Nr. 53. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit bem ,, Sonntags: Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. Vorwärts 8. Jahrg Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pig. Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 3 bis 7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 6, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Parteigenossen! Mittwoch, den 4. März 1891. Expedition: Beuth- Straße 3. geleugnet. Bei der ersten Berathung des Gesetzentwurfes ist, kann bereits jetzt als gescheitert betrachtet werden. erklärte Graf Kaniz: Herr Brömel sagte am 18. Februar: Die ErbschaftsUm der diesjährigen Maifeier über ganz Deutschland hin " Ich freue mich, daß der Herr Abgeordnete Rickert sich, wie steuer ist nach menschlichem Ermessen für diese Session einen einheitlichen Charakter zu verleihen und so dem Gedanken, in früheren Jahren, so auch diesmal wieder als Freund der wenigstens und in der vorgeschlagenen Form beseitigt." der an diesem Tage die deutsche Arbeiterschaft mit dem klassen- Progressivsteuer bekannt hat, und da haben wir ja begründete und das giebt zu denken. War sie doch nach den Worten bewußten Proletariate aller übrigen Kulturländer einigt, dem Fraktion des Herrn Abgeordneten Rickert gehören sämmtliche der Motive, ein werthvolles, anderweit nicht zu ersetzendes Aussicht, diese Steuer auch verwirklicht zu sehen. Denn zu der Gedanken der Solidarität der Arbeiterklasse Wertreter der Stadt Berlin, welche doch recht eigentlich das Kontrollmittel, indem die dadurch bedingte Offenlegung aller Länder, die entsprechende äußerliche Form zu geben, Domizil des großen Kapitals ist, und das große Rapital aller Erbfälle nicht nur unmittelbar die Erkenntniß der schlagen wir den Genossen folgendes wird ja in erster Linie von der Progressivsteuer betroffen werden. Besitz- und Einkommensverhältnisse des Erben erleichtert, Ich bitte den Herrn Abgeordneten Rickert, nur recht auf Fraktionsden wird. Programm Nachmittags 4 Uhr wird, muß natürlich den Genossen überlassen bleiben. Verdisziplin zu halten, seine Fraktionsgenossen gut an der Leine zu sondern auch, wie die Erfahrung in andern Ländern sor, das in seinen Einzelnheiten in dem zur Ausgabe gelangenden führen, damit sie alle für die Progressivsteuer stimmen, dann ist lehrt, auf den Steuerpflichtigen selbst einen wirksamen Festblatte:" Arbeiter Maifeier" näher ausgeführt wer- bas Schwerste der Arbeit gethan, über den Steuersatz kommen wir Antrieb zur Gewissenhaftigkeit bei Abgabe der Einkommendann hernach schon hinweg."( Sten. Ber. S. 134.) deklaration ausübt!" Wo immer die Genoffen zur Feier vereint sein werden, ob der Schneidigkeit eines Gardelieutenants in seiner Kritik der Erbschaftssteuer, als Mittel der allgemeinen VermögensEs ist das übrigens derselbe Graf Kanitz, der mit Sieht man ganz ab von dem fiskalischen Zweck der bei Massen- Umzügen, ob bei Ausflügen oder in Versammlungen bei der Deklaration eventuell vorgeschriebenen eidesstatt- Inventarisation allein schon ist sie von hervorragender Beunter freiem Himmel oder in gedeckten Räumen, wo und wie immer die Arbeiter sich zusammengethan haben, beginnt- so lichen Versicherung erklärte: deutung, ja eine Lebensbedingung für das richtige schlagen wir vor Nehmen Sie an, ich werde aufgefordert, mein Einkommen Funktioniren der Einkommensteuer im Organismus des selbst anzugeben; es wird nachher auch die eidesstattliche Ber: Großkapitals. Fällt die Erbschaftssteuer- Vorlage, wie dies sicherung von mir verlangt, und nachher sagt der betreffende die offizielle Feier mit einem Maffengesang. In kurzen An- Vorsitzende der Einschätzungskommission: ja, das ist alles sehr so gut wie gewiß ist, unter den Tisch, so gemahnt das an sprachen werden die Versammelten auf die Bedeutung des Tages schön, aber wir glauben's dir nicht, wir werden noch weitere die Taktik des englischen Parlaments, welches von 1802 und die Nothwendigkeit der in der Resolution aufgestellten muß Blut fließen( Heiterkeit und sehr gut! rechts), ich weiß keinen keinen Pfennig für ihre zwangsmäßige Ausführung, das Ermittelungen anstellen." Was bleibt dann übrig? Ja, dann bis 1833 fünf Arbeitsakte erließ, aber so schlau war, Forderungen hingewiesen; dann wird die in dem Festblatte anderen Ausweg."( Sten. Ber. S. 138.) ,, Arbeiter Maifeier" vorgeschlagene Resolution zur Abstimmung gebracht und dieser Theil der Feier dann mit einem weit mehr entlasten, die Mittelklasse schärfer heranziehen Der Steuertarif müßte die unteren Einkommenklaffenöthige Beamtenpersonal u. s. w. zu votiven. Sie blieben todter Buchstabe."*) Maffengesang geschlossen. und die großen Einkommen durch eine Progressivstener, Es bleibt abzuwarten, ob die Deklarationspflicht allein Wie die Feier des Weiteren in den einzelnen Orten gestaltet die diesen Namen verdient, zu den Beträgen heranziehen, ein wichtiges Erziehungsmittel in der Geaber sind wir überzeugt, daß die Feier am 3. Mai ein neuer entsprechen. Es wäre durchaus nicht nöthig, eine ins gegen den Staat" sein wird. Herr Finanzminister Davon welche der Leistungskraft jener wirthschaftlichen Gruppen wissenhaftigkeit der besigenden Klasse Beweis sein wird für die Stärke unserer Bewegung, für die Ungemessene fortschreitende internationale Verbrüderung und die Unbesiegbarkeit des So- Die Sequestration der Kapitale, die fortschreitende Steigerung einzuführen. Miquel hat gewiß Recht, wenn er sagt:" Die Erfahrung zialismus. hat gelehrt, daß dieses Erziehungsmittel noch Expropriation der Expropriateurs", wie Mary fagt, wird sehr nothwendig ist." nicht durch die Bourgeoisie, sondern durch den Gang Der Steuertarif, wie das Steuergesetz überhaupt sind der Entwickelung herbeigeführt. Das hindert aber nicht, brauchbar nur als ein Provisorium, als ein Ueberauf dem Boden des bestehenden Systems eine Abstufung gang zu einer rationelleren Organisation des Steuerder Einkommensteuer zu schaffen, welche die Revenuen der wesens. Trotz aller seiner Schwächen und Mängel aber Millionäre, die unter dem Schutz des Klassenstaates von ist er doch ein gewisser nicht zu verkennender Fortschritt dem Proletariat geschaffen werden, im Interesse der Ge- gegenüber den früheren Zuständen, er ist eine Anerkennung sammtheit angemessen besteuerte. Dieser Steuertarif hat des Prinzips der Progressivsteuer. Ist er aber in Wirknicht blos das mobile, er hat auch das immobile Kapital lichkeit nur eine Karrikatur dieses Prinzips, so tröste man zu treffen. Und die Veranlagung, die Einhebung der sich damit, daß die Heuchelei eine Huldigung ist, der Steuer hat so zu geschehen, daß der Staatssäckel nicht Tugend dargebracht. Mit anderen Worten, die Rücksicht durch irgend einen Klüngel, eine Interessentenkfoterie ge- auf die moderne Arbeiterbewegung, das klingt durch die schädigt werde. So gewiß die Deklaration und die ganze Debatte, führte zu diesem ersten Zugeständniß. schärfere Kontrolle ein Hemmschuh für ungezügelte Wenn erst das Volk im preußischen Landtage zu Die Junker und die Mehrheit des Zentrums sind betrügerische Profitsucht sind, so mangelhaft bleibt das Worte kommen wird, wird die Steuerpolitik demokratisirt die Schöpfer des Steuertarifs, wie ihn die Kommission Gesetz, wenn nicht durch ein Erbschaftssteuer- Gesetz die werden. Und im Einklang mit ihr muß im Reich der beschlossen, das Abgeordnetenhaus angenommen hat. Daß nothwendige Nachkontrolle geübt werden kann. Den Sturz des Systems der indirekten Steuern erfolgen. Mit sozialdemokratischem Gruß Der Parteivorstand. Bur Kritik der preußischen Steuertarif- Debatten. III. Gentlemen und Junker. Bürgerliche Moral und steuerliche Erziehungskunst. ( Schluß.) " sie die Absicht hatten, das mobile Kapital vor Allem Daumen auf's Auge, muß es heißen. Aber die Erb= zu treffen, steht fest, wird auch von ihren Rednern nicht schaftssteuer Gesetzvorlage, die dem Landtage zugegangen Feuilleton. Nachbruc verboten.] [ 3 Die Falkner von St. Vigil. Roman aus der Zeit der bayerischen Herrschaft in Tirol von Robert Sa, weichel. den Kapuzinern erzählt?" *) Mary, Das Rapital, 1., 270. " Du welche eben ihre Zeche bezahlten und dann fortgingen. Er warf seinen Spizhut unmuthig neben sich auf die Ambros bestellte Wein und setzte sich auf die Fensterbank, Bank und David verbesserte seine Stimmung nicht, indem Staft auffordernd, neben ihm Platz zu nehmen. Sie rückte er, mit vollen Backen kauend, bemerkte:" Ja, ich weiß nicht; sich aber einen Stuhl ihm gegenüber an den Tisch. Als es ist doch gut, daß Du Dich gleich nachher fortgemacht die Wirthin Wein und Brod gebracht hatte, schenkte hast. O diese Soldaten!" Ambros ein und mit seinen Gästen anstoßend, sagte er: Ambros wurde feuerroth vor Zorn und schlug mit der Dies bring ich Euch auf gute Freundschaft!" Seine Fauft auf den Tisch, daß die Gläser tanzten. Heiliges Blicke aber erklärten, daß er nur das Mädchen damit Sakrament!" rief er. Die weiße Feder hätt' ich gezeigt? meinte, und ihr reichte er auch über den Tisch hin die Hand, Ich, der Ambros Falkner?" nachdem er sein Glas auf einen Zug geleert hatte. Zögernd Stafi starrte ihn erschrocken an, und der Ohm ließ einen Jedes Ding hat seine Zeit. Gelt, Vater David, Ihr legte sie ihre Hand in die ſeinige und er drückte dieselbe so Augenblick die Hände mit dem Fleisch und Brode und habt in Eurem Klofter auch nicht blos gebetet. Woher stark, daß sie aufschrie. Er lachte. Der Ohm, welcher unter mit dent Messer auf den gisch tämen. sonst die lustigen Stücklein, die man sich just von dessen sein Einschlagemesser hervorgezogen hatte, sagte: Jeßt wiegte er seinen schweren Kopf und sagte: den Tisch sinken. Dann Laß uns essen, Stafi!" Sie nahm aus ihrem Korbe, den sie auf kennst die Baiern nicht, aber ich hab's erfahren, wie Der Alte seufzte und Ambros scherzte:„ Jetzt, da steht den Boden gestellt hatte, geräuchertes Fleisch und Ziegenkäse sie mit Einem umspringen. Heilige Mutter Gottes, wenn eine Kapelle, wo alle Sünden vergeben werden im Wein. und lud Ambros ein, mitzuhalten. Er dankte. David wurde ich an die Nacht denke, wo sie in unser Kloster zu Klausen Auch der Durst hat seine Zeit und ich hab nie einen so durch die Speisen an die Ursache erinnert, weshalb ihre einbrachen! Ich werd's mein Lebtag nicht vergessen." schönen gehabt, wie just in diesem Augenblick. Kommt, ich Mahlzeit so lange aufgeschoben worden war, und fragte, indem er sich von dem Fleische ein tüchtiges Stück indem er sich mit gespreizten Fingern durch die schwarzen Wieder schüttelte er den Kopf und Ambros murrte, Es wies auf das Wirthshaus von Salen, das rechts an abschnitt, welchen Ausgang der Handel auf der Frohnwiese Locken fuhr: So was von mir zu glauben!" Das Mädher hier etwas breiteren Bergstraße vor ihnen lagen genommen hätte? Staft wurde roth. Wie wird's ausgegangen sein," zuckte Ambros mit volle Glas hinunter und sagte:" Eigentlich ist's lustig, daß chen schaute ihn bittend an; er schenkte sich ein, stürzte das Staſi that Einsprache gegen Ambros' Vorschlag und forderte den Achseln. Der Soldat wurde von unseren Männern ich davongelaufen sein soll." Er lachte laut und ungezwungen durch ihre Augenwinke den Ohm auf, ihr beizustehen. Ehe fortgeschoben, so daß wir nicht rechtſchaffen an einander auf.„ Jetzt, Vater David, erzähle Du selber mal, wie's in aber der Ohm zum Widerstande gegen die Versuchung sich kommen konnten." aufzuraffen vermochte, hatte Ambros dessen Nichte an der Gott sei gelobt," athmete Stasi auf. Hand ergriffen und zog die Widerstrebende dem Wirths-" Bliz und Hagel!" grollte Ambros." Dir erbarmt der schwommenen Weise. „ Ja, ich weiß nicht," begann dieser in seiner verDir erbarmt der schwommenen Weise." Wir lagen schon alle in unseren David folgte ihnen mit einem Anfluge von Lump noch? Jetzt spring' einer den Madlen bei!" Betten, als die Soldaten hereinbrachen. Wie der böse Ach, ich dank Dir ja sehr," antwortete sie verschüchtert. Feind tobten sie durch die Kreuzgänge und durch alle Bauern aus dem an der Gader liegenden Kirchdorfe Salen, um meinetwillen gegeben hätte." In der Wirthsstube befanden sich nur zwei Gäste,„ Aber es wär' doch schrecklich gewesen, wenn's ein Unglück Bellen, kaum daß sie uns Zeit ließen, unsere Kutten überzuwerfen. Sie schlugen alles kurz und klein und mit zahl eine Rothe." hause zu. Schmunzeln. " " " er jener Nacht gewesen ist." Politische Leberlicht. Berlin, den 3. März. " Herr v. Caprivi hat es zwar an Beweisen ausgesprochener seien. Die Herren wollen eben nicht in ihren noblen Abneigung gegen den Abg. Richter und die Fortschrittspartei" Passionen behindert sein. Wenn die Magdeburgerin" sich am Sonnabend nicht fehlen lassen; was aber den Ersteren be- Sessen ungeachtet damit tröstet, daß die Lehren der Sozialtrifft, so ist die darin liegende Auseinandersetzung eine rein demokratie keinen festen Boden bei der ländlichen BevölkeDie heutige Sigung des Reichstags war ebenso lang- persönliche; eine Absage an die Fortschrittspartei" ist überweilig wie die gestrige, aber sie war nicht so lang- die haupt gegenstandslos, denn die Partei als solche existirt schon rung und insbesondere bei den Kleinbauern finden werden, so müssen wir ihr diesen Trost noch rauben. Ein Blick auf Qual dauerte nur kurze Zeit in zwei Stunden war der seit dem Jahre 1884 nicht mehr." ganze Rest des Militärbudgets bewilligt etwa 1 oder Genug-der Reichskanzler hat sich nur mit den„ Fort- die landwirthschaftliche Statistik muß Jedem zeigen, daß die gar 2 Millionen die Minute. Gine Debatte gab's nicht schrittlern" auseinandergesetzt", und nicht mit den Deutsch- Bahl der kleinen Betriebe im Rückgange begriffen ist und großen, wenn auch nicht der Zahl, so doch ihrem zwei letzten Sitzungen voriger Woche noch nicht er- mehr es hat folglich nur eine Auseinandersetzung" mit kleinen Besitzer so fortschreitet, wird nur zu bald von das Haus hat sich von den Aufregungen" der freisinnigen." Fortschrittler giebt's aber überhaupt nicht die großen, wenn auch nicht der Zahl, so doch ihrem Flächeninhalt nach steigen. Wenn die Enteignung der holt es braucht noch einige Tage, um wieder einer todten Partei stattgefunden was vielleicht gar nicht einem Kleinbesitz nicht mehr die Rede sein. Auch die Zunahme in halbwegs normalen Zustand zu kommen. Merkwürdig, so ganz unrecht ist. der Maschinenkräfte in der Landwirthschaft ist ein Faktor, wie schwach und gebrechlich diese parlamentarischen Körper sind namentlich in Deutschland. Herr Eugen Richter ist ärgerlich, daß wir sagten, er der die Zersehung des Kleinbetriebes befördert. Die kleinen Morgen kommen die Reichs- Eisenbahnen zur babe am Sonnabend eine Liebeswerbung gemacht das Besitzer sind nicht im Stande, die Maschinen auszunüzen Besprechung. Wenn Niemand die Tariffrage„ anschneidet", sei nicht wahr, er habe ja sehr scharf oppositionell ge- und müssen deshalb die theure Handarbeit benützen, während wird die Sizung, welche um 12 beginnen soll, schon um sprochen. Aber das hatten wir nicht geleugnet. Trotzdem der Großgrundbefizer bedeutend billiger und rentabler ar2 Uhr beendigt sein. war's eine Liebeswerbung, und das war gerade der Humor beiten kann. Wir rathen der Magdeburger Zeitung", sich davon. C'est le ton qui fait la musique der Ton einmal den Artikel in Nr. 103 der Kreuz Beitung" über Eine eklatante Niederlage für unsere Partei nennt macht die Musik, und wer die Richter'sche Rede gehört dasselbe Thema anzusehen, die bedeutend besser in der Frage die" Freifinnige Zeitung" das Resultat der Sonneberger hat, konnte nicht einen Moment über den Ton im Zweifel unterrichtet zu sein scheint. Dieselbe giebt unumwunden zu, Stichwahl, und der Reichsbote" sieht in dem Wahlresultat sein; und Niemand war auch im Zweifel. daß die Sozialdemokratie bereits festen Fuß auf dem Lande eine bemerkenswerthe Niederlage. Dies wäre alles richtig, Doch die persönlichen Gefühle und Leiden des Herrn gefaßt hat und daß sie auch weiter um sich greifen wird, wenn die Berliner Zeitung" mit ihrer Aeußerung, daß wir Eugen Richter sind für uns als Politiker sehr gleichgiltig wenn nicht die Kirche eingreifen würde. Nun, für diese ficher gehofft hätten, den Wahlkreis zu erobern, recht hätte. was uns interessirt, ist, daß durch die Sonnabendrede des letztere Drohung haben wir nur ein Lächeln. Durch Beten Aber dies war nicht der Fall, wir haben den Sieg für sehr Reichskanzlers die Situation allerdings insofern ge wird Niemand satt, auch nicht dadurch, daß die unwahrscheinlich gehalten, wie jeder Leser unseres Blattes klärt" worden ist, als nun auch der hartnäckigste Pastoren leutselig mit den Arbeitern und Bauern verweiß. Unserer Partei kommt es auch nicht auf Wahlerfolge Optimist sich von der Thorheit des Glaubens fehren. Jeder, der wirklich auf die Ideen der Aran, die durch nationalliberale Stimmen errungen an einen Bruch mit dem Bismarck'schen System beiter und Bauern eingehen will und der die unleugbaren werden. In der Nachwahl hat es sich gezeigt, daß wir die überzeugt haben muß. Wir haben das System Uebelstände abzuschaffen beabsichtigt, muß ihnen auch den einzige Partei des Wahlkreises waren, welche ihren alten Bismarck, das heißt etwas respektabler, etwas auständiger, Sozialismus anrathen, will er nicht zum Heuchler werden; Stand behauptet hat, während Nationalliberale und Frei- etwas weniger gehässig und kleinlich, etwas weniger ab finnige gewaltige Verluste zu verzeichnen hatten. Und jetzt stoßend in der Form- allein im Grund und Wesen das prahlen die Freifinnigen mit ihrem Wahlsiege, den sie nicht System Bismarck. eigener Kraft, sondern gnädig gewährter Hilfe der Nationalliberalen verdanken. Wenn es ein Sieg war, so war es ein Sieg des Kartells, zu dem die Freifinnigen bald voll und ganz gehören werden, wenn ihre Haltung bei den Arbeiterschutz- Debatten auch ferner die gleiche bleibt. " Die deutsche Kaiserin Wittwe hat an ihren Sohn, den Kaiser, ein Schreiben gerichtet, welches die höchfte Befriedigung ausdrückt über die Artigkeit, mit welcher sie in Frankreich von allen Personen in amtlichen Stellungen behandelt worden ist." hochklingende Neden und tönende Versprechungen verfangen nicht mehr, dazu ist das arbeitende Volk schon zu oft ent täuscht worden, und speziell die Kirche, die nunmehr bald Wir Sozialdemokraten brauchten das nicht erst zu zweitausend Jahre versprochen, das Loos der Bedrückten zu lernen. Wir wußten von vornherein, was wir von dem lindern, sollte doch wissen, daß man endlich einmal Thaten neuen Kurs" zu halten hatten. Wir wußten, daß die Re- sehen will. Diese Thaten können aber weder von den gegengierung, um einen„ neuen Kurs" einzuschlagen, mit dem wärtigen Besitzenden, noch von der Kirche geleistet werden, Großkapital hätte brechen müssen; und wir wußten auch da dadurch ihre privilegirte Stellung aufgehoben werden und das Arbeiterschutz- Gesetz war der handgreiflichste müßte. Dazu werden die Herren sich nicht aufschwingen, Beweis, daß die Regierung nicht im Stande sein und so wird der Sozialismus troz aller Jeremiaden der werde, diesen Bruch zu vollziehen. Aus dem Klassenstaat Magdeburger" und der„ Kreuz- Zeitung" immer größere fann man bloß mit Hilfe des Sozialismus heraus- Kreise der Landbevölkerung an sich reißen. kommen. Wer den Sozialismus nicht versteht und ihn Die gestrigen Wahlen zum österreichischen Ab. fürchtet oder haßt, steckt eben im Klassenstaat und muß dem Großkapital dienen er mag wollen oder nicht. geordnetenhaus haben eine veränderte Parteitonstellation Die Herren Nationalliberalen- so weit sie zur Folge. Die Alttschechen, eine der stärksten Stüßen der Regierung haben fast nur Niederlagen zu verzeichnen; in Wie die Sonnabendrede Caprivi's in den noch vorhanden sind haben das nach einigem Schwanken den meisten ihrer alten Wahlkreise mußten sie den russendeutschfreisinnigen Kreisen gewirkt hat, das wird ergöglich eingesehen und dem naiven Herrn Kulemann, der bei der freundlichen Jungtschechen weichen, so daß die bisherige illuſtrict durch den Leitartikel der„ Boſſiſchen Zeitung“ von daß das den Bergleuten gegebene Versprechen gehalten, und den Regierungspartei, da auch die Polen Verluste zu verzeichnen Bochumer Wahl für Müllensiefen agitirte und jetzt verlangt, gestern Abend. Es wird darin mit großem Scharf finn nachgewiesen, daß den Deutschfreisinnigen Grubenbesizern der Stuhl vor die Thür gesetzt werde- in einer haben, in die Minorität gedrängt ist. Aber auch die nichts passirt ist- also weder Aus- Erklärung des Zentralvorstands der nationalliberalen Partei bisherige Oppositionspartei, die liberalen Deutschen haben daß wir unseren Lesern wenigstens den Anfang mittheilen gelassen hat. Der arme Sulemann! Und er hat ein so haben. Zwei Drittel der Wahlen stehen noch aus. Graf einandersetzung noch Absage. Der Artikel ist so kostbar, höchst unzermoniös gezeigt, wo der Zimmermann das Loch fast nur Verluste zu verzeichnen, da die Antisemiten in Niederösterreich außerordentliche Erfolge zu verzeichnen dickes Buch über Sozialistengesez, Arbeiterschutz und ähnliche Die Erneuerung der Paßmaßregel bleibt aber bestehen. Das nennt man hohe Politik". müssen. Wir lesen da: gar „ Ein hiesiges Kartellblatt, das wie andere gleichgestimmte bemüht, den Herrn Kapitalisten den Pelz zu waschen, ohne stüßen, was zwar ebensowenig ihm als den Liberalen zur „ Gin hiesiges Kartellblatt, das wie andere gleichgestimmte Arbeiterfreundlichkeiten geschrieben und sich doch so redlich Taaffe kann sich aber schon nach den jetzigen Ergebnissen Organe des alten Kurses in der Provinz tagein tagaus feit ge- ihn naß zu machen. nur noch auf eine Koalition der Liberalen mit den Polen wissen Rundgebungen von höchster Stelle die Regierung ange- ihn naß zu machen. Ehre gereichen, aber trotzdem geschehen wird. fleht hatte, durch ein klärendes Ereigniß" endlich über ihre " Der Sekretär des Seemanns- und Heizer- Vereins, Wilson, ersuchte in einem Schreiben an die Föderation der Rheder um bestimmte Auskunft, ob jeder Seemann eines Föderations schiffes eine Föderationskarte haben müsse und kündigte an, daß, wenn dies der Fall sein sollte, ein allgemeiner Streit aller zum Vereine gehörigen Seeleute und Heizer des Landes angeordnet werden würde." Stellung zur freisinnigen Partei Auskunft zu