzieher, hellblauem Jackettanzug, schwarzen Strümpfen, Schnürstiefeln und grauen Handschuhen. In seiner Tasche wurde nur ein Bund Schlüssel aufgefunden. Taschentuch und Hemd sind mit P. gezeichnet. Am Ufer wurde ein Stock mit silberner Krücke entdeckt, der zweifellos auch dem Lebensmüden ge- hört hat und das Monogramm\V. P. ausweist. Zu dem gestern mitgeteilten Autoinobilnnfnll am Bliichcrplah schreibt unS ein Leser: Ich arbeite am Planufer und komme daher täglich mehrmals au der Ilngliicköstelle vorbei. Jeder Kenner des dortigen Verkehrs wird sich tvundern, dah nicht fckion mehr derartige Fälle vorgekommen sind. Die Autoonmibusse fahren an der bc- treffenden Stelle meist so schnell um das dort befindliche Insel- dreieck. dah die Fußgänger nur durch schnelles Beiscitespringen vordem Ueberfahren bewahrt bleiben. Hier täte ein Schutzmannsposteir not, der den Verkehr regelt. Aber die Schutzleute müssen ja bei Streiks und Boykotts, wie das dieser Tage erst zu beobachten war, aufpassen, dah nicht etwa Arbeitswillige belästigt iverden oder Zettel- Verteiler den Profit von Privatunternehmern schmälern. Im Beruf vom Tod überrascht wurden gestern drei Pcrsoiten. Der 52 Jahre alte Diener des ehemaligen Kultusministers von Studt, Friedrich Oschlieff, wurde während des Umzuges seines Herrn in dem Hause Kurfürstcndamm 242 plötzlich vom Tode ereilt. O. war bereits seit 25 Jahren in den Diensten des che- maligcn Ministers gewesen.— Auf dein Neubau am Kurfürsten- dämm 173/75 starb gestern nachmittag der Bauarbeiter August Ludwig aus der Kirchstrahe 18 einen jähen Tod. Mitten in der Arbcit brach L. leblos zusammen. Ein hinzugezogener Arzt ver- mochte nur den Tod festzustellen.>— Schließlich wurde noch eine Strahenhändlerin vor dem Hause Lehrtcrstrahc 47 vom Tod über- rascht. Die Leiche der Unbekannten wurde in das Schauhaus eingeliefert. In allen drei Fällen liegt Herzschlag vor. Ein schwerer Zusinmncustoß zwischen einer Droschke und einem S l r a h e n b a h n w a g e n fand am Sonnabend- mittag auf der Cyarloktenburger Chaussee statt. Als zur genannten Zeit ein Strahenbabnzug der Linie T der Berlin-Charlottenburger Strahenbahngefellschaft die SicgeS-Allee kreuzte, bog ans der levteren die Tarametcrdrvscbke Nr. 3109 in die Charlottenburger Chaussee ei» und fuhr unmittelbar vor dem Strahenbahnwaggon auf das Gleis. Obivobl der Wagenführer die Gefahrbremse zur Anwendung brachte, vermochte er den Znsnimnenstoh nicht zu ver- hindern, und der schwere Bahmvagen fuhr mit solcher Gewalt auf die Droschke auf, dah diese total zer- trmumert wurde. Die Jusassiimen, Fräulein Standow und Fräulein Oehlmann, beide Brandenburgstr. 14 wohnhaft, wurden auf den Fahrdamm geschleudert. Fraulein S. erlitt eine stark blutende Kopfwunde und ihre Freundin anscheinend innere Ver» letznngen. Die beiden Dame» wurden nach der Chnrits gebracht. Der Straßenbahnwagen, dessen Plattform bei dem Zusammenstoß beschädigt ivorden war, wurde ans dem Betriebe gezogen. Zwei Kinder a»s Feuerögefahr gerettet. Durch das rechtzeitige Eingreifen eines Kohlenmannes wurden gestern nachmittag in der E b c r t y st r. 49 die beiden Kinder des Lagerarbeiters Zimmer- ling aus Feuersgesahr gerettet. Die Kleinen— zwei Mädchen — waren allein in der verschlossenen Wohnung. Auf noch nicht ermittelte Weise gerieten nun Möbel und Gardinen in Brand. Ein Kohlenmann bemerkte Rauch aus der Korridortür dringe». Kurz entschlossen schlug er die Türfüllung ein und holte die beiden gcängstigten Kinder noch vor Eintreffen der Feuerwehr aus dem brennenden Räume. Das Feuer selbst konnte dann bald erstickt werden. Ein Opfer der Kälte. Erfroren ist in der gestrigen Nacht der Händler Paul Griller aus der HennigSdorferstr. 