Mr. 12. Erscheint täglich außer Montags. Prets pränumerando: Bierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Pfg frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pig. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Poft- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preislifie für 1898 unter Nr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg Infertions- Gebühr beträgt für dh fünfgespaltene Petitzeile oder dere Raum 40 Pfg., für Vereins: un. Bersammlungs- Anzeigen 20 f Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Dte Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Fefitagen bis 9 Uhr Bormittags geöffnet. Eern speed- ausch luk Amt I, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. hat Sonnabend, den 14. Januar 1893. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Die Nothstands- Interpellation schlimmer hielten, als den konſtitutionellen Staatskapitalis- aber den Bericht des„ Vorwärts" betrifft, so ist derselbe 0 durch den Streik im Saar Kohlenrevier eine noch brennendere Aktualität erlangt, als der chronische, wenn auch noch so drückende und allgemeine Nothstand an sich verleihen konnte. Freilich ist dieser Ausstand nicht eine nicht eine unmittelbare Folge des Nothstandes. Im Gegentheil, der Nothstand hat unzweifelhaft mus des Herrn von Berlepsch, wie er sich in dem Saar- zwar kurz, aber vollständig wahrheitsgetreu. brücker Musterrevier und in der Nothstandsdebatte gekennzeichnet hat. Der Reichs Anzeiger" veröffentlicht die 8 011säge, welche, nachdem das Handelsübereinkommen zwischen Frankreich und der Schweiz hinfällig geworden, nunmehr für die Einfuhr aus Frankreich und aus Deutschland in der Schweiz gelten. In einer Tabelle sind die beiden Zollsätze der von Frankreich und Deutschland im Jahre 1891 nach der Schweiz eingeführten Waaren. Politische Uebersicht. fäße einander gegenübergeſtellt, sowie auch die Zahlenwerthe eher die Tendenz gehabt, von dem Streit abzuhalten, denn Politische Lebersicht. Berlin, den 13. Januar. es liegt auf der Hand, daß der Entschluß, die Arbeit niederzulegen und für unbestimmte Zeit auf jede Einnahme zu verzichten, dem Arbeiter bei günstigen Arbeitsverhält- Aus dem Reichstage. Die Fortsetzung der NothVon den Petitionen an den Reichstag ist jetzt das nissen leichter sein muß, als bei ungünstigen. Wenn trotz stands- Debatte brachte heute zunächst eine Auseinander dritte Verzeichniß mit 4284 Nummern dem Reichstage zu dem die Arbeiter des Saarreviers in den Streik eintraten, segung zwischen Freihändlern und Schußzöllnern. Die Sache gegangen. Eine große Anzahl derselben spricht sich gegen so läßt sich auf die Kraft des moralischen Druckes schließen, der ersteren führte der Freifinnige Barth und für die Hoch- mpfzwang aus, eine Masse Petitionen richtet sich gegen der auf sie wirkte. und um so schwerer muß die Schuld schutzöllner und Agrarier legte Graf Kanig eine Lanze ein. Die Aufhebung des Jesuitengesezes. Viele Pastoren, KirchenDerer erscheinen, die sie in den Streit, in die sichere Wir die wir in diesem Streite die Rolle des unbetheiligten vorstände und Andere wenden sich gegen die Begünstigung Niederlage und das sichere Elend hineintrieben. Die Dritten einnehmen, hatten die Empfindung der Donna der Vermiether von Wohnungen an Prostituirte in der lex Debatte, welche sich an die Interpellation knüpfte, Blanca, als sie ihr Urtheil über den Streit zwischen Mönch Heinze. Gegen die Braufteuer und gegen die Herabsehung behandelte fast ausschließlich den Saarbrücker Streif. und Rabbi abgab. Als einer der Interessenten an den des Kontingents der privilegirten Schnapsbrenner, sowie Und was der Debatte ein ganz besonderes Interesse Vorgängen im Saarrevier verlas der Ober Berg- gegen die Erhöhung der Branntweinsteuer richten sich viele verlieh, das war, daß sie die Vertreter der verschiedenen werks Direktor und Abgeordnete für Saarbrücken Betitionen. Die Ablehnung der Militärvorlage wird be sozialen Systeme allesammt auf den Plan brachte und ihnen dann eine längere, mit griechischen Dichter Bitaten und antragt von einer Anzahl Petitionen. Auch die anderen die Gelegenheit bot, ihren Anschauungen deutlichsten und allgemeinen Sentenzen gespickte Rede. dem Reichstage vorliegenden Gesezentwürfe und Anträge schärfsten Ausdruck zu geben. In der Person des Herrn Auer, der gegen 44 Uhr zum Worte tam, unter bilden den Gegenstand zahlreicher Petitionen. Ministers für Handel und Gewerbe, Berlepsch, kam der in warf in mehr als anderthalbstündiger, durch Beherrschung den Saarbrücker Kohlenwerken verwirklichte Staatsdes Materials und Schlagfertigkeit ausgezeichneter Rede Der Ansturm gegen die Sonntagsruhe im apitalismus, schönrednerisch Staatssozialis die Auslaffungen der Vorrebner, namentlich des Freiherrn Handelsgewerbe scheint bei vielen Regierungen geneigtes mus genannt, klassisch zum Wort. In der Person des von Stumm, und der beiden Regierungsvertreter Bötticher Gehör zu finden. Die Erhebungen, welche der RegierungsHerrn v. Stumm fand der private Großtapita und Berlepsch einer ebenso eingehenden wie scharfen Kritik, präsident zu Kassel durch eine an die Verwaltungs- und ismus, in dem Fortschrittler Barth das Manführte an der Hand unanfechtbarer Thatsachen den Nachweis, Gemeindebehörden und die wirthschaftlichen Vertretungen ge che sterthum je den berufensten Fürsprecher. Und diesen wie die Arbeiter des Saarbrücker Kohlenreviers durch die richtete Verfügung anordnet, scheinen nur zu geeignet, den allen standen die Sozialdemokraten gegenüber. Ein ganz Mißgriffe und Fehler der Behörden in den Streik hinein Widerstand gegen die Sonntagsruhe zu vermehren. Die besonderes Interesse für uns haben die Auseinander gedrängt worden sind. Herr von Berlepsch gerieth in eine Berfügung des Regierungspräsidenten stellt schon von vorne jehungen zwischen Herrn v. Stumm und Herrn v. Berlepsch. Hochgradige Erregung, und die Debatte, die morgen fort- herein Beschränkungen der Sonntagsruhe auf Wunsch in Während dieser das Vorgehen der Bergbehör den nach gesetzt wird, dürfte noch ziemlich lebhaft werden. Jeden Aussicht. Da wird es denn auch an Wünschen nicht allen Richtungen hin zu rechtfertigen suchte, und falls sind die Regierungsvertreter dem Herrn Stumm nicht fehlen." alle jene Maßregeln und Praktiken, welche die Arbeiter in dankbar dafür, daß er sich dazu hat hinreißen lassen, eine den Streit gejagt haben, rückhaltlos billigte und die aus- Debatte über den Saarbrücker Streit, der ja eigentlich vor Der Saarbrücker Streik. Die Stellung der gedehntesten Maßregelungen der streifenden Arbeiter in den preußischen Landtag gehört, im Reichstag ermöglicht zu Sozialdemokraten zu dem Streik wird beleuchtet Aussicht stellte, erhob Freiherr v. Stumm gegen die Regie: haben, wo die kapitalistischen Parteien nicht unter sich sind.durch nachstehende Erklärung, die wir in der neuesten cung den Vorwurf des Mangels an Energie und übergroßer Nummer des Glückauf" finden: Milde in der Behandlung der Arbeiter. * Die Rede des Herrn v. Caprivi in der ReichstagsDer preußische Staatskapitalismus steht zu dem Stumm- Rommission ist von den Blättern, u. a. von der Nordschen Privatkapitalismus in demselben Verhältniß, wie die deutschen Allgemeinen Zeitung" im Auszuge mitgetheilt moderne konstitutionelle Monarchie preußischen Gewächses worden. Das genannte offiziöse Blatt erklärt heute augenzu der alten absoluten Monarchie. König Stumm ist ein scheinlich auf höhere Anweisung, daß seine eigenen sowie die absoluter Monarch, er duldet keine Herren neben sich; Zuder Mittheilungen anderer Blätter feinerlei Anspruch auf brot und Beitsche sind seine Zuchtmittel, und wer ihm in Authentizität haben, und nicht nur unvollständig seien, den Weg tritt, den zerschmettert er. Er ist ganz gutmüthig sondern auch theilweise erhebliche Mittheilungen und an wenn er gut gelaunt ist, aber er ist ein strenger Herr, und was er noch heute dem zu milden" Staat nicht verzeihen kann, das ist: daß das Sozialistengesetz aufgehoben ist. Und troßdem können wir nicht sagen, daß wir den absoluten Privatkapitalismus des Königs Stumm für Feuilleton. Macbrud verboten.) Haus Unzingen. Soziale Studie von H. de Balzac. Deutsch von Curt Baake. [ 4 einzelnen Stellen eine direkte Verkehrung der Worte des Reichskanzlers enthalten. Die Norddeutsche Allgemeine" ist wohl berechtigt, ihre eigenen Mittheilungen zu wider rufen; wie weit sie es gegenüber den Mittheilungen anderer Blätter ist, mögen diese mit ihr ausmachen; was Schneider war von ihm begeistert und lieferte ihm wahre Kunstwerke. Godefroid schnarrte nicht beim Sprechen und schnitt weder auf noch liebte er Zweideutigkeiten; er sprach rein und richtig und verstand seine Kravatte so schön zu fnoten, wie Finot. Auf die vielen Anfragen, den jezigen Streit betreffend, sei hier bemerkt, daß viel, sehr viel Ursachen auch bei uns dazu vorhanden wären, denn die Löhne können wahrhaftig nicht noch tiefer gedrückt werden, verdienen doch sehr viele nicht einmal ihren Schichtlohn, ja es giebt sogar Werte, wo die Arbeiter bei jedem Lohntag Rest haben. Statt daß sie zum Lohntag Geld erhalten sollen, möchten sie noch welches mitbringen, wo aber hernehmen und nicht stehlen. Und die Behandlung des Arbeiters ist fast noch nicht so brutal gewefeu. Beschwert sich ein Arbeiter über etwas, so wird er abgelegt. Bertritt er die Rechte seiner Kameraden als Kassenvertreter, jagt man ihn fort. Wird er als Arbeitervertreter in den Ge meinderath gewählt, seht man ihn an die frische Luft, er ist ohne Ründigung arbeitslos, sowie alle diejenigen, die nur das Ge Blondet ließ sich durch die Unterbrechung nicht stören. „ Das Glück eines sechsundzwanzigjährigen Menschen, der in Paris lebt, ist nicht das Glück eines sechsundzwanzigjährigen Menschen, der in Blois lebt," fuhr er fort." Wer Deshalb auf die Unbeständigkeit der Ansichten schimpft, ist ein Schelm oder ein Nichtswisser. Die moderne Medizin, deren schönster Ruhmestitel es ist, seit 1799 bis 1837 aas dem Stadium der Vermuthung heraus eine positive Wissen schaft geworden zu sein und zwar dank des Einflusses der großen analytischen Pariser Schule, hat unzweifelhaft nach gewiesen, daß sich der Mensch in einer bestimmten Periode vollständig erneuert...." Biriou unterbrach ihn:" Ich sagte also, es gäbe gar verschiedene Lappen in dem Harlekinkleide, das wir Glück nennen; meines Godefroid's Kleid hatte aber weder Löcher und Flecken. Cousin wurde, da er mit dem Marquis d'Aiglemont verschwägert war, sein Vormund( er war nämlich paterund mutterlose Waise, auch ein Glück); und so konnte er in der Finanzwelt verkehren und verkehrte auch da, ohne daß es ihm das Faubourg St. Germain übel genommen Dann erfreute er sich noch des ungeschmälerten, ge- hätte. Glücklicherweise hat ja ein junger Mann das Recht, funden Besizes aller Glieder, welche Wutter Natur dem aus dem Vergnügen sein einziges Gesez zu machen, dorthin Mann verliehen hat: er hat hat keinen weißen Fleck zu eilen, wo man sich amüsirt und die düsteren Winkel zu auf der Hornhaut des Auges; er trug kein Toupet, Teine meiden, wo der Kummer blüht. falschen Waden; er hatte weder X- noch D- Beine; seine Geimpft war er endlich auch, und zwar mit Erfolg( Du Kuie waren, nicht angeschwollen, das Rückgrat gerade, die verstehst mich doch, Blondet?). Taille elegant, die Hände weiß und hübsch, die Haare Trotz all dieser Tugenden hätte er sich sehr unglücklich Ein junger sechsundzwanzigjähriger Mensch könnte schwarz, der Teint nicht zu hell und nicht zu dunkel. Die fühlen können. Ja, ja, das Glück hat das Unglück, daß es Glück in der Liebe haben, ich verstehe darunter, daß er Hauptsache aber: Beaudenord war auch wieder nicht zu etwas Absolutes zu sein scheint, und deshalb werden auch nicht seiner blühenden Jugend, Begabung und Wohlgestalt hübsch, wie diejenigen unserer Bekannten, denen man es so viele Dummköpfe zu der Frage verleitet: Was ist das wegen überhaupi, nicht, weil er es gerade ist, sondern ohne aumerft, daß sie mit ihrer Schönheit prahlen, weil sie nichts Glück? Eine geistreiche Frau meinte einmal: Das Glück alle äußeren Gründe mit blinder, unwiderstehlicher Hinist da, worin man es setzt." anderes in die Waagschale zu werfen haben. gebung geliebt würde, und dieser selbe Mensch könnte " Eine recht traurige Wahrheit, dieser Ausspruch," doch es handelt sich hier freilich, um Royer- Collard's Wort noch einmal anzuwenden, um die rein abstrakte Liebe meinte Blondet. könnte doch, sage ich, recht gut auch nicht einen rothen Aber eine sehr moralische," setzte Finot hinzu. Eine erzmoralische! Böse und gut, Glück und Un- Heller in der Börse haben, die das geliebte Wesen ihm geBekanntlich muß man auf die größten Kleinigkeiten des glück sind relative Begriffe," erwiderte Blondet. La Fon- ftickt hat, könnte doch recht gut seinem Wirth die Miethe, Lebens eingehen, wenn man fennen lernen will, worin in taine hoffte deshalb ja auch, daß sich die Verdammten mit seinem schon erwähnten Schuster die Stiefel und seinem Paris im neunzehnten Jahrhundert ein volles, reines, un der Zeit an ihre Lage gewöhnen und sich zuletzt in der Schneider, dessen Bewunderung sehr rasch erkalten würde, Er fönnte arm sein! Die getrübtes Glück, und zwar das Glück eines sechsundzwanzig Hölle ebenso wohl fühlen würden, wie die Fische im die Röcke schuldig bleiben. Dürftigkeit zerstört dann sein Glück, wenn er sich nicht zu jährigen jungen Menschen besteht. So erfahrt denn: sein Wasser." Schuster hatte den richtigen Leisten für seinen Fuß ge- Die Philister kennen alle Sprüche La Fontaine's," unserer erhabenen Ansicht von der Verschmelzung der Inter effen" bekennt. funden, seine Stiefel paßten und saßen elegant; sein sagte Biriou. Er war ein guter Pistolenschütze und machte auf dem Pferde ausgezeichnete Figur. Er hatte sich auch schon' mal wegen irgend einer Lumperei geschlagen und seinen Gegner nicht getödtet. " " ringste versehen. Weln Arbeiter wegen irgend etwas zu Hause bleiben mußten und konnten sich nicht gleich entschuldigen laffen, hat man sie in neuerer Zeit ebenfalls sofort entlassen, ja man hat sogar solche arbeitslos gemacht, die nachweislich wegen Krankheit zu Hause geblieben waren, fogar wegen Wirthshausbesuch während der letzten Tage seiner Krankheit hat man einen Arbeiter sofort entlassen und außerdem noch 5 M. Strafe abgezogen. Und was das Eigenthümlichste ist, nicht ein Entlaffener oder freiwillig Abgehender erhält auf einem andern Werke Arbeit, man nimmt lieber solche an, von Bergarbeit noch nichts gesehen haben, da fragt man nicht nach dem Befähigungsnachweis. Was herrscht nicht für Noth und Mangel in den Arbeiterfamilien und was für fette Dividenden streichen die Herren nicht immer ein. Man könnte ganze Bücher über diese Anglegenheit schreiben, denn Stoff liefern die Herren in Massen dazu und Ursache zu streifen gäbe es auch bei uns in Sachsen in Masse. Aber allen den in dieser Beziehung um Rath Fragenden müssen wir hierdurch auf das Bestimmteste davon abrathen. Denn die jetzige arbeitslose Zeit ist nicht dazu angethan. Es fehlt jede Aussicht auf Erfolg, hunderte von Arbeitslosen würden sofort an Stelle der Streifenden treten und die besten Kräfte würden dann gemaßregelt werden. Lasse sich also ja niemand zu unüberlegten und übereilten Schritten hin reißen. Sollte sich die gespannte Situation schnell zu unferen Gunsten ändern, dann fann die Frage schnell und entschlossen diskutirt werden. Auf alle Fälle müssen wir in Sachsen aber auf der Hut sein, damit jetzt nicht die Schichtzeit verlängert und die Förderung durch irgend eine tünstliche Machination gesteigert wird. Denn soviel Einsicht muß jeder verständige Arbeiter haben, daß dadurch doch nur der Sieg der streifenden Arbeitsbrüder verhindert würde. Nun so viel Solidaritäts- und Brüderlichteitsgefühl hat doch selbstverständlich jeder sächsische Bergarbeiter, daß er sich dazu nicht hergiebt, sondern es wird doch sicherlich auch jeder seine streifenden und gemaßregelten Mitbrüder in jeder Weise nach Kräften unterstützen, um ihnen zum Siege zu verhelfen, denn deren Sieg ist auch unser Sieg. Darum nochmals Kameraden unterstützt Eure streifenden Kollegen. Mit solidarischem Glückauf 24. März 1891 und 9. April 1891 eingehend zur allgemeinen Kenntniß gebracht worden. Unterm 9. April 1891 habe ich eine Verfügung des Reichs- Postamts vom 4. desselben Monats mit getheilt, wonach der früherer P.-A. Funk aus seiner Dienststelle entlassen worden ist, weil er Schritte gethan hatte, um in umfangreichem Maße, entgegen den klar aus. der Sozialdemokratie zuzuführen. gesprochenen Absichten feiner vorgesezten Dienstbehörde, für die Ausbreitung des Assi- Die sächsische Polizei- Fürsorge ist von überaus stenten Verbandes zu wirten. Unterm 10. Mai 3arter Empfindung geleitet. Wir berichteten bereits von Verbot der 1891 erwähnte ich ausdrücklich, daß feine agitatorische und dem famosen Arbeitslosen= au freizende pp. Thätigkeit ferner ungestraft bleibe. Statistik feitens der königlichen Polizei Direktion zu Dresden. Das Verbot hat folgenden Wortlaut: Herr v. Stephan weiß seine Berdienste in besonders ruhmrednerischer Weise ins Licht zu stellen, wobei er freilich ein Hauptverdienst vergißt, nämlich das allerdings un beabsichtigte Verdienst, seine Beamten zum großen Theil Die Verweiflichkeit der Verbandsbestrebungen tritt in der Verbands Zeitschrift sowie in einem Theile der Tagespresse immerfort in das grellste Licht, denn es wird versucht, die Gemüther zur Unzufriedenheit auszustacheln, Geldmittel für den Verein zu gewinnen und die Reichs- Post- und Telegraphenverwaltung zu verunglimpfen. Welche Art von Kräften sich daran betheiligt, zeigt der Umstand, daß der wegen Unterschlagung entlassene und mit Gefängniß bestrafte Potassistent Dahms im hiesigen Bezirke als Verbandskassirer thätig war. Trotz alledem ist der Verband im hiesigen Bezirke gegen märtig wieder in der regsten und vermessensten Weise in Thätigkeit. Die Rädelsführer wandern von Ort zu Ort, veranstalten Wanderversammlungen und Gelage, halten Heerschau über die Verbandsanhänger, treten als Redner auf, sammeln Gelder für den Verband und bemühen sich so, in der umfangreichsten Weise die Verbandsbestrebungen zu fördern, mit anderen Worten: die Gemüther aufzuregen, Unzufriedenheit zu stiften, die Berufsliebe zu ersticken, das Vertrauen zu zerstören und durch unnüße Geldaufwendungen das Bestehen des Einzelnen zu gefährden. Ein solches Treiben fann nicht geduldet werden. Ich wünsche zunächst den Betheiligten einzeln die schleunigste Umkehr eindringlichst zur Gewissenssache zu machen. Zu diesem Zwecke soll jedem Verbandsmitgliede Vorstehendes verhandlungsschriftlich vorgehalten und seine Erklärung zur Sache entgegen genommen werden. Wer indeffen agitatorisch thätig war, also feine Dienstpflichten verlegte, hat sich hierüber gleichzeitig auch zu verantworten. Wie ich in Erfahrung gebracht habe, ist der Postassistent Mitglied. Die entstehende Verhandlungsschrift ist hiermit vorzulegen. Der Kaiserl. Ober- Postdirektor. Geh. Ober- Postrath Köhne. Bekanntmachung. Nachdem zur Kenntniß gelangt ist, daß der hiesige Verein „ Zentraltommission aller Branchen von Dresden und Umgegen d" die Aufnahme einer Statistit in hiesiger Stadt aufhältlicher Arbeitsloser durch Ausgabe von Zähltarten in den Häusern und den Wohnungen der Stadt und durch Au s fendung von 3ählern in lettere beabsichtigt, so wird, mit Rücksicht auf die hieraus für die Einwohnerschaft erwachsenden Belästigungen und sonstigen Unzuträglichkeiten, jede derartige Zählung, insbesondere die Ausgabe von Zähltarten in den Häusern und den Wohnungen, sowie auf den Straßen, Plätzen und Orten des öffentlichen Verkehrs, und das Auftreten von Zählern zu dem obengedachten Zwecke innerhalb der Stadt Dresden hiermit verboten. Zuwiderhandlungen werden mit Geld bis zu 60 Mart oder mit Haft bis zu 14 Tagen bestraft werden. Dresden, am 11. Januar 1893. Die Königl. Polizei- Direktion. A. Sch w auß. Diese Bekanntmachung bedürfte eigentlich noch einer Ergänzung vielleicht in folgender