Nr. 399. nbonnementS'Bedingungen: Hbonnements- Preis vränumeranda.» Tierteljährl. Z�0 Mr. monatl. 1,10 Mt., wöchentlich 28 Psg. frei ins Haus. Einzelne Numiner S Pfg. Sonntags. Nummer mit illuitrierler Sonntags- Beilage.Die Neue Welt" 10 Pia. Poll- Abonnement: 1.10 Mark pro Monat. Eingetragen in die Post- Zcitungs» Preisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Oesterreich- Ungarn 2 Marl, für das übrige Ausland 3 Mark pro Monat. Postabonnements nehmen an: Belgien. Dänemark, Holland. Italien. Luxemburg. Ponugal, Rumänien. Schweden und die Schweiz. 34. Jahrg. CilitKlnt iZgll» außer noutast. Verlrnev Volltsblnlk. Die TntertionS'GebUbr belragt für die Icchsgespaliene KolonS- zeile oder deren Raum 50 Psg., für politische und gewerkschaslliche Vereins- und Bersammlungs-Anzeigen 30. Psg. „Alelne ZZnreiztn", das erste(fett- gedrulkte) Wort 20 Psg., jedes weitere Wort 10 Psg. Stellengesuche und Schlaf- stellen-Anzeigen das erste Wort 10 Psg.. jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nunnncr müssen bis S Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ül bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm-Adresse: „Soiialdtmokrat Rtrllo". Zentralorgan der fozialdemohrati feben parte! Deutfchlands. Redahtion: SSI. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Slnit IT, Nr. 1983. Sonntag, de» 33. Dezember 1907. Expedition: 8 Cd. 68, Lindcnatrasbc 69. Fernsprecher: Amt IT. Rr. 1984. Lesverbeortlnungsnovelle. Gestern ist den Reichstagsabgeordneten die Gewerbcordnungs Novelle zugegangen. An anderer Stelle teilen wir ihren Wortlaut mit. Die Novelle ist noch unzureichender als die schlimmsten Be- fürchwngen erwarten liehen. Einige Verbesserungen, die sie not- gedrungen gegenüber dem heiltigen Standpunkt darbietet, werden sogar durch eine Reihe von Verschlechterungen fast wieder wett- gemacht. Der Werdegang des Gesetzeniwurfs zeigt, dah sie lediglich auf daß Interesse der Unternehmer, nicht des Arbeiters Rücksicht nehmen wollte. Bei der Schaffung der Novelle sind Vertreter von Arbeitern oder Gewerkschaften nicht gehört oder zugezogen. Ja. es ist sorgsam vermieden, den Eniwurf. wie ihn das Reichsamt des Innern vorgelegt hatte, vor der Beichluhfaffung durch den Bundesrat zur Aeuherung durch die Beteiligten zu veröffent I i ch e n. Hingegen scheint dem Zentralverband deutscher Industrieller reiche Gelegenheit zur Mitwirkung bei diesem Flickwerk sozialen Rückstandes gegeben zu sein. Die sieben Artikel deS Gesetzentwurfes haben folgenden Inhalt: Im Artikel 1 wird durch eine redaktionelle Aenderung des Z 113 der Geioerbeordnung klargestellt, dah das Zeugnis bereits von der Kündigung ab verlangt werden kann. Lohnbücher, die nach dem bestehenden Gesetze der Bundesrat für bestimmte Gewerbe infolge der Novelle. vom 3V. Juni 1900 anordnen kann.«- Gtigarn. Gekränkte„Unschuld". Von allen Ministern, die es je auf Erden gab, hat keiner eine so kugelsichere Rhinozeroshaut besessen als Geza Polonhi, Ungarns Ex-Justizminister. Solange dieser biedere Bursche im Amte war, gab es eigentlich nichts, was ihn anfechten konnte. Einen Hagel von Geschossen lieh die ungarische Sozialdemokratie auf den Mi- nister Polonyi herunterprasseln, und auch ein oder zwei nicht be- stochcne bürgerliche Blätter Ungarns hielten dem Herrn sein Sündenregister unter die Nase: Geschäftsvertretung für Bordelle, Unterschlagung hoher Summen, die man ihm anvertraut hatte, Amtsmißbrauch usw. usw. Unerschüttert und unerschütterlich stand Justizminister Polonyi da und quittierte über diese und viele andere Vorhaltungen mit— Schweigen. Seitdem der Biedere aus dem Kabinett Weierle heraus- geflogen, seitdem er nicht mehr Minister ist, scheint auch sein„Fell" hier und da an Dicke eingebüßt zu haben: Er bekommt es wieder fertig, sich„beleidigt" zu fühlen! Im ungarischen Abgeordnctenhause spielte sich am Donnerstag folgende Szene ab: Polonyis früherer Chef, Ministerpräsident Dr. Wekerle, sprach von einer Parlamentsgruppe, die von der Verleumdung, der Mißachtung und Verhöhnung anderer leben wolle. sJn der Tat hat Polonyi— nebst einer Schar von Getreuen— seit Beendigung seiner Minister-„Herrlichkeit" gegen die Regierung gearbeitet. Hinterrücks selbstverständlich: denn der Mann würde glauben, sich etwas zu vergeben, wenn er mit ehrlichen Waffen und offenem Visier kämpfte.) Das Unerwartete— die ganze Kulturwelt staunt und lacht— das Unerwartete trat ein: Zum ersten Mal>n seinem Leben fühlte Polonyi sich„getroffen"! Ahnenden Gemütes fragte er, ob Wekerle vielleicht ihn meine; der Ministerpräsident erwiderte, er habe auch den Polonyi ge- meint, worauf dieser Fachmann in„Ehrensachen" replizierte: die Antwort Wekerlcs sei eine— Ehrlosigkeit!... Der Kabinettschef holte sich sofort die Einwilligung des Kaisers und forderte darauf den Geza Polonyi zum Duell! In weniger „zivilisierten" Länder» würden die> Standesgcnossen Weierles sicherlich sagen, ein Mann wie Polonyi sei ja gar nicht„satis- saktionsfähig", doch schließlich soll man diesen Leuten ihr Vcr- gnügen lasten, zumal da bei derlei Händeln zumeist doch nur Löcher in die unschuldige Luft geschossen werden. Es liegt nun durchaus keine Veranlassung vor, bei dieser Ge- lcgcnheit nur �r Qualitäten des Polonyi zu gedenken und über den Charaktei:s Herrn Weierle den Mantel der Liebe und des Schweigens zu breiten. Im Gegenteil. Herr Wekerle, der eS über sich gewinn, mit einem Polonyi in einem Kabinett zu sitzen, verdient durchaus kein Mitleid, etwa um deswillen, tveil er nach der Ausschiffung dieses Justizministers Quittungen der„vor- nehmen" Art erhielt, wie sie ein Polonyi nun einmal nicht anders auszustellen vermag. Herr Weierle ist lange genug, viel zu lange, gut Freund mit Polonyi gewesen, obwohl er dessen Leumund und dessen Schandtaten so gut kannte wie kein anderer. Man hat Herrn Wekerle nachgewiesen, daß er auch nicht gerade immer mit lauteren Mitteln arbeitete. Wenn sich die Welt also über Polonyis urplöhlich so schwer gekränkte„Unschuld" mit Recht lustig «acht, so mag sie nicht vergessen, daß sein hoher Duellgegner wenn auch vielleicht nicht ganz, so doch bis zu einem bestimmten Grade des biederen Polonyi durchaus würdig ist. kiollanci. „Lasit sie betteln geh»—" Die Sozialdemokraten im Amsterdanier Gemcinderat brachten am 1EL Oktober den Antrag ein, eine allgemeine Zählung der Arbeitslosen vorzunehmen. Dieser Antrag wurde gegen den Willen der Antragsteller dem. Bürgermeister und dem Magistrat „zur Begutachtung" überwiesen! Fünf Wochen dauerte es, biS das„Gutachten" vorlag, das auf Ablehnung des Antrags hinauslief, und weitere drei Wochen verflossen, bis der Antrag endlich am t8. Dezember im Gemeinderat zur Verhandlung kam. Als nun Genosse Pothuis in kurzen einleitenden Worten von dem kapitalistischen Wirtschaftssystem als Ursache der Arbeits- losigkeit sprach, wurde er sogleich vom Vorsitzenden unterbrochen, der ihn aufforderte, sich auf den Antrag zu beschränken. Die Zahl der Arbeitslosen in Amsterdam beträgt gegenwärtig ungefähr KOOO! Von einer genauen Zählung der Arbeitslosen, die gewiß noch deutlicher gezeigt hätte, daß kommunale Hülfe not- wendig ist, wollte keiner der bürgerlichen Stadtverordneten etwas wissen, und der Antrag wurde mit allen gegen die ö Stimmen der Sozialdemokraten abgelehnt. Das gleiche Geschick hatte ein zweiter Antrag unserer Genossen: 25 000 Gulden dem aus Privatleuten bestehenden Komitee zur Linderung der Not unter den Arbeits- losen zu überweisen.— Ldgieti. Eine Ministerkrifis in Sicht? Di« Frage der Uebernahme des Kongo st aates wird möglicherweise den Sturz der gegenwärtigen Regierung herbei- führen. Vor wenigen Tagen hat die Fraktion der Linksliberalen in einer Sitzung, der die hervorragendsten Parteiführer beiwohnten, einen bündigen Beschluß dahingehend gefaßt, das Projekt der Re- gierung bczw. des Königs nicht anzunehmen. In der angcnom- menen Resolution wird auf den am 14. Dezember 1900 van der Kammer gefaßten und vom Ministerium akzeptierten Be- schluß Bezug genommen. In diesem von der Kammer und dem Ministerium fast einstimmig angenommenen Beschluß wird be- kanntlich ausdrücklich festgestellt, daß Belgien das Recht zusteht, den Kongostaat wieder zurückzunehmen und zwar auf Grund früherer Verordnungen und Gesetze. Die Uebernahme durch Belgien sollte auch an keinerlei weitere Bedingungen geknüpft werden können. Dieser Resolution stimmten, wie schon erwähnt, auch sämtliche Minister zu. Wie wenig sich die Herren von der Regierung an diesen Beschluß gehalten haben, ist bekannt, sie decken und ver- treten jetzt die für das belgische Volk ganz unannehmbaren Pro- jekte des Königs. Die Resolution der Linksliberalen fordert des- wegen, daß die Siebzehnerkommission nicht eher in die Beratung 8cr Vorlage eintritt, als bis dem Beschluß der Kammer Rechnung getragen ist. Tie Siebzehnerkommission hat nunmehr bereits getagt. Es zeigt sich aber schon in der ersten Sitzung, daß die Vorlage wenig Aussicht auf Annahme hat. Außer den Sozialisten und Linkslibe- ralen, die entschiedene Gegner desselben sind, stoßen die Pläne des Königs auch auf der Rechten auf Widerspruch. Die klerikale Oppo- sition unter Führung des Herrn Beernaert lehnt den Entwurf ebenfalls strikte ab und selbst innerhalb der klerikalen Regierungs- Mehrheit nimmt die Abneigung gegen die Vorlage zu. Der Re- gierung wird also wohl nichts anderes übrig bleiben, als den Ent- Wurf zurückzuziehen und— abzutreten. Italien. Ein Maulkorbgesetz für die Beamten. Rom, 19. Dezember.(Eig. Ber.) Es war kein Geheimnis, daß Giolitti sich seit längerer Zeit mit dem Gedanken trug, die politische Bewegungsfreiheit der Staatsbeamten einzuengen. Gar mancher Minister der letzten Jahre hat auf dieses edle Ziel hingearbeitet. Jetzt soll es nun endlich durch den Gesetzentwurf, der die Lage Berantw. Ncdglteurt&gnB Weber, BerlinT� Inseratenteil verantw.: der Staats- und Probinzlalbeamten regelt, verwirklicht werden. Es heißt da im Artikel 26 g:„Die Entlassung aus dem Amte erfolgt wegen Majestätsbeleidigung, Be- leidigung der königlichen Familie, der gesetzgebenden Körper- schaften und wegen öffentlicher Kundgebung von Meinungen, die sich gegen die be- stehenden Institutionen wende n." Es soll also fernerhin den Beamten in Italien verwehrt sein, offen der republikanischen oder sozialistischen Partei anzugehören! Das wäre ja eine Rückkehr zu den Zuständen des Kirchenstaates, Rußlands oder— Preußens! In dieselbe Richtung schlägt eine Interpellation, die der Abgeordnete S a n t i n i, der klerikale Vertreter eines römischen Wahlkreises, an den Minister des Innern gerichtet hat, um zu erfahren, welche Maßregeln dieser gegen einen Beamten zu treffen gedenke, der sich geweigert hat, an einer monarchischen Demonstration teilzunehmen. Es handelt sich um folgendes. Genosse G. M o n t e m a r t i n i, der Direktor des Reichsarbeitsamtes ist, ist bei den letzten städtischen Wahlen Roms als Parteikandidat aufgestellt und gewählt worden. Als dann die Stadtverordneten dem König die Glückwünsche zur Geburt der Prinzessin über- mittelten, lehnten natürlich unsere Genossen, ebenso wie die Republikaner, die Teilnahme ab. Daraus will man nun Montemartini einen Strick drehen. Die allgemeine Konföderation der Beamten hat schon gegen den Gesetzescntwurf Stellung, genommen, der auch durch seine Regelung der Gehaltsverhältnisse, die die best- bezahlten Stellen am meisten berücksichtigt, viele Unzufriedene schafft. Rußland. Ein schöner Tod. Daß der Handelsminister: Filisofoff am Tonnerstag während einer Galavorstellung im Marientheater zu Petersburg plötzlich verschied, haben wir bereits mitgeteilt. Daß der gute Mann sozu- sagen als Opfer seines Berufs fiel, wurde erst nachträglich bekannt. Filosofoff ist in der Tat, wenn maus richtig nehmen will, an einem etwas zu kräftig geratenen Zaren-Hurra erstickt. Und das kam so: Am Donnerstag feierte Nikolaus II. seinen griechisch-katho- lischen Namenstag. Dies denkwürdige Ereignis wurde mit dem gebührenden Pomp begangen. Man gab die patriotisch-rührselige Glinkasche Oper„Das Leben für den Zaren"! und die Hofschranzen beider Geschlechter benutzten die Gelegenheit, dem versammelten -Herrscherhaus ihre Kaisertreue vor Augen und Ohren zu de- monstrieren. Die guten Leute gerieten vor„Begeisterung" außer Rand und Band: Zivil wie Militär— Diplomaten, Reichsrätler, Senatoren,„echt-russische" Abgeordnete, Generale nebst werten Damen— gebürdeten sich ungefähr wie die antisemitischen Jüng- linge, die in den beiden denkwürdigen Wahlnächten des Jahres 1907 vor Bernhards I. bezw. Wilhelms II. Palais zogen: Die Herr- schaften brüllten die Nationalhymne einmal, zweimal..., zwanzig- mal!! Der„Enthusiasmus" nahm beängstigende Formen an: man stieg auf Stühle und Sessel, man küßte und umarmte sich, man lachte und weinte, winkte mit Schnupf- und sonstigen Tüchern, vor allem aber schrie man Hurra! und nochmals und abermals Hurrat Der gute, dicke Haudelsminister, Herr Filosofoff selig, war der Situation nicht gewachsen. Einö der vielen patriotischen Hurras ist ihm in/die falsche Kehle geraten— kurz und gut: er starb— 46 Jahre alt— während der geschilderten„patriotischen" Unter- tanenbetätigung sanft und plötzlich in seiner Loge: ein beneidens- wertes Opfer des russischen Ministcrberufs. � Stenereintreibnng im Notstandsgebiet? einigen Monaten erließ Stolypin ein Rundschreiben an die Gouverneure, in dem er ihnen den Befehl erteilte,„die energischsten Maßregeln zur sofortigen Eintreibung der Ver- pflegungsrückstände" bei den Bauern zu ergreifen.— Aus den verschiedensten Gouvernements laufen nun im Mi- nisterium des Innern offizielle Berichte ein, daß die Eintreibung dieser Rückstände in den Dörfern auf die denkbar größten Schwierig- leiten stößt. Die Behörden sehen sich häufig gezwungen, Militär zu requirieren und die G e m e i n d e b e a m t e n, die ihnen ihre Mitwirkung kategorisch verweigern, zu verhaften! Die Dorfbevölkerung, die in vielen Gegenden von einer neuen Miß- ernte betroffen ist. greift in ihrer Verzweiflung zum einzigen Mittel: zur Steuerverweigcrung und zu aktivem Widerstand. Es verdient besonders hervorgehoben zu werden, daß Nach- richten über gewaltsame Steuererhebung u. a. auch aus einigen Gouvernements kommen, die offiziell als„h ü l f s b e d ü r f t i g" bezeichnet und in denen die Gouverneure angewiesen worden sind, Ende Dezember die Verpflegungsopcrationen zu eröffnen!! Es werden hier also von denselben Behörden unter Mitwirkung von Militär Verpflegungsrückstände für das vorige Jahr gewaltsam eingetrieben und neue Darlehen für das lausende Jahr erteilt! Stolypinsche Wirtschaft.... Bluturteile des Militärgerichtshofs. Der M i l i t ä r g e r ich t s ho f, vor dem die Ver- Handlung gegen die Soldaten des Regimentes Brest statt- findet, die sich des bewaffneten Aufruhrs schuldig gemacht haben, verurteilte 4 Soldaten zur Todes st rafe, 9zu Zwangsarbeit von verschiedener Dauer, 3 zur Versetzung in Strafkompagnien und 11 zur Versetzung in das Disziplinarbataillon. Hauptmann Lewkowsky wurde wegen Vernachlässigung seiner dienstlichen Obliegenheiten zu 1 Jahr 4 Monaten Festungshaft und Dienstentlassung ver- urteilt. 23 Soldaten, die unter Anklage gestellt waren, wurden freigesprochen._ Gewcrkfchaftlichce. „Friede auf Erden und de« Menschen ei« Wohlgefallen?" Krefeld, 21. Dezember.(Privattelegramm des„Vor- wärts".) Die allgemeine Aussperrung der Weber tritt in Kraft. In einer stürmischen Versammlung beschlossen die Stoffweber die Fortsetzung des Streiks trotz Androhung der Unterstützungsverweigerung seitens der Verbandsvertreter so- wohl der Christlichen als der deutschen Texttlarbeiterorgani- sation. Schon am Montag werden über 11(XX) Personen ausgesperrt sein._ ßerUn and Umgegend. Der Weihnachtswunsch der Barbier- und Friseurgehülfen an das Publikum geht dahin, dies möge am zweite» Fe st tage nicht zum Bar- vier und Friseur gehen. In Berlin haben nämlich die Arbeiter dieses Gewerbes von all den Feiertagen im Jahr keinen TZ. Glocke, Birlin. Krück«.Verlag: Vorwärts Buchdr. u. Verlagsanjtgtt einzigen vollständig frei, während in einer ganzen Reihe von Großstädten, wie Hamburg, München, Köln a. Rh., Frankfurt a. M., Hannover, Stuttgart usw., an den zweiten Feiertagen der drei Doppelfesttage die Geschäfte geschlossen bleiben müssen. Das würde hier natürlich ebensogut möglich sein und zwar auf Grund Z 41b R.-G.-O., wenn nicht die jedem sozialen Fort» schritt abholde Leitung des Bundes der Barbier- usw. Innung«» sich dagegen stemmte. Da nun die Betriebe, in denen die Forde- rungen der Gehülfenschaft bewilligt sind, am zweiten Weihnachts- tage ihre Gehülfen von der Arbeit frei lassen, ist es ein Akt der Gerechtigkeit den Inhabern dieser Betriebe gegenüber, sie nicht an diesem Tage, sondern am Tage vorher oder nachher in Nahrung zu setzen, zum anderen ein Gebot der Klugheit, die anderen Be- triebe erst recht zu meiden, um sie der Einführung der Barbier- feiertage in Berlin geneigt zu machen. Schon jetzt sind vcr- schiedene Geschäfte auch hier geschlossen ohne Rücksicht auf die Kon- kurrenz. Deren nachahmenswertes Beispiel wird um so mehr Schule machen, je weniger das Publikum, vorab die organisierte Arbeiterschaft, die Barbiergeschäfte an den zweiten Festtagen frequentiert. Gelingt es, das Barbiergewerbe am zweiten Weihnachtstage aufs Trockne zu setzen, dann ist der ebenso bescheidene, als berechtigte Wunsch der organi- sierten Gehülstnschaft erfüllt._ Der„Terrorismusfall", den jüngst die„Berliner Boltszeitung' in aller Arbeiterfreundschast in die Welt setzte, hat so sehr den Bei- fall der Arbeiterfeinde gefunden, daß ihn sowohl der„Gewerk- verein" wie die„Arbeitgeber-Zeitung" abdrucken. Der„Gcwerk- verein" gibt wenigstens unserer Darstellung auch Raum, wenn er auch an die Wahrheit gewohnheitsmäßig nicht zu glauben vermag. Die„Arbeitgeber-Zeitung", die bloß davon lebt, alle„Vorwärts"- Nachrickiten" ins Gegenteil umzuschreiben, tut so. als hätte sie den „Vorwärts" nie gekannt. Und schnüffelt ihn doch von vorn bis hinten durch._ Durch ein bedauerliches Versehen ist gestern in unserer Druckerei der Schluß des Artikels„Der Krieg ist erklärt" in die Mitle des- selben geraten. Die Leser können den Sinn des Artikels sich herstellen, wenn sie binter den ersten Absatz der zweiten Spalte auf der vierten Seite des Hauptblattes hinter„Hainstadt" zunächst die weitere Aufzählung der Kampforte von:„Im bergischen Land" an einfügen. Den Schluß des Artikels bilden dann die Sätze von: Da in Berlin zurzeit ohne Vertrag gearbeitet wird", an bis:„mehr auf die Fäuste als aufs Maul sehen!" Dcutfcbee Reich. Der Streik bei Hammesfahr dauert sort. Durch die bürgerliche Presse macht augenblicklich eine Notiz die Runde, wonach der Streik bei der Firma Gottlieb Hammesfahr, Solingen-Foche, aufgehoben sei. Demgegenüber haben wir zu er- klären, daß der Zweck dieser Notiz dahin geht, Arbeitswillige nach hier heranzuziehen. Wir machen darauf aufmerksam, daß der Streik unverändert fortdauert und jeder Zuzug nach hier streng fern zu halten ist. Die Ortsverwaltung Solingen des Deutschen MetallarbeiterverbandeS. Letzte IVachnchtcn und Depelchen. Die schwarzen Pocke» in Oberschlefien. Breslau» 21 Dezember.(B. H.) Aus Tarnowitz wird ge«. meldet, daß die schwarzen Pocken ausgebrochen sind, welche aller Wahrscheinlichkeit nach aus Galizien eingeführt worden sind. Bis- her sind 4 Fälle zu verzeichnen, von denen einer tödlich verlief, und zwar ist der Stadtsekretär SillaS der Krankheit erlegen. Zur; Aufnahme der Erkrankten wurde eine Baracke gebaut. Ei» Schüler des Hauptmanns von Köpenick. Wien, 21. Dezember.