Nr. 281. Abonnements- Bedingungen: Abonnements. Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 I., monatl. 1,10 wöchentlich 28 Bfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage„ Die Neue Welt" 10 Bfg. BostAbonnement: 1,10 Mark pro Monat Eingetragen in die Bost Beitungs. Preisliste. Unter Areuzband für Deutschland und Desterreich, Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mark pro Monat. Vostabonnements nehmen an: Belgien, Dänemart, Holland, Italien, Luremburg, Bortugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblaff. 24. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonel. geile oder deren Raum 50 Bfg., für politische und gewerkschaftliche Vereins, und Versammlungs- Anzeigen 80 Pfg. ,, Kleine Anzeigen", das erste( fett. gedruckte) Wort 20 Bfg., jedes weitere Wort 10 Pfg. Stellengesuche und Schlaf stellen- Anzeigen das erste Wort 10 Pfg., jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben gählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Nr. 1983. Reaktion mit einem Tropfen Oel. Sonntag, den 1. Dezember 1907. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. fnaben Papiduda:" Bald ist der Kaz ein Kaz, bald ist er ein zu können und vielleicht gar sozialdemokratische StichwahlStater". hülfe in Anspruch zu nehmen. Diesen Schmierenkomödianten Also nur tapfer bewilligen, was die Regierung fordert, ist selbst die miserabelste Posse zuzutrauen. Aber die Herren die Theorie zu den bewilligten Steuern fönnt Ihr Euch nach- befinden sich im Irrtum. Es ist das dringendste Interesse der Der dritte Tag der Etatsdebatte brachte die Ent- her nach Belieben zurechtflicken! Das war der gute Rat, den Wahlrechtsbewegung, daß endlich die Massen über hüllung des Blodprogramms. Aber als der Bülow mit väterlichem Wohlwollen den Blockbrüdern zur die Stellungnahme ihres Gegners, der preußischen Regierung, Reichskanzler mit selbstbewußter Pose und graziösem Lächeln Rechten, wie zur Linfen erteilte. Klarheit gewinnen. Dies ist umso nötiger, als von liberaler den Vorhang von diesem verschleierten Bilde von Sais zur Es folgten einige ganz vernünftige Betrachtungen über Seite immer wieder die Behauptung aufgestellt wird, daß Seite zog, da stierte uns das nämliche blöde, leblose Puppen- zu harte Strafen für Delifte, die aus Not begangen wurden, die Liberalen sich zu einem Eintritt in die Blockantlig an, das schon zwischen den Zeilen des Silvesterbriefes und zu milde Strafen für Roheitsdelikte. Bülow vergaß politik nur unter der Bedingung verstanden hätten, daß hervorgrinste. aber leider doch dabei die schlimmsten dieser mildbestraften die Regierung eine Wahlrechtsänderung in Preußen durchHerrn Wiemer fiel die sonst Herrn Bassermann vor- Roheitsdelikte, die Soldatenmißhandlungen, unter seinen Bei- führe: Eine Behauptung, die allerdings von den Konservativen behaltene Ehre zu, dem Reichskanzler für seine Blockrede das spielen aufzuzählen und machte obendrein den guten Eindruck stets wieder in Abrede gestellt wird. Es ist ein unerträglicher Stichwort zu geben. Dieser Wortführer der Freisinnigen seiner humanen Anwandlung wieder wett durch die Forderung Standal, daß den entrechteten Massen nicht einmal gesagt Boltspartei schwelgt selbstgefällig in der möglichst ausgiebigen härterer Bestrafung für Verleumdungen. Erfahrungsgemäß wird, wie die verantwortlichen Kreise ihrer Entrechtung endlich Ausnugung seines fräftigen Drgans. In jedes, auch das würde daraus die amtierende und judizierende Bureaukratie ein Ende machen werden. Und ebenso standalös sind die gleichgültigste Wort, in den inhaltlosesten Satz quetscht er mit nur eine neue Waffe zur Unterdrückung der freien Meinungs- Gründe, die das„ Berliner Tageblatt" dafür anführt, Stentorstimme einen erfünftelten Bruſtton der Ueberzeugung äußerung in Wort und Schrift machen. daß die Regierungserklärung wieder verschoben werden hinein, wodurch das ganze Gewiemer falsch im Ton wird. Zum Schluß beschwor Bülow noch in allgemein gehaltenen foll. Danach hätte Herr v. Moltke, der Nachfolger Insofern ist er der geeignetste Vertreter der liberalen Block- Mahnungen die Blockgenossen zur Einigkeit. Die Liberalen Bethmann- Hollwegs, noch immer nicht die Zeit gefunden, politit, deren unlösbarer Widerspruch zwischen der ererbten suchte er durch das Beispiel der österreichischen Liberalen, der sich ausreichend zu informieren. Wäre dies war, so müßten liberalen Jdeologie und deren praktischen Verlängerung in der Herbstzeitlosen", wie Bismard sie genannt hat, zu schrecken, wir es geradezu für eine Lächerlichkeit erklären, daß man Wiemerschen Rhetorik gewissermaßen als Unterton mifflingt. die an ihrem Mangel an praktischem Sinn zugrunde gegangen einen Mann zum Minister macht, der über das wichtigste und Herr Wiemer meinte gegenüber Bebel, der Wahlausfall seien. Diese Weisheitslehre entlockte, wie andere vorher, dem dringendste politische Problem sich keine Meinung zu bilden sei ein Beweis für die Richtigkeit der Politit, die der Freifinn berzückt dreinschauenden Abgeordneten für Lauenburg, Herrn vermag. Wir sind allerdings nicht so leichtgläubig, möchten eingeschlagen habe, und proklamierte als Richtlinie feiner Partei e scher aus Hamburg mehrere bewunderungsgeschwellte aber den Herren raten, sich etwas weniger provozierende Ausfür die Steuergesete: Reform der Matrikularbeiträge nach der Sehr richtig!", als ob Drakelsprüche vom Dreifuß der Pythia reden zu suchen. Leistungsfähigkeit der Einzelstaaten; Reform der Branntwein- in den Schalltrichter seiner Dhren gedrungen wären. Dieser Jinteressanter ist der andere Grund: die Abwesenheit steuern unter Beseitigung der Liebesgaben; Ausbau der naive Jüngling weiß also nicht einmal, daß die Herbstzeitlosen des Kaisers. Es ist vielleicht sehr gut, daß hier ausdireften Steuern. Hinsichtlich der Kolonialpolitit äußerte er zugrunde gegangen sind, weil sie, zur Macht gekommen, ihre drücklich mitgeteilt wird, daß die Erklärung der allerhand Sparsamkeitsbedenken, ganz so staatsmännisch liberalen Grundsätze in den Wind schlugen, genau so wie heute preußischen Regierung vorher dem deutschen wie zur Zeit ihrer Regierungsfähigkeit die Zentrumspartei, Heckscher und Konsorten. Kaiser vorgelegen hat. Es wird sehr inter" die auch erst in der dritten Lesung patriotischen Herzens um- Aber nicht alle Liberalen sind ja auf dem nämlichen staats- essant sein, zu sehen, ob diese Erklärung von demselben zufallen pflegte. Steinerlei Bedenken hemmen aber auch jetzt männischen Niveau angelangt, wie die Heckscher, Mugdan, hohen Maß politischer Einsicht bittert sein wird, wie die schon den Flotteneifer dieses freisinnigen Volfstribunen. Er Pachnicke und Wiemer. Es gibt auch eine Sorte Libe Erklärungen, die die Regierung der Habsburger oder die hat das Maß seiner Marineschwärmerei auf Tirpitz eingestellt. ralismus, der- hier hielt Bülow naserümpfend den Atem Regierung der Wittelsbacher ausgezeichnet hat. Prinz Das tennzeichnet fattsam den Wandel der Zeiten und an, als ob ihm ein widriger Geruch in die Rüftern steige- Ludwig von Bayern hat ja seinerzeit eine Rede für Menschen von Richter auf Wiemer innerhalb der Freifinnigen der in der Sonne sozialdemokratischer Gunst gedeihe. Stein das gleiche Recht gehalten, bie pom preußischen Ministerium Volkspartei. Mit loderndem Mannesmut verkündete Herr schüchterner Laut des Protestes wurde laut aus den Reihen sehr wirkungsvoll als Konzept benutzt werden könnte. Wiemer seine Flotten- und Waffenbewilligungsluft, selbst auf der Blockliberalen. Herr Naumann schaute unbefangen drein. Wir wiederholen jedoch, daß es jetzt vor allem darauf die Gefahr hin, von Herrn Bebel der Unzurechnungsfähigkeit Ihn trifft das nicht mehr, seitdem er sich löblich unterworfen ankommt, daß diese Regierungserklärung möglichst rasch geziehen zu werden". Ja, Herr Wiemer hatte in Bebels hat. Aber der Wink wird seine Wirkung tun; demnächst wird provoziert werde. Und dafür sind uns in erster Linie die Hinweis auf die englische Flottenvermehrung ein neues wohl der luftverpestende Herr Richard Barth ausgestoßen freisinnigen Parteien des Abgeordnetenhauses Argument entdeckt für die Vermehrung auch der deutschen werden aus den Reihen des modernen Patschouli- Freisinns. berantwortlich. Wir wollen aber auch zugleich Flotte, ohne zu merken, daß er damit im Kielwasser des Auch für die Konservativen hatte der gerechte Stanzler auf die merkwürdine Tatsache hinweisen, daß das Zentrum Flottenvereins einhersegelt, der genau mit dem nämlichen eine Mahnung: Agrarisch dürften sie zwar bleiben, müßten noch immer nicht seinen Wahlrechtsantrag Argument die Theorie des unbegrenzten Wettrüstens verficht. sie bleiben. Aber auch„ modern" müßten sie sein. Als ob aus der vorigen Seffion erneuert hat. Das Zentrum Innerhalb des Blocks wollen Herr Wiemer und seine Freunde diefe Mahnung nicht völlig überflüssig wäre! Die Agrarier verhält sich überhaupt in der in der Wahlrechtsfrage, in für die Verwirklichung liberaler Grundsäge wirken. Zum Be- betreiben die Voltsausplünderung längst nicht mehr nach der es leicht eine entscheidende Rolle spielen könnte, weis dafür schwang sich der Redner sogar zur Forderung des feudalen Methoden; sie sind modern wie irgend ein Kirdorf als teilnahmsloser Buschauer. Aber das Zentrum irrt Reichstagswahlrechtes auch für Preußen auf. oder Stinnes. Es wäre eine Preisaufgabe, festzustellen, wer durchaus, wenn es meint, daß die Arbeiter ruhig zusehen Im Anschluß an diese Rede des Blodpatrioten von der am modernsten arbeitet, die Herren vom Kohlenring oder vom werden, wenn die Partei für Wahrheit und Recht" das freifinnigen Observang erhob sich der Nährvater des Blocks Bund der Landwirte. wichtigste Recht des Voltes zum Schacherobjekt mit der Fürst Bülow zu seiner Rede über die innere Politit Nach dieser Darlegung seines Blockprogramms befchwor Regierung zu machen beabsichtigt. und die parlamentarische Lage. Der Block stehe Bülow in den tiefen Herzenstönen verhaltener Rührung das Immer mehr stellt es sich heraus, daß im Privilegienim Mittelpunkt unserer Politit. Die Gegner suchen ihn zu Bild von Bismarcks Sterbezimmer herauf: schlichte Wände, parlament die entrechteten Massen nicht einen einzigen spalten. Dagegen müssen die Blockparteien sich wappnen. als alleiniger Schmuck das Bildnis Uhlands. So soll nämlich Anwalt ihrer Interessen finden. Um so energischer und lauter Bei allen praktischen Maßregeln müssen die Blockparteien sich der Bülowblock symbolisiert werden: Bismarcks Politik müssen dann die Massen außerhalb des Parlaments zu einigen suchen auf einer mittleren Linie. Eine der Ge- mit Uhlands Tropfen demokratischen Dels gesalbt! Das ihr Recht fordern. fahren, mit denen der Block bedroht sei, wäre es, wenn es war rührend, das war hinreißend schön. Man denfe, was die dem Zentrum gelänge, dem Vereinsgesetz eine solche Liberalen alles bewilligt erhalten! Sie dürfen Flotten-, Fassung zu geben, daß die Konservativen nicht dafür ſtimmen Seer-, und Skolonialbudget erhöhen um Hunderte von Millionen; Die ,, liegende" Frankfurter " fönnten. Bezeichnend für die Wertschätzung, die Fürst Bülow sie dürfen Steuern bewilligen um noch einige Millionen mehr Zeitung. der Festigkeit der liberalen Grundsäge bei den freisinnigen und können sie direkte nennen oder indirefte, ganz nach freiem Das Urteil wider den Genossen Zander von der Frank. Blockbrüdern angedeihen läßt, war es, daß er von ihnen Ermessen; sie dürfen Polen und Dänen unter Ausnahme- furter Boltsstimme", den das Schöffengericht zu Frankeine für die Konservativen unannehmbare Umgestaltung des gesetze bringen. Bom Reichstagswahlrecht für Preußen gar furt a. M. wegen angeblicher Beleidigung der Frankfurter Vereinsgefeges überhaupt nicht erwartet. feine Spur, aber sie bekommen für ihre fapitalfräftigste Stern- Beitung" zu 500 Mart Geldstrafe verurteilt( wir haben Dafür polemisierte er dann indireft, ohne es zu nennen, truppe das Börsengesetz und sie dürfen sich falben mit einem den Spruch in der Donnerstag- Nummer unter Bartéinachrichten gegen die Einführung des Reichstagswahlrechts in Preußen. Tropfen demokratischen Dels! Man staune: mit einem gemeldet) hat einen Prozeß von mehr als durchschnittlicher BeSolche Fragen müßten zurückgedrängt werden. Deshalb ganzen Tropfen! beutung zur Vorgeschichte. Und das Schlimme für die stegende" brauchten die Freisinnigen ihre Prinzipien ebensowenig aufzuUnd damit sollen die Tropfen nicht zufrieden sein?!" Frankfurter Zeitung" ist, daß die Ergebnisse dieses Prozesses mit geben wie die Konservativen. Das heißt, sie können darüber dem Urteil in trassem Widerspruch stehen. Mit vollem Recht sagt reden, so viel sie wollen. Handeln müssen sie aber patriounfer Frankfurter Parteiorgan, die" Boltsstimme", zu der Ber tisch: Flotten, Heeres- und Kolonialforderungen sind zu bewilligen. An der bisherigen agrarischen Wirtschaftspolitik muß Verhandlungs bezw. Beweisergebnis einerseits festgehalten werden. Dafür soll die Sozialpolitik Das, Berliner Tageblatt" bringt heute die Mit- und Urteil andererseits stehen in schreiendem Gegensatz zueinander. im bisherigen Gleise durch eine Anzahl Geseze weiter teilung, daß der freisinnige Wahlrechtsantrag Das Urteil übersicht einfach alles, was der Frankfurter Zeitung" gesteuert werden. Den liberalen Bedürfnissen denkt aller Voranssicht nach nun doch nicht mehr vor Weihnachten gestern nachgewiesen worden ist. Unser Verteidiger Heine bereitete Bülow genug zu tun durch das Vereinsgesetz, das zur Verhandlung kommen soll. Wir sehen in diese Mitteilung auf eine solche Urteilsfällung mehrfach durch seine Hinweise darauf bekanntlich durch die Ausnahmebestimmungen gegen anders- vorerst noch einigen Zweifel. Es wäre geradezu unerhört, vor, daß der Vorsitzende des Gerichts eine Verhandlung offenbar sprachige Reichsangehörige nicht nur für uns, sondern eigentlich wenn der Freisinn auch diesmal der Regierung zu gar nicht für nötig halte, da er mit seinem Urteil schon vorher auch für jeden liberalen Mann unannehmbar gemacht sein Hülfe täme und damit die Verantwortung fertig fei...." Die Verschleppung der Wahlreform. urteilung: " " sollte; ferner durch das Börsengesek. Es ist das tatsächlich für die geplante Verzögerung übernähme. Es handelte fich bekanntlich um die Berichterstattung der ja auch das einzige ernsthafte Zugeständnis an die freisinnige Im preußischen Landtag stehen überhaupt teine Frankfurter Zeitung" über die Vorgänge in der Bayrischen BodenPartei, sehr bezeichnenderweise nicht an deren liberale wichtigen Gegenstände gegenwärtig zur Beratung. Die treditanstalt zu Würzburg und um ihre ganz Haltung zu diesem Ideologie, sondern an die realen Interessen des von ihnen Zeit soll also absichtlich vertröbelt werden, damit Institut. Die" Boltsstimme" hatte der Frankfurter Zeitung" vorvertretenen Handelskapitals. vom Recht des Voltes nicht gesprochen werden muß! Ebenso geworfen, daß fie über die Vorgänge falsch berichtet, daß sie ihr beZur Erörterung der Steuerfrage übergehend- das Be- wie in der früheren Session der Freisinn seine Hand dazu ge- fannte Mißstände vertuscht habe. Was in dieser Hinsicht in der Ver dürfnis nach neuen Steuern sette er als gegeben für den boten hat, daß die Wahlrechtsanträge von der Tagesordnung handlung festgestellt ist, das faßt die Volksstimme" in ihrer BeBlock voraus warnte Bülow dringend vor Doftrinen. wieder abgesetzt wurden, ebenso soll dieses frivole Spiel jetzt fprechung des Brozeffes wie folgt zufammen: Indirekte Steuern oder direkte Steuern, das sei doch eigent- wieder aufgeführt werden. Es ist ihr( der Franff. Beitung") nachgewiesen, daß sie den für die Bank so nachteiligen Abschluß mit der Großbant Distontogesellschaft begünstigte. und der andererseits nach dem gewiß unverdächtigen Zeugnis der Allgem. Münchener Zeitung" so start an strafbaren Stimmentauf grenzte. Rachgewiesen ist der Frankfurter Zeitung" durch die Be fragung des Zeugen Meißner, daß sie von diesem juristischen Vertreter und späteren Mitglied der Würzburger Bankleitung lich gleich. Man fönne sie ja taum auseinanderhalten. Da Doch wir verstehen den feinen Plan. Der Wahlrechtssei die Erbschaftssteuer; bald werde sie von den einen eine antrag soll solange verschoben werden, bis der Schluß des direkte, bald von den anderen eine indirekte Steuer genannt. Landtages heranrüdt. Dann wird der Freisinn natürlich mit Also was sei nun eigentlich richtig. Diese tiefgründige fonservativer Erlaubnis mehr oder weniger flammende WahlBülowsche Steuerphilosophie erinnert lebhaft an die natur- rechtsreden halten, um sich bei der bevorstehenden Landtagswissenschaftliche Betrachtung des berühmten polnischen Schul-' wahl vor dem wachsenden Unwillen seiner Wähler verteidigen 114 fortlaufend informiert morden ist, seine Informationen zum Teil ohne Kenntlichmachung der einseitigen Quelle wie eigene RedaktionSarbeiten veröffentlicht hat und das; sie von diesem Herrn, der seine Verbindung mit dem Blatt nur sehr zögernd zugab, in Sache der nichtgebuchten Zinsrückstände direkt falsch informiert worden.... Nachgewiesen ist, daff die„Frankfurter Zeiumg" Schriftstücke erhielt und verwertete, die nur aus dem Archiv der so stark bloßgestellten Würz« burgcr Bankleitung stammen können und über deren Herkunft der Kläger Cohnstädt jede Auskunft verweigert. Ä a ch gewiesen ist der„Frankfurter Zeitung", daß sie eine warnende Aeußerung einer bayerischen Ministerrede über die Würzburger Bankaffäre und ihre Rolle darin ihren Lesern an- dauernd unterschlug, obgleich sie diese Aeußerung genau im Wort- laut kannte. Nachgewiesen ist der„Frantsurler Zeilung", daß sie schon über die Würzburger Generalversammlung von 1906 in befremdlich einseitiger und entstellender Weise berichtete. Nachgewiesen ist dem demokratischen Handels- und Börken- blatte, daß sie dieselben Praktiken in verstärktem Maße hin- sichtlich der Würzburger Generalversammlung von 1907 übte Dort hatte die Bankleitung, deren Partei die„Frankfurter Zeitung" so einseitig gegen die kleinen Bankiers AnSbacher ergriffen hatte, die sachlich berechtigte Kritik der Aktien- Minderheit so vergewaltigt, daß jetzt das Bamberger Oberlandes- gericht wörtlich entschied, wie gestern durch Verlesung der Urteils auSferiigung festgestellt wurde: es liegt„klar zutage liegende grobe Gesetzesverletzung in dreifacher Richtung" vor, namentlich krasseste Beschränkung der Redefreiheit, der die„Franks. Ztg." durch die oben erwähnte Art ihrer Berichterstattung gründlich nachhalf. Ferner ist dem„führenden Finanzblatte" Deutschlands durch Vorlage seiner eigenen Artikel nachgewiesen, daß es bis heute weder den kompromittierenden Wortlaut der Bettelbriefe des Würzburger Stadtkommissars um Aklienbeteiligung, noch die Nach- schrift der Würzburger Direktion seinen Lesern mitgeteilt hat, in welcher diese das Beteiligungsbegehren des Beamten nacbdrücklich unterstützt. Endlich ist der„Franks. Ztg." in Sachen des berüchtigten Konto K nachgewiesen durch das Zeugnis Ansbacher und das Zugeständnis ihres Redakteurs Stern, daß sie seit Jahren von jenem Konto gewußt hat, ihm jedoch nicht nackigegangeu ist und eS sogar nach den zwcifelsfreien Enthüllungen unseres Blattes unter Berufung aus gar nicht in Betracht kommende Gesetzesbestimmungen ver t e i d i g t hat." Unser Frankfurter Porteiblatt erklärt sich mit dem Ergebnis der Verhandlung vollauf zufrieden. Das seltsame Urteil wird eS der Nachprüfung durch die höhere Instanz unterbreiten. Die„Frankfurter Zeitung" muß sich also auf einen zweiten Gang gefaßt machen, in dem sie hoffentlich nicht wieder einen Vor- sitzenden findet, der seine Meinung über den Fall schon zu Anfang der Verhandlung fertig hat und der sich durch die Ergebnisie der Verhandlung so wenig beeinflusien läßt, wie der Vorsitzende deS Schöffengerichts. Dann wird auch im Urteil zum Ausdruck kommen, was jeder denkende Beobachter schon aus der V e r h.a n d l u n g erster Instanz entnimnit, daß die Vorwürfe der«Frankfurter Volks stimme" gegen die„Frankfurter Zeitung" nur zu sehr berechtigt waren._ Der Steinbacher flufruhrprozeß. In seiner Betrachtung des zweiten TageS der Ver- Handlung zu Meiningen sagt das Saalfelder..Volksblatt", daß sich bei allen ZuhSrern die Ueberzeugung immer mehr festigt, daß die ganze Anfruhranklage bereits vollständig zusammen« gebrochen ist. .. Wenn eS jemanden gibt, der als Hauptaugellagter zu gelten hätte, so wäre das der Gastwirt und damalige Vize- schultheiß Boden st ein. Durch feine eigene Aussage und die der Zeugen, sowie auf Vorhaltungen des Vorfitzenden wurde fest- gestellt, daß Bodenstein am fraglichen Abend, nachdem er den Orts diener instruiert hätte, im Orte Feierabend zu bieten, feine eigene Wirtschaft verließ, ohne dort feinen Gasten Feierabend geboten zu haben und seine Witticdast zu schließe». Hätte er das getan, die ganze „Steinbacher Affäre" wäre nicht entstanden! Nun ging Bodenstein nach dem Markte, wo er anscheinend den Orts- diener im Feierabendbieten unterstützte ldort stand ein Karussell), und da? verleitete den jetzt als„Rädelsführer" angeklagten Kehr- Fuckel, den Bodenstein zu fragen, ob er denn schon in seiner eigenen Wirtschaft Feierabend geboten habe? Auf diese wiederholt an ihn gerichtete Frage antwortete der Herr Vizeschultheitz Bodenstein mit einem Fanstschlage nach dem Halse des Fragers. Auf diese offen- bare Roheit hin nahmen eine Anzahl dieser Szene Beiwohnende Partei für Kehr-Fuckel und tadelten Bodenstein. Kehr-Fuckel aber hatte unterdessen den Schlag zurückgegeben, und da Bodenstein jedenfalls fürchtete, daß ihm auch noch aus der ihn wegen seines Angriffes tadelnden Menge Hiebe zuteil würden, flüchtete er, rief aber, wie schon gestern erwähnt, dem ihm in den Gesichtskreis kommenden Ortsdiener zu:„Richard, tu den Säbel raus I" Bodenstein lief rasch nach Hause zu, ging aber nicht in das HauS, sondern in seinen Hof, holte einen Stock und ging nun zum Angriff auf Kehr-Fuckel über, der ihm mit einen. Stocke gefolgt ivar. Letzterer kam an der Tür Bodensteins zu Fall, Bodenstein benutzte diesen„günstigen Moment" und gab mit seinem Stocke dem Kehr-Fuckel einen tüchtigen Schlag, nach anderen Zeugeuaussageu können es auch zwei gewesen sein. Nun verschwand Bodenstein schleunigst in der Haustür, die er hinter sich abriegelte. Das ist der nackle Hergang der Dinge. Und was hat sich nun weiter zugetragen? Es sammelt sich um den um seine„Revanche" betrogenenen Kehr-Fuckel eine größere Menge, der nun in die Er- innerung kommt, daß bei Bodenstein noch„Uebersitzer" sich befinden, darunter der Brandmeister. Bis jetzt unenldeckte Werfer nehmen einige Fensler aufs Korn, drei zerbrochene Scheiben sind der Erfolg. „Man" soll auch geschossen haben, manche Zeugen glauben einen Schuß gehört zu haben, andere wieder haben davon überhaupt nichts gehört. Man ruft Bodenstein, lacht und schimpft, alles durcheinander! Und nun das Haut'Nnoment, das wie kein anderes die tatsächliche Harmlosigkeit dieser„Aufruhrer" kennzeichnet: Sie holen den Feldjäger, damit der die Boden st eins che Wirt schafr leere und die Uebersitzer aufschreibe! Und dann der Ulk des Sturmläutens! Der Angeklagte Hoßfeid wird als der Swrmvogel angesehen, aber mindestens fünf Zeugen erklären unter ihren, Eide, daß Hoßfeld es nicht gewesen sein könne, da sie ihn kurz vor dem Slurmlaulen gesprochen haben und wenige Momente später das Stürme» ertönte. Natürlich gab eS auch eine Reihe Belastungszengen, die ob des „Aufruhrs" gezittert haben und ängstlich waren, noch mehr Zeugen und auch solche, die von der Staatsanwaltschaft geladen sinb, aber betonen, daß kein Mensch daran geglaubt habe, daß irgend jemand in der Bodensteinschen Wirtschaft anwesend Gewesenen etwas getan worden wäre, wenn dieselben herausgekommen wären. Am Freitag abend wurde das Urteil gesprochen. Es wurden verurteilt: 1. der Schleifer Kehr-Fuckel wegen Landfriedens bruches und Verübung von Gewalttätigkeiten unter Zuhilligung mildernder Umstände und unter Berneinung der Frage nach Rädels führerslboft zu b'/z Monaten Gefängnis. 2. der Angeklagte Schleifer Eickel-Roßmann ivegen Landfriedensbruchs zu ll'/j Monaten, 3. die Angeklagten Rudolf Kehr-Fuckel und Hoßfeld zu je drei Monaten, 4. der Fabrikarbeiter Otto Bodenstein wegen Landfriedensbruchs, Körperverletzung und Beleidigung zu fünf Monaten, b. der Fabrikarbeiter Deutsch zu fünf Mo naten, 9. der Tünchergeselle Oschmann, der Schleifer Reum und der Fabrikarbeiter Wilhelm Bodenstein wegen groben Unfugs zu je zwei und einer Woche Hast. Die letzten beide» Angeklagten, Gustav und Christian Malsch, wurden freigesprochen. Den verurteilten Angeklagten wurden ll'/g Monate der Untersuchungshaft in An- rechnung gebracht. In den U r t e i l s g r ü n d e n ivurde ausgeführt, daß allen Angeklagten mildernde Umstände zugebilligt worden feien, da es sich bei dem Steinbacher Krawall in erster Linie um eine Folge übermäßigen Akoholgenusses gehandelt habe. Den beiden Freigesprochenen soll wegen der Frage, ob ihnen ein Ersatz für die unschuldig. erlittene Untersuchungshaft zuzubilligen sei, eine besondere Entscheidung zugehen." Das Urteil ist immer noch hart genug. Wenn Studenten ähnlichen groben Unfug verübt hätten, wie die angetrunkenen, meist noch jugendlichen Arbeiter von Steinbach, sie würden wohl schwerlich wegen Landfriedensbruch aus die Anklagebank gekommen sein. Und wer Iveiß. ob das den Steinbachern passiert wäre, wenn nicht die Vorgänge mit den vorhergegan- genen politischen Ereignissen in Verbindung gebracht worden wären. Der Präsides, t des Schwurgerichts hat in anerkennens- werter Weise erklärt, daß beides nicht zusammengehöre, aber an der Anklage änderte das nichts mehr. Sind die Strafen aber auch noch hoch genug, für einen Landfriedensbruch-Prozeß sind sie verhältnismäßig milde. Allen Angeklagten sind mildernde Umstände zugebilligt worden und die Begründung läßt deutlich erkennen, daß es sich lediglich um einen Kirmesradau gehandelt hat. Die Lüge von der sozialdemokratischen Stcinbacher Revolution ist elend zu- ämmengebrochen und die Ordnungspresse, die diese Lüge einerzeit nicht brühwarm und eifrig genug verbreiten konnte, ist still geworden. Es war wieder einmal nichts! Der afrikanische Krieg. Paris, 28. November.(Gig. Ber.) Die Ereignisse an der algerisch-marokkanisaM Grenze geben den sozialistischen Wörnern recht. Das marokkanische Abenteuer hat die Republik in die Situation gebracht, den eigenen Besitz gegen die kriegerischen Stämme verteidigen zu müssen. Tie französischen Truppen mußten— auf a l g e r i- "ehern Boden— zurückweichen und das Gebiet der ihnen unterworfenen Stämme sowie Wohnstätten und Werkstätten von Europäern der Plünderung und Zerstörung freigeben Wohl ist es ihnen gelungen, die Eindringlinge wieder zurück- zutreiben, aber nian weiß, daß bei den Stämmen der Ein druck eines Erfolges, den sie über europäische Truppen erlangt haben, nicht durch folgende Schlappen aufgehoben wird. Wohl braucht man vorläufig an eine Erhebung algerischer Stämme nicht zu denken, aber die Lage ist Der Flüchtling. An einem sonnigen FrühlingSmorgen des Jahres 1905 kehrte der Gefreite Rohwer deS X. Regiments in.... b.... mit sieben Musketieren vom Schießstande in die Kaserne zurück und meldete seinen, Feldwebel:„Ein Gefreiter, sieben Mann vom Schietzen zurück." „Gut, daß Sie kommen, Rohwer. Sie müssen mit den Sergeanten Kühuke und Plett und den, Gefreiten Stein zwei Leute der Schutztruppe nach Ehrenbreitstein bringen. Ordonuanzanzug, Patronentaschen, Gewehr. llVa Uhr antretet,!" „Zu Befehl, Herr Feldwebel l" Rohwer freute sich. Das war eine augenehme Abwechselung in Ven, ewigen Einerlei des Drilles. Er ging auf seine Stube, wo der Gefreite Stein schon auf ihn wartete. „Ra. sollst Du auch mit?" „Jawohl I" „Was die Kerle wohl ausgefressen haben?" „Ich habe keine Ahnung." „Der eine soll 19 Jahre Festungshaft verbüßen." „Na, so schlimm wird es wohl nicht sein." „Ganz bestimmt!" Sie unterbrachen ihr Gespräch, als der Feldwebel die Stube detrat und sie zur Eile antrieb. Präzise II'/z Uhr standen die Sergeanten und Gefreiten vor der Feldwebelstube und empfingen je 10 Patronen. Dann schritten sie über den Kasernenhof zum Arresthaus. vor dem schon zwei Wagen hielten und nahmen ihre beiden Ge- fangenen in Empfang. Der eine war ein großer, breiter Mensch pon ungefähr 90 Jahren mit einem gutmütigen, harmlosen Gesicht und großen,, blondem Schnurrbart. Der andere war klein, brünett. mit schwarzem Schnurrbart und dunklen, stechenden Augen. Er mochte 25 Jahre alt sein. Sergeant Kühnke warnte die Gefangenen ausdrücklich vor einem Fluchtversuch unter besonderem Hinweis darauf, daß man«n diesem Falle unverzüglich von den Waffen Ge- brauch machen würde. Dann befahl er kurz:„Laden!" Die vier Soldaten hielten ihre Gewehrmündungen, der Eigentümlichkeit des Ortes Rechnung tragend, zur Decke deS Arrestlokals, öffneten die Kammern und drückten jeder fünf Patronen hinein. Mit kurzem, energischem Ruck schlössen sie die Kammern und sicherten die Ge- wehre. Daraufhin nahmen der Sergeant Kühnke und der Gefreite Rohwer den kleinen Gefangenen mit Namen Anger in ihre Mitte, während Sergeant Plett und Gefreiter Stein den anderen Gefangenen namens Rogowski unter ihre Obhut stellten. Alle bestiegen die Wagen und fuhren zum Bahnhof, wo der seltene Transpor, natürlich großes Aufsehen erregte. Die Gefangenen durchschritten gleichmütig zwischen ihren Begleitern den Bahnhof, ohne irgend welche Verlegen- h it über die Neugierde des Publikums zu zeigen. Uebrigenö war in dem bereits zur Abfahrt bereit flehenden Zuge fürsorglich ein Conpö reserviert, das die sechs Mann sofort bestiegen. Nach einigen Minuten setzte sich der Zug in Bewegung. Die Gefangenen hatten bis jetzt peinliches Stillichweigen beobachtet. Es schien, als fürchteten sie Unangenehmes, wenn sie sprechen würden. Sie hörten gleich- gültig und ernst, mit jener Resignation zu. die Menschen eigen ist die nichts mehr zu gewinnen hoffen. Erst als Sergeant Plett den großen Rogowski fragte:„Na. wie wars denn in Afrika?" kam dieser aus sich heraus und erzählte von seinen Erlebnissen. Er hatte viel durchgemacht. Besonders anschaulich schilderte er ein hartes Gefecht bei Otjihinainavarero. Wie schwer es gewesen sei. den HereroS in dem felsigen Gelände beizntoinmen. Mit welch unsäg- licher Anstrengung, ohne Wässer mit quälendem Dnrst die deutschen Truppen stundenlang in glühender Sonne einem numerisch weit überlegenen und grausamen Feind standgehalten hätten und wie eine Katastrophe unvermeidlich schien, als im letzten Augenblick Ver- stärkungen eingegriffen und die überraschte» Hereros in die Flucht geschlagen hätten. Und wie man endlich abends nach zehnstündige», Kampfe die Wasserstelle im Besitz gehabt hätte. So plauderte Rogowski lustig fort, dabei sorgsam seine Ge- schichte umgehend. Aber die Soldaten waren neugierig. „Nun sagen Sie mal, Rogowski, iveshalb kommen Sie denn nach Ehrenbreiistein 1" fragte Sergeant Kühnke endlich. „Ach. das ist eine harmlose Geschichte I" „Na, na!" „Wirklich! Ich habe nichts weiter getan, als ein halb der- durstetes Äegerweib, das ich während eines Patrouillenrittes am Wege fand, an einen Baum aufgehängt." Die Soldaten sahen Rogowski sprachlos an. „Ihr braucht mich nicht so entrüstet anzusehen. Sie war schon halb tot, als ich sie fand und sie dauerte mir. Na, und da der Baum gerade so passend für die Sache war, hängte ich sie auf. Sie war sofort tot. Aber einer meiner Kameraden meldete nitch und mm habe ich drei Jahre FestnngShast bekommen. Hätte ich das gewußt, ich hätte das Weib nicht auf diese angenehme Weise von ihrem Durst befreit." Rogowski glaubte seiner Humanitätsduselei zum Opfer gefallen zu sein und er war überzeugt, nichts Schlechtes getan zu haben. auch so für die französische Regierung verdrießlich genug. In jedem Fall wird sie jetzt größere Operationen zur Sicherung der Grenze unternehmen und die Grenzverletzung durch die übliche„Züchtigung" vergelten lassen. Das kostet mehr oder weniger Menschenleben und in jedem Fall viel Geld. Wer aber wird dieses ersetzen? Etwa Marokko? Ja, welches Marokko— das des Sultans von Fez oder das des aus Marrakesch? Zur Abwechselung scheint wieder einmal „Muley Hasid oben", die Franzosen aber müssen Abdul Aziz weiter protegieren, schon weil sie das Geld, das sie ihm ge- pumpt haben, nie zurückbekommen. Tie dauernde Besetzung marokkanischen Landes und seine Einverleibung in die algerische Kolonie ist hingegen durch die Abmachungen von Algeciras ausgeschlossen, die nur das besondere Vorrecht Frankreichs in bezug auf die Grenzpolizei anerkennen. Die Kolonialpartei, die hinter dein„Temps" steht, drängt aller- dings ailf eine Ausdehnung der Polizeizone hin, die von einer Okkupation mit freiem Auge schwer zu unterscheiden ist. Die Regierung hat sich der vom Gouverneur Algeriens geforderten Offensivtaktik bisher nicht günstig gezeigt und sie ist dem Tatendrang des Generals L y a n t e y so wenig entgegengekommen, daß dieser sich in giftigen Interviews Luft macht. In der Kammer hat der Kriegsminister heute ziemlich zurückhaltende Erklärungen abgegeben. Der Antrag der S o z i a l i st e n, eine Debatte zu eröffnen, wurde ab- gelehnt. Die Mehrheit hat sicher die Lust zu einer„großen" Erpedition nicht mehr. Aber sie hat nicht den Mut, die be- gangenen Fehler gut zu machen. So scheint die weitere Ent- Wickelung in Afrika auf den Zufall— die Stimmung der Marokkaner— gestellt.— 4* Die Meldungen über den Fortgang deS Krieges zeigen, daß die Marokkaner in Algier eingebrochen find. Schwächere französische Posten mußten sich zurückziehen, schließlich sind indes die Marokkaner mit Hülfe der französischen Artillerie zurückgeschlagen worden. Die Franzosen haben Verstärkungen herangezogen. Eine Nachricht meldet, daß zwei Stämme algerischer Eingeborener zu den Marokkanern übergegangen seien. Ob das ernstere Bedeutung hat, läßt sich nicht beurteilen. Die wichtigsten Nachrichten lauten: Lalla Mnrnia, 29. November. Heute früh drangen die M a- r o k k a„ e r in großer Menge gegen P o r t- S a y vor. Gesivütze. die auf den Höhenzügen aufgestellt waren, richteten ihr Feuer auf die Angreifer, welche über den Kitz zurückgingen und ihre früheren Stellungen wieder einnabinen. Lalla Marnia, 30. November. Der Angriff der Marok- kaner scheiterte vollständig. Sie zogen sich unter Mitnahme ihrer Toten zurück. Nur ein Toter und niedrere Verwundete blieben auf dem Schlachtfelde liegen. Auf französischer Seite sind keine Ber- luste zu verzeichnen. Paris, 30. November. Ein Telegramm deS General? Lyautey bestätigt die schon bekannten Ereignisse am Flusse Kitz und den Rückzug der Marokkaner. Die französischen Verstärkungen konzentrieren sich bei Bu Djenan unter den, Befehl des Obersten Branliöres. Die Vorhut ist bereits in Bab el Hasiah eingetroffen. Die Marrokkaner scheinen sich bei Aghbal konzentrieren zu wolle». wohin sie Lebensmittel und Munition geschafft haben. Die Hafen- städte sind gesichert. Am Kitz sind heute vormittag von einen, Dampfer Verstärkungen gelandet und in Oran ist eine Reserve ge- bildet worden. Paris, 28. November. Dem„Journal des DebatS" wird aus Marrakesch vom 22. November gemeldet, daß der Sultan Abdul AiiS sich durch Bermittelung deS in Marrakesch eingetroffenen „TimeS"-Korresponderiten Harris bemiibe, eine AuSsöhmwg mit seinem Bruder Mulay Hafid zu erlangen. Die Bevölkerung von Marrakesch hält eine solche Aussöhnung für durchaus möglich. Politifcbe(leberlickt. Berlin, den 30. November 1907. Die Polenvorlage vor dem Slbgeordnetenhaufe. Die Polenvorlagc ist bereits am Sonnabend einer Kom- Mission überwiesen worden. Die Debatte war noch belang- loser als die des ersten Tages. Die Gegner des Entwurfs legten wiederum mit Recht das Hauptgewicht auf die Enteignungsfrage, die eine offenbare Verletzung der Verfassung bedeutet. Tie eigen- artige Auslegung des Grundsatzes, daß alle Preußen vordem Gesetze, gleich sind, wie sie der oberste Hüter der preußischen Justiz, Herr B e s c l e r, zun, besten gab, bc- weist, wie sehr ein Redner des Zentrums den Nagel auf den Kopf traf, als er die Vorlage als einen Akt der Verzweiflung der Negierung bezeichnete. In der Tat, wie jämmerlich muß es um eine Regierung bestellt sein, die zu solchen Mitteln daß er nicht die geringsten Gewissensbisse sehr glimpflich davon gekommen," Man sah ihm an, empfand. „Aber da sind Sie doch meinte der Gefreite Rohwer. „Na, ich danke! Jedenfalls bin ich besser daran, als Anger." „Was habe» Sie denn gemacht?" fragte der Sergeant Plett den anderen Gefangenen. „Meine Geschichte ist noch harmloser," entgegnete Anger mit ausdruckslosem G-sicht. Die Soldaten sahen ihn gespannt an. „Ich habe mich an einem Posten vergriffen." „Donnerwetter!" entfuhr eS dem Gefreiten Stein. Eine Stille trat ein. Ein Posten und war es nur ein gemeiner Soldat, war Vorgesetzter. Anger hatte also einen tätlichen Angriff auf einen Vorgesetzten begangen und das im Felde. Ter arme Kerl ivar zu bedauern. „Und welche Strafe erhielten Sie?" fragte Sergeant Kühnke. „Zehn Jahre Festungshaft I" „Zehn Jahre?" „Jawohl!" Dieies Strafmaß schien ihnen allen ein krasser Widerspruch im Verhältnis zu der Strafe, die Rogowski erhielt. Der eine hatte einen Menschen gemordet, ohne Reue darüber zu empfinden, ja, er schten seine Tat als eine selbstverständliche Gefälligkeit anzusehen. die er dem Negerweib nur erweisen konnte. Und flir diese Tat er- hielt er drei Jahre Festungshaft, während der andere zehn Jahre Festungsbast zu verbüßen hatte, weil er einen Kameraden schlug. der im Augenblick sein Vorgesetzter war. War das Gerechtigkeit? Jetzt verstanden die Soldaten AngerS stilles, gedrücktes Wesen. Wie mußte der arme Mensch leiden, für eine jähe, vielleicht un- bedachte Tat. „Was war denn die Veranlassung zu Ihrer Tat?" setzte Sergeant Kühnke das Gespräch fort. „Ich bin auf Pserdewache unbeabsichtigt über die Postengrenze hinmisgegangen. Der Pofien rief niickran. Grob. Unkameradschastlich. Wir konnten uns nicht leiden. Ein Wort gab das andere. Schließlich schlug ich ihn mit einer Peitsche. Und da war mein Schicksal be- äegelt. Flüchten konnte ich nicht. Wohin? In den Busch, um zu verdursten oder un, mich der Grausamkeit der Neger auszusetzen? Nein! Das wäre Unsinn gewesen. Also blieb mir nichts, als meine Strafe zu erwarten. Ich konnte damit rechnen, erschossen zu werden, denn ein Angriff gegen einen Vorgesetzten kam, in, Felde mit dem Tode bestraft werden. Das war schließlich immer noch besser, als einsam im Busch zu sterben. Nun habe ich zehn Jahre Freiheit für einen Peitschenschlag herzugeben." Erneuerung des Meistbegünstigungsvertrages mit England und seinen Kolonien. greift, daß sie den Sak aufstellt, die Geseze müßten zwar geteilten Rollen passen, daß sie Tüchtiges zu leisten wissen, gegen alle Breußen gleich angewendet werden, aber es sei die Konservativen in Zweckbewußtsein, die erlaubt, gegen einzelne Bevölkerungsklassen Ausnahmegeseze reisinnigen in der Selbst beherrschung. zu erlassen! Weder Herrn Beselers tiefsinnige, dem gewöhnlichen Menschenverstand aber nicht faßbare juristischen Darlegungen, noch die Kriegerpereinsrede seines Kollegen Freiherrn v. Rheinbaben vermochten irgendwie die Gegner der preußischen Politik zu befehren. Ja selbst die Freunde derselben, abgesehen von den Gruppen, die mit der Regierung durch dick und dünn gehen, werden schwerlich von der Zweckmäßigkeit dieses Ausnahmegeseges überzeugt worden sein. Damit die Kommission möglichst schnell arbeiten fann, bertagte sich das Haus bis Donnerstag. Auf der Tagesordnung stehen Initiativanträge. Das staatsgefährliche Turnen. Ein Gesezentwurf, der England bis zum 31. Dezember 1909 die Vorteile einräumt, die das Reich den meist begünstigten Ländern gewährt, ist soeben dem Reichstag unterbreitet worden. Die Erneuerung des Meistbegünstigungsvertrags ist notwendig. da das Gefeß vom 20. Dezember 1905, das auf der gleichen Grundlage be ruhte, am 31. Dezember d. J. außer Straft triit. Bassermann als Totengräber. in einstimmung mit wirtlichen Rennern des Landes vor einem zu weitgehenden Optimismus und vor jeber Ueberstürzung warnen zu müssen. Unsere Stolonialpolitik verträgt heute keine Nackenschläge mehr, die aus dem Verlust großer investierter Kapitalien etwa entstehen tönnten." An dieser Auslassung ist auch nicht uninteressant, daß die Berliner Neuesten Nachrichten" Herrn Dernburg und seinem mutmaßlich allzu großen Optimismus die Ansicht von wirklichen Kennern des Landes" gegenüberstellten! Das Blatt ist also nicht allzu sehr davon überzeugt. daß Herr Dernburg sich auf seiner oftafrifanischen Sprigtour eine wirkliche Kenntnis der Verhältnisse angeeignet hat! Ueberspannung der Disziplin. Man schreibt uns: " Die Nationalliberalen find über die wegwerfende Art, in der gestern der Finanzminister von Rheinbaben auf die faden staatsmännischen Tiraden des Herrn Bassermann antwortete, höchst erbost, Rürzlich teilten wir den Verlauf eines Disziplinarberfahrens meinte doch der Herr Finanzminister böhnisch, der nationalliberale die legtens im Vorwärts" erwähnte Verhandlung vor dem OberWie es um die berühmte preußische Disziplin bestellt ist, hat mit, in dem ein 44 Jahre alter herzleidender Polizeibeamter von Führer fenne zwar die Absichten der Regierung nicht, aber er friegsgericht des IV. Armeekorps erwiesen. Festgestellt ist worden, der Turnberpflichtung, die ihm der Oberbürgermeister zu Barmen auferlegte, durch das Oberverwaltungsgericht befreit ist. Im vollen mißbillige sie. Die„ National- Zeitung" hat sich über diese daß es auf den Bernburger Scheibenständen nichts Seltenes war, Gegensatz mit diesem Versuch, herzleidende Polizisten zur Turnerei Aeußerung jogar dermaßen geärgert, daß sie dem Herrn daß die alte Wache das Wachtlofal eher verließ, bevor die neue zu veranlassen, untersagt anderwärts in Preußen eine Be- von Rheinbaben einen ganzen Leitartikel widmet, dem Wache zur Stelle war. Die Ablösung, die so peinlich genau vorhörde in flarem Widerspruch mit dem Reichsrecht und der beamtlich sie ihn beschuldigt, die Zerfahrenheit im Block absichtlich geschriebene llebergabe des zu bewachenden Geländeabschnittes und beeideten preußischen Verfassung die Erteilung von Unterricht au verstärken und den„ Totengräber" des Blods zu spielen: der Gebäude und Utensilien wurden also auf der Landstraße im " Herr v. Stengel," schreibt sie. weiß zwar noch nicht, was er Borbeigehen ausgeführt. Fürwahr ein glänzendes Zeugnis für will; dafür weiß Herr v. Rheinbaben um so beffer, was die schädlichen Wirkungen einer übertriebenen Disziplin, er nicht will. Als vor Wochen erstmals etwas vom Spiritus eines Jahrhunderte alten Drills und der so hoch geMonopol durchfickerte, da war die Stimmung gar nicht fo ungünstig. Hätte die Regierung damals mit einem leiblichen priesenen erzieherischen" Eigenschaften unseres Militarismus. Projekt aufwarten können wer weiß, auf welchen Wegen Daß der Anklagevertreter solche Vorkommnisse" als„ einfach die Finanzdebatte heute wäre! Aber im Reichsschazamte war unglaublich" bezeichnete, beweist weiter nichts, als daß er trob man hülflos, man klagte ob der großen Not, nur von Mitteln seines abgeleisteten Dienstjahres nichts vom Fach versteht und zur Abhilfe ließ man nichts verlauten. Mittlerweile hat mancher, bemzufolge den Grab der Verfehlungen auch der sich mit dem Monopolgedanten schon halb und halb befreundet nicht richtig abschäßen kann. Die auf Wachtvergehen hatte, sich wieder in die liebe, alte, doktrinäre Abneigung dagegen angedrohten Strafen sind wahrhaftig schver genug, um 20jährige hineingearbeitet. Die Stimmung innerhalb bes Menschen davor zu bewahren, sich aus purem persönlichen LeichtBlods ist flau, fehr flau, hauptsächlich deshalb, finn oder einiger Minuten Zeitgewinn wegen der Bestrafung ausweil niemand weiß, wo die Regierung eigentlich hinauswill, und dieser kritische Moment dünkt den preußischen zusehen. Der Wachtdienst wird in der Armece in einer Weise beFinanzminister geeignet, ben Führer der National- handelt, welcher einem Fetischfultus gleichkommt. Der Widerliberalen zu verhöhnen, weil er die Absichten der Re- spruch zwischen dem vorher veranstalteten Tamtam und der gierung nicht fennt" und sich doch schon ernste Gedanken über die nüchternen Wirklichkeit, der Kontrast zwischen den Finanzreform machte, und dann noch den Trumpf bom sio volo den Wachtdienst begleitenden Unannehmlichkeiten und der sic jubeo des Bundesrats auszuspielen! Wenn einst in der Re- Wert oder Gefahrlosigkeit des zu bewachenden gierung oder auch vom Zentrum die Preise dafür verteilt Objekte s wird dem rückständigsten Soldaten sehr bald klar und werden, wer am meisten zur Entgleifung der löst bei ihm im Augenblick des Unbeobachtetfeins eine ungeahnte Blodpolitik beigetragen hat, dann wird Herr von Rhein--solchen Personen, die das Herz auf dem rechten Fleck haben. Heute liegen mehrere Bescheide auf Einsprüche gegen solche behördlichen Eingriffe vor. Bekanntlich hatte das Provinzialschulfollegium fünf trefflichen Turnlehrern, die im Verein Fichte" Stählung der Körperkraft und Gewandtheit Turnlustigen beibringen, bei 100 m. Strafe verboten, ohne Unterrichtserlaubnisschein ihre hüßliche Tätigkeit auszuüben. Die Berliner Schuldeputation, an die fünf so Beglüdte sich wendeten, lehnte die Erteilung des Erlaubnisscheins mit der ebenjo furzen wie bezeichnenden Begründung ab: auf Veranlassung des Provinzialschulfollegiums". Ferner ging einem der Turnlehrer die Verfügung zu, nunmehr 100 M. Strafe zu zahlen oder 10 Tage zu brummen. Selbstverständlich ist hiergegen der Beschwerdeweg beschritten. Inzwischen tröstet sich der vom Provinzialschulkollegium" zu unrecht Bedachte damit, daß dem Turnbater Jahn von reaktionären Behörden noch böser mitgespielt ait. alldieweil Turnen ein staatsgefährliches Unternehmen, so eine Art Vorbereitung zum Hochberrat sei. Der Turnverein" Fichte" wird außerdem ein paar Turnwarte anstellen, die auf Grund des § 33 der Gewerbeordnung nunmehr gewerbsmäßig Turnunterricht erteilen und lehren werden, wie revolutionäre Kippe, umstürzlichere Hode und staatsgefährliches Stabhochspringen auszuführen ist. Der Ruhm des Brandenburger Provinzialschulfolle. giums hat andere Behörden nicht schlafen lassen. Die Regierung zu Hannover hatte sich mit dem Verbot des Hannoverschen Polizeipräsidenten zu beschäftigen, durch welches mehreren Turnvereinen die Erteilung von privatem Turnunterricht an jugendliche Personen unter 18 Jahren untersagt Der Regierungspräsident von Philippsborn hat die Be schwerde zurückgewiesen. In einem langen Schreiben legt er dar, daß der Geist der dem Arbeiterbund angehörigen Vereine" ihm nicht zusagt. Besonders hat's ihm das Liederbuch„ Der freie Turner" angetan.