Mr. 273. Abonnements- Bedingungen: Abonnements. Breis pränumerando Vierteljährl. 3,30 m, monatl. 1,10 m., möchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags. nummer mit illuftrierter Sonntags. Beilage„ Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in die Post- Beitungs. Breisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich. Ungarn 2 Marf, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Bostabonnements nehmen an: Belgien, Dänemark, Holland, Italien, Luxemburg, Portugal, Rumänien. Schweden und die Schweiz. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblaff. 24. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Rolonel geile oder deren Raum 60 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereins. und Bersammlungs- Anzeigen 80 Bfg. ., Kleine Anzeigen", das erste( fettgedruckte) Wort 20 Pfg., jedes weitere Wort 10 Bfg. Stellengesuche und Schlaf stellen- Anzeigen das erste Wort 10 Bfg., jedes weitere Wort 5 Pfg. Borte über 15 Buchstaben zählen für zwei Borte. Inserate für die nächste Nummer müffen bis 5 Uhr nachmittags in der Erpedition abgegeben werden. Die Expedition w bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berila". Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Quittung. Freitag, den 22. November 1907. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. Majorität ausübt, verdankt sie ja nur der fortgesetten Ver- gegen die Jugendlichen trifft nicht die verwöhnten Söhnchen legung jener Verfassungsbestimmung, die die Anpassung der Bourgeoisie, die meist bis zu ihrem 18. oder 24. Jahre von der Wahlkreise an die Bevölkerungsziffer anordnet. Denn den Eltern erhalten werden, vom harten Daseinskampfe nichts Im Monat Oktober gingen bei dem Unterzeichneten folgende nur durch die Verletzung dieser Bestimmung ist es möglich erfahren. Es ist ein reines Ausnahmegesez gegen die Parteibeiträge ein: Nochen- Land- Eupen, 3. Duartal 1907 39,-. Augsburg, foz. geworden, daß jene Parteien, die im Volke nur eine Minorität Arbeiterjugend, die bereits mit 14 Jahren in den Stampf um Verein 10,- Altona, 8. u. 10. fchlesw.- holst. Wahlfr., 1. Duarial find, im Reichstage die Macht der Majorität ausüben. Es das tägliche Brot geschleudert wird und die in diesem Stampfe 1907/08 1367,28: Groß- Berlin a tonto seiner acht Wahlkreise ist die verfassungswidrige Zusammensetzung zugunsten ihrer Ausbeuter wehrlos gemacht werden soll durch 10 000,-( darunter Arbeiter der Möbelfabrik Kümmel 50,-, Uebern des Parlaments, die das deutsche Proletariat zwingen das Verbot, sich zu vereinigen. See gefahren b. Dobrohlam 1,35, A. B. Mister 1,-, Von den wird, durch unablässige Agitation und fortgesette energische Dieser Geist der Arbeiterfeindlichkeit wird Arbeitern d. Firma Schwarzkopff- Reinickendorf aus der Unterstützungs- Aufrüttelung der Voltsmassen den Versuch zu unternehmen, auch in den eigentlichen sozialpolitischen Vorlagen Taffe 25,-. Bierprozente v. d. Koll d. Firma Argus 21,-, Wilh. Warten wenigstens die schlimmsten Pläne dieser Bülowmajorität zu lebendig werden. Nicht umsonst ist ja die Versöhnung der 10,-, Ueberschuß d. Kranzsp. v. 724. Bezirk 6,-, Kranzüberschuß vom vereiteln. Regierung mit dem Zentralverband der Industriellen erfolgt. 560. 1. 506a Bezirk 9,75, Vorstandsmitglieder der Offenbacher Kaffe Im Zeichen der Krise tritt der deutsche Reichstag zu- Hier soll die Blockmajorität den Raub der Selbstverwaltung 4,95, W. G. B. 14 3,-, B. Litfin 10,-, D. Schulz 3,-, Masch Aber von diesem Parlament der Junker und der der Krankenkassen durch die Arbeiter sanftionieren, der von 2,-, Tischlerei v. H. u. A. Schulz, Borhagenerstr. 18,80, Radowski ſammen. 2,-, Alt 21,-, Dienstmann Rimey, Hochzeit Gartenlaube 1,70, Großbourgeoisie haben die Opfer der Krise, die Arbeiter, der Regierung geplant ist. Die neue Gewerbenovelle foll Amerikanische Auftion, 2. Abt. der Berl. Radfahrer bereine 2,50, feine Milderung, sondern nur eine weitere Erschwerung allerdings den Zehnstundentag für die Frauen bringen, bringt Unions- Druckerei 6,40, Tellersammlung in der Neuen Welt 172,34, ihrer Lebensverhältnisse zu erwarten. Dem Reichstag wird aber für die Männer feine Verkürzung der Arbeitszeit, obwohl von den Angestellten der Ortst der Kaufleute pp. 300,-, lleber ein Etat vorgelegt, der weit über hundert Millionen eine solche Verkürzung eine der wichtigsten Maßregeln wäre, schuß d. Sechsertasse der Firma Spengler, Lindenstraße 10,- neuer Steuern erfordert. Die Reichsschuld über- um die Not der Krisis etwas zu lindern. Stnabe 6,-, Tellersammlung bei Keller 165,12, Gewerkschaftsschule steigt bereits die vierte Milliarde! Das Haben die Arbeiter so von dem Zusammentritt des ( 2. Kursus) Ueberschuß der Kranzspende für Motteler durch Defizit und damit die neuen Steuern fönnten leicht Reichstags nur Schlimmes zu erwarten, so knüpfen die Be Sezichold 14,25). Berlin, diverse Beiträge: Junggesellen" 10, vermieden werden, wenn nicht die Anforderungen von ſizenden an diesen Zusammentritt große Hoffnungen. Die W. Sr., Pappel- Allee 15/17 3,-. Armer Schlucker 1,-. Rigdorf, zur 1. Geburtstgsf. d. G. Balting gef. 6. St. Ulrich 4,-. B. H. Heer und Marine wieder um hundert Millionen Mark ohne Börsenspekulation hofft auf das neue Börsengesez, den InNüdzhlg. 10,- Von d. Koll. d. Fa. Guggenbichler Nachf., Bohle jede Rücksicht auf die wirtschaftliche Lage gesteigert worden dustriellen versprechen die Flottenbauten und die kolonialen 5,70. Bon d. Koll. d. Tischlerei v. Bauten, Frankfurterstr. 16 27,- wären. Und die Bülowmajorität wird diesen Etat, der in Eisenbahnen neue Profite und die Junker hoffen bei dem geBierprozente v. d. Arb. d. Fa. Hofmann, Brandenburgstraße 8,50. jedem anderen Parlamente den schärfsten Widerstand und die planten Branntweinmonopol neue Ertragewinne in ihre Machetes 5,-. Nigdorf, v. d. Arb. v. Bardemann u. Co. 25,-. Für vernichtendste Stritit finden würde, mit Begeisterung annehmen. Taschen zu leiten. Jeder Schicht der Befizenden soll der neue die Jugendorganisation Trotz alledem" 3,-. Ges. b. d. roten st sie doch nur zustande gekommen durch den Schwindel der Scichstag etwas bringen. bös Hochzeit am 4. 10. d. Lausch 1,65. Kolbergerstr. 14 10,60. Rigdorf, nationalen Begeisterung und muß sie jest doch alles daran Eine der ersten Dinge, die sich das Parlament leisten gef. z. Verlobung d. G. Hirsch b. St. Ulrich 3,10. Dr. Siegfrieda 5, feßen, damit der Rausch nicht verfliege. Zwar wiffen die wird, wird die Reform des Majestätsbeleidigungsparagraphen Werkzeugmacherei Abt. Mwz., Kabelw. Oberspree 10,-. Bond. Gürtlern d. Fa. Gebr. Lübke 3,50. Won d. Arbeitern der Fa. Georg Grauert, Herren von der Majorität noch nicht, wo sie die neuen Steuer- fein. Schließlich ist die Ehre, das Land der meister Stralau, Gießerei- Abt. 28,30. Ulstein u. Co., Falzerei- Abt. 25,65. quellen ausfindig machen sollen. Aber sie werden sie finden Majestätsbeleidigungsprozeffe zu sein, den Leuten, die sich Einfeger d. Tischlerei G. Wegener, Wilmersdorf 15,--. Kontobuch- und in dieser Zuversicht binden sie sich selbst, indem sie die mit der Wahrung des Ansehens der Monarchie beschäftigen, arbeiter vom Wedding 5,-. Dr. 2. A. 100,-... 10,-. Ge- neuen Ausgaben bewilligen, bevor sie noch die Deckung fennen. doch zu stark auf die Nerven gefallen. Der Majestätsfellenausschuß der Firma Ziegler 3,70. Bombe" 0,50. Friedenau In diesem Bewilligungseifer wird auch die Zentrums beleidigungsparagraph ist neben dem§ 175 vielleicht zu dem X. 5,-. Werkstatt Wiesnefsti, Romintenerstr. 11 5... S. 50. opposition hinter dem Bülowblock nicht zurüchstehen. Seit der eliebtesten Wertzeug für Erpresser geworden. Majestäts A. B. 50,-. Gutenberg 37,40, Bern 50,-. Braunschweig, 1. Wahl- legten Reichstagsauflösung haben ja alle bürgerlichen Parteien beleidigungen, die im Rausche begangen wurden, die vielleicht freis, 3. Quart. 07 511,52. Braunschweig. 2. Wahltr., 3. Quart. 07 82,48. bedingungslos vor den Geboten Molochs tapituliert und die viele Jahre zurücklagen, wurden aus Rachsucht oder ähnlichen Braunschweig, 3. Wahlkr., 2. u. 3. Quartal 07 163,24. Bremen, fod. bürgerliche Opposition ist in diesem Barlantente faft voll- schönen Motiven denunziert. Dies fucht man zu beseitigen, Verein 2000,- Bremerhaven, Zentralv. d. 19. hannov. Wahltr. u. Bremerhaven 436,70. Breslau, foz. Verein, 8. Quartal 1907 962,- ständig verschwunden. Das Zentrum hat geradezu eine neue indem nunmehr die öffentliche Beleidigung, die mit bos. Caffel- Melsungen, Beitrag für das 2. und 3. Quartal 1907 432,60. Oppositions methode entdeckt, die Methode, den Freifinn da williger oder vorbedachter Abficht erfolgt ist, Chemniz, 16. fächs. Reichstagswahlkreis 10 000,-. Chemnitz, zur durch aus der Regierungsmajorität hinaus zu manövrieren, bestraft werden soll. Natürlich werden wir Sozialdemokraten Landarbeiterorganisation 5,-. Crefeld, Beitrag v. foz. Voltsverein, daß es dessen Bewilligungseifer noch überbietet. für böswillig gehalten werden, obwohl gerade die Sozial8. Quartal 1907 156,96. Dresden- Land, 6. fächf. Wahlkreis 1000,- Nur die Sozialdemokratie allein sucht noch das Volt demokraten die Sinnlosigkeit von Majestätsbeleidigungen Düsseldorf, soz. Verein 318,90. Dortmund, soz. Verein für den die gegen Umflammerung des Moloch zu fchützen. ftets betont haben. Aber die liberale Aera will auf feine Wahlkreis Dortmund- Hörde 689,- Dresden, aus Understand Aber sie ist die Minorität. Nur die Furcht vor ihrem weiteren Bestimmung verzichten, die gegen Sozialdemokraten aus und Bosheit" 1,50. Danzig, Bezirk Westpreußen 146,40( darunter: Danzig- Land 3,20, Danzig- Stadt 87,76, Graudenz- Strasburg 36,36, Anwachsen hemmt einigermaßen die Gelüste der bürgerlichen genutzt werden kann. Dem Reichstag liegen aus der vergangenen Sizungs Thorn- Kulm- Briefen 5,52, Stoniz- Tuchel 5,32, Deutich- Strone 8,24). Parteien, die Ansprüche, die der Etat stellt, ausschließlich Erstein- durch neue Belastung der Besiklofen aufzubringen. Aber wir periode 11 Gesezentwürfe vor, zu denen noch einige neue hinDuisburg- Mülheim, Beitrag 8. Quartal 1907 428,24. Molsheim, 1. u. 2. Quartal 35,84. Euskirchen- Bergheim, Beitrag fürchten, daß auch diese Hemmungen sich zu schwach erweisen zukommen. Die bürgerliche Presse verlangt, daß der Reichs. des Wahlkreises 16,36. Essen a./R., soz. Verein für den Wahlkreis werden. Es ist möglich, daß, um den Schein zu wahren, tag diesen reichen Arbeitsstoff durch eine gute Einteilung Essen, 3. Quartal 1907 432,12. Elberfeld- Barmen, Beitrag des die eine oder die andere direkte Steuer vorgeschlagen seinerzeit bewältige. Man weiß, was sich hinter solcher Wahlkreises 3. Quartal 1907 700,- Faltenberg D.- Echl. 3, werden wird. Da aber die besigenden Klassen von Forderung verbirgt: Die Kritik, die heute faft nur noch Frankfurt a. M., Beitrag des Wahlkreises f. b. 3. Quartal 1907 980, der Ausgestaltung der Erbschaftssteuer oder der Ein- auf der Reichstagstribüne einen gewissen Spielraum hat. Goch, Beitrag v. Wahlkreis Kleve- Geldern 6,68. Heidelberg- EberbachMosbach, 3. Quartal 07 82,-. Hagen- Schwelm, 3. Quartal 07 führung einer Reichsvermögens- oder Einkommensteuer nichts soll möglichst eingeschränkt werden. Aber dieser Forderung 388,96. Hamburg, eingegangen bei der Expedition des Hamburger wissen wollen, wird zuletzt doch der Reichstag neue in wird sich die sozialdemokratische Opposition sicherlich nicht „ Echo" 553,25. Behoe, 5. ichlesw.- holft. Wahlkreis 269,12. Köln direkte Steuern bewilligen. Das Proletariat muß des fügen. Es ist nicht die Schuld des Parlaments, wenn fich a. Rh., Reg. 2. 20,-. Karlsruhe für Bok. 90,-. Kattowig wegen mit aller Energie feine Abwehraktion auch außer fcin Arbeitsstoff so häuft. Es ist eine der Regierungs D.- Schl. P. P. S. Beitrag 55,50. Leipzig, 13. fächf. Reichs halb des Parlaments führen. marimen des Scheinkonstitutionalismus, das Parlament fo tagswahlkreis 4000,-. Leipzig, 12. fächs. Reichstagswahlfreis Wie auf dem Gebiete der Besteuerung hat das Proletariat lange als möglich an seiner Arbeit zu verhindern. Inter 500,-. Luckenwalde, Rufus 5,- Meerane, 17. fächf. Reichstags- auch auf allen anderen Gebieten von dem Parlament des allen europäischen Parlamenten dürfte das deutsche dasjenige wahlkreis 100,-. Mülhausen im Elsaß, sozialdemokratischer Verein Bülowblocks nur das schlimmste zu erwarten. Dies gilt vor sein, das die kürzeste Beit beisammen ist. Unsere Regierung des Wahlkreises, 3. Quartal 07 51,04. Moers- Rees, aus dem Wahl- allem von dem neuen Reichsvereinsgesetz. Es gehört mit zu will eben durch parlamentarische Mitarbeit möglichst wenig freise 34,92. München, soz. Verein, 3. Quartal 07 722,04. Mannheim, foz. Verein f. b. 11. bad. Wahlkreis, 3. Quartal 07 700,- ben fleinen Mitteln des Absolutismus, daß die Mitwirkung der gestört sein. Es ist ein Zeichen für die Ohnmacht des deutschen Mülheim a. Rh.- Wipperfürth- Gummersbach vom Volksverein für Deffentlichkeit an neuen Gesezen möglichst ausgeschlossen wird. Parlaments, daß es sich dieser seiner vollständigen Bagatelli. 3. Quartal 07 294,-. M. Gladbach, 15 Prozent Bis zum letzten Moment werden die Vorlagen von der fierung demütig fügt, obwohl es eine ganze Reihe Mittel in Beiträge 39,54. Nordhausen- Grafschaft Hohenstein, foz. Regierung verheimlicht. Dann sucht man sie im Parlament der Hand hätte, um sich längere Tagungen zu erzwingen Verein für den Wahlkreis, 3. Quarlal 07 40,28. Neu möglichst rasch durchzupeitschen, bevor der Widerstand in der Aber die Majorität des Parlaments selbst will eben diefen stadt D.- Schl., Beitrag für das 3. Quartal 07 10,24. öffentlichen Meinung den parlamentarischen Parteien das Absolutismus, will das Parlament möglichst ausgeschaltet Oldenburg( Großh.), foz. Wahlverein für den 1. oldbg. Wahlkreis Rückgrat gestärkt hat. Diese Ueberrumpelung wird offenbar wissen. Weil die Sozialdemokratie den Barlamentarismus 142,50. Oberstein, Wahlverein für das Fürstentum Birkenfeld, drittes auch beim Reichsvereinsgesetz versucht werden. Um so zu einem der Mittel im Emanzipationskampfe des Prole Quartal 07 28,73. Oberlangenbielauer Agitationsbezirk, Beiträge die Arbeiterklasse solchen Versuchen tariats zu machen verstanden hat, wächst die Abneigung der für das 3. Quartal 435,80( darunter: Neichenbach- Neurode- Langen- energischer muß Unter liberalem Schein wird gewiß bürgerlichen Parteien gegen das Parlament. Immer mehr bielan 135,-, Peilau, 2. und 3. Quartal 19,85, Peterswaldau 32,90, entgegentreten. Weigelsdorf 2. und 3. Quartal 17,-, Waldenburg 156,-, Landes- ein reaktionäres Attentat auf Arbeiterrechte versucht werden. suchen sie es zu einer reinen Bewilligungsmaschine für die hut- Jauer- Vollenhain 52,-, Hirschberg- Schönau 23,05). Bofen, Auf doppelten Wegen wird man gegen das Koalitionsrecht Regierungsforderungen zu gestalten und es seiner anderen Beitrag für das dritte Quartal 1907 6,26. Reckling der Arbeiter vorzugehen suchen. Einmal, indem unter dem Aufgaben, der Kontrolle der Regierungstätigkeit und der hausen, Beitrag des Streisvereins erftes Quartal 1907 130.50. Vorwande der„ nationalen" Notwendigkeit, der immer dann Betätigung seiner Initiative, zu berauben. Es ist selbst. Stuttgart, 1. württemb. Wahlkreis 2. Quartal 07 598,36. Staßfurt, hervorgesucht wird, wenn eine besonders schlimme Ver- rerständlich, daß die Sozialdemokratie diesem Beginnen Wablfreis Quedlinburg- Aschersleben- Calbe, Juli bis September 07 145,80. Solingen, Wahlkreisbeitrag 8. Quartal 07 400,-. Stuttgewaltigung von Volksrechten zu bemänteln ist, ein Ausnahme- fchärfften Widerstand entgegenseßen und sich an der Ausgart, G. 11. 10,- Schleswig, 8. fchlesw. holsteinscher Wahlkreis 90,12. gefe gegen die fremdsprachigen Arbeiter geschaffen wird. Der übung ihrer Pflicht, Kritik zu üben, nicht im geringsten Borwärts", leberschuß des 8. Duartals 1907 35 032,- Raub des Koalitionsrechtes des fremdsprachigen Arbeiters bedeutet stören lassen wird. Wenn das Arbeitsprogramm des Reichs. " Wahrer Jakob"," Neue Zeit"," Gleichheit" 15 000.. 9. 8. 5000, aber seine Erhaltung als Lohnbrücker des deutschen Arbeiters: tages umfangreich ist, so wird eben der Reichstag länger Zehdenick, gef. am Geburtstage der Frau 2., überfandt d. D. 10,30. Damit die Lohnbewegung in Rheinland- Westfalen möglichst aus- beisammen bleiben müssen. Für eine Unterstügung des Zittau, soz. Verein f. d. 1. fächs. Wahlkr. 3. Quartal 07 149,80. sichtslos werde, damit im Osten die Land- und Grubenarbeiter an Absolutismus ist wenigstens die sozialdemokratische Oppo. Berlin, den 16. November 1907. jeder Erhöhung ihres Stulturniveaus gehindert werden, des- sition nicht zu haben. " das Für den Parteivorstand: i. V.: Fr. Ebert, Lindenstr. 69. Reichstagsanfang. wegen raubt das neue Vereinsgesetz den Arbeitern das Jedoch kann sie die Entwickelung, die dahin geht, den Koalitionsrecht. Diese nationalen" Bestimmungen sind ein Schwerpunkt der Entscheidung immer mehr aus dem ParlaAttentat auf das wirklich nationale Interesse der ment in die Regierung zu verlegen, nicht völlig hindern. deutschen Arbeiter auf Hebung ihrer Lebenshaltung. Dirett Umsomehr haben aber die Arbeiter die Aufgabe, sich nicht aber soll das Roalitionsrecht eingeschränkt werden durch auf den parlamentarischen Kampf allein zu verlassen. Die Nach einer Pause von sechs Monaten und einer Woche Ausnahmebestimmungen gegen die jugend- Barlamentszeit ist zu kurz, der Einfluß des Parlaments fritt heute der Reichstag zusammen. Stärker als sonst sind lichen Arbeiter. Wenn aber das Stapital die jugendliche zu gering. Immer mehr muß es unser Ziel sein, auch diesmal die Gefühle der Erbitterung, die das deutsche Prole- Arbeitskraft bereits mit 14 Jahren als reif für die Ausbeutung außerhalb des Parlaments durch unablässige Agitation, durch tariat dem bürgerlichen Parlament entgegenbringt. Es ge- ansieht, wenn es die Jugendlichen in den Fabrifen und Werf Aufrüttelung der Indifferenten unsere Macht zu stärken. denkt der Stunde, an der dieses Parlament geboren wurde stätten zur Ausbeutung bersammelt, dann müssen diese Nur dann werden wir den Entscheidungen des Parlaments und des Luges und Truges, die notwendig waren, um diese Jugendlichen auch das Recht haben, sich zu versammeln, um die mit einer gewissen Ruhe entgegensehen können. Majorität erstehen zu lassen. Die Macht, die diese Maßlosigkeit der Ausbeutung zu bekämpfen. Die Bestimmung Der preußische Parteitag. Unsere uferlose Welt- und Flottenpolitik hat uns in diese] uferlose Pumpwirtschaft hineingebracht. Trotz der ungeheuren Steigerung der Reichseinnahmen, namentlich durch die die nicht besigende Klasse des Volkes belastenden Zölle und Verbrauchsabgaben ist die Schuldenlast des Reiches geradezu ungeheuerlich gestiegen! Politische Ueberficht. Berlin, den 21. November 1907. Etatsverschleierung. Nicht mit Redepomp und äußerem Gepränge, fondern schlicht, teber darum doppelt würdig, wurde gestern der preußische Parteitag eröffnet. Mitglieder des Arbeiter- Sängerbundes leiteten die Tagung Um die durch neue Steuern zu deckende Reichs- Unterbilanz durch den stimmungsvollen Vortrag proletarischer Kampfeslieder ein. möglichst gering erscheinen zu lassen, hat die Regierung im neuen Dann eröffnete Genosse Ernst im Namen der Berliner Genossen Im Jahre 1875 besaß das Reich erst 120 Millionen Gtat für 1908 die Einnahme aus den Zöllen auf beinahe 667 Millionen die Verhandlung mit Inappen, fernigen Worten. Der Parteitag soll Schulden. Im Jahre 1885 war diese Schuldenlaft bereits auf Mark veranschlagt, um 67 Millionen Mart höher als in das für die ganze Politit momentan wichtigste Problem behandeln, rund 550 Millionen angewachsen. Im Jahre 1895 betrug laufenden Etatsjahre. Daß diese Steigerung der Zolleinnahmen in wie das preußische Proletariat und darüber hinaus das deutsche die Schuldenlast des Reiches rund 2200 Millionen. Im Jahre nächsten Jahre um mehr als 11 Proz. tatsächlich eintreten wird, erWolf den Alp der preußischen Junkerreaktion abschüttelt. Mögen die 1905 war sie auf 3325 Millionen angewachsen. In Jahres- scheint in Anbetracht der Abflauung der Wirtschaftskonjunktur höchst ganzen Verhandlungen in dem unbeugsamen Entschluß zusammen- frist wuchs sie um weitere 340 Millionen, nämlich auf fraglich. Auch der„ Voss. Ztg." steigen Bedenken über diesen Etatsflingen: Ich will! Nach der Wahl des Bureaus übernahm 3663 Millionen an! Und gegenwärtig beträgt sie bereits ansag auf. Zweifelnb bemerkt fie: Genosse Singer als erster Vorsitzender die Leitung der Geschäfte mit einer den gleichen Geist der Kampfesfreudigkeit atmenden AnSprache. Nach einem warmen Zuruf des Genossen Geck, der dem Parteitag die Grüße des badischen Landesvorstandes übermittelte, wurde sofort in die Arbeit eingetreten. 0 Den ersten Punkt der Tagesordnung bildete die Frage der preußischen Landesorganisation, die eine lebhafte Debatte auslöste. Der Referent, Genosse Haase Stönigsberg, stellte sich in allen wesentlichen Teilen auf den Standpunkt des Organisationsentwurfs, den Groß- Berlin in Gemeinschaft mit dem Parteivorstand vorgelegt hatte. Während er sich geneigt zeigte, aus der auf gleicher Basis fich aufbauenden Organisation für Hessen- Nassau einzelne Bestimmungen für die Organisation Preußens zu übernehmen, wendete er sich mit aller Schärfe gegen den Antrag des Genoffen Arons und einiger Parteifreunde, der vor allen Dingen die Schaffung eines mit dem Parteivorstand nur lose verbundenen besonderen Landeskomitees für Preußen vorschlägt. Die Schaffung einer solchen Landesmehr als 4000 Millionen! Dementsprechend sind auch die Ziufen für die Schulden angewachsen. Während sie 1903 erst rund 100 Millionen betrugen, betragen sie gegenwärtig zirka 146 Millionen Mark! Dabei ist zu berücksichtigen, daß im Etatentwurf für 1908 die Stredite für die Eisenbahnbauten für Ost- und Südwestafrika noch nicht berücksichtigt sind! Es müssen also enorme neue Steuerquellen erschlossen werden, wenn die Reichsfinanzen nicht völlig zerrüttet werden sollen! Und wenn es auch dem Freifinn gelingen sollte, in diesem Jahre die dringend notwendige Steuerfchröpfung zu vertagen, so wird er durch seinen marinistischen und weltpolitischen Bewilligungseifer doch dazu beitragen, den Beutezug auf die Taschen des Voltes im nächsten Jahre um so schlimmer zu gestalten! „ Für das Etatsjahr 1906 hatte der Anschlag ursprünglich eine Einnahme aus den Zöllen von rund 580,44 Millionen Mark an genommen, der Reichstag aber hatte die Ansatsumme um 20 Millionen Mark erhöht. Daß im laufenden Jahre diese im Etat ausgeworfene Summe erreicht werden wird, ist zweifellos, denn die Einnahme hat im ersten Halbjahre dieses Jahres bereits 336,14 Millionen Mark betragen. Nicht so zweifellos aber ist es, ob im nächsten Jahre diese Erhöhung andauern wird, denn sie beruht zum größten Teil auf der starken Getreideeinfuhr, die wieder mit der wenig günstigen Ernte des Jahres 1907 zusammenhängt. Bringt das Jahr 1908 eine beffere Brotfruchternte, so wird die Einfuhr von Weizen und Roggen finken, und damit auch die Zolleinnahme." Allerdings werden, wie hinzugefügt werden muß, die Reichsfinanzen durch einen Ausfall des Ertrages der Getreidezölle nur unwesentlich beeinflußt, denn der Teil der Einnahme aus diesen Zöllen, der den Durchschnitt des während der Jahre 1898-1903 auf den Kopf der Bevölkerung entfallenen Zollbetrages übersteigt, muß nach Waisenversicherung überwieien werden. Bleibt also der Ertrag unter dem obigen Voranschlag zurück. dann trägt zunächst dieser Fonds den Ausfall. Erst wenn die Einnahme unter den Durchschnitt des Jahrfünfts 1898/1908 finft, trifft er die Reichskaffe. vertretung als Spitze der preußischen Organiſation werde nur parti Preußische und fächfliche Ausweifungs- 15 bes Bollgefeßes dem Fonds zur Errichtung einer Witwen und fularistischen Bestrebungen Vorschub leisten und zu Reibungen mit dem Parteivorstand führen, ohne irgend welche Gewähr für eine bessere und nachdrücklichere Handhabung der Geschäfte zu bieten. Barbarei. " Es erhielten Der Ausfall der Bürgerschaftswahl hat gezeigt, daß das Vertrauen der Arbeiter zu ihren Führern durch gegen lettere gerichtete schmutzige Anwürfe nicht erschüttert wird, sondern daß im Gegenteil die Erbitterung der Parteigenoffen gegen das reaktionäre Bürgertum In keinem Lande wird der Ausländer schlimmer behandelt als Genosse Arons, dem als geistigem Bater des Gegenentwurfs in Breußen Deutschland. Die Machtstellung des Deutschen Reiches doppelte Redezeit eingeräumt wurde, bertrat mit Gifer das Grund sichert die Behörden ihrer Meinung nach vor Refriminationen des Graf Bückler- Klein- Tschirne ist, wie Wolffs Telegraphen- Bureau prinzip seines Entwurfes, dessen Gefahren für ein gedeihliches Zu- Auslandes. Da es sich aber bei den Opfern der Polizeipraris fast meldet, heute vormittag hier in Berlin verhaftet worden und wird sammenarbeiten mit dem Parteivorstand er lebhaft bestritt. Mit ausschließlich um Arbeiter handelt, so finden die bürgerlichen nach der Irrenanstalt Dalldorf gebracht werden, weil aller Beredsamkeit affompagnierte ihm Genosse Maurenbrecher, Parteien faft nie ein Wort des Widerspruches. In neuerer die begründete Annahme besteht, daß er gemeingefährlich geistesder deutlicher noch als Genosse Arons die Anschaumgen, aus denen Zeit wird eine geradezu infame Heze gegen die aus fiant ist. der Entwurf entstanden, verriet. Maurenbrecher meinte, das Studium ländischen Arbeiter, die von den Agenten der Großgrundbesizer Die begründete Annahme" ist in den sogenannter der besonderen politischen Verhältnisse und die Führung eines nach und der Großlapitalisten zur Einwanderung verführt werden, ge- maßgebenden politischen Streifen ziemlich spät erkannt worden. drücklichen Wahlrechtstampfes überstiegen die Leistungsfähigkeit des trieben, die das Grillparzerwort:„ Von Humanität durch Nationalität Barteivorstandes, erheischten die Schaffung eines besonderen zur Bestialität" wieder einmal bestätigt. Das Kapital hat Kroaten, Die Wahlen zur Lübecker Bürgerschaft, Landeskomitees, das sich diesen Aufgaben ausschließlich widmen Tichechen, Polen massenhaft in deutsche Gebiete gezogen. Es hat dem Lübecker Stadtparlament, haben am 15. und 19. November fönne und dessen Mitglieder gewissermaßen mit der Person für den die Leute aus rein ländlichen Verhältnissen gerissen, sie in scheußliche stattgefunden und in der zweiten Wähler! lasse mit einem Erfolg ihrer Wirksamkeit einzustehen hätten. Die Person des Partei- Maffenquartiere gepfercht, mit Fusel vergiftet. Von ihren Familien Sieg der sozialdemokratischen Kandidaten geendet. borstandes, in der sich die geistige Negsamkeit am meisten verkörpere, getrennt, von der übrigen Bevölkerung schon durch ihre Fremd- Es wurden vier Genossen auf fechs Jahre in das Vierklassenscheine denn auch den ablehnenden Standpunkt des Parteivorstandes sprachigkeit abgeschlossen, in gefährlicher, harter Arbeitsfron parlament gewählt. Dadurch erhöht sich die Zahl der sozialdemonicht zu teilen. Diese Ausführungen richteten sich gegen den Genossen freudlos dahinlebend, entwickelt sich unter dieser Arbeiter- fratischen Abgeordneten von vier auf acht. In der ersten Klasse, Pfannkuch, der zunächst im Namen des Parteivorstandes um bevölkerung, die in ihren heimischen Verhältnissen durchaus teine die alle Bürger enthält, welche drei Jahre lang mehr als 2100 M. Ablehnung des Antrags des Genoffen Arons gebeten hatte. Der besonders hohe Kriminalität aufweist, leicht eine Neigung zur Ge- Einkommen versteuert haben, fiegten die vereinigten bürglichen BarAntrag sei ganz unbegründet. Es liege nicht ber mindeste Beweis walttätigkeit, die sich sowohl gegeneinander, als auch gegen ihre teien. Auch in der dritten und vierten Klaffe, welche die länd dafür vor, daß der Parteivorstand nicht auch seinen organisatorischen deutsche Umgebung richtet. Es ist das Kapital, das diese Leute in lichen Bürger umfaffen, hatte der Mischmasch Erfolg, während und agitatorischen Verpflichtungen für Preußen vollauf entsprochen habe. Berhältniffe gebracht hat, die Verbrechen züchten, und es sind Ver- die Sozialdemokratie immerhin einen erfreulichen Stimmenzuwachs Schaffe man ein besonderes, selbständiges Landeskomitee, so werde treter der kapitalistischen Interessen, die die Schuld von dem Kapital in der vierten Klasse zu verzeichnen hatte. In der zweiten Klasse das nur zu Friktionen mit dem Parteivorstand führen, dem man auf seine Opfer abwälzen. Sie hegen gegen die Arbeiter, die sie war das Wachstum unserer Stimmen recht erheblich. dann fein wichtigstes Betätigungsfeld genommen habe. Der Partei- geradezu als Arbeitsvieh behandelt wiffen wollen, das man ver- die Genoffen Stelling 714, Effinger 1017, Böger 728 und Möller vorstand habe aber zudem alle Ursache, partikularistischen Neigungen, nichten müsse, wenn es nicht stumm und gefügig als Mehrwertschöpfer 546 Stimmen; die bürgerlichen Gegenkandidaten 355, 322, 310 und 395 Stimmen. Die Wahlen der zweiten Klasse wurden in vier die schon früher wiederholt hervorgetreten feien 3. B. in dem fungieren wolle. Bestreben, das Amt des Reichstagsabgeordneten der Kontrolle der Wan tönnte über dieses Ausleben der Brutalitätsinstinkte, wie Wahlbezirken vorgenommen, die je einen Vertreter zu wählen Gesamt partei zu entziehen im Intereffe der Partei fie fidy a. im Scherischen Tag" austoben, mit der Verzeichnung hatten. Bonden bürgerlichen Parteien wurde ein offener, und dafür in geheimen rechtzeitig mit allem Nachdruck entgegenzutreten. Die dieses Symptoms der fortschreitenden Verrohung hinweggehen, wenn ehrlicher Wahlkampf vermieden Die Blätter des BürgerGenoffen Singer und Moltenbuhr unterstügten diese nicht in der preußischen Ausweisungspraxis genau derselbe Geift Stonventileln gegen uns gewühlt. Auffassung des Parteivorstandes durch die gewichtigsten tebendig wäre Die fremden Arbeiter stehen, unter beständiger tums, besonders das vom berüchtigten Reichsverband gespeiste Argumente aus der organisatorischen und finanziellen Bragis. politifcher Ueberwachung. Die Polizei sorgt dafür, daß sie immer amtliche Organ der Behörden, taten sich in der Berleumdung Singer wies nach, daß die Arbeit des Parteivorstandes speziell in gefügige Werkzeuge der Besigenden sind. Sie dürfen nur so lange und Beschimpfung sozialdemokratischer Führer hervor. Hauptsächlich finanzieller Fürsorge für die Agitation in Preußen wahrhaftig nichts im Lande bleiben, so lange Verwertungsbedürfnis für ihre Arbeitskraft faute man die bekannten, längst widerlegten Lügen gegen Stadtzu wünschen übrig gelaffen habe. Er stellte Maurenbrecher besteht. Ist dieses Bedürfnis nicht vorhanden, sei es, weil die bagen wider, der in einer großen Versammlung selbst mit seinen gegenüber auch ausdrücklich fest, daß der Parteivorstand in Saison borüber, sei es, weil die Konjunktur abflaut, so werden fie Berleumdern gründlich abrechnete; in dieser Bersammlung schwiegen der Frage der Organisation einen völlig einheit aus dem Lande, in dem sie ihre Arbeitsfraft und oft ihre Gesund sich die Ordnungsbanditen in feiger Weise gründlich aus. lichen Standpunkt vertritt. Molfenbuhr bestritt besonders die heit gelassen haben, hinausgeworfen. Der Staat sorgt dafür um so Notwendigkeit einer preußischen Sonderorganisation nach dem Vor- pünktlicher, als auch fistalische Interessen, die Sorge um die Kosten bild der kleineren Bundesstaaten damit, daß Preußen folche Organi- der Armenversorgung hinzukommen. Die Bemühungen aber, die fationen in feinen Provinzialorganisationen längst befize. Genosse Einwanderer auf ein höheres Kulturniveau zu heben, sollen Dittmann- Frankfurt a. M. verwies auf die Notwendigkeit, die Organi- gerade jetzt für immer vernichtet werden durch die Aus- start gewachsen ist. sation auf der bestehenden, bewährten Organisation aufzubauen, statt n ahmebestimmungen im tommenden Vereinsfich auf unsichere Experimente einzulaffen. Die Genossen Katzenrecht, das diesen Arbeitern das Koalitionsrecht rauben will. stein und Ströbel beleuchteten die Jrrigkeit der Annahme, daß Gerade jetzt hat die preußische Regierung die Ausweisungspraxis Herbstausflug nach den ostafrikanischen Balmenhainen zurückgekehrt; man gewissermaßen eines besonderen Landesvorstandes als einer Art wieder verschärft. Aus Breslau wird gemeldet: Nürnberger Trichters bedürfe, um das Verständnis für die Besonders " Der Minister des Innern und der Handelsminister be- doch wird er auf die Verwirklichung seiner phantastischen Projette heiten der preußischen Politik in die Massen hineinzutragen, statt schränkten für die polnisch- galizischen Arbeiter im oberichlesischen noch etwas warten müssen, denn die Reichshauptkasse weist neben die Aufklärungsarbeit organisch aus der politischen Betätigung selbst Industrierevier die diesjährige Karenzzeit, innerhalb deren sie den noch zu deckenden Rückständen ein beträchtliches Defizit auf erwachsen zu lassen. Wels- Berlin und Stadthagen endlich Breußen verlassen müssen, und die am 20. Dezember beginnt, auf und außerdem erfordern die geplante Flottenvermehrung und Heeres18 Tage gegen 42 Tage in den früheren Jahren." verstärkung neue bedeutende Wittel. Der Reichsschazamtssekretär wandten sich mit äußerst glücklichem Humor gegen den Uebereifer für„ pofitive" Arbeit, der letzten Endes auf nichts anderes hinaus Arbeitskraft nicht mehr benötigen, aus dem Lande hinauswirft, läßt gesprochen. Nicht nur, daß man diese Arbeiter, nachdem die Junker ihre hat sich deshalb energisch gegen die Dernburgschen Pläne ausDie häufig aus fonservativen Streifen bediente Taufe, als die wirklich positive Arbeit zu erschweren. Genosse Haase zerpflückte in feinem Schlußwort nochmals die man ihnen nicht einmal mehr die nötige Zeit zur Besorgung ihrer Korresp. Woth" weiß darüber zu berichten: Argumente der Verteidiger des Antrages Arons. Er unterstrich nach Angelegenheiten. drücklich die von den Mitgliedern des Parteivorstandes und von den Der preußische Staat wird aber noch übertroffen durch die Ausanderen Gegnern des preußischen Partitularismus vorgebrachten Ein- weifungspragis, die in Sachsen gehandhabt wird und sich gegen wände. So unbegründet auch das hinter dem Antrag Arons ausländische Säuglinge wendet. Als am 23. September cr. schlummernde Mißtrauen gegen den Barteivorstand sei, es sei die in der Sitzung der dritten Sektion des internationalen Triebfeder der ganzen Aktion. Der Urgrund dieser Aftion sei das Hygiene Kongresses über das Fürsorgewesen für SäugMotiv: die ganze Richtung paßt uns nicht! linge verhandelt wurde, erwähnte der zweite Berichterstatter Herr Die Organisationsentwürfe wurden schließlich einer fünfzehn- Sanitätsrat Dr. Taube, dirigierender Arzt des Leipziger gliederigen Kommission überwiesen. Säuglingsheims, eines in Leipzig wiederholt vor Genosse Adler Stiel erstattete darauf sein Referat über die gekommenen Verfahrens der Behörden, nämlich die Tätigkeit des verflossenen Landtages. Nach Vereinbarung Adlers polizeiliche Abschiebung von Säuglingen nach Kindern von Russinnen, die nach ihrer Entbindung mit dem Genossen Arons wird dieser in seinem Referat die Rußland Frage des Wahlrechtskampfes mitbehandeln. Genosse Adler entrollte in Leipzig von dort ausgewiesen worden waren, aber sich genötigt in seinem Referat, das trotz stärkster Konzentrierung auf die fahen, ihre neugeborenen Kinder im Entbindungshause zurückzulaffen. Hochverratsprozeß gegen Dr. Friedeberg. wichtigsten Vorgänge annähernd zwei Stunden in Anspruch nahm, Da solche, meist wenige Wochen alte Kinder faum instande sind, Das gegen Dr. Friedeberg wegen Hochverrats eingeleitete ein endloses Sündenregister des Dreiflaffenparlaments. Jedes der eine solche Reise lebend zu überstehen, hatte Herr Dr. Taube wiederdarauf darauf gedrungen, Verfahren hat nach Schluß der Boruntersuchung jetzt damit geendet, zahllosen Fakten einer schnöden Klassenherrschaft bewies die Not Holt bei den städtischen Behörden wendigkeit, mit diesem Junter- und Geldsadsregiment endlich einmal diese Ausweisungen von Säuglingen, deren Transport in einer daß das Reichsgericht die Erhebung der Anklage gründlich aufzuräumen! für ihren Schutz ganz ungenügenden Weise erfolgt, zu unterlaffen. abgelehnt, das Verfahren eingestellt und die Koften Er teilte einen Fall mit, bei dem es ihm erst vor kurzem gelungen des Verfahrens der Staatstaffe auferlegt hat. Dr. Friedewar, eine Hinausschiebung der Ausweisung zu erreichen, bis das Kind ein Jahr alt wird. Er hatte aber Vedenken, ob es ihm gelingen werde, eine weitere Hinausschiebung der Ausweisung zu erreichen. Diese Mitteilung erregte unter den Anwesenden- zum großen Teil Ausländern allgemeines Erstaunen. Prof. Dr. Agel Johannessen aus Kristiania gab feiner Entrüstung in der auf den Vortrag folgenden Diskussion lebhaften Ausdruck. Auch erflärte er, er hätte es nie für möglich gehalten, daß so etwas in Deutschland bortommen tönne. Nach Beendigung des Referates wurde die Sizung auf Freitag bertagt. Uferlofe Reichs- Pumpwirtschaft. Der Etatsentwurf für 1908 ermächtigt durch den§ 2 den Reichstanzler, zur Beftreitung einmaliger außerordentlicher Ausgaben auf den Wege der Auleihe die Summe von 260 506 091 m. flüssig zu machen! Die Reichsschulden haben damit die vierte Milliarde überschritten und den Betrag von 4 003 500 000 M. Man kann sich denken, welche Wirkung die Ausweisungspragis auf das Urteil des Auslandes über Deutschland haben muß. Es ist eine dringende Aufgabe unserer Vertretung im Reichstage, mit aller Energie gegen die Deutschland immer mehr diskreditierende Art erreicht! Die Verzinsung der Reichsschuld ist auf 145784524 M. vorzugehen, in der Ausländer hier behandelt werden. angewachsen! Dernburgs ostafrikanische Pläne. Derr Dernburg ist mit großen Eisenbahnplänen von seinem " ,, Staatssekretär Dernburg hat in den letzten Tagen Konferenzen über Konferenzen abgehalten, die sich fast ausschließlich um die von ihm gehegten Bahnprojekte in Ostafrifa drehten; hauptsächlich zwischen Kolonialamt und Reichsschazzamt wurden umfang reiche Balavers" abgehalten. Das Reichsschaẞamt hat sich gegenüber den Plänen Dernburgs aber sehr skeptisch verhalten und erflärt, daß an die Ausführung dieser Pläne für die nächsten Monate nicht zu denken ist, da bei dem jezigen Stande des Geldmarktes die Aufnahme von Anleihen für Kolonialbahnen großen Stils, wie es die projektierte ostafrikanische Zentralbahn ist, Schwierigkeiten begegnen müsse. Für das neue Rechnungsjahr dürfte man sich wohl auf die Fortführung der Bahu Kubub- Feldschuhhorn nach Keetmanshoop und den Ausbau der Usambarabahn nach Moschi beschränken und die größeren Projekte auf eine günstigere Beit aufsparen." berg sollte sich durch eine Vorrede, die er zu der in der Schweiz erschienenen Schrift Hervés„ Das Baterland der Reichen" verfaßt hat, der Vorbereitung zum Hochverrat schuldig gemacht haben. Schon damals, als wir die Eröffnung der Voruntersuchung mitteilten, wiesen wir darauf hin, daß selbst das Reichsgericht die Auflage schwerlich Denn abgesehen davon, daß das Hervésche beschließen könnte. Buch in Frankreich und anderen Ländern völlig unbeanstandet geblieben ist, enthält die Vorrede nirgends eine Identifizierung mit der aus der Hervéschen Broschüre herausgelesenen Aufforderung zu einer gewaltsamen Aenderung der Verfassung. Das Reichsgericht selbst anerkennt in dem Einstellungsbeschluß, daß die Friedebergsche Vorrede lediglich mit den Hervöschen Ideen des„ Patriotismus“, des„ Vaterlandes" und der„ Vaterlandsliebe" fich befaßte. Zugleich mit der Einstellung des Verfahrens ist ein gegen Dr. Friedeberg er Laffener Haftbefehl vom Reichsgericht aufgehoben worden. des Ein Pfarrer gegen den Rotkoller. Der liberale Pfarrer Dr. Pfannkuche in Osnabrüd hat " Wegen N Militärjustiz! der gelvöhnlich das rote Gespenst heraufbeschwört, es natürlich Gehorsamsverweigerung, Achtungs- sehr leicht, den Angeklagten schuldig" gesprochen zu sehen. If fürzlich eine triviale Wahrheit ausgesprochen, indem er öffentlich er- berlegung usw. hatte sich jezt der Arbeitsfoldat der Spruch gefällt, so stürzen die ordentlichen Richter wie Blutlärte, daß auch ein gläubiger Christ sehr wohl Schlimmper vor der Militär- Arbeiterabteilung in Dresden zu her und fällen drakonische Urteile, wobei die Vertreter der LandSozialdemokrat sein könne. Wie gesagt, das ist trivial, verantworten. aber nach der Bülowitischen Aufftachelung des Nationalfanatismus begangen. Als eines Mittags die Abteilung, der Schlimmper anarbeiterorganisation am schändlichsten behandelt werden. Am vergangenen Freitag und Sonnabend wurden drei wandeln sich noch trivialere Wahrheiten zu Hochverrat und gehörte, in die Staſerne einrückte, wollte der begleitende Sergeant Genoffen, Ladányi, Mészáros und Francia, wegen einer Broschüre auf einmal beobachtet haben, daß der Angeklagte gar nicht oder Revolution, und verdient es vermerkt zu werden, wenn ein Mann nicht genügend den Arbeitsfarren schob! Sofort an die Landarbeiter und zweier Artikel des Landarbeiterblattes wie Pfannkuche sich zu solchen Wahrheiten bekennt, zumal wenn fielen einige Befehle, die der Angeklagte aber infolge des Geraffels Bilágszabadság"( Weltfreiheit) au 26 Monaten Gefängnis und er dabei noch einem mächtigen Sapitalisten fräftig des Wagens nicht gehört hat. Nach einiger Zeit fam den 2400 Stronen Geldstrafe verurteilt, welche Summe von der Kauiion auf die gelben" Sühneraugen tritt. Gelegenheit Angeklagten auf einmal ein Befehl zu Dhren. Er ging zum des Blattes abgezogen wird. Durch die Berurteilung dieser Ge dazu bot dem streitbaren Pfarrer dieser Tage eine Versammlung Sergeanten, von welchem er zur Rede gestellt wurde. Es wurde ihm noffen find bis auf einen sämtliche Angestellte der Landarbeiterevangelischen Arbeitervereins in Dsnabrück, in der er mit Meldung gedroht und konnte dann wieder wegtreten. Darauf organisation entweder im Gefängnis oder doch schon verurteilt. fam nun auch eine Anflage. Das Kriegsgericht in Dresden Dies genügte den Schergen nicht, sie wollten durch die hohen Geldüber die Stellung des Vereins zu den Gewerkschaften verurteilte denn auch den Angeklagten wegen diefes Verbrechens strafen, die nur schwer aufzubringen find, der„ Világszabadság" das referierte. Da freie Diskussion zugesichert war, hatten sich Vertreter zu vier Monaten Gefängnis!! Die gegen das Urteil vom Analler Gewerkschaftsrichtungen, und besonders start auch unsere Ge- geklagten eingelegte Berufung wurde vom Oberkriegsgericht nossen eingefunden. Herr Pfarrer Dr. Pfannkuche betonte zunächst, verworfen, weil sich der Angeklagte vorfäglich gegen die daß er es abgelehnt habe, den Vorsitz zu übernehmen, denn militärische Disziplin„ aufgelehnt" have. ein Arbeiterverein müsse auch von einem Arbeiter geleitet sein; zweitens daß er seine Mitwirkung davon abhängig mache, daß der Die Wahlen in den Vereinigten Staaten. Verein politisch neutral bleiben würde. Wenn anderswo freigewerkschaftlich organisierten oder sozialdemokratischen Arbeitern New York, den 7. November.( Eig. Ber.) die Mitgliedschaft in protestantischen Arbeitervereinen verwehrt würde, Die vorgestrigen Wahlen beanspruchen mehr denn geso müsse man sich in Osnabrück auf einen weitherzigeren Standpunkt toöhnliches Interesse. Dürfen sie doch als Gradmeffer gelten stellen und dadurch erklären, daß auch christlich gläubige für die Aussichten der Parteien bei der nächstjährigen PräfiArbeiter Sozialdemokraten fein fönnten. Er dentschaftswahl. Und wenn heuer auch nicht in allen Staaten fenne viele gut evangelische Arbeiter, die Mitglieder freier wähler an die Urnen schritten, so läßt das Resultat des Gewerkschaften und des sozialdemokratischen Wahlvereins feien, 5. November doch immerhin einen Schluß zu auf die allgeund dagegen sei auch gar nichts einzuwenden, denn auch das müsse meine Stimmung der Wählerkreise. tratie". " 9 Kronen deponieren. Politisieren", das heißt das Kritifüben an der agrarischen Gesetzgebung unterbinden; denn bekanntlich dürfen in Ungarn nur diefenigen Zeitungen politisieren", die eine Staution von über 10 000 Diese Urteile werden Hoffentlich ihre Wirkung auf die Arbeiterschaft im allgemeinen und auf die Landarbeiter im besonderen nicht verfehlen. Davon dürfte schon der nächste Kongreß der Lands arbeiter, der in einigen Wochen in Budapest stattfindet, Zeugnis ablegen. Schweiz. Bern, 20. November. Die amtlichen Schlußzahlen der Volksabstimmung über das Wehrgefeß find folgende: Stimmberechtigt 808 916, mit Ja" stimmten 329 952, mit Rein" 267 605. か Italien. Der Unfehlbare". Bius X. fett feinen lichtfeindlichen Kampf wider die Aufklärung " einmal öffentlich festgestellt werden, daß das Programm der Ziemlich schlecht haben die Republikaner abgeschnitten. sozialdemokratischen Partei nicht das geringstem Staate New Jersey ist ihre Majorität von 50 000 auf enthalte, was einen guten Christen davon ab- 8000 gesunken, und im Staate New York ist ihre Vertretung unbeirrt fort. Ein vom 18. November datiertes und am 20. verhalten könne, der Partei beizutreten. Dieses in der Staatslegislatur eine schwächere als bisher. Dieses in der Staatslegislatur eine schwächere als bisher. Be öffentlichtes Motu proprio, das heißt: ein aus eigener Initiative objektive Urteil über die Sozialdemokratie im Munde eines Geist- merkenswert ist ferner ihr trotz aller Anstrengungen ver- des Bapstes gegebener Erlaß. gegen den jeder Einwand unlichen genügt der nationalliberalen Dsnabrüder 3tg.", in fchlter Versuch, den Demokraten Positionen in den Staaten zulässig ist() befiehlt allen Katholiken, fich den Ents einem giftgeschwollenen Artikel Herrn Dr. Pfannkuche zu beschul- Maryland und Rhode Island oder in der Stadt Cleveland fcheidungen zu unteriverfen, die von der von Leo XIII. eindigen, er besorge die Geschäfte der Sozialdemo- au entreißen. Nur in Kentucky hatten sie Glück, indem sie gefeßten Sommission für Bibelforschung getroffen worden seien den Staat eroberten. Zurückzuführen sind diese Mißerfolg oder noch getroffen werden, und ihnen dieselbe Bedeutung beiAber der evangelische Pfarrer hat noch unverzeihlicheres ver- der Bartei auf die rasch übers ganze Land sich ausbreitende zumessen wie den Dekreten der heiligen römischen Kongregationen! brochen. Wir berichteten seinerzeit, daß die Firma Hammersen Krisis und teilweise auch auf die Stupidität der Republi Alle diejenigen, die in Wort oder Schrift diese Entscheidungen einer u. Comp., Aktiengesellschaft in Osnabrüd, einen faner. Seit dem Einsetzen der Hochkonjunkturperiode ging Kritik unterzögen oder fie angriffen, begingen damit eine schwere gelben Arbeiterverein Augsburger Musters für ihren Betrieb die republikanische Partei mit der Behauptung krebsen, daß Sünde. gegründet habe. Dr. Pfannkuche teilte nun in der besagten Ver- sie die guten Zeiten", die Kompottschüssel"(!) gefüllt habe. Das Motu proprio spricht von den Gegnern der gegen die sammlung mit, daß sich Hammersen u. Comp. mit der brief- Noch bei der letzten Präsidentenwahl wurde diese Phrase, Irrtümer des Modernismus" gerichteten Entscheidungen des lichen Anfrage an ihn gewandt hätten, ob es wahr sei, daß die in der Bezeichnung full dinner pail"( gefüllter Freß- Papstes und droht ihnen nochmals mit Exkommunikation, indem es er in einer Mitgliederversammlung oder Vorstandssigung des korb) zusammengefaßt ward, bis zum Ueberdruß breitge- ausführt, baß jene sich auch allen Strafen aussetzen würden, die für evangelischen Arbeitervereins den Ausspruch getan habe, die Arbeiter, treten, und die Wahl der Demokraten für gleichbedeutend die Verteidiger fegerischer Brogaganda beständen, falls ihre Andie dem gelben Berein beigetretenen, hätten sich verlauft. mit dem Beginn schlechter Zeiten bezeichnet. Damals schauungen legerisch feien! Schließlich fordert das Motu proprio Die Firma habe ihn, den Pastor, ersucht, anzugeben, wie er diesen verfing die Phrase, aber jetzt, da die Arbeiterentlassungen sämtliche Bischöfe und Leiter geistlicher Kongregationen auf, die ProAusspruch rechtfertigen"(!) wolle. Der pastorale Bescheid ließ an in allen Zeilen des Landes einen unheimlichen Umfang an- fefforen, und zwar insbesondere die an Seminaren tätigen, zu überwachen Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig. Der Pfarrer antiwortete der nehmen, drehten die Demokraten ihren Gegnern einen Strict und alle diejenigen zu entfernen, die modernistische" Lehren verFirma, er könne sich dieser Worte nicht entfinnen, bestreiten wolle er Saraus. Das Resultat zeigte sich in dem Stimmenrüdgang treten. Der Bapst ermahnt schließlich die Bischöfe, junge Studenten, sie nicht. Wenn sie gefallen seien, könne er davon nichts zurück der Republikaner. Verschlechtern sich die Verhältnisse weiter, die Neigung zu den Irrtümern des Modernismus" zeigen, nicht zu nehmen, denn es fei tatsächlich ein andelsgeschäft. dann dürfte im nächsten Jahre ein furchtbares Gewitter über Brieftern zu weihen, und fordert fie auf, in ihren Diözesen den Ver Gegen einige Wohltätigkeits- Einrichtungen", wie Kartoffel die republikanische Partei hereinbrechen, und ihre Stimmgeber tauf fowie. die Lektüre modernistischer Bücher zu verbieten...... Lieferungen usw., gäben die Leute ihr Koalitionsrecht preis. Er, aus Arbeiterkreisen werden zu Zehntausenden fahnenflüchtig Fehlt bloß noch, daß Pius fich und die ganze Bibelkommissior Pfannkuche, habe die Firma schließlich zu persönlicher Aus- werden. bei lebendigem Leibe heilig spricht. einandersetzung, die auch in der Versammlung erfolgen Besondere Beachtung verdient auch der Zusammenbrud) könne, eingeladen. Die Firma habe aber statt deffen eine Beder sogenannten Hearst- Bewegung im Staate New York und Im Nasi- Prozeß stellten am Mittwoch der Angeklagte sowie schwerde gegen ihn an das Konsistorium in Hannover ge- hauptsächlich in der Stadt New York. Während der Dema- feine Verteidiger mehrere Anträge. Hierbei fam es zu einer ers richtet. goge Hearst, der durch seine sozialistisch schillernden Redens regten Auseinandersetzung zwischen dem Präsidenten und dem Ver arten die Arbeiter einzufangen gewußt hatte, noch vor zwei teidiger Martini, im Verlaufe deren der Präsident diesem das Wort entzog. Nafis Verteidiger verließen darauf den Saal, indem sie erJahren bei der Wahl um den Bürgermeisterposten von Großflärten, daß fie durch die Lage der Dinge an der freien Ausübung New York in den Counties Manhattan, und Bronz( dem ur ihres mandates gehindert würden und ihre weitere Anwesenheit daher sprünglichen New Yorf) 123 292 Stimmen auf sich vereinigt für Rafi von feinem Nußen, sondern sogar schädlich sei. Auf die hatte gegenüber 140 264 demokratischen und 64 289 repu Frage des Präsidenten, ob er die Haltung feiner Berteidiger billige, blikanischen wagte er dieses Jahr gar nicht, selbständig in hielt Nafi eine sehr erregte Rede, in der er ausführte, daß er die den Wahlkampf einzutreten, vielmehr schloß er mit der repu- Gründe seiner Verteidiger für berechtigt halte. Die Beschlüsse slikanischen Partei( der großkapitalistischen Partei sans des Senats bedeuteten eine Gefezesverlegung. Seine Verhaftung phrase) ein Wahlbündnis. Seine Kandidaten brachten es fei ungefeßlich und er werde von der ihm nach dem Gefeße zustimme druckt den Artikel ab, aber nicht um die Arbeiter zu aber trotzdem nur auf 120 000 gegen 145 000 demokratische( Bewegung.) Er fei befremdet, daß man ihn daran hindern wolle, stehenden Befugnis, einige der Richter abzulehnen, Gebrauch machen. Verschwendern zu stempeln, sondern um den Bauern zu zeigen, wie sehr sie sich von den Arbeitern an Opferwilligfeit und Stimmen. Noch augenfälliger ist seine Niederlage in dem volles Licht in die Angelegenheit zu bringen; er habe sich keiner Verständnis für die Bedeutung der Organisation Borough Kings, das ebenfalls zum Gebiete von Groß- New gemeinen Berbrechen schuldig gemacht und verlange, daß seine Rechte ihres Berufsstandes, sowie der für sie eintretenden Preise be- york gehört und wo feine Partei eigene Kandidaten auf- geachtet würden. fchämen lassen." Das Blatt schreibt: stellte. Hier ist die Hearstpartei von 84 835 Stimmen im Der Präsident ertviderte, die Rechte der Verteidigung seien nicht Die Arbeiter sind bedeutend einfichtsvoller als die Bauern. Jahre 1905( gegenüber 68 778 demokratischen und 61 192 verlegt worden; er werde die Verteidiger auf Grund der StrafWo es den Beitritt zu einer Berufsorganisation und die materielle republikanischen) gar auf etwa 30 000 gefallen, während sich prozeßordnung auffordern, in der morgigen Sigung wieder zu erStärkung derfelben, wo es die Unterſtübung ihrer Presse gilt, da die Stimmenzahlen der Demokraten und Republikaner um cheinen und, falls fie ausbleiben sollten, die gesetzlich zulässigen wird mit dem Gelde nicht gespart. Die Arbeiter sind eben bereits die Biffer 80 000 bewegen.( Amtliche Zahlen liegen noch Maßregeln gegen fie ergreifen. zu der Reife und Einsicht gelangt, daß sie durch diese anscheinend nicht direkt einen in Mark und Pfennige um zurechnenden Gewinn abwerfende Kapitals= Gleich erfreulich wie die Abkehr der Arbeiter von der anlage von wenigen Groschen ihre eigenen Demagogie eines Hearst ist, soweit Ziffern vorliegen, die Interessen am allerwirlsamsten fördern...." Wer Zunahme der sozialistischen Stimmen. In der Stadt freilich nur dann sich entschließen fann, seinen Groichen für etwas New York hat beispielsweise die sozialistische Partei trok anzulegen, wenn man ihm sofort zwei dafür in die Hand legt, einer bedeutend geringeren Wahlbeteiligung ihre Stimmen der pazt nicht in die Welt hinein und braucht sich nicht zu wundern, zahl von etwas über 8000 auf etwas über 13000 erhöht wenn die Räder über ihn hinweggehen. Die Zeiten find eben heute andere geworden wie dortmals, als der Groß- Sicherlich sind diese Zahlen für eine Millionenstadt wie vater die Großmutter nahm. Wer nicht mitgeht mit der Zeit New York recht niedrige, aber die Ernüchterung der Arbeiter, und ihre Zeichen nicht begreifen lernen will, fommit unter den die zwar dieses Jahr noch keinen sozialdemokratischen Schlitten." Stimmzettel abgaben, indessen zu Tausenden aus Ekel über das Treiben eines Hearst oder der Demokraten und Republikaner der Wahlurne fern blieben, läßt erhoffen, daß die nächstjährige Präsidentschaftswahl die Sozialdemokratie einen bedeutenden Schritt vorwärts bringen wird. Db das Konsistorium den nationalen" Jefuiten den Gefallen tun wird, den Kezer zu verbrennen? Gine gelbe Kirchenregierung fehlte uns ja eigentlich noch an e Arbeitergroschen. Einige Blätter machen sich wieder einmal das Bergnügen, der Welt vorzurechnen, wie viel die sozialdemokratischen Arbeiter für Partei, Gewerkschaft und Zeitungen ausgeben und wie wenig sie davon haben. Die zentrumsagrarische Rheinische Bolts " Leider gibt es auch unter den Arbeitern noch weite Streise, die in dieser Beziehung es den Bauern an Gleichgültigkeit und Rüdständigkeit gleichtun. " Konservative Rechenkünstler. nicht vor.) Ungarn. Arbeiterheimsuchungen nach neuer Methode. Rom, 21. November.