Mr. 10. Erfcheint täglich außer Montags. Breis pränumerando: Bierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Bfg. fret In's Haus. Einzelne Nummer 5 fg. Sonntags- Nummer mit tlluftr. Sonntags- Beilage Neue Selt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1893 unter Nr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg. Inferttons- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 fg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 fg Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in ber Erpebition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Fefttagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fern spred- Anschluß Amt 1, tr. 4186. Berliner Volksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Die Grund- und Bodenfrage in den Vereinigten Staaten. Troß der statistischen Mittheilungen, welche seit Jahren über den Zustand der amerikanischen Landwirthschaft be tannt werden und denselben als feineswegs gesund erscheinen laffen, gilt es in Deutschland noch bis zum heutigen Tag 3'emlich allgemein für einen unantastbaren Saß, daß die Vereinigten Staaten ein Bauernparadies", ja da 3 Bauern paradies feien. Und in dem gewaltigen Heere der deutschen Auswanderung bilden die Landwirthe ein sehr beträchtliches Kontingent. Das Schicksal derer, die selbständige Farmer) werden wollen, ist in den meisten Fällen ein recht schlimmes. Wer nicht unbebautes, schlecht gelegenes oder werthloses Land faufen, und sich nicht günstigstenfalls für ein Jahrzehnt aus den Reihen der zivilisirten Menschen verbannen, und den größten Entbehrungen aussehen will, entdeckt bald, daß zu einem landwirthschaftlichen Betrieb in Amerika mindestens so viel Geld gehört wie in Deutschland, daß mit Kleinbetrieb gar nichts auszurichten ist, und daß der Druck des Kapitalismus dort auf der Landwirthschaft noch schwerer lastet als bei uns, weil der Kapitalismus drüben ungeachtet seiner Jugendlichfeit weit kräftiger entwickelt ist. Der sicherste Gradmesser für das Gedeihen der Landwirthschaft ist die Höhe der Hypothekenschulden. Die Kleinbauern in Deutschland und Frankreich sind bekanntlich überschuldet und fie arbeiten nur zum kleinsten Theil für fich selbst, zum größeren für den Gläubiger. Sie sind keine Lohn sklaven, wie der Lohnarbeiter, aber 3ins sklaven, was fein besseres, ja ein noch härteres Loos ist. Vor Jahren wurde Amerika durch die, plöglich an den Tag tretende Thatsache überrascht, daß die Mehrzahl der für beneidenswerth wohlhabend geltenden Farmer tief verschuldet sei. Man tröstete sich jedoch mit den billigen Getreide preisen in der alten und neuen Welt, und erhoffte ein Steigen der Kornpreise, das die amerikanische Landwirthschaft im Nu herausreißen würde. Nun die Preise stiegen; Europa hatte im vorletzten Jahre( 1891) eine Mißernte mit Theuerungspreisen, und Amerifa hatte eine außerordentlich gute Erute. " Und die Wirkung? Die Verschuldung der amerikanischen Landwirthschaft hat tolossal zugenommen. Unter der Ueberschrift: Enorme Verschuldung des Grundbesißes" bringt unser amerikanisches Bruderorgan, das Philadelphia Tageblatt" vom 21. Dezember 1892 einen höchst lehrreichen Artikel, den wir nachstehend zum Abdruck bringen: Staunenswerthe Enthüllungen verspricht der Zensus der Vereinigten Staaten über die Verschuldung des Grundbesites. Ein Angestellter des Zensusbureaus, F. T. Waite, Farmer heißt eigentlich Pächter, und wird in England auch blos in diesem Sinne gebraucht, in Amerika aber bedeutet es einen freien Grundbesitzer. Feuillefont. Macbrud verboten.) Hans Nuzingen. Soziale Studie von H. de Balzac. Deutsch von Curt Baake. [ 2 Betrachten wir zunächst einmal, wie Royer- Collard*) fagt, die Frage ganz abstrakt vom Standpunkt der Kritik der reinen Vernunft" aus; was die unreine Vernunft an langt " " Donnerstag, den 12. Januar 1893. gab neulich in Baltimore einen Abriß des im Druck befindlichen Berichts, aus welchem zu ersehen ist, daß die Berschuldung nicht nur steigt, wie die Volksparteiler( demokratische Bauernpartei) behauptet haben, sondern ganz ungeheuer steigt. Nehmen wir zunächst eine Gruppe südlicher, hauptsächlich Baumwolle bauender, Staaten vor. Danach stieg die Hypotheken- Verschuldung binnen 9 Jahren, von 1881 bis 1890, in Alabama um 414, in Tennessee um 315, in Missouri um 235 pCt. Die Verschuldung stieg per Kopf in Alabama um 334, in Tennessee um 265, in Missouri um 176 pCt. Damit aber nicht behauptet werden kann, wie das gewöhnlich geschieht, daß der größte Theil dieser Schulden für Neuanschaffungen, Ausdehnung des Betriebes zc. aufgenommen wurde, wird festgestellt, daß die Zunahme des abgeschäßten Werthes nur 221, resp. 203 und 131 Prozent in den genannten drei Staaten beträgt. Im Westen sieht es nicht viel besser aus. Jn Nebraska stieg die Verschuldung um 381, in Kansas um 201, in Illinois um 159, in Jowa um 79 Prozent. Pro Kopf der Bevölkerung stieg sie in Nebraska um 125, in Kansas um 102, in Illinois um 107, in Jowa um 40 Prozent. Nur in dem letztgenannten Staate geht die Zunahme der Schulden nicht über die des neugeschaffenen Werthes( 41 Prozent) hinaus. In Nebraska übersteigt derselbe erstere geringfügig( 131 Prozent), in Kansas und Jllinois beträgt er blos 67 Prozent. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. die Kapitalisten nicht; Moratorien( Zahlungsaufschübe), wie sie hie und da von Staaten gefeßlich gewährt wurden, bes deuten blos Hinausschiebung der Verbindlichkeiten auf turze Frist. Deshalb suchen die Bauern ihre Schulden mit verschlechtertem Geld zu bezahlen oder sich zinsfreies Kapital der Regierung 81 verschaffen. Alle in ihre Bestrebungen in dieser Richtung stoßen auf den hartnäckigsten Widerstand der Gläubiger und Wucherer. Und doch ist nicht anzunehmen, daß sich schließlich Millionen von Haus und Hof vertreiben lassen, ohne verzweifelten Widerstand zu leisten. Diese Leute haben das Stimmrecht und wenn das nicht helfen sollte, scheuen fie vor der Gewalt nicht zurück. In der Farmer- Presse findet man jetzt schon Andeutungen genug in dieser Richtung. Soviel ist klar: in den nächsten Jahren werden sich Fragen vor die einheimischen Parlamente drängen, mit denen sie bisher nichts zu thun gehabt haben. Die Farmerbewegung wird bestehen bleiben und noch zunehmen und es bedarf nur noch des selbständigen Eintretens der Arbeiter in die Arena, um eine gewaltige Umwälzung auf politischem Gebiet herbeizuführen. So das„ Philadelphia Tageblatt". Wir haben es hier mit Zuständen zu thun, die in dem und von ihr nicht zu trennen sind nicht zu beseitigen, so Wesen der kapitalistischen Gesellschaftsordnung begründet lange diese Gesellschaftsordnung besteht. Aus diesen Daten geht hervor, daß die Farmer nicht nur nicht ausmachen"( durchkommen), sondern in rapider Weise Unsere Bauern aber, die dem Kapitalismus durch die verschulden. Wenn dies nicht in stärkerer Weise geschähe, als Auswanderung nach Amerika zu entrinnen hoffen, kommen die Zunahme des Werthes ihres Landes, so könnte diefer dort aus dem Regen in die Traufe. Wenn sie vernünftig Prozeß geraume Zeit fortdauern, ohne daß es zu einem Krach sind, dann machen sie nicht die kostspielige Reise nach fame. Aber die Ziffern beweisen das Gegentheil. Die Ver Amerita, um dort den Feind vor sich zu finden, der sie schuldung steigt schneller, als der Werth3 u wa ch 3. Vielfach ist von einem lehteren überhaupt keine von hier wegtreibt, und nehmen gleich hier den Kampf Rede, sondern es ist ein Rückgang zu verzeichnen. Die Unter- auf. drückung der Einwanderung würde diesen Prozeß noch beschleunigen. Nach alledem unterliegt es feinem Zweifel, daß der größte Theil des Bodens in den Bereinigten Staaten nicht mehr den Bauern, sondern den geldverleihenden Kapitalisten Politische tebericht. Berlin, den 11. Januar. gehört. Die letzteren finden es jedenfalls bequemer, die Banern auf diese Art auszubeuten, anstatt sie in Pächter zit verwandeln, wo man das Risiko läuft, daß der Boden ausgesaugt und eventuell der Pachtzins nicht bezahlt oder der Aus dem Reichstage. Die Fortsetzung der Brans Antheil des Besizers mit dem sinkenden Ertrag, da wo die stenter Debatte brachte gestern zunächst eine ausgezeichnete, Pacht in Natural- Abgabe bezahlt wird, geringer würde. Auch vielfach durch Beifallsbezeigungen unterbrochene Rede des ist es bequemer, als die Farmen mit Lohnarbeitern zu be- Abgeordneten Grillenberger, deren Eindruck der bayrische treiben. Nichtsdestoweniger wird der Zensus eine größere Bu- Finanzminister nachher sich vergebens bemühte, abzuschwächen. nahme der Pächter und der Farmarbeiter, als der selbständigen Sonst sprachen noch die Abgeordneten Brömel, Möller Bauern aufweisen. Die Zinsen, fünf bis zehn Prozent auf Sypotheken und( Dortmund), Bachem und Dr. Böckel mehr oder minder noch mehr auf Faustpfänder, übersteigen den Netto- Ertrag der fchroff gegen die Boriage. Auch der Redner der Konservativen, Landwirthschaft bedeutend. Wo der Vauer das Jahr über Gerlach, hatte so viel Wenn und Aber in seiner Rede, daß im Store"( Sramladen) borgen muß, wie meistens bei den dieselbe einer Ablehnung so ähnlich sah, wie ein Ei dem fleinen Cotton( Baumwolle)- Pflanzern der Fall, oder wo er anderen. Zum Schlusse wurde die Vorlage der Militärfich Vorschüsse auf die Ernte zu Wucherzinsen geben lassen kommission überwiesen, wo sie vorläufig ungestört ruhen muß, ist vollends feine Bilanz zu gunsten der Bauern möglich. wird, bis die Frage der Heeresvorlage entschieden ist. Diese Ziffern erklären die agrarische Bewegung in den Vereinigten Staaten vollständig. Der Bauer hat lange vom Morgen steht die Nothstands- Interpellation auf der TagesSchuldenmachen gelebt und bekommt jetzt nichts mehr geborgt. ordnung, welche Liebknecht begründen wird. In der DisJetzt geht ihm das Wasser an den Hals. Massen- Repudia- fussion will Se. Majestät König Stumm seine allerhöchste tionen( Abschüttlungen, Nichtanerkennung) der Schulden dulden Entrüstung über den Bergarbeiter- Ausstand zum Vortrag konntest Du so etwas natürlich nicht wissen," erwiderte Blondet. moralisch. giebt es keinen Ausgleich. Ich meine immer, die Leute, die von einer völligen Vereinigung nichts wissen Es giebt Frauen," sprach Bigion ernst, und es giebt wollen, glauben in ihrem Herzen, sie könne ein Ende nehauch Männer, die sich theilen und nur einen Theil von sich men, und dann fahr wohl Illusion! Jede Leidenschaft, die hingeben( ich mache besonders darauf aufmerksam, sich nicht ewig dünkt, ist ekelhaft.( Der reine Fenelon!*) wie human, mie gewählt ich mich ausdrücke). Auch die Welterfahrenen, die kühlen Verstandsmenschen, Für solche Menschen hat hat die Liebe nichts mit die Männer vom feinen Handschuh und von der tadellosen materiellen Interessen zu schaffen; sie widmen ihr volles Kravatte, welche ohne zu erröthen eine Frau nur ihres Leben, ihre ganze Ehre einem Weibe und meinen, es sei Geldes wegen heirathen, geben damit offen zu erkennen, daß ungehörig, dabei jenes Pflanzenfaser- Papier auszuwechseln, sie eine vollständige Scheidung der Interessen und Gefühle auf dem zu lesen ist: Wer diese Banknote nachmacht zc." für unerläßlich halten. Dementsprechend nehmen sie auch von dem Weibe ihrer Liebe kein Geld an. Ja, alles entehrt sich in ihreb Augen, Geliebten allein in der Welt glauben. In ihren Augen Die Anderen sind verliebte Narren, die sich mit ihrer wenn mit der Verschmelzung der Seelen auch die ma find Millionen ein Haufen Schmus; der Handschuh, die Er hat schon etwas weg," flüsterte Finot Blondet zu. teriellen Jnteressen verschmolzen werden. Diese Lehre wird Ramelie, die die Geliebte getragen, wiegt alles Gold der " Nein," rief Blondet, er hat völlig Recht. Die Frage, stets im Munde geführt, aber selten angewendet...“ Erde auf! Von diesem gemeinen Metall ist bei ihnen um die es sich hier handelt, ist übrigens sehr alt. Sie war Ei!" rief Blondet. sie ist aber auch der reinste Blöd- auch nie etwas zu finden, wohl aber verwelkte Blumen in der Hauptgrund zu dem Duell auf Leben und Tod zwischen finn! Der Marschall Richelieu, der sich auf salche Dinge niedlichen Cedernholzkästchen. Zwei Herzen, die sich so lieben, La Chateignereai und Jarnac. Es wurde ruchbar, daß verstand, setzte der Frau de la Popelinière eine Rente von unterscheiden sich nicht mehr von einander. Für sie giebt's Jarnac zu gut mit seiner Schwiegermutter stände, und daß tausend Louisd'or aus. Agnes Sorel brachte dem König fein" Ich" mehr. Du" ist ihr Fleisch gewordenes fie dem vielgeliebten Schwiegersohne die Mittel zu dem Luxus Charles VII., als wäre es selbstverständlich, ihr ganzes Wort. Ach, laßt sie, laßt sie im Frieden. Könnt Ihr ihre hergebe, den er entfaltete. Je wahrer so etwas ist, um so Vermögen dar und der König nahm es auch. Jacques geheime Herzenskrankheit hindern? Es giebt eben Narren, weniger soll man darüber sprechen. König Heinrich II. er: Coeur, der berühmte Bankier, hat die Krone von Frank- welche ohne jede Berechnung lieben und Weise, welche, inlaubte sich aber darüber zu klatschen, und sein Höfling La reich unterhalten, und sie hat es sich gefallen lassen und dem sie lieben, berechnen." Chateignereai nahm es als treuer Diener seines Herrn auf ist dann so undankbar gegen ihn gewesen, wie ein Weib nur seine Rechnung. So kam es zu jenem Duell, das die fran- fein kann." zösische Sprache mit dem Ausdruck: coup de Jarnac heimtückischer Streichbereichert hat." So alt ist der Ausdruck?" fragte Finot erstaunt. Ein abliges Wort also!" Als ehemaliger Zeitungs- und Zeitschriften- Verleger * Philosoph. Meine Herren", begann Bigion wieder, jede Liebe, die nicht zu unauflöslicher Freundschaft führt, ist in meinen Augen nur eine momentane Lüderlichkeit. Kann man es gänzliche Hingebung nennen, wenn man sich etwas dabei vorbehält? Zwischen diesen beiden entgegengesetzten Anschaningen- sie sind übrigens beide gleichmäßig tief un" " Famos, Bigiou, famos!" rief Blondet. Nun, Finot, was meinst Du dazu?" " Finot zog sich in seine Halsbinde zurück: Jch?... Anderwärts würde ich wie ein Gentleman urtheilen, hier aber danke ich..." *) Erzbischof von Cambrai, französischer Schriftsteller. ( 1651-1715.) werden. bringen. Es verfpricht also ein recht lebhafter Tag zu Aber großartig sind auch die Forderungen, die er stellt. I hoch, und stiegen fie infolge des Streits noch höher, würde Vom 1. April 1895 ab foll der Staat zit Beihilfen an die Wuth der Gruben- Organe in milderer Tonart sich Schulverbände wegen Unvermögens für die Verbesserung kundgeben. Die bekannte Ansprache des Kaisers zu Gunsten des Dienfteinkommens der Lehrer und Lehrerinnen jährlich So nadt zeigt sich der Prozentrok und lebermuth, daß der unveränderten Annahme der Militärvorlage hat brei ganze Millionen Mark gewähren. Und um diese drei wohl selbst die Behörden davon abgeschreckt werden müſſen, für die konservativen Mannesseelen genügt sie werden Millionen führt der Kultusminister eine so flehentlich- beweg zu sehr auf die Kapitalistenwünsche einzugehen; sie müssen für alles stimmen, was die Regierung wünscht. Freilich, liche Sprache. Wie schneidig sticht von derselben der Ton fühlen, daß ein zu scharfer gegen die Arbeiter geübter Druck um dies zu erreichen, hätte es kaum einer Warnung be- ab, in welchem der Reichskanzler oder Kriegsminister die zwar augenblicklich diese bändigen kann, aber daß die Niederdurft. Die Angst der konservativen Mannesseelen vor Neu- hundert fache Summe verlangt. Und schneidig war auch lage der Arbeiter zugleich einer Niederlage des Staates wahlen ist wohl taum geringer als die der national- die Sprache, mit welcher der Abg. Frhr. v. Minnigerode gleichkommt, der sich willenlos unter die Herrschaft des liberalen. Freilich, zerschmettert zu werden ist kein Vergnügen. Rossitten dem Kultusminister gegenübertrat. Er tönne, erklärte Broßenthums begiebt. Und Regierungsparteien müssen bei rollenwidrigen Seiten er unter dem Beifall der Rechten, einen Nothstand unter den Wir haben die Ursachen des Streits schon mehrfach sprüngen stets auf solche Behandlung gefaßt sein. Lehrern nicht anerkennen. Natürlich kennen die Herren Junker und zuletzt im gestrigen Leitartikel besprochen. Heute kommt Für die Militärvorlage registrirt die„ Norddeutsche nur einen nothleidenden Stand, den der Nitterguts befizer, auch die Frankfurter Zeitung" auf die Entstehungsurfachen Allgemeine Zeitung" alle, auch die blödsinnigsten Kund- der unersättlich in seinen Forderungen ist, der die hohen zurück. The Ausführungen stimmen theilweise mit den gebungen der ob fursten Blätter. So zitivt sie heute die Getreidezölle runterschluckt, der als selbstverständlich das unsrigen überein. Sie schreibt: Geschenk von 40 Millionen an Schnapssteuer- Privileg entBommersche Reichspost", welche schreibt: Schmerzlich muß es jeden Patrioten berühren, wenn die gegennimmt und bei jeder Neubelastung des Volkes für sich Vertreter der meiften Barteien( gegenüber der Militärvorlage) noch einen Extra Profit herausschlägt. Von den 71 000 nicht die Frage der Nothwendigkeit, sondern der Kostspieligkeit Volksschullehrern hat die Hälfte ein Einkommen von voranstellten und von vornherein erflärten: wir fönnen die 300-1050 M.; froß der vielen Aufbesserungen, die sie nach Opfer überhaupt nicht aufbringen. Was soll das eigentlich Herrn von Minnigerode erfahren, steht das Einkommen von heißen? Auch nicht, wenn es wirklich nothwendig ist? Auch 10 619 Lehrern noch unter 750.Lehrreich ist das nicht, wenn wir sonst nach menschlichem Ermessen unseren Auftreten des Herrn von Minnigerode aber doch; er zeigte Feinden nicht mehr gewachsen find? Oder will man sagen, den Reichstags Abgeordneten den Ton, in welchem sie die wir hätten schon unser Alles eingesezt? u. s. w." Militärvorlage zu bekämpfen hätten. Dieser gegenüber wäre Wenn die Pommerfche Reichspoft" uns zu berichten die schroffe Sprache recht gut am Plate. wissen wird, daß die junkerlichen Schnapsbrenner auch nur ein Viertel das ihnen mit dem Schnapssteuerprivileg gemachten Geschentes von jährlich 40 Millionen aus Patriotismus" opfern, oder die edlen Feudalherren, Schlotjunker, Kohlenbarone und Finanztönige fich bereit erflären, aus eigener Tasche die Militärkosten zu decken, dann mag sie von Batriotismus" reden und die Forderung an das Volk stellen, sein Alles" einzusehen. Der„ Patriotismus" auf Kosten gerade der Aermsten und Besißlosesten ist keinen Schuß Pulver werth!. " 11 = 0 Das neue Programm der Konservativen erlitt in einer Versammlung des Wahlvereins der Konservativen in Barmen, wie die Kreuz- Zeitung" berichtet, einen äußeren Mißerfolg", d. h. die Versammlung nahm mit großer Mehrheit eine Resolution an, welche sich gegen das neue Programm erklärte, worauf die Antisemiten den Saal verließen. Der Bergmannsstreik muß dem König Stumm und den rheinisch- westfälischen Schlotjunkern dazu dienen, die volle Unterwerfung des Staats unter das Mammonsjoch Die Kosten der Militärvorlage sollen zum größten zu erzwingen. Zu diesem Zwecke setzt ihre Presse eine Hete Theil wiederum durch die Besteuerung der Genußmittel der gegen die Arbeiter in Bewegung, die eine verdammte großen Masse des Volkes gedeckt werden, desselben Wolfes, Aehnlichkeit mit der Heßjagd hat, welche die spanischen ErDas man bei den Landtagswahlen als rechtlos behandelt. oberer gegen die flüchtigen Indianer anstellten. Nur die Macht Das Wahlrecht, das man bei den preußischen Landtags- fehlt dieser Sorte von Kapitalisten; ginge es nach ihrem wahlen der großen Boltsmasse gelassen hat, ist nur ein Willen, so drohte den Arbeitern eine Behandlung, wie sie Scheinrecht, denn es gewährt ihnen nicht einmal die der barbarischste Sklavenhalter feinen widersetzlichen Sklaven Möglichkeit, in den preußischen Landtag auch nur einen zu Theil werden läßt, und würde es auch nicht an Bluteinzigen Vertreter zu bringen, der den Besitzenden nicht ge- hunden fehlen, um entlaufene Arbeiter aufzuspüren und zu nehm wäre. Die ganze Militärlaft des Reiches wird durch zerfleischen. Die Wuth dieser Schlotjunker richtet sich sogar die indirekten