Nr. 265. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 8,30 Mt., monatl. 1,10 M., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntags nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in die Post- Beitungs. Preisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat." Bostabonnements nehmen an: Belgien, Dänemark, Holland, Italien, Luxemburg, Portugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 24. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für bie fechsgespaltene Rolonel. geile oder beren Raum 50 ẞfg., für politische und gewerkschaftliche Vereins und Bersammlungs- Anzeigen 30 Big. ,, Kleine Anzeigen", das erste( fettgedruckte) Wort 20 Pfg., jebes weitere Bort 10 Pfg. Stellengesuche und Schlafstellen- Anzeigen das erste Wort 10 Bfg., jebes weitere Wort 5 Bfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Der Volksverrat besiegelt! Dienstag, den 12. November 1907. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69.. Fernsprecher: Amt IV, Mr. 1984. " Schlimmer noch steht es mit Herrn Naumann. Herr Nau- Die Arbeiterpresse des Ruhrgebietes hat seit langer Zeit schon mann hat ja keine Partei, die hinter ihm steht, aber er hat auf die sozialen und moralischen Gefahren, die nicht nur der eindoch bei manchen Leuten ein politisches Renommee zu ver- heimischen Arbeiterschaft, sondern auch der Gesamtlieren. Und er sorgt dafür, daß dies möglichst schnell ge- bevölkerung durch den Maffenimport der zumeist unter ver. schähe. Herr Naumann hat in Frankfurt eine Rede halten Iogenen Versprechungen nach dem Industriegebiet gelockten Die Lib. Korrespondenz" hat wirklich Recht ge- dürfen, von der er im voraus versprechen mußte, daß sie untultivierten und geistig rückständigen Ausländer hingewiesen. Aber habt, wenn sie vor einiger Zeit davor warnte, allzu große den taktischen Bedürfnissen der Herren sie stand bisher nicht nur damit allein, sondern sie predigte auch Hoffnungen auf die Frankfurter Einigungs- Wiemer und Fischbeck angemessen sei! Er hat tauben Ohren. Trotzdem die steigenden Unfallziffern im Bergbersammlung zu fezen. Der freisinnige Katholikentag in der Komödie mitgespielt, bei der mitzuwirken ernsthaftere und Hüttenbetrieb, trotzdem die traurigen Zahlen der Kriminalstatistik ist genau so verlaufen, wie wir es vorausgesagt haben. Die Männer, wie Gothein und Barth, abgelehnt haben! des Industriegebietes ihre Mahnungen nachhaltig unterstützten, blieben Sache begann mit einem Begrüßungsabend und endete mit Er hat in dieser Rede wieder einmal Fanfare ge- diese fruchtlos. Dem künstlichen Einwandererstrom wurde nicht Eineinem Festmahl. In der Zwischenzeit wurden vier Reden ge- blasen und feierlich erklärt, daß in der Wahlrechts- halt geboten, im Gegenteil; immer mehr Werbeagenten sandte der halten. Ueber den Inhalt der Reden ist nicht sehr viel zu frage alle Liberalen im Ziele einig" find. Herr Nau- Kapitalismus ins Ausland, um willige Ausbeute objekte zu fagen, sie hätten ebensogut vor zehn Jahren gehalten werden mann muß entschuldigen: wir begreifen vollständig, daß er, fuchen. Bis in die jüngsten Tage hinein schleppten Ertrazüge die frische fönnen, und können in fünf Jahren, wenn sie noch Zuhörer dessen letter politischer Königsgedante dieser demokratische Menschenware ins Industriegebiet, und neue Transporte werden noch finden, genau so wiederholt werden. Nicht ihr Inhalt, Monarchist hat deren schon mehrere gehabt die Einigung täglich gemeldet. Ein trauriges Bild bietet schon die Ankunft solcher sondern ihre Inhaltslosigkeit ist diesmal das Wichtige. des Liberalismus war, dessen Führerschaft in seinen Vorstellungen Sllaven. Neben den Werksbeamten findet sich die Polizei auf Denn daß die Herren alle liberalen Schlagworte wiederholen allerdings kaum den Wiemer und Fischbeck gehört haben mag, dem Bahnhof ein, um in ihre liebevolle" Obhut zu nehmen, wer würden, war niemandem zweifelhaft. Aber wir haben es nicht den Irrtum seines Werkes sofort eingestehen will; aber etwa unter dem Eindruck der ersten Enttäuschung, die sich vorausgewußt, daß ebenso sorgfältig alles vermieden das, was Herr Naumann jetzt betreibt, ist nicht mehr allen mitteilt, seinen Unmut etwas lebhaft äußern würde. Dann werden würde, was für das unmittelbare politische Verhalten ehrliche Politik! Herr Naumann weiß so gut wie wir, daß werden die Ankömmlinge mit Weib und Kind, mit Sad und Back der Liberalen von Wichtigkeit war. Man erzählte uns wieder die Freifinnige Volkspartei in der preußischen Wahlrechts auf Möbelwagen und ähnliche Fuhrwerke berfrachtet und der einmal, daß man man für die Freiheit sei und fogar frage nichts getan hat und nichts tun will! Wenn er erklärt, fünftigen Fronstätte geht die Fahrt entgegen. Die bon für das Reichstagswahlrecht in Preußen. Man sprach daß er mit dem Fischbeck im Ziele einig ist, so täuscht er Menschen und Ungeziefer überfüllte Werksmenage nimmt für aber wiederum nicht davon, worauf e8 allein an- oder er ist nicht mehr Anhänger des gleichen Rechts! Wenn furze Zeit zunächst die die Ankömmlinge auf, dann bekommt, was die Liberalen nun endlich tun wollen, er jetzt wieder zur Agitation für das Reichstagswahlrecht aufzieht der verheiratete Arbeiter gewöhnlich eine Wohnung um ihr Programm zu verwirklichen. Man muß diesen Mangel fordert und diese Aufforderung erläßt nicht im Gegensage, der Wertstolonie und der ledige Arbeiter sucht Unterkunft in umsomehr bedauern, als Herr Wiemer ausdrücklich erklärte, sondern an der Seite der Freisinnigen Volkspartei, so treibt einem privaten Kosthaus oder als Kostgänger bei seinen Arbeitsdaß der Freisinn einen„ ausschlaggebenden Einfluß ausübt" er Demagogie. Warum hat denn Herr Naumann seit seinem tollegen. Beides ist vom Uebel! Im Hamborner Bezirk, dem und von ihm die Aftionsfähigkeit des Blocks" abhängt. Herr Wahlrechtsartikel im„ Berl. Tageblatt" sich so sorgsam ge- sogenannten Königreich Thyssen, haben wir solche LogisWiemer sagte über das Preußenwahlrecht viel hütet, selbst in die Agitation um das Wahlrecht weiter ein- Häufer befichtigt und damit Tiefen menschlichen Glends weniger, als etwa über die 8igarrensteuer, gegen zugreifen? Warum hat er erst noch jüngst bei der Be- erschaut, wie fie fich glücklicherweise nur selten dem Blicke darbieten. die zu stimmen er sich verpflichtete. Herr Wiemer führte sprechung des des Buches Buches von von Breitscheid eine Haltung Die Schlafräume in diesen Höllen sind klein, feucht und überfüllt. wieder das alte Gaufelspiel auf, Herrn Barth als zu bescheiden eingenommen, die ihm das Lob der Freisinnigen Der stechende Geruch schlechten Tabaks, von menschlichen Auszu bezeichnen, während er selbst sich als unentwegten Beitung" eingebracht hat? Warum ist es Herr Naumann allein, dünstungen und Alkoholdunft verpestete Luft schlägt den Eintretenden Vorkämpfer des gleichen Rechtes vorstellte. Ihm genügt das der von denen, die für politische Demokratie eintreten, noch entgegen. Aus zufammengezimmerten Brettern und schmuzstarrenden geheime Wahlrecht nicht, er will mindestens auch die Be- immer Vertrauen zu der Freisinnigen Volkspartei und ihren Lumpen bestehen die Betten", die oftmals bei Tag von einem seitigung des indirekten Wahlsystems und damit der Drei- Führern hat? Herr Naumann ist viel zu flug und er kennt Nacht- und nachts von einem Tagschichter gemeinsam benutzt werden. flassenwahl. Nur schade, daß Herr Wiemer nicht einmal eine die freisinnigen Führer viel zu gut, um nicht im Innern Als diese grauenhafte Zustände vor furzem von unserem Duisburger Andeutung darüber machte, wie seine ausschlaggebende Partei seines Herzens, wir wollen nicht sagen, unser Urteil, aber Parteiblatt ans Licht gezogen wurden, mußte selbst die ihre Forderungen durchsetzen will! das Urteil von Barth über die Volkspartei zu teilen. Wenn gegnerische Presse, die jene Verhältnisse leugnen wollte, besiegt die Barth hatte auch dafür einen Weg vorgeschlagen und Herr Naumann heute die bürgerliche Demokratie an die Volks- Waffen strecken und zugeben, daß jene Heimstätten des Elends„ ein verlangt, daß die Einigungsversammlung in einer Resolution partei verrät und nach der Haltung der Volkspartei idealer Verbreitungsboden aller möglichen an bestimmte Forderungen an die Regierung aufstellen und in der preußischen Wahlrechtsfrage ist es ein Verrat- ft e dender Krankheiten" seien. So richtig wie dieses Bu die Vorlage eines Notgesetzes" fordern solle; geschähe dann ist es nichts als seine Eitelkeit, die ihn geständnis an sich ist, so ist doch die Krankheitsgefahr noch nicht das dies nicht, dann müsse der Liberalismus das Blockabkommen dazu treibt! Herr Naumann schreckt davor zurück, zu wesentlichste. Schlimmer noch ist die Gefahr der moralischen kündigen. Wie auf dieser Versammlung jede Distussion, so gestehen, daß die Einigung des Liberalismus in der Form, Verseuchung, die von jener Zusammenhäufung des rückwurde auch jede Beschlußfassung vermieden! Ueberhaupt war in der er sie betreiben wollte, ein politischer Irrtum war. Er ständigsten ausländischen Proletariats ausgeht. Höhere Genüsse diese Versammlung nichts anderes als eine Wiederauflage der will recht behalten und wenn auch darunter die von ihm ver- tönnen sich diese Menschen bei ihrem Elend nicht gestatten, der volksparteilichen Komödie im Zirkus Busch! Derselbe Wiemer, tretene Sache den schwersten Schaden erleidet! derselbe Müller- Meiningen mit denselben Wizchen und Aber die Tattit Naumanns ist, wie jede Verschleierung Mätzchen, die Bebel in Essen schon bei ihrer ersten Auf der Tatsachen, gänzlich unnütz. Sturze Zeit trennt uns von lage genügend gekennzeichnet hat! Aber an Stelle der der Eröffnung der Parlamente, und in den Parlamenten Kopsch und Müller- Sagan waren Herr Konrad Haußmann wird sich vollenden, was wir vorausgesagt haben. In der und Herr Naumann getreten. Das ist nämlich die liberale Zwischenzeit aber findet eine Versammlung statt, deren Ernst Einigung. Die Herren von der Freisinnigen Vereinigung und die politischen Scherze, wie sie im Zirkus Busch und in Frank legteren in dem gleichen Elend, ist den gleichen sozialen Bedingungen Und das ist erklärlich. Lebt doch auch ein großer Teil der der Süddeutschen Volkspartei dürfen ihr etwas besseres furt aufgeführt worden sind, sehr rasch in Vergessenheit bringen unterworfen. Für alle fehlt auch die bescheidenste Bildungsmöglichkeit Renommee in die alte Schwindelfirma der Freifinnigen Volks- werden. Der preußische Parteitag der Sozialdemokratie und die schwere, übermäßig ausgedehnte Fronarbeit partei einbringen! Und wie dankbar die Herren noch waren, wird zeigen, wie der Kampf fürs allgemeine, gleiche, ich to ächt ihre geistige Energie, ertötet jeden Lern. daß sie als Geschäftsteilhaber zugelassen wurden! Herr direkte und geheime Wahlrecht in Preußen zu führen ist! eifer. So ist es denn nicht verwunderlich, daß die Unsicher Haußmann degradierte sich dazu, eine Rede zu reden, die Er wird die Antwort, die die Freisinnigen beharrlich ver- heit im Industriegebiet ständig wächst, Roheitsebensogut des Fischbeck würdig gewesen wäre. Ja, er ging weigern, auf die Frage nach den Mitteln geben, mit denen delitte, Räubereien und Sittlichkeitsattentate so weit, die politische Abdankung seiner eigenen Partei dem ganz allein das Reichstagswahlrecht errungen werden kann. zu fast unvermeidlichen Alltäglich feiten gehören! Phantom der liberalen Einigung zum Opfer zu bringen! Das allgemeine Wahlrecht wird nur durch den Zwang einer Denn das und nichts anderes bedeutet es, wenn der Frei- unwiderstehlichen gewaltigen Volksbewegung kommen. Diese Arbeiterheer des Industriegebietes läuft und der seit Jahren anKein Wunder, daß ein dumpfes Grollen durch das große finnigen Volkspartei die Führung der Liberalen ausdrücklich können die Freisinnigen allerdings nicht entfesseln. Träger gesammelte Groll dem Siedepunkt bedenklich nahe kommt. Man übertragen wird! Fischbeck, Kopsch und Wiemer als die der Demokratie ist in Deutschland einzig und allein nur fühlt, daß der Zukunft Schoß neue und schwere Kämpfe gebären Führer des geeinten Liberalismus heißt nichts anderes, als die Arbeiterschaft. Aber in diesem Kampfe um fein wird, und sieht, daß die Werksbesiger zu diesen die politisch rückständigsten Leute innerhalb des Recht wird das Volt die Freifinnige Volkspartei auf der Seite sämpfen rüsten. Arbeiterentlassungen auf der einen, HeranLiberalismus zu dessen Herren zu machen! der Gegner finden. Wenn Herr Haußmann sagt, der Freijinnigen Volkspartei lockung minderwertiger Arbeitskräfte auf der anderen Seite sollen die Die bürgerlichen Demokraten werden einsehen müssen, industrielle Reservearmee vergrößern und so den künftigen Sieg dem gebühre deswegen die Führung, weil sie die größten parla- daß ihr Platz nicht sein kann im Lager der Gegner der De- Kapital sichern! mentarischen Traditionen, die größten Führer() und das größte motratie. In welcher Form die bürgerliche Demokratie ihren politische Stapital habe, so weiß man nicht, soll man darüber Stampf führen will, das zu entscheiden kann nicht unsere Sache lachen, daß Herr Haußmann den politischen Ehrgeiz besigt, sein. Daß sie feinen Kampf führen kann, wenn sie sich an bei Seiner Majestät Wiemer die Rolle des Philipp Eulen- Händen und Füßen gefesselt den Leuten von der Freisinnigen burg und seiner anhimmelnden Kumpane zu spielen oder Volkspartei ausliefert, ist allerdings gewiß! darüben staunen, was die Herren ihrem Publikum alles zu bieten wagen! Aber Herr Haußmann will offenbar die feindfelige Haltung unserer Genossen bei seiner Stichwahl noch nachträglich vollständig rechtfertigen. Charakteristisch für die vollständige Korruption der bürgerlichen Demokratie ist es, daß ein Führer dieser Demokraten" Wetterleuchten. Man schreibt uns: sich nicht scheute, diese jammervolle Rolle an einem Tage Die rheinisch- westfälischen Industriekönige haben sich noch nie und in einer Stadt zu spielen, die mit dem Namen eines durch moralische Bedenken veranlaßt gefühlt, auch nur um Haareswirklichen bürgerlichen Demokraten so innig verknüpft breite von jenen Wegen abzuweichen, die zu den Zielen ihrer Profitsind: dem Namen Robert Blums! Man hätte Zeit und Ort sucht führen. Ob das Allgemeininteresse darunter leidet oder nicht, der Tagung nicht besser wählen können, um die Schande des das sind Fragen, die den Herren keine Strupeln machen. Die den ,, demokratischen" Bürgertums in alle Welt hinauszuschreien! Kapitalmagnaten treu ergebene bürgerliche Presse hat dergleichen Robert Blum, der Blutszeuge der bürgerlichen Freiheits- tapitalistische Sünden bislang entweder schämig verschwiegen oder kämpfe und Wiemer, Müller- Meiningen und Haußmann, dreist gerühmt. Nunmehr scheinen zum Teil die Rollen vertauscht die Parodisten der Demokratie, die unter dem Schilde des zu sein, plöglich tvendet sich die bürgerliche Presse des Ruhrgebiets ,, agrarischen" Kanzlers und der Junker für die gegen fapitalistische Sünden, deren Verteidigung sie vorher Freiheit"- schwagen, um sie zu verraten! Ein Rest der als eine ihrer vornehmsten Aufgaben angesehen hatte. Die EinScham mag diese entarteten Epigonen bewogen haben, den fuhr des ausländischen Zumpenproletariats in Namen Blums nur schüchtern zu erwähnen, ja nicht die Er das Industriebeden ist urplöglich der Kapitalisten innerung an das Jahr 48 heraufzubefchwören. preffe anscheinend ein Dorn im Auge " einzige Freudenspender ist Dämon Itohol, und zu ihm gesellen sich geschlechtliche Egzesse. Bei der unvermeidlichen innigen Berührung und Vermischung dieser Elemente mit der einheimischen Arbeiterschaft wirken diese auch auf einen nicht geringen Teil der letzteren demoralisierend. Schwert, das auch den Befizenden tiefe Wunden Aber diese frebelhafte Politik ist ein zweischneidiges fchlagen fann. Daher der plötzliche Stimmungswechsel ber tapitalistischen Preise. Die„ Rh.- Westf. 8tg." hatte mit ihrem gutentwickelten fapitalistischen Instinkt zuerst die Gefahr erkannt und Alarm geblasen. Die entfeßliche Bluttat, die in Durbusch von einer Rotte kroatischer Arbeiter verübt wurde und kürzlich vor dem Bonner Schwurgericht ihre Sühne fand, gab ihr Veranlassung, auf die Gefahren der Heranziehung aus ländischer Arbeiter aus sittlich und in krimineller Hinsicht tiefer stehenden Nationen und Rassen hinzuweisen. Sie ist der Ansicht: „ daß die Ueberschwemmung unserer deutschen Lande mit Ausländern minderwertigen Charakters in den besonders betroffenen Gebieten zu einem Grade allgemeiner Unsicherheit geführt hat, der sich mit dem Wesen eines Kulturstaates nicht verträgt". Die ungebändigte Roheit, die ungesittete Verworfenheit und die zügelLose Leidenschaft dieser Sendlinge fremder Völkerschaften werden überall da, wo sie mit den fittlich zweifelhaften Elementen des eigenen Voltes zusammentreffen, jeden Rest einer guten Eigenschaft bei diesen verderben und die Gefahr einer allgemeinen Verwilde rung vergrößern." Es fönne gar nicht zweifelhaft sein, daß das Allgemeinniveau eines Volkes durch diese fremden Elemente ganz bedeutend herabgedrückt" werde. Die Zustände werden unseres Reiches und unseres gesitteten Voltes durchaus unwürdig und es ist Beit, ernstlich für Abhülfe zu sorgen. Wir müssen solche Ele mente unserem Voltstörper fernhalten und da, wo sie sind, aus" merzen. Das Scharfmacherorgan verlangt deshalb Einwanderungs-| im Grunde nichts anderes, als daß England seiner Ueberlegenheity beschränkungen gegenüber solchen Arbeitern. zur See sicher ist und natürlich auch dafür sorgen wird, diese lleberDie Syndikatsherren werden sich den Teufel um die Kassandra- legenheit niemals zu verlieren. Je stärker Deutschland rüstet, desto rufe der Kohlentante scheren. Ja, die gerade in lester Beit energischer wird auch England seine Flotte ausbauen- und das mit Hochdruck betriebene Einfuhr ausländischer Ausbeuterobjekte Sträfteverhältnis wird dasselbe bleiben wie vorher! läßt die Vermutung aufkommen, daß der plögliche Gesinnungs- Bozu also das uferlofe Wetträsten? Diese Frage wechsel der Kapitalistenpresse auf Befehl von oben erfolgt und flingt auch aus der Nede Fishers heraus. Aber die neue Floiten der Alarm nur die Rüstungen der Werksbesitzer vorlage foll ja bereits vor Weihnachten dem Reichstag zugehen verschleiern sol!! Dem widerspricht nicht, daß die Aus- Mögen deshalb Eduard VII. und Wilhelm II. noch so freundschaftliche lassungen der Kohlentante anscheinend bei der Polizei auf empfäng Versicherungen austauschen: das Mißtrauen wird nicht lichen Boden gefallen find und die Polizeifauſt durch schwinden! Die Nötigung für England, immer neue Milliarden rigorose Anwendung der Ausweisungsbestimmungen das be für feine Flotte auszugeben, wird immer neue Animosität er retten fucht. Die fleine Scharf- zeugen. macherpresse ist schon etwas unvorsichtiger und lüftet in ihrem Deshalb wiegt die Auslassung des englischen Admirals troz Ungeschick den Schleier, mit dem das Unternehmertum seine Pläne ihrer freundlich- ironischen Schlußwendungen schwerer, als all die verdecken möchte. Sie möchte gern die noch verborgene Glut der Begrüßungshöflichkeit der englischen Presse, als alle Toaste, die bei Empörung über das frivole Treiben der Kapitalmagnaten dämpfen der Monarchenbewegung noch getauscht werden mögen! und berlangt eine Verminderung des ausländischen Zustroms, um den Arbeitern den Verdacht zu nehmen, daß jene Ausländer gegenüber den organisierten Arbeitern von den Großindustriellen als Sturmbod mißbraucht werden! drohte Vaterland G Das Gelbbuch über Marokko. Sozialdemokratie, Achtuhr- Ladenfchluß in der die merkwürdige Rolle des Herrn v. Rofen bei der und Sonntagsruhe. Aus dem Parteibureau schreibt man uns: Politische Ueberficht. Berlin, den 11. November 1907. Blockpolitik- aber konservative und mit dem Zentrum! des Abgeordnetenhauses, hat in einer Breslauer Bersammlung eine Herr v. Heydebrand, der Führer der konservativen Fraktion wundersame Nede über die Blockpolitik gehalten. Er führte nach der Schles. Morgen- Zeitung" aus, daß er sich durchaus nicht gegen die Blockpolitik wenden wolle. Im Gegenteil; nur mache er die Bebingung, daß die Blockpolitik konservativ fet und ein ufammmengehen mit dem Zentrum gestatte! Er fagte nämlich: " " Ich sage nicht, daß ich vorschlüge, einer derartigen Politik, wie sie im gegenwärtigen Augenblick fich herausgebildet hat, Schwierigkeiten zu bereiten, das sage ich nicht; int Gegenteil, ich wünsche, daß der Politik unnötige Schwierigkeiten nicht bereitet werden, aber ein prinzipielles Opfer unserer Lebensinteressen zu bringen, einer Erscheinung zuliebe, die vielleicht nach einer sehr kurzen Zeit überlebt ist, wäre m. E. das törichtste, was wir tun könnten." " Das ist auch ein Say, der auf die Dauer unmöglich ist, daß man einer Partei von der Bedeutung und dem Umfange der fatholischen Zentrumspartei prinzipiell den Standpunkt außerhalb der Mitwirkung an den deutschen Reichsangelegenheiten auweist. Es. ist praktisch auf die Dauer bei der Bedeutung dieser Volksteile nicht durchzuführen und es birgt auch an sich große Gefahren in sich. Wohin soll es schließlich führen, wenn man dahin käme, daß jemand als Katholik oder katholischfonfeffionellpolitisch vertrefen minder geeignet sei, an öffentlichen Arbeiten mitzuwirken, und ihn den anderen Voltsteilen gewissermaßen als Feind oder doch Gegner gegenüberzustellen. Das ist zumal in der Gegenwart eine sehr bedentliche Sache, denn es kann nicht geleugnet werden, daß die Evangelischen wie die Katholiken heutzutage manche gemeinsame Feinde haben, die nur darauf warten und es fich zu nuze machen, daß die gemeinschaftlichen Gegner getrennt sind.". BeParis, 7. November.( Eig. Ber.) Das ist das einzige Motiv für den unerwarteten Gesinnungswechsel der Kapitalistenpresse! Scheinbar wendet man sich gegen den Das heute herausgegebene Gelbbuch gibt in Dokumenten Massenimport ausländischer Lohndrücker, um die unaufgeklärte ein- die Geschichte der diplomatischen Aftion Frankreichs nach der heimische Arbeiterschaft zu blenden und sie über die wahren Konferenz von Algeciras. Die Tendenz, die die ganze, 400 Biele der Werksgewaltigen zu täuschen. Die Großindustriellen Seiten füllende Sammlung durchzieht, ist: die franzöfifche laffen auch fernerhin Streitbrechertolonnen im Ansland anwerben Regierung als getreuen Grefutor, wenn nicht der Paraund lachen der vermeintlichen Opposition der ihnen ergebenen Presse. graphen, so der Ideen von Algeciras erscheinen zu lassen. Doch auch die Arbeiterorganisationen tuen gut daran, zu rüsten Das belletristische Geschick des Verfassers hatte sich diesmal und ihre Waffen zu schärfen. Denn je mehr die Krise sich be- an einem weit weniger dramatischen Stoff zu bewähren als merkbar macht, um so näher rüdt der unvermeidliche Kampf. Was im Rouvierschen Gelbbuch vom Dezember 1905, und die sich jetzt im Industriegebiet abspielt, ist das Wetterleuchten des epische Breite der aufgestellten Materialien macht die Leftüre heraunahenden Gewitters! nicht eben furzweilig. Das sichtliche Bestreben, das Leitmotiv der internationalen Einhelligkeit festzuhalten, bringt eine gewisse Monotonie hervor, die eigentlich nur in der Episode, Aufnahme des Hauptmanns v. Tschudi in den Dienst des Die Konservativen bedanken sich also dafür, bei der BlockSultans behandelt wird, pikanteren Effekten Plaß macht. politit mehr die Zahlenden und Gebenden" als die„ Empfangenden" Vielleicht wird die deutsche Regierung die Gelegenheit wahr fein zu wollen! Da aber bei einer gemeinsamen Bolitik der KonDie Deutsche Sandelswacht" versucht in ihrer Nummer 20 nehmen, sich über den im Gelbbuch gegen den deutschen Ge- fervativen und Liberalen doch unbedingt auf einer Seite Opfer boni 15. Oftober 1907 bei Besprechung der Debatten des fandten in Tanger indirekt ausgesprochenen Vorwurf der Ungebracht werden müssen, sollen die Liberalen die Düsseldorfer Genossenschaftstages nachzuweisen, daß die wahrhaftigkeit auszusprechen. Herr v. Rosen hat Bahlenden und Gebenden" sein of Stellungnahme der sozialdemokratischen Partei zum Acht- nämlich in einem Gespräch mit Herrn Regnault erklärt, nicht Auch der Kulturkampfpauferei des Liberalismus wird uhrladenschluß und zur Sonntagsruhe nicht den berechtigten genau zu wissen, ob Herr v. Tschudi als Chef des marokka- von dem Führer der preußischen Konservativen eine kräftige Absage Forderungen der Handlungsgehülfen entspricht. Dieser Nach- nischen Genieforps oder als Chefingenieur des Sultans en erteilt. Ganz offen spricht Herr v. Gehdebrand es aus, daß weis fann nicht gelingen. Die jozialdemokratische Partei gagiert worden sei. Ben Sliman aber hat dem fran- Evangelische und Katholiken die gleichen Interessen- der fordert in ihrem Programm die Durchführung einer un- öfifchen Konsul in Fez, Herrn Gaillard, mit Entschieden. Bolfsverbummung nämlich und gemeinsame Feinde" haben: unterbrochenen Ruhepause von mindestens beit versichert, daß die Verhandlungen über dieses En diejenigen nämlich, die gegen die Orthodogie und Muderci au36 Stunden in jeder Woche". Diese Forderung nagement zwischen dem Sultan und Herrn Rosen felbft rämpfen. Sollte also wirklich der Freisimm den Mut zeigen, Schulbedeutet die weitgehendste Sonntagsruhe für alle Gewerbe, unten in Afrika allerhand Treibereien auf beiden Seiten vormundungssucht zu bekämpfen, so würden sich ihm gegenüber gepflogen worden seien! Es ist ja kein Geheimnis, daß da verpfaffung und andere Formen geistlicher reaktionärer deren Betrieb nicht für die Ausnügung des Sonntags zur - vor sich gehen, von denen die große", im Tageslicht Stonservative und Zentrum sofort zusammenschließen! Erholung und Erfrischung der Arbeiter und Angestellten un erläßlich ist. Den Arbeitern dieser Gewerbe muß in der operierende Diplomatie nichts weiß oder besser nichts wissen Woche eine entsprechende 36stündige Ruhepause gewährt will. Freilich bringen Gelb- und Weißbücher, die auf Bewerden. Geht irgend eine bürgerliche Bartei weiter nichts über diese Dinge, deren Ergründung einer fünftigen werden. Geht irgend eine bürgerliche Partei weiter leuchtungskünfte, nicht auf wirkliche Erleuchtung ausgehen, als wie die Sozialdemokratie? Berlangt irgend eine bürgerliche Partei, daß Sonntags feine Eisenbahn, Geheimgeschichte des Kapitalismus vorbehalten bleibt. feine Elektrische, fein Wagen fährt und daß alle Gasthäuser bock, von dessen Schwärze fich die Loyalität" der anderen Herr v. Rosen ist im Gelbbuch allerdings der SündenSonntags geschlossen sein müssen? Für den Achtuhr- Baden schluß hat sich bereits deutschen Diplomaten um so heller abhebt. Wie denn über die dem Bundesrat vorliegt, wird, so verlautet eine offigiöse Korre 1896 der Sozialdemokratische Parteitag in Gotha haupt immer wieder die sympathische Einmütigkeit betont fpondenz, dem Reichstage bestimmt nach vor Weihnachten erflärt. Es heißt in der Gothaer Resolution unter anderem: wird, die Frankreich bei den verschiedenen Mächten gefunden zugehen. Neben dem Börsen, dem Vereins- und Versammlungsrecht " Da aber deren tapitalistische Gegnerschaft diefes bißchen hat. Die beliebte Methode, diese Uebereinstimmung in ihren werden dem Reichstage beim Zusammentritt noch das ViehfeuchenArbeiterschutz verweigert, weil angeblich durch ihn die Interessen wechselnden Nüancen zu charakterisieren, ist auch im Gelbbuch gefetz und der Entwurf betreffend Vornahme einer Viehzählung am der kaufenden, besonders der arbeitenden Bevölkerung benach beobachtet. Die Zurückhaltung der französischen Diplomatie 2. Dezember zugehen. teiligt würden, erklärt der Parteitag, daß die Arbeiter für die aber wird besonders durch den Hinweis unterstrichen, daß fie Forderung der im Handelsgewerbe beschäftigten Berfonen ein- dem von der englischen Regierung Anfang Oktober ausfreten, die Einführung des gefeblichen Achtuhr gefprochenen Wunsche nach einer Besetzung anderer Häfen Salboffiziös wird gemeldet: Dem Vernehmen nach beabsichtigt Ladenschlusses als teine Schädigung ihrer das Kolonialamt, dem Reichstage drei Bahnvorlagen vorzulegen: Interessen betrachten und selbstverständlich außer Cafablanca widerstanden habe. Begreiflicherweise sind in der Publikation die Begeben. 1. Das Projekt der Mittellandbahn von Ostfür diefen wie für jeden Schuh jeder Arbeiter. fategorie eintreten." heiten wie üblich- retuschiert. Man wird über die afrita von Morogowo über Tabora nach dem Gebt eine bürgerliche Partei hierin weiter als Berstimmungen zwischen Frankreich und Spanien daraus ujambarabahn von mombo bis Mofchi; 3. die letzte Tanganjikasee; 2. das Projekt der Fortführung der die Sozialdemokratie? Gerade die den antisemitischen Hand- ebensowenig erfahren wie über die Unklugheiten und Provo nate für den Bau der Bahn vom Feldschuhhorn nach lungsgehülfen politisch nahestehenden selbständigen Kaufleute fationen, die in den Morden von Marakesch und Cafablanca Keetmanshoop( Südwestafrika). Für die ostafrikanische Mittelfind vielfach Gegner des Achtuhr- Ladenschlusses und der Er- eine in einem„ Barbarenlande" begreifliche Reaktion fanden. Landbahn werden die Kosten für das Projekt und die erste weiterung der Sonntagsruhe. Das haben sozialdemokratische Und um über die Details des Bombardements von Cafa Baurate verlangt werden. Staatssekretär Dernburg Stadtverordnete nur zu oft erfahren, wenn fie für Erweite- blanca unterrichtet zu werden, wird man wohl warten müssen, wird bei Beratung des Kolonialetats in den ersten Tagen rung der Sonntagsruhe in den Kommunen Anträge stellten bis Muley Hafid ein Schwarzbuch herausgibt. Denn nach dem Zusammentritt des Reichstags dem Reichstage über seine und die Magistrate zur Förderung des Achtuhr- Ladenschlusses Abdul Aziz kann es nicht. In endloser jämmerlicher Geldnot Neise Bericht erstatten und feine Pläne entwidelu. J Kolonialvorwärts treiben wollten. hat er sich von der Gnade der französischen Regierung tropfen amt werden die betreffenden Bahnprojekte jept in die Kolonialetats Ueberdies hat die sozialdemokratische Reichstagsfraktion weise Sülfe erbettelt, und er sieht jetzt einen rettenden Kelch eingeschaltet werden und sofort dem Bundesrate zugehen. Session für Session für die Handlungsgehilfen und Arbeiter feinen Rippen nahen. den Achtstundentag gefordert. Herr Schack, der Führer der Lehrreich für die Zeitgenossen aber ist die Geschichte der deutschnationalen Handlungsgehilfen, hat als Reichstags. famosen internationalen Bolizei" in Maroffo. Die fran abgeordneter noch nicht den Achtstundentag für die Handels- zöfifche Regierung betont immer wieder ihren guten Willen angestellten beantragt, troßdem der Deutschnationale Hand- au der in Algeciras vereinbarten Einrichtung dieses Korps, lungsgehilfenverband den Achtstundentag fordert! Auch eine Begrüßungsrede. 