(W. T. B.) Die Kasse des 42. Artillerie- Regiments ist heute erbrochen und um 30 OVO Kronen beraubt «ordrn. Der Täter hatte Zahlmcistcruniform angelegt, sich auf diese Weise Zugang zum Kaffenlokal verschafft und die Kasse alsdann mittels eines Stemmeisens gesprengt. Solibaritätsstreik» Trieft, 21. Dezember.(W. T. B.) Sämtliche Arbeiter des Lloydarsenals, 2000 an der Zahl, sind in den Ausstand getreten, weil die Verwaltung des Arsenals sich weigerte, 27 aestern cnt- lassene Arbeiter wieder aufzunehmen. Ablehnung des holländischen KriegsbubgetS. Haag, 21. Dezember.(W. T. B.) Die Zweite Kammer ver» warf mit 53 gegen 38 Stimmen das Kricgsbudget des neuen Kriegs- Ministers van Rappard. Die' Rechte, die Sozialisten und einige Demokraten und Liberale stimmten gegen das Budget. Diese ziem- lich unvorhergesehene Ablehnung wurde vom Abgeordneten van Blymen im Namen der Katholiken mit dem Mangel an Vertrauen in die Haltung des Ministers begründet, da die Stärke der Armee nicht im Verhältnis zu den dafür verwendeten Ausgaben stehe. Lohman, der Führer der orthodoxen Protestanten, erklärte, daß die Beschwerden gegen die Haltung des Ministers mehr durch den Wechsel in den Anschauungen über die Armee-Organisation ver» ursacht seien, als durch einen persönlichen Makel des Ministers. Versuchte Beraubung. Odessa, 21. Dezcmoer.(W. T. B.) Sechs bewaffnete Personen verübten heute nachmittag einen Raubversuch auf das Geschäfts- zimmer des Stadtarmenhauses, in dem sich 2000 Rubel befanden. Die Einbrecher wurden-jedoch von Polizeibeamten mit Revolver- schüssen empfangen, die von ihnen erwidert wurden. Ein Räuber wurde getöret, ein Bureauangestellter und ein Pflegling wurden verwundet. Während ihrer Verfolgung auf der Straße gaben die Täter weitere Schüsse ab, durch die ein vorübergehender Mann und ein Knabe verwundet wurden. veberfall auf einen Kurier. TLbris, 21. Dezember.(W. T. B.) Die auf der Fahrt von Urmia nach Rußland befindliche Post dcS russischen Konsulats ist sechzig Werft von Täbris beraubt worden. Der Rurirr des Kon- sulats wurde tätlich verwundet. Die Cholera. Konstantinopel, 21. Dezember.(Meldung des Wiener Tele- graphenbureaus.�) In Mekka sind 8 Cbolerafälle festgestellt worden, von denen 4 Fälle tätlich verlaufen sind. Auf einem gestern-in Dscheddah eingetroffencn Pilgerdampfer sind ebenfalls 4 tätlich verlaufen? Lholerafälle vorgekommen. & Co. Berlin SX,„ Hierzu 7. Beila�tii! ilr. 290. 24. Jahrgang. 1. Seilage ks ,|atiBiils" fittliiitt ilollisMiitt, Zahltag. 22. Aejembet l007. gemrbeorNnungZnovelle. Den Wortlaut der gestern abend den RcichstagZmitgliedcrn zugegangenen Gewerbeordnungsnovelle geben wir nachstehend wieder: Wir usw. verordnen im Namen dcZ Reichs, nach erfolgter Zu- ftimmung des Bundesrats und des Reichstags, was folgt: Artikel 1. I. Im 8 113 Abs. 1 der Gewerbeordnung treten an Stelle der Worte:„Beim Abgänge" die Worte:„Bei der Beendigung des Dienstverhältnisses, im Falle der Kündigung von dieser an". II. Ter§ 114a der Gewerbeordnung enthält die folgende Fassung: Für bestimmte Gewerbe kann der Bundesrat Lohnbücher oder Arbcitszcttcl vorschreiben und die gur Ausführung erforderlichen Lorschriften erlassen. In die Lohnbücher oder Arbeitszcttel sind von dem Arbeitgeber oder dem dazu Bevollmächtigten einzu- tragen: 1. der Zeitpunkt der Uebcrtragung von Arbeit. Art und Um- fang der ü�rtragcncn Arbeit, bei Akkordarbeit die Stückzahl; 2. die Lohnsätze; 3. die Bedingungen für die Lieferung von Werkzeugen und Stoffen zu den übertragenen Arbeiten; 4. der Zeitpunkt der Ablieferung der Arbeit, Art und Umfang der abgelieferten Arbeit; b. der zur Auszahlung gelangende Lohnbctrag unter Angabc der etwa vorgenommenen Abzüge; ö. der Tag der Lohnzahlung. Der Bundesrat kann bestimmen, daß in die Lohnbücher oder Arbcitszettel auch die Bedingungen für die Gewährung von Kost und Wohnung einzutragen sind, sofern Kost oder Wohnung als Lohn oder Teil des Lohnes gewährt werden sollen. Im übrigen sind noch solche Eintragungen zulässig, welche sich auf den Namen, die Firma und den Nicderlassungsort des Arbeit- gebers, den Namen und Wohnort des Arbeiters, die übertragenen Arbeiten und die dafür vereinbarten oder gezahlten Löhne bc- ziehen. Auf die Eintragungen finden die Vorschriften des§ III Abs. 3, 4 entsprechende Anwendung. Das Lohnbuch oder der Arbeitszcttel ist von dem Arbeitgeber auf seine Kosten zu beschaffen und dem Arbeiter sofort nach Voll- Ziehung der vorgeschriebenen Eintragungen kostenfrei anszuhän- digcn. Die Eintragungen sind von dem Arbeitgeber oder dem dazu bevollmächtigten Betriebsleiter zu unterzeichnen. sofern nicht der Bundesrat anderweit« Bestimniungen trifft, sind die in Ziffer 1 bis 3 genannten Eintragungen vor oder bei der Ucbergabe der Arbeit, die in Ziffer 4 genannten bei der Ab- nähme der Arbeit, die in Ziffer S, 6 vorgeschriebenen bei der Lohn- Zahlung mit Tinte zu bewirken und zu unterzeichnen. Tic Lohnbücher sind mit einem Abdrucke der Bestimmungen der 88 Ilö bis Ulla Abs. I und des§ llöb zu versehen. Auf die von dem Bundesrate getroffenen Anordnungen findet die Bestimmung im K 120g Aiüvendung. III. Der§ 120 Abs. 3 der Gewerbeordnung wird wie folgt ab- geändert: 1. an Stelle der Worte:„für männliche Arbeiter unter acht- zehn Jahren sowie für weibliche HandlungSgchülfcn und-lehrlingc unter achtzehn Jahren" treten die Worte:„für Arbeiter unter achtzehn Jahren"; 2. hinter Satz 3 wird eingefügt: Der Stundenplan wird von der hierfür nack, Landesrecht zu- ständigen Behörde festgesetzt und in der für'anntmachungcn der Gemeinde oder des weiteren Kommnnu.�erbandes vorge- schriebenen oder üblichen Form veröffentlicht. IV. Dc� 8 120c der Gewerbeordnung wird wie folgt ge- ändert: 1. der Abs. 1 erhält folgenden Zusatz: In diese Vorschriften können auch Bestimmungen über das Verhalten der Arbeiter im Betrieb aufgenommen werden; 2. im Abs. 2 treten an Stelle der Worte:„der zum Erlasse solcher berechtigten Behörden" die Worte:„der zuständigen Polizei- bchordcn"; 3. die Abs. 3, 4 werden aufgehoben; 4. hinter z I20e wird eingefügt: § 120f. Für solche Gewerbe, in welchen durch übermässige Dauer der täglichen Arbeitszeit die Gesundheit der Arbeiter gefährdet wird, tonnen durch Beschluß des Bundesrat? und, soweit solcke Vorschriften durch Beschluß des Bundesrats nicht erlassen sind, durch Anordnung der LandeS-Zentralbehörden oder durch Polizei- Verordnungen der zuständigen Polizcidchörocn Tauer, Beginn und Ende der zulässigen täglichen Arbeitszeit und der zu ge- währenden Pausen vorgeschrieben und die zur Durchführung dieser Borschriften erforderlichen Anordnungen erlassen werden. Soweit solche Vorschriften nicht erlassen sind, können die zuständigen Polizcibchö.den für einzelne Betriebe, in denen durch übermässige Dauer der täglichen Arbeitszeit die Gesundheit der Arbeiter gefährdet wird, im Wege der Verfügung die gleichen Vorschriften und Anordnungen erlassen, tz 1203 Abs. 4 findet hierbei entsprechende Anwendung. § 120?. Tic durch Beschluß des Bundesrats geiuäss§8 IZOe, 120i erlassenen Vorschriften sind durch das Reichs-Gcsctzblatt zu vcr- öffentlichen und dem Reichstage bei seinem nächsten Zusammen- tritte zur Kenntnisnahme vorzulegen. Artikel 2. I. Im 8 133c der Gewerbeordnung wird 1. im Abs. 1 Ziffer 4 hinter den Worten:„oder Abwesenheit" eingeschaltet: „oder durch eine die Zeit von acht Wochen übersteigende militä- rischc Dienstleistung"; 2. der Abs. 2 aufgehoben. II. Hinter 8 133cl der Gewerbeordnung wird cingcsügt: § 133tla. Wird einer der im§ 133a bezeichneten Angestellten durch uu- verschuldetes Unglück an der Leistung der Dienste verhindert, so bc- hält er seinen Anspruch auf Gehalt und Unterhalt, jedoch nicht über die Dauer von sechs Wochen hinaus. Dies gilt auch dann, wenn das Dienstverhältnis auf Grund des 8 133c aufgehoben wird, weil der Angestellte durch unverschuldetes Unglück längere Zeit an der Verrichtung seiner Dienste verhindert ist. Eine Vereinbarung, durch welche von diesen Vorschriften zum Nachteile des Angestellten abgewichen wird, ist nichtig. Der Angestellte mutz sich den Betrag abrechnen lassen, der ihm für die Zeit, für welche er den Anspruch auf Gehalt und Unter- halt behält, aus einer auf Grund gesetzlicher Verpflichtung bc- stehenden Kranken- oder Unfallversicherung zukommt. 8 1336 d. Die Zahlung des dem Angestellten zukommenden Gehalts hat . Als Werkstätten gelten neben den Werkstätten im Sinne des 8 105b Abs. 1 auch Räume, die zum Schlafen, Wohnen oder Kochen dienen, wenn darin gewerbliche Arbeit verrichtet tvird, sowie im Freien gelegene gewerbliche Arbeitsstellen. § 539p'. Für bcstimnus 0)clüOWc kann der BundaSrat vorschreiücn, daß kn denjenigen Räumen, in welches Arbeit für Hausarbeiter aus- gegeben oder Arbeit solcher Pcrson'cn abgenommen wird, an einer in die Augen fallenden Stelle ciiw; Tafel ausgehängt wird, die in deutlicher Schrift die für die eemzclncn Arbeiten jeweilig ge- zahlten Löhne enthält. Z 139g. Für Gewcrbezweigc, die nnt besonderen Gefahren für Leben oder Gesundheit verbunden sind, kann durch die zuständigen Polizch- lvhördcn im' Wege der Verfügung für einzelne Werkstätten die Ausführung derjenigen Maßnahmen angeordnet werden, ivelche zur Durchführung der folgenden Grundsätze erforderlich erscheinen: t. Di? Werkstätten, cinschlücßlich der Betriebsvorrichtungen, Maschinen und Gerätschaften, müssen so cingcrichdct und unter- chatten werden, daß die HauSarbeiter gegen Gefahren für Leben und Gesundheit so weit geschützt sind, wie es die Natur des Betriebes neü attct. Jnsbesond ere ist für genügendes Licht, ausretichenden Luftraum und Luftwechsel, Beseitigung des bei dem. Betrieb ent- stehenden Staub. S, der dabei entlvicke.lten Dünste rund Gase sowie der dabei entsteh. mdcu Abfälle Sorge zu tragen. Ebenso sind diejenigen Vorrichtringen herzu/stellen, welche zum Schutze gegen gefährliche Berührungen mit Maschinen oder Maschinenteilen odeV gegen andere in der Natur der Betriebs- stätte oder des Betri ebeS liegende Gefahren erforderlich sind. 2. Auf die Gefundheit der Hausarbeiter unter achtzehn Jahren müssen diejenigen besonderen Rückfichtcm genommen werden, welche durch d as Alter dieser Arbeiter geboten sind. g. Arbeiten, bei lv-nen dies zur Verhütung der sonst mit ihnen verbundenen Gefahren für Leben oder Gesundheit erfor- derlich erscheint, dürfen nmr in solchen Räumen verrichtet werden, welche ausschließlich hierfür benutzt werden. � 130r. Für Gewerbezweige, die.der Herstellung, Verarbeitung oder Verpackung von Nahrungs- odc>: Genußmitteln diqnen, kann durch die zuständigen Polizeibehörden im Wege der Beifügung für ein- zelne Werkstätten angeordnet N'erden, daß die'Werkstätten und Lagerräume, einschließlich der Betriebsvorricht>ungen, Maschinen und Gerätschaften, so etngerichte.t und unterhalten werden, und der Betrieb so geregelt wird, derf; Gefahren sfür die öffentliche Gesundheit ausgeschlossen sind. Außerdem kann angeordnet werden, daß Räume, in denen Nahrungs- oder Genußmittel her- gestellt oder verarbeitet werden, zu bestimmten anderen Zwecken nicht benutzt werden dürfen. § 139s. Soweit die Anordnungen gemäß ZZ 139g. 139r nicht die Beseitigung einer dringenden Gefahr bezwecken,-»ruß für die Aus- führung ein« angemessene Frist gelassen»verdevi. Den bei Erlaß dieses Gesetzes bereits beistehenden Betrieben gegenüber können, solange nicht eine Ertveitcrup.g oder eine wesent- iiche Veränderung eintritt, nur Anforderungen gestellt werde», die zur Beseitigung erheblicher, das Leben oder die Gesundheit der Hausarbeitcr oder die öffentliche Gesundheit gefährdender Mißstände erforderlich oder ohne unverhältnSmäßige Aufwendungen ausführbar erscheinen. Die Verfügungen sind im Falle des§ 139» Abs. 1 Ziffer 1 gegen den Arbeitgeber, ini Falle des§ 1R>u Abs. 1 Ziffer 2 gegen denjenigen zu richten, welcher das Verfüguuigsrecht über den als Werkstätte benutzten Raum hat. Gegen die Verfügungen findet binnrn zwei Wochen die Beschwerde an die höhere Verwaltungsbehörde statt; diese ent- scheidet endgültig. § 139t. Durch Beschluß des Bundesrats könne? Vorschriften darüber erlassen werden, welchen Anforderungen in bestimmten Arten der in 139g, 139r bezeichneten Werkstätten zgir Durchführung der dort aufgestellten Grundsätze zu genügen ist. Durch Beschluß des Bundesrats kann düe Verrichtung solcher Arbeiten in der Hausarbeit verboten werden, welche mit erheb- lichcn Gefahren für Leben, Gesundheit oder C-ittlichkeit der Haus- arbeiter oder für die öffentliche Gesundheit verbunden sind. Soweit Vorschriften gemäß Abs. 1, 2 durch Beschluß des Bundesrats nicht erlassen sind, können sie dnrch Anordnung der Landeszentralbehörden oder durch Polizeiveuordnungen der zu- ständigen Polizeibehörden erlassen werden. § 139u. Aus die vom Bundesrate gemäß Z 139t erlassenen Vorschriften findet die Bestimmung im I 120g Anwendung. § 13Öv. Für die Beobachtung der gemäß§ 139g bis 139t getroffenen Bestimmungen ist im Falle des§ 139n Abs. 1 Ziffer 1 der Arbeitgeber, im Falle des§ 139n Abs. 1 Ziffer 2 derjenige verantwortlich, welcher das Verfügungsrecht über den als Werkstätte benutzten Raum hat. § 139v>. Sollen Verrichtungen in der Hausarbeit vorgenommen werden, hinsichtlich deren auf Grund des'§ 139t Abs. I, 3 Vorschriften erlassen sind, so hat im Falle des§ 13ön Abs. 1 Ziffer 1 der Arbeitgeber, im Falle des§ 139n Abs. 1 Ziffer 2 derjenige, welcher das Verfügungsrecht über den als Werkstätte in Aussicht genommenen Raum hat, vor dem Beginne der Beschäftigung der Ortspolizci- behörde unter Angabe der Lage der Werlstätte eine schriftliche Anzeige zu machen. § 139x. Soweit auf Grund des 8 139t Abs. I» 3 Vorschriften erlassen sind, unterliegen Gewerbetreibende, welche außerhalb ihrer Arbeits- stätte in Werkstätten gewerbliche Arbeit verrichten lassen, folgenden Verpflichtungen: 1. Sie haben ein Verzeichnis derjenigen Personen, welchen Hausarbeit übertragen ist, unter Angabe der Werkstätte dieser Personen zu führen. Das Verzeichnis ist auf Erfordern der Ortspolizeibchörde sowie den Gcwcrbeaufsichtsbeamten(8 139b) jederzeit zur Einsicht vorzulegen oder einzureichen. 2. Sie müssen sich in angemssenen Zwischenräumen, min- dcstcns halbjährlich, persönlich oder durch Beauftragte davon unterrichten, daß die Einrichtung und der Betrieb der Werk- stätten de» gestellten Anforderungen entspricht. 3. Sic dürfen, sofern die Beschaffung eines Ausweises darüber vorgeschrieben ist, daß die Räume, in denen die Arbeit verrichtet ivird, den an sie gestellte» Anforderungen genügen, Hausarbeit nur für solche Werkstätten ausgeben, für welche ■ihnen dieser Ausweis borgelgt wird. 8 139/. Insoweit nicht durch Bundcsratsbeschluß oder tnirch die Landes- regierungen die Aussicht anderweit geregelt ist, finden die Be- stimmungen des Z 139b Anwendung. Während der Nachtzeit dürfen Revisionen nur stattfinden, wenn Tatsachen vorliegen, welche den Verdacht begründen, daß gegen die auf Gruna der§§ 139q bis 139t erlassenen Bestimmungen verstoßen wird Artikel S. l.§ 146 Abs. 1 Ziffer 2 der Gewerbeordnung erhält folgende Fassung: Gewerbetreibende, welche den§§ 135 bis 137, 189c oder welche den auf Grund der§§ 120e, 120st 139, 139- erlassenen Vor- schriftkn insoweit zuwiderhandeln, als diese Vorschriften die Ver- Wendung der Arbeiter zu bestimmten Beschäftigungen untersagen oder Arbeitszeit, Nachtruhe oder Pausen regeln: � II. Im g 146 der Gewerbeordnung wird hinter Absatz 1 als Abs. 2 eingeschaltet: War in den Fällen des Abs. 1 Ziffer 2 der Täter zur Zeit der Begehunge der Straftat bereits zweimal wegen einer der dort bezeichneten Zuwiderhandlungen rechtskräftig verurteilt, so tritt Geldstrafe von einhundert bis dreitausend Mark ooer Gefängnisstrafe bis zu sechs Monaten ein. Die Anwendung dieser Vorschrift bleibt ausgeschlossen, wenn seit dem Eintritte der Rechtskraft der letzten Verurteilung bis zur Begehung der neuen Straftat fünf Jahre verflossen sind. III. 8 14»» der Gewerbeordnung erhält den folgenden Zusatz als Abs. 2: Wer den ZI 105b bis 105g oder den auf Grund der- selben erlassenen Anordnungen zuwider Arbeitern an Sonn- und Festtagen Beschäftigung gibt oder den auf Grund des Z 105b Abs. 2 erlassenen statutarischen Bestimmungen zuwiderhandelt, nachdem er bereits zweimal wegen einer Zuwiderhandlung gegen die bezeichneten Vorschriften rechtskräftig verurteilt worden ist, wird mit Geldstrafe von fünfzig bis eintausend Mark oder mit Haft bestraft. Die Vorschrift des Z 146 Abs. 2 Satz 2 findet Anwendung. IV.§ 147 Abs. 1 Ziffer 4 der Gewerbeordnung erhält folgende Fassung: wer den auf Grund der ZI 1206, 139g endgültig erlassenen Ver- fügungen oder, abgesehen von den Fällen des Z 146 Abs. 1 Ziffer 2, den auf Grund der II 120c, 120k, 139, 139s, 139h erlassenen Vorschriften zuwiderhandelt; V. Im 8 147 Abs. 1 Ziffer 5 der Gewerbeordnung treten an Stelle der Worte:„eine Fabrik" die Worte:„eine gewerbliche Anlage". VI. Der§ 148 der Gewerbeordung wird wie folgt geändert: 1. Hinter Ziffer 12 wird eingeschaltet: 12s. wer den auf Grund der ZI 139g, 139r endgültig er- lassenen Verfügungen oder den auf Grund des 8 13öt erlassenen Vorschriften zuwiderhandelt; 12b. wer außerhalb seiner Arbeitsstätte gewerbliche Arbeit in solchen Werkstätten der im Z 139n bezeichneten Art verrichten läßt, von denen er weiß oder den Umständen nach annehmen muß, daß ihre Einrichtung oder ihr Betrieb den auf Grund des Z 139t erlassenen Vorschriften nicht entspricht; 2. Hinter Ziffer 14 wird als Abs. 2 eingeschaltet: War in den Fällen der Ziffer 12b der Täter zur Zeit der Begehung der Straftat bereits zweimal wegen dieser Uebertretung rechtskräftig verurteilt, so tritt Geldstrafe von dreißig bis drei- hundert Mark oder Haft bis zu vier Wochen ein. Die Vorschrift des Z 146 Abs, 2 Satz 2 findet Anwendung. VII. Der§ 149 Abs. 1 Ziffer 7 der Gewerbeordnung erhält folgende Fassung: wer es unterläßt, den durch§ lOSe Abs. 2,§ 134« Abs. 2,§ 138, § 138a Abs. 5,§§ 139b, 139w, 139x für ihn begründeten Vec- pflichtungen nachzukommen; VIII. Der§ 150 Abs. 1 Ziffer 2 der Gewerbeordnung erhält folgende Fassung: 2. wer außer dem im 8 146 Ziffer 3 vorgesehenen Falle den Bestimmungen dieses Gesetzes in Ansehung der Arbeitsbücher, Lohnbücher oder Arbeitszettcl oder den auf Grund dieser Be- stimmungen erlassenen Vorschriften zuwiderhandelt; IX. Im§ 150 Abs. 1 der Gewerbeordnung wird hinter Ziffer 5 eingefügt: 6. wer den auf Grund des s 139p erlassenen Vorschriften zuwiderhandelt. Artikel 6. I.