Steuern, welche die große Masse des Volkes aufbringt, gedeckt; diese Steuern aber werden nicht in Anrechnung gebracht bei dem Klassenwahl System, obwohl dieses das Wahlrecht nach der Höhe der Steuerveranlagung tlassifizirt. Der preußische Etat für 1893/94, welcher morgen dem Landtage vorgelegt wird, soll, wie die National Beitung" mittheilt, mit einem Defizit von etwa 58 Millionen abschließen. Und immer mehr und immer mehr Soldaten! Wir haben es ja dazu! Das Defizit herrscht nicht blos in Preußen, sondern auch in anderen deutschen Staaten. Die Thronrede, mit welcher gestern der Württembergische Landtag eröffnet wurde, hebt die schlechte Finanzlage hervor. Es heißt in derselben: Während die Rechnungen für die Jahre 1889/91, dant namentlich den größeren Ueberweisungen aus der Reichskaffe, noch mit erheblichen Ueberschüssen abgeschlossen haben, ergab das letztverflossene Rechnungsjahr, hauptsächlich infolge des Zurückbleibens der Ablieferungen der Staatseisenbahnen, einen Ausfall, welcher in dem laufenden Rechnungsjahre sich voraussichtlich noch steigern wird. Eine Wendung zum Bessern steht für die nächste Beit taum in Aussicht." gegen die Bourgeoisblätter, welche in der Hetze gegen die Arbeiter noch einige Mäßigung beobachten. So brachte die„ National Zeitung" gestern eine Korrespondenz aus dem Gaarrevier, welche die dortigen Zustände als ziemlich harmlos hinstellte und das Schreckniß mit den Rechtsschutz- Revolvern" als bloße Spielerei bezeichnete. Es werde zwar viel geknallt und tausende Schüsse abgefeuert, aber es sei durch dieselben noch Niemandem eine Verlegung zugefügt. Bugleich lobte sie die Energie der Leitung ber dortigen Bergwerksverwaltung. Hiergegen bringt die" Post" eine Erwiderung von„ bestunterrichteter Seite( wohl König Stumm!!), in welcher versichert wird, daß der Inhalt des Artikels der National- Beitung"," ben Thatsachen nicht entspricht und noch weniger als ein Ausdruck der öffentlichen Meinung der Saargegend, welche durchweg auf einem diametral entgegengesetzten Standpunkt steht, angesehen werden kann." " Für König Stumm sind eben die Zustände in dem Saarrévier ganz schauderhaft, so lange nicht die Flinte schießt und der Säbel haut", und so lange nicht die gesammten Arbeiter unter Stanbrecht gestellt sind. A Während die rheinisch westfälischen Kapitalistenorgane ihre wüthenden Ausfälle gegen die Arbeiter und gegen die Regierung, welche nicht scharf genug vorgehe, erheben, flagen sie herzbrechend über den Nothstand der Gruben- Aktionäre. Noch ist der Kohlenring nicht fertig, der sie zu vollständigen Herren des Kohlenmarktes macht und fie die Preise nach Belieben festsegen läßt. Und worin besteht der Nothstand Zunächst, vielleicht am allermeisten, ist in Erwägung zu ziehen die Behandlung, die die Bergleute von ihren unmittelbaren Vorgesehten erfahren. Hier ist nicht alles in Ordnung, wie es sein sollte. Ich habe Beamte wie Arbeiter gehört und bin in der Lage, mir ein Urtheil bilden zu können. Es wird darüber geklagt, daß ein Theil der Beamtenschaft die Bergarbeiter in rücksichtsloser Weise behandelt, etwa wie ein Unteroffizier Rekruten zu traktiren pflegt. Die Beamten stammen theilweise aus dem Osten der Monarchie und mögen dort recht gut verwendbar sein, aber der Rheinländer ist ein freigesinnter Manit und läßt sich nicht schuhriegeln. Wenn ein junger Mensch, der sozusagen noch hinter den Dhren nicht frocken ist, alte verdiente Bergleute anschnauzt und verlangt, daß sie im Glied still stehen sollen, wie Soldaten, so macht das böjes Blut. Gerade wer der Ansicht ist, daß der Bergbetrieb ein Staatsmonopol fein soll, der muß auch wünschen, daß derartige Mißstände verschwinden. Mit dem Anschlagen des Unteroffiziertons ist es nicht gethan. Die Arbeiter flagen sehr darüber, daß man auf seiten der Bergwerksdirektion glaube, der Arbeiter habe nur zu gehorchen. Diese Beschwerden sind überall zu hören. Wir wollen menschen würdig behandelt werden", heißt es. Was die 2ohnherabsehung anlangt, so ist die Haupttlage die folgende: Früher wurden die Gedinge versteigert; es wurde ein Höchftfatz angegeben, der von den einzelnen Knappschaften überboten wurde. Diese Methode war nicht vortheilhaft für die BergLeute, denn es fanden Unterbietungen statt, die eben nur durch starke Konkurrenz erklärlich waren. Seit 1889 werden die Ge dinge nach einem festen Sah vergeben, womit die Arbeiter weit besser auskommen. Worüber sie aber Beschwerde führen, das ist das sogenannte Abreißen der Gedinge. Damit hat es folgende Bewandniß. Das Gedinge wird beispielsweise zu 2,80 m. vergeben, d. h. der Arbeiter erhält pro Tonne 2,80 M. und kann, wenn er fleißig und geschickt ist, es auf einen Gesammtverdienst von 5 M. bringen. Nun erreicht er dies Ziel, aber was folgt? Es wird das Gebinge auf 2,60. herabgefeßt. Er strengt sich von neuem und in erhöhtem Maße an, um einen möglichst hohen Arbeitsertrag zu erzielen und verdient wieder seine 5 M. pro Tag. Und abermals tommt eine Herabsetzung des Gedinges, so daß es wiederum verstärkter Anstrengungen bedarf, um zu bem alten Lohnfah zu gelangen. Bei den Arbeitern herrscht. infolge dessen die Ansicht, daß die Bergbehörde es nicht gern sebe, wenn der Bergmann allzu viel verdiene und daß sie des halb zu der Herabsehung der Gedinge greife und somit eine Methode befolge, durch welche der Fleiß und die Anstrengung gewiffermaßen bestraft werden." Das Gebahren der Grubenbesitzer und des Königs Stumm veranlaßt sogar die„ Vossische Zeitung" zu dem Ausspruch, daß die Bedingungen, welche Stumm und die von ihm abhängige Handelskammer in Saarbrüden ber königlichen Bergverwaltung gestellt haben, für diese der königlichen Bergverwaltung gestellt haben, für diese viel bemüthigender waren, als die von den Arbeitern gestellten":" 19 " In Wirklichkeit aber handelt es sich gar nicht um die Machtfrage zwischen Staat und Sozialdemokratie. Den Arbeitern in Saargebiete, die übrigens dem Zentrum viel näher stehen, als der Sozialdemokratie, war es un eine solche Kraft probe am allerwenigsten zu thun. Ihnen handelte es sich nicht um verfchwommene Butunftspläne, sondern um Beschwerden über ihre gegenwärtige Lage. Mag man diese Beschwerden für begründet ansehen oder nicht, jebenfalls soll man vermeiden, den Standpunkt zu verschieben. Vor allem würde die Berg werksverwaltung sich damit die objektive Prüfung der Sachs lage erschweren. Und darauf kommt es vor allem an." Ans Gelsenkirchen wird uns brahtlich gemeldet, daß Die Verbesserung des Volksschulwesens und des der Grubenbefizer? Für sie ist es schon ein Nothstand, wenn in der Zeitung der deutschen Bergarbeiter" eine HausDiensteinkommens der Volksschullehrer. Der diese sie in einem Jahre 20 pCt. Dividende hatten, und diese suchung stattgefunden hat. Der Redakteur Schlicke und der bezügliche Gesetzentwurf tam gestern im preußischen Ab- nicht im folgenden mindestens 21 pCt. beträgt. Die Profitgier Berleger Meyer sind in Haft genommen und zwar, wie das geordnetenhause zur ersten Berathung. Wie bescheiden und kann sich kaum ekelhafter zeigen, als in dem Jammer Wolff sche Telegraphen Bureau nachträglich berichtet, auf bemüthig trat der Kultusminister für seine Vorlage ein! über die niedrigen" Kohlenpreise. Ständen dieje recht Antrag des Staatsanwalts wegen Verbreitung angeblich Diese Thronrede dürfte die Begeisterung für die Militärvorlage, welche die württembergischen Nationalliberalen zu erregen suchen, auch in Süddeutschland etwas dämpfen. Wie die verdammten Kerle, mit denen Dn umzu gehen die Ehre haft", ergänzte ihn Bigiou. " Wahrhaftig, Du hast's getroffen," meinte Finot. Und was sagst Du?" wandte sich Biriou an Couture. " Unsinn!" rief Couture„ Eine Frau, die ihren Leib für den Mann, den sie bevorzugt, nicht zum Fußschemel macht, um ihm in die Höhe zu helfen, ist ein herzloses Ge schöpf." Und Du Blondet?" " Ich halte mich an die Braris!" Beim heiligen Namen Aktionär!" rief Couture, er zählst Du uns noch Deine Geschichte, oder läßt Du's bleiben?" „ Ich war fest dazu entschlossen," entgegnete Bigion, aber Dein Schwur nimmt mir die Lösung des Knotens vorweg." Es kommen also Aktionäre in der Geschichte vor?" fragte Finot. Steinreiche sogar, wie Deine Jobber- Bekanntschaften," gab ihm Biriou zur Antwort. # 3 falscher Nachrichten in Ertrablättern über den Streit." enn alle Verbreiter von Börsenschwindel- Nachrichten verhaftet wirden, wo käme da der Plaz für die Häftlinge her? So etwas tommt bei uns freilich auch nicht vor. Frankreich. Die gestrige Kammerfizung Die erste nach den Ferien- fügte den Opfern des Panama- Standals ein neues hinzu: Floquet, der bisherige Sammerpräsident, hatte trotz der bösen Muschuldigungen, die gegen ihn erhoben worden, sich doch wieder als Kandidat für die Präsidentschaft aufstellen lassen; er erhielt aber bei der ersten resultatlosen Abstimmung so wenig Stimmen, baß er von der Bewerbung zurücktrat. Auch er wird un zweifelhaft in den Rattenkönig von Panama Prozessen, beren erster gestern begonnen hat, hineingezogen werden. Außer dem jetzt im Gang befindlichen Prozeß, dessen Verhandlungen sich, nach der allgemeinen Schägung, mindestens bis Mitte Februar hinausziehen dürften, wird es für die Helden der letzten Skandale, da die Anklage nicht egen alle die gleiche sein kann, noch zwei besondere Prozesse geben. Wie man nachträglich erfährt, war die gestrige Demission „ Ach, Du hast uns zum Besten," rief Finot. Ihr seid Beugen," fuhr Biriou fort, daß ich diesem des Ministeriums ein fleiner Staatsstreich Ribot's, der mit " Fällt mir jest nicht ein. Ich spreche also vom Raftignac, impertinenten Burschen, der sich einbildet, mein Schweigen einem reinen" Ministerium vor die Kammer treten und deffen Thränen Eurer Meinung nach, ein Beweis für seine fet nur fünfhundert Frants werth, meine Seele nicht verzu diesem Zweck Loubet, Freycinet und Burdeau über Bord Berberbtheit sein müßten, denn er liebte damals Delphine tauft habe. Zum Minister wirst Du's nie bringen, guter werfen wollte. Für diese drei soll der Ersatz bereits geviel weniger innig! Dem armen Jungen saß eben ein Dorn Finot, so lange Du den Preis der Gewiffen nicht zu schäßen funden sein. im Herzen. Er ist ja auch ein tief verdorbener Gentleman, verstehst... Ich will die Geschichte erzählen und Dich dabei In der gestrigen Rammerfihung fam es zu einigen und wir sind tugendhafte Lebensfünftler, nicht wahr? in Frieden lassen, armes Hühnchen," setzte er zärtlich hinzu, Szenen" Herr Rouvier hätte sich beinahe geprügelt. dann sind wir aber auch quitt." Kellner!" schrie Bigiou.j " Wohlan!" sprach Bixiou im beißendsten Tone ,,, Naftignac Eigentlich solltest Du doth," erwiderte der beleidigte war nicht Eurer Meinung. Nehmen und nicht wiedergeben Finot im steifen Tone einen guten Jungen wie mich, bei ift häßlich und zu sehr die Regel; aber nehmen und bem Du gelegentlich eine Fünfhundertfrautsnote findest, hundertfach wiedererstatten, ist eine ritterliche That. So etwas rücksichtsvoller behandeln." dachte Rastignac. Er fühlte sich auf das Tiefste erniedrigt, daß ihn materielle Interessen mit Delphine von Nuzingen verknüpften. Ich kann von seinem Kummer reden, sah ich doch selber, wie er Thränen über seine Stellung vergoß. Ja, er weinte wirklich... nach dem Souper. In Euren Augen hieße das also Rastignac wollte also Delphinen bereichern, er der Arme fie die Reiche! Und stellt Euch vor: es ist ihm gelungen. Rastignac, der auf Jarnac's Fechterkünfte schwor, ftellte sich auch auf Seiten Heinrichs II. und bekannte sich E3 giebt seinem großen Wahrspruch: absolute Zugend, es giebt nur Umstände. Das gehört zur Geschichte seines Vermögens." zu teine Du solltest lieber mit dieser Geschichte anfangen, statt uns zu verleiten, uns selbst zu verleumden," meinte Blondet mit bestridender Gutmüthigkeit. „ Gi, ei, mein Junge," erwiderte Bixion und taufte ihn durch einen leichten Schlag auf das Hinterhaupt, Du hast Dich wohl dem Seft schon eng angefreundet." Was willst Du vom Kellner?" fragte Blondet. " Fünfhundert Franks, damit ich fie Finot zurückgeben, meine Bunge einlösen und die Quittung zerreißen kann." Erzähl' Deine Geschichte," sagte Finot und that so, als lache er. 11 " Er will uns nachweisen, daß Nuzingen Rastignac's Glück geschmiedet hat," sagte Couture und lächelte. Du bist nicht so weit vom Treffer, wie Du denkst," sprach Birion. Wißt Ihr denn, was Nuzingen, finanzmäßig gesprochen, ist?" Weißt Du, wie er angefangen hat?" fragte Blondet tatt einer Antwort. Ich habe ihn hier in seinem Hause fennen gelernt," erwiderte Bigion, aber vielleicht sind wir uns früher einmal auf der großen Heerstraße begegnet." ( Fortsetzung folgt.) Es wird noch besser kommen. An Straßendemonstrationen hat niemand gedacht. Wozu auch die Herren Korrupten" daran hindern, einander abzuthun? Gegen das Volk würden sie sich sofort vereinigen. Wie es heißt, soll nun auch die Verhaftung Clemenceau's bevorstehen. Man spricht von dem Eintritt Constans' und Gallifet's in das neue Minifterium das klingt aber nicht wahrscheinlich. Constans, der französische Buttkamer, ist den Lesern betannt. In Gallifet werden fie einen alten Bekannten entdecken, wenn sie Lissagarey's Geschichte der Kommune" = " " " egen fol Lefen. Gallifet, war in der blutigen Maiwoche einer der angeben tönnen. Lesseps legte fodann die Gründe bar, aus Aus dem nördlichen Ausstandsgebiet graufamften Bluthunde. Conftans und Gallifet im neuen welchen die Gesellschaft die Fortsetzung des Kanalbaues gende Nachrichten vor: Minifterium das würde eine geplante Maffenmezelei an mehrere große Unternehmungen übertragen habe. Der Essen, 10. Januar.( Boff. 8tg." Heute Mittag ist bedeuten. Doch, wie gesagt, so weit ist es noch nicht. Präsident verlangte sodann entschiedene Auskunft über die„ Consolidation" ganz in den Ausstand eingetreten. Ein soeben Und wir haben auch die Hoffnung, daß es nicht so weit verwendung von 600 000 Fr. an Anweisungen, die auf den In ausgegebenes Extrablatt der deutschen Bergarb. 3tg." nennt tommen wird. Einstweilen hält der energische Ribot, der flärung hierüber durchaus nöthig sei, begann jedoch auf das Prosper" Rhein- Elbe" als ausständig, was unrichtig ist. Da haber lauten. Lesseps entgegnete, er glaube nicht, daß eine Er- auch Gustav Pluto"," Unser Frig"," Erneftine", Bismarck", fich an Stelle des schwächlichen Loubet das Ministerium des Drängen des Präsidenten: Als wir den Antrag betreffend die gegen find Amalie" der Harpener Gesellschaft ganz, sowie Innern zugelegt hat, Schildwache gegen Constans. Panama- Loose einreichen wollten" Hier unterbrach ihn der Königsborn", Mocents", Lothringen" und Christian Levin" Nach der Wendung, welche der Panama- Prozeß ge- General- Staatsanwalt, indem er sagte: Lesseps gab gestern theilweise ausständig. Auf Rhein- Elbe" tamen Ruheftörungen mit nommen hat, stellt die sofortige Auflösung der hierüber dem Untersuchungsrichter eine Erklärung ab; es ist einigen Verhaftungen vor. Eine hiesige sehr start besuchte VerRammer fich mehr und mehr als Nothwendigkeit daher unnöthig, dieselbe zu wiederholen." Der Präsident er- lammlung beschloß soeben für morgen den allgemeinen Ausstand. heraus.widerte, es müsse über alle einzelnen Puntte Licht verbreitet Nach dem Kleinen Journal" fügten sich dem Streitbeschluß insRussische Polizei Allmacht in Frantzugeben. Lesseps erklärte nunmehr, als die Vorlage betreffend werden, und forderte Lesseps auf, die verlangte Erklärung ab besondere polnische Bergleute. teich. Man schreibt uns aus Paris: In Gelsenkirchen waren nach demfelben Blatt am die Panama- Loose bei dem Bureau der Kammer ein- 10. Januar 6200 Mann ausständig. Der Bergbau- Verein habe Am 7. Januar hat die franzöfifche Regierung fünf polnische gebracht worden sei, habe der damalige Minister Barhaut von an die Streifenden des Ruhrgebiets die Mahnung gerichtet, aur Sozialdemokraten verhaften lassen, nämlich die Genoffen Woi ihm eine Million verlangt, zahlbar in mehreren Theilzahlungen Arbeit zurückzukehren, sonst würden sie univeigerlich entlassen. ciechowski, Abramowsti, Perl, Jendrzejewski und Dembski. Die von dem Tage der Einbringung der Vorlage bis zu ihrer An- Vom 11. Januar wird gemeldet: Ausweisung derselben soll in den nächsten Tagen erfolgen. Wie nahme. Bei der Einbringung habe man 375 000 Franks an weit die französische Regierung in ihrer Knechtsseligkeit gegen Baihaut ausgezahlt; da die Vorlage abgelehnt wurde, habe man über bem Baren schon herabgesunken ist, geht daraus hervor, daß den Rest der verlangten Summen nicht ausgezahlt. Lesseps ihre Presse, ohne mit einer Wimper zu zucken, zugiebt, die Maß- fügte hinzu: Ich gab diese Summe nur, weil mir das Messer regelung sei auf Verlangen der russischen Polizei erfolgt; und an der Stehle saß, so wie man im finsteren Walde einem Räuber mit einem wahren 8ynismus schildern reaktionäre Blätter wie feine Uhr ausliefert." Lesseps versicherte sodann, der Ver der„ Gaulois" alle Einzelheiten der Organisation der russischen waltungsrath der Gesellschaft habe von allen diesen GeldverPolizei in Paris, als ob es ganz selbstverständlich wäre, daß die theilungen Kenntniß gehabt. Darauf wurde die Situng auf Säscher des Baren in der Praris alle politischen Freiheiten gehoben und die Fortsetzung auf Mittwoch angesetzt.Frankreichs für die russischen Unterthanen aufheben könnten. Am Mittwoch furz nach 12 Uhr wurde die Verhand Gegen die französische Regierung selbst find die Verhafteten in Inng fortgefeht. Der Präsident verhörte Fontanes, welcher erfeiner Weise aufgetreten; und eine freche Lüge ist es, wenn die flärte, er fei bis 1885 beauftragt gewesen, die Verbindungen der fapitalistische Preffe aussprengt, die fünf Polen feien Nihilisten Panama- Gesellschaft mit der Presse zu erhalten, von dieser Zeit und hätten im beständigen Verkehr mit französischen Anarchisten ab sei er nur der Geheimsekretär von Lesseps gewesen. geftanden. Die Verhafteten gehören, wie uns von gut unter richteter, durchaus glaubwürdiger Seite versichert wird, zu der fozialdemokratischen Partei Rußlands, zu deren Hauptvertretern Genoffe Plech an off zählt, und die, was Programm und Zattik anlangt, mit der deutschen Sozialdemokratie auf eine Linie zu stellen ist; die fünf polnischen Genossen find noch jung, 23 bis 30 Jahre alt; fie waren in ihrer Heimath Studenten, sahen fich jedoch in Paris gezwungen, durch Handarbeit ihren Lebensunterhalt zu verdienen. = Der Panama Prozeß hat am Dienstag be gonnen. Wir entnehmen den Blättern und unseren Tele grammen: Darlamentarisches. Aus der Budgetkommission des Reichstags. Die Budgetkommission berieth in ihrer ersten Sihung die Einführung des Systems der Alters- Dienfizulagen für die unter beamten, welche mit Ausschluß der Reichs- Postverwaltung für treter der Reichspost erklärte aus Wohlwollen für die Unterdas Reich am 1. April d. J. eingeführt werden soll. Der Ver beamten die Alterszulagen nicht einführen zu föunen, weil die Beamten bei den jetzigen System früher in den Genuß der höheren Gehaltsstufen tämen. beschlusses für das Essener Revier in einer gestern Abend abEssen a. d. Ruhr. Heute Morgen find infolge des Streitgehaltenen Bergarbeiter- Versammlung ausständig geworden auf der Stinnesschen Zeche Friedrich- Ernestine" von 800 Mann Frühschicht 240 Mann. Sonst ist alles ruhig. Gelsenkirchen sind auf den vom Ausstand betroffenen 20 Bechen Köln. Nach einer Meldung der Kölnischen Zeitung" aus insgesammt 11 922 Mann ausständig. Gelsenkirchen. Auf den Zechen Unser Friz" und Bismarc" streifen fast sämmtliche Bergleute. Beide Walzwerke in Schalte liegen still wegen Kohlenmangels. Herne. Auf den hiesigen Gruben ist heute alles angefahren, auch auf Mont Cenis", wo die Arbeiter gestern theilweise aus. standen. Dortmund. Auf den Gruben Tremonia" und Weft falia" stehen die Arbeiter heute theilweise aus, auf" Glücauf" bei Barop ebenfalls. Bochum. Von den Belegschaften der umliegenden Bechen ift heute die von Carolinenglück" theilweise ausständig. Bergeborbed. Die Belegschaft der Beche Chriftian Levin" ist heute in den