( W. T. B.) Die Verteidiger Nafis find nicht erschienen. Der Präsident erklärt, er habe sie laden lassen und die Verteidiger, die von Rom abwesend feien, hätten telegraphisch geantwortet, sie würden in Rom eintreffen. Er habe darauf die erforderlichen Maßnahmen zur Bestellung einer Offizialverteidigung getroffen. Da es ungewiß ist, welche Haltung einige Berteidiger fünftig beobachten werden, wird die Berhandlung auf den 3. Deember vertagt und die Sigung aufgehoben. Von unserem Storiespondenten in Rom erhalten wir hierzu folgendes Privattelegramm: Der Rücktritt der Verteidiger Nasis nach Schluß der zweiten Berhandlungswoche erfolgte zum Protest gegen die angebliche Voreingenommenheit des Gerichtshofes, die sich darin offenbare, daß die Prüfung des Geschäftsgebarens der früheren Ministerien abgelehnt worden sei! Mit dem taktischen Manöver wird offenbar bezweckt, die Affäre Raft wieder vors Parlament zu bringen. Belgien. Jm konfervativen Kreisverein in Wetzlar hat jüngst ein Generalmajor von Kloeden aus Wiesbaden einen Vortrag über die Intereffengemeinschaft von Industrie und Landwirtschaft gehalten. Wie Der beleidigte Leopold. Am Dienstag wurde in allen größeren der Weylarer Anzeiger" berichtet, bezeichnete der Redner die Lage Die feudal- konservative Regierung, die noch vor kurzem der Buchhandlungen Brüffels die Simpliciffimus"-Nummer mit Bes bes Arbeiters in der dortigen Gegend als gut; er habe Meinung war, als ließe sich die Arbeiterbewegung durch Gewerkschlag belegt, die Leopold in Gesellschaft feiner Geliebten zeigt, diese morgens Wurst zum Brot, mittags Sauerkrau, schaftsauflösungen, durch Konfizierungen der sozialdemokratische mit einem auf der Auktion erworbenen Spitzenfichu der Königin und Schweinebraten und abends wieder ein Stüd Beitungen und Flugblätter sowie durch ungefeßliche Versammlungs. Henriette angetan. Die Beschlagnahme erfolgte wegen- Beleidigung Sped. verbote vernichten, wurde am 10. Oftober eines besseren belehrt. des Königs! Die Brüsseler hatten übrigens an diesem Tage Diese Ausführungen kommen selbst dem Stöckerschen Bolt" in Es stellte sich heraus, daß durch die vielen Verfolgungen die Partei etwas zimm Lachen: Während man nämlich am Boulevard Siegen, das den Konservativen recht wohl gefinnt ist, ein wenig auf- derartig gestärkt wurde, wie es ohne dieselben kaum der Faim„ Soir" die Nachricht von der Konfiskation des„ Simplifallend vor. Das Blatt hält dem Herrn Generalmajor den amt gewesen wäre. Es schien, als hätte die Regierung dies eingesehen: lichen Bericht der Gewerbeaufsichtsbeamten und Bergbehörden vor diert war, erhielten die Erlaubnis, fich weiter zu betätigen, die wund mit dem Ausrufen des Wigblattes de cri du Peuple", Manche Gewerkschaften, deren Tätigkeit von der Regierung suspen. ciffimus" las, schrien sich die Zeitungsjungen die Kehlen und stellt fest, daß der Schichtlohn der Bergarbeiter im Lahn- nächtliche Inspektion der Staatsanwaltschaft, welche eingeführ das auf seiner ersten Seite die Reproduktion des be. gebiet je nach der Gegend 2,88, 2,84, 2,93 und 8,26 M. beträgt. war, um die sozialdemokratischen Blätter rechtzeitig tonfisgieren fchlagnahmten Recnizer- Bildes zeigt!! llebrigens wird allem Dabei sind die Bergleute noch die am besten bezahlten Arbeitert zu fönnen, wurde mit der Begründung aufgehoben, daß diese Anschein nach die Versteigerung doch stattfinden, da der Prinzessin woraus man einen Schluß ziehen darf auf die Lage der übrigen Institution mit der Preßfreiheit" unvereinbar sei. Nun scheint Luise zu der erforderlichen Summe 40 000 Fr. fehlen. So wird Arbeiterschaft der dortigen Gegend. aber die Regierung die ihr erteilte Lektion schon wieder vergessen Das Stöderblatt bemerkt dazu: zu haben. Sie fekt zwar die alten, ungefeßlichen Knebelungen man denn wohl die hübsche Ironie erleben, daß zwar das Bild " Die Arbeiter im Naffauischen müssen also ganz hervor- nicht fort, fucht aber durch neue Methoden auf" geseblichem beschlagnahmt wurde, das durch einen Witz fiber die Auktion das ragende Rechenkünstler fein, wenn sie fich bei den angegebenen Wege" die Arbeiterpresse und-Organisationen zu vernichten. Durch Bartgefüht" des Königs beleidigte, daß aber die Multion felber -Zartgefühl nicht so weit reicht, Löhnen morgens Wurst, mittags Schiveinebraten und abends Sped die regierungstreuen Staatsanwälte werden gegen die Parteipreffe stattfindet, weil des Stönigs leisten können. Vielleicht macht der Herr Generalmajor noch aus- Anklagen wegen Aufreizung zum Klassenhay" fast täglich erhoben 40 000 Fr. aus der Brieftasche zu nehmen, um die Reliquien seiner findig, daß sie auch täglich ein Fläschchen Liebfrauenmilch oder und es vergeht keine Woche, wo nicht einige Genoffen sich vor dem gestorbenen Frau vor der Versteigerung zu retten. Geisenheimer trinken." Die Geschworenen sind Schwurgericht zu verantworten haben. Wenn es aber Herrn Generalmajor v. Kloeden einfallen sollte, lich gesinnte Kapitalisten, daß manche von ihnen sogar offen ge. Wohnungswucherer oder sonstige der Arbeiterschaft derartig feindbei der nächsten Reichstagswahl zu kandidieren, und er fäme mit stehen. daß sie einen jeden Sozialdemokraten, der unter ihre einem Sozialdemokraten in die Stichwahl, so würden sich die Stöcker Sände kommt, verurteilen werden!! Wird gegen solche GeLeute mit aller Macht ins Zeug legen für den Mann, der die Arbeiter schworenen Beschwerde erhoben, so findet diese natürlich feine Bes bei 2,83 M. Tagelohn ein Leben wie im Paradiese führen läßt.-rücksichtigung. Bei derartigen Geschworenen hat der Staatsanwalt, " " Dänemark. Die dänischen Lotterien und das Ausland. Das schwedische Kommerzkollegium hat einen Gefeßentwurf ausgearbeitet, der den Verkauf dänischer Lotterielose in Schweden verbietet, desgl. die Veröffentlichung der Zichungslisten dieser Lotterien. Außerdem will man versuchen, zu verhindern, daß die die Lotteriebriefe und Lose, die aus Dänemark kommen, an Adressaten ausgeliefert werden. " Drte Das Lotterieunwesen ist in Dänemark unter der„ liberalen" Regierung schrecklich emporgewuchert. Nicht weniger als vier große, vom Staate anerkannte Lotterien suchen im In- und Ausland den Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen. Kopenhagens Socialdemokraten" macht zu dem schwedischen Gesezentwurf u. a. folgende Frankenthal. Heidelberg Bemerkung: " Schweden verbittet sich nun schon unseren Lotterieimport, und Ludwigshafen wahrscheinlich folgen bald unsere anderen Nachbarländer, Norwegen Mannheim und Deutschland, nach." Dggersheim. Auf Grund des Abkommens mit den Industriellen tritt eine Verfürzung der Arbeitszeit ein um Stunden Arbeiter pro Woche 2970 · 126 11/8 246 23/4 8910 225 694 3896 214 8914 172 516 14 1363 23/4 3757 154 1,4 238 47 23/ 130 1146 2,9 3317 87 29 261 58 02521132821 In verschiedenen deutschen Bundesstaaten ist ja allerdings das Eglingen Spielen in fremden Lotterien verboten, gleichwohl wird in Deutsch- Feuerbach. land für die hauptsächlich mit deutschem Kapital neu begründete Ludwigsburg Dänisch- westindische Lotterie viel Reklame gemacht. Im Vorwärts Stuttgart- Cannstatt 28 wurde bereits vor einiger Zeit auf das schwindelhafte Gebaren Waiblingen dieser in Dänemark vom Staate anerkannten Lotterie hingewiesen. Gewerkschaftliches. Buffenhausen • BREBRI2232 356 400 9.000 27 760 356 560 20 640 150 280 9520 5 200 132 680 10440 2 320 Zusammen 88 10 236 2,6|| 27 020 11 080 800 Jm Industriegebiet Mannheim Ludwigshafen ist in 38 Betrieben für zusammen 7410 Arbeiter eine Verkürzung der Arbeitszeit bon 19 259 Stunden und im Industriegebiet Stutt 50 Betrieben für 2826 Arbeiter gart- Eßlingen Stunden die Woche erreicht worden; das bedeutet zusammen in 88 Betrieben mit 10 236 Arbeitern eine Verkürzung der Arbeitszeit von 27 020 Stunden die Woche oder im Durchschnitt für den einzelnen von 105 Stunden für das Jahr. sonst in eine Notlage geratenen Kollegen Unterstützungen gewährt werden. Als Beitrag wurden wöchentlich 20 Pf. festgesetzt. Die Christlichen und Hirsche waren über diese Gründung sehr geärgert Zahl der im Durchschnitt für sämtliche Arbeiter und faßten ihre Mitglieder und Unorganisierten zu einer Gegen darin be- für d. einzelnen pro Jahr pro organisation zusammen, die unter der Flagge einer Unterstützungs schäftigten zu Woche Arbeiter 40 Wochen vereinigung segelte, aber allgemein als der Anfang einer gelben Gründung angesehen wurde, eine Ansicht, die um so gerechtfertigter erscheinen mußte, als der Verein von der Direktion ein Geldgeschenk von 10 000 m. erhielt. Der gelbe Charakter dieser Gründung wurde von den Machern beharrlich abgeleugnet. Die Seele des Ganzen war der Führer der Christlichen, der Schlosser Göß, der auch zum Vorsitzenden der Unterstützungsvereinigung gemacht wurde, die be stimmt war, dem Verein der Freiorganisierten das Wasser abzugraben und deren gerichtliche Eintragung bewirkt wurde, um den Verein zu einem„ anerkannten" zu machen und die Rechte der Mitglieder ,, ficher zu stellen". Man hoffte auf starke Desertionen bei den Gegnern dadurch, daß man den Wochenbeitrag nur auf 10 Pf. feftieşte. Jetzt ist aber der Verein in eine schwierige Lage gekommen, er fann den Anforderungen der Mitglieder nicht mehr gerecht werden, so daß nach dem Gesetz die Regierung einschreiten müßte, wenn die Beiträge nicht entsprechend erhöht werden. Inzwischen ist der Vorsitzende Göß aus dem chriftlichen Metallarbeiter- Verbande ausgeschieden, weil seine Persönlichkeit nicht genügend gewürdigt wurde, und nunmehr unorganisiert. Er bemüht sich jetzt, den Verein ganz ins gelbe Lager hinüberzuführen. Die Christlichen und Hirsche sahen sich vor der Gefahr, ganz aus dem Berein hinausgeworfen zu werden. In der Generalversammlung des Vereins kam es deshalb zu einem wüsten Krach. Göß follte beseitigt werden, aber er hängt fest wie eine Klette und drohte, fofort einen neuen Verein zu gründen, in dem er sich die Christlichen und Hirsche vom Halse halten werde. Es kam schließlich noch einmal zu einem Kompromiß, auf wie lange, wird die Zukunft lehren. Von großem Interesse war das, was in dieser sechsstündigen, von wildem Lärm erfüllten Veriammlung ausgeplaudert wurde. Ein gelber Redner erzählte nämlich ganz naiv, daß die Vers Die Wafflen der Ortskrankenkasse der Schneider. waltung des Vereins, in der die christlichen und gewerkvereinlichen Während bei früheren Delegiertenwahlen der Ortskrankenkasse Führer vertreten sind, geheime Sigungen mit der der Schneider der Reichslügenverband in der wüstesten Weise in Direktion des Wertes abhielt und daß der Direktor Aftion trat, gingen diesmal die Wahlen in ruhigerer Weise vor Nera in einer solchen Sigung erklärt habe, im Falle einer sich. Bei der Wahl der Arbeitnehmer erhielt die Liste des Schneider- Aussperrung würden die Mitglieder der Unter verbandes 715 Stimmen, während 174 Stimmen auf die Kandidaten st ügungs- Vereinigung verschont bleiben. der vereinigten Chriftlich- Sozialen, Hirsch- Dunderschen, Katholiken und Reichsverbändler entfielen. An den Wahlen der Arbeitgeber beteiligten sich die Scharfmacher im Schneidergewerbe überhaupt nicht, so daß alle 114 abgegebenen Stimmen auf die Kandidaten der freien Meister entfielen. in 7761 Verkürzung der Arbeitszeit in der Metallindustrie. Trotz der günstigen Ergebnisse, die in einer ganzen Anzahl Betriebe mit der Herabsetzung der Arbeitszeit auf neun und teilweise auf acht Stunden pro Tag zu verzeichnen waren, standen die deutschen Metallindustriellen noch vor kurzem auf dem Standpunkt, eine Verfürzung der täglichen Arbeitszeit unter zehn Stunden sei für Dieses Ergebnis ist nicht nur ein außerordentlicher Erfolg des fie undiskutierbar, eine Prinzipienfrage. Aber die Verhältnisse find Deutschen Metallarbeiter- Verbandes, sondern es ist zugleich ein Wartstärker als die Menschen und heute haben die Metall- stein auf dem Wege zum Neunstundentag. industriellen nicht nur ihren rückständigen Standgunkt aufs geben müffen, sondern einzelne Bezirksverbände der Metallindustriellen empfehlen ihren Mitgliedern jelber, die Arbeitszeit zu verfürzen. Das haben die Arbeiter aber nicht der gewonnenen Einsicht der in Betracht kommenden Unternehmer zu verdanken. Die erstarkte Drganisation der Arbeiter und die Hülfsmittel, die derselben zur Seite stehen, haben die Unternehmer zu einer Revision ihrer Anfichten veranlaßt. Dem zielbewußten Vorgehen des Deutschen Metalls arbeiterverbandes ist es zuzuschreiben, wenn es gelungen ist, den Widerstand der Scharfmacher in der Metallindustrie zu brechen. In den letzten Jahren ist die Arbeitszeit in der Metallindustrie Deutschlands ganz wesentlich verkürzt worden. In Berlin arbeiten heute zehntausende Metallarbeiter nicht länger als neun Stunden. Dann besteht für die gesamte Gold- und Silberindustrie, sowie den größten Teil der Betriebe der mechanischen Industrie usw. der Neunstundentag. Aber auch in handwerksmäßigen Berufen wie dem Klempnergewerbe ist die, neunstündige Arbeitszeit vielfach eingeführt; Ende 1906 arbeiteten rund 7000 Klempner neun und unter neun Stunden pro Tag. In den in der Metallindustrie abgeschlossenen Tarifverträgen ist die Arbeitszeit für 45 713 Arbeiter mit neun und unter neun Stunden festgesezt. In Stuttgart arbeiten gegenwärtig rund 5000 Metallarbeiter, das sind 48 Proz. der Beschäftigten, neun und unter neun Stunden pro Tag. Die durch den Deutschen MetallarbeiterVerband erzielte Verkürzung der Arbeitszeit in den legten Jahren beträgt: für 8511 Arbeiter 25 493 Stunden die Woche 105 644 304 848 71 277 dem mur Berlin und Umgegend. Deutsches Reich. Der gelbe" Meister. Einheitliche Organisation der norwegischen Malergehülfen. In Norwegen haben seit längerer Zeit zwei Walerverbände bestanden: Der„ Norwegische Malerverband" mit ungefähr 350 Mitgliedern und der Landesverband der Malergesellen" mit ungefähr 940 Mitgliedern, der seinerzeit aus Drtsabteilungen gebildet wurde, die verschiedener Streitigkeiten wegen aus jenem älteren Verbande ausgetreten waren. Um dieſen unleiblichen Zustand, der die gewerkschaftliche Tätigkeit Ein Arbeiter in der Maschinenfabrik Augsburg- Nürnberg, Wert der Maler Norwegens beeinträchtigte, zu beseitigen, wurde auf Wunsch Nürnberg, schrieb im September an die Fabrifdirektoren einen Brief, beider Organisationen ein Schiedsgericht von Partei- und Gewerkworin er sich über die unerhörten Schikanen durch den schaftsvertretern eing jetzt, das nun am 16. November seine Entwerkmeister Fleischmann und über grobe Beleidigungen scheidung veröffentlicht hat. Danach soll am 1. Dezember der durch diesen beschwerte mit dem Beifügen, er glaube sich dies Zusammenschluß erfolgen, in der Weise, daß der Landesverband der Malergesellen in den Norwegischen Malerverband- Norsk schon um deswillen nicht gefallen zu lassen, nachdem der Meister malerforbund"- übertritt. In Kristiania soll jedoch die Ortsabteilung Fleischmann die Fabrik bestohlen und betrogen habe. Der Meister er- des Materverbandes in den weit größeren Malergesellenverein von hielt diesen Brief vorgezeigt und nachdem er Vorstandsmit Kristiania aufgehen, der dann die neue Drtsabteilung des einheit glied des gelben Arbeitswilligenvereins ist, lichen Verbandes bildet. Die alte Ortsabteilung des Verbandes. mußte wird verpflichtet, den Tarifvertrag, den sie mit einer Minderheit der " unbescholtene" Leute angehören dürfen, selbstverständlich den Arbeiter Klagen, Malermeister abgeschlossen hat, sofort zu fündigen, um dann dem am denn er wir ein bollkommener Ehrenmann. Hören was 1. März diefes Jahres zwischen dem Malergesellenverein und dem nun, 78 571 Malermeisterverein von Kristiania abgeschlossenen Tarifvertrag allEs marschierte ein Zeugen sagten. Zeuge um 1907 erstes Halbjahr 22 626 gemein Geltung zu verschaffen. Zusammen für 146994 Arbeiter 506 762 Stunden die Woche anderen auf und bekundeten, daß sie während der Arbeitszeit oft tagelang für den Meister Privatarbeiten machen mußten Im furzen Zeitraum von 3 Jahren ist es dem Deutschen unter Verwendung nicht unbedeutender Mengen von Kupfer und Metallarbeiterverband möglich gewesen, für rund 147000 Metall- anderem Metall. Die Heranziehung der Arbeiter zu Privatarbeiten arbeiter die Arbeitszeit um mehr als eine halbe für den Meister geschah fortgesetzt und dehnte sich oft dermaßen Ein Eisenbahnerstreik in Indien. Million Stunden die Woche verkürzen zu können. aus, daß die Arbeiter fagten, fie müssen bald mehr für den Meister arbeiten als für die Fabrik. Die Zeugen erklärten, daß sie es für Im Laufe dieses Frühjahrs wurde vom Deutschen Metall- feinen Betrug halten, wenn der eine oder andere mal eine Steinig, arbeiterverband für die Industriegebiete Mannheim- Ludwigshafen feit während der Arbeitszeit für sich anfertige, aber in dem Umfange, Frankenthal sowie Stuttgart- Gßlingen und Karlsruhe- Durlach eine wie es der Meister Fleischmann getan, müsse man die Sache zweifelBewegung zur Verfürzung der Arbeitszeit eingeleitet, um eine los als Betrug ansehen. möglichst gleichmäßige Arbeitszeit herbeizuführen. Die an sämtliche Amtsrichter: Ja, wenn Sie das als Betrug ansehen, Unternehmer sowie die Verbände der Metallindustriellen in Baden warum haben Sie sich denn dann nicht dagegen aufgelehnt? und Württemberg eingereichten Vorschläge lauteten: 1904 1905 1906 • • 37 286 · " " " " Das ist to a hre Kulturarbeit. wie 9 Stunden oder 54 Stunden wöchentlich. er " " fei " " die " " " a) Die tägliche regelmäßige Arbeitszeit beträgt nicht mehr b) Eine Minderung des Verdienstes findet durch die VerKürzung der Arbeitszeit nicht statt. c) Soweit Akkordarbeit in Frage kommt, werden die Afforde, bei denen sich herausstellt, daß der feitherige Verdienst nicht mehr zu erreichen ist, entsprechend reguliert. Statistische Erhebungen, die vor Einleitung der Bewegung vorgenommen wurden, haben ergeben, daß in den in Frage kommenden Industriegebieten die tägliche Arbeitszeit betrug: 9 Stunden und weniger in 31 Betrieben mit 7027 Arbeitern, über 9 Stunden in 131 Betrieben mit 31 418 Arbeitern; 91/2 Stunden und weniger wurde in 85 Betrieben mit 19 557 Arbeitern und über 91/2 Stunden in 77 Betrieben mit. 18 888 Arbeitern gearbeitet. Die Arbeitszeit schwankte pro Tag zwischen 8 und 10% Stunden und zwischen 48 und 60 Stunden pro Woche. Kurz nach Einreichung der Vorschläge an die Unternehmer wurde von dem Verband Metallindustrieller in Württemberg der Leitung des Deutschen Metallarbeiterverbandes ein Beschluß der württembergischen Metallindustriellen bekanntgegeben, der folgenden Wortlaut hatte: „ Die tägliche effettive Arbeitszeit beträgt 91% Stunden bei 10 stündiger Anwesenheit im Betrieb. Es soll jedoch denjenigen Firmen, bei welchen nachmittags teine Notwendigkeit zu einer Vesperpause besteht, freigestellt sein, die Anwesenheit in der Fabrik auf 9% Stunden zu reduzieren." Mit diesem Beschluß erklärten sich zunächst die Arbeiter einverstanden und wurde sofort in allen Betrieben die Durchführung dieses Beschlusses in die Wege geleitet. In Baden sträubten sich anfangs die Unternehmer und besonders der Verband der Metallindustriellen Badens und der Pfalz wollte von einer Verkürzung der Arbeitszeit nichts wissen. Erst nach längerem Briefwechsel tam es zu Verhandlungen und wurde mit dem Deutschen Metallarbeiter berbande folgende Vereinbarung abgeschlossen: 1. Der Verband der Metallindustriellen Badens, der Pfalz und angrenzenden Industriebezirke( E. V.) ist mit einer effeftiven Arbeitszeit von 9 Stunden beziehungsweise 57 Stunden wöchentlich einverstanden. Frühstücken und Vespern ist in dieser Reit nicht einbegriffen. Die Regelung der Baufen außerhalb der effeftiven Arbeitszeit ist den einzelnen Arbeitgebern mit ihren 2. Da, wo die Verkürzung der Arbeitszeit eintritt, werden die Stundenlöhne im Verhältnis der Vertürzung der Arbeitszeit erhöht. Die Afforde bleiben unberührt. Arbeitern überlassen. gegen 553 den Die Leitung des neuen Malerberbandes wird durch Urabstimmung gewählt. Der Siz des Verbandes ist vorläufig in Trondhjem, wird jedoch, sobald die Verhältnisse geregelt find, nach Kristiania verlegt. Husland. Montagabend brach unter dem Lokomotivpersonal der oft indischen Eisenbahnen in den Bezirken Kalkutta und Assansol ein wie wegen Auferlegung harter Geldstrafen. Die Zugführer schloffen Streit aus wegen Herabjegung der Bezahlung für Ueberstunden fo fich dem Streit an, der sich jetzt bis Cawnpore ausdehnt. Keine Boft aus Bombay oder dem Punjab erreichte vorgestern Kalkutta, da die Züge bei Asansol aufgehalten werden. Die Wirkung des Streifs auf die Spinnereiindustrie wird ernst sein, da alle Kohlen aus Asansol kommen. Ostindischen Eisenbahn etwa 6000 Reifende liegen bleiben. schwerbüßen In Asansol mußten infolge des Ausstandes der Angestellten der Die Zeugen: Wenn wir den Aufträgen des Werkmeisters feine Folge geleistet hätten, dann hätten wir das schwer büßen müssen, dann hätten wir am Lohntag mit einem Butterbrotnach Hause gehen können, dann wäre es aus gewesen. Er hat einen schon genug schifaniert, wenn man seine Brivatarbeiten nicht schnell genug fertig gebracht hat; die Aufsizerei wäre aber bei einer Weigerung noch stärker und unhaltbar geworden. Wir haben uns schon sowieso meil wir oft nicht mehr wußten, wie wir die beeilt, für den Meister verwendete Zeit im Arbeitszettel verrechnen konnten, denn diese Zeit mußte im Auftrag des Meisters bei den Arbeiten für die Fabrik, nach Möglichkeit verteilt, aufgerechnet werden. Stalfutta steht Koblenmangel bevor, da noch kein Anzeichen für BeiOstindischen Eisenbahn etwa 6000 Reisende liegen bleiben. In legung des Ausstandes vorhanden ist. Wie eine spätere Meldung aus Saltutta besagt, ist wegen der Befürchtung, daß die Haltung der ausständigen Europäer die An wendung von Gewalt erforderlich macht, die Polizei verstärkt und Militär nach Asansol entsandt worden. Aus Induftrie und Dandel. ( Siehe auch 2. Beilage.) Handelsbilanzen der Industriestaaten. Das englische Handelsamt veröffentlicht soeben die Handels. bilanzen der Hauptsächlichsten Industriestaaten für die neun ersten Monate dieses Jahres. Danach ergibt sich für die vier ersten Industries länder folgendes Bild. Es betrug der Import Erport in Millionen in Millionen Mart Mark Ein weiterer Zeuge erklärt: An einem Lohntage habe ich kein Geld bekommen. Ich sagte zum Meister Fleischmann, was mit meinem Geld sei. Da sagte er, ob ich es notwendig brauche, was ich verneinte. Er gab mir aber dann aus seiner Tasche 5 Mark Vorschuß und erklärte, ich werde das Geld in den nächsten Wochen ratenweise bekommen. Der Meister gab mir dann den ausdrücklichen Auftrag, niemand etwas davon zu sagen. In meinem Lohnbuch war aber der volle mir zustehende Lohnbetrag von der Buchhaltung aus eingetragen. Ich kam dann an einen anderen Arbeitsplatz. Db diese Arbeit mehr wert war als meine bisherige, vermag ich nicht zu beurteilen, ich erhielt aber wöchentlich drei Mark mehr Lohn, aber nur so lange, bis der Mehrlohn meinen Aus dem Vergleiche der Ziffern mit denen des gleichen Zeitmir vom Meister einbehaltenen Lohnbetrag erreicht hatte. Dann schrieb mir der Meister wieder meinen alten Lohn und ich tam wieder an meinen früheren Arbeitsplatz zurüd. Der Meister will von all den schweren Anflagen gegen ihn nichts mehr wissen. Er erinnert sich nicht und behauptet, gegen ihn bestehe eine Verschwörung. Den Eindruck gewann der Zuhörer aber nicht, denn die Zeugen hielten aus Angst vor wirtschaftlicher Schädi gung zum Teil sehr zurück. Ferner wurde festgestellt, daß der Meister die 8eugen bor Deutschland. Frankreich 7803,78 4985,62 3563,98 8271,66 5456,72 6385,62 Bereinigte Staaten 4617.24 Großbritannien 8057,96 raumes im Vorjahre ergibt sich, daß bis Ende September die wirtschaftliche Konjunktur noch immer eine gute war; prozentual haben Import und Export erhebliche Steigerungen erfahren, nämlich ( in Prozenten): Import Erport Deutschland Frankreich Vereinigte Staaten Großbritannien 10,9 14,5 14,5 6,8 16,8 7,4 6,0 14,8 dem Termin zu beeinflussen fuchte, indem er drohte, er werde fie Letzte Nachrichten und Depefchen. wegen ihrer Behauptungen der Direktion vorstellen usw. Ein Zusammenbruch. Angesichts dieses niederschmetternden Beweisergebnisses zuun Effen a. Ruhr, 21. November.( Privatdepesche des„ Vorwärts".) gunsten des Wertmeisters tam das Urteil, das auf fünf Mart Geldstrafe lautete, in hohem Grade überraschend. Der Amts- Das größte Baugeschäft am hiesigen Plaze, die Firma Theodor richter begründete es damit, daß er fagte, es sei zivar fest& rüchte, befindet sich in Zahlungsschwierigkeiten, die den Zugestellt, daß sich der Meister schwer vergangen habe; der sammenbruch der Firma wahrscheinlich machen. Die Aktiven be Beweis für den Vorwurf des„ Diebstahls" und des Betruges" sei laufen sich auf rund 270 000 Mart, denen etwa 5½ Millionen aber nicht in vollem Maße erbracht worden. Der Arbeiter Mart Paffiven gegenüberstehen. meldete bereits Berufung an. Gelber Nürnberger Tand. Terroristischer Aft. Warschau, 21. November.( W. T. B.) Heute wurde in der Jasnastraße eine Bombe in ein Kleiderdepot geworfen. Ein Mann Die modern organisierten Arbeiter der Siemens- Schudertiverte ist tot, drei Personen sind schwer verlegt. in Nürnberg hatten vor zwei Jahren infolge eines Streits ihre sogenannten„ alten Rechte" verloren, d. h. sie wurden, weil die Beschäftigungsdauer durch den Streit unterbrochen worden war, des Explosionskatastrophe. 8. In den Betrieben, in denen günstigere Arbeitsbedingungen bestehen, bleiben dieselben bestehen. 4. Den Mitgliedern des Industriellenverbandes wird empfohlen, diese Arbeitszeit bis längstens 1. Januar 1908 einzuführen. Mit diesem Abkommen ist wohl die beabsichtigte Verkürzung der Arbeitszeit nicht vollständig erreicht, aber dasselbe bedeutet doch Anspruchs an die Wohlfahrtseinrichtungen" der Firma usw. für einen ganz wesentlichen Fortschritt. Aus folgender Bufammen- verlustig erklärt. Sie verzichteten gern auf diese Rechte, die die hat sich beim Bau der pazifischen Eisenbahn in der Nähe von stellung ist das Resultat dieser Bewegung für die einzelnen Orte zu Arbeiter nur zu Sklaven des Unternehmens machen, und beschlossen, Dryden( Ontario) ereignet. Sieben Personen find getötet und vice ersehen. felbst eine Unterstützungsfasse zu errichten, aus der erkrankten oder verletzt worden. Einzelheiten sind noch nicht bekannt. Berantw. Redakteur: Hans Weber, Berlin. Inferatenteil verantw.: Th. Glocke, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdr. u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 5 Beilagen u. Unterhaltungsblati New York, 21. November.( W. T. B.) Eine fuchtbare Explosion Nr. 273. 24. Jahrgang. Parteitag 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Freitag, 2. November 1907. der preußischen Sozialdemokratie. Berlin, den 21. November. Heute vormittag 9 Uhr trat im großen Saale des Gewerkschaftshaufes der zweite Breußische Parteitag zusammen. Der Saal hat reichen Schmuck angelegt. Männergesang ging den Verhandlungen voraus. Der Arbeiter- Sängerbund Berlins brachte den Festgesang: Auf, Freunde, laßt das Lied erklingen", und das Lied" Sturm": " Die Ihr auf harter Erde haust", beide von Uthmann, zum Vortrag. Hierauf ergriff Genosse Ernst Preußen gesetzgebrisch behandelt wird, was auf dem Verwaltungs-| tationsbezirke, die Bezirksverbände, und an Stelle trege geleistet wird, leidet unter der Tatsache, daß das preußische der die Provinzialfomitees Bezirkskomitees Wahlrecht ein plutokratisches ist, das die kapitalistischen Interessen treten. Dieses Verlangen muß als ein berechtigtes anerkannt in den Vordergrund schiebt und es verhindert, daß das Proletariat;| werden. aus dessen Arbeit erst doch Reichtum und Wohlstand entstehen, eine In den Provinzen Preußens haben sich Agitationsbezirke ente Mitwirkung an der Gesezgebung hat. Diesem Zustande abzuhelfen, widelt, in denen die Wahlkreisvereine zu Bezirksverbänden zumit der Schmach aufzuräumen, das ist die Aufgabe der preußischen fammengefaßt sind. In den 12 preußischen Provinzen haben wir Arbeiterklasse, der sie sich widmen wird bis zur Erschöpfung, bis 22 Agitationsbezirke. Einige Agitationsbezirke fallen mit den zur Erreichung des Ziels. Für diese Aufgabe die Wege zu bahnen, Grenzen der Provinz zusammen. a anderen Provinzen gibt es ist Sache dieses Parteitages. mehrere Agitationsbegiete, so in Schlesien 4, in Sachsen 3, in Westfalen 2, in der Rheinproving 3, in Hessen- Nassau 2. Von diesem Gesichtspunkte aus treten wir an unsere Arbeit, von diesem Gesichtspunkte aus werden wir Beschlüsse fassen, deren Erfüllung dann mit vollem Vertrauen der Arbeiterklasse übertragen wird. Ich glaube, in aller Namen kann ich es aussprechen: Dieser Parteitag wird nicht auseinandergehen, ohne seine Aufgaben gelöst, ohne die Mittel und den Weg angegeben zu haben, er wird nicht auseinandergehen, ohne das feste Vertrauen, daß das, was er beschließt, in den Millionen Herzen der preußischen Arbeiter Widerhall finden wird. Dieser Widerhall wird sich auslösen, wie immer. wenn wir an die Arbeit gehen, in den Ruf, in den ich auch jetzt einzustimmen bitte, in den Ruf, der uns zum Kampf zusammengeführt hat, der uns im Kampf weiterführen wird und der dereinst ber Siegesruf sein wird, unter dem die Dreiklassenschmach in Trümmer zerfällt: Die Sozialdemokratie, sie lebe hoch!( Die Delegierten stimmen begeistert dreimal in den Ruf ein.) Diese Agitafionsbezirke sind nicht willkürliche Gebilde, sondern sie sind bedingt durch ihre geographische Lage, durch die wirtschaftliche Struktur des Landesteiles und feine politische Entwickelung. Sie stehen zum Teil zwar in loser Verbindung, haben zum il aber überhaupt keinen organisatorischen Zusammenhang. Sie zu einer Provinzialverbindung zu zwingen, hieße die Organisation erschweren, nicht aber fördern. Ob die Landeskommission aus 13 oder aus 22 Mitgliedern zusammengesezt ist, ist unerheblich. Der Apparat wird dadurch nicht schwerfälliger. Wesentlich ist dagegen, daß den agitatorisch tätigen Genossen der Bezirksverbände, die den besten Einblick in die politischen Bedürfnisse aller Landesteile haben, die Gelegenheit zur Mitarbeit in der Landeskommission gegeben wird. Die in dieser Richtung gestellten Anträge fann ich deshalb nur zur Annahme empfehlen. Eine Ergänzung erfordern fie nur insofern, als bisher nicht daran gedacht ist, daß einige preußische Gebiete mit außerpreußischen zu einem einheitlichen Bezirksverband vereinigt find. Diesen Gebieten wird zusammen ein Vertreter für die Landeskommission zu gewähren sein. das Wort: Parteigenoffen und Genofsinnen! Im Namen der Parteiorganisation Groß- Berlins eröffne ich hiermit den zweiten Preußischen Parteitag und heiße die Delegierten herzlich will kommen. Durch den auf dem vorjährigen Parteitag angenommenen Antrag 25 war die Parteiorganisation Groß- Berlins beauftragt, im Jahre 1906 den zweiten Preußischen Parteitag einzuberufen. Sie wissen aber alle, daß bei uns in Preußen- Deutschland leider noch so absurde Zustände bestehen, daß man wohl mit vollem Rechte sagen tann: Das deutsche Volk denkt und irgendeine im Hintergrund arbeitende Samarilla lenkt.( Sehr gut!) Um seine Ministerherrlich feit noch eine Spanne Zeit aufrecht zu erhalten, inaugurierte Fürst Bülow damals seine sogenannte Blockpolitit, das heißt, der konserZu Schriftführern werden auf Vorschlag von Gewehr- Elberfeld vative Fürst Bülow hielt liberal schillernde Reden und die Liberalen gewählt: Frau Wehl- Berlin, Kühn- Langenbielau, Barthel machten konservative Politik.( Sehr gut!) Es ist nicht meine Auf- Danzig, ahrow- Berlin, Haupt- Magdeburg und Rheingabe, den ganzen Verfall des bürgerlichen Liberalismus und die Bremen. In die Mandatsprüfungskommission werden gewählt: schmähliche Abdankung desselben hier zu schildern. Der politische Baris- Velten, Stössel Bromberg, Renter Bielefeld, Ich wende mich jetzt zu den Einzelbestimmungen des Zusammenschluß der bürgerlichen Parteien ist ja nur ein Zeichen 2olf- Bochum, Hörsing Beuthen, Schebs- Bunzlau, Entwurfs und werde bei jedem Paragraphen die zu ihm etwa ge= von dem Stande der kapitalistischen Entwickelung. Kurzum, die Siesewetter- Erfurt, Woldersti- Berlin, Frau Baustellten Abänderungsanträge berücksichtigen, soweit sie noch im Vorbereitungen zum Parteitag waren bereits getroffen, die EinIcdungen ergangen, der Termin festgesezt, da kam allen unerwartet plößlich die Auflösung des Deutschen Reichstags. Eine geradezu uncrhörte Schlammflut von Verleumdungen ergoß sich über die Partei. Da war es selbstverständlich, daß alle Kräfte der Partei angespannt wurden und in den Wahlkampf zogen, und daß der Preußische Parteitag vorläufig vertagt wurde. Es wurde der Gedanke laut, ihn zu Pfingsten einzuberufen; da aber um diese Zeit bekanntlich viele gewerkschaftliche und andere Kongresse stattfanden, beſchloſſen wir, den Parteitag auf den November d. J. zusammenzuberufen. Ferner waren wir durch den vorhin genannten Beschluß auch beauftragt, eine ganz Preußen umfassende Organisation aus zuarbeiten. Wir gingen gemeinsam mit dem Barteivorstand an diese Arbeit und ich kann konstatieren, daß sie in voller Uebereinstimmung mit dem Parteivorstand vor sich gegangen ist. Das Resultat dieser Beratungen haben wir Ihnen heute zur Begutachtung und Beschlußfaffung vorgelegt. Wir sind davon überzeugt, daß in ernster Arbeit das beste für die Partei beschlossen werden wird. Zur Erholung von der ernsten Arbeit haben wir den Delegierten für heute abend eine Theatervorstellung arrangiert. Ferner überreichen wir den Delegierten das Werk von Eduard Bernstein:" Die Geschichte der Arbeiterbewegung Berlins", das an der Hand reichhaltigen Materials die ganzen Kämpfe der Berliner Arbeiterbewegung schildert. mann Altona. 0 und von 3-7 1hr nachmittags. Die Arbeit des Parteitags geht von 9-1 Uhr vormittags nommen und die provisorische Tagesordnung bestätigt: Dann wird die Geschäftsordnung nach der Vorlage ange1. Die Organisation in Preußen. Referent: Hugo Haafe- Königsberg. 2. Die bisherige Tätigkeit des preußischen Land. tages und die Wahlrechtsfrage in Preußen. Referent: Eduard Adler- Kiel. Rahmen des Statuts liegen und nicht schon durch die soeben ge= machten Ausführungen erledigt sind. Erst später werden wir uns dann mit denjenigen Vorschlägen beschäftigen, welche darauf abzielen, den Grundcharakter des Entwurfs anders zu gestalten. Jm§ 1 ist vorgeschrieben, daß alle 2 Jahre eine Lan. deskonferenz stattfinden soll. Genosse Arons hat beantragt, daß die Landeskonferens mindestens alle 2 Jahre tagen soll. Dieser Bufab ist überflüssig. Denn nach§ 6 des Entwurfs können außerordentliche Landeskonferenzen innerhalb der zwei3. Die Landtagswahlen 1908. Neferent: Dr. Leo Arons- jährigen Frist jederzeit einberufen werden, und die EinbeBerlin. rufung solcher außerordentlichen Parteitage ist ungemein erleichtert worden. Reichstagsabgeordneter Karl Legien. 4. Die Lage der Staatsarbeiter in Preußen. Referent: 5. Selbstverwaltung und Gemeinde. Referent: Paul HirschCharlottenburg. Ein Antrag von Teltow- Beeskow, die Polenfrage auf die Tagesordnung zu sehen, wird von Singer bekämpft, weil die Tagesordnung belastet, ein Referent nicht im Handumdrehen zu finden fei und ein Teil des Themas bei den anderen Punkten der Tagesordnung zur Erledigung kommen werde. Nach kurzer Debatte wird der Antrag abgelehnt. Vor Eintritt in die Tagesordnung begrüßt Genosse Adolf Geck Ein Antrag Liegnis wünscht, daß eine Bestimmung über den Ort der Parteitage getroffen werde, und zwar follen fie bis auf weiteres in Berlin stattfinden und nicht in entfernteren Provinzen abgehalten werden. Eine solche Vorschrift kann nicht im Statut festgelegt werden. Die Antragsteller betrachten sie selbst, wenigstens in ihrem ersten Teil, nur als eine provisorische Maßregel, die bis auf weiteres gelten soll. Sie müßte also nach einiger Beit wieder aus dem Statut entfernt werden und gehört deshalb nicht in das Statut. Es ist Sache jedes Parteitages, den Ort feiner nächsten Tagung zu bestimmen, und dabei haben die Liegniger Genossen Gelegenheit, ihre Auffassung zur Geltung zu bringen. Land= Aus den Organt. Wir sind gewiß, daß auch dieser Breußische Parteitag eine neue Stappe im Siegeslaufe des Proletariats bedeuten wird. Die hier im Auftrage des Landesvorstandes der badischen So= Im§ 2 wird das Recht zur Teilnahme an der Lan= gegebenen Anregungen wird das preußische Proletariat ausnuten zialdemokratie den Parteitag: Die ganze Kulturwelt nimmt deskonferenz behandelt. Zur Teilnahme berechtigt sind selbstin dem Kampfe um das Wahlrecht, der jetzt ausgefochten werden Anteil an Ihren Beratungen und wünscht dem in der preußischen verständlich die Delegierten der Wahlkreisvereine. muß, wenn das preußische Volf nicht zu Heloten herabfinten will. Bir Sozialdemokratie organisierten Proletariate besten Erfolg bei Auch darüber herrscht volle Uebereinstimmung, daß die sozialdemo werden den Kampf mit ganzer Kraft und voller Begeisterung führen seinem Bestreben, dem barbarischsten aller Wahlrechte ein Ende zu fratischen Frauen Preußens, die ja nicht Mitglieder der politiund die Arbeiterschaft wird den Sieg über die Reattion erringen, bereiten. Auch das badische Land hat lange Zeit ein indirektes schen Vereine sein können, das Recht haben müssen, Delegierte zu wenn sie das Wort beherzigt: Ich will!( Lebhafter Beifall.) Auf Vorschlag von Schulz- Berlin werden hierauf zu Vorsitzenden stand. Aber es hatte seit 1818, infolge des Wellenschlages der franWahlrecht besessen, das der Entwidelung des Proletariats entgegen- tem Parteitag zu entsenden. Teilnahmeberechtigt find ferner die freilich vorläufig noch auf dem Papier stehenden gewählt: Singer und Leinert- Hannover. zösischen Revolution, eine Verfassung und ein Parlament, dessen tagsabgeordneten Preußens und unfere in Preußen ge= Singer Wahlen nicht öffentlich, fondern geheim erfolgten. Als aber trop wählten teichstagsabgeordneten übernimmt den Vorfik und dankt der Versammlung für das ihm des indirekten Wahlrechts ein halbes Dußend Sozialdemokraten in fationsbestimmungen folgt mit Notwendigkeit, daß auch die Mits geschenkte Vertrauen. Geftatten Sie mir, daß ich zunächst im Namen die Kammer gekommen waren, sah man ein, daß dem Volke das glieder der Landeskommission zur Teilnahme an der Landeskon des Parteivorstandes den Preußischen Parteitag willkommen heiße. direkte Wahlrtech nicht länger verweigert werden könne, zumal die ferenz berechtigt find. Der Parteivorstand ist erfreut, daß der zweite Breußische Parteitag bürgerlichen Parteien bei dem indirekten Wahlrecht selber zerrieben zufammentritt, und er ist überzeugt, daß er die ihm gestellten Auf- wurden. So sind die letzten Landtagswahlen auf Grund des digaben zum Nußen und zum Wohle der Partei erfüllen wird. rekten Wahlrechts vor sich gegangen und ein Dußend Sozialdemotraten ist in den Landtag gekommen. Wir badischen Sozialdemofraten beglückwünschen das preußische Proletariat zu seiner Kulturarbeit und versprechen ihm unsere Unterstützung. Wir werden im Landtage die Regierung zu veranlassen suchen, daß sie ihren Einfluß auf die preußische Regierung ausübt, damit endlich der schwarzweiße Fled, das jetzige Wahlunrecht in Preußen, verschwindet. Schon greifen die reaftionären Einflüsse des preußischen Junkerregiments auf den Süden über, so in der Einwirkung auf unser Eisenbahnwesen. Nicht nur die Sozialdemokraten, auch bürgerliche Parteien empfinden und fürchten das Verderbliche dieses Einflusses. Kämpfen Sie unerschrocken weiter, damit endlich die Barbarei des gegen wärtigen preußischen Wahlsystems fällt.( Lebhafter Beifall.) erster Punkt ist Der Parteitag tritt in die Tagesordnung ein. Ihr Die Organisation in Preußen. Auf Vorschlag von Singer werden sämtliche zu diesem Punkte vorliegende Anträge als unterſtükt betrachtet und mit zur Debatte gestellt. Hierauf erhält das Wort der Referent Hugo Haafe. Bon Stettin ist der Antrag gestellt, den Sekretären. der Agitationskommission ohne besonderes Mandat das Recht der Teilnahme zu gewähren. Dazu liegt kein Anlaß vor, da sie entweder als Mitglieder der Landeskommission ohne weiteres teil nahmeberechtigt find oder von einem Wahlkreisverein ihres Bezirks delegiert werden können. Ebensowenig erscheint der Antrag aus Teltot- Beeskow- Stor tow- Charlottenburg, den Redaktionen jeder preußischen Parteizeitung das Recht einzuräumen, je eines ihrer Mitglieder aur Landestonferenz zu delegieren, begründet. Durch Annahme dieses Antrages würde für eine Kategorie von Parteigenossen ein Vorrecht geschaffen werden, für das in einem Statut unserer Partei kein Blaß ist, Der Parteivorstand beruft zudem von Zeit zu Zeit Redakteurkonferenzen ein. Soweit auf den Parteitagen Angelegenheiten zur Verhandlung gelangen, die für die Redakteure ein besonderes Interesse haben, wird es ihnen ein leichtes sein, ein Mandat von einem Wahlkreisverein zu erlangen. Aronssche Vorschlag, den deutschen Parteivorstand als teilnahmeberechtigt zu erwähnen, fordert etwas, was niemand bcstreitet. Die ausdrückliche Hervorhebung des dem Parteivorstand zustehenden Rechtes ist nicht nötig, kann allerdings auch nichts schaden. Der Wir treten zu einer Zeit zusammen, die zu ernsten Ausbliden Veranlassung gibt. Die wirtschaftliche Strifis scheint sich fort. zupflanzen und wird mit all ihren Begleiterscheinungen der Arbeiterklasse nicht erspart bleiben. Neben dieser wirtschaftlichen Krisis, die schon durch Arbeiterentlassungen ihre Schatten vorauswirft, droht der Arbeiterklasse eine erhebliche Beeinträchtigung ihrer Ernährung, die geradezu unerhörte Teuerung der Lebensmittelpreise verschärft sich mehr und mehr. Hand in Hand damit geht die Herabdrückung der Lebenshaltung durch die Krisis, und so gehen wir dann einem Zustande entgegen, der die ernstesten Anstrengungen erfordert, um die schweren Schäden von der Arbeiterklasse abzuwenden. Der preußische Parteitag hat neben der Klarstellung der preußischen Verhältnisse, neben der Brandmarkung der Reaktion, die auf allen Gebieten in Preußen herrscht, eine wesentliche Aufgabe zu lösen, eine Aufgabe, die unser aller Herzen erfüllt und die Berhandlungen des Parteitages in hohem Maße beeinflussen, ja, ich möchte sagen, die für die Tätigkeit des Parteitages die Richtschnur fein wird. Das ist die Erringung des allgemeinen, gleichen, direkten und geheimen Wahlrechts ohne Unterschied des Geschlechts für Preußen.( Beifall.) Das preußische Volt, die preußische ArbeiterWird über den Kreis der Berechtigten jedenfalls ohne große tlasse will heraus aus der Dreiklaffenschmach, unter der es ſeit Schwierigkeit eine Verständigung zu erzielen sein, so bestehen bis 60 Jahren seufzt.( Lebhafter Beifall.) Das Dreiklassenwahlsystem, jetzt erhebliche Meinungsverschiedenheiten dar Parteigenossen! Es ist eine trodene Materie, der mein über, nach welchem Wahlmodus die Delegierten der der Rechts- und Verfassungsbruch, unter dem es zustande ge= tommen, laftet auf dem Wolfe. Als 1848 das Volk zu erwachen Referat gewidmet ist. Aber wir müssen uns mit ihr beschäftigen, Wahlkreisvereine zu wählen sind. Der Entwurf schlägt ein Proschien, als es zur Revolution schritt, um seine Menschenrechte zu er- weil die politische Lage und die Machtstellung unserer Partei in portionalwahlsystem vor, nach welchem Vereine bis 4000 ringen, da versprach der in Angst versetzte König Friedrich Wil. Preußen dringend eine Landesorganisation der preußischen Sozial- Mitglieder einen, bis 3000 alvei, bis 5000 drei, bis 10 000 vier und helm IV. ihm eine Konstitution, es wurde das allgemeine, gleiche demokratie erheischen. Der uns vorgelegte Entwurf schließt die darüber hinaus fünf Delegierte und wählen berechtigt sind. Auch und geheime, wenn auch indirekte Wahlrecht eingeführt. Aber die bereits in Preußen vorhandenen Glieder der Organisation zu Arons und der Wahlverein Elberfeld- Barmen schlagen ein ähn Aber an der Spize dieses liches System vor; sie beschränken jedoch die Höchstzahl auf drei preußische Nationalversammlung, die auf Grund dieses Wahlrechts einem Landesverbande zusammen. zusammentrat, wurde aufgelöst, das Wahlrecht wurde erheblich ver- Landesverbandes soll nicht ein völlig selbständiger, von Delegierte. Arons will den Vereinen bis zu 500 Mitgliedern einen, schlechtert, und auf Grund dieses verschlechterten Systems wurde dem deutschen Parteivorstand losgelöster 2 andesvorstand bis zu 2000 ziwei und darüber hinaus drei Delegierte zugestehen. eine neue Nationalversammlung zusammenberufen. Aber bevor stehen. Die Verfasser des Entwurfs sind vielmehr davon aus- Elberfeld- Barmen will eine Abstufung bis 1000, 5000 und darüber diese Nationalversammlung noch zu entscheidenden Beratungen gegangen, daß die Organe des preußischen Landesverbandes mit hinaus vornehmen. Dagegen beantragen der Zentralwahlverein kommen konnte, wurde sie wieder aufgelöst, und nun wurde das dem deutschen Parteivorstand arbeiten, nicht neben ihm auf eigenem für Teltow- Beestow- Storfow- Charlottenburg und der Wahlverein Dreiklassenwahlsystem oktrohiert. Tätigkeitsgebiete fungieren sollen. Die Grundlage der Or Hildesheim, entsprechend der Bestimmung im deutschen OrganisaTrägt also dieses Wahlrecht schon das Kainszeichen an der ganisation bilden in Uebereinstimmung mit dem deutschen Organi- tionsstatut, allen Wahlkreisvereinen ohne Rücksicht auf ihre Stirn, so hat es die 60 Jahre lang bewiesen, wie wenig das Volk fationsstatut die sozialdemokratischen Vereine der Reichs- Mitgliederzahl das Recht zu gewähren, bis zu drei imstande ist, auf Grund dieses Wahlrechts zu einer Vertretung zu tagswahlkreise. Der Statutenentwurf betrachtet als Delegierten zu wählen. Die Gründe für und gegen alle diese fommen. Nachdem jetzt in den übrigen deutschen Bundesstaaten Organe der Landesorganisation die Vorstände der Wahl- Vorschläge sind oft genug erörtert worden. Von einem Genossen ist nach und nach freiheitlichere Wahlgefeße errungen sind, muß auch freisvereine und über diesen die Provinzial- in der Neuen Gesellschaft" und in der Magdeburger Volksdas preußische Volf mit aller Energie, mit Anspornung aller Kräfte komitees. Die Vertreter der Provinzen und Groß- Berlins stimme" ausgeführt worden, daß der Gedanke, der in dem seinen Machthabern zeigen, daß seine Geduld zu Ende ist, daß es bilden die Landeskommission, und zwar kommt auf jede Statutenentwurf zum Ausdrud gekommen sei, an ein Zensuswahlnicht länger gewillt ist, sich als Parias, als Heloten betrachten zu Provinz sowie auf Groß- Berlin je ein Vertreter. recht erinnere, mit der Demokratie aber nichts zu schaffen habe, laffen.( Sehr gut!) Niemand mehr wie wir wird sich des Ernstes Die Landeskommission wählt aus ihrer Mitte einen ge- daß der heutige Modus der Vertretung vielleicht nicht ideal, aber dieses Kampfes bewußt sein. Niemand mehr wie wir wird empfinden, schäftsführenden Ausschuß von 3 Personen, deren Ob- immer noch besser sei wie die Bevorzugung der großen Städte. welche Opfer verlangt werden, um den Kampf siegreich zu Ende zu mann seinen Wohnsitz in Berlin haben muß. Die Landeskommis- Er behauptet, das vorgeschlagene Wahlsystem verkörpere den Grundführen. Niemand aber auch mehr als die preußische Arbeiterklasse fion und ihr geschäftsführender Ausschuß beschließen wichtige fat, daß derjenige, der viel Geld aufbringe, auch mehr zu sagen wird entschlossen sein, die Opfer zu bringen, weil der Sieg errungen Aktionen in Verbindung mit den Provinzial- babe wie der, der keins aufbringe. Diese Auffassung ist eine werden muß, der Würde des Proletariats wegen, der Würde des komitees und im Einbernehmen mit dem deutschen von Grund aus irrige. Der Statutenentwurf räumt auch dem preußischen Volkes wegen.( Beifall.) Wenn dieser Gedanke wie Parteivorstande. Die oberste Vertretung der So- Hleinsten Verein das Recht der Vertretung auf dem Parteitage ein. ein roter Faden sich durch all unsere Verhandlungen ziehen wird. zialdemokratie Preußens bildet eine Delegiertenversammlung, der Kein organisierter Genosse hat ein größeres Recht als der andere. dann werden hierin auch alle Erörterungen über die anderen Punkte, Preußische Parteitag, von unserem Entwurf als Landeskon- Der Entwurf vertritt jedoch den durch und durch demokratischen die auf der Tagesordnung stehen, gipfeln. Sie können die preußische ferenz" bezeichnet. So ergeben sich als Organe der Landes- Grundjaß, daß eine größere Bahl wahlberechtigter Personen auch Verwaltung und Gesetzgebung ansehen wo Sie wollen, Sie werden organisation die Vorstände der Wahlkreisvereine, die Provinzial- ein größeres politisches Gewicht haben müsse als eine kleinere Zahl. immer finden, daß die Ursache der Rückständigkeit und Unfreiheit in femitees, die Landeskommission und ihr geschäftsführender Aus- Die Ausführungen der Magdeburger Volksstimme" führen dagegen dem Mangel eines Wahlrechts liegt, welches das gesamte preußische schuß und als höchste Instanz die Landeskonferenz. An diesem dazu, daß die Majorität von der Minorität überstimmt werden Bolt zu einer Vertretung, zur Gesezgebung führt. Das ganze Ausbau ist von vielen Seiten, jo auch in mehreren der uns vor kann. Sie rufen sehr eindringlich die Erinnerung an die Gründe preußische Verwaltungswesen, alle die Aufgaben, die der Staat liegenden Abänderungsanträge, bemängelt worden, daß das Mittel- wach, mit denen die ostelbischen Junker die Bevorzugung des flachen übernommen hat in bezug auf die Angelegenheiten der Gemeinden, glied die preußischen Provinzen mit den Provinzialkomitees bilden. Randes gegenüber den Großstädten verteidigen. Ich kann des in bezug auf seine Tätigkeit als Arbeitgeber, furzum alles was in Es wird verlangt, daß an Stelle der Provinzen die Agi halb das im Entwurf vorgeschlagene Proportionalwahlsystem nur empfckjlen. Ich finde auch nicht, daß eine Söchstzahl von fünf Tele gierten für Kreise mit mehr als 10 000 Mitgliedern übertrieben ist. Die ausgesprochene Besorgnts, daß, wenn die Höchstzahl mehr als drei betrage, die preußische,, Parteitage einmal stärker besucht werden können als die deiitsct>en Parteitage, teile ich nicht; sie hat aber für mich auch nichts Schreckliche?. Ueber die Aufgaben der Landeskonferenz, die im § 3 festgesetzt worden sind, kann ich mich kurz fassen. Unstreitig gehört zu diesen Aufgaben Vie P r ü f u n g der Mandate, die Entgegennahme der Berichte der L a n d e S k o m m i s s i o n und der— hoffentlich bald in voller Leibhaftigkeit vor uns stehen den— preußischen Landtagsabgeordneten; die Beschlußfassung über alle der Landeskonferenz vorgelegten A n träge; die Bestimmung des Ortes, an dem die nächste Landes� konferenz stattfinden soll. Außerdem hat der Statutenentwur; der Landeskonferenz noch als Aufgabe zugewiesen die„Beratung und Beschlußfassung über alle daS Parteileben Preußens berührende Fragen". Dieser Passus ist als zu unbestimmt bezeichnet worden, so daß die Gefahr bestehe, der preußische Parteitag könne in die Kompetenz des deutschen Partei tagcs übergreisen. Genosse Arons schlägt deshalb vor, an seiner Stelle zu sagen:„Beratung und Beschlußfassung über all Angelegenheiten, die wegen der Eigenart der preußischen Verfassung und Verwaltung ein besondere Behandlung erfordern". Daß diese Vor schrift die Aufgabe der Landeskonferenz schärfer umgrenzt, ist mindestens zweifelhaft. Es wird oft eine Doktorfrage sein, welche Angelegenheit wegen der Eigenart der preußischen Verfassung eine besondere Behandlung erfordert. Aber die Formulierung dieser Bestimmung hat überhaupt keine große Bedeutung, da in der Praxis die an die Wand gemalten Kompetenzstreitigkeiten zwischen dem preußischen und dem deutschen Parteitage, wenn sie auftauchen sollten, schnell und ohne jede Verstimmung geschlichtet werden können. UeberdieS läßt sich eine jeden Zweifel aus schließende Form schmerlich finden. Am einfachsten dürfte eS sein den umstrittenen PassuS dahin zu fassen:„Beratung und Befchluß fassung aller spezifisch preußischen Angelegenheiten". Zu erwägen bleibt schließlich, ob nicht unter einer neuer Ziffer deS Z 3 noch die Bestimmung zu treffen ist, daß der Landes konferenz auch obliegt die Wahl der Landeskommission In Konsequenz deS uns vorgelegten StatutcnentwurfS müßte dies geschehen, da ,m§ 10 die Wahl der Landeskommission durch die Landeskonferenz vorgesehen ist. Bei der Besprechung deS K 10 wird zu prüfen fein, ob die Zusammensetzung der Landeskommission nicht auf anderem Wege erfolgen soll. Die§§ 4 und S beschäftigen sich mit der Vorbereitung einer Landeskonferenz. Diese Bestimmungen sichern eine gründ liche Vorbereitung der Landeskonferenzen. Spätestens 6 Wocher vor Einberufung des Landeskonferenz muß die LandeSkommifsior den Wahlkreisvereinen einen Rechenschaftsbericht übermitteln, sowi. den Termin und die provisoriiche Tagesordnung veröffentlichen Im Hessen-Nassauschen Entwurf ist gefordert, daß der RechenschaftS� bericht auch noch den Bezirkskomitees zugestellt werde. Dagegen wird nichts zu sagen sein, allerdings werden die Mitglieder der Landeskommission, die ja gerade nach diesem EntWurfe Mitglieder der Bezirkstom itees sind, ohnehin diesen Komitees den Rechenschafts bericht übermitteln. Spätestens drei Wochen vor Tagung der Konferenz sind bei der Landeskommission alle Anträge einzureichen Die Landeskommission ist verpflichtet, diese und die etwa auf Grund der Anträge abgeänderte Tagesordnung spätestens zwei Wochen vor der Tagung der Konferenz in den dafür bestimmten Partei organen zweimal zu veröffentlichen. Der Entwurf Hessen-Nassau? fordert, daß das Publikationsorgan im Statut bezeichnet werde' es ist dies durchaus zweckmäßig. Alle Veröffentlichungen sollen im „Vorwärts" erfolgen und sind von den übrigen für die preußischen Wahlkreise erscheinenden Parteiblätter abzudrucken. So oft daS politische Leben es erfordert, müssen auch außer- halb der festgesetzten Frist die Parteigenossen zu einem Partei- tage zusammenkommen. Die Einberufung solcher außer, ordentlichen Parteitage kann nach ss 6 deS Statuts ahm jede Schwierigkeit erfolgen. Ein Mehrheitsbeschluß der Landes- kommission reicht zur Einberufung eines außerordentlichen Partei tages aus. Ja. nach dem Statut ist der Landesvorstand sogar schon auf Antrag von vier Provinzialkomitees verpflichtet, einen Parteitag binnen vier Wochen einzuberufen. Kommt er diese, Verpflichtung nicht nach, so haben die Vorsitzenden der Provinzial komitees, die den Antrag gestellt haben, selbst die Landeskonferenz einzuberufen. Für die außerordentlichen Parteitage fallen alle Fristbestimmungen, die für die ordentlichen Parteitage gegeben sind, fort. Parteigenossen! Wenn Sie nach meinem Vorschlage an die Stelle der Provinzialkomitees die BezirlSkomiteeS setzen. so können wir nicht schon vier Bezirkskomitees daS Recht ein- räumen, einen außerordentlichen Parteitag zu berufen. Die AgitationSkomitecS einer Provinz, nämlich Schlesiens, würden es sonst in der Hand haben, nach ihrem Willen Parteitage zu berufen. Ich schlage deshalb vor, die Zahl 4 auf 7 zu erhöhen. Ueber K 7 brauche ich kein Wort zu verlieren. Er spricht den allgemein anerkannten Grundsatz auS, daß die Abgeordneten und die Landeskommission in den ihre Tätigkeit behandelnden Fragen ein Stimmrecht auf den Parteitagen nicht haben. Die ZK 8 und S regeln in sehr einfacher Weise die Frage wie die durch die Landesorganisation erforderlich werdenden Mittel aufgebracht werden. Die Kosten für die Vertretung der WahlkreiSvcreine auf den Parteitagen tragen diese selbst. Die Kosten, die durch die Geschäftsführung der Landeskommission unk deS geschäftsführenden Ausschusses entstehen, werden durch cii Umlageverfahren von den Provinzen oder Wahlkrcisvercinen im Verhältnis zu der Zahl ihrer Mitglieder erhoben. Der Hessen- Nassausche Entwurf will diesen Gedanken durchaus klar und konse quent in der Weise zur Durchführung bringen, daß die Unkosten die durch die Zusammenkunft der LandeSiommission entstehen, von den einzelnen BezirlSkomiteeS getragen und die Unkosten de! geschäftsführenden Ausschusses von den BczirkSverbänden prozen- tual ihrer Mitgliederzahl im Umlagevcrfahren erhoben werden. In den KZ 10 und 11 wird die Zusammensetzung und die Aufgabe der LandeSloinmisslon sowie ihres geschäftSsührcnden Ausschusses bestimmt. Nach dem Vorschlage unseres Statuts soll die Landeskommission bestehen aus je einem Vertreter jeder preußischen Provinz und Groß-Berl!nS, oder wenn Sie meinem Vorschlage folgen, aus je einem Vertreter jedes Agitationsbezirkes. Es sollen diese Vertreter von der Landeskonferenz gewählt werden. Von Hessen-Nassau ist dazu an» geregt worden, es jedem Agitationsbezirk zu überlassen, aus seiner Mitte heraus ein Mitglied für die Landeskommission zu bestimmen. Ich glaube allerdings, daß schließlich auch der Landeskonferenz nichts anderes übrig bleiben wird, als bei der Aufstellung der Vor- schlagsliste für die LandcSkommission bei den einzelnen Agitations- komitees Erkundigungen einzuziehen. Der einfache Modus, wie er von Hessen-Nassau vorgeschlagen wird, empfiehlt sich um so mehr, als auch in dem Entwurf Groß-Berlins bereits gefordert wird. daß die etwa erforderlich werdenden Stellvertreter von den einzelnen Bezirkskomitees selbst bestimmt werden. Die Landes- kommission. die also eine Vertretung der agitatorisch tätigsten Kräfte aller LandcSteile Preußens sein soll, soll auS ihrer Mitte nach dem Entwurf einen geschäftsführenden Ausschuh von drei Personen wählen. Der Obmann für den Aus- schuh muh seinen Sitz in Berlin haben. Hierzu ist von Hessen. Nassau vorgeschlagen worden, daß als geschaftSführender Ausschuß ein für allemal fungieren soll der Vorsitzende, der Schriftführer und Kassierer der Parteiorganisation von Berlin. Es ist nicht zu von Hessen-Nassau ist deshalb durchaus zu billigen. Wenn unsere Berliner Genossen nicht schon selbst vorgeschlagen haben, daß der ganze geschäf.sführcnde Ausschuß seinen Sitz in Berlin haben mutz, so gehe ich sicherlich nicht fehl, wenn ich annehme, daß die Berliner Genossen sich auS durchaus begreiflichen Gründen eine Zurück- Haltung auferlegt haben.