geben, erblickt die Die Sozialdemokratie auf dem Lande betitelt sich Die große Bewegung unter den englischen Seeleuten politische Bedeutung der Reichstags- Verhandlungen vom Sonn ein Artifel der Magdeburgischen Zeitung", aus dem sich abend in der Auseinandersetzung zwischen dem Reichskanzler die Angst vor den sozialistischen Lehren und besonders vor scheint wegen des Uebermuthes der Rheder zu einem Streit und den Deutschfreisinnigen", die durch die Rede des Herrn deren Eindringen unter die ländlichen Arbeiter herausfühlen zu führen. Ein Londoner Telegramm meldet hierüber: von Caprivi„ in aller Form" erfolgt sei. Der stenographische läßt. Es wird dort zugegeben, daß Unzufriedenheit vorWortlaut der Rede ist noch nicht erschienen. Die bisher vorhanden sei, ja noch mehr, daß auch Grund zur Unzufriedenliegenden Beitungsberichte über sie haben wir nach dem ersten heit sei. Anders hätten sonst die Worte keinen Sinn: Gesammteindruck nicht einmal, sondern wiederholt in ver schiedenen Blättern genau durchlesen, um etwas, was wir bei der ersten Prüfung vermißten, nachträglich zu finden. Die Mühe blieb erfolglos, das Vermißte es ist nur ein einziges Wort fand sich trotz allen Suchens nicht, und wir vermuthen, daß auch die Blätter, die heute über die„ Auseinanderfegung" und das zerschnittene Tafeltuch" zwischen dem Reichs tanzler und den Deutschfreisinnigen jubeln, beim Suchen danach teinen bessern Erfolg haben werden. Mit der Belehrung über die Zwecke und Ziele der Sozialdemokratie muß auch die Untersuchung der Beschwerden und Klagen, die aus ländlichen Bezirken laut geworden, sowie ihre Abstellung Hand in Hand gehen." da ge Die Die Sperre gegen amerikanisches Schweinefleisch Und des Ferneren wird gesagt, daß nicht behauptet war schon bei der letzten Diskussion im Reichstage nur werden könne, es sei in dieser Beziehung immer das Nöthige durch Scheingründe der Regierungsvertreter aufrecht zu er geschehen. Sehr richtig, die Klagen des Landmannes über halten. Nun wird das aber noch schwieriger werden, " In der ganzen vorgestrigen Rede des Reichskanzlers, die den Wildschaden, die von der Magdeburgerin" als Bei- die amerikanische Regierung alle Vorkehrungen einen Absagebrief der Regierung an die Freisinnigen enthalten soll, findet sich das Wort, freisinnig" oder" frei alt und nichts ist bisher zu ſpiel angeführt werden, sind bereits find bereits Jahrhunderte troffen hat, um die Gesundheit der geschlachteten Thiere zu finnige Partei" nicht ein einziges Mal. Nun nichts ist bisher zu ihrer Abhilfe ge- garantiren. Ein Telegramm des Wolff'schen Bureaus aus pflegt man zu den Erfordernissen einer Auseinandersetzung in schehen. Sehr richtig wird ferner behauptet, daß Washington meldet hierüber: erster Linie doch eine deutliche Bezeichnung desjenigen Theils es die Großgrundbesizer feien, an Deren Die Repräsentantenkammer genehmigte den Gesetzentwurf zu zählen, mit dem man sich auseinanderzusehen wünscht. Widerstand alle Vorschläge gescheitert betreffend die Neberwachung von lebendem und geschlachtetem Kolbenstößen trieben sie uns alle in den Hof. Unserem den Schwamm auf den Tabak drückend, fragte er:„ Und brechungen stetig an dem rechten Ufer der Gader, dem gnädigen Herrn Abt und dem Rothbart hatten sie die Hände Deine Kutten, Ohm, was ist aus der geworden?" Laufe des Flusses entgegen, indem er den Aus- und init Stricken gebunden. Von dem Rothbart wirst Du wohl Stafi warf dem unverbesserlichen Spötter einen vor Einbiegungen des östlichen Thalrandes folgte. Ein quer schon gehört haben?" wurfsvollen Blick zu, David Fenchler aber flüsterte, indem sich vorlagernder Berg in Gestalt einer grünen Riesenglocke Ambros verneinte aber und David fuhr fort:„ Wir er sich über den Tisch vorbeugte:" Ja, ich weiß nicht, glaubst verbarg das Busterthal im Rücken der Wanderer. nannten ihn immer den Rothbart, er selbst schreibt sich aber Du nicht auch, daß unser Ordenshaus in Klausen und die schmale Sohle des Enneberger Thales füllte ganz die Jochem Haspinger und zu St. Martin im Gißerthal ist er anderen wieder Klöster werden werden?" muntere Gader aus. Die stark abschüssigen Abhänge be daheim. Wie er noch ein Bürschlein war, so ein neunzehn " Brr!" machte Ambros und David seufzte refignirt: fleideten grüne Matten, blühender Flachs, reifendes Korn. oder zwanzig Jahr alt, ist er aus der Priesterlehr Wie Gott will. Die Kutten liegt in meinem Staſten daheim Die Höhen beherrschte der Wald, aus dessen schwärzlichem weggelaufen, um sich mit den Franzosen zu schlagen. Geist- und in ihr will ich begraben werden." Nadelgewirr hier und dort nacktes wunderlich geformtes lich hat er werden sollen, aber es hat ihn nimmer gelitten, " Amen!" sagte Ambros und stützte sich mit dem rechten Gestein gen Himmel ragte. Zuweilen stieg der Wald auch und er ist mit dem Stugen ausgezogen. Wie nachher alles Ellenbogen auf den Tisch, die Finger in seinem Haar ver- bis zur Gader hinunter und der Schatten unter den mäch in Italien ist zu End' gewesen, da ist er in unser Kloster grabend. Durch die Rauchwölkchen betrachtete er Stafi und tigen Rothtannen war den Wanderern willkommen. Berstreut gekommen. Aber den Grimm gegen die Franzosen hat er perfolgte die Brocken, die sie von dem Brot abbrach, bis zu zwischen den ſteilen Matten und Feldern lagen nicht abgethan, und wie wir haben bayerisch werden ihrem rothen Munde und den weißen Zähnen. Sie wurde die rothbraunen Holzhäuser der Aelppler auf ſteinernem müssen Er warf einen spähenden Blick auf die offen darüber verlegen und hörte auf zu essen. Unterbau, dessen Kaltbewurf von dem grünen Grunde blen stehende Thür und fezte mit gedämpfter Stimme hinzu: Eine Gesellschaft von Landleuten, Männern und dend sich abhob. Wo es der Raum gestattete, drängten Wie Feuer geht ihm das Wort Gottes aus dem Munde." Frauen, die ebenfalls von St. Lorenzen kam, trat in die sich die Hütten auch zu einem Dörflein zusammen, mitunter Wie er in die Kutte hat friechen können, nachdem er von der Frohnwiese, begrüßte ihn als solchen und pries dach, oder es grüßte ein solches einsam von einem Bor Wirthsstube. Einer darunter erkannte in Ambros den Helden um ein kleines Kirchlein mit zwiebelartigem, grünem Thurm Pulver gerochen hat, das will mir nicht eingehen," äußerte fein mannhaftes Auftreten, worauf auch die Anderen in sein sprunge des westlichen Thalrandes. Jede Wendung der Ambros mit einem Anstrich von Verachtung. Aber was Rob ausbrachen. Er hätte es dem Bayern gut gezeigt, wie schmalen Straße, die zuweilen den Boden unter sich verlor haben die sakrischen Bayern nachher mit ihm angestellt?" " Ja, ich weiß nicht," versetzte der ehemalige Kapuziner. babet traf Stafi mancher neugierige Streifblick aus den sich durch eine Waldstrecke gewunden hatte, zeigte den bret er sich gegen Frauen zu betragen hätte, versicherten sie und und als Brücke an steiler Felswand hing, oder wann fie Fortgeschleppt haben sie ihn und den Herrn Abt. Uns weiblichen Augen. Ambros machte das Loben ungeduldig Wanderern ein anderes liebliches Landschaftsbild in sonnig Anderen wurde gesagt, daß wir gehen könnten, wohin wir und als jetzt an Stelle der Wirthin der Wirth hereinkam, blauem Dufte. wollten; unsere Ordenskleider aber sollten wir abthun. Und dann haben sie uns zum Hofthor hinausgestoßen auf die um sich nach den Wünschen der neuen Gäste zu erfundigen, Stafi ließ ihre braunen Augen froh umherschweifen, ein Mann, kräftig und knorrig wie eine Eiche, ein echter schaften nennen. während David Fenchler zur Verdauung den Rosenkranz „ Eins nach dem Anderen," versezte bedächtig der Wirth, betéte. Ambros mußte dem Mädchen die Namen der Ort Germane auf der Grenzwacht. Denn bei Salen scheiden sich die deutschen und ladinischen Stämme und Sprachen. " Gassen und haben dabei ihr gotteslästerliches Gespött getrieben. Da bin ich denn nach St. Vigil zu meiner Schwester gegangen, die mit dem Kaspar Larseit ist verheirathet gewesen. Wohin hätt' ich auch gehen sollen? Ich hatte Niemand auf der Welt nicht mehr." rief er: Bahlen!" Ach, Du lieber Gott, wie ist es doch so schön auf der Welt," sagte fie einmal und hob die Augen mit einem Geduld war jedoch nicht die Sache des Kloster- Ambros Leuchten zu dem Burschen auf. Er seufzte und trant. Stafi, die ihm mit Rührung und so warf er den Betrag seiner Zeche auf den Tisch, zugehört hatte hatte, obgleich sie seine Geschichte schon stülpte seinen Hut auf und befahl: kommt!" Er schritt und es wurde ihm ganz warm das Herz. fannte, streichelte mitleidig seinen Oberarm. Er wiegte zur Thür hinaus und Stafi, die inzwischen die kleinen Ueberwieder seinen Kopf hin und her und schob dann ein großes reste des Fleisches und Käses, die der Appetit des Ohms Stück Käse in den Mund. verschont, in ihren Korb gepackt hatte, gehorchte mit David, als ob es sich von selbst verstände. Ambros hatte unterdessen seine Pfeife hervorgezogen und mit Stahl und Stein Feuer geschlagen. Den brennenDer Weg hob sich unmerklich und mit kurzen UnterBliz, was Du für Gamslichter! hast," murmelte et, Bist wohl auch ein Jager?" fragte sic. " Freilich!" ( Fortsetzung folgt.) Rindvieh und Schweine mit einem Amendement, nach welchem das zum Export bestimmte Vieh einer besonderen Untersuchung unterworfen werden muß und wonach ferner angeordnet wird, daß die von den gesund befundenen Thieren herrührenden Produkte mit besonderen Kennzeichen versehen werden müssen. Der Senat hat ebenfalls dieses Amendement angenommen. Januar. Unterm ,, nenen Kurs". 2. Eberswalde. Genosse Seinr. Rühl in Hohen Wuhen wegen Beamtenbeleidigung und Widerstandes gegen die Staatsgewalt 4 Monate 9 Tage Gefängniß. 8. Magdeburg. Wegen Verbreitung eines Flugblattes wur den unter Anklage des groben Unfugs der Verleger mit 150 M. und die drei Verbreiter mit 100 M. Geldbuße beſtraft. und die brei 19. Berlin. Tischler Hampel vom Landgericht wegen& r= preffung zu 6 Monaten Gefängniß verurtheilt, weil er einem Tischlermeister mit Sperre der Werkstatt gedroht hatte, falls er die geforderte Lohnerhöhung verweigere. Königsberg. Sämmtliche Vorstandsmitglieder des Maurervereins und Zimmererverbandes je 15 M. Geldbuße, eventuell 3 Tage Gefängniß wegen In- VerbindungTretens". Das Verbrechen bestand darin, daß in einer Versammlung des Zimmererverbandes ein Brief ver lesen wurde, worin der Vorstand des Maurervereins zur Theilnahme an seiner Fahnen weihe einlud. 28. Halberstadt. Redakteur R. Berg von der Sonntagszeitung" wegen Beleidigung 30 M. Geldstrafe event. 6 Tage Haft. sd chatt sid Brandenburg. Redakteur Dolega vom„ Volksbl. f. Ofthavelland" wegen Beschimpfung der christlichen Kirche 1 Monat Gefängniß. Von der Anklage wegen Beleidi gung der evangelischen Geistlichkeit wurde er frei. gesprochen. 30. Berlin. Ristenmacher Krause von der Anklage der Beleidigung des Polizeipräsidiums, bez. des Berliner Fabrikinspektorats vom Schöffengericht freigesprochen. 31. Magdeburg. Vertrauensmann Adolf Schulz und 25 andere Genossen erhielten Strafmandate von je 40 M., weil sie ohne polizeiliche Erlaubniß Parteibeiträge entgegengenommen hatten. 02 " Hamburg. Der Redakteur des Grundstein", Genosse F. Th. Stanningt wegen Beleidigung der Leipziger Polizei behörde 150 M. Geldbuße. Leipzig. Das Reichsgericht verwirft die Berufung vom Eisendreher Weinheber und 44 Genossen, die in Altona s. 3. wegen Uebertretung des Sozialistengesetzes, Verächtlichmachung von Staatseinrichtungen( durch Verbreitung eines Wahlflugblattes) zu Gefängnißstrafen von mehreren Monaten, bez. mehreren Wochen verurtheilt worden waren. Hamburg. Rebatteur Will von der„ Gerechtigkeit" wegen Bueck Beleidigung 50 M. Geldstrafe ev. 10 Tage Gefängniß. Februar. gra " 19b 1. Dresden. Bronze- Arbeiter G. R. Thiele wegen Ver ächtlichmachung von Staatseinrichtungen 30 M. Geldstrafe, ev. 6 Tage Gefängniß. 2. Berlin. Stadtv. Tempel wegen Beleidigung des Polizeipräsidiums 20 M. Geldbuße. " Leipzig. Genosse E. Eger wegen Tragens republikanischer Abzeichen( derselbe hatte beim Begräbniß eines Genoffen einen Kranz mit rother Schleife getragen) 15 M. Geldbuße ev. 5 Tage Gefängniß und wegen unerlaubten Sprechens 5 M. ev. 1 Tag Haft. Hamburg. Genosse Biebelwit wegen Nöthigung im vorjährigen Maurerstreit in erster Instanz freigesprochen, wird auf Berufung des Staatsanwalts zu 14 Tagen Ge fängniß verurtheilt. 3. Frankenthal. Genosse Daniel Mertel aus Lambrecht wegen Majestätsbeleidigung 4 Monate Gefängniß. Frankfurt a. O. Rebatteur Nöller von der„ Märkischen Bolksstimme" wegen Beleidigung 50 M. Geldbuße. " 5. Meerane. Genosse Morgener wegen Bedrohung und Belästigung(§ 158 der Gewerbe- Ordnung) drei Tage Ge fängniß. 4. Altenburg. Rebakteur H. Käppler wegen groben Unfugs 30 Mt. Geldbuße( Verhängung der Sperre). 7. Karlsruhe. Tagelöhner W. Burkhardt in Pforzheim wegen Beleidigung des Königs von Württemberg 10 Wochen Gefängniß. 9. Halle. Redakteur Hoffmann von der Anklage der Beleidigung freigesprochen. N Presse. Genosse Meier wegen Breßvergehens zu 165 M. finden war, nur da Fleischwaaren zu entnehmen, wo diefelben zu Magdeburg. Genosse Köhn aus Magdeburg und Ge- Berliner Marktpreisen verkauft werden. noffe Dupont aus Berlin, ersterer zu 14 Tagen, letzterer Auch wählte die Versammlung eine Kommission, welche mit zu 50 M. ev. 10 Tagen Gefängniß wegen Polizeibeleidigung, den hiesigen Schlächtern unterhandeln solle. Die Letteren jedoch beachteten den Versammlungsbeschluß begangen in einem Artifel im Organ für Bildhauer". Lüneburg. Genosse Hentel 30 M. Geldbuße wegen nicht. weigerten sich vielmehr, mit der Kommission in irgend unerlaubter Sammlung. welche Verhandlungen einzutreten und erklärten in den Zeitungen, 14. Finsterwalde. Genosse Hörmann 15 Mark Geld- nicht, billiger verkaufen zu können, da sie nur erfte Cualität buße, ev. 3 Tage. Gefängniß wegen groben Unfugs; er führten. hatte ohne jede Veranlassung" dreimal Hoch die Sozial- Das Bild änderte sich jedoch bald, als ein Berliner Schlächterdemokratie!" gerufen. meister mit der Kommission in Verbindung trat, Verkaufsstellen in den verschiedenen Stadttheilen errichtete und dort das Fleisch zu Berliner Preisen abließ. " ย Magdeburg. Genoffe Bringmann und zwei Gastwirthe wegen Ueberschreitung der Polizeistunde bei Abhaltung des Stiftungsfestes des Allgemein en Arbeiter- Vereins zu 80 M. Geldstrafe. Lörrach. Genosse Weise nebst 8 Rollegen je 100 m. ev. 20 Tage Gefängniß wegen Anschlagung von Versamm lungsplakaten ohne polizeiliche Erlaubniß( auf Grund eines Gesetzes von 1791!). 15. Frankfurt a. M. Mühlenbauer W. DöIImann wegen Nöthigung 3 Wochen Gefängniß. Er hatte im Auftrage seiner Kollegen den Arbeitgebern angekündigt, wenn sie die Forderungen der Arbeiter ablehnten, würden ihre Namen in der Arbeiterpresse publizirt. Infolge dieses Vorgehens standen nun die zahlreichen Schlächterläden so gut wie leer, und der Siege der Arbeiter war entschieden, als jetzt die Schlächter ihre Preise herabsetzten, zum Theil noch unter die Berliner Preise. Anfangs erfreute sich die Bewegung dr vollen Gunst und Unterstützung der Kartellparteien, war doch hier eine wunderschöne Gelegenheit geboten, allen Gegnern der Lebensmittel- göle einen träftigen Hieb zu versehen und zu beweisen, daß nicht Kornzölle und Vieheinfuhr- Verbot, sondern der Zwischenhandel die Schuld an den gegenwärtigen hohen Stand der Preise für die nothwendigsten Lebensmittel trägt. 18. Chemnik. Wegen Nöthigung, Bedrohung und Wider- Als aber die Arbeiter, berauscht durch den schnellen und stand( aus Anlaß eines Weberstreits im Dezember 1891 in leichten Sieg in den letzten Versammlungen auch andere UebelWolkenbruch) wurden verurtheilt: Habel 5 Monate Gestände zur Sprache brachten, und schließlich ein Antrag behufs fängniß, Strick hafta 6 Wochen, Pracof 3 Monate, Gründung von Arbeiter- Bezirksvereinen lebhaft begrüßt und anUdaty 2 Monate Gefängniß. Die Angeklagten, Böhmen, genommen wurde; ja als sogar tommunale und andere öffentfind seit Dezember verhaftet und wird je 1 Monat liche Zustände seitens der bisher so lammfrommen Arbeiter schart auf Untersuchungshaft angerechnet. fritisirt wurden, da schlug die bisherige Sympathie der genannten Salberstadt. Redakteur R. Berg von der Halberst. Herren in das Gegentheil um. Und sie sollen nachher unter sich Sonntags- Zeitung" wegen Beleidigung 40 M. Geldbuße bedenklich lange Gesichter gezogen haben. ev. 8 Tage Gefängniß. S 21. Berlin. Curt Baate, Redakteur des" Borwärts" wegen Beleidigung der bewaffneten Macht 2 Monate Gefängniß. 23. Weißenfels. Genosse Hans chu wegen groben Unfugs 3 M. Geldbuße. Gera. Der Redakteur der Reuß. Trib." wegen mehrfacher Beleidigung 5 Wochen Gefängniß. " 24. Magdeburg. Schuhmacher Noack aus Erfurt wegen Beleidigung und Beschimpfung der christlichen Kirche( in einer Versammlung über den Erfurter SchuhmacherStreit) 10 Monate Gefängniß. Staatsanwalts- Antrag: 2 Jahre! " N Nun es geht ihnen hier wie dem Zauberlehrling: Die Geister, die er rief, er tonnte sie nicht bannen. Was sie bisher mit so schönem Erfolg verhindert hatten, das Nachdenken der Arbeiter über die Ursachen ihres Elends, ihrer Noth, die selbständige Betheiligung derselben an öffentlichen Angelegenheiten, die Beschäftigung und Vertiefung in die brennenden Fragen der Jehtzeit; sie haben es, wenn auch nnbeabsichtigt, jetzt felbft herbeigeführt. Das Erwachen der Arbeiter aus ihrer Bethargie ist wohl das befte Resultat der ganzen Bewegung und berechtigt für die Bu tunft zu den größten Hoffnungen für die Sache des arbeitenden Volkes in unserer guten Stadt. Die Parteigenossen hier werden nach Kräften dahin streben, daß diese Hoffnungen in Erfüllung gehen. Stettin. Genoffe Kandler und Wirth Bittmann in Grabow, die ein Polizeimandat von 15 M. Geldbuße erhalten, weil sie eine Versammlung im Wohnzimmer Hamburg. Der Vorsitzende der Vereinsbäckerei theilte in der des Wirthes statt im Gastzimmer abgehalten, wurden vom fürzlich fortgesetzten Generalversammlung mit, daß das ProviantSchöffengericht von der Anklage unerlaubter Versammlung amt des IX. Armeekorps in Wandsbeck mit dem Vorstand freigesprochen. Unterhandlungen, betr. Abschluß eines Kontraktes, geführt, dem Erfurt. Schuhmacher Staudinger wegen Beleidigung zufolge die Vereinsbäckerei im Falle einer Mobilmachung die des Werkführers Rösling 2 Tage Gefängniß, obwohl Lieferung von etwa 33 000 Bröten übernehmen sollte. Weil der Kläger selbst sich der beschimpfenden Aeußerungen nicht Vertrag nur für den Fall eines Krieges einen gewinnbringenden mehr genau erinnerte. Umsatz in Aussicht stellte, da in Friedenszeiten das Brot in den " Hamburg. Hoffmann, Vorsitzender des Streiffomitees Militärbäckereien hergestellt wird, so hat der Aufsichtsrath den der Heizer und Trimmer, wegen Bedrohung eines Nicht- Abschluß desselben von einem zustimmenden Beschluß der Generalstreifenden 6 Monate Gefängniß. versammlung abhängig gemacht. Ein solcher ist überflüssig geworden, da inzwischen die betreffenden Verhandlungen abges brochen sind. SP 25. Zwickau. Genosse Erth aus Schneeberg wegen GottesTäfterung 6 Monate Gefängniß. Braunschweig. Genosse Schmidt aus Blankenburg wegen Majestätsbeleidigung 4 Monate Gefängniß. Halle. Genoffe Raulich wegen Bergehens gegen das Vereinsgesetz 15 M. Geldbuße. " 26. Braunschweig. Dienstknecht Martin Sch men deck wegen Majestätsbeleidigung 6 Monate Gefängniß und weil er den ihn zur Rede stellenden Denunzianten Webermeister Zimmermann mit einem Stock über den Kopf gehauen hatte, wegen Körperverlegung 3 Monate Gefängniß. Wiesbaden. Genosse Eul wegen Polizeibeleidigung 27 14 Tage Gefängniß. 28. Berlin. Die Genossen Freidant und Brümler aus Schöneberg, durch Polizeimandat und Schöffengericht wegen unerlaubter Rollette mit je 6 bezw. 3 M. und Kosten verurtheilt, werden vom Landgericht freigesprochen. Altona. Genoffe Stengele, Nedakteur der Nordd. BoltsZeitung" wegen Beleidigung der Kieler Stadtkollegien 100 M. Geldbuße. Korrespondenzen und Parteinachrichten. " Dresden. Der Redakteur der Sächs. Arbeiterztg.", Dr. G. Gradnauer, war wegen Beleidigung des Herausgebers des Meißner Tageblatts", Buchdruckereibesitzer Klinticht, und des Redakteurs derselben Zeitung, Dr. Winter, vor einigen Wochen vom hiesigen Schöffengericht zu 150 M. Geldstrafe verurtheilt worden. Dagegen legte derselbe Berufung ein und wurde diese Sache am Sonnabend vom Landgericht von Neuem behandelt. Der Gerichtshof hob das Urtheil des Schöffengerichts auf und minderte die Strafe auf 60 M., weil nur die eine Beleidigung des Dr. Winter erwiesen sei; Klinticht wurde mit seiner Klage abgewiesen und zur Tragung der Gerichtskosten verurtheilt; auch die in der ersten Instanz den Klägern zuerkannte Befugniß, auf Kosten des Beklagten das Urtheil in dem Meißner Tageblatt" zu veröffentlichen, wurde aufgehoben. * M Eine Parteikonferenz für die Wahlkreise Anhalt 1. und 11., Gardelegen- Salzwedel, Jerichom 1. und 11., Magdeburg, Stendal Osterburg, Wanzleben und Wolmirstedt Neuhaldensleben soll in den Osterfeiertagen in Magdeburg stattfinden. Als vorläufige Tagesordnung sind folgende Punkte vorgeschlagen: 1. Die Agitation auf dem Lande. 2. Regelung derselben, eventuell Wahl einer Agitations- Kommission. 