Nr. 292. HbonnenuntS'Btdfngungen: ICoitntKifirtä- Preis prSnumerando» LierieljShrl. L.W Mk., monaL. l.tvie die befragten Poeten, würden aus dieser Frage ans die Absicht einer Verulkung geschlossen haben. Denn wenn man Literaten um ein Urteil angeht, so sollte es doch wohl ein literarisches sein. Das aber war ja bereits in der Frage in bejahendem Sinne vorweggenommen. Die Frage drehte sich also um die„Zwecke des allgemeinen Wohles", also doch Wohl um politische und soziale Dinge, von denen gerade unsere meist einem eitlen Artistcntum verfallenen Künstler Ivirklich nicht allzuviel verstehen! Obendrein lvar die Frage noch so formuliert, ob Barden seine„zweifellosen Gaben"„lediglich" in seinem Privatinteresse„verwende". Die interviewten Poeten haben sich aber wirklich mhstisi- zieren lassen. Geradezu enthusiastisch haben sie sich für Herrn Haiden ins Zeug gelegt, die Dchmel, Bierbanm, Holz, M. G. Conrad, Schnitzler usw. Wir nehmen ihnen das übrigens nicht übel, da sie es offenbar fiir eine begreifliche Anstands- pflicht hielten, Herrn Haiden, der ja abermals prozessiert werden soll, beizuspringen. Daß sie im Fall L i e b k n c ch t kein Sterbenswörtchen von sich gaben, verargen wir ihnen ebensowenig. Sie waren ja nicht interviewt worden und Pflegen sich überdies um wirkliche politische Dinge prinzipiell nicht zu kümmern! Im übrigen mißgönnen wir Herrn Horden die Ver- herrlichung als„Vertreter reichsdeutscher Hoch- kultur"(M. G. Eonrad) umsoweniger, als ja auch Herr Der n bürg und Herr Peters die Lorbeerspendcn deutscher Dichter frachtwagenweise einheimsen konnten! Aber ein zoon politikon ist der teutsche Dichter wahr- haftig nicht!—_ Die agrarische Besorgtheit um die Bvlksgesundheit. Nach der Behauptung der Agrarier und der fich als ihren JnteresienvertretungSauSschuß fühlenden Regierung ist das deutsche Vieh seuchenfrei, das Vieh aller Nachbarländer dagegen total ver- feucht, so daß eS zur Erhaltung der jungfräulichen Reinheit des deutschen Rind- und SchiveinevieheS durchaus nötig ist, die deutschen Grenzen gegen die Vieheinfuhr auS dem Auslände abzusperren. Was von dieser Behauptung zu halten ist, zeigt die Tatsache, daß bald da, bald dort in den angeblich seuchcnfreien deutschen Gebieten große innere Seuchenherde entstehen, ohne daß sich irgend welche Einschleppung nachweisen läßt. Zurzeit herrscht ivieder mal in Ostpreußen die Maul- und Klauenseuche. Das„Wölfische Bureau" berichtet darüber: „Die Maul- und Klauenseuche hat in der Provinz Ost- preußen gegenwärtig einen bedrohlichen Umfang angenommen. Wälirend sie anfangs nur in den Grenzdislriklen aufirat, herrscht sie jetzt auch in verschiedenen Binnenkreisen. Nach amtlicher Zusammenstellung sind von der Seuche betroffen im Regierungsbezirk Guinbinnen sieben Kreise mit ins- gesamt 10 Gememden, im Regierungsbezirk Allenstei» vier Kreise mit zusammen 22 Ortschaflcu. im Regierungsbezirk Königsberg fünf Kreise mit im ganzen 11 Gemeinden. Das Eindringen der Seuche aus den Grenzkreisen in die inneren Kreise und die Eni- stehung zahlreicher Seuchenherde im Innern der Provinz ist im wesentlichen auf fahrlässige oder gar lvis senk- liche Verletzung der An zeige Pflicht seitens einer Reihe von Landwirten zurückzuführen. Wenn einem weiteren Fortschreiten der Krankheit Einhalt geboten werden soll, so wird es des einmütigen Zusammenwirkens der Viehbesitzer und oller an der Seuchenbekämpfung interessierten Organe bedürfen. Vor allem mutz durch Anregung und Belehrung der landwirtschast- liche» Bevölkerung dafür Sorge getragen werde», daß sie nicht durch einsichtsloses und schüldhaftes Verhallen der Seuchen- Verschleppung weiteren Vorschub leistet." Eharaklcrislisch für die Selbstsucht der Agrarier ist, daß nach der eigenen Angabe des offiziösen Telegramms die„Entstehung zahl- reicher Seuchenherde" auf fahrlässige oder„gar wiffcinliche" Ver- letzung der Anzeigepflicht durch eine„Reihe von Landwirten" zurück- zuführen ist. Bei der Begründung der Grenzsperre zeigen sich die Vertreter des Junkertunls regelmäßig äußerst besorgt um die Gesundheitsverhällnisse des deutschen Bolls und erzählen die schaudcr- hafteftcn Geschichten über die Gewissenlosigleit der auS- ländisckcn Viehzüchter und Importeure; in Wirk- lichkeit geben, wie der offiziöse Bericht aufS neue beweist, die deutschen Viehhalter in dieser Beziehimg ihren ausländischen Genossen durchaus nichts nach.___ Auch ei» Opfer der Blockpolitik. Dia„N a t i o n a l l i b e r a l e K o r r e s p." erzahlt: „Tatsache ist allerdings, daß im vorigen Frühjahr mit den Herren Paasche und Hage mann wegen ihres Eintritts in das neu zu begründende Reichskolonialamt verhandelt worden ist. lind eS ist ferner richtig, daß auf Bitten des Herrn Reich SlanzlerS Herr Dr. Paasche sich bereit erklärt hat, daS Amt des U n t e r st a a t S s e k r c t ä r s zu übernchmen." AlS Bülow mit Paasche im Frühjahr des vorigen Jahres ivegen Uebernahme des Amtes des Unterstaatssekretärs für das neu zu schaffende Reichskolonialamt verhandelte, dachte man noch nicht an den Block. Um die während des vorigen Sommers so grimmig tobende freisinnige Kolonialkritik zum Schweigen zu bringen und die Paarung von Agrariern und Börsenfteisinn zn vermitteln, mußte dann Bülow Herrn Paasche fallen lassen und Herrn Dernburg zum Kolonialsekretär machen. Herr Paasche hat diese schnöde Zurücksetzunz offenbar noch immer nicht verwunden.— Sozialdeinokatischer Wahlsieg in Sachsen-Altenburg. Ronneburg, 13. Dezember. (Privatdepesche des„Vorwärts".) Bei der Landtaasersatzivahl im 5. Wahlkreise erhielten der sozialdemokratische Kandidat Genosse Böhme 1036 Stimmen. der Reichsverbändler Kniesc 759 und der Liberale Höfcr 81 Stimmen. Genosse Böhme ist also gewählt. Bei der letzten Hanptlvahl erzielten die Sozialdemokraten 992, die Gegner 697 Stimmen. » Der 5. altenbnrgische Wahlkreis umfaßt die Städte Eisen- berg, Kahla, Roda und Orlamünde. Die Wahl»vurdc nötig durch den Wegzug des Genossen Horn ans Kahla. Er wurde zum Leiter des Konsumvereins in Bernburg gewählt. Die im ReichSlügenvcrband organisierten Gegner hatten den Töpfer- meister Kuiese in Roda aufgestellt. Dem vereinigten Wahl- ausschuß für die Kandidatur Knisse gehörten auch die Mittel-' staiidsvercinigung und der Bund der Landwirte, nicht aber der liberale Verein an. Eine liberale Vertrauensmänner- konfercnz in Gera beschloß, nur dann für Kniese einzutreten, wenn er verspreche,„für Trennung von Schule und Kirche zu stimmen, das allgemeine gleiche und direkte Wahlrecht zum Landtag zu fordern, und sich die Agitation des Reichs! ügenvcrbandes zu verbitte n." Das versprach auch anfangs der„Nichtparteimann" Kniese, dem angeblich nach scinem Wahlaufruf„keine Parteibrille den Blick trüben" sollte, der sein Einkommen„mit seiner Hände Arbeit" erwerbe und„nicht an ein Parteiprogramm gebunden" sein wollte. Er ließ sich aber von den Rei'chslügcnverbandv- Agenten breit schlagen und gab keine bindende Erklärung für die liberalen Forderungen ab. Aus diesem Grunde gingen dann die Liberalen gesondert vor. Ter Wahltcrmin lvar zweimal verschoben lvordcn, offen- bar, nni den Bürgerlichen Zeit zri einer Einigung zu lassen, eine Maßnahme, die große Erbitterung in der Arbeiterschaft hervorrief. Wie das Wahlresultat zeigt, hätten die Gegner auch beim Zusammengehen die Sozialdemokratie nicht zu werfen vermocht._ Die badische Vermögenssieiier, eine Reform des seit drei Jahren verstorbenen Finanzministers Buchenberger, wird jetzt in Wirkung treten. Die Kataster der neuen Einschätzung sind fertig und bc- weisen, daß die neue Steuer eine Entlastung der länd- liche n Gegenden bedeutet. Bei einem Steuerfuß von 12 Ps. beläust sich in den 63 Amtsbezirken der BermögenSstcuer- ertrag auf 10 400 000 M. Vergleicht man diese Berechnung mü den Einzelergebnissen der bisherigen ErtragSstcueru, so bleiben 21 Amtsbezirke mit zusammen 172 000 M. unter ihrer früheren Leistung zurück. Dagegen leisten die übrigen Distrikte ein Mehr von l1/» Millionen. Das Maximum entfällt auf Man»Hein» bei einer totalen Vermögenssteuerleistung von rund 2 Millionen Mark; dann folgt Freiburg mit>/« Million Zunahme(060 000 M. Toialstener), während Karlsruhe mit seinem Steuerertrag von 1 070 000 nur um 174 000 gewachsen ist. Mehr alsZweidriticl des Netto-MehrertrageS(1 400 000) belastet die fünf größten Städte. Bekanntlich fordert die Sozialdemokratie in der Zweiten Kammer zur Abschaffung der staatlichen Fleischakzise(800 000 M.)— nicht des Oktrois, wie neulich irrtümlich im„Vorwärts" gesagt wurde— die Fixierung des SteuerfußeS auf 12 Pf., während die Vertreter der Landwirtschaft durch Festhalten an dem 11 Pfennig- Satz diese Beseitigung der indirekten Steuer hintertreiben wollen. Als Grund geben sie fälschlich an, die ländliche Bevölkerung leide unter der neuen Vermögenssteuer. Die Statistik widerspricht jedoch dieser Behauptung.—_ Sie tonnen cs nicht verwinden. Daß den rhcinisch-westfälischen Jndustriebaronen der Wahlkreis D u i s b n r g- M ü l h e i m durch die Wahl des Genossen Hengs- b a ch entrissen wurde, scheinen sie immer noch nicht verwinden zu können. Räch Berichten der nationnllibcralcn Presse des genannten Wahlkreises befaßt man sich zurzeit mit einer Neuorganiiation im uationalliberalen Heereslager. Zunächst ist man daran, drei Lolal- orgamsationen unter einen Hut zu bringen. Die Jugendorganisationen im Kreise solle» schon zugestimmt haben. Dann will inan einen nationalliberalen Porteiselretär für den Wahlkreis anstellen. Und wenn diese Formalitäten erledigt sind, dann soll eine„energische Agitation" einsetzen. Da wäre cö nun Zeit für den Reichslügen- verband, seine skrupellosesten Kläffer zur Kolikiirreiiz anfzufordern. Die großindttfiriellen Scharsinacher im Duisburger Kreise sind danl- bare Leute.—» „Stumms Werke." Der Saarbrücker Handelskammersynditus Dr. A. Tille hat die Reden des verstorbenen Parlamentariers und Großindustriellen Freiherrn v. Stumm gesammelt und druckfertig gemacht. Soeben ist der erste Band des großen Werkes herausgekommen, das 20 — in Buchstaben: z, man zig— Bände umfassen soll. Ter Ber- lincr Verlag von Otto Elsncr wird schtvcrlich auf eigene Gefahr diesen Wust auf de» Büchermarkt gewälzt haben; denn für den Buchhandel ist das Werk so gut wie wertlos. Wer wird sich hin- setzen und zwanzig Bände Stummscher Reden nachlesen, die einst lediglich deshalb beachtet wurden, weil König Stumm» der Re- Präsentant der mächtigen Großindustrielleu-Eippe sie hielt!— WrrtznwachSstcuer. Gleich der Ersten Kammer hat die Zweite Kammer den Gesetzentwurs über die Eiilführuiig der Wertznivachs- steuer in Hesien genehmigt. Damit ist die Einführung dieser Steuer zu Beginn des neuen JahreS gesichert.— Tic Kölner Bischosskonferenz. Die„Köln. Boltsztg." und die„Schles. Voltsztg." bestreiten, daß auf der Bischosskonferenz in Köln zwisciien den deutschen Bischöfen ein Gegensatz in der Beurteilung des sogen.„ModerniS- mus". ivie die„Köln. Ztg." behauptet hat, zutage getreten sei. Beide Blätter erklären ofstziell: „Hinsichtlich der Enzyklika über den Modernismus trat in der Versammlung weder eine Scheidung der Geister noch irgend em Gegensatz hervor, sondern einmütig und einstimmig wurde beschlossen, was geschehen solle. Eine solche Verständigung des Heiligen Stuhles, welche die diesem schuldige Ehrfurcht verletzt haben würde, ist-natür- lich weder vorgeschlagen, noch versaßt, noch abgesandt. Daß die bayerischen Bischöfe an der nächstjährigen Biichofstonscrcilz in Fulda teilnehmen würden, ist aus der Versammlung nicht zur Sprache ge- tommen." An der Todesstrafe vorbei. Unter der schtveren Anllage eines tätlichen Angriffs gegen einen Vorgesetzten, begangen im Felde— ein militärisches Verbrechen, das nach dem Militärstrafgesetz mit dem Tode geahndet wird— stand gestern ein Afrikakrieger vor dem Kriegsgericht der tönigl. Landwehr- Inspektion. Der Angeklagte ist der Rcircr Wonzack, der im Jahre 1904 und 1906 an den Fcldziigen gegen die Aufständischen in Südwest- ofrika teilnahm. Er hat gegen die HereroS und gegen die Hottentotten mitgekämpft. Später lmn er nach der Station Windhuk, wo er einige Zeit im Lazarelt lag. A>n S. Dezember 1005, also vor zwei Jahren, lvar er abendu aU'5gegaiigcn und auf dein Wege durch Windhuk traf er den Scrganten Wollf und den Gefreiten Kneift, die er beide früher kennen gelernt hatte. Da-Z Wiedcrtrcffcn wurde nun durch einige Flaschen Bier gefeiert. W. belain sowohl von dem Scrgnntcn als auch von dein Gefreiten je zwei Flaschen Vier spendiert. In etwas angeregter Stimmung traten dann die drei wieder auf die Straße hinaus. Es war jetzt 9 Uhr und 42 Minuten. Um zehn Uhr war Zapfenstreich. Durch eine unter dem Unteroffizier Rasch stehende Patrouille ivurden die drei Krieger angehalten und da sie angeblich keinen Urlaubsschein bei sich hatten, wurden sie zur Feldwache gebracht. Wollf machte dabei fortgesetzt großen Lärm. Er glaubte, daß er zu unrecht nach der Wache ge- schleppt worden sei. Ein hinzukommender Umcrosftzier Äleinot mußte Ruhe gebieten, doch ließ sich Wollf dadurch nicht beirren. Auf der Wache herrschte nun ein Durcheinander, und auch Wonzack sollte dabei gelärmt und den Befehlen der Vorgesetzten keine Folge gc- leistet haben. Auf Befehl des wachthabenden Unteroffiziers mußten ihn schließlich vier Wachtleute nach der Äaffernzelle transportieren. Diese Zellen sind eigentlich nur für die Schwarzen bestimmt, da für das Militär besondere Arrestzellen .existieren. Die Kaffernzellen sind meist durchseucht und infolgedessen sträubte sich der Angeklagte, die Zelle zu betreten. Da er nicht frei- ivillig in die Zelle hineingehen wollte, so wurde er von den vier Wachhabenden gepackt und hineingeschleppt. Er setzte jedoch seinem Transport nach der Zelle Widerstand entgegen und soll auch einen der Wachhabenden, die in diesem Fall Vorgesetzte des Angeklagten gewesen waren, mit der Faust geschlagen haben. Gestern kam die Angelegenheit vor dem Kriegsgericht zur Ver- Handlung. Der Angeklagte gab bei seiner Vernehmung zu, daß er sich gesträubt habe, in die Kaffernzelle gebracht zu werden. D i e Zellen wimmelten von Ungeziefer, und er habe erfahren, daß in der letzten Zeit in der bc- treffe ndenKaffernzelle mindestens zwölfLcichen herausgeschafft worden seien. Die Inhaftierten seien in der Zelle zugrunde gegangen. Er rief den Wachtleuten zu:„Ich gehe freiwillig in die Zelle, aber nicht in die Kafiemzellcl" Er bestreitet, sich mit Vorsatz an dem Vorgesetzten tätlich vergriffen zu haben. Als einziger Zeuge wurde der Reiter Brestel vernommen, der damals auf der Wache Dienst tat. Brestel bekundete, daß einer der Wachthabenden einen Stoß bei dem Transport des Angeklagten nach der Kaffernzelle bekommen habe, ob aber der Angeklagte geschlagen habe, könne er heute nicht mehr unter seinem Eide behaupten. Der Vertreter der Anklage, KriegSgerichtSrat Güterbock plädierte auf Freispruch, da eö nicht erwiesen sei, daß sich der Angeklagte der ihm von dem Etappenkounnandeur zur Last gelegten Verbreche» schuldig gemacht habe.' Jedenfalls habe dem Angeklagten die aggressive Absicht bei seinem Vorgehen gefehlt. Das Gericht sprach dcmi auch den Angeklagten frei.— Laßt sie verHungen»! Ein Malermeister in dem oberfränkischen Orte Schön wald empfiehlt den Krämern und Bauern, den Sozialdemokraten leine— Kartoffeln mehr zu verlaufen, den» dann müßten sie verhungern, und aus wäre eS dann mit der Sozialdemokratie. Warum läßt der Reicksverband dieses Genie beim Anstreichen von Fensterläden verkümmern? Hervor mit ihm, der Mann hat Ideale im Leibi—_ Gin Amnestie-Surrogat in Baden. Eine Anzahl Begnadigungen hinken dem seit zwei Monaten vollzogenen Regierungsantritt des vadischen Grotzherzogs nach. ES kommen dabei kaum 70 Personen in Betracht, die von de» Staatsanwaltschaften ausgesiebt worden sind. Auch ein Mörder, der durch Begnadigung zu lebenslänglicher Zuchthaus- strafe dem Fallbeil entging, kommt bedingungsweise wieder in die Freiheit. Die politischen„Verbrecher" scheinen nicht unter die Amnestierten zu gehören; man hört nichts davon, daß dem üiedakteur unseres Mannheimer Parteiorgans seine einmonatliche Gefängnisstrafe erlassen wird, die ihm wegen Veröffentlichung (autographische Vervielfältigung) eines Bildes verliehen wurde, welches die Aufknüpftuig einiger„deutscher" Reger in Südwest- ofcita darstellte. Eine Vervielfältigung jenes Bildes wird zurzeit in Berlin in kolonial fexischen Kreisen bei Lichtbildervorträgen gc- zeigt. Herr Staatsanlvalt JunghannS würde durch den Erlaß dieser Strafe um den einzigen Erfolg seiner Sozialistenvcrfolgung gebracht worden sein.—__ § 175 in der Kaserne. Eine merlwürdige Sache beschäftigte dieser Tage das Kriegsgericht der 18. Division in Altona. Der Unteroffizier V. vom 15. Husaren-Regiment(Wandsbcck), der sick bis zum Jahre 1911 zum Armcedienst verpflichtet hatte, ist auf die Tierarzneischule in Magde- bürg entsandt worden, wurde aber in die Front zurückgeschickt, iveil er sich verdächtig gemacht hatte, gegen den§ 175 verstoßen zu haben. Er wurde trotzdem für würdig erachtet, in der Front(!) weiterzu- dienen. Diese„Zurückbefvrderung" paßte V. nicht, der eines TageS aus der Kaserne verschwand, um mit einem homosexuellen Hasen- arbeiter„freundschaftlichen" Verkehr zu Pflegen. Der Arbeiter lieh dem flüchtigen llnterosfizier zu einer Reise nach Berlin Geld, und als er dies zurück haben wollte, gerieten beide auf offener Straße in einen Wmtwcchsel mit nachfolgender Keilerei. Beide gerieten in Haft. Da« Kriegsgericht verurteilte den Angeklagten wxgen Fahnen- flucht zu(3 Monaten Gefängnis, Degradation und Versetzung in die zivcitc Soldalenklasse._ Eine fürchterliche Drohung enthält eine dieser Tage an den Posen«„Postemp" gerichtete Zuschrift. ES wird darin als polniscke Antwort auf die Ostmarken- Vorlage und das Vercinsgesetz eine Mandatsniederlcgung sämtlicher polnischer Reichstags- und Landtagsabgeordncten empfohlen. Mit der Randatsiiiederlcgung allein soll es aber nicht sein Bewenden haben, um der Regierung eine deutliche Antwort zu gebe». Tie zurücktretenden pclnischen Abgeordneten� sollen vielmehr ihren Wählern die Wahl von—— Sozialdemokraten empfehlen, für die eine lebhafte Agitation in der polnischen Bevölkerung zu erwarten wäre. Diesen Rache- resp. Vergeltungsplan nennt das„Allensteincr Kreisblatt" nun eine polnische Albernheit. Es wirst dabei die Frage auf, ob man denn wirklich meint, daß irgendein denkender Politiker die Polen für weniger gefährlich halte als die Sozialdemokraten? Eher seien die Polen das größere Uebcl von beiden. Diese Anrempelung des KrcisblattS nennt nun wieder die katholische„Ermländische Zeitung" eine Herausforderung aller christlich-gcsinnten Menschen. Verzweifelt fragt das fromme Blatt, ob man sich das in cinein Kreise mit fast rein katholischer Be völkerung dielen lassen müsse? Hoffentlich zieht dieser in Ostpreußen ausgcbrochenc Frosch- mäusekrieg nicht die angedrohten ernstlichen Folgen nach sich. Schweiz. Tenervng«nd Teuerungszulagen. Zürich, 11. Dezember.(Eig. Ber.) An Versuchen, die allgemeine Lebensmittelverteuerung und das Mißverhältnis zwischen dieser und den Löhnen in Abrede zu stellen, fehlt es auch in der Schweiz nicht. Solchen Versuchen ist freilich schon längst durch periodische Unter- siichungen, namentlich über die Flcischpreise, jede Grundlage I entzogen. In den Augen der Unternehmer, an welche die Arbeiterschaft mit der Forderung nach Lohnerhöhung herantritt, und ihrer bürgerlichen Preßlakaicn handelt es sich aber nur um die berühmte„vorübergehende Erscheinung". Um so wertvoller ist ein amtliches Dokument, das dieser Tage voni schweizerischen Bundesrat ausgegangen ist: ein Be- richt an die Bundesversammlung, betreffend Bewilligung eines Spezialtredits behufs Ausrichtung von Tcuerungs- zulagen für das Jahr 1907 an die eidgenössischen Beamten und Angestellten. Der Bundesrat ist der Meinung, die Teuerung sei derart offenbar, daß es keiner statistischen Er- Hebungen bedürfe! Tie Teuerung der notwendigsten Lebens- bedürfnisse habe seit einem Jahre noch z u g e n o m m c n, heißt es in dein Berichte, und die angezogenen Zustände seien in die Augen springend, sie könnten von nieinand in Abrede gestellt werden, alle in Betracht fallenden Angaben und Tatsachen stimmten überein und eine Meinungsverschiedenhelt darüber sei durchaus ausgeschlossen. Der Bundesrat verlangt in Anbetracht dieser Verhält- nisse von der Bundesversammlung einen Kredit von 1 750 llvll Frank, um den Beamten und Angestellten des Bundes sowie den ständig in dessen Anstalten und Werk- statten beschäftigten Arbeitern für das Jahr 1307 eine Teuerungszulage geben zu können. Die Zulage soll für jeden verheirateten Beamten, Angestellten und Arbeiter 100 Frank, für jeden nnverheirateten Beamten, Angestellten und Arbeiter 80 Frank betragen. Den Verheirateten werden diejenigen gleichgestellt, die die Stütze ihrer Familie sind. Tie Wohltat der Zulage wird beschränkt ans die Beamten und Angestellten nnt Besoldungen bis zu 4000 Frank in- klusive. Der Bericht bedauert, die Teuerungszulagen mit Rück- ficht auf die Finanzen nicht auf alle Klassen des Personals ausdehnen noch größere Beträge in Vorschlag bringen zu können, loci! zugestanden werden müsse, daß die bc- autragte Zulage in Anbetracht der steigenden Teuerung der Lebenshaltung, namentlich in gewissen Städten, nur das Mini m u m eines Beitrages zur Verbesserung der Lage des Bundespersonals bedeute! Da der schweizerische Bundesrat nicht im Rufe der Schwarzmalerei steht, sofern Verhältnisse der Arbeiter- und Beanitenschaft in Frage kommen, so kann man sich an Hand seines Berichtes ein Bild niachen von den Wirtschaft- lichen Verhältnissen, die gegenwärtig in der Schweiz herrschen.... Kelgien. Ein Antrag auf Eiliführnng von Mimmallöhueu für die Eisenbahner von der belgischen Kammer— abgelehnt. Brüssel, 12. Dezember.(Eig. Ber.) Der jetzige Eisenbahnminister Helleputte war als De- putierter ein Mann der radikalen Rote, der„moderne Sozial- Politiker" unter den Klerikalen. Von seinem„Jungklerikalismus", wie sich die moderne Richtung im klerikalen Lager nennt, ist seit seiner Ministcrschaft noch nichts zu sehen gewesen. In der Sitzung vom 19. Dezember stellte der christlichsoziale Deputierte Abbe D a e n S den Antrag auf Einführung von Mini- mallöhncn von 3 Frank pro Tag für die Arbeiter und Angestellten der Eisenbahnen, der Post und � des Telegraphendienstcs. In der Begründung deS Antrages verwies Taens auf das Wort des vorigen EiscnbahnministerS Liebacrt, der erklärt hatte, es gäbe leine Löhne mehr von 2,40 Frank. Auf dem Bahnhof in Alost wurden jedoch in einer Kundmachung der Eisenbahnverwaltung Arbeiter zum Tagelohn von 2,49 Frank geworben.— Genosse P e p i n stellte den glänzenden Einnahmen der Eisenbahnen die Arbeiterlöhne unter 3 Frank gegenüber, sowie die skandalöse Tatsache, daß cS Angestellte gibt, die nach einer Wjährigen Ticnst- zeit nur ö Frank pro Tag beziehen!! Pepin führte auch Be- schwerde, daß man die Eisendahnarbciter verhindere, ihr K o a l i t i o» s r e ch t auszuüben.— Der Minister versteckte sich hinter allgemeinen Redensarten: daß er sein Möglichstes getan habe und tun werde, daß schon ohnedies die Kosten gestiegen seien und daß er„entsprechend seinen Mitteln" vorgehen iverde. — A n s e e l e erwiderte ihm in seiner gewohnten kräftigen Art, daß für die Siopfung der Löcher im Justiz- und KriegSbndget immer Geld da fei— nur für das Arbeiterpersonal findet sich kcinS.— Auch Janson sprach kräftige Worte gegen die „Hunger löhne", die der Staat zahle. Aber die wie gewöhn- lich h a l b l e e re Kammer entschied gegen die Tagesordnung Daens(die von Pepin und Janson unterstützt wurde), und in dec nächsten Sitzung sprachen die Irlcrikalcu Herrn Helleputte sogar ihr Vertrauen in seine guten— Absichten ans! Für die Einführung von Minimallöhnen stimmten mit den Sozialisten die Liberalen, dagegen alle Klerikalen, auch die, die sich sonst mit„Sozialpolitik" drapieren Die belgischen Eisenbahner haben da wieder eine Kostprobe vom modernen Ehristentum verabreicht bekommen.•— Die Annexiousvorllige. Die sozialistische Kammerfraktion hat am Dienstag in ihrer Beratung über die Annexionsvorlage beschlossen, ihren Delegierten in der Kongokommission den Auftrag zu geben, gegen die AnuexionSvorlage z» stimmen.