„ Der Inhalt zahlreicher Lieder lasse keinen Zweifel darüber, daß der Herausgeber des Buches, der Arbeiterturnerbund, und mit ihm die zugehörigen Vereine von revolu tionärem Geiste erfüllt sind. Es bedarf keiner Ausführung, daß Angehörigen eines Vereins, in welchem solche Gesinnungen Selbst ein enragiertes Kolonialblatt, wie die Berwahrscheinlich in einer Großstadt abgedient hat, ist das dann einfach gepflegt werden, die zur Erteilung von Unterricht an jugendliche liner Neuesten Nachrichten", sahen sich veranlaßt, Personen erforderliche sittliche Fähigkeit nicht zuerkannt werden vor allzu großem kolonialem Optimismus zu warnen. Sie tann." Fast wörtlich dieselben Wendungen, mit denen die preußische schreiben: Reaktion der 20er und 30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts Ernst M or it Arndt, Jahn und. Dußende geistig und moralisch Hochstehender Patrioten verfolgte. Vor dem Gesetz ist jeder Breuße gleich" nicht vor der Polizei. Eigenartiger Humor der Weltgeschichte, daß die Sozialdemokraten die Geseßlichkeit gegen die Behörden zu verteidigen haben. baben wohl gegründeten Auspruch auf den ersten erheben dürfen. Wurschtigkeit aus. Schreiber dieses kennt z. B. aus seiner DienstDenn er weiß in, was er nicht will. Herr von Stengel, der seit das Postenstehen auf dem Scheibenstand beinahe nicht anders nicht weiß, was er will, dürfte Anspruch auf den zweiten Preis als Gewehrriemen lang" und die Tabatspfeife im Munde. haben." Gerechte Teilung. In seiner Darlegung des Blockprogramms tat Bülow am Sonnabend in den hohen Reichstagshallen einen Ausspruch, der eine sehr treffende Charakterisierung der Blockpolitik enthält. Er meinte, sie müsse von allen Parteien geführt werden mit 8 wedbewußtsein und Selbstbeherrschung. Der Kanzler hat indes diesen sehr richtigen Gedanken nicht ganz zu Ende geführt. Er hat offenbar hinzusehen wollen, daß das 8 we dbewußtsein für die Konservativen, die Selbstbeherrschung aber für die Frei sinnigen ist: Das ist die zweckentsprechende Teilung, denn beide Parteien haben längst gezeigt, daß sie für die ihnen zu Bitter flang es von seinen Lippen. Die anderen schwiegen. Es schien ihnen allen nahe zu gehen. Jeder dachte, daß ihn ein gleicher Schicksalsschlag treffen konnte. Anger blickte gedankenverloren aus dem Coupéfenster hinaus in die sonnige Heide. Alles sollte er zehn Jahre entbehren. Nie sollte er auch nur eine Viertelstunde allein gehen dürfen. Wenn er flüchten fönnte? Er würde das Gefährlichste wagen für seine Freiheit. Aber wie flüchten, wie? Der Zug rollte unaufhaltiam weiter, dem Ziel entgegen. Sein monotones Ratata Ratata flang wie eine melancholische Melodie. Die sechs im Coupé blickten still vor sich hin, jeder mit seinen Gedanken beschäftigt. So tamen R......! Vier Minuten Aufenthalt!" schrien die Schaffner. Gestatten Herr Sergeant, daß ich austrete," wandte sich Anger an den Sergeanten Kühnte. Er sagte es ruhig. Keine Bewegung in seinem düsteren Geficht verriet feinen plöglichen Entschluß. " Jawohl! Rohwer gehen Sie mit." fie in St. " an. Gefreiter Rohiver nahm sein Gewehr und ging mit Anger zum Abort. Ich warte hier," sagte Rohwer. Gut." " Anger ging hinein, Rohwer blieb vor dem Eingange stehen. Es währte zwei Minuten, Anger fam nicht. Im Augenblicke mußte der Zug fahren. Anger!" rief Rohwer. Keine Antwort. Anger!" " Wie immer äußert sich die Wut der nationalliberalen Gerne mit seiner Anschuldigung nicht. Als guter strammer preußischer große in der alberusten Weise. Aber so ganz unrecht hat das Blatt Bureaukrat war Herr v. Rheinbaben nur ein Freund des Bülowschen Voltigierens auf dem blockpolitischen Seil und fühlte sich stets in der politischen Nähe des Zentrummsadels weit behaglicher als in jener der Herren Baffermann und Pachnicke oder gar der Wiemer, Stopsch und Fischbeck. Warnung vor kolonialem Optimismus! Ablösungen wurden sehr häufig auf der Wachtftube vollzogen und bei kalter Witterung wurde während der zwei Stunden posten haben sehr oft auch die dem natürlichen Stältegefühl entBostenzeit auch gelegentlich mal Staffee getrunken. Scheibenstandspringende Pflicht, in der nächsten Umgebung Holz zum Heizen der Wachtstube zu finden und anderes mehr. Ebenso wie in Forbach Dinge passierten, welche von der vielgepriesenen Offiziersehre nichts erkennen ließen, ebenso sind auf den sehr oft überflüssigen Scheibenstands, Lazarett- und Bulberhausmachen anderer Kleiner Garnisonen Tatsachen zu verzeichnen, die mit dem Begriff Disziplin nichts gemein haben. Für einen Militärjuristen, welcher sein Jahr unglaublich; für den denkenden Unparteiischen ist es selbstverständlich; eine ganz natürliche Folge des Ueber. treibens alles deffen, was man hierzulande unter dem Begriff Disziplin vereinigt. Die zufällig Gefaßten aber müssen als Sünden bod dann die Fehler des Systems büßen! Das beleidigte Gottesgnadentum. " " Nunmehr ist Herr Dernburg in sein Amt zurückgekehrt, und damit beginnt eine neue Epoche in unserer Kolonialpolitif, in der die großen Hoffnungen, die in der Zeit der nationalen Bewegung der Reichstagswahlen von dem Leiter unferer Kolonialverwaltung erweckt wurden, auch verwirklicht werden müssen. Wir zweifeln nicht, daß Herr Dernburg sich der großen Verantwortung bewußt war, die er auf sich nahm, Sto stod, 80. November. als er unter Einsetzung seiner Person die Bürgschaft für den ( Bribatdepesche des Vorwärts".) Erfolg einer Kolonialwirtschaft übernahm, welche neue und viels Genosse Redakteur ihn von der Mecklenburgischen leicht große Opfer, vom Reich erfordert. Das Maß der Verant Volkszeitung wurde heute wegen Majestätsbeleidigung zu wortung liegt eben in der so engen Verbindung von national 6 Monaten Gefängnis verurteilt. Die Artikel beleuchteten das und kolonial, daß ein Fehlschlag auf letterem Gebiete auch Gottesgnadentum" anläßlich der Wahl des Herzogs Johann der allgemeinen Politik erheblich die reise stören Albrecht von Mecklenburg zum braunschweiger Regenten. Der An tönnte. Wir wissen nicht, ob die Eindrücke, die Herr Dernburg geflagte bestritt, daß Beleidigung vorliege, überdies sei er der Meis in den letzten Monaten in der oftafritanischen Kolonie gewonnen nung, der Herzog sei durch die Wahl in Braunschweig aus dem hat, seinen Optimismus und feine Bilanz zu einem Schwanken mecklenburgischen Fürstenbause ausgeschieden. Es müsse also auch nach oben oder unten gebracht haben; es ist feine berechtigte schon aus§ 59 des Strafgesetzbuches Freisprechung erfolgen. Das Eigenart, von seinen Gedanken und Plänen vorzeitig so wenig Gericht stellte sich auf den Standpunkt, daß diese Schußbehauptung wie möglich verlauten zu Lassen. Wenn er aber nun jeder Grundlage entbehre. Der Herzog fei überhaupt nicht aus der nach Rückkehr in sein Amt die Erfüllung seiner Zusagen Mitgliedschaft des mecklenburgischen Fürstenhauses ausgeschieden. In durch Neuschöpfungen in den Kolonien verwirklichen lezterer Beziehung hatte Verteidiger Dr. Herzfeld- Berlin eindrudswill, ohne daß neue Rückschläge eintreten, wie wir sie so oft zum volle staatsrechtliche Ausführungen gemacht. Schaden der Sache erlebt haben, so glauben wir in voller UeberFlüchtling würde die Verwundung zwingen, sich zu stellen. Er irrte. Der Afrikaner lief trotz der Verlegung wie gehegt weiter. Rohwer blickte zurück und fab, daß sein Sergeant und einige Leute auch die Berfolgung aufgenommen hatten. Das aber leuchtete ihm ein, ehe deren Eingreifen wirksam würde, hatte der Flüchtling längst den nur noch fünfhundert Meter entfernten Wald erreicht und dann hatte der Afrikaner seine Freiheit zurück. weiter. ,, Und ich tomme statt seiner auf die Festung," dachte der Gefreite. Unwitürlich fielen ihm die Konsequenzen ein, die aus dieser lucht für ihn entstehen konnten. Noch sechzig Tage hatte er zu dienen. Dann begann für ihn wieder ein neues Leben. Dann war er freier Mann. Enikam ihm aber der Gefangene, war es für lange Beit vorbei mit der Freiheit. Es nugte nichts, er mußte wieder schießen. Er blieb stehen und schrie erneut: " Halt!... Halt!" Der Afrikaner lief genau wie vorher „ Halt! Oder ich schieße!"..... Umsonst, Anger ließ sich nicht beirren. Rohwer holte tief Atem, legte an, zielte forgfältig mit genau gefstrichenem Korn, fo, wie man es ihn als Refrut gelehrt hatte, nahm Druckpunkt und frümmte langsam aber stetig den Zeigefinger am Abzug, bis scharf der Schuß knallte. Rohwer sah wie der Afritaner schwankend nach rechts taumelte, dann ein paar Schritte geradeaus lief und plöglich in sich zusammenbrach. " Der sigt", sagte Rohwer tief aufathmend für sich und lief zu dem Angeschossenen, um diesem Hülfe zu leisten. Der Afrifaner lag mit blutleeren Lippen nnd totblaffem Geficht in dem Heidekraut, sich mühsam mit dem rechten, unverwundeten Arm aufstüßend. Rohwer trat hinzu, um ihm zu helfen, aber Anger schüttelte abweisend den Kopf und murmelte: Alles still. Ahnungsvoll ging Rohwer in den Abort, mit einem Blick übersehend, daß der Afrikaner durch das Fenster, das oben in der Rückwand des Abortes eingebaut war, feinen Weg ins Freie gefunden hatte. Im Augenblick war Rohwer wieder draußen, rannte um den Abort und fah ungefähr 200 Meter vor sich Anger über die Heide laufen. Der Gefreite rannte so schnell er vermochte, hinter dem Flüchtling her, der gerade mit großer Gewandtheit über ein Geh weg, Du Hund, Du hast mir das Leben und die Freiheit reichlich einundeinhalb Meter hohes Staket fette. Die Entfernung geraubt. Weshalb schossest Du nicht vorbei? bergrößerte sich augenscheinlich, denn Rohwer fonnte troz des besten„ Sei ruhig, armer Kerl. Ich fonnte doch nicht," sagte Rohwer Willens mit seinem Gewehr nicht so schnell laufen wie der Afrikaner. mit tränenden Augen, es ist vielleicht auch besser so für Dich. In langen Säßen fam Rohwer an das Stafet, das vor wenigen Glaube mir, einer von uns beiden hätte doch seine Freiheit opfern Augenblicken sein Flüchtling überstiegen hatte. Kurz entschlossen blieb müssen." Anger lief unbeirrt weiter. 21 er stehen und legte den Gewehrlauf auf das Statet, entsicherte das Der Sterbende schüttelte traurig den Kopf. Gewehr und schrie: Das Geschoß hatte ihn im Rücken getroffen und war an der " Halt!... Halt!" rechten Brustseite herausgetreten. Anger mußte im Augenblick verHalt! Oder ich schieße!" Anger fümmerte sich auch um diesen scheiden. Ehe denn auch Sergeant Kühnke und die übrigen Verfolger legten Anruf nicht. Im nächsten Augenblick frachte der Schuß. herangekommen waren, hatte der Flüchtling, den Kopf an den neben Rohwer fah, daß der Afrifaner nach seiner linken Schulter griff, aber ihm Inieenden Gefreiten gelehnt, ausgelitten., weiterlief. Ein Fehlschuß", fagte Rohwer für sich, sprang über das G. S. Aus dem fächsischen Landtage. In den ersten Tagen der Woche verhandelte die Bwveit. Kammer über das neue Wassergeset, das schon den vorigen Landtag beschäftigt hat und das in einer Zwischendeputation vollständig umgefrempelt worden ist. Die Regierung beabsichtigte durch ihren ersten Entivurf, alle fließenden Gewässer für öffentliches Gut unter staatlicher Aufsicht zu erklären. Damit stieß sie aber auf den heftigsten Widerspruch der Konservativen, die den Regierungsstandpunkt als Wasserfozialismus bezeichneten und den besitzenden Anliegern ein Besitzrecht am fließenden Wasser gesichert und daraus auch das Benußungsrecht auf privatrechtlicher Grundlage abges leitet wissen wollten. Nur mit Mühe und durch ein beinahe uns mögliches Kompromiß ist die Vorlage in der Zwischendeputation aus dem Streite darüber, ob die Flußläufe nach öffentlichrecht lichen oder privatrechtlichen Grundsägen beurteilt werden sollten, vor dem völligen Scheitern bewahrt worden. Man hat auf jedes Prinzip ganz verzichtet und dem Staate lediglich ein Aufsichtsrecht zugesprochen, so daß aus dem Wasserrechtsentwurfe ein Polizeigesek geworden ist. In der Verhandlung im Plenum versuchten die konservativen und nationalliberalen Redner die Sonderinter=" essen der Besitzenden bei der Wasserbenußung mit großem Eifer zu berfechten; sie forderten ein Benußungsrecht, das zum Teil darauf hinausläuft, die Flüsse und Bäche im Interesse des Profits nach Belieben berunreinigen und ver. schwenden zu können. Genoffe Goldstein machte der Regierung zum Vorwurf, daß sie den öffentlich- rechtlichen Standpunkt verlassen und dadurch die Allgemeinheit schwer benachteiligt habe. Das letzte Wort ist darüber noch nicht gesprochen, doch wird das Kompromißprodukt wohl gesichert werden. Am Donnerstag stand eine Lehrervefoldungsvor Tage zur Beratung. Danach sollen ständige Lehrer 1300 M. Anfangs- und 2800 M. Endgehalt, lekteres nach Vollendung des 55. Jahres beziehen. Die Lehrer fordern dagegen 1600 M. Anfangsgehalt und 3600 M. Höchstgehalt. Die Kammer war fast cinstimmig der Ansicht, daß die Regierungsvorlage zu wentg biete; die bürgerlichen Parteien erklärten 1500 2. Anfangsgehalt und 3000 M. Endgehalt als das mindeste, was gewährt werden müsse. Der Vertreter des Kultusministeriums erklärte demgegenüber hülflos, er könnte da nicht viel sagen, weil das mehr koste und über den Kostenpunkt der Finanzminister zu bestimmen habe. Am 4. Dezember fommt die Wahlrechisfrage zur Vorberatung, wie heute im Landtage angekündigt wurde. Es sind mehrere Tage dafür in Aussicht genommen. Statet und nahm seine Verfolgung wieder auf. Er hoffte, den Stadtverordnetenwahlen in der fächsischen Hauptstadt. VerAm Mittwoch und Donnerstag fanden die Stadtverordneten wahlen in Dresden statt. Zum dritten Mal unter dem im Jahre 1905 durchgeführten Abteilungs- und Alterswahlsystem. avidter fann es so leicht fein Kommunalwahlsystem geben. Die Angst vor der Sozialdemokratie hat Pate gestanden bei diesem Produkt bureaukratischer Wahlrechtskünstelei. Alle Bürger werden zunächst in 5 Abteilungen geschieden: Rentner, Arbeiter, Beamte, Handwerker und Industrielle. Jede Abteilung ist wiederum in zivei Bürgeraitersklassen geteilt: solche, die noch nicht 10 Jahre dieses Recht haben, bilden die zweite, solche, die schon 10 Jahre Bürger sind, die erste Abteilung. Dadurch glaubte man noch gana bejonders der„ Ueberflutung des Stadtverordnetenkollegiums" durch die so gefürchteten Roten verhindern zu können, woran natürlich unter einer derartigen Verschachtelung" eines Wahlrechts sowieso nicht zu denken war. In jeder Abteilung werden Ansässige und Unansässige zusammen auf einem Bettel gewählt. Außerdem ist die Wahl von Ersatzleuten vorgesehen, damit ja nicht einmal durch Tod oder sonst einen Zufall ein Sozialdemokrat in einer anderen als der den Arbeitern zugewiesenen Abteilung ins Rolle gium hineinkomme. Nach den sächsischen einschlägigen Geseßen muß mindestens die Hälfte der Gewählten Hausbesiber sein. Vorher hatte ein Listenwahlrecht Geltung gehabt und die Sozialdemokraten waren, besonders auch begünstigt durch die Einberleibung arbeiterreicher Vororte, den bürgerlichen Parteien nahe auf die Fersen gerüdt. habe ich sofort nach dem Einschreiben 20 Pfennige zu fordern,' prozentige Erhöhung aufweisen, während die der Arbetter 10 Bro eventuell mir das von meinem Gehalt in Abzug gebracht werden beträgt. Der Lütticher Berichterstatter vermerkte auch, daß an der fann. Ich erhalte für jeden aus meinem Zweigbureau abreisenden Lohnerhöhung vor allem die organisierten Bergarbeiter parArbeitswilligen 0,25 Mart, außerdem zahlt an mich Herr Gensfe tizipierten. Der Referent beflagte es auch, daß viele Bergarbeiter auf einer Arbeitsivilligenreise pro Tag 8 Mart Reisespesen, auch durch die Ueberstundenarbeit den Weg zum Achistundentag habe ich freie Fahrt. erichweren, abgesehen davon, daß sie damit die Uebers In jedem Bureau befindet sich ein Bureauleiter, welchem ich produktion fördern. Im Laufe der Debatte ergriff unbedingt Folge zu leisten habe. Der Bureauleiter ist verpflichtet, auch Hektor Denis, der um die Sache der Bergarbeiter Herrn Genste jeden Tag aus seinem Zweigbureau Bericht zu ers so hoch verdiente sozialistische Gelehrte, das Wort, um über die statten. Sollte nichts angefommen sein, so einfach die Worte: Geseztverdung der Alterspension und des Achtstundentages einige Nichts angekommen. Diese Briefe alle nach Nieder- Schreiberhau Aufklärungen zu geben. Cavrot überreichte dann nach einer im Riefengebirge. stürmisch afflamierten Rede, in der er Denis Verdienste würdigte, dem alien Kämpfer eine Bronze, einen Bergarbeiter darstellend. Dejardin verwies auf die sich überall fundmachende Krise, die auch bei den Bergarbeitern eine Verminderung der Löhne herbeiführen fönnte. Die Synditate müßten alles daranjezen, dieser Tendenz zu begegnen und auch eine Kampagne gegen die Ueberstunden fübren. Eine Verminderung der Löhne müsse auch schon mit Rücksicht auf die enorme Erhöhung der Lebensmittelpreife befämpft werden. Das Hauptmittel zur Bekämpfung des die Arbeiter bedrohenden Unheils liege in der Rolle der Syndikate, die Produktion zu beschränken. Der Bureauleiter ist ferner verpflichtet, das Geld, welches er für das Zweigbureau erhält, auf einer Bank im Orte sicher anzulegen, aber so, daß es jeden Tag abgehoben werden kann. Ich erhalte ein Monatsgehalt von 130 M., welches in wöchent lichen Raten von 30 M. gezahlt werden kann, Kündigungsfrist ist von beiden Seiten eine achtwöchentliche. Als Kaution hinterlege ich bei Abschluß des Vertrages den Betrag von 600 M. in bar. Die Arbeitszeit beträgt im Zweigbureau acht Stunden von 8-12 und 2-6 Uhr. Für Fahrten auf der Reise und Nachtfahrten habe ich nicht mehr zu verlangen als 3 M., auch fann ich in der Streif zeit zu jeder Zeit für Transporte herangeholt werden. Geschäftsgeheimnisse dürfen nicht verschleppt werden und sollte Herr Genste durch mich geschädigt werden, so ist er berechtigt, von meiner Kaution den Verlust ohne gerichtliche Anerkennung abzuziehen Für die Sicherheit der Kaution gibt mir Herr Gensfe einen Schuldschein und einen Sichiwechsel, welcher dann fällig ist, wenn der Vertrag von beiden Seiten gelöst wird. Berlin, den... In der zu diesem Punkte angenommenen Entschließung erhebt der Kongreß eneigischen Protest gegen eventuelle Versuche, die Löhne herabzulegen. Zur Frage des Achtstundentages ist zu bemerken, daß seinerzeit Bei der erstmaligen Wahl unter dem neuen Wahlrecht im der Kongreß von Auvelais eine Tagesordnung annahm des Inhalts, Jahre 1905 wurden aber nicht nur die Kandidaten der Sozialdaß. falls die Kammer die Diskussion und Votierung des Gesetzes demokratie in den beiden Altersklassen der Arbeiterabteilung ge Destrée über den Achtstundentag verweigern sollte, ein wählt, sondern auch in einer Altersabteilung der für die Mittel alle der nationalen Föderation angehörenden Bergarbeiter um ständler reservierten Handwerterabteilung wurden fassendes Referendum über einen eventuell zu inszenierenden zwei Arbeiter gewählt, so daß im ganzen sechs Ver- Außer in Nieder- Schreiberhau sollen noch Filialen in Generalstreit stattzufinden hätte. Nach kurzer Debatte nahm treter der Sozialdemokratie ins kollegium ge- Ostrowo, Preußisch- Stargard, Leer, Wesel, Hagenau im Elsaß der Kongreß eine Tagesordnung an, in der darauf verwiesen wird, Iangten. Jm vorigen Jahre gelangten nur die vier Kandidaten und anderen Orten eingerichtet werden. daß die parlamentarische Zentralfommission fast einstimmig dem der Arbeiterabteilung zum Siege und in diesem Jahre wiederum Um die Pläne der Unternehmer zu verstehen, muß man erstatter eller Boraussicht nach, sobald der Bericht der Enquete Gesezesprojekt zustimmte und der parlamentarische Bericht vier, so daß die Fraktion jetzt aus 14 Sozialdemokraten besteht gegenüber 70 Vertretern des Bürgertums. Dabei hat die Sozial- pissen, daß sie schon im vorigen Jahre, während beim kommission vorliegt, das Gefeß in der Kammer vorlegen wird. Bei Semokratie ebensoviel Stimmen wie das gesamte Bürgertum. Die Ablauf des Tarifvertrages in Berlin noch Ver- diesem günstigen Stand der Dinge ist im Einklang mit der Be ganze fraffe Ungerechtigkeit eines solchen Wahlsystems leuchtet handlungen schwebten, die Mitglieder der katholischen Fach- fchließung des Kongresses von Auvelais eine zuwartende Haltung daraus hervor. abteilungen namentlich in Schlesien zum Einmarsch geboten, bis die Regierung und die Majorität ihre Stellung kundFrüher hatten die Antisemiten die unumschränkte Herrschaft in Berlin organisiert hatten. Damals wurden den Verbands- gegeben haben. in tommunalen Dingen und sie haben sich auch verzweifelt gefträubt leitern völlig unberechtigte Vorwürfe daraus gemacht, daß sie Zur Frage der Alterspension der Bergarbeiter berichtete gegen dieses Wahlrecht, das ihren Einfluß mit mathematischer Ge- auf immer neue Verhandlungen mit den Unternehmern ein- der Sekretär Abgeordneter Maroille, daß die Frage der Bergnauigkeit zerstören mußte. Jezt dürfte ihre Herrschaft gebrochen gingen. Heute kann es gesagt werden, daß es gelang, während verschiedene Projekte vorlägen, die auf die Altersversicherung arbeiterpensionen deshalb nicht in der Kammer in Fluß fäme, weil sein. Die Nationalliberalen haben eine Anzahl Size gewonnen. Dieser Verhandlungen die schlesischen Streifbrecherbanden wieder aller Arbeiter zielen. Die Konservativen haben ihren Besitzstand gewahrt. Diese Projekte sind einer Spezial Diesmal haben sich auch die nationalen Arbeiter ber zu zerstreuen. Als es endlich zum Kampfe tam, hatte mittlerweile fommission zugewiesen. Ein Mitglied dieser Kommission, der jezige sucht, ein Gemengsel bon gelben, christlichen und Hirsch- Dunder- die Bauperiode auch in der Provinz ihren Anfang genommen Minister Helleputte, habe sich für eine Pension vom 55. Lebens schen Außenseitern. Insgesamt vereinigten fie girta 500 Stimmen und die kolonnenweise organisierten Fachverbändler waren jabre im Betrage von mindestens 1 Frant pro Tag ausauf ihre in der Arbeiterabteilung aufgestellten Kandidaten gegen anderwärts in Arbeit getreten, so daß die geplante Invasion gesprochen. Der Kongreß nahm die Tagesordnung Quinhon girta 10 000 der Sozialdemokatie in dieser Klasse. Also ein Berlins unterblieb. an, in der empfohlen wird, für alle Kohlenbassins eine Propaganda schmählicher Hereinfall! Herr Genste arbeitet also durchaus nicht nach neuem petition vorzubereiten, um die Regierung an ihre Pflicht zu mahnen. für die Alterspensionen in Angriff zu nehmen und eine MassenRezept. Attion nach zwei Richtungen hin. Interessant ist aber die von den Unternehmern geplante( ,, l'Ouvrier mineur"), das in steigender Auflage begriffen Bei der Besprechung über das Fachblatt der Bergarbeiter ift, wünschen einige Delegierte eine Ausgabe für die vlämische Bergarbeiterbevölkerung. Das Nationalfomitee wird sich mit dieser Frage beschäftigen. Holland. Ein Streit um politische Rechte ist in Verwers Firniß. und Metalldruckerei zu Krommenie ausgebrochen. Der Einmal beweist sie, daß es mit der als Streitbrechertätigkeit ,, liberale" Direktor des Aktienunternehmens, Herr Verwer, wollte es vielgelobten Affordarbeit im Berliner Baugewerbe doch nicht nicht dulden, daß einer seiner Arbeiter, unser Parteigenosse so steht, daß die Unternehmer im Baugewerbe sie als ge- Ueber die Revision des Gesetzes über die Unfallversiche. Binnendijk, der in der benachbarten Gemeinde Wormerveer als nügende Stüge für ihre Pläne erachten könnten. Sie bedürfen rung berichtet Leblanc, der u. a. die gegenwärtige Karenzfrist Gemeindevertreter gewählt ist, an den Sizungen des Gemeinderates der Streifbrecher noch in hoher Zahl. von acht Tagen auf zwei Tage reduziert wünscht. ferner ärztliche teilnahm, und da unser Genosse sich durch Drohungen nicht zwingen Sodann zeigt der Plan der Scharfmacher, wo die Hülfe und freie Meditamente nicht bloß für sechs Monate, sondern Der Gemeinderat hält seine Sigungen regelmäßig abends ab, so gilt, den Winter zur intensivsten Aufklärungs- erregende Bahl der Unfälle in den belgischen Bergiverks. Der Bericht des Genossen Falony streift die schreden. daß die Berufstätigkeit unseres Genossen durch seine Amtspflicht nicht arbeit in den in Frage kommenden Bezirken betrieben. In Charleroi wurden in einem Jahre an der beeinträchtigt wurde. zu benuten. Bei den Bauarbeitern, auf deren Hülfe Gemeindekasse 11 152 Unfälle, bei der Unfallversicherungsfommission Die brutale Willkür des Unternehmers, der noch bei den letzten als Streifbrecher die Unternehmer rechnen, handelt in der Zeit vom 1. Juli 1906 bis zum 12. November dieses Jahres allgemeinen Barlamentswahlen alle, die die Freiheit lieb haben", es sich fast durchweg um Leute, die den Winter 16 292 Unfälle, also mehr als 1000 Getötete und Verwundete pro abgesehen von auf eigener fleiner Landscholle verbringen. Monat verzeichnet. Jm Centre waren in demselben Zeitraum den sozialdemokratischen Arbeitern- fogar den katholischen es von den nächstgelegenen Städten aus durch person- 5604, im orinage mehr als 8300 Getötete und Verwundete zu verzeichnen. In der ganzen Brovinz Hennegau tam auf eine Bergliche Agitation, durch Flugblätter, durch Einberufung von arbeiterbevölkerung von 100 499 Arbeitern eine Summe von rund Versammlungen über die wahre' Sachlage und die ihnen zu- 25 000 Verlegten und Getöteten. In der Entschließung zu diesem gemutete traurige Rolle zu unterrichten. Bunfte werden die Bergarbeiterdeputierten aufgefordert, in furzem Für die Berliner Bauarbeiter aber muß dieses Vor- die Revision des Gesezes anzubahnen. gehen der Unternehmer erneut eine Mahnung sein zum Zum Schluß forderte Genosse Bergmans, der Sekretär der engiten Zusammenschluß. Der geeinte Gegner muß im Gewerkschaftskommission, die Vertreter der Gruppen auf, den in der Stampfjahre 1908 in Berlin auf eine geschlossene Phalanx Föderation der Bergarbeiter herrschenden Sozialismus" aufder Bauarbeiter aller Branchen stoßen! zugeben und der Gewerkschaftstommission beizutreten. Er verwies dabei auf den Zentralismus der belgischen Metallarbeiter und ihre Erfolge. Der Kongreß wurde dann mit einer aufmunternden Ansprache von Cabrot geschlossen. ließ, fein Mandat niederzulegen, wurde er ohne weiteres entlassen! Arbeiter mit Abwehrmaßnahmen einzusehen haben. Es bis zum Tag der Heilung, fowie freie Arztwahl. aufrief, für den liberalen Block zu stimmen, hat Metallarbeiterverband veranlaßt, den Streit gutzuheißen. Rußland. Die Sozialdemokratie in der Duma. Petersburg, 30. November. ( Privatdepesche des Vorwärts".) " Die fozialdemokratische Frattion ließ heute in der Duma eine Erklärung berlesen, die in der Hauptsache fagt, daß das heutige Regime teine Reformen zuwege bringt. Freiheit und SozialDiese gilt reformen feien allein möglich durchzusetzen durch eine wirklich im Der Drudfehler- Kobold hat in unserem Artikel vom Freitag Besige aller Gewalt befindliche Boltsvertretung. Die dritte Duma„ Die Berliner Caféfellner am Streifen" sich den Scherz gemacht, des Staatsstre.chs bezwedt die Konterrevolution. Die sozialdemo- das Café Braun in der Potsdamerstraße zum Café Bauer zu " Hechte im Karpfenteich. tratiſche Fraktion wird jede Konſtellation in der Duma ausnügen erheben. Wir merkten bas erft, nachdem wir durch eine Berichtigung Letzte Nachrichten und Depefchen. im Interesse des Proletariats und versuchen, durch ihre Handlungen des Juftigrats Wolff als Vertreter der Firma Bauer auf diesen Streich aufmerksam gemacht werden. Der Berichtigung entnehmen ganz Rußland zum planmäßigen Rampf gegen die Unterdrückung wir, daß im Café Bauer fein Streit ausgebrochen ist( das Gegenteil aufzurufen. Die sozialdemokratische Fraktion übernimmt die ehrenvolle behauptet ja auch nur unfer Druckfehler- Teufel), und daß die Kellner Verantwortung als Erbe der sozialdemokratischen Fraktion der des Café Bauer inkl. Kostgeld pro Monat 100 m. Gehalt bekommen, zweiten Duma, die die Reaktion auf die Anklagebank setzte. Die was allerdings 100 m. mehr ist als in anderen Cafés, in Anbetracht russische Sozialdemokratie ist ein Teil der großen internationalen der teuren Zeiten immerhin nisht zu viel. sozialistischen Proletarierarmee, die die Aufgabe hat, die Zeit dem Sozialismus zu erobern. Auſtralien. In Queensland ist das Barlament aufgelöst worden, da es Philps, dem Nachfolger des Premiers Kidston, nicht gelang, eine Majorität im Parlament zu gewinnen. Die Neuwahlen finden in der ersten Woche des Februar statt. Die Arbeiterpartei hat ein Die Arbeiterpartei hat ein Manifest an die Wähler erlassen, worin sie erklärt, daß sie voll Ständig unabhängig vorgehen werde und auf Unterstützung der arbeitenden Bevölkerung rechne. Differenzen in bezug auf Arbeiter schutzgesetze waren mitbestimmend für die Zuspizung der politischen Situation im Staate und führten zum Fall des Ministeriums Kidston.Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Kriegsvorbereitungen. Achtung. Steinarbeiter! Nicht um des lieben Friedens willen", sondern mit Rüdjicht auf die begonnene Krise unterließen wir es, den am 1. März 1908 ablaufenden Tarif zu fündigen, trok dem die in den letzten Jahren auf gütlichem Wege erzielten Lohnerhöhungen bei weitem durch die steigenden Lebensmittelpreise usw. ausgeglichen wurden, und so zu weitergehenden Forderungen ohne weiteres berechtigten. Es waren also rein wirtschaftliche Erwägungen, welche uns veranlaßten, das bestehende Tarifverhältnis mit der hiesigen Steinmeßinnung auf zwei Jahre zu verlangern. Doch wer da glaubte, daß unsere biederen Innungsmeister so mir nichts dir nichts von ihrer lieben Gewohnheit abließen, alljährlich mit unserem Gesellenausschuß eine fleine Aufbesserung des Tarifes vorzunehmen, der irrte sich gewaltig. Am 28. November lief prompt die Kündigung des Tarifes ein und so werden wir ja wohl auch im nächsten Jahre die gewohnte Lohnzulage erhalten, sowie die endliche Bewilligung unserer noch ausstehenden for derungen. Die Ortsverwaltung Berlin I des Zentralverbandes der Steinarbeiter Deutschlands. Husland. Hagen i. Weftf., 30. November.( Privatdepefche des„ Vorwärts".) Bei der heutigen Stichwahl zur Stadtverordnetenversammlung in Haspe gelang es unseren Genossen, zwei sozialdemokratischen Kandidaten mit 813 und 757 Stimmen zum Siege zu verhelfen. Die Kandidaten der Bentrumspartei und der Hasper Hütte vereinigten auf sich 635 und 550 Stimmen. Durch diesen Sieg ziehen die ersten Sozialdemokraten in das Hasper Stadtparlament ein. Ersoffene Grube. Groitsch bei Borna, 30. November.( W. T. B.) Auf dem neuen Schachte der Grube„ Sagonia" in Großwischstauden sind, wie das„ Bornaer Tageblatt" meldet, unerwartet große Wassermassen eingebrochen, durch die der Betrieb in beträchtlicher Weise gestört wurde. 60 Mann der Belegschaft mußten entlassen werden. Die Duma der Schwarzen Hundert. Sizung begann um 2 Uhr nachmittags, wurde aber bald unterPetersburg, 30. November.( W. T. B.) Reichsduma. Die brochen durch die ungeheure Aufregung, welche die Aeußerungen von Roditschew( abett) hervorriefen. Dieser hatte die Ne gierung bei der Besprechung der gestrigen Erklärung äußerst leidenschaftlich angegriffen, die. Bedrückungen kritisiert und dabei geäußert, in Zukunft würde man sprichwörtlich eine Galgenschnur ein Stolypinsches Halstuch nennen. Diese Worte riefen laute ProNationaler Kongreß der belgischen Bergarbeiter. teste und tobendes Geschrei seitens der Rechten hervor, welche aufDie Berliner Bauunternehmer sind eifrig am Rüsten, um Sonntag und Montag tagte im„ Voltshaus" in La Louvière sprang, den Redner tätlich anzugreifen drohte und zur Tribüne mit der Eröffnung des Baujahres 1908 über die Arbeiterschaft( Hennegau) der 19. nationale Kongreß der belgischen Bergarbeiter. stürmte. Die Glode des Präsidenten wurde von dem Lärm überherzufallen und sie aus der im vergangenen Sommer er Den Stongreß beschäftigten eine Reihe wichtiger und aktueller Fragen täubt, die Linke stürmte ebenfalls zur Tribüne und führte Roditringenen Position wieder zu verjagen. Zunächst suchen sie der belgischen Bergarbeiterschaft, darunter die Abänderung des schem nach seinem Blat. Während der Lärm fortdauerte, verließen fich Arbeitswillige zu sichern und haben zu diesem Gefeßes über die Unfallversicherung, die Alterspensionen der Berg- die Präsidenten und Minister mit Stolypin den Saal. Die Sigung Zwecke ein eigenes Bureau errichtet, über dessen Organitation arbeiter und die Frage des Achtſtundentages. Die Vertretung war wurde hierauf unterbrochen. eine sehr zahlreiche. Das Gebiet von Charleroi war mit Nach Wiederaufnahme der Eikung schlägt der Präsident vor, und Absichten uns der nachstehende Vertrag unterrichtet, dessen 41 Delegierten, üttich mit 19, Basse- Sambre mit 13, der den Abgeordneten Roditsche w für 15 Sigungen von der TeilUnterschrift einem Stellensuchenden zugemutet wurde: Borinage mit 21 und das Centre mit 67 Delegierten vernahme an den Beratungen auszuschließen. Roditschew besteigt die Mit dem heutigen Tage trete ich als Buchhalter in das treten. Zum Vorsitzenden wurde Cavrot gewählt. Rednertribüne, entschuldigt sich bei der Versammlung und betont, Arbeitsnachweisbureau für Arbeitswillige des Maurermeisters Otto Nach dem Bericht des Sekretärs der Bergarbeiterföderation, des daß er sich bei dem Ministerpräsidenten persönlich entschuldigt habe. Gensle, Berlin, Emdenerstr. 39, ein und zwar für das Zweigbureau. Genoffen Maroille, eröffnete Lombard die Debatte über Der Antrag des Präsidenten auf Ausschließung Roditschews wird Ich bin bestrebt, alle an mich gestellten Anforderungen mit die Lage der belgischen Koblenindustrie und die mit allen gegen 96 Stimmen der Linken angenommen. Die Duma beftem Fleiß und Bünktlichkeit auszuführen und meine Beschäftigungs- 2ohnfrage der Bergarbeiterschaft. Er fonstatiert für das Bassin erhebt sich und bringt dem anwesenden Ministerpräsidenten Stolypin zeit so auszunuzen, daß ich alle Ansprüche des Herrn Genste er- Charleroi für die verschiedenen Kategorien eine Lohnerhöhung stürmische Ovationen dar. Hierauf wird die Sigung geschlossen. fülle, soweit es meine Fähigkeit gestattet. Sämtliche im Bureau von 2 bis 10 Proz. seit dem Vorjahre. Die Gewinne der Unter erscheinenden Maurer, Arbeiter und Zimmerer habe ich mit der nehmer find von 7 auf 17 Millionen gestiegen, haben sich also mehr Die Rämpfe in Marokko. größten Höflichkeit zu behandeln. Ferner muß ich jeden Arbeiter auf- als verdoppelt. Auch aus den übrigen Berichten über die Lage Oran, 30. November.( W. T. B.) Bei dem Marabu von Sibi Aissa, merksam machen, daß sämtliche Arbeiten, welche von Herrn Genste aus- der Kohlenindustrie geht die folosiale Vermehrung des Profits der 2 Kilometer von Babel Asha, stieß gestern eine französische Abteilung gegeben werden, Streifarbeiten sind, auch muß ich darauf achten, Bergwerksgesellschaften hervor, der gegenüber der Erhöhung der von Fremdenlegionären, Turkos, Spahis und Artillerie auf etwa daß nur unorganisierte Maurer bezw. Arbeiter oder Zimmerer ein- Löhne in einem lächerlichen Mißverhältnis steht, wie z. B. im 3500 marottanische Reiter und schlug diese zurück. Die Franzosen gestellt werden. Von jedem Einschreibenden bezw. Arbeitswilligen Lütticher Gebiet, wo die Gewinne der Unternehmer eine dreißig hatten bei der Fremdenlegion zwei Tote und sechs Verwundete. Berantw. Redakteur: Hans Weber, Berlin. Inferatenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdr. u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. . Hierzu 7 Beilagen |t. 281 24. IahtMg. f. KciliP des Jtnuärtf gnlintt pllislilalt Somltilg. 