3. Die Presse. * Frankfurt a. M., 2. März. Unserer Bourgeoisie ist bes Spandau, 24. Februar. Der Kampf mit geistigen fanntlich die ganze immerdar wachsende Reserve- Armee der kapitaWaffen" treibt hier die sonderbarsten Blüthen. Ganz abge- listischen Produktionsform, die abwechselnd hungernd und stehlend, 10. Nürnberg. Genosse Deh me tritt seine wegen Majestäts- fehen davon, daß den Arbeitern kein größeres Lokal zu öffent- frierend und in der Sitze verschmachtend, sich auf den Landstraßen beleidigung zudiktirten 3 Monate Festung auf Festung lichen Versammlungen zur Verfügung steht( hat doch der, über umhertreibt, nichts als eine Rotte verstodter Bösewichter, die nur Oberhaus an. wiegend freifinnige hiesige Gastwirthsverein den staatsretterifchen die Unluft zur Arbeit aus den geordneten Verhältnissen herausVerden. Redakteur Watermann von der Norddeutschen Beschluß gefaßt: Rein Lokal zu sozialdemokratischen Verſamm- treibt. Bahllose Leute, die freilich niemals sich des Abends zur Volksstimme" vom Landgericht wegen Beleidigung 3 Wochen lungen herzugeben") und demzufolge von einer erfolgreichen, Ruhe legten, ohne gefrühstückt zu haben, und deshalb keine klare Gefängniß; das schöffengerichtliche Urtheil lautete auf öffentlichen Agitation nicht die Rede sein konnte, hat die Polizei- Borstellung von dem Begriff Hunger haben, sind nicht von dem 14 Tage Gefängniß. behörde in neuester Zeit an den Vorstand des hier seit einiger Röhlerglauben abzubringen, daß die Landstreicher sich sehr wohl Geitheim. Drei Genossen wurden vom Schöffengericht Beit bestehenden sozialdemokratischen Leseklubs die Verfügung fühlten, viel wohler als jene, die jahraus jahrein die Bürde per wegen groben Unfugs( Abfingen des Liebes: Weißt Du, erlaffen, daß die Sigungen des Klubs fernerhin nicht mehr stattfinden Arbeit tragen. Wären diefe Saften und Zufriedenen in ihrer wie viel Sternlein stehen" zu je 1 Woche Gefängniß ver- dürfen, weil die benützten Lokalitäten nicht den gesetzlichen, Auffassung zu erschüttern, so wäre nachstehender Vorfall geeignet, ihren Wahn von dem wonnigen Gefühl der Vagabonden zu zerurtheilt. sanitären Anforderungen genügten stören. Am 20. Februar Es scheint demnach die Gesundheit und das Wohlbefinden Kälte herrschte gerieth unweit einer nach der Stadt also zu einer Zeit, wo noch bittere Erfurt. Der Vorsitzende des Freidenkervereins„ Brandt" vom Schöffengericht zu Geldbuße eventuell 1 Tag Haft der Sozialdemokraten speziell sich seitens der Behörden der außer- führenden Landstraße ein Streuhausen in Brand. er einen Vortrag über:„ Die Segnungen des Unglaubens" sogar gewerkschaftliche Vereinigungen, die nur irgend wie in den der Nähe des Haufens einen Mann wimmernd vor Schmerz auf gewöhnlichsten Fürsorge zu erfreuen. Doch damit nicht genug, burch den Feuerschein angelockten Menschen fanden in 10. Duisburg. Genosse Aug. Schen von Mülheim wegen wie dem Verein der Töpfer, ist jetzt seitens der Polizei das Berbot dem die Feyzen Fleisch geradezu geröstet vom Zeibe hingen, in Bernburg. Drei Vorstandsmitglieder des Sozialistischen zugegangen, in dem bisherigen Lokal Versammlungen abzuhalten, dem Streuhaufen Zuflucht vor der Kälte gesucht hatte und im Arbeitervereins je 15 M. Geldstrafe wegen um 12 Stunden/ da das benußte Zimmer unter anderen zu klein sei. Der genannte Schlaf von dem Feuer überrascht worden war. Der Mann starb a " Majestätsbeleidigung 4 Monate Gefängniß. verspäteter Einreichung der Mitgliederliste. 11. Frankfurt a. M. Hoch, Redakteur der Frankfurter Voltsstimme", von der Anklage der Polizeibeleidigung Staatsanwaltsantrag: freigesprochen. 11 TO 200 M. Geldbuße. Braunschweig. Die Genossen Kießling, Holzhäuser, Verein zählt einige zwanzig Mitglieder. Selbstverständlich wird gegen diese polizeilichen Verfügungen Beschwerde erhoben werden. Eine eigenthümliche, tiefgehende Bewegung hat sich seit Kurzem der hiesigen Arbeiterbevölkerung bemächtigt. " Eine Magenfrage im eigentlichen Sinne des Wortes, ein Günther, Fröhlig und Müf I er werden vom Sandgericht beltelt, als Leiter der Generalfommission wegen Nichteinreichung hielten, nämlich der hiesigen nach Tausenden zählenden, aus allen von Statuten und Mitgliederverzeichniß zu je 15 M. Geld Theilen des Reichs zusammen gewürfelten indifferenten Fabrik TB buße verurtheilt. arbeiterschaft Sinn und Interesse für öffentliche Angelegenheiten Die Vorsitzenden von 7 verschiedenen Gewerkschaften einzuflößen, fie zum Nachdenken über ihre Klassenlage zu bringen, haben je 15 M., von 2 anderen je 5 M. Polizeibuße er der Fleischkrieg" hat es fertig gebracht. Mit verblüffender Gehalten wegen Nichteinreichung der Mitgliederliste bei Ablauf walt plöglich und unvorbereitet brach die Bewegung los, um nach kurzem Kampfe mit einem glänzenden Siege der Arbeiter des Kalenderjahres. 11. Nordhausen. Genosse Schule, Redakteur der Thür. zu enden. Die zuerst so sehr auf ihren Geldsack pochenden SchlächterTribüne" wegen Beschimpfung der christlichen Kirche frei meister frochen bald zu Kreuze, als die Herren einfahen, daß aus gesprochen. 12. Mühlhausen i. Th. Dr. Völfel aus Magdeburg der Sache bitterer Ernst wurde. Die Angelegenheit verhält sich wie folgt: wegen Beschimpfung der Kirche 6 Monate Gefängniß. Leipzig. Das Reichsgericht bestätigte 03 13. prochenen Strafe von 12 Wochen Gefängniß. die gegen Die einige Tage darauf im Spital unter entsetzlichen Schmerzen. Vorgestern wurde der Aschenhaufen genauer untersucht, wobei sich eine geschmolzene masse vorfand, welche bie Ueberreste mehrerer, mindestens von drei Menschen bildete; 40-50 Knochen wurden außerdem noch vorgefunden. Wie viele Menschen hier Obdach gesucht und einen grauenvollen waren eben en haben, dürfte wohl nie festzustellen ſein. Es waren eben Obdachlose, Leute die arbeiten wollen, die Niemand vermißt, Antwort wird nicht ertheilt. Briefkaffen der Redaktion. Bet Anfragen bitten wir die Abonnements- Quittung beizufügen. Brieflich F. F. 2. Natürlich liefert die Armendirektion zu den auf ihre Kosten veranstalteten Beerdigungen auch einen, wenn auch schmucklosen Garg. A. 2600. 1. Wenn die Geschwister Zeugen dafür haben, Eine Anzahl Fabrifarbeiter überzeugte sich durch Zeitungs- daß die Tante ihnen das Geld zu gleichen Theilen geschenkt hat, A. 3. Leistler, Redakteur der„ Sächsischen Arbeiter- berichte und durch persönliche Einkäufe in Berlin bald von der so haben die Beschenkten keine Anfechtung, Seitens der Erben zu Beitung", am 5.' November wegen" Beleidigung ausge Thatsache, daß der Detailpreis der verschiedenen Fleischsorten sich fürchten, falls 6 Monate feit der Schenkung verstrichen sino. hier am Ort um 15-40 pet. höher stellt, als die Berliner Markt- 2. Der Bruder möge jedem seiner Geschwister einen Brief schreiben, Colmar. Friseur Allenbach und 5 weitere Genoffen berichte angeben, und wie dort thatsächlich im Detailverkauf be in welchem er den Sachverhalt wiedergiebt und sich verpflichtet, den auf jeden entfallenden Antheil zu einer gewissen Zeit oder wurden wegen Verbreitung( nicht etwa Colportage) der zahlt wird. Dieses Resultat verbreitete sich nun mit Hilfe der Haus- nach dreimonatlicher Kündigung zu zahlen. Cass. Volksztg." zu je 40 M. Geldbuße, ev. 10 Tage G. 2. 100. Ihre Frau wird die Interventionsflage mit Gefängniß verurtheilt. Der Staatsanwalt hatte gegen frauen, die ja hauptsächlich dabei interessirt waren, schnell unter Die ganze Stadtbevölkerung, so daß eine in dieser Sache einbe- Erfolg nur bezüglich derjenigen Gegenstände führen können, welche Genossen Allenbach 1 Monat Gefängniß beantragt, rufene Bersammlung den Beschluß faßte, da für eine so große sie nachweislich schon vor ihrer Berheirathung besessen und Ihnen stimme" 200 M. Gelbbuße wegen Beleidigung durch die Preisdifferenz schlechterdings keine befriedigende Erklärung zu in die Ehe gebracht hat. Theater. Mittwoch, den 4. März. Opernhaus. Der Sturm. Schauspielhaus. Das goldene Vließ. Leffing- Theater. Die Ehre. Berliner Center. Des Meeres und Dentsches der Liebe Wellen. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Vogelhändler. Wallner Theater. Mis Selyett. Circus Schumann. Friedrich- Karl- Ufer. Mittwoch, den 4. März: Abends 71/2 Uhr: Durch die Geburt eines fräftigen Knaben wurden hocherfreut Schlächtermeister Martin und Frau, Wienerstr. 24. Ein dreimal donnerndes Hoch zum heutigen Wiegenfeste, daß die ganze Seefe wackelt, senden wir unserem Kollegen Große Gala- u. Fest- Borstellung Gde, tas dir nicht lumpen, und wenn laß unter persönlicher Mitwirkung des Du sollst bei Frigen eine Tonne pumpen. Direktors. 758b Zum 100. Male: Theilnehmenden Freunden und BeResidenz- Theater. Der selige Tou- Hundert ausverkaufte Häuser! tannten zur Nachricht, daß mein Mann, pinel. Viktoria Theater. Die sieben Raben. Bellealliance Theater. Gavaut, Minard u. Co. Ostend- Theater. Circus unter Waffer 772b der Schneider Ferdinand Ohnesorge, am 2. März, Nachm. 22 Uhr, nach Sensationelle Waferpantomime. langem, schweren Leiden verstorben ist. Heinrich Seine. Die Marionetten Vorher: Der Präsident. oder: Thomas- Theater. Der Registrator Täuschungen in ein. Damen- Pensionat. auf Reisen. Ferner: Eva. Adolph Ernst- Theater. Adam und Prämien- Konkurrenz- Springen Kaufmann's Variété. Große Spe- Springer der Gesellschaft, sowie der Spe- wischen 16 der beften Parterrezialitäten- Vorstellung. Theater der Reichshallen. Große zwei besten Clowns der Welt Spezialitäten- Vorstellung. Die Beerdigung findet Donnerstag, Nachm. 3/2 Uhr, vom Trauerhause, Lehrterstr. 44, aus statt. Anna Ohnesorge. Achtung! Concordia. Große Spesialitäten Tantin Olschansky. Taillen- Schneider! Vorstellung. Gebr. Richter's Variété. Große Spezialitäten- Vorstellung. Wintergarten. Große SpezialitätenVorstellung. Englischer Garten. Direttion: C. Andress, Alexanderstraße 27c. Fräulein Liri Armani, schwedische Chansonette. Umberto Bozza, Produktionen auf dem Piedestal. Frl. Lilli Nora, deutsche KostümSoubrette. Die berühmte Borza Truppe, Parterre- Akrobaten. Morgen: Große Vorstellung. Die Marionetten. Zirkus unter Wasser. mein Weiß- u. Bair.- Bierlokal Kleine Kur- Strasse 10, steht meinen werthen Genossen zur Verfügung. Restaurant von J. Jezierski, Stallschreiber- Str. 26. Eisenwaaren, Werkzeuge, 768b Die Taillen- Arbeiter von der Firma Oppenheimer& Comp. sind im Ausstande. 749b Achtung! Klavierarbeiter und verwandte Berufsgenossen! In der Pianoforte Fabrik von Mah& Co. haben die Arbeiter wegen Lohnreduzirung die Arbeit niedergelegt. Zuzug ist fern zu halten. Zur allgemeinen Beachtung! Im Verlag des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuthstraße 3, erscheint: Zur diesjährigen Maifeier Ende April ein hübsch ausgestattetes Festblatt unter dem Titel: „ Arbeiter- Maifeier". Dasselbe enthält außer entsprechendem Texte in Poesie und Prosa unter Anderem das Programm der Maifeier, ferner die überall zur allgemeinen Abstimmung vom Parteivorstand vorgeschlagene Resolution, sowie eine Anzahl Liederterte. Das Festblatt ist also geeignet, für die diesjährige Maifeier als eine Art Festzeichen über ganz Deutschland hin Verwendung zu finden. Bei der zu erwartenden hohen Auflage erbitten wir die Bestellungen ungefäumt an uns gelangen zu lassen, damit wir im Stande sind, die Besteller rechtzeitig in den Besitz der nöthigen Exemplare setzen zu können. Für Bestellungen, die nach dem 10. April aufgegeben werden, können wir keine Garantie der Lieferung übernehmen. In Partiebezügen rechnen wir pro 100 Exemplare 4 M., bei Entnahme von mindestens 1000 Exemplaren 30 M. pro Mille. Fracht zu Lasten der Besteller. Achtung! Vergolder. Achtung! Große öffentliche Versammlung St. Pete baten Gefang bumoriſt. Saus- und Küchengeräthe NB.: Sammeliſten tönnen jeben d. Vergolder, Vergolderinnen u. Berufsgen. Paul Jülich, Kathi und Pepi Wolter, GesangsDuettisten. Ballet- Gesellschaft Menni, 6 Perf. Anfang Wochentags 8 Uhr. Sonntags 51/2 Uhr. Entree Wochentags u. Sonntags 30 Pf. 50 Pf. und 75 Pf., im Vorverkauf 20 und 30 f. E. Vogtherr, Berlin C., Landsbergerstr. 64, am Alexanderpl. Stephanstr. 16( Moabit).[ 133L Sonntags geschlossen. 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Hrn.( Genoss.) als Mit glieder. Adr. an Zepmeisel, Lindenstr. 9. Achtung! 771b 1. Bericht über die Bauhandwerker- Konferenz und Stellungnahme zu der Resolution. Refer.: Roll. Jos. Hohlwegler. 2. Stellungnahme zur Maifeier. Referent: Roll. W. Schweitzer. 3. Verschiedenes. In recht zahlreichem Besuch fordert auf Der Vertrauensmann. Grosse Versammlung Geschäftshaus S. Seine. Vergolder! des Vereins der Militär- n. LieferungsDie Vertrauensmänner und Kollegen, welche noch im Besitz von Billets vom gehend abzurechnen. Spiegel Stiftungsfest sind, werden ersucht, um328/6 u. Polster- W. Sprenger, Friedrichsfelderst.30. Schneider am Donnerstag, den 5. März, Abends 84 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20. Tages Ordnung: 223/6 1. Prüfung der Fachschüler. 2. Verschiedenes und Fragekasten. Da es die erste Prüfung der Fachschüler ist, so bitten wir die Kollegen, recht zahlreich zu erscheinen. Diejenigen Kollegen, welche den Kursus mitmachen MUNU waaren. 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Bericht der Delegirten der Berl. Streit- Kontrollkommission. 4. Verschiedenes. Ein jeder Kollege wird gebeten, wegen der hochwichtigen Tagesordnung in dieser Versammlung zu erscheinen. Der Einberufer: R. Millarg. Achtung! Steinmezen! Grosse öffentl. Versammlung am Mittwoch, den 4. März cr., Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Müller, Johannisstr. 20. 1. Tagesordnung u. Refer. wird in der Versammlung bekannt gemacht. 2. Stellungnahme zur Bau- Gewerkschafts- Konferenz. 3. Gewerkschaftliches. Zahlreiches Erscheinen erwünscht Der Einberufer. 286/3 Neue Roßstraße 1' Cohn's Sofenfabrit! Gauverein Berliner Bildhauer. empfiehlt: ff. Tischbutter Berl. Driginal- Podbier in lachen, Pfund 1 Mk. direkt von der Brauerei, 20 Flaschen für 3 M. Pfand frei. Möbel, Spiegel und Polsterwaaren. eigener Gr. Lager, bill. Preise. Fabrik. Emil Heyn, Brunnenstraße 28, Hof parterre. Theilzahlung nach Uebereinkunft. f. Bratenschmalz Pfd. 55 Pf. Prima Sardellen Pfd. 80 Pf. 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März 1891. 8. Jahrg. Bedienungsmannschaften einer fahrenden Abtheilung Feldartillerie Dienstgebäude wegen des Mangels an geeigneten Miethswohnungen werden 5000 M. gefordert. in Graudenz eingetreten ist, wird die Position nach dem Kommissionsantrage bewilligt. Ohne Debatte bewilligt werden die geforderten Raten für Militärlazarethe u. A. in Inowrazlaw, Bromberg, Krotoschin, Gleiwig. be= Abg. Sperlich beantragt die Streichung dieser Forderung, deren Bewilligung der Reichstag nicht verantworten könne. Die Verhältnisse hätten sich vollständig geändert. Die Fordevon rung werde mit der Nothwendigkeit der Verlegung zwei Kompagnien Artillerie von Glah nach Glogau motivirt. Gestrichen wird nach dem Antrage der Kommission die Die Verlegung der betreffenden Abtheilung von Glay, um das Forderung einer letzten Rate von 150 000 m. für das TrainFußartillerie- Regiment Nr. 6 in Glogau zu vereinigen, sei doch depot in Danzig, ebenso die Forderung von 500 000 M. zum Die einmaligen Ausgaben im ordentlichen und außerordent wohl aus diesem Grunde allein nicht geboten, zumal dem früheren Grunderwerb für ein Dienstgebäude der Artillerie- Prüfungstommission in Berlin, endlich die Forderung einer letzten lichen Etat betragen nach dem Voranschlag 71 303 510 M. Die Kasernenmangel in Glaz jezt abgeholfen sei. Forderung von 3 355 928 m. zur Beschaffung von Platz- Oberst Erffling: Es handelt sich hier nicht um Glatz, son- Rate von 147 000 M. für eine Fachwerkstaserne für eine patronen für das neue Gewehr, Bedarf für 1891-92, und zu dern um Glogau. Die Verwaltung will für die Bedienungs- Kompagnie Infanterie in Me. Die extraordinären Forderungen im ordentlichen Etat für den Kosten des Bedarfs an Manöver- Kartouchen für 1891 ist nur mannschaften einer fahrenden Abtheilung eine Kaserne errichten, unerheblich ermäßigt auf Antrag der Kommission in das und die Brückenkopf- Kaserne, in welcher bis jetzt diefe Mann- Sachsen und Württemberg werden ohne Debatte bewilligt. Im außerordentlichen Etat werden statt 300 000 M. zum Ordinarium übernommen und gestern bereits bewilligt wor- schaften untergebracht sind, soll den beiden heranzuziehenden den. Im Uebrigen belaufen sich die Abstriche der Kommission Kompagnien überwiesen werden. Für die Verlegung der letzteren Entwurf und zum Baubeginn für die Erweiterung der Artillerieauf etwa 3 665 000 M. Die geforderten besonderen Zulagen, sind ganz zwingende Gründe maßgebend, die auf dem Gebiete faserne zur Aufnahme der Etatsverstärkung der Feldartillerie die Forderung von 162 300 m. für die Erneuerung des Ober- der Mobilmachung liegen und hier nicht näher erörtert werden in Stettin nur 6000 M. zum Entwurf bewilligt, von der baues der Militär- Eisenbahnen, Vermehrung der Betriebsmittel und können. Die Kasernen in Glaz sind zur weiteren Benutzung zweiten Rate von 45 000 M. für eine Artilleriekaserne in Marienwerder 25 000 M. abgesetzt und nur 20 000 m. Beschaffung von Werkzeugmaschinen, die geforderten Raten für nicht wohl mehr verwendbar. den Neubau von Maschinengebäuden werden ohne Debatte beVon der Forderung von 10 Millionen zu BeAbg. Sperlich ist durch diese Gegenausführungen nicht willigt. Von der Forderung von willigt, desgleichen die zweite Rate zum Neubau einer Ronserven- davon überzeugt, daß sein Antrag unbegründet sei und regt schaffungen für artilleristische Zwecke und zur Herstellung der erforderlichen Aufbewahrungsorte" wird eine Million abgesetzt. fabrik in Spandau und zum Bau und zur Ausstattung des event. die Zurückweisung des Titels an die Kommission an. Bekleidungsamts für das 17. Armeekorps in Danzig. Unter den Abg. v. Kardorff tritt für die Etatsforderung ein, da der Endlich werden statt der geforderten 1 000 000 Mart als zweite Forderungen für neue Kasernen und sonstige Garnisonbauten be- Kaiser das Recht zum Disloziren habe, ohne daß der Reichstag Rate für eine Kavallerie- Kaserne in Saarburg 900 000 Mark bewilligt, der Rest des außerordentlichen Etats nach dem Etatsfindet sich ein Titel: Neubau einer Kaserne nebst Zubehör und dreinreden dürfe. Ausstattungsergänzung für ein Garde- Feldartillerie- Regiment in Abg. Hinze bezeugt dagegen aus eigener Anschauung, daß entwurf genehmigt, desgleichen die Einnahmen des preußischen Potsdam. Der für dieses Regiment geplante Neubau war die Unterbringung der beiden Kompagnien auf dem Schäferberge Reichs- Militärkontingents, das Extra- Ordinarium und die Einfür Berlin geplant und die erste Rate schon 1887-88 bewilligt in Glatz, in den sogenannten venetianischen Kasernen eine sehr nahmen des sächsischen und württembergischen Etats, endlich die worden. Der Bau soll nunmehr in Potsdam erfolgen, da mili- gute ist. Jedenfalls sei die militärische Nothwendigkeit der Ver- bayerischen Quoten. Damit ist die zweite Berathung des Militäretats erledigt. tärische Intereffen die Verlegung eines Garde- Feldartillerie- Re- legung noch nicht nachgewiesen. Sollte der Antrag Sperlich giments nach dort bedingen. Schluß 23/4 Uhr. beanstandet werden, so empfehle sich um so mehr die nochmalige Nächste Sigung: Mittwoch 12 Uhr.( Etat der ReichsAbg. Ruge( dfr.) führt bei diesem Titel Klage über die Berathung des Postens in der Budgetkommission. Schwierigkeiten, welche die militärische Verwaltung den Kommunaleisenbahnen, Reichs- Eisenbahnamt.) behörden Potsdams in den Weg lege. Namentlich bei den Verhandlungen über den Neubau der Kaserne des ersten GardeUlanenregiments sei dies in sehr unangenehmer Weise hervorgetreten. Redner bittet den Kriegsminister um Abhilfe. Bundeskommissar Oberst Erffling stellt in Abrede, daß die Militärverwaltung sich in unbefugter Weise in die kommunalen Angelegenheiten Potsdams einmische. Zu ihren Maßnahmen sei fie im militärischen oder öffentlichen Interesse vorübergehend gezwungen gewesen. Die Forderung von 70 000 M. als erste Baurate zum Umbau eines Kommandanturgebäudes in der Feste Boyen wird auf Antrag der Kommission ohne Debatte gestrichen. Die Forderung von 600 000 M. zum Neubau und zu Ausstattungsergänzungen von Kasernen für die Schießschulen der Feld- und Fußartillerie auf dem Artillerie- Schießplat bei Jüterbog, zweite Rate( erste Baurate), beantragt die Kommission ebenfalls zu streichen; die Abg. v. Frege und v. Massow beantragen die Bewilligung von 400 000 m. Der Referent bemerkt, daß der Kommission die superrevidirten Voranschläge nicht vorgelegen haben; dieselben seien inzwischen fertiggestellt und hätten den erwähnten Antrag veranlaßt. Abg. v. Maffow( dk.): Der Bau einer Kaserne sei um so bringlicher, als die Entfernung des Schießplages von der Stadt Jüterbog 5 Kilometer betrage und es sich als unhaltbar erweise, die Truppe, welche einen so schweren Dienst zu versehen habe, noch länger in der Stadt zu belaffen. Die Abgg. Fritzen und Hinze treten den Ausführungen des Antragstellers bei. Nachdem noch Oberst Erffling auf die besondere Dringlichfeit des Neubaues der Mannschafts- Rasernen, Ställe und WegeAnlagen, für welche der Antrag die Mittel bewilligen will, und Darauf hingewiesen hat, daß bezüglich aller übrigen beabsichtigten Bauten der Reichstag freie Hand behalte, werden 400 000 Mark bewilligt. Zum Neubau und zur Ausstattungsergänzung einer Raferne nebst Zubehör für die zwei Kompagnien Infanterie und zum Neubau eines Wohngebäudes für die Verheiratheten von zwei Bataillonen in Magdeburg werden statt 300 000 Mart für Projektbearbeitungen und zum Baubeginn nur 6000 M. für den Entwurf bewilligt. Für den Entwurf eines Kasernenbaues in Glogau für die Generalmajor v. Funck: Die Zerlegung eines Truppentheile gehört zu den seltensten Ausnahmen, zumal bei der Artillerie. Die besonderen Gründe, welche in diesem Falle obwalten, sind in Fortfall gekommen durch die Verminderung der Bedeutung der Festung Glatz, mit welcher eine Erhöhung der Bedeutung der Festung Glogau Hand in Hand gegangen ist. Die Vereinigung des Regiments muß stattfinden. Nachdem Abg. Sperlich und Oberst Erffling nochmals zu furzen Bemerkungen das Wort genommen, erklärt Abg. Scipio, daß die Nationalliberalen durch die erfolgten Aufklärungen befriedigt, nach dem Antrage der Kommission die kleine Summe bewilligen werden. Eine Zurückverweisung an die Kommission habe in diesem Stadium wenig Werth; im nächsten Jahre werde dazu bessere Gelegenheit und mehr Material vor handen sein. nommen. Abgeordnetenhaus. 