— Sngland. Der Äongovertrag. London, lt. Dezember.(Eig. Ber.) Vor wenigen Tagen kam zwischen König Leopold II., dem Oberhcrrn des Kongoftaates, und der belgischen Regierung ein Ver- trag zustande, nach dem der Kongostaat dem belgischen Volke ab- getreten werden soll. Der Vertrag bedarf der Ratifikation des bcl- gischen Parlaments, um perfekt werden zu tonnen. Scheinbar ist dies ein großes Geschenk, das König Leopold„seinem" Volke macht. Es kann aber auch ein Danaergeschenk sein. Von dem Inhalt der Beilagen, die dem Vertrag beigegeben sind, hängt es ab. was der Kongostaat dem belgischen Volke werden kann. Die Beilagen sind noch nicht veröffentlicht. Es handelt sich um zwei Punkte. Erstens hat der Kongostaat, der 78 Mal so groß ist wie Belgien, weile Krondomänen, die den zehnfachen Umfang Belgiens haben und wahrscheinlich die lvert- vollsten Gebiete der Kolonie umfassen. Diese Krondomänen sollen, wie es scheint, auch fernerhin Eigentum des Königs und seiner Erben bleiben. Sodann gibt es dort zahlreiche Aktiengesellschaften und Syndikate, die sich ebenfalls die e r t r a g s r e i ch c n Lände- reicn und Produkte angeeignet haben dürften. Die Rechte dieser Handelsgesellschaften sind auf lange Zeit unantastbar. Sind diese Vermutungen richtig, dann dürfte der geschenkte Kongostaat dem belgischen Volke nur Pflichten und Lasten mif- erlegen. Er wäre somit in der Tat ein Danaergeschenk. Der Ver- trag kommt in einigen Monaten zur parlamentarischen Vcrhand- lung, wobei die breite Ocffcntlichkeit endlich die Einzelheiten des Vertrages und der Beilagen sowie die Motive kennen lernen dürste. Der Knegszug gegen die Znln. London, 11. Dezember.(Eig. Ber.) Der linke Flügel der liberalen Partei ist hier zugunsten der Zulu in anerkennenstverter Weise tätig. Die Feindschaft der Jingocs von Ratal richtet sich> besonders gegen den greisen Zuluhäupiling D i n iz u l u, der lange Zeit im Exil aus St. Helena gelebt hatte und im Jahre 1897 auf Veranlassung EhambcrlaiuS in seine Heimat zurückkebren durfte. Nun wird behauptet, daß eS Dinizulu sei, der den Aus- stand anzettele und gegen die loyalen Zulu, die im vorigen Jahre den Natalern bei ihrem Kricgszuge halsen, terroristische Banden organisiere. Aber der alte Zuluhäuptling ist ein Mann von großem Mute und edlem Charakter. Um einem Blutvergießen vorzubeugen, ließ er dem Oberst Mackenzie sagen, er sei bereit, sich einem gerichtlichen Prozeßverfahren zu unterziehen und die gegen ihn gerichteten Anklagen öffentlich untersuchen zu lassen. Dinizulu hielt Wort und stelltö sich freiwillig dem Gerichte. Ter Prozeß wird vor einem Zivilgericht und nicht vor cinein Kriegsgericht stattfinden. Hoffentlich wird dieser Schritt DinizuInS die Natal« beruhigen und den Kriegsrüstungen ein Ende bereiten. RuniancL Noch ein«kleiner" Rechenfehler im Budgetcntwurf. In den letzten Tagen wurde schon darauf hingewiesen, daß das etatmäßige Defizit mit einem„Rechenfehler" von 159 Millionen Rubel behaftet ist. Diesem Fechterkunststück des Finanzministers steht ein„Ver- sehen" ebenbürtig zur Seite, das sich in das außerordentliche Aus- gabebudget eingeschlichen hat. Im außerordentlichen Budget figurieren 99,6 Millionen Rubel für die„Liquidation des russisch-japanischcn Krieges". Schon im vorigen Jahre wurde wiederholt darauf hingewiesen, daß unlcr dieser Flagge die verschiedenartigsten Ausgabeposten segelten. Auch in diesem Jahre finden wir unter dieser Rubrik einen Posten von 8 Millionen...„zum linterhalt von KosakenregimenterUi die für den inneren Dienst mobilisiert werden, und zur Ver- pflcgung von Truppen, die zur Unterstützung der Zivil- behörden requiriert werden." Was der Kampf gegen den „inneren Feind" mit der„Liquidation deS russisch-japanischcn Krieges" zu tun hat, bleibt Geheimnis des Herrn FinanzministcrS! Des weiteren finden sich im außerordentlichen Ausgabebudgct unter derselben Rubrik zirka 19,2 Millionen Rubel für Erbauung von Kasernen für„einige" Truppenteile, für Ausbesserung „einiger" Kriegsschiffe usw., alles Ausgaben, die unbedingt in das ordentlich« Budget gehören. Der Grund dieser eigenartigen Manipulation des Finanzministers besteht darin, daß nach Ueber- tragung der erwähnten 18,2 Millionen in das ordentliche Ausgabe- budgct dieses nicht mit einem Ueberschutz von 1,8 Millionen— wie Kokofzeff frohlockend verkündet— sondern mit einem Defizit von 16,9 Millionen berechnet werden muß. Ein feines Manöver! Um daS Defizit des ordentlichen Budgets zu verschleiern, praktiziert man unbequeme Posten in das außerordentliche Budget hinüber, um darauf zur Deckung „außerordentlicher" Ausgaben neue Anleihen zu verlangen.— Huö der partei» Gemcindewahlen. In Netzschkau(Sachsen) wurde bei der Stadivcrorducten- ivahl der dritten Klasse ein Sozialdemokrat mit 311 Stimmen gegen 223 bürgerliche gewählt. In Deusen bei Dortmund wurden bei der GemcinderatSwahl in der zweiten und dritten Klaffe je ein Sozialdemolrat gewählt. Von den sechs Sitzen des GcmeinderatS sind vom 1. Januar 1998 ab drei im Besitz der Sozialdemokratie. In der nahegelegenen Gemeinde Ellinghausen wurde in der dritten Klasse ein Sozialdemokrat gewählt. In F o r st i. L. haben die Bürgerlichen bei den Stadt- verordnetenstichwahlen über die Sozialdemokratie mit 1692 gegen 1377 Stimmen gesiegt. Die Sozialdemokratie verliert sieben Mandalc. Unsere Toten. In Barmen starb der Genosse Heinrich Marburger, ein altes und verdientes Mitglied der Partei. Die Boykott- Schndcncrsahklage gegen die„ At ü l h a n s c r V o l k S z e i t u n g", die die Mülhauser Wirteinnung angestrengt hat(gleichzeitig gegen den sozialdcmolratischeu Verein Mülhausen) ist, nachdem das Landgericht Mülhausen die Beklagten verurteilt hatte, vom OberlandeSgericht Colmar zurückgewiesen worden. Der Wirteverein hat sofort Revision eingelegt, sodaß nunmehr die Angelegenheit vor dem Reichsgericht zum Enlschcid kommen wird. polizeUicbeo, Gerichtliches ufw. Polizei und Burger. Zu 299 Mark Geldstrafe war Genosse Haase auS Kattowitz vom dortigen Schöffengericht wegen Bc- leidigung eines Polizeikommissars verurteilt worden. Vor der Strafkammer zn Benlhen als Berufungsinstanz schilderte Genosse Haase den Vorgang folgendermaßen: Am 29. Mai d. I. habe im Katto- ivitzer Gewerkschaftslokalc eine Versammlung des polnisch- sozial- demokratischen Vereins stattgefunden, er habe das Referat gehabt. Nachdem er etwa'/z Stunde gesprochen, sei Kommissar Richter herein- gekommen, habe sich neben dem Ueberwachrnden gesetzt und mit diesem eine Unterhaltung geführt. Er habe angenommen, daß er diesem etwas mitteilen Ivollte, da die Polizei ivegen der Anwesenheit des Rc- gicrnngspräsidcntcn eine große Tätigkeit entfaltet hatte. Da jedoch die Umerhaltung eine so laute und lange war und die Anwesenden alle nur auf das Gespräch des Kommissars achteten, habe er seinen Vortrag unterbiochen. Der Vorsitzende Sahna habe ein Glockenzeichen gegeben und gebeten, die störende Unterhaltung abzubrechen, Als Richter gemerkt, daß ihm diese Mahnung gelte, habe er nun in der größten Erregung unter verschiedenen KraftauSdriickcn, die sonst bei gebildeten Menschen nicht immer üblich sind, sich bics verbeten, Sahna habe ihn nochmals Höftich aber bestimmt ersucht, ruhig zu sein. Ais Bersamnilungsleiter habe er nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht, jeden, der eine Versammlung störe, zur Ordnung zu rufen. Nachdem der Kommissar eine Weile gesessen, sei cr plötzlich aufgesprungen und habe erklärt:„Wenn dies noch einmal vorkommt, dann löse ich die Versammlung auf." Darauf habe er. Haase, ihm erklärt:„Er hätte doch hier nichts zu sagen, er solle sich doch ruhig verhalten." Darauf habe Richter die Versammlung aufgelöst. Eine Beleidiguilg habe ihm fern gelegen, auch könne diese unmöglich in seiner Äeußemng enthalten sein, denn Richter könne doch höchstens als Privatperson anwesend gewesen sein. Dieses gehe doch daraus hervvr, daß cr mehr denn eine halbe Stunde zu spät gekommen sei und sofort die Unterhaltung angesangen habe. Eine Reihe Entlastungszengen bestätigen»nler Eid die Angaben des Genossen Haase. Mehrere erklären: Sie seien in vielen Per- saimnlnnacn gewesen, aber ein derartiges Auftreten und Verhalten eines Polizcibeainten sei ihnen noch nicht vorgekommen. Der Mvm- missar Richter dagegen ivollte nur geflüstert und KcaftauSdrücke erst nach Auslösung der Versammlung gebraucht haben. Ebenso sagte ein Wachtmeister aus. Genosse Haase schloß seine Verteidigungsrede mit den Worten:„Verurteilen Sie mich, dann haben Sie den Polizeibeamten zur Begehung von Ungesetzlichkeiten Tür und Tor geöffnet. Denn ivenn jeder bestraft wird, der einem Polizeibeamtcn beim Begehen einer ungesetzlichen Handlung entgegentritt, dann gehen wir herrlichen Zeiten entgegen." Die Staatsanwaltschaft beantragte Verwerfung der Berufung. Die Strafkammer setzte die Strafe von 299 auf 59 M. Geldstrafe herab und führte begründend ans, daß der Angeklagte sich in völlig gutem Glauben befunden habe, wenn cr annahm, daß Richter zur Versammlungs-Aiiflösung keinen gesetzlichen Grund hatte. Ihm sei daher der Schutz des Z 193 zuzubilligen. Jedoch sei er in der Form etwas zu weit' gegangen. Straftonto der Presse. Wegen Beleidigung eines Hirsch-Dmicker- scheu Gewerkvereinlers wurde Genosse Wolfs von der Areslancr „Volks Iva cht" vor dem Schöffengericht zu 59 M. Geldstrafe' ecrurtcilt. In der Begründung hiefc eS, da-Z Verdalie» des Klägers i Das„Zentralblatt" ist natürlich entrüstet.„Aus der be- fei zwar in keiner Weise zu billigen, aber der Angeklagte habe sich rühmten trüben Quelle", schreibt es,„aus der die rote Presse nicht auf eine bloße Kritik beschränkt, sondern in politischem Interesse aus dem fraglichen Vorgang Kapital schlagen wollen. Nedakteurfreuden. Nach drei Wochen Gefängnisaufenthalt ist Genosse W. Dahl von der„Erfurter Tribüne" in die »Freiheit" zurnckgelehrt._ Huö Xnduftnc und Handel- Zur Lage in der Porzellanindustrie. Die deutsche Porzellanindustrie, die sehr stark auf den Export angewiesen ist, hat jetzt an mehr wie einer Stelle eine Stockung aufzuweisen, die sich für die Arbeiter in Feierschichten, verkürzten Arbeitszeiten und Entlassungen geltend macht. lind dies, obwohl die letzten Messen, im Herbit und im Frühjahr, nicht schlecht lvarcn. Der Rückschlag, den der Geldmangel in Amerika, das als Haupt» absatzgebict für deutsche Porzellanwaren in Betracht kommt, in Verbindung mit der allgemeinen Krise für die Porzellanindustrie mit sich gebracht hat, wirkt um so stärker, als durch unglaubliche Ncugründungen der Markt stark überlaste! wurde. Fmmer mehr wurde in den letzten 1l) Jahren auch die Porzellanindustrie ein Gebiet, auf dem da» Großkapital sich versuchte. Tie ehedem vor- herrschenden kleinen Betriebe verschwanden mehr und mehr, an ihre Stelle traten Aktiengesellschaften. Fusionen wurden vorgenommen und zwar in der Weise, daß ein beträchtlicher Teil der thüringischen Porzellanfabriken schon heut sich hauptsächlich in den Hände» eines Banttonsortiums befindet, an dessen Spitze der Bankier �strupp steht. Dessen Einfluß erstreckt sich aber auch auf bedeutendere Porzellanfabriten in Bayern und Schiesien. Tic Krise wird dieser Kapitalskonzentration weitereil Vorschub leisten. Die» um so mehr, als die Kapitalsanlage in Porzellanaktien eine äußerst lehnende ist. Bisher stand die feinkeramische Industrie mit einem durchschnittlichen Tividendensad von mehr als tll Proz. an der Spitze der deutschen Industriell. Im letzten Jahre wurden noch von den größten Gesellschaften, bei enormen Abschreibungen und Füllungen der Reservefonds, 10. Ich 10, 18, 20 und sogar 05 Proz. Dividende ausgeschüttet. Die kritische Zeit wird einer Reihe von kleinen Fabrikanten die Existenz kosten, die Großen stehen seit längerem auf dem Sprunge die Erbschaft anzutreten.— Ebenso wie die Großfabrikanten und Gesellschaften gegen die kleinen Kon- kurrenten vorgehen, rüsten sie gegen die Arbeiter. Die Porzellan- arbeiter haben ja stets mit den Unternehmern zu tun, aber gegen- wärtig ist diesen der Kamm ganz gewaltig geschwollen. In Höhr bei Koblenz, in Witzendorf und Unterweißbach in Thüringen sind gegen 500 Arbeiter seit mehr denn 20 Wochen ausgesperrt und jetzt vor Weihnachten wurde 100 Arbeitern in der Porzcllanfabrik von Hcrtwig u. Co. in Kahhütte in Thüringen gekündigt. Weitere Aus- st'errungcii sind zu �erwarteu, da auch die Porzellanfabrikanten den Willen zu haben scheinen, sich die Arbeiterorganisation vom Halse zu schaffen. Die Unternehmer selbst sind gut organisiert. Sie bilden mehrere Verbände zur Regulierung der Preise, die in der- höltnismäßig kurzer Zeit um 20 Proz. erhöht worden sind. Zwar erstreckt sich diese Kartellierung nur auf da» Gebrauchsgeschirr, aber für den Inlandsmarkt kommt dasselbe in erster Linie in Frage. Der stärkste deutsche Porzellanfabrikantenverband hat nun auch in Oesterreich Fuß gefaßt, und dort die nicht unbedeutende böhmische Porzellanindustrie in den Preisring einbezogen. Nach mehrfachen Versuchen ist das gelungen. 21 der größten böhmischen ' Porzellanfabriken bildeten eine Gesellschaft m. b. H., um auf diesem Wege zu festen und erhöhten Preisen zu gelangen/ Als ein weiteres Ziel dieser Vereinigung wird dann auch die Regelung des Exports nach Nordamerika, der Ein- und Ausfuhr von Porzellanwaren zwischen Deutschland ynd Böhmen angesehen. Ohne diese Aussicht hätten sich die deutschen Porzellanbarone wohl auch schwerlich um diese Vereinigung bemüht, die dadurch erlefcbtert wurde, daß schon heute viel deutsches Kapital in österreichische» Porzellanfabriken beteiligt ist.— Bei Betrachtung aller dieser Dinge gewinnt die Be- fürchtung Raum, daß die Kosten der Krise in der Porzellanindustric die kleine» Fabrikanten und die Arbeiter zu tragen haben. Tic letzteren aber in erster Linie dort, Ivo sie als unorganisierte Menge den straff vereinigten Unternehmern gegenüberstehe», die auch nach der Krise obenauf sein werden. Der Einfluß der Brotprcisstcigerung auf den Haushaltung«- aufwand ist schon früher Gegenliand amtlicher Untersiichungen des königl. Württembergischen Statistischen Landesamtes gewe'en. ES wurde für 30 Gemeinden des Staates eine Berechnung darüber an- gestellt, wie hoch sich ungekähr die Verteuerung des Aufwandes einer fünfköpfigen Unterbeainlenfamilietgaj. i. Ktilllge des„ponoirts" letlinet Polbiilatt. s««».-».<4. m?. Reichstag* 1 XCtx 78. Sitzung vom Freitag, den 13. Dezeniber. naibmittaas Am Bundesratstisch: Dr. Delbrück. Nach Erledigung einiger Rechnungssachen wird die erste Beratung des Aörsengesetzes fortgesetzt. Abg. Singer(Sog.): Die Begründung der Vorlage bedeutet die völlige Preisgabe der Grundsätze, die für die Regierung bei dem Börsengesetz von 1896 matzgebend waren. Ich ziehe daraus den Schlutz, datz die Re gierung im Jahre 1896 die damalige Vorlage gegen ihr besseres Aissen den Agrariern zu Liebe eingebracht hat.(Sehr wahr! bei den Sozialdemokraten.) Die Wirkungen dieses Gesetzes von 1896 wie sie gestern mehrfach dargestellt wurden, haben wir bereits dw mals vorausgesagt, und es gehörte eben der absolute Wille, die Gesetzgebung bestimmten agrarischen Interessen dienstbar zu inachen, dazu, um solch ein Gesetz im Reichstag zur Annahme zu bringen. Ich finde aber, datz auch bei der gegenwärtigen Vorlage die Begründung mit dem Gesetze stellenweise in krassem Widerspruch steht. Das erklärt sich eben daraus, datz die Herren von der Re- gierung, die das Gesetz gemacht haben, wohl die volkswirtschaftliche Bedeutung solcher Gesetzesbestimmungen erkennen, aber anderer scits nicht in der Lage sind, den Fesseln, die das Agrariertum ihnen aufgelegt hat, zu entfliehen.(Sehr wahr! bei den Sozial demokraten.) Sie kommen daher zu einer Art von Arbeit, die man nur als halbe Arbeit bezeichnen kann und die eine gewisse Aehn lichkeit mit der bekannten vpringprozession hat; es geht einen Schritt nach links und drei nach rechts. (Heiterkeit bei den Sozialdemokraten.) Der Herr Reichskanzler hat neulich als matzgcbend für die Blockpolitik den Grundsatz aufgestellt, die Blockpolitik müsse Zweck bewutztsein und Selbstbeherrschung verbinden. Nach diesem Rezept ist auch diese Vorlage ausgearbeitet, sie vertritt das Zweckbcwutzt sein des agrarischen Teiles des Blocks und erfordert im hohen Ntatze die Selbstbeherrschung des liberalen Teils des Blocks(Heiter- kcit und Sehr gut! bei den Sozialdemokraten), und ich glaube auch nicht, datz sich die Regierung über das Aiatz der Selbstbeherrschung, das der Liberalismus auszuüben imstande ist. getäuscht hat. Schon die Selbstbeherrschung des Liberalismus beim Reichövereinsgesetz war eine ganz wunderbare; besonders Herr Müller-Meiningen hat darin Hervorragendes geleistet.(Sehr wahr! bei den Sozialdemo- kraten.) Hier ist diese Selbstbeherrschung aber noch grösser. Trotz der Verwahrung des Herrn Kämpf in bezug auf die Produkten- börse war doch das A und das O seiner Ausführungen, datz er höchst befriedigt ist von den Bestimmungen der Vorlage in bezug auf die Effektenbörse. Für uns liegt die Bedeutung des Entwurfs im§ SO. auf den ich etwas näher eingehen will. Er will den Teruiinhandel in Getreide wie bislser weiter verbieten, aber den Terminhandel in Fabriks- und Bergioerksanteilcn wieder zulassen. Wir halten den Terminhandcl für eine wirtschaftliche Notwendigkeit, soweit und solange die Börse selbst eine Notwendigkeit der kapitalistischen Ge- sellschaft ist. Wenn man uns aber vor die Frage stellt, welchen Terminhandel wir für wichtiger halten, den in Effekten und Jndustriepapieren oder den in Getreide- und Mühlenfabrikaten, so lvürdcn wir ohne Besinnen antworten, datz der letztere uns im Interesse der allgemeinen Bolkswohlfahrt unzweifelhaft viel de dcutsanier ist.(Sehr wahr! bei de» Sozialdemokraten.) Wer sein Geld in Effekten, Staats, oder Jndustriepapieren anlegen will, der kann zur Not in dem Augenblick, wo er daS Geld zur Verfügung hat, seine Dispositionen treffen, worin er es anlegen will. Da aber, wo es sich um eine Vermehrung oder Verminderung, um eine Verarbeitung von Produkten handelt, da mutz der Geschäftsmann, um überhaupt die geschäftlichen Dispositionen treffen zu können die notwendig sind, um sein Geschäft zu halten, vorher seine Ein- käufe machen, damit er zu einem bestimmten Zeitpunkt mit Sicher- heit auf die Lieferung rechnen kann, und damit er auch seinerseits sein Geschäft daraus einrichten kann, die Ware zu bearbeiten und die Produkte wiederum zur rechten Zeit an seine Kundschaft zu liefern. Mag der Terminhandel in Effekten und Börsenpapieren also auch nützlich und notwendig sein, so ist er es doch erst in zweiter Reihe; für die Volkswirtschaft und die breite Masse der Bevölkerung ist der Zeithandel in Getreide usw. ungleich bedeu- tungsvoller. Wir haben weder an der Börse überhaupt noch au der Produktenbörse ein unmittelbares Interesse.(Sehr wahr! bei den Sozialdemokraten.) Für uns steht die Frage nur so, wie der Getrcideterminhandel entsprechend den allgemeinen Volkswirt- schaftlichen Gesetzen zu wirken geeignet ist. Und da wollen die Agrarier den Terminhandel gerade deshalb verbieten, weil er ge- eignet ist, der breiten Masse der Bevölkerung billigere Nahrung zu beschaffen; sie befürchten von ihm, datz er eine Preissenkung des Getreides herbeiführt. Wir aber haben das grötzte Interesse daran. dem Volke die Möglichkeit zu geben, sich billigeres Brot zu verschaffen, und das ist der einzige Gesichtspunkt, von dem aus wir überhaupt diesen Börsensrage» nähertreten. All die Behaup- tungen von gegnerischer Seite, als seien wir Freunde der Börse oder wollten gar den Börsenschwindel begünstigen, gehören in daS Reich der Legende und finden in den Taten der Sozialdemokratie nicht den geringsten Untergrund. Wir vertreten noch heute den Standpunkt, den wir von jeher eingenommen haben, datz innerhalb der heutigen Wirtschaftsvcrhältnisse die Börse notwendig ist, und deshalb erscheint es uns ein Unsinn, ein Nonsens, an die Börse andere moralische Massstäbe anzulegen als an die kapitalistische Gesellschaft überbaupt. Wir erwarten von der Börse keine höhere Moral, als wir sie sonst im kapitalistische» Getriebe finden. Die Moral der Börse ist genau so gut und so schlecht, wie sie in der vürgcrlichen Gesellschaft sein mutz.(Sehr wahr! bei den Sozial- demokraten.) Unsere Anschauungen über die Börse haben sich nicht so rasch geändert, wie die der Väter des Börsengesetzes von 1896. Wir betrachten die Börse nach wie vor als ein Institut, das dem Austausch von Waren und Effekten dienen soll, wir messen sie von diesem Gesichtspunkte aus mit keinem anderen Massstabe als all die anderen bürgerlichen Institutionen, die heute notwendig sind, und haben nicht das mindeste Interesse daran, das Börsengeschäft zu erschweren. Von diesem Standpunkt also betrachten Ivir die ganze heutige Vorlage und auch ihre Hauptdestimmungen über den Terminhandel. Gerade hier trifft eS zu, datz die Regierung nur halbe Arbeit gemacht hat und sich nicht aus den Fesseln des Agrariertums los- winden konnte. Die Regierung gesteht in den Motiven des Gesetz. enttvurfes selbst zu. datz das Verbot des Terminhandels in Ge- treibe- und Mühlenfabrikatcn zu schweren Uebelständen geführt hat, aber sie vermag sich nicht dazu zu entschlietzcn, die Aushebung dieses Verbotes zu beantragen, sondern umschreibt den Begriff des Terminhandcls. Aus dieser Umschreibung mutz natürlich eine Quelle neuer Rechtsstreitigkeiten und Schwierigkeiten entstehen. Was ist da? überhaupt für eine Logik in dem Gesetzentwurfe?'Zu- erst wird der Termiuhandel in Getreide- und Mühlcnfabrikaten verboten und hinterher werden in einer Umschreibung diejenigen Börscntermingeschäfte in Getreide angegeben, die nicht unter dieses Verbot fallen sollen. Die Regierung ist wahrscheinlich sehr stolz darauf, datz sie auf diesen Ausweg verfallen ist. Aber ich glaube nicht, datz ein anderes Gesetz deS Deutschen Reiches einen so krummen Weg eingeschlagen hat. Diese Formulierung ist weder klar noch in ihrem Inhalt allgemein verständlich. Wenn die Regie- rung auf dem Standpunkt steht, datz der Tcrniinhaiidcl im Getreide l verboten sein soll, so darf sie nicht nachher dieselben Geschäfte unter I anderem Namen wieder erlauben. Denn das ist doch der Inhalt ! des 8 SO. Oder ist der Herr Handclsminister in der Lage, anzu- geben, welcher Unterschied zwischen dem Börsenterminhandel bc- steht, den das Gesetz verbietet und dem, den es erlaubt?(Heiter- keit und Sehr gut! bei den Sozialdemokraten.) Die Vorlage ent- springt in diesem Punkte der Verlegenheit, einesteils die Bestim mungen des geltenden Gesetzes, die sich als undurchführbar er- wiesen haben, zu beseitigen und andererseits so zu tun, als ob das Verbot des Tcrminhandels aufrecht erhalten würde. Diese Ver- schleierung ihrer Absichten ist der Regierung aber nur sehr Mangel- Haft gelungen.(Sehr wahr! bei den Sozialdemokraten.) Wir halten nach wie vor das Verbot des Zeithandels in Ge- treibe- und Mühlenfabrikaten für volkswirtschaftlich schädlich und durchaus ungerechtfertigt, für eine Konzession an die agrarischen Interessen zum Schaden der breiten Masse der Bevölkerung. Wir verstehen cs� durchaus, datz die Agrarier auf dem Standpunkte stehen, sie mutzten hohe Gctreidezölle haben, damit sie eine hohe Grundrente erzielen. Selbstverständlich haben hohe Getreidepreise eine Erhöhung der Grundrente zur Folge, aber sie haben zur Folge auch eine Verteuerung des Bodens und des Getreides, das auf ihm wächst, und diese Verteuerung der notwendigsten Lebensmittel bringt den breiten Volksmassen schweren wirtschaftlichen und ge- sundhcitlichen Schaden.(Lebhafte Zustimmung bei den Sozial- demokraten.) Wir aber betrachten es nicht als unsere Aufgabe, einer Handvoll von Grotzgrundbesitzern auf Kosten des Volkes hohe Einnahmen zu verschaffen. Wir halten ein solches Beginnen, durch Verbot des Getreideterminhandels die Getreidcpreise und die Grundrente höher zu treiben, für volksfeindlich, und daran können all die moralischen Redereien über den Börsenschwindel nichts ändern.(Sehr>oahr! bei den Sozialdemokraten.) In Wahrheit sollte den Agrariern das Börsengesetz nicht dazu dienen, die Moral zu fördern, sondern der Bevölkerung die notwendigsten Lebens- mittel zu verteuern.