1. Dezember 1907. Reicbetag« 62. Sitzung. Sonnabend, den 3». November, 11 Uhr vorm. Am Bundesratstische: v. Bethmann- Hollweg, v. Schoen, Dernburg, v. Stengel. Eingegangen ist das H a n d e l s p r o v i s o r i u m mit England. Der Vertrag zwischen Deutschland und den Niederlanden über Unfallversicherung wird in dritter Lesung debattelos und ein- stimmig angenommen. Es folgt die Fortsetzung der ersten Lesung de» Etats. Abg. Dr. Wiemer(frf. Vp.): Ich freue mich, daß der Herr Reichskanzler in so entschiedener Weise den Versuchen der Herren Spahn und Bebel entgegengetreten ist, über die Ursachen der Reichstagsauflösung Legenden zu verbreiten.(Lebhafte Zu- stimmung beim Block. Widerspruch beim Zentrum und bei den Sozialdemok-cten.) Die Auflösung ist erfolgt, weil es in einer Frage Front z i machen galt gegen Schwarz und Rot. wo das An- sehen des Reiches auf dem Spiele stand.«Lärmende Zustimmung beim Block. Lebhafter Widerspruch beim Zentrum.) Nicht wegen der paar Millionen ist der Reichstag aufgelöst worden, sondern weil die Mehrheit in einer bedeutsamen Frage eine Abstimmung erzwingen wollte, die den Anschauungen des Volkes nicht cnt- sprach und weil es sich darum handelte, ob unsere Soldaten, die in Südwestafrika dem Feinde gegenüberstanden, vom Reichstag im Stich gelassen werden sollten.(Lärmender Beifall im Block. Leb- hafter Widerspruch im Zentrum.) Herr Bebel beruft sich doch sonst gern auf das Volksurteil und die Mehrheit des Volkes, aber jetzt heißt es, die Mehrheit, ach, das sind die Dummen. Wer eben nicht nach der sozialdemokratischen Pfeife tanzt, ist entweder ein Dumm- topf oder ein Verräter.(Lachen bei den Sozialdemokraten.) Herr Bebel hat wieder einmal prophezeit, daß der Block binnen kurzem in Trümmer gehen würde, aber auf seine Prophezeiungen gebe ich nichts, er hat sich schon zu oft geirrt.(Heiterkeit beim Block.) Er meinte, eigentlich paßten Zentrum und Konservative besser zu- sammen, aber bei den letzten Wahlen haben wir die Erfahrung gemacht, daß gerade Zentrum und Sozialdemokratie sehr gut zu- -inander paßten, besonders bei den Stichwahlen.(Bravo! beim Block.) �er Reichsschatzsekretär hat unsere Finanzlage sehr trübe «jemmt; aber man darf nicht zu schwarz malen. Der Staats- ickretär sprach von einem chronischen Defizit. Veranlaßt ist dies durch ein Zurückbleiben der Einnahmen; vor allem hat die Fahr- kartensteuer Fiasko gemacht, sie hat den Einzelstaaten durch Ver- ringerung des Verkehrs weit mehr entzogm, als sie dem Reiche an Einnahmen geschaffen hat. Mit einer verlangenden Geste hat der Staatssekretär gegenüber der Forderung ihrer Abschaffung gesagt: Ersatz! Nun, der Ersatz muß geschaffen werden, damit diese Steuer in die gesetzgeberische Rumpelkammer geworfen wird. (Zustimmung bei den Freisinnigen.) Vor allen Dingen beruht das Defizit auf dem Steigen der Ausgaben um 146 Millwnen Mark. Dieses Steigen ist in erster Linie eine Folge der Zoll- und Wirtschaftspolitik; die Kosten für die Naturalverpflegung in Heer und Marine find dadurch gestiegen. Auch die Erhöhung der Be- amtenbesoldungen ist mit der Verteuerung der Lebensmittel be- gründet. Erst verteuert das Reich die Lebensmittel und dann muß es Millwnen aufwenden, um die Beamten vor den Folgen dieser Verteuerung zu schützen!(Sehr wahr! bei den Freisinnigen.) Herr Bebel sprach Zweifel daran aus, daß wir unsere Stellung zur Wirtschaftspolitik beibehalten werden. Ich erkläre: wir haben gar keine Veranlassung und keinen Willen, unsere bisherige Sakwng zur agrarischen Zoll, und Wirtschaftspolitik auch nur in einem Punkte zu korrigieren. Wir werden gern mitarbeiten an der Gesundung der Finanzlage des Reiches. Aber bestimmte neue Steuervorschläge zu machen ist nicht Sache des Reichstages, es fehlt ihm hierzu ja auch die Kenntnis der steuertechnischen Unter- lagen. Wohl aber werden wir alle Vorschläge der verbündeten Regierungen gewissenhaft prüfen. Dabei werden wir ein Brannt- wcinbetriedsmonopol ablehnen, wohl aber sind wir für eine Re- form der Branntweinsteuer mit Beseitigung der Liebesgaben zu haben. Den Tabak will Herr v. Richthofen nur besteuern, wenn weder der Tabakbau, noch die Industrie, noch die Arbeiter ge- schädigt werden.(Heiterkeit.) Das wird schwer halten.(Zuruf rechts: Nur die teueren Zigarren sollen besteuert werden!) Dann hat die Steuer keinen finanziellen Ertrag.(Sehr wahr! bei den Freisinnigen.) Wir wünschen direkte Steuern für das Reich. Die Finanzminister der Einzelstaatcn wehren sich begreif- licherweise dagegen, aber der Verfassung widersprechen direkte Reichsfteuern n'cht; denn bei der Beratung der Reichsverfasiung wurde der Antrag, die Einnahmen des Reiches nur auf indirekte Steuern zu basieren, ausdrücklich abgelehnt. Ein Politiker soll niemals„niemals" sagen. Ein halbes Jahr, nachdem Herr v. Rheinbaben und die Rechte erklärt hatten,..niemals" in eine direkte Reichssteuer zu willigen, kam die Reichserbschaftssteuer, die man jetzt vergebens als„indirekte" Steuer hinzustellen sucht. Der Finanzminister hat gegen eine Reichseinkommensteuer, gegen eine Reichsvermögenssteuer außer den verfasiungsrechtlichen auch noch finanztechnische Bedenken vorgebracht, die mindestens bei der Reichsvermögenssteuer völlig vorbeitrafen. Wenn man denn gar nichts von direkten Reichsfteuern wissen will, so müßte man doch wenigstens die Erbschaftssteuer— sie ist ja nach den Herren eine indirekte Steuer(Heiterkeit)— ausbauen und aus Gatten und Tescendentcn ausdehnen.(Sehr richtig! links.)— Ich fasse unsere Stellung zu den Stcuerftagen dahin zusammen: wir wollen Re- form der Matrikularbeiträge, Reform der Branntweinsteuer und Erweiterung des Systems der direkten Reichssteucrn. Mit der heutigen Zollpolitik betreibt man, wie Bebels gestrige Rede be- weist, die Geschäfte der Sozialdemokratie.(Zustimmung bei den Freisinnigen.) Wir wünschen Aufbesserung der Beamten. Der Staatssekretär der Kolonien hat eine recht interessante Reise nach Ostafrika gemacht. Es hieß sonst:„Wenn einer eine Reise tut. so kann er was erzählen!" Jetzt können wir sagen: Wenn der Staatssekretär eine Reise tut, dann müssen wir's be- zahlen.(Rufe: Aul) Man soll den Tag nicht vor dem Abend und den Staatssekretär nicht vor dem Nachtragsetat loben.(Er- neute Au!-Rufe.) Wir werden aber alle kolonialen Forderungen wohlwollend prüfen. Die Mehrforderungen für die Flotte werden wir ebenfalls wohlwollend prüfen und, so weit sie uns. besonders in schiffsbautcchnischer Hinsicht, berechtigt erscheinen, bewilligen. (Der Reichskanzler Fürst Bülow erscheint im Saale.) Herr v. Tirpitz forderte uns auf, das Flottengesetz, um das unS andere Nationen beneiden, auf der Höhe zu halten. Ich teile diese Meinung über unser Flottengesetz nicht; es ist falsch, durch Gesetz die technische EntWickelung der Marine festlegen zu wollen. Dabei geschieht den Wünschen des Flottenvcreins noch nicht genug. Die Treibereien dieses Vereins find geradezu gefährlich.(Sehr lvahr! bei den Freisinnigen.) Großes Aufsehen hat in der Marine die Verabschiedung des Vizeadmirals v. Ahlefeldt erregt, weil er sich wegen einer Lappalie nicht duellieren wollte. Dafür hat er nicht Tadel, sondern Lob verdient.(Zustimmung bei den Frei- sinnigen.) In anderen Fällen sind die Ehrengerichte nicht so schnell bei der Hand; bei den sexuellen Verfehlungen in der Armee haben sie versagt. Wir danken dem Kriegsminister für seine gestrigen Erklärungen, aber in bezug auf das Vorgehen gegen die Grafen Hohenau und Lhnar haben sie uns nicht beftiedigt. Auf den Harden-Prozeß will ich nicht eingehen; aber betonen will ich doch, daß das Privatleben einzelner nicht in öffentlicher Gerichtsverhandlung erörtert werden sollte. Der Gerichtshof soll keine Folterkammer sein.(Zustimmung.) Im Reichsamt des Innern ist ein Wechsel eingetreten. Wir bewahren dem Grafen Posadowsky eine ehrende Wertschätzung.(Bravo!) Wir erwarten von seinem Nachfolger die Regelung der Versicherung der Privat- angestellten, der Rechtsfähigkeit der Berufsvereine.— Das vorgelegte Vereinsgcsetz bringt ja Fortschritte, enthält aber auch sehr bedenkliche Bestimmungen. Wir müssen uns unsere Stellungnahme noch vorbehalten. In bezug auf die auswärtigen Angelegenheiten bin ich derselben Meinung wie Herr Spahn: daß der Reichstag sich niehr darum kümmern muß. Möge uns der neue Staats- sekretär des Auswärtigen die Auskunft über solche Dinge nicht in so homöopathischen Dosen geben wie sein wortkarger Vorgänger. (Sehr gut!) Die Ergebnisse der Haager Friedenskonferenz dürfen nicht unterschätzt und auch nicht überschätzt werden.(Lebhaftes Lachen bei den Sozialdemokraten.) Der Block mutz ohne Chau- vinismus, aber unter Berücksichtigung der Leistungsfähigkeit der Steuerzahler für die Wehrhaftigkeit und Schlagfertigkcit des Reiches eintreten. Er muß aber auch eintreten für den inneren Ausbau des Reiches. Eines der wichtigsten Gebiete ist das des preußischen Wahlrechtes. Wir legen das größte Gewicht darauf, daß in Preußen endlich einmal Ernst gemacht wird mit dieser Reform. Wir halten fest an der Meinung, daß auch für Preußen das Reichstagswahlrecht am besten ist. Der Block kann eine Stär- kung des Reiches zur Folge haben, und er wird es, wenn er die treibende Kraft ist, die den Staatswagen vorwärts bringt.(Leb- Haftes Bravo! bei den Freisinnigen.) Reichskanzler Fürst Bülvw: Von dem Vorredner ist eine Reihe von Fragen der inneren Politik angeregt worden. Sie werden deshalb erwarten, daß auch ich mich über die innere und über die parlamentarische Lage aus- spreche. Im Mittelpunkt unserer inneren Politik steht der Block. Wenn mehr oder minder kritische Ironie, wenn Sarkasmen ge nügten, um den Block zu zertrümmern, so ständen wir längst vor dem Schutthaufen, in den ihn seine Feinde verwandeln möchten; denn alle diese Waffen sind vom ersten Tage seines Bestehens an gegen ihn geschwungen worden. In der„Kölnischen Volkszeitung habe ich erst kürzlich ein Spottgedicht gegen den Block gefunden, zu singen nach der Melodie:„König Wilhelm sah ganz heiter".(Große Heiterkeit.) Die Taktik der Zentrumspresse ist klar: Sie möchte einen Keil zwischen den rechten und den linken Flügel des Blocks treiben. Diese Taktik wird ihr dadurch erleichtert, daß in der Jen- trumspartei konservative und liberale Elemente enthalten sind, daß sie also liberalen wie konservativen Anschauungen Rechnung tragen kann. Sie kann z. B. die Reform des Bürgerlichen Gesetz- buches zu verhindern suchen, indem sie die Rechte graulich macht und ihr gegen jede weitergehende Revision ihre Unterstützung an bietet. Sie könnte auch versuchen, dem Vereinsgesetz im Verein mit der Linken eine so radikale Form zu geben, daß die Rechte nicht mehr dafür stimmen kann. DaS Zentrum befindet sich also ge- wiffermaßen in der Lage des Rheingrafen zwischen dem rechten und dem linken Ritter in dem bekannten Bürgerschen Gedicht. Trotz seiner konservativen und liberalen Elemente bleibt das Zen- trum zusammen, weil in nachahmenswerter Weise die Gegensätze in ihm durch Selbstbeherrschung und Mas-halten zum Wohle des Ganzen ausgeglichen werden... Die Blockparteien können, wie ich glaube, lange nebeneinander marschieren, wenn sie dasselbe tun. Ich verschließe meine Augen nicht gegen die Schwierigkeiten und Gefahren, die dem Block drohen. Die Schwierigkeiten bestehen vor allem darin, daß es Parteien nie leicht fällt, neue Straßen einzuschlagen, alte Wege zu verlassen, alte Traditionen aufzu- geben, namentlich Traditionen des Streites und Zankes, die uns Deutschen nun einmal teuer sind. Uns Deutschen fällt es auch nicht leicht, die Dinge losgelöst vom Standpunkt des Parteiinter- esseS zu betrachten. Wir müssen uns klar werden, was nötig und möglich ist, was die Blockpolitik soll und was sie nicht soll. Es kann natürlich nicht die Rede davon sein, daß über Nacht die Kon- servativen liberal oder die Liberalen konservativ werden sollen. (Zuruf bei den Sozialdemokraten: Sind sie ja schon! Heiterkeit.) (Zuruf bei den Liberalen: Nein!) Die konservative und die liberale Weltanschauung dürfen nicht will- kürlich durcheinandergemischt und-geschüttelt werden. Es müssen also solche Fragen zurückgestellt werden(Heiterkeit bei den Sozial- demokraten), bei denen eine Verständigung nicht möglich erscheint. Es muß überhaupt vorsichtig operiert werden.(Heiterkeit bei den Sozialdemokraten.) Die Blockpolitik läßt sich nicht ohne weiteres und ohne starken Doktrinarismus vom Reich auf Preußen übertragen.(Große Heiterkeit bei den Sozialdemokraten.) Es läßt sich in Preußen aber sehr wohl so regieren, daß der Block im Reiche nicht gesprengt wird, und i m R e i ch e so, daß in Preußen nicht unüberbrückbare Gegensätze entstehen.(Zuruf links: Wahlrecht!) Die Blockparteien können zusammenhalten, wenn sie sich ihrer Verantwortung dem Lande gegenüber bewußt bleiben, wenn sie sich klar machen, wie sehr ihr Auseinandergehen sie selbst und das Land schädigen würde. Sie können in den großen Fragen zusammenhalten, von denen das Wohl und Wehe des Landes ab- hängt.(Stürmische Zurufe bei den Sozialdemokraten: Wahl- recht!) und sie können doch in grundsätzlichen Fragen ihren eigenen Weg gehen.(Wiederholte Zurufe: Wahlrecht!) Der Block kann nicht s o gemeint sein, daß die Parteien auch in untergeordneten Fragen zusammengehen müssen. Sie können z. B. bei der Vorlage einer Milderung der Haftpflicht der Tierhalter auseinandergehen. (Stürmische Heiterkeit.) Die Blockparteien sollten ihren Gegnern auch nicht das Vergnügen machen, sofort über Sprengung und Verfallen des Blocks zu sprechen, sobald einmal Gegensätze im Block zutage treten. Es kommt auf die großen Entscheidungen an, uno namentlich darauf, daß im Block nicht Gegensätze entstehen, die sein weiteres Zusammengehen unmöglich machen würden. Ich habe im vorigen Jahre erklärt, daß die Regierung die„be- währte Wirtschaftspolitik" unbedingt festhalten wird.(Hört! hört! bei den Sozialdemokraten.) Ich habe ebenfalls bereits damals das unbedingte Festhalten an der Sozialpolitik zugunsten der Arbeiter und des Mittelstandes verkündet. Ich erkläre aber weiter, daß ich Fortschritte auf verschiedenen Gebieten in der Richtung der Wünsche der bürgerlichen Linken für unbedingt geboten erachte. In dieser Richtung bewegen sich die beiden Resormgcfetze, betr. das Reichsvereinsgesetz und die Börse. Das Reichsvcretusgesetz bringt eine Vereinfachung und die Fortbildung des bestehenden Rechts, es beseitigt veraltet gewordene, unmoderne Bestimmungen. Es erfüllt damit alte liberale Forderungen.(Lachen bei den So- zialdemokratcn.) Das Gesetz hält aber die Schranken auftecht, die das Staatsinteresse, die Sicherheit des Staates erfordern. So wird denn, hoffe ich, auch die Rechte dem Entwurf zustimmen können. Das neue Börscngcsetz bezweckt, die deutsche Börse von Be- stimmungen zu befreien, die ihre Konkurrenzfähigkeit gegenüber den ausländischen Börsen beeinträchtigen und zu bedenklichen Er- scheinungen im Wirtschaftsleben gefuhrt haben, ohne aber die Schranken niederzureißen, welche im Interesse anderer Erwerbs- stände der. Spekulation gezogen werden müssen. >-,aion in nächster Zeit wird eine Vorlage über Aufbessernag der Bcamtengehültcr dem Reichstage zugehen. Dem Block stehen aber noch weitere Aufgaben bevor. Alle Blockparteien und darüber hinaus, wie ich hoffe, alle bürgerlichen Parteien werden sich zu- (ammenfinden. um die Wehrkraft zu stärken. Dasfelve erhoffe ich bei der Deckung des Defizits. Ich verhehle Ihnen gar nicht, daß es sich hier um nicht leichte Fragen handelt. Der Zustand der Finanzen bedeutet eine schwere Sorge für die Zukunft des Reiches. zumal da bei der Finanzreform von 1966 nicht alles, was die Regierungen forderten, erfüllt wurde. Nirgends klammern sich die Parteien so fest an ihre alten Prinzipien als gerade auf dem Steuergcbicte. Sie sollten aber bedenken, daß es heißt: Primum vivcre, deinde philosophari(zuerst leben und dann philosophieren) und daß mit Steuern der Finanznot nicht abzuhelfen ist. So hoffe ich, daß auch die Beseitigung des Neichsdefizits dem Zusammen- arbeiten der bürgerlichen Parteien gelingen wird. Reformen auf dem Gebiete des Strafrechts und des Straf- Prozesses halte ich für unbedingt geboten.(Zustimmung auf vielen Seiten.) Ich habe es als Jurist zwar nur bis zum Referendar ge- bracht(Heiterkeit), ich glaube mich aber mit der Mehrheit gerade unseres gebildeten Bürgertums in Einklang zu befinoen, wenn ich viele Bestimmungen des Straftechts wie des Strafprozesses für veraltet erkläre.(Zustimmung.) Ich lese eifrig die Gerichts- berichte und finde viele Urteile, die mir zu hart, viele, die mir zu milde erscheinen. Zu hart bestraft erscheinen mir vielfach Eigen- tumSvrrgehrn, die aus Not erfolgen(Lebhafte Zustimmung bei den Sozialdemokraten); viel zu milde Urteile lese ich bei Kindermist- Handlungen(Vielfaches Sehr wahr!), bei Mißhandlungen abhänge- ger Personen(Zustimmung bei den Sozialdemokraten), bei Tier- quälereien(Sehr richtig!), bei Beleidigungen und Berleumdungen. (Zustimmung rechts.) Im Einklang mit dem Vol'sempfinden bc- klage ich es, daß vielfach das Privatleben vor Gericht durchstöbert wird. Der napoleonische Grundsatz:„Das Privatleben muß mit einer Mauer umgeben werden" ist wichtiger als selbst der Wahr- heitsbeweis. Die Ueberspannung des an sich wohltätigen und segensreichen Prinzips der Oeffcntlichkeit hat uns viele Mißstände gebracht.(Sehr wahr! rechts.) Die Furcht vor Erpressern und vor einer Skandalpresse, wie sie in Großstädten aufgeschossen ist, hat Unglück über zahllose Familien gebracht und viele Menschenleben vernichtet. Die gesamte Presse— ich schließe ganz ausdrücklich die sozialdemokratische ein—(Lebhaftes Hört, hört! bei den Sozial- demokraten) aller politischen Parteien ist dem skandalösen Treiben dieser Revolverpresse entgegengetreten, ohne daß es bisher gelungen wäre, dies Gewächs auszurotten. Verschärfung der Bestrafung der Beleiocgungen erscheint durchaus geboten. Gerade die Duellgegner. wie Herr Dr. Wiemer, sollten hier mitwirken. In England sind die Strafen für Beleidigungen viel höher.(Hört, hört! rechts.) Ich hoffe, daß der ö00 Paragraphen enthaltende Entwurf der Rc- form der Strafprozeßordnung in diesem Jahre im Nieichsjustizamt fertiggestellt werden wird.(Beifall.) Erlauben Sie mit eine Reminiszenz: Als ich im Sterbezimmer des Fürsten Bismarck stand, sah ich an der schmucklosen Wand nur ein Bild: das Bild Ludwig UhlandS. Das Bild des schwäbischen Sängers, der in der Paulskirche auf der Linken gesessen, der das Wort geprägt von dem„Tropfen demokratischen Oels", schaute auf das Sterbebett des großen Einigers Deutschlands herab. Auf der Verbindung des gesunden konservativen Staatsgedankens mit dem Idealismus liberaler Gesinnung beruht die Zukunft Deutschlands. (Lebhafter Betfall beim Block.) Staatssekretär des Reichsinarineamts v. Tirpitz kommt auf den vom Abg. Dr. Wiemer angezogenen Fall des Admi- rals v. Ahlefeld zurück: Herr v. Ahlefeld ist zur Disposition gestellt worden, nicht wegen Duellverweigerung, sondern weil an einem Ausdruck seiner Beschwerdeschrift über einen Marinebaumeister Anstoß genommen wurde und dieser Anstoß ihn bewog, seine Stellung zu beantragen. Das Gesuch wurde dem hochverdienten Stellung zur Disposition zu beantragen. Das Gesuch wurde dem hochverdienten Offizier mit Bedauern bewilligt. Abg. Liebcrmann v. Sonnberg(Wirtsch. Vg.): Marokko gönnen wir den Franzosen; wir freuen uns, daß wir nicht drin stecken. Aber Entschädigungen für die Werlufte, welche Deutsche in Casa- blanca erlitten haben, müssen selbstverständlich gefordert werden. Freundlichkeiten vom Ausland entzücken uns zu leicht; der herzliche Empfang unseres KaiserpaareS in England ist nur als eine schuldige Genugwung zu empfinden für all das Böse, was die eng« lisch« Presse uns angetan hat. Herr Bebel sprach gestern von der revolutionären Stimmung in Berlin; er verwechselt sie wohl mit der Stimmung auf der Redaktion de?„vorwärts", die der Treffpunkt ist für russische Nm- stürzler. Nihilisten, Waffenschmuggler und Falschmünzer.(Zu- stimmung rechts bleibt aus, da nur wenige Abgeordnete im Saale sind und auch dies« nicht zuhören). Die Ausgaben für Heer und Marine werden wir prüfen, aber bewilligen müssen. Doch brauchen wir nicht marinierter zu sein als der Marineminister. Gegen den Block lege ich mir Reserve auf, weil ich ihn vorläufig noch durch jeden Windhauch gefährdet sehe. Die Finanzreform ist sehr schlecht, das Trauerlied des Reichsschatzsekretärs entspricht den Tatsachen. Die Konservativen sollten ihren Widerstand gegen direkte Reichssteuern aufgeben. Unbegreiflich ist mir, daß der Finanzminister v. Rheinbaben sich auch gegen die populäre Wehr- steuer ausgesprochen hat. Die Wege der Reichsfinanzpolitik siud noch dunkel. Ueber das Branntweinmonopol wird sich sprechen lassen. Die großen Mittel, die für Arbeiterwohlfahrt jährlich aus- gegeben iverden, verpflichten die Arbeiter zur Dankbarkeit, und des» halb muß auch eine Zigarrenbanderolensteuer möglich sein. Wir stimmen auch einer Vermögenssteuer zu und wir wünschen im An» schluß an die Tantiemesteuer auch eine Dividendensteuer. Auch das Gebiet der Umsatzsteuer ist noch unerforscht und unerschöpft. Die Börse darf man nicht als eine Verstärkung für die Mobil- machung ansehen; ist erst Krieg, so ernährt er sich selbst. Nach den ersten Siegen kommt die Börse und bietet Geld an, und nach Niederlagen mutz man sich eben auch durchhungern.— Für den Mittelstand hat die Regierung in der letzten Zeit mehr getan als früher; hoffentlich wird sie auf diesem Gebiete in Zukunft noch entschiedener vorgehen. In diesem Zusammenhange muß'auch eine gründliche Reform der Reichsbank an Haupt und Gliedern verlangt werden, besonders am Haupt.— Die Forderungen der christlich- nationalen Arbeiter sind in den Beschlüssen ihres Kongresses ent- halten; Bassermann hat ihnen Sympathie entgegengerbacht. Ich wünschte, seine Worte würden in allen Fabriken seiner Partei- freunde angeschlagen, und darunter muß gesetzt werden:„Richtet Euch nach BassermannS Worten, nicht nach BassermannS Taten!" Sehr gefreut habe ich mich über die Worte des Kriegsministers, der mit kernigen Worten gestern das Gewebe der furchtbaren Macht der Lüge zerstört und dem schadenfrohen Ausland zugerufen hat: Bei uns wird nichts vertuscht! Bebel tadelte mit Ernst und Nack'» druck die vorgekommenen Verfehlungen. Dann begreife ich nichr, warum er für Abschaffung des tz 17h ist. Ich bin dafür nur, wenn ein anderer Paragraph dafür geschaffen wird, nach welchem Leute mit solchen Verfehlungen auf eine ferne Insel in der Südsee ver- bannt werden. Warum sprechen wir übrigens immer vom tzarden- Prozeß und nicht vom Wittkowski- Prozeß? Warum soll man denn Juden in Deutschland nicht bei ihrem richtigen Namen nennen? Abg. v. Skarzynski(Pole): Den Polen ist bei der Einverleibung von Posen und Ostpreußen in das Königreich Preußen.«usdrücklich die Erhaltung ihrer Nationalität garantiert worden. In Rußland und Oesterreich sind dieselben Versprechungen gegeben. Der 5laiscr Franz Joseph hat die Versprechungen seiner Vorfahren ein- g e l ö st; in Preußen ist das aber nicht der Fall. Die preußiscl'« Polenpolitik hat uns 6 Mandate, also 20 Proz. unserer Mandate. aus Schlesien gebracht, das in den Wiener Traktat nicht auf- genommen ist als polnischer Landesteil. Die schiefe Ebene der preußischen Polenpolitik ist letzt bei dem 8 7 des vorgelegten ReichsvereinsacsetzeS angelangt. Unser legales und natürliches Bestreben ist auf Erhaltung unserer Nationalität gerichtet. Daß unser Streben auf eine Losreißung von Preußen gerichtet ist und eine politische Gefahr bildet, ist eine heuchlerische Unterschiebung und aus der Luft gegriffene Vcrleum- dung. Die Leidensgeschichte der letzten 46 Jahre hat uns gebracht: I. Den Kulturkampf. 2. Die Ausweisung von 40 000 Polen. 3. Das Ansicdelungsgesetz. 4. Eine Schule, welche weder polnisch noch deutsch ordentlich zu lehren imstande ist, und welche es unternimmt, die Religion einem Kinde in fremder Sprache zu lehren. S. Die Ansiedelung von Rentenstcllen, die den polnischen Bauern ver- Hindert, auf seinem Grund und Boden ein Wohnhaus zu bauen, und ihn zwingt, in einem Wagen zu wohnen. 6. Endlich als Strönung" diefes schönen fulturellen Wirtens- die Enteignungsborlage in Breußen und§ 7 des Vereinsgefebes! muß fich aber gegen die Bestrebungen wehren, die uns in der und dem Fabrilarbeiter Friedrich Appel, der im Fabritarbeiterberband polnischen Preffe entgegentreten. organisiert ist, aber feiner fojialdemokratischen Organisation an Der Abg. v. Jazbzewsti meinte gestern, die Polen wollten nicht gehört. Appel war mit seinem Bruder, der überhaupt nicht organidie Rechte der Deutschen antasten, sie verlangten nur, daß ihre fiert ist, an dem fraglichen Sonntag von Magdeburg, wo sie beide Beständig spricht man von der polnischen Gefahr! Was wollen eigenen Rechte respektiert würden. Nun, den Rechten stehen auch arbeiten, nach Schafensleben gefahren. Dort trafen sie auf der denn die Polen in Desterreich, Rußland, Deutschland? Wollen Pflichten gegenüber, und ich habe leider in den Ausführungen Straße den ihnen von früher her bekannten Kohnert, der dem kürzlich fie etwa fonfpierieren? So dumm sind sie doch nicht; die Zeit der des Herrn v. Jazdzetosti das rüdhaltlose Bekenntnis bermißt, daß in Schalensleben gegründeten Berein reichstreuer Arbeiter angehört, Konspirationen ist doch für immer vorbei. Die Polen wollen ihre er dem preußischen Staate zugehört. Herr v. Jazdzewski hat was aber den Gebrüdern Appel unbekannt war. Sie Nationalität hochhalten und die Erinnerung an ihre 1000jährige fürzlich bei der Beerdigung eines polnischen Geistlichen, der aktiv fragten Kohnert, ob Vergangenheit.( Schr richtig! bei den Polen.) In Oesterreich ist an dem polnischen Aufstande teilgenommen hatte, in einer Rede Dieser bejahte und nahm die beiden mit auf seinen Hof, - er Schweine zu verkaufen habe. ihnen die Möglichkeit der Wahrung ihrer Nationalität gegeben, geäußert, daß der polnische Geistliche die Pflicht habe, seine um und dort bilden die Polen fefte Stüßen des Staates. In Rußland Barochianen auf die nationale Vergangenheit Bolens hinzuweisen. durch das Dazwischentreten der Frau Kohnert, die dem Fabrit ihnen die Borstentiere zu zeigen. Hier kamen fie haben sie auch nicht an eine Losreißung gedacht; sie fordern dort Tatsächlich soll der Priester aber doch den Barochianen nur die arbeiter Appel nicht wohlgesinnt ist, in Streit miteinander, wobei eine Autonomie nach der Art Finnlands. Das polnische Bolt ift Heilsgüter der Kirche übermitteln. Die Boyfottierung aller Kreise Rohnert eine Zeugleinenstüße ergriff. Er stieß den Heinrich Appell tief religiös, es ist ein Bolt bon Handwerkern, Bauern und Ar- durch die Polen, die mit den Deutschen verkehren, führt geradezu damit unter das Kinn und schlug auf ihn ein. Appell beitern, ohne Großindustrie und ohne Proletariat, und das soll eine zu einer Vergiftung des Verhältnisses zwischen beiden Nationali- wehrte sich und versetzte Kohnert ein paar Schläge mit seiner ge Gefahr für Preußen und das Deutsche Reich bilden?! Und wie täten. Die Polen, die sich an der Illumination aus Anlaß der schlossenen Messer auf den Kopf. Dann trennten sich die verhält es sich mit der Bolengefahr in bezug auf die auswärtige silbernen Hochzeit des Kaiserpaares beteiligt haben, wurden in der Streitenden. Kohnert, der durch die Schläge einige Hautabschürfungen Politit? Fürst Bülow und die Anhänger seiner Politit scheinen polnischen Preise mit Nennung ihrer Namen gebrandmarkt. Wir davongetragen hatte, lief zum Barbier, um sich verbinden zu lassen anzunehmen, daß es unvermeidlich zu einem Zusammenstoß dürfen nicht zusehen, wie sich ein Fremdkörper in unserem Staats- da er wähnte, durch Messerstiche fürchterlich zugerichtet worden zu sein. zwischen flawischer und germanischer Raise tommen, zu einer Aus- förper feftfeßt. Lassen Sie uns einig sein eingedent des Sapes: Der Barbier stellte aber fofort fest, daß dem Kohnert feine einandersetzung, die sich also zwischen Rußland und Deutschland Salus publica suprema lex!( Das öffentliche Wohl ist höchftes effer ftiche beigebracht worden waren und daß die Ver vollziehen muß. Wäre es so und endete dieser Kampf mit einem Gefeß.)( Beifall rechts.) entschiedenen Siege des Germanentums, so könnte Deutschland doch Abg. v. Dewis( 1.): Die Bildung großer Güterkomplere barf der übrigens in Schafensleben als unverträglicher Mnfch legungen nur unerheblicher Natur waren. Kohnert, seine Eroberungen in slawischen Gebieten nur halten, wenn es sich nach unserer Auffassung nur so weit gehen, daß der Einfluß der bekannt ist, hat denn auch nicht noch einen Arzt aufgesucht; er ist burch wohlwollende Behandlung die Sympathien des verständigen Deutschen in politischer und kommunalpolitischer Beziehung ge- nicht einen einzigen Tag arbeitsunfähig gewesen, sondern am Tage Teiles der Slawen erworben hätte. Würde aber das Glamentum fichert wird. Auf die Enteignung werden wir taum eingehen, wenn darauf seiner Beschäftigung wie gewöhnlich ad gangen. fiegen, so würde es über germanisierte Oftmarken nicht stolpern, nicht ein Barzellierungsverbot erlassen wird. Gerade die polnische das glauben Sie doch selbst nicht. Am allerwenigsten würde eine Barzellierungstätigkeit führt zur Steigerung der Güterpreise. Die Reichsverbandsforrespondenz und man erhält wieder einmal ein Mit diesen Tatsachen vergleiche man die Angaben der Ostmart, die durch die preußische Bolenpolitik germanisiert werden Enteignung allein würde diese Tätigkeit nicht einschränken. Mehr typisches Bild von der Art des Schwindelns, die dem Reichsverband soll, ein Hindernis des bordringenden Slawentums sein, diese als bisher muß geschehen, um Arbeiter in den Ostmarken seßhaft eigen ist. Und diese Gesellschaft will das deutsche Boll von der Bolenpolitit würde im Gegenteil Radhe und Vergeltung feitens zu machen. Das Barzellierungsverbot müßte auch auf andere Sozialdemokratie erlösen! des Glaiventums hervorrufen. Würde aber keine der Raffen Bezirke, insbesondere auf Oberschlesien, ausgedehnt werden.( Beiendgültig fiegen, sondern müßte nach dem Kampfe ein modus fall rechts.) vivendi gefunden werden, so wird auch das durch die gegenwärtige Abg. Müller Koblenz( 8.): Die Vorlage hat im Hause bei Bolenpolitit erschwert. Andere Möglichkeiten liegen nicht vor. feiner Fraktion Begeisterung hervorgerufen oder unbedingte zu Die polnische Gefahr ist also nur eine Seifenblase, und deswegen ftimmung gefunden. Sie muß als ein Att der Verzweiflung aufwollen Sie eine solche Unterbrückungspolitit üben? Wir appellieren gefaßt werben.( Zustimmung im Zentrum.) So hohe Summen, dagegen an das deutsche Volt; es möge uns gleiches Recht als wie sie hier gefordert werden, werden nicht durch nationale Redes Staatsbürger gewähren, es möge feinen Echild reinhalten von Aus. wendungen aus dem Boden gezogen, sondern sie müssen von den ahmegesehen, es möge den Raffenkampf nicht mitmachen.( Leb Steuerzahlern aufgebracht werden. Das Enteignungsrecht hat alle haftes Bravo! bei den Polen.) Barteien mit größtem Unbehagen erfüllt.( Sehr richtig! im Zen trum.) Bismard hat 1886 den Gedanken an das Enteignungsrecht als einen ungeheuerlichen bezeichnet. Bevor die Vorlage verabschiedet wird, ist eine Aenderung der Verfassung notwendig. Der Justizminister sollte nicht die Bedeutung der hier in Frage tommenden Verfassungsbestimmung herabwürdigen.( Zustimmung im Zentrum.) Fürst Bismard hat in einem anderen Falle den von ihm beschrittenen Weg wieder verlassen, als er ihn als unrichtig erkannte. Ich hoffe, auch Fürst Bülow wird einst den mit dieser Gesetzgebung betretenen Weg wieder verlaffen.( Beifall im Zentrum.) Darauf vertagt das Haus die Weiterberatung. Nächste Sigung Montag 1 Uhr. Tagesordnung: Fort. fehung der Etatsberatung. Schluß 3% Uhr. Abgeordnetenbaus. 3. Sibung vom Sonnabend, 30. November, 11 Uhr vorm. Am Ministertische: Frhr. v. Rheinbaben, v. Moltte, Dr. Beseler. genommen. Ein Antrag des Abg. v. Pappenheim( L.) auf Ginstellung eines Privatflageverfahrens gegen den Abg. Boehmer( f.) wird an Sodann wird die erste Beratung über den Gesebentwurf betr. Maßnahmen zur Stärtung des Deutschtums in den Provinzen Westpreußen und Posen" fortgesetzt. M Justizminister Dr. Befeler: Ich habe gestern nicht gesagt, daß Art. 4 der Verfassung nur die Bedeutung der Beseitigung der Standesvorrechte habe, sondern ich habe hinzugefügt, daß er auch die Bedeutung habe, daß, sobald ein Gesek gegen einen Preußen angewendet werde, dies ohne Ansehen der Person zu geschehen habe. Das Recht der Niederlassung an bestimmten Orten bedeutet doch aber auch nicht, daß der Staat unter feinen Umständen ein Wort dagegen zu sagen hat. Ich habe auch nicht gesagt, man könne die Verfassung auslegen wie man wolle. Dieser Vorwurf ist so absurd, daß ich nichts dagegen sagen kann. Nach Artikel 9 Der Berfassung ist das Eigentum geschützt. Der Staat hat aber das Recht, im Interesse des öffentlichen Wohls den Privatbesitz zu enteignen, und Gründe des öffentlichen Wohls tommen auch in Frage, wenn es sich um das Staatsinteresse handelt.( Beifall rechts.) Ein Antrag auf Schluß der Debatte wird mit ben Stimmen der Konservativen, Freikonservativen und National liberalen angenommen. Die Vorlage geht an eine Rommission von 28 Mitgliedern. Damit ist die Tagesordnung erledigt. Nächste Sibung: Donnerstag, 11 Uhr vorm. Vorlagen, Quellenschußgesek, Antrag Bachmann( natl.) tegen ( Aleine Festfebung der Haftpflicht der Beamten, Antrag Hammer( f.) auf Abänderung des Warenhausfteuergefeßes.) Schluß: 3 Uhr. Gemeindewahlen. teiligten sich in diesem Jahre unsere Genoffen zum erstenmal selbstAn den Stadtratswahlen zu Mülheim a. d. Nuhr beständig und erzielten 455 bis 471 Stimmen in der dritten Abteilung. Der bürgerliche Mischmasch fiegte mit 712 Stimmen Mehrheit. 26 Prozent der Wähler hatten nur von ihrem Wahlrecht Gebrauch bibaten der christlichen Gewerkschaften, auf die unfrigen entfielen gemacht. Im Wahlbezirk Mülheim Styrum fiegten die Stan90 Stimmen. 0 endigte am Freitagmittag mit der Wahl der bürgerlichen Kandidaten. Die Stadtverordneten Stichwahl in Barmen 6506 Stimmen bei der Hauptwahl. Die bürgerlichen Kandidaten Unsere Genossen erhielten 6935-7111 Stimmen gegen 6355 bis brachten es in der Stichwahl auf 7819-7942 Stimmen. In der Hauptwahl fehlten unseren Genoffen nur 200 Stimmen an der abfoluten Mehrheit. Die Stichwahl brachte einen so beispiellos erbitterten Kampf, daß dagegen selbst der letzte Reichstagswahlkampf zurückstehen mußte. Die vereinigten evangelischen und fatholischen Reaktionäre wußten an Terrorismus noch den berlichtigten Reichsverband zu übertrumpfen. Der Umstand, daß 5 Tage lang gewählt wurde und die Wahl allein im Rathause getätigt wurde, erleichterte ihnen ihre Machinationen. Gewählt haben in der Stichwahl über 72 Broz. der Wahlberechtigten, eine Beteiligung, die bei stommunalwahlen mit öffentlicher Abstimmung bisher wohl nirgends erreicht sein dürfte. In Reconvillier( Ranton Bern) ist unser Genoffe Aime Tièche von Wieder ein sozialdemokratischer Gemeindepräsident in der Schweiz. der Gemeindeversammlung zum Gemeindepräsidenten gewählt worden. Die Sozialdemokratische Föderation und das Wahlrecht. " Abg. Wolff Lissa( frs Va.): In gewiffer Sinsicht kann ich der Ansiedelungstommiffion die Anerkennung nicht verjagen, daß sie fegensreich gewirkt hat, namentlich in bodenkultureller Beziehung. Trotzdem haben wir gegen die Vorlage ernste Bedenken. Der Ton, den der Abg. v. Oldenburg gestern hier anschlug, als er den Polen vae victis( Wehe den Besiegten!) zurief, gehörte nicht ins preußische Barlament.( Sehr richtig! links.) Die Polen follen fich als London, 28. November.( Eig. Ber.) Der Vorstand der Sozialpreußische Staatsbürger fühlen, aber fie müssen auch als gleichdas Wahlrecht, in der gefagt wird, daß es im Verfolg der auf dem demokratischen Föderation veröffentlichte gestern eine Erflärung über berechtigte Staatsbürger behandelt werden. Die Vorlage Internationalen Sozialistentongreffe in Stuttgart angenommenen widerspricht aber der Verfassung, die das Grundgesetz des Staates bildet, und an dieser sollte das Abgeordnetenhaus nicht rütteln. Resolution zeitgemäß sei, die demokratischen Grundgedanken des Eine Enteignung des Grund und Bodens erfolgt sonst nur aus Wahlrechts dem Bublifum in Erinnerung zu bringen. Allgemeines Wahlrecht ist eine der unmittelbaren Reformen, die von der Sozialwirtschaftlichen Gründen, hier aber will man fie aus politischen Gründen einführen. Wir bekämpfen die Sozialdemokratie und männlichen und weiblichen Berson halten, eine Stimme in demokratie verlangt wird, da sie es für das Recht jeder erwachsenen fönnen daher nicht einem Gefebe zustimmen, das der Sozialdemo. der Regierung und Verwaltung des Landes zu haben, da tratie in gewisser Beziehung recht gibt. Das Gesetz ist ein Ausnahmegeseb, wie das Gefen von 1886 ein Ausnahmegeseb die männlichen und weiblichen Lohnarbeiter unter der Ausbeutung war, und es hat zur Folge gehabt, daß der deutsche Besiz an und Unterdrückung durch das Herrschende Wirtschaftssystem leiden. Grund und Boden zurückgegangen ist. Wenn das Gesetz Der Kampf um dieses Recht ist nicht ein Stampf der Geschlechter nach dem Wunsche des Frhrn. v. 8edlig nicht auch gegen Deutsche gegen einander; er hat vielmehr den Zwed, die Arbeiter zu be Anwendung finden soll, so kann der Entwurf überhaupt nicht fähigen, die konftitutionellen Waffen zu erhalten und zu gebrauchen, Gesetz werden. Sollen die Grundstückspreise infolge des Gesetzes Die Aussichten, daß der freifinnige Antrag auf Abänderung des die zur Bertrümmerung des fapitalistischen Systems und zum Aufbau heruntergehen, so werden davon gleichmäßig Deutsche und Bolen Landtagswahlrechts noch vor der Weihnachtspause zur Verhandlung diesem Sinne geführte Wahlrechtsagitation ist im gegenwärtigen eines genossenschaftlichen Gemeinwesens nötig find. getroffen. Wir müssen die Vorlage ablehnen, und wir meinen, tommt, find sehr gering. Die Schuld an der weiteren Hinaus Augenblice umso nötiger, als die Agitation der Frauenrechtlerinnen, Damit im Sinne des wahren Patriotismus zu handeln.( Beifall zögerung der Angelegenheit liegt an der Regierung. Die Staats- die fich nicht auf demokratische und revolutionäre Gründe stützt, Abg. Lufensry( nail.): Die Ansiedelungskommiffion muß die regierung will, wie verlautet, zu dem freifinnigen Wahlrechtsantrage fondern einen Eigentumszenfus verlangt, Verwirrung anrichtet und Möglichkeit erhalten, schneller zu arbeiten. Dazu bedarf es aber in einer bestimmt formulierten Gillärung Stellung nehmen. Ueber viele Sozialisten und Sozialiſtinnen zu Opfern veranlaßt, die nur vor allem einer Henderung ihrer Organisation. Es ist jedoch an den Inhalt dieser Erklärung ist man sich aber noch nicht völlig der Reaktion zugute kommen und die Ketten der politischen, ökoauerkennen, daß diese Kommission auch mit ihrer jebigen Organi einig. In Betracht kommt dabei auch der Ministerwechiel, der sich nomischen und fozialen Knechtschaft nur befestigen fönnen." fation Gutes geleistet hat. Das Ansiedelungswerk hat eine hohe im Ministerium des Innern vollzogen hat. Auch dem Kaiser muß folonisatorische Bedeutung, und wir dürfen es nicht aufgeben. in der Sache Vortrag gehalten werden, dieser ist ja aber gegen Wer glaubt, daß wir mit den Polen in Frieben leben fönnen, der wärtig nicht in Berlin! Außerdem entschuldigen sich die Herren wird aus der polnischen Breffe, namentlich aus ihrer Haltung in Reffortchefs mit der Unablömumlichkeit wegen der parlamentarischen der lebten Zeit, eines Befferen belehrt werden. Auf die Ber Arbeiten im Reichstage. fassungsfrage gehe ich nicht ein, da die Bedenken gegen die Ber faffungsmäßigkeit der Vorlage bereits vom Abg. Dr. Friedberg zurüdgewiesen worden sind. Iints.) Abg. Dr. v. Tsiembowski( Pole): In der bisherigen Debatte hat sich fast bei allen Parteien eine gedrückte Stimmung gezeigt. ( Widerspruch bei den Nationalliberalen.) Die Begründung diefer Borlage ist gang unzulänglich. Die Regierung scheint sich über die Ostmarkenpolitik nur bei Beamten zu informieren, die mit glieder des Ostmartenvereins sind. Auch wenn die Minister einmal felbst nach ben polnischen Provinzen kommen, lernen fie die toirtliche Stimmung im Bürgertum nicht fennen. Das Bürgertum will keine Enteignungsvorlage, es will mit den polnischen Mit bürgern in Frieben leben. Früher begründete man die scharfen Maßnahmen gegen die Polen mit ihrer starken Ver mehrung, jest wird festgestellt, daß die Deutschen in den polnischen Provinzen mehr zunehmen als die Polen ergo: noch schärfere Maßnahmen gegen die Polen, ja die Enteignung!