Kr. 271. IltonMmtntS'Btflnsunfitn: lüamtmentS• Preis pränumerando, »ierieljährl.».ZV Mr, monolL 1,10 SRI, wöchentlich 28 Pfg. frei WS Haus. Ewzelne Nummer 5 Pfg, SonnlagZ. nummer mit illustrierter Sonntags- Vellage»Die Reue Welt" 10 Pfg, Post- Abonnement: 1,10 Mar! pro Monat. Eingetragen w die Post-ZeitungS- BrerSIiste. Unter Kreuzband für Deutschland und Oesterreich. Ungarn 2 Mark, für das übrige Ausland 3 Mar! pro Monat. BoftabonnemenlS nehmen an: Belgien. Dänemarl, Holland, Italien. Luxemburg. Portugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz. vlchell» iigll» nlcr Dontsot. 24. Jahrg. Berliner Volksblnkk. Die TnferüonS'GcbQbr keträgt für die fechSgcspaltenc KolonÄ» geile oder deren Raum 50 Psg, für politische und gewerkschaftliche Verein?- und BersammlungS-Anzeigen 80 Pfg. „Alelne Snrelgen", das erste ffctt- gedruckte) Wort 20 Pfg, jedes weircre Wort 10 Pfg. Stellengesuche und Schlaf- stellen-Anzeigen das erste Wort 10 Pfg, jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expeditton abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm- Adresse: „SMiafdemolint Rtrlln". Zentralorgan der rozialdemokratifcben partei Deutschlands. Redaktion: 8 Gl. 68, Linden Strasse 69. Fernsprecher: Amt IT, Nr. 1983. Dienstag, den 19. November 1907. Expedition: 8 Gl. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IT, Nr. 1984. Die yiottenvorlagc heraus; Die neue Flottenvorlage ist am Montagabend von der „Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" der- öffentlicht worden. Sie besteht, wie zu erwarten war, in der Forderung, das Dienstalter der Linienschiffe von 23 auf 20 Jahre herabzusetzen. Nach der Durchführung dieses neuen Prinzips würde sich, wie es in dem Entwurf des neuen Flottengesetzes heißt, folgender Bauplan ergeben: Ersatzjahr Linienschiffe Große Kreuzer 1908..... 2 1 1909..... 6— 1910..... 1— 1911..... 2— 1912..... 2— 1913»»»»»■ 1914..... 1— 1915.....— 4 1916..... 1 2 1917..... 1_— Summe 16 7 Die Regierung legt jedoch einen anderen Bauplan vor. Sie will bis zum Jahre 1917 nicht, wie das die eigentliche Konsequenz der Herabsetzung des Dienstalters wäre, 16, sondern 17 Linienschiffe auf Stapel legen, dagegen statt der 7 großen Kreuzer nur deren 6. Der Ersatz für den aus- gefalleilen großen Kreuzer soll nach 1917 vorgenommen werden. Der von der Regierung geforderte Bau« plan sieht folgendermaßen aus: Ersatzjahr Linienschiffe Große Kreuzer 1908..... 3— 1900..... 3— 1910«.•«• 3~m 1911..... 2— 1912..... 1 1 1913..... 1 1 1914..... 1 1 1915..... 1 1 1916..... 1 1 1917..... 1 1 Summe 17 6 DaS Mitteilungsblatt deS Flottenvereins, das bemerkenswerterweise zu gleicher Zeit wie das offiziöse Organ die Flottenvorlage veröffentlichen konnte, findet die neue Flottenvorlage viclzu bescheiden! Daß bis zum Jahre 1917 nur drei Linienschiffe mehr, als nach dem Flotten- gesetz vom 14. Juni 1900 vorgesehen sei. auf Stapel gelegt werden sollten, sei doch lächerlich wenig. Warum habe die Regierung nicht gleichzeitig mehr große Kreuzer verlangt. warum habe sie nicht wenigstens auch die Lebensdauer der kleinen Kreuzer herab- gesetzt?! Wir werden gleich sehen, daß der Flotten- verein im Grunde alle Ursache hätte, mit der Flottenvorlage zufrieden zu sein l Geradezu komisch aber wirft die Frage:„Und warum werden dann die Schiffe nicht so ersetzt, wie sie tatsächlich nach der neuen Vorlage zum Ersatz heranstehen mutzten?" Man braucht nur die in der Vorlage vorgeführten beiden Tabellen ein wenig genauer anzusehen, um sofort die Antwort auf diese Frage zu erhalten I Wenn wir die Banperiode 1908—1913 betrachten, so würden bei genauer Jnnehaltung des Prinzips des Ersatzes dreizehn Linienschiffe und ein großer Kreuzer auf Stapel gelegt werden— also fast genau so viel, wie die Regierungsvorlage tatsächlich fordert. Die Regierungsvorlage verlangt sogar bis zum Jahre 1913 die Herstellung zweier großer Kreuzer, d. h. noch einen Kreuzer mehr, als bei Jnnehaltung des Prinzips der Herabsetzung des Dienstalters auf 20 Jahre gebaut werden müßten! Die Regierungsvorlage kommt also den Wünschen des Flottenvereins durchaus entgegen I Die Herren haben die Vorlage offenbar nur sehr flüchtig gelesen! Um aber die wahre Bedeutung der Vorlage richtig zu erkennen, muß man den neuen Bauplan mit dem des Flotten- gesetzeS von 1999 vergleichen. Nach diesem wären in den Jahren 1908 bis 1911 nur 6 Linienschiffe auf Stapel zu legen. Die neue Flottenvorlage fordert deren 11, also 5 mehr! Und wenn die Regierungsvorlage gnädigst in dieser Zeit auf den Ersatz bau von zwei großen Kreuzern verzichtet, die nach dem Flottengesetz von 1900 fällig wären, so hat sie diese Konzession durch die Flotten- Novelle vom Jahre 1906 �bereits reichlich kompensiert. Diese Flottennovelle verlangt nämlich, daß von 1908—1911 drei große Kreuzer als Neubauten auf Stapel gelegt werden! Man sieht: gegen das Flottengesetz von 1900 sollen 1908 bis 1911 in Wirklichkeit fünf Linienschiffe und ein großer Kreuzer mehr auf Stapel gelegt werden! Die Regierung hält es eben mit der Praxis: heute mehr Linienschiffe, morgen mehr Panzerkreuzer zu fordern! Wenn aber die Regierung schließlich meint, die Gesamtkosten der Aendcrung des Gesetzes beliefen sich bis 1917 nur auf die Kosten von drei Linienschiffen, so ist das denn doch eine Spekulation auf die Naivität des Publikums! Denn es ist ganz zweifellos, daß wir bis zum Jahre 1917 beretts diverse neue Flottenvorlagen bekommen werden! Die Regierung ist nur deshalb so„bescheiden", weil sich �die Wirkung der neuen Vorlage gerade in den nächsten )vier Jahren äußert! Wenn sie auf Grund der neuen Vorlage bis 1911 nicht weniger als fünf Linienschiffe mehr auf Stapel legen kann, so kann sie leicht so tun, als fordere sie für zehn Jahre nur vier Linienschiffe mehr und gar einen großen Kreuzer weniger! Im Jahre 1911 spätestens wird eben wieder eine neue Flottenvorlage kommen, die den Bauplan von 1907 gründlich über den Haufen wirft. Dann hat sie ihre fünf Linienschiffe für vier Jahre mehr und kann für die sechs folgenden Jahre beliebig viel neue Schiffe fordern! Betrachten wir aber, wie das nach den Erfahrungen von 1898, 1900 und 1906 einzig richtig ist, die Baupläne der nächsten vier Jahre, so ergibt sich gegen das Gesetz von 1900 folgender fiinuizieller Effekt: fünf Linienschiffe a 40 Millionen kosten 200 Millionen. Die sechs bereits nach dem Gesetz von 1900 fälligen Linienschiffe kosten pro Schiff 16 Millionen mehr gleich 96 Millionen. Ein großer Kreuzer kostet ebenfalls heute bereits seine 40 Millionen. Gegen den Anschlag von 1900 macht das also insgesamt einen Mehrbetrag von 336 Millionen Mark! Man sieht, wie rührend„bescheiden" unser Marinismus ist! Zum Schlüsse noch ein K u r i 0 s u m der neuen Vorlage. Es heißt in dem Entwurf: .Der militärisch- technische Geburtstag eines Schiffes ist nicht der Tag der Bewilligung der ersten Note, sondern der Zeitpunkt der endgültigen Festsetzung der der Konstruktion zu- gründe zu legenden militärischen und technischen An- forderungen. Ferner erfolgt die Nusrangiernng eines Schiffes nicht dann, wenn die erste Rate des Ersatzschiffes bewilligt wird, sondern erst dann, wen» das Ersatzschiff fertiggestellt ist und in den Frontdienst eintritt. Infolgedessen sind die Linienschiffe bei ihrer AuSrangicrung nicht 25, sondern in Wirklichkeit etwa dreißig Jahre alt. Sie sind dann, wie die Erfahrung in allen Marinen gelehrt hat, völlig überaltert und zur Verwendung in der Schlacht in den letzten Jahren nicht mehr brauchbar gewesen." Nach der Ansicht der Marineverwaltung ist also jedes Schiff bei seiner Fertig st ellung entsprechend der benötigten Bauzeit— bereits mehrere Jahre alt! Unsere Marinebehörden scheinen ganz zu vergessen, daß auch in allen anderen Landern die Llnicnschiffe erst ge- baut werden müssen und daß noch in keiiiem anderen Lande Panzerkolosse über Nacht durch Zauberspruch entstanden sind. Und die Regierung scheint weiter nicht zu wissen, daß die erste Baurate für das Ersatzschiff nicht erst 25 Jahre nach der Indienststellung bewilligt wird, sondern schon 25 Jahre nach der Bewilligung der ersten Rate des zu er- setzenden Schiffes. Vgl.§ 2 des Flottengcletzes von 1999! Der Zeitraum vom Tage der Bewilligung der ersten Rate des alten Schiffes bis zum Tage der Bewilligung der ersten Rate des Ersatzschiffes ist aber gleich dem Zeitraum, der von dem Jndiensttreten des alten Schiffes bis zur Einstellung des Ersatzschiffes in den Frontdienst verstreicht! Wie hier also im kleinen eine Täuschung versucht wird, sy ist der ganze neue Entwurf nichts anderes, als ein plumper Üebertölpelungsversuch des Volkes und der Steuerzahler! Ileue Calfen. Die„Nordd. A l l g e m. Ztg." setzt ihre Veröffentlichung über den Reichshaushalt fort. Wir haben schon betont, daß der Etat für die Kolonien über die neuen Forderungen, die Herr Dernburg angekündigt hat, keine Aufschlüsse bietet. Hier kommt das dicke Ende noch nach. Auffallend hoch ist der ReichSznschuß, den unsere herrlichste Kolonie Deutsch-Sndwest- afrika noch immer fordert. Er beträgt, wie bereits mitgeteilt. noch immer etwa 22'/, Millionen Mark, eine Summe, die selbst das kolonialfrenndliche.Berliner Tageblatt".ungeheuerlich hoch" findet. Neben den Kolonien fordert aber sowohl der Land- als der Seemilitarismus neue Opfer. Selbst der Luft- Militarismus kündigt sich schon schüchtern an, indem zur Unterstützung der Zeppelinschen Luftschiffunternehmen 2150 000 M. gefordert werden. Würde die Lustschiffahrt nur Kulturzwecken dienen, dann wäre diese Summe sicherlich nicht so rasch flüssig gemacht worden. Der M i l i t ä r e t a t hat in den fortdauernden ordentlichen Ausgaben von 522 920 216 M. die halbe Milliarde über- schritten. Gegen das Vorjahr ergibt sich ein Mehr von 24 944 185 M. Die einmaligen ordentlichen Ausgaben betragen 95 392 520 M. splus 11 890 634 M.), die außerordentlichen Aus- gaben 40 003 300 M.(minus 1141100 M.). Im ganzen zeigt der Militäretat eine Steigerung von zirka 35 Millionen. Zur Beschaffung des Naturalienbedarfes sind 74 292 208 M. an- gesetzt. Er ergibt sich demnach gegenüber dem laufenden Jahre eine Mehrausgabe von 10 896 427 M. Die letzte Ziffer ist sehr interessant. Diese Mehrausgabe ist notwendig geworden durch das Steigen vor allem der Lebensmittel- preise. In ihr zeigen sich Folgen des Zollwuchers. Der Marineetat bringt gleichfalls eine Steigerung der ordent- lichen Ausgaben um 28 Millionen. Dazu kommt eine Steigerung der außerordentlichen Ausgaben von fast 33 Millionen und der Anlcihezuschuß von 64� Millionen. Im ganzen erfordert der Marineetat eine Gesamtausgabe von 339 323 724 M., also mehr als eine Drittelmilliarde. Die Steigerung� des Geldbedarfs ist vorzüglich geschuldet einer Verstärkung der Küsten- befestigung, Mehrausgaben auf dem Gebiete der Schifssbauten und Armierungen, sowie einer Vermehrung der Unterseeboote. Im ganzen werden für Schiffsbauten und Armierungen zu- lammen 171 010 000 M. beansprucht, um 42 540 000 M. mehr als im Vorjahr. Militär und Marine erfordern so ohne den An» leihezuschuß von QiVa Millionen ungefähr 9 6 Millionen Mark mehr als im Vorjahre. Trotzdem die Wirtschaft- liche Lage kritisch ist, wird ohne jede Rücksicht immer weiter gerüstet. Man macht sich eben nicht die geringste Sorge darum, wie diese Mehrausgaben zu decken sind. Man verfügt ja über die zu allem bereite Blockmajorität und die Be» sitzenden können sicher sein, daß nicht s i e es sind, die die nötigen Einnahmen aufzubringen haben werden. Die Besitzenden bestiinmen die Ausgaben und zugleich die Deckung dieser Ausgaben durch die Besitzlosen. Zugleich zeigen die Einnahmen, daß die Steuerreform des Herrn v. Stengel trotz der Hochkonjunktur für die Deckung deö Bedarfcs lange nicht ausreicht. Die Fahrkartensteuer liefert nur LZVa Millionen. Von der Automobilstcuer erwartet man kaum 2 Millionen, von der Tantiemcnsteuer erwartet man 5,9 Millionen. Ergiebiger sind dagegen die Zigarettcnsteuer mit 14 Millionen, die