4 Trotzdem werden sich unsere Freisinnigen an die Rockschöße des Kanglers der Block- und Neichsverbandspolitik flammern, bis die Bülow zwingt, die Fischbed, Kopfch, Wiemer und Naumann die BeJunkerkamarilla entweder einen neuen Stanzler freiert oder aber tanntschaft seiner Stiefelabfäge machen zu lassen! Die Flottenvorlage, Die Kolonialprojekte! Beschüber eines traurigen Helden. In Rothenburg; dem Landtagswahlkreise des in den Gand gefollerten nationalliberalen Wechselreiters Held, fand dieser Tage eine nationalliberale Wählerversammlung statt, in der Generalsekretär Flathmann seine Bartei, insbesondere der und man muß ihr glauben. Aber welche unglaubliche, lächer nationalliberalen Provinzialvorstand, von dem Heldschen Drea Die Sozialdemokratie wird den BI o de parteien in diefer liche Schwerfälligkeit offenbaren dann alle diese Berhand- rein zu waschen suchte. Der Vorstand habe in jeder Hinsicht Session des Reichstags wieder Gelegenheit geben, au lungen, Anfragen, Vorbereitungen! Eine Lektüre dieser forrekt gehandelt"; die Parteileitung wolle feine faulen Sachen zeigen, wie weit sie hinter der Sozial- Partien des Gelbbuches wäre wohl geeignet, den Nespekt der verdecken und schiffbrüchige Eristenzen halfen". Nur schade für die demokratie aurüdbleiben, wenn es gilt, guten Bürger vor der erhabenen Staatskunst der modernen nationalliberale Partei, die in die Heldengeschichte doch zu sehr mitverflochten ist, als daß die Oeffentlichkeit sich mit den leeren positiv für die Handelsangestellten gefet Stegierungen beträchtlich zu erschüttern. Beteuerungen Flathmanns zufrieden geben würde. Nichteine geberisch etwas zu leisten! Sekunde" würden die Nationalliberalen schiffbrüchige Leute zu Madrid, 9. November.( B. S.) Die Veröffentlichung halten suchen. Herrn Held haben sie aber fünf Tage Beit ge des französischen Gelbbuches über Marokko hat in Spanien laffen, feinen freiwilligen austritt aus der nationalguten Eindruck gemacht. Verschiedene Abgeordnete erklärten, liberalen Reichstagsfraktion zu erklären! Wer die ganze Seldendaß Frankreich in Marokko mit großer Vorsicht vorgegangen geschichte fennt, weiß freilich die nationalliberale Storrektheit" zu Auf dem Bord Mayor- Bankett, das am 9. November sei und daß zwischen Frankreich und Spanien abgesehen würdigen. Eine ganze Reihe von Jahren ließen die ollen ehrlichen fn London stattfand, hielten auch die Vertreter der Armee und der von einigen unwesentlichen Reibungen vollständiges Ein- Nationalliberalen den Held mit einem ganzen Budel voll ehrenFlotte die üblichen Ansprachen. Der Admiral der Flotte bernehmen herrsche. Auch die Haltung Deutschlands hat rührigfter Befchuldigungen herumlaufen und duldeten es, daß der Mann die seltsamsten Winkelzüge anwendete, die widerspruchsFisher, machte- am Vorabend des Besuchs des deutschen guten Eindruck gemacht, zumal Deutschland die Berechtigung vollsten Erklärungen" usw. verbrach, um nur den Gerichten des von Europa an Spanien und Frankreich erteilten Man- aus dem Wege zu gehen. Und als sogar aus dem engsten Streife Raisers folgende Ausführungen: Der beste Beweis für die Schlagfertigteit der dates anerkennt. der Parteifreunde des Herrn Held gleiche Anklagen gegen ihn Flotte sei die Tatsache, daß jüngst in der Nordsee sechsundzwanzig laut wurden, fam von Herrn Bassermann aus Berlin, als nationalliberale Reichstagsfraktion, der Bescheid, die Beschuldie Quintessena einer gründlichen Untersuchung durch die Mit diesen merkwürdigen Tatsachen" ist aber Herr Basserdigungen feien jeder Grundlage entbehrend und den Tatsachen(!) geradezu ins Gesicht schlagend". mann auch nach den schlimmen gerichtlichen Festauf einem Pendampfer sprechen fönne. Derartige Er Baris, 10. November. Aus Mogador wird berichtet, daß Mißtrauen gegen Held nicht frei. Der Generalsekretär der aber selbst die nationalliberale Partei- Elite von ausgesprochenem zählungen feien töricht, zugleich aber auch schädlich. Der Riffa ben Omar, der Minister des Aeußern des Gegen" Korrektheit", Serr Flathmann, meinte:" Wir wissen ja alle, mas Admiral kam dann auf die morgen stattfindende deutsche fultans Muley Safid, Muley Safid, dem französischen Konful in " Invasion" zu sprechen, hieß sie herzlich willkommen und Mogador, Kuri, mehrere für die anderen Konjuln beſtimmte Briefe für ein Sterl ist, aber ich habe nad Berlin geschrieben, wues fie gab schließlich im Namen der englischen Marine der Genugtuung übersandte, mit dem Griudhent, fie feinen Kollegen zu übermitteln. Der auch sonst mit ihm anfangen, sein Mandat sollen sie ihm lassen." darüber Husdrud, daß der Kaiser Admiral der eng franzöfifche Konful hat sich jedoch nicht für berufen angefeben. ae nede vom Hannoverschen Courier" nannte den Niemals faule Sachen verdecken", Herr Generalsekretär! Mag lischen Flotte fei. diesem Ersuchen Aiffa ben Osmars zu entsprechen, und die held nicht basenrein", Graf Oriola äußerte sich ähnlich Wir haben erst in unserer Sonntagsnummer auseinandergefeßt, Briefe an den franzöfifchen Gesandten Regnault in Rabat aber die nationalliberale Partei awang ihren traurigen Helden daß das Verhältnis zwischen England und Deutschland vor allem abgesandt, mit der Bitte, ihm weitere Weisungen zu erteilen. beileibe nicht, zu klagen, dafür vertraute sie dem start andurch die deutschen Flattenrüstungen getrübt worden ist. Die Konfuln in Mogador hielten hierauf eine Verfammlung gefressenen Ehrenmann noch ein 2 andtagsmandat an, ber Und das stärkste Argument, das unfere Flottentreiber für die neue ab, in welcher insbesondere der svanische und englische Konful fehr fündete mit Grapofaunen seinen Heldenruhm und verleumbete nach Flottenvorlage vorbringen, ist ja die Ueberlegenheit der eng- scharf gegen das Vorgehen Kuris Einspruch erhoben und beschlossen, Kräften die Leute, die gerichtliche Aufklärung über die Angriffe Tischen Flotte. Wenn der Admiral der englischen Flotte nun mit den Brotest des Konsulartorps zu Protokoll an bringen.auf Herrn Held forderten! Wie forrett das Heldsyndikat arbeitete, zeigt folgende Erklärung des nationalliberalen Wahl. Ans Marokko. der besten Schlachtschiffe und 28 der besten Kreuzer mit 11 Admiralen London, 11. November. Weldungen aus Tanger zufolge hat versammelt waren, und das jei nur ein Bruchteil der Flotte zwischen den Truppen des Sultans Abdul Aziz und dessen Gegen unvergleislich gewesen. Man spreche von der Einschiffung geblieben ist. Die Truppen Muleh Hafids find nach der Gegend von gewesen( Beifall); auch die Schießerfolge der Flotte feien fultans Mulcy Hafid ein Treffen stattgefunden, in dem ersterer Sieger bon hunderttausend Deutschen und ihrer Marrakesch geflüchtet. Die Niederlage des Gegenſultans habe Invasion in England mit demselben Nechte, wie man zahlreiche seiner Anhänger dem Sieger zu stellungen in Hannover nicht herausgekommen! Dabei war etwa von der Berladung der St. Pauls- Kathedrale geführt Stolz auf die Stärke der englischen Klotte Hinweist, so bedeutet das ausschusses für den 6. Hannoverschen Wahlkreis, die am 7. Januar| 3ivede größeren Schutzes der Feldfrüchte usw. sowie Heran- In der letzten Woche wurden bereits ähnliche Versammlungen berbreitet wurde: ziehung der staatlichen Domänen für die Zwecke der Allge- in den wichtigsten Fabriken, wie in den Butiloffwerken, in den Verden, 3. Januar 1907. meinheit. Gummiwarenfabriken u. a., veranstaltet. Die Arbeiter stehen der Der Parteivorstand seht nach wie vor großes Alle diese Maßnahmen laufen darauf hinaus, unter Idee dieses Demonstrationsstreits sympathisch gegenüber, auch Vertrauen in seinen bisherigen Abgeordneten. wägen, sprachen sich für den Streit aus. Er nimmt Abstand davon, eine Klage gegen die bis- Wahrung der landwirtschaftlichen Interessen die Ernährungs- einige Gewerkschaften, die Gelegenheit hatten, diese Frage zu er Die oben zitierte Nummer des Vorwärts" enthält auch Anherigen Verleumdungen zu fordern, da sich zurzeit aus formellen möglichkeiten der Gesamtheit zu vermehren und die Be- ägen, sprachen sich für den Streit aus. Gründen keine Bestrafung wegen der verklausulierten friedigung des Ernährungsbedürfnisses zu erleichtern. Nicht gaben über die Tätigkeit des Petersburger Komitees in betreff der die Rentabilität des Großgrundbesizes, sondern die Produk- Ausgabe von Flugblättern. Es zeigt sich, daß es trob strengster Klatschereien erreichen lassen wird. Justizrat Dr. Müller. Landgerichtsrat Hoppe tivität der Landwirtschaft soll gesteigert und diese in den Berfolgung von seiten der Regierung den Petersburger Genos.n Landgerichtsrat Kriegt. Dienst der Allgemeinheit gestellt werden. gelang, in der letzten Zeit mehr als 250 000 Flugblätter, unter denen fich ungefähr 160 000 2Wahla frufe und Plakate befanden, Wien, 11. November. Die neu ernannten Minister sind zu verbreiten; die anderen bezogen sich auf Arbeitslosigkeit, Rezirka 65 000 von dem Zentralfomitee der Partei veröffentlichte heute vom Kaiser vereidigt und darauf einzeln in besonderer frutenaushebung u. a. m. Ferner wurden von dem Komitee noch Flugblätter verbreitet Audienz empfangen worden. Dr. Oder. Senator Wolff. Dr. Hesse. Fabrikant Bockhorn. Dr. Köfter. Seminarlehrer Tietjen. Prange, Sattlermeister. Weißgerber. Die berklausulierten Klatschereien" waren in Wahrheit fubftantiierte öffentliche Beschuldigungen, und die juristischen Unterzeichner feßen ein unberechtigtes Mißtrauen in unsere Rechtsprechung, wenn sie glauben, daß z. B. der Vorwurf der an= rüchigen Geschäfte" mit Terlinden, den die„ Bremer Bürgerzeitung" und der Hannoversche Volkswville" gegen Held erhoben, im Falle der Nichterweislichkeit ungefühnt geblieben wäre! " Liberale Doppelzüngigkeit. Nach dem bekannten Wort: Verschon' mein Haus, zünd' andre an" behandeln die Hamburger entschieden Liberalen" die Wahlrechtsfrage. In einer dieser Tage in Hamburg abgehaltenen liberalen Versammlung, sprach von Gerlach über" Liberalismus und Blodpolitik". Diese erklärte er nur für erträglich, wenn man die Regierung dazu bringen könne, liberale Gesege gegen die konservativen durchzusetzen. Eine Leuchte der Hamburger Liberalen forderte mindestens für Preußen die Einführung des allgemeinen gleichen, gebeimen und direkten Wahlrechts." In einer fürzlich anläßlich der Bürgerschaftsnachwahl stattgehabten Versammlung erklärten Liberale", man würde sich mit der Forderung des allgemeinen, gleichen und direkten Wahlrechts für den Hamburger Staat lächerlich machen; nur Schritt für Schritt könne das Wahlrecht ausgedehnt werden. Der Hamburgische Liberalismus“ fam in der Gerlach- Bersammlung wieder zu Ehren, indem er von den liberalen Parlamentariern fordert, für die Einteilung der Reichstagwahlkreise nach der Bevölkerungsziffer und die Uebertragung des Reichstagswahlrechts auf Preußen ohne Rücksicht auf die sogenannte Blodpolitit einzutreten. In ihrer Republic" foll aber der Geldsack dominieren! Unter Zentrumsbrüdern. England. Im Heere. Wladivostok, 11. November.( W. T. B.) Bei Durchsuchung der Werkstätten des Kriegshafens wurden Waffen, Munition, Bomben, Pläne, Schriftwechsel und Siegel einer revolutionären Wladiwostoter Militärorganisation gefunden. Die Henker an der Arbeit. Die städtischen Wahlen in England und Wales. London, 9. November.( Eig. Ber.) Eine vollständige Liste der Resultate der städtischen Wahlen liegt noch nicht vor. Aber ein großer Teil derselben wird im Labour Leader" vom 8. d. M. gegeben. Es handelt sich um die Ersetzung des Immer häufiger dringen aus den Gefängnismauern Nach dritten Teils der ausscheidenden Stadtverordneten in den meisten Munizipalitäten von England und Wales. Das richten von ernsteren Konflikten zwischen der Gefängnisverwaltung Hauptmerkmal der Wahlen war das Uebereinkommen zwischen und den politischen Gefangenen in Rußland. Die Administration Konservativen und Liberalen, den sozialistischen Kandidaten beseitigt systematisch jene Gefängnis- Freiheiten", welche die Opfer entgegenzutreten. Im ganzen wurden 338 Sozialisten und des Absolutismus in beständigem Stampfe mit den vertierten Gewerkschaftler als Kandidaten aufgestellt. Erfolgreich waren Barenschergen errungen haben, und sucht in den Gefängnissen 83. Neugewonnen wurden 38 Mandate, dagegen 34 ver- Grabesstille einzuführen, ohne vor irgendwelchen Mitteln zurückloren. Die Stimmenzahl für unsere Kandidaten ist fast auschreden, nicht einmal vor Grschießung der politischen Gefangenen, zu der die geringsten Kleinigkeiten Gespräche oder überall gestiegen. Aufenthalt am Fenster der Gefängniszelle Anlaß geben. Die fapitalistische Presse stimmte Siegeshymnen an, aber man darf ihre Nachrichten nicht unbesehen hinnehmen. Die sozialistischen Organisationen wachsen ganz erheblich, und sie werden immer mehr zu Mittelpunkten des britischen Proletariats. Italien. Nast. # Rom, 11. November.( Privatdepesche des Vorwärts".) Die Mailänder Zeitung" Tribunali" meldet, im Nafiprozeß ständen wichtige Enthüllungen bevor. Die von Nasi unterschlagenen Gelder 3. B. sollen zum Teil den Interessen des verstorbenen Ministerpräsidenten Zanardelli gedient haben! Obwohl diese Enthüllung den Eingeweihten nicht überraschend kommt, macht die Nachricht vom Vorhandensein schriftlicher Beweisstücke doch großen Eindruck. Von der Art der Verwendung der unterschlagenen Gelder bleibt im übrigen rein juristisch die Situation Najis im Prozesse unberührt. Die ruffiiche Revolution. Stichwahlen. Vor einigen Tagen sanktionierte das Justizministerium diese Erschießungen durch die Ausgabe der Instruktionen für die Beamten der Gefängnisverwaltung betreffs Anwendung von Waffen". Nach diesen Instruktionen ist den Gefängniswächtern das Recht vorbehalten, zu der Waffe zu greifen, sowohl gegen die „ Arrestanten" wie gegen andere Personen, und zwar zu ihrem eigenen Schuh, zum Schuß der Bosten, im Falle von Unruhen unter den Gefangenen wie auch im Falle der Widersetzung gegen die Gefängniswache oder Verwaltung und schließlich zur Verhinderung von Fluchtversuchen; mit anderen Worten: in all den Fällen, wo die Administration mit den Feinden des absolutistischen Regines abrechnen will. In den Fällen, die keine Verzögerung dulden". find in Abwesenheit der Dienstältesten alle Wächter und Posten berechtigt, zur Waffe zu greifen. Von nun an ist also jenes Verfahren, nach dem das Leben der politischen Gefangenen in den Händen jedes beliebigen Gefäng nis ,, Beamten" liegt, formell sanktioniert. Wie viele neue blutige Dramen, die sich in den Gefängnismauern abspielen, werden noch in die Seiten der Geschichte des revolutionären Rampfes eingetragen werden? Väterchen schütt". Eine interessante Statistit bringt die Rußi". Jm euros päischen Rußland befinden sich zurzeit 20 Gouvernements, eine Stadt und fast der ganze Kaukasus unter besonderem Schub", tem", 5 Gouvernements, 6 Kreise, 2 Städte unter außer18 Gouvernements, 17 Kreise und 7 Städte unter„ ber stäri. ordentlichem Schuz"( à la fleiner Belagerungszustand unterm Sozialistengefeß). 14 Gouvernements, 4 Streise und eine Stadt befinden sich im Belagerungszustand( lies: unbeschränkte Herrschaft jedes Stofardenträgers über das Leben der Einwohner). Mit Ausnahme von 4 Gouvernements scheint also das ganze europäische Rußland dem Bäterchen" so gefährdet, daß er sich veranlaßt sieht, es befonders".„ verschärft" oder außerordentlich" zu europäische Rußland dem„ Väterchen" so gefährdet, daß er sich verschützen". Aus der Partei. Bei der letzten Neichstagswahl hatte das ultramontane Bentral boltsblatt" in Arnsberg mehr und minder deutliche Anspielungen gemacht über angebliche fittliche Verfehlungen des Verlegers Fus angel, der damals mit dem Arbeiterfekretär Becker um den Befiz Das des Wahlkreises Arnsberg Olpe Meschede ftritt. genannte Blatt forderte Juteressenten auf, zur Sebaftion zu kommen und die amtlichen Atten" einzusehen, die dort über den Fall Fusangel offen lägen. Fusangel hat daraufhin den Redakteur des genannten Zentrumsblattes, Mommers, verflagt. Vor einigen Monaten ist die Sache bereits verhandelt, dann jedoch vertagt worden. In der jetzigen Verhandlung befunden die geugen Pfarrer Behrens, Arbeitersekretär Weter und Reichstage Abgeordneter Becker, daß sie von dem Inhalt der Aften" Petersburg, 7. November.( Eig. Ber.) Kenntnis genommen, jedoch feinen Gebrauch von ihrer Kenntnis Petersburg, Mostau, Riga, Odessa und Kiew hatten vorgemacht haben; allerdings haben sie gegen die Anwendung dieses gestern Stichwahlen. In Petersburg und Mosfau entStampfmittels auch keinen Einspruch erhoben. Wie die„ Westdeutsche Volkszeitung", Fusangels Blatt, berichtet, ist das„ amtliche" Material chieb die Wahl in der ersten Kurie givischen Mitgliedern der eigent lichen Bourgeoisie. Die Kadetten fämpften mit den Oktobristen, nach der Aussage des Zeugen Weyer folgendermaßen zustande ge- und diese gingen als Sieger hervor. Bis zur letzten Stunde war kommen: Es ist jemand in Essen zu einem Notar gegangen und hat man im Lager der Kadetten der Meinung, daß der Sieg ihnen dort zu Protokoll gegeben, irgend ein Jemand habe das und jenes zufallen werde, besonders, da sie in Petersburg so populäre Stangefagt. Darauf hat er das Protokoll unterschrieben und seine Unter- bibaten wie den Altliberalen Stasjulewitsch und den früheren Schrift durch den Notar beglaubigen laffen. Jetzt hatte man ein Gouverneur und Stenner militärischer Dinge, Ssubotitsch, auf der amtliches" Altenstid. Die Registernummer des Notars galt als Liste hatten. Noch schmerzhafter für die Kadetten ist der Ausgang Altenzeichen und das amtliche Betveismaterial war fertig. der Stichwahlen in der ersten Kurie in Moskau, wo die Oftobristen Das Fusangelfche Blatt bemerkt dazu:" Im gewöhnlichen ibre bebeutenbiten Kräfte, den Führer der Partei, Gutschkoff, und Leben bezeichnet man so etwas als Surtenstreich. Den bekannten Advokaten Blewato wählten. Im Lager der Ofto. Aber was weiß der einfache kleine Mann von solchen Pfiffen bristen herrscht über diefen Ausgang der Wahlen großer Jube!. und Kniffen? Zu verwundern ist nur, daß Herr Weyer, der in der zweiten Kurie siegte die Opposition: in Petersburg Rol doch, ehe er Arbeiterfekretär wurde, Polizist war, die absolute Wertlosigkeit folcher Atten" nicht erkannte, sondern auf bakin, in Odessa Nikolsti, in Kiew Prof. Lutschizki. Alle drei gehören zur liberalen fadettischen Partei. Der Wanderredner des Bildungsausschusses Genosse Otto fie gestigt, feinen Berleumdungsfeldzug gegen den Ver- Mit großer Spannung sah man dem Wahlausgang in Riga Rahle wird im Dezember die Reihe seiner volkswirtschaftlichen leger Fusangel unternahm!" entgegen, wo der reaktionäre Gette Großwald mit dem fozialdemo- Unterrichtsturfe unterbrechen und dafür Einzelvorträge über„ Jugendfratischen Letten Dr. Breedkaln in Stichwahl stand. Diese hat nun mit einem glänzenden Siege des letteren geendet, indem auch die erziehung und Jugendliteratur" halten. Orte, die einen solchen Vordemokratischen Elemente, die bei den Hauptwahlen für ihren trag wünschen, werden gebeten, soweit dies noch nicht geschehenSonderkandidaten stimmten, diesmal ihre Stimmen dem sozial- sich umgehend bei der Geschäftsstelle des Bildungsausschusses demokratischen Kandidaten gaben. Mit der Wahl Breed( Heinrich Schula, Berlin SW. 68, Lindenstr. 3) zu melden. falns ist die Zahl der sozialdemokratischen Abgeordneten in der Die Anmeldungen finden nach der Reihenfolge des Eingangs und nach dritten Duma auf 14 gewachsen; außerdem ist es sicher, daß noch Maßgabe der Reiseroute Berücksichtigung. Es ist den Organisationen einige von der Gruppe der Linken" sich der sozialdemokratischen zu empfehlen, die Vorträge möglichst mit einer Ausstellung empfehlensFraktion, anschließen werden. Heute finden die Wahlen der 15 Abgeordneten von Sibirien werter Jugendschriften zu verbinden. Aus Wien wird uns geschrieben: Die furchtbare statt. Diese Wahlen werden wie anzunehmen ist für die Lebensmittelteuerung, die in Desterreich durch die rein Oppofition günstig ausfallen. Von den bisher gewählten 425 Ab. agrarische Zoll- und Handelspolitik der Regierung inauguriert geordneten fönnen 184 als zur Opposition gehörig gezählt werden wurde und noch fortwährend durch die Kartellorganisationen( 31 Proz.). der Produzenten und Händler Verschärfungen erfährt, hat die fozialdemokratische Frattion veranlaßt, im Abgeordnetenhause) Petersburg, 11. November. Ein kaiserlicher Grlag beauftragt eine Reihe von Dringlichkeitsanträgen einzubringen, die den Bizepräsidenten des Reichsrats, Wirklichen Geheimen Rat ein förmliches Agrarprogramm darstellen und deren Golubjen, die Sigung der dritten Reichsduma am 14. November Durchführung geeignet wäre, der Not an landwirtschaftlichen au eröffnen. Erzeugnissen jetzt und für die Zukunft abzuhelfen und die graphen- Agentur.) Die Gröffnung der dritten Duma erfolgt im Petersburg, 11. November.( Meldung der Petersburger Tele Produktivität der Landwirtschaft zu steigern. Die Anträge bezweden zur Linderung des augenblic. Laurischen Balast. Ein Empfang der Abgeordneten im Winter maffenhaft besucht, über die vom Montag liegt noch kein Bericht " Der bellagte Rebatteur wurde freigesprochen. Fusangel meint in feinem Blatte: Herr Monimert hat gewiß recht fleißig zu dem Seiligen gebetet, daß er sein Haus verschone und das der Zeugen anzünde. Denn lettere, besonders Behrens, Becker und Weher haben, während Mommery mit einem blauen Auge davonkam, recht schlecht abgeschnitten. Oesterreich. Sozialdemokratische Agrarpolitik. Duma- Eröffnung. - Bildungsausschus. Das vom Bildungsausschuß zusammengestellte Berzeichnis empfehlenswerter Jugendfchriften gelangt in einigen Tagen zur Verfendung an alle Adreffen, die dem Bildungsausschuß feit seiner Aufforderung am 3. September von Partei- oder Gewerkschaftsorganisationen und von Bildungsausschüssen eingesandt worden sind. Gegen die Höflingspolitik. Am Sonnabend, Sonntag und Montag fanden in Bayreuth, Fürth, Sof. Nürnberg, Regensburg, Schweinfurt und Würzburg Boltswurden. Die Verfammlungen am Sonnabend und Sonntag waren verfammlungen statt, in denen die Lehren der Hofprozesse behandelt vor. Das Thema fautete überall: Wer regiert uns?" Die Verfammlungen gestalteten sich zu großen Kundgebungen. In Nürn Bor- berg, wo die Versammlung am Sonntagvormittag stattfand und Genosse Dr. Sübelum sprach, war der Andrang ein solch toloffaler, daß die Polizei lange vor Beginn das Lokal absperrte und taufende nicht mehr Einlaß fanden. Gemeindewahlen. Gewählt lichen Notstandes die Einfuhr überseeischen Fleisches, die zeitweilige Herabsetzung der Hölle für Getreide, Hülsenfrüchte Petersburg, 11. November.( Privatdepesche des und Futtermittel, eventuell das Verbot der Ausfuhr von Futtermitteln sowie die Festsetzung von Marimalpreistarifen wärts".) Die angeklagten Sozialdemokraten der zweiten für Lebensmittel und Bedarfsartifel an allen Orten, wo diese Duma haben jetzt die Anflageschrift zugestellt erhalten. im Kleinverkauf durch fartellartige Preisverabredungen ver- Es geht hier das Gerücht, den Sozialdemokraten der Zum Zwede der Förderung der landwirt. Dritten Duma stehe das gleiche Schicksal bevor. Bei den Stadtratswahlen in der Gemeinde öhscheid( Wahlschaftlichen Interessen wird ferner die Regierung aufgefordert, freis Solingen) haben unsere Genossen drei Mandate behauptet und das Berbot der Vieheinfuhr aus Rußland, Rumänien und Das Leiborgan des Schwarzen Hundert, Rußkoje brei hinzugewonnen, darunter zwei in der zweiten Serbien aufzuheben, an den Grenzen Schlachthäuser zu errichten Snamja", schlägt vor: Nach Eröffnung der Duma die Forde- abteilung. Von den 24 Mandaten befinden sich 12 in ihrem und das Fleisch unter Ausschaltung des Zwischenhandels an die rung des Ausschlusses sämtlicher äußersten Befige, und zwar acht in der dritten und vier in der zweiten Abstädtische oder unter Kontrolle der Gemeinden stehenden Groß-& infen" aus dem Bestand der Duma einzu- teilung. schlächtereien und an die Konsumbereine abzusetzen; die Grün- bringen! Und um einem überhaupt die Lust, ein„ Sinker" In Rödelheim i. Taunus fiegte bei den Stadtratswahlen ber dung bäuerlicher Biehverwertungsgenossenschaften zu unter- au fein, zu vertreiben, verlangt die Rußtoje Snamia", daß dritten laffe am 8. November die Sozialdemokratie. stützen und diesen sowie den Molkereigenossenschaften staatliche alle aus politischen Gründen Berurteilten außer der vom wurden drei Genoffen mit 420 Stimmen, der bürgerliche Mischmasch Subventionen zu gewähren unter der Bedingung, daß fie Gericht auferlegten Strafe noch der Prügelstrafe zu unter- erhielt 190 Stimmen. Jezt hat die Sozialdemokratie fechs Vertreter im Stadtparlament. ausschließlich den heimischen Markt berücksichtigen, sich an ziehen seien. In Offenbach finden am 18. November die Neuwahlen der fartellartigen Preisverabredungen nicht beteiligen und Die Petersburger Sozialdemokratie. Stadtvertretung statt. Die Sozialdemokratie hat dort bekanntlich die ihre Produkte unter Vermeidung des kapitalistischen ZwischenWie die illegale fozialdemokratische Beitung Vorwärts" mit. Majorität in der Stadtvertretung. Die gegnerischen Parteien, inshandels möglichst unmittelbar an die Konsumenten verkaufen. teilt, bereitet die Betersburger Organisation der sozialdemokrati. besondere die Nationalliberalen, machen große Anstrengungen, um Um die Versorgung der Städte zu verbessern, soll die Ber- schen Arbeiterpartei Rußlands nun einen energischen Protest aus die sozialdemokratische Mehrheit zu brechen. Die Sozialdemokratie waltung durch die Einführung des allgemeinen und gleichen Anlaß der in turzer Zeit bevorstehenden Aburteilung der sozial fegt fich natürlich lebhaft zur Webr. In einer Broschüre Wahlrechtes für die Gemeindevertretungen reformiert wer demokratischen Dumafrattion bor. Die Konferenz der Peters. Kommunalpolitisches aus Offenbach a. M.", die spden; die indirekten Steuern( Fleisch- und Schlachtbiehsteuer, burger Vertrauensmänner brüdte sich in dem Sinne aus, daß der eben zur Ausgabe gelangt, hat das sozialdemokratische Wahlkomitee Tiroler Getreideaufschlag) sollen aufgehoben oder( Bier, Protest in einem eintägigen Demonstrationsstreit am Tage der den Aufstieg der Stadt und die Errungenschaften gefchildert, die Branntwein, Bucker- und Petroleumsteuer) schrittweise Berurteilung bestehen solle, und man betreibt in dieser Beziehung unter dem Regime der sozialdemokratischen Mehrheit zu verzeichnen herabgesetzt werden. die energischste Agitation. In letter Beit wurden bereits illegale find, a. B. die unentgeltliche Geburtshilfe, Aufhebung des Oftrois Die dritte Gruppe von Anträgen bezieht sich auf die Flugblätter, die zu dem Maffenprotest auffordern, in einer Auf- auf Lebensmittel, Erichließung neuer Einnahmequellen durch leberbeffere Nutzbarmachung des bäuerlichen Grundbesites durch lage von 35 000 Eremplaren berbreitet, eine ungeheure Menge, nahme bezw. Neufchaffung des Waffer-, Gas- und Elektrizitätswenn man bedenkt, mit welchen folossalen Schwierigkeiten der Drud wertes. erleichterte Zusammenlegung zerstreuter Boden- Barzellen, und die Verbreitung illegaler Schriften gegenwärtig in Rußland Bunzlau, 11. November.( Privatdepesche des Vorwärts") Wei Regulierung der Benutzungs- und Verwaltungsrechte an ge- verbunden sind. Außer der Verbreitung von Flugblättern wurde der Stadtverordnetenwahl wurden drei Sozialdemokraten gewählt, meinschaftlichem Bodenbesiz. Ablösung der Servitutsrechte, beschloffen, auch eine Reihe von Agitationsverfammlunaen abzu- lein vierter steht mit dem Freifinn in Stiowahl Schutz der Alpenwirtschaften, Reform des Jagdrechtes aum halten " " Parteiliteratur. Sozialismus und Kolonialpolitit. Eine Auseinandersetzung. Von KarlKautskh. Verlag Buchhandlung Vorwärts, Berlin SW. 68. Preis 1 M., Agitationsausgabe 0,50 M. Die Broschüre Kautskys verdankt ihre Entstehung den Ver- Handlungen des Stuttgarter Internationalen Kongresses über die Kolonialpolitik. Au? dem Inhalt heben wir hervor: Positive Kolonialpolitik.— Die Ethik der Kolonialpolitik.— Die Arbeitskolonien.— Aus- beutungskolonien alten Stils.— Ausbeutungskolonien neuen Stils. — Gewaltsame oder friedliche Zivilisierung.— Der notwendige Durch- gang durch den Kapitalismus.— Der Rückfall in die Barbarei. Anhang: Ein Brief von Friedrich Engels. » Soeben ist im Verlage von I. H. W. Dietz Nachf. in Stutt- gart erschienen: Die Mutter als Erzieherin. Kleine Beiträge zur Praxis der proletarischen HauSerziehung von Heinrich Schulz. Der Verfasser, Mitglied des Bildungsansschusses und Lehrer an der Parteischule, schreibt im Vorwort über die Sammlung u. a.: Nicht gelehrte Abhandlungen über erzieherische Probleme will das Büchlein der proletarischen Mutter, für die es in erster Linie be- stinimt ist, darbieten, sondern kurze, einfach gehaltene und leicht- verständliche Ratschläge und Winke aus der Praxis der häuslichen Kindererziehung für die Praxis. In einein erfreulicherweise ständig wachsenden Maße sucht das proletarische Elternhaus seinen erzieherischen Pflichten gegenüber der heranwachsenden Generation gerecht zu werden. Der klassenbewußte Arbeiter ist eingedenk des Wortes: Der Jugend gehört die Zukunft. Da ihm aber hohe Ideale für die Zukunft voranleuchten, Ideale, für die er selbst sein bestes Wollen und Können einsetzt, so hat er zugleich den lebhaften Wunsch, eine Generation heranwachsen zu sehen, der er den Ausbau und die Verwirklichung seiner Ideale mit ruhiger Zuversicht anvertrauen kann. In der Volksschule des heutigen Klassenstaates wird die proletarische Jugend in einer dem Eltenihaus feindlich gesinnten Denkweise beeinflußt; darum ist die erzieherische Aufgabe des proletarischen Vaters und der proletarischen Mutter doppelt ernst und schwer. Ihnen beiden, besonders aber der Mutter, der die Hauptarbeit der Erziehung obliegt, diese Aufgabe ein wenig zu erleichtern, ist der Zweck dieses Büchleins. Die kleine Schrift soll als eine Art„Mutterbrevier' zum ge- legentlichen Nachschlagen und zum Herumblättern in einer nachdenk- lichen Stunde dienen. Möge sie der proletarischen Mutter in ihren erzieherischen Sorgen und Nöten eine gern angerufene Freundin und Ratgeberin werden. Der Verlag hat zwei Ausgaben herstellen lassen, eine kartonierte lind eine Ausgabe im Geschenkeinband. Die kartonierte Ausgabe kostet 50 Pf., die Ausgabe im Geschenk- einband 75 Pf. Das Büchlein eignet sich ganz vortrefflich als Weihnachtsgeschenk. » „Sozialdemokratische Flugschriften." Zwei neue Fortsetzungen dieser Sammlung sind soeben von der Buchhandlung Vorwärts herausgegeben. Das 2. Heft behandelt:„Volksbildung, Wissenschaft, Kunst und Sozialdemokratie." Der Verfasser zeigt die inneren Zusammenhänge von Wissenschast, Bildungs- und Erziehungswesen»md Kunst mit der Gesellschafts- Wirtschaft, mit deren Wechsel auch jene Einrichwngen der Ver- Änderung unterworfen sind. Er kritisiert dann den verderblichen Einfluß der jetzigen Volksbildungseinrichtungen, die nicht die Förderung allgemeiner Bildung als Zweck verfolgen, sondern vielmehr ihre Auf- gäbe darin sehen, den Arbeiter geistig zu verflachen, ihn zum billigen Ausbeutuugsprojekt für den Kapitalismus heranzuziehen. Zum Schluß stellt der Verfasser die Forderungen der Sozialdemokratie auf diesem Gebiet zusammen. Im 3. Heft:„Die Sozialdemokratie in den Ge- mein deVertretungen", wird die Itotwendigkeit der Beteili- gung der Arbeiter an den Aufgaben der Gemeindeverwaltung dar- gelegt und werden die von der Sozialdemokratie erhobenen allge- meinen Forderungeil erörtert. Bei den zur Zeit stattfindenden Ge- meindewahlen wird diese Agitationsbroschüre gute Dienste leisten. Jedes einzelne Heft der Flugschriftensammlung kostet 10 Pf. und ist von jedem Kolporteur und durch die Parteibuchhandlung zu be- ziehen.