( Sehr gut! bei den Polen.) Parlamentarifches. Polizeiloftengefet. Eine neue Parteizeitschrift in Holland. ... # 7 Die in Titel„ De Tribune" ein sozialdemokratisches Wochenblatt, das sich Seit dem 19. Oftober d. J. erscheint in Amsterdam unter dem zur Aufgabe macht, die holländische Arbeiterschaft in die Grundsäge der Partei, in die Theorie des wissenschaftlichen Sozialismus einzuführen. Die Herausgeber des Blattes find die Genossen J. C. Caton, W. v. Ravenstein jr. und D. J. Wynkoop, und eine Durch das dem Abgeordnetenhause zugegangene Polizeifoften- Anzahl Mitarbeiter aus der marristischen Gruppe der Partei steht gefes wird das jekt gültige Gesetz hauptsächlich in zwei Bunften ihnen zur Seite. Die erste Nummer brachte einen Artikel Bur Eingeändert: Einmal follen in Zukunft die Gemeinden zwei Fünftel, leitung", worin gesagt wird: bisher ein Drittel, der Kosten tragen, während der Staat, auf den Die Absicht unferer Redaktion ist teine andere, als für unsere bisher givei Drittel entfallen waren, nur noch mit drei Fünftel be- Klaffengenossen ein Wochenblatt zu haben, das nicht örtlich, sondern teiligt fein foll. Sveitens follen die Softenanteile der Gemeinden allgemein fein und danach trachten soll, ihre Auffassung von der alljährlich festgefegt werden. Bisher erfolgte die Festsetzung mur Sozialdemokratie zu klären, zu verbessern und zu vertiefen. alle fünf Jahre nach der Bolkszählung. Das Gesetz, das bereits am 1. April 1908 in straft treten soll, bedeutet also eine erhebliche Mehrbelastung der Gemeinden mit föniglicher Polizeiverwaltung. Hus der Partei. 9 Der Herr Minister v. Arnim sprad) von den Annehmliche Das Breß- Bureau der Partei geht nun seiner Konstituierung feiten", die den Bolen geboten werden. Ich glaube nicht, daß die entgegen, nachdem am Freitag die Parteileitung in einer gemeinBolen das Bewußtsein, zu Weihnachten eventuell von Haus und schaftlichen Sigung des Barteivorstandes und der Kontrolleure den Sof gejagt zu werden, als besondere Annehmlichkeit Beirat burch Wahl seiner 5 Mitglieder gefchaffen hat. Es find dies empfinden werden. Und wenn man jest immer von der polnischen die Parteigenoffen Ab. Müller- München, Stolten Hamburg, Gefahr spricht, so verweise ich auf die Aeußerung des Fürsten Bismard: Die Polen haben ihre Treue gegen den König auf Ströbel Berlin, Gradnauer. Dresden und Gewehr den Schlachtfeldern belviesen und sie mit der ihrer Nationalität Elberfeld. Ueber die Leitung des Breß- Bureaus ist noch fein Be eigenen Zapferkeit bestätigt.( Sört! hört! bei den Polen.) Die schluß gefaßt. Frankfurter Zeitung" hat fürzlich gemeint: Ob den Polen Recht oder Unrecht geschehe, sei nebenjächlich! Ja, gewiß ist das neben sächlich. Ich mill die Gegenfäße nicht verschärfen und mit der Bemertung schließen, daß die Vorlage a atmet gegen alles, was polnischen Namen hat.( Beifall bei den Polen.) Finanzminister Frhr. v. Rheinbaben: Ein neuer Reichsverbands- Schwindel. Von der gesamten bürgerlichen Bresse wird gegenwärtig der Korrespondenz des Reichsverbandes gegen die Sozialbenioftatie" folgende Notiz nachgedruckt: Wir wollen unseren auf politischem Gebiet noch zu sehr von anarchistischen und anderen berwirrenden Ideen beeinflußten Arbeitern die Bedeutung des Sozialismus tarmachen. Wir werden aus der Praxis ihrer Brüder in den großkapitalistischen Ländern und aus den Handlungen der Kapitalisten überhaupt ihnen mehr als es bisher möglich war die Notwendigkeit der Sozialdemokratie vor Augen führen. Im Laufe der letzten Jahre und in dem Streit, der unterbeffen in unserer Partei geführt wurde, ist es allzu deutlich hervorgetreten, daß es vielen Parteigenossen bei Beurteilung der in unserer und anderen Barteien vorliegenden Fragen an der nötigen Einsicht mangelt, als daß nicht unser Wochenblatt auch in dieser Hinsicht eine bescheidene Aufgabe zu erfüllen hätte. Unfere Absicht ist nicht, die theoretischen Streitpunkte in jener wissenschaftlichen Form zu behandeln, wie es z. B. in„ De Nieuwe Tijb"( Die neue Beit", das wissenschaftliche Drgan ber holländischen Sozialdemokratie) gefchehen kann noch ein Organ zu sein, das als eine Tribüne für jedermann zu betrachten wäre, ter irgendwelche Beschwerden gegen die Organe unserer Partei äußern möchte. Nicht Bolemit gegen Barteiorgane, sondern Vertiefung der sozialistischen Erkenntnis und Kampf gegen den Kapitalismus in all feinen Er fcheinungsformen ist unser gwed." „ Ein Alt größter Noheit wurbe in Schafensleben bei Magdeburg am Sonntag, den 10. November berübt. Ein mehrfach De Tribune" hat denn auch in den bis jetzt erschienenen sechs ch brauche die Staatsregierung und die Mitglieder der vorbestrafter Sozialdemokrat war dort zum Besuch anwesend. Nummern eine Fülle von Artikeln und Notizen gebracht, die zur Budgetkommission, die die Reise in die Ostmarten gemacht haben, Bufällig traf er auf der Straße einen ihm bekannten Arbeiter, der Aufklärung über einheimische und ausländische Fragen und Ereignisfe nicht gegen den Vorwurf in Schuß zu nehmen, daß die ganze Reise dem reichstreuen Arbeiterverein beigetreten war. Deshalb war der Politik wie der Arbeiterbewegung dienen, darunter auch„ Berliner eine Parade gewesen sei. Wir stehen mit unserer Bolenpolitit dem Reichstreuen der Sozialdemokrat spinnefeindlich gesinnt. Nach Briefe", in denen zunächst die Ursachen der starken Entwickelung der auf dem Boden Bismards, und wenn wir uns zu der jebigen Vor- furzem Wortwechfel zog ber rote Rowdy das Messer und verletzte deutschen Sozialdemokratie, dann der Kampf der deutschen Arbeiterlage entschloffen haben, so haben wir es getan, weil uns tein den nichtfozialdemokratischen Arbeiter mit fieben Stichen in fchaft gegen den Militarismus geschildert werden. anderer Weg übrig geblieben ist, wenn wir nicht die heiligsten den Kopf, so daß der Schwerverlegte ärztlicher Hülfe übergeben Interessen der Nation im Stich) lassen wollen. Wenn die Deutschen werden mußte. Ein Heim der norwegischen Arbeiterbewegung. mit den Polen nicht im Frieben leben können, so liegt das lediglich Die ganze Geschichte ist natürlich wieder ein erfillaffiger Neichs- Die Arbeiterschaft von Striftiania strebte bereits seit Anfang der an den Polen.( Sehr richtig! rechts. Widerspruch bei den Bolen.) verbandsschwindel. Es handelt sich bei dem Vorfall um eine ganz achtziger Jahre danach, sich ein eigenes Heim, ein Boltshaus zu Die Staatsregierung empfindet teinen Saß gegen die Polen, fie gewöhnliche Brügelei zwischen dem reichstreuen Schweizer Kohnert schaffen. Damals mißlang der Plan; das Haus, das man gekauft Polizeiliches, Gerichtliches ufw. hatte, mußte wieder verkauft werden. Erst 1905 gelang es, ein, seinem Obervorsteher fich fruchtlos zeigten, erließ der Regierungs- Kilogramm im Jahre 1904/05 pro Kopf der Bevölkerung. Im Jahre neues Grundstück, jedoch ein viel besseres, in der Mitte der Stadt präsident an den Obervorsteher eine Verfügung, eine versicherungs- 1905/06 fiel die Menge pro Kopf auf 49,32 Kilogramm und stieg im gelegenes, zu erwerben, und nun ist das neue Folkets Hus" endlich technische Prüfung der Vereinslage nach dem Stande vom 1. Ja Jahre 1906/07 auf 50,45 Kilogramm. fertig geworden. Am 8. Dezember findet die Einweihungsfeier statt. nuar 1906 herbeizuführen und das Resultat einzureichen. Auch Hieraus erhellt, daß im Jahre 1906/07, von Juli zu Juli ge Das Gebäude, das in der Youngsgade am Nytorv( Neumarkt) liegt, wurde für den Fall der Zuwiderhandlung eine Zwangsstrafe an- rechnet, gegenüber dem Jahre 1905/06 der Verbrauch um rund wird das Heim bilden für die Arbeiterpartei, für das Parteiorgan gedroht. Der Obervorsteher klagte darauf gegen den Regierungs- 1 Kilogramm zugenommen hat; dennoch bleibt er hinter dem des " Socialdemokraten", für die Arbeiterdruckerei, wie für die Landes- präsidenten im Verwaltungsstreitverfahren und machte geltend, organisation der norwegischen Gewerkschaften und die einzelnen baß der Verein so, wie bisher, ganz gut auskomme. Der Ver- Jahres 1904/05 um immer nod) 1,27 Kilogramm zurück. Diese großen Verbände. Es enthält einen großen Verfammlungssaal, der treter des Regierungspräsidenten, ein Versicherungsrevisor, ber- Biffern können natürlich auf abfolute Richtigkeit feinen Anspruch 1400 Berionen Sitzpläge bietet, einen fleineren Saal für wies auf einen Ministerialerlag von 1902 und betonte, daß bei machen, da für das Schlachtgewicht und die Höhe der Haus400 Personen, 45 Bureauräume, sowie Druckereiräume sowie Druckereiräume und Sterbekassen das Umlageverfahren geradezu ein Grundübel sei. schlachtungen feste Säße eingestellt werden mußten, die mehr oder Restaurationslokale. Das Haus hat 400 000 kronen gekostet, und Mit dem preußischen Minister stehe das kaiserliche Aufsichtsamt weniger von der Wirklichkeit abweichen. man rechnet auf eine jährliche Einnahme von 35 000 kronen. auf demselben Standpunkt. Es wird dann weiter der Verbrauch der verschiedenen FleischDas Oberverwaltungsgericht feste nach vierstündiger Ber- forten untersucht und führt das Blatt dazu aus: Straffonto der Parteipresse. Am Freitag wurde der Genosse außer Kraft. Es wurde ausgeführt: An sich sei gemäß§ 24 handlung und Beratung bie Verfügung des Regierungspräsidenten " Der Rüdgang des Gesamtfleischtonfums pro Kopf beträgt vom Stelling bom 2 übeder, Bolks boten" wegen Beleidigung des des Gesetzes das Umlageverfahren auch für Sterbefaffen zuläffig. Jahre 1904/05 zum Jahre 1905/06, wie oben berechnet, 2,40 KiloVerwalters Gas au auf Hof Niendorf im Lübeckschen vom Schöffen: Doch brauche hier nicht entschieden werden, ob auf Grund des§ 69 gramm. Der Konsum an Schweinefleisch ist in dieser Zeit pro Kopf gericht in Lübeck zu 200 Mark Geldstrafe verurteilt. Ju Nr. 221 hier feste Beiträge anzuordnen wären. Denn die Verfügung des um 2,71 Kilogramm gefallen. Danach entfällt der Rückgang des des„ Volksboten" war eine Notiz enthalten, in der es u. a. hieß. Regierungspräsidenten ordne das ja nicht an, sondern fie verlange Konsums vornehmlich auf Schweinefleifch. Wenn man noch in Er" Gasau scheine es zu lieben, die ihm unterstellten Arbeiter ohne von dem Verein die Herbeiführung eines Gutachtens, als einer wägung zieht, daß diese Minderung wohl in der Hauptsache bei den Grund und Ursache zu schlagen, zu stoßen usw. Einem Arbeiter, vorbereitenden Handlung für eine demnächst erst zu treffende Ent- weniger bemittelten Boltsschichten eingetreten ist, so wird mit Recht der nach seiner Meinung nicht schnell genug gearbeitet hatte, stieß er schließung. Das Gesetz gebe aber der Aufsichtsbehörde kein Recht, angenommen werden können, daß in dieser Klasse der Kopffazz noch in den Graben und bedrohte ihn mit Senüppelschlägen". Vor Gericht von einem bestehenden Versicherungsunternehmen auf dessen Kosten wurde festgestellt, daß der angeblich Beleidigte tatsächlich einen ein berartiges Gutachten zu verlangen. Deshalb müsse die Ver- niedriger gewesen ist als der hier berechnete. Die billigeren Schweineauf dem Hofe beschäftigten Arbeiter in den Graben fügung außer Kraft gesetzt werden. Anders wäre es bei Staffen, die fleischpreise im vierten Vierteljahr 1906 brachten auch wieder eine gestoßen und mit Stodichlägen bedroht hatte. Trozz- erst zugelassen werden wollten, die als Versicherungsunternehmen Steigerung des Konsums, die bis zum ersten Vierteljahr 1907 an dem kam das Gericht zu einer Verurteilung des Angeklagten, da im Sinne des Gesetzes noch nicht bestehen. Von diesen könne jegliche hielt, um in den beiden folgenden Vierteljahren wieder zurüdder Wahrheitsbeweis nicht in allen Teilen erbracht sei. Auf die hohe Strafe von 200 M. wurde in Rücksicht auf die Vorstrafen des Unterlage gefordert werden. Angeklagten erkannt. Dem Verwalter, der einen Arbeiter bedroht und in den Graben stößt, passtert natürlich nichts Gerichtliches! Soziales. Die Betriebskrankenkassen im Marsch. Am 20. Juni teilten wir mit, daß der Verband der rheinisch westfälischen Betriebskrankenkassen, der gegen 360 Krankenkassen mit nahezu 600 000 Versicherten umfaßt, durch ein vertrauliches Zirkular eine Reihe Vertreter größerer Werke aus verschiedenen Teilen Deutschlands zu einer Besprechung zum 29. Juni nach Eisenach in das Hotel Der Rautenfranz" eingeladen hatte. Auf der Konferenz wurde eine Zentralisierung der Betriebskrankenkassen durch InsIebenrufen provinzieller Verbände und ferner beschlossen, gegen eine gesetzliche Einführung der unbeschränkten freien Merztewahl einzutreten. Die Besprechungen des Unternehmertums mit den jezigen Ministerien und Reichsämtern zur Hinderung einer Sozialpolitik und Entrechtung der Arbeiter durch Aufhebung der Selbstverwaltung in den Krankenkassen hat die antisozialen Bestrebungen des Unternehmertums besonders belebt. Man fucht aller Orten im verstärkten Maße Betriebskrankenkassen einzuführen. So hat fich auch kürzlich ein Verband thüringischer Betriebs frankenkassen gebildet. Von zuverlässiger Seite erfahren wir, daß auch die Firma Karl Beiß, dessen zu früh verschiedener Begründer Abbé wegen seines sozialen Wirkens fich allgemeiner Beliebtheit bei den Arbeitern erfreute, diesem Verband beizutreten beabsichtigt, um so auch den bei der Firma Zeiß beschäftigten Arbeitern die Selbstverwaltung nehmen zu können. Diese Tatsache der Zentralisierung der Betriebskrankenkassen sollte den Arbeitern aller Orten die Notwendigkeit klar machen, auf Zentralisierung der Ortskrankenkassen nach Möglichkeit zu dringen. Prämien für Kassenbetrüger. zugehen. Vom Jahre 1905/06 zum Jahre 1906/07 stieg ber Schweinefleisch- Konsum bon 28,14 Kilogramm aus 30,88 Kilogramm pro Kopf und überstieg damit wa ein Geringes das Jahr 1904/05. Betont muß hier noch werden, daß die Berechnung pro Kopf der Bevölkerung an fich wenig geeignet ist, ein flares Bild der Wirkung auf den Einzelhaushalt zu verschaffen. Berücksichtigt man, daß Kinder unter acht Jahren und alte Leuk fiber 70 Jahre für den Konsum von Fleisch beinahe ausscheiden, berücksichtigt man ferner, daß je nach den verschiedenen Einkommensflaffen der Konfum mit dem Preise des Fleisches ganz verfchieden abnimmt, so ist ein Rückgang von 2 Kilogramm pro Kopf schon von nicht unerheblicher Bedeutung." Eine Belohnung für die Unterschlagung von Krankenkassen: beiträgen fann man die Strafe wohl nennen, die die Düsseldorfer Straffammer über den Bauunternehmer W. Boehnig verhängte. Der Genannte hatte 300 Mt. Beiträge, die er den Arbeitern vom Lohn einbehalten hatte, der Handwerkerkasse in Düsseldorf unterschlagen. Die Straffammer verurteilte ben Unternehmer au 30 M. Geldstrafe. Danach ist die Unterschlagung von Staffenbeiträgen recht lohnend, zumal solche Fälle nicht selten sind. Das Frankfurter Kaufmannsgericht über die Penfionstaffen. In den letzten Monaten haben mehrere Gewerbegerichte au der Frage Stellung genommen, ob die Abzüge vom Lohn für Beiträge zu Benfionstafsen, sogenannten Wohlfahrtseinrichtungen, auläffig sind. Die von uns mitgeteilte Entscheidung des Gewerbe gerichts zu Freimersheim gegen die Pensionskasse der Firma Strupp geht dahin, daß die Bereinbarung über den Beitritt zur abgezogenen Beiträge dem Arbeiter von der Firma Krupp heraus.ats. Pensionskasse wider die guten Sitten verstößt und die vom Lohn gezahlt werden müssen. " Das europäische Flaschensyndikat. Umwälzung, richtiger, diese Umwälzung ist bereits verbrieft und Die Flaschenfabrikation steht zurzeit vor einer vollständigen Umwälzung, richtiger, diese Umwälzung ist bereits verbrieft und besiegelt durch die am 15. November in Düsseldorf erfolgte Gründung eines europäischen FlaschenshndiDer neugegründete Verband umfaßt eine jährliche Probuktion von 1428 500 000 Flaschen, welche einen Gesamtwert von über 140 Millionen Mark repräsentiert. Deutschland ist an dieser Produktion mit 530 Millionen Flaschen beteiligt, England mit 305, Frankreich mit 295 und Oesterreich mit 160 Millionen. Auf Holland entfallen von diesem Produktionsertrag 70, auf Schweden und Norwegen 32, Dänemark 24 und auf Belgien 12% Millionen. Kürzlich hat das Kaufmannsgericht zu Frankfurt a. M. sich mit einer Stlage eines Angestellten gegen die Frankfurter Ber ficherungsgesellschaft Providentia" zu befassen gehabt. Es wurden die Beiträge zurüdgefordert, die der Angestellte während seiner Beschäftigung bei der" Providentia" zu der Witwen- und Waisenginn seiner Tätigkeit eine Beitrittserklärung für die Witwen und tasse der Gesellschaft geleistet hatte. Der Kläger hatte nach BeSchon vor einigen Jahren wurde in der Flaschenindustrie eine Waisentasse unterschrieben. Der Beitritt zu dieser Kasse wird Erfindung gemacht, die für diese Industrie eine Umwälzung bevon jedem Angestellten, auch von den Junggesellen und Witwern, deutet, wie sie sich in anderen Industriearten wohl selten durch verlangt. Die Beiträge sind auf 3 Proz. des Gehalts bemessen. eine technische Neuerung so schnell und sprunghaft zu vollziehen Die Kasse wird von der Gesellschaft verwaltet, irgend ein Recht vermochte. Es ist das nach seinem Erfinder benannte Owenaur mitverwaltung steht den Angestellten nicht zu. Die Witwen- Patent, eine Maschine, die zu ihrer Bedienung nur eines Die einzigen Arbeiters bedarf, aber die Arbeit von 30 Glasblåfern pension beträgt ein Viertel des zuletzt bezogenen Gehalts. Direktion fann jedoch, wenn der Stand der Staffe dies erfordert, leiftet. In Amerita, woselbst die Flaschenindustrie schon längst die Leistungen herabsehen. Jedes Klage- und Beschtverberecht truftartig entwickelt ist, hat man bereits einige derartige Maschinen gegen die Entscheidung der Direktion ist ausgeschlossen. Wer bei in Betrieb und die Furcht vor der amerikanischen Stonkurrenz der Providentia" austritt, verliert jeden Anspruch; wenn ge- zeitigte das europäische Syndikat, das mit einem Aufwand von fündigt wird, dann kann ein Viertel der Beträge erstattet werden. 12 Millionen die Patente für die gesamte Erde mit Ausnahme Man sieht, die Angestellten haben nach dem Statut nicht nur von den Vereinigten Staaten Nordamerikas, Kanada und Meriko gar kein Recht auf Selbstverwaltung der Kasse, sondern sie sind erwatb. Das Syndikat ist auf Betreiben der drei größten GlasDas Filialisten- Unwesen in der Konfitürenbranche auch absolut nicht dagegen geschützt, von der Direktion nach flaschenwerte Deutschlands, der Gerresheimer Glashütte, Siemens will trotz vielfacher Warnungen in der Preise nicht abnehmen. Fast langer Beitragsleistung entlaffen zu werden. Ge tommt für die und der Firma H. Heye zustande gekommen. Diese drei Werke täglich hat sich das Berliner Kaufmannsgericht mit Fällen zu berechtliche Beurteilung gar nicht darauf an, ob Entlaffungen bei beabsichtigten zunächst, die Batente allein zu erwerben, jedoch machte fassen, in denen unerfahrene, schulentlassene Mädchen von Unter der Gesellschaft häufig sind oder nicht, sondern nur darauf, daß die die hohe Forderung des Patentverwertungs- Konsortiums zur Bnehmern als" Filialleiterinnen" mit einem minimalen Gehalt Möglichkeit der Entlassung aus reiner Willkür jederzeit besteht. fchaffung der Mittel den weitgehendsten Busammenschluß notengagiert werden, wobei die Aussicht auf" Selbständigkeit" und auf Troydem hat das Kaufmannsgericht in Frankfurt a. M. diefes wendig. Eine Verständigung mit sämtlichen Glasflaschenfabriken Umjakprovision auf die jungen Mädchen verlockend wirkt. Schon Statut, das den Versicherten keine Rechte einräumt, sondern die Europas wurde angebahnt, die zum engen Zusammenschluß durch nach furzer Zeit, wenn die Filialistinnen sehen, daß die Provision Verwirklichung ihrer Rechte ganz von dem Belieben der Direktion das Synditat führte. Der Verband der Glasflaschenfabriken hat pro Monat nur ein paar Mark ausmacht, tritt die Enttäuschung der Providentia" abhängig macht, für rechtsgültig erklärt. Diese fich als Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit einem vorläufigen cin, und sie kündigen die Stellung. Ein Vergleich der Abgangs. Entscheidung steht in einem auffallenden Widerspruch zu dem Kapital von 6 Millionen Wart tonstituiert und eine Zuschußpflicht mit der Antrittsaufnahme des Lagerbestandes ergibt nun mit eingangs erwähnten Gewerbegerichtsurteil und es ist zu wünschen, von 10% Millionen Mart festgesetzt, so daß das Kapital zur Beder Kaution ist oder diese noch übersteigt. Auf diese Weise har mannsgericht erklärte aber das Statut nicht nur für rechtsgültig, auf 18% Millionen erhöht werden kann. Zudem hofft man durch die Filialistin ein bis drei Monate umsonst gearbeitet. Ein für sondern auch Einrichtungen wie diese Witwen- und Waisentasje den Verkauf von Lizenzen an diejenigen Länder, welche dem Syndiese bedauerlichen Zustände typischer Fall beschäftigte gestern die für segensreiche Einrichtungen". Soziales Verständnis spricht dikat nicht angehören, bedeutende Einnahmen zu erzielen. Der vierte Stammer des Staufmannsgerichts. Die Verläuferin Frieda 5. aus diesem Urteil nicht. Verkauf der Flaschen bleibt den einzelnen Fabrikanten vorläufig war von dem Konfitürenhändler S. Mäufer als Filialleiterin mit Die Beschädigung eines Eisenbahnfahrgastes burch ein während das Syndikat festgesetzt. Mit dem amerikanischen Flaschentrust noch wie bisher überlassen, jedoch werden die Preise durch 50 M. Monatsgehalt und 3 Proz. Umsapprovision engagiert wor- Der Fahrt aus dem Gepäcknete fallendes Paket gilt als Betriebs- schweben bereits Verhandlungen über eine Kartellvereinbarung, die den; wogegen sie eine Kaution von 50 M. zu stellen hatte. unfall. Schlußinventur ergab ein Manto von 71 R. Wegen der Verwohl kaum resultatlos bleiben werden, und so hat man es denn rechnung des Mantos auf die Kaution erhob die Filialleiterin Die Klägerin dieses Rechtsstreites, eine Frau B., fuhr am mit einer Gründung zu tun, die wohl bald die ganze Welt Klage Die Inventur wurde abends um 19 Uhr begonnen und Juni 1905 bon Elberfeld nach Vohwinkel. Während der Fahrt mit ihrem Monopol beherrscht. Die Bezahlung der war um 3 Uhr morgens beendet. Am vorhergehenden Tage war fiel ihr eine Pappschachtel von ungefähr vier Pfund Schwere auf Batente soll in der Weise erfolgen, daß am 1. März 1908 drei Die Klägerin von 8 Uhr früh bis 9 Uhr abends ununterbrochen und den Kopf. Dadurch will die Klägerin neurasthenisch- leidend ge- Millionen fällig sind und der Reft in jährlichen Raten von 1 Million the die kleinste Mittagspause tätig gewesen. Der Vertreter der Reichshaftpflichtgesezes( Betriebsunfall) als Schadensersatz eine für sich hohe Stauffumme bedeutet jedoch für die Mitglieder des Verporden sein und verlangt von dem Eisenbahnfiskus nach§ 1 des Mart bis zum Jahre 1918 entrichtet werden muß. Die an und Sägerin machte geltend, daß das Manto burch fleine, aber regel Sägerin machte geltend, daß das Manto burch fleine, aber regels mäßige Gewichtsverluste der Waren, durch das bei der Kundschaft jährliche Rente von 2000 M., sowie Erfaß der Heilunas- und bandes teine außergewöhnliche Belastung, da bei der großen ProPflegefoften. so beliebte Kosten", durch Bruch und endlich auch durch RechenDie Klägerin stützte sich auch noch auf den Be- duktion von der zu zahlenden Million nur etwa 10 Pfennig auf förderungsvertrag. 100 produzierte Flaschen entfallen. fehler in der Inventuraufnahme seine Erklärung finde. Das Paufmannsgericht verurteilte den Beklagten zur Zahlung der einbehaltenen 50 M. Für die Richtigkeit der Inventur fehle es an jedem Anhalt. Der Anstellungsvertrag entspreche nicht der Billig feit und den guten Sitten. Von einer Verkäuferin mit 50 M. Gehalt könne man nicht eine Garantie in der hier in Frage stehenden Höhe verlangen, zumal nicht in der Konfitürenbranche, wo mit Gewichtseinbußen, Eintrocknen und Bruch zu rechnen ist. Bei der borbergegangenen Arbeitslast konnte auch die Klägerin der Lageraufnahme nicht mehr in richtiger Weise folgen. Die Höhere Die Krisis. stellen die Produktion des Eisens ein; wie die Verwaltung angibt Die größten Eisenwerte in Rußland die Putilovschen wegen Ueberproduktion. Hunderte Arbeiter sind aufs Pflaster ge worfen; binnen 3 Wochen müssen sie die Wohnungen räumen, da diefe der Fabrik gehören. fabrik wurde ein Teil der Arbeiter entlassen. In der Fabrik Fenix In der Alexandrovischen Maschinenfabrik, in der Geschüßwird an 2 Tagen in der Woche nicht gearbeitet. Im Januar werden aus Mangel an Bestellungen 200 Arbeiter des Neuen Arfenals" entlassen. bem Grunde nach als gerechtfertigt an, indem es einen Betriebs- unferes heutigen Wirtschaftssystems beleuchten als die Entwicke Das Landgericht Elberfeld erkannte den Anspruch der Klägerin Nichts tann mehr die Ungerechtigkeit und Widerfinnigkeit unfall als vorliegend ansieht. Der beklagte Eisenbahnfistus berief lungsmöglichkeit des europäischen Flaschenfyndilats. Eine groß sich darauf, daß die betreffende Schachtel nicht einmal von der artige Erfindung des finnenden Menschengeistes, ganz dazu anEigentümerin selbst über den Sitz der Klägerin gelegt worden getan, tausenden Arbeitern eine Erleichterung ihrer Fron zu war, sondern, wie festgestellt, von einer fremden dritten Person, bringen, wird in den Händen einiger Kapitalisten für den Arbeiter und daß solche Unfälle unter den Bereich der„ höheren Gewalt" zum Verhängnis, das ihn in Not und Elend stößt. Ein Kulturfallen müßten, welche die Haftpflicht aus Betriebsunfall aus- werk muß die Untultur vergrößern, nur weil die Anwender der fchließe. 3m weiteren machte der Beklagte noch eigenes Ber- Produktionsmittel nicht ihre Beherrscher, sondern ihre Sklaven schulden der Klägerin geltend. Das Oberlandesgericht Köln er- find! fannte auf Surüdweifung der Berufung, da die Voraussetzungen Sterbekaffen und Reichsgesetz über Privatversicherung. des§ 1 des Reichshaftpflichtgefeßes erfüllt seien und eine Ents Das preußische Oberverwaltungsgericht hatte sich dieser Tage schuldigung des Betlagten nicht vorliege. Eine große Gefahr be zum erstenmal mit einem Falle der Anwendung des Reichsgesetzes deute es schon, daß die Gepäcknete über den Köpfen der Reisenden über die Privatversicherung zu beschäftigen und kam zur Feste angebracht feien und daß die Gepäckstücke der einzelnen Reisenden ftellung einer unrichtigen Anwendung. Unter den Abschnitt III in der Haft des Ein- und Aussteigens gar nicht kontrolliert und dieses Gesetzes vom 12. Mai 1901:„ Versicherungsvereine auf auf ihre Größe und Schwere geprüft werden könnten. Geaenseitigkeit" fällt der sogenannte Böttcher- Sterbekaffenverein Gewalt liege nur vor, wenn etwas menschlich unmöglich abzufur Schönebed. E. und Umgegend", der seit 1730, aljo jest 177 wenden sei, in diesem Falle hätte aber der Fiskus anderen Raum Jahre besteht und 2400 Mitglieder hat. Im Sterbefalle zahlt er zum Unterbringen der Gepäckstücke schaffen oder das Mitnehmen 17. Die Beiträge werden im Umlageverfahren erhoben. Zur ber Gepäditüde in die Coupees verbieten können. Alle diese Umzeit hat jedes Mitglied 10 Bf. zu entrichten, wenn ein Mitglied stände sowie das Rütteln der Eisenbahnwagen während der Fahrt, stirbt. Bei Verminderung der Mitgliederzahl können diese Beiträge wodurch die Gepäckstücke aus der ursprünglichen Lage gebracht statutengemäß erhöht werden, im Notfalle bis auf 50 f. Der Re- würden, weise auf die eigentümliche Gefahr des Eisenbahnbetriebes servefonds umfaßt jekt 18 000 20. Der Regierungspräsident zu hin und müsse deshalb ein Betriebsunfall als erwiesen angesehen Magdeburg versuchte nun nach Inkrafttreten des genannten Ge- werden. Eigenes Verschulden der Klägerin könne schon deshalb sezes durch wiederholte Werhandlungen auf die Vorsteher des nicht in Betracht kommen, weil selbst die ihr gegenüberfikenden Bereins und damit auf diesen felbst einzuwirken, das Umlage- Berfonen vor dem Herunterfallen der Schachtel nichts von einem verfahren abzuschaffen und feste wöchentliche oder monatliche Bei Verschieben derselben gemerkt hätten. träge einzuführen. Bei dem Vorgehen stützte sich die Regierung auf Die bom Eisenbahnfistus gegen das oberlandesgerichtliche den§ 69 des Geseyes, der u. a. bestimmt: Grgibt sich bei der Urteil eingelegte Revision blieb erfolglos und wurde vom 6. 3ivil Prüfung der Geschäftsführung und der Vermögenslage eines fenat des Reichsgerichts zurückgewiesen. Unternehmens, daß dieses zur Erfüllung seiner Verpflichtungen für die Dauer nicht mehr imstande ist, die Vermeidung des Konfurses aber im Interesse der Versicherten geboten erscheint, so kann die Aufsichtsbehörde die zu diesem Zwede erforderlichen Anordnungen treffen, sowie auch die Vertreter des Unternehmens auf. fordern, binnen bestimmter Frist eine Aenderung der Geschäfts- Das Reichsarbeitsblatt gibt eine Berechnung über Fleischtonfum. grundlagen oder die sonstige Beseitigung der Mängel herbei. Danach stellt sich der Konsum, der sich ergibt aus gewerblichen führen. Nachdem alle Berhandlungen mit dem Berein bezw. Schlachtungen, Sausschlachtungen und Ausfuhrüberfahuß auf 51,72 Aus Induſtrie und Handel. Rückgang des Fleischkonsums. der Bauernvereine gehen würde, abermals um ein beträchtliches Der Milchpreis im Ruhrrevier soll, wenn es nach dem Willen erhöht werden. Nachdem die rheinischen Agracier im voriährigen Milchkrieg Sieger geblieben sind und den Preis dieses wichtigsten Nahrungsmittels von 18 auf 20 Pfennig pro Liter steigern fonnten, gelüftet ihnen jekt nach noch größeren Profiten und sie stellen in echt agrarischer Unverfrorenheit an die Wilchhändler das Verlangen, in Bukunft ein Liter Milch nicht unter 25 fennig zu verkaufen! Glücklicherweise finden die Voltsa ausplünderer diesmal bei ben Händlern anscheinend mehr Wider stand. Eine gutbesuchte Händlerversammlung in Meiderich nahm gegen eine weitere Erhöhung der Milchpreise Stellung und beschloß die Gründung einer Genossenschaft, um die Milch in großen Quantitäten von auswärts zu besichen. A.WERTHEIM In dieser Woche besonders preiswerte Festgeschenke Grosse Posten SEIDENSTOFFE soweit der Vorrat reicht: Gestreifte Seidenstoffe u. Seidenfoulards Mtr. Gestreifte u. karierte Taffete Mtr. regul. Preis 1.15 1.75 bis 2.25 regul. Preis 1.75 240 bis 2.75 Hellfarbige Chinés, estreifte u. Taffet- Chiffons Mr. 2.20 Façonierte Seidenstoffe und Chinés Grosse Posten KLEIDERSTOFFE soweit Einfarbige Satins, Cheviots, Mohairs, gemusterte Herbstregul. 2.85 bis 3.30 2. Pre regul. Preis Mtr. 2.70 350 bis 4 pm. Serie I Serie II 1.25 der Vorrat und Frühjahrs- Kleiderstoffe reg. Pr. bis 1.75 reicht: 1.55 2.40 Serie III M 1.95 3.25 Engl. gemusterte schwere Kostümstoffe Mtr. 1.65, 2.10 Taghemden Vorderschluss mit Spitze 1.70 Besatz langetten ca. 130 cm breit regulärer Preis bis 2.40 3.50 DAMEN WÄSCHE Taghemden mit festem Langetten- 1.90 Taghemden Vorderschluss mit Hand- 2.65 Taghemden mit Stickerei Taghemden Achselschluss Passe mit Spitze 1.65, 2.25 1.65, 1.85 Taghemden Achselschluss mit festem 2 Mk. Langetten- Besatz Taghemden 1.90, 2.10, 2.85 Achselschluss mit Stickerei Taghemden glatte Form mit Spitze 2 ML Taghemden mit Stickerei 2 Mk., 2.75 Taghemden mit Langetten 2.40 Taghemden 2.25, 2.35, 2.40, 2.80 mit Stickerei u. Durchbruch Taghemden mit Stickerei- Ein- 2.85, 2.90 mit Stickerei- Ein- 2.85, 2.90 und Ansatz Taghemden mit handgestickten Madeira- Passen 2.05, 2.40, 2.90 Mk. Taghemden Beinkleider mit Stickerei 4.25, 5.50 4.25, 5.25 Garnituren garniert Ein Posten Morgenjacken Nachthemden 6.50, 7 Mk aus farbigen Velours- Stoffen 4.25 M. 3 Mk., 2.70 2.75 Beinkleider dazu passend 3.30 Nachtjacken Berchent mit 1.70, 2.15 Nachtjacken Bachen mit 2.45, 2.85 Nachtjacken Nachtjacken Renforcé mit 2.25, 2.80 Stickere mit 2.25, 2.80 Nachtjacken Stickerei, halsfrei 3 Mk. Nachthemden oder bunten Borden mit bunter Stickerei 3.90 Nachthemden mit Stickerei- Volant 4.40 Nachthemden mit Stickerei, 3.65, 5 ML Nachthemden Geishaform, mit 4.75 Nachthemden Madrassen Renforcé mit 7 M. Beinkleider dazu passend Taghemden mit Spitzen- EinHERREN- WÄSCHE Falten Weisse Hemden Hemdentuch mit 2.35 Mk. Herren- Nachthemden bunt Besatz, 3.25 Mk. 120 cm lang Oberhemden farbig Perkel mit Manschetten 2.75 Mk. Oberhemden farbig Parical mit 1 Paar Extra- Manschetten 4.25 Mk. 3.75 Mk. Oberhemden weiss mit Leineneinsatz Oberhemden weiss, mit reichem Pikee- Einsatz 4.75 Mk. Oberhemden mit glatten Leinen- Einsatz 4.75 Mk. und Manschetten und Ansatz Besatz Stickerei KINDER- WÄSCHE halsfrei buntem Kragen Mädchenhemden Achselschluss mit Spitze, 70 Pf. bis 1.90 Mk. Mädchenhemden Achselschluss mit festem 70 Pf. bis 1.80 Mk. 11 Grössen von Besatz, 11 Grössen von Mädchen- Beinkleider geschl. Form, Barchent 1.20 bis 2.05 Mk m. Stickerei, 10 Gr. von 6 Grössen von halb. Ärmeln, 7 Grössen von Mädchen- Nachthemden m. bunt. Stickerei 2.45 bis 3.40 Mk Knabenhemden Hemdentuch mit Falten, mit 80 Pf. bis 1.45 Mk. Knabenhemden Hemdentuch mit Falten, mit 1.50 bis 2.00 Mk. Knaben- Nachthemden mit farb. Besatz, 1.80 bis 2.70 ML lang. Ärmeln, 5 Grössen von Grössen von oder festem Besats Beinkleider Barchont mit Salze Beinkleider Stickerei Renfores 1.60 Barchent mi 1.75, 2.25 Beinkleider 1.50, 1.65, 2.05 Beinkleider 1.80, 2.10, 2.45 kurze runde Form, Barchent mit Stickerei Weisse Röcke 7 Mk.. 8.25, 8.75 mit Stickerei- Ein und Ansatz Weisse Röcke 4.50, 7.25, 9.25 mit Spitzen- Ein- und Ansatz Ansatz u. Motiven Weisse Röcke mit Spitzen- Ein- und 12.75 Weisse Röcke 1.55, 1.85, 2.45 Barchent mit Langetten Stickerei Weisse Röcke Barchen mit 2.60, 2.70 Weisse Röcke Ein- und Ansatz Barchent. Stickerei 5.75 Weisse Röcke Barchent mit Volant 3.35 und Handlangetten BETT- WÄSCHE Louisianatuch Deckbettbezüge Louis 3.25, 3.90, 4.25 ML Kissen- Bezüge passend dazu 1 ML. 1.20 ML Deckbettbezüge gestreift, Dimid 4.35, 5.25 M Kissen- Bezüge gestreift. Dimiti 1.25, 1.50 ML Damast- Garnituren 7.75 ML für Deckbett und 2 Kissen Grösse 150/200 150/225 160/225 Bettlaken Daulas, TISCHZEUGE U. HANDTÜCHER Tischtücher halbleinen Jacquard, gesäumt Grösse ca. 115x125 cm Grösse ca. 130x130 cm 1.50 1.80 Grösse ca. 130x160 cm 2.25 Grösse ca. 130x200 cm 2.75 Servietten Grösse ca. 60 × 60 cm Diz. dazu passend, gesäumt 4.80 Tischtücher reinleinen Jacquard, gebleicht, gesäumt Grösse ca. 130x135 am Grösse ca 130x170 om Grösse ea. 150X170 cm Grösse ea. 150x225 cm Grösse ea. 150X275 cm Grösse ca. 150 × 325 cm dazu passend, gesäumt Servietten Grosse ca. 65 × 65 cm Dtz. 3.50 4.40 5.40 7.25 9 Mk. Tischtücher Reinleinen, halbgeklärt, gesäumt Grösse ca. 130x130 cm 2.30 Grösse ca. 130x160 cm 2.90 m. Damast- Tischtücher Durchbruch Reinleinen, geklärt Grösse ca. 130x130 cm 3.80 Grösse ca. 130-170 cm 4.80 Damast- Servietten mit Durchbruch Grösse ca. 36 × 36 em Dtz. 7 Mk. Tischgedecke halbleinen Jacquard, mit 6 Servietten, gesäumt Grösse ca. 130x160 cm 4.65 10.50 Tischgedecke reinleinen Jacquard, m. 6 Ser9 Mk. vietten, gebleicht, gesäumt Grösse ca. 125 × 160 cm 8.25 Damast- Tafelgedecke Reinleinen, gebl. Grösse ca. 160 × 160 cm, mit 6 Servietten 13.50 Grösse ca. 160 × 225 cm, mit 8 Servietten 18.50 Grösse ca. 160x320 cm, mit 12 Servietten 27 Mk. Teegedecke mit Servietten 2.50, 3.25 6 Fransen Teegedecke mit 6 Servietten, gesäumt 3.60 Teegedecke mit 6 Servietten, gesäumt 3.60 Kaffeedecken gesäumt, bunt 1.25 Kaffeedecken farbig, Grösse ca. 130x130 cm 3 Mk. Grösse ca. 130x160 cm 4 Mk. Fransen Kaffeedecken bunt, mit 1.30, 1.85 Tischläufer Reinleinen, mit Fransen 75 Pf. 2.05 2.25 2.60 2.85 Stubenhandtücher halbleinen Droll Grösse ca. 40x100 cm Dtz. 4.80 Grösse ca. 48 × 110 cm Dtz. 5.80 Stubenhandtücher Jacquard, gesäumt und gebändert Grösse ca. 48 × 110 cm Dtz. 6.80 Stubenhandtücher reinleinen Drell gesäu u. gebändert Crösse ca. 47 × 115 cm Diz. 8.60 Küchenhandtücher Gerstenkorn Grösse ca. 48x100 cm Dtz. 3.90 Küchenhandtücher Reinlemen, gesäumt und gebändert Grösse ca. 40x100 cm Diz. 5.30 Grösse ca. 48>< 110 cm Diz. 6.90 Wirtschaftstücher Reinleinen Dez. 3.50 Die neue Preisliste der Lebensmittel- Abteilung wird auf Wunsch zugesandt. Rand gesetzl geachützt. Berantwortlicher Redakteur: Hans Weber, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glocke, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Nr. 281. 34. Jahrgang. 2. KkilM to Jotniirtf Knlim WsM Smintag, 1. Jtimb« 1907. av!g>eich5nöte. Wien, 29. November 1907.(Eig. fflct.) Ende dieses JahreS erlöschen die Verträge zwischen Oesterreich rind Ungarn, und die gesetzgeberische Ausgabe, die man„A n S- gleich" nennt, mufe demnach mit JadreSschluh zuwege gebracht werden. Aber der Ausgleich, der am IS. Oktober eingebracht wurde, ist in beiden Parlamenten noch weit vom Abschluß. So unsicher sind die parlamentarischen Verhältnisie in beiden Staaten, daß die Regierungen zur Durchberatung der Ausgleichsvorlagen außerordentliche Vorkehrungen treffen muffen. Die österreichische Regierung braucht allerdings nur eine Vorkehrung, die den Einbruch der Obstruktion abhalten soll. Das öfter reichische Abgeordnetenhaus besitzt bekanntlich die Einrichtung der sogenannten D r i n g l i ch k e i t Z a n t r ä g e. die sich aus einem für besondere AuSnahmesälle gedachten HülfSmittel allmählich zu der normalen Form deS gesamten VerHandelns deS Abgeordnetenhauses entwickelt haben. So find die Dringlichkeitsanträge— an sich eine unerläßliche Ergänzung des JnitiativrcchtS der Abgeordneten— zu einer wahrhaften Anomalie geworden; denn zur Stellung eines Dringlichkeitsantrages sind genau so viele Unterschriften, nämlich zwanzig, notwendig, als die Geschäftsordnung für.gewöhnliche' Initiativanträge heischt. DaS einzige Erfordernis der DringlichkeitZ antrüge besteht darin, daß sich die Antragsteller aus den § 42 d«r Geschäftsordnung berufen müssen. Diese Berufung reicht aus, um dem Antrag die Priorität vor der gesamten Tagesordnung zu sichern. Dringlichkeitsanträge müssen eben .sogleich" in Verhandlung genommen werden, gehen also der Tagesordnung voraus. DaS sollte eine Ausnahmebestimmung für unvorgesehene Notwendigkeiten sein, ist aber heute, wie gesagt, die regelmäßige Form geworden, in der die Parteien daS, was sie für nötig erachten, zur Verhandlung bringen. Die Dringlichkeitsanträge nehmen also die Stelle ein, die im deutschen Reichstag den Jnter- pellationcn zukommt, nur daß sie sich jetzt ganz regelmäßig und sehr zahlreich einstellen. Soweit sie von wirklichen Parteien stammen, geht eS noch an, eine wahre Landplage aber find die DrmglichkeitSanträge, für welche die zwanzig Unterschriften bei den vielen Eigenbrödlern und Grüppchen des Hause«, an denen beiden eS in dem Parlament mit 616 Abgeordneten nicht fehlt, im Wege einer Art Unterschriften TauschverkehrS zusammengeklaubt werden. So kommt eS, daß das österreichische Abgeordnetenhaus wochenlang nicht zur Tage»- ordnung kommt(jetzt zum Beispiel seit dem v. Novembers), sondern sich unausgesetzt mit„Dringlichkeitsanträgen" zu beschäftigen hat. die zumeist nur Debatten über Dinge sind, die in einem anderen Parlamente in der Budgetdebatte absolviert werden. DieVorkehnmg, die die österreichisch« Regierung für die Verhandlung deS Ausgleichs trifft, besteht nun darin, daß der KommiisionS-(Aus- schuß«) Bericht dem Hause als Dringlichkeitsantrag vor- gelegt wird. So kann seine Verhandlung durch nachfolgende „Dringlichkeiten" nicht gestört werden. Die geschäftsordnungsmäßige Formel lautet, daß der Gegenstand,.ohne daß er auf der Tages ordnung war", in Verhandlung genommen werde.