Mr. 13. Erscheint täglich außer Montags. Brets pränumerando: Bierteljährlich 8,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Bfg. frei m's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags: Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Bfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Poft- Zeitungs- Breisliste für 1898 unter Nr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Betttzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inferate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Erpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprech- Anschluß Amt I, tr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Die Nothstandsinterpellation -Sonntag, den 15. Januar 1893. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. werke, sind die höchste Leistung der königlich preußischen Weise Ausdruck, während Herr von Kardorff es Sozialpolitik, die eins ist mit der Sozialpolitik des auch bei dieser Gelegenheit Gelegenheit fertig brachte, eine der Sozialdemokraten hat ihren Zweck im vollsten Maße Reichs. Rede über die Goldwährung zu halten. Die ganze Bruerfüllt, über Erwarten der Interpellanten. Es galt die Und wie hat diese Sozialpolitik im Laufe dieser talität des Fabrikanten- Prozenthums kam in der Rede des Frage des Nothstands auf die Tagesordnung des öffent- Nothstandsdebatte sich selbst gerichtet! Die Antwort des Abg. Möller zum Ausdruck. Diese Herren können es der lichen Lebens zu bringen fie ist auf der Tagesordnung. Herrn Staatssekretärs von Bötticher zeigt, daß die Re- Regierung nicht verzeihen, daß sie nicht zwischen die streiEs galt die Zustände im Saarrevier zu beleuchten sie gierung des Deutschen Reichs von den sozialen Problemen tenden Arbeiter schießen und hauen läßt. sind beleuchtet. Es galt ferner, die Vertreter der Reichs- und Aufgaben der Gegenwart keinen Begriff hat. Es ist Eine gründliche Nachlese hielt hierauf Drees ba ch. regierung zu einer sozialpolitischen Programmaussprache zu fein außerordentlicher Nothstand vorhanden. Und die Re- Indem er noch einmal die sämmtlichen in der Debatte an veranlassen die Aussprache ist erfolgt. gierung hat deshalb keine außerordentlichen Maßregeln zu gere gten Punkte durchging, geißelte er besonders die bru Und im wesentlichen ist alles so gekommen, wie wir es treffen." Das war, seiner Hülle entkleidet, der Kern der talen Drohungen und stellte dem Verlangen nach einem vorausgesehen hatten, nur daß die Beleuchtung der Ver- Antwort, deren Unzulänglichkeit deren Unzulänglichkeit und Armuth Herr neuen Sozialistengesetz die stolze Erklärung entgegen, daß, hältnisse und der Absichten eine hellere, ja grellere war, als v. Bötticher so wohl empfand, daß er sie zweimal zu be- wie unsere Partei mit dem alten" Kurs und seinem wir voraussehen konnten. Daß der Nothstand eine bedroh richtigen suchte. Nothstand ja, aber der gewöhnliche Sozialistengesez fertig geworden sei, wir auch bereit seien, liche Höhe erreicht hat, das ist im großen und ganzen vom Nothstand, fein außerordentlicher, der das Eingreifen des den Kampf mit neuen Ausnahmemaßregeln aufzunehmen. Reichstag anerkannt worden, und die einzelnen Ab- Reichs nöthig macht. lengnungen haben nur dazu gedient, die Person der Ab- Damit ist gesagt: das Reich wird nichts thun Rede vorgebrachten Zahlen, mit denen bewiesen werden Die vom Herrn Minister nach Dreesbachs trefflicher leugner unvortheilhaft zu kennzeichnen. Ein Anstoß ist ge--es läßt die Dinge ihren Lauf gehen. Die Hochfluth des sollte, daß der Verkehr steigt, die Industrie blüht und die geben, und die Interpellation wird wohl praktische Resultate Elends mag steigen, steigen, mag alles zu verschlingen Arbeitslöhne höher wie je feien, werden wohl noch Gegens haben wenn auch irgend Genügendes nicht zu erhoffen ist. drohen die Regierung des Deutschen Reichs sieht es stand einer späteren Betrachtung sein. Auf alle Fälle tann Ueber die Zustände im Saargebiet ist Tageshelle ver- nicht- steht da mit verschränkten Armen, fatalistisch von unsere Partei mit dem Berlauf der dreitägigen Debatte breitet worden. Für jeden, der die Debatten, und nament Tag zu Tag lebend, aus der Hand in den Mund lebend lich die Darlegungen des Handelsministers von Berlepsch komme, was tomme. vollauf zufrieden sein. dem Inhalte wie dem Tone nach mit Aufmerksamkeit ver folgt hat, ist es sonnenklar, daß das bureaukratisch- Nein, so weitsichtig sind die Staatsmänner von heute militärische, oder sagen wir genauer: das unteroffiziers- nicht. Sie haben nicht, gleich Metternich, begriffen, daß mäßige Verwaltungssystem der königlich preußischen Kohlen- die Sündfluth kommen wird. Bergwerke die Schuld an dem unheilvollen Streit trägt. Nun sie wird wohl auch nicht nach ihnen kommen. Nicht rein materielle Gründe waren es, welche die Arbeiter Verharren die Regierenden in ihrer Verblendung, so werden in den hoffnungslosen Streit trieben, sondern viel mehr sie die Sündfluth noch erleben. moralische: fittliche Empörung über das schroffe Vor- Einstweilen hat die deutsche Reichsregierung sozialgehen und Auftreten der Behörden. Der bei Begründung politisch abgedankt. Ser Jnterpellation scharf gerügte Utas":" Erst anfahren, dann unterhandeln!" ist zwar von dem Handelsminister be stritten worden, allein er ist Thatsache. Das Herold'sche Telegraphenbureau hat den ufas am Montag allen Beitungen gemeldeter findet sich in den Morgenblättern Nach uns die Sündfluth." des Dienstags, und er findet sich in allen Berichten un politische Lebericht. Korrespondenzen aus dem Saarrevier. Und der Herr Handelsminister selbst hat, gewiß unfreiwillig, das System Berlin, den 14. Januar. Wir werden darauf aufmerksam gemacht, daß der Abgeordnete von Pfetten in seiner Rede am Donnerstag, kurz vor Schluß der Sizung, nicht von einem Nothstand der Großgrundbesitzer gesprochen hat, sondern nur die mißliche Lage des Klein- und Mittelbefizes an Grund und Boden erörtert habe. Das Mißverständniß ist auf Konto der großen Unruhe zu sehen, welche während der Rede des genannten Herrn im Hause herrschte. Die Bismarck- Reptilien verhöhnen den neuen Reichs tanzler ob seiner jüngsten Kommissionsrede und lassen natürlich zwischen den Zeilen lesen, daß der Ex- Kanzler doch ein anderer Kerl sei. Nun wir haben gewiß keinen Grund, den neuen Reichskanzler zu vertheidigen, aber das müssen wir doch sagen, in seiner auswärtigen Politik hat er mindestens so viel Geschick bewiesen, wie sein„ genialer" noch schärfer charakterisirt als jener Utas wir meinen Aus dem Reichstag. Die Diskussion über die Noth- Herr Vorgänger, wobei wir allerdings bemerken wollen, seine Bemerkung, daß die Bergleute vor dem Streik stands- Interpellation wurde heute zu Ende geführt. Der daß wir von der Kunst der Hohen Politik" verteufelt gar teine Beschwerden an die an die Berg- Sozialpolitiker des Zentrums, Herr Hize, leitete die Dis- wenig halten ebenso wenig wie von der gesammten verwaltung gerichtet hätten. Gerade wie in fussion mit einem richtigen rednerischen Eiertanz ein. Die Bunft der hohen Politiker. Herr v. Caprivi hat freilich der Armee!" riefen die Sozialdemokraten dem Herrn Bentrumspartei hat bei den Arbeitern des Saarreviers so feine Depeschen gefälscht, mit feinem Napoleon toufpirirt, Handelsminister zu. Die Soldaten beschweren sich auch sehr an Kredit verloren, daß jedes unvorsichtige Wort den keine Raubkriege eingefädelt, solche Erfolge" hat er nicht sie schießen sich lieber todt. Und die Bergleute Bruch zu einem unheilbaren machen kann. Andererseits nicht aufzuweisen, dafür hat er aber auch niemals solch fireifen lieber, gehen mit ihren Familien lieber ins Glend. aber will das Zentrum es auch nicht mit der Regierung dummes Beug geschwaßt, wie von dem Bischen Herze " Die Bergleute haben sich gar nicht beschwert!" Besser, verderben. So spickte denn Herr Hitze seine Rede mit so gowina" und von unserer nationalen Mission in packender, ergreifender hätte der Herr Handelsminister nicht viel Wenn und Aber, daß am Schlusse derselben Niemand Samoa". Und auch einen Erfolg der auswärtigen die Breite der Kluft, die zwischen den Behörden und Ar- hätte sagen können, was der verehrte Herr eigentlich wollte. Politik hat Herr von Caprivi zu verzeichnen: man beitern des Saarreviers gähnt,- besser, packender er- Das Beste an der Rede war der verständige Appell an die glaubt dem Wort des deutschen Reichsgreifender nicht das tiefe Mißtrauen der Bergleute gegen Regierung, sich die beabsichtigten Maßregelungen noch ein- anzlers ein Erfolg, deffen der Ex- Kanzler sich niedie Bergverwaltung zum Ausdruck bringen können. Und die mal zu überlegen. Demselben Verlangen gab auch der mals zu erfreuen gehabt hat. Dies nicht dem Einen zu töniglich preußischen Werke des Saarreviers find Muster- nachfolgende Redner, Dr. Hirsch, in entschiedenster Lob, aber dem Anderen als Ohrfeige. Feuilleton. Nachbruc verboten.) Haus Nuzingen. Soziale Studie von H. de Balzac. Deutsch von Curt Baake. ( 5 Weißt Du, wie Du es anzustellen hast, wenn Du in England nicht als improper" gelten willst?" wandte sich Bigion an Finot." Nun?" " Geh' in die Tuilerien und sieh Dir da den marmornen Feuerwehrmann an, den der Bildhauer Themistocles getauft hat. Versuche dann wie die Statue dieses Feld herrn einherzuschreiten, und Du wirst nie improper" sein. Der strengen Anwendung des ehernen Gesetzes des improper" hatte es Godefroid zu danken, daß sein Glück vollständig wurde. Und zwar ging das so zu: " Advokat, kurz eine wahre Blume der Verderbtheit. Er einen männlichen Tiger und erbot sich zu einer Wette, daß spielte und fluchte, liebte den Bunsch und Näschereien, war Paddy im Grunde eine gezähmte Tigerin wäre. schmähsüchtig wie ein Feuilletonist und so dreist und frech Die Beschreibung wurde boshaft ausgelegt und drohte wie ein Pariser Gassenjunge. dem Chefredakteur improper" zu werden; der Superlativ von improper" ist nämlich der Galgen. Er war eines edlen englischen Lords Ruhm und Nugen gewesen; er hatte ihm schon siebenmalhunderttausend Frauks im Wettrennen gewonnen. Der Lord hatte den Bengel sehr gern: sein Tiger war eine Merkwürdigkeit; kein Mensch in London hatte einen so kleinen Tiger. Auf einem stürmenden Renner sah Joby wie ein Falte aus. Und dennoch gab er ihm den Laufpaß. 99 99 Mylord wurde wegen seiner Vorsicht von Mylady sehr belobt. Toby aber konnte, nachdem sein bürgerliches Ges schlecht in der britannischen Zoologie einmal bestritten war, nirgends mehr eine Stelle finden. Zu jener Zeit blühte Godefroid im Schatten der französischen Botschaft in London, wo er Toby's, Joby's, Paddy's Toby hatte nicht genascht, nicht gestohlen, nicht gemordet, Abenteuer erfuhr. Er bemächtigte sich des Tigers, den er nicht lästerliche Reden geführt; seine Haltung hatte zu weinend bei einem leeren Konfiturentopfe gefunden, denn feinem Tadel Anlaß gegeben, er war gegen Mylady nicht die Guineen, womit der Lord sein Unglück vergoldet, hatte unverschämt gewesen, hatte kein Loch in die Taschen der das Kind längst ausgegeben. ersten Rammerfrau Mylady's gebohrt, noch sich von den Godefroid de Beaudenord brachte also bei seiner Rücks Gegnern Mylords beim Rennen bestechen lassen; er hatte kehr den schönsten Tiger Englands mit nach Hause des Sonntags fein Vergnügen besucht, turz, er hatte über- und wurde durch ihn so bekannt, wie Couture hier durch haupt nicht das Geringste verbrochen. seine schönen Westen. So fiel es ihm nicht schwer, in den Klub Grammont, wie er heute heißt, aufgenommen zu Ja, er hätte alles dies thun, ja sogar ohne gefragt zu Er hatte einen Tiger( kleiner Reitknecht) nicht einen sein, Wylord anreden können, Mylord hätte ihm selbst Groom, wie Leute sagen, die vom Sport keine Ahnung dieses schwerste aller häuslichen Verbrechen verziehen. haben. Sein Tiger war ein kleiner Frländer, Namens Mylord würde Vieles von Toby ertragen haben, so Paddy, Joby, Toby Ihr könnt Euch einen Namen für große Stücke hielt Mylord auf ihn. werden. Er hatte, ohne seinem Ehrgeiz wehe zu thun, auf die diplomatische Laufbahn verzichtet, er war kein unruhiger Kopf, und alle Thüren standen ihm offen. Kerle, wie wir, würden sich schwer gekränkt fühlen, ihn aussuchen, zehn Jahr alt, drei Fuß hoch und zwanzig Sein Tiger lenkte einen Tilbury, vor dem zwei Pferde wenn ihnen nur lächelnde Gesichter entgegenträten; es giebt Daumen breit. Er war so schlank wie ein Wiesel, hatte hintereinander gespannt waren, während er auf dem zweiten für uns keine größere Wonne, als der bitteren Fraße eines stählerue im Gin gehärtete Nerven, war flink wie ein Eich- ritt; seine Beine reichten dann nicht auf die Gabel hinab, Neidischen zu begegnen. Godefroid aber liebte es nicht, ge= fäßchen und der beste, unübertroffene Fahrer Londons und er glich mit einem Wort jenen Engelstöpfen, welche haßt zu werden. Lassen wir jedem seinen Geschmack! und Paris. Sein Eidechsenauge war so scharf, wie meins, die italienischen Maler um das Bild Jehovahs aus- Rommen wir lieber auf die Grundlage seiner Existenz, auf er ritt wie der alte Franconi, hatte blondes Haar wie eine ftreuen. sein Leben in materieller Hinsicht zu sprechen. heilige Jungfrau von Rubens und rothe Backen. Verstellt Da lieferte ein englischer Journalist eine reizende Be Seine Wohnung, in der ich oft genug beim Dejeuner war er wie ein Kavalier, verschlagen wie ein ausgedienter schreibung dieses kleinen Engels, fand ihn zu hübsch für saß, besaß den Vorzug eines wunderbar ausgestatteten Gegen die ziveijährige Dienstzeit in der Militär- Den grünen Gesinnungs- Philistern, die sich von den große Streik der Grubenarbeiter Deutschland überraschte. Borlage erheben sich sehr viele Stimmen aus den konservativen Beitungs- Kulis der Welfenfonds- Quittungsleute in einen Man war gewöhnt, die Bergarbeiter als eine besonders gut Reihen; aber wenn sie auch aus diesen Gründen die Vor- spaßhaften Entrüstungssturm gegen uns hezen ließen, sei geartete Arbeiterklasse anzusehen, in denen sich von Geschlecht lage bekämpfen, annehmen werden sie diefelbe doch, in der folgende Aeußerung eines bürgerlich- demokratischen Schweizer zu Geschlecht besondere Sitten und Gewohnheiten bewahrt, und Hoffnung, daß der Reichstag, welcher jetzt die Militär- blattes, der Züricher Post", hinter den Spiegel gesteckt. bie nichts gemein hätten mit dem gewöhnlichen Proletariat; forderungen erfüllt, auch bei späteren Forderungen betreffs Das genannte Blatt, das beiläufig in der Sache, soweit sie ihr Loos sei zwar ein bescheidenes, aber ein sicheres, vor ber Verlängerung der nur faktisch, nicht gefeßlich eins in Zürich spielt, ganz besonders gut unterrichtet ist, schreibt Mangel geschüttes; die Knappschaftstassen seien ein Mustergeführten Dienstzeit keinen dauernden Widerstand leisten in seiner Nummer vom 11. d. M.: institut, das auch in Krankheits- und Invaliditätsfällen die wird. Die Veröffentlichung von hundert Quittungen des Welfen Bergleute vor Noth schüße und für die Wittwen und fonds durch den Vorwärts", das Hauptblatt der deutschen Waisen sorge. Bei ihnen sei nicht zu befürchten, daß um Sozialdemokraten, hat mehr Lärm gemacht, als stürzlerische Agitationen Boden gewinnen könnten; das eigentlich nöthig war. Denn seien nun diese Quit Verhältniß der Treue und Anhänglichkeit an ihre Vortungen echt oder unecht, worüber immer noch Streit waltet: Die Reichskommiffion für Arbeitsstatistik ist zum 3. Februar wieder einberufen. Auf der Tagesordnung stehen das Ergebniß der Erhebungen über das Bäckergewerbe und Initiativanträge, u. a. der Antrag Hirsch, betr. Ausdehnung der Erhebungen auf die Hausindustrie.Die Welfenfonds- Quittungen. Das Reptilgesindel, das uns, so lange es glaubte, alle Belege seien verbrannt", mit dem Gebrüll: Namen! zu verblüffen wähnte, ist recht still geworden. Es weiß jetzt, daß Quittungen da sind, und es weiß, daß der Tag der Abrechnung und des Gerichts auch für die Lumpen des Welfenfonds fommen wird, wie er für die des Panamafonds gekommen ist. Und unser Panama- Skandal- das sagten wir schon das sagten wir schon wird nicht der kleinere sein. Die Germania", neben der„ Bossischen Zeitung" fo ziemlich das einzige Berliner Blatt, das sich durch das Reptilien- Geheul gegen uns nicht von der Fährte abbringen ließ, schrieb gestern: jemand muß ja die Binsensummen des Fonds gesetzten, insbesondere an die Grubenbesizer haben zu fest erhalten haben, da man nichts von Erspar- Wurzel geschlagen, als daß irgend jemand daran rütteln niffen weiß, die gemacht worden wären, und könnte; selbst das, was sie an die ultramontanen Reichsübrigens besteht der Fonds jetzt nicht mehr, sondern ist durch feinde binde, habe seine Ursache nur an dem religiösen, aber die beiden Abkommen mit den depoffedirten Fürsten von Kur- mißleiteten Gefühl. Der Streit von 1889 machte dieser hefsen und Hannover beseitigt. Gewiß könnte die Veröffent: Vorstellung von den idyllischen Verhältnissen der Arbeiter lichung dennoch ihren Werth besitzen, jedoch weniger ein Ende und stellte auch die patriarchalischen Einrichtungen diefer vielberedten Einrichtung wegen als in ein nicht sehr erfreuliches Licht. Die bureaufratische wegen der einzelnen Personen, auf deren Namen die Quittungenliste des Vorwärts" Verwaltung der königlichen Grubenwerke hat seit fener Zeit rathen ließ. nichts gelernt; ihr scheinen die schwachen sozialpolitischen" Anläufe der Regierung ebenso fremdartig geblieben zu sein, Nun, auch die Namen werden noch kommen. Inzwischen predigen die Spaßen sie von den Dächern.wie den privatkapitalistischen Grubenbesigern, welche jene Uebrigens hat Cornelius Herz ja erklärt, Bahlungen Sozialpolitischen Anläufe nur mit Zorn und Erbitterung aus dem Welfenfonds„ könnten ja manche Leute er- aufnahmen und den bekannten kaiserlichen Erlassen gegenhalten haben, ohne daß sie sich deshalb zu unehrlichen über sich wie seiner Zeit die Quizom's gegenüber den Diensten vermiethet hätten". Das könnten" ist föstlich. barone sahen die kaiserlichen Erlasse als eine Heraus Hohenzollern aufspielten. Die Gruben und Industrieund Cornelius Herz wird jedem seiner" Leute" gewiß gerne forderung zu einem Kampfe an, bescheinigen, daß er sich