Frachturkundcnsteuer mit 15,6 Millionen, die Brausteuer mit 55,2 Millionen und die Erbschaftssteuer mit 42 Millionen. Dir Zölle lieferten von den Gesamteinnahmen, die sich auf 1258 032 680 Mark(plus 70 351 560 Mark) bclaiffen, etwas mehr als die Hälfte, nämlich 666 974 090 M. Sie sollen 66 609 000 M. mehr als im Vorjahre erbringen. Von diesem Ueberschuß gehe» nach der Lex Trim dorn, die jetzt zum ersten Male in Kraft tritt, 53 Millionen für die Witwen» und Waiscnver- s o r g u n g ab. Eine lächerliche Summe, wenn man bedenkt, daß sie nur einen kleinen Teil des Betrages ausmacht, den die Arbeiter in den höheren Lebensmittelpreisen an die Junker und den FiSkuS haben abliefern müssen. Soweit man aus den bisherigen Veröffentlichungen ersehen kann, wird es kaum gelingen, trotz deS heißen Wunsches der Block» Partei ohne Steuern auszukommen. Verflcherang der Privatangestdlken. Am Sonntag fand in Frankfurt a. M. ein deutscher Privat« beamtentag statt. Vertreten waren u. a. der deutsche Techniker- verband, der Leipziger Verband deutscher Handlungsgehülfen, der Hamburger deutsch-nationale Handlungsgehülfenverband, der Ver- band deutscher Handlungskommis von 1858, der technifch-industrielle Bund, der deutsche Werkmeistcrverband, der Magdeburger deutsche Privatbeamtenverein, der deutsche Zejchnerverband, der Verband der Gruben- und Fabrikbeamten usw. Auf der Tagung sollte Stellung genommen werden zu dem EntWurfe eines Privat- Versicherungsgesetzes, das von einer Siebenerkommission, die in ver- schiedcnen deutschen Städten im Verlaufe der letzten Monate getagt hatte, ausgearbeitet worden war. Ueber den Weg, aus dem man zu einer staatlichen Pensionsversicherung gelangen könne. waren schon in dieser Kommission die Meinungen sehr verschieden. und die Gegensätze platzten hart aufeinander. Die Majorität. die vor allem von den kaufmännischen Vereinen gebildet wurde, verlangte die Einrichtung einer Sondcrkasse. Im Gegen- satz dazu traten die technischen Organisationen mit aller Eni- schiedenheit für den Ausbau der bestehenden Inda» lidengesetzgebung ein. Auch in der Ausschußsitzung, die bereits am Sonnabend stattfand, gerieten die beiden Rich- tungen scharf aneinander. In � stundenlangen Debatten wurden die einzelnen Möglichkeiten einer Pensionsversicherung erörtert. Von der Mehrheit wurde hervorgehoben, daß die wirtschaftlichen Verhältnisse der Privatangestellten doch wesentlich anders seien. als die der Arbeiter, auf die unsere Invalidenversicherung doch einzig und allein zugeschnitten sei. Die Majorität erklärte im Ausschuß, daß sie die Einrichtung einer Sonderkasse für notwendig erachte, daß sie aber, falls die Regierung nicht damit einverstanden sei, sich schließlich auch mit dem Ausbau der Invalidenversicherung zufrieden geben müsse. Für eine solche Ergänzungsversicherung müßten aber dann folgende Mindestforderungen gestellt werden: s) dem Privatangcstellten muß gegenüber den bisherigen Sätzen der Invalidenversicherung eine höhere Rente bewilligt werden; b) das Alter für das Recht des Rentenbezugcs muß auf 6 5 Jahre festgesetzt werden; c) eine Witwen- und W a i s e n Versicherung ist erforderlich; 6) die B e r u f S inValidität muß eingeführt werden; e) den Versicherten müssen in der Ver- waltung größere Rechte eingeräumt werden, als eS in der heutigen Invalidenversicherung der Fall ist.— Für diese Mindestforderungen einer eventuellen Ergänzungsverficherung fand sich eine große Majorität.— Darauf wurde die Siebener, kommission aufgelöst, weil ihre Arbeit erfüllt war. Am Sonntag wurden die Beschlüsse der AuSschutztagung einer Massenversammlung von Privatangestellten im Hippodrom vor- gelegt. In der Versammlung, die von Ehlers-Frankfurt geleitet wurde, ging es sehr stürmisch zu. Gleich zu Beginn der Verhandlungen kam es zu tumultuarischen Skandal. s z e n e n, weil die Mitglieder der in der Minderheit befind- lichen technischen Gruppe dagegen protestierten, daß nur drei Referate gehalten und in keine Diskussion eingetreten werden sollte. Sie stellten den Antrag aus Diskussion, den der Vorfitzende aber ablehnte. Darauf erhob sich ein furchtbarer Lärm. der erst sein Ende fand, als die technische Gruppe in Stärke von etwa achthundert Mann den Saal verlies. U. a. trennten sich so von der Kund, gebung die Mitglieder des deutschen Werk- meisterverbandes. des deutschen Gruben- und Fabrikbeamtenverbandes, des Bundes der technisch- industriellen Beamten, deS deutschen Zuschneiderverbandes, des deutschen Zcichnerverbandes. Dann folgten Vorträge ohne Diskussion. Bei der Ab» stimmung wurden von der Rumpsversammlung die Vorschläge des Ausschusses mit mehr als% Mehrheit angenommen. � Sämtliche Forderungen« die jetzt big sogenannte» IgtttiftU Lngcstcllten stellen, sind seit Jahrzehnten von der Sozialdemokratie für alle Arbeiter gestellt, von den bürgerlichen Parteien nieder- gestimmt. Die„nationalen" Mittelständler verlangen jetzt, daß nur ihnen das gewährt werde, was den Arbeitern versagt ist. Diese Ausnahmestellung zuungunsten der schlechter situicrtcn Arbeiter verlangen sie als eine Art Belohnung für ihre reaktionäre Wahlhülfe. Das klang aus den Schlutzausführungcn des Redners B e s ch I y vom deutsch- nationalen Handlungsgehülfcnverband deutlich heraus. Er meinte: Nach der ganzen Fassung der Denk- schrift der Regierung sei eS wohl möglich, daß eine Sonder- Versicherung gewährt werden könnte. Es sei kein Zweifel, daß. wenn die Negierung sie fordere, auch eine große Mehrheit im Reichstage dafür zu haben sein würde. Die Privat- angestellten wären politisch unklug, wenn sie nicht nehmen würden, was sie bekommen. Die Zeit sei günstig, man dürfe sie nicht ungenutzt vorüber- gehen lassen. Ein Ausbau der Vcrsicherungsgesetzgebung und eine Er- Weiterung der Rechte aller Versicherten tut dringend not. Das Ziel der angenommenen Anträge geht auf Zersplitterung der Arbeiterklasse durch Bevorzugung einer sogenannten neuen Mittelklasse auf Kosten der am schlechtesten gestellten Arbeiter. Mit diesem Ziel ist die übergroße Mehrheit auch der neuen Mittelklasse nicht einverstanden. lZforoMio. Des Gegensultan Mulay Hafids kriegerische Operationen sind bislang nicht vom Glück begünstigt gewesen. Jetzt wird eine neue Niederlage seiner Truppen gemeldet. Nach einer Mitteilung aus Tanger hat am Freitag in der Umgegend von Mogador ein Gefecht stattgefunden, in dem die Streit- kräfte der AnfluS die Mahalla Mulay Hafids schlugen und ihr st a r k e V e r l u st e an Toten und Ver- wundeten beibrachten. Die Mannschaften Mulay Hafids flohen unter Hinterlassung ihres Gepäcks, ihrer Toten und ihrer Verwundeten. In der Umgebung Casablancas hat am Sonnabend eine Abteilung französisch- algerischer Truppen 100 berittene Marokkaner in die Flucht geschlagen, die einen Teil des Zenabastammes. der sich den Franzosen unterworfen, beraubt hatten. Die flüchtigen Marokkaner ließen einen Teil der ge- ftohlenen PferSe zurück, die auf Befehl des Generals Drude dem Zenabastamme zurückgeschickt wurden. Dieser ließ dem General durch eine Abordnung dafür seinen Dank aus- sprechen. Frankreich und Spanien haben einen neuen Schritt zur Errichtung der Polizei getan. Äu§ Tanger wird vom 17. November gemeldet, daß der französische Gesandte Regnault und der spanische Gesandte Llaberia mit dem Machsen Vorbesprechungen hatten über eine sofortige Organisation der Polizei, wie sie in AlgeciraS vorgesehen ist. Der zur Erörterung gelangende Plan würde mit Rücksicht auf die Lage im Süden Marokkos im gegenwärtigen Augenblick die Bildung von Polizeikorps auf Tanger. Tetuan, Lar rasch und Rabat besdfyränkew Bekanntlich fordert Frankreich das Recht, diese Polizei- korps aus französischen(und einigen spanischen) Truppen zu bilden. Die Einsetzung der Polizei würde also die Besetzung der genannten Häfen durch französische Soldaten bedeuten— auf den Anteil der Spanier würde lvahrscheinlich nicht mehr als einer der Häfen kommen. Die europäischen Kulturpioniere in Casablanca. Die„Humcmitö" zu Paris veröffentlichte jüngst die Er- gebnisse einer an Ort und Stelle angestellten Untersuchung über den letzten Anstoß zu den Ausschreitungen der Mauren in Casablanca, bei denen französische Arbeiter ermordet wurden, was bekanntlich den Anlaß zur Sühncexpedition der Franzosen, zur Besetzung und zum Bombardement CasablancaS gab. Das Ergebnis der Untersuchung lautet: Eine Anzahl französischer Finanzleute ließ sich in Casablanca nieder, um dort eine Eisenbahnlinie zu bauen. Kaltblütig begaben sie sich ohne Erlaubnis der Eigentümer auf maurische Grundstücke, um die Eisenbahnlinie abzustecken. Damit allein nicht zufrieden, führten sie die neue Linie über öffentliche Straßen und durch Privatbesitz und entweihten skrupellos die Heiligkeit eines maurischen Friedhofes, indem sie die Linie direkt durch eine Reihe von Gräbern führten. Die Gräber wurden zerstört und die Knochen der Bestatteten rücksichtslos beiseite geworfen. Man kann sich denken, wie der Fanatismus der Mauren aufbäumen mußte, als sie diese Grabschändung gewahr wurden. Das Resultat war die Er- mordung der französischen Arbeiter, die für die Sünden der Kapitalisten fielen.... Die Herren hatten brave Vorarbeit für die„friedliche" Durchdringung Marokkos geleistet. politische(leberkicht. Berlin, den 18. November 1907. Die zweite Auflage des Liebknecht-Prozesscs. Wie wir vernehmen, hat der OberstaatSanivalt am Kammer- gericht die Disziplinarklage gegen Karl Liebknecht erhoben, um ihm daS Mandat als Rechtsanwalt abzuerkennen. Liebknecht soll jetzt wegen seines sogenannten HochvcrratsprozesseS, durch den er anderthalb. Jahre Freiheitsstrafe zuerkannt bekam, auch noch die Existenz genommen werden I ES soll ihm also auf dem Disziplinarwege noch eine Strafe zuerkannt werden, die viel schlimmer ist, als die Freiheitsstrafe: Existenzentziehung auf Lebens- zeitl Nur immer zu. Ihr Herren, Ihr öffnet dem Volk die Augen. Wir schreiben'S zun, übrigen I— Ein ausländisches Urteil über die preußische Llusweisungspraxis. Die maffenhaften Ausweisungen, die Preußen ohne jeden Grund Ausländern gegenüber verhängt, rufen im Auslande steigende Er» bitterung hervor. Freilich ist das Urteil de? Auslandes nicht immer ein ganz zutreffendes, da man nachgerade eS nicht begreift, wie ein Staat wie Preußen von einer solchen Sozia listenangst befallen ist, daß die Tatsache sozialistischer Gesinnung allein zur Ausweisung genügt. So macht man im Auslande nationale Gesichtspunkte auch dort geltend, wo es sich.nur" um Sozialistenverfolgungen handelt. Ein Beispiel dafür ist folgende Aeußerung eine? imgarischen bürgerlichen BlatteS,„Budapest! Naplo", die sich mit der Ausweisung des Genossen 3 l p ä r i, über die wir jüngst berichtet haben, bc- schästigt. Das Blatt schreibt: „Unsere lieben Freunde, das wackere Volk Kaiser Wilhelms IL, mit denen wir seit dem letzten Aufenthalt des Kaiser» besonders befitundet sind, habeu in diesen Tagen dieser Freundschaft eine starke Ohrfeige versetzt. Die Berliner Polizei hat einen Ungarn, namens Alpari, aus Preußen ausgewiesen. Alpari ist ein intelligenter, gebildeter Schriftsteller und nebenbei bemerkt auch Sozialist, der sich aber als solcher in Deutschland durchaus nicht betätigt bat. Er gehörte weder einer politischen, noch einer gewerlschaftlichen Organisation an, bat auch in deutschen Zeitungen reine Artikel geswrieben, sondern durchaus als Privat» mann gelebt. ES ist ausgeschlossen, daß die Berliner Polizei gegen ihn wegen seiner sozialistischen Ansichten vorgegangen ist. So bleibt nur der andere Grund, daß Alpari Ungar war. Solange der Kaiser, unser aufrichtiger Freund, in Deutschland war. hat man sich gehütet, die Ungarn anzugreifen, aber kaum war er fort, so ist dem Ungar» haß eines Polizeimachthabers, ein Ungar zum Opfer gefallen. Genugtuung werden wir dafür natürlich nicht erhalten, denn bei uns wieder wird eS Herrn Alpari schaden, daß er S o z i a l i st ist und darum wird man eS in Ungarn lieber ertragen, daß daS internationale Recht von unserem Bundesgenossen verletzt wird." Wir haben schon betont, daß daS ungarische Blatt in diesem Fall gründlich die Motive verkennt, von denen AlpäriS Ausweisung dcktierl war. Aber wir wollten an diesem Beispiel zeigen, wie diese sinn- und zwecklosen Ausweisungen das Ansehen und die Beliebtheit Deutschlands im Auslände nicht gerade steigern.