(Sehr wahr! bei den Sozialdemokraten.) Das beweist ja schon die gänzlich ungerechte Bevorzugung der Effekten- börse. Nach unserer Auffassung ist die Börse eine Einheit, wir wollen kein Gebiet der� Börsentätigkeit benachteiligen und keine» bevorzugen. Da ist es nun charakteristisch, datz die rechte Seite des Hauses sich mit keinem Worte dagegen wendet, datz die Effekten- börse durch dieses Gesetz in autzerordentlicher Weise erleichtert wird, sondern nur gegen die Produktenbörse. An der Effekten- börse treten nämlich die Herren von der Rechten vielleicht selbst als Käufer und Verkäufer auf, und insofern ist ihnen eine möglichst grosse Freiheit der Effektenbörse ganz angenehm. An die Pro duktenbörse aber kommen sie nur als Verkäufer; va wollen sie möglichst hohe Preise bekommen, und darum nutzen sie die gesetzgebende Gewalt, die sie in dieser gesetzgebenden Versamm- lung hier haben, dazu aus, um den Teil der Börse, der eine freie Preisbildung in�Getreide herbeiführen kann, in seiner Tätigkeit zu unterbinden.(Sehr wahr! bei den Sozialdemokraten.) Uebcr- Haupt zieht sich die Bevorzugung der Landwirtschaft und der Agrarier wie ein roter Faden auch durch die nebensächlichen Bestimmungen des Entwurfes. In den§§ 38a und 38b wird bestimmt, datz für die Zulassung von Jndustriepapieren zum Börsenhandel die Ein- reichung eines Prospektes erforderlich ist. Von der Notwendig- keit dieser Einreichung eines Prospektes sind die Staats- und Kommunalanlcihen von jeher ausgeschlossen. Jetzt sollen aber auch die Pfandbriefe der landwirtschaftlichen Kreditanstalten von dieser Ein reichung des Prospektes befreit werden. Das hört sich ganz harmlos an, bedeutet aber doch eine wesentliche Begünstigung der agrarischen Schuldenmacher; denn in dem Prospekt müssen sich die Gesellschaften genau über ihre finanziellen Verhältnisse aussprechen. Manches landwirtschaftliche Kreditinstitut hat aber nicht unerhebliche Zinsrückstände oder ermangelt der für die Zu- lassung zum Börsenhandel notwendigen Gencralhaftung aller. Wenn das alles im Prospekt ausgesprochen werden mützte, würde vermutlich manches Papier nicht zugelassen werden. Um aber die Unterbringung der landwirtschaftlichen Pfandbriefe möglichst zu erleichtern, werden sie vmz der allen anderen Papieren auferlegten Eiureichung eines Prospekts befreit. Das zeigt, wie es die agra- rischen Kreise verstehen, selbst in solchen Kleinigkeiten Vorteile ftir sich von der Regierung herauszupressen. Beim Terminhandel im Getreide hat die Vorlage den eigentümlichen Weg betreten, den Kreis der Personen einzuschränken, denen es gestattet ist, an der Börse Terminhandel zu treiben. An sich haben auch wir nichts dagegen, wenn der Kreis derjenigen Personen, die an der Börse Geschäfte machen sollen, auf diejenigen Leute eingeschränkt wird, die nach Berus und Beschäftigung dazu geeignet sind. Ich bin mit dem Kollegen Scmler der Meinung, datz der berühmte„Portier" besser tut. nicht an der Börse zu spekulieren. Aber diejenigen Leute, deren Neigung dahin geht, teils aus Leidenschaft, teils aus Un- verstand an der Börse zu spielen, werden sich auch durch solche Be- stimm uugen nicht abhalten lassen, Börsenspekulationen zu treiben. Wenn sie nicht selbst an die Börse gehen dürfen, so finden sie tausend andere Kanäle zur Börsenspekulation, und die moralische Erziehung, die die verbündeten Regierungen hier erreichen wollen, wird durch tausend Hintertürchen praktisch doch vereitelt. Auch hier haben wir also wieder eine einschränkende Bestimmung, die keinerlei praktische Bedeutung hat.(Sehr wahr! bei den Sozial- demokraten.) Herrn Kaemps mutz ich darin recht geben, wenn er sagt: ent- weder das Handelsregister wird als massgebend für die rechtliche Befähigung, Börsengeschäfte zu machen, angesehen oder nicht. Die Ausnahme aber, die hier konstituiert ist. mutz zu einer Quelle von Streitigkeiten und Prozessen führen. Man könnte fast auf die Vermutung kommen, die Bestininlung sei hineingekommen, damit der Reichsfiskus möglichst viel Einnahmen hat.(Heiterkeit bei den Sozialdemokraten.) Hierin liegt also ein logischer Mangel der Vorlage. Aehnlich unlogisch und zu Verwickelungen führend ist weiter die Bestimmung, datz ein Landwirt zu solchen Geschäften nur in dem Umfange seiner Jahresproduktion und seines Jahres- Verbrauchs zugelassen werden soll. Das ist ganz unverständlich und vor allem undurchführbar, weil jede Möglichkeit der Kontrolle dabei 'chlt. Und das hat Herr Bitter gestern schon richtig betont. Wollen ie vielleicht einführen, datz in Fällen, wo der Landwirt die Be- tinimung nicht einhält, von ihm der Differenzeinwand gemacht werden kann, oder wollen Sie etwa den Kaufmann schädigen, der in gutem Glauben mit dem Landwirt das Geschäft gemacht hat? Weiter halte ich es nicht für richtig, datz die Ausländer in diesem Gesetzentwurf ander» behandelt werden als Inländer. Wir dürfen doch nicht etwas für Inländer als unmoralisch bezeichnen, was wir den Ausländern gestatten oder umgekehrt. Ganz un- brauchbar sind aber die Bestimmungen des Gesetzes, die davon handeln, unter welchen Umständen ein abgeschlossene» Geschäft nicht erfüllt zu werden braucht. Wenn einmal bestimmt ist, welche Per- soncnkreise Börscntermingeschäfte in Getreide- oder Mühlen- fabrikaten machen dürfen, und hinterher steht, datz die Einrede au» den§8 762 und 764 B. G.-B. erlaubt ist, so wird damit die erste Bcstinimung des Paragraphen wieder ausgehoben. Ich komme da zu der Auffassung, die.•) Ei? stand 4) Eisfrei_ Witterungsüberstcht vom 13. Dezember 1907. «• K s V Ä U 5? * s> 8 SURmcn s s S 2 o? II I I Haparanda 767 O Petersburg 764 ND Sctllh 1 751 SS® -lberdeeo; 743 ZZ® Bart»(754 SSS 8 Wetter »s B* rx 1 H H W& 4 bedeckt-15 2 Schnee— 18 4 bedeckt 2 bedeckt 2 Heller > I Wetter« Prognose für Sonnabend, den 14. Dezember 1907. Etwas wärmer, zeitweise ausklarcnd, vorwiegend trübe mit Regensällitl und ziemlich starken südwestlichen Winden, Berliner SB e 1 1 er d n r e« n. w. Zlaysl, Hut-Fabrik, Skalitzerstr. 131. = Größtes Spezial-Gesebäft= für Seiden- und Filz=Hüte. I-aj-cjr In Schirmen and Mützen.-UdsI 33031!' Panoptikum V«S R» S 165 Friedrichstr. 165 Das Schlangen-Ungeheuer mit«einen 27 Jansen. Däumling, der kleinste Mann der Veit! Carl Lorenz, Hutfabrik (früher Arnold& Eggert) W Waldeiuarstr. 44, part. Weiche Herrentilzhüte v. 1,75— 5,25 II. Steife Herrenfilzhöte.„ 2,00—5.25„ Cylinderhßte zu 4, 6. 8. 10 u. 12,00„ Cbapeaax daques.. 8, 10 u. 12.00„ im Einzelverkauf. 509L* iFcstc IVcisc.— Kein Laden.— OrOBte Aosnahl. Durch Ersparung teurer Laden- miete bin ich in der Lage, dramraoplione, fhonograplien, Fahrräder, Platten, Walzen und Mehörfeile konkurrenzlos billig zu verkaufen.* J8Hi Bequemste Telizalilnns:. BB Herrmann Hoppe, N. 54, Lothringer Str. 40. Auf Kredit! Anzüge Paletots Kostüme-> Blusen Röcke o Pelzstolas Riesen- Auswahl, nur Neuhelten Anzalil. 3 M. an, pro Woclifl| M. M« JLandau Ji HeiürclispIiJz Cranlen-Str. 193 am Heinriciispläfz Sonntag ganzen Tag geöffnet! Bis Weihnachten Möbel 10% billiger! Ankleldeschränkc, Plüscbsofas, Sinlentrumeans, Kleiderschränke, Venikos, Garnituren, Klubsessel, Chaiselongues, Lederstüble, Büfetts, Schreibtische, Bücherschränke, Umbaus, Waschtolletle, Pianino, Frisierloilelte 1 Moderne Küche von 65 Mark an! Aus herrschaftlichem Besitz!!! Speiseziimner, Herrenzimmer, Salon, Schlafzimmer. Wohnungs- Einrichtung 200 Mark an t ! Transport froi, Anfbowahrunc; bis zur Abnahme kostenlos! Nach aoßerhalb tadollosa Verpackung! GeöHnet 8—8 Lothringer Str. 26 Hasemanns Speichereien. Straßenbahn: 1, 2, 4, 5, 46. 47, 48, 50, 54, 55. 56. ©scar �PDold„iS!S«: !)ut und Mutzen CngrosgesckZkt Einzelverkauf zu auffallend bilüjen aber festen Preisen I Weiche Herrenhüte v. 1,50—7,00 Steife Herrenhüte v. 2,00—7,00 Nur fehlerlreke moderne Ware. Nur fehlerfreie moderne Ware, _ firössle Auswahf In HOlen, Motzen und Pclzwaren. Auf Teilzahl, wochentl. nur 1 jX Grammophone, Phonographen, echte Menzen- Hauer- Zithern, Konzert- Zithern, Geigen, Mandolinen, Handharmonikas usw. Gr. Lager in Zonophon-Pla«. Edlson-Walz. ufffi Eigene Iteparatar- Werkwtatt. Juhre's M-Spezial-Gestliälie Berlin M, üemminetflt. 2, on Sninnenftt SO.»ritjerftt. ie. am Äotttufer Sot. NW, Dioftoitetfit. 22. om Badnhos Beullelstr. Dr. Schunemann|||*a SimmGl Eveztal-Arzt'für 1492* Haut- and Harnleiden, Frauenkrankheiten. Frledrictistr. 203, Ecke Schuyenstr. 10-«, 5-7. Sonn,. 10-1» Uhr y�Senische Kcdarlhurtikol, Gummiwaren, lOOOe Anerk. V. Prof. u. Aerzt. empf., bist. Apoth. S. Schweitzers Fab. hyg. Präp., Berlin 0., Holz- marktstr. 69-70. OH. verlang ,! Joppen, Wiuterpalelots für Herren a. Knaben in größter Auswahl. Robert 3olm Berlin, Invalldenstr. 135 Laden u. L Etage. MaBanfertigung unter Garantie. Spezial-Arzt für Haut- und Harnleiden. Prinzenslr. 41, ÄÄU 10—2,5—7. Sonntags 10— 12, 2—4 fathan Manck 129 Skaliherftr. 129. Die schönsten 10212» 1 Herren- Wlnler- Paletots and Anzöge y»M jllliinals-Garderobe i oonKaoallere» gclragene Sachen f jfnfl neu. für jede Figur passend! k IspezlcO Bauch anzztge sind In» I grotzer Auswahl stet« zu staunend A I billigen Preisen zu baden. H Nathan Wand 12« Sfniifccrflr. 129. I tochdahiistationKnttbuserTnr.I illtnuiynuSiiuiriiier zu achlcn.I Preise Größte, reellste und billigste Quelle für Uhren, Gold-, Silber- und Alfenidewaren. Bogislav Krauser, Uhrmacher. hAchttnebcrgr, Hsuptstr. 120 gegenüber I der Hauptpost.' KV Fahrgeld wird vergütet. Etabliert seil 1890.»M ithren, ffold-n. Silberwaren Optische Artikel kaust man reell und preiswert 7842« bei r Franbfartcp Chansseo 61, direkt am Bahnhos Lichtenberg» Friedrichsfelde. ss Ctiarlolleüburö s= Praktische ttLeihnachtSgeschenke: Wasch», Wring» und Nähmaschinen, sowie Fahrräder, empfiehlt •T. Reparaturen gut und billig. 11942* Kiüäer FTsfe l&A 5'eue ICoHütruiSc 2» an der Alten Jakobstraßa. Warme u. kalte Speisen u. Gelränke zu jeder Tageszeit. Verzügi. Mittags- tisch 60 Pf. 3 Billards(mit Kerkau» baiwe) Stunde 40, abends 60 Pf. Zeitungen.u. Journale gr. AuSwahd gder-Zehöneveillö. Allen Freunden und Bckannlen empfehle mein 9l8L' Weiß- und Bayrischbier-Lokal. Kdnard Slclof. Renleanx-Ohmstrasten-Scke. Möbelfabrik Julius Apelt 6 Adalbert• Straße 6 Hochbahnhos Koltbuser Tor (•früher: Sknlitzer-Slratze 6). cSHSclSHSS5HSBS2SHSZ52SE5ESH5HSZ5HSHSHSH5HSZ5HSHS,flS2F2SH5BS2SH5HSH£ia5ES,HSH5H� 14 arenhaus Wilhelm Siein Berlin N»,'Shatissecsirasse 70-71 lÄ IÄ K 5U lll Ci S Z K SSS�SHSB525HSHS2SH52SSSHSS5?5e5Z5£KS�Si5SS15ESH5H5HSaS25iSZ5i!SlS�5?SiS2SES?5H5ESES�5Z5Z5�52SHK£im5BSS5c!SE52S2Sii'H5BSH5BS�SS5iS25HSES?SE5il5£S�SclS�S£5H5ESc!S2SESSSE5iSZSH5i Z Ä Ä -0 fl i 8 4 grosse Lebensmitteitage Sonnabend den 14., Sonntag den 15. Dezember Montag den 16., Dienstag den 17. Dezember zum FestRuchen Kaiser-Auszug-Mehl...... 5 Pfund 90 pf. Budapester Art......... spiund 1.00 Diamant-Mehl.......... 5 Pfund 1,10 Liebigs selbsttat. Backmeh! Paket 34 pf. Backpulver........... 3 pawte 25 pt Backessenzen......... 3 nasch. 25 pl Vanille-Zucker.......... spakcte 25 Pk. Sultaninen;... m 60 70pi. Grosse Rosinen p«. 45 55 pl Corinthen........ Pfd. 38pi. 5 Pfund 95 Pfennig Gebrannte Kaffees Mischung IV III 90 1 10 l 30 1.50 Uottr« Mtrkto sind dn»orzfigli.ben Gesohnacks wag» allseitig bekannt. Süsse Mandeln Pfd. 1.10 1.20 Bittere Mandeln.... m 1.15' Citronat......... rtd. 75pf. Ronser�aiv Stangen-Spargel ptUm. Stangen-Spargel«mMurk Stangen-Spargel mttMteurk Stangen-Spargel dünn.. Apfelsinen..... Dutzend 30, 45 pi.( Citronen......... vu zend 40 PI. j rranzösische v�allnüsse. Pfund 43 Pt. Als besondere Vergünstigung anlässlich des Wteihnachts-l�estes verabfolgen wir; Sonnabend, den 14,, Sonntag, den 15. Dezember, Montag, den 16. und Dienstag, den 17. Dezember er. Wir geben sonst bei einem Einkauf von 1 Mark 4 Sparmarken an diesen Tagen jedoch 8 SparmarKen § t iä Von Sonnabend, den 14. vezembzr er. an sind unsere Verkaufsräume bis 10 Uhr abends geöffnet.' Sonntag, den 15. Dezember von 8—10 übr vormittags und von 12—8 Uhr abends geöffnet. • Ausgenommen sind einige Artikel und Sonder-Angebote. das i MeilMachts- Uriume in diesem Jahre: Friedrich Gerstackers Merke s m**,«»r 8,50 Von den vorjährigen Weihnacht8-?rämien sind noch in beschränkter Anzahl vorhanden: Ferdinand Freiligraths Werke s Fritz Keuters sämtliche Werke| Franx Grillparxers sämtliche Werke in drei elegant gebundenen Bänden nur 3.— M. zwei Bände, illustriert, mit hochdeutschem Wörterbuch. Preis 3,— SR. j illustriert, in zwei Bänden gebunden. Preis 3,— N. Ferner empfehlen wir: Die Französische Revolution von 1789. BollStümliche Darstellung der Ereignisse in Frankreich von 178g— 1804. Von �Villreln» Bio». - Reich illustriert. Geb. Preis 4 M.—— Geschichte der Französischen Revolution von 1848»nd der zweiten Nepudlik. Von 4.oai!» Ueriticr. M i t einem Nachtrag: Vom zweiten Kaiserreich bis znr dritten Republik.------ Von.Eck. Bernstein. Geb. Preis 4 M. Die Deutsche Revolution. -S- Geschichte der deutschen Bewegung vou 1848/4S.=- Von Wilhelm Klos. Illustriert von 0. E. Lau. Geb. Preis 4 M. Dr. Zimmermanns Großer Deutscher Dauernkrieg. Herausgegeben von Wilhelm Klos. villige Volksausgabe, illustriert. Preis brosch. 3 M.. geb. 4 M. Kriegsdriefe aus den Iahreu 1879/71. Von Bans v. Kretsehmann. Herausgegeben von Llly Braun, geb. v. Kreisch mann. :u Mit einem Bildnis in Phologravllre und einem Brief-Faksimtle. z: Sechste Auflage. 346 Seiten stark. Elegant gebunden. -------- Statt früher 6,— M. jetzt nur Ä,50 M.------- Die Welträtsel. Mit einem Nachworte: -s Das Glaubensbekenntnis der reinen Vernunft.--- Bon Ernst BNeh.el. Preis 1 N. Die ßebeuswunder. Von Ernst liaehel. Preis 1 M. Die Entstehung der Arten. Von Charles Darwin. Preis 1 M. Die Mutter. Roman von llaxim Dorki. Broschiert 3 M, gebunden 4 R. Von unseren Verlagswerken empfehlen wir, zu Geschenkzwecken geeignet: Wider die Pfaffenherrschaft. Kulturbilder aus de» NeligionSkämpfen dcS 16. u. 17. Jahrhunderts. Reich illustriert. 2 Bände in Leinen geb.... 14.— M. . Halbfrz..... 16.—„ Die Hohenz ollern-Legende. Von Max Maurenbrecher. Kulturbilder auS der preußischen Geschichte vom 12. bis zum 20. Jahr- hundert. Reich illustriert. 2 Bände in Leinen geb. ll,— M. , Halbfrz., 10,—„ Blut und Eise«, Krieg und Kriegertum aus alter und neuer Zeit. Von Hugo Schulz. Zahlreiche Illustrationen. 2 Bände in Leinen geb. 14,— M. » Halbfrz., 16.—, Geschichte der Berliner Arbeiterbewegung. Ein Kapitel zur Geschlchre der deutichen Sozialdemokratie. Erster Teil: Vom Jahre 1848 bis zum Erlaß des Sozialistengesetzes. Zweiter Teil: Die Geschichte des Sozialistengesetzes in Berlin. 2 Bände in Leinen gcb 13,— M. . Halbfrz.. Ib.—. DaS Ende des Reichs. Deutschland und Preußen im Zeitalter der großen Revolution. Bon Kurt Eisner........... Preis geb. 5,— M. Sonntage eines großstädtischen Arbeiters in der Natur. Von Kurt Gronewitz. Mit Vorwort von Wilhelm Böliche. Von der Presse sehr günstig besprochen. Preis geb. 1.— M. Ferdinand Laffalles Reden und Schriften. Neue Gesamtausgabe. HerauSgegebett im Austrage des Vorstandes der sozialdemokratischen Partei DeuischlandS von Eduard Bernstein. Vollständig in 3 Bänden. In Leinen geb. l l.bo M. . Halbfrz., 14,60, Wir verlveifcn ferner, auf. die Band l: Aveling, Die Tanvinsche Theorie. Intern Geb. 2,— M. 6: 9; 11: 12: 13: 14: IG; 18: 20: 21: K. Kaul�ky, Marx' Ccfunomifchc Lehren. A. Bebel, Charles Fourier....... 2,50 A. Bebel, Tie Frau und der Sozialismus. Broscliiert. Er. Engels, Ursprung der Faiiiilic..' Karl Alarx, Das Elend der Philosophie. Geb 2.50 Vi. „ 1.50.. . Broschiert. Geb. 2.- M. K. Kautsky, Das Erfurter Programm. Geb. 2,— M. Er. Engels, Tie Lage der arbeitenden Klasse in England. Geb 2 50 M. E. B. Simon, Gesundheitspflege deS Weibes. Broschiert 2.— M.; geb. 2,50 M.: ki. Lux. Erienne Eabct und der Jkarischc KommünismiiS. Broschiert l,5v; geb. 2,— M. ö. Plecbanow, N. G. Tschernischewsky. Brosch. 2,50 M.; geb. 3,—. Er. Engels, Herrn Eugen DühringS Umwälzung der Wissenschaft. Broschiert 2,50 M.! geb. 3,— M. i a t Band ionale Bibliothek11: 22: Josef OieUgen, DaS Alquifst der Philosophie nnd Briefe nbrr Logik. Broschier! l,50 M., geb. 2,— M. 23: C. Hugo, Dir englische Gcwerlvereinsdewcgnng. Geb. 2.— M. 24: Karl Man, Revolution und Konter-Revolntion in Deutschland. Broschiert 1,50 M.; gcb. 3,— M. 26: A. Dodel, AuS Leben und Wissenschaft. 1. Serie. 3 Teile. Geb. 5.50 M. 27: C. Hugo, Städteverwaltnag and Munizipalsozialismus in England. Gcb. 2,50 M. 23: ü. Alscd, Dir Armer der Demokratie. Brosch. t,— M.; geb. 1,60 M. 30: Karl Man, Dir Kritik der politischen Oekonomir. Geb. 4.— M. 31: Joset Oietrgen, Das Wesen der menschlichen Kopsarbeit. Broschiert 1.50; geb. 2,— M. 32: Jose! vletrgro. Kleine philosophische Schriften. Broschien 2.- M.: geb. 2.60 M. Band 33: Leo veutscli. Sechzehn Jahre in Sibirien. Broschiert 3.- M.: geb. 3.50 M. , 34: A. Dodel,»n» Leben nnd Wissenschaft, ll. Serie. Broschiert 3.60 M; geb. 4.— M. . 36: Karl Man, Theorie» über den Mehrwert. Broschiert 5.50 M.; geb. 6.— . 36/37: Karl Man. David Ricardo. Brosch. 10.50; geb. 11,50. . 33: Karl Kanesky. Ethik nnd materialistische GeschichtZ- auffassnng. Broschiert 1,— M.; geb. 1.50 M. M. lklllqalt, Geschichte de« Sozialismus in de» Lee. einigte» Staaten. Broschien 2.50 M.; geb 3.— M. Pashitnow, Die Lage der arbeitenden Klasse in Rußland. Geb 3.- M. Leo Deulscd, Biermal entflohen. Broschiert 150 M- geb 2.- M! Peter Madlov, Dir Agrarfrage in Rußland. Broschiert 2.50 M.; geb. 3,- M. 89: 40: 41: 42: Der freundlichen Beachtung der Leser empfehlen wir: Die Dnch er des denischen Hanfes. Zeder Band enthält ein abgeschlossenes Werk und umfastt zirka SSV Seiten. Preis pro Band nnr 75 Pf. Wir nennen einige Werke aus der Sammlung: Goethe:„Leiden des jungen Werther", Zschokkc:„Hans Dampf", Thackeray:„Ter Diamant". Benriette � l> a v i«t i s Zllnstriertes praktisches Kochbuch. Reu bearbeitet von Helene Faber. Preis 2 M. Deutsche Ingendbibliothrk. Herausgegeben von Lohmeyer u. Schmidt.— Jeder Band statt 1,— M. nur 60 Pf. Zu Geschenkzwccken besonders geeignet sind: Klassiker-Ausgabcn, gebunden: Börne................ 3 Bände 6,— Brinckiminn.............. 1 Band 2,— Bürger............... 1. 1,75 Byron................ S Bände 6,— Cyamisso............... i Band 1,75 Eichrndorff.............. 2 Bände 3,50 Gliudy............... 1 Band 1,60 Goethe in 6 Bänden 10,—; Auswahl in... � Bänden 6,— Grillparzrr..............) Band 1,75 Hauss................ 2 Bände 3,60 Hebbel............... 4, 6,— Heine................4. C,- M. Hoffmaun.............. 4 Bände 8,— H. v. Kleist.............. 1 Bund 1,75 Kirner................ 1. 1,60 Kurz, Herrn.,............. 3 Bände 6,— Leiuiu................ 1 Bund 1,75 Lrssing in 2 Bänden 4,50 M.; in,..,,. 3 Bänden 5,— Ludwig............... 2, 4,— Novalis................ 1 Band 2,— Reuter......... 4 Bände 0,—; 1, 4,— Rnckert............... 3 Bände 6,— Schiller............... 4. 6,— Shakespeare.............. 4. 6,— Stifter, Werke............. 2. 4.— M. 1,75 l.— 1.75 Stifler, Studien............ 2 Bände 3,— M. — Steine und Erzählungen....... i Band 1,50. Tieck................ i_ o,—' Uhland, Werke............ 1 — Gedichte und Dramen......... l Wieland............... 1 Dieselbe» Klassiker- Ausgaben in besserer Äus� Nullung und Halbfruiiz ca. 50 Prozent teurer.>11 unffs, Heines, Lcssings, Schillers, Shakespeares, Grillpa.zcrs Werke. Je l Band Eebuilden a 3 Marl Goethes, Nhlniids Werke in Auswahl... Je l Band 4.— M Fr. Hebbels Werte, l Band...... Gebunden 4,— Goethes Leben und Werke(von LewcSj.... 4,— Im übrigen verweisen wir auf die vom Bildungs-Ausschutz der Partei empfohlenen yugcndfdtriftcn. DaS Verzeichnis derselben ist im„Vorwärts" vom 8. Dezember abgedruckt und liegt in unserem Geschästslokale aus. ßOrchcn- und Bilderbücher sind in reicher Auswahl und in jeder Preislage vorhanden. EHtditisn des Uorivlirts, Kerlin SV/, 88, Meich. 09, Llidrn. Vcranlwortlichcr Redakteur: Hans Weber, Berlin. Für den Jnscratcuteil vcrantw.: Th. Glocke, Berlin. Druck u.Veriag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Nr. 292. 24. IahrMg. 2. Kilqe ics Jotmärts" Jitrlintr ftlliülilntt. Zonnabtlid, 14. Dtjember 1997. Soziales� AuSnahmcgescke grgcn Landarbeiter. L« der vorgestrigen Sitzung deö Abgeordnetenhauses sagte, wie wir berichteten, der Minister zu,„LegirimationLkarten für aus- ländische Arbeiter" einzuführen. ES soll dadurch gleichzeitig dem Großgrundbesitz wie den Großindustriellen eine Art neuer Höriger als ÄrbeitSstiaven gestellt, insbesondere auch ausländische Streik. brecher gegen inländische Arbeiter gezüchtet werden. Die Ausführung dieses von den Freisinnigen bejubelten Versprechens wäre nebenbei ein klarer Verstoß gegen die StaatSgcsctze. Wir behalten uns vor. auf Grund der erst in einige» Tagen eingehenden steno- graphischen Verichte auf die Sitzung zurückzukommen. Die Agrarier aller Orten sind zurzeit auf der Suche noch weiteren Ausnahmegesetzen gegen ländliche Arbeiter. In der letzten Sitzung der ständigen Kommission des Landes- Oekonomie-ttollegiumö ist folgcndö Gesetzlein empfohlen worden: „§ 1. Wer für landwirtschaftliche Arbeitnehmer einen neuen Arbeitsvertrag vermittelt, obwohl er weiß oder bei Anwendung der erforderlichen Sorgfalt wissen muß. daß sie einem anderen Arbeitgeber noch vertraglich verpflichtet sind, wird init Geldstrafe bis zu 160 M. oder mit Haft bestraft. 8 2. Mit Geldstrafe von 50—600 M. oder mit Haft wird be- straft, wer, nachdem er auf Grund des K 1 rechtskräftig verurteilt ist, innerhalb der nächsten drei Jahre abermals ritte nach diesen Vorschriften strafbare Handlung begeht. 8 3. Mit den gleichen Strafen wird belegt, wer landwirt- schaftliche Arbeitnehmer verleitet oder zu verleiten u iu c r n i um t, widerrechtlich den Dienst nicht anzutreten oder zu verlosten." Wie wäre es mit ein paar Strafgesetzen gegen Arbeitgeber, die ihre Leute nicht anständig behandeln, ihnen wenig Lohn zahlen und ihre Menschenrechte unterdrücken? Der FiskuS würde kein schlechtes Geschäft machen, vorausgesetzt, daß Arbeiterschösfengcrichten die Ent- Zcheidung zustände._ WohnungSelcnd. Die Zeitschrift dcZ tgl. Sächsischen Statistischen Landesamts veröffentlicht in einem soeben erschienenen Hefte eine Reihe von Tabellen über die Ergebnisse der mit der Volkszählung 1005 verbundenen Wohnungsstatistik in 27 Städten des Staates. Tic Tabellen sind noch so detailliert, daß ein Gesamlbild daraus nur unter sehr großen Opfern an Zeit zu gewinnen wäre. Zusammen- fassende llebersichtcn sind in Aussicht gestellt, so daß daraus später zurückgegriffen werden soll. Eine Durchsicht der zahlreichen Einzel- Übersichten läßt aber schon einige interesiante Zahlen heraus- greifen, die allgemeiner Beachtuna wert sind. Wir baben ja ins- besondere seit der Zeit, da die BcrUner Arbcitcr-Sanitätskommission dcn Schleier von dem gräßlichen Wohnungsjammcr des Prole. tariats unserer„Weltstadt" etwas lüftete, von Jahr zu Jahr Material zur Kenntnis der WohnungSzu stände überhaupt erhalten. Die große Wohn ungscmfnahme des Berliner städtischen Statistischen Auites im Anschluß an die Volkszählung 1000 hat uns ein treffendes Bild von den Berliner Wohnungszuständen gegeben. Ergänzend traten die kleineren beschreibenden Arbeiten, z. B. die Enquete der Ortskrankenkasie des Kaufmannsgcwerbes u. a. hinzu, die ergreifende Details zur Beurteilung des Wohnungselcnds lieferten. Auch die Arbeiten deS Berliner Fabrikanten und Sozial, Politikers Heinrich Frccse waren in mancher Hinsicht wertvoll. Alles dies haben wir seinerzeit �ausführlicher Betrachtung ge- würdigt. Als damals die Ergebnisse erschienen und in der Presse besprochen wurden, da fiel die ganze Provinzpresic über das Sündenbabel Berlin her und schilderte dessen Wohnverhältnisse in den düstersten Farben. Das sollte weniger dcn Zweck haben, dem Uedcl zu steuern, als vielmehr dem„Wasserkopf", der so ganz sozialistisch verseucht war, eins auszuwischen. Daher blieb auch fast völlig ein Eintreten für das von der Sozialdemokratie schon längst geforderte NcichswohnnngSgeseh auL. Auch von dcn Er- gcbnissen weiterer Wohnungsstatistiken hat die bürgerliche Presse nur sehr spärlich Notiz genommen. Wir haben längst der Meinung Ausdruck gegeben, daß es auf dem Lande und in de» kleine» Städten nicht viel besser mit den Wohnverhältnissen bestellt sei als in der..Weltstadt". Aus unseren Notizen, die wir von Zeit zu Zeit über ländliche Zustände zu bringen genötigt sind, kann man auch lein rosiges Bild zu- fammcnsetzen und für die ganze ländliche Wohnwcise folgern. Die Behauptung, daß eine ReichSwohnungScnqncte auf dem Lande noch ganz andere Zustände aufdecken würde als in Berlin, hat in der Folge recht behalten, wie die Untersuchungen der dessischen Gewerbe- und der Wohnungsinspektion erwiesen. Tic Arbeiten Wiedfelds, des Direktors des Essener Statistischen Amtes, haben das ebenfalls bestätigt. Zahlreiche Städte folgten dann de» genannten Beispielen, und größere Untersuchungen dieser Art seitens Württembergs und Sachsens förderten manches noch viel Schlimmere an den Tag als in Berlin aufgedeckt war. Blättern wir nun in den zahlreichen Einzelübcrsichten der verschiedenen sächsischen Städte, und greifen nur wenige Zahlen hcranS, welche das Verhältnis der Größe der Wohnung zu ilircr Besetzung darstellen, so enthüllen sich uns traurige Elendsbilder. Wicdfeld bezeichnet das Zusammendrängen dreier Personen in einem Wohnräume in jedem Falle als durchaus ungenügendes Wohiiverhältniü und legt für einen kulturwürdigcn Zustand einen viel höheren Maßstab an. Sehen wir uns daroufbin die Zahlen in Plauen, der ersten der in den Tabellen aufgeführten Städte. an, so erhalten wir für einige Wohnungslatcgorien die folgenden Zahlen: Wohitimgen mit Zahl der Bewohner 3 4 6 6 7 8 0 10 11 12 13 U.M. 1 heizbaren Zimmer. 