nicht zu unehrlichen Diensten ob sie oder die Staatsregierung und Gesetzgebung die ber zeigen sollte, vermiethet hat". diese Weise sind wir in die Lage verfekt worden, um der germanischen Pharisäer, welche die Korruption des organe als ihre Werkzeuge und respektiren sie nur, soweit Und zum Schluß noch ein Wort an das Geschlecht Herren seien. Die Industriebarone betrachten die Staatsuns zu Korruption bei Austheilung seiner feiner Spenden" zwar Bismard'schen Regiments leugnen. Wir Die neuerliche Diskussion hat den einen und den andern der Eingeweihten, die sich heute aller Rücksicht auf den„ prat tischen" Berwalter des Welfenfonds" enthoben glauben, an geregt, ihre Wissenschaft der Welt nutzbar zu machen. Auf 12 " zum fehr schlau zu Werke ging, aber doch nicht schlau Welfenfonds für den Augenblick ruhen lassen und fragen: der Donnerstags- Sitzung des Reichstages war nicht nur eine genug, um zu verhindern, daß das System der Ber Hat es jemals in irgend einem Lande einen unappetit- Oppositionsrede gegen die Regierung, sondern auch eine Abwendung und auch Kategorien dabei betheiligter Personen doch licheren Att von Nepotismus und Korruption gegeben, als tanzlung ungeschickter Subalterner. Nach König Stumm bekannt wurden. Was das erstere betrifft, so wird der Modus die Beförderung Schwenninger's wäre die einzig passende Antwort auf den Bergmannsder Stipendien"-Zuwendung uns folgendermaßen geschildert: Brofessor an der Universität Berlin streit die Ablegung von mindestens 30 000 Arbeitern. Die Roftgänger des„ Welfenfonds", wie auch die ohne besond. b. eines Mannes, welcher furz vorher eines Aber wie diese ersetzen? Nun, an Arbeitern ist deres Ansuchen Bedachten, erhielten eine von Bismarck's Hand Sittlichkeitsvergebens gerichtlich über Gegenden Deutschlands bunt zusammengewürfelten Arbeitern fein Mangel. Ob man aber in ben aus allen in der diese angewiesen wurde, die niedergefchriebene Summe führt ist? Wir erbitten uns Antwort. ausgefertigte Anweisung an die Kasse des Auswärtigen Amtes, an einen der Beamten des Auswärtigen Amites, denen Bismarck eine gefügigere Arbeiterschaft wird bilden können, als aus besonders vertraute, darunter auch vielgenannte Geheimräthe, Die Nothwendigkeit fünfjähriger Reichstags- der einheimischen, mit tausend Wurzeln in der Heimath ver auszuzahlen, der dann seinerseits fie dem„ Stipendiaten" aus- Wahlperioden beweist die Prüfung die Prüfung der Wahl des wachsenen? Oder ob nicht die 80 000 neuen Arbeiter erst folgte. Auf diese Weise lernten weder die Kassenbeamten die Abg. v. Reden im 9. Hannoverschen Wahlbezirk. Die recht die übrigen aus den noch wurzelnden autoritativen eigentlichen Empfänger der ausgezahlten Gelder kennen, noch Wahlprüfungs- Kommission hat endlich nach fast dreijähriger Ueberlieferungen herausreißen werden? Man hat bereits wußten die Bertrauten", ob diese Gelder aus dem„ Welfen-" oder Reichstagsdauer beschlossen, die Ungiltigkeit der Wahl zu von der Einführung Don Rulis gesprochen; ein aus einem anderen Fonds flossen, und zu welchem Zwecke die erklären. Der Reichstag wird also erst knapp am Schlusse Beichen der patriotischen und nationalen Gesinnung Roftgänger" die betreffenden Beträge erhielten. Ihre eigenen feines dritten oder vielleicht erst zu Beginn des vierten des kapitalistischen Prozenthums, welches zwar die Gedanken fonnten sie sich allerdings darüber machen. Und dabei sind sie auch noch in der angenehmen Lage, jeden Augen- Jahres fich selbst über die Giltigkeit oder Ungiltigkeit der schwungvollsten Phrasen von Vaterland und nationaler blick zu dementiren, daß sie jemals Gelder aus dem Welfen Wahl schlüssig machen. Wie kann also ein Reichstag mit Ehre auftischt, aber beide hinwirft, wenn sie nicht seinem fonds" ausgezahlt hätten. Die Belege für die Kaffe" bildeten dreijährigen Periode bestehen, wenn er allein 4 Jahre zu der Profit dienen. Was König Stumm verlangt, ist die Umdie Bismarck'schen Anweisungen, über deren Bezeichnung als Prüfung der Mandate braucht? wandlung der Arbeiter in Kulis, ebenso wie die Junker Anweisung oder als Quittung Diejenigen fich ftreiten mögen, der Ostprovinzen die Arbeiter wieder an die Scholle binden, denen es Vergnügen macht. Dem verflossenen Kanzler allein Aus dem Reich des Herrn v. Stephan. Bu der d. h. zu Leibeigenen machen möchten. Ob der Staat den also waren die Namen der Geldempfänger zuverlässig bekannt, gestern von uns mitgetheilten und besprochenen Verfügung ihm vom König Stumm hingeworfenen Handschuh aufund es ist selbstredend nicht ausgeschlossen, daß in Fällen, in des Kaiserlichen Ober- Postdirektors, Geh. Ober- Postraths nehmen oder die Oberherrschaft desselben anerkennen wird? denen er es für zweckmäßig hielt- 3. B. wenn die zuge Röhne, spricht auch die ultramontane Rölnische Boltswendete Summe eine hohe war er sich seitens des Bedachten Beitung" die Hoffnung aus, daß die Sache im Reichstage Als elfte Partei bezeichnet die Rölnische Zeitung" auch eine Quittung ausstellen lies. Es ist uns die Höhe aus bei der Berathung des Post- Etats zur Sprache und dem die neue Partei Bismard. Zebn Parteien sind bereits im dem Welfenjonds" gezahlter Summen angegeben worden einzelne davon sind recht hohe; das Geld war ja da, und es Reichs- Postamte nöthigenfalls sehr nachdrücklich zum Be- Reichstage vertreten, die nationalliberale, die deutschroch" auch nicht. Weiter sind uns Zwecke bezeichnet worden, mußtsein gebracht werde, daß auch für das Reich des konservative, die Reichspartei, das Zentrum, die polnische, zu denen der„ Welfenfonds" die Mittel geliefert habe; Zwecke, Herrn v. Stephan Grenzen bestehen". Auf den Nachdruck, die deutschfreisinnige, die Boitspartei, die sozialdemokratische, über die wir uns aus gewiffen Gründen nicht weiter äußern den das Zentrum in solchen Fragen der persönlichen Rechts- die elsaß Lothringische und die antisemitische. Die neue wollen. Die Erinnerung aber an dieses dunkle Blatt in der bedrückung legen wird, haben wir gegenwärtig eben so Partei ist nichts weiter als eine Partei nationalliberaler Geschichte des neuen Deutschen Reiches läßt es mit doppelter wenig Vertrauen, als auf die großen Worte der National- und freikonservativer Querköpfe ohne jeden ZusammenGenugthuung empfinden, daß endlich der Schandfleck, der so liberalen, als sie noch anerkannte Regierungspartei waren.- hang in den Meinungen und Interessen und vor allen lange an seiner Stirn brannte, ausgelöscht ist. Wer aber etwa glauben sollte, mit der Beseitigung des Korruptionsfonds sei auch die Diskussion über denselben und seine Verwendung hinfällig geworden, würde sich sehr irren: wenn nicht alles täuscht, stehen wir erst im Beginn der Enthüllungen, und was darin noch geboten werden wird, ist heute nicht abzusehen. " 17 Arbeiten überhäuft sein, daß die jüngsten VerhandlungsJustizverschleppung. Das Reichsgericht soll so mit termine bereits auf Ende Juni anberaumt werden, und da vom 15. Juli bis 15. September Gerichtsferien find, so werden schon vom nächsten Monat an die Termine für die Ja, wir stehen erst am Anfang der Ent Beit nach Mitte September, also über 7 Monate hinaus hüllungen. Und wenn der Cornelius Herz des anberaumt werden müssen. Solche Verzögerungen der elfenfonds einmal zu beichten anfängt, oder zu Rechtsprechung, bemerkt hierzu die Kölnische Zeitung", beichten gezwungen wird, dann wird die Welt ihr blaues stehen in manchen Fällen mit einer Rechtsverweigerung auf Wunder erleben. Einstweilen spielt er in seinem Sachsen- gleicher Linie. wald, nachdem er sich neulich in einem der bekannten altoholifirten Stalljungen- Ergüsse Luft gemacht, den Tauben und Stummen. Aus dem Reiche des Königs Stumm und seiner Vasallen. Drei Jahre sind kaum verflossen, seitdem der richtet, und auf diesem Scheinreich ihre eigene National, Dingen ohne jeden Anhalt im Volfe. Sie haben sich ein Scheinreich mit einem fingirten Kaiser und Bismard erKolonial- und Sozialpolitit gegründet. geschrieben: Aus der Schweiz wird uns d. d. den 12. Januar Im Winter 1891/92 litt die Schweiz, namentlich einzelne ihrer Industrien, unter der amerikanischen und französischen Zollpolitit und außerdem unter dem lähmenden Einflusse der allgemeinen wirthschaftlichen Krise. Die Folge davon war eine abnorme, umfangreiche Arbeitslosigkeit, die besonders in den Distrikten der Uhren- und Stickerei- Industrie allgemeine Nothtände herbeiführte. An aus höheren Gesichtspunkten geleitete Vorkehrungen dachte man jedoch nicht, wenn man nicht etwa die staatlichen Subventionen zum Ankauf des Patents der DampfToilettenzimmers; alles war darin komfortabel vom Ramin Wohlan, liebe Kinder! An dem Tage, wo er groß- stickmaschine dazu rechnen will eine Staatshilfe, die bis zum Baderaum, in den ein paar Stufen hinabführten. jährig wurde, überreichte ihm der Marquis d'Aiglemont sehr zweifelhaften Berthes ift. In diesem Winter hat Geräuschlos drehten sich die Flügelthüren in ihren ver- eine Vormundschaftsabrechnung, wie wir sie unsern Neffen die Arbeiterschaft der Stickerei- Industrie genügend Beschäfti schwiegenen Angeln, die Schlösser freischten nicht, matte Scheiben wohl nicht ablegen könnten. Er händigte ihm eine Rente gung, aber bei den gezahlten Hungerföhnen wohl so viel von achtzehntausend Franks jährlich auf das Staatsschulden- fchäftigung. Die allgemeine Krise drückt übrigens heute noch in den Fenstern und undurchdringliche Vorhänge davor! Glend mit Beschäftigung, als voriges Jahr ohne Be Bot der Salon in seiner künstlichen Unordnung ein buch ein das war der Rest des durch die große republi- ungeschwächt auf eine Reihe von Industrien, wozu nun noch mit malerisches Bild, wie es der fübnste Aquarellist seinem fanische Reduktion gestriegelten und durch das Kaiserreich, 1. Januar der Zollfrieg mit Frankreich tam, der den schweize Pinsel nur wünschen kann, athmete alles in ihm das das seine Schulden zu bezahlen vergaß, ausgepumpten väter rifchen Export nach Frankreich nahezu vollständig lahmlegt. G Bohêmeleben eines jungen, eleganten Mannes, so war das lichen Vermögens. giebt demnach Arbeitslose nach wie vor, und namentlich in den Toilettenzimmer dagegen ein wahres Heiligthum: weiß, Der tugendhafte Vormund überwies seinem Neffen Industriezentren dürften fie in größerer Bahl vorhanden sein. sauber und mollig sah es aus und peinlichste Ordnung außerdem noch dreißigtausend Franks Ersparnisse, die er Die Stadt Bern will unter öffentlicher Verwaltung eine herrschte darin, ein weicher Teppich lag vor dem Bett und bei Nuzingen für ihn angelegt hatte und sagte ihm mit Arbeitslosentasse einführen, die durch Beiträge der schützte die bloßen Füße, wenn man eilig im Hemd auf der ganzen Liebenswürdigkeit eines Grandseigneurs und der Arbeiter, der Unternehmer und der Gemeinde und außerdem durch Geschenke" dotirt werden soll. Der Beitritt zu der Sprang. ganzen Nonchalance eines Soldaten des Kaiserreichs, daß Kasse ist für die Arbeiter fakultativ. Der Monatsbeitrag Im Toilettenzimmer zeigt es sich, ob ein junger Mann er diese Summe für ihn zu Jugendthorheiten gespart des Arbeiters foll 40 Rappen(= 32 Pf.) betragen. Die Gewirklich zu genießen versteht, wirklich weiß, was zum Leben habe. meinde soll 5000 Franken pro Jahr beitragen. Nach sechs gehört. Ein paar Augenblicke hier, und die kleinsten Details Wenn Du auf mich hören willst, lieber Godefroid, sagte monatlicher Mitgliedschaft und zweiwöchentlicher Arbeitslosigkeit enthüllen seinen Charakter, offenbaren, ob er dumm oder er, so begehe, statt Dein Geld, wie so viele andere, ganz wird eine tägliche Unterstügung verabiolgt von 1 Franfen für flug ist. muglos zu vergeuden, lieber nügliche Thorheiten, nimm die ledige und 1,50 Franken für verheirathete Arbeiter. Bei selbstDie schon erwähnte Marquise, nein, es war die Mar- Stelle eines Attachés bei der Turiner Gesandtschaft an, verschuldeter" Arbeitslosigkeit, worüber das Reglement näher bequise de Rochefide, lief einmal wüthend aus einem solchen soll von drei Bertretern des Gemeinderaths und je zweien der stimmt, erfolge feine Unterstützung. Die Verwaltung der Kasse Toilettenzimmer fort und fam nie mehr wieder. Sie hatte organisirten Arbeiter und Unternehmer geschehen. Die Kasse soll nämlich nichts improper" darin gefunden. am 1. März ins Leben treten und auf nächten Winter Unterftügung gewähren. Der in dem Projekt liegende Gedanke ist unzweifelhaft Ausfluß von Wohlwollen" gegen die Arbeiter, aber etwas anderes als Wassersuppen- Sozialreform ist dennoch der ganze Blan nicht. mittags die„ Unabhängigen" eine Versammlung der ArbeitsIn Zürich beriefen für Montag, den 9. Januar, Bor losen ein, zu der sich zirka 400 Personen einfanden, darunter auch Leute mit Arbeit, Studenten 2c. Gs redeten Schweizer und Ausländer, unter letteren namentlich Baginsti, der den Ein alter Schelm von Bedienten, der sich sehr gut auf Godefroid hielt sich in den vier Hauptstädten Italiens Rath gab, vor den Schwanen"( Gasthaus des Züricher GrütliPferde verstand, sorgte für sie und Herrn Godefroid; er auf", fuhr Bigion fort. Er sah Deutschland, England, vereins) zu ziehen, wo die" Kantonsräthe gerade beim Festessen hatte schon beim feligen Grafen Beaudenord gedient und etwas von Petersburg und reiste durch Holland. Er lebte, fchwelgen". Die von den unabhängigen" Rednern viel gehegte für Godefroid tiefwurzelnde Zärtlichkeit. als wenn er dreißigtausend Franks Rente hätte und wußte brauchten revolutionären Phrasen wurden von Seidel zurückJedes materielle Glück beruht auf Ziffern. Ihr kennt so seine dreißigtausend Franks Ersparnisse rasch an den Schweiz denkt, hat sich bereits in der Bebel- Versammlung gewiesen. Wie man über die Unabhängigen" in der das Pariser Leben in all seinen Auswüchsen und ahnt un- Mann zu bringen. Ueberall traf er französische Küche, gezeigt. Ueber die rhetorischen Uebungen der„ unabhängigen" gefähr, daß der junge Mann siebenzehntausend Frants französische Weine an, und alle Leute, die er sprechen hörte, Revolutionstheoretifer vom Montag sagt der„ Grütlianer": Rente haben mußte, denn er zahlte zwar nur siebenzehn sprachen französisch, so daß er beim besten Willen nicht aus" Die herrschenden Gewalten müßten beseitigt, nur mit dem GeFranks Steuern, hatte aber für taufend Thaler Launen. Paris herauskommen fonnte.( Fortsegung folgt.) wehr in der Hand lönne geholfen werden. Ber so in der Schweis Godefroid aber hatte ein Schränkchen voll..." Boll Nachtjacken?" fragte Finot. " Ach, dickes Eselchen, Du wirst doch nie gebildet werden! Nein! Früchte, Kuchen, Malaga und Lunel in hübschen kleinen Karaffen, eine ganze Hausapotheke voll Erfrischungen à la Louis XIV. standen darin, kurz alles, vas einem zarten, aber erprobten Magen, einem Magen von sechszehn Ahuen behagen fann. geh von da nach Neapel, von Neapel wieder nach London, und Du hast Dich dann für Dein Geld amüfirt und belehrt. Willst Du später irgend eine Laufbahn einschlagen, so hast Du weder Geld noch Zeit verloren. Der felige d'Aiglemont war wirklich besser als sein Ruf, was man von uns nicht gerade behaupten kann." Ein junger Mann, der im einundzwanzigsten Jahre achtzehntausend Franks Rente bezieht, ist von vornherein ruinirt", meinte Couture. " Ja, wenn er nicht geizig oder ein außerordentlicher Mensch ist." versezte Blondet. " " teben faun, bet dertennt entweder ganz und gar Sie bestehenden Berhältnisse oder ist ein agent provocateur. So fprachen feiner Sie sei sehr weitgehend"; die irischen Abgeordneten würden, jegliches Verhör einfach wieder laufen gelaffen. Selbst wenn fie Die Gladstone'sche Homerule- Bill foll fertig sein.