Bekanntmachung. Nachdem zur Kenntniß gelangt ist, daß auf den hiesigen Straßen vielfach Hungernde und Frierende sich sehen lassen, so wird mit Rücksicht auf das unangenehme Gefühl, welches ein solcher Anblick auf gesättigte und wohlgekleidete Einwohner hervorruft, allen Hungernden und Frierenden hiermit ver. boten, auf den Straßen, Plägen und Orten innerhalb der Stadt Dresden sich sehen zu lassen. Zuwiderhandlungen 2c. H. Sachse. Paul Horn. Anton Strunz. Nur Unverstand und Bosheit fönnen den Streit in Saarbrücken der Sozialdemokratie in die Schuhe schieben! So weit wir die Dresdener wohl- und wohlstgesinnte nicht als ob wir die Beschwerden der Bergleute für Man muß sich fragen, worin denn die verbrecherische Bürgerschaft kennen, fühlt sich selbst der Musterbürger unbegründet und ihre Forderungen für unberechtigt hielten, Thätigkeit des Verbands deutscher Post- und Telegraphen- Bliemchen weniger belästigt durch einen veritablen Sozialsondern weil wir unter den gegebenen Verhältnissen Assistenten" besteht, daß die Beamten mit dem Bewußtsein demokraten, der ihm eine Zählkarte überreicht, die er nicht die Erfolglosigkeit des Streits erkannten. Selbstverständ- ihrer Beamtenstellung und ihrer Beamtenpflicht es für un- zu beachten braucht, als durch den Steuerboten, der ihm lich stehen wir, nachdem bie Arbeiter wegen vereinbar halten sollten, dem Verbande anzugehören? Wir einen Steuerzettel bringt, oder selbst durch Herrn Ackerihrer gerechtfertigten Beschwerden den Kampf gewählt, auf glauben, daß solche Verfügungen wie des Geheimen Ober- mann, wenn er ihm in weißer Weste mit einem Wechsel, Seiten der Arbeiter, wie es jeder menschlich Fühlende und Postraths Köhne gerade den Bostassistenten die Pflicht auf den ersterer zahlen soll, erscheint.. Denkende müßte. Daß es zum Streit fam, baran trägt vor erlegen, fich dem Verbande anzuschließen. Daß im Reiche allen Dingen die Bergverwaltung die Schuld, die es nicht des Herrn von Stephan manches faul ist, geht schon verstand, sich mit den Arbeitern auch nur in Ginvernehmen daraus hervor, daß tausende Beamte sich dem so verfolgten zu sehen, und mit der Wachtvollkommenheit und Unfehl und geächteten Vereine angeschlossen haben. barkeit der Bureaukratie den Bergleuten ihre neue Arbeitsordnung aufoftroyirte. Die Sozialdemokratie hat leichtes Spiel mit der Dres dener Bourgeoisie, wenn sie so fürsorglich von der Polizei verpimpelt wird. Da brauchen gar keine Arbeiter- Bataillone" aufzumarschiren, die Musterbürger fallen um wie die weiland Charakteristisch in dem obigen Geheimschreiben ist die Stadtsoldaten, wenn sie nur einen Sozialdemokraten sehen! Verdächtigung des Vereins mit dem Hinweis auf den Daß sich der Streit auch auf die anderen Gruben- bestraften Postassistenten, der als Verbandskassirer thätig Feld gefunden in der Sammlung von Unterschriften für die Die lutherische Pfaffenhete hat jetzt ein gesegnetes bezirke Westfalens ausdehnte, ist das Werk der Grubenbefizer und der Organe derselben. Sie zwangen, bevor sie gewesen. Herr Ober- Postrath Köhne sagt nicht, daß jener Beibehaltung des Jesuitengesetzes. In Westfalen allein sind Bostassistent vom Verbande zum Kassirer bestellt wurde, 685 Petitionen noch in Mitleidenschaft gezogen waren, durch die nieder- nachdem ihn die Post wegen Unterschlagung ausgestoßen; Natürlich geht es bei dieser Heße der lutherischen Pfaffen mit 65,828 Unterschriften eingereicht. trächtigste Hege die Bergarbeiter, ihrer natürlichen Sym- wenn ihn der Verband als Kassirer anstellte, so geschah es nicht ab, ohne daß gegen den katholischen Aberglauben ge pathie mit ihren Genoffen im Saarrevier thatsächlichen doch wohl nur zu einer Zeit, während der Dahms noch im Boſt eifert wird, und dies geschieht in einer Provinz, in welcher Ausdruck zu geben, indem sie selbst in den Streif traten. dienst stand. Wenn also seine spätere Bestrafung den Verband die Katholiken die Mehrheit bilden, die es natürlich ihrer Die töniglichen Bergbehörden find vor die Alternative als solchen brandmarit, um wie viel mehr müßte dieser feits erst recht in der Ordnung finden, die lutherischen Rezer gestellt, den Frieden mit den Arbeitern zu suchen, oder sich Einzelfall die Poft selbst brandmarken, denn warum sollte in katholisches Licht zu stellen. der Diktatur des Königs Stumm zu unterwerfen. Der man sich nicht sagen können: Welche Art von Kräften Illustration des christlichen Staates. Das Christen bureaukratische Stolz wird wohl das Letztere wählen. bei der Post angestellt werden, zeigt jener Postassistent thum wird von diesem Staate nur in den beiden KonAus dem Reiche des Herrn v. Stephan. Die Dahms und so viele Andere, die wegen Unterschlagung mit feffionen, der katholischen und Lutherischen anerkannt, von Düsseldorfer Bürger- Zeitung" ist in der Lage, folgende Gefängniß bestraft werden." Und wenn der Herr Geheime denen die eine die andere so darstellt, daß kein Hund ein Berfügung, welche Ende Dezember an verschiedene Post- Ober- Bosirath die Mitglieder des Post Assistenten Ber Stück Brot von ihr nehmen möchte. Ein wenig Licht in Anstalten zur Absendung gelangte, veröffentlichen zu können: bandes als so eine verworfene Menschenklasse hinstellt, so die Massen geworfen, würde ihnen die Augen öffnen und ist einfach diese Art der Verdächtigung mit dem Hinweis fie dahin bringen, daß sie sowohl von dem katholischen darauf zu beantworten, daß ja der Verband diese angeblich Antichrist wie von dem Lutherischen Ketzer sich abwenden Schlechten Subjekte nur erst dann aufnimmt, nachdem die kaiserdürften. liche Ober- Postdirektion sie für würdig befunden hat, als Beamte zu fungiren. mi Düsseldorf,... Dezember 1892. G. R. an das Kaisert. Poftamt int. M Es ist das eine herrliche In Angelegenheiten des Verbandes deutscher Post- und Telegraphenaffiftenten hat das Reichs- Bostamt in dem Bescheide Ein Brachtmittel zur Schaffung eines Senchenvom 12. Juli 1890, Postanits- Blatt Seite 254( auch Bescheid Soffentlich wird im Reichstag auch dieses Rund. heerdes hat der Breslauer Magistrat gefunden und wird Dom 8. Dezember 1890, Postamts- Blatt S. 367) die Erwartung schreiben zur Sprache fommen und wird Herr v. Stephan es ohne Zaveifel auch zur Anwendung bringen, wenn die ausgesprochen, daß die in Betracht kommenden Beamten im Bewußtsein ihrer Beamtenstellung und ihrer das Vorgehen der Postdirektionen zu rechtfertigen haben, Stadtverordneten- Bersammlung feinen Widerspruch erhebt. Beamtenpflicht dem Werbande fernbleiben und hoffentlich wird sich der Reichstag nicht durch aus Er schlägt zur Aufbesserung der Finanzen der Stadt eine würden. Sodann ist meinerseits die Gefährlichkeit, Schäd- weichende Redensarten, wie sie in der vorigen Session von Herrn Klosetsteuer vor, 18 M. pro Kloset. Diese Maßregel würde lichkeit und Verwerflichkeit, nicht minder auch die Strafbarkeit Reichs- Postdirektor Fischer vorgebracht wurden, zufrieden höchst einladend für die Cholera sein. der Bestrebungen des Verbandes in den Verfügungen vom stellen lassen. Ich kenne nichts Läftigeres, als innerlich recht glücklich' und äußerlich materiell, recht unglücklich zu sein. Ist es damit nicht gerade so, wie es mir jetzt geht: das eine Bein wird mir im Bug, der von der Thür kommt, eifig und das andere Bein röstet in der Rohlengluth des Ramins? Hoffentlich habt Ihr mich recht verstanden. In Deinem Bortemonnaie, lieber Blondet, wird wohl ein Echo laut? Lassen wir nun das Herz in Frieden; es verdirbt, unter uns gesagt, den Verstand. Fahren wir lieber fort. Godefroid de Beaudenord genoß also die Achtung aller seiner Lieferanten, denn er zahlte regelmäßig. Die schon erwähnte geistreiche Frau, ihren Namen darf ich nicht nennen, denn sie lebt noch " Wie hieß fie?" oder sonst wo genaue Bekanntschaft mit einer Frau; Du begegnest ihr am nächsten Morgen auf der Straße und thust, als wenn Du sie tennst; improper"! Du redest ein hübsches Kind auf dem Balle an und forderst sie zum Tanz auf: improper"! Eine österreichische Ente. telegraphirt: Aus Wien wird heute Nach dem Tagblatt" besteht zwischen Rußland und Frankreich seit November 1892 folgende Konvention: Im Angriffsfalle verpflichtet sich der direkt Angegriffene zur Aufstellung von 600 000 Mann binnen sechs Wochen, sowie binnen weiteren drei Wochen zu ferneren 600 000 Mann. Beide Mächte verpflichten sich, nicht einseitig Frieden zu schließen. Die Ente ist leider nicht frisch,-wir haben ihr schon Du entdeckst beim Diner unter dem Frack Deines Nachbars zur Linken einen netten geistreichen, entgegenkommenden, bescheidenen Menschen; er hat gar nichts Englisches an sich; vor Monaten Salz auf den Schwanz gestreut. Du redest ihn, wie es die altfranzösische Liebenswürdigkeit vorschreibt, freundlich an: improper!" Frankreich. Das neu zusammengeflicte Ministerium Du wirst lebhaft, diskutirst, lachst, legst Herz, Geist, Ribot hat gestern von der Kammer ein Vertrauensvotum Seele in die Unterhaltung hinein, hältst Deine Empfindungen erhalten. Ob es länger vorhält, als das Vertrauensvotum, nicht zurück; wenn Du beim Spiel bist, spielst Du eben, welches das ungeflickte Ministerium vor den Weihnachtsbeim Plaudern gehst Du ganz darin auf, und beim Essen ferien erhalten hatte, das bleibe dahingestellt. Einst " Die Marquise d'Espard! Sie meinte einmal, ein ißt Du wirklich: improper"! improper"!" improper"! weilen ist Alles in Frage, Constans scheint für den Augenjunger Mann müffe im Halbgeschoß wohnen und dürfe Einer der tiefften Geister unserer Zeit, Stendhal, hat blick wieder in den Hintergrund geschoben, allein er fann nichts um sich haben, was nach Wirthschaft röche, nicht das improper" einmal sehr gut folgendermaßen charakterisirt: jeden Moment wieder in den Vordergrund kommen. Das Köchin noch Küche; ein alter Diener müsse ihn bedienen, nur der verdient ein englischer Lord zu heißen, der, wenn Ministerium hat keinen festen Boden unter den Füßen; es und nichts so aussehen, als sei es für ewige Dauer be- er ganz allein in seinem Zimmer vor dem Feuer sigt, die steht auf der dünnen Rasendecke eines Moraft's, die wie Die sichere Majorität stimmt. Jede andere Einrichtung wäre geschmacklos, Beine nicht übereinander zu schlagen wagt, aus Furcht, ein Spinnentoebe zerreißen fann. sagte sie. 311 ,, improper" zu fein. fehlt. Die Korruption hat so weit um sich gegriffen, daß Godefroid de Beaudenord wurde diesem Programın in Eine Lady darf, selbst wenn sie zu der tollen Sette der wir nicht wissen tönnen, ob und in wie weit auch die Die Geheimnisse des allen Stücken gerecht: er wohnte auf dem Quai Malaquais Heiligen gehört( protestantische Mucker, die ihre ganze Majorität von heute verfault ist. in einem Halbgeset, oß, doch zu einer kleinen Aehnlichkeit mit Familie vergungern lassen würden, wenn sie improper" Banama- Standals sind noch nicht erschöpft- es sind neue einer Familieneinrichtung hatte er sich verstehen müssen wäre) in ibrem Schlafzimmer herumtoben, wie sie will, das Enthüllungen in Sicht, und an dem Panama- Skandal er hatte ein Bett aufschlagen lassen; übrigens war es so ist nicht improper"; aber sie würde sich für verloren hängen noch andere. Es ist nicht zu berechnen, was die Möglich, daß ein vollschmal, daß es im Zimmer nur wenig Raum einnahm. halten, wenn sie in diesem Gemach einen Freund empfinge. nächste Minute bringen wird. Selbst eine Engländerin, die zufällig zu ihm gekommen Dank dem„ improper" wird man eines schönen Tages ganz ftändiger Szenenwechsel stattfindet, daß dieser und jener, wäre, würde nichts Unanständiges"( improper) darin ge- London mit allen Einwohnern in Stein verwandelt ftuden." der jetzt stolz auf der Bühne sich brüftet, in die Versenkung funden haben. Und da giebt es Efel in Frankreich, welche die feier- fällt und in dem bodenlosen Sumpf verschwindet. Du möchtest gewiß gern das große Gesetz des ,, im- lichen Dummheiten, die die Engländer mit ihrer berühmten Bezüglich der Auflösung hat das Ministerium proper" rennen lernen, lieber Finot, das England beherrscht. schönen Kaltblütigkeit in ihrem Lande treiben, gern hierher durch Annahme der von ihm gewünschten Tagesordnung Und da wir einmal durch eine Tausendfrantsnote mit verpflanzen möchten", rief Blondet. Es fann einem talt freie Hand bekommen. Sobald die Republik vor das einander verbunden sind, so will ich sehen, ob ich Dir einen über den Rücken laufen, wenn man England gesehen hat Land treten kann, wird der Tag der Wahl anberaumt schwachen Begriff davon beibringen kann. Ich bin ja selbst und an die anmutyigen, reizenden französischen Sitten werden" versicherte Ribot. Aber wann wird dieser in England gewesen! ( Leise zu Blondet: An meiner Erläuterung verdient er baare tausend Franks, denn sie ist zweitausend werth.) Was bedeutet ,, improper"? Stelle Dir vor, lieber Finot, denkt." Du machst irgendwo in England Nachts auf dem Balle 43 ( Fortsetzung folgt.) Tag tommen? Wann wird die Republik, das heißt die jezige Republik, vor das Land treten tönnen? Wird der Tag überhaupt kommen? Das ist die Frage. Und was soll geschehen, wenn er nicht kommt? Warten biz aum Herbst? So lange tann Frankreich nicht warten. Zum Panama Skandal. Neben den zwei Saupt- wenn die Abkehrscheine noch weiter, wie bisher, verabsolgt I werden? Aus dem nördlichen Streitgebiet liegen folgende telegraphische Nachrichten vor: " " " " " " " " Parteinachrichten. tungen abgehalten worden in Herne( Ref. Mar KönigGegen die Militärvorlage sind weiter Protestversamm Witten), Begau i. S.( Ref. Hoffmann- Zeiz), Geyer igen abgehalten worden in Serne( Ref. Mar König. * = machern des Milliardendiebstahls: Herz und Reinach, würden, so sollten die Betroffenen auswandern und der Semeinde wurde in jüngster Zeit ein gewisser Arton genannt, der ihre Familienangehörigen zum Unterhalt überlaffen Wo folle Sie schmuzigste Arbeit verrichtet und Andrieux das denn das hinaus? Was solle denn aus den abgelegten Bergeten Material gegeben habe. Jetzt heißt es, die Polizei ſei Machmittag um 3 Uhr wieder eine Generalversammlung für das ( ufe: Häuberbanden.) Am nächsten Sonntag findet diesem Arton auf der Spur, und seine Verhaftung stehe Saarrevier im hiesigen Bergmännischen Saale statt. ( Ref. Demmler), Waldheim( Ref. G. Grünberg= bevor. Einstweilen sind die Papiere des sauberen Patrons Hartha), Ronneburg( Ref. Gerisch Berlin), Marten, mit Beschlag belegt worden, und sie sollen eine Masse des ütgendortmund, kirchlinde, Hörde, 2ünen, kompromittirendsten Materials enthalten.- In das auf Berghoven, Dortmund, Brechten, Dortmund, dem Lande liegende Haus eines gewissen Hersent, des ersten schicht waren 16 500 Vergleute ausständig, und zwar auf Grube König, Boigt, Nüchtern, Dr. Diederich), NeuenEssen a. d. Ruhr, 13. Januar. Bei der heutigen Morgen( Referenten 23 es ch, Kirschner, Bölger, Lehmann, Panama- Unternehmers", wie er bezeichnet wird, brachen vor- Garolus Magnus" 388, Christian Levin" 380, Neu- Göln" 509, felbe( Ref. Lorenz Hamburg), Neubaldensleben gestern Nacht mastirte Räuber ein, ließen die Gold- und Wolfsbank" 839, Gustav" 212, Wolfsbank" 839, Gustav" 212, Sibernia" 1220, Wilhelmine( Ref. Kater Barleben), Cannstatt( Ref. Tauscher), bersachen unberührt, leerten aber sehr sorgfältig alle Victoria" 1813, Carolinenglück" 32, Heinrich Gustav" 1305, Aalen und Wasseralfingen( Ref. HildenbrandGeheimfächer des Schreibpults. Man sieht, die Panama Consolidation" 1500, Bluto" 1841, Unfer Fri" 1031, Süd Stuttgart), Hanau( Ref. Hoch- Frankfurt). spizbuben werden romantisch. Merkwürdig blos, daß sie auf Tiefbau" 650, Graf Beust" 80," Boruffia" 100, Bollern" das Gold und Silber nicht einsteckten. Wie wir gestern Norbitern" 80, Bicfefeld"" 20, Wiendahlsbant" 210, Raiser liner Parteitage liegen noch vor von den Parteigenossen in 608, Germania" II 676, Germania" I 503, Dorftfeld" 232, Buftimmungserklärungen zu den Beschlüssen des Berschon bemerkten, dehnt der Panama Standal sich Friedrich" 186, Cuise Tiefbau" 127," Bismard" 950, und Neu Waiblingen, Raiserslautern. auf Amerika aus. Gleich der New- Yorker World" spricht auch die New- Yorker Evening Post" den Verdacht Grube, Gottessegen" 56 Mann, Freie Vogel" 220, Cothringen" Sferlohn" 2306. Heute sind in den Streit neu eingetreten auf aus, die Panamagesellschaft habe auch in Washington mit 103, Graf Schwerin" 120, Brosper" 1600, Garoline" 37, hielt Genoffe Galm aus Seligenñadt eine sehr zahlreich beVon der Agitation. In Villbrunn im Odenwald Geld gearbeitet, um die Geltendmachung der Monroe- Lehre Freiberg" 78 und Schürbant" 150. Zur heutigen Morgen suchte und erfolgreiche Volksversammlung gegen den dort ziemgegenüber dem Panamakanal Unternehmen zu verhüten. fchicht sind voll angefahren die Belegschaften der Gruben Amalie", lich einflußreichen Antisemitismus ab. Bon weither waren die Insbesondere verdächtigt das Blatt Herrn Thompson, den" Friedrich"," Ernestine"," Königsborn" und" Tremonia". Leute zu Wagen und zu Fuß über die Berge gekommen, um zu Marinesekretär des Präsidenten Hayes, zwei Millionen helmine"," Bismard",„ Ronsolidation"," Unser Frit" find ins- litten eine vollständige Niederlage. Ihr Betragen war wie geGelfentirchen, 18. Januar. Auf Hibernia", Wil hören, was die Sozialdemokraten wollen. Die Antisemiten erDollars Bestechungsgeld erhalten zu haben, und es verlangt gesammt 1800 Bergleute mehr angefahren als gestern.() wöhnlich so unmanterlich wie möglich. Der sozialdemokratische Niederlage.hr. Die erdie Namen aller mit Schweigegeldern bedachten Kongreßmitglieder und der Geldvertheiler festgestellt zu sehen. Frühfchicht sämmtliche Belegschaften angefahren. Bochum, 13. Januar. In dem hiesigen Revier sind zur Wahlverein für Random Greifenhagen in Grabow Bielleicht", metut die Bossische Zeitung", der wir die bei Stettin hat im verflossenen Jahre 12 Versammlungen und Dortmund, 13. Januar. Wie die Rhein- Westfälische 3 Agitationsausflüge veranstaltet. Notiz entnehmen, ist das New- Yorfer Blatt auf guter Beitung" meldet, verbot die Polizei eine heute Nachmittag nach glieder. Er zählt jetzt 98 MitSpur, und es ist nicht ausgeschlossen, daß seine Wißbegier der Hobertsburg einberufene große Bergarbeiter- Bersammlung. befriedigt werden wird; sollen sich doch, wie Rochefort einem Gestern Nachmittag wurde Schönwald, ein Führer der Stret Parteiorganisation. In Cadolzburg( Nordbayern) Besucher versicherte, im Besitze Duaeuilles, des Pariser Ver- Witten zurückkehrte, auf dem hiesigen Bahnhofe verhaftet. noffen ein sozialdemokratischer Wahlverein gegründet, dem sofort fenden, welcher gerade Don einer Agitationsreise nach wurde injolge der Thätigkeit der Fürther und Zirndorfer Getreters des Grafen von Paris, Banamn- Bapterchen" befinden, die an Wichtigkeit alles bisher Veröffentlichte über- Ferner ist außer den, wie gemeldet, in Dortmund gleichfalls 31 Personen als Mitglieder beitraten. ragen und das schwere Geschütz der Orleanisten im bevor- verhaftet. In Gffen internirte man Bellmann. An feiner Stelle verhafteten Bergleuten Bunte und Bölzer nun auch Markgraf Parteifinanzen. De ez bei Groß- Kreuz( Dorf in der stehenden Wahlkampfe bilden sollen." beauftragten die Bergleute Eckardt mit der Führung.) Mart Brandenburg): Einnahme vom 1. Juli bis 81. Dezember Ueber den jüngsten Pariser Polizeistreich schreibt Zu den Verhaftungen wird uns aus Gelsenkirchen ge- 103 M., Ausgabe 69,35 M. man uns noch: fchrieben: Alle Versammlungen find verboten! Die gewöhnliche Als Ergänzung zu Ihrer Notiz über die Ausweisung wie jetzt ist bisher noch nicht erlebt worden. Truppweise gehen erborn wohnenden Arbeiter. Um in diesen nassauischen Ordnung" ist vollkommen aufgehoben! Gine Säbelwirthschaft hausen- Nassau, Diez- Limburg und DillenburgAufruf an alle in den Reichstags- Wahlkreisen St. Goars gebenhausen der fünf Polen in Paris, wird es Ihre Leser wohl inter die Verhaftungen vor sich; Bergleute werden direkt von der er born wohnenden Arbeiter. Um in diesen naffauischen essiren, daß unter den fünf Ausgewiesenen zwei, nämlich Schicht weg, die Kaffeepulle umgehängt, in's Soch transportivt. Bahltreisen eine Verbindung unserer Anhänger zu schaffen und Jendrzejewski und Perl auch hier aus Berlin im Der Ausstand entwickelt sich indes stetig, so daß in einigen so eine intensivere Agitation zu ermöglichen, werden die ParteiSeptember des vorigen Jahres ausgewiesen wurden. Tagen wohl die Gruben sämmtlicher Reviere in Rheinland und genossen, welche in jenen Kreisen aufässig oder thätig sind, erNichtsdestoweniger folportirt man in französischen Blättern Westfalen stillstehen werden. Die Verhaftungen treiben die Leute sucht, ihre Adressen an den Genossen Philipp Gul in Wiesdie Nachricht, daß diese beiden deutsche Spione geradezu in den Ausstand hinein. Zum Beweise, wie es zu- baden, Hellmüthstr. 