§ 154 der Gewerbeordnung erhält folgende Fassung: 8 154. Von den Bestimmungen im Titel Vll finden keine Anwendung: l. die Bestimmungen der§8 105 bis 139m auf Gehülfen und Lehrlinge in Apotheken; 2. die Bestimmungen der§8 105, 106 bis 119b sowie, vor- behaltlich des 8 139g Abs. 1 und der§8 139h, 139!, 139m, die Bestimmungen der ZZ 120a bis 139aa aus GeHülsen und Lehrlinge in Handelsgeschäften; 3. die Bestimmungen der ZJ 133i bis 139aa auf Arbeiter in Apotheken und Handelsgeschäften, auf Gärtnereien, Bauten, Gast- und Schankwirtschaftsgewerbe, Musikaufführungen. Schau- stellungen, theatralische Vorstellungen oder sonstige Lustbarkeiten sowie auf Verkehrsgcwerbe; 4. die Bestimmungen des§ 135 Abs. 2, 3,§8 136, 138 auf männliche jugendliche Arbeiter, die in Bäckereien und solchen Ilonditorcien, in welchen neben den Konditorivarcn auch Bäcker- waren hergestellt werden, unmittelbar bei der Herstellung von Waren beschäftigt sind. Ausgenommen bleiben Betriebe, die in regelmäßige» Tag- und Nachtschichten arbeiten; 5. das Verbot der Beschäftigung von Arbeiterinnen am Sonn- abend sowie an Vorabenden der Festtage nach fünfeinhalb Uhr nachmittags auf Arbeiterinnen in Badeanstalten. Die Bestimmungen der 88 133i, 135 bis 139h finden auf Arbeitgeber und Arbeiter in Hüttenwerken, in Zimuierplätzen und anderen Bauhöfen, in Werften sowie in Werkstätten der Tabak- industrie auch dann entsprechende Anwendung, wenn in ihnen in der Regel weniger als zehn Arbeiter beschäftigt werden; auf Arbeit- geber und Arbeiter in Ziegeleien und über Tage betriebenen Brüchen und Gruben finden die Bestimmungen auch dann ent- prechcndc Anwendung, wenn in diesen Betrieben in der Regel mindstens fünf Arbeiter beschäftigt Ivcrdcn. Tie Bestimmungen der§§ 135 bis 139b finden auf Arbeitgeber und Arbeiter in Werkstätten, in welchen durch elementare Kraft(Dampf, Wind, Wasser. Gas, Luft, Elektrizität usw.) be- wegtc Triebwerke nicht bloß vorübergehend zur Verwendung kommen, auch wenn in ihnen in der Regel weniger als zehn Arbeiter beschäftigt werden, mit der Maßgabe entsprechende Anwendung. daß der Bundesrat für gewisse Arten von Betrieben Ausnahmen von den im 8 135 Abs. 2, 3. Z 136, Z 13? Abs. 1 bis 4,§ 138 vor- gesehenen Bestimmungen nachlassen kann. Auf andere Werkstätten, in denen in der Regel weniger als zehn Arbeiter beschäftigt werden, sowie aus Bauten können die Bestimmungen der§§ 135 bis 139b durch Beschluß des Bundesrats ganz oder teilweise ausgedehnt werden. Wcrlstätten, in denen der Arbeitgeber ausschließlich zu seiner Familie gehörige Personen beschäftigt, sowie solche Werkstätten, in welchen eine oder mehrere Personen gewerbliche Arbeit verrichten, ohne von einem den Werkstattbctrieb leitenden Arbeitgeber be- 'chäftigt zu sein, fallen unter die Bestimmungen der Abs. 2 bis 4 nicht. Die Bestimmungen des Bundesrats können auch für be- stimmte Bezirke erlassen werden. Sie sind durch das Reichs- Gesetzblatt zu veröffentlichen und dem Reichstage bei seinem nächsten Zusammentritte zur Kenntnisnahme vorzulegen. II. Im 8 154a der Gewerbeordnung ist hinter„Anwendung" einzufügen: „und zwar auch für den Fall, daß in ihnen in der Regel weniger als zehn Arbeiter beschäftigt werden". Artikel 7. J. Der Artikel 9 Abs. 1 des Gesetzes vom 1. Juni 1891(Reichs- Gesetzblatt S. 261) wird, insoweit er die Inkraftsetzung des 8 154 Abs. 3 der Gewerbeordnung betrifft, aufgehoben. II. Soweit in Bestimmungen des Bundesrats auf 8 120« Ab- 'atz 3 der Gewerbeordnung verwiesen ist, tritt an vessen Stelle 8 120k der Gewerbeordnung. III. Die Ausfilhrungsbcstimmungcn des Bundesrats über die Beschäftigung von jugendlichen Arbeitern und von Arbeiterinnen in Werkstätten mit Motorbclrieb vom 13. Juli 1900(Reichs-Gesctz- blatt S. 565) locrden hinsichtlich derjenigen Betriebe, in welchen in der Regel mindestens zehn Arbeiter beschäftigt werden, aufgehoben, im übrigen behalten sie Gültigkeit, bis sie gemäß§ 154 Abs. 3 geändert werden. IV. Soweit im übrigen in Bestimmungen des Bundesrats auf den§ 139a.§ 154 Abs. 3 der Gewerbeordnung verwiesen ist, treten an deren Stelle der 8 139a, 8 154 Abs. 3 in ihrer gegenwärtigen Fassung. Artikel 8. Dieses Gesetz tritt am 1. Januar 1909 in Kraft, (Prozeß Warden. Vierter Tag. GS liegt etwas in der Lust--: Das war dee allgemeine Eindruck, den heute diejenigen empfingen, welche dazu verurteilt waren, auf dem großen Treppenflur vor der ver- schlosscncn Pforte des kleinen Schwurgerichtssaales auf die Dinge zu warten, die sich weiter entwickeln sollten. Und es war eine stattliche Zahl von Personen, die sich dieser unangenehmen Pflicht des Wartens hingeben mußten: Journalisten, Zeugen und Zu- Hörer, darunter manche aus den höchsten Hofkreisen.— Die Tür dcS Gerichtsfaalcs blieb aber verschlossen, als der Vorsitzende die Ver- Handlung fortsetzte. Zwei davor postierte Schutzleute sorgten den Anweisungen ihres Polizeihauptmanns gemäß mit uncrbitt- licher Strenge dafür, daß auch niemand einmal in die Nähe dieser Tür kam, an der das ominös« Schild prangte: Die Oesfentlichkeit ist ausgeschlossen. Die Vertreter der Presse, die in die sehr üble Lage gekommen waren, stundenlang auf dem gui vive zu stehen und den Augen- blick abzupassen, in dem dieses Schild verschwinden würde, damit es ihnen vergönnt werde, von dem Gange der Verhandlungen— deren Zweck doch wohl eigentlich sein sollte, den Herrn Nebenkläger vor der Oesfentlichkeit zu rehabilitieren— überhaupt»och etwas der Welt mitzuteilen. Direktor Lehmann gab aus ihre Anfrage den Bescheid, daß er selbst nicht sagen könne, ob überhaupt und in welchem Augenblick die Oesfentlichkeit wieder hergestellt würde. Ueberall standen Gruppen umher— es herrschte eine allgemeine Nervosität, da alle Anzeichen dafür sprachen, daß man vielleicht stundenlang noch untätig fein muß. Kurz nach Beginn der Ver- Handlung sah man den Fürsten Philipp zu Eulenburg, wiederum geführt von seinen beiden Söhnen in den Saal schleichen, aus welchem die Zeugin Frau L i l l i v. Elbe kurz vorher heraus- gekommen war. Nachdem der Nebenkläger Graf Kuno v. Moltke noch eine Viertelstunde vernommen war, ereignete sich plötzlich etwas unerwartetes— die verschlossene Tür öffnete sich und heraus trat Justizrat Sello im eifrigen Gespräch mit dem Oberstaatsanwalt Dr. Jsenbiel.—„Was ist los?" „Vertagt?"—„Vergleich?" so schwirrte es umher, aber niemand wußte etwas bestimmtes za sagen. Die Spannung näherte sich dem Höhepunkt. Graf v. Moltke ging in Begleitung seines Vertreters Justizrat Sello und des Kammerhcrrn und konservativen Abgeordneten Freiherrn v. Riepen- Hausen auf dem Korridor auf und ab. Es wurde allgemein das Gerücht kolportiert, daß diese plötzliche Unterbrechung der Ver- Handlung mit Berglcichsverhandluiige», die angeblich zwischen den Parteien schweben sollten, in Verbindung zu bringen sei. EtwaS Positives ließ sich nicht feststellen, da diejenigen Personen, die etwas wissen mußten, sich in mystisches Schweigen hüllten, allenfalls nur dunkle Andeutungen machten, aus denen Bestimmtes nicht zu entnehmen war. Nach Beendigung der viertel- stündigcii Pause rief der Gerichtsdicner die vernommenen Zeugen und die Sachverständigen wieder in den Saal. Bald darauf wurde Frau v. Elbe, deren Vernehmung gestern unterbrochen worden war, in den Saal gerufen und weiter vernommen. Wann die Oeffent- lichte it Ivieder hergestellt wird ist noch gar nicht abzusehen. Die Vernehmung der Frau v. Elbe dauerte bis nach zh2 Uhr: sie war außerordentlich eingehend und berührte alle Einzelheiten der Aussage dieser Zeugin aus der Schöffengerichts- Verhandlung. Hierauf trat eine kurze Mittagspause ein. Tie tatsächlich stattgefundenen Berglcichsverhandlungen sind gescheitert und die Verhandlung wird bis zum Urteilsspruche fortgeführt werden. Unter diesen Umständen ist noch gar nicht abzusehen, wann der Prozeß zu Ende gehen wird. In der Mittagspause will Justizrat Dr. Sello«inen umfangreichen Beweisantrag formu- licren, der sich auf die objektive Glaubwürdigkeit der Frau v. Elbe bezieht. Falls diese Beweise erhoben werden, ist gar nicht daran zu denken, daß die Verhandlung bis zum Weihnachtsfest ihren Abschluß findet. Die Journalisten werden in diesem Prozeß auf eine Geduld- probe gestellt, wie sie in solcher Härte selten bei einer Gerichts- Verhandlung zu verzeichnen gewesen sein dürfte. Die Tatsache, daß von niemand zu erfahren war, wann und ob über- Haupt die Oesfentlichkeit wieder hergestellt werden würde, zwang etwa 40 Vertreter der Presse über 8 Stunden lang auf dem Borflur znm GerichtSsaal hcriimzulungeri» und ihre Zeit zwecklos zu vergeuden. In der Nachmittagssitzung folgte auf die sehr umfangreiche Vernehmung der Frau v. Elbe die Vernehmung der Frau v. Heyden, Mutter der Vorzeugin, ferner des Stiefsohnes des Nebenklägers, Leutnant v. Kruse und des Frl. Roscnbauer, die seinerzeit Gesellschafterin im Hause des Grafen Moltke gc- Wesen war. Als hierauf einige Briefe verlesen wurden, verließen die weiblichen Zeugen den Gerichtssaal. Es folgten in der Reihen- folge der Zeugen Amtsvorsteher und Rcndant von Liebenbcrg G c r i tz, Hofrat K i st l e r aus München, der seinerzeit bei der Botschaft in Wien tätig, Freiherr'Alfred v. Borger, Direktor des Deutschen Schauspielhauses in Hamburg, der bekanntlich von dem Angeklagten als Zeuge geladen ist, um zu bekunden, daß Graf v. Moltke schon lange vor Stellung des cstrafan- träges über die Bedeutung der Artikel in der „Zukunft" nicht im Zweifel gewesen war. Die Wer- nehmung des Zeugen dauerte über 14t Stunden. Der General Graf v. Wartenslcbcn, der gleichfalls viele Stunden schon auf seine Vernehmung gewartet hatte, wurde entlassen und ersucht, sich eventuell auf telephouischcn Anruf bereit zu halten, wieder an Gcrichtsstelie zu erscheinen. Um 6lh Uhr wurde die Zeugen» Vernehmung abgebrochen. Es kam zum Schluß noch zu einer er- regten Szene, die durch das energische Verlangen der Frau v. Heyden veranlaßt wurde, endgültig entlassen zu werden. Die Zeugin machte über die Llrt, tvie sie vernommen worden sei, eine Bemerkung, die der Vorsitzende in einer scharfen Rüge zurückwies. Während sich der Saal leerte, wurde der Angeklagt« Horden von einem plötzlichen Schwächezustand befallen. Das Unwohlsein wurde aber unter Hülfelcistung deZ Geh. Sanitätsrats Zwingcnberg und des Medizinalrats Dr. Hoffmann bald behoben. Die Sitzung Ivurdc auf Montag 10 Uhr der- tagt. Es hat dann noch die Vernehmung einer ganzen Anzahl Zeugen stattzufinden. Der Gerichtshof beabsichtigt am Dienstag, also am heiligen Abend, eine Sitzung nicht stattsinden zu lassen, so daß die Vernehmung der Sachverständigen wohl am dritten Feiertag stattfinden wird._ Vermischtes. Der Raubanfall auf den Briefträger. Der Mann, der am vergangenen Montag den Raubanfall auf den Geldbriefträger Abels in Köln verübte und bisher jede Auskunft über seine Person verweigerte, hat, wie die Blätter melden, vor dem Untersuchungs- richtcr ein Geständnis abgelegt. Er gab an, Frahm zu heißen und in Sachscn-Weimar beheimatet zu sein; er werde von der Staatsanwaltschaft von Berlin wegen Betruges und Unterschlagung steckbrieflich verfolgt. Hier will er einige Tage vor dem Raub- anfall in einem Logierhaus an der Domstraße gewohnt haben. Eine Prügclszene im Theater an der Wien. Der Tenorist Meister verübte gestern, wie die Meue Freie Presse" meldet, im Theater an der Wien einen groben Exzeß und ohrfeigte den Direktor Wallncr, der ihm wegen Widersetzlichkeit zwei Rollen abgenommen hatte. Da Meister sich auch gegen einen herbeigerufenen Wach- mann gewalttätig benahm, wurde er verhaftet, | Bitte Königstr. penau auf Hausnummer 46 zu achten, da häufig Verwechslungen vorgekommen- In 30 m langer Auslage finden Sie Tausende Schmuck gegen- ' stände mit deutlicher Preis- noUerung ausgestellt. Ansicht unserer mit vollkommensten Maschinen eingerichteten Fabrik. Kaufen Sie nur noch fugenlose Tranringe Harke B. u. C. Wir haben dia tecbni.cb vollkoronian.t« mechanische Uimichtung für Fabrikation von logen- losen Trauringen. Früher worden dieselben so hergestellt und zn- sammengelötet, wobei fast immer beim Tragen die LStetelle zum Vorschein kommt Unser Verfahren ist jetat wie nebenstehend abgebildet, eo geprägt, jetzt, ohne Naht 2 Dufc schwer 21 VI. Ukar.v.9.— M.an 8kar. v.7.— M.an in allenStörken. Leipiiffor Str. 35. großen Schaufenstern, in 7 Schaukästen sowie in 34 Fenstern erster Etage finden Sie Tausende Schmuckgegenstände mit deutlicher Prols- nofcierung ausgestellt. Lagerbesucb ohne Kaufzwang gern gestattet, WM. 46 Ecke Hoher Steinweg u. Leipziger Str. 35. Belmonte&Co.� Juweliers, Oelde und Sllberaehmlede, Ateliers für JuvelenBchmock und Knnatarbelten. Fabrikation mit elektrischem Betrieb.- Gold- und Silber-Walz- und Prägewerfc.— Esgroa- Export nach allen Ländern. Ecke Chariottenstrasse Crösstes Lojer hoobaparten Samen-Uhren, mit Brillanten und Edelsteinen versiert, von 40—500 Mark. Ohne Edelsteine aber mit feiner Emaille-Dekoration von iL 1 8 an. mit Bing 1 Brillanten M. 180.-, ond Königstrasse 46. Stets Geleg-enlieitskäu fe in Brillanten. Als erfahrene Fabrikanten and Juweliere haben wir kein Schwanken der Werte unbeachtet gelassen. Wenn auch Brillanten bedentend im Preise gestiegen, bleiben unsere Preise, soweit der Vorrat reicht, dieselben, da wir in guter Voraussicht die Konjunktur beizeiten wahrnahmen. Wir haben reichhaltige Auswahl in allen Genres von dem einfachsten Keif in ldkar. Fassung für 10.—, IS—, 20.— H. aufwärts bis zu den prächtigsten Kombinationen edler Steine in perfektesten Modellen und höchsten Preislagen. mit kleinem Brillanten schon von M. 10.— an. 14 kar. goldene llerree-Keio-s-2* " usr Grainrn 1 Solide-■ von Panzerform/ M 82 Gramm inkl.# aufwärts Fasson Sm bis w per Gramm 100 Gramm. 685/1000 gestempelt Das Goldgewicht in Gramm ist auf jedem Etikett aufgedruckt Bing m. Smaragd und Brillanten M. 528,-. OeactiloasexL Bing zum Ans* elnandernehmen. 14kar. Gold, 68541000 gesetzlich gestempelt, eine Schlange, Mattgold. m. echten Brillanten, die andere Glanzgold mit echt Rubin M. 25.- Auch einzeln zu tragen. HervonageDde Meilen moderner goldener UNeder- ■rmbdnder o In glatt und mit Edel- atelueu versiert, In über hundert versah. Uastero von IM, 40—1000. in Geld plattiert von «. 7-20. u fsf&&& st*6 wfi, Mattgoldener Bing, gesetzL Kestempelt, in der Uitte 1 echter öapbir oder ilabin, an d. Seite Je 1 echter Diamant M.I2. Qrösste Ausanihl m Bolllere mit modernen Anhängern, Brillentee, Perlen und Edeletelnen celeset 0 9C M an bi.«u den b8ch- .00 II. eten Preislasen. In Gold plattiert von 7- 15 M' Für Damen ond Berren Kettenarmbänder Kettenarmbänder Kettenarmbänder M. in eont Gold, geeetzlloh gestempelt.... von Kettenarmbänder'»«ont subor von|H, B.so in Gold plafctierfc, auch mit rciaenden Anhängern.,• 12-90 9.00 M. 5-15 Kr. 6363. Marquis* Rinq, Ukarät. Gold, glänz., mit 1 echten Opal u. 16 echten Diamant, M. 40.—• Desgleichen ovale Ohrringe, in der Mitte Rubin oder ßa- phir, ringsherum Diamanten mit u. ohne ßtoge, von 40-100 M. Fort mit unecht. Stöcken. Wir liefern diesen echt ellbernea Griff, 800/ IÜ0C gesetzlgest. komplett mit Stock für nur M. 3s- OroDeAnswabl eitr»ohwor ziseliorbOrillo bi» M. 80.-, Goldens Herren-Uhren von 45—500 Mark. Garantieschein. Jeder Uhr wird ein auf die Dauer voA 3 Jahren mnsgeiteUtsr BörgBcboin bsigscsbsn, welcher auf die Nummer der bstrenoDden Uhr lautet und die Untor.obrift unearer Firns trügt. Ca. eine halbe Million Sehwiugnngen macht daa sogenannte Balanccrädchen einer Taschenuhr in einem Tage. Jeder Punkt im Umfang solchen Rades legt dabei im Tag über 23 Kilometer, im Jahr mehr als acht und eine halbe Million Meter zurück. Wenn man sieh diese kolossale Leistung eines so winzig kleinen Teiles einer Taschenuhr vergegenwärtigt, versteht man erst, wie gut gearbeitet solch ein Werk sein muss, um diese Arbeit dauernd, mit steter Gleichmässigkeit leisten zu können. Man erkennt daran aber auch, dass es unmöglich ist, wirklich gute, dauerhafte Taschenuhren zu den Spottpreisen zu lietern. zu denen die Reklame sie anbietet. Wer sieh eine gute Uhr anschaöen wül, die nicht nach wenigen Jahren den dreitacoen Einkaufspreis an Reparaturkosten verschlingt, der besichtige unser Uhren-Lagor. Wir haban durch den Vertrieb reeller Wsren sn billigsten Preisen ein WeUgesobUt au leebaut, und man kann sich darauf verlassen, fiüß\X7ai-a xrr\r\ cnlntvaei fJnallfJl.h rirtJ an le nMrannänl 1 4t 4» 4 A»ll«4-» in«aJam TCfnlem—__ A— l-l_____ J__ 1-—-—• Nur Mk. Pafent-Anker-Remontolr- Kavalier-Stahl-Uhr Nr. 1907, Modell 1907 mit versilbertem Zliferblstt Mark �2 kostet «aser# Wir haben durch den Vertrieb reeller Waren>m billigsten Preisen ein Weltgeschäft aufgebaut, und m&a die Ware von«olcher Qualität und so horgostellt ist, dalT sie in jeder Welse empfohlen werden kann. Wir geben dieselbe 30 Tage zur Probe, Gold Broschen in diversen Mustern von M. 4,— au bis zu den höchsten Proislagea Taschenmesser, echt Silber, von. M. 1.50-10.- Bartbfirsten, echt Silber, von M, 1,50— Zlgarettentascben von.... M. 6-100 Silberne Strelohtaolzhülnen von..., M. 3.70 an „ Juplterbfilson von.... M 7.50 an Gold. Krawatten- Nadeln in verschied. Unstern Ii A von'-' � ää riahpi* Ricil/n«liienocrhlnceon und verPfiichten innerhalb 80 Tagen, die Uhr UdllCI Ii I d I IMI dllaljCalrlllUGGCll, anstandslos zurückzunehmen und den bezahlten Betrag ohne jeden Abzug zurückzuzahlen, wenn dieselbe nicht gefüllt, oder den gestellten Anforderungen nicht entspricht. Dieselbe ist ein DSelsterwork vollendeter Uhren-Fabrikation, bat hochfein vergoldetes Schweiz er Schablonenwerk mit Kublngr&njfen und Patentzeigeratellong durch die Krone. Ein so vorzüglicher Zeitmesser ist für einen so billigen Preis noch nicht offeriert worden. Eine gleiche Uhr kostet im SUberfgehänse, Btssinform, Belohs-Stempel U. 20.—, desgleichen im ßilbergchäuse mit Sprungdeokel». 28.—, in Tnla-SUber M. 38.—. 933/1000 B»- setzl. gest., fjiaer- muster, von M. 34.— an, in Ukarat, Said, 585/1000, reizende Sebleber mit Opal, Perlon und Kdel- steiuen verz. Orlaoz- u. Uattgeld, v. M. To- d.U. 300 M. 5.50. Ausnahme-Preis! I Der kleinste Wecker== (Deutsches Rcichspatent) Anker-Werk! Genau gebend. Gerauschloser Gang! Beim ßchlaf nicht störend. Sehr laut weckend. Mit Nactaabmangen nicht zu verwechseln. Durch Einkauf von 2000 Stück konnten wir diesen billigen Preis normieren. Ueber 1000 Stck. davon sind in den Fenstern Ecke Charlotten- und Leipziger Strasse sovie Königstrasse 46 ausgestellt. 18 Karat Golds Scharnier ist der beste existierende Er- sats für dia um vielfaches teureren vollen Goldketten und entschieden leichten goldenen ühr- ketten vorznziehen, da solche lieh oft schon in kurzer Zeit duichtrageu. 18 Karat Golds Scharnier ■wird hergestellt, indem 18 Kar. massives Gold, um der Kette ; ßteilheitundFestigkeit zu geben, durch Öübor verstärkt wird, 18 Karat Gold>Scharnier von uns seinerzeit als Spezialität; eingeführt, hat sich trotz des billigen Preises vorzüglich bewährt. Jeder Kette wird nebenstehender Garantie-Schein bei- (Dos ist 18 Knrnt Wehm?? lange DainrtMo sowie Bera-lMettea Iii Colli clatM von 3-22 H. Flgmr X zeigt eine 18 Kar. Gold-Scharnier-Ketta, welch» an venchiadenen ÖteUen durch- .chnitteo worden ist. Der helle flanm illustriert di» SUber-Verst&rkung, der dunkle King zeigt das maadve 18 Karat. Gold. Sllberverst&rkaos ---- 18 kar. massives Gold Figur II. Figur II zeigt den Durchschnitt des«nfgebogenen Kettengliedes einer 19 Karat Gold-Scharnier-KeH». Unsere Ausführung beweisen wir dadurch, daü wir die von ans Hcbcrnier-Kotton nach langiSbrigem Gebrauch(sogar noch nach M. 0.62 wieder in Zahlung nehmen. gekauften 18 Karat Gold 5 Jahren) p. Gramm mit araaliesclieiiii MÄs Sonntag bis 8 Uhr geöffnet, Wochentag bis 10 Dbr.) ——— Nlchtffof&llendea wird beroltwlllirat umgotaaacht.■.. £Qgeb©n, welcher auf 15 Jahre....,___.__. mtet nnd die Unterschrift un- AU-Oold und-BUber wird anm Tagesknri �iK tflileleRtnlGafUieln � v VD V«rjMd-&poi"l»»ch alten Gffi/icale! LuIIeliii deGarai Für die bei uns gekaufte _— 18 Kar.-Co/d-Scharnieriett» Marke ß. a. C IS Ka. SiA leisten vir für Daaerkaftiskelt und Tregbarkeit Bar* 15 Jahna Garantie�"MW Berlin, Dezember fm. KönigstraMb 46, Leipziger Strasse 35. •erer Firma trägt, In Zahlung genommen. Bei nnn gekauft« Brillanten werden»um BeofpreU gegen Brillanten In Zahlung genommen. iWbrbei� IJandorf I kauft isparf I Geld A.JANDORF&0 Spitlelmarkf Belle Alliancestrasse Grosse Frankfurferstrasse Brunnenstrasse Koltbuser Damm �mserge�öMi�e Oiaufgekgenfjeii für den �eihm�isbedarf! 