2. G. hatte am Abend vorher einige Glas Bier getrunken. Auf dem Heimwege setzte er sich infolge Ermüdung auf der Straße nieder. Er schlief nun ein und sollte nicht wieder crivache». Ein Schutzmann fand ihn später leblos aus und brachte ihn zur Rettungswache, Ivo aber nur noch der Tod festgestellt werden konnte. G. war elend erfroren. Ein größeres Schadenfeuer kam gestern vormittag in der Brunnen st r. 106z zum Ausbruch. Bei Ankunft der Löschzüge standen dort Holzschuppen mit Baumaterialien der Baufirma Krüger. Hellmuth u. Lauermann in hellen Flammen. Brandmeister Runge ließ sofort mit drei Schlauchleitungen Waffen geben. � Trotzdem dauerte es doch fast eine Stunde, bevor die Gefahr beseitigt war. lieber die Entstehungßursache ist noch nichts ermittelt. Ei» folgeiischwercr Radfahrerimfall ereignete sich gestern nachmittag in der Lychenerstraße. Der Hausdiener Alfred Freilich fuhr auf einem Zweirad den Straßenzug entlang, als plötzlich die Gabe brach und der Radfahrer niit voller Wucht ans das Straßeiipstasl> geschleudert wurde. Hier Blieb er BesiniumgSloS liegen. Passanten brachten den Schwerverletzten nach der Unfallstation II in der Schön- hauser Allee, woselbst der anwesende Arzt eine schwere Gehirn- erschütterung bei F. feststellte. F. wurde dann mittels Droschke nach dein Ärankenhause im Friedrichshain übergeführt. Der Turnvervin„Fichte" ersucht un-Z darauf aufmerksam zu machen, dah die S>chülerabteilunpen nach wie vor bestehen bleiben. Salutbatterie» donnerten gestern im Lustgarten. Kurze Zeit darauf wurden auf cvllen öffentlichen Gebäuden Fahnen aufgezogen. Als man sich nach der Ursache dieser Maßnahmen erkundigte, erfuhr man von Leuten, die sich speziell um die Familienangelegenheiten des Kaiserhauses bekümmern, daß dem Kronprinzen wiederum ein Sohn geboren wurde. Die bürgerlichen Blätter beeilen sich, dieses Familicncreignis in der byzantinischsten Weise zu würdigen. Für unsere freisinnigen Stadwäter ein erneuter Anlaß, schleunigst eine Glückwunschadrcssc zu fabrizieren. Darin haben sie ja etwa» los. Ter Berliner Boltschor veranstaltet am Dienstag, den 19. No- »cmber, und in Wiederholung am Mittwoch(Bußtag>, den 29. No- vember 1997. sein 6. Chorkonzert in der„Neuen Welt", Hasen- Heide 198— 114 Zur Aufführung gelangt:„Die Schöpfung"/ Ora- torium für Soli. Chor und Orchester von I. Haydn. Für die Mit- Wirkung sind bedeutende Kräfte gctoonncn worden. Ter Einführungsabend zu diesem Chorkonzert ist ausnahms- weise öffentlich und findet morgen(Montag) im großen Saale des Giwertschaftshauses statt, woselbst Herr Dr. Zander im 1. Teil einen Vortrag hall über„Die Zusammensetzung des Orchesters" mit Demonstration der Instrumente. Der Besuch des Einführungs- abends dürfte deshalb vielen Kcmzertbesuchcrn ganz besonders zu empfehlen sein. Im 2. Teil wird a) ein Quintett von Mozart und b) ein Quintett von Beethoven, Opus IS, zu Gehör gebracht. Näheres im heutigen Inserat. Arbeiter-Bildungßschule Berlin. Zu dem heute abend im Ge- Werkschaftshaus stattfindenden Eiche ndorff-Abcnd werden die Mitglieder der Ordnerkommission gebeten, um'/HS Uhr anwesend zu sein. Ter Zentralverein für Arbeitsnachweis, C, Gormannstr. 13, ein von der Stadt Berlin subventioniertes Institut, meldet, daß zurzeit ein außergewöhnlich großer Andrang von arbeitsuchenden Personen vorhanden ist. Insbesondere ist es die Abteilung für un- gelernte Arbeiter, welche besonders stark mit der Ungunst der Vcr- Hältnisse zu rechnen haben. Die Verwaltung ist daher imstande. Aufträge jeder Art umgehend erledigen zu können und empfiehlt Arbeitgebern, von der Benutzung des Arbeitsnachweises den weit- gehendsten Gebrauch zu machen. Für die Vermittclung werden keine Gebühren erhoben. Die Aufträge können, persönlich, durch die Post oder den Fernsprecher, Amt III. 3791— 3797, erfolgen. Feuerwehrbcricht. In der letzten Nacht kam in einer Bade- stube in der Altonaerstr. 