Ausstand eingetreten. " bes Berlegers der Beitung deutscher Berg( Ueber die Berhaftung des Rebatteurs und Leute", bie gestern erfolgt ist, fiehe„ Politische Uebersicht" ber heutigen Nummer.) Aus Dortmund wird uns gefchrieben: In der am Diens tag Nachmittag im Plaas'schen Saale, der wieder überfüllt war, stattgehabten Bergarbeiter- Versammlung wies Bunte auf Aus der Kommission wurde namentlich von bem Abg. Singer die Don den Ultramontanen versuchte Quertreiberei der Standpunkt vertreten, daß die Unterbeamten sicher gestellt hin. 3u gleicher Zeit mit dieser Versammlung hatte werden müssen vor der Laune und Willkür ihrer Vorgefesten, ber ultramontane Zeitungsredakteur Lensing eine folche und die Regelung der Gehaltszulagen nach dem Dienstalter, des chriftlich- patriotischen Verbandes„ Glückauf" einberufen, um namentlich bei den in der Reichs- Postverwaltung herrschenden vermittelst desselben eine Strömung gegen den Streit in Szene zu Zuständen dringend geboten ist. fegen. Bunte führte aus: Seit Jahresfrist hat der christlich" 1 Angeklagt find Ferdinand de Lesseps( dem sein Gesund heitszustand nicht erlauben wird, zu erscheinen), Charles Lesseps, Fontane, Cottu. Die Anklage geht dahin: gemeinsam und vor weniger als brei Jahren vor Erhebung der Klage unter Anwendung betrügerischer Manöver, um von der Existenz falscher Unternehmungen zu überzeugen, unter Vorspiegelung eines imaginären Könnens oder Kredits oder um Hoffnungen entstehen zu faffen auf ein chimärisches Unternehmen, sich von verschiedenen Personen Subskriptionen haben ausfolgen zu lassen, gefolgt von Die Kommission richtete an die Reichs- Boftverwaltung das patriotische Verband nichts von fich hören lassen. Jetzt auf Einzahlungen gelegentlich der Emissionen der Obligationen vom Verlangen, weiteres Material dafür beizubringen, daß bei der einmal hält er die Zeit wieder für gekommen, sein Dasein auf 26. Juni 1888 und 26. Dezember 1888, und auf diese Weise Post von der Einführung der Alters- Dienstzulagen abzusehen sei, sufrischen, um den Bergarbeiter- Berband zu schädigen. Diese anbere ganz oder theilweise um ihr Vermögen betrogen zu haben; und behielt sich die Beschlußfassung bis zur Berathung des Post- Manier der ultramontanen Brüder ist alt. Sie ist schon vor ferner verschleudert oder entwendet zu haben zum Nachtheile der etats vor. 1878 fo gewesen, wo es auch einen christlich- katholischen Verband Panama- Gesellschaft und ihrer Obligatäre Vermögen und Effekten, Die Berathung wandte sich dann zu dem Etat des Reichs- gab. Dieser versiel unter dem Sozialistengefeh nicht der Aufdie ihnen nur zu einem bestimmten Sivecke überlassen worden amts des Innern und wurde die Einführung der Alterszulagen lösung, verscholl aber doch und von einer Abrechnung oder dergleichen find." Ferner ist angeklagt Giffel( Alex. Gustav): fich bei diefer Verwaltung genehmigt. hat man nie wieder etwas gehört. Die Vereinigung der Bergarbeiter ber angegebenen Betrügerei mitfchuldig gemacht zu haben, indem Die Mittel zum Ankauf eines Bauplatzes für den Neubau aber verfiel dem Sozialistengeset. Auch in Gelsenkirchen hat es wieder er wissentlich auf die Seite brachte einen Theil der durch ge des Reichs- Gesundheitsamtes wurden gegen den Widerspruch der geknallt. Die von dort und von der Eisenbahnstrecke bei Rauxel nanntes Delift erhaltenen Suminen; ferner gim Nachtheil der Nationalliberalen bewilligt. gemeldeten Dynamit Attentate stammen ebenso wenig wie die Panama- Gesellschaft Beträge vergeudet oder veruntreut zu haben, Die übrigen Titel des Etats fanden Annahme. Bei der Be- Schüsse von 1878 von zielbewußten Arbeitern, sondern von Beuten, die ihm zu einem bestimmten Zwede oder für eine bezahlte Arwilligung der für die innere Einrichtung des neuen Reichstags die dazu gedungen worden sind.( Lebhaftes Bravo! Ich habe beit überlassen worden sind"( Art. 405, 406, 408, 2, 5, 59 und 62 gebärbes beantragten Summe faßte die Kommission auf Antrag bas Butrauen zu den Arbeitern des Dortmunder Reviers, daß bes Code penal). des Abg. Singer den Beschluß, dem Reichstage zu empfehlen, der sie sich nicht zu solchen Dingen hergeben.( Bravo!) A. BölgerDer Gerichtshof beschloß tros der Abwesenheit von Ferdinand Reichstagsbau- Verwaltung den Wunsch auszusprechen, daß bei der Dortmund führt aus, wie die Grubenbarone arbeiten, um hohe Leffeps in die Verhandlung einzutreten. Charles Lesseps erklärte Vergebung der Arbeiten für den inneren Ausbau des Reichstags- Profite aus ihrem Menschenmaterial" herauszuschlagen. Er beim Verhör, sein Vater fei tros seines Abrathens an das Unter- gebäudes nicht nur sogenannte erfte Firmen berffesichtigt werden, nugt zur Darlegung den Geschäftsbericht der Arenberger Bergbaunehmen der Durchstechung des Ifthmus von Panama gegangen, fondern daß auch Kleingewerbe, Handwerker und Arbeiter Gesellschaft", in dem der Abschluß als sehr günstig" bezeichnet wird. und gab im weiteren Verlauf ausführliche Details über die Orgenossenschaften an der Herstellung des Reichstagsgebäudes be- Die Versammlung, in der noch Dückershoff und Schönganisation des Unternehmens. Der Borfihende warf Leffeps vor, theiligt werden. wald sprachen, erklärte bei den in den vorhergegangenen Verdas Publikum in einen Jrrthum verfeht zu haben, indem er verSammlungen gefaßten Beschlüssen fest zu verharren. Die Zu öffentlicht babe, Hersent und Gouvreug würden die Durchstechung Die erste Sigung der Willitärkommission fand gestern timmung erfolgte einstimmig. Die Lensing'sche Versammlung der für 512 Millionen Frants in Afford nehmen. Charles Lesseps fette Abend statt. Derfelben ging des Nachmittags eine Besprechung christlich patriotischen Bergleute war von ganzen zwetundDagegen auseinander, es habe sich nicht um einen Attord im der Kommissionsmitglieder voraus, in welcher der Worsigende, dreißig Mann start besucht. Da zu der Versammlung im wahren Sinne des Wortes gehandelt, man babe viel mehr Freiherr von Manteuffel, inittheilte, baß er zunächst die plaas'fchen Saale hunderte von Bergleuten teinen Zutritt mehr über den Preis pro Meter als über die Zahl der Kubit bsicht gehabt habe, den Vorschlag zu machen, eine General fanden, wandten dieselben sich ber chriftlich patriotischen Zumeter, welche bei dem Werte zu bewegen sein würden, unter- distusfion nicht stattfinden zu lassen, sondern fofort in die fammenkunft zu, wo ihr plötzliches schaarenweises Erscheinen einen handelt. Spezialberathung einzutreten, er fei jedoch von dem Reichsfangler nicht geringen Schreden hervorzurufen schien. Der Vorsitzende Als der Präsident des Gerichtshofs im Laufe des Verhörs ersucht worden, es bei einer Generalbebatte zu belaffen, da er richtete an die Sozialdemokraten die Aufforderung, die VersammCharles Leffeps über die Millionen befragte, welche Reinach er( der Reichstanzler) beabsichtigt, in der ersten Sihung der Kom lung und das Lotal zu verlassen, was natürlich nicht die geringste halten hatte, antwortete der Angeklagte: Als wir Reinach das miffion ausführlichere Mittheilungen zu machen. Demgemäß hat Beachtung fand. Er führte dann aus, daß, da ſeine Uns Geld gaben, stellten wir ihm auheim, mit demselben für den Er denn auch die Kommission in ihrer ersten Sihung beschlossen. Ge hänger auf gefeßlichem Boden ständen, sie nicht für folg der Emission zu forgen und gleichzeitig sich aus der über findet also eine Generaldistuffion statt, welche möglicherweise den Streit fein fönnten.( Auch nicht übel!) Berechtigte wiesenen Summe eine beliebige Nemuneration zurückzubehalten." einige Abende ausfüllen wird. Die bentige Sitzung ist so Wünsche hätten sie, dürfen und wollen fte aber Präsident:" Sie übergaben also Reinach Millionen, die er, siemlich vollzählig besetzt und trägt teinen besonders nicht durch einen Streit durchsetzen. Wenn der Streit ein rein wenn er wollte, in die Tasche stecken konnte." Lesseps: Gans hervorragenden militärischen Charakter, es find im ganzen fachmännischer sei, dann ließe sich darüber reden, aber so wolle richtig".- Hierauf fragte der Präsident, welchen Gebrauch sehn Uniformirte, den Reichskanzler eingeschloffen, anwesend. eine gewisse Partei Vortheile aus dem Streit ziehen. Der§ 13 Reinach von den ihm überwiesenen Summen gemacht habe. Diverse Bundesraths- und Reichstagsmitglieder haben sich als ber Arbeitsordnung habe manche Mängel, die beseitigt werden Leffeps entgegnete, er wisse darüber nichts. Präsident:" Bon Buhörer eingefunden. Zunächst theilt der Vorsitzende mit, daß müßten, was auf frieblichem Wege gefchehen könne.( Rufe: den i 400 000 Franks auf den Inhaber lautenden Bonds sind der Abg. Richter eine Ergänzung des Berathungsmaterials Oho! Ihr könnt die Wahrheit nicht vertragen.) Gin Redner folche für 975.000 Franks vorhanden, deren Verwendung brieflich verlangt habe, welchem Wunsche der preußische Kriege bittet ums Wort zur Geschäftsordnung. Borsigender: Das Wort nicht largestellt ist." Leffeps: G3 find dies geheime minister thunlichst nachzukommen, versprach. Gegen die Bezeich zur Geschäftsordnung wird unfererseits nicht ertheilt. Gin Fonds der Gesellschaft gewefen." Präsident:" Haben nung eines Theils des Materials als geheim" protestit anderer der Anwesenden versuchte ebenfalls vergeblich das Wort die Statuten der Gesellschaft solche geheime Fonds zugelassen?" Abg. Richter und ersucht um Mittheilung" derjenigen Punkte, su erhalten. Bergmann Blume meint, man folle jedem, der es Leffeps:" Ich kann darüber Aufklärung geben. 600 000 Fres. welche eventuell in der Oeffentlichkeit nicht benützt werden sollen, iolinsche, das Wort ertheilen, welchem Verlangen der Vorsihende erhielt Cornelius Hers in dem Zeitpunkte, als die Erlaubnis für da ja das Militär- Wochenblatt" bereits den größten Theil ver- nachzukommen verspricht, fein gegebenes Wort aber sofort wieder die Zulaffung der Loos- Obligationen erstrebt wurde." Auf die werthet habe und die Mittheilungen über dieselben Gegen- bricht, als sich jemand meldet, den er für einen Sozialweitere Frage des Präsidenten, ob Lesseps darüber in seinen stände im Jahre 1890 nid) t als„ vertraulich" bezeichnet wurden. demokraten hält. Er versucht dann mehrmals eine Resolution Büchern Beweise habe, antwortete der Angeklagte, er könne dafür Der preußische Generalmajor v. Goßler giebt dies zu und zur Verlesung zu bringen. Mehrere Anwesende bitten wiedernur mit seinen Worte einstehen. Auf die Frage des Präsidenten über die Vertheilung von sie vorläufig ber Deffentlichkeit entzogen bleiben sollten. nennt nur wenige Punkte, von denen die Regierung wünsche, daß bolt ums Wort. Endlich gelingt es einem Bergmann durchzubringen. Derfelbe macht unter allgemeiner Zustimmung der Ver 11 Millionen an Zuwendungen für das Syndikat, welches nur Der Welchsfangler, der fofort das Wort ergreift, schildert nun sammlung dem Vorsitzenden den Vorwurf der Parteilichkeit. Das 5 Millionen auszahlte, erwiderte Leffeps, nian habe, um einen in über zweistündiger, theilweise recht interessanter Nede bie mili- fchlug bem Faß den Boden aus, der Vorsitzende erklärte, jetzt Erfolg zu erzielen, bas Syndikat errichten und dasselbe für seine tärischen, politischen und finanziellen Verhältniffe in Frankreich erhielte Niemand mehr das Wort, und als der Bergmann nochMitwirkung entfchädigen müssen. Er habe immer bedauert, eine und Rußland, sowie anderseits die Chancen des Dreibundes im mals darum bat, schloß er die Versammlung. folche Kommission zahlen zu müssen, er habe aber gewußt, daß Falle eines demselben aufgezwungenen Strieges der Dreibund es unumgänglich fet, gewiffermaßen die caudinischen Paffe der selbst verfolge nur friedliche Tendenzen und versucht mit dem arbeiter Beitung", batirt vom 9. Januar, enthält folgende Gin Extrablatt der Deutschen Berg- und HüttenFinanzleute au passiren. Als der Präsident fein Gestaunen ihm eigenen Geschick die Lage Deutschlands als eine folche bar- Bekanntmachung:" Kameraden! Alle für Ginen! Giner für hierüber befunbete, fügte Beffeps hinzu, er tönne nur wiederholen, zustellen, daß es unbedingt genöthigt fei, Alles aufzubieten, alle! Der Generalftreit für ganz Rheinland und Westfalen ist es fei unmöglich gewesen ohne beträchtliche Roften eine Gmiffion feine militärischen Kräfte im Sinne und zu veranstalten. Auf die Frage des Präsidenten nach den under Regierungs Vorlage zu verstärken. Umfange in Bochum in der Schützenhof- Versammlung von Allen endgiltig Er stützt sich erklärt. Die Saarbrücker Kameraden erwarten schleunige und geheuren Summen, die Sugo Obernöffer erhalten habe, erwiderte in feinen Ausführungen unter anderem auch auf ein Gut thatfräftige Hilfe. Laffen wir sie nicht in ihrer gerechten Sache Leffeps, Obernöffer habe eine sehr einfache und flare Kombination achten des Feidmarschalls Mottte aus dem Jahre 1879, u Grunde gehen! Es ist zu wählen: Gntweder Weiterarbeiten bezüglich der Loosobligationen vorgeschlagen und als Remuneration welches derfelbe an den Kaiser Wilhelm I. erstattet hat, bevor unter stetigem Glend, wobei die Saarbrücker Kameraden zu Grunde für diese Idee mehrere Millionen erhalten. Derfelbe fei übrigens das Bündniß mit Desterreich abgefchloffen wurde. Wenn die gehen, oder Generalstreik und Sieg! ein großer Spekulant gewesen, und man habe ihn bei jeder von dem Kanzler gegebene Darstellung und die angeführten einzelnen Emission bericksichtigen müssen. Man mußte gewisse Biffern auf Richtigkeit Anspruch machen können, was erst zu Summen zahlen, um sich nicht Jeinde an der Börse zu machen. untersuchen ist, so hat er damit eines, was er im Plenum Charles Lesseps besprach fodanu die Entfendung des Ingenieurs des Reichstages fagte, felbft in verblüffender Reise wider Rouffeau nach dem Banama- Sanal im Jahre 1886. Elegt: nämlich die Versicherung, baß mit der geplanten Verführte aus, Rousseau habe in seiner und feines Vaters jüngung" der deutschen Arince die Schonung der LandwehrBegleitung den Bau des Panama- Kanals bis in alle Ginzel- fruppen eintreten würde. heiten hinein untersucht. In dem von ihm darauf erstatteten Bericht erklärte Rousseau das Unternehmen als ausführbar, 1/28 Uhr vertagt. sprach sich aber dahin aus, daß Abänderungen an dem Bauplan vorzunehmen feien. Die Thatsachen hätten Rousseau Recht gegeben. Der Präsident erwiderte, die Jugenieure Boyer und Jacquet hätten erklärt, ein Schleusentanal würde 1200 bis In Schlesien scheint der Streit erloschen zu sein. Nach 1800 Millionen tosten. Man habe das Publikum getäuscht, der Breslauer Zeitung" soll gestern die ganze Belegschaft der indem man ihm diese Zahlen verheimlicht habe. Lesseps ent Nach einem Wolff'schen Telegramm aus Saarbrüden dem Grafen Donnersmard gehörigen Deutschland" Grube, wo gegnete, da der fachverständige Beirath der Panama- Gesellschaft fub ant 11. Januar im Saatrevier 13 316 Mann angefahren. es zum Ausstand gekommen war, wieder angefahren sein. versichert habe, man fönne ben Kanal mit 600 Millionen bauen, Auf der Grube„ König" arbeite Ailes. Wenn die Nachricht " Gegen 1/2 11 Uhr wurde die Sigung auf Freitag Abend Vom Bergarbeiterstreik. so habe die Gesellschaft dem Publikum gegenüber nur diese Sahi wahr ist, dann wäre der Streit beträchtlich im Abnehmen. Situationsbericht. In den Ausstand find getreten: Carolus Magnus, Wolfsbank, König Wilhelm, Wilhelmine 1 und 2, Gustav, Pluto, Unser Fritz, Königin Elisabeth, Hibernia, Consolidation 1 und 2, Grnestine, Bismarck, Levin." Weiter wird uns aus Dortmund gemeldet: Die telegraphische Verbindung zwischen Gelsenkirchen und dem Saarrevier scheint vollständig gestört: denn seit Sonntag Nachmittag ift troh wiederholter Aufforderung feine Nachricht von dort zu erlangen. Nach vorläufigen Beschlüssen wird das Verbandsbureau den Streit leiten. Parteinachrichten. Gefängniß.Unzutreffend war die Nachricht, der Durch brenner Hänsler fei von Chikago aus bereits in Mannheim an gelangt und im dortigen Untersuchungsgefängniß internirt. Wie uns aus Mannheim berichtigend mitgetheilt wird, ist als sicher anzunehmen, daß die amerikanischen Behörden Hänsler ausliefern werden. Die Verhandlungen darüber sind aber noch nicht abgeſchloſſen und bis dies geschehen, bleibt Händler im Chikagoer Die gegentheilige Nachricht zirkulirte seiner Zeit in der ganzen bürgerlichen Presse und entstammte, wenn wir nicht sehr irren, aus einem Telegraphen- Bureau. Wir konnten nicht annehmen, daß sie falsch fei, weil die Mannheimer„ Voltsstimme" in einer Polemik gegen den dortigen" General- Anzeiger" die Möglichkeit eingeräumt hatte, daß Hänsler feinen Angehörigen einen Brief geschrieben hat, in welchem er ankündigte, er werde am 20. Dezember nach Deutschland eingeschifft werden. feinen Groschen bewilligen. Dr. Rübt hat in Zuttlingen einen| Breßtommiffion, bestehend aus fünf Personen, gewählt wird großen Erfolg gehabt, wie selbst Gegner zugaben. Man schreibt Agitationsnummern des von Fritz Herbert herausgegebenen demokratische auswärtige Redner hierher fämen. Die Verfamm- noffen uns darüber noch: Es wäre zu wünschen, daß öfter sozial- Boltsboten" sollen von Zeit zu Zeit fostenlos den Gein der Provinz zur Verfügung gestellt wer lung bewies, daß auf dem württembergischen Schwarzwalde ein den. Betreffs der Agitation wurde folgende Resolution neuer Geist im Anzuge ist. Dies ist wie überall in den immer einstimmig angenommen: Der Parteitag erklärt es für dringend unbefriedigender sich gestaltenden wirthschaftlichen Verhältnissen geboten, daß bei der nächsten Reichstagswahl Kandidaten begründet. Der Arbeiter muß sehen, wie er trotz allen Fleißes in sämmtlichen Wahlkreisen unserer Provinz aufgestellt im Verdienst immer mehr zurückkommt, und so mancher fleine werden. Dieses liegt im Interesse der Agitation und die Agis Geschäftsmann muß seine„ Selbständigkeit" quittiren und in die tationskommission ist verpflichtet, die einzelnen Wahlkreise in Fabrik gehen. Besonders liegt hier die Schuhindustrie darnieder diesem Bestreben nach Möglichkeit zu unterstützen. Es bleibt, wie noch nie. Arbeiterentlassungen sind bereits mehrfach erfolgt jedoch den einzelnen Wahlkreisen überlassen, die betreffenden und finden fortgesetzt statt. Sohnherabsehungen sind an der Kandidaten selbst zu bestimmen, und ist es wünschenswerth, daß Tagesordunug. Daneben klagen die Arbeiter über die Behandlung diese Kandidaten in den Kreisen mindestens bekannt sind, wenn seitens der Unternehmer. Kurz, die Verhältnisse sind derart, daß möglich, dort ihren Wohnsiz haben. Von der Aufstellung der die Agitation für den Sozialismus von Erfolg sein muß, sofern Kandidaten ist die Agitationstommission sofort zu benachrichtigen." sie durch öftere Besuche auswärtiger redegewandter und kenntniß- Der nächste Parteitag soll im Spätherbst 1893 vor dem Parteireicher Genossen nachhaltig betrieben wird. tage Deutschlands stattfinden. Polizeiliches, Gerichtliches 2C. Ueber die Militärvorlage sprach Mitte Dezember in Der fozialdemokratische Parteitag für die Provinz Tuttlingen - Das Magdeburger Landgericht sprach den Genossen ( württembergischer Schwarzwald) Genosse Pommern fand am 27. und 28. v. M. in Grabow statt. Ans Dr. Rüdt aus Heidelberg unter voller Zustimmung der Anwesend waren 40 Delegirte aus 20 Orten. Man beschäftigte sich Peus von der Anklage frei, durch seine Rede in Löderburg wesenden. Einmüthig erhoben sich diese zum Protest gegen die fehr eingehend mit der Agitationsfrage. Betreffs der Presse sich des Vergehens der Aufreizung schuldig gemacht zu haben Vorlage, gegen jede Mehrbelastung des Volfes, gegen jede wurde ein Antrag, den„ Boltsboten" in Stettin zum Privat Der Staatsanwalt hatte 1 Monat 3ufasstrafe beantragt. Schmälerung der Voltsrechte, und verlangten von den Vertretern eigenthum zu machen, mit 19 gegen 10 Stimmen abgelehnt. Mit im Parlament, daß sie dem jetzigen System keinen Mann und 24 gegen 5 Stimmen beschloß man dann, daß in Stettin eine Für den Inhalt der Inserate über. nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Donnerstag, 12. Januar. Opernhaus. Prometheus. Bajazzi ( Pagliacci). Schauspielhaus. Das Buch Hiob. Die Philosophin. Meister Andrea, Leffing- Theater. Heimath. Wallner- Theater. Der Probepfeil. Berliner Theater. Die Journalisten. Kroll's Theater. Margitta. Deutsches Theater. Die Journalisten. Viktoria- Theater. Die Reise um die Welt in achtzig Tagen. Residenz Theater. Familie Pont: Biquet. Neurs Theater. Die liebe Familie. - Kleine Hände. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Das vewunschene Schloß. Adolph Ernst- Theater. Modernes Babylon. Thomas- Theater. Das Märchen der blauen Grotte. Circus Renz. verftab am 9. b. M. unser VereinsNach langem, schwerem Krantenlager mitglied ( Karlstraße.) Donnerstag, den 12. Januar 1893, Abends 71,4 Uhr: Grosse Vorstellung. Zum vorletzten Male: Auf Helgoland, mit sämmtl. bisher zur Darstellung gebrachten Einlagen. Außerdem u. a.: Agat, Feuerpferd, vorgeführt v. Direktor Fr. Renz. Mr. James Fillis m. d. Schulpferd Germinal. Konkurrenzschule, ger. v. d. Damen Frl. Cl. Hager u. Oceana Renz. Freitag: Auf allerhöchsten Befehl: Anfang 7 Uhr. Parade- Gala- Vorstellung 3. Besten d. Fonds z. Erbauung Der Kaifer- Wilhelm- Gedächtnißkirche. Zum letzten Male: Auf Helgoland mit sämmtl. Einlagen. Sonnabend, Abends 71/4 Uhr: Zum ersten Male: Novität! Ein Künstlerfest. Novität! Große Ausstattungs- Pantomime v. Hofballet: meister Siems. Mit überraschenden Wassereffecten und auf das Groß artigste inszenirt v. Direktor Fr. Renz. Fr. Renz, Direktor. Feen- Palast Borher: Burgstraße, neben der Börse. Othello's Erfolg" und" Das Ber- Belt- Sofal Berlins, 5000 Perf. faffend. sprechen hinter'm Heerd". National- Theater. Die Geierwolly. Alexanderplatz- Theater. Der polnische Jude. Apollo Theater. SpezialitätenVorstellung. Täglich: Spezialitäten- Vorstellung mit großem Programm. Auf. Wochent. 7 Uhr, Sonnt. Adolf Schmidt. 118/15 Die Beerdigung findet am Donners tag Nachmittag 3 Uhr von der Leichen. halle des St. Thomas- Kirchhofes aus statt. Um zahlreiche Betheiligung bittet Der Vorstand des Vereins der Buch, Papierund Leder- Industrie. Am 8. d. M. verstarb unser lieber Freund und treuer Mitkämpfer für Wahrheit und Recht, der Arbeiter Franz Bohm. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Freitag, den 13. d. M., Nachm. 22 Uhr, von der Charitee nach dem Charitee- Kirchhof 880b statt. Die Freunde von der Schönhauser Allee. Danksagung. Allen Verwandten, Freunden, Befannten, sowie den Kollegen und den Mitgliedern des Fachvereins der Maurer Berlins u. Umg. und dem Gesangverein Lorbeerkranz" für die rege Betheiligung, Mitwirkung und Kranzspende bei der Beerdigung meines unvergeßl. Mannes, unseres Baters, dem Maurer Michael Grassow, sagen wir hiermit unseren aufrichtigsten Dant. " 879b Die tranerude Wittwe nebst Kindern. 6 Uhr. Kaffeneröffnung 1 Std. vorher. Concordia- Festsäle Theater der Reichshallen. Spezia- 6 Uhr. Kasseneröffnung 1 Std. vorher. litäten- Vorstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Bor ftellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spezialitäten- Vorstellung. Entree 50 Pf. Etablissement Buggenhagen. Moritz Play. Moritz play. Täglich: Juftrumental- Konzert. Großer Frühstücks- n. Mittagstish. Spezial- Ausschant von VahenAdolph Ernst- Theater. hofer Eagerbier, hell und dunkel, Bum 19. Male: Modernes Babylon. Gesangsposse in 3 Atten v. Ed. Jacobson und W. Mannstädt. Couplets theilweise von G. Görss. Mufit von G. Steffens. In Szene gefeßt von Adolph Erust. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Borstellung. American- Theater. Neu! Neu! Der Volksmund in Berlin, verf. u. vorgetr v. Alfred Bender. Neu! Die Tyroler Duettisten Neu!! Geschwister Rainer. Jeden Abend jubelnder Beifall des Bauchredners Blank und der Trockenwohner oder: Das Kind in der Kommode. Realistisch- parodistischer Vorgang im Keller, beobachtet vom Hofe aus. Anfang 71/2 Uhr, Sonntag 61/2 Uhr. An Sonn- und Festtagen findet das Konzert in den oberen Sälen statt. Entree Wochent. 10 Pf. Sonnt. 25 Pf. Säle für Versammlungen, Kommerje, Festlichkeiten 2c. C. Saeger, Andreasstr. 64 u. Krautstr. 38. Größtes u. Schönstes PrachtEtablissement der Residenz. Heute, Donnerstag, 12. Januar, Abends 8 Uhr: Gr. Militär- Concert verbunden mit internationalem Meisterschafts- Rennen von dem preisgekrönten Herrn Carl Schimarowsky. Entree 30 Pi. 49/16 Gratweil's Bierhallen Schmiedel's Festsäle, Kommandantenstraße 77-79. Täglich: Germania- Konzert- u. Kouplet- Sänger. Kinder 10 Pf. Wochentags frei. Sonntags 30 Pfennig. Gr. Frühstücks- u. Mittagstisdy. Zwei Säle zu Versammlungen und Bergnügungen. sowie 6 Billards und 3 Kegelbahnen, F. Sodtke. 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Das Vorgehen der Berliner Maler Innung betr. den Gehilfen Ausschuß. 2. Wahl der Ersatzmänner zum Gewerbegericht. 3. Verschiedenes. Verlag des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuthstraße 2. In unserem Berlage erschien: Sozialpolitisches Handbuch. Von Dr. H. Lux- Magdeburg. Groß Oktav, XX und 336 Seiten mit einer Zabelle: Vergleichende Zusammenstellung der Arbeiterschuh- Bestimmungen in den einzelnen Ländern. Preis: broschirt 1,50 M., in Bädeckerband geb. 2 M. Audy in 5 Lieferungen à 30 Pfennig. 400/5 Einbanddechen 20 Pfennig. Mit dem Sozialpolitischen Handbuch" hat der Verfasser, unterstützt von hervorragenden Mitarbeitern, ein gedrängtes Rom pendium geschaffen, das für unsere Genossen, die sich der Agitation widmen und dem Gegner gegenüber immer schlagfertig sein müssen, ein willkommenes Hilfsmittel sein wird. Das Thatsachen- und Bahlenmaterial aus unserer Parteiliteratur, die bei ihrem fteten Wachsthum geistig durchzuarbeiten immer schwieriger wird, findet sich in demselben in praktischer Weise zusammengestellt, so daß Fragen über unsere Bewegung, ihre treibenden Kräfte und ihre wirthschaftlichen und politischen Widerstandsmomente leicht nach geschlagen werden können. Nicht zuletzt werden auch unsere Redaktionen, sowie alle an der geistigen Herstellung unserer Preßerzeugnisse Thätigen ein geeignetes Nachschlagebuch mit obigem Werke erhalten. Allen Genossen, denen die Verbreitung unserer Ideen am Herzen liegt, empfehlen wir dies Buch zur Selbstanschaffung als auch zum Vertrieb. Jede Vereinsbibliothek, jeder Lesezirkel und schließlich der private Bücherschaß jedes Arbeiters muß dasselbe enthalten. Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Alle Buchhandlungen, Kolporteure und Zeitungsspediteure nehmen Bestellungen entgegen. 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Dividende durch die Biersteuererhöhung, so sagt sich der wenn dies nicht der Fall wäre und es lediglich eine spezielle Kapitalist, daß nun zunächst das Bier schwächer ein- Gewerbesteuer wäre, um die besonders günstig fituirten großen Am Bundesrathstische: v. Bötticher, v. Malhahn, gefotten und die Löhne heruntergesetzt werden müssen. Brauereien zu treffen, würden wir auch dann nicht zustimmen, d. Riedel u. A. Brauereien, wie die Patzenhofer, die einmal 42 Pro- weil es eine Ungerechtigkeit ist, einzelne Erwerbszweige in Die erste Berathung der Brausteuervorlage wird sent Dividende vertheilte( allerdings ( allerdings wird diese Aus- Deutschland bluten zu lassen für das, was Ihrer Anschauung fortgesetzt. nahme nicht auf die Verwerthung des Bieres, sondern auf nach der ganzen Nation zu gute kommen soll. Die Brauer könnten Abg. Grillenberger( Soz.): Die Berathung, die gestern Grundstücksveräußerungen und dergleichen zurückgeführt: man ja sagen: warum zieht man nicht Bergwerksbesitzer heran, wo ihren Anfang genommen, ist in der Presse als eine rein akade- hat darnach die jungen und alten Aftien vereinigt, damit die 85 pet. Dividende bezahlt werden, oder die großen Eisenwerke mische bezeichnet worden. Man kann sie ebenso gut als über- Dividenden nicht mehr so hoch werden), werden durch die Steuer Krupp, Stumm und Genossen, namentlich da diese letteren flüssig bezeichnen, weil man nicht weiß, ob die verlangte Steuer weniger getroffen. Ich will die Münchener Brauer nicht weiß von dem Militarismus große Vortheile ziehen? Sie verkaufen überhaupt nothwendig sein und ob die Militärvorlage angenom- waschen, sie zahlen thatsächlich den Brauergehilfen nicht mehr ja ihre Eisenbahnschienen an das Ausland billiger als an das men wird. Man könnte sie als eine Diskussion aus Langerweile jährlich als 1100 M., ich bestreite aber, daß der Durchschnitts- Reich, also müssen sie auch einen großen Gewinn daraus ziehen. zur Förderung der Langenweile bezeichnen. Gestern brachten erst lohn in Berlin für Brauergehilfen 1500 M. beträgt. Allerdings Ebenso verhält es sich mit den Zuckerfabrikanten, die feit einer die Herren von der Regierung durch Erklärungen etwas Farbe ist die Arbeitszeit in Berlin etwas kürzer, aber das macht nicht Reihe von Jahren Begünstigungen genießen, die durch nichts in die Diskussion. Ich spreche zur Sache nicht allein viel aus. Das waschechte ultramontane Münchener Fremden- gerechtfertigt sind. Die Brauer werden diese Mehrbesteuerung vom Parteistandpunkte, sondern auch namentlich vom blatt" schilderte vor kurzem die Arbeitsverhältnisse in den nicht auf sich sitzen lassen, denn zuerst kommt der Profit, die bayerischen Standpunkte aus, da es so dargestellt wird, Münchener Brauerein. Danach dauert die Arbeit von früh 3 Dividende in Betracht, und wenn diese geschmälert wird, kommt als ob sie uns Bayern gar nichts angehe. Der Reichs bis Abends 7 Uhr, es herrscht die reine Menschenstlaverei, beim die Abwälzung auf das Publikum und man wird schließlich tanzler hat feiner Zeit erklärt, daß er alle Vorlagen nach geringsten Verfehen treten beträchtliche Ordnungsstrafen ein. So auch in Norddeutschland zu einzelnen Pfennigen beim Bierden Wirkungen, welche sie voraussichtlich auf die Sozial- ist es z. B. in der Löwenbrauerei", welche im vorigen Jahre einen preis greifen, wo in weiten Kreisen bisher nur die Abdemokratie ausüben würden, beurtheilt und namentlich von der Netto- Ueberschuß von 1 Mill. Mark erzielte. Auch die norddeutschen rundung auf 5 Pfennige übliche Rechnungsweise ist. Militärvorlage erklärte er, daß sie durch ihr Prinzip der Gleich- Brauer werden nach der Steuererhöhung die Arbeiter in erhöhtem haben nun, wenn wir diesen ablehnenden Standpunkt einheit eine günstige Wirkung auf sie ausüben würde. Von der Grade ausnuten. Schon jetzt ist aus Brauerfreifen ein Antrag nehmen, trotzdem die Verpflichtung, uns die Frage vorzulegen: Steuervorlage wird er das jedenfalls nicht behaupten wollen. an den Bundesrath gegangen, die Sonntagsruhe in den Braue- wenn die Militärvorlage doch angenommen werden sollte, wozu Die Gesammtbelastung infolge der Militärvorlage soll pro Kopf reien erheblich abzukürzen. Auch nach anderer Richtung hin bis jetzt ja noch wenig Aussicht vorhanden ist, wie sollen die der Bevölkerung nicht mehr als etwa 1 M. jährlich ausmachen. wird die Erhöhung der Brausteuer erdrückend wirken. Im Jahre Kosten dafür aufgebracht werden? Jrgend ein bürgerliches Blatt Aber so rechnet der nicht, der zu der Klasse gehört, welche die 1879 wurde in Bayern der Malzausschlag von 4 auf 6 Marf pro in Berlin hat den Vorschlag gemacht, man sollte doch eine neuen indirekten Steuern hauptsächlich wieder tragen wird. Eine Hektoliter provisorisch bewilligt und alle zwei Jahre prolongirt, Equipagensteuer einführen, aus der könnte man 20 Mill. Mark Arbeiterfamilie von fünf Kindern muß schon jetzt jährlich 80 bis bis fie 1888/89 definitiv festgelegt wurde, auf Anfrage eines herausschlagen. Gegen eine derartige Steuer hätten auch wir er85 M., also ein Zehntel des Einkommens an Steuern erlegen. Deutschfreisinnigen Abgeordneten, was auch bezeichnend für ge- heblich weniger einzuwenden als gegen die Braufteuer. Oder Daß schließlich mehr als 1 Pfennig Preiserhöhung auf das Seidel wisse Zustände in der freisinnigen Partei ist. Der Reichsschay- führen Sie doch eine Einjährig- Freiwilligen Steuer ein. Die und pro Liter mehr als 2 Pfennig herauskommen werden, ist klar, sekretär führte aus, daß der Umstand, daß die Zahl der Braue- Söhne der reichen Geschäftsleute, die einjährig dienen, haben von so daß eine Mehrbesteuerung von 12, 20, ja sogar 30 m. bei der reien von 1879-1889 um etwas über 200 zurückgegangen ist, dieser furzen Dienstzeit einen ganz erheblichen Gewinn, so daß sie Brausteuererhöhung herauskommen wird. Die minderbemittelten seinen Grund darin habe, daß der Zug vorhanden sei, das ganz gut eine Extrasteuer von 500-10000 m. tragen können. und garnichts besitzenden Klassen werden schließlich die Steuer Brauereigewerbe mehr tapitalistisch zu betreiben. Die kleinen Auch die gänzliche Aufhebung Aufhebung der Liebesgabe für die zu tragen haben. Die Regierung hat die Steuer als keine erhebliche Brauereien würden auch ohne Erhöhung des Malzaufschlages Schnapsbrenner- Barone würde allein nahezu die ganze GeKonsumsteuer aufgefaßt, wie dies sich in den Motiven ausspricht zu Grunde gegangen sein. Aber diese Statistik erstreckt sich schichte decken. Aber wenn nun einmal die oberen Abg. Gamp hat fie offener als die Regierung der Absicht und nur bis 1888; was seit der Zeit vorgegangen ist, wird Behntausend wieder bewilligen wollen, dann sollten sie auch dem Inhalt nach als eine Konsumsteuer bezeichnet. Es hat mich uns nicht mitgetheilt. Herr von Riedel betonte, daß dafür sorgen, daß nicht blos der große Haufen zahlt, sondern daß gewundert, dieses von einem Herrn zu hören, der außerhalb des die Einführung der Staffel Besteuerung sehr günstig auf der Patriotismus sich auch bei ihnen zeigt, indem sie etwas aus Hauses als Geheimer Ober- Regierungsrath eine hohe Stellung die fleinen Brauereien gewirkt habe. Ich bestreite diese ihrer eigenen Tasche bezahlen. Aus den kolossalen Vermögen, die im Beamtenthum einnimmt. Er hat auch den Betheiligten allerlei günstige Wirkung, wenn er uns nicht mittheilen kann, um wie die neue preußische Einkommensteuer ermittelt hat, werden so gute Rathschläge an die Hand gegeben, wie die Wirkung der viel sich seit der Zeit die Zahl der kleinen Brauereien vermehrt folossale Einkünfte gezogen, daß sie leicht eine Steuer von 10 pct. Besteuerung auf den Preis aufgehoben werden könne durch hat. Die Regierung hat uns eine Statistik unterbreitet, aus der ertragen können. Gs tönnten davon nicht nur die nach Ihrer dünneres Einbrennen, Ausschänken unter dem Strich u. s. w. hervorgeht, daß die Zahl der im Betriebe gewesenen Brauereien Ansicht so nothwendige Erhöhung der Militärlasten, sondern die Er scheint nicht zu wissen, daß das Lettere bereits eine allge- feit 1873 von 13561 auf 8969, also um rund 4600 Betriebe ganzen Militärausgaben bestritten werden. Wir werden keinen meine Gepflogenheit der Bierwirthe ist, auch in München, und zurückgegangen ist, und zwar gerade in den Stufen, die lediglich Mann bewilligen und keinen Pfennig für das Liter und auch darauf beruht der Nutzen der Ausschänker. Da in Norddeutsch bis zu 1500 m. Brausteuer bezahlen. In Bayern soll die Zahl nicht für das Hektoliter Bier. Ich möchte Ihnen den Rath land wenig nach einzelnen Pfennigen gerechnet wird, so meint der Betriebe nur um 200 zurückgegangen sein, aber die gegen geben, diese Steuervorlage gar nicht erst in die Kommission zu man, daß man feine Preissteigerung eintreten laffen könne. wärtigen Ziffern werden wohl etwas anders lasten. So lange bringen, sondern sie von vornherein hier im Plenum in den Man würde aber dafür eine Aenderung des Maßes eintreten das Provisorium der Malzaufschlagserhöhung in Bayern bestand, Orkus zu befördern. lassen, indem man anstatt 4/10 Liter für 15 Pf., 1/2 Liter mögen ja noch einige Brauer gedacht haben, daß es aufhören Bayrischer Finanzminister v. Riedel: Die unrichtigen Befür 20 Pfg. oder statt 3/10 Liter 1/4 Liter für 10 Bfg. ausschänkt. würde eine recht naive Auffassung. Was die Finanzminister hauptungen, welche über die bayrischen Verhältnisse hier gestern Die neu geplante Steuer ist eben weiter nichts als eine Ver- einmal haben, das geben sie nicht wieder heraus. Da macht der und heute vorgebracht sind, sind jedenfalls optima fide gemacht mehrung der indirekten Steuern, die wir für verderblich halten, bayerische Finanzminister nicht nur keine Ausnahme, sondern er ist worden; aber sie lehren blos, daß man sofort zu irrigen Schlüssen weil sie ganz oder fast ausschließlich von den minder besißenden seinen übrigen Kollegen im Deutschen Reiche noch ganz erheblich kommt, wenn man einzelne Zahlen herausgreift, ohne die ganze Klaffen getragen werden. Man sagt, daß das Bier in der That über. Und als Herr v. Malzahn mit dem bayerischen Minister Entwickelung übersehen zu können. Ich behaupte zunächst, daß einen gewiffen Nährwerth habe, aber die Regierung hat keine im Hochgebirge war, ich weiß nicht, ob um Böcke zu schießen der Bierpreis für den halben Liter noch in großen Theilen Rücksicht darauf genommen. Sie ist schon früher mehrfach mit oder sich über die Biersteuer zu unterhalten( Heiterkeit), mögen Bayerns, wahrscheinlich im allergrößten Theile, noch auf 10 Pf, Steueranträgen in dieser Beziehung an den Reichstag heran- die Belehrungen des Herrn v. Riedel wohl von Einfluß auf die steht. Das ist der Fall in ganz Niederbayern, in Oberfranken, getreten und regelmäßig damit abgewiesen. Jetzt, angesichts der Gestaltung der Biersteuervorlage gewesen sein. Als 1888 die in der Oberpfalz. Die sämmtlichen Mittheilungen, die ich machte, geplanten Mehrausgaben zu Militärzwecken, glaubt man wohl Malzaufschlagssteuer in Bayern definitiv eingeführt wurde, stieg beruhen auf amtlichen Zahlen und Ermittelungen. Das Bier ist den richtigen Zeitpunkt für die Erhöhung der Steuer heran- der Bierpreis sofort um 10 f. pro Liter. Das Hofbräuhaus, feit der Erhöhung des Malzaufschlags nicht theurer, auch nicht gekommen. Wir beantragten im Jahre 1886 für die nord- dessen Verwalter Herr von Riedel ja zugleich ist, hat allerdings schlechter geworden. In lekterer Beziehung fann ich ja nur deutsche Brauerei Gemeinschaft ein ähnliches Gesetz einzu- eine Ausnahme gemacht, und damit zeigen wollen, daß man Meinung gegen Meinung fehen; aber nach meiner Meinung, führen, wie es in Bayern in bezug auf die bei der trotz des Aufschlags am alten Preise festhalten fönne. Aber welche pon verschiedenen Schriftstellern, die sich gründlich mit der Brauerei verwendeten Surrogate besteht. Die Regierung Kenner und Stammgäste des Hofbräus behaupten, daß das Bier Frage beschäftigt haben, ist es ganz erheblich beffer geworden. erklärte damals, ohne Steuer Erhöhung der von uns seit der Zeit doch erheblich dünner geworden ist.( Heiterkeit.) Auch was Herr Grillenberger von der Verminderung der kleinen und von den Nationalliberalen eingebrachten Resolution teine Die bayerischen Beamten, die damit zu thun haben, thun fich Brauereien gesagt hat, trifft nicht zu. Im Hofbräuhaus bin ich Folge leiften zu können. Gelegentlich dieser Diskussion hatte sich viel leichter, wie man bei uns in Bayern sagt, als ihre mit dem Preise nicht hinaufgegangen, weil der Verdienst des mein Kollege Auer einen Ordnungsruf zugezogen, weil er der Kollegen anderwärts. Die Meinung, daß wir von dem vor- Etablissements mir genügend erschien, und das Publikum ist da Regierung, Dickhäutigkeit" vorgeworfen hatte. Heute könnte doch liegenden Steuergesetz wenig berührt würden, ist eine überaus der beffere Richter als Herr Grillenberger, es hat seit Erhöhung mit Recht ein solcher Vorwurf der Regierung gegenüber erhoben irrige. Wir zahlen dafür, daß wir in Bayern unsere eigene des Malz aufschlags viel mehr Hofbräu getrunken.