47. Gigung vom 3. März. 11 Uhr. Am Ministertische: Miquel, Herrfurth und Kommissarien. Auf der Tagesordnung steht die dritte Berathung des Eintommensteuer- Geseßentwurfs. In der Generaldiskussion erhält zunächst das Wort gegen die Vorlage Abg. v. Meyer Arnswalde( ,, wild- konservativ"): Redner erklärt sich im Allgemeinen mit der Vorlage einverstanden. Die Busammensetzung der Einschätzungskommissionen und die EinDer Antrag Sperlich wird gegen die Stimmen der an- fehung des Oberverwaltungs- Gerichts als obersten Steuer- Gerichtshofes seien Verbesserungen der Kommissionsvorlage. Dagegen wesenden Freisinnigen, Sozialdemokraten, Zentrumsmitglieder würde sich eine Beseitigung der§§ 82 bis 84 der Vorlage( Verund Polen abgelehnt, der Titel unverändert angewendungs- Bestimmungen) empfehlen. Abg. v. Jagow( fons.) erklärt die Bereitwilligkeit, im Ganzen estrichen wird nach dem Antrag der Budgetkommission trotz der Befürwortung der Position durch Oberst Erffling für das Gesetz zu stimmen, wenn nicht etwa in dritter Lesung die Forderung von 59 000 M. zum Neubau eines Bureau- Bestimmungen angenommen werden, die das ganze Gesetz unangebäudes für das General- Kommando des 8. Armeekorps in nehmbar machen. Die Vorlage fei eine geeignete Unterlage und ein erster Schritt für eine spätere schrittweise Reform der ge= Koblenz. sammten direkten Steuern. Die konservative Partei wird einige Aenderungen beantragen, namentlich über die Besteuerung der Agenturen, über den Veranlagungsmodus und über die Besteuerung der juristischen Personen. Am besten wäre es, die Verwendungsbestimmungen durch eine ganz kurze Bestimmung zu ersehen, daß die Steuern angesammelt und weiterer gefeßlicher Bestimmung vorbehalten bleiben. Nach unserer Ansicht enthalten die Wahlbestimmungen der Vorlage nur Verfassungsänderungen. Für eine Infanteriefaserne in Bremen werden statt der geforderten ersten Baurate von 400 000 m. nur 10 000 m. für den Entwurf bewilligt; als dritte Rate für eine Kavallerietaserne in Braunschweig statt 676 000 m. nur 645 000 m. einer Für Grunderwerb und Entwurf zum Neubau Infanteriefaserne in Osnabrück find 35 000 m. gefordert. Das Haus bewilligt nach dem Antrage der Kommission nur 30 000 m. Bewilligt werden ohne Debatte u. A. die geforderten Raten Abg. v. Czarlinski( Pole) wird mit seinen Freunden gegen für Kasernenbauten in Gnesen, Glogau, Posen, Breslau, Altona, das ganze Gesetz stimmen. Zu diesem Entschlusse würde die Harenburg, Rendsburg, Hannover, Hildesheim. Zusammensetzung der Einschätzungskommissionen allein schon geZum Bau eines Kommandantur- und Divisionskommando- nügen. Die Verhältnisse in den polnischen Landestheilen, deren Dienstgebäudes in Graudenz werden für Gründerwerb und Bevölkerung fortgesetzt mit Ausnahmegesehen behandelt wird, Entwurf 18 000 M. gefordert. liegen derart, daß man zu diesen Kommissionen fein Zutrauen haben kann. Die Kommission hat die Summe nicht beanstandet, will aber die Zweckbestimmung des Titels auf ein Kommandantur- Gebäude beschränken. Nachdem Oberst Erffling für das dringende Bedürfniß der Unterbringung des Divisionskommandeurs in einem eigenen regelmäßige und zweckentsprechende Reinigung gesorgt werde. Arbeitsräume mit demselben Rechte erzwingen, wie andere Maßregeln zum Schutze der Arbeiter." Maßregeln zur Verhütung der Dasselbe ließe sich wohl für Fabriten, Werkjätten und dergleichen Verbreitung der Schwindsucht. Renntniß: Regelmäßige, feuchte Reinigung der Räume ist vorzunehmen. Abg. Dr. Enneccerus natl.) wird mit seinen Freunden für die dritte Lesung die Erleichterung der mittleren Einkommen von neuem beantragen, damit das Gesetz eine seiner größten Härten verliere. Von Wichtigkeit halten wir die Bestimmung zu Gunsten Heller gemachten Vorschläge sind, wenn auch nicht in gleichem Maße, des Versuches der Ausführung werth. Nächstdem lassen sich der Sache noch einige andere Gesichtspunfte abgewinnen. I. 1. Man soll die Schwindsüchtigen dazu bringen, ihren Zufolge höheren Auftrages bringt der Polizeipräsident on Jedes trockene Auskehren erhöht die Gefahren. Diese Maß- Auswurf in für sie selbst und Andere ungefährlicher Weise zu beBerlin ein Gutachten der königlichen wissenschaftlichen Deputation regeln durchzuführen, wird in vielen öffentlichen Gebäuden keine feitigen. Aber man muß, wie dies bei den neueren Verhandlungen für das Medizinalwesen über Maßregeln zur Verhütung Schwierigkeiten haben, so in Gerichten, Bahnhöfen, Posträumen, über diesen Gegenstand oft hervorgehoben wurde, Alles vermeiden, Der Berbreitung der Schwindsucht( Lungen- und in Kasernen, Waisenhäusern, in Werks und Armenhäusern und was diesen Unglücklichen das Gefühl verursacht, gerichtet, geKehlkopf- Tuberkulose) im Auszug wie folgt zur öffentlichen in Gefängnissen." Ebenso wird wohl in Krankenhäusern strenge mieden, ausgestoßen zu sein. Allem, was man den Tuberkulösen besondere an die Vorsteher von Anstalten, die Inhaber von Gast. In den Eisenbahnwagen fönnten ähnliche Einrichtungen für sonst auferlegt, wird der Stachel genommen, wenn man die Ge An alle betheiligten, privaten wie beamteten Personen, ins. Durchführung dieser Maßregel auf keine Schwierigkeiten stoßen. an Beschränkung in der freien Entleerung ihres Auswurfes und legenheit, geheilt zu werden, in größerer Ausdehnung, als seitund Speisewirthschaften, Vergnügungslokalen( Theater, Konzert, Hustende vorgesehen werden. Am meisten Widerstand wird sich von Seiten der Schule her, bietet. Die Heilungsmöglichkeit besteht, wenigstens für Jeder in seinem Wirkungskreise im eigenen wie im Interesse des geltend machen. Mit Auswurf behaftete Rinder sollen besondere frühe Zeit der Krankheit; aber dem Arinen stehen, wenn er Tanz- Sälen 2c.) richte ich zugleich das ergebene Ersuchen, daß Gemeinwohles die Durchführung der in diesem Gutachten empfoh Plätze in der Nähe der Spucknäpse bekommen oder das Dett Silfe und Pflege sucht, nur die allgemeinen Hospitäler zur Ver weiler'sche Spuckfläschchen benutzen, sonst ausgeschlossen fügung. Man wird der Verbreitung der Tuberkulose wirksamer ent werden. Ganz besonders müssen schwindsüchtige Lehrer selbst zur Beobachtung dieser Maßregeln angehalten werden. Das gilt auch für Pensionate, Krippen und Kleinkinder- anstalten für arme Tuberkulöse befördert. Insbesondere ist zu gegenwirken, wenn man die Errichtung von besonderen KrankenDas Gutachten der wissenschaftlichen Deputation, vom Bewahranstalten. Wünschenswerth wäre es auch für Gasthäuser, wünschen, daß die gemischten Hofpitäler der größeren GeDie Heller'schen Maßregeln stüßen sich großentheils auf die Wirthschaften, Theater. Ferner werden befürwortet: öffentliche meinden und Gemeindebezirke durch die Errichtung solcher Anzweckentsprechende Desinfektionsanstalten, Desinfektion von Wäsche ſtalten entlastet werden. lenen Maßregeln an seinem Theile fördern und unterſtüßen wolle, um die verheerendste aller Volkskrankheiten nach Möglichkeit einzuschränken. 5. November 1890 datirt, lautet: Ergebnisse der Untersuchungen von Cornet. Aus diesen lassen sich folgende Hauptfäße entnehmen: und Wohnung verstorbener Tuberkulöser, auch von Zeit zu Zeit noch Tuberkulöse aufnehmen, ist dafür Sorge zu tragen, Soweit solche gemischte Hospitäler der Wohnung Tuberkulöser, Ausschluß Schwindsüchtiger von daß die Tuberkulösen mon den übrigen Kranken ab 1. Zuberkelbazillen sind nicht allenthalben verbreitet( ubiquitär), Krankenpflege und Hebammenberuf. Ferner wird hingewiesen gesondert werden. Jedenfalls haben diese Anstalten den Nachweis fie fehlen sogar in einem Drittel der von Tuberkulösen be- auf die Gefahr des Lebensmittel- Berkaufes durch Schwindsüchtige. zu liefern, daß die Luft tuberkelbazillenfrei ſei. wohnten Räume; 2. sie werden hauptsächlich verbreitet durch den Auswurf der Straßenreinigung darf nur feucht geschehen, Straßenbesprengung I. 2. Es steht zu hoffen, daß der ärztliche Stand sich der Ein weiterer Abschnitt von der Verbreitung der Tuber- neuere Entwickelung der Tuberkuloselehre für nüßliche Thätigkeit muß reichlicher werden. vielen Gelegenheiten mehr und mehr bewußt werde, die die 3. und zwar vorwiegend durch den getrocknet zerstäubten Aus- tulose durch Thiere darf um so mehr hier übergangen werden, des Hausarztes bietet. Dahin gehören frühzeitiges Erkennen des als Heller selbst sagt, das in Preußen z. 3. geltende Verfahren Leidens, so lange es leichter heilbar ist, Entfernung der Kranken scheine vorläufig das richtige. wurf; 4. die gewöhnlichen Desinfektionsmaßregeln sind zu diesem Zwecke großentheils unzureichend. Tie einschlägigen Säge des Heller'schen Referats lauten: " Es handelt sich einmal darum, die Schwindsüchtigen dahin zu bringen, ihren Auswurf in für sie selbst und Andere ungefährlicher Weise zu beseitigen, zweitens an solchen Orten, an welchen viele Menschen und darunter auch Schwindsüchtige verfehren, solche Maßregeln zu treffen, daß unvorsichtig ausgesäte Tuberkelbazillen unschädlich gemacht werden. Die unschädliche Beseitigung des Auswurfes ist dadurch zu erzielen, daß in allen öffentlichen Gebäuden, wie es bereits in vielen der Fall ist, in reichlicher Weise für die Benutzung der verkehrenden Menschen Spucknäpfe aufgestellt und für deren In den Schlußjäßen wird unter Anderem verlangt: 1. Anzeige- und Desinfektionspflicht bei Sterbefällen tuberkulöser Menschen. aus der Familie, Abrathen von Heirathen. Auch die Sorge für Unschädlichmachen und Beseitigen des Auswurses gehört dahin. I. 3. Weit mehr kann in letterer Richtung geschehen durch 2. Vorkehrungen zur Beseitigung des Auswurfs in allen die Krankenwärter. Jedem Krankenwärter von Beruf sollte eine öffentlichen und soweit möglich privaten, dem Menschen- Anweisung in die Hand gegeben werden, wie er mit anverkehre dienenden Gebäuden und Einrichtungen, beson- steckenden Ausscheidungen aus dem Körper Kranker zu verders Schulen, Verkehrsanstalten, Krankenhäusern und Ge- fahren habe, um sie unschädlich zu machen. Zu betonen wäre, fängnissen. daß die eigene Gesundheit des Wärters start mit in Frage fomint. Die von Ew. Exzellenz gestellte Frage, ob die Hellerschen Vorschläge den Anordnungen der Medizinal- Ver- II. 1. An Orten, wo unter vielen Anderen auch waltung zu Grunde gelegt werden können, müssen wir im Schwindsüchtige verkehren, sollen unvorsichtig ausgesäte Allgemeinen vollkommen bejahen. Die sämmtlichen von Tuberkelbazillen unschädlich gemacht, der Auswurf unschädlich Arbeiter Berlins! Gedenkt der ausgesperrten deutlichen Arbeiter! Lokales. der Lebensversicherungs- Gesellschaften, die zu streichen leider von barkeit der bisherigen Zustände. Diese Vorlage bezweckt, die Ein-| Miquel etwas durchbringt, daß die anderen Minister auch etwas den Konservativen beantragt werden soll. Was die Kommunal- tommensteuer zu einer gerechten Steuer zu machen, indem sie durchbringen müssen in diesem Jahre( Heiterkeit); jetzt fann es fteuer anbetrifft, so ist eine Realsteuer in feiner Weise ungeeignet, Wahrheit und Gerechtigkeit zur Grundlage der Veranlagung nicht mehr viel werden, denn das Frühjahr bricht glücklicherweise vielleicht auch in vielen Fällen unentbehrlich. Die Vorlage macht. Früher forderte Herr Rickert selbst die Ueberweisung der herein.( Heiterkeit.) Mögen die Freunde im Lande nicht aus den hat nicht blos ihre Bedeutung als Grundlage für weitere Re- Grund- und Gebäudesteuer, heute hält er dies für ein Schlag- ersten Unbequemlichkeiten einen Schluß ziehen darauf, daß der formen, sondern sie ist auch ein in sich abgeschloffenes Ganze, wort. Der Gesetzentwurf wendet sich an die Ehrlichen und erfaßt neue Bau ein schlechter ist. denn sie gründet das Steuerwesen in Preußen auch wieder auf die Unehrlichen; sie ist einfach eine Forderung der Gerechtigkeit Damit schließt die Generaldebatte. Der Beginn der Spezial der unerschütterlichen Grundlage der Gerechtigkeit. und ich denke, mit diesem Programm tann jede Partei in die debatte wird, da eine große Anzahl von Anträgen vorliegt, auf Abg. Richter( dfr.): Der Schluß des Vorredners war ja Wahlen treten.( Sehr richtig!) Für das Reformprogramm ist Antrag der Abgg. Windthorst, Enneccerus und v. Zedlih bis rhetorisch sehr schön, aber meist nur auf Hoffnungen für die Zu- eine feste Mehrheit erforderlich und ich freue mich, daß dieselbe Mittwoch 11 Uhr vertagt. funft und auf unbedingtes Vertrauen zur Regierung gegründet, in diesem hohen Hause vorhanden ist. Die Reform fann nicht Schluß 3 Uhr. und diese Hoffnungen sind schon oft bitter getäuscht worden. Die auf halbem Wege stehen bleiben; jeder Landtag und jede RegieUeberweisung an die Kommunen nimmt dem Gesetz von vorn- rung muß dieselbe fortsetzen. Deshalb konnte Herr v. Zedlig mit herein den Charakter der Steuerentlastung. Die Besteuerung der Recht sagen, er übernehme die Verantwortung für den Fortgang Gesellschaften und juristischen Personen läßt sich wirthschaftlich dieser Reform und es fann jede Partei die Verantwortung übernicht rechtfertigen. Der Minister scheint geglaubt zu haben, man nehmen mit Ruhe und gutem Gewissen.( Beifall.) müsse das Geld nehmen, wo man es findet. Auch für die unteren Abg. Dr. v. Gneist( natl.): Es giebt keinen unglücklicheren Zum Koch'schen Heilverfahren. Professor v. Bergmann Klassen wird die Steuerentlastung wenig bedeuten, sie werden Haushalt als den, der seine ganzen Ausgaben auf firirte und mittelst der Steuerschraube bald zu dem vollen Betrage der bis- quotisirte Einnahmen festlegt. Thäten wir dies, so würden hat sich in der am vergangenen Sonnabend abgehaltenen klinischen Vorlesung, der letzten in diesem Semester, über das Koch'sche Heilherigen Steuer herangezogen werden. Das Fehlen der Ent- wir uns später bei nöthigen Mehrausgaben nur durch eine Vorlesung, der letzten in diesem Semester, über das Koch'sche HeilLaftung ist um so ungerechter, als man die Frage der Steuer- anderweite Veranlagung der Eisenbahneinnahmen helfen können; verfahren durchaus nicht ungünstig geäußert. In einem Schlußwort an seine zahlreich versammelten Zuhörer und Schüler, von befreiung der Reichsunmittelbaren ungelöst gelassen hat. Nicht jedes Staatswesen bedarf bei seinen Einnahmen eines beweg- denen er in freundlicher Weise Abschied nahm, gedachte er, rückeinmal die geringe Erleichterung des unfundirten Einkommens, lichen Faktors und ein solcher beweglicher Faktor ist die Einblickend auf das verflossene Semester, auch jener großartigen die von dem Abgeordneten Brömel beantragt war, hat das Haus kommensteuer. angenommen. Entdeckung, deren sie Alle Zeugen gewesen seien. Wenn das Durch die Bestimmung, daß der Landrath Abg. Windthorst( Bentr.): Gewiß soll man nicht fremde Koch'sche Heilmittel auch bei den übrigen chirurgischen Affektionen Vorsitzender der Einschätzungs- Kommissionen bleibt, hat man Materien in dieses Gesetz hineintragen. Aber das Landtags- tuberkulöser Natur in der That keinen Erfolg habe, für den diesem Beamten feinen Kreiseingesessenen gegenüber eine Macht und Kommunal- Wahlrecht beruht auf den Steuern und es müssen Lupus sei es von ganz unschäzbarem Werthe. Seiner Ansicht beigelegt, wie sie fein Fürst seinen Unterthanen gegenüber daher die Maßregeln getroffen werden, welche sich aus der Re- nach sei etwas Derartiges noch nicht dagewesen, was auch immer besitzt. Indessen was helfen alle derartige Betrach form der Steuer ergeben. Es wäre sehr angenehm gewesen, nach sei etwas Derartiges noch nicht dagewesen, was auch immer tungen, die herrschende Steuer- Bewilligungssucht will ihr Opfer wenn der Vorredner aus dem reichen Schatze seines Wissens uns die Pharmakopöe an Heilmitteln gebracht habe und bringe. haben. Mögen die Verantwortung für dies Gesetz diejenigen vor dargelegt hätte, wie das Wahlrecht anders als nach der Steuer Wie nachtheilig die Berliner Miethsverhältnisse für die dem Lande tragen, die für das Gesez stimmen. passend geregelt geregelt werden könnte. Deshalb gehörte die Unterkunft junger, alleinstehender Mädchen wirken, darüber theilt Abg. Frhr. v. Zedlis( frt.): Die schwerste Verantwortung Resolution Rickert für das allgemeine gleiche und direkte uns ein Abonnent unseres Blattes folgendes mit: Eine Koufine trifft denjenigen, der das Zustandekommen der Vorlage verhindern Wahlrecht wohl zu diesem Gesetze. Das Zentrum hat sich meiner Frau, ein Mädchen von 17 Jahren, die nach Ausweis fönnte.( Sehr richtig! rechts.) Wir haben von dem Vorredner auch für dessen Einführung für die Landtagswahlen ausge- ihrer Papiere drei Jahre ununterbrochen in einer Fabrik thätig war, auch heute nichts weiter gehört, als die leere Negation.( Sehr sprochen. Man sollte bei Zeit und mit Bedacht das thun, wozu bat mich brieflich, sie doch aufzunehmen, und einige Zeit zu be wahr!) Die Vorlage verfolgt überall die Ziele ausgleichender Ge- man nachher gezwungen werden kann; die lange verweigerte herbergen, bis sie wieder Arbeit gefunden haben würde. Ich rechtigkeit und wir können und wollen die Verantwortlichkeit für Reform erzeugt die Revolution. Auch das Gemeinde Wahlrecht fonnte dies dem alleinstehenden Mädchen als Verwandter nicht dieses Gesetz gern tragen. Das vollendete Mißtrauen, das der wird durch die Vorlage verändert. Ich glaube, daß die Un- abschlagen; die Verwandte kam und ich schrieb die Anmeldungen, Vorredner gegen die Landräthe hat, theile ich nicht; ich bin über- haltbarkeit des jetzigen Wahlrechtes sich nach der Steuer- legte das Abgangsattest bei und begab mich zu meinem Hauszeugt, daß der preußische Landrath überall, ohne Ansehen der reform noch viel eklatanter zeigen wird, so daß man über das wirth, dem Besizer des Hauses Neue Jakobstr. 23, und bat ihn, die Parteien, seine Schuldigkeit thut.( Bravo!) Wir werden dem Provisorium bald hinausgehen wird. Ich hätte eigentlich geglaubt, Anmeldung zu unterschreiben; ich erhielt aber den Bescheid, daß ich Gesetz zustimmen, wenn nicht unannehmbare Aenderungen in die daß es heute nicht erforderlich wäre, heute noch Generaldebatte an Damen nicht vermiethen dürfte; meine Entgegnung, Vorlage neu aufgenommen werden. stattfinden zu lassen. Die Mehrzahl meiner Freunde wird auch daß das junge Mädchen gar keinen Anspruch darauf mache, Abg. Rickert( dfr.): In Steuerfachen kann man sich mit in dritter Berathung bemüht sein, das Gesez so zu gestalten, daß eine Dame" zu sein, blieb unbeantwortet, und ein nochvolltönenden Reden nicht abfinden. Der Vorredner hat dann den es annehmbar bleibt. Die Zustimmung zu dem Gesez wird mir maliger, am nächsten Tage unternommener Versuch, meinen ge Ton nachgeahmt, den wir neulich im Reichstage gehört haben; persönlich gar nicht leicht. Das Gefeß wird längere Zeit ein strengen Hauswirth milder zu stimmen, mißlang ebenfalls. Ich die Behauptung der öden Negation ist nicht neu; die„ Kreuzztg." sehr großes Mißbehagen herbeiführen, bis es sich eingebürgert besorgte dann die Anmeldung ohne Unterschrift des Wirthes, hat das schon viel besser gesagt. Herr von Zedlig hat also nicht haben wird, sowohl wegen der Mehrbelastung durch die Steuer habe aber nun schon die Ankündigung erhalten, daß der Wirth einmal das Verdienst der Originalität. Früher hat sich Herr als wegen der Plackerei ,, welche das Gesetz mit sich bringt. Die Ermission beantragen will. Das Interessante bei der Sache v. Zedlig sogar für die Quotijirung ausgesprochen, heute erblickt Ist es denn möglich, so wie die Sache sich gestellt hat, der Vorlage aber ist, daß der Wirth, ein Kartonagenfabrikant, selbst Mädchen er darin eine Beeinträchtigung der Kronrechte. Man weist auf ein absolutes Nein entgegenzustellen? Seit Jahren ist über die beschäftigt und auch Vater mehrerer Töchter ist, die sämmtlich das Herrenhaus; ja weiß man denn überhaupt, was das Herren- Ungerechtigkeit der bestehenden Einschätzung geklagt worden; im ihrem Erwerbe nachgehen müssen. Man sollte also doch meinen, haus beschließen wird? Es gehen Gerüchte, daß dieses Haus Reichstage ist die Einführung einer Reichs- Einkommensteuer ver- der Herr müsse sich in die Lage eines solchen Mädchens und ihrer einige fräftige Striche an dem Gesetz vornehmen wird. Ver- langt worden. Ich habe mir immer gedacht, wenn die Sache Verwandten hineindenken können. Ich erlaubte mir den Wirth schiedene Anzeichen sprechen dafür, daß dies ganze Gesetz nur wirklich angeht, dann wird es langsam gehen. Herr Rickert ist auch noch darauf aufmerksam zu machen, daß er ja auch an auf die Erzielung von Ueberschüssen berechnet ist. Unter diesen dabei in die Arrièregarde gerathen; es heißt jetzt: Immer lang- Damen vermiethe. Umständen ist es um so weniger verzeihlich, daß man für die sam voran, immer langsam voran, damit der Fortschritt nach- Soweit die uns zugekommene Mittheilung. Der Herr Wirth Verwendung nicht sofort klare und deutliche Bestimmungen kommen kann.( Große Heiterkeit.) Nach dem ewigen Drängen dürften übrigens mit der Ermissionsklage in diesem Falle und haben will. Diesen Grundsatz hat auch Herr von Camphausen nach gerechterer Veranlagung können wir nicht ungestraft zu aus diesem Anlaß kein Glück haben; es würde sich vielmehr anerkannt, indem er hier vor dem Hause erklärte, er werde sich einem Versuch der Regierung auf diesem Gebiete nein sagen; fragen, ob er nicht wegen der ganz unberechtigten Weigerung, bei der Krone bemühen, um dort die Zustimmung für ein Ver- namentlich nicht, nicht, nachdem wir vorher die indirekten die polizeiliche Meldung zu unterschreiben, in Polizeistrafe genommen wendungsgesetz zu erlangen. In gleicher Weise hat sich Hobrecht Steuern so erhöht haben, müssen wir die direkten werden muß. Eine vorübergehend, also zum Besuch anwesende als Finanzminister bereit erklärt, für die Mehrbewilligung von Steuern in ein besseres Verhältniß zu den indirekten Steuern Verwandte ist keine Abmietherin, das ist vom Gericht bereits vielfach Steuern Bestimmungen zu treffen und mit uns zu vereinbaren bringen. Ich hoffe, daß das Wert, das wir heute beginnen, entschieden worden und giebt dem Vermiether nicht das Recht, und da fagt der Herr Minister, eine solche Bestimmung sei von vollständig zu Ende geführt wird. Die Ausführung konnte auf Ermission zu flagen, wenn nicht etwa ein ganz besonders der Regierung nie zugesagt? So lange wir keine Verwendungs- unterbleiben, wenn die Männer, welche dieses Werk begonnen geriebener Kontrakt vorliegt, und das möchten wir doch bezweifeln, Bestimmungen haben, bewilligen wir feine Mehreinnahmen, die haben, nicht mehr wären. Ich will das nicht hoffen, allein es unter den augenblicklichen Wohnungsverhältnissen könnte die der Minister in den Kasten legt und uns dann einfach sagt: ich will mir vorkommen, als wenn allerlei im Werke wäre, wo ihnen Polizei ihre Schneidigkeit gerade in solchen Fällen einmal gegen habe das Geld; bewilligt ist die von mir vorgeschlagene Ver- recht ernste Schwierigkeiten gemacht werden. Die andere Mög- die Wirthe beweisen, indem sie wegen der ganz unbegründeten wendung nicht, so behalte ich es! Auch der Minister des Innern, lichkeit wäre, daß bei uns selbst Schwierigkeiten entstehen. Das Weigerung, die Anmeldungen zu besorgen gegen derartige Herr Herrfurth, hat als Unterstaatssekretär ausführlich darauf will ich nicht hoffen. Ich vertraue der Macht der Idee, ich Berliner Hauswirthe mit den zulässigen Polizeistrafen ein hingewiesen, wie schädlich es wirken würde, wenn die Hälfte der glaube, daß die Reform durchgeführt werden wird und muß. schreitet. Grund- und Gebäudesteuer überwiesen würde. Alles ist geschehen, Das Programm der Zukunft ist noch nicht so flar gegeben, um das Gefeß soviel wie möglich zu verschlechtern. Das Gesetz wie das Volt es verlangt. Der Finanzminister und Als ein Blümlein ,, Rühr mich nicht an" scheint nuns wird sehr viel unangenehme Enttäuschungen bringen. Der Grund die Kommission werden wohl bas Ganze übersehen. mehr behördlicherseits die neue Sozialgesetzgebung behandelt und Boden wird erleichtert; der Kapitalbesitz bedeutend belastet.