5 Xoitfekflm-'Gage 10« Sonntag Montag Dienstag Um eine möglichst vollständige Räumung der Winterlager in den Abteilungen DntnenWektlGii lind Pelzraren 8 extra. q■ in Seide, Sammet, Tüll, Spachtel, merc. Batist, Wolle sowie moderne Baumwoll- [3 1 üo 0 1 1 stoffe, nur neueste Fassons und Farben Unterrock© in Moirf, Velour, Seide, Zanella, geschmackvollste Ansführungen ixi"i| fussfrei oder lang, farbig oder schwarz, sowie Stoffe englischen rvieiUerrOCKe Charakters, moderne Faltenform und andere neueste Fassons ■■■- A x I n 1 X_X_ Liftboy-, Bolero- und Saccoform, MOhair-AStraChan-raletOtS zum Teil mit Stickereien, Passe menterien und den neuesten japanisch gemusterten Tressen garniert Plüsch- und Sammet-Jacketts r— j■■ I XX n I XX anliegende Form, sowie �SkimO-JaCkettS u»— l�aletOtS Sacco- und Empire-Fassons aus Stoffen engl. Charakters, vorzügliche Verarbeitung, Sacco- oder geschweifte Form Abend Paletots aUS eatein Tuch' in Lichtfarben, neueste Fassons Panc�-Paletots ) mit reichen Garnierungen Kostüm e in Tuch, Cheviot und Stoffen englischen Charakters, modernste Verarbeitun Morgenröcke u.Malinees Kinder-Konfektion in Velour u. praktischen Flauschstoffen neueste Farben und Fassons reichhaltigste Auswahl in einfacher sowie eleganter Ausführung P J Stolas aus austrat. Opossum, Skunks, Sealbisam. Kerzmurmel. Tibet, t;l�.WCU d I Mouffion und Sealkanin in modernen Fassons und Längen. Taschenmuffen und Kindergarnituren 9})oiograpj)ie-'Bons gratis bei einem Gesamteinkauf von il2 Dutzend Griseldis oder Cabinet Ausgeschlossen von dieser Vergünstigung sind Genussmittel und wenige andere Artikel, bei welchen wir an Verkaufspreise gebunden sind Heute Sonntag geöffnet von 12—8 Uhr Ens Vertrauenssache ist es für den Laien, sich ein gutes Musikinstrument zu kaufen! Henzenhauers Guitarro- zither mit unterlegbaren Koten von Jedermann sofort zu spielen.:: TJcber l'it iüllion im Gebrauch. Nicht allein die unglaubwürdigen billigen Anpreisungen sowie auch das verblüffende Aussehen des Instruments bürgen Ihnen für die Qualität und Brauchbarkeit desselben, sondern die Reellität der Firma gibt Ihnen die beste Gewähr dafür, daß Sie für Ihr Geld ein wirklich preiswertes und gutes Instrument bekommen. Wir bitten um Besichtigung unseres Verkaufslokals! Kein Kaufzwang! Sie finden bei uns ein großes und gediegenes Lager von Musikinstrumenten, Grammophonen, Phonographen, i sowie Walzen und Platten jeder Art. 1 Jahr schriftliche Garantie für jedes Instrument, welches mehr als 10 Mark kostet! Musikhaus Menzenhauer Spittelmarkt, Ecke Wallstraße, I. Etage. |pgr" Am heutigen(Sonntag sind unsere Verkauf« r Au nie bis 8 Uhr abend« geöffnet."�0 J Menzenhauers Akkord- Harmonium mit unter- legbaren Koten von Jedermann sofort zu spielen. i Verantwortlicher Redakteur: HanS Weber. Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: TH.Glockr, Berlin. Druck u. Verlag: Borwart» Buchdruckcrc i u. Bcrlagsanstalt Paul Singer& Co.. Berlin SW. 9,. 299. 24.1.1t,.,,. 2. Keilllge des„Jormürts" Iftliner Jollislilslt. s«»«,, 22,9��1907. Die Perfer über den britiich-ruisiichen flusgicicl). Im laufenden Heft der„Mbany Review" findet sich ein interessanter Artikel von E. G. Browne, Professor der per- fischen Literatur, über die Aufnahme des britisch-russischen Ausgleichs in den gebildeten und politisch regen Kreisen Persiens. Wie bekannt, wurde Ende August d. I. cm Ausgleich zwischen Rußland und Großbritannien abgeschlossen, der unter anderem auch sozusagen eine Teilung Persiens vor- siebt, wobei Nordpersien mit Teheran an Rußland fällt. In früheren Iahren hätte diese Teilung keinen besonders tiefen Eindruck auf die Perser gemacht, da sie zum größten Teile politisch indifferent waren. In den lebten Jahren aber er- wachten die Perser, und sie errangen sich eine Konstitution mit cinein Parlament. Vor zwanzig Jahren gab es in Persien nur 5 bis 6 Zeitungen, die unregelmäßig ersckiienen und noch in sehr primitiver Weise hergestellt wu?ven. Jetzt gibt es i n Teheran allein 45 Zeitungen und in ganz Persien etwa 90, von denen die meisten schon nach moderner Art her- gestellt werden. Die wichtigsten Blätter Teherans sind: „Hablu l'Matin"(Das feste Seil),„Medschlis"(Ver- fammlnng, Parlament),„Tamaddun"(Zivilisation),„Watan" cVatcrland). Auch ihr Stil ist ein anderer geworden: An die Stelle der blütenreichen, pomphaften Schreibweise ist ein einfacher, klarer, direkter Stil getreten. Der„Hablu l'Matin" z. B. erklärt seinen Lesern den Ausgleich mit fol- genden Worten: „Soweit der Wortlaut des Ausgleichs bekannt ist, handelt es sich um drei Punkte: Erstens, die Integrität und Unab- hängigkeit Persiens: keine fremde Macht hat das Recht, auch nur einen Zoll persischen Bodens zu nehmen. Zweitens: Eng- land und Rußland garantieren die Souveränität des Schahs von Pcrsien. Drittens: Jsfahan und Kirmanschan fallen' in die Sphäi« Rußlands. Man konnte daraus schließen, daß unserem Vaterlande nichts geschehen sei, da doch die Integrität unseres Landes garantiert worden ist, aber wenn man mit den politischen Spitz- Findigkeiten vertraut ist, so weiß man, daß dies nur Masken sind, um den Einfluß fremder Mächte stärker zu festigen. Würden die beiden Vcrtragsmächte wirklich nur die Unabhängigkeit und die Integrität Persiens wünschen, dann wäre kein Vertrag nötig: denn nur von diesen Mächten könnte uns Gefahr drohen, und wenn sie von uns nichts verlangten, dann hätte der Vertrag keinen Zweck. Ja, unter der MaSke solcher Worte werden beide Mächte auf tausend verschiedenen Wegen in unser Land eindringen, ebenso wie sie es anderswo getan haben. Englands Ueberein- kommen mit Aegypten enthält einen ganz gleichen Artikel über die Unabhängigkeit und Integrität. Aber wer ist der wirkliche Herrscher Aegyptens? Ist es der Khedive? Nein, es ist England... Ebenso wird es bei uns sein. Wenn wir gegen den Schah rebellieren, dann werden die beiden guten Freunde kommen und Soldaten herschicken, um die Rebellion zu unterdrücken. Und dann kommt die Kette von Ursache und Wirkung, die sich bis zum Tage des letzten Gerichts ausdehnen wird.. Das Blatt schildert weiter mit bitterer Ironie, wie die gelbe Presse Londons die kleinsten Unruhen in Persien in sensationellen Telegrammen aufbauschen, und wie die Diplomatie Londons und Petersburgs lange Noten aus- tauschen und die„temporäre" Besetzung Persiens als das einzige Mittel zur Rettung des persischen Volkes beschließen tvird. Für das Truppenaufgebot werden beide Mächte eine Kriegsentschädigung von„nur" 100 Millionen Mark ver- langen und zu diesem Zweck Agenten anstellen, die selbst- verständlich berichten werden, daß sich die persischen Finanzen in einer beklagenswerten Lage befinden und daß die Ueber- nähme der Finanzverwaltung durch England und Rußland der einzige Ausweg sei. Zur Reform der Finanzen wird eine Anleihe nötig sein, die die beiden Mächte dann groß- mütig gewähren.„So werden wir," schließt„Hablu l'Matin".„unter dem Vorwande der„Unabhängigkeit und Integrität" zu S k l a v e n Englands und Rußlands werden." Dies Bild ist in der Tat mit überaus scharfen Strichen gemalt. Es zeigt, was gar leicht schon letzter Tage hätte eintreten können, wenn das persische Volk nicht auf der Hut gewesen wäre. Womit natürlich nicht gesagt ist, daß Eng- land und Rußland ihre„edlen" Absichten in Persien über kurz oder lang doch noch zu verwirklichen suchen. Hua der partei. Die britische Arbeiterpartei. London, IS. Dezember. rindcr u. Kälber 2. Vierteljahr 1905 29 224 , 1907 25 366 in 1907 mehrr oder weniger}—13,2 in Proz.' So sehen die Folgen einer bewährten Wirtschaftspolitik aus. Was der Rückgang der Fleisckmahrung bedeutet, darüber schreibt Statthaltereirat Dr. E- v. Cclebrini in der„W. N. Fr. Pr." u. a. „Wenn, wie die Statistik des Wiener Konsums lehrt, trotz zm nehmender Bevölkerung der Fleischkonsum zurückgeht, so ist dies ein bedenkliches Zeichen. Caveant consules! DaS Sinken des Fleischkonsums sollte die Lenker des Staatsschiffes ebenso warnen wie daS Fallen des Luftdruckes den Seemann, denn eS ist ein untrügliches Zeichen der Verelendung der Massen. Wenn wir den animalischen Eiweißbedarf decken wollen, müssen loir vorerst an daS Fleisch unserer Schlachtttere denken: Wild, Fische, Geflügel sind noch unerschwinglicher, billige Fisch- gattungen wie jene des Nordens dem Volksgeschniack nicht zusagend oder wegen ihre? höheren Wassergehaltes von minderem Näbr- wert. Die Molkereiprodukte zeigen die gleiche steigende Tendenz und hat die Milch bereits einen Preis erreicht, welcher die Deckung des Eiweißbedarfes durch dieselbe nicht mehr rationell erscheinen läßt. Trotz der epochalen Entdeckung des Geheimrats Fischer in Heidelberg, welchem bekanntlich bereits die Synthese den Eiweiß- stoffen ähnlicher, hoch zusammengesetzter organischer Berbindnngen gelungen, ist die künstliche Zusammensetzung des Eiweißes noch nicht möglich und kann sonnt der zunehmenden Bevölkerung nur durch Steigerung der Produktion entgegengekommen werden. Wenn unsere Landwirtschaft dies trotz der bisherigen Förde- rung von seilen des Staates nicht vermag, nun dann muß eben die überschüssige Produktion des Auslandes herhalten. Die Ausflüchte mit Veterinären Rücksichten sind wohl nur teilweise stichhaltig, da mit Grenzschlachthäuseni jede Gefährdung des heimischen Vlehstandes oder des konsumierenden Publikums ausgeschlossen werden könnte." Unserer verantwortlichen Staatsmänner Sorge scheint mehr dahin zu gehen» sich eine agrarische Grabschrift zu verdienen, als der Verelendung der Massen vorzubeugen. Und sie erstellen sich dabei der Unterstützung aller bürgerlichen Parteien. Das Zentrum ist immer schon eine starke Stütze der Zöllner gewesen und am 25. November 1007 hat der Zentrumsredner im Reichstag sich aus- drücklich gegen die Suspendierung der LebenSmittelzölle erklärt. Mögen die Armen betteln gehen, wenn sie hungrig sind I Und die freisinnigen Blockbrüdcr haben sich gelegentlich ihrer Wallfahrt nach Norderney die Buße auferlegen lassen, die bestehenden Hungerzölle als unantastbar zu bestachten. Des Volkes Not kümmert sie nicht; wenn ihnen nur der agrarische Blockkanzler erhalten bleibt, dann ist ihr Liberalismus befriedigt._ Krifis in der Lederindustrie. In der Lederindustrie ist eine bedenkliche Krisis ausgebrochen, deren Ausgangspunkt die Zahlungseinstellung der Barmer Firma W. Wimmer war. Durch diese wurden dann die Berliner Firmen M. Jaeoby und Sign,. Dellyeim sowie die Kölner Firma Gebr. Ncuniann insolvent. Diese Firmen unterhielten untereinander einen umfangreichen Wechselverkehr, der eine genaue Aufstellung noch nicht ermöglichte. Die Insolvenzen dieser Händlerfirmcn haben nun noch eine Reihe Lederfabriken in den Strudel mit hineingezogen, u. a.: Nemmer in Warendorf, Bungert u. Denncnborg in Mülheim, Sander- Hehlen und mehrere Firmen in Kirchhain. Jedenfalls werden die bisherigen Zusammenbrüche noch weitere nach sich ziehen. die NN- auf £iiis der Frauenbewegung. Kuddelmuddel im Wahlrechtskampf. Durch die Beschlüsse des internationalen Kongresses find Parteigenossen verpflichtet, bei allen Gelegenheiten für das beschränkte Frauenwahlrecht einzutreten. Die Verhandlungen der Frauenkonferenz haben auch die einmütige Auffassung gezeitigt, daß der Kampf für Erringung deS aktiven und passiven Wahlrechts nicht durch faule Kompromisselei verfälscht und durchkreuzt werden soll. Als Genosse Bebel auf dem Parteitage in Essen auf die politische Bedeutung der proletarischen Frauenbewegung hinwies und deren tatkräftige Unterstützung forderte, da fand er ungeteilten Beifall. Und zweifellos entspricht daS auch der ehrlichen Ueber- zeugung der' Genossen. Aber es genügt nicht, diese Ueberzeugung zu haben, theoretisch die Frauenbewegung und deren Bestrebungen anzuerkennen, es muß auch die Uebertragung der Theorie in die Praxis gefordert werden. Einige Besserung gegen früher ist ja schon vor- banden. Als Genossin Baader in Essen ankündigte, die Frauen würden sich erlauben einmal festzustellen, wie groß der Ärers der Frauen' sei, auf die anscheinend die Ueberzeugung ihrer Männer noch gar nicht abgefärbt habe, da erweckte sie damit große Heiterkeit, aber genutzt hat's anscheinend halt doch. Seit Essen hat die Frauen- bewegnng gute Fortschritte gemacht. Wir verlangen nicht, daß ein Sozialdemokrat seine Frau verpflichtet, sich in der Frauenbewegung zu betätigen, ohne daß sie das aus Ueberzeugung tut, aber er soll sie zu dieser Ueberzeugung erziehen. Da wir nicht annehmen können, die Klagen, daß relativ viele Frauen sogenannter führender Genossen jene Bewegung nicht unterstützen, entbehrten jeder Grundlage, muß man schon annehmen: entweder es fehlt an der Erziehung oder die Besteffenden halten die proletarische Frauenbewegung für überflüssig. In Oldenburg scheint man allerdings nicht ganz solcher Ansicht zu sein, dort glaubt man anscheinend vielmehr, es sei gut, die bürger- liche Frauenbewegung zu unterstützen. Zu dieser Annahme werden wir veranlaßt durch einen Artikel in der„Gleichheit", der von der dort seitens der Regierung in Angriff genommenen Wahlrechts- reform ausgeht. Diese Reform ist getragen von dem Bestreben, den Einfluß der Sozialdemokraten durch Einführung deS Proporz einzuengen. Es heißt dann in dem Artikel: „Daß unter diesen Verhältnissen die fälschlich liberal titulierte Oldenburger Regierung gar nicht daran denkt, das Frauen- stinimrecht bei den Landtags- und Koinmunalwahlen einzuführen, liegt auf der Hand. Nichtsdestoweniger haben die Frauen— und man kann ruhig sagen, nur die Frauen des Proletariats— eine rege Agitation für daS Frauenstimmrecht anläßlich der Wahlreform entfaltet. Diese Bewegung ging aus von dem Frauenbund Nüstringen— Rüstringen ist die Gesamtbezeichnung der olden- burgischen Vororte von Wilhelmshaven—. dem vornehmlich Arbeiterfrauen angehören, und der sonst nur lokale und wirtschaftliche Zwecke verfolgt. In der bürgerlichen Presse wird dieser Frauenbund gewöhnlich als sozialdemokratisch bezeichnet, weil die Männer der ihm augehörenden Frauen der Mehrzahl nach in der modernen Arbeiterbewegung stehen. Der Frauenbund ist jedoch keine sozialdemokratische Organisaston, er ist vielmehr dem bürgerlichen Verband für Franenstimmrecht angeschlossen und hatte sich mit der Bitte um Ueberweisung tüchtiger Rednerinnen und Uebernahme der Agitation an dessen Vorstand gewandt. Der Frauenbund wollte dadurch auch die bürgerlichen Frauen zur Bewegung heranziehen und namentlich der von„liberaler" Seite zu erwartenden Ausrede die Spitze ab- brechen, daß es sich„nur" um sozialdemokratische Parteiinteresien handele. Der Verband sandte die Damen Lida Gustava Heymann und Martha Zietz aus Hainburg, die in den größeren Städten und Orten Oldenburgs in bürgerlichem Sinne für die Einführung des FrauensstmmrechtS sprachen. In den Versammlungen wurde eine Resolution angenommen. die den Landtag aufforderte, für die beiden Petitionen der Frauen um Einführung des Frauenstimmrechts für Landtags- und Kom- munalwahlen einzutreten. Obwohl die Rednerinnen eS an Aus- fällen gegen die Sozialdemokratie nicht fehlen ließen, stempelten doch die wenigen„liberalen" Politiker, die zu den Versammlungen kamen, die Bewegnng zu einer rein sozialdemokratischen, um sie dadurch bei der indifferenten Masse anzuschwärzen. In Jever erklärten sich zwei Blockbrüder direkt gegen das Franenstimmrecht, und in Oldenburg- Stadt äußerte der steisinnig-volkspartei- liche Reichsverbändler Reyersbach. daß die Agitation für das Frauenstimmrecht schon dadurcki einen sozialdemokra- stschen Beigeschmack erhalten habe, daß sie sich eines Saales bediene, in dem sonst Sozialdemokraten verkehrten. All das und nicht zum wenigsten die ganz geringe Beteiligung der bürgerlichen Frauen an den Versammlungen zeigt, daß von bürgerlicher Seite aus dem Frauenstinnnrecht in Oldenburg kaum ein Interesse ent- aegengebracht wird. Bezeichnend hierfür ist, daß ein vielgelesenes liberales Blatt die stir die Forderung eintretenden Frauen als „verschrobene Frauenzimmer" bezeichnete. Mit dem Hinweis auf den„sozialdemokratischen Beigeschmack" wollen die Liberalen nur ihre Lauheit bemänteln oder ihre direkte Gegnerschaft gegen das Frauenstimmrecht. die sie nur nicht öffentlich auszusprechen wagen. Angesichts der Situation und dem ganzen geschichtlichen Untergrund der Frage enlspreckiend wäre es richtiger gewesen, wenn die Agitation für das Frauenstinnnrecht, als eine Forderung, die doch nur von der Sozialdemokratie ernst genominen Ivird, auch direkt von der Sozialdemokratie geführt worden wäre. Wie verkehrt da? Segeln im bürgerlichen Fahrwasser war, zeigte sich besonders offensichtlich am 26. November in Heppens in einer Versammlung, die nicht nur als Demonstration für das Frauen- Wahlrecht, sondern auch für die Einführung deS direkten, geheimen. gleichen und allgemeinen Wahlrechts in Preußen gcdackit war. In dieser Versammlung wandte sich die Neferentin, Fräulein Martha Zietz, direkt gegen die Sozialdemokratie, obwohl die Versammlung fast nur von Anhängerinnen und Anhängern der Sozialdemokratie besucht war l" Wir schließen uns der Ansicht der„Gleichheit" an, die in einem Nachwort zu dem Artikel u. a. bemerkt: „Wir brauchen angesichts der Tatsachen, ivelche der Artikel mitteilt, kaum noch besonders zu betonen, daß der„Frauenbund" ftutjaüalB der proletarischen Frauenbewegung siebt. Was aber eine Organisation, die sich vornehmlich aus Arbeiterfrauen zu- sannnensetzt, in dem bürgerlichen„Verband für Frauen- ftimmrecht" zu suchen hat. ist uns unerfindlich. Noch un- begreiflicher wird uns die bürgerliche Hausgenossenschaft des „Frauenbundes", wenn seine Mitglieder tatsächlich die Frauen von Männern sind, die der Mehrzahl nach in der modernen Arbeiterbewegung stehen. Die moderne Arbeiterbewegung— die aewerkschaftliche wie die politische— bekennt sich zu dem irundsatz des Klassenkampfes. Nach diesem Grundsatze sollten aber Proletarierinnen ebensowenig Mitglieder des bürgerlichen 'Verbandes für Frauenstimmrecht sein, als Proletarier Mitglieder einer bürgerlichen Partei, auch wenn sie sich liberal oder freifinnig betitelt...." Wenn in Oldenburg noch keine selbständige proletarische Frauen- bewegung existiert, dann ist es höchste Zeit, dem Mangel ab- zuhelfen. Weihnachtsfest— Fest der Liebe. Nie machen sich die Bande des Familienlebens deutlicher be- merkbar, wie gerade am Weihnachtsfeste. Niemals wird der Alleinstehende sich so einsam und verlassen fühlen, wie in diesen Tagen. Und vieler solcher Einsamen gibt es in Berlin! Vor allem zählt dazu eine große Anzahl Dienstmädchen, die, fern von der Heimat, vielleicht zum erstenmal von der Familie entfernt, das Weihnachtsfest begehen. Keiner kümmert sich eigentlich um sie; das übliche Weihnachtsgeschenk wird als ein Stück vom Arbeitslohn in ihre Hände gelegt. Der im Zimmer stehende Weihnachtsbaum ist nicht für das Dienstmädchen bestimmt, er gehört der Familie. Der Dienstboten Platz ist draußen in der Küche, wie immer. Bitteres Gefühl. Sehnsucht nach teilnehmenden Menschen durch- zieht die Brust der Armen. Genossinnen und Genossen! Sagt allen Dienenden, mit denen Ihr in Berührung kommt, daß im Verein für Hausangestellte jedes Mädchen Aufnahme findet und daß allen am zweiten Feier- tage Gelegenheit gegeben ist, unter Gleichgesinnten ein paar fröh- liche Stunden zu verleben. Der Verein für Hausangestellte hat sein Weihnachtsvcrgnügen am zweiten Feiertage in Mielitz' Fest- sälen, Kommandantenstr. ö8/ö9, um 6 Uhr. Genossinnen und Arbeiterfrauen! Eeit Jahren ringen die Bäckergesellen um Freigabe des zweiten Feiertages bei den drei hohen christlichen Festen. Diese Lohnsklaven, die in zeder Nacht schwer arbeiten müssen, bekommen selten einmal Tageslicht zu sehen, können selten, wie andere Leute, im Kreise der Familie ein paar gemütliche Stunden ver- leben. Fast immer sind sie abgeschlossen von jedem Verkehr. Man kann es diesen gedrückten Arbeitern sicher nachfühlen, daß sie sich wenigstens an solchen Tagen, wo jeder, der sonst noch so schwer arbeiten muß, eine Erholung hat, auch einmal ausruhen, sich als Mensch fühlen wollen! Die christliche'Menschenliebe, die bei diesem Feste besonders gepriesen wird, hält es nicht für nötig. Wir aber, wir Arbeiterinnen und Hausfrauen, sollten ein Herz für die Bäckergesellen haben. Es liegt in der Hand der Hausfrauen, den Bäckergefellen beizuspringen, indem