(Sehr richtig!) Sie haben auch nicht einmal den Schein erwecken wollen, als wenn die Berliner die ganze Geschäftsleitung an sich reißen wollten. Verstehen wir auch diese Bescheidenheit, so haben wir doch gar keinen Grund, die Partciinteressen hintanzusetzen, lediglich um dieser bescheidenen Regung unserer Berliner Parteigenossen nachzugeben. Es ist des- halb durchaus erwünscht, daß der Parteitag dem Vorschlage Hessen- Nassau folgt. Ich will dabei einschalten, daß dieser hessen- nassausche Entwurf von unserem Genossen D i t t m a n n- Frank- furt a. M. herrührt, der die Gedanken deS Berliner Statuts in sehr präziser Form und in konsequenter Fortentwickelung aus führt, der wird sich auf den Boden des Berliner Statuts stellen müssen. Organisationen einer Partei werden nicht für die Ewigkeit geschaffen. sSehr richtig!) Durch Organisationen zaubert man nicht die Macht einer Partei hervor. Im gegenwärtigen Augenblick bietet der vorgelegte Entwurf in seinen Grundzügen— nur diese vertrete ich— alles, was die preußische Sozialdemokratie braucht. Ten Parteigenossen in Preußen wird volle Bewegungsfreiheit gegeben, aber sie werden zu einheitlicher wuchtiger Organisation zusammengefaßt. Ich bitte Sie deshalb, dem Entwurf in seinen Grundlinien zuzustimmen. Er kann nicht ohne weiteres im Plenum erledigt werden; ich beantrage deshalb, nachdem eine General- diskussion stattgefunden hat, eine Kommission von 15 Mit- g I i d e r n einzusetzen, welche diese» Entwurf unter Berücksichtigung namentlich des Hessen- Nassauischen Entwurfs und die gestellten AbänderungSanträge zu prüfen hat. Ich bin überzeugt, daß diese Kommission dasjenige finden wird, was notwendig ist, um die gebaut hat. Eine weitere Bestimmung seines Entwurfes fordert, Partcibewegung in Preußen vorwärts zu bringen auf Grund einer verkennen, dah es etwas sehr Mißliches ist, wenn der geschästs» führende Ausschuß, der in Verbinoung mit der Landcskommission und im Einverständnis mit dem deutschen Parteivorstande alle Geschäfte abwickeln soll, nicht in Berlin seinen Sitz bat. Wenn er sich erst mit den in der Provinz verstreut wohnenden Beisitzern verständigen muß, so könnten wichtige Entschließungen leicht eine Verzögerung erleiden zum Schaden der Partei. Der Vorschlag daß die Landeskommission in der Regel im Frühjahr und Herbst jeden Jahres zusammentreten soll, damit sie unter allen; Umständen eine lebenskräftige Täligkeit entwickelt. Es kann gewiß l nicht schaden, wenn in dem Statutenentwurf eine Bestimmung darüber enthalten ist, dah die Landeskommission in gewissen i Zwischenräumen zusammentreten soll. Aber es scheint mir un- nötig zu sein, vorzuschreiben, daß diese Zusammenkünfte zweimal im Jahre erfolgen sollen, auch wenn die politischen Ereignisse es nicht erfordern. ES genügt wohl vollständig, wenn wir vorschreiben, dah die Landeskommission regelmäßig einmal im Jahre zu- sammcnzutreten hat, und nur wenn das Bedürfnis dazu vorliegt, häufiger. Im§ 11 wird nun gefordert: Bei allen wichtigen Partei- aktionen, an denen die Sozialdemokratie Preußens beteiligt ist(Beschluß über die Art der Wahlbeteiligung. Demonstrationen und dergleichen), hat sich die Landeskommission mit der. Provinzialkomitees rechtzeitig in Ver- bindung zu setzen, jedoch vor der Beschlußfassung in diesen Fragen mit dem Parteivr stände sich zu ver- ständigen." Damit ist der Grundsatz ausgesprochen, daß unser Landesvorstand, unsere Landeskommission, nicht unabhängig von dem deutschen Parteivorstande die Geschäfte sichren soll, sondern daß die Spitze unserer Organisation sich verbinden soll mit der Spitze der deutschen Parteiorganisation. ES soll nicht eine LoS- lösung der neuen Organisation von der deutschen Organisation stattfinden, sondern die neue Organisation soll der bestehenden deutschen angegliedert werden. Diese Frage ist deswegen so wichtig, weil bei Schaffung einer sechständigen Organisation eine Menge von Kollisionen im Knme gegeben werden. Alle Kritiker deS Berliner Entwurfs ohne Ausnahme haben sich dieser Ansicht nicht verschließen können, und haben die Notwendigkeit anerkannt, daß das Statut solche Reibungen unmöglich machen müsse. Es wäre in der Tat sehr zum Schaden unserer Partei, wenn innere Streitig. leiten aus dem Nebeneinanderbestehen zweier Organisationen ent- stehen würden und dadurch die Aktionsfähigkeit der Partei ge- lähmt würde. Preuhen bildet den größten Teil des deutschen Reiches, und der deutsche Parteivorstand hat auch bisher ständig in die Agitation in Preuhen tätig eingegriffen; ich erinnere an das preußische Handbuch von 1903. das in seinem Auftrage ver- faßt worden ist. Genosse Arons selbst hat betont, dah unter keinen Umständen dem Parteivorstande auch nicht einiges seiner vcrwollungSgeschäfte abgenommen werden dürfe, die er bisher auch für Preuhen in völlig befriedigender Weife geführt habe. „Ein derartiges Vorgehen wäre wohl"— so führt er auS— dazu angetan, den ganzen Charakter des deutschen Partei- Vorstandes umzugestalten, sehr zum Nachteile der gesamten Sozialdemokratie Deutschlands." Also Genosse AronS selbst ist sich der Tragweite seiner Vorschläge, die darauf hinausgehen, einen selbständigen Parteivorstand neben den deutschen zu setzen, sehr wohl bewußt. Er glaubt allerdings, der Schwierigkeiten Herr zu werden, indem er die Arbeitsgebiete der beiden Vorstände genau abgrenzt. Das ist ihm aber nicht gelungen und konnte nicht ge- lingen, wie in der Natur der Sache liegt. AronS macht bestimmte Vorschläge, um etwaige Differenzen sofort zu erkennen und zu beseitigen. Nach seinem Vorschlage, dem sich auch ein Antrag aus Magdeburg angeschlossen hat, soll der LandeSvorstond aus fünf Personen bestehen, und zwar aus vier von der Landeskonferenz zu wählenden, dem ersten und zweiten Vorsitzenden und zwei Sekretären, und fünftens auS einem Mitglied« des Partei- Vorstandes. Genosse AronS ist also so freundlich, dem deutschen Partcivorstand die Rolle des fünften Rades am Wogen zuzumuten. Ich weih nicht, ob der deutsche Parteivorstand gerade grohe Lust hat, diese Rolle zu übernehmen. Wie denkt sich der Genosse Arons daS Zusammenarbeiten im Landesvorstandek Nach ihm soll da? Mitglied des Parteivorstandes das Recht haben. Protest zu erheben, wenn ein Beschlutz des LandeSvorstandeS über den Kreis der preußischen Angelegenheiten hinauSzugebcn oder dem Jnteressi der Gesamtpartei zu widersprechen scheint. Dieser Protest soll die Wirkung eines suspensiven Veto haben; cS muh über den Gegenstand in einer neuen Sitzung beraten und beschlossen werden. zu welcher der deutsche Parteivorstand zwei weitere Mitglieder mit D'tz und Stimme in dieser Angelegenheit entsenden kann. Zur Beschleunigung der Geschäfte kann dies Verfahren sicher nicht bei- tragen; gerade bei wichtigen Fragen wird leicht eine gefährliche Verschleppung eintreten. Die drei Mitglieder des ParteivorstandcS können von den vier anderen allemal überstimmt werden. So er- gibt sich ständig die Gefahr sachlicher Konflikte, auS denen, wie Sie wissen, sehr leicht persönliche Verstimmunaen entstehen. Dem. gegenüber ist die Stellung der LandeSkommission nach dem Berliner Statut durchaus klar. Sie bildet die Vertretung aller Bezirks- verbände, sie unterstützt den Parteivorstand in seiner agitatorischen Aufgabe und regt ihn an, wenn er nicht schnell genug eingreift. Ter Vorschlag de? Genossen AronS ist aber auch noch in anderer Richtung so unpraktisch wie nur den. bar. Die Aufgabe des Landes- Vorstandes, insbesondere der beiden mit festem Gehalt anzustellenden Sekretäre, soll nach ibm sein:„DaS Studium der preußischen Ver- assung und Verwaltung mit ihren so vielfach wieder unter sicki verschiedenen Bestimmungen, das Verfolgen der laufenden Ent- Wickelung und das dadurch bedingte Studium der von den ver- 'chiedenen Ministern herausgegebenen Verwaltungsblätter, da? Verfolgen der praktischen Tätigkeit in den Gemeinden, in den Kreistagen, in den Provinziallandtagcn mit ibren nach den Provinzen verschiedenen Einrichtungen. Der Vorstand hat weiter Material für die Presse zu liefern und auf Anfragen auS Parteikreisen Auskunft zu erteilen, sowie eine eigene Handbibliothek nebst Archiv anzulegen." Wenn die zwei Sekretäre diese Aufgabe erfüllen sollen, dann werden sie. wenn sie auch noch so frisch und tatenlustig in den preußischen Landesvorstand eintreten, nach kurzer Zeit vollständig verstaubt sein; sie werden von dem dau- ernden Aktenstudium bleichsüchtig werden.(Heiterkeit.) ES wird >hr bald von ihnen heißen: die angeborene Frische der Ent- fchließung ward von des Gedankens Blässe angekränkelt. Auf diese Weise wird man gute Archivare, gute Oberstudienräte erziehen. (Heiterkeit.) Diese sind ganz gewiß notwendig und für die Partei ehr nützlich. Sie sollen aber Hülfskräfte des Vorstandes fein und nicht selbst den Vorstand darstellen. Ein Parteiarchiv haben wir bereits; auch ein Preßbureau ist eingerichtet, dem in Essen gerade die Ausgabe erteilt ist, gesetzgeberisches und statistisches Material ür die Pnrteipresse zu beschaffen. ES wird das preußische Material gewiß nicht vernachlässigen. Wer einen frischen, tatkräftigen Landesvorstand haben wich kann den Vorschlag deS Genossen AronS nicht akzeptieren. Genosse AronS hat dem„Vorwärts" selbst ge- schrieben:„Gewiß wird niemand bebanpten können, daß die vor- geschlagenen Aendeningen daS Muster aller Vollkommenheit seien; gewiß wird auch so der GcslyäftSgang nicht stets die gewünschte Schnelligkeit und Reibungslosigkeit haben." Darin stimme ich dem Genossen AronS bei: Nicht das Muster aller Vollkommenheit ist sein Vorschlag, sondern, ohne ihm zu nahe zu treten, in höchstem Maße unvollkommen und unpraktisch. Wer cL will, daß wir uns einen preußischen Landesvorstand schaffen, der von hoher politischer Warte mit praktischem Blick die Geschäfte entschieden und entschlußkräftig neuen schlagfertigen Organisation.(Lebhafter Beifall.) Die Generaldebatte wird eröffnet. Auf Vorschlag von Singer wird dem ersten Redner, Genossen Arons, als Vertreter derjenigen Richtung, die in einem grund- sätzlichen Widerspruch zu den Anschauungen des Entwurfs steht. eine Redezeit von L0 Minuten gewährt. Dr. Arons-Bcrlin: Trotz des erfreulichen Referats von Haafe bedaure ich doch, daß von der Gepflogenheit abgegangen ist, daß eine Kommission — als solche darf ich wohl die Genossen von Berlin, die mit der Ausarbeitung eines Entwurfs beauftragt waren, bezeichnen— durch eines ihrer Mitglieder über ihre Arbeiten zunächst Bericht erstatten läßt.(Sehr richtig!) EL ist natürlich außerordentlich wichtig, auch die Geschichte der Entstehung und Entwickelung eines Entwurfs kennen zu lernen. Da diese Art der Berichterstattung unterblieben ist, mutz ick einen Teil meiner Redezeit darauf ver- wenden, einen Augenblick auf die Vorgeschickte einzugehen, soweit sie mir bekannt sein kann. Ter Entwurf ist nicht so entstanden, wie er Ihnen hier vorgelegt ist. Mit ganz gesundem Empfinden haben die Berliner Genossen, als sie zunächst an die Ausarbeitung eines Entwurfs gingen, denselben aufgebaut einmal auf dem preußischen Parteitag und zweitens haben sie dafür Sorge ge- iragen, daß der preußische Parteitag auch ein AktionSorgan hat, nämlich einen Landesvorstand von 7 Personen. Die Berliner hatten mit gesundem politischen Instinkt alle Vorkehrungen ge- troffen, um einen selbständigen preußischen Parteitag und dem» entsprechend einen selbständigen preußischen Landesvorstand zu schaffen. Erst nach der Einwirkung deS deutschen ParteivorstandcS ist dieser Entwurf abgeändert worden, er hat die Gestalt erhalten, wie er heute vorliegt. Im„Vorwärts" vom 13. November hat Dittmann in bezug auf diesen Entwurf geschrieben:„Der Organi- sationsentwurf der Berliner Parteileitung bleibt auf halbem Wege stehen, er zögert noch, überall die Konsequenzen zu ziehen, zu denen die ganze Entwickelung der Parteiorganisation in dieser Frage hin- drängt. Dadurch erhält der Entwurf das Gepräge der Halbheit und Unentschiedcnheit." Diesem Urteile schließe ich mich voll an, und ich bestätige gern, daß der Entwurf des Landesvartcitageö von Hessen-Nassau tatsächlich die Konsequenzen aus dem Berliner Entwurf gezogen hat. Vergleichen wir meinen Entwurf mit dem Hessen-Nassauischen, so herrscht llcbcreinstimmung darüber, daß es sich eigentlich gar nicht um die Schaffung einer Landesorganisation für Preußen handelt. Die LandcSorganisation in Preußen ist bis- ber schon so vollkommen durchgebildet, wie sie nur in einem anderen Bundesstaat durchgebildet werden kann. Die gaxze Frage, um die eS sich dreht, ist: Auf welche Weife ist es möglich, diese schon bestehende gute preußische LandcSorganisation nun auch voll und ganz wirksam zu machen für die großen Aufgaben, die der Sozial» demokratie in Preußen bevorstehen, für die großen Aufgaben, die für die ganze innere Politik Deutschlands von größter Bedeutung sind? Wir wollen die ganze preußische Tätigkeit aufbauen auf einem preußischen Parteitag und stimmen deshalb vollkommen über- ein mit den KZ! und 2 des Berliner Entwurfs, welcher den preußischen Parteitag an die Spitze stellt und zunächst ihn und seine Aufgaben behandelt. Wohin die Konsequenzen aber führen, wenn man den Gedanke» des Berliner Entwurfs durchdenkt, das zeigt uns der Hessen-Nassauische Entwurf. Dort finden Sie in den ersten vier Paragraphen den Preußischen Parteitag überhaupt nicht erwähnt, er wird erst im Z 5 behandelt. Darüber hinaus hat der Hessen-Nassauische Vorschlag wieder in vollständiger Durch- siihrung seiner Konsequenzen dem Preußischen Parteitag all- Wahlen genommen. Dos ist durchaus mit Recht geschehen. Singer hat wiederholt, zuletzt in seinem guten Aufsatz in der„Neuen Zeit", ausgeführt, um dieses Ziel zu erreichen, müsse der künftige Landesvorstand der preußischen Parteigenossen als Hülfs- organ des Parteivorstandes fungieren, von diesem ressortieren und mit ihm gemeinsam alle für die Agitation not- wendigen Maßnahmen feststellen. Also, der künftige preußische Landesvorstand soll als Hülfsorgan des Parteivorstandes fungieren und von diesem ressortieren! Nun halte ich eS für ausgeschlossen, daß ein souverän preußischer Parteitag ein HülsS- organ wäre für den deutschen Parteitag, auf dem er seinerseits gar nichts zu sagen hat. Auf dem ersten preußischen Parteitag hat Singer mit Recht festgestellt, daß der deutsche Parte«- vorstand gar nicht in der Lage ist, irgend einen Austrag deS preußischen Parteitags entgegenzunehmen. Wir müssen aber ver- langen, daß der preußische Parteitag auch ein von ihm abhängiges AktionSorgan hat. DaS ist der einzige Punkt, wo der Hessen- Nassauische Entwurf nicht konsequeiit ist. Er hätte einfach sagen sollen, daß die LandeSkommission befugt ist, einen preußischen Parteitag einzuberufen zur Erledigung wichtiger Fragen, im besonderen zur Abänderung des dann vorliegenden Statuts, und daß die LandeSkommission verpflichtet sein muß. den Parteitag einzuberufen, wenn von einer bestimmten Anzahl von Aktions- bezirken diese Forderung gestellt wird. Wir fordern konsequenter- weise einen besonderen Parteivorstand für Preußen. Genosse Haase hat mit Bezug hierauf den Mtz vom 5. Rad ain Wagen gemacht; ich kann daS wirklich nicht mehr als Witz be» zeichnen, denn dieses Mitglied soll ja nur dazu dienen, o-n Kontakt aufrecht zu erhalten, um rechtzeitig darauf aufmerksam q* macken, wenn an einem bestimmten Punkte ctiva Reibungen entstehen. Wab mir die Hauptsache ist, und was Haase besonders lächerlich zu machen suchte, daS ist gerade die Institution des speziellen preu- ßischen Sekretariats. Meiner Meinung nach sollten die Sekretäre nicht nur die von Haase verlesenen Aufgaben erfüllen, sondern auch alle Kreisblätter verfolge««. Natürlich sollen nicht etwa sämtliche KreiSblätter im Partcibureau gehalten werden, wohl aber müßte der preußische Parteivorstand sich mit den Bezirks- organisationcn in Verbindung setzen und sich von dielen das Wissenswerte auS den Kreisblättcrn schicken lassen. Nun«st besonderer Wert gelegt aus die R e« b u» g e n zwischen den beiden Körperschaften. Erstens läßt sich mit gutem Wille» sehr viel vermeiden, und außerdem bitte ich, nicht i>nm er Sorge zu haben für die Bequemlichkeit deS Parteivorstandes. Die Mitglieder des ParteivorstandcS sind dock, die Beauftragten der Parteigenossen. Benehmen sie sich nicht richtig, enistehen Mihhellig- ketten, dann sind die Parteitage dazu da, die Genossen zur Ordnung zu rufen und, wenn das nicht gelingt, sie durch andere zu ersetzen. Derartige Ueberleglingen brauchen uns nicht allzusehr graue Haare zu niachen. Aber weiter! Wer hindert den», die Mitglieder des deut- scheu Parteivorstandes in den preußischen Landesvorstand zu wählen? Es steht doch gar nichts im Wege, daß Sie die beiden Vorsitzenden wählen aus der Mitte des Parteivorstandes? Dann wird dock an der Frische der Arbeitskraft durchaus nicht zu zweifeln sein!(Heiterkeit.) Nun werden Sie vielleicht sagen, daS ist ge- hupft wie gesprungen. Wenn wir die Genossen in den preußischen Landesvorstand wählcn, dann könnten wir ja die Sache einfach den« deutschen Vorstand übertragen. Aber daS ist ein gewaltiger Unter- schied. Wenn diese Genossen Mitglieder deS preußischen Lande?» Vorstandes sind, dann sind sie eben abhängig von dem preußischen Barteitag, während umgekehrt der deutsche Parteitag es geradezu| lich ist nur, ob wir schon heute den Aronsschen Vorschlägen folgen| Bir Elberfelder haben den Antrag gestellt, daß Groß- Berlin be ablehnen muß, von der preußischen Organisation Aufträge entgegen- dürfen. Ein solcher Apparat, wie Arons ihn vorsieht, erfordert gesamte Landeskommission wählt. Was Dittmann vorschlägt, zunehmen. Haben Sie aber Genossen aus dem Parteivorstand in umfangreiche Mittel. Die meisten Agitationsbezirke fönnen aber wollten wir im vorigen Jahre auch beantragen, mittlerweile sind den Landesvorstand gewählt, dann haben Sie erreicht, daß diese Or- weitere Mittel nicht aufbringen. Sie haben mit ihren eigenen An- wir davon abgekommen, weil wir uns fagten, auch soweit sind wir ganisationen auf das engste verschmolzen sind. gelegenheiten vollauf zu tun. Der Aronssche Vorschlag erscheint mir noch nicht. Der Vorschlag ist doch zu kompliziert. Wir haben das beshalb verfrüht. Vertrauen zu Groß- Berlin, daß es die richtigen Leute für den Pfannkuch- Berlin: Parteivorstand finden wird. Sollte aber der Parteitag der Meinung sein, daß die Bezirksiomitees die Wahl des Landes. fomitees vorzunehmen hätten, so wären wir dami einverstanden. Bir messen der Frage nur untergeordnete Bedeutung zu. Zur Geschäftsordnung beantragt Maurenbrechers Breslau über§ 10 des Entwurfes fub. 2 nach Schluß der General diskussion und vor Ueberweisung der Vorlage an eine Kommission sofort abzustimmen. Maurenbrecher Breslau: Ich muß es mir versagen, auf Einzelheiten einzugehen, ich will nur noch zusammenfassend bemerken: Der Hessen- Nassauische Entturf, der ja aus dem Berliner Entwurf nur die Konsequenzen Bisher war ich der Meinung, daß man, wenn man eine Frage gezogen hat, will, wenn wir uns klar und deutlich aussprechen stellt und sich selber die Antwort erteilt, es eigentlich unterlassen wollen, alles beim alten lassen. Wenn ich jetzt meinen verehrten sollte, die Frage überhaupt zu stellen. Genosse Arons hat schon Freund Singer sehen könnte, dann würde ich vielleicht ein nur mühsam publizistisch die Frage aufgeworfen, weshalb der Referent über unterdrücktes, freudiges Lächeln bei ihm wahrnehmen, wenn ich sage: diesen Bunft aus Königsberg genommen ist.( Zwischenrufe Arons.) daß die letzte Konsequenz des Berliner Entwurfs gezogen ist in Genoffe Arons wollte an der Hand des Berichtes darlegen, daß einem Antrag der Kieler Genossen, der leider offiziell noch nicht Berlin in seinem ersten Entwurfe, von richtigem Instinkt geleitet, eingegangen ist, und der dahin geht, daß man von einer preußischen etwas ganz anderes gewollt habe als das, was der zweite vorliegende Landesorganisation überhaupt ganz absehen solle. Das wäre die Entwurf bietet. Erst durch das Eingreifen des deutschen Parteiletzte Konsequenz, denn tatsächlich schaffen Sie mit dem Entwurf vorstandes habe der Organisationsentwurf die jetzige Form er Arons und Pfannkuch das zu sein, was uns hauptsächlich interessiert. In der ganzen Diskussion scheint mir die Debatte zwischen bon Hessen- Nassau nichts was neu wäre, sondern gewissermaßen halten. Darauf antworte ich im Namen des deutschen Parteieinen vereinigten Landtag, wie man ihn in Preußen in der abso- borstandes. Selbstverständlich hielten wir es für unsere Pflicht, mit Es handelt sich heute nicht darum, die preußische Organisation luten Monarchie einrichtete. Eine Landeskommission, die aus allen den Parteigenoffen Berlins zu beraten, wie am besten eine Organi- erstmals zu schaffen, sondern um die Frage, welche Leitung die preußischen Bezirfen gewählt wird, sich zur Unterstüßung heran- fation für Breußen geschaffen werden könne, ohne daß irgend welche preußische Organisation, die schon vorhanden ist, zu bekommen hat. zuziehen, das ist dem Parteivorstande auch heute nicht benommen. Frittionen zwischen den beiden Organisationen zu befürchten wären. Was wollen wir eigentlich? Wollen wir eine Leitung zur ErAuf der anderen Seite dagegen wollen wir, daß der preußische Allein von diesem Bestreben hat der Parteivorstand sich leiten lassen. ledigung geschäftlicher Verwaltungsfragen oder eine Leitung, die Parteitag als solcher die preußischen Angelegenheiten führt, und Bis zur Stunde haben sich die Genossen nicht zu beschweren ge- speziell für die preußische Politik politische Initiative entfalte. Das dazu bedarf er eben eines von ihm abhängigen, nur von ihm reffor habt, daß der Prateivorstand in bezug auf die Agitation in Preußen ist der Gegensatz, um den es sich handelt. Wollen wir bloß eine tierenden Organs. Wie die Verbindung mit dem deutschen Partei etwas versäumt hätte, am allerwenigsten in der Wahlrechtsfrage. den Berliner Genossen ruhig die Führung der Listen und KassenLeitung für die Verwaltungsangelegenheiten, dann können wir vorstand herzustellen ist, wird Sache der Kommissionsberatung sein. Die Berliner Parteigenossen ließen sich von den Gründen, die der geschäfte überlassen. Hinter der ganzen Frage steht aber der Die Hauptgegner der selbständigen preußischen Organisation find Parteivorstand gegen ihren ursprünglichen Entwurf geltend machte, dieselben Männer, die jahrzehntelang gefämpft haben gegen die überzeugen und nahmen die erforderlichen Menderungen vor. Ge- politische Gedanke: Haben wir jetzt eine Zentralstelle für preußische Beteiligung an den preußischen Landtagswahlen. Gerade diese noffe Dittmann hat bereits auf den organischen Aufbau der deutschen Initiative notwendig? Die Art, wie die preußische Frage ein. Männer waren es, die, nachdem die Beteiligung beschlossen war, Parteiorganisation, wie er durch die Jenaer Beschlüsse geschaffen geschätzt wird, ist entscheidend für die Beantwortung dieser Frage. mit der größten Energie an den Wahlen teilgenommen und geworden ist, hingewiesen. Schon in Jena traten Bestrebungen auf, Genossen haben erst einige vorsichtige Schritte getan, wir haben Was wissen wir nun von preußischen Angelegenheiten. Unsere holfen haben, das Resultat zu erzielen, das erzielt ist. Aber den streng zentralistischen Charakter der Parteiorganisation nicht zögernd find sie herangegangen, und dadurch haben wir viel fost sur vollen Geltung fommen zu lassen und den einzelnen Landes- das Königreich Preußen in seiner Absonderlichkeit gerade erst bare Zeit verloren. Ich fürchte, wenn wir auch jetzt wieder den organisationen größere Machtbefugnisse zuzuweisen. Auch in ( Sehr richtig!) Es ist die politische Aufgabe eines Ratschlägen diefer hochangesehenen Männer folgen, dann werden Deutschland sind Bestrebungen vorhanden wie in Frankreich und Menschenalters, innerhalb des Königreichs Preußen die Reaktion wir wieder viel tostbare Zeit für die Angelegenheiten verlieren. Italien, die darauf hinauslaufen, den Abgeordneten der Verant- niederzuringen und Preußen auf einen demokratisch- liberalen wortung vor der Gesamtpartei zu entziehen und ihn nur seinem Standpunkt hinüberzuführen. Das ist jedenfalls diejenige politische Wahlkreis verantwortlich zu machen. Und auch für die Presse ist Aktion, die die Arbeiterpartei in einem Menschenalter zu lösen ähnliches versucht worden. Da mußte der Parteivorstand fich haben wird. Die Demokratisierung Preußens ist die Hauptaufgabe sagen: Solche Reibungsflächen dürfen nicht vermehrt werden. Die des preußischen Proletariats. Und für diese aktuelle Aufgabe preußische Organisation muß so beschaffen sein, daß sie sich in dem müffen wir uns eine Organisation schaffen. Wer von uns kennt Rahmen der allgemeinen deutschen Organisation glatt einfügt. Ge- denn überhaupt die preußischen Zustände?( Sehr richtig!) Arons schieht das nicht, dann wird die preußische Organisation tonangebend. hat auf die Kreisblätter verwiesen, da hat er den Nagel auf den Daneben haben wir dann die sächsische, badische, württembergische, Stopf getroffen. Wir müssen die Beschäftigung mit diesen Dingen bayerische Parteiorganisation, die aus dem Rahmen der allgemeinen aber ausdehnen auf jede Verwaltungsfrage. Wo ist in Deutsch. Barteiorganisation heraus sich eine Sonderstellung zu sichern land eine Stelle, die vom freiheitlichen Standpunkt aus die suchen werden, wie sie naturgemäß der preußischen Organisation preußische Politik fortdauernd untersucht? Die Wahlrechtsaktion, aufallen müßte, wenn den Vorschlägen Arons stattgegeben würde. in die wir jetzt eintreten toollen, ist nur ein erster Schritt. Es ( Lebhafte Zustimmung.) handelt sich darum, ob die preußische Sozialdemokratie die Kulturaufgabe leisten kann, die preußische Reaktion in ihre Einzelheiten, in ihre Atome zu zerlegen, die neue 8entrale soll zeigen, wer in Preußen regiert und wie regiert wird. Dittmann- Frankfurt a. M.: entdeckt. Genoffe Arons hat am Schlusse seiner Ausführungen gemeint, der Entwurf von Hessen- Nassau lasse alles beim alten, während er etwas Neues schaffen wolle. Bis zu einem gewissen Grade hat er recht. Es ist in der Tat so, daß der Entwurf von Hessen- Nassau und der Berliner Entwurf nichts Neues geben, sondern nur auf Grund des vorhandenen weiter bauen wolle. Man muß sich von bernherein die Frage vorlegen, ob alles, was wir für die Landesorganisation schaffen wollen, wie Arons will, ausschließlich unter dem Gesichtswinkel der Wahlrechtsbewegung geschaffen werden soll. So wichtig die Frage auch ist, müssen wir doch unseren Blick weiter schweifen lassen und uns die historische Entwickelung der Gesamt parteiorganisation vor Augen führen. So müssen wir uns die Zum Schlusse hat Genosse Arons ein Gespenst aufmarschieren Landesorganisation für Preußen schaffen. Diese Organisation foll laffen, um uns graulich zu machen. Er hat darauf hingewiesen, daß nicht neben den alten Organisationen, sondern in sie hineinverlegt die Männer im deutschen Parteivorstande, die den Organisations werden und das ist das Entscheidende! Der Berliner Entwurf und entwurf borgelegt haben, seinerzeit die entschiedensten Gegner einer Wer liest denn von uns tatsächlich die Kreisblätter? In diesem noch konsequenter vielleicht der von Hessen- Nassau hat allem Rech- Beteiligung an den preußischen Landtagswahlen gewesen seien. Die Buntte ist es allerdings das politische Intereffe, das in der Organinung getragen, was die Situation erfordert. Wir können nur die konsequente Weiterführung des Gedankens wäre, daß diese Männer fationsfrage verstedt liegt, und das uns zwingt, eine Spike zu Organisationsglieder, die wir in den einzelnen Landesteilen bereits nun auch nicht mit aller Energie die preußische Wahlrechtsbewegung schaffen, die die Zeit und Unabhängigkeit hat, den preußischen befizen, zusammenfassen. Es ergibt sich ben selbst, daß der Siß des betreiben könnten.( Widerspruch des Genossen Arons.) Ich be- Fragen ihre ganz spezielle Aufmerksamkeit zu widmen.( Sehr Landesvorstandes in der Landeszentrale, in Berlin, sein muß; wir haupte nicht, daß Sie diesen Gedanken ausgesprochen haben.( Arons: richtig.) Nun hat Pfannkuch- und das ist, glaube ich, das offenste können da die Bescheidenheit der Berliner Genossen nicht akzeptieren. Ich habe das Gegenteil fonstatiert.) Aber das ist die weitere Aus- Wort, das bisher in dieser verschleierten Debatte gefallen ist, Arons schlägt nun einen gesonderten Landesvorstand, der von der legung dessen, was Sie gesagt haben. Und da möchte ich dem Ge- gesagt: Dann gibt es eine Dezentralisation ähnlich wie in FrankKonferenz gewählt werden soll, vor und verlangt, daß zwei seiner nossen Arons doch verraten, daß seinerzeit, in der Mitte des vorigen reich und Italien, er hat das Gespenst der nur von ihrem WahlMitglieder befoldete Sekretäre seien. Wie haben wir denn bisher Jahrzehnts, als die Beteiligung unserer Partei an den preußischen treise abhängigen Reichstagsabgeordneten in Frankreich an die in der Partei die Sekretärsfrage gelöft? Wir haben 60 bis Landtagswahlen zur Debatte stand, im deutschen Parteivorstand drei Wand gemalt.( Pfannkuch: Mit Recht!) Nein, es ist zwischen 70 Partei-, Wahlkreis- und Bezirkssekretäre. Entscheidend für die Mitglieder so warme Befürworter dieser Beteiligung waren, wie es uns und dem Auslande ein grundlegender Unterschied. Wir haben Anstellung eines Sekretärs war immer die Frage der Arbeitserledi- jekt der gesamte deutsche Parteivorstand ist. Sie wissen ja alle, in Deutschland einen deutschen Parteitag, der doch schließlich in gung. Dieser Gesichtspunkt muß auch für die preußische Landes- was der deutsche Parteivorstand in den letzten Wochen in der Wahl- letter Instanz immer wieder die Eintracht jeder Parteiaktion darorganisation gelten. Solange die leitenden Berliner Genossen in rechtsfrage getan hat. Auf Einzelheiten des Entwurfes gehe ich stellt. Wir müssen aber auch in Preußen dazu kommen, daß wir Verbindung mit dem Parteivorstand es für möglich erachten, die nicht ein. Für den deutschen Borstand kann ich erklären, daß wir für die spezifisch preußischen Fragen eine Stelle haben, genau Geschäfte der Landesorganisation zu erledigen, liegt fein Grund bereit sind, alles was wir für richtig und zutreffend halten, und das so wie die spezifisch bayerischen, badischen oder württembergischen vor, besondere Sekretäre anzustellen. Wir wissen noch nicht, welchen ist im wesentlichen der Frankfurter Entwurf, in unseren Entwurf Fragen auch in den Landesvorständen dieser Länder erledigt werden. Umfang die Tätigkeit des Landesvorstandes einnehmen wird, wir aufzunehmen. Dagegen werden wir alles daran sezen, dem Arons Daß wir deshalb auseinandergehen, halte ich für eine unglaubliche wissen auch nicht, wie fich die Arbeit zwischen dem Parteivorstand schen Entwurf zur Ablehnung zu verhelfen. Er sprach von mir und Vorstellung, die nur als Schredgespenft aufgeführt werden kann. und dem geschäftsführenden Ausschuß teilen wird, und deshalb seinen Freunden. Wer sind diese Freunde?( Arons: Magde- 28ir haben in der deutschen Sozialdemokratie geradezu die instink brauchen wir vorläufig die Sekretärfrage nicht in den Vordergrund burg!) In Magdeburg ist der Genosse Müller, der jetzt nicht mehr tive Gewohnheit, den deutschen Parteitag als diejenige Stelle anzu stellen. Davon fann selbstverständlich keine Rede sein, daß wir dort ist, für den Aronsschen Entwurf eingetreten, und die Magde zusehen, die das Entscheidende ist und bleibt, und unsere südeinen selbständigen Landesvorstand neben den Parteivorstand stellen. burger haben aus Freundlichkeit für Müller ihm zugestimmt. deutschen Parteigenossen haben diese Gewohnheit trotz ihrer LandesIm gewiffen Grade scheint auch Arons dieser Meinung zu sein.( Arons: Breslau!) Wenn man die Aufgaben sich ansieht, die organisationen. Aber warum fann der Parteivorstand nicht ein. Nur geht er immer von dem Gesichtspunkt aus, daß es sich in erster Arons dem preußischen Sekretäre zuweisen will, dann muß bei dem fach die preußische Initiative übernehmen? Einfach deshalb nicht. Linie um die Wahlrechtsfrage handelt und darin liegt der Kardinal- gegenwärtigen Stande unserer deutschen Finanzen man auch eine weil er meist aus Reichstagsabgeordneten besteht, weil cine fehler seiner Vorschläge. Er will auch ein gesondertes Kaffenwesen Antwort auf die Frage haben, wie die Mittel aufgebracht werden Personalunion zwischen Parteivorstand und Reichstagsfraktion vor8 für Preußen haben. Das würde der Entwickelung der Gesamt- sollen, um diese Aufgabe zu lösen. Arons erwartet die Auf- handen ist, und deshalb wir sehen das ja auch an der Redaktionss parteiorganisation nicht nüßlich fein. Höchstens fönnten wir eine bringung dieser Mittel einmal von den Kreiswahlvereinen, aber führung des Vorwärts"- die Reichstagsfragen ganz von selbst Resolution annehmen, die den Parteigenossen empfiehlt, angesichts da wird er gar nichts bekommen, weil die Kreiswahlvereine einfach ein überwiegendes Gewicht einnehmen. Wenn wir aber nun neben der gewaltigen neuen Aufgaben die regelmäßigen Mitgliedsbeiträge nichts mehr abgeben können. Dann denkt er an freiwillige Buüberall zu erhöhen. Ebensowenig wie wir eine besondere Stassen- wendungen. Genosse Arons ist ein sehr reicher Mann, ich nehme dieser die Einheitlichkeit der Partei garantierenden Leitung eine führung für die Kommunalwahlen oder die Reichstagswahlen haben, das wenigstens an. Ich glaube, er wird dann an der Spitze der spezifisch preußische Spike haben wollen, d. h. eine Stelle mit ebensowenig brauchen wir eine besondere Kassenführung für freiwilligen Zuwendungen mit einem außerordentlich hohen Bei- Initiative für preußische Politit, so ist das nicht gegen den ParteiPreußen. Ueber die geschäftliche Behandlung der Angelegenheit trage figurieren müffen. Ob das die Parteigenossen aber wollen borstand gerichtet, es ist auch nicht ein Moment der Zersehung, bin ich der gleichen Auffassung wie Haase. Wir müssen eine Kom- und wünschen, ist eine andere Frage. Auch hier würden wir in sondern es ist nur die Stelle, die amtlich verpflichtet ist, den Vorgängen im preußischen Landtage zu folgen. Wir haben bisher mission wählen, die versuchen wird, das Beste aus allem herauszu- Unzuträglichkeiten hineingeraten, die die Partei nicht auf sich solche Stelle überhaupt noch nicht, es fann sich also nicht darum schälen.( Bravo!) nehmen kann. handeln, bestehende Organisationen in diesem Sinne zu erweitern. All das würde nur heißen, daß man die Verwaltungsorganisationen Im Gegensatz zu Genosse Haase bin ich unbedingt für die für Preußen in besondere Hände legt. Das ist aber ein sehr Errichtung von Provinzialkomitees. Wir haben jett 22 Bezirks- gleichgültiges Interesse. Solange es sich nur um Verwaltungsfomitees und in gar nicht zu langer Zeit werden es 380 werden. fragen handelt, brauchen wir eine spezifisch preußische Organisation Dann wird es unmöglich werden, das Landeskomitee überhaupt nicht, sondern der Gedanke der spezifisch preußischen Bezirkskomitees zu wählen. Und wir werden auf die Provinzial- Spize ist überhaupt erst aufgetaucht seit dem Aufrollen der Wahlfomitees zurückgreifen müffen. Ferner empfehle ich den Antrag rechtsfrage und seit dem instinktiven Gefühl, daß wir in Breußen Stettin. Ich bin nicht der Meinung, daß dem Sekretär ein be- die Aufgabe zu lösen haben: Wie fann die Arbeiterpartei den fonderes Borrecht eingeräumt wird, denn die Reichstags- und Land- Staat demokratifieren? Und weil dieser ganze Bunkt in unserer tagsabgeordneten haben schon jetzt das Recht, am preußischen Organisationsfrage das entscheidende ist, deshalb habe ich beBarteitag teilzunehmen. Dieses Recht können wir auch den Getre. antragt, darüber im Plenum eine Abstimmung herbeizuführen. tären zubilligen. Wir können vielleicht die Bestimmungen des Erst wenn diese Frage autoritativ gelöst ist, tönnen wir § 7 auf sie ausdehnen, um irgend welche nachteilige Folgen zu Kommission beauftragen, auf Grund dieses prinzipiellen Beschlusses verhüten. Im hessischen Entwurf halte ich den§9 für bedenklich, der uns eine Vorlage zu machen, die wir dann in aweiter Befung in vier Bezirksverbänden das Recht oht, eine Landestonferenz ein- ihren Einzelheiten diskutieren können.( Beifall.) zuberufen, wenn des Landeskomitee einen Antrag von vier Bezirkshebänden auf Abhaltung einer Landeskonferenz abgelehnt hat. Diefe Bestimmung bitte ich abzulehnen, fie muß notwendig zu Differenzen führen. Gegen die Gedankengänge des Genossen Arons habe ich nicht so viel Bedenken, wie die Vorrebner. Das Landes. fomitee ist schließlich doch auch so selbständig, wie ein selbständiger Landesvorstand. Aber da wir doch gar leine praktischen Erfahrungen haben, wollen wir sie erst sammeln und dann die Aronsschen Vorschläge prüfen. Gewehr Iberfeld: Horn- Stettin: Sobald eine Neueinrichtung geschaffen werden soll, gehen die Meinungen auseinander. So ist es auch hier. Vor allem ist die Kompetenzfrage aufgeworfen worden, die Kompetenzfrage zwischen Parteivorstand und Landesvorstand. Aber diese dürfte gar nicht in Betracht kommen. Drescher- Halle: B aus den Singer: die Die Funktionen des Parteivorstandes werden durch den deutschen Parteitag bestimmt, die Funktionen des Landesvorstandes follen in Zukunft ihm durch den Preußischen Parteitag zugewiesen iverden. Wenn beide Glieder ihre Schuldigkeit tun neben- und miteinander, dann werden die Fragen der Preußen- Politik fo gelöst werden, wie die Fragen der Reichspolitit. Der Vorschlag von Groß- Berlin enthält in der Frage der Vertretung auf der Preußischen Konferenz eine Lüde. Die Kommissien muß präzise ausdrüden, wie die Vertretung der Frauen zustande tommen soll. Im Entwurf ist nur für die Männer und nicht für die Frauen die Proportionalvertretung vorgeschrieben. Stettin beantragt, daß auch die Parteisefretäre ohne weiteres Ich bin dem Vorredner dafür dankbar, daß er in seinen Ausam Parteitag teilnehmen follen. Haase meint, diefe führungen den Kernpunkt des Streites ftizziert hat. Man kann Bestimmung sei überflüssig, weil die einzelnen Agitationskomitees mit seinen Darlegungen über die Rückständigkeit Preußens und ohne weiteres ihre Gefretäre in die Landeskommissionen delegieren über die Notwendigkeit eines energischen Kampfes und des werden und weil es andererseits den Wahlkreisen ja unbenommen Studiums der eigentlichen preußischen Verhältnisse. vollständig eins sei, bie Parteisekretäre zu delegieren. Wie wird es aber in Wick berstanden sein, ohne zu dem Schlusse zu kommen, den er zieht. lichkeit tommen? Gewiß werden viele Agitationskomitees ihre Der Gedanke einer Landesorganisation in Preußen ist entstanden Sekretäre in die Landeskommission delegieren. Aber wenn das nicht deshalb, weil für die preußische Agitation bisher nicht genug nicht geschieht, haben die Sekretäre kein Anrecht, am Parteitag teilgetan ist, sondern weil es bisher in Preußen an einer Spize der Wir haben bisher noch gar feine Erfahrungen darüber, was Landesorganisation gefehlt hat. Wenn man das festhält, dann zunehmen. Die Wahlkreise sehen bei der Delegation darauf, mit den Berfonen zu wechseln, damit möglichst viel Genossen Er- cigentlich eine speziell preußische Organisation tun soll, und welche steht die Frage nicht fo: Goll jekt angefangen werden, in Preußen fahrungen sammeln. Deshalb ist es besser, wenn in dem Statut Aufgaben ihr zuzuweisen sind. Wir in Elberfeld wollten diese zu demokratisieren, sondern soll ein Organ geschaffen werden, in ben Gefretären ohne weiteres das Recht das Teilnahme an dem Aufgaben präzisiert haben, aber jetzt glaube ich iſt es besser, wir bem und bei dem die für die preußische Agitation notwendigen Preußischen Barteitag gegeben ist. Das Berliner Statut legt fest, laffen es so, wie es vorgeschlagen ist. Jedenfalls muß alles ver- Fragen zusammenlaufen, und soll von diesem Organ aus eine einwie die Wahl der Vertreter zur Landeskommission vorgenommen mieden werden, was irgend wie zu Friktionen zwischen der preußi- heitliche Vertretung der preußischen Agitation betrieben werden? werden soll. Es schreibt vor, daß die Wahl auf der Landestonferenz schen Parteileitung und dem Parteivorstand führen kann. Das Wenn man den Ausführungen von Maurenbrecher gefolgt ist, dann vorzunehmen sei. Der Vorschlag ist unpraktisch. Denn nur die will wohl auch Arons. Freilich die Konsequenz der von ihm vor- fommt man zu der Auffassung, als ob seitens der Partei in Genossen, die zufällig ein Mardat zur Landestonferenz haben, geschlagenen Organisations form würde eine andere sein, als er agitatorischer Beziehung für Preußen noch gar nichts geschehen iſt, würden für die Wahlen der Landeskommission in Frage kommen. felber glaubt. In der Kommission können wir die einzelnen Vor- als ob es notwendig sei, jezt erst eine Organisation zu schaffen, um Wenn die Bezirkskommissionen die Befugnis haben, Vertreter auf schläge prüfen. Das wesentliche iſt: Wie soll die Organisation in Preußen tätig sein zu können. So liegen die Dinge nicht. die Landeskonferenz zu entfenden, sollten sie auch die Befugnis er- beschaffen sein und wie denkt man sich die Aufbringung der Mittel. Nach meiner Meinung faßt der vorliegende Entwurf, namentlich in halten, Vertreter in das Landeskomitee zu wählen. Gut wäre es der Erweiterung von Hessen- Nassau, diejenigen Momente sehr auch, wenn die Redakteure auf dem Preußischen Parteitag anwesend glücklich zusammen, welche in gewissem Sinne das, was Arons und sein würden. Die Anschauurgen des Genossen Arons sind vielfach Maurenbrecher wollen, in geeignete Bahnen lenken, auf der bekämpft worden, aber ich halte seinen Gedanken im großen und anderen Seite aber die Gefahr berhüten, in eine Dezentralisation ganzen für gefund. Wenn ein selbständiger Landesvorstand vorzu zerfallen, bei der die Tätigkeit der Partei nicht nur nicht gehanden, wenn besondere Sekretäre angestellt würden, dann können fördert, sondern geradezu gefährdet wird. Es ist ganz irrig, antie preußischen Angelegenheiten doch intensiver als bisher betrieben zunehmen, daß Preußen rein schematisch auch das haben müsse, werden und es würde viel mehr herauskommen, als wenn die Anwas die übrigen Länder haben. Nein, weil eben Breußen eine gelegenheit nur gewissermaßen nebenamtlich betrieben wird. Frag Gefahr für die freiheitliche Entwickelung in Deutschland ist, muß Genosse Pfannkuch hat es für unmöglich erklärt, daß die Wahl freisvereine die Mittel aufbringen. Deshalb erübrigt sich auch die Frage nach der Anstellung von preußischen Parteisekretären. Daran dürfen wir vorläufig nicht denken. Sollte es sich herausstellen, daß die Fülle der preußischen Arbeiten so groß ist, daß ihre Erledigung dem Parteivorstand nicht zugemutet werden kann, dann bleibt immer noch Zeit, andere Schritte zu tun. Gewisse Vorgänge in Süddeutschland müssen uns veranlassen, gerade in Preußen mit gutem Beispiel voranzugehen, damit keine Frittionen entstehen. Na! Na! die Bekämpfung der preußischen Reaktion auch von der Gesamt partei durch die Spitze, wie die Gesamtpartei sie sich gegeben hat, mit aller Energie geführt werden. Und weil Breußen der Staat ist, der mit seinem reaktionären Treiben der Entwidelung in Deutschland wie eine Bleikugel am Fuße hängt, deshalb muß die Gesamtpartei durch ihre Spize den Kampf gegen die Reaktion auf nehmen.( Sehr richtig.) Die preußische Partei ist die Elitetruppe in diesem Kampfe. Darum aber kann es sich nicht handeln, daß die etwa jagt:„ Wir werden Euch mal zeigen, wie gearbeitet werden muß." Wenn ich boshaft sein wollte, was ich nicht bin( 3uruf: Heiterkeit), und wenn ich Insinuationen machen wollte, was ich nicht tue, so fönnte man dem Aronsschen Entwurf das Brinzip unterlegen: divide et impera!( Teile und herrsche!) Es ist auch ganz falsch, anzunehmen, daß die bisherige Organisation in Deutschland ihre Pflichten gegen die preußische Partei bezw. gegen die Notwendigkeit einer energischen Agitation in Preußen versäumt hätte. Man braucht sich nur zwei Zahlen zu bergegenwärtigen, um sofort flar zu sein, daß das meiste, was bom Seutschen Parteivorstand bezw. von der deutschen Partei geschehen ist, der Agitation in Preußen dient. Wir sehen aus unserem Protokoll, daß die Zuwendungen aus Preußen an die Parteitasse 246 899 M., die Aufwendungen der deutschen Partei für die preußische Agitation dagegen 510 028 M. betragen haben. Man tann also nicht sagen, daß die preußische Agitation im Rahmen der deutschen Parteitätigkeit irgend wie zu kurz kommt, und das ist ja auch ganz selbstverständlich. In dem Maße, wie die deutsche Partei für die Befreiung des Proletariats in Preußen Mittel in bezug auf Ausbildung, Belehrung und Kampf aufwendet, in dem Maße nüßt sie sich selbst, da Preußen das stärkste Hindernis für die Entwickelung in Deutschland auf allen Gebieten darstellt. Wenn man praktische Politik treiben will, muß man sich fragen, was die Wirkung der Annahme der Aronsschen Vorschläge sein würde. Wir bilden eine Organisation innerhalb der deutschen Organisation, die, wenn sie überhaupt tätig sein will, die Vorherrschaft bekommt.( Sehr richtig.) Mit anderen Worten: Wollen Sie den Parteivorstand depossedieren, d. h. wollen Sie ihm den größten Teil seiner Arbeit und damit seines Einflusses nehmen, dann gründen Sie eine Organisation, wie sie Arons will. In dem Augenblice, wo diese Organisation ernstlich an die Arbeit geht, muß sie auf Schritt und Tritt mit der Tätigkeit des deutschen Parteivorstandes kollidieren. Ich rede nicht etwa von finanziellen Dingen, sondern von den agitatorischen Aufgaben des Parteiborstandes. einsehen würde. Das muß aber seine Sache bleiben. In bezug auf die Regelung der inneren Verwaltungsangelegenheiten halte ich die Frankfurter Vorschläge für sehr angemessen.( Bravo!) Maurenbrecher- Breslau: Die im Geschäftsordnungsantrag Maurenbrecher beantragte fofortige Abstimmung über§ 10,2 foll, wie beantragt, wird, namentlich sein. Hierauf tritt die Mittagpause ein. Nachmittags.Sikung. 3 Uhr. Den Vorsitz führt Singer. Dittmann- Frankfurt a. M.: stellen. Wels- Berlin: Beteiligung einmal beschlossen war, in erster Linie zu verdanken haben, daß sie solche Erfolge gehabt hat. Man tönnte also aus meinen heutigen Ausführungen nur die Konsequenz ziehen, diese Männer werden ebenso wie bei den Landtagswahlen auch jetzt gelaufen sind, will ich noch einmal den Streitpunkt so flar wie schlossen ist, voll und ganz ihre Kräfte in den Dienst dieser Sache Nachdem drei Parteivorstandsmitglieder gegen mich Sturm wieder, wenn die besondere preußische Organisation einmal bemöglich präzisteren. Gewiß ist die grundsätzliche allgemeine Aufgabe der Partei, die Proletarier zu Sozialdemokraten zu erziehen. ich meinen Antrag vor allem wegen der Wahlbewegung gestellt habe. Genoffe Dittmann befindet sich im Irrtum, wenn er glaubt, daß aber außerdem muß die Partei ganz bestimmte politische Probleme Die reine Wahlbewegung läßt sich meines Erachtens mit Leichtigkeit Aktionskraft der 3 Millionen Sozialdemokraten für die schritt- tiefung der Agitation, das Eingeben auf die außerordentlich wichin Angriff nehmen. Sie muß die gesammelte, aber noch latente durch den deutschen Parteivorstand bewältigen, aber gerade die Verweiſe Erringung wirklicher politischer Macht gebrauchen, und die tigen speziell preußischen Fragen, die Vorarbeiten für die Tätigkeit aktuelle Momentaufgabe ist die Demokratisierung des preußischen der künftigen preußischen Fraktion erfordern eine gründliche selbim nächsten Menschenalter erreicht werden wird, darum wollen wir sein und sie wird sich nicht in der glücklichen Lage der ReichstagsStaates. Wir glauben nicht mehr daran, daß der Zukunftsstaat ständige Organisation. Unsere Fraktion im Landtage wird flein wenigstens durch ein positives Aktionsprogramm ihn Schritt für frattion befinden, die sich mit dem Reiche selbst entwidelt und ges Schritt vorbereiten. Jebt müffen wir die organisierte Stoßkraft wissermaßen die Geschichte desselben mitgemacht hat. Die Leute, des Proletariats gegen seinen schlimmsten Feind, die preußische die uns im preußischen Landtag später vertreten werden, müssen arbeitung der preußischen Politik durch besondere Organe. Für der preußische Politiker muß anknüpfen an die Zeit des großen Reaktion, wenden. Dazu bedürfen wir eine intensivere Be- Bescheid wissen mit einer genau hundertjährigen Geschichte, denn den Parteivorstand ist das Ganze leider nur eine Kompetenzfrage. Staatsmannes Freiherrn von Stein. Bon verschiedenen Seiten Aber Kompetenzkonflikte befürchtete man einst auch mit der Ge- hat man finanzielle Bedenken gegen einen besonderen preußischen neralkommission.( Pfannkuch: Ich habe sie nicht geschaffen!) Aber Parteivorstand geäußert. Die Ausgaben für die Organisation, wie die Macht der organisierten Masse hat stets alle Friktionen über- ich sie mir denke, werden aber außerordentlich klein sein; es handelt wunden. Und noch eins ist charakteristisch. Gerade das Mitglied fich dabei um die Besoldung der Sekretäre, die bescheidene Ent des deutschen Parteivorstandes, das in der Oeffentlichkeit und in schädigung für die beiden Vorsibenden, ferner um Bureauausgaben, der Agitation als eigentliche Verkörperung der Sozialdemokratie eventuell Abonnements auf irgend welche Blätter und schließlich erscheint, war beim ersten sozialdemokratischen Preußentage nicht vielleicht um einen erheblicheren Posten für Reisekosten. Ganz instinktiv dafür zu sprechen, daß gerade bei dem geistig regsamsten bekommt heute von einer ganzen Reihe Bezirke nur mit schwerster anwesend und ist auch heute nicht anwesend. Das scheint mir richtig hat mir Molkenbuhr privatim gesagt, der Parteivorstand Teil des Parteivorstandes das Interesse für die Reichsfragen das Mühe Material heraus. Deshalb wird es eben Aufgabe eines der für die preußischen Fragen bisher wenigstens wesentlich überwogen Sekretäre sein, vielleicht noch auf lange hinaus in die Bezirke hat.( Unruhe. Buruf: Bebel ist frant.) hinauszugehen, das Material mit den Leuten selbst zu sichten und ihnen anzugeben, in welcher Weise sie den Zentralvorstand in Berlin unterstützen können. Genosse Molkenbuhr hat dann das Beispiel von den zwei Köpfen gebraucht, ich faffe auch Staat, Gemeinde ufw. als Organismen und nicht nur als juristische Gebilde auf, aber wir sollten uns doch hüten, diese Organismen zu vergleichen mit den Organismen, wie wir sie in der Tier- und Pflanzenwelt sehen. Das sind außerordentlich gefährliche Beispiele. Wenn wir den Vergleich weiter durchführen wollen, so möchte ich den Genossen Maurenbrecher hat gewünscht, daß die Frage, ob die preußi- Wolkenbuhr nur auffordern, mir mitzuteilen, welcher Parteiinstanz schen Parteigenossen ein besonderes Organ für die preußische Seiterkeit.) Und wenn man jetzt von zwet Köpfen spricht, so er er beispielsweise die Funktionen des Hintern zuweisen wird.