__ Aus der Jugendbewegung. Literatur. Don der„Arbeitenden Jugend", Organ der freien Jugend- organisationen, ist soeben die November-Rummer erschienen. Inhalt: »Der Hochverratsprozeß gegen Dr. Liebknecht uird die freien Jugendorganisationen."»Die Jugendbewegung des Auslandes. III. Ungarn." Aus unserer Bewegung:„Im Kampfe mit der Polizei." Preßgesindel. Ein Anwalt der arbeitenden Jugend. Unsere Gegner: Um Unterstützung angeschnorrt... An- archistische Jugendorganisationen. Rundschau: Gegen die Lehrlingszüchterei. Die Jahresberichte der Handwerkskammern. Unfall eines Lehrlings. Der Berliner Schusterjunge stirbt aus. Feuilleton: Bildung, von K. Zielke. Zehn Gebote für Diskussionsredner. Gebt Raum, Gedicht von Ada Negri. Vereinsnachrichten. Sonstiges. Preis der Nummer 10 Pf. Porto 3 Pf. In Partien uro Exeinplar 7 Pf. franko. Verlag„Arbeitende Jugend", Berlin 80. 26, Waldcmarstr. 75. Zur Agitation unter der Jugend empfehlen wir die Schrift: „Der Weg zum Licht". Ein Weckruf an die arbeitende Jugend von Max Peters. Mit einem Vorwort von Paul Göhre. 40 Seiten 15 Pf. Desgleichen: Konfisziert gewesen, nach Unbrauchbar- machung des Liedes:„Die Arbeitsmänner" wieder frei- gegeben: Buch der Lieder für die arbeitende Jugend. Preis 20 Pf. Porto 3 Pf. In Partien billiger. polireUtcKes, Oericbtuchea ulw» Ein Reichsverbändler. Material für den Reichslügenverband lieferte in einer Broschüre, die er unter pomphaftem Titel im Frühjahr 1007 er- scheinen ließ, der frühere Bremser und spätere Expedient bei der Ehcmnitzcr gemeinsamen Ortskrankenkasse Amandus Schubert. In dieser Broschüre zieht der Mann, der 5 Jahre lang selbst Angestellter der Kasse war, gegen angebliche Mißstände los, leistete in Verdrehungen und in Verleumdungen der Vorstandsmitglieder das Unglaublichste und redete der Zertrümmerung des Selbst- verwaltungsrcchtcs das Wort. In einer Gegenbroschüre, die Ge- nosse Richter bald darauf erscheinen ließ, zeichnete dieser den Amandus Schubert in kurzen, scharfen Strichen und sagte, daß Schubert am allerwenigsten zum Moralprediger passe. Durch diese Zeichnung seiner Persönlichkeit fühlte sich der gute Mann in seiner Ehre gekränkt und lief zum Kadi, nachdem er in einer Erklärung, die er im Amtsblatte veröffentlichte, den Broschürenschreibcr öffentlich beschimpft hatte. Die Beleidigungs- klage wurde am 30. Oktober und am 7. November vor dem Ehem- nitzer Schöffengericht verhandelt. Die Beweisführung, die bis aufs Tüpfelchen über dem I verlangt wurde, war dem Genossen R. deshalb erschwert, weil verschiedene Vorgänge jahrelang zurück- liegen und drei wichtige Zeugen nicht mehr am Leben sind. Immer- hin wurde noch so viel erwiesen, daß nach den zcugeneid- lichen Feststellungen jeder anständige Mensch es ablehnen muß, mit dem Schubert zu verkehren. Unlauteres Benehmen Sch's. beim Handel wurde bestätigt, ferner, daß er nie Abrechnung über 84 M. gesammelte Petittonsgelder gelegt hat trotz Aufforderung, �Verantw. Redakteur: Hans Weber, Berlin. Inseratenteil verantw. 'und der Beweis glückte vollständig, daß er, als Familienbakcr von 4 Kindern, Mädchen verführt hat! In einem Falle jagte eine Zeugin, die einen guten Leumund hat, unter Eid aus, daß Sch., der in ihre Wohnung eingedrungen war, sie nach hef- tiger Gegenwehr vergewaltigt hatte und es dann nur durch seine Unfähigkeit nicht zur völligen Ausführung der beabsichtigten Tat gekommen sei!! Nur auf Bitten der Ehefrau hat die jetzt ver- heiratete Frau damals die Anzeige unterlassen, sonst hätte sich dieser„Ehrenmann" wegen Notzuchtsverbrechens zu verantworten gehabt. Nach dieser Feststellung wurde während der noch an- dauernden Vernehmung dieser Zeugin die Oeffentlichkeit ausge- schlössen, man weiß also nicht, was sonst noch alles dem Sch. nach- gewiesen wurde. Von einem anderen Mädchen, mit dem Sch. im Herbst 1005 zusammengekommen war und die ihn als Vater für ihr Kind, das im Frühjahr 1006 geboren wurde, reklamierte, hat ein Freund Sch's. eine Ehrenerklärung und die weitere schrift- liche Erklärung erpreßt, daß Sch. nicht der Vater des zu er- wartenden Kindes sei; dieser„Menschenfreund" hat dem Mädchen mit Gefängnisstrafen gedroht, wenn sie die Ehrenerklärung nicht abgebe und ihr, die mittellos war und im 8. Monat der Schwanger- schast stand, noch 1 M. für das Inserat in der Zeitung abgenommen. Trotz glänzender Verteidigung des Genossen Richter durch Rechtsanwalt Neu- Leipzig kam das Gericht doch zur Verurteilung Richters, dem der Wahrheitsbeweis dessen, was er in der Broschüre behauptet,„nicht gelungen" sei. Das Gericht schätzte die Ehre des Schubert sehr hoch ein, denn es erkannte gegen R. auf drei Monate Gefängnis, sprach Schubert dagegen frei(Widerklage). Gegen dieses unverständliche Urteil wird selbstverständlich Berufung eingelegt._ GcwcrhlcbaftUcbc� Berlin und Umgegend. Zur Frage der gewerkschaftlichen Einigung nahm am Sonntag eine Versammlung der Freien Vereinigung der Bauarbeiter Stellung. Der Refereüt Baum führte im wesentlichen folgendes aus. Als die Frage der Einigung zuerst angeregt worden, sei die Freie Vereinigung der Bauarbeiter nicht für den Zusammen- schluß mit dem Zentralverband gewesen. Diese Meinung sei aber jetzt eine andere geworden und zwar deshalb, weil inzwischen der internationale Kongreß in Stuttgart eine Resolution angenommen hat, welche die Gewerkschaften verpflichtet, die Neutralität aufzugeben und sich auf den Boden des sozialistischen Programms zu stellen. Damit sei der wesentlichste Gegensatz zwischen beiden gewerkschaftlichen Richtungen aufgehoben, denn die Freie Vereinigung habe immer im Sinne der Stuttgarter Resolution gearbeitet. Andererseits sei auch zu berücksichtigen, daß die großen Gewerkschaften der Freien Vereinigung Neigung zu EinigungSver- Handlungen bekundet haben. Im Interesse der Arbeiter liege es, sich in einer einheitlichen gewerkschaftlichen Organisation zusammenzuschließen. Nur so könne der Kampf gegen das Unternehmertum mit Erfolg geführt werden. Ans allen diesen Gründen hätten sich die Funktionäre der Freien Vereinigung der Bauarbeiter dafür erklärt, daß sich die Organisation an den vom Parteivorstand eingeleiteten Einigungsverhandlungen beteiligt. Natürlich werde nicht an einen bedingungslosen Uebertritt in den Verband gedacht, sondern es müßten bestimmte Konzessionen ge- macht werden. Wenn diese Bedingungen erfüllt werden, dann sei kein Grund mehr, die Freie Vereinigung der Bauarbeiter als be- sondere Organisation bestehen zu lasten. Der Referent empfahl folgende Resolution: Zu den wiederholten Versuchen der verschiedenen sozialdemo- kratischen Parteitage, die gewerkschaftlichen Organisationen zu ver- schmelzen und die Tatsache, daß der Parteivorstand sich an die Freie Vereinigung der Bauarbeiter gewandt hat, hat die Geschäfts- leitung dieser Zentralisation in Verbindung nnt den Funktionären der Berliner Organisation zu dieser Frage Stellung genommen und empfiehlt den einzelnen Ortsvereinen folgenden Beschluß zur Annahme: Die Freie Vereinigung der Bauarbeiter Deutschlands ist im Prinzip für eine Einheitsorganisation. Sie. macht die Verschmelzung mit dem Verband der bangewerblichen Hülfsarbeiter Deutschlands davon abhängig, daß bei etwaigen Verhandlungen die von uns aufzustellenden Bedingungen anerkannt werde». So- bald die Mehrzahl der Orlsvereine in obigem Sinne beschließen, hat die Geschäftsleitung den maßgebenden Körperschaften davon Mitteilung zu machen, daß die Freie Vereinigung der Bauarbeiter zu Verhandlungen bereit sei. Das Resultat dieser Verhandlung ist einer Konferenz vorzulegen, und gilt der Beschluß derselben als maßgebend für die gesaniten Organisationen, die der Freien Vereinigung der Bauarbeiter Deutschlands angeschlossen sind. In der Diskussion machten nur einzelne Redner Bedenken gegen die Verschmelzung geltend. Die meisten Redner sprachen im Sinne des Referats. Die'Resolution wurde schließlich gegen 17 Stimmen angenommen. Hierauf erstattete Kramer Bericht als Delegierter zum Gewerkschaftskartell. Er sagte unter anderem, die Erfahrungen, die er im Gewerkschaftskartell gemacht habe, sprächen dafür, daß man zu einer einheitlichen Organisation kommen müsse. Ein seltenes Vorkommnis wird uns aus Woltersdorf bei Erkner gemeldet. Die dortigen Zigarrcnfabrikanten Kühne und Wustrow erklärten ihren zirka 30 organisierten Tabakarbeitern und-Arbeiterinnen bei der letzten Lohnzahlung, daß sie in An- oetracht der gestiegenen Lebensmittelpreise von jetzt ab das Mille mit 8,75 M. bezahlen wollten, was die Arbeiter auch an ihren Löhnen sahen. Da bei diesen beiden Firmen der bisherige Mini- mallohn pro Mille 8 M. betrug, so ist das eine Lohnaufbesserung um 75 Pf. pro Mille, ohne daß die Arbeiter Forderungen gestellt hatten. Es ist dies um so anerkennenswerter, wenn man bedenkt, mit welchen Opfern sonst den Herren Unternehmern die kleinsten Lohnaufbesserungen abgerungen werden müssen. Andererseits kann man daraus ersehen, daß die Unternehmer oft sehr wohl den For- derungen der Arbeiter gerecht werden können, wenn sie den üblichen Herrenstandpunkt verlassen wollten. Deutkches Reich. Zur Lohnbewegung der Hamburger Buchbinder. Am Sonn- abend abend legten in einer Anzahl Betriebe die Buchbinder und Hülfsarbeitcrinnen aus den schon mitgeteilten Gründen die Arbeit nieder. Zu einer allgemeinen Arbeitseinstellung ist es noch nicht gekommen. Am Montag abend findet noch eine in letzter Stunde angesetzte Verhandlung mit den in Betracht kommenden Arbeit- geber-Korporationen statt, an der auch der Vorsitzende des Zentral- Verbandes der Buchbinder, K l o t h- Berlin, teilnimmt. Tarifvertrag der Leipziger Buchhandlungsmarkthelfer. Eine gutbesuchte Versammlung der Buchhandlungsmarkthelfcr, Lagerarbeiter und Burschen Leipzigs nahm den von Vertretern der Unternehmer und Arbeiter vereinbarten Lohntarif an. Für das Alter von 14 bis 25 Jahren find darin Mindestlöhne von 8 bis 26,25 Mark vorgesehen. Für die Zeit vom 1. Oktober bis zum Sonntag Rogate ist eine Arbeitszeit von 10 Stunden, in der übrigen Zeit von 0 Stunden festgesetzt worden. Ucbcrstunden werden mit 30 bis 75 Pf. vergütet. Der Vertrag ist bis zum 31. Oktober 1012 gültig. Für das Tarifamt wurden sechs Arbeiter- Vertreter gewählt._ Der Brauerstreik in Augsburg. Vor einigen Monaten lief in Augsburg der vor zwei Jahren auf friedliche Weise geschlossene Tarifvertrag in den Brauereien ab. Tie Unternehmer versuchten aus diesem Anlaß den Arbeitern einen neuen Tarif aufzudrängen, der in der Hauptsache Ver- Th. Glocke, Berlin. Druck u. Verlag: VorwärtsBuchdr. u. Verlagsanftal schkechterungen enkhiekt und wodurch die Organisation der Arbeiter ausgeschaltet und nicht anerkannt wurde. Es kam, da die Unternehmer jede Unterhandlung brutal zurückwiesen, zum Aus- stand. Da eine sehr lange Dauer des Streiks vorauszusehen war, reisten die meisten Streikenden ab, die übrige Arbeiterschaft aber verhängte über sämtliche Brauereien, die in Betracht kamen — und das waren alle größeren—, den Boykott. Die Durch- führung des Boykotts war aber mit großen Schwierigkeiten ver» Kunden. In Augsburg selbst wird nur einheimisches Bier getrunken bczw. ausgeschenkt. Der Boykott bedeutete deshalb völlige Enthaltsamkeit. Daß das bei einer Bevölkerung, bei welcher, wie in Südbayern überall, das Bier beinahe als wichtigstes Nahrungsmittel gilt, nicht möglich war, stand von vorn- herein fest. Man bezog auswärtiges Bier. Aber die boykottierten Unternehmer scheuten nicht die größten Summen, um die Bier- zufuhr von auswärts abzuschneiden; sie kauften ganze Brauereien aus und drohten anderen mit wirtschaftlichen Schädigungen. Nun hoben die Arbeiter den Boykott in der bisherigen Form auf und verhängten den Boykott nur über drei Brauereien, deren Besitzer als die H a u p t s ch a r f m a ch e r gelten. Diese Maßnahme wird aber nun mit aller Energie durchgeführt. Die Möglichkeit, anderes Bier zu bekommen, ist jetzt in reichlichem Maße gegeben, die Arbeiterschaft hat deshalb die Parole ausgegeben: Bruch deö Boykotts ist gleichbedeutend mit Streikbruch! Im übrigen ist Zuzug von Brauereiarbeitern nach Augsburg streng fernzuhalten. Der Streik der Lederarbeiter bei der Firma Adler u. Oppen- beimer in Lingolsheim bei Straßburg wurde auf Beschluß der streikenden Arbeiter abgebrochen, da infolge der Vermehrung der Streikbrecher das Ende des Streiks nicht abzusehen war. Auf- fällig ist, daß der Streik illusorisch gemacht wurde nicht durch den Zuzug fremder Streikbrecher, sondern durch Arbeitswillige aus Straßburg. Die Behörde hat den Arbeitswilligen den weit- gehendsten Schutz angedeihen lassen, die Streikbrechertransporte wurden von Gendarmen begleitet, Schutzleute drohten arbeits- unlustigen fremden Arbeitswilligen mit der Ausweisung usw. 20 Streikbrecher, die in der Nacht vom Mittwoch zum Donnerstag von Basel ankamen, wurden vom Bahnhof auf einen Wagen ohne Beleuchtung unter Gedarmenbegleitung zur Fabrik gefahren. Die «treikposten machten die Leute, die unter falschen Angaben ange- lockt waren, auf den Streik aufmerksam, die sich dann weigerten, in die Fabrik zu gehen, worauf die Gendarmen versuchten, sie mit Gewalt in die Fabrik zu drängen. Von dem ganzen Transport sind nur 2 Mann in der Fabrik geblieben. Nochmalige Versuche des Streikleiters, die Firma zu Unterhandlungen zu bewegen, scheiterten an dem Starrsinn der Unternehmer. Der Streik hat 15 Tage gedauert. Zustand. Ter Lohnkampf im Rotterdamer Hafen. In den letzten Tagen verbreitete die Unternehmerprcsse die Nachricht, daß der Streik im Abflauen begriffen sei und ein großer Teil der streikenden Getreideträger die Arbeit wieder aufgenommen habe. Daran ist so viel wahr, daß allerdings eine Anzahl Streikender, des langen Kampfes müde, abtrünnig geworden war. Inzwischen haben jedoch nicht nur sie die Arbeit wieder nieder» gelegt, sondern auch einige 40 der alten Streikbrecher, der„Kaland st raters", haben sich den Streikenden angeschlossen, sind nach dem Kontor des Schiffs- und Boots- arbeiterverbandes gekommen mit dem Wunsche nach einem Schlepp- dampfer, um auch die anderen Streikbrecher zur Arbeitsnieder- legung zu bewegen. Diese neue Verstärkung des Streiks ist Haupt- sächlich einem Manifest zu verdanken, wodurch der Verbandsvorstand diejenigen, die aus Mutlosigkeit die Arbeit wieder aufgenommen hatten, von neuem zu solidarischem Handeln ermunterte. ES wurde ihnen darin klar gemacht, daß sie abtrünnig geworden seien in einem Augenblick, wo es möglich war, den Streik zugunsten der Arbeiter zu beenden, und daß es ihre Schuld sei, wenn der Streik nun noch länger dauern mutz. Kalter und van den Berg, die als Vertreter der Streikenden in England tätig sind, seien dort überall von den Reedern ordentlich empfangen worden; die eng- lischen Reeder sehnten sich nach Beendigung des Streiks in Rotter- dam, und einige hätten auch mit den Verbandsvertretcrn schon Kontrakte über die Löschung von Schiffen zu den erhöhten Löhnen abgeschlossen. Die sich dessen weigerten, beriefen sich eben auf die Telegramme aus Rotterdam, daß der Streik abflaute. Es waren denn auch tatsächlich Mitte voriger Woche sckion fünf Schiffe, die von den Streikenden auf eigene Rechnung, ohne Vermittelung eines Stnucreiunternchmers, gelöscht werden. Die Stellung der Streikenden ist dadurch noch mehr verstärkt worden, daß auch die Gctrcidcwägcr ein neues Manifest heraus- gaben und in Massen mit an Bord nahmen, um sowohl die ab- trünnig gewordenen Streikenden wie die alten Streikbrecher an ihre Solidaritätspflicht zu erinnern. Eine große Anzahl Wäger, die das Manifest verbreiteten, wurden deswegen durch die Polizei von Bord getrieben, andere sahen sich infolge der Wirkung der Manifeste auf die arbeitswilligen Gctrciderrägcr genötigt, diö Arbeit einzustellen. So kam es, daß nicht nur der Streik der Ge- treideiräger mit frischer Kraft einsetzte, sondern auch die Gruppen der Wäger und Kontrolleure sich den Streikenden anschlössen. Soweit nun noch Getreide aus- geladen wird, wirft man es ungcwogen über Bord. Sclbstver- ständlich kann dieser Zustand nicht lange dauern, und man darf wohl annehmen, daß der schwere Kampf nun bald ein für die Streikenden günstiges Ende nimmt. Letzte JVacbricbtcn und Dcpcfcbca Austausch von Kolonialbesitz. Essen a. Rhr. 11. November.(Privatdepesche deS»Vor. wärts".) Wie die„Rheinisch-Wcstfälifche Zeitung" aus bester Quelle erfährt, schweben seit 14 Tagen Verhandlungen zwischen den deutschen und britischen Kolonialverwaltungen und den beiden Aus- wärtigen Acmtern wegen Austausches des EaprivizipfelS im Nord- Westen SüdwestafrikaS und der Walfischbai. Die Verhandlungen sollen nunmehr einen befriedigenden Abschluß gefunden haben. 8 175. Breslau, 11. November.(Privatdepesche deS„Vorwärts".) Dr. Magnus H i r s ch f e l d, der hier einen Bortrag über„Homo- sexualität" halten wollte, wurde dieser Vortrag verboten. Um der Auflösung zu entgehen mußte der Referent in letzter Minute sein Thema ändern._ Bäckerausstand in Prag. Prag, 11. November.(W. T. B.) Eine Versammlung von Bäckergehülfen hat beschlossen, morgen in den Werkstätten der Meister, mit denen eine Einigung nicht zustande kam, in den AuS- stand zu treten. Die Zahl der Ausständigen beträgt ungefähr 1400, 22 Firmen mit 200 Arbeitern habe» die Forderungen bewilligt Weinpantscherei. Landau, 11. November.(B. H.) Das Landgericht verurteilte heute den Winzer Karl Jung ans Rhodt lvegen Weinfälschung zu drei Monaten Gefängnis und 3000 M. Geldstrafe. 24 000 Liter Wei» wurden beschlagnahmt._ Opfer der Kolonialpolitik. Haag, 11. November.(W. T. B.) Eine amtliche Depesche aus Niedcrländisch-Jndicn besagt: Bei Kolbano in der Landschaft Amanoebang auf der Insel Tinor wurde eine Patrouille von Ein» geborenen überfallen; 2 Europäische und 14 eingeborene Soldaten wurde» niedergemacht._______ Raul SingcrLcCo., Berlin SW. Hierzu 3 Beilogen«. Unterhaltungsblatt Nr. 265. 24. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Dienstag, 12. November 1907. Das Ende des Eilenbahnerkonflikts. London, 7. November.( Eig. Ber.) Wie bekannt, handelte es sich um die Anerkennung der Gewerkschaft, das heißt um die Möglichkeit für die Verbandsbeamten, über die Arbeitsbedingungen der Eisenbahner mit den Bahndirektoren zu unterhandeln. Diese Forderung wollten die Bahndirektoren nicht bewilligen, sondern bestanden darauf, daß die Arbeiter sich mit ihren Beschwerden an die Bahnverwalter wenden Collen. Hinweis auf das in Charlottenburg bestehende, dar. Ein a IIgemeineres Interesse beansprucht der Vortrag des Generalsekretärs der Deutschen Gesellschaft zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten Dr. med. Blaschko- Berlin über Student und feguelle Frage. Schatten stellten, sondern auch, obwohl die Aerzte unentgeltlich schen Arbeiter zu verteilen. Vor Ende des Gottesdienstes kamen einige Stirchgänger, die den Schluß desselben nicht abgewartet hatten, an David vorbei, der ihnen ein Flugblatt übergab. Zwei Zentrumsanhänger, die sich mit 3entrumsflugblättern an einer anderen Seite der Kirche aufgestellt hatten, Es ist nicht leicht, einen Bericht abzufassen über den Abschluß des Konflikts im britischen Eisenbahndienst. Das Resultat ist etwas Er habe, führte der Redner aus, in seiner früheren Eigen- ließen ihn darauf durch einen Schuhmann feststellen. Sie fremdartig. Die Arbeiter haben ohne Zweifel eine Besserung schaft als Kaffenarzt zweier Hochschulen eine Erhebung angestellt. behaupteten, über die Straße in der Umgegend der Kirche habe ihrer Rechtslage erhalten, aber das Gewerkschaftsprinzip ist be- Danach waren die Geschlechtskrankheiten unter den Studenten so nur der Pfarrer zu verfügen und dort dürften nur Zentrumsgraben. Greifen wir indes dem Geschehenen nicht vor und sehen furchtbar, daß sie nicht nur alle anderen Krankheiten in den Flugblätter verteilt werden. Genosse David erhielt darauf wir, wie es mit dem Abschluß steht. arbeiteten, die erforderlichen Medikamente so viel fojteten, daß die ein Strafmandat wegen Uebertretung der VerfrommungsGestern kam das Abkommen zustande, das für die nächsten Gristenz der Kassen in Frage gestellt wurde. Laut neuerer berordnung. Das Schöffengericht sprach ihn frei. Auf fieben Jahre gelten soll. Ungefähr 12 Stunden haben die Statistik in Berlin betrug die Zahl der Geschlechtskranken: die Berufung des Amtsanwalts verurteilte ihn die Beratungen gedauert. Am Morgen des 6. November kamen die Arbeiter 9 v.., junge Kaufleute 16 v. H., Studenten Straffammer mit der Begründung, daß das FlugblattMinister zu einem Kabinettsrat zusammen, um über die Lage zu 25 v. H. Die unter fittenpolizeilicher Kontrolle stehenden Pro- verteilen vor der Kirche während des Gottesdienstes eine öffentlich beraten, nachdem sie sich schon am 5. November mit demselben stituierten 30 v.. Der ungeheuerliche Prozentjab, den die bemerkbare Arbeit ist, die geeignet sei, das religiöse Empfinden des Gegenstand beschäftigt hatten. Dann empfing der Handelsminister Studenten stellen, sei um so bedauerlicher, als die Geschlechts- Publikums zu verleben! Auf Davids Revision hob das KammerLloyd George die Vertreter der Bahngesellschaften und blieb frankheiten Gelent, Herz-, Nierenkrankheiten, ja die Entscheidung der Straffammer bisweilen dauerndes Siechtum im Gefolge haben. Speziell gericht mit ihnen bis nach 1 Uhr zusammen. Am Nachmittag erschienen Syphilis habe oftmals Paralyse und Rüdenmarks auf. Allerdings, so führte es aus, bestehe die Polizeiverordnung die Delegierten der Eisenbahner, die aus dem ganzen Lande ge- schwindsucht zur Folge. Die Syphilis trage vielfach zur voll- über die äußere Heilighaltung des Sonntags auch für das Verfommen waren, um dem Verbandsvorstande bei der Entscheidung ständigen Entartung der Rasse bei. Die scheinbar Geheilten teilen von Wahlflugblättern zu Recht. trotz der Bestimmung der über Krieg oder Frieden beizustehen. Die Delegierten und der heiraten oftmals sehr bald nach geschehener Heilung und über- Gewerbeordnung, daß zur Verteilung von Druckschriften zu WahlVerbandssekretär Richard Bell verhandelten mit dem Handels- tragen die Seuche auf ihre Familie. Die vielfachen Unterzwecken bei der Wahl zu gesetzgebenden Körperschaften eine polizeiminister bis 6 Uhr und zogen sich dann zur Beratung der ihnen leibskrankheiten der Frauen seien zumeist auf liche Erlaubnis in der Zeit von der amtlichen Bekanntmachung unterbreiteten Vorschläge zurüd. Um 9 Uhr nachts( in Deutschland geschlechtliche Infizierung zurückzuführen. Ein Verdes Wahltages bis zur Beendigung des Wahlaktes nicht erforderlich 10 Uhr) fam der Ausgleich zustande. gleich der deutschen Studenten mit den englischen und ameri- sci. Indessen sei unter Arbeit" im Sinne jener Polizeia fanischen in bezug auf Geschlechtskrankheiten falle sehr ungünstig für die deutschen aus. Die vielfach angepriesenen Schuh mittel berordnung nicht jede Tätigkeit oder Beschäftigung zu verstehen, gewähren einen absoluten Schuß vor Ansteckung. Welt- sondern nur eine Tätigkeit oder Beschäftigung, bei welcher eine städte wie Berlin feien für den jungen Studenten am gefährlichsten. besondere Anstrengung der Kräfte in die äußere Erscheinung Hier drohe den Studenten die Verführung durch die fäufliche trete, und welche gerade durch diese besondere Kraftanwendung Prostitution, die Kellnerinnen und Ladenmädchen. Bei den beiden der äußeren Heilighaltung des Sonntags widerspreche. letzteren sei die Ansteckungsgefahr nicht viel weniger groß als bei In der erneuten Verhandlung am Freitag vor der Straf den Prostituierten. In seiner Eigenschaft als Arzt habe er oft die Nach einem Jahre von Streifvorbereitungen lam gestern ein Erfahrung gemacht, daß auch die sogenannten festen Verhältnisse fammer des Landgerichts III wurde Genosse David auf Antrag Abkommen zustande, das folgende Grundzüge aufweist: feinen abfoluten Schuß gewähren. Im Gegenteil. Fast täglich seines Verteidigers, Rechtsanwalts Dr. Hersfeld, freigesprochen. Die Arbeiter haben sich mit ihren Beschwerden in erster Linie fommen junge Leute zu ihm, die sich auf diesem Wege infiziert Ferner wurden der Staatskasse die notwendigen Auslagen einhaben. schließlich der Verteidigungskosten sämtlicher Instanzen auferlegt. an ihre Vorgesetzten zu wenden, so wie dies bisher geschehen ist. Es werde nun den jungen Leuten einerseits volle Ent- In der Urteilsbegründung wurde ausgeführt: Wenn ein erDie Antwort auf die Beschwerden muß spätestens noch vor Ablauf haltsamkeit empfohlen, andererseits behauptet, daß volle Ent- wachsener Mann, wie der Angeklagte, etwa 100 Flugblätter trage von zwei Monaten erfolgen. haltsamkeit gesundheitsschädlich sei. Den letzten Sah könne er und dieselben an Vorübergehende verteile, so trete dadurch keine Läuft diese Frist ab und die Antwort ist nicht erfolgt oder teinesfalls unterschreiben, die Wahrheit liege zumindest in der solche Anstrengung der Kräfte in die äußere Erscheinung, daß sind die Arbeiter mit der erhaltenen Antwort nicht zu frieden, Mitte. Jedenfalls laffe sich die volle Enthalsamkeit bis zum so soll auf Antrag der Arbeiter ein Versöhnungsgericht 20. Lebensjahre ohne jede Schwierigkeit durchführen. Daß die Ent- dadurch die äußere Heilighaltung des Sonntags verlegt werde. zusammentreten. haltsamkeit nicht gesundheitsschädlich sei, haben die Japaner Es kommt nicht darauf an, daß eine gegnerische Partei an dem Wir kommen nun zum eigentlichen Wesen des Abkommens. bewiesen, die im russisch- japanischen Kriege nicht eine einzige Verteilen der Flugblätter Anstoß nehme. Die Auslagen und die Dieses sieht zweierlei Versöhnungsgerichte vor: Settions. Prostituierte mit sich führten und während des ganzen Krieges fast Verteidigungskosten seien dem Angeklagten zu ersetzen, weil der gerichte und ein 8entralgericht. Die Sektionsgerichte bolle Enthalsamteit geübt haben. Die Russen dagegen haben Staatsanwalt feine Veranlaffung gehabt hatte, gegen das freis sollen in größerer Zahl vorhanden sein und aus einer gleichen Behntausende von Prostituierten mit sich geführt und sollen sprechende Urteil der ersten Justanz Berufung einzulegens geradezu Orgien gefeiert haben. Vielfach sei die Nachahmungssucht Zahl von Vertretern der Bahnverwaltungen und der Arbeiter be- die Ursache zur Ausschweifung. Junge Leute feien oftmals der stehen. An den Wahlen für die Sektionsgerichte nehmen alle Meinung, ohne Verkehr können sie nicht den Anspruch auf Eisenbahner teil, die organisierten und nichtorganisierten. Die Männlichkeit machen. Daher komme es, daß vielfach schon Schüler von den Arbeitern gewählten Mitglieder sollen aus allen Kate- mit häßlichen ansteckenden Krankheiten behaftet seien. In seiner gorien des Eisenbahndienstes genommen werden. Sprechstunde müsse er fast täglich Sekundaner und Nun zum Zentralgericht. Für dieses wählen die Arbeiter Primaner behandeln. Das schlimmste sei, daß der Vernicht mehr direkt, sondern überlassen es ihren Vertretern in den fehr vielfach im Rausch geschehe. Dadurch werde nicht nur die immer höher hinauf. Es notierten z. B. an der Berliner Börse: Anstedungsgefahr begünstigt, sondern auch die bösartigsten Folgen Settionsgerichten, ein oder zwei Mitglieder aus ihrer Mitte zum heraufbeschworen. Daß die Enthaltsamkeit ohne GesundheitsZentralgericht zu delegieren. Das Zentralgericht ist also was schädigung fich durchführen lasse, bewiese auch der Umstand, daß die Arbeiter betrifft ein Ausschuß der Sektionsgerichte. Athleten und Artisten, die ihre Körperkräfte voll zusammenJetzt können wir den Verlauf eventueller Arbeiterbeschwerden haben müssen, zumeist enthaltsam seien. Viel könne zur weiter verfolgen. Sind die Arbeiter mit dem Bescheid oder Nicht- herbeiführung besserer Zustände die höhere Bewertung des bescheid der Bahndirektoren nicht zufrieden, so wenden sie sich an weiblichen Geschlechts beitragen. Die immer größere das in ihrem Distrikt vorhandene Sektionsgericht. Sind die Bahn- Bahl weiblicher Studenten dürfte in dieser Beziehung Besserung direktoren oder Eisenbahner mit dem Bescheid des Sektionsgerichts herbeiführen. Er gebe sich der Hoffnung hin, daß im nächsten nicht zufrieden, so wenden sie sich an das Zentralgericht. Wenn Jahrzehnt die Statistit über Geschlechtskrankheiten eine wesentliche auch dieses nicht befriedigt, dann soll ein Schiedsmann bestellt Verminderung ergeben werde. werden, vor dem die Vertreter der Bahngesellschaften und der Arbeiter plädieren sollen. Rechtsanwälte dürfen vor diesen Gerichten nicht erscheinen. Den Schiedsmann ernennen der Speaker( Präsident des Unterhauses) und der Master of the Nolls( Appellationsrichter). Der Entscheid des Echiedsmannes ist bin den d. Das sind die Grundzüge des Abkommens zwischen ben Bahngesellschaften und den Eisenbahnern. Was bedeutet dieses Abkommen? Aus Industrie und Handel. Ungeheuerliche Preissteigerung. Jn bedrohlicher Weise schnellen die Preise für Lebensmittel Steigerung Steigerung Beizen gegen 1900/01 Roggen gegen 1900/01 Prozent Prozent 1900/01 159,19 1903/04 130,61 164,40 6,4 129,65 179,09 12,5 162,19 24,2 September 1907 230,00 44,5 205,00 56,1 45,0 212,50 62,7 Jahres burchschnitt 1905/06 11. November 1907 231,00 Die von Amerika ausgehende Finanzkrise, dazu günstigere Erntes berichte haben in den lezten Tagen die Getreidehausse ettvas auf gehalten. Dagegen weist die Tendenz bei Mehl bis zur Stunde Cragen von Flugblättern eine Arbeit? scharf nach oben. Es toftete in Berlin im Großhandel ein Doppel gentner 11. Nobbr. 