— Damit also ein Gegenstand im österreichischen Abgeordnetenhause in Brrhand- lung genommen werden kann, darf er, so endet diese paradoxe Ge- schäftssührung, nicht auf die Tagesordnung gestellt werden I... Komplizierter ist die Sachlage in Budapest. Trotzdem die Re- gierung Weierle dort über eine Mehrheit verfügt, die mehr als drei Vierteile des Hauses umfaßt, mußte sie darauf verzichten. die SuSgleichsvorlagen auf dem normalen, zuerst vor- gesehenen Wege zur Erledigung zu bringen. Grund? Obstruktton l Und zwar eine Obstruktion, wie sie daS ungarische Abgeordneten- hanS, in dem eigentlich uur obstruiert wird, bisher nicht erlebt hat. nämlich eine Obstruttton der Kroaten. DaS „Königreich" Kroatten-Slavonien steht bekanntlich zu dem eigent lichen Ungarn in einem staatsrechtlichen Verhältnis, da» ihm für einen großen Teil der staatlichen Aufgaben völlige Autonomie sichert; nur bestimmte Angelegenheiten find beiden Ländern oder Staaten gemeinsam. Kroatien hat einen eigenen Landtag, seine eigene Landesregierung, die in dem Bonus verkörpert ist, und seine Ab- geordneten zum ungarischen Reichstage werden nicht direkt von Wählern gewählt, sondern vom Agramer Landtage auS der Mitte der LandtagSabgeordneten bestimmt. Die kroatischen Abgeordneten, die im Reichstag nur bei den ge- meinstimen Angelegenheiten Ungarns und Kroatiens mitzusprechen und mitzustimmen haben— wogegen sie von den innerungarischen ausgeschaltet sind—, waren vierzig Jahre long die getreuesten Stützen jeder ungarischen Regierung. Der politisch« Umschwung in Ungarn führte nun einen ähnlichen auch in Kroatien herbei. Die unganlfrenndliche sogenannte u n i o n i st i s ch e Partei verschwand von der Bildfläche und ihre Stelle nahm die frühere Oppositton ein, die sich fast naturgemäß mit der ehemaligen Opposition in Ungarn, der seither zur Herrschast gekommenen UnabhängigleitSpartei, ver- bündete. Ter in Finme geschlossene LiebeSb»nd(daher derRame: Fiumaner Resolulionisten) war aber von kurzer Dauer. In sein Ausnahme- gesetz gegen die Eisenbahner hatte Koffuth nämlich auch eine Be« stimmung aufgenommen, nach der die Dienstsprachc der ungarischen StaatSbahnen ausnahmslos die magyarische Sprache ist. eine Be- stimmung. die von den Kroaten als eine Verletzung ihrer autonomen sprachlichen Rechte erklärt und leidenschaftlich bekämpft wurde. Die kroatischen Abgeordneten eröffneten gegen die Borlage eine regel- rechte Obstruktion(sie brachten e» auch so weit, daß die Regierung auf eine Beschliehung der Vorlage verzichten mutzte, und sich mit einer Ermächtigung aushalf, das Gesetz in Kraft treten zu laffen), und da sich seither der Konflikt noch verschärft und verdichtet hat, so obstruieren sie nun alles, was im ungarischen Abgeordnetenhause ver- handelt wird, also jetzt auch den Ausgleich. Im ungarischen Sbgeord- »etenhaule, das den Schluß der Debatte nicht kennt, wo man also über jede Sache eigentlich ewig reden kann, ist daS Obstruieren nicht schwer; den kroatischen Abgeordneten ist eS um so leichter, als sie(sie allein den Deutschen, Rumänen und Slowaken steht dieses Recht nicht zu) in ihrer Muttersprache reden dürfen. Um dieser Obstruktion zu begegnen, hat die Regierung Wekerle die Beschließnng des Ausgleichs darauf reduziert, daß sie vom Reichstag nur die Genehmigung der abgefchloffenen Verträge fordert, so daß die Prüfung und Feststellung de» Inhalts dieser Verträge ausgeschieden bleibt. AuS dem ganzen Ausgleich ist also nun ein einparagraphige« Gesetz geworden, und dieses glaubt die Regierung, allen Totredeabfichten der Kroaten(die übrigen» an den aus der Unabhängigkeitspartei wegen de» Ausgleichs AuS- getretenen eine gewisse Unterstützung gewannen), zum Trotz binnen einem Monat durchzusetzen. DaS scheint nicht schwierig zu sein; wäre aber die kroatische Obstruition entschlosien. olle letzten Mög- lichkeiten der Geschäftsordnung zu erschöpfen, so würde der Regierung auch jener NotauSweg nicht viel helfen. Aber da der Ausgleich, als eine absolute Notwendigkeit, in beiden Parlamenten einer großen Mehrheit sicher ist, so werden ihn tattische Kleinkünste natürlich nicht aufzuhalten vermögen. Gegen die ÄuSgleichSvereinbarungen läßt sich sicherlich vieles einwenden, vom Standpunkte Oesterreichs und vom Standpunkte Ungarns, aber alles, was man einzuwenden hat. trifft nur Detail- und Neben- bestimmungen. Entscheidend ist, daß die stärksten Interessen beider Staaten den wirtschaftlichen Zusammenschluß gebieten, und daß der Ausgleich, der aus Oesterreich und Ungarn ein Wirtschaftsgebiet macht, die Schäden der Schutzzollpolittk nach beiden Seiten mildert, ihren Druck abschwächt. Der Ausgleich steckt in Nölen, aber ans Ziel wird er gelangen._ Gin IPeters-Proztß. Nürnberg, 30. Nobculder 1907; Vor dem hiesigen Schöffenigericht begann heute vormittag die Verhandlung in der Beleidigungsklage des früheren Reichs- kommissar« Dr. Karl PcterS gegen den Redakteur der„Frän- tischen Tagespost", Dr. Georg W e i l l. Den Vorsitz in der Verhandlung führt Amtsrichter Vicrlein, Vertreter des Privat- klägers ist Rechtsanwalt Dr. Roscnthal-München, als Verteidiger des Beklagten fungiert der sozialdemokratische Landtagvabgcord- itete Rechtsanwalt Dr. Sützheim-Nürnberg. Dr. Peters ist von dem persönlichen Erscheinen entbunden, der Beklagte Dr. Weill ist persönlich anwesend. Eine gütliche Erledigung der Sache scheitert, weil der Privatklägcr jeden Vergleich ablehnt. ES wird darauf in die Verhandlung eingetreten. Der Vorsitzende verliest darauf die beiden zur Anklage stehenden Artikel der„Frän- kischen Tagespost" vom 23. und 27. Juni 1907, die über die Ver- Handlungen des Münchencr Pcters-ProzesseS berichten. Dr. Peters fühlt sich beleidigt durch diejn dem Artikel gebrauchten Ausdrücke: „Bursche",„Kumpan",„Mörder" usw., der die ihm übcrlaffene unbeschränkte Machtvollkommenheit benutze, um anö geschlechtlichen Motiven zwei arme unschuldige Menschen zu martern und zu morden. Der Beklagte Dr. Weill erklärt, daß er die prcßgcsctzlichc Verantwortung übernehme und daß er alles aufrechterhalte, was in den Artikeln gesagt ist. Die Gründe, die ihn zur Aufnahme der Artikel bestimmten, zwingen ihn noch heute, sie zu vertreten. Diese Gründe seien rein sachlicher Natur. Er habe keinen Haß gegen die Person des PrivatkläaerS, den er nicht kenne und der ibm gleich gültig sei. Aber die Notwendigkeit, e,ne gefährliche politiscbe Per. sönlichkeit zu charakterisieren, ergab sich aus der drohenden Möglich keit, Dr. Peters könnte in ein Reichsamt eintreten. Zur Eha- rakterisierung der Handlungsweise des Privat- klägers bot ihm die deutsche Sprache keine anderen Ausdrücke. Auf Grund der Disziplinar. urteile und der Verhandlung in dem Münchencr Prozeß habe er die Ucbcrzcugung gewonnen, daß der Kläger an dem Diener Madrut und seiner srühcrcu Gcliedica Jagodja einen bewußten Mord begangen habe, nachdem Komödie des Kriegsgerichts, die er inszenierte, habe der Privat- klüger den eigentlich berechtigten, aber unbequemen Leutnant Bronsart v. Schellcndorff ferngehalten. Seine Untaten habe er in dem Bericht an die vorgesetzte Behörde verheimlicht. Er kenne keine literarische Möglichkeit zu einer anderen Kennzeichnung dieser Handlungsweise. Die„Fränkische Tagespost" habe in ihren Artikeln daswicderholt, was die Disziplinarurteile aussprechen, und außerdem in- der„Kölnischen Zeitung", vielen anderen bürgerlichen Blättern und von angesehenen Politikern ausgesprochen wurde. Er habe die Artikel unter dem unmittelbaren Eindruck des Münchencr Prozeffes aufgenommen, der das frühere Urteil über den Privatklägcr. daß er einen bewußten Mord begangen habe, verstärken konnte, und angesichts der Gefahr, daß Dr. PcterS wieder in ein Rcichsamt berufen werden konnte. Jeder Staatsbürger habe das berechtigte Interesse, schon zu seinem per- sönlichen Schutze zu verhüten, daß ein so skrupelloser Mann zur Regierung komme. Rechtsanwalt Dr. Süßheim stellt den Antrag auf AuS- setzung der Verhandlung, um den eventuell noch fehlenden Beweis für die Grausamkeiten des Dr. Peters zu vervollständigen, und zwar bitte er. die Verhandlung solange auszusetzen, bis Leutnant Bronsart v. Schcllcndorff in Monbassa in Afrika ver- nommen sei.— Rechtsanwalt Dr. R o s c n tha l tritt diesem An. trage entgegen. Es handele sich heut« um weiter nichts, als fest. zustellen, ob die Angriffe, die der Beklagte gegen den Kläger gerichtet hat, in einer solchen Weis« gestattet sind, selbst wenn Dr. Peters da« alles getan hätte, was ihm nachgesagt wird.■— Es wird hierauf in die Verlesung des schriftlichen Urteils des Schöffengerichts München gegen den Redakteur Grubcr von der„Münchencr Post" eingetreten. Ferner werden verlesen die beiden Urteile der Disziplinarkammer und des DiSziplinarhofeS gegen Dr. Peters sowie einige weitere Artikel der„Fränkischen Tagespost", in welchen die Klageerhebung des Dr. Peters gegen diese Zeitung und Dr. Peters im allgemeinen kritisiert wird. Im wetteren Verlauf der Verhandlung wird zwischen den beiden Verteidigern und dem Vorsitzenden diskutiert über die von der beklagten Partei beantragte Aussetzung der Prozeßverhandlung. bis Leutnant Bronsart v. Schellcndorff auf Anordnung des Münchener Landgerichts in Mombaffa kommisiarisch als Zeuge vernommen s«i.— Rechtsanwalt Roscnthal, der Vertreter Dr. PetcrS, tritt dem AuSsctzungSantrage mit der Bemerkung cnt- gegen, er gebe für beute ebne weiteres zu, daß daS. was Bronsart v. Schellendorff nach den Aufzeichnungen des Disziplinarurteils Belastendes gegen Dr. Peters gesagt habe, richtig sei.— Der Ver- treter deS Privatbeklagten bleibt bei seinem Antrage bestehen. Er teile den Standpunkt de? Münchencr Landgerichts, daß Bronsart v. Schellendorff zur Eharakterisierung der von Peters gefällten Todesurteile zweifellos noch wichtige Bekundungen machen wurde. Der Privatbeklagtc Dr. Weill schließt sich diesem Standpunkte an, zumal da daS Münchener Schöffengericht in seiner Urteils- begründung im Petersprozeß gesagt habe, es sei nicht in der Lage, festzustellen, ob das Todesurteil gegen Mabruk berechtigt war. Diese Feststellung werde ober nur dadurch ermöglicht, daß der Aufenthalt deS wichtigsten Zeugen v. Schellendorff ermittelt werde und feine Vernehmung in Afrika stattfinde. Dann werde sich auch herausstellen, ob das Todesurteil gegen Mabruk auch subjektiv berechtigt war.— DaS Gericht be- schließt, die Verhandlung nicht auszusetzen, mit der Begründung, daß die Aussage deS Zeugen Bronsart v. Schellendorf zur Urteils- bilvung für den heute vorliegenden Fall nicht notwendig fei.— Der Vertreter de» Privatbeklagten Dr. Süßheim führte in seinem Plaidoyer aus, ein deutsches Schwurgericht würde vielleicht bei einer AnNage wegen Mordes gegen Dr. PeterS das Moment der Ucberlegung verneinen und nur Totschlag annehmen, vor dem Richtersruhl der Moral aber wurde Dr. PeterS zweifellos als Mörder verurteilt werden. Auch neuerdings tauche Dr. Peters wieder in der Politik auf, die nationalliberale Partei habe ihn aber als Kandidaten zum Reichstag bereits abgeschüttelt. Der Verteidiger gibt zu. daß die dem Privatkläger gegenüber gebrauchten Ausdrucke wohl unter 183 St. G. B fallen, aber angesichts der ganzen Sachlage könne er Gerichtshof unmöglich zu einer hohen Strafe gelangen.— Der Prtvatbe klagte Dr. Wetll erklärte in seinem Schlußsatz, er habe nach wie vor die innere lleberzeugung, daß Dr. Peter« ein feiner Mörder sei. Nach l'/h stündiger Beratung verkündete der Vorsitzende, Amts- richter vierlein, folgendes vrteilr Der PrivatbeNagte Dr. Weill wirb wegen Beleidigung aus z ISS St. G. B. zu vierhundert Mark Geldstrafe ver- urteilt. In der Urteilsbegründung wird ausgeführt: Ky, Redakteur habe zweifellos das Recht, dafür einzutreten, daß der deutsche Name in den Kolonien durch Beamte nicht herabgewürdigt werde. Dem Pnvatbcflagtcn wäre auch zweifellos ß 193(Wahr- nehmung berechtigter Interessen) zugebilligt worden, wenn nicht aus der Form der gebrauchten Ausdrücke sich ergeben hätte, daß Dr. Pcterö in der öffentlichen Meinung herabgesetzt werden sollte. Was hat der Peters nun durch dieses Urteil erreicht� Hat pt von den von ihm verübten, durch daS Münchencr Urteil erneut festgestellten Scheusäligkeiten auch nur ein Titelchen abstreiten können? Im Gegenteil: sein Rechts- anwalt mußte sogar zugeben, daß er auch die früheren Aus- saflen Bronsart v. Schellendorff», den im Münchencr Prozeß die Pete-tz Cstaue als unglaubwürdig hinzustellen suchte, nicht bestreiten wolle! PcterS bleibt also das, als was ihn die Urteile k e n w» zeichnen, nur darf man ihn nicht so nennen, wie es die Sache erheischt, weil man sich sonst einer formalen Be- leidigung schuldig macht!— Sie Spandauer eikenbahnitalaitrophe vor Gericht. Jenes entsetzliche Eisenbahnunglück, welches am 1. Mai d. I. an>der Chaussee zwischen Westend und Spandau durch die Unacht- samkeit des jugendlichen Schrankenwärters Bcrmum entstanden sein soll, bildete gestern den Gegenstand eines umfangreichen Straf- prozeffes vor der dritten Strafkammer des Landgerichts III. Auf der Anklagebank mußten der jugendliche am 19. Dezember 1889 zu Lychen geborene Zlrbeitsbursche Max Bermum und der Direkt« der Spandauer Straßenbahngesellschaft, John Eduard Wetzet, der im S6. Lebensjahre steht, Platz nehmen. Die Anklage gegen sie Angeschuldigten lautete auf Vergehen gegen den Z 316 des Strafgesetzbuchs. Beide Angeklagte werden beschuldigt, am 1. Mai d. I. zu Ruhlebcn durch Außerachtlassung der erfordp'-itch-u Aufmerksamkeit, zu welcher sie infolge ihres Berufes besonders verpflichtet gewesen waren, den Transport auf einer Eisenbahn gefährdet und durch dieselbe Handlung den Tod zweier Menschen herbeigeführt zu haben.' Wie erfolgte der Unfall? Am 1. Mai stieß ein Wagen der Spandauer Straßenbahn, gcscllschaft mit einem Güterzuge zusammen. Die Spandaucr Strahenbahnaesellschatt, die im Jahre 1909 von. der Stadt über- nommen wird, beftnoet sich zurzeit in der Regie der Berliner Elektrizitätswerke. Die Linie, auf welcher sich jener Unglücksfall zutrug, führt von dem Spandaucr Bock an der Militärschicßschule und den Schießständen vorbei nach dem Bahnhof in. Spandau. Die Gleise der Straßenbahn kreuzten in einiger Entfernung vom Spandaucr Bock die Lehrter Eisenbahn. Ein Schienenstrang dieser Bahn, der fast ausschließlich dem Güterverkehr dient, kreuzt in schräger Linie die Chaussee. Auf beiden Seiten der Schienen be- finden sich Schranken, die von einem Wärter, der von der Span- daucr Straßenbahngesellschaft beschäftigt wurde, bedient werden mußten. Sobald der ebenfalls an dieser Bahnkreuzung beschäftigte Wärter der Staatsbahn feine Schranken bei Herannahen eines Zuges herunterläßt, hatte der Straßcnbahnwärtcr dasselbe zu tun. Sobald der Zug passiert war. zog er dann die Schranken Hoch, um dem wartenden Straßenbahnwagen die Durchfahrt zu ermöglichen- Ant Tage des Unglücks war das Amt des Schrankenwärters dein erst 17jährigeu jetzigen Angeklagten Max Bormum übertragen worden, obwohl dieser erst an demselben Tage in den Dienst der Straßen- bahngesevschaft getreten war und keinerlei Ausbildung erhalte« hatte. Kurz bor?L6 Uhr nachmittags sielen die Schranken vor einem war- tendcn Straßenbahnwagen nieder, nachdem ein von Spandau nach Berlin fahrender Güterzug die Kreuzung passiert hatte. Kaum war der Zug vorüber, als Vcrmum schon die Schranken hochgehen ließ und dadurch dem Wagenführer das Zeichen zur Wvitersahrt gab. Er hatte unglücklicherweise nicht bemerkt, daß Von der citt- gegcnaesetzten Seite auf dem zweiten Gleise ein anderer Güterzug hcranbraustc. Der Straßenbahnwagen fuhr, da auch der Fahrer Richard nicht den Güterzug bemerkt hatte, auf die Gleise. Im nächsten Augenblick fuhr der Straßenbahnwagen mit voller Kraft in den ebenfalls schnell fahrenden Güterzug, der von der am Zug- ende befindlichen Lokomotive vorlvärtsgedrückt wurde, hinein und war in einrn Haufen Trümmer verwandelt, der aus verbogenen Metallstangen und Balken bestand. Der Unterteil des Wagens wurde mit den Fahrgästen über 20 Meter von dem Güterzug mit- geschleift. Während dieser entsetzlichen Fahrt sielen die zumeist schwerverletzten Fahrgäst«; auf den Bahndamm heraus. Es waren im ganzen 11 Personen schwer verletzt und zwei Personen getötet: der 40 Jahre alte Lehrer Pohle ans Spandan und die 14jährige Tochter deS Oberpostaffistenten Earo, die Schülerin E. Der Tab erfolgte bei beiden iniolge Schädelbruchs und schwerer innerer Verletzungen. Wer trägt die Schuld? Die Staatsanwaltschaft III erachtet als die Schuldigen den Direktor der Straßenbahngesellschaft. Wehcl, und den jugcnd- lichen Schrankenwärter Vermum. Die Fahrlässigkeit des letzteren soll darin bestehen, daß er. ohne sich vorher zu überbzeugen, ob die Strecke frei sei, die Schranken geöffnet habe, während dem Direktor der Straßenbahngesellschaft zum Vorwurf gemacht wird, daß er einen Co jugendlichen Menschen, wie den erst 17jährigen Vcrmum, ohne ihn Über leine Obliegenheiten genügend zu instruieren, auf. einen so veraniwortungSvollen Posten gesetzt hatte. Außerdem durfte Vcrmum. nach der Bau- und Betriebövorschrift vom 26. Sep- tcmber 1906 überhaupt nicht bei der Gesellschaft beschäftigt werden, da alle im äußeren Betriebsdienste beschäftigten Angestellten die Mindestalterbgrenzc von 21 Jahren erreicht haben müssen. Diese Verordnung schreibt ferner vor. daß die für den Dienst erforderliche Befähigung und Zuverlässigkeit des betreffenden Angestellten durch eine förmliche Prüfung dargctan fein müsse. Dies war bei der Anstellung des Vermum ebensalls nicht geschehen. Vernehmung der Angeschuldigten. In seiner Vernehmung vor Gericht machte Vcrmum folgende Angaben: Er sei, nachdem er die Gcmeindcschule verlassen habe, als Laufbursche bei der Firma Siemens u. Schlickert cingctrsten. Später habe er Musiker lernen wollen, habe diesen Beruf ober infolge körperlicher Schwäche wieder aufgeben müssen. Zuletzt war er in einer Tischlerei als Laufbursche beschäftigt. Durch einen Bruder, der bei der Spandauer Straßenbahngesellschaft angestellt ist. wurde er aus den Gedanken gebracht, sich ebenfalls um Arbeit bei dieser Geseschaft zu bewerben. Am M. April sei ihm durch eine Karte mitgeteilt worden, er soll« sich bei der Gesellschaft melden. nachdem vorher seine Dienste abgelehnt worden waren. Die Ab- lchnung wurde damit begründet, daß Vermum für den Dienst bei der Straßenbahn noch zu jugendlich sei. Am Morgen des 1. Mai habe er sich gemeldet. Ein Angestellter namens Vollbrecht habe ihm gelagt:„Du sollst heute nach Ruhlebcn rausgchen und die Schranken schließen I" Er habe sich dann auf den nächsten Wagen gesetzt und sei nach Ruhlebcn gefahren, wo bisher ein älterer Schrankenkvärter tzst Kchrankciz bedient hatte. Da rt bisher «icht recht gewußt habe, waS eine Schranke sei, habe er den Wärter erst danach fragen müssen. Es sei ihm dann die mechanische Boo richtung der Schranken, durch welche das Auf- und Niederdrehen bewirkt wird, gezeigt. Wann aber ein Zug der Lehrter Bahn die Kreuzung passieren würde, sei ihm nicht mitgeteilt worden. Es fei ihm gesagt worden, daß er sich nur nach dem an der gleichen Stelle beschäftigten Schrankenwärter der Staatsbahn richten sollte und wie dieser die Schranken nieder- und hochgehen lassen sollte. Da ihm an dem Tage des Unglücks nicht gesagt worden war, daß sich die Züge an der Chaussee kreuzten, so habe er, da der Staats- bahnwärter nach Passieren des ersten Güterzuges die Schranken nicht wieder hochzog, angenommen, dieser habe es nur vergessen. Einer solchen Vergeßlichkeit habe er sich am ersten Tage seines Dienstes nicht schuldig machen wollen. Er habe die Schranke des halb unglücklicherweise hochgezogen und so den Zusammenstoß herber geführt.— Der Zweitangeklagte W e tz e I bestritt ebenfalls, daß ihm der Vorwurf einer Fahr- lässigkeit gemacht werden könne. Er müsse eS strikte ablehnen, daß ihm der Vorwurf einer Pflichtverletzung gemacht werden könne. Er habe als Direktor der Straßenbahngesellschaft die Erfahrung gemacht, daß sich vielfach für einen verantwortungsvollen Posten — jüngere Kräfte besser eignen und zuverlässiger sind als ältere Leute, die zumeist Gelegenheitsarbeiter wären. Bei der Tätigkeit an den Schranken handele es sich gar nicht um eine selbständige Arbeit, denn der betreffende Augestellte habe sich ja nur nach dem Wärter der Staatsbahu richten brauchen und genau wie dieser die Schranken öffnen und schließen müssen. Es sei dies also eine rein mechanische Tätigkeit, zu der sehr gut ein junger Mensch verwendet werden konnte. Bis zum Tage vor dem Unglück sei überdies das Oeffnen beziehungsweise Schließen der Schranken dem Staatsbahn- ivärter auf Grund eines besonderen Vertrages mit der Eisenbahn. direktion übertragen gewesen. Nur durch einen vorübergehenden Defekt des hierbei verwendeten elektrischen Apparates sei es er- forderlich geworden, einen zweiten Wärter anzustellen. Dieser habe sich, wie ihm ausdrücklich befohlen sei, nur nach dem Wärter der Staatsbahn zu richten gehabt. Wenn Vermum dies nicht getan habe, so könne man ihm(Wetzel) keine Schuld zuschieben.— Staatsanwalt Dr. Schweichler ersucht festzustellen, daß der An- geklagte Wetzel denselben jungen Menschen, den er zuerst wegen feiner Jugendlichkeit nicht für den Stratzenbahndienst tauglich er- achtete, später, als gerade ein Mangel an Arbeitern herrschte, angestellt habe. Es wurden als erster Punkt in der Beweisaufnahme sodann mehrere Zeugen über die näheren Umstände vernommen, - unter denen eine Anstellung des V. von der Straßenbahngesellschaft stattgefunden hatte. Der Direktor will nur gescherzt haben. Der Oberingenieur Hahn bekundete, daß der Direktor Wetzel eines Tages an ihn herangetreten sei und ihm das Anstellungsgesuch � de? Vermum gezeigt und um seinen Rat gefragt habe. Der Di- 'rektor habe hierbei gesagt:„Wenn es ein anständiger Kerl, schreiben Sie ihm, daß er angestellt wird." Auf seineeselljchalt Fneonchshöhe, voini, Patzenhoser für die Zeit vom 1.> Oktober 1906 MS 30. September 1S07. Verlag A. Haußmann, Berlin. . Die Union der Techniker. Ein Aufruf zur Organisation von G. Luft. 66 Seiten. Berlag W. Braumüller in Wien und Leipzig. § 175. Die Homosexualität in Sitte und Recht. Bon Hermann Michaelis. Geleitwort von Dr. Magnus Hirschfeld. Verlag Hellas, Berlin N., Invalidenstr. 131. 2 M. Peking- Paris im Automobil. Wettfahrt durch Afien und Europa in 60 Tagen von Luigi Barzini. Einleitung von Fürst Scipione Borghese. 168 Abbildungen und eine Starte, 558 Seiten. Berlag& A. Brodhaus in Leipzig. Reclam Universum. Hest 9. Preis 30 Pf. Verlag Ph. Reclam jun. in Leipzig. Die Freie Turnerin Nr. 3, Organ für die Interessen des Frauen turnens. Monatlich 1 Heft. 10 Pf. Arbeiter- Turnverein Leipzig, LangeStraße 31. Briefkaften der Redaktion. Die iuriftifche Sprechstunde findet Lindenstraße Nr. 3, zweiter Hof, dritter Eingang, vier Treppen, Fahrstuhl wochentäglich von 7 bis 9½ 1hr abends statt. Geöffnet Uhr. Sonnabends beginnt die Sprechstunde um 6 hr. Jeder Anfrage ist ein Buchstabe und eine Zahl als werkzeichen beizufügen. Briefliche Antwort wird nicht erteilt. Cilige Fragen trage man in der Sprechstunde vor. -O. G. 1. bis 3. Die Opfer des Automobile, 3000 Zote und Verwundete während| gemeinschaft. 3wedmäßig ist es aber, vor, spätestens f der Che einen Ver-| zu empfehlen... 56. Das Einziehen zur Ülebung befreit nicht eines Jahres im Deutschen Neich von A. Kuhn. 75 Pf. Verlag Auto", frag zu schließen, durch den das Verwaltungs- und Nutznießungsrecht des ohne weiteres von der Steuerpflicht. In der Regel tritt aber auf Antrag Berlin, Jagowstr. 16. Ehemannes ausgeschlossen und das Vermögen der Ehefrau anerkannt wird. eine Befreiung auf atvei Monate ein. N. Nigdorf 10. Der Betreffende Ein solcher Bertrag muß notariell oder gerichtlich geschlossen und in das fann als Zeuge beeidigt werden. K. B. 55. Leider würde Ihnen ein Güterrechtsregister eingetragen werden. Ein Beispiel finden Sie auf Anspruch nicht zustehen, da die Invaliden- Kranfenrente nur geltend gemacht liegenden„ Arbeiterrechts"( Anhang, Führer durch das Bürgerliche Gesetzbuch). die 26 Wochen dürfen nicht unterbrochen sein, Seite 225 Nummer 22 des in den öffentlichen Bibliotheken aus werden kann, wenn volle 26 Wochen hindurch Erwerbsunfähigkeit vorlag; R. 102. Da es, soweit M. W. Weidler, Auguststr. 36, Hof parterre. A. Sch. 280. Eine ersichtlich, in Ihrem Falle fich um eine freiwillige Krankenkasse, also um indessen wird auf Antrag in der Regel Freistellung für 2 Monate bewilligt. gehört, so würde Ihnen ein Anspruch um Rüderstattung micht zustehen. Militärübung befreit nicht ohne weiteres von der Pflicht zur Steuerzahlung, teine Kasse handelt, der der Beschäftigte fraft Gefeßes ohne weiteres an E. R. 1879. Gegen das Urteil, das Ihren Mann verurteilt, müßte schleunigst Berufung eingelegt werden. Die Berufung hätte Aussicht auf der Lohn 2000 Mart übersteigt, find invalidenversicherungs. 5. 77. 1. Ohne jede Rücksicht auf die Lohnhöhe, also auch dann, wenn Erfolg. S. 34. 1. Sie haben die Kirchensteuern nur für die Zeit bis pflichtig: alle Dienstboten, Arbeiter, Gesellen, Gehülfen und Lehrlinge, zum 1. Januar 1908 zu zahlen, da Sie bereits im Jahre 1906 ausgetreten die gegen Gehalt oder Lohn in einem Gewerbe, in der Landwirtschaft, in find. 2. Eine Frist für die Zahlung besteht nicht. Steglių. Um den der Hauswirtschaft, im Reichs, Staats- oder Kommunaldienst, für firchliche Reichstagsverhandlungen als Zuhörer beiwohnen zu können, oder Schulzwecke usw. beschäftigt werden. Nur folgende Personen sind nicht wenden Sie fich entweder tags zuvor an das Reichstagsbureau oder schreiben versicherungspflichtig, wenn ihr regelmäßiger Jahresarbeitsverdienst nicht unter Beilegung des Rückportos an den Abg. Schwarz- Lübeck. Bon diefem 2000 Mart übersteigt: Betriebsbeamte, Werkmeister, Techniker, Schiffs. erhalten Sie dann Nachricht, ob und wann es möglich ist, eine Starte zu führer, Handlungsgehülfen, Handlungslehrlinge, Lehrer, Lehrerinnen, Er empfangen. Zu der betreffenden Zeit müßten Sie sich im Reichstage ein- sieher, Erzieherinnen und sonstige Angestellte, deren dienstliche Beschäftigung finden. D. 50. Wahrscheinlich ist das Gleichgewicht nicht gewahrt. ihren Hauptberuf bildet, 8. B. Brivatsekretäre, Hausverwalter, nicht P. W. 2. Leider würden Sie mit einer lage nicht durchkommen fönnen. pensionsberechtigte Beamte. Denn erstens ist der Anspruch auf Unfallentschädigung verfährt Krantenversicherungspflichtig die Ver- find ebenfalls ohne Rücksicht auf die Lohnhöhe alle im Handelsgewerbe, im jährungsfrist beträgt 2 Jahre. Ferner gehörte aber Ihre Beschäftigung nicht Handwert, in sonstigen stehenden Gewerbebetrieben, in Bergwerken, zu einem unfallversicherungspflichtigen Betriebe. Wäre der Betrieb unfall- Fabriken, beim Eisenbahnbau usw. beschäftigten Personen. versicherungspflichtig, so hätten Sie einen Anspruch gegen die Berufsgenossen- Strankenversicherungspflicht ist Bei der schaft, gleichviel ob der Betrieb gemeldet war oder nicht. Einen persönlichen Techniker und im Geschäftsbetrieb von Anwälten, Notaren, Gerichts, nur für Betriebsbeamte, Berkmeister, Haftpflichtanspruch können Sie nicht geltend machen, da der Hauseigentümer vollziehern, Strankenfassen, Berufsgenossenschaften und Versi.herungsanstalten an dem Unfall unschuldig war und auch dieser Anspruch längst verjährt wäre. Beschäftigten die Höhe des Arbeitsverdienstes maßgebend. Beträgt der W. K. Wenn Sie ausdrücklich einen Honorarschein unterschrieben Arbeitsverdienst an Lohn oder Gehalt der zuletzt aufgeführten Kategorie haben, so dürfte der Anspruch des Anwalts vom Gericht eventuell anerkannt mehr als 62, Mart für den Arbeitstag oder mehr als 2000 Mark jährlich, werden, sonst nicht. Sie hätten sonst vielmehr einen Anspruch auf Rüd so ist diese Arbeitskategorie nicht frankenversicherungspflichtig. 2. Eine Ber zahlung von etwa 50 M. R. 9. 1. Die Stelle des Testaments bedeutet, einbarung, die die Kündigungsfrist für gewerbliche Gehülsen ausschließt, ist daß die Kinder oder Entel der Geschwister an deren Stelle treten, falls gültig. G. B. 10. Darüber, welches stenographische System das ver die Geschwister verstorben sein sollten und daß ferner, wenn ein Bruder breitetste oder beste ist, besteht lebhafter Streit, in dem wir uns nicht hinoder eine Schwester finderlos vor dem Erbfall verstirbt, sein Teil an die einmischen. Bücher zum Selbstunterricht nach dem System Stolze oder übrigen Geschwister oder deren Nachkommen fällt. 2. Zur Scheidung wegen Stolze- Schreh erhalten Sie durch die Buchhandlung. Geistestrantheit ist ein Attest notwendig, aus dem sich ergibt, daß die Reklamieren Sie gegen die falsche Veranlagung. Wir haben eine Reihe von Geisteskrankheit mindestens seit drei Jahren besteht und unheilbar ist. Fällen bereits mitgeteilt, in denen die evangelische Stadtsynode von Katho M. F. 31. Sie werden wahrscheinlich noch eine Anklage erhalten, es liten, Juden oder Diffidenten zu Unrecht Stirchensteuern fordern und haben wird Verurteilung und Einziehung der Netze erfolgen, falls Sie nicht wiederholt darauf hingewiesen, daß in solchem Fall Reflamation erhoben beweisen, daß der Grundbefizer und der Jagdberechtigte Ihnen werden muß. M. O. Nüdersdorferstraße. Sie müssen bezahlen. Erlaubnis zum Fangen erteilt hat. G. 1898. Ja. 20. G. Es könnte vielleicht in der von Ihnen geschilderten Tat eine Rigdorf 220. 1. und 2. Nein. 3. Jst fein Vertrag geschlossen, so leben Sachbeschädigung erblickt werden, die auf einen an die Staatsanwaltschaft Sie außer Gütergemeinschaft und lediglich in Verwaltungsgemeinschaft. Was zu richtenden Antrag hin strafbar wäre. 5. M. 100. Sie föunten der Mann erwirbt, wird nicht Eigentum der Frau, ebensowenig das Eigen eine Ergänznug des Zeugnisses dahin, daß auch die anderen von Ihnen tum der Frau. Indessen steht dem Ehemann ein Verwaltungsrecht zu; für ausgeführten Arbeiten aufgeführt werden, von der Wirtin verlangen. Eine die Schulden des Ehemannes haftet nicht die Frau, ebensowenig für die Selage auf Schadenersatz hätte nur dann Aussicht auf Erfolg, wenn Sie be Schulden der Frau( abgesehen von einigen Ausnahmen) der Ehemann. weisen könnten, daß durch die Weigerung, solches Zeugnis auszustellen, 4. Sie können vor oder in der Ehe notariell festlegen, was Eigentum der Ihnen wirklich Schaden zugefügt ist. Der Beweis ist laum zu führen. Ehefrau ist und daß der Ehemann auf seine Verwaltungsrechte und seine A. S. 14. Die Adressen finden Sie im Adreßkalender. R. 45. Rechte des Nießbrauchs verzichtet. 2. S. 20. 1., 2. und 4. Nein. Nixdorf. Nein.$. 3. 22. Sie sind zur Erstattung der Koften nicht' 3. Sehen Sie einer etwaigen Anklage ruhig entgegen. Ein Anspruch auf verpflichtet.$. N. 210. Nach der herrschenden Rechtsprechung ist die Zeilung der 72 M. steht den Kolonnenmitarbeitern zu. Der Anspruch würde Sache zweifelhaft, die meisten Gerichte entscheiden in einem für Sie uns beim Gewerbegericht geltend zu machen sein. Helton Engld. 1. und 2. günstigen Sinne. 23. 81. Die Mutter kann sich direkt an den Regiments. Ja. 3. Geldstrafe, aber auch Arrests oder Gefängnisstrafe ist möglich. fommandeur wenden. M. K. 100. Nur mit ausdrücklicher Bewilligung Schiden Sie nachträglich den Baß mit dem Antrage, Shnen Urlaub nach des Arztes. N. P. 1000. Der schlechte Geschäftsgang eines Mieters träglich für das Ausland zu erteilen, dem Bezirkskommando ein. gibt diesem feineswegs ein Recht den Mietsvertrag aufzuheben oder St. 7. Ihre Schwester sollte den Unfall anmelden und Hinterbliebenen von der Miete etwas abzuziehen. Der Mietsvertrag fowie das rente beanspruchen. Mit absoluter Bestimmtheit läßt sich freilich bei der Einbehaltungsrecht des Birtes bleibt in Geltung. Ein früheres Auf Eigenartigkeit des Falles nicht voraussagen, ob sie gewinnen wird. heben ist nur durch gütliche Vereinbarung mit dem Wirt zu erreichen. H. D. 43. Ja. Spielen mehrere ein Lotterielos zusammen und ist Rummelsburg 100. Sie tönnten lediglich nochmals bei dem Seenicht ausdrücklich vereinbart worden, für den Fall nicht pünktlicher Zahlung mannsamt anfragen. In der Regel dauert aber die Erledigung mehrere hört die Gemeinschaft auf, so hat auch der lässige Zabler einen Anspruch auf Monate. Baumschulenweg. Eine gefeßlich vorgeschriebene Tare besteht den Gewinn, nur kann der auf ihn entfallende Teil des Lospreises ab- für Hebammen nicht. Für den Beistand bei der Entbindung wird eine gezogen werden. 5. 35. Das ist nicht anzunehmen, eventuel würden Gebühr von 6-20 M., für jeden Besuch 1-3 M. von Gerichten für an Sie bei einer Klage voraussichtlich gewinnen. O. S. 63. 1. Nein. gemessen erachtet. Stuttgart. 1. Sie richten den Antrag an das 2. Ja. 3. In vier Jahren. 4. Ja: ein Vergleich über Alimente außer- Bolizeipräsidium und fügen Ihren Staatsangehörigkeitsausweis bei. 2. Sind ehelicher Kinder ist nur gültig, wenn der Vormund und das Vormund- nicht erforderlich. 3. Nein. 5. M. 100. Die Pflicht zur Herausgabe schaftsgericht demselben zugestimmt haben. 5. Auf Anfrage ja. 6. Die Art der Sachen ist feineswegs bei Bert. Einbehaltene Sachen bleiben Eigender Erkundigungen ist von Fall zu Fall verschieden. 7. Eine Pfändung ist tum dessen, dem die Sachen einbehalten sind. 7. D. 99. Eine junge auch auf der Straße zulässig. Das Unentbehrliche muß dem zu Pfändenden Frau erhält nur dann die Hälfte der Beitragsmarken aus der Invalidengelassen werden. Was unentbehrlich ist, ist im Gesez nicht vorgeschrieben, versicherung erstattet, wenn der Antrag innerhalb eines Jahres nach der sondern wird von Fall zu Fall zunächst durch den Gerichtsvollzieher, auf Heirat gestellt wird und mindestens für 200 Wochen vor der Heirat geflebt Beschwerde durch das Amtsgericht entschieden. Es ist unzulässig, ift. 3 ie wir häufig betont haben, ist es indessen in der eine unentbehrliche wertvolle Uhr zu pfänden und statt derselben eine Regel bei weitem zwed mäßiger, felbft weiter zu vers andere dem Schuldner zu geben. It. 27. Ja. M. W. 1000. Ja. sichern. Die Weiterversicherung geschieht dadurch S. F. 66. Die Unfallrente wird an jedem Drt gezahlt. Sie müssen daß mindestens je 40 Marten innerhalb je zwei 5. E. 100. Steineswegs; die Staffe hätte weiter zu zahlen. B. 102. nur die Verlegung des Wohnfißes mitteilen. F. W. 103 u. V. P. 333. Jahren geklebt werden. Nein. 5. F. 3. 1. Nein. 2. Sie leben ohne weiteres außerhalb Güter| Grundfäßlich lehnen wir es ab, bestimmte Geschäfte, Anwälte, Aerzte usw. A. W. 21. 1. Arbeiterinnen dürfen in Fabriken nicht in der Nachtzeit von 82 Uhr abends bis 52 Uhr morgens und am Sonnabend sowie an Borabenden der Festtage nicht nach 5 Uhr nachmittags beschäftigt werden. Die Beschäftigung von Arbeiterinnen über 16 Jahre darf die Dauer von 11 Stunden täglich, an den Vorabenden für Sonn- und Festtage von zehn Stunden nicht überschreiten. Zwischen den Arbeitsstunden muß den Arbeiterinnen eine mindestens einstündige Mittagspause gewährt werden. Beträgt die Mittagspause nicht mindestens 1%, Stunden, so muß auf Antrag der Arbeiterinnen, welche ein Hauswesen zu besorgen haben, eine Entlassung dieser eine halbe Stunde vor der Mittagspause erfolgen. 2. Jawohl; in derselben Fabrik fönnen für verschiedene Albteilungen oder auch für verschiedene Arbeiterinnen verschiedene Arbeitszeiten und Bausen eingerichtet werden, jedoch müssen die unter Biffer 1 mitgeteilten Bestimmungen eingehalten werden. 23. 74. Eine Strafbarkeit liegt nicht vor. Th. J. Der Betrieb eines Geschäftes seitens Ihrer Frau ist ohne Einfluß auf die Ihnen zu stehende Unfall- oder Invalidenrente. Ebenso liegt es mit einem Geschäft, das Sie selbst beginnen würden. 2. Nein; erst in einem Jahre. F. H. 600. Nur der Mutter, nicht dem außerehelichen Vater steht ein Recht auf das Kind zu. Krankenkasse 32. Wenden Sie sich an die Offenbacher Strantentaffe für Frauen und Mädchen, Prinzenstr. 66 bei Hinz. 21. M. 28. Beide Banken sind wohl sicher. 80... 1. Wenden Sie sich an einen Arzt. 2. Dagegen gibt es tein Mittel. E. R. 63. Schneien ist richtiger. Außerhalb M. M. 1. Fünf Jahre rückwärts. 2. Eine im Grundbuch eingetragene Laft verjährt nicht. S. 2. 1. Ja. F. H. 25. Sie sind nicht verpflichtet, die Steuern zu zahlen, die Ihre Frau als Ledige schuldig geblieben ist. Wrangel 100. 1. Dagegen gibt es kein Mittel, Sie können aber im Namen Ihres Kindes aus der Kirche austreten. 2. Deutsche Bant. 3. Ja, falls Sie nicht ausdrücklich aus der Haft seitens des Vermieters entlassen sind. N. 3. 99. 1. Der Antrag ist an das Polizeipräsidium zu richten. 2. Jn 10 Jahren. D. M. 2. R. 184. Jedem Mann kann es passieren, daß er von dem wegen Alimenten in Anspruch Genommenen als Zeuge für einen angeblichen Berfehr, den er gehabt babe, genannt wird. Eine verständige Ehefrau vermag fich darüber nicht zu entrüsten. Sie fönnten aber unter Darlegung des für Sie wichtigen Grundes beim Gericht beantragen, daß Sie früher als Zeuge bernommen werden. 2. 3. 115. 1. Diese Annahme ist irrtümlich. Bergleichen Sie z. B. den Preis für den Lokal- Anzeiger". Naturgemäß fann ein Blatt, das rüdsichtslos die Intereffen der Arbeiterklassen und der Allgemeinheit zu verfechten hat, nicht die Einnahmen aus Inferaten haben wie bürgerliche oder unparteiische Blätter. 2. Auf jedem Parteitag und in dem Vorstandsbericht zum Barteitage wird öffentlich abgerechnet. R. R. 52. Nach der preußischen Gefindeordnung ist das Dienst mädchen zum Erfaz der Gegenstände verpflichtet, die durch ihre Schuld zer brochen sind. Für die Entscheidung, ob eine Schuld vorliegt, ist das richter liche Ermessen maßgebend. Für die Ansprüche des Dienstmädchens ist nicht das Gewerbegericht, sondern das Amtsgericht zuständig. M. 10. Falls nicht etwa Ihr Vertrag Gegenteiliges besagt, find Sie zum Ersaß nicht verpflichtet, sondern lediglich der Fuhrmann. M. 300. Eine Umbettung hat nicht stattgefunden. F. G. 100. Bien VI. Mariahilferstr. 89. Deutscher Holzarbeiter- Verband Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Kollege, Tischler Otto Randzio am 28. November verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, den 2. Dezember, nachmittags 2, Uhr, von der Leichenhalle des neuen Rigdorfer Gemeinde Friedhofes am Mariendorfer Weg aus statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht 98/16 Die Ortsverwaltung. Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Todes- Anzeige. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Klempner Adolf Ullrich an Lungenkrankheit gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Sonntag, den 1. Dezember, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Weißenseer GemeindeFriedhofes in der Röllestraße aus statt. Rege Beteiligung erwartet 160/18 Die Ortsverwaltung. Verband d. baugewerblichen Hülfsarbeiter Deutschlands. Zweigverein Berlin u. Umgegend. Bezirk Rixdorf. Todes- Anzeige. Am Mittwoch, den 27. November, verstarb an der Proletarierkrantheit das Mitglied Andreas Malinowski im Alter von 39 Jahren. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Sonntag, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Michael- Kirchhofes aus ftatt. 48/12 Der Vorstand. Zurückgekehrt. Dr. Badt Neue Königstraße 32. Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Todes- Anzeige. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Schlosser Heinrich Krüger am 28. November 1907 am Brust leiben gestorben ist. Ehre seinem Andenken. Die Beerdigung findet heute Sonntag, den 1. Dezember, nach mittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Dantes- Kirchhofes in Reinickendorf- West, Blankestraße, aus statt. Rege Beteiligung erwartet 160/20 Die Ortsverwaltung. Deutscher Transportarbeiter- Verband. Hiermit diene den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Mitglied, Frau Marie Schüttky am 29. November im Alter von 50 Jahren an Gehirnblutung ge= storben ist. am Ehre ihrem Andenken! Die Beerdigung findet Montag, den 2. Dezember, nach mittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Pius- Kirchhofes in Wilhelmsberg aus statt. Um zahlreiche Beteiligung bittet 76/17 Die Verwaltung 2. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß unser geliebter Sohn Willi Hannemann im 16. Lebensjahre nach furzem, schwerem Leiden am Donnerstag, den 28. November, sanft ent schlafen ist. 1682b Dies zeigt tiefbetrübt an Familie Hannemann Warschauerstr. 22. Die Beerdigung findet am Montag, den 2. Dezember, nachmittags 2 1hr, von der Leichenhalle des Zentral Friedhofes in Friedrichsfelde aus statt. Kassenbäder jeder St. Auguſta- Bad, Stopeniderstraße 60. Zentralverbands.Böttcher n. Hülfsarbeiter Deutschl. ( Filiale Berlin.) Todes- Anzeige. Am 27. November starb nach Tangem Leiden an der Proletarier frankheit unser Mitglied 39/11 Ernst Behm im Alter von 40 Jahren. Ehre feinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, den 2. Dezember, nachmittags 4 Uhr, von der Zeichenhalle des städtischen Charité Stirchhofes in der Müllerstraße und Seestraßen- Ede aus statt. Um recht zahlreiche Beteiligung ersucht Der Vorstand. Todes- Anzeige. Allen Berwandten und Betannten zur Nachricht, daß meine liebe Frau Emma Henning am am 29. November verstorben ist. Die Beerdigung findet Montag, den 2. Dezember, nach mittags 4 Uhr, von der Reichenhalle des Rummelsburger Friedhofes aus statt. Otto Henning, Töpfer nebst Kindern. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und reichen BlumenSpenden bei der Beerdigung meines lieben Mannes, des Gastwirts[ 1683b Karl Bublitz fage ich Freunden, Bekannten und allen, welche dem Entschlafenen die legte Ehre erwiesen haben, meinen innigsten Dant. Berta Bublitz. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, wie für die Kranzspenden bei der Beerdigung unseres lieben Entschlafenen 9502 Julius Darge fagen wir auf diesem Wege allen Be teiligten unseren innigsten Dant. Die trauernden Hinterbliebenen. Preise Zahn- Klinik. beliebige Zeil. sahlung. Ein Triumph der deutschen Zigaretten- Fabrikation! 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Verlagsanstalt Paul Ginger& Co., Berlin SW. Nr. 281. 24. Jahrgang. 3. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Verfammlungen. Sonntag, 1. Dezember 1907. der Grenze der Arbeitsunfähigkeit und hat deswegen in augenblidlich noch nicht abfche: läßt, ob die Arbeitslosigkeit noch diefer Zeit ein erheblich niedrigeres Einkommen gehabt als in weiter fteigen oder auf dem gegenwärtigen Stand beharren wird, früheren Jahren, und nach diesem niedrigen Einkommen foll also so empfiehlt die Kommission, die Beschlußfaffung über die auf ErDie Ruhegehaltskaffe der Berliner Elettrizitätswerte hat in das Ruhegehalt bemessen werden. Ferner wird noch bestimmt, daß, höhung der Unterfügungsfäge gerichteten Anträge folange auszus ihrem Statut eine Reihe von Bestimmungen, die durchaus nicht im wenn ein Ruhegeldempfänger aus einer reichsgefeßlichen Versicherung fegen, bis sich überfehen läßt, wie sich die Verhältnisse in Zukunft Intereffe der Arbeiter liegen, welche vier Prozent ihres Lohnes als Stente bezieht, sein Ruhegelb so weit gefürzt wird, daß ihm ine gestalten werden. Die Berfammlung stimmte dem Vorschlage der Beitrag zu diefer Staffe zahlen müssen und sich der Hoffning hin- gefamt nicht mehr als ein Bezug von 415 m. verbleibt. Die für Stommiffion einstimmig zu. geben, einst in den Genuß eines Ruhegehaltes au tommen. Aus bie Bezugsberechtigung feftgefeßte Rarenzzeit von zehn Jahren er Saifer Stuttgart, Redakteur der Holzarbeiter- Beitung", ber ben Reihen der Mitglieder der Kaffe ist eine auf Berbesserung des scheint den Arbeitern zu lang. Außerdem werden noch verschiedene auf der Durchreife hier weilt, beitungte bie Gelegenheit zu einer Statutes gerichtete Bewegung entstanden, die der Verband der enderungen hinsichtlich der Verwaltung gewünscht. Es foll bei der Empfehlung weiterer Verbreitung besablattes für Holzarbeiter, Maschiniſten und Seizer burch Abhaltung von Versammlungen der Verwaltungskommiffion der Ruhegehaltstaffe feitens der Mitglieder eines vom Verbande herausgegebenen Blattes, welches der bernsinteressierten Arbeiter unterstügt. Die erfte derartige Versammlung die Einberufung einer Generalversammlung beantragt werden, welche lichen Fortbildung der Holzarbeiter dient. fand am 18. d. W., die zweite am Sonntag, den 24., statt. Das fich mit der Verbesserung des Statuts zu beschäftigen hat. Für die Ueber Streits und Differengen berichtete Leopold. Be Referat hielt Genosse Ritter. Er tritisierte insbesondere die hierzu nötigen Vorarbeiten wurde eine aus sechs Mitgliedern der wegungen von großer Bedeutung finb feit der vorigen Berichtjenigen Bestimmungen des Kaffenftatutes, welche geeignet sind, die Ruhegehaltstaffe bestehende Kommission eingelegt. ll erftattung nicht vorgekommen. Die Korbmacher Streifen iets in berbezugsberechtigten Mitglieder zu benachteiligen. Da ist beispielsweise Holzarbeiterverband. In der am Mittwoch abgehaltenen Ber- fchiedenen Berfstellen der Rohrbanche, weil ihnen infolge eines eine Bestimmung, welche befagt, daß die Verwaltungstommiffion bei An- trauensmännerversammlung, die in Kellers Saal stattfand, erstattete Beschlusses der Arbeitgeber Lobnabzüge von 20 Proz. gemacht worden trägen auf Bewilligung nicht an die ärztlichen Gutachten allein gebunden Leopold den Bericht der Kommission, welche sich aus Anlaß früher find. In verschiebenen Tischlerwerkstellen Tagen Differenzen vor ist, sondern daß fie auch aus eigener Stenntnis der Berhältniffe, fowie gestellter Anträge mit der Frage befchäftigte, ob die Unterstützunge von geringerer Bedeutung. In Berkstellen, die dem Vertrage nicht auf Grund angestellter Erhebungen urteilen darf. Der Rechtsweg fäge erhöht werden sollen. Die Stommiffion hat mit den Vertretern unterstehen, mußte öfter verhandelt verben, weil die Arbeitgeber gegen Entscheidungen der Kaffeninstanzen ist durch Statut aus der Bahlstellen Berlins, und der Bororte gemeinsam beraten, damit versuchten, die Akkordlöhne zu drilden. Auch in Vertragswerkstellen gefchloffen. Eine für die Mitglieder fehr ungünstige Bestimmung ist etwaige Henberumgen im Unterstüßungswesen von allen Zahlstellen ist hier und da versucht worden, den bisherigen Lohn zu drücken. die, wonach bas Muhegehalt nach dem Einkommen berechnet wird, gleichmäßig eingeführt wurden. Die Kommiffion hat wie der Die Schlichtungsfommiffion hat folche Arbeitgeber aber ftets verwelches der Antragsteller in den letzten zwölf Monaten feiner Be- Referent ausführte, die gegenwärtige Situation eingehend geprüft, urteilt, den bisherigen Lohn weiterzuzahlen. Der Referent richtete schäftigung hatte. Die Vorauslegung der Gewährung besonders hat sie die Wirkungen der hereinbrechenden Strife und die an die Vertrauensmänner die Wahnung, dahin zu wirfen, daß die von Ruhegehalt ist die Erwerbsunfähigkeit ober die leber in legter Beit geftiegene Arbeitslofigkeit berüdfichtigt. Da infolge Rollegen hinsichtlich etwaiger Lotantürzungen ein wachfames Huge schreitung des 65. Lebensjahres. In dem vorhergegangenen des ungewöhnlich großen Umfanges der Arbeitslosigkeit die Staffe haben. Die Strife biete feinen Graab zur Mutlosigkeit, der Vertrag Arbeiter naturgemäß fchon hart an mehr als fonft durch Unterstügungen belastet ist und sich müiffe unter allen Umständen erfüllt werden. 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Die Delegierten zur Berliner Gewerkschaftskommiffion haben einem bementsprechenden Antrage einftimmig ihre Buftimmung erteilt und die Barteigenoffen von Groß- Berlin find diefem Beschluffe Dant der Solidarität der Berliner Arbeiterschaft faben fich eine ungahl Berliner Konfettionäre veranlaßt, Betriebswerkstätten einzurichten und tarifli feftgefegte Beitlohne an bie Arbeiterschaft Bu zahlen. 23ir erfuchen baher mit Gegenwärtigem bie Bartelgenoffen und Gewerkschaftsmitglieder Berlins no 1 mgebung, bei ihren Einfäufen und Bestellungen von Herren- und Knabengarderobe in Bukunft nur die nachstehenden Geschäfte berücksichtigen zu wollen. A eid Jileta Norden: nia Hoffnung", Produktiv- Genossenschaft der po don Schneider, Brunnenſtr. 185.bel gebraten 10W81010 21 Alle bon biefer Firma in den Handel gebrachten Baren werden zu den von der Organisation left gelegten Bedingungen hergestellt. Wir empfehlen abieselbe daher ganz befonders. Baer Sohn, Chauffeeftr. 29/30. 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Die fozialpolitische Unfruchtbarkeit des schweizerischen Bundesparlaments. fangen müffen eben für die neue Militärorganisation möglichst er zu dem Schluſſe fommt, daß bei vorsichtiger Finanzgebarung Aus Zürich wird uns geschrieben: Als sich nur zwei Jahren die bürgerlichen Parteien von der äußersten Rechten bis zur sogenannten demokratischen Linfen zu fammenfanden, um das Bundesparlament von dem fleinen Fähn lein der sieben sozialdemokratischen Vertreter zu säubern, da wußte man kaum genug Worte zu finden, um die Arbeiterschaft der Huld und Freundlichkeit der bürgerlichen Parlamentarier zu versichern. Die Arbeiterfreundlichkeit dieser Herren wurde in bengalische Bes leuchtung gejezt und wer sich vom Glanze ſolcher Manöver noch blenden ließ, weil er sich nicht bewußt war, was dahinter steckt, der mochte glauben, daß nun die Aera einer neuen fruchtbaren Sozialpolitik auf eidgenössischem Gebiete gekommen sei. Freilich die Arbeiterschaft, wenigstens soweit sie politisch und gewerkschaftlich organisiert ist, ließ sich nicht betören, sie stand fest zur Fahne der Sozialdemokratie. Sie hat es längst verlernt, offnungen auf die bürgerliche gesetzgebende Vertretung des Bundes zu setzen. Und es bam, wie vorauszusehen war. Die schönen Versprechungen waren nicht nur bald, sondern allsogleich vergessen. Statt der Arbeiterfreundlichkeit wurde nicht nur einmal, sondern wiederholt die erbittertste Arbeiterfeindlichkeit heraus gekehrt, und auf dem Gebiete der Sozialpolitik bot das Parlament bas Bild absoluter Unfruchtbarkeit. verwaltung gestanden haben, in die Klasse der Angestellten eingereiht Erfreuliche Perspektiven für die Sozialpolitik der Zukunft er werden können! Der Vertreter des Bundesrates warnte vor den öffnete die Behandlung der finanziellen Lage des Bundes. Der finanziellen Konsequenzen eines Entgegenkommens. Die Bundes- Bundesrat hatte über die Finanzlage einen Bericht erstattet, worin reserviert werden! der Bund auch ohne die Eröffnung neuer Finanzquellen imstande sein werde, die Kosten der neuen Militärorganisation und die der schweizerischer Transportanstalten zu befassen, welches eine Besserung jährlich, auf sein Budget zu nehmen. Die Berechnung des Bundes Der Ständerat hatte sich mit einer Petition des Personals Kranken- und Unfallversicherung, zusammen etwa 12 Millioner der Gehaltsverhältnisse des Wärterpersonals der großen Bahnhöfe rates beruht auf der Annahme, daß die Zölle, wie dies in den letzten verlangt. mußte zugeben, daß ein Teil dieser Wärter unter den Privat- berträge im Jahre 1907 alljährlich um etwa anderthalb Millionen Der Berichterstatter der ständerätlichen Kommission Jahren der Fall gewesen ist, bis zum Ablauf der neuen Handelsbahnen beffer gestellt war, aber gleichwohl beantragte er zunehmen werden. Es liegt gewiß schon darin etwas außerordent Abweisung der Petition, und der Nat beschloß gemäß diesem lich Betrübendes für das arbeitende und besißlose Volk, daß ein Antrage! Mangels Kompetenz", so lautete die Motivierung", Staatsbudget, um sich einigermaßen im Gleichgewicht halten zu hinter der sich natürlich Mangel an gutem Willen berbirgt. fönnen, sich auf die eine wesentliche Verteuerung der notwendigsten Wer soll denn zur Revision eines eidgenössischen Besoldungsregles Lebensmittel und anderer Gebrauchsgegenstände bewirkenden Zollments tom petent sein, wenn nicht die eidgenössischen Räte?! schranken stüßen muß. Noch trostloser aber wird die Sache durch Bum dritten bezeugten die Räte ihre Arbeiterfreundlichkeit" den Umstand, daß der Vertreter des Bundesrats die Erklärung ab bei Behandlung der Bundessubvention an den Kanton Bern für die gab, man müsse in nächster Zeit mit Bezug auf die Ausgaben außer doppelspurige Anlage des Berner Alpendurchstichs( Lötschberg). Es ordentlich vorsichtig sein, und daß er direkt vor allzu weit gehenden tam eine Subvention von 6 Millionen in Frage, an deren Ge- Wünschen in bezug auf die Kranken- und Unfallversicherung warnte. währung verschiedene Bedingungen technischer Statur gefnüpft Es soll also in Zukunft in sozialpolitischer Beziehung noch weniger wurden. In der sozialdemokratischen Bresse war nun im Hinblid geschehen als bisher, und was bisher geleistet wurde, das war geauf die ungeheuerlichen Mißstände beim Bau des Simplon- und des wiß wenig geraig! Ridentunnels, welche bekanntlich zu Streiks und in deren Gefolge Bundesparlament noch zu erwarten hat, das zeigte sich bei Be Welch liebevolle Behandlung die Arbeiterschaft von unserem zu militärischen Truppenaufgeboten geführt haben, berlangt worden, daß die Gewährung und Bezahlung der Subvention auch von der handlung der Vorlage betreffend Ergänzung der Bundesverfassung Erfüllung gewisser Forderungen, die die Arbeitsverhältnisse, die bezüglich des Rechtes der Gesetzgebung über das Gewerbewesen. Entlöhnung, die Arbeitszeit, Stranten- und Unfall fürsorge und die Nach den Ausführungen des Kommissions referenten, eines Mitsanitärischen Einrichtungen zugunsten der Arbeiter betreffen, ab- gliedes der Regierung des Kantons Bern, stellt man sich die Gehängig gemacht werde. Ge fiel aber nun den„ arbeiterfreundlichen" werbegefeßgebung für die Schweiz vornehmlich als Ausnahmegeseb Herren gar nicht ein, auch nur von diesen Forderungen Notiz zu gebung gegen die Arbeiterschaft vor, um die Art und Weise, wie in nehmen, geschweige denn, fie ernsthaft in Betracht zu ziehen. Adler. den letzten Jahren unser gewerbliches Leben geschädigt und mißdings tragen an dieser Ignorierung berechtigter Forderungen der handelt worden ist durch die oft mutwillig, gewöhnlich von Dritten Arbeiterschaft die Hauptschuld die beiden sozialdemokratischen Ver- inspirierte und organisierte Hervorrufung von Arbeitsverweige treter. Der eine schwieg sich nämlich vollständig aus, und der rungen und Streits zu beseitigen. andere beschränkte sich darauf, die Oftalpenbahn, an der er als Präfident eines Komitees hervorragend interessiert ist, in empfehlende Erinnerung zu bringen. Wie sehr gerade hier gewisse Vor kehrungen am Blaze gewesen wären, beweisen die zahlreichen Klagen über Uebelstände in den Arbeitsverhältnissen der am Tunnelbau beschäftigten Arbeiter, die jetzt schon laut werden. Wenn das große Kulturwerf fertig ist, dann wird man wieder, wie es bei Er. öffnung des Betriebes durch den Simplon geschehen ist, großartige Feierlichkeiten veranstalten, wobei die Arbeiter, die tagein, tagaus im Schweiße ihres Angesichts Gesundheit und Leben aufs Spiel gesetzt haben, mit einem Glase Wein, einer Wurst und einer Medaille abgefertigt und mit dem Anblid prafsender Potentaten und ihrer liebedienernden Schranzen beehrt werden, die mit der Der Nationalrat hielt an der Fassung fest, daß Arbeiter, die ganzen Geschichte gerade so viel zu tun haben, wie ein Esel mit der während 3 Jahren ununterbrochen im Dienste der Bundes-| Anlegung eines Gemüsegartens. In der letzten außerordentlichen Herbstsession der eidgenössischen Nate scheint man ganz besonders das Bedürfnis gehabt zu baben, fich für die Stimmen verblendeter Arbeiter dankbar" zu erweisen und das sozialpolitische Unvermögen an den Tag zu legen. Drei Verhandlungsgegenstände boten nämlich hierzu günstige Gelegen heit. Da stand zunächst auf der Tagesordnung das Gesetz über die Organisation der Telegraphenverwaltung. Der Verband des Personais der eidgenössischen Telegraphenverwaltung poftulierte hierzu, daß auch die Angestellten dieser Verwaltung wie bei der Poft verwaltung und den Bundesbahnen auf Amtsdauer gewählt werden, daß Angestellte mit ständiger Beschäftigung nach einjähriger Dienstzeit in die feste Anstellung vorrücken und daß die Linienarbeiter unter die Angestellten eingereiht werden. Es sollte damit vor allem der unhaltbare Zustand, daß Leute, die seit 20 und 30 Jahren im Dienste der Telegraphenverwaltung stehen, immer noch als Tagelöhner behandelt werden, ein Ende haben. Die Eingabe des Personals fand teine Gnade. Ebensowenig ein Vermittlungsantrag des Genoffen Dr. Brüstle in, nach welchem die Probezeit auf ein Jahr und an Stelle des Fakultativums das Obligatorium der definitiven Anstellung festgesetzt worden wäre. 900 AAAA N.JSRAEL 26-30 Spandauerstr. BERLIN C. Gegründet 1815 Wohnungs- Einrichtungen Wäsche- Ausstattungen Königstrasse 11-14 Bio- Mats Weihnachts- Verkauf in allen Abteilungen Wäsche Damenwäsche, Herrenwäsche, Kinderwäsche:: Bettwäsche, :: Tisch- und Hauswäsche:: Taschentücher:: Stickereien, Jupons:: Schürzen:: Korsette. Beste Verarbeitung Trikotagen 29 30 Normalwäsche : Strümpfe, Gestrickte Westen, Wollwaren, Tücher:: Golfblusen:: Handschuhe. Sehr billige Preise Kleiderstoffe Cheviots, Damentuche, Flanelle, Tennisstoffe, Halbfert. 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Werde dieses Ermessen schifanös gebraucht, so könne man sich bei der vorgesetzten Behörde beschweren. Man soll nicht glauben- fügte er mit erhobener Stimme hinzu ,, baß, weil boykottiert wird, die Herren das Recht haben, die Ruhe und Ordnung auf der Straße zu stören." Die Majestät des Schußmanns steht also nach der staatsrecht lichen Auffassung des Kammergerichts höher als die des Gerichts. # Bum§ 20 bes Preßgefehes. Jst Preußen ein Polizeistaat oder ein Rechtsstaat? Das war Die Streitfrage, um die am Donnerstag vor dem ersten Straffenat des preußischen Kammergerichts gekämpft wurde. Für den Kreis Liebenwerda( Probing Sachsen) hat der Landrat eine der bekannten Polizeiverordnungen erlassen, welche in ihrer Anwendung sich darftellen als Fußangeln für Streit- und Boykotipoften. Danach ist unbedingt Folge zu leisten den Anordnungen von Polizeibeamten, die zur Erhaltung der Sicherheit, Reinlichkeit, Bequemlichkeit und Ruhe des Verkehrs auf der öffentlichen Straße ergehen.§ 366 Biffer 10 des Reichs- Strafgesetzbuchs bedroht den mit Strafe, der solche Verordnungen übertritt. Wegen Uebertretung dieser Verordnung in Verbindung mit der zitierten Strafvorschrift war der Genoffe Former Ernst Starke in Bodwis vom Landgericht Torgau zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Die sozialdemokratische Arbeiterschaft von Bockwis hatte den Wirt Herrmann, der sein Lokal Durch eine Notiz in unserem Düsseldorfer Parteiblatt fühlte den Arbeitern zur Abhaltung von Versammlungen verweigerte, sich ein Fabrikbefiber aus einem dortigen Vororte beboytottiert und Starke stand eines Tages gleich anderen Genossen leidigt und lief zum Kadi. Die in Betracht kommende Nummer in der Nähe des Lotals Poften, um Passanten vom Boykott zu unter- hatte Genosse Pfeiffer, der Geschäftsführer der Druckerei, verrichten und sie in ruhiger Weise vom Besuch des Lokals abzureden. tretungsweise gezeichnet, weil ein Redakteur für einige Tage beDer Gendarmeriewachtmeister Bagel beobachtete die Boykottposten, urlaubt war. Genosse Pfeiffer konnte aber nun nachweisen, daß namentlich aber Starke, den er als Führer der Sozialdemokratic" er die betreffende Notiz, die aus einer anderen Zeitung überbon Bockwitz und als„ Rädelsführer" betrachtete. Von ihm hatte nommen war, erst gelesen hatte, als das Blatt fertig war. Das der Beamte auch die Meinung, daß er in Bockwik sehr gefürchtet Gericht kam zu einer Freisprechung, und zwar auf Grund des fet", und daß sich die Leute nicht leicht getrauten", ihm entgegen§ 20 Absatz 2 des Preßgesezes. In der Begründung des Urteils zu handeln. Er fah, wie mehrere Personen angesprochen wurden, hieß es, eine Bestrafung nach§ 21 des Preßgesekes, der von der und hörte einige sagen, daß sie lieber in ein anderes Lotal gingen, pflichtgemäßen Sorgfalt des Redakteurs handelt, hätte nur erweil schon wieder Boften da ständen. Gr wies schließlich Starke folgen können, wenn eine öffentliche Klage erhoben worden sei, weg und erneute feine Anordnung, als Starte bald danach im aber nicht bei einer Privatklage. Sämtliche Kosten muß der Mücken des Lokals wieder auftauchte. Wegen Nichtbefolgung diefer Privatkläger tragen. zweiten Aufforderung erfolgte die Verurteilung durch das Landgericht. Das Gericht erachtete den angeführten Tatbestand nicht nur, sondern auch weiter als" festgestellt", daß Pagel sich sagte, Der Bergmann Götte soll in einer Generalversammlung des das Publikum werde belästigt, und daß er ferner befürchtete, es Bergarbeiterverbandes einen dem Verbande nicht angehörigen Fönnte zu Streitereien, Sachbeschädigungen und Schlägereien Bergmann beleidigt haben. Der Beklagte bestritt die Beschuldikommen. Das hätte Bagel verhindern wollen, feine Aufforderung gung. Beweise wurden nicht erbracht. Troßdem verurteilte ihn sei also zur Aufrechterhaltung der Sicherheit und Nuhe auf der das Schöffengericht Oberhausen zu 50 M. Geldstrafe. Dieser Tage öffentlichen Straße ergangen. Die Beseitigung dieses Rädels- fand vor dem Landgericht Duisburg Berufungstermin statt. Aber führers" Starke habe übrigens nicht nur diesen Zwed gehabt, mals fonnte ein Beweis für die Beschuldigung nicht gebracht sondern sei zu seiner Erreichung auch erforderlich gewesen. Starke werden. Darauf ersuchte der Borfitende den Angeklagten, er solle hätte folgen müssen. Unerheblich sei, daß eine Störung noch nicht beweisen, daß er den inkriminierten Ausdruck nicht getan habe. borlag. Der Angeklagte und sein Verteidiger wendeten sich entschieden da Die von Starte hiergegen eingelegte Revision vertrat Rechts- gegen, daß dem Angeklagten die Beweislaft obliege. Die Sache antvalt Dr. Herzfeld vor dem Kammergericht. Er verwies u. a. felbst verfiel der Bertagung. Es ist weit mit der Justiz geauf die bekannten Urteile des Reichsgerichts und Kammergerichts| tommen, wenn sie annimmt, ein Angeklagter müsse seine Unschuld, ( 2. Senat) über die Zulässigkeit des Boykotts und des Bostenstehens nicht die Klage die Edyuld beweisen. zur Durchführung von Boykotts, welche in einem Schadenersatzprozeß und einem Strafverfahren wegen groben Unfugs ergangen find. Vor allem hob er aber hervor, daß Breußen kein Rechtsstaat, Wissenschaftliche Ueberzeugung hat dem Bolenbak den Bortritt fondern ein Polizeistaat wäre, wenn das subjektive Ermessen des Polizeiegekutivbcamten auch für die strafrechtliche Beurteilung maßgebend sein sollte. Es sei unmöglich, auf der einen Seite mit dem Reichsgericht zu sagen, Boykottpostenstehen und das Ansprechen des Publikums in ruhiger und höflicher Weise ist nicht rechtswidrig, und auf der anderen Seite zu erkennen, diese Handlungen tverden bestraft, wenn der Gendarm sie für rechtswidrig und für eine Gefährdung der öffentlichen Ordnung hält. Der Ober- Staatsanwalt beantragte die Berwerfung ber Nevision. Es sei festgestellt, daß der Gendarm die Störung der Sicher heit und Ruhe auf der Straße besorgt und deshalb seine Anordnung gegeben habe, und dies genüge. 0000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000008 Geh- Pelze | Zur Unparteilichkeit der Gerichte. zu laffen. Das Gericht nahm an, eine Ueberschreitung liege nicht vor; auch der Kreisarzt vermochte die schweren Schädigungen, die der Angeflagte in feinen Zeugnissen als vorhanden hingestellt hatte, nicht zu erkennen. Die Revision des Angeklagten, der u. a. mit Fug Reichsgericht verworfen. und Recht Verkennung des§ 293 rügte, murde am Freitag vom Die gegen die Polen geübte Germanisierungsjustiz hat das eine Gute, Leuten, die bislang die Justiz als der Justiz aufzuklären. politisches Machtinstrument nicht betrachteten, über die wahre Natur Freispruch durch das Reichsgericht. Der seltene Fall, daß das Reichsgericht sofort ohne Zurückweisung in die Vorinstanz das verurteilende Erkenntnis aufhob und auf Freisprechung erkannte, ereignete sich am Freitag. Die Stellenbefizersfrau Flora Schulze und ein Mitangeklagter waren am 8. Juli von der Strafkammer in Sorau wegen Ehebruchs zu Gefängnis verurteilt worden. Der gesetzliche Tatbestand lag aber nicht vor, da die Ehe nicht wegen des Ehebruchs geschieden ist, dieser vielmehr nur im Scheidungsurteile mit erivähnt war. Ghebruch ist nach dem Strafgesez nur dann strafbar, wenn wegen desselben die Ghe geschieden ist. Daß das fünf gelehrte Richter übersahen, ist ein Beweis für die Entbehrlichkeit des gelehrten" Richtertums. Detektivbureau und§ 35 der Gewerbeordnung. Durch eine Novelle ist die Bestimmung in die Gewerbeordnung hineingekommen, daß bei der Polizei Anzeige zu machen hat, wer die gewerbsmäßige Erteilung von Auskünften in persönlichen Angelegenheiten betreibt. Herr Fischer, der Inhaber eines Detektiv. bureaus, hatte es unterlassen, feinen Gewerbetrieb der Polizei anzuzeigen. Er bestritt prinzipiell die Anwendbarkeit der Vorschrift auf Detektivbureaus. Das Landgericht Berlin verurteilte ihn je doch und das Kammergericht verwarf feine Revision mit folgender Begründung: Ein Detektivunternehmer, der Nachforschungen für Private und Behörden anstellt, indem er Personen beobachtet, und der dann dem Auftraggeber über das Ergebnis Auskunft erteilt, der betreibe das Gewerbe der Auskunftserteilung im Sinne des § 35 der Gewerbeordnung. Das sei aber vom Angeklagten festgestellt. Er hätte deshalb sein Gewerbe bei der Polizei anmelden müssen. Das treffe auch für Personen zu, die das Gewerbe schon vor dem Erlaß der Novelle zur Gewerbeordnung betrieben. Sie hätten eben beim Infrafttreten der Nobelle die Anzeige machen müssen. Wafferstands.Nachrichten ber Landesanstalt für Gewässerfunde, mitgeteilt bom Berliner Wetterbureau. Bafferstand Memel, Tilfit Bregel, Insterburg Weichsel, Thorn Dder, Ratibor Stroffen Frankfurt Barthe, Schrimm Landsberg Rege, Bordamm Elbe, Leitmeriz So etwa läßt sich als Ergebnis eines jetzt von dem Reichsgericht endgültig entschiedenen eigenartigen Beleidigungsprozesses gegen den praktischen Arzt Dr. Stanczyk feststellen. Vom Landgerichte Schneidemühl ist am 31. Mai der Arzt Dr. med. Stanczyk wegen Beleidigung zweier Lehrer zu 200 M. Geldstrafe verurteilt worden. Zwei Schüler waren wegen Widerhaarigkeit gezüchtigt worden. Der Angeklagte, der mit dem Schulstreif sympathisiert, wurde von den Vätern veranlaßt, ein ärztliches Attest über die Gesundheitsschädigungen" auszustellen. Er tat dies in der Weise, daß er in den Schriftstüden seine Ansicht dahin niederlegte, die Lehrer hätten mit roher Gewalt ihr Züchtigungsrecht überschritten. Estreiben. Ulster und Paletots Neueste Geschmacksrichtungen. 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Abteil. in Deutschen Theater: Das Wintermärchen. Rachmittags 3 Uhr: 18. Abteil. im Neuen Theater: leber den Wassern. Nachmittags 3 Uhr: 20. Abteil. ( 19701-20000), 21. Abteilung 20001-20700) im Schiller Theater O: Das vierte Gebot. Nachmitags 4 Uhr: Ein Sohn des Bolles. Montag: Biederleute. Gebr. Herrnfeld. Madame BigWag. Es lebe das Nachtleben. Nachmittags 3 Uhr: Die Meyer hains. Montag: Madame Wig- Wag. Ez lebe das Nachtleben. Passage. Paula Wirth. Spezialt täfen. Montag: Dieselbe Borstellung. Prater. Zwischen zwet Herren. Nachmittags 3 Uhr: Die Räuber. Montag: Die Logenbrüder. Palast. Spezialitäten. Montag: Diefelbe Borstellung. Parodie. Zapfenstreich. Das Ungeheuer. Monna Banna. Nachmittags 3 Uhr: Mt- Heidel berg. Zapfenstreich. Montag: Zapfenstreich. Das Ungeheuer. Monna Banna. Wintergarten. Spezialitäten. Montag: Dieselbe Borstellung. Reichshallen. Stettiner Sänger. Montag: Dieselbe Borstellung. Iranin. Tandenstraße 18/49. Abends 8 Uhr: Erstbesteigungen von Gipfeln im West- Himalaja. Montag 8 Uhr: Ueber den Brenner nach Venedig. Hörsaal 8 Uhr: Prof. Dr. Rathgen: Arfen. Antimon. Bismut. Bor. Silicium. Sternwarte, Juvalidenstr. 57/62. Freitag, 6. Dezember, to Lortzing- Theater: Hans Heiling. ( 22.) II. Abend- Abteilung Schiller- Theater. Schiller- Theater 0.( Wallner- beater). Sonntag, nach m. 3 11 br: Das vierte Gebot. Sonntag, abends 8 Uhr: Reiterattacke. Montag, abends 8 Ubr: Gebildete Menschen. im Gastkarten à 1 Mark in allen Zahlstellen. Werbet Mitglieder für die Abendabteilungen. Schiller- Theater Charlottenburg. Sonntag, nadm. 8 Uhr: Maria Stuart. Lortzing- Theater Nachmittags 3 Uhr: Undine. Albends 8 Uhr: Sonntag, abends 85: Die Entführung aus dem Serail. Wilhelm Tell. Montag, abends 8 Uhr: Maria Stuart. Schiller- Saal( Schiller- Theater) Sonntag 8 Uhr: Henrik Ibsen- Abend. Großstadt zur Weltstadt. Neunter Vortrag des Zyklus: Alt: und Montag abends 7-8, Uhr: Bortrag Dr. M. Osborn: Von der Neu- Berlin. Montag abends 9-10 Uhr: Vortrag von Eduard Bernstein: Die Neunter Bortrag des Zyklus: Staats- und Gesellschaftsideale im großzindustrielle Entwickelung und der Gesellschaftsidealismus. Laufe der Jahrhunderte. Zirkus Schumann Heute Sonntag, den 1. Dezember, nachm. 3, Uhr und abends 7 Uhr: 2 große außerordentliche 2 Gala- Vorstellungen. Nachmittags auf allen Plägen ohne Ausnahme ein Kind frei. Jedes weitere sind unter 10 Jahren halbe Preise( außer Galerie). In beiden Vorstellungen, nachmittags u. abends: XIII. Saison Zirkus Busch Bahnhof Börse. Sonntag, den 1. Dezember: Montag: Bar und Zimmermann. Dienstag Erstaufführung: Der Freischütz. Passage- Theater. Heute zwei Vorstellungen. Nachm. 3-7 Uhr( ermäß. Preise). Abends 8-11 Uhr. Heute Premiere. Urania. 227/4 Wissenschaftliches Theater. Abends 8 Uhr: Erstbesteigungen von Gipfeln im West- Himalaja. Montag 8 Uhr: Ueber den Brenner nach Venedig, Hörsaal 8 Uhr: Prof. Dr. Rathgen: Arsen. Antimon. Wismut. Bor. Silicium. Invalidenstr. 57-62: Sternwarte. Folies Bergère W., Jägerstraße 63 a. Abends 8% Uhr: Mila Barry Mad. Hurst Lola Montez Mad. Dersy Gala- Vorstellungen 2 Valhalla Udel- Quartett Nachmittags 4 Uhr und abends Rachmittags 3 lbr: 3. Abteilung Berliner Theater. 6 fliegende Banvards. 7%, Uhr. Machm. 4 Uhr zahlen ( 2701-3000), 4.21bt.( 3001-3750) im Friedrich Wilhelmstädtischen Gastsp. des Neuen Operett.- Theaters. は Schauspielhause: Nathan der Betsc. Montag abend 8 Uhr: 12. Abteil. im Lorging Theater: Bar und Zimmermann, Sonnabend abend 8%, Uhr, in Brauerei Königstadt: Winterfest. Anfang 7, Uhr. Kgl. Opernhaus. Madame Butterfly Montag: Die Meistersinger vo Nürnberg.( Anfang 7 Uhr.) Kgl. Schauspielhaus. Julius Cafar. Montag: Die Rabensteinerin. Neues tgl. Operntheater. Figaros Hochzeit. Deuriches. Was ihr wollt. Montag: Dieselbe Borstellung. @ammerspiele. Frühlings Erwachen.( Anjang 8 Ubr.) Montag: Marquis von Seith. Neues Schauspielhaus. Zar Peter. Sonntag, den 1. 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Blaubart. Montag: Diefelbe Borstellung. Montag zum 228. Male: Ein idealer Gatte. Dienstag 3. erstenmal: Mandragola. Theater des Westens. Sonntag nachm. 34 Uhr halbe Preise: Frühlingsluft. 8 Uhr: Die lustige Witwe. Abends 8 Uhr: Das muß man seh'n!! Gr. Revue in 4 Akten( 12 Bildern) von J. Freund. Musik von Viktor Hollaender. In Szene gesetzt von Direktor Richard Schultz. G. Thielscher, F. Massary, In beiden Vorstellungen: Vorführen und Reiten der besten Schul-, Freiheits- und Springpferde. Ju beiden Vorstellungen: Auftreten sämtlicher Clowns mit den neuesten Witzen und Späßen. Abends 7, Uhr: Auf der Hallig! Gr. Ausstattungs- Pantomime des Zirkus Busch in 4 Bildern. Friedrich- Wilhelmstädtisches B. Darmand, Bender, Giampietro, Die Wunder der Tiefsee. Schiller 0.( Wallner- beater.) Schauspielhaus. Reiterattade. Nachmittag 3 Uhr: Das vierte Nachm. 3 Uhr: Nathan der Weise. Gebot. Montag: Gebildete Menschen. Anfang 8 Uhr. Schiller Charlottenburg. Bilhelm Kriemhilds Rache. Zell. Nachmittags 3 Uhr: Maria Stuart. Montag: Maria Stuart. Friedrich Wilhelmstädt. SchauMontag: Brüderchen. Dienstag u. Mittwoch: Kriemhilds Rache. spielhaus. Striemhilds Radhe Lustspielhaus. Nachmittags 3 Uhr: Nathan der Nachm. 3 Uhr: Jm Sperlingsneft. Weife. Montag: Brüderchen Kleines. Maria Magdalena. Nachmittags 3 Uhr: Nachtashl Montag: Ein idealer Gatte.' Zentral. Frau Barrens Gewerbe. Nachmittags 3 Uhr: Die Geisha. Montag: Frau Barrens Gewerbe. Theater au der Spree. grünen Weg. Abends 8 Uhr: Husarenfieber. Zentral- Theater. Gastspiel des Hebbel Theaters. Nachm. 3 Uhr: Die Geisha. Halbe Preise. Abends 8 Uhr: Am Frau Warrens Gewerbe. Nachmittags 3 Uhr: Der Attienbudiker. Montag: Der Allienbudiler. Lorking. Entführung aus dem Serail. Nachmittags 3 Uhr: Undine. Montag: Bar und Zimmermann. Residenz. Ganz der Papa. Rachmittags 3 Uhr: Der Prinz gemahl. Montag: Ganz der Papa. Romische Oper. Die verkaufte Brant. Nachmittags 3 Uhr: Hoffmanns Erzählungen. Montag: Tiefland. Westen. Die lustige Bitwe. Nachm. 3, Uhr: Frühlingsluft. Montag: Die lustige Witwe. Luitpielhaus. Husarenfieber. Nachmittags 3 Uhr: 3m Sperlings. nest. Montag: Husarenfteber. Trianon. Fräulein Joſette- meine Frau. Montag: Dieselbe Borstellung. Thalia. Die gelbe Gefahr. Nachmittags Uhr: Thr SechsUhr- Dntel. Montag: Die gelbe Gefahr. Luisen. Das Heiratsnest. Nachmittags 3 Uhr: Hoffmanns Er. zählungen Montag: Das Heiratsneft. Bernhard Roje. Matler. Drama in 4 Alten von Bernh. Shaw. Residenz- Theater. Direktion: Richard Alexander. Anfang 8 Uhr. Ganz der Papa. Schwank in 3 Aften von Mars und Desvaillières. Deutsch v. M. Schönau. Baron des Aubrais: Rich. Alerander. Sonntag, den 1. Dezember, nach mittags 3 Uhr: Der Prinzgemahl. Luisen- Theater. Reichenbergerstr. 34. Nachmittags 3 Uhr: Hoffmanns Erzählungen. Abends 8 Uhr: Das Heiratsneft. Montag: Das Heiratsneft. Dienstag Operetten Gaftspiel: Die Buppe. Mittwoch: Berlin wie es weint und Yacht. Josephi. Anfang präzise 8 Uhr. 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Montag: Der Aktienbubifer. Rachmittags 3% Uhr: Samilien. DERNHARD ROSE THEATER Borstellung. Montag: Sylvester Schäfer fr. Siegt. Gentes. Walhalla. Spezialitäten. Montag: Dieselbe Borstellung. Folies Caprice. Geteilte Liebe. Montag: Diefelbe Borstellung. Rafino. Dieberleute ( Gr. Frankfurterstr. 132. Rachmittags 3 Uhr: Othello. Abends: Ein ehrlicher Makler. Sonntagpreffe. Das Ungehener. Zapfenstreich. Monna Banna. admittag 3%, Uhr halbe Brelſe: Alt- Heidelberg. Zapfenstreich. Sanssouci bar. Straße 6. Direttion: Wilhelm Reimer. Sonntag, Montag, Donnerstag: Hoffmanns Nordd. Sänger und Tanzkränzchen. Der Sput in der Mühle. Bosse mit Gesang. Beginn Sonntags 5 Uhr, wochentags 8 Uhr. Morgen Montag: Elite- Soiree. Tanz. Dienstag Gastspiel der Berliner Boltsbühne. Senjat.: Am Altar. Bürgerfäle, Bergstraße Nr. 147. Sonntag, 1. Dezember, Anf. 7 Uhr: 5. Gastspiel des Opern. Ensembles ( Theater des Westens) unter Leitung von Artur Below: Zar und Zimmermann. Stomische Oper in 3 Aften v. Lorging. Theater Folies Caprice Linienstr. 132, Ecke Friedrichstraße. Rabbi Meseritsch. Bunter Teil. Geteilte Liebe. Anfang 8 Uhr. Reichshallen- Theater. Stettiner Sänger. Varieté- Theater Weinbergsweg 19/20, Rosenth. Tor. Heute: 2 Vorstellungen. Nachmittags 3, Uhr: Kleine Preise. Jeder Erwachsene ein Kind fret. Abds. 8 Uhr: Premiere. Das koloss. Dezember- Programm. unter pers. Mitwirkung des Herrn Prof. C. Fr. Udel. Vorverkauf an der Theaterkasse von 11 Uhr an. Stadt- Theater Moabit. Alt- Moabit 48. Sonntag, den 1. Dezember 1907: 12 Akrobaten Lorch 12 Das forle a. d. Schwarzwald. zirzensische Spiele. Mahlows Weel- Att. Nanon, Soubr. 8 Colini Clairon 8 Ein Künstlerfest." ,, Ein Dorf- Idyll", Burlest- Bantom. Harry Arndt, Sumoriſt. Im Tunnel: 4 Musikkapellen. Theaterbesuchern freier Eintritt. W. Noacks Theater Direftion: Rob. Dill. Brummenitr. 16. Boltsstüd in 7 Bildern bon Charlotte Birch- Pfeiffer. Borher: Auf die Prämisse kommt es an. Nach der Vorstellung: Ball. 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Weil viele in der jetzt hereinbrechenden Beit der Not nach ihnen Ausschau halten und glauben, daß nur mit ihrer Hülfe der Einnahmerückgang samt den Teuerungspreisen überwunden und ausgeglichen werden könnte. Ob das Stückchen Wurst oder Schinkensped für den einzelnen ein bißchen größer oder kleiner ausfällt, das merkt keiner. Und das Stüd Brot dazu rutscht besser, wenn es mit einem Glas Bier oder einem Gläschen Schnaps angefeuchtet wird. Schließlich kann auch die Mutter eher auf Arbeit gehen, wenn sie sich nicht solange mit der Kocherei abzuplagen hat. In erster Linie kommen hier in Betracht: Hülsenfrüchte, Gemüse, Mehlspeisen, Obst und alle in diesem Zusammenhang mög= lichen Kombinationen. Eingegangene Druckschriften. Blutus. Heft 48. Kritische Bochenschrift für Bollswirtschaft und Finanzwesen. Herausgeber: Georg Bernhard.) Berlag Berlin- Charlotten burg, Goethestraße 69. Die Aufhebung der reglementierten Prostitution in Dänemark. Volkswirtschaftliche Blätter", 2. Novemberheft. Herausgegebent Im Oktober dieses Jahres war ein Jahr verflossen, feit in im Auftrage des Deutschen Volkswirtschaftlichen Verbandes den Hermann Dänemark das Gefez in Kraft trat, das die reglementierte Edm Strüger. Starl Sehmanns Berlag, Berlin W. 8. Prostitution beseitigte. Die Prostitution selbst, die ja ein un- Herausgegeben von Prof. Dr. Fr. Umlauft. A. Hartlebens Berlag in Wien. Deutsche Rundschau für Geographie und Statistit. Heft 3, vermeidlicher Bestandteil der bestehenden sittlichen" Weltordnung Jährlich 12 Hefte zu 1,15 M. ist, wurde damit natürlich nicht abgeschafft. 12 Wie das neue Gesetz, wie die Aufhebung des Zwanges der Brostituierten zu regelmäßiger ärztlicher Untersuchung auf den Gefundheitszustand der Bevölkerung gewirkt hat, das läßt sich vorläufig noch nicht feststellen. Dazu ist die Zeit eines Jahres zu kurz, und außerdem tonnte ja auch die neue Einrichtung der unentgelt lichen Behandlung Geschlechtsfranker noch nicht so zur Geltung tommen, wie das für spätere Zeit zu erwarten ist. Rapital und Erfindung. Oktober- November- Heft. Von Otto Bicsner. Einzelh. 40 Pf. Berlag Berlin SW. 47. Bierteljahrsschrift für förperliche Erziehung. 3. Heft. Herausgegeben von Prof. Dr. 2. Burgerstein und Dr. V. Pinner. Verlag F. Deutice, Bien I, Schottengaffe 6. Dr. 3. Wolf. Monatlich ein Heft. Vierteljährlich 5 M. Verlag: A. Detchert Zeitschrift für Sozialwissenschaft. Hest 11. Herausgegeben von Radhf. G. Böhme) in Leipzig. Kulturgeschichte des deutschen Boltes von Otto Henne am Rhyn. Lieferung 4, 5 u. 6 a 1 M. Verlag: Baumgärtel, Berlin W. 30. Morgen". Bochenschrift für deutsche Kultur. Nr. 25. 50 Pf. Berlag: Marquardt u. Co., Berlin W. 50. Architektur- Konkurrenzen. Band III, Heft 1, Herausgegeben von G. D. Badeker, Effent, gegeben vom Berein für Kinder- Bollstüchen. 46 Seiten. Geschäftsstelle Zur Frage der Speisung notleidender Schulkinder. HerausBerlin W. 50 Ueber die Wirkung des Gesezes auf die Rechtsverhältniffe war Das ist so das landläufige Gerede. Das ist es heute wie vor man sich auch in mancher Hinsicht im unklaren. Die Polizeis 10 und 20 Jahren. Damals wurde in der noch von Jastrow heraus- behörden konnten sich schwer an den neuen Zustand gewöhnen gegebenen Sozialen Bragis" ein Artikel veröffentlicht, der sich und suchten hier und da in altgewohnter Weise ihre Macht betitelt:„ Erwerbs- oder Hausarbeit der Arbeiterfrau". Es ist dort gegen die Prostitution geltend zu machen. Urteile der Berlin W. 8. von zwei Arbeiterfamilien die Rede, von denen die eine, in Leipzig Sriminalgerichte und schließlich des höchsten Gerichts haben nun der wohnhaft, 5 Köpfe zählt( 8 Kinder im Alter von 11, 8 und 4 Jahren) und mit einem Wocheneinkommen von etwa 20 M.( im Anfang der achtziger Jahre des vorigen Jahrhunderts) zu rechnen hat, zu dem der Mann 13 M. und die Frau 7 m. beiträgt. Bon diesen 20 M. werden für Nahrungsmittel 10,74 M., für Genußmittel( Tabat, Bier, Schnaps) 2,08 M. aufgewandt. Eine Hauptrolle im Nahrungsbudget spielen Brot, Startoffelu, Käse, Gurken und Spirituosen. Milch und Hülsenfrüchte fehlen vollständig. Anders bei einer Frankfurter Arbeiterfamilie von 6 Köpfen, die im Jahre 1894 oder 1895 mit einem Wocheneinkommen von 18 M. zu rechnen hat, das allerdings vom Manne allein verdient wird. Die Mutter ist zu Hause und spart dadurch gleich vorweg das Aufsichtsgeld, das die Leipziger Familie in Höhe von 1 M. bezw. 50 Pf. pro Woche für das Jüngste Kind zu zahlen hat. Sie kann auch Hausrat und Kleider beffer imftande halten, als dies der auf Arbeit gehenden Leipziger Arbeiterfrau möglich ist, und, was die Hauptsache ist, bei einer wöchentlichen Nahrungsausgabe von 7,36 M. ernährt sie ihre Leute besser als dies in Leipzig, bei einer Person weniger, mit 10,74 m. geschieht. Auch beim Verbrauchsposten von Heizungs- und Befeuchtungsmitteln stellt sich heraus, daß die Frankfurter Familie rationeller wirtschaftet. Ausgaben für Alkohol finden wir da freilich überhaupt nicht. Das beweist nun zweierlei. Einmal, daß da, wo mehrere Kinder vorhanden, der von der Mutter zu erlangende Verdienft nur gering und wenn der Verdienst des Vaters nur einigermaßen ausreichend ist, die Mutter besser daran tut, auf die Erwerbsarbeit zu verzichten und ihre Arbeitskraft in den Dienst häuslicher Ersparnis, befferer Wirtschaftsführung, Verwendung und Ausnutzung nahrhafter Lebensmittel zu stellen. Zum anderen beweist unser Beispiel, daß talte Küche und altoholische Getränke eine rationelle und ausreichende Ernährung nur bortäuschen, in Wirklichkeit aber hintanhalten. Es beweist, daß diese beiden Feinde des Arbeiters eine Ernährung bedingen, die teurer und um vicles schlechter ist, als die allerdings mühevollere Küchenführung, die nahrhafte, wennschon mühsamer zu erschließende und zuzubereitende Rohstoffe verwendet, die billiger sind als die fertigen Produkte der talten Stüche und die zugleich die trügerische Werbefferung durch den Alkohol überflüssig machen. Band 58. Mole: S. Scheurembrandt. Jährlich 12 Hefte 15 M. Verlag E. Wasmuth, Bolizei in einigen der wichtigsten Streitfragen eine Richtschnur ge- das vierte Geschäftsjahr. 13 Seiten. Berlag: H. Kaufmann, Hamburg 1. Geschäftsbericht des Konfumvereins Britwalt und Umgegend über geben. Eine Frau follte wegen Ruppelei bestraft werden, weil sie Wilhelm Berbrow: Afrikas Herrscher und Voltshelden". Verlag Brostituierten Unterkunft gewährte und ihnen Aufwartedienste leistete. S. St. W. Berdrow, Nieder- Schönhausen. Preis: brosch. 3,50 m., geb. Sie wurde freigesprochen, weil sie nachwies, daß fie teine 4,00. höhere Bezahlung genommen hatte, als von anderen Leuten Apotheken und Krankenkassen. Von Dr. jur. Kuhn. 1,50 M. Berlag für Logis und Aufwartung verlangt wird. Bekanntlich werden die Prostituierten überall, wo die Reglementierung besteht, von den Vermieterinnen wucherisch ausgebeutet und dadurch gezwungen, um so eifriger ihrem Gewerbe nachzugehen. Nun ist es also in Aus Natur und Geisteswelt. Band 200. Die Mechanik des Dänemark durch Gerichtsurteil festgelegt, daß es keineswegs strafbar Geisteslebens. Bon Profeffor Dr. Max Verworn, Göttingen. Band 5. ist, Prostituierten Unterschlupf zu gewähren, falls dafür nicht be- uft, Waffer, Licht und Wärme. Von Prof. Dr. N. Plochmann in sonders hohe Preise verlangt werden. Eine Bestimmung des neuen Stönigsberg. Band 16. Die deutschen Volksstämme und LandGesetzes, die der Polizei eine besondere Handhabe gegen die hiftorische Stizze. Von Prof. H. Boehmer in Bonn. schaften. Von Prof. Dr. D. Welse. Band 49. Die Jefuiten. Eine Prostitution bietet, ist die, daß Prostituierte unter Umständen wegen füle, Atome, Weltäther. Bon Dr. Gustav Mie, a. o. Profeffor der Bagabundage oder als Arbeitsscheue bestraft Phyfit in Greifswald. Band 128. Moderne Rechtsprobleme. Von werden können. Wie nun durch Urteil des höchsten Gerichts Prof. Dr. Joseph Kohler in Berlin. Band 132. Kaffee, Tee, Katao bestätigt wurde, können sie sich gegen solche Bestrafung jedoch schützen, und die übrigen narkotischen Aufgußgetränke. Bon Prof. Dr. A. Wieler. wenn sie, sei es auch nur nebenbei, als Arbeiterinnen tätig find oder Dr. Walther Stauve, Spezialarzt für stinderkrankheiten in Bonn. Band 154. Der Säugling, feine Ernährung und seine Pflege. Bon sonstwie ein anderes Gewerbe betreiben. Die Polizei wollte cine Band 160. Die Tierwelt des Mikroskops( die Urtiere). Bon Dr. Oktoberdame", wie man fie jest in Dänemark zu nennen pflegt, Richard Goldschmidt. bestraft wissen, obwohl sie als Näherin tätig war, weil fie früher Johannes Petersen, Direktor des Waisenhauses in Hamburg. I. Die öffentBand 161-162. Jugendfürsorge. Von Dr. sich der Prostitution hingab und damit offenbar mehr verdiente als liche Fürsorge für die Hülfsbedürftige Jugend. II. Die öffentliche Fürsorge mit der Näherei. Das Kriminalgericht sprach sie frei und das höchste für die fittlich gefährdete und die gewerblich tätige Jugend. Band 163. Gericht hat dieses Urteil bestätigt und dabei ausgeführt, daß, wie Die Städte, geographisch betrachtet. Bon Prof. Dr. K. Haffert in Köln. das neue Gesetz beschaffen ist, Bestrafung wegen Brostitution nicht Band 164. Herbaris Lehren und Leben. Von Pastor O. Flügel. möglich ist, wenn die Betreffende nur nachweisen kann, daß sie widelung und Bedeutung. Bon 3. Bruns, kaiserl. Boftrat. Mit einem Bildnisse herbarts. Band 165. Das Postwesen, seine Entaußerdem auf andere Weise etwas Geld verdient. Band 170. Mathematische Spiele. Bon Dr. B. Ahrens. Band 169. Deutsche Schiffahrt und Schiffahrtspolitik der Gegenwart. Bon Karl Thieß, Profeffor an der Technischen Hochschule in Danzig. Band 172. Dic Lehre von der Wärme. Bon Prof. Dr. R. Börnstein. Band 177. Sittliche Lebensanschanungen der Gegenwart. Von Prof. Dr. Dtto Stirn in Leipzig. Band 182. Das Buchgewerbe und die Kultur. Sechs Vorträge, gehalten im Auftrage des Deutschen Buchgewerbevereins im Winter 1907 von R. Fode, H. Hermelint, R. Kautsch, H. Baentig, G. Witkowski, R. Buttle. Band 183. Die Telegraphie in ihrer Entwickelung und Bedeutung. Bon Johannes Bruns, faifert Poftrat. Band 188. Deutsches Ringen nach Kraft und Schönheit. Bon Turninspektor Karl Möller. Preis jedes einzelnen Bandes geh. 1 M., in Leinwand geb. 1,25. Berlag B. G. Teubner in Leipzig. Bersammlungen Veranstaltungen. Lichtenberg. Dienstag, 3. Dezember, 8% Uhr, im Lokal von Gürsch, Frankfurter Chauffee, öffentliche Frauenversammlung. Vortrag der Genoffin Weyl: Die Frau in der Kommune". Bericht der Vertrauensperson und Neuwahl derselben. Verband sozialdemokratischer Wahlvereine Berlins und Umgegend. Dienstag, den 3. Dezember, 8% Uhr abends: Vereins- Versammlungen. I. Kreis Dräsels Festfäle, Neue Friedrichstraße 35. II. Kreis t COOL 001 Steffer IV. Kreis Kellers Festfäle( Inh. Freyer), Koppenstr. 