( Große Wo liegen denn Teine Aufgaben? Bu fieben Zehnteln in Initiative wollen oder nicht, gleich im Plenum entschieden wird. innere ich daran, daß wir heute schon einen bayerischen Kopf, einen Preußen. Wollen Sie also eine preußische Organisation schaffen Er sagt, wir Jungen wünschen ein solches Organ. Ich weiß nicht, sächsischen und einen württembergischen Kopf haben, recht gute mit den Befugnissen und dem Recht, wie Arons es will, dann in wesen Namen er spricht. Ob er damit die Genossen meint, Köpfe nebenbei bemerkt, die alle auf dem Parteiförper siben, der bepossedieren Sie den Parteivorstand. Wollen Sie die erst jung in der praktischen Parteiarbeit sind, oder diejenigen, auf der anderen Seite eine preußische Landesorganisation schaffen, die jung an Jahren sind.( Sehr gut!) Mir ist aus seinen Aus- für das ganze Reich einheitlich organisiert ist. Man hat gesagt, die ohne ihr die Mittel an die Hand zu geben, damit sie ihre Tätigkeit führungen nicht klar geworden, worin eigentlich der Gegensas würde schwer sein und hat meine Definition bei preußischen AnUnterscheidung zwischen preußischen Angelegenheiten und anderen ausüben kann, so sehen Sie ein totgeborenes Kind in die Welt. liegt. Er sagt, daß auch diejenigen, die auf einem anderen Stand- gelegenheiten bemängelt. Nun, ich will nicht im einzelnen die Die Ansprüche der preußischen Genossen können gar nicht anders punkt stehen, der Meinung sind, daß die Partei alle Kräfte an- Fälle durchgehen, wo das eine oder das andere in Betracht kommt, erfüllt werden, als ich scheue mich nicht, dies Wort zu wieder- ipannen muß, um die Junterreaktion in Preußen niederzuringen. nur ein Beispiel, wie wenig von mir beabsichtigt wird, den Parteiholen, ich glaube, ich stche über dem Verdacht, als ob ich eine Nur darüber, ob dazu ein besonderes Organ eingesetzt werden vorstand faltzustellen: Es soll ihm selbstverständlich das ganze GeDegradation der preußischen Genossen beabsichtigt habe die muß, herrscht Meinungsverschiedenheit. Ansprüche können nicht anders erfüllt werden, als indem Sie die sind schon jest genug Organe vorhanden, um diese Arbeit zu be- tönnte bei Annahme meines Antrages dann der Parteivorstand Nach unserer Meinung biet der Presse in Preußen durchaus vorbehalten bleiben. Vielleicht preußische Landesorganisation zu einem Hülfswältigen. Die Vorschläge von Arons und Maurenbrecher bedeuten als wirklicher Kopf über dem ganzen auch mieder mehr Einfluß er organ des Parteivorstandes machen.( Sehr richtig!) nicht etwa, eine systematische Arbeitsteilung vorzunehmen, sondern langen in Bayern, Baden usw. Natürlich nur in dem Sinne, daß es ein Hülfsorgan ist, das mit dem Parteivorstand den größten Teil seiner Arbeit entziehen und dem Parteivorstand gemeinsam berät, beschließt und das tut, was ihn damit zu depoffedieren. Maurenbrecher und Arons mögen bezur Belebung der preußischen Agitation notwendig ist. Das wird in streiten, daß das ihre Absicht ist; aber auf die Absicht kommt es fehr vielen Fällen dasselbe sein, was für die deutsche Agitation nicht an. Wie will man es denn verhindern, daß, wenn wir einen Köpfe gebe. Ich habe den Eindruck, als wenn den Genossen das Genosse Arons sprach davon, daß es in Bahern ustv. recht gute notwendig ist. Deshalb bitte ich, den Ausführungen von Mauren- besonderen preußischen Parteivorstand haben und dieser eine Aktion Rob aus Arons Munde erst dann widerfährt, wenn sie vollständig brecher nicht zu folgen, sondern eine Organisation zu schaffen, in ausschreibt, die wochenlang dauert, daß der Parteivorstand während von der Aronslampe durchleuchtet werden.( Heiterfeit.) Zur Abder die Ansprüche der preußischen Genossen möglichst erfüllt werden, dieser Zeit nicht einfach taltgestellt wird? Während dieser Zeit ftimmung über die prinzipielle Frage, ob ein Landesvorstand angedurch die aber auch die Tätigkeit der Gesamtpartei in feiner Weise müßte der Parteivorstand seine sonstige allgemeine Tätigkeit doch ftellt werden soll oder nicht, werden wir jedenfalls kommen müssen, beeinträchtigt wird. Ich bin der Ueberzeugung, daß der Vor- auf ein Nichts reduzieren. Wenn man aber will, daß der preußische weil uns dadurch die Kommissionsarbeit außerordentlich erleichtert wurf, den Arons dem Vorstand indirekt gemacht hat, daß er Angst Parteivorstand während dieser Zeit gemeinsam mit dem deutschen werden wird. Uns kommt es vor allem darauf an, daß das Bewußthätte um seine Machtbefugnisse, daß er nicht dulden wolle, daß die Aktion fördert, dann sehe ich nicht ein, wozu man dann noch sein des preußischen Wahlunrechts in die Massen eingehämmert andere Organe da sind, soweit ihm dadurch Macht entzogen wird, durchaus unberechtigt find. Wenn wir im Vorstand den Berliner ein besonderes preußisches Organ braucht. Nein, es ist Aufgabe des wird. Dazu genügt es durchaus nicht, daß ein paar Landesjefres Entwurf als den einzig möglichen hingestellt haben, so haben wir deutschen Parteivorstandes, diese Aktion zu inszenieren. Die Ver- täre angestellt werden, die die Frage fiudieren und dann Handbücher bas getan pflichtgemäß, weil wir überzeugt find, baß wir als gleiche mit anderen Staaten treffen nicht zu. Es könnte höchstens über das Resultat ihres Studiums herausgeben. Ein sehr brauchParteivorstand die Aufgabe haben, nicht den Illusionen einzelner Bayern und Sachsen in Betracht kommen, denn nur dort ist eine bares Handbuch hat der deutsche Parteivorstand ja bereits geliefert zu folgen, sondern die Partei vor Schaden zu bewahren.( Leb- Mehrzahl von Bezirksverbänden, die zu Landesorganisationen zu- und hat dadurch den Beweis erbracht, daß er Initiative genug hat, hafter Beifall.) sammengeschlossen sind. In Berlin ist jetzt bereits die Leitung um die Bewegung in Breußen in Fluß zu bringen. Genosse Arons der Agitation für die Provinz Brandenburg, die Leitung des Be- gehört zu denen, die die preußischen Fragen eingehend studiert zirksverbandes Groß- Berlin, die Leitung der Gesamtpartei. Wollte haben, aber die Gesamtbewegung ist durch dies Studium noch nicht In Preußen ist die Hälfte aller Parteigenossen organisiert, man nun noch einen besonderen preußischen Landesvorstand ein besonders befruchtet worden, mit Ausnahme einiger unwesentlicher die Organisation in Preußen ist also eine verhältnismäßig gute. fehen, so hätte man glücklicherweise vier besondere Körperschaften, Anträge. Ich habe die Empfindung, als ob man hier auf dem Nur fehlte es bisher an einer besonderen zentralistischen Zeitung, und ich möchte mal die Verständigung sehen, die dann heraus- preußischen Parteitage etwas zu erreichen sucht, was auf den deutwenn auch der deutsche Parteivorstand sich zum großen Teil auch fommt. Es geht gar nicht anders, als auf Grundlage des Berliner fchen Parteitagen bis jetzt zu erreichen nicht möglich war( Sehr mit den preußischen Angelegenheiten beschäftigt hat. Prinzipiell oder des heisen- nassauischen Entwurfes. Daß der Einfluß der Ge- richtig!), als ob die Gruppe oder das Grüppchen, die„ vir", tonjefind wir in Breslau Freunde einer strengen Zentralisation, aber im Augenblid, gerade mit Rücksicht auf die bevorstehenden Wahl- mossen im Lande dadurch ausgeschaltet wird, ist nicht richtig; die auent nach einer bestimmten Richtung hin an der Arbeit ist. Es rechtstampfe möchte ich Ihnen nicht empfehlen, sich jetzt auf der Sand, befruchtend auf die Leitung der Parteiorganisationen Parteivorstandes absolut nicht beschnitten werden soll, denn es Mitglieder der Bezirksagitationsfommissionen haben es doch in ist von Maurenbrecher angeführt worden, daß die Befugnis des schwierige Agitationsfragen einzulassen. Wir haben im Partei- für Breußen einwirken zu können. Es liegt an den Genossen im werde ihm im Antrag Arons ein Betorecht eingeräumt. vorstand eine große Anzahl kenntnisreicher, erfahrener Leute, die Lande selbst, wenn sie diesen Einfluß nicht geltend machen. Durch Vetorecht bedeutet aber nichts anderes als den Krach und hinterher durchaus die Gewähr bieten, daß auch fernerhin die preußischen den Aronsschen Vorschlag würde ein Dualismus geschaffen; der die Krise auf den Parteitagen, bei der dann die einzelnen partiParteiangelegenheiten so wahrgenommen werden, wie wir es alle wünschen. Die Anstellung einer besonderen preußischen Partei- Parteivorstand würde ausgeschaltet werden aus der lebendigen fularistischen Strömungen, die immer in der Partei vorhanden sind, leitung würde auch mit finanziellen Schwierigkeiten zu rechnen Fühlung mit den Genossen in Preußen, und man würde ihm das an die Oberfläche kommen und bei der verschiedene gedenken, im haben. Daß die preußischen Parteigenossen noch besondere Beiträge durch in Preußen und zugleich im Reich das Heft aus der Hand Trüben zu fischen. Wir Berliner Parteigenossen haben mit dem für ihren Landesvorstand zahlen können, ist ausgeschlossen. Der nehmen. Daß diese Absicht vorhanden ist, habe ich aus den Aus- Parteivorstand schon so manchen Strauß gehabt. Wir gehören nicht preußische Parteivorstand wäre also bei all seinen Ausgaben auf führungen von Arons und Maurenbrecher nicht schließen können. zu denen, die sich vor ihm ducken, aber wir fönnen auch seine Tätigden deutschen angewiesen, und Sie wissen ja alle genau, daß, wer Wenn das aber nicht ihre Absicht ist, dann kann auch keine Rede feit von allernächster Nähe beobachten. Und wir sind der lleberGeld in sänden hat, auch die eigentliche Regierung hat. Mit davon sein, daß wir in Preußen einen besonderen Landesvorstand zeugung, daß alle Anträge, die dazu berufen sind, seine Macht zu der Schaffung einer besonderen Spize für Preußen können wir schaffen. schwächen, von dem Gefühl eines ganz unberechtigten Mißtrauens warten bis wir einmal einige preußische Abgeordnete haben werden. ausgehen, das wir bei allen Parteigenossen zerstreuen wollen. Ich Für jetzt möchte ich nur die besondere Bitte an den deutschen Kein Mensch wird die Wichtigkeit der Frage, die uns beschäftigt, bitte Sie, mit großer Mehrheit zu entscheiden: Wir wollen feinen Parteivorstand gerichtet wissen, wenn es notwendig werden sollte, bestreiten wollen, aber so toie Arons und Maurenbrecher es besonderen preußischen Landesvorstand, dann werden wir leichtere neue Hülfskräfte anzustellen. wünschen, kann die Frage nicht gelöst werden. Maurenbrecher Arbeit haben, zum Nußen der Gesamtbewegung in ganz Preußen sprach von Verschleierung; aber wenn davon überhaupt die Rede und in ganz Deutschland.( Bravo!) Der Genoffe Maurenbrecher will für jeden besonderen Kampf sein könnte, so wäre die Verschleierung einseitig.( Sehr gut!) Man will den Parteivorstand taltstellen auf dem Umwege über eine besondere Organisation. Zunächst hat doch aber unsere Partei die Aufgabe, die Arbeiter zu Sozialdemokraten zu machen, nicht Preußen. Wenn die Organisationsfrage nicht anders gelöst zu breußischen und bayerischen, sondern zu Sozialdemokraten über- werden kann, dann bitte ich, sie lieber ungelöst zu lassen. Bon haupt. Wäre die Partei außerstande, die sozialdemokratischen For. einer namentlichen Abstimmung bitte ich abzusehen; zu einer derungen auf dem Gebiete von Reich, Staat und Gemeinde durch solchen Zeitverschwendung sind wir nicht nach Berlin gekommen. zuführen, so würde auch ein preußischer Parteivorstand nichts nüßen, wir müßten dann konsequenterweise noch verschiedene Provinzial- und Kommunalparteien haben. Dadurch, daß wir Kreisvereine und Bezirksverbände geschaffen haben, haben wir zur Genüge der politischen Situation Rechnung getragen. Die Landesorganisationen in Sachsen, Bayern, Württemberg usw. sind das felbe, was bei uns in Preußen die Bezirksorganisation ist. Ein preußischer Parteivorstand ohne entsprechenden Unterbau wäre ganz machilos, wir müßten dann neben den jetzigen Kreisvereinen noch Vereine auf Grund des preußischen Landtagswahlrechts schaffen. Jest will Genosse Arons auf den einen Organisationskörper, den wir haben, zwei Köpfe hinauffeßen. Würden wir aber eine besondere Organisation für Preußen schaffen, so hieße das die Partei in zwei Stüde spalten. Wir bekämpfen also die Anträge auf Schaffung, weil sie wirkungslos wären oder nur zersplitternd wirten fönnten.( Bravo!) Neukirch- Breslau: Molkenbuhr: Müller- Köln: Arons: ( Fortseßung in der 2. Beilage.) Verfammlungen. P Dies ,, Schule, Kirche und Arbeiterschaft" war das Thema eines Vor trages, den Genoffe Störmer am Dienstag in einer vom SozialIch bitte Sie. durch die Abstimmung über den Antrag Mauren- demokratischen Wahlverein für den 6. Wahlkreis einberufenen öffentbrecher zunächst die prinzipielle Frage zu entscheiden, und zwar, lichen Versammlung hielt, die im Moabiter Gesellschaftshaus" statt. trotzdem dafür eine namentliche Abstimmung beantragt worden ist. fand. In recht volkstümlicher Weise schilderte der Redner, wie die Die Zeit, die mit der namentlichen Abstimmung verloren gehen Volksschulen von den herrschenden Klassen, statt die Kinder zu könnte, wird mehr als dreifach eingebracht dadurch, daß die fernere tüchtigen, mit der Wirklichkeit vertrauten, aufgeklärten Menschen zu Diskussion nach dieser Abstimmung ganz außerordentlich verein- machen, dazu mißbraucht werden, das Volk in geistiger und wirtfacht wird. Lehnen Sie den Antrag auf vorhergehende prinzipielle ichaftlicher Knechtung zu erhalten. Mit der Aufforderung an die Entscheidung ab, so wird der von mir gestellte Antrag nicht nur die Anwesenden, für einen immer festeren Zusammenschluß der ArbeiterKommission auch zu beschäftigen haben, sondern wir werden auch schaft zu sorgen, um endlich das Leben genußreich und lebenswert nach der Kommissionsberatung wieder auf diesen Antrag eingehen für alle zu gestalten, schloß der Redner seinen Vortrag, der lebhaften müssen. Wird aber die prinzipielle Entscheidung vorgenommen und Beifall fand. Wie der Referent schon darauf hingewiefen hatte, fällt mein Antrag, so hätte ich für meine Person wenigstens nichts daß diejenigen, die sich freigemacht haben vom Kirchenglauben, auch gegen die en bloc- Annahme des Hessen- Nassauischen Antrages ein- die Konsequenz daraus ziehen und aus der Kirche austreten sollten, zuwenden, so daß dann nach einer halbstündigen redaktionellen so machte auch der Vorsigende auf diese Gewissenspflicht aufmerksam. Tätigkeit der Kommission die ganze Sache hier im Plenum er- Zur Distuffton verlangte niemand das Wort. ledigt werden könnte. So wichtige prinzipielle Fragen entscheidet man am besten durch die feierliche Form der namentlichen AbGenosse Arons will eine politisch attionsfähige Körperschaft stimmung. Nach Tisch pflegt man gewöhnlich gemütlicher zu sein ,, schaffen. Das ist gerade das Gefährliche. Wenn die preußische und deshalb möchte ich mir meine Abrechnung mit dem Genossen Parteileitung wirklich energisch eingreift in allen speziellen Pfannkuch ersparen. Seine Rede war etwas reichlich persönlich. preußischen Angelegenheiten" die Definition ist Arons wohl nicht Manches wird ihm vielleicht, wenn er es sich überlegt, noch leid tun. gelungen so würden wir einen preußischen Parteivorstand be-( Pfannkuch: Nein!) Nur einen Punkt möchte ich berühren: Gekommen und einen für Nicht- Preußen- Deutschland. Der Partei- noffe Pfannkuch versuchte eine logische Konsequenz aus meinen 35 Pf. Berlag: Puttkammer u. Mühlbrecht, Berlin. borstand könnte dann in eine Stellung kommen, wie der Bundes- Ausführungen zu ziehen, die dahin ging, daß diejenigen Leute, die rat der Präsidialinacht Preußens gegenüber. Das Intereffe für so cifrig gegen den Ausbau einer selbständigen Organisation in R. die inneren preußischen Angelegenheiten wird wesentlich wachsen, Preußzen sprechen, die gleichen Männer seien, die seinerzeit am wenn wir eine preußische Landtagsfraktion haben werden. Sche eifrigsten gegen die Beteiligung an den Landtagswahlen gewesen wünschenswert wäre es, wenn der Parteivorstand vielleicht„ Ressort- feien. Diese logische Stonsequenz zu ziehen habe ich bei meinen ministerien" schaffen, besondere Organe für bestimmte Angelegen- ersten Ausführungen von vornherein unmöglich gemacht. Ich habe heiten und einige Sekretäre speziell für preußische Angelegenheiten im Gegenteil Tonjatiert, daß wir es diesen Männern, nachdem die Berantwortlicher Redakteur: Hans Weber, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW, Kagenstein- Stralsund: Eingegangene Druckfchriften. Die Lehrfreiheit des Volksschullehrers. Bedrufe und Betrachtungen von K. D. Leipacher- Grabowen. 40 Pf. Verlag: A. Helmich in Bielefeld. Maryismus und soziale Entwickelung von Leonhard Mahler. Die wirtschaftliche Krisis der Gegenwart von Regierungsrat Martin. 1. Berlag: Dr. W. Klinkhardt in Leipzig. Der deutsche Beamte und sein Staatsbürgerrecht von Dr. E. Lehmann. 80 Bi. Verlag: J. Bielefeld, Freiburg- Baden. Weltgeschichte. Eine Darstellung der menschlichen Entwickelung in Staat und Gesellschaft, in Kultur und Geistesleben. Herausgegeben von Brof. Dr. S. v. Pflugt- Harttung. Lieferung 2. Preis 60 Pf. Ulstein u. Co., Berlin und Wien. Br. 273. 24. Jahrgang 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Freitag, 2. Bovember 1907. Parteitag der preußischen Sozialdemokratie. ( Fortsetzung aus der 1. Beilage.) Ströbel- Berlin: haben. Ich bitte Sie, ein für allemal den Gedanken aufzugeben, I mich mit der Behandlung der letzten Legislaturperiode des Land. Nicht als ob wir Partikularisten sind, die als Preußen etwas Besonderes tages, mit der zwanzigsten Legislaturperiode, begnügen. haben wollen. Ich bitte Sie, nicht den Gedanken aufkommen zu jedes Gesez, nicht jede Debatte fann ich dabei behandeln, auch da laffen, als ob wir die gesamte Sozialdemokratie unter das preußische muß ich eine Auswahl treffen, um nicht zuviel Zeit in Anspruch Joch zwingen wollen. Andererseits wollen wir ch nicht einen zu nehmen. ohnmächtigen Faktor einsehen, der aber den schönen Titel Landesvorstand hat.( Beifall.) Die Debatte ist erschöpft. Zunächst wollen wir einen Blick auf die Barteifonstellation des preußischen Abgeordnetenhauses werfen. Die Wahlen von 1903 ergaben 143 Konservative, 59 Freikonservative, 79 Nationalliberale, Vorf. Singer: Ich möchte mich einer Pflicht entlebigen, um 24 Männer der Freifinnigen Bolkspartei, 8 der Freisinnigen Vereinen Abwesenden vor falschen und ungerechten Schlußfolgerungen einigung, 97 Bentrumsabgeordnete, 13 Polen, 2 Dänen au schüßen. Maurenbrecher hat gesagt:( Redner verliest den Schluß. 8 Wilde. Gruppieren wir diese Bahlen, so ergibt sich eine Rechte fah der zweiten Rede Maurenbrechers.) Ich kann für mich und von 202 Abgeordneten, eine Linke von 111 und eine Zentrumsgruppe meine Vorstandskollegen erklären, daß wir ohne Einschränkung von 97. Hierzu fommen noch 23 Bersplitterte. Es ist far, daß diesem Urteil zustimmen, nämlich daß der Abwesende der geistig bei dieser Gruppierung die Majoritätsverhältnisse für die Reregsamite Repräsentant ist. Ich bin aber verpflichtet, zu erklären, gireung äußerst günstig liegen. Eine Mehrheit von 301 Abgeord daß Bebel, der ja zweifellos damit gemeint ist, in bezug auf die neten wird aus Zentrum und Rechte gebildet, dagegen ergeben für Breußen zu schaffende Landesorganisation in jedem einzelnen Linke und Bentrum zusammen nur 208 Stimmen, d. h. die Rechte Punkte mit dem Parteivorstand solidarisch ist. Die Beschlüsse fann mit dem Zentrum eine gewaltige Mehrheit bilden, wenn alle barüber sind einstimmig gefaßt, und Bebel wird der erfte sein, da sind. Die Konservativen und die Nationalliberalen verfügen auder es sich verbittet, ihn in Gegensas zum Barteivorstand zusammen über 281 Stimmen, die absolute Mehrheit beträgt 217. bringen. Daß Bebel abwesend ist, bebauern wir alle, er ist Gs find also drei Mehrheiten im Landtage möglich, aber nur zwei leibend und kann infolgedessen nicht erscheinen. Jedenfalls halte wahrscheinlich, eine aus der Rechten und dem Zentrum, und eine ich mich im Intereffe Bebels auf das energischste für verpflichtet, zweite aus der Rechten und den Nationalliberalen, beides aber den Versuch zurückzuweisen, zwischen ihm und den übrigen Bartei- Mehrheiten, die durchaus nicht der Mehrheit des Volkes bei einer vorstandsmitgliedern in dieser Frage eine Meinungsverschiedenheit Abstimmung unter dem gleichen, geheimen, allgemeinen au konstruieren. Persönlich bemerkt Maurenbrecher: Es ist von einer Gruppe Arons gesprochen worden. Ich habe Arons persönlich erst heute fennen gelernt, nachdem ich gesprochen hatte. Es hat also feinerlei Art persönlicher Verabredung zwischen uns oder anderen bestanden. Ich habe nur für meine Person gesprochen. Das Schlußwort erhält Haase: direkten Wahlrecht entsprechen. Diese Zahlen zeigen, daß ein folches Parlament absolut nicht als ein Barlament betrachtet werben kann, auf das man Hoffnungen feben darf, daß auch nur einen Augenblid lang als Volfsvertretung gelten kann. Gehen wir uns nun den Geift einmal an, der in diesem Abgeordnetenhause herrscht. Ich muß mich auf einige Bitate beschränken. Am 28. Januar 1904 fragte der Abg. Richter nach dem Schicksal ber Vereinsgesegnovelle, auf die Einzelheiten der Organisation will ich nicht eingehen, sondern nur furz auf einige Aeußerungen Maurenbrechers. Giniges hat mir schon Genoffe Wels vorweggenommen. Genosse Maurenbrecher meinte, wir brauchten eine besondere preußische Organisation mit einem besonderen Vorstande, weil wir alle unsere Straft auf auf den Kampf in Preußen fonzentrieren müssen. Er führte aus, weil wir ja so ziemlich alle der Auffassung seien, daß unsere fozialistischen Biele in einem Menschenalter nicht erreicht werden fönnen, müßten wir wenigstens versuchen, der Demokratie in Preußen zum Siege zu verhelfen. Ich bin nun der Meinung, daß wir nicht darüber zu philosophieren brauchen, was wir in einem Menschenalter nicht erreichen können, sondern daß wir vielmehr alle Straft aufbieten sollen, möglichst viel zu erreichen. Im übrigen versteht es sich ganz von selbst, daß wir versuchen, aunächst einmal der Demokratie zur Herrschaft zu verhelfen, im Reiche und zu diesem Zwecke zunächst in Preußen. Gewiß muß in Preußen positive Arbeit geleistet werden, aber pofitiv auch nur im Sinne unserer Grundsätze. Da hat Molkenbuhr durchaus mit Fug und Recht erklärt: Unsere Hauptaufgabe ist es, den Gedanken des Sozialismus in die Massen zu tragen; nur dann fönnen wir wirklich positive demokratische Arbeit in Preußen leisten. Also die grund fahliche Politik muß auch für unsere Preußenpolitik die Richtschnur fein. Die einzelstaatliche Politik verleitet zur Grstrebung von Augenblidserfolgen, verleitet nur zu gerne dazu, die großen Prin zipien hier und da ein wenig zu vergeffen und zu glauben, man fonne positiv arbeiten durch die momentane Zurückstellung, um nicht Maurenbrecher hat bei Beginn seiner Rede gefragt: Wer kennt zu sagen Berleugnung unserer prinsipiellen Anschauung. Um dem Polizeischikane. zu begegnen, ist es sehr gut, daß der Parteivorstand diese spezifisch die preußischen Zustände? Das ganze preußische Glenb ist noch nach der Zulassung der Frauen, nach der Beseitigung der gröbsten preußische Politik in der Hand behält. Man hat zweierlei au entbeden, wer liest sämtliche Streisblätter? Glüdlicherweise Der Reichskanaler ist antefend, schweigt aber. Die Führer Gründe für den besonderen Preußenvorstand angeführt: einerseits haben wir bisher keinen in der Partei, der sämtliche Kreisblätter des Bentrums und der Nationalliberalen schweigen. Aber der die Unkenntnis in den spezifisch preußischen Dingen. Man hat es lieft, ich fürchte, daß derjenige, der diese Aufgabe übernehmen Führer der Freifonservativen, Frhr. v. Bedlis, spricht. Er will so hingestellt, als ob der Breuzenvorstand eine Art von würde, nach nicht zu langer Zeit einem gewissen Seretinismus ver- enderungen für die Frauen, Abschaffung von Belästigungen Harm Studienkommission sein müsse. Ich meine, die Zentrale, fallen würde.( Seiterkeit.) Ich halte es für sehr gut, daß auch loser Vereine. Aber er lagt, daß die Leg Rede, das preußische die die preußische Politik zu leiten hat, darf nicht zunächst eine material für uns enthalten ist. Aber die Leiter unserer Agita- und er fordert den Ausschluß aller Minderjährigen Kreisblätter gelesen werden, weil barin oft ein gutes Agitations Buchthausgefes, von der Regierung nicht wieder eingebracht werde, Stubenfommission fein, sondern fie muß über den Dingen stehen, tionsbezirte erfüllen ihre Aufgabe, wenn sie die innerhalb ihres und beffere ueberwachung der fremben Sprachen in Bersamm um von großen Gefichtspunkten aus die Politit zu treiben, gana Vezirtes erscheinenden Kreisblätter lesen und das für die Agitation fungen. Minister v. Hammerstein verspricht nun, er wolle an der abgesehen davon, daß natürlich zur pofitiven Politik auch die wertvolle daraus ausnußen. Maurenbrecher hat gesagt, es kommt Bereins- und Bersammlungsgesetzgebung etwas ändern, so den Kenntnis praktischer Dinge, speziell des fomplizierten preußischen darauf an, ein Organ der Initiative au schaffen, er hat bebauert. Unterschied zwischen öffentlichen und Bereinsversammlungen. Aber Verwaltungssystems gehört. Wenn aber der Preußenvorstand einerseits eine Studienkommission sein soll, dann fann er nicht sein, daß die Debatte bisher verschleiert geführt sei. Ich habe nicht bie fremben Sprachen müßten verboten werden was auf der anderen Seite wieder verlangt wurde, nämlich eine gefunden, daß er eine volle Entschleierung vollzogen hat. Gewiß, fönnen. Der Freifinnige Fischbeck fordert nun generell ein Organisation, die den Wahlrechtstampf, der fich wahr ein Organ der Initiative muß unsere Leitung fein. Es fragt fich Reichsvereinsgefet. Der Minifter erklärt, daß das unmöglich sei. scheinlich über eine Reihe von Jahren erftreden wird, zu führen hat. nur, ob nicht unser Parteivorstand diese Initiative entwideln fann. Die preußische Regierung und Berwaltung laffe überall Recht und Also diese beiden Gesichtspunkte widersprechen sich. Es ist auch aurenbrecher traut das dem Parteivorstand nicht zu, er hätte Gerechtigkeit walten. Der Freifonfervative Gamp springt der unrichtig, daß der Parteivorstand in einer von diesen beiden Be- biel einfacher und klarer den Gedanken aussprechen fönnen, wenn Regierung bei. Die Frauen follten ja augelaffen werden, aber er gesagt hätte, die ganze, Richtung paßt mir nicht das ist ein Bitat ziehungen bisher nicht den an ihn zu stellenden Anforderungen( Seiterfeit. Zustimmung.) Nicht, weil der deutsche Parteivorstand geschloffen bleiben". Nun spricht wieder Herr Fischbeck und ist der die unreifen Jungens müssen ausgenügt hat. Er hat sich Mühe gegeben, für das Studium der preuß nicht geeignet wäre, auch die preußischen Angelegenheiten zu leiten Regierung bankbar, daß fie den Bahnen der Herren b. Zeblik und fchen Verhältnisse au forgen; els hat schon an das preußische und die Agitation in Preußen zu fördern, sondern weil der Partei Gamp nicht folgen wolle, er ist einer Regierung dankbar, die in Handbuch erinnert, ein zweites wird demnächst erscheinen. Anderer vorstand, so wie er zusammengefekt ist nach seiner politischen An der Sprachenfrage so reaktionär tit. Der Zentrumsabgeordnete feits muß betont werden, daß die Genoffen, denen es ihre Stellung schauung Maurenbrecher und denen nicht paßt, in deren Namen Herold spricht für die Frauen und gegen das Verbot fremder gestattet, sich besonders mit den Einzelheiten vertraut au machen, er sprechen zu müssen glaubte, beshalb meint er, einen besonderen Sprachen. Aber er fügt hinzu: Man muß mehr in den Berfehr leicht die Parteipresse mit dem, was fie gelernt haben, be- Barteivorstand einfeßen zu müffen. Der deutsche Parteivorftand fammlungen gegen den Umfturz auftreten und die Minderjährigen fruchten und dafür sorgen fönnten, daß die Kenntnis der preuzi hat nicht nur bisher mit voller Straft auch die preußischen An- hineinziehen, um sie so gegen Berführung zu tappnen." Er will fchen Dinge unter den Genossen immer mehr verbreitet wird. Abergelegenheiten zu fördern sich bemüht, er hat nicht nur dem Studium also die jungen Leute in den Versammlungen haben, aber nur, bas geht nicht mit einemmal. Rabenstein hat schon darauf hin ber Berwaltung und Verfaffung Breußens feine Aufmerksamkeit um sie vor der Sozialdemokratie zu warnen, bom Rechte des Bolkes gewiesen: Sobald aber eine preußische Landtagsfraktion existiert, augewendet, das Material herbeifchaffen laffen, was wir im Stampfe ist keine Rebe. So zeigt sich ber Saß gegen die Sozialdemokratie wird sich das Studium der praktischen Dinge ganz von felbft er- brauchen, sondern er wird das in erhöhtem Maße tun können, und gegen die Voltsbewegung und die Erbitterung gegen die Mußgeben. Es tommt vor allem darauf an, daß die Erkenntnis der wenn wir die Organisation schaffen, bie toir vorschlagen. Denn, Breußen, die ihre Muttersprache sprechen. Gine solche Tendenz trostlosen Zustände in Preußen in die Massen hineingebracht wird. falls dann der Parteivorstand einmal nicht die nötige Initiative tann in ihrer Nadtheit nur in einem Dreiflaffenparlament zum Wir brauchen nicht das Haus mit dem Dachbau zu beginnen, sondern entfalten wird, dann werden die Landeskommissionen ihn vor- Ausdruck kommen, nicht aber in einem Parlamente des allgemeinen wir müssen organisch von unten aufbauen. Zunächst haben wir wärts treiben. einen Wahlrechtssturm zu entfeffeln, gegen die Bourgeoisie vorzus Wahlrechts. gehen, weil sie ja in allen ihren Teilen gezeigt hat, daß sie nicht für eine Demokratifierung des Wahlrechts ist. Daher ist die Sozialdemokratie die einzige Partei, die für die Demokratisierung Breußens eintritt. Diese Agitation für das Wahlrecht in Preußen ist bereits vom Parteivorstande in Verbindung mit der Vertretung der Berliner Genossen in Angriff genommen worden. Die Debatte wird ja ergeben, ob das, was der Parteivorstand vorgesehen hat, noch ergänzt werden kann. Jedenfalls beweist seine bisherige Arbeit, daß die Führung auch unserer preußischen Politit feiner anderen Instanz anvertraut zu werden braucht. Stadthagen- Berlin: Maurenbrecher hat gemeint, es werde niemand glauben, daß innerhalb 30 Jahren der Zukunftsstaat etabliert sei, und deshalb sei es notwendig, wenn ich ihn recht verstanden habe, zu demokrati. fieren im liberalen Sinne oder so ähnlich. Ich bin geradezu erstaunt über diese Art der Prophezeiung. Wenn man schon prophe. zeien will, dann soll man nach links prophezeien, aber nach rechts prophezeien, das heißt nichts anderes als: steckt eure Jdeale noch 30 Jahre in die Tasche.( Widerspruch und Zustimmung.) Das ist das stärkste Stück des Rückständigen, was ich jemals gehört habe. ift. Sozialistenfreffer. Lassen Sie sich nicht darauf ein, unserem gegenwärtigen beutschen Parteivorstand die Leitung zu entziehen! Dann würde eine Konfusion entstehen, die in hohem Maße schädlich wäre. Wir alle Nun ein anderes Bild. Am 11. März 1904 wünschte det haben oft genug erlebt, wie die Junter im Abgeordnetenhause Bentrumsabgeordnete Kirsch, man möge die Landstags- und Reichsund Herrenhause versucht haben, Reichsangelegenheiten in den tagswahlen nicht vier bis fünf Monate auseinanderlegen, es wäre Landtag zu ziehen, es lassen sich die deutschen und preußischen beffer, nur einen Zwischenraum von 14 Tagen bis 4 Bochen zu Angelegenheiten nicht trennen, und der deutsche Parteivorstand machen, damit die Barteien Geld sparen und ben Stampf gegen muß, wenn er seine Aufgabe erfüllen will, oft die preußischen die Sozialdemokratie beffer organisieren können. Sier Angelegenheiten in den Mittelpunkt der deutschen Agitation rüden. wird also offen ausgesprochen, daß die Regierung nur dazu da ſei, Gs ist unmöglich, daß dann zwei verschiedene Störperschaften neben alles so einzurichten, daß die Wahlen unter dem Gesichtspunkte einander bestehen. Lehnen Sie den Antrag Arons und Mauren des Kampfes gegen die Sozialdemokratie geführt werden können. brecher mit erbrüdender Mehrheit ab, dann wird die Kommission Derr v. Heydebrand u. d. Lasa pflichtet Herrn Herold bei. Minister eine leichte Aufgabe haben und in furzer Beit das schaffen, was b. Hammerstein aber ist dagegen, nicht weil er dagegen wäre, wir nach Lage unserer Kräfte schaffen fönnen im Intereffe der die Regierungsgewalt gegen eine einzelne Partei auszumußen, sondern weil er meint, der Stampf gegen die Sozialdemokratie Partei.( Beifall.) Singer teilt mit, daß noch folgender Antrag zu§ 2 cine lasse sich beffer führen, wenn der Zwischenraum zwischen Landtags. und Reichstagswahlen größer sei. gegangen ist: Die Delegierten derjenigen Wahlkreise, in denen eine festgegliederte Organisation nicht besteht, mit der Maßgabe, daß auch die Genossen dieser Wahlkreise einen Delegierten zu wählen berechtigt find." Die Tätigkeit des preußischen Landtages, Referent Adler- Stiel: Am 11. März 1904 wird im Abgeordnetenhause darüber verhandelt, daß ber Minifter im Reichstage die Interpellation wegen der Ausweisung russischer Staatsangehöriger beantwortet habe. Diese Antwort wurde dem Minister bon einigen Seiten übel genommen, wenn auch anerkannt wird, daß der Minister auf den Vorstoß der Sozialdemokraten erklärt habe, die ungelegenheit gehöre nicht in den Reichstag. Herr v. Heydebrand meint, dem preußischen Staate müsse bleiben, was ihm gehöre. Der Minister v. Hammerstein erwidert: Ginmal haben wir die Interpellation abgelehnt, um die Rechte Preußens zu wahren, bas andere mal haben wir fie angenommen, um die Sozialdemokratie au bekämpfen und durch die Niederlage der Sozialdemokraten im Reichstage die Niederlage der Sozialdemokraten im AbgeordnetenHause zu verstärken. Wie lächerlich! Der Minister schlägt die Sozialdemokratie im Abgeordnetenhause tot, wo fie gar nicht vorhanden ist. Das Abgeordnetenhaus ist eben da, um der Reaktion einen Deckschild zu bieten, wenn man sich im Reichstage nicht sicher fühlt. Unter ablehnung des Antrages Maurenbrecher, Es ist das Stärkste, was man tun fann, wenn man die psychole über§ 10, Abf. 2, fofort im Plenum abzustimmen, werben sämtliche Maurenbrecher es tut. Ich hoffe, daß er der Einzige ist, der an- Entwürfe mit den dazu vorliegenden Anträgen einer om nimmt, daß wir nicht schon heute den sozialistischen Gedanken mission bon 15 Mitgliedern überwiesen. berwirklichen fönnen. Für uns fommt es nur darauf an, bereit In die Kommission werden gewählt: Saase- Königsberg, Neumann- Niederbarnim. Dittmann Frankfurt zu sein, das kann man aber nicht, wenn man sagt:" Legt euch Frau 30 Jahre schlafen und versucht, zu demokratisieren in liberalem am Main, Arons- Berlin, Pfannkuch- Berlin, MüllerSinne." Gerade von Gerade von dieser Grundanschauung aus fommt Berlin, öwe- Breslau, Gewehr- Elberfeld, Jacobsen Müller- Köln, Maurenbrecher zur Billigung der Vorschläge von Arons. Diesen Lodstedt, Müller Köln, Friebländer Berlin, Horn Vorschlägen widerspreche ich aus prinzipiellen und taftischen Grün- Stettin, Wels- Berlin, Leopold Beiß, Schadow Stottbus. Es folgt Punkt 2: den. Ich habe mir die größte Mühe gegeben, flar zu werden, was das Kollegium eigentlich machen soll, das sich Maurenbrecher borstellt. Soll es das Gesinderecht, das Bergrecht studieren oder der auf Vorschlag von Singer in der Weise mit unft 3 ber was sonst? Als ob das noch nicht geschehen sei. Oder haben wir bunden wird, daß zunächst die beiden Referate entgegenBei einer anderen Gelegenheit sehen wir, wie die Leute ausa vielleicht nicht früher gewußt, daß mir in Preußen reaktionäre genommen und dann gemeinsam debattiert werden. sehen, die im Abgeordnetenhause Opposition machen. Der Städteordnungen und noch zahlreiche Gutsbezirke haben? Ist das Freisinnige Fischbeck flagt über die Nichtbestätigung des frei. alles so ganz neu? Muß man da erst ein Stollegium einsetzen, das von Amts wegen studiert? Rein, wir sind Demokraten, wir Ich muß Ihnen zunächst cine Ueberraschung bereiten und finnigen Gemeindeborstehers Wenzel, dabei aber fagt er, die frei verlassen uns nicht auf die Erleuchtung, die von Amts wegen einen schändlichen" Drudfehler berichtigen. In Dr. Arons und sinnige Partei sei nicht Softgängerin der Sozialdemokratie, feine tommt. Und was hat denn Maurenbrecher als Beispiel angeführt? meinem Antrage heißt es: wirkt um so schändlicher, es soll Partei werde so wie sie von der Sozialdemokratie angegriffen. Die 5 Beute werden sich hinstellen und studieren, was ein Kreisblatt aber heißen:... wirkt um so schädlicher. Der Druckfehlerteufel ist und daran schließt er eine Empfehlung seiner Partei zum Stampfe ( Seiterkeit.) Ich würde diesen preußischen Landesvorstand bereits bei der Korrektur zur Ordnung gerufen worden, hat sich gegen die Sozialdemokratie. Minister v. Hammerstein erkennt bedauern, denn er würde zu einer geistigen Berwahrlofung ge- aber trozdem durchzuseßen gewußt. Die preußische Sozialdemo- freudig die mannhafte Baltung der freifinnigen Bolfspartei gegen führt, vor der ja glüdlicherweise die preußischen Proletarier fich fratie ist in eine Wahlrechtsbewegung eingetreten. Wir sind der die Sozialdemokratie an. Frhr. v. Jedlig schließt sich diesem Love Er meint:„ Aber handeln foll man, man soll den Worten bis jetzt bedankt haben.( Sehr gut!) Sie wollen einen Landes- Ueberzeugung, daß die preußische Reaktion das Rüdgrat der an. borstand einsehen, um die schwere Frage, was ein Kreisblatt ist, deutschen Reaktion ist und wir folgern auch daraus die Notwendig die Tat folgen lassen." Und er ist dem Minister dankbar, der da genau zu studieren!( Seiterfeit.) Sie sagen, es soll positive Ar- feit, Sturm zu laufen gegen das elendefte aller Wahlsysteme. Diese gesagt hat:„ Wenn der Moment gekommen ist, will ich eingreifen, beit gemacht werden, aber mit Ihren Vorschlägen stellen Sie sich Notwendigkeit ergibt sich erstens aus unseren Grundfäßen und dann wird man mich auf meinem Blaze finden." Diese Debatte pofitiver Arbeit entgegen. Bofitive Arbeit ist bisher geleistet zweitens aus den tatsächlichen Verhältnissen. Ein Stampf wird ant gibt überhaupt ein Bild von dem Geiste, pie er im preußischen Der bekannte Konservative worden, und sie soll geleistet werden, aber in der Weise, wie Sie beften geführt, wenn man den Gegenstand kennt, um den man Abgeordnetenhause zu treffen ift. es meinen, wird das Gegenteil erreicht. fämpft, wenn man das Schlachtfeld kennt, auf dem der Kampf zu b. Löbell fagt in dieser Debatte:" Wir halten die Sozialdemokratie Ich bin aber auch aus taffischen Gründen gegen die Vorschläge führen ist. Den Gegenstand behandele ich, das Schlachtfeld be- überhaupt nicht für berechtigt, Sis und Stimme hier im preußischen von Arons und Maurenbrecher. Die Organisation, die Arons handelt Arons. Mein Referat ist aufgebaut auf den einzigen Ge- Landtag einzunehmen." und weiter:„ Wir beftreiten überhaupt vorschlägt, muß notwendigerweise zu Reibungen führen. Molten- danken: An ihren Früchten sollt ihr sie erefnnen! Ich habe au der Sozialdemokratie das Recht, fich als die geborene Vertreterin buhr hat das Gebäude verglichen mit einem Gebilde von zwei zeigen: Wie sieht der preußische Landtag aus, wie macht er feine des Volkes hinzustellen, wir bestreiten ihr auch das Recht, fich ledigStöpfen, ich glaube, er ist zu liebenswürdig, zwei Köpfe mögen ja Geseze? Das Thema ist ungeheuer groß, wollte man fich ftrenge lich als Vertreterin der arbeitenden Klaffen hinzuftellen." vorhanden sein, aber der eine ist der reine Wasserkopf.( Seiterkeit.) an ihm halten. Wollte ich beginnen mit der Vorgeschichte des Wieder ein anderes Bild. Es gibt einen Spezialisten gegen Wir wollen doch nicht in dem Abschreiben von Bureaukratisierung preußischen Landtages, mit der Revolution von 1848, mit der den sozialdemokratischen Terrorismus" und für den Schuß der so weit gehen, daß wir nur die schlechtesten Seiten des Bureaukratis. Geschichte der ersten Verfassung, mit der Geschichte der Arbeitswilligen im Abgeordnetenhause, den konserbatiben Abgeord mus auf unfere Organisation übertragen. Es tommt darauf an, Oftrobierung, mit der Geschichte des fümmerlichen Stonflifts- neten Stroffer. Wieder einmal tritt er für den Schuß der Arbeits. Iebensträftig aufzubauen, und nicht Zukunftsmusik zu spielen, mag heldentums bon 1861 bis 1863, das durch die Indemnität von 1867 villigen ein und schließt mit Wallenstein: fie rechts oder links stehen, dies Wolfenfududsheim borzuführen, ganz zur Bosse wurde, dann könnte ich bis in die Puppen reden. Der Worte sind genug gevechselt. wie es Arons und noch präziser Maurenbrecher zum besten gegeben Infolgedessen muß ich den Nahmen meiner Rede enger steden und Taßt uns nun endlich Taten jeh'n!" Das ist die Tonart gegen eine Partei, die bei den Wahlen zum steht, aber als Vertreter der Bergarbeiter ihre Beschwerden vor- Arendt zum Schuße der Deutschen in Oberschlesien, daß noch weitere Landtage die zweitgrößte Stimmenzahl auf sich vereinigt hat, wenn tragen mußte, hatte darüber erklärt, daß durch die forcierte Einfuhr Millionen in den Schlund der Ansiedelungskommission geworfen fie auch allerdings feinen Abgeordneten, durchzusehen vermochte, fremder Arbeiter die Wurmkrankheit befördert werde. In der De- werden. Gleichzeitig arbeitet die Behörde mit Hochdruck gegen die während die konservative Partei mit nur etwas Stimmen mehr batte über die Interpellation Brust hören wir aber die Herren be- polnische Bevölkerung, mit Maßregelungen gegen die Lehrer, mit 140 Abgeordnete bekommen hat. Solche Verhältnisse sind nur haupten, die Regierung und die Arbeitgeber seien vollständig un- Strafen gegen die Eltern und Kinder. möglich auf Grund des Dreiklassenwahlrechts. Da ist ein Graf schuldig, die Arbeiter selbst trügen die Hauptschuld an der Ber- Ein Zeichen von der unheilvollen Wirkung dieser Zwangspolitik Moltte im Abgeordnetenhause. Ich glaube nicht, daß es Moltke breitung der Krankheit, weil sie sich der, ach so billigen Untersuchung war der Schulüreif. von Harden ist.( Heiterkeit.) Er macht darauf aufmerksam, daß entziehen, und der Abgeordnete Hilbek beklagte die armen Arbeitder§ 36 der Verfassung zum Schuße von Arbeitswilligen benußt geber in den Bergwerken, die unter den Arbeitern so sehr zu leiden Ein Minister erklärte im Abgeordnetenhause den Polen: Meine werden müsse. Dieser Paragraph lautet: Die bewaffnete Macht hätten. Im Februar 1905 wurden infolge des großen Kohlen- Herren! Mit Ihnen verhandeln wir nicht, Ihnen haben wir zu fann zur Unterdrückung innerer Unruhen und zur Ausführung der arbeiterstreiks drei Anträge verhandelt; in der Debatte darüber befehlen!" Dieser Auffassung hat das Abgeordnetenhaus zugestimmt. Geseze nur in den vom Geseze bestimmten Fällen und Formen schen wir, wie die Herren im Abgeordnetenhaus hauptsächlich über Böllig berechtigt war danach, wenn der Abgeordnete und auf Requisition der Zivilbehörden verwendet werden. In den Kontraktbruch der Arbeiter flagen. Ferner erwähne ich eine v. Scarczinsty erflärte:„ Ein solches Auftreten ist nur dann mögIchterer Beziehung hat das Gesetz die Ausnahmen zu bestimmen. Interpellation betreffend das Stillegen von Bergwerken lid), wenn in diesem Parlamente eine Mehrheit von gehorsamen Graf Moltke will also eine Verfassungsbestimmung, die ausdrücklich und schließlich 3 Gefeßentwürfe vom Jahre 1905 über die Verhältnisse Untertanen und nur eine Minderheit von unabhängigen und freien die Anwendung der bewaffneten Macht auf die vom Geseze be- der Bergarbeiter, über das Stillegen von Bergwerken und über das Staatsbürgern sich befindet." Ich füge hinzu: Dieſe cigenartige stimmten Fälle und Formen beschränkt, auf den Kampf gegen den Recht der Mutungen. Fürst Bülow wies in seiner einleitenden Rede Zusammensetzung ist nur möglich, weil es sich um ein KlassenparlaTerrorismus ausdehnen. Gleich nach dieser künstlichen Auslegung ebenfalls auf den Streit hin und benutte die Gelegenheit, um den ment handelt. Und nicht nur gegen die Polen, sondern auch gegen der Bestimmung und nach dem Ausbruch des Terrorismus eines Kontraktbruch der Arbeiter zu bedauern, und dann lokte er die die Dänen geht man vor und scheut sich nicht vor ungefeßlicher Grafen nimmt ein freisinniger Abgeordneter aus Schleswig- preußische Regierung, die in den Streit nicht etwa eingegriffen Auslegung alter Staatsverträge. Ich erinnere an den Fall FinueHolstein das Wort über die Verhängung der Schau- habe, weil sie den Schwächeren nicht wollte tnebeln lassen, und auch mann, wo dem Vater von dem höchsten preußischen Gericht atteſtiert fenster an Sonntagen, Frhr. v. Jedlig bezeichnet dann nicht deshalb, weil sie eingesehen, daß soziale Einrichtungen not- wurde, daß er tein Däne sei, während dasselbe Gericht nachher den die Bewegung in Rußland als anarchistisch und die Sozialdemo- wendig seien, sondern lediglich aus dem Grunde habe sie sich be- Spruch getan hat: Der Sohn Finnemann ist ein Däne, weil der fratie als Freundin dieser Bewegung. Also müssen wir gegen die tätigt, damit nicht die Sozialdemokratie noch größere Fortschritte Vater ein Däne ist.( Hört! hört!) Die Herren im Abgeordneten Sozialdemokratie vorgehen. Das ist so der Grundton aller Reden: machte.( Hört! hört!) Die Arbeiter hätten nun die Arbeit wieder hause begreifen es eben nicht, daß das deutsche Volk die Anstandsgegen die Sozialdemokratie muß vorgegangen werden. aufgenommen, weil die Regierung ihnen bestimmte Versprechungen pflicht hat, den Leuten, die gezwungen im deutschen Volke leben, Weiter Am 6. April 1905 jagt Graf Douglas: Die Sozialdemokratie gegeben habe, und diese Versprechungen sollten nun durch das ihre Kultur, ihre Eigenart und ihre Sprache zu lassen. fommt zu der verdrießlichen Erkenntnis, daß es wieder die bürger- Gesez erfüllt werden. Das Gesez brachte nicht viel. Der Minister hatten wir im Abgeordnetenhause eine Debatte über den lichen Parteien und zwar hier in voller Einmütigkeit sind, die Möller fuhrte aus, das alte Berggesek sei reformbedürftig; die Bertragsbruch der ländlichen Arbeiter für das Volkswohl reale positive Arbeit schaffen im Gegensatz zu freie Konkurrenz, die durch das alte Gesez begünstigt werde, passe und des Gesindes. Scheinbar war das neue Gesetz nur gerichtet nebelhaften Utopien. Der verflossene Podbielski erklärt bei einer für die kleinen Verhältnisse, unter denen das Gesez seinerzeit geanderen Gelegenheit über die landwirtschaftlichen Arbeiter:" M. H. geben sei. Jezt spiele das Großkapital eine ganz hervorragende gegen die Arbeitgeber; es bezweckte, den Arbeitgeber zu bestrafen, um die landwirtschaftlichen Arbeiter, die bei uns find, braucht sich Rolle, und das Gesetz müsse den Verhältnissen entsprechend ge- der das Gefinde zum Vertragsbruch verleitet, und ferner die Berweder die Sozialdemokratie noch sonst wer zu sorgen." Kein Mann ändert werden. Er sprach für den sanitären Marimalarbeitstag, mittelung von Verträgen mit vertragsbrüchigen Arbeitern. fagt auch nur ein Wort dagegen. Alle find anscheinend der Ansicht, der nicht verweigert werden dürfe, denn die Bergwerke gingen Konsequenz des Gesetzes ist aber, daß die Arbeiter selbst durch das daß unsere Landarbeiter genügend gut aufgehoben sind. immer mehr in die Tiefe, und die Verhältnisse der Bergarbeiter Gefeß bestraft werden, indem sie dem Hunger preisgegeben werden, Am 13. Februar 1904 greift der nationalliberale Abg. Silba feien immer schlechter geworden. Ebenso seien Bestimmungen wenn sie der Beitsche eines Arbeitgebers entflohen find. So wird die Knappschaftskassen an, weil sie Brutstätten für die Sozial- wegen der Ueberschichten und die Regelung des Wagennullens not- Gefek bestraft auch Dinge, die bereits strafbar waren. demokratie und Versorgungspläße für die Agitatoren feien. Graf wenbig. Die Regierung hatte also eine fleine Reihe von Ver- zum Beispiel die Anftiftung zum Ausder Arbeitgehen ohne InneLimburg- Stirum wirft den Nationalliberalen vor, daß sie bei den besserungen vorgesehen. Im Abgeordnetenhaus erklärte man aber haltung des Kontrattes nach einem preußischen Gesetze von 1854 lebten Landtagswahlen einige Konservative verdrängt hätten. Er einfach, die Regierung hat keine Rücksicht auf den Streik und auf mit 15 M. bestraft; in diesem neuen Geseze stand eine Strafe von fügt hinzu:„ Wenn Sie das tun, so geschieht es nur zugunsten ihre eigenen Versprechungen zu nehmen. Die Nationalliberalen 150 M. auf dasselbe Vergehen. Wenn mehrere Arbeiter zusammender Sozialdemokratie." Demnach hält er die Nationalliberalen sagten, ein Notstand bei den Bergarbeitern ist überhaupt nicht vor- stehen, empört sind über das Verhalten eines Inspektors und der für eine Vorfrucht der Sozialdemokratie. Derselbe Redner be- handen gewesen, die Bergarbeiter hätten einfach einen Rechtsbruch eine sagt:" Da gehen wir weg!" so ist das eine Verleitung zum handelt bei einer anderen Gelegenheit die sogenannte polnische begangen. Das Nullen der Wagen sei besser als sein Ruf und Kontraktbruch. Es war also ein Ausnahmegesez gegen die Arbeiter. auch der sanitäre Magimalarbeitstag, sei nicht nötig. Ebenso Dieses Gesetz ist im Landtage nicht zustande gekommen, aber nicht Gefahr in Oberschlesien. Erst sei das Zentrum dagewesen, dann wenig seien Arbeiterausschüsse nötig, die man allerdings, wenn man etwa, weil man mit dem Inhalte nicht einverstanden war, sondern feien die Polen gekommen, nun die Großpolen und schließlich absolut wolle, unter Vorsichtsmaßregeln über ihre Zusammenfeßung weil es so mangelhaft und schlecht ausgearbeitet war und juristisc würden die Sozialdemokraten kommen. So wird der Sozialdemo: einführen könne. Der Geseßentwurf wurde an eine Kommission solch haarsträubende Unmöglichkeiten enthielt, daß man es nicht fratie bei jeder Gelegenheit alles Mögliche angehängt. Die Sozial. verwiesen, die ihn so behandelte, wie vom Arzt die Leute behandelt zum Gesetz werden laffen konnte. Daher mußte die Sache vertag demokratie gilt als der Feind, der von Anits wegen bekämpft werden werden, denen er lauter faule Glieder abschneiden soll. Schließlich werden, daß sie aber wiederkommen wird, können wir aus den muß, und es kommt fast keine Debatte vor, in der nicht gegen die brachte das Gesek lediglich das Verbot des Wagennullens, im Klagen über die Landflucht der Arbeiter in jeder preußischen EtatsSozialdemokratie gesprochen wird. Da ist es denn kein Wunder übrigen aber blieb alles beim alten. So hat das Abgeordnetenhaus debatte erkennen. wenn die Verhandlungen des Abgeordnetenhauses auf so niedrigem gegen die Versprechungen der Regierung gehandelt, gegen die Niveau stehen. Aber man weiß dort auch anders von der Sozial- Interessen der Bergarbeiter, und es hat sich als Feind derselben erdemokratie zu reden, man benutzt dort wiesen.