— Um die Futterkrippe- Bei benStadtverordnetenwahlen in Köln haben die„vereinigten liberalen Parteien", wie wir schon tclcgraphisch mitteilten, ihre Rarhaus Mehrheit an daSZentrum ver- I o r e n. Das Zentrum erhielt in der zweiten Wählerabteilnng 35S7 bis 3805 Stimmen, die liberale Liste 3335 bis 3500. Die Wahlbeteiligung betrug 8g Proz. Der Kampf war überaus heftig und erbittert. Aber nicht um Programmpunkte und Ideale haben die beiden Parteien gekämpft, sondern um daS BerfügungSrecht über die Plätze an der Futterkrippe. Durch die Verdrängung der Lideraleu aus der Mehrheit in die Minderheit erleidet der Fortschritt keinen Abbruch-, denn in den Jahrzehnten ihrer RalhauSherrschast haben die Kölner Liberalen nicht das mindeste für die Verwirklichung liberaler Forderungen getan. Bei der vorigen Stadtverordneten- wähl erklärte der Führer der Kölner Liberalen, Konimerzien- rat Dr. Neven»Du Mont:.Wir müssen den Kampf gegen die ZentrumSpartei fuhren. im staatlichen Leben wie in der Gemeinde, bis zum letzten Atemzuge!" Und wenige Monate später, bei der ReichstagSstichwahl, halfen die Kölner„Liberalen" dem Zentrum durch I Die.Rheinische Zeitung" schrieb, daß diese liberale Waschlappigkeit nicht ohne Folge» auf die Kommunalwahlcn bleiben könne; und in der Tat hat eine Anzahl wirklich liberaler Wähler und politisch radikaler Leute diesmal nicht vermocht, für die liberale Liste zu stimmen, wie diese Elemente über- Haupt von der.Blockpolitik" der.Vereinigten liberalen Parteien KölnS" nicht erbaut sind. DaS Zentrum verfügt für die Folge über 25 von 45 Rathaus- fesseln. Was es mit seiner Mehrheit anfangen wird. daS weiß man, auch ohne ein Keimer der zenttümlichen Klerikaldemagogie und Sozialschwindelei zu sein. Denn das Zentrum hat bereits einmal. von 1904 bis 1906, die Mehrheit gehabt. Bis dahin beschuldigte eS die liberale Majorität stets, das Hindernis für die Erfüllung der volksfreundlichen Absichten der braven ZentrnmSftadtverordneten zu sein. AlS aber das.Hindernis" gefallen war. da zeigte sich das Zentrum in seiner wahren Gestalt. Wo es konnte, förderte eS die Interessen der Grundstückspekulantcn, Hausbesitzer. Wirte, Schlächter und überhaupt aller derjenigen Gruppen, die bei der über die Mehr- heit im Rathause entscheidenden Wahl in der zweiten Klasse eine Rolle spielten. Unvergessen bleibt dem Zentrum die Ver- hunzung der ohnedies so schwächlichen Vorlage über die Wert- z u w a ch S st e u e r. Bei allen möglichen Gelegenheiten aber hat da? Kölner RathauSzentrum die Interessen der Nichtbcsitzer mit Füßen getreten. Als im Stadtverordnctenkollegium über die Fleischnot beraten werden sollte, war— zum erstenmal in vier Jahren— die Versammlung beschlußunfähig, obwohl daS „volksfreundliche" Zentrum die Mehrheit hatte. In den Lohn- und Arbeitsbedingungen für die städtischen Arbeiter, die die Zentrumsmehrheit beschlossen hat, ist die barbarische Bestimmung enthalten, daß Arbeiter, die älter als vierzig Jahre alt geloorden sind, in die städtischen Be- triebe nicht mehr aufgenommen werden sollen. Es ließe sich eine lange Liste der Unterlassungen und Verrätereien aufstellen, deren sich das angeblich so arbeiterfrenndliche Zentrum in Köln sich zur Zeit seiner Herrschast und nachher schuldig ge- macht hat.—_ Reichstagspensum. Wie das„Berk. Tagebl." hört, beabsichtigt der Präsident des Reichstages, die erste Lesung des Etats für den 27. Noveinber auf die Tagesordnung zu setzen. Unmittelbar daran schließt sich die erste Lesung des Vereinsgesetzes. Darauf soll sofort die Novelle zum Börsengesetz folgen. Wieder ein Umgefallener! Den Naumann. Payer, Haußmann. die erst so tapfer in das Horn stießen für die sofortige Einführung des allgemeinen gleichen diretten und geheimen Wahlrechts in Preußen, dann aber elend zu Kreuze krochen und wie gewisse Tiere kuschten, die man mit der Peitsche zurückruft, hat sich Gchcimrat Witting. der Bruder Hardcns, zugesellt. In der Wahl- agitation in Lehe-Geestcmünde für eine Nachwahl zum preußischen Landtag konnte Herr Witting nicht radikal genug auftreten. Hörte man ihn. so niußte man glauben, es sei sein erstes, sobald er gewählt sei, in seiner Fraktion den Antrag auf sofortige Einführung des NcichstagSwahlrechtS für den preußischen Landtag zu stellen. Aber kaum ist er gewählt, so pfeift er aus einem anderen Loch. Dem Interviewer des„Berliner Tageblattes" erklärt er jetzt kleinlaut:„In der Wahlrechtsreform zunächst werde etwas geschehen müssen". Von der sofortigen Einführung des Reichs- tagswahlrechts für den preußischen Landtag ist keine Rede mehr und er steht nunmehr genau auf demselben Boden wie seine nationalliberalen Freunde, die bekanntlich auch erklären. daß in der Wahlrechtsreform etwas geschehen müsse. Was sind diese Demokraten und Liberalen doch für Jamnierlappen. Sucht mit der Laterne das ganze Deutsche Reich ad und cnien Mann sucht ihr vergeblich I—. Abgekühlte Bloikbegeisterung. Bei den Stadtverordnetenwahlen in Hagen sind, wie die„Voss. Ztg." betiübt mitteilt,„die Nationalliberalen und das Zentrum brüderlich mit einander gegangen. Der dritte im Bunde war der Evangelische Volksverein! Der herrlichen Allianz ist es denn auch gelungen, dem Freisinn zwei Sitze abzu- nehmen. Der Freisinn kann aus diesem Verluste ersehen, was er von den Nationalliberalen und dem Zentrum bei den nächsten politische» Wahlen zu erwarten hat." Den braven Freisinn wird das aber nicht hindern, den Paria- mentarischen Bedienten seiner künftigen Feinde zu machen. Liebknecht und Romen. Unter den Antreibern der Justiz zum Hochvcrratsprozcsi Lieb- knecht spielte bekanntlich der Geheime Kricgsrat Antonius tyJana Romen eine große Rolle. Romen erlebte auch die Genugtuung, daß Liebknecht nicht nur verurteilt, sondern auch das Urteil m i t größter Geschwindigkeit vollstreckt wurde. Aber Justitia lxit es nicht i m m c r so eilig. Hat da, wie die„R h e illi f ck e Zeitung" berichtet, ein Man» vor vielen Jahren ein Jahr Gefängnis bekommen, weil er den Bürgermeister Menzel in Emmerich verleumdet hatte. Trotz seiner gcxichtsnotorischcn Anrüchigkeit wußte sich der Mann immer und immer wie- der Strafaufschub und schließlich die Umwand- lung der Gefängnis st rase in Festungshast aus dem Wege der Begnadigung zu erwirken. Skeptische Leute in Emmerich wollen wetten, daß er ebenso wenig die Festungs- strase absitzen werde, wie seinerzeit die Gefängnisstrafe, eine Wette, die sie gewiß verlieren werden. Das Nette an der Sache aber ist, daß dieser Mann, gegen den die deutsche Justiz, die bei Liebknecht so ungeduldig war, so langmütig ist, Leopold Romen heißt und ern Bruder unseres sozial, st enfressendcn Kriegsrats ist. Die Begnadigung dieses Nomen zur Festungs- hast erfolgte nach Angabe der„Rhein. Ztg." im Januar, c r spaziert aber noch heute frei in Emmerich herum und denkt anscheinend noch gar nicht an einen Strafantritt. Tie „Rhein. Ztg." meint schließlich: „Selbstverständlich sind die guten Bürger von Emmerich aus dem Holzwege mit ihrer Annahme, daß Leopold Romen sein bei- spiclloses Glück dem in hohen Juristenkreiscn sehr einflußreichen Berliner Bruder zu verdanken habe. Im Lande der Rechtsgleich- hcit und der vollendetsten Rcchtsgarantien haben solche Vermutungen nicht einen Schimmer von Bercchttgung. und wir werden die Emmericher von der Frivolität ihres augenzwinkernd verbreiteten Verdachts an dem Tage überzeugen, wo wir den sozialdemo- kratischen Sünder entdecken, der ein ähnliches Glück mit dem Strafvollzug hat wie Leopold Romen in Emmerich am Niedcrrhein." Ans dem sächsischen Landtage. Die Etatsberatung ist in der verflossenen Woche nach siebentägiger Dauer endlich beendet worden. Interessant an den Debatten war der Umstand, daß die beiden großen bürgerlichen Parteien heute gezwungenermaßen Rcfonnvorschläge aufnehmen, die zuerst die Sozialdemokratie gemacht hat. Da hörte man von einem konservativen Bürgermeister58 Dollar. Wisconsin mit 119. Ohio mit 195, Californien. New Jersey mit je 199, Illinois mit 98 Dollar und die übrigen Staaten mit geringeren Beiträgen. Die kleinsten Beträge (wo also auch nur die kleinste Mitgliederzahl besteht) liefen ein auS Neu Mexiko mit 3 Dollar, Virginia mit 4, Nebraska. Alabama, Idaho, Louisiana. Neu Hampshire, Süd- Dakota, Ten nesse y. Utab, Vermont. West-Virginia, Nord-Carolina mit 5—8 Dollar. linier den Ausgaben im Monat Oktober stehen verzeichnet an Gehältern für 6 Parleibeanite 332.53 Dollar, darin, ter als höcksstes Gehalt(für den Sekretär) 129 Dollar. An 5 Wanderredner wurden 547,69 Dollar gezahlt. polircUlckes, Oerlcbtlichcs ufro. Eine Erinnerung an die erste WahlrcchtSschlacht. Nach elfm o n a t l i ch e r Einschliehnug hat Genosse v. Lose WS kl am Sonntag da? Gefängnis zu Magdeburg verlassen. Acht Monate Gesäugnis hatten ihm die Erfurter Richter auferlegt, weil er in dem Artikel der„Erfurter Tribüne" zum 22. Januar 1996 zu Gewalttätigkeiten aufgereizt und StaatSeinrichmngeil— die Mobil- machung des Heeres wider daö eigene Volk— verächrlick gemacht haben sollte. Drei Monate brachten ihm noch eine angebliche Bc- leidigung eines Pfarrers ein. Die Justizverwaltung hat die Erbitterung, die das Erfurter Urteil in den Reihen des kämpfenden Piolelariats erregen mußte, durch die Art der Vollstreckung der Strafe noch zu steigern gewußt. Dein Genossen v. LojewSki wurde im Gefängnis zu Erfurt die Selbst- beschästigung auf Anordnung des Oberstaatsanwalts zu Naumburg verweigert. Auch im Zentralgefängnis zu Magdeburg, wohin Genosse v. LojewSki später übergetühri irnirde, ist er monalelang zu Buckibmderardcit gezwungen worden. Erst in der letzien Zeil seiner Einschließung durfie er die Selbstbeschäfligung genießen. Genosse v. LojewSki hat einen Teil der KiiegSlosten der ersten Epoche des preußischen WahlrechiSkainpfeS persönlich tragen müssen. Die zweite Epoche deS Kampfes hebr an— die Erinnerung an die Opfer des ersten wird die Wucht deS zweiten Vorstoßes erhöhen l Möge der fast einjährige GefängiiiSaiifenthalt dem Genossen v. LojewSki keinen dauenidcn Schaden an seiner Gesundheit gebracht haben. So daß er. der KriegSgefangcue ans der ersten Schlacht, bald mit voller Kraft anlreten kann zur zweiten Schlacht deS Wahl- rechlskampfeS._ (Sewerkfcbaftlicbee. Berlin und Umgegend. Die Frage der gewerkschaftlichen Einigung beschäftigte am Sonntag eine Generalversammlung der Vereinigung der Zimmerer. Der Referent TheodorFischer besprach den bisherigen Verlauf der vom Parteivorstande ein- geleiteten Einigungsverhandlungen und betonte die Notwendig- keit einer einheitlichen Arbeiterorganisation. Es seien in der Hauptsache politische Gründe gewesen, welche die Freie Ver- cinigung deutscher Gewerkschaften von den Verbänden trennte. Die in dieser Hinsicht geltenden Grundsätze seien im Programm der Freien Vereinigung niedergelegt. Durch die Annahme der Resolution des Internationalen Kongresses in Stuttgart sei die Beziehung der Gewerkschaften zur Sozialdemokratie so unzweideutig ausgesprochen, daß damit die wesentlichsten Grundsätze des Programms der Freien Vereinigung er- füllt feien. Auch der sozialdemokratische Parteitag in Essen habe dazu beigetragen, daß die Bedenken. welche die Mitglieder der Freien Vereinigung als Sozial- demokraten gegen eine Verschmelzung mit den Verbänden hatten, beseitigt wurden. Außerdem sprächen auch noch andere Gründe für die Verschmelzung. Früher habe die Freie Ver- einigung auf dem Standpunkt gestanden, daß eine einheitliche Organisation der Unternehmer in Deutschland nicht möglich sei wegen der in Unternehmertrciscn herrschenden Interessen- gegcnsätzc. Die wirtschaftliche Entwickclung der letzten