29. erg. 9208 Berliner Bockbrauerei, Tempelhofer Berg. III. Kreis dA- 88M Frankes Festsäle( Inh. Meyer), Sebastianstr. 39. V. Kreis Musiker- Säle, Kaiser Wilhelmstr. 18m. VI. Kreis Germania- Prachtsäle, Chauffeeſtr. 110. Rixdorf. SHoppes Festfäle, Hermannstr. 49/50. Tages- Ordnung: 1. Berichterstattung vom preußischen Parteitag. 2. Diskussion. 3. Partei- und Vereinsangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimiert. Zahlreiches Erscheinen erwarten Die Vorstände. Erster Wahlkreis. Sonntag, 1. Dezember, abends 6 Uhr, in der Lebensquelle", Kommandantenstraße 20: Große Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Ed. Bernstein über: Kämpfe in der englischen Revolution." 2. Disfussion. 236/16 Nachdem: Geselliges Beisammensein und Tanz. Eintritt infl. Garderobe und Tanz 20 Vf. Der Vorstand. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Einwohner des Sozialdemokratischer Wahlverein des 4. Berliner Reichstags- Wahlkreises. Dienstag, den 3. Dezember 1907, abends 8 Uhr, in der Königsbank, Große Frankfurterstr. 117: Oeffentliche Versammlung. Tages- Ordnung: Orts- Krankenkasse der Steindrucker u. Lithographen Am Montag, den 9. Dezember 1907, abends 8%, Uhr, findet im Gewerkschaftshause, Engel- lljer 15 ( großer Saal), die zweite Ordentliche General- Versammlung pro 1907 statt. 16846 Sämtliche Herren Bertreter der Arbeitgeber und der Kassenmitglieder Rezitation des Gen. Walkotte über das Drama ,, Das verlorene Paradies" werden hierzu ergebenſt eingeladen. Zahlreichen Besuch erwartet 264/ 11* Der Vorstand. Genossinnen! Genossen! Tages- Ordnung: 1. Wahl des Ausscusses für die Prüfung der Jahresrechnung. 2. a) Neuwahl zum Vorstand, sechs Bersonen, aus der Zahl der Vertreter der Versicherten(§ 38 d. Stat.). Dienstag, den 3. Dezember, abends 8 Uhr, im„ Nenen Klubhause", b) Neuwahl zum Vorstand, 3 PerKommandantenstr. 72: Gesundbrunnens. Oeffentl. Versammlung. Mittwoch, den 4. Dezember, abends 8 Uhr: Volks- Versammlung im Saale des Marienbad, Badftraße 35/36. Zages Drdnung: Der Kampf um die wirtschaftliche Freiheit. Referent: Reichstags- Abg. Genoffe Dr. Eduard David. Diskussion und Verschiedenes. 212/ 1+ Männer und Frauen! In Anbetracht der immer weiteren Steigerung der wichtigsten Lebensmittel und der bevorstehenden Krise: erscheint in Maffen zu dieser Versammlung. Der Einberufer. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Zahlstelle Berlin. IF Einsetzer! E Dienstag, 3. Dezember, abends 82 Uhr, bei Boeker, Weberstr. 17: Branchen- Verfammlung. Tages- Ordnung: " 1. Vortrag des Kollegen Rob. Ahrens über: Die Unfall: bersicherungsgesetzgebung." 2. Bericht über die Verhandlung vor dem Einigungsamt. 3. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. 98/15 Drechsler, Treppengeländer- und Luxusmöbel- Branche! Montag, den 2. Dezember 1907, abends 82 Uhr, bei Anton Boeker, Weberstr. 17: Versammlung aller der in den drei Branchen beschäftigten Tischler, Stellmacher, Drechsler usw. Zages Drdnung: 1. Vortrag des Arbeitersekretärs Genoffen Eugen Brückner über: Sozialpolitische Gesetzgebung". 2. Diskussion. 3. Die Drechslertonferenz in Leipzig. 4. Wahl der Dele: gierten. 5. Verbands: und Branchenangelegenheiten. Zahlreichen Besuch der Kollegen erwartet Die Kommission. Zages- Ordnung: Berichterstattung vom preußischen Parteitage. Bahlreichen Besuch erwartet 9/ 1* Die Vertrauensperson. der Arbeitgeber(§ 38 d. Stat.). c) Neuwahl von 3 Borstandsmit gliedern( auf Grund des§ 40 des Stat.). 3. Antrag des Borstandes: Abände rung des§ 11, betreffend anders weitige Festlegung des durchschnittlichen en Lagelobus für die 2. Klaffe Abänderung des§ 12 Abja 1 Ziffer 3b. Abänderung des§ 18 Abjak 1b. Abänderung des§ 30 Abfah 1 Achtung! Rixdorf. Achtung! Siffer 1-6. Grhöhung ber Montag, den 2. Dezember, 8% Uhr abends: Oeffentliche Frauenversammlung im Lokale von Heickaus, Karlsgartenstraße. Zages Drdnung: 1/20 1. Bericht von der Frauenkonferenz und vom preußischen Parteitage. Referentin: Frau Marie Thiel. 2. Diskussion. 3. Bericht der Vertrauensperson und Neuwahl derselben. 4. Verschiedenes. Die Vertauensperson. Emma Mohr, Bißmannstr. 10. Zahlreichen Besuch erwartet Blitz Blitz Blitz Blitz Blitz Blitz Blitz Blitz Gültig bis Weihnachten 1907. Jeder Kunde erhält bei Einkauf von 18 M. an gegen diesen Bon an unserer Kasse sofort bar 2.25 Mark. Ausschneiden! Gültig bis Weihnachten 1907 Bei Einkauf einer Herrenhose erhält jeder Kunde eine Kinderhose gratis. Eigene Fabrik mit elektrischem Betrieb! Blitz 85 Chausseestr. 85. Etn Posten Herren- Anzüge, mit kleinen Fehlern, zum Aussuchen. von Ein Posten Herren- Paletots, seltene Gelegenheit, alle Muster an . von 975 an 137 Gr. Frankfurterstr. 137 an Ein Posten Herren- Anzüge, sehr schöne Muster, zum Aussuchen.. von 975 Ein Posten Herren- Paletots, das muß man sehen • Von 1150 an Deutscher Metallarheiter- Verband 29 30 Kottbuser Damm 29-30. Arbeitsnachweis: Verwaltungsstelle Berlin. Hauptbureau: Hof I. Amt 3, 1239. Charitéstraße 3. Hof III. Amt 3, 1987. Montag, den 2. Dezember 1907, abends 8 Uhr: Versammlung aller in den Eisengießereien beschäftigten Former und Berufsgenossen ( Mitglieder des Deutschen Metallarbeiter- Berbandes) Chauffee. im weißen Germania- Prachtsäle, ftraße 110. Saale der Zages Ordnung: 1. Jahresbericht der Branchenleitung. 2. Neuwahl der Branchentommission. 3. Verbandsangelegenheiten. Zahlreiches und pünktliches Erscheinen wird erwartet. Dienstag, den 3. Dezember 1907, abends 8 Uhr: Mitglieder- Versammlung für Königs- Wusterhausen und umgegend in Wildau im Lofal von Schumann. Zages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Berbandsangelegenheiten. Die Mitglieder werden ersucht, zahlreich zu erscheinen. NB. Die Zahlstelle des Deutschen Metallarbeiter- Berbandes befindet fich beim Kollegen August Pürschel, Königs- Wusterhausen, Bahnhofstraße 1. 160/19 Die Ortsverwaltung. + Bekanntmachung.+ Wir haben die Webersche elektrische und Lichtheilanstalt Mariannenstr. 48( am Mariannen- Platz) getauft. Sprechst. für Kranke jeder Art, speziell für Frauenleiden, find jegt täglich 4-5 nachm. und 8-9 abends. Naturheilverein ,, Reform". Kuranstalten: Hackescher Hof u. Kopernikusstr. 29. Leiter: Dr. med. Saland und Otto Grundmann, Surdirektor. Blitz Blitz Blitz Blitz Blitz Blitz Blitz Blitz Blitz Blitz Blitz Blitz Blitz Blitz Blitz Blitz Blitz Ein Posten Herren- Anzüge, Kavalier, elegant zum Aussuchen.. Ein Posten Herren- Paletots, 30 verschiedene Muster. . 19 Turmstr. 19. Zirka 1000 Anzüge, in allen Mustern, um zu räumen Zirka 600 Paletots, nie wiederkehrende Gelegenheit • von 1225 . von 1450 an an . von 1350 an . von 1850 an 10 Hauptstr. 10, Schöneberg. 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Um 7%, Uhr abends: Wahl von 13 Delegierten der Arbeit geber pro 1908. 2. Um 8 Uhr abends: a) Wahl von 26 Delegierten ber Arbeitnehmer pro 1908. b) Wahl von 13 Erfahmännern. c) Wahl von 2 Krankenkontrolleuren, Pünktliches Erscheinen ist erforderlich) Der Vorstand. J. A.: Gustav Hohdorf, Vorsigender. Spar- und Produktiv- Genossenschaft Groß- Lichterfelde Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht. Die ordentl. Generalversamm lung findet nich' av am 6., sondern am Montag, den 9. Dezember 1907, abends 8 Uhr, im Lokal Kaiserhof am Kranoldplay. Zages- Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes und Auffichtsrates. 2. Vorlage der Bilanz und Entlastung des Vorstandes. 3. Wahlen zum Vorstand und Auffichtsrat. 4. Anträge(§ 14 des Statuts). Butrift nur gegen Vorzeigung des Mitgliedsbuches. 146/ 20* Der Vorstand. Der Aufsichtsrat. Fr. Harring. G. Platz. Möbelfabrik Berolina eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht. 1666b Die zum 9. Dezember einberufene anßerordentliche General Vers fammlung findet erst am Montag, den 16. Dezember, abends 6 11hr, im Geschäftslokal, Borhagenerstr. 16a, stalt. Tagesordnung: 1. Der Ausschluß des Genossen Mek durch den Aufsichtsrat. Statutänderng. 3. Verschiedenes Der Vorstand. Damen Uhren Herren- Uhren Ohne Anzahlung. Brückenstr. 13, R. Hartmann, Trauringe. Taschenuhren. Für Neellität birgt 20jähriges Be stehen der Firma, nicht mit fleinen, minderwert. Geschäften zu verwechseln. Erst Geschäft ansehen, es gibt viele Schreier ohne Geschäft, ohne Lager, also Bekannt ist meine nicht reinfallen. Riesen- Auswahl. Größtes Spezialhaus der UhrenBranche. Geschäft 20 Jahre. Kein Laden. Hochbaugelände 4 Etagen, gefchloff. Bauordng. direkt anschließend a. d. Bahnhof Seegefeld R. von 8 Mark an. Auskunft in unserem Kontor vis- a- vis dem Bahnhof: Ausgang Seegefeld. Schönste Hochwald- u. Landparzellen Bahnhof Sadowa am OR. von 10 Mark an. 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( Ohne Gewähr.) 171 74[ 500] 201 460 933 53 1095 533[ 1000] 90 775 [ 500] 855 78 2074 255 361 99 447 584[ 500] 815 56 92 3151 54 291[ 500] 323 96 440 892 962 4165 301 701 3 54 862 [ 1000] 73 940 5144 87 368 478 835 6047 93 121 273 98 513 617 738 72 990 7522 693 736 852 917 26 44[ 3000] 8190 98 239 471 82 524 96 687 799 9251 747 10095 141 444[ 3000] 45[ 300] 56 97 550 58 780 938 66 11487 576 967 12039 114 254 310 448 97 727 857 13025 38 69 248 69 469 735 14002 225 63 537 15004 290 351 96 777 16191 271 325 62 418 38 591[ 3000] 99 968[ 3000] 71 17068 330 560[ 500] 716 97 947 49 61 63 18018 154 494 [ 3000] 852 19806 925 67 94 20056 227 56 536 96 736 824 42 21060 83 128 87 [ 300] 284 461 91 696[ 500] 778[ 500] 958 22003 98 363 407 34 680 733 820 987 23172 231 87 803 240143 183 286 317 61 90 867 931 25243 448 72 567 766 26064 71 [ 500] 84 686[ 300] 27148 246 59 528 55[ 500] 829 28009 221 42 305 452 532 633 737 825 53 85 951 29057 120 26 214 536 890 30010 65 231 311[ 3000] 401 51 690 770 97 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Dr. Schünemann 1492* Spezial- Arzt für Haut- und Harnleiden, Frauenkrankheiten. Friedrichstr. 203, Ecke Schüßenstr. 10-2, 5-7, Sonnt. 10-12 Uhr. Umsonst erhalten Sie einen wunderbaren Sprechapparat, wenn Sie a uf eine bestimmte Anzahl echt. Beka- Sehallplatten abonnieren Kein Preisaufschlag. Deutsche Schallplatten- Ges. m. b. H. SW., Frie dr chstr. 236, C. 54, Rosenthalcrs! r 49 Fernruf VI, 1002. Fernruf III, 3683. Hler abschneiden. mit einer 5 Piennig- Marke versehen im Kuvert an uns einsenden Lassen Sie mir Ihren Sprech- Apparat vorführen, ohne dass mir Kosten oder Verpflichtungen entstehen. Name: Besuch erwünscht am Wohnung: zwischen Uhr Zahnärztliche Klinik SW., Belle- Alliancestraße 106 I, N., Brunnenstraße 185 I, und gegenüber Warenhaus Jandorf, am Rosenthaler Tor. Zahnziehen unentgeltlich. Bei fünstl. Zähnen u. Plomben w. d. Un Geöffnet von 9-6 1hr. Sonntags 9-12 Uhr. toften berechnet. 21. Ziehung 5. Kl. 217. Kgl. Preuss. Lotterie, Ziehung vom 30. November 1907, nachmittags. Nur die Gewinne über 240 Mark sind den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. ( Ohne Gewähr.) ( Nachdruck verboten.) 522 655 781 876 1013 556 70 646 2015 103[ 3000] 233 38[ 500] 303[ 1000] 401 88 521 813 60 81 933 45 3103 4 60 359 593 819 4132[ 1000] 224 336 67 416 54 667 75 723 73[ 3000] 93 833 915 5064 81 178 307 436 540[ 3000] 43 631 72 754 6269 335 443 599 615 26 52 977 7161 328 689 709 91 803 33 939 8073 234[ 1000] 74 390 97 414 795 [ 3000] 899 958 9062 159 406 890 901 10004 85 379 517 634 912 79 11013 63 301 628 962 70 12179 228 312 60 466 90 571 664[ 1000] 831[ 5000] 13005 46 373[ 3000] 476 731 919 14269 309 28 514 74 660 743 801 83 42 956 15203 46 97 637 771[ 500] 828 16432 600 39 802[ 500] 03 17013 279 383 421 24 717 18067 83 324 922 19016 130 209 318 457 554 20986 21037 154 79 332 89 475 93 538 688 928 42 89 475 22162 313[ 1000] 794 815 907 92 23185 373 84 416 704 23 962 24094 237[ 1000] 84 556 91[ 500] 660 701 88 899 25000 67 76 322 40 610 22 42[ 500] 788 938 26136 406 572 654 740 99 27546 84 692 753 72 97 846 67[ 300] 923 93[ 3000] 28137[ 1000] 677 91 715 42 45 80 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Herr Scheruch) der Arbeiterschaft nicht zur Verfügung stehen, wobei wir bemerken wollen, daß Herr Scheruch noch Jn haber des Lokals" affelwerber" in Rieber Schöne Nieder- Schöne weide ist. Wir ersuchen deshalb die Parteigenoffen, vor ftehendes zu beachten. In Ruhlsdorf bei Teltow steht unr das Lokal von E. Herold nicht mehr zur Verfügung, so daß nunmehr dort felbst fämtliche Lofale gesperrt sind. Die Lokalkommission. 2. Wahlkreis. Die Urania Borstellung:„ Ueber den Brenner nach Benedig" findet am Sonntag, den 8. Deaember, mittags 1 hr resp. 2 Uhr, statt.( Um 1 Uhr wird der Phyfifjaal geöffnet und um 2 Uhr beginnt die Vorstellung.) Die nicht bertauften Billets müssen bis spätestens Dienstag, den 3. Dezember, abends, an die Abteilungs- resp. Bezirksführer zurüdgegeben werden, damit dieselben weiter verkauft werden können. Anschließend an diese Vorstellung findet im Lokale von Julius Meyer, Oranienftr. 103, ein gemütliches Beisammensein statt, wozu ganz besonders die Genossen der Friedrichstadt eingeladen sind. Das Vergnügungskomitee. 4. Wahlkreis. Am Dienstag, 3. Dezember, abends 8 Uhr, findet in der Königsbant", Große Frankfurterstr. 117, eine öffentliche Bersammlung statt, in der der Regitator Walfotte über das Drama " Das verlorene Paradies" regitieren wird. Genossen! agitiert für guten Besuch der Versammlung; bringt eure Frauen mit. Der Vorstand. Am heutigen Sonntag, den 1. Dezember, finden im Streife Teltow= Beeskow in folgenden Orten Demonstrationsberfam nilungen statt: Drewih, nachmittags 4 Uhr, bei Buhlmann, Botsdamerstr. 21. Ketschendorf, nachmittags 3 Uhr, im Gasthof zum schwarzen Adler. Krausnic, nachmittags 1 Uhr, bei Robert Otto. Markgrafpieste, nachmittags 2 Uhr, bei Fischer. Rauen, nachmittags 8 Uhr, bei A. Müller. Rudow, nachmittags 3 11hr, bei a Im, Köpeniderstraße. Schenkendorf, nachmittags 3 Uhr, bei Otto Pätsch. Schmargendorf, mittags 12% Uhr, im Wirtshaus Schmargendorf, Warnemünderstr. 6. Storkow, nachmittags 2 Uhr, im Rathaushotel. Trebbin, nachmittags 3 Uhr, im Schüßenhaus, Berlinerstr. 44. Zernsdorf, nachmittags 3 Uhr, bei Snorr. Zoffen, nachmittags 4 Uhr, bei Schimke, Barutherstr. 10. Eichwalde, Zeuthen, Miersdorf und Umgegend, nachmittags 4 Uhr, in Wittes Waldschlößchen in Eichwalde. Parteigenoffen! Agitiert für einen zahlreichen Besuch dieser Verfammlungen. Die Einberufer. Schöneberg. Die Ausstellung der Jugendliteratur findet am heutigen Sonntag fowie am 8., 15. und 22. Dezember, in der geit von 4-8 Uhr abends, im Tunnel von E. Obst, Meiningerstr. 8, statt. Am Sonnabend, den 14., ist die Besichtigung von 8-10 1hr abends. Da ein großer Teil Bestellungen bereits eingegangen, erfuchen wir diejenigen, die gewillt find, für Weihnachten ein gutes Werk zu laufen, bis spätestens den 10. Dezember ihre Bestellung aufzugeben. Wahlverein Karlshorst. Den Parteigenossen zur Nachricht, daß die Mitgliederversammlung am Dienstag, den 3. Dezember, abends 8% Uhr, im Lokale des Herrn A. Bartels, Bring Adalbertstraße, Ede hönowerwiesenweg, stattfindet. 1. Vortrag des Barteisekretärs Gen. F. Ebert; 2. Diskussion; 3. Vereinsangelegen. heiten. Die Mitglieder werden ersucht, vollzählig zu erscheinen. Der Vorstand. Der Ankauf des Botanischen Gartens. er im Besibe einer ausreichenden Legitimation war. Dieser Um Inwieweit diese Meldung richtig ist und um tvelchen Entscheid stand gab dem Vertreter des Händlers Fr., dem Rechtsanwalt es sich handelt, muß abgewartet werden. Angesichts der bisherigen Dr. Liebknecht im Termin Veranlassung, in der schärfsten Weise Haltung der staatlichen Behörden zur Stadt Berlin dürfte es gut die Handlungsweise des Schuhmanns zu fritifieren und als einen fein, fich nicht freudigen Erwartungen hinzugeben. bergriff au fennzeichnen. Der Staatsanwalt Dr. Lehmann benußte aber die Gelegenheit, dem Schußmann beizuspringen und zu erklären, daß sich unter den Straßenhändlern zahlreiches GeDer Magistrat von Berlin hat der Stadtverordnetenversamm findel, Zuhälter und dergleichen befände. Diese Worte bei dieser lung eine ausführliche Vorlage über den Ankauf des alten BotaGelegenheit und in dieser Allgemeinheit gesprochen, mußten die nischen Gartens überfandt. Danach übernimmt die Stadt Berlin reellen Straßenhändler empören. Sie nahmen gegen diefe Aeuße- cund 57 000 Quadratmeter des Gartens, über dessen spätere Verrung des Staatsanwalts Dr. Lehmann in einer Versammlung ivendung sich der Magistrat weitere Beschlüsse vorbehält. Der Er Stellung und protestierten ganz entschieden gegen diese den Stand herabseßenden Aeußerungen; außerdem beschlossen sie, gegen den verb ist indes an den Vorbehalt geknüpft, daß der Oberpräsident Staatsanwalt den Weg der Beschwerde zu gehen. Jetzt ist vom bem Referbefonds der städtischen Sparkasse gibt, die der Fistus seine Zustimmung zu der Entnahme von zwei Millionen Mark aus Oberstaatsanwalt folgender Bescheid eingegangen: als Kaufpreis erhalten soll. Ferner ist zur Voraussetzung des Erwerbs gemacht, daß die Gemeinde Schöneberg gemeinsam mit der Stadt Berlin neue Baufluchtlinien für die Grunewaldstraße feft= setzt zur Verbreiterung derselben auf mindestens 26,4 Meter. " Die vom Vorstande der Freien Vereinigung der Straßenhändler und Händlerinnen Berlins und Umgegend unter dem 10. September 1907 an mich gerichtete Beschwerde über den Staatsanwalt Dr. Lehmann hat mir Veranlassung gegeben, die Angelegenheit nochmals eingehend zu prüfen. Auch nach dieser erneuten Prüfung bin ich nicht in der Lage, das Auftreten des etlichen Wochen über Herrn Bieb renz, den Leiter der dortigen Erziehung zur Höflichkeit. Aus Moabit berichteten wir vor Staatsanwalts Dr. Lehmann in der Sitzung der Ferien- Straj- 31. Gemeindeschule. Wir schilderten diesen Mann in seiner tammer 5 des Landgerichts I vom 14. August 1907 zu miß- dreifachen Tätigkeit eines Gemeindeschulrektors, eines Armentombilligen. Der Verteidiger des Angeklagten Franke, Rechtsanwalt miffionsvorstehers und eines Hausagrarierführers. Ueber Herrn Dr. Liebknecht, hatte ausgeführt, der den Franke sistierende Liebereng als Gemeindeschulrektor teilten wir mit, in feinen UnterSchußmann habe seine Befugnisse überschritten, er habe Frante richtsstunden gebrauche er gegen seine Schüler Schimpfwörter der schlimmsten Art. Wir fügten hinzu, vor derselben Schülern wettere nicht sistieren dürfen, da dieser ihm feine Papiere angeboten er gegen die Sozialdemokratie und flage, daß sozialdemokratische habe. Das Verfahren des Schußmanns stelle sich als ein Gingriff in die persönliche Freiheit und eine Verlegung der preußischen Zeitungsschreiber dafür bezahlt würden, tüchtig zu schimpfen. Verfassung dar und sei eine unrechtmäßige Freiheitsberaubung gewesen. Staatsanwalt Dr. Lehmann hielt sich mit Recht für verpflichtet, diese unbegründeten Angriffe abzuwehren und das Vergehen des Schuhmanns zu rechtfertigen. Zu diesem Zwecke wies er darauf hin, daß bei der Feststellung von Straßenhändlern besondere Borsicht am Blaze sei, da sich die Straßenhändler zum Teil aus Gelegenheitsarbeitern, Leuten, die keine feste Wohnung hätten, auch aus zuhälterkreisen und anderen unsicheren Stantonisten refrutierten. Daß er hiermit etwas Wahrheitswidriges behauptet hat, muß nach den von mir angestellten Grmittelungen für ausgeschlossen gelten. Ich weise deshalb Ihre Beschwerde als unbegründet zurüd. Dieser Bescheid dient zugleich als Antwort auf die unter dem 4. November 1907 an den Herrn Justisminister gerichtete Gingabe, welche nach erfolgter Brüfung von dem Herrn Minister dem Herrn Oberstaatsanwalt bei dem Kammergericht und von diesem mir zur weiteren Veranlassung überwiesen ist. Isenbiel, Oberstaatsanwalt. Aus dieser Antwort geht hervor, daß der Oberstaatsanwalt die Beschwerde als unbegründet zurüdipeift. Der Herr Oberstaatsanwalt meint, der Staatsanwalt Dr. Lehmann habe nichts Wahrheitswidriges in feinen Ausführungen gesagt. Um den Stern der Sache drückt sich der Oberstaatsanwalt herum. Gewiß, auch die Sändler bestreiten nicht, daß sich, wie in anderen Bevölkerungsflaffen es fei nur an den Molife- Hardenprozeß erinnert auch unter den Straßenhändlern schlechte Clemente befinden; das war aber fein Anlaß, bei dieser Gelegenheit und in dieser Art von den Händlern so zu reden, wie der Staatsanwalt Dr. Lehmann es für angebracht hielt. Wir möchten bei dieser Gelegenheit dem Herrn Oberstaatsanwalt Dr. 3fenbiel empfehlen, die Reben, die jest im Reichstage über den Prozeß Moltte- Harden gehalten wurden, zu lesen; das Studium der Rede des Herrn v. Einem dürfte ihm beeifen, daß selbst ein Kriegsminister zugeben muß, daß sich schlechte Glemente unter den Offizieren befunden haben, aber sich entschieden dagegen verwahrt, daß das Offizierstorps damit herabgesezt wird. Aber hier handelt es sich ja nur um arme Straßenhändler! Am Sonnabend, den 7. Dezember, veranstaltet der Wahlverein Postkarten ohne Adresse. Die Menge der unbestellbaren Postein Vereinsbergnügen, zu dem nur Mitgliedsbücher legitimieren. sendungen wächst mit der Bunahme des Postverkehrs von Jahr zu Billetts werden nicht ausgegeben. Der Vorstand. Jahr, geigt aber bezeichnende Verschiebungen. Immer wird es Weißenfee. Am Mittwoch, den 4. Dezember, abends 8 Uhr, die Postkarte sein, die der Post besondere Schwierigkeiten macht. findet im„ Schloß- Etablissement", König- Chauffee 1/3, eine öffent- Zur Ermittelung des Absenders besteht bei jeder Ober- Postdirektion liche Versammlung statt. Hierzu find sämtliche Pastoren Weißensees ein besonderer Ausschuß, der die Berechtigung hat, unbestellbare schriftlich eingeladen. Die Genossen werden ersucht, für zahlreichen Bostsendungen zu öffnen oder auch sonst den Absender zu er Besuch diefer Bersammlung zu agitieren. Der Vorstand. mitteln. Diesen Ausschüssen wurden noch bis zum Ende der neun siger Jahre noch nicht 2 Millionen Sendungen im Jahr übergeben. 3m Jahre 1906 betrug deren Zahl 2 808 060, d. 5. über 200 000 bar oder unanbringlich 1561 000 Sendungen, und zwar 1176 100 Postkarten, 311 900 Briefe, 72 000 Drudsachen usw. und 1000 Batete. Bon je 1 Million abgesandter Sendungen blieben unanbringlich je 881 Boftfarten, 158 Briefe, 73 Drudsachen usw. und 5 Pakete. Im Vorjahr betrug das Verhältnis der unanbringlichen Postkarten nur 855. Das Verhältnis hat sich also um 26 auf die Million verschlechtert. Bei den Drucksachen usw. ist eine geringe Verschlechterung eingetreten, pon 72 auf 73 bei der Million, ebenso bei den Paketen von 4 auf 5. Dagegen ist bei den Briefen cine fleine Verbesserung eingetreten, indem statt 159 nur noch 158 von der Million unanbringlich blieben. Das Gesamtverhältnis hat sich aber weiter verschlechtert, und zwar von 340 auf 347 von der million. Bei der Mehrzahl dieser 1% Million Postkarten, die ihn nicht erreichten, dürfte die Abreise überhautp gefehlt haben, also: erst die Adresse und dann die Rückseite beschreiben! Berliner Nachrichten. Wisbegierige Lehrer. Inzwischen hat nun dieser Herr Lieverenz eine Probe davon geliefert, wie er sich die Erziehung zur Höflichkeit denkt. Wenn so ein Rektor durch die Straßen feines Schulbezirts schreitet, wird er selbstverständlich von überall her gegrüßt, wenigstens von Kindern. Kürzlich passierte es ihm aber, daß von zwei Jungen, an denen er borüberging, nur einer ihn grüßte. Dieser eine, der ihm als Schüler der 81. Schule bekannt war, zog Pflichtschuldigst die Müße, der andere aber rührte sich nicht. Der andere ist nämlich Schüler einer anderen Schule in Moabit und fannte Herrn 2. gar nicht. Nun hätte freilich die Artigkeit cr forbert, daß auch der andere vor dem ihm unbekannten Mann die Müge zog, um sich zu beteiligen an der Ehrung desjenigen, der feinem Freunde eine Respektsperson war. Das sagte sich wohl auch Herr Lieverenz. In seinem Merger über die Vorenthaltung des Grußes blieb er stehen und fragte den Höflichen, wer denn der andere sei. Als ihm der Name gesagt wurde, schimpfte er den Nichthöflichen einen Esel und forderte ihn auf, die Müße abzu. nehmen. Warum wir diesen Auftritt, der gelvis manchem als schr nichtig erscheinen wird, hier zur Sprache bringen? Weil wir der Meinung sind, daß ein Jugendbilbner, der mit solchen Mitteln die Erziehung zur Höflichkeit versucht, das genaue Gegenteil erreicht. Es ist wahr, die Schule soll nicht nur unterrichten, sondern auch erziehen, und jeder gute Unterricht soll ja Erziehung sein. Indes, der erziehende Unterricht ist denn doch sehr viel schwerer als der unterrichtende Drill. Interrichten kann ein Lehrer aus Büchern, erziehen aber muß er durch seine Persönlichkeit. Stann aber ein Lehrer zur Höflichkeit erziehen, indem et ichimpft? Kann überhaupt ein Lehrer, der schimpft, erziehlich wirken? Die Eltern des Jungen, an dem der Herr Reftor den gesmilderten Erziehungsversuch unternommen hat, find einigermaßen erstaunt über seine Methode. Doch Herr Lieverenz versteht noch ganz bers zu schimpfen. Wir halten die Manieren dieses Mannes auch aus dem Grunde für bebentlich, weil sie leicht auf die Eltern zurüdwirfen tönnten, sodaß die Beziehungen zwischen Schule und Haus sich noch unfreundlicher gestalten würden, als sie es ohnedies schon sind. Denken wir uns den Fall, daß einmal ein Vater, etwa ein schlichter Arbeiter, den Versuch unternähme, Herrn Lieverenz selber zu etwas mehr Höflichkeit zu erziehen, und sich dabei einer ähnlich kräftigen ausbrudsweise bediente, wie Herr Lieverens fie beliebt. Wie rasch würde da der Herr Rektor sich beleidigt fühlen und durch Anzeige dafür sorgen, daß der Beleidiger zur Verantwortung gezogen wird und ins Gefängnis spaziert! Kinder als Künstlermodelle. Die außerordentliche Anstrengung des Modellstehens für schwächliche Kinder beweist eine Mitteilung, die ein Berliner Arzt der Medizinischen Reform" sendet. Gr schreibt: Kind in Ohnmacht gefallen fei. Es handelte sich auch um nichts " Ich wurde nach einem Maleratelier gerufen, weil dort ein anderes. Zweierlei war aber bemerkenswert: Erstens, daß das Sind beim Modellstehen ohnmächtig geworden war, und zweitens, daß es wegen Schwächlichkeit auf Grund ärztlichen Attestes von dem Schulunterricht dispensiert war. Seit Wochen hatte das Kind vormittags 3-4 Stunden und nachmittags 2 Stunden Modell gestanden. Es war dabei schon verschiedentlich ohnmächtig geworden, trotzdem von der Mutter immer weiter zum Modellstehen gezwungen worden. Nachmittags stand das Kind die zwei Stunden" A", unbekleidet, in der dumpfigen, überhisten Luft cines Schülerateliers. Der Tag brachte an Entlohnung der Mutter vier Mart." Hierzu bemerkt ein Künstler folgendes: Stinder find für die Runft nicht zu entbehren, Sie sind als Modelle heute wie chedem unerläßlich. Aber die Zeitbauer des Modellstehens muß beschränkt werden. Der Künstler spannt das fleine Geschöpf nicht übermäßig an. Zu verurteilen ist lediglich die Habsucht der Mütter, denen der Verdienst der Kinder mühelos in den Schoß fällt. gibt Mütter, die sich nicht damit begnügen, wenn das Kind bei einem Künstler zwei Stunden Modell gestanden hat. Sie entziehen es dem Schulunterricht und schleppen cs zu einem zweiten und dritten Maler, um den leichten Erwerb einzuheimfen. Hier ein Fall aus meiner eigenen Malertätigkeit: Das fünfjährige Stind hatte zwei Stunden bei mir Modell gestanden. Ich frage die schon ziemlich erschöpfte Kleine:" Jekt gehst Du doch nach Hause und ruhst Dich aus?" Ach nein, Mutter hat mir 20 Pfennig für Schlagsahne gegeben! Grst gehe ich in die Konditorei, und dann " bin ich noch von einem anderen Maler bestellt." Will die Schule fich Einblick verschaffen in die Lage der Familien ihrer Böglinge, fo fann man hiermit im Prinzip mur einverstanden fein. Es ist sogar sehr zu wünschen, daß sie das tut; denn sie wird da manches bemerken, was ihr erst eine zutreffende Beurteilung der Sinder ermöglicht. Wir finden aber, daß die Neigung der LehrerUeber das städtische Projekt der Lindenuntertunnelung verlautet schaft, fich auch über diese sozusagen persönlichen Verhältnisse der wieder einmal etwas. Der„ Lokal- Anzeiger" will erfahren haben, Schulkinder zu informieren, nur zu oft an unrechter Stelle das seitens des Ministeriums des Innern an den Magistrat die rege wird. Es werden da manchmal Fragen an die Kinder gerichtet, Entscheidung unterwegs sei über die Stellung der Regierungsbei denen man wirklich nicht weiß, ob man sie sich aus bloßer Neu- behörden zu dem städtischen Untertunnelungsplan. Es foll sich hier gier erklären muß, oder ob man die Absicht einer Schnüffelei das bei um die Beantwortung einer Beschwerde handeln, die die Stadt hinter vermuten soll. Was hat z. B. die Schule sich darum zu Berlin, allerdings schon vor längerer Zeit, beim Minifterium fümmern, zu welcher politischen Partei ein Vater sich darüber erhoben hatte, daß die Aufsichtsbehörde bezüglich der befennt? Was geht es einen Lehrer an, welche Versammlungen indenuntertunnelung eine Stonkurrenz der Großen Berliner mit ben Entwürfen der Stadt Berlin zugelassen habe, während Berlin von den Vätern seiner Böglinge besucht werden? Nach Massen- damit zuerst auf dem Plan erschienen und die Große Berliner erst verfammlungen der Sozialdemokratie Groß- Berlins werden immer den Spuren der Kommune in diefer Frage gefolgt wäre. wieder Fälle bekannt, in denen Lehrer sich derartige Ungehörigkeiten Die Beschwerde selbst liegt ein Jahr zurück; die Verzögerung Auch wir verurteilen die Ausbeutung der Kinder, auch wenn erlaubt haben. Auch nach den Wahlrechtsdemonstrationen der Antwort dürfte durch den inzwischen eingetretenen Wechsel in sie durch die Eltern geschicht. Aber in den meisten Fällen ist die der vergangenen Woche dürfte wieber in manchem Lehrer der den hohen Reichs- und Staatsämtern verursacht sein. Denn Graf Ursache für den Miterverb der Kinder die schlechte wirtschaftliche Wunsch sich geregt haben zu erfahren, wer von den Vätern und Bosadowsky war im Juni d. J. zurüdgetreten, und das hatte di: Lage, in der sich die Eltern befinden. Der Berdienst der Eltern Müttern feiner 8öglinge daran teilgenommen hat. In Lichten Folge, daß Herr v. Bethmann- Hollweg das Ministerium des Innern ist ein solcher, daß er kaum ausreicht zur Ernährung der Familie. berg hat in der Schule an der Scharnweberstraße der Lehrer mit dem Reichsamt des Innern vertauschen mußte. Einen weiteren Da werden dann die zarten Kinder herangezogen, um mitzuhelfen. ciner 7 M- Klasse seine Wißbegier nicht Grund für die Verzögerung, der noch weiter zurüdliegt, bildete Das geschieht in derselben Gesellschaft, deren Stüßen" nicht genug zu zähmen berder Umstand, daß das Hausministerium bezw. die Armeeintendang von der Bernichtung des Familienlebens durch die Sozialdemomocht. Der erst zu Michaelis eingeschulte Stnabe eines Partei auf die Frage feine Antwort zu geben vermochte, wo das neue fratie" fafeln können. Elende Heuchtergesellschaft! genoffen hat die Nachricht nach Hause gebracht, diefer Lehrer Opernhaus feinen Blaß erhalten solle. Es ist bekannt, daß lange habe die Kinder gefragt, weffen Vater denn am Abend des Dienstag Beit von teinem anderen Projekte die Rebe war als von dem, an nicht zu Hause gewefen fei. Als darauf viele Kinder fich meldeten, die Stelle des jezigen Opernhauses das neue zu sehen. Die Pläne fragte fo berichtete der Kleine- der Lehrer weiter, ob sie hierzu wurden indes vom Kaiser verworfen. In der Folge ist wüßten, wo der Vater gewesen sei. Darauf bekam der Fragende der Monarch überhaupt davon abgekommen, das alte Opernhaus von nahezu allen Kindern die Antwort: In der Versammlung!" Bugunsten eines Neubaues au opfern. Sobald feststand, daß Wenn etwa diese Antwort ihm wenigstens die Augen darüber geöffnet wischen der königl. Bibliothek und dem Prinzessinnen- Balais fo hat, daß die meisten der Väter seiner Böglinge auf der Seite siemlich alles beim alten bleiben wird, trat die Stadt mit ihrem Untertunnelungsprojett aufs neue an die Aufsichtsbehörde heran, der Sozialdemokratie stehen, dann wird diese an sich mußte aber erfahren, daß die Große Berliner Straßenbahn gleiche ungehörige Frage doch nicht ohne Nutzen gewesen sein. Entwürfe eingereicht hatte, und daß man sich die Entscheidung noch vorbehalten müsse. Hiergegen remonstrierte die Stadt beim Minister des Innern als dem Vorgesezten des Polizeipräsidenten. Ehe der Minister zur Beschwerde des Magistrats Stellung hatte nehmen können, verließ er sein Reffort. Jetzt hat sein Nachfolger die Antwort gefunden, auf deren Inhalt man im Rathause mit Recht gespannt ist. Staatsanwalt und Straßenhändler. Der Staatsanwalt Dr. Lehmann hat anläßlich einer BerhandTung gegen einen Straßenhändler Gelegenheit genommen, sich in recht, abfälliger Weise über die Straßenhändler zu äußern. Gin Händler Fr. war von einem Schuhmann fiftiert worden, obwohl Nationalökonomie muß Montag, den 2. Dezember noch Arbeiter- Bildungsschule Berlin. Der Unterricht in mals wegen Erkrankung des Genossen Grunwald aus. fallen und wird derselbe dann später nachgeholt werden. Heute abend 7 Uhr im Königstadt- Kafino, Holzmarkt. straße 72: Vortrag des Herrn Dr. Leo Hirschlaff über: Nervosität und Kultur". Zahlreicher Besuch wird erwartet. Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts erlischt die Konzession zum Betriebe nicht durch die Zwangsversteigerung des Hauses usw., in welchem sich die Räume, für welche die Konsession erteilt ist, befinden. Die Polizei ist aber berechtigt, den Betrieb einer konzessionierten Schantwirtschaft zu verbieten, wenn der Wirt die lonzeffionierten Räume wesentlich ändert; jedoch tann der Wirt, falls er den früheren Zustand wiederherstellt, innerhalb dreier Jahre den Betrieb wieder aufnehmen, Ein Bammfall ereignete sich gestem vormittag auf dem Wriß- grundstllck Alexanderstrabe 41. auf dem bekanntlich das Lehrer» vereinShauS erstehen soll. Mehrere Arbeiter waren gestern damit beschäftigt, etwa vier Meter hohe Wände einzureiben. Dabei stürzte plötzlich ein gröberer Mauerteil ein und verschüttete den 28jährigen Arbeiter August Jordan aus der Straßmannstrabe 2. Andere Arbeitstollegen befreiten den Unglücklichen zwar bald, doch hatte er schon derartige Verletzungen erlitten, daß ein herbeigerufener Arzt von der Unfallstation X(Alte Schützenstrahe) die Ueberführung des Verunglückten nach dem Krankenhause im FriedrichShain anordnete. Eine interessante Probealarmierung fand Freitag auf der An- Halter Eisenbahn statt. Es war angenommen worden, daß bei Tempelhof eine folgenschwere Eisenbahnkatastrophe stattgefunden hätte, bei welcher zahlreiche Personen verletzt worden seien. Auf Veranlassung der Eiscnbahndirektion Berlin wurde um 6 Uhr b Minuten ein Alarmtelegramm in Tempelhof aufgegeben, daS um 6 Uhr 10 Minuten auf dem Anhalter Bahnhof in Berlin aufge- nommen wurde. Mit Rücksicht darauf, dast ein besonders schwerer Unfall angenommen worden war, erfolgte auch gleichzeitig der Alarmruf nach dem Schlesischen Bahnhof. Die Aufgabe, die den Verwaltungen gestellt wurde, war eine um so schwierigere, als die für den Samariterdienst ausgebildeten Bahnarbeiter und Ange» stellten zum Teil um 6 Uhr abgelöst waren und sich bereits auf dem Wege nach ihren Wohnungen befanden. Dennoch gelang es der Verwaltung des Anhalter Bahnhofs, innerhalb weniger Minuten das Bedienungspersonal für den Hilfszug sowie zehn bereits fort- gegangene im Samariterdienst ausgebildete Bahnarbeiter zur Stelle zu schaffen. Von den beiden Bahnärzten war zedoch nur einer zu erreichen, während der zweite Arzt zu einem Patienten abberufen war. Sofort wurde telephonisch Hülfe von der Unfall- station I am Tempelhofer Ufer erbeten und 6 Minuten i Pater traf der Chefarzt derselben, Dr. Langerhans, in einer Automobil- droschke auf dem Bahnhof ein. 21 Minuten nach Aufgabe der De- pcschen in Tempelhof konnte der vollständig ausgerüstete Rettungs- zug den Anhalter Bahnhof verlassen, obwohl er nach den eisenbahn- anitlichen Bestimmungen 20 Minuten Vorbereitungsfrist nach An- kunft der Depesche auf dem Anhalter Bahnhos hatte. Aehnlich schnell erfolgte die Abfertigung deS Rettungszuges auf dem Schle- fischen Bahnhof. Dieser Zug traf vollständig ausgerüstet und mit dem gesamten Rettungspersonal besetzt 3 Minuten nach dem ersten Rettungszuge auf der gedachten Unfallstelle ein. Der Zug vom Schlesischen Bahnhof war über die Ringbahn geleitet worden. Im Änschluh an diese Probealarmierung erfolgte eine Samariter- und Rettungsübung, die ebenso wie der Probealarm ein durchaus zu- friedcnstcllendes Resultat ergab. Wenn ein Unglück wirklich eingetreten ist, klappt cS nicht immer so. Zu dem Schülerselbstmord, über den wir gestern berichteten, er- fahren wir noch, dah der Sekundaner M. vor Ausführung d«S Selbstmordes einen Brief an feine Mutter geschrieben hat, in tpelchem er die Beweggründe zu der Tat mitteilt. Der Inhalt des Schreibens wird bei der seitens des Provinzialschultollegiums ein- geleiteten Untersuchung eine wesentliche Rolle spielen. Der Schüler behauptet, dag er unrechtmätzrger Weise von dem Lehrer beschuldigt worden sei, während des Unterrichts gesprochen zu haben. Ter Lehrer habe ihn dann wiederholt nach dem Korridor hinausgeschickt und wieder zurückgerufen und als er, M., darüber erregt, eine Be- merkung machte, sei ihm der Lehrer auf den Korridor gefolgt und habe ihn dort mehrere Male gcohrfeigt. Er, M., habe sich dann in der Erregung ebenfalls dazu hinreißen lassen, dem Lehrer eine Ohrfeige zu versetzen. Der Direktor, bei dem sich Lehrer und Schüler beschwert hätten, habe von ihm, M., gefordert, daß er Ab- bitte leisten solle und als er sich dessen weigerte, mit Zurückver- setzung oder Schulverweisung gedroht. Weil er eine derartige Schande nicht erleben wollte, habe er beschlossen, zu sterben. Zum Zwecke der Aufklärung des Sachverhalts sind am gestrigen Tage eine Anzahl Mitschüler des Verstorbenen protokollarisch vernommen worden. Der betreffende Oberlehrer ist infolge der Aufregung, in die er durch die Tat des Schillers versetzt worden ist, erkrankt und kann seinen Dienst nicht versehen. Die Beerdigung des Schülers M. findet am heutigen Sonntag vormittag auf dem israelitischen Friedhofe in Weißensee statt. Selbstmord eines Bankbeamten. Auf dem Trockenboden hat sich gestern nachmittag der 43 Jahre alte Bankbeamte Hermann Schuu, Hufelandstr. 