( Lebhafte Zustimmung.) Das wäre nicht möglich, wenn wir zum Abgeordnetenhaus das allgemeine, gleiche und direkte Wahlrecht hätten. ben roten Lappen, un den Ministern Angst zu machen, wenn sie nicht so wollen, toie gewiffe Leute. Da erklärt man dann, die Landwirte sind so unzufrieden mit den Verhältnissen, daß fie, falls ihren Wünschen nicht Rechnung getragen wird, Sozialdemokraten werden. Bei der Besprechung der Bergwerksverhältnisse sagte der Abg. SchulzBochum, Arbeiter dürften nicht Delegierte werden, damit die Sozialdemokratie nicht gestärkt würde. Einerseits also schlägt man auf die dort wehrlose Sozialdemokratie los, andererseits benutzt man sie als Mittel zur Erpressung gegen die Regierung. Nun wollen wir aber einmal sehen, was die Herren dort im Abgeordnetenhause an Arbeit leisten. Natürlich kann ich nur die wichtigsten der dort eingebrachten Borlagen behandeln. Ich bespreche zunächst die Kanalvorlage, Die Das Eine weitere Blüte der Tätigkeit des preußischen Abgeord netenhauses ist das Schulunterhaltungsgesetz. Artikel 26 der preußischen Verfassung sagt:„ Ein besonderes Gefeß regelt den ganzen Unterricht." Auf dies Geses hat man in Preußen sehr lange gewartet. Schließlich brachte 1891/1892 der Bei dem Kauf der Zeche„ Hibernia" führte der Minister aus, damalige Kultusminister v. Zedlitz ein Gesetz über das gesamte die preußische Regierung nehme diese Angelegenheit in die Hand, Voltsschulwesen ein. Es war im Abgeordnetenhause wohlgelitten; um bei den Arbeitgebern mitreden zu dürfen. Während wir über- aber draußen im Lande erhob sich ein Sturm, der so stark war, zeugt sind, daß die Bergwerke feinem Privatmanne gehören dürfen, daß der König das Geses und den Minister fallen ließ. Man fuchte daß die Bodenschäße nur vom Staate verwaltet und ausgebeutet sich dann zu helfen, indem man über einzelne Gegenstände Sonderwerden müssen, allerdings unter anderen Verhältnissen wie heute, gefeße machte, und als der große Wirrwarr auf diesem Gebiete will der preußische Minister als Arbeitgeber nur bei den Herren erneut zu einem Versuche zwang, ein einheitliches Gesetz zu ere Kirdorf und Genossen mitreden dürfen. Die ungeheure Ent- lassen, ging man zunächst daran, die Unterhaltungsverhältnisse der Ehe das Ministerium zur Tat schritt, wickelung des Bergbaues in Preußen zeigen folgende Zahlen. Im Volksschulen zu regeln. Jahre 1865 wurden 19 Millionen Tonnen Kohlen im Werte von etablierte sich im Hause eine Nebenregierung: die Konservativen, 99 Millionen Mark gefördert. Im Jahre 1905 dagegen T13 Mil- Freikonservativen und Nationalliberalen unter Führung des belionen Tonnen Kohlen im Werte von 962 Millionen Mart. Die fannten Freiherrn v. Jedlit schlossen ein Kompromis und einigten weitere Entwickelung droht dahin zu führen, daß sämtliche Gruben sich im Mai 1904 auf bestimmte Forderungen für dies Gefeß. Eine Reihe von wichtigen Fragen wurde überhaupt nicht gein den Besitz von Privatkapitalisten gelangen und daß ein Teil der selber dann nicht benubt wird, damit die Preise der Bergwertsregelt, im übrigen wurde die Konfessionsschule zur Regel und die produfte erhöht werden können und jede Konkurrenz zur Verbilli Simultanſchule zur Ausnahme gemacht, was zur Folge haben wird, Bergwerksultanſchule gung von Kohlen usw. unmöglich gemacht wird. Das wäre ein daß wir eine ganz unnatürliche Scheidung zwischen Katholiken Privatmonopol für das ganze Land. Der Staat sagt, das wäre ein und Evangeliſchen im Volke bekommen. Das Selbstverwaltungsgefährlicher Zustand, gegen den etwas getan werden muß. Und recht der Gemeinden wurde völlig lahmgelegt. Sie bekamen das als das Gefes, welches seinerzeit der Abgeordnete Gamp beantragt Recht, Schuldeputationen und Schulkommissionen einzusehen, aber hatte, das Mutungsrecht auf zwei Jahre festzulegen, abgelaufen der Staaf behielt sich das Bestätigungsrecht ihrer Mitglieder vor, war, fagte die Regierung, das, was die Kapitalisten noch nicht was zur Folge hat, daß Sozialdemokraten oder Leute, die zufällig haben, müssen wir übernehmen; die Regierung will also nur die nicht an den lieben Gott glauben, in solche Schulkommissionen nicht Verstaatlichung der noch freien Steinsalzlager und Kohlenfelder hineinkommen. Ebenso ist die Freizügigkeit der Lehrer auf das vertreten. Das preußische Abgeordnetenhaus aber sagt, das geht ärgste eingeschränkt. Die Quintessenz des Gesetzes ist also cine nicht an, der Staat darf nicht alle noch freien Felder bekommen, neue Verhebung des Voltes, wie sie zur Zeit des 30jährigen sondern er darf nur einen Teil derfelben, 55 000 Settar erwerben. Krieges stattfand, und das Recht der Gemeinden, zu bezahlen und Das preußische Abgeordnetenhaus hat also den schwachen Versuch sich vom Staate beaufsichtigen zu lassen. der Regierung, dem Privatmonopol entgegenzutreten durch Rettung Interessant ist weiter eine derjenigen Felder, die noch frei sind, verhindert. Auch soll das Geset in Ostpreußen, Pommern und Schlesien nicht gelten. Somit ist durch den preußischen Landtag. Sie hatte zur Folge, daß anstatt feine Wirkung fast Null. Beim allgemeinen, gleichen, direkten Wahlrecht wäre ein solcher Vorgang unmöglich. Ich wende mich nun zu einer anderen Materie. Wir haben eine Reihe von Bevölkerungsbestandteilen, welche nicht deutsch reden. Vor allem die Polen und Dänen. Aenderung des preußischen Einkommensteuergesetes natürlich auch nur in den Hauptzügen, weil ich sonst keine Zeit mehr für andere Dinge hätte. Die Kanalvorlage ist ausgegangen von der volkswirtschaftlichen Erkenntnis gewisser Kreise, daß es notwendig sei, einen Verkehrsweg quer durch Deutschland zu schaffen, auf dem Güter billiger zu transportieren find, als auf der Eisenbahn. Der Plan ging dahin, einen Kanal zu schaffen, der die Weichsel mit dem Rhein verbindet. Die preußische Regierung interessierte sich für diese Vorlage und machte eine entfprechende Vorlage. Aber die preußischen Junker fürchteten, ihr Geschäft tönnte etwas verdorben werden, wenn der Handel und die Industrie des Westens einen billigen Verkehrsweg nach dem Often hätte; sie fürchteten auch, dadurch könnte die Flucht der Arbeiter vor ihrer Thrannei zunehmen, vor allem aber fürchteten fie die Stonkurrenz bei der Versogung Berlins. Daher sehen wir 1903 im Abgeordnetenhaus die Kämpfe, die eine Obstruktion des Junkertums darstellen, welche dahin ging, diese Vorlagen unmöglich zu machen und welche gekrönt wurden durch die Niederlage der Regierung. Die Regierung war sehr empört und entließ im ersten Aerger mehrere Landräte usis, aber das half ihr nichts, und die entlassenen Beamten befanden sich eines schönen Tages wieder in befferer Stellung. Die Minister blieben freilich bei der Vorlage und einer sagte mit Bezug auf den Kanal: Gebaut wird er doch". Allerdings traf ich auch andere Minister, z. B. den werten Bodbielski( Heiterkeit), der sich für die Vorlage nicht so sehr inter effierte und der gesagt haben soll: Ich werde mir doch mit dem Diefe Voltsbestandteile sind nicht freiwillig zu uns gekommen. laufigen Kanal nicht vor den Bauch stoßen lassen." Nun die Vor. Die Polen sind bei der Vergewaltigung Polens, bei der Teilung lage tam wieder, aber wie sah sie aus. Es war eine Reihe Bolens an Preußen gekommen. Von da an besteht bis heute ein fleiner Kanäle angeschlossen, um den Agrariern eine Freude zu ununterbrochener Kampf zwischen der Regierung und den Polen. bereiten. Dann waren Bestimmungen gegen Hochwassergefahrer Im Jahre 1848 erklärte ein polnischer Abgeordneter: Die Preußen aufgenommen, aber die eigentliche Kanalvorlage gab die Strede haben die Polen zwar geschluckt, aber sie werden sie nicht verbauen." vom Rhein bis zur Weichsel auf. Man sollte vom Rhein nur Und er hat recht behalten, von dem Verdauen der Polen ist bis heute bis Hannover kommen können, nicht aber von da bis zur Weichsel feine Rede. Bismard hat den Kampf gegen die Polen wieder aufDas preußische Abgeordnetenhaus hat die Vorlage in einer Form genommen und versucht, den Polen Abbruch zu tun. Sie wurden genehmigt, die aus dem Ganzen einfach ein Bruchstück macht. und werden mit allen Mitteln bekämpft. Der Erfolg ist aber gleich bermengt mit Liebesgaben für verschiedene Interessenten. Dazi Null. Man hat eine Organisation geschaffen in der AnsiedelungsZur Förderung des Wohnungswesens wurden noch Schiffahrtsabgaben geschaffen, die mit der Reichs. Kommission, welche im Osten der Monarchie Länder auftaufen und verfassung in Widerspruch stehen, denn nach der Reichsverfaffung parzellieren foll, um kleine Bauern und Landarbeiterstellen zu und der Regelung der Wohnungsverhältnisse der Beamten und sind die Wasserstraßen abgabenfrei, und die preußische Regierung schaffen, und zwar soll polnisches Land aufgekauft und an Deutsche Staatsarbeiter bewilligt das Abgeordnetenhaus jährlich 15 Millionen. muß sich jetzt bemühen, diese Abgaben, entgegen der Verfassung des verteilt werden. Im Jahre 1904 hatte diese Ansiedelungskommission Reiches, nach dem Willen des preußischen Landtages durchzuführen schon 13 Jahre gearbeitet. Sie hatte 261 662 Hektar Land, das find Dazu bemerke ich, daß bei der jährlichen Zunahme der Bevölkerung 48 Quadratmeilen, mit einem Aufwand von 299 Millionen Mark in Preußen um 700 000 Einwohner ungefähr 140 000 FamilienDas Schicksal dieser Vorlage zeigt uns also erstens einen Sieg gekauft. Aber 62 Pros. dieses Landes war aus deutschen Händen wohnungen jährlich mehr gebraucht werden, die 700 Millionen koften der Oftelbier auf der ganzen Linie und zweitens, daß hier und da wohl einige kapitalistische Interessen berücksichtigt find. Aber gekommen und nur 38 Proz. aus polnischen. Sie hat also ihre Auf- würden. Also die 15 Millionen sind nur ein Tropfen auf einen der Gesichtspunkt, wie ein solcher Kanal dem ganzen Handel unt gabe in der Richtung, polnischen Besiz an Deutsche überzuführen, heißen Stein. Sie sind andererseits gedacht als Fesseln für Leute, berfehlt. Im ganzen hat sie 68 000 Menschen dort angesiedelt. Ich die wegen ihrer fümmerlichen Besoldung sonst gleich weglaufen der gesamten Industrie, auch der arbeitenden Bevölkerung diener will nun einmal eine Rechnung aufmachen, wie die Kosten hierfür würden, und zweitens glaubt man, auf diese Weise die Sozialkann, ist im Abgeordnetenhause nicht zur Geltung gekommen.( Seh: fich stellen. Die Kommission hat 319 Millionen Mark ausgegeben demokratie bekämpfen zu können und unter Hinweis auf diese wahr!) Das Schicksal dieser Vorlage bedeutet den Sieg ein und 75 Millionen Mart eingenommen. Für jene 68 000 Menschen Potemkinschen Häuser den Zeuten klar zu machen, wie gut es feitigster Kliquenintereffen, der bei allgemeinem, gleichem Wahl. also 254 Millionen Mark aufgewendet. Jeber Mensch also, der ihnen eigentlich geht. Weiter hat das preußische Abgeordnetenrecht zum Landtag nicht denkbar wäre!( Buftimmung!) dort fikt und deutsch spricht oder auch unter Umständen das Deutsch- haus noch eine Gin anderes Gebiet ist das der sprechen verlernt( Sehr richtig!), tostet dem preußischen Staat Bergarbeitergesetzgebung. 4274 Millionen Mark im Jahre darauf 5724 Millionen Mark aufgebracht wurden. Das Kapital hat dabei 51 Proz. mehr aufgebracht als bisher; der Grund und Boden, der im preußischen Abgeordnetenhause stets besonders geschont wird, 5 Proz. mehr, Handel und Gewerbe 47 Proz., die gewinnbringende Beschäftigung" aber brachte 75 Broz. mehr auf und unter diese Rubrik fallen auch die Löhne der Arbeiter und die Gehälter der Kommis, die Einfommen der Privatbeamten. Diese Reform vom 9. Dezember 1905 Belastung der Arbeiterbedeutet also in erster Linie eine Dazu kommt noch, daß den Besitzenden neue Er bevölkerung. leichterungen gewährt wurden, indem die Möglichkeit der Abzüge für Kinder auch auf die Einkommen von über 3000 m. bis 6500 M. ausgedehnt wurde. Ein freisinniger Antrag hat dann noch dafür gesorgt, daß die Arbeitgeber verpflichtet sind, ihre Angestellten mit einem Ginkommen bis zu 3000 M. der Steuerbehörde zu denunüber 3000 m. Einkommen nicht gieren, während Leute mit denunziert werden können. Warenhaussteuer 4400 M. Fürwahr ein etwas teurer Spaß.( Bustimmung.) Im beraten. Die Warenhäuser sind sicher auf demselben Boden entAus den Debatten hierüber hebe ich eine Aeußerung des Abge- Jahre 1905 ist wiederum ein Gesez zur Gründung neuer Ansiede- sprungen, wie die Trusts und Syndikate; aber die Mittelstandsordneten Silbek hervor, daß die Klagen der Sozialdemokraten, die lungen gegeben und weiter ist in dem Etat eine Summe eingestellt freunde im preußischen Landtage glauben sich ein besonderes Air Bergwerksbesitzer wollten gegen die Ausbreitung der Wurmtrant- für sogenannte Oftmarkenzulagen, die also an Lehrer als Prämien zu geben, wenn sie gegen die Warenhäuser losgehen. Das Gesch heit nichts unternehmen, durch die Debatten vollständig widerlegt verteilt werden sollen, damit sie sich bemühen, den polnischen Kindern war derartig, daß es wahrscheinlich das Bestehen der Warenhäuser feien. Nun, ich bin nicht der Meinung, daß das geschehen ist. ihre Muttersprache abzugewöhnen. Am 26. April 1907 wurde im überhaupt unmöglich gemacht haben würde. Erst im Herrenhause Wir haben bei den Bergarbeitern große Kreise, die nicht sozial. Abgeordnetenhause eine Resolution angenommen, diese Tätigkeit ist es gescheitert. Hier haben wir alfo den Fall, daß selbst das demokratisch sind, aber durch die gleichen Intereffen zu bestimmten auch auf Oberschlesien auszudehnen. Damit komme ich auf die preußische Herrenhaus, das uns so bedenklich borkommt, immer Forderungen für die Arbeiter getrieben werben. Der konservative Tragödie in Oberschlesien. Dort war die Bevölkerung im Laufe der noch nicht so schlecht ist, wie zuzeiten das Dreiklassenparlament. Abgeordnete v. Strachtvik bekämpfte diese Forderung mit dem in- Beit mehr und mehr deutsch geworden. Aber durch die preußische Interessant ist ferner ein Gesetz über die weis darauf, daß alle diese Forderungen sozialistisch seien. Eine Polenpolitik wurden die nationalen Instinkte geweckt und so geEinfuhr von Fleisch in die Städte. ausreichende Regelung der Knappschaftsbeiträge, die Forderung auf fördert, daß dort eine Polenbewegung entstanden ist, durch die das Erhöhungen der Leistungen der Knappschaftstassen sind also sozial- Zentrum schon in recht unbequeme Lage gekommen ist. Es ent- Um die Einfuhr von verdorbenem Fleische vom Lande in die Stadi demokratis! Sozialdemokratisch ist also auch die Forderung, daß stand dadurch eine Vermehrung der polnischen Bevölkerung. Um unter allen Umständen zu verhindern, haben die Städte die Bedie Bergarbeiter im Hinblick auf ihre schwere und aufreibende Ar- sie wieder zu beseitigen, setzte man den Fehler, durch den man fie ftimmung eingeführt, daß solches Fleisch untersucht werden muß. beit nach 25 Jahren in den Besitz einer Invalidenrente tommen hervorgerufen hat, weiter fort und will nun Ostmarkenzulagen auch Gegen diese Einrichtung liefen nun die Agrarier Sturm, und das follen. Der Abgeordnete Brust, der nicht auf unserem Standpunkte für Schlesien haben. Am 7. Mai 1907 berlangte der Abgeordnete preußische Abgeordnetenhaus schaffte ihnen zuliebe ben 8wang der Auch mit der Aufbesserung der Gehälter der Beamten Untersuchung für solches Fleisch ab, das von draußen kommt und| erobern müssen, daß die politische Macht auch in Breußen erobert Polizeiliches, Gerichtliches ufw. mit einem Atteft dcs Tierarztes auf dem Lande beheftet ist. Diese werden muß, wir werden die Barriere niederreißen, wir sind nicht Eine wahre Razzia unternimmt die Bochumer Staats. Tierärzte sind aber bekanntlich von den Grundbefizern abhängig. so zahm wie das liberale Bürgertum, das sich auch jetzt wieder duckt. anwaltschaft gegenwärtig gegen unser dortiges Parteiorgan, das Un allen Grenzen haben wir die schönsten Einrichtungen, um Voltaire hat einft gefagt von seinem Feinde, der Kirche: Ecrasez Volksblatt". Am Sonnabend hatte der verantwortliche Redakteur, Frankes Vieh draußen zu halten, angeblich im Interesse der Ge- l'infâme!( Etwa: Erwürgt das Ungeheuer!) So müssen wir Genosse Steinkamp, zwei Termine anstehen. Im ersten Falle fühlten sundheit, in der Tat aber im Juteresse der Agrarier. Der beste Sozialdemokraten uns auch erheben unter einer Parole, und diese sich einige Mitglieder eines Alimbimgesangvereins beleidigt, weil in Beweis dafür ist, daß man hier den Städten wirklich wirksame Barole muß lauten wie der Spruch Voltaires: Ecrasez einer Notiz ihr schöner Gesang, den sie bei der Rückkehr von einer Maßregeln gegen die Einfuhr kranken Fleisches im Interesse des l'infâ me! Geldbeutels der Herren Grundbesizer verbietet. Noch ein Wort über die Resolution und die Anträge. Der An Beerdigung hatten ertönen lassen, in humorvoller Weise verulft worden war. Der Verein führt den komischen Namen„ Nietrag 11 präzisiert die Forderungen der Frauen schärfer als die gedacht". Es hieß nun in der betreffenden Notiz:" Daß die Resolution, auf die ich mich mit Arons verständigt habe. Aber auch Mannen von Niegedacht in niegedachter Weise in dem Garten des in unserer Resolution haben wir den Frauen weitgehende Zugestände von den Arbeitern boykottierten Neuhausschen Lokales einen nisie gemacht. Sollten die Frauen jedoch darauf bestehen, den Antrag 11 Gesang aufgeführt hätten, bei dem es den Eulen und Krähen angst zur Annahme zu bringen, so will ich durchaus nicht dagegen sein. vor der Konkurrenz geworden wäre". Die Stellung des Straf Die Anträge 20 und 22 sind unter Umständen sehr berechtigt, sie antrages war von der Polizei veranlaßt worden und der Staats. haben meine Sympathie; aber wir würden unpraktisch handeln, anwalt hatte Anklage im öffentlichen Interesse erhoben! wollten wir eine Resolution faffen, gegen die Bolenpolitik und auf der Trotz der überzeugenden Darlegungen des Verteidigers, Rechts. anderen Seite eine besondere Resolution gegen die fremdsprachlichen anwalt Dr. Revizky, erkannte das Gericht auf 14 Tage GeEs wäre daher fängnis. Die zweite Sache betraf eine Beleidigung zweier Bestimmungen des kommenden Vereinsgefeßes. Bochumer Polizeibeamter. Diese waren in einem Prozeß als ratsam, die beiden Anträge zu einer Resolution zu vereinigen. Ich bin am Schluß. Es ist keine angenehme Aufgabe gewesen, Beugen aufgetreten und es war die Bemerkung daran geknüpft, über die Politik des Dreiklaffenparlaments zu reden, aber es war notwendig, zu zeigen, wie diese Politik aussieht. Wir sind über das trok der beiden Kronzeugen, die den Finger in den Mund glückt sei. Wegen dieser harmlofen Bemerkung erkannte das beugt, daß wir mit unseren Ausführungen ein Echo finden in Preußen gesteckt und gesagt hatten: Ich weiß von nichts, der Beweis mißund in Deutschland und daß von dieser Stelle aus die Parole widerGericht auf drei Wochen Gefängnis. schallen wird im ganzen Lande, die Parole: Ecrassez l'infâme! ( Lebhafter Beifall.) hat sich der preußische Landtag in der letzten Session beschäftigt. Teilweise sind glänzende Erfolge dabei zu verzeichnen gewesen. So hat man den Ministern eine nichtpensionsfähige Stellenzulage bon 14 000 m. gewährt, hat also ihre Notlage anerkannt.( Heiterfeit.) Gleichzeitig hat man ihnen zugestanden, daß der über 12 000 m. hinausgehende Teil ihres Gehalts bei der Pension in Zukunft ganz mitgerechnet wird. Mit der Gehaltserhöhung für die unteren Beamten war man nicht so schnell bei der Hand. Die felben Parteien, die sich im Reichstage aufgespielt haben, als ob fie ebenso wie die Sozialdemokratie das Interesse der Beamten wahrnehmen, waren im Landtage bedeutend bescheidener in dieser Hinsicht. Das zeigt wieder deutlich den Unterschied zwischen einem Barlament auf Grund des allgemeinen, gleichen und direkten Wahlrechts und einem Parlament auf Grund des DreiklassenwahlWeiter hat sich das Abgeordnetenhaus mit einem Antrage der Abgeordneten v. Bodelschwingh und v. Pappenheim auf Errichtung von rechts. Wanberarbeitsstätten befaßt. Man hat seinerzeit, um den Arbeitslosen die Arbeitslosigteit möglichst zu verekeln, die Verpflegungsstationen geschaffen. Es ist wohl nicht zum wenigsten den deutschen Gewerkschaften mit ihren großartigen Einrichtungen zur Unterstützung der Arbeitslofen zu danken, daß aus diesen Berpflegungsstationen nicht viel geworden ist. Daher wollte man nun mit diejent Antrage etwas erteichen. Die Regierung wollte nichts bezahlen, erlaubte aber den Streisen und Provinzen, Experimente in dieser Richtung zu machen, und war eventuell bereit, einen Teil der Kosten zu zahlen. Mit den Arbeitsstätten sollten Arbeitnachweise verbunden sein. Man wollte offenbar die Arbeitskräfte so billig wie möglich an irgend einen spekulativen Kapitalisten ausleihen. Also von diesen Arbeitsstätten ist wirklich nicht viel zu erwarten. Wie wenig aber das Abgeordnetenhaus auch an dieser seiner sozialen Tat Freude hatte, ergibt sich daraus, daß es gleichzeitig eine Resolution an nahm, in der das Deutsche Reich aufgefordert wurde, dem preußischen Staate diese Last vom Halfe zu nehmen. Sonst verwahren sich die Herren immer dagegen, daß das Reich in die Rechte des preußischen Landtages hineinredet. Einmal hat das Abgordnetenhaus den Versuch gemacht, wirt. lich sozialpolitisch zu sein, d. h. die Herren haben es sich eingebildet. Im Jahre 1904 beantragte Graf Douglas ein Organ zur Erhaltung und Hebung der geistigen und fiitlichen Wohlfahrt des Volkes zu schaffen. Infolgedessen wurde beschlossen, möglichst auf Staatsfoften ein Volkswohlfahrtsamt Die Resolution, bie der Referent vorschlägt, hat folgenden Wortlaut: Kein Sozialistenfresser. Genosse Leopoldt vom Halle. fchen„ Boltsblatt" wurde am Dienstag vor dem Schöffen. gericht in hohenmölfen prozessiert. Es flagte im Privatbeleidigungsverfahren ein Hirsch- Dunderfches Gewerkvereinsmitglied, Der Parteitag erklärt: Die Gesamttätigkeit des preußischen Bergmann Böttcher. Der Herr hatte sich darüber geärgert, daß Abgeordnetenhauses ist ein Beweis für die Volksfeindlichkeit man ihn im Boltsblatt" als Sozialistenfresser bezeichnete. Nach des Dreitiassenwahlsystems. Dieses elendefte aller Wahl- dem sein Rechtsbeistand betont hatte, daß sein Mandant im Kriegersysteme wirkt umso schändlicher, als nach der Reichs vereine Ansprachen für Kaiser und Reich halte, wurde unser Genosse verfassung der preußische Landtag in der Lage ist, die zu 14 Tagen Gefängnis verurteilt. arbeitende Bevölkerung Preußens in jeder Weise zu benachteiligen, und außerdem der Staat Breußen durch ihn darin unterstützt wird, den Vorkampf für die Reaktion in Deutschland zu führen. Eine den Bedürfnissen der arbeitenden Bevölkerung entsprechende Gesetzgebung in Preußen und die wirksame Bekämpfung der Reaktion im Reiche sind nur möglich, wenn in dem größten Bundesstaate ein Wahlrecht auf dem Boden ehrlicher Demokratie besteht. In die deutsche Reichs- Freiheit" ist Genosse Redakteur röhlich vom Boltsblatt" in Halle a. S. am Dienstag nach Berbüßung einer dreimonatlichen Gefängnisstrafe zurückgekehrt. Kommunales. Stadtverordneten- Versammlung. nachmittags 5 Uhr. Der Vorsteher- Stellvertreter Michelet eröffnet die Sigung nach 5% Uhr. Der Parteitag stellt feft, daß die Eroberung der politischen Macht zum Zweck der Befreiung der Arbeiterklasse den Sozial- 32. Sigung vom Donnerstag, den 21. November, fraten Preußens die besondere Aufgabe stellt, die Demokratisierung der Gesetzgebung und Verwaltung dieses Staates zu erzwingen. Damit wird es zur Pflicht der preußischen Arbeiterschaft, diefen unwürdigen Scheinparlamentarismus durch rücksichtsloses Vorgehen bis zur Beseitigung zu befämpfen. Sieraus folgt für die Sozialdemokratie Breußens die Aufgabe, den geschilderten elenden Zuständen dadurch ein Ende zu machen, daß fie den Kampf zur Erringung des allgemeinen, gleichen, direkten und geheimen Wahlrechts für alle zwanzigjährigen Staatsangehörigen ohne Unterschied des Geschlechts mit der äußersten Anspannung und den jeweils für zweckmäßig er achteten Mitteln so lange zu führen hat, bis das Ziel erreicht ist. Ed. Adler. L. Arons. Die Verhandlungen werden vertagt. Bors. Leinert teilt das Ergebnis des Wahlsieges bei den Stadtverordnetenwahlen in Luckenwalde mit. Dem letzten Teile der Sizung wohnte auch Genosse Bebel bei, der von seinem Unwohlsein ziemlich hergestellt ist. Aus der Partei. Ueber die anderweite Regelung der Zeitung des Fachund Fortbildungsschulwesens im Magistrat hat eine auf Anregung der Versammlung eingefekte gemischte Deputa tion beraten. Sie ist, nachdem der ursprünglich warm befürwortete Vorschlag, für diesen Unterrichtszweig eine dritte Stadtschulratestelle zu schaffen, zurückgezogen war, zu dem Beschlusse gelangt, die Anstellung eines außerhalb des Magistrats stehenden Fache mannes als Direktor des städtischen Fach- und Fortbildungsschulwesens zu empfehlen, und zwar soll zu diesem Zwede ein be fonderes Orts statut erlassen werden. Den von der Deputation aufgestellten Entwurf cines solchen hat der Magistrat in einigen Buntten geändert. Der fünftige Leiter soll durch Privatdienstvertrag angestellt werden, unmittelbar vom Magistrat reffortieren, seine Wahl joll der Versammlung allein überlassen, sein Gehalt durch den Giat festgesetzt werden. Die Wahl soll zunächst auf 6 Jahre erfolgen; für den Fall der Nichtwiederwahl find Mas nahmen für seine wirtschaftliche Sicherstellung vorgesehen. Ohne Debatte wird die Vorlage angenommen. An der Seestraße, Ede Hennigsdorferstraße, foll auf städtischem Gelände eine zum 1. April 1908 beziehbare Baradenschule für 20 Klassen errichtet werden. Der Kostensunüberschlag beläuft sich auf 266 500 M. zu gründen. Was soll diese wunderbare Einrichtung erreichen? 1. Die Entwicklung der Volkswohlfahrtspflege im Inland und AusTand beobachten und darüber Bericht zu erstatten, also eine Art Studienkommission; 2. Wahrnehmungen mitzuteilen, die gesetzgeberische Schrifte veranlassen fönnen; 3. auf Anordnung einer Behörde Gutachten zu erstatten, Vorschläge zu machen und mit zuarbeiten bei Gefeßen; 4. eine freiwillige Hülfe bei größeren Unglüdsfällen und Notständen einzuleiten. In der Debatte darüber traten zwei Strömungen zutage, die einen wollen von bornherein die ganze Sache in den Schoß des heiligen Bureaukratismus legen, die anderen sagen: da müssen Geistliche, da müssen Privatpersonen hinein, die heute schon in irgendwelchen Wohlfahrts. vereinen Vorsteher sind. Ein Abgeordneter sagte: 7 Milliarder Gemeindewahlen. hat unsere soziale Geschgebung bis jest getoftet, und sie ist m: meldof Glänzende Siege! wirkungslos verpulvert, jest wollen wir etwas schaffen, was nich In Borms wurden bei der Stadtverordnetenwahl am Mitte wirkungslos verpulvert. Es wird von einem Bau von ungeahnter Größe gesprochen, aber der Bau fommit den Herren sehr billig woch vier Sozialdemokraten gewählt, die„ Heyls armee wurde bolt er foftet nur 20 000 m. In der Hauptfache läuft es darauf hinaus. ständig gefchlagen. daß alle die verschiedenen Wohltätigkeitsvereine eine gemeinsame Ju Ludenwalde, wo die Gegner nach mehrjähriger Bause Spike bekommen, sie sollen die Ehre haben, im Beisein von wieder Kandidaten aufstellten, wurden in der dritten Adteilung alle Ministerialräten zu tagen, fie sollen auf Staatskosten gefüttert vier sozialdemokratischen Kandidaten gewählt. Sie erhielten 1198 bis werden, damit die Bourgeoisie ihre erheuchelie Wohltätigkeit nicht 1200 Stimmen, die Bürgerlichen 307-319! mehr auf eigene Kosten, sondern auf Kosten der Steuerzahler Bei den Gemeinderatswahlen in Baat, Altendorf( Rubr) Douglas: Wegen der Angriffe auf das Wahlgefeß soll bewiesen und Stodum( Wahlkreis Bochum) wurden in der dritten Abwerden, daß wir die Bertreter des Boltes sind!" teilung die sozialdemokratischen Kandidaten gewählt. Die Mandate Auf deutsch, dies Wohlfahrtsamt ist gewissermaßen der Mastvieh- find neu erobert. ausüben tann. Und angesichts einer solchen Konstruktion fagt Graf 77 mi th 3: 500 Hand not madre dre Ausstellungsochse, mit dem man Staat machen will. Aehnlich wie Bei der Gemeinderatswahl in Jena wurden 13 Bürgerliche einen Weihnachtsartikel preift man es an: Bolfswohlfahrt für und zwei Sozialdemokraten gewählt. Die Sozialdemokratie ge20000 M., eine große soziale Tat für 20 000 M.!" Und zu einer winnt ein Mandat.( Die Meldung konnte unter legten folchen Komödie gibt sich das Parlament her. Warum? Weil es ein Dreiflassenparlament ist, weil es keine Fühlung mit dem Depeschen nur in einem Teil der vorigen Nummer gegeben werden.) Bolte hat, weil es nicht gewählt ist auf Grund des allgemeinen, gleichen, direkten und geheimen Wahlrechts. Weiter ist ein Gesetz über die Knappschaftskaffen gemacht, aber dies Gesetz ist so gewesen, wie von dem Manne, nach dem in der Bibel vergeblich gefragt wird Da heißt es: Wo ist der Vater, der seinem Sohn, der ihn um einen Fisch bittet, eine Schlange gibt? Wo ist der Vater, der seinem Sohn, der ihn um Brot bittet, einen Stein gibt?" Die Knappschaftsgesetzgebung hat das Unrecht nicht beseitigt, das alte Unrecht hat nur neue Kleider bekommen, und die Kommission hat das, was vielleicht noch in der Vorlage mehr oder weniger gut war, über den Haufen geworfen. Alles Gute hat man abgelehnt, man war ja der preußische Landtag, das Barlament des Dreiflassenwahlrechts, das Parlament, das keine Rücksicht zu nehmen hat auf die Arbeiter. Und wenn wir weiter gehen und Vorlage für Vorlage ansehen, so würden wir überall zu demselben Ergebnis kommen; einmal tritt bas deutlicher, einmal weniger deutlich zutage, aber vorhanden ist das überall. Fassen wir zusammen: Angriffe auf die Sozialdemokratie en masse, indem man den Feind fürchtet, der eines schönen Tages in den Tempel eindringt, dann aber wieder die Benutzung der Sozialdemokratie als rotes Gespenst, um die Minister zur Ordnung zu rufen, die wider den Stachel löcken wollen. Dann sehen wir weiter eine Mizachtung des Ganzen, eine Gesetzgebung, die einmal die Interessen der Agrarier, das anderemal die der Großindustriellen berücksichtigt, die aber niemals das große Ganze im Auge hat, eine Klassengesebgebung wie in feinem anderen Parlament. Wir sehen ferner jene schöne Gesetzgebung, die sich überall gegen die Rechte der Arbeiter richtet, die im besten Falle sich mal dazu aufschwingt, ein bißchen Komödie zu spielen und etwas zu geben, was in Wirklichkeit nichts ist. Werden aber mal soziale Gefeße vorgelegt, so schlagen sie in ihr Gegenteil um, oder aber sie werden zur Poffe. Ein klägliches Schauspiel Die Niederlage in Offenbach. „ Niederlage- doch ungebrochener Kampfesmut!" überschreibt unser Offenbacher Parteiblatt, das Offenbacher Abendblatt", einen Artikel, worin es das Wahlresultat der Stadtverordnetenwahl bespricht. Und in einem Aufruf des sozialdemokratischen Wahlkomitees heißt es: Trotz der Niederlage hat die Partei und ihre Organisation sich bewährt. Es ist gut und tüchtig gearbeitet worden, und alle, die dabei halfen, haben Anspruch auf Anerkennung und Dant Das Bewußtsein, als gute Soldaten den Kampf geführt zu haben, dürfen unsere Genossen hegen, feiner kann es ihnen streitig machen. In diesem Bewußtsein geht es erneut an die Arbeit. Die Redaktion sagt in ihrem Artikel: ... absolut sicher hätte die sozialdemokratische Liste gefiegt, wäre nicht im letzten Augenblick die bekannte Alarm meldung gekommen, die alle Aengstlichen ins bürgerliche Lager geradezu trieb. Stadtv. Kyllmann( Fr. Fr.) weist wiederum auf die zahlreichen Mängel des Systems der Baradenschulen hin und kündigt an, daß feine Frattion die nächste derartige Vorlage ablehnen werde, wenn ber Magistrat nicht dafür sorge, diefen Notbehelf entbehrlich zu machen. Die Baradenschulen seien vor allem außerordentlich zugig und entsprechend gesundheitsnachteilig. Relativ borzuziehen wären felbft Mietsschulen, wenn die Verträge mit den Besitzern auf längere Zeit abgeschlossen würden, so daß diefe in bezug auf besondere hygienische Einrichtungen mehr Entgegenkommen zeigen tönnten. Stadtb. Salinger( N. L.) schließt sich diesen Ausführungen an und gibt dem Magistrat anheim, den Bau versuchsweise durch einen Privaten ausführen zu lassen, der schneller arbeiten würde als die Bauverwaltung. Redner beantragt Niedersehung eines Aus. fcljuffes. dieser Baradenbau sei als Notbehelf in jener Gegend unent Stadtv. Ulrich( A. 2.) erhebt hiergegen Widerspruch. Gerade behrlich. Stadtv. Borgmann( Soz.): Ursprünglia nnd die Barackenschulen allerdings als Notbehelf zugelassen worden; der Magistrat hat auch jedesmal erklärt, es sollte baldmöglichst definitiver Ersatz geschaffen werden. Bis heute ist aber seit 1902 für irgendeine dieser Baradenschulen ein solcher Erfah nicht geschaffen worden; der erste wirkliche Ersah wird etwa 1910 oder 1911 fertig sein. Zur Vergebung des Baues an einen Privatmann sehe ich gar keine Veranlassung. Für den heute beantragten Schulbau erklären wir uns bei der tatsächlichen Notlage in jener Gegend, aber wir erklären auch gleichzeitig, daß wir für ein so teures und schlechtes Aushilfsmittel in Zukunft nicht mehr zu haben sein werden. Stadtv. Rosenow( N. 2.): Unmöglich kann es mit dem Bau von Barackenschulen so wie bisher weiter gehen. Zuerst sprach man von einem Provisorium, aber bis heute ist noch keine Baradenschule von ihrem Plate fortgekommen und an einen anderen Plaz versetzt worden, wie uns seinerzeit auch in Aussicht gestellt wurde. Wir müssen jetzt mit dem Kollegen Borgmann glauben, daß es sich hier um eine ganz unnüße Verschwendung von Gemeindemitteln handelt. Es möchten, nun doch manche Punkte in einem Ausschuß sich zur weiteren Grörterung empfehlen, es handelt sich doch um die Gesundheit unserer Schulkinder und der Lehrpersonen. Der Fußboden der Baraden ist talt und feucht und somit eben. falls der Gesundheit nachteilig. Nehmen Sie den Antrag auf Heute fann offen ausgesprochen werden, daß am Morgen des Wahltages bei den Leitern des Wahlkampfes der Sozialdemokratie feinerlei Hoffnung auf Sieg bestand. Und nicht nur bei den Leitern; auch Massen der organisierten Sozialdemokraten Ausschußberatung an. rechneten bestimmt auf eine Niederlage. Wenn etwas überraschend wirkte, so der Umstand, daß die Bürgerlichen nur mit geringer Mehrheit gefiegt haben. So war denn in beiden sozialdemokratischen Versammlungen bei Verkündigung des Wahlrefultates feine Spur von Nieder geschlagenheit. Wohl hat allen Genoffen, die eifrig und hingebend für die Sache der Arbeiter gewirkt haben, die Niederlage bitteren Schmerz bereitet, aber feiner erblickt darin eine Niederlage unserer Ideen. Daß dem Kommunalsozialismus die Zukunft gehört, das ist die feste lleberzeugung der Sozialdemokraten. Das Abendblatt" setzt dann weiter auseinander, wie von den Gegnern die Lüge genügt worden, der Bürgermeister, der Nichtvon Anfang bis zu Ende, Feindschaft gegen den wichtigsten Teil des sozialdemokrat, aber von den Sozialdemokraten gewählte Dr. Duller Bolles. Liebesgaben für einzelne laffen, das ist das Schauspiel des habe 500 000 m. städtischer Gelder verspekuliert. Dreiflaffenparlaments, das ist die Eigenart dieses Parlamente. Der Bürger Dies Barlament bietet uns tatsächlich nur die gefeggeberischen meister ist dieser Falschmeldung zu spät entgegengetreten. Früchte und Erscheinungen, die es bieten und geben muß auf Grund Zum Schluß wird auf einen wichtigen Umstand also hinfeiner Konstitution. Das heute noch gegen die Verfassung be- gewiesen: ftebende oftrohierte Wahlrecht ist der Vater dieses Parlaments, ein folches Wahlrecht fann fein anderes Barlament zur Folge haben als ein Barlament, so selbstischer und volksfeindlicher Art, wie das preußische Dreiflaffenhaus. Alle demokratisch Denkenden müssen erbittert und empört sein über das Vorhandensein eines folchen Parlaments, zuerst selbstverständlich alle Sozialdemokraten. Wir, die wir ganz genau wissen, wohin der Weg geht, wir, die wir wiffen, daß wir zur Befreiung des Proletariats die politische Machtstimmungen dezimieren immer unfere Wählerschaft.. Das eine wissen wir: nicht die Gelben, nicht die Christlichen haben uns eine Niederlage bereitet, sondern Umstände, an denen die Sozialdemokratie feine Schuld trägt. Viel schwerer mußte die Sozialdemokratie leiden unter Folgen der verschlechterten Kon junktur. Die Zahl der Steuerrestanten, die nicht wählen konnten, ift größer, wie die Majorität, mit der die Bürgerlichen siegten. Aufenthaltstlaufel und Steuerklausel, diese zwei BeNach Ablehnung dieses Antrages wird die Vorlage sofort unverändert angenommen. Den Beschlüssen der Versammlung betreffend die Bezüge der Assistenz- und Volontärärzte an den städtischen Krankenhäusern ist der Magistrat im wesentlichen beigetreten. Das Verlangen der obligatorischen Gewährung einer Entschädigung bei infolge der Ausübung des Dienstes entstehenden Erkrankungen an das gesamte ärztliche Personal, d. h. auch an diejenigen Aerzte, die mehr als 3000 M. Ginkommen beziehen, zu erfüllen, sieht der Magistrat keinen Anlaß; wohlwollende Beurteilung stellt er in den betreffenden seltenen Fällen in Ausicht. Die Stadtov. Dr. Arons u. Gen.( Soz.) haben den letzt erwähnten Teil der früheren Beschlüsse der Versammlung abermals zum Antrag erhoben. Stadtv. Dr. Weyl( Soz.): Die Vorlage des Magistrats begrüßen wir mit besonderer Genugtuung, nachdem es heißer Kämpfe bedurft hat, die durchaus gerechtfertigte Aufbesserung der Bezüge der jungeren Aerzte dem Magistrat abzuringen. Wir sprechen dent Magistrat unsere Anerkennung aus, daß er hier ein recht berständiges sozialpolitisches Werk ausgeführt hat; wir wollen nur hoffen, daß wir in Zukunft bezüglich der Ansprüche der Kranten. Hausdeputation beim Magistrat besser als bisher fahren. Leider will der Magistrat unserem weiteren Ersuchen, allen Aerzten bei Erkrankungen infolge des Dienstes eine Entschädigung zu gewähren, nicht entsprechen. In unserem Ausschuß ist seinerzeit dieser Be schluß gefaßt worden, ohne daß die Magistratsvertreter ein Wort des Widerspruchs hätten laut werden lassen; um so mehr müssen wir uns daher über die jetzige Ablehnung wundern. Wir haben Aerzte in der städtischen Verwaltung, die überhaupt kein bares Gehalt, sondern nur Naturalien beziehen; eine andere Kategorie von Angestellten find die Aerzte mit mehr als 3000 M. Gehalt. Diese Letteren Herren, insbesondere die pathologischen Anatomen, stehen bei der Ausübung ihrer Tätigkeit doch in einer steten Gefahr wie taum ein anderer städtischer Angestellter. Man foll doch die " wenigen" Herren, die hier in Betracht kommen, nicht nötigen, erst noch den Petitionsweg zu beschreiten; wir wollen doch auch alle den Rechtsstaat und nicht das patriarchalische Wohlwollen, welches der Magistrat in Aussicht stellt. Auf Antrag des Stadto. Runge( A. L.) wird die Vorlage mit dem Antrage Arons einem Ausschuß überwiesen. Dem Beschluß der Versammlung auf Einsehung einer ge mischten Deputation zur Beratung darüber, ob und wie Reformen in der inneren Verwaltung der Stadt Berlin eingeführt werden können mit dem zwed, der dauernden Vermehrung des Beamtenpersonals insbesondere durch Berminderung der Schreibarbeit und bessere Organisation der einzelnen Ber. waltungen entgegenzutreten, hat sich der Magistrat angeschlossen. Die Bersammlung hat 10 Mitglieder in die Deputation zu wählen. Auf 6 Uhr ist die Wahl von 9 unbefoldeten Stadträten angefeht für die Stellen der Herren Buchow, Gehride, Hübner, Jacoby, Ralisch, Maas, Marggraff, Dr. Straßmann und Vength, deren Wahlzeit mit Ende dieses Jahres abläuft. Der Ausschuß für die Vorbereitung der Neuwahl hat sämtliche Herren, mit Ausnahme des ablehnenden Stadtrats Hübner, zur Wiederwahl empfohlen. An Stelle des letteren wird Oberlandesgerichtsrat Geh. Justizrat Professor Dr. Mosse- Charlottenburg borgeschlagen, dem die Berfammlung in der lebten geheimen Eigung das Bürgerrecht verDer Wahlaft ift für jede Stelle gefondert durch liehen hat. Ramensaufruf und Stimmzettelabgabe zu vollziehen. 1. Im ersten Wahlgang werden 125 Bettel abgegeben, davon find ungültig( weiß) 51, gültig 74. Davon lauten 73 auf Herrn Buchow, der somit auf 6 Jahre wiedergewählt ist. 2. Im zweiten Wahlgang wird der bisherige Stadtrat Gehride mit fämtlichen 91 gültigen Stimmen wieder gewählt; unbeschrieben sind 39 Zettel. 3. An Stelle des Herrn Hübner wird Oberlandesgerichtsrat Professor Dr. Moffe mit 102 von 130 Stimmen gewählt; 14 Bettel find weiß, 14 zersplittert. 4. Wiedergewählt wird Stadtrat Jacoby mit 125 bon 127 gültigen Stimmen; 2 Stimmen zersplittern, 6 Bettel find weiß. 5. Auf den bisherigen Stadtrat alisch entfallen von 125 gültigen Stimmen( 8 Bettel find weiß) 62, während die absolute Mehrheit 63 beträgt. Rentier Biersch erhält ebenfalls 62 Stimmen, 1 Stimme lautet auf Stadtv. Mommsen. Es muß eine engere Wahl stattfinden. Der Vorsteher- Stell bertreter Michelet stellt anheim, unter Berufung auf den Bellefchen Kommentar zur Städteordnung zwischen Stalisch und Biersch die engere Wahl zu vollziehen. Stadtv. Singer( Soz.): Für die Versammlung fann nicht ein Kommentar, und wenn er auch von einem so Berufenen herrührt, sondern muß die Städteordnung maßgebend fein. Diese schreibi bor, daß bei Nichtvorhandensein einer absoluten Mehrheit zwischen Den vier Kandidaten, die die meisten Stimmten erhalten haben, zu wählen ist. Ein Verfahren, wie es der Vorsteher vorschlägt, fann Teicht zu Anfechtungen führen. Wir kommen am besten über Die Frage hinweg, menn mir die drei Herren zur engeren Wahl Stellen. Die Stadtvv. Caffel( A. 2.) und Mommfen( Fr. Fr.) teilen Diese Auffaffung, der sich nunmehr auch der Borsteher anschließt. Die wiederholte Wahl hat das Ergebnis, daß auf Salisch 66, auf Biersch 56 Stimmen entfallen; 6 Bettel find weiß. Herr Salisch ist somit wiedergewählt; die Verfündigung seiner Wahl wird mit Beifallsrufen aufgenommen, worauf gegnerische Zwischenrufe folgen. Stabtv. Cassel legt gegen die Bravorufe Protest ein. 6. Stadtrat Maas wird mit fämtlichen 108 gültigen Stimmen wtebergewählt. Daneben sind zwei weiße Bettel abgegeben. 7. Auf den bisherigen Stadtrat Marggraff fallen 82 Stimmen; 5 Bettel sind unbeschrieben. Herr Marggraff ist auf 6 Jahre wiedergewählt. 8. Für Stadtrat Dr. Straßmann werben 85 Stimmen abgegeben; 1 Stimme zersplittert. 7 Bettel sind weiß. Auch Herr Straßmann ist wiedergewählt. 9. Stadtrat Bength erlangt im letzten Wahlgang fämtliche 64 gültigen Stimmen und ist somit ebenfalls wiedergewählt. Daneben waren 20 weiße Zettel abgegeben worden. Unmittelbar nach Beendigung der Wahlen tritt Beschlußunfähigkeit ein. Die Sigung wird gegen 9 Uhr abgebrochen. Aus Induftrie und Handel. diesen neu borsonders betont, daß der Ausbau des deutschen Wafferstraßenneges, verstanden erklärt erklärt hat. Wohl hat die Klagende der natürlich für ganz Deutschland von sehr vielseitigem und großem Kontoristin einige Zeit getvartet, ehe fie Rugen fein wird, für Sachsen insbesondere zur Verbesserung der geschlagenen Bedingungen des Chefs widersprochen, da sie fich erft Koblenversorgung wünschenswert ist. Wir brauchen wohl nicht erst an anderer Stelle darüber erkundigen wollte. Eine Zustimmung zu sagen, daß auch die Versorgung mit Kohle nicht nur eine An- hat fie aber nicht abgegeben. Das Kaufmannsgericht fam gelegenheit der Großindustrie" ift. Gin Berkehrswert, wie der zur Verurteilung der bellagten Firma. In dem Urteil ist herborbisher leider vergeblich angestrebte Mittellandfanal", würde den ver- gehoben, daß die Behauptung der Beklagten für die Entscheidung schiedensten Industriezweigen, Betrieben aller Größenflaffen, und des Rechtsstreites an sich von Erheblichkeit gewesen wäre, wenn die nicht nur der Industrie, sondern ebenso der Landwirtschaft und über- lagende Kontoristin durch ihren Eid nicht glaubhaft gemacht hätte, haupt der gesamten Bevölkerung zugute kommen Freilich werden daß sie dem Ansinnen des beklagten Chefs nicht zu wir wohl darauf verzichten müssen, den Nugen des Ausbaues der gestimmt hat. Die Verurteilung zur Zahlung des Gehaltes deutschen Wasserstraßen gerade der Korrespondenz des Bundes der von 53,20 m. während der Dauer der Krankheit erfolgte auf Grund Landwirte" begreiflich zu machen." des§ 63 des Handelsgesetzbuches, nach welchem der Prinzipal verpflichtet ist, dem Angestellten Gehalt und Unterhalt auf die Dauer von sechs Wochen zu gewähren, wenn der Angestellte durch unvers schuldetes Unglück an der Leistung der Dienste verhindert ist. Die Krise. Dak der Stahltruft die Hälfte aller seiner Hochöfen stiffgelegt habe, wurde der Frankf. 8tg." aus New York gemeldet. Weiter berichtet das Blatt aus New York: Die Firma Wise Brothers ist in Bahlungsschwierigteiten geraten. Die Verbindlichkeiten betragen 1600 000 Dollar. Dem Sole" zufolge betragen die Paffiven des falliten Banfiers Hummel in Genua sechs Millionen Lire, die Aftiven eine Million Vire. Ueber die Banffirma Stroli Pasquali in Gemona( Proving Udine) murde vom Tribunal der Konkurs verhängt. Die Paffiven betragen angeblich 4 Millionen Lire. Beteiligt sind die Banca d'Italia, die Banca di Udine und ein Bankhaus in Venedig. Nicht absteigen, so lange der Wagen rollt! Die Nichtbeachtung dieser oft wiederholten Mahnung kann, wie nachstehender Fall zeigt, die Schadenersaspflicht der Bahn völlig aufheben. eute Als der Landmann R. am 14. Oftober 1905 in einem Wagen 4. Klasse die Eisenbahnstrecke von Fulda nach Gersfeld fuhr, machte er sich beim Abrufen des Ortes Itenfeld zum Aussteigen fertig. Er hatte einen Queriad auf den Rücken zu nehmen und ichleppie in der rechten Hand einen Handkoffer und einen Snippel, in der linken einen Dreichflegel und eine Senfe. Als er auf die Plattform des Wagens gekommen war, fezte sich der Zug bereits wieder in Bewegung.. iprang aber noch vom Wagen her Die Aktien der Aluminium- Gefellschaft Neuhausen( Schweiz) unter, und half ihm hierbei der Schaffner, Bei dem Absteigen find außerordentlich im Preise gefunden. Die Papiere, die sehr start um ein Malheur zu verhüten. an der Züricher Börse gehandelt werden, wurden vor kurzem noch hatte SV. mit 8754 Frank bezahlt, jetzt gelten fie nur noch 2530 Frank. Der Drehung gemacht jedoch durch den weiterfahrenden Zug oder durch das Fortreißen der Beine erste Kurssturz fand im Oktober statt und stand im Zusammenhange machen müſſen und sich dabei einen Fuß gebrochen. Nach mit dem Kupferkrach, da mit dem Billigerwerden des Kupfers das St. stieg noch jemand ab und der Schaffner sprang wieder auf Aluminium wieder weniger begehrt wurde. Das Aluminium den Wagen. Infolge diefes Unfalles macht. Schadenersatzansprüche Syndikat fette den Preis von über 5 Frank auf 3,50 Frank herab, auf Grund des Reichshaftpflichtgefeges gegen den Eisenbahnfistus die. Aktien fanken aber infolge der internationalen Geldkrise weiter herab. Diese Papiere befinden sich zum großen Teile in den Händen fleiner Leute, die sich zum Teil erst das Geld mit 4 Proz. geborgt baben, um von der Aluminiumaftie 10 Broz. zu erhalten. Die allgemeine Banik zwingt die kleinen Kapitalisten, die Papiere mit uns gebeuren Verlusten loszuschlagen. Die Banfiers faufen sie auf und beben fie so lange auf, bis sie wieder steigen werden. geltend. Das Landgericht Frankfurt a. M. verurteilte den beflagten Eisenbahnfisfus dem Grunde nach zur Hälfte zum Erfaße des ben Kläger entstandenen Schadens. In dem Verhalten des Stlägers fah das Landgericht ein konkurrierendes Verschulden, da das Absteigen im Fahren durch die Bestimmungen der Betriebsordnung verboten fet. Auf die Berufung des beklagten istus wies bas Oberlandesgericht Frankfurt a. M. den Kläger böllig a b. Das OberAus Santiago de Chile wird folgendes berichtet: Infolge des mit seinen Ansprüchen unvorhergesehenen Fallens des Wechselfuries hat sich die finanzielle landesgericht erklärt, daß ein Verschulden des Schaffners nicht vorLage hier ernst gestaltet. Eine Bant hat ihre Geschäfte eingestellt, liege, da diefer beim Aussteigen nur behülflich war, um größeres drei andere haben sich an die Bank von Chile gewandt. Unheil zu verhüten, den Kläger aber nicht zum Aussteigen veranlagt habe. Der§ 254 B. G.-V. fönne zivede Teilung des Schadens nicht Anwendung finden; den Kläger allein treffe das überwiegende Wagen machen dürfen, als er fah, daß sich der Zug wieber in DeVerschulden an dem Unfalle, denn er hätte nicht den Sprung vom Wagen machen dürfen, als er sah, daß sich der Zug wieder in BeDie vom Kläger gegen das oberlandesgerichtliche Urteil ein gelegte Revision wurde bom VI. 8ivilsenat des Reichsgerichts zurüdgewiesen. firma Heinrich Beer ist in Bahlungsftodung geraten und tritt in Wien ist heute mit folgender Meldung vertreten: Die EscompteLiquidation. Die Giroverbindlichkeiten betragen 2%, Millionen Kronen. Durch Reescompte find mehrere Banken beteiligt, die aber vorausfichtlich voll befriedigt werden können. Soziales. wegung befand. Folgen der Ueberlastung der Lehrer. Das Landgericht in Amberg berurteilte den Bollsschullehrer Muß ein Motorradführer eines Hundeangriffs gewärtig sein? Johann Hafner wegen acht zum Teil schwerer Verlegungen an Intereffante Ausführungen gibt das Reichsgericht in einem jüngst feinen Schülern unter Annahme mildernder Umstände zu 70 M. Geldentschiedenen Rechtsstreit des Kaufmanns R. in Wittenberg ftrafe. Er hatte zurückgebliebene Schüler derart an den Ohren gegegen die Witwe F. in Klein- Heubach. Der Kläger fuhr am zogen, daß die Haut aufschlitte und zum Teil innere Blutungen ein11. Januar 1900 auf einem Motorrade von Miltenberg nach traten. Sämtliche Zeugen und Sachverständige fagten aus, der Klingenberg. Vor dem Haufe der Beflagten in Klein- Heubach Lehrer sei durchaus kein roher Charafter ,, im Gegenteil! Er habe sprang der Hund der Beklagten( ein Terrier) auf das Nad zu, das ideale Streben gehabt, den Bauernfindern wirklich etwas zu schnupperte an den Bedalen herum und brachte dann das Rad durch lernen, aber der Umstand, daß er über 100 Kinder in seiner Staffe einen Ansprung zu Falle. Kläger stürzte nach vorn über die Lent hatte, habe ihm viele Hindernisse in den Weg gelegt und habe ihm Die Folgen darans feien diese Ueberstange und zog sich dabei erhebliche Verlegungen zu, für deren Folgen feine Nerven gerrüttet. er von der Beklagten Erfaz verlangt. Die Bellagte bestreitet, daß schreitungen des Büchtigungsrechts. Er sei 20 Jahre Lehrer; die et teen sich der Vorfall in der vom Kläger beschriebenen Art zugetragen Verfehlungen datieren aber erst aus der legten Beit. babe. Sie behauptet vielmehr, daß läger den Hund mit seinem Rade angefahren und somit den Unfall selbst verschuldet habe. Terrier umgestoßen werden kann, so wird er um dieser besonderen Gefahr willen um so größere Vorsicht anwenden und wird um fo weniger fich nur darauf verlassen dürfen, daß allenthalben auf feinem Wege eine ſtrenge Bewachung der Hunde stattfindet. Gelangt mithin der Berufungsi ichter bei nochmaliger Brüfung zu einer Entscheidung über den Anspruch selbst, so wird er über den aus§ 254 B. G. B. Hergeleiteten Einwand unter Beachtung aller dieser Gesichtspunkte anderweit zu befinden haben." Verfammlungen. Das Landgericht wie auch das Oberlandesgericht Bamberg erfannten auf Verurteilung der Beklagten zum Ersage des entstandenen Schadens dem Grunde nach. Gegen dieses Urteil hatte die Bellagte Rebifion beim Reichsgericht eingelegt Angliederung des Bereins der Caféangestellten Berlins an den Berband und zwar mit dem Erfolge, daß das oberlandesgerichtliche Urteil der Gastwirtsgehülfen. aufgehoben und die Sache zur anderweiten Verhandlung und Der Verein der Caféangestellten Berlins hielt gestern nachmittag Entscheidung an das Oberlandesgericht zurückverwiesen wurde. Der eine außerordentliche Generalversammlung ab, in der die Angliede erfennende IV. Zivilsenat des Reichsgerichts erkennt die Ausführungen des Berufungsgerichts, insoweit sie die Tierhalterhaftpflicht nach rung des Vereins an den Verband der Gastwirtsgehülfen beschlossen wurde. Vor Erledigung dieser Angelegenheit hielt Reichstags§ 838 des Bürgerlichen Gesetzbuchs betreffen, als zutreffend an, wendet sich aber gegen die Verneinung des eigenen Verschuldens des abgeordneter Regien, der Vorsigende der Generalfommission Selägers. Und zwar sagen die Urteilsgründe des Reichsgerichts der Gewerkschaften, einen Vortrag über den Wert der Gewerkhierzu unter anderem folgendes: Der Berufungsrichter weist darauf schaft für die Angestellten des Staffeebausgewerbes. Weniger Arbeitskräfte, mehr Gewinn. hin, Stläger habe, da er eine öffentliche Straße benutzte, damit wie Redner zum Schluß seiner interessanten Ausführungen anführte, Bie uns berichtet wird, haben die Arbeiter bei der Allgemeinen rechnen dürfen, daß er auf seiner Fahrt nicht gehindert werde. sei eine wirtschaftliche Machtentfaltung nur durch Vereinigung der Elektrizitäts- Gesellschaft start unter Lohnabzügen zu leiden. Be- Auch das schließt die Anwendung des§ 254 nicht schlechthin Sträfte in einheitlichen starten Organisationen möglich, nicht durch Der Vortrag gründet werden die 6zitge mit schlechten Betriebsergebnissen. Es aus. Angriffe von fleineren Hunden auf Fahrzeuge aller Art die Zersplitterung in viele Vereine und Vereinchen, wie sie jezt noch werde nichts verdient, die Gesellschaft mache schlechte Geschäfte und gehören zu den täglichen Vorkommnissen. Mag nun auch für die bei den Café- und Restaurationsangestellten bestehen. dadurch hervorgerufene Gefahr vorweg der Halter des Hundes gemäß fand lebhaften Beifall. bergleichen Redensarten mehr, bekommen die Arbeiter zu hören.§ 833 a. a. D. aufzukommen haben, so nimmt ein vorsichtiger Sodann wurde über den Anschluß des Vereins an Solche Behauptungen stehen mit den Angaben der Verwaltung an Fahrer, wenn er den Anforderungen der im Verkehr gebotenen den Verband der Gastwirtsgehülfen beraten. Eine die Aktionäre und mit den tatsächlichen Geschäftsergebnissen in Wider- Sorgfalt gerecht wird(§ 276 B. G. B.), gleichwohl darauf Bedacht, Generalversammlung vom 8. August hatte dem Vorstand Auftrag spruch die Arbeiter werden beschwindelt, um sie gefülgig zu machen. fich auch feinerseits gegen diese Gefahr zu schützen. Benugt er aber erteilt, mit der Hauptverwaltung des Gastwirtsgehilfenverbandes Jm letzten Geschäftsjahre ist die Zahl der Beschäftigten gefunden, ein Gefährt, das in voller Fahrt, wie das des Klägers, von einem hierüber zu verhandeln. Die Anschlußbedingungen, über die diese beiden aber der Reingewinn ist größer geworden. Der Ueberschuß aus Körperschaften sich geeinigt hatten, verlas und erläuterte nun das HauptFabrikations- und Verkaufsgeschäft, der im Vorjahre 14 061 618 M. verwaltungsmitglied Ströblinger Punkt für Baukt. Eine eigentliche betrug, stellt sich für das letzte Jahr auf 14 868 175. und dazu Berschmelzung der beiden Organisationen ist infofern nicht beabsichtigt, als der Verband oder Verein der Caféangestellten seine besondere hatte man für 3288 Angestellte Lohn und Gehalt gespart. Nach dem Verwaltung behält, die Caféangestellten auch ihre besonderen BerGeschäftsbericht ergeben sich für die beiden letzten Jahre folgende fammlungen abbalten, nur daß die Hauptverwaltung gemeinsam Refultate: ist und zwar so, daß jene Branche eine ihrer Mitgliederzahl entsprechend starte Vertretung in der Hauptverwaltung hat. Das gemeinsame Organ ist der achttägig erscheinende„ Gastwirtsgehülfe", der allen Witgliedern unentgeltlich geliefert wird. In dem Organ wird den Caféangestellten genügend Raum zur Besprechung ihrer besonderen Angelegenheiten zur Verfügung ge stellt. Die Daner ihrer Mitgliedschaft im Berein wird den Ein eigenartiges Abkommen mit einer Angestellten. Caféangestellten beim Anschluß voll angerechnet, so daß sie dem Wegen Zahlung des Gehalts auf eine nur 15tägige Krankheits- entsprechend teilhaben an den Einrichtungen des Verbandes, an der dauer mußte eine Kontoristin ihren früheren Chef verklagen. Der Kranten und der Reiseunterstügung, sowie an der SterbeunterDie Dividenden- und Gratifikationsempfänger erhalten dem- Sachverhalt war folgender: Der Inhaber der Firma. u.. be- fügung, die nicht wie bisher im Berein, durch Umlageverfahren, schäftigte feit drei Jahren die Kontoristin Sch., die gewohnheits- iondern aus den allgemeinen Verbandsmitteln gebedt wird. Der nach pro Kopf der Angestellten rund 100 Mart mehr und die Armäßig infolge Krankheit monatlich ein bis zwei Tage dem Geschäft Beitrag bleibt derfelbe wie bisher, 40 Bf. wöchentlich. Sobald der beiter werden mit Lohnabzügen beglückt, weil die Papierinhaber fern blieb. Als nun im Mai d. J. die Angestellte auch durch die Anschluß über das ganze Reis erfolgt ist, werden auch in allen anderen nicht genug berdient haben. Krankheit ihrer Mutter aus dem Geschäft blieb, schrieb der Firmen Städten, wo eine genügende Zahl der in den Cafés tätigen Mitinbaber der Angestellten, daß er das bisherige Vertragsverhältnis glieder vorhanden ist, für sie besondere Verwaltungsstellen einnach Ablauf( also nach Ablauf der vierwöchentlichen Kündigungs- gerichtet. Der besondere Arbeitsnachweis der Caféangestellten bleibi Die Besprechung fächsischer Verkehrsverhältnisse hatte in einer zeit der Kontoristin) nicht mehr erneuere und daß er alsdann nur auch bestehen. Die Kollegen, die bisher als Beamte der Organi an welchen fation tätig waren, verbleiben im Amte, um nach wie vor die der lezten Nummern der Sächsischen Industrie" dazu veranlaßt, auch noch für diejenigen Tage Gehalt zahlen werde, in dem auf die Wiederaufnahme des Mittellandfanal Blanes durch die Angestellte Geschäft tätig ist. Mit diefen Intereffen der Caféangestellten wahrzunehmen. Nach einer regen Disfuffion, in der noch verschiedene Aufdie rheinisch- westfälische Großindustrie aufmerksam zu machen. Es brieflichen Mitteilungen soll nach Angabe des Firmeninhabers die a. darauf hinwar hier gefagt und begründet worden, daß auch in der sächsischen Kontoristin stillschweigend einverstanden gewesen sein. Im Auguſt flärungen über die Angelegenheit gegeben, und u. Industrie viel Sympathie für den Plan jener großen Straße des dieses Jahres, und zwar während des vierzehntägigen Urlaubs, gewiesen wurde, daß der Verband der Gastwirtsgehülfen feineswegs Verkehrs fich finden werde. Die damaligen Ausführungen der unterwarf sich die Angestellte einer Operation. Sie bedurfte infolge- eine politische Organisation ist, wurde der Anschluß in " Sächsischen Industrie" find in zahlreichen Tageszeitungen Sachfens deffen noch einer Erholung über die Urlaubszeit hinaus, fo daß fie schriftlicher Abstimmung mit allen abgegebenen und auch außerhalb Sachfens wiedergegeben worden. Dabei haben bis 8. September im Geschäft nicht erscheinen konnte. Auf diese Stimmen gegen eine einzige beschlossen. Unter Vereinsangelegenheiten wurde ein bereits in der vorigen sie sich von einer Seite einen überaus scharfen Angriff zugezogen. Beit( also vom 24. August bis 8. September) verweigert nun der Die torrespondenz des Bundes der Landwirte" wendet sich gegen Firmeninhaber die Gehaltszahlung mit der Motivierung, daß er in Versammlung gefaßter Beschluß von der Generalversammlung be die ebenso unzeitige, wie dreiste Stanalagitation der allzu folge der neu gestellten Bedingungen hierzu nicht verpflichtet fei. ftätigt, wonach wegen der außerordentlich großen Arbeitslosigkeit tanalbegehrlichen Herren von der Großindustrie". Hierzu In der dieser Tage stattgebabten Verhandlung vor dem den Arbeitslosen im Monat Dezember eine Unterstüßung gezahlt bemerkt die Sächsische Industrie":" Wir begnügen uns damit, Berliner Kaufmannsgericht wurde erwiesen. daß wohl werden soll. Die Mittel dazu werden dadurch aufgebracht, daß jedes diefe Worte aus der genannten Korrespondenz wiederzugeben. Der der Angestellten ein solch Schreiben von dem Chef zugegangen war, Mitglied für die Monate November und Dezember je einen außer Angriff richtet sich von selbst. In unseren Ausführungen war be- daß die Angestellte fich biermit jedoch nicht ein- ordentlichen Beitrag von 1 M. leiftet. Reingewinn aus Fabrikationsund Verkaufsgeschäft Ausgefchüttete Dividende, Gra tifikation und Tantieme. Bahl der Angestellten Reingewinn pro Angestellter Dividende usw. " 1905/06 M. 14 061 618 • 11 041 500 33 905 415 326 Landwirtschaft kontra Industrie. " 1906/07 M. 14 868 175 18 000 000 80 667 484 423 Nach§ 254 B. G. B. kann, wenn ein Verschulden des Beschädigten mitgewirkt hat, ihm selbst ganz oder zum Teil die Tragung des Schadens auferlegt werden. Berantwortlicher Redakteur: Sans Weber, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode. Berlin. Drud u. Verlaa: Vorwärts Buchbruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. . 