( Buruf Rickert's: Garnicht!) Die Götter, die nicht in diesem werden zu sollen. Gegen die Maurer Julius Bernau und Wir gehören ja nicht zur staatserhaltenden Mehrheit; besorgen Himmel waren, zu denen ich auch gehöre, können die Sache Jezorte schweben gegenwärtig bei dem hiesigen Landgericht Sie nur Ihre Geschäfte allein; wir wollen damit nichts zu thun nicht so klar erkennen. Ich glaube aber, daß es dem Strafverfahren wegen Aeußerungen, welche die Genannten in haben; die Herrlichkeit der Agrarier kann ohnehin nicht lange Finanzminister schwer werden würde, nicht den wahren öffentlichen Versammlungen über die Sozialgesetzgebung gemacht dauern.( Heiterfeit rechts.) Weg zu wählen, deshalb können wir es ristiren!( Heiterkeit.) haben sollen. Wernau ist beschuldigt, öffentlich eine MenschenMinister Dr. Miquel: Es ist eine besondere Methode des Die Quotisirung wird nicht ausbleiben können; ich glaube am menge zum Ungehorsam gegen ein Gesetz aufgefordert zu haben Abg. Rickert aus Reden, die zu andern Zeiten, zu andern Zwecken leichtesten würde die Frage durch die Initiative der Regierung und zwar soll er diese Handlung dadurch begangen haben, daß und unter andern Umständen gehalten sind, Bruchstücke heraus- gelöst werden. Aber wenn wir eine Steuerreform haben wollen, er in einer Maurer Versammlung erklärt haben soll, die zunehmen. Wenn das wiederholt und ausführlich geschieht, so ist dann müssen wir uns in unseren Anforderungen beschränken. Arbeiter müssen die Sozialgefeggebung ganz unbeachtet lassen und es doch geistlos und unfruchtbar.( Sehr richtig!) Ich kann dem Dann müssen wir eine gewisse Ruhe gönnen, auch uns; denn dürften sich um die Quittungskarten garnicht fümmern. Der Maurer Vorreoner, dem Abg. Rickert vom Jahre 1891, den Abg. Rickert man fönne beinahe denken, es sei diesmal die Absicht gewesen, Jezorte hat ebenfalls in einer Maurer- Versammlung über die vom Jahre 1878 entgegenhalten. Damals verwahrte sich Herr sämmtliche Abgeordnete zu Tode zu heben.( Seiterkeit.) Bei mir Sozialgefeggebung gesprochen und soll dabei gesagt haben, das Rickert als Referent der Kommission sehr ausdrücklich gegen die hat sich allerdings dieser Versuch als ein Versuch mit untaug Gesetz wäre viel weniger für die Arbeiter als für die Beamten, Unterstellung, als ob er die Quotifirung anstreben wolle. Ich lichen Mitteln herausgestellt.( Heiterkeit.) Wir werden uns bei denn es diene nur dazu, um ein großes Beamtenheer unterhabe auch heute aus den Reden der Abgg. Richter und Rickert der weiteren Berathung sehr beschränken und eine Reihe von zubringen. In dieser Aeußerung hat die Strafbehörde eine Verfein positives Programm entnehmen fönnen. Wenn die Wünschen unterdrücken, um nicht das Ganze ins Stocken zu ächtlichmachung von Staatseinrichtungen erblickt, indem Jezorke Herren behaupten, das neue Gesetz bringe 30 Millionen bringen. Auch die Regierung sollte sich eine Beschränkung damit erdichtete Thatsachen öffentlich behauptet habe, wissend, mehr, so ist das die deutlichste Anerkennung von der Unhalt auferlegen. Es ist ja nicht nöthig, weil der Finanzminister daß sie erdichtet sind. Die beiden Beschuldigten bestreiten beseitigt, nämlich reichlich gut zu reinigende Spucknäpfe aufgestellt werden. Hier entsteht die Frage, in welcher Form und aus welchem Stoffe die Spucknäpfe gemacht sein sollen. Sie sollen flach und groß sein, damit nicht leicht daneben gespuckt wird. Letzteres soll nicht durch Nandausbiegung, sondern durch die Größe des Gefäßes erzielt werden. Je nach dem besonderen Zwecke dürften Durchmesser von etwa 15, 20, 25 Zentimeter Untertasse, Dessertteller, Suppenteller) zu verwenden sein, flacher Boden, bis zu 5 Zentimeter Höhe, etwas nach außen abweichen der Rand, glatte Flächen, teine Hentel. 3war gestattet Metall gründlichste Reinigung durch Erhizen, wird jedoch leicht riffig und rauh, auch Porzellan bekommt leicht fleine rauhe Bruchflächen. Aus dickem Glas ließe sich, sobald einmal der Bedarf groß wird, billig und zweckentsprechend das Gefäß herstellen, per klaffen wird die Bedeutung des Spucknapfes schon größer sein. Ganz allgemein dürfte für Schulen anzuordnen sein: 1. daß Lehrer, wie Schüler zur Entleerung ihres Auswurfes im Schulgebäude sich nur der in geeigneter Beschaffenheit und genügender Zahl aufzustellenden Spucknäpfe bedienen dürfen oder eines Dettweiler'schen Fläschchens. 2. daß in den Schulräumen Staub möglichst beseitigt, aber nur durch naffes Auswaschen entfernt werden darf, 3. daß öfter hustende Schüler in Bezug auf 1. vom Lehrer besonders zu beachten sind, 4. daß brustkranken Schülern das Wegbleiben von der Schule zum Zwecke längerer Kuren mit besonderer Bereitwilligkeit erleichtert und gestattet werde. den Aufklärung des Publikums über diesen Punkt und von ge wissenhaftem Rathe der Hausärzte erwarten. In Pensionaten, Kleinkinder- Bewahranstalten, Krippen, dürfte der Ausschluß Tuberkulöser von der Ausübung der Kinderpflege durchzusehen sein. II. 8. Von den übrigen in den Heller'schen Vorschlägen er wähnten Klassen sind noch besonders hervorzuheben: Verkäufer von Nahrungsmitteln: Während kaum bes zweifelt werden kann, daß unter Umständen die Sputumbazillen eines Bäckers und dergleichen in seinem Laden so verbreitet werden können, daß sie mit der Waare verkauft werden können, läßt sich doch vom Standpunkte der Behörden vorläufig taum mehr verlangen, als größte Reinlichkeit in den Verkaufsstätten. Arbeiter zu schützen. zu sicher auch so, daß es siedendes Waffer aushielte. Der II. 5. Für Gasthäuser dürfte die Aufstellung von geeigneten Ferner Fabriken: Bei der großen Häufigkeit der Tuberkulose Spucknapf ist soweit, daß leichtes Berschütten Spucknäpfen in den Wirthschaftsräumen zu verlangen sein, und unter den Arbeitern gewisser Fabriken( Stahl, Stein, Baumwolle, mieden wird, mit Wasser zu füllen. Die verschiedentlich( 3. B. Die Desinfektion von Bettwäsche und Zimmern, die nachgewiesener Tabat) muß die veränderte Auffassung- Staubeinathmung ist bei der Verhandlung in München) aufgeworfene Frage, ob dermaßen längerer Zeit im Gebrauche von Tuberkulösen standen, nur Hilfsursache, Ansteckung der Grund der Erkrankung Inhalt des Speibeckens zu desinfiziren sei vor dem Ausgießen, B. in denen Tuberkulose starben, sollte vorgeschrieben werden. neuen und anderen Anstrengungen Veranlassung geben, um die möchten wir verneinen. Chemische Mittel berühren die Ballen Für Kurorte, die viel von Tuberkulösen besucht werden, sollte die Man hat schon in der Tuberkulose der Arbeiter in Tabaks des Auswurfes nur von außen, bewirken dort Gerinnung der Bimervermiether( Desinfektion am Schluſse jeder Saison) durch fabriken eine Gefahr sehen wollen für die Raucher der Zigarrer Aufstellung weitergehender Anforderungen an Gastwirthe und Giweißstoffe und bringen nicht weiter ein. Rochen wäre sicher, Brtsitatut oder ortspolizeiliche Verordnung angeregt und be- Tuberkulose in fleineren Fabrikstädten weit über die Arbeiterdie dort gemacht werden. Auch die Verbreitung aber faum zu erzielen. Somit bleibt nur Ausgießen in die Abfuhrrohre oder Tonnen, wo der Auswurf feucht und deshalb un- günstigt werden. schädlich bleibt. II. 6. Die Eisenbahnen würden das Ziel der Vermin- reise hinaus zeigt, daß nicht nur Fabrikbesißer und Arbeiter von dieser Angelegenheit berührt werden. beerung ber Tuberkulose fördern helfen können durch Aufstellung von Spucknäpfen geeigneter Urt in Bahnhöfen, durch Beschränkung der meinden, Berbände, Heilanstalten ist möglichst zu empfehlen und 11. Die Anschaffung von Desinfektionsapparaten durch Ge Anwendung von Teppichen, Faferndecken in den Wagen und der zu fördern. Sie dient ja noch vielerlei anderen guten Zweden, gleichen auf die falte Zeit des Jahres, sowie durch nasses Aufwaschen namentlich wird sie zur Desinfektion der Wäsche, Kleider, des der Wagenböden. Auch kann nicht unterlassen werden, darauf hinzu- Bettzeuges von Tuberkulösen nüßlich sein. weifen, daß die glatten Stoffe, welche in manchen Ländern zum Bezuge In Heilanstalten follte die Desinfektion obiger Hinterlaffens 11. 3. Was die Gefängnisse anbelangt, so sind schon in der Sitzbänke verwendet werden, weniger Staub festhalten, als schaft eines Tuberkulösen vorgeschrieben sein, im Uebrigen sollte Bayern Versuche vorgeschlagen worden, dahin gehend, ein Ge- bie Plüschstoffe, welche bei uns üblich sind. Von den Wagen fie auf dem Wege der Belehrung( durch Aerzte, Geistliche, fängniß vollständig zu reinigen, darin strengste einlichkeit zu be- sollen zum mindesten mit wasserhaltigen( vielleicht etwa urnen Standesbeamte, Leichenschauer) zu beantragen fein. Auf gleicher obachten und zu sehen, ob sich dadurch die Häufigkeit der förmigen) Spucknäpfen ausgestattet werden: Schlafwagen, Wagen Wege läßt sich dahin wirken, zeitweise gründliche Reinigung der für lange Fahrten( sogenannte direkte Wagen) und Wagen, die Wohnung Tuberkulöser zu erlangen. II. 4. Für die Schulen sind die Erkrankungen der Lehrer nach gewissen Kurorten hin den Verkehr vermitteln, z. B. nach von größerer Bedeutung, als die der Schüler, wenigstens soweit Soden, Ems, Salzungen, Lippspringe. es sich um jüngere Kinder handelt. Lymphdrüfen der Brust und II. 7. Während tuberkulösen Hebammen die Ausübung Das Gehirn erkranken bei Kindern häufiger als die Lunge an dieses Berufes untersagt werden kann, muß man die Abwehr des Tuberkulose, sudem sind Kinder im Aushujten nicht geübt und vielen Unglücks, welches in Familien durch tuberkulose Ammen, die verschlucken den Auswurf. In den oberen, namentlich Knaben- Kinderfrauen, Erzieherinnen gebracht wird, von der fortschreiten diese Bekanntmachung möglichst zu verbreiten. 11. 2. Am nothwendigsten ist diese Borkehrung in Rafernen, Krankenhäusern und Gefängnissen. Für Kasernen wird sie ohne hin schon eingeführt. Wehr noch wie früher, dürfte auf abwasch bare Wände, glatte Füßböden u. s. w. zu dringen, trockenes Abwischen zu verbieten sein. Tuberkulose mindern lasse 2c. 2c. Auch das Verlangen der Straßenreinigung unter reichlicher Wasserverwendung erscheint jeder möglichen behördlichen UnterSämmtliche Beitungsredaktionen werden mit Rücksicht auf stüßung würdig. O Grad, ab natürlich die ihnen zur Laft gelegten Aeußerungen in Untersuchungsgefängniß vorgeführt; sie vermochte diesen jedoch| schlusse gleichmäßig gut blieb. Besonders waren die lehtes: fünf dieser Form; sie wollen nur ähnliche Worte, aber in ebenso wenig mit Sicherheit als den Thäter zu bezeichnen wie Monatstage durch sonniges und tagsüber mildes Wetter ausge einem durchaus anderen Zusammenhange Zusammenhange und in einem den Abels. Beide leugnen auch die That bezw. die Theilnahme zeichnet; Nachts sant das Thermometer allerdings meist noch ganz anderen Sinne gebraucht haben. Das Vorkommniß be- an derselben. Der Untersuchungsrichter verspricht sich nun, wie mehrere Grad unter Null. Jm Einzelnen sei über das Ergebniß der meteoroweist aber genügend, wie vorsichtig man bei der Kritik der neuen Frau Casseburg einer hiesigen Korrespondenz mitgetheilt, einen Sozialgefeggebung sein muß. Die ganze neue Sozialgesetzgebung Erfolg davon, die beiden Angeschuldigten an den Thatort führen logischen Beobachtungen der Station in SW Folgendes be ist ja allerdings des weitgehendsten Strafschutzes sehr bedürftig, zu lassen und mit ihnen daselbst den Ueberfall nach den Bekun- merkt: Der Barometerstand war, wie schon aus obiger Das geben wir gern zu; aber durch diesen Strasschutz, selbst wenn Dungen der Frau Caffeburg in Szene zu sehen, er glaubt dadurch allgemeiner Uebersicht ersichtlich ist, im Februar cr. sonderlich hoch, da das Maximum einen großen Theil des er noch so viele ftrafgerichtliche Verurtheilungen im Gefolge hätte, den Erinnerungen der Ueberfallenen wirksam nachzuhelfen. Monats in unseren Gegenden lagerte. Der mittlere Stand des was wir nach den uns gemachten Mittheilungen im vorliegenden Ein heftiger Zusammenstoß zweier Pferdebahnwagen Berichtsmonats betrug 768,6 mm. und war damit um 10,4 mm. Falle noch nicht einmal fürchten, würde die ganze Sozialgesetzgebung noch nicht um einen Deut besser und gewinne in den fand, wie ein Berichterstatter melbet, vor einigen Tagen am höher, als normal ist. An 12 Tagen überschritt das Barometer Augen aufgeklärter und selbstdenkender Arbeiter auch nicht das Königsthor statt. Als gegen 10 Uhr zwei vollbesetzte Tramways die Höhe von 770 Mim. und erreichte am 22. mit 775,8 m. sein der Linie Moltenmarkt- Weißensee und der Ringbahn in der Maximum, während das Minimum mit 755,6 Mnt. auf den 12. Geringste an ihrem Ansehen. Richtung nach dem Rosenthaler Thor das Königsthor passirten, fiel. Die mittlere Temperatur betrug Morgens 7 Uhr-0,4 Gr. Das Beschneiden der Bäume wird leider auch in diesem fuhr der Weißenseeer Wagen mit solcher Gewalt an den Hinter( normal sind für den Februar-0,2 Gr.), Mittags 2 Uhr Jahre in viel zu geringem Umfange, sowohl an den Straßen- perron der Ringbahntramway an, daß beide Gefährte aus den 2,8 Gr.( normal 2,7 Gr.), Abends 9 Uhr 0,8 Gr.( normal Die Perron 0,9 Gr.). Es ergiebt sich hieraus eine mittlere Monatstem peratur bäumen, wie den Alleebäumen des Thiergartens ausgeführt. Wo Geleisen geschleudert und start beschädigt wurden. es stattfindet, geschieht es aber auch in ganz ungenügender Weise. passagiere vermochten sich noch im letzten Augenblick durch Ab- von 1,0 Gr., während 1,1 Gr. dem Februar nach langjährigen Die Bäume werden etwas ausgelichtet, das ist Alles, und wachsen springen zu retten, während die Innenpassagiere beider Wagen Beobachtungen zukommen. Die Temperaturverhältnisse zeigten also dieselben ohne jede Form fast wild weiter. In Reihen stehende von den Sitzen geschleudert wurden, ohne sich jedoch Verletzungen eine seltene Uebereinstimmung mit den normalen, und zwar nicht nur im Allgemeinen, sondern auch im Einzelnen. Kein Tag war um Bäume sollen und müssen aber, so lange sie jung genug sind, stets zuzuziehen. mehr als 3,3 Gr. zu warm, feiner um mehr als 3,6 Gr. zu falt; in Form gehalten werden, was einfach dadurch geschieht, daß Ein schreckliches Ende hat die Frau des Schlächtermeisters im Ganzen überstieg die Differenz zwischen der thatsächlichen und man zunächst die alten Zweige fcharf auf gleiche Länge zurückschneidet, und dies jährlich bei den neuen Trieben Schwarz, Teltowerstr. 14, welche erst 31 Jahre alt und Mutter der normalen Temperatur an 6 Tagen die Höhe von 2 Gr. Der wiederholt. Auch zu tief sigende Zweige müssen zeitig entfernt dreier Kinder, deren ältestes, ein Mädchen, 12 Jahre zählt, ist, wärmste Tag war der 3. mit 4,0 Gr., der tälteste der 14. mit werden. Besonders aber soll stets nur eine Spize am Sonnabend genommen. Die junge Frau litt an hochgradiger-3,5 Gr. Das absolute Maximum fiel auf den 26. mit 8,6 Gr., hochgezogen und gleichzeitig hochgehende Triebe zurückgeschnitten Gehirntuberkulose und hatte einen so ungünstigen Nervenzustand, das absolute Minimum auf den 14. mit-7,5 Gr. 14 Tage werden. Nur so erzielt man schöne Bäume und zugleich üppiges daß sie auf ärztliche Anordnung einem Pensionat für Nerven waren zu warm und 14 zu falt. Gistage( an welchen die TempeWachsthum wie auch große Blätter. Statt dessen stehen alle leidende in Zehlendorf überwiesen worden war. Hier besserte ratur unter 0 Gr. blieb) wurden 2, Frosttage( an welchen sie Bäume verwildert da, einzelne Zweige ragen oft meterlang über sich das Allgemeinbefinden der jungen Frau, wennschon das Ge- unter 0 Gr. fant) 18 beobachtet. Am Erdboden betrug das die Form hinaus und neue Triebe an ungehöriger Stelle werden hirnleiden sich nicht in seinem zerstörenden und entstellenden Fort- mittlere Maximum 6,3 Gr., das mittlere Minimum-1,5 Gr. nie entfernt. Nur neue angepflanzte Bäume zeigen sich jetzt im gange aufhalten ließ. Letzteres wußte Frau Sch. Als nun eine Die Extreme bildeten hier-10,0 Gr. am 14. und 17,6 Gr. am richtigen Schnitt. Auch eine tüchtige Durchforstung des Thier- andere Dame jenes Pensionats dem Tode durch Entkräftung er 26. An 24 Tagen ging der Thermometer am Boden unter gartens wäre dringend nöthig, besonders die Entfernung vieler lag, zog sich Frau Sch. sehr betrübt in ihr Zimmer zurück, Die Windrichtung war vielfach wechselnd. Bis zum 6. herrschten Kiefern, die dem jungen Nachwuchs Licht und Luft rauben und scheinbar um sich zur Nachtrube zu begeben. Um 734 Uhr Abends, manchen schönen Baum verkümmern lassen. Die in den Wegen wo eine Dienerin in das Zimmer von Frau Sch. trat, fand sie nordwestliche Winde vor, dann wehte bis 11. meist Südostwind, stehenden einzelnen Bäume sollten unter allen Umständen beseitigt diefelbe auf den Knien rubend, am Zimmerfenster erhängt vor. Demnächst folgender Südwest, Nordwest und Nordost mit je Frau Sch. hatte ein Stück Sophaschnur vom Sopha getrennt und eintägiger Herrschaft; vom 14. bis 20. war der Wind westlich sich mittelst dieser am unteren Fensterwirbel getödtet. Alle oder nordwestlich, darauf trat Südost ein, der bis zum MonatsIm Poftmuseum befindet sich in Raum 15, welcher der Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos. schluffe die Herrschaft hatte. Im ganzen Monat wurden beGeschichte der Telegraphie gewidmet ist, und in welchem die Ein entfehlicher Fund wurde am Sonnabend, Abends obachtet: 21 mal West, 17 mal Nordwest, 17 mal Südost, meisten Systeme von der optischen Telegraphie bis zu den elektromagnetischen Beigertelegraphen, den Typendruckapparaten, der 8 Uhr, auf der Eisenbahn Strecke unweit Ruhleben gemacht. 8 mal Süd, 6 mal Südwest, 4 mal Ost, 2 mal Nordost und Die Windstärke betrug im Durchschnitt Morgens 2,5, Gruppe der Doppelschreiber und jener der automatischen Apparate Neben den Schienen lag, in mehrere Stücke zertheilt, die Leiche 1 mal Nord, 8 mal herrschte zur Beobachtungszeit völlige Windvorgeführt wird, an der südlichen Wand zwischen den beiden eines gut gekleideten jungen Mädchens. Die von den Rädern stille. Fenstern ein ziemlich einfaches Modell, auf welches mit gebüh- eines Eisenbahn Buges getrennten Rörpertheile wurden aufge- Mittags 3,0, Abends 2,5 der zwölftheiligen Stala. 3 mal wurde rendem Respekt hinzuschauen alle Ursache vorhanden ist, denn es hoben und in einem Tragekorbe nach der Leichenhalle des Be- der Stärkegrad 5, einmal der Stärfegrad 6 erreicht. Die Beist jenes des ältesten Morse- Apparates vom Jahre 1885. Ziem gräbnißplates an der Potsdamer Chaussee geschafft. Die Ber- wöllung war im Allgemeinen geringer, als für den Februar lich bekannt dürfte sein, daß Morse, von Beruf Maler, auf der storbene ist am Tage mehrfach in Herrenbegleitung in der Stadt normal ist. Sie betrug im Monatsmittel Morgens 7,2, Mittags Rückkehr von Europa nach Amerika auf dem Dampfer durch die gesehen worden. Sie hat allem Anschein nach den Tod selbst 6,7, Abends 4,9 der zehntheiligen Stala. Der Monatsdurchschnitt beBerichte eines Passagiers über elektro- magnetische Versuche gesucht. Die Identität ist noch nicht festgestellt. Legitimations rechnet sich auf 6,3, während 7,0 für den Februar normal sind. als der Hälfte aller, die Bewölfungsgiffer 10, war also ganz in Paris derart gefesselt wurde, daß er beschloß, sich ebenfalls papiere wurden bei der Leiche nicht vorgefunden. Die Todte war Der Himmel hatte an 44 Beobachtungsterminen, also an mehr auf diesem Gebiete zu versuchen. In New- York angekommen, etwa 20 Jahre alt. mit Wolfen bedeckt; dagegen war er an 21, von denen 12 auf faßte er die Idee, die elektrische Kraft für telegraphische Ein niedergeschossener Einbrecher. Vor einigen Tagen den Abend fallen, ganz heiter. Trübe Tage im meteorologischen er das Modell diefes ältesten Morse- Apparates, welches im Post- ging, einem hiesigen Abendblatt zufolge, der hiesigen Kriminal- Sinne( Bewölkung über 8) wurden 11, heitere( Bewölkung unter museum zu sehen ist, fertig gestellt. Ueber einem gleichmäßig polizei die Mittheilung zu, daß ein Einbruch in die Wohnung 2) 5 festgestellt. Die relative Feuchtigkeit war wegen des vielfach nebrigen des Kaufmanns und Eigenthümers Arnheim, Fischerbrücke 23, fortbewegten Papierstreifen ist ein hölzernes Bendel so aufge- parterre, versucht werden würde. Man postirte daher in der Wetters größer als normal ist. Sie betrug im Mittel Morgens hängt, daß ein an seinem unteren Ende befestigter Schreibstift Wohnung des Bedrohten, welcher allein steht und in der Mittags- 89,5 pet., Mittags 73,7, Abends 84,6 pCt. Es ergiebt sich hieroder ein mit Farbe gefüllter Pinsel mit dem Papierstreifen in steter Berührung bleibt und auf demselben eine gerade Linie sieht, zeit die Räumlichkeiten zu verlassen pflegt, einen Kriminal- aus ein Monatsdurchschnitt von 83 pet., während dem Februar schuhmann. Gestern Mittag gelang es nun, die Einbrecher bei nur 80 pet. zukommen. Ihr Maximum erreichte die Feuchtigkeit so lange das Bendel in seiner Ruhelage bleibt. Gin mit dem auf der Arbeit zu überraschen; dieselben drangen vom Hausflur aus mit 98 pet. am 28., ihr Minimum mit 40 pCt. am 12. Die der entfernten Station befindlichen Geber in Verbindung stehender in die Wohnung, deren hintere Thür sie mittelst Dietrichs ge- Niederschläge waren sehr gering. Ihre Höhe erreichte mit 7,4 mm. Elektromagnet zieht bei stattfindender Stromsendung einen am räuschloß öffneten. Beim Betreten der Küche harrte ihrer ein noch nicht den fünften Theil der normalen( 39 Mm.). Nur an Pendel befestigten Anter an und lenkt so das Pendel in einer unerwarteter Empfang: sie sahen sich plöglich einem fräftigen 4 Tagen fielen Niederschläge, welche mit mehr als 0,2 mm. meßgegen die Bewegung des Papiers senkrechten Richtung ab: es wird manne gegenüber, der fie energisch aufforderte, sich zu ergeben. bar waren; im Ganzen wurde an 6 Tagen Regen, an 3 Schnee, infolge dessen die vom Schreibtisch gezogene geradlinige Marke Als die Berbrecher auch nur eine Gefunde zögerten, hatte der an 1 Graupeln festgestellt. Reis wurde vierzehnmal, Nebel fünfunterbrochen und eine je nach der Zeit und Dauer der Schließung Beamte den einen derselben bereits gepackt. Dies benutzte der mal beobachtet. verschiebene Zickzacklinie hervorgebracht. Auf diesen Apparat er weite, um auf den Beamten mit einem Messer einzubringen. werden. 