8 Feuer aus. das auf seinen Herd be- schränkt werden tonnte. Dekorationen, Tischdecken u. a. wurden in einer Wohnung in der Waldemarstr. ö9 ein Raub der Flammen. In der Ticckstr. LS brannten Bücherständer, Möbel usw., und in der Köpenickerstr. Sö Spähne, Kisten usw. in einem Keller. Ferner hatte die Wehr in der Friedenstr. 7ö, Wienerstr. 1— 6, an der Ecke der Mohren- und Charlottenstraße und an anderen Stellen zu tun. Arbeiter-Samariter-Kolonne. Montagabend 9 Uhr 2. Ab- tcilung, Brunnenstr. 154, Vortrag des Spezialarztes für Chirurgie Herrn Dr. Loevy über: Verletzungen— Wundbehandlung— Blutstillung. Daran anschließend praktische Uebungcn. Neue Mit- alieder können noch jederzeit eintreten. Gäste haben einmaligen freien Zutritt. Vorort- JVadmcbtern Charlottenbnrg. Die Ttadtverorbuetenwahl«» der ersten und zweiten Abteilung haben mit einem Sieg der Liberalen über die Unpolitischen ge- endet. In der zweiten Abteilung siegten die Liberalen in drei von vier Bezirken, in der ersten Abteilung in allen Bezirken. Der bisherige Stadtberordnetenvorsteher, Justizrat Roscnbcrg, ist in beiden Bezirken, wo er aufgestellt war, den Liberalen unter- legen, er scheidet also mit Ende des Jahres aus der Versammlung aus. Trotz der Verschiedenheit der politischen Anschauungen müssen wir dem bisherigen Vorsteher doch die Anerkennung zollen, daß er jederzeit unparteiisch sein Amt verwaltet und die Rechte der Ver- sammlung auch dem Magistrat gegenüber energisch wahrgenommen hat. Vqn den 72 Sitzen sind bisher SS besetzt. Hiervon haben die Sozialdemokraten 12(bisher 13), die Liberalen 38(bisher 34), die Freie Vereinigung 9(bisher 17), die Fraktion Alt-Charlotten- bürg 7(bisher 8). lieber sechs Mandate wird erst die Stichwahl am LS. November die Entscheidung bringen, und zwar findet fünf- mal Stichwahl statt zwischen Sozialdemokraten und Liberalen, ein- mal zwischen Unpolitischen und Liberalen. Jedenfalls aber haben die Liberalen schon jetzt die Mehrheit in der Versammlung, sie können also zeigen, ob es ihnen mit den Versprechungen, die sie den Wählern.gemacht haben, und die sich sogar auf den Erlaß der Steuern für alle Einwohner mit weniger als 1299 M. bezogen, ernst ist. Wenn übrigens das Organ des Charlottenburger Kommunal- freifinns davon spricht, daß der Liberalismus bei den Wahlen wieder seine Wcrbekraft in so ausgezeichneter Weise betvährt habe. so vergißt es. daß der Erfolg der Liberalen nur dem Drei- k l a s s e n w a h l s Y st e m zu danken ist. In allen drei Wahl- avteilungcn haben die Liberalen zusammen nur 7926 Wähler zu verzeichnen, während allein in der dritten Abteilung für die So- zialdemokraten 7492 Wähler stimmten. Die Sozialdemokratie wird alles aufbieten müssen, um noch bei den Stichwahlen Erfolge zu erzielen. Es bedarf um so mehr der Anstrengung aller Kräfte, als die bürgerlichen Parteien, die sich eben noch in den Haaren gelogen haben, die Gegensätze zu verwischen suchen und gemeinsam zum Kampfe gegen die Sozialdemokratie rüsten. Rixdorf. Das rätselhafte Verschwinden eines neunjährige» Knabe» be- schästigt seit einigen Tagen die Kriminalpolizei Der Schüler Karl Altmann hatte sich am Sonntagmittag aus der Kaiser Friedrichstr. 