273. 24. 3Jahrgang 3. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Frites, 22. November 1907. Nr. Die russische Revolution. Das hungernde Rußland. Vor der dritten Duma erhebt sich, wie schon vor der zweiten, brohend das Hungergespenst. machte, betrug der Ertrag an Weizen und Roggen in diesem Jahre im ganzen nur 1600 Millionen Pud, d. h. 600 Millionen Bud weniger als durchschnittlich in den letzten fünf Jahren. Und kaum 1906 " 111 637 5 794 478 diesen Trustbildungen gekommen, da man dort den Kartellen als ungefeßlichen Vereinigungen" Schwierigkeiten bereitete. Ansehen stand. Man glaubte an die natürlichen Grenzen" der Produktionsfähigkeit und hatte keine Ahnung von den ungeheuren Umwälzungen in der Produktion, wie sie Ende des 18. Jahrhunderts Nach einer 1905 aufgenommenen Statistit gibt es in Deutsch einsetzten, und von den großartigen Triumphen, welche die technisch- land 385 wirtschaftliche Verbände, Konventionen und Syndikate. wissenschaftliche Revolution des 19. Jahrhunderts feierte. Der Redner beipricht zwei derselben sehr eingehend, nämlich das Mit welchen bescheidenen Mitteln arbeitete man früher, als Rheinisch- Westfälische Kohlensyndikat und die Eisen- und Stahlwerks man schon glaubte, an der Grenze des Möglichen angekommen zu ihndifate. Er erzählte ihre Geschichte, legte ihre Taftik bloß und Trotz der optimistischen Prophezeiungen, die die Regierung sein! Als Triebfräfte in der Produktion hatte man wind, zeigte, wie terroristisch sie verfahren und wie die Händler, die an entgegen den Privatberichten aus den verschiedenen Orten Wasser und die Tiere, die man in den Tienst spannte. Im sich auch große Herren sind, sich unter ihrer Herrschaft beugen müssen. Er erklärte, welche Vorteile aus einer solchen Konzentration era Jahre 1770 baute James Watt seine erste Dampfmaschine. 1840 hatte Preußen 634 Dampfmaschin. mit 12 271 Pferdekräften wachsen und wie ihre Macht weit über die Grenzen des Vaterlandes hinaus reicht. Und dann die Lage der Arbeiter! Die Arbeiterschaft Und dazu tamen noch 15 007" Lokomotiven! Daneben nimmt wird wie in Fesseln gehalten, sogar ihre Freizügigkeit wird durch man jetzt noch andere große Mittel in Anspruch, wie Gas, Benzin, die sogenannten Abkehricheine und allerlei„ Wohlfahrtseinrichtungen" Petroleum und Wafferkraft, die in elektrische Energie umgewandelt aufgehoben. Billige Arbeiter werden massenhaft herangezogen, und wird. Was ferne Gegenden den Menschen boten, wurde uns dabei können diese Großen nur bestehen, wenn sie große Abiazgebiete näher gebracht; wir konnten die Schäße fremder Länder uns zu haben. Sie ziehen Polen, Galizier, Italiener ins Land, die eigen machen durch eine Umwandlung der Transportmittel( Dampf- recht bedürfnislos sind, und benten ihre eigenen Arbeiter schiffe. Eisenbahnen) und der Verkehrwege. Am 7. Oktober 1807 aus durch lange Arbeitszeit, niedrige Löhne und preisen die Ent fuhr Fultons Campfer von New York nach Albany, und 1836 behrung als Tugend an, während sie beiorgt nach neuen Gerade die technisch hochwar der erste Schraubendampfer für die Seefahrt fertig. 1814 baute Märkten Ausschau halten. 1825 gelang es, entwidelte Industrie hat ein großes Absatzgebiet am George Stephenson seine Lokomotive. Eisenbahnschienen zu walzen. Das Eisen- und Stahlmaterial für notwendigsten und gerade sie zerstört den heimischen den Bahnbetrieb wurde durch neuere Erfindungen, wie Beffemer- Markt durch Verschärfung der Ausbeutung. eisen und Martinsstahl und anderes verbessert. Das Eisenbahnwesen Kulturell ist die Organisation der Produktion und Distribution, gewann eine ungeheure Ausdehnung. 1830 gab es nur 332 Kilometer wie sie durch die Syndikate vor sich geht, ein eminenter ort. Eisenbahnen auf der Erde. ichritt, denn mit der Zerstörung der Grundlagen der kapitalistischen Die Gesamtlänge der Eisenbahnen auf der Erde betrug im Produktion werden dem Sozialismus die Wege geebnet. Die Umwandlung des Handwerks in die Manufaktur war der erste Schritt in die kapitalistische Gesellschaft. In der in Kartellen und Trusts organifierten kapitalistischen Produktion ist der Kapitalist zuur Parafiten geworden. Je mehr er in voller Nacktheit erscheint, desto schneller wird er unmöglich werden. Die Expropriation der Expropriateure wird unabänderlich vor sich gehen. Die Geschichte fennt fein Zurück. Vorwärts auf dieser Bahn liegt die Geburt der sozialistischen Gesellschaft. war das Getreide eingebracht, fingen die Preise an, ungeheuer zu wachsen. Welche Schärfe die Lage bereits an einigen Orten angenommen hat, läßt sich z. B. daraus ersehen, daß in Jelisawetgrad infolge der enormen Preissteigerung, die die Arbeiter mit Hungersnot bedrohte, eine bedeutende Streitbewegung entstand. Auf dem selben Boden brach auch in Alegandrowsk( Goub. Jekaterinoslaw) Streit aus, da es die unglaublich hohe Teuerung, wie die streikenden Arbeiter fagten, unmöglich macht, mit ihrem Gelde auszukommen. Aus dem Gouvernement Cherson wird berichtet, daß die Brotpreise eine so hohe Steigerung erlitten haben, daß„ die Leute zu Hunderten und Tausenden geradezu jammern". In einigen Gegenden, 3. B. im Gouvernement Minsk, wo die Menschen gezwungen sind, infolge gänzlichen Brotmangels ein fast ungenießbares Gemisch aus Mehl und Spreu als Nahrung zu verwenden, treten typhusartige Krankheiten auf. Typhus und Storbut sind ja die gewöhnlichen Begleiterscheinungen der Hungersnot in Rußland. Jahre 1860. 1880 1890 1905. . 106 886 Kilometer 867 235 617 285 • 905 695 Noch schnellere Sprünge in der Vorwärtsentwidelung machte der Verkehr. Sehr wichtig wurde die Ausbildung der Schiffahrt. Der Dampfer verdrängte das Segelschiff, wie folgende Uebersicht über deutsche Schiffe veranschaulicht: Segelschiffe- Tonnengehalt Dampfer- Netto- Tonnengehalt 1871: 4872 1906: 2299 900 361 471 836 147 1762 81 994 1915 475 ersetzten den Botendienst. Das Postwesen entwickelte sich in un So ging es auf der ganzen Linie. Telegraphen und Telephone geahnter Weise. Der Bankverkehr nahm neue und ungeheure Dimensionen an; die Umsätze der Reichsbank betrugen im Jahre 1876 36 684 830 600 M. und 1905 251 267 053 300 m. So schloß der Redner den ersten Teil seines Vortrages unter dem lebhaften Beifall der Hörer. Im zweiten Teil wies er noch einmal auf die Bedeutung von Karl Marg hin, der für seine Arbeiten englisches Material benutzte, und hob hervor, daß Nordamerika und Deutschland England heute schon übernoch 1867: England zeige die Zukunft der anderen flügelt haben, was selbst Marg nicht vermutete, denn er schrieb Länder. Die genannten beiden Länder haben England hinter sich gelaffen in der Entwickelung der Eisenproduktion, in der chemischen Industrie, in der elektrischen Industrie und selbst im Schiffsbau. Die Konzentration des Kapitals ist größer noch im Bergbau, in der Eisenfabrikation und in der Kartellbildung überhaupt. Man könnte heute den Die Getreidekrisis hat bereits so drohende Dimensionen angenommen, daß es sogar die Regierung für notwendig hielt, cine besondere Konferenz zur Bestimmung der Getreidepreise einzuberufen, die in diesen Tagen ihre Tätigkeit begonnen hat. Da nun die Hungersnot in Rußland ein offenes Geheimnis ist, mußte die Regierung, anstatt ihre gewohnte Schönfärberei vorzubringen, von unerfüllten Hoffnungen sprechen! Bei Gröffnung der Konferenz gestand der Handels- und Industrieminister Filofofoff ohne Umschweife zu, daß die Hoffnungen auf eine befriedigende Ernte sich nicht erfüllt haben", daß die Ernte nicht nur nicht über-, sondern sogar untermittelmäßig ist". Und was die jetzigen Weizenund Roggenpreise betrifft, so fommen sie nach dem Zugeständnis des Ministers denen des Hungerjahres 1891 nahe, ja auf einigen Märkten( wie Odessa, Nikolajew, Noworossijst) übertreffen die momentanen Getreidepreise noch die des Jahres 1891".... Das ist die Lage der Dinge nicht nur an einzelnen Orten, Neue Industrien blühten auf. 1747 entdeckte Marggraf den Zucker fondern fast in allen wichtigeren Getreiderayons Nußlands. Der in der Runkelrübe und 1801 entstand in Niederschlesien die erste Süden, Südwesten, Nordwesten, Norden und der Kaukasus machen Rübenzuckerfabrik. 1905 wurden in Deutschland in 376 Fabriken theoretischen Teil des„ Kapital" von Marg mit denselben oder eine äußerst scharfe Getreidekrisis durch. 24 007 710 Doppelzentner Rübenzuder hergestellt. Papierfabriken besseren Beispielen aus Deutschland oder Amerita illustrieren, entstanden, die aus Holz Papier bereiteten. In der Land- als Marr aus der englischen Industrie damals Beispiele entnommen wirtschaft begann ebenfalls eine große Umwälzung durch die An- hat. Der Redner betonte zum Schluß, daß derjenige, der sich mit wendung der Wissenschaft Landbau. Glaubte man der Nationalökonomie beschäftigen will, eifriges und eingehendes früher, δαβ der Bauer bollständig abhängig bon der Studium treiben muß. Er empfahl, mit einer Reihe von populären Natur fei, fo erzielte man jezt staunenswerte Resultate Schriften zu beginnen, wie z. B. Fischers Margiche Werttheorie", durch Anwendung der Chemie in der Agrifultur und durch sorg- Kautskys" Mary' ökonomische Lehren". Lassalles Bastiat- Schulze" Petersburg, 21. November. Die Sigung wurde um 2 Uhr nachfältige Zuchtwahl in der Viehzucht sowie durch Einstellung von und sich dann erst an die Werke von Karl Marg selbst zu wagen. Nachdem der Vortragende geendet, nahm Genosse Ernst das mittags eröffnet; die Duma schritt zu Wahlprüfungen und bestätigte Maschinen beim Bestellen des Ackers und beim Ernten. Der Dampfalsdann über 300 Mandate. pflug wurde benutzt; die Säemaschine brauchte die Hälfte der Ans- Wort zu einer Ansprache an die Versammelten, denen er An saat, Mähe und Dreschmaschinen taten Wunder in der Arbeit. 1856 erkennung zollte für das große Interesse und die Aufmerksamkeit, entdeckte man die Anilinfarben und erkannte bald ihre Wichtigkeit. mit der sie den ausgezeichneten und belehrenden Vorträgen folgten. In der Industrie fand die Maschine eine außerordentlich vielseitige für jeden gelte es nun, den gegebenen Anregungen nachzugehen und Anwendung. Die Werkzeugmaschine war wichtig; in der Holz-, sich weiter zu bilden, um immer mehr befähigt zu sein, weitere Textil und Eisenindustrie wurde die Produktion eine veränderte Auftlärung au berbreiten nach dem Wahlspruch unseres alten Wenn jeder Parteigenosse sich bedurch die Maschine. Welche Bedeutung erlangte allein die Näh- Liebknecht: Wissen ist Macht. maschine! müht, ein tüchtiger Agitator zu werden, der es versteht, eine rege Werbekraft für die Partei zu entfalten, dann werden wir auch mit Macht vorwärts schreiten, dem endlichen Siege entgegen. einem dreifachen Hoch auf die Sozialdemokratie wurde die Verfammlung geschlossen. Es tritt nun die überaus wichtige Verpflegungsfrage auf, die nicht nur für das Dorf, sondern auch für die Stadt von ungeheurer Bedeutung ist und die weder von dieser bureaukratischen Regierung, noch von dieser Herrenduma gelöst werden kann. Duma. Die Reaktion gegen Wissenschaft und Volkswohl. Der Rusi. Korrefp." wird aus Petersburg geschrieben: Bei den diesjährigen Dumawahlen ist der bekannte Geologe und Brofeffor des Berginstituts zu Petersburg, Lutugin, vom linken Blod als Standidat aufgestellt worden. Am darauffolgenden Tage wurde Lutugin von seinem Lehramte verabschiedet. Lutugin ist auf seinem Gebiete nicht nur einer der ersten Spezialisten in Rußland, sondern auch in Europa und Amerika. Wie sich seine Stollegen in Rußland zu feiner plöglichen Verabschiedung verhalten, erhellt am besten aus folgender Erklärung des Direktors des geologischen Institutes, Tschernischew: „ Ich wurde vom Handelsminister vorgeladen, der an mich in fategorischer Form die Forderung richtete, Professor Lutugin zu verabschieden. Als Grund gab der Handelsminister an, daß Lutugin vom linken Blod als kandidat aufgestellt wurde. Personen, welche eine Staatsstelle einnehmen, dürften einer unlegalisierten Partei nicht angehören. Lutugin habe diese Verfügung verlegt und müsse deswegen aus dem Amte verabschiedet werden. Ich wies den Handelsminister darauf hin, daß mit der Verabschiedung von Luingin das geologische Komitee in eine außerordentlich schwierige Lage versetzt werden wird. Das Komitee besteht im ganzen aus 23 Geologen, welche mit Arbeit überhäuft sind. Lutugin war mit einer wichtigen und verantwortlichen Arbeit betraut, an welcher er fast zehn Jahre beschäftigt ist, einer Arbeit über die Erforschung des Don- Bassins und mit der Zusammenstellung der geologischen Karten dieses Bassins. Die gesamte Industrie Rußlands erwartet mit Ungeduld die Herausgabe dieser Starte. Jm vorigen Jahre wurde sogar vom Staatsrate auf die Beschleunigung dieser Arbeiten hingewiesen. Diese Karte ist nicht nur von großem Interesse für Rußland, sondern auch für Europa und Amerika. Mit der Verabschiedung von Lutugin, der all diese Arbeiten leitet, werden wir in eine außerordentlich schwierige Lage tommen; diese Arbeiten einer anderen Berson anzubertrauen, ist fast unmöglich. Ich glaube, daß die Verabschiedung von Lutugin einen Protest seitens der Industriellen hervorrufen wird." im " Witterungsübersicht vom 21. November 1907. Barometer. Sminembe 7750 Better 5°.=' R Stationen Barometer. fland mm 2 bedeckt-2 Haparanda 775 S Bind. Винф Bindstärke Better Mit Temp. n. Ueberall Umwälzung, überall erstaunliche Neuerungen und eine Produktivität der Arbeit, daß die Theorie von Malthus geradezu auf den Kopf gestellt wurde. Nicht mehr einen Mangel an Produften fürchtete man, sondern eine Ueber füllung des Marktes! Wohin mit diesem neuen Reichtum? Und nun begann die Jagd nach Absatzgebieten, nach neuen Märkten, denn die Ueberfüllung brachte Krisen in der Produktion. Man führte Kolonialfriege, um nene Märkte zu gewinnen und man sah nicht, daß man ganz verfehrte Wege einschlug. Jeden Neger Staflenen wollte man befleiden und ließ den Arbeiter daheim in Lumpen einhergehen. Immer billiger follte der Arbeiter tätig sein, immer mehr drüdte man auf den Arbeitslohn und zerstörte da durch den heimischen Absaßmarkt. Jede Lohnerhöhung schafft einen außerordentlich aufnahmefähigen Markt, aber man tämpft pamburg 774 DSD 3 bedeckt-2 Petersburg 784 50 erbittert darum, die Löhne zu drücken und billige Arbeiter einzuführen. Franks.a M 771 SD 4 bedeckt 0 Aberdeen Jede 10 Pf. Tagelohn bedeuten in Deutschland 457 Millionen Mark München 7710 4 Nebel-2 Baris jährlich. Unsere gesamte Ausfuhr beträgt 6 359 000 000 m. Die Bien 771 D 1 Nebel gewerblichen Arbeiter erhielten 1906 als Lohn 7647,4 Millionen Mark; Wetter Prognose für Freitag, den 22. November 1907. die Löhne der 11 189 071 landwirtschaftlichen und der nicht gegen Biemlich trübe, nebelig und kalt bei mäßigen östlichen Winden; bis. Unfall versicherten Arbeiter sind dabei nicht angegeben. Würde der weilen Schncefloden. Lohn der Arbeiter um 50 Proz. steigen, dann würde der deutsche Berliner Betterbureau Warft für mehr als 5 Milliarden Mark Waren aufnehmen können. Für den Kapitalisten wäre dabei noch sehr wichtig die schnelle Umschlagszeit( von Ware in Geld) auf dem heimischen Markt, denn der schnelle Umschlag erhöht auch dann den Profit, wenn er am einzelnen Stück geringer ist. Berlin 774 50 1 bedeckt-2 Scilly 6 bedeckt 2 3 bedeckt 772 ND 768S 771 DRO 3 balb bd. 9 1 Dunst 2 2 halb bd. 1 Wafferstands- Nachrichten der Landesanstalt für Gewässerfunde, mitgeteilt vom Berliner Wetterbureau. Wasserstand Memel, Tilfit Bregel, Insterburg--16) weichsel, Thorn Oder, Ratibor Stroffen Frankfurt Barthe, Schrimm Landsberg neze, Bordamm Ibe, Leitmerig Die großen technischen Umwälzungen brachten den fleinen Ges werbetreibenden vielfach den Ruin. denn nur der Großbetrieb war imstande, die Fortschritte der Technik und Wissenschaft für die Diese Worte des Direktors des geologischen Institute haben Produktion auszunüßen. Redner schildert die Gründerperiode von aber feine günstigen Resultate erzielen fönnen. Lutugin ist ver- 1871-80, die durch den Milliardenfegen aus Frankreich begünstigt abschiedet worden. Was schert den russischen Handelsminister Wissenschaft wurde und in der massenhaft die Aktiengesellschaften entund Industrie, als deren Förderer er offiziell gilt, wenn es sich um standen. Das große Kapital machte sich überall daran, das fleinere eine linte Kandidatur für die Herrenduma handelt?- Rußland ist aufzusaugen und ging gleichgültig über den Verzweiflungsjetzt wieder in das alte Plehweiche Stadium eingetreten, als wegen lampf der Kleinunternehmer hinweg. Bor 1870 gab es 224 Aftiender sogenannten Staatsidee alle Gelehrteninftitutionen von den gesellschaften in Preußen. Von 1871 bis 1880 tamen 407 hinzu, besten Sträften gefäubert wurden. Dasselbe Spiel wiederholt sich dann stieg die Gesamtzahl bis zum Jahre 1905 auf 2584 Attien jekt tagtäglich in den Hoch- und Mittelschulen, wo die besten Lehrer gesellschaften mit einem Stapital von 8898,05 Millionen Mark. Durd) wegen politischer Unzuverlässigkeit entfernt werden. Hierbei genügt diese neue Form wurde ein im Aftiengesellschaft oft eine Denunziation der Stügen des Thrones, der Mitglieder des personelles Rapital geschaffen. Der Kapitalist hatte Verbandes des russischen Boltes. nichts mehr an der Produktionsstätte zu tun; er steht dem Unternehmen fern. Der kleine Handwerksmeister wird zurück- treiben. gedrängt, der kleine Fabrikant wird zum Verkäufer der Waren der großen Werke, der alte Mittelstand wird erletzt durch einen„ neuen", dazu gehören die technischen Leiter und Ingenieure, die Kaufleute und die Werkmeister, aber sie sind keinen Augenblick sicher, ins Proletariat gestoßen zu werden. Das Bank- und Leihtapital spielt jetzt die Hauptrolle. Die Vorträge über Tationalökonomie. Dresden Barby Magdeburg Bafferstand Rathenow³) Beeskow Weser, Münden Minden Rhein, Marimiliansau Raub T121BO am feit 20.11. 19.11. am feit 20.11. 19.11. cm cm) cm cm³) 1003)-12 Saale, Grochlik 71-11 0 Havel, Spandau 2) 78 7 265) 78 4 108 - 1 2 Spree, Spremberg) 91+ 109 40 118 132 89+ <-16 28 20 -54 87 Köln 78 -158+7 60 0 78+ Nedar, Heilbronn Main, Wertheim Mosel, Trier Fall. 2) Unterpegel.) mäßiges Els schwaches Grundelstreiben. 16 98 1)+ bedeutet Wuchs, 4) Grundeistreiben. 13237476 Briefkaften der Redaktion. F Mit dem letzten Montagabend fanden die Vorträge in den Die furiftifche Sprechstunde findet Lindenstraße Nr. 3, swelter Germaniasä en ihren Abschluß. Der Besuch war an allen Abenden Sof, dritter Eingang, vier Treppen, ein sehr befriedigender und legte davon Zeugnis ab, wie Genosse Die freie Stonturrenz" galt als Grundlage der fapitalistischen wochentäglich von 7 bis 9% Uhr abends statt. Geöffnet 711br. Ernst als Vorsitzender hervorhob, daß der Diang nach Aufklärung, Broduktion; es galt alle Schranken hinwegzuräumen, aber das freie Sonnabends beginnt die Sprechstunde um 6 Ubr. Jeder, Anfrage ist ein das Verlangen nach den Schäßen des Wissens in der Arbeiterklasse Spiel der Sträfte führte schließlich zur Selbst vernichtung. Buchstabe und eine Zahl als werkzeichen beizufügen. Briefliche Antwort lebendig ist. Dies sei umsomehr zu würdigen, so erklärte er, als Dian lämpfte gegen alle Kleinbetriebe an. Die Großindustriellen wird nicht erteilt. Eilige Fragen trage man in der Sprechstunde vor. Mangel an Vorbildung, die Sprödigkeit des Stoffes und die vorher tamen zu bestimmten Abmachungen. Einen Stoß in dieser Richtung auch mündlich vereinbart ist. Sehen Sie übrigens Ihren Bertrag noch P. H. O. 3. Der auf zwei Jahre lautende Vertrag gilt, da diese Zeit gegangene Tagesarbeit dem Arbeiter noch Schwierigkeiten besonderer gab das Unfallversicherungsgesetz 1884, welches die Industriellen zur daraufhin ein, ob er ohne weiteres abläuft, oder ob nicht eine besondere Art in den Weg legen. Bildung von Berufsgenoffenichaften zwang und Zusammenfünfte ständigung erforderlich ist. H. B. 100. Nein. P. R. 100. Sie Genoffe Moltenbuhr behandelte als Thema des sechsten veranlaßte, die zu wirtschaftlichen Verbänden drängten. Kartell- müßten sich von dem Magistrat Ihres Wohnortes bescheinigen lassen, daß Vortragsabends: Die Widersprüche in der tapita gemeindungen entstanden. Man unterscheidet Konventionen, Sie zur Tragung der Soften unvermögend find, und dann bei dem Landlistischen Gesellschaft." Kartelle oder Syndikate und Trusts. Bei den Stonventionen gericht das Armenrecht beantragen. B. 2. 21. Für die Klage wäre Der Redner erinnerte an die Theorie von Malthus, der ge- handelt es sich um Festießung bestimmter Preise für die Produkte das Gewerbegericht zuständig. Dieselbe fönnte auch sofort eingereicht werden, lehrt hatte, daß die Erde überhaupt nicht genügend Subsistenzmittel und die Menge der Produktion. Bei den Kartellen besteht überhaupt wir halten die Stlage aber für aussichtslos, da nach Ihrer Darstellung ein 2. 23. 2. 1. Ja. 2. Ja, aber Ihre hervorbringen könnte, um die wachsende Bevölkerung zu ernähren. Nach nur eine Verkaufsstelle für die hergestellten oder geförderten Waren diefem Dekonomen wäre die Not eine ganz natürliche Erscheinung, und feste Bestimmungen werden getroffen über die Menge der vorangegangene Acußerung macht den Ausgang der Klage fehr zweifelhaft, 3. Bis zum 31. März. 4. Die Aufforderung ist zweckmäßig, aber nicht die dazu zwingt, den Konium einzuschränken und die Fort Förderung. Bei den Trusts hört jede eigene Herrschaft des Einzel- erforderlich. 5. Die Klage würden Sie möglichit bald beim Amtsgericht pflanzung zu vermindern. Die Hinderung der Vermehrung der wertes über die Produktion überhaupt auf. Der Trust bestimmt, er einzureichen haben, in dessen Bezirk der Chef wohnt. N. N. Nein. Menschen wurde als Tugend gepriesen zur Beit, as Malthus im führt das Geschäft. Es war in den Vereinigten Staaten zuerst zu 5. K. 100. In der Regel blandet das Berliner Amtsgericht in ſolchen fester Bertrag nicht vorlag. Fällen den 80 M. Monatslohn überschießenden Teil.- A. G. 80. 1. und 2. Nein. .. Sie würden mit Aussicht auf Erfolg den Chef auf Gebalt bis zum 1. Oftober beim Kaufmannsgericht verflagen können. 17 M. S. Dafür gibt es leider keinen Rat. Marta 100. 1. Das wird nicht möglich sein. 2. Ja. Es sei denn, die Frau hat gerechtfertigte Gründe gegen die Erziehung durch den Mann anzuführen und macht diese mit Erfolg beim Vormundschaftsgericht geltend. H. A. 37. 1. Mit Zu- das Gericht Handelt es sich um eine Straffache, fo müßten Sie Ent Stimmung der Mutter ja. 2. Ja: eine Einigung bedarf der Zustimmung bindung vom Erscheinen im Zermin beantragen. 20. 1. und 2. Nein. des Vormundes und der Genehmigung des Vormundschaftsgerichts. 8. 2. 59. Die Witwe sowie der Sohn hasten für die Schulden des B. R. 11. Benden Sie sich an die Stiftungsdeputation, Poststraße 16. Verstorbenen foweit, als sie Erben gelvorden sind. Db und was in Ihrem D. S. 29. Handelt es sich um eine Zivillache, so tönnen Sie sich im Falle etwa noch zu tun ist, läßt sich ohne genaue Stenntnis des Sachver Termin vertreten laffen. Ueber die Glaubwürdigkeit der Zeugen entscheidet balts nichts barlegen. Vormund 32. 1. Retnesipegs. 2. Etwa 25 M. Freitag, den 22. November: 21.( 1.) Abendabteilung, 8 Uhr, Hans Heiling. 24.( 4.) 81/4 Bartel Taraser. Freie Volksbühne. Heute 99 " 99 99 チラ 39 Sonnabend, 23. November Winterfest. Heiterer Konzertabend. Brauerei Friedrichshain: Festmarken und Gastkarten in allen Zahlstellen. 227/1 Für den Inhalt der Zuferate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber feinerlei Berantwortung. Theater. Freitag, 22. November. Anfang 7 Uhr. Kgl. Opernhaus. Das Rheingold. ( Anfang 8 Uhr.) Kgl. Schauspielhaus. Die Rabenfteinerin. Mencs tgl. Operutheater. Sappho. Deutiches. Was ihr wollt. Stammerspiele. Marquis von Steith.( Anjang 8 Uhr.) Anfang 8 Uhr. Leffing. Bom anderen Ufer. Berliner. Die Jungfrau von Dr. leans. Theater an der Spree. Am grünen Weg. Neues Schauspielhaus. Die große Gemeinde. @chiner 0.( affner- beater.) Götz von Berlichingen. Schiller Charlottenburg. Reiterattade. Friedrich Wilhelmstädt. Schaus spielhaus. Siemhilds Rache. Neues. Das Ungeheuer. Kleines. Ein idealer Gatte. Zentral. Frau Warrens Gewerbe. Lorking. Hans Heiling. Mesidenz. Ganz der Papa. Komische Oper. Tiefland. Westen. Die lustige Witwe. guinwielbans. Husarenfieber. Trianon. Fräulein Jojette- meine Frau. Thalia. Die gelbe Gefahr. Lutjen. Bartel Zuraser. Bernhard Soie. Spree- Athener. Wietropol. Das muß man seh'n. Apollo. Sylvester Schäffer. Spezialitäten. Walhalla. Spezialitäten. Folies Caprice. Getellte Liebe. Kasino. Bieberleute. Gebr. Herrnfeld. Madame BigBag. Es lebe das Nachtleben. Bajiage. Baula Wirth. Spezialt täten. Prater. Schuldbeladen., Balast. Bellermanns Brautschau. Spezialitäten. Parodie. Monna Banna. Sapfenstreich. Der Troubadour. An fang 8 Uhr. Wintergarien. Spezialitäten. Carl Haverland. Spezialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Urania. Zaubeniraje( x/ 49. Abends 8 Uhr: Ueber den Brenner nach Benedig. Hörsaal 8 Uhr: Dr. C. Thefing: Theorien der Bererbung. Sternwarte. Invalidenin 57/62. Bur Beobachtung: Mars, Saturn, Doppelsterne, Rebelflede. Ferdinand Bonns Berliner Theater. Anfang 8 Uhr. Die Jungfrau von Orleans. Sounab.: Die tautzenden Männchen. Sonntag: Die Börse.. Montag: Andalosia. Neues Theater. Freitag und Sonnabend: Das Ungeheuer. Anfang 8 Uhr. Sonntag zum ersten Male: Die Agrarier. Kleines Theater. Abends 8 Uhr zum 226. Male: Ein idealer Gatte. Sonnabend: Die Getreuen.( Sorma.) Sonntag 8 Uhr: Die Getreuen. ( Agnes Sorma.) Montag: Ein Puppenheim( Nora). Friedrich- Wilhelmstädtisches Schauspielhaus. Kriemhilds Rache. Anjang 8 Uhr. Sonnabend: Winterschlaf. Sonntag: Striemhilds Nache. Lortzing Theater. Anfang 8 uyr. Undine. Sonnabend, Sonntag: Rigoletto. Montag: Die lustigen Weiber von Windsor. Dienstag: Der Troubadour. Lustspielhaus. Abends 8 Uhr: Husarenfleber. Bolfstümliche Preise. Morgen: Ontel Bernice. Theater an der Sprea Röpenterstraße 68. Täglich 8 Uhr: Am grünen Weg. Ein Stüd heiteres Berlin von H. Lee. Schiller- Theater. Schiller- Theater 0.( Wallner- Theater). Freitag, abends 8 Ubr: Götz von Berlichingen. Echauspiel in fünf Auszügen von Johann Wolfgang v. Goethe. Sonnabend, abends 8 Uhr: Die Schmuggler. Sonntag, abends 8 Uhr: Rosmersholm. Schiller- Theater Charlottenburg. Freitag, abends 8 br: Reiterattacke. Schwant in 3 Aufz. von Stobiger und Frizz Friedmann- Frederich. Sonnabend, abends 8 Uhr: Gebildete Menschen. Sonntag, abends 8 U br: Die Hermannschlacht. Schiller- Saal( Schiller- Theater) Charlottenburg Freitag 9 Uhr: Vortrag Dr. Georg Münzer: Johannes Brahms. Erläutert durch Instrumentalmufit und Gesang. Achter Vortrag vom Byllus: Komponisten der Neuzeit. Sonntag 8 Uhr: Theodor Fontane- Abend. Gesang- Verein Kreuzberger Harmonie. M. d. A.-S.-B. Dirigent: Fr. Reinhardt. Sonntag, den 24. November 1907 ( Toten- Sonntag) 999 Konzert e in der. Brauerei Friedrichshain( früher Lipps) am Königstor. Mitwirkende:. Konzertsängerin Frau Hertha Geipelt, Berliner Sinfonie- Orchester( 40 Musiker), Dirigent: Kapellmeister Maximilian Fischer. Programm im Vorverkauf 50 Pfennig bei den Mitgliedern zu haben. Anfang präzise 7 Uhr. Eröffnung 6 Uhr. Saison. Zirkus Schumann Zirkus Busch Heute, Freitag, den 22. November, abends präzise 7 Uhr: Große außerordentl. Vorstellung, B ganz exquisites Programm und Berlins größte Sensation fliegende 2 Damen Banvards 4 Herren Sämtliche Spezialitäten und Chester H. Dieck, der ausgezeichnete Tric- Cyclist. Um 9% Uhr: Dr Die diesjährige große Bafferpantomime. Ein Fest Eine Fortseßung der ,, Lustigen Heidelberger": Auf dem Neckar Luisen- Theater. Neichenbergerstr. 34. Abends 8 Uhr: Bartel Curafer. Abends: Am Lage des Gerichts. Sonnabend 4 Uhr: Klein- Däunling. Sonntag nachm.: Geschlossen. Abends: Freitag, 22. Novbr., abds. 7% Uhr: to Kom, Gala- Abend! Mons Gust. Harria, Kraftjonglour Orig. japan Fechifinfil. Ono u. Ota. welchio. Amatore Eftelle Preval Schulreiterin. Hr. Crust Schumann, Neudreffuren. Clowns Cavallini als Stierfämpfer. Clown Thaler, François und Magrini. m10 br Auf der Hallig. Diesj. gr.Ausst.- Pant. d.Birt. Bulch. Das Die Wunder der Tiefsee. Geheimnis d. tauchenden Sirenen. Sonntag, 24. November 1907.: 2 Große Gala- Vorstellungen 2 Residenz- Theater. Direktion: Richard Alexander. Anfang 8 Ubr. Ganz der Papa. Schwant in 3 Aften bon Mars und Desvailllères. Deutsch v. M. Schönau. Baron des Aubrais: Rich. Alexander. Sonntag 8 Uhr( Totensonntag): Einmalige Aufführung von Odette. Während des Umbaues Eingang neben dem Bauzaun links Verkauf mit ca. meiner ParterreRäume 40% Preisermäßigung nur in der I. Etage. Teppich- Haus B. HURWITZ Rotes Schloß, an der Stechbahn 1/2. Urania. Wissenschaftliches Theater. Abends 8 Uhr: Ueber den Brenner nach Venedig. Hörsaal& Uhr: Dr. C. Thesing: Theorien der Vererbung. Invalidenstr. 57-62: Sternwarte. Zur Beobachtung: Mars. Saturn, Doppelsterne, Nebelflecke. Theater des Westens. Abends 8 lbr VOTE Die lustige Witwe. Zentral- Theater. Gastspiel des Hebbel- Theaters. Abends 8 Uhr: Frau Warrens Gewerbe. Drama in 4 Aften von Shaw. Rixdorfer Theater WINTERGARTEN POllo Anfang 8 Uhr. Theater Ab 8 Uhr: Das vornehme Novbr.- Progr. 9% Uhr: Neues glänzendes Sylvester Schäffer jr. Programm. 00 08300 Neu, interessant, aktuell: m der berühmte Universalkünstler. Sonntag, 24. Novemb( Totensonntag): Das vollständige Programm mit Sylvester Schäffer jr. Sonntag, 1. Dezemb., nachm. 3, Uhr: Erste Familien- Vorstellung. Diabolospieler. Passage- Theater. Bürgeriate, Bergabe Str. 147. Metropol- Theater Paula Wirth Bergstraße den 27. November: Kraft. Schauspiel in 4 Aften von Jul. Türk. Anfang 8 Uhr. PARODIE- THEATER Dresdenerstraße No. 97. Anfang 8%, Uhr. Das Ungeheuer. DERNHARD ROSE THEATED Römisches Stamarilla Schaufp. m. Gef, Sr. Frankfurterstr. 132 Spree- Athener. Anfang 8 Uhr. Bochentagspreise. Sonnabend: Bremiere: Ein ehr Borher: Zapfeuftreich. Bum Schluß: Monna Vanna. Preise: 3 M., 2 M., 1,50 M., 1., 50 Pf. Trianon- Theater. Anfang 8 Uhr. Sonntag 8 Uhr: Das Ende der Liebe. Josette meine Frau Der Leiermann und ſein Pflegefind. licher Weakler. 4 Uhr: Stindervor. Gräulein bieten Montag: am Tage des Gerichts. Theater an der Spree. Köpenickerstraße 68. stellung: Sneewittchen. Oeffentliche Erklärung! Anfang präzise 8 Uhr. Das muß man seh'n!! Gr. Revue in 4 Akten( 12 Bildern) Hollaender. In Szene gesetzt von Direktor Richard Schultz. von J. Freund. Musik von Viktor Totensonntag, den 24. November: Ensemble- Gastspiel des Einmaliges und das glänzende November- Programm Palast- Theater Burgstraße 24. Heute 8 Uhr. Entree 20 Pf. Lessing- Theaters: Neuer Spielplan! Die Stützen der Gesellschaft. Wallini n. Maja, indische Gauller. Les 3 Sanowas, Equilibristen. Zirkus bon Mr. Herwood. Theater an der Spree. Bellermanus Brautsehau Köpenickerstraße 68. Nachdem zwei von mir an den beiden letzten Sonntagnachmittagen für die Berliner Arbeiterschaft veranstaltete Sondervorstellungen zu billigen Einheitspreisen einen ganz überraschenden Erfolg hatten, habe ich mich entschlossen, mit dem bisher im Berliner Theaterleben üblichen Prinzip, nach dem die guten Plätze stets nur den besitzenden Klassen zugänglich waren, offiziell zu brechen. Ich werde von jetzt ab von jedem neuen Stück, das an meinem Theater in Szene geht, eine Anzahl ,, Sondervorstellungen für die Berliner Arbeiterschaft" zu einem wesentlich ermißigten Preise veranstalten. Hierbei wird der Grundsatz der völligen Gleichheit streng durchgeführt und der Einheitspreis von 1,30 M. für alle Plätze( ohne jede Ausnahme) in Anwendung gebracht! Ich mache sofort den Beginn mit den nächsten drei Vorstellungen: Donnerstag, den 21. November Freitag, Sonnabend, 22. " 29 23. 99 " Täglich 8 Uhr: ,, Am grünen Weg" Ein Stück heiteres Berlin in 4 Akten von H. Lee. Hauptrollen: Josefine Dora und Heinz Gordon. Billetts zu dem oben genannten Einheitspreise werden nur an Angehörige des Arbeiterstandes oder deren Angehörige an der Theaterkasse in beliebiger Anzahl ausgegeben. Als Legitimation gilt entweder diese Bekanntmachung oder ein Ausweispapier, das klar den Arbeiterstand erkennen läßt. Die Theaterkasse ist täglich geöffnet von 11-2 und 6-8 Uhr. -- Ich richte an die Arbeiterschaft Berlins die Bitte, mich in meinem Vorgehen zu unterstützen. 88/ 14* Philipp Spandow, Direktor des Theaters an der Spree. Schmant. usw. usw. usts. W. Noacks Theater Streftion fob. Dill. Brunnemtr. 16 Zum legten Male: Griseldis ober: Die Liebe ist der Liebe Preis. Anfang 8 Uhr. Entree 30 f. Sonnabend: Gr. Extravorstellung! Ferdinand Avelli, der Leichenräuber. Theater Folies Caprice Linienstr. 132, Ecke Friedrichstraße. * Rabbi Meseritsch.* Bunter Teil. Geteilte Liebe. Anfang 8 Uhr. Brunnen- Theater Babstraje 58. Direlt.: Bernh. Rose. Freitag, den 22. November 1907: Der Müller und sein Kind. Drama in 11 Bildern von Naupach. Borverkauf vorm. bon 10 bis 2 Uhr. Anj. 8 Uhr. Stasseneröffnung 7 Uhr. Typographia Gesangverein Berliner Buchdrucker und Schriftgießer. Gegr. 1879. Chormeister Alexander Weinbaum. M. d. A.-S. Sonntag, den 24. November( Totensonntag) im Festsaale der ,, Neuen Welt", Hasenheide: KONZERT. Verband der Fabrik-, Land-, Hiilfsarbeiter. Arbeiterinnen Deutschlands( Zahlstelle Berlin). Bureau: Rinlenstraße 215. Geöffnet von 8-1 und von 4-8 1hr. Telephon Amt III, Nr. 938. Berichtigung. Die Beerdigung von Franz Grimm findet nicht wie gemeldet am Frei tag, fonbern Sonnabend, ben 23. Nov., mittags 1 1hr, vom Dieses dem Verbande der Sattler zur Nachricht: 1451b Sonntag, den 24. November 1907, vormittags 9 Uhr, im Lokale Bentral Friedhof aus flatt, ,, Rofenthaler Dof", Rofenthalerftr. 11-12: Branchen- Versammlung Mitwirkende: Frau Sophie Heymann- Engel( Sopran); der Gummiarbeiter und Arbeiterinnen. Herr Alfred Wittenberg( Violine). Anfang 6 Uhr. Kinder 20 Pf. - Eintritt 50 Pf. einschließlich Liedertext; Kinder unter 6 Jahren haben keinen Zutritt. Eintrittskarten für Mitglieder, Freunde und Gönner des Vereins sind zu haben in den mit Plakat belegten Zahlstellen des Vereins: Parske, Büschingstr. 2; Horsch, Gewerkschaftshaus; Gottfr. Schulz, Kottbus. Tor; Böttger, Skalitzerstr. 107; W. Otto, Stallschreiberstr. 20; Emil Schulz, Mittenwalderstr. 2; Otto Richter, Alt- Boxhagen 30; H. Köppe, Tilsiterstr. 45; Franz Mühlsteph, Rixdorf, Kirchhofstr. 48; K. Bennihn, Rixdorf, Hermannstr. 152/153. Offene Kasse findet nicht statt. Kasino- Theater. Lothringerstr. 37. Zäglich 8 Uhr: Biederleute. Komödie in 4 Akten v. Roh. Misch. Vorher das glänz. bunte Programm. Sonntag 8 1hr: Nick Garter. Gebr. HerrnfeldTheater. 57 Rommandantenstraße Nr. 57. Anf. 8 11hr, Vorvert. 11-2 Uhr. Zum 111. Male: Theater des Zentrums, Sophien Säle, Sophienstraße 17/18. º Bis früh um Fünfe v. Kren u. Lippschüh, Musil v. P. Linde. Anfang 8 Uhr. Kleine Preise. Sages Ordnung: 1. Unsere Bewegung vor und nach den Kämpfen des Vorjahres. Referent: Bruns. 2. Diskussion. 3. Wahl einer Agitationskommission. 64/18 NB. Sollegen und Kolleginnen! Wir ertvarten Bestimmt, daß niemand von Euch der Bersammlung fernbleibt, und daß die oben bezeichnete Aussprache dazu führen wird, einen noch festeren Zusammenschluß der Berliner Gummiarbeiter zu zeitigen. Die Vertranenslente. Sanssouci KottbuserStraße 6. Direktion: Wilhelm Reimer. Heute Freitag: Wegen großer Vereins. festlichkeit geschlossen. Sonntag, Montag und Donnerstag: Schöneberg Freitag, den 22. November, abends 8 Uhr: Boffmanes Hord Stager Volks- Versammlung Nordd. Sänger und Tanzkränzchen. Sonntags Beginn 5 Uhr, wochentags 8 Uhr. Cifchler- Verein( E. H. 89) Sonnabend, den 23. November, abends 8%, Uhr, Melchiorfiz. 15: Versammlung. 1. Bortrag des Herrn Redakteurs Weiß über: Die Entwidelung des modernen Kunstgewerbes". 2. Vereinsangelegenheiten. Ausgabe der Billetts sum Thalia- Theater am 8. Dezember. 199/13 Der Vorstand. im Restaurant„ Wilhelmshof", Ebersstr. 80. Thema: Die Straßenbahner und die Kommunalwahlen". Referent: Stollege und Genosse Rathmann. Um zahlreichen Besuch ersucht 97/17 Deutscher Das fozialdemokratische Wahlfomitee. Metallarheiter- Verband Mrbeitsnachweis: Verwaltungshelle Berlin. Sanptourean: Qof I. lmt 3, 1239. Charitéstraße 9. of III. Amt 3, 1987 Madame Verband der baugewerblichen Hülfsarbeiter Sonntag, 24. November, vormittags 10 Uhr, Wig Wag Operetten Burl. Musik v. L. Ztal. Bum 136. Male: Es lebe das Nachtleben! Separee Affäre in 2 Allen. Beide Stücke mit den Autoren Anton und Donat Herrufeld. Sonntag, 8 Uhr: Deutschlands. ( Zweigverein Berlin und Umgegend.) Am Sonntag, den 24. November 1907, vormittags 11 Uhr, in Obiglos eftfälen, Schwebterstr. 23/24: Außerordentliche Mitgliederversammlung. Zages.Drdnung: Die Meyerhains name dazu. Referent Stollege Wilh. Nonck. 2. Distuffion. 3. Ber mit Anton und Donat Herrnfeld. 1. Unser jebiges Rohn- und Arbeitsverhältnis und unsere Stellungfchiebenes. Recht regen Befuch erwartet 48/9 in Meyers feftfälen, Sebastianstr. 39: Allgemeine Versammlung fämtlicher M. GrimM. Sozialdemokratischer Wahlverein des 2. Berl. Reichstags- Wallkreises. Bezirk 230. Berichtigung. Die Beerdigung des Genossen Franz Grimm findet nicht am Freitag, sondern am Sonnabend, mittags 1 hr. von der Leichenhalle des städtischen Friedhofes in Friedrichsfelde aus ftatt 231/5 Um zahlreiche Beteiligung wird gebeten. Der Vorstand. Arbeiter- Raucher- Bund Berlins und Umgegend. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Mitglied aus Hermann Wanner Klub Note Rose" am 19. b. m. verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Ehre Die Beerbigung findet Freitag, den 22. November, nachmittags 2% Uhr, bon der Leichenhalle des Emmaus- Kirchhofes in Rigbot and flatt 6/3 Der Vorstand. Danksagung. Für die Herzliche Teilnahme un zahlreiche Kranzspende am Begräbnis Rohrleger und Helfer Berlins u. Umgeg. memes verstorbenen Mannes Tagesordnung: 1. Urfommunismus. Referent: Genoffe Hermann Harrer. 2. Dis fufflon. 3. Branchenangelegenheiten. 160/6 Wir ersuchen die Kollegen, recht zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Sonntag, 24. November, vormittags 10 Uhr, Der Zweigvereinsvorstand. im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15, Saal 7: Walhalla- Verein Berliner Buchdruckmaschinenmeister. Branchen- Versammlung Variete Theater Weinbergsweg 19/20, Rosenth. Ter. Anfang 8 Uhr. Das neue November- Programm. Die urkomische Hundepantomime ,, Aus einer kleinen Garnison", dargestellt en 30 Hunden. 12 erstklass. Spezialitäten 12 Perzinas Affen. Tunnel: 3 Kapellen. Theaterbesuchern freier Eintritt. Folies Bergère Variété Intime W., Jägerstraße 63 a. ( Telephon I, 4739.) Abends 8% Uhr: den 24. November, nachm. 2 Uhr, in Wendts Industrie Festfälen, Beuthstr. 20: aller in der Emaille- Brauche Außerordentliche Vereinsversammlung. beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen. Tages Drbnungs Tagesordnung: Diskussion über das Rundschreiben Nr. 22 ber Zentralkommiffion. organisationen. 2. Disfuffion. 3. Branchenangelegenheiten und Verschiedenes. 1. Bortrag des Genoijen Wagels über: Unternehmer und Arbeiter Zahlreicher Besuch wird erwartet. 1452b* Der Vorstand. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Heute Freitag, abends 8%, Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15: Sonntag, den 24. November, mittags 1 1hr findet der Besuch der Ausstellung für Arbeiterwohl= fahrt in Charlottenburg, Frauenhoferstr. 11-12, für alle in der Schraubenbranche beschäftigten Personen statt. Die Ortsverwaltung. Karl Baumann ben und Belamten meinen herz Rheinsbergerstr. 56, fage allen Freuns lighten Dank. 14505 Die trauernde Hinterbliebene. Danksagung. Für die zahlreiche Teilnahme und die Strangipende, bei der Beerdigung meiner lieben Frau Luise Lausch, fage allen Freunden, Bekannten und Berwandten, dem Gefangverein Freier Männerchor Nordwest", dem Zotteries verein Dufte Rose", bem Berein G. E., bem. Rauchklub Gemütliche Rauchwolke, den Gefangverein„ Cin Ders, ein Sinn", den Kollegen ber lands" Bezirk I Berlin, dem Sozial Freien Gaft- lund Schankwirte Deutschdemokratischen Wahlverein 681. Bezirk unsern herzlichsten Dant. Dertrauernde Gatte: Berthold Lausch und Söhne. Stephanstr. 31. Treffpunkt: 12%, Uhr im Boltshause, Rosinenſtr. 3, born im Lotale. Drts- Krankenkasse Sozialdemokratischer Zentralwahlverein Sitzung der Ortsverwaltung. Branche der Musikinstrumentenarbeiter. Montag, den 25. November, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshaus, für den Reichstags- Wahlkreis Züllichan, Schwiebus, Engel- Ufer 15, Gaal 1: Branchen- Verfammlung. Tages- Ordnung: Crossen, Sommerfeld.( Ortsverein Berlin.) Berbandsangelegenheiten. 1. Bortrag. 2. Bahl eines Bergnügungskomitees. 3. Branchen- und Freitag, den 22. November, abends 8, Uhr, bei Merkowski, Mitgliebsbuch legitimiert. Bahlreichen Besuch erwartet Die Branchenkommission. Audreasstraße Nr. 26: The Brancatommiffen Oeffentliche Bauhandwerker- Versammlung. NB. Es wird erfucht, in den Betrieben den Bersammlungs- Kontrollzettel in den Mitgliedsbüchern nachzusehen. Das Elite- Eröffnungs- Brauche der Vergolder. Programm, Montag, den 25. November, abends präzise 8 1hr: Branchen- Verfammlung Torverkauf an der Theaterkasse in den neuerbauten ,, Arminhallen", Kommandantenstr. 57/58( gr. Saal). Tages Ordnung: von 11 Uhr an. Reichshallen- Theater. Stettiner Sänger. Anfang Bochent. 8 Uhr, Sonntags 7 Uhr. Billetts stets 8 Tage vorher! Reichshallen Restaurant: Großes MilitärKonzert. Buggenhagen Moritzplatz im Theatersaal täglich Das neue November- Programm. fang 8 Uhr. Entree 50 Pi. Sonntags 7 Uhr.( Sonntags reserviert 1 M., Entree 50 f.) Familienbillettis a 40 Pi. inten tüglich Militär- Konzert. Becker, Przywareli, Görisch, Neumann, Offeney und Lüttich. 1. Bortrag des Genoffen Adolf Hoffmann über: Staat und Rirde. 2. Diskussion. 3. Berschiebenes. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Reichstagstanbibaten des Streifes, Genoffen Oswald Grauer über: Die Aufgaben der hier in Berlin aus dem Kreise arbeitenden Bauhandwerker der Bartel im Streise gegenüber. 2. Disfuffion. 3. Areisangelegenheiten und Aufnahure neuer Mitglieder. In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung ist es Pflicht eines jeden Arbeiters aus dem Kreise, in dieser Versammlung zu erscheinen! Der Vorstand. 3.: R. Eitnor. 299/15 ber Schlosser und verwandten Gewerbe. Die Mitglieder obiger Staffe toerden auf Grund des§ 43 des Staffenstatuts vom 26. Juli 1906 aufgefordert, am Dienstag, den 3. Dezember ex., abends 8 Uhr, in Dräsels Festsälen", Neue Friedrichstr. 35, behufs Wahl von 334 Delegierten sich einzufinden. Wahlberechtigt find nur diejenigen Mitglieder, welche das 21. Lebensjahr zurüdgelegt baben und im Beis der bürgerlichen Ehrenrechte find. Die Wähler haben sich durch bas Kranten Regitimations- und Quittungsbuch zu legitimieren. Die Wahl ist eine geheime. Nach Beendigung der Wahl findet ein Bortrag zur Belehrung der Mitglieder in Kaffenangelegenheiten statt. Die Herren Arbeitgeber, welche aus thren eigenen Mitteln ein Drittel zu ben In Anbetracht des intereſſanten Bortrages ist es Pflicht jedes Orts- Krankenkasse der Bigarren-| Orts- Krankenkasse Beiträgen ber bei ihnen befchaf Mitgliedes fowie deren Frauen, in dieser Versammlung pünktlich zu erscheinen. Der Brauchenleiter. NB Morgen, Sonnabend, den 23. November er., abends 8%, Uhr, findet in den Gefamiräumen der ,, Alhambra", Ballneitheaterstr. 15, das diesjährige Herbstfes statt. Billetts a 25 Pf. find bei den Vertrauensleuten erhältlich. Sitzmöbeltischler. macher, Zigarettenmacher, Bigarrenfortierer und deren ge- der Bureauangestellten werblichen Hülfsarbeiter an Berlin. Die für das Jahr 1907 gewählten zu Berlin. Freitag, den 29. November, Delegierten werden Biermit zu der abends 6 Uhr: Generalversammam reitag, den 29. b. W., lung der Arbeitgeber in ber abends 8 Uhr, in Frankes Rofenthalerstr. 11/12( Rosenthalere ftfälen, Sebaftianftr. 39, ftattfindenden 201). Sonntag, den 24. b. Wis., vormittags 10 1hr, im Märkischen Hof", 1. Neuwahl von drei Borstandsmit Zages Drdnung: General- Versammlung Admiralstraße 18 e:, Verfammlung. Zages Drbnung: 1. Der Streit als klajsenkampf. 98/8 Referent: Kollege Alb. Schreiber. 2. Branchenangelegenheiten. 3. Berbandsangelegenheiten. Es ist Pflicht eines jeben Kollegen, in diefer Versammlung zu erfdreinen. Die Bersammlung wird pünktlich eröffnet. Die Kommission. Für Berlin und Umgegend ist ein ohne Fachkenntnis und Risiko zu betreibendes 14565 konkurrenzloses Geschäft, weldjes monatlich ca. 1500-2000 Mart Gewinn bringt, an einen rührigen, streblamen Herrn abzutreten. Auch als Nebenbeschäftigung geeignet. Refleklanten wollen fich gefl. melden: Freitag und Sonn abend 10-1 und 4-7 im Hotel Bayrischer Hof, Friedrich straße 204, Zimmer 20. gliedern. 2. Erjahwahl für ein ausgeschiedenes Borstandsmitglied. 3. Wahl eines Delegierten zur Vor prüfung der Jahresrechnung. An demfelben Tage und in dem felben Lokal findet um 8 Uhr abends die Generalversammlung der Arbeitnehmer statt. Tages Ordnung: 1. Bericht bes Mendanten. 2. Bericht des Vorstandes. eingeladen. 1436b Tages- Ordnung: 1. Wahl der Stommiffion zur Brüfung der Jabresrechnung pro 1907. 2. Staffenangelegenheiten. 3. Reutvabl von Vorstandsmitgliedern: 2 Arbeitgeber- und 4 Arbeitnehmervertreter. Berlin C. 2. den 10. Novbr. 1907. Stralauerstr. 56. Der Vorstand. J. A.: G. Bauer, Borsigender. 3. Neuwahl von sechs Vorstandsmit Dr. Simmel gliedern. 4. Wahl von zwei Delegierten zur Borprüfung der Jahresrechnung. 3. Statutenberatung( co. Erhöhung der Stassenbeiträge). 14555 Der Borstand. Nur Delegierte haben Zutritt. Spezial- Arzt für Haut- und Harnleiden. dicht an 277/17 Orts- Krankenkasse der Schloffer u. verwandten Gewerbe zahlen, werden ersucht, am Dienstag, ben 3. Dezember cr., abends 8 Uhr, n in Dräsels Festsälen", Neue Friedrichstr. 35, Behufs Wahl von 163 Delegierten zu erscheinen. Als Legitimation dient die gulegt gezahlte Beitragsquittung. Die Wahl ist eine geheime. Berlin, im November 1907. Der Vorstand. P. Heinrich, Borfiyender. „ Berliner ArbeiterRadfahrer- Verein" Mitglied des Arbeitere Radfahrer- Bundes Solidarität“. Touren Sonntag, d. 24. November: Bereinsteur namittags 1%, Uhr Pichelstoerder Prinzenstr. 41, Moritzplatz,( reunb). Die Abteilungen von ihren 10-2, 5-7. Sonntags 10-12, 2-1.1 Starts. Gäste willkommen. 22/9 A. JANDORF& C Spittelmarkt Belle Alliancestrasse Grosse Frankfurterstrasse Brunnenstrasse Kottbuser Damm Freitag, Sonnabend, soweit Vorrat, Lebensmittel Cervelatwurst in Rinddarm, Ptd. 1.20| ff. Leberwurst Salamiwurst Schinkenwurst Landleberwurst Verkauf nicht an Wiederverkäufer. Pfund 95 Pt. Mettwurst nach Braunschweiger Art Pfund 90 PL Pfund 85 Pt. Pfund 1.20 Zwiebelleberwurst Pfund 1.20 Rotwurst| Rotwurst II Pand 45 Pt. Jagdwurst Pfund 95 PÅ. Pland 75 PL Schinkenspeck Pfund 95 Pt. Pfund 45 P. Mauss- Schinken Pfund 1.20 Gr. Linsen 1 Pfund 38 Pt. 5 Pfund 1.80| Bohnen lange Reis Phoni 18, 23, 28 P. Grüne Erbsen 1 Phund 16, 6 Plund 75 PL 1 Pfund 6 Pfund Pf. füz Riesen- Erbsen 1 Pfand 16, 5 Pfand 75 Pl. Erbsen ohne Hülsen 1 Pfand 19, 5 Pfund 90 Pt. Pfand 5 3 Pfd. Pf. Bismarck Bratheringe... 44. Fettgänse P. 63. Essäpfel P. 40 PL Deutschlands Spezialgeschaft. grösstes Bettfedern Erste Bettfedernfab. m. olokt. Betriebe Gustav Lustig BERLIN S. Prinzenstr. 46 versendet geg. Nachnahme garantiert neue und gut entſtäubte, gut füllende Bettfedern p. ib. 2. 0.55-1.00-1.25; prima Halbbannen M. 1.75; Gänses rupffedern M. 2.00; prima weiße Gansehalbdannen 2.50-3.00-3.50 echt chines. Monopoldannen M. 2.85, echt ruffisch. Matas dor Gänsedaunen W. 3.50 Von den Daunen genitgen 3-4 Bfb zum groß. Oberbett. Ganfefebern ( 3. Meißen) M. 0.60 per Pfund; Gänses fchlachtfedern, wie fie von der Gans fallen, mit allen Daunen M. 1.50. Proben und Preisliste gratis. Um tausch oder Rücksendung gestattet. Berpadung toftenfrei. Bestjähriger Umfat über 2000 Zentner Bettfedern, von keinem zweiten Bettens u. Betts federngeschäft erreicht. Kredit Kredit od. Überraschende Neuheit garantiert. unschädlich kein Chlor kein reiben Persil Modernes Waschmittel vollständig ungefährli kein Waschl rett kein bürster für jede Waschmethode passend Henkel& Co. Düsseldorf. Die größte Eile beim Einkauf moderner, eleganter Herren- u. Damen- Garderoben auf Kredit ist angebracht, wenn Sie die Vorteile wahrnehmen wollen, die meine Offerte Ihnen bietet und mache ich ganz besonders auf meine praktischen Gratiszugaben aufmerksam. Ich empfehle in großer Auswahl Paletots. Anzüge. Damen1 Paletot 18 M. Anz. 4 M. 1 Paletot 26 M. Anz. 5 M. 1 Paletot 32 M. Anz. 8 M. 1 Paletot 40 M. Anz. 10 M. 1 Anzug 20 M. Anz. 4 M. 1 Anzug 26 M. Anz. 6 M. 1 Anzug 35 M. Anz. 8 M. 1 Anzug 45 M. Anz. 9 M. Jacketts von 10 bis 30 M. Paletots von 14 bis 50 M. Mäntel von 22 bis 60 M. Kostüme von 19 bis 50 M. Blusen in Wolle und Seide. Pelz- Stolas in allen modernen Pelz- Arten. Größtes Kredithaus Berlins A. DAMITT lsdi nur: Rosenthaler Straße No. 46-47, 1. Jeder neue Käufer eines Paletots oder Anzuges Gratis! erhält eine gutgehende Remontoir- Uhr oder Gratis! ::: eine moderne Herrenhose::: Kredit Kredit BERLINER ARBEITSSTÄTTENLOTTERIE. Ziehung am 14.Dezember in Berlin. Gesamtbetrag d.Gew.i.W v Mk. 10000 erater Hauptgew.i. W. v Mark 5000 Zweiter Hauptgew.i.W.v. Mark 1000 kleinster Gew. i. W v. Mk 5.Lose& 50 Pig, 11 Stück 8 Mk. Porto und Gewinnliste 20 Pfg extra, z. haben b.General- Debit Paul Steinberg& Co., G.m.b.H. Bankgeschäft, Bara C., Rosenthalerstr. 11/12, und b. all. durch Plakate kenntl. Lotterie- a. Cigarr.- Geschäften. fette, Bette Gänse, fe Enten, junge junge junge Hühner, Tauben empfiehlt reellit F. Wegner, Berlin, Mariannenstr. 34. Kölner Lotterie. Ziehung 30. November in Berlin. Hauptgew. W.: 10 000 M. 80% bar Geld Lose à 1 M., Porto u. Liste 30 Pf. Wohlfahrt- Lose Ziehung 22.- 26. Novbr. Hauptgew. bar 75000 M. Lose a 3,30, Porto u. Liste 30 Pf. Berliner Vogel- Lose 11 Stck. 5 M., à Stck. 50 Pf., Porto u. Liste 30 PL Gustav Haase Berlin, Neue Königstr. 86. Gegründet 1878. Süd- Eisbahn Eingang Urban- und Geibelstraßen- Ecke ist seit Mittwoch eröffnet! Taglich: Militär- Konzert. 0000000000 Kein Irrtum! Nach wie vor nur 1te Etage. Empfehle meine erstklassigen Kürschnerarbeiten wie: Pelz- Stolas Pelzjacketts etc. zu sehr billigen Preisen. 88.15* Lelpziger Straße 56 1, Beer, anstoß.a.d. Kolonnad. Wed. Schaufenster noch Schaukasten. Berantwortlicher Redakteur: Hans Weber, Berlin. Für den Enferatenteil verantw.: Th. Glede, Berlin. Drud u. Berlag: Borwärts Buchdruderes u. Berlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW tr. 273. 24. Jahrgang. 4. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Freitag, 2. November 1907. Eine Flugblattverbreitung findet Sonntag, den 24. November, über Groß- Berlin statt. Zahlreiche Beteiligung der der Genossen ist erforderlich! Partei- Angelegenheiten. Kenntnis, daß am Sonntag, den 24. November, eine Flugblatt- Verbreitung über ganz Charlottenburg stattfindet. Wir bitten also die Genossen, so zahlreich wie möglich sich pünktlich in den bekannten Lokalen zur Entgegennahme des Materials einzufinden. Der Vorstand des Wahlvereins. Nieder- Schöneweide. Die Parteigenoffen werden ersucht, sich am Sonntag, den 24. d. M., früh pünktlich 8 Uhr zur Flugblatt berbreitung in den drei bekannten Bezirkslokalen einzufinden. Der Vorstand. Rarlshorst. Am Sonntag früh 8 Uhr findet von den Lokalen A. Bartels, Hönower Wiesenweg. Ede Prinz Adalbertstraße, und Aug. Sabrowali, Treslow- Allee, Ede Krausenstraße, eine Flugblattverbreitung statt. Vollzähliges Erscheinen der Mitglieder ist notwendig. Neuenhagen und Umgegend. Die Mitgliederversammlung des Wahlvereins findet am Sonntag, den 24. d. M., nachmittags 4 Uhr, bei A. Wünsche, Neuenhagen, Bahnhofstraße, statt. Zahlreiches und pünktliches Erscheinen erwartet Der Vorstand. B Königs Wusterhausen, Wildau und Niederlehme. Am Sonntag früh findet für obengenannte Drte eine Flugblattverbreitung, stati. Treffpunkt bei Lange. Da dieselbe der Agitation für die am Dienstag stattfindende Protestversammlung gegen das preußische Dreiflassenwahlrecht gilt, ist es jedes Genossen Pflicht, fich pünktlich einzufinden. Schenkendorf bei Königs- Wusterhausen. Die Mitglieders bersammlung des Wahlvereins findet am Sonnabend, den 23. Nobember, abends 8 Uhr, im Lokal von Otto Paetsch statt. Bahlreiches und pünktliches Erscheinen erwartet Der Vorstand. = Besonders Frauen gegenüber wird dies Manöver mit Vorliebe versucht, da die geängstigten Befizerinnen, nur um ihren Liebling bor den Gefahren des Tierdepots zu schützen, meist eingeschüchtert fich zur fofortigen Hergabe der 3 M. bewegen lassen. Manchmal sogar fann man beobachten, wie Hundefänger Tiere, die unbeaufsichtigt innerhalb des offenen Ladens ihres Herrn- dori natürlich ohne Maultorb sich befinden, hinterlistig auf die Straße loden, um sie dann abzufangen. Buchow, Gehrice, Venzky und Kalisch. Die drei erstgenannten gegen Ueberlaftung und rohe Behandlung von Ziehhunden und mußten eine beträchtliche Zahl weißer Zettel mit in den Kauf Pferden einschreiten. Auch hat man noch nichts davon gehört, nehmen, Herr Kalisch aber wäre beinahe dem Gegenfandidaten daß er in besonders strengen und schneereichen Wintern, wie etwa Charlottenburg. Den Gruppenführern und allen Genoffen zur Stichwahl, die nötig wurde, bewahrte ihn noch mal vor dem Futterstätten für unsere dann hart bedrohten Singvögel errichtet unterlegen, den man ihm gegenübergestellt hatte. Erst die dem letzten, an öffentlichen Pläßen und in Anlagen Schutz- und hätte. Durchfall. Desto mehr aber spürt man von wahren Raubzügen, die FangAus der Statistik der Krankenkassen Berlins. beamte des Tierschutzvereins allwöchentlich besonders in den ihm unterstellten Vororten gegen die armen Vierfüßler unternehmen. Die Gewerbedeputation der Stadt hat ihren Verwaltungs- Jeder Hundebefizer sieht dann mit geheimem Schrecken die bericht für das Jahr 1906/07 erstattet. Beigegeben ist ihm wieder, ominösen, ohne jede Luft- oder Fenstervorrichtung fest geschloffenen wie alljährlich, ein Auszug aus der Statistik derjenigen Kranken- Wagen des Tierdepots an den verschiedensten Straßeneden auf fassen Berlins, die der Aufsicht des Magistrats unterstehen. Am Beute lauern; schützt doch selbst die Befolgung der PolizeiSchluß des Berichtsjahres, 31. März 1907, bestanden hier 55 Ortsvorschriften die Hunde nicht unbedingt vor dem grausamen Geschick taffen und die Gemeinde- Krankenversicherung. Gegenüber dem sehen, mit welcher Unverfrorenheit Hundefänger irgend einem Strantentassen, 56 Betriebs- Krankenkassen, 16 Jnnungs- Kranten- des Abgefangenwerdens. Täglich kann man, speziell in Schöneberg und Charlottenburg Borjahre ist die Zahl der Orts- Krankenkassen unverändert geblieben, Bündchen, das mit Maulkorb und Steuermarke verfeben, frieblich während die Zahl der Betriebs- Krankenkassen sich um 2 vermehrt hinter seiner Herrin herläuft, unversehens die Schlinge über den und die Zahl der Innungs- Krantentassen sich um 1 vermindert hat. Stopf werfen unter dem Vorwand, der Maulforb sei nicht vorschriftsDie durchschmittliche Mitgliederzahl war im Jahre mäßig oder die Marke nicht genügend sichtbar angebracht. 