68 30 12 4 10 1 4 2--- 1 heizbaren u. 1 Küche 19 16 1 5 3 2— 11-- 1 beizb u.l nicht heizb. Zimmer.... 811 623 lüg 262 147 90 38 16 6 S 1 2 heizbaren Zimmern 31 19 24 6 2 4 Z 1-- 1 Schon auö diesen wenigen Zahlen kann man auf die WohnungSzustände schließen, die dort herrschen müssen, wenn 6, 6, 7 und noch mebr Personen in einem Zimmer zusammen Hausen. In zwei Fällen wurde festgestellt, daß 10 Beivohner in einem Zimmer ihre„Wohnung" haben! Aber auch größere Woh- nungen von 3 und mehr Zimmern beherbergen in manchen Fällen 6, 6 und mehr Bewohner. Geht man die Tabellen auf solche krassen Fälle durch, so gewöhnt mau sich bald an„Wohndichten", die man in der Praxis nicht sehen und— riechen möchte. Zwei Zimmer mit 10 bis 13 Bewohner» und Einzimmer-Wohnungen mit 6 bis 10 Bewohnern finden sich in jeder der an der sächsischen Statistik beteiligten Städte. Aber wir kommen noch„höher" hinaufl In Zittau, Reichenbach und Annaberg finden wir den Fall, daß 11 Personen ein Zimnier„bewohnen", in Lengenfeld bansen 16 Personen in 2 Zimmern! Den Vogel scheint aber das Städtchen Falteiistcin abzuschießen. Tort kommen die Fälle vor, daß nicht bloß 19 Personen in einem Zimmer zusammengepfercht sind, nein 12 und 13 und sogar 14! In solchen Fällen von „wohnen" zu sprechen, ist ei» blutiger Hohn. In diesem einen Zimmer wird gewohnt, gekocht, gegessen, getrunken, geraucht, ge- waschen, geschneidert, womöglich sonstwie-gearbeitet, geschlafen, event. Bedürfnisse verrichtet, trank gelegen, gezeugt, geboren und gestorben! Und»e»n nun in solchen, Zimmer noch geheizt wird!. ES ist allerdings aus dcn Tabellen nicht zu ersehen, was für Zimmer das waren, in denen solche Zustände angetroffen wurden. Das ist aber auch ziemlich gleichgültig, denn mag ein Zimmer noch so groß sein, mag cS ein Saal fein: immer ist es kultur- widrig, wenn alle die genannten wichtigen Tätigkeiten in einem Räume verrichtet werden. Von Kultur ist da aber überhaupt leine Rede mehr, und von Menschenwürde erst recht nicht. So pfercht man nicht einmal Vieh zusammen, weil man befürchten muß, es geht dann ein. „Für zivilisierte Menschen muß die Wohnung mehr als ein Unterschlupf sein", sagt Dr. Wiedfeld mit Recht, und wir meinen, daß, wer schlecht wohnt, wer sich den ganzen Tag in engen, dumpfen, gesundheitsschädlichen und unfreundlichen Räumen herumdrücken mutz, auch kein lebensfroher Mensch sein kann. Er will hinaus und mit Recht. Er wird ins Wirtshaus gehen und dort sein Elend und den häuslichen Jammer zu vergessen und zu vertrinken suchen. In diesem Sinne ist also die schlechte Wohnung direkt die Brutstätte des Lasters und des Verbrechen», und es ist schade, daß die Kriminalstatistik hierher noch keine Brücken gc- schlagen hat, um die Erkenntnis unserer sozialen Zustände zahlen- mäßig zu belegen. «oll die Wohnung die Keimzelle der Gesellschaft sein,„der Ort, wo sich Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Gc- schlechter miteinander vcrlnüpfen", sollen die veredelnden Wir- kungelt einer guten Häuslichkeit alle die guten Anlagen zur Eni- Wickelung bringen, mit der die Natur die Menschen begabt hat, so muß die Wohnung aus einer Mehrheit von planmäßig an- einander gefügten und zweckentsprechend benutzten Räumen be- stehen. Dabei muß die Wohnung um so mehr Wohnräume haben, je mehr Personen in ihr wohnen sollen und je fremder die in einer Wohnung lebenden Menschen einander sind. Aber noch mehr gehört zu einer Wohnung. Tie Fortschritte der Wissenschaft und der Technik müssen in weitestem Umfange bei jeder Wohnung in Anwendung kommen. Das ist aber nur in reichen Häusern der Fall: nur für diese arbeiten Wissenschaft, Technik und— die Kunst! Die beeile Masse, die die Mittel dafür herbeischaffen mutz, durch ihrer Hände und ihres Geistes Arbeit, geht leer aus. Für sie ist nicht» da. ihr kann die bürgerliche Gesellschaft nicht» von alledem bieten. Nicht einmal das Vertrauen des guten Willen» kann ihr die herrschende Klasse bieten. Ist es nicht dieselbe Re- gierung, die durch ihre amtlichen Stelle» die gräßlichen Zustünde aufdecken läßt, wenn auch notgedrungen, sich aber dcn hieraus ergebenden Konsequenzen durchaus verschließt? Und dennoch der- langt sie Vertrauen, wenn sie auf diese Zahlen nickt etwa mit Milliardenfordcrungen für Wohnzwecke, nein für Panzerkähne antlvortct und ihre Forderungen durch eine kräftige Hungcrpolitik wirksam zu stützen bestrebt ist. Richtversicherung-Zpflichtige gewerbliche Arbeiter. Bei dem Tampfkarnsscllbesitzcr S., der in Kiel wohnt, dessen Unternehme» aber ein Reisebetrieb ist, war der Schlosser Sieg be schästigt. Anläßlich einer der Geschäftsreisen wurde der ebenfalls sonst in Kiel domizilierende Schlosser Sieg trank. Er mußte in das Krankcnbau» zu Wandsbeck aufgenommen werde», wo er au; Kosten des Wandsbecker OrtSarmenverbandes dehandelt und vcr pflegt wurde. Dem Armenvcrbande entstanden 112,50 M. Kosten Er verlangte die Summe von der Orts-Krankenkaffe in Kiel er- stattet, weil der Kranke deren llllitglied gewesen sei.(§ 57 deS Krnnkcn-VcrsicherungSgcsetzcS.) Die OrtS-Krankenkasse lehnte die Erstattung mit der Begründung ab, daß S. überhaupt nicht vcr sicherungspflichtig sei, da es sich um einen„Gewerbebetrieb im Umherziehen" handele und die Arlwitcr solcher Betriebe der Ver- sicherungspflicht nicht unterlägen. Nur die im stehenden Gewerbe- betriebe beschäftigten Arbeiter seien krai>kcnvcrsicherungSpslichtig> Der Bezirksausschuß in Schleswig ging auf dcn Einwand der Kasse ein und erhob Beweis über die Art deS Tampfkarusselluntcr nehmcnS. E» wurde folgendes� festgestellt: Zu dem Betriebe ge bören II Wagen, darunter drei Schlafwagen. Der Unternehmer S ist im Winter regelmäßig in Kiel, wo er ein Kontor hat. In der Zeit seiner Abwesenheit nimmt seine Frau die Briefschaften und sonstige Sckiriftstückc an. Eilige Sachen werden ihm nachgeschickt In einem der Reiseschlafwagcn hat er gleichfalls ein Kontor, von wo aus die Löhne gezahlt werden. Reparaturen werden in Kiel vorgenommen, aber auch unterwegs. Ter Unternehmer selber kehrt auch im Sommer öfter nach Kiel zurück. Ter Bezirksausschuß wies nun die Klage des Ortsannenverbandcs Wandsbeck ab. Er gab der Krankenkasse darin recht, daß es sich lediglich um eineu „Gewerbebetrieb im Umherziehen" handele und daß die in einem derartigen Gewerbebetriebe beschäftigten Personen nicht gegen Krankheit versicherungspflichtig seien. Hinsichtlich der Art des Betriebes sei festgestellt, daß der Karusscllunternehmer in Kiel einen stehenden Gewerbebetrieb nicht habe. Da» Unternehmen lvanderc von Ort zu Ort und es fehle auch in Kiel jede Betriebswerkstätte. Ter dritte Senat des preußische» Oberverwaltiingsgerichts verwarf die gegen dieses Urteil vom Lrtsarmenverbniid Wandsbeck eingelegte Berufung mit folgender Begründung: Das Kranken Versichcrungögesetz regele nur die Vcrsicherungöpflicht für stehende Olewerbebetriebe, welche einen bestimmten örtlichen Betricbssiy hätten, in welchem oder vor welchem der Betrieb ausgeübt werde. Die Versicheruiigspflicht bestelle somit nicht für die Arbeiter solcher Betriebe, die lediglich im Umherziehen ausgeübt würden. Wenn aber ein BetriebSsib im obigen Sinne vorhanden sei, dann wäre es für die Versicherungspflicht unerheblich, wenn die Betriebstätig keit in verschiedenen Orten vorgenommen werde. Das gelte auch für Betriebe, wo Tampskesscl Verwendung fänden. Vorliegend habe nun der Bezirksausschuß auf Grund seiner Feststellungen mit Reckst angenommen, daß der Unternehmer S. keinen stehenden Ge- werbcbetricb habe. Daß er sich die. Wobnutig für das ganze Jahr in Kiel erhielt, sei nicht entscheidend. Ausschlaggebend wäre, daß er in Kiel weder eine Betriebsstätte noch ein sonstiges Unternehmen habe. Die Entscheidung des Obervcrwaltuirgögerichts entspricht dem Gesetz. Die Lücke im KrankenversicherungSgcsetz ist für recht viele Arbeiter fühlbar. Auf sie ist von den sozialdemokratischen Vcr. trctern im� Reichstag wiederholt hingetviescn. Wäre der Llntrag, den die Sozialdemokratie iviedcryolt stellte, angenommen, den Kreis der Versicherten ans alle Arbeiter ohne Unterschied der juristischen oder technischen Katalogisierung der Betriebe, in denen sie beschäftigt sind, auszudehnen, so wären Millionen Arbeiter mehr als heute gegen die Folge» einer Krankheit gesetzlich versichert und würden infolge der von den Sozialdcmokrgten verlangten Zentrali- sicrnng der Kassen obne Erhöhung der Beiträge ausköinmlichcrc Fürsorge al» heute erhalten. Senckts- Leitung. Kupprl-Tirrktor? Hsiiicr die„Kulissen' einer Artistcntruppc führte ein umfang- reicher Kappeseiprozeß, welcher gestern vor der dritten Strafkamnier, des Landgerichts I unter Vorsitz des Landgerichtsrats Pauli be- gann. Auf der Anklagebank mußte der Jmpressario des„B o- r u ssia- S ext ettS", der Singspielunternehiner Mar Preiß Platz nehmen, der bcsckmldigt wurde, gewohnheitSinäßig und aus Elgeiiiintz sich der Kuppelei gegenüber den weiblichen Mitgliedern seines Ensemble» schuldig gemacht zu haben.— Für die Verhandlung sind zwei Tage in Aussicht genommen. da zirka 30 Zeitgen geladen sind, die zum Teil auS allen Gegenden des Reiches� kommen.— Der bisher unbescholtene Angeklagte wohnte früher in Gera, hat aber seit einigen Jahren seinen Wohnsitz»ach Berlin verlegt. Seit sechs Jahren ist er Leiter und Impresario de« „Borussia-SextcttS. Deutsche» Gcsxngs-, Tanz- nild Vcrwandlungs- Ensemble."„Militärische Grwehrcxerziticn." Diese»„patriotische" Ensemble besteht aus zum Teil noch sehr jugendlichen Sängerinnen und Artistinnen. Mit dem Sextett, welche» weniger durch dcn Gesang und sonstige artistische Leistungen als durch die Fugend und Anmut der jungen Damen willen sollte, besuchte der Angeklagte zahlreiche Städte im In- nnd Auslände. Seine Engagements erstrecken sich jedoch zumeist»ur über kleinere Varivtebühnen, bei welchen es weniger auf die vereinnahmten Eintrittsgelder, als auf die von den Gästen verzehrten Speise» und Getränke ankam. Die jungen Damen entstammten zumeist ganz an« gesehenen Familien. So ist der Vater einer jungen Dame, die dein Sextett angehört, in Lübeck Direktor einer größeren Brauerei. Zum Teil schloß der Angeklagte mit den Eltern der jungen Mädchen Ver- träge ab, die dahin gingen, daß seine Mitglieder zu u n lv e i g e r- l i ch c m Gehorsam gegen i b it und seine Ehefrau verpflichtet waren. Im UebertretungSfalle konnten Strafen bi» zur Höhe einer vollen Monatsgage verhängt werden. Die A»klage wirft dein Angeschuldigten vor, dnß er seine Mitglieder dazu angehalten habe, nach der Vorstellung sich zu den Gästen des betressenden Vanötu» zu setzen und diese zum Wein- und Sekttrinken zu animieren. Diese Kneipereien nach der Vor- stellung sollen häusig mit Wissen de» Angeklagten ihren Abschluß im Chambre söparec gesnnden haben, Ivo wüste Orgien gefeiert wurden. Der Vorteil des Angeklagten lag darin, daß er durch die großen Zechen, die durch die„Mitwirkung" seine» Ensemble» gemacht wurden, nicht nur selbst freie Zeche gehabt haben soll, sondern auch von den Besitzern der Tingel-Tangel wegen dieser hohen Zechen mit einer größeren Gage engagiert wurde. Die Behörde hatte schon einmal Gelegenheit, sich mit dem Treiben de»„Borussia-SextetlS" beschnstigen zu müssen. Verschiedene ältere, sonst sehr moralische Herren in Straßburg i in Elsa ß, haiton sich in zu weitgehendem Maße für die jugendlichen Reize der Sextettmitglieder interessiert. Durch die eifersüchtigen Ehefrauen dieser.Kunstliebhaber" wurden gewisse Separvgeheiminsse zur Keuntnis der Polizei gebracht, die ein Verfahre» gegen Preiß einleitete. Dies ivurde jedoch lvicder eingestellt, da die inngcu Damen, wie behauptet wird, auf Bitten des Angetlagten damals sehr günstig für ihn aussagten, daß er keüie Kenntnis von diesen Dingen gehabt habe. In verschiedenen Variötv» soll P. sehr hohe Seltprozente bezogen haben. Wie die Anklage behauptet, soll der Angeklagte die Mädchen auch durch die Drohung, er«verde sie unter sittcit polizeiliche Zrontrolle stellen, gezwungen haben, mit dein Variotöbesuch bis zilnt Morgen zu kneipeii. Der Angeklagte bestreitet ganz entschieden, sich in kupplcrischer Weise betätigt zu haben. Er will sogar eine Art Tugendwächter gewesen nnd streng daraus gehalten haben, daß nicht? Unziemliches zwischen Mitgliedern und den Theater- bcstichern passierte. Mit Genehmigung des Vorsitzenden wohnte der Verhandlung die Sekretärin des„NationalkomiteeS zur Bekämpfung des internätionalen Mädchenhandel»", eine Frau von P., bei. Entgegen de in Antrage des Staatsanwalts und des Verteidigers schloß d n S G e r i ch t während der ganzen Dauer der Verhau vlung lvcgcn Ge- fährdung der Sittlichkeit die Oeffentlich keit auS. Wir werden über das Urteil berichten. Em der frauenbeWegung. Eine gutbesuchtc Frauenversammlung, die am Dienstag in Tegel stattfand, nahm die Berichte der Genossin Neumann über die Verhandlungen der Dienstbotenkonferenz und des PreußentageS entgegen. Rednerin betonte, daß beide Veranstaltniigen befriedigend gearbeitet haben und fand damit die Zustimmung der Genossinnen. Besondere Befriedigung gcivnhrte es, daß auf dem Preiißentaae die Kompromißpläne des Genossen Maurenbrecher ent- ichieden abgelehnt worden sind. Bei dieser Gelegenheit kenuzeich- ueten Genossin Neumann und Genosse Liebelt treffend die llnzuver- läßlichkeit der sogen. Liberalen. Die Genossinnen wurden ermahnt, event. von der Partei inszenierte Aktionen zur Erkämpfuug de» Reichstags Wahlrechtes für Preußen tatkräftig zu unterstützen. Sodann referierte Genosse Kubig über„Preußens Schulen". An der Hand reichhaltigen Materials wie» er nach, daß die Volksschule längst nicht den minimalsten Ansprüchen genügt und erläuterte dabei llnsere Fordenmgen zu diesen» Punkte. Da die Schnlgesetzgebung im Landtage liege, sei die Sckulfrage auch eine WahlrechtSfragc.— In der Diskussion forderte Genossin BiclaS die anwesenden Frauen auf, sich durch Selbstbildung, Erweiterung ihres Wissen« mehr und mehr zu befähigen, ihre Kinder im Geilte deS SozialisniitS zu erziehen. Dringend sei den Frauen das Studium der Parteipresse zu empfehlen.— Ans dem von der Vertrauens- Person Genossin Kienast erstatteten Geschäftsbericht ist zu entnehmen, daß bei 143,24 M. Einnahme und 138,00 M. Ausgabe ein Kassen- bestand von 7,24 M. vorhanden ist. Die„Gleichheit" hat zurzeit 77 Leserinnen. Genossin Äienast wurde einstimmig wieder al» Ver- traucnSperson bestätigt._ Bund für Mutterschutz. Der Bund hält am Sonntag, 11 Uhr, eine Bersammlung ab, in der Maria Lischiiewska über„Weitere AuSgcstalluiig deS Mutterschutzes" nnd Adele Schreiber über „Romane ans dem Leben" spricht. Auf Besuch unserer Genossinnen scheint der Bund nicht zu rechne», da er seine Bersammlung ständig in dem von uns bohkvttierten Architektenhanse abhält.— Das von Cr. Helene Stöcker geleitete Mutterschntz-PublikationSorgan erscheint vom Januar 1908 ab in erweiterte»! Umfange und neuer An»- slatUing bei Oesterhcld u. Co., Berlin IV. 15, unter dem Titel„Die »cnc Generation". Frauen als Beamte in der Schweiz. Zur HiilsSillspektonn der Freiwilligen und Einlvohner-Armen- pflege der Stadt Zürich ist Genossin Elise Vottelcr aus Winterthur ernannt worden. Die Krise in der schweizerischen Stickereiiiidustrie hat bereits eine Besprechung der Stickereifabrikanten über einheitliche BetricbSein- schrülikuiig durch Reduktion der Arbeitszeit zur Folge gehabt. Es sind aber auch schon zahlreiche Entlassungen vorgenonnnen worden, so in der großen Stickerei Feldinühle in Rorschach.— Im Monat Oktober betrug die StickereianSfuhr nach den Vereinigten Staaten iiocd 9 606 008 Frank gegen 5 310 004 Frank im Oktober 1906 und 5 487 807 Frank im gleichen Monat 1905. Die Stickerlöhne sind bereits enorm reduziert worden, so z. V. für eine bestimmte Arbeit von 74 ans 40 bis 55 Cts. für 100 Stiche.— Die Krise in der Stickereiindustrie hat auch die große Maschinenfabrik Sauer in Arbon. die in der Hauptsache Schifflimaschincn herstellt und davon im Oktober nocki 102. im Jahresdurchschnitt 80—00 monatlich gc- liefert hat, zu Arbeitereiitlassungen veranlaßt. Davon wird auch die deutsche Maschinen in du st rie berührt, die 1906 für 1 733 000 Fr. Stickinaschincn nach der Schweiz exportierte. Vcrsnmuilitnge»— iveranstaltungen. Berlin. Montag im„Neuen Klubhause", Kommandaiitenstr. 72, Vortrag:„Jugenderziehung und sexuelle Aufklärung". Referent: Otto Rühle. Frirdrichshagen. Montag, den 16. Dezember, 8'/., Uhr, im Restaurant Wilhelmsbad, Scesir. 45: Versammlung.'Bortrag. Genossin Jeetze. Tegel-Borsigwalde. Mittwoch, den 13. Dezember, W Uhr, bei Kube in Borsigwalde. Sonntag von 8—10, 12—8 Uhr geöffnet!___ Arbeiterfrauen! Handwerkerfrauen! Bürgerfrauen! Wahret Enre Interessen!! Kaufet keine Ramseltware ffte Euer.sauer verdientes Geld!! Unterstützt nur mein seit ca. 36 Jahren bestehendes Spezialgeschäft für Damen-Konfektion, Blusen, Böcke, Kostüme, Pelzstoien, Kinder- Konfektion, Plüsch-, Pelz-, Persianer-Jacketts und Mäntel etc. vom einfachsten bis zum hochelegantesten Genre. M den Abonnenten des»Vorwärts" mache ich jedes Geschäft Als Beispiel meiner Leistungsfähigkeit: SEBIiSäBBISI Knslisrhe Fatetots, früher bis 29 3/4 M, jetzt 6% M. zum Aussuchen|B||8iEKB8|| lllllllillll 2SÄS.», ISS::«ap S: fr. N-1 5!:::: I IS H II I S! 1 1 Preise bis auf ein Viertel des Wertes ermäßigt. Um zahlreichen Besuch bittet zur Ueberzengung der Licistnngsfäliigkoit ohne jeden Kanfzwan»- Konfektionshaus Wesiraann B*"ptso'-"- w"Mohren"r"" de" Ko,onnaden- Filiale: 0., Große Frankfurterstr. 115; 2tes Haus a. d. AndreasstraSe. Extia Iraner für Frauen Abteilnng und Mädchen. / Verkauf zu konkurrenzlosen Preisen. Man wolle im eigenen Interesse genau auf Firma und Hausnummer achten. »ÄM>:!■■.. v.'.>..' & «v fö <» «y (k is �VSSSSKSSSe-SSSSS� Unserem alten Freunde und «Kenossen Gotllied»oklmann zu seinem heutigen GebirrtZ- tage die herzlichsten Glück- wünsche in der guten Zuver- licht, daß er noch lange er- halten bleibe der XI. Nbt. 1900D Die Bezirksführer. �SSSTSSSSSSSSSSV» Sozialdemokrat, l'/attliereio i. für den (Köpeuicker Viertel) Bezirk 208. Teil I. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Genosse, der Schmied Hemimm Timm (wohnhast Gorliher User L) gestorben ist. Whre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, den 16. Dezember, nach- mittags ll Uhr, von der Leichen- Halle des EmmauS-Kirchhoses in Britz aus statt. 264�16 Der Borttaud. Oeukclw Metallarbeiter-Vertiand Verwaltungsstelle Berlin. Todes-Anzelge. Den Kollegen zur Nachricht. daß unser Mitglied, der Metall- arbeiter Oswald Dehnke am 1l. Dezember an Lungenleiden gestorben ist. Ehre seinem Zlndenken. Die Beerdigung sindei am H Sonntag, den 15. Dezember er., nachmittags l- Uhr, von der Leichenhalle des Treptower Ge- ineiude- Kirchhofes, Neue Krug- Allee in Treptow aus statt. Rege Beteiligung erwartet 161/17 Bio Orisverwaltung. Dsofssher Metallarbeiter-Verband Verwaltungsstelle Berlin Nachruf. Den Kollegen zur Nachricht, daß un'er Mitglied, der Schlosser Otto TFißmer am 10. d. M. gestorben ist. 161/16 Die Ortsvcrwaltung. Am Mittwoch, den 11. Dezem- der, nachmittags, verstarb plötzlich an Herzschlag meine liebe Frau, gute Mutter und Tochter HOLL PauSSne Funk geb. Böhmer. Die Beerdigung findet Sonn- tag. den 15. Dezember, nach- mittags I Uhr, von der Leichen- halle des Tegeler Kirchhofes aus statt. Will,. Funk nebst Tochter und Eltern. Günstige Gelegenheit zu billigem und reellem Einkauf von Wellmacbts- Geschenken bietet Ihnen das seit 17 Jahren bestehende, jetzt bedeutend vergeößerte W. Winkler, Uhrmacher, jfcinichendorferstr. 22. Vorzeiger dieser Annonce erhalten 10 Proz. Rabatt. JiL JÜLL HL Beisers bekanntes Itlöbel*.TÜaren-Creditbaus empfiehlt enm WeitlOaChtSfeSt*. Einzelne Möbel... 3"•äs 1 � Stube und KOche von 15 Mlk. Anzahlung an. Teppiche, Gas-u. Petroleumkronen, Wäsche, Betten, Manufakturwaren etc. Sprecbmascbinen, Musikwerke j vi wöchentlich nur* Jeder Käufer erhält ein Weihnachtsgeschenk. M. Beiser, lodinngerslr. 67. Sonntag bl« 8 Uhr geCffnct. 1161L* Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die reichen Blumen- und Kranzspenden bei der Beerdigung meines liebe» Mannes, des Buch- bmderS Otto AHsch sage ich allen Verwandten. Freunden uiid Bekannten, insbesondere für die trostreichen Worte an der Bahre von dem Verbandsleiter Herrn Klar so- wie dem Verbände der Buchbinder, Zahlstelle Berlin, dem Taubenverein „Früh-Auj" imd dem sozialdcmo- kralischen Wahlvereiu(Bezirk 431) meinen innigsten Dank. ISSlb Witwe LI lisch nebst Kindern, t Tis TtT Em Mark wöchentliche Teilzahlung Uelere elegante, fertige Zerren- Men. bnnU Itlr Hluan. Mass-Anfertigung felnute Verarlioltnng« liaruntlo tnd«lAONOr»lüu J. Kurzberg, HanptgeBch&tt; Rotenlhalerstr. 40/4l( am Haokescben Markt. t. Geschüft: A.d. laangwitzhrücka 1,1. War.-Kr.«� iimcu !!Mas!! für einen Vorteil habe ich, wenn ich meinen Bedarf an fertiger Herren- Garderobe bei Porath lause!!— Stein Ramschgeschaft. nur gut gearbeitete Eardcrobe u. dauerhafte Stoffe. Einmaliger Versuch sührl zn ständiger Knudschaft. llilL' Äavilk Schneider- ICastaniSN- in oer«Sbe lies ttfltUH, meister, Allee 47, Zionskirchplatzes. Vorzeigern dieses gewähre S Proz., gewerkschaftlich sowohl wie volittsch ora�nisiertc» Käufern gewähre ich 10 Proz. kleide ich mich schick und elegant, trotzdem billig u. preiswert. Erostes Stofflagcr,»eneste Muster stets am Lager. Vei Mastansertignng nur feinste Zutaten, aus Wunsch zwei Aitprobe». Auch bei Stoffliesernng fertige»ach Mast an. tadellose AuSführnng u. guter Dil? garantiert. □ cm Hut-Zentrale □ □ c Berlin SO., Oranienstraße No. 2. Spezial- Geschäft ss für Seiden= und Filzhüte. Grolles Lager in Mützen, Schinnen, Stöcken und Herrenartikeln. Voraeiger dieses Inserats erhält 5 Pro«. Rabatt.* Weihnaeiitsoflerle! Sie werden schneller und besser bedient, wenn Sie Ihren Bedarf bei mir rechtzeitig decken, da der Andrang kurz vor dem Fest sehr groß ist. Reichhaltig assortiertes f.ager in: Bildern, Spiegeln, Gas- und Petroleum-Kronen, Wand- undTaschenuhren, Goldwaren, Stepp- und Tischdecken, Teppichen, Läufern, Portieren, Gardinen, Bett- u.Leibwäsche, Kleiderstoffen, Pelzwaren, Herren-u. Damengarderoben, fertigu. nach Maß, Sport- u.Kinderwagen, Grammophonen etc. Kleine Ans und Abzahlung. Hobel- u. Waren-Kredithaus W. Grätz Alte Schouhauserstraße No. 33-34. Tel. III, 3968.* Tel. III, 3968. | Originelle Spielwaren! HutwerfePt grosse eleg. angezogene Figur, wirft durch Druck auf den Unterteil den Hut auf den K"p!, nur 75 l'fg. Rluffik" Schwein, durch Drehung am Schwänzchen spielt ein vollständiges Musikstück 3.50 Mk. Uehepkatze, verdreht die Augen, bewegt die Füsse und steckt die Zunge heraus, t.20 Mk ZauberbleP* krug, aus dem nur der Hing- weihte trinken kann. 1,20 Mv 1,50 Mk Zauosptpiciiter, neuestes Kunststück 1,50 Mk. Zauber* soctimeme Canon 50 Hg. 1 Mk., 1,80 Mk., 3 Mk., 4 Mk. Photogpaph. Apparat aus dem eine 3 m lange Schlange entspringt. 