46 part., gelangen zu lassen. globA seien. Jendrzejewski war hier an der Gazetta Nabot- geht, hier die Abschrift zweier Depeschen: Das sozialdemokratische Zentral- Agitationskomitee für nicza" als Expedient und Verwalter thätig. Regierungspräsident, Arnsberg. Heute im Sachsen, zugleich Agitationstomitee für Dresden und Osachsen, Schüßenhofe zu Bochum drei Bergarbeiter- Bersammlungen ge- ersucht, von nun an sämmtliche Zuschriften nicht mehr an den feßlich angemeldet. Polizeibehörde verboten. Bitte um sofortige Genossen Offenbrück, sondern an die Adresse des Genossen Rüdantwort bezahlt. Der Streik in Lancashire dauert fort. Ein Versuch gütlicher Beilegung ist an der Hartnäckigkeit der Fabrikanten gefcheitert, welche von der Verlängerung des Streits höhere Waarenpreise und größere Profite erwarten. Das ist die kapitalistische Wirthschaft die Arbeiter, die durch die Fabrikanten am Arbeiten gehindert werden, müssen hungern, um durch ihr Hungern den Fabrikanten, die nicht arbeiten, die Taschen zu füllen. Vom Bergarbeiterstreik. " " ** Remedur. Antwort erwartend Schlüßenhof Bochum.sofortige Anton Heilwed, Dresden, Jafobsgasse 15, 2 Tr., senden zu ( Antwort.) wollen. * 2. Schröder Dortmund." Gegen die lex Heinze sprach dieser Tage in München „ Entscheidung erst nach Prüfung der Sache möglich. Reichstagsabgeordneter v. wollmar in einer von der GesellRegierungspräsident." schaft für modernes Leben einberufenen Versammlung, der eine Die Entscheidung erfolgt vielleicht, wenn der Streit beendet große Anzahl Künstler und Literaten betwohnten. Er und erstere feinen Werth mehr hat." führte u. a. aus, wie wenig bisher von Seiten der Schriftsteller Nach einer Meldung aus Schalke wurden gestern Abend auf und Künstler gegen die immer mehr um sich greifenden reaktioSchacht Il der Beche Graf Bismarc" Beamte, Steiger und nären Bestrebungen, in die man Kunst und Wissenschaft hineinBetriebsführer von mehreren hundert Bergleuten überfallen. Die ziehen und erstiaen wolle, gethan worden sei; die Geistesfreiheit schnell herbeigerufenen Beamten von Schacht 1, sowie berittene habe von der zielbewußten Arbeiterschaft vertheidigt werden Schüßleute und Gendarmen schlugen die Wüthenden zurück, von müssen; deren Energie sollten sich Schriftsteller und Künstler denen mehrere verwundet wurden. Die ganze Mittheilung von zum Vorbild nehmen. Der Redner erntete lang andauernden dem„ Ueberfall" wird natürlich nur eine der Tartaren- Nachrichten Beifall. fein, für welche die Telegraphenbureaus als geeignetste Ablagerungsstätten betrachtet werden. Todtenſifte der Bartei." Todtenliste der Partei. In Darmstadt ist am 10. Januar der Genosse Philipp Gramer, 84 Jahre alt, gestorben. Er hielt bis zu feinem letzten Athemzuge treu zu unserer Partet, und erklärte, wie die Frankfurter Boltsstimme" mittheilt, noch in letzter Stunde, daß alles, was er besize, der Partei zu gute kommen solle. Die Genossen werden ihm ein dauerndes Andenken bewahren. Nach der Angabe des offiziösen Wolff'schen Bureaus follen im Saarrevier am 18. Januar 18 594 Mann angefahren Magdeburger Brauerei- Boykott. Eine von über 1500 Ber sein, 2547 Mann mehr als am 12. Januar, an welchem Tage fonen besuchte Wolfsversammlung in Magdeburg, die am sich die Zahl der Streifenden im Verhältniß zum 11. Januar Unsere Dortmunder Korrespondent berichtet unterm 10. Januar mit dem Abg. Bock als Referenten tagte, erklärte schon um 2931 vermindert haben sollte. Bei einer Belegschaft 11. Januar:" Die gegnerischen Blätter pofaunen mit nervöser einstimmig, unter allen Umständen das geseglich gewährleistete von ca. 30 000 würden danach immer noch ca. 10-11 000 Mann Gmfigkeit in die Welt, der Streit sei bereits, noch ehe Versammlungsrecht wahren zu wollen, und beschloß deshalb, Streifen, immer vorausgefeht, daß die Berichterstatter der Tele- er begonnen, ins Wasser gefallen. Das ist aber Lüge. unter Billigung der Maßnahmen der Lokalkommission nur Bier graphenbureaus nicht im Interesse des Fiskus falsche Meldungen Man nennt ferner mit Vorliebe das Dortmunder Revier als dem aus nichtboykottirten Brauereien zu trinken. Ferner wurde be in die Welt setzten. Daß die Nachrichten der Telegraphenbureaus Ausstand wenig geneigt. Das ist ebenfalls nicht zutreffend. Die schlossen, auf die Flaschenbier- Händler und Restaurateure dahin mit höchster Vorsicht aufgenommen werden müssen, dürfte aus ersten Tage der Woche waren Tage eifrigster Erwägung unter einzuwirken, daß diese nur Bier aus nichtboyfottirten Brauereien der mystischen Nachricht hervorgehen, welche das Wolff'sche und über Tage, in den Gruben und in start besuchten lebhaften zum Ausschank bringen. Endlich bestimmte die VolksversammBureau aus Saarbrücken bringt, wonach anscheinend(!!!) Bersammlungen. Der Wille der Grubenarbeiter wurde sofort lung, daß die Parteigenossen nur in jenen Läden Bier taufen, zuverlässiger Nachricht zufolge die auswärtigen(?) Berg- deutlich an der Thatsache, daß die Zahl der geförderten Wagen rapid wo lediglich Biere nichtboykottirter Brauereien geführt werden. leute feitens der Führer" am 13. Januar zur Wiederaufnahme der fant. Die Arbeiter stellten ohne weiteres die Förderung ein. Arbeit aufgefordert worden sein sollen. Die Unsicherheit und Untlar- Jetzt hat die Aussprache stattgefunden, und nun ergreift der heit der Nachricht läßt vermuthen, daß sie überhaupt erlogen ist. Streit Zeche auf Beche. Am Dienstag und Mittwoch fanden Bom Elberfelder Genoffen Gewehr, der das Saarbrücker rings um Dortmund die Lohnabschlagszahlungen statt. Darauf Streitgebiet gweds genauer Information bereifte, wird uns unterm hatten die Grubenproletarier gewartet. Sowie die Zahlungen 11. Januar geschrieben: Die Bergarbeiter- Bewegung ist eine vorbei waren, stockte die Arbeit, und bis auf einige wenige är sehr lehrreiche; noch nie habe ich streifende Arbeiter gesehen, beiter und das Aufsichtspersonal fährt auf einer großen Anzahl welche mit einer solchen Begeisterung und mit einer solchen Gruben niemand an. Die Kehrseite des Glaubens der kapitaWillenstraft ihre Forderungen vertreten. Da tann feine Rede liftifchen Organe, der Streit sei bereits im Reime erstickt, bilden von fünstlicher Mache sein, die Leute fühlen den Druck, der auf jedenfalls die grandiosen Vorbereitungen mit Gendarmerie, ihnen laftet, und drängen instinktiv gemeinsam nach Befreiung. Polizei, Bereithalten von Militär in Münster und Düsseldorf, Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Ob diese Einmüthigkeit auf die Dauer anhalt, wird allerdings bürgermeisterlichen und zechengewaltigen Bekanntmachungen u. f. w. abzuwarten sein. Dafür spricht jedoch die heldenmüthige Be Massenansammlungen in Dortmund sind durch Anschlag verboten. ber Wolfsstimme" in& rantfurt a. M., Genosse Hoch, Wegen Beleidigung zweier Polizeibeamter soll der Redakteur geisterung, mit welcher diejenigen, die den Tisch in leyter Instanz Den Streitbrechern dagegen wird aller gefeßliche Schuh 3 gesichert laut" Urtheil des Schöffengerichts 30 M. Strafe zahlen. zu decken haben, die Frauen, alseitig zum Ausharren und im übrigen rücksichtsloses Einschreiten gegen die Personen auffordern. Die Grubenbehörden thun ihrerseits das angedroht, welche den Bekanntmachungen zuwiderhandeln, Manfred Wittich, wurde wegen Beleidigung zu 3 Wochen Der Redakteur des Leipziger Wählers", Genosse Menschenmögliche, um die Arbeiter noch mehr zu er ohne Garantie" dafür zu übernehmen, wenn etwa bittern; ihre Hauptabsicht ist, Bersplitterung unter diefelben Nichtstreifende mit darunter zu leiden haben. Diese Dinge Gefängniß verurtheilt." zu bringen. Zuerst die Nachrichten über Abkehrscheine in Maffe, beeinträchtigen den Geist der Streifenden indeß so gut wie gar- Der Redakteur des VoItalatta für Anhalt", welche jedoch von Männern wie Frauen in der größten Ruhe nicht. Wie fann den die Polizei schrecken, der tagtäglich die Genosse Sch oeps, wurde vom Dessauer Schöffengericht wegen entgegengenommen werden, und dann wurde ein neues, freilich Faust des Kapitals sich in den Nacken gesezt spürt! An sehr be- eines Artikels über den Staßfurter Bürgermeister Reinhardt und Tie es benen our 20 W. nicht ganz unbekanntes Manöver versucht, indem man einige denklichen Maßnahmen seitens der Behörden jehlt es bereits jetzt den dortigen Kapitalistenring zu 40 M. Geldstrafe verurtheilt, Telegramme versandte, wonach jämmtliche Forderungen be- nicht. Sowohl am Dienstag wie am Mittwoch in der Arbeits- während die Amtsanwaltschaft nur 20 M. Strafe beantragt hatte. willigt seien. Es sollen wirklich infolge dessen einige Berg- lofenversammlung mischte sich der überwachende Beamte, In der Urtheilsbegründung wurde anerkannt, daß das eigenleute angefahren fein, doch werden diese wieder zurückfehren; Bolizei- Inspektor Richard( ehemals in Stendal), in thümliche Gebahren des genannten Bürgermeisters die Kritik das ganze Verfahren aber dürfte eine immer größere Erbitterung die Rede des Referenten, und zwar mit längeren Sägen ihn herausgefordert habe; die Form derselben sei aber beleidigend gehervorrufen. In der Montags Bersammlung der Bergarbeiter unterbrechend. In der Arbeitslosenversammlung ließ er fogar mesen. Gegen das Urtheil wird Berufung eingelegt. hatte nämlich der Vorsitzende bekannt gemacht, daß depeschirt den Referenten Fri Nüchtern von der Tribüne weg ver-Zu 100 m. Geldstrafe verurtheilte das Magdeburger würde, wenn angefahren werden könnte. In der That thun die haften, als dieser ihm sagte, er habe ihn nicht zu unterbrechen, Gericht den Redakteur der dortigen„ Volksstimme", Dr. Lux, Grubenbehörden alles, um sich bei den Arbeitern recht verhaßt und ihm flar machte, was feines Amtes Recht sei. Das wird weil diefer behauptet hatte, daß Reichstags- Abgeordneter Heine zu machen. Es ist schon vorgekommen, daß sich Beamte in voraussichtlich noch schlimmer werden, schadet uns aber ganz vom Staßfurter Schöffengericht deshalb zu 200. M. Geldstrafe Arbeitskleider geftecft, um die Arbeiter auszuhorchen und den gewiß nicht. In Gelsenkirchen treibt man's ja noch weit ärger, verurtheilt wurde, weil er einen Gendarmen feitwärts angesehen Keim der Zersplitterung unter fie zu legen. Die offiziellen Biffern und wir machen uns auf ganz dasselbe gefaßt. Eine große An hatte. Nach der Beweisaufnahme lag die Sache so, daß Heine über die, welche arbeiten, find mit größter Vorsicht aufzunehmen, sie zahl von Versammlungen ist bis zu Ende der Woche geplant." wegen einer beleidigenden Aeußerung bestraft wurde, während find viel zu hoch. Von denen, welche arbeiten, find sehr wenige wirkliche Nach einer amtlichen Meldung g des„ Brest. Gen.- Anz." ist welcher er den betreffenden Gendarm angesehen hat. Der Bergleute, sondern über Tage arbeitende Personen. Heute fand der Ausstand im schlesischen Roblenrevier be Staatsanwalt hatte gegen Lux 4 Monate Gefängniß beantragt. in Bildstock nach der öffentlichen Versammlung eine Bersammlung endet. Zur Frühschicht waren alle Belegschaften angefahren. leidigung des Predigtamts Kandidaten in Krakau, angeblich bebejerner wurde Dr. Lur Kollege, Genosse 20 este, wegen BeDieselbe beschloß von einer nochmaligen Deputation an die Re- Bwischen der Verwaltung der Henckel- Donnersmarc'schen Gruben" leidigung des Predigtamts Kandidaten in Kratau, angeblich be= gangen durch einen Artikel vom 20. März v. J., zu 14 Tagen v. gierung Abstand zu nehmen, dagegen von den 11 Gruben- und den Bergleuten finden Ünterhandlungen statt, Gefängniß verurtheilt, während der Staatsanwalt nur 150. Inspektionen je einen Mann zu wählen, welche als Romitee mit Aus Essen berichten das Bureau Herold" vom 13. 5. M. Geldstrafe beantragt hatte. der Bergwerfsdirektion zu verhandeln suchen sollen. Außerdem Abends daß dort 6 Bergleute aus Gelsenkirchen, als an den wurde in dieser Versammlung auch bekannt, daß die Gruben- dortigen Unruhen betheiligt, eingebracht sind. Dieser Nachricht tag follte Genosse Herbert aus Stettin in Swinemünde behörde beabsichtige, sofern es noch nicht gefchehen, 500 im Ge- fügt das Bureau die Schauermähr hinzu, daß man in der einen Vortrag halten. Im letzten Augenblick wurde jedoch der ruche der Führerschaft Stehende ganz, und ca. 3000 andere Wohnung des einen der Verhafteten mehrere Dynamitpatronen(?!) bereits zur Berjügung gestellte Saal verweigert. Der Wirth ließ Bergleute auf die Dauer abzulegen. Die Bewegung befindet sich gefunden bat. Die Zahl der Ausständigen des Eisener Reviers fich frant melden und feine Vertreterin erklärte, wie der Boltsim Uebrigen in ruhigen Bahnen. foll angeblich abnehmen; als neu ausständig werden jedoch gleich bote" berichtet, ein Polizeifergeant von Swinemünde sei da geWeiter meldet dasselbe Bureau unter gleichem Datum von darauf die Bechen Lothringen, Gottesfegen, Prosper I, Neu- wesen mit einem Schreiben und habe gesagt: Die Versammlung Bildstock: In der gestrigen Bersammlung des Rechtsschutz- Iserlohn, Graf Schwerin, Freiberg, Charlottenburg, Schürbant, darf nicht stattfinden. Der Wirth schloß darauf den Saal zu vereins, welche von etwa 8000 Personen besucht war, waren die Caroline gemeldet. Redner im Allgemeinen bestrebt, die Bersammlung zum Aus harren und zum Festhalten am Streit aufzumuntern; die vielen Abkehrscheine würden die treuen Kameraden nicht entmuthigen. Mehrere Redner, unter ihnen Mohr und Schlen, empfahlen wa W2 49 Idyllisches aus Pommern. Vergangenen Sonnund verschänkte den Versammlungsbesuchern nicht einmal Bier. Diefe unschöne Behandlung der Arbeiter hat aber den entgegengefeßten Zweck erreicht; eine Reihe unserer Anhänger faßte den Entschluß, einen Verein zu errichten, der, wenn alle Stränge reißen, in der Wohnung eines Parteigenoijen tagen soll. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonnabend, 14. Januar. Opernhaus. Bastian und Bastienne. Slavische Brautwerbung. Bajazzi. Schauspielhaus. Des Meeres und der Liebe Wellen. Leffing- Theater. Heimath. Wallner- Theater. Der Probepfeil. Berliner Theater. Dora. Kroll's Theater. Geschlossen. Deutsches Theater. Der Sohn der Wildniß. Viktoria Theater. Die Reise um die Welt in achtzig Tagen. Residenz Theater. Familie PontBiquet. Neues Theater. Die Lore. Die kleine Marquise. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Das vewunschene Schloß. Unserem Freunde und Kollegen, bein Circus Renz. Schantwirth Carl Schubert, Ufer. ( Karlstraße.) Sonnabend, den 14. Januar 1893, Abends 71/4 Uhr: Straße, zum heutigen Wiegenfeste ein drei Mal donnerndes Hoch. 8996 Die alten Stammgäfte. Zum heutigen Geburtstag gratuliren ihrem Freund Heinrich Kunze Die Orientalischen. Zum ersten Male: E Ein Künstlerfest. Große AusstattungsPantomime v. Hofballet- meister Siems. Mit überrasch. Licht- u. Wassereffecten 901b und auf das Glänzendste inszenirt vom Direktor Fr. Renz. Unter Mitwirkung unser lieber guter Sohn, Bruder und Am 7. Januar verschied zu Bromberg des gesammten Personals. Ballet von 100 Damen. Außerdem Auftreten Schwager, der Musketier, ehemalige sämmtlicher Spezialitäten 1. Ranges. u. A.: Mr. James Fillis mit dem Schulpferd Markir. Morgen, Sonntag: 2 grosse Vorstellungen, Nachm. 4 Uhr( ein Kind unter 10 Jahren frei): Gr. KomikerVorstellung mit besonderem zur Beluftigung der Jugend gewähltem Programm. Abends 71/2 Uhr grosse FestVorstellung. Zum 2. Male: Ein Künstlerfest. Fr. Renz, Direktor. Feen- Palast Adolph Ernst- Theater. Modernes Burgstraße, neben der Börse. Babylon. Thomas- Theater. Das Märchen der blauen Grotte. Vorher: „ Othello's Erfolg" und„ Das Versprechen hinter'm Heerd". National- Theater. Faust. Alexanderplat polnische Jude. Apollo Theater. Vorstellung. Theater. Der Welt- Lokal Berlins, 5000 Pers. fassend. Täglich: Spezialitäten Vorstellung mit großem Programm. Anf. Wochent. 1/2 Uhr, Sonnt. 6 Uhr. Raffeneröffnung 1 Std. vorher. Entree 50 Pf. SpezialitätenEtablissement MoritzPlay. Theater der Reidshallen. Spezia litäten- Vorstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Borftellung. Kaufmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spezialitäten- Vorstellung. Buggenhagen. Morik Play. Täglich: Instrumental- Konzert. Großer Frühstücks- u. Mittagstisch. Spezial- Ausschant von Pabenhofer Lagerbier, hell und dunkel. An Sonn- und Festtagen Freie Volksbühne. Donnerstag, den 19. Januar, Abends 81/2 Uhr: Ordentliche General- Versammlung in dem Concordia- Saale, Andreasstr. 64. Tagesordnung: 1. Verwaltungs- und Kassenbericht. 2. Diskussion. 3. Anträge des Möbelpolier Karl Kleinschmidt, an Vorstandes betreffend 1. den Besuch der Vorstellungen, 2. Veranstaltung einer Diphthertis im3. Jahre seiner Dienstzeit. Opernvorstellung. 4. Statutenänderungen. 5. Bericht über das Winterfest. Berlin, 11. Januar 1893. 9096 6. Verschiedenes. Die trauernden Hinterbliebenen, Zu dieser Versammlung werden wegen der Wichtigkeit der Tagesordnung Riiterstr. 36. die Mitglieder dringend eingeladen. Todes- Anzeige. Allen Freunden, Bekannten und Genossen die traurige Nachricht, daß meine liebe Frau Marie Schulz, geb. Schönberg, nach kurzem schweren Leiden am Donnerstag früh 61/2 Uhr verschieden ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, Mittag 1 Uhr, vom Trauerhause, Dresdenerstr. 114, nach Friedrichsfelde statt. Um stilles Beileid bittet 911b Der trauernde Gatte H. Schulz nebst Angehörigen. Allen Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß meine liebe Frau, unsere gute Mutter verstorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 15. d. M., Nachm. 2 Uhr, von der Charitee aus statt. 9066] Albert Fischer und Kinder. Freireligiöse Gemeinde. Rosenthaler- Straße Nr. 38. Sonntag, Vormittags 104 Uhr: Vortrag v. Hrn. Wald. Manasse: Ethik und Freidenkerthum. Gäste sehr willkommen. 151/18 findet das Konzert in den oberen Freie Kranken- u. BegräbnissAdolph Ernst- Theater. Entree Wochent. 10 B. Gonnt. 25 Bi. kasse der Schuhmacher und Bum 21. Male: Modernes Babylon. statt. Pf. Säle für Versammlungen, Rommerse, Festlichkeiten 2c. morgen, Sonntag, Nachmittags 22 Uhr, die vierte Aufführung der Der unterzeichnete Vorstand macht noch einmal darauf aufmerksam, daß Armen Löwin" im Leffing- Theater stattfinden wird. Die Besucher dieser Vorstellung zahlen für die Eintrittskarte 1 Mark. Um 1/4 Uhr beginnt die Verloosung.( Die Mitglieder, die die oben erwähnte Borstellung noch nicht gesehen haben, nehmen in der Zeit von 14-2 Uhr an der Verloosung ohne Nachzahlung theil.) hinausgeschoben. Die Vorstellungen für die 1. und 2. Atheilung werden um acht Lage Von einem Freunde der Freien Volksbühne aus Luxemburg sind der Rasse 100 Mart zugegangen, für die herzlichst dankend quittirt Der Vorstand der Freien Volksbühne.. 362/18 J. A.: Julius Türk, SW., Solmsstr. 24. Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Sonntag, den 15. Januar 1893, Vormittags 10 Uhr, in Gratweil's Bierhallen, Sommandantenstr. 77-79: Hauptkonferenz sämmtlicher Vertrauensmänner. Da sehr wichtige Angelegenheiten zu erörtern sind, werden die Kollegen ersucht, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Sämmtliche Vorstands- und Kommissionsmitglieder sind hierzu eingeladen. Billets zu den am 19. und 26. Februar, Vormittags 9 Uhr, in der Urania" stattfindenden Sondervorstellungen sind bei den Kassirern sowie in der Versammlung zum Preise von 40 Pf. erhältlich. Da dieselben nur geaen baar abgegeben werden können, werden die Vertrauensleute ersucht, sich vorher HOF Die für Sonntag, den 15. Januar, geplante Mechanifer- Ber sammlung findet wegen der oben angeführten Hauptkonferenz nicht statt. 