63 belegenen elterlichen Wohnung entfernt, um ge- meinsam mit anderen Knaben einen Ausflug nach Johannisthal zu unternehmen. Die Jungen sind, wie scftegcstcllt worden ist, dorthin gegangen und traten gegen 4 Uhr nachmittags den Rück- weg an. Altmann war zurückgeblieben und später warteten seine Freunde vergeblich darauf, daß er nachkommen solle. Sie nahmen an, daß er mit der Bahn nach Hause gefahren wäre und kümmerten sich nicht weiter um ihn. Die noch an demselben Abend von den Eltern eingeleiteten Nachforschungen nach dem Verbleib des Knaben waren ebenso erfolglos wie die an den folgenden Tagen vorge- nommenen Absuchungen des Waldes. Es wirb daher angenommen, daß der Schüler verunglückt ist. Steglitz. In geheimer Sitzung wählte die Gemeindeberireiung an Stelle beS verstorbenen Architekten Flcmming Herrn Architekt Sinnig zum Schöffen. Der Gewählte gehört der Grundbcsitzcrmchrheit an; das jahrelange Flehen der Mictervcreinler, einem ihrer Anhänger ein Schöffenamt gnädigst zu übertragen, ist also abermals nicht erhört worden. Wir verstehen den Schnierz über diese schnöde Bc- Handlung zu würdigen, nachdem die Herren vom„unpolitischen" Mietcrverem und ihr Organ, die„Stcgl. Zeitung", in Patriotismus sowohl wie in Bekämpfung der Sozialdemokratie doch das denkbar Mögliche geleistet haben. Konnte denn der„Reichsverband", der dem Micterverein bei den Wahlen immer so tapfer unter die Arme greift, in dieser Sache gar nichts tun? Grost-Lichterfelde. Eisenbahnertod. Auch heute müssen wir leider schon wieder über einen tödlichen Unglücksfall im Eisenbahnbetriebe berichten. Auf dem Rangierbahnhof der Station.Groß-Lichterfelde wurde gestern nachmittag der 32jShrigc Hülfsragierer Paul Steinke von einem Rangierzug überfahren und auf der Stelle getötet. St., der mit seiner Familie in der Großgörschenstraße gewohnt hatte, war beim Rangieren vom Trittbrett eines in der Fahrt befindlichen Güterzuges abgeglitten und niedergestürzt. Unglücklicherweise sicl er dirett unter die Räder. Ter Hals kam auf den Schienenstrang zu liegen, und so wurde dem Unglücklichen der Kopf vollständig vom Rumpf getrennt. Lichtenberg. Mit de» Geschäftspraktiken deZ Schlächtermeisters Robert Schäfer, Frankfurter Chaussee Sla. beschäftigt sich die Polizei. Auf eine kürzlich erfolgte Anzeige über allerhand Manipulationen im Geschäftsbetriebe beschlagnahmte die Polizei verschiedene Waren und führte sie dem Schauhause zu. wo sie als zur menschlichen Nahrung für ungeeignet erachtet wurden. Der bisherige Gemeindevorsteher Bürgermeister Ziethen ist vom Regierung-Zpräsidenteu mit der Wahrnehmung der Geschäfte des ersteii Bürgermeisters, der bisherige besoldete Schöffe Dr. Häger mit dessen Vertretung beauftragt. Treptow-Baumschulcnwcg. Ein Schauturnen veranstaltet der Turnverein„Jahn"(Mit- glied des ArbciterturncrbundcS) heute nachmittag 2 Uhr in der 1. Gemeindeschule, Bouchestraße. aus Anlaß des einjährigen Be- stehens der zweiten Abteilung. Freunde und Gönner sind freund- lichst eingeladen. Petershagen b. Fredersdorf. Ein unglaubliches Schneckentempo scheint in manchen ResiortZ bei bestimmten Vorkommiiisien zu herrscheu. Am 5. d. M„ nachmittags ö Uhr wurde unniittelbar am Wege, welcher von Eggersdorf näch Tasdorf führt, in der Nähe der Bahn die Leiche eines hiesigen Ein- wohnerS gefunden. Nachdem überall hin die nötige» Mllteiluiigen gemacht waren, sollte man meinen, daß spätestens am iiächstcn Tage die Leiche abgeholt werden würde. Aber weit gefehlt! Im Gegen- teil: dieselbe wurde mit Laub zugedeckt und ringsherum wcistc Papierstückc. mit Meiischeiispeichel versehen, gelegt damit Füchse nicht an die Leiche gehen. Obwohl nun der Schwager des Vcr- schiedenen sich erbot, die Leiche abzuholen, wurde ihm bedeutet, er solle dieselbe nur liegen lassen, bis die Kommiisiou komme und den Tatbestand anfgeuommen habe. So muß mm die Leiche bis Soim- abend liegen und wer weiß, ob bis dahin die Herren sich an Ort und Stelle bequemt haben werden. Nur ja keine Ueberstürzuug, cS könnte ja sonst zu schnell gehen. Trebbin(Kreis Teltow). Die Stadtverordnetriiversammlung erhöhte dem Vorschlage des Magistrats gemäß das Gehalt des WasicrmeisterS Sommer von 1209 auf 1329 M. pro Jahr. Als Beisitzer für die Stadtverordnetenwahl wurden die Herren Ribbek