3 Mk., kleiner 1,50 Mk Die Rattonkiste, Neuheit CO PD Gpbeimnisvolfe Cigarrenkl�ie 60 Hg. Nürnberger P�eitor* kuebon mit hochfeinen Scherzen, Scnachel 6 Stk., 1,50 Mk 0» Grosse Auswahl origineller Goschonfe- artllceltUlk*JuxsAclier; Fücber( Mützen, Kna2ib�nbon,SySvAwteribCherze. Giessfiguron zuGylve»tera Dtz. 50 Hg. 70 Hg., 90 Hg, 1,30 Ml.. 1,80 Mk. M rkorafenatr. 99, Hoffgebäude kein Laden.> hcndsbi 9, vomlö. Dez. an bis 10, � Sonntags bis 8 Uhr geöffnet._y Mtf aforik g�arl||®giz Berlin SO, .« 3.| K Charlottonburg, nnt-Ktrultc 134 a. Oranien-Mtraß Me Schirme a* Dützen felzmaren ItsgT' xu billi�Mtea Prcluen.-HWZ - Vorzeigen dieses Inserats erhält 5°/0 Rabatt. Das läßt man sich gefallen I Das Versandhaus StralauerHtr. Hochpart am Molkenmarkt liefert au jedermann nur selbst- hergestellte, gediegene, schicke Herrenbekieidung fertig und nach Maß gegen wöchentliche llCcilzaliluun von 1 War! an. p Ein giogcr Posten fertiger Winter-Anzüge und Paletots von seinen Maßstoffen gearbeitet, wegen baldiger Fiivcntur zu Räumungsprcijen. SUiu Waren-Kredithaus. Reelle Bedienung Sonntag bis 8 Uhr geöffnet. fioclifeirie 6 Pf. Cigarre ecrzüglicher würziger Ceschraaci fflaumiKi CiDarren-Fabriken— ISO Filialen. Nur kurze Zeit liefere ich voltständig umsonst eine ÜiitrcchniaNchinc neue Htcr iion.trnktioii bis zur elegantesten Ausführung, wenn Sie sich verpflichten, eine kleine Anzahl 25'/, Zentimeter großer doppelseitiger Platten prima Fabrikat ä M. 3,— per Stück von[ mir zu beziehen. Abnahme lltügig eine Platte. Auch liefere Sprechmaschinen, setbstspieleniie Musikwerke und Zithern auf Teilzahlung. Wochenrate nur 1 Mark. J. Knrzberg, Rosentlialerstraße 40{4l9 I. (Hackeschor Markt) und An der Jannowltzbrneke 1, 1. Nur 1 Treppe, kein Laden*______ � Gelegeniieitskauf von Paletots, Anzügen,• .lacketts, Damonkloidern, Uhren, Ketten, Bingen, Wäsche zu allci-billiestcn Preisen. Ferner Beleiliiiiig; sämtlicher Gegenstände, auch llöbcl und Inslninieute, — zu höeh.-iteu Preisen.— Leililiaus Grüner Weg 48, i. grsalzeneS Stflttu-iiiejliirti'ii fleisch (Rippen-. Rücken-, Backeitftücke, Schnauzen. Lchrcn, fleischige Psoten), feine Delikatesse, versenizel in 16 Psund Postlollis sur nur 3,66 M. Bahn'übcl cnlh. 23 u. 36 Pfd. per Psd. 31 Pf. ab hier unter Nachnahme; Nichlgesall. retour. 9 Psd. Holstciner Holländer. Käs- 3.26 W. 286/6» lieinrich Xrogmann, Nortorf i. Holst l. Alexander l34Cro8eFranl(liirterstr.34i Ecke StraollbergerstraBe. Zum Weihnachtsfeste 1 1 empfehle in großer Auswahl: 11631.» 1 [Wäsche, Kleiderstoffe,| | Trlkotugcn, I.einen-| u. Baumwollwarer.. Mnlmlmd kiMn Kmmmlieittt Buremi s asuladtftr. 10 I. 2wci8t>8reill 3e?lm. ScUttOÜ t lt. 2. Fcrnlpr. Amt Sa 4218. Sonntag, den 15. Dezember er., vormittags K'/z Uhr: Gemeinsame Mitglieder-Versammlung in F r e y e r s Festsälen(früher Keller), Koppenstr. SV(großer Saal). T a g e S- O r d ii il ii g: MW..»3/7 1. Der Blockrcichst-ig. Referent: Reichstagsabgeordneter Genosse Robert Tchiiiidt. 2. Die Antwort deZ Vereins der Brauereien aus unseren Antrag bctrr Aushebung deS Prozentsatzes und Stellungnahme hierzu. Kollegen l In Anbetracht der hochwichligen Tagesordnung ist eS Pflicht eines_ jeden Mitgliedes, pünktlich in dieser Versammlung zu erscheinen.__ Die Vorstände. il SlrbeitsNachtveiS: Aerwaltiingsftclle Berlin. Hauptburenu: Hos I. Amt 3. ILSS. litiarstostraLs Z. Hos vi. Amt 3, 19S7. ZlrKfnnAl Ißitglleder des Deutschen rui/lUiiy. ISetallarbeiter-Cerbandes Montag, den 10. Dezcnibcr 1907, «-■'- abends S Uhr:= Versammlung der Mitglieder der Oslenliezirke 1, 2, 3, 4 in Kellers Festsälen, Jnh. Freyer, Koppeustr. 29. Tages-Ordnung: 1. Beratung der zurückverwiesenen Paragraphen des Ortsstatuts. Ncicrent: Kollege Cohen. 2. Diskussion. ltäp~ Pflicht aller MitglicScr ist es, in dieser Versammlung zu erscheinen. Tic Bersainmluug wird Punkt 8Y. Uhr eröffnet. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt! Der Weihnachtsfeiertaqe wegen erfolgt die Auszahlung der tilrbeitsloscn- nnd Ärankeuunterstüchiuig au folgende» Tage»: Für de» 20. und 21. Dezember am Freitag, 20. Dezember. „„ 22., 23. u. 24. Dezember am Sonnabend, 21. Dezember. „„ 25. nnd 26. Dczeniber am Montag, 23. Dezember. „„ 27. nnd 28. Dezember am Dienotag. 24. Dezeiuber. „„ 29. und 30. Dezember am Freitag, 27. Dezember. „ 31. Dezember am Sonnabend, 28. Dezember. Am 30. und 31. Dezember und 1. Jaunar 1908 bleibt der «■- Arbeitsnachweis und das Aurea» der Rrankenuutcrftuhung geschlossen! Tie erste Auszahlung erfolgt wieder am Donnerstag, den S. Januar 11)08. Die Kollegen werden ersucht, dieses zu beachten I» Den.Nollegen zur Nachricht, das? Broschüren im Burea« zu haben sind betreuend die Berhandlungeu des Reichstages über de»(Ocsetieniwurf betressrnd die gewerblich«» Berufsvcreiue. �ur Mitglieder ist der Preis S5 Pf.(Biichhändlcrpreio 75 Pf.). 181/15 Die Ortsvevwaltniig. im Berlins und Umgegend. Montag, den 10. Dezember, abends 0 Uhr. in«»-amniuiii» restsälen. Naniiyuftr. 27; General Versammlung. TageS-Ordnuiig: 1. Der S. Kongi'eß der Freien Vereinigung deutscher Gewerkschaften nnd Wahl der Delegierten zu demselben. 2. Ersatzwahlen des Vorstandes. 3. Ergänzung zum Statut.!. Orgaiusationsangelegeiilieiten. 171/ü Mitgliedsbuch legiitmlert."Hvlü! Zahlreichen Bestich erwartet_ l>cr Vorstawa. Oeutsciier Holzarbeiter-VerliaiKi. --■= KalilütcIIc Berlin.- Einsetzer.'Wl Die Bezlrksversanrmliing des G. Bozii'kes findet hente Sonnabendabend 7 Va Uhr bei Merkowski statt. Tie der iibrigco Bezirke worgc» Äonutag, vormittags 10 Nhr, in den bekannten Lokalen. Tages-Ordnung: Vorschläge zur Reuwahl der Kommission, Verbaudsaiigelegenheiten und Veischiedeues.__ 99/10 il DentMelilundn. Zneigvcreiit Berlin a. LmgegenU. Sektion der �nteerträijer. Sonntag, 15. Dezember. vormittags llyz Uhr: Mitglieder. VerHaniiiilnng in Obiglos Fcstsalen, Schwedterstras/e 23. Sektion der �achdesksr-Külfsarbeiter. Sonntag, 15. Dezember, vormittags 10 Nhr: Mitglieder Ver«ai»ii»i»»g im Wewerkschaftshanse, Engcl-User tö, Saal 7. Tagesordnung wird in der Versammlung betannt gemacht. 48/15 Um recht rege Beteiligung ersticht Ter Zweigvereiusvorstand. 15 7© Katoatt lani Spielwaren und Puppen für Vereine und Gesellschaften j Franz Elilert&Soiin.s";»®?;.1"'" 1 I b(a. Potsdamer Platz), I imilAempel, Fenn-StraOe la, Uhren nnd Qoldniaren Weddingplafz Fßnil'StrSOB 1 3j Wedd�platz empfiehlt zum Woihnachtsfest sein großes Lager von Uhren, Gold=, Silber-, Alfenide-, Kupfer- u, Nickel- Waren zu fintiernt ItiSligen. streng festen Preisen. Achtung! Berlins billigsie Bezugquelle für Trauringe. l1/, Dukat. 909 ges. gestempelt 15 50 AI., 2 Dukat 19 50 dl. l'/,__ � n n 16-50„2„ 22 00. Liekeranl des�Rahalt-Sparverelns Norden. •J L J felzaiaren direkt aus der Fabrik, auch im Einzel- verlaus zu Engrospreisen. ___ Stolas, Kolliers, Muffen, sehr schick garn., Oamenhüle, Baretts, Herren-, Knaben- und Mädchen- Garnituren, FuBsäcke. Jagdtaschen, Pelztepp. Sämtl. gangbaren Pelzarten a. Lager. Graste Auswahl. Bestes Material. jjEjpfaMsjfr Keine Bazarware, keine Rcisemuster aber sogenannte GelegenheitSkänie, trotzdeni billiger. F. Kaiman,«SSr setzt nur Konimaudaiitenslr. 15', I. gegenüber Beuthstr., beim Dönhoffplatz. Verkaus bis 9 lihr abends. Sonntags geöffnet. Telephon I 3917." Raucher bevorzugen allgemein Zigarettenfabrik, JÜIÜA'', Dresden. Wäsche, Wäsche' 50/o Wäsche 5% Sacob CloSde 119 G»-, F.-ankfurierstr. 119. Wäsche, Wäsche 5'0/o Wäsche 5% Lieferant für alle Rabattvereine. 119______ Jede Ilarae lese Noch diese Woche Ausnahmaproise. Ein Posten rleg. Paletots i. schwarz u. farbig r 9 2ü M. Modell- Paletots, Reiseinn ster. in dc» cntzückeiidilen Aussnhrungen oon 22—54 M, elegante Tucbkestüme von 24-53 M. Eine Modrllkollektio« in Plüscbpaletots, sowie Abendmänlel in.d. schönst. Farben enorm billig. Zlöcke, schwarz und sarbig, unter Kostenpreis. �V«>ili iu*chtMpr#sonte: 1 Posten seidene Blusen, Stück 10 M. I»»il,«znltaiil'n Seydslstfaße 2,„m�Ärn. Weihnachts- Preisermäßigung von heute bis 24. Dezember auf sämtliche fertige Herren- imß Knaben- Garderobe. S. Jisspl . örun, omer. Brunnenstr. 4. Weihnaehts-Jtnsstellung.| I-atefna m»gica von 1.50 an, Kinftiiiatogrni>hon von 800 an, Dampf- und LTlirtrerk8.Kiscuba.linen von 1.50 an, Dampf-* niascliincn mit Pfeife 1.50, Schienen, Weichen, Kreuzungen nnd sämtliche A Zubehörteile, Betriebsmodelle in größter Auswahl von 0.30 an. Lfsfi- iiifluciiziiiasschiaeu. Kxpci'lmentierküstcn. Orttiozentrische Klemmer in allen Preislagen. Echt Bathenower Brillen 1.00 Pincenez focht Dickel) M. 1.50 n Double S.OO; Gold 12 00 Schildpatt... 4.50 i-»4 Reisegläser>», Barmeter, s™ Reißzeuge| beste Aufüliruug, in allen Preislagen. 25. Januar und 29. Februar noch zu pergeben. 1129)2* UfniltKinlitrönfnl billig zu haben Brunnenstr. 183 bei Fritz Wilkc. KnnarienHänsci* Stamm Seifert, präin. gelb. u. silb. Medaille, liestouige, zart u. langgehd. Edelroller 7, 8. 10-20 lUi. Pa. Zuchtweibchen 2-3 M. Vers. Juli. Ausland a. ineine Gesabr. Preist, sr. Georg Maaz, Dresden 23, gr. Dresdener Äanaricnzuchterei. »usülinsli'umeiile-klusikwei'lie mit unf lezxlrai-vn Voten, In allen l'rcislagen. Violinen, Konzert-, Prim- und Gilarrezithern, Xicliliarnionika», Mundhufmonikns, Flionog'raphcn usw. in reiclister Auswalil zu soliden Preisen empfehlen Kermann Howe H Ss., m"l SÄ Große Frankfurterstraße 5Ä. — Eijrenc Werkstatt für Vcnban und Repazratni-.— Katz Gebrüder Finalen: Große Frankfurter=Straße 121 und Chaussee=Straße 66 Doppelte Rabattmarken Beste Bezugsquelle für Kleiderbesätze aller Art. Trikotagen, Handschuhe, Strümpfe, Korsetts in größter Answahl. Redende W'eihnachts-Qeschenke gratis Sonntag von 8—10 und 12—8 Uhr geöffnet. Vollständige Auflösung Mode- Haus„Krone" Oesellschaft m. d. H. Kronenstraße 68, zweites Haus von der Friedrichstraße* Täglich von 9 Uhr ab findet za den vom Liquidator festgesetzten niedrigen Preisen der Ausverkauf des großen Warenlagers statt Dasselbe besteht aust Paletots, Abendmänteln. Jacketts, sacTcett-Kteidern. Jupons, Kleider- rocken, iVlatlnees.Tuchkleidern, Leinenkleidern. Batist- und Leinen- Blusen, Samt-Jacketts. Woll-Blusen, Seiden-biusen, Spitzen-Blusen. Morgen(Sonntag) von 12-8 Uhr geöffnet! Ein Teil der Geschäftsräume ist bereits vermietet, der andere Teil preiswert abzugebcnl Die Qescbäfts-Einricblucg ist billig zu verkaufen! WWW»>» M WW� m IBW in bester Verarbeitung:, moderne und sehr geschmackvolle Huster, o»■ ma,» Spundaiier Briicko 14. Echte Pelz-Waren��-sinÄ�Ä.».� Bernh Jeier.-H—�. M w MM W_ Streng reelle Bedienung Unter d Linden� Hmel-SlraBe. Säant&orflicöcE Redakteur: Hans Weber. Berlin. Zur den Jnscrateniiil hcrantw.: Td.Älockr. Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärt» BuÄdruckerc: u. ÄerwaStknMt Paul Singer BetM« 9if, Sonntag, den ts. er. find mjere Qäujer von t Vfijr ab geöffnet Damen- u. Herren-Sliefel SERIE I 1 Q50 SERIE II 12�° Rand genlht" Goodyear-Welt■ Ä.DAMITT nur Rosenüialerstr. 46-47 ist und bleibt das einzige Kreditbaus in Berlin, welches zu so unerhört kulanten Bedingungen Waren auf Kredit verabfolgen kann. Alles Dagewesene wird aber von meiner diesjährigen Weihnachts-Ausstellung übertroffen, die ich für alle meine Kunden, ob alt, ob neu, aufgebaut habe. Nicht aus wertlosen Zugaben besteht dieselbe, nein, jedes Stück ist gleich elegant und praktisch und wird die Zierde eines jeden Weihnachtstisches bilden. Hervorheben will ich aus der Fülle nur: Elegante hohe Tafclantstttze, gediegene Kancliservice, stilvolle Schreibzenge, wertvolle Reisetaschen usw. usw. Ich empfehle moderne, elegante, gutsitzende Paletots 1 Paletot 18 M., Anzahlung 4 M. 1 Paletot ÄO M., Anzahlung 5 M. 1 Paletot 858 M., Anzahlung 8 M. 1 Paletot 40 M., Anzahlung 10 M. Gratis!!! erhält jeder neue Käufer eine gutgehende Herren» Remontoir* Uhr oder eine moderne Herrens Hose Damen-Garderoben Jacketts. von 10 bis 30 M. j Kostüme. von 18 bis 55 M. Paletots. von 14 bis 40 JI. Röcke.. von 10 bis 30 IL üläntel.. von ÄO bis 60 Ii.| Blasen in Woüo und Seide. Sonntag bis abends S Uhr geöffnet. Anzüge 1 Anzng ÄO M., Anzahlung 4 iL 1 Anzng Ä6 iL, Anzahlung 6 iL 1 Anr.ng 35 iL, Anzahlung 8 iL 1 Anzug 45 iL, Anzahlung 0 iL Pelz-Steins in allen modernen PelzaHen, wie: Seal-Bisam, Mufflon, Xerz-Hnrincl, Tibet, schwarz und weiß, Hermelin usw. LEIPZIGER STRASSE Boxcalf und Chevreaux, auch mit Lackbesatz, beste Fabrikate Absatz hoch, engl, u. amerikanisch, mit u. ohne Lackkappen SERIE III 1 A 50 Goodyear-Welt— ALEXANDERPLATZ FRANKFURTER ALLEE 109-111 Sonnabend, Sonntag, Montag—«o»»« vonrat; flussergew öhnl iches Konfektions- Angebot Blusen Barchent BlüSen BaumwoII-Flanell... BlUSen Baum woll- Velour. ßlUSen Wolle, gelullert,,»■ Blusen woneu........ BlUSen MessaUne ,»»«»», BlUSen gestreut Seide..... BlUSen Taflet und Messaline. BlUSen elegant, Seide... Kostümröcke-ngvach gemustert____ 35a Kostüm röcke englmch gemustert la.. 650 Kostümröcke satintuch......... 15°° JupOilS Halbwolle n. Wolle..... 375 550 Jupons Tuch................ 77S JupOnS Taffet.*.•............ H73 JupOnS TaBet la.............. 1650 Morgenröcke bwi. naneu........ 550 Matinees bwt. naneu........... 27S Abend-Mäntel 22° 34° 42° 53°° I Abend-Lspes.... 10" 15°° 13" KLEIDER KOSTÜME, JACKETS RÖCKE SERlEl ÄCOO SER,EI1 OCOO SER,Ein iOITOO früheren Preis bis früherer Preis bis wkmH früherer Preis bis B 175.00 850.00 I£m%Jr 12500 MODELLE PALETOTS BLUSEN, JUPONS MORGENRÖCKE Dr. 292. 24. IahrglMg. 3. Ktiltze des Jomitts" Kerlim WkÄM. taaM, 11. Depridn 1907. folgen einer nächtlichen kiutsmobilfzhn. Unter dieser Ueberschrift berichteten wir am 7. d. M. über den anr 6. in der Berufungsinstanz verhandelten Prozeh, in dem drei Mtitglieder der Familie des Rittergutsbesitzers Kiepert in Marie nfeldc als Privatkläger gegen fünf Redakteure und einen Berichterstatter auftraten. Gestern wurde in dieser Sache das Urteil dahin verkündet: Eine Aufklärung über den Unfall de» Arbeiters Linke hat die Beweisaufnahme nicht ergeben, da die Aussagen der Zeugen voneinander abwichen. Nach dem Obduktionsbefund habe eS den Anschein, das; Linke überfahren ist. Tasz er nicht durch daS Arbeitsauto mobil überfahren wurde, gilt als erwiesen. ES ist deshalb in hohem Grade ivahrscheinlich, daß er durch da S Automobil der Privatkläger überfahren wurde. Wenn die An- gcilaglen nur diese Behaupinng ausgestellt hätten, dann läge keine Beleidigung vor, denn die Privatkläger haben ja daö Automobil nicht gesteuert, die Schuld an dem Unfall würde mir den Chauffeur treffen. Aber die Beklagten find weiter gegangen. Sie haben be- hauptet, daß die Kläger den Uebcrfahrenen wissentlich in hülflosem Zustande liegen ließen, ohne sich um ihn zu küinniern, obwohl sie annehmen konnten, daß er noch lebte. Diese Behauptung ist für die Kläger ehrverlegend. Die Beweisaufnahme hat nach dieser Richtung nichts ergeben. Es ist vielmehr erwiesen, daß die Kläger überzeugt ivare», der Bernnglückte leöe nicht mehr und sei auch nicht durch ihr Automobil überfahren. Die Behauptung, daß der Kläger Kiepert gesagt habe, es könne ja nur Geld kosten, ist nicht als wahr erwiesen. Aus diesen Gründen sind die Angeklagten L e u p o I d �Wahrheit'), A rn d t(„Berl. Tageblatt"), S t a n j e k s„Berl. Bolls- Zeitung"), Weber(„Vorwärts") des V c r g e h c n S gegen den fi 136 schuldig. Der Schutz des§ 103 steht ihnen nicht zur Seite. Denn— sie hatten leine individuellen Interessen wahr- zunehmen. MS Milderungsgrund kommt in Betracht, daß die An- geklagten in gutem Glauben handelten, loeil sie durch falsche An- gaben des Berichterstatters Wolter irregeleitet waren. Arndt und S t a n j e k werden zu je 50 M. verurteilt, Weber, dessen Artikel in der Form nicht so scharf ist, Ivie die der Angeklagten Arndt und Stanjek, wird mit 30 M. bestraft. L e u p o l d hat sich gegen 135 und 186 vergangen, jedoch nicht so schwer, daß eine Freiheitsstrafe/, Kiste 1,75—2,50. Sardellen. 1902 er per Anker 98. 1901er 98, 1905er 98, 1906cr 85— 90. SÄotliiche Bollberinge 1905 0,00, largo 40-41, füll. 38—10, med. 36—42, deutsche 30—10. Heringe, neue MatscS, per»/, To. 50—120. Sardinen, ruff., Faß 1,50—1,60. Bralbcringe Faß 1,20—1,10, do. Büchse(4 Liter) 1,40—1,70. Neunaugen, Schockfaß 11, do. kleine 5—6. do. Riesen- 14. Krebse per Schock 0,00, große 090, do. mitlelgroße 0,00, dilo kleine 0,00 cm 0,00, do. unsortictt 0,00, Ealizicr, groß 0,00, do. unsortiert 0,00. Eier, Land-, unsortiert per Schock 1,25—5.80, do. große 6,00—6,50. Butter per >00 Psd. la 132-133. IIa 122—128, lila 116—122, absalleude 100-106. Saure Gurke» Sckock 4,00. Psestergnrken Schock 190. Kartoffeln per 100 Piund Daberschc 3,00—3,25, weiße runde 2,50—3,00, mag. bon. 2,75—3,25» Porree, per Schock 1,00—1,25. Meerrettich, Schock 1— 10. Spinat per 100 Psund 3— 12. Sellerie, per Schock 3—5, do. pomm. 6—8. Zwiebel» per 100 Psd. 2,00— 4,00. Petersilie, grün, Schockbund 0,80—1,25. Kohlrabi Schock 0,50—1,00. Rettich, bayrischer, Stück 0.01— 0,10, hiesiger Schock 2,50—3,50. Mohrrüben, 100 Pfd. 2,00 bis 2.50. Karotten, hiesige. Schockbund 3,00—1,09. Wirfiiiglubl v. Schock 3—6. Rotkohl, Schock 3—7. Weißkohl p. 100 Psd. 1,15—2,00. Blumenkohl, hiesiger 100 Stück 0,00, do. Erfurter 0,00. Rosenkohl, per 100 Psund 10—18. Grünkohl 2,00—5.00. Kohlrüben, schock 2,00—3,00. Petcrsilicnwurzeln, per 100 Psd. 6—7, Schockbund 1—5,50. Schnittlauch, Töpfe Dutzd. 1—1,50. Tomate», ilalienischc, per 100 Psund 20,00—25,00. Rote Rüben, per 100 Psund 2,50—3,00. Rübchen, Beelitzer, per 100 Psd. 3—8, du. Tel- iower 10—18. Kürbis p. 100 Psd. 0,00. Eökarol per Schock 5—6. Endivicn per Schock 3—6. Birnen per 100 Psd. Tiroler 0,00, Kochbirnen 3—11, Taselbirnen la 18—25, do. IIa 6—17, Jtal. 20—22. Aepscl. per 100 Psund, Tiroler la 18—10, do. IIa 12—18, Tiroler, lose, per 100 Psund 10-14, do. in Kisten 120 Pfund 30—70, Most-, hiesige, 2—5, Koch- 5—11. Tascl- öpscl la 15—25, do. IIa 8—12, Amerikaner, per Faß 13—32, Italiener, lose, 100 Psd. 6—13. Wallnüsse, per 100 Psd. sranzösischc 32 bis 40, rumänische 20—27. Paranüsse 52—56. Haselnüsse, lange, 100 Psund 13—17, do. runde 32—10. Weintrauben, Almeria, per Faß 8—20. AnanaS I, per Pfund 0,70—0,90, do. II 0,40—0,50. Bananen, gelb, per 100 Psund 8—25. Kokosnüsse per 100 Glück 20—28. Krachmandeln per 100 Psd. 70—115. Maronen, ital., per 100 Psund 9—18. 'Feigen, Kranz- per 100 Psd. 21—22, do. Trommel- per 100 Psd. 10, do. in Kisten 28—58. Traubcnrostncn per 100 Psund 80—120. Zitronen, Meisina. 300 Stück 8.75-1290. do. 360 Stück 890—11.00. do. 200 Stück 090, do. 150 Stück 0,00. Apselsiilen, 300 Stück 0,00, do. Murcia 200 Stück 6.00-11,00, do. 300 Stück 7.00-12,00, do. Valencia 120 Stück 11—19, do. 714 Stück 11—21. Mandarinen 0,90-2,00, do. 420 Stück U,50. Geh- 1 Pelze Echter Sealbisam- Kragen Imitiert Breit- schwamfutter 55 MK. M Äff V Pelz- Joppen Durchweg mit Pelztutter Soweit Vorrai 40.— 30.- 15 HK. Chaussee-Strasse 29-30 Zwischen Invaliaenstrasse und Theater. 11 Brückenstrasse 11 Zwischen Jannowitzbrücke und Köpenickerstrasse. Gr. Frankfurterstr. 20 Ecke Koppenstrasse, am Bürger- Hospital Sonder Herren* KI eidung* Knaben- u. Jünglings- Kleidung Herren-Artikel »so Schlafrocke mit bunten Besit» Fantasie-Westen 9£ 9- 850 Borte ein- QQ,«. 660 v# au Der Haupt-Katalog No. 32 (Neueste Moden I9U7/I908) wird auf Wunsch kostenlos und portofrei rugesandL Tiroler Knaben-Anzüge h<55*™ Knaben- Stoff- Anzüge 2 Knaben- /Vlantel Apam Faseoae...ron 5 Jüngl.- Joppen- Anzüge•Nori™ 10 J üngl.- Paletots u. Ulster Knaben- Pelerinen Lo4.». �«« lno Regenschirme pÄÄ.uÄ 390 Oarant. geg.Lagen- verschleiaa Krawatten gwebmaekrout Nauhttttn..98 und 50 pf, Kragenschoner m f«t.,«.*.«»75« Normal-Unterwäsche Rockbügel und Hosenstrecker praktische Konstruktion........ zusammen für 50 pt Der immerwährende Kaien wird an unsere Kunden koste oloe> Sonntag bis 8 Uhr abends geOflnef. Vornehme Massenfertigung jw niedrigen Dreisen. Sonntag bis abends geOlfa ifitr okii Ii, vi»,»er Zn,era,e üveriiimi»» dir Redattiou dem Publtt»», aeflriliiber keinerlei ■Jlcrniitiuortinifl. 5Yroler Theater. Sonnabend, 14. Dezember. Anfang 7'/, Uhr. gl. Opernhaus. Madame Blitlerflv Äönigl. Zchanfpielhaus. Al! AiffeiiSkoog. TeutichrS. ÄaS ihr wollt. Kammerspiele. Esther. EleUra (Anfang 8 Uhr.) Rcncs ÄchanspielhauS. Zar Peter. Nachmittags!Z Uhr: Frau Holle Anfang 8 Uhr. Berliner. Blaubart. Leffing. Nora. Neues. Baccarat. Sa, itt«> o. iWalluer-Tbeal«.) Der Revisor. Schiller<5harlottenburg. Der Richter von Zalamea. Friedrich- BZitheimstadt. Schau- spielhans. Fugend von heute. Nachmittag» 3 Uhr: Ltigemnäulchen und Wahrhettöiuündchen. Kleines. Mandraaota. Zentral. Frau WarrenS Gewerbe. Nachmittags 3'L Uhr: Schnee Ilieigchen nnd Rosenrot. Theater an der Spree. D itrippenfoiel. Nachm. 4 Uhr: Hcin�elinännchen. Ncfidenj. Ganz der Papa. Lorhiug. Die Entführung aus dem Sri'ail. Nachnnittags 3'/: Uhr: Rumpcl- flilzchc». .Komische Oper. Tiefland. BSelte». Die Initige Sitwe. Nachmittags 4 Uhr: Schneewittchen. Liit,>» i e t» ,i äs. Husarenfieber. Nachmittags 3 Uhr: Pcier Gerne- klein. Trianon. Fräulein Iofciie— meine Frau. Thalia. Die gcwe Gefahr. Nachmittags 4 Uhr: Sneewittchrn. Luise». DaS HciratSneft. Nachmittags 4 Uhr: Dornröschen. Bcrnlmrd Nofe. Der Hütten- befitzer. NachnültagS 4 Uhr: Frau Holle. Ntriropot. Das mug man fehdr. SIpollo. Sylveftcr Schäffer jr. Sicgw. Genies. Walliatta. Spezialitäte». FolieS Capricr. Gelcilte Liebe. Kasino. Bicderlcute. Gebr. Hmnfcld. Papa und Genossen. Passage. Die singenden EngelS- köpfe. Svezioliläten. Pratcr. Zwischen zwei Herzen. Nachmittags 3 Uhr: Rotköppchen. Palast. Am heiligen Abend. Spc- zialitätcn. Parodie. Das Ungeheuer. Zapscn- sireich. Manna Panne. stAintcrgartcn. Spezialitäten. Rrichsliallen. Slcltiner Sänger. ttruaia. Dniidriiilrasie lktijl», i'lbend.z 8 lllir: Uebcr den Brenner nach Venedig. Sternn-urlr, Fnvalideullr. 5-7182. Jnr Beobachtung: Mars, Satuni, Doppetilenn� NcbclileSe._ Berliner Thealer. Gasisp. des Neuen Oporelt-Theaten. Sloai. Oper in 3 Akten n. J.L jienbach. Ansang 8 Uhr. Morgen u. svlgendt Tage: Blanbait. Neues Theater. Ansang 8 Uhr. Baccarat. Sonnlag: Baccarat. Montag: Baccarat._ Kleines Thealer NbcndZ 8 Uhr: Arhcs Sormn. Illai&tlrag'ola. Sonntag nachm. 3 Uhr: Nachtasyl. Abends 8 Uhr: Mandragola. Montag: Mandragola._ Urania. Wissenschaftliches Theater. Äbcnda 8 übr: Bebep lieg Breonep naeii ifeaedig. Invalidonstr. 57—62; Sternwarte. Zur Beobachtung: Mars, Saturn, Doppelsterne, X ebelflecke. Lustspielhaus. Nachm. 3 Uhr: Peter Gernrklein. Abends 8 Uhr: ___ lIiiBarnnflcbcr._ Residenz-Tlieater. — Direktion: Richard Alexander.— Ansang 8 Uhr. Ganz der Papa. Schwank in 3 Akte» von MarS tind Dcsvallidres. Deutsch v. M. Schönau. Baron des LlubraiS: Rich. Zllexander. Sonntag, den 15. Dezember, nach- miltags 3 Uhr: Ter Prinzgemahl. 8«lKiiiSr' 5ohlllsr.7hester 0.(Ballner-Tbeaier,. Sonnabend, abends 8 Uhr: Itevii««»!». Lnstsplel in 3 Alten v. Nikolaus Gogol. i-Zculsch von C. o. SchabelSky. Sonntag, nachm. 3 U h rl ver Kalserjäger. Sonntag, abends 8 Uhr: I>ei* Revisor. Montag, abends 8 Uhr: Ziai'I» pituari. Tkeat�r. Schfller-Thoaler Charlottenburg. Sennabend, abends 8 Uhr: Der Ricliter von Zalamea. Schauspiel in 3 Aniziigcn v. Calderon de la Bai ca. Deutsch von Adolf Bilbrandt. Sonntag, nachm. 3 U b r: Der Rlchücr von Zulnmea. S o Nu lag, abends 8 Uhr: Das vierte Clebot. Montag, abends 8 Uhr: Clebiiiiete Renschen. ! Thealer des Weslens. 8 Uhr: Die Witwe. Sonnlag nachm. S'l, Uhr halbe Preise: K-Viihiinx-»i»rt. Mittwoch und Sonnabend i Uhr zu steine» Preisen: SohneewUIchen. Friedricii-Wiltielmstädtisches Schauspielhaus. Nachmittags 3 Ubr: LügenwSulche« nnd �ahrheitsniüudchen. Abends 8 Uhr: juxend von keute. Sonntag nachm. 3 Uhr: Nathan der Weise. Abends 8 Uhr: Der blinde Passagier._ LortzingTheater Nachm. U'/a Uhr:»tumpelstitzchen. AbcndS 8 Uhr: Die Eiitlrag aus dem Sepail. Sonntag naajtn 3 Uhr: Hans Heiling. Abends 8 Uhr: Rigoletto. Montag: Zar und Zimmermann. her._ -..�ienlaqSpreisc indervorslellung: - 3 Uhr: Die Blut. !»er Hüttciibcsitzer. ZentraUTheater, Gastspiel des Hebbel-TheaterS. NachinlltagS 3'ls Ubr: Jchnceweischcit und Noscnrot. AbcndS 8 Uhr; �rau Warrens Gewerbe. Drama in 4 Akten von Bernh. Shaw. Luisen-Theater. Reichenbergrrstr. 34. Nachm. 4 Uhr: Dornröschen. WendS 8 Uhr: Das Heiratsneft. Sonntag nachm. 