8, erhängt. H. war in einem hiesigen größeren Bankhause tätig, gewesen und er hatte außerdem die Verwaltung des erwähnten Grundstücks übernommen. Gestern mittag wurde er plötzlich von seine» Angehörigen vermißt. Man suchte nach ihm und fand ihn schließlich auf dem Trockenboden erhängt auf. Der Lebensmüde war bereits tot. Uebcr das Motiv zu dem Selbstmord wird erst die Untersuchung Aufklärung geben. Ein eigenartiger Fund ist in dem königlichen Forst bei Königs- Wusterhausen dieser Tage gemacht worden. Dort wurden unter einem Holzstoß versteckt eine Anzahl uncröffnete Testamente und drei goldene Ringe aufgefunden, welche Gegenstände aus dem Amtsgericht Wendisch-Buchholz stammen. Die Testamente sowohl wie die Ringe waren vor etwa S Wochen bei einem Einbruch in das Amtsgcrichtsgebäude in Wendisch-Buckiholz, über den wir seinerzeit berichteten, gestohlen worden. Die Verbrecher haben "•'e Gegenstände, die sie, ohne sich zu verraten, nicht verwerten konnten, versteckt, vielleicht in der Erwartung, in späterer Zeit daraus Kapital schlagen zu können. Aus dem Funde ist zu cnt- nehmen, daß die Einbrecher von Wendisch-Buchholz sich zu Fuß nach Königs-Wusterhausen begeben haben und pnd von dort der- mutlich mit einem Vorortzuge nach Berlin gefahren. Durch einen brennenden Straßenbahnwagen wurde gestern in der Rankestraße eine Panik hervorgerufen. Bei einem Waggon der Linie O war die Sicherung für die elektrische Beleuchtung durchgebrannt und die Folge davon war, daß eine mächtige Stich- flamme emporloderte. Der Fahrgäste bemächtigte sich eine Panik und in wildem Durcheinander drängte alles nach dem Ausgang zu Eine der großen Scheiben wurde dabei zertrümmert. Nur schwer gelang eS dem Fahrpersonal, die erschreckten Passagiere zu be- ruhigen. Sch-'crcr Unfall eines Militärinvalide«. Ein schwerer Un- alücksfall ereignete sich gestern abend gegen 7 Uhr in der Hussitcn- slraßc. Der in dein Jnvalidenhaus in der Scharnhorststraße woh- nendc 50 Jahre alte Militärinvalide Gustav Kwatschkowski wollte zur genannteu Zeit den Fahrdamm der Hussitcnstroße in der Nähe der Grenzstraßc überschreiten, als eine Droschke herannahte. K. versuchte dem Gefährt auszuweichen, lief dabei gegen das Ge- spann eines Steinwagens und wurde, obwohl der Führer des letz- tercil sich bemühte, das Gefährt zum Stehen zu bringen, über- fahren. Die Räder des schweren Wagens gingen dem Militärinva- lideu über den Kopf und die Brust hinweg. Der Verunglückte li'urde in besinnungslosem Zustande nach der Unfallstation in der Badstraße gebracht, wo der anwesende Arzt einen schweren Schädelbruch und eine Brustquetschung feststellte. Von dort wurde K. nach dem Lazarus-Krankenhause übergeführt. DaS Polizripröfidium meldet: Am 27. November ist im Teltow- Stichkaual an der Kaiserbrücke zu Baumschulenweg eine etwa 30 Jahre alte, weibliche Leiche gelandet, 1,58 Meter groß. Haare und Augenbrauen dunkelbraun; Stirn mittelhoch; Augen hervor- tretend; Nase und Mund dick; aufgeworfene Lippen; Gesicht rund und kräftig; jüdischer Typus; ohne Kopfbedeckung; fchivarzes Samtjackett; schwarzer Rock mit goldenem Gürtel; blauweiße Bluse; weißes Unterzeug; gelbe hohe Stiefel; weißes Tascheninch gez. C. B. Meldungen an Amt Treptow und die Kriminalpolizei zu 8514. IV. 94. 07.— Am 29. November find am Spreetunnel zu Treptow mimittel- bar am Ufer ein schwarzer Damenhut mit schwarzem Schleier, mit gleichfarbigem Seidenband und Spitze garmert, ein dunkelblauer Damenschirm mit hellblaugewässerter Kante, ein schwarzer Tuch- Umhang mit Goldtrefienvesatz gefunden worden. Anscheinend rühren die Gegenstände von einer Selbstmörderin, die dort inS Wasser gesprungen ist. her. Eine Leiche ist jedoch bisher nicht gefunden. Die Gegenstände sind auf dem Amt Treptow in Augenschein zu nehmen. Für daS Kriminalmuseum, das jahrelang in einem ganz unzu- reichenden einfenstrigen Zimmer untergebracht werden mußte, ist jetzt ein der Bedeutung dieser Einrichtung entsprechender Raum im Erd- geschosse des Präsidialgebäudes geschaffen worden. Die Sammlungen. welche neu geordnet und geschmackvoll an den Wänden, in Vitrinen und Schränken an- und untergebracht sind, dienen hauptsächlich ajS An- schauungs- und Unterrichtsmaterial für den jungen Nachwuchs der Berliner Kriminalpolizei. Im wissenschaftlichen Theater der Urania wird Frau Bullock- Workmann ihren Vortrag„Erstbesteigungen von Gipfeln im Nord- west-Himalaya" am Sonntag noch einmal wiederholen. Am Mitt- woch spricht, wie bereits bekannt gegeben, Herr Dipl.-Jngenieur A. Dietzius über„Motorballon und Flugmaschinen". An allen übrigen Tagen der Woche, also am Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag und Sonnabend, gelangt der mit zahlreichen farbigen Bildern und Wandelpanoramen ausgestattete Vortrag„Ueber den Brenner nach Venedig" zur Darstellung und am Sonnabend findet noch einmal eine Wiederholung des Vortrags„Die Gletscher der Hochgebirge und die Eiszeit unserer Heimat" zu kleinen Preisen nachmittags 4 Uhr statt.— Im Hörsaal spricht am Montag Herr Professor Rathgen über„Arsen. Antimon. Wismut. Bor, Silizium", Freitag Herr Dr. Thesing über„Gegenseitige Hülfe in der Ent- Wickelung" und am Sonnabend Herr Professor Donath über„Die modernen elektrischen Lampen".— Im großen Hörsaal der Urania- Sternwarte in der Jnvalidenstratze spricht am Freitag Herr Privat- dozent Dr. Ristenpart über„Himmelsphotographie". Der Zoologische Garte» hat seine Sammlung interessanter E n t e n- M i s ch l i n g e um ein sehr eigenartiges Paar ver- mehrt, dessen Vater ein europäischer Pfeif. Erpel und dessen Mutter eine nordamerikanische Brautente ist. Die Tiere ver- einigen die Eigenschaften beider Stammarten in durchaus be- merkenswerter Weise. So stammt z. B. bei dem männlichen Stücke die blaugrüne Grundfarbe des Kopfes von der mütterlichen Art, während das Braun eines scharf begrenzten Feldes an den Kopf- feiten ein Erbstück des Vaters ist. Da Pfeif- und Brautente nicht nur verschiedenen Arten, sondern sogar verschiedenen Unterfamilicn angehören, also in den Formen- und Färbungsverhältnissen von- einander sehr abweichend sind, so ist der väterliche und mütterliche Anteil an dieser„Vererbungsmischung" gut herauSzukennen. Die Tiere tummeln sich auf dem reichbesetzten oberen Teich an der Waldschenke.— Das Berliner Aquarium darf eine ganz außerordentliche Viel- seitigkeit der ihm in der jüngsten Zeit gewordenen Zusendungen verzeichnen, denn alle Abteilungen deS Tierreiches, von den Affen an bis hinunter zu den Pflanzentieren, sind dabei bedacht worden. Am beachtenswertesten ist zunächst ein durch die kgl. Biologische Anstalt auf Helgoland dem Aquarium überwiesener nordischer Vogel, dessen kurze schmale Flügel und weit hinten eingelenkte Füße ihn sofort als einen vorzugsweise oder fast ausschließlich schwimmenden und tauchenden Wasserbewohner, dessen Aufenthalt das weite, offene Meer bildet, ausweisen. Deshalb auch hat dieser cntengroße Taucher nicht im Vogelhaus, sondern in einem der ge- räumigsten Seewasserbassins, nahe dem unteren Ausgang, bei den bereits dort befindlichen Lummcn Unterkunft gefunden, wo er von Zeit zu Zeit seine ganz ungewöhnlichen Schwimm, und Taucher« künste zeigt und dem Besucher Gelegenheit zu sonst nie anzu- stellenden Beobachtungen bietet. Bon Norden her langte auch in mehreren Exemplaren der auf dem Transport leider schwer zu er- haltende und daher in einem binnenländischen Aquarium zu den bemerkenswertesten Seltenheiten zählende Seestichling an, der zudem in Körperbau und Bewegungen der zierlichste aller Fische der deutschen Meere ist. Feucrwehrbericht. Boswrlligerweise wuroe gestern nachmittag und gestern abend um 12 Uhr die Feuerwehr nach der BurgSdorf- straße(Weddingj und der Jagowstratze(Moabit) alarmiert. In beiden Fällen sind die Täter unerkannt entkommen. Von drei Seiten wurde die Wehr nachts nach der Korsoererstr. 7 gerufen, wo in einem Kvlonialwarengeschäft Feuer ausgekommen war. Bei Ankunft der Feuerwehr brannten dort Regale, Ladentische, Pa- pier u. a. Es gelang durch kräftiges Wassergeben die Flammen auf den Loden zu beschränken. Um 11 Uhr nachts kam in der Wil- hclmshavenerstr. 62 Feuer aus. Dort brannte eine Wohnung. In der Frobenstr. 15 wurden Betten ein Raub der Flammen. Wegen eines Kcllerbrandes mußte der 16. Zug nach der Bellermannstr. 92 ausrücken. Ferner wurden noch Brände aus der Warschauerstr. 13, Novalisstr. 16 und anderen Stellen gemeldet. Arbeiter-Samariter-Kolonne. Montag, abends 9 Uhr, 1. Ab- tcilung, Dresdenerstr. 15: Vortrag über Verbrennungen— Erfrierungen— Beschädigungen durch Elektrizität; daran an- schließend praktische Uebungen. Neue Mitglieder können jederzeit eintreten. Gäste haben einmaligen freien Zutritt. Donnerstag: Uebungsstunde der 3. und 4. Abteilung. Am Montag, den 16. Dezember, findet ein einmaliger Vortrag im Lokal Dresdenerstr. 45 über Sauerstoffbehandlung mit Vorführung von verschiedenen Apparaten statt, worauf die Mitglieder aller Abteilungen hiermit hingewiesen werden. Vorort- ach richten» Chnrlotkenbnrg. Der Bericht über v« amen, und Waisenpflege in Char- lottenburg im Rechnungsjahre 1906 ergibt, daß die Armen- dircktion dieser reichen Stadt im Jahre 1906 noch sparsamer mit Armenunterstützuilgcn gewesen ist wie im Rechnungsjahre 1905. Der Monatsdurchschnitt der gezahlten laufenden Unterstützungen betrug 14,21 M.. eine Summe, von der die Armendirektion in ihrem Berichte selbst sagt, daß,„wenn man die Steigerung der Preise nahezu aller Lebensbedürfnisse berücksichtigt, außerordentlich gering erscheint." Ein großer Teil der Unterstützungsbedürftigen mußten sich aber mit einer monatlichen Unterstützung von 9 M. durchschlagen und nu? �--.ige erhielten eine Unterstützung von 30 M. oder wenig mehr. Aber zu der LebensmittelpreiSsteigerung ist auch für viele eine Steigerung der Wohnungsmiete gekommen. Ist doch der Monatsdurchschnittspreis von 84 gezählten Armen- Wohnungen von 21,06 M. im Jahre 1905 auf 21,89 M. im Jahre 1906 und in der ersten Hälfte 1907 sogar auf 22,33 M. gestiegen! Diese hohe Miete zwingt die oft sehr kinderreichen Minderbemit- telten, durch Aufnahme von Aftermieten in ihren engen Wohnungen sich noch einen Zuschuß zur Miete zu verschaffen. So hatten von 456 auö Stube und Küche bestehenden Wohnungen Unterstützter 43 mehr als 6,24 von ihnen, mehr als 7,9, davon mehr als 8, eine mehr als neun und zwei sogar mehr als zehn Bewohner. Unter 10 Wohnungen, die überhaupt nur aus einer Küche bestanden, waren 3 von je 4 Personen bewohnt. Von den 6759 unterstützten Armen wurden nur 2072 das ganze Jahr hindurch unt-rstützt. 2662 waren über 60 Jahre alt, davon 856 über 70 Jahre und 202 über 80 Jahre alt, also in einem Alter, wo von einem Zuverdienen nicht mehr die Rede sein kann. Im Jahre 1906 mutzte auch eine größere Anzahl Waisenkinder aus der Haltc- pflege in städtische Kostpflege übernommen werden. Dadurch stieg die Zahl der in städtische Kostpflege genommenen Kinder von 822 im Jahre 1905 auf 967 im Jahre 1906. Auch hierzu war wohl die Hauptveranlassung bei dem ungenügenden Pflegegeldsatz und der Verteuerung der Lebensmittel eine ungenügende Verpflegung. Die Säuglingssterblichkeit hat zwar im allgemeinen dank der kühlen Sommcrtemperatur in den letzten Jahren auch in Charlottenburg etwas abgenommen, sie ist aber vielen außerdeutschen Städten gegenüber immer noch recht hoch, namentlich bei den unehelichen Kindern, bei denen 1906 die Sterblichkeit im ersten Lebensjahr noch 24.5 auf 100 lebend Geborene betrug. Die Tätigkeit der seit dem 1. Oktober 1906 in Charlottenburg eingeführten Generalvormund- schaft hat es vermocht, die Väter unehelicher Kinder wesentlich mehr als bisher zur Alimentenpflege für die Kinder und Mutter heran- zuziehen. So hat auch hier diese zweckmäßige Einrichtung, die sich bis Ende 1906 auf 171 Kinder und bis zum 15. November 1907 schon aus 441 Kinder erstreckte, sich als sehr nutzbringend erwiesen. Gegen die Gültigkeit der Stadtverordnetenwahl im 6. Bezirk der dritten Abteilung ist Protest eingelegt worden. Es wurden bekanntlich die Genossen Flemming und Scharnberg mit 843 bezw. 844 Stimmen gewählt. Die liberalen Kandidaten erhielten 536 bezw. 537 und die unpolitischen Kandidaten 285 bezw 283 Stimmen. Zersplittert waren 21 Stimmen. Unsere Genossen wurden nur mit einer geringen Majorität gewählt Bon den Protesteinlegenden wird behauptet, eS seien bei der Wahl Unregelmäßigkeiten vor» gekommen. Vielleicht ist der Wunsch, der Sozialdemokratie die Mandate abzuholen, der Vater der Behauptung. Obgleich wir nicht glauben, daß diesem Protest stattgegeben wird, müssen unsere Genossin gerüstet sein. Ein dreister Juwrlendiebstah! ist gestern am hellen Tage in dem Hause Kaillstraße 18 verübt worden. Im zweiten Stockioerk befindet sich die Wohnung der Frau Rentiere Lindemann. Wäbrend sich nun Frau L. und ihr Dienstmädchen in den hinteren Räumlichkeiten aufhielten, wurde von Einbrechern die Korridortür mittels Dietrichs geöffnet und ohne daß die Wohmmgsinhaber etwas öavon bemerkten, drangen die Burschen in das Schlafzniuner der Frau L. ein und stahlen dort wertvolle Schmucksachen, die offen aus der Kommode gelegen hatten. Im ganzen erbeuteten die Diebe für 5000 M. Wert- gegenstände. Lichtenberg. Sladtverordneteawahk. Die Bezirke, denen das Glück beschieden ist. durch„Privilegierte" vertreten zu sein, find erstmalig ausgelost worden. In der III. Wählerabteilung mütien danach die Bezirke 2, 6 bis 11 und 15 einen Hausbesitzer wählen. Die II. Abteilung wählt in ihren 4 Bezirken zwei Hausbesitzer, während die I. Ab- teilung in einem Wahlbezirk 8 dieser Bevorzugten„wählt" I Der.Bürgerverein' gibt in einem Versainmlungsbericht zunächst 32 Namen von Kandidaten der I. und II. Wählerklasse bekannt, die 16 der m. Klasse sollen folgen. 100 Personen, einschließlich der 32 Kandidaten, waren die Palen dieser„Blockkinder". Unbeschadet ihrer Parteizugehörigkeit ist eine alle christlichen und jüdischen Be- lenntiiisse umfassende Bereinigung. erstanden, um die Herrschaft der Besitzenden zu sichern. Ein die zu belämpfende Sozialdemokratie ehrendes Zeugnis war eS, daß der Führer dieses Blocks sich folgenden Ausspruch leistete: „In der bisherigen Landgemeinde kam eS zuweilen vor. daß die Sozialdemokraten als Vertreter der lU. Klaffe(!) gemeinsam mit dem Gemeiudevarstande stimmten und so einen Antrag gegen die Stimmen der Vertreter der I. und II. Abteilung durchbrachlen. DaS ist in Zukunft unmöglich. Da ist die So- zialdemokratie auf die III. Klasse beschränkt.* Wer hören will, der hörel Mögen die Wähler auch der II Klasse, die ja hier schon mit einem Steuersatz von 72 M. zum Teil dem nichtbesiyeuden Stande angehören, daran denken, daß eS ohne Sozialdemokratie keinen Fortschritt gibt, sondern nur krasse Klassenwirlschast. Boxhagen- Rummelsburg. Zeugen gesucht! Personen, welche am 21. November, abends zwischen 7—8 Uhr gesehen haben, wie im Hause Wllhlischsir. 37 ein Mieter des Hauses die steinerne Treppe heruiitergeworfen und miß- bandelt wurde, werden gebeten, ihre Adresse bei R ich. Hamm, Wühlischsir. 32, 2 Tr.. abzugeben. Adlershof. Eine reichhaltige Tagesordnung, welche wegen der Wichtigkeit der einzelnen Punkte trotz der Tagimg bis nach 11 Uhr abends nur zur Hälfte ihre Erledigung fand, beschäftigte am letzten Donnerstag die Geineiudevertretuug. 27l Anträge von Eigentümern auf Stundung von Beiträgen zu den Kosten der Herstellung der Orlskanaiiiation wurde entsprechend dem Antrage der hierfür erngrsetzten Kommission dahingehend berücksichtigt, daß seckiS Zahlungstermine, auf zivei Jahre verteilt, festgesetzt wurden. Im Verlaufe der Debatte wurde seitens des GemeiudevertreterS Lutze gegenüber dem Gemeindevorsteher der Vorwurf erhoben, daß derselbe bei Eingehung von Verlrügen be- treffend Zahlung von Pflastergeld resp. Regenwafferenlwässeruiig von Grundstücken nicht gerecht vorgegangen sei, sondern bei einigen Ge- meindevertretern und nur in Rücksicht auf diese Oualifikatiou vor- teilhastere Verträge resp. Stundungen zugestanden habe, als bei den zur Beratung stehende» Stundungsgesucben geübt werden solle. Vom Gemeindevorsteher wurde dieser Borwurf zurückgewiesen und beschlossen, daß die nächste Gemeindevertretersitzung das Material des Herrn Lutze entgegennehmen wird.— Der Entwurf eines Vertrages zwischen dem Kreise und der Gemeinde betreffend Herstellung einer elektrischen Straßenbahn vom Bahnhof Adlershof nach Köpenick(Spreebrücke) führte zu ausgedehnten Debatten. In dem vom Kreise vorgelegten Entwurf hatte sich derselbe alle Rechte und Vorteile vorbehalten, während die Gemeinde sämtliche Nachteile tragen sollte. Der Kreis war bereit, das Aulagekapital zu beschaffen und den Bau der Bahn vorzunehmen. Da aber die Bahn voraussichtlich in den ersten Jadren bedeutende Zuschüsse erfordern würde, sollte die Gemeinde dieselben voll tragen. Die Kommission, welche zur Vor- beratung deS Entwurfs eingesetzt war. halte sich bemüht, Licht und Schatten zwischen der Gemeinde und dem Kreise gleichmäßig zu verteilen. Die Voraussetzung der Durchführung des Projekts war 1. die Betriebsgemeinschast einer elektrischeir Straßenbahn von Alt-Glienicke über Adlershoj bis Köpenick; 2. daß Alt-Glienicke und Adlershof die Zuschüsse gleichmäßig zu tragen haben und zwar jährlich höchstens 4—5000 M. für jede Gemeinde; sollten größere Zuschüsse erforderlich sein, so soll der Rest ans das Anlagekapital übernommen werden; 3. daß der Kreis einen Teil der Kosten filr die Herstellung und Verbreiterung der BiSmarckstraße auf daS Anlagekapital übernimmt; 4. daß von den even- Mellen Ueberschüffen die Gemeinden*/«, der Kreis'/» solange erhalten, bis die Zuschüsse dcr Gemeinden grl�ckt sind. Sobald die Zuschüsse gedeckt sind, erhalten die Gemeinden und der Kreis je die Hälfte dcr Ueberschüffe; 5. sollte eine stärkere Beleuchtung der von der Straßenbahn benutzten Straßen notwendig werden, so muß der Kreis die Anlagen und Unterhaltung über- nehmen; 6. daß ein VcnvalMngsrat geschaffen wird, in welchem der Kreis und die Gemeinden zu gleichen Teilen mit gleichen Rechten venreten find. Der seitens der Koinmission abgeänderte Entwurf wurde zum Beschluß erhoben und soll nach der Versicherung des Landrats Aussicht vorhanden sein, daß auf dieser Grundlage Adlershof zu einer elektrischen Straßenbahnverbindung mit Alt-Glienicke und Köpenick gelangt. Mit dem Beschluß wurde auch der Wunsch ausgesprochen, daß der Kreis betreffend dieser Bahn eine Betriebs- gemeinschasl mit Köpenick herbeiführt.— Weiter wurde ein Er- Weiterungsbau der 2. Gemeindeichule beschloffen. Für die Schul- linder sollen 2000 Merkblätter über die Zähne und ihre Pflege be- schafft werden. Die Kosten, 80 M., wurden bewilligt. Der vor- gerückten Zeit wegen mußten sämtliche anderen Punkte vertagt werden. Teltow. Der Ausfall der Stodtverordnetenwahlen hals dem hiesigen Amtsblättchen angetan. Schon vor Wochen orakelte das von ein paar hundert Personen gelesene Blättchen, die Zusammen» setzung des Stadtparlaments wird eine andere werden. Daß dies nicht geschehen, insbesondere daß unsere Genossen mit altgewohnter Schlagfertigkeit ihre Sitze behauptet haben, bringt den Schreiber in dem Blatte ganz aus dem Häuschen. Soweit das Geschreibsel über die Tätigkeit unserer Gcnoflen im Stadtparlament berichtet, daß die Sozialdemokratie die Staatspolitik auf die Stadtpolitik ausdehne, ist es nur eine Anerkennung der Rührigkeit unserer Ver- treter. Nahezu fomisch wirkt es aber, wenn in dem Artikel be hauptet wird, die diesjährigen Stadtverordnetenwahlen im Deutschen nimmt. Weißensee. Raubmordprozeß Randt. Bernhard Rose. Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Dthello. In zweitägiger Sizung, am Freitag und Sonnabend, verhandelte Sonntag, den 8. Dezember: Die Frau Kommerzienrat. Dienstag und Abends: Ein ehrlicher Maller. Montag, Donnerstag, Sonnabend und Reiche hätten der Sozialdemokratie Niederlagen gebracht. Gs das Schwurgericht zu hamburg gegen den früheren selbständigen Freitag: Der Hüttenbefizer. Mittwoch: Unsere blauen Jungens Soun erübrigt sich, auf diesen Unsinn weiter einzugehen. Der Mann Tischler Heinrich Friedrich Mar Randt, der am Abend des abendnachmittag 4 Uhr: Der gestiefelte Stater. fennt sein Resepublikum nur zu gut und kann die schönsten Märchen 2. November 1906 die in Hamburg- Eimsbüttel wohnende Privatiere Theater an der Spree. Sonntag: Am grünen Beg. Montag: auftischen. Zu bedauern ist aber, daß auch noch eine große Anzahl Jark erdroffelt und beraubt hat.& s fielen ihm außer Schmuckfachen Der Aftienbudiler. Dienstag, Am günen Beg. Mittwochnachmittag 4 Uhr: Arbeiter zu den Lesern eines derartigen Blättchens gehört. Hoffent- ein Spartassenbuch über 225 M. in die Hände. Das 54jährige Dornröschen. Abends und Donnerstag: Der Aktienbudifer. Freitag: Am lich verweist dieser Leserkreis in Bälde solche Unterhaltung, wohin Fräulein Jart hatte sich in jahrzehntelanger Tätigkeit als Köchin in grünen weg. Sonnabendnachmittag 4 Uhr: Dornröschen. Abends: Der fie gehört, und abonniert auf die sozialdemokratische Presse, welche England ein Vermögen von 18 000 M. erspart und war erst furzftienbudifer. Sonntag, den 8. Dezember: Der Aktienbudiker. allein die Interessen der Arbeiter nach jeder Richtung hin wahr- vor dem Verbrechen nach Hamburg gekommen. Durch Zimmer- 8. Dezember, nachmittags 3 Uhr: Die Herren von Marim. Metropol Theater. Allabendlich: Das muß man seh'n! Sonntag, den vermieten wollte die J. noch etwas hinzuverdienen. Da N. als Agent für das von seiner Braut geführte Vermietungsbureau für möblierte Binumer" tätig war, nahm er die Zimmer der J. in AugenDie Bertrauensleute der Holzarbeiter, Polierer, Schuhschein, wobei in ihm der Plan zu dem Verbrechen reifte. Am macher und Wäschearbeiter sowie die Bezirksführer der anderen Morgen wurde die J. ermordet in ihrem Zimmer auf ersten Abteilung werden auf den am Montagabend 8 Uhr zum ersten gefunden. N. reiste nach Bremen, wo er dingfest gemacht wurde. Male stattfindenden Lehrabend des Vertrauensmännerbildungskursus während der langen Untersuchungshaft hat der 36jährige, lungen: aufmerksam gemacht. frante Angeklagte wiederholt den wilden Mann" markiert, so daß man ihn in einer Frrenanstalt auf seinen geistigen Zustand untersucht hat. Er ist aber in psychischer Hinsicht für intakt erflärt worden. Der Angeklagte zeigte sich während der ganzen Verhand lung völlig apathisch und antwortete auf feine Frage; erfolgten aber fritische Fragen, dann trommelte er mit den Händen auf seinem Stopf und ftrampelte mit den Beinen. In später Abendstunde wurde das Urteil gefällt, das auf Todesstrafe lautet. Nähere Auskunft bei Content, Lehderftr. 4. Pünktliches und zahlreiches Erscheinen erwartet Der Ausschuß. Mit einer besonderen Steuer find die hiesigen Gastwirte bedacht worden. Jeder Gastwirt, der in seinem Lokal einen sogenannten Geld- oder Martenautomaten aufgestellt oder aufgehängt hat, soll pro Tag und Automat 50 f. Steuern zahlen und zwar nach der Luftbarkeitssteuer- Ordnung. Die Steuer soll vom 1. April ab rüdwirkend innerhalb 14 Tagen an die Gemeindetaffe abgeführt sein. Selbstverständlich sind momentan sämtliche ,, Anipstästen" aus den Gastwirtschaften entfernt und ruhen irgendtvo in einem Winkel, wo sie das Auge des Gesetzes nicht entdeckt. Außerdem laden die Gastwirte zu einer großen Protestversammlung am heutigen Donnerstag ein. Reinickendorf. Eine Schiffskatastrophe im Kattegatt. Die russischen Segelschiffe Milda" und" Bangputis" follidierten, wie aus Kiel gemeldet wird, im Kattegatt während eines Schneeſturmes. Die Bangputis" wurde als Brad ohne Befagung angetrieben. Die Milda" ist anscheinend gefunden. Bisher ist nur der Steuermann Kramin gerettet. Der lenkbare Ballon ,, Patrie" erlitt, wie aus Ranch gemeldet wird, gestern bei einer Fahrt eine Störung am Motor. Er mußte landen und wurde vom Winde 17 Kilometer weit fortgetrieben. Apollo Theater. Allabendlich: Sylvester Schäffer. Spezialitäten. Walhalla Theater. Spezialitäten." Passage- Theater. Allabendlich: Baula Birth. Spezialitäten. Wintergarten. Allabendlich: Diabolospieler Spezialitäten. Casino Theater. Allabendlich: Biederleute. Sonntag, 8. Dezember, nachmittags 4 Uhr: Ein Sohn des Boltes. lebe das Nachtleben. Sonntag, den 8. Dezember, nachmittags 3 Uhr: Die Gebr. Herrnfeld Theater. Allabendlich: Madame Big- Bag. Ea Meyerhains. Figaro- Theater. Allabendlich: Paris. Die Klaue. Unterm Bett. Folies Caprice. Geteilte Liebe. Prater Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Räuber. Abends: wischen zwei Herzen. Montag: Die Logenbrüder. Dienstag: Das Opfer lamm. Mittwoch:' 3 Lorle. Donnerstag: Der Widerspenstigen Zähmung. Freitag: Der Goldbauer. Sonnabend: Die Räuber. Sonntag: Das Opferlamm. Montag: Das Opferlamm. 7 Uhr. Parodie- Theater. Sonntagnachmittag 3, Uhr: Alt- Heidelberg. Zapfenstreich. Montag und folgende Lage: Zapfenstreich. Das Ungeheuer. Monna Banna. Carl Haverland Theater. Spezialitäten. Anf. 8 Uhr. Sonntage Reichshallen Theater. Allabendlich: Stettiner Sänger. Urania Theater. Taubenstraße 48/49. Sonntag: Erstbesteigungen von Gipfeln im West- Himalaya. Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag und Sonnabend: Ueber den Brenner nach Venedig. Mittwoch: Motorballon und Flugmaschinen. Sonntag, den 8. Dezember: Ueber den Brenner nach Benedig. Doppelsterne, Rebelflede. Sternwarte, Invalidenftr. 57-62. Zur Beobachtung: Mars, Saturn, Berliner Marktpreffe. Aus dem amtlichen Bericht der städtchen Marftballen- Direftion( Großbandel) Dchsenfleisch Ia 68 70 br. 100 Bib., Ila 62 67, IIIa 56 59. Bullenfleisch Ia 67-72, IIa 56-66, Stübe, fett 50-58, bo. mager 38-46, Freffer 52-60, Bullen, dänische 53-65. Kalbfleisch, Doppellender 110-125, Mastfälber la 80-90. LIa 70-79, lammer 76--78, Hammel la 68-72, Ila 62-67, ungar. 0,00, Schafe Kälber ger. gen. 50-66, bo. boll. 48-54. Hammelfleisch Mast0,40-0,55. Rotwild la per Pfund 0,40-0.48, bo. Ia 0,30-0,40, do. Kälber 47-60. Schwemeileilch 50 58. Rehwild la ber Pfund 0,60-0,70. IIa 0,40-0,50. Damwild 0,40-0,50, do. Stälber 0,50-0,65. Wildschweine per Bfd. 0,25-0,40. Frischlinge p. Pfd. 0,30-0,60. Staninchen, groß pr. St. 0,70-1,00, do. flein 0,00. Hafen, groß per Stüd 3,00-3,50, bo. mittel und flein Stüd 1,50-2,75. Wildenten per Stüd 1,60, Rebhühner, junge Unter schwerer Arbeitslaft feufzt gegenwärtig der Pfarrer Herbrechtsmeier. Eine Sigung der firchlichen Körperschaften beschäftigte sich vor einigen Tagen mit der Errichtung einer dritten Pfarrstelle und mit dem Pfarrhausbau. Zum Gegenstand 1, der Errichtung einer dritten Pfarrstelle, bemerkte Pfarrer Herbrechtsmeier, daß die Amtsgeschäfte in West- Reinidendorf in den letzten Jahren folchen Umfang angenommen haben, daß für die eigentliche Seelsorge Zeit nicht mehr übrig bleibe und daß es sich aus dem Grunde Wochen- Spielplan der Berliner Cheater. empfehle, in Reinickendorf- Ost eine neue Pfarrftelle zu errichten, Königl. Opernhaus. Sonntag: Madama Butterfly. Montag: Die damit der gegenwärtig in Reinickendorf- Dit beschäftigte Hülfs- Meistersinger von Nürnberg.( Anf. 7 Uhr.) Dienstag: Mignon. Mittwoch: geiftliche als Hülfskraft für den Westen in Aussicht ge- Aida. Donnerstag: Das Mädchen von Navarra. Der Barbier von Sevilla. nommenen werden fönnte. Der Bürgermeister Wilke ans Freitag: Die Zauberflöte. Sonnabend: Fidelio. Sonntag: Aida. erkannte zwar die ungeheure Arbeitslast des Seelsorgers, Montag: Salome.( Anfang 8 Uhr.) indes fönne er trozdem nicht für die Anstellung einer Hülfskraft Königl. Schauspielhaus. Sonntag: Julius Cäsar. Montag: stimmen, da zweifellos die Kirchensteuer erhöht werden müßte. Der Die Rabensteinerin. Dienstag: König Dedipus.( Anf. 8 Uhr.) Mittwoch: Vertreter des föniglichen Stonsistoriums bemerkte hierzu, daß das Die Rabensteinerin. Donnerstag: König Dedipus.( Anf. 8 Uhr.) Freitag: per Stüd 0,90--1,20, do. alte 0,60-0,80. Falanenhähne Ia, junge fönigliche Konsistorium eine Beihülfe von 1500 M. zur Verfügung wie die alten fungen. Sonnabend: Die Braut von Messina Sonntag: 2,25-3,00, bo. Ila unb alte 1,50--2,00. Fasanenhennen 1,00-1,90. stellen würde und daß dann von der Kirchengemeinde nur noch Die Rabensteinerin. Montag: Biel Lärm um nichts. Neues fönigl. Cpern- Theater. Sonntag: Figaros Hochzeit.( Anfang alte, per Stüd 1,00-2,00, do. Ia 0,50-1,00, bito junge 0,40-1,35. Waldschnepfen per Stüd 0,00 do. IIa 1,00-1,50. Hübner, 2600 M. aufgebracht werden müßten, was eine Erhöhung der Kirchen- 7, Uhr.) Sonntag, den 8. Dezember: Egmont.( Anfang 7 Uhr.) steuer um 1-2 Broz. bedeute. Nach längerer Debatte wurde die Enten 1,00-2,50, dito per Deutsches Theater. Sonntag und Montag: Was ihr wollt. Tauben 0,20-0,40, bo. italienische 0,65. britte Pfarrstelle einzurichten beschlossen. Wir glauben nicht, daß Dienstag und Freitag: Bring Friedrich von Homburg. Mittwoch, Donners 0,45-0,55, dito per Stud 0,00, do. hamburger 0,00, bo. Oderbrucher Pfd. 0,65-0,70, bito Hamburger per Stid 8,20.( Safe per Pfund mit dieser Einrichtung neue Profelyten geworben werden, vielmehr taa, Sonnabend und Sonntag: Was ihr wollt. Montag: Prinz Friedrich p. Pfund 0,45-0,56. Boulets p. Stud 0,70-1,00. Buten p. Bfb. 0,50-0,85. scheint es uns, daß man der Kirchenflucht Einhalt gebieten will. Bei von Homburg. diesem Bestreben wird auch die Arbeitslast des Herrn Herbrechts- Deutsches Theater( Rammerspiele). Sonntag, Mittwoch und echte per 100 Bib. 62-75, do. mat! 60-64, do. groß 50-60, do. flein 0,00, do. groß- mittel 0,00. Bander, flein- mittel 108-124, bo. groß- mittel meier so gewachsen sein. Wie uns mitgeteilt wird, besucht er die Donnerstag: Frühlings Erwachen. Montag: Marquis von Keith. Dienstag 100-136. Schleie, unf. 82-89,' bo. groß 83-85, bo. flein 0,00. fliehenden Schäfchen, namentlich die Arbeiterfrauen, persönlich, um Frühlings Erwachen. Montag: Gräfin von Armagnae. Sonnabend: Gyges und fein Ring. Sonntag: flein 68, do. flein und mittel 0,00, bito groß 122. Wels 47. Blößen 36-47. und Freitag: Liebelei. fie der Kirche wieder zurückzuholen. Den Parteigenossen und Ges Roddow 0,00. Starpfen 50er 60-67, bito 30-40er 0,00, dito 25er 0,00, Berliner Theater. Sonntag und folgende Tage: Blaubart. noffinnen wird empfohlen, noch vor Jahresschluß aus der Kirche Leffing- Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Bund der Jugend. auszuscheiden, damit sie nur noch nächstes Jahr zur Kirchensteuer Abends: Bom andern Ufer. Montag: Rosmersholm:( Anfang 7, Uhr.) herangezogen werden tönnen. Austrittsformulare find unentgeltlich Dienstag: Stollege Crampton. Mittwoch und Sonnabend: Bom andern User. Donnerstag: Nora. Freitag: Der Biberpelz. Sonntag: Die Stüzen beim Genossen Boldt, Eichhornstr. 16, zu haben. der Gesellschaft. Montag: Die Weber. Lankwiz. Aus der Frrenanstalt des Dr. F. ist gestern der hiesige Rechts. antvalt Gustav Ehrenfeld entwichen. E. war seit einiger Zeit in der Anstalt untergebracht, da er als gemeingefährlicher Geistestranter galt. Troß der Aufmerksamkeit des Wärterpersonals gelang es ihm gestern, aus der Anstalt zu entkommen. Spandan. Ungültige Polizeiverordnung. Unter Bezugnahme auf den Gemeindebeschluß von 1904, betreffend die Benutzung des städtischen Schlachthauses, ist für Spandau eine Polizeiverordnung vom 10. Juli 1905 erlassen, wonach alles nicht im städtischen Schlacht hause ausgeschlachtete Fleisch, das in Spandau zum Verkauf gelangen foll, von einem approbierten Tierarzt untersucht sein muß. Die Frau des Schlächtermeisters Müller aus Paaren sollte sich dagegen vergangen haben. Sie wurde jedoch in zweiter Justanz vom Landgericht III freigesprochen, und der erste. Straffenat des Kammergerichts beließ es bei dem Urteil wegen ungültigkeit der angezogenen Polizeiverordnung. Sie widerspreche dem Schlachthausgefege. In diesem sei nur vom Feilbieten auswärts ausgeschlachteten frischen Fleisches die Nede, während die Polizeiberordnung mit den Worten: zum Verkauf gelangen soll" bom Feilhalten spreche. Damit gehe sie über das Gesez hinaus und Sas sei unzulässig. Potsdam. Beim Chauffeebau verunglückt. Der als Bremser beschäftigte Arbeiter May Jaizyt erlitt vorgestern abend, als er einen aufgelaufenen Wagen, der zum Bau der Chauffee zwischen der Machnower Schleufe und Wannsee Sand für die Ueberbrückung führte, wieder in die richtige Lage bringen wollte, einige Quetschungen am Fuße. Der Verletzte mußte sich im hiesigen St. Josephstrankenhause einer Operation unterziehen. Vermischtes. Neues Theater. Sonntag bis Donnerstag: Das Ungeheuer. Freitag: Die Agrarier. Sonnabend und folgende Tage: Baccarat. Neues Schauspielhaus. Sonntag, Dienstag, Freitag und Sonn. abend: Bar Beter. Montag: Judith.( Anfang 8 Uhr.) Weittwoch: Alt Heidelberg. Donnerstag: Die große Gemeinde.( Anf. 8 Uhr.) Sonntag: Bar Beter. Montag: Unbestimmt. Mandragola. Abends: Reiterattacke. B Male, dito 70er 0,00. Bunte Fische 30-60, dito matt 20-30, Barse matt 0,00, arauchen, matt 0,00. Bleie 26-44, do. matt 22-30. Alland 0,00. Raap 0,00. Bleifische 0,00. Winter Rheinlachs 0,00. Amerit. Lachs, la neuer per 100 Bfd. 110-130, per 100 fb. 0,00. Flundern, Stieler, Stiege Ia 2-6, bo. mittel Stifte do. Ifa neuer 90-100. Seelachs 0,00. Büdlinge, Stieler per Wall 2-3,00, Stralfunder 0,00, engl. per Wall 1-2, amb Stiege 4-6, balbe Stifte 2-3, pomm. Ia Schod 0,00, IIa 2,00-3,00. Sprotten, Danziger, Stifte 0,80-1,00, bo. Rügenwalder, Kiste 0,80-1,10. Bale, groß per fund 1,10-1.40. mittelgroß 0,80-1,10, Heringe per Schod 6,00-9,00. Schellfische, Stifte 3,00-4,00, 1/8 Stifte 1,75-2,50. Sardellen, 1902 er per Anfer 98. 1904er 98, 1905er 98, 1906er 90-95. Schottische Vollberinge 1905 0,00, large 10-14, full, 38-40, med. 36-42, beutsche 37-44. Heringe, neue Matjes, ber%, To. 50-120. Sardinen, ruff., Faß 1,50-1,60. Bratberinge Faß 1,20-1,40, bo. Büchse( 4 Liter) 1,40-1,70. flein 0,60-0,80. Neunaugen, Schociaż 11, bo. fleine 5-6, do. Stiefen- 14. Streble per Schod per Schodbund 1,00-1,25. 8wiebeln per 100 3fb. 2,00-3,00. Beterfilie, grün, Kleines Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Nachtafyl. Abends: Maria Viagdalene. Montag: Ein idealer Gatte. Dienstag bis Donners. Sonnabend: Mandiagola. tag: Mandragola. Freitag: Die Getreuen. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Vater und Sohn. Abends und Montag: 0,00, große 0.00, do. mittelgroße 0,00, dito fleine 0,00 cm 0,00, Trianon- 2heater. Sonntag und folgende Zage: Fräulein Josette meine Frau. do. unsortiert 0,00, Galizier, groß 0,00, do. unsortiert 0,00. Eier, Butter per Komische Oper. Sonntagachmittag 3 Uhr: Hoffmanns Erzählungen. and, unsortiert per Schod 4,50-5,80, bo. große 6,00-6,50. Abends: Die vertaufte Braut. Montag, Mittwoch und Freitag: Tiefland. 100 Bfb. la 124-127, IIa 118-122, Illa 110-116, abfallende 90-95. Saure Gurfen Schod 4,00. Bieffergurten Schod 4,00. Kartoffein Dienstag, Donnerstag und Sonnabend: Die verkaufte Braut. Sonntag Abends: Tiefland. 100 Biund Daberfche 2,75-3,25, meiße runde Montag: Hoffmanns 2,50-2,75, nachmittag 3 Uhr: Carmen. Erzählungen. mag. bon. 2,75--3,25. Borree, per Schod 0,75-1,50. Meerrettich, Schod 4-10. Spinat Theater des Westens. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Frühlingsluft. bo. pomm. 6-8. per 100 Pfund 6-20. Sellerie, per Schod 3-6, allabendlich: Die lustige Witwe.( Anf. 8 Uhr.) Sountagnachmittag 3%, Uhr: Frühlingsluft. Sobirabi Schod 0,75-1,00. Rettich. bayrischer, Lustspielhaus. Sonntagnachmittag 3 Uhr: 3m Sperlingsneft.- 2.50. Starotten, hiesige, Schockbund 3,00-4,00. Biringfohl v. Schock 4-6. Stüd 0,04-0,10, hiesiger Schod 2,50-3,50. obrrüben, 100 Bfb. 2,00 bis abendlich: Husarenfieber. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Pension Schöller. Schiller- Theater 0. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Das vierte Gebot. Rotfohl, Schod 3-7. Weißfohl p. 100 Bfd. 1,75-2,00. Blumenkohl, hiesiger Montag und Donnerstag: Gebildete Menschen. Grünfohl 3,00-5,00. Stohlrüben, Schod 2,00-3,00. 100 Stüd 0,00, do. Erfurter 0,00. Rosenfohl, per 100 Bfund 10-20. Mittwoch: Reiteraitade. Freitag: Monna Beterfilienwurzeht, Dienstag: Das vierte Gebot. Banna. Sonnabend: Das vierte Gebot. Sonntagnachmittag 3 Uhr: bis 4,50. Tomaten, italienische, per 100 Bfund 25-30. per 100 Bfb. 6-7, Schodbund 4-5. Schnittlauch, Töpfe Dugend 4,00 Rote Rüben, Traumulus. Abends: Heimat. Montag: Gebildete Menschen. per 100 Bfund 2,50-3,00. Rübchen, Beeliger, per 100 Bfb. 4-8, do. Tela Schiller Theater Charlottenburg. Sonntagnachmittag 8 Uhr: Maria Stuart. Abends: Wilhelm Tell. Montag: Maria Stuart. Diens: tower 16-18. Sturbis p. 100 Bfd. 8-10. Gstarol per Schod 5-6. Endivien per Schod 3-6. Birnen per 100 Pfd. Tiroler 20-26, Stochbirnen 5-8, tag: Jeiterattade. Mitwoch: Gebildete Menschen. Donnerstag: Rosmers. Tafelbirnen Ia 18-25, do. Ila 10-17. bolm. Freitag und Sonnabend: Maria Stuart. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Tiroler la 18-40, bo. Ila 12-18, Tiroler, lose, per 100 Pfund 10-14, do. Alepfel, per 100 Pfund, Der Richter von Balamea. Abends: Ein Fallissement. Montag: Maria in Stiften 120 Bfund 30-70, Woft, biefige, 3-5, Stoch. 5-10. TafelFriedrich Wilhelmstädtisches Schauspielhaus. mittag 3 Uhr: Nathan der Weise. Abends: Kriemhilds Rache. Montag: 60, rumänische 27-30. Paranüsse 52-60. Haselnüffe, lange, 100 Pfund Sonntagnach Staliener, lose, 100 Bfb. 8-12. Wallnüsse, per 100 Bfd. französische 36 bis Brüderchen. Dienstag und Mittwoch: Kriemhilds Rache. Donnerstag 44-48, do. runde 32-37. und Freitag: Jugend von heute. Sonnabend: Siegfrieds Tod. Sonntag. Almeria per Faß 13-20. Ananas L, per Bfd. 0,70-0,90, bo. II 0,40--0,50. Weintrauben, italienische, per 100 Pfund 0,00, nachittag 3 Uhr: Nathan der Weise. Abends: Kriemhilds Rache. Montag: Bananen, gelb, per 100 Bfund 18-22. Stofosnüffe per 100 Stüd 20-30. Jugend von heute. Feigen, Kranz- per 100 Pfd. 21-25, bo. Trommel per 100 Pfd. 40, Strachmandeln per 100 Pfd. 70-100. Maronen, ital., per 100 Bfd. 17-20. bo. in Stiften 28-60. Meffina, 300 Stud 8,75-12.00, bo. 360 Stud 8,00-11,00, bo. 200 Stüd Traubenrosinen per 100 Pfund 80-120. Zitronen, 200 Stud 8,50-11,00, bo. 300 Stüd 8,50-12,00, do. Balencia 420 Stüd Apfelfinen, 300 Stud 8,00-11,00, bo. Murcia 14-19, bo. 714 Stüd 18-21. Stuart. B Residenz- Theater. Sonntag, den 1. Dezember, nachmittags 3 Uhr: Der Prinzgemahl Abends und folgende Tage: Ganz der Bapa. Sonntag, Sen 8. Dezember, nachmittags 3 Uhr: Im Pavillon. Abends und Montag: Ganz der Papa. Zentral Theater. Sonntag, den 1. Dezember, nachmittag 8 Uhr: Die Geisha. Allabendlich: Frau Warrens Gewerbe. Sonntag, 8. Dezember, nachmittags 3 Uhr: Die Puppe. Abends und Montag: Frau Barrens Gewerbe. D 9 äpfel Ia 15-25, bo. Ila 10-12, Amerikaner, 0,00, bo. 150 Stüd 0,00. 920-1918GD Stationen per Faß 24-35, Witterungsübersicht vom 30. November 1907. Barometer Stand mm Q4183 Windflatte Better Ein Großfeuer, bei dem mehrere Personen in größter Lebensgefahr schwebten und wobei eine Greisin schwer zu Schaden tam, wütete in der vorgeftrigen Nacht in Fürstenwalde. Das der Witwe Steffen gehörige Ecfgrundstück am Markt 6 stand in kurzer Zeit in Flammen. Als die Feuerwehr und das alarmierte Militär eintraf, Thalia- Theater. Sonntag, den 1. Dezember, nachmittags 3 Uhr: Ihr war die Situation eine recht fritische. Der ganze Dachstuhl stand Sechs Uhr Dntet. Abends, Montag und Dienstag: Die gelbe Gefahr. in hellen Flammen, und in einigen, Wohnungen hatte sich bereits Mittwochnachmittag 4 Uhr: Rotkäppchen. Abends und folgende Tage: Ote ein so starker Qualm verbreitet, daß die Bewohner in großer Gefahr gelbe Gefahr. Sonntag, den 8. Dezember, nachmittags 3 Uhr: Kam'rad gelbe Gefahr. Sonnabendnachmittag 4 Uhr: Schneewittchen. Abends: Die schwebten zu erstiden. Glücklicherweise wurden sie aber durch die Lehmann. Abends und Montag: Die gelbe Gefahr. Löschmannschaften im letzten Augenblid in Sicherheit gebracht. Lorging Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Undine. Abends: Nur eine Greifin, die 82 jährige Witwe d'Halle, fam schwer zu Die Entführung aus dem Serail Montag: Bar und Zimmermann. Schaden. Sie wurde in leblosem Zustande am Boden liegend in Dienstag: Der Freischüß. Mittwochnachmittag 3%, Uhr: Rumpelstilzchen. ihrer Wohnung aufgefunden und in bedenklichem Zustande nach Abends: Der Freischüß. Donnerstag und Freitag: Hans Helling. Sonndem städtischen Krankenhause gebracht. Das Gebäude wurde troß abendnachmittag 3, Uhr: Rumpelstilzchen. Abends: Undine. Sonntag. Damburg 767 N 4 bedeckt angeftrengtester Tätigkeit der Löschmannschaften fast vollständig ein nachmittag 3 Uhr: Der Troubadour. Abend: Der Freischüz. Montag: Raub der Flammen. Luisen Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Hoffmanns Erzählungen. Der Petersburg- Nizza- Expreß. Der Expreßzug Petersburg- Berlin wie es meint und lacht. Donnerstag: Der Leiermann und sein Abends und Montag: Das Heiratsneft. Dienstag: Die Puppe. Mittwoch: Nizza wäre, Wiener Meldung zufolge, beinahe in der Station Bflegefind. Freitag: Ein seltsamer Fall. Sonnabendnachmittag 4 Uhr: Gloggnig mit einem Güterzuge zusammengestoßen, nur der Geistes- Dornröschen. Abends: Am Tage des Gerichts. Sonntagnachmittag 4 Uhr: gegenwart eines Streckenwärters ist es zu danken, daß ein größeres Der Leiermann und fein Pflegefind. Abends und Montag: Ein felt. Unglüd vermieden werden konnte. Bar und Zimmermann. famer Fall. Berlin Temp. n. 6 6° G.=' Stallonen Barometer fland mm Haparanda 751 9 Bind ritung Bindstarle Better Zemp. n. C Swotnembe 761 NW 4 moltig 3 2 bebedt -11 5 Betersburg 748 23 4 Scilly 6 lberdeen 3 Baris 2 Schnee 770 NO 4 moltig 773 WNW 2 halb bd. 771 DND 3 bedeckt Wien 12867 764 WNW, 4 bedeckt 3 bedeckt Franti.a M 771 W Münden 770 S 3 Nebel 767 WNW 3 Regen Wetter Prognoie für Sonntag, den 1. Dezember 1907. Bielfach heiter, aber rauh und veränderlich mit einzelnen Regent, Schnee- oder Graupelschauern und frischen nordwestlichen Winden. hou tmez An unsere Inserenten, welche Inserate größeren Umfanges für für die nächste Sonntags- Nummer aufzugeben beabsichtigen, richten wir die höfliche Bitte, dieselben bis Donnerstag nachmittag 5 Uhr in unserer Haupt- Expedition aufzugeben. lommie Verlag des ,, Vorwärts". Richter's Anker- Steinbaukasten Brückenbaukasten! Imperatorkasten! Vorrätig in 104 verschiedenen Nummern im Preise 50 Pfg. an. Ergänzungskasten, Bauvorlagen, einzelne Steine! 215 fertige Bauten stehen zur Besichtigung, Richtige Auskünfte über Baukasten- Ergän zungen etc.von geschultem Personall Kopfzerbrecher, Kobold, Sphinx etc., 14 höchst interessante Geduldspiele, à 50 Pig. Schanzen- und Generalstabshügel, Ausserordentlich hübsche, der Firma geschützte Neuheit, die jedem mit Soldaten Spielenden grosse Freude bereitet, Stück nur 1.00 Mk. 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