Jahre habe jedoch bewiesen, daß die Unternehmer trotz aller Gegen- sähe zu einer einheitlichen, gegen die Bestrebungen der Arbeiter gerichtetem Organisation gekommen seien. DaS habe mit besonderer Deutlichkeit der letzte Streik im Berliner Bau- gcwcrbc gezeigt. Unter diesen Umständen müsse auch die Organisation der Arbeiter eine einheitliche sein, damit sie den Unternehmern geschlossen gegenübertreten können. Die Geschäfts- lcitung der Vereinigung der Zimmerer habe sich zu den vom Parteivorstande eingeleiteten Verhandlungen bereit erklärt. Die Zahlstellen von Groß-Berlin haben zu der Angelegenheit Stellung genommen. Es haben sich 1363 Mitglieder für und 457 gegen das Vorgehen der Geschäftslcitung erklärt. Ebenso tvird das Resultat der Abstiinmung bei den auswärtigen Mit- gliedern sein. ES werde nun unter der Leitung deS Partei- Vorstandes eine Verhandlung mit dem Zentralverbande statt- finden über die Bedingungen, unter denen eine Verschmelzung stattfinden könne. Seitens der Vereinigung würden bei dieser Gelegenheit folgende Forderungen erhoben werden: Den Mit- gliedern müsse auch im Verband das uneingeschränkte Recht der politischen Betätigung im Sinne deS bisherigen Progran, ms der Freien Vereinigung deutscher Gewerkschaften gewährt werden, namentlich die Propagierung deS General- und Massenstreiks. Die ununterbrochene Mitgliedschaft in der Freien Vereinigung müsse im Verbände angerechnet werden. Es solle versucht werden, aus dem VcrbandSstaftlt die Be- stimmung zu entfernen, wonach die örtlichen Vorstandslvahlcn der Bestätigung durch den Verbandsvorstand bedürfen. Das Lohngebiet Groß-Berlin solle ein selbständiger Gau des Ver» bandes werden. Das Delegiertensystcm der Berliner General- Versammlung solle aufgehoben und an Stelle dessen General- Versammlungen der Mitglieder treten. Dem Gau Berlin solle das Recht zugestanden werden, ein Prcßorgan nach Be- darf erscheinen zu lassen.— Das Resultat der Verhandlungen mit dem Verbände werde einer am 1. und 2. Dezember statt- findenden Konferenz der Vereinigung der Zimmerer Deutsch- lands zur Beschlußfassung vorgelegt werden. Die Debatte über das Referat war durchaus sachlich und ruhig, obgleich die Meinungen über die Notwendigkeit und Zweckmäßigkeit der Verschmelzung sowie über die Bedingungen derselben geteilt waren.— Nach Schluß der Diskussion wurde folgende Resolution gegen wenige Stimnien angenommen: Die Versammlung verschlieft sich nichr der Erkeimliüs, daß zur Führung wirtschaftlicher Kampfe und zur Eroberung oder Ner- teidigung politischer Rechte eine Einheitlichkeit des Handelns not- wendig ist. Sic nimmt Kenntnis von den Bestrebungen des Partei- Vorstandes, die beiden Organisationsrichtnngen im Zimmerer- gewerbe znsammenzufnhren und ist damit einverstanden, daß in diesbezügliche Verhandlungen eingetreten wird, behält sich aber jede iveitere Beschlußfassung in dieser Frage vor. Die Ver- sammlung erwartet von der siebenten Konferenz, welche sich aus- schließlich mit dieser Frage beschäftigen wird, eine eingehende Prüfung der Verhältnisse und wird erst nach Berichterstattung von dieser weitere Stellung nehmen. Von den Anträgen, die in der Diskussion als dingungen für die Verschmelzung gestellt wurden, nahm die Versammlung die folgenden an: Den Zahlstellen des Ver bandes soll die selbständige Entscheidung über Streiks und Aussperrungen zugestanden werden. Falls die Einigung unter geivissen Bedingungen zustande kommt, soll eine spätere Generalversaiuntlung des Verbandes nicht berechtigt sein, die selben zu durchbrechen. Als Delegierte zur 7. Konferenz der Vereinigung der Zimnierer wurden geivählt: Paul S ch ä f f e r. K l a mann, Wilh. Schäfer, Juppenlatz, Lehmann, Schiminski. Martens. » Zu den Einigungsbestrebungen in der Gewerkschafts organisation nahm an demselben Tage auch der Orts verein der Staaker Berlins und Umgegend Stellimg, der der Freien Vereinigung der Bau-, Erd- und gelverblichen Hülfsarbeiter Deutschlands angeschlossen ist. Der Referent Baum empfahl die vor acht Tagen in der Ver sanuulung der Freien Vereinigung angenommene Resolution und bemerkte unter anderem, daß, wenn die Einigung zustande komme, unbedingt dafür gesorgt werden müsse, daß die einzelnen Gruppen, wie die der Staaker, inner halb der Organisation ihre Selbständigkeit behalten. — Auf die Erhaltung dieser Selbständigkeit als Bedingung der Verschmelzung mit dem Bauarbeiter verband ivnrde auch in der Diskussion das größte Gewicht gelegt. Die Versamnilung, die den unteren Saal des„Englischen Gartens" füllte, erklärte sich schließlich mit allen gegen eine Stimme mit jener in Nr. 265 des„Vorwärts" abgedruckten Resolution einverstanden. Der Ortsverein der Staaker, der innerhalb der Freien Vereinigung der Bau arbeiter seit Juni dieses Jahres besteht, zählt jetzt ungefähr 306 Mitglieder. Zu Beginn der Versammlung hatte Genosse Puttlitz eine» Vortrag über die verschiedenen Strömungen des modernen sozialen Lebens gehalten, der allgemeine» Beifall fand. Den Zusammenschluß der Verbände im TranSportgrwerbr oehandelte in einer Mitgliederversammlung, die am Sonntag im Köiiigstadt-Kasino stattfand, der Verband der Hafenarbeiter. C. ScharkowSli aus Hamburg referierte. Die vorliegende Frage habe schon oft die Verbände beschäftigt, so führte er aus. Auf dem letzten Verbandstage der Hafenarbeiter sei eine Urabstimmung über de» Zusammenschluß mit dem Deutschen Transportarbeiterverband auf einer bestinimten Grundlage beschlossen worden. Die Urabstimmung habe nun ein eigenartiges Resultat gehabt; es wurde nämlich der Zusammenschluß im Prinzip angenommen, aber die dafür geschaffene Grundlage verworfen. Der Redner legte Wert darauf, ausdrücklich festzustellen, daß die Opposition vielfach verkannt werde. Auch die Opposition will die Bereinigung, sie fürchtet nur, daß diese vorgeschlagene Grundlage nicht die notwendige innere Einheitlichkeit verbürgt. Es handelt sich dabei nur um eine Reihe von Nebenfragen, die wohl noch eine befriedigende Erledigung finden werden, wie zum Beispiel die Frage über das Vcrbandsorgan, ferner die Erwerbslosenuntcrstützung. Es haben sich an der Abstimmung überhaupt nur 27 Proz. der Mitglieder be- teiligt; das zeigt, daß viele der Sache passiv gegenüberstehen. Der Vorstand wird nun dem nächsten Verbandstage neue Vorschläge machen, und es ist zu hoffen, daß man zu einer Verständigung ge- langen werde, da auch der Transportarbeiterverband sich entgegen- kommend zeigt. Die Organisation der Seeleute wartet auch darauf, daß die Hafenarbeiter sich zuerst anschließen. unr dann folgen zu können. Ferner muß nran an den wichtigen Verband der Eisenbahner denken, dem nian eine mächtige Rückendeckung gewähren kann, wenn der Zusammenschluß aller Verbände im Transportgewerbe gelingt. Notwendig ist die Bereinigung allein schon danim, daß der wachsenden Macht der Unternehmerverbände ein starkes Gegengewicht geboten wird, und gerade die Hafenarbeiter haben da mit den stärksten Gegnern zu rechnen, die sich nicht nur national, sondeni auch inter- national gegen die Arbeiter verbinden. Eine Diskussion über den Bortrag fand nicht statt, der all- gemeine Beifall bewies, daß die Versammelten mit den Ausführungen des Redners einverstanden waren.— Der Vorsitzende wies noch auf den am Freitag auSgebrochenen Streik bei Felix Schönfeld hin und gab die Preisliste jener Firma bekannt. Ein schneller günstiger Ausgang des Streiks ist sicher, sobald es gelingt, den Zuzug fern- zuhalten._ Dcutfcbes Reich- Knappschaftsinvalide und Knappschaftsdirektor. Die Werksherren im Bochumer Knappschaftsverein haben durch ihren Wortführer erklären lassen, sie würden keinen Pfennig Rente mehr bewilligen als in ihrem Vorschlag vom 12. Oktober. Herr Bergassessor Kleine begründete das auch mit— der abflauenden Konjunktur I Dabei sind die jetzigen hohen Kohlenpreise shndikatsseitig noch bis 1968 festgesetzt. Die Werkspresse berichtet, es herrsche auf vielen Zechen noch immer Arbeitermangel. Danach sind die Auslassungen der Wcrksvertreter auch zu beurteilen. Eifrigst bemühen sich Werksjournalisten, die Oeffentlichkeit über die wahre Gestalt der Werksvorschläge zu täuschen. Des- halb niuß festgestellt werden, daß der'Fortfall des Kinder- gelbes nur bei dem geringsten Teile der Invaliden durch die vorgeschlagene Vollzahlnng der Knappschastspension und der Reichsrente ausgeglichen wird. Nur 46 Proz. dcrKnaPPschaftsinva- liden, und zwar sind es überwiegend die ältesten Jahrgänge, be- ziehen auch Reichsrente. Aber gerade die jüngeren Jahrgänge, mit naturgemäß den meisten schulpflichtigen Kindern, sind überwiegend von dem Bezug der Rcichsrente ausgeschlossen; sie ist also kein Ersatz des Kindergeldes. Mach dem jetzigen Statut und nach dem Werksbesitzer- angebot erhalten die Invaliden durchschnittlich Jahrespension: Lerantw. Redakteur: HanS Weber» Berlin. Inseratenteil verantw.: Beitrags- zeit 10 Jahrs 15„ 20.. Vorschlag der Werksbcsitzer 223,60 M. 304.20, 371,80 ,. Jetzige Pension nebst Kindergeld 289.20 M. 346.40„ 393,20„ Die durchschnittliche Dienstzeit der Invaliden beträgt jetzt nur noch rund 26 Jahre. Demzufolge würden die neuen Invaliden mit der durchschnittlichen Kinderzahl durch die Annahme des Werk- Vorschlages empfindlich geschädigt sein! Von diesen jüngeren Invaliden erhält nur ein ganz geringer Teil auch die Reichsrente, ihnen nützt also dieses Entgegenkommen nichts. Das wird von den Werksjournalisten beharrlich ver- schwiegen. Sie verschweigen auch, daß trotz der erheblichen Penstonskürzung ein jährlicher Mehrbeitrag von 7,86 Mark aufgehalst werden soll! Diese Zeitungsschreiber treiben also ein frivoles Spiel mit der öffentlichen Meinung. Aber die Knappschaftskasse kann auch splendide sein— auf Kosten der Arbeiter. In dem Wirtschaftsplan für 1908 ist den ehemaligen Knappschaftsdirektoren G e r st e i n und Hoffmann ein sehr ansehnliches„Ruhegehalt" aus- geworfen worden. Herr Gerstein soll 7156, Herr Hoffmann 5316 Mark erhalten. Für ihre Tätigkeit im Knappschafts- verein sind die beiden Herren niit Jahresgehältern(inklusive Mietszuschnß) von 16 666— 12 666 M a r k sehr anständig bezahlt worden. Ein Bergarbeiter erster Klasse bekommt für seine lebensgefährliche Arbeit jährlich nur den achten bis zehnten Teil jener Summen. Nachdem die Herren Direktoren a. D. wurdet, bewilligte man ihnen aus der Knappschafts kasse, zu der die Arbeiter den höchsten Teil der Beiträge liefern müssen,„Ruhegehälter" von 5666—7606 Mark! Bei träge haben die Herren dafür nicht gezahlt. Nun vielen armen Arbeitern noch die kärgliche Pension gekürzt werden soll, nachdem man sogar den bescheidenen Veriuittelnngs- antrag der Aeltestcn mit der Begründung ablehnt, die Kasse könne das nicht leisten, ist es durchaus am Platze, auf die hohen«Ruhegehälter" der beiden Direktoren aufmerksam zu machen! Die nuissen auch von Arbeitergroschen aufgebracht werden. Wenn die Kasse tvirklich so schlecht steht, wie kann man dann die Zahlung so hoher„Ruhegehälter" rechtfertigen. Handelte es sich um Bedürftige oder Abgerackert?, noch sollte es hingehen. Aber die beiden Herren sind sehr vermögende Leute! Ist nach Ansicht des Arztes ein Invalide wieder imstande, seine frühere Arbeit aufzunehmen, kein Gott schützt ihn vor der Reaktivierung. Die Pension fällt fort, der Invalide muß zur Grubenarbeit zurück. So behandelt man Knappschafts- invaliden, die ihre Pension durch schwere Beitragszahlung sauer erworben haben. Ganz anders ergeht es dem Knappschafts- direktor a. D. Herrn H o f f m a n n. der aus der Knappschafts- kasse 5316 M.„Ruhegehalt" bezieht, gehört zu den Auf- sichtsräten des G e l s e n ki r ch e n e r B e r g w e r ks- Vereins! I e d e s A u fs i ch t s r a t s m i t g l i e d dieser esellschaft bezieht jährlich über 16666 M. Tantiemen! Eine so enorme Summe wird doch wohl für angestrengte Tätigkeit bezahlt. Wie kann aber ein Knappschaftsdirektor a. D. 5316 M.