228/11 Der Vorstand. Gesangspoffe in 3 Atten v. Ed. Jacobson Gratweil's Bierhallen ben, abends 8.1, mit den Kollegen über die gewünschte Anzahl der Billets zu verſtändigen. und W. Mannstädt. Couplets theilweise von G. Görss. Musik von G. Steffens. In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Anfang 7/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. American- Theater. Neu! Neu! Der Volksmund in Berlin, verf. u. vorgetr v. Alfred Bender. Neu! Die Tyroler Duettisten Neu! Geschwister Rainer. Jeden Abend jubelnder Beifall des Bauchredners Blank und der Trockenwohner oder: Das Kind in der Kommode. Realistisch- parodistischer Vorgang im Keller, beobachtet vom Hofe aus. Anfang 71/2 Uhr, Sonntag 61/2 Uhr. Castan's Panoptikum. Tai- za- Wunder. Beheimnißvollste Seelenwanderung. Lotosblume. Fantoche Theater. Andere Illusionen. Sämmtlich ohne Extra- Entree. Entree 50 Pf., Kinder 25 Pf. Wer ist der Vater? Antwort um 9 Uhr im PassageKommandantenstraße 77-79. Täglich: Germania- Konzert- u. Kouplet- Sänger. Kinder 10 Pf. Wochentags frei. Sonntags 30 Pfennig. Berufsgenossen Berlins ( E. H. 27). Generalversammlung am Montag, Jakobstr. 75 bei Herrn Bolz. Tagesordnung: 1. Vierteljährlicher und jährlicher Kassenbericht. 2. Wahl des Borstandes und des Ausschusses. 3. Innere Angelegenheit. Mitgliedsbuch legitimirt. 9086 Der Vorstaud. Gr. Frühstücks- u. Mittagstid. Martin Klein, Bwei Säle zu Versammlungen und Vergnügungen. jowie 6 Billards und 8 Kegelbahnen, F. Sodtke. Kaufmann's Variété Am Stadtbahnhof Alexanderplatz. Mephisto Aft. preisgefr. The Maakwoods, Uhrmacher, 3544L 25 Neue Hochstr. 25 empfiehlt sein Lager aller Arten Große öffentliche Versammlung sämmtlicher im Drechslergewerbe beschäft. Arbeiter am Sonntag, den 15. Januar 1893, Vormittags 10%, Uhr, in Deigmüller's Salon, Alte Jakobstraße 48a. Tages Ordnung: Wand- und Taschen- Uhren. 5. Abrechnung der Agitationskommission. 6. Wahl eines Kontrolleurs. Reparaturen in soliden Preisen. Elegante Maskengarderobe Große Hamburgerstr. 37 bei Werbelow. Größtes Lager Berlins Andreasftr.23. H.p Homöopathische Klinik, Brunnenstraße 40. Spr. 11-12, 4-5. Stg.9-10. 3 Schwest. Peretti, unitab Kinderwagen. Kunst- Rabfahrerinnen amerikanische ProBraselli, duktion auf der freiMr. stehenden Leiter. Jongleure Rappos- Jeffy, und Equilibristen. vorzügl. Mlle. A. Bollena, Instrumentalist. unbewachte Momente The Lee's, zweier Negerſtlaven. Mr. Barnum m. f. dreſſirten Riesen- Doggen. OriginalTheod. Zierrath, Bannemann. Lilly Wellini, Koſtum Soubrette. Anfang Wochentags 8 Uhr. Entree 50 Pf. Gekauft werden stets weiße Mäuse und Lachtauben Stralauer Play 21. Redtmann. 902b Jede Uhr 2 zu repariren ( außer Bruch) unter Garantie toftet bei mir 1. Die Gewerbegerichte und welche Thätigkeit entfalten wir? Referent: Genosse Bubril. 2. Diskussion. 3, Aufstellung eines Ersaßmannes zum Gewerbegericht. 4. Bericht des Delegirten zur Streit- Kontrollkommission. 136/11 7. Verschiedenes. Kollegen! Wegen der wichtigen Tagesordnung ist es Eure Pflicht, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Die Agitationskommission. Kranken- und Begräbnisskasse der Buchbinder und verwandten Berufsgenossen zu Berlin. E. H. No. 24. Sonnabend, den 21. Januar, Abends 82 Uhr, im Dresdener Garten, Dresdenerstraße 45: General- Versammlung. Tagesordnung: 1. Kontrollbericht pro 4. Quartal 1892. 2. Jahresbericht pro 1892. 3. Berichterstattung über das genehmigte Statut. 4. Markensystem betreffend. 5. Kaffenangelegenheiten. Jedes Mitglied ist verpflichtet, in dieser Versammlung zu erscheinen. Am 9. Januar d. J. ist das neu revidirte Statut in Kraft getreten. Da die Versammlung um 9 Uhr präzise beginnt, so ist der Kassirer angewiesen, um 8/2 Uhr im Versammlungslokal zu sein. Im übrigen bleiben die Sprech1,50 Mk. ben desselben Montag, Donnerstag und Sonnabend, Abends von 7½ bis Kleine Reparaturen entsprechend billiger. Uhren, Gold- u. Silberwaaren C. Wunsch, b. Dranienplay. Manuguftr. 38, ſtr. 38, a. 118/16 9 Uhr. Auszahlungen finden nur Sonnabends Abend statt. Friedr. Freudenreich, Borsigender. Bruno Gröblehner, Rafsirer. Achtung! Allgemeiner Arbeiterinnen- Verein. Große Versammlung am Sonntag, den 15. Januar, Abends 6 Uhr, bei Otto Klein, Schönleinstr. 6. Tages- Ordnung: Auch der alte Vater Tietz, Jnvalidenstraße 124, empfiehlt den Genossen fein Fabrikat von Cigarren, Rauch, 1. Vortrag von Fräulein Baader über: Utopie und Wirklichkeit". Kau- n. Schnupftabaken. Rauch 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Berschiedenes. Gäste requifiten in großer Auswahl. Bei Ent- baben Zutritt. 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Möbel-, Spiegel- und Polſterwaaren, Klagen, Eingaben, Reklamationen. 176/1 Der Vorstand. Lese- und Diskutir- Klub..Süd- Ost. Sonntag, den 15. Januar 1893: Zweites Stiftungs- Fest in Joël's Festsälen, Andreasstrasse No. 21. 198/4 Grosses Vokal- und Instrumental- Konzert, ausgeführt von Mitgliedern der Freien Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker unter gütiger Mitwirkung des Gesangvereins Berliner Buchdrucker( Mitgl. d. A.-S.-B.), Dirigent: Herr Hoppe. Festrede des Reichstags- Abg. Paul Singer. ,, Die Dorf- Kommunisten". Aufgeführt vom Theater Verein„ Lustspiel". Hierauf: Tanzkränzchen. Anfang 5 Uhr. Billet 25 Pf. Zu haben in allen mit Plakaten belegten Handlungen. Das Komitee. Achtung, Rixdorf! Große öffentliche Versammlung für Frauen und Männer am Sonntag, den 15. Januar, Nachmitt. 41/2 hr, im Lokal des Herrn Wiersing, Knesebeckstrasse No. 77. Tages Ordnung: ganze Wohnungseinrichtungen in MahaGebr. Klink, Sw., Friesenstrasse 21, SW. 340/9 Rath im Zivil- und Strafprozeß. Gin- goni und Nussbaum, empfehlen ziehung von Forderungen. Pollak, jest Blumenr.19 IIr.Auch Sonntags. I 1. Vortrag. 2. Diskussion. Zur Deckung der Unkosten werden 10 Pf. erhoben. Nachdem gemüthliches Beisammensein. Es ist Pflicht Aller, is 3270L dieser Versammlung zu erscheinen. Die Versammlung findet mit Zustimmung des Vertrauensmannes statt. 7 Der Einberufer. Hierzu zwei Beilagen Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Mag Badina in Berlin, SW. Beuthitraße 2. 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 12. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. Sonnabend, den 14. Januar 1893. " 10. Jahrg. von I spiel der Tragödie hinzuzufügen, dem Volte jährlich 30 000 Lotteries 259 Familienväter mit 746 Rindern, gefunden. Im Durchschnitt loose mehr zur Verfügung stellt.( Hört! Hört! und Heiterkeit kommen auf einen Arbeiter 10-12 Wochen der Arbeitslosigkeit. lints.) Wirthschaftet man so unbesonnen weiter, dann müssen Die Arbeitslosenversammlungen, welche bisher stattgefunden haben, noch viel schwerere Krisen über Deutschland hereinbrechen. In werden regelmäßig für die Zeit berufen, in welcher sonst gearbeitet 20. Sigung vom 13. Januar 1893. 1 Uhr. einer solchen Zeit will man nun obendrein noch Dußende von wird. Alle diese Versammlungen waren geradezu von Besuchern Am Bundesrathstische: v. Bötticher, v. Berlepsch. Millionen aus demselben Volke herausholen für neue Militär- überfüllt. So wurde eine Versammlung in Bremen Die Besprechung der Rothstands- Interpellation lasten! Die bisherige Politit muß von Grund aus geändert 3000 Arbeitslosen besucht. Und da redet die Regierung von der Abgg. Auer und Singer wird fortgesetzt. werden, dann wird Besserung eintreten, sonst nicht!( Beifall guten Zeiten. Ich gebe gern zu, daß dieser Nothstand noch nicht Abg. Barth( dfr.): Der Streit im Saarrevier hat gestern links). bis in die Ministerhotels vorgedrungen ist, aber auch in bürgereine größere Rolle gespielt, als ihm innerhalb des Gegenstandes Abg. Graf Kanit( dk.): Wir sind in bezug auf das Wesen lichen Kreisen, in den gewerblichen und Unternehmerkreisen wird der Interpellation autommt. Aber die Auseinandersetzung der Schutzollpolitik immer entgegengesetter Meinung gewesen, die Auffassung, daß wir eigentlich ganz gloriose Zustände haben, zwischen Herrn v. Stumm und dem preußischen Handelsminister wie der Vorredner. Seine Berufung auf Leroy Beaulieu ver- nicht getheilt. Ich verweise in dieser Beziehung auf die v. Berlepsch nöthigt mich ebenfalls, etwas näher darauf einzu- fängt nicht, denn dieser ist gar kein Freihändler vom Schlage des Berichte der Handelskammern und Fabrikinspektoren und gehen. Herr v. Stumm hat gestern die Bergbehörde scharf ge- Herrn Dr. Barth. Die Interpellation tommt mir nicht uner- namentlich auf den Bericht der städtischen Gasanstalten für Berlin tadelt und größere Energie, mehr„ Schneidigkeit" von ihr ver- wünscht; ich freue mich über jede Gelegenheit, wo ich auf die über das Betriebsjahr 1891/92. Es heißt da u. A.:„ Bei der langt. Der Begriff der Schneidigkeit ist feineswegs gleich- Entvölkerung des platten Landes und die Uebervölkerung der überwiegend größeren Zahl der hiesigen Fabriken trat insbeson bedeutend mit Festigkeit, sondern erscheint nur als Festigkeit, ist Großstädte hinweisen kann. Das ist auch hier der Fall. Die dere in der zweiten Hälfte des Jahres eine Stockung in den aber in Wirklichkeit Unbesonnenheit. Wenn die Bergbehörde mit Interpellanten sehen selbst ein, daß in den großen Städten die Aufträgen ein, welche vielfach zu einer Entlaffung von Arbeitern, Herrn v. Stumm jedem die Entlassung androhte, der nicht nach Berhältnisse wegen des überströmenden Angebots von Arbeits- oder, wo sie vermieden werden sollte, doch zu einer unfreiwilligen drei Tagen wieder anfuhr, so wäre das eben schneidig, aber auch fräften unerträglich zu werden anfangen. Die Ausführungen Verkürzung der Arbeitszeit führte, während früher bei günstigeren umbesonnen gewesen. Sehr interessant ist es dabei, daß Herr des Herrn von Berlepsch haben mich nicht ganz befriedigt. Die Verhältnissen in den Wintermonaten in fast allen Fabriken mit v. Stumm, diese Ordnungssäule, sich den Vorwurf hat gefallen Arbeitsordnungen können nicht schuld sein an dem Streit; die Ueberstunden gearbeitet werden mußte."( Buruf des StaatsTassen müssen, die Autorität föuiglich preußischer Behörden unter- Löhne find hoch genug; es bleibt nach alledem nur die Annahme sekretärs v. Bötticher: 1891) Es handelt sich um die letzten graben zu haben, und es sollte mich wundern, wenn nicht dem- übrig, daß die Bergbehörden den sozialdemokratischen Führern Monate des Jahres 1892. Die städtischen Gasanstalten von nächst im Saarrevier die Sozialdemokraten ein Flugblatt er- gegenüber zu nachsichtig gewesen sind.( Sehr richtig! rechts.) Berlin scheinen besser unterrichtet zu sein, als das Reichsamt des scheinen lassen mit der Ueberschrift:„ Herr v. Stumim als Unter- Das hat Herr von Stumm gestern ausgeführt, und er steht mitten Innern. Der Minister v. Bötticher hat gemeint, eine geschäftliche graber der amtlichen Autorität nach dem Zeugniß des preußischen in der dortigen Bevölkerung und kennt ihre inneren Verhältnisse Depression fönne nicht existiren, weil die Einnahme aus den Handelsministers".( Unruhe rechts.) Der Streit ist als ein genau. Herr von Stumm hat mich übrigens ersucht, ein Miß- Eisenbahnen, der Post und Telegraphie gestiegen seien. Ist dies frivoler bezeichnet worden. Aber wenn er ohne äußere verständniß aufzuklären. Er hat gestern nicht die Entlaffung der richtig, dann macht es doch einen etwas eigenthümlichen Einerkennbare Gründe ausbricht, dann muß doch etwas in dem Ver- Streifenden für immer" verlangt, sondern die definitive" Ent- druck, wenn von der Eisenbahndirektion in Erfurt eine Bekannthältniß zwischen Arbeitern und Behörden nicht in Ordnung sein. laffung. Er macht zwischen beiden einen Ünterschied, der machung erlassen wird( Redner trägt dies Aftenstück vor), nach Diese großen Massen, die als ganz ruhige, ordnungsliebende definitiv Entlassene tann immer wieder einmal später welcher in der Eisenbahn- Hauptwerkstatt in Erfurt eine LohnLeute geschildert werden, sind in den Streit eingetreten; auch der auf Grund eines neuen Kontraktes angelegt werden. reduktion von 10 pet. angekündigt wird. Erst wenige Monate unbesonnenste Arbeiter weiß doch, daß ein solcher ihm außer- Die Unschlüssigkeit, das Zögern, welches die Bergbehörden den vorher war eine Herabsetzung der Arbeitszeit auf 8 Stunden und ordentlich viel Entbehrungen bringen muß und daß sein Erfolg Mitgliedern des Rechtsschutzvereins gegenüber an den Tag gelegt demgemäß eine Schmälerung des Verdienstes erfolgt. Wenn es ein sehr zweifelhafter ift. Nach den eigenen Erklärungen der haben, zeigt, daß Herr v. Stumm Recht, der Minister nicht ganz wirklich wahr wäre, daß es im Eisenbahndepartement so günstig Herren Minister läßt sich der Punkt herausfinden, wo das Miß- ebenso Recht hat. Es scheint doch, als ob selbst noch im Augen- steht, wie der Staatssekretär versichert hat, wie käme man dann verhältniß liegt. Der Streit ist ausgebrochen, sagt Herr blicke Mitglieder dieses sozialdemokratischen Rechtsschutzvereins zu einer Reduktion? Und warum wurde die Lohnverkürzung, v. Bötticher, bevor die Forderungen der Arbeiter formulirt ge- auf den töniglichen Gruben beschäftigt werden. Die Depesche: angeordnet zum 25. Dezember, gewissermaßen als Weihnachtswesen seien, und Herr v. Berlepsch stellt fest, daß er während Erst anfahren, dann verhandeln!" foll allerdings apokryph geschenk? Entweder der Staatssekretär täuscht sich oder ein der seiner Amtsdauer noch keine Beschwerde aus den Arbeiterkreisen sein, aber ihr Inhalt wurde doch als richtig zugegeben. Was artiges Vorgehen der Vorstandschaft einer sogenannten staatAn den Staats erhalten habe. Diese beiden Thatsachen lassen darauf schließen, soll denn aber verhandelt werden, und warum sollen wir ver- lichen Musteranſtalt wäre unbegreiflich. daß die Arbeiter über ihre Rechte, ihr Beschwerde- und Roalitions- handeln? Diese Konzession des Verhandelnwollens ist eine der sekretär v. Bötticher selbst ist ja bisher allerdings ein Nothstand recht, sich noch durchaus im Untlaren befinden, daß es sich hier schlimmsten Maßnahmen, die in der ganzen Bewegung von 1889 wohl noch nicht herangetreten. Andere amtliche Organe denken so verhält, wie bei den Militärmißhandlungen, die in Masse vor- erfolgt sind. Jedenfalls follten solche Konzessionen nicht infolge darüber anders. Das Amtsblatt für Flöha in Sachsen giebt kommen und bekannt werden, ohne daß die vorgesetzte Behörde von Streits sondern freiwillig gemacht werden.( Sehr richtig! unter der Ueberschrist„ Ein industrielles Schmerzenskind" ein eine Beschwerde erhalten. Die Organisation des Beschiverberechtes rechts.) Die Verhältnisse haben fich trotz der neuesten Gesez- Bild der traurigen Lage der erzgebirgischen Spielwaaren- Hausist eben das Mangelhafte und Unzulängliche, und das ist indirekt gebung nicht verbessert. Der Streit von 1889 war nicht durch Industrie. Die Familen ernähren sich von schlechtem Kaffee und auch ein Vorwurf für diejenige Behörde, der diese Arbeiter die mangelhaften Arbeitsordnungen hervorgerufen, sondern ent- Kartoffeln und nur an Sonntagen erscheint Brot auf dem Tische. unterstellt sind. Man nimmt an, es sei genügend, wenn in stand infolge des rapiden Steigens der Kohlenaktien durch den Früher war es besser, sagt das Blatt, das mögen sich die Herren patriarchalischer Weise von oben herab das Leben und Treiben Wucher der Juden an der Berliner Börse. Die Nachwirkungen v. Stumm, Graf Kaniß und Barth gesagt sein laffen. Jest ver gelenkt wird; aber mit diesen alten Mitteln kommt man eben heute sind noch immer vorhanden, es wird jetzt blind darauf- dient eine ganze Familie in der Woche oft nur 4-6 M.( Hört, nicht mehr aus. Daß die Leute so leicht verführt werden konnten, losgestreift. Die Regierung muß die schärfste Disziplin hört! links), höchstens einmal 15-17 M. Die größeren Spar daran trägt gerade die Behörde auch einen Theil der Schuid. walten lassen, wenn wir Katastrophen vorbeugen wollen. Gine einlagen, von denen der Staatssekretär sprach, beweisen höchstens, Nicht die organisirten Arbeiter sind zu fürchten, sondern lediglich Masse von 30 000 Mann fann nur militärisch behandelt werden. daß seit den Depotunterschlagungen das Publikum, welches noch die nicht organisirten; die Organisation der Arbeiter sollte man Die Begründung der Interpellation durch Herrn Liebknecht hat Geld hat, es in den Spartassen anlegt. Sämmtliche Redner haben als ein ganz berechtigtes Bestreben daher unterstützen. Der über die Ursachen der Arbeitslosigkeit nur Oberflächliches ge- das Ersuchen an uns gestellt, wir möchten doch unser Möglichstes eigentliche Gegenstand der Interpellation hat ja eine viel breitere bracht. Sie liegen in dem Zuströmen der ländlichen Bevölkerung dazu thun, daß der im Saarrevier augenblicklich im Gange be Unterlage. Bon der einen Seite wird ein schwerer Nothstand nach den Großstädten. Dieses Zuströmen ist wieder zunächst findliche Arbeiterausstand beigelegt werde. Dazu sind wir um so als vorhanden anerkannt, von der anderen bestritten. Ueber den verursacht durch die hohen Arbeitslöhne in den großen Städten. weniger im stande, als wir die Verantwortung für den AusBegriff Nothstand" ist man also sehr verschiedener Meinung. Ein sehr großer Theil dieser Leute findet im Baugewerbe Be- bruch des Streits nicht übernehmen können. Wir können dex Seit 1879 ist immerfort im Reichstage von den Nothständen die schäftigung, welches seinerseits von allen möglichen Zufälligkeiten Streit nicht aus der Welt schaffen, obwohl wir ihn bedauern mit Rede gewesen, vom Nothstande der Brenner, der Handwerker, abhängt und im Winter so gut wie ganz darniederliegt. Die Ihnen, weil wir der Meinung sind, daß es eine sehr unüberder Landwirthe u. s. w. Der Nothstand, den die Interpellation Verkürzung der Arbeitszeit kann hier, darin hat Herr Barth legte Handlung gewesen ist. Wir können ihn aber nicht aus der im Auge hat, ist ein Rothstand der Arbeiter, hervorgerufen durch Recht, nichts nüßen, sondern nur schaden. Wird statt 10 Stunden Welt schaffen, weil wir ihn nicht ins Leben gerufen haben. Wir Mangel an Arbeitsgelegenheit. Derartige Nothstände sind zu nur 8 gearbeitet, so muß 14 Bauarbeiter mehr eingestellt werden, haben überhaupt auf die dortige Arbeiterschaft teinen Einfluß. allen Zeiten dagewesen; auch jetzt ist ein solcher vorhanden, aber und es ist dann im Winter 1/4 Bauarbeiter mehr brotlos als Die Herren v. Stumm und Pfähler sind von diesen Arbeitern Wer denn sonst? Herr ich zweifle, ob er größer ist, als der im vorigen Jahre vor- vorher. Die Arbeitslosen sollen dahin zurückkehren, wo sie her- hierher geschickt.( Widerspruch.) handene, weil im vorigen Jahre der Preis der nothwendigen gekommen find, nach dem platten Lande, wo noch Arbeitsgelegen Pfähler hat ja Warken mit zwölftausend Stimmen aus dem geschlagen. Lebensmittel viel höher war, als gegenwärtig. Die Nothstände heit genug ist. Die Allgemeinheit hat nicht die Kosten dafür zu Felde sind es also, Die eigenen Wähler sind es Der auf dem Gebiete der Produktion überhaupt lassen sich großen- tragen, daß der Zuzug nach den Städten Arbeitslosigkeit gezeugt welche den Herren so viel Kopfschmerzen machen. theils auf die mangelhafte Ernte des Vorjahres zurückführen. hat. Wenn Herr Liebknecht gestern auch den Grundbefiz erwähnte Bischof Korum hat sich in einem eigenen Hirtenbriefe an Auch ein Beweis, daß es nicht Diesmal war die Ernte relativ vorzüglich, und wir dürfen hoffen, und von der Aufsaugung der fleinen Bauern durch die Groß- die Arbeiter gewandt. daß im nächsten Jahre die Verhältnisse dementsprechend günstiger grundbesitzer sprach, so hat er sich wohl gehütet, von den unsere Wählerschaft ist, sondern daß es Ihre Wähler sind, die sich gestalten werden. Die Frage, wie dem Nothstande entgegen- Gründen zu sprechen, weshalb die kleinen Bauern genöthigt find, frommen, guten, reichstreu erzogenen Arbeiter, das Produkt Ihrer zutreten sei, beantworten die Interpellanten mit dem Hinweis ihre Höfe zu verkaufen, er hat wohlweislich von den Güter- ganzen Politit, welches Ihnen jetzt unbequem wird. Ebenso muß auf ihr Programm, Beseitigung der kapitalistischen Privat- schlächtern nichts gesagt.