[ au Dußenden statt, und wiederholt werden die Arretirten ohne Versammlungen, um den Eindruck, den sozialdemokratische Redner Lament bleiben, bis die irische Landfrage gelöst sei. Irland man dem dennoch nicht nach und hielt fte unter allerlei Vorauch nach Annahme der Bill, vollzählig im britischen Pars gemacht, abzuschwächen oder die Sache zu diskreditiren. Den würde ein eigenes Parlament mit blos einem Haus bestellungen hin. So schafft die Polizei selbst die Märtyrer, Arbeitslosen in fach Narrethei, wo nicht Schlimmeres." Erreicht wurde in der Montageversammlung nichts als der Beschluß, eine zweite Versammlung einzuberufen. Die erste Bedingung wäre wohl eine genaue Kenntniß der Bahl der Arbeitslosen und dann Leitung ihrer Sache durch die gefamunte organi Sirte Arbeiterschaft von Zürich. Diese fann aber nur darauf bringen, daß den Arbeitslosen von der Stadt und erforderlichenfalls vom Staat Beschäftigung verschafft werde und zwar underzüglich, womit den darbenden Arbeitslosen unzweifelhaft augenblicklich besser geholfen wird, als durch theatralische Proflamirung der fozialen Revolution. Und statt einer zwecklofen Demonstra tion vor einer Anzahl Kantonsräthen, statt der reaktionären und arbeiterfeindlichen Kantonsrathe, die nur das Kapital vertreten und in der demokratischen wie in der liberalen Partei vorhanden find, ist es jedenfalls beffer: Sozialdemokraten in den Kantons rath und in das eidgenössische Parlament zu wählen. n " " Tommen u. 1. w. Vorläufig sind das blos Gerüchte. spornen müssen." Uebrigens wollen wir uns den Kopf des Herrn Gladstone Vorläufig sind das bloß Gerüchte, welche die Ausständigen zur Nacheiferung und Ausdauer annicht zerbrechen. Eins aber wissen wir: die Lösung der fondern auch die dem Deutsch freifinn huldigenden Berg irischen Landfrage erlebt Herr Gladstone nicht, und auch leute Westfalens erklären, daß die Lohnberabſetzungen, die neue Nicht nur die ultramontanen und sozialdemokratischen, nicht seine liberale" Partei. Vom Bergarbeiterstreik. Parteinachrichten: versammlung ftatt in Böhlde bei Herzberg am Harz( Referent Gegen die Militärvorlage fand ferner eine ProtestGünther- Braunschweig). Arbeitsordnung und verschiedene andere Maßregeln der Quell der Unzufriedenheit der Bevölkerung sind, also nicht eine Aufhegung durch Sozialdemokraten, wie König" Stumm in seiner Bornirtheit fabelte. Der in Gelsenkirchen domizilirende Generalrath des Hirsch Dunckerschen Gewerkvereins der deutschen Berg und Grubenarbeiter erließ einen Aufruf, in welchem jenes ausgesprochen ist. Derselbe lautet: Aus dem Saarrepier wird uns geschrieben:„ Am Aufforderung! Wir fordern unsere Mitglieder auf, sich 12. Januar beschlossen, wie bereits bekannt fein wird, wenn dies an dem in Aussicht stehenden Streit nicht zu betheiligen. Es ist Schreiben in Berlin eintrifft, die Streikenden die Fortsetzung des nicht zu verkennen, daß die fortwährende Reduktion der Löhne, Ausstandes. Tags vorher war in den abseits gelegenen Dörfern sowie die Einführung der normalen Arbeitsordnung und ver des Kreises durch Polizeidiener ausgefchellt worden, alles sei an- schiedene Maßregeln, welche von den Zechen- Verwaltungen zu Die russische sozialrevolutionäre Gruppe, welche gefahren. Gleiches geschah im Bayerischen. Geschäftsleute aus Ungunsten des Arbeiters eingeführt sind, zu großer Unzufriedenden Namen" Partei der alten Narodnaja verschiedenen Ortschaften telegraphirten darauf nach allen Seiten, heit der Bergleute geführt haben. Wir erwarten die schnellste Wolja"(„ Volkswille") angenommen hat, hat soeben die reiften aber immer noch 20-22000 Mann. Wahrscheinlich legt ämter und fordern deshalb die kaiserlich tönigliche Regierung infolgedeffen fuhren am 12. Januar mehr Bergleute an. Einrichtung der gewerblichen Schiedsgerichte und Einigungserfte Lieferung ihrer Materialien zur Geschichte der sozia- ein Theil der Angefahrenen wieder nieder, sobald die Täuschung auf, die geeigneten Wege unbedingt schnellstens einzuschlagen, listischen Bewegung in Rußland" veröffentlicht, und eine erkannt wird. Sämmtliche Gruben- Ausschußmitglieder und damit die Ausschüsse der Arbeiter vorstehende Uebel beseitigen Beilage hinzugefügt, die Fragen von augenblicklichem Knappschaftsälteste, die mit streiken, sind abgelegt. Die Berg- tönnen. Unseres Erachtens ist die Zeit nicht dazu angethan, ( aktuellem) Interesse gewidmet ist. Die erste Lieferung der behörde will nur mit den arbeitenden Bergleuten verhandeln. erfolgreich streiten zu können, sondern eine Verständigung beider Materialien" besteht aus einem Aufsatz P. Lawroff's: In der Versammlung am 12. Januar erflärten eine Anzahl Theile auf geseglichen Wegen zu erstreben, wo dann unseren " Die Geschichte, der Sozialismus und die russische Bewe- Leute, daß sie nach ihrer Ablegung auswandern und Frau und berechtigten Wünschen Rechnung getragen wird." gung." Diefer Artikel dient als allgemeine Einleitung. Sind der Gemeinde überlassen würden. Andere riefen, Die erste Nummer der Beilage enthält Die Chronik der fie würden eine Räuberbande bilden und was der zornigen Worte revolutionären Bewegung( in Rußland)", Briefe aus mehr sind, die in der Aufregung des Zornes gesprochen werden. Mostau, Saratoff und Irkutsk, Erinnerungen an N. Chel- Die Stimmung ist verzweifelt, ein Theil zu Allem fähig." guroff", einen Briefwechsel P. Lawroff's mit russischen brücker Depesche vom 14. Januar: Heute find 21 840 Mann an Dagegen berichtet das Wolff'sche Bureau in seiner SaarOffizieren, einen Wiederabdruck zweier revolutionärer Platate, gefahren. Auf den Inspektionen Insdorf, Heiniz und Neun die in Rußland erschienen sind, u. s. w. firchen arbeitet alles. Die gestrigen Bersammlungen in Bildstock und in der Ritterstraße waren nur schwach besucht. Der Streif Frankreich. Die Zahl der erlappten Panamiten" neigt dem Ende zu. so nennt man die Mitesser aus der Krippe des Panama: fonds wird von Tag zu Tag größer. Für die Preise eine Bemerkung der im Königreich Stumm" erscheinenden Neun- fchenbroda brachte die Sozialdemokratie von drei aufBur Charakteristik dieser angeblich amtlichen Angaben ist Gemeindewahlen. Sachsen. In Lindenau bei hat die Schwindelgesellschaft zwischen 80 und 90 Millionen tirchener Boltsztg." von Werth. Dieses nichts weniger als dem gestellten Kandidaten zwei als Gemeindevertreter durch; in „ Neun- Röschenbroda Franks gezahlt. Wenigstens ist so viel bis jetzt festgestellt. Kapital feindliche Blatt schrieb am 6. Januar: Die Arbeits- Freibergdorf bei Freiberg einen, sowie dessen Ersaßmann; Weitere Entdeckungen stehen aber noch bevor. Von dieser nieberlegung ist jetzt eine vollständige. 3war geben die in Hehdorf bei Dederan siegte in der Klasse der Ansässigen die Riesensumme ist natürlich der Löwenantheil in Frankreich amtlichen 3ablen noch täglich 6-7000 Mann als an- ganze Lifte unferer Genoffen, die sich nebenbei bemerkt zum ersten geblieben, aber verschiedene Milliönchen sind auch ins Aus- gefahren an, doch sind wahrscheinlich darunter fast gar teine Mal selbständig an der Wahl betheiligten. land gegangen. Und es würde sich vielleicht verlohnen, auch Rohlenbauer; thatsächlich ist die Förderung auch gleich in Deutschland einmal Rundschau zu halten. Wir kennen Wir fennen Null und was herauskommt, ist nicht viel werth." Bustimmungserklärungen zu den Beschlüffen des Ber in Deutschland kleine Leute", deren Gesammt- Ersparnisse Ueber die angeblich wegen Unterschlagung liner Parteitage liegen noch weiter vor von den Parteis den Panama- Spitzbuben in die Hände gefallen find. Und Vereinsgeldern erfolgte Berhaftung mehrerer Bergarbeiter- genossen des 9. schleswig holstein'schen Wahlkreises( Older Plön). diese Leute sind schwerlich durch französische Blätter führer schreibt der" Bote von der Saar" in seiner Nummer vom auf den Leim gelockt worden. 14. Januar:„ Man wird sich entsinnen, daß vor ca. 12 Jahren die Bücher des Rechtsschutzvereins beschlagnahmt wurden. Es licht einen Geschäftsbericht über die Fortschritte, welche unsere Von der Agitation. Die Fränt. Tagespoft" veröffentAus Paris schreibt man uns unterm 12. d. M.: haben auch später eine Anzahl Vernehmungen in dieser Sache Partei im letzten Jahre im Wahltreise NürnbergWie sich voraussehen ließ, ist der 10. Januar, der Tag, an stattgefunden. Weiteres geschah jedoch nicht. Mert Fürth gemacht hat. Danach war die agitatorische Wirksam dem die französischen Kammern zur letzten Session zusammen- würdig muß es daher berühren, daß jezt auf einmal wo feit im vergangenen Jahre lebhafter als sonst. In traten, ohne sozialistische Demonstration verlaufen. Dafür sind der Streik ausgebrochen ist, Verhaftungen wegen dieser Sache verschiedenen Orten des Wahlkreises haben zahlreich besuchte andere wichtige Ereignisse an jenem Tage zu genug verzeichnen. Das vorgenommen werden. Ebenso merkwürdig ist es, daß die Versammlungen stattgefunden, die, nach der Stimmung der Ministerium Ribot reichte seine Demission ein, um sich noch Beitungsberichterstatter Einblick in die unter: Besucher zu urtheilen, für die Sozialdemokratie von gutem Eran demselben Tage neu zu fonituiten. Ribot wollte sich vor es uns nicht erklären, da die Blätter melden, Berwanger habe Liebfnecht, v. Bollmar, Grillenberger, Dertel, Siebenbürger, suchungsatten erhielten. Anders wenigstens können wir folg waren. Als Bersammlungsredner fungirten: Dr. Rüdt, allem des Kriegsministers Freycinet entledigen, dessen Name bei den Enthüdungen über den Panama- Schwindel zu oft in 2245 M. Vereinsgelder unterschlagen, Warken 411,35 M., Kron Klampfer, Vollmann, Löwenstein, Red, Bid und Segit. Mehrmißliebiger Weise genannt wird. Ebenso ist auch der vorige 1926,45 M. und Badmann 131 M. Oder sollte irgend ein mals mußten Versammlungen unterbleiben, weil teine Redner Ministerpräsident Loubet ausgeschieden, der bisher an der Beamter einen Vertrauensmißbrauch begangen zur Verfügung standen, öfters aber, weil teine Säle ju erlangen Spize des Ministeriums des Innern stand. Ribot selbst ist sein und den Zeitungen das Material geliefert haben? Wir zweifeln waren. In dem ausgedehnten Wahlkreise sind noch Orte, die Nachfolger geworden. Interessant sind die Hoffnungen, welche einen Augenblick, daß ebenso wie im Fall Ahlwardt, eine Unterfeit zwanzig Jahren feinen sozialdemokratischen Redner gehört das einflußreiche und gut unterrichtete„ Journal des Débats" dem fuchung eingeleitet wird und die Schuldigen zur Verantwortung und nichts von uns gelesen haben, wenn sich nicht etwa einmal neuen Kabinet Ribot entgegenbringt." Es erwartet von ihm, daß gezogen werden. Wenn vielleicht mancher glaubte, daß durch die bei der Wahl ein Flugblatt dahin verirrt hat. Da tönnen die es die Kammer verhindere, seine Sigungen mit aufregenden Verhaftungen die Bewegung geschädigt werde, so hat er sich Gegner uns ungestört verläſtern und anschwärzen, und es ist und unfruchtbaren Diskussionen zu vergeuden, daß es weder gründlich getäuscht. In den zahlreichen und gut besuchten Ber- fein Wunder, wenn wir dann bei den Wahlen teine Erfolge erdie Aufreizungen der Redner in den öffentlichen Versammlungen sammlungen ist man einmüthig für das Weiterstreiken. Bon zielen. Aber es wird auch bort tagen! Denn wie aus dem dulde, noch die Ungefeßlichkeiten gewiffer Arbeitersynditate, noch mächtigem Einfluß sind darauf die außerordentlich zahlreich be- Bericht hervorgeht, hat die„ Lagespoſt" im letzten Jahre auch die Ausschreitungen gewisser aufrührerischer Gemeinde- Berwal- fuchten Frauenversammlungen, die in den letzten Tagen auf dem Lande bedeutend an Abonnenten zugenommen. Und tungen, noch die Standale der Arbeitsbörsen, Kurz, daß es tattfanden. Die Frauen find ganz begeistert für den Streit, zahlreiche das ist ein gutes Zeichen. Wo die Presse hinkommt, da giebt's respektirt zu werden verdienen möge und energisch die öffentlicheOrd. Frauen melden sich zum Wort und fordern zum Ausharren auf auch Licht und Leben. nung ausrecht erhalte." Vorher hatte das Blatt an die Schwäche" beiter zu schrecken, nicht. Auf einzelnen Gruben werden nämlich Der Begeisterung gegenüber verfangen auch die Versuche, die Ardes Ministeriums Loubet bei dem Streik von Carmaux und Abkehrscheine an die Streifenden ausgegeben. Die Berg( DIbenburg- plön): Ginnahme vom 15. November 1891 Parteifinanzen. 9. fchleswig Holstein'scher Wahlkreis beim Ausbruch des Panama- Standals erinnert. Das Programm leute denten jedoch: Bange machen gilt nicht, bis 1. Dezember v. J. 239,70 M., Ausgabe 231,04 M. des neuen Ministeriums soll also lauten: Erstens Erstickung der Panama- Affäre und zweitens energische Wlaßregeln gegen die und streifen ruhig weiter. Ein Ende des Streits ist vorArbeiterbewegung. läufig noch nicht abzusehen." Thatsächlich bestand auch eine der ersten läufig noch nicht abzusehen." Maßnahmen des neuen Ministers des Inneren darin, den Prä- Aus dem nördlichen Ausstandsgebiet meldet das fetten des Tarn- Departements, zu welchen Carmaux gehört, Wolff'sche Bureau: zu sich zu rufen und ihn mit neuen Instruktionen zur Berhinde Essen a. d. Ruhr, 14. Januar. Bei der heutigen Morgenrung der Wahl des sozialistischen Kandidaten zu versehen. Der schicht sind nicht angefahren auf Beche Carolus" 306 Mann, Erfolg davon wird einfach der sein, daß der Sieg von Jaurès, Christian Levin" 360, Neu- Köln" 530, Wolfsbank" 833, Bolizeiliches, Gerichtliches c. wie er sicher am 22. Januar eintreffen wird, einen direkten" Gustav" 212, Hibernia" 1050, Wilhelmine Victoria" 1700, Stedbrieflich wird jezt der Rassirer des Rechts Schlag gegen das Ministerium Ribot bedeutet. Ein weiteres" Carolinenglück" 16, Heinrich Gustav" 1137, Consolidation" schußvereins im Saarrevier, Ritolaus Berwanger, verfolgt. für das politische Leben Frankreichs nicht unwichtiges Greigniß 600, Pluto" 950, Unser Frig" 600, Glüdauf Tiefbau" 520, Berwanger hält sich verstedt, und jene seiner Arbeitsgenoffen, vom 10. Januar ist die Niederlage loquet's bei der Wahl Graf Beust" 82," Prosper I" 364, Borussia" 151, Ger welche er, nach den Angaben des Steckbriefes und des Herr Don Berlepsch betrogen haben soll, bewahren erflärt, als er im Ministerium gewesen sei, und die geheimen 228, Wiendahlsbaut" 215, Raiser Friedrich" 154, Luise Zief- das Geheimniß des Verstecks trotz der eifrigsten Nachforschungen Fonds zur Führung des Wahlfeldzuges nicht ausgereicht hätten, bau" 194, Bismarck" 700, Neu- Iserlohn II" 474," Bottes auf das tiefste. Diese Thatsache spricht mehr als alles andere da habe er von befreundeten Finanziers aus dem Banama- fegen" 88, Freie Vogel" 220, Cothringen" 215," Graf Schwerin" dafür, was von der feit zwei Jahren anhängigen Unterschlagungs. Aktienkapital Gelder entliehen oder vielmehr die Vertheilung 120, Schuerbant Charlottenburg" 85; neu hinzugetreten zum anfchuldigung gegen Berwanger und Genoffen zu halten ist. dieser Gelder an die Presse überwacht, um die Republit vor dem Streit sind Prosper II" mit 75 Mann, Sieben Planeten" mit Bu zwei Jahren Gefängniß foll, wie wir auf dem Ansturm der Reaktionäre zu retten, und er glaubte, dabei seine 92, Bruchstraße" mit 268, Margaretha" mit 250 und Privatwege erfahren, der Barteigenoffe Mathies aus Elbingerode Volmachten als Winister nicht überschritten zu haben. Eine Dahlhauser Tiefbau" mit 84. Wieder voll angefahren sind die von dem Schwurgericht in Magdeburg verurtheilt worden sein. Folche Theorie durfte die tugendhafte Rammer nicht dulden, Belegschaften von Nordstern"," Bickefeld"," Caroline" in Holz- Mathies hat in einem der nachgerade berüchtigt gewordenen und Floquet, der bisher wahrend der ganzen Legislatur wickede und Freiburg". Auf 35 Bechen streiten heute 14 067 Staßfurter Prozesse beschworen, an einem bestimmten Tage in periode den Präsidentenstuhl inne gehabt hatte, wurde Mann, 2500 Mann weniger als gestern. einer Versammlung gewesen zu sein. Da die überwachenden Be nicht wiedergewählt, eine wahre Großthat jener Ingendamten Mathies aber nicht in der Versammlung gesehen haben, Das Vereinsgefeh scheint für Westfalen außer fo wurde dieser des Meineids angeklagt und von den Wlagdebolde in der Kammer, denen der mitangeklagte Finanz- Geltung gesetzt zu sein. Ein Versammlungsverbot jagt das burger Geschworenen auch schuldig befunden. Im Laufe der Ver minister Rouvier mit faltem Hohne zugerufen hatte:" Meine andere. Diese Verbote werden natürlich nur im„ Interesse der handlung foll bereits wieder ein Zeuge wegen Verdachts des Herren, hätten wir jene Gelder nicht angenommen, so fäße öffentlichen Sicherheit" ausgesprochen, beileibe nicht im Intereffe Meineids in Haft genommen worden sein. die Wiehrzahl von ihnen nicht hier!"- Das dritte Ereigniß des 10. Januar besteht in der ausdrücklichen Erklärung des Ver- Dynamit- Affäre, deren Urheber lediglich bezweckt haben man in Straßburg i.. nunmehr glücklich gegen ca. 12 her der Kohlenbarone. Die zu den Versammlungsverboten fruftifizirte Reichsländisches. Nach der Frankf. 8tg." hat walters der Panama- Aktiengesellschaft, Charles de Lesseps, der frühere Minister Baihaut habe von ihm eine Million fönnen, den Bergleuten noch mehr Polizei und Militär auf den vorragend thätige Sozialdemokraten Anklage erhoben. Diese verlangt, um den Plan der Attionäre in der Kammer zu befür als zu schicken, wird unter den Streifenden mit her bitem follen fich angeblich der Berächtlichmachung staatlicher Gin= Spotte besprochen. Bergleute haben diese alberne Knallerei richtungen, des Ausstoßens aufrührerischer Rufe und ähnlicher Ein Gruppe sozialistischer, boulangistischer und radikaler Ab- auch jedenfalls nicht verübt, denn ihnen könnte sie gar nichts Bergehen schuldig gemacht haben. geordneter hat ein Manifest veröffentlicht, in welchem dieselben nügen; andererseits ist, wie der Redaktion unseres Dortmunder Ausrufs:" Soch lebe die revolutionäre Sozialdemokratie!" Aneinen Appell ans Bolf richten und die Einberufung einer Partei- Organs von fachmännischer Seite mitgetheilt wurde, die flage erhoben. Gegen den Zigarrenhändler Böhle ist wegen der fonstituirenden Bersammlung fordern. Unterzeichnet ganze Geschichte so dumm und plump angefangen, Aeußerungen, die er in der Betri- Bersammlung gethan haben ist das Manisest u. a. von Gluferet, Millerand, daß sie jedem geschulten, in Sprengarbeiten ja soll und wegen deren er auf furze Zeit inhaftirt wurde, die Gra Lafargue, Ferroul, Jourde, Roche und Granger. von der Grube her bewanderten Bergmann öffnung des Hauptverfahrens beschlossen worden. Die Frankf Gin großes Meeting, dem fämmtliche sozialistische Abgeordnete 3ur Schande gereichen müßte. 3tg." fieht voraus, daß alle diese Verfolgungen unserer Partei beiwohnen, und wo auch die Genossen Guesde und Roussel Unter den Behörden scheint sich der Gelsenkirchener nur nüßen werden. Sie sagt darüber:" Die Wirkung des staatsals Redner auftreten werden, soll im Anschluß an diese Kund. Landrath an Schneidigkeit" besonders hervorzuthun. Gegen anwaltlichen Vorgehens läßt sich leicht voraussehen. Im Lager gebung am 14. Januar stattfinden. Der Ruf Verfassungs das Verbot zweier Gelsenkirchener Bersammlungen, in welchen der Sozialdemokratie herrscht angesichts der werbenden Kraft der revision!" tönt immer lauter und dringender, zumal diese u. a. Stellung gegen die Dynamit- Affäre genommen werden sollte, Verfolgungen das Gegentheil von Entmuthigung, umsomehr Forderung jetzt nicht nur von den Boulangisten ausgeht, sondern beschwerte sich der Einberufer beim Landrath. Dieser lehnte jede als in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle Freisprechung ers von der ganzen sozialistischen Arbeiterschaft und dem linken Unterhandlung ab, und warf, indem er das vom Bürgermeister wartet wird." Flügel der bürgerlichen Naditalen erhoben wird. " " n " . Todtenliste der Partei. Gestorben in Striefen bei Dresden der Buchdrucker Nitolaus Debl, bewährt unter dem Sozialistengefes als ein furchtloser und thätiger Rämpfer für unsere Partei. des Kammervorsitzenden. Floquet hatte bekanntlich im Dezember mania 1" 100, 3ollern" 752, Germania 11" 542," Dorfifeld" Handelsminister den Angaben des Steckbriefes und des Herrt. worten. " " ausgesprochene Berbot bestätigte, dem Beschwerdeführer den Ein Telegramm vom heutigen Tage meldet, daß die Bettel vor die Füße, welcher das Berbot enthielt. So berichtet Regierung der Kammer ein Gesetz gegen das Termin die Rheinisch- Westfälische Arbeiter Beitung". Daß durch solche geschäft der Börse vorlegen wolle. Nun, der Ruf: werden, ist mit Händen zu greifen. Noch mehr wird ihre ErHandlungen behördlicher Organe die Bergarbeiter nicht besänftigt die Börse muß bluten! ist ansteckend. Und man kann bitterung durch die Verhaftungsmanie gesteigert, die seit Beginn auch ohne Termingeschäft hinlänglich stehlen das weiß des Ausstands in Wenfalen grassirt. Das genannte Blatt theilt man in Frankreich. darüber aus Gelsenkirchen mit: Grundlose Berhaftungen finden 4 Briefkaffen der Redaktion. des Diebstahls fann der Betreffende nichts thun. E. D., Seifhenuersdorf. Gegen den berechtigten Vorwurf A. M. in 2. Die Kündigung ist, wenn nichts anderes ver einbart oder ortsüblich ist, an jedem Lage zulässig. Für den Inhalt der Inserate über. nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonntag, den 15. Januar. Opernhaus. Die Here. 4 Circus Renz. feinem Biegenfeste ein donnerndes Hoch, Unserm Vereinsbruder C. Becker zu Achtung! ( Karlstraße.) Sonntag, den 15. Januar 1893, Uhr( ein Kind unter 10 Jahren 2 grosse Vorstellungen, Nachmittags frei): Gr. Komiker- Vorstellung mit zur Belustigung der Jugend besonders gewähltem Programımı. Ab. 71/2 Uhr: gr. Festvorstellung. Zum 2. Male: Ein Künstlerfest. Große AusstattungsPantomime v. Hofballetmeister Siems. Mit überrasch. Licht- u. Wassereffecten Montag: Das goldene Kreuz. Die und auf das Glänzendſte inszenirt vom Puppenfee. Schauspielhaus. Die Quißow's. Montag: Die Jungfrau von Orleans. Leffing- Theater. Heimath. Montag: Dieselbe Vorstellung. Wallner- Theater. Der Probepfeil. Montag: Dieselbe Vorstellung. Berliner Theater. Hamlet. Montag: Medea. Dentsches Theater. 