( Heiterkeit). werden, denn sie fordert die Verdoppelung der Braumalzsteuer, Bierbesteuerung haben, ein ziemlich bedeutendes Aversum. Das Ueber den Bierkonsum haben wir vor 1879 überhaupt keine ohne sich zu einem Verbot der Surrogate aufzufchwingen. Wir Mehr dieses Aversum würde nach Annahme der Vorlage Statistik gehabt; der Rückgang des Konsums auf den Kopf befinden im Steuerentwurf alle Dinge, die zur Bierbereitung in 31/2 Millionen Mark betragen. Dazu kommt, daß die Matrikular- rechnet mußte eintreten nach der Einbeziehung der Pfalz in die Norddeutschland zugelassen sind, wieder als Steuerobjekte auf- beiträge ohnehin auf 43 Millionen Mark erhöht werden müssen, bayerische Biersteuer- Gemeinschaft, wodurch 60-70 000 Nichtbiergezählt. Ich finde es nicht besonders voltsfreundlich, wenn man daß wir 7 Millionen an einmaligen, 8 Millionen Mart an fort- trinker in diese Gemeinschaft übernommen wurden, da in der alle diese Dinge wieder als zulässig für die Bierbereitung auf- laufenden Ausgaben aufzubringen haben, so daß Bayern durch Pfalz der Bierkonsum nur sehr gering war. Die Schwankungen führt. Man hätte doch wenigstens, um den Schein der bloßen die Militärvorlage und die damit zusammenhängende Er- in dem Konsum sind aber auch sonst ganz unberechenbar, ohne Geldschneiderei zu vermeiden, den Antrag einbringen sollen, daß höhung der Brausteuer mit 12-15 Millionen Mart mehr be- daß irgendwie ein Einfluß der Steuer darauf bemerkbar wäre. die Surrogate endlich verboten werden. Aber man hat sich gewiß lastet wird. Gegenwärtig hat man in Bayern noch Ueberschüsse, Was den Schnapskonsum betrifft, so stelle ich hiermit fest, daß gedacht, daß dann die kleineren und mittleren Brauereien gar nicht aber die werden auch nicht lange reichen, zumal in den letzten derselbe seit 1887 in Bayern abgenommen hat. Wenn Herr existiren könnten. Vor furzer Zeit hat eine Brauerversammlung Jahren die Gehälter der höheren Beamten bedeutend erhöht Grillenberger die Grundsätze der bayerischen Finanzverwaltung in Leipzig fich gegen das Verbot der Surrogate ausgesprochen, worden sind. Man wird also auch bei uns zu einer neuen Steuer fennen lernen will, so wird er bei näherem Studium bald herausein Beweis, daß uns nach der Stenererhöhung eine Ver- oder zur Erhöhung einer diretten Steuer oder abermaliger Er- finden, daß wir einerseits den Kleineren, Schwächeren zu schonen schlechterung des Bieres bevorstehen würde. Wenn die Biere in höhung des Malzaufschlags zurückgreifen müssen. Daraus mögen trachten und deshalb die direkten Steuern in den Jahren Norddeutschland besser wären, würden die Leute auch, wie in unsere Kollegen, die nicht das Glück haben, Bayerische Staats- meiner Verwaltung auch nicht um einen Pfennig erhöht haben, Bayern, jährlich mehr als 200 Liter pro Kopf vertragen tönnen. angehörige zu sein, ersehen, daß wir ein Interesse daran haben, daß wir aber auch bei den indirekten Steuern bemüht waren, Ist in Norddeutschland der Konsum so gering, weil das Bier gegen die Militärvorlage und die erhöhte Biersteuer innerhalb für die Kleineren thunlichst Erleichterung zu schaffen. Allein den nichts taugt? oder ist das Bier so schlecht, weil der Konsum so der norddeutschen Brausteuergemeinschaft zu stimmen. Die Malzaufschlag haben wir 1889 durch die eingeführte Abstufung gering ist? Wenn Abg. Rösicke behauptet, daß der norddeutsche 31/2 Millionen mehr des Aversums liegen uns schon jetzt schwer um 234 Millionen ermäßigt. In der Rechnung des Herrn Wirth beim Ausschant des Bieres 12 bis 17. Spesen habe im Magen. Herr von Riedel hat schon darauf hingewiesen, daß Grillenberger über die Kosten der Militärvorlage für Bayern gegenüber 21/2 bis 3 M. in Bayern, so liegt darin eine toloffale es auch in Bayern sehr viele Gegenden giebt, wo wenig oder befindet sich auch der Fehler, daß er die laufenden Ausgaben Uebertreibung. Bayern steht durchaus nicht auf solchem halb- gar kein Bier getrunken wird. Die Leute würden dort sehr gerne doppelt rechnet. Diese laufenden Ausgaben werden bekanntlich barbarischen Standpunkt; die bayerischen Restaurationen Bier trinken, aber sie können es nicht. Aus den Sanitäts- Bayern vom Reiche gezahlt. sind keineswegs elende Lokale, wo die Leute wie Heringe Generalberichten geht hervor, daß der Bierkonsum in Bayern Staatssekretär v. Malzahn: Das Verbot der Surrogate ist zusammengedrängt sizen. Vergleicht man ein Durchschnitts- von 1877 bis 1886 um ca. 80 000 Hektoliter zurückgegangen ist, in der Vorlage deshalb nicht enthalten, weil es nicht in der Ablokal in Bayern mit einem solchen in Norddeutschland, so ein Rückgang, der sehr erheblich ins Gewicht fällt, zumal die ficht lag, in die bestehenden Verhältnisse tiefer einzugreifen, als fällt der Vergleich in sehr vielen Fällen zu gunsten Bayerns aus; Bevölkerung in der Zeit bedeutend zugenommen hat. Der absolut nothwendig war. babei ist das Bier bei uns lange nicht so theuer. Wir haben in Rückgang fällt in die Zeit, da zum ersten Male der Malz- Abg. Möller( natlib.): Auf die Vorschläge, welche Herr ben größeren Städten eine große Anzahl von besseren Bierlokalen, aufschlag um 50 pCt. erhöht wurde. In Grobenhausen Grillenberger zur Deckung des Mehrbedarfs gemacht hat, läßt die sich im Punkt der Raumverhältnisse und der gediegenen Aus- in dem gesegneten Altbayern ist nach dem Berichte des sich ernsthaft wohl taum eingehen. Die Equipagensteuer mit ftattung sehr wohl mit den Bierpalästen in Berlin und anderen dortigen Bezirksarztes wegen der Theuerung des Bieres 20 Millionen ist lediglich ein Phantasieprodukt. Gegen annorddeutschen Städten messen tönnen, teine Spelunken, wie die der Schnapsgenuß in schneller Zunahme begriffen, begriffen, und gemessene Luxussteuern würde ich nichts haben, aber sie bringen Berliner Budite oder der pommersche Krug. Trotz alledem wird selbst Säuglinge bekommen schon Schnaps als Schlafmittel in der erfahrungsgemäß nur ganz kleine Erträge. Auch die Besteuerung dort das halbe Liter gutes Versandtbier für 15 Pf. verkauft. Das Oberpfalz; viele Magenkrankheiten entstanden infolge schlechter des Schaumweins, die ja ursprünglich geplant gewesen sein soll, ist ein Beweis dafür, daß allerdings in Norddeutschland seitens Nahrung und zunehmenden Schnapsgenusses. In Oberfranken, hätte nicht Genügendes abgeworfen. Was die Vorlage betrifft, einer Anzahl von Brauereien ein ungerechtfertigt hoher Profit ge- speziell im Frankenwalde nimmt der Schnapsgenuß in er so fann ich den Vertretern der Regierung den Vorwurf nicht ernommen wird. Ich meine vor allen Dingen die großen Attien- schreckender Weise zu, ein Beweis, daß die Verhältnisse sich all- sparen, daß sie durch die Herstellung und namentlich durch die brauereien mit ihren folossalen Dividenden. Die Vertreter von gemein verelenden, daß die Leute nicht mehr das Bier bezahlen Begründung der Vorlage die Opposition gegen dieselbe im Lande Batzenhofer und Schultheiß haben wohl gestern im allgemeinen tönnen, trotzdem es in Bayern noch viel billiger ist als in Nord- erst hervorgerufen haben. Diese Opposition ist im Reiche eine Intereffe der Brauer gesprochen, aber gerade die großen nord- deutschland. Ich führe Ihnen das als warnendes Erempel vor, ganz gewaltige und berechtigte. Mein Wahlkreis ist in erster deutschen Aktienbrauereien erzielen einen hohen Gewinn. Wo um Ihnen zu zeigen, wohin die Bierbesteuerung führen wird. In Linie an der Brauerei interessirt. Kaum eine deutsche Stadt wird dies nicht der Fall ist, ist es darauf zurückzuführen, daß vielen ländlichen Gegenden Bayerns hat es in den 60er bis 70er so mit der Brauerei verknüpft sein wie Dortmund. Gegen die diese Etablissements gegründet wurden, als die Grün- Jahren keine Landstädte gegeben, wo das halbe Liter Bier mehr Ausdehnung der Besteuerung überhaupt verhalte ich mich nicht dungswuth in vollem Gange war. Das Kapital wurde nur mit als 10 Pf. gefoftet hat. Jeht find nur noch sehr wenige solcher Bezirke ablehnend; aber diese Ausdehnung nach den Vorschlägen der Vorsehr geringen Prozenten eingezahlt. Ich will mit meinen Aus- vorhanden, das halbe Liter tostet jetzt 12, 18 und in den fogen. lage ist unmöglich. Die Vorlage vergißt vollständig, daß in der führungen feineswegs der Regierung bezüglich der Steuervorlage befferen Lokalen sogar 15 Pf. Wird die Biersteuer erhöht, dann Brausteuergemeinschaft ein Viertel allen Bieres oberRecht geben, sondern nur den Uebertreibungen der Brauer ent- wird man sich im Allgemeinen, wie im Hofbräuhaus, damit gähriges ist. Das Braunbier ist in weiten Bezirken gegentreten. Abg. Röside hat gestern vom richtigen Unternehmer- helsen, das Bier dünner zu machen, oder die Gläser weniger Norddeutschlands ein Nahrungsmittel der Familie. Auch standpunkte ausgeführt, was dem arbeitenden Volte nach der voll zu schänken. Unser Standpuntt läßt sich dahin zusammen- ich stehe auf dem Standpunkt der Brauereivertreter, die Steuererhöhung bevorstehen würde: die Arbeitslöhne würden fassen: wir sind in erster Linie Gegner jeder indirekten Be- gestern gesprochen haben, daß für die untergährigen Biere das herabgesetzt werden. Der heutige Großkapitalist tann von seinem steuerung und infolge deffen auch der Steuer, die ein so wichtiges Verbot der Surrogate ein großer Segen wäre. Sehr bedenklich " 0 Bemerkungen der Abgg. Goldschmidt, Rösicke und Möller. Gin Schlußantrag wird angenommen. Es folgen persönliche 5 Uhr. Nächste Sigung Donnerstag 1 Uhr: Nothstands- InterDie Borlage wird der Militär- Kommission überwiesen. Schluß pellation und Branntweinsteuer- Gesetz. Abgeordnetenhaus. 12. Sigung vom 11. Januar 1893. 11 Uhr. Am Ministertische Miquel, Bosse und Kommissarien. Die erste Berathung des Gefeßentwurfs, betreffend die Verbefferung des Volksschulwesens und des Diensteinkommens der Bolfsschullehrer, wird fortgesetzt. = 11 " F = " P D M 0 = und fast sozialistisch ist der Satz der Motive, daß die durch die Landwirthschaft schädigen. Lehnen Sie mit uns also die Vor-| Delegirte vertreten. Gegenstand der Verhandlungen war vor Steuererhöhung erfolgende Bertheuerung des Bieres auf das lage ab! allen Dingen die Presse, die mit ganz außerordentlichen Liter fich ohne Uebervortheilung des Publikums" nicht darstellen Abg. von Gerlach( dt.): Wir haben auch gegen die Vor: Schwierigkeiten zu kämpfen hat. Im vergangenen Jahre find läßt. Im großen und gangen ist es aber unfruchtbar, in die lage ganz erhebliche Bedenken, die geforderte Steuererhöhung ist allein 2310 M. Geldstrafen und 21 Monate Gefängniß gegen die Debatte der Einzelheiten einzutreten, bevor wir wissen, welcher schon so oft vom Reichstag abgelehnt worden, daß diesmal Redakteure der Wolfswacht" ausgesprochen worden. Die gegen Bedarf denn eigentlich als nöthig sich herausstellen wird. Daß außerordentliche Gründe für die Annahme vorliegen müßten. die Leitung der Volkswacht" vorgebrachten Beschwerden wurden die Militärvorlage in ihrem ganzen Umfange nicht angenommen Wir wünschen nun freilich auf das Dringendste eine Verständi- von der vom Parteitage hierüber eingesetzten Beschwerdewird, darüber besteht wohl kein Zweifel mehr; es hat also feinen gung über die Militärvorlage, und wenn diese zu stande kommt, fommission für unbegründet befunden. Beschlossen wurde, daß Sinn, über die Vorlage weiter zu verhandeln, ehe man das müssen auch die Mittel beschafft werden. Wir hätten aber ge- in die Preßkommission Breslau 5, Rawitsch, Striegau, Waldenwirkliche Bedürfniß fennt. Namens meiner Freunde beantrage wünscht, daß man die Deckung durch andere Steuern gesucht burg und Haynau je 1 Mitglied zu wählen haben. Den Geich demnach, die Vorlage der großen Militärgesetz- Kommission zu hätte, so durch die viel höher heranzuziehende Börsensteuer. nossen im Eufengebirge bleibt überlassen, ob sie für den in überweisen und mit der Berathung erst nach Erledigung der Die Börsengeschäfte sind für diese Zwecke leistungsfähiger, als Langenbielau erscheinenden Proletarier"( 3300 Auflage) abermals Militärvorlage zu beginnen. das hier in Nede stehende Steuerobjekt. Sollte wirklich eine Breßtommission wählen wollen. Weiter wurde die Staatssekretär von Malzahn: Ich bin dem Vorredner für das Spekulations Geschäft sich dadurch verringern, so Redaktion der Volkswacht" ersucht, Fremdwörter möglichst diefen Vorschlag wegen der geschäftlichen Behandlung der Vor- würde das nicht unter allen Umständen ein Schaden sein. zu vermeiden, event. wo dies nicht angängig, die VerYage fehr dankbar. Was er von den obergährigen und unter Soll aber dem Brauergewerbe diese Belastung auferlegt werden, deutschung beizufügen. Von ben weiteren Beschlüssen gährigen Bieren bemerkt hat, trifft insofern nicht zu, als die so bezweifeln wir nicht, daß die Großbetriebe, namentlich die sind folgende als wichtigere hervorzuheben. Für die LandDurchschnittszahl von 19,8 Bf. als Differenz zwischen dem Brauer Attiengesellschaften, sie ohne Schwierigkeit werden tragen fönnen. agitation soll ein Fonds gebildet werden. Die Flugblätter find und Schänkpreis, wie ich schon gestern erklärt habe, sich nur auf Im Einzelnen geht Redner dann noch unter großer Unruhe des gemäß den Verhältnissen der verschiedenen Distrikte abzufassen. die untergährigen Biere bezieht. In Berlin ist diese Zahl noch Saufes auf die Frage des Verbots der Surrogate und auf die s ist eine Agitationstommission für die Provinzen Schlesien viel höher, fie steigt dort bis zu 27 f. Uebergangsabgabe ein und empfiehlt schließlich Kommissions- und Posen eingesetzt, die aus den Genossen Schüß und berathung. Rinte NeuAbg. Dr. Bachem( 3.): Die Debatte würde viel fürzer aus Langner Breslau, Stolpe Grünberg gefallen sein, wenn die erste Lesung sich bis zur Entscheidung Stadt und 2 aute- Bofen besteht; diese hat der Agitation unter über die Militärvorlage hätte hinausschieben lassen. Wenn in den Polen besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Ein sehr wichder Militärkommission eine Vereinbarung etwa auf Grund der Als solche wurden für die nachverzeichneten Wahlfreise folgende tiger Beschluß betraf die Aufstellung von Reichstagskandidaten. Borschläge des Zentrums gefunden würde, so hätte man doch Genossen aufgestellt: Guhrau- Wohlau Paul Kühn- Breslau, dies Steuerbouquet nicht nöthig, sondern blos die eine oder die audere. Ich habe persönlich zu erklären, daß die Biersteuer als Trebnitz- Militsch Langner- Breslau, Wartenberg- Dels GießMittel der Deckung des Bedarfs weitaus die unerfreulichste mann Breslau, Namslau- Brieg Schüz Breslau, OhlauSteuer ift. Die Statistik der Brauereien zeigt uns einen ganz Strehlen, Breslau- Ost, Breslau- West: die Aufstellung wird den toloffalen Rückgang der fleinen und mittleren Brauereien zum Genossen überlaffen, Neumarkt- Landkreis Breslau SchützNutzen einer ganz fleinen Anzahl von größeren und tolossalen Breslau, Schweidnig- Striegau- Freiburg Feldmann, WaldenBetrieben. Dieses Ergebnis ist durchaus nicht geeignet, uns zu burg Bergmann Möller aus Westfalen, Glah Habelschwerdt Kühn- Langenbielau, Reichenbach- Neurode Kühnbefriedigen. Das Brauereigewerbe ist nicht nothwendig auf den Langenbielau, Kühn LangenMünsterberg Frankenstein Großbetrieb angewiefen. Eine zweckmäßige Besteuerung würde bielau, Grünberg Freistadt Stolpe Grünberg, also dieser unerwünschten Entwickelung einen fräftigen Damm SaganSprottau Zubeil Berlin, Groß= Glogau Stolpe entgegenzusetzen haben; aber die Vorlage läßt in diesem Punkte Alles vermissen. Die Kleinen Brauereien sind meist nicht im eingeschrieben bin, stimme ich doch mit Herrn v. Minnigerode Geiser Breslau, Liegnis Kühn Langenbielau, JauerAbg. Nickert( dfr.): Troydem ich als Gegner der Vorlage Grünberg, Rüben Bunzlau Geiser- Breslau, Löwenberg stande, den Braustoff vollständig auszunußen; sie werden also gar nicht überein, sondern befinde mich mehr im Einverständniß Landeshut, Hirschberg( den Genoffen überlassen), Görlig Kelier, von der Erhöhung härter betroffen als die übrigen Betrieben. mit Herrn Hobrecht. Herr v. Minnigerode erkennt den Noth- Hoyerswerda( den Genoffen überlassen), Sreuzburg- Rosenberg Der Schutz des Kleingewerbes, des Mittelstandes, ist eines unserer stand der Lehrer nicht an; er verweist auf die Beamtenbesoldungen. Srzymiedi, Oppeln Krzymiedi, Groß- Strehliz Rosel Hauptziele; der Mittelstand muß zwischen Großkapital und Ar- Diese Frage können wir beim Etat erörtern, wir wollen aber Kr3ymiecki, Lublinis Toft Gleiwis Wollng, Beuthen beitern gewiffermaßen als Puffer erhalten bleiben( Heiterkeit auch für die Lehrer sorgen, für welche wahrlich nicht zu viel ge-( D.- Sch.)- Königshütte Wollny, Zabrze- Kattowitz Karl Thiel, bei den Sozialdemokraten). Ich will sie nicht als Puffer erhalten, schehen ist. Herr v. Minnigerode flagt über die Invaliden- Bleß- Rybnik Start Thiel, Natibor Karl Thiel, Leobschüß fondern weil sie das gesundeste und träftigste Element sind. verficherung. Warum bat er seine gewichtige Stimme nicht früher ennig, Neustadt( D.- 6.) Hennig, Falkenberg- Grotikau Sie( zu den Sozialdemokraten) wollen ja gerade den Arbeiter erhoben, als die Konservativen noch schwantten, ob sie in dieser Bebel, Neisse( den Genossen überlassen). hindern, zum Mittelstand emporzufteigen, Sie wollen den Mittel- Beziehung dem Fürsten Bismarc folgen sollten oder nicht? stand zerrieben haben.( Widerspruch lints.) Ich kann einer Jegt möchte man für die Invalidenversicherung sogar die Frei- fchlesisch- posensche Parteitag erklärt sich im Namen des arbeitenWeiter wurde folgende Resolution angenommen: Der Bierstener aus diesem Grunde das Wort nicht reden. Nun hat finnigen verantwortlich machen. Hier scheut man ein paar den Boltes aller Orte und Kreise, die er vertritt, auf das allerman uns in einer Petition von Hildesheim einen Staffeltarif Millionen auszugeben und im Reichstage verlangt man 70 bis entschiedenste gegen jeglichen Versuch, die, das deutsche Volk vorgeschlagen, der ganz fräftig wirken könnte, aber darauf ist 80 Millionen für Heereszwecke! Nicht blos die Armeen sollte ohnehin schon übermäßig beschwerenden Militärlasten noch irgendfeine Aussicht, obwohl das Heil nur in der Einschränkung der man mit einander vergleichen, sondern auch die Schulen. Dann wie zu vermehren. Der Parteitag wünscht lebhaft, die WehrGroßbetriebe zu Gunsten der kleinen Betriebe liegt. würde man sehen, wie viel Preußen für seine Schulen noch zu fähigkeit des deutschen Boltes auf das denkbar Höchfte erhoben Abg. Brömel( dfr.): Die Anregung des Vorredners ist denn thun hat. In Frankreich fom.mt auf 46, in Preußen auf 70 zu sehen; aber alle feine Mitglieder werden überall, wo sie zu doch, wie er wohl selbst einfieht, noch nicht geklärt genug, um die Schüler ein Lehrer; 20 000 Klaffen sind bei uns überfüllt! Das ist wirken in der Lage sind, mit allen Mitteln und höchster KraftGesetzgebung zu beschäftigen. Man fönnte feinen unglücklicheren das Preußen mit feinen tlaffischen Schulen! Namentlich in anspannung eintreten für allgemeine Boltsbewaffnung auf GrundVersuch machen als den, den ungeklärten Gedanken des Herrn Bosen entfallen 100-140 Kinder auf einen Lehrer. Solche Schul- lage militärischer Jugenderziehung bei kürzester aktiver Dienstzeit. Dr. Bachem in der Kommission zu flären. Zu dem Bundes- zustände tönnen nicht bestehen bleiben. Die Schule ist ein rocher Die Mitglieder des Parteitages werden dagegen zu jeder Zeit, genossen, welchen der Staatssekretär heute in Herrn Grillenberger de bronce des Staates, fie darf nicht neben dem Heere eine unter allen Umständen und auf jede Gefahr hin ankämpfen gegen gefunden hat, fann ich ihm nicht gratuliren. Wie der Herr Aschenbrödelstellung einnehmen. Wenn Sie die Diskussion jetzt ver- das herrschende System des Militarismus und der hauptsächlich Staatssekretär geht auch Herr Grillenberger davon aus, daß eine meiden wollen, wir werden sie herbeiführen, um zu zeigen, in welchen indirekten Besteuerung, und sie werden dafür sorgen helfen, daß Beschneidung zu großer Gewinne durch irgend welche Gruppen Zuständen die Schulen sich befinden.