( Sehr gut! rechts.) Die amerikanischen ich den Vorwurf des Herrn v. Stumm ganz energisch zurückwirthschaft. Zu ihrer Ueberzeugung werden sie uns damit nicht Farmer sind nach Herrn Liebknecht mit 10 Milliarden weisen, daß die Sozialdemokratie den Export geschädigt und dazu befehren; es muß aber doch einmal dieser umwälzende Vorschlag Dollars 40 Milliarden Mark Grundschuld belastet; die beigetragen habe, daß die Lage der Industrie so schlimm ist. genauer geprüft werden. In der Praxis ist Ihre Forderung noch Belastung des deutschen Grundbesitzes ist ungefähr gleich hoch! Wer hat denn das geflügelte Wort gesprochen von dem Bestreben niemals durchgeführt worden, wie fönnen Sie nun von uns In einer Vauernversammlung würde Herr Liebknecht kein Glück unserer Juduſtrie, schlecht und billig zu arbeiten? War es nicht verlangen, daß wir das lebensgefährliche Experiment machen? haben, wenn er gleichzeitig von der Aufsaugung der Bauernhöfe der Herr Professor Reulaux, Ihr Mann? Daß Ihnen der Fal Für uns als Politiker genügt diese Erwägung, um uns gegen die und Abschaffung der Schutzölle spräche. Jezt bei den beispiellos Baare sehr unangenehm war, glaube ich. Daß es auch Herrm wirthschaftlichen Umgestaltungen in der Richtung des Kollektivis billigen Getreidepreisen, an denen die Landwirthschaft zu Grunde v. Stumm sehr unbequem war, glaube ich ebenfalls, das mus zu erklären. Wo man die Durchführung dieses Gedankens gehen muß( Sehr richtig! rechts und im Zentrum), da bringen bringt schon das Klasseninteresse mit sich. der die ungeheueren Steuerhinterziehungen und in großen Staatsbetrieben vorgenommen hat, sehen wir überall Sie eine Interpellation wegen des allgemeinen Nothstandes! das, War die größten Mißerfolge und Schwierigkeiten, an welchen gerade Auch über diesen Widerspruch möchte ich noch aufgeklärt sein. Schienenflickereien an das Tageslicht gebracht hat? nicht ein Anhänger ber ultramontanen Partei? die Sozialdemokratie die ärgste Kritit übt. Nach dieser Richtung Sorgen Sie( zu den Sozialdemokraten) dafür, daß die Ueber einer der eifrigsten und tüchtigften einer der eifrigsten fann ich nicht die geringste Konzession machen. Abgesehen von völkerung der Städte aufhört. Eine Verpflichtung des Reichs Herr Fusangel ist dieser Generalfordernng erhebt die Sozialdemokratie dann aber oder der Einzelstaaten, Maßregeln zu treffen, welche dem Noth Agitatoren der ultramontanen Partei. Und der Fall Löwe, der auch praktische Forderungen, auf diesem Gebiet folgen wir Ihnen stande, der aus diesen Ursachen entspringt, wehren, kann ich Sie auch unangenehm berührt hat, wer hat ihn ins Leben gerufen? Wer hat die Broschüre Judenflinten" geschrieben? Das gern. Die Vorschläge sollen aber auch plaufibel und durchführbar meinerseits nicht anerkennen. sein. In gewissem Umfang könnte ja wohl Reich und Staat Ar- Abg. Pfähler( natl.), königlicher Bergwerksdirektor in Saar- war auch einer von Ihrer Partei.( Widerspruch auf der rechten beiten vornehmen lassen, welche nothwendig sind und eben so gut brücken bis 1885, seitdem pensionirt und in Wiesbaden lebend, Seite.) Sie haben ihn ja auf Ihrem Parteitage gefeiert, es war heute wie später vorgenommen werden können. Die Differenz Abgeordneter für Saarbrücken, geht darauf in längerer, aber bei Ahlwardt, der Rektor aller Deutschen. Und wer hat die bekannte entjieht aber dann, wenn man Arbeiten vornehmen läßt, die mehr dem leisen, hauchenden Organ des Redners im Zusammenhange patriotische" Handlung Krupp's unter Napoleon III. ans Tagesoder weniger unnöthig, die unproduktiv sind. Das bedeutet auf der Tribüne unverständlicher Ausführung auf die Berhältlicht gezogen? Es war die freisinnige Preffe. Sie hat sich dafür nichts weiter als ungeheure Verschwendungen, und auf derselben nisse des Streifgebiets ein. Er legt unter anderem dar, daß gerächt, daß man ihren Löwe so scharf angegriffen hat.( HeiterLinie liegt der gute Rath des Herrn von Stumm, möglichst viel man früher unter noch viel ungünstigeren Arbeitsbedingungen feit.) Wenn Sie so Ihre Zwiftigkeiten vor aller Welt austragen, Militär, Kanonen, Gewehre und Panzerschiffe zu bewilligen, und Arbeitsordnungen gearbeitet hätte, ohne daß je ein Streit dann wundern Sie sich nicht, daß wir als lachende Dritte dabeiweil dadurch ein befruchtender goldener Regen sich über das ausgebrochen wäre. Um so frivoler und leichtsinniger sei der stehen und sagen: Das ist eine schöne Gesellschaft.( Heiterfieht in jedem Arbeiter einen Land ergösse. Wenn es also mit diesem Mittel sehr zweifelhaft diesmal direkt vom Baune gebrochene Streit. Die Bergverwal- feit.) Herr von Stumin aussieht, so steht es nicht besser mit der Forderung der Ver- tungen haben es ihrerseits niemals an Wohlwollen und Freund Sozialdemokraten( Widerspruch rechts), allerdings in demfürzung der Arbeitszeit, mit der Einführung des Normalarbeits- lichkeit für die Bergarbeiter in den königlichen Gruben fehlen jenigen nicht, der platt auf dem Bauche vorihm liegt. ( Sehr richtig! rechts. Lachen bei den Sozialdemokraten.) tages. Nicht zur Verminderung der Zahl der Arbeitslosen, lassen. Der Redner hat seine Rede abgelesen; nachdem er ge- Sobald sondern im legten Stadium zu ihrer Bermehrung würde der ein Arbeiter seine Interessen selbständig vertreten Sstündige Arbeitstag führen.( Widerspruch bei den Sozial- schlossen, macht Präsident v. Levekow darauf aufmerksam, daß will, ist er in den Augen des Herrn v. Stumm ein Sozialdemokraten.) Die Verminderung der Arbeitszeit ohne Er- das Ablesen von Reden geschäftsordnungsmäßig nicht zu demokrat, ein Kerl, der auf die Straße geworfen werden muß. ( Abg. Bebel: Sehr richtig!) Die Arbeiter des Herrn höhung der Arbeitsleistung fann gar teine andere Folge haben. lässig ist. Was die Krisen anbetrifft, so hat allerdings die Bismarck'sche Abg. Aner( Soz.): Der Staatssekretär von Bötticher hat auf v. Stumm bedürfen ja sogar zu ihrer Verheirathung seiner GeSobald nur das Wort Sozialdemokratie ausProtektionspolitik hier die schwerste Schuld und verdient die be- unsere Interpellation geantwortet, daß von einem atut genehmigung. rechtigtsten Vorwürfe. Der Protektionismus kann und darf nie wordenen Nothstand, dem abgeholfen werden müßte, ihm und den gesprochen wird, verläßt Herrn v. Stumm alle Objektivität. einem einzigen Fall haben sozialdemokratische etwas anderes sein als eine Politik zur Erhöhung der Rente zu verbündeten Regierungen nichts bekannt sei. Zum Beweis dieser Nicht in Fabriken zerstört und Maschinen vernichtet. Ungunsten der Arbeit. Hier liegt ein Grund zu dauernder Un- Behauptungen hat er auf eine beträchtliche Steigerung des Arbeiter Streif in frivolster Weise veranlaßt zufriedenheit. Moralisch und physisch entnervend ist die Wirkung Exports im vergangenen Jahre hingewiesen. Diese Ausführungen Wir sollen den organisirt haben; ein Mitglied des sozialdemo dieser Politik, wie uns jetzt auch der Panama- Skandal in Frank haben nicht blos auf unserer Seite überraschend gewirkt. Wir und reich zeigt, der auf dem Mistbeet des Protektionismus erwachsen haben versucht, sogenannte Arbeitslosenstatistiken aufzustellen. fratischen Agitationskomitees in Elberfeld soll der Bergist, während der einzige Mann, der erhobenen Hauptes über dieser Wenn diefelben auch kein vollständiges, erschöpfendes Bild ge- arbeiter Deputation angehören; der Rechtsschutzverein soll Organisation, dessen VorstandsFluth von Schmutz dasteht, Paul Leroy- Beaulieu, der Führer der liefert haben, so zeigen sie doch, daß eine ganz bedeutende Ar- eine sozialdemokratische den Reihen der Arbeiter vorhanden mitglieder ausgesprochene Sozialdemokraten sein. Ich erkläre, französischen Handelspartei, ist. Was die Schutzzoll- Politit noch beitslosigkeit in nicht verdarb, hat die Finanzpolitit zu Wege gebracht, um die ist. Die Aufnahme in Halle, welche zwischen Weihnachten und daß die sozialdemokratische Partei mit dem Streit und mit dem Krise in Preußen und im Reiche zu verewigen. Hat doch Herr Neujahr gemacht wurde, hat ergeben, daß dort 1002 Arbeits- Rechtsschutzverein nicht das Geringste zu thun hat, wenn auch Miquel gestern in Preußen mitgetheilt, daß ein Defizit von lose, darunter 632 Familienväter mit zusammen 1710 Kindern im Rechtsschutzverein und unter den Streitenden Sozialdemokraten In Braunschweig waren 1367 arbeitslose sein mögen. Ich weiß ganz bestimmt, daß im Vorstand des 58 Mill. vorhanden ist und durch eine Anleihe gedeckt werden vorhanden waren. davon 659 Familienväter mit 1752 Kindern. Rechtsschutzvereins auch eine ganze Reihe von Mitgliedern muß, während man gleichzeitig jährlich 45 Mill. an Einkommen Personen, steuer aufspeichert und großmüthig die Grundsteuer den Herren In Giebichenstein bei Halle, wo hauptsächlich die Hallische und wahrscheinlich die Majorität mit der Sozialdemokratie Agrariern überlassen will, dafür aber auch, um auch das Satyr Arbeiterbevölkerung wohnt, wurden 352 Arbeitslose, darunter gar nichts zu thun haben. Warken ist niemals Mitglied unfever das M " Wer war 5 Partei gewesen. Warken ist 1890 ausdrücklich als lönigstreuer| tlärung dafür, so kann es nur die sein, daß der Druck, unter| Eine Abhilfe läßt sich höchstens darin finden, daß di Arbeiter in die Wahlagitation eingetreten. Der Bergarbeiter Gillo, dem die Bevölkerung leidet oder zu leiden glaubt, ein viel Abtheilungen durch die ganze Stadt gebildet werden. Au welcher beim Ausbruch des Streits mit derselben Ungeschicklichkeit, größerer ist, als die Behörden zugeben. Angefeuert und begeistert weitere Anträge verzichten wir, weil wir im allgemeinen welche die Behörden bei diesem Streit auszeichnet, verhaftet wurde, ist haben diese Frauen in den Bersammlungen die Männer. Daß mit der Vorlage zufrieden sind. Wir müssen sie aber noch ein ein Ultramontaner. Der Rechtsanwalt Hender ist bis in die das Auftreten der Frauen ja teinen günstigen Eindruck gemacht gehend in der Kommission prüfen und sind daher mit der Uebe Tetzte Beit Mitglied des Kaisersgeburtstags- Festkomitees in Metz hat, mag sein. Es wird in den nächsten Jahren noch Manches weisung an eine Kommission einverstanden.( Beifall bei de gewesen, was allein schon zeigt, daß er mit der Sozialdemokratie geschehen, was auf Sie feinen günstigen Eindruck machen Nationalliberalen.) feine Beziehungen hat. Das Gros der Mitglieder des Rechts: wird. Der Herr Minister hat gestern in etwas erregter Weise Abg. v. Tzarlinski erklärt sich namens der Polen gege schutzvereins find die Wähler der Herren Pfähler und Stumm. davon gesprochen, daß der Streit frivol, leichtsinnig und die Vorlage und tritt den Ausführungen Bachems bei. Jm Saarrevier streiken die Wähler dieser Herren. Im Ruhr- unter Rechtsbruch ins Leben gerufen sei, daß dies geschah unter Abg. v. Szichoppe( ft.): Die Vorlage ist nur ein Prov bezirk macht sich die Bewegung auch bemerkbar, und dort ist einer Leitung, der man den Vorwurf der Unterschlagung forium, welches Mißstände beseitigen soll, die hervorgetrete Herr Müllensiefen gewählt. Nur der Zwickauer Bergbezirk, wo und des Vertrauensmißbrauches u. f. w. an Geldern der sind, und zwar sowohl bei den Landtagswahlen wie bei de mein Freund Stolle gewählt ist, verhält sich ruhig. Für die eigenen Genossen machen muß. Bis jetzt ist es immer Brauch Gemeindewahlen. Daß die Gemeinde-, Kreis- und Provinzial Zwickauer Dinge machen Sie uns verantwortlich, dort haben wir gewesen überall wo anständige Menschen mit einander ver- steuern angerechnet werden sollen, ist vollständig berechtigt. Aba Einfluß! Wir sind nicht Gegner des Streits, sondern machen unter fehren, daß, ehe ein solcher Vorwurf in die Deffentlichkeit ge- es wird sich fragen, ob man nicht die Naturalleistungen, ferne Umständen davon Gebrauch, aber nur, wenn es uns past, nicht, schleudert wird, man auch im stande war, den Beweis für diese die Abgaben an andere pseudokommunale Verbände ebenfalls an wenn es Ihnen paßt. Ein Aufruf der fächsischen Bergarbeiter Behauptung vorzulegen. Ich erinnere an die Zeit, als der rechnen soll, so die Abgaben für Wegeverbände, Deichverbände un warnt troß aller Ursachen zum Streit, troy aller brutalen Be- Baare- Prozeß schwebte und im Hause über diese Angelegenheit Schulsozietäten. Klargestellt muß werden, welchehebungsperiode maß handlung der Arbeiter ausdrücklich vor dem Streit, weil derfelbe gefprochen wurde, da wurde von verschiedenen Seiten mit Ent- gebend sein soll. Wir hoffen, daß ein Provisorium zu stand vollständig aussichtslos sei. Das thun sozialdemokratische Arbeiter. rüstung darauf hingewiesen, daß, ehe man eine solche Antlage tommt, welches allen Anforderungen genügt bis zum Zustande Das sind unsere Wähler, die wählen Herrn von Stumm nicht, erhebt, man das Urtheil der Gerichte abwarten solle. Was dem tommen einer grundsäßlichen Wahlrechtsreform.( Zustimmung und wenn er sich auf den Kopf stellt.( Heiterkeit.) Hier sehen Baare recht ist, ist den Mitgliedern des Rechtsschutzvereins einfach rechts.) Sie unsere Erziehung der Arbeiter, dort Ihre Erziehung mit billig und diese Billigkeit ist außer Acht gelassen worden. Sie sind Abg. Rickert( dfr.): Es ist möglich, daß ein solches Pro der bekannten festen Hand, die Teine selbständige Regung auf übrigens jegt verhaftet worden. Mitten im Streit aus einem visorium zu stande tommt, denn diejenigen, welche im Befiße des tommen läßt und die Arbeiter nur als Sklaven behält. Wir Anlaß, der seit vollen zwei Jahren beim Gericht anhängig ift. Bis Stimmrechtes sind, werden sich nicht selbst expropriiren wollen lehren die Arbeiter den wirthschaftlichen Zusammenhang fennen, jezt hat man nicht zu einer gerichtlichen Verhandlung kommen Das im Artikel 71 der Verfassung verheißene Wahlgefeß wird Sie behandeln sie als unwissende Plebs, die, je unwiffender, fönnen, weil der Thatbestand nicht hat aufgeklärt werden können. also noch lange auf sich warten laffen. Es scheint fogar, desto mehr sich malträtiren läßt. Wer weiß, wie lange die feite Nun beschuldigt man diese Leute, ehe noch die Gerichte gesprochen als wenn die Vorlage noch verschlechtert werden sollte. Hand des Herrn von Stumm noch Stand halten wird? Da die haben. Gegen dieses Vorgehen protestire ich ganz entschieden. Wenn die geheime Wahl mit geheime Wahl mit den nöthigen Rautelen Arbeiter gerade im Stumm'schen Wahlkreis revoltiren, so paßt( Lebhafter Beifall bei den Sozialdemokraten.) versehen wird, die die wir im Reichstage beantragt haben, hier das Dichterwort:„ Eine Grenze hat Tyrannenmacht." Die Preußischer Handelsminister von Berlepsch: Ich muß die dann ist jeder Terrorismus von unten und jede Beein Rathschläge des Herrn von Stumm hat die preußische Ber- legten Worte des Redners auf das Entschiedenste zurückweisen. fluffung von oben ausgeschlossen. Die Beamten, welche von der waltung schon in ausreichendem Maße befolgt, Der Kriegsminister Ich halte mich für berechtigt, die Thatsache anzuführen, daß drei Gunit ihrer Vorgesetzten abhängig find, wissen, wie peinlich die v. Berdy hat seiner Zeit dem Vorstande des Fabrikantenvereins oder vier Personen verhaftet worden sind wegen Unterschlagung öffentliche Stimmenabgabe für sie ist. Die Herren, die unabder Metallindustrie gegenüber erklärt, daß die Direktoren der für von Vereinsgeldern. Diese Thatsache ist richtig, und die Be hängig sind, welche sich um die Minister, Regierungspräsidenten, Staatslieferungen arbeitenden Fabriken angewiesen seien, sozial- merkung, die die Herren in Beziehung darauf gemacht haben, Landrathe und Gendarmen( Heiterkeit) nicht fümmern branchen, demokratische Arbeiter fernzuhalten und daß der Verein in dem daß es nicht zulässig sei, ein Urtheil über Personen zu fällen, haben freilich kein Verständniß dafür. Die nicht bezahlte GrundBestreben, sozialdemokratische Arbeiter von der vaterländischen bevor das Gericht entschieden hat, trifft hier nicht zu. Ob die und Gebäudesteuer soll angerechnet werden, aber die bezahlten Arbeit auszuschließen, seiner Unterſtüßung gewiß sein kann. Der Betreffenden verhaftet sind wegen Dinge, die vor 2 Jahren geschehen indirekten Steuern nicht. Warum sollen die Besigenden das Judenflinten- Prozeß hat uns dasselbe bewiesen. 400 Arbeiter der sind, weiß ich nicht.( Rufe bei den Sozialdemokraten: Um so Privilegium haben? Die Anrechnung der indirekten Steuern Löwe'schen Fabrit, welche sich erlaubt hatten, die Maifeier mit schlimmer. Präsident v. Levetom rügt den Abg. Grillen- wird den Schwerpunkt etwas in die dritte Klasse legen; zumachen, wurden auf Anordnung des Kriegsministeriums ent- berger wegen dieses Zwischenrufs.) Das ist Sache der Gerichte, aber das wird nicht so bedenklich sein. Mehrere Aenderungen laffen, und an deren Stelle mußten ungeschulte Arbeiter eingestellt nicht der Verwaltung. Ich bleibe dabei, daß es mein Recht ist, des Reglements tönnten durchgeführt werden, so die Bewerden. Wenn die Gewehre nachher in den Ruf tamen, daß sie derartige Thatsachen hier anzuführen, und ich werde durch die fertigung des§ 13, wonach die Namen aller Wähler von immer um die Ecke schießen, so verdanken sie das der Theorie, Bemerkungen, die sich der Herr Vorredner gestattet hat, mich Beginn an vorgelesen werden müssen und wonach die Wähler welche Herr v. Stumm der Staatsverwaltung empfohlen hat. Die nicht davon abbringen lassen. der Reihe nach abstimmen. Dadurch wird viel Zeit verloren. Eisenbahn Verwaltung handelt nach denselben Grundsätzen Warum werden nicht für jede Abtheilung gewisse Zeiten für die wie die Militärverwaltung. Herr von Stumm hatte teine UrWahl festgesetzt? fache, der Staatsverwaltung in dieser Hinsicht Vorwürfe zu machen. Ein Schloffer, der von 1883-1885 in einer Gifenbahnwerkstatt in Oberschlesien beschäftigt war, ist, weil er hervorragend in fozialdemokratischem Sinne agitatorisch thätig gewefen fein follte, entlassen worden. Auf Befragen wurde ihm in einem Zeugniß offen mitgetheilt, er habe eine öffentliche Versammlung aller Metallarbeiter einberufen; obwohl die Versamm lung äußerlich feinen sozialdemokratischen Charakter gehabt habe, so erhelle doch aus dem Inhalt der gehaltenen Rede die sozialdemokratische Agitation. Er hatte also lediglich eine Verfammlung einberufen, in welcher sich seine Berufsgenossen auf Grund des Koalitionsrechts der Arbeiter, das Herr v. Berlepsch gestern ausdrücklich anerkannte, zu einem Verein zusammengethan haben. Nach dem Ausspruch des Handelsministers achtet die Bergwerksverwaltung das Koalitionsrecht der Arbeiter. Hier aber ist ein Arbeiter wegen Betheiligung an einer gewerkschaftlichen Gründung zum Sozialdemokraten gestempelt und auf die Straße gesetzt worden. Sie sehen, Herr von Stumm, daß Sie keine Ursache haben, sich über die Handhabung der Arbeitsordnung seitens der preußischen Verwaltungsorgane gegenüber den SozialDemokraten zu beschweren. 25-26 000 Arbeiter nach dem Vorschlage des Herrn v. Stumm auf die Straße zu sehen, ist nicht so einfach. Und so schlau sind Sie auch, daß Sie die Hühner nicht todtschlagen, die Ihnen die goldenen Gier legen.( Sehr richtig!) Herr von Stumm würde es sich in der Praxis sehr überlegen, feine Werkstätten beim Ausbruch von Diffe renzen mit seinen Arbeitern zu schließen. Daran hindert 14. Sigung vom 13. Januar 1893. 