und Götze gewählt, als deren Stell- Vertreter fungieren Herr Grunert und Genosse TrebuS. Eine Ein- gäbe des Fräulein Werkmeister, ihr das vor kurzem von 369 auf 490 M. erhöhte Gehalt um weitere 69 M. zu erhöhen, wurde ab- gelehnt. Storkow. Als Stadtverardnetenkandidat für die dritte Wählerklasse ist in der letzten Wahlvereinsversammlung Fabrikarbeiter Genosse Her- mann Wolf aufgestellt worden. Atich die Gegner haben in einer öffentlichen Wählerversammlung zur Anfftelliing der Kandidaten für die erste, zweite und dritte Ab- teilung Stellung genommen. Diese Versammlung verlief insofern originell, als unsere Genossen in derselben erschienen waren und auch ihrerseits für die dritte Wählerabteilung einen Kandidaten in Vorschlag brachten. Die Bürgerlichen hatten Wind bekommen, weil sich unsere Genossen das erste Mal an der Wahl beteiligen, und schickten deshalb ihre bekanntesten Leute ins Treffen. Schon bei der Bureauwahl erfolgte ein Zusammenstoß zwischen unseren Genossen und den Bürgerlichen. Die Herren konnten nicht verstehen, daß in einer öffentlichen Wählerversammlung auch Sozialdemokraten Vorschläge zur Bureauwahl machen können. Einige Genossen, die sich erdreistet hatten, diesbezügliche Anttäge zu stellen, wurden von dem Einberufcr der Versammlung ans dem Saale gewiesen. Bei den hierauf gemachten Vorschlägen wurden, obwohl nur ein Kandidat notwendig ist, deren vier in Vorschlag gebracht, darunter auch unser Genosse Wolf, außerdem der reiche Böttchermeister Hell- muth, Maurer Buchwalder uud Rentier Lampche. Doch jetzt kam der Knalleffekt. Ans der Mitte der Versammlung wurde verlangt, daß jeder der vorgeschlagenen Kandidaten sein Programm entwickeln solle, in welcher Weise sie die Interessen der Wähler zu vertteten gedenken. Genosse Wolf machte den Anfang und zeigte den Ver- sammelten an der Hand deS sozialdemokratischen Programms, in welchem Sinne er zu wirken gedenke. Das ging den Herren aber doch etwas zu weit. Wie konnte eS dieser Mann auch wagen, sozialdemokratische Anschauungen zum AuSttag zu bringen; kein Wunder, daß ein Teil der Versammelten, an der Spitze Herr Kruse, unseren Genossen niederbrüllten. Für die Kandidatur Hellmuth, welcher Herr bereits 24 Jahre die dritte Abteilung vertreten hat, brach der Bürgermeister eine Lanze. Unsere Genossen werden sich mit der Tatsache, daß der Herr Bürger- meister als Amtsperson in einer öffentlichen Wählerversammlung für bestimmte Personen Propaganda macht, avzufinden wiffen. Bei der Abstimmung über den Kandidaten zur dritten Abteilung enthielten sich die Versammelten der Stimme. Somit ist bis jetzt kein Gegenkandidat aufgestellt. Unsere Genoffen haben nun die Pflicht, mit aller Kraft für die Wahl de? Genossen Wolf einzutteten. Weistcilsee, Ans der Gemeindevertretung. Eine neue Polizeiveroediumg betreffs des PferdemarktcS wurde beraten und beschlossen. Danach dürfen u. a. nur für eine ganz bestimnite Zeit Pferde auf den Markt getrieben werden, während welcher Zeit der KreiStierarzt die Auf- ficht ausübt; ferner sind für LuxuSpferde, gewöhnliche Pferde und für den Wagenvcrkehr besondere Eingänge zu schaffen. Auch darf nirgends aiiderS ein marktähiilicher Verkehr stattfinden als wie auf dem dazu bestimmten Platz. Letztere Maßregel soll ver- hindern, daß ein Handel in den nächstliegende» Straßen und Plätzen, vor den Lokalen usw. stattfindet. Zur Slufrechterhaltung der Ordnung auf und vor dem Marktplatz wird dem KreiStierarzt eine entsprechende Anzahl Polizeibeamte beigegeben werden; Zuwiderhandlungen werden mit Geldstrafe bis zu 39 M. bestraft.— Ein Erlaß einer Polizeiverordnung für das öffentliche Fuhrwesen wurde noch vertagt.