3wei glückliche Tage. Montag: Das Wintermärchen. Kroll's Theater. Silvana. Montag: Margitta. Viktoria- Theater. Die Reise um die Welt in achtzig Tagen. Montag: Dieselbe Vorstellung. Refden Theater. Familie PontBiquet. Montag: Dieselbe Vorstellung. Neues Theater. Die Lore. Die kleine Marquise. Montag: Dieselbe Vorstellung. Friedrich- Wilhelmäädt. Theater. Das verwunschene Schloß. Montag: Dieselbe Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Modernes Babylon. Montag: Dieselbe Vorstellung. Thomas- Theater. Das Märchen der blauen Grotte. Vorher: Othello's Erfolg" und„ Das Versprechen hinter'm Heerd".. National- Theater. Die Geier- Wally. Morgen: Wilhelm Tell. Aleranderplak Theater. Der Direktor Fr. Renz. Ballet von 100 Damen. Ferner Mr. James Fillis mit dem Schulpferd Markir, sowie Vor führen und Reiten der bestdressirten Freiheits- und Schulpferde. Auftreten fämmtl. Künstler- Spezialitäten ersten Ranges. Montag, Abends 74 Uhr: Große Vorstellung mit neuem Programm und Ein Künstlerfest. Fr. Renz, Direktor. daß die ganze Waldemarstraße wackelt. Die Surftigen Kehlen von 18. Unserem Freunde und Genossen S. Heise zu seinem 24. Wiegenfeste ein dreimal donnerndes Hoch! Die Saufbrüder des Kurz'schen Restaurants, N., Friedrichstr. 73. 921b Hoffentlich werden wir auch heiser? Verein zur Wahrung der Achtung! Drei grosse Volks- Versammlungen finden in folgenden Lokalen statt: Interessen der Gast- und 1. Am Donnerstag, den 19. Januar, im„, Eiskeller", Schankwirthe Berlins und Umgegend. Todesanzeige. 2. Am Hierdurch erfülle ich die traurige Pflicht, den Mitgliedern des Vereins 3. Am von dem am 12. d. M. erfolgten plög: lichen Todesfall unseres Mitgliedes, Herrn Adolph Laege Kenntniß zu geben. Der Verein wird demselben ein dauerndes Andenken bewahren. Die Beerdigung findet heute, Sonntag, Nachmittag 22 Uhr, vom Trauerhause Fürbringerstr. 22 nach Mariendorf, Feldstraße, statt. Um Burgstraße, neben der Börse. zahlreiche Betheiligung wird dringend ersucht. Hente, Vorsitzender. Welt- Lokal Berlins, 5000 Pers. fassend. Täglich: Feen- Palast Spezialitäten- Vorstellung mit großem Programm. Anf. Wochent. 7½ Uhr, Sonnt. hr. Kafeneröffnung 1 Std. vorher. Entree 50 PT. 6 Kaufmann's Variété Am Stadtbahnhof Alexanderplatz. Mephisto Aft. preisgefr. The Maakwoods, 3 Schwest. Peretti, unit- adfahrerinnen amerikanische ProTeufel, oder die Blinde von Paris. Braselli, duttion auf der freiMontag: Der polnische Jude. Apollo Theater. SpezialitätenVorstellung. Theater der Reidjshallen. Spezialitäten- Vorstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Borstellung. Vorstellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenGebrüder Richter's Variété. Spezialitäten- Borstellung. Adolph Ernst- Theater. Bum 22. Male: Modernes Babylon. Gesangsposse in 3 Aften v. Ed. Jacobson und W. Mannstädt. Couplets theilweise von G. Görss. Musik von G. Steffens. stehenden Leiter. Jongleure Mr. Nappos- Jeffy, und Equi libristen. vorzügl. Mlle. A. Bollena, Instrumentalist. The Lee's, veterate momente zweier Negersflaven. m. s. dressirten Mr. Barnum Riesen- Doggen. Theod. Zierrath, Bannemann. Lilly Wellini, Soubrette. Original KostümAnfang Wochentags 8 Uhr. Entree 50 Pf. In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Morit Anfang 72 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Morih Etablissement Buggenhagen. Plaz. Play. Täglich Juftrumental- Konzert. = Todes Anzeige. Allen Mitgliedern des Wahlvereins für den zweiten Wahlkreis zur Nachricht, daß unser treues Mitglied der Schankwirth 872/ Adolph Laege am 12. d. M. plöglich verstorben ist. Der Verein wird dem Genossen ein dauerndes Andenken wahren. Die Beerdigung findet heute, Sonntag, Chaussee- Straße. Montag, den 23. Januar, in der„, UnionsBrauerei", Hafenhaide. Mittwoch, den 25. Januar, im„ Böhmischen Brauhause", Landsberger Allee 11-13. Zages Ordnungen: 1. Die Frauen des Proletariats und der Militarismus. 2. Die Frau in der Industrie und ihre Thätigkeit dafelbft. 8. Die lex Heinze. 156/3 Referentin in allen Versammlungen: Frau Klara Zetkin aus Stuttgart. Die Frauen- Agitationskommission. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 1. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, den 17. Januar, Abends 8 Uhr, in Feuerstein's Lokal, Alte Jakobẞtraße 75( oberer Saal): Versammlung. 370/4 Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Nachmittag 22 Uhr, vom Trauerhause Gäste haben Zutritt. Um zahlreiches Erscheinen( auch der Arbeitslosen) wird Fürbringerstr. 22 aus nach dem Heiligen gebeten. Der Vorstand. Kreuz- Kirchhof in Mariendorf, Feldstraße, statt. Um recht rege Betheiligung ersucht Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein Den Sangesbrüdern der Streng für den 4. Berliner Reichstags- Wahlkreis. berger Harmonie zur Nachricht, daß die Beerdigung unseres Mitgliedes A. Laege am Sonntag Nachmittag Punkt 21/2 Uhr vom Trauerhause Fürbringerstraße 22 nach dem Kreuzkirchhof in Mariendorf, Feldstraße, stattfindet. Der Vorstand. 925b Nach langen schweren Leiden verstarb am 13. d. M. früh 5 Uhr meine liebe Frau, unfere Mutter 933b Dienstag, den 17. Januar, Abends 8/2 Uhr, Versammlung Gäste haben im Lokale ,, Urania", Wrangelstraße 9/10. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Mattutat über Spiris tismus und Hypnotismus. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Zutritt. Neue Mitglieder werden in der Versammlung aufgenommen. Die Zahlstellen des Vereins befinden sich im Osten. 0. Zabel, Frankfurter Allee 90. W. Lock, Friedrichsbergerstr. 11. E. Böhl, Frankfurter Allee 74, Ungering, Breslauerstr. 27. Emilie Höflich, Spieckermann, Markusstr. 6. geb. Gottschalk. Die Beerdigung H. Gumpel, Barnimstr. 42. Rattke, Krautstr. 48. findet am Sonntag Nachmittag 4 Uhr von der Leichenhalle des St. JakobiKirchhofes aus statt. Um stilles Beileid bittet Max Höflich, nebst Kinder. Kranzbinderei und Blumenhandlung. J. Meyer, Berlin S. O., Wienerst. 1, ( in der Ecke bei der Manteuffelstr.) liefert Guirlanden pr. Meter von 15 Pj. Südosten. F. Zubeil, Naunynstr. 86. K. Scholz, Wrangelftr. 32. G. Schulz, Rottbuser Play. 239/14 B. Stabernack, Wrangelstr. 85. P. Spindler, Reichenbergerstr. 118. Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 5. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Montag, den 16. Jannar, Abends 8% Uhr, im Lokale des Herrn Müller, Johannisstraße 20: Großer Frühstücks- u. Mittags- an, Cottillonbouquets von 1 M. pr. Duh. tisch. Spezial- Ausschant von Pahen- an. Auswahl in Topfpflanzen wie Binde- 2. American- Theater. hofer Lagerbier, hell und dunkel. reien gut u. billig." N. B. zum Feit Neu! Neu! Der Volksmund in Berlin, verf. u. vorgetr v. Alfred Bender. Neu! Die Tyroler Duettisten Neu! Geschwister Rainer. Jeden Abend jubelnder Beifall des Bauchredners Blank und der Trockenwohner oder: Das Kind in der Kommode. Realistisch- parodistischer Vorgang im Keller, beobachtet vom Hofe aus. Anfang 71/2 Uhr, Sonntag 61/2 Uhr. PassageAn Sonn- und Festtagen bitte zeitig genug abzuholen( bis 3 ühr findet das Konzert in den oberen Nachmittags). 34762 Sälen statt. Pf. Entree Wochent. 10 Pf. Sonnt. 25 Bi. Säle für Versammlungen, Rommerse, Festlichkeiten 2c. Gratweil's Bierhallen Kommandantenstraße 77-79. Täglich: Germania- Konzert- u. Kouplet- Sänger. Kinder 10 Pf. Wochentags frei. Sonntags 30 Pfennig. Zwei Säle Panopticum. Gr. Frühstücks- u. Mittagstisch. Neu! Das unerklärliche Verschwinden eines frei in der Luft hängend. Mädchens. Castan's Panoptikum. Tai- za- Wunder. Geheimnißvollste Seelenwanderung. Lotosblume. Fantoche- Theater. Andere Illusionen. Sämmtlich ohne Extra- Entree. Entree 50 Pf., Kinder 25 Pf. Märkischer Hof Admiralstr. 18c. Jeden Sonntag im prachtvollen Spiegel- Saal: Großer Feft- Ball. Herren zahlen für Tanz 50 f. Empfehle mein Lokal zu allen Festlichkeiten und Versammlungen. 3551L zu Versammlungen und Vergnügungen. jowie 6 Billards und 3 Kegelbahnen, RIEDRICHSHA F. Sodtke. AktienBrauerei Friedrichshain am Königsthor. Heute, Sonntag: Grosses Klinikpreise für Zähne 2c., alles schmerzlos, a. Theilzahlg.[ 54/26 Fr. Olga Jacobson, r. 145, II. InvalidenKlinik Neue Roßstraße 3. Schmerzlos: 3ahnziehen 1,00; Füllen 1,50, Zahnersaß v. 1,00. Theilzahlung. Cohn, Zahnarzt. Poliklinik unentgeltlich. Schmerzloſes Galdenſteinſtr. 32. Zahnz., Nervt. Süss, Hiermit warne ich Jeden, meinem Stiefsohn Johann Schulz etwas auf meinen Namen zu borgen, da ich für nichts aufkomme. 915b G. Lehmann, Röpenickerstr. 163. Größtes Lager Berlins Kinderwagen. Andreas nr. 23. 5.v Große Mitglieder- Versammlung. Tages- Ordnung: " 1. Vortrag des Genossen Vogtherr über Deutschlands Panama". Diskussion. 3. Kassenbericht. 4. Wahl von Revisoren. 5. Berschiedenes. Der Vorstand. 878/4 NB, Die Zahlstellen des Vereins befinden sich bei den Genossen Krüger, Hirtenstr. 10, Wagener, Neue Königftr. 89, Wittchow, Kl. Hamburgerstr. 27, Weber, Landsbergerstr. 41. Das Stiftungsfest des Vereins findet am 25. Februar bei Bögow statt. Verband deutscher Gold- und Silberarbeiter und verwandter Bernfsgenossen.( Zahlstelle Berlin.) Dienstag, 17. Januar, Abends 8/2 Uhr, im ,, Dresdener Garten", Dresdenerstraße Nr. 45: General- Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn R. Köster über:„ Die Errungenschaften in der Astronomie und die Religion." 2. Diskussion. 3. Wahl des Ausschusses. 4. Raffenbericht. 5. Bericht der Agitationskommission. Der wichtigen Tagesordnung halber wird um zahlreiches und pünktliches Erscheinen dringend gebeten. 168/5 Gäste, sowie unsere Berufsgenossinnen stets willkommen. E Der Vorstand. Glaser. Am Dienstag, den 17. d. Mts., Abends 81/2 Uhr, findet in Gratweil's Bierhallen, Rommandantenstraße 77/79 eine F. Pietsch, Dresdenerstraße 10. Gr. öffentliche Versammlung Ein neuer Lehrkursus für Damen u. statt mit folgender Hrn. beg. Sonntag, 15. Januar, Nachm. 4 Uhr, Meld. Adalbertstr. 3 und bei Beginn des Unterrichts. Im 2. Institut Dr. Bremerstr. 72 beg. Montag, 16. Januar, Abds. 8 Uhr, e. neuer Lehrkursus. Meld. Instrumental- Thurmstr. 37 bei Schellhase u. b. Beginn des Unterrichts. Konzert W. Böhme unter Benuzung der neuen großen Konzert- Orgel. Anfang 42 Uhr. Eintritt 30 Pf. Kinder frei. Programm unentgeltlich. Schmiedel's Festsäle, Alte Jakobstr. 32, neben dem Thomas- Theater. Empfehle meine elegant ausgestatteten Säle, elektrisch beleuchtet, Theaterbühne zc. zur Abhaltung jeder Art Festlichkeit unter toulanten Bedingungen. G. Schmiedel Wwe. Allen Freunden u. Genossen empfehle Vereinszimmer, schön eingerichtet, empfiehlt für 20-30 Personen Bülow mein Weiß- u. Bairischbier- Lokal. 9176 Vereinszimmer m. Pianino zu vergeben. ftraße 45 Reischte. 932b] G. Schötzick, Cuvrystr. 46. Elegante Maskengarderobe Große Hamburgerstr. 37 bei Werbelow. Bereinszimmer, Simeonft.23, Flick. Concordia- Festsäle 773b C. Säger Andreasstr. 64 und Krautstr. 38. Größtes und schönstes PrachtEtablissement der Residenz. Heute, sowie jeden Sonntag: Gr. Instrumental- Konzert. Anfang 5 Uhr. Entree 30 Pf. Nach dem Konzert: Grosser Ball, ausgeführt von 2 stark besetzten Orchestern. Meine auf das komfortabelste eingerichteten großen und fleinen Säle, fowie 5 neue Regelbahnen, Billard und Vereinszimmer, stehen den geehrten Vereinen zur gefl. Benuzung unter toulantesten Be dingungen. 49/15 Zages Ordnung: med. Hermann Weyl. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 1. Vortrag„ Die sanitären Verhältnisse der Arbeiter". Referent: Herr Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Bahlreichen Besuch erwarten 165/6 Die Vertrauensmänner. Deffentliche Versammlung der Mitglieder der Ortskasse der Schuhmacher am Montag, den 16. Januar, Abends 8 Uhr, bei Th. Boltz( früher Feuerstein), Alte Jakobstraße 75. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Zadek über: Das Wesen der Kassen und freie Arztwahl. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 275/8 Es wird gebeten, recht zahlreich zu erscheinen. Der Einberufer. Verein der Arbeiter und Arbeiterinnen der Buch-, Papier- und Lederwaaren- Industrie. Montag, den 16. Januar 1893, Abends 8½ Uhr: General- Dersammlung bei Th. Boltz, Alte Jakobstraße 75. 118/17 Tages- Ordnung: 1. Geschäfts- und Kassenbericht. 2. Wahlen, 3. Verschiedenes. Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. Der Vorstand. Hierzu zwei Beilagen 1. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 13. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. : Sonntag, den 15. Januar 1893. 10. Jahrg. im preußischen Abgeordnetenhause namentlich auf unser sich ja auch nicht um die Arbeitslosen allein; auch bei den Be Betreiben angenommen worden, und ich erkläre hiermit mich schäftigten ist Noth genug vorhanden. Dem gegenüber ist es und meine Partei nochmals mit dieser Maßnahme solidarisch. allerdings charakteristisch, daß Herr v. Kardorff nur bei der 21. Sigung vom 14. Januar, 1 Uhr. Für die darin liegende Vorbildung spricht auch das Standes- Landwirthschaft die Noth anerkennt und sie in dem billigen Am Bundesrathstische: v. Bötticher, v. Berlepsch. bewußtsein des Arbeiters. Jeder Arbeiter will es zu etwas Preise der Nahrungsmittel begründet findet. Daß das Rütteln Gingegangen ist eine weitere Sammlung von Aftenstücken möglicht ihm das. Wenn diese Einführung einer Zwischenstufe hat, wie Herr Hize und Herr v. Kardorff behaupten, ist eine Umbringen, er will vorwärts fommen, und diese Stufenleiter er- am Schutzzoll die jetzigen unerfreulichen Störungen hervorgebracht betreffend Samoa. zwischen Schleppern und Vollhäuern zu dem Streit mitgeführt fehrung der Thatsachen. Das Schußzzollsystem wurde ja gerade. Die Besprechung der Jnterpellation Auer Singer wegen hat, so ist das nur ein Beweis dafür, daß dort die jugendlichen damit empfohlen, daß es derartige Störungen und Stockungen des wirthschaftlichen Noth standes wird fortgefeßt. Bergarbeiter die alten erfahrenen Bergleute tyrannisiren. Die unmöglich machen könne. Abg. Hike( 3): Aus den bisherigen zweitägigen Verhand- Verführten sind mehr zu beklagen, als zu verdammen. Aber auch und Durchführung gelangt und erst im Daraufhin ist es zur Annahme lungen ist mir noch nicht klar geworden, welchen praktischen die Führer soll man nicht durch unüberlegte Maßnahmen zu etwas gemildert worden. Ständen wir noch unter dem Drucke erst im vorigen Jahre Zweck die Interpellation gehabt hat. Der Wirkung außerordent- Märtyrern machen. licher Nothstände entgegenzutreten ist in erster Linie Aufgabe der der unverminderten Schußzölle, dann hätte der jetzige strenge Gemeinden. Ein Recht auf Arbeit erkennen wir nicht an, Städten ist die Folge der Entvölkerung des platten Landes und Ein schablonenhafter Maximalarbeitstag hat keinen Nutzen, Abg. v. Kardorff( Rp.): Die Arbeitslosigkeit in den großen Winter an Nothstands- Erscheinungen nicht seinesgleichen gehabt. wohl aber ein Recht auf ein„ Existenzminimum", und daher die diese die Folge der Maßnahmen, welche seit dem Rücktritt des würde jedenfalls von sofortiger Wirkung nicht sein können. Die Pflicht der Gemeinden, in Zeiten der Noth alles zu thun, um Fürsten Bismarck getroffen worden sind. An diesen Maßnahmen ist das Gewerbenovelle follte neues Leben in die Beziehungen zwischen Ardurch außerordentliche Maßnahmen der Noth zu steuern. Da Bentrum mit schuld. Es hat im Bunde mit den Freisinnigen beitern und Arbeitgebern hineinbringen; da müssen die Arbeit neben hat aber die sozialdemokratische Partei auch große die Regierung zu den Maßnahmen gedrängt, deren Früchte wir geber willig mitwirken, um diese Beziehungen erfreulicher zu georganisatorische Maßregeln von seiten des Reichs angeregt; in jetzt ernten. Die Grenzsperre gegen Rußland und Desterreich ist stalten. Die Verheißungen der früheren Jahre müssen zur Wahrden Vorschlägen der Herren Liebknecht und Auer war aber das aufgehoben; die Folge ist die völlige Verseuchung Deutschlands heit gemacht werden. Es muß ein humanes Arbeitsverhältniß Neue wie gewöhnlich nicht wahr und das Wahre nicht neu. Die mit Maul- und Klauenfeuche. Das amerikanische Schweinefleisch mit auskömmlichen Löhnen und mäßiger Arbeitszeit hergestellt Verkürzung der Arbeitszeit wollen wir alle. In dieser Be- ist wieder zugelassen worden; noch heute meine ich, daß die werden. ziehung hat aber der Reichstag in der Gewerbe- Ordnung bereits Untersuchung dieses Fleisches nicht so gründlich ist, um uns vor den elfstündigen Arbeitstag als Norm vorgeschrieben; der den Trichinen zu bewahren. Die Zuckerexportprämie ist herab- Saar richtig verfahren wurde, fann ich aus eigener persönlicher Abg. Möller( nl.): Ob seitens der Bergbehörden an der Bundesrath hat das Recht weiterer Herabsetzung der Arbeitszeit gesetzt und dadurch die Konkurrenz des französischen Zuckers uns Anschauung nicht beurtheilen. Der Streit an der Ruhr ist noch in gewissen Betrieben erhalten. Wir sind also mit den bedrohlich nahe gerrückt worden. Die Handelsverträge haben viel ungerechtfertigter, als der erstere. Er ist lediglich aus einer Sozialdemokraten auf demselben Wege, befolgen nur ein verwüstend gewirkt; die Getreidezölle sind auf 3,50 M. herab- Art Infektion, aus einer geistigen Epidemie, ohne verständigen anderes Tempo. In dem Achtstundentag finden wir gesetzt, während die Regierung bei der letzten Erhöhung 6 M. Grund entstanden. Ich hoffe, daß der Minister, wie er sich in tein Mittel zur Besserung, sondern diese Einrichtung verlangt hatte. Dem Brennereigewerbe wollen Sie die angeb- die Maßnahmen seiner Bergverwaltung an der Saar nicht ein. würde nur die Arbeitslosigkeit vermehren! liche Liebesgabe entziehen; es scheint fast, als wenn Sie dieses gemischt hat, dies auch bezüglich des Ruhrstreiks nicht thun wird. Was die Sonntagsruhe betrifft, so hoffe ich zuversichtlich, daß sie verrückte Märchen selbst glauben.