11 Uhr. Sie das von Ihrem Standpunti aus berechtigte Be- Am Ministertische: Graf zu Eulenburg, Miquel. Abg. Herrfurth: Mit der Tendenz der Vorlage bin ich streben, Profit zu machen, Mehrwerth aus Ihren Arbeitern In dritter Lesung genehmigt das Haus zunächst den Gesetz durchaus einverstanden. Meine Bedenken richten sich nur gegen herauszuschlagen. Wenn Herr v. Stumm auswanderte, wäre dies entwurf, betreffend den Vorsiz im Kirchenvorstande der katholischen Einzelbestimmungen. Einverstanden bin ich mit der grundsäznationale Unglück zu ertragen. Was aber aus dem Betrieb Kirchengemeinden in dem Geltungsbereiche des rheinischen Rechts. lichen Festhaltung des Dreiklaffen- Wahlsystems, welches nur von werden soll, wenn im Saarrevier Zehntausende von Arbeitern Darauf folgt die erste Berathung des Gesetzentivurfes, betr. Auswüchsen und Mißständen gesäubert werden soll. auf die Straße gesetzt werden, das Kunststück sollen Sie uns erst die Aenderung des Wahlverfahrens. auf diese Weise kann den Angriffen gegen das Dreiflassen- Wahleinmal vormachen. Herr v. Stumm hat gestern seiner allerhöchsten Abg. Bachem( 3.): Meine und andere Parteien haben ihre system als solches der Boden entzogen werden. Die Bedeutung Entrüstung( Heiterteit) über die§§ 11, 20, 35, 40 der am Zuñimmung zur Steuerreform abhängig gemacht von dem Gr- des Reichstags- Wahlrechts liegt darin, daß es ein allge 1. Januar im Saarrevier neu eingeführten Arbeitsordnung Aus- laffe eines neuen Wahlgesetzes. Das vorgelegte Wahlgefez enthält meines ist, daß es der allgemeinen Wehrpflicht entdruck gegeben und gemeint, daß den Arbeiterausschüssen zu viel gewisse Verbesserungen unseres heutigen Zustandes, ist aber spricht. Das Landtags Wahlrecht ist auch ein allgemeines, Befugnisse eingeräumt werden. Die Bestimmungen dieser Para- feineswegs genügend. Es ist verbesserungsfähig. Die Regierung will freilich nicht entsprechend den den Bestimmungen der der Ver graphen find aber durchaus ohne Belang und stüßen sich zum diejenigen Verschiebungen ausgleichen, welche durch das neue Ein- faffung, nach welchen die steuerfreien Personen nicht wahlberechtigt Theil auf Bestimmungen der Gewerbe- Ordnung. Das Wort des tommensteuergesetz bereits eingetreten sind und bei Weiterführung der sind. Das Landtags- Wahlrecht ist fein gleiches, sondern ein Handelsministers, daß der Streit auf frivole, leichtsinnige Weise ins Steuerreform noch weiter sich ergeben werden. Sie will den Status Klassen Wahlrecht und nur innerhalb der Klassen ist es ein Leben getreten sei, ist zweifellos zu hart. Ich will den Streit wiederherstellen, der vor Erlaß des Steuergesetzes bestand; aber gleiches. Dieses Wahlsystem festzuhalten, liegt im Interesse der nicht vertheidigen, aber er wäre bei etwas mehr Geschick- wenn man einmal den status quo ante herstellen will, sollte Entwickelung unserer Zustände. Noch ein Punkt muß in Betracht lichkeit der in Betracht kommenden Beamten zu vermeiden ge- man denjenigen herstellen, der sich ergab unmittelbar nach Erlaß gezogen werden. Die Aktiengesellschaften haben z. B. in Westwefen. Der militärische Geist derselben, welcher immer nur von des Wahlgefehes. Das Wahlgeset wirkte 1849 bei den ver- falen jetzt eine andere Stellung wie früher. Früher hatten sie dem Gesichtspunkt ausgeht, daß der Arbeiter einfach zu gehorchen änderten Verhältnissen ganz anders als heute. Schon vor Erlaß nur ein fommunales Wahlrecht, wenn sie mehr Staats- und Gehabe, ist die Ursache des Streits gewesen. Mit dem Menschen- des neuen Ginkommensteuer- Gesezes im Jahre 1891 hatte die meindeſteuern bezahlten, als die Höchstbesteuerten. Das geschah material, das da drüben ist, nicht fertig zu werden, dazu gehört plutokratische Zuspigung des Wahlrechts einen hohen Grad ans früher nicht, weil Aftiengesellschaften teine Staatseinkommensteuer eine ganz besondere Ungeschicklichkeit. Bei der früheren Berg- genommen. Diefelbe ist durch die bisherige Steuerreform noch bezahlten. Das geschieht aber jetzt, und die Aktiengesellschaften arbeiterbewegung handelte es sich um die Forderung der Ver- wetter gegangen und wird noch mehr vorangehen, wenn werden leicht die erste Abtheilung beherrschen. Dagegen türzung der Arbeitszeit, aber diese tritt augenblicklich viel weniger S 1 des Gesetzes in Kraft tritt, die erste auf wonach auch die hilft die Vermehrung des Steuer- Solls in den Vordergrund. Die Aufregung wird jetzt hervorgerufen Kreis, Kommunal- und Provinzialsteuern in die Berechnung ge- Abtheilung von 4/12 auf 5/1, nicht. Das Mittel ist zu homöo durch die neue, oftrogirte Arbeitsordnung, welche in die bis- zogen werden. Ich spreche es ganz offen aus: wenn wir es pathisch. Die bloße Eristens des Reichstags- Wahlsystems ist herigen Gewohnheiten und Verhältnisse der Arbeiter des Saar- mit einer Publikation zu thun hätten, die sich der sittlichen eine Gefahr für das Dreiklassen Wahlsystem; deshalb muß reviers eingreist. Die Einführung des Systems der Lehrhäuer Aufgaben des Reichthums voll und ganz bewußt wäre, so hätte man dasselbe zu stärken suchen. Möge dies der Kommission hat die Leute geradezu perplex gemacht. Diese Einrichtung hat früher ich nichts gegen die Begünstigung desselben einzuwenden. Wir gelingen, das ist ein Ziel, aufs innigste zu wünschen.( Beifall dort überhaupt nicht bestanden. Nach den betreffenden Bestimmungen haben es aber thatsächlich in weitem Umfange mit der rechts.) verdienen die Lehrhäuer weniger als die Vollhäuer, deren Ber- Plutokratie zu thun, die ihre Interessen in durchaus einseitiger Abg. Dasbach( 3.): Daß bei der öffentlichen Abstimmung dienst allerdings entsprechend erhöht wird. Diese Bestimmung und egoistischer Weise zur Geltung bringt und deren Einfluß im Beeinflussungen vorkommen, läßt sich ganz genau nicht beweisen, ist den Arbeitern aufgezwungen trotz ihres energischen Wider Staatswesen keineswegs als günstig bezeichnet werden kann. Die aber jeder, der die Vorgänge mit offenen Augen beobachtet spruchs. Wenn der Handelsminister meinte, daß der Streif wie zweite Klasse wurde bei Erlaß des Wahlgesetzes als Vertreterin hat, muß schon aus der Beschaffenheit der Wahllokale ein Blig aus heiterm Himmel kam, so erklärt sich dies darans, der Intelligenz gedacht. Aber auch in diesem Punkte haben sich und aus dem Verfahren schließen, daß eine Beeinflussung abhän daß die Bergwerfsverwaltung eben nur das zu ihrer Kenntniß die Verhältnisse durchaus geändert. Die meisten akademisch Ge- giger Personen die Regel ist. Hält man die drei Klaffen aufrecht, tommend betrachtet, was auf dem bureaukratisch) mechanischen bildeten und hochgebildete Kaufleute fizzen heute meist in der dann muß man wenigstens die geheime Abstimmung einführen. Wege zu ihr gelangt. Die Bergarbeiter haben sich zu rechter Zeit dritten Klasse. Hier in Berlin wählen sogar Minister in die ja entsprechend dem Antrage des Abg. Rickert im Reichstage über diese Neuordnung im ablehnenden Sinne geäußert. Schon der dritten Klasse. Diese Glemente gehören in die zweite Klasse gesichert werden kann. Staatssekretär v. Bötticher: Um einer möglichen Legenden bildung vorzubeugen, ein kurzes Wort. Der Vorredner hat meine gestrige Beantwortung der Interpellation so aufgefaßt, daß ich Abg. v. Heydebrand( fons.): Es ist faum möglich, ein jeden Nothstand geleugnet hätte. Ich habe das nicht gethan. vollkommen zutreffendes Bild von den Veränderungen zu geben, Ich habe nicht allein in dem ersten Theil meiner Ausführungen welche die Steuergesetzgebung in bezug auf die Wahlen hervorgesagt, für die Regierung könne es sich nur darum handeln, gerufen hat. Ein definitives Wahlgefeh, wie es die Verfassung ob der Nothstand einen Umfang und einen Umfang und Charakter habe, verspricht, wäre etwas Wünschenswerthes. Aber jetzt lassen sich daß ein Eingreifen von Seiten der Regierung angezeigt sei, die Erfolge der Steuerreform noch nicht genügend übersehen, und weiter hervorgehoben, daß ich geneigt sei, einen partiellen daß man zu einem Abschluß fommen könnte. Die Verhält Mothstand namentlich für die großen Städte anzuerkennen, fondern ich habe daran die Aufforderung an die Behörden und Kommunalverbände gerichtet, da wo ein Nothstand ist, helfend einzugreifen. nisse sind auf dem Lande anders als in den großen Städten. In den Landgemeinden haben wir in der ersten Klasse Großgrundbesizer, in der zweiten die Bauern und kleinen Handwerker, in der dritten die Häusler und Tagelöhner. Die Vorlage bringt eine Verschiebung des Wahlrechts zu Gunsten der dritten, zu Üngunsten der ersten Klaffe. Die Agitation sorgt allerdings bei der Reichstagswahl für eine starte Betheiligung, aber damit ist noch nicht gesagt, daß das Wahlrecht besser ist. Ist es keine schlimme Erfahrung, daß die Stimmen der Sozialdemokraten in die Millionen gewachsen sind, daß die Ruhe und der Friede ganzer Bezirke gestört wird!( Zustimmung rechts.) Schluß 5% Uhr. Nächste Sigung Sonnabend 1 Uhr. Deswegen werden wir uns der Einführung des geheimen, allFortsetzung der heutigen Besprechung; Branntweinsteuer- gemeinen, direkten Wahlrechts auf das entschiedenste widersetzen. Vorlage.) ( Beifall rechts.) Hierauf wird die weitere Besprechung vertagt. Persönlich bemerkt Abg. Auer: Der Minister v. Berlepsch hat erflärt, er hätte nur die Thatsache konstatirt, daß drei oder vier Leute wegen Unterschlagung verhaftet worden sind. Da gegen hätte ich mich nicht so scharf gewendet; er hat aber hieran eine ganze Reihe von Schlußfolgerungen geknüpft, ehe noch die Gerichte ein Urtheil gesprochen haben. Gadaid Abgeordnetenhaus. Abg. Herold( 8.) hebt hervor, daß die Verhältnisse in den Städten und auf dem Lande verschieden sind. In den Städten müsse dafür gesorgt werden, daß ein gewisser Prozentsatz der Wähler in den verschiedenen Klassen sei. Auf dem Lande ist das nicht nöthig, weil da die Scheidung der Klassen sich ziemlich von selbst ergiebt. 2 = Denn nur am 8. November erklärte eine Versammlung auf dem Bildstock hinein.( Lebhafte, anhaltende Heiterfeit.) Dieser Aus- Abg. v. Gneist( natt.): Man findet unser Wahlsystem einstimmig fich für den Streit, falls die Forderungen der Berg- spruch fann für die Minister keine Verlegung enthalten; schlecht, ja man bezeichnet es als das schlechteste aller Wahlarbeiter nicht am 1. Januar bewilligt würden. Auch der Vor- ich wünsche nicht, daß sie in der ersten Klasse sißen und daß ihre Systeme. Das hängt ganz von dem Standpunkt ab, auf welchem stand des Rechtsschutzvereins ist nicht schuld an dem Streit. In Intelligenz dort durch die Blutokratie lahmgelegt werde. Ich man steht. Das Wahlrecht kann nur gestaltet werden nach der dem Organ desselben stand am 12. November ein Artifel, welcher die verlange, daß das dirette Wahlrecht für die Landtags- Wahl ein Geburt, nach dem Besitz und nach der Steuerleistung. Das Aufforderung enthielt, daß die Vertrauensmänner der Arbeiteraus- geführt wird, je eher, desto besser. Scheuen Sie sich nicht, dies Klassenwahlrecht nach Gruppen der Gesellschaft gegliedert tönnen schüsse abstimmen sollten, wie sie über die Bestimmung denten. zu thun! Es kann auch einmal die Zeit kommen, daß die wir nicht einführen, denn es würde nicht festzustellen sein, wie Ferner heißt es u. a.: Wenn auch nur die Hälfte mit uns nicht Sozialdemokraten, welche jetzt das geheime direkte Wahlrecht die Vertheilung der Stimmen sein soll, und selbst, wenn eine einverstanden ist, dann nügt alles nichts, dann müffen wir uns fordern, dagegen ankämpfen. Die Bedenken gegen diese Re- göttliche Offenbarung fame, sie wäre nach wenigen Jahren hinin das Unvermeidliche fügen. Der Univille der Bergarbeiter hat gierungsvorlage sind also überaus große. So, wie sie jetzt ist, fällig; denn die Leistungen der einzelnen Gesellschaftsklassen für den zum Streit geführt, nicht die Heßerei. Die Bergarbeiter wollen, fann sie uns nicht genügen. Sie muß in erheblicher Weise ver- Staat sind wandelbar. Deshalb müssen wir etwas tolerant sein. daß das, was man ihnen bisher zugestanden hat, bestehen bleibt, bessert werden. Ich beantrage die leberweisung an eine Rom- Die Gemeinden sind ja jetzt nicht mehr für sich bestehende, abund daß die bisher bestehende Arbeitsordnung beibehalten werden mission von 21 Mitgliedern. geschlossene Wirthschaftsgenossenschaften, sondern Glieder und solle. Das„ Wolff'sche Bureau" verbreitete vor einiger Zeit eine Abg. France( nationalliberal). Es wird faum möglich Theilnehmer am öffentlichen Leben. Wenn die Kommission sich Depesche des Inhalte, daß die Arbeiter noch im November sein, daß das Abgeordnetenhaus die Initiative ergreift, um eingehend mit dieser Sache beschäftigt, wird sie vielleicht sehen, 4,50 M. für die Schicht verdient hätten, der Lohn beträgt aber ein allgemeines Wahlgefeh zu erlassen. Der Erlaß eines solchen daß unser Wahlsystem nicht so schrecklich ist.( Lebhafter Beifall; nur 4 M. Als dies in der Versammlung auf dem Bildstock Gesetzes und die Vorbereitungen dazu müssen der Staatsregierung Händeklatschen einiger Nationalliberalen, was der Vizepräsident festgestellt war, erklärte das Organ der Bergwerksverwaltung, überlassen werden. Wir sind außerdem in dieser Session mit der v. Heereman als unzulässig rügt.) der Bergmannsfreund", das sei eine unverschämte Be Steuerreform so belaftet, daß wir mit der Neuordnung des Wahl- Abg. Meyer- Berlin( dfr.): Ich glaube, daß das vollhauptung. Eine derartige Behandlung muß natürlich die Leute gefehes voraussichtlich nicht zum Abschluß kommen würden. Wenn fommene Wahlsystem ebenso vergeblich gesucht werden wird, wie verbittern. Zum ersten Male in Deutschland haben sich die eine Stadt durch die Wahl ihre politische Meinung ausdrücken die blaue Blume der Romantik. Ich glaube auch, daß das allFrauen an einer Lohnbewegung betheiligt. Wie soll das erklärt soll, dürfen nicht die größten Staatsmäner in die 3. Abtheilung gemeine Wahlrecht des Reichstages für die Kommunen sich werden, wenn nicht besondere Gründe vorhanden waren. Auch fommen. Die bisherige Erfahrung mit dem Gesetz von 1891 nicht eignet,( Hört! hört! bei den Nationalliberalen.) Dabei wir waren von der Thatsache überrascht. Giebt es eine Er hat uns schon die widerfinnigften Konsequenzen gezeigt. bleibt aber die Frage offen, ob ein Landtagswahlsystem sich mehr Go fonnte tein Mäuslein hindurchschlüpfen Schöneberg Auf Anordnung der Königlichen Polizeibehörde geschlossen." dem Reichstags- oder dem Kommunalwahlsystem annähern soll.| bieten zu tönnen. Das preußische Wahlgesetz von 1849 wurde sehr eilig improvifirt traft durch indirekte Steuern, welche ja den Herren Stumm 2c. Dazu dürfe man aber nicht die Bolks. und man verband damals zwei Gegenstände, die man sorgfältig so angenehm sind, weil sie nichts dazu beitragen, aufs Aeußerste hatte Ruhe! trennen sollte: Das Steuersystem und das Wahlsystem. Das erschöpfen. Wahlrecht sollte zu den konservativen Elementen des Staats- umfassende Man müsse dazu eine die ganze Nation Boltsbewaffnung durchführen. Redner Ueber allzu hohe Löhne können sich die Berliner Arbeiter rechtes gehören, das Steuersystem aber sollte zu den beweglichsten verbreitet sich des Näheren über die Möglichkeit einer derartigen wirklich nicht beklagen. Von den Löhnen der Handarbeiter wollen Elementen gehören. Die Vorschläge des Herrn Herrn Herr Organisation, durch welche man im stande sei, nicht erst wir gar nicht reden, die bewegen sich in dem bekannten Zirkel: furth find ganz scharfsinnig ausgedacht, sie werden auch in 24 Jahren 4 Millionen aufzustellen, sondern in viel Bum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel. Aber auch Handden beabsichtigten Erfolg haben, werden sie nicht gefallen, und uns befriedigen sie auch nicht, Der Reichsfangler habe ja mit seinem heutigen Hinweis auf die schlecht bezahlt. So schreibt uns ein Vergolder: Seit Mitte August aber den Konservativen fürzerer Zeit ca. 6 Millionen den Feinden entgegenzustellen. werker, deren Arbeit schon Geschick erfordert, werden herzlich denn das Gesetz von 1849 hat uns niemals gefallen; es muß amerikanische Kavallerie nachgewiesen, daß die Länder mit stehenden arbeitete ich in einer Goldrahmenfabrik in der A.- Straße. Wenn von Grund aus geändert werden. Ob die vorgeschlagenen Heeren ungemein viel von jenem Boltsheer gelernt haben. Nach einer ich im Afford arbeitete, verdiente ich wöchentlich 8-14 M., in Reparaturarbeiten genehmigt werden oder nicht, ist uns gleich- längeren Ausführung über die Entwicklung der organisatorischen festem Loha gab es 15 M. Die Arbeitszeit fiel zwischen 8 Uhr giltig. Für das Zentrum hat die Sache aber eine höhere Be Arbeiten in Frankreich unter dem Zivilfriegsminister Freycinet Morgens und 11 Uhr Abends. Sonntags mußte ich häufig auch deutung, ob die Steuerreform ohne oder mit einer Wahlrechts- schließt Redner damit, daß Deutschland absolut nicht in arbeiten von 8 oder 9 Uhr Vormittags, bis 2 oder 3 Uhr Nachreform angenommen wird. Wir legen deshalb die weitere Be- der Lage sei, den mit der jetzigen Vorlage beginnenden mittags. Es blieb aber auch dann bei dem Wochenlohn von handlung der Sache vertrauensvoll in die Hände des Zentrums. Berdy'schen Organisationsplan in seinen Konsequenzen durchzu- 12-14 M. Daß man hiervon nicht ans" Sparen" denken fann, ( Heiterkeit.) führen, sondern daß nur ein Voltsheer in dem Sinne, wie es brauche ich Ihnen doch nicht erst näher auszuführen. Ich bin Darauf wird um 312 Uhr die weitere Berathung auf Sonn- die Sozialdemokraten vorschlagen, als wirksamites Wehrsystem eben jede Woche gerade so knapp durchgekommen, wenn einmal abend 11 Uhr vertag Werth habe. Den gegenwärtigen Weg tönne man nicht weiter des Sonnabends der Lohn nicht pünktlich gezahlt worden wäre, gehen, auch Frankreich könne auf der bisher eingehaltenen Bahn hätte ich schon an demselben Abend nichts mehr zu essen gehabt, nicht mehr weiter. Mit dem von uns vorgeschlagenen an Miethe, Steuern u. f. w. zahlen wäre gar nicht zu denken System würde Deutschland im besten Sinne des Wortes an der gewesen. Die vorlegte Woche vor Weihnachten mußte ich Spike Europa's stehen. ganz unerwarteter Weise die Arbeit aussehen Parlamentarisches. § 180. der etwa 75 Prozent, find als gebessert zu betrachten, und viele haben Jahre lang in derselben Stellung ausgehalten und sich oft durch Nüchternheit, Arbeitsfreudigkeit und Sparfamfeit vortheilhaft vor den unbestraften Arbeitern ausgezeichnet. Das ist freilich kein Wunder, denn der Rumfutsch- Effer ist eben genügsamer wie der freie Arbeiter, der die„ Bildungsanstalt" des Buchthauses noch nicht hinter sich hat. Der Reichskanzler wendet sich gegen Bebel, dessen Ausfall an Lohn war schon ein böser Schlag für Fleiß, sich in die verschiedensten Gebiete einzuarbeiten, er an mich. Die Weihnachtswoche fonnte ich wieder arbeiten und ererkennt, welcher auf dem Gebiete der Kriegsgeschichte aber nicht hielt am Christabend 12 Mark Lohn ausgezahlt, also schon etwas In der gestrigen Sitzung der Militär Kommiffion zu Hause sei. Ohne die Hilfe Wellington's hätten die Spanier weniger denn gewöhnlich. Es wurden aber außerdem noch für ergriff zuerst der Abg. Richter das Wort. Er kam zunächst bis heute noch nicht die Franzosen aus dem Lande gebracht. Die 2 Wochen Kassengelder mit 90 Pf. abgezogen, sodaß ich einen auf die vom Reichskanzler in der vorigen Gigung berührten Kriege mit Boltswehren seien die theuerste Art der Kriegführung. Schatz von 11 M. 10 Pf. zur Verfügung für die Feiertagswoche politischen Verhältnisse zu sprechen und meinte, daß dieselben Die Amerikaner könnten sich den Lurus gestatten, ohne Armee besaß. Der freie Nachmittag des Chrifttages war mir mit bedurchaus nicht anders gelagert seien, als sie seit 1870 immer ge zu eristiren, da sie keine Nachbarn" hätten. Die Berdy'schen rechnet worden, die übrigen Abzüge erfolgten wegen ,, zu langwesen, und keine Veranlassung böten, auf eine Schöpfung von fo Pläne seien begraben, die jetzige Vorlage beruhe auf ganz famen Arbeitens". Eine weitere Erklärung wurde mir nicht gegroßer Dauer wie die gegenwärtige Militärvorlage von Einfluß anderer Grundlage. Das Zugeständnis der zweijährigen Dienst geben. Es ist mir selbst nicht bewußt, daß ich gerade diese zu sein. Auf die Bündnißverhältnisse übergehend, begrüßt er es, zeit habe die Rückkehr zu den Projekten Verdy's unmöglich Woche langsamer" gearbeitet hätte, wie sonst, aber es ist ja daß anscheinend Aussicht sei, daß fünftig die auswärtige Politik gemacht. möglich, daß quantitativ weniger von mir zur Ablieferung gemehr als seither der parlamentarischen Diskussion unterstellt würde. Die jüngste Rede des Kanzlers habe auf viele und prophezeit baldigen Krieg. Freiherr v. Friesen( sächs. Kons.) wendet sich gegen Bebel langt ist. Immerhin aber hätte es der Arbeitgeber wohl verMan müsse daher Alles be- schmerzen können, wenn er nicht gerade zu den Feiertagen diesen Mitglieder die Wirkung ausgeübt, zu sagen, daß, wenn