„Ruhe- geh alt" aus der Knappschaftskafse beziehen, selbstredend doch nur ein anderer Name fi'rr Jnvalidenpcnsion, wenn dieser Herr noch so leistungsfähig ist. als Aufsichtsrats Mitglied jährlich mindestens 16 606 Mark zu verdienen! Das ist doch eine Verwendung von Knappschaftsgeldern, die in einer Zeit, wo man die kärglichen Pensionen der Arbeiter- invaliden kürzen will, der öffentlichen Begutachtung unterbreitet werden muß._ Zur Lohnbewegung der Hamburger Buchbinder. Zu den neuen Bedingungen arbeiten etwa 500 Gehülfen und Arbeiterinnen. Die Buchdruckerciprinzipale zeigen sich zwar noch bockbeinig, aber ein großer Teil derselben hat sich mit der Lohn- kommission vereinbart. Die Beschlüsse der Buchdruckerinnung stehen mithin nur auf dem Papier. Im Ausstande befinden sich nur 34 Personen. Die Lohnkommission verhandelt von Betrieb zu Betrieb und findet bei den meisten Prinzipalen Entgegenkommen, so daß es zu Arbeitseinstellungen größeren Unisanges nicht kommen dürfte. Gegen die scharzen Listen. Gelegentlich eines Streiks auf der Grube„La Houve" bei Kreuzwald in Lothringen arbeitete die Grubenvcrwaltung mit chwarzen Listen, wodurch es einer Anzahl Bergarbeiter unmöglich wurde, Arbeit auf den anderen Gruben zu erhalten. Der Berg- mann Gouverneur verklagte deshalb die Verwaltung der Grube auf Schadenersatz. Das Oberlandesgericht Colmar ent- chicd jetzt zu seinem Gunsten. Dies günstige, leider so seltene Urteil hat nun mehrere von den 53 seinerzeit mit der schwarzen Liste verfolgten Bergleute veranlaßt, ebenfalls Klage auf Schaden- ersatz zu erheben, und zwar fordern sie 500— 600 M. Hu stand. Ei» Kampf um das Koalitionsrecht. AuS Erenoble wird gemeldet: 300 Arbeiter der Walz- werke von Allevard sind in den Ausstand getreten, nachdem die Arbeitgeber die Anerkennung ihres©hndikais abgelehnt haben. Einige Zahlen über die Gewerkschaften Englands. Unser Bericht in Nr. 269 des„Vorwärts" über die öffentliche Versammlung der Graveure gibt versehentlich die Zahl der selb- ständigen Gewerkschaften in Großbritannien mit 11 048 an,-mäh- rend es 1148 heißen müßte. Die nachstehenden genauen Zahlen dürften von allgemeinem Interesse sein. Nach der Zählung vom Jahre 1901 gab es damals insgesamt 7 100 000 organisationsfähige Arbeiter beiderlei Geschlechts, wovon auf Industrie, Handel und Verkehr 84,50 Proz., aus die Landwirtschaft 15,50 Proz. entfielen. Von den 6 Millionen in Industrie, Handel und Verkehr beschäf- tigten Personen sind 1 741 661 männliche und 125 094 weibliche oder 26 Proz. der überhaupt beschäftigten Personen organisiert. Zentralvcrbände sind vorhanden 100 mit 1 127 529 Mitgliedern und 1043 Lokalvercine mit 739 224 Mitgliedern. Im Durchschnitt komemn auf jeden Zcntralverein rund 11 275 Mitglieder, auf jeden Lokalverein, ebenfalls abgerundet, 705 Mitglieder. mus noch nicht zu verzeichnen gehabt.... DaS Abkommen vev- nichtct nicht nur die Agitation der Eisenbahner, sondern es wirft auch den Trade-Unionismus zur Tür hinaus. Nicht eine einzige Konzcssion wurde dem Programme gewährt, zu dessen Durchführung die Agitation unternommen wurde; das Abkommen richtet noch starke Wälle auf gegen jede Möglichkeit, eine Allgradesbewegung ins Leben zu rufen. Die Solidarität der Eisenbahner wurde mit einem Schlage zerschmettert; die Arbeiter wurden zuerst in Teile gespalten, die den verschiedenen Eisenbahngescllschaften entsprechen; dann wurden sie in verschiedene Kategorien geteilt, um schließlich in noch kleinere Sektionen zerstückelt zu werden. Es läßt sich kein Beispiel ansühren, wo eine kampflustige, große Gewerkschaft so zerstückelt und paralysiert worden wäre, wie der Eisenbahnerver- band von Lloyd-George mit den Bahndirektoren am 6. November." Die„Justice" ist in ihrem Leitartikel ganz derselben Ansicht. Die organisierten Eisenbahner wurden von Lloyd-George voll-. ständig betrogen. Sie ist der Meinung, daß die Eisenbahner das Recht hätten, das Abkommen zurückzuweisen und den Kampf wieder aufzunehmen. Genosse Hyndmann erklärte in einer öffentlichen Versamm- lung, das Abkommen sei eine miserable Niederlage der Eisenbahner. Bell habe alles preisgegeben, wofür die Eisenbahner fochten. Aehnlichc Ansichten hört man von den meisten GewerkschaftS» führern. Ganz wie bei uns. In New Häven im nordamerikanischen Staate Connecticut ist der Gewerkschaftsbcamte Mc Gee von der Eisengießerunion zu einem Jahre Gefängnis(I) verurteilt worden, weil er die Streikbrecher einer großen Firma„eingeschüchtert" haben soll, indem er ihnen Vorstellungen machte, daß sie ihre Arbcitsbrüdcr im Kampfe gegen Unternehmer nicht verraten dürften.— Man wagt sich in Amerika immer dreister mit Maßregeln gegen die organisierten Arbeiter vor. Sehr beliebt sind die sogenannten„Einhaltsbesehle", die von Aich. tcrn ausgestellt werden und den Arbeitern gebieten, ihren Kampf einzustellen, weil dieses oder jenes Gesetz verletzt worden sei. Die Arbeiter haben dann zu warten, bis eine gerichtliche Entscheidung über ihren Fall vorliegt. Wenn auch praktisch die Wirkung solcher Einhaltsbefehle manchmal keine große ist, so sind dieselben doch sehr gefährlich, weil sie die Rechte der Arbeiter bedrohen. Zu dem erwähnten Fall in New Häven schreibt die„New Dorker Volkszeitung": „Die Verurteilung eines Unternehmers wegen eines derartigen Vergehens zu einem Jahre Gefängnis ist einfach undenkbar, wäch- rend wir die Verurteilung eines Arbeiters aus diesem Grunde vor uns sehen. Und darum ist dieses Urteil ein Klassenurteil, das von Vertretern der besitzenden Klasse gefällt wurde, um die Klasse der Arbeiter in ihrem Kampfe um eine bessere Lebenslage nieder- zuhalten. Vielleicht braucht eS eine Reihe von derartigen Urteilen, um die Arbeiter Amerikas zu der Einsicht zu bringen, daß sie ihren Kampf gegen das Kapital nicht auf das wirtschaftliche Gebiet be- schränken dürfen, sondern daß sie den politischen Kampf in ihren Dienst zu stellen, die politische Macht ftir ihre Klaffe zu erobern haben." Letzte IVachnchten und Depelcbcn» Stadtverordnetentvahlsieg. Wandsbek, 18. November.(Privaidepcsche des„Vorwärts") Die heutigen Stadtvcrordnctcnwahlen brachten unserer Partei einen er- freulichen Erfolg. Trotzdem Wandsbek den höchsten WahlzenfuS der Provinz hat, der nur denjenigen das Wahlrecht gibt, die mindestens 1500 Mark Einkomme» ncrstcucru, wurde Gcuassc Hogreve mit erheblicher Mehrheit gewählt. Ein zweiter sozialdemokratischer Kandidat erhielt eine starke Minorität. Gewerbegerichtswahl. Würzburg, 13. November.(Privatdepcsche deS„Vorwärts".) Die hiesigen Gewerbegerichtswahlen brachten den freie» Gewerkschaften 1850 Stimmen, während die Christliche» 589 Stimmen auf sich vereinigten. Da nach dem Pro- portionalwahlsystein gewählt wird, erhielten die freie» Genierk- schasteu 15, die Christlichen 5 Beisitzer. Gegenüber der vorigen Wahl ist bei den freien Gewerkschaften eine Zunahme von 5Y0 Stimme» zu verzeichurn, die Christlichen haben 70 Stimme« mehr aufgebracht. Eine Niederlage. Offenbach a. M., 18. November.(Privatdepesche de?«Vor- lvärts".) Bei den heutigen Stadtverordnetenwahlen ist unsere Liste mit 4400 Stimmen gegen die bürgerliche Liste, die 4800 Stimmen auf sich vereinigte, unterlegen. Zu der Niederlage hat die lügnerische Behauptung der Gegner ihr gut Teil beigetragen, daß der Bürger- meister eine halbe Million Mark städtischer Gelder verspekuliert habe» Bisher hatten unsere Genossen in der Stadtverordnetenversammlung die Mehrheit. In die Tiefe gestürzt. Effen a. d. Ruhr, 18. November.(W. T. B.) Auf Zeche„Helene und Amalie" stürzte heute nachmittag da-Z Dachgerüft deS neue» Mafchinenhaufcs ein. Fünf Leute wurden in die Tiefe gerissen, einer war sofort tot, die vier andere» sind tödlich verletzt. Flugversuche. Paris, 18. November. lW. T. B.) Farman versuchte heute. den Pokal für Luftschiffahrt zu gewinnen. Er machte nach- einander mehrere Versuche und legte Entfernungen von 490 bis 600 Metern mit nicht vollkommen arbeitenden Schraubenflügel» zurück, da der Motor teilweise versagte. Bei dem letzten Versuch durchflog Farman eine Strecke von 1500 Metern, berührte aber da, bei dreimal die Erde._ Die beleidigte Armee. Paris, 18. November.(W. T. B.) HervS und der Geschäfts. führer des Journals„Gucrre sociale' sind unter der Anklage, die Armee beleidigt zu haben, vor das Schwurgericht gestellt. Auch nicht übel! Brüssel, 18. November.(B. H.) Dem Blatte„Peuple" zufolge beabsichtigt der Antwerpener sozialistische Abgeordnete Terwagne einen Vorschlag einzubringen, welcher der Prinzessin Luise von Belgien eine Summe von 40 000 Fr. gewähren soll, um zu verhindern, daß der Berkanf der Juwele« der verstorbenen Königin Henriette stattfindet. Die sozialistische Presse über das Eisenbahnabkommen. London. 16. November. Das Organ der unabhängigen Arbeiterpartei, der„Labour Leader". sagt in seinem Leitartikel über das Wesen des Eisen- bahnabkommens:„Die Eisenbahnkonfcrenz schloß mit einem Sedan der britischen Gewerkschaftsbewegung. Der Eisenbahnerverband, gcwaffnet und kriegsbereit, kapitulierte en niasee und unterwarf sich den Bahngescllschaften. Eine der- artige Niederlage hat die Geschichte des britischen Trade-Unionis-____ TH.Glockr, Berlin. Druck U.Verlag: Vorwärts Büchdr.u.Ber1agSanstalt Paul SingerLcCo.,Berlin LW. Hierzu 2 Beilagen».UnterholtungtblM Neuer Schrecken. Reggio di Ealabria, 18. November.(W. T. B.) Heute nach- mittag 2 Uhr 20 Minuten erschütterte ein starker Erdstoß Brancalevne. Biirneo, Ferrnzano und andere Dörfer in dieser Gegend. Der Be- wohner hat sich eine Panik bcmächiigt, sie lagern trotz deS schlechte» WctterS«»tcr freiem Himmel. Um 3 Uhr wurde hier ein zweites, weniger heftiges Erdbeben verspürt. 8t.27l. 24. laitjan?. j. Dtjlllgt htS„Alllllirtg" Sttlllltt AHlSllllllt. S-m'«-. t» N.°mb» lM. �us Inäuftrie und Handel. Neugrüudungeu im Oktober 1907. Die Griindungslatigkeit bat erklärlicherweise stark nachgelassen. Der Oktober weist von allen bisher abgelaufenen zehn Monaten die kleinste Zahl von Neugriindungen auf. ES wurden nämlich nach den Zusammenstellungen des„Intern. Volkswirt" errichtet 11 neue Aktiengesellschaften mit einem Nominalkapital von 20 636 000 M. gegen 16 Gesellschaften mit 14,883 Millionen Mark im Vormonat und 27 Gesellschaften mit 84,458 Millionen Mark Nominalkapital «darunter eine 40 und eine 14 Millionengründung) im Parallelmonat des Vorjahres. In den abgelaufenen zehn Monaten sind mithin 177 neue Aktien- gesellichaften mit einem Nominalkapital von 250 043 000 M. ins Leben gerufen gegen 195 Gesellschaften mit 384 271 Millionen Mark in der gleichen Periode des Vorjahre? und gegen 231 bezw. 204, 125, 92. 89. 108, 216 und 364 Aktiengesellschaften mit 473,39 bezw. 384, 384, 329, 115, 172, 340 und 544 Millionen Mark Nominalkapital in den vollen Jahren 1906—1399. Krise in Amerika. Daß die Krise in Amerika immer noch weiter greift, die Geld- spannung noch nicht überwunden ist, Produktionseinschränkungen größeren Umfang annehmen, lassen die letzten Nachrichten aus den Bereinigten Staaten erkennen. Die.Irankfurter Zeitung" meldet aus New Jork: Die Standard Oil- Company zahlt ihren Arbeitern den Lohn in Schecks aus statt in bar.