sie am zweiten Feiertage keine Backware kaufen. Genossinnen! Richtet Euch nicht nur selbst ein, sondern agitiert auch bei Euren Nachbarinnen, Verwandten und Bekannten, sagt ihnen, daß sie alle mithelfen müssen, ihre Arbeitsbrüder zu diesen kleinen Verbesserungen ihrer Lage zu verhelfen. Sorgt dafür, daß am zweiten Feiertage nichts in den Bäckereien gekauft wird. Auf diese Weise zwingt Ihr die Meister, die so berechtigte Forde- rung der Gesellen endlich zu erfüllen. Ottilie Baader, Vcrtrauenspcrson der sozialdemokratischen Frauen Teutschlands. Ucber„Erziehung>md sexuelle Aufklärung" sprach am Montag. ven 16. Dezember, Otto Rühle im Verein für Frauen und Mädchen der Arbeiterklasse. Die Gelehrten, so begann der Referent seine Ausführungen, streiten noch heute darum, ob Erziehung Wissenschaft oder Kunst sei. Nur über eine« sind sich alle Pädagogen einig, daß es nämlich Auf- gäbe der Erziehung wäre, das Kind zum möglichst vollkommen ent» wickelten, harmonischen Menschen heranzubilden. Unsere heutige Er- ziehung, besonders auch die der Volksschule, entspricht diesem Ideal,' wie wir wissen, absolut nicht; sie will nicht Menschen, vielmehr nur für die kapitalistische Wirtschaftsweise taugliche Arbeitssklaven bilden. So wird auch die sexuelle Auf- klärung, von der wir heute speziell sprechen wollen, von der offiziellen Schulpädagogik gegenwärtig noch wütend bekämpft, so notwendig sie jedem Einsichtigen für oic künftige LebenSgestaltnng des Kindes erscheint. In bürgerlichen Kreisen fangt man allerdings an, diesem Problem in letzter Zeit besondere Aufmerksamkeit zuzuwenden und zwar aus ganz speziellen Ursachen. Auch die bürgerliche Welt bemerkt zu ihrem Schrecken, daß der Kapitalismus neben seinen sonstigen Folgeerscheinungen unsere gegenwärtige. Jahrhunderte lang bestehende Familienform langsam auszulösen droht, und sie sucht mit Macht nach irgend welchen Mitteln, um dieser ihr verderblich dünkenden Wirkung zu begegnen. Als eines dieser Mittel erscheint ihr die sexuelle Ausklärung der Jugend, die wieder edlere und reinere Beziehungen zwischen den Geschlechtern an- bahnen soll. In ganz ähnlicher Weise hat man in der Zeit RousseauS, die ebenfalls eine Zeit des Zerfalls und der Auflösung auch für Ehe und Familie war. sexuelle Ausklärung der Jugend propagiert. Ronsjeau selbst beschäftigt sich mit dieser Frage in seinem Emile. Und was Rousseau hier rein theoretisch verfocht, dafür machte später der bekannte Pädagoge Salzmann bereits praktische Vorschläge. Die allgemeine Aufmerksamkeit lenkte dann Basedow auf dieses Thema, als er 1776, ein Jahr nach der Grün- dung seiner berühmten Erziehungsanstalt, des„Philantropinnen" dort durch seinen Mitarbeiter Wolke ein öffentliches Examen über „die Geburt des Menschen" abhalten ließ. Diese Belehrungen, die — den Kenntnissen der Zeit entsprechend offenbar nur sehr dürftig und allgemein gehalten waren, erregte dennoch bei der Hörerschaft zunächst einen Entrüstungssturm. Nach diesem historischen Ueberblick ging der Referent dazu über, die Notwendigkeit einer ernsten und sachgemäßen geschlechtlichen Auf- klärung unserer Kinder möglichst schon in frühem Jugendalter zu erläutern. Er wies darauf hin, daß insbesondere dem Großstadt- kind von allen Seiten sogenannte Belehrungen über das sexuelle Leben zugetragen würden. die gewöhnlich aus sehr unreinen Quellen fließen und die Vorstellungen des jungen Menschen über die Geschlechtsbeziehungen schon früh herab- ziehen und ihrer natürlichen Reinheit entkleiden. Nur eine schlichte wahrheitsgetreue Beantwortung der gewöhnlich schon früh beginnenden Fragen des KindeS über die Geburt des Menschen usw. und daran anschließend später ruhige Belehrung über das geschlechtliche Leben seitens der Eltern und Lehrer könne jenem Nebel vorbeugen. An erster Stelle sei es Pflicht der Schule, hier systematisch aufklärend zu wirken. Werde doch oft gerade im Proletariat die Mutter nicht über genügende Zeit und Kenntnisse verfügen, um dieser Aufgabe ge- wachsen zu sein. Zum Schluß entwarf der Redner in kurzen Zügen ein Bild eines solchen AufklärungSunterricht in der Schulender von Stufe zu Stufe fortschreitend, zunächst die BefruchtungSvorgänae bei der Pflanze, dann das Geschlechtsleben deS Tieres und darauf auf- bauend das des Menschen behandeln müßte. Die interessanten Ausführungen wurden- von der gut besuchten Versammlung mit lebhaftem Beifall aufgenommen. Die Weihnachtsfeier des Vereins findet am 28. Dezember 5 Uhr nachmittags im Neuen Klubhaus, Kommandantenstr. 72, statt. Gerickts-Leitung. Klatschereien unter Grundstücksbesitzern. Ei» BeleidigungSprozesi, den der Amtsvorstcher Wille in Rei- nickendorf gegen den Hauseigentümer Karl Weber angestrengt hatte, beschäftigte gestern in der Berufungsinstanz die 1. Strafkammer deS Landgerichts III unter Vorsitz des Landgerichtsdirektors Warnatsch. Das Schöffengericht Berlin-Wedding hatte den Angeklagten wegen Beleidigung des Bürgermeisters Wille zu einem Monat Ge- fäugnis verurteilt. Hiergegen legte der schon KSjährigc W. Berufung ein, so daß sich die Strafkammer nochmals mit dieser Angelegenheit zu beschäftigen hatte.— Der Angeklagte ist seit dielen Jahren Mitglied des Grundbesitzervercins von Reinicken- dorf-West. Am v. Oktober v. I. fand eine Versammlung dieses Vereins statt, in der er schwer beleidigende Vorwürfe gegen den Amtsvorstcher erhob. Er beschuldigte ihn des Meineides, der Unterschlagung von Jagdgeldcrn und erklärte, ein derartiger Amts- Vorsteher gehöre als Schmuggler an die russische Grenze. Trotz- dem der Angeklagte sofort auf das Ungehörige seines Verhaltens hingewiesen wurde, erging er sich in weitcren Schmähungen gegen den Amtsvorsteher. In der ersten Verhandlung vor dem Schöffen- gericht, über die wir ausführlich berichteten, versuchte der Ange- schuldigte den Wahrheitsbeweis für die schweren Anschuldigungen zu führen. Dieser mißlang jedoch vollständig. Das einzige, was der Angeklagte seinerzeit nachweisen konnte, war, daß der Amts- Vorsteher bei dem Verkauf eines Grundstücks in Reinickendorf eine Provision von 4000 M. erhalten hatte. Dies war aber in einer durchaus einwandsfrcieu Weise geschehen. In der Berufungs- instanz machte der Verteidiger des Angeklagten Vermittelungs- Vorschläge und führte aus, daß Weber nunmehr eingesehen habe, daß er den Beleidigten zu Unrecht beschuldigt hatte. Eine Ver- büßnng der Gefängnisstrafe wäre bei dem SZjährigen Angeklagten gleichbedeutend mit einer Todesstrafe. Da ein Vergleich nun nicht mehr möglich sei. da bereits in erster Instanz ein Urteil gefällt sei, so bitte er darum, den Angeklagten mit einer Geldstrafe davon kommen zu lassen, zumal dieser ja bereit sei dem Beleidigten eine weitgehende Ehrenerklärung zu geben. Die Berufungsstrafkammer erkannte, nachdem der Angeklagte diese Erklärung abgegeben hatte, unter Aufhebung des ersten Urteils nur auf eine Geldstrafe von 150 M. ev. 15 Tage Gefängnis. Wider Willen photographiert und dann noch bestraft! Im Anfang dieses Jahres wurde in Breslau ein Bund der Anarchisten gegründet. Der Schuhmachergeselle Joseph B i r k n e r hatte an der betreffenden Versammlung teilgenommen und mutzte nachher eine Haussuchung über sich ergehen lassen, da er in den Verdacht gekommen war, ein Anarchist zu sein. In jener Zeit schwebte gegen ihn ein Verfahren wegen Beamtcnbeleidigung. Als er in dieser Sache zu eineH Vernehmung geladen war, erklärte ihm der Polizcibeamtc G., er solle auf Befehl des Polizeipräsidenten als Anarchist zwangsweise photographiert werden. Birkner weigerte sich, diese Prozedur über sich ergehen zu lassen, und wollte sich ent. fernen. Er wurde aber festgehalten und auf einen Hof des Polizeigebäudes geführt. Da er sich sträubte, wurde er mit Gewalt auf einen Stuhl gesetzt und seine Hände wurden an einem Brett befestigt, welches mit Hand- fesseln versehen war. Birkner suchte nun das Gelingen der polizeilichen Absichten dadurch zu vereiteln, daß er den Kopf hin und her bewegte. Erst als ihm dieser durch Polizei- liche Hülfskräfte festgehalten wurde, gelang es dem Photographcn, den Mann auf die Platte zu bringen. Das Landgericht B r e s l a uchat Birkncr am 5. September wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt zu Gefängnis verurteilt.— In seiner Revision bestritt der Angeklagte die Zuständigkeit des Polizei- Präsidenten zu einer derartigen allgemeinen Verfügung.— Das Reichsgericht erkannte am Freitag auf Verwerfung der Revision, da festgestellt sei. daß die Polizeibcamten sich in der recht- mäßigen Ausübung ihres Amtes befanden. Ob der Polizei- Präsident zu seinem Erlaß befugt war, habe deshalb nicht geprüft zu werden brauchen. Die Gründe des Reichsgerichts proklamieren völlige Recht- losigkcit des Bürgers gegen die Durchführung rechtswidrig an- geordneter polizeilicher Anordnungen— Deutschland als Polizei- staat in der Welt voran!_ Milde Richter. Schon wieder stand am Freitag ein Jünger der Wissenschaft in der Person des Studenten der Agronomie Hellmut M a t e r a l in Halle wegen VerÜbung groben Unfugs, Widerstandes und Mißhandlung des Polizciscrgcantcn Möbius vor dem Schössen- gericht unter Anklage. Der Lchährige junge Mann, Sohn eines Rittergutsbesitzers, war zum Schlachtefcst gewesen, hatte dort einige Schnäpse getrunken, dann in einem Lokal an einer Studenten- kneiperci teilgenommen und schließlich dort einen Herrn mit zwei Damen angeulkt. Er hielt es für unrecht, daß der Herr zwei Damen habe und er als RittcrgvtSbcsitzerssohn nicht einmal eine besitze. Der belästigte Herr verließ das Lokal und der Angeklagte mit seinen Kommilitonen kamen hinterher. Als der Student in jener Nacht auf der Straße den Herrn mit den beiden Damen weiter belästigte und ein Menschenauflauf entstand, schritt der Polizist ein und bat um Ruhe. Der Student lärmte aber weiter und wurde nunmehr von dem Polizisten nach der Wache gebracht. Dabei leistete er heftigen Widerstand und schlug den Polizisten mit seinem Stock über den 5iopf, daß der Stock zersprang und der Helm des Polizisten vollständig die Form verlor. Die vor Gericht an den Polizisten gerichtete Frage, ob der Angeklagte sinnlos be- trunken gewesen sei, wurde verneint mit dem Bemerken, auf der Wache habe der Angeklagte gesagt: Bei der Halleschcn Polizei brauche man doch nur zu sagen, was die Sache koste, dann sei schon alles erledigt. Der Verteidiger des Angeklagten warf ein, ein Polizist könne sich in einen Studentenrausch gar nicht hinein- denken, denn wüßte ein Polizist, was Schlachtefest, Studentenkneipe und Schnäpse trinken heiße, dann würde er sagen, der Angeklagte war sinnlos betrunken. Der A m t s a n w a l t wies darauf hin, daß in dieser Woche hier der vierte Studierende unter Anklage siehe; Berliner Zeitungen beschäftigten sich bereits mit den hiesigen Studcntenausschrcitungcn und dadurch komme Halle in Mißkredit. Der Angeklagte sei energisch zu bestrafen, weshalb eine Geldstrafe von— 170 M. zu beantragen sei. Das Urteil lautete auf— ganze 40 M. Geldstrafe. In welchem Fall ist bei ähnlichen Ausschreitungen ein Ar- beiter der Art und der Höhe der Strafe nach auch nur annähernd gleich milde bestraft? Es gibt, behaupten aber die liberal- konservativen Blockhcrren, keine Klassenjustiz. Da? eingesperrte Dienstmädchen. Vom Landgericht Rostock sind am 7. September der Gastwirt Ernst Schünemann und dessen Ehefrau wegen Frei- bettsberaubung zu einer Woche bezw. drei Tagen Gefängnis verurteilt worden. Sie haben die Anna B., die bei ihnen als Dienstmädchen in Stellnng war. nicht nur schlecht be- handelt, sondern auch geknufft und geschlagen. Sk holten sie eines Morgens umLUHr ans dem Bette und ließen sie vis 11 Uhr arbeiten. Am andern Morgen um 4 Uhr mußte sie schon wieder an die Arbeit. Sie ging dann zum Vogt, um ihre Entlassung zu erwirken. Als sie wieder in das Hau? der An- geklagten gekommen war, sperrte Sch. sie in ihrer Kammer ein. Sie rief der Frau Sch. zu, sie werde ans dem Fenster springen, aber Frau Sch. ließ sich dadurch nicht bewegen, sie zu befreien. Vom 11. bis 12 Juni nachmittags war die B. so ihrer Freiheit beraubt, bis die Polizei sie befreite. Allerdings hatten die Angeklagten ihr in jener Zeit die Mahlzeiten verabfolgt. Wieder- holt hätte sie bei diesen Gelegenheiten ihre Frcilasstmg gefordert, aber nicht erreicht. Sch. hat die Einschließung mit Wissen und Willen seiner Frau bewirkt.— Die gegen die sehr milde Bestrafung eingelegte Revision der beiden Angeklagten wurde am Donnerstag vom Reichsgericht als unbegründet verworfen. Prozeß segen die Berliner Paketsahrt. Das Reichsgericht verwarf gestern die Revision km Prozeß gegen die Berliner Pakctfahrtgesellschaft und die beiden Direktoren des Leporello-Berlages Dr. Richter und Schulz wegen Postporto- Hinterziehung. Die Angeklagten waren zu je 1400 M. Geldstrafe eventuell 6 Wochen Haft wegen 7000 Verstößen gegen daß Postregal verurteilt. Mocden-8pie!p!an der Berliner Cheater, Köntgl. OPernßauS. Somitug: Cavalleria rnsticana. Der Barbier von Bagdad. Montag: Götterdämmerung. Ans. Uhr. Dienstag: Geschlossen. MitNvoch: Aida. Donnerstag: Carmen. Freitag: Orpheus und Eurydike. Sonnabend: La Traviata. Sonntag: Meistersinger von Nürnberg. Auf. 7 Uhr. Montag: Aida. Königl. Schauspielhaus. Sonntag: König Osdipus. Ans. 8 Uhr. Montag: Die Rabensteinertn. DienStag: Geschlossen. Mittwoch: Die Nabensteinerin. Donnerstag: Die Journalisten. Freitag: Aus NissenSkoog. Sonnabend: Wilhelm Tcll. Sonntag: Die Rabenstcincrin. Montag: Götz von Bcrlichingen. Ans. 7 Uhr Neues königl. Lpern-Theatcr. Sonntag: Dr. Klaus. Mittwoch: Faust.(7 Uhr.) Donnerstag: Rathan der Weise. Nachm. 2'/, Uhr:-Häliiel und Grete! Die Puppenfee. Freitag: Der Barbier von Sevilla. Ansang TL Uhr. Sonntag, den 2S. Dezember: Wie die Allen sungen. Ansang 7 Uhr. Deutsches Theater. Sonntag: Der Arzt seiner Ehre. Montag: Der- Kaufmann von Venedig. DienStag: Geschloffen. Mttwoch: WaS ihr wollt. Donnerstag: Was ihr wollt. Freitag: Der Arzt seiner Eh�e. Sonnabend: Was ihr wollt. Sonnlag: WaS ihr wollt. Montag: Der Arzt seiner Ehre.__ Deutsches Theater(Kammerspiele). Somitag: Frühlings Erwachen. Montag: Gräfin von Armagnae. Dienstag: Geschlossen. Mittwoch: GygeS und sein Ring. Donnerstag: Liebelei. Freitag: Gräfin von Armagnae. Sonnabend: Frühlings Erwachen. Sonntag: GygeS und sew Ring. Montag: Gräfin von Armagnae. Berliner Theater. Sonntag bis Montag: Blaubart. Dienstag: Geschloffen, Mittwoch und Donnerstag: Blaubart. Nachmittags 3 Uhr: Blaubart. Freitag und folgende Tage: Blaubart. Freitag und Soniiabeiid.: Nachmittag» 3 Uhr: Till Eulenspiege! Leffiiig-Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Weber. AbcudS: Die gelbe Nachtigall. Monlag; Die gelbe Nachtigall. Dienstag: Geschlossen. Miltwoch: Die gelbe Nachtigall. Nachmitiags 3 Uhr: Nosenmontag. Don- nerstag: Die Slützen der Gesellschast. Nachmittags 3 Uhr: Die versunkene Glocke. Freitag: Die gelbe Nachligall. Sonnabend: Vom andern User. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Weber. Abends: Die gelbe Nachtigall. Montag: Der Bund der Jugend. ReurS Theater. Sonntag und Montag; Daeearat. Dienstag: Geschloffen. Miltwoch und solgendc Tage: Baeearat. Neues Schansptelhans. Sonntag: Zar Peter. Montag: Zwischen Ja und Nein. DienStag: Geschlossen. Mittwoch und Donnerstag: Zwischen Ja und Nein. Freitag und Sonnabend: Zar Peter. Sonntag: Zwilchen Ja und Nein. Montag: Unbestimmt. Kleines Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Vater und Sohn. Abend« und Monlag: Mandragola. Dienstag: Geschloffen. Mittaioch: Mandragola. Nachmittags 3 Uhr: Ein Puppenheim. Donnerstag: Man- di agola Nachmittags� 3 Uhr: Maria Magdalcne. Freitag und solgonde Tage: Mandragola. sonntagnachmiltagS 3 Uhr: Ein Piwpcnheim. Trianon-Theater. Sonntag und folgende Tage: Fräulein Josctte— meine Frau. DicnSlag: Geschloffen. Mittwochnachmittag 3 Uhr: Cyprieiine. DonnerStagnachmittag 3 Uhr: GastonS Frauen. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Cyprieune. Komische Oper. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Carmen. Abends: Tics- land. Montag: Die verlauste Braut. Dienstag: Geschlossen. Mittwoch: Tiesland. Nachmittags 3 Uhr: Hoffmanns Erzühluuge». Donnerstag: Die verkauste Braut. Rachmittags 3 Uhr: Tosca. Freitag: Tiefland. Sonn- abend: Die verkauste Braut. Sonntagnachmittag 3 Uhr: HoffmannS Er« zähluiigen. Abends: Tiefland. Montag: Tiefland. Theater»cS Westens. Sonntag und Montag: Ein Walzertraum. Sonntagnachmittag 3'r, Uhr: Die lustige Witwe. Montag: Ein Walzer- träum. DienStag: Geschloffen. Mittwoch: Ein Walzertraum. Nachmittags 3 Uhr: Die lustige Witwe. DonuerSlag: Ein Walzerlraum. Nachmittags 3 Uhr: Die lustige Witwe. Freitag bis Montag: Ein Walzertraum. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die lustige Witwe. Lustspielhaus. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Pension Schöller. All- abendlich: Husarenfieber. Dienstag: Geschlosic». Mittwoch- und Donners- tagnachmittag 3 Uhr: Pension Schollcr. tLoimtagnachmittag 3 Uhr: Unsere Käte. Sihiller-Tbcater O. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Kaiierjäger. Abends: Reiterattacke. Montag: Ein Fallissement. Dienstag: Geschlossen. Mittwochnachmittag 3 Uhr: RoSmersholm. Abends: Ein Fallissenient. DonncrÄtagnachmittag 3 Uhr: Marin Stuart. Abends: Reiterattaclc. Frcitagnalbmittag 3 Uhr: Die Hermannsschlacht. AbendS: Der Revisor. e-on»abcnv: Gebildete Menschen. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Kaiser- jäger. AbendS und Montag: College Crampton. Schiller- Theater Charlottenburg. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Richter von Zalamea. Abends: Wilhelm Tel! Monlag: Kollege Crampton. Dienstag: Geschloffen. Mittwochnachmittag 3 Uhr: Gebildete Menschen. Abend»: Götz von Berlichingen. Doniierstagnachmtttag 3 Uhr: Der Richter von Zalamea. AbendS: Weh' dem, der lügt. Frcitagnv.l:- mittag 3 Uhr: Maria«wart. Abends: Kollege Crampton. Sonnabend: Maria Stuart. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Richter von Zalamea. Abends: Der Revisor. Montag: Der Revisor. Friedrich- Wilhelmstädtisches Schauspielhaus. Sonntagnach- mittag 3 Uhr: Nathan der Weise. Sweiids und Montag: Madame Sans Göne. DienStag: Geschloffen. Mittwochnachmittag 3 Uhr: Der blinde Passagier. AbendS: Madame Sons Göne. Donucrstagnachmittag 3 Uhr- Nathan der Weise. Abends: Der gehörnte Sieasticd. SiegsricdS Tod. §rettagnachmittag 3 Uhr: Der blinde Paffagier. AbendS: Madame Sans öne. Freitag und Sonnabend: Madame Sans Gene. Sonnlagnach- mittag 3 Uhr: Nathan der Weise. Abends: Krieinhitds Rache. Montag: Madame SanS Gene. Restdenz-Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Odette. Abends und folgende Tage: Ganz der Papa. DieuStag: Geschlossen. Mittwochnachmittag 3 Uhr; Odette. Doiincrstagnachmittag 3 Uhr: Eine Hochzeitsnacht. SomttagnaSmittag 3 Uhr: Der Schlaswagen-Kontrollenr. Zentral-Thcater. Allabendliw: Frau WarrcnS Gewerbe. Soiin- tagnachmitlag 3 Uhr: Unsere blauen Jungens. DienStag: Geschlossen. Mittwochnachmittag 3 Uhr: Die Puppe. DonuerStagnachmittag 3 Uhr: Die Geisha. Sonntag, den 29. Dezember, nachmittags 3 Uhr: Die Geisha. Thalia-Theater. Sonntag, den 22. Dezember, nachmittags 3!. Uhr: CharleyS Tante SibendS und folgende Tage: Die gelbe Gefahr. Mittwoch- nachmittag 3'/, Uhr: Chmleys Tante. Donncrstagnachmtttag 3 Uhr: Ihr Sechsuhr-Onkel. Sonntag, den 29. Dezember, nachmittags 3'l4 Uhr: CharleyS Tante. Montag: Onkel Bräsig. Lortzing-Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Freischütz. AbendS 8 Uhr: Zar und Zimmerman». Montag: Zar und Zimmer- mann. Dienstag: Geschloffen. Mittwochnachmittag 3 Uhr: Rigost-tto. Abend»: Der Trompeter von Säkkingen. DonnerStagnachmittag 3 Uhr: Die lustigenWeiber von Windsor. Abends: Die Zaubcrslöle Freitag- und Sonnabendnachmittag 3'l0 Uhr: Rumpelstilzchen. Abends; Undine. Sonnabend: Der Trompeter von Säkkingen. Sonntag und Montag: Unbestimmt. Lnisrn-Theatrr. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Am Tage des Gerichts. Abends: Ein gastliches Hau». Montag und Dienstag: Geschlossen. Mitt- wochnachmittag 3 Uhr: Berlin wie cs weint und lacht. AwendS: Krieg im Frieden. DonnerStagnachmittag 3 Uhr: Maria Swart. AbendS: Das HetratSnest. Freitaanachmiltag 3 Uhr: Der Leiermann und sein Pflegekind. AbendS: Ein gastliches HauS. Sonnabendnachmillag 4 Uhr: Frau Holle. AbendS: Krieg im Fncdcn. Sonntagnachmtttag 3 Uhr: Die Ahnsrau. AbendS: Amerikaievpe! Montag: Krieg im Frieden. Bernhard Nase> Theater. Sonntag. Mittwoch, Donnerstag, Sonn- abend und Sonntag: Die Verlobmiz im Bett. Die oberen Zehntausend. Freitag: Die Frau Kommerzienrat. Mittwochnachmittag 3 Uhr; Der Hüttenbesitzer. DonnerStagnachmittag 3 Uhr: Die Bluthochzeit. Freitag- nachmittag 3 Uhr: Der Slattensänzer von Hameln. Soimabcndnachmttlag 4 Uhr: Max und Moritz. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Frau Kom- merztenrat. Theater an der Spree. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Am grünen Deg- klbendS und folgende Tage: HokuSpokuS. Mittwochnachmittag 3'/, Uhr: Am grünen Weg. DoniierStagnachmittag: Der Akticnbndiker. Freitaguach- mittag 3 Uhr: Tiroler Krtppcnspic! Sonntagnachmittag 3 Uhr: Am grünen Weg. Metropol-Theater. SonntagnachmittagS 3 Uhr: Die Herren von Maxim. Allabendlich: DaZ muß man fch'n 1 DienStag: Geschloffen. Apollo-Tln ater. Allabendlich: Syivester Schäsfer Spezialitäten. Dienstag: Geschloffen. Mittwoch- und DonnerStagnachmittag 3'/, Uhr: Famllienvorstellung. Walhalla-Theater. Spezialitäten. Dienstag: Geschloffen. Baffagr-Tdeater. Allabendlich: Die singenden Engelstöpse. Spe- zlalitäten. DienStag: Geschlossen. Wint. raartru. Allabendlich: Diabolospieler. Spezialitäten. DienStag: Geschioisen. Castno-Theater. Allabendlich: Bicderleute. DienStag: Geschloffen. Mittwochiiachnnttag 4 Uhr: Ein Sohn des Volkes. Doimerstagnachmiltag 4 Uhr: Rick Carter. Gebr. Herrnfeld- Theater. Allabendlich: Papa und Genoffen. Dienstag: Geschlossen. Mittwoch, und DonnerStagnachmittagS 3 Uhr: Die Meyerhains. Figaro- Theater. Allabendlich: Paris. Die Klaue. Unterm Bett DienStag: Geschloffen. Reichshallen- Theater. Mabendlich: Stettiner Sänger. Urania> Theater. Taubenftraße 48/49. Sonnabend, Sonntag und Montag: Ueber den Brenner nach Venedig. Dienstag: Geschloffen. Ab Mittwoch: Kairo und die Pyramiden. Frcttagnachmittag 4 Uhr: Am Gols von Neapel. Sonnabendnachnnttag 4 Uhr: Sizilteti. Sternwarte. Jnvalidenftr. 57—63. Kiir de» Innal«»er Jnserntc überiiimni» die Redokiion dein Uublit»»! qegeuiiber keinerlei Vern»»Wort»»«. �Kearer. Sonntag, 22. Dezember. Freie Volksbiilmc. Nachmittags 3 Uhr: 1-t.tla. Abteilung: im Neuen Schauspiclhause: Judith. g./4. Abteilung, nachmittags 3 Uhr: im Berliner Theater: Das Tal des Lebens. Neue Freie Volksbühne. Nach- mittags 2ilt Uhr: 17. Mteilung im Deutschen Theater: Das Aintermärchen. Nachmittags 3 Uhr: 21. Mteil. im Neuen Theater: Ucber den Wassern. Nachmittags 3 Uhr: 2. Zlbteil(1301 bis 2000), 3. Abteil.(2001-2700) im Ichiller-Theat. O: Der Kaiser» jäger. Nachmittags 3 Uhr: 7. Abteilung (0001-6700), K. Abteil.(7001 bis 7650) im Friedrich-Wilhclmstädt. Echauspielhause: Nathan der Weise. Nachmittags 3 Uhr: 11. Ableitung (voll), 12. Abt.(11001-11700) im Schiller-Theater Charlottenburg: Ter Richter von Zalamca. Nachmittags 3 Uhr: Extra-Vor- stelluug im Lessing-Theater: Die Weber. Abends 8 Uhr: 15. Wtcilung im Lortzing-Theater: Zar u. Zimmer- mann. Montag abend 8 Uhr: 16. Abteil. im Lortzing- Theater: Zar und Zimmermann. Ansang 7'/. Uhr. Königl. Qpernhans. Cavallvria rusticana. Barbier v. Bagdad. Montag: Götterdämmerung. (Ansang 6>/z Uhr.) Königl. Schauspielhaus. König OedipuS.(Ansang 8 Uhr.) Montag: Die Nabensteinerm. Neues kgt. OPerntheatcr. Doktor Klaus. DenricheS. Der Arzt seiner Cbre. Montag: Der Kaufmann von Ve- nedig. Kammerspiel«. Frühlings Er- wachen.(Ansang 8 Uhr.) Montag: Katharilic Gräsin von Armaggae. Neues Ichanspielhanö. Zar Peter. Montag: Zwischen Ja und Nein. Ansang 8 Übt. Lorbiiig. Zar und Zimmennann. Nachmittags 3 Uhr: Der Freischütz. Montag: Zar und Zimmermann. Weiten. Ci» Walzerlraum. Nachm. 3'Z Uhr: Die lustige Witwe. Montag: Ein Walzertraum. Berliner. Blaubart. Montag: Dieselbe Borstellung. Lei sing. Die gelbe Nachtigall. NachinillagS 3 Ubr: Die Weber. Mvnlag: Die gelbe Nachtigall. 'Neues. Baccarat. Montag: Dieselbe Vorslellung. ? Nr,<< Wallue».Torale..) Reileraltacle. Nachmittag» 3 Uhr: ZloSmcrsholiii. Montag: Ein Fallissement. Schiller Charlottcnburg. Wilhelm Tcll Nachmittags 3 Uhr: Der Richter von Zaiamea. Montag: Kollege Crainpton. Friedrich- Withclmstädt. Schau spielhaus. Madame ZanS Gene. Nachmittags 3 Uhr: Der blinde Passagier. Montag: Madame 3. Das mutz man seh'n. Nachmittag» 3 Uhr: Die Herren von Maxim. Montag: Das muh mlln seh'n. An» u v Sylvester Schäfser jr. Siegw. Gentes. Nachmiitags 3'/, Uhr: Familie n- Vorstellung. Montag: Sylvester Schäfer jr. Siegw. Gentes. Walhalla. Spezialitäten. Montag: Dieselbe Vorstellung. Folios Gaprice.?NaI was anders. Duntle Punkte. Eine anständige Frau. Montag: Dieselbe Vorstellung. Kasino. Biedcrleute. Montag: Biederleute. Gebr..Herrnfeld. Papa und Ge> Nossen. Montag: Papa und Genossen. Palast. Geschlossen. Parodie. Wilhelm Teil. Tann- häuscr. Monna Vanna. NachnsitlagZ 3'/, Uhr: Zapfenstreich. Die Ehre. Montag: Wilhelm Telk. Tann- häufer. Monna Vanna. Wintergarte». Spezialitäten Montag: Dieselbe Vorstellung. Pastnge. Die singenden Engels- köpsc. Spezialitäten. Montag: Dieselbe Vorstellung. Reictisbstlleu. Steltiner Sänger. Montag: Dieselbe Vorstellung. Carl-Haverland- Theater. Spe- zialitäteu. Nr..»,». kmiibenstnisie IN/40. Abends 8 Uhr: Uebcr den Brenner nach Venedig. Montag: Dieselbe Vorstellung. Ste>»»>»rie. Invalide, im �.,7>62: Zur Beobachtung: MarS, Saturn. Doppelsternc, Nebelflecke. «oi-llnvi' Zum»S. Male: Ansang 3 Uhr: ölsubsrl Neues Theater. Ansang 8 Uhr. Baccarat. Montag: Baccarat. Mittwoch u. Donnerstag: Baccarat. Kleines Theater. Nachm. 3 Ubr: Bater und Sohn. Abends 8 Uhr:«orm». Mandragola. Montag: Mandragola. Dienstag: Geschlossen. Mittwoch nachmittags 3 Uhr: Ein Puppenheim.(Nora.) Abends 3 Uhr: Mandragola. siiesler äes Ueztens. 3 Ubr: Hin HlViUicrti»»!!»». Operette von OSkar Strauß. Sonntag, den 22. und 1., 2. und 3. Wcihnachtsseiertag, den 29. De�., 3's, Uhr zu halben Preisen lniiige Witwe. Dienstag, 24. Dez.: Geschlossen. Nachm. 3 Uhr und Sonnabend, den 28. Dez., 4 Uhr zu kleinen P> eisen: Schncrwittchc» u. die siebe» Zwerge. fsiöllsiLll'WilliölmztSlItizelieL 8e>igt!8pjö>tigli8. Nachm. 3 Uhr: Nathan der Weise. Abends 8 Uhr: Mackani» San» G6n#. Montag: Madame TanS Gene. Dienstag: Geschloffen. Mittwoch 3 Uhr: Der blinde Paffa- gier. AbendS 8 Uhr: Madame Sans Gene.. LortzingTheater' Nachm. 3 Uhr: Ter Fretschnh. Abends 8 Uhr: Zar und Zimmermann. Montag: Zar und Zimmermann. Dienstag: Geschloffen. Mlltmoch nachm. 3 Uhr: Rigolelto. Abends 8 Uhr: Säckingen. Der Trompeter von NesillelK-IUes. — Direktion: Richard Alexander.— Ansang 8 Ubr. Ganz der Papa. Schwank in 3 Akten von Mar» und Desvalliercs. Deutsch v. M. Schönau. Baron des AubraiS: Rich. Alexander. l-uslspisiiksns. Nachm. 3 Ubr: Reasio» Schüller. Abends 8 Ubr: Hnsarenflebor. Zentral=Theater. Gastspiel des Hebbel-Theaters. Nachm. 3 Uhr halbe Preise: Unsere blauen JungenS. Abends 3 Uhr: Fran WarrenS Gewerbe. Drani» in 4 Akten von Beruh. Shaw. I-i�en-Wks. Rcichenbergerstr. 34. Nachm. 3 Uhr: Am Agt des Grnchts. McndS 8 Uhr: kin gastliches Haus. Montag: Geschloffen. Dienstag: Geschlossen. Mittwoch nachm.: Berlin wie eS weint und lacht. AbendS: Krieg im Frieden. DoniierZtag nachm.: Maria Stuart. Abends: Das Heiralsnest. Freitag nachm.: Der Leiermann und sein Pflegekind. AbendS: Ein gastliches Haus. 8«h iller-Th eater• M alhalla- Varicfe-Theater Welnbergswog 19/20. Rosenth. Tor Ansang 8 Uhr. Das koloss. Dezember-Programm. 12 Akrobaten Lorcb 12 zirzensische Spiele. 0V Colinl Clalron .Ein Künstlerfeft.« Harry Arndt, f Tüft. Ut internntion. Spezialltaten IS Dienstag, 31. Dezember: GroBo Silvester- Feier. Tuiinel: Regimentskapelle, Schcoterbelu�en� freier Eintritt. Schiller-Theater Charlottenburg. Sonntag, nachm. 3 U b r; Der Rioliter von ISalamea. Schauspiel in 3 Auszügen v. Calderon de la Ba> ca. Deutsch von Adolf Wilbrandt. S o n n> a q, a b e n b s 8 U h r: Wilhelm Teil. Schauspiel in 5 Aufzügen von Friedrich Schiller. Montag, abenbs 8 Ubr: Zum erstenmal: RoHege Crampton. Dienstag:<«eBclilo8Hcn. Schiller-Thealer 0.(Wnllner-Tbearer). Sonntag, nach in. 3 Uhr: Der Kalserjliger. Komödie in 3 Auszügen v. H. Brennert und tz. Ostwald. Sonntag, abenbs 8 Uhr: Reiternttackc� Schwank in 3 Ausz. von Stob tzer und Fritz Friedmann-Frcderich. Montag, abends 8 Uhr: Fin Fallissement. Dienstag: Geschlossen. Zirkus Sehumann. Beate Sonntag, 22. Dezember, nachm. Z'/z Uhr und abends I'/a Uhr: A große anßerordenü. Gala-Vorstellungen A Nachm. aus allen Plätzen ohne Ausnahme ein Kind frei. Jedes weitere Kind unter 10 Jahren halbe Preise(außer Galerie). In beide» Vorstellungen, nachmittags und abends: Qleick reichhalt, abwechselndes Programm. Die phäno. Thnaa Namnnv die grostarligen neuen Dpeziali- menalen i Iii vv UvIilUiIs, täten, sämtl. Clowns und Auguste. sowie die bestdresfierteu Schul-, Freiheits- und Springpferde. Abends: Zum«weiten fflnle! zur Zeit der Sklaverei 1863. Original-Manegenichaustück dcZ Zirkus Alhert Selinmnnn in vier Asten mit eigens dazu engagierten ISv schwarzen Leuten. Besonders Hervorzuheben: Große Lrandkalaslropbe auf dem Broadway. ScblufiapothcoMC mit vollständig; neuen feenhatten Ficht- und Wasser- FlTekten. Amerika 51 ä d"« C Panoptikum 25 k- ü" k 9 105 Fricdrichstr. 165 Das Schlangen-Ungeheuer mit seinen 87 Jansen. Däumling;, der kleinste Mann der Veit! Rixdorfer Theater BürgersSle. Bergstraße Nr. 147. DonnerStag,26.Dez.(2.Wcihnachtstag) Ohnrlez-s Tante. Anfang 7'/, Uhr. Freitag, den 27. Dezember: Gastspiel des Operetten-ElisemblcS (Zentral-Theater) „Die Geisha". _ Ansang 8 Uhr._ tjfaakimdaSpM Köpenickerftraste 68. Heule Vi, Uhr: Premiere. Hokuspokus. GesangSposse von Louis Herrmamz. Repertoir der Feiertage: ßj Hokuspokus. Nachmittags 3 Uhr: 25. Am grünen Weg. 26. Der Asttenbuditer. 27. Tiroler Krippcnspiel. Melmpot-Thesler Nachmittags 3 Uhr: OieUenio' Abends 8 Uhr: Gr..Hevuo in 4 Akten(12 Bildern) von J. Freund. Musik von Viktor Hollaendet. In Szene gesetzt von Direktor Eichard Sonultz. G. WM F. Massary, B. Barmaiiil, Bender, Giampietro, Josepbl Anfang präzise 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. Nachm. S1/, Uhr: Kleine Preise I Dr. Familien-Vorstellung m. Siegwart GenteS in seinem Ikatsch: D!o Opern- probe und Sylvester Schäfser jr. dem berühmten I'-iiversatlünstter. ?lbcndZ 8 Uhr: E itc-Borstcllnng. An beiden'�oeiliiinchtSseierlagen nachm. 3'/, Uhr bei steinen Preisen: Pslsst-Thesler Burgstraste 84. Heute'/.S Uhr"®Q Entrec 50 Pf.~VQ| Lona Revee Tableaux vivants Luna=Quartett Damen- Ensemble. Hee and Shee,baVüotIC und 9 Attraktionen 9. im heiligen Abend Charakterbild von )V.Atoseks7keater Direlttom geb. DI». Briuineiiitr. tv. Alarl» Ansang ausnahmsweise 8 Uhr. Entree 30 Pf. Nach der Vorstellung: Tan«. An d. 3 Feiertagen: In der Irre. Billettvorverkaus eröffnet._ «b A Sh A 4Ck A A. A£% dk A AAS A A«k A A � I Passage-Theater.| ! Heute zwei Vorstellungen� J Nachm. 3—7 Uhr(ermäßigte' Preise), abends 8—11 Uhr. Die singenden Engelsköpfe Martin Kettncr Erna FrUblich |r und daS grohartige< Dezemdcr-Programm. kSkMVMIM Gr. Franffurierftr.- 132. Die Verlobung im Bett. Ansang 8 Uhr.— Sonntagspreise. Theater Caprlce Llnlenstr. 132, Ccko FricdrichotraBo. Mal was Anderes. Revue in 1 Akt u. 3 Bitbern mit Musik von Gapriec. Dunkle Punkte. Posse in 1 Akt von Caprlce. Eine anständige Frau. Lustspiel in 1 AN von V. Blitz. _ Ansang 8 Uhr. Auftreten von: Robert Steldl, Liane de Vribs, Kltty öordon, Tan Kwai• Truppe, Flood Brothers. Starr und Leslle. Bogaony• Truppe, Die Tiller Girls, Brunins. La Bdrat, Toqud. Tenji* Truppe. Oer Biograpb etc. TriauoD-Theater. Heute und folgende Tage 8 Uhr: MuleiD Josetie-{Deine fran Brunnen-Theater Ladstratze 68. Direkt.: Bornh. Rose. Sonntag, den 22. Dezember 1907, nachmittags: Keine Vorstellung. AbendS 8 Uhr: Eiae Jildetzsaitzilie. Original« Charakterbild in 4 Abteil. (7 Bildeni) von Job. Heinrich Mirani. Nach der Borstellung: Grosser Ball. Montag, den 23. Dezember, bleibt das Theater geschloffen._ Kasino Theater. Lothringerftr. 37. Täglich 8 Uhr: Biederleute. Koiijdie in 4 Akten v. Boll. Web. vorher dal glänz, bunte Programm. Z Still. Saison irkus öiiscln Bahnhof Börse. Sonntag, den 22. Dezember: 2xroKe GMrsii Nachmittags 4 Uhr und abends 7'/, Uhr.— Nachm. 4 Uhr zahlen Kinder unter 10 Jahren anfallen Sitzplätzen halbe Preise, I» beiden Vorstellungen: The Clarhoniaus aus Amerika! In beide» Vorstellungen: The Famii.v Kremo, 10 Personen. In beiden Vorstellungen: GeseliUister Viehls! I» beiden Vorstellungen: Vortührori und Reiten der faest- dressierten Schul-, Freiheits- und Springpferde. In beiden Vorstellungen: Auftreten sämtlicher Clowns mit den neuesten Witzen und Entrees. Nachm. 4 Uhr: Zum 2. Male! Die neueste Pautoiniiiie k Jokel und Koko! Grotze humoristische Wasserpautomlme in 2 Bildern. Abends T'/s Nhr: Auf der Hallig! Gr. Manegc-AuSst.» Pantomime des Zirkus Busch in 4 Bildern. An allen 3 Weihnachtsfeiertagen nachmittags 4 Uhr; Jokcl und Koko. Hum. Wasserpautcmime in 2 Bild. Sanssouci IT'Cg. Direktion: Wilhelm Reimer. Wegen Vorbereitungen zum Weihnachtssest WV geschloffen. An allen 3 Feiertagen Große Extra-Fest-Bor- sleüungcu. Hochaktuelles Programm. Elite-Soiree von Tanzkrünzchen. Am Dienstag, den 7. Jan. 1008: 1. gr. SPezialitäten-VorfteNnng. ksrodiö-Tilester. Dresdeiicrstr. 07. Anfang 8 Uhr. Wilhelm Teil. Taimhäiiser* Monna Vanna. Nachm. S'l, Uhr halbe Preise: Wilhelm Tcll. Zapfenstreich. Reiedshallen- Thealer. Heute Große Elite- Wellmaelitslest-Soiree der Stettiner Sänger. Ansang 8 Uhr. Reichshallen-Restaurant: Militär-Konzert. Gh arlottenh» rix. PotHdumerstraac 11. Neu! Gegant!|ntfrc|fniit! Täglich Vorstellung von ö— 11 Uhr. Sonntags von 3—11 Uhr. Stetiger Eingang von Neuheiten. . Mont�piote.. 1 iralhcatenaal lÄZlILiVZ S Das neue r: Ansang 8 Uhr. Entree 50 Pf. Sonntag» 7 Uhr.(Sonntags reserviert 1 M., Entree 50 Ps.) Familicnbilletts a 40 Pf. Ä Mililär-Konzerl. Becker, PrzywarSki, Girffch, Neumann, Osseney und Lüttich. lecken Sonntag: lm\ Vorstellungen. Nachmittags 4 Uhr. Abends 8 Wäsche, Wäscht 50/o Wäsche 5% 3acob Qolde 119 Gi*. Frankfurierstr. 119. Wäsche, Wäsche 5% Wäsche 5% Lieferant(fir alle Rabattvereino. ___ 119 mm Olga Jacobson, (Jraiiia. Wissenschaftliches Theatef, Abends 8 Uhr: Ueber den Brenner nach Venedig. Montag 8ühr; Ueber den Brenner nach Venedig. Invaliden» tr. 57— 62: Sternwarte. Zur Beobachtung; Mars, Saturn, Doppelsterno, Kobolfsgcke. ieriineT Hparitttn Unter den Linden 63a Eingang Schadow-Straße No.14. Heute Sonntag Eintrittspreis pr* so Pf- im Reicbhaltigste Ausstellung der Welt an lebenden Seetieren, Reptilien ettn_________ M[16 Gebr. Herrnfeld- Theater. 57 Skomnmiibantenftinjjc Nr. 67. Ververkauf ab 11 Uhr. Nachmittags 3 Uhr(halbe Preise): vis Meyefhmns. Abend» 8 Uhr: Die Novität! Papa u. Genossen. Komödie in 2 Akten von Anton u. Donat Herrnseld. Vorher: Madame Wig-Wag. Beide Stücke mit den Autoren in den Hauptrollen. Morgen Montag: Madame WIg- Wag. Papa und Genossen.- Puppenwegan 2.26, Sportwagen 0.96, Kinderwagen 8.—, Leiterwagen 2—, Bcltstallen lürKlnderu. Erwachs, 7.—, Klnderlflehe 2.—, Verstellb. Kindar. slUlile3.70. Kihderpulto.Triumpletühle. Zurdckieseizte Waren allerbllllgtl lygütes�gerrenartikeig! WD Gröstte Auswahl in J Herrenhüten, Schirmen, Wäsche,< Krawatten und Stöcken.< nutzen f. Knaben u. Mädchen.! Von 3 M. an 5"/o Nabalt.\ Pclzwaratn in allen Fell- arten aus den ersten Fabriken, nur beste, tadellose Ware. !:ll»-VmilNlIIlgll8! mm Charlottenburg n Kaiser-Friedrich-Stratze 21 und 11582* Wllmersdorferstratze 69. Filiale UoycnatF. 45. Ecke ChausseestraBe.* Bitte Firma und Hausnummer genau beachten! Grainmophouc guter Qnaütäl. Zonnphon-Platlen in gröCt. Auswahl. Besichtigung meiner Ausstellung erbeten, kein Kaufzwang. i»H«in.»T„'Ä::S Teilzahlung! USehentllch nur I Mk. Herren-, Damen-Uhren. Freischwtnger. vtegula» teure, Wecker,.Vellen. «wschen. Ohrringe. Tu«. iPhononravhe», PUiUen-evreckmaschine». Zill, er«, Harmonita»«. «ertaut von Homophon- ». itoiioviion-Plnlten, Epitonwatieii. Stadeln, Redaralnneileii. vteperaturen jeder«et. piitUilös a Spitfler.'"SK'«rÄv Kute, nützen kaust man am billigsten bei Udert Kelz, Kein Laden. Leser des BtattcS erhalte» 5 Prozent Rabatt. 703L» Empfehle den Parteigenossen zum Fest 12222* Zigarren-Wein-Liköre in nur vorzüglicher Oualität und in allen Preislagen Ulli. RiiilorUäptrJ. 2, Berliner Reiclistags-WaMlireis Mittwoch, den 25. Dezember(1. Weihnachtsfeiertag); Winter-Fest in den Gesamträumen der Viktoria=Brauerei, LQtzowstr. 111/112. Mitwirken de: Berliner Sinfonie»Orchester (Dirigent: Maximilian Fischer). Gesangverein„Liedertafel Berlin-W." (Chormeister: Herr F.(Stempel). Gnörich-Jescheck- Ensemble. 1* Nach der Vorstellung: BALL. Herren zahlen 50 Pf. nach. Anfang 6 Uhr.— Garderobe 10 Pf.— Eintritt 30 Pf. Donnerstag, den 26. Dezember(2, Weihnachtsfeiertag): Große Matinee im großen Saale von Kliem9 Hasenheide 13/15. Norddeutsche Sänger (Steinke- Poth). Anfang 12 Uhr.—— Eintritt inklusive Garderobe 30 Pf. Um recht zahlreiche Beteilignng bittet Das Komitee. rj.fl j,. sind bei den Abteilungs- und Bezirksfübrem sowie in den Partei- Dlilvlla apeditionen zu haben.— Für die Matinee findet oflene Kasse statt ••••••••• 9 9 e« fiücrgfs.. Donnerstag, den 26. Dezember(2. Weibnachls-Feierlag): Große Matineen in folgenden Lokalen: I., 2. und 8. Abteilung (Sciiöniiauser Vorstadt) in den Gesamträumen der Brauerei Köni�rMlndt, Schönhauser Allee 10, und Berliner Fraler-Tlioater, Kastanien-Allee 7-9. Unter Mitwirkung des j<,Berliner Ulk=Trio" und der„Volkssänger» Gesellschaft Hugo Anke**. Verkauf an der Kasse findet nicht statt. 4. und 5. Abteilung (Rosenthaler Vorstadt) Ballachmioders F.tnblissemcnt, Badstrafie 16. Mitwirkende:„Kcnoth n. Buher", steilisches Gesangs- und Jodler-Duett. :: ticaaiiKVcrein„Ken erwacht":: (M. d. Ä.-S-B.), Chormoister H. B 1 e i 1. Eilte- Streich- Orchester des Musik- Direktors Herrn F. Blume. Da öffentliche Kasse nicht stattfindet, so bitten wir die Genossen, sich vorher mit Sillens zu versehen. 6. Abteilung(0rÄab;r Geriuania-Sälc, Chausseestraße 110 (großer Saal). Unter gütiger Mitwirkung des Gesangvoreins.,\or«l wacht" (M. d. A.-S.-ß.) und Otto Steidis„Hamburger Sänger". 7. und 8. Abteilung (Moabit) 1. Artushof, Perlehergers tr. 26. Mitwi rken de: „Vereinte Sangesbrüder", Turnverein„Fichte**, Theatergesellschaft Balzee. 3. Gr« neu Brauerei, Alt-Moabit. 48/19. Gesangverein„Liederlust II", Turnverein„Fichte", Theatergcsellschaft Lccwe. 9. und 10. Abteilung (Wedding) � in den Phnrns-Sftlon, Müllerstr. 142. Ausgeführt von der HansUtiustlcr- kapolle(Harmonium- Aufführung) und den Viktoria- Büngern(Herren Görn, Bajohr, Härtung und SchaaB) sowie der Operusängerin Frl. Mchüle und ersten Soubrette Frl. Ellcu KunAe. Rauchen verboten l 11. Abteilung SS im Bernhard Kose Theater, Badstr. 58, und bei Schirm(Inh. Frenke), Badstr. 