willigen, was die Regierung verlangt. Er hat das Gefühl, als Lohnabzug gemacht hätte, man spricht doch sonst immer so die Verhältnisse so schlimm sind, wie sie geschildert wurden, ob das Nationalgefühl, das in Frankreich, Italien und Ruß- viel von Gebelaune" und Feiertagsstimmung"! Ich habe dann auch die gegenwärtige Vorlage nichts nüßen tönne, land in den zwanzig Jahren sich erheblich entwickelt weder von der ersteren noch von der letzteren etwas zu hören oder dann überhaupt adieu Deutschland". Er bestreitet, daß habe, bei uns in rückläufiger Bewegung Deutschland gegenüber Rußland direkte gegensätzliche Interessen fei. begriffen zu sehen bekommen. Auch das Rößlein der hohen Politik tummelte habe, auch Desterreich habe weniger, als der Kanzler meinte, der sächsische Freiherr einige Zeit. Neues erzählte er Die ,, nothleidende" Landwirthschaft weiß sich stets billige Ursache, den Russen bei ihren Wünschen" bezüglich des Balkan indeß nicht. Seine Bemerkung, daß er wahrscheinlich Arbeitskräfte heranzuziehen. Es bleibt sich für die Landlords und des Mittelländischen Meeres entgegenzutreten; das sei viel der einzige Kavallerist" in der Kommission sei, rief große gleich, woher sie dieselben beziehen, sie würden selbst vor dem mehr Sache der Engländer. Dadurch bekäme auch die Frage Heiterfeit in der sonst gerade nicht zu humoristischen Ab- Import von Kulis nicht zurückschrecken. Ein sehr flottes„ Geunferer Marine ein ganz anderes Gesicht. Eine Kooperation schweifungen geneigten Versammlung hervor. Daß die finanzielle schäft in Arbeitern" hat sich in den letzten Jahren zwischen dem franzöſiſcher und russischer Schiffe sei überhaupt ausgeschlossen. Lage Deutschlands neue Steuern nicht gestatte, kann er nicht zu- hiesigen„ Klub der Landwirthe" und den„ Nehmern" in der Der misgünstigen Stellung Dänemarks gegenüber Deutschland geben. Nach halb elf Uhr wurde die Diskussion vertagt und die Provinz entwickelt. Der Klub bezieht seine Arbeiter von den müsse doch auch die gegen Rußland veränderte Stellung der Baltan- nächste Sigung auf Montag Vormittag 10 Ühr angefeßt. aus fügsame Glemente, denn was da eine Reihe Jahre lang in Strafanstalts- Direktionen und bekommt da natürlich stets durchstaaten in Betracht gezogen werden. Frankreich sei durch die Annexion von Tunis mehr als früher genöthigt, seinen afrikanischen Die VII. Rommission, welche die lex Heinze zu einer Strafanstalt gebessert" worden ist, ist so firre geworden, Kolonialbesitz zu schüßen. Im allgemeinen sei die Lage berathen hat, trat beute Vormittag zu ihrer ersten berathenden Daß es aus der Hand ißt. Im Laufe der lezten Jahre hat der Deutschlands nicht schlimmer als 1887. Bezüglich der Stärke- Sitzung zusammen. Man beschloß von einer Generaldebatte ab. Klub 15 272 Stück Strafgefangene und Strafentlassene in länd verhältnisse weist er darauf hin, daß wir Frankreich um eine zusehen und in die Spezialdebatte einzutreten. Des weiteren liche Arbeitsstellen gebracht, davon etwa zwei Drittheile direkt Bevölkerungsmehrheit von 11 Millionen voraus sind und der vom wurde beschlossen, über den ersten Paragraphen der Vorlage, Resultate sind da erzielt worden: die überwiegende Mehrzahl, in landwirthschaftliche Betriebe. Und welche erhebenden Kanzler angeführte französische Bevölkerungszuwachs fast nichts§ 180, und zwar den ersten Theil desselben zu debattiren, welcher zu bedeuten habe. Nach den Mittheilungen des Majors Gäde lautet: vom Jahre 1890 sei unsere Kriegsarmee um über 300 000 Mann stärker als die russische. Das französische Uebergewicht von Wer gewohnheitsmäßig oder aus Eigennutz durch seine Wer326 000 M., das damals ausgerechnet sei, tönne faum in Ansatz mittelung oder durch Gewährung oder Verschaffung von Gelegenkommen, weil dazu die„ Väter und Großväter", welche bereits heit der Unzucht Borschub leistet, wird wegen Kuppelei mit Geim 25. Dienstjahre ſtanden, gezählt waren. Die russische Präsenz fängniß nicht unter einem Monat bestraft; auch kann ſtärke sei um weit über 300 000 Mann zu hoch angegeben zugleich auf Geldstrafe von einhundertfünfzig worden, auch wenn man die Kosacken noch so hoch in Anrechnung bis fech3tausend Mart, auf Berluit der bürgerlichen Strafentlassene haben sich eigenthümlicher Weife" wenig oder Ein Rummer drückt die Klubmitglieder aber doch: Weibliche bringe; die österreichischen und italienischen Radres seien nicht Ehrenrechte, sowie auf Bulässigkeit von Polizei- Aufsicht erkannt gar nicht bereit finden laffen, in ländliche Arbeitsstellen zu gehen. Strafentlassene haben sich eigenthümlicher Weife" wenig oder schwächer, als die französischen und russischen, die französischen werden. Reserveformationen seien minder stark als die deutschen. Nach Die Debatte war eine sehr lebhafte und interessante. Abg. So sind nun diese Weiber! Anstatt die einträgliche Stellung eine längeren Kritik der strategischen Darlegungen des Träger beantragte die Worte nicht unter einem Monat" und einer„ Magd" anzunehmen, leben sie lieber in der Stadt in den Kanzlers tommt Redner auf die finanzielle Seite der Frage. Es die Worte, welche sich auf die Geldstrafe beziehen, zu streichen, dürftigsten Verhältnissen oder gehen ganz unter. Woher dieſe könne nicht blos darauf ankommen, ob man die Mehrforde- wodurch der Abfaz in der bisherigen Fassung des Strafgeset leute noch nicht einmal überlegt? Abneigung wohl kommen mag? Haben sich denn das die Klubrungen überhaupt tragen könne, sondern insbesondere buchs bestehen bliebe. Doch zog er im Laufe der Debatte den Nun, wir wollen darauf, ob die immer währenden und gar nicht vorausseh- zweiten Theil seines Antrages zurück, den der Abg. Bebel wieder ihnen einige Fingerzeige geben: Die Magd des Gutsbaren Mehrausgaben für Militärzwecke nicht die ganze Kultur aufnahm. besitzers beneidet in der Regel die Kuh oder das Pferd entwicklung hindern werden. Er verweist Dabei auf Die Mehrzahl der Redner, namentlich die Vertreter des ihres Arbeitgebers und wünscht oft, an deren Stelle zu sein. Die den preußischen Etat und die in demselben enthaltenen Bentrums, die Abgg. Gröber, Porsch, Rintelen und Spahn, wie Magd wird nicht betrachtet als Gesinde", nein, sie kommt erſt Defizits auf mehrere Jahre hinaus und entwickelt dann der Abg. Stöcker sprachen sich sämmtlich für Beibehaltung der die sich mit ihrer Körperbeschaffenheit faum vertragen, sie wird nach diefem. Sie muß die anstrengendsten Arbeiten verrichten, die aus den seitherigen Erörterungen bekannten Zugeständnisse, Minimalstrafe aus, gegen dieselbe erklärten sich die freisinnigen die sich mit ihrer Körperbeschaffenheit kaum vertragen, sie wird zu denen die Mehrheit des Reichstags bereit sei. Weitere Ver- und die sozialdemokratischen Vertreter. Die Abgg. Bebel und unglaublich schlecht bezahlt, und sie ist der Wiütür des Diensthandlungen hätten gar teinen 3 wed, wenn die Regierung Stadthagen wiesen in längeren Ausführungen die Widersprüche berrn ebenso preisgegeben wie der des männlichen Personals. auf dem Standpunkt beharre: Die Militärvorlage muß so an nach, in welchen sich die Vorlage bewegte, namentlich nahm der Im übrigen ist ihr Lebensgang abgeschlossen, sobald sie am Gegenommen werden, wie sie ist. Es handle sich dann nur noch Abg. Bebel die Richter gegen die in den Motiven der Borlage sintetisch sitt, sie ist Magd und wird Magd bleiben, wenn anders um einen Kampf zwischen Militärdespotismus und Parla- enthaltene Anklage in Schutz, dieselben urtheilten zu milde. Die nicht ein Knecht kommt und sie heirathet. Dann geht die mentarismus, der je eher je besser durchgefochten werden Ausführungen, daß das vorgeschlagene Minimal Strafmaß in Quälerei aber erst recht los. Und da gerathen die Herren Landvielen Fällen ein zu hohes sei Einwendungen, die mit Bei- wirthe noch in großes Erstaunen, wenn ein solcher sogenannter Der Reichskanzler entgegnet, die Regierung habe die spielen belegt wurden veranlaßten die Abgg. Porsch und Spahn Lebensberuf wenig oder gar nicht" gewählt wird! Militärvorlage eingebracht, weil sie dieselbe für nöthig einen Zufaß zu beantragen, dahin lautend: Sind mildernde Eine gar rührende Geschichte oon einer Hauswirthin halte und werde sie vertheidigen, so lange lange fie Umstände vorhanden, so kann die Strafe bis auf einen Tag Ge- wundermild, so in Rixdorf domizilirt, macht jetzt die Runde fönne; andere Insinuationen müsse er als Verdächtigung fängniß ermäßigt werden." durch die bürgerliche Presse. Man höre nur: 3u einer in der zurückweifen. Die preußischen Finanzen betreffend, sei Für diesen Antrag erklärten sich auch die Redner der Oppo- Steinmetzstraße zu Rixdorf wohnhaften Familie tam Montag ein die Regierung darüber einig, daß das, was zur Verfition für den Fall, daß die Minimalstrafe Annahme finden sollte. Berliner Gerichtsvollzieher, um auf Grund eines vollstreckbaren theidigung des Reiches nothwendig, vorhanden sei, resp. Die Debatte wurde beendet, aber die Abstimmung ausgesezt bis Schuldtitels in Höhe von zehn Mart eine Pfändung vorzuaufgebracht werden könne Er sucht sodann die ziffernmäßigen zum Abschluß der Berathung über den zweiten Absatz des§ 180. nehmen. Durch längere Arbeitslosigkeit des Ehemannes war die und sonstigen Einwürfe Richter's zurückzuweisen. Nicht die Hierauf wurde die Sigung geschlossen und die nächste auf Donners- arme Familie schon gezwungen gewesen, diverse WirthschaftsFreude an möglichst viel Soldaten sei das treibende Motiv der tag anberaumt. fachen zu versehen, so daß nur noch wenige Stücke für den GeRegierung, fie wolle blos in der Lage sein, einen event. Krieg richtsvollzieher übrig blieben. Ge waren meist theuere Andenken, siegreich führen zu können. Die Kulturentwickelung werde nicht von denen sich die Frau unter feinen Umständen hatte trennen außer Acht gelassen, durch einen unglücklichen Krieg werde diewollen, und nun follten sie ihr doch entriffen werden. felbe aber viel mehr in Frage gestellt, als durch die Ausgaben in Weinend lief die Aermste auf die Straße, um nicht sehen Fiedenszeit. Einen breiteren Raum in seinen Ausführungen zu müssen, wie man ihr das Leyte, was sie besaß, fortnimmt eine Darlegung über den modernen Festungstampf und schaffte. Da begegnete ihr die Besigerin des Hauses, den Werth" der Kavallerie ein. in welchem sie wohnte, und erkundigte, wohnte, und erkundigte sich nach der Ursache ihrer Thränen. Bögernd erzählte die Wermste, was ihr widerfahren sollte. Wie erfreut und überrascht aber war sie, als die Wirthin ihr sagte, sie werde den Gerichtsvollzieher bezahlen, Tokales. Die Versammlung aller gewerblichen Arbeiter, welche " Abg. von Stumm sekundirt dem Reichskanzler, gegen Richter polemisirend, ohne jedoch etwas anderes zu Tage zu Für die streifenden Berglente des Saarreviers find Für die streifenden Bergleute des Saarreviers find fördern, als er schon im Plenum vorgebracht. In finanzieller am 13. Januar rund Ein Tausend Mark UnterſtüßungsBeziehung erklärt er: wenn es nicht anders gehe, dürfe sogar gelder seitens der Expedition des" Vorwärts" abgesandt worden. und so geschah es auch." vor dem Tabatmonopol nicht zurückgeschreckt werden. Die Hauswirthin hat also 10 Mart geopfert, um die AusBebel verweist darauf, daß er bei früheren Gelegenheiten für gestern Nachmittag 2 Uhr nach dem Saale der Schloßpfändung ihrer Mietherin zu verhindern, und das macht ihrem stets der Ansicht Ausdruck gegeben habe, daß es bei Berathung brauerei in Schöneberg einberufen worden war, ist gleich der guten Herzen alle Ehre. Wir wünschten nur, alle Hausbesitzer von Militärvorlagen nicht lediglich auf bloße Rechenexempel an- Arbeitslosen- Bersammlung am Tage zuvor auf Anordnung der gingen hin und thäten desgleichen. Aber ist es nicht schlimmt komme, sondern vielmehr auf die politische Stellung Deutsch: Polizeibehörde von Schöneberg verboten worden. Das Dorf der genug, wenn sich ein Gläubiger findet, welcher wegen einer fo lands den übrigen Staaten gegenüber. Er fonstatire mit Genug- Millionäre bot aus diesem Anlaffe auch gestern wieder das geringfügigen Summe den Gerichtsvollzieher in Bewegung ſezt? thuung, daß man jetzt auch an maßgebender Stelle zu dieser Ansicht gelangt sei, wie aus den Reden des Kanzlers erbauliche Schauspiel dar wie am Donnerstage. In der Haupt- Die Frau befand sich in der unter den heutigen Verhältnissen hervorgehe, ebenso daß man seine( Bebel's) Anschauung überstraße von Schöneberg wimmelte es von Polizeiorganen in immerhin glücklichen" Lage, noch wenige Stücke" zu besigen, unsere Stellung zu Rußland, wegen der er früher verhöhnt Uniform und Zivil. Berliner Schuhleute zu Fuß und zu Roffe allerdings waren das theure Andenken an eine ehemals glanzwurde, offiziellerfeits theile. In Frankreich liegen die Dinge so, sekundirten den in Masse aufgebotenen Landgendarmen in deren volle Vergangenheit. Wieviel Familien aber giebt es nicht, bei daß unter Herrn Casimir Perier, welcher Aussicht auf den Bemühungen, die durchaus nicht gefährdete staatliche Ordnung welchen auch diese theuren Andenken schon bei Beginn des Winters vers Bräsidentenstuhl habe, den Orleans der Boden geebnet würde. und Ruhe der Schöneberger Millionäre zu schützen. Auch die filbert werden mußten? Die Arbeitslosen im Baugewerbe werden im Nachtwächter waren wiederum wiederum zum Tages sicherheitsdienste Reiche nach ungefährer Schäßung 120 000 betragen. Angenommen, Rußland habe an sich kein Interesse, zu verhüten, daß Elsaß- herangezogen worden und sie waren wohl die Einzigen, deren die Hälfte sei verheirathet, so haben wir schon in einem einzigen Lothringen wieder an Frankreich fomme, es werde aber Ruhe gestört worden ist. In Patrouillen zu 3 bis 4 Mann Gewerbe 60 000 Familien, bei denen der Verdienst während der auch nichts dagegen thun und im Falle eines russisch durchzogen die Repräsentanten der staatlichen Gewalt das bedroht Wintermonate gleich null tft. So lange noch etwas zu verkaufen Sieges den Franzosen auch noch das linte Rheinufer geben. Rußland und Frankreich werden sich be- sein sollende Schöneberg. Doch den Arbeitern, die in sehr ge- oder zu versetzen vorhanden ist, schlägt man sich hiermit kläglich mühen, die Interessen Englands auf dem Balkan zc. zu fchonen, ringer Zahl auf dem Plane erschienen, fiel es gar nicht ein, den durch, aber sehr bald ist auch das letzte theure Andenken" zum um es zur Neutralität zu veranlassen, sodaß Drei- und Polizei- Organen irgend welche Gelegenheit zum Einschreiten zu Pfandleiher gewandert, und dann beginnt der Kampf mit dem Zweibund den Kampf allein auszufechten haben würden. Die bieten. Der Zugang zum Versammlungslokal war wiederum Hunger, in welchem der Letztere gewöhnlich Sieger bleibt. Und Gefahr, daß Rußland seine Herrschaft auf ganz Europa aus- durch Gendarmerie blockirt. Auch gestern prangte am Eingange froß und troß alledem führen die Nothstandsleugner eine herausDehne, läge näher als je. Je mehr Rußland dem Zustand sich zum Brauerei- Garten, wie vorgestern, nur unter Abänderung des fordernde Sprache, sie behaupten noch immer, daß es einen NothDatums, folgende amtliche Bekanntmachung": stand nicht gebe, er sei wenigstens nicht schlimmer und nicht nähert, mit dem gegenwärtigen Regierungssystem zu brechen uni eine Art parlamentarische Regierung einzurichten, desto mehr drückender wie in jedem Winter all die Jahre zuvor!! wird es auch in der Lage sein, sich finanziell zu kräftigen, feine großen Hilfsmittel auszunüßen und uns anzugreifen. Wenn Der Amtsvorsteher. lettere Eventualität auch in den nächsten Jahren noch nicht eintrete, so hätten wir doch jetzt schon alle Veranlassung, für Unterschrift und amtlicher Stempel. ein Wertheidigungssystem zu sorgen, welches uns die Möglichkeit Bur größeren Sicherheit war auch noch an einem Baume im giebt, den legten Mann und recht viele Groschen auch wirklich auf- Garten vor dem Saaleingange folgender Bermert angebracht: Die auf heute nach der Schloßbrauerei hierselbst einberufene Versaminlung ist polizeilich verboten worden. Schöneberg, den 18. Januar 1893. " Ein Ueberfall auf einen Schuhmann durch nicht ermittelte sechs Strolche sollte, wie amtlich gemeldet wurde, am vorigen Sonntag Abend um 11 Uhr vor dem Bahnhof Großgörschenstraße verübt worden sein, wobei dem Beamten der Säbel fortgenommen wäre. Wie ein Berichterstatter nun meldet, soll sich die Sache wesentlich anders verhalten haben. Der Schutz straße 70. Sonnabend, Abends 9 Uhr: Uebungsstunde. Aufnahme Musehold. Esmeralda, Fruchtstr. 31 bei Baaz. Allee und Tresckowstraßen- Ecke. Gesundbrunner Männers Gefangverein, Bruderhand" " manu yt nicht von Strolchen überfallen worden, sondern er hat 12. Schriftführer Mieterhof, Beisitzer Otto Kräter, e Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Alle Renderungen Schöneberger Bürger überfallen. Am Sonntag Abend faben visoren Kohlhardt, G. Schulz und Wagner I( Oranien- im Vereinstalender sind zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelmehrere Schöneberger Bürger, wie ein betrunkener Berliner straße). Der angekündigte Vortrag des Genossen Köster neuer Mitglieder. Grüne Eiche, Rirdorf, Hermann- und KnesebeckSchußmann einen jungen Mann vorwärts zerrte. Der wurde auf die Tagesordnung der nächsten Versammlung ftraßen- Ede bei Beyerle. 2yrania, Landsbergerstraße 31 bei Hausbefizer Nicolai fragte den Schuhmann, was der gestellt. Frig beantragte, an die pünktlich zahlenden Mitglieder Freundschaft 2, Friedenstraße Nr. 48 bei Tollkühn. bei Zubeil. Sanges Echo, Naunynstraße 86, - Glück zu, bet Arrestant verbrochen habe. Als dieser Lettere sagte, er habe von Zeit zu Zeit Broschüren, wie Erläuterung zum Programm, Knebel, Badstraße 58( Gesundbrunnen). Teltow in Teltow, Schwarzer den Schuhmann nur nach dem Wege zum Bahnhof gefragt, Protokolle der Parteitage 2c. unentgeltlich zu vertheilen. Da Adler. Liederkranz in fuhr der Beamte seinen Gefangenen in einer Weise und durch würden die Genossen angespornt und mit den Erzeugnissen berg, Friedrich Karlstr. 11 bei Heinecke. Brandenburg, Mengert's Boltsgarten. Hand in Hand 2, Friedrichsmit Worten an, die zu den niedrigsten Gassenausdrücken gehören. der Parteilitteratur bekannter. Köster und Börner schließen chor, Gesundbrunnen, Prinzen- Allee 10. Darauf aufmerksam gemacht, daß diese Sprache unschicklich sei, sich dem an und wiesen auf den guten Erfolg hin, den die in Schönwalde( in der Mart) bei Schulze.- Frisch auf" Friedrichsberg, zog der Schuhmann nun seinen Säbel und fing an, wild um sich Hamburger Genossen erzielten, G. Schulz und Wagner I Rummelsburgerstraße bei Deckert, Borwärts 7" Rummelsburg, bei Borgmann. Gesangverein Immergrün", Tegel, Schloßstraße bei zu schlagen. Anderen hinzukommenden Bürgern gelang es, ihm hielten die Sache für durchführbar, wenn die Beiträge erhöht Schulz. den Säbel zu entwinden. Dann transportirte man den Beamten würden. Gegen die Erhöhung der Beiträge wandten sich Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend nach dem Amtsbureau, wo er über Nacht blieb, nachdem er den 3 schernig, Großegreul und Treidelmeier. Der den Bund Alle Zuschriften, der geselligen Arbeitervereine betreffend sind zu richten an: R. Hentel, Bergmannstr. 21, Hof 3 Tr. SonnUmtsvorsteher auch noch an die Brust gepackt hatte. Am nächsten Antrag Friz wurde dem Vorstand überwiesen, der denselben abend: Theaterverein phigenia", bei Kramer, Rigdorf, HerrmannMorgen soll er von der ganzen Sache feine Erinnerung mehr ge- nochmals durchberathen und auf die Tagesordnung der nächsten ftraße Nr. 140. Tambour Verein ,, Vorwärts Rirdorf, Herrmannhabt haben. So meldet der Berichterstatter unter Anführung Versammlung stellen soll. Tambourverein Deutsche Eiche Ein Antrag Keßlinke, der und Wanzlichstraßen- Ecke bei Kober. bei Niederschuh, Fürbringerstraße Nr. 7. Geselliger Verein„ Nord" bet der Namen der Schöneberger und unter Mittheilung weiterer Arbeiter- Sanitätskommission 10 M. zu überweisen", wurde ab- Krüger, Fennstraße Nr. 5. Geselliger Verein Gut Seil", Neue Einzelheiten. Der Schutzmann soll bisher nur auf Probe an- gelehnt, nachdem verschiedene Genossen hervorgehoben hatten, Königstraße Nr. 89. Geselliger Verein Italia" bet Voite, Kolbergergestellt sein. Die Schöneberger, welche ursprünglich die Sache daß es Sache des Staates oder der Kommune sei, uns vor ſtraße 23. Geselliger Verein Jugendfreunde" bet Schulz, Prenzlauer Bergnügungsverein Helgoland 2 bei auf sich beruhen lassen wollten, find nach der amtlichen Dar- Seuchen zu schüßen. In der Diskussion über einen Antrag von Miegel, Stralauerftr. 