1907 September 1906 1907 07. M. M. 26,58 30,25 29,50 32,00 Steigerung seit September 1906 Prozent 44,4 34,7 In ständiger Pragis hatte das Kammergericht früher anerkannt, daß das Tragen und Verteilen von Flugblättern keine öffentlich bemerkbare Arbeit" im Sinne der Verfcommungsverordnung ist. Zu der Annahme war es auch dadurch veranlaßt, Roggenmehl 0/1. 20,49 daß es mit Recht selbst das Tragen eines Gewehres nicht als Weizenmehl 00.. 23,75 ,, Arbeit" erachtet hatte. Und würde eine entgegengesette Annahme Das sind ungeheuerliche Steigeringen, die den Haushaltsetat In unserem Berichte vom 3. November sagten wir, das bis- doch zu dem Ergebnis führen müssen, jeden Kirchengänger, der auf einen ganz anderen Boden stellen. Aber woher nehmen und herige Versöhnungsgesetz( vom Jahre 1898) schaffe zwar Schieds- eine Bibel oder ein Gesangbuch, jede Frau Kammergerichtsrätin, nicht stehlen? Von einer Einkommenserhöhung kann jetzt keine Rede geridhte, aber es fönne die streitenden Parteien nicht zum Er- die ihren Pompadour oder gar eingekaufte Waren öffentlich be- fein; im Gegenteil, die Löhne gehen zurück. Und es sind nicht nur scheinen vor dem Schiedsgerichte zwingen. Nun, der Handels- merfbar am Sonntag trägt, vor den Kadi wegen Verstoßes die Preise für Mehl hinaufgegangen, mit Ausnahme von Fleisch minister ging einen Schritt weiter und führte 3 wangsschiedsgegen die Verfrommungsverordnung zu bringen. Es wurden noch sind fast alle anderen wichtigen Nahrungsmittel enorm teurer gegerichte ein. Das neuseeländische Muster des gewerblichen in den Jahren 1901 und 1902 Dutzende von Landgerichtsurteilen worden. Nach den Zusammenstellungen der Statistischen KorreSchiedsgerichtswesens, das alle Trade Unions- Kongresse Eng- bestätigt, die demnach zu Unrecht wegen Flugblattragens angeklagte spondenz" über Durchschnittspreise nach den Marktpreisen an 28 verlands mit überwältigenden Mehrheiten Jahr für Jahr abgelehnt Sozialdemokraten freisprachen. schiedenen Orten kostete haben, ist ohne viel Federlesens in England eingeführt worden! Doch mit des Gerichtes Mächten ist kein ew'ger Bund zu In diesem ganzen Abkommen ist von Gewertschaft nicht flechten. Seitdem die Jagd gegen die Arbeiterklasse und insonderdie Rede. Organisierte und nichtorganisierte Arbeiter wurden heit gegen die Sozialdemokratie von Verwaltungs wegen eröffnet gleichgestellt. Streif ist verboten, da das Urteil des ist, wurde an der Binde der Göttin der Gerechtigkeit, die diese Schiedsmannes bindend ist. Die Verbandsbeamten haben in diesem bekanntlich tragen soll, damit sie gleichmäßig, ohne Ansehen der Abschluß keine Funktion. Es ist nicht einzusehen, wozu die Eisen- Person entscheide, lebhaft gezerrt und gezogen. Nicht ohne Erfolg: bahner noch eine Gewerkschaft brauchen. die Binde ist der Themis von dem jeßigen Justizminister bekanntBell ist hocherfreut über das Resultat. Wir werden bald lich vor kurzem für alle figürlichen Darstellungen genommen: sie hören, was die Mannschaft im Lande dazu fagt. J Freiftudentliche Konferenz. foll fortan ohne Binde dargestellt werden. Und das entspricht der Wandlung der Rechtsprechung, die entsprechend der Verschärfung des Klaffenkampfes in wachsendem Waße von der herrschenden Klaffe dazu gedrängt wird, die Justia aur reinen Klassenjustiz, zu einem Instrument zu gestalten, die der Unterdrückung der nach Licht, Luft und Sonne strebenden Arbeiterklasse dienen soll. n Oftober 1906 W7. Steigerung 1907 M. Prozen • . 1000 Kilogramm 172,0 222,0 29 1000 159,0 201,0 26,4 " 1000 156,0 172,0 10,2 B " 1000 243,0 259,0 6,6 " 1000 52,4 58,9 12,4 " 1 2,52 2,57 2 D 1 0,32 " 0,37 15,6 1 " 0,27 0,32 17,2 Weizen. Roggen. Gerste Erbsen Eßkartoffeln Eẞbutter Weizenmehl Roggenmehl. Mit solcher Preisentwidelung geht es mum in den Winter hinein und dazu müssen auch für Brennmaterialien immer höhere Preise Glänzende Gewinne streichen die Dividendenbezahlt werden. empfänger ein, der Arbeiter muß sich in seiner Lebenshaltung Eins schränkungen auferlegen. Göttliche Weltordnung! Am Sonntag wurde zuerst im Charlottenburger Rathaus, dann im Berliner Rathaus die erste freistudentische Kon. ferenz bei einer Teilnahme von reichlich 500 Studenten und Von diesem Gesichtspunkt aus ist es natürlich, daß verschiedene Studentinnen abgehalten. Die Freie Studentenschaft, hieß es in von uns mitgeteilte Erkenntnisse des Kammergerichts gegen ArAus der Textilindustrie meldet die R. Bolfatg." merkliche Ab der Eröffnungsrede des Referendars Dr. jur. Walter Guttmann beiter in den letzten Jahren auch in der Frage, ob FlugblattBerlin, erkenne jeden Studenten als gleichberechtigtes Mitglied der verbreitung eine Arbeit sei, ihren früheren Standpunkt verlassen schwächung in einzelnen Zweigen. Für neue Baumwollgarnunterreligiöse Ueberzeugung. Nur durch Selbsterziehung könne die Arbeiter geltende Rechts norm hinzustellen, ist das höchste ehr unsicher. Die Einfuhr ausländischer Baumwollgarne in DeutschGesamtstudentenschaft an, ohne Rücksicht auf seine politische oder haben. Freilich so weit, die Bejahung dieser Frage als gegen nehmungen herrscht selbst bei wesentlich herabgesetzten Preisen völlige Die Verhältnisse am englischen Garumarkte find deutsche Studentenschaft zur Bewältigung des Problems gelangen, die ihnen das moderne Leben stelle. Ein Wegweiser zu dieser Ent- preußische Gericht nicht gegangen. Wohl aber zu der Auffassung: land ist im zweiten Quartal 1907 um 130 Proz. gestiegen gegen wickelung solle diese Konferenz sein. Es folgten dann in Char- ob in der Flugblattverbreitung eine Arbeit zu finden sei, sei gleichzeitig im Jahre 1906. Die ungeheure Vermehrung der englottenburg Vorträge des Privatdozenten Dr. Ohr- München über von Fall zu Fall Sache der tatsächlichen Feststellung" des Land- fischen Baumwollspindeln kann nach Ansicht des genannten Blattes das Thema:„ Student und öffentliches Leben", des Gewerkvereins- gerichts, das insbesondere zu prüfen habe, ob eine ungewöhnliche zu einer Krisis führen. In der deutschen Baumivollbuntweberei ist fekretärs Erkelenz- Berlin über:" Arbeiter und Akademiker", Anstrengung der Kräfte in die Erscheinung trete. Seitdem haben die Abschwächung eine Folge des Nachlassens des uslandsbedarfs. des Ingenieurs Wagner- München über: Studentische Arbeiter- fich in der Tat Gerichte gefunden, die diese Frage bejahten und Im zweiten Quartal 1907 fant bereits die Ausfuhr baumwollener unterrichtskurse", des Oberlehrers Dr. Felig Behrend- Berlin damit einen unschäzbaren Beitrag zur Natur der Klassenjuftiz Gewebe um 11 Proz. über: Grundzüge eines neuen Studententums". Der Inhalt all dieser Vorträge fam über allgemeine Betonung der Notwendigkeit nicht heraus, die Studenten sollten mehr am praktischen Leben Anteil nehmen, dem Heißhunger der Arbeiter nach Bildung durch Arbeiterunterrichtsfurfe entgegenkommen, eine Annäherung zwischen Studenten und Arbeitern schaffen und gleichzeitig auf eigene allleisteten. Defto angenehmer berührt es, wenn Gerichte die Annahme, Flugblattverbreitung sei eine Arbeit, wenn die Flugblätter von Sozialdemokraten verbreitet werden, als eine unhaltbare dadurch tennzeichnen, daß sie auch die Kosten der Verteidigung der Staatsfasse auferlegen. Ueber einen solchen Fall haben wir zu berichten. Er betrifft eine am Freitag in vierter Instanz verhandelte Gin Panama? Wir deuteten kürzlich schon an, daß bei der Finanzkrise in Amerika die hohe Finanz ihre Hände im Spiele habe und daß dieses Spiel jedenfalls das Licht der Oeffentlichkeit zu scheuen dieses Spiel jedenfalls das Licht der Oeffentlichkeit zu scheuen hat. Nun kommt aus New York eine Nachricht, die bestätigt, daß Die„ Netter" tatsächlich unsaubere Machinationen auf dem Gewissen haben, daß sie zu dem Krach die Karten gemischt haben, so ges mischt, daß sie die Trumpfe ausspielen fönnen. Die Nachricht lautet: Die Vorträge im Berliner Rathaus galten speziellen Verhaltungsmaßregeln für den einzelnen Studenten. Dr. jur. Strafsache. Eggers- Bremen empfahl den jungen Leuten dringend völlige Der Genosse David hatte sich am Sonntag, den 20. Januar Alkoholabstinenz. Für Wasserbäder, Luftbäder und Sauberkeit einzutreten erachtete Prof. Dr. med. Schleich Berlin für er dieses Jahres in der Nähe der katholischen Kirche in der LützowNew York, 10. November. Wie der New York Herald" meldet, forderlich. Die sittlichen und gesundheitlichen Vorteile von straße in Charlottenburg mit polnischen Wahlflugblättern hat die Regierung eine Untersuchung über Geschäftsgebahrung von Studentenheimen legte Dr. phil. Kühne. Charlottenburg unter aufgestellt, um dieselben an die aus der Kirche kommenden polni fünf aroßen biefiaen Banken eingeleitet, um feftaustellen, ob die früheren Angestellten der Vanlen die gesetzliche Bestimmung beobachtet haben, welche die Höhe der Darlehen, die den Angestellten gewährt iverden darf, auf 10 Proz. des Kapitals der Bank festsetzt. Die Untersuchung soll sich auch darauf erstrecken, festzustellen, ob die Reservefonds der betreffenden Banken sich in Ordimug befinden. Die National Tity-Bank hat das mit Rücksicht aus die ungünstige Finanzlage nach Europa gerichtete Gesuch um Sendung von löOOÖO Dollar Gold annulliert. In welcher Weise die Situation von einigen der„Finanz- genieS" ausgenutzt wird, geht ans folgendem hervor: Die Bank- firma G. Pierpont Morgan hat von der Bundesregierung 2ö Millionen Dollar zinsfrei erhalten gegen Hinterlegung von �«reuritäten�.«fclche nach Angabe ei»es Fachmannes gegenwärtig „keine acht Cents per Rie»" auf dem offenen Markte erzielen würden. Sie lieh das Geld durch ihre Makler zu 10 bis 20 Proz. Zinse» aus, ihr eigenes gar zu 50 Proz. Die Rockefellersche„National City Bank' pumpte ihre» Maklern 10 Millionen Dollar zu 6 Proz., welche hinwieder von ihren Kunden ebenfalls 50 Proz. heraus- schlugen. Die Firma Kuhn, Loeb u. Co., mit welcher der Präsident der letztgenannten Bank. Stillman. in„freundlichen Beziehungen" steht, nahm ebenfalls an dem Segen teil und heimste sogar 60 Proz. ein. Einzelne der in Geldnöte» befindlichen Spekulanten haben sogar bis 1000 Proz. geboten.— Der amerikanische Stahltrust verteilt eine regelmäßige Viertel» jahreSdividende von 7� Prozent für die Vorzugsaktien und '/g Prozent für die getvohnlichen Aktien. Nach dem Bericht der Direktoren war der Profit in dem mit September abgeschlossenen Vierteljahr 43 304 285 Dollar, eine Zunahme von 5 039 001 Dollar im Vergleich mit demselben Quartal des Vorjahres. Aufträge in Höhe von 0 425 008 Tonnen lagen am 30. September vor, das ist um 1 511 870 Tonnen weniger als an demselben Datum 1000. Zur wirtschaftlichen Lage in Rußland. Wie das Ministerium des Handels und des Gewerbes meldet. ist die Ausfuhr von Getreide aus Rußland in diesem Jahre außer- ordentlich groß. Und doch meldet das Ministerium des Innern, daß in diesem Jahre 22 Gouvernements der BerpflegungShiilfe bedürfen und dazu mindestens 7 732 000 Rubel nötig fein würden. Also gewaltige Ausfuhr deS Getreides einerseits und Hunger andererseits. Und das wiederholt sich in Rußland jahraus jahrein. Die Bauern verkaufen das Getreide, nicht weil sie Ueberfluß daran haben, sondern um Steuern und Pachtgeld zu bezahlen. WaS ihnen übrig bleibt. ist gänzlich unzureichend, um damit das ganze Jahr leben zu können. Und Saatkoni müssen sie nachher zu erhöhte» Preisen wieder ein- kaufen. Mit Kosaken, Feldgerichten. Deportationen uiw. sind diese Widersprüche im wirtschaftlichen Leben Rußlands nicht zu be- seitigen._ Krisenfokge». Der Großindustrielle Wittling in Lemberg ist nnt 1 000 000 Kronen in Zahlungsschwierigkeiten geraten. Aus New g o r k wird gemeldet: Die Bankbilanz weist ein Defizit auf, wie«S niemals zu verzeichnen gewesen ist. Die Gesamt- sumine der erhobenen Gelder übersteigt den Höchstbetrag, der bisher entnommen worden ist. Der Kassabestand ist der geringste, welcher seit 1005 aufzuweisen ist._ Sozialed« Darf ber Titel„amerikanischer Zahnarzt" in Deutschland geführt werden? Recht interessante Ausführungen über die Bildung des deut- fchen Publikums zeitigte die in jüngster Zeit vor dem Reichsgericht angeschnittene Frag- der Titelführung auslandischer Zahnärzte. Kürzlich fällte daS Reichsgericht zu dieser Frage zwei verschiedene Urteile. Durch das eine wird dein 35jährigen in Amerika studierten Zahnarzt Gustav Wirsing zu Dresden die Führung des Titels amerikanischer Zahnarzt verboten; das andere gestattet dem nur kurze Zeit in Amerika studierten Zahnarzt Kloeden und der Zahn- ärztin Jacobi, beide in Görlitz, die Führung der Bezeichnungen „approbiert" in Verbindung mit„Doktor»f Dental Surgrry". Beide Unterlassungklagen, die des Dresdener Zahnarztes Kühnast sowie die der Bereinigung der GSrliyer Zahnärzte, sind auf§ 1 des Wettbewerbgesetzes gestützt und liegt ihr Schwerpunkt in der Feststellung, ob die Bezeichnungen„amerikanischer Zahnarzt" und„Doktor of Dental Surgery" unrichtige Angaben tatsächilcher Art darstellen, und ob das Publikum durch diese Bezeichnungen irre geführt wird. In der Dresdener Sache hatte das Landgericht Dresden die BcrwechselungSgefahr zwischen dem amerikanischen Zahnarzt und dem deutschen Zahnarzte verneint. In der Berufungsinstanz sprach sich das Oberlandesgericht Dresden aber dahin aus, daß der deutsche Zahnarzt zu seiner Approbation eine ganz andere Bildung nötig habe als der amerikanisch«, und deshalb das Publikum bei Lesung deS Titels„amerikanischer Zahnarzt" leicht glauben könne, derselbe besitz« die nämlichen Kenntnisse oder sei vielleicht noch besser wie der deutsche. Es bejahte die Berwechselungsgcfahr und verbot die Führung des Titels„amerikanischer Zahnarzt" wegen Irreführung de» Publikums. In der Görlitzer Sache handelt« es sich um drei Angriffe. Einmal waren die Görlitzer Zahntechniker im Adreßbuchs unter die Rubrik„Zahnärzte" gelangt. Da» Landgericht Görlitz wie daS Oberlandesgericht Breslau verneinten jedoch hier ein Verschulden der Beklagten, da dies auf ein Versehen deS Verlegers des Adreß- buchs zurückzuführen sei. Eodan» handelte es sich um die Bc- zeichnung„approbiert". Das Oberlandcsgericht führt hierzu aus, daß das Wort„approbiert" nur mit dem Titel„Doktor of Dental Surgery" zusammen gebraucht werden könne und sich der Deutsche nichts besonderes darunter vorstelle, das Wort vielmehr erst Be- deutung im Zusammenhang des Gewerbes habe. Diese Bezeich- nung sage nichts andere», als daß der damit verbundene Titel au« gesetzlichem Wege erworben sei. Und das sei in diesem Falle auch erwiesen, denn die Beklagten hätten an einem respektablen ameri- konischen Institut ihr Examen bestanden. Was aber den Titel „Doktor of Dental Surgery" anlange, so komme es auf das deutsche Publikum an und zwar darauf, wie dieses den Titel auffasie. ES möge wohl ein Teil Leute geben, die darunter glauben, daß sie einen deutschen Zahnarzt vor sich haben, d. h. einen solchen, der das Examen auf der deutschen Universität bestanden habe. Diese Leute bildeten aber nicht daS deutsch« Publikum. Au« dem Titel würde jeder Verständige herauslesen, daß er e« mit einem aus- ländischen Doktor zu tun habe. Wer die Titel nicht verstehe, tue daS lediglich au» mangelhaftem Jntereffe. DaS Dresdener wie daS BrcSlauer Urteil wurden von den unterlegenen Parteien durch Revisionen angefochten. Zu der Re» Vision gegen das BreSlauer Urteil führte der Vertreter der Ber- einigung der Görlitzer Zahnärzte aus, daß in Beziehung auf daS Verständnis des Publikums gerade darauf ankomme, daß das Wettbewerbgesctz Leichtsinn und Leichtgläubigkeit schützen wolle; eS sei für diejenigen gemacht, die niemals alle werden. Deshalb dürfe nicht damit gerechnet werden, daß das Publikum an einem Irrtum eventuell selbst schuld sei. Diesem widersprachen die Per- «er der Beklagten insofern, als der Titel„Doktor of Dental Surgery" fast jedem Deutschen erkennen lasse, daß es was anderes sei als ein deutscher Doktor, den er vor sich habe und das un- lautere Wettbewerbgesetz auch nur dazu sei, um unlauteren Re- ilamen vorzubeugen, aber nicht richtige Behauptungen zu der- bieten. Für die Dummheit der Leute sei es nicht gemacht. Der Deutsche sei im Durchschnitt so gebildet, daß er wisse, was unter dem Dr. med., dem Dr. jur., dem Dr. Phil, gemeint sei, auch den Dr. ing. kenne man. Wer sich aber unter dem einen„Doktor of Dental Surgery" ein Wundertier vorckelle, dem sei auch durch das Wettbewerbgesetz nicht zu helfen. Der zweite Zivilsenat des Reichsgerichts erkannte in beiden Sachen auf Zurückweisung der Revisionen. Es ist also der Ansicht, daß die Führung des Titels„Doktor of Dental Surgery" und in Verbindung damit die Bezeichnung„approbiert" gestattet, aber die Führung des Titels«amerikanischer Zahnarzt" verboten ist» Die nützliche» Elemente. In einem Orte bei Wunsiedel fingen zwei Brüder, die Fabrik- arbeiler Seifelt, mit dem Dienstknechl Schädel im Wirtshaus einen Streit an, der in Tätlichkeilen ausartete. Während der ältere Seifert den Schödel festhielt, stieß ihm der jüngere kaltblütig sein griff- festes Messer ins Herz, sodaß der Gestochene nach wenige» Augen- blicken'eine Leiche war. Der Mörder hat bei dem Streik in der Porzella» fabrik Wunsiedel Streikbrecherdienste geleistet, ist also eines jener„nützlichen" Elemente, die scheel anzusehen schon beinahe ein Staatsverbrechen ist._ Die völlige Unzulänglichkeit der heutigen Yrrenfürsorge wurde auf der kürzlich in Köln abgehaltenen Generalversammlung des„Hülssvcreins für Geisteskranke in der Rheinprovinz" be- sprachen. Der Direktor der Provinzial-Heil- und Pflegeanstalt Grafenberg, Dr. Herting, hielt einen Vortrag über die Hülfsvercinc und die kriminellen Geisteskranken. Nach der sich hieran an- schließenden Debatte wurde eine Resolution angenommen, worin es heißt:„Der Hülfsverein erwartet, daß nach einer etwaigen Reform der Strafgesetzgebung auch der K 493 der Strafprozeßordnung betr. Anrechnung des Krankenhausaufenthalts auf die Straf- zeit auch auf die geisteskrank gewordenen und in eine Irrenanstalt übergeführten Strafgefangenen sinngemäße Anwendung finden muß und zwar in einer die bisherige Anstaltsbehandlung der un- befcholtenen Geisteskranken nicht berührenden Form. Der Hülfs- verein erklärt eö ferner für wünschenswert, daß die Boraus- fetzungen für die Festhaltung geisteskranker Verbrecher entweder im Wege des Entmündigungsverfahrens oder in einem besonders zu schaffenden Verfahren für jeden einzelnen Fall festgestellt werden." LandeSrat Horton führte aus, eS fehle jede Rechtsgrundlage für die Entlassung geisteskrank gewesener Verbrecher. Ein Vortrag deS Oberarztes Dr. Schröder mußte wegen der vorgerückten Zeit ausfallen. Der Redner beschränkte sich darauf, mitzuteilen, daß eine positive?lntwort auf die Frage:„Haben die Geisteskranke» zugenommen?" nicht gegeben werden könne, weil keine bündige Statistik über die Geisteskranken besteht. Da die in den Llnstalte» untergebrachten Geisteskranken an Zahl bedeutend zugenommen hätten, sei auf eine allgemeine Vermehrung der Geisteskranken zu schließen. Die im„Hülfsverein" besprochenen Mißstände geben nur ein kleines Bild von der völligen Unzulänglichkeit der Jrrcnpflege in Teutschland überhaupt. Diese beschränken sich keineswegs auf die „kriminellen" Geisteskranken. Es fehlt, wie auch nach der Zivil. prozeßordnungsnovelle in Einzelfällen sich offenbart hat, ein hin- reichender Schutz gegen ungerechtfertigte Entmündigung, noch mehr ein wirksamer Schutz gegen Unterbringung und Festhaltung Ge- sunder als Geisteskranker in Irrenhäusern und ebenfalls eine Garantie für eine ausreichende, unparteiische Untersuchung deS Geisteszustandes von Zivil- oder Militärgerichten Verurteilter. Der Jnstmann und feine Wohnung. DaS Gesetz vom 24. April 1854, betreffend die Verletzung der Dienstpflichten des Gesindes und der ländlichen Arbeiter, bestimmt im§ Sc:„Die Bestimmungen deS§ 1(die bekannten Strafbestim- mungen) finden auch Anwendung auf das Verhältnis zwischen dem Besitzer eines Landguts oder einer anderen Acker- oder Forstwirt- schaft, sowie den von ihm zur Aufficht über die Wirtschaftsarbeiten bestellten Personen und solchen Dienstleuten- welche gegen Gewäh- rung einer Wohnung in den ihm gehörigen oder auf dem Gute be- endlichen Gebäuden und gegen einen im voraus bestimmten Lohn oehufs der Bewirtschaftung angenommen sind(Jnstleute, Herrschaft. liche Tagelöhner. Einlieger. Katenleute und dergl.)' Der Knecht W o l n i a k sollte sich durch unberechtigtes Verlaffen de» Dienste» gegen das genannte Gesetz vergangen haben. Wolniak, der mit einer Frau zusammenlebt und mit dieser einen selbständigen Hauö- halt führte, hatte zwar erst auf dem Gut feines Dienstherrn in Posen im Gesindehaus gewohnt, war dann aber wegen Raum» mangels vom Gutsherrn in einer Mietswohnung untergebracht worden, die außerhalb deS Gutes lag. Es war in Aussicht ge» nommen, daß er später, wenn etwas frei würde, wieder im Ge- ändehaus untergebracht werden sollte. DaS Landgericht Liffa als Berufungsinstanz sprach nun den Angeklagten deshalb frei, weil er nicht zu den Jnftlruten im Sinne des§ 2c de» Gesetze» gehöre, da ein Dienstmann in dem Sinne nur ein solcher sei, dem der Guts- Herr u. a. eine Wohnung in den ihm gehörigen oder auf dem Gute befindlichen Gebäuden gewähre. Der Angeklagte habe weder in einem Haufe auf dem Gute noch einem Haufe de» Gutsherrn ge- wohnt, sondern in Räumen, die von einem Nachbarn gemietet waren. DaS Kammergericht gab der hiergegen eing-legten Revision der Staatsanwaltschaft statt, hob das Urteil auf und verwies die Sache zu nochmaliger Verhandlung an das Landgericht zurück. Der erste Strafsenat verwarf die Auffassung de» Landgerichts. In dem � 3c heiße e«:.... und solchen Dienstleuten, welche gegen Ge. Währung einer Wohnung usw. usw. angrnommen sind." Diese»: „... angenommen find" sei da? wesentliche. ES komme darauf an, ob der Vertrag zum Ziele hatte, den Mann zwecks Bewirtschaf- hing gegen Lohn und Wohnung in einem dem Dienstherrn ge- hörigen oder auf dem Gute befindlichen Gebäude anzunehmen, und ob die Vertragsbedingungen zunächst auch erfüllt wurden. Der bloße Umstand, daß der Dienstherr eS nötig finde, ihn dann ander- weitig unterzubringen, ändere nichts daran, daß er als Jnstmann angenommen sei. Man denk« daran, daß daS HauS des Dienst. Herrn abbrenne. Sollten dann die Leute den Dienst lösen dürfen? DaS fei nicht der Fall. Es komme auf den Einzelfall an. Bei dem hier festgestellten Tatbestande, wo der Knecht anderweitig nur untergebracht wurde, weil der Raum im Gesindehause knapp ge. worden war, und wo die Absicht bestand, ihm bei Gelegenheit wieder eine Wohnung im Gesindehause zu geben: da habe W. den Charakter des JnstmanneS gemäß§ 2c des Gesetzes vom 24. April 1854 nicht verloren. Diese Entscheidung des Kammergericht» steht in allerschroffstem Widerspruch zu der historischen EntWickelung deS Institut« ber Jnstleute. zu dem Begriff eine» JnstmannS, zu der EntstehungS- geschichte des Gesetzes von 1854 und zu den bislang allseitig an- erkannten Auslegungsregeln eines Gesetzes. E» widerspricht diesen Auslegungsregeln auf das allcrentschiedenste, dem Buchstaben eines Gesetzes über den Zweck und Sinn der gesetzlichen Vorschrift die Herrschaft einzuräumen. DaS tut aber die kammergerichtliche Ent« scheidung im Gegensatze zu der de» Landgerichts. Die preußischen Landstände hatten ja gar im Jahre 1837 beantragt, die Jnstleute alS Gesinde zu behandeln. Eine Kabinettsorder von 1838 wie« dieS Ansinnen zurück. Da» Gesetz von 1854 unterwirst Inst- leute usw. nicht deshalb, weil ihnen eine steie Wohnung ver- fprochen, sondern weil ihnen eine solche eingeräumt ist, den straf. rechtlichen Ausnahmebestimmungen des Z 1(wegen unbefugten BerlassenS des Dienstes, Vergehens usw.). weil sie gemeinhin daS Gesindehaus mit dem Gesinde teilen. Fällt diese ausdrücklich im Gesetz betonte Voraussetzung fort, so entfällt auch die Möglichkeit einer Anwendung des Gesetze». Wäre des Kammergerichts Buch. stobeninterpretation zutreffend, so würden die Jnstleute danach ja gar schon strafbar sein, bevor sie in Dienst getreten st"»», weil ihnen ja eine Wohnung versprochen ist. Der Fall zeigt von neuem, wie dringend gewerkschaftlicher Zusammenschluß der Landarbeiter und deS Gesindes ist und ausdrücklicher Ausschluß der gegen sie gcrich- teten Ausnahmegesetze durch Vertrag, solange die Schmach bcson- derer gegen die ländliche Arbeiterklaffe und das Gesinde gerichteten Ausnahmegesetze in Deutschland nicht durch die Gesetzaebung beseitigt ist._ Em der frauenbewegiiiig* Der Liberalismus und die bürgerlichen Frauen l „Sprich mir von allen Schrecken, nur nicht von der— Frauen- bewegung." Dies ist der Stoßseufzer, der sich bei jedweder Ge- legenheit dem Munde der wackeren Freisinnsmannen entringt und der auch in allen Versammlungen und Reden den Grundton bildet. Die edlen Spießerseelen verspüren schon mit Schreck und Graus den Erdball in seinen Fugen erzittern, wenn auch nur mit einem Wort von der Emanzipation des weiblichen Geschlechts und von seinen Rechten im Gegensatz zu seinen Pflichten die Rede ist. Am schärfsten tritt dies bei der Aufrollung der Frage des Frauenstimmrechts zu- tage. � Hier offenbart sich die ganze Engherzigkeit, Borniertheit und Rückständigkeit des Bierbankphilisters, daß jeden modern denkenden, fortschrittlich gesinnten Menschen das Gefühl des Mitleids über- kommt. Der beschränkte Bürger merkt nicht die treibenden, ge- schichtlichen und wirtschaftlichen Kräfte, die eine vollkommene Um» ivandlung der überkommenen Anschauungen und Einrichtungen be- dingen. RatloS steht er dem ehernen Gesetz der Entwickelung gegenüber, das mit unverrückbarer Sicherheit sich seinen Weg bahnt. Die fabelhafte Ausbreitung der Industrie und de» Handels, die revolutionierende Wirkung der Maschine, der Dampfkraft, der Elektrizität, die stetige Vervollkommnung der Technik, alles Faktoren, die im ökonomischen und gesellschaftlichen Leben Um- ivälzungen von eminenter Bedeutung hervorriefen, die mit den alten, patriarchalischen Zuständen ausräumten, die das Familien- leben einer Umwandlung unterzogen und Millionen Frauen vor den wirtschaftlichen jwmpf stellten, sind spurlos an dem ver- kümmerten Spicßerhirn vorüber gegangen. Nur wenige, ach, so wenige sind es in den bürgerlichen Reihen, die mit offenem Blick und sozialem Verständnis Ursache und Wirkung dieser neuen Er- scheinung zu erfassen und zu würdigen suchen. Namen wie Gerlach und Breitscheidt tauchen gleich freundlichen Oasen in der öden, dürren Wüste steisinniger Politiker auf. Dies zeigte sich wieder in der von uns besprochenen Versammlung des„Preußischen Landesausschuffes für Frauenstimmrecht" direkt sinnenfällig. Das Referat GerlackiS war getragen von gut demokratischen Anschauun- gen, wenngleich auch der Kern der entschiedenen, unweigerlichen Stellungnahme, des unerschütterlichen KampfesmutS und des un- beugsam eisernen und konsequenten Willen? von unserem Stand- Punkt aus, nicht genügend herausgearbeitet war. Doch, von alle- dem abgesehen, ivar es ein erfreulicher Lichtstrahl aus der Dunkel- kammer des Freisinns, und hob sich wohltuend ab von der Schaukel- Politik jener„Auch"liberalen, die mit den Namen„Demokratie" und„Liberalismus" nachgerade einen Unfug treiben, den man polizeiwidrig nennen kann. Desgleichen berührten unS die Ausführungen Breitscheidts in angenehmer Weise, wenn auch die Freude stark beeinträchtigt wurde bei dem Hinblick darauf, daß diese beiden weißen Raben Rufer in der Wüste sind, Anführer ohne Gefolgschaft. Tie„linksliberale" Frauenrechtlerin, Fräulein Lischnewska, verlieh ihrer Freude unverhohlen Ausdruck, daß das böse Zentrum und die noch bösere Sozialdemokratie zurückgedrängt seien und gab dem edlen Mischmaschblock ihren jungfräulichen Segen. Bezeichnenderweise fand sie in dieser bürgerlichen Versamm- lung keinen Resonanzboden und als sie gar noch gegen(I) die so- fortige Einführung des Reichstagswahlrechts sprach und recht„sachte und stufenweise" vorzugehen empfahl, zog sie sich den ungeteilten Unwillen der Versammlung»u. WaS sonst noch von den bürger- lichen Rednern verzapft wurde, war„um auf die Bäum« zu klettern". Sin Sozialdemokrat, der rückhaltslos die Forderung des ReichStagSwahIrechts für Männer und Frauen vertrat, erntete in dieser gegnerischen Versammlung lebhasten Beifall. Uebcrhaupt dämmert eö jetzt merklich auch in der bürgerlichen Frauenwelt und man kann daselbst schon ansteigende» Jntereffe für öffentliche An- Gelegenheiten feststellen. Nur sollten sie nicht der lockenden Pfeife des freisinnigen Rattenfängers folgen und sich nicht Sand in die Augen streuen lasten. Hier paßt da» Wort: Die ihr hier emtretet. lasset alle Hoffnung hinter Euch! Wer auf den Freisinn hofft. hofft Umsonst....-„».