19. Unter Mitwirkung des gesamten und beliebten Personals des Bernhard Kose» Theaters— in beiden Lokalen. Verkauf an der Kasse findet nicht statt. ■ru,l Sozialdemokratisclier Wahlverein des IV. Berliner Reichstags-Wahlkreises. ■■■ Donnerstag, den 26. Dezember 1907 (2. Weihnachtsfeiertag) Zwei große IllafinccD im „Konzerthaus Sanssouci", ST« Auftreten der Volkssänger-Gesellschaft Le wando wsky und in „Kellers Festsälen" w-w Freyer), sfx« Auftreten der Gesellschaft Strzelewicz. & In beiden Lokalen:)(0IIZ61ft&&& ausgeführt von Zivils Berufsmusikern. Wir möchten noch darauf hinweisen, daß beide Sängergesellschaften XXX diesmal besondere Leistungen aufführen werden. X'X X ErOITnnng 11 UHp. Anfang pönktltch 1« Uhr. Billett 80 Pf.[264/17«] 0a* Komitee. E H B III Wir bitten die Genossen und deren An, mit Billetts zu versehen, da offene i gehörige, sich rechtzeitig■■ B Kasse nicht stattfindet. WWW m G. Graumanns Festsäle IKannynstraBe 87. Sonnabende sowie Sonntage zu Vereinssestllchfeiten z« vergebe» Sllveotec 1007 ist frei geworden. Gi.'-tnv Gruumann. Telephon: Amt 7, 4277. Markgrafe�v 38 ai U gi afeH*4ä IC dämm 34. Inhaber: Hermann Scholtz. Jeden Sonntag: 85a8I. bei freiem Entree. Säle von 100 bis 1000 Personen für Vereine, Hochzeiten usw. unter kulantesten Bedingungen einige Sonnabende noch zu vergeben. Vereins- zimmer bis 1 Personen fassend. 2 koms. Kegelbahnen n. einigeTage freL Cifä JUddev \enc ItoOMtraßo 2* an der Alten Jakebstrate. Warme u. falle Speisen u. betränke zu jeder Tageszeit. Vorzllgl. Hittag,- lisch 60 ff. 6 Siilards(mit Kerlau- bande) Stunde 40, abends 60 Pf. Zeitungen». Journale gr. AuSwahL Cals Meyer Dresdener- Str. 128(29. Str. 128/29. Kaffee f0u.fS, Bier, hell u.hunMO Pf. ca. SO Zeltungen; 2 Billards(Stb.40 Pf. Zahlstelle der Freien Volksbühne ♦ Eröffnung II Uhr. Entree 25 Pf. Anfang Punkt 12 Uhr. Tiaclie nnd Stühle dürfen nicht reserviert werden Um zahlreichen Besuch bitten [268/12«] Die Komitees, ■ 6 cur. len. imltees. jiMl- Sonntag, den 22. Dezember, 6 Uhr nachmittags; Gewerkschaltshaus. ai KärcHeiäleiül ans picaea HrlapnB für Klein und Groß arrangiert von Margarete Walkotte. Mitwirkende: Frl. Margot Lassen, Herr Emil Walkette, Marg. Walkotte, Herr Bernh. Nltzsche am Flügel, ein Kind, eine Tanzpnnton.ime. Entree 30 Pf. im Vorverkauf bei Herrn Kersch, Engelufer 15. Abendkasse 40 Pf. ___• 281/7* 8V I. Weibnacbts• Feiertag 1907:"VQ Gewerkschaftshaus. Rdtcrcr 3lclhnachts- Hbcnd. Leitung: Margarete Walkotte. Mitwirkende: Herr Willy Hagen, Frl. Lassen, Frau lika Faulet, die lustige Schwiegermutter, Herr Emil Walkotte, Margarete Walkotte— eine Ueberraschung.— Am Flügel Herr NiUsche Entree 75 Pf. iiff Vorverkauf bei Hm. Kersch, Engelufer 15. Abendkasse I M. Karl Pirnaus „OstsKasino". Empfehle den geehrten Herrschnsten meine Säle sür Vereine, Hochzeiten, Versammlungen, auch sind noch einige Sonnabende sowie die Weihnachis- seiertage zu vergeben. * Karl Pirnan, frankfurter Allee IOO. 3ullus)VIcycr Restaufant, OranieöStr.lÖS Jeden Sonntag:[* Gcmüfl. Beisammensein und Tanz. Alhambra Walluer-Theaterstratze 15. Jeden Sonntag: XIa Sonnabend, den 14. März 1908, � ist der groBe Saal zum Maskenball ft-cl geworden. I Karl Keller's Neue PhiHiarmonie KöpenlcberstraBe 00-97. Am I. nnd 2. Wcihnachtsteiertage im Kaisersaale: Großes Iftilitär-Streich-Konzert ausgeführt vom 2. Gai dc-Regimont z. F. mit Benutzung der grollen Konzert-Orgel. Dir. Max Graf. Anfang 5 Uhr.——— J. Baei* laisWI,p,£Si,„ Herren- und Knaben- Maden, Berufskleidung, Eleg. Paletots u. Joppen, Grodes Lager in- und ausländisoher Stelle zur Anfertigung nach MaS.» Allerbilligste, alreng faste Preis«. Berantwortliche�Redakteur: Hans Weber. Berlin. Für den Mferateutell ver»vtw.: Tj. Wit, ChIül Drml u. Verlag: vsrwSr» Bn�önirferrt u.«crlagSanjtglt la*I Singer& Sih. Scrlm SW, Nach dem Konzert 8W Tnnzkfünschcn.*90 Am Silvester großes Graf-Konzert mtt nachfolgendem großen Siivester-Bail mit Ueberrasohungen. Tische znm Silvester bitte rechtzeitig zn bestellen, da sonst alle vcrgrilTcn sind. Sonntag, den 29. Dezember 1907, und It Neujahrstag: Großes Graf'Konzert. JMS- Großer Ball GrosteS Orchester. Anfang SonnlagS 5 Uhn_ A, Zaincltat. "Dietrichs Festsäle (Inh. Pusch). DreSdenerftr. 110. Säle für Hochzeiten und Vereine 20— 200 Personen. 12L9b' Ober-SchSneweide a. d. Obcrsprce. Inh.: Alb. Hoerner (Neues KonzerthauS). 14622*] Heute:' Extra-Reunion (Leitung: Tanzlehrer Sachs). Für Vereine und Geiverk- schaffen tm Sommer noch Sonnabende zu vergeben. Bcdingniigcu in bekannter kulanter Weise. Elysium Enndsbcrger Allee 40/41. Heute Sonntag, d. 22. Oezbr. N» NnII u.Sonntag, d 29. Dezember: 111.0(11! Ansang 5 Uhr. Entree freu 199. 24. Illhlgüng. 3. Keiltze Ks Jniüiirtö" Knlim WIKsdlÄ ÄmtG 2t Znemdei 1907. Erwerbet die preußiicbe Staatsangebörigheit. Um Nicht-Preußen bei der Erwerbung der Staats- üngehörigkeit behülflich zu sein und Auskunft zu erteilen, da- mit sie bei kommenden Wahlen als Steuerzahler auch ihr Wahlrecht ausüben können, haben sich folgende Genossen zu unentgeltlicher Hülfe bereit erklärt: 1. Wahlkreis. Georg Weihnacht, Grünsir. 21, Jakob Ege, Neue Roßstr. 12, G. Glane. Ärausenstr. 18. 2. Wahlkreis. Lohse, Urbansir. 86, Leu, Boeckbstr. 7, Scholz, Zosienerstr. 1, Schröder, Hagelbergerstr. 27, Werner, Gneisenauitr. 72, Witte, Arndtstr. 16, Gustav Schmidt, Kirchbachsir. It. 3. Wahlkreis. Parteispedition, Prinzenstr. 31, Wilh. Börner, Zigarrenhandlung, Rittcrstr. 15, Goltfr. Schulz, Kotibuserplatz, P. Horsch, Zigarrenhandlung. Engel-Ufer 16. 4. Wahlkreis. Paul Kupfer, PeterZbiirgerstr. 56, Ernst Bader, Große Frankfurterstr. 3t, H. Gries. Torellstr. 2. W. Mann, Zeitungsspedition, Peterburgerplatz t, Zeitungsspedition, Lausitzerplatz tt/I5. Wablvereinsburcau. Stralauerplatz 1/2, II, Panl Hoffmann, Oppelnerstr. 47, O. Klamm. Reichenbergerstr. 115, O. Görke, Kottbuserstr. 21. 5. Wahlkreis. Fritz RausS, WinSsir. 12, Gustav Albrccht, Grenadierstr. 12. Christian Thorup, Oranienburgerstr. 50. 6. Wahlkreis. G. Pinner, Tresckowstr. 36, Wilh. Klaust, Schönhauser Allee 156, Dobrohlaw, Schliemaunstr. 3g, Richard Henschel, Wollinerstr. 51, II, Paul Tölz, Ruppinerstt. 11, m, Heyse, Boyenstr. 19. Gustav Achilles. Wiclefstr. 2t, Gustav Menz, WilhelmShavenerstr. 61, Albert Werth. Wiclesstr. 38, Georg Pieleke, Waldstr. 8, Hermann Gumz, Priuz-Eugenstr. 25, Paul Fritsch, Droniheimerstr. 4, Hermann Rietz, Fehmarnstr. 7, Fritz Trapp. Stettinerstr. 10. Teltow- Beeskow. Charlotten bürg: Parteispedition, Sesenheimerstr. 1. R i x d o r f: Parteispedition, Neckarstr. 2. Schöneberg: Parteispedition, Martin-Lutherstr. 51. Steglitz: G. Atzmann, Bahnstr. 6, und G. Winkelmann, Schloß« stratze 104. Treptow: Robert Gramenz, Kiefholzstr. 4l2. Baumschulen weg: Max Mickley, Marienthalerstr. 22, Vorn II Köpenick: Fr. Woick. Kictzerstr. 6. Wilmersdorf: Parteispedition, Berlinerstr. 46. Nieder-Barnim. Lichtenberg: Otto Seikel, Kroi.prinzenstt. 5C Pankow: Georg Freiwaldt, Mühlenstr. 73. Ober-Schö n e weide: Liesegang, Edisonstr. 43. Rummelsburg: Otto John, Karlshorsterstr. 1. Stralau: Wessel, Markgrafendamm 7. W e i tz e n s e e: K. Fuhrmann, Scdanstr. 105. Rein icke ndorf-Ost: Nöthling, Provinzstr. 69 I. Müller, Restaurateur, Seestrahe, Ecke Aegirstratze. Kontor der Neuen Berliner Genossenschaftsbäckerei, Wilkestr. 62, Quergeö. l. Eingegangene DrucKfcbriften. „Markenschutz und Wettbewerb." Nr. 3. Monatsschrist für gewerblichen Rechtsschutz. Herausgegeben von Dr. M. Wassermann. Halb« jähr 4 M. Verlag: Dr. Wedckind u. Co.. Berlin, Kommandantenstr. 14. Zeitschrift für Sozialwisscuschaft. Hest 12. Herausgegeben von Dr. I. Wols. Monatlich ein Hest. Viertelj. SM. 12 Hefte bilden einen Band. Verlag: A Deichert(G. Böhme) in Leipzig. Besonders vorteilhane Weihnaehts-Angebote. Damen- und Kinder-Wäsche. Damen-Taghemden, elegante Fasson 1.75 1.25 bis 0.90 Damen-Beinkleider, in Kenforcs u. Barchent 1.90 1.50 bis 1,00 Damen-Nachtjacken in modernst. Fassons l.SO 1.40 bis 1.00 Damen-Nachthemden in Renkoroöu. Varod. 6.005.00 bis 0.40 Damen-Anstandsröcke rn. Ltiaker. Od. Hang. 2.25 1.75 b. 1,30 Damen-Stickerei- und Spitzen-Rocke s.oo 4.25 bis 3.50 Damen-Frisier-Mäntel m. Spitz, od. sticker. 6.004.75 b. 4.00 Damen-Untertaii len in elegant Ausführ. i.so 1.30 bis 0.95 Bunte Barchent-Unterröcke.... 2.10 1.70 bis 1.30 Bunte Barchent-Beinkleider.... 2.00 i.so bis 1.20 Bunte Barchent-Nachtjacken... 1.75 1.40 bis 1.00 Bunte Damen-Barchenthemden.. 2.10 1.75 bis 1.30 Weiße Knaben- u. Mädchen-Hemden 1.00 0,75 bis 0.60 Mädcben-Bcinkleider u.-Unterröcke weiC n. bunt 1.10 0.80 b. 0.60 Bunte Barchent-Kinderhemden.. 1.50 1.10 bis 0.75 Weiße Mädchen-Nachtjacken... 2.00 1.70 bis 1.45 Herren-Artikel. Oberhemden, weiBe und farbige.... 4.00 3.25 bis 2.50 Serviteurs, weiße und farbige..... 0.75 0.50 bis 0.35 Steh- U.Umlegekragen, neueste Fassons 0.70 0.45 bis 0 35 Manschetten, weiß und bunt.. Paar 1.00 0.75 bis 0.50 Krawatten, weiß, scbwarzu.farb.,mod.Form. 1.25 0.75 bis 0.10 Hosenträger für Herren und Knaben.. 1.50 0.75 bis 0.40 Cachenez, weiß, schwarz und farbig.. 1.45 0.90 bis 0.50 Handschuhe in Olacö und Trikot... 1.69 1.00 bis 0.50 KrajrenSCtlOner in weiß und farbig... 1.25 0.75 bis 0.50 Regenschirme, Zanella, Gloria o. Seide. 3.50 2.75 bis 2.20 Tag- u. Nachthemden, weiß, mit Falten 3.00 2.50 bis 1.90 Barchenthemden, farbig, in schömStreifen 2.25 1.75 bis 1.25 Reisedecken, Velours, Plüsch u. Kamelhaar 15.00 9.00 bis 4.50 Weihnachts- Zugabe s Artikel bei Einkäufen von 3 Mark an: Pappen, Kalender, KnallbUcIiHen, Bleisoldaten Trikotagen. Herren-Normal-Hemden...... 3.50 3.00 bis Herren-Normal- u. Futterhosen... 2.25 1.75 bis Herren-Normal-Jacken....... 2.50 1.90 bis Damen-Normal-Hemden 3.00 2.40 Ms Damen-Normal-Hosen, Reformsch. u. offen 2.75 2.25 bis Damen-Normal-Jacken, Halb-u. Ganzärmel 1.75 1.30 bis Kinder-Trikot-Anzüge........ 1.00 o.eo bis Herren-Strick- und Jagd westen... 5.00 3.50 bis Sweaters für Herren und Knaben... 3.00 2.25 bis Herren-Socken in Wolle und Halbwolle 0.90 0.50 bis Damen-Strümpfe, schwarz und farbig. 1.00 0.60 bis Kinder-Strümpfe, lederfarb.,sohwarz1farb. 0.80 0.60 bis Damen- und Kinder-Handschuhe... 1.00 o.eo bis Woll. Damen-Handschuhe,'/,u.'/.lang, 2.75 2.00 bis Damen-Ballhandschuhe, i.d.neuestLFarb. 1.75 1.2s bis Damen-Normal- u. Futter-ünterfalTlen 2.00 1.50 b« l.ICi 1.�0 1.40 1.95 1.85 l.ÖO 0.30 2.25 1.75 0.25 0.40 0.25 0.28 1.50 0.90 1.00 Sonntag, den 22. Dezember, ist mein Geschäft von 8—10 Uhr vorm. und 12—8 Uhr nachm. geöffnet. Brunnenstraße 198 am Rosenthaler Tor. Julius Haack Manufakturwaren und Konfektion:: Auf Kredit! Anzüge Paletots Kostüme o Blusen Röcke o Pelzstolas Riesen- Auswahl, nur Neuheiten Anzahl. 3 M. an, pro Woche 1 M. M. Landau am Heinr'chsplatz Oranien- Str..1 93 am Helnrlchsplatz Karl Rockstroh, Küchenmagazin Berlin O., Grüner Weg 43 zwischen Koppen- u. Andreasstraße. Kam weibnachtKrente: Christbaumständer, Christbaumleuchter, Baumschmuck.— Kinderhobelbänke, Werkzeug- u. Laubsägeschränke.— Festungen u. Zinnsoldaten.— Kinderkochmaschinen mit Spiritus- und Gasheizung.— Schlittschuhe, Schlitten.— Reiche Auswahl in praktischen Geschenken wie Nickelwaren, Wirtschaftsmaschinen, dekor. Emaille. versenkbar 2,00 tut SeKallski in Firma Bazar Baby Hamburg u. Berlin i. Chausseestr. 80, 7, to tu eo Vngrnslnger und Setailuerfnuf. 5. Jnvaltdenftr. 100, neben d. Markthalle. 8. Brill», enstr. SS, am Hausnummer achten. «. Gr. Krantsurlerftr. IIS, a. d. Andrealstr. 8. Bellc-Alliancesrratze 107, Hatleschel Tor. S. Sleiftftrnije 21, am WiNenbergolo». 7. Beuffelftr. 18, an der Turmstrahe. 6. Cronienftrafi« 81, an der«daldertfiraßs UelehliaUInsl.» und billlgates Lager in erstklassigen Waren, Singer A. 75,00, Prima Singer EL, ö.so« Perlenttat, hocheleaant aulgestattet und zu» gleich all Nähtisch verwendbar 108.00. Schwingschiff v-rjeulb-r 120.00 Bohbin v-ri-llkdar...... 145.00 Schiiellnäh. Adler, WheeLu. Wils. etc. Bit varjalstuna od. größeren Rateniahlungen bedeiitende »pe»I»Ir«a von 50,00 sn mieten ltende Prrisermästtgilnä, da ich Agenten ardetle und hohe Laden» erspare. Garantie 5 Jahre. Näh- und Elläunieirich! fltotfL Snl Wunsch kommt Berlrettr. 13, 15 bll 90 ■ Lieferant den Pont- Sparvcrelus, den Lehrer» Vereine etc.| 1 Weihnachls-tieschenk erhält jeder Käufer mm Kracbt's Üandclsfcbulcn m Berlin, Rosenthalerstr. 44.— Charlotteuburg, Wilhelmplatz 2 I Gründlichste Ausbildung in Schönschreib., Richtigschrb., Buchsühr., Halb- jabrSkurse, Bierteljahrsturse. populäre Suohwhrungskurse tstr Handwerker u. Gewerbetreibende. Prospekte gratis durch vir. Tirnckt. I Staatspreise. Goldene Medaillen. BERLIN SO. CARL ZOBEL Sine gute Sprechmaschine � schönste Weihnachtsgeschenk. Original'Edison. u. Excoisior-Phono« graphen, Platten-Sprechmaschinen, nur vorzugliche, bewährte Fabrikate. Großes Lager in Edison-Walzen. Gram.-und Zon.-Platten. Friedrich Goetseh, Berlin NW., Alt-Moabit 107, £cko Kirchstraße. Telephon EI, 7222. iinsllielie Plomben Jeder Art.-. Schmerzloses Zahnziehen lloOL unter Anwendung neuester Mittel. Zivile Proiso. 12j ährige Paohtätigkeit J, fj, KlÖmpen, Charlotlenburg, Spandauerstr. 24 vis-ä-vis StraBenbahnh. Durch Ersparung teurer Ladenmiete bin ich in der Lage, Grammophone, Phonographen, Fahrräder, Platten, balzen und Zubehörteile konkurrenzlos billig zu verkaufen.* Teilzahlung wUchentllch 1 M. Herrmann Hoppe, N. 54, Lothringer Str. 40. Ehrenpreise. BTIL* BERLIN Köpenickerstr. 121, Eckhaus. w**■■■■ m* m* mm mm Köpenickerstr. III, Eckhaus. Beste fferrens und Knaben« Garderoben der Gegenwart. Feste l'celse. Werkstätten im Hanse. BesichUeon��hn�&ulfiwan�gestattet� Alle Größen, auch für korpulente Herren, in reichster Auswahl vorrätig. Für jedes bei mir gekaufte Kleidungsstück übernehme ich volle Garantie. w Berlin, sagt er— Musst Du sein, sagt et— Wnnn gekleidet, sagt ex— Immer sein, sagt er— Geld zum Elnfcnnf, sagt er— Branehet Da nit, sagt er— „Alle Tage Anders",«s«» Gibt Kredit I HufKreiM Paletots Anzüge in �rösster Auswahl. Hut oder Stock sofort gratis. Teilzahlung| Damen- Garderobe in jeder Preislage. Jacketts, Paletots, Mäntel, Kostüme Röcke, Blusen. 1 Mark. Niedrigsie Anzahlung Wochenrate nur Klndn-Mrolie Täglich Eingang von Neuheiten. Pelzstoins In allen mod. Pelx- Arten Anzahlg. von m- Einziges Waren-Abzahtungs-Geschäft, das zur Verabfolgung der Sparmarken des Rabatt> Spar- Vereins „NORDEN" berechtigt ist Vi Dazu sofortige Gratis-Verabfolgung unserer Mnnclits-Drfisente wie a. B. die relsend.ten Spielsachen für die Jugend. Nützlichste Schmuckgegenstände fUr den Hao.liaU oder praktische Gebrauchsartikel fUr Erwneh.eae. B Trotzdem bis zum Feste beim Einkanf fUr Anzahlung Än-CÄ lloppellen Anzahl Habati-llafkeD. wäfudbl epiiblikum AO pCi. Rabatt etat zugute kommen, die nicht etwa vom Konto abgascbrieben, sondern UW" In bar"Wg bezahlt werden, Berlins grösstes Möbel- u. Waren-Kredit- Haus i Weihoaehts- iusrerkaufü! = Enorm billige Preise.= Paletotklelder prima Tuch, in allen neuen Farben u. englischen Stoffen jetzt 12, IS, 20. 25, 30, 40 M. etc. früher 2a 25, 35, 40, 50. 65 M. Garnierte französische Kleider neueste Phantasiestoffe 15, 20 M., früher 25—50 M. Liftboy- n. Bolero-Costüme jetzt 15. 18, 20, 25, 30 M. früher 28, 33. 42, 48. 52 M Tranerkieider, auch für starke Damen, 20 M. s ca. 1600 Engl. Paletots aus glatten u. englischen Phantasiestoffen s jetzt 9, II, 14, 16, 18, 21, 25 M. * früher 16, 20, 25, 28, 32 bis 48 M. ! 3000|ackettS" Paletots | jetzt 10, 12, 15, 20, 25, 30 M. I früher 18, 20, 25. 28, 35, 45 M " Plüsch- Paletots, Liftboy u. Jacketts ä prima Velours, Seiden- Astrach. u. engl Seal ■s jetzt 40, 50, 60 M,. bish Preis 70. 8u, 90 M. E Eleg« Abendmäntel, Theatermäntel L aus feinem Tuch, in den neuesten Pastell- färben 20, 30, 40. SO M., früher 30—85 M. 2 3000 CostQmröcke ■o | Sielmann&Rosenberg Kommandantenstrasse 3 u. 4, Parterre u. I. Etage. Ecke Lindenstr. 2 Häuser vom Dönhoffplatz. 12 Schaufenster. Heute Sonntag bis 8 Uhr abends geöfinet.-WM SV Montag bis 10 Uhr abends"W -• fXt Möbel-Fabrik Nener Stadtteil an der Schßkljavser Allee. Läden und Herzliche 1, 2 Zimmer-WoHnungen mit Bad, Ballon und Loggien usw. Unter allergünstigsten Mietsbedingungen Ucdcrmihtberffrahc(verlängerte Ttolpischestr.l, Finnlaudische- strasje(verlängerte Czarnikaustraße), einige Minuten von den Rtiigbahnhjifen Schönhauser Allee und Gefundbrunne» entfernt; ganz besonders preiswert, j 6 f 0 t? eventuell per 1. Januar 1908 zu vermieten. 58992- Nähere AuSfunst Ttolpjschestr. 26127, Zigarrenlade». sowie der HofllliZUSöf KsuWsfbsitöf-KöMLSöMM Gustav Giebel 8ngel-Ufer 13, neben dem Gewerksebaftshaus. 11993* H G ! Julius Krause I 40 Kastanien« Allee 40 empfiehlt seih reichsorlitrfet Lager m Möbeln. Spiegeln, Polsterwaren auf Teilzahlung als auch gegen bar In NoliriKr>>»<1 gnter AliNtülirÜDg. 1 Besichtigung ohne Kaufzwang gesladet! A. Scholz, s Charlottenburg. Speil ira, Mi- iP Sager von soliden Taschenuhren, moderne Ketten."WM Unsterla�er von Regulatoren, FrelHehwingern. Kontornhren, Küchenuhren und Wecker. Friedrich 8tabenow9 Uhrmacher. Charlottenburg, Lützowerstr. 15. Telephon 2907. nnpfiehll WohnungS-Einrfchtnnge»»on«40—10 000». in nur anerfannf gediegener Ausjühiung in jeder Holz» und Slllart sowie auch Polfterwaren eigener gabrikatlon»u äuherft billigen Preisen. Streng reelle und grwissenhasfe ve- dienung. Kulante Zahlungen. Tel. Am! IV 6877. s5802L- Teilzahlung Gvuoov nllly vtag J. taarowski, Röhe Bell« monatlich 10 M. fiesere fserren-Oae- äerode nach Maß(billigste Preise). Lindenstr. 110, 8.«tage. ihe velleallianeeplatz. Nasse 10«/. dilliger. « s 2 N ** Piw 2 N ■m «WA 2 N |M 2 N *- PWM 2 N JJ 2 Blitz Blitz Blitz Blitz Blitz Blitz Blitz Blitz Zur Inventur-w müssen unsere unglaublich riesigen Winterlager geräumt sein. Aus diesem Grunde und um auch den zurzeit stellungslosen Arbeitern es zu ermöglichen, sich mit Winterbekleidung zu versehen, haben wir unsere Preise 10-50 Proz. heruntergesetzt. Es kommen garantiert zirka 20 Proz. aller Waren zum Selbstkostenpreise zum Verkauf. Blitz � Eigene Fabrik mit elektrischem Betrieb! Kleiner Huszug aus unserem preis-Rurant: Herren-Paletot, ichw««, sehr y« schwer...........* Herren-Paletot, t«-«- q» Muster...........«M- Herren-Paletot, m. gestepptem low Futter........... lfclM Herren-Paletot, schwarz, halb- 11 m firhwer. auf Atlas... schwer, auf Atlas Burscben-Paletots Kinder-Paletots• .•*on 4" -.. voo 2� Herren-Änzug, friert«udge- y-° streiit........ Stück Herren-Änzog, biwo-«chwara om Cheviot....... Stück W Herren-Anzog, engl Desams o« Stück*' Barsehen-Anzüge, elegant. /-° Muster...... Stück von Kinder-Anzüge, ane Fassons Jos Stück von Kinder-Hosen stück von 482; Loden-Joppen rar Herren, Burschen»»a Kinder ganz enorm billig. Rosen rar Herren, alle erdenklichen Musier... I1* Sehlafröeke, Ulster, Uausjoppen, Pelerinen, Westen zu Spottpreisen. Ein Posten prima Herren• Anzüge---»»°o»>- Ein Posten prima Herren-Paletots dT-rr,eTn M Sehen and staunen! Besichtigung ohne Raufzwang! 3S Iflaß- Abteilnng'. Herren-Anzüge: Serie! 275m0 Seriell 87 m0 Seriem 475m0 Herren-Paletots: Serie! 245m0 Seriell 341? Seriem 44if Es werden garantiert nur prima StoHe verarbeitet unter Garantie lur tadellosen Sitz! 9 RosenthalerstraBe 9 19 Turmslrafie 19 Schöneberg 10 HauptslraSe 10 85 ChausseestraBe 85 137 Gr. frankfurterstr. 137 29-30 UDserDini 29-30 Blitz Blitz Blitz Blitz Blitz Blitz Blitz Blitz W 5 N »-f N 2 p* N s Ä N S3 S N 2 S p-f N 2 M< N 2 N 2 s N 2 s N 2 m» *+ N 2 Ä N 2 Me ff N 2 BS f* N 2 ä N 2 rt- N 2 N FL ISO u. aoo Kraft-Aotuiein Käuflich in Apotheken, Oregon- und Kolonlal-Geechaften. Häufig wird die Frage an ans gerichtet, wann und wieviel Santa Lucia Kraft-Rotwein der der Stärkung Bedürftige trinken soll?— Antwort:»/« Stunde vor jeder Mahlzeit, also vor dem Sten Frühstück, vor dorn Mittag- and Abendessen je Vt Glas Santa Lucia genossen, wirkt wunderbar heilsam auf den ganzen menschlichen Organismus._ Steckenpferd SiltenmUch erzeugt rosiges, iugmdfrlsehes Anssehen, weiße sammetweiche Haut, blendend schönen Teint und beseitigt tßommcreproeeen sowie alle Haataarclniskeiten. ä Stück SO'Pf- in den Apotheken, Crogeri« und ParfUmsrlen. Biel Geld spart, wer Gaciianaa, Schoner, MMU WA Reisemustcr ermäßigte EngrcSpreisc Bli'Sisuei'sli'. 