57. stellung der Sache entschlossen, sie zu behördlichem Austrag zu Gründel, den streikenden Bergarbeitern 100 M. zu bewilligen", niderscher Musikverein Allegro bet Spindler, Reichenbergerstraße 118, und gesellige Vereine. Sonnabend. Paul bringen. nahm Apelt das Wort, um über die am selben Tage im Nickel'scher Ecke Forsterstraße. Reichstag gepflogene Nothstandsdebatte zu berichten. Die Ver Turnverein Gesundbrunnen. Die 2. Männerabtheilung turnt heute Die Feuerwehr hatte am Freitag früh zwei größere Brände sammlung gab ihrer Entrüftung Ausdruck über die Worte, wo- von 8-10% Uhr in der Zurnhalle, Freienwalderstr. 39. von Tischlereien in der Weberstraße zu bekämpfen. Der erste mit König Stumm die verzweifelten Bergarbeiter in so un- zeichnis, Königsbergerstr. 24. Privattheatergesellschaft„ Schneeglödchen", Bühnenverband Normania jeben letzten Sonnabend im Monat bet derselben, welcher gleich nach 4 Uhr zur Meldung gelangte, hatte erhörter Weise beleidigt hat. Dadurch, daß derartige Herren Abends 9 Uhr bei Schulz, Brunnenſtr. 116. Theaterverein Berliner seine Stätte auf dem Grundstück Weberstr. 41, und beim Ein- als Nothstandsleugner und durch ihre Heßereien auf die Ar- Bär jeden Sonnabend nach dem 1. und 15. Abends 9 Uhr bei Weick, Köpetreffen der Feuerwehr bereits einen Theil des Inhalts einer beiter und deren Führer auch dem Indifferentesten die Augen abend im Monat 9 Uhr Abends Sigung bei Rudolph, Krautstr. 6. nickerstraße 68. Theaterverein Lessing. Jeden ersten und legten SonnTischlerei, sowie den Fußboden und das Zwischengebält nach der öffnen, erweisen sie sich als unsere besten Agitatoren. In An- Vergnügungsverein Azalia 9% Uhr bei D. Heindorf, Barnimstr. 16. darüber befindlichen Tischlerei ergriffen und in letterer Hölzer erkennung dieser ihrer Verdienste überwies die Versammlung das Vergnügungsverein Zuftige Jugend Abends 9 Uhr, im Reſtaurant und die Deckenschalung in Mitleidenschaft gezogen. Zur Be- sonst zur Agitation bestimmte Geld diesmal den nothleidenden Lautenbach, Guvryftr. 3. Vergnügungsverein Lustige Becher Abends tämpfung des Brandes wurde eine große Handdrucksprize in Brüdern 9% Uhr Mendelssohnstr. 9.- Bergnügungsverein Carmen Sylva Sigung im Kohlenrevier. Börner hoffte, der Partei- uhr im Restaurant von D. Wits, Mariannen- Ufer 2.- Geselliger Verein Thätigkeit gesetzt und hierdurch demselben bald der Garaus ge- vorstand würde die Gelegenheit benüßen und den Bericht Linde" jeden Sonnabend 9 Uhr bei Schönherr, Stralsunderstr. 16. macht. Ueber die Entstehungsursache hat sich nichts ermitteln über die Nothstandsdebatte als gutes Agitationsmittel in gnügungsverein 5 armlos, Sigung mit Damen Sonnabend, Abends 9 Uhr, lassen. Während die Feuerwehr noch mit dem Broschürenform zur Massenverbreitung herstellen lassen. Mehrere Blumenstr. 46 bei Went. Mitglieder pünktlich. Aufräumen der Brandstätte beschäftigt war, erfolgte kurz Genossen waren derselben Meinung. In der Erwartung, daß vor 7 Uhr der Ruf derselben nach Weberstraße 16. Hier war diesen Wünschen stattgegeben werde, lehnte die Versammlung einen die Situation bedenklicher, als am ersten Brandorte. Das Feuer, Antrag ab, mit dem Gelde auch gleichzeitig eine Anzahl Nummern in der im ersten Stocke befindlichen Tischlerei zum Ausbruch ge- des Vorwärts", welcher die Rede König Stumm's enthält, ankommen, hatte an den großen Vorräthen fertiger und halbfertiger zukaufen und an die Bergarbeiter zu senden. Die Angelegenheit Möbel die denkbar günstigste Nahrung gefunden und sich sowohl mit dem Restaurateur Rümpel in Treptow( die Maifeier be nach der darunterliegenden Tischlerei als auch nach der darüber- treffend) soll der Lokalkommission zur Erledigung unterbreitet liegenden Billardfabrik einen Weg gebahnt und hier sein 3er- werden. Apelt ersuchte die Mitglieder, welche bei der Dekorirung störungswerk fortgesetzt; doch ist der hier angerichtete Schaden des Saales zu dem am Sonntag, den 15. Januar in der Berliner geringer, als am Ursprungsorte. Ein Mann und eine Frau, Ressource stattfindenden 2. Stiftungsfest helfen wollen, sich am welchen durch die immense Qualmentwickelung der Rettungsweg Sonntag früh 8 Uhr bei Gründel einzufinden. Mit dreifachem aus ihrer neben der Billardfabrik belegenen Wohnung abge- begeisterten Hoch auf die Sozialdemokratie fand die Versammschnitten war und die sich in Lebensgefahr befanden, lung 12/2 Uhr Nachts ihren Abschluß. wurden sogleich von der Feuerwehr mittels Rettungsapparaten " ins Freie in Sicherheit gebracht. Mit den Rettungsarbeiten Eine öffentliche Versammlung von Arbeitgebern be gingen die Ablöschungsarbeiten Hand in Hand; dieselben ge- faßte sich am Dienstag Abend mit der Aufstellung von Kandidaten stalteten sich insofern höchst ungünstig, als der starke Rauch das Vordringen zum Brandherd nur unter Anwendung des Rauch helms und des Feuerschutzanzuges ermöglichte. Der Angriff des Feuers erfolgte mit drei Rohrleitungen, jedoch bedurfte es zur Bewältigung desselben eine längere angestrengteste Thätigkeit. Die Aufräumungsarbeiten nahmen noch längere Zeit in Anspruch. Auch hier hat die Entstehungsursache sich nicht ermitteln laffen. Zwei am Donnerstag Abend 8 und 83/4 Uhr Friedens straße 98 bezw. Thiergartenstraße 4a gemeldete Brände erlangten eine größere Ausdehnung nicht. An erster Stelle handelte es sich um einen bei Aufthauungsarbeiten verursachten Fußbodenbrand, an letzterem Orte brannten aus gleicher Ursache Thürbekleidungen, Fußboden und Möbel in einem Speisesaale. " " " 1 Ber Stattlub Gordischer Knoetn, jeden Sonnabend 9 Uhr bei Karl Schilling, Pücklerfir. 55.- Danst Forening Freia( Dänischer Verein Freia), Lindenſt caße 106 bet Poppe. Verein ehemaliger Schüler er 30. Gemeindeschule, Abends 9 Uhr, Restaurant Wurl, Roppenftraße 58. Geselliger Berein Italia, jeden Sonnabend im Restaurant Voite, Kolbergerstr. 23. Abends Reichenbergerstr. 73, bet Fauſímann. Stattlub kreuzbube bei Steuer, Weinstr. 22.- Statflub Revolution tette tagt jeden Sonnabend Abends 9 Uhr bei Weiß, Andreasstraße 77a.Schaftopf- Klub Bruderstartentlub Rulle tagt jeden Sonnabend und Montag im Restaurant Hum boldhein, Hochstr. 32a.- Statklub Blaue Blouse, jeden Sonnabend bet Touristenverein Wanderlust Abends 9 Uhr im Restaurant Märkischer sof, Admiralftr. 18c. Wuttte, Graudenzerstr. 2. Depeschen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) zu den Gewerbegerichts- Wahlen. Aufgestellt wurden die Genossen Kördel, Keller, Drügemüller, Rumpf, Hermerschmidt, Mattutat, Dest, Börner, Schöning, Spindler, Wohlleben, Gaude, Geyer, Dortmund, 18. Jan. Da das Verbot, auf der Hobertsburg Scholz, Lüddemann, Irrgang, Wartenberg, Spandau, Schulze, eine Versammlung für Dortmund und dessen Umgegend abzuAlb. Böhl, Paduch, Gastw. Scholz, Fr. Schröder, Wilfe, Gnadt, halten, wegen des furzen Zeitraumes wenig bekannt geworden Knorr, Richter, Winkelmann, Dirschka, Dinslage, Fricke, Feld war, kamen heute Nachmittag etwa 3000 Bergleute mit der mann, R. Richter, J. Förster und Ullrich. Hervorzuheben ist Eisenbahn und zu Fuß nach der Hobertsburg gezogen. Infolge noch, daß die Versammlung einstimmig beschloß, obige Ge- der Aufforderung der Polizei, auseinander zu gehen, kehrte die nossen ais Kandidaten aufzustellen. Pahnte stellte einen Antrag, Menge unter Hurrahrufen nach der Stadt zurück und zog auf nach welchem in nächster Zeit noch eine Arbeitgeber- Versammlung den Steinplatz, auf welchem sie sich ebenso wie auf den umliegenstattfinden soll, und empfahl, die Einladung dazu durch den Straßen festzusehen suchte. Die Polizei schritt wiederholt ein Säulenanschlag zu erlassen. Die Versammlung beschloß dem An- und veranlaßte die Menge, auseinander zu gehen. Einzelne trage gemäß mit dem Zusage, daß die nächste Versammlung im Personen wurden verhaftet. Zur Aufrechterhaltung der Ruhe ist 6. Wahlkreise stattfinden soll. Eine Debatte über das Abonniren eine starke Polizeimacht aufgeboten. Die Persönlichkeit des Jrrsinnigen, der vorgestern des Vorwärts" von Seiten der Arbeitgeber förderte zu Tage, Paris, 13. Januar. Panama- Prozeß. Jm weiteren Verlauf Mittag in der Zimmerstraße allerlei Gewaltthätigkeiten verübte, daß ein Theil derselben aus Rücksicht auf seine Kundschaft den der heutigen Verhandlung wurde der Vorstand der Buchhalterei ist nunmehr festgestellt worden. Es handelt sich um den 50 Jahre Vorwärts" nicht halten zu können glaubte. Verschiedene Redner der Panama- Gesellschaft, Hieronymus, über die Bons ohne Namen alten Korrespondenten Anton Budt, der in dem Pensionat von wiefen demgegenüber darauf hin, daß ein sozialdemokratischer vernommen. Hieronymus erklärte trotz der Vorhaltungen des Reichert, Zimmerstr. 62, wohnte. Er war vom Jahre 1888 bis Arbeitgeber auch den„ Vorwärts" halten könne, wenn er nur Präsidenten und des Staatsanwaltes, die Namen der Empfänger 1892 bei der Firma Meyer u. Bieliz in der Schüßenstraße be- wolle. In Sachen der Kostenausbringung für die Gewerbe- dieser Bons nicht angeben zu können. Nach dem Verhör zweier schäftigt, verließ die Stellung ohne besonderen Grund und zeigte gerichts- Wahlen wurde den Anwesenden nahe gelegt, recht zahl: anderen Beamten der Panama- Gesellschaft, welche aussagten, sie in der Nacht zum Donnerstag die ersten Spuren des ausbrechenden reich auf die in nächster Zeit von der Streit- Kontrollkommission könnten über die auf Inhaber lautenden Bons keine Auskunft Wahnsinns, indem er erregte Selbstgespräche hielt und die übrigen verausgabten Listen zu zeichnen. Ein Antrag, eine nochmalige geben, wurde der Finanzier Hugo Oberndörffer vernommen. Bewohner des Pensionats weckte. Er verließ um 112 Uhr die Tellersammlung zum Schluß der Versammlung vorzunehmen und Derselbe erklärte, er habe für seine Betheiligung an dem Syndikat Reichert'sche Wohnung und wurde alsbald auf der Straße tob- den Ertrag dieser den streifenden Bergleuten zu überweisen, 1600 000 Franks und dafür, daß er der Gesellschaft die Idee süchtig. Er ist noch gestern Abend als ein gemeingefährlich Jrr- wurde angenommen. Diese Sammlung ergab die Summe von der Loos- Obligationen lieferte, 2 Millionen erhalten. finniger der Charitee zugeführt worden. ( Depeschen des Bureau Herold.) Die Behörden haben ein RundEin Pariser Heirathsschwindler in Berlin. Belgrad, 13. Januar. Die hiesige Zahlstelle des Zentralverbandes der Bauhiesigen Zeitung war längere Zeit hindurch eine Annonce ent- Arbeiter und Berufsgenossen hielt am 8. d. M. ihre regel- schreiben des radikalen Ausschusses beschlagnahmt, in welchem seine Parteigenossen auffordert, den Behörden im Nothhalten, die lautete: Männer! Für junge Bäckerstochter, mäßige Mitgliederversammlung ab. Zu Ehren des verstorbenen derselbe seine Parteigenoffen auffordert, den Behörden im NothDeutsche, Mitgift 70 000 m., jedoch mit Kind, das adoptirt werden Kollegen und Genossen Lüderitz hielt der Bevollmächtigte eine falle bewaffneten Widerstand zu leisten. muß, wird passender Gatte gesucht. Vermögen nicht beansprucht. Ansprache an die Mitglieder, in welcher er der Verdienste des Offerten postlagernd Paris unter Angabe einer bestimmten Verstorbenen um die Organisation rühmend gedachte. Sodann Chiffre." Ein Berliner meldete sich daraufhin und erhielt aus schritt die Versammlung zur Vorstandswahl; aus derselben Paris einen Brief von einem Dr. Hugo de la Valle, Rue St. gingen hervor: K. Krüger als erster, H. Heidemann als Marie 48, der etwa dahin lautete, daß unter den zahlreich ein zweiter Bevollmächtigter, E. Kothe als erster, E. Meiners gelaufenen Offerten ihm die des Schreibers am besten gefallen als zweiter Kassirer, sowie Röhrich, Fischbach und Holz habe. Da er jedoch als Vertreter der Familie der jungen Dame, als Revisoren. Zum Schluß wurde die Abrechnung vom vierten um deren glückliche Verheirathung er sich bemühe, im Auftrage Quartal des vorigen Jahres verlesen, welche eine Einnahme von des Vaters streng darauf zu achten habe, daß unsolide Elemente 21,20 M. und eine Ausgabe von 17,70 M. ergab. Es bleibt ferngehalten würden, so könne er sich mit dem Schreiber nur mithin ein Bestand von 3,50 M. Dem Kassirer wurde Decharge dann weiter einlassen, wenn dieser zur Deckung der Kosten für ertheilt. die über Charakter und Lebenswandel einzuziehende Information 50 Mark einsende. Laute die Auskunft günstig, so könne die Hochzeit in einigen Wochen erfolgen. Der heirathelustige Berliner hat sich zu dem Vorschuß nicht verstanden, da er wohl mit Necht vermuthet, daß das ganze Schwindel ist. Vermist wird seit dem 28. Dezember, die 73- jährige Wittwe Zehnpfund. Die Angehörigen bitten den Aufenthalt der alten Frau dem nächsten Polizeiamt anzuzeigen. Polizeibericht. Am 12. d. M. Morgens wurde ein Schank wirth in seinem Lokale, in der Fürbringerstraße, erhängt vorgefunden. Im Laufe des Tages fanden- neun Brände statt. Versammlungen. 9,20 Mark. Briefkalten der Redaktion. S. 100. 1662/3 pt. A. C. Wenden Sie sich schriftlich an die Direktion des bes treffenden Instituts. Termeda. Sie wollen das Statut einsenden, damit man aus demselben das nöthige ersehen kann. Be A. H. 6. Vergnügungsvereine unterliegen den schränkungen nicht. Der Borsigende fann. unter 21 Jahre alt Im Arbeiter- Bildungsverein ,, Zukunft" zu Reinicken- sein. Statuten werden nicht abgestempelt. O. B. 14. 3u welchem Zweck sind die Waaren geliefert dorf hielt am 8. Januar Genojje Thal einen lehrreichen Vortrag über die Neligion im Lichte der Wissenschaft. An der und von wem, von einem Kaufmann? Diskussion betheiligten sich mehrere Genossen im Sinne des R. G. 18. 1. Fürbringerstr. 17 bei Herzfeld. 2. Das Referenten. Hierauf wurde beschlossen, die beantragte Erhöhung ist sehr bestritten, 3. leider so lange, bis die Kosten be des Monatsbeitrages um 5 Pig., welcher Betrag zur Deckung zahlt sind. der durch die Liedertafel verursachten Kosten verwendet werden Hildebrand. Wiederholen Sie Ihre Anfrage, uns ist von soll, sowie die zu fassenden Bestimmungen bez. des Stiftungs- derselben überhaupt nichts bekannt. festes in der nächsten Versammlung zu berathen. Zum Schluß fand ein Antrag auf Beschaffung eines Fragekastens Annahme. Vergnügungsverein Morgenstern". Sonnabend Sigung um 9 Uhr bei Erbsmehl, Elsasserstr. 58. In der humanistischen Gemeinde, Kommandantenstr. 79, hält am nächsten Sonntag, Vormittags 10% Uhr, Herr Echäfer den Vortrag über: Moderne Verfuche eines Religionsersages. Gäste willkommen. Kranken- und Begräbnißkaffe des Vereins sämmtlicher Berufsklaffen Berlin 5, Moabit. Versammlung Sonntag Vormittag 10% Uhr bet Blocksdorf, Rathenowerstr. 76. Freireligiöse Gemeinde, Rosenthalerstr. 38. Sonntag, den 15. Januar, Bormittags 10% Uhr, Versammlung. Herr Manasse: Ethik und Freidenter: thum iontag, den 16. Januar, Abends 8 Uhr, Versammlung. Allgemeine deutsche Krankenkasse für Weber, Wirker, Färber, Spinner u. f. w.. G. 5. 67, Giz Chemnity. Sonntag, den 15. Januar, Bor: mittags 10 Uhr, Versammlung, im Lotale Gr. Frant furterjir. 133. Tagesordnung: Kassenbericht. Vorstandswahl. Spiel- und Gesellschafts- klub„ erz", Elisabethkirchstr. 14. Sonnabend Sigung mit Damen, Fidelitas. Versammlung der Allgemeinen Kranken- und Sterbe- Nasse der Metallarbeiter,&. S. 29, zu Hamburg, Filiale 4, Berlin. Sonnabend, den Der sozialdemokratische Wahlverein für den dritten Berliner Reichstags- Wahlkreis hielt am 12. Januar seine ordentliche Generalversammlung ab. Der Vorsitzende August Schweiger begrüßte die zahlreich Erschienenen zunächst mit einem„ Glück auf zu weiterer Thätigkeit im neuen Jahr!" Nach Verlesung und Aunahme des Protokolls der letzten Versammlung erstattete Gründeí den Kassenbericht. Mit dem Ueberschuß vom 3. Vierteljahr von 399,55 M. betragen die Einnahmen im 14. Januar, Abends 8% Uhr, bei Schlüter, Kleine Markusstr. 10. 4. Quartal 652,15 M. Die Ausgaben für Referenten, Flug- Theater- und Vergnügungs- Verein orbeerkrans". Sizung jeden blätter, Annoncen u. f. w. ergeben den Betrag von 429,54 M., Sonnabend Abend 9 Uhr, köpnickerstr. 158 in Buch's Restaurant. Nener Berliner Handwerkerverein. Sonnabend, den 14. Januar, es bleibt somit ein Bestand von 222,61 M. Auf Antrag des Abends 9 Uhr, Vereinsversammlung bei Dehlmann, Münzftr. 11. Tages Revisors G. Schulz wurde der Kassirer entlastet. Den Bericht ordnung: Vortrag des Herrn Carl Fully. Thema: Römisches Heerwesen in des Gesammtvorstandes verlas Schweizer. Es haben dannach der Kaiserzeit. Arbeiter- Bildungsschule. Sonnabend, Abends 8-10% Uhr. Südim vergangenen Jahre 13 Versammlungen stattgefunden, in Schule, Hagelsbergerstr. 43: Unterricht in Deutsch( unt.); Süd- Ostwelchen Vorträge wirthschaftlicher, politischer und wissenschaft- Schule, Reichenbergerstr. 133: Unterricht in Physiologie; it- Schule, licher Art gehalten wurden. 3weimalige Flugblattvertheilung Martusstr. 31: Unterricht in Rechnen( unt.); Nordschule, Müllerstraße innerhalb des Wahlkreises und 4 Agitationstouren in die Provinz r. 179a: Unterricht in Buchführung und oberes Rechnen. In alle Fächer sollten veranlassen, unsrer Sache neue Streiter zuzuführen. Der önnen noch Schüler und Schülerinnen auch jest im Laufe des Semesters Berein zählt zur Zeit 560 Mitglieder gegen 301 im Vorjahre. Genosse Fritz hatte an dem Bericht des Vorstandes nichts zu bemängeln, nahm aber Gelegenheit, die Mitglieder aufzumuntern, bei der Flugblattverbreitung fich reger zu betheiligen. Hierauf Rath und Belehrung. wurde zur Wahl geschritten, welche folgendes Ergebniß hatte: 1. Borsigender H. Pielice, 2. Vorsitzender Apelt, 1. Kassirer kommunistische Arbeiter Bildungsverein befindet sich nach Gründel, 2. Rassirer Rehr, 1. Schriftführer Ladewig. wie vor 49 Tottenham Street, Tottenham Court Rd., W. London. eintreten. Deutscher fojialdemokratischer gefehlub in Paris. Rue St. Sonore 314 Cafe du Lion de Belfort. Jeden Sonnabend öffentliche Ber: fammlung; reiche Bibliothek, Zeitungen, französischer Unterricht. Der deutsche Arbeiter, der fremb nach Paris tommnt, findet hier einen Anlehnungspunkt, London. Der einzige hiesige sozialdemofraitsche Berein Londons, der von Karl Marr und Friedrich Engels 1840 begründete alte, A. Sch., Würzburg. Wir können Ihnen nur anempfehlen, das Protokoll durchzulesen. W. D. Nicht druckfähig. A. Lippach. Sprechen Sie wegen des Berichtes heute Abend zwischen 7 und 8 Uhr auf der Redaktion vor. C. R. 44. Nein. O. B. in W. Der Ehemann haftet für die seiner Ehefrau erwachsenen Gerichtskosten; jedoch ist die Frage in den letzten Jahren von einigen Gerichten und Rechtslehrern verneint. Das Kammergericht vertritt den Standpunkt, daß der Ehemann für die Kosten aufkommen müsse. Bruno P. Die neuliche Auskunft war richtig; hat der Richter in Ihrem Falle die Sachseneigenschaft übersehen, desto besser. 9. St.§ 100 c der Gewerbe- Ordnung gilt noch. Nr. 4 dieses Paragraphen schreibt vor: Gesellen, welche bereits einer eingeschriebenen Hilfskaffe angehören, fönnen, so lange sie an derfelben betheiligt sind, zum Eintritte in die entsprechende Unterstützungskasse der Innung nicht gezwungen werden. N. G., Naunynstraße. Ein Recht auf Miethe für die Zeit vom 20. Dezember bis 1. Februar steht dem Wirth nicht zu, wenn er seit dem 20. Dezember das Betreten der Wohnung ver hindert hat. Briefkaffen der Expedition. Für die Bergarbeiter gingen ferner ein: Sozialdemokratischer Wahlverein des 6. Berliner ReichtagsWahlkreises 500 m. Von Stockarbeitern bei Goldbach 6 M. Von den sächsischen Bergarbeitern I. Rate 300 m. Gesammelt bei H. u. S. Markgrafenstr. 6,50 M. Summa 812,50 M. Bereits quittirt M. 222,90. In Summa M. 1035,40. Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Berlag von May Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2.