930 Leitungen zu verwenden. Schon im Jahre 1885 hatte hielt Morse im Jahre 1837 ein amerikanisches Patent. Im Jahre Der also Bedrohte zog indeß blitzschnell seinen Revolver und gab Polizeibericht. Am 2. b. M. Morgens wurde ein Mann 1843 führte er dann mit Hilfe der amerikanischen Regierung die Feuer auf den Verbrecher. Dieser stürzte, in den Kopf ge- auf dem Boden eines Hauses in der Spandauerstraße erhängt erste Versuchslinie zwischen Washington und Baltimore aus, troffen, blutüberströmt zusammen, und der Beamte begann vorgefunden.- Nachmittags fiel ein Mann vor dem Hause und zwar wurde auf derfelben am 27. Mai 1844 die erste Des ben zweiten Burschen, den er immer noch festhielt, zu tnebeln. Prenzlauerstraße 46 zur Erde und brach den rechten Oberschenkel. pesche befördert. Neben diesem Modell des ältesten Morse- währenddeß raffte sich der Verwundete wieder auf, verließ die Er wurde nach der Weil'schen Klinik gebracht. Zu derselben Apparats befindet sich aber im Postmuseum noch ein zweites vom Jahre 1846, welches von dem Mechaniker D. Ballauf in Washington noch in die Wassergasse hinein und betrat dort das Haus Nr. 39, straße mittelst Revolvers. Gegen Abend wurde vor dem Hauſe Küche und floh der Inselstraße zu. Von hier schleppte er sich Beit erschoß sich ein Mann in seiner Wohnung in der Krausengenau nach dem Original gefertigt ist. Dieses neue Modell ist woselbst er, vom Blutverlust ohnmächtig, zusammenbrach. The Dragonerstraße 3 ein Mann in Krämpfen liegend aufgefunden ein erheblich verbessertes System, und nach ihm sind die unter Der Bezeichnung„ Reliefschreiber" und" Farbschreiber" bekannten man wußte, was geschehen, ließ man einen Arzt und den Insel- und auf Anordnung des Arztes nach der Charitee gebracht. Apparate, von welchem sich im Postmuseum eine stattliche Samm traße 10 wohnhaften Heilgehilfen Krickhahn kommen, welch letz- Abends wurde ein Mann vor dem Hause Linienstraße 3A von Lung befindet, gefertigt. Neben jenem Modell vom Jahre 1846 terer den Schwerverletzten einen Nothverband anlegte. Kurze Zeit einem Geschäftswagen überfahren und erfitt einen Bruch der darauf verstarb der verwundete Verbrecher. Jetzt erst drang die rechten Schulter, sowie Verlegungen im Gesicht. Zu derselben liegt eine Bescheinigung der U. S. Patent Office aus, laut deren Kunde nach der Wassergasse, daß man einen gefährlichen Ein- Zeit sprang eine Frau nahe der Bärwaldbrücke in den ZandwehrMr. Samuel J. B. Morse am 11. April 1846 ein Patent auf brecher vor fich gehabt, welcher von einem Kriminalbeamten auf Kanal, wurde jedoch noch lebend aus dem Waſſer gezogen und den Apparat erhielt, daß dieses Patent am 18. Juni 1848 er ber That abgefaßt und verwundet worden war. Man benach nach dem Krankenhauſe am Urban gebracht. In der Nacht neuert und am 17. April 1860 verlängert wurde. Es mag nicht richtigte die Revierpolizei, welche für Ueberführung der Leiche zum 3. d. M. stürzte sich ein unbekannter Mann von der Potsunerwähnt bleiben, daß am 27. April d. J. 100 Jahre seit der nach dem Leichenschauhause Sorge trug. Der zweite Ginbrecher damerbrücke in den Landwehr- Kanal und ertrant. Geburt Morse's, des Schöpfers der modernen Telegraphie, ver- war inzwischen nach dem Polizeigefängniß transportirt worden. Morgens wurde ein Lehrling im Maschinenhause einer Fabrit in M. flossen sind. Wie man fagt, soll ein Romplice der beiden Einbrecher, welcher der Blumenstraße erhängt vorgefunden. Am 2. d. Wt. fanden sich bei einem früheren gemeinsam begangenen Diebstahl übervor- vier kleine Brände statt. theilt glaubte, den bei Arnheim geplanten Einbruchsdiebstahl aus Rache zur Anzeige gebracht haben. " Wie dringend nothwendig es ist, auch die kleinsten Wunden nicht unbeachtet zu lassen, zeigt das traurige Geschick eines Schlächtergesellen, welches die D. Fl.- 3tg." erzählt. Der felbe hatte sich beim Scheuern, wozu er jich einer Scheuerbürste bediente, mit der scharfen Spitze einer der Indiafasern in die Hand gestochen; ohne auf die kaum nennenswerthe Verletzung zu achten oder die kleine Wunde zu verbinden, arbeitete er weiter. Nach einigen Tagen mußte er Aufnahme in ein Krankenhaus nachsuchen. Nach monatelangem Krantenlager und nachdem ihm aus dem Daumen mehrere in Giter übergegangene Knochen entfernt und der Arm durch wiederholt operative Eingriffe zerschnitten worden, ist die Hand vollständig fraftlos und wird an fcheinend ganz vertrocknen. Der Bedauernswerthe wird vorausfichtlich dauernd erwerbsunfähig werden. wild810 V Bedenkliche Brandwunden erlitt am Sonntag die Suffitenstraße 2 bei ihren Eltern wohnhafte 14jährige Bauline Lehmann. Mit dem Abheben eines mit siedend heißem Wasser gefüllten Refsels beschäftigt, glitt sie aus und goß sich den Inhalt des Ressels über den Leib, so daß ihre Ueberführung nach dem katholischen Krankenhause stattfinden müßte. Das unvorsichtige Zuschlagen der Koupeethüren hat wieder einen Unglücksfall herbeigeführt. Als Sonntag Nacht der 35jährige Tafeldecker Hermann Fischer auf einem hiesigen Bahnhof antam, schlaftrunken ausgestiegen war und im Begriff stand, die Thür zuzuwerfen, kam ihm der Schaffner zuvor und wurde F. dabei die linke Hand vornehmlich zwei Finger derfelbenbedenklich gequetscht. Der Verletzte wurde nach Anlegung eines Nothverbandes nach dem katholischen Krankenhause überführt. Den Beamten trifft teine Schuld. Am 3. d. M. Gerichts- Beitung. Das Reichsgericht wird sich in Rurzem mit dem Köpenicker Krawall zu beschäftigen haben. Gegen das Erkenntniß des Schwurgerichts am Landgericht 11., welches die Angeklagten zu schweren Strafen verurtheilt hat, ist Seitens der Bertheidigung das Rechtsmittel der Revision eingelegt worden, über welchess nun das Reichsgericht zu entscheiden hat. Außer auf einere formale Punkte stützt sich die Revision namentlich darauf, daß die Hauptfrage bezüglich des schweren Aufruhrs den Geschworenen in unzulässiger Form vorgelegt worden sei. Zum Fall Caffeburg. Der wegen des an der Frau Caffeburg verübten Raubmordverfuchs in Untersuchungshaft beNach der durchaus gerechtfertigten Pragis unserer findliche Bäcker Philipp Abels hatte sich sowohl bei der AusGerichtshöfe, bei Messerstechern gegenüber grundsätzlich führung dieses Verbrechens, als auch bei den Besuchen in den Milde nicht walten zu lassen, wurde auch gestern Seitens der IV. Straffammer des Landgerichts 1. verfahren. Vor derselben 55 Geschäften, wo er in gleicher Weise vorzugehen beabsichtigte, eines Helfers bedient. Diesen glaubt nun die Kriminalpolizei Die Staare sind eingetroffen und haben ihre hölzernen hatte sich der Maler May Heinrich Rönsch wegen schwerer in dem vor einigen Tagen verhafteten Arbeiter" Ackermann Häuschen bezogen. Täglich kommt es zu kämpfen mit Spazen, Körperverlegung und Bedrohung zu verantworten. Rönsch hatte ermittelt zu haben. Durch die Aussage der Frau Casseburg, daß die für den Winter in den warmen Nestern hausten. eines Tages ein wenig zu tief in die Flasche geguckt und war der Thäter eine ungewöhnliche Sachkenntniß in Bezug Die Witterung des Monats Februar er. Nach den welchem er wohnte, einen Heidenlärm verursachte. Er gerieth mit darüber so in Aufregung gerathen, daß er in dem Hause, in auf Herstellung und Preise von Seifen entwickelt habe, wurde die Behörde zu der Vermuthung geleitet, es müsse voraufgegangenen überaus kalten Monaten erschien der Februar, mehreren Einwohnern in Streit und drohte mit fürchterlicher Stimme, derfelbe entweder ein Fachmann sein oder aber einem solchen trotzdem er im Allgemeinen nicht gerade befenders warm war, daß er Jeden niedermeßeln werde, der ihm unbequem werden nabestehen. Dem entsprechend forschte man nun in den recht behaglich. Wesentlich trug, um diese Empfindung hervor follte. Gin Zimmergesell Raute, welcher diese Drohungen für Bekanntentreffen von Abels nach einer solchen Persönlichkeit und zurufen, der Umstand bei, daß die Witterungsverhältnisse sehr eitel Geschwäß hielt, fühlte sich veranlaßt, dem Standalmacher fand gar bald, baß Ackermann, welcher mit ihm auf besonders gleichmäßig und ohne jeglichen schroffen Uebergang blieben. energisch zur Ruhe zu verweisen und ihm eine gewaltsame EntBu Anfang des Monats stand das Wetter unter dem Ein- fernung aus dem Hause in Aussicht zu stellen. Statt jeder Antfreundschaftlichem Fuße steht, ein gelernter Seifenfieder ist, aber feinem früheren Gewerbe entsagt hat. Auf die Wahrscheinlichkeit, fluffe eines im Norden Europas langsam von Westen nach Osten wort zog der Angeklagte ein Messer und brachte seinem Gegner daß Ackermann mit Abels gemeinsame Sache gemacht hat, deutet gehenden barometrischen Minimums und eines zunächst am Bis- mehrere Stichwunden im Kopf bei, welche troiß einer fast viernoch ein zweiter Bunft, welcher in der ganzen Untersuchung eine tayischen Meerbusen lagernden, dann ebenfalls etwas weiter wöchigen Behandlung bis zum heutigen Tage noch nicht ganz Es war lind und trübe, geheilt sind. Der Angeklagte ist noch nicht bestraft, er war auch hervorragende Rolle spielt. Der Fischermeister Giffert hatte mit oftwärts gehenden Maximums. großer Bestimmtheit behauptet, daß der vermuthliche Thater, ben und die ziemlich lebhaften Winde kamen aus Nordwesten. Allmälig erwiesenermaßen etwas angetrunken nichts bestoweniger verer längere Zeit vor dem Geschäftslokal Oranienstraße 58 beob- breitete sich, während im Norden ein abermaliges Minimum urtheilte der Gerichtshof denselben zu 1 Jahr 14 Tagen Gefängniß, achtete, ein Mal auf ber linken Wange trage. Bei Abels war nach Often wanderte, der hohe Luftdruck über Deutschland weil auch er der Ansicht ist, daß der Rohheit des Messerstechens ein solcher Fled nicht vorhanden, so daß man an zuständiger aus, und es trat vom 5. ab leichter Froft ein, der bis zum 11. auf alle Fälle mit möglichst empfindlichen Strafen entgegen geStelle der Ansicht Raum gab, es müsse durch den merklich hervor- anhielt. Dann folgte beim Vorüberziehen eines beträchtlichen treten werden müsse. stehenden Backenknochen ein Schatten auf die Wange geworfen wor- Minimums über das südliche Standinavien eine beträchtliche Gra den fein, den der Zeuge irrthümlich für ein Mal hielt. In dieser Mei- wärmung, die aber bald wieder erneutem Froste wich, als bas Als ein höchst nnvorsichtiger Wagenführer zeigte sich nung wurde die Behörde bekanntlich durch die Photographien Abels Hochdruckgebiet vom Bistanischen Meerbusen her abermals sich der Kutscher Wilhelm Schulz, welcher gestern unter der An bestärkt, welche thatsächlich einen Schatten auf der linken Backe ausbreitete. Dieses Maximum, welches seinen Kern allmälig nach flage der fahrlässigen Körperverlegung vor der vierten Strafwahrnehmen ließen. Aldermann trägt dagegen wirklich ein Mal Deutschland verlegte, beherrschte längere Zeit das Wetter, das fammer des Landgerichts stand. Der Angeklagte hat schon einim Gesicht, wenn auch nicht an der linken, so doch an der rechten meist trübe, neblig und gelind blieb. Allmälig wurde die mal das Unglück gehabt, ein Kind zu überfahren und dadurch zu Seite unmittelbar unter der Schläfe, und es ist wohl möglich, Temperatur allerdings niedriger, als sich der Kern nach Rußland tödten; fast ebenso schlimm lag der gegenwärtige Fall. Am daß Giffert sich in Bezug auf die Gesichtshälfte geirrt haben verschob. Mehrfache Minima, die im Westen erschienen, drangen 18. April v. J. fuhr der Angeklagte mit einem schwer beladenen Lann. Am Sonnabend wurde der Frau Gaſſeburg Adermann im nicht bis zu uns vor, so daß die Witterung bis zum Monats. Wagen durch die Görlitzerstraße. Ein kleines, taum zwei Jahre " Es ist eine alte kriminalistische Erfahrung, daß auch die gewiegtesten und schlauesten Verbrecher mitunter bei Ausübung ihrer Arbeiten" Dummheiten begehen, welche kaum zu begreifen sind. Eine solche Dummheit, welche der Kriminalpolizei Die Arbeit ungewöhnlich erleichtert hatte, ist für den Gürtler Karl Robert Getti verhängnißvoll geworden. Derselbe hat in der Nacht des 10. Mai v. J. in dem Laden des Schneidermeisters Bernh. Barth einen Einbruchsdiebstahl verübt und dabei nicht nur den Laden ausgeräumt, sondern auch die Ladenkasse geplündert. Als der Diebstahl entdeckt worden war, fand man am Orte der That ein offenbar von dem Einbrecher vergessenes Jacket vor, welches in überraschender Weise alle wünschenswerthen Angaben über den Spitzbuben enthielt. In einer Seitentasche fand sich nicht nur ein Bettel mit Dem Namen des ehemaligen Besizers des Kleidungsstückes, sondern auch eine Legitimation und ein Pfandschein, so daß es nur weniger Gänge bedurfte, um die Person des Einbrechers festzu stellen. Derselbe leugnete trohdem die That und versuchte es, über Herkunft und Schicksale des Jackets dem Gerichtshofe ein phantastisches Geschichtchen aufzubinden. Es war aber Alles vergeblich: er hat seinen Leichtsinn und seine Dummheit mit zwei Jahren Gefängniß zu büßen, zu welchen noch 14 Tage wegen Führung falschen Namens treten. s 11 " tommen. Ge altes Kind wollte über den Straßendamm laufen. Der An-| ftraße, und bet Graf u. Co., Charlottenftr. 34. Der Preis ist im Vorverkauf| kommen. Geselliger Klub Proletariat" bei Lorenz, Roppenstr. 40 e.felliger Klub Soffnung" bet Feige, Markusstraße 31. getlagte hatte seine Aufmerksamkeit nicht vor sich auf die Straße auf 1 W. feſtgeſetzt. Geselliger Verein Demokratischer Verein. Donnerstag, den 5. März, Abends 8 Uhr, Dres- Freiheit" Abends 8% Uhr, bet Reichert, Müllerstraße 7. Gäste, Damen und gerichtet, er bemerkte das Kind nicht, das im nächsten Augenblick denerstr. 45: Petition betr. die Regelung der Rechtsverhältnisse der Vereine. Herren, willkommen. Vergnügungsverein, on um", Abends 8% Uhr bet zu Boden gestoßen und überfahren wurde. Das linke Bein war Referat über die Wohnungsfrage. Kl. Angelegenheiten. Schröder, Stegligerstr. 18. Gäfte, durch Mitglieder eingeführt, willkommen. zweimal gebrochen, der Knochen des linken Arms zersplittert. Der uhr, Brunnenstr. 9: Vortrag des Herrn Schmidt über Hämorrhoiden. Homöopathischer Verein„ Hahnemann". Sigung am 4. März, Abends Berein der Soldiner", Abends 8% Uhr bei Wutke, Friedrichsbergerstr. 24.Verein Kreuzfidel", Sigung mit Damen bei Doberstein, Mariannenärztlichen Kunst ist es gelungen, das Mädchen fast vollständig zu Obst- und Gemüsehändler- Verein Merkur. Versammlung am straße 31. Berein ehem. Schüler der 44. Gemeindeschule", heilen. Der Staatsanwalt beantragte gegen den Angeklagten Mittwoch, den 4. März, Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Gnadt, Brunnen- Abends 9 Uhr im Albrechtsgarten, Wilhelmſtr. 105. Rauchklub, Nord: Rauchklub ,, Bultan", Abends 9 Uhr bei eine Gefängnißstrafe von 6 Monaten und der Ge- straße 38. Tagesordnung: Handelsgewerbliche Angelegenheiten. Verschie- ftern" in Friedrichsberg. denes. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Ahmer, Gräfestr. 82. Orientalischer Rauchklub, Abends 9 Uhr, bei Hart: richtshof erkannte demgemäß. Freie Vereinigung der Maurer Berlins und Umgegend. Donners- mann, Manteuffelstraße 71. Gäste willfommen. Rauchtlub Frisch gewagt", tag, den 5. März, Abends 8 Uhr, Versammlung bei Orschel, Sebastianstr. 39. Abends von 9-11 Uhr, Posenerstr. 5 bei Nockendorf. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Kokosky- Braunschweig über Grundfüdswerth, Miethpreis und Arbeitslöhne. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes und Fragelaften. Die neuen Statuten gelangen zur Ausgabe. Um zahlreiches Erscheinen wird gebeten. Sozialdemokratische Lese- und Diskutirklubs am Mittwoch. Briefhaffen der Redaktion. aunynsir. 83. Gäste haben Zutritt. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Vorwärts", Abends 8 Uhr, Sigung im Lotale des Herrn Köhn, ,, Vorwärts trok alledem." 1. Nur Vereine, welche einen " Nord", Abends 8 Uhr, bei Raabe, Ruppiñerstr. 46. ,, Gleichheit". Abends 8½ Uhr, bet Silgenfeld, Bergstraße 60. Gäste haben Zutritt. Einfluß auf öffentliche Angelegenheiten bezwecken. 2. Nein. Emanzipation", Abends 8½ Uhr bei Wagner, Neue Königstr. 89. Gäste 3. Nein. willkommen. ,, Kultur", Abends 8% Uhr bei Steuer, Weinstr. 22. ,, Alter Abonnent." Sie fragen: Welches Instrument ist Gleichheit", 8% Uhr bei Schönemann, Staligerstr. 7. Gäste willkommen. Das ist eine Freie Denter", 9 Uhr bei Haugt, Böthstraße 12. Gäste will schwieriger zu erlernen, Klavier oder Zither? Gewissensfrage. Erlernen Sie beide Instrumente- möglichst Arbeiter- Sänger- Bund Berlins und Umgegend. Mittwoch, Abends, nicht in der Nähe unserer Redaktion dann werden Sie den 9 Uhr, uebungsstunde( Aufn. von Mitgl.). Gesangverein Freya",( Gem. Chor) bei Zemter, Münzstraße 11.- Männer- Gesangverein Silaritas", Unterschied schon kennen lernen. 2. Der Thronfolger in DefterHochftr. 32 a bei Wilte. Flöterscher Gesangverein", Landsbergerstr. 31 reich ist ein Habsburger. bei Musold. Arbeiter- Gesangverein, or wärts", Schönhauser Allee 28 bei Nürnberg. W. N. Nr. 8. Sie sind zum Ersatz der Scheibe ver Gefangvereintedesfreiheit", Blumenstr. 38 bet Henke. Gesangverein der Steinmeßen", Johannisstr. 21 bei Müller.- Gesang pflichtet. verein" Echo", Pantom bet Borchardt, Schulzeſtr. 27. verein Deutsche Eiche", Blumenstr. 46 bei Went. Arbeiter Gesang- A. A- r. Laffen Sie dieses Blatt doch schreiben, was erche", Abends 9 Uhr bei Zimmermann, Brunnenstr. 119. Gefangverein es will. Man kann sich mit diesem Gelichter doch nicht ewig gefangverein, Fretheit", Uebungsstunde von 9 bis 11 Uhr im Restaurant herumschlagen. Männergesangverein Morgenroth", Sämmerle, Bülowftr. 59, part. Wrangelstr. 147. bei W. Schmidt. Verein, Steinfeger- Sängerchor", Schwebterstr. 17 bei Wolter. Gesangverein„ Südost" bet Ziemer, Cuvrystraße 16. Männergesangverein Steinnette", Gerichtstr. 10 im RestauMännergesangverein 3ufriedenheit" bet Gauger, WillibaldGesang-, Turn- und gesellige Vereine. Gesangverein„ Frisch auf", Abends 8%-10% Uhr bei Haller, Naunynstr. 70. Gesangverein " Pausebeutel" Abends 9 Uhr bei Boppe, Lindenstr. 106. Gefangverein " Hoffnung", Moabit, Abends 9 Uhr bei Flges, Wilsnackerstr. 63. Männergesangverein Sangestreue", Abends 9-11 Uhr bei Luther, Brüderstr. 26. Gefangverein Alpenrose",( Gem. Chor) 8-10 Uhr, Alexanderstr. 37, Ecke Kaiserstr., 1 Tr. Gesangverein Alpenglühen" 8% Uhr, bei Schröder, Reichenbergerjir. 24. Gäste, durch Mitglieder eingeführt, willkommen.- Bitherklub Alpenveilchen", Abends 8 Uhr, Kaiserftraße 25b, Ece Aleranderstraße. Gäste willtommen. Tambourverein Echo"( Vergnügungs- Verein), Abends 9 Uhr bei Hüttrich, Gollnowstr. 9.Männergesangverein" Edelweiß", Abends 8 Uhr, bet Schneider, Belforterftraße 15. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Versammlungen. Achtung, Friedrichsberg und Umgegend. Mittwoch, den 4. März, Abends 8 Uhr: Große Versammlung des allgemeinen Arbeiterinnenvereins Berlins und Umgegend im totale des Herrn Spizig, Frankfurter Allee 194. Tagesordnung: 1. Vortrag des Fräul. Wabniz. 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verschiedenes. Herren als Gäste sind eingeladen. Allgemeiner Arbeiterinnenverein Berlins und Umgegend, Filiale Moabit. Mittwoch, den 4. März, Abends 8 Uhr: Große Bersammlung bei Flges, Wilsnackerstraße 63. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Wilhelm Werner. 2. Distuffton. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Berschiedenes. Herren als Gäste sind eingeladen. rant. Alexisstraße 5. " " Arbeiter: Lübeck'scher Turnverein: 1. Lehrlingsabtheilung, Abends von 8 bis 10 Uhr im Zurnsaale des Königstädt. Gymnas.", Elisabethstr. 57-58. Berliner Turngenossenschaft. 8. Männer- Abth., Abends von% 9 bis % 11 Uhr. Turnlokal: Mühlenstr. 49-50. E. W. Die direkte Verbindung erfolgt mittelft Dampfer. ,, Kuake." Wir sind zu mündlicher Auskunft bereit. Lauge". Der Arbeiter hat die Scheibe zu bezahlen. Sedroc. Ihre Novelle ist für uns unbrauchbar. Dieselbe steht Ihnen zur Verfügung. 6. K. 12. Das Marsfeld liegt bei Paris. Die übrigen Fragen sind wir nicht im Stande zu beantworten. Briefkaffen der Expedition. Für die Ausgesperrten gingen ferner ein: Ralte 6: 6,-. Alte Raketentiste 8,50. Ueberschuß der Tellersammlung der Militärschneider 9, Ueberschuß vom Druckerei- Kränzchen von Schmidt 4,30. Tischlerei Baumgarten 4,55. Braun, Brandenburgstr. 1,50. Freie Vereinigung der Graveure und Biseleure 50,-. Von den Hellrothen im Norden 2,25. Werkstatt Wenkel 3,50. Garten", Dresdenerstraße 45, Damen und Herren als Gäste willkommen. Mechan. Werkstatt v. Hirschmann 8,-. Ueberschuß von der Theater- u. Vergnügungsverein Vultania" Abends 9 Uhr, in Meißners Tellersammlung der Brennervers. vom 27. 11. 14, CharlottenRestaurant, Gartenstraße 162. Gäfte, Damen und Herren, willkommen. burg gesammelt bei Wonde 3,-. Abgel. G. Pirch 1,65. Ges. in Pollack- klub u stige Brüder", Abends 8-10% Uhr im Restaurant der Fabrik von Wenzel u. Kabelich 6,15. 5 rothglühende Arbeiter Siewald, Dresdenerstr. 38.- Vergnügungs- Verein Proletariat", Sigung im Stonzerthause, bet den Herren Bote u. Bock, Mufitalienhandlung, Leipziger- Abends 9 Uhr, im Restaurant F. Bubett, Naunynstraße 86. Gáfte will 2,50. Marketenderin v. Maskenball der Schmiede 5,-. Vereinigung deutscher Bühnenangehöriger. Am Sonnabend den 7. März, Abends 10% Uhr, findet zum Besten einer Pensionsanstalt für alters schwache Schauspieler im Konzerthause, Leipzigerstraße 48, ein Herren- Gesellschafts- Abend" statt. Mitglieder des Schauspielhauses, des Deuschen, Wallner, Vittoria-, Residenz, Thomas: ud sämmtliche Herren des Adolf- Ernst- Theaters haben ihre freundliche Mitwirkung zugesagt. Der Bilietvertauf befindet sich Theaterverein Blumenlese" Stzung 9 Uhr Abends im„ Dresdener Achtung! Achtung! Steindrucker und Lithographen Berlins. Es ist unbedingt nothwendig, daß sämmtliche Kollegen das Sonnabend, den 7. März 1891, in den„ Bürgerfälen", Dresdenerstraße 96, stattfindende Winterfest besuchen. Es ist darum nöthig, damit das Fest ein imposantes wird, und wir nicht wieder mit einem Defizit abschließen. 