— Die Buffaloer Banken beschloffen angesichts der in den letzten Tagen erfolgten umfangreichen Abhebungen gemeinsame Maß- regeln zu ergreifen. Boraussichtlich wird em strikter Scheck- verkehr eingerichtet werden. Zahlreiche neue Betriebsbeschränkungen werden gemeldet; die Cambria Steel Company hat jedoch ihren Betrieb ausgedehnt, ebenso die Midvale Steel Company. Auch die Firma Milliken erklärt, daß überraschend viel neue Aufträge ein- gegangen seien. Weiter wird berichtet, daß auf Ersuchen des den Staat vertretenden Altorney-General für folgende sechs New Dorker Cily-Jnstitute, welche vor kurzem ihre Zahlungen eingestellt haben, behördlich bestellte Verwalter eingestellt worden find: für die Borough Bank of Brooklyn, die Hamilton Bank, die Brooklyn Bank, die Williamsburg, die Jenkins, die International Trust Company. Schatzsekretär Cortelyon kündigt nunmehr, wie per Kabel aus Washington gemeldet wird, die Ausgabe von 50 Millionen Dollar Panamakanalbonds an. Unterm 9. November schreibt man uns aus New Jork: Die„finanzielle Panik" macht sich bereits, und zwar in einer besonders für die Arbeiter sehr empfindlichen Weise, auch auf industriellem Gebiete geltend. Wie bekannt geworden, hatte bald nach der Ver- schlimmerung der Situation in New Jork eine Konferenz von Ver- rretern der Banken und industriellen Korporationen stattgefunden, in welcher das Abkommen getroffen wurde, die Arbeitslöhne lvon den Gehältern der Beamten war nichts erwähnt), wenigstens teiliveise, nicht in barem Gelde, sondern in Schecks(An- Weisungen auf die Banken, aber vorläufig nicht einlöslich) zu zahlen. Von„Rechts wegen" müßten die Herren nun wegen Verichwörung zwecks Verletzung eines Staatsgesetzes unter Anklage gestellt werden, denn im Staate New Jork— wie wohl in den meisten Staaten— ist eS gesetzliche Vorschrift, daß die Arbeitslöhne in barem Union Staats- Gelde zu zahlen find. Daran hat aber bis jetzt keine Seele gedacht, und ich habe bisher auch in keiner Zeitung eine diesbezügliche Andeutung gefunden. Die„Standard Oil Co.", i» ihrer Eigenschaft als AuSbeutungSkonzcrn erster Klaffe, hatte dieses„Svstem" schon vor der Konserenz eingeführt, und wie aus einer Anzahl Orte gemeldet wird, verlieren die Arbeiter bei Be- zahluug ihrer Waren mittels dieser Schecks an die Geschäsrsleute bis zu 25 Proz., da diese Leutchen doch auch etwas für ihr„Risiko" und dafür haben wollen, daß sie die Schecks erst nach ungewisser Zeit gegen bareS Geld umtauschen können./a Uhr abend» statt. Gcöitliet 7 Uhr. Sonnabend» beginn» die Sprechstunde om« Uhr. Jeder Anfrag->tt et» Buchstabe und eine Zahl al« Merkzeichen beizufügen. Briefliche jlnlwor» wird nicht erteilt. Eilige Frage« trage man in der Sprechstiiude vor. H. H. 3. 1. Ja. 2. DaS hiesige Gewerbericht bewachtet den gesamten Arbeitstag als Einheit. ES Ware also für den vollen Tag zu zahlen. 3. Wenn Sie die Stellung eines Werkmeisters einnehmen, so würde der frühere Ausschluß der Kündigungsfrist nicht mehr zu Recht bestehen, Ihnen vielmehr eine sechswöchentliche Kündiguiigssrist zum Ersten des Quartals zustehen. Dielclbe Frist steht dem Chej Ihnen gegenüber zu.— O. 7. Ja. — Roland 88. 1. Ja. aher es darf eine weitere Annäherung nicht statt- finden. 2. Darüber befiehl leider keine gesetzliche Voischrist. Die Dienstzeit ist unbegrenzt.— E. M. 33. l. Statt Ihrer würden Ihre Frau und Ihr Kind als Erben eintreten. 2. Sie können Pflichtteil verlangen, dann gilt aber der übrige Teil des Testaments nicht zu Ihren Gunsten. Der Pflicht- teil beirägl die Hälfte der gesetzlichen Portion. Aus denselben ist daS zu Lebzeiten des BalerS erhaltene anzurechnen. Wenn Ihr Vater schon länger als drei Jahre verstorben sein lollte, können wie daS PftichtleilSrecht nicht mehr geltend machen.— H. B. 181. 1. Offenbacher Krankenkasse für Frauen und Mädchen, Prinzenstr. SS bei Hinze. 2. Ihre Frau kann sich selbst weiter versichern. Zii diesem Zweck muß sie mindestens 40 Marlen in zwei Jahren Neben.— P. K. Z7. Die Eltern können während Lebzeiten mit ihrem Vermögen machen, waS sie wollen. Ein Pflichtteil-recht ent- steht erst nach ihrem Tode und nur rückstchtlich deS Nachlasses. Gegen die von Ihnen geschilderte Bevorzugung können Sie nichts machen. — Elisabet VIVA. 1. Ja. Sie, Ihr Mann und ber Vormund müßten die erforderliche» Erklärungen aus dem Standesamt abgeben. 2. Das ist zulässig.— E. vö. 7. Ueber den Ruf der belrestenden Firma wissen wir nichts NachteitigeS.— I. S. SS. Leider ja.— lll. E. i!L. Nein. — K. L. LI. Degen Ehebruchs kann aus Ehescheidung nur innerhalb S Monaten nach KennwiSnahme von demlelhen gettagt werden.— Sö. 1000. Wenden Sie sich an«inen Arzt.— R. 20. Moabit. Ein wechirlseiiigeS Testament ist zu empsehien.— D. 20. 13. Eine vc- leidigungSNage hätte wenig, eine Anzeige wegen wissentlich falscher Denunziation gar keine Aussicht auf Erfolg. Die Kosten würden für den unterliegenden Teil der PnoalNage etwa 30 Mark bewogen.— A. R. P. SO. Der Antrag ist bei dem Magistrat, Abteilung für VerficherungS- wefen am Kvllmschen Park zu stellen.— R. B. Nein.— I. G. Ja. — T. B. 32. Wenden Sie sich an die Ostenbacher Kasse für Frauen»yd Mädchen, Prinzenstr.«ll, bei Hinz.— F. R. 20. Eine Ablöiung wäre in Ihrem Fall onznläsflg.— F. T. Obst. Teer ist mehr zu empfehlen.— 1. Für wie viel Tage abzuziehen ist, hängt vom richterlichen Ermessen darüber ab. waS in Ihrem Falle al» erhebliche Zeit zu erachten ist. Maß- gebend hierfür ist insbesondere die Länge Ihres Arbeitsverhältnisse», über die Sie nicht« mitgcteill haben.— Streitkiipfe. Unteroffizier.— I, Krücke. 1. Sobald Sie ausgetreten sind, ja. 2. Nicht der Landeslirchc nngehörig. 3. Ihre bisherige Religion. 4. Amtsgericht Mitte.— R. D. 100. 1. Nein. 2. DaS kann jeder hallen, wie er will.— Genosse 66. 1. Nur mit Zustimmung deS Manne». 2. Die Sachen haften.— V. K. LS. Falls Sie großjährig find ja. sonst nein.— H. 123. Die Klage wäre auSsichiSloS.— Kch. 61. Kinder sind gesetzlich zur Hiiterslützmig ihrer hülsSbedürsttgen Eltern soweit verpflichtet, als dies ohne Beeinträchtigung ihres eigenen notdürilige» und des ftarrdeS- «mäßen Unterhalts ihrer Familie möglich ist.— Tl. G. 100. 1. Ja. 2. Im Januar.— P. D. 20 l. Die BerfährungSsrift für Darlehen beträgt 30 Jahre. — B. 20. Di« Reichsbank ist eine Aktiengescllschast unter SiaalSaussicht. Bei der Sparkasse können Sir da« Geld cocirtuell auf mehrere Lüche, einlegen._ So{astof|e Hlesenautwahl aller Onalitäton. Wolle- Dncfat Jlocqaetta. PIUsch-nCalDl Salteltaschen. Master b. näh. Angabe franko. Emil Leßvre, o®eÄ. ISA. felzuwren direkt au« der Fabrik, auch im Einzelverkauf zu Engrospreisen. Stolas, Kolliers, Mutten, lehr schick garn., Oamenlillie, Sarette, Herren-, Knaben- und Mad- chen• Garnituren, Fullsaeke. Jagdtaschen, Pelztepp. Sämtt. gangbaren Pelzarten a. Lager. Große Auswahl. Bestes Material. 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Butter! vä Honig! flU" Bttcfaerabachlufi__ Tiniichtung. Nachwagnng, Bilanzen Revisionen. Abonnements pro Monat. Quartal und Jahr.NaiinKonkurfentc. H'cieelt, Auguststr. SOa. gur»tu Invali der Znirrair btiec»ii»»ti die Redatiion dem vublitum gegeuuber teiaerlri flrroii rniortnn*. Cbcater. DienStag, 19. SJooemStr. Ansang VI, Uhr. Kgl. Opernhaus. Tristan und Isolde.(Ans. 7 Uhr.) Kgl. Schauspielhaus. Der letzte Funke. Deutsches. WaS ihr wollt. Sommerspiele. FrühlwgS Er- wachen.(Ansang 6 Uhr.) Ansang 8 Uhr. Lesfing. Di« närrisch« Welt. Die sittliche Forderung. Berliner. Die tanzenden Männchen. Theater au der Spree. Am grünen Weg. NeueS Schauspielhau». Ein GlaS Wasser. Sdiiiin O. lwallner-Tdeater.) Reiterattack«. Schiller Charlotte« bürg. Gebildete Menschen. Friedrich. ZSilhelmstädt. Schau. spielhaus. Nachtasyl. NeueS. Da« Ungeheuer. Kleines. Ein Puppendeim. Zentral. Frau Warren« Gewerbe. LorUiug. Rigolelto. Residenz. Ganz der Papa. Komische Oper. Die verlaust« Braut. Svrstru. Die lustige Witwe. vuilspieldans. Onkel Bern Icke. Triauon. Fräulein Josette— mewe Frau. Thalia. Die gelbe Gesahr. Luisen. HoffmannS Erzählungen. Bernhard Rose. Wohltätigkeit«' Vorstellung. lvtciropoi. Da« mutz man seh'u. «Polio. Sylvester Schafs er. Sp«. zialitäten. Walkalla. Spezialitäten. FolieS Caprice. Gelcllte Liebe. Casino. Bicderieut«. Gebr. Herrnfeld. Madame Big« Wag. ES lebe da« Nachtleben. Passage. Paula Birth. Spezia Ii löten. Prater. Zwischen zwei Herzen. Palast. Bcllcrmann« Brautschau. Svezialiiäten. Parodie. Monna Banna. Zapfen» streich. Der Troubadour. An- sang 8'/, Uhr. Wiutergarien. Spezialitäten. Carl Haverland. Spezialitäten. Rcichshallcn. Stetttner Sänger. ltennia. Taudeiilirnste t»«,«». Abends 8 Uhr: Ueber den Brenner nach Venedig. Ster»n>arir. Fnvaltdenttr.«7182. Zur Beobachtung: Mars, Saturn, Doppclstern«, Nebelflecke._ Ferdinand Bonn« Berliner Thealer. Ansang 8 Ubr. Die Men WM Mittwoch: Geschlossen. Donnerstag: Der Paflorssohn. Freitag: Die Jungfrau von Orlean». feiles Theater. Ansang 8 Uhr. Das Nngehener. Donnerstag und Freitag: Das Ungeheuer. Uleines Thealer. Ansang 8 Uhr. Ein Pnpprnhrim. iNon».) Nora; ülgne« Sonna. Mittwoch: Geschlossen. Donnerstag: Die Getreuen,(iilgnes Sormo.) Freitag: Ein idealer Gatte. Theater des Vestens. Abend« 8 Ubr: Die lustige Witwe. Frieiiricii-Wilhelmstädtisches Schauspielhaus. Nachtasyl. Ansang 8 Uhr. Mittwoch: Geichlossen. Donnerstag: Datcrkant. Freitag: KriembildS Rache._ LortzingTheater Äbends 8 Uhr: Ri�oletto. Mittwoch: Geschlossen. Donnerstag Die Enisüdrung ari« dem Serail. sreitag: Unvine. 'onnabend: RIgoletto. I____ Lusispielhaus. Abends 8 Uhr: Onkel Bernicke. Urania. Wissenschaftliches Theater. Abends 8 Uhr: Geher den Brenner naeb Venedig. Invalidenstr. 57—62: Sternwarte. Zur Beobachtunjt: Mars. Saturn, Doppelsterne, Nebelflecke. ZentralsTheater. Gastspiel de» Hebbel-Theater» Abends 8 Ubr: Frau Warrens Gewerbe. Drama in 4 Alten von Shaw. Luisen-Theater. AdendS 8 Uhr: Mittwoch; Gest Donnerstag: Äartel Turaser. Freitag: Bartel Turaser. Sonnabend 4 Uhr: Klcin-Däumling. Abend'S: Am Tage des Gerichts. Sonntag nachm.: Geschlossen. AbcndS: Der Leterinann und sein Pflegelind. Montag: Am Tage des Gerichts. 8 Uhr � Besi............ Direktion: Richard Alexander. Ganz der Papa« Schwank in 3 Rkien von Mar» und DcsvailliörcS. Deuiich p. M. Schönau. MIM M NIM .fraiikturicritr. 13« Wohltätigkelts- Borstellung. Ansang 8 Uhr. DochentagSpretse. Mittwoch: Geschlossen. DounerStag! Llbcllo. cJfacA€iLari$aSpi& Köpeilickerstrafte 68, Täglich 8 Uhr: Am grünen Weg. Ein Stück heitere» Berlin von H. Lee. Metropol-Thealer Anfene präzise 8 Chr. Gr. Revue in 4 Akten(12 Bildern) von J. Freund. Musik von Viktor Hollaender. In Szene gesetzt von Direktor Eichard Schultz. G. Thielseher, F. Massarj, B. Dannimd, Bender, Giampietro, Rauchen überall gestattet. Bußtag geschlossen. Ad 8 Uhr; Die herrompden Attraktionen. 01/« Uhr: Der Clou der Saison: Sylvester Schäffer jr. der herfilmite Onlversalkilnstler. fi Anfang 8 Uhr. Neues glänzendes Programm. Ren, interessant afctneil: Diabolospieler. Passage-Tiieater. Paula Wirth ! die Diva ri deviva « d. d. grofiartige Novemberprogr.< FröDel5 Allerlei-Theater Schönhauser Allee 148. Dienstag, den 19. November 1907; Gastspiel des Bernh. Rose-Theaters. Ser Wer mid sei» Kind. Drama in 11 Bildern von Raupach. Ans. 8 Uhr. Kassenerössnmig 7 Ubr. 8cH> Iller-Th eater. Moritiplafz,.„... . imlhcatGrsaal Ta�lIuV: Das neue Ansang 8 Uhr. Ei.lree 50 PI Sonntag» 7 Uhr.(Sonnlag« reserviert I M., Enlree 50 Pf.i Famiiienbilletts a 40 Ps. Wch Militär-Konzerl. Secker. PrzywarSN. Görisch. Ncumann. Lsseney und Lüttich. SchIIIer.Tdoatar 0. IWallner-Tdeaier,. Dienstag, abends 8 Uhr: K r 1 tera t tu c Irr. Schwank in 3 Ausz. von Stob her und Fritz Friedmaiiii-Frrderich. Mittwoch: Geschlossen. Donnerstag, abends8Uhr: Rosmorsholm, Sohlllar- Theater ChartoRenharg. Dienstag, abends 8 Ubr: Oebildete Renschen. Volksstück in 3 Auszügen von Viktor Löon. Mittwoch: Geschlossen. Donnerstag, ade» d«8Uhri Hlehlldete Renschen. Seh i I ler-Kaal(KSIKÄSS') Dienstag 8 Uhr: Konzertabend JulinS LIeban u.HeleneLieban-Globlg. Donnerstag 8>s, Uhr: Richard Wagner-Zlbend._ schau dl» Deutschen Konzerthallen, Au der Spandauerbriieke 3, besucht??? Zirkus Schumann Heule, DienStag, den 19. November, abends präzise 7'/, Uhr: DaS anerkannte GensatiouS- Programm und D�-eine wirkliche Novität direkt von Amerika Afogvmta BanvardSs Alles absolut neue Original» Tricks."Mß rsen: Die Luft-Boxer. ehester H. Dieck, der Universal-Arttst und die groß- artigen neuen Spezialitäten. Um 9'/, Uhr: Zum 51. Mal«: Ewe Forts, d.„lustig. Holdelbergsr": s. Auf dem Neckar diesjährige grosse Wasserpantomtme. Theater des Zentrums. Sophie»- Säle, sophienstrasse 17/18. Sis stiih um FSnst v.Kren u. Lippschütz, Musik v. P.Lincke. 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Täglich: Britton als Aule im Familien- bad Waunsee. Ans. Wachend 8. Sonntags 7 Uhr. XIII. Saison. Zirkns llnsch Dienstag, den 19. November, pr&z. 7'/. Uhr: Große Vorstellung. OV Debüi: Die Sohulreitertn Bstrello PreTÜI. Herr Alfred Marschall.