—- Für die Errichtung einer Heizerwohmmg und den Bau einer Terrasse in dein Gemeinde- Turiihalleiigebäude an der PistoriuSstraße wurden 8899 Mark bewilligt. Nach dem Plane der Hochbaukommisfion sollen auch in dem Gebäude mehrere Brausebäder errichtet werden, die gegen ein noch zu bestimniendeS Entgelt von dem Publikum benutzt'werden können.— Dem Nachtwächter Lange, welcher vor kurzein wegen Amtsmißbrauch zu vier Monaten Gefängnis verurteilt wurde, ist die Stellung gekündigt, während die Nachtwächter Kuhnert und Walczinski seit längerer Zeit nicht mehr im Dienst sind. Spandau. Die Wähler der II. Abteilung werden ersucht, zu der am Mon- tag im Restaurant„Zur Palme" stattfiildeudcn Stadtverordneten- Neuwahl folgenden Genossen ihre Stimme zu geben: 1. Kaufmann Hermann Pick; 2. Restanrateur Emil Kvpnick. Ter Vorstand. Stadtverordneten- Brrsammlnug. Eine sehr ausgedehnte Debatte zeitigte die Magistratsvorlage betreffs Zustimmung zur Einleitung des EnteigmingsverfahrenS bezüglich der Charlottenburger Truckrohrleitultg, soweit sie im Hafengebiei und im Habe?» durchstich belegen ist. Tic Stadt Charlo'ttcnburg hat das Gelände, in welchem ihre Rohre verlegt sind, von dem früheren Besitzer, Rentier Haffer, käuflich erworben. Nachdem nun seitens der Stadt Spandau der Haveldurchstich und der Hafenbau in jener Gegend ausgeführt wird, hat sich hcraiwgrftellt, daß sie das Charlottenburg gehörige Gelände nicht miffcn kann und daß die Rohre verlegt werden müfien. Es haben nun schon längere Zeit Verhandlungen .zwischen den Magistratsvcrtrctcrn von Charlottenburg und Spandau geschwebt, die aber zu keinem Resultat führten. Char- lottcnburg stellte derartige Bedingungen, daß Spandau nicht darauf eingehen konnte. Charlottenburg hat jetzt das Weiterarbeiten auf feinem Gelände in der»afengcgcnd sowie das Betreten desselben untersagt, wodurch die hiesigen Hafcnarbcitcn auf das empfind- lichste geschädigt werden. Tie Stadtverordneten sprachen sich in scharfen Worten gegen da» rigorose Verhalten Charlottcnburgs aus, zumal sich Spandau bei Verlegung des Charlottenburger Truckrohres auf anderen Stellen sehr entgegenkommend gezeigt. C'bcrbürgermeistcr Költzc bezeichnete rs als einzig in Preußen dastehend, daß sich eine Nachbargcmcinde gegen die andere so wenig entgegenkommend zeigt. Stadtverordneter Genosse Pieck ging ebenfalls mit den Charlottenburgern scharf ins Gericht und sprach sich dafür aus, daß die schärfsten Gegemnaßregeln getroffen werden. Es soll nun zunächst da» Enteignungsverfahren eingeleitet werden. Gleichzeitig sollen auch einige vcriragliche Rechte, die Spandau gegenüber Charlottenburg hat, z. B. Erlaubniserteilung auf Widerruf usw., in Anwendung gebracht werden. Von feiten der MagistratLvertretcr wird aber trotzdem darauf verwiesen, daß sich Spandau vornehmer zeigen wolle'wie Charlottenburg, wenn nur irgend eine Einigung möglich sei. Tie� Borlage gelangte mit großer Majorität zur Annahme. Eine ebenso ausgedehnte Debatte rief die Vorlage betreff» Errichtung eines Lchrerinncnseminars im Anschluß an die städtische höhere Mädchenschule hervor. Ter Referent der Vorlage, Stadt- verordneter und Oberlehrer der höheren Mädchenschule Grube, hat eine ungefähre Berechnung aufgestellt. Danach würde die Stadt Zuschüsse zu zahlen haben, und zwar im 1. Jahr 5460 M., im 2. Jahr 5536 M. und im 3. Jahr etwa 6999 M. Angenommen sind 3� Klassen mit je 15 Schülerinnen. Interessant waren die Aus- führungcii, welche� der Referent bezüglich der Zuschüsse pro Kopf und Jahr für Schüler der verschiedenen Schulen machte. So werden Zuschuß gezahlt für die höhere Mädchenschule 52 M. pro Kopf, für die Realschule 79 M. pro Kopf, für die mittlere Mädchenschule 25 M. pro Kopf und für die Bürgerschule, die im Eingehen be- begriffen ist, 100 M. für jeden vschiUer resp. jede Schülerin. Als der Referent hier aufhören wollte, rief Genosse Pieck:„Wie- viel