281/8 Billets Herren 50 Pf., Damen 30 Pf. find bei folgenden Kollegen zu haben: 0. Sillier, Gräfestr. 77; Gent, Rottbuser Damm 6; Scheidenreich, Kottbuser Damm 95; Fisch, Zühowstr. 5; Darge, Ruppinerstraße 44; Fröbel, Belforterstr. 13; Broccob, Neue Königstr. 27; Pachtenheimer, Swinemünderstraße 48; und R. Schöpke, Schönhauser Allee 177b, Hof 1 Tr. Um recht zahlreiche Betheiligung wird gebeten. J. A.: R. Schöpke. Etablissement Buggenhagen am Moritplay. Sonnabend, den 14. März 1891: Aufklärung über die Nur 1 Mark. ģ Klagen, Eingaben, Reklamationen, 761b Rath im Zivil- und Strafprozeß. Einziehung von Forderungen. Pollak, jett Raupacftr. 7, I. Auch Sonntags. Erwerbsverhältnisse der Musiker. Eltern und Vormünder, deren Söhne resp. Mündel die Absicht haben, die Musik als ihren Lebensberuf zu erwählen und in eine der sogenannten Musiklehren einzutreten gedenken, welche in und um Berlin liegen, mögen sich im Interesse des späteren Fortfommens ihrer Schußbefohlenen, da gerade im Musikverhältnisse bei dem Verein Berliner Munker erkundigen. Rosenthalerstraße 38, im Restaurant Philipp, Vormittags von 11-12 Uhr, an den Wochentagen, ist der Vorstand gern bereit, jede gewünschte Auskunft zu geben. Rohtabak! Beſte Auswahl sämmtlicher Sorten. Billigste Preise.[ 36L Eberhard Herz, Pringenstr. 38. Muſikerſtande die Lehrlings- Ausbeutung besonders blüht, aufs Genaueste über Meyer's Lotion, Ber Böhmisches Brauhaus. Der Bockbier- Verkauf begann am 21. Februar. Für 3 Mark 24 Flaschen. Gambrinusbräu.. 24 Flaschen 3 M. Helles und dunkles Lafelbier 30 3 Bibliothekentauft A. Hannemann, Kochstraße 56. 1. 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Reich illustrirte Preiscourante versenden wir gratis und franko. Zur Der Vorstand. Reich illustrirte Preiscourante versenden wir gratis und franko. Einsegnung wir Durchweg 225 L Böhmisches Brauhaus. 11-13 Landsberger Allee 11-13. Berlin S. A. Schulz Berlin S. 34 Wafferthor- Straße 34. Möbel- und Polsterwaaren- Fabrik. Gediegene Arbeit. Zeitgemässe Preise. Coulante Zahlungsbedingungen. Verlag des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuthstrasse 3. In zweiter Auflage erschien soeben: Die Schmuck aus echten böhmischen fein Bestrebungen der Sozialdemokratie geschliffenen Granaten. Spezialitäten in hochfeiner Ausführung. Appartefte Muster. Gediegene Fassung in allen anwendbaren Form- Arten. Reichste Auswahl. Solideste Bedienung. 75 M Schönste und beliebteste Brant- und Gelegenheitsgeschenke. August Goldschmid& Sohn, f. f. österr. Hoflieferanten aus Prag. Filiale in Berlin W., Friedrich- Strasse No. 175. beleuchtet vom Irr- Sinn Eugen Richter's. 42 Bogen 8%. 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Jahrg. den Lehrlingen gegenüber schon mal vor Gericht zu verantworten während die Mägde in der Küche sich aufhalten müßten. Sei es hatte, sich aber dadurch nicht von der Ausübung neuer Rohheiten abhalten läßt. Versammlungen. Ein sozialdemokratischer Parteitag 11 " dann ein Wunder, daß sie dann im Wirthshaus sich zusammenfinden? Wenn durch solche Zustände die Leute unzufrieden würden, heiße es, sie seien durch Sozialdemokraten verheßt, das Verheyen besorgen ja die Verhältnisse.. Dem ländlichen Arbeiter müßten über die bestehenden Verhältnisse die Augen geöffnet werden, dann werde derselbe bald in die Reihen der Sozialdemokratie eintreten. Hierauf fand eine Mittagspause statt. Anfenf an sämmtliche Kollegen der Arbeiter des Inund Auslandes. Werthe Kollegen und Arbeiter! In Nachstehendem geben wir einen Ueberblick über den Stand unserer Aussperrung. Seit unserem letzten Aufruf hat sich die Situation im Wesentlichen verändert. Der Ausstand der Flensburger Rollegen ist bekanntlich mit einem Siege der Arbeiter beendet; wir müssen hier jedoch bemerken, daß es den Fabrikanten große In der Diskussion trat Genosse Thierbach für eine Agitation Ueberwindung gekostet hat, den famosen Revers zurückzuziehen, für die Kreise Ober- Barnim, Königsberg i. N. und Prenzlau betreffs Abschaffung der Gesinde- Ordnung ein. Er trat ferner und daher müssen wir ganz besonders auf der Hut sein, be- Angermünde war zu Sonntag, den 1. März nach Wriezen a. D. der Ansicht entgegen, als ob durch irgend welche Gesetze der sonders mit dem Arbeitsangebot; nachdem die Sperre als aufge- einberufen. Derselbe wurde vom Genossen Günther aus Freien- Niedergang des Kleinbauern verhindert werden könne. Auch hoben bekannt gegeben war, fand nämlich ein sehr großes Arbeits- walde a. D. Vormittags 11½ Uhr mit einer kurzen Ansprache er in der Landwirthschaft mache sich das Gesetz der immer angebot statt, so daß die Flensburger Kollegen hierdurch einen öffnet. Der Sigungssaal, der wohl 1500 Personen zu fassen ge- größeren Zusammenziehung des Besitzes geltend. Genosse Schaden für sich fürchten mußten. eignet war, wurde von zirka 300 Delegirten aus den drei Kreisen, millarg fordert zur Aufnahme von Statistiken auf. Es sei hier erwähnt, daß die Kollegen in Flensburg mit fowie einer ganzen Anzahl von aus der Umgegend erschienenen Genosse Pirch macht den Vorschlag, in den Städten Vertrauensden Fabrikanten dort das Abkommen getroffen hatten, daß die Parteigenossen angefüllt. Ueber der Bühne prangten zwei rothe männer zu wählen, die an Sonntag- Nachmittagen Versammauswärts Arbeitenden, welche während des Ausstandes Flens- Fahnen mit der Inschrift: Proletarier aller 2änder lungen einzuberufen hätten, zu welchen man die Landarbeiter Gesetzt vereinigt euch" und Freiheit, Gleichheit, Brüburg verlassen hatten, wieder eingestellt würden. heranziehen möge. Genosse Radnik- Eberswalde will an Sonnnun den Fall, diese Arbeiter kämen alle wieder zurück, was derlichkeit." Den Vorsitz führten die Genossen Kegel- tagen die Dörfer von den Städten aus mit Schriften belegt wissen. und Günther. Eine vom Genossen faum bezweifelt werden darf, so sind die Desen in Flensburg mann- Neu- Damm so ziemlich besetzt, und dies bitten wir zu berücksichtigen. Günther vorgeschlagene Geschäftsordnung, wonach jedem Refe- Folgende Resolution wurde angenommen: In Erwägung, daß bisher für die Aufklärung der landwirthIn Ottensen sind die Verhältnisse durch Zuzug von aus- renten eine Stunde und jedem Redner zehn Minuten Redezeit schaftlichen Arbeiter nicht genügend Sorge getragen, in fernerer wärts für uns etwas ungünstiger geworden; wir bitten aber, den gewährt werden, wurde angenommen. Hierauf erhielt zum ersten Erwägung, daß das Klassenbewußtsein ber ländlichen Arbeiter Zuzug nach diesem Ort für die Zukunft streng sern zu halten, Bunkt der Tagesordnung: Organisation und Agitation, Genosse nur durch rührige Agitation gefördert werden kann, be= dann wird auch hier das Unternehmerthum zu der Einsicht Pökelmann das Wort. Derselbe führt folgendes aus: schließt der heutige Parteitag 1. mit allen gesetzlichen tommen, daß die Arbeiterschaft ein Faktor ist, mit dem man zu Die Agitation in den ländlichen Kreisen ist eine bedeutend mitteln im Sinne der sozialdemokratischen Partei zu agitiren, rechnen hat. andere wie in den Städten. Dort, wo die Industrie eine Menge wo es nur angeht, auf den Dörfern Versammlungen abzuhalten. Proletarier zusammengezogen, wo diese sich gegenseitig auf 3. Bon Zeit zu Beit Flugschriften, welche die Lage der ländlichen geklärt und zu Vereinen zusammengeschlossen haben, ist die Arbeiter behandeln und worin die Wege zur Besserung anAgitation eine verhältnißmäßig leichte. Vielen der ländlichen gegeben sind, zu verbreiten. 4. Die Kosten sind theils aus den Arbeiter sei der Sozialdemokrat nichts anderes, als ein schnapsduftender Gefelle, als ein Zerstörer der Familie, des Staats, des Kreisen aufzubringen, theils ist Beihilfe aus der Zentralfasse zu Eigenthums bekannt, als welchen die Gegner ihn hinzustellen beEbenso wurde folgende Resolution angenommen: Der heute lieben. Daß dieses durchaus nicht wahr ist, lehrt der Augen Man rühme immer so viel das schein dem ländlichen Arbeiter. Man rühme immer so viel das in Wriezen a. D. versammelte Parteitag erklärt, daß, so lange die patriarchalische Verhältniß auf dem Lande, doch sei dies start Gesinde- Ordnung besteht, eine Organisation der ländlichen Arbeiter patriarchalische Verhältniß auf dem Lande, doch sei dies start unmöglich ist. Es protestirt gegen dieses Ueberbleibsel aus dem zerbröckelt. Hier könne man die alltägliche Erscheinung beobach: Mittelalter und verspricht mit ganzer Kraft für Beseitigung desselben fen, daß der Landarbeiter wohl das Korn baue, jedoch meist einzutreten. Zum dritten Punkte der Tagesordnung: Unsere Presse, felber hungern müsse. Durch welch tleinliche Mittel man nun den ländlichen Arbeiter zufrieden machen wolle, zeige das Vor- referirte Genosse Millarg- Berlin. Redner gab einen Ueberblick über gehen des Baron Eckardstein auf Klosterdorf. Derselbe habe Ar- die Entwickelung der Parteipresse und forderte zu reger Verbreitung beitern, die 40 Jahre bei ihm beschäftigt seien, eine Prämie von 15. März die Probenummer des" Volksblatt für die Kreise derselben auf. Thierbach macht darauf aufmerksam, daß am sage und schreibe fünfzehn Mark gezahlt, oder pro Jahr Teltow Charlottenburg, Ober- und Niederbarnim" erscheinen 37/2 Pfennig. Hiermit könne man doch Niemanden aus den werde und fordert zu reger Verbreitung im Kreise Oberbarnim Klauen des Sozialismus reißen. auf. Salomon, Berndt und Faber treten für Verbreitung der Redner fordert auf zur Agitation bei Gelegenheit der Wahlen Märk. Volksst.", Radwig, Pirch und einige andere Genossen zum Landtage und in die Stadtvertretungen; wenn man auch für die Verbreitung des neuen Blattes ein. Ein Antrag Wernau, nicht daran denken könne, irgend Jemand als Abgeordneten der empfiehlt, es deu Genossen des Kreises zu überlassen, welchen durchzubringen, so sei doch in der Wahlzeit das Gemüth des Ar- Organ sie sich zuwenden wollen, wird angenommen. beiters mehr denn je empfänglich für neue Lehren. Im Uebrigen muß hier bemerkt werden, daß die von auswärts zugezogenen Arbeitskräfte zum größten Theil nicht in der Lage sind, den an sie gestellten Anforderungen zu genügen, dies ist selbst von den Unternehmern in Ottensen zugegeben worden. Was Bergedorf anbelangt, so sei erwähnt, daß wir an diesem Drt an die Unternehmer eine Kommission sandten und anfragen ließen, ob man zur Unterhandlung geneigt sei. Die Firma Hein und Dietrichs antwortete der Kommission durch ein kurzes„ Nein!" Die Firma Zimmermann erklärte auf eine diesbezügliche Anfrage, daß man noch an den alten Forderungen festhalte, nämlich den Revers zu unterschreiben; als sich die Kommission hierauf die Bedingungen resp. den Revers schriftlich ausbat, lehnte man dies ab mit der Motivirung, daß der letztere dann wieder im„ Hamburger Echo" veröffentlicht würde. Die Herren Fabrikanten scheinen also selbst zu fürchten, daß thre Mittelchen von der Deffentlichkeit verdammt werden. Um nun aber den Kollegen Gelegenheit zu geben, einen fleinen Einblick in das Herz des Unternehmerthums zu thun, so veröffentlichen wir hier den Revers, welcher den Flensburger Kollegen anfänglich vorgelegt wurde, welcher dann aber zurückgezogen wurde: Erklärung! Ich erkläre mich hierdurch mit der auf den Flensburger Glasfabriken üblichen Fabrik- und Arbeitsordnung vollständig einverstanden und habe je ein Exemplar empfangen. " Ferner spreche ich meinem Arbeitgeber das Recht zu, mich sofort und ohne Auffündigung zu entlassen, wenn ich mich an Fachvereinen und sozialistischer Agitation betheilige, oder an dahin zielenden Bestrebungen oder Unterstützungen theilnehmen follte." Dies ist also der Revers, durch dessen Unterschrift wir uns gewissermaßen entmündigen sollen, und wir sind entschlossen, nachSem die Fabrikanten eine Verständigung abgelehnt haben, bis zum Aeußersten auszuharren, und wir hoffen hierbei auf die fernere Hilfe der Kollegen und Arbeiter. Im Ausstand befinden sich noch über 70 Mann an den beiden Orten Bergedorf und Ottensen, von denen die Mehrzahl verheirathet ist. Indem wir bitten, den Zuzug nach Bergedorf und Ottensen streng fern zu halten und uns auch ferner nach Kräften zu unterftügen, zeichnen mit kollegialischem Gruß Die ausgesperrten Glasarbeiter. Sendungen sind an die bekannten Adressen zu richten. Albert Gebel. Halle, 2. März. Der Streit der Former bei Heylandt und Ungnade dauert unverändert fort. Zuzug ist fernzuhalten. Aus Zein geht uns folgende Erklärung zu: Ich bin auf Grund der Stellen vermittlung selbständiger Bildhauer Berlins durch Herrn Thiem, Reichenbergerstraße 24, nach Zeit geschickt worden mit dem Bemerken; Die Beißer Bildhauer haben die Arbeit gekündigt, weil ein Kollege wegen Bohnverhältnisse selbst gekündigt". Bemerkenswerth ist, daß die erbitten. = Zur Feier des 1. Mai empfiehlt Thierbach den Fraktionsbeschluß. Der Vorsitzende brachte dann ein dreimaliges Hoch auf die Sozialdemokratie aus. Nachdem noch der erste Vers der Marseillaise gesungen, wurde der Parteitag geschlossen. Stiftungsfest des sozialdemokratischen Wahlvereins für den 6. Reichstags- Wahlkreis. Zur Frage der Organisation übergehend empfiehlt Redner den industriellen Arbeitern die Fachorganisationen, sowie das Einberufen öffentlicher Versammlungen, die mit Politik sich zu beschäftigen hätten. Bei den Landarbeitern seien die erſtgenannten Organisationen nicht angebracht, da die Gesinde Ordnung dies verbiete; ihnen blieben deshalb nur rein politische Organisationen und öffentliche Versammlungen. Unzählbare Schaaren überzeugungstreuer Gesinnungsgenossen Redner weist am Schluß darauf hin, daß wir versuchen hatten am Sonnabend ihren Weg nach dem Eisfeller genommen, müssen, die politische Macht in die Hände zu bekommen. um das Stiftungsfest des Wahlvereins für den 6. Wahlkreis zu Auf Antrag des Genossen Thierbach wird gleich in den feiern. Lange vor Beginn des Festes waren beide Säle gefüllt zweiten Punkt der Tagesordnung: Vortrag des Genossen Salomon- und immer strömten neue Festtheilnehmer heran. Zwischen 8 und Wriezen über die ländliche Arbeiterfrage, eingetreten. Referent 9 Uhr waren die Säle so gefüllt, daß ein Jeder stehen bleiben weist darauf hin, daß am 1. März 1863 Laffalle fein offenes mußte, 100 immer er ein Plätzchen erwischt hatte. Ein Antwortschreiben erlassen habe, das den Anstoß zur Bildung von gut Stückchen Geduld gehörte dazu, in diesem überArbeiterorganisationen gegeben habe. Die industriellen Arbeiter, die füllten Saal auszuharren und gemüthlich zu bleiben. Ja, wahrzuerst sich der Mittel der Agitation und Organisation bedient hätten, lich ge müthlich" war es trotzdem und die Vorstellung dürfte haben auch bereits wenn auch nur kleine Erfolge zu verzeichnen. nicht alle Tage einen so lebhaften Beifall zu verzeichnen haben, Die ländlichen Arbeiter sind leer ausgegangen, da sie bisher wie am Sonnabend. nichts gefordert hätten. Ein Theil der ländlichen Arbeiter lebe stumpf in seinem Elend dahin, der andere Theil fühle wohl sein Glend, wisse aber nicht, wie ihm abzuhelfen. Es kann zugestanden werden, daß die Klagen der Grundbesitzer über Arbeiter mangel berechtigt seien, nur frage es sich, woraus dieser entstanden. Man zöge Arbeiter aus den öftlichen Provingen heran, und wenn sie auf den Gütern angekommen, halte man die gegebenen Versprechungen nicht; daß dann die Arbeiter wieder fortziehen, sei doch selbstverständlich. Diese Arbeiter drücken dann die Löhne ihrer Brüder in den Städten. werde G unter auch vielfach zugestanden, daß Fast wunderbar erscheint es unter diesen Umständen und ist wohl nur mit der Thatsache zu erklären, daß zwischen dem Publikum und den Sängern eine so innige Geistesübereinstim mung herrscht, daß die Vorträge des Arbeiter- Gefangvereins Nord" mit einer Ruhe angehört wurden, daß selbst die feinsten Pianos in den entferntesten Winkelchen des Saales zu verstehen waren. Die Arbeiterhymne" Gin Sohn des Volkes", fand einen Beifall, wie wir ihn selten gehört haben. Nicht minder ,, Mein Heimaththal" und" Am Ort, wo meine Wiege stand." Nach dem Vortrag dieser rechten und echten Volkslieder er ländlichen Arbeitern Nothstände vorhanden seien, die Vor- griff Genosse Liebknecht das Wort zu folgender Festrede: Verehrte Festgenossinnen und Festgenossen! Die Arbeiterfeste schläge zur Abhilfe seien jedoch höchstens zu einer Verschlimmerung wecken jedesmal den Spott und Hohn der gegnerischen Parteien. der Noth angethan. So verlange man die Beschränkung der Man sagt, so lange die Arbeiter noch solche Feste feiern, können Herren Liebig u. Höhne jetzt Affordpreise eingeführt, die jedem Freizügigkeit; dies sei einfach eine Vergewaltigung des Arbeiters, ihre Klagen nicht weit her sein, so lange ist die sogenannte die ihn in das frühere Stlavenverhältniß zurückzuführen geeignet" Noth" nichts als Heuchelei! Lassen wir sie reden. Kollegen, und hauptsächlich solchen, welche nicht auf Piano- Arbeit sei. Während jedoch der frühere Sklave von seinem Herrn seines Der Arbeiter muß seine Feste feiern! Haben denn nicht eingerichtet sind, die Griſtenz unmöglich machen. Bor 1/2 Jahren Werthes wegen wenigstens gut genährt und gepflegt worden sei, die Sklavenhalter früherer Perioden ihren Sklaven Jeste wurde eingeführt 9ftündige Arbeitszeit und Minimallohn von fönne man dies von dem Arbeiter nicht sagen. Der Redner ent- gegeben, um ihre Lage erträglicher scheinen zu lassen? Wie 18 M., während Herr Liebig jetzt die Arbeitszeit auf 10 Stunden wirft ein Bild von dem Leben des ländlichen Arbeiters, dem wir die Arbeiter mit ihren Festen sich auf einige Stunden vom Joch erhöht wünschte. Als mir der wahre Sachverhalt klar wurde, das Hauptsächlichste entnehmen: der Unterdrückung befreien, so können auch die Feste als Berbin ich von Zeit wieder abgereist. Mit follegialischem Gruß Die Arbeitszeit dehnt sich auf 16-18 Stunden täglich aus, sinnbildlichung der Emanzipation angesehen werden, und deshalb, Ladislaus v. Bieromsti, zur Beit in Werdau in Stellung. während das Einkommen des ländlichen Arbeiters, wenn die scheint es, sind die Feste den Gegnern ein Dorn im Auge. Der Alle Arbeiterblätter werden um Abdruck gebeten. ganze Familie arbeite, sich auf jährlich 609 M. nach einer von Arbeiter, der in seinem Rampf ums Dasein für Andere Schäße Von den Leiden, welche jugendliche Arbeiter oftmals aus ihm aufgestellten Statistik belaufe. Dies sei aber noch sehr günstig erwerben muß, dem das Bewußtsein, die Schäße sind nicht zuhalten haben, tönnen die Lehrlinge einer Kleinen Maschinen- gerechnet. Durch die ungeheure Stundenzahl erfpare der Guts: mein, zu Boden drückt, dieser Arbeiter will für Momente fabrit im Süd- Osten der Stadt ein] Liedchen singen. Der Be- befizer eine Menge Arbeiter. Ließe man den heutigen Durch frei sein. Die Bereinigung der Arbeiter ist eine Folge der ökonomischen figer der Fabrit sucht eine besondere Bravour barin, seine sechs schnittslohn 1,67 M. bestehen, so müsse täglich bei zwölfLehrlinge bei jeder Gelegenheit mit Ohrfeigen zu trattiren und stündiger Arbeit der Gutsbesizer 1 M. mehr für einen zweiten Entwickelung. Der Wille, die Kraft des Ginzelnen vermag Daß bei dem jetzigen auch auf andere Art und Weise zu züchtigen. Hier einige Bei- Arbeiter ausgeben. spiele davon. Es war am Weihnachts- Heiligabend. Einer der der Arbeiter nicht leben könne, ſei allgemein bekannt, gleiche Wirkung gehabt. Die ganze Welt ist in zwei mächtige älteren Lehrlinge schliff das untertheil eines Schnitts( Instru- auch unter den Gutsbesitzern; das Fehlende werde einfach Seereslager getrennt. Wie die Völker des monarchischen Europa ment zum Ausstanzen) um 1/100 Millimeter zu weit aus. Eine durch Diebstahl erreicht. Der Baron von C., der einmal feineni in Waffen starrend sich gegenüber stehen, so steht Stapital Portion Ohrfeigen war der Lohn für diesen groben" Fehler, Inspektor gegenüber sich der vielen Diebstähle wegen beschwert und Arbeit auf der ganzen Welt zum Kampf bereit sich Millionen dieser Schaaren, die nach ihren welcher, beiläufig gesagt, mit wenig Mühe vom Herrn Chef habe, habe von diesem die Antwort erhalten: er möge das gegenüber. Der Arbeiter aufbessern, dann Interessen auf Seiten der Arbeit gehören, sind noch wieder aus dem betreffenden Instrument beseitigt wurde. Außerdem Einkommen wurde dem armen„ Jungen" die Vorenthaltung des gewöhnlichen werde der Diebstahl von selbst verschwinden. unerzogen! Jezt noch sind wir in der Minderheit, aber die Weihnachts- Geschentes von 3( drei) Mark angedroht, welche Sierauf sei von dem Herrn die Antwort erfolgt: Ich mein', ich gleichen Interessen, die bei dem Kampf ums tägliche Brot immer Drohung allerdings nicht wahr gemacht wurde, trotzdem er dies mein', stehlen thun sie doch. Wie mit dem Einkommen, so sei es deutlicher zeigen, die die Gegner zu immer schreienderer UnGeschent nicht verdiene", wie der Meister bei der Uebergabe des auch mit den Wohnungen. Die Wohnungen der Arbeiter seien gerechtigkeit treibt, sie führt uns immer neue Schaaren zu. Einer felben fagte. Wie human von ihm, daß er, wenn er seine thatsächlich in einem Zustande, daß die Herren nicht ihr Vieh gewinnt, 20 verlieren bei dem großen Spiel, der Mittelstand " Junge" jahrelang für 3 bis 4,50 Mark wöchentlich ausgebeutet, darin einsperren würden. Wo das Feuer ein wenig aufgeräumt, wird immer mehr und mehr vernichtet. Unsere Gegner spielen unser Spiel, sie führen uns stets neue Stämpfer wobei sie ihm oft ebensoviel leisten wie die Gehilfen, zu Ende da habe man ja schon etwas bessere Wohnungen hergestellt. Der Tagelöhner, dem nur eine Stube, Rammer und Stall zu. Die Hunderttausende von heute werden zu Legionen werden. jeben Jahres ein„ Geschenk" von 8 Mart verabreicht. Stommen neun Behntel aller Menschen gehören ihren wir weiter. Derfelbe junge Mann beging zu einer anderen Zeit aur Verfügung stände, müſſe in der Kammer ſeine Kartoffeln, Mehr als zu unferen Reihen, sind aber u n= ein kleines Bersehen bei der Arbeit. Was hatte der Meister zu Roggen und sonstige Feldfrüchte, sowie sein Handwerkszeug auf- Interessen nach erkennen. Und diefer Stand thun? er zog den„ Jungen" fiber eine Feilbank und würgte ihn bewahren. In der Stube müßten deshalb die ganze Familie, fähig, ihre Lage zu so am Halse, daß ihm Hören und Sehen verging. Auf diese Weise will ja sogar Dienstleute schlafen; auch müsse dort Essen und das der Bewegung hat der ganzen neuen Welt ein herrliches Dreier tüchtigte Arbeiter", mügliche Mitglieder der Gesellschaft" Futter für die Schweine gefocht werden. Nach Angabe der wort als Kampfparole gegeben. Es lautet: Agitation, Erziehung erziehen. Möglich, fogar wahrscheinlich ist es, daß sich die be- Herren folle sich der Arbeiter des Sonntags in Wirthshäusern und Organisation. Agitiren heißt bewegen! Jawohl, die Seele des treffenden jungen Arbeiter au nüglichen Mitgliedern der Gefell- herumtreiben, in Wirklichkeit müsse derselbe am Sonntag Handſchaft entwickeln; ficheraber, daß sie dies nicht im Sinne wertszeug zurecht machen, den Stall flicken oder das Menschen muß die Bewegung aufnehmen, sie muß den Menschen welches ihm vom Herrn zugewiesen, beadern. Die ungerechtigkeit fühlen lassen, sie muß unsere Gedanken täglich ihres„ Lehrherrn" werden. Wir könnten noch viel mehr Bruta- Feld, -Mägde litäten des hier in Betracht gezogenen Arbeitgeberg" anführen, Die Bauernknechte und Wägbe feien nicht besser daran. weiter tragen, die 1/2 Millonen Stimmen müssen verzehnfacht am Tische des Bauern werden. verzichten aber darauf, da es, wenn wir auch mehrere Spalten Während sie früher noch mit hätten, müſſe ber Erziehen! Wie ein denkender Kopf die Thätigkeit wollen wir noch, daß befagter Derr sich wegen feiner Brutalität senecht jetzt in einem Bretterverſchlage im Pferdestall kampiren, Tausender regeln kann, so muß die gesammte Arbeiter schaft, in einem Sinne erzogen, in der Erkenntniß ihrer Lage| Gründe dar, welche den Borstand bestimmten, Antrag auf Ab-| Tagesordnung abgesetzt werden.