— Ein Bombardement im KnegShasen.— Orig. japan. Fechllünstler O»o und Ota.— Geschw. Amata.— Geschw. Pisfintt.— Herr Ernst Schumann m. d. neuest. Dressuren. Auf der Saltig. Diesj. gr.AuSst..Pant. d.Ztrk.Buich. Die tiilunder der Tieksee.— Gas Geheimnis d. tauchenden Sirenen. P orber das grosse Programm. Rixdorfer Theater vllrgersäle. Bergstraste Nr. 147. Dienstag, den tv. November: Die goldene Eva. Lustspiel ins Aken von Schönthan und Koppel-Ellfetdi. DM- Ansang 8 Uhr.-MW Vari6t£ Intime W,, Jägerstraße 63 a. (Telephon I, 4739.) DiiiiDmtag.iin2l.Mer abends 8'/, Uhr: Premiere! Theater Folles Caprice Llnienstr 132, Ecke Friedrlchatraße. � Rabbi Meseritsch. Bunter Teil. Oetellie lilebe. Anfang 8 Uh«._ PARODIE-THEATER DresdenerstraBe No. 97. Ansang 8'/, Uhr: 0er Treudadeur.— Monna Vanna.— Zaplonstrelch.— Freitag. den VeÄT Das Ungeheuer. Gebr. Herrnfeld- Theater. Anfang 8 Uhr. Vorverkauf 11 bis 2 Uhr. 57 Kommandantenstratze Nr. 57. Zum 109. Mal«: Madame WlgWag Operetten-Burl. Musik o. L. Jtal. Zum 134. Male: Es lebe das Nachtleben! Separee-Assäre in 2 Akten. Beide Stücke mit den Autoren Auton und Tonat Herrnfekd. landsdeeger Allee 40-41. Llvsium igm Jeden Sonntag-PH Großer Ball* Unllninsik zwei Kapellen Ansang 4 Uhr. Sutree frei. DSU- Jeden Mittwoch"RJQ Harburger Sänger. Freitanz. VorzugSkarten 10 Pf. Berliner Arbeiter- Radfahrer-Verclo Mitglied des Arbeiter-Radsahrer.BundeS.Solldarstät-. Sonnabend, 23. Nov., in der Neuen Welt, Hasenheide 108/414: SZAA OHHH unter gütiger Mitwirkung der herzogt braunschweigigenHosoveritsängerk Frl. iiaiane Hartwig, des Konzrrlsängers Herrn Emil Severin, der «rettldiva Flau Margarete«aikotto und ve» Neuen TonkBnttlor- Orchesters, Dirigent Franz HolKelder. 22/8 Ansang Präzise 9 Uhr. Eintritt 80 Pf. Nach Pen, TnnZ doppelt besetzlem Orchester. Herren, die daran teilnehmen, zahlen 80 Ps. Konzert: na i' lch. Sanssouci 5�'%: Direktion: Wilhelm Reimer. Heute, DtenSlag: Gastspiel der Berk. Volksbühne: Sitlendrama: Die Schuld einer Fro«. Schauspiel: Dämmerung. Sonnlag, Montag und Donnerstag: u. Tunzkranxchen. Sonnt. Beginn 5, wochent. 8 Uhr. Boltstümliche Preise.-M> H. Pfau C., Klasterftraft« 30(X L 6347). >■Bioo!■■■■ in a Bruchbänder und Bandagen, Gerade» Halter, Leibbinden, Orthopäd. Apparate. künstl. Glieder, Korsett« u. alle Artikel zur Krankenpflege. Für Dame» aus Wunsch weiblich« Bedienung. Lieferant für alle Krankenkasse». Restaurant„ZllF MÜhiß" Morl 15 Minuten vo« Bahnhof Zeuthen --' �' A4J'«VtlllUIPII UWUI iA7U«�»9«#vr■■ I.. 1'TT»■ i rTr r„v hält sich allen Freunden. Bekannten. Parteigenossen u. Dereinen Tel.: Zeuthen Nr. 44. bestens empfohlen I Emut lA«?. Arbtittt-öanMossciOaft JarnM«". Mittwoch, den 20. November(Busttag): Partie sämtlicher Bezirke»ach Bohnsdorf zur Besichtigung der Neubaute» der Kolouie. k»W- Tresspuntt vorm. 10 Uhr a« Bahnhost tu Grünau.-WW Um rege Beteiligung ersucht 148/14 __ Dtt Vorstand. Wo treffen wir uns am Bußtag? „Im Rrug mm grünen Kranze" (IIIMelpnnkt der Erde) Ober-SchSneweide, Waldstraße 73—74, bei Ernst Höflich. Da« GroBes Sehlachtcfcft« ■ ffcw eröffnet!■ Photographisches Atelier SAISON& CiL J NWn Turmstraße 76a S ■...... Koke Ottostraße.>> m u Fernsprecher D, No. 3106. ■■ 12 Visitbilder 1.80 12 Kabinettbilder 4.80 ta—li-_1_(B(lanreodcr Amlflbning. Z Nw noch bis BuBtag J j GRATIS j ■ t Vergrößerung: U wir jedem, der sich von heute bis Inkl. p ■ Bnßtag; in onserm Atelier eine Aul-> ■----------------- nähme bestellt.........■ Schönstes Weihnaclits�eselienkl ■ Gleiche Ateliers in ca. 50 Stickten Deotscblaads.» Täglich geöffnet von 8 bis 7 Uhr, auch :::: an Sonn* und Feiertagen.:::: i*** ———————————-----—---- 1 Bhelnlttndleche Aldritkr- n. 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No- vember, abends 8'/, Uhr, stndct im «vverltacIisttKlmiisv, Engel- Ufer 15, Saal I, eine der großjährigen Mitglieder miserer Kasie belmss Wahl von 180 Vertretern für das Jahr 1903 statt. 14005 Das Oulttungsboch legitimiert. Am Mittwoch, den 27. November, abends S'/a Uhr, findet Nöpenickerstr. 100 eine Versaminloiig der Arbeitgeber, welche Beiträge für angemeldete Mitglieder zu unserer Kasse leisten, be- Hufs Wahl von 00 Vertretern per 1908 statt. Die Arbettgeber können sich auch ..... oder Belsen. torstand. Sozialdemokratischer Wahlverein für den S. Berliner Reiehstagswahlkreis. Dienstag, den 19. November, abends 8'/z Nhr, im Moabiter Gesellschaftshaus» Wiclefstraste 21 i Oeffentliche Versammlung Inges- Ordnung: schaft". 2. Diskussion. Gäste— auch Damen 26813* 1. Vortrag des Genossen Stornier über:.Schule, Kirche, Arveiter- — willkommen. Zu zahlreichem Besuch ladet eln De? Vorstand. nie mociigeocc tonnen dmch ihre Geschäftsführer iriebSbeamte oertreten lasser Der Bo Orts- Krattkenkasse der Stellmacher. Mittwoch, de» 27. November. abends 8'/a Uhr: 279/4 Ordentl. General-Versammlung in DriiselS Feststilen. NeueFriedrich- sträße 35. Tages-Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes. 3. Neuwahl von drei VorstandSmit- gliedern keinem Arbeitgeber, zwei Arbeitnehmern). 3. Wahl von drei Revisoren zur Prä- fang der Jahreörechnung 1907. 4. Antrag des Vorstandes auf W- önderung des Statuts(§§ 13 o. 87). 6, Verschiedene Kaflenangelegenheiten. Der Verstand. I. A.: F. Josewski. Gtlmsllmitil! D, GlWjski, Dienstag, den 19. November er.» abends 8 Uhr: VoSks Versammlung im«Swinemunder Gescllschastshaus", Swinemünderstr. 4S. Tagesordnung: 1. Kirche, Schule uud Familie. Referent: Genosse �.doltUotlsmann. Tie Einberuseri». Diskussion. Zahlreiches Erscheinen, besonders der Frauen, erwartet Bäckereigenossenscbaft Volksbrot<«.®.». v.«.> Die siebente ordentliche Generalversammlung findet am Sonntag. de» 1. Dezember 1907, vormittags 10 Uhr zu Berlin im Saale des Ge- «offenschaftswirtshauses, Schreiner- straste 71 statt. T ageS-Ordnung: 1. JahreSrechnung und Geschäfts« vericht 1900/1907. 2. Beschluhfassung über die Gewinn- und Verlustrechnimg 1900/190? und Enllaslung. 3. El- änzung des Aussichtsrates. 4. Fest- tzung deS Gesamtbetrages, den die lnlcihen der Genossenschaft nicht über« schreiten sollen. 13995 Die Bilanz und die Gewwii- und Berlusttechnung sind an der Geschäfts- stelle. Mirbachstr. 14, einzusehen. Berlin, 13. November 1907. Bäckereigenoffenschast VolkSbrot. Eingetragene Genossenschast mst be- schränlter Hasipslicht. D e r B o r st a n d. L. Barz, Duncker, A. FIclitz, PaulHallenSlebc». Kohllabn. Gigarren zn Eugros-Preisen. ßefendere Spezialitäten t Regina, pikant..... SB. 3.50 St. Felix Brasil.....„ 4,30 Unica, bcsond. empsehlenwert„ 4,80 de. 300 Stück franko..« 14,— Fernander, in hellen Farben. 5,— Tamborella, mild...,„ 5,50 El Oro, ff. Aroma..... 8,50 El Campo, Mexiko-Havanna« 6,— Helena, Havanna-Einlage.„ 7, SO Versand geg.Nachnahme. 300St franko. Hledtrusageiides nei-men zurück. Rauscher& Fabisch, Berlin NW. 82, Karlstrahe 24. I. Etg. IBERLINERI arbeitsstätten- LOTTERIE. 1 Ziehung am 14.Dezember in Bertin.) | Gesamtbetrag d.(9ew.i.W.T Mk. 10000 jrster Hatxpts'ew.i W. v Mai 5000 [ zweiter Haapt�ew.l.W.v. Mark£ 1000 | kleinster Gew. I. W v. Mk 9.- | Los© h. 50 Pte, ll Stftck 5 Mk., 1 1 Porto nnd GeiviDnlistc 20 Pfp. I 1 extra, haben b G�neral-Debit| P2BlS!siütogS[o.,Oj.blj | Bankgeschäft. 1 Berlin C.p Rc««nthalcrstr. 11/1?. j | ind b. all. durch Plakat© Kennil. 1 ] LottOfie-u.Cfjarr.-Geschäfton.| BamewT die viel Geld sparen wollen, kauten Ihre Mäntel. Kostüme, Jacketts. Rdcke e.e im Engrosgsschaftvon A-Mcbwar® für die Hüllte des regulären Preises WaBmannstr t. Ecke Landsbergorstr. I. KVitkeIm Klopp Gotzkowskhstr. 13. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet morgen Mittwoch, nachmittags 4 Uhr, von der Halle des Heiland-FriedhoseS in Plötzensee aus statt. Um zahlreiche BeteUigung ersucht 268/4 Der Vorstand. Todes- Anzeige. Hiermit die traurige Nachricht, dag mein lieber Mann, unser guter Baier, Sohn, Schwiegersohn und Bruder, der Tischler Die Genossen werden ersucht, sich recht zahlreich zu beteiligen. Der Vorstand. Treptow-Baumschulenweg. Heute, Dienstag SVa Uhr abends, öffentliche Versammlung für Männer und Frauen: Tagesordnung: Die Steuerschraube ohne Endel Referent: Redakteur K. Wermutfy Diskussion. Wir ersuchen die Genossen, mit ihren Frauen recht zahlreich zu erscheinen und viele uns noch fernstehende mitzu- dringen, damit der agitatorische Zweck der Versammlung erreich» wird. Der Vorstand. Oberschöneweide. Die Mitgliederversammlung des Wahlver eins findet heute, Dienstag, den IS. November, abends 8� Uhr, bei Kaufholt statt. Zahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. Ebensalls werden die Genossen nochmals auf die vom Wahl verein!lnkthnllen-D>cektton.(Grohbandrl.) Lchsenfleitch I» SS 70 vr 100 Pfd., II» 62 67, m» 56 59 Bullen fleisch 1» 65-70, Na 53-62, Kühe, fett 50—58, do. mager 40—18, Fresser 54—62, Bullen, dänische 54—67. galdfleisch, Dopvcllender 110-125, Mastkälbcr l» 82 92 II» 72-80, Kälber gcr, gen 52—68, do, Holl. 48—54. Hannneilleitch Mast- Ummer 76—78. Hammel l» 68 72, IIa 62 67, ungar. 0,00, Schaje 47—60. Schweiile'l-itch 51—59 Rehwild la ver Psund 0,60—0.75, IIa 0,40—0,53, Rotwild la per Psund 0,40—0.50, do. Na 0,00, do. Kälber 0,45—0,50. Damwild 0,40—0,50, Kälber 0,55—68. Wildschweine per Pfd. 0,35—0,55. Fiilchlingc 0,00. Kaninchen, groß per Ttück 0,70—0,90, do. tlrin 0,20. Halen, groß per Stück 3,60—3,80, do. mittel n. klein Stück 1,50—3,30. Wildenten ver Stück 1,50—1,75, Rebhühner, junge per Stück 0,90—1,25, do. alte 0.60—0,90. Fatancnhähne la, junge 2,25—2,75, do. Na und alte 1,00—2,00. Fasanenhcnnen 1,00—1,00. Waldlchiicpscn per Stück 2,00—2,50, do. Na 1,00—1,50, Hübner, -Ii-, per Stück 1.20-1,80. do. Na 0,80-1,15, dito junge 0,50-1,00. Dauben 0,30—0,55, do. italienische 0,00, Enten 1,50—2,00. dito per Psd. 0,00, dito Hamburger per Stück 2,50—3,10, iKäute per Pfund 0.50—0 58. dito per Stück 0,00, do. Hamburger 0,00, do. Oder- brucher per Psd. 0,55-0,60, Poulets per Stück 0,50-1,00, Puten per Psd, 0,60—0,70. Hechte ver 100 Psd. 70—79. do. matt 0,00, do. groß 0,00, do. ticin 0,00, do. mittel 0,00. Zander 0,00, do. klein 0,00, matt 0.00. Schleie, unsortiert 104, do, groß do klein 0,00. Aale, groß 0,00, dito klein und mittel 0,00, dito mittel 0,00, dito klein 70, do. grotz-mittel 0,00, Wels 40. Plötzen 31—43, Roddow 0,00, Karpfen, 60 er 0,00, dito 50 er 62—66, dito 45er 0,00, dito Splegel- 25 er 0,00. Bunte Fische 20—34, dito klein 0,00, Barse 0,00. Kai antchen 0,00. Bleie, malt 0,00, do klein 20—30 Aland 0,00. Raap 0.00, Quappen 0,00, Bleisische 0,00, Dinier- RheinlachS 0,00. Amerik. Lachs la neuer, per iOO Psd. 110—130, do. Na neuer 90—100. Seelachs 10—20. Flundern, Kieler, Stiege la 2—6, mittel Kitte l->S. Hamb. Stiege 4—6, halbe Kille 2—3, pomm la Schock 0,00, IIa 0,00. Bücklinge, Kieler per Wall 2—3,00, Straliimdcr 0,00, engt. Per Wall 2,00—2,50. Sprotten, Danziger, Kiste 0,60—0,70, do. Rügenwaldcr, Kiste 0,70. Aale, gros per Piund 1,10—1,40, Mittelgrog 0,80—1,10, klein 0.60— 0,80. Heringe per Schock 5,00-9,00. Schellfische, Kitte 3,00—4,00, y, Kitte 1,75—2,50. Sardellen. 1902 er per Anker 98. t904er 98, 1905«: 98, 1906« 90— 95. Scholtijche Bollheringe 1905 0,00, large 40-44, füll. 38— 40, med. 36—43, deutsche 37—44. Heringe, neue MatscS, per•/, To 50—120. Sardinen, ruff., Faß 1.50—1,60. Bratberinge Faß 1,20-1,40, do. Büchse(4 Liter) 1,40-1,70. Neunaugen, Schocksaß 11, do kleine 5—6, do. Riesen- 14. Krebse per Schock 0,00. große 0 00, do. mittelgroße 0,00, dito kleine 0,00 cm 0,00, do, unsortiert 0,00, Galizier. groß 0,00, do, unsortiert 0,00. Eier, Land-, unsortiert per Schock 5,20—5,80, do. große 6,00—6.50. Buttel per 100 Psd. la 126-!