3 Uhr: Berlin wie es weint und lacht. Abends: Ein seltsamer Fall. Montag: Der' Leiermann und sein Pslcgclind. Meiropol-Theater Anrang prUzlMC 8 S'lir. Gr. Xtevuo in 4 Akten(12 Bildern) von J. Freund. Musik von Viktor Hollaender. In Szene aesotzt von Direktor Iliohard Schultz. ß. WM F. Massapy, B. BarraauiJ, Beudep," Josephi. Hauehcu überall gestattet. Sonntag:, 15. Dezember, nachmittags 3 Uhr: Iis Herren von Maxim. Sonntag, den 22. Dezember, 6 Uhr nachmittags: ca-irtf-d-a Ein McknÄiisj ms Mm Mrlapn für Klein und Groß arrangiert von Margarete Walkotfe. Mitwirkende: Frl. Margot Usson, Herr Emil Walkotte, Mars. VValkotte, Herr Beruh. Nitzsche am Flügel, ein Kind, ' eine Tanzpuntomimc.-■- Entrce 30 Pf. im Von erkauf bei Hrn. Horsch, Engelufer 13. -- Abendkasse 40 Pf.--— .- 281/7* 3w~ I. Wcihnachts• Feiertag 1907:"�MS Gewerkschaftshaus. weiterer ödeibnacbts-Hbcnd Leitung: Margarete Walkotte. Mitwirkende: Herr Willy Hagen, Frl. Lasson, Frau llka Paulaf, die lustige Schwiegermutter, Herr Emil Walkotte, Margarete Walkotte— eine Ueberraschung.— Am Flügel Herr Wltzsche. Entreo 75 Pf. im Vorverkauf bei Hm. Horsch, Engelufer 15. Zirkus Schumann Heule, Sonnabend, den 14. Dezbr., abends präzise 7'/, Uhr: Antählich JC Aunühruilg der dics-> der i«. sährigeii groß. Wasser- Pantomime: Eine Fortsetzung der „Ln�tlxcn Rci�cIbocKCv" v. Hoskapellnicisler Aug. Siems: Iii» i-'exi aof«lern Veettan. Gr. ausjerordeiltl. Galavorstellung. Galaprogramin und Direktor Alberl Schumanns neuest. Monstredressuren phliom. 6 fliegenden ßanvards. hohe Schule geritten von Frl. Dora Schumann. Alle. Torcau.— Mist FlorN.— Frl. Mohell. Parsorcereilerinnca. chivblltc Novität Tlie ihree Demons DV 1 a table dn«liabic. Frdros Plalliers.— Frires Albane.— P6pa Gerfime& Roberto und die grostartige» Spezialitäten. Sonntag: Ä Galavorstellungen. Nachm. ei» Kind frei. MendS: Liite- Vor->tciillaL:: s Uhr: Sslveglsl Schäffer jr. Sonntag, 15. Dezbr., nachm. 3',, Ubr: Familien-Vorstellung, Kleine Preise: " Uhr: Die neuen Spezialitäten. II. a. I Köpenickerftrasie 68. Nachm. J Uhr: TornröSchen. Abends 8 U h r: Tiroler Krippenspiel. Sonntag iiachiil. 3 Uhr: Tiroler Krippeuspiel(bei fleinen Preisen). Abend» 8 Uhr: Am grünen Weg. tknktrcten von: ködert Lleidl, Liane de Vries, Kitty Ourdon, Tao Kwai-Truppe, Fluad Brothers. Starr and Leslic, Boganny• Truppe, Die Tiller Girls, Brunins, La Berat, Toqod, Tenji- Truppe, Der Biograph etc. Gebr. Herrnfeld- Theater. 57 Konnuandaiilenstrahe Nr. 57. Ans. 8 Uhr.«orvcrf. 11— 2 Uhr Premiere Papa u. Genossen. Komödie in 2 Akten von Anton u. Donat Hrrrnseld. Hauptrollen: Der alte Cohi» Donat Herrnfeld, Vincenz Marbancll A. Herrnjcld. Vorher: Msdonie Wig-Wag. Morgen. Sonnlagnachmittag 3 Uhr bei halben Preisen: Die Meyer- hains. AbcndS 8 Uhr: Madame aihalla Ariele•Tfreafer Weinbergsweg 19/20. Rosenth. Tor Ansang 8 Uhr. Das koloss. Dezember- Programm. !2 Akrobaten Lorch 12 zirzensische Spiele. aap- C'olinl Clairon „(Fi« Künstlerfest." Harry Ärudl, Humorist. 1Ü internation. Spezialitäten IS BBOr Tunnel: ZlcgimcntSlapcllc, Schrnnuncln.— Theaterbesuchern treier Eintritt. Irianon-Ibealer. Heute und solgcnde Tage 8 Uhr: Muleili Josette- meioe Frau. XIII. iSaiHon. Zirkus Busch| Sonnabend. 14. Dezember, _ abends 71;, Uhr: OV Ciulu-Abcnd!-WIF Geschw. Vichis! Kremo Family! Miß Virginia Bell. Herr Burkhardt. Fvotlit, Schulreiter. Herrkllrnst Schumann Iflarnb.Schinimelhengst. K�g�Aufderzinllig. Dleoj. gr.AuSft.-Pant. d.gtrt.Busch. Sonntag, den lö. Dezember: T groste«Yalavorstelliingen S. nachm. 4 Uhr und abends 7'/, Uhr. Nachm. 4 Uhr zahlen Kinder unier 10 Jahren auf allen Sitzplätzen halbe Preise. btachmittagS 4 Uhr: Z. 1. Male: Jokel und Koto! D. enlipr. Affen i. d. Sommersrlsche. Gr. lnun. Wasserpant. i. 2 Bilden:. Abends T'/j Uhr: Auf der Hallig. Galast-Theater _ Burgftraste 34. SV* Heute 8 Uhr-MW ZM- Ruti-c«»t» Pf.-WSS Lona Rev�e Tableaux vivants Lima-Quartett Damen- Ensemble. He& and Shee,00�6/6 und 9 Attraktionen 9. im heiligen Abend Charakterbild von Hoffmann. 1'tieaten W'uAKes �»prlee Linienstr. 132, kicke Friedrichstrade. % Rabbi Meseritseb. O Punter Teil. SreteNte Istehe. Anfang 8 Uhr. Brauerei F. Happoldt. Hascnheide 32.38. Zur Einweihmig des Rellin«. Hasenheide 32/38. 11432' neuen Konzert-Saales am Sonuabeud, de» 14. d. M. findet Wltär-Llreieb-kenzert. mit Harfen- und.Harmonienbenustung statt, anSgesührt von dem Musikkorps des 2. GarderegilnentS z. F., Leitung: Kgl. Musildir. üla» tileaC, unter gest. Mitwirlmig des Harmonium-Kammervirtuosen Herrn Mtabennaelt, der Lpernsangeriu Fräulein Rlobv und deS Konzert- und LratorlensängerS Herrn«-ilau. Nach dem Konzert: �Ztr UÜer BuIR, Hierzu ladet ergebenst ein v. Eiste, Cefonom. WRT* Von Sonntag, den 15. ds. MtS. ab jede» Sonntag:-HWW Milifär-Streich-Konzert. | Passage-Tlieater. z Abends 8—11 Uhr. Die singenden Engelsköpfe! Rartin Kettner Erna Frblillch und das großartige ....... mi Reiebshaiien- Theater. Steitiner Sänger. Wolhnachts- Programm! Ansang wochent. S Uhr, Sonntags 7 Uhr. Donnerstag. 20. Oezmbr. (2. Feiertag»: Gr. Weiiinacius-Beneliz- Matinee. ReichShallen-Nestaurant: Militär-Konzert. W. Koacks Theater Dtrekttv»: Roh. Dill. vruiiiietMr. IC. Greste Extra-Vorstellung! Hcgiuu. WeihnachtSschausp. o. M. Quittschreiber. Ansang 8 Uhr. Entree 30 Ps. Sonntag bis Dienstag! Regina. Kasino-Theater. Lothringerstr. 37. Täglich 8 Uhr: iiedcrlcutc. Kcmötiie io 4 ikten v. Bob. Miseb. vorher das glänz, bunte Programm. Sonntag 4 Uhr: Ter Vlumenstraust. rsrorüe-TIiesler. DreSduierstr. 37. Ansang 8'/, Uhr. Sonntag 8 Uhr. L-etzte Woche von Zapfenstreich, Das Ungeheuer und Mo»»» Vanna. Sonntag, nachm.(!'/? Uhr: Halbe ttaisenpreise. Das Ungeheuer. Zllt-Heidelberg. Ab Freitag. 20.: Wilhelm Tell. Taunhäuser. Monna Vanna. Sanssouci 5,°,","°«. Direktion: Wilhelm Reimer. Sonntag, Montag und Donnerüta und Tanzkränzchen. Morgen Sonntag: «roste Elite- Soiree und Tanz. Durchweg neues Progr. Beginn Sonntags 5 Uhr, wochentags 8 Uhr. uggetmagen Motitiplafi, s f. mThcotcrjaal TcWuV! Das neue Dezeier-rropm. Anfang 8 Uhr. Entree 50 Ps. Sonntags 7 Uhr.(Sonntags reserviert I M., Enlree 50 Ps.) gamwenbilletts a 40 Pj. Auch Militär-Konzert. Becker, PrzywarSki, Görtsch, Neummin, Lffeney und Lüttich. -sdew Iezleel" Gbarlottenbni-s, Rota«IamerutraUe IN. Ukll! Elegant! Interessant! Täglich� Borstelluiig von 5—11 Uhr. Sonntags von 3—11 Uhr. Stetiger Eingang von Neuheiten Ohne Hnzahiung. Bnuckonstp. 13, R. Barlmaon, Für Reellität bürgt«Olähriges Vestehen der ktzirina. nicht mit ktetiien. minderwertigen Geid'ästen zu verwechseln. Erst Geschäft aiiiehe». eS gibt viele Schreier ohne Geschäft, ohne Lager, also nicht reinfallcn.— Bekannt ist meine Rlesen-iliiuHvnltl. Größtes Spezialbaus d5�.chcen" Geschäft 20 Jahre,»ein Lade». liireKt aus der Fabrik. Kein Laden! Nach beendeter Cngros-Saison Paletots Capes Abendmlntcl Kost&me Kostüm-Rückr Mädchen- Paletots Pelz-Stolas Robert Baumsarten Hansvogtei-Platz II, 1. Etage (an der JerusatenwrstraSe). Bei Vorzeigung diese* Inserates an der Kasse werde* 5 Pro». Rabatt vergütet Sonntags bis abd*. S U. geöflnet. AlterShalbe» Holel- Restaurant sofort billig zu vcr« G kausen.. II =» Ausstellungs- und Verkaufslokal: ss= Friedriolislr.SB BERLIN NW 7.,'ST» dem Hotel MW, M■ r:; MM Die erste Grossmacht bietet allen ihren Kunden eine hcrzl.Weihnach sfreude durch ihre sensationelle Gratls-Bescheruag. Jeder Kunde, gan* gleich, ob er viel» ■ oder wenig kault, ver ässt reich beschenkt unsere Verkaufsräume; die Wahl der Geschenke ist meiner gesch. Kundschalt selbst überlas' en � —..... — s.>n)))�tu. M,)))})£, 00 Mi. Jackett-Anzüge go Anzählnna v. 9 Mk an. Bat« Mlk. MkjK Bei Barzablnng IL, LS Mark Jackett-Anzüge m Aozahluns v. 9 Stt. an, Rate 1 Mi. Bei Barzahl ing 17.80 Mark Rock-Anzüge Ofioo Ari.htane v« Mk an. Bat« l STk£a%W«I. Bei Uarzabluna 23,50 Mark mm Gehrock-Anzüge Ql�oo Ar.TnMrmr v.» Mk an. Bali' I Mk■MwB R«>1 RnrynhlnvrM IC�.Rrt Vnr-lr— � Ar.ranirmpr v.• Hir an. Kail» i Alc Bei Barzablnrg:{2950 Mark Winter-raletots AnzahlunR v. n Mb an, Rate j Mk'a m Bei Bariablcnx IS, 00 Mark"" Winter-Paletots AnxahTüng v fl Mit. an. Bäte i MV. Bei Barzahlnnj 0 Mark Schuhwaren(&r?cr"B und Damen AnzahlnnR t.; Mb an, Pate l Mk. Bai Barzahlnng 7,00 Mark v. oo C)»— uz CO "5 S. (L co %- -o SM* CO"CS JZ= .52 "n 22 iv ca. ■n CO Möbel- u. Waren-Kredit- Haus: 16 Reinickendorfer Strasse 16 IS Grösstes Haus am Netlelbeck-Plalz - Pank-, Gerichts- und Reinickendorfer Strassen■ Ecke. r i Souterrain, Parterre, f., II., III., IV. Etage. Nabenstehende Original- „St. Felix Brasil" 100 St. M. 3.50 Nebenstebend» Oppal g PL- Zigarre mild u. pikant 100 St. M. 4 Kl. Mexiko., " Cabinet(mild). 100 St. M. 2.75| Pureza(mittel) . 100St.3.60: Ricardo... 100 St. M. 3.751 Mexico, vors... 100 St. M. 4.35 100 St.„ 4.— i La Flor,£E. T'/.Pf.-Zig.„ B. 5.00 Megen Gcrdlfcbafts-HuflSfiing einer Bremer Zigarren-Fabrik folsendo Sorten Jnan Alvarüz{ Sumatra- Elsa Yara-Cuba Costa Rica* l St. Felix 35— 400/o billiger 100 St. M. 5.00 50 St., S.7S 50 St.„ 8.75 als bisheriger Verkaufspreis! Bernardo Eopez(hochfeine) 100 St. H. B.OO Cara■} Havana- J-lOOSt.„ 6.00 Colomena ■< Havana-(-10000.„ o.u« l Einlage J 00 St.„ 3.%3 V III oihnOPhfeTlfOl'POII t.to, I.ÜO, I L», 1.30, 1.3», 1.50usw. 1 beste nclDDalll(S21y
  • 0 Uhr abends, Sonntags bis 8 Uhr abends. Bitte beachten Sie genau unsere Firma und Hausnummer. WM- Gratia-WW erbiilt jeder Künfer beim Einkauf eines Anzuges oder Paletots eine □ □ □ bochcUgantc bunte Lieste □ □ □ im Spezialhaas M Herren- u. Knabenbekleidung — fertig and nach Haß-------------- Speziai-Abteiiung: Bekleidung für jeden Beruf Leske& Lehrer 78 Kottbuser Damm 78 Winter-Paletols m Winter-Anzüge» Loden-Joppen. Unsere Grundsätze: ir verarbeiten nur gute, reelle, ausgeprobte Stoffe. ir haben in sämtlichen Abteilungen enorme Auswahl. ir achten auf tadellose Verarbeitung und guten Sitz. ir werden stets das Neueste zum Verkauf bringen. ir verkaufen zu billigen, aber streng festen Preisen. Originalmserat! Nachdruck verboten. ir haben auf jedem Gegenstand den festen Verkaufspreis mit Zahlen vermerkt IDer tiocitelsgante Kalender ist erschienen. Aut Wunsch kostenlose Zusendung. Rbcinländiscbo Arbtittt-«. Lmifsdehltiimg sind anerkannt die Besten. Jeder Arbeiter, jeder Handwerker sollte zur Arbeit obige Zvabrikatc tragen. Gröstte Haltbarkeit, beste Naharbeit, eigene Fabrik. Verkauf zu Fabrikpreise». Monleur-Facken 05, 1.50,2,00,0,40. Maurer-Hosen 2,95, 3,50. illioiiteur-Hosen 05, 1,50, 2,00, 2,35. Malerlitlcl 2,00, 2.55, 3,00. Mechaiiikcr Üit.'i'i 2,65. Leder-Hoscn 1,05, 2,65, 3,50, 4,50. I. Serffläftclle Berlin N., Brunnenstraße 119, Ecke Usedomstraße. Maurer-JacfettS 3,50, 4,50. Manchesler-Holen und-Joppen. Konditor-, Fleischer-, Friseur- und Koch-Jacken. Stoff-Hosen 1,95, 2,35, 3,50, 4,50. Verband nach außerhalb."TEM 2. BerfaufSslelle Invalidenstraße 2, Ecke Elilabethkirchslrabe. 5? A. S. Koch 5? Kohlen-lZrok'Ranlilllng Berlin 0. 34, Brouibergerstr. 16. Preise sür nur la Marken ab Platz von 10 Ztr. an: Prima la Halbiteitte(bekannte Marken).. pr. Ztr. 97 Pf. , Pfäunerschaft... 1,02 M. , la Tianiai.» pr.Ztr.(NO bis>20 Stck.)... MS SR. . la IIse u Slkw.... 4.05?.R. , la'A»thrazit(Labsp.Ztr.L,40M. Koks, Steinkohlen usw. zu den biliigsien Tagespreisen. Anlieserung frei Keller je nach Quantum pr. Ztr. 10—15 Pf. mehr.— Bei Original« Waggons und gröberen Slbschlüssen verlangen Sie meine Spez ial-Osscrl. i Lachmann& Scholz Turm-Str. 76 Warenhaus Otto-Str. 1 Doppelte Rabatt-Marken und Pfefferkuchen- Bons"1 Bei einem Gesamt-Einkauf von je 5 Mark im Werte von 50 Pfg., wofür Pfefferkuchen oder Christbaum-Schmuck nach eigener Wahi von unseren Lägern gratis verabfolgt werden nur noch bis Sonntag, den IS. Dezember. *) Wenige Artikel ausgeschlossen. Die Bons haben bis 22. Dezember Gültigkeit. JB Eile zu f/elle! Ik Utk Dresdeneestr. 119 Eckhaus Oranie»i!atz Spezial Kaus nur für Pelz-Stolas Colliers und Muffen. Riesenhafte Auswahl in echt Skunks von 25 Mark an Nerz von 40 Mark an. Persianer von 60 Mark an Bisam von 10 Mark an.' Tibet von 9.50 Mark an. Kanin von 3.75 Mark an. Eigene Werkstatt. 1 Mfl DreS{tenerstr. 119, d« ed blilt Eckbaus Oranienpl. Auf Wunsch wird jede Stola aus dem Fenster verabfolgt. ReorgWölimer Juwelier" Mhrma-h«,. u.Uhrmacher Potsdamer DanlinW SR Potsdamer j Straße 107uCl itllU.Oil StraBe 107 cnipficlt sein gr. Lager in Juwelen, Gold-, Silber-, Sllfenide- mm tuarcu und Uhren.«- Eigene VJerkstatI für keparawren. Den Lesern des.Vorwärts- ge- ! währe als V.eihnaehtsgratitikaiion IV t*roz. Uabatt. 1070: Letzte Woche täglich, Sonntag, ▼erkaufen| wir als Golegenheitskauf für| Herren jeden �Landes zi Dreisen wie solche euorm biUig aus feinsten Masaatoffen teils auf Seide gefertigte.] | lioohvomehLmo Herron Ulster, mod. Kock-, Jackett- Anzüge Faletots E deren sonstiger Maispreis i 40-70 M. ist. jetzt l3— K M Gehrockanzüge jetzt iö- 45 M.| Henen- Hosen jetzt 7—-12 W Oontaohoa Vorflandbaua J&geratr. 63. 1 Treppe.* Zur Aufklärung! M. Schmeitzers Saucen-Würfel dieni nicht, wie vielfach irrtümlich ange« noinme» wird, als Zusatz oder Ver« besserung sür fertige Saucen, sondern zur ursprüngliche» Herstellung der- selben ohne irgend welche weitere Zu- tat. Ucberall zu haben. 5892' 6. SchmeiBers Nährmittel-Fabrik, M. m. b. H., Leipzig. Filiale öerlin, Oranienhurgerstr. 17. Amt lila 4729 Lüne stölank wöchentlich« TeilzedUlnz liefere eicgame fcrNs« issi ilerren-Gnnimfien Srsay fut Maab. Anfertigung uacAi Tadellose AuShiynmg. Julius Fabian, Echncibermeister, Gr. Ffankfurterstr. 37," ttiniianz©tianfiberaet Blitz. Äercmtwortlicker Redakteur: Hans Weder. Berlin. Kür den Änscratenteil verantw.:?v.Glocke.Berltn. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlaasanstalt Paul Singer& Co.. Berlin SW. Dr. 292. 24. Jahrgang. 4. Kilm im Jotiüiirls" Kttiim Balliolilalt. Sonnabend. 14. Dezember 1907. partci- Hngelecfcnbeiten* Sechster Wahlkreis. Sonntag, den 15. Dezember, abends 6 Uhr, findet im Kolberger Salon, Kolbergerstraße 23 eine Ver- sammlung für Männer und Frauen statt. Tagesordnung: 1. Vor- trag der Genossin Emma Ihrer über:„Das neue Reichsvereins- gcsctz und die Frauen". 2. Diskussion. Zu zahlreichen: Besuch laden ein. Die Äbteilungsführer. -quvijiogz 33®'uzgvh nS'pz•OsUapigg'gamsPB «g SpsgiD h>ou gm} diu»an"Q u? LungsFaoN uzqusqmjpvF 'asgmsks®-gi usq Bo?uuoZ mo asq ng'SpajlhvW a3,.tlp3I Lichtenberg. Heute abend Flugblattverbreitung I Jeder Genosse stelle sich pünktlich seinem Bezirksführer zur Verfügung. Sonntag vormittag Kuverwerbreitung. Um lOVa Uhr Morgensprache in den Bezirkslokalen. Mittags 12 llhr: Volksversammlung im„Schwarzen Adler". Referent: Reichstagsabgeordneter Paul Singer. Das Zentralwahlbureau ist am Montag von früh 9 Uhr ab im Lokale von Puhl, Pfarrstr. 74, Fernsprech-Amt Lichtenberg Nr. 262, geöffnet. Ober-Schineweide. Sonntag früh 8 Uhr findet eine Handzettel- Verbreitung von den Bezirkslokalen aus statt. Am Dienstag, den 17. Dezember, abends S'/g Uhr, im Schloßpark Wilhelminenhos öffentliche Versammlung. Genosse Grunow wird über das Thema: „Die Tätigkeit unserer Gemeindeverwaltung!" sprechen. Zahlreiche Beteiligung beider Veranstaltungen ist dringend notwendig. Der Vorstand. Mahlsdorf a. Ostb. Am Sonntag, den 15. d. M., abends 6'.- Uhr findet in Mahlsdorf, Kolonie Grunowstvaße, bei Heinrichs früher Linke eine öffentliche Versammlung für Männer und Frauen statt. Der Genosse Störmer referiert über„Kirche, Schule und Arbeiter." Am Sonntag, früh 8 Uhr, Flugblattverbreitung. Die Genossen von Mohlsdorf Süd treffen sich bei Hehdendorf, die für das Dorf bei Schliefe. Mariendorf-Südende. Die Parteigenossen werden darauf auf- merksam gemacht, daß Sonntag," den 15. und Freitag, den 20. d. M. im Lokale des Genossen Hermann Reichardt, Mariendorf, Chausseestraße 27 eine Wsihnachtsausstellung von Bilder- und Märchenbüchern sowie Romanen, Novellen und Klassikern statt- findet. Die Speditionskommission ersucht um regen Zuspruch. Bezirk WaidmannSlnft. Die Mitgliederversammlung findet am Sonntag, nachmittags 3Va Uhr, beim Genossen Woitschach- Borsigwalde statt. Tagesordnung: 1. Vortrag des Redakteurs Karl Mermuth über:„Der Sozialismus von der Utopie zur Wissenschaft." 2. Diskussion. 3. Abrechnung vom Stiftungsfest. 4. Die Neueinteilung unseres Bezirks. 5. Vereins- angelegenheiten. 6. Verschiedenes. Die Versammlung wird pünkt- lich eröffnet. Der Vorstand. Wilhelmsruh. Am Montag. 16. Dezember 1907, abends 8 Uhr. findet eine Volksversammlung im Saale des Herrn Deutschmann, Hauptstraße, statt. Die Handzettclverbreitung hierzu findet morgen, Sonntag, vormittags 8 Uhr, von folgenden Lokalen aus statt. 1., 2., 3. und 4. Bezirk bei Barth. Viktoriastratze 7, 5. Bezirk bei Bland» Sachsenstraße 10. Pflicht eines jeden Genossen ist. sich daran zu beteiligen. Der Vorstand. Schild»w-Blankenfelde(Bezirk JRieder-Schönhausen). Die Wahlvcreinsversammlung findet am Sonntag, den 15. Dezember, nachmittags 3 Uhr, in Mönchsmühle im Lokale des Herrn Knappe statt. Tagesordnung: 1. Vorlesung über„Das preußische Drei- flassenwahlrecht". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Erscheinen aller Mitglieder ist Pflicht. Abmarsch der Schönhauser Genossen Punkt Vi* Uhr von Bratvogel, Nordend. berliner JVacbncbten. In der AusstellungShallc. Wir folgen den elegant gekleideten, in kostbare Pelze go bullten Paaren und treten in die hellerleuchtete Vorhalle ein Tie Zauberwnrzel in Gestalt eines Zweimarkstückes, von dem wir wehmütig Abschied auf Nimmerlviedersehen nehmen, öffnet uns die geheimnisvolle Pforte, hinter der uns der Glanz von tausend und aber tausend Glühbirnen blendet.— In bunter Flammenschrift leuchten die Namen der einzelnen ausstellenden Firmen dem Eintretenden entaeaen. Eine warme, dicke, parfümgcschwängerte Luft drängt sich uns fast widerlich auf. Zwei.Kapellen, die eine in Zivil, die andere in der Uniform der Potsdamer Husaren, sorgen an beiden Enden des RiesensaaleS für die musikalische Unterbaltting. Ein kohlschwarzer Neger, der i» den Pausen, prunteiid in einer bunte» Pnppenjacke, herumstolziert. bringt die Äerzen aller jungen Damen in Aufruhr, die sich an dem„schwarzen Husaren" gar nicht satt sehen können. Zurzeit sind nur Personenautomobile und Zubehörteile sowie wunderbar konstruierte und in Betrieb gehaltene Vöa- schinen aus der Automobilindustrie ausgestellt. In den Gängen drängt und schiebt sich das Publikum aus der exklusiven Gesellschaft, die unteren Volksschichten sind wenig oder gar nicht vertreten, für sie bildet der Automobilsport keine breunendc Lebensfrage, und der lvahnwitzige Wunsch, so ein elegantes, tutendes„Schnauferl" als Weihnachtsbescherung unter den Tannenbauni zu stellen, kommt dem einfachen Bürger nicht einmal im Traume. Um aber die Prachterzeug- nisse der Automobilindustrie anzustaunen, dafür ein blankes Zweimarkstück opfern, das man so sauer erwerben muß, geht wirklich nicht au. Damit haben die Auserwählten der vor- nehmen Welt ihren Zweck erreicht. Plan kann sich so un- gestörter unterhalten, beklatschen und bekritteln, ohne mit dem gewöhnlichen Volk zusammen zu kommen. Blitzende Lffiziersuniformen, blanke Angströhren, Zobel und Hermelin, teure Straußenfedern, schwere, rauschende Seidenroben geben denn auch den Ausschlag. Es scheint diesen feudalen Kreisen übrigens nicht gar so schleckt zu gehen, wie man durch die stetigen Klagen anzunehmen versucht wäre, denn wohin man seine Schritte lenkt, findet man durch Aufschrift als verkauft bezeichnete Wagen. Bedenkt'man nun. daß cS sich hier um Summen von 8, Ist. 12. 2st. 25 Tausend Mark handelt, so läßt das immerhin schon auf eine wohlgespickte Börse schließen. Da der Wunderdinge zu viel ausgestellt sind, so fällt es den Reflektanten nicht leicht, sich für«.in bestimmtes Fahrzeug zu entscheiden, zögernd und unschlüsstg wandern sie von einem zum anderen. Oester besteigt auch ein Pärchen ein Auto und dann lehnen sich beide selbstgefällig und nachlässig in die bequemen Kissen zurück, lassen sich wohl auch über die Mechanik der Kurbel und Bremse instruieren und entlocken mit Vorliebe der Huppe die gräulichsten Töne.„Dieses und kein anderes," erklärt eine schlanke, hübsche Dame ihrem Begleiter in bestimmter Weise und ihr kleines Mündchen kräuselt sich trotzig. Er redet nun leise aber eindringlich auf sie ein, jedoch ohne Er- tzHKlg, denn sie verharrt eigensinnig auf ihrem Standpunkt: „Lststst M. mehr oder weniger, das spielt wirklich keine Rolle!" hören wir noch im Vorübergehen die Dame leichthin erwidern. Lststst M. spielen keine Rolle! In Betrachtungen versunken wenden wir uns der oberen Etage zu. Ein interessantes und anregendes Bild bietet von hier aus der Saal mit seinen unzähligen bunten Glühlämp» che» und der wogenden, schwatzenden und lachenden Menge. Den Clou der Ausstellung aber bildet ein riesiger Auto- sportler. der aus lauter Reifen zusammengesetzt erscheint. Ein dichter Zuschauerkreis hat sich daselbst zusammengefunden und erfreut sich in ausgelassener Heiterkeit an dieser ge- lungenen Karikatur. Seine Bewegungen wirken aber auch zwerchfellerschütternd. Er torkelt wie ein Betrunkener, er wippt und tänzelt mit lachendem Mund im Fracke nach den Klängen der Musik; bald beugt er sich rückwärts und richtet sich wieder langsam aus, die riesigen Polyponarme weit aus- breitend, als wollte er die Welt umspannen, bald neigt er sich wie schlafend nach vorn oder zur Seite, immer in grotesken Formen. Alles schüttelt sich vor Lachen, und während wir herabsteigen, kicherts vor und hinter uns, als nachhaltige Wir- kung des köstlichen Ulkes. Erst als uns draußen der kühle Nachtwind umweht und das dünne, klägliche Stimmchen eines kleinen, blaugesrorenen Jungen an unser Ohr dringt, der den Heraustretenden Hampelmänner, das Stück für'n Sechser zum Kauf anbietet, wischt ein häßliches Gefühl die fröhliche Stimmung weg und wie ein schriller Mißton klingt der Ruf des Kindes in unserer Seele wieder...2V0V Mark spielen wirklich keine Rolle!" Die Wohnungsenaue.te der Ortskrankenkasse der Kaufleute hat es den Hausagrariern angetan und sie möchten zu gern das verdienstvolle Wirken der Kasse auf dem Gebiete des Wohnungs- Wesens unterbinden. Zu diesem Zwecke bat der Landesverband der.Haus- und Grundbesitzer sich an den Magisttat gewendet. In der Antwort des Berliner Magistrats wird zunächst das Recht des Verbandes zur Bcschwerdcführung bestritten, dann aber aus- geführt, daß' die bcttesfende Kasse die Grenzen ihrer gesetzlichen Aufgaben nicht überschreite. Die Feststellung der Wohnungs- Verhältnisse sei für die Krankenkassen insoweit von großer Be- deutung, als in vielen Fällen von der Beschaffenheit der Wohnung die Entscheidung abhängt, ob 51rankenhauspflege, Ucberweisuug in Heilstätten oder in Erholungsstätten stattfinden soll, oder ob der Kranke in der Wohnung bleiben darf. Wenn das Ergebnis dieser Ermittelungen zusammengestellt, den Kassenvcrtretern usw. zu- gänglich gemacht werde und dadurch Kosten entstehen, so sei darin kein Verstoß gegen das Gesetz zu erblicken. Es war also wieder einmal nichts! Die Jugrndschriften-AuSftelluug im GewerkschaftShauS (Engel-Ufer 15) findet bei der Arbeiterbevölkerung Berlins und der Vororte auch in diesem Jabre wieder die verdiente Beachtung und wird sehr rege besucht. Sie ist nur noch am heutigen Sonn- abend und am morgigen Sonntag geöffnet, an beiden Tagen von 4 Uhr nachmittags bis 10 Uhr abends. Jedem Vater und jeder Mutter, die ihrem Kinde ein gutes Buch auf den Weihnachis- tisch legen wollen, ist dringend zu empfehlen, sich auf der Ausstellung Rat zu holen und die ausgestellten Bücher selber zu prüfen. Die Bücher können dort in Muße und mit aller mir wünschenswerten Gründlichkeit durchgesehen werden. Noch einmal sei hier hervorgehoben, daß der Zutritt unentgeltlich ist und daß ein ge- dnickteS Verzeichnis der ausgestellten Bücher gratis verleilt wird. Im Verzeichnis ist auch der Preis der Bücher angegeben. Alle Bücher werden besorgt durch die Vorwärts-Buchhandlung(Linden- straße 69> sowie durch sämtliche Parteispeditionen. Auch können im Gewerkschaftshause selber in einem Nebenraume, der mit dem AuSstellungssaal nicht in Verbindung steht, Bücher gekauft werden. Eine statistische Ausnahme deS Strassenverkehrs von Berlin. soweit er sich auf die Hauptstraßen und Hauptplätze der Reichs- Hauptstadt erstreckt, wird jetzt nach dem Beschluß des Statistischen Amtes vorgenommen. Die langwierige Arbeit ist Donnerstag früh in der Leipzigerstrahe begonnen worden, in der 27 Posten den ganzen Tag über ihre Auszeichnungen machten. Es standen stets zwei Beamte beieinander, der eine trug jeden Wagen sorgfältig nach seiner Art— ob Omnibus, Geschäftswagen, Automobil, Drei- rad usw.