-ri Wie in allen vorwärtSwetsenden, bahnbrechenden Fragen ist eS auch hier wieder einzig und allein dt« Sozialdemokratie, die uneingeschränkt für volksrechte eintritt. Sagte doch selbst Herr v. Gerlach: ES wäre zwecklos, jetzt das yrauenwahlrecht zu der- langen. Wir aber sagen: zwecklos ist das Harren und Zögern. daS Zagen und Zaudern. Heraus mit dem ReichstagSwahlrecht für Manner und Frauen! Mit vereinten Kräften und schmetternden Fanfaren hinein in den Wahlkampf und die junkerlichen Trutzfesten werden unter dem Ansturm de» Volles in sich selbst zusammensinken: Rache oder Recht? Vor einiger Zeit(Nr. 211 vom 1. August) stand in der„Frank. furter Zeitung" eine Aeußerung des bekannten Psychopathologe» und Neurologen Dr W. Hellpach zu dem Fall Hau. In begrüßens- werter Weise war der dem modernen Rechtsempfinden entsprechende Standpunkt begründet, daß nicht„dekadente Sentimentalität". sondern die unserer Einsicht und Kultur genugtuende Gerechtig- keit es verlange, daß sowohl bei der Strafbemessung als auch bcini Strafvollzug das psychologische Moment stärker berücksichtigt werde. Man müsse auch hler individualisieren und nicht vom Standpunkt der Vergeltung und deS GcgenschlageS, sondern von dem der er- ziehlichen Beeinflussung und Besserung auf der einen, dem deS Schutzes und der Abwehr auf der anderen Seite, zu Straffest- setzung und-Vollzug kommen. Die ebenso sachliche wie schlüssige Beweisführung, auf Grund deren H. zu feinen Deduktionen kommt, hat einen Vertreter der klassischen Kriminalogie nicht ruhen lassen. In einer Sprach«, die de» delphischen Orakel» würdig wäre, sich aber dennoch al» die „auf einen einfachen Ausdruck" gebrachte Sprache Kants deklariert, erhärtet Herr AmtSgerichtSrat Marcus aus Essen, daß das alt- testamentliche..Auge um Auge und Zahn um Zahn" jung und schön und erstrebenswert fei— heute wie vor 5000 Jahren. Die „Legalmottvation"(auf diesen„einfachen" Ausdruck wurde die Kantsche Terminologie zurückgeführt) im Gegensatz zur„Opportuni- tätSmotivation". Habe ich« recht verstanden, so bedeutet da», daß die schnöden Neuerer der unverbrüchlichen Begründung des RechtS- bruches aus einen, absoluten, d. i. also ewigen Recht und einer diw Moral eine Begründung auS der besonderen Wesenheit deS jeweilig vorliegenden StraffallcS entgegensetzen. Sie individuali. sieren. Und sie erschweren die Sachlage durch Berücksichtigungen opportunistischer Art. Nicht nur Charakteranlage, LebenSgang und Milieu des Straffälligen sollen da herangezogen und geprüft werden. Diese Umstürzler wollen bei der Behandlung und Be- urteilung von Straffällen den für die Allgemeinheit zu erwar- tenden Swaden oder Nutzen mitberücksichtigt haben. Wenn da nicht die Sintflut kommt! Unserm Klassiker Preßt da» denn auch den Ruf avS:„Ein oberstes Sittengesetz lautet: Der Mensch— also auch der Ver- brecher— soll nicht als Mittel zum Zweck der Opportunität, d. b. de» Nutzens anderer Menschen behandelt werden; vielmehr soll der Mensch nur dem über aller Opportunität stehenden reinen Gesetze, der Gerechtigkeit unterworfen sein. Dann aber ist da? Verbrechen ein Bruch des Gesetze», die Strafe aber ist nichts, als der physische Gegenstoß gegen den GcsetzeSbruch, und nach den, Prinzip des reinen Gesetzes, das wir nach der Analogie des Naturgesetze? anzuwenden haben, besteht die physische Reaktion in einer äquivalenten Gegenwirkung gegen den Stoß." So wird da? Verbrechen ganz roh, ganz mechanisch zum„Bruch deS Gesetzes", de» ewigen, unverrückbaren Gesetzes, und die Strafe ist der„Gegenstoß". Man greift sich an der. Kovf. Ist das möglich? Ist all unser« psychologische Forschung, all unsere auf Ergründung der Psychopathologie gewandte Mühe umsonst gc- Wesen? Gi bis wirklich psychologisch geschulte Menschen, Richter gar, die so denke», so urteilen und im Zusammenhang den„un- mittelbar einleuchtenden" Satz formulieren:„Man soll die Grenzen der Wissenschaften nicht ineinander laufen lassen." Und doch läuft in dieser Welt alle? ineinander. Alle» ist Ursache und Wirkung zugleich. ES gibt weder in der Wsssenschäft noch im Leben deutlich erkennbare Grenzen oder gar unüberbrück- bare Scheidungen. Alle? fließt. Die alte Weisheit des Heraklit besteht heute wie je. Wir, wir selbst sind eS, die in Recht, Wissen» schaft und Leben Grenzen ziehen und Unterscheidungen machen. Diese Grenzlinien hat die Not gezogen. Die nun einmal gegebene quantitative und qualitative Beschranktheit menschlichen Intellekts, der nicht alle» zugleich umfassen und ergründen kann. Das Genie überspringt die Schranken. Die rechtliche Stellung der Frauen in Dänemark soll verbessert werden durch einen Gesehentwurf, der den Frauen das ihnen bis her vorenthaltene Vormundschaftsrecht üb ihre Kinder gibt. Der Entwurf, der am Donnerstag im Folket... g zur ersten Beratung stand, wurde von den Wortführern aller Parteien gutgeheißen und wird jedenfalls Gefeß werden. Genosse Andreasen bemerkte bei der Gelegenheit, daß die Sozialdemokratie es grundsäßlich verwirft, daß wegen der Geschlechtsverschiedenheit irgendwelche Rechtsangleichheit zwischen Männern und Frauen gelten soll, sowohl hinsichtlich der persönlichen, wie der politischen Rechtsverhältnisse. Darum habe ja auch die Sozialdemokratie ihren Gefeßentwurf über das Frauenwahlrecht eingebracht. Versammlungen- Veranstaltungen. Wilmersdorf. Donnerstag, den 14. November, 8% Uhr, Buffen. part", Wilhelmsaue 112: Vortrag Genoffin Lilly Braun," Die Frauenfrage, ein Kulturproblem". Tegel- Borsigwalde. Mittwoch, den 18. November, 49 1hr, bei Schmidt, Tegel, Schlieperstraße. ba Vortrag, Frau Lungwiz: Die Bekämpfung der Kinderarbeit". Verfammlungen. Vor dem C. D. 1000. 2. 33. Die Herr M. ist kein Genie. Das ist seine Privatfache. Aber gerichts I beschäftigte. Angeflagt waren der Buchhalter May Neu-| 3ut, auf Erfak oder Befreiung der Kosten gegen die Staffe zu Tagen. gegen die Selbstverständlichkeit, mit der er seine vorsintflutliche mann wegen Unterschlagung und der Buchhalter Hermann Bruen 8. St. 22. 1. Schriftlichkeit ist erforderlich. 2. a. 3, Benn eine Kriminalpsychologie predigt, muß Front gemacht werden. ivegen Beihülfe. Ersterer wurde aus dem Zuchthause in Ludau, Uebergabe stattgefunden hat und die ernftliche Absicht besteht, die Einrich tung nicht nur zum Bjande, sondern zum Eigentum za nemen, würden Vielleicht sieht er sich einmal den Nachweis an, den unter letterer aus dem Zuchthause zu Sonnenburg vorgeführt. Neumann, Sie Eigentümer werden. Der Vertrag würde etwa schon bestehenden der Ueberschrift: Wer sorgt für diese? eine Frau in der Frank- ein schon mehrfach vorbestrafter Mensch, hatte das Glüd, nach Ver- Gläubigern gegenüber feine Wirkung haben. furter Beitung"( Nr. 214) dafür erbringt, daß sein enger und büßung seiner letten Strafe im Oktober 1905 bei der Firma 42. Lebensjahr nicht. W. K. 24. 1. Nein. 2. Ja. unlöslicher Zusammenhang zwischen Straftaten ererbten An Lampenmühlen u. Co. in der Neustädtischen Kirchstraße auf Grund 1. Ungefähr 20 Mart, ja. 2. Die beiden ersten, nicht die dritten Beiträge. lagen und Milieu besteht und wie stark die Rückwirkungen auf falscher Zeugnisse Beschäftigung als Adressenschreiber zu finden. H. Scholz. Ueber Kartenspielregeln können wir Kristunft nicht ers Regeln machen. die Gesellschaft find. Wie stark aber auch die Verpflichtung ist, Er arbeitete 1% Jahre zur vollkommenen Zufriedenheit seines teilen; die Spieler können sich selbst verschiedene da nicht mit dem Knüppel des Bergeltungsprinzipes dreinzufahren, Chefs, bis er am 13. Mai d. J. den großen Streich ausführte, der Begen der Wohnungs- und Lebensverhältnisse wenden Sie sich am besten Bufunft 31. Das Wursteinfuhrverbot besteht für ganz Deutschland. sondern als verstehender, fühlender, wissender und verantwortlicher ihn jetzt auf die Anklagebank gebracht hat. Bor diesem Streich war mit spezialisierten Fragen an die Gewerkschaft oder das Barteiblatt der dortigen Mensch in Schuh und Fürsorge, in Besserung und Abwehr die er wegen eines Sittlichkeitsdelikts zu einem Monat Gefängnis ver- Stadt. Selbstverständlich können Sie den„ Borwärts" in jeder Stadt abonnieren. rechten Wege zu finden und zu gehen. urteilt worden. Als er diese Strafe absitzen sollte, fürchtete er, A. M. Hygieneausstellung am Lebrter Bahnhof, 1879. Kurt 14. So feine Stelle, die er durch Glücksfall erlangt hatte, wieder zu ver- lange der Ehemann mit dem Aufenthalt der Ehefrau außerhalb der Ghelieren und er sette alle Hebel in Bewegung, um auf freiem Fuß wohnung einverstanden ist, ist er auch zum Unterhalt verpflichtet. Bu zu bleiben. Er fand einen Stellvertreter in der Person eines ge- ständig für die Klage auf Unterhalt ist bei Beträgen bis 300 Mark das wissen Wandelt, der unter seinem Namen in Plößensee saß. In Amisgericht, bei höheren Beträgen das Landgericht. Wenn derartige Er der Folge hat sich aus dieser Metamorphose eine Anflage wegen lärungen, wie Sie sie mitteilen, seitens des Mannes gemacht sind, so könnte die Ehefrau beim Landgericht auf Sicherstellung ihres Rechts auf Unterhalt flagen. schwerer Urkundenfälschung ergeben, die Neumann jetzt mit Freiheit 1000. 1. Ja. Ein Beschlagnahmebeschluß ist durchführbar. 144 Jahr Zuchthaus zu büßen hat. Da er befürchtet hat, daß dieser 2. Ja, Ihre Tochter foll fich das Unvermögen zur Bestreitung der GerichtsTausch doch in ganz kurzer Zeit entdeckt werden würde, suchte er fosten durch den Armenvorsteher bezeugen lassen und dann unter Ueberin verbrecherischer Weise sich Geld zu verschaffen, um sobald als reichung dieses Attestes bei dem Gericht die Bewilligung des Armenrechts möglich aus Berlin zu verschwinden. Am 11. Mai erhielt er den beantragen. R. V. 63. 1. Uns nicht bekannt. 3. Eine Polizeivorschrift R. Sch. 52. Den Nachlaß müssen Auftrag, für den an diesem Tage beurlaubten Staffenboten der besteht nicht. Die Regel ist 6 Uhr. Sie an die Mutter herausgeben. 8. S. 13. Die Veranlagung besteht Firma die Mappe zurecht zu machen, damit der Bote am 13. Mai au Recht. Die bielige katholische Gemeinde erhebt bei 12 M. bereits stirchenfeinen Dienst wieder aufnehmen fönnte. Unter den in die Mappe steuer. D.. 86. Sie müßten sich direkt an die Theater oder Zirkusse gelegten Papieren befand sich auch ein Scheck über 50 000 M., welcher wenden. Köln 32. Nach zutreffender Ansicht nein. 21. N. 24. bei der Bank des Berliner Kassenvereins für die Firma zahlbar 1. Ja. 2. Der Austritt aus der Landeskirche für die Kinder hat durch Bater zu erfolgen. Auch in diesem Falle ist innerhalb vier war. Er hat dann später einen unbewachten Augenblid wahrge den sechs Wochen nach Eingang der Anmeldung der Ause nommen, um diesen Sched aus der verschlossenen Mappe wieder bis 4. Nein. heraus zu nehmen und sich anzueignen. Am Montag, den 13. Mai, tritt nochmals zu gerichtlichem Protokoll zu erklären. O. G. in Dr. Wenn ein schriftlicher Lehrvertrag vorliegt, so tann ging er schon gleich nach 9 Uhr zu der Kasse des Kassenvereins, und nach§ 127 d der Gewerbeordnung der Lehrherr die zwangsweise polizeiliche da er dort als Angestellter der Firma bekannt war, erhielt er die Burüdführung des Lehrlings verlangen, wenn dieser die Lehre unbefugt 50 000 M. in 50 Tausendmarkscheinen anstandslos ausbezahlt. Nun verläßt und der Lehrherr innerhalb einer Woche nach dem Austritt des traf er Vorsichtsmaßregeln, um so lange wie möglich im Ver- Lehrlings den Antrag auf Rückführung bei der Polizeibehörde stellt. borgenen zu bleiben. Er mietete schleunigst vor dem Landsberger B. K. 1. Sie sind nach wie vor frankenversicherungspflichtig; auch wenn Tor ein möbliertes Bimmer und erzählte seinen Wirtsleuten, daß der Meister die Anmeldung unterlassen hat, hätte eventuell die Staffe ein. er als Krantenwärter beim Krankenhaus Friedrichshain angezutreten. G. 2. 100. Die Verpfändung sowohl wie die Schenkung Der unsoziale bureaukratische Geist, nommen sei, fich aber erst einarbeiten müsse. Er blieb den Tag würden anfechtbar fein, es empfiehlt sich als eventuell sichererer Weg die Uebertragung Ihres Eigentumsrechtes an Ihre Frau. ber den Vorstand der Landesversicherungsanstalt über zu Hause, ging erst Abends aus und blieb gewöhnlich die ganze Brandenburg beherrscht, wurde beleuchtet in einer Verfamm- Nacht weg. Nach seiner Angabe sollte er dem Nachtdienst im Stellungnahme der Fraktion ersehen Sie aus dem stenographischen Bericht des Reichstags, den Reden zum Bostetat sowie zur Gewerbeordnungs Tung der Krantentassenvorstände und Verwaltungsbeamten, welche Krankenhause zugewiesen sein. Als Neumann, der infolge falscher Novelle von 1891 und 1900. O. 23. 987. Sie sind im Unrecht. B. E. H. L. A. Falls Ihre Schwester nicht etwa minderjährig it, die Zentralkommission am Freitag veranstaltet hatte. Der Vor- Nachricht in Antverpen gesehen sein sollte und dort intensiv gesucht Stand der genannten Anstalt war schriftlich zu der Versammlung wurde, am 18. Mai früh 7 Uhr den Landsbergerplatz überschritt, scheint leider die lage der Staffe Aussicht auf Erfolg zu haben. Shre eingeladen worden, ist aber nicht erschienen. Ueber das Verhalten um nach Hause zu gehen, wurde er von dem Schreiber Riedel, der Schwester wird gut tun, falls Sie eine Stlage erhalten sollte, sofort mit des Vorstandes der Landesversicherungsanstalt Brandenburg be- ihn kannte, bemerkt. Dieser verständigte in aller Gile einen Schutz- allen Papieren, insbesondere mit dem Kaffenstatut die Sprechstunde auf100. Wenden Sie sich an die Versicherungsanstalt mit dem treffs der Uebernahme des vorbeugenden Heilverfahrens und der mann und letterer nahm ihn sofort feft. Auf der Polizeiwache zusuchen. Gewährung von Bahnersatz durch die Anstalt referierte Sto b- fand man nur 4000 m. bei ihm vor, von dem Verbleib des übrigen Antrage, bas Nachtleben herbeizuführen. Leider wird ein Erfolg war für B. R. 2. Leider hätte die die letzten beiden Jahre zu erzielen sein. Schließlich gestand er Berujung wenig Aussicht auf Erfolg. 2. D. 18. 1. Nein. 9. BarLenzer. Seinen Ausführungen ist zu entnehmen, daß die Geldes wollte er zunächst nichts verraten. Brandenburger Anstalt im Gegensatz zu der Berliner hinsichtlich bei seiner Vernehmung vor der Kriminalpolizei zu, daß er die zahlung fann verlangt werden, Verjährung liegt nicht vor. 3. Es muß der Uebernahme des Heilverfahrens außerordentlich knauferig ist Summe von 40 000 M. in einem Konservenglas auf dem Lichten- leider voller Ersatz geleistet werden, aber den Mädchen nachgewiesen werden, und die Uebernahme von einer Menge umständlicher Formalitäten berger Kirchhof vergraben habe. Dieses Geständnis beruhte auf daß ein Verschulden ihrerseits vorliegt. Ein solches wird in der Regel vom abhängig macht. Bunächst wird ein sehr ausführliches Attest nach Wahrheit. Die Polizeibeamten, welche sofort nach Lichtenberg Bericht angenommen, falls das Mädchen nicht den Gegenbeweis führen 8. 07. 1. Gin Aktionär ist der Besizer einer Attie. Als Be einem vorgeschriebenen Schema über den Gesundheitszustand des hinausfuhren, fanden tatsächlich das Konservenglas mit der großen fann... die Heilbehandlung Nachsuchenden verlangt. Die Anstalt bezahlt Summe in einem Versteck auf einer genau bezeichneten Familien- fizer diefer Uttie erhält er Dividende, mit der Führung des Geschäfts hat aber das Attest nicht, so daß also die Kosten desselben von dem gruft vor. Neumann war geständig. Pruek, der seinerzeit dem gar nichts zu tun. 2. Ja. Es besteht Selbstbeschäftigunig. 3. Die einzelnen Städte können wir nicht namhaft machen, die Sozialdemo Versicherten getragen werden müssen. Wenn der Versicherte für Neumann den Stellvertreter für Blößensee gestellt hatte, leugnete fratie gegen Bordelle eingetreten. 4. Das ist Ansichtssache. aufnahmefähig in die Heilanstalt befunden wird, dann fordert entschieden, irgend einen Aft der Beihülfe geleistet zu haben. Das H. D. 10. 1. Wenden Sie sich an die Staatsanwaltschaft des Gerichts, 2. Benn der Vertrag nicht die Landesversicherungsanstalt die Krankenkasse, welcher der Be Gericht hielt die Schuld des Prues auch nicht für erwiesen. Neu- das die Verurteilung ausgesprochen hat. treffende angehört, auf, demselben mitzuteilen, daß er zwei Anzüge mann wurde zu 1½ Jahren Gefängnis verurteilt und diese Strafe notariell oder gerichtlich gefchloffen ist, so können beide Teile ohne weiteres und doppelte Leibwäsche mitzubringen, das Fahrgeld auszulegen wird demnächst zusätzlich zu der Strafe, die er jetzt verbüßt, in von demselben zurücktreten, ba für die Gültigkeit des Kaufes und Bertauses bat usw. Zu derartigen Botendiensten für die Landesversicherungs- Buchthausstrafe umgewandelt werden. Das Gericht erwog zu von Grundstücken die notarielle oder gerichtliche Form vorgeschrieben ist. M. Sch. 20. 1. Innerhalb des 29. bis 42. Tages nach Eingang der anstalt ist die Strantentaffe feineswegs berpflichtet. Was aber die feinen Gunsten, daß er sich doch 1% Jahr straffrei geführt und Austrittserklärung bei Gericht ist der Austritt zu Protokoll vor dem UmtsHauptsache ist, so befinden sich viele Versicherte gar nicht im Besib wohl das Bestreben hatte, ein ordentlicher Mensch zu werden, dann gericht zu erklären. 2. 3,50 t. 3. Bis zum 21. Lebensjahre. 5. 8. 70. von zwei Anzügen, sind auch nicht in der Lage, augenblicklich einen aber durch die günstige Gelegenheit zu dem Verbrechen verführt Das Jahr 1906 ift maßgebend. Es kann aber trobem bei Metlamationen zweiten Anzug zu beschaffen und können sich deshalb nicht zur Be- worden sei. die erforderte Auskunft verlangt werden. 21. D. 70. Eine Slage handlung in die Heilanstalt begeben. Alle diese Schwierigkeiten, gegen den Hauseigentümer oder gegen den Berwalter auf Baha lung der märe aussichtslos. nicht völlig welche die Landesversicherungsanstalt vor der Aufnahme macht, Ihr Bater follie awed's Anstellung ber Stlage aber wegen der Zweifellaffen die Annahme zu, daß die lebernahme des Heilverfahrens Er. baftigkeit der Entscheidung sich jedenfalls das Armenrecht erwerben. durch die Landesversicherungsanstalt möglichst erschwert werden Deutsch- Koloniale Baumwollunternehmungen, Bericht 9. G. 38. 1. 3a. 2. Wenn Sie ablehnen wollen, so fönnen Sie das im foll. Während die Berliner Landesversicherungsanstalt den stattet an die Baumwollbaukommission von St. Sumpf. 47 Seiten. Berlag: Termin tun. 8medmäßiger ist es, wenn Sie durch Befragen feststellen Familien der in ihren Heilstätten Behandelten das volle Kranken- Kolonialwirtschaftliches Komitee, Berlin NW., Unter den Linden 43. gelb beläßt, beschränkt sich die Anstalt Brandenburg auf das gefeß Berin NW. 7. Die Geriffenen von H. Blenhard. 2 M. Verlag: Boll u. Bidardt, laffen, daß der betreffende Wertmeister beim Beklagten ist, und ton ruhig vernehmen lassen. Die Tatsache, daß er dort Wertmeister ist, tönnen Sie liche Mindestmaß des halben Krankengeldes, nur in wenigen Fällen werden zwei Drittel des Krankengeldes gewährt. Dadurch ist der 1 M. Berlag: C. Hehmann, Berlin W. 8. Wie finde ich die beste Lebensversicherung? Von Dr. jur. 28. Dillov. hernach verwenden. Ibrem Antrage auf Ablehnung würde laum stattgegeben werden. Ein Mittel gegen eine etwaige Zulassung gibt es nicht. Batient der Sorge um den Unterhalt seiner Familie nicht entzogen Bodenspekulation und Recht der Stadterweiterung in Plauen t. B... 2. Die vertragliche Sündigungsfrist würde auch jetzt noch als magR. 23. 26. Sie haften nach der herrschenden und seine Heilung wird dadurch natürlich erschwert. Das Ver- von Dr. F. Meiner. 8 M. Soziale und individulistische Auf- gebend erachtet werden. halten des Vorstandes der Landesversicherungsanstalt Branden- fassung im 18. Jahrhundert von H. Huth. 4,40 M. Die Boden: Ansicht auch für die Kirchensteuern Ihrer Frau. Formulare zum Austrili burg spricht dem sozialen Empfinden und dem Geist der Ver- reform von Dr. B. Gutzeit. 3 M. Berlag: Dunder u. Humblot in aus der Landeskirche können Sie in der Vorwärtsbuchhandlung oder beim Stadtverordneten Hoffmann, Blumenstraße 16, erhalten. M. N. Nein. ficherungsgefebe geradezu Hohn. Auch an der Behandlung in der 23. V. Leider nein. G. S. 30. Für den Fall einer Stage ist bie Brandenburger Heilanstalt Hohenelse ist manches auszusehen. Der Tropenpflanzer Nr. 11. Beitschrift für tropische Landwirtschaft. Durchsetzung Ihres Anspruches, ben wir an sich in beiden Fällen für geDiese Seilstätte hat einen ausgedehnten landwirtschaftlichen Be- Herausgegeben von D. Warburg und&. Wohlimann. Erscheint monatlich. rechtfertigt halten, infofern schwierig, als Ihnen die Beweislaft obliegt und trieb, in welchem die Patienten der Anstalt arbeiten müssen. Pro Jahr 10 M. Berlag: Berlin, Unter den Linden 43. BeM. 100. Bis Ende schäftigung mit landwirtschaftlichen Arbeiten mag ja für manchen täufer. Geb. 5 M. Verlag: Baedefer u. Möller, Berlin W. 30. Die Berliner Vororte. Ein Handbuch für Haus- und Grundstücks- Sie die Ware vorbehaltlos angenommen hatten. nächsten Jahres haben Sie noch Stirchensteuern zu zahlen. 2. A. 100. Anstaltsinfaffen auträglich fein, wenn fie in mäßigem Umfange Illustriertes deutsches Volkskolonialbuch. Bon Hermann Klinge. 1. und 2. Der Lohn ist soweit pfändbar, als er 1700 m. jährlich übersteigt. Nach zutreffender Ansicht kann also erst dann gepfändet werden, wenn Hohenelfe aber müssen die Pfleglinge der Anstalt täglich drei bis Archiv für Volkswohlfahrt Heft 1. Serausgegeben von Dr. G. Frik. 1500 M. Lohn in dem Jahre gezahlt find. In ben legten Jahren haben sechs Stunden landwirtschaftliche Arbeiten verrichten. Eine fo an- Dr. A. Woffstieg, B. Treptow, Dr. med. H. Bolpert und Dr. A. Coppius. aber mehrere Gerichte das Gefes so ausgelegt, als ob im Geset stände, der mehr als 29 M. betragende Bochenlohn sei pfändbar. Legen Sie gegen dauernde Arbeit dürfte vielen Kranten feineswegs zuträglich sein. Selbstverlag, Berlin W. 30. M. W. 100. Nein. Ein höchft eigentümliches Verfahren befolgt der Vorstand der und" Kunst. Herausgegeben von Dr. Josef Adolf Bondh und Dr. Friz Wolff. aber zu beweisen, daß er sich geirrt hat und den Irrtum erst später be " Neue Revue". Heft 1. Halbmonatsschrift für Politik, Wissenschaft den Beschlagnahmebeschluß Beschwerde ein. 3. Ja. D. 5. 300. Die Klage erscheint nicht aussichtslos. Der Kläger hätte Landesversicherungsanstalt Brandenburg hinsichtlich der Gewährung 1 mM. Verlag: Neue Revue", Berlin NW. 7. B. S. 28. merkt hat. 1. Benden Sie sich an die Bibliothek von Bahnersatz an Versicherte. Wenn die Koften des Bahnersatzes Wir vom dritten Geschlecht. Lebensbeichte eines Entarteten. Von weniger als 20 m. betragen, leistet die Anstalt überhaupt keinen Dstar Schumann. Alexandrinenftr. 26. 2. Der Taufschein ist nicht erforderlich, wird aber in Die neuesten Rätsel der psychopatischen Anomalien. .. 14. der Regel verlangt. Zuschuß. In den Fällen aber, wo die Kosten höher sind, verlangt Richard Sattlers. 1 M. Die Aufstellung tann den Tatsachen entsprechen. Sie könnten aber Festsetzung der Kosten durch das Gericht die Bersicherungsanstalt, daß die Krankenkasse sich verpflichte, zwei verlangen, dadurch würde etwa eine Mart Unkosten entstehen. Fünftel der Kosten zu tragen, daß der Versicherte selbst ein Fünftel 3. 110. Wenden Sie sich an einen Arzt oder an die Charité. bestreite, während sie, die Landesversicherungsanstalt, die übrigen W. T. 543. Die Stadt müßte erst flagen. 100. S. Der Wirt zwei Fünftel der Kosten übernimmt. Es ist aber durchaus nicht Die juristische Sprechstunde findet Lindenstraße Nr. 3, gweiter ist in Ihrem Falle schadenersatzpflichtig, falls er Schuld an dem Schuppenleicht, diesen Bruchteil der Stoften bewilligt zu erhalten. Zunächst Sof, Dritter Eingang, vier Treppen, Fahrstuhl einstura trägt. Sie können Ihre Schadenersatzklage auch unabhängig von verlangt die Landesversicherungsanstalt, daß der Versicherte durch wochentäglich von 7 bis 9 Uhr abends statt. Geöffnet 7 Uhr. dem Strafverfahren im Zivilverfahren anhängig machen. Wette 5. Ja. ein ärztliches Attest die Notwendigkeit des Bahnerfakes nachweist. Sonnabends beginnt die Sprechstunde um 6 Uhr. Jeder Aufrage ist ein C. 12. Ja, wenn nicht von vornherein aus der Abrede oder aus den Dies Attest muß ſehr ausführlich sein, es kostet dem Versicherten Buchstabe und eine Zahl als Werkzeichen beizufügen. Briefliche Antwort Umständen sich ergibt, daß ohne Sündigung oder nur auf wenige Tage aushülfsweise die Beschäftigung stattfinden sollte. 5-6 M., die er nicht erstattet bekommt. 2. W. 14. Nach der wird nicht erteilt. Eilige Fragen trage man in der Sprechstunde vor. Ferner muß er einen herrschenden Ansicht ja. Bir haben wiederholt dargelegt, daß wir entgenauen Kostenanschlag des Zahnarztes einreichen, was wieder E. 99. In der Regel 33 Umdrehungen. W. H., Jüterbog. mit Geldausgaben für den Versicherten verknüpft ist. Sat der und 2. Nein. Die Rechnung fann Shnen ja nur als Bertreter Ihres gegengefekter Ansicht sind, und raten, es auf einen Prozeß antommen zu Versicherte endlich die künstlichen Zähne erhalten, dann muß er trages würden Sie schwerlich durchkommen, wohl aber mit einer solchen auf Sohnes zugehen. A. 2. 36. Mit einer Stage auf Aufhebung des Ber- lassen. nochmals ein ärztliches Attest einreichen, um nachzuweisen, daß der Beseitigung der Mängel und auf Schadenersatz. Ch. N. Leider ist die Bahnersatz den gestellten Anforderungen entspricht. Auch dies Kirchenbehörde seit dem 1. Ottober hierzu berechtigt. R. F. 37. Die Attest muß der Versicherte bezahlen. Dieser für den Versicherten Stirchengemeinden feyzen felbst fest, von welcher Stufe an fie Steuer erheben umständliche und kostspielige Weg beranlaßt manchen, auf die Hülfe wollen. 23. R. 30. Sie richten an das Amtsgericht Tempelhof ein der Landesversicherungsanstalt überhaupt zu verzichten. Die Schreiben, in dem Sie Ihre Absicht, aus der Landeskirche austreten zu Landesversicherungsanstalt Brandenburg hat ein Vermögen von wollen, mitteilen. Innerhalb des 29. bis 42. Tages nach Engang Ihres 66 Millionen Mart angesammelt. Troßdem knaufert sie den Ver- Schreibens bei Gericht erklären Sie zu Protokoll des Gerichts Shren Ausficherten gegenüber in einer Weise, die jedem sozialen Empfinden behörde( in Berlin oder Rigdorf die Gewerbebeputation) um A. F. In Krankenkassenstreitigkeiten ist zunächst die Aufsichts. um Ent Hohn spricht. Dagegen muß auf das schärfste protestiert werden. Scheidung anzugehen, gegen deren Entscheidung ist der Rechtsweg zulässig. Dem Referat folgte eine längere Disfuffion. Nur ein Redner, G. 32. Leider sind Sie, so lange Sie nicht aus der Kirche ausgetreten der Verwaltungsdirektor einer Schöneberger Krantentasse, suchte find, zur Zahlung der Steuer verpflichtet. G. 8. 28. 1. Das ist den umständlichen Bureaukratismus der Landesversicherungsanstalt möglich. 2. Sa. 3. 3ft nicht erforderlich. 8. 11. 8. 1. Eine Stlage Bu rechtfertigen. Alle übrigen Rebner, Vertreter von Kranken- wäre nicht ganz aussichtslos, die Rechtsprechung ist aber sehr schwankend. tassen aus dem Bezirk der Landesversicherungsanstalt Brandenburg 2. Verlangen Sie das Abgangszeugnis und llagen Sie eventuell auf Ersowie ein Ausschußmitglied dieser Anstalt stimmten in der Atritit auf Grlag einer einstweiligen Berfügung, die die Einstellung der Bollteilung eines solchen. 2. S. 29. 1. Mit dem Attest müßte ein Antrag der besprochenen Verhältnisse mit dem Referenten vollkommen stredung beantragt, angeordnet werden. 2. Ja. überein. Folgende Resolution wurde angenommen: . 333. 1. bis 3. Wenn Sie mit Ihrer Mann nicht ein gegenseitiges Testament errichten, so Die Versammlung protestiert auf das entschiedenste gegen würden die Verwandten in allen drei Fällen miterben fönnen. Genoffe die Art und Weise, wie die Landesversicherungsanstalt Branden- 111. 1. Sie müßten den Betreffenden zunächst auf Bahlung verklagen oder burg die derselben vom Geseb überwiesenen Aufgaben bezüglich falls Sie glauben, daß er Widerspruch nicht erheben würde, gegen ihn der lebernahme des Heilverfahrens, der Unterstübung der einen Zahlungsbefehl erwirken. 2. Den Betreffenden müßten Sie in Familienangehörigen, der Gewährung von Bahnerfaß auffaßt die Schule siden. Das Nähere erfahren Sie durch den. Reftor. und ausführt. Die Versammlung erwartet, daß in Zukunft bei Albu. In der Expedition oder in einer öffentlichen Bibliothek tönnen Erledigung dieser Fragen mehr soziales Empfinden mitspricht." Sie in dem damaligen Jahrgang die Nummer nachlesen, B... 11. In der Versammlung waren 89 Krankenkassen vertreten, und gwar aus Berlin 32 Orts, 8 Betriebss, 7 Jnnungskassen. Aus den Vororten 22 Orts. und 2 Betriebstassen. Ferner 18 freie Hülfstassen. Eingegangene Druckfchriften. und den Kräften des Betreffenden angepaßt, betrieben wird. In beil. Karl Siwinna, Phönig- Berlag, Kattowiz. Gerichts- Zeitung. 40 000 m. auf dem Kirchhof vergraben. Um eine Unterschlagung in Höhe von 50 000 m. handelte es fich bei einer Antlage, die gestern die 1. Straffammer des Landtritt. Briefkaften der Redaktion. das Teftament anzusechten und Pflichtteil zu verlangen, ist, soweit erfichtAbschrift des Testaments erhalten Sie auf Antrag vom Gericht. Ihr Recht, lich, verjährt. 20. 2. 324. 1. Jeder Versuch zur Abtreibung ist strafbar. 2. Der Frau stände das Erziehungsrecht zu. Die Höhe der Alimente ift von Fall zu Fall festzusetzen. Lorenz. Uns nicht bekannt. M. G. Schwedter. Leider ja. 5. M. 60. 1. Ja. 2. Acht Wochen. Die Fragen von 3 bin 7 erledigen sich dadurch. 23. 21. Eine Klage auf Teilung würden Sie jetzt noch anstellen können. Welche Eimvendung Ihr Bater etwa erheben tönnte, tönnen wir unmöglich voraussehen. C. R. 9. Wenn Sie ausdrücklich als Staffentranter aufgenommen find, so hätten Sie eine Berpflichtung zur Zahlung nicht. Sonst hätten Sie an sich eine Bahlungspflicht. Es stände Ihnen aber nach Ihrer Schilderung das Recht Rente -Inferate für die nächfte Nummer müffen fpätestens bis 5 Uhr nachmittags des vorherigen Cages in unferer Expedition abgegeben werden. Größere Anzeigen für die Sonntags- Nummer erbitten dagegen fchon bis freitag nachmittag 5 Uhr, da nur in diefem falle die Hufnahme garantiert werden kann. Für den Inhalt der Jnierate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber teinerlei Verantwortung. Theater. Dienstag, 12. November. Anfang 7, Uhr. Kgl. Aïda. Sgt. Schauspielhaus. Der letzte Funke. Deutiches. Prinz Friedrich von Homburg. Kammerspiele. Liebelei.( Anfang 8 Uhr.) Theater an der Spree. Am grünen Weg. Anfang 8 Uhr. Beffing. Hedda Gabler. Steues Schauspielhaus. Judith. Schiller 0. Waliner Cheater.) Göz von Berlichingen. Schiller Charlottenburg. mersholm. 3 Ros Friedrich Wilhelmstädt. Schau spielhaus. Baterkant. Berliner. Kean. Nenes. Die Waffen wieder! Kleines. Maria Magdalene. Zentral. Robert und Bertram. Lorning. Hans Heiling. Residenz. Ganz der Papa. Komische Oper. Tiesland. Westen. Die lustige Bitme. Lustspielhaus. Husarenfieber. Trianon. Fräulein Josette- meine Frau. Thalia. Die gelbe Gefahr. Luisen. Die beiden Reichenmüller. Bernhard Rose. Othello. Metropol. Das muß man seh'n. Dipollo. Sylvester Schäffer. Spe zialitäten. Walhalla. Spezialitäten. Folies Caprice. Geteilte Liebe. Casino. Bieberleute. Gebr. Herrnfeld. Madame BigWag. Es lebe das Nachtleben. Passage. Paula Wirth. Spezialitäten. Prater. Das Kätchen von Heilbronn. Parodie. Zapfenstreich. Monna Banna. Der Troubadour. Wintergarten. Spezialitäten. Palaft. Tante Malchen. Spezialt täten. Carl Haverland. Spezialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Urania. Taubenstraße 48/49. Abends 8 Uhr: Ueber den Brenner nach Venedig. Sternwarte, Invalidenftr. 