( Heiterkeit links.) Die Maß- Diejenigen Führer, welche heute leichtfertiger Weise in West für die Fabriken spätestens am 1. April eingeführt wird. Die nahmen gegen die nationale Landwirthschaft scheinen noch gar- falen die Arbeit niederlegen, haben eine verhängnißvolle Verant Abschaffung der Kinderarbeit wird nichts beffern; würde man nicht zu Ende zu sein, denn erst heute liest man wieder in wortung auf sich geladen. Wenn die gesammte Belegschaft nicht das Verbot gar auf die jugendlichen Arbeiter von 14-16 Jahren offiziösen Zeitungen von den Fortschritten der Handelsvertrags zur Arbeit zurückkehrt, so könnte damit wohl eine einzige Beche erstrecken, so wäre das gleichbedeutend mit einer Vermehrung der Verhandlungen mit Rußland. In der Währungsfrage bleibt in Schwierigkeit gerathen, der ganze Bezirt aber nicht, denn die Arbeitslosigkeit. Von einer Abschaffung der Frauenarbeit spricht man auf dem gegenwärtigen für die Landwirthschaft verderb- Produftion ist so zurückgegangen, daß mit viel weniger Arbeitern Herr Liebknecht heute nicht mehr; früher haben wir mit Ihnen lichen Wege. Wenn Herr Bebel mich neulich mit der auszukommen sein würde. Die Lohnverhältnisse in den Bergauf dem Standpunkt gestanden, daß die verheirathete Frau nicht Autorität von Mary abfertigte, so ist es für mich hart, mir werksdistrikten in Westfalen sind gute, die Löhne für die Arbeit in die Fabrik gehört. Praktisch haben Sie uns also nicht auf Herrn Mary, diesen materialistischen Atheisten, als Autorität über Tage sind seit 1888 fortdauernd gestiegen von 2,69 auf diesem Gebiete unterstützt.( 3uruf bei den Sozialdemokraten: vorführen zu lassen. Mary betet aber auch nur die alten 3,54 m. im Jahre 1891, dem entsprechend die Löhne für Umgekehrt!) Sollten die Sozialdemokraten wirklich hier im manchesterlichen Theorien nach, so sehr er sonst ein origineller die Arbeit unter Tage. Sie sind nicht ganz so hoch wie an der Saar, Hause zu einer ausschlaggebenden Zahl werden, so werden die gewissenhafter Denker und Forscher gewesen ist. Arbeiter von einer praktischen Fortbildung des Arbeiterschutzes Aufhebung des Sozialistengesetes war eine sehr ordnungen ist hier in verschiedener Richtung viel geäußert worden. Die aber immerhin verhältnißmäßig befriedigend. Ueber die Arbeitsnichts mehr zu erwarten haben. Das Koalitionsrecht des Ar- bedenkliche Maßregel. Unter diesem Gesetze brauchte die Ich hatte bei der Berathung der Gewerbe- Ordnungs- Novelle ausbeiters haben wir stets vertheidigt, wir begrüßen die zustimmende Grubenverwaltung teine Sozialdemokraten unter der Belegschaft gesprochen, daß ich die Arbeitsordnung für gut, aber die Erklärung des Ministers und mahnen ihn nur, nicht durch Maß zu dulden. Jetzt zeigen sich die mißlichen Folgen der Aufhebung. obligatorische Anhörung der Arbeiter vor ihrem Grlaß für einen nahmen gegen einzelne Führer dieses Recht zu beschränken. Ge müßte nicht gerade ein Ausnahmegesetz neu gemacht, sondern Fehler halte. Vorgänge an der Saar haben meine Meinung be Ferner hat Herr Liebknecht die Schutzoll- Politik angeklagt und allgemein eine Verschärfung der bezüglichen Bestimmungen im nätigt. Jedenfalls soll die Regierung die Mittel finden, die Arist dabei von Herrn Barth in nicht ganz logischer Weise unter- gemeinen Recht eingeführt werden. Wenigstens in dem Rumpfe, beitswilligen zu schützen.( Buruf bei den Sozialdemokraten: stützt worden. Er nennt den Panama Skandal eine Frucht wie es im Januar 1890 beschlossen war, hätte das Sozialisten Unter die Streifenden schießen!) Ich wünsche nicht, daß des Schutzzoll Systems. Was würde er sagen, wenn wir gesetz angenommen werden sollen; die Deutschkonservativen haben zwischengeschossen wird. Herabsetzung der Arbeitszeit unter das behaupteten er sei die Frucht einer jüdisch- liberalen das vereitelt, wie es feststeht, aus Mißverständniß, weil sie Durchschnittsmaß der täglichen Leistung eines Arbeiters ist vom Regierungskunst? Die Schutzölle sollen nicht die Rente ver- glaubten, damit einem Wunsche des Fürsten Bismarck zu ent- Uebel. Den Vorschlag des Herrn Hitze, den Unfallversicherungsmehren, sondern auf einer solchen Höhe erhalten, daß die sprechen. Der Fürst hat mir später selbst bestätigt, daß es ihm Berufsgenossenschaften die Versicherung gegen unverschuldete Ar Arbeit erhalten bleibt und die Arbeiter beschäftigt werden können. nie eingefallen wäre, so etwas nur anzudeuten. Wenn wir es beitslosigkeit zu übertragen, muß ich als Zukunftsmusik bezeichnen, Gerade der jetzige Nothstand beweist die Nothwendigkeit des aber nicht erhalten können, dann müssen die Preß-, Vereins- denn die Voraussetzung zu ist die Organisation der Arbeiter Schußzolles. Die Preise sind trotz des Schutzzolles so niedrig und Versammlungsgesetze verschärft werden. Die Harmonie der und diese Organisation it unmöglich, so lange sich die Arbeiter wie je; ist aber mit diesen niedrigen Preisen dem Volke ge- Interessen eristirt thatsächlich; auf dieser beruht ja das ganze von politischen Parteien beherrschen lassen, welche den Umsturz holfen( Buruf links.), Die Kritik der bestehenden Zustände Arbeiterschutz- Gesez.( Beifall rechts.) der bestehenden Verhältnisse erstreben.( 3uruf des Abg. Hirsch: durch die Sozialdemokratie durch Marr und Lassalle kennen wir Abg. Hirsch( fr.): Es ist noch nicht lange her, daß man Die Gewerkvereine auch?) Auch die Gewerkvereine werden von nun 20 Jahre, sie ist in die Wissenschaft übergegangen; es wäre die Verhältnisse und Gesinnungen der Bergarbeiter als muster einer politischen Partei beherrscht.( Heiterfeit.) Die Maßnahmen, nun doch endlich an der Zeit, positive Vorschläge zu machen, wie hafte hinstellte, und wo man darauf ausging, diese auf die ge- welche von der preußischen Bahnverwaltung haben ergriffen geholfen werden soll. Diese Vorschläge machen Sie nicht.( Abg. sammte übrige Arbeiterschaft, event. durch Zwangsmaßregeln zu werden müssen, bedauere auch ich, hoffe aber, daß die Verhältnisse Bebel: Sie folgen ja doch nicht!) Die Unregelmäßigkeit der übertragen. Das wurde bekanntlich bei der Unfallversicherung sich baldigst konsolidiren werden. Produktion zu beseitigen wird nie gelingen, so lange nicht die ganz besonders empfohlen. Wie hat sich das doch in wenig Preußischer Handelsminister Konsumtion vorgeschrieben ist, so lange noch auswärtige Märkte Jahren verändert! Nirgends mehr Unzufriedenheit und Beran von Berlepsch: Auch der Saar steigen die Löhne seit 1889 beständig. bestehen, so lange nicht die ganze Welt unter einem republi- bitterung als in diesen Kreisen. Die alten patriarchalisch- 1890 betrug der Tagesdurchschnitt 3,79, 1891 8,89 m. tanischen Präsidenten steht, so lange man nicht die Ernten und bureaukratischen Einrichtungen bei den Bergarbeitern sind eben Die Echwankung der Löhne ist an der Saar nicht anders gedas Wetter regeln kann. Zur Frage des Streits an der Saar uuhaltbar geworden, firchliche und weltliche Autoritäten sind im wesen als an der Ruhr. Die Differenz bewegt sich zwischen 40 bemerke ich nur, daß der Minister seine Ursachen richtig an- Nu beseitigt worden; die Bergleute, unselbständig in ihrem Den- und 35 Pfennig zu Gunsten der Ersteren. geführt hat. Es war eine gewisse Verbitterung, Nachhall von ten und Handeln, sind die Beute der Führer geworden. Nun 1889, und die Hetzereien und Zettelungen der Führer, welchen empfiehlt man von allen Seiten die größte Strenge und Schärfe Abgg. Grafen Kanit und v. Kardorff, daß der Rückgang des Abg. Wiffer( wild) wendet sich gegen die Ausführungen der der Boden unter den Füßen wankte, welche ihn benutzten, um gegen die Aufständischen. Ich halte diese Vorschläge für verderblich. Kleinen Bauernstandes und die Abnahme der Zahl der bäuerihr schwindendes Prestige aufzufrischen. Wollten die Arbeiter Ich freue mich, daß der Handelsminister davon nichts wissen lichen Besitzungen nicht durch den Großgrundbe, iz, sondern durch doch endlich einsehen, daß sie nicht Hetzer, sondern will. Untlar ist mir nur, was er über die zukünftige Haltung die Güterschlächtereien verursacht war. die besten ihres Standes, Das Schlimmste leiste die Ruhigen und Be der Behörden gegen den Rechtsschutzverein gesagt hat. Es die protektionistische Wirthschaft, die nur die Rente des Großsonnenen an die Spitze ihrer Organisation stellen müssen! schien, als ob er andeuten wollte, daß der Verein durch einen grundbesizes steigere, aber wie im Branntweinsteuergesetze, die Ich freue mich, daß die Sozialdemokraten jede Solidarität mit Staatsministerialbeschluß geschlossen werden sollte. Wenn der Kleinen Vortheile vernichte, welche der kleine Grundbesitz bis dahin diesen Führern abgeschüttelt haben.( Zwischenruf links: Warten Verein sich gegen die Gesetze vergangen hat, wird die Regierung noch aus industriellen Betrieben zog. Wir fordern gleichmäßigere ist ja Jhr Mann; er ist katholisch!) Es war jedenfalls nicht berechtigter Weise dagegen einschreiten; wenn das aber nicht der Vertheilung des Grundbesitzes und Zurückführung des Großförderlich, daß die ganze Angelegenheit hier zur Sprache gebracht Fall ist, wird man hoffentlich das Koalitionsrecht nicht durch grundbesitzes auf seine eigene Kraft, während er jetzt nicht durch wurde, nachdem der Krieg einmal ausgebrochen war. Die Auf eine solche Maßregel beeinträchtigen. Daß Nothstände vorhanden eigene Kraft, sondern durch die Mittel der ganzen Nation erhalten regung unter den betheiligten Arbeitern wird dadurch nur noch sind, leugnet niemand, aber ein außerordentlicher Moth- wird.( Lachen rechts.) vergrößert. Die Maßregel der Einführung eines gewissen Be- stand, wie ihn die Interpellanten behaupten, der außerordentliche Abg. Dreesbach( Soz.): Wenn die Versammlungen der fähigungsnachweises durch das Institut der Lehrhäuer ist Abwehrmaßregeln nöthig macht, ist nicht vorhanden. Es handelt Arbeitslosen den Minister von Bötticher nicht bestimmen können, M Sonntagsplauderet. bisweilen vorkommen, daß irgend cin schmack daß eine Rarre nie gründlicher verfahren werden kann. hafter Würdenträger die Tafel seines Gebieters Wenn der Vertreter des Berliner Tageblatts" an der Ostzieren muß, wozu sämmtliche Kanonen geladen werden, grenze und derjenige der Frankfurter Zeitung" an der R. C. In den Annalen des modernen Kürschner- aber wir leben hier unter den Segnungen einer rauchlosen Westgrenze aufgestellt wird, so kann es gar nicht anders gewerbes ist ein Winter, wie der diesjährige, lange nicht Kultur und kleinkalibrigen Zivilisation, so daß also irgend sein, als daß die feindlichen Heereswogen an diesen beiden dagewesen. In den Zeitungen mehren sich die Aufrufe, in welche gastronomische Ausschreitungen nicht zu befürchten bronzenen Felsen zerschellen. Und den gewöhnlichen Bürger denen aufgefordert wird, die Vöglein nicht verhungern zu find. Aber was nicht in den Akten steht, das befindet sich überkommt ein Gefühl tiefen Friedens und seliger Ruhe, laffen, unter den Menschen kann ein Nothstand glücklicher überhaupt nicht in der Welt. Es hat sich bisher noch kein wenn er erfährt, aus welchen erhabenen Quellen die NeWeise nicht gefunden werden. Ein weißes unabsehbares Staat an die hochweise Reichsregierung von wegen des gierung ihre Weisheit schöpft. Unser Vaterland wird jetzt Leichentuch deckt die Erde und die schmiegsamen, reinlichen Nothstandes gewendet, folglich besteht ein solcher nicht blühen und gedeihen, denn es war öffentliches Geheimniß, Falten verhüllen alles, was sonst dem Auge unangenehm denn alle Gewalthaber sind schließlich nicht so klug wie der daß der frühere Leiter unserer Geschicke vor der Politit auffällt. Findet man hinter einem Zaun einen Todten, so Amtsvorsteher von Schöneberg, der jedem Arbeitslosen einen des Kaiserhofes zitterte. Nachdem wenigstens in dieser Bes cilen Kundige von allen Seiten herbei und es entsteht die Schutzmann zutheilt, der in seiner amtlichen Eigenschaft ziehung Friede geschlossen ist, kann man die heutige ReFrage, ob der Schweigsame verhungert oder erfroren sei. darauf aufpassen muß, daß die Arbeitslosen nicht die Hände gierung zu diesem genialsten ihrer diplomatischen SchachDie Wirkung ist wohl schließlich dieselbe, in jedem Falle rühren. Trotz aller neuen Bazillentheorien ist die Kur züge nur beglückwünschen. aber trägt er selbst Schuld an dem für seine Umgebung so methode des ehrwürdigen Doktor Eisenbart doch immer noch Und: Soldatenleben, ja das heißt luftig sein! Es mag lästigen Vorfall: hätte er sich gesättigt, wie einem ge- die allerradikalste: den tollen Hunden schneidet man die sein, daß der Reichskanzler in der Kommission die Annehm bildeten Menschen zukommt, so wäre er nicht ver- Schwänze ab, dicht hinter dem Kopf, und die armen lichkeiten des Kasernenlebens in glühenden Farben schilderte, hungert würde er einen Platz am warmen Ofen Leute schlägt man am besten ganz todt, dann hört aber solange in Deutschland nicht mindestens auch die nicht verlassen haben, so hätte er unmöglich erfrieren können. wenigstens das ewige Gewinsel und Gejammere von Schwiegermütter höherer Jahrgänge, und wären sie noch so Es handelt sich also stets um sträflichen Leichtsinn, und selbst auf. militärfromm, uniformirt sind, werden wir unseren Erbgegen den Leichtsinn können doch keine Gesetze gemacht werden. Wie sollten Geseze beschaffen sein, die einen so bodenlos leichtfertigen Menschen schüßen könnten? So also fennen wir keinen Nothstand, und wenn der feinden schwerlich imponiren. Man scheint eben in der Himmel nicht ein Ginsehen gehabt hätte, und hätte uns Militärverwaltung die wahren Hilfsmittel zur Vertheidinicht den reichlichen Schneefall bescheert, so hätten es die gung des vaterländischen Bodens noch nicht in der richtigen So hat denn auch Herr von Bötticher Recht, wenn er Arbeitslofen vor Langeweile überhaupt nicht ausgehalten Weise zu würdigen, denn sonst sollte man sich diese unsere den Nothstand ableugnet. Wurde einst im preußischen man hätte, wäre der Schneefall nicht von selbst ein zarte Andeutung nicht so ohne weiteres entgehen lassen. Herrenhause eifrig nach einer verhungerten Lehrerwittwe gefragt, getreten, nothwendiger Weise einen solchen erfinden müssen. Siebzigtausend Rekruten stellen zwar einen sehr annehmbaren und konnte damals schon diese starke Nachfrage durch kein und zum Glück lenkt der Schneefall die öffentliche Auf- Berg von Menschenfleisch dar, aber es sind doch nur Männer Angebot befriedigt werden, so soll es überhaupt noch nicht merksamkeit von den Verhandlungen der Militärkommission und zwar junge Männer, die vor jedeni Unterrock gemeinhin vorgekommen sein, daß ein Minister verhungert ist, we- ab, sonst könnte der Reichskanzler seinen Normal- Arbeitstag die Flucht ergreifen. nigstens nicht auf offener Straße. Einer Lehrerwittive, nur darauf verwenden, den Zeitungen Berichtigungen zu= Genaues und Zuverlässiges erfährt man aus den wenn sie obstinat wird, ist alles mögliche zuzutrauen, sie zuschicken. Gleichwohl ist die Politik ein schweres und un- Zeitungen nicht über die Verhandlungen in der Kommission, verweigert womöglich die Nahrungsaufnahme, während dankbares Geschäft, aber mit Hilfe der tief uur Herr Stöcker hat sich für einen Demagogen erklärt. doch ein Minister stets aus der Hand iẞt. In sinnigen Journalisten, die der Kanzler zu seinen parla Sollte der Mann am Ende seiner Tage sein? Afrika, bei unseren schwarzen Landsleuten soll es mentarischen Soupers einladet, ist einleuchtend, Die Be elnen wirklichen Mothstand zu fonstativen, fo follten ihn doch die| 1önnen, in Bukunft ihr Recht zu wahren.( Buruf bei den die Belastung mit direkten war; und da will man den ärmeren Berichte der Fabrifinspektoren dazu bewegen. Nach dem Bericht Sozialdemokraten: Im Gegentheil!) Je brutaler man gegen fie Klassen nun auch noch das Wahlrecht verkürzen. Derselben von dem Jahre 1891 hat ein langfamer aber ftetiger vorgehen wird, die gestreift haben, um so mehr wird sich die Ge- Abg. Arendt( ft.): Die Opposition gegen die Vorlage scheint Niedergang der Industrie und damit eine Verschlechterung der Tegenheit für sie bieten, ihr Recht aufs Neue maßgebend mit viel milder zu fein, als sie vor ein paar Jahren gewesen Lage der arbeitenden Klaffen stattgefunden. Die Geschäftslage im zu machen. Der Handelsminister war zwar mit dem brutalen wäre; Herr Meyer hat auch das geheime Wahlrecht nicht mehr Jahre 1892 hat sich aber nach allgemeiner Meinung noch weiter Vorgehen, welches der Abg. Stumm vorschlug, nicht ganz ein- so begeistert vertreten wie sonst und selbst Herr Rickert erkannte verschlechtert.