- Koll. F. Berger erstattete einem Ziele zustreben. Keine, Schickung" ist die Ursache änderung des§ 7 Abs. 2 des Vereinsstatut zu stellen. Durch Be- hierauf Bericht von der Streif- Kontrollkommission, hieran die des Elends; mit Recht heißt es wohl: Der Mensch ist ein schluß der Versammlung erhält bemerkter Paragraph folgende Mahnung schließend, auf die für die Vergolder ausgegebenen Produkt der Verhältnisse, aber die Verhältnisse sind auch Produkt Fassung:„ Mitglieder, welche nachweislich länger als 4 Wochen Sammellisten fleißig zu zeichnen. Ferner macht derselbe bekannt, des Menschengeistes! Durch flare Erkenntniß muß sich der arbeitslos sind, tönnen auf ihr beim Vorstand einzu- daß, um einmal wieder neues Leben unter die Berliner PosaMensch selbst nach Erziehung, nach weiterer Bildung zur Er- bringendes Gesuch von der Beitragsleistung befreit werden: mentiere zu bringen, zu Dienstag, den 10. März, eine große gründung der Ursachen seiner Klassenlage sehnen. Aber das nicht jedoch darf die beitr reie Zeit 6 Wochen im öffentliche Versammlung seitens der Agitationskommission geplant allein: Die Frauen, die Kinder müssen erzogen Jahr nicht übersteigen. Ber eintretender größerer Arbeits- sei, woran der Vorsitzende die Mahnung an die Anwesenden werden! Ihnen müssen wir das Evangelium des Sozialis- losigkeit kann durch Beschluß der Generalversammlung die schloß, sich durch den schwachen Besuch der heutigen Versamm mus, nicht als Religion, sondern als Wissen, als flare beitragsfreie Zeit verlängert werden. Die Versammlung beschließt lung nicht entmuthigen zu lassen, sondern dahin zu wirken, daß Erkenntniß, verkünden. Was gelernt wird, muß mit dem sodann den Tabakarbeitern in Hamburg, sowie den Tischlern in in Zukunft unsere Bersammlungen sich eines besseren Besuchs zu Herzen gelernt werden. Nicht genügt es, daß die Frauen Mainz eine Unterstützung zu übersenden; hierzu werden 1000 m. erfreuen haben. Versammlungen besuchen, nein, im Hause, in der Familie muß bewilligt. Der Vorfißende bemerkt hierbei, daß in Anbetracht der einer besseren Weltordnung heranreifen zu lassen! " Angelegenheiten die Versammlung geschlossen. der Geist der reinen Menschlichkeit, das höchste Menschenglück, großen materiellen Opfer, welche den Arbeiterorganisationen durch Die Freie Vereinigung der Maurer Berlins und Um gelehrt werden. Nicht nur Rechte, wie die Gegner sagen, das Vorgehen des Unternehmerthums erwachsen, er die Mahnung gegend hielt am 28. Februar eine außerordentliche Mitglieder beanspruchen wir, nein, heilige Pflichten, schwere an die Kollegen richte, nach Möglichkeit ihren Verpflichtungen versammlung ab, in welcher Herr Wach über Sozialismus referirte Pflichten übernehmen und erfüllen wir, indem wir die nachzukommen und mit ihren Vereinsbeiträgen nicht allzulange und reichen Beifall erntete. Jugend zu reiner Menschlichkeit erziehen, um sie zu rechten Erben im Rückstande zu bleiben. Hierauf wird nach Erledigung einiger und Mazijewsky über die gereizte Stimmung der Kollegen wegen Unter Verschiedenem ergingen sich die Kollegen Silberschmidt Organisiren! Die Kraft des Einzelnen ist ein Nichts, der Form der Organisation, da doch jede Form nur dem einen vereint vermögen wir Alles. Johann Jacoby's großes Wort: Posamentenbranche. Welche Gleichgiltigkeit und Schlaff- Biele entgegenstrebe, welches heißt: Befreiung von dem Drucke der Die Gründung des Kleinsten Arbeitervereins ist für den fünftigen heit gegenwärtig unter den Berliner Posamentierarbeitern und Kapitalisten. Herr Wernau bedauert lebhaft, daß gerade hier in Kulturhistoriker von größerer Bedeutung, als der Schlachttag von Arbeiterinnen herrscht, davon legte die am 23. Februar statt- Berlin sich viele Kollegen dagegen sträuben, ihre Lage zu er Sadowa!" kann nicht oft genug erläutert werden, dieses Wort gehabte Versammlung der Freien Vereinigung Zeugniß ab. Von kennen, wie der schwache Besuch der Versammlung bekundet, und zeigt uns in seinem Sinn so recht die Macht der Organisation. den ca. 2000 Arbeiterinnen waren 4 erschienen, während sich von fordert zur regen Agitation für die am Donnerstag, den Wie man mir fagt, ist Ihr Verein der stärkste Wahlverein mit 450 Gehilfen 40 eingefunden hatten. Ein vom Genossen Metzner 5. März, bei Orschel, Sebastianstr. 39, stattfindende Versamm 1300 Mitgliedern, und doch habe ich bei der letzten Wahl etwa abzuhaltender Vortrag über die gegenwärtige Krise und ihre lung auf. 45 000 Stimmen erhalten! Hieran fönnen Sie am besten Folgen mußte daher des schwachen Besuchs halber von der sehen, daß die Organisation noch lange nicht stark genug ist! In der Organisation muß für gründliche Aufklärung, Bildung und Disziplin gesorgt werden. Wie der Riesen- Dampfhammer Gierschaalen fnicken fann und 1000 Zentner schwere Stahlmassen bearbeitet, so muß die Organisation im Stande sein, die kleinsten Fragen zu lösen, wie auch die ganze Gesellschaft durch ihre Macht umzu formen zum Wohle der Menschheit! Darum noch einmal Arbeiter! Agitirt, erzieht, organisirt! Frau und Kinder, das lebende und kommende Geschlecht hat von Euch, und von Euerer Kraft die Um- und Bessergestaltung der Gesellschaft durch Organisation, Agitation und Erziehung zu fordern! Und wenn ich wieder hier eine Festrede halte, so möge der Mitgliederstand sich verzehnfacht haben! Minutenlanger Beifall folgte dieser Rede und be geistert stimmten alle Anwesenden in den Ruf ein: Unser Genosse Liebknecht lebe hoch! hoch! hoch! Der Verein„ Nord" sang sodann die Marseillaise, welcher die Anwesenden lautlos lauschten und mit stürmischem Beifall belohnten. Jm kleinen Saale, der gleich dem großen festlich geschmückt und mit rothen Bannern und Emblemen mit Inschriften reich dekorirt war, hatte inzwischen der Tanz begonnen, welcher, nachdem sich die Menge ein wenig gelichtet hatte, auch im Theatersaal die Festtheilnehmer bis zur frühen Morgenstunde zusammenhielt, und nur durch einzelne Vorträge von Mitgliedern unterbrochen wurde. 1. Zichung der 1. Klasse 184. Königl. Preuß. Lotterie. 195 319 66 595 617 115001 21 35 740 97 869 983 94031 287 401 2 29 94 Biehung vom 3. März 1891, Bo mittags. Nur die Gewinne über 60 Mart sind den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Chne Gewähr.) 33 34 127 43 60 230 52 60 336 400 505 12 716 32 35 41 930[ 1001 96 1020 40 242 60 71 309 80 459 77 93 606 79[ 2001 738 838 60 2080 [ 100] 99 149 91 229 63 514 698 790 950$ 131 353 76 94 97 515 687 882 906 92 4114 216 26 55 385 492 505 607 48 743 852 96 5026 298 341 517 66 620 793 871 941 43 6086 135 60 69 219 423 613 92 786 860 932 7121 65 75 284 361 459 76 529 11001 766 867 SS 8003 122 11501 329 33 458 623 84 705 91 887 927 60 9051 234 402 509 603 26 751 79 93 852 919 95 10034 124 44 90 275 602 11022 42 228 51 312 17 75 527[ 300] 83 609 91 796 809 12081 140 2.1 362 447 55 533 56 13037[ 100] 256 344 510 37 84 668 767 14101 323 28 75 85 427 755 849 15482 526 965 77 160161 296 348[ 2001 427 73 75 80 651 890 902 3 60 70 17079 88 315 87 679-738 870 946 100) 84 18122 94[ 100] 323 68 440 67 501 45 601 24 68 95 729 861 19183 224 347 616[ 150] 46 732 93 912 25 34 75 20042 56 120 248 58[ 1001 59 68 306 90 437 86 594 753 850 62 953 21164 91 226 78 88 351 507 30 11001 32 49 879 96 972[ 300] 22232 38 467 85 97 575 652 797 973 23165 668 720 816 48 98 24060 130 81[ 100] 210 40 82 437 669 92 954 11001 99[ 100] 25151 94 242 507 677 749 858 83 912 61 26076 116 20 68 241 1501 67 383 407 32 43 69 581 89 699 732 819 913 38 43 27040 113 249 330 482 517[ 150] 25 606 909 52 28059 134 41 242 320 74 405 15 78 627 748 29013 38 128 205 45 316 48 529 45 621[ 500] 81 785 949 S0012 21 129 257 334 37 418 51 637 896$ 1150 56 292 378 437 [ 200] 537( 100) 99 623 59 90 776 84 921 32077 143 243 394 549 672 95 849 76 915 75 33041 82 269 311 475 524 26 746[ 100] 812 78 900 20 34245 86 593 699 774 95 924 35054 65 86 179 282[ 100] 502 32 74 793 946 36039 274 353 79 555 11001 798 840[ 100] 77 904 37052 109 81 82 335[ 100] 67 454 81 586 605[ 100] 38096 649 56 433 75 512 608 752 79 865 921 39090 347 64 81 625[ 100] 708 90 831 52 537 54 56 699 710 28 807 55 931 43 95076 275 94 567 716 835 95[ 15001 962 63 81 96 96009 78 418 540 688 709 33 88 871 943 74 97175 303 448 92 516 77 626 769 70 92 850 88 98001 227 57 382 402[ 100] 80 86 697 939[ 100] 67 69 99058 152[ 200] 314[ 100] 72 413 91 555 618 94 721 71 819[ 100] 59 921 100071 81 154 83, 242 375 508 31 896 101080 161 242 67 358 618 98 102092 366 405 96 681 703 103053 58 66 102 89 98 602[ 100] 762 822 34 104037 109 250 500 94 866 105064 275 78 341 508 27 807 985 106100 289 662 69 830 80 907107041 43 143 413 65 621 98 108060 150( 1001 85 368 560 665 779 924 109105 257 373 438 72 79[ 200] 689 837 38 816 110130 40 54 202 6 20 34[ 100] 97 359 549 742 76 111054 92 361[ 1500] 437 501 794 816 953 11: 2039 143 203 372 91 447 524 682 764[ 100] 83 97 874 113165 80 283 88 385 564 610 42 809 16 28 900 28[ 100] 49 114074 90 106 229 96 372 419 115171 79[ 100] 236 94 340 606 20 64 711 22 825 116261 312 445 75 638 798 955 117056 85 118251 61 336 53 71 448 135 236 42 47 367 515 623 11001 67 91 904 638 963 119254 80 88 342 85 439 42 85[ 150] 603 758 952[ 1001 120058 147 220 318 26 50 405 20 554 604 30 89 758 63 907 9 52 66 89 121279 384 93 583 617 46 122021[ 3000] 95 214 349 79 408 52 543 803 935 123151 387 428 42 552 794 837 45 904 58 124196 98 398( 1001 544 70 662 96 769 125046 189 330 445 684 793 855 88 913 26 41 1260-0 83 96 237 353 95 444 45 533 42 72 849[ 100] 912 127002 22 32 73 85 191 298 420 93 847 128003 445 505 609 38 725 821 28 11001 936 129052$ 5 105 41 62 210 400 92 552 743 914 28 56 130098 204 53 303 79 435 36 86 697 747 907 15 131010 159 62 229 72 96 98 428 533( 100) 645[ 100] 50 714 956 132049 481 595 678 133150 52 74 78 226 34 71 508 18 615 54 835[ 150] 992 134309 94 400 79 741 64 849 135056 77 118 28 65 79 83 210 63 82 305 9 53 457 64 832 136126 86 223 72 373 532 35 602 15 34 62 731 47 55 875 79 914 79 99 137023 32[ 150] 70 111 200 45 361 409 553 719 76 841 930 138023 28 265 71 320 612 701 945 139032 90 117 211 693 705 17 866 140013 14 89 158 268 97 340 522 50 84[ 100] 99 644 72 790 862 993 141021 321 66 94 457 89 624 80 960 87 142010 26 86 96 119 66 222 701 143053 359[ 100] 589 94 816 144019 28 177 232 321 448 501 52 620 815 958[ 150] 60 146117 551 80 600 722 63 964 147002 51 195 234 53 517 626 823 74 912 148004[ 100] 139 77 286 395 530 775 821 907 45 69[ 100] 149084 94[ 100] 119 70 251 358[ 100] 717 817 47 913 34 150086 206 328 72 462 528 626 81 961 93 151277 377 440 68 607 34 89 923 152033 73 166 82 233 56 97 306 65 560 601 70 911 60 78 153194 206 553 602 35 765 811 976 154055 196 293 376 483 854 155004[ 200] 91 147 241 337 534 629 706[ 100] 35 73 95 814 39 60 77 156015 21 84 260 95 325[ 150] 53 94 521[ 200] 57 745 65 939 157114 21 24 38 315 405 67 666 71[ 150] 725 158088 1150] 155 200 34 61 70 99 442 71 667 78 80 835 38 96[ 100] 907 45 88 92 159077 134 42 383 [ 100] 465 666 88 746 924 In einer Versammlung des Verbandes der Schneider 40026 379 404 534[ 100] 934 41202 60 61 78 493 896 963 42005 611 45 63 729 807 900 6 46 145052( 100) 65 78 99 252 73 375 509 17 und Schneiderinnen hielt der Reichstagsabgeordnete Gener einen Vortrag, in welchem er Folgendes ausführte: Die wirthschaftliche Lage im Allgemeinen ist mit der politischen eng verknüpft. Im Verhältniß zu der Fortentwicklung ist der Arbeiter inimer unfreier geworden, immer abhängiger vom Kapital. Die Abhängigkeit der Arbeiterklasse ist schon des öfteren bargelegt worden, gegnerische Parteien wagen es aber noch immer, von der Freiheit des Arbeiters zu reden, welche in dem freien Arbeitsvertrag garantirt sein soll. Dies ist entweder auf eine Täuschung zurückzuführen oder auf eine große Unkenntniß der wirthschaftlichen Verhältnisse; der Arbeiter hat durch den freien Arbeitsvertrag gar feinen Vortheil, am allerivenigsten zu Zeiten wie die gegenwärtige, bei Krisen. Wenn wir die maschinelle Entwicklung betrachten, finden wir, daß die Zahl der überschüssigen Arbeitskräfte immer mehr an wächst. Gleichzeitig wird dann über die sich ftets vergrößernden Krisen gesprochen, diesem ist aber abzuhelfen, indem man den überschüssigen Arbeitern Lohn und Arbeit giebt, damit die Massen tauffähig werden. Wir haben Arbeiterorganisationen geschaffen, um der Ausbeutung der Arbeiter wirksam entgegen treten zu können. Seitens der Arbeiter werden Mittel und Wege in Erwägung gezogen werden müssen, wie am wirksamsten einer Ausbeutung und einer wachsenden Arbeitslosigkeit vorgebeugt werden kann. Da haben die Arbeiter nun erkannt, daß, wenn auch nur vorübergehend, eine Besserung der Arbeitsverhältnisse durch eine Verkürzung der Arbeitszeit Redner legt hierbei genauer die Vortheile einer achtstündigen Arbeitszeit darherbeigeführt werden kann. Deshalb haben auch die Arbeiter das Bestreben bekundet, auf dem Boden der heutigen Gesellschaftsordnung ihre Lage zu verbessern; das ist also kein„ Umsturz" und das ist es, was der Arbeiterpartei so große Sympathien unter der Arbeiterschaft erworben hat. Redner geht nun näher auf die Arbeiterorganisationen im allgemeinen und deren Entwicklung ein und kommt schließlich auf den internationalen Kongreß in Paris zu sprechen, dessen Beschlüsse er durchgeht und meint, daß als eine Folge derselben die vorjährigen Erlasse zu betrachten seien, welche der Sozialdemokratie anläßlich der Wahlen entgegenarbeiten sollten. Die Versprechungen der Erlasse sollten in der jetzt dem Reichstag vorliegenden Gewerbenovelle erfüllt sein, wir sind uns aber klar, daß, noch dazu nach den Abänderungen durch die Kommissionsbeschlüsse, nicht im Entferntesten das geleistet ist, was in den ErLassen versprochen wurde. Wären die Arbeiter der Meinung, daß ihnen seitens der Regierung genug geleistet wird, so würde sich vielleicht ein Theil von ihnen, in der Hoffnung von dort mehr zu erhalten, von uns abwenden. Thatsächlich ist dies aber nicht der Fall; die Arbeiter werden auch fernerhin dieselben Bahnen zu wandeln haben, die sie bisher gegangen sind. Und zwar sei hierbei zu bedenken, daß sie nur unter einer starken Vereinigung zum Ziele gelangen können, fie mögen nicht vergessen, daß sie vereint alles, zerstreut nichts sind. Die Bereinigung unmöglich zu machen durch eine Beschränkung des Koalitionsrechts, das ist jedoch das Bestreben des Unternehmerthums. Ein derartiges aber bei Den Arbeitern Borgehen muß so böses Blut machen, daß die Kluft zwischen Unternehmer und Arbeiter nur noch größer wird; dadurch brechen die ersteren alle Brücken ab. Den Arbeitern muß die Möglichkeit gegeben werden, einen Einfluß auf die Gesetzgebung zu gewinnen und dies kann nur geschehen, wenn ihnen ihre Bewegungsfreiheit nicht beschränkt wird. Sobald die Arbeiter diesen Weg beschreiten, sprechen sie damit aus, daß sie eine Lösung der wirthschaftlichen Fragen auf friedlichem Wege anbahnen wollen. In ihren Fachvereinen haben die Arbeiter garnicht nöthig, sich einer politischen Partei anzuschließen, sie werden jedoch wissen, wenn die Zeit der Wahlen da ist, wen sie zu wählen haben. Jemehr sie das erkannt haben und je fester sie sich zusammenschaaren, desto mehr nähern sie sich ihrem Ziele, der Befreiung der Arbeit.( Großer Beifall.) Eine Diskussion fand nicht statt, da sich Niemand zum Wort meldete. Unter Verschiedenem" wurde beschlossen, den Hamburger Tabatarbeitern 30 m. zu senden, auch der Ueberschuß der Tellersammlung sollte ihnen zufallen. Nachdem noch Abrechnung über einige Kommissionen gegeben war, wurde die Versammlung geschlossen. 126 39 617 40 69 85 716 47 91 867 43036 111 262 361 427 96 604 92 714 69 44035 115[ 100] 316 25 29 431 523 32 53 627 33 755 902 60 45116 241 83 90 94 485 611 15 931 78 46062 71 118 93 424 55 56 506 904 46 47179 81 263 93 456 68 80 537 610 71 776 917 48241 401 12 591 709 66 94 98 49002 126 27 89 243 428 73 717 853 932 50023 391 441 45 53 662[ 100] 866 995 51036 45 94[ 100] 137 40 239 414 541 44[ 100] 894 52074 87 231 911 66 53159 247 91 301 561 670 87 789 858[ 100] 930 54014 212 426 532 770 55078 250 364 427 55 57 968[ 200] 56017 67 71 97 118 206 41 78 304 468 505 22 623 57003 33 41 195 218 30 52 313 497 642 722 819 917 58245 91 476 83 711 43 836 922 44 76 59005 22 110 267 332[ 150] 483 511 613 752 842 73 84 906 60038 143 48 62 67 280[ 100] 463 77 526 36[ 150] 607 8 22 87 92 729 42 55 92[ 150] 951 54 61047 187 97 217 324 806 47 64 62006 45 319 410 602 21 45 787 96 63091 128 60 375 82 601 671 712 56 64058 97 259 95 403 98 714 987 65005 47 127 59 96 239 312 64 506 66054 78 305 639 813 83 907 67020 442 615[ 100] 69 703 875 68163 207 327 408 59 77 835 69086 114 48 482 577 779 981 d 70001 29 150 365 420 31 570 90 624 44 718 58 875 932 52 71102 317 437 47 592 839 45 973 72062 70 150 62 208[ 100] 72 99 309 36 880 942 73008 29 146 264 346 403 678 98 939[ 100] 57 73 74049 188 201 68( 100) 74 380 95 405 15 27 44 52 77 598 729 11501 59 863 75057 564 670 84[ 100] 91 807 991 76062 147 53 375 510 20 634 74 911 77105 41 60 230 56[ 100] 453 60 881 78003 77 228 575 83 711 54 84 816( 100) 923 76 79043 49 53 194 252 59 400 625[ 150] 30 S0105 228 423 521 705 82 819 46 61$ 1272 363 462 646 61 91 741 933$ 2078 238 335 490 533 632 758 840 961 83078 114 24 242 73 341 54 533 43 70 86[ 150] S8 724 66 804 53 0 926[ 1501 84009 56 435 565 609[ 100] 51 85010 29 61 248 331 424[ 150] 540 789 923 86291 11001 580 695 784 834 40 74 87041 248 488 539 81 649 80 716 54 837 093 106 460 525 680 707 24 75 876 950 80 9011 45 178 88 263 98 361 554 601 3 77[ 150] 83 932 90018 115 63 481 518 25 37 645 91038 53 56 328 82 565 605 48 69 92005 25 48 93 178 87 99 369 72 448 527 750[ 100] 808 997 93100 1. Ziehung der 1. Klasse 184. Königl. Preuß. Lotterie. Ziehung vom 3. März 1891, Nachmittags. Nur die Gewinne über 60 Mart sind den betreffenden Nummern in Parenthese beigerügt. ( Ohne Gewähr.) 13 255[ 150] 348 96 540 98 739 98 949 73 1128 62 81 298 99 328 437 652 667 829 91[ 150] 922 23 2141 64 76( 1001 303 63 531 683 88 833 910 63 3053 409 96 641 47 86 92 804 83 907 4054 166 92 367 406 550 98 611 49 738 58 5013 68 143 262 347 77 587 640 738 42 815 [ 100] 23 27 96 961 6091 155 316 76 488 501 33 602[ 150] 718 843 990 7059 105 236 372 544 859 71 8065 138 62 200 4 303 31[ 150] 56 80 488 596 648 71[ 10000] 702 982 9167 405 14 524 810 19 20 48 907 35 10024 61 309 61 648 82 98 733 821 92 936 37 79 11035 98 250 58 345 88 439 52 550 678 919 46 87 12000 52 175 557 695 722 60 73 80 806 35 78 84 13006 19 160 220 499 518 663 725 841 79 906 68 94 14007 141 346 81 422 596 1100] 697 839 15059 139 55 310 65 533 605 757 16010 62 82 697[ 200] 820[ 100] 80 17425 23 568 727[ 100] 30 68 802 41 18029 47 381 476 726 801 28 55 72 19023 234[ 300] 52 69 358 420 26 33 506 615 54[ 1100] 68 72 727[ 100] 890 95 20175 283 311 23 446 577 635[ 100] 88 826 970 21040 302 594 665 86 883 1100) 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83 821 87 185146 160014 83 96 118[ 150] 239 300 87 448 54 63 91 596 705 38 49 833 161051 226 346[ 150] 86 422 44 535 619 70 703 20 933 162151 244 462 560 641 11001 48 713 21 811 76 79 935 163069 162 457 503 612 12001 15 89 810 32 50 82 900 87 164073 265 78 325 29 466 549 660 Der Fachverein der Tischler hielt am 26. v. M. eine außerordentliche Generalversammlung ab. Dieselbe erfreute sich eines guten Besuches. Herr Dr. Lütgenau hielt einen Vortrag über: Sozialismus und Kirche. Der Vortrag wurde von der Versammlung mit lebhaftem Beifall aufgenommen und entfachte eine lebhafte Diskussion. Auf der Tagesordnung stand ferner Statutenabänderung. Der Vorsigende legt in furzen Worten die Berantwortlicher Redakteur: Curt Baake in Berlin. Druck und Berlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 73 270 82 321 406 20 555 645 73 76 702 12 70 98 929 62 87004[ 150] 294 114 62 124 241 367 63 603 75 688 711 87 906 88098 186 316 56 77 420 32 70 99 1100] 983 187116 245 46 50 556 86 661 62 708 18 24 60 913 49 528 32 81 647 714 30 71 818 89240 61[ 600] 78 87 347 542 633 188042 95 288 580 611[ 150] 34 737 55 61 808 83 189038 98 263 343 769 814 49 663 682 69 U 11 d ן 1 9 a S D f L 11 3 I