57/62. Zur Beobachtung: Mars, Saturn, Doppelsterne, Nebelflede. Ferdinand Bonns Berliner Theater. Abends Kean. 8 Uhr: Mittwoch: Die Börse. Donnerstag: Der Parafit. Der Präsident. Abschied vom Regiment. Freitag: Die tanzenden Männchen. Neues Theater. Anfang 8 Uhr. Die Waffen wieder! Mittwoch zum erstenmal: Das Un gebener. Donnerstag u. folgende Tage: Das Ungeheuer. Urania. Wissenschaftliches Theater. Abends 8 Uhr: Schiller- Theater. Schiller- Theater O.( Wallner- beater). Dienstag, abends 8 Ubr: Götz von Berlichingen. Ueber den Brenner nach Venedig. Ganspiel in fünf Aufzügen von Invalidenstr. 57-62: Sternwarte. Zur Beobachtung: Mars. Saturn, Doppelsterne, Nebelflecke. 8 Uhr Residenz- Theater. Direttion: Richard Alexander. 8 Uhr Ganz der Papa. Schwant in 3 Aften von Mars und Desvaillières. Deutsch v. M. Schönau. Baron des Aubrais: R. Alexander. Sonntag, den 17. November, nachmittags 3 Uhr: Der Prinzgemahl. Luisen- Theater Reichenbergerstr. 34. Abends 8 Uhr: Die beiden Reichenmüller. Mittwoch: Mutterlegen. Donnerstag: Berlin wie es weint und lacht. Freitag: Bartel Turaser. Schiller- Theater Charlottenburg. Dienstag, abends 8 Uhr: Reiterattacke. Schauspiel in 4 Aufz. v. Henrik Ibsen. Deutsch von Wilhelmi Lange. Mittwoch, abends 8 Ubr: Die Hermannschlacht. Donnerstag, abends8ubr: Donnerstag, abends 8Uhr: Götz von Berlichingen. Johann Wolfgang v. Goethe. Mittwoch, abends 8 Uhr: Reiterattacke. Reiterattacke. Schiller- Saal( Schiller- Theater Charlottenburg Dienstag abends 8 Uhr: Konzertabend: Nichard Konnecke( Gefang), Geodi Beriram( Slavier). Mittwoch abends 9 Uhr: Vortrag Dr. Mar Osborn: Wilhelm Gebr. Herrnfeld- Gratis Theater. 57 Kommandantenstraße Nr. 57. Anfang 8 Uhr. Borverkauf 11-2. Bum 102. Male: Madame Wig- Way Operetten- Burl. Musik v. L. Jtal. Bum 127. Male: Leibl. Mit Lichtbildern. 7. Vortrag des Zyklus: Maler der Neuzeit. Es lebe das Zirkus Schumann Zirkus Busch Heute Dienstag, 12. November, abends präzise 712 Uhr: Extra Gala- Vorstellung. Großes Programm und der größte und beste Luft- Akt der Gegenwart. Direkt von Amerika. 6 fliegende 2 Damen Banvards 4 Herren Phänomenale, alles neue OriginalDienstag, den 12. November, abends präz. 71 Uhr: Große Vorstellung! U. a.: Orig. japanische Fechtkünstler One and Ota. Geschwister Amato. VermetteCarpatii- Truppe. Geschwister Herr BurkhardtHerrn Pissinti. Foottit, Schulreiter. Ernst Schumanns Neudressuren. Um 10 Uhr: Trics. Herr E. Hallig. Penaben nem d 16: Ente. Sonnabend nachm. 4 Uhr: Snee wittchen. Abends 8 Uhr: Am Tage des Gerichts. Schumann auf dem Vollblüter,.Adrea". Miß Florence, Barforce- Reiterinnen.Chester H. Dieck, der unübertreffliche Trid- Byflift u. die großDERNHARD ROSE THEATED artigen Rovember- Svezialitäten und Sr. Franffurierstr. 132 Othello. Anfang 8 Uhr. Wochentagspreise. Direktor Alb. Schumanns neue und moderne Dressuren. Um 9% Uhr: Eine Forts. d. ,, Lustig. Heidelberger". wittwoch: Gaftſpiel Below Dper: Auf dem Neckar Der Waffen schmied. Donnerstag: Spree- Athener. Ein Fest Die diesj. große Wasserpantomime. Theater an der Spree Walhalla enickerstraße Abends 28 Uhr: Am grünen Weg. Ein Stüd heiteres Berlin bon Heinrich Lee. Rixdorfer Theater Bürgerfäle, Bergstraße Nr. 147. Mittwoch, den 13. November: Weinbergsweg 19/20, Rosenth. Tor. Anfang 8 Uhr. Das grandiose Novemb.- Programm Die urkomische Hundepantomime ,, Aus einer kleinen Garnison", dargestellt von 30 Hunden. 7 japanische Hofkünstler 7 11. a. Der Schwertersprung. Die Kinder der Exzellenz. Verznins Affen, Papageien zc. Luftspiel in 4 Aften v. E. v. Wolzogen und W. Schumann. Anjang 8 Uhr. Metropol- Theater Anfang präzise 8 Uhr. Das muß man seh'n!! dan Gr. Revue in 4 Akten( 12 Bildern) von J. Freund. Musik von Viktor Hollaender. In Szene gesetzt von Direktor Richard Schultz. G.Thiels cher a.D., F. Massary B. Darmand a. D. Bender, Giampietro, Josephi Rauchen überall gestattet. Sonntag, 17. November, nachmittags 3 Uhr: Kleines Theater. Die Herren von Maxim. Abends 8 Uhr: Agnes Sorma. Maria Magdalene. WINTERGARTEN Mittwoch: Ein Puppenheim. Nora: Agnes Sorma. Donnerstag zum 225. Male: Ein tdealer Gatte. Theater des Westens. 8 Uhr: Die Instige Witwe. Sonntag nachm. 3, Uhr halbe Preise: Frühlingsluft. Neues Friedrich- Wilhelmstadtisches glänzendes Schauspielhaus. Waterkant. Anfang 8 Uhr. Mittwoch: Brüderchen. Donnerstag: Brüderchen. Freitag zum erstenmal: Krimbilds Rache. Lortzing- Theater Abends 8 Uhr: Hans Heiling. Mittwoch: Die Entführung aus dem Serail. Programm. a pollo Theater Ab 8 Uhr: Donnerstag 8. erstenmal: Rigoletto. Die hervorragenden Attraktionen. Freitag: Undine. Sonnabend: Rigoletto. 9, Uhr: Der Clou der Saison: Lustspielhaus. Sylvester Schäffer jr. Abends 8 Uhr: Husarenfieber. Bolkstümliche Preise. Zentral- Theater. 8 Uhr: Robert u. Bertram. Bosse mit Gesang und Tanz in vler Aften von G. Naeder. Sanssouci KottbuserStraße 6. Direttion: Wilhelm Reimer. Heute Dienstag wegen gr. Versammlung geschloffen. Sonntag, Montag und Donnerstag: Hoffmanns Nordd. Sänger der berühmte Universalkünstler. Dalast- Theater Burgstraße 24. Entree 20 Pf. Heute 8 Uhr. Gisella und Max mufifalischer Aft. Die 4 Theodors ? ? Omer Sait- Trio Novelty Cascadeure Unsere Käte 12 großartige Spezialitäten 12 Tunnel: 3 Kapellen- Stonzert. Theaterbesuchern freier Eintritt. 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Arbeitsmarkt. menn Vermischtes. und D. Binsfuß im laufenden Jahre nicht unter 4 Proz. hinabgehen ließ, Produktions- und Arbeitseinschränkungen getreten. In den Jahren hat sie wesentlich dazu beigetragen, ein allzu fühnes Vorgehen der 1901 und 1902, auch noch 1903, hatten wir unbestritten eine Krise. Spekulation zu verhindern. Deren weit über das Bedürfnis hinaus die Löhne waren gegen 1899 und 1900 teilweise ganz bedeutend gehende Eindeckungen haben die Krise im Jahre 1901 wesentlich gesunken. Trotzdem hat sich nach den Ausweisen der gewerbs verschärft. Hätte die Reichsbank dem Verlangen nach billigerent lichen Berufsgenossenschaften die Zahl der Beschäftigten von Gelde entsprochen, dann wären heute die Engagements viel um- 6 928 894 im Jahre 1900 auf 7100 537 im Jahre 1902 und auf int Jahre 1903 erhöht. Für den Arbeiter Vor kurzem konnte man zu der Ansicht verführt werden, als fangreicher, und die jetzige gedrückte Lage auf dem Eisenmarkt 7 466 484 sei der Börse wenigstens leidlich gutes Herbstwetter beschert, als würde einen schon mehr katastrophenartigen Charakter tragen. Aber ist schlechte Konjunktur, sein Einkommen sich in Ungunst der Wirtschaftslage vermindert, werde die Spannung auf dem Geldmarkt sicher besseren Verhält- auch ohnedem ist die Situation ernst genug. Wenn heute noch be- folge der nissen Plah machen und die Ultimo- Liquidationen würden sich ruhig stritten wird, daß eine Krise kommt, dann muß man dabei an für manchen Arbeiter haben sich die Griverbsverhältnisse und ohne Störungen vollziehen. Nun hat sich mit dem Kupfer- verbunden waren: allgemeiner Zusammenbruch, Betriebsstill- cs verderblicher Optimismus, wenn sie, auf schnelle Besserung der Katastrophen denken, wie sie wohl früher mit dem Begriff Krise schon bedenklich verschlechtert. Für die Arbeiterschaft wäre frach in den Vereinigten Staaten die Situation vollständig verändert. Die Illusionen sind jetzt gründlich zerstört. Und auch legungen, Massenentlassungen usw. Tatsächlich befinden wir uns Verhältnisse hoffend, tatenlos die Hände in den Schoß legt. Sie heute ist noch nicht abzusehen, welche Streise die Finanzkrise noch bereits in der Krise. Die Preise auf dem Eisenmarkt sind schon hat alle Veranlassung, alles aufzubieten, um den kommenden Erziehen wird und wie lange die augenblicklich sehr unerquidliche Lage erheblich geworfen. Das bleibt nicht ohne Rückwirkung auf die eignissen gegenüber gerüstet zu sein. Ihre Organisationen muß fie anhält. Nach den Beruhigungsbulletins von drüben nähert Lohnverhältnisse. Es haben sich aber auch schon vielfach Betriebs- stärken, fie muß sich kampf- und widerstandsfähig machen, damit man sich dort ja wieder normalen Verhältnissen, aber obwohl die einschränkungen notwendig gemacht; teilweise sind Arbeiter ent- nicht auf ihre Schultern allein die Kosten her Krise abgewälzt Finanzgrößen helfen, die Situation günstig erscheinen zu lassen, lassen worden, andere arbeiten mit verkürzter Arbeitszeit, Feier- werden. fann doch kein Zweifel darüber sein, daß nicht nur Amerika längst schichten werden eingelegt. Das ist schon Krise genug, um so mehr, nicht aus der Finanzklemme heraus ist, daß vielmehr sein Gold- weil die Verschlechterung auf dem Arbeitsmarkt begleitet ist von hunger für Europa gefährlich werden kann. Die Erhöhung des einem unerhörten Preisstand für Lebensmittel. Und die immer Diskonts der Bank von England auf 7 Proz. wirfte wie ein weiter ziehenden Kreise des amerikanischen Finanzkrachs mit der tönendes Warnungssignal. Es ist mehr! Es ist eine Abwehrmaß- exorbitanten Geldteuerung, deren Höhepunkt mit dem Diskontsak nahme gegen amerikanische Bestrebungen, die die Bank von England, von 7% Proz. jedenfalls noch nicht erreicht ist, können noch undie stolze Königin des Geldmarktes, ergreifen mußte. Und die angenehme Ueberraschungen genug bringen. Dazu tritt dann die deutsche Reichsbank ist ihr schleunigst gefolgt. Auf 7% Proz. hat unheilvolle Preispolitik der Rohmaterialverbände, die an den Hochdiese ihren Diskont erhöht, auf 8% Proz. bei Darlehen gegen Ver- konjunkturpreisen festhalten, damit das Mißverhältnis zwischen pfändung von Effekten und Waren. Daß eventuell eine Grhöhung Selbstkosten und Verkaufspreisen der Weiterverarbeiter immer um 1 Proz., auf 7 resp. 8 Proz. erfolgen werde, darauf war man mehr vergrößern und letztere dadurch zwingen, ihre Produktion einborbereitet. Die Reichsbant ist darüber hinausgegangen. Sie muß zuschränken, weil ihnen die Wettbewerbungsmöglichkeit auf dem Der hohe Geldpreis treibt die also wohl mit einer noch weiteren Verschärfung der Lage rechnen. Außenmarkt unterbunden wird. Ein zweifacher Mord oder Selbstmord wurde gestern früh in Die Veränderung der Situation wird am besten durch die Tatsache Unternehmungsluft weit zurück, schreckt sie ab, so daß selbst zu redubeleuchtet, daß die Reichsbank vor 14 Tagen noch glaubte, mit einem sierten Preisen keine Aufträge abgegeben werden. Auf dem Innen- Hannover entdeckt. Gegen 10 Uhr vormittags fand man im HolzDiskont von 5½ Proz. auskommen zu fönnen und sie nun bis auf markt schwächt die Nachfrage ab. Wenn man nach den Ergebnissen graben in der Ellenriede in der Nähe einer Waldwirtschaft die beiden 7½ Proz. hinaufgehen mußte. Immerhin tann fonstatiert werden, der Krantentassenstatistit urteilen wollte, dann müßten allerdings unverheirateten Geschwister Frida und Emma Scheele von dort mit daß sich der europäische, speziell der deutsche Wirtschaftsmarkt den die Verhältnisse noch sehr günstig sein. Nach den Berichten der durchschnittenen Bulsadern tot auf. Die beiden im Alter von 58 von Amerika ausgehenden Erschütterungen gegenüber ziemlich Strankenkassen ist z. B. die Zahl der Beschäftigten im September und 60 Jahren stehenden Schwestern sind nach dem Befund indessen widerstandsfähig erwiesen hat. Da zeigt sich der Januskopf der d. J. größer als im Vorjahre. Der Schluß: dann muß auch die nicht durch Verblutung, fondern infolge Erstidens gestorben. Ant Kartelle und Syndikate. Durch ihre Preispolitik erhöhen diese Lage auf dem Arbeitsmarkt sehr gut sein, ist irrig. Man darf Ufer des Grabens fand man zwei Messer. Die Damen lebten in Organisationen, die die Spannung zwischen Selbstkosten und Preise nicht lediglich nach der Zahl der Beschäftigten urteilen, es müssen guten Verhältnissen. Die Annahme der Untersuchungskommiffion bergrößern, die Störung im Kreislauf Erzeugung- Konsum; auch die anderen mitbestimmenden Faktoren berücksichtigt werden, lautet auf Mord. Man nimmt an, daß die beiden Schwestern überandererseits hemmen sie durch Kontingentierung der Erzeugung und sonst kommt man zu einer unberechtigten optimistischen Auf- fallen, beraubt, mit dem Messer bearbeitet und dann in den Graben Preisgarantie das Einreißen anarchistischer Zustände, wilde Preis- fassung. Zunächst darf nicht vergessen werden, daß die Bevölfe- geworfen wurden. Eine Feuersbrunft- 2000 Obdachlose! Nach einer Meldung berouten und ängstliches Zurückweichen der Unternehmungsluft. rung gewachsen ist, dann aber auch arbeiten die jetzt Beschäftigten Gine wesentliche Stübe findet der Markt jetzt aber auch in der viel weniger. Im vergangenen Jahre wurden noch massenhaft Ueber- aus Iquique( Westküste Südamerikas) sind durch eine große befeindeten Diskontpolitit der Reichsbant. Dadurch, daß sie den schichten gemacht, jetzt sind an deren Stelle die schon besprochenen Feuersbrunft gegen 2000 Personen obdachslos geworden. Ein schweres Eisenbahnunglück ereignete sich, wie uns aus Gera gemeldet wird, am Sonnabend bei Jena auf der Linie Gera- Weimar, Ein Güterzug fuhr bei der Einfahrt auf einen Rangierzug. Auf den stark mit Reif überzogenen Schienen versagten die Bremsen. Der Anprall war so heftig, daß 15 Güterwagen zertrümmert wurden. Fünf in Gera und Untermhaus wohnhafte Bremser wurden schwer verlegt. Einer soll bereits gestorben sein. Die Betriebsstörung nahm 16 Stunden in Anspruch. HERMANN TIETZ LEIPZIGER STRASSE Diese Woche sowelt Vorrat Lebensmittel Gemüse- Konserven 11 Dose Dose Pa. Stangenspargel la 140 140 75 Pl. 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Haushalt- Cakes.... 55 PL Teekuchen Teekuchen........ 90 PL Chok, Cakes Dessertmakronen. ..... 100 120 fertige Kuchenmaase... Paket 55 r. Speculatius......... 90 PL Sozialdemokratischer Wahlverein für den 6. Berliner Reichstagswahlkreis. Dienstag, den 12. November cr., abends 8 Uhr: Volks- Versammlung in den Germania- Prachtsälen", Chauffeeftr. 110. " Tages Ordnung: 1. Vortrag des Redakteurs Heinrich Ströbel: 2. Diskussion. ,, Grundsätzliche Politik ist Realpolitik!" Bu zahlreichem Besuch ladet ein Der Vorstand. 267/19 Schöneberg. E P Heute Dienstag, 12. November, abends 8 Uhr, im Lokal ,, Schwarzer Adler", Hauptstraße 134: 17/16 Volksversammlung Tages- Ordnung: Referent: Stadtverordn. „ Die Sozialdemokratie im Roten Haus". Emanuel Wurm. Zahlreichen Besuch erwartet Das sozialdemokratische Wahlkomitee. Verein Berliner Hausdiener. Mitgliedschaft I des Deutschen Transportarbeiter- Verbandes. Die Sperre gegen die Firma A. Jandorf u. Co. fowie Kaufhaus des Westens für Hausdiener, Schaffner, Packer, Fahrstuhlführer, Radfahrer, Motorführer usw. 76/9 ist hiermit aufgehoben! 罪 Deutscher Transportarbeiter- Verband. Mitgliedschaft I( Adlerstr. 5). Deutscher Holzarbeiter- Verband. Zahlstelle Berlin. Achtung! Bodenleger! Achtung! Hente, Dienstag, abends 8 1hr, im Gewerkschaftshause, Engel- llfer 15: Orts- Krankenkasse des Zimmerergewerbes zu Berlin. Mittwoch, den 20. November, bormittags 10 Uhr, findet im Ge wertschaftshause, Engel- lifer 15, Saal 7, eine Bersammlung der Arbeitgeber, welche Beiträge zur Staffe aus eigenen Kommissionssitung mit Vertrauenslenten. Witteln leisten, statt. Tages- Ordnung: Hierzu sind die Kollegen der Firma Scholz eingeladen, auch die, die in Wahl von 23 Bertretern zur General( ekter Beit bort gearbeitet haben, sowie die Kollegen Selle, Töpfer, Kruschke und Schlesinger. Der Obmann. 97/15 Donnerstag, den 14. November, abends 8%, Uhr, bei Freyer, Koppenstr. 29( früher Keller): General- Versammlung. Tages Drbnung: 1. Kaffenbericht vom dritten Datartal. 2. Bericht des Borstandes, Bericht des Bibliothekars, der Arbeitsvermittler, der Werkstattkontroll tommision und der Schlichtungskommission. 3. Wahl eines Mitgliedes zum Ausschuß. 4. Verbandsangelegenheiten. Eintritt nur mit Mitgliedsbuch. Bahlreiches Erscheinen der Mitglieder erwartet Kaufen Sie Versuch mach klug M.Schmeilser's Saucen Würfel Shick 10 Pfge für 68 Zur Aufklärung! M. Schmeißers Saucen- Würfel dient nicht, wie vielfach irrtümlich angenommen wird, als Rusak oder Ver befferung für fertige Saucen, sondern zur ursprünglichen Herstellung der selben ohne irgend welche weitere Zu5892* tat. Ueberall zu haben. M. Schmeißers Nährmittel- Fabrik, G. m. b. H., Leipzig. Filiale Berlin, Oranienburgerstr. 17. Amt IIIa 4729. Versammlung pro 1908. In demselben Lokal und zu der felben Zeit, doch getrennt, findet cine Bersammlung der Kassenmitglieder ( Arbeitnehmer) statt. Zages Ordnung: Wahl von 46 Vertretern zur GeneralVersammlung pro 1908. Das Quittungsbuch legitimiert und ist beim Eintritt in das Wahllotal den Kontrollenren vorzuzeigen. abends 8 Uhr, findet im genannten Freitag, den 22. November, Lolal, Saal 10, die Ordentliche 1260b General- Versammlung Die Ortsverwaltung. ftatt. Von jetzt an befindet sich das Frankfurter Waren- Kredit- Haus von M.H.Stier Prinzenstr. 55. Mark Anzahlung, Abzahlung 50 Pfg. Wäsche, Gardinen, Spiegel, Bilder. Ferner Betten, Teppiche, Möbel Partièren, Steppdecken, Läufer, Uhren, Herren- Garderobe, Kostümröcke, Blusen, Gas- und Petroleumkronen, Kinderwagen bei mäßiger An- und Abzahlung. Besuch oder Postkarte erbeten. Ein Triumph Tages Ordnung: Ortskrankenkasse für die Wäschefabrikation. Allen Berwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann, der Tischler Nach§§ 48 und 49 des Statuts soll die Generalversammlung aus Vertretern der Kassenmitglieder und deren Arbeitgeber bestehen, welche in Paul Fitzner geheimer Bahl auf 3 Jahre gewählt werden. Die Neuwahlen der Bertreter pro 1908/10 fowie der Ersabbertreter finden in 65- Abteilungen am 22. und 25. November d. J. statt. Wahlberechtigt und wählbar find alle Staffenmitglieder, die das 21. Lebensjah: vollendet und im Befit der bürgerlichen Ehrenrechte sind, sowie diejenigen Arbeitgeber, die aus eigenen Mitteln Beiträge für Staffenmitglieder zahlen. Die einzelnen Bahlabteilungen, der Ort und die Stunde der Wahlen solvie die Anzahl der von jeder Abteilung zu wählenden Bertreter und Ersatzvertreter werden durch Anschlag im Kaffenlokal und in den Betriebs, räumen der Arbeitgeber bekannt gemacht. 86/13 Der unterzeichnete Vorstand ladet hierdurch alle Wahlberechtigten zur Teilnahme an den Wahlen ergebenst ein. Berlin, den 11. Rovember 1907. Der Vorstand. am Sonnabendvormittag nach langer, schwerer Krankheit ge storben ist. 1265b Die trauernden Hinterbliebenen. Frau Anna Finner geb. Gürn. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 12. d. M., nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause Baumschulenineg, Bohlgemuth ftraße 4 aus ftatt. Emil Sternberg, Borsigender, Klosterstr. 86. Sozialdemokratisch. Wahlverein SALAMANDER Stiefel werden von den Angehörigen aller Gesellschaftskreise getragen und sind als das hervorragendste Erzeugnis der deutschen Schuh. >> industrie anerkannt.<< Einheitspreis für Damen Herres M 1250 Luxusausführung Mk. 1650 SALAMANDER Schuh- Ges. m.b.H. Centrale W. Friedrichstrasse 182 C. Königstrasse 47 SW. Friedrichstrasse 221 Fordern Sie Musterbuch O Kräftigend und nervenstärkend! Das gesundeste Frühstücksgetränk! Unerreichtes Nähr- und Kräftigungsmittel! Verlangen Sie Broschüre und Gutachten über Haemacolade von Fritz Sauer, Berlin W. 30, Barbarossastraße 20. H. Piau Sofastoffe 1. Wahl von 3 Borstandsmitgliedern C., Klosterstraße 30(. I. 6347). ( Arbeitgeber). 2. Wahl von 2 Vorstandsmitgliedern( Arbeitnehmer). 3. Wahl des Prüfungsausschusses. 4. Beschlußfassung über die Erhöhung bezw. Festlegung der ortsüblichen Tagelöhne Weich ( 8.9 des Statuts) und die dadurch Bruchbänder und Bandagen, Geradenotendig gewordene Festſekung der balter, Leibbinden, orthopäd. Apparate, Staffenleistungen bezw. der Stassen- fünftl. Glieder, Korsetts u. alle Artikel beiträge. 5. Verschiebenes. zur Krantenpflege. Für Damen auf Wunsch weibliche Bedienung. Lieferant für alle Krankenkassen. Die am 23. November 1906 gewählten Bertreter werden hierzu ein gelaben. A. Brunzel, Borsitzender. E. Petermann, Schriftführer. Graue Haare, Kopf u. Bart erhalten ihre natürliche Farbe in kurzer Zeit waschacht nur wieder durch den ärztlich empfohlenen Maar Regenerator fett-, giftfrei und unschädlich von Aug. Schweingruber, Berlin H. 323 Chorinerstrasse 81. Gegr 1882 à Flacon M. 3,59, Pro beflasche M. 1,58 Verpackung 30 Pfg. and Paketperto: Nach Einsendung v. M. 1, mit Postanweisung sende ich sofort ein Musterflacon. frei Haus! der deutschen Zigaretten- Fabrikation! Selowsky's Caruso- Zigaretten trotz unübertrefflicher Qualität und garantiert feinster Handarbeit nur 3 Pf. per Stück! Riesenauswahl aller Qualitäten. Wolle Reste! Mocquetts. Satteltaschen. PlüschMuster b. näh. 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Bon unseren früheren Prämien- Ausgaben haben wir noch einen Meinen Rest am Lager und empfehlen wir: ..224/ 20* Franz Grillparzers fämtliche Werke... Neue illustrierte Ausgabe in zwei Bänden, herausgegeben und mit Einleitung versehen von Rudolf v. Gottschall. Das Werk ist gut ausgeftattet, umfaßt über 1000 Seiten und loftet ebenfalls nur 3,- Mark.( Porto nach außerhalb 50 Pf.) B19 Frik Renters sämtliche Werke in einer neuen illustrierten Brachtausgabe, svei Bände, elegant ge bunden, zirka 1200 Seiten umfassend, mit Illustrationen und aus führlichem hochdeutschem Wörterbuch. Preis uur 3, Mark. ( Porto nach außerhalb 50 Pf.) Treptow- Baumschulenweg. Den Parteigenossen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Tischler Paul Fitzner in vollendetem 40. Lebensjahre ant der Proletarierkrankheit berstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute, Dienstag, den 12. November, nach mittags 3%, Uhr, vom Trauerhause Baumschulenweg, Bohlgemuthftraße 4 aus nach dem Gemeindefriedhofe, Neue Krug- Allee, statt. Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. 202/20 Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Todes- Anzeige. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Klempner Paul Kreye gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Dienstag, den 12. November, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Stegliter Kirchhofes in Steglitz aus ftatt. Rege Beteiligung wird erwartet. 159/15 Die Ortsverwaltung. Am 10. November, abends 10% 11hr, verstarb nach langen, schweren Leiden meine liebe Frau, unsere herzensgute Mutter, Frau Alwine Böhme geb. Röpke im 34. Lebensjahre. Dies zeigen tiesbetrübt an August Böhme nebst Sindern. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 13. November, nachmittags 3 Uhr, bon Pantstraße 45a aus dem neuen Pauls- Stirchhof statt. Ordentliche 1266b General- Versammlung Orts- Krankenkasse der der Messerschmiede, Schwertfeger und Verfertiger chirurg. Instrumente zu Berlin am Dienstag, den 19. November, abends 8, Uhr, bei Hensel, Rosenthalerftr. 11/12. Tages- Ordnung: 1. Bericht der in der vorigen Generalversammlung gewählten Kommission. 2. Wahl von 3 Borstandsmit gliedern( 1 Arbeitgeber und 2 Arbeitnehmer). 3. Wahl des Rendanten. 4. Wahl von 3 Ausschußmitglie dern zur Abnahme der Jahresrechnung. 5. Abänderung des§ 30 des Statuts. 6. Antrag Bart: Die Revisoren zu entschädigen. 7. Verschiedenes. Anträge, welche Einsicht in die Kaffenbücher erfordern, sind eine Woche vorher einzureichen. Die Herren Arbeitgeber find hiermit eingeladen. 278/8 Duittungsbuch legitimiert. Der Vorstand. Pelzwaren Direkt aus der Fabrit, auch im Einzelverkauf zu Engrospreisen. 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Referent: Kollege Often 1 und 2 und Nordosten in Cranz Prachtsälen des Ostens", Frankfurter Allee Nr. 151/152.- Referent: Kollege Heinrich Hüttmann- Frankfurt a. M. Süden, Südost und Südwest in Sanssouci", Rottbuserstraße Nr. 6. Referent: Kollege Joh. Efftinge- Hamburg. Westen, Schöneberg, Steglitz, Friedenau, Schmargendorf und Wilmersdorf in„ Obst's Festsälen", Meiningerstraße( Ece Martin Lutherstraße). Hermann Silberschmidt. Referent: Kollege bei Thiel, Bergstraße Nr. 151/152. Rixdorf Referent: Kollege Julius Koch- Magdeburg. Charlottenburg im ,, Volkshause", Rosinenstr. 3. Referent: Kollege Wilhelm Schulz- Posen. Mariendorf, Tempelhof und Marienfelde bei Reichardt, Mariendorf, Chausseestraße 16. Referent: Kollege Otto Hanke. Groß- Lichterfelde und Zehlendorf bei Reisen, Gr.- Lichterfelde, Chausseestr. 104. Referent: Kollege Emil Lehmann. Weißensee bei Schmuk, König- Chaussee 38. Tegel bei Schmidt, Schlieperstr. 64. Referent: Kollege Karl Haase. Referent: Rollege Emil Thöns. Friedrichsberg und Friedrichsfelde bei Pickenhagen, Friedrichsberg, Scharnweberstr. 60. Referent: Rollege Wilhelm Lemm. Das Thema lautet in allen Versammlungen: 210/4 1.„ Die wirtschaftlichen Kämpfe der Gegenwart und unsere Aufgaben für die Zukunft. 1: 2. Diskussion. In Anbetracht der für jeden Kollegen äußerst wichtigen Tagesordnung ist es Pflicht jedes Einzelnen zu erscheinen, ganz besonders find auch die Kollegen aus der Provinz, die in Berlin arbeiten, zu diesen Versammlungen eingeladen. Die Verbandsleitung. ITillionen von schenken ihr Vertrauen seit fast zwei Jahrzehnten der Hausfrauen MAGGI- Würze Man laffe MAGGIS Würze nur in MAGGIS Originalfläschchen nachfüllen, weil in diese gesetzlich nichts anderes als echte MAGGI- Würze gefüllt werden darf. mit dem Kreuzstern, weil sie hält, was sie verspricht. Kölner Lotterie. Ziehung 30. November in Berlin. Gesamtgew. W.: 80 000 M. Hauptgew. W.: 10 000 M. 80% bar Geld für jeden Gewinn werden sofort bei mir ausgezahlt. 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( Ohne Gewähr.) 1 188 94 235 324 55 577 918 1094[ 1000] 269 507 754 842 2163 226 65 417 516 83[ 500] 738 845 3113 18 369 431 53 742 881 4171 207 63 419 82 579[ 1000] 670 97 717 24 948 5003 183[ 500] 291 301 404 29[ 1000] 705 857 934 82 6115 304 415 834 7410 574 714 20 020 8210 320 743 849 53 [ 500] 941 9018 41 133 223 462 504 673 716 59 969 77 10059 183 233 89 304 441[ 3000] 504 78 761 894 998 11384 440 520 44 717 950 12267 325 661 741 957 13256 93 468 676 957 14227 65 437 556 615 55 763 15228 32 548 663 789 805 16174 508 719 17027 121 267 635[ 3000] 712 903 24 51 18005 118 224 518 628[ 500] 19082 92 152[ 500] 206 388 408 513[ 1000] 782 836 64 [ 500] 85 20128 252 74[ 1000] 321 683 92 913 91 94 21040 48 [ 500] 120 254 448 78 509 78 679 97 720 956 22020 52 397 431[ 1000] 552 73 692 99 720 35 23005 510 661 81 767 812 24146 212 89 848 93 932 63 25191 676 762 69 891 26009 1500] 246 577 601 2 726 27206 63 406 881 89 28252 463 [ 3000] 619 778 97 29205 340 443 531 758 97 879[ 1000] 901 10 54 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erbitte schon jetzt, ueberfüllung. 150227 571[ 1000] 689 751 803 151032 116 535 [ 500] 655 808 14 152092 608 779 960 153094 107 240 688 96 787 154341 75 80[ 1000] 551[ 3000] 633 99 782 985 155185 329 679 156024 77 169 440 99 516 740 822 35 41 900 157174 258 351 418 24[ 500] 28 622 57[ 3000] 761 75 805 14 158402 522 35 606 91 917 159141 338 681 873-77 160005[ 1000] 101 392 498 552 99 629 75[ 1000] 703 849 923 30[ 1000] 161050 241 603[ 1000] 798 162059 122 70 215 544 50[ 500] 95 768 978 163034 101 L1000] 238 81 324[ 1000] 41 450 756 954 164054 63 66 422 871 76 913 165078 192 336 51 166023 255 392[ 500] 588 782 858 81 94 167101 61 63 441 86 648 823 25 168096 107 255 455 97 516 904 169182 253 348[ 500] 586 607[ 500] 26 38 772[ 500] 920 73 2563 781 170182 298 342 563 761[ 3000] 945 172004 13 438 626 173097 561 64 672 92[ 500] 935 52[ 1000] 174123 223 324 530 79 690 702 5 1500] 817 19 94 905 54 175105 250[ 1000] 818 27 971 74 81 176063 137[ 500] 218[ 3000] 99 398 441 665 759 177170[ 1000] 90 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3000, 2829 à 1000, 4411 à 500. da sonst ** Tabak- Großhandlung und Tabaktabrik. Rauch-, Kau-, Schnupftabake, Zigarren, Zigaretten. Vorteilhafteste Bezugsquelle für Wiederverkäufer. Größte Auswahl gelagerter Zigarren in allen Preislagen. Sämtliche bezu Originalpreisen. kannten Marken Zigaretten 5. Ziehung 5. Kl. 217. Kgl. Preuss, Lotterie. Ziehung vom 11. November 1907, nachmittags. Nur die Gewinne über 240 Mark sind den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. ( Ohne Gewähr.) ( Nachdruck verboten.) 152 223[ 5000] 630 54 760 90 888 1030 121 452 66 502 613 79 887 972 2450 562 719 842[ 1000] 917 3012 271 351 814 4274 397 646 715 37[ 1000] 42 56 943 5031 168 687 [ 3000] 939 6154 605 773 7021 120 258 347 401 2 8 511 88 687 703 16 839 979 8111 319 488 564 600 9012 82 153 10046 48 188 248 85[ 500] 539 715 43[ 1000] 896 903 91 11263 78 91 586 611 38 715[ 1000] 976 87 12075 108 299 496 504 705 6 94 876 929 13010 26 57 158 219 25 80 423 58 596 691 994 14126 315[ 500] 663 830 15022 54 144 300 6[ 3000] 424 662 721 66 999 16100 23 205 48[ 3000] 363 535 68 716 33 54 816 915 17161 217 387 554 692 780 993 18016 277 488 542 652 756 888 19325 61 521 93[ 500] 615 763 91[ 500] 99 951 20152 224 26 339 508 18 619 959 62 21016[ 3000] 21 38 149 624 823 22010 33 74 219 64[ 500] 472 533 879 964 23225 365 426 537 898 24033 143 821 76 950 25020 360 [ 1000] 428 581 726 49 84 26025[ 500] 95 98 153 92 239 86 370 411 591 95 617 808 27025 261 512 21 833 50 54 28005 51 147 855 541 732 34 35 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234054 481 993 235128[ 1000] 301 636 746 827 945 236079 110 11 99 233 54 540 628 798[ 500] 237209 54 76 382 500 615 63 739 72 238475 511 605 935 239050 [ 1000] 75 181 546 76 905 240012 17[ 500] 123 85[ 500] 436 95 567[ 500] 612 [ 500] 729 241057 84[ 500] 89 479[ 500] 588 658 771 [ 1000] 94 929 60 242080 90 110 47 84 216 47 315 53 639[ 500] 80 711 967 243008[ 500] 45 103 15 220[ 500] 62 960 97 244025[ 500] 66 226 704 857 69 902 245346 839 928 246063 271 446 63 830 69 247233 478 513 725 [ 500] 835[ 30001 248296 368 482 612 725 832 988 249195 [ 500] 202 310[ 3000] 555 629 35 250024 313 727 39 833 926[ 3000] 251047 282 539 652 742 252291 549 736 928 86 253251 525 778 982 254241 316 460 680 972 255072 249 554 256066 716 850 998 257201 38.47[ 500] 683 929[ 1000] 258414 84 [ 500] 85 510 87 622 84 763 868 902 47 98[ 3000] 259181 873 412 61 747[ 500] 54 804 49[ 300] 73 260529 261 100 5[ 500] 215 48 336 577 94 760 811 262: 41 214 312 411 86[ 1000] 558 SS 711 39[ 1000] 71 86 954 99 263002 428 509 47 802[ 1000] 97 98[ 500] 921 31 36 264148 73 311[ 500] 545 89 562 658 715 811 265124 309[ 500] 31 400 36 97 964 266120 31 79 326[ 500] 85 410 14 639 81 765 94 897 267014 27 128 581 652 79 900 268007 377[ 1000] 493[ 500] 538 64[ 500] 645 782 269772 874[ 500] 986 270015 169[ 500] 645 58 953 271031 61 65 438 512 772 809 44 915 272335 87 580 876 938 88 273047[ 500] 52 136 274 392 469[ 3000] 512 56 682 733 274024 105 85 397[ 500] 451 65 501 945 275025 11 266[ 3000] 422 92 510 959 71 276163 255 385 963 277 428 91 96 582 643 984 278155 251[ 30 000] 814 913 279120 95 459 515 616 765[ 500] 280639 703 80 977[ 1000] 92 99 281011 54 128 [ 3000] 61 254 347 61[ 300] 527 47 605 67[ 300] 282147 202 69[ 500] 361 88 679 874 975 283179 353 710 47 284210 331 501 13 924 285014 78 418 88 572 00 684 755 992 286082 244 609 845 980 90 95 287271 346[ 1000] 743 843 67 80 Berantwortlicher Redakteur: Hans Weber, Berlin. Für den Bnferatenteil verantw.: Zh. Glede, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruderet u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Mr. 265. 