( Sehr richtig!) An demselben Tage, ja vielleicht verstanden, erklärte aber, daß bis jetzt schon 500 Abfehrscheine an, daß seine demokratischen Anforderungen aussichtslos feien, zu derfelben Stunde, wo hier der Minister v. Bötticher, um den ausgefertigt feten und daß weitere 3000 Mann in Zukunft nicht Herr Rickert ist auf die Unwandelbarkeit seiner Meinung stol Rothstand nicht anzuerkennen, auf den Aufschwung des Post- anfahren sollen. Das ist der zehnte Theil der ganzen Peleg während es den Nationelliberalen zum Verdienst anzurechnen ist, und Eisenbahnwesens im vorigen Jahre hinwies, hat der schaft. Man wird doch nicht behaupten wollen, daß man gerade daß sie in bezug auf das Wahlrecht ihre Meinung geändert haben. preußische Finanzminister im Abgeordnetenhause eine diametral Diejenigen heraussucht, die sich vorzugsweise als Streifer und Den Ausspruch vom elendesten aller Wahlsysteme würde Fürft entgegengesezte Erklärung abgegeben, indem er den Etat als Sozialdemokraten hervorgethan haben, sondern man greift will Bismard heute wohl nicht mehr wiederholen; er folgte auch ein Spiegelbild der allgemeinen gewerblichen Entwickelung fürlich den zehnten Theil heraus. Was ist denn das anders, als damals, als er es vorschlug, nur einer geschichtlichen Nothin dem leßten Jahre bezeichnete und das Defizit von 58 Millionen wenn man schner eigen einer Revolte ben senten aus Dembigkeit. Er hat auch feitdem wohl Erfahrungen genug gemit 29 Millionen auf den Minderüberschuß der Eisenbahn- Ver- herausgriff und niederknallen ließ? Ich gratulire zu diefer Schneidig- macht, um eines besseren belehrt worden zu sein. Ich halte es waltung zurückführte. Wir unsererfeits haben das Mögliche ge- feit. In furzem wird die sozialdemokratische Partei auch dort für eine der schlimmsten Ausschreitungen des geheimen Wahlthan, um den Rothstand auch ziffernmäßig zu beweisen. Herr dominiren, und sie wird dann mitsprechen, wenn es sich um rechts, daß Fürst Bismarck mit einem Sozialdemokraten in die von Bötticher hat sich wegwerfend über die in den Versamm einen Streit zwischen Arbeitern und Arbeitgebern handelt. Herr Stichwahl tommen tonnte. Daß die Minister in der dritten, lungen der Arbeitslosen gefaßten Resolutionen ausgesprochen, D. Berlepsch achtet das Koalitionsrecht, aber wenn einer davon Gastwirthe in der ersten Klasse gewählt haben, ist nicht bedenklich, aber in verschiedenen Städten haben sich auch Arbeitslofen- Gebrauch macht, dann wird er entlassen! Steht es denn hier in Bedenklicher ist schon, daß sogenannte Grundbesizer, vorgeschobene tommissionen gebildet und statistische Aufnahmen über die Ver- Berlin anders? In Schöneberg gelingt es den Arbeitslosen Leute, die von dem Bauschwindel leben, in der ersten Klasse hältnisse in ihrem Bezirk gemacht, so in Halle, Giebichen- nicht, eine Versammlung abzuhalten, Schöneberg scheint gänzlich wählen. Die Vorlage muß noch vor den Neuwahlen in Kraft ftein, Mannheim. Danach find in Mannheim, einer in Belagerungszustand erklärt zu sein. So sieht es in Wirklich- treten, deshalb muß ein bestimmter Termin hineingeschrieben Stadt von 80 000 Einwohnern, 1040 Arbeitslose vorhanden, feit aus; an Schneidigkeit fehlt es nicht! Die Arbeiter haben werden oder die Regierung muß eine bindende Erklärung abdarunter die Mehrzahl Familienväter, so daß 8-4000 Personen nicht mehr Gnade zu verlangen, sondern ein Recht darauf, daß geben. Wer das Dreiklassen- Wahlsystem aufrecht erhalten will, der Bevölkerung dort direkt dem Elend überliefert werden. Die ihren Wünschen Rechnung getragen wird. Herr v. Stumm flagt der muß dasselbe so gestalten, daß das Volk demselben sympathisch städtische Behörde wurde aufgefordert, für Arbeitsgelegenheit zu uns an, daß wir das höchste Gut der Menschen, die Zufriedenheit gegenüber steht. Deshalb ftimme ich mit dem Abg. Herrfurth forgen; sie haben die Sache auch nicht schlankweg abgelehnt vernichten. Wer ist denn heute zufrieden? Die Reichsregierung? überein. Ich fann auch mit Herrn Ridert nur bitten eine und Abhilfe geschafft, aber fragt mich nur nicht wie. Sie haben Verlangt sie nicht täglich neue Steuern von uns?( Große Heiter- Aenderung des Wahlverfahrens eintreten zu lassen. die Leute mit der ungewohnten Arbeit des Steinklopfens be- teit.) Jit die Rechte zufrieden? Sie tlagt ja ftets über die Noth Ministerpräsident Graf zu Enlenburg: Ich fann als Ers schäftigt, wobei dieselben 1,50-1,60 m. pro Tag verdienten. Der Landwirthschaft. Traurig fähe es mit unserem Kulturzustand gebniß der Debatte feststellen, daß die große Mehrheit gegen die Man stellte an die städtische Behörde auch das Verlangen, die aus, wenn die Arbeiter mit dem Erreichten zufrieden wären. Einführung des allgemeinen geheimen Wahlrechtes ist, und be Fabrikanten zur Einstellung der Entlaffung von Arbeitern zu Die alten patriarchalischen Zeiten sind vorbei, nicht mehr fann züglich der Gemeindewahlen nimmt auch Herr Meyer diesen veranlassen. Die städtische Verwaltung erklärte jedoch, daß dies der Arbeitgeber das ganze Leben seiner Arbeiter regeln, diese Zu- Standpunkt ein. Die Wahlen für den Landtag und die Geaußer ihrer Macht liege, daß sie jedoch bei den Fabritinspektoren stände werden auch einmal auf den Werken des Herrn Stumm meinden sollen gleichmäßig sein. Wenn das geflügelte Wort dahin wirken wolle. Der badische Fabrikinspektor Wörrishofer, ein Ende nehmen. Wie, wenn man die industriellen Krösusse eines großen Mannes zu Tode gehetzt wird, so unternehme ich ein weißer Rabe unter seinen Kollegen, hat darauf auch ver- fragte, was sie denn in ihren Mußestunden trieben, wie sie ihre nicht die Bermuthung, daß er heute anderer Meinung ist. Ich sprochen, dahin zu wirken, daß weitere Entlassungen von Arbeitern Gelder ausgäben u. s. w.? Den Arbeiter, der danach fragte, weise nur darauf hin, daß seine Abneigung gegen das Dreiklassen. nicht stattfinden sollten. In Hamburg befanden sich nach der am würden Sie einfach für verrückt erklären. Ich freue mich am Wahlrecht eine platonische war; denn sonst hätte er es 15. Oftober vor. J. aufgenommenen Arbeitslosen Statistik meisten darüber, daß man sich nach einem neuen Ausnahmegesetz wohl in seiner langen Amtsbauer abgeschafft. Man sagt, 4873 Personen, welche zusammen 52 375 Wochen arbeitslos sehnt, das ist die Bankrotterklärung der heutigen Gesellschaft, das System helfe dem Geldfac zur Herrschaft und waren. Wie ist diesem Nothstande abzuhelfen? Was von Sie tommen ohne den Polizeiknüppel nicht mehr aus. Auch das dränge bie Bildung zurück. Alle Versuche, bie Bildung Seiten der Kommunen geschehen ist, fonnte natürlich nicht aus wird uns nicht vernichten. Wir haben 12 Jahre ausgeharrt, als Maßstab des Wahlrechtes zu nehmen, sind verunglückt. reichen. Man kann es auch den städtischen Behörden von Mann der Ausgang war eine schmachvolle Niederlage derer, die diesen Das jetzige Wahlsystem hat jedenfalls nicht gehindert, daß Bilheim nicht verargen, wenn sie nur denjenigen Arbeitslosen Be- Kampf geführt haben, und mit ihm ging der Heros des Jahr dung und Intelligenz ausreichend vertreten sind. fchäftigung geben wollten, welche ihren Unterstützungswohnsitz in hunderte zu Grunde. Wenn der neue Kurs glaubt auf derfelben geifferung für das allgemeine geheime Wahlrecht ist im Abnehmen Mannheim haben. Für die übrigen Arbeitslosen wirkte das Basis Erfolge zu erringen, wohlan, er mag uns tommen, wir begriffen, und diese Strömung dauert noch fort. Herr Rickert allerdings hart und grausam. Die Konservativen haben uns werden auch ihm gegenüber bewaffnet sein!( Lebhafter Beifall meint, das Wahlgeheimniß sei nicht genug bewahrt. Die Neigung aufgefordert, unseren Einfluß dahin auszuüben, daß unsere An- bei den Sozialdemokraten). besteht, das Wahlgeheimniß durch alle möglichen Praktiken und hänger aus den Industriestädten auf das platte Land zurückfehren. Staatssekretär v. Bötticher: Wenn der Vorredner als Auf- Manipulationen zu zerstören. Dem gegenüber ist es besser, daß Diese Aufforderung würde beffer an ihre eigene Adresse gerichtet. Wenn gabe der Partei hingestellt hat, die Unzufriedenheit zu die Wähler fich frei gegenübertreten und den Muth ihrer MeiSie( nach rechts) für ausreichenden Lohn und eine menschenwürdigere nähren, so war er zu aufrichtig und sprach nicht im Intereffe nung baben. Ueber die Borlegung eines definitiven Wahlgefezes Behandlung Ihrer Arbeiter sorgten, dann würden sie nicht massenhaft seiner Partei. Ich glaubte immer bisher, jeder, der zur Theil tann ich mich nicht aussprechen; es ist mißlich, für die fernere in die Städte ziehen.( Lebhafter Widerspruch rechts.) Ich bin übernahme an den öffentlichen Arbeiten berufen ist, hätte die Auf- Zukunft schon heute etwas zu erklären. Der Artikel 115 der Verzeugt, daß die ländlichen Gemeinden auch nicht ihre früheren An- gabe, die Zufriedenheit zu nähren. Ich wiederhole, ich erkenne faffung, welcher das Wahlgesetz verheißt, bleibt bestehen. gehörigen, wenn fie unterstützungsbedürftig sind, wieder zurück- keinen Nothstand an, der ein Einschreiten der Reichsregierung Abg. Dasbach( 3.) tritt für das Wahlgeheimniß ein; denn nehmen. Als Mitglied der Armenkommission zu Mannheim nothwendig macht. Ich trete daher den Beweis dafür, daß ein es sei recht schön von dem Muth der Meinung zu sprechen, aber weiß ich, daß die ländlichen Gemeinden ihre Angehörigen an die Nothstand überhaupt nicht vorliegt, erst gar nicht an. Die die Arbeiter bätten oft genug erlebt, daß fie wegen der AbStädte abgeschoben haben und sie sogar heimlich zwei Jahre lang Beweismittel des Vorredners beziehen sich alle auf eine Beit, um ftimmung entlassen worden sind. dort unterstützt haben. Eine Abhilfe ist nur möglich, wenn die die es sich gar nicht handelt. Die Ausfuhrziffern unserer In- Abg. Graf Elberfeld( natl.): Die Vorschläge, welche von den Armenangelegenheiten nicht mehr Sache der Kommunen, sondern dustrie aus der letzten Zeit, soweit fie schon befannt sind, weisen Abgeordneten Vachem und Herrfurth gemacht sind, um die ersten des Reichs fein werden. Man hat bestritten, daß eine Ver- eine Zunahme auf. Der seltsame Kontrast zwischen meinen Aeuße- beiben Abtheilungen zu verstärten, sind nicht annehmbar. Die fürzung der Arbeitszeit eine größere Einstellung von Arbeitern rungen und denen des preußischen Finanzministers ist Angriffe auf das Dreillaffen- Wahlrecht sind nicht mehr berechtigt zur Folge haben würde. Aus dem Monde können die gar nicht vorhanden. Herr Miquel hat dasselbe gefagt als die auf das allgemeine Wahlrecht. Der Ausspruch des Fürsten bann nothwendig werdenden Arbeiter nicht genommen wie ich. In fast allen in Sachsen betriebenen In- Bismarck ist entstanden zu einer Zeit, als die fortwährenden werden. Sie werden aus den Reihen der arbeitslosen duftriezweigen hat sich eine Besserung gezeigt. Ein Eintreten Wahlen fortschrittlicher Mehrheiten zum Abgeordnetenhauſe ihn vagirenden Arbeiter genommen werden können.( Widerspruch der öffentlichen Hilfe ist dort nirgends bisher erforderlich gewesen. verärgert hatten. rechts.) Die 200-300 000 fog. Vagabunden auf der Landstraße Es fehlt nicht an Arbeit und die Löhne find theilweise gestiegen. Abg. Rickert: Warum wirft man mir die Berufung auf würden gern arbeiten, wenn sie nur Arbeit bekämen.( Lebhafter Ruf bei den Sozialdemokraten: Nein!) Das gilt von den Bismarck vor? Er hat seinen Ausspruch niemals widerrufen, Widerspruch rechts. Rufe: Sie wollen nicht arbeiten!) Diese Webereien, Baumwollen- und Kammgarn- Spinnereien, Kleiderstoff- während Windthorst seine Neigung für die öffentliche Ab200-300 000 Vagirenden rekrutiren sich aus solchen, die aus, der Fabriken, Strumpfwirfereien, mangelharter geht u. a. die ftimmung später offen verleugnet hat. In Hannover war Arbeit entlassen worden sind. Wir saben in diesem Winter die Fabrikation der Posamenten, der Musikinstrumente. In Hamburg die Praxis auch so, daß niemand wegen feiner oppositionellen Noth an Leute herantreten, die im Sommer nicht einmal in der liegt zwar der Handel sehr darnieder. Was aber die Zahl der Abstimmung verfolgt wurde, während bei uns die abhängigen PerLage waren, ihre Schulden abzutragen, die sie im vergangenen Arbeitslosen dort betrifft, so steht die vom Gewerkschaftsfartell fonen und Beamten bis aufs Blut gepeinigt worden find. Winter gemacht haben. Vor allem wáre e3 nothwendig, einen aufgenommene Statistik auf sehr schwachen Füßen. Die Löhne Welche Uebelstände haben sich denn bei der geheimen Abstimmung Marimalarbeitstag durch Gefeh einzuführen. Bis dies aber ge- find in der Zeit von 1887 fonstant gestiegen. Die Forderung, ergeben? Jit das Geheimniß nicht genügend gewahrt? Wenn schieht, müßten die Staatsbetriebe der Privatindustie in der Regelung daß die Armenpflege Reichsfache werde, muß ich schon deshalb man gefragt wird, lehnt man die Antwort ab; ein anständiger der Arbeitszeit mit gutem Beispiel vorangehen. Leider sehen wir, ablehnen, weil wir das von Reichs wegen gar nicht bewältigen Mensch fragt überhaupt nicht danach. Und wenn man von dem daß der Staat seine Arbeiter noch mehr ausbeutet als die tönnen. Die Kommunen find thatsächlich die dazu zuerst Be( Buruf bei den Nationalliberalen: Privaten. Auf der Germania- Werft in Riel wurden im vorigen rufenen. Ebenso wenig ist das Reich in der Lage, für die Be- Dann lügt man!) Aha, eine Lüge nennen Sie das. Ist es denn Jahre eine Anzahl von Zimmerleuten wegen Mangels an Arbeit schäftigung Arbeitsloser etwas zu thun. Je mehr diese Fürsorge nicht schlimmer als eine Lüge, ein Gewissenszwang, wenn jemand entlaffen. Die Zimmerleute wandten sich darauf an die faiser lokalisirt wird, um so wirksamer wird sie sein. Die Arbeits- gezwungen wird öffentlich gegen seine Anschauung zu stimmen! liche Werft, wurden aber abgewiefen mit der Motivirung, man lofigteit in den großen Städten fommt allerdings einfach daher, Graf Limburg sprach von der casaristischen Entwickelung durch tönne sie nicht einfiellen, ja, man dürfe es nicht, weil sie das daß nach diesen und den Industriezentren mehr Arbeits das allgemeine Wahlrecht. Glauben Sie, daß dadurch das vierzigste Jahr schon erreicht hätten.( Hört! hört! bei den fräfte zuftrömen, als nöthig sind. find.( Bwischenrufe links.) Ansehen des Reiches gefördert gefördert wird? Es ist nicht Sozialdemokraten.) Wo existirt denn ein Gesez, daß die Arbeiter Wenn Sie( zu den Sozialdemokraten) in dieser Beziehung das zum Seile des Reiches, wenn diese Versammlung, nur bis zum 40. Jahre leben dürfen? Bis zum 45. Lebensjahre Ihrige thun, dieses Zuströmen zu verhindern, dann werden die gewählt ist auf Grund des elendesten aller Wahlsysteme, die muß der Mann für das Vaterland bereit sein. Mit dem Sie über die Arbeitslosigkeit nicht mehr zu flagen haben.( Bei Grundlagen des Reiches tritifirt. Gehen Sie in sich! Damit 70. Jahre erst erhält der Arbeiter die Altersrente, aber er muß fall rechts.) treiben Sie feine deutsche Politit, damit treten Sie nur für den bis dahin gearbeitet haben. Wie reimt sich das zusammen?( Sehr Schuß ihrer Interessen und Privilegien ein.( Beifall links.) gut! bei den Sozialdemokraten.) Setzen Sie doch gefälligst die Hente auf das 40. Jahr fest( Sehr gut! bei den Sozialdemo Es folgen persönliche Bemerkungen der Abgg. v. Stumm, fraten); die Arbeiter werden damit schon einverstanden sein. Size, Drees bach und Bebel. Die Gesammtheit hat die Pflicht, dafür zu sorgen, daß Bur Geschäftsordnung bemerkt Abg. Schneider( Hamm) ein großer Theil der Angehörigen nicht elendiglich ver- unter der Heiterfeit der wenigen noch anwesenden Mitglieder hungern und verfommen. Der Vorwurf, daß die Sozialdemo- des Hauses, daß ihm durch den Schluß der Debatte das Wort fraten den Streit im Saargebiet provozirt haben, ist schon zurück- abgeschnitten worden sei. gewiesen worden. Die Germania", also Ihr Blatt( zum Zentrum), hat die wahre Ursache des Streifs angegeben. Gs war die neue Bergarbeitsordnung, in welcher das Lehrsystem aufgestellt ist, die Reduktion mancher Löhne und als Pendant dazu die Weihnachtsgratifitation der Bergbeamten. Da wurde der Streit beschlossen. Inzwischen ist bekannt geworden, daß Herr v. Stumm beim Handelsminister vorstellig geworden ist und eine Herabminderung der Preise der Kohlen um 50 Pf. pro Tonne gewünscht habe, andernfalls sein Wert nicht mehr be= stehen könne und er dasselbe von Neunkirchen nach Lothringen verlegen müsse.( hört! hört!) Der Handelsminister Die erste Berathung des Gesetzentwurfes betreffend ist auf die Forderung zwar nicht eingegangen, hat aber en derung des Wahlverfahrens wird fortgesetzt. eine Herabsehung der Koakskohlen um 50 Pf. bewilligt. Abg. Graf Limburg- Stirum( fons.): Herr Meyer verlangt, Mit dieser Herabsehung ging eine Herabseßung der Arbeits- daß wir reinen Tisch machen, daß wir das allgemeine geheime Löhne Hand in Hand, und da erfolgte der Streit.( Abg. Bebel: Wahlrecht einführen, damit wir endlich Ruhe haben. Herr Meyer Stumm Aufheter!) Im Rechtsschutzverein und unter den Berg- will wie alle Fortschrittler, solange fortschreiten, bis alles auf leuten sind zwar Sozialdemokraten, aber sie haben keine führende feinem Standpunkte steht, dann will er konservativ werden. Rolle. Die Ultramontanen haben die Führerrolle gehabt. Herr Dann werden aber andere kommen, die noch weiter gehen v. Stumm hat vorgestern hier ausgesprochen, daß vor zwei bis wollen; dann wird er den Schutz gegen den Terrorismus von drei Jahren noch keine Sozialdemokratie im Saarrevier vorhanden unten verlangen. Die geheime Wahl ist unannehmbar, wenn das gewesen sei. Jetzt ist sie da; denn wir haben seine vorjährige Ansehen der natürlichen Autoritäten gewahrt werden soll. Herr Rede gegen die Sozialdemokratie drucken lassen und als Flug- Meyer meint, die Konservativen könnten ruhig verschwinden; es Die Zigarren und Tabakhändler waren am Freitag blatt verbreitet, und sie hat als der beste Agitator für uns ge- geht auch so; ja aber nicht lange, denn wenn die Konservativen Abend zu einer Versammlung eingeladen, um über gemeinschaftwirft.( Sehr gut! bei den Sozialdemokraten.) Er verlangt von einmal nicht ihrer Bedeutung entsprechend hier vertreten sein liche Schritte zu berathen, wie die eventuelle Beseitigung der den preußischen Behörden größere Schneidigkeit gegen die follten, dann wird sich sofort eine Reaktion dagegen im Lande Schäden der Sonntagsruhe in ihrer jezigen Gestalt sich bewerkStreifenden. Mir scheint, ihre Schneidigkeit hat überhaupt den geltend machen. Denn die Bedeutung der Landwirthschaft ist eine stelligen lasse". Herr P. Krug leitete die Versammlung mit Ausbruch des Streits verschuldet.