( Beifall links; Bischen rechts.) es so bald wie möglich, bis in seine Wurzeln hinein beseitigt von privaten Gewerbetreibenden durch den Fistus gerecht- Abg. v. Jazdzewski( Pole): Mit dem Vorredner bin ich wird." fertigt ist, nur daß Herr Grillenberger hierbei viel kon- einverstanden darin, daß auf dem Gebiete des Unterrichts eine Die Einberufung des nächsten Parteitages erfolgt durch die sequenter verfährt und schließlich bei der Vermögenssteuer gefeßliche Regelung nothwendig ist; aber wir haben uns über- Agitationstommiffion. von 10 pCt. antommt. Auf eine solche Basis der zeugt, daß aus dem Kultusministerium feine Vorlage kommen Steuerpolitit follte aber eine Regierung niemals treten. tann: die uns befriedigt. Der Grlaß des Grafen Zedlig, der die In Burscheid( Kreis Solingen) fand am 8. Januar eine Das Reich hat überhaupt nicht das Recht, auf solchen Umwegen Eltern befriedigte, wird vom Kreisschulinspektor vollständig ein überaus zahlreich besuchte Boltsversammlung statt, in welcher direkte Gewerbesteuern einzuführen. Wenn man jetzt einfach einen geschränkt, so daß nicht mehr Eltern und Lehrer sich über den eine scharfe Resolution gegen die Militärvorlage an einträglichen Artikel oder diejenigen, die daran verdienen, als polnischen Unterricht verständigen können, sondern der Schul- genommen wurde. Ebenso erklärte sich die Versammlung mit geeignete Steuerobjekte herausgreift, so möchte das fast auf inspektor verfügt. Das ist ein Eingriff in die Rechte des ben Beschlüssen des Berliner Parteitages vollständig fteuerpolitische Wegelagerei hinauskommen.( Bizepräsident Dr. Ministers. Einem folchen System gegenüber fönnen wir der einverstanden und versprach im Sinne derselben unentwegt weiter Baumbach erklärt diesen Ausdruck für parlamentarisch doch Regierung Tein Entgegenkommen beweisen.( Buftimmung bei zu arbeiten. In Höhscheib wurde am 9. Januar eine gleich wohl faum zulässig.) Ganz abgesehen von der Frage, ob die den Polen.) falls gut besuchte Parteiversammlung abgehalten, die sich nach leberwälzung voll gefchehen kann, entsteht schon aus der That- Kultusminister Dr. Boffe: Daß die polnische Sprachen einer fehr animirten Diskussion mit allen gegen sechs Stimmen sache, daß die Brauereien die Steuer verauslagen müssen und frage hierbei angeregt würde, fonnte ich nicht erwarten. Der mit den Beschlüssen des Parteitages einverstanden erklärte. Der fie nachher von den Schankwirthen wieder einzuziehen versuchen, Erlaß des Kreisschulinspektors ist mir noch nicht bekannt geworden. Delegirte Laiftepen, welcher hierorts seinen Wohnsih hat, sprach ein Verzweiflungstampf, ber sowohl die nicht genügend tapital Ich halte den Erlaß des Grafen Zedlig aufrecht; ich gönne den gegen die Resolution und lud zu einer Versammlung ein, in fräftigen Brauereien als die Schankwirthe aufs äußerste bedroht. Polen den polnischen Privatunterricht. Aber es ist vorgekommen, welcher er mit seinen Freunden Stellung gegen die Beschlüsse An den Speisen wird bei den Restaurateuren erfahrungsmäßig daß die Lehrer deutsche Kinder, namentlich aus gemischten Ehen, des Parteitages nehmen wird. nichts verdient; die ganze Last der Ausgabe wird auf das Bier in diesen polnischen Unterricht gelockt haben. Es wird eben in geworfen. Können die Gastwirthe den Bierpreis nicht erhöhen, Bofen, wo über die Germanisirung geklagt wird, auch polonifirt. so müßten sie den Preis der Speisen erhöhen, ein ebenfalls höchst Das kann nicht gestattet werden. In bezug auf den Religions- hier eine Boltsversammlung statt, zu welcher sämmtliche Wirthe Aus Eschwege wird uns berichtet: Am 30. Dezember fand bedentlicher Ausweg. Der in den beiden legten Jahrzehnten unterricht foll fein Zwang geübt werden. Diese Frage verdient ihre Lotale verweigert hatten der eine aus Furcht, die Polizei mächtig aufgewachsene Flaschenbierhandel, speziell in Berlin, be- eine besonders zarte Behandlung. Wenn es zweifelhaft, ob die tönnte ihm die Konzession zur Tanzmusit entziehen; der andere weist, daß, wenn der Bierpreis nicht herabgegangen, so doch die Sprache im elterlichen Hause vorwiegend die deutsche oder die weil er überhaupt nicht wünscht, daß die Arbeiterbewegung in Qualität des Bieres ganz erheblich besser geworden ist. Die Steuer- polnische ist, soll die Meinung der Eltern entscheiden, damit die Eschwege gefördert werde u. f. w. Dieser unerquickliche, unfere erhöhungen würdrn also durch die Verschlechterung des Bieres Kinder in der Religion gut unterrichtet werden können. Ich Agitation lähmende Zustand dauert jetzt schon an zwei Jahre. direkt die Konsumenten treffen, welche ohne Vermittelung irgend dente aber nicht daran, das bestehende System zu verlassen. Um so freudiger wurde es allseitig von den Genossen begrüßt, welchen Zwischenhandels das Flaschenbier von der Brauerei beziehen. Diese Erklärung dürfte dem Vorredner wohl deutlich genug sein. daß die Tabatarbeiter- Genossenschaft, welche feit Anfang September Jedenfalls ist jede neue Steuer für Reichszwecke zu verwerfen, Abg. Kuörcke( dfr.): Die Vorlage enthält einen Fortschritt v. J. in Eschwege eine Fabritfiliale besist, das Fabriklokal zu ehe die ganz ungerechtfertigte Liebesgabe an die Branntwein in der Befriedigung dessen, was für die Schule geschehen muß. Bersammlungen uns zur Verfügung stellt. Der Geschäftsführer brenner beseitigt ist.( Lebhafte Zustimmung links.) Am besten Das offene Geständniß der vorhandenen Uebelstände zwingt die der Genossenschaft, Genoffe A. von Elm aus Hamburg, referirte wäre es wirtlich, der Reichstag lehnte ohne Kommissions Regierung, alles daran zu setzen, daß sie beseitigt werden. Ge- über die Lage des arbeitenden Boltes, verwies auf die überall berathung die Vorlage pure ab; wenn aber Kommissionsberathung fetzliche Bestimmungen über die Gehälter und eine Neuregelung herrschende große Arbeitslosigkeit, besprach die in jüngster Zeit durchaus sein soll, so hoffe ich, gleichpiel wie das Schicksal der der Alterszulagen hatten die Lehrer allerdings erwartet; diese auf wirthschaftlichem Gebiet in allen Kulturländern stattgehabten Militärvorlage fich gestalten möge, daß die Erhöhung der Brau- Erwartung ist nicht erfüllt, trotzdem wünsche ich lebhaft, daß das Kämpfe und die dabei zu Tage getretene Mißachtung der Geseze fteuer teine Majorität findet.( Beifall links.) Haus die Vorlage annehmen möge. Wird sie abgelehnt, so muß seitens der herrschenden Klasse, berührte im weiteren Verlauf Abg. Böckel( Antisemit): Obwohl wir absolute Gegner der die Mißstimmung in den Kreisen der Lehrer jich mehren, fie feines Vortrags den Panama- Standal und besprach dann die Militärvorlage sind und also auch jeder Belastung des Volkes müssen die Luft und Liebe zu ihrem Amte verlieren. Mir ist neue deutsche Militärvorlage. Hierauf erläuterte er in flarer und durch neue Steuern, die hierdurch nothwendig werden, Wider gesagt worden, daß die Lehrer sich der Sozialdemokratie zuwenden. verständlicher Weise die Ursachen der in allen zivilisirten stand leisten, so halten wir es doch nicht für unmöglich, daß nach( Lachen rechts.) Dafür möchte ich nicht verantwortlich sein. Staaten, ob mit monarchischer oder republikanischer Verfassung, den Vorgängen in den letzten Tagen, namentlich an einer ge Abg. uermeling( 8.): Wir wollen auch für die Volks gleichen Erscheinungen und entrollte den Zuhörern ein Bild von wiffen Stelle am Neujahrstage, diese Militärvorlage doch wider schule nach jeder Richtung hin forgen, aber wir fönnen es nicht der Entwickelung der fapitalistischen Gesellschaft, zeigte, daß auf Erwarten zur Annahme gelangt, und deshalb erklären wir hier ohne weiteres billigen, daß die Mittel dazu aus den Ueberschüssen diese die sozialistische Gesellschaftsordnung folgen müsse und ermahnte ausdrücklich, daß wir die Brausteuererhöhung gleichfalls ver- der Einkommensteuer genommen werden. Diese im§ 1 ent- die Versammelten dringend zur Förderung der politischen Bewerfen. Wir thun dies nicht aus Interesse für die Groß- baltene Frage muß in der Steuerkonimission geprüft werden, wegung. Weiter verwies Redner auf die wichtige Aufgabe, brauereien, bebauern vielmehr tief, daß der Börsen und benn das Gesetz kommt ja nicht allen Gemeinden zu Gute, son- welche den Gewerkschaften für die Organisation der Arbeit beim Gründungsschwindel sich auch des Brauereigewerbes so sehr bern nur einzelnen. Herr Knörde hat sich als Schulbureaukrat lebergang vom jetzigen in den sozialistischen Betrieb in Aussicht bemächtigt hat. Die Schriften von Otto Blagau verbreiten vom reinsten Wasser entpuppt, während seine Freunde sonst gegen steht, und ersuchte, sie durch regste Propaganda in ihrer Ausbarüber sehr viel Licht. Natürlich werden die Brauereien Ministerwilltür sind. Das ist doch kein ernsthafter politischer breitung zu fördern. Am Schlusse feines Vortrages erörterte er doch versuchen, die neue Steuer auf die Konsumenten Standpunkt. Wenn man das Gesetz von 1887 aufhebt, dann speziell, wie sich die Eschweger Verhältnisse seit dem Ausschluß abzuwälzen, und sie gestehen das zum Theil auch offen ein. muß man den Gemeinden andere gefeßliche Garantien geben gegen der Zabatarbeiter entwickelt haben, und endete unter lautem Die Landwirthschaft liefert den Brauern Gerfte und Hopfen. die Willkür der Schulverwaltung. Die unglückseligen Handelsverträge haben der Landwirthschaft Beifall mit dem warmen Appell an die Eschweger Arbeiter, endAbg. Enneccerus( natl.) schließt sich den Ausführungen lich wieder sich zusammen zu schaaren, um mit vereinten Kräften bereits ein Sinten des Gerstepreises gebracht von 19 auf 16 M. Sobrecht's an. eine Verbesserung ihrer Lebenshaltung und damit die Achtung Und dieser Schädigung wollen Sie heute schon wieder eine neue Abg. v. Strombeck( 3.) bezeichnet die Mitwirkung der ihrer Gegner zu erkämpfen. Die Genossen Ehrlich, Dewis Schädigung zufügen? Das fönnen wir nicht zugeben. Gerade Steuerfommission als absolut nothwendig. und Koch sowie der Vorsitzende der Versammlung der Vers im Interesse der Landwirthschaft und speziell derjenigen von Damit schließt die Debatte; gegen die Stimmen der National trauensmann der Partei hier am Drte- Genoffe Schöpflin, Heffen lehne ich auf das Entschiedenste die Vorlage ab. Durch liberalen, der Freisinnigen und eines Theiles der Freikonservativen forderten ebenfalls zu erneuter, energischer Thätigkeit auf. Die die Handelsverträge ist die böhmische und ungarische Braugerste wird die Borlage der Steuerfommiffion überwiesen. Versammlung hat hier allseitig den günstigsten Eindruck hinterin Masse nach Deutschland eingeführt worden und haben die Ohne Debatte genehmigt das Haus darauf in dritter Lesung lassen. Leider durften auf Befehl der Polizei nur 140 Personen österreichischen Malzfabrikate dazu beigetragen, den Konsum den Gefeßentwurf, betreffend die Aufhebung von Stolgebühren daran Theil nehmen und mußten wir deshalb durch vorherige deutscher Gerste zu verringern. Dabei hat sich ein großer Theil für Taufen, Trauungen und kirchliche Aufgebote in der Provinz Ausgabe von Karten einer Ueberfüllung des Lokals vorbeugen. der Bauern erst neuerdings, weil sie mit Weizenbau nicht mehr Hannover und in erster und zweiter Lesung den ähnlichen Gefeß- Diejenigen, welche der Versammlung beiwohnen konnten, werden weiter fommen, auf Braugerftebau geworfen, und sofort tommt entwurf für den Bezirk des Konsistoriums zu Raffel. jedoch schon dafür sorgen, daß die dort erörterten Jbeen fortdie Regierung und erschwert ihnen durch die Vorlage auch hier Schluß 33/4 Uhr. Nächste Sigung Donnerstag 12 Uhr. wirken. Auch die amvesenden Kleinmeister sprachen über das wieder ihre Existenz! Wird die Vorlage Gefet, dann werden( Entgegennahme von Borlagen und fleinere Gefeßentwürfe.) Gehörte ihre große Befriedigung aus und mehrere der Gewerkdie Brauer sich dadurch zu helfen wissen, daß sie weiter auf den fchaft nicht angehörende Arbeiter erklärten in der Versammlung Gerstepreis brücken: also wird schließlich der Landmann zu bluten sofort ihren Beitritt zur Organisation. Die Lage der Arbeiter haben, wenn die Brauer den Preis bis zu 13 Mart und noch in Eschwege ist allerdings zur Zeit eine troftlofe, lange Arbeitsniedriger herunterdrücken. Es erscheint wirklich, als wenn Staat zeit in den Fabriken, während der Mittagszeit und nach Feiernnd Regierung nur so darauf losarbeiten, den Mittelstand zu abend Feldarbeit, und bei allem Fleiß kaum so viel Verdienst, vernichten. Aus diesen Gründen können wir die Vorlage nur daß man sich ordentlich satt essen tann und nur durch forteinfach verwerfen, um so mehr als auch der Hopfenbau längst Die Sozialdemokratie der Provinzen Schlesien und gesetzte rege Agitation fann bei solch' traurigen Verhältnissen unrentabel gemacht wurde durch eine wuste Spekulation. Posen hielt am 8. Januar in Haynau ihren Parteitag ab. eine Befferung erzielt werden. Wir sind jedoch davon überzeugt, Auch hier würde also lediglich die Annahme der Vorlage die Auf demselben waren 28 Drte durch 48 schlesische und 2 posensche daß es jetzt wieder vorwärts geht und daß die Herren Wirthe Parteinachrichten. - " " 1 " menn fte fehen, wie es auch ohne fie geht, und ihre Lokalitäten I versuchs in Haft genommen. Daß man in der Redaktion der Idem Erdboden befestigte Winde einen Augenblick außer bald wieder zur Verfügung stellen werden. Kreuz- 3tg." das fechste Gebot nicht besser kennt, ist eigentlich Acht gelaffen hatte, machte sich ein böser Bube das Vergnügen, nicht wunderbar. die Strippe" zu durchschneiden und den Drachen zum Fallen zu Ueber die sozialdemokratischen Buchdruckereien schreibt bringen. Der empörte Besitzer desselben wickelte schleunigst die ber, Correspondent", das Organ des Verbandes deutscher Gewerbsmäßige Luftballonfahrten dürfen, einer Ver: Strippe auf und machte sich an die Verfolgung des enteilenden Buchdruder: Mit Eifer jagt der Hirsch Dunder'sche fügung der Regierung in Potsdam zufolge, im Laufe des Miffethäters. Den Drachen selbst überließ er der Obhut dreier Gewertverein" jeder Lüge nach, die die Sozialdemokratie kommenden Sommers von Berlin und den Nachbarorten aus Knaben, welche er bat, das Spielzeug aufzubewahren, bis er berabwürdigen soll und tischt sie mit wohligem Behagen seinen nicht unternommen werden. Das Verbot gelangt erst nach ber zurückkehren würde. Die Jungen hatten bei Abgabe des Vergläubigen Lesern auf. Gin bedauerliches Armuthszeugniß, daß endeter Ernte zur Aufhebung. Auch Feffelballons dürfen bis zu sprechens gewiß nicht die Joee gehabt, daß sie eventuell bis zum jene Gewertvereine nur durch Herabzerrung der fortgeschrittenen diesem Zeitpunkt nur auf eingefriedigten Grundstücken aufgelassen jüngsten Tage warten wollten, und als eine Stunde verArbeiterbewegung ihre Gristenz für gesichert halten! Natürlich werden. Gymnastische Vorführungen und das Abbrennen von gangen war, ohne daß der glückliche Besitzer des Drachens wieder fochte der Gewerkverein" auch sofort wieder gehörig die Legende Feuerwerk in der Gondel sollen überhaupt ferner nicht mehr zum Vorschein kam, da sahen sich die drei Jungen mit Blicken über die Wiedereinführung des Zehnstundentages in der" Frant gefiattet werden. Diese Verfügungen sind auf eine Beschwerde an, als wolten sie sagen: Sier steh'n wir nu mit das Talent furter Boltsstimme" aus und berief sich darauf, daß die Hirsch ber Landwirthe in den Kreifen Teltow und Niederbarnim zurück- und können's nich verwerthen." Der eine der drei Drachenhüter Dunder'schen doch viel bessere Menschen gegen die Buchdrucker auführen, denen durch das Landen von Luftballons während des fand aber doch einen Weg der Verwerthung: er machte den feien. Um sich noch beffer hervorzuheben, behauptet das Blatt, versloffenen Sommers größere Flurschäden zugefügt worden find, Vorschlag, bas unthier zu erlegen und sich in die Beute zu die Berliner Vorwärts"-Druckerei habe ebenfalls die neun ohne daß es ihnen gelungen wäre, auch nur einen annähernden theilen und so kam es, daß nach kurzer Zeit des Drachen blendende stündige Arbeitszeit abgeschafft. Das ist, wie aus den Arbeits- Schadenersat dafür zu erhalten. Gestalt graufam vernichtet war. Der eine der treulofen Hüter ordnungen in Nr. 126 des Corr." vom v. J. ersichtlich, unwahr. Man darf begierig fein, ob der Gewerkverein" diese unwahrheit Stadtrath Georg Bid aus Breslau hat sich vorgestern trug das gleißende Fell als Siegesbeute nach Hause, der andere hatte das Rückgrat erhalten, der britte begnügte sich fowie die Fabelhaftigkeit der Frankfurter Angelegenheit seinen Lesern Nachmittag um 4 Uhr in einem hiesigen Hotel mittels feines Taschen mit dem krumm gebogenen Rohrstock, welcher die„ Backen" zu nun auch berichtigen wird. Was den Beistand der Gewerkvereine für tuches an dem Fensterkreuz des von ihm bewohnten Zimmers stande brachte. Aus der kleinen Sonntagsszene entwickelte sich nun auch berichtigen wird. Was den Beistand der Gewerkvereine für aufgeknüpft. Als man ihn auffand, war er bereits eine Leiche. gegen die drei Jungen eine hochnothpeinliche Anklage wegen die Buchdrucker anlangt, so wäre ein wenig Bescheidenheit am Blake Bid war bis zum Jahre 1889 befoldetes Mitglied des Breslauer Diebstahls bezw. unterschlagung, bei deren Erledigung ber ganze das Betragen der Maschinenbauer ist noch unvergessen. Ueber die sozialdemokratischen Offizinen sich zu bellagen, das wollen Magistrats, aus dem er ausschied, um in das Direktorium der Diebstahls bezw. Unterschlagung, bei deren Erledigung der ganze gerichtliche Apparat mit Staatsanwalt und Vertheidiger in zwei Breslauer Diskonto- Bank einzutreten. Diese Stellung war indeß Das Schöffenwir hier doch konstatiren, da man unsere Gewerkschaft anläßlich nicht von langer Dauer. Es fam zu Uneinigkeiten und Bick legte Instanzen in Bewegung gesetzt wurde. jener Berliner Interpellation gegen die Sozialdemokraten ausgericht hielt nämlich die drei selbstsüchtigen Drachengespielt hat, haben die Buchdrucker zuletzt Grund. Mag in den diesen Bosten nieder, nachdem ihm eine Abstandssumme von wächter für schuldig und belegte sie mit Rücksicht auf 60 000 W. gezahlt worben war. ärmsten derselben, vielleicht auch in einigen, deren Leiter oder That ist bisher nichts bekannt geworden. Ueber die Beweggründe zur ihre bisherige Unbescholtenheit mit einem Verweise. Der Besizer unglücklich gegriffen find man denke an Breslau eine der Jungen hatte ober nicht Lust, mit diesem Fleck au wünschen übrig bleiben, das Gros jener Proletarierdruckereien Bei einer Gadegplosion, welche sich gestern früh in der auf der Ghr" zeitlebens herum zu wandern; er legte deshalb geht in Bezahlung und Behandlung der Arbeiter den meisten achten Stunde in der Boßitr. 