24. Jahrgang. 3. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Dienstag, 12. November 1907. Am Mittwoch findet für Berlin und Vororte der Zahlabend statt. Partei- Angelegenheiten. Zur Lokalliste. In Lankwitz steht uns das Lokal von Breuert, Marienfelderstr. 17a, zu den bekannten Bedingungen zur Verfügung. Die Lokalkommission. Achtung! 5. Wahlkreis. Die 2. Abteilung hält den dies maligen Zahlabend morgen Mittwoch gemeinsam bei Borde, Neue Königstr. 7, ab. Wir bitten daher die Genossen dieser Abteilung, pünktlich 8½ Uhr bei Borde zu erscheinen. Das Essener Parteitagsprotokoll gelangt auch dort gegen Nachzahlung bon 20 Pf. zur Verteilung. Der Abteilungsführer. Dritter Wahlkreis. Sonntag, den 17. November, abends 6 Uhr, findet in den Arminhallen, Kommandantenstr. 58/59, eine Versammlung statt. Nach der Versammlung gemütliches Beisammenfein. Eintritt inkl. Garderobe 20 Pf. Tanz frei. Um zahlreiche Beteiligung wird ersucht. Der Vorstand. Schöneberg. Den Genossen zur Kenntnis, daß am heutigen Dienstag, abends 8 Uhr, eine Volfsversammlung stattfindet. Tagesordnung: Die Sozialdemokratie im roten Haus." Referent Genosse Stadtverordneter Emanuel Wurm. Da die Stichwahlen auf den 25. November festgesetzt sind, ist es notwendig, tüchtig zu arbeiten. Der 1., 2. und 10. Bezirk muß für uns geholt werden; dies gelingt auch, wenn die Genossen sich rührig zeigen. Ein jeder muß es für seine Parteipflicht halten, sein ganzes Können einzusetzen. Drum frisch ans Werk!( Siehe Inserat.) Das sozialdemokratische Wahlkomitee. " Schuldeputation angehören werden. Das ist allerdings auch liberal lung geleitet hatte, die Angriffe" zurüdgewiesen, die seitens und die Herren Cassel und Preuß werden sich auf diese liberale sozialistischer Blätter gegen den Abgeordneten Kopsch erhoben" Tat noch etwas Besonderes einbilden; vielleicht als Erklärung an worden seien. Uttech habe ausgeführt, daß troß der Richtigstellung führen, daß sich die geistlichen Herren immer so außerordentlich nett in der Freii. Zeitung" sowohl die Leipziger Volkszeitung" wie benommen haben. Das nimmt sich zwar ganz schön aus, nur ver- der Vorwärts" einen neuen Angriff auf den Abgeordneten Kopsch gessen die Herren dabei, daß, wenn erst einmal die Zahl fünf zu- gerichtet haben". Man beachte, mit welcher Gerissenheit hier vergelassen ist, sie nicht wieder beseitigt werden kann, auch dann sucht wird, Kopsch in die Beleuchtung eines Märtyrera u rüden! nicht, wenn an Stelle der friedfertigen streitbare Gottesmänner Was waren denn das für Angriffe", die der Vots" gegen getreten sind. Aber weiter. Nach dem neuen Schulunterhal- Kopsch gerichtet haben soll? Nein, den Gefallen haben wir diesem tungsgesetz müssen der Schuldeputation mindestens drei im Volts- Mann nicht getan, daß wir ihn sofort angriffen". Wir haben schuldienst tätige Lehrkräfte angehören: ein Rektor, ein Lehrer und uns zunächst daran genügen lassen, seine Aeußerung im unbestreit eine Lehrerin; bei größeren Schuldeputationen, wie beispielsweise baren Wortlaut wiederzugeben und ihn erst mal zu fragen, was in Berlin, kann diese Zahl verdoppelt werden. Schon lange ist er damit bezwedt hat. Wenn Kopsch und die Seinen schon auch aus Lehrerkreisen- und wir meinen mit Recht. die For- das als einen Angriff" auf ihn betrachten, so verraten sie derung aufgestellt worden, der Lehrerschaft eine angemessene Ver- hiermit, daß sie selber es find, die jene Aeußerung für komprotretung in der Schuldeputation einzuräumen. Jetzt ist nun unter mittierend halten. Herr Uttech hat, wie, die Freis. Zeitung" mitFührung des Herrn Cassel beschlossen worden, nur die Mindestzahl teilt, unter dem Beifall seiner Zuhörer wörtlich gesagt: drei zuzulassen, da, nach den eigenen Worten dieses Herrn,„ e s gar nicht wünschenswert sei, daß so viel Lehrer in die Schuldeputation eintreten". Also mehr Pfaffen als nötig, dafür weniger Lehrer als berechtigt. „ Als Vorsitzender dieser Versammlung halte ich mich ver. pflichtet, diesen verleumderischen Unterstellurgen gegenüber zu erklären, daß mit feiner Silbe unser Vorsitzender ein abfälliges Urteil über unsere Dienstboten geäußert hat, daß auch keiner der Anwesenden, mit Ausnahme jenes Die Berliner Lehrerschaft mag sich bei den Herren für diese sozialistischen Buträgers und Epißels auf den Gedanken gekommen Art Liberalismus" bedanken. Aber die Cassel und Genossen ist, der Redner wolle die Dienstmädchen mit den Damen der scheinen selbst das Gefühl zu haben, daß ihr Verfahren bezüglich der Friedrichstraße in Vergleich sehen. Eine Beleidigung der Dienst Lehrer Anstoß erregen tönnte; sie haben deshalb auch gleich eine mädchen ist ganz allein durch jenen Berichterstatter erfolgt, dem der Rigdorf. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Vortragskursus Entschuldigung bei der Hand, indem sie argumentieren: Wenn Gedanke eines solchen Vergleiches gekommen ist. Eine Kampfesvon Bruno Borchardt über:" Den Bau des Weltensystems" wir so viel Lehrer hereinnehmen, müssen die eigentlichen Inter- weise aber, die den Worten des Gegners einen Sinn unterlegt, den am Donnerstag, den 14. November, im Lokale von Frig Hoppe, Hermannstraße, pünktlich 8 Uhr, im fleinen Saal stattfindet, effenten, die Bürger deputierten, da die Gesamtzahl der diese nicht gehabt haben, nach dem ganzen Zusammenhang der Rede während die Vorträge von Julian Borchardt über: Die Deputationsmitglieder begrenzt ist, verringert werden. Als ob es auch nicht haben konnten, verdient die Berachtung jedes rechtlich gegnerischen Parteien und ihre Programme" am Freitag, den größere Interessenten und Sachverständige gäbe als die Vertreter dentenden Mannes." 15. November und 29. November, im Lokale von Otto Heithaus, der Lehrerschaft. Schicken doch namentlich die Bürgerdeputierten Diesem Herrn Uttech hat vermutlich Herr Kopsch selber das Karlsgarten, abends 8 Uhr, im fleinen Saal weiter fortgefegt fast ausnahmslos ihre Kinder, wenn sie solche haben, überhaupt Konzept geliefert. Er nennt in offenbar beleidigender Absicht jenen werden. Zu der Theatervorstellung am 17. November, nach nicht in die Volksschule. Wo da ein besonderes Interesse und be- Berichterstatter einen 3uträger und Spigel, obwohl er mittags 24 Uhr, mit der Aufführung 3apfenstreich" ersuchen sondere Sachkenntnis herkommen können, ist ganz unbegreiflich. genau weiß, daß in jener Versammlung weder Berichterstatter noch wir die Mitglieder recht pünktlich zu erscheinen. Gleichzeitig Aber selbst wenn dem nicht so wäre: Warum hat man denn die Besucher von irgendwem bei ihrem Eintritt gefragt wurden, machen wir darauf aufmerksam, daß Kinder nur dann zur Vorstellung zugelassen werden können, wenn sie im Besitz eines Billetts ganz unberechtigterweise den Einfluß der Geistlichkeit vermehrt? zu welcher Partet sie sich bekennen. Man sieht, wie die Libe. find. Vorbestellungen für eine zweite Aufführung Zapfenstreich" Würde es nicht viel richtiger sein, an Stelle derselben noch Lehrer ralen des 20. Jahrhunderts über die Breffedenten werden nur in der Spedition, Neckarstr. 2, entgegengenommen. heranzuziehen? Woher hat denn der Berliner Kommunalfreisinn und urteilen, wenn sie Herrn Kopschens ihm unbequeme Der Vorstand. die Furcht vor der Lehrerschaft und andererseits die Zuneigung für Aeußerungen nicht mit dem Mantel freisinniger Liebe bedeckt. Bedie Geistlichkeit? stritten wird der Wortlaut jener Aeußerung noch immer nicht, er kann ja auch gar nicht bestritten werden. Wohl aber wird jetzt man traut seinen Augen nicht, wenn man das liest richterstatter als der eigentliche Beleidiger der Dienstmädchen hin gestellt. Dem Berichterstatter soll der Gedanke eines Vergleiches zwischen Dienstmädchen und Straßendirnen gekommen sein, der Berichterstatter soll den Worten des Herrn Kopsch diesen Sinn unterlegt haben! Ja, will nicht die Freis. Beitung" jene beiden Notizen des Vorwärts" ihren eigenen Lefern im unverkürzten Tegt mitteilen, damit sie selber urteilen können? Aber das Freisinnsblatt ist ja bisher zu feige gewesen, auch nur den Wortlaut jener Aeußerung anzugeben, um die es sich handelt. " Steglit. Zum Begräbnis des Genoffen Paul Kreye treffen sich die Genossen heute Dienstag nachmittag 2-2½ Uhr bei Schellhafe. Heute abend Flugblattverbreitung. Der Zahlabend am Mittwoch fällt aus, dafür findet eine öffentliche Versammlung im| Birkenwäldchen statt, in der Genosse D, Stüdlen spricht. Reger Besuch wird erwartet. Köpenid. Heute abend 8 Uhr Versammlung des Wahlvereins im Kaiserhof", Grünstraße. Auf der Tagesordnung steht Vortrag, Diskussion und Vereinsangelegenheiten. Die Mitglieder werden ersucht, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Der Vorstand. Marienfelde. Den Genossen zur Nachricht, daß der Zahlabend morgen Mittwoch bei Jaruzewski stattfindet. Der Vorstand. Franz. Buchholz. Am Mittwoch, den 13. November, abends pünktlich 8½ Uhr, findet bei Kähne, Berlinerstr. 39, die Mitgliederversammlung des Wahlvereins statt. Tagesordnung: 1. Bericht von der Verbands- Generalversammlung Groß- Berlin. 2. Distusfion. 3. Die Antwort der Gemeindevertretung auf unseren Antrag: Beffere Straßenbeleuchtung. 4. Stellungnahme zu unserer Selbständigkeit und sonstige Vereinsangelegenheiten. 5 Verschiedenes. In Anbetracht der äußerst wichtigen Tagesordnung ersuchen wir die Genossen für recht zahlreichen Besuch Sorge zu tragen. Der Vorstand. Der Vorstand. An diesem Vorgang zeigt sich wieder einmal aufs deutlichste, wie verschieden Theorie und Praris des Kommunalfreisinns find. Im Landtage wettert der Freisinn gegen die Auslieferung der Schule an die Kirche und in der Kommune räumt er der Geistlich teit einen weit größeren Einfluß ein, als sie nach dem reaktionären Volksschulunterhaltungsgesetz zu verlangen hat. Anteil. Schulunterricht im Rinderstall. jeden zweiten Mittwoch nach dem Ersten des Monats, also morgen abend statt. Die Genoffen werden um zahlreiche Beteiligung ersucht. In der gestrigen Situng der Gasdeputation wurde der Antrag Der Vorstand. der Direktion, für die Arbeiter des Röhrensystems und der öffentPotsdam. Mittwoch, den 13. November, abends 8 Uhr, findet lichen Beleuchtung die neunstündige Arbeitszeit einzuführen, mit im Biftoriagarten, Alte Luisenstr. 32, eine Protestversammlung 6 gegen 5 Stimmen abgelehnt. Die übrigen Forderungen, die gegen die Verhinderung des Unterrichtsfursus der Arbeiter die Gasarbeiter eingereicht hatten, wurden mit allen gegen eine bildungsschule durch die Regierung statt. Tagesordnung:„ Macht Stimme abgelehnt. und Recht!" Referent: Genoffe Rabenstein, Charlottenburg. Bezüglich der neunstündigen Arbeitszeit hatte die Direktion Diskussion. Verschiedenes. Soll der Satz in der Verfassung Die einen genauen Entwurf vorgelegt, wie sich die Sache regeln ließe. Wissenschaft und ihre Lehre ist frei" nicht nur eine Redensart, son- Auch wurde betont, daß Bedenken gegen die Einführung der neundern Geltung haben, dann ist es Pflicht eines jeden Mannes und stündigen Arbeitszeit nicht beständen. Trotzdem erfolgte die Abeiner jeden Frau, in dieser Versammlung zu erscheinen und gegen lehnung, und zwar nur mit Rücksicht auf das schlechte Beispiel, das Vorgehen der Regierung zu protestieren. Der Einberufer. " der BeKommen wird der Gedanke eines Vergleiches zwischen Dienstmädchen und Straßendirnen all den Vätern und Müttern, die ihre Töchter in Dienst geben müssen; kommen muß er ihnen, wenn der Freisinnsabgeordnete Gemeindeschulrektor Stopsch nicht endlich fich darüber äußert, was er denn nun eigentlich damit bezweckt hat, daß er in einem und demselben Atemzuge neben den Dienstmädchen die Straßendirnen nannte. Es hilft nichts, sich jetzt als verfolgte Unschuld hinzustellen; der Wortlaut seiner Aeußerung steht fest und bleibt unbestritten. Herr Stopsch schuldet den Familien der Arbeiter, Unterbeamten, kleinen Gewerbetreibenden usw., aus denen die Dienstmädchen sich rekrutieren, eine klare Antwort auf die schlichte Frage, warum ihm bei Erwähnung der Dienstmädchen als nächstes just die Straßen. dirnen eingefallen sind. Der Leser wird nach Lesen der Ueberschrift meinen, wir wollten ihn nach einem Dorfe in Hinterpommern oder in Puttkamerun führen; diese Meinung müssen wir aber zerstören. Es handelt sich um die unter glorreicher Zeitung des Freisinns stehende Hauptund Residenzstadt Berlin. Es handelt sich um folgendes: Auf dem städtischen Vieh- und Schlachthof unterhält die Fleischerinnung die Fortbildungsschule für Lehrlinge. Für den praktischen Unterricht war derselben ein ehemaliger Rinderstall zu diesem Zwed eingerichtet und zur Verfügung gestellt, während für den theoretischen Unterricht eine städtische Schule in der Nähe des Viehhefes dienen sollte. Diese Einrichtung der Trennung des sehr häufig zusammengehörigen Unterrichts führte natürlich in mehr facher Beziehung zu allerlei Unzuträglichkeiten, so daß die Innung um einen weiteren Raum auf dem Vieh- un Schlachhof ersuchte Bezirk Waidmannslust. Den Genossen zur Nachricht, daß am und zwar um einen neben dem schon in Besib habenden Mittwoch zum Zahlabend in allen Abteilungen das Essener Partei- Rinderstall. Eine Unterkommission, welche die Sache prüfte, ertagsprotokoll an die anwesenden Mitglieder zum Preise von 20 Pf. fannte die Berechtigung der Forderung der Innung, auf dem Viehberabfolgt wird. Das Stiftungsfest des Wahlvereins findet am hof den Unterricht zusammen zu haben, an, erhob aber gegen die Sonnabend, den 16. November, in Borsigwalde in den Borsigwalder dauernde Einrichtung des Unterrichts in den ehemaligen RinderFestfälen statt. Billetts sind bei den Abteilungsführern zu haben. ställen Einspruch und wollte trotz Umbau und entsprechender EinDie Genossen sind verpflichtet, für den Besuch des Festes zu agi- richtung ihre Zustimmung nur zu einer provisorischen Benutzung Der vergangene Sonntag hatte noch einmal eine wahre tieren. Die nächste Mitgliederversammlung findet erst am Sonn- derselben geben, wenn zugleich die Schaffung resp. der Bau ge- Völkerwanderung von Großstädtern nach dem Grunewald und trag des Genossen Stadtv. August Gebert Charlottenburg, Dis- eigneter Schulräume in Angriff genommen würde. Die lebte den übrigen Ausflugsorten hinausgelockt. Es war auch ein fussion und Vereinsangelegenheiten. Die Mitglieder werden er- Kuratoriumssißung beschloß nach lebhaftem Für und Wider endlich herrlicher Herbsttag, die Temperatur war zum erstenmal sucht, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. dementsprechend zu handeln. Das Gespenst des Gewerbe- und und den ganzen Spandau. Der Zahlabend findet mit dem von Groß- Berlin Schulinspektors hat an diesem Beschluß wohl seinen nicht fleinen Tag über herrschte milde Luft und Sonnenschein, wie geschaffen, um für dieses Jahr Abschied vom Walde zu nehmen. Die Grunewaldseen waren besonders stark belagert; die schlanken Birken an den Ufern mit ihrem bunten Herbstlaub bildeten auf dem dunklen Hintergrund der Kiefern ein prächtiges Bild. Die Seen waren teilweise schon mit einer Eisschicht bedeckt und in seltsamem Gegensatz zu diesem winterlichen Charakter der Landschaft stand die Tatsache, daß in dem Sommergarten bei Paulsborn und anderen Ausflugsorten viele Familien den Kaffee noch im Freien tranken. Es ist vielleicht in diesem Jahre das letzte Mal gewesen. Um einen vollen Saal zu bekommen, hat der Kreisverband der Berliner Jünglingsvereine zu einem den Wahrern des Christentums recht schlecht anstehenden Mittel gegriffen, nämlich zu dem der Lüge. Der Kreisverband hatte zum letzten Sonntag im Palasttheater eine Evangelisationsversammlung einberufen, in der nicht weniger als drei Pfarrer Ansprachen halten sollten. Um diese Ver= Der Berliner Kommunalfreifinn in Theorie und Praxis. sammlung recht imposant zu gestalten, wurde der Schwindel erWer die lebhaften Klagen in der Berliner StadtverordnetenHerr Kopsch, der Märtyrer seines überfließenden Mundes. funden, die politischen Wahlbereine der Sozialdemokratie" hätten bersammlung gehört hat, die die Herren Cassel, Preuß und GeDer Freisinnsabgeordnete Gemeindeschulrektor Kopsch beschlossen, die Versammlung zu sprengen, und der Deutschnationale nossen über die Maßnahmen der Regierung bezüglich der Beauf- fchuldet der Oeffentlichkeit immer noch die Antwort auf eine ihm Handlungsgehülfenberband wurde um Unterstützung angerufen. sichtigung des Berliner Schulwesens und der unberechtigten Ein- geltende Anfrage. In einer Versammlung liberaler Kommunal- Dieser war auch sofort bereit, Hülfe zu leisten. Er versandte ein griff seitens des Provinzialschulkollegiums sowie über die Wir wähler hatte er gehöhnt, von der Sozialdemokratie seien Birtular an die geehrten Herrn Verbandsbrüder", in welchem die fung des neuen Schulunterhaltungsgesetzes zum Ausdruck brachten, ia jogar schon die Dienstmädchen organisiert Lüge des Kreisverbandes von der Versammlungssprengung durch der wird es als selbstverständlich ansehen, daß die Herren alles worden, nächstens werde sie wohl auch noch die Damen" die politischen Wahlvereine der Sozialdemokratie" weiter vertun werden, um schädliche Einflüsse von unserer Boltsschulverwal- organisieren, die in der Nacht durch die Friedrich breitet wurde, und die„ Verbandsbrüder" ersucht wurden, die Vertung fernzuhalten. Leider ist dem nicht so, wie der Leser aus straße streifen. Im Vorwärts" wurde diese Aeußerung feft- sammlung zu besuchen. nachstehendem ersehen wird. genagelt und daran die Frage geknüpft, was der Mann damit be= Wörtlich heißt es dann im Zirkular:„ Eine Eintrittskarte Zurzeit sizen in der städtischen Schuldeputation als Mitglieder zwedt haben könne, daß er in einem und demselben Atemzuge fügen wir bei. Da die Gegner bereits um 10 Uhr den Saal beunter anderem sechs evangelische Geistliche, ein katholischer sowie neben den Dienstmädchen die Straßendirnen nannte. Herr Kopsch setzen wollen, der Saal aber nur vor 12 Uhr mit Karten betreten ein üdischer Stultusbeamter, zusammen acht Vertreter der ver- erwiderte durch die Freis. Zeitung". Ein Versuch, den Wort- werden kann, welche die Gegner nicht haben, so ist es notwendig, schiedenen Religionsgesellschaften. Das neue Schulunterhaltungs- aut zu bestreiten, wurde nicht gemacht; es wurde nur versichert, vor 12 Uhr zu erscheinen, damit der Saal rechtzeitig von deutschgesetz schreibt nun vor, daß von jeder dieser Religionsgesellschaften Kopsch habe weder die Dienstmädchen auf eine Stufe mit Straßen- nationalen Männern mit Beschlag belegt werden te mindestens ein Vertreter der Schuldeputation angehören muß, also dirnen gestellt, noch irgendwie abfällig über sie geurteilt. Was Wer diese Einladungszeilen liest, wird es eines Lächelns kaum zusammen drei. Die Wirkung würde nun sein, daß von den er aber mit seiner Aeußerung bezwedt hatte, darüber stand teine erwehren können. Erstens werden die Verbandsbrüder beschwindelt, sechs Vertretern der evangelischen Kirche fünf ausscheiden müßten. Silbe in der Freis. Zeitung". Im Vorwärts" wurde das herbor- weil die Wahlvereine auch nicht im entferntesten sich mit der Absicht Darob lebhafte Klage der Betreffenden:" Nun sind wir schon so gehoben, aber nach wie vor blieb Herr Kopsch die Antwort schuldig. getragen haben, diese Versammlung zu besuchen sie haben besseres lange hier und sollen jetzt ausscheiden, das ist doch unrecht usw." Nunmehr haben auch seine Freunde aus dem freisinnigen zu tun- dann aber ist es ganz unverständlich, wenn die DeutschDurch diesen Klagegesang lassen sich die tapferen Freisinnsmannen Bezirksverein hasenheide", dem er präsidiert, für ihn nationalen ihre Verbandsbrüder zum Besuch der Versammlung beeinflussen und beschließen, drei von den sechs evangelischen Ver- sprechen müssen. Die Freis. Zeitung" berichtet, in der letzten auffordern, obwohl der Zutritt zu derselben nur gegen Karten zu tretern zuzulassen, so daß in Bulunft fünf geistliche Bertreter der Vereinsfißung habe Kaufmann Uttech, der jene Wählerversammlässig ist, die die Gegner nicht haben". Also wozu das Geschrei? Berliner Nachrichten. das der Berliner Privatindustrie gegeben werde. Zu Anfang der Sigung hatte es den Anschein, als ob der Antrag der Direktion ohne Schwierigkeit und mit großer Majorität durchgehen würde. Erft infolge des Eingreifens des Stadtrates Bensky, der sich wiederholt in schärffter Weise gegen den Antrag der Direktion aussprach, tam es zur Ablehnung. " " Die Deutschnationalen find genarrt worden, und nur deswegen, weil der Kreisverband der evangelischen Jünglingsvereine in seinem richtigen Instinkt glaubte, die Deutschnationalen laufen überall hin, wo es ein bißchen Radau geben könnte. So wird's gemacht, um volle Säle zu bekommen! Straßen Scharen von Menschen an, aus deren Mitte die Mahnung schärfere persönliche Note erhalten. Hiervon aber abgesehen, ließ Kauft nicht bei Jandorf!" laut wurde. Noch war es nicht be- das Programm von seinem ersten bis legten Teile nichts an Reichfannt, daß die Aufhebung des Boykotts in Aussicht genommen ivar. baltigkeit zu wünschen übrig. Ja, es dünfte uns beinahe zu reichlich, Je weiter der Abend vorrückte, desto gewaltiger schwoll die Menge weil die Abwickelung an vier Stunden beanspruchte. Trotzdem trat an. Die Polizei war zahlreich zur Stelle und bekam mehrfach noch keinerlei Ermüdung ein dank sowohl der Qualität des Gebotenen, Verstärkung. Aber noch nach Schluß des Geschäftes war es selbst als auch der ausgezeichneten Interpreten: Frizz Richard, Dr. Eine Verteuerung der Backwaren ist jetzt schon in den ohne viel Besinnen auf die Bürgersteige hinauf- und in die stein und Dr. Walter Bloem. Kurz: es war ein Abend fröhden Berittenen, die herantrabten und nach Berliner Polizeibrauch Gustav Manz, Jacques Burg, Käte Becker, James Roth= meisten Bäckereien Berlins und der Vororte vorgenommen Menschenmenge hineinsprengten, nicht möglich, die Straßen nach lichen deutschen Humors aus vier Jahrhunderten. worden. Um die Sache für die Kunden schmerzloser" zu Jandorfs Wunsch frei zu machen. Neue Massen stauten sich immer Einen für ihn schweren Verlust hat ein Arbeiter erlitten, der am machen, wird einfach die Backware verkleinert. Die Innungen wieder in der Beteranenstraße vor dem dortigen Eingang des Sonnabendabend zwischen 5-7 Uhr von Große Frankfurterstraße, und Bezirksvereine der Bäckermeister sehen streng darauf, Jandorfschen Haujes. Noch nach 10 Uhr, als längst das ganze Ede Krautstraße bis Perlebergerstraße, Ede Stendalerstraße in daß alle Mitglieder den in dieser Richtung gefaßten Be- Haus, mit Ausnahme diefer einen Stelle, in Dunkel gehüllt war, Linie Nr. 3 ein Portemonnaie mit 38,14 Mart verlor. Der ehrliche schlüssen nachkommen. Begründet wird diese Berkleinerung war dort der Flur angefüllt mit Schußleuten und Polizeioffizieren. Finder wird um Abgabe an Werder, Salzwedelerstraße 8, II. gedes Gebäckes damit, daß sich bei genauer Ralfulation eine Heberall erzählte man sich, daß hinter dem verschlossenen Tor noch beten. Verteuerung der Rohmaterialien, besonders des Mehles, von Angestellte im Hause weilten, die sich nicht hinausgetrauten. In Gesperrt. Die Reinickendorferstraße von der Wiesenstraße bis großer Bahl waren die Frauen unter der Menge vertreten. Manche 40 bis 45 Pro3. ergebe. Die Verkleinerung des Gebäckes Frauen befundeten gegenüber den Schuhleuten, die mit bekannter aur Schulstraße wird behufs Umpflasterung sofort bis auf weiteres foll jetzt auch auf Kuchenware ausgedehnt werden. Daß das Bravour borgingen, auch gegenüber den auf den Bürgersteigen für Fuhrwerte und Reiter gesperrt. Publikum die Gebäckverteuerung nicht so ruhig hinnimmt, umhertrabenden Berittenen, ihre Entrüftung mit einer Furchtlofigbeweist folgendes Poem, das einem Bädermeister im Süden feit, wie man sie dem schwachen Geschlecht" sonst nicht zutraut. der Stadt durch einen Kunden zuging: Erst gegen Mitternacht sollen die Straßen in der Umgebung dieses Warenhauses gänzlich frei geworden sein. ,, Mein lieber Herr Polähne! Sie backen jett mächtig fleene; Die Semmeln und die Brötchen Sind faum een Finger lang Und wiegen kaum een Lötchen; Man wird vor Hunger frant. Wir Hasenheidenkinder Wollen bleiben doch gefünder, Wenn Sie nicht backen so fleene, Mein lieber Herr Polähne! Ein Hungriger." Feuerwehrbericht. In der legten Nacht um 12 the fam im Erdgeschoß des Seitenflügels Megerstr. 2 bei Devrient Feuer aus. Möbel, Wäsche, Körbe u. a. brannten dort. Wegen eines Wasserrohrbruchs erfolgte ein Alarm nach der Prenzlauerstr. 20. Auf dem Moabiter Güterbahnhof brannte eine Lore mit Preßkohlen; Gardinen u. a. wurden in der Königsbergerstr. 26/27 ein Raub der Flammen. Der 17. Zug hatte auf Sandmanns Hof", Alerandrinenstr. 106, zu tun. Dort war ein Vorhang in einem Automobilstand in Brand geraten. In der Nähe wurde Benzin aufbewahrt und ein Gefäß mit Benzin stand unverschloffen in dem Raum. Zum Glüd gelang es, die Gefahr schnell zu beseitigen. In der Potsdamerstr. 127 brannten Puglappen in einem Fahrstuhl und in der Mödernstr. 121 Fett u. a. Mit Erfolg wurde ein Sauerstoffapparat bei einem Stranten in der Zimmerstr. 50 benutzt. Ferner hatte die Wehr in der Lothringerstr. 24, Kurfürstendamm 247 u. a. Stellen zu tun. Vorort- Nachrichten. Charlottenburg. Die Aufklärung über das Gerücht von der Unterschlagung einer Viertel Million, die sich nach dem vor einiger Zeit erfolgten Tode des Direktors der Brauereiberufsgenossenschaft Sektion VI und des Vorsitzenden des Kuratoriums der Unfallstationen Mar Schlesinger herausgestellt haben soll, liegt heute in zwei Schreiben vor. Das erste geht aus von der Brauerei- und Mälzereiberufsgenossenschaft und lautet:" Die Kasse der Sektion VI der Brauerei- und Mälzereiberufsgenossenschaft wird alljährlich von dem durch die Sektionsversammlung gewählten, aus 3 Mitgliedern bestehenden Prüfungsausschuß, ferner durch den Sektionsvorsitzenden vier- bis fünfmal und von dem Rechnungsrevifor der Revisionsstelle des Verbandes der Deutschen Berufsgenossenschaften zweimal underBei einem schweren Straßenbahnunfall schrecklich zugerichtet 1904 hat das Reichsversicherungsamt durch den Oberrechnungsmutet einer eingehenden Revision unterzogen. Am 9. Februar wurde Sonntagnachmittag der 54 Jahre alte Weißgerber Albert revisor des Amtes ebenfalls eine unvermutete Prüfung des KaffenNordmann, Schwedenstr. 11 wohnhaft. N. hatte an der Ecke der und Rechnungswesens veranlaßt. Noch niemals ist seit dem BeBad- und Grünthalerstraße einen in der Fahrt befindlichen stehen der Berufsgenossenschaft ein Defizit bei diesen Revisionen Etraßenbahnwagen verlassen wollen. Er glitt dabei vom Tritt- festgestellt worden. Ausweislich der am 4. 10. 