( Bustimmung links.) Ich weiß so große für den Staat, daß sie hier vertreten sein muß. Das einer Propagandarede auf den 50 Mann starken Verein der darüber aus eigener Erfahrung, wenigstens in bezug auf die feit mehr als 40 Jahren bestehende Wahlrecht hat sich im All- Bigarrenhändler ein und sprach darauf sein Bedauern darüber Wahrung des Bersammlungsrechts, ein Lieb zu singen. Wie gemeinen vollständig bewährt. Eine raditale Umwälzung aus, daß die Polizei fein Ohr für die Beseitigung der verhaßten wenig die Sozialdemokratie dort dominirt, zeigt der gegen eine des Wahlrechtes ist vorgenommen ohne jede Kompensation. Bestimmungen zu haben scheine. Da eine diesbezügliche Eingabe Beringe Minderheit von dem Rechtsschutzverein gefaßte Beschluß, Gegen die Einführung der geheimen Wahl müssen wir ent- bis jetzt noch feinen Erfolg gehabt habe, müsse man es jetzt einfeiner politischen Partei den Bildstocksaal zu überlassen.( Hört, schieden Verwahrung einlegen. Nach den Erfahrungen, die wir mal mit dem Reichstage verfuchen. Hierauf bestieg der" Stern" hört! links.) Alle anderen Parteien haben dort ihre Versamm gemacht haben, wird es zweifelhaft, ob das geheime Wahlrecht des Abends, der nationalliberale Reichstags Abgeordnete Kom lungslotale, nur unsere Partei nicht. Auf welche Weise soll denn noch lange bestehen kann.( Bustimmung rechts.) mergienrath Möller die Rednertribüne, und machte ungeachtet nun aber die Regierung diesem Ausstand gegenüber auftreten? Abg. Meyer- Berlin( dir.): Daß die indirekten Steuern von dessen, daß die Arbeitervertreter im Reichstage f. 3. gegen die Die Abgg. v. Stumm, v. Kardorff und Möller verlangen, daß Preußen nicht erhoben werden, ist kein Grund gegen die Ein- neuen Bestimmungen der Gewerbe- Ordnung votirt haben, vorMilitár dorthin geschickt wird, daß ein neues Sozialistengeset ge- führung des allgemeinen gleichen Wahlrechtes. Denn die Ein- nehmlich die Sozialdemokratie für alles Unheil verantwortlich, schaffen werde. Glauben Sie etwa, daß durch die Heranziehung führung und Vermehrung der indirekten Steuern ist auf Be- was den Kleinhändlern aus der Sonntagsruhe erwachsen ist. des Militärs derartige Kämpfe zwischen Arbeitern und Arbeit treiben des Fürsten Bismarck erfolgt, der die indirekten Der Herr Redner befürwortete noch die Statistik über die Jahresgebern unmöglich gemacht werden? Für die Zukunft glauben Steuern für die unteren Klassen nicht geeignet hielt. einnahme vor und nach dem Erlaß des Gesetzes und versprach Sie durch ein strenges Strafgericht die Arbeiter abschrecken zu Die Belastung mit indirekten Steuern ist größer geworden als im übrigen, schon im Reichstag dafür sorgen zu wollen, daß den Abg. Lucius( Rp.) verzichtet. Die Diskussion wird geschlossen. Damit ist der Gegenstand erledigt. Frager abhängig ist Abg. v. Heydebrand: Die Agitation ist von den Freifinnigen angefangen; fie fönnen sich nicht beschweren, wenn von anderer Seite ihnen entgegengetreten wird! Das NeichstagsWahlrecht für den Landtag ist für uns nicht diskutabel. Der Steuererhöhung steht eine große Lohnsteigerung gegenüber und namentlich eine Steigerung der sozialpolitischen Leistungen feitens des Staates und der Arbeitgeber. Wir halten an dem alten Wahlrecht fest. Aber machen es denn die Freisinnigen find die Konservativen nicht; denn sie haben den Bedürfnissen der Neuzeit Rechnung getragen, so auf dem Verkehrsgebiete, auf dem Gebiete der Sozialpolitik. Wenn die Konservativen eine Volts. partei werden wollen, so sollte man das nicht tadeln. Männer wie Graf Limburg- Stirum, die ihre Meinung nicht nur vertreten, sondern auch theuer bezahlt haben( Sehr richtig! rechts), stehen bei uns mehr im Ansehen als Männer, die dem Hause oft unfreiwillig Anlaß zur Seiterfeit geben.( Bunimmung rechts.) Schluß 6 Uhr. Nächste Sizung Montag 1 Uhr.( Brannt- anders, wo sie die Uebermacht baben, z. B. in Berlin? Petrifizirt weinsteuergesetz.) Abgeordnetenhaus. 15. Sigung vom 14. Januar 1898. 11 Uhr. Am Ministertische Graf zu Eulenburg. Damit schließt die erste Berathung; die Vorlage wird einer Rommission von 21 Mitgliedern überwiesen. Schluß 21/4 Uhr. Nächste Sigung Dienstag 11 Uhr. ( Rechnungsvorlagen und Etat.) Lokales. B Ift Stöcker Demagoge? In der Freitag in der Ton halle stattgehabten Versammlung der„ chriftlich- sozialen Partei" sprach Stöcker über das Thema Ronservative Demagogie". erklärte das Wort Demagoge, wie sein Organ, das Bolk" mittheilt, in folgender Weise: Demagoge ist einer, der durch geiftvolle Rede Stimmung macht."" Ist Stöder nun Demagoge? Bit Stöder Soziale Uebersicht. Hanbelsangestellten ihr bischen Sonntagsruhe wieder genommen zweite Fall trug fich gestern Abend etwa um zehn Uhr in einem Tverde. Die Versammlung fühlte sich durch die Person des Herrn Haufe der Willibald- Allexisstraße gut. Der 50 Jahre alte WinkelKommerzienraths und seine Rede so sehr begnadet, daß sie ihm tonsulent Johann B. wollte die in dem bezeichneten Hause auf ehrfurchtsvoll durch Erheben von den Sigen ihre Reverenz be- dem Hofe zwei Treppen hoch wohnende unverehelichte Elisabeth G. und Noth, in welcher sich ein großer Theil unserer Bevölkerung Arbeiter Berlins! Angesichts der großen Arbeitslosigkeit zeigte. Leider wurde diese weihevolle Stimmung durch ver- aufsuchen, wurde aber bald darauf auf dem Hausflur des Erd- befindet, hält es die politische Bertretung der Berliner Genossen schiedene freventliche Einwendungen gestört, die einige Gin- geschoffes in schwer verletztem Zustande aufgefunden. Ein so- für ihre Pflicht, hierzu Stellung zu nehmen. Eine besondere bringlinge zu erheben sich erdreifteten, indem sie darauf hin- fort herbeigerufener Arzt konnte nur den bereits eingetretenen Bedeutung erhält diese Frage noch durch die Behandlung der wiesen, daß sowohl der überaus schwache Besuch der Versamm Tod feststellen. Es wird angenommen, daß B. auf der Treppe Nothstands- Interpellation unserer Fraktion im Reichstage. But lung, als auch die unangenehme Thatsache, daß von 1000 aus von Schwindel befallen und über das Geländer hinabgestürzt ist. Diesem Zwecke finden am Mittwoch, den 18. d. M., Vormittags gegebenen Fragebogen nur 200 zurückgekommen sind, gerade nicht dafür spreche, daß den Ladenbesitzern so sehr die Aufhebung der Sonntags- Eeit vorgestern ist die Hilfe der Feuerwehr vierzehn 9 Uhr, in verschiedenen Stadttheilen 4 große Boltsversamm ruhe am Herzen liege. Die Versammlung beeilte sich, ihre ganze geistige Mal in Anspruch genommen worden. In fünf Fällen war Feuer lungen statt. Pflicht aller Arbeitslosen ist es, dort zu erscheinen. Ueberlegenheit über die Opponnenten thatkräftig dadurch zum durch Fahrlässigkeit enstanden. Vorgestern Abend wurde von Näheres durch Säulenanschlag und Annoncen im Vorwärts" Ausdruck zu bringen, daß sie diese Friedensitörer unter Gebrüll Weißenfee aus die Feuerwehr gerufen. Im Eckhaus der Gürtel- am Dienstag. Die Vertrauensleute Berlins. zum Verlassen des Saales nöthigte. Aber der Apfel der und Straßburgerstraße war ein großer Dachstuhlbrand aus- Graveure, Bifeleure und verwandte Berufsgenossen! Bwietracht war einmal in die Versammlung geworfen; auch als gekommen, dessen Unterdrückung durch Wassermangel und die Morgen, am 16. Januar, findet im Lofale Alt Berlin", Stras die Herren Händler wieder unter sich waren, konnte die weihe eigenthümliche Bauart des Hauses sehr erschwert wurde. Der laueritraße 57, eine Versammlung der Ortstaffe der Graveure, volle Stimmung von vordem nicht wieder machgerufen werden. ganze Dachstuhl und das obere Stockiert sind ein Raub der Biseleure und verwandten Berufsgenossen statt. Da in derselben Niemand war mit sich einig, wie und wieweit die Bestimmungen Flammen geworden. Gestern früh wurde die Eisenmöbelfabrik die Delegirtenwahl auf der Tagesordnung sieht, so ist es Pflicht bezüglich der Sonntagsruhe geändert werden sollten, und das von Böttcher u. Haselau in der Chausseestraße 68/69 von einem aller Mitglieder, am Blaze zu sein, damit Männer gewählt Resultat des Abends war daher, daß die Versammlung unter Brand heimgesucht, der nach dem unter der Fabrik belegenen werden tönnen, welche gewillt sind, die Rechte der Mitglieder beillofem gegenseitigen Geschimpfe unverrichteter Sache aus: Keller durchschlug. Eine besondere Veranlassung führte die energisch zu vertreten und vor allem dafür zu sorgen, daß mit einanderging. Feuerwehr um Mitternacht nach dem Packhof. Am Kron- dem System der Zwangsärzte gebrochen wird. Gleich anderen prinzen Ufer follte eine Kuh in die Spree gefallen fein, die Ortstassen haben auch wir die Pflicht, unseren franken MitFenerwehr vermochte von dem Thier jedoch nichts mehr zu ent- gliedern die Vortheile der freien Arztwahl zu sichern. Seid da decken. her zahlreich am Plage, Kollegen, und thut Eure Schuldigkeit! Ein Mitglied. Marktpreise in Berlin am 13. Januar, nach Ermitte lungen des Polizeipräsidiums. Weizen per 100 Kg. guter von Berliner Arbeitervertreter- Verein. Hinsichtlich der von 16,20-15,60 m, mittlerer von 15,50-15,00 M.. geringer von diesem Verein aufgestellten Kandidatenliste zur Wahl von sieben 14,90-14,40 M. Roggen per 100 kg. guter von 18,80-13,50 M., Grjas männern für die nicht ständigen Mitglieber mittlerer von 13,40-13,20 m., geringerer von 13,10-12,80 m. des Reichs- Versicherungsamts bringt ein Extrablatt Gerste per 100 kg. gute von 17,00-16,00 m., mittlere von der in Gelsenkirchen erscheinenden Deutschen Berg- und Hütten 15,90-14,90 m., geringe von 14,80-13,80 M. Hafer per 100 Kg. arbeiter- Beitung" folgende Mittheilung: guter von 16,00-15,20., mittlerer von 15,10-14,40 m., Soweit die Bergleute die Wahl angeht, dürften sie mit dem geringer von 14,30-13,60 m., Stroh, Richt- per 100 kg. von vorgeschlagenen Knappschafts Oberältesten 4,50-4,00 M. Heu per 100 Rilog. von 7,00-5,20 M. Erbfen Wilhelm Frede durchaus nicht einverstanden sein; denn sonst per 100 kg. von 40,00-25,00 M. Speisebohnen, weiße per hätten sie ihn sicherlich bei der Knappschaftsältesten- Wahl am 100 Kg. von 50,00-20,00 m. Linsen per 100 Rg. von 80,00 26. März und bei der auf seinen Protest neu anberaumten späteren bis 30,00 m. Kartoffeln per 100 Kg. von 6,00-4,00 M. Rind- Wahl wiedergewählt. Das ist nicht geschehen und damit bewiesen, fleisch von der Keule per 1 Kg. von 1,60-1,10 M. Bauchfleisch daß er das Vertrauen seiner Knappschaftsmitglieder nicht genießt. per 1 Kg. von 1,40-0,90 m. Schweinefleisch per 1 Kg. von Daran ändert auch der Umstand nichts, daß Frede seitens des 1,50-1,10 m. Kalbfleisch per 1 Kg. von 1,60-0,90 m. Sammel- Knappschafts- Vorstandes später zum berältesten refp. Bertrauensfleisch per 1 Kg. von 1,50-0,90 M. Butter per 1 Kg. von 2,80 mann ernannt worden ist. Wenn daher der Berliner Arbeiterbis 1,80 m. Gier per 60 Stück von 7,00-3,00 m. Fische per vertreter Verein angiebt, diesen Kandidaten im Einverständniß 1 Kg.: Karpfen von 2,40-1,00 m. Male von 2,80-1,20 m. mit der Arbeitervertreterschaft Deutschlands vorgeschlagen zu haben, Bander von 2,40-1,00 m. Hechte von 1,80-1,00 m. Barfche so hat er eber die Vertreter der Bergleute dabei außer Acht gevon 1,80-0,70 M. Schleie von 2,40-1,00 m. Bleie von 1,40 laffen. Eine Anfrage per Postkarte an uns bezw. den Vorstand bis 0,80 m. Krebse per 60 Stück von 9,00-2,00 M. des Verbandes deutscher Berg- und Hüttenarbeiter, der sicher eine ficher Arbeitervertretung ist, hätte ihm die richtige Kenntniß, wie man Polizeibericht. 12. M. Verdienste zu große Verkehrsstörungen veranlaßt. Die Zufuhr vom Lande ist hängt vorgefunden. In einem Hause der Willibald- Alexisunterbrochen, worunter namentlich die Außenbezirke der Stadt zu straße stürzte Abends spät ein Kaufmann über das Treppenleiden haben, die auf den ländlichen Milch, Butter- und Kar- geländer im zweiten Stock auf den Flur hinab und erlitt so toffelmann angewiesen sind. Die Pferdebahnwagen fommen trot schwere Verlegungen, daß er bald darauf verstarb. Am Vorspanns und häufigen Pferdewechsels nur mühsam vorwärts. 18. d. M. und in der darauffolgenden Nacht fanden dreizehn Die Salz- Streumaschinen sind ohne sonderlichen Nußen, weil der Brände statt. Brände flatt.der darauffolgen dichte feine Schnee auf den Gleisen anfriert und alle An ftrengungen, die Schienen frei zu halten, vergeblich macht. Mit den Vororten Rigdorf, Schöneberg, Weißensee u. a, war ein regelmäßiger Verkehr fiberhaupt nicht herzustellen. Die aus Bommern, Schlesien, Posen und Provinz Preußen eintreffenden Züge verspäten sich um die fahrplanmäßige Fahrzeit bis zu drei und vier Stunden. Bur Choleragefahr. Die Cholera- Nachrichten aus Hamburg haben die preußische Regierung veranlaßt, von neuem Bor fichtsmaßregeln gegen die Einschleppung der Seuche zu treffen. Die Landräthe der Kreise Westhavelland und Niederbarnim haben ein Verbot des Verkaufs von Roheis erlassen, welches aus Gewässern genommen ist, die aus zufließenden Unreinlichkeiten oder anderen besonderen Umständen von bedenklicher Beschaffenheit sind. Die heilige Ehe. Biel besprochen wird in Spandau das Berschwinden einer Restaurateursfrau, welche unter Mitnahme eines größeren Geldbetrages in Begleitung eines langjährigen Freundes ihres Mannes das Weite gesucht haben soll. Um ihren Ehemann zu täuschen und ihn für die Stunde der Flucht unschädlich zu machen, hatte sie ihn Abends listiger Weise veranlaßt, recht viel geistige Getränke zu genießen, bis er total betrunken war. Nachdem sie ihn dann im Schlafzimmer gebettet, wurde die sorgsam vorbereitete Flucht bewerkstelligt. Der Stetig andauernde Schneefall hat auch in Berlin " geiftestruide Zochter eines Raufmanns in deſſen Wohnung ergiebigitem Maße verschaffen können. würdigen weiß, in aus Gerichts- Beitung. Das Bielefelder Gewerkschaftskartell beschloß beim Magistrat die Errichtung eines Gewerbegerichts zu beantragen und gab den Gewerkschaften auf, dahin zu wirken, daß nehmen. Ferner wurde beschlossen, die organisirten Arbeiter zu Die Unternehmer die Lohnza blung am Freitag vor veranlassen, nur bei solchen Wirthen zu verfehren, die der Arbeiterschaft ihre Lotale auch zu Bersammlungen über laffen. de be32 Versammlungen. Verband der Schneider und Schneiderinnen und verwandter Berufsgenossen( Filiale Berlin). Bersammlung am Sonntag, den 15. Januar, Abends 6 ühr, in Moabit bei Hermerschmidt, Perleberge straße 28a. Nach der Bersammlung:„ Gemüthliches Betsammensein". Die Bahlstellen des Vereins befinden sich: 1. bei Frengang, Schüßenstraße Nr. 18. Jeden Morgen von 8-1 Uhr, fowie jeden Sonnabend Abend von 8-10 Uhr. 2. bei Seefeldt, Grenadierstraße 33. Jeden Montag bend von 8-10 Uhr. 3. tn Moabit bei Sermerschmidt, Berlebergerſtraße 28a. Jeden Montag übend von 8-10 Uhr. 4. bei Broz, Annensir. 9. Jeden Mittwoch Abend von 8-10 Uhr. In allen Babistellen werden Mitglieder au genommen. Oeffentliche Versammlung für Männer und Frauen am Sonntag, den 15. Januar cr., abends 6 Uhr, in der Bertiner Bodbraueret, Tempelhofer Berg. Tagesordnung: 1. Bortrag des Genossen Bernstein über: Hautrantbeiten". Nach der Bersammlung: Gemüthliches Betfammenfein. Freie Branken- und Begräbnißkaffe der Schuhmacher und gerufsgenoßen Berlins( G.§. 27). Generalversammlung am Montag, den 28. b., le Fatobftr. 75.( S. Inferat von Sonnabend). nachmittags& Uhr, im Schultheis Braueret- Ausschant, Neue Jatobfir. 24-25: Verein der Maschinisten und grizer Serline. Sonntag, den 15. b., Generalversammlung. Bergnügungsverein Boruffia. Gonntag, den 15. Januar, Abends 6 Uhr, bei Wollschläger, Blumenftr. 78: Fidelitas und Vorträge. Allgemeiner Arbeiterinnenverein. Heute, Sonntaa, Abends 6 Uhr, groß. Verfanımlung bei Otto Klein, Schönleinstr. 6: Bortrag von Frl. Bader über: Utopte und Wirklichkeit". Geselliger Verein Brüderbund". Sonntag, den 15. Januar, Nach Renaurant", Raupachstr. 