18 ereignete, erlitt das Dienstmädchen Berufung ein, und so hatte sich denn auch noch die 5. Strafe Geschäften der reichsten Unternehmer sicher mit musterhaftem Agnes Jäde nicht unerhebliche Brandwunden im Gesicht und an fammer mit dieser cause célèbre zu beschäftigen. Der GerichtsBeispiele voran. Jene Druckereien der Arbeiterliteratur bilden beiden Händen. Das Mädchen hatte mit brennendem Licht einen hof schloß sich der Ansicht des Rechtsanwalts Dr. Bonk dahin vielfach einen Unterschlupf für die von den Kapitalisten auf den mit ausgeströmtem Gas erfüllten Raum betreten, in demselben an, daß den drei Jungen zweifellos jede Ahnung von der StrafHungeretat gesezten Sollegen und last not least, fie erfparen Augenblick war auch schon die Grplosion erfolgt. Die Samariter barfeit ihres Kampfes mit dem Drachen gefehlt habe. Das erste der Kasse des Gewerkvereins durchweg die ihr aus fast allen der Feuerwehr leisteten die erste Hilfe. Urtheil wurde daher aufgehoben und der Angeklagte freianderen Arten von Druckereien erwachsenden Maßregelungsgesprochen. unterstügungen." Parteifinanzen. Stettin: Einnahme im dritten und pierten Quartal intl. 598,95 M. vorjährigen Bestandes 2014,96 W., Ausgabe 1582,47 M. Tokales. Die fozialdemokratischen Stadtverordneten haben folgende Anträge eingebracht: Falsche Zweimarkstücke mit der Jahreszahl 1874 und dem Münzzeichen B( Dresden) find zur Zeit im Umlauf. Die Falsifitate sind von mangelhafter Brägung und fühlen sich fettig an, auch sind sie leichter wie die echten Münzen. Auf dem Avers ist über dem Kopfe des Reichsablers der Bertrand verschwommen geprägt, während die Rändelung der Stüde zu scharf, das heißt gradig ist. Nach längerer Baufe gelangte gestern vor der vierten Straffammer des Landgerichts I wieder ein Betrugsprozeß zur Verhandlung, dem Stellenvermittlungsschwindel zu Grunde lag. Die Anklage richtete sich gegen die 54jährige Wittwe Auguste eidert, die wegen gleicher Strafthaten schon vielfach vorbestraft ist. Im August v. J. suchte der Kellner R. durch die Zeitungen für seine Braut eine Stelle als LehrDie Anmädchen in einer größeren Restaurationstüche. getlagte erbot sich, eine solche Stellung zu beschaffen und als R. fich zu ihr begab, erklärte die Angeklagte, daß sie bereits eine geeignete Stelle für das junge Mädchen habe, sie verlange aber eine Vorausbezahlung von 10 M. R. zahlte den Betrag und ging nuu mit dem jungen Mädchen von einem Restaurateur zu dem anderen, ohne aber Erfolg zu haben. Es zeigte sich, daß fie gar feine Stellung in Aussicht, geschweige denn eine solche fest zu besetzen hatte. Der Gerichtshof ahndete den Schwindel mit einer Gefängnißstrafe von einem Jahre. Versammlungen. Zwei Särge als Hausrath erregten vorgestern bei einem Umzuge allgemeines Aufsehen. Ein altes Ehepaar, das feine feit Jahren innegehabte Wohnung in der Landsbergerstraße aufgeben mußte, führte sie nebst anderen Mobilien auf einem Transportwagen in ihr neues Heim mit über. Dem Aeußeren nach zu urtheilen, müssen die guten Leutchen schon in ihrer I. Die Versammlung wolle befchließen: Die Stadtverordneten-" Jugend Lenz" sich diese legten Ruhebetten haben aufertigen Versammlung ersucht den Magistrat, die von ihm beschäftigten laffen. Hoch- und Tiefbau- Unternehmer sowie die mit Straßenanlagen und Pflasterungen beauftragten Unternehmer zu veranlassen, daß Marktpreise in Berlin am 10. Januar, nach Ermitte vom 1. April d. J. an Einrichtungen auf den Arbeitsplähen ge- lungen des Polizeipräsidiums. Weizen per 100 Rg. guter von troffen werden, bei denen es den von ben Unternehmern be- 15,80-15,30 2., mittlerer von 15,20-14,80 9., geringer von schäftigten Arbeitern ermöglicht wird, die Arbeitspaufen in 14,70-14,20. Roggen per 100 g. guter von 13,60-13,30., gefchloffenen Räumen zuzubringen. mittlerer von 13,20-13,00 2., geringerer von 12,90-12,60 2. II. Die Versammlung wolle beschließen: Die Stadtverordneten Gerste per 100 g. gute von 17,00-16,00 m., mittlere von Versammlung ersucht den Magistrat um Herbeiführung eines 15,90-14,90 m., geringe von 14,80-13,80 M. Hafer per 100 Sg. Kommunalbeschluffes, wonach vom 1. April an ein städtischer guter von 15,80-15,10 M., mittlerer von 15,00-14,30., Zentral- Arbeitsnachweis errichtet wird, der neben der kostenlosen geringer von 14,20-13,50 M., Stroh, Richt per 100 g. von Die arbeitslosen Banhandwerker Berlins waren vom Bermittlung von Arbeit die fortlaufende Aufnahme und Führung 4,65-4,00 M. Heu per 100 kilog. von 6,40-5,20 m. Grbsen Maurer Groppler am 11. b. M. zu einer öffentlichen Bereiner Arbeitslosen- Statistik zu bewirken hat. per 100 g. von 40,00-25,00 2. Speisebohnen, weiße per fammlung zufammenberufen, um die Frage zu erörtern: Warum Weitere Anträge, betreffend die Regelung der Lohn- und 100 Kg. von 50,00 20,00 W. Linsen per 100 g. von 60,00 find wir arbeitslos und wird es in Zukunft so bleiben" Wie Arbeitsbedingungen der städtischen Arbeiter, find in Vorbereitung. bis 30,00. Startoffeln per 100 g. von 6,00-4,00 9. Rind: Gröppler bekannt gab, war es ihm trotz erdenklicher Mühe fleisch von der Keule per 1 g. von 1,60-1,10 W. Bauchfleisch nicht möglich gewesen, einen Referenten zu gewinnen, welche Arbeiter Sanitätskommission. Herr Gustav Thomas per 1 Sg. von 1,40-0,90 M. Schweinefleisch per 1 Kg. von Thatsache von der ca. 1500 Berfonen starten Bersammlung fehr Fleischermeister, Admiralstr. 14, ersucht uns mitzutheilen, daß 1,50-1,10 m. Stalbfleisch per 1 Kg. von 1,60-0,90 M. Hammel übel vermerkt wurde. Infolgedeffen hielt Gröppler den ein fein Betrieb felbstverständlich einen Gestank in den Fluren fleisch per 1 Kg. von 1,50-0,90 M. Butter per 1 Rg. vou 2,80 leitenden Vortrag. Derselbe beleuchtete die kapitalistische Pround Wohnungen jenes Hauses verursache. Die Fleischerei fei so bis 1,80 2. Gier per 60 Stück von 7,00-3,00. Fifche per duktionsweise mit ihren furchtbaren Konsequenzen, und bob die gelegen, daß auch der Kesseldunst gar nicht in die Flure und 1 Kg.: Karpfen von 2,40-1,00 M. Male von 2,80-1,20. Nothwendigkeit einer Verkürzung der Arbeitszeit, sowie die Pflicht Wohnungen bringen tönne. Auch habe keiner der Hausbewohner Bander von 2,40-0,80. Hechte von 1,80-1,00 M. Barsche der Arbeiter zum Anschluß an die gewerkschaftliche Organisation bis jeht irgendwelche Beschwerde darüber geführt. Ferner erklärt von 1,80-0,70 M. Schlete von 2,40-1,00 M. Bleie von 1,40 hervor. Nur so könne man den Schäden des Kapitalismus nach der Wirth des Hauses, Herr Bösele, die Angaben, welche der Sa- bis 0,80 M. Krebse per 60 Stück von 9,00-2,00. nitätstommiffion über sein Grundstück gemacht wurden, für unwahr. Möglichkeit entgegenwirken. In der folgenden Diskussion nahm Ebenfalls theilt uns Herr Heinrich Schröder als bevollmächtigter Polizeibericht. Am 10. b. M. Vormittags schoß ein Re: zunächst Schweiger( Charlottenburg) das Wort, um eine Berwalter des Hauses Schönhauser Allee 118 mit, daß dakteur an der Ede der Manstein- und Vortstraße, anscheinend scharfe Stritit an den herrschenden Zuständen zu üben und den die über die sanitären Berhältnisse dieses Hauses gebrachten Mit aus Eifersucht, aus einem Revolver sechs Schüffe auf einen Standpunkt der internationalen Sozialdemokratie zu betonen. Er ertheilungen vielfach nicht zu treffen. Die erwähnte Schuhmacher- anderen Redakteur ab und verlegte ihn leicht an der Hand und mahnte zur Einigkeit und zum festen Zusammenhalten. Tischler familie habe ihm versichert, daß die Wohnung trocken sei; diese am Rücken. In einem Hotel wurde ein feit dem 8. d. m. Wiedemann erörterte in eingehender Weise die zur Tagesordnung Aussage habe er sich von mehreren Beugen bestätigen lassen. Auch dort wohnender Juwelier von außerhalb in feinem Bette todi ftehende Frage, betonend, daß nicht nur die arbeitende, sondern liege boch darin, daß die Küche mit Steinen gepflastert fei, nichts aufgefunden. Nach den Feststellungen des Arztes hat er sich auch die herrschenden Klassen sich mit derselben ernsthaft zu be besonders tadelnswerthes, gleichfalls, tönne die Arbeitslosigkeit, mittels Arfenit vergiftet. Nachmittags wurde in einem Hotel Schäftigen häiten. Als Hauptursache der herrschenden Nothlage führte auch er die anarchische privatkapitalistische Produktionsunter der der Mann zu leiden habe, dem Hauswirth doch nicht ein dort eingefehrter Herr erhängt vorgefunden. zum Vorwurf gemacht werden. Daß das Haus feinen Anschluß weise den Bersammelten vor Augen und legte tlar, daß veran die Ranalisation habe, liege einfach daran, daß überhaupt nünftige Zustände angestrebt werden müssen. Hierzu gehöre die folche in der Gegend nicht ausführbar fei. Was die Unbewohnbarkeit Erkenntniß, daß eine Umgeftaltung des herrschenden, ausbeutenden Produktionssystems nothwendig ist. Die gewerkschaftund Gesundheitsgefährlichkeit anbetreffe, wegen deren wiederholt Miether die Wohnung verlassen haben sollten, so müsse bemerkt lichen und politischen Organisationen seien daher zu stärken und auszubauen, man müsse durch werden, daß der Miether, welcher die Wohnung vordem bewohnt man müsse durch gemeinsamen Druck habe, nicht der Nässe wegen ausgezogen, sondern einfach in auf eire Befferung der Verhältnisse hinwirken. Tischler Franz früher Morgenstunde mit sechsmonatlichem Mietherückstande Als ein angenehmer Hochzeitsvater zeigte sich der wandte sich gegen die parlamentarische Thätigkeit und erblickte gerüdt fei. Von Krankheit fei bei demselben keine Spur vor Schneidermeister Hermann Beyber, welcher gestern unter der die Hauptaufgabe eines Agitators darin, die Massen aufzuklären handen gewesen. Der die jetzigen Miether behandelnde Arzt Anklage des Betrugs vor der 126. Abtheilung des Schöffengerichte und reif zu machen für den letzten Kampf. Zimmerer Gefrois habe gar nichts an der Wohnung auszusehen, und er, der stand. Als Belastungszeuge trat der Musikdirektor Abarnelli auf, bob hervor, daß die Arbeitslosigkeit im Baufache nicht nur im Verwalter, thue für die Familie, was in seinen Kräften stehe der mit dem Angeklagten eine trübe Grfahrung gemacht hatte. Winter, sondern auch im Sommer infolge des herrschenden BauEr empfahl die Entsendung einer Es wäre angemessen, wenn die Sanitätstommiffion, der wir bis- Im Mai vorigen Jahres fand die Hochzeit der Tochter des An- schwindels eine große sei. her, in anbetracht des von ihr verfolgten guten Zwecks, ben geflagten statt. Der letztere hatte alles auf's Großartigste ein- Deputation an den Minister für öffentliche Arbeiten, um Arbeit Raum des Borwärts" gern zur Verfügung gestellt haben, sich gerichtet, in Caffel's Hotel waren 50 Gedecke bestellt, und während zu fordern. Maler Hohlwegler behauptete, daß trotz der befleißigen wollte, ihre Untersuchungen init peinlichster Genauig- bes Fefimables sollte ein von dem Beugen zu stellendes Quartett herrschenden Arbeitslosigkeit im föniglichen Schloffe nicht nur bis feit zu führen. Berichtigungen, wie sie heute gebracht werden liebliche Weisen ertönen lassen. Der Angeklagte machte 10 Uhr Abends und noch länger, sondern auch Sonntags ge müffen und wie schon mehrfach dem Vorwärts" zugestellt sind. dabei Bedingung zur baß bas Hochzeitslied nach arbeitet werde; sogar am zweiten Weichnachtsfeiertage sei dort fönnen unter Umständen den anerkennenswerthen Arbeiten der der Walzermelodie Des foeben erst herausgekommenen gearbeitet worden. Die Absendung einer Deputation verwarf Kommission ihren Werth in hohem Grade rauben. Gewiß wird Sonntagskind" gesungen werden solle, Redner und wünschte, die Vertreter im Reichstage zu ersuchen, die Sanitätstommission daher im eigenen Interesse nochmals und mußten von hierzu erst dem Zeugen die fofortige Einführung des achtstündigen Arbeitstages zu beVeranlassung nehmen, ihre Mittheilungen einer sorgfältigen barnelli ausgeschrieben und das Lied neu einstudirt werden. antragen. Dies werde Gelegenheit geben zu nußbringenden DeBrüfung zu unterziehen. Die Redaktion des Vorwärts". Das Fest verlief ohne Trübung. Nach einiger Zeit reichte Abar- monftrationen. Er beantragte folgende Resolution: nelli feine Rechnung über 29 M. ein. Anstatt Geld erhielt er Butterhändler Arnold, Lebuferstr. 14, versichern in einem an uns zeigte sich dabei, daß Lender erst sechs Monate vor der Hochzeit Die Herren Kohlenhändler Otto, Lebuferstr. 6, und Grobbeiten. Nun betrat der Musikdirektor den Klageweg. Gs gerichteten Schreiben wiederholt, daß fie mit der angeblichen den Offenbarungseid geleistet hatte und daß nichts von ihm zu Denunziation, die in dem Tempel'schen Lokale, Langeftr. 65, statt- bekommen war. Dies Verfahren hielt der Musikdirektor für be gefunden haben soll, nicht das Geringfte zu thun haben. Wir trügerisch und ebenso der Staatsanwalt, der im gestrigen Termin die geben dieser Versicherung um so lieber Raum, als auch wir von Bestrafung des Angeklagten beantragte. Leyder stellte die der Richtigkeit derselben überzeugt sind und möchten bei dieser Behauptung auf, er habe geglaubt, als Beihilfe zur der Hochzeit Gelegenheit allen Leuten, die sich gedrungen fühlen, uns Mit- aus einer reichen jüdischen Stiftung die zu diesem Zwecke bestehe, theilungen zu machen, noch einmal peinlichste Wahrheitsliebe Unterstützung zu bekommen. Der Vorsitzende dieser Stiftung, anempfehlen, Bantier Bamberger, vermochte aber nur zu bekunden, daß es möglich fei, daß der Angeklagte um eine solche Unterstützung nach gesucht habe. Erfolg habe dies Gesuch nicht gehabt. Der Gerichtshof sprach den Angeklagten frei, weil eine Vorspiegelung falscher Thatsachen nicht vorhanden sei; daß man den Offenbarungseid geleistet habe, brauche man aus freien Stücken nie" 11 " Gerichts- Beitung. Don Millöcker die Noten Die heute in Joel's Salon tagende Versammlung der Arbeitslosigkeit in allen Gewerben; in fernerer Erwägung, daß Arbeitslosen Bauhandwerker und Bauarbeiter Berlins beschließt: In Anbetracht der von Jahr zu Jahr zunehmenden Arbeitslosigkeit in allen Gewerben; in fernerer Erwägung, daß derartige Krisen bereits schon chronisch sind und eine beffere Konjunktur nicht zu erwarten ist, ersteht die heutige Versammlung eine Abhilfe nur in einer Verkürzung der Arbeitszeit. Sie fordert deshalb die sozialdemokratische Fraktion im Reichstage auf, unverzüglich den gesetzlichen Achtstundentag für alle industriellen Arbeiter von deutschen Reichstage zu verlangen. Um dieser Forderung genügenden Nachdruck zu geben, fordert die Versammlung die Vertrauenspersonen der sozialdemokratischen Bartei auf, in nächster Zeit in allen Stadtgegenden an einem Tage Verfammlungen Arbeitsloser einzuberufen." Tischler Franz stellte hierzu den Unterantrag:„ Sollte die Forderung des gefeßlichen Achtstundentages vom Reichstage abgelehnt werden, so haben die sozialdemokratischen Abgeordneten ihre Mandate niederzulegen." Der Redakteur Mayer von der Kreuz- Beitung" ist, wie das Blatt selbst berichtet, vorgeftern Morgen, etwa um 9 Uhr, als er von seiner Wohnung nach der Redaktion ging, an der Ecke der York- und Mansteinstraße von dem ihm aus Eiferfucht feindlich gesinnten Journalisten Dr. M. Berendt mit einem mandem zu erzählen. Revolver überfallen worden. Dr. Berendt, der auf das Vorüber gehen des Redakteurs Mayer in einer Kneipe gelauert hatte, Eine cause célèbre, welche recht deutlich zeigt, Zur Sache sprachen ferner Tapezirer Seidel, welcher zur rief letteren plöglich von hinten an, gleichzeitig mehrere Schüsse mit welchen Lappalien mitunter bie foftbare Zeit der Gerichts- Einigkeit ermahnte, Maurer Wilte, welcher die Resolution auf ihn abfeuernd. Herr Mayer stürzte sich auf den Angreifer, höfe vertrödelt werden muß, beschäftigte gestern die 5. Straf befürwortete und den Unterantrag bekämpfte, sowie Maurer der abermals feuerte, und schlug ihn mit feinem Stocke über den fammer in der Berufungsinstanz. Auf dem freien Felde in der Jansch, welcher auf gleichem Standpunkt stand und scharf Kopf. Bei der Abwehr tamen beide über die Brotschwelle des Nähe des Zentralviehhofes vergnügte sich eines Sonntags ein rügte, daß nicht schon lange von politischer Seite Versammlungen Bürgersteigs zu Falle und der fich schnell aufraffende Dr. Berendt Mann aus dem Volte damit, einen Drachen" steigen zu laffen. Arbeitslofer einberufen worden sind. Bei der Abstimmung über feuerte nun die letzten beiden Kugeln feines sechsläufigen Re- Er hatte sich felbst ein derartiges Windspielzeug kunstgerecht die eingegangenen Resolutionen wurde die Absendung einer De volvers auf Herrn Mayer ab. Ale Schüffe hatten getroffen, hergestellt, das Antlig des Drachens mit buntem Flitter putation an den Minister mit großer Majorität abgelehnt, ebenso doch nur zwei den ahnungslos Angegriffenen blutig verlegt: ein fram bellebt und freute fich über das schnelle Empors der Unterantrag Franz. Im Uebrigen wurde die Resolution Brelschuß im Rücken und ein Schuß durch die linke Hand tommen des Seglers der Lüfte. Seine Sonntagsfreude Hohlwegler einstimmig angenommen und den Abgeordneten fofort benn arg gestört, als er wifchen Daumen und Zeigefinger. Dr. Berendt ist wegen Mord- wurde Die an übermittelt. Alle sonstigen noch eingegangenen Resolutionen aber n wurden hierdurch gegenstandslos. Mit einem Hoch auf die shausen, Rettemeier, Heindtfe, A. Burrow, 16. Bros. Berein ehemaliger 22. Gemeinberater, put Sozialdemokratie schloß die Versammlung. Merlin und Quarg zu Ersatzkandidaten für die Gewerbe- hr bei Schröder, Stegligerstr. 18. 8 Uhr, bei Helterhoff, Antonftr. 5. Freundschaft, Abends 9 Uhr, gerichts- Wahlen ernannt. aus an . Gaspar, Reichenbergeritr. 113. Grenadier- Platz 7. 1 Vermischtes Depeschen: Gelsenkirchen, den 13. Januar.( Privat Telegramm des Vorwärts".) Soeben ist der Besiger der Verbandsdruckerei werdelmann verhaftet. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) " Effen a. d. Ruhr, 11. Januar. Ueber die heute früh 5 Uhr Westfälische Zeitung", daß die Dynamitpatrone gegenüber dem Stationsgebäude auf dem Bahndamm außerhalb der Geleife niedergelegt war. Durch die Explosion seien dreißig Fensterfcheiben zertrümmert, sonst sei fein Schaden angerichtet worden. Von dem Thäter fehle bisher jede Spur. Demselben Blatte wird aus Gelsenkirchen gemeldet, daß der gestrige Abend und die Nacht vollständig ruhig verlaufen feien. Jedoch fingen die Streifenden an, auf dem Lande die zur Arbeit gehenden Arbeiter zu belästigen. Paris, 11. Januar. Der Senat wählte feine bisherigen Vicepräsidenten und Quästoren wieder. Präsident Leroyer hielt eine furze Ansprache, in welcher er erklärte, individuelle Bergehungen fönnten nicht der Republit zur Laft gelegt werden. Die Deputirtenkammer wählte drei bisherige Bizepräsidenten wieder und erseßte Cafimir Périer durch Felix Faure. Pfropfenverein Webbing, Abends bei Busse, Schönhauser Allee 46. Bergnügungs- Verein Renata jeden Zither= Die Korbmacher hielten am 10. Januar eine öffentliche Donnerstag 9 Uhr Abends im Restaurant Göz, Oranienfir. 153. Versammlung ab, zu welcher die an der Kugelforb- Lieferung be- Der deutsche Tischlerverband, Zahlstelle Berlin, hielt am lub Gleichheit, jeden Donnerstag Abend 9 Uhr, bei Sohn, Zionskirch play 11a. Gesangverein Proletariat( gem. Chor) jeden Donnerstag theiligten Kleinmeister eingeladen und zum größten Theil auch Montag eine außerordentliche Generalversammlung ab, in welcher abends 9 1hr, lebungsstunde bet Möwes, Böchfir. 8. Gefelliger Verein erschienen waren. Keller besprach die Lage des Streits, der, zunächst die aus den Lofalvereinen jetzt zum Verband über- univerfum, Sigung mit Damen Abends 9 Uhr b. Hagemann, LothringerGeselliger klub der alten wenn die Kollegen einmüthig zusammen hielten, gewonnen werden getretenen Kollegen vom Vorsitzenden herzlich willkommen ge- ftraße 81. Borträge, Fidelitas. müsse. Es gelte jetzt den letzten Vorstoß zu unternehmen. Herr heißen wurden. Sodann ehrte die Versammlung das Andenken Moabiter, Stephanfir. 23, bei Littto, jeden Donnerstag um 8½ Uhr und Rauchtlub Kollegia, Abends 9 Uhr, in Bernhardt's Deftillation, Schade( Meister) führte aus, er habe ein Schriftstück aufgesetzt, des am 2. Januar verstorbenen Kollegen Koch in der üblichen leben Donnerstag nach dem 15. im Monat Sigung mit Damen. Rauchflub Waldesgrün, Abends 8% Uhr, Restaurant welches von 15 feiner Kollegen bereits unterzeichnet sei und dem Weise. Hierauf gelangte der von der Ortsverwaltung bereits staligerstr. 41. Rauchflub Dhnesorge, Abends 9 Uhr Rauchklub Kernipige, Abends Hauptunternehmer Herrn Anding vorgelegt werden solle. In- durchberathene Organisationsplan gegen eine Stimme zur AnRestaurant Buder, Gräfestraße 18. - Rauchklub Arcona, Abends haltlich deffelben erklären die Kleinmeister, die kleinen Kugelkörbe nahme. Weiter wurde in der Versammlung befannt gegeben, 8 Uhr, bei A. Böhl, Rüdersdorferstr. 8. für den Preis von 1,45 M. nicht weiter herstellen zu können und daß der Zentral- Arbeitsnachweis Wallstr. 7-8 am 1. Februar in uhr, bei Siementinsti, Reichenbergerstr. 71.- Rauchflub Arabi Basha, Klub Ohneftreit, jeben Abends 9 Uhr, bei Berndt, Berlebergerstr. 17. von weiterer Lieferung Abstand zu nehmen, falle ihnen nicht pro die Hände des Verbandes übergeht. Die Versammlung bestätigte Donnerstag Abend 9 Uhr im Reſtaurant Böhmer, Brißerſtr. 32.- Rauchflub Theaterverein mai: Stück 1,55 M. bewilligt werden. Die Forderung der Gehilfen ferner die Wahl folgender Kollegen zu Beisigern: Nede Süd- Weft, Abends 9 Uhr, Simeonftr. 23 bet Flick. Rauchklub Brüderlich( 50 Pf. pro Korb) wurde von allen Meistern als berechtigt an- busch für den Osten, Meier und Hinz für den Süd- Osten, glöckchen, Englischer Hof, Neue Roßstr. 3. Rauchklub Nordstern, jeden Donnerstag nach erkannt; es erfordere angestrengteste Thätigkeit, um dabei auf Belitz für den Westen, Ma as und Brenner für den Norden. keit, jeden Donnerstag von 9 bis 11 Uhr bei Lehmann, Kaiser Franzeinen Wochenverdienst von 22-23 M. zu kommen, der zur Er- Die Besetzung der Beitrag Sammelstellen wurden der Orts- dem 15. im Monat bei E. Seinide, Friedrich- Karlstr. 