«), II»>18-123, lila 110-116, abiallende 90-95. Saure Gurken, neue. Schock 4,00, Pseisergurten 4,00. Kartosseln ver 100 Psund Daberjche 2,75—3,25, weiße runde 2,50—2,75, mag. bon. 2,75—3,25. Porree, per Schock 0,75—1,50. Meer. rettlch. Schock 4—12, Spinal per 100 Psund 3—10. Sellerie, p« Schock 3-6, do. pomm. 4—8. Zwiebeln per 100 Psd, 2,00—2,50, do. Perl. 40.00-100,00. Chalotten 40,00-100,00. Peteriilie. grün. Schockbund 1,00—1,25. Kobirabi Schock 0,50—1,00. Rettich, badrischer, Stück 0.03-0,10, hiesiger Schock 2,50-3,50, Mobrrüben. 100 Psd. 2,00 bis 2.50. Karotten, hiesige. Schockbund 2,00—3,00, Wiriingkobl o. Schock 3—7. Rotkohl, Schuck 3— 8 Weißkohl p. 100 Psd. 1,00—1,75. Blumenkohl, hiesig« 100 Stück 0,00, do, Arfurt« 0,00. Rosenkohl, per 100 Psund 18—20. Grünkohl 3,00—6,00. Kohlrüben, Schock 2,0»— 3,00. Pelersilicnwurzelu, per 100 Psd. 5—8, Schockbund 3—4, Schnittlauch, Töpfe Dutzend 4,00 bis 4,50. RadieZchen per Schockbund 1,25—1,50.-ialai per Schock 2,50 3,00. Tomaten, Italiciiischc, per 100 Psund 18—20. Rote Rüben, per 100 Psund 2.50— 3,00. Rübchen, Beelitzer, per 100 Psd. 4—8, do, Tel- tower 16—18. Kürbis p. 100 Psd. 4—8, ESkarol per Schock 5—6, Endivien per Schock 3—6. Birne« per 160 Psd. Tirol« 0,00, Kochbirnen 5—8, Taselbirnen la 18—25, do, IIa 10—17. Aepsel, per 100 Psund, Tiroler la 18-40, do. IIa 12—18, Most-, htefige, 3-5, Koch. 5-10. Tafel- äpsel la 15-25. do. IIa 10-12, Amerikaner, per Faß 24-30, Italiener, lose. 100 Psd, 9— 12. Wallnüsse, per Schock 0,00, do. klein 0,00, do. französische 0,00, rumänische 27-30, Paranüsse 52—60, Haselnüsse, lange, 100 Psund 43—50, do. runde 31—35, Preißclbeere», schwedische, 100 Pfund 0,00 Weiutraiiben, italienische, per 100 Pfund 28— 40, Almeria per Faß 13—17, Ananas l, per Psd. 0,70—0,85, do. II 0,40—0,50. Bananen, gelb, per 100 Psund 22—25, Kokosnüsse per 100 Stück 20—25. Krachmandeln per 100 Psd, 70—100. Maronen, ttal., per 100 Psd, 16—20. Feigen, Kranz-, per 100 Psd. 21—25, do. Trommel- per 100 Psd. 40, do. in Kisten 28—60, Traubenrosinen per 100 Psund 80—120. Zitronen, Meisina. 300 Stück 11,50-16.00, do, 360 Stück 7,50—16,00, do. 200 Stück 12.00-16,00, do. 150 Stück 7,00-10,00. Apselsinen, Murcia, 200 Stück 9,50-11, do. Valencia, 300 Stück 8,60-10,50. Witterungsaversicht vom 18. November 1007. klotlonen Ii 1 2 •S Heu« M K c% » il x? MS: t Lwinemde Hamburg Berlin Franks.a M 771 SO München|771D Wien 77t N 773 SO 771 SO 772 OSO I Saparanda 77t SSW etcrSburg 782 SSO 3 bedeckt 3 bedeckt 2 bedeckt 3 wolkig 3 bedeckt 1 Schnee Wetter- Prognose kür DienStag, den 10. November 1007. Ein wenig kälter, vielfach nebelig, sonst ziemlich heiter und trocken mäßigen östlichen Winde». Berliner Detterburrau. Stationen v i = S Ii •— 1 2 8« ■£' OtUfx IL KS nSi s i M& 1! 1 Scilly 'ibnbeen Pari» 769 81# O 769 WRW i769S| 4 Regen 2 bedeckt 5 Regen 2 wölken! 1 bedeckt 1-3 2 i 8 be Wasscrstands-Nachrichten der LandtZanftalt für Gewässerkunde, mitgeteilt vom _ BerNner Wetterburcau. Wasserstand M e m e l. Tilüt P r e g e i. Jnstervura Weichsel, Thorn Oder, Ratibor , Krossei, „ Frankfurt Warth«, Schrimm . Landsberg Netze, Vordamm Elbe, Leitmeritz , Dresden , Barby » Magdeburg Wasserstand Saale, Grochlitz Havel, Spandau�) �» Rathenow') Spree, Spremberg') . BecSkow Weser, Münden , Minden Rhein, MaximilianSau » Kaub Köln Neckar, Heiibronn Main, Wcrlheim Mosel, Tri« ')+ bedeutet WuchS,— Fall.—•) Unterpegel. EHE - � expcdltion des„Vorwärts", Berlin SW. 08, Lindenstr. 69(Laden). Weihnachtsprämien fOr unsere Abonnenten. Wir empfehlen unseren Lesern Frrdillaud Flkiligraths sämtlichk Merke in vorzüglicher Ausstattung, gebunden in drei eleganten Leinen- bänden, stat> zu dem bisherigen Preise von 5,— Marl für nur Mark.(Porto nach außerhalb 50 Bs.) Die potitischen und sozialen Gedichte Kreillgraths sollten die Arbeiter veranlassen, diesen Dichter deS Kampfes mehr als bisher kennen zu lernen. ferner liefern wir in einer neuen illustrierten Ausgabe ebenfalls zum Vorzugspreise: Fnrdrich Gerstäckers ZZerKe In zwei Bänden gebunden und über 1000 Seiten stark, zum Preise von.'t.Zv Mark.(Porto nach außerhalb 50 Ps.) In seinen romantischen Reiseromanen verbindet er die Schilderung verwegener Naturburschen, namentlich des amerikanischen Westens, mit prächligeik Naturschilderungen. Von unseren früheren Primien-Ausgabcn haben wir noch einen kleinen Rest am Lager und empsehlen wir: 221/20* Frau; Hrillparzers sämtliche Merke. Neue illustrierte Ausgabe in zwei Bänden, herausgegeben und mit Einleitung versehen von Rudolf v. G o t t s ch a l I. Das Werk ist gut ausgestattet, umsaht über 1000 Seiten und lostet ebcnsalls nur g,— Mark.(Porto nach außerhalb 50 Pf.) Fnh Kkuters samtliche Werke in einer neuen illustrierten Prachtausgabe, zwei Bände, elegant ge- bunden, zirka l2M Seiten umsassend, mit Illustrationen und aus- sührlichem hochdeutschem Wörteebuch. Preis nur 3»— Mark. (Porto nach außerhalb SO Ps.) 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Ckefer?* iir.ABfhVe. fetTwet Beatifth. »uz Watiiriwilkowk 1»/, Wiiito«sn vern. .�iki.ndDditer Hönau a«i Gegenwart. 1180 Sett� r-n"/On Ahhild n � brosch., in �. � � 4 ao feb., an batd \tV----- BUb NalurbeiUaaWaik Drv»dei�K>jdeMr�e�� ca. irtW IbbUd. u, « bunte T*f KcilllCr rauchen: „Ring Mataafa" Zigaretten. Hochfeine Qualitäten von 2, 3, 4, 5-10 Pf. Zu haben in allen Zigarrengeschäften. Fabrik:„Tunis'* Dresden. Generalvertreter: N. Auerbach, Berlin N., Elsasserstr. 24 1. II, Ziehung 5. Kl. 217. Kgl. Preuss. Lotterie. Ziehung Tom 18. Noremher 190T, romltug». Iw die Gewinne üher 240 Mark Bind den betreffendes Nummern in Klammem beigefügt. (Ohne Gewahr.)(Nachdruck rerbeten.) 1*0 443 ISOOOl 187[408] TO[1000]»OS llST[400] 281 [3000] 73 SSS 02 471 884 978 87[iOOj 2181 894 549 836 907 3 102 63 277 414 14 28 967 4044 113 213 47 90 424 816 i'.OOOl 625 87 5041 tSOOO] 72 373 136001 88 97 518 33(4601 780 818 30 934 46 V047 128 63 24? 329 442 60 80 UOOOJ 71«[2090] 982 7 051 269 331 407 80iS 37 362 343«8 41 591 960 9 222 464 618 82 BS 1O0U6 178 UOOOl 411 63 026 86 11197 272 334« 488 701 40 61 88 633[iufl] 865 1 2336»9 413 1400] 527 673 717 837 64 1 3124 38 838 402 SO 54 697[1000] 737 846 14295 468 1400] 493 608 723 49 864 l 100.1 44 940 1 5031 90 424 1414)] 646 629 936 1S268 64 304 17(3000] 434 608 1 7 142 1400] 246 474 707 1-66] 84?(16061 18131 M 678 1 9404 695 70« 865 629 2O0J5[1600] 126 218 862 613[1000] 29 826 951 82 2 1 072 374 567 939(5668! 2 2 401 944(1006] 23449(4001 53« 093 24113 201 414 672 2 6024 226 70 74 363(3000] 409 623 706 76 2 0261 310 402 Sil[400] 63 932 2 7040 58 47 7ä 93 172 78 474 518 62 730 611(1000J 43 73 28092 334 719 830 967 20196 603 59 38 80071 23 IST 91 243 3 46[406] 413 61««4 94 712 986 3 1 493 3 2044 161 89 99 243 418[400] 69 639 3 3098 308 444 438 42 62 634 871 657 3 4267 76 332 532 3 6018 04 73 134?61 9[460] 41 56 471 666 645 3 6915 871 490 91 608 272*8 128 23 69 183 804 3 8029 69 247 62 823 60 904 39029 206[560] 318[506] 78 441 44 19 98 618 40399 397(006] 4 1 623 183 212(1660) 34 30««4« 781 ilOCOl 834(10081 4 2 051 56 416 54 641 773 854 991 43 283 311 469 672[1060] 929 4 4 089 264 522 443 93 595 639 716 lt 76 4 5045 83 148 277 391 41)8 401 45 71 646 730 811 47 40053 316 506 16 730 99[400] 982 74(106®] 47 297 19 516 33[10 096] 674 880 906 i l900] 48609 34 S« 227 318 20 478 510 4 9 097 194 240[ 506] 455 58 1 98(1000] 736 5t>0«0 171 3S5 410 54 51390[406] 748 842 5 2003 297 638(409( 65 94 916 83 93 55027 1 30001 92 241 64 436 56 S« 704 9« 54036 81 15060] 18«(1600] 20, 94 372 86« 8» UOOo] 730 802( 3006] 9.9 5 5165 237(560] 89 371[10 060] :>31 74? 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Ziehung 5. KI. 217. Kgl. Preuss. Lotterie. Ziehung vom 18. November 1007, nnehmitUgi. Nur die Gewinno über 240 Mark sind den betreffenden Nummern in Klammem beigefügt. (Ohne Gewähr.)(Nachdruck verboten.) 187 242 387 459 867«91[500] 92 703 38 6« 1007 BT TW 235 362 611[3000] 2035 63 134«4 107«83 540 803 790 72 92 836 939 82 3222 32 64 1500] 390 474 690 717[500] 909 20 4304 93 410[1000] 819 5)34 210 337[300] 695 771 65« 59 6140 277 648 8« 810 906 32 7013 41 27«[3000] 379 8# •03 8639[1000]«7[ 300] 138 292«SB 0212 66««47 881 10635 43 110 17 55 98[1060] 842 859»66 11341 60» [1006] 7B0 936 1 2109«4 74 25« 66 72»9«[1000] 972 08 1312»[3M] 96 M4 9»[500] 403[ 300] 633 750 1 4011 90 193 21« 34« 4«7 510 61« TIS 96 850 950[1000] 82 1 5220 »7« 320 60 627[3000] 660 71 992 1 6000 267 333 370 76« 020 17165 231 95 332 420 647 1 8342 637»79 19027 00 62[3060] 210 3« 469 571 999 20311 94«3 331«33 JSS 21112«12»80 969 991 2204« 281 69 337 23102 31 38[lOOO] 247 62»«7«#«9 701 961[306] 24627 ISO»9 283 313 498 700 73 818 80 24107 211 48 406 64« 73 803»11 26022[1000] 184 231 36# 304 #33[300] 703 27071 183 244 418«34 728 2 S02« 12» 20« [300] 415»6 62? 619 20 2 9514 539 sSOO] 71«24 50 764 30051»7 374 482 505«52 728«62 74 924 31172 871 872 32014 SO 31« 401 522 741»87 33074[500] 181 253 388 683 93»11 70 34358[SOOO] 323«08 744 9« 962[500] 35960 US«3 43«»9 617 47 856 938 74 3 6083 220 373 [1000] 497«87[5001 799 37177 314[506] 86 528 75 650 57 755 927«8 3 8003 239«15 21[3600] 732 95 970 3 0243 320 «Ol 84 734 40013 121 33 222[3060] 33 913 83[960] 71»«8 4163» »3 193 244 308 461 717 4 2961 114 261 86 425 562-4[1060] «0 81 ,[1606] 639 763 94 969 4 3026 153 46« 812 63 44287 383[ÖOOO] 498 45058 115«1[50»] 389[ 366] 351 4» 654 TM 973 46100 738 54[506] 70«75 47170 150»] 452 37« 744 932 4 8068 183 38t 4SI 697 742«4 967 49010 161 [3000] 343 730 32 978 50101 307«« 41»[668] 6» 002 7» 81»7 9J0«9 51191 227 77 SM 98 406 81 782 98 837[500] 52077 108 18» [500]»23[1009] 422 6«4[1000] 762 847 5 3 000 63 82 8« [500] 32« 487 671 840 5 4005 195 6» 591 2« 62 532 85 55032[1000] 76 421 64« 700 63 847»4 5 6136 280 47» [508] 573 57100[5000] 507«9 702[lOOO] 927 58131 298 539 40C 17(1000) 82 691 739 856[1000] 093 59163[500] 85 485 586[ 300#] 694 703«1 89[500> 930 54«1 «0091 154«6 87» 436 315 89«87[500] 725 861 61831 84[506] 329 63 511[306] 62062 11» 347«94 754 63053 «1 209 18[ 500] 98 912«54 795«51 M» 64)84 842 65057 90 166 93 285 500 635 42 49 888 89 937 6 6197 540[506] 386 613 727 928 57 6 7627 249 53i 923[1060] 68031 184 211 719[5001 69 212 493 724[ 3006] 08» 70146 498 55# 657 714 R94 7 l0#S 185 683«48 8# 924 72682 361«)« 95) 7 3002 224 74 420[1000] 561 602 954 »6 74164 204[300] 31»31 88» 78»[3000] 75178 545 88 77 490 91 628 80 52 71«(609] 827 76l2« 269 378 039 48 (5001 772[1000] 812 7 7036 182 331 415 50 807 7 8156 217 93 510 617 96 30» 78019 50 61 173 313 16 385[1000] 673 859 80)39 81)3# 230 683[SOOO] 82012[1000] 83 244 308 «92[ 580] 818 931 83088 102 20« 87« 88«13 709 818 83 947 84283 407 96 97«50 85)12 9, 256[1000] 41« 557 619 781 [1000] 854 69 934 40[SOOO] 86340 463 704 8 7062 150 76 242 45 50 815 8 8186[ 500] 91 SU 28 475[300] 621 728 606 «0 73 89010 87 261«2 89 686 90088 261»8 540 783 9! 953[500] 9 1 064 263 396 5ÖS [1000] 931 83 9 2001 70 458 9 3111 393[500] 463 746 810 94337 8?«[15 OOOl 9 6060 75 263 85 301 589[500] 87» Ö6«0« 16 284 579 622 751 72»55 37309 451 63« 1500] 91» 9S 98119 84 487 583 737 88 92 938[500] 60 99038»78 627 77 TOS 869 994 100017 3»[500] 189»29»0 865 77»[500] 90 963 101155 73 210 460 83 755 801[500] 8)6[500] 1O2108 038 613 61•"13 1 1060] 987 lOdUTl 257 80 SSO«4« 991 104604[500] 10 93 743 83«03 80 1 05289 548 87 CZ9 744 833 96 934 1 08900 179 267 633 88» 10 7912[300] 14 117(5#0] 306[50.] 45« 11« 10S183«99[50#] 740 886 1091» 341 ,11 43 11003» 101 164 M Ml«2 405 10 8« 20 87[1000] 958 111039 209 359 029 112089 384 454.65 MS«5 568 903 113190[3000] 251 506 717 081 114047 220[300] »03 444 35« 78 658[ 500] 72 744 116086«92 14 728 984 116010 48 880 429 547 48«SS 912 11725« 75 639[ 309] 704 17 004 118341 4SI M 380 700 51 840 119083 463 005 919 27 74 ia02«7 827 1 2 1 075 210 90 391 416 28 673[1000] 001 B lUOO] 923 122012(SM] 29( 590) 48 237 87 slOOCi 639[300] 736[ 300]«4 1 23158 78 81 320 34»7 403«33 99 834 1 24181 177 31»«93[3000] 399 708 823[lOOO] SU 992( 1900] 125520«9»»51»14 31 126)0» 823 780 981 93 127127 3» 220 8»[389] 57» 596 09t 128)3« 264[500] 347«58 598[»80] 721«71 12D0«i 3. 08 ,1 127 M 23« »07 7m# 958 130)0«[308] 211 598 7«<37 3#. 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