6. mittags präzise a by: Außerordentliche Generalversammlung in„ Stachel's Eine in rechtlicher Beziehung interessante Frage be Auf dem Thnem der Zionskirche haben jetzt zwei Habichte schäftigte gestern die Berufungs- Straffammer des Landgerichts I. Ein Streifzug durch die Berliner Stadtverwaltung ihren Schlupfwinkel aufgeschlagen und verwüsten den Lauben- Der Gerichtsvollzieher Hermann war vom Schöffengericht war das Thema, über welches Genosse A. Borchardt in einer bestand jener Gegend vollständig. Leider ist den frechen Räubern wegen Vergehens gegen das Lotterie- Gefetz zu einer Geldstrafe Versammlung referirte, welche der Verband der in Holzschwer beizukommen, da diese ihr Nest auf der äußersten Spitze von fünf Mark verurtheilt worden. Im Juli v. J. hatte der bearbeitungsfabriken und auf Holzplägen beschäftigten Arbeiter des Thurmes, dicht unter dem Kreuz, aufgeschlagen haben und Angefchuldigte eine Pfändung vorgenommen und dabei auch und Arbeiterinnen am 9. Januar abhielt. Nach Beendigung nur während ihrer blutigen Mahlzeiten auf der Brüstung des 1/4 Braunschweiger Loos gepfändet. Einige Zeit darauf erhielt des mit großem Interesse verfolgten Referats erstattete der Thurmes fich sehen lassen. Auch auf der Marientirche, auf der er von dem Rechtsanwalte des Klägers den Auftrag, die Kassirer über die Geschäftsführung im 4. Quartal 1892 Bericht. Dantes, ja selbst auf der noch nicht einmal fertiggestellten Himmel- Sachen zu versteigern. Bei der Versteigerung wurde auch Es wurde beschlossen, der Agitationskommiffion 30 M. zu überfahrtskirche am Humboldtshain, auch auf der Sebastiankirche am das 2008 unter den Hammer gebracht. Hierin erblickte das weisen. Ferner wurde auf Antrag des Vorstandes beschlossen, Gartenplatz haut hoch oben unter dem Thurmkreuz ein Pärchen Schöffengericht ein Inverkehrbringen eines verbotenen Looses. das alte Mitglied Gustav Mathes von fernerer Beitragspflicht dieser gefährlichen Taubenräuber. Das Abschießen der Naub- Der Angeklagte mochte berechtigt gewesen sein, das Loos zu entbinden und ihm die Ehrenmitgliedschaft zu übertragen. vögel wird polizeilich nicht gestattet und das Aufstellen von als Werthobjekt zu zu pfänden, aber versteigern durfte Es wurde noch bekannt gegeben, daß die nächste Versammlung Fallen oder Fangeifen ist taum möglich. Die vereinigten Flug er es nicht. Er hätte es vielmehr dem Gericht oder dem Staats- am 6. Februar und der Maskenball am 18. Februar in Kliem's taubenbesitzer des Nordens haben eine Prämie von 20 Mart für anwalte übergeben müssen. Daß der Angeklagte von dem Ver- Festfälen, Hafenhaide 13-14, stattfindet. jeden Balg eines erlegten Taubenstößers ausgesetzt. bot der Braunschweiger Lotterie in Preußen keine Kenntniß gehabt, sei trotz seiner diesbezüglichen Versicherung nicht zu glauben. Die Schlächtermeister Spandaus demonstriren gegen die Dies Urtheil wurde im gestrigen Zermine von dem Angeklagten städtischen Behörden wegen der Höhe der am 1. Januar in Kraft in fachlicher, von seinem Vertheidiger in rechtlicher Beziehung getretenen Schlachtgebühren des städtischen Schlachthofs. Das angefochten. Der Angeflagte wiederholte seine Versicherung, daß seit 4 Jahren bestehende Institut hat so schlechte Einnahmen ge- er von dem Verbote keine Kenntniß gehabt, er würde sonst doch habt, daß nicht einmal die Kosten der Verzinsung und nicht, wie es geschehen sei, durch die Zeitung befannt gemacht Amortifirung des Anlagekapitals voll gedeckt werden konnten. haben, daß er das Loos nebst den übrigen Sachen versteigern wolle. Es ist ein Defizit von etwa 70 000 M. vorhanden. Um nun in Der Umstand, daß ein Rechtsanwalt ihn mit der Versteigerung den Finanzen des Instituts das Gleichgewicht herbeizuführen, des Looses beauftragt habe, spreche doch auch dafür, daß dieser haben die städtischen Behörden einen neuen Schlachttarif auf- fich im guten Glauben befunden habe. Der Vertheidiger führte gestellt, durch den die bisherigen Gebühren um 50 bis 80 pet. aus, daß der Begriff einer Versteigerung sich nicht mit dem eines erhöht sind. Diesen Tarif wollen die Schlächtermeister jedoch Verkaufes decke, der Gefeggeber spreche aber blos von einem Vernicht annehmen, und sie haben nun, soweit es ihnen irgend mög- taufe. Es tönne sich doch auch niemand strafbar machen, der lich ist, begonnen, die Schlachtungen außerhalb des Stadtbezirks, ein solches Loos verschenke. In der Gerichtsvollzieher- Ordnung entweder in Berlin oder den benachbarten Dörfern, auszuführen. fei ebensowenig wie in der Zivilprozeß- Ordnung ein Lotterieloos Jufolge der Abnahme der Frequenz des Spandauer Schlachthofs unter denjenigen Gegenständen aufgeführt, welche nicht pfändbar finken nun die Einnahmen desselben noch mehr herab, so daß die sind und die gerichtliche Pfändung eines Gegenstandes set doch Situation noch schlechter wird. zwecklos wenn derselbe nicht versteigert werden dürfe. Der Neffe des Königs von Siam, Prinz Schailet Nou Staatsanwalt trat für Au rechterhaltung des ersten Erkenntnisses Non- Gr beantrage deshalb die Freisprechung des Angeklagten. Der paronse, scheint auf" Standes ehre" nicht viel zu geben. Behuss ein. Daß der Angeklagte sich im guten Glauben befunden, möge Erlernung der Goldschmiedekunst hielt sich der junge Prinz längere Zeit in der Reichshauptstadt auf; er trat damals in ein zugegeben werden, aber viele Personen erhielten Strafmandate, Geschäft in der Friedrichsüraße als Volontär ein und bezog eine davon zu haben, daß sie etwas Berbotenes begangen. Die AufWohnung bei dem stamenschen Minister- Residenten. Der Vater des Prinzen ist in Bantot, demasiatischen Venedig", Groß- achten sei, fönne dahin führen, daß ein Loosehändler sich einen fassung, daß eine Versteigerung und ein Verkauf nicht gleich zu industrieller; Schailek Noupavonse betreibt Kommissionsgeschäfte, namentlich sind es deutsche Firmen, mit denen er Geschäfts- fleinen vollstreckbaren Zitel erwirte, eine Anzahl Loose pjänden verbindungen angefnüpft hat. Bei seiner Abreise von Berlin und dieselben dann versteigern laffe. Der Gerichtshof erkannte auf Freisprechung, aber nur aus nach Bankok, die vor ungefähr zwei Jahren erfolgte, entnahm dem Grunde, weil er dem Angeklagten Glauben geschenkt habe, der prinzliche Lehrling von seinem Lehrherrn für mehrere tausend daß derselbe von dem Verbot der Braunschweiger Lotterie keine Mark Goldwaaren. Da die Zahlungen seitens des Prinzen anfangs pünktlich inne gehalten wurden, glaubte die Firma feinen Renntniß gehabt. Zweifel in die Verläßlichkeit des stamesischen Geschästsireundes seen Ein eigenartiger Fall von fahrlässiger Brandstiftung zu dürfen, weshalb die wiederholten Aufträge aus Bankof pünft führte am Sonnabend den 1876 in Opreußen geborenen Mecha liche Erledigung fanden. Seit einem Jahre erfolgen jedoch keine niterlehrling August Purwin aus Neu- Weißensee vor die Bahlungen mehr, auch die Aufforderung, mit der Firma ab erste Straitammer am Landgericht II. Am 11. Auguft erhielt zurechnen und die in Rommission gegebenen Werthsachen, darunter der Angeklagte von seinem Wieister den Auftrag, das elektrische für dreitausend Mark goldene Uhren, herauszugeben, blieben Läutewert im Hause des praktischen Arztes Dr. Goldberg in Ordohne jeglichen Erfolg, obgleich der hiesige Vertreter der flamesischen nung zu bringen. Der Lehrling mußte dabei die Batterien Regierung vermittelnd eingeschritten ist und das Auswärtige Amt revidiren, die in einem dunklen Raume standen, weshalb er ein der Angelegenheit näher getreten ist. Aus Bantot ist jedoch von Licht brauchte. Auf der Bank stand ihm dasselbe zu niedrig, er setzte Personen, die das Geschäftsgebabren" des pringlichen Uhren- es daher auf eine Hutschachtel, in welchem sich der Bylinder des Herrn ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) händlers sehr gut tennen", der Rath eingetroffen, den Prinzen Doktor befand. Nachdem die Arbeit gemacht, verließ der Lehrling die Beitung" meldet, haben die Bechen„ Bollern" und Germania" Dortmund, 14. Januar. Wie die Rheinisch Westfälische Schailek bei der dortigen Staatsanwaltschaft als Betrüger zu Kammer, um nachzusehen, ob das Wert funktionire, alsdann Beitung" meldet, haben die Bechen„ Bollern" und Germania" verklagen. Die junge Berliner Verkäuferin, mit der sich der wollte er das Licht holen. Da aber nunmehr alles in Ordnung gemäß§ 3 der Arbeitsordnung über 1000 Arbeiter entlassen. gemäß§ 3 der Arbeitsordnung über 1000 Arbeiter entlassen. Prinz vor drei Jahren offiziell verlobte, die er jedoch sitzen" war, vergaß er das Licht, dasselbe brannte herunter, entzündete Die Dortmunder Union" nimmt am Montag ihren Betrieb im ließ, fann sich glücklich scházen, daß sie nicht Prinzeß Schailek erst Hutschachtel und Hut, das Feuer dehnte sich weiter aus und ganzen Umfang wieder auf. Noupavouse geworden ist. eye dasselbe bemerkt und von der Feuerwehr gelöscht wurde, Bochum, 14. Januar. Nachdem die von Beche Präsident II" waren mehrere Bimmer vollständig ausgebrannt, und ein Schaden ausständigen Schlepper heute die Arbeit wieder aufgenommen von 2200 Mart entstanden, der durch Versicherung gedeckt wurde. haben, ist nunmehr der Ausstand im hiesigen Revier gänzlich Mit Rücksicht auf das jugendliche Alter des Angeklagten brachte beendigt. der Staatsanwalt nur einen Verweis in Antrag, der Gerichtshof Effen a. d. Ruhr, 14. Jan. Der Streifführer Ballmann erkannte jedoch mit Rücksicht auf die überaus große Fahrlässigkeit wurde bei der Rückkehr aus dem Streifgebiete am hiesigen Bahnhofe von der Polizei verhaftet. Aus Bochum wird gemeldet, daß es auf der Zeche Lothringen" zwischen Streikenden und Arbeitern, die anfahren wollten, unter Theilnahme von Weibern in vergangener Nacht zu Schlägereien gefommen ist. Mehrere Bersonen wurden verlegt, darunter eine lebensgefährlich Ueber zwei eigenartige Inglücksfälle meldet ein Bericht erstatter folgendes: Gestern Nachmittag war der 31 Jahre alte Arbeiter Johann Albers aus dem Torfe Martau bei Bauen mit einer Fahre Reisig, vor die er zwei Ochsen gespannt hatte, unter wegs. Das Geschirr des einen Cchsen verschob sich, und als Alberts es ordnete, schüttelte das Thier mit dem Kopfe. Hierbei auf einen Zag Gefängniß. gerieth es mit einem Horn in das Auge des Kutschers und stieß es ihm gänzlich aus. Der bedauernswerthe Mann mußte noch gestern Abend in die hiesige Charitee überführt werden. Der! Der Diskutirhlub Jaroslaw Dabrowski in Rigdorf hält seine MitLokale des Herrn Niesegt, Bergstr. 130, ab. gliederversammlung am Sonntag, den 15. Januar, Nachmittags& Uhr, im Arbeiter- Bildungsschule( Nordbezirt). Heute, Sonntag, Abends 6 Uhr, Rofenthalerstr. 38, bei Bhiitpp, Bersammlung. Vortrag des Herrn Dr. Bini macher Berlins und Umgegend. Montag, den 16. Januar, Abends 10 Uhr, über:" Ursprung und Wesen der Boeste". Nachher Fidelitas. bei Röllig, Neue Friedrich fir. 44: Generalversammlung. Erscheinen ist Pflicht. Freie Vereinigung selbständiger Barbiere, Friseure und VerrückenNeue Mitglieder werden aufgenommen. Ortsverein der Schuhmacher( Berlin 4). Montag, den 16. Januar, abends 8 Uhr, Flottwellstr. 5: Bortrag. Verein der Arbeiter und Arbeiterinnen der Buch-, Papier- und General Bersammlung. Tages- Ordnung: 1. Geschäfts- und Kassenbericht. 2. Wahlen. Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter( E. H. 29 zu Samburg), Filiale Berlin 3. Be sammlung am Montag, den 16. Januar, und Dezember 1892. Bericht über die Bereinigung f.eter eingeschriebener HilfsAbends 8% ühr Manteuffelstr. 90. Tagesordnung: Kaffenbericht pro November taffen von Berlin und Umgegend, Lederwaaren- Industrie. Montag, den 16. Januar er., Alte Jarobftr. 75: " Depeschen. " Gelsenkirchen, 14. Januar. Heute Abend wurde in dem Herckenbach'schen Lokal hierselbst eine geheime Bergarbeiter- VerSammlung abgehalten. Die Polizei löfte dieselbe auf, schloß das Lokal und trieb die Menge, soweit die Leute nicht gutwillig sich entfernten, mit der blanken Klinge auseinander. Köln, 14. Januar. Das Eisen- und Stahlwerk der Gebrüder van der 3ypen in Deutz ist, wie die Kölnische Zeitung" meldet, wegen Kohlenmangels größtentheils außer Betrieb gesetzt. Gegen dreihundert Arbeiter sind dadurch beschäftigungslos geworden. Weitere 150 Arbeiter werden ihre Beschäftigung verlieren, wenn die Stockung der Kohlenlieferung nicht in, den nächsten Tagen gehoben wird. " Briefkaffen der Expedition. ( Depeschen des Bureau Herold.) W. S. Nr. 7, Kirchhain. Der Betreffende ist hier gang Effen a. d. Ruhr, 14. Januar. In der gestrigen Verfamm- lich unbekannt. Also Vorsicht. lung ermahnte Bottermann die Streifenden zum Ausharren bis Ludwig Anschütz, Bildstock. Die uns zugesandten SammelSonntag, an welchem Tage der entscheidende Beschluß gefaßt listen( Nr. 401-460) haben wir der Expedition des„ Vorwärts" werden soll. Bottermann erklärte, die Bewegung habe ergeben, zur Vertheilung übergeben. C. F., Chemnitz. Senden Sie das Material über den daß durch einen Ausstand jetzt nicht viel zu erzielen sei. Gelsenkirchen, 14. Januar. Gestern Abend wurde versucht, Briefwechsel ein. 2. Dechand. Gottlieb Hartmann, Heckerstr. 9f, II. den Schacht 2 der Zeche Konsolidation" in die Luft zu sprengen. Halberstadt. Eignet sich besser für die Sonntagszeitung". Der durch die Explosion verursachte Schaden ist noch nicht fest zustellen. Der Staatsanwalt weilt am Thatorte. Vereins erbat durch Depesche an den Kaiser eine Audienz, um St. Johann, 14. Januar. Der Vorstand des RechtsschutzAus Essen wird der Kölnischen Zeitung" von heute gemeldet: folgende Vorschläge zu unterbreiten: Bestellung einer Kommission Für die Bergarbeiter gingen ferner ein: Rothe Deckels In einem Rundschreiben des bergbaulichen Vereins werden die zur Revision der Arbeitsordnung, bestehend aus 2 Bergleuten, Bechen dringend ersucht, von den einschlägigen Paragraphen 2 Bergbeamten und einem unabhängigen Sozialisten(?!); Be- macher 2. u. R. 1,50. Drechsler J. C. Pfaff, Beughoffftr. 1,60. der Arbeitsordnung ausnahmslos genauesten Gebrauch zu endigung des Ausstandes gegen Rücknahme der Maßregelungen; 13 I. Geburtstagsfeier 2,20. A. Borcherd 1,50. Leseklub Dietgen machen, ferner feinen Arbeiter anzunehmen, der wegen Be- Bildung von Gewerbeschiedsgerichten; Niedersehung einer Kom 15,- Rottbuser Genossen durch Höge 50,- Telegraphenanstalt theiligung am Ausstande auf einer anderen Zeche entlassen ist. mission zur Prüfung der Betriebs- und Kohlenabsazverhältnisse. Neuenburgerstraße 4,-. Werkabtheilung M. Bading 12,65. Die 8 Arbeiter am Etuiarbeiter aus der Oberwasserstraße 5,75. Dieses sei um so leichter durchführbar, als fein wirthschaftlicher Sonnabend Mittag gesammelt 4,05. Von Kravattenzuschneidern Nachtheil entstehe, wenn die Kohlenförderung längere Zeit 635 R. T. A. K. S. A. R. H. W. 3. 3. Y. 6,35, Von einigen wesentlich beschränkt würde. Puzern durch Fatschel 4,10. Hartgummiwaaren- Fabrit, Neue Königstr. 9, Bildhauer- Atelier 10,-. Leseklub Geib 10, Bon 6 Drechslern, 1 Schloffer, 1 Tischler durch Baumberg 10.Summa 147,70 m. Bereits quittirt 1085,40. In Summa 1183,10 m. Die Nachricht mehrerer Blätter, auf der Zeche ,, Ronsolidation" sei eine Schachtsprengung versucht worden, wird von der„ Kölnischen Zeitung" auf grund einer Mittheilung der Zechenverwaltung als unrichtig bezeichnet. Briefkaffen der Redaktion. E- t, 23. Freiherr v. Aufseß ist an den Folgen der Mißhandlungen gestorben, an welchen auch der jezige Leipziger Professor v. Binding als Studiofus theilgenommen hatte. Verband der Möbelpolirer Berlins und Umgegend. Morgen Montag, Abends 82 Uhr, Andreasstrasse 26: General- Versammlung. Frauen- Bildungsverein für Berlin und Umgegend. Tages- Ordnung: 1. Jahresbericht. 2. Abrechnung vom Stiftungs- Mittwoch, den 18. Jannar, Abends 82 Uhr, in den Arminhallen, feft 2c. 3. Bericht über den Streit der Polirer in London. Sonnabend, den 28. Januar in Buss' Ball- Salon, Frankfurterstr. 88: Großer Wiener Masken- Ball mit großen Ueberraschungen, Bonbonregen, Vorträgen u. f. m. Billets für Herren 50 Pfg., für Damen 30 Pfg., find in obiger Versammlung und in den Arbeitsnachweisen Blumenstr. 38 und Oranienstr. 197, sowie bei Ecke Zehdenickerstr. 2 und bei allen Vorstands- und Kommissionsmitgliedern zu haben. Der Vorstand. 252/10 Zahlreiche Betheiligung an Obigem erwartet Fachverein der Tapezirer Montag, den 16. Januar. Abends 8½ Uhr, im Lokale des Herrn Berlins und Umgegend. Th. Boltz, Alte Jakob- Straße Nr. 75: General- Versammlung. 0 Tages Ordnung: 311/8 1. Bericht des Vorstandes und der Revisoren. 2. Bericht der WerkstattKontroll, der Arbeitsvermittlungs: Kommission und der Fachschule. 3. Wahl des ersten Schriftführers. 4. Vereinsangelegenheiten. Um zahlreichen Besuch bittet Berliner Ressource, Sommandantenstraße 57. Der Vorstand, Sonntag, den 22. Januar: Drittes Stiftungsfest Kommandantenstr. 20: Versammlung. 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Bruhus: Die Malthus'sche Theorie. 2. Diskussion und Fragetasten. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. Mitgliedsbuch legitimirt. Gäste zahlen 10 Pf. Entree. Der Vorstand. 156/4 Schöneberg. Montag, den 16. Jannar, Abds. 8½ Uhr, in der Schloßbrauerei: Ordentliche Generalversammlung des Arbeiter- Bildungsvereins für Schöneberg und Umgegend. Zages Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes. 2. Abrechnung des Kassirers vom legten halben Jahre. 3. Wahl des gesammten Vorstandes. 4. Vereinsangelegen heiten und Verschiedenes. J. A. des Vorstandes: H. Köster. Ein grüner Junge! 108/3 Welt- Restaurant S. Dresdenerstr. 97. Norddeutsche Sänger, 7 Pers. 2. Saal: Hr. Schauss, Frls. Fiori, Anf. in der Woche 7 Uhr, Sonnt. 5 Uhr. Melanie, Sternau. Allgem. Arbeiterinnen- Verein. Grosse Versammlung am Dienstag, 17. Jan., Ab. 8 Uhr. Tages- Ordnung: 1. Vortrag über Arbeiterinnenlöhne. 2. Disfuffion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Abrechnung vom Stiftungsfeste. 5. Verschiedenes. Gäste haben Zutritt. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. Sehr frei bearbeitet u. Herrn v. Frege Verb.der inHolzbearbeitungsehrfurchtsvoll gewidmet! Neuestes Kouplet v. R. Heise, Reinicken- fabriken und auf Holzplätzen dorf- Berlin. Zum Vortrag memer felbstverfaßten sozialistischen Kouplets besch. Arbeiteru. Arbeiterinnen halte mich bei mäßigen Ansprüchen bestens empfohlen. Bitte dies Inserat aufzubewahren! Treptow, 885b Deutschlands Ortsverwaltung Berlin II, Nord. Park- Jeden Sonntag im neu renov. Parquet Dienstag, 17. Januar, Abends 812 Uhr: strasse. Saal: Gr. Ball. R Abonnement für Tanz 1 M. u. des Vereins der Militär- Schneider Bade's Volksgarten. Ausschanke v. Weist. Bairisch Bier, bestehend in Gr. Vokal- u. Instrumental- Konzert unter gütiger Mitwirkung des Gesangvereins Sängerfreiheit.( M. d. A.-S.-B.) Dirigent Herr Pahl. Nach dem Konzert: Grosser Ball. Herren, welche daran theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Eröffnung 5 hr. Anfang präzise 6 Uhr. Billets find bei folgenden Personen zu haben: Schulze, Bimmerstr. 86, 2. Quergeb. 2 Tr.; Raatz, Wöhlertstr. 15, v. 3 Tr.; Gerwin, Großbeerenstr. 20, Hof 4 Tr.; Jakobmeier, Grünerweg 19, v. 4 Tr.; Roloff, Mittenwalderstr. 56, Hof 3 Tr.; Wronn, Tieckfir. 6, v. 2 Tr.; Köhn, Naunynſtr. 83; Fritz Fröhlich, Raunynstr. 43 und in allen mit Plakaten belegten Handlungen. Um zahlreichen Besuch wird gebeten. Der Vorstand. 237/9 Bettfedern, Daunen, fertige Betten. Gr. Bettfedern- Spezial- Geschäft von L. Beutler, Berlin. 1. Geschäft: Ackerstr. 35. 2. 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Verschiedenes. Gäste willkommen! Um zahlreichen Besuch bittet 188/7 Der Vorstand. Arbeiter- Bildungs- Schule( Norden). Sonntag, 15. Januar, Abends 6 Uhr, im Saale des Herrn Philipp ( früher Stein), Rosenthalerstr. 38: Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. K. Pinn über: Ursprung und Wesen der Poesie. 2. Diskussion. 884b Nach dem Vortrage findet geselliges Beisammensein und Tanz statt. Gäste, Damen und Herren, willkommen. E Die Schulkommission. Zentralverband deutscher Conditoren, Pfefferküchler etc.( Lokalverein Berlin). Am Sonntag, den 15. Januar 1893, in Bolt Festfälen( früher Feuerstein), Alte Jakobstr. 75: Rentables Geschäft fofort an Genossen zu verk. Grforderlich ca. 600 M. Offerten F. 350 a. d. Exp. Wa Hosenstoffe, zurückgesetzt, 2,50, Cheviots 2c. 3-7 Uhr, Tuch- Agentur, Wallstr. 65b, 4 Tr. links.[ 9166 Destillation und Restauration m. Vereinszimmer, sichere Existenz, billige Miethe, passend für Parteigen offen, sofort für Juventarpreis zu verkaufen. 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