wird für die Gcmeindeschüler pro Kops und Jahr Zuschuß gezahlt?" Diese Frage schien dem Referenten unangenehm; er erklärte darauf, daß für die Gcmcindcschulcn im ganzen 397 999 Mark Zuschuß gezahlt werden, und verbittet sick dann die Zwischen- rufe. Ter Stadtverordnete Rcalschullchrcr Berti» hatte eine andere Rechnung aufgemacht; danach würde die Stadt zu dem Seminar einen jährlichen Zuschuß von etwa 13 999 M. zu zahlen haben. Außerdem werde der Neubau eines Schulhauses für die höhere Mädchenschule schon bald erforderlich, der sonst noch zehn Jahre Zeit hätte. Er beantragte die Vertagung der Vorlage so lange, bis ein Neubau des Schulhauscs für die höhere Mädchen- schule erforderlich werde, dann könne gleich das Seminar mit be- riicksichtigt werden. Stadtverordneter Genosse Pieck sprach sich für die Magistratsvorlage auS. Der Bevölkerung Spandaus werde durch die Errichtung des Seminars ein Dienst erwiesen. Sodann trat er aber energisch der geäußerten Ansicht entgegen, daß für die Gemeindeschulen schon zuviel getan sei. E» wurde von Freunden der Vorlage darauf verwiesen, daß man durch die Errichtung des Seminars auch für den Mittelstand etwas tue. Eigentümlicher- weise sprach sich aber gerade derjenige Herr, der sonst immer von Liebe für den Mittelstand trieft, nämlich der Stadtverordnete und Verleger des„Spandauer Tageblattes", Schob, gegen die Vor- läge ans. Er will die Sache auch vertagt haben. Nach Annahme eines Schlußantragcs wurde die Vorlage mit 22 gegen 11 Stimmen abgelehnt. In der Rcdehallc des Friedhofes soll eine Einrichtung g� troffen werden, daß die Urnen mit den Aschcnrestcn von in Krematorien verbrannten Leichen dort aufgestellt werden könncii. Die hierfür zu zahlende Gebühr soll für 39 Jahre 59 M. betragen. Stadtverordneter G r ü t s ch e l, ein Anbänger der Fcucrbestattiing, beantragte 39 M., und gelangte dieser Antrag auch zur Atmahinc. Bemerkt sei hier noch, daß bei dieser Vorlage auch der Stadt- verordnete Gcwehrarbeiter Schmidt ll. ein Stadtverordneter der 3. Abteilung bürgerlicher Richtung, das Bedürfnis fühlte, sein Licht leuchten zu lassen. Er meinte, wer sich den Lurns der Feuer- bestattung leisten könne, der könne auch 59 M. zahlen. Er fand aber nicht die Zustiminung seiner bürgerlichen Kollegen. Einige kleinere Vorlagen wurden dcbattcloS erledigt. Mehrere Nummern der Tagesordnung der öffentlichen Sitzung wurden vertagt und in die geheime Beratung eingetreten. Vermisckres. Zum Unglück auf„Blücher" meldet die„Nordd. Allgem. Ztg." amtlich:„Die vorläufige Unter' suchling über das so folgenschlvere Unglück auf der Kaseruenhult „Blücher" hat, wie wir von imtemchtetcr Seite erfahren, ergeben, daß die Explosion der Backbord achteren Kessels durch Bedieuiuigs- fehler eiiistanden sein muß, die anscheineud mit einer Reihe unglücklicher Zufälle im Zusammenhange stehen. Die letzte spezielle UiitersiichlMg deS„Blücher"-Kcssel und die Kaltivasserdruckprobe mit doppeltem Druck hatte am 24. Juni d. I. stattgefliiiden und einen Befriedigenden Befund ergebe». Der havarierte Kessel war zuletzt' vom 1. bis 22. August im Betrieb und war seither in sogeliaiuitem nassem Zustand konserviert worden. Am Tage deS Unglücks sollte der Kesicl wieder von neuem für Danipfheiziing und elektrisches Licht in Bettieb genommen werden, als beim Anheizen die Erplosion stattfand. Es ist vergesse» worden, die festgesetzt gewesenen Sicherheitsventile und die geschlosscncil Manometerhähne nach Anzünden des KesielS zu öffnen, so daß ein Ueberheizen deS Kessels eintreten mußte. Durch die Explosion infolge zu hohen Dampfdrucks wurde die Stirmvaiid deS Kessels (Kofferkesselö) fast in ihrer ganzen Länge herausgerissen, und der allSströmcnde Dampf hat zusammen mit Bruchstücken deS Kessels sämtliche DcckS der Hulk nach oben durchbrochen." Freie Gemeinde Spandan. Heule Sonntag, nachmittag» 5 Uhr, bei Feuerheerd, Kurslr. 