11, Friedrichsberg. haltung einer Familie doch unbedingt erzielt werden müsse. verwaltung überlassen. In die Werkstatt- Kontrollkommission Rauchtlub Eldorado, Donnerstag, Abends 8 Uhr, Restaurant W. Schulze, Rauchtlub Sumatra, jeden Donnerstag Abends 8 Uhr Martens( Kistenmacher) ermahnte ebenfalls zum Aushalten wählte die Versammlung die Kollegen Blum, Dasse, Spar- Dibahnhof 7. im Restaurant Krause, Gitschinerstr. 93. Stat im Streit. Das Komitee solle sich an die Berliner Arbeiterschaft feld, Hörnick, Zeuge, Tobalsfy, Matthes, Statklub Tournee, Abends 8% Uhr, bet Ullrich, Wrangelftr. 84. wenden, dann werde die Unterstützung reichlicher fließen, auch hiel, Georgi, Honneberger und Wiedemann. tub Rüdwärts, Abends 8% Uhr bei Arndt Ballifadenstr. 47. Ruderverein Vorwärts. Sigung am Donnerstag, Abends 8 Uhr, bei die Streifbrecher, die doch nur aus Hunger arbeiteten, würden Die Kommission soll durch Vorschläge in den Bezirksversam Bodenburg, Kommandantenstr. 10-11. Gäste willkommen. Schießtlub dann mit den Ausständigen gemeinsamie Sache machen. Folgende lungen bis auf 30 Mann verstärkt werden. Der diesjährige Zell, jeden Donnerstag. Abends 8 Uhr, bet Nitolet, Elisabethkirchstr. 17. Resolution fand einstimmige Annahme: Maskenball findet am 4. Februar in den Konkordiasälen, Andreas" Die Versammling erklärt, den Streit aufrecht zu erhalten straße 64, statt. Beschwerden über unpünktliche Lieferung des und verpflichtet die anwesenden selbständigen Korbmacher, nicht Verbandsorgans sind an Friz Meier, Landwehrstr. 19, Hof eher wieder Kugelförbe anzunehmen, bis sie in der Lage sind, 1 Treppe zu richten, genaue Angabe der Wohnung ist durchaus 50 Pfg. per Stück Arbeitslohn zu zahlen." nothwendig. Die Inhaber der Listen 2, 9 und 25 der ZentralEine Kommission von selbständigen Korbmachern, bestehend Streitkommission der Tischler Deutschlands werden aufgefordert, Gleichgewicht. Lohr, 9. Januar. Als Kuriofum theilt aus den Herren Schade, Fiebig und Dietschold soll sich dieselben innerhalb acht Tagen an den Kassirer Karl Post, man aus Gössenheim mit, daß im abgelaufenen Jahr unter mit der Streiffommission der Gehilfen in Verbindung setzen und Gräfeftr. 32, Quergeb. 4 Treppen, abzuliefern, widrigenfalls ihre 29 daselbst vorgekommenen Geburten nicht weniger als 28 männ diesen Beschluß dem Großunternehmer Herrn Anding unter- Namen veröffentlicht werden. Itche Sprößlinge waren. Als Gegenstück sei hinwieder breiten. Für größere Körbe verlangt, wie noch berichtet wurde, ein Meister in Spandau 20 Gehilfen und erbietet sich pro Korb In einer vom Verband der Schneider und Schneide. aus Eussenheim zu vermelden, daß in dieser Gemeinde von Die beiden Gemeinden tönnen später einmal 60 Pfg. zu zahlen. Auf Antrag Frank wurde das Streikkomitee rinnen abgehaltenen Versammlung, die am 9. Januar tagte, 39 vorgekommenen Geburten nicht ein einziger Knabe angewiesen, dem Betreffenden diese Leute zu überweisen, damit wurden die bei der Firma Oppenheim, Collin u. Ko. herrschenden zu verzeichnen ist. die Zahl der Streifenden verringert werde. Der Vorsitzende Arbeitsverhältnisse eingehend besprochen. Zufolge den Aus- hinsichtlich der Verheirathung einander aushelfen! Pleite. Dublin, 10. Januar. Zwei bedeutende GetreideBrückner gab noch bekannt, daß die nächste Verbandsversammlung führungen des Kollegen Möbius haben zwei der tüchtigsten am Montag den 16. Januar bei Roll stattfindet und appellirte Arbeiterinnen mit Zuhilfenahme einer Nacht und eines Sonntags firmen haben fallirt; die Passive betragen gegen 200 000 Pfund an das Solidaritätsgefühl der arbeitenden Kollegen, ihre Brüder in den 14 Tagen vor Weihnachten 364 Stunden gearbeitet und Sterling Opfer der Arbeit. New- York, 11. Januar. Infolge vornach Kräften zu unterstüßen. in dieser Zeit insgesammt 80 M., mithin pro Stunde 22 Pf. an Arbeitslohn verdient. Ein Mantel, für welchen vor 3 Jahren zeitigen Losgebens eines Sprengschusses in einer Kohlengrube zu Die Buchbinder, Albums, Galanterie, Rarton, 10 m. bezahlt worden sei, müsse jetzt für 5 M. gearbeitet werden. Ring im Staate Colorado find 27 Bergarbeiter getödtet worden. Leder, Papier, Luxuspapier 2c. Arbeiter und Noch beim Uebergang von der vorigen Saison auf die jetzige An der Arbeiterinnen hielten am Montag eine gutbesuchte Ver- sei ein Abzug von 50 Pf. pro Stück gemacht worden. sammlung ab, um Protest einzulegen gegen die Errichtung eines sehr lebhaften Debatte über dies Referat betheiligte sich außer Innungs Schiedsgerichts. Der Vorsitzende W. Tilgner fon- verschiedenen Arbeitern auch ein Vertreter der Firma, Herr ftatirte, daß feiner der schriftlich eingeladenen Herren von der Bender. Dieser suchte darzulegen, daß die Firma keineswegs Innung erschienen sei. Darauf nahm Herr B. Jo st das Wort, die Arbeiter in dem vorher geschilderten Maße ausbeute. An um die Ursache der Einberufung dieser Versammlung flarzulegen: den Ateliers werde sogar Geld zugefegt. Nachdem noch von verBei der vor einigen Monaten erfolgten Aufstellung von Kan- schiedenen Seiten eine ganze Reihe von Beschwerden vorgebracht didaten zum Gewerbegericht habe man geglaubt, daß die Innung waren, fand folgende Resolution Annahme:" Die Versammlung der Buchbinder kein Schiedsgericht besize. Jetzt werde man erklärt die Zustände in der Mäntel branche, speziell bei der Firma plöglich eines anderen belehrt. Vor ganz kurzer Zeit verkündete Oppenheim, Collin u. Ko. für durchaus verbesserungsbedürftig die Preffe, daß die Buchbinderinnung ein Schiedsgericht bekomme. und verspricht, unbeirrt in der Ausdeckung derartiger Mißstände in Rauxel vorgekommene Dynamiterplosion meldet die RheinischAuf Nachfrage beim Obermeister wurde diese Nachricht be- fortzufahren." Hierauf erhielt Kollege Möbius von dem Bertreter ftätigt. Vor ein paar Jahren habe der Erklärung dieses Herrn der oben genannten Firma noch die Einwilligung, die Bücher zufolge eine von der Innung arrangirte Buchbinderversammlung einfehen zu dürfen. Sodann wurde von der Versammlung bedie Wahl eines Gesellenausschusses abgelehnt. Dadurch habe sich schlossen, Berlin zum Siz des Verbandes in Vorschlag zu bringen. die Innung veranlaßt gefühlt, der Regierung einen neuen Statutenentwurf zur Genehmigung einzureichen, die num erfolgt Friedrichsfelde. In einer öffentlichen Versammlung für wäre. Nach dem neuen Statut habe die Junung das Recht, fich Männer und Frauen, die am Sonntag tagte, hielt Genosse einen Gefellen- Ausschuß zu ernennen, der wiederum jeden- Koopmann aus Berlin einen Vortrag über die neue Militärfalls die Arbeiterbeisitzer im Schiedsgericht ernennen werde. vorlage. In flaren Worten wußte der Redner darzulegen, daß Jeder Kollege so führte Post weiter die Forderungen, welche den Reichstag jetzt beschäftigen, unmögden das Ansinnen gerichtet werde, in den Gesellen- lich von diesem bewilligt werden könnten, ohne die Interessen Ausschuß sich ernennen zu laffen", müsse das mit Entschieden- der arbeitenden Bevölkerung aufs tiefste zu schädigen. Da die heit zurückzuweisen. Hinter eventuell Gemaßregelten stehe die Regierung auf die Annahme ihrer Vorlage im vollen Sinne zu Kollegenschaft. Der Ernennung zum Schiedsrichter fönne fich je beſtehen scheine, müiffe die Auflösung des Reichstages von den doch niemand entziehen. Sei ein solches Schiedsgericht auch Genossen ernsthaft ins Auge gefaßt werden; man möge daher Paris, 11. Januar. Panama- Prozeß. Das Verhör Fontanes nicht zu beseitigen, so müsse man doch dagegen protestiren. Es die furze Spanne Zeit bis zu einer etwaigen Neuwahl überall wäre eine ganz veraltete Institution, die in unserer Zeit nur energisch ausnuten. Nach Schluß des Vortrages fand die Reso- führte zu feinem bemerkenswerthen Zwischenfall. Fontane ver eristire, weil die Kleinmeister auch eine Bevorrechtung haben lution gegen die Militärvorlage einstimmige Annahme. Die Ver- sicherte, er habe bis zum Jahre 1885 nur 60 000 Franks an die wollten, als durch die Schutzölle auf Lebensmittel und fammlung wählte sodann fünf Genossen in die Lokalkommission. Presse vertheilt. Cottu erklärte bei seiner Vernehmung, daß er Industrieprodukte bestimmte Interessengruppen gewissermaßen mit Nachdem noch empfohlen worden war, dem Arbeiter- Bildungs- mit den äußeren Angelegenheiten der Panama Gesellschaft nichts Sonderrechten bedacht worden seien. Die herrschenden Kreise Verein beizutreten, wurde die Versammlung mit einem Hoch auf zu thun, fondern nur den inneren rein technischen Dienst zu verfehen gehabt habe. hätten damals doch den Handwerkern in der so fläglichen Zunft die Sozialdemokratie geschlossen. gefeggebung auch einige Brocken hinwerfen müssen, um sich ihre Dem Vernehmen nach will Hubbard sofort nach Konstituirung Arbeiter- Bildungsschule. Donnerstag Abends 8-10% Uhr: SüdGefolgschaft zu sichern. Die Buchbinder- Innung könne, wie andere Schule: Hagelsbergerstraße 48: Unterricht in Deutsch( oberes). Südost: des neuen Kabinets dasselbe darüber interpelliren, ob es nicht Innungen auch, ihre eigenen Erhaltungskoste" und die ihrer In- cute, Reichenbergerftr. 133: Geschichte( mittl.), Raufmännisches Rechnen, Willens sei, den Termin zur Vornahme der allgemeinen Wahlen stitutionen, so der Fachschule, nicht einmal aufbringen und nehme in Boysiologie; Nord- Schule, Müllerür. 179a; Unterricht in Chemie, auf einen früheren Zeitpunkt zu verlegen. dann das Recht eines eigenen Schiedsgerichts noch für sich in Buchführung und oberes Rechnen. In allen Unterrichtsfächern, wit Aus- Paris, 11. Januar. Panama- Prozeß. Der Präsident ver Anspruch. Dabei seien bei Innungsmeistern nur etwa 1500 Per- nahme Mathematik und Buchführung, tönnen noch Schüler und Schülerinnen, nahm sodann den Angeklagten Eiffel in betreff der Summen von fonen, also nur 1/3 aller hiesigen Berufsgenossen thätig. Ein so auch jetzt, in Laufe des Semeſters, eintreten. rfe- u. Diskutirklubs. Donnerstag. Diezgen, Abends 8% uhr, je zwei Millionen, welche er an den Direktor des„ Temp3", wie geschildert zusammengeseztes Schiedsgericht könne unmöglich bei Echröder, Wiefenstr. 39. Neue Zeit, Abends 8 Uhr, Bonenftr. 40, bei Hebrard, an Reinach und an einen Unternehmer ausbezahlt unparteiisch über Streitigkeiten der Gehilfen mit den Meistern Biesboit. Süd- Ost, bei Zoltsdorf, Sorauer- und Görligerstraßen Ecte. tabe. Giffel antwortete, er habe des Einflusses und der Unterurtheilen. Die Kollegen hätten daher die Pflicht, in jedem Fall, wo das erwegb, Abends 8½ hr, Reichenbergerstraße 54, Gce Lausigerstraße, bet stühung dieser drei Personen, sei es als Unternehmer, sei es als Schayer. Aug. Geib, Donnerstag bei gubeil, Naunynstraße 86, Abends Innungs- Schiedsgericht ein ungünstiges Urtheil fälle, an das Amts- 9 Uhr. Sasenclever, Abends 8 Uhr, Restaurant Bischof, Baumschulen- Banfiers, für das Gelingen des Unternehmens bedurft. Wegen gericht zu appelliren; der unentgeltliche Rechtsschutz des Vereins stehe weg Treptow. Emanzipation, Abends 8% Uhr bei Spät, Weinftr. 28 der 18. Millionen befragt, welche Eiffel für seine Arbeiten erdem Betreffenden zur Seite. Der Redner geht dann noch aus- Grünstr. 21: Sigung.- istutittlub der Hausbiener, Abends 9 Uhr bei Sommer, halten, die nicht vollständig ausgeführt wurden, erwiderte der= führlich auf die Wurmstichigkeit der ganzen Junungswirthschaft Abends 8 Uhr, Manteuffelfir. 60. felbe, er habe dieses Geld in Gemäßheit seines Vertrages ein und weist nach, wie sich ihre Vertreter mit fremden Federn Bereinstalender find zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelstr. 70. Ausgaben behalten. Der Präsident erklärte, ein solcher Vertrag Arbeiter- Sängerbund Berlins id Umgegend. Alle Aenderungen im und als Rompensation für ganz zufällige, nicht vorherzusehende schmücken, indem sie Institute, wie die Fachschulen, die doch Donnerstag. Uebungsstunde Abends 9 Uhr. Aufnahme neuer Mitglieder. Hierauf wurde zur Vermeistens von den Steuerzahlern erhalten würden, in über- St. Urban, Annenstr. 9, bei Broß. Kornblume, Blumenstr. 54, bei hätte annullirt werden müssen. schwenglichster Weise rühmten. Die Buchbinderinnung habe für Buttte.-- Frühlingsluft, Bulcroftr. 59, bei Werner. Brezelfchluß, ehmung der Zeugen geschritten. Annenftr. 16, bei Keßner. Weiße Rose, Meinickendorf, Seeschlößchen bei ihre Fachschule z. B. nur 500 m. gegeben, während die Schüler Böttcher.- Morgenroth 1, Rummelsburg, Berlinerstraße 9, bei Friesecke. Paris, 11. Januar. Die Panama- Untersuchungs- Kommission gleichfalls 500 M. aufbrachten, zu welcher Summe die Stadt Dorfglödlein, Wilme: sdorf, Berliner- und Auguftstr.- Ecke bei Schulz. beschloß, sich mit den Emissions- Syndikaten für die PanamaBerlin 2000 M. zuschoß. Schließlich forderte Redner nochmals inig feit( Hutmacher), Pappel- Allee 3-4, bei Krauſe. Harmonie, Loose und mit den Machenschaften der Unternehmer zu beButunft 2, Nieder- Schönhausen, Buchzu energischem Protest gegen das Innungs- Schiedsgericht auf. Zempelhof, Dorffir. 10, bei Berth. holzerstraße bei Hempel. Ost- und Westpreußischer Männer- schäftigen, um festzustellen, ob Parlamentsmitglieder bei diesen An der Debatte nahmen theil die Herren Holzendorf, Ge fangverein, Somartistr. 3, bet Deter.- Edelweiß, Melchior- Emissionen und diesen Machenschaften betheiligt waren. Riese, P. Schneider, Rettemeier, Otto fraße 15, b. Stehmann. Borar, Wienerstr. 31 b. Drügemüller. Schneider, Marwig, Wunscheck, Morbach und alödchen 2, Süd- Ost, Reichenbergerstr. 16 b. Pähold. Einigteit 2, Groß- Lichterfelde, Amalienstraße, b. Hann. Freie Sänger, Krautstr. 6, Franke. Alle Redner nahmen bezüglich der Schaffung eines bei Rudolf. 8utunft 3, Veiten, bet W. Grunow. Kreuz Nordstern, Gesellenausschusses wie eines Schiedsgerichts der Innung den- berger armonie, Lindenstraße 106, bet Poppe. Müllerstr. 7 bei Reichardt. Morgengrauen,( Bäcker), 3 bis 5 Uhr felben Standpunkt ein, wie der Referent, nur daß die Herren Nachmittags, Gipsfirape& bei Pyrted. Steinfeger Sängerchor, Marwitz und Morbach es für praktischer und nüßlicher er aftanten allee 28 bei Maiwald. Liedes Echo, Reichenberger- und C. T. Herbertstraße, Schöneberg. Senden Sie das tlärten, wenn man sich nicht so rundweg ablehnend gegen Forsterstraßen- Ede, bei Spindler. Liebertafel West end, Blumenthal Statut ein, damit wir das nöthige ersehen können. Bor wärts 9, Charlottenburg, Schillerstr. 102 firaße 5 bet Behrendt. Eindringen in den Ausschuß und das Schieds: Alter Genosse. Sie treffen ihn bis 9 Uhr Morgens in bei Stahl. Gesangverein Freundschaft 1, Brunnenstr. 114 bei gericht ausspreche. Man begebe sich wenn Oswald Berliner. Gefangverein Abendroth in Deutsch Wilmersdorf seiner alten Wohnung und von 12 bis 1 Uhr in unserer auch nur fleinen Rechts. Klassenbewußte Berufsgenossen bei Welter. Gesangverein der Studateure Berlins und Umgegend, Redaktion. Seydelstr. 30 bei Preußer. Arbeiter- Gefangv. Spandau Mönchstraße bei in diesem anerkanntermaßen überlebten Institut wären immerhin Winkler.- Geiangverein Vorwärts 2" Schönhauser Allee 28, bei Kuhl= beffer wie die ernannten, die doch nach dem Herzen der Meister men. Arbeiter Gefangverein yra 2, Charlottenburg, Gaurfir. 23, bei ausgesucht würden. Andere Redner und auch der Referent traten 2ange. Gefangverein Fesenfest( Gem. Ghor), Badfir. 32, bei Marr. dem entgegen, indem sie sich prinzipiell gegen jede Theilnahme an Gesangverein Collegia 2( freie Bereinigung der Zivil- Berufsmusiker), Neue Friedrichstr. 44, bei Röllig. Gesangverein der Kürschner, Neue FriedInnungseinrichtungen erklärten. Herr D. Schneider stellte richstraße 44 bei Röllig. Gefangverein Proletariat( gem. Chor). Gustav Baier. Ihre Schwester hat keinen Rentenanspruch, fest, daß der Gesellenausschuß schon ernannt sei und daß die Wöchstr. 8, bet A. Moewes. Gesangverein Arion in Wittenberge, bei weil Ihr Echwager nach Ihrer Darstellung nicht an den Folgen Innungshelden mit Freuden konstatirt hätten, mehr als nöthig Gefangverein Glockenrein( gem. Chor) Kaftanten- Allee 95/96. des Unfalls, fondern an einer mit dieſem in keinem ZusammenGesellen zur Verfügung gehabt zu haben. Das Schiedsgericht alle Buschriften den Bund betreffend find zu richten an: Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Amgegend. hang stehenden Krankheit verstorben ist. Die Papiere ſtehen zu warte noch der Bestätigung von seiten der Innung. Herr Bergmannstr. 21, Hof 3 Tr. Donnerstag: Rauchtlub Graue Bolte, Ihrer Verfügung in der Zeit von 12-1 Uhr. Musikverein Diiris, bei Noll, Adalbertstr 21. Riese theilte ein lehrreiches Beispiel für das lebhafte Interesse rautstr. 48.2. R. 32. Sie haben einen Anspruch gegen den Wirth, der Jnnungsmeister an der Hebung des Handwerks" mit. Er Berein Grüne Giche( vor dem halle'schen Thor), bei kaporte, Solms- diefer gegen den betreffenden Miether. Straße 1. Bergnügungsverein Alpen veilchen 2, Straußbergerstr. wies zunächst darauf hin, daß, während der Gefelle für die Birks. Bimmer- Schützenverein Fein Korn bei Klatt, Boedhftr. 51. Stunde 25 Pfennig an Arbeitslohn bekomme, sich die an der Regel Klubustige 13", prästie 8 Uhr, bei Boll, Wiener Straße 1. Fachschule lehrenden Meister 3 M. für die Stunde zahlen ließen. Sumorinischer Verein Bautenschwengel, Stallschreiberstraße 58. Donnerstag. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Da sei denn einer dieser Herren auf den famosen Gedanken gnügungsverein Bruderbund, bet Noll, Andreasstr. 8. Männer gekommen, sich seinen Gehilfen zum Assistenten zu nehmen. Gefangverein Alt- Dessau, Abends 9 Uhr, bei Kind, Wrangelstr. 91. Diesem Stellvertreter zahle er für die Lehrstunde 1,50 M., und Gesangsabtheilung des sozialdemokratischen Arbeitervereins für Weißenfee und Umgegend. Donnerstags und Sonnabends Abends die gleiche Summe stecke er als Arbeitgeber" in die Tasche. bei Müller( Pfeifenmüller), Königs Chauffee. Männer Gesangverein Den eigenen Lehrling schicke er aber nicht in die Fachschule. Zyrolienne, Abends 9 Uhr bei Faustmann, Reichenbergerstr. 73a. Gefangverein Glodenrein, gemischter Chor, jeden Donnerstag von 9 bis Folgende Resolution wurde einstimmig angenommen: 11 Uhr bei Snapp, Kastanien- Allee 95/96. Die Versammlung protestirt gegen das neu errichtete Mufitverein Frisch- Auf, Annenstr. 14, bei Ehrenberg. Privat- Theaterverein, Fideler Geift 2", Abends 9 Uhr, im Märkischen Jnnungs Schiedsgericht als ein unzeitgemäßes, das die Rechte Hof, Admiraljir. 18.- Theater- Berein Buítania 2" jeben Donnerstag der Arbeiter schmälert. Die Versammelten erklären, daß sie nur 9% Uhr, Borstädtisches Kafino, Acterfir. 144. dem allgemeinen Gewerbegericht unterstellt fein wollen und dem Turnveein Gesundbrunnen( Lehrlings- Abtheilung) turnt Montag Innungsgericht durchaus kein Vertrauen entgegenbringen fönnen." und Donnerstag Abend von 8-10 Uhr, in der Turnhalle, Bantfir. 26. Gefelliger Berein Freiheit, Abends 9 Uhr, bei Thierbach, Schwedter Zum Schluß wurden die Herren Woller, Westerstraße 44.- Gefelliger Klub Blau- Beilchen, abends 9 Uhr, Annenfir. 9 bei Berantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading ein so eines, Wechselrecht und Korrespondenz; Ost- Schule, Martussir. 31: Unterricht Goring. Sozialistischer Lese- und Diskutirtlub; -= Mai= R. Hentel, Geselliger Ber Briefkaffen der Redaktion. 2. R. 114. Das Kind behält den Namen der Mutter. Das Kind können Sie zu sich nehmen, wenn nicht die Mutter unter Verzicht auf Alimente Ihrerseits die Erziehung selbst verlangt. B. Die Verfolgung gegen den Verführer eines noch nicht 16, aber über 14 Jahre alten unbescholtenen Mädchens tritt nur auf Antrag der Eltern oder des Vormundes der Ver führten ein. Friedrich Weiglin. Verjährung ist nicht eingetreten. Der Straf antrag muß bis zum Ablauf dreier Monate nach Kenntniß von der Strafthat gestellt sein. Briefkaffen der Expedition. Für die streifenden Berglente gingen ein: Personal des Vorwärts" 50,-. Die rothen Buchbinder aus d. Grünstraße 20,-. Unterstüßung seitens der Bukarester deutschen Genossen 40,-. ylographen 7, Resellub„ Empor" 2,-. Jn Summa 119,-. in Berlin SW., Beuthstraße 2.