1906/07( in Klammern die Zahl für 1905/06): bei den OrtsKrankenkassen 312 378( 299 135) männliche und 213 290( 188 876) weibliche Mitglieder; bei den Betriebs- Krantenfassen 98 666( 87 082) männliche und 27 593( 23 497) weibliche Mitglieder; bei den Innungs- Strankentassen 44 073( 46 442) männliche und 14 372 ( 25 000) weibliche Mitglieder; bei der Gemeinde Kranten versicherung noch 17( 15) männliche und 35( 31) weibliche Mitglieder; bei allen der Aufsicht des Magistrats unterstehenden Die Roheit, mit der die Schlinge den Tieren um den Hals ge= Krankenkassen zusammen 455 133( 432 675) männliche und 255 290 worfen und sie daran in die Höhe gezerrt werden, macht dem Namen ( 237 403) weibliche, überhaupt 710 423( 670 078) Mitglieder. Die des Tierschutzvereins durchaus feine Ehre. Es ist tierärztlicherseits 8unahme gegenüber dem Vorjahre beträgt diesmal im ganzen wiederholt festgestellt worden, daß wertvolle Hunde durch diese Art 40 345(= 6 Proz.). Jm einzelnen aber hat die Mitgliedeerzahl des Fangens sowohl wie durch einen, wenn auch nur wenige Tage zugenommen bei den Orts- Krankenkassen um 37 657(= 7% Broz.), währenden Aufenthalt in den Tierdepots an der Jannowig- Brüde und in Groß- Lichterfelde Dft, dauernd entwertet worden sind. bei den Betriebs- Krankenkassen um 15 680(= 14 Proz.), dagegen In legterem Depot zumal, wohin die Hunde gebracht werden, die bei den Innungs- Krankenkassen um 12 997 abgenommen am vierten Tage nach dem Fange noch nicht abgeholt sind, be(= 18 Proz.). finden sich die Käfige in einem ganz unglaublichen Zustande von Der Machtbereich der Betriebs- Krantentaffen erftredt fich von Unfauberkeit. Jahr zu Jahr immer weiter, zum Teil auf Kosten der Orts- Wer je, um seinen vierfüßigen Freund von dort abzuholen, Krankenkassen, die auch im letzten Jahr wieder ein viel geringeres die großen Hallen in Groß- Lichterfelde- Dst betreten hat, wird fich Bunahmeprozent aufzuweisen hatten als die Betriebs- Kranten- nur mit Grauen an die entseglich widerwärtige Luft erinnern, faffen. In den letzten fünf Jahren, von 1901 bis 1906, hat die die den Eintretenden völlig betäubt. Hunderte von Hunden stehen Mitgliederzahl zugenommen: bei den Orts- Krankentassen von hier zu je 8 bis 10 in Käfigen zusammengesperrt, sich gegenseitig beißend und zausend, in fußtiefen Schmutzlachen und 370 473 auf 525 668, um 155 195(= 42 Broz.); bei den Betriebsangefaultem Stroh, das Fell über und über mit Krankenkassen von 79 470 auf 126 259, um 46 789(= 51 3ro3.); den eigenen Erfrementen besudelt. Da es unmöglich bei den Innungs- Krankenkassen von 49 671 auf 58 445, um 8774 ist, die Tiere in diesem Zustand nach Hause zu schaffen, (= 18 Proz.). ist man meist genötigt, fie erst in der an das Depot anDie Erkrankungsfälle, soweit sie mit Grwerbs- geschlossenen Badeanstalt reinigen zu lassen, wofür der Verein den unfähigkeit verbunden waren, haben sich im letzten Jahre wieder bescheidenen Preis von 1,50 M. angefezt hat, also etwa so viel, wie Bei ein Mensch für ein tomfortables Bad erster Klasse im Admiralsgemehrt, nicht nur absolut, sondern diesmal auch relativ. allen Kassen zusammen wurden im Jahre 1906/07( beam. 1905/06) garten- Bab bezahlt. Man sieht, eine recht einträgliche Spekulation. Außerdem werden für einen Hund, der etwa am Nachmittag eingezählt: 191 918( 177 509) Erkrankungen männlicher Mitglieder gefangen und schon am nächsten Morgen eingelöst wird, 80 Pfennige und 110 669( 99 434) Erkrankungen weiblicher Mitglieder, d. H. an Kost und Verpflegung berechnet. Wahrlich eine Summe, für 42,2( 41,0) auf je 100 männliche und 43,4( 41,9) auf je 100 weib- die das Tier schon hätte bei Kempinski Mittag bekommen, während liche Mitglieder. Die Zahl der Krankheitstage war ihm hier meist nur ein Stück Hundekuchen im Werte von 2 Pfennig 4 605 079( 4 293 902) bei den männlichen Mitgliedern und 3234 470 gereicht wird. ( 2 989 685) bei den weiblichen; jede Erkrankung dauerte durch- Am einträglichsten ist das Gefchäft der Hundefänger alljährlich schnittlich 24,0( 24,2) Tage bei den männlichen und 29,2( 30,1) an den Tagen, an denen die neue Steuermarte fällig ist. Dann Tage bei den weiblichen Mitgliedern. Die Verteilung aller Krant- werden an einer einzigen Straßenede manchmal an 30 Hunde eingeliefert, die, in wie Heringe der Tonne, in heitstage auf die Gesamtzahl der Mitglieder ergibt durchschnittlich luftlosen Wagen gesperrt, abgefahren werden, nur weil sie die noch 10,1( 9,9) Tage pro versichertes männliches Mitglied und 12,7 bis zum vorhergehenden Tage gültige Steuermarte des abgelaufenen ( 12,6) Tage pro versichertes weibliches Mitglied. Jahres trugen. Ein juristisch eigentlich ganz unhaltbares Vorgehen, da der Verein den Hund nach zehn bis vierzehn Tagen ohne jede gerichtliche Entscheidung als sein Eigentum betrachtet, den er nach Belieben vergiften oder meist zu recht hohen Preisen verkaufen fann. Weißenfee. Am Sonntag, den 24. November cr., früh 8 1hr, findet von den bekannten Lokalen aus eine Flugblattverbreitung statt. Ferner wird die Kalenderverbreitung für den ländlichen Bezirk am felben Tage vorgenommen. Auch hierzu müssen sich die Genossen früh 8 Uhr vollzählig beim Gen. Roßkopf, Königchauffee 38, ein finden. Der Vorstand. Nieder- Schönhausen- Nordend. Die Genoffen werden ersucht, zu der am Sonntag stattfindenden Flugblattverbreitung vollzählig zu erscheinen. Für Nieder- Schönhausen erfolgt die Berteilung um 8 Uhr von den bekannten Lokalen aus, für Nordend vom Genossen Schüßler, Blankenfelderstraße, um 10 Uhr. Mühlenbeck, Bezirk Nieder- Schönhausen. Die am 24. d. M. fällige Wahlvereinsversammlung fällt aus. Es findet dafür am 1. Dezember eine Volksversammlung statt. Der Vorstand. Reinickendorf- Weft. Parteigenoffen! Laut Beschluß der letzten Mitgliederversammlung müssen sämtliche Bücher der Bibliothek bis 1. Dezember zurückgeliefert sein; die Bibliothek bleibt bis zum 8. Dezember wegen Revision und Erneuerung der Bücher gefchlofien. Französisch- Buchholz. Aus Anlaß der Wahlrechtsbewegung findet am Totensonntag vormittags 10 1hr von Kähne aus eine Flugblattverbreitung statt. Parteigenossen! Beteiligt Euch pünktlich und voll zählig. Der Vorstand. Bernau. Am Sonntag, den 24. November findet früh 8 Uhr vom Lokal Kunge, Bürgermeisterstr. 225 aus, eine Flugblattverbreitung statt. Nachmittags 2 Uhr findet in demselben Lokal die Wahlvereinsversammlung statt. Rege Beteiligung erwartet Der Vorstand. Spandau. Am Sonntag früh findet eine Flugblattverbreitung für Stadt und Land statt. Die Genossen werden ersucht, fich zahl reich in ihren Bezirkslokalen einzufinden. Der Vorstand. Berliner Nachrichten. Die Stadtverordneten Die Sterblichkeit war diesmal geringer, als nach der Zunahme der Mitgliederzahl erwartet werden durfte. Es starben 3927( 4071) männliche und 1526( 1498) weibliche Mitglieder, 0,86( 0,94) Bros. aller männlichen Versicherten und 0,60( 0,63) Bros. aller weiblichen Versicherten. den Die Mitglieder des Tierschutzvereins täten gut, fich doch gelegentlich zu erfundigen, zu welchen Zweden eigentlich die enormen Einnahmen des Vereins verwendet werden. Es wäre auch wünschenswert, wenn Der Bußtag zeigte äußerlich schon ganz den Charakter die Gemeinden, die diesem Verein in ihren Bezirken den Hundefang des Totensonntags. Das Versagen der Berliner Verkehrs- übertragen haben und ihn dafür mit erheblichen Mitteln submittel bei dem Massenbesuch der Friedhöfe am Totensonntag ventionieren, sich etwas näher mit diesen Zuständen befaffen würden. hat dazu geführt, daß sich in Berlin immer mehr und mehr hatten gestern eine lange Sigung, die fast vollständig durch der Brauch eingebürgert hat, die Ruhestätten der Entschlafenen Die Sklaven im Frad. Stadtratswahlen in Anspruch genommen wurde. Bevor man schon am Bußtag aufzusuchen. Die Zahl der Friedhofspilger Nicht immer im Frack, vielfach üben sie heute ihr Handwert" zu diesen Wahlen schritt, wurden in aller Eile noch einige war so groß ,, daß zu manchen Tagesstunden die Straßen im„ Smoking" und weißer Schürze aus, immer aber find die beVorlagen erledigt, die auf der Tagesordnung standen. Der bahnen, Dimnibusse und Droschken dem Verkehrsbedürfnis dienenden Geister in den großstädtischen Restaurationsbetrieben in Plan des Magistrats, dem Schulhausmangel im faum genügen konnten. Die Straßen in der Nähe der der schmählichsten Weise ausgebeutet. Und das ganz besonders in Seestraßenviertel dadurch abzuhelfen, daß wieder mal Friedhöfe waren dicht bevölkert mit großen und fleinen den erstklassigen Häufern". Jm Kabarett„ Unter den Linden" z. B., eine Baradenschule das fehlende Schulhaus ersehen soll, Händlern, die frierend thre billigen Wachsrosen und anderen dem Rendezvous der Berliner Lebewelt zwischen abends 11 und morgens 4 Uhr, arbeiten sechs Kellner. Dieselben erhalten feinen fand in der Versammlung wenig Beifall. Herr Kyllmann Grabschmuck feilboten. Gehalt, feine Wohnung und nicht die geringste Beköstigung. Der wies auf das Bedenkliche dieser immer mehr um sich Die Saison des Eissports hat am Bußtag begonnen, ganze Verdienst der dort arbeitenden Sellner besteht in den von den greifenden Barackenwirtschaft hin. Ihm wurde von allen Seiten zugestimmt, aber im Augenblid blieb nur übrig, die zum ersten Wale fonnten am Bußtag die Bächter ihre Eis- Gäften zu erwartenden Trinkgelbern; ob diese reichlich oder spärlich Vorlage anzunehmen. Auch die sozialdemokratische Fraktion bahnen für das Publikum öffnen. Die 4 Grad Kälte, die ausfallen, fümmert die Direktion nicht. Und der Steliner hat feine mußte das tun, weil im Seestraßenviertel der Schul- das Thermometer in den Vormittagsstunden zeigte, hatten Gewähr, ob er am frühen Morgen nach Schluß seiner nächtlichen Aber nicht genug damit, die Kellner müssen hier, wie Hausmangel schleunigste Beschaffung von Unterrichtsräumen dafür gesorgt, daß diefes Vergnügen nicht zu Wasser wurde. angestrengten Tätigkeit einen Lohn für seine Arbeit haben wird. allen derartigen Berliner Geschäften, bon notwendig macht. Unser Genosse Borgmann erflärte, daß Die männlichen und weiblichen Freunde des Eissports hatten allerdings in den สน Unkosten des Geschäfts die Fraktion nur aus diesem Grunde noch einmal eine sich schon zahlreich mit Schlittschuhen bewaffnet eingefunden, ihren Trinkgeldern noch Baradenschule bewillige, aber in Zukunft jede Vorlage dieser um über die spiegelglatte Fläche zu gleiten. Die geftrige mit beitragen. In den meisten Häusern müssen die Kellner eine beArt ablehnen werde. Er wies darauf hin, daß der Magistrat Temperatur scheint eine längere Dauer der Eisbahnen zu stimmte Summe Bruchgeld" zahlen, gleichgültig ob oder wieviel bis heute noch für keine einzige der vielen Barackenschulen, garantieren. Die Zahl der Kunsteisbahnen hat sich in diesem und wer etwas zerbrochen hat. Im Kabarett Unter den Linden hat die bisher errichtet worden sind, Ersatz durch ein regelrechtes Jahre noch erheblich gegen früher vermehrt, allerorten find man ein viel einfacheres System erfunden. Die Direktion fümmert Bauplätze und andere ebene Flächen zu großen ,, russischen" sich um die Gläser gar nicht, sondern die Kellner müssen diese selbst Schulhaus geschaffen hat. faufen, falls sie den dort verkehrenden fendalen Herrschaften nicht Um sechs Uhr begann die Stadtrats.Massenwahl, Gisbahnen hergerichtet worden. zumuten wollen, den Wein aus der„ Pulle" zu trinken. Rechnen sie aber dem Gaste ein von diesem zerbrochenes Glas an, so haben sie und sie dauerte bis neun Uhr. Nicht weniger als neun die sofortige Entlaffung zu gewärtigen. Ebenso sinnig hat die Firma Stadträte waren zu wählen und alle neun Wahlen wurden Wozu Tischwäiche, Servietten, Handin einem Zuge hinter einander ausgeführt. Die dreistündige wird aus geschrieben: In Berlin und bestimmten Vororten ist die die Wäschefrage gelöst. Wahlhandlung war für den unbeteiligten Zuschauer, der sie Aufsicht über die Befolgung der polizeilichen Bestimmungen dem tücher usw. anschaffen, wenn man Stellner hat, die massenhaft Trinkvon der Tribune aus genießen mußte, ein sehr mäßiges Ver- Tierschutzverein übertragen, der bekanntlich bezüglich der Ausübung gelder verdienen, von denen man doch mitprofitieren kann. des Hundefanges bestimmte Verträge mit Gemeinden abgeschlossen ganze im Betriebe benötigte Wäsche wird von einem Wäschegnügen. Aber auch einigen der neuen Männer, die schließlich hat. Weniger erlebt man es. daß irgend welche Einrichtungen ge- Berleih- Institut bezogen und die Kellner müssen das waschgeld im als„ Sieger" aus der Wahlurne hervorgingen, dürfte dieser Abend schaffen werden, um im Großstadtgewühl verirrte Hündchen ihren Betrage von durchschnittlich 16-18 Mark wöchentlich aufbringen. nicht viel Freude bereitet haben. Eine starke Opposition ängstlich gesuchten Herren wieder zuzuführen, überfahrene zu ber- Natürlich suchen die Kellner nun möglichst zu sparen und die Tischerhob sich besonders gegen die Wiederwahl der Herren binden usw., noch sieht man je in der Oeffentlichkeit seine Angestellten tücher werden häufig sehr stark mit Servietten bepflastert; der Neber die Wirksamkeit des Tierschutzvereins Die Direktor macht diefer Sparsamfeit aber vielfach emen Strich durch, I schrieben: 50 Jahre alt, 1,70 Meter groß, start, grane Saare, firaße 28 gemacht wurde. Der 17jährige Sohn des Restaurateurs R. indem er solche Tischwäsche einfach zusammenfüllt. Um die Tages- melierten blonden Schnurrbart. Er war bekleidet mit schwarzem aus der Pflügerstr. 19 war mit dem Bautvächter Johannes Redanz, lofung zu sichern, müssen die Kellner auch noch 100 m. Raution Anzug mit weißen Bunften, braunem weichen Filzbut, weißem der auf dem erwähnten Neubaugrundstück als Wächter angestellt war, stellen und für die Stelle dem Stellenvermittler 15. bezahlen. Hemd gez. E. Pf., schwarzem wollenem Vorhemd, rosa wollener befreundet und er wollte ihn in der zwölften Nachtstunde besuchen. Man bedenke außerdem, daß hier Nachtarbeit von abends 9 Uhr Unterjace, grauer Trifotunterhose, blaugrauen Strümpfen, Schaft Er fand ihn jedoch nicht vor und suchte nun das Grundstück ab. Er bis morgens 3-4 Uhr in Frage kommt, ferner den Umstand, daß stiefeln, rotgestreiften Hosenträgern, grauem Halstuch mit Nadel; er fand ihn schließlich als Leiche auf und benachrichtigte daraufhin die die Leute während dieser ganzen Zeit sich felbst beföstigen bezw. trug einen Trauring M. Pf. gezeichnet. Die Photographien der Polizei. Da man bei dem Leichenfund mit einem Verbrechen rechnete, morgens nach Geschäftsschluß sich noch irgendwo restaurieren müssen Unbekannten, können beim Amtsvorsteher Köpenicker Forst eingesehen so begaben sich auch Polizeirat Dr. Welsch und ein Kriminalfommissar und dann vielleicht noch einen langen Weg bis zu ihrer Wohnung werden. mit mehreren Beamten nach dem Fundort. Durch einen hinzuan der Peripherie der Stadt zurückzulegen haben. in der„ Neuen Welt" ein Konzert unter Mitwirkung der Sopranistin ursache wurde die Leiche zur Obduktion nach dem Schauhause gebracht. Der Gefangverein Typographia" veranstaltet am Sonntagabend gerufenen Arzt wurde aber fonstatiert, daß. wahrscheinlich einem Herzichlage erlegen war. Behufs näherer Feststellung der Todess Sophie Heymann- Engel und des Violinisten Alfred Wittenberg. Das Unter den Rädern der Lokomotive den Tod gefunden hat am äußerst reichhaltige Programm enthält eine Reihe neuer, Arbeitergesangvereinen bisher nicht zum Vortrag gebrachter Dienstagabend der Stredenarbeiter Franz Schönau von hier. Sch. Kompositionen Hegars. Offene Kasse findet nicht statt. Billetts find war nicht weit vom Bahnhof Rigdorf entfernt an den Gleisen bes in den mit Plakaten belegten Handlungen zu haben. schäftigt. Bei der Arbeit überhörte er das Herannahen einer Wie viel muß ein solcher Mann an Trinkgeld vereinnahmen, ehe etwas für sich und seine Familie verbleibt? Sollten derartige Verträge nicht als wider die guten Sitten" verstoßend vom Gesetz behandelt werden? Die Hauptsache aber bleibt, daß die Gastwirts gehülfen selbst sich mehr wie bisher der Organisation zuwenden; das einzige Mittel, diese schmachvollen Zustände zu beseitigen, fann nur in einer starken Organisation gefunden werden. Unter dem Fernzuge zerstückelt. Ein schrecklicher Leichenfund ist in der vergangenen Nacht am Bahnhof Gesundbrunnen gemacht worden. In unmittelbarer Nähe des Stationsgebäudes stieß ein Stredenwärter beim Kontrollieren der Gleise der Stettiner Bahn auf einen menschlichen Körper, an dem der Kopf und die Beine fehlten. Einige Meter entfernt fand er dann auch die übrigen Teile. Wie festgestellt wurde, handelte es sich um den zerstückelten Leichnam eines unbekannten etwa 25 Jahre alten Mannes. Der Fremde hat sich vermutlich in selbstmörderischer Absicht auf die Gleise der Fernbahn geschlichen und sich vor einen heranbraufen Zug geworfen, unter dessen Rädern er förmlich zer riffen wurde. Andererseits ist es auch nicht ausgeschlossen, daß hier ein schrecklicher Unglücksfall vorliegt. Die Leichenteile sind von der Polizei beschlagnahmt und nach dem Schauhause gebracht worden. Ueber die Persönlichkeit des Toten konnte nichts ermittelt werden. Unter die Räder eines Straßenbahnwagens der Linie 97, Friedrichstraße- Tempelhof, geriet am Bußtage in der Nähe der Ringbahnstation der 26 Jahre alte Kutscher Paul Schwid. Der Wagenführer brachte den Zug sofort zum Stehen. Er fonnte aber nicht verhindern, daß Sch. eine Strecke mitgeschleift wurde. Nach dem man Sch. befreit hatte, wurde er in bewußtlosem Zustande in bas nahebelegene Garnisonlazarett gebracht. Dort wurde bei dem Schwerverletzten ein komplizierter Schädelbruch festgestellt. Der Zustand des Sch. ist hoffnungslos. bon Feuer in der chemischen Aktienfabrik vorm. Schering alamierte rangierenden Lokomotive. Erst als die Maschine nur noch wenige vorgestern die Feuerwehr nach der Müllerstraße 170/171. Dort Meter von ihm entfernt war, wurde er aufmerksam und versuchte, waren Fäffer mit Kollodium in Brand geraten. Da die Flammen sich durch einen Sprung über die Gleise in Sicherheit zu bringen. nicht mit Wasser zu löschen waren, blieb der Feuerwehr nichts Es war aber bereits zu spät. Die Lokomotive erfaßte Sch. Der weiter übrig, als zum Schuße der angrenzenden Schuppen eine Unglüdliche wurde unter die Räder geschleudert, die über ihn Schlauchleitung vorzunehmen und bis die Fässer mit dem Kollodium berbrannt waren, bereit zu fein. Erst als die Flammen keine hinweggingen und ihn zermalmten. Der Tod trat auf der Stelle ein. Charlottenburg. Nahrung mehr fanden, rückte die Feuerwehr wieder ab. Es Ueber die bevorstehenden Delegiertenwahlen zur Allgemeinen Ortsfrankenkasse referierte Genosse Flemming. Er empfahl eine rege Beteiligung für diese ebenfalls für die organisierte Arbeiterschaft wichtigen Wahlen. Die diesmalige Beteiligung müsse unter allen Umständen die vor zwei Jahren, wo nur 567 Mitglieder von 30 000 Versicherten ihr Wahlrecht ausübten, bei weitem überholen. Dieser Appell wurde in der Diskussion überall geteilt. Die nunmehr vorgelegte Kandidatenliste der Delegierten zur Staffe wurde mit Ausnahme der Metallarbeiter genehmigt. Begründet wurde die Ablehnung der Liste der Metallarbeiter damit, daß sie die auf sie entfallenden Ausgaben für die Gewerbegerichtswahl von 1906 bis dato noch nicht bezahlt hätten. Die Vertreter der Metallarbeiter erklärten, eventuell eine eigene Kandidatenliste aufstellen und ihren sofortigen Austritt aus der Gewerschaftskommission vollziehen zu wollen. Die Beschränkung der Berliner Droschkenzahl fordert der Vorstand des Verbandes deutscher Lohnfuhrunternehmer in einer Eingabe an den Berliner Polizeipräsidenten. Eine kürzlich im gleichen Sinne gehaltene Eingabe der Berliner Fuhrwerksbefizer vereine hat der Polizeipräsident ablehnend beschieden. Arbeiterbildungsschule. Der Vortrag über„ NaturDer Vortrag über Naturerkenntnis" wird nicht diesen Sonnabendabend im Gewerkschaftshaus, In der letzten Delegiertenfibung der Gewerkschaftskommission Feuerwehrbericht. Am Bußtage hatte die Berliner Wehr unfondern Sonntag bormittags 10 Uhr im Lokal der Arbeiterbildungsschule, Grenadier- unterbrochen zu tun. Unter anderem mußte in der Zeughof gab zunächst der Genosse Bagel einen Bericht über die Wahlen zum ftraße 20 ein großer Brand gelöscht werden, der um 3 Uhr nach- Kaufmannsgericht. Redner teilte mit, daß gegenüber den vorigen straße 37 stattfinden. mittags aus unbekannter Ursache in der Pianofortefabrik von Wahlen diesmal die auf die Liste des Zentralverbandes der HandLaurinat u. Comp. ausgekommen war und erst nach sieben- bezw. lungsgehülfen abgegebenen Stimmen givar eine Vermehrung er neunstündiger Tätigkeit gelöscht werden konnte. Als die Feuerwehr fahren hätten, jedoch sei nur ein Beisiger( gegenüber brei dort ankam, standen bereits große Mengen Nutzhölzer im vierten bei den vorigen Wahlen) gewählt worden. Dies sei ein Stockwerk des Fabrikgebäudes in Flammen. Brandmeister v. Berg Beweis, wie wenig gerade hier die Organisationsarbeit für den vom 8. Ruge ließ über die verqualmten Treppen und zwei große Zentralverband der Handlungsgehülfen unter den kaufmännischen mechanische Leitern fünf Schlauchleitungen vornehmen und fräftig Angestellten einsehen müsse. Wasser geben. Der scharfe Wind und die Kälte erschwerten in Verbindung mit der enormen Qualmentwidelung die Löschung ungemein. Die beiden Feuermänner Schulz und Neumeister von der 2. Kompagnie fielen infolge der Raucheinatmung bewußtlos um. Nachdem man ihnen Sauerstoff eingeflößt hatte, wurde Schulz nach dem Urban- Krankenhause und Neumeister nach feiner Wohnung gebracht. Der Feuermann Walter erlitt durch einen starken Wasserstrahl eine Augenverlegung und mußte ebenfalls fofort nach dem Urban- Krankenhause geschafft werden. Um an den Brandherd zu gelangen, mußten die Rohrführer mit Rauchschutzkappen ausgerüstet werden. erit noch ungefektem Wassergeben gelang es um Mitternacht, die Gefahr für die übrigen Werkstätten zu beseitigen. Der Schaden ist sehr bedeutend. Eine find große Mengen der wertvollsten Hölzer vernichtet. Brandwach: blieb auf der Brandstelle zurück. Mit der Aufräumung derselben wurde schon gestern früh begonnen. Während dieses Brandes tam in der Nähe, Mustauerstraße 34, Feuer aus. Dort brannten um 9 Uhr Kisten, Balten, Schaldecken u. a. in einer Badestube usw. Gleichgeitig hatte der 18. Bug in der Invalidenstraße 123 zu tun, wo ebenfalls Fußböden, Balten und Schaldeden usw. brannten. Ein zweiter großer Brand beschäftigte den Es wird behauptet, Sch. habe einen Selbstmordverfuch ge- 11. Zug in der Fürstenstraße 22. Dort stand ein Fachwerkgebäude macht und sich zu diesem Zwecke selbst auf die Schienen geworfen. mit Holzwolle, Brettern usw. in ganzer Ausdehnung in Flammen. Mit Energie griff die Feuerwehr abends um 8 Uhr ein und es geAus dem Fenster gestürzt hat sich vorgestern mittag die lang durch kräftiges Wassergeben, des Feuers bald Herr zu werden. 21jährige Tochter der Professorenwitwe Elsmann, Brinzenstr. 79. In der Alten Jakobstraße 94/95 stand ein Wagen mit sogenannter Vor einem Jahre starb der Water des jungen Mädchens und feit- roher Glasware in Flammen. Diese hatten besonders an der VerEin Opfer der Kälte. Tot aufgefunden wurde in der vorlegten dem trug die G. ein etwas schwermütiges Wesen zur Schau. Bor- padung reiche Nahrung gefunden, so daß tüchtig gelöscht werden gestern in der Mittagsstunde stürzte sie sich plötzlich aus der in der mußte. Durch die Explosion einer Flasche mit Benzin tam gestern nacht auf dem Luifenplatz die 63 Jahre alte Witwe Berta Zirbel. zweiten Etage belegenen Wohnung auf den of hinab. Haus- abend in der Koloniestraße 36 Feuer aus. Gleichzeitig liefen einer Unterkunftsstätte gesucht. Sie legte sich vorgestern abend in Die alte Frau war obdachlos gewesen, und vergeblich hatte sie nach bewohner trugen die Lebensmüde, die sich schwere Knochenbrüche Alarme aus der Spenerstraße 27, Badstraße 54, Neuen Friedrich- den Anlagen des Quisenplages nieder, schlief ein und sollte nicht zugezogen hatte, nach der elterlichen Wohnung hinauf und zwei ftraße 71, Friedenstraße 47, vom Nordufer 9, aus der Landsberger den Anlagen des Luiſenplages nieder, schlief ein und sollte nicht wieder erwachen. Ein Schußmann fand die Wermste gestern morgen hinzugerufene Aerzte bemühten sich um die Schwerverletzte. Sie ftraße 14, vom Schöneberger Ufer 25, aus der Rochstraße 20, wieder erwachen. Ein Schuhmann fand die Wermste gestern morgen veranlaßten ihre Ueberführung nach dem Krankenhause am Urban. Matthieustraße 17, Große Frankfurterstraße 4, Gerichtstraße, zur Leiche erstarrt auf. die die Tat begangen. wehr sich nicht gönnen; taum war sie von einer Brandstelle zurück, Zweimal wurde fie fogar bösDen Kopf gespalten. Das Opfer eines schrecklichen Unglüds- mußte sie aufs neue ausrüden. falles ist am Dienstagnachmittag der Arbeiter Heinrich Kamenz willigerweise alarmiert. Erst um 4 Uhr nachts nach der Gartenaus der Utrechterstraße 10 geworden. S. war auf einem Neubau straße 74 und dann eine Stunde später nach der Gartenstraße 41. in der Ilferstraße tätig gewesen. Er hatte nachmittags im zweiten Die Täter sind leider unerkannt entfommen. Der erste Bug hatte Stockwert am äußeren Mauerwerk zu arbeiten und stürzte dabei, fast zu derselben Zeit in der Landsbergerstraße 14 zu löschen. Dort das Gleichgewicht verlierend, in die Tiefe. Während des Sturzes war in einer Schmiede Feuer ausgekommen und hatten die schlug er unglüdlicherweise mit dem Kopf auf einen scharfen, Flammen Regale Badmaterial, das Dach der Schmiede und anderes fantigen Balten auf, so daß der Schädel vollständig gespalten erfaßt. Nach kräftigem Wassergeben gelang es, den Brand auf wurde. In hoffnungslosem Zustande fand der Berunglüdte im die Schmiede zu beschränken. In der Monumentenstraße 17 wurde Krantenhause Moabit Aufnahme. mit Erfolg ein Sauerstoffapparat bei einem Schwerkranken benutzt. Einen Gottfried August Bürger- Abend zum Besten des Leseklubs Bildung Berliner Blinden- Vereinigung" veranstaltet Herr Start Albert Stripp unter Mitwirkung tüchtiger Künstler am Sonnabend, den 28. November, im Oranien- Salon, Dranienstr. 170. trittsgeld ist auf 30 Pf. bemessen. Von allen Rednern wurde das Verhalten der Metallarbeiter scharf verurteilt und die anwesenden Vertreter der anderen Ges vertschaften ersucht, für eine zahlreiche Beteiligung am Tage der Sonntag, den 24. d. M., von 9-12 1hr vorWahlen mittags- Gorge fragen zu wollen. Unter Gewerkschaftliches" wurde auf Antrag des Genoffen Greke( Steinsetzer) beschlossen, über die Vorteile einer Verschmel zung mit der Berliner Gewerkschaftskommission als Unterkommission in der nächst kommenden Sigung ein Referat von einem Mitgliede des Ausschusses der Berliner Gewerkschaftskommission halten zu lassen. In einem Anfall geistiger Umnachtung hatte das junge Mädchen Monumentenstraße 17 u. a. Stellen ein. Nuhe fonnte tstraße, zur Leiche erstarrt auf. " Das EinJu der Zweigstelle des städtischen Arbeitsnachweises Charlotten burg am Wittenbergplatz 4, Ede Bayreutherstr. 8, läßt sich auch in den beiden leztverflossenen Monaten eine bedeutende Steigerung der Vermittelungstätigkeit beobachten. Während im Monat September 1906 von 1479 offenen Stellen nur für 360 geeignete Personen zu gewiesen werden konnten, wurden im September dieses Jahres von 1887 offenen Stellen 512 besetzt. Die Vermittelungsergebnisse des Oktober waren im Jahre 1906 338 auf 997, im Jahre 1907== 491 auf 1021 offene Stellen. Die Zahl der Stellengesuche hat sich von 488 im September 1906 auf 655 im September 1907 und von 571 im Dftober 1906 auf 685 im Oftober 1907 vermehrt. Wilmersdorf. Ein schwerer Automobilunfall hat sich am Bußtage am Kotta Ein entsetzlicher Betriebsunfall hat sich Dienstag abend in der Duser Ufer zugetragen. Der achtjährige Schüler Otto Gischte, Schokoladenfabrik von Wilczed in der Bragerstr. 7 ereignet. Während Liegnizerstraße 40 bei den Eltern wohnhaft, hatte vor dem Grundder Arbeit geriet die 32jährige Fabritarbeiterin Klara Wolff, Sleiftstück Kottbuser Ufer 18 den Fahrdamm überschreiten wollen, als ftraße 58 wohnhaft, mit dem rechten Arm in das Getriebe einer er bon einem entgegenkommenden Droschtenautomobil erfaßt und Walze, die sie bedient hatte. Die Hand wurde zwischen das Walzunter die Räder geschleudert wurde. Der schwere Kraftwagen Einen Kunstabend haben die Metallschleifer und Graveure( Mit- werk geriffen und vollständig zermalmt. Auf die Schmerzensschreie ging über den Knaben hinweg. In bewußtlofem Zustande trugen glieder des Deutschen Metallarbeiterverbandes) am Sonnabend, den der Verunglückten wurde die Maschine sofort zum Halten gebracht, ihn Passanten nach der Rettungswache, wo der Arzt eine Gehirn 23. November, abends 81% Uhr, in Stellers Philharmonie, Köpenicker- doch verging geraume Zeit, bis die Maschinenteile auseinandererschütterung, schiere innere Verletzungen sowie einen fomplizierten Beinbruch feststellte. G. fand im Krankenhause Moabit traße 96, arrangiert. Hervorragende Kräfte, wie Frau Birnbaum genommen und die W. aus ihrer entfeglichen Lage befreit werden ( Bioline), Frau Luife Sloffegt- Müller( Gefang), Nezitator Mag konnte. Aufnahme. An seinem Aufkommen wird gezweifelt. Laurence und Herr Leo Kestenberg( Klavier) haben ihre Mitwirkung Der Gefangverein Kreuzberger Harmonie"( M. d. A.-S.-B.) zugesagt. veranstaltet am kommenden Sonntag, 24. November( Toten- Sonntag) Zeugen gesucht. Derjenige junge Herr, der im Sommer eines in der Brauerei Friedrichshain( früher Lipps) am Königstor ein Sonntagsmorgens gesehen haben will, daß einem in der Frank Konzert. Der Verein wird mehrere Chöre zur Aufführung bringen; furterstraße auf einer Bank schlafenden jungen Manne die Uhr ans außerdem ist das Berliner Sinfonie- Orchester mit seinem Dirigenten der Tasche genommen wurde und dieses einem Herrn, der später Maximilian Fischer und die Konzertfängerin Frau Herta Geipelt ge- von einem hinzufommenden Schußmann zur Wache fiftiert wurde, wonnen worden. Das Konzert beginnt präzife 7 Uhr. Brogramme erzählte, wird dringend gebeten, feine Adresse an F. A. Eichelbaum. sind im Vorverkauf zum Preise von 50 Pfennigen bei den Mit O. 84, Seidenfeldstr. 15, mitzuteilen, ebenso diejenigen Herren, die gliedern zu haben. später hinzufamen. Vorort- Nachrichten. Lichtenberg. Die zur Einsichtnahme ausliegenden Wählerlisten zur Stadtverordnetenwahl weisen insgesamt 11 235 Wähler auf. Hiervon entfallen auf die erste Abteilung 78, auf die zweite 1123 und auf die dritte Abteilung 10 034 Wähler. Demnach hat ein Wähler der ersten Abteilung ebenso viel Recht wie 128 Wähler der dritten Abteilung. Nicht etwa Intelligenz, sondern der Geldsack ist es, der den Wählern der ersten Klasse ein so großes Stecht verleiht. Mahlsdorf a. d. Ostbahn. Das dritte Künftlerkonzert des Gesangvereins Nordwacht", das Politische Zeitfragen lautete das Thema, über das Genosse uto in der Mitgliederversammlung des Wahlvereins referierte. am Bußtage in den Germania- Sälen" in der Chauffeestraße stattIn markanter Weise tennzeichnete Rebner die gegenwärtige Situa fand, erfreute sich eines zahlreichen Befuches durch die Gönner dieses tion, dabei bes elenden preußischen Dreiflassenwahlrechts zum draußen im Norden allgemein bekannten Vereins. Die Besucher preußischen Landtag besonders gedenkend. Da von den Freisinnswurden in ihren Hoffnungen auf einen angenehmen Abend auch Schöneberg. Agitiert für die Stichwahlen! mannen ein Gintreten für das Reichstagswahlrecht zum preußivollauf befriedigt. Der unter Leitung des Herrn Blobel stehende Gefangverein zeigte durch den Vortrag der Lieder: Nachtzauber" Nur noch einige Tage trennen uns vom Tage der Stichwahlen schen Landtag, nun doch nicht zu erwarten sei, liege es wieder am von Storch, Abschied vom Walde" von Klauer, Mein Schifflein" im 1., 2. und 10. Bezirk. Diese furze Zeit muß für die Agitation Proletariat, seine Forderungen und Wünsche durch machtvolle Eine Diskussion von Beschmitt und" G'hab di wohl" von Fehl, daß er eifrig und gut gehörig ausgenutzt werden, damit das, was die Sozialdemokratie in Demonstrationen in die Welt hinauszuschreien. gelernt hat. Direktor Alexander Altmann brachte sehr nette Violin- der Hauptwahl begonnen, in der Stichwahl zu Ende geführt werden schloß sich an den mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Vortrag nicht. Die Versammlung beschloß hierauf, am 1. Weihnachtsfeierfolis zum Vortrag, während Frau Marg. Waltotte einige ernste Lieder fang: auf dem Gebiete der Rezitation ist fie stärker als auf bem fan. Die Gegner geben sich die größte Mühe und verrichten, eine tag wie alljährlich ein Bergnügen mit Kinderbescherung abzuhalten. des Gefanges. Den stärksten Erfolg des Abends hatte ungweifelhaft fieberhafte Agitation, um die noch zur Wahl stehenden Bezirke an Alsdann wurde mitgeteilt, daß an einem Sonntag im Dezember die sonst im Baffagetheater wirfende BellaFields", die indische fich zu reißen. Das muß jeder Genosse, jeder Arbeiter zu verhindern eine öffentliche Bersammlung mit besonders gewähltem Thema stattfinden wird, und daß Parteiprotokolle, Neue Welt und Nachtigall" genannt, für sich. Diese schwarze Sängerin verfügt über sudjen. gewaltige Stimmittel und außerdem über eine Vortragstechnik, die Arbeiter! Barteigen offen! Am heutigen Freitag, Arbeiternotizkalender usw. beim Spediteur Schmidt zu haben find. Die Zuhörer enthusiasmierten, in manchem Sänger aber wenn abends 8 Uhr, findet eine Volksversammlung in Wilhelmshof". Staulsborf am 30. November in dem gesperrten Lokal von Göße ein Zum Schluß wurde noch darauf hingewiesen, daß der Sparverein in das Gefühl des Neides wachgerufen haben mag. Gbersstr. 80, statt. Genoffe Rathmann behandelt das Thema: Vergnügen veranstaltet und Sie Glenoffen etwa angebotene Billetts In nie endenwollendem Applaus brachte das Bublifum feinen Danf Die Straßenbahner und die Schöneberger Rom- zurüdweifen sollen. für die Vorträge zum Ausdruck. Das Sinfonieorchester des Gerrn munalwahlen". Diese Versammlung ist für uns ganz bes Vogel umrahmte das reichhaltige Brogramm, von dem im ganzen gefagt werden tam, daß es zu reichlich war. Von 7 bis 12 Uhr, fonders wichtig, es wird deshalb zahlreicher Besuch erwartet. Die alfo fünf Stunden hintereinander, Konzert zu geben, ist des Guten Kandidaten der Partei sind: zuviel; weniger wäre mehr gewesen. auch heimlich " " Im 1. Bezirk:, Buchdruder Paul Magnan, Tischler Franz Thielte Im 2. Bezirk: Gastwirt Ernst Obst, Martin Luther Im 10. Bezirk: Schriftsteller Eduard Bernstein, Das sozialdemokratische Wahlfomitee. Bu refognozzieren. Am 16. November 1907 ist im Jagen 298 Der Köpenider Forst ein unbekannter Mann aufgehängt aufgefunden. Derfelbe ist etwa 46-48 Jahre alt, 1,75 Meter groß, hat furges, ftraße 51. graumeliertes Haar, graumelierten Schnurrbart, und trug blau und weißtariertes Jackett und Weste, schwarz und weißgestreifte Hose, Mechaniker Nichard Gabriel. braune Unterjacke, blau und weißgestreiftes Borhemd, rosa und weißgestreiftes Hemd, weißes Trikothemd, ebensolche Unterjacke, rotbraune Strümpfe, schwarze Bugstiefel und schwarzen, weichen Filzhut. Ferner ist am 15. November 1907 im Jagen 806 der Köpenider Forst ein unbekannter Mann erhängt aufgefunden. Dieser wird beNixdorf. Zu dem Gerücht von einem Berbrechen gab ein Leichenfund Ber laffung, der in der gestrigen Nacht auf dem Neubaugrundstüd RanseaAdlershof. Ueber die materialistische Geschichtsauffaffung referierte in der Mitgliederversammlung des Wahlvereins Genosse H. Müller. Das treffliche und instruktive Referat wurde von den Genossen mit lebhaftem Beifall aufgenommen. Der Vorsitzende machte alsdann auf die bevorstehende Wahlrechtsbewegung, insbesondere auf die am nächsten Dienstag stattfindende Protestversammlung aufmerksam. Auf die vom Wahlverein eingelegte Beschwerde gegen das Verbot der Volksversammlung vom 28. September, die sich mit der Jugendorganisation und ihren Feinden beschäftigen sollte, wurde vom Landrat der Bescheid, daß die Versammlung mit Recht verboten worden sei, da die Versammlung vom Verein der jugendlichen Arbeiter und Lehrlinge einberufen gewesen sei. Dem aber, meint Redner, sei nicht so, sondern die Versammlung war vom Genossen Schindhelm rfnBcrufcn und eine öffentliche, zu der iedcr Zutritt hatte. Genosse Schindhelm als Obmann der Lotalkouiinission teilte nocb mit. dah daS Lokal Ruhwald und das frühere Bleckscke in der Scdaiistr. S der Arbeilerscbaft zur Verfügung stehen. Aufgenommen wurden 33 Genossen, sodatz jetzt der Verein 436 Genossen zählt. Weihensee. Sechs Rektoren der hiesigen ÄwtSschule haben ein Schreiben an Sie Gemeindcvcrlrcter geriMtet, i» loelchem sie ersuchen, dag ihnen das Grundgehalt von 2000 ans 2500 M. erhöbt werden möge. Aus einer beigefügten Tabelle über die Grundgehälter der Rektoren in den einzelnen Vororten ist ersichtlich, dag Weiszensee mit an niedrigster Stelle steht. Für unsere Vertreter würde dieser Einwand vollständig genügen, um die Gehaltserhöhung der Rektoren als ge- rechtfertigt ericheinen zu lassen. In dem Schreiben wird alsdann noch weiter dargelegt, wie sehr die Lebensmittel und Gebrauchs- gegenstände in den letzten Jahren gestiegen seien und das; es selbst bei bedeutenderem Einkominen nicht mehr möglich sei. standesgemäß auszukommen. Zum Schluß aber suchen die Herren Rektoren ihrer Gehaltserhöhung eine Begründung zu geben, die mit den Tatsachen aus heftigem Kriegsfuß steht. Es heißt hier: Ganz besonders gilt dieS von denjenigen Kreisen, welche feste Gehälter beziehen, die sich den veränderten Strömungen des Wirtschaftslebens nicht ohne weiteres anpassen, das sind die Be- amten und Angestellten in ihrem gesamten Umfange. Sic müssen sich trotz jahrelanger kostspieliger Vorbereitung auf ihren Beruf und trotz verantwortlicher- Stellung in demselben heutzutage vielfach be- schänti verstecken vor den ganz enormen Löhnen zahlreicher Arbeiter, Gehülfen und Gesellen, von den Meistern ganz zu schweigen. So oerdient z. B. ein gewandter Stukkateur hier am Orte wöchentlich seine 70 M., ein tüchtiger Töpfergeselle kommt sogar auf 80 bis 90 und 100 M.. ebenso hoch ist der Wocheulohn eines Holzstab- FußbodenlegerS, Ivie wir uns selbst überzeugt haben. DaS bedeutet aber ein Jahreseinkommen von 3500—5000 M. Und wie man unS von glaubwürdiger Seite aus versichert hat, sollen in den großen Fabriken der Metallindustrie Berlins und Umgegend besonders fleißige und geschickte Leute es sogar bis zu 150 M. in der Woche bringen, was also jährlich über 7000 M. betragen würde! Wenn man ein Schelm wäre, würde man sagen: Herr Rektor, sattle mn. mit Deiner Kenntnis und etwas Fleiß würdest Du als Schlosser in einem großen Betriebe der Metallindustrie 200 M. pro Woche verdienen, macht pro Jahr 10 000 M. Hierüber noch weitere Worte zu verlieren, hieße Wasser ins Meer tragen. Jedensalls zeigt das Schreiben, daß die Petenten keine blasse Ahnung von den Ein- koinmensverhältnissen der Arbeiterschaft haben, sonst hätten sie nicht solch horrenden Blödsinn niederschreiben können. Bei unseren Wer- tretern können solche Argumente natürlich bei der Zustimmung nicht in Betracht kommen. Vielleicht finden die Herren bei den bürger- lichen Vertretern für ihre Musik einen besseren Resonanzboden. Wittenau. Ei» folgenschwerer Gcrüstcinfturz ereignete sich gestem nach- mittag 2 Uhr auf dem Grundstück von Tobler. Wie man tmS mitteilt. wurden dort Arbeiten von der Firma Dannebcrg u. Quant ausgeführt. Infolge mangelhafter Rüstung fiel gestern das Gerüst plötzlich zusammen, wodurch der bei der Fuma beschäftigte Monteur Leo Kugler einen Armbruch erlitt. Von den zwei bei Tobler be- schästigten Schmieden Hilgeudorf und Schmidt wurde dem ersteren ein Finger von der linken Hand abgeschlagen, während der letztere mit leichteren Verletzungen davonkam. Beniau. Vollständig niedergebrannt ist am Dienstagabend gegen 8 Uhr die auf dem Mühlenberge belegene vielen Ansflüglern wohl- bekannte, nahezu zwei Menschenalter alte historische Windmühle. Da die Mühle unmittelbar am Wege, welcher nach dem Liepnitzsee führt, lag, so war dieselbe im Sommer ein Anziehungspunkt für viele Ausflügler. Die Mühle war zur Zeit des Brandes von Korn ge- füllt und befand sich in Betrieb. Der bedeutende Schaden ist durch Versicherung gedeckt. Ueber die EntstchungSursache ist noch nichts bekannt. NolvaweS. In der letzten WahlvereinSversammliing führte Genosse Krähnberg lebhafte Beschwerde ühar die schlechte Beteiligung an der letzten Agitationstour. Er ermahnte die Mitglieder, ange- sichts der wirtschaftlichen und politischen Situation sich an den Aktionen der Partei stärker als bisher zu beteiligen.— Weiter nahm die Versammlung eine Resolution an, wonach es den Ge- werlschaften und den auf dem Boden, der modernen Arbeiterbewe- gung stehenden Gesang-, Turn-, Nadfahrvereinen usw. zur Pflicht gemacht wird, bei Wahl von Vorstandsmitgliedern darauf zu achten, daß dieselben politisch organisiert sind und die sozialdemo- kratische Presse lesen, wogegen es sich der Wahlverein zur Pflicht macht, bei Delegationen usw. nur solche Genossen zu bcrücksich- tigeii, die gewerkschaftlich organisiert sind, wenn für sie eine Be- russorganisation existiert, und die Partciprcsse lesen.— Hieraus hielt Genosse G e m o l l einen längeren Vortrag über die Tätigkeit der sozialdemokratischen Gemcindevertreter, in welchem er die Stellung der sozialdemokratischen Fraktion zu den einzelnen Be- schlüffen der Vertretung eingehend darlegte. Nach einer längeren Diskussion, in welcher sich die Genossen hauptsächlich über Schul- und Straßenbahnfragen verbreiteten, wurde ein Antrag ange- nammen, eine Petition in den Bezirkslokalen auszulegen,«n welcher der Schulvorstand ersucht werden soll, dahin zu wirken, daß der Vormittagsunterricht in den Volksschulen um l2 Uhr mittags statt wie bisher um l Uhr beendet wird, damit die Kinder gemein- schaftlich mit ihren Familien das Mittagsmahl einnehmen können. Nach Erledigung einiger interner Angclcgeiiheitcn wurde die nur schwach besuchte Versammlung geschlossen. ßeriebts- Deining. Was Volle'S Milch wert ist, wollte Herr Bongert, Obertierarzt am Schlachthof der Stadt Berlin, vor Gericht feststellen, wenn die Firma C. Bolle ihre Drohung, ihn wegen Beleidigung zu verklagen. tvahr machen wurde. Bongert, der ehemals Leiter des bakteriologischen Laboratoriums der Bolleschen Meierei ge- Wesen war. hatte die Firma(5. Bolle dadurch gekränkt, daß rr in seinem bekannten Beleidigungsprozeß gegen den Arzt Dr. Engel in öffentlicher Gerichtsverhandlung beiläufig be inerkt hatte, Bolle's K i n d e r ni i l ch habe ja»och mehr Tuberkelbazillen enthalten als die Milch aus den Molkereien, die von der„Gesellschaft zur Bekämpfung der Säuglingssterblichkeit" empfohlen worden waren. Engel und Bongert hatten beide zum Vorstand dieser Gesellschaft gehört, und aus dem Streit zwischen Bolle und ihr war jene Klage Bongert-Cngel hervorgegangen. Bongert wieder- holte später seine Behauptung über Bolle's Milch auch in der Zeitschrift„Medizinische Reform", und daraufhin erhob dann die Firma C. Bolle gegen ihn die Beleidigungs- klage. Am Donnerstag stand vor dcx 147. Abteilung deS Schöffengerichts Berlin-Mitte Termin an. Auf die An- regung des Vorsitzenden, die Sache durch Vergleich zu be- enden, erwiderte Bolle's Nechtsbeistand, der 5Häger sei hierzu bereit, wenn der Beklagte jene Aeußcrung zurück nehme Bongert lehnte das ab. Es wurde dann zunächst nur darüber verhandelt, welche der zahlreichen Zeugen, die von den Par- tcien vorgeschlagen worden sind, zu laden seien. Bongert verspricht zu beweisen, daß die Finna C. Volle Kindermilch von Kühen, die tuberkulös befunden worden seien, verkaust Hobe. Wir wollen sehen, ob dieser Beleidignngsprozeß, sü: den nun ein neuer Termin anberaumt werden muß, die lvünschenslverte Aufklärung bringen wird. Der Hauptmann von Köpenick als Streitobjekt. Wegen Vergehens gegen das Gesetz betreffend das Urheberrecht an Werken der bildenden Kunst hatte sich am 1. Juli vor dem Landgericht I in Berlin der Postkartenverleger Emil N i x d o r s zu verantworten. Den Strafaulrag hatte der Pastkarteiivcrlegcr Marcus gestellt. Bei diesem war eine Ausichtspositarte erschienen, welche den Hauptmann von Köpenick bei seinem Einzüge in Tegel (d. h. im Gefängnis) darstellte. Diese Karte hatte der Angeklagte nachgedruckt. E i neu strafbaren N a ch d r u ck Hai aber das Landgericht darin nicht erblicken können, weil ein Kunstwert in der Zeichnung nicht gesehen wurde und ivcil eS sich bei einer Postkarte mn einen Gegenstand des Verkehrs handle.— Die R e- Vision des Nebenklägers Marcus wurde am DieuStag vom Reichs- geeichte verworfen._ Zum BercinSrecht. Strafrechtliche Haftung für die Tat eines andern ans Grund des sächsischen Verein sgcsetzeS. Vom Landgerichte Leipzig sind am 19. April der Tischler Moritz Börner wegen Beleidigung in zivei Fällen zu 80 M. und der Lagerhalter Martin zu 20 M. Geldstrafe verurteilt worden. Am 20. Januar d. I. fand in Großpösna eine Reichsiagslvahlversamm- lung statt. Martin war gewählter Leiter, Börner Referent. Letzterer behauptete u. a.. die Polizei verbiete Arbeitervereinen Tellersamm- lungen, während sie sie anderen Vereinen gestalte. Die Amts- hauptmannschaft messe die Arbeiter mit anderein Maßet Säle, wo Arbciterversammlungen stattfinden, würden anders behandelt als andere. In diesen Aeußerungen wurde der Vorwurf der Parteilich- keit gegen die Polizei erblickt. Durch eine andere Aeußerung soll Börner die Gendarmen beleidigt haben. Martin wurde nun wegen der Aeußerungen Börners ebenfalls verurteilt, weil et nicht, wie es nach dem Vereinsgesetz seine Pflicht geweseit wäre, dagegen eingeschritten ist. Der Schutz des Z 193 ivurde übrigens Börner in beiden Fällen zu- gebilligt doch wurde die Absicht der Beleidigung aus der Form her- geleitet.— Die Revision der beiden Angeklagten war materieller Natur. Martin insbesondere behauptete, er Imme unmöglich als Mittäter verurteilt werden. Der R e i ch S a n w a l t hielt die Revision Börners soweit für begründet, als die Beleidigung der Amtöhauptinanuschast in Frage kommt, da das Landgericht' hier Form und Inhalt verwechselt habe. Die Rüge Martins erklärte er für berechtigt. Nach dem Sinne des Urteils solle der Leiter einer Versammlung so angesehen werden, als wenn mit seinem Wissen und Willen die Aeußerung vom Redner getan war. Da? gehe aber bei tz 185 nicht. Es müsie bewiesen werden, daß Martin die Aeußerungen Börners als seine eigenen gelten lassen wolle; das sei aber nicht geschehen.— Das Reichsgericht hob ant Dienstag das Urteil im ballen Umfange auf und verivies die Sache an das Land- gericht zurück. Der Begriff der Beleidigung ist verkannt worden. ES handelte sich um Aeußerungen, die im gewöhnlichen Leben ge- bräuchlich sind; in einem solchen Falle kann nicht ohne weiteres Be- leidigung durch die Form angcnoininen werden. Eine schrankenlose Haftung für fremde Schuld soll nach dem Gesetz nicht eintreten; nach§ 48 des VereinSgesetzcS hat jeder einzelne für seine Aeuße- rungen lediglich selbst einzustehen. Von den Folgen der dem An- geklagten zur Last gelegten Unterlassung ist in dem Urteil keine Rede, also kann er auch nach der Richtung hm nicht verantwortlich gemacht werden._ Ist„General" oder„Heiliger' beleidigend? Der bekannte Generalsekretär des Metall- industriellen-Berbandes Nasse hatte gegen den Redakteur der.Holzarbeiter-Zeitung" Deinhardt in Stuttgart bei dem Amtsgericht Bcrliu-Mitte Privatklage wegen Beleidigung erhoben, weil in der.Holzarbeiter-Zeitung' ein Artikel gestanden hatte, der sich mit der Wirksamkeit deS Herrn Nasse beschäftigte, und worin er als.Generalscharfmachcr' und als „sonderbarer Heiliger deS ScharfmachertumS" bezeichnet wurde. Die Verhandlung fand am Donnerstag statt. Der Verteidiger Dcinhardts, Rechtsanwalt Wolfgang Heine, beantragte die Vernehmung einer großen Reihe von Zeugen und Sachverständigen. Diese sollten eine Fülle von Einzelheiten bekunden, in denen der Privatkläger Nasse die Jnterefscnläntpfe zwischen Arbeitern und Arbeit- gcbcrn durch seine Einwirkung verschärst hätte, z. B. tudem et von Vereinbarungen abriet, das Verhandeln vor dein Einignngsamt des Gewerbegerichts hintertrieb, die Einrichtung paritätischer Arbeits- nachweise bekämpste und die sogenannten Arbeitsnachweise der Arbeit- gebet förderte, die von den Arbeitern lediglich als KoutrollbureauS zur Einschüchterung und Fernhaltung selbständig denkender Kollegen angesehen würden. Herr Nasse beantragte durch seinen Vertreter, Rechtsanwalt Henittgson. keinen Zeugen zu vernehmen, lveil er sich lediglich durch die Form beleidigt fühlte. Er plädierte auf eine sehr einpfiudlichc Geldstrafe, weil eS nötig wäre,„den Ton der Presse und deS politischen KniupfcS auf diese Art zu heben'. Der V e r- leidiger deS Beklagten blieb bei seinem BcwctSaittrage und erwiderte, daß die Ausdrücke, die die Gegner der Gewerkschasis- belvcgnng und der Sozialdemokratie gegen diese zu gebrauchen pflegten, hundertmal schärfer wären, schon iveil aus ihnen der Haß spräche, der die Ehre des anderen nicht gelten lassen wolle. Scherz- hakte Ausdrücke wie„sonderbarer Heiliger' wären keine Be- leidigung. Das Gericht nahm an. in dem Ausdruck.Scharfmacher' liege keine Beleidigung, aber in der Verbindung mit dem Worte „General" und in dem Worte.sondetbarer Heiliger' könnten übermäßig empfindliche Leute allenfalls eine Kränkung erblicken. SnS diesem Grunde wurde Deinhardt zu 10 Mark Geldstrafe verurteilt. Schade, daß die Gelegenheit genommen war, die sozialpolitische Wirksamkeit des Herrn Nasse einmal durch Beweisausnahme an Gcrichtsstelle zu beleuchten. Vermilebtes. Eisenbahiniufälle. Amtlich wird attS Dortmund vom gestrigen Tage gemeldet: Heute morgen 6 Uhr 42 Minuten fuhr der Schnellzug 190 von Eger über Soest, Dorlmund-Süd nach Oberhauseu— Langendreer-Süd ans eine das Hauptgleis kreuzende Maschine mit Packwagen. Hierbei ent- gleiste die Zugmaschine mit zwei Wagen. Verletz! sind Therese Schwinger auf der Reise nach Homburg. Kaufmann Josef Josephsohn aus Soest, Kaufmann Gottlieb Siebert aus Dortmund, Techniker Hermann Sieteutop ans Kastel; ferner die Postbeamten Oberpostschaffner Karl Hohnstein aus Kassel, Oberpostassistent Scharrl und Postassistent Jacobi aus Kastel, und die Eisenbahnbeninten Lokomotivführer Untcrberg und Lokomotivheizer Bernhard Otto aus Oberhauseu. Zug- fllyrer Müscher, HültSschoffuer KregschefSky. Aitshiitssheizer Druckes, die Schaffner Z,elack und Storck, Lokomotivführer Diestelkamp, sämtlich aus Wanne. Die Reisettden find, nachdem sie die erste ärztliche Hülfe erhalten, weiter gereist, während die Beamten dem Kranken- hause in Witten iiberwtesen wotden sind. DaS HauptgleiS Langen- drecr Süd— Esten wird auf die Dauer von sechs Stunden gesperrt sein. Der Betrieb ersolat durch Nebengleise. Der Materialschaden ist ziemlich bedeutend. Zur Zeit des Unfalles herrschte sehr starker Nebel. Die UntersuchungSverhandluitgen bezüglich der Schuldfrage sind eingeleitet. Einer Meldung aus Miihrisch-Ostra» zufolge entgleiste kurz vor der Station Leipmk der nach Oderberg abgelassene Güterztig. Die Lokomotive stürzte den Bahndamm hinab, acht Waggons wurden zertrümmert, der Zugführer tödlich verletzt. Budapest, 21. November. Zlvtschen Palmafalva und Jglo«nt» § leiste ein gemischter Zug. Die Lokomotive stürzte den Bahndamm iitab. Es wurde niemand verletzt. 3t Arbeiter verschüttet. Eine furchtbare Katastrophe hat sich am Mittwochmittag zwischen Cannes und Graste(Seealpett-Departement) ereignet. Durch einen Erdrutsch, der sich bei einem Straßenbau zutrug, wurden zahlreiche Arbeiter verschüttet. Aus Paris werden über die Katastrophe noch folgende Einzelheiten gemeldet: Ein im Bau begriffenes Stauwehr, mittels dessen der Loupbach für eine elektrische Anlage nutzbar ge- macht werden soll, gab unter dem Druck der Wasscriitassen nach und stürzte ein. 31 Arbeiter wurden unter den Erdmassen und Steint, timmern begraben. Eine Kompagnie Geniesoldaten und zlvci Abteilungen Alpenjäger wurden sofort zu den RettungSarbeiten aufgeboten. Bis gestern abend wurden 1b Leichen geborgen. Explosion im Kohlenbunker. Einer Meldung au? Algier zn- folge erfolgte gestern an Bord des deutschen Dampfecs„Woolinde' eine Explosion, verursacht durch die Gase, die sich im Kohlenraume aitgeiainmelt hatten. Als die Explosion erfolgte, waren zahlreiche Eingeborene mit der Löschung der Ladung beschäfligt. Sechs der- selben erlitten ziemlich schwere Brandwunden; das Schiff selbst ist nur leicht beschädigt. Es schneit. Salzburger Meldung zufolge ist im ganzen Alpen- aebiet gestern Schnee gefallen. Alle Berge sind damit bedeckt. Es ichueit fort. Ausbruch der Benlenpest. Wegen de? Ausbruchs der Beulenpcst in Philippeville verfügten die Seebehördcn in Trieft, daß die dortigen Provenienzen den eittsprechenden sanitären Maßnahmen zu unterliegen hätten. Brennende Pulverfabrik. In A n n e l o e f ist nach einer Mel- dung aus Landstrone bei einem Brande der dortigen Pulverfabrik ein HanS mit 20 000 Kilogramm Pulver in die Luft geflogen. Menschen sind dabei nicht zu Schaden gekommen. Erdbeben. Nach einer Meldung aus Reggio di Calabria wurde Mittwoch nachmittag 6 Uhr 15 Minuten in Ferruzzotto. Vruzzauo, Biancv und anderen Orten der Umgegend eint stalle Erd- erschütterung wahrgenommen. Die Bewohner flüchteten erschreckt iuö Freie. Auch gestern früh 3 Uhr wurde neuerer Meldung zufolge eine ziemlich heftige Erderschütteruug in der durch das Erdbeben bereits heimgesuchten Gegend wahrgenommen; auch in Reggio und anderen Ortschaften wurden Erdstöße verspürt, die jedoch leichter ivaren. Nachmittags 3'/, Uhr erfolgte ein neuerlicher Erdstoß. Die Be« völlcrung ist erschreckt. ES fällt starker Regen. Der TyPhuS. Pariser Meldung zufolge ist in Bcrdun auS Anlaß der in der Garnison herrschenden Typhusepidemie eine ans mehreren Deputierten bestehende Kominission eingetroffen, um die Kasernen zu untersuchen. Bisher sind 68 Typhusfälle, von denen Vier tödlich verlaufen sind, gemeldet worden. Zentralderbaud der HniidlinigSgehiilfen und Gehiilfinne» Dentschiauds. Bezirk Berlin. Heute abend S Uhr Versammlung M den Anninhallen, Koutmaitdaiileustr. 