— in die Liste ein. Der andere Beamte hatte die Per- sonen zu zählen, die den Bürgersteig auf seiner Seite passierten. Dabei ist es vorgekommen, daß ein Beamter in der halben Stunde nicht weniger als 1700 Stricks eintragen mußte. Sobald die Leipzigerstraße verkehrsstatistisch genügend bearbeitet ist, wird die Friedrichstraße an die Reihe kommen. Später sollen die anderen Hauptverlehrszentren folgc>!. Weihnachtszüge im Westen. Sonderzüge zuui Weihnachtsfest verkehren auch im Westen der Monarchie. Schnellzuge sind vor- gesehen zwischen Berlin und Hamburg— Alwna, Berlin und Köln, Hamburg— Cassel— Frau ksurt, Leipzig— Hannover usw. Von Ber- lin— Lehrter Bahnhof geht ein Schnellzug 6.59 früh nacb Hamburg am 21., 22., 23., 20. und 27., von Hamburg 8.40 am 21., 22., 23., 24., 26. Dezember und 2. Januar. Von Berlin— Friedrich- straße nach Köln gehen Schnellzüge 8.44 früh am 20.. 21., 22., 23., 24., 27., 28., 29., 30. und 31. Dezember. 2.. 3., 4., 5., 6. und 7. Januar und 0.43 nachm. am 20.. 21., 22., 23., 26., 27., 29. De- zcniber, 1. und 2. Januar. Von Köln zurück gehen die Züge 10.01 vorm. und 0.40 nachm. Von Haniburg— Hauptbahnhof gehen Schnellzüge nach Cassel und zum Teil nach Hannover 11.55 vorm. und 11.13 nachm., von Leipzig— Berliner Bahnhof nach Hannover 12.44 am 20.. 21. und 24., zurück von Hannover 12.49. Personen- züge verkehren zwischen dem 20. Dezember und 3. Januar zwischen Altona und Berlin, zwischen dem 21. Dezember und 5. Januar auf der Strecke zwischen Berlin und Köln, zwischen dem 21. De- zember und 2. Januar auf der Linie Hamburg— Cassel. Linienrückverlegung bei der Strahenbahn. Die Straßenbahn war, wie wir seinerzeit mitgeteilt haben, seit längerer Zeit ge- nötigt, verschiedene Linien an der Kolonnenbrücke in Schöneberg wegen Bauarbeiten abzulenken oder den Betrieb durch Umsteige» aufrecht zu erhalten. Die Linien 2 Außenring und l Südring wurden umgeleitet, während die Linie III Swinemündcrsttatze— General Papesttaße dort unterbrochen werden mußte, so daß die Fahrgäste genötigt waren, umzusteigen. Die Arbeiten sind jetzt beendet, so daß alle drei Linien wieder ihren planmäßigen Betrieb über jene Strecke aufnehmen konnten. Der Magistrat hat gestern an Stelle des Prof. Dr. B e n d a den Dr. Max K 0 ch- Elberfeld zum Prosektor am städtischen Krankenhause am Urban gewählt. SLeihnachtspostäniter in Berlin. Für den Weihnachtspaket- Verkehr reichen im Berliner Bezirk die Diensträume der Postämter im allgemeinen mehr oder weniger aus. Doch müssen an einzelnen Stellen des weitverzweigten Netzes der Einrichtungen für die Bc- förderung der Pakete besondere Räume für den Weihnachtsdienst geschaffen werden. Zum Teil hat man die Maßnahmen der früheren Jahre wieder aufgenommen, zum Teil neue Einrichtungen getroffen. Wie seit einer Reihe von Jahren wird auch in diesem Jahre wieder der alte Dresdener Bahnhof für die Weihnachis- Pakete nutzbar gemacht. Er dient als Packkammcr für alle vom Anhalter Bahnhof abgehenden Sendungen. Der Schlesische Bahn- hos muß den riesigen Weihnachtspaketverkehr nach dem Osten ver» mittel», der ivegen der zahllosen Familtenbeziehungen der zu- gewanderten Bewohner der Reichshauptstadt mit dem Osten im ganzen wohl der stärkste ist. Hier werden Räume sowohl für die ankommenden wie für die abgehenden Pakete geschaffen. Die Güterhalle des Schlesischen Bahnhofes dient als Packkammcr für die eingehenden Pakete. Für die abzusendenden Weihnachis- geschenkc hat man cinen besonderen Schuppen auf dem Platz vor dem Schlesischen Bahnhof errichtet. Für die übrigen Bahnhöfe Berlins brauchen besondere Räume nicht bereit gestellt zu werden. Dagegen sind auch in einigen Vororten eine Art von Weihnachts- Postämtern errichtet. In Wilmersdorf hat die Post von der jungen Stadt einen Saal im Gemeindehause als Packkammcr gemietet. In Steglitz dient die Turnhalle als Packraum. Steuerveranlagung 1908. Die Steuerveranlagung für das Steuerjahr 1908 wird jetzt von den Steuerbehörden angekündigt. Sie findet in der Regel, z. B. in Berlin, vom 4. bis 20. Januar einschließlich statt. Die Frist wird für die in außereuropäischen Ländern und Gewässern Abwesenden auf sechs Monate, für andere außerhalb des Deutschen Reiches Abwesende auf sechs Wochen, für die übrigen Abwesenden auf drei Wochen verlängert. Alle schon mit einem Einkommen von mehr als 3000 M. veranlagten Steuerpflichtigen sind zur Ab- gäbe der Steuererklärung verpflichtet, auch wenn ihnen eine be- sondere Aufforderung oder ein Formular nicht zugegangen ist. Die Erklärung kann zu Protokoll oder auch schriftlich durch die Post geschehen. Die Einsendung geschieht aber auf Gefahr des Absenders und deshalb zweckmäßig mittels Einschreibebriefes. Di: Steuererklärungen sind, bei Vermeidung ihrer Ungültigkeit, von deni Steuerpflichtigen in eigener Person zu unterschreiben. Für Personen, welche unter elterlicher Gewalt, Vormundschaft oder Pflegschaft stehen, sowie für nichtphhsische Personen sind die Steuererklärungen von deren Vertreten» abzugeben. Wer die Frist zur Abgabe der ihm obliegenden Steuerklärung versäumt, hat einen Zuschlag von 5 Proz. zu entrichten. Wissentlich un- richtige oder unvollständige Angaben oder wissentliche Ver- schweigung von Einkommen in der Steuererklärung sind mit Strafe bedroht. Einkommen von Mitgliedern einer in Preußen steuerpflichtigen Gesellschaft mit beschränkter Haftung sind steucr- frei, soweit sie auf Gewinnanteile der Gesellschaft entfallen, aber nur dann, wenn rechtzeitig eine entsprechende Erklärung abgegeben wird. Steuerpflichtige, die von dem Rechte der Vermögensanzeige Gebrauch inachen wollen, haben diese innerhalb der Frist für die Steuererklänuig zu bewirken. Auf die Berücksichtigung später eingehender Vcrmögcnsanzeigcn bei der Veranlagung zur Er- gänzungssteuer kann nicht gerechnet werden. Für unseren Leserkreis kommen ja die Bestimmungen der Selbstvcranlagung weniger in Frage. Die Arbeiter werden ja »ach den jetzt beliebten Auskünften der Arbeitgeber über ihr Einkommen veranlagt._ Die Abdeckungsarbeitrn am Untergrundbahntunnel sind in der Wallstraße zwischen Neue Roß- und Grünstraße beendet und ist dieser Straßenzug nunmehr wieder dem Verkehr übergeben. Gc- legentlich der Ausbauarbeiten ist auch der Fahrdamm erheblich verbreitert worden, indem von dem breit angelegt gewesenen südlichen Bürgersteig ein Streifen von drei Metern abgetrennt worden ist. Zwischen Grünstraße und Spittelmarkt ist in dem unteren Laufe die Tunnclverbreiterung nach der Wasserseite ebenfalls ab- gedeckt und wird der Wagen- und Fußgängerverkehr, nachdem de/ Balizaun entsprechend zurückgesetzt lvordeu ist, über den provisix risch gepflasterteil Sttaßcnweg geleitet. Dafür ist die südlick» Hälfte des Fahrdamms gesperrt und sind hier die AbdeckungS- arbeiten in Angriff genommen worden. Am Spittelmarkt ist der Tunnel bis zu den Straßenbahngleisen geschlossen. Um auch die Abdeckung zwischen den Stratzeiibahnscha'ne» vorzunchmen, ist eine Ableitung des Verkehrs mittelst Notweichen erforderlich. Voraus- sichtlich werden die hierfür notwendige» Vorarbeiten im nächsten Monat in Angriff genommen. Der zukünftige EinAeigeschacht zu der Station Spittelmarkt befindet sich innerhalb eines extra zu diesem Ziwck eingebauten Jnselperrons im Zuge der Wallstcaßc. Der Schacht ist vorläufig mit Bohlen abgedeckt und besitzt jetzt nur eine kleine Einstcigeöfsiiung, durch die die Arbeiter in den Tunnel gelangen und Baumaterialien herunterschaffen. Das Berliner Adreßbuch für 1908 ist erschiene» und gelangr von heute ab in der Hauptexpedition des„Berliner Lokal-Anzeigers", Zimmerstt. 37/4l, wochentags von 9 Uhr vormittags b s 4 Uhr nachmittags zur Ausgabe, Von den Vorbestellern kann da? Adreß- buch gegen Aushändigung der ihnen zilgegangencn LegitimarionS- karte und Zahlung von 12 M. in Empfang genommen werden. Von Mitrivoch, den 18. d Mtö. ab erfolgt gegen eine ZiistellungSgediihr von 20 Pf. die Lieferung der nicht abgeholten Eremplare in die Wohnungen der Besteller. Der Verkauf nicht vorbestellter Bücher zun, Ladenpreise, der um 2 M. höher ist als der VorbestellprciS, findet nur in der vorgenannten Hauptexpedition statt.— Der vor- liegende Jahrgang erscheint in einer Starte von 340>/„ Druckbogen zu 16 Seiten, zusammen 5448 Seiten und enthält somit ll�Seiten mehr als der Jahrgang 1907. Inhaltlich ist das Adreßbuch für 1908 wiederum um zwei Nenerungeii bereichert worden. Die eine, die zur Er- leichterung im Geldverkehr eine Verallgemeinerung deü Scheck- Verkehrs durch Angabe deS betreffenden BaiiklontoS bei den Adressen anstrebt. Die zweite im III. Teil„Straßen und Häuser" geschaffene givr eine tabellarische Uebersicht der Gruiidbiichvezeichlluilg der zum AmtsgerlchlSbezirk Berlin- Mitte gehörige» Grundstücke, nach Straßen und historischen Stadtteilen geordnet. Diese durch das Entgegenkomiilen des Herrn Präsidenten des Amts- gerichtS Berlm-Mitte ermöglichten Ztugaben hofft der Verlag iin nächsten Jahre auf alle Berliner Grundstücke ausdehnen zu können. Im Teil II„Behörden" ist durch Hinzufügung der Rubrik.Waisenräte" die tabellarische Uebersicht der Siraßen iviederum vervollständigt worden,— Eine Erweiterung hat auch in der neuen Ausgabe der große Verkehrsplan nuftliweisen. indem auf ihm daö Havelgebiet bis zur Pfaueninsel vervollständigt wurde und dadurch der Griebnitzscc niit Neubabelöberg berücksichtigt werden tonute. Weihnachtsbäume als llnhcilstister. Ein bedauerlicher Un- glücköfall, bei dem drei Personen verletzt wurden, ereignete sich vor- gestern abend gegen VeO llhr in der Brückenstraße. Ein mit Tannenbäumen beladener Wagen der Firma Worsig, Longestr. 21, fuhr in der Richtung nach der Holzmarktstraßc zu über die Janno- witzbrücke, als ein Straßenbahnzug der Linie 35 den Lastwagen überholte. Dieser letztere bog fast in dem gleichen Augenblick auf das Gleis hinüber, wobei die weit über den Wagenrand hinaus- ragenden Weihnachtsbäume die Fensterscheiben des AnhäiigeioageliI zertrümmerten. Durch die umhcrsliegenden Glassplitter wurden die Kauflcutc Gleich aus Biesenthal und Ginke, Nostizstr. 57 wohn- hast, im Gesicht, sowie ei» dritter Herr, der die Angaben seiner Personalien verweigerte, an beiden Händen verletzt. Erschossen und ertränkt hat sich in Tegel der 32 Jahre alte Malermeister Ziemann aus der Hcimstr. 15 Hierselbst. Z. war gestern morgen mit der Straßenbahn nach Tegel gefahren und begab sich sofort»ach dem Tegeler See. wo er vor den Augen von Passanten etwa fünf Meter weit in das Wasser hineinging. Bevor man den Versuch machen konnte, den Lebensmüden zurückzuholen, zog dieser einen Revolver hervor und jagte sich eine Kugel in die rechte Schläfe. Der Maler konnte nur noch als Leiche gelandet werden. Der Verstorbene, der unverheiratet war, scheint durch pekuniäre Sorgen zu dem verzweifelten Schritt getrieben worden zu sein.» Arbciter-Bilduligsschule Berlin. Wir bitten die Teil- nehnier des Unterrichts in Naturerkenntnis beachten zu wollen, bafj sowohl heute abend, als auch nächsten Sonnabend, der Unterricht nicht erst 9 Uhr, sondern schon 8'/z Uhr seinen Anfang nimmt. Das Opfer eines schweren BauunfalleS, der, wie seinerzeit gemeldet, am 20. Juli in Steglitz sich ereignete, ist noch nachträglich der in der Winssrratze 00 wohnende Maler Franz Knkcr geworden. K. hatte damals bei dem Gcrüsteinsturz einen Halswirbelbruch und eine schwere Gehirnerschütterung erlitten, die seine Ueberführung nach dem Kreiskrankenhause erforderlich machten. Hier ist er nach fast sechsmonatigem Leiden, während welcher Zeit er fast stets be- sinnungslos war. am gestrigen Tage infolge der damals erlittenen Verletzungen verstorben. Ein Straßcilbahilwagcu auf Irrwege». Einen eigenartigen Zu- sammenstotz verursachte am gestrigen Freitag vormittag ein Strotzen- bahnwagen an der Ecke der See- und Exerzierstratze. Durch eine in der Schienenrille liegende Schraube wurde in der Kurve der Stratzenbahnwagen Nr. 2324 der Linie 42 zur Entgleisung gebracht und der Waggon sauste nach dem Bürgersteig hinüber. Hier stietz er mit solcher Gewalt gegen den Sockel eines Oberleitungsmastes. datz dieser zertümmert wurde. Die Kappe de-Z Mastes stürzte auf den Bürgeriteig hinab, glücklicherweise ohne datz Personen verletzt wurden. Durch einen telephonisch herbeigerufenen Rettungswagen wurde der schwere Waggon loieder eingegleist. Die durch den Un- fall herbeigeführte Berkehrsstörung wähne zehn Minuten. Auf der Suche nackj acht Dcscrtcurcu ist die hiesige Polizei- behorde. Bon der Truppe der Gardeducorpü ist der Rekrut Heinrich Pröster fahnenflüchtig geworden. Autzerdem sind desertiert der Musketier Gutstein von der 11. Konipagnie des 14. Infanterie- Regiments, der Musketier Anton Pyrczeck vom 150. Infanterie- Regiment, der Kanonier Deusing von der 2. Batterie des 1. Garde- FutzaNillerie-Regiments, der Grenadier Westphal vom 9. Infanterie- Regiment, der Pionier Schultz vom 10. Pionier-Bataillon. der Musiker Dürcks vom 28. Jnfauterie-Regiment und schließlich der Oekonomiehandwerker Barlschert vom Bekleidungsamt Spandau. Die Deserteure werden alle in Berlin vermutet. Der Wisscuschaftliche Verein veranstaltet in der Urania ani Mittwoch, den 18. Dezember, seinen dritten Vortragsabend, an welchem Herr Professor Dr. Hcrgescll-Stratzburg über das Thema: „Das Luftineer als«tätte der wincnschafllicheii Forschung und dct menschlichen Verkehrs" sprechen wird. Feuerwchrbericht. Vorgestern abend wurde die Feuerwehr nochmals nach der alten Brandstelle in der Manteufselstr. 50 alarmiert. Tort brannte aufs neue der Fußboden im 4. Stock. Die Gefahr konnte schnell beseitigt werden. Das 4. Stockwerk und das Dach find bis auf den Fußboden im 4. Stock, der fast un- verfehlt geblieben ist, vom Feuer gänzlich verschont geblieben.— Durch Umfallen einer brennenden Petroleumlampe kam nachts in der Pankstr. 24c Feuer aus, wobei Betten usw. in Brand gerieten. Wegen Kurzschluß in einer elektrischen Leitung erfolgte ein Alarm nach der Leipzigerstraße. Vorort- JVadmebtem Lichtenberg. Die AgitatiouSversawmlunge» zu de» Stadtverorduetenwahle» in den letzten Tagen fanden allenthalben in überfüllten Sälen statt. Die Referenten haben, soweit aus den Berichten ersichtlich ist. in ihren AuSsiihruilg«» den ungeteilten Beifall der Bersammlungö- besucher gesunde». Ani Donnerstag brachten zwei öffentliche Versammlungen noch einmal Tausende ans die Beine. Genosse Stückle» sprach im „Schwarzen Adler" im dichtbesetzten Saale, Genosse Schubert hatte im„Prälaten" eine aufmerksame Zuhörerschaft. Die Bürger- lichen fanden sich mit der Tatsache, daß sie in die Defensive gedrängt sind, gnt und schlecht ab. Ihre Ver- teidigung bestand nur in einigen Zwischenrufen. Dafür wird allerdings hinter verschlossenen Türen um so intensiver an der„Ab- wehr" gearbeitet! Auch in di sen Versammlungen war unter den Anwesenden eine zuversichlliche Stimmung vorhanden. Der Be- kanntgabe der sozialdemokratischen Kandioaten und der darauf folgenden Abstimmung in diesen Maffenversommlungen widersprachen nicht einmal die Bürgerlichen: die sozialdemokratischen Kandidate» sind somit die wirklich und öffentlich von der Wählerschaft auf- gestellten BerttauenSmänncr. Am Somnag mittag 12 Uhr wird eine öffentliche Wähler- Versammlung den Teil der Wahlarbeit beschließen. Am Montag und Dienstag hat die Wählerschaft das Wort! Tie Gemeindevertretung wählte in ihrer Sitzung vom 12. De- zcmber den Malermeister Iungman zum Vorsteher des 20. und den Lehrer Schröer zum Vorsteher des 10. Bezirks der Armen- Verwaltung.— 059 M. bewilligte wieder die Majorität den Erben eines früheren Besitzers— der seine Grundstücke längst an den Mann gebracht und sich dabei gewiß die Auslage» mit ZinS und ZinseszinS bezahlen ließ— als Ersatz für Bürgersteigsherstcllungs- kosten. Interessant war die Mitteilung, daß auch in diesem Falle der Versuch gemacht worden ist.„mehr zu erlangen".— Die Bau� fluchtlinien in der Dorfstraße wurden neu festgesetzt, danach wird die Straße eine Breite von 42 bis 45 Meter erhalten und voraus- sichtlick, später mit einer Mittelpromenadc versehen werden.— Das Gebäude des Eleltrizitätswerks, daö erst vor wenigen Jahren seiner Bestimmung übergeben ist, wächst sich nachgerade zum Schrecken der Umgebung aus. Tie Erschütterungen beim Betriebe sind so arg, daß die Nachbarschaft bereits an Entschädigungs- ansprüchc denkt. Aber auch das Gebäude selbst ist in Gefahr. Vor kurzem mußte der südliche Giebelaufbau abgetragen werden und heute werde» wieder 3000 M. gefordert, um auch den nördlichen Giebelaufbau abtragen zu können. Die Schwankungen der Giebel- wände sind mit bloßem Auge sichtbar und geradezu gefahrdrohend. Auch die Fundamente der Maschinen zeigen bedenkliche Risse und Abbröckelungen.' Eine„Untersuchung" soll die Ursachen und— die schuldigen ermitteln.— 2000 M. wurden bewilligt, um als Preise in Höhe von 000, 400 und 200 M. bei einem auszuschrei- benden Wettbewerb zur Erlangung bon Entwürfen einer Kirch- hofsanlagc auf dem 80 Morgen großen Gelände an der Tresckow- Allee in Friedrichsfelde-Karlshorst zu dienen.— Die Errichtung neuer Lchrerstellen für die Gemeindeschulen führte zu einer langen Auseinandersetzung unserer Genoffen mit den Bürgerlichen. Be- willigt lvurden schließlich 3 Lehrer und 3 Lehrerinnen per Ostern 1908, während die weitere Forderung 1 Rektor, 0 Lehrer, 1 Lehrerin für Michaelis 1908 vertagt wurde. Genosse Düwell brachte hierbei die Zugabenwirtscbaft einiger Schulbuchhandlungen zur Sprache und verlangte Abhülfe. In der Debatte sprachen unsere Genossen auch wieder unsere prinzipiclle Forderung auf Hergabe der Lernmittel auf Gemeindekosten aus und kündigten einen darauf bezüglichen Antrag für die Etatsberatung an.— Die Frage, in welcher Höhe die Anhaltische Maschinenfabrik die verwirkte Kon- vcntionalstrafe wegen nicht reckstzeitiger Fertigstellung über- nowmener Arbeiten— nicht leisten soll, beschloß die Majorität, in „geheimer Sitzung" zu beraten. Rixdorf. Das vcrhiingiiisvollr Kasperletheater. Am Donnerstagabend ereignete sich ein schweres Unglück. Die Firma Louis Seidler, Berg- straße 42(Buchhandlung und Galanteriewarengeschäft), hatte in einem Schaufenster ein Kasperletheater ausgestellt, das die Neugier der Kinder erweckte. Die Kleinen blieben stehen, und bald drängten sich Kinder und auch Erwachsene in Massen vor dem Schaufenster. Dabei drängte man so sehr von hinten nach vorwärts, daß die in der ersten Reihe stehenden Kinder in das Schaufenster förinlich hemeingedrückt wurden. Die Scheibe zerbrach und die Kinder stürzten in die Scherben. 12 Kinder erlitten Verletzungen, meistens Schnittwunden. Ein in demselben Hause wohnender Arzt nahm sich sofort der Verletzten an. Der elfjährigen Grete Urban waren beide Arme so zerschnitten, datz das Kind nach Anlcguug eines Notverbandes schnell ins städtische Krankenhaus gebracht lverden nmtzte. Schwere Schnittwunden am 5kopf erlitten drei andere Kinder. Die übrigen waren leicht ver- letzt. Eine kolossale Menschenmenge füllte bald die Stratze an und der Wagenverkehr begann zu stocken. Das Unglücksfenster wurde sofort mit Brettern vernagelt. Es liegt, namentlich bei dem je- weiligen Verkehr, sicherlich nicht nur im Interesse der Passanten, sondern auch der Geschäftsinhaber, wenn die großen Schaufenster mit einer Schutzvorrichtung versehen werden. Niedergeschlagen und seiner Barschaft beraubt wurde in der gestrigen Nacht der Arbeiter Karl Gründe! ans der Richard- stratze 75/77. G. hatte mit einigen Bekannten ein Restaurant in der Richardstratze aufgesucht. In dem Lokal hielten sich auch der 20 jährige Schlächtergeselle Ernst Breuer und der 22 jährige Kutscher Julius Zimmer auf. Die beiden sind bei dem Schlächtermeister P. in der Hertzbergstr. 31 angestellt. Die junge» Leute hatten beobachtet, wie Gründet in dem Restaurant ein Zwanzigmarkstück wechselte. G. suchte später noch mit leinen Freunden eni Lokal in der Rosenstratze auf, wohin ihm die beiden folgten. Sie verließen dann auch mit ihm wieder dieses Restaurant. Als G. nach der Berg- stratze zu ging, trat Breuer, ein vorbestrafter Mensch, auf ihn zu und entriß ihm eine Flasche aus der Jackettasche. Bon G. über sein Borgehen zur Rede gestellt, fiel er über ihn her. Nun kam auch Zimmer hinzu. Beide schlugen jetzt ihr Opfer nieder und raubten ihm die Taschen aus. Die beiden Burschen machten sich dann schleunigst aus dein«-taube. Die Kriniinalpolizei ermittelte bald darauf die beiden Täter und nahm sie in Haft. Adlershof. In der gutbcsuchtcu Mitgliederversammlung des Wahlvereinö erstattete Genosse Gramenz Bericht vom preußischen Parteitag. Genosse Ligner ergänzte die Ausführungen des Referenten und geißelte scharf die Zusammensetzung des preußischen Landtages. Genosse Horlitz gab der Meinung Ausdruck, datz die Partei mehr Agitation gegen das Dreiklaffenwahlrecht entfalten und für mehr Aufklärung unter de» Staatsarbeitern sorgen müßte. Genosse Gramenz erklärte, datz der Parteivorstand zu gegebener Zeil die nöttgen Matzregeln hierzu ergreifen wird. Ein Antrag des Bor- stand es, gegen den Genossen Bcsserniöny das AuSschlutzverfahren einzuleiten, da derselbe sich deS BohkottbruchS schuldig gemacht hat. wurde gegen 3 Stimmen angenommen. Genosse Meil teilte mit. datz sich zum Austritt aus der Laudeskirche 78 Personen gemeldet haben, davon 40 Frauen, und ersuchte die Genossen, auf das In- serat acht zu geben. ivelcheS kurz vor Weihnachten im„Vorwärts" erscheint. Genosse Steuer machte die Genossen auf den ausliegenden Prospekt über Jugendschristen und Weihnachtsprämic» aufmerksam und ersuchte, hiervon recht regen Gebrauch zu machen. Genosse Bartels sprach sein Bedauern darüber aus, daß die Broschüre über den Lieblnechlprozetz zu teuer und daher keine Masscnbroschüre sei. Neu aufgenommen wurden 0 Genosseli. Trebbin(Kreis Teltow). Die Stadwcrordneten-Bcrsammlung wählte in den Steuer- ausschutz die Stadtverordneten Götze, Grunert, Ribbcck und Linge. außerdem die Bürger Jock jun., Drcchhotz, Wirsing und Mertens. Bevor zum Berkauf des Stratzenlandes in der Feldstratze geschritten wird, soll der Magistrat ersucht werden, mit den angrenzenden Be- sitzern Rücksprache zu nehmen, zu welchem Preise sie den zur Straße nötigen Boden abtreten wollen. Für die freiwillige Feuerwehr wurden 527 Mark zu 17 neuen Dienstanzügen bewilligt. Die Kreis- chausieeverwallung hat 1900 Morl als Beihülfe zur Einwässerung des Müllerpsuhls durch Tonrohrlegung geleistet. Genosse Trebuö frug an. wie es konime. daß die Ouittimgen für Unterbringung und Berpflegulig Zugereister verschiedentlich lauten, nämlich ans 10 und 30 Pfennig. Man möge dock, wenn man etwas bewilligt, zum mindestens 30 Pfennig pro Person ausgeben. Hierauf fand eine geheime Sitzung statt. Wcistensee. Eiu schwerer Uebersall auf ein juuges Müdchcu ist vorgestern in der Lchderstratze verübt worden. Bor dem Grundstück Lchder- stratze 02 wurde die Schülerin Anna K., die Tochter eines Kauf- manns aus der Nachbarschaft, von einem unbekannten jungen Manne hinterrücks überfallen und niedergeschlagen. Als jetzt der Attentäter über sein Opfer Herstürzen wollte, erschien der Ver- Walter des anliegenden Grundstückes am Tatort, worauf der ge- fährliche Bursche die Flucht ergriff. Das Mädchen hatte bei dem Ueberfall an mehreren Stellen erhebliche Hautabschürfungen er- litten. Die Verfolgnng des Uebeltäters blieb leider erfolglos. Radebrück� Wie kommt die Landbevölkerung zu ihrem Recht? lautete das Thema, über welches Genosse Stürmer in einer von Land- arbeitern gut besuchten Bersammlniig referierte. Redner verstand es in markanter Weise den Anwesenden die LeidenSgeiwichte des länd- lichen Proletariats vor Augen zu führen, dabei betonend, datz ihnen nur der Sozialismus Hülfe bringen könne, um sie aus ihrer elenden Lage zu befreien. Am Schluß seines Referats forderte er die Ver- sammelten auf. sich der sozialdemokratischen Partei anzuschtietzen. Die Versammlung war bereits zum 24. November einbernsen, wurde aber von der hiesigen Polizeibehörde mit der Molivierung verboten, datz an Tagen, wo man seiner Toten gedenkt(Toten- sonntag) keine Versammlungen stattfinden dürfen. Spaudau. Aus der Stadtverordneten-Bersammlung. Bor dem Eintritt in die Beratung der Tagesordnung, die wieder sehr umfangreich ist, nimmt Stadtv. Genosse Schmidt I das Wort zu folgender Erklärung: Nach übereinstimmenden Zeitungsnachrichten hat in der letzten Sitzung der Stadtv. Schmidt II bei meinen Ausführungen über die Stadiverordnctenwahlen im 3. Bezirk das Wort Schwindel dazwischengerufen. Ein solcher Ton ist bisher hier nicht üblich ge- wcscn. Wenn der Zwischenruf von anderer Seite gekommen wäre, so würde ich schärfer darauf antworten. Bei dem Stadtverordneten Schmidt II mutz ich diese Ausdrucksweise auf parlamentarische Impotenz zurückführen. Ich überlasse es daher den Kollegen, über derartigen parlamentarischen Anstand ihr Urteil zu fällen. Stadt- verordneten-Borsteher Schröder erklärt, daß er den Zwischen- ruf nicht geHort habe. Auch als der Genosse Pieck im An- schlutz an die Erklärungen des Genossen Schmidt I noch ausführte, datz die Arbeiter der kgl. Institute zu den Wahlen abkommandiert wurden und datz Magistratsbeamte, die von dem Geldc der Steuer- zahler bezahlt werden, beurlaubt worden sind, um die Listen des Verbandes mit deni langen Namen zu fuhren, ruft der Stadt- verordnete und Verleger des„Spandaucr Tagebl." Schob ganz laut dreimal hintereinander:„Schwindel". Auch dies scheint der Vor- steher merkwürdigerweise nicht gehört zu Haben, obgleich es laut im ganzen Saal schallte. Er rügte diesen Zwischenruf ebenfalls nicht und so sah sich der Genosse Pieck zur Selbsthülfe genötigt, indem er den lauten Zwischcnrufer ganz gehörig abführte. Recht lendenlahm waren die Entgegnungen des Stadw. Schmidt II und des Stadtb. und Obermeisters der Geschützgietzerei Hannemann. Die Debatte über diese Angelegenheit wurde durch Annahme eines Schlutzantragcs erledigt.