07 durch den KaiserDer Termin für die Stadtverordnetenstichwahlen, die ursprünglich brett ab und stürzte unglücklicherweise mit dem Kopf auf den Fahr- lichen Rechnungsrat Mehering unbermutet vorgenommenen Redamm. Mit den Beinen blieb er am Trittbrett hängen und in- vision der Sektionskasse hat sich bei allen Kassen Uebereinstimmung am 25. November stattfinden sollten, ist, wie wir bereits gemeldet, den aufge- um einen Tag verschoben worden, sie sind erst auf Dienstag, folgebeffen wurde er eine Strede mitgeschleift. Als der Straßen- zwischen den buchmäßigen Sollbeständen und den bahnwagen zum Stehen gebracht worden war, mußte N. von Be- nommenen ftbeständen ergeben. In dem von dem Revisor er den 26. November, anberaumt. Es ist dringend notwendig, amten und Bassanten aus seiner furchtbaren Lage befreit werden. Bemerkungen, Anregungen oder Vorschlägen keinen Anlaß bietet. Termin abgeändert ist. Die Deffentlichkeit hat um so mehr ein Recht, statteten Bericht wird erklärt, daß der Prüfungsbefund zu weiteren die Deffentlichkeit darüber aufzuklären, auf weißen Betreiben der In bewußtlofem Zustande wurde er nach dem Virchowkranken- Der verstorbene Direktor Mar Schlesinger hatte mit der Buch hierüber vollen Aufschluß zu erfahren, als schon früher einmal haus gebracht. Am ganzen Körper hatte der Verunglückte schwere und Kaffenführung der Seftionsverwaltung teinerlei Beziehung, bei Erfazwahlen für die beiden ersten Abteilungen ein bereits Berlegungen erlitten. Auch die Arme und beide Unterschenkel bielmehr ist die Kasse von einem vom Vorstande gewählten Staffierer festgesetter Termin durch ein Spiel hinter den Kulissen abgeändert waren schrecklich zugerichtet. Der linke Oberarm war gebrochen selbständig verwaltet worden. Die in dem Artikel enthaltenen An- ist. Die Liberalen, die an den damaligen Wahlen ein großes Interesse hatten, hatten heimlich die Hinausschiebung des Termins auf eine und anscheinend hatte N. auch erhebliche innere Verlegungen da- gaben entbehren jeder tatsächlichen Begründung." bongetragen. ihnen genehme Zeit durchgesezt. Aus diesem Grunde ist auch gegen die von der Mehrheit für gültig erklärten Wahlen Protest eingelegt. Der Bezirksausschuß hat die Wahlen bereits für ungültig erklärt, das Oberverwaltungsgericht wird in nächster Zeit das endgültige Urteil sprechen. Es scheint, als ob das Kulissenspiel, das wahrhaft liberale Männer von der Herrschaft des Kommunalfreisinns fürchten, schon vor dem 1. Januar beginnt, obwohl doch der Freifinn erst an diesem Tage die Regierung in Charlottenburg antritt. Ein Mordverfuch und Selbfimord Krankenhaus eingeliefert. Das Kuratorium der Berliner Unfallstationen schreibt: Bei der Revision der Kaffe des Kuratoriums, die der verstorbene Herr Direktor Schlesinger mit der Kasse einer von ihm vertretenen Berficherungsgesellschaft zusammenführte, konnte ein Betrag von zirka 3000 bis 4000 M. Bersicherungsgelder nicht ordnungsmäßig belegt werden. Der Fehlbetrag wurde unverzüglich gedeckt resp. bon der Raution gekürzt, die Herr Direktor Schlesinger in Höhe von 30 000 m. hinterlegt hatte." Beim Absturz von einer Bahnhofstreppe schwer verunglückt ist der 38 Jahre alte Arbeiter Hermann Wogand aus der Sophien: traße 42. Er war im Begriff gewesen, sich nach dem Bahnhof Gesundbrunnen zu begeben. Als er oben auf der Brücke angelangt war, fuhr gerade sein Zug ein. Um ihn noch zu erreichen, eilte 23. die Treppe hinunter. Er stolperte dabei über den Fuß eines die Treppe hinaufsteigenden Fahrgastes und stürzte ab. Bewußtlos blieb er am Fuße der Treppe liegen. Er hatte sich bei dem. Sturze schwere innere Verletzungen sowie eine Gehirnerschütterung zugezogen. In hoffnungslosem Zustande wurde W. in das LazarusNeber die Zukunft des Freibades am Wannsee find in einer Konferenz, die der Regierungspräsident von Schulenburg und der Einen Eichendorff- Abend veranstaltete am Sonntagabend die Landrat von Stubenrauch mit dem Vorfißenden des Berliner Frei- Berliner Arbeiter Bildungsschule im großen Saale des bädervereins Oberleutnant a. D. Baron von Arnim hatte, be- Gewerkschaftshauses. Am 26. November werden 50 Jahre seit dem merkenswerte Abmachungen getroffen worden. Danach verpflichtet Tode des populärsten Dichters aus dem Kreise der Nomantiker versich der Freibäderverein, im nächsten Jahre für Männer und floffen fein. Es war also ein zeitgemäßes Grinnerungsfeft, zeit. Frauen je drei große Belte zum An- und Auskleiden am Wannsee- gemäß auch in dem höheren Sinne, daß der Sänger des deutschen strande aufzustellen, in denen 200 Personen Platz finden. Ferner Baldes in feinen Liedern Schäße gesammelt hat, die auch das errichtet der Verein für Männer und Frauen je eine große Be- Proletariat feinem Kulturbefize einverleiben wird. Das Programm dürfnisanstalt; auch foll dafür Sorge getragen werden, daß ftatt des Abends war in dem vorbi dlichen Sinne ein einheitliches, den der bloßen Badehose für Männer ein vollständigeres Babekostüm wir in allen Kunstabenden verwirklicht sehen möchten. Eichendorff wurde eingeführt wird. Unter dieser Voraussetzung will die Regierung uns als Mensch und Dichter im Rahmen feiner Zeit und der ganzen Fenster zu springen und über die Straße hinweg um Hülfe zu das Freibadterrain nach beiden Seiten hin um je 100 Meter aus- Geistesrichtung, zu der er gehört, im umfassenden und reich rufen. Der Attentäter richtete in diesem Augenblick die Waffe dehnen und den Badeplatz mit einem Gitter umgrenzen. Inner- individualisierten Bilde von Dr. Franz Diederich, bem gegen sich selbst und tötete sich durch einen Schuh inden halb dieses Gitters hat dann der Freibäderverein selbst die Befugnis, für Aufrechterhaltung der Ordnung zu sorgen, so daß die Feuilleton- Redakteur der Sächsischen Arbeiterzeitung", vor Augen opf. Die herbeigerufene Polizei fand in seinen Taschen ein Gendarmerie nur in Ausnahmefällen eingreifen braucht. Re- geführt. Es war eine vortreffliche und inhaltreiche Studie, die den Notizbuch, in dem zahlreiche Adressen von wohlhabenden Leuten gierungspräsident von Schulenburg erklärte in der Konferenz, daß Hörern geboten wurde. Als freier Vortrag, der die Hauptgedanken aufgezeichnet waren. Dagegen fehlte jede Andeutung, die auf die gierungspräfident von Schulenburg erklärte in der Konferenz, daß breiter herausgearbeitet hätte, würde sie noch eindrucksvoller gewirkt Persönlichkeit des Täters hindeuteten. Der Zustand des verletzten bie Regierung noch fünf neue Freibäder an der Havel und am Staufmanns ist ebenfalls bedenklich. Müggelsee einrichten wolle. Nach diesen Zuschriften scheint das Gerücht von der Unterschlagung feine Unterlage zu haben und wir nehmen mit Genugtuung hiervon Notiz. Bir tun das um so lieber, als das Gerücht rief in Charlottenburg gestern nachmittag große Aufregung herschon in sehr weite Kreise gedrungen war und in der letzten Ber- bor. Dort versuchte ein unbekannter ungefähr 30jähriger Mann fammlung des Vereins figierter Kaffenärzte gang offen davon den in der Fasanenstraße 72 wohnhaften Kaufmann S. Waldo durch geredet worden ist. Revolverschüsse zu töten; nach Verübung der Tat tötete er sich durch einen Schuß in den Kopf. In dem Hause Fasanenstraße 72 hat in der dritten Stage der Kaufmann S. Waldo seine Privatwohnung inne, während sich sein Geschäft in der Neuen Friedrichstraße bc= findet. Gestern nachmittag begehrte ein gut gekleideter, etwa 30jähriger Mann Einlaß in die Wohnung und drängte die öffnende Tochter beiseite, indem er äußerte:" Waldo hat meinen Bruder unglücklich gemacht, jebt will ich mit ihm abrechnen!" Er drang in das Vorderzimmer ein und feuerte hier ohne jeden Wortwechsel feinen Revolver auf Waldo ab. Dieser wurde am Kopf ge= troffen, hatte aber noch soviel Geistesgegenwart, nach dem haben. Rigdorf. Das gefunde, fräftige Lebens- und Naturgefühl, dem Eichendorff Unter den Rädern eines Lastwagens zermalmt. in seiner Lyrik fo stimmungsvollen und tief- innigen Ausdruck gegeben hat, ist uns eine Quelle des poetischen Genießens und wird es Eisenbahnerlos. Ein schwerer Unfall hat sich gestern mittag auf Durch die Rücksichtslosigkeit eines Rutschers hat gestern nach für ein an die Lebenstafel berufenes Proletariat erst recht werden. dem Bahnhof Hermannstraße ereignet. Der dort angestellte Türmittag eine unbekannte etwa 60 Jahre alte Frau einen schredlichen Daneben fönnen wir vieles andere ruhig auf sich beruhen laffen, das schließer Handel war im Begriff, ein Gleis zu überschreiten, beTod gefunden. Sie hatte einen nach Reinickendorf fahrenden Straßenbahnwagen an der Haltestelle an der Ede der Münz- und für uns erstorben ist und nur den Literaturgeschichtsschreiber intereffiert. merkte aber nicht, daß eine Rangiermaschine heranfuhr. Noch bevor Alten Schönhauserstraße verlassen und kaum hatte sie den Fuß vom Gedichte, die in Gefang und Rezitation ihn uns vergegenwärtigten, er geit hatte, fich in Sicherheit zu bringen, war er von den Buffern Trittbrett auf den Fahrdamm gefeht, so wurde sie von einem Wie fein zweiter Dichter ist Eichendorff musikalisch, seine Lieder sind erfaßt und zu Boden geschleudert worden. Dabei erlitt H. so schwere dahinfaufenden Klamottenwagen erfaßt und unter die Räder geworfen. Das schwere Gefährt ging der alten Frau über den schon voller Musit des Wortes und der Stimmung. Zahlreiche Verlegungen, daß der Tod auf der Stelle eintrat. Handel hinterläßt Unterförper hinweg und zermalmte ihn fast vollständig. Auf dem Liederkomponisten, besonders der Eichendorff romantisch verwandte eine junge Witwe mit einem Kinde. manches davon ift Kindervolksküche. Der Freiwillige Erziehungsbeirat für die Transport zur nahen Unfallstation starb die Verunglückte. Der Schumann haben sie benutzt und Kutscher, der trotz des polizeilichen Verbotes in schnellem Tempo in Weise und Text fast zum Bolksliede geworden. Was Frau Jugend in Rigdorf, eingetragener Verein, eröffnet am 15. Noan der Haltestelle vorübergefahren war und dadurch den Unfall Quise roisegt Müller uns in den Bertonungen von Franz, bember cr. im Hause Steinmebstr. 113 eine Kindervollstüche. Diese herbeigeführt hatte, wurde von dem empörten Publikum vom Bock Hugo Wolf und Schumann bot, war charakteristisch und gut. folle das ganze Jahr hindurch werktäglich von 12-2 Uhr geheruntergeholt und gelyncht. Wären nicht einige Schuhleute hinzu- n gleichem Maße traf das für die Nezitation des Fräulein Jeanne öffnet sein und zunächst 100 Kindern täglich warmes Mittagessen gesprungen und hätten den lebeltäter der Gewalt des Bublifums obert nicht zu. Sie geriet bisweilen in ein Schnellzugstempo, gewähren. Es wird jedoch beabsichtigt, diese Zahl im Laufe des entriffen, so wäre er vielleicht erschlagen worden. Zwei andere das der Verständlichkeit schadete. Erster Grundsatz der Vortragslunst nächsten Jahres bis auf 200 zu erhöhen. Die Verkaufspreise beBassanten, die auch den Straßenbahnwagen verlassen hatten, ist aber Verständlichkeit und Deutlichkeit. Herr Leo Kestenberg, tragen für die Portion: a) im Hause 5 Pf., b) außer dem Hause hatten ebenfalls in der größten Lebensgefahr durch das Berhalten der mit feinem Verständnis die Lieder begleitete, spielte Chopins 10 Pf. Soweit Mittellosigkeit vorliegt, wird das Mittagessen un des Kutschers geschwebt. Der letztere wurde nach dem nächsten Ballade in As- dur, Op. 47, ein herrliches Stüd, das ganz aus Bolizeirebier gebracht. Eichendorffs Geiste geboren scheint. 24 entgeltlich gewährt. Anträge auf Gewährung von Freispeisung find an die Geschäftsstelle des Arbeitsausschusses für Kindervolfsfüchen, Berlinerstr. 49/50 I, Simmer 10/11, au richten, woselbst der Schriftführer werktäglich von 2-3 Uhr zur Auskunftserteilung bereit ist. Schöneberg. Ein Abend deutschen Humors, veranstaltet vom 8entral. Ein Sufammenstoß zwischen einem Straßenbahnwagen und verband der Stuftateure. Die Arbeitervereine tun qut einem Omnibus fand vorgestern mittag gegen 12 Uhr am Königs baran, wenn sie ihre fünstlerischen Bestrebungen der Leitung be tor statt. Zur genannten Zeit fuhr der Pferdeomnibus Nr. 1250 währter Hände anvertranen. Das ist natürlich so zu verstehen, daß der Linie 4, aus der Greifswalderstraße tommend, in die Neue man sich bei Festlegung des Programms nicht der Mitberatung ent Sönigstraße ein, als ein Straßenbahnzug der Ringlinie 4 vom ichlage. Gs hieße unbeschadet der Forderung einer durchgängig Selbstmordversuch eines Bankbeamten auf offener Straße. Im Zus Prenzlauer Tor her herannahte. Der Omnibus fuhr unmittelbar fünstlerischen Darbietung, die freilich niemals außer Acht gelassen ftande geistiger Umnachtung schoß sich gestern nachmittag der 30 Jahre alte bor dem Bahnwagen über das Gleis und wurde angefahren. Hier werden darf!- sich des sozialdemokratischen Bewußtseins ent- Bantbeamte Erich P., wobnhaft in Schöneberg. Martin Lutherstr. 68, bei wurde der Schaffner des ersteren auf das Straßenpflaster ge- äußern, wollten wir uns immer nur bürgerliche Kunst und bürger. vor dem Haufe Eisenacherstr. 50 a mit einem Revolver in die rechte schleudert und erlitt eine Verlegung des Rüdgrates. An dem liche Dichter vor Augen stellen laffen. Sicherlich bezweckt der Brustseite. Der Verlegte wurde von Hausbewohnern nach der nächsten Omnibus wurden die Seitenfcheiben eingedrückt und die Sinter- Verein zur Förderung der Stunft" mit feiner Devise: Die Kunst Bolizeiwache und nach Anlegung eines Notverbandes im KrankenSinter- Verein achse verbogen, während der Straßenbahnwagen nur geringe Be- bem Wolfe" nur gutes. Es kommt dabei aber auch darauf an, was wagen nach dem städtischen Krankenhause geschafft. schädigungen erlitt. Die Insassen des Bahnwagens wurden zwar wir unter„ Volt" verstanden wissen wollen, nämlich nicht jene infolge der seitens des Führers in Anwendung gebrachten Gefahr- tritiflose indifferente Masse, der jeder Mischmasch recht ist, wenn nur Steglit. bremsung von ihren Siten geschleudert, kamen jedoch ohne Ber- das Gelüfte nach einer forglofen, Unterhaltung" befriedigt wird, sondern Das Drama eines Ehepaares ruft hier allgemeine Teilnahme legung davon. eben geistig und sozialistisch aufgeweckte Arbeiter, die in der Kunst eine hervor. In der Marksteinstr. 12 wohnte der Handwerker Hermann Durch ausströmende Leuchtgase schwer erkrankt ist gestern der ideale Bestätigung ihrer realen Forderungen und Ziele erblicken Sofmann mit feiner Frau und fleben unmündigen Kindern. Im Lagerhalter Weisel, der in der Gartenstraße die Filiale der follen. Nicht ohne Gründe sei darauf hingelviesen, daß der auf vergangenen Sommer wurde die Frau, die bis dahin durch AusKonsumgenossenschaft leitete. Als gestern nachmittag 3 Uhr die merksame Beobachter niemals im Programm der bürgerlichen Kunst- bergangenen Sommer wurde die Frau, die bis dahin durch Ausin der Filiale angestellte Verkäuferin nach Beendigung ihrer Tisch abende dem Namen eines sozialistischen Autors begegnete Man tragen von Zeitungen mitverdient hatte, fränklich und sie mußte in zeit die Geschäftsräume betreten wollte, fand sie diese verfchloffen. hat es in jenen Kreisen doch zu viel mit der Angst zu tun und ver- das Streiskrankenhaus in Groß- Lichterfelde gebracht werden. Neber Nach Oeffnen der Tür fand man den Lagerhalter bewußtlos am leugnet lieber alle bichterifchen Hervorbringungen, die vom Boden das Schicksal seiner Frau wurde S. schwermütig. Vorgestern erhielt Boden liegen. Durch Versehen war ein Gashahn geöffnet ge- eben unferer Weltanschauung erstanden find weil solches Ber er aus dem Krankenhaufe die Trauerbotschaft, daß seine Frau im blieben und die ausströmenden Gase hatten Weibel betäubt. Ein fahren auch zugleich das bequemere ist. Sache der Arbeitervereine Sterben liege. Als er dann im Krankenhuus eintraf, war die Frau fofort herbeigerufener Arzt leistete die erste Hülfe, sodann wurde wird es nun sein, jener Voreingenommenheit Abbruch zu tun, indem bereits tot. Raum hatte H. das Krankenhaus verlassen, so trant er Der wieder zum Bewußtsein Gekommene einem Krankenhause zu fie darauf sehen, daß auf den Programmen ihrer Kunstveranstaltungen in der Verzweiflung Gift, welches er bereits in einer Flasche mit geführt. auch stets parteigenössische Autoren vertreten find, nicht etwa aus nach dem Strankenhaus gebracht hatte. An der Mauer des KrankenBout Polizeischus für Jandorf! Am Sonnabend haben sich, tendenziösen Absichten, sondern, um das Vorhandensein wirk houses brach er leblos zusammen. Ein Wärter vernahm später das wie wir erfahren, vor dem Zandorfschen Warenhause licher und wahrhafter fünstlerischer Schöpfungen aus unseren houses brach er leblos zusammen. Ein Wärter vernahm später das an der Brunnen und der Veteranenstraße noch Reihen öffentlich zu erweisen. So und in diesem Sinne Röcheln des Lebensmüden und er schaffte H. nach dem Krankenfehr erregte Gaenen abgespielt. Nach Sonnenuntergang, wäre beispielsweise der der Satire gewidmete dritte Teil des Bros Haus zurile. Der Zustand des bedauernswerten Mannes ist lange vor Schluß des Geschäftes, sammelten sich in diesen beiden gramms zu bedenken gewesen: er hätte dadurch zweifellos eine hoffnungslos. Lichtenberg. Namen mit ihren Anfangsbuchstaben unter die Namen A bis 2| Frauenbewegung in Desterreich. Bon Emmy Freundlich. Bordelle und Mädchenhandel. Aus der Bewegung: Planmäßige Agitation der Die Gaft und Schankwirte petitionieren bei den Gemeinde-( einschließlich) fallen, am Montag, den 25. November d. J., Lehörden um den Wegfall der Zuschläge zur Betriebssteuer. Im bon 11 Uhr vormittags bis 8 Uhr abends, und zwar diejenigen Genoffinnen für die Erweiterung des gefeßlichen Arbeiterinnenschuges und Anträge der Von der Etat 1907 find als Einnahmen eingestellt 6300 M. Mit Recht des 1. Wahlbezirks im Stadtverordneten- Sigungsfaale in Nat- für ein freiheitliches Vereins- und Versammlungsrecht. Berliner Genossinnen zum zweiten preußischen Parteitag. weisen die Gastwirte darauf hin, daß die Wertzuwachssteuer nicht hause 1 Treppe, Zimmer Nr. 16, diejenigen des 2. Wahlbezirks im agitation. Von den Organisationen. Niederrheinischer Parteitag in nur reichlich Ersatz für den Ausfall diefer ungerechten Belastung mit dem Anfangsbuchstaben bis 3 fallen, am Dienstag, den H. B. Schulgebäude Jägerstr. 4, während diejenigen Wähler, deren Namen Düsseldorf. Bayerische Frauenkonferenz. Politische Rundschau. Bon Gewerkschaftliche Rundschau. Der Boykott über die Warenhäuser ciner Eriverbsgruppe biete, sondern die Möglichkeit gebe, eine ganze Bom Stampf der Stoblenbergleute in der Niebar Reihe Einrichtungen zu schaffen, die der jungen Stadt in ihrer Ent- 26. November d. J., vormittags 11 1hr bis abends 8 ühr, in Jandorf in Berlin. Unter den zu lausit. Aufruf an die Arbeiter und Arbeiterjrauen. Notizenteil: wickelung förderlich sein können. Die Gastwirte mögen sich aber denselben Räumen ihr Wahlrecht ausüben tönnen. Frauenstimmrecht. Sozialistische Frauenbewegung auch vergewissern, wer die Gegner der Wertzuwachssteuer sind. Be- wählenden Stadtverordneten der III. Abteilung sind Hausbefizer Dienstbotenfrage. im Ausland. Weibliche Fabrikinspektoren. Feuilleton: Weltgeschichte. fanntlich hat der Rechtsanwalt Schachtel unter Beifall feiner nicht erforderlich, ein Zeichen, daß diese bis jest fast ausschließlich Bon Arno Holz.( Gedicht.)- Molla Mohammed. Eine furdische Erzählung. Freunde vom Besih aus dem Umstande, daß die Sozialdemokraten die Versammlung beherrscht haben. Die Barfeigenossen wollen auch Deutsch nacherzählt von E. Hartmann- Harder. in der Gemeindevertretung als erste die Wertgutvachssteuer aufs die zahlreichen Potsdamer Arbeiter, die in Berlin und seinen Vor- Für unsere Mütter und Hausfrauen: Gleichnis. Von Ludwig Pfau. Tapet brachten, gefolgert, daß die Wertzuwachssteuer ein sozial- orten arbeiten, auf die Notwendigkeit ihrer Teilnahme an der Wahl( Gedicht.) demokratisches Experiment" sei. Bei der Stadtverordnetenwahl aufmerksam machen. haben die Gastwirte Gelegenheit, ihrer Petition Nachdruck zu berIcthen. Zoffen. Vermischtes. Bei der Stadtverordnetenwahl in der III. Klasse entfielen auf Ermordet aufgefunden. Einer Meldung aus Plauen i. Vogtld. unfere Genossen Bernh. Schulze und Adolf Vogt je 69 Stimmen, zufolge wurde in Unterlofan gestern nacht gegen 1/23 Uhr der während die Gegner 185 beztv. 184 Stimmen erhielt. Vor zwei Zimmermann Grimm aus Unterlofan auf der Straße erstochen aufJahren wurden für unsere Genoffen 48 Stimmen abgegeben. Die gefunden. Von den Tätern fehlt bisher jede Spur. ungünstige Wahlzeit( 11--2 Uhr mittags) machte es einer Anzahl Die Jena" völlig verloren. Nach einer Meldung aus Baris Arbeiter, die entlegen arbeiteten, nur unter bedeutendem Arbeits- befchloß das Ministerium, da sich die Ausbesserung des Panzerverlust möglich, sich an der Wahl zu beteiligen. schiffes Jena", welches seinerzeit durch eine Pulvererplosion teilweise zerstört worden war, als unmöglich erwiesen hat, das Schiff in Zukunft lediglich als Biel bei Schießversuchen zu verwenden. Ein Banunfall. In Samburg filtrate auf bent Steubau des dem des Hotels Atlantic an der Alfter bie Dede bes 3. Stods ein und durchschlug die Decke des darunter befindlichen Stockwerks. Unter den Trümmern wurde bis gestern nachmittag 12%, Uhr ein Arbeiter tot aufgefunden und ein schwerverletzter und drei leichtverletzte Arbeiter geborgen. Die Feuerwehr ist noch unausgefegt tätig. Man vermutet, daß noch einige Arbeiter sich unter den Trümmern befinden. Verunglückt ist in der Nacht vom Sonnabend zum Sonntag der giveite Rangiermeister des hiesigen Bahnhofes Paul Neeg dadurch, daß ihm in Ausübung seines Dienstes der rechte Arm abgefahren wurde. Bedingt wird dieser Unfall durch bie schlechte Beleuchtung und Umbau der Gleise. Die schlechte Beleuchtung des Bahnhofes ist bereits des öfteren bellagt worden. Vielleicht wird jetzt für bessere Beleuchtung gesorgt. Köpenick. Das Opfer einer unsinnigen Wette ist gestern nachmittag der bei einem Tiefbauunternehmer auf der Baumgarteninsel beschäftigte Arbeiter Mayetvicz geworden. Gestern nachmittag wetteten fünf Arbeiter, daß es keiner wagen werde, bei der herrschenden Kälte durch die Spree gu schivimmen. Jeder, der es ristiere, folle 10 M. erhalten. Tatsächlich meldete sich der oben erwähnte M. Er ent Ledigte sich seiner Kleider und schwamm in den Fluß hinein. Vergeblich warteten jedoch die Kameraden auf seine Rückkehr. In der Mitte des Stromes angelangt, fant M. unter und kam nicht wieder zum Vorschein. Seine Leiche wurde durch die Strömung fortgetrieben und bisher konnte fie noch nicht gelandet werden. Reinickendorf. Ein Bild des Elends. Auf dem Epensteinplag erhängt hat sich uplag erhängt B vorgestern Nacht der 39jährige Arbeiter Karl Jahnte aus der Probingstraße 106. Ein Polizeibeamter fand auf dem Patrouillengange den Lebensmüden an einem Baume in den Anlagen erhängt auf. 3. war bereits zur Leiche erftarrt. Arbeitslosigkeit ist angeblich das Motiv zu dem Selbstmord gewesen. Bernau. Achtung, Stadtverordnetenwahlen! Am Donnerstag, den 14. November d. J., findet in Bernau von vormittags 10 Uhr bis 7 1hr abends die Stadtverordnetenwahl statt. Die Kandidaten der Sozialdemokratie sind die Genossen Gustav Krüger und Ferdinand Dräger. Diejenigen Genossen, welche in Berlin und den Vororten mit Bernauter Arbeitern zusammen beschäftigt sind, werden ersucht, dieselben anzuhalten, sich an der Wahl zu beteiligen. Das Wahlkomitee. Heiligensee.( Nieder- Barnim.) Einer späteren Meldung aus Hamburg zufolge hat sich die Befürchtung, daß unter den Trümmern des eingestürzten Hotelneubaus noch Menschen begraben liegen, nicht bestätigt. Opfer der Grube. Wie aus St. Etienne gemeldet wird, stieß im Bergwerf Loire gestern abend ein Förderkorb gegen die Schachts wand. Sieben Bergleute stürzten etwa 200 Meter in die Tiefe und fanden den Tod. Ueber die Bleichsucht. Von Dr. Dbo. Die Woche. Bon Leo Heller.( Gedicht.) Die Erziehung des Kindes im ersten Lebensjahr. Bon K. D. Abend. Von Leo Heller.( Gedicht.) Die Mutter als Erzieherin. Für die Hausfrau. -O Die Gleichheit erscheint alle 14 Tage einmal. Preis der Nummer 10 Pf., durch die Bost bezogen beträgt der Abonnementspreis vierteljährlich ohne Besteügeld 55 Pf.. unter Streuzband 85 Pf. Jahresabonnement 2,60 m. Bom Wahren Jacob" ist ims foeben die 23. Nummer des 25. Jahr ganges zugegangen. Aus ihrem Inhalt erwähnen wir die beiden farbigen Bilder Deutschlands neuester Säulenheiliger" und" Hei lewet noch!" sowie die weiteren Sllustrationen: Der Herr Minister" Aus dem Soldaten leben"," Die Sumpfmotten"," Das Triumvirat"," Die Justiz der Zukunft". 3m Glauben fest"," Zur Eröffnung des Reichszirkus"," Eduard ist der & riebe"," Doch etwas!"," Kulturbild aus Moabit"," Chrgefühl und die " Feuerbestattung", Der Jum Bujammentritt bes steichteil der Nummer bringt die Gedichte: „ Edelmenschen", Posthumes bon Die Spießer Neuestes Wintermärchen II",„ Gin Bulunjsbild"," Preußen voran", Heinrich Heine"," Der Fortschritt", Ein Dornröschen", Die Staatsbürgerin", Das Belt Feigenblatt", Der deutschen Jungfrau Wunderhorn"," Humanität", Schwankender Sturs" und außer zahlreichen leineren Beiträgen noch die fatirischen Feuilletons Hochverrat"," Sphären. polizei", Die Sittlichkeit bei Stommerstenrats"," Hahn im Storbe", Schwieriger Fall"," Briefe von der Reife Dernburgs"," Sur Topographie bes Jenseits" und" b. Arnim- Schnobberheim an v. Below- Pleitenburg". Der Preis der 16 Seiten starten Nummer ist 10 Pf. Stommunale Pragts. Wochenschrift für Stommunalpolitik und Gemeindesozialismus. Berlag Buchhandlung Borwärts, Berlin SW. 68. Breis pro Quartal 2,50 extt. Borto reip. Beſtelgeld. Aus dem Inhalt der soeben erschienenen Nr. 45 nennen wir: Die Sozialdemokratie in der Kommune bes Regierungsbezirks Magdeburg. versammlung. Submissionswesen und Regiebetriebe in der Berliner Stadtverordneten Diverse Notizen über Gemeindeverfassung. Finanz und Steuerivesen. Gesundheitswesen. Bildungswesen. Kommunale Schulpolitik. Armen- und Waifenpflege. Wirtschaftspflege usw. Probehefte versendet auf Verlangen gratis und franko die Verlags. buchhandlung. Auf Grund geraten. Der von Savannah gekommene englische Der Kunstwart. Halbmonatschen für Ansbrudstultur auf allen Dampfer Kestor" ist einer Meldung aus Curhaven zufolge auf dem Lebensgebieten. Herausgeber Ferdinand Avenarius. Berlag von Georg Krapfande auf Grund geraten. 7 Schlepper find zur Hülfeleistung D. B. Callweh in München. Vierteljährlich 4 M., bas einzelne Heft 75 Pf. Bei den Bergingsarbeiten Kommunal- Politisches aus Offenbach a. M. Herausgegeben vom an die Unfallſtätte abgegangen. „ Gebrüder Wrede" und Wahlkomitee der sozialdemokratischen Partei zur Stadtverordnetenwahl 1907. follidierten die beiden Schleppdampfer Borlum". Während der erstere nur wenig beschädigt ist, lief der Borkum" voll Wasser und geriet ebenfalls auf Grund. Unwetterschäden auf der Insel Elba. Wie ein Telegramm aus Portoferraio( Insel Elba) besagt, gehen aus allen Teilen der Jufel 96 Seiten. Berlag: Offenbacher Abendblaft" in Offenbach a. M. Nachrichten über schwere Unweiter ein. Die Felber find verwijtet, die Wege unpassterbar. Die Gemeinden Marciana Marina Statlemen und Marciana stehen unter Wasser. Bis jetzt sind fünf Tote gezählt. Dienstag, abends 8%, Uhr, im„ Englischen Hof", Neue Roßstr. 3: Bortrag Deutscher Arbeiter- Abftinentenbund. Ortsgruppe Berlin. Heute des Genossen Kahenstein. Eingegangene Druckfchriften. Bon der Neuen Zeit"( Stuttgart, Baul Singer) ist soeben das In einer Volksversammlung, die am Sonntagmittag im 6. Seft des 26. Jahrgangs erschienen. Es hat folgenden Inhalt: Das Etablissement von Wilh. Ziekow stattfand, referierte Genoffe Fille große Reinemachen. Die Biychologie der Neoromantit als foziale Der fiebente flandinavische ArbeiterBerlin über die pofitiven Leistungen der Sozialdemokratie und die Erscheinung. Bon Dr. J. Arelrod. Bon Wilhelm Jansson. Bur Regelung der gewerbe- und Notwendigkeit der politischen Organisation. Im Anschluß an das fongreß. arbeitsrechtlichen Verhältnisse im Gärtnereigewerbe. Bon Otto Albrechtsehr beifällig aufgenommene Referat erfolgte die Gründung Berlin. leber gewertschaftliche Agitation. Bon August Winnig- Hamburg. eines Wahlvereins für heiligenfee; auch eine Anzahl Die Grundbesiger Rußlands. Bon J, K. Literarische Rundschau: Abonnenten auf den Vorwärts" wurden gewonnen. Bei der letzten Johannes B. Jensen, Die Welt ist tief Bon C. Korn. Bom Markte Reichstagswahl wurden in Heiligensee 93 fozialdemokratische der Seelen. Entdedungsjahrten. einer sozialen Frau( Olive Chr. Malvery) Aus dem Englischen von Martha Sommer. Stimmen abgegeben. Pflicht aller sich zur Sozialdemokratie be- im Lande Armut. fennenden Wähler ist es mun, der jungen Organisation beizutreten, M. H. Notizen: Bon der Rheinisch- Westfälischen Hütten- und Balzwerks Damit sie ein tüchtiges Glied in der Reihe der den Befreiungskampf Berufgenoffenschaft. Bon E. G. des Proletariats führenden Organisationen werde. Potsdam. " Bon Die Neue Beit erscheint wöchentlich einmal und ist durch alle BuchHandlungen, Postanstalten und Stolporteure zum Preise von 3.25 M. pro Quartal zu beziehen; jedoch kann diefelbe bei der Bost nur pro Duartal abonniert werden. Das einzelne Heft loftet 25 Pf. Probenummern stehen jederzeit zur Verfügung. Für die Stadtverordnetenwahl werden die Wahltermine feitens des Magistrats bekannt gegeben: Es haben für die III. Abteilung Bon der ,, Gleichheit", Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen im 1. Wahlbezirk Ergänzungswahlen stattzufinden für die Herren( Stuttgart, Berlag von Paul Singer), ist uns foeben Nr. 23 des 17. JahrRechnungsrat Fenner, Brunnenbaumeister Japel, Lehrer a. D. Kraufe ganges zugegangen. Sie hat folgenden Inhalt: Aufruf an die Genoffinnen Deutschlands zur außerordentlichen Frauenkonferenz. und Hoffchuhmachermeister Neefe, und im 2. Wahlbezirk derselben Barteitag. Bon B. Die außerordentliche Frauenkonferenz in Berlin. Der preußische Abteilung Ergänzungswahlen für die Herren Konditor Hellriegel, Bon Luise Biez- Die Frauen und das Selbstverwaltungsrecht der Kaufmann W. Herrmann und Kaufmann Kühnlein jun. Die Wähler Gemeinden. Von P. H. Schularztberichte. III. Von Dr. Zadek. dieser beiden Wahlbezirke werden nach alphabetischer Ordnung in je Aus den Anfängen der Frauenbewegung. Bon Anna Blos. Dei Unterabteilungen geteilt, so daß diejenigen Wähler, deren Frauentagungen. II. Bon Luife Ziet. Von der sozialdemokratischen Bürgerliche Witterungsübersicht vom 11. November 1907. Barometer ftand mm Binb clatung Windsläcke Beller 1 Rebel Damburg 763 2 Nebel Swinembe 761 S Xemp. n. 6. 5° C.= 4° R. Stationen Barometer. fland mm Bind. richtung Bindstärke 3 Baparanda 752 6 Betersburg 760 S Berlin 763 Still balb bb. 2 Scilly 764 N Franti.a. M. 764 SW 2 Nebel 4 Aberdeen 754 28 München 765 Still tvoltig 3 Baris 764D Wien 766 GED 2 wollig 2 Beller 2Regen Zemp. n. C. 2 2 bedeckt-1 1 mollig 10 2 Regen 8 1 bedeckt Wetter Prognose für Dienstag, den 12. November 1907. Beitweise heiter, zunächst wärmer, aber sehr veränderlich mit leichten Regenfällen und ziemlich lebhaften südwestlichen Winden Berliner Betterbureau Wafferstands.Nachrichten ber Landesanstalt für Gewässerfunde, mitgeteilt vom Berliner Betterbureau. Wasserstand Memel, Tilfit Bregel, Insterburg eich fel, Thorn Ober, Ratibor Stroffen Frantjurt Barthe, Schrimm Landsberg Meze, Bordamm Ibe, Leitmerik Dresden Barby Magdeburg am feit 10.11. 9. 11. cm cm³) 107 2 1)+ bedeutet Buchs, 51111+ 11++++ Bafferstand am feit 10.11. 9. 11. cm em¹) 69 115+ 1 106 2 140 1 107 0 -38 4 Saale, Grochlit Habel, Spandau) Spree, Spremberg) Rathenow) Beeskow Weser, Münden Minden Rhein, Maximiliansau 289 Nedar, Heilbronn 75 15 13 Kaub -62 + Köln -185 1 50 0 Main, Wertheim 66+ Mosel, Trier Fall. Unterpegel. ||+|||| 11++ 89 66 17+2 18 Sozialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berliner Reichstagswahlkreis. :: Sonntag, den 17. November 1907: Stiftungsfest:: in folgenden Lokalen: Koppenstr. 29. 264/7 Kellers Festsäle, Kuten der Gesellach. Straslewies Elysium, Auftreten Landsberger Allee 40a. Turnerische Aufführungen. Auftreten der Volks19 sängergesellschaft Lewandowsky. Reigenfahren. Boekers 17. FESTSal9 Frau Margarete Walkotte, Herr Auftreten der Vortragskünstlerin Emil Richard, bedeutendster Dialekthumorist d. Gegenwart. Gesangvereine Männerchor 1905 und Norddeutsche Schleife. In sämtlichen Lokalen: Konzert und Tanz. Eröffnung 4 Uhr. Anfang 5 Uhr. Billetts 25 Pf., an der Kasse 30 Pf, Zu zahlreichem Besuch ladet ein Das Komitee. Während des Umbaues Eingang neben d. Bauzaun links Teppich- Haus B. Hurwitz Rotes Schloss an der Stechbahn 1/2 Verkauf mit ca. 40% Preisermässigung nur in der I. Etage. Fr. Hahn Berlin C.25 Eingetragene Schutzmarke. Fr. Hahn Gegründet 1825. Berlin C. 25 Alexanderplatz ( Ecke Landsbergerstraße). 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