5v. Eingegangene Oruckfedriften. Morgen. Wochcnschrist für deutsche Kultur. Nr. 24. Preis 50 Pf. Verlag: Marquardt u. Co„ Berlin W. 50. Englisch. UnterrlchtSdriese. Ltcserung 1. Von Dr. H. Löwe. Licseruttg 50 Pf. Rtgenhardtschi Verlagsanstalt, Berlin W. 57. Zum Streit um Kleinlimis und Mietskaserne von Prof. Dr. A. Voigt. 50 Ps.— Eine Erwiderung von Dr. C. J. Fuchs. 50 Pj. Verlag: O. V. Böhmcrt in Dresden. Verliner Marktpreise.«lnS oem amtlichen Bericht der stSdllschen Marklbaklen-Direttion.(Grotzbandel.) Ochsensteisch l» VS-70 pr. 100 Pfd., IIa 62 67, Ula 66- 69, Bulleiisleisch la 65-70, IIa 53-62, Kühe, fett 50—58, do. mager 40—49, Fresser 54—62, Bullen, dänische 54—67. (hild fleisch, Dvppelleiider 110—123, Mastkälbcr la 82-92 Ha 72-80, Kälber ger. gen. 52—68, do. Holl. 48—54. Hannnellleilch Mast- länuner 76—78, Hammel la 63—72, IIa 62—67, iiiigar. 0,00, Schafe 47—60. Slbiveiiicüciich 52-00. Rehwild la per Pfund 0,60—0,75. IIa 0,50- 0.55. Ralmild la per Pfund 0,45—0,52, da, IIa 0,40—0,43, do. Kälber 0,45—0,56, Damwild 0,40— 0.58, Kälber 0,55— 0,65. Wildlchweme per Pfd. 0,00. Frischlinge per Pfd. 0,00. Kanluchen, groß per Stück 0,70—1,00, do, stein 0,00. Hasen, groß per Stück 3,50—4,00, do, mittel u. klein Stück 1,60—3,30. Wildenten per Stück 1,50—1,75, Rebhühner, junge per Stück 0,90—1,25, do. alt« 0,60—0,90, Fafanenhähnc la, junge 2,23—3,00, do, IIa und alle 1,00—2,00. Fasaneiiheiliien 1,00—2,00. Waldschnepfen per Stück 2,00—2,50, do. IIa 1,00—1,50. Hübner, alle, per Stück 1,40—2,50, do. lla 0,00—1,23, dito junge 0,70—1,10. Tanben 0,35—0,55, do. italienische 0,70—0,75. Siiteu 1,30—2,40, dito per Psd. 0,00, dito Hamburger per Stück 2,50—3,10. tÄänsr per Pfund 0,55—0,62, dito per Stück 0,00, do, Hamburger 0,00, do, Odcrbruchcr per Psd. 0,50—0,63. Pviilels per Stück 0,70-1,50, Piiien per Psd, 0,60 bis 0,70, Hechte per>00 Psd. 82-88, do, matt 0.00, do. groß 56—76, do. stein 0,00, do. mittel 0,00, Zander 120-125, do,«ein 114—116, matt 105 bis III, Swleie. uns, 93, do, groß 85—100, do, klein 117—129. Aale, groß 0,00. dito Nein und mittel 0,00. dito mittel 0,00. Wels 0,00. Pläpen 0,00. Noddow 0,00, Karpfen 15er 68—77, dito 10er 61, dito 45er 0,00, dito, 0,00. Bunte Fische 36-37, dilo klein 0,00. Barle 0,00. Karauschen, 70. Bleie 40—46, do, klein 26. Aland 43—46. Raas» 0,00. Bleifische 0,00. Winter. Rheinlachs 0,00. Aincrlt, Lachs la neuer, per 100 Psd. 110—130, do, IIa neuer 90—100, Seelachs per 100 Psd, 10—20, Mmidern, Kieler, Stiege la 2—6, mittel Kiste 1-2, Hamb, Stiege 4—6, halbe Kiste 2—8, pomm, la Schock 0,00, IIa 0,00. Bücklinge, Kieler der Wall 2—3,00, Strallunder 0,00, engl, per Wall 2,00—2,50. Sprotten, Danzlger, Itiste 0,60—0,70, do. Rügenwalder, Kiste 0,60—0,70. Aale, groz per Pfund 1,10—1.40, mittelgroß 0,80—1,10, stein 0,60—0,80. Heringe per Schock 5,00-9,00, Schellfische, Kiste 3,00—4,00, Kaie 1,75—2,50. Sardellen, 1902 er Per Anker 98, 1904er 08, 1905er 98, 1906er 90-95. Schottische Vollheringe 1905 0,00, larjfe 40-44. kaU, 38—40, med. 38-42, deutsche 37—44. Heringe, neue Maises, per•/, To. 50—120. Sardinen, iitsf., Faß f.50— 1,80. Bratheringe Faß 1,20-1,40, do, Büchse(4 Liter) 1,40-1,70. Neunaugen, Schocksaß 11, vo, kleine 5—6, do. Niesen- 14. Krebse per Schock 0,00, große 0,00, do. mittelgroße 0,00, dtto steine 0,00 am 0,00, do, tmsorttert 0,00, Galizier, groß 0,00, do, unsortiert 0,00. Eier, Land-, unsortiert per Schock 5,20—5.80, do, große 6,00—6,50. Lutter per >00 Psd, la 124-127. IIa 118-122, llla 110-118, abinllende 90-95. Saure(Balten, neue, Schock 4,00. Psessergurlen 4,00, Karloilelu per 100 Pfund Dabersch« 2,75—8,25, weiße runde 2,50—2,75, mag. von. 2,75—3,25. Porree, per Schock 0,75—1,50. Meer- reilich, Schock 4—12. Svinal per 100 Psund 10—12, Sellerie, per Schock 3-6, do, pomm, 4—8. Zwiebeln per 100 Psd, 2,50—3,50, do. Perl. 40,00-100.00. Ehalotten 40,00-100.00. Petersilie, grün, Schockbnnd 1,00—1,25, Kohlrabi Schock 0,75—1,25. Rettich, balmscher, Stück 0,04-0.10, hiesiger Schock 2.50-3.50, Mohrrüben, 100 Psd. 2,00 bis 2,50, Karotte», hiefige, Schockbnnd 2,00— 3,00, Wirsingkohl v. Schock L— 5. Nolkohl, Schock 3—7. Weißkohl p, 100 Psd, 1.00—1,75. Blumenkohl, hiesiger 100 Stück 0.00, do. Erfurter 0,00. Rosenkohl, per 100 Psund 10—20. Grünkohl 3,00—5,00. Kohlrübe», Schock 2,0»— 3,00. Petersilicnwurzel», per 100 Psd. 5—6, Schockbund 3—4. Schnlltlauch, Töpfe Dutzend 4,00 613 4,50. Radieschen per Schockbnnd 1,25—1,50. Salat per Schock 2,50 3,00, Tomate», Italienische, per 100 Psund 18—20. Rote Rüben, per 100 Psnnd 2,50—3,00. Rübchen, Beelitzer, per 100 Psd, 4—3, do, Tel» tower 16—18. Kürbis p. 100 Psd, 4—8, Eskarol per Schock 5—6, Endivien per Schock 2—6. Birnen per 100 Psd, Tiroler 20—26, Knchbirncn 5— S, Tnselbirnen la 18—25, do. lla 10—17. Aepsel, per 100 Pfund, Tiroler la 18-40, do, IIa 12-18, Mösl-, hiesige. 3-5, Koch. 5-10. Tnjel. äpscl la 16—25, do, IIa 10—12, Amerikaner, per Faß 24—30, Italiener, lose, 100 Psd, 8—12. Wallnüsse, per Schock 0,00, do, stein 0,00, do. französische 0,00, rumänische 27—30. Paranüsse 52—60. Hnftlnüffe, lange, 100 Pfund 43—50, do, runde 34—36. Weintrauben, italienische, per 100 Psund 30—40, Almeria per Faß 13 20. Ananas I, per Psd, 0,70—0,85, do, II 0,40—0,50. Bananen, gelb, per 100 Psund 20—25. Kokosnüsse per 100 Stück 20—28. Krachinandetti per 100 Psd. 70—100. Maronen, ital, per 100 Psd, 15—18. Feigen, Kranz-, per 100 Psd. 22-25, do, Trommel- per 100 Psd. 40, do, in Kisten 28—60. Traubenrosincii per 100 Psund 60—120. Zilroiic», Messina. 300 Stück 10,00-16,00, do, 360 Stück 7,50-16,00, do, 200 Stück 12,00-16,00, do. 150 Stück 7,00-10,00. Apselsinen. 300 Stück 9,00-9.50. de. Mureta, 200 Stück 3.50-9,00, t>». Valencia. 300 Stück 8,50-10,54 Es ist nicht ihr Preis, welcher Josetti Vera Cigaretten bei wirklichen Kennern so beliebt gemacht hat. Es ist ihre Qualität das gehaltvolle, reine, angenehme, so delikate Aroma einer Tabak- Mischung, welche zu keinem Preise übertroffen und in anderen Marken nur zu weit höheren Preisen erreicht wird. JOSETTI VERA CIGARETTEN sind die einzigen türkischen Cigaretten, welche alle Eigenschaften der feinsten türkischen Tabake in einer reinen und vollkommenen Mischung vereinigen und so billig verkauft werden. Josetti .00% Cepat 11, Haben Sie schon die Deutschen Konzerthallen, An der Spandanerbrücke 3, besucht??? G. Graumanns Festsäle Naunynstraße 27. Sonnabende jomie Sonntage zu Vereinsfestlichkeiten zu vergeben, Silvester 1907 ist frei geworden. Gustav Graumann. Gesundheit ist Reichtum! Bade Berlin- Ost im ,, Bad Frankfurt" Große Frankfurterstr. 136. SOOLKLEIE SCHWEFEL FICHTENNADEL BADER Medizinische Bäder aller Art in werktäglich ununterbrochen geöffneten Sonder- Abteilungen für Damen 466L und Herren. 2 Wannenbäder mit je 2 Handtüchern 75 Pf.( 40 Minuten Badezeit.) I Lieferant sämtlicher Krankenkassen. 10 ST. FÜR 30 PFENNIG, Expedition des Vorwärts", Berlin SW. 68, Lindenstr. 69( Laben). Weihnachtsprämien für unsere Abonnenten. Bir empfehlen unseren Lesern Ferdinand Freiligraths sämtliche Werke in borzüglicher Ausstattung, gebunden in drei eleganten Letnenbänden, statt zu dem bisherigen Preise von 5 Mart für nur 3, Mart.( Porto nach außerhalb 50 Pf.) Die politischen und fozialen Gedichte Freiligraths sollten die Arbeiter veranlassen, diesen Dichter des Stampfes mehr als bisher lennen zu lernen. Ferner liefern wir in einer neuen illustrierten Ausgabe ebenfalls aum Borzugspreise: Friedrich Gerfläckers Werke in awet Bänden gebunden und über 1000 Seiten ftart, zum Brelse von 3,50 Mart.( Porto nach außerhalb 50 Pf.) In seinen ro mantischen Reiseromanen verbindet er die Schilderung verwegener Naturburschen, namentlich des amerikanischen Westens, mit prächtigen Naturschilderungen. Bon unseren früheren Prämien- Ausgaben haben wir noch einen Hetnen Reft am Lager und empfehlen wir: 224/20 Franz Grillparzers sämtliche Werke. Neue illustrierte Ausgabe in zwei Bänden, herausgegeben und mit Einleitung versehen von Rudolf b. Gottschall. Das Werk ist gut ausgestattet, umfaßt über 1000 Seiten und toftet ebenfalls mur 3,-Mart.( Borto nach außerhalb 50 Pf.) Frit Reuters sämtliche Werke In einer neuen illustrierten Brachtausgabe, zwei Bände, elegant gebunden, zirka 1200 Seiten umfassend, mit Illustrationen und aus. Preis uur 3,- Mart. führlichem hochdeutschem Wörterbuch. ( Porto nach außerhalb 50 Pf.) Blitz- Schnell tommt man mit der Hochbahn zu Weingarten, Gitschinerstr. 72, Station im Hause. Haltestelle Brinzenstraße. Empfiehlt: 1 Posten Monats- Anzüge, 1 Posten Monats- Paletots, Posten Monats- Beinkleider zu staunend billigen Preisen, auch für torpulente Herren passend. O Dieselben find von seinen Kavalieren und Reisenden, die nur einen Monat ihre Garderobe tragen. 5252* Fahrgeld wird vergütet. Bitte auf Hausnummer zu achten. Eisenwaren- u. Küchen- Magazin Rabattmarken. des Westens. Rabattmarken. Ha- Ha- Ha! Weshalb sich noch plagen? Waschen ein Fest! wenn man „ Profitta": waschen läßt Größtes Wunderwaschmittel des 20. Jahrhunderts Große Ersparnis an Zeit, Geld und Schonung der Wäsche. In 1 Stunde wird die schmutzigste Wäsche schneerein, blendend weiß, Kakao-, Obst-, Blutflecke usw., wenn noch so alt und eingetrocknet, verschwinden, ohne daß man eine Hand zu rühren braucht. Zahlreiche glänzende Anerkennungen aus allen Krelsen. Prospekt gratis und franko. Falls Profitta" in Ihrer Nähe nicht zu haben ist, liefern wir direkt portofrel eine Probesendung, für mittlere Wäsche ausreichend, gegen Voreinsendung von 60 Pf. in Briefmarken. Allein. Fabr.: Wunderwaschmittel- Vertrieb, Charlottenburg IV.( Bf. 30.) Fernspr. Chbg. 8218. Kolonialw.-, Drogen-, Seifengesch. als Wiederverk. gas. 727L Genau!! zentrierte Pincenes fauft man am besten im größten Opusenen Spezialgeschalt Robert Arnoldi von Berlin NO., Nene Königstraße 42, ( eine Minute vom Alleganderplat). Borzeiger dieses Inserates gewähre an der Kaffe 5 Prozent. Butter! Butter!= Wir suchen gute Abnehmer und liefern auf Jahresabschluß zu mäßigem Durchschnittspreis. Poftpalete 8, Pfund direkt 10 M. 80 Pf. Nachnahme Dampfmolkerei Apelern, G. m. b.§. 6932* HERREN Apelern, Grafschaft Schaumburg. KNABEN KLEIDUNG S.LEVY CHARLOTTENBURG SCHARRENSTR.36. Arbeiter finden für den Winter 4702+ gute und billige Unterkleider in großer Auswahl Brunnenstr. 158, Gelber Laden. Händler und Hansierer verlangtPreisliste üb.Kurz, Band, Leder u. Stahlwaren, Seifen und alle einschlägigen Artikel von Wilhelm Sonnenberg( Jnh. B. Rosenstein), Hamburg 49, Broßneumarkt 24, Spezial Engros Gefchäft nur für Händler, Haufierer und Marktreifende. Bersand liberalhin gegen Nachnahme. Otto Mehler jent nur + Hygienische Bedarisartikel. Neuest. Katalog D. Empfehl. viel. Aerzte u.Prof. grat. u.fr H. Unger, Gummiwarenfabrik Berlin NW.. Friedrichstrasse 91/92. Taufende schönster Damen Herbstpaletots, Kostümröcke, Kostüme, jest spottbill. Einzelverkauf. Mäntel fabril Lefèvre, Mobrenstr. 41.(*) Nur für Herren welche Wert auf elegante Garderoben legen, bietet fich Gelegenheit, sich in dem Kaufhaus für Monats. garderoben, Große Frankfurterstraße 93( zwischen Markus und Krautstraße), mit gebrauchter moderner Kleidung zu versehen. Wir beziehen unsere Anzüge, Paletots usw. teils aus ersten Abonnementshäusern, teils von Herrschaften, Doktoren, Kavalieren usw., die nur bei ersten Schneidern arbeiten lassen. Es bieten fich daher für jedermann ganz enorme Vorteile, da sich unsere Garderoben der meist sehr mangelhaft angefertigten Konfektionsware gegenüber durch besonders gute Verarbeitung ( vielfach auf Seide) und tadellosen Sitz auszeichnen. Wir empfehlen gereinigte, reinwollene 3 Monat 2 Monat getragene getragene 57862* 1 Monat getragene Maß- Anzüge 8 M. 12 M. 16 M. Maß- Paletots 6 M. 10 M. 14 M. Kaufhaus für Monatsgarderoben Große Frankfurterstraße 93 zwischen Markus- und Krautstraße. Frads und Gesellschaftsanzüge werden zu billigen Preisen verliehen. Einziges christliches Geschäft dieser Art am Blaze. Achten Sie auf die blauen Schilder. Hauptgeschäft: Gleditschstr. 53 Ecke Winterfeldtstraße, Erdgeschoß und I. Etage. II. Geschäft: Schöneberg, Viktoria Luiseplatz 7 III. Geschäft: Südende, am Bahnhof. Berantwortlicher Stebatteur: Hans Weber, Berlin. Für den Inferatenteil berantiv.: Th. Glode, Berlin. Drud u.Berlag: Borwärts Buchbruderei u. Berlagsanftalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Nr. 273. 24. Jahrgang. 5. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Aus der Frauenbewegung. Genossinnen! Erfolg. Euer Ottilie Baader, Vertrauensperson der Genoffinnen Deutschlands. Genoffinnen und Genossen! Freitag, 22. November 1907. für das Frauenwahlrecht energische Propaganda entfaltet. Der den modernen naturwissenschaftlichen Lehren. Stann der Water Stampf Eurer Schwestern in Preußen ist Euer Kampf. Jeder Zoll aber nicht bezahlen, dann braucht sein Kind notwendig Religion breit, den sie auf dem Wege zum Ziel vorwärts dringen, ist und muß die mosaische Schöpfungsgeschichte glauben. Die Masse muß an ein Paradies in Jenseits glauben, damit das Paradies im Diesseits für die Reichen geschützt werden kann. Der Parteivorstand fordert in einem Aufruf zu neuem Ansturm Glaubt die Masse nicht mehr, dann könnte sie leicht anfangen, zu bes Proletariats in Preußen gegen das erbärmliche, volksfeindliche benken und zu zweifeln, ob die ausgestellten Wechsel auf das Jenfeits wohl eingelöst werden!- Unser Streben muß darauf geDreiflaffenwahlrecht auf, d. 6. für Eroberung des allgemeinen richtet sein, den Einfluß der Kirche von der Schule fernzuhalten. Wahlrechts. Ihr wißt, daß im Kampf für dieses Recht auch für die Familie und Schule gehören zueinander, aber die Kirche ist das bolle politische Gleichberechtigung des weiblichen Geschlechts gefochten Am Sonntag, den 24. November, abends 6 Uhr, findet in störende und schädliche Element dazwischen. Wir haben die heilige wird. Die Sozialdemokratie zieht, in Uebereinstimmung mit dem Dräseis Festfälen, Neue Friedrichstr. 35, eine öffentliche Ver- Pflicht, unsere Jugend zu schützen, denn in ihr liegt die Zukunft Beschlusse des Internationalen sozialistischen Kongresses au Stuttgart, fammlung für Dienstboten, Aufwärterinnen, Wasch- und Reinemache- und Hoffnung unseres Boltes. In dieser Richtung haben die für Gewährung des allgemeinen Wahlrechts für alle Großfrauen statt. Frauen große Aufgaben zu erfüllen. Was die Schule versäumt jährigen ohne Unterschied des Geschlechts in den Frau Agnes Fahrenwald wird sprechen über: Unser und fündigt, muß in der Familie nachgeholt und gutgemacht werden. Man sage den Kindern nicht etwa, daß ihre Lehrer lügen, sondern Kampf. Genoffinnen! Seid deffen cingedent, wie auch der Aufgaben, Kampf gegen die Gesindeordnung". Genossinnen und Genoffen, Eure Pflicht ist es, für guten Besuch man erkläre ihnen ruhig, daß die Lehrer nach einer Vorschrift die Euch damit auferlegt werden. Der Internationale Kongreß, diefer Versammlung zu sorgen. Sorgt dafür, daß Eure Töchter, Eure unterrichten müssen und daß sie ihre Stellungen verlieren würden, der die Sozialdemokratie zum Kumpf für das bolle Bürger- Frauen, Verwandte und Bekannte, so weit sie in Dienst stehen oder wenn sie diese Vorschrift nicht befolgen, und da die Lehrer auch recht der Frau berpflichtet, machte es auch den Ge- Aufwärterinnen, waichfrauen usw. sind, die Ver- Kinder haben, die Brot effen wollen, fönnten sie nicht anders nossinnen zur Pflicht, sich an allen Kämpfen, die die fammlung besuchen, damit sie fich ihrer Klassenlage bewußt werden handeln. Man versäume auch nicht, gegen das stärkste Bollwerk fozialistische Partei für die Demokratisierung des Wahlrechts führt, und durch Eintritt in die Organisation Protest erheben des herrschenden Systems, gegen den Militarismus, durch eine mit höchster Kraftentfaltung zu betätigen, aber auch mit der näm gegen die Geffeln der Gesindeordnung. Genoffen und Genoffinnen! entsprechende Erziehung der Kinder anzufämpfen. Die Liebe zur lichen Energie dafür zu wirken, daß in diesem Kampf die Forderung In dieser Woche hat die außerordentliche Frauenkonferenz getagt, Freiheit und zur Wahrheit muß in die Herzen der Kinder ge des allgemeinen Frauenwahlrechts nach ihrer grundsäglichen Wichtig fie bat sich mit der Rechtlosigkeit und den Arbeitsverhältnissen der pflanzt werden; dazu sind die Mütter in erster Linie berufen. des allgemeinen Frauenwahlrechts nach ihrer grundsäglichen Wichtige Dienstboten beschäftigt und die Organisation, sowie den Kampf Als Parteigenossen und Genoffinnen müssen wir alle Kräfte leit und praktischen Tragweite ernstlich verfochten wird. gegen die Gefindeordnung propagiert. Legt Hand and Wert, damit daranjeßen. die Volksschule zu verbessern und durch unsere Genoffinnen! Sorgt dafür, daß die bevorstehenden Wahlrechts- Bieje Beschliffe erfüllt werden, zeigt, daß Ihr es seid, die die Beffer- Bildungsbestrebungen die bestehenden Rücken auszufüllen. fämpfe in Preußen sich überall in unzweideutiger Weise auch zur stellung der Dienenden auf allen Gebieten wollt, helft Aufklärung Eine Diskussion fand nicht statt. Die Vorfizzende, Frau Demonstration für das Frauenwahlrecht gestalten. Beteiligt Euch schaffen und alle Dienstboten, Wasch und Reinmachefrauen ihrer Matichte, wandte sich an die anwesenden Frauen mit der Gralle an den Kundgebungen des proletarischen Willens. Agitiert mit Organisation, dem Berein für die Interessen der Hausangestellten" mahnung, fich mehr am öffentlichen Leben zu beteiligen und die Feuereifer dafür, daß die Frauen des werftätigen Volles, zufüuren. Erscheint in dieser Verfammlung und agitiert dafür bei morte des Redners zu beherzigen. Sie empfahl ferner allen Arbeiterinnen wie Arbeiterfrauen, in Massen den Versamm den Dienstbsten, Aufwärterinnen, Wasch- und Reinmachefrauen. Frauen, die Gleichheit" zu abonnieren und schloß mit einem belungen zuftrömen. Trefft auch dahin Vorsorge, daß in den Versammgeistert aufgenommenen Hoch auf die Sozialdemokratie. Lungen redegewandte Genoffinnen in Eurem Namen die Forderung Die Kirche im Dienste der herrschenden Gesellschaft. bes vollen Bürgerrechtes für das weibliche Geschlecht vertreten. Jm 6. Wahlkreise hatten unsere Genossinnen am Dienstag Helft den Genossen in jeder Weise bei Vorbereitung der Demonstations- eine Bolfsversammlung veranstaltet, die außerordentlich start bc= bersammlungen. Beweist durch Eure planmäßige und energifche sucht war. Die Versammlung war schon bald nach 8 Uhr wegen Arbeit, daß die Massen der proletarischen Frauen das Wahlrecht zu starken Andranges abgesperrt. Genosse Adolf Hoffmann referierte über Kirche, Schule und Familie". nachdrücklichst verlangen und daß fie reif sind, es im Intereſſe der Er zeigte, wie die Boltsschule im Dienste der Kirche an der VerBefreiung der Arbeiterschaft zu gebrauchen. dummung des Volkes arbeite, indem sie eifrig Religion lehre und möglichst alle Lehrstoffe mit Religion verquide, sowie mit der eindringlichen Ermahnung, daß der Respekt vor den Mächtigen und Herrschenden nicht aufhören dürfe. In den höheren Schulen ist es besser bestellt, da bekommen die Kinder schon eine Ahnung von Genoffinnen außerhalb Preußens, unterstützt und fördert die Aftion Eurer Schwestern in Breußen, so viel Ihr nur vermögt. Nicht zum wenigsten dadurch, daß Ihr dort, wo es irgendwie möge lich ist, die Frage des Frauenwahlrechts zur Erörterung stellt und Berfammlungen Veranstaltungen. Montag, den 25. November, 8% Uhr, Neues Klubhaus, Rom mandantenstraße 72: Vortrag. Reichstagsabgeordneter Südefum:„ Sfizzen aus dem englischen Arbeiterleben". Rummelsburg." Donnnerstag, den 28. November, 8½ Uhr, bei Tempel, Alt- Borhagen 56: Vortrag. Herr Dr. Gebert: Die feguelle Erziehung des Kindes". WinterJoppen Tausende Exemplare, Warme Lodenstoffe mit molligen Futterarten. Praktische Fassons mit doppeltem, breitem Brustüberschlag. Nur eigene Erzeugnisse! 24.-, 21.-, 18.-, 15.18.60, 12.-, 10.-, 7.50 6.- Mk. Pelz- Joppen Starke Stoffe, durchweg mit Pelzfutter Nur eigene Erzeugnisse! 45.-, 36.-, 27.-, 21.15.- Mk. Achtung! Achtung! Winter- Arbeiter, Parteigenossen Fosen Tausende Exemplare. Gute, moderne Stoffe. Vorzüglicher Schnitt. Enorm grosse Abwechselung in Mustern. Nur eigene Erzeugnisse! 15.-, 13.50, 12.-, 11.-, 10.9.-, 8.-, 7.-, 6.-, 5.4.50 Mk. Dicke Reise- Mäntel Automobil- Mäntel. Wagen- Wetter- Mäntel Winter- Pelerinen. Vornehme Mass- Anfertigung. Baer Sohr Spezialhaus grössten Massstabes. Chausseestrasse 29/30* 11 Brückenstrasse 11. Gr. Frankfurterstr. 20. Der Haupt- Katalog Nr. 32( Neueste Moden 1907-08) auf Wunsch kostenlos und portofrel. SchutzMarke. H Kennen Sie schon Gentners Veilchen Goldperle Selfenpulver ,, Marke Kaminfeger" mit den prächtigen Geschenken in jedem Baket? Bitte machen Sie eine Probe, Sie werden hochbefriedigt sein! In den meisten Geschäffen a 15 Pf. zu haben. Vorsicht! Man achte auf den gef. gefch. Namen„ Goldperle" und den Fabrikant: Carl Gentner, Göppingen. Raminfeger! Alleinverlauff. Berlin u. Umg.: Andreas Caspar, Berlin SO., Josephstr. 11. Fernfprechamt IV, 6266. Berlins und Umgebung! Die Bestrebungen unserer Drganisation, auch in den Detailgeschäften der Herrenkonfektion Betriebswerkstätten und feste tarifmäßige Löhne zu erringen, haben bei den Firmeninhabern, welche um Bewilligung dieser Forderungen angegangen wurden, unter Ausflichten, die wir als stichhaltig nicht anerkennen können, Widerstand gefunden. Wir sehen uns deshalb genötigt, die Solidarität der Arbeiterschaft zu Hülfe zu rufen. Die Delegierten zur Berliner Gewerkschaftskommiffion haben einem dementsprechenden Antrage einstimmig ihre Zustimmung erteilt und die Parteigenossen von Groß- Berlin sind diesem Beschlusse beigetreten. Dank der Solidarität der Berliner Arbeiterschaft faben sich eine Anzahl Berliner Konfektionäre veranlaßt, Betriebswerkstätten einzurichten und tariflich festgesetzte Beitlöhne an die Arbeiterschaft zu zahlen. Wir erfuchen daher mit Gegenwärtigem die Parteigenoffen und Gewerkschaftsmitglieder Berlins nb Umgebung, bei ihren Einfäufen und Bestellungen von Herren- und Knabengarderobe in Zukunft nur die nachstehenden Geschäfte berücksichtigen zu wollen. Norden: " Hoffnung", Produktiv Genossenschaft der Schneider, Brunnenstr. 185. Alle von dieser Firma in den Handel gebrachten Baren werden zu den von der Organisation festgefegten Bedingungen bergestellt. Wir empfehlen Sieselbe daher ganz besonders. Baer Sohn, Chauffeeftr. 29/30. Diese Firma unterhält eine Betriebswerkstätte für 24 Arbeiter und hat die neunstündige Arbeitszeit eingeführt. D. Perleberg, Chausseestr. 63; Baer Sohn, Gr. Frankfurterstr. 20. " Blig", Rosenthalerstr. 9. Blik", Chauffeeftr. 85. Diese Firma ftellt einen großen Teil ihres Im fatzes zu den geforderten Bedingungen her. Amerikanische Verkaufshallen, Rosenthalers Straße 53. Osten: Haake, Landsbergerstr. 91. Blitz", Gr. Frankfurterstr. 187. Blig", Frankfurter Chaussee 19, Lichtenberg. Amerikanische Verkaufshallen, Frankfurter Allee 186. Lindenbaum, Gr. Frankfurterstr. 141, hat verfuchsveise eine Werkstätte für einen geringen Teil Maßschneider eingerichict. Süden: Baer Sohn, Brückenstr. 11. Esders u. Dyckhoff, Oranienstr. 48. Heitinger, Deutsche Comp., Dranienftr. 40/41, stellen einen großen Teil ihres Umjages zu den geforderten Bedingungen her. Blik", Schöneberg, Hauptstr. 10. Leske u. Lehrer, Rottbufer Damm 78. Wormann, Kottbuser Damm 77. lit", Kottbuser Damm 29/30. Westen: | Esders u. Dyckhoff, Am Dönhoffplatz. Nachstehende Firmen haben die Errichtung von Betriebswerkstätten zugesagt: S. Adam, Leipzigerstr. 27/28. Fabisch u. Co., Rosenthalerstr. 3. Philipp Fabisch, Rosenthalerstr. 1. Bernhard Baer, Rosenthalerstr. 5. Sachs, Gr. Frankfurterstr. 132. May Schendel, Rosenthalerstr. 8. Alex Bohne, Landsbergerstr. 79. Behrend, Grüner Weg 84. Ringel, Chauffeestr. 31, Brunnenstr. 47. Lewy u. Co., Brunnenstr. 50, Wilmers. dorferstr. 4. Bendit, Brunnenstr. 68 Littmann, Dranienstr. 2. Joseph Wandt, Chauffeeftr. 80 a Th. Juras, Chausseeftr. 79. Verband der Schneider n. Schneiderinnen. Die Ortsverwaltung. 13. Ziehung 5. Kl. 217. Kgl. Preuss. Lotterie. Ziehung vom 21. November 1907, vormittags. Nur die Gewinne über 240 Mark sind den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. ( Ohne Gewähr.) ( Nachdruck verboten.) 21 157 80[ 3000] 268 440 539 626 739[ 3000] 942 77 1307[ 1000] 84 518 837 60 913 39 2111 200 214 39 40 701 44 74 3109 216 406 9[ 1000] 54 84 504 671 807 4361 [ 1000] 433[ 500] 501 53[ 1000] 603 40 772 918 51 5006 16 282 88 357 465 947 89 6205 477 566[ 500] 963[ 500] 7059[ 3000] 488 557 66 643 737 808 34[ 500] 985 8189 887 412[ 500] 821 918 52 9218 694[ 1000] 806 10333 37 66[ 500] 412 28 516 22 56[ 3000] 665 738 11233 363 481[ 500] 654 849 85 12297 348 439 59 84 683 744 802[ 500] 942 13162 410 26[ 1000] 538 69[ 500] 845 923[ 3000] 14051 151 226 64 303 18 538[ 500] 15050 [ 500] 141 385[ 500] 592 611 38 73 905 53[ 500] 16224 35 378 419 51 658 777 938 17513 56[ 500] 81 606 29 820 952 18248 381 731 19398 508[ 500] 055 77 746 [ 3000] 53 96 20071[ 1000] 80 177 99 294 420 561 668 758 867 972 21018 343 587 716 878 955 22246 618[ 1000] 29 743 914 50 68 85[ 500] 2302 93[ 1000] 112 73 595 735 816 23 915 24066 253 489 96 552 607 713[ 1000] 43 890 912 25043 127 334 55 568 953 26003 116 223 48 49 486[ 500] 678 747 938[ 500] 27156 87 422 38 542 882 28:35 304 28 518[ 1000] 992 29132 65 306 796 825 70 944 72[ 1000] 30384 603 719 30 68 31106 505[ 3000] 8 602 98[ 1000] 816 925 64 32023 50 51 360[ 1000] 515 35 889[ 500] 850 33010 333 59 701 816 995[ 3000] 34135 60 211 28 379 [ 3000] 444 92[ 1000] 621[ 500] 71 930 35172[ 500] 80 291 353[ 500] 69[ 500] 71 73 414 54 746 65[ 1000] 944 36064 475[ 1000] 828 916 37106 260 79 354 616 795 38052 88 427 553 603 34 822[ 500] 39137 304 434 53 608[ 3000] 50 773 828 78 40054 500] 99 128 52 97 223 59 61 91 376 477 82548 710 948 41014 192 222 31[ 500] 404[ 500] 76 95 829 42033 139 259 97 304 458[ 3000] 552 856 945 76 43114 19[ 500] 274 85 413 53 61 76 84[ 3000] 610 48 737 46 80 92 1500] 912 72[ 500] 44208 97 392 624 97[ 3000] 760 45172 296 345 640 98 744 972 46105 58 376 574 613 787 44 848 915 47233 922 48116 59[ 500] 88 206 892 509 745[ 3000] 860 49166 264 593 607 23 82 707 51079 175 90 307 533 634 721 52127 717 53156 207 62 536[ 500] 792 54236 86[ 500] 336 524[ 3000] 727 91 805[ 500] 925[ 1000] 55141 297 594 838[ 500] 918 36 56129 229 340 468 536 90 720 887 94 929[ 500] 60 57139 235 247 573 780 58056 325 517 629 806 73 939 59075 184 207 23 362 597 624 877 60132 554 91 989 61141 55 264 395 669 710 991 [ 10 000] 62036 94 121 25 655 67 762 910 63272 343 [ 1000] 23 50 800 41 983 98 64152 355 435[ 1000] 530 82 609 44 47 709 12 33 997 65023 245 352 66[ 500] 434 546 680 840 76 66017 274 344 93 565 633 782 67175 372 554 85[ 500] 807 992 68434 555 965 94 69482 520 616 760 810 987 90 70183 310 451[ 500] 885[ 15 000] 955 71118 28 54 220 22 436 82 513 708 69[ 3000] 889 72276 314 40 438 514€ 16 813 73352 78 591[ 500] 777 95 814 39 74111 15000 208 376 650 722 74 75019 428€ 19 792 825 920 76153 245[ 3000] 538 777 853 77054 69 165 261 348 62 410 23 565 91 855 978 78135 61 209[ 1000] 364 88 631 969[ 2000] 79021 701 80021€ 1 279 507 747 62 816 903 48[ 3000] 50 57 81529 699[ 0] 709 960 82145 341 834 51 54 92 933 83262 84224 318 401 13 556 951 77 85002 352 437 639 716 75 808 86132 319 709[ 500] 914 31 87042 78 270 302 575 865 88001 101 311 549[ 500] 725 95 881 967 89157 66 244 615[ 1000] 890 906 90171 833[ 5001.93 409[ 1000] 26[ 500] 557 92[ 1000] 694 708 55 56 ES$ 15 ge 91526 47 630[ 1000] 858 9213 53 329 418 22 703 953 93041 290 727 82 972 94 94056 390 445 84 574 707 939 47 95254 439[ 5001 550 653 716 18 96041[ 3000] 126[ 8000] 70 288 619 863 97304 836[ 500] 53 911[ 5001 98147 63 259 819 99482 606 77 100373 483 760 812 73 952 101102 311 89 428 56 553 892 1000] 916 77 98[ 500] 102029 87 102 238 458 625 27 31[ 500] 54 103172 85 95 567 104501 3 624 840 105065 99[ 500] 121 71 442 59 524 693 1000] 813 934 106169 330 63 464 589 715 78 953 107145 276 482 748 96[ 500] 801 39 108080 132 229 30 80 895 960 62 109056 89[ 500] 345 413 881 932 80 110050 447 548 618 111054 233 307 31 865[ 300] 112265 85 508 765 826 40 18000] 113054 113 262 407 68 560 114212 1500] 22 602 36 713 853 115047 15001 166 217 353 685 87 1500] 757 67 116319 899 117170 441 52[ 1000] 576 615 944 72 118494[ 1000] 554 703 816 96 960 119191 828 644 778 120020 55 84 118 208 40 93 861 440 520 97 602 791 301[ 500] 86 121566 122045 97 271[ 500] 668 866 123077 422 618 29 721 885 3000] 990 124063 93 494 590 687 791 S01 946 125002 321 1500] 40 53 563 617 844 939 66 126015 1500] 65 139 59 347 426 69 660€ 9 907 1 994 127074 167 239 1500] 535[ 500]$ 1 776 804 13 S7 937 128052 1500] 93 273 93 381 418 591 654 735 58 79 129098 132 48 489 842 1000] 81 968 1500] 130091 652 724 853 131198 384 93 573 11000] 9: 996 132005 80 166 325 442 717 914 66 133058[ 3000]. 241 528 697 717 62 827 947[ 1000] 134122 45 239 454 [ 3000] 71 921 41 135142 376 460 90 514 683 701[ 10000] 861 67 950 13609s 258 344 468 524 613 500) 932 11000] 55 137161[ 1000] 228 53 661 707 800 952 138179 91 244 53 445 638[ 1000] 46 732 819 90 910 46 80 139009 42 108 41 558 601 707 Verkäufe. Tevviche mit Farbenteblern Fabril. nieberinge Broke anfiriermage 9, parterre fein Laden. Mauerhoff.+1 Gardinenbaus Broke aufrier ftrage 9, parterre. Kein Laden. Mauerhoff. 1+ Steppdecken billigst Febril Große Franfiurternrage 9, parterre+1 Steppdecken spottbillig. Fabrit Große Frankfurteritraße 60. 2167s* Herreniahrrad. Dameniahrrad, wie neu, 45,00. Sola. Blumen strage 36 b Gastronen, Petroleumkronen ohne Anzahlung, Woche 1,00. Louis Böttcher ( felbft): Boghagenerstraße 32( Bahnverbindung Warschauerstraße), Reinidendorferstraße 116, Schönhauser Allee 80, Bot- damerstraße 81, Rig dorf, Kaiser Friedrichstraße 247. Service!( jeblerbaite) in allen Größen für die Hälfte des Wertes tm Teppichlager Brünn Hadeicher Marft 4, Bahnhof Börse 261/1 Sprechmaschinen, Musilwerte, Teilzahlungen, Invalidenstraße 20, Staligerstraße 40. 28985* Möbel, S. Grau, Gneisenaustraße 10, billigste und beste Bezugsquelle. Staffa und Teilzahlung. = 140172 366 454[ 500] 59 550 65 73[ 3000] 691 708 824 141106 16 240 371 15001 88[ 1000] 592 727 800 142024 207 49 418 56 81 514 759( 1000) 917 143023 35 447 661 749 995 144148 534 607 1500] 709 867 928 145046 91 305 522 694 927 31 146173 308 605 851 62 901 64 147070 83 1500] 116 242 98 308 524 53 869 148385 149102 9[ 1000J 77 643 89 810 997 150162 205 73 361 447 698 927 38 57 151011 61 174 232 83 301 409 508 663 732 65 152029 132 247 80 302 606[ 500] 39 69 830 153063 167 248 332 545 726 1000] 154106 1500] 227 37 38[ 1000] 82 311 91 615 897 155256 82 481 584 810 913 156084 113 81 370 92 98 406 55 536 643 966 157563 701 13 860 158154 447 62 544 725 871 937[ 600] 55 109236 50 550 614 950 160112 53 13000] 201 619 952 84 161343 434 551 55 82 13000] 992 13000 102045 175 77 308 87 558 709 9 163052 90 137 420 724 878 910 164212 77 407 601[ 1000] 700 904-165490 535 604 871 186157 240 336 421 518 620 824 167089 1500] 374 91 455 596 635 719 15001 168131 236 326 81 587 677 721 23 890 1500] 169161 572 824 1500] 38 50 928 170097 494 517 608 808 24 171349 70 535 1500] 172010 150 580 846 918 35 173235 84 837 90 986 174033 309 427 74 617 37 175368 605 736 55[ 1000] 176057 178 231 369 411 30 570 676 781 986 177180 478 663 1500) 815[ 500] 178011 348 670 765 1500] 809 45 1500] 71 86 179007 104 254 385 498 506 21 94 674 701 862 180074 111 54 203 29 613[ 3000] 81 830[ 3000] 956 181307 438 95 1500] 898 934 182936 183372 912 184029[ 500] 119 55 325 526 99 686 779 185209 10[ 500] 36 326 27 79 509 78 836 83 932 186010[ 500] 218 94[ 500] 418 554 86 913 1500] 47 187132 75 286 607 928[ 500] 188106[ 1000] 22 31[ 500] 307 557[ 3000] 739 917 189041 401 523 97 190013 137 338 89[ 1000] 98 427 39 695 808[ 1000] 32 191067 119 354 76 450 79[ 3000] 95 638 909 192033 237 71 371 467 557 1500] 76 89 606 740 814 193130 859 64[ 3000] 73 85 977 194163 76 78 99 211 411 671 757 195215 357 760 98 971 196004 280 395 432 515 41 1500] 689 772 807 952 197096 1500] 339[ 1000] 568[ 1000] 678 768 822 76 198104 313[ 1090] 428 816 1500] 199162 [ 1000] 537 769 840 200068 246 309 409[ 1000] 677 776 812 50 201013 211 19 13000] 488 718 19 48 859 980 202136 329 74 400 591 664 730 816 970 203052 334 69[ 3000) 616 877 20455 [ 10000] 90 275 512 15 889 205156( 3000] 439 575 781 48 206011 54[ 500] 223 452 55 584 718 52 807 938 207310 62 693 208017 143 522 671 81 967 209000 35 244 701 [ 500] 97 836 210095 128 49 245[ 500] 350 407 515 846 914 211184 221[ 1000] 77 525 57 753 942 65 96 212293[ 500] 580 756 805 927 44 213031 157 287 714 873 943( 500] 55 214017 61 86 98 452 974 215124 84 240 81 L500] 417 528 99 619 34 908 21 216148 718 82 217029 133 469[ 1000] 93 511 18 875 218099 230 88 396 723 26 982 219109 254 357 812 17 993 220182 301 442 637[ 500] 754 873 990[ 5000] 221157 463 555[ 1000] 696 778 89 222052 133 272 371 98 674 759 976 84 223056 102 257 453 528 82 677 734 866 93 979 224271 327 23 504 728 225000 321 3000] 530 654 700 992 226111 490 598 793 816 3000] 227002 411 521 63 979 228019 856 424 57 51 539[ 500] 61[ 1000] 648 754 [ 3000] 8s[ 500] 229173 89 412 693 727 805 230076 96 243 56 387 460 676[ 500] 986 231029 332 402 669 770 232338 566 627 752 956 93 98 1500] 233024 49[ 3000] 130 69 241 319[ 1000] 410 90 1500] 747 864 993 [ 1000] 234147 13000] 348 235060 181 313 408 975 [ 1000] 85 236012 17 55 273 77 467 541 643 833 94 951 237226 431 504 637 238205 338 417 19 24 504 53 239115 221 345 561 830 60 240413 552$ 61[ 3000] 241267 88 608 26 713 77 385 242515 79 749 817 1500] 56 S 243323 589 1500] 617 761 244239 436 87 547 64 908 245059 3000] 304 450 73 867 94 246259 001 87 449 500 11 83 90 1000]$ 50 247732 90 11000] 243068 86 396 568 811 65 89 759 906 [ 1000] 249137 617 895 250187 300 551 56 840 990 251049 141: 400 644 777 252422 616 48 1500] 824 81 253500$ 5 889 902 254059 325[ 500] 32 1500] 408 14[ 1000] 25 84 255014 492 721 34 43 256227[ 1000] 492 570 79 99 609 980 257191 510 41 258062 106 305 427 79 732 848 259148[ 500] 310 47 61 459 550 674 103 841 260134 450 503 841 261095 103 51 287 602 719 63 95 262189 95 389 96 527 69 762 818 978 92 263012 [ 1000] 36 274 479 98 624[ 3000] 870 88 992 264044 85 87 146 281 444 704 876 94 921 265114 42 321 89 578 92 659[ 3000] 731 802 266233 48 338[ 500] 438 43 46 61' 512 733 267375 578[ 1000] 686 729 891 268155 257 [ 1000] 80 877 35 915 90 269085 183 97 278 97 672 858 270061 122 47 15000] 50[ 500] 440 69 562 613 862 89 271037 94 137 66 225 466 996 272168 76 215 853 459 584 89 273054 253 60 487 584 858 274141 83 510 60 960 275213 64 594 626 763 918 276077 145 373 471 56 713 877 938 96 277089 220 341 452 811[ 500] 12 278028 190 722 69 73 809 77 930 279092 273 417 654 857 939 48 280227 54 929[ 3000] 281181 208 363 531[ 3000] 638[ 1000] 58 765 850 971[ 1000] 282031[ 1000] 273 90 373 565 3000] 625 49[ 1000] 283241 376 406 76 645 55 911 48 284136 431 99 508 50[ 300] 79 809 285268 76 416 43[ 500] 500 60 758 930 286022 631 741 852[ 3000] 946 287105 246 510 35 83 627 288000 Im Gewinnrade verblieben: 1 Prämie zu 300 000 M., 1 Gewinn à 500 000, 1 à 200 000. 1 à 150 000, 1 à 100 000, 3 à 50 000, 1 à 40 000, 11 à 30 000. 14 à 15 000, 40 à 10 000, 75 à 5000, 1071 à 3000. 1639 à 1000, 2493 à 500. Totalausverkauf meines Engrosund Filialenlagers: Gardinen, Stores, Tüllbettdecken 10 bis 20 Prozent Rabatt. E. Weißenbergs Teppich haus, Große Frankfurterstraße 125.* Winterpaletots! Bettenverkauf, Brautbetten, Vermietungsbett, Bettftüden, ertrabilliger Gardinenverkauf, Steppdecken, Tischdecken, Uhrenverkauf, Stettenverkauf, Ringev erkauf, Nähmaschinen, Teppichyer fauf. Pfand leibhaus, Hermannplatz sechs. Teppiche mit Farbenfehlern zum vollständigen Ausverkauf jegt mit 10 Prozent Extrarabatt. Große Nähmaschinen. Bergüte bis 20,00 Frantjurterstraße 125. 29368+ mer Teilzahlung fauft oder nachweist. Sämtliche Systeme. Bostkarte genügt. Totalausverkauf meines Engros 101, und Filialenlagers: Tuch- und Plüsch- Brauser, Frankfurter Allee decken, Velvetine und Plüschportieren Laden. 13. Ziehung 5. Kl. 217. Kgl. Preuss. Lotterie. Ziehung vom 21 November 1907, nachmittags. Nur die Gewinne über 240 Mark sind den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. ( Ohne Gewähr.) ( Nachdruck verboten.) 43 232 97 415 651 816 975 1142 248 314 517 760 2025 166 518 52 1300] 3000 208 308 403 92 685 731 40 847 68 1500] 78[ 1000] 926 4112[ 3000] 241 385 713 917 [ 500] 5011 25 214 69 361 458 574 90 603 866 71 917 6086 168 326 410 54 511[ 3000] 64[ 500] 7323 459 86 718 [ 1000] 961 97 8136 254 797 810 997 9091 175 291 578 671 89 702 10050 115 27 435 748 824 11339 604 99 771 823 52 [ 200 000] 83 12171 207 508 823 78 13122 351 54 68 485 657 875 910 13 1500] 14032 103 551 765 816 15322 507 16 689 713 16275 397[ 500] 677 751 17060[ 500] 85 255 408 724 809 43 900 10 18033 191 210 12 322[ 500] 426 617 42 751 879 19074 171 72 219 557 603 32[ 3000] 758 870 20003 50 75[ 1000] 197 206[ 1000] 443[ 1000] 876 927 21171 388[ 500] 441 539 22321 568 654 23235 357 462 535 892 317 20 24616 76 736 25056 415 594[ 300] 95 657 780 945 26127 68 218[ 500] 97 663 755[ 3000] 965 27024 169[ 30 000] 75 313 43 66[ 1000] 659 746 90 848 985[ 3000] 28010-200 37 396 527 63 804 998.29028 60 227 90 361 581 732 30071 314[ 1000] 39 552 613 50 787[ 500] 813 910 [ 1000] 31011 21 58 121 230 359 68 452 550 61 87 741 32210 330 665 756 66 960 33119 91 362 405 818 44 67 34215 428 33 35358[ 1000] 412 40 714 17 68 36097 162 201 353 511, 680 703[ 500] 898 912 37007 71 95 194 306 [ 3000] 418 64 550 646 716[ 1000] 38068 149 506 974 39287 387 675 807 90 40291 409 67 671 847 41024 172 97 217 418 84 878 915 99 1500] 42013 250 319 461[ 1000] 730 43001 131 208 729 820 61 985 44226 357 405 97 986[ 500] 45314 17 29 90[ 500] 513 68 697 787 46135 67 330 966[ 1000] 77 92 [ 1000] 47150 436 639 87 723 56 79 919[ 500] 50[ 500] 48200 426 87 528[ 3000] 705 95 49003 416[ 1000] 63 [ 1000] 87 533 878 968 50051[ 500] 381 455 640 727 47 838 51157 512 805 980 52086 192 235 71[ 500] 94 414 569 603 996 53290 513 682 86 714 97 844 60 54001 116[ 1000] 49 95 275 [ 500] 840 85 928 55353 475 856 91 56100 62 220 54-76 403 10 557[ 1000] 710 814 914 68 73 57162 415[ 3000] 72 [ 3000] 517 888 926[ 3000] 53011 301 61 684 910 49 68 59321 480 668 83[ 500] 99 801 955 60170[ 3000] 278 537[ 3000] 631[ 3000] 702 842 61379 409 74 783 830 62029 353 63 499 731 819 980 [ 1000] 63050 186 412 524 28 657 722 838[ 3000] 64052 483 99 698 711 65137 43 271 373 453 503 84 734 82 66108 21 246[ 500] 402 28 915 67116 67 359 69 552 68004 22 43[ 500] 133 68 381 455 321 33 751 69009 312 431 554 78 90 873 932 70054 604 748 994 71007 24 155 487 976 94 72039 43[ 500] 54 192 284 702 16 25[ 300] 818 916 24 33 63 [ 500] 73309 17 41 73 613 802[ 1000] 91 74122 293 353 [ 500] 403 550 82 715 38 79 80 75137 247 401 925[ 500] 47 76102 217 73[ 3000] 582 609 978 77273 659 769 842.56 93 998 78032 79 114 435 540[ 3000] 823 949 79032[ 500] 51 136 243[ 500] 461 93 580[ 1000] 653 769 80043 106 14[ 500] 466 501 47 981 81063 171 261 93[ 3000] 390[ 300] 525 843 949 82155 437 513 630 83027 113 225[ 1000] 493 645 730[ 3000] 861 84011 72 93 732 82 906 97 85029 300[ 500] 55 471 680 791 86117 58[ 3000] 401 11 728 87102 476 552 980 88156 223 573 742[ 300] 820 72[ 1000] 78 93[ 3000] 89027 86 459 582 604 56 874 89 90152 212 442 944 91031 235 340[ 1000] 74 92[ 3000] 568 699 907 92305 452 735 900 42 93313 456 94038 287 527 838 95147 57[ 500] 265[ 3000] SS 367 785 888 96154 85 215 24 73 459 503 858 919 23 97207 474 562 632 723 93 98 809 978 98063 136 210 17 495[ 500] 553 601 99137 341 499 526 649[ 3000] 74 76[ 300] 711 903 18 100167[ 300] 518 61 680 701 24 34 101044[ 500] 162 70 362 449 827 102041 64 72 287 736 40 890 928 103081 91 111 237 87 500 701 930[ 1000] 84[ 500] 104191 312 26 443[ 500] 602 702[ 500] 806 29. 54 105030 255 540 612 944 1500] 106126 81 203 86 307 779 857 89 912 107062[ 500] 387 725 109069 204 350 429 511 23 40 772 842 65 109287 502 718 27 848[ 1000] 943 110214 443 70 97 795 849[ 1000] 111061[ 1000] 324 69 413 33 75 629 112047 99, 136 47[ 1000] 713 920 113003 85[ 1000] 170 1500] 299 391 694 114048 163 [ 3000] 285 695[ 1000] 807 115104 709 18000] 116091 117 345 432 696 900 117071[ 500] 437 590 660 824 93 118006 23 257 363 64 615 51 760 829 961 119084 91 117 40 71 344 480 558 779 120297 652 922 121126 66 98 381 87 481[ 1000] 615 753 62 893 970[ 500] 122342[ 500] 401 37[ 1000] 570 673 758 841 920 90 123031 101 32 288 306 576 639 44 93 793 921 63 72 124356 415 539 733 36[ 3000] 58[ 3000] 814 65 75 913 28 125058 105[ 3000] 83[ 500] 220 57.611 50 878 126042 129 36 202 483 716 846 127077 208 428 7? 527 735 944 128035 44 82 224 385 569 626 98 763 827 74 129027 96 217 746 994 130030 191[ 1000] 344 520 903 131194 346 424 28 970 132061 280 443[ 500] 588 616 733 133222 346_455 767 883 99 134181 333 85 89 578 719 870 98 135185 373 422 589 604 25 27 1500] 783[ 3000] 866[ 1000] 136051 202 43 471 99 596 695 865 66 137333 44 412 49[ 3000] 79 692[ 500] 969 138141 322 1500] 32 43 513 647[ 500] 720 139041[ 3000] 427[ 5001 512 500] 773 863 140468 848 141126 238 63 551 984 142070 367 Verschiedenes. Lernt die Muttersprache beherrschen! Erfolgreichen, leicht faßlichen Unterricht in Wort und Schrift der deutschen Sprache erteilt Damen und Herren ( separat) auch abends ein tüchtiger und gewissenhafter Brivatlebrer. Die Stunde fostet eine Mark. Eine Unter+44 richtsstunde wöchentlich genügt. Gein allen Preislagen durchweg mit Nußbaumpiano hochelegant. fällige Angebote sind unter G. 4 an 10 Prozent Extrarabatt. Große Frank Konfektionär stunsz, Wilhelm Stolze Expedition des Vorwärts" zu richten. furterstraße 125. 29378+ straße 15. +63 Brillanten, Pfandscheine, Gold, Steppdecken, Fabrikmuster, Stüd Kanarienroller( Selbstzucht) Silber, Perlen, Uhren, Platina, kauft Sturs Juwelen Leihhaus, 3,25, 3,85, 4,85, 5,50, 6,50, 8,50 usw. Adalbertstraße 97. +26 zum E. Weißenbergs Teppichhaus, Große Kinderschürzen, Tändelschürzen! Friedrichstraße 40. Fernsprecher IV 8549. 29328+ 2938+ Frankfurterstraße 125. Spottbillig. Petersburgerstraße 2, Läuferrefte, 4 bis 6 Meter lang, born 1 links. Patentanwalt Beffel. Gitimer. 89/4 traße 94a 25558 jetzt spottbillig. Große FrankfurterGangbares Milchgeschäft, auch als straße 125. 29398* Nebenerwerb passend, billig. KastanienPfandleihe Markusstraße 27. Reste für Sofabezüge ausreichend, allee 47. 14576 Bücher fauft, beleiht Antiquariat Wolle und Plüsch, mit 10 Prozent Rabati, E. Weißenbergs Teppich- Käufer, zahlungsfähige, vermittelt Rochstraße 56. haus, Große Frankfurterstraße 125.* erfolgreichst Medelburg Co., Loth, Gastronen, dreiflammig 4.50, ringerstraße 72. Besuch kostenlos. 14606 Keine Provision. 89/5 2840* 13956* [ S000] 88 709 21 143110 52 255 60 831 448 729 75 875 [ 500] 144122[ 500] 55 95 206 348 49 767 87 817 75 145079 15000] 105[ 1000] 70 246[ 3000] 95 332 539[ 500] 674[ 500] 757 984 146278 458 794 97 147186 276 360 80 515 32 818 85 969 76 148046 213 495 96 763 71 149036 160 215 422 542 94 1500] 635 56 68 727 848 982 150014 256 374 402 619 723 809 11 61 64[ 3000] 912 60 151113 239 755 834 914 152026 437[ 1000] 86 696 713 49 836 153044 147 66 348 67 450 53 78 605 10 83 770 957 154073 133 1500] 52 508 56 813 20 155107 62 72 299 365 426 613 43[ 3000] 765 99 156407 509 97 748 [ 1000] 157110 17 529[ 500] 158075 123 863 909 159 [ 1000] 348 55 81 458 74 603 8 896 160008 259 367( 500] 706 802 161019 242 304 5 16 511 664 876 944 162171 264 428 529 163051 146 523 688 766 68[ 500] 847 914 164042 223 630[ 1000] 65 928 80 165308[ 500] 29 860 166393 503 614[ 1000] 66 904 167194 95 1500] 342 629 49 83 842 967 168254 408 79 91 550 767 907 49 169115 458 508[ 3000] 914 170040 362 79 1500] 704 26 92 830 36[ 1000] 51 960 171196 200 19 311 766 172143 99 259 309 408 668 704 91 173112 18 217 549 834 900 174201 998 523 175072 88 718 176027 66 151 13000] 97 223 48 486 603 22[ 3000] 728 27[ 3000] 177113 33 220 358 564 69 685 776 84 953 62 178289 548 66 179186 495 549[ 500] 754 882 180170 333 72 445 516 637 858 1500] 981 181210 534[ 500] 911 71 182402 750 870[ 1000] 183012[ 3000] 147 232 89 357 423 783 848 184218[ 500] 49 388 590 718 43 857 945 185020 183 312 20 477 715 871[ 1000] 186018 142 97 276 304[ 3000] 51 866 1500] 187080 350 647[ 500] 753 188215 372 748 800 87 1500] 916 189177 [ 3000] 580 628 89 776 844 963 190146 633 66 782 953[ 1000] 191014[ 3000] 117 337 545 192165 385 405 7 49[ 1000] 80 762 906 19[ 1000] 51 193243 440 739 194240 590[ 1000] 918 78 195048 565 743 53 820 196187 361 492 640 751 59[ 500] 16 99 [ 500] 197088 203 23 87[ 1000] 336 651 198036( 3000) 95 127 29 215[ 500] 35 51 65 378 11000] 820 199027 37 251 61 85[ 1000] 93 481 91 755 893[ 500] 200124 28[ 10 000] 231 499 633 990 201105 215 326 436 614 83 935 63 202188 93 315 818[ 500] 203042 152 83 632 708 997 204: 38 106 393 416 570 205008 14 153 79 255 75 333 416 506 627 59 764 69 206053 488 51 672 [ 1000 547 780 868[ 3000] 207384 414 903 208013 92 212 326 65 88 537 43 81 733 209019 167 853. 919 210163 441 90 716 52 211316 66[ 3000] 454 633 54 829 61 935 86 212480[ 1000] 614 213747 945 93 214030 73 170 366-486 813 954 215026 41 896 216240 381 481[ 3000] 552 217292[ 500] 531 42 637 45 852[ 500] 957 218286 539 644 879 91 92 219025[ 500] 166 202 509 960 66 220337 606[ 3000] 63 751 850 949 61 221132 269 375 458[ 3000] 222419 35 803 1000] 935 223148 364 494 [ 3000] 512 15 36 72 78 644 1500] 224230[ 1000] 306 9 419 536[ 500] 609 99 929 84 225049 90[ 1000] 309[ 500] 70 496 876 927 226272 407 28 532 603 706 227181 230 358 610 35 76 821 29 994 228007 41 392 753 992[ 500] 229061 199 238 530[ 500] 45 749 856 941 52 230130 95 289 349 448 755 813 928 44 231413 634 46 57 91 881[ 500 000] 232038 208 612 44 95 771 949 233182 648[ 500] 234053 206 25 41 311 64 73 95 97 ( 1000] 429 656 89[ 500] 235011 105 16 64 409 509 600 17 721 26 85 925 41 236139 298 385 419 579 763 904 237018 80 130 343 451 555 639 77 238165 454 68 74 761 817[ 500] 906 94 239008 349[ 10c0] 776 240144 643 91 241: 53 371 675[ 500] 773 859 67 996 242218 88[ 500] 373 94 437 546 60 767 73 839 68 243052[ 1000] 82 171 404 86 507[ 3000] 8 626 986 244148 232 534 719 839 997 98 245202 345 1000] 494 618 776 986 246001 334 45 80 401 529 808 24 247066[ 1000] 145 896 884 248029 110 288 91[ 500] 516 29 668 888 917 249154 225 89 455[ 500] 510 612 59 746 808[ 1000] 250406 63 701 832 251011 52 192 475 548 737 810 929 252119 313 518 54 649 960 67 253137 216[ 500] 92[ 300] 368 548 615 961 254016 102 51 63 265 406 532 850 960 255000 81 115 200 3000] 451 75 845 256006 636[ 500] 79 94 745 79 982 257259 71 538 58 66 684 [ 1000]: 825 936 50 58 258090 204 50 753 861 259003 156 222[ 500] 34 96 328 497 539[ 500] 48[ 1000] 652 746 260035 116 17[ 500] 32 483 549 698 770[ 1000] 804 942 43 261035 91 235 512 33 65 626 903 262062 349 892 905 83 89 263019 59 552 83 639 788 99 830 264268 97 302 523 770 801 900[ 3000] 71 265427 33 741 96 266020 330 57 441[ 500] 98 523 94[ 3000] 660[ 500] 764 82 935 267064 420 513 61 627 47 767 80[ 500] 809 85 930 [ 1000] 35 268105 10[ 3000] 237 503 680 s32[ 500] 269056 122 36[ 500] 248 68[ 500] 461 81[ 500] 670 94[ 1000] 725 970[ 500] 270129 338 419[ 500] 873 271222 61 310 49[ 500] 93 [ 3000] 664 903 87 272045 88 222 46 55[ 500] 383 475 [ 1000] 663[ 1000] 757 87 861 273006 118[ 1000] 248 384 489 867 274034 149 55 78 238 762 992 275032 185 223 42 397 438 750 812[ 500] 901 90[ 500] 276302 415 277001 190 223 560 626 72 726 825 278011 177 359 323 42[ 3000] 520 22 55[ 1000] 647 72 762 279138 264 658 738 945 64 280142 50 234 322 422 68 556[ 1000] 634 886 97 904 30 281149 70 94 994 282153 58 232 47 432 673 741 907 [ 5000] 58 283013 30 47 125 44 253 301 14 21 466 668 767 284193 350 81[ 500] 390 659 988 285126 568 773 847 [ 3000] 903 78 286066 260 671 709 957 65[ 500] 287678 939 73 Eichhörnchen, lebend, in Mehrzahl, fauft Linnaea, NW., Turm straße 19. 2952 Vermietungen. Laden, Stube, Küche, 700,00, vermietet Eichbaum, Schöneberg, Haupt ftraße 10. 2949s Wohnungen. Blinder Stubiflechter bitte um Arbeit. Stühle werden abgeboli und zurüdgeliefert. A. Gläser, Mulad ftrage 27. 14685 Stellenangebote. Polier- Lehrling verlangt Nöthling, Friedenstraße 48. +44 Lehrling, Buchbinderci, Hand- und Breßvergolder. Faien, Krausen 14536 straße 31. Koloristinnen, dauernd, auch Prächtige Balkonwohnungen so- außerm Hause, verlangt Pieper, ort zu vermieten Soldinerstraße 32. Prinz Eugenstraße 15. +87 Balkonwohnung, 2 Stuben, Botenfrauen finden dauernde und Küche, Sonnenseite, Gartenhaus, fehr lohnende Beschäftigung( Tour foort zu vermieten. Eventuell mit Mittenwalder Schönebergerstraße) 88/ 12* Malerarbeiten und bis 15. 12. mietefrei. Christburgerstraße 43 II. Zimmer. ftraße 6. Möbliertes großes, helles, in Jm Arbeitsmarkt durch feftenfreies Bimmer, feparat, zwei besonderen Druck hervorgehobene Herren, jeder 13 inklusive Kaffee. Anzeigen kosten 50 Pf. die Zeile. Zandsbergerstraße 85, 2. Portal IV, Polter. +89 Möbliertes Zimmer, 1-2 Herren, herrliche Aussicht, Baumschulenweg, 1894b Trojanstraße 6 II, Bahnhof. Schlafstellen. Möblierte Schlafstelle vermietet Frau Jacobey, Wiesenstraße 10, III.* Möblierte Schlafstelle für zwei Herren sofort oder 1. Invaliden traße 130, Seitenflügel III, Casper. Mietsgesuche. Deutscher Holzarbeiter- Verband Zahlstelle Berlin. wegen Streiks und Differenzen find gesperrt: Für Vergolder: Seifert u. Beier, Hufelandstraß.. Für Korbmacher: Schürwagen, Fruchtstr. 61, Berner, Palisadenftraße 91, Leitloff, Teltowerstraße 31, Holze, Dranienstraße, Habiz, Lausfiberstraße. Bodenleger: Die Bauten der Firma Butterweich( Zwischen meister Pötsch und Rumpf). Wilmersdorferstr. 93. Wer Stoff hat? Fertige Herrenanzüge 15,00 eager, Schneider meister, Lichtenbergerstraße 9. Bronzefronen 7.50, Gaszuglampen Projektions- Vorträge. Beste Re 8.00, Lyren 1.45, Bandarme 0.55. Kastanienallee 21, vorn I, Frau abrillager Große Frankfurterstraße 92, lein Bölling verkauft: Plüschsofa, ferenzen aus Parteikreisen. Prospekte versendet Midich, Weberstraße 13. Filiale Ravenéstraße 6. 2720 Ausziehtisch, Kleiderschrank, Bertiko, Bücherrevisor Schaefer, WilmersSingermaschine 10,00, gut Stühle, Säulentrumeau, Garnitur, Geschäftsnähend, Prinzenstraße 77. 88/ 7* zwei englische Bettstellen, Wanduhr, dorf, Be linerstraße 33. Ankleideschrank Waschtoilette Weiterführung, mit bücher- Einrichtung, Monatsanzüge und Revisionen Winter Spiegel, Sofatisch, Teppich, Chaise- Regulierung, Bilanzen, patetois sowie Joppen von 5,00, longues, Schreibtisch, Bastrone, usw. Totalausverkauf von Herren- olen von 1,50, Bebrodanzüge von moderne Küche, billigst. Möbel noch Vereinszimmer, Sonnabend und Stnaben- Garderoben, Berufsbekleidung 12,00, Frads von 2,50, sowie für lor fast neu! 14596 Sonntag musikalische Unterhaltung, zu enorm billigen Preisen Beiden- pulente Figuren Neue Garderobe empfiehlt Restaurant Grabert, Ber weg 80, Laden. 28898* au staunend billigen Breisen, aus Pianino, hohes, 130, Mart, treter Sulz, Wilmersdorferstraße 80, Eingang Sybelstraße. + 29* Saison Extraverkauf! Smitierte Brandleiben verfallene Sachen fauft Turmstraße 8 I. Littauer Nähmaschinen ohne AnErklärung. Die von inir am Zwei anständige junge Herren Berjerteppiche, Portieren, Steppdeden, man am billigsten bei Naß. Mulad Schlajdeden usw. Teppichhaus Emil itrage 14. zahlung, wöchentlich 1,00, gebrauchte 1. Oftober cr. gegen Frau Daebel fuchen bei einem Genossen, Nähe Für Rejèvre, Dranienstraße 158. 25388* Zähne eine Mart, gaumfrei 1,50. 12,00, Bienerstraße 1-6, Barschauer erhobene Beleidigung nehme ich hier Scottbufer Tor, eine freundliche Schlaf14635 mit als unwahr zurüd. 14146 ftrage 67, derstraße 111. Wilhelm stelle zum 1. Dezember, Dfferten Federbetten, hochfein, Stand Lindenstraße 106. Borwärts", Laufizer Blak 14/15. Material, 18,00. Neumann, Hornstraße 2. Achtung! Winterpaletots! Gehrodanzüge, Gemüse, Prüfer, Wallnertheaterstr. 10. Damenkonfektion, Stoffe, Wäsche Kinderbettstelle, Kinderwagen, Jadettanzüge, Herrenhofen. Staunend Feuerung fofort billig zu verkaufen nach außerhalb Mödern fauft Messerschmidt, Kaiser WilhelmPuppenwagen, Sommer, Wiener billig. Pfandleihhaus, Hermannplatz wegen 14625* straße. 81. 14645* ftraße 18E. straße 51. 10755* fechs. wie Winterüberzieher, Jadettanzüge, Winterpaletots! Sparsysteme!! Gasheizöfen!!! Hoch- brauner Krimmer, untersette Figur, 6,00. Gefchloffene Zweilochgastocher! Gehrodanzüge, Maßarbeit! 5,00. Gasbügelapparate billig! modern, spottbillig. Pfandlethhaus, 10 Mart, Chorinerstraße 81, parterie. Papiergeschäft, Often, Miete 900, Bronzegastronen!! Gaszuglampen! Hermannplak sechs. Bohlauer, 9,00. Gaslyren! 12. Menzenhauer Guitarrzither, 8,00. Zagestaffe 10 art. Breis 1600 Mart. 29198* Strabei, Brunnenstraße 84.+47 Bollrath Co., Elsasserstraße 21. Berantwortlicher Redakteur: Hans Weber, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin, Drud u. Verlag: Borwärts Buchdruderei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Wallnertheaterstraße 32. * 14826* NM neu, Die gegen die Lehmannschen Eheleute in Adlershof, Bismarcftr. 17b, hierdurch unter dem Ausdruck des begangenen Beleidigungen nehme ich Bedauerns zurüd. Frau Balesta Adlershof, Berleberg, Bismard Straße 36b. 2953 Arbeitsmarkt. Stellengesuche. Heimarbeit fucht Familienvater ( gelernter Sattler), gleichviel. G. 100, oftamt 36, erbeten. +27 18de Lauenburger straße. Bambergerstr. 24. Bau Göze u. Hertel, Siebelstr. 11. Moabit, Jagowftr. 44. Schöneberg, Aschaffenburgerstraße. Steglitz, Zimmermannstr. 9. Bau Herold in Charlottenburg, Neue Stantstraße( an der Bahn). Die Ortsverwaltung des Holzarbeiter Verba des