— An Stelle des verstorbenen Stadtrats Linde wird der Stadtv. Adler zum unbesoldeten Stadtrat gewählt. — Die Versammlung erklärte sodann gemäß§ 10 Absatz 1, Ziffer 2 dcS Zuständigkeitsgesetzes vom 1. August 1883 die Wahlen von 13 neu- rcsp. wiedergewählten Stadtverordneten für gültig. Merk- würdigcrwcise fehlte hierbei der Name des gewählten Genossen Pieper. Vielleicht kommt er noch.— Ter Regierungspräsident hat die Genehmigung nicht erteilt, daß die Regenwässer der noch zu er- bauenden Hecresstraßc in den Grimnitzsee geleitet werden und beantragt der Magistrat, daß die Stadibcrordnetcn-Bersammlung die Gcnehinigung zur Einführung in die Scharfe Lante erteile, wodurch allerdings 60 000 M. Mehrkosten erwachsen. Nach vielem Hin- und Herrcden bequemte sich die Versammlung doch dazu und genchmigte die Borlage.— Ter Magistrat hat cine Vorlage zur Einführung der Schankkonzessionssteucr eingebracht. Nach diesem Entwurf beträgt die Steuer, wenn die Erlaubnis zur Errichtung einer neuen Wirtschaft(oder eines neuen Klcinhaiidcls) erteilt ist und Gctvcrbctreibendcr s) wegen geringen Ertrages und Kapital» von der Gewerbe- stcucr frei ist: 100 M.; b) in der 4. Gewcrbesteuerklasse veranlagt ist: 200 SR.; c) in der 3. Gewcrbesteuerklasse veranlagt ist: 300 M.; d) in der 2. Gcwerbestcuerklasse veranlagt ist: 000 M.j c) in der 1. Gewerbesteuerklassc veranlagt ist: 000 M. Im Falle der Uebcrnahmc einer schon bestehenden Wirtschaft oder Kleinhandels soll die Stcucr die�Hälfte vorstehender Sätze betragen und so weiter. Der Referent, Stadtv. Jnstizrat Dr. Baumert, der auch der Vorsitzende der hiesigen Mittelstmidsbewegung ist, empfiehlt die Vorlage. Der Stadtv. und Rcstauratcur Matthias biclt dem Atittelstaiidsrettcr Baumert in scharfen Worten seine Mittetstandsretterei durch Empfehlung dieser Vorlage vor. Mau stritt sich längere Zeit über diese Vorlage hin und her und schimpfte weidlich auf die Arbeiter der Staatsbetriebe, welche die Restauration als Nebengeschäft betreiben. Auch der Restauratcur und estadto. Matthias, der früher auch Arbeiter in den Staatswerkstättcn war, schimpfte weidlich mit und wünschte die Beseitigung dieser neben- geschäftlichen Rcstaurateure. Dem Genossen Schmidt I blieb es vorbehalten, allen diesen Spiegelfechtern, die bei anderen Gelegen- heilen die Staatsarbeiter über den grünen Klee lobe», sobald sie sie als ii-timmvich gebrauchen, derb die Wahrheit zu geigen. Dem Stadtv. Matthias erwiderte er, datz Dr. Baumert doch ivohl dem Mittelstand helfen wolle, indem er nur Großbetriebe züchten, die Kleinbetriebe aber vernichten wolle. Was die Staatsarbeiter be- treffe, welche nebenbei auch Restaurationen betrieben, so bemerke er dazu, daß die Leute dies doch wohl nicht aus Vergnügen täten, sondern um sich eine menschenwürdige Existeilz�zu schaffen, wozu die so sehr hervorgehobenen guten Löhne der«-laatearbeitcr doch wohl»och nicht ganz ausreichten. Man solle doch endlich einmal aufhören mit solchem Kleinkram von Steuern und dafür andere vorschlagen, die der Stadt mehr einbrächten, wie z. B. die Wert- zuwachssteuer. Nach stundenlanger Debatte wurde die Magistrats- vorläge fast einstimmig abgelehnt.— Große Kopfschmerzen macht den städtischen Körperschaften die Beschaffung von Geldmitteln. Tie großen städtischen Untcrnehmunmin, für welche insgesamt Anleihen von zirka 30 Millionen Mark erforderlich sind, sind zum Teil in Angriff genommen, während die Anleihen wegen des schlechten Geldmarktes schwer zu erhalten sind. Die«-tadtkasse muß in nächster Zeit viel Zahlungen leisten, hat aber kein Geld dazu. Der Magistrat hat deshalb den Antrag eingebracht, auf Konto dieser Gesamtanleihen vorläufig 1 Million Mark aufzunehme« und zwar von dem Bankgeschäft von Hasenbier zu Halle a. S., das diese Summe hergeben will zu 4 Iii Proz. und Ii Proz. Abschlußprovision. Notgedrungen stimmt die Versammlung der Vorlage zu. — Auch bei der städtischen Sparkasse zeigt sich, daß der Notstand größer wird, denn die Einzahlungen sind gegen das Vorjahr ganz erheblich zurückgegangen. Man hat die Vorlage eingebracht, die Zinsen für Spareinlagen vom 1. Januar 1998 ab nicht mehr monatlich wie bisher, sondern an jedem 1. und 15. zu zahlen. Die Vorlage wird genehmigt. Die auf der Tagesordnung stchendev Etats werden noch zurückgestellt. Potsdam. Hebel bekommen ist es einem jungen Man» vor einigen Tagen, als er den Uebungen einer Kompagnie vom Jägerbataillons zu- schaute. Er hatte sich zu nahe herangewagt und wurde von den malschierendcn Maimschaften über den Hansen gerannt. MS er sich beschwerdeführend an den Leumant wandte, soll ihm derselbe, wohl weil er die vorschristSmätzige Haltung verinissen ließ, ein paar Ohr- feigen gegeben haben. Aber noch nicht genug damit, er bekam sogar noch einige Hiebe mit dem Degen. Ein diesen Vorgang beobachtender Passant hat gegen den schneidigen Leutnant Beschwerde beim Kom- mandeur des Jägerbataillonö geführt; die Untersuchung des Vorfalls ist ihm in Aussicht gestellt worden. Hoffentlich lvird dem Herrn Leutnant mitgeteilt, datz er Privatpersonen zu ohrfeige» und mit keinem Degen zu schlagen lein Recht hat. �ersammlunolen. Zentralverbaud der Maurer. In der am Donnerstag abge- haltenen Generalversammlung des Zwcigbercins Berlin erstattete der Lorsitzende Hanke den Geschäftsbericht für das 3. Quartal. Er nahm zunächst Bezug auf die am 26. November vorgenommene Aautenkontrollc. ES wurden festgestellt 1229 Arbeitsstellen, auf denen beschäftigt ivarcn 1027 Poliere, 8502 Maurer, 1300 Lehr- lingc. Auf 82 Baute» arbeiteten 1071 Maurer in Akkord, auf 19 Bauten wurde gleichzeitig in Lohn und Akkord gearbeitet, und zwar waren 250 Maurer in Aktord und 197 in Lohn beschäftigt, im ganzen sind also 1324 Akkordmaurcr festgestellt ivordcn. Tie Erhebung über die Lohnhöhe hat ergeben, daß die Löhne nicht mehr die Stabilität aufweisen, die sie unter dem Vertragsverhältnis hatten. Auf den kontrollierten Bauten wurden gezahlt: an 3976 Maurer 75 Pf., an 89 Maurer 788 Pf., an 2302 Maurer 89 Pf.. an 292 Maurer 85 Pf., an 12 Maurer 90 Pf., an 2 Maurer 100 Pf. pro Stunde. Der Redner verglich die Zahl der Bauten und der Beschäftigten mit den entsprechenden Zahlen vom 14. Mar 1907 und vom 30. Oktober 1900, woraus hervorgeht, daß die Arbeits- gclegenheit seitdem zurückgegangen ist. Jedoch ist, wie der Redner ausführte, die Arbeitslosigkeit bei weitem nicht so groß und die Lage nicht so ungünstig, wie e» in den Kreisen der Kollegen oft angenommen wird. Iii', allgemeinen gleicht die gegenwärtige Situation derjenigen des Jahres 1902. Zur Mutlosigkeit ist durch- aus kein Grund vorhanden. Bor allem ist es jetzt notwendig, daß die Kollegen nicht nur an der Organisation festhalten, sondern iür die Stärkung und den weiteren Ausbau derselben sorgen, damit die errungene Position gehalten und befestigt und auf dem Erreichten weitergebaut werden ckann. Ter Redner sagte scrucr, es gehe ein Gerücht um, daß die Unternehmer beabsichtigen, einen geringeren Stundenlohn als 75 Pf. zu zahlen. Derartige Versuche chlltcn mit aller Entschiedenheit- zurückgewiesen werden. Niemand olle sich Lohnabzüge gefallen lagen. Eine große Baufirma hat .Kren Policren einen Lohnabzug von. 10 M. wöchentlich anac- kündigt. Man sehe daran, daß auch die Poliere, welche sich als Stützen der Unternehmer betätigen, keine Rücksicht seitens der Unternehmer- zu erwarten haben. Den Akkordmaurern werde ebenfalls der geforderte Lohn gekürzt. Also auch diese Rausrcißer des Unternehmertums erhielten so de». Tank für ihre Streik- brecherdienste. Den Kassenbericht für das 3. Quarta! erstattete der Kassierer W a r t e n b e r g. In den Zahlstellen und iseklionen betrug die Einnahme 175 871,82 M., die Ausgabe 20 074 M. Im Zweig- verein war die Einnahme 574 399.99 M., die Ausgabe 447 341,48 Mark. Ter Bestand im Zweigverein einschließlich der Zahlstellen und Sektionen bcträgt270 855,03 Mk. Am Schlutz des Quartal» hatte der Zwcigvcrein 11949 Mitglieder, und zwar 7300 Maurer, 2290 Putzer, 2353 Gips- und Zementarbeitcr.— Die Gesamtabrechnung von der Lohnbewegung, die gesondert von der Quartalsabrechnung gegeben wurde, zeigt folgende Haupt- zahlen: Ausgegeben find im ganzen 1014 348,97 M. An Unterstützungen wurden gezahlt 784 830 M. an Verheiratete, 122 471 M. an Ledige, 5095 M. an mitbetciligie Putzer. 50 871 M. Miets- zufchuß. Ferner wurden ausgegeben 12 400 M. Fahrgeld an 2234 Abgereiste. 12 327 M. für Fernhalten des Zuzuges, 1442 M. für Fortschaffung von Streikbrechern, 3175 M. Polizcistrafen, 1293 M. Gerichtökostcn, 2310 M. Verteidigungskosten. Der Rest der AuS- gaben kommt auf eine Reihe kleinerer Posten. Am Streik waren beteiligt 15017 Verheiratete mit 10530 Kindern, 3227 Ledige. 14B Personen eiHielien polizeiliche Straföefchle, manche mehr- inals, in Höhe von 3— 30 M. In Berlin wurde fast in jedem Falle die Strafe auf 30 M. festgesetzt. In den Vororten machte es die Polizei billiger. Aus Anlaß des Streiks sind 47 Anklagen erhoben, in 37 Fällen erfolgte Verurteilung, in 10 Fällen Frei- fprechung. Im ganzen wurden durch Gerichtsurteile verhängt: 708 M. Geldstrafen, 3 Jahre 11 Monate 20 Tage Gefängnis. Nachdem die Geschäftsberichte erledigt waren, erstattete Silber schmidt Bericht über die Einigungsverhandlungen mit der Freien Vereinigung der Maurer. Die Verhandlungen fanden am 27. November statt. Das Resultat derselben war, daß die an der Verhandlung beteiligten Vertreter beider Organi- sationen einstimmig eine Reihe von Einigungsbedingungen an- nahmen, die sich in der Hauptsache mit dem decken, was die Freie Vereinigung beantragt hatte. Es ist auch vereinbart, daß die beteiligten Zweigvereine deS Verbandes vor dem endgültigen Ab- schluß der Verschmelzung Stellung nehmen sollen zu den Einigungsbedingungen, damit nicht nach erfolgter Verschmelzung störende Diskussionen über dwielbe stattfinden. Aus diesem Grunde hat sich die Versammlung mit dieser Angelegenheit zu bc- schäftigen. Die hauptsächlichsten Einigungsbedingungen sind fol- gende: 1. Den Mitgliedern der Freien Vereinigung wird be- stätigt, daß nach den Grundsätzen der Verbandes sich jedes Mit- glied nach seiner Ueberzeugung politisch betätigen kann, auch im Sinne des Programms der Freien Vereinigung, einschließlich des Massen- und Generalstreiks. Aus dieser Betätigung kann ein Grund zum Ausschluß aus dem Verbände nicht hergeleitet werden. 2. Der Vorstand d«S Zentralverbandes verpflichtet sich, dein nächsten Verbandstage einen Antrag auf Beseitigung des Be- stätigungSrcchtes zu unterbreiten und für die Annahme des Antrages zu wirken. Die Punkte 3, 4 und 6 besagen, daß den Mitgliedern der Freien Vereinigung ihre ununterbrochene Zugehörigkeit zu einer Gewerkschaft angerechnet und die Unter- stützungen danach bemessen werden. 0. Nach erfolgtem Zusammen- schluß hat eine Neuwahl der Zweigvereinsleitung stattzufinden. Tie Zusammensetzung derselben erfolgt erstmalig aus Vertretern beider Organisationen im Verhältnis zur Mitglicderzahl. 7. In Lrten, wo nur die Freie Vereinigung domiziliert, kann sich die Vereinsleitung im Einverständnis mit den Mitgliedern ohne weiteres als Zweigvereinsvorstand konstituieren. Ist der Ort im Verbände einem Zweigvereinsgebiet zugeteilt, so fungiert der Orts- verein als Zahlstelle des betreffenden Zweigvereins. Die Punkte 8 vis 12 enthalten rein formale Bedingungen. Unter anderem wird darin festgesetzt, daß, wenn die Einigung endgültig beschlossen ist. der Uebertritt zum Verband am 1. März 1008 erfolgt.— Silber- schmidt begründete die Einigungsbedingungen und sagte, dem Punkt 1 habe der Verband ohne weiteres zustimmen können, denn im Verbände habe stets der Grundsatz gegolten, daß jeder sich seiner politischen Ueberzeugung gemäß betätigen könne. Wenn dies den Mitgliedern der Freien Vereinigung ihrem Wunsche ae- mäß ausdrücklich bestätigt wurde, so habe der Verband damit kciiwn neuen Grundsatz aufgestellt. Punkt 2, das Bestätigungsrecht ve- treffend, habe schon deshalb bewilligt werden können, weil sich im Laufe der 17 Jahre, wo es besteht, herausgestellt habe, daß es heut nicht mehr notwendig sei. Nachdem der Redner auch die anderen Punkkc erläutert hatte, sagte er, die Verhandlungen hätten gezeigt, daß auf beiden Seiten der ehrliche Wille der Einigung vorhanden war, und deshalb sei es ohne Bitterkeit und Zwist zu den vor- liegenden Vereinbarungen gekommen. Die Versammlung tverdc sich von der Zweckmäßigkeit der Bedingungen überzeugen und den- selben zustimmen, denn es könne nur mit Freuden begrüßt werden, daß politisch gleichgesinnt- Kollegen nicht mehr in verschiedenen Organisationen zersplittert sind. Es gelte jetzt, mit den Kollegen von der Freien Vereinigung in Zukunft den großen Kampf für die Interessen der Arbeiter zu führen in voller Eintracht, als ob uns nie etwas getrennt hätte. Ohne Diskussion nahm die Versammlung einstimmig die Einigungsbedingungen an. Oeffentltche Bibliotbek und Lesehalle zu unentgeltlicher Be. Nutzung für jedermann, 8W., Illexandrinenstr. 26. Geöffnet täglich von 5'/,— 10 Uhr abends, an Sonn- und geiertagen von 0— 1 und 3—6 Uhr. In den Lesesälen liegen zurzeit 515 Zeitungen und Zeitschriften jeder Art und Richtung aus. greireligioie Gemeinde. Sonntag, den 15. Dezember, vormittags S3/, Uhr, im Natbaus(Saal 109): Versammlung mit srelrcligiöser Vor- lesung.— VormitiagS lÖ3/, Uhr in der Schulauia, Kl. Franksurterstr. 106: Vortrag von Herrn Dr. Bruno Wille:„Die Bergpredigt". Damen und Herren als Gäsle sehr willkommen. Allgemeine Kranke»- und Sterbekasse der Metallarbeiter (E. H. 29, Hamburg.) Filiale Berlin 5. MitgOederversammlung am Sonnabend, den 11. d'. M., abends L'/, Uhr, im Restaurant Heuselder, Dragoncr- ilratz« 15. Vermischtes. Gerettete Schiffbrüchige. Nach einer Meldung aus Geestemünde landete der hiesige Fischdampfer„Oldenburg" 10 Mann der Besatzung der in der Nordsee gesunkenen schwedischen Barl„Diana". Die Pulverrxplofiou. Bei der gestern bereits gemeldeten Ex- plosion der Kinok- Pulverfabrik bei BarneSley wurde. Londoner Meldung zufolge, auch der Fabrikdirektor am Kopfe schwer verletzt. Sein Zustand ist hoffnungslos. Die beiden getöteten Arbeiter wurden durch die Gewalt der Explosion 300 Meter weit geschleudert, wo sie, zur Unkenntlichkeit entstellt, niederfielen. Auch mehrere Pferde sind getötet worden. Die Fabrik ist völlig zerstört. Eisenbahnräuber. Blätter melden aus Madrid, daß auf der Station Grao bei Valencia ein Güterzug von vier Räubern ange- griffen wurde, die die Bediensteten deS Zuges mit Revolvern bedrohten und eine Kasse mit 12 000 Pesetas entwendeten. Beim Eislauf eingebrochen. Auf dem Schloßteiche in Trebitsch sind, wie ans Brünn herichtet wird, acht Gymnasiasten beim Eislauf eingebrochen, zwei sind ertrunken. Eine Falschmünzerwcrkstatt. Aus Fiume wird berichtet: Die hiesige Polizei beschlagnahmte eine Falschmünzerwerkstätte, der Leiter namens Stuies wurde verhaftet. Eine halbe Million Kronen Falsifikate sollen in Umlauf gebracht worden sein. ßnefhaften der Redaktion. Tie intiftlffte Svr-chstund- finde« Liudcnstraße Sir. S, zweite« Hof, dritter Eingang, vier Treppe», ns£~ Fahrstuhl"THWi wochcntäglich vo» 7'/, bis SV- Uhr abeuds statt. Geöffnet V Uhr. Sonnabends beginnt die Eprcchstiinde um« Uhr. Jeder Anfrage ist ein Buchstabe»nd eine Kahl als Merkzeichen beizufügen. Briefliche Autwort wird»ich« erteilt. Eilige Fragen trage ma» in der Sprechstunde vor. Ii. B., Paris. Ihre Zlnsrage ist im heutigen Untcrhaltungsblait behandelt. — F. T. 1. Die Unterlassung der Vorschrift, daß ein eingeschriebener Arles vorliegen muß, wäre unerheblich. 2. Nein. 3. Stein. 4. Der Autrag kann an die Steuerdepntatioli gerichtet werden. 5. und 6. Alle Strien Ans- weise sind zulässig. 7. Ja.— O. H. 400. Ja.— O. W. Sie müßten die Miete aufbewahren. Nunmehr sind tiie nicht zum Hinbringen der Miete, sondern der Wirt ist zur Abholung verpflichtet.— L. L. 87. Nein. — A. W. 1871. Das wäre unzulässig; cS muß der volle Name und Vorname des Geschäftsinhabers angebracht werde».— B.(Zt. 75. 1. Die amtlichen AuskunslSstellcn aus den Bahnhöfen geben Ihne» zuverlässige Auskunft über die Rciseverbindung und den Preis derselben. 2. Nein. — F. D. 1001. Die Militärpapiere, die Geburtsurkunden und der Aus- weis der Braut, daß ihre bayrische Gemeinde einwilligt, sind erforderlich.— Th. 100. Nein.— R. W. 50. 1. Sin die Etenerdeputation(Magistrat). 2. Nein.— M. Pf. 1. Wir raten von dem Eintritt in die Kasse ab. 2. Di« Polizei hat recht.— Stammtischivette. Beide Fragen sind zu bejahen.— H.®. 105. 1. Sie können bei dem ÄezirkSkonimando den Antrag stellen, Sie für dienstunsähig zu erklären. 2. Nein.— R. Sch. 53. Sie habe» nicht daS Recht, einen cinbchaltencn Ucberzieher zu verkaufen, sondern niüffc» Ihre Forderung einklagen und dann die Pfändung vornehmen.— Z. 50. ). Ja. 2. Nein. 3. Das hängt von der Länge der Dienstzeit ab.— F. P. 13. Wenden Sic sich ari Genossen Giebel, Schönhauserallec 27, 3 Tr. — B. S. 07. Klagen Sic schleunigst gegen den Wirt ans Aushebung deS Vertrages und aus Schadenersatz; reichen Sie mit der Klage ein Aiiest eines Arztes oder Baumeisters über die Gesundheitsgefährlichkeit der Wohnung ein und beantragen Sie mit Rücksicht aus das Attest einen nahen Termin anzuberaumen. Zuständig ist das Amtsgericht.—.Hingst. 1. Nein. 2. Das ist möglich. 3. Nein, aber Hostmann erhielt eine CchulversäunuiiS- strafe.— W. 34. Leider nein.—' C. T. 17. 1. Die Herrschast hat für die erforderliche Perpslcgnng und ärztliche Behandlung bis zur Dauer von sechs Wochen zu sorgen. 2. Erst wenn 20 Wochen hindurch unumerbtoche» Erwerbsunfähigkeit vorlag, wird die sogenannte Krankcnrente von der Ver» sichcrnngsanstalt gezahlt. 3. und 5. Nein. 4. Ein dahin gcrichteier Antrag kann an die Versicherungsanstalt gerichtet werden.— C. 20. 89. Nein. — P. U. 57. Der Schwiege: söhn ist zur Zahlung nicht verpflichtet.— W.®. 09. Ja.— G. 31. T. 07. 1. und 2. Ja. 3. In jeder Buch-. Handlung: bestimmte Bücher enrpsehicn wir grundsätzlich nicht.— F.(8. 30. ES kommt nicht daraus an. wie viel Sic tatsächlich verdienen, sondern wie die ErwcrbSsähigkeit ist. Keineswegs ist jemandem, der eine Rente bczielst, verboten, soviel zu verdienen wie er kann.— H. 59. 1. Nein. 2. Durch 1. erledigt. 3. Stein. 4. Ja. 5. Mit dein vollendeten 24. Jahr. 0. Nein. — H. 11. B. 03. 1. Die Schuld müßte ihr bewiese» werden. 2. Die Annahme eines Verteidigers wäre zweckmäßig.— P. 11. I. Nein. 2. Ja. - R. 174. 1. Ja. 2. Nein.— L. B. 10. Der Che, ist zu dem Abzug keineswegs berechtigt. Sie können ihren vollen Lohn einklagen. — Maske I. Em Strosautrag an die Slaatsanwaltschast ist zulässig.— fr. Wn. Lindenftr. 5. Unsere Auskunst war zutreffend.— 31. St. 70. en Antrag aus Festsetzung der Rosten behusS Beitreibung vom Gegner ist an das Gericht zu Achten.— M. W. 5. Siidende. Leider stehen den Betreffenden keine Rechte zu. Der Unfall ivar kein unter das Ilnsall- vcrsichcrungsgesetz zu rechnender Betriebsunfall. E« hat für die Folgen desselben ein Dritter liicht auszukommen.— N. M. 1000. Sieiis. Berlin und(Tj seine Vororte 1908 MK" ist erschienen und wird in der Haupt-Expedition des„Berliner Lokal-Anzeigers", sw. Zimmerstraße 37—41/ zu den bekanntgemachten Preisen ausgegeben. August Scherl, fMMMMMMMMMMMMMMMMMMM« Oberhemden S Servileurs| Kragen u. Manschetten [:: Handschuhe:: Knaben- Garnituren j WWWMMVMMMMMMMMMMMMM'MU Heyn& Qoldschmidt f Ecke Pappel-Allee UZ Straß© Ecke Pappel-Allee 1-2 0 Damen- u. Kinderschurzen : KnabennAnzüge Mädchen- Kleider Knaben- u. Mädchen-Mäntel :: Pelzwaren: mmmwwmwmmwwwwwwmw* enj sj tel» !Si rvw Terbauf zu zehr billigen Pretzen« Langjährige Garantie iss Eisenwaren-«x Küchen-Magazin M£*f|| BabaUmarken.-««._ Rabattmarken. Vr tH-r llaaptgeschart: Gleditschstr. 53 Ecke Winterfeldtstraße, Exdgesclioß und I. Etage. � II Geschalt: Schöne borg, Viktoria Luiseplatz? III. Geschäft; Südende, am Balmhof. ____ Mehlhandlung______ Franz Pflugmacher aar Schöneberg, Kolonnenstr. 48 empfiehlt zum Fest: Wiener Mehl 5Pfd. 1.20 Suitana.... Kimd 70 Kaiser-Auszug. 1.05 Rosinen.... 60 Weizenmehl 3, 0, 95 Korinthen... ,40 Weizenmehl 00« 90 Zitronat.... � 80 Khitfabrik Brunncnstrafic No. 5t, J, Schönhaoser Allee IIS o. 173 Herrenfilzhüte MI. 2,40, 3,—, 3,ü0,[f. 4,50. .jhlinder MI. 6, 8, 1«, 18 tnll. Neiselarton. Mühen in allen Preislagen von 33 Ps. an. _ Gröfite Spezialgeschäfte im Norden! l.eser dieser Zcitniig 5 Proz. Rabatt! Wmß i Blitz8 Sehn eil| lommt man mit der Hochbahn zu Weingarten, Gitschinerstr. 72, S Station im Hause. Haltestelle Prinzenftraße. Empfiehlt: G 1 poslsn �!?0Zt5'ltn?l!gs, 1 Posten Monats-Paletots, •1 Posten Monats-Beinkleider zd staunend billigen Preisen, auch für korpulente Herren paffend. » Dieselben find von seinen Kavalieren und Reifenden, die nur einen Monat ihre Garderobe tragen. 1022L� Fahrgeld wird vergütet. O Bitte auf Hausnummer zu achten. fll m Kratz echtes«g 6a Husten»»oscbfliptei He V V W WM W®•(Wulfiskräutersaft) ist vorzüglich W VMM Wv end bewährt gegen Heiserkeit. Husten, Schnupfen, Influenza, Schleimfieber, Nasenpolypeu usw. Niemals lose, sondern nur in m. plombierten Originalfiascben ä 1.75, 1/2 Fl. 1.00, Probe 50 Pf. Falls in Ihrer Drogerie nicht crhältl. geg. Einsend. v. Marken(Porto extra) durch Fritz Kratz, Berlin N., Reinickendorferstr. 119. Amt n, 2631. nphnnr Auf Kredit! uuilitüi. iMproMt GarderoSien für Herren und Damen. Sprechmaschinen, Kronen, Betten, Kleiderstoffe, Pelzstolas usw. Jeder Käufer erhält ein Wclhnachtsgeticlienfct Brnnnegistraße IQty ao�o7?°r. C|el2nvaren. Herren- u. Knaben-Jlöte. Wtzen. C GroBes Lager, nur neueste Fapens. Einzelverkauf zu Engrospreisen. " Kolliers, Stoias in allen Pelzarten. Sleife u. weiche Hüte in Haar u. Wolle, Zylinder u. chapeau claques. Mützen für Radfahrer. Alhorl PploHIaonrior I<»nd8bcrgerstr. 90, nahe AIUCI I rl IClIlClCUllCr, Alexander platz, nur eine Treppe rechts« Fabrik Richard Fuhrmann Tisch, Gleditschstraße 47/4« empfiehlt koulplette D ohnungsemrichtutigen, von einfachsten bis zu den elegantesten, billigste Fabrikpreise. 1 Zimmer und Küche 295 M. Großes Lager in Herren- und Speisezimmern. Nur den„Borwärts"-Leser« gewähre bei Barzahlung 3 Prozent Rabatt. —-- Sonntags geöffnet von 8—19, 12—2 Uhr. � Jedes Wort 10 Pfennig. Das erste Wort(fettgedruckt) 20 Pfg. Stellengesuche und Schlafstellen- Anzeigen 5 Pfg.; das erste Wort (fettgedruckt) 10 Pfg. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Kleine Anzeigen ANZEIGEN für die nächste Nummer werden in den Annahme* stellen(Gr Berlin bis I Uhr, für die Vororte bis 12 Ubr, In der Haupt-Espedition, Llndenstrasse 69, bis S Uhr angenommen.