29: Vortrag. Referent Herr Stern. Soziatdemorratischer Zeniralwahlverein für den Reichstags- ivahlkreiS Züllichau- Zchivtedus- Krassen- Sommerfeld(Ortövercin Berlin). Dienstag, den 12. Novemder, abends ö'/, Uhr. bei Hosfmann, Koppenftt. 47: Mttgliedcrverfammlung. Allgemeine Familie»-Sterdetasse. Heule: Zahltag Ackcrstr. 123 bei Wiesenlhal von 3— ö Uhr. Wittern, igvübersscht vom». November 1097. Slalienu» Zwinemde Hamburg Berlin t B If c 2 6 5 «- Hille, «s« n � * 3 h HS) 764 SSO 763CSJO 764 CSD Fraiifi.a JB.! 763 DSD München i"64 CO «teil 1766 Still 2 heile, 2 Dunst 3 heiter 2 Nebel 3 heiter bedeckt -9 -t -1 -1 — 3 2 StatUnen L 2 s: u S r »■= c 2 g! n tzaparanda VeterSburg Scilly tldcrdeen Bari! I 763 RS 735 33 32 23 755 330 759£30 Bettei Lhawbd. — i~ 1 wolkig 2 bedeckt 1 wölken! ws H H S 11 11 6 Wetter-Prognose für Sonntag, de» 19. November 1997. Trocken, ein wenig wärmer bei schwachen südlichen Stuben und langsam zmichmender Sewölkimg. Berliner D-kterduriau. '; fp.!- Ausserordentlich günstiges ............................................. riiiiiiiiitiiiiiiiiii'i'iii iiiipi............................... 1111,1 Angebot im IIIIII III. 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(Ohne Gewähr.)(Nachdruck verboten,) 16 168 78£74 388 778 95S 82 töOO] 1160 288 812«54 «40 59 96 2198 263 837 41 439[500] 515 620 81 928 54 301« 23 138 99 rsoo) 270 84[1000] 380 969 4271 853 428 672 84«44 734 835 5042 91 117 47(3000) 044 613 647 79 6148 5«i[500] 69«43 803 7003 277 618[15 000] 74 771 82« SO 8036 66 80 83 114 287 649 755 9« 863 8096 137 850 644 606 17 712 873 13000] 963 10196[500] 314[500] 431 74 693 11002 102 218 57 833 49 70 570 744 877 925 1 2157 86 309 1 313« U0001 76 289 662 752 97[1000] 883 1 4297 99[500] 358 59[500] 69 90 411 60 530 741 95 861 15140 366 696 1 6027«0 348 506 866 1 7118 264 388 418 53 59[ 3000] 808 970 1 8161 217 73 741 19094 138[500] 453[500] 528 687 943 26061 62 74 104 11 805 553 609[500] 71 2 1 635 805 tiooo] 99 2 2333[500] 339 710 2 3051 79 338 77 453 564 624 856 881 2 4097 99[ 500] 221 494 633 916 2 5090 100 64 442«03 802 65 906 96 2 6167 70 254 83 384 410 537[15000] <3 866 ,27X14 70 220 42 816 94 423 666 28135 204[500] 323 95? 29232 334 45 90 483[1000] 509 822[1000] 023 3601«[3000] 118 679 783 816 31103 66 330 510 633 73? 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Berichtigung: In der Liste vom 7. November, nach- mitlag- lies 233455 stall 323455, 4. Ziehung 5. Kl. 217. Kgl. Preuss. Lotterie. Ziehung vom 9. November 1907. nachmittag«. Hur die Gewinne Uber 240 Mark sind den betreuenden Nummern in Klammern beigefügt. (Ohne Gewähr.)(Nachdruck verboten.) 33 65 453[1000] 83 764 811 61 943 1013 172 364 541 843[500] 2063 303 676 768 910 3 033 147 681 710 13 886 4009 11 113 20« 327 570[500] 999 5026 108 555 656 727 57 6048 76 80 240[3000] 93 413 72 631 55 83 756 808 75 920 7005[5001 31 61 572 773 899 8 165 394 603[1000] 904 70 9(13[ 3000] 530 636 710 863 988 lOOU 65 89 214 36 475 633 758 11016•« 179 245 334 810 1 2090 155 233 311 507 616 763 801 914 1 3159 529 59 93[500] 672 723 892 14221[500] 84 90 486 553 76« 93 961 1S0Ü3 19 36 389 503 611 TS 15001 105 33 930 056 1 6133 441 53 573 613 46 63 62 743 995 17234 463 554 709 57 [1000] 92 906 15 71 18010 24 519 65 75 766 875 93 1 9135 93 212 48 546 880 2O033 266 405 582 908[500] 81 93 2 1 003 93 212 70 71[1000] 406 547[500] 897[ 500] 947 64 2 2049 283 94 714 23101[500] 23 33 4 4 203 333 465 673 710 815 912 2 4033 98 120 406 837 2 5031 221 29 92[10K0].34S ÖU 22 797 965 26318 441 43 49[1000] 52 2 7105 58 869 2 8117 298 433 «32 700 2 9233 719[1000] 30181 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