47,, (geschlcssen 1—3 Uhr) sowie 18666» Scbünebergerstr. 7 (Pcsamcntierladen) Im RSumungsandvcrfauf kaust. schwarz und tarhig, Vestume»- Steile, neueste Damentucke wwatMKics- otlliio, iioworswa Muster, Astrachans, Krimmer, Trikotsteffa, Selden-Plütoh, Sammet, Seide etc. Cbnfcction. Paletots, Jacketts, Abendmäntel, Costumes, Costumes-Röcke in größter Auswahl C. Pelz. Kottbuserstr. S. Herren-, Samen- uJI Kinder- (Zarderobe.!! neueste Fasnons, 1 1 größte Aaswahl.!! lote B. alles auf bequemste*| Teilzahlung. S.Dorn. Wareiis u.MöbeU Kredithaus 1 WiaDserstU: am Schönhauser Tor.| Telephon Amt 3, 300,| t212L*( 'aUl TÖtlS, Schneidermeister Reiz■ Stolas, Muffen, Kindergarnitar. reell. W«r», gab« sa auanrwiltanuh aledrigaa Pnban bei Mhr grosser Auswahl BDSk •Inmein ab. Oscar Arnold firoeehnndlong tür BSto. MOtxen HB« OWMMLiiLLA Kein Mantzwang. Spezlal• Kinderwagen■ Haus Oiistav Linke, Berlin. Frankfurter Allee 97. Charlottenburg Biemarcktt.112 Am Knie. Kinderwagen 7 bis 70 Marl. Puppenwagen 2 bis 20 Mark. Kinderbettatellen 7—5028. Kindersport- "*■ i—' wagen, Kinder» fische und verstellbare Kinderstühle. Gewähre 8 Rabatt, ima Knecht I Ruprecht bfiagt -Vater >■sed.ra.a Teppleh vanlL«,ka IS,••,80IS«e*w. »* Matter hmhaeka■teppdsekm nad Clarüiii«B WM OL«.SO.«.»». 8, 1« mnr. Sohn •In»•ehOa« Batsedeek* vm M. d.*B,«, 7, 8.50«w. fir«• Tochter •In«•leganta Tl.ohd.ek« n. p rächt voll«« Kell VMlLa.80, 8,78, 8. 0, V ow. •ollan die sna atenr Banz Beiliii wunslert siel über die bllligon Preise, die asl ein Drittel des Wertes ermiiSigt sind, tod• ÄMonsuri I Cassel, nur Kommandantenstrasse 70-71, parterre und l Etage.| Abt. I. lackette, LUtboys, Boleros und engl. Fasaooa aus farbigem Samt, Astrachsto, SeidenplÜsch u. Eskimo, früher 45..«) 3«.00 05.00 14.50 " je® Mö 28.00 iSSÖ OS- Abt. IL Seidenplüsch- und Astrachan- Käntel in den elegant. Ana- ffthrangen, für die st&rksto Figur pass, früher 100.00 72.00 5600 35.00 letzt 6S.60 50.00 ÖOO ÜLOT Abt III. Theater u, Elmono-Mäntel aus prima Tuch-, Eskimo- und BTanschstoffen, mit u. ohne Seiden fntter, früher 65.00 48.00 86.00 20.00 jetzt 48.00 A.« ZU» 18.50 Abt IV. Lnsl- Paletota u 4 achönst Dessins n Funons frfiher 4=. 00 82.00 24 00 18.00 fetzt MJW Ilm lES B®~ 4bt V Kostüme n. garnierte Kleider ** in allen neuen Fassons o. Stoffen früher 68 00 52.00 88.00 24.00 je® U.00 25.09 27.00 1U0 Abt. VI. KostttB-Bücko, tua««a lang, m den neaestaa v hoffen mit Samtstreilen, frfiher 50 00 22.00 15.00 1JBQ letzt 22.N ÜM ISZS OT ■■r Ortglnal-Modalls gebsa wir Kostenprels« ab.-MB BIwmb ans Samt, Seide, Tftll, I Wolla, in den schicksten Ana; (4. 50—40.00.) Sonataga geSüitL RonKursmosse herrührenden Itestbeatand. bis Bnd» des UonaU total geräumt werden. 8H" Gelagenheittkaui ppaktlsoher Welhnachts-Geisbenke."Wm Teppich- Adler Königstrasse 20-21, —■»*• 4. Jttdenatr. 2um Weihnaditsffest ksuf.n Sie bal aas ao baitsa. Auf Teilzahlung wöchentlich nur 1 Mark, Grosse Auswahl In: Berrrn- und Dame» Ihren, Frel.rhrvlnpcrn, Brn.ct lür Herren Kinder-Melton- Ohren- ««m Un Um»ehr warm nnd bequem. SCflUOC enorm billig 78, 73 nnd "rr. |Pf. |Pf. Boll- U.(Sßsßllsclwfts-Scllllllß In aparter Kollekttoni Umtauscb erfolgt bereitwilligst, auch nach dem Feste, Hr. 299. MMrm. i Kllllße htS JOllfittfi" SttlilM Z-«!., 22. l907. Das mirtfchaftsjahr 1907. Ein WirtschastZiahr, reich an bedeutsamen und charakteristischen Erscheinungen, geht zu Ende. In seltener Schärfe prägen sich in ihm die Widersinnigkeiten der kapitalistischen Wirtschaftsweise aus. Es war Zeuge der Ausschreitungen der Hochkonjunktur; und es sieht die Schrecken einer sich schon fühlbar machenden Krise herauf- ziehen. Das Jahr 1007 umschließt die ganze Dialektik der privat- wirtschaftlichen Gütererzeugung und-Verteilung, mit ihren treibenden. hemmenden und zerstörenden Kräften. Die Unternehmungslust war so groß, daß sie selbst in einer bisher noch nie erreichten Produktionshöhe nicht genüge fand. Aber sie half auch die Ver- Hältnisse auf dem Geldmarkt derart erschweren, daß von hier aus der Produktion Fesseln angelegt wurden; und nun sieht man die Produzentenorganisationen schon bei den Vorbereitungen, durch Einschränkung der Gütererzeugung diese mit der gesunkenen Nachfrage in Einklang zu bringen.„Marktregelung" nennen das die Syndikate! Bei Licht besehen, ist es nichts anderes als der Versuch einer Anpassung an die durch die kapitalistische Wirtschaftsweise eingeengte Konsumkraft. Man bringt den Widersinn in ein System. Mit noch sehr hochgespannten Erivartungen ging man in das Jahr 1907 hinein. Der Hunger nach Arbeitskräften schien unersättlich; am Warenmarkt ging die Nachfrage weit über das An- gebot hinaus. In ungezügelter Hast wurde die Gütererzeugung forciert und schuf neue Rekorde. Die wilde Gier, durch Speku- lation angereizt, trieb die Preise fast aller Waren sprunghaft in die Höhe. Und diese EntWickelung warf dem industriellen Kopital enorme Gewinne in den Schoß. Begünstigt von der ncudeutschen Zoll- und Wirtschaftspolitik, gingen die Lebensmittelpreise nicht nur scharf nach oben, sie trieben sogar teilweise stark über den Grad der Preis- steigerung der Ware Arbeitskraft hinaus. Die nominellen Lohn- steigerungen bedeuteten daher nicht auch eine entsprechende Zunahme der Konsumkraft. Für manche Arbeiter- und Beamteukategorien ist diese trotz absoluter Lohnerhöhung sogar noch geschwächt worden. Die Arbeiter, Handwerker, Beamten usw. waren nur das Vehikel, da? einen Teil des Konjunktursegens an die Agrarier übermittelte. Für die produktiv tätige Bevölkerung brachten die Jahre der Hoch- konjunktur in der Hauptsache nur reichlichere Arbeitsgelegenheit und gesteigerte Ansprüche an die Arbeitskraft. Beginnen wir mit den Ncilgrüudungen und Jlivesticriinxen. Vorweg sei bemerkt, daß die diesjährige Produktion in der Hauptsache befruchtet war durch den Kapnalzufluß im vorigen Jahre. Im laufenden Jahre hat die Gründungstätigkeit schon erheblich nach- gelassen. Das Kapital war ängstlich geworden; es witterte die kommende Krise. Immerhin waren die Neuinvestierungen ver- hältnismäßig noch sehr hoch. In den ersten zehn Monaten stellte sich die Summe des neu investierten Kapitals bei Aktiengesellschaften und Gesellschaften m. b. H. wie folgt: 1900 1907 M M. 1 102 551 509 1 301 007 725 Kohlen und Eisenproiuiktion. Wenn im laufenden Jahre die Gründungstätigkeit auch nachließ, so verzeichnet die Gütcrcrzeugung doch erhöhte, teilweise sogar ganz gelvaltig höhere Ziffern. Das konimt besonders bei einem Vergleich mit dem Jahre tOOl zum Ausdruck. Das Jahr 1905 eignet sich weniger zu Vergleichen, weil durch den großen Bergarbeiterstreik im Januar und Februar jenes Jahres sowohl die Kohlen- als auch die Eisengewinnung stark beeinflußt worden ist. Es wurden produziert: im ganzen Jahre in den ersten 10 Monaten 1901 1906 1907 in 1000 Tonnen Steinkohlen... 120 815 114 273 119 296 Braunkohlen... 48 635 46098 51 106 Kols..... 12 335 16 720 18 139 Roheisen.... 10 058 10 316 10 827 In den ersten zehn Monaten 1907 ist die Gcsamterzeugung an Brennmaterialien schon um l� Millionen Tonnen größer als die Erzerigung des ganzen Jahres 1904, und gegenüber der gleichen Zeit des Vorjahres ergibt sich eine Zunahme um rund 10 Millionen Tonnen. Ganz enorm ist die Steigerung der Koksproduktion. Und auch bei Roheisen ist die Erzeugung im laufenden Jahre sowohl über die Produktionsinenge der gleichen Periode des Vorjahres, wie auch über die des ganzen Jahres 1904 hinausgewachsen. Nicht ganz die gleiche Erscheinung zeigen die Versandziffern deS Stahlverbandes. Die Versandmenge der Produkte A— Halbzeug, Formeisen und Eisenbahnmatcrial— betrug: in den ersten 11 Monaten 1906 1907 3 283 876 Tonnen 5 224 594 Tonnen Die Gesamtversandmenge der Produkte A(Halbzeug. Formeisen, Eisenbahnmaterial) ist demnach etlvas geringer geworden. Das Minus entfällt aber lediglich auf die letzten Monate. In den ersten 8 Monaten dieses Jahres ivar die Versand menge um rund 200 000 Tonnen größer als in der gleichen Zeit 1906. Einen weiteren Maßstab für die Forcierung der Pro dultion gibt die Eiscncrzversorgung deutscher Hütten. Es betrug bei fast ganz gleicher Ausfuhr die Einfuhr an Eisenerz in den ersten 9 Monaten 1906 rund 6-/3 Millionen Tonnen, in der gleichen Zeit dieses Jahres aber 7I/l0 Millionen Tonnen. Daß auch die Textilindustrie gut beschäftigt war. läßt sich au? der Versorgung des deutschen Marktes mit Baumwolle schließen. Tie Versorgung stellte sich auf 3 772 507 Doppelzentner im Jahre 1906 und auf 3 700 981 Doppelzcnter in den ersten 10 Monaten 1907, sodaß in diesem Jahre die sehr starke Versorgung des Jahres 1905 mit 3 943131 Doppelzentner wohl noch erheblich über schritten werden wird. Außenhandel. Mit der Steigerung der Warenerzeugung nahm auch der Außen- Handelsverkehr zu. Leider ist die amtliche Statistik keine ganz sichere Lertcriir; sie führt verschiedene Artikel nur nach Stückzahl oder Hohlmaß ans. Bei Zugrundelegung von Einheitswerten ergeben sich, nach einer Aufstellung der„Voss.-Ztg.". folgende Zahlen: In den ersten 9 Monaten wurden eingeführt ausgeführt Menge Wert»» Menge Wert in Doppelz. Mill. Mark Doppelz. M,ll Mark 1906 417 555603 6 112 324 137 101 4514 1907 485 959 302 6 569 332 571 806 5135 Der Menge nach ist die Einfuhr viel stärker gestiegen als die Ausfuhr, 15,6 Prozent gegen 2.6 Prozent; dagegen stieg dem Werte nach die Ausfuhr um 13,8 Prozent, die Einfuhr jedoch um 7,4 Pro- ient. Da der Aufstellung Einheitswerte zngnmde liegen, die die Preiserhöhungen unberücksichtigt lassen, muß man zu dem Schluß kommen, daß eine starke Verschiebung in der Warenbewegung ein- getreten ist. Die Zufuhr an Rohprodukten hat zugenommen, während in der Ausfuhr Rohmaterialien und Halbzeuge stark durch fertige Artikel verdrängt worden sind. Dieselbe Erscheinung zeigt sich für Großbritannien, während der Außenhandel Frankreichs und der Ver- einigten Staaten ein stärkeres Anwachsen der Einfuhr ausweist. Nach einer Berechnung des englischen Handelsamtes ergibt die Außen- Handelsstatistik der vier Hauptindustricländer für die ersten neun Monate 1907 gegenüber der gleichen Zeit deS Vorjahres folgende prozenwale Wertsteigerungen: Import Export Deutschland..... 10,9 14,5 Frankreich...... 14,5 6,8 Vereinigte Staaten.. 16,3 7,4 GroßbrilannieN.... 6,0 14,3 Diese Zahlen legen den Schluß nahe, daß sowohl Frankreich als auch besonders die Vereinigten Staaten einen sehr starken Inlands- konsum hatten. Damit gewinnt der Rückschlag in Amerika erhöhte Bedeutung, insofern, als er eine sehr starke Verschärfung der Konkurrenz auf dem Weltmarkt ankündigt. Der Auftragsbestand des amerikanischen Stahltrusts, der Ende März 8 Millionen Tonnen betrug, war Ende Sep- tember auf 6 425 000 Tonnen zurückgegangen. Dabei muß berücksichtigt werden, daß die Aufträge der Eisenbahnen sowohl in Amerika als auch in Europa eine große Rolle spielen. Um so mehr fällt icks Gewicht, daß in den Vereinigten Staaten die Eisen- bahnen jetzt mit Aufträgen sehr zurückhalten, was die Lage in der Stahlindustrie ungünstig beeinflußt. Ander? liegen die Verhältnisse in Deutschland. Hier ist die staat- liche Eisenbahnverwaltung der Großindustrie, gerade als die Krisenzeichen unverkennbar hervortraten, mit erhöhten Aufträgen zu höheren Preisen hiilfrcich beigesprungen. Ohne diese Staatspolitil wäre auch in Deutschland die Abschwächung de» industriellen Beschäftigungsgrades schon schärfer in Erscheinung getreten, und die Rohprodnzenten hätten an ihrer Preispolitik nicht solange festhalten können. Welche Bedeutung die StaatSaufträge haben, lassen folgende Angaben erkennen. Die preußischen Staatsbahnen benöligten 1906: 6 960 400 Tonnen Steinkohlen a Tonne 10,98 M.. 1 073 700 Tonnen Briketts a 12,40 M. und 56 000 Tonnen Koks a Tonne 15,90 M. Für 1907 stellte sich der Bedarf bei gleichen Preisen wie folgt: Steinkohlen 7 945 400 Tonnen, Briketts 1 153 000 Tonnen und Koks 66 300 Tonnen. Schienen wurden bestellt: 1906: 207 000 Tonnen im Gesamtwerte von 24 Millionen Mark, 1907: 235 000 Tonnen im Werte von 27>/z Millionen Mark. Die Bestellnngen an Schwellen umfaßten 1906: 115 000 Tonnen; 1907: 131 000 Tonnen; der Wert dieser Aufträge stieg von 12,5 Millionen Mark, auf 14 Millionen Mark. Das ist schon eine gute Unterlage für die Industrie. Preissteigerungen. Die starke Nachfrage am Warenmarkt hat, unterstützt von der Preispolitik der Prodiizentenorganisation, die Preise aller Waren stark in die Höhe getrieben. Von der Gunst der Verhältnisse hat in erster Linie die Kohlen- und Eisengroßindustrie profitiert. Hier konnten Preise durchgesetzt werden, die die des Jahres 1900 erreichen, ja sogar noch übertreffe». Nach den Notierungen der Essener Börse ergeben sich folgende Preise pro Tonne loco Werk: Durchschnitt seit April 1900 1907 M. M. GaSförderkohle..... 12,75 11,50—12,50 GaSflammförderkohle... 10,87 11,00—11,50 Fcttförderkohle..... 10,25 11,00—11,50 Kotskohle....... 10,75 12,25—13,25 Magere Förderkohle.... 9,50 10,00—11,00 „ melierte 10,50.11,25—12,25 Hochofenkols...... 22,00 16,50—18,50 GießereikokS...... 23,50 19,00— 21,00 BrechkokS....... 24,50 21,00-24,00 Die Kohlenpreise sind jetzt durchweg höher als im Jahre 1900, nur die Koksprcise haben die damalige Höhe nicht wieder erreicht. Das vom Kokssyndikat vor sieben Jahren ausgeführte Experiment, die Abnehmer unter Drohungen zur Bewilligung von Preisen zu zwingen, die über die vertraglich abgeschlossenen hinausgingen, läßt sich nicht gut wiederholen. Daß auch die Eisenkönige die Gunst der Verhältnisse zu nutzen verstanden, zeigen folgende Notierungen der Düsseldorfer Börse. ES kostete pro Tonne: 1903 1906 S2.�N-vvr. M. Spicgeleiscn.....67 Stahleisen...... 68 Deutsches Bcssemereiseu. 68 Gießereieisen I 67,50 III 65,50 Baumwolle kostete im Februar per Doppelzentner 111,21 M., im September 131,39 M. Im Oktober ging der Preis wieder auf 129,94 M. zurück. Für Petroleum mußte pro Doppelzentner gezahlt werden Anfang 1907: 21'/- M. im September 22,95 M. und im Oktober 23,10 M. gegen 21,45 im Oktober 1906. Preissteigerung auf der ganzen Linie! Koiijimkturscgc». Die PreiSerhöhimgen, die schon im Vorjahre wirksam waren und bereits für 1906 glänzende Geschäftsergebnisse brachten, haben auch für das laufende Jahr den Aktiengesellschaften enorme Gewinne gesichert. Die Gesellschaften, die Ende Juni ihr Geschäftsjahr schließe», haben für 1906/07 durchweg höhere Dividenden ausgeschüttet als im Jahre vorher, und dabei hat man durch enorme Abschreibungen und Rückstellungen schon für schlechtere Zeiten vorgesorgt. Nach einer Zusammenstellung der„Rhcin.-Westf. Ztg." erzielten zwölf der bedeutendsten Hütten- werke, die für daS Jahr 1905/06 mit einem Rohgelvinn von 87'/4 Millionen Mark abschlössen, für daS letzte Geschäftsjahr IO43/4 Millionen Mark Rohgewinn. Das ist eine Zunahme von rund 20 Prozent! Die im Oktober erfolgten Veröffentlichungen im „Zentralhandelsregister" lassen auch keinen Zweifel darüber, daß im Durchschnitt sämtliche Industrien höhere Erträge abwarfen. Nach den Bilanzen zahlten Akticnlapital Dividende Gesellschaften 1906 in 1000 Mark in Prozent in Mill. M. 1905/06 1907/08 1005/06 1906/07 239 540,4 39 809 45 209 7.4 8,4 Die durchschnittliche Verzinsung des nominellen Aktienkapitals ist um rund 1 Proz. höher. Die Unternehmer können mit de» Er- gcbnissen zufrieden sein.— Natürlich sind auch die Löhne nominell 1906 M. 92—03 70 82 78 70 M. 90-92 80 88 85 73 gestiegen! Wie hoch die Steigerung war, darüber fehlen noch sichere Angaben. Aber das ist unbestreitbar: den Lohnfteigerungen stehen auch gesteigerte Haushaltungsloften gegenüber, die viele Arbeiter zwangen, trotz erhöhter Löhne ihre Lebenshaltung zu verschlechtern. Ein ungefähres Urteil erlauben die folgenden Angaben. Lebensmittelpreise. Nach den Notierungen der Berliner Börse kostete die Tonne: im Tvrchschuitt 1900/01. ., T„ 1901/02. 1902/03. 1903/04. 1004/05. 1905/06. , m. Quartal 1906 „ September 1907. am 20. Dezember 1907 In Berlin kostete im Großhandel ein Doppelzentner Roggen» mehl im Oktober 1906: 20,49 M., im November 1907: 29,50 M., die Steigerung beträgt 44 Vz Proz.; Weizenmehl stieg in derselben Zeit von 23,75 M. auf 32,00 M. oder um 34,7 Proz. Nach den Zusammenstellungen der„Statistischen Korrespondenz" über Durch- ,chnittspreise nach den Marktpreisen an 23 verschiedenen Orten kostete Oktober Steigerung 1906 M. 172,0 159,0 156.0 243,0 52.4 2.52 0,32 0,27 schon 1907 M. 222,0 201,0 172.0 250,0 68,9 2,57 0.37 0.32 ansehnliche »n Prozent 29 26,4 10,2 6,6 12,4 2 15,6 17.2 Lohn- Weizen.... 1000 Kilogramm Roggen.... 1000„ Gerste.... 1000„ Erbsen.... 1000„ Eßkartoffeln.. 1000„ Eßbutter... 1„ Weizemnehl.. 1„ Roggenmehl.. 1„ Solchen Preissteigerungen müssen crhöhungen gegenüberstehen, wenn die durch jene hervorgeruscne Verteuerung der Lebenshaltung auch nur ausgeglichen werden soll. Die Fleischpreise sind allerdings von der exorbitanten Höhe des Vorjahres etwas hinabgegangen, wovon im Kleinhandel allerdings noch nicht viel zu verspüren war; jedenfalls stehen sie noch beträcht- lich über dem Stand der Jahre von 1000—1904. Wie wirksam die Teuerung war, geht daraus hervor, daß im Jahre der Hoch- konjunktur 1906/07 der Fleischverbrauch pro Kopf der Bcvöllerung um 1,27 Kilogramm hinter der Verbrauchsmenge des Jahres 1904/05 zurückgeblieben ist; bei Schweinefleisch beträgt der Rückgang sogai 2,71 Kilogramm. Geldmarkt. Die hohen Ansprüche, die die Industrie und daneben auch noch die Kommunen usw. an den Geldmarkt stellten, hatten schon im Vorjahre eine ungewöhnliche, anhaltende Spannung hervorgerufen, die sich ab Mitte dieses Jahres noch weiter verschärfte. Nicht zuletzt hat zu der prekären Lage am Geldmarkt die starke Steigerung der Warenpreise bei- getragen. Im Handel und Verkehr waren größere Summen zum Betriebe erforderlich. Dazu flössen den Landwirten enorme Beträge zu, die zu einem Teile jedenfalls dem Umlauf entzogen blieben. Die Schwierigkeiten auf dem Geldmarkt spiegeln die DiS- kon tosätze der Reichsbank wieder. Ende 1905 hatten ivir einen Diskont von 6 Proz. Im Januar 1906 erfolgte Herabsetzung auf 5 Proz., im Mai auf 4'/z Proz.; im September wurde der Diskont auf 5 Proz., im Dezember auf 7 Proz. erhöht. Damit war der Krisensatz vom Jahre 1899 erreicht.' Im laufenden Jahre gestalteten die Verhältnisse sich noch unfreundlicher. Im Januar ging die Rate der Reichsbank zunächst auf 6 Proz., dann im April auf 5l/2 Proz. hinab. DaS war die untere Grenze dieses Jahres. Am 29. Oktober signalisierte die Reichsbank Sturm, der Diskont stieg auf 6'/z Proz. Die in Amerika ausgebrocheue Fiuanzkrise veranlaßte aber zu noch schärferen Maßnahmen; am 8. November erfolgte weitere Herauf- setzung des Diskonrs auf 7>/„ Pro�, ein KnrSsatz, der seit 1873 nicht mehr in Geltung war und von dem wir anscheinend in diesem Jahre nicht mehr loskommen. Mußten schließlich schon die fort- gesetzten Preissteigerungen der Rohiizateriolien, denen nicht in ollen Zweigen der Weiterverarbeitung gefolgt werden konnte, die Unter- nehmungSlust eindämmen, so wirkte noch besonders lähmend der teure Geldstand, unter dem vornehmlich der Baumarkt zu leiden hatte. Als weiteres Moment der Abschwächung müssen die Befürchtungen ange- sprachen werden, die der Zusammenbruch der wilden Haussen an ver- schiedencn Märkten auslöste. Sobald die Preise abzubröckeln begannen, wurde die Spekulation ängstlich, zurückhaltend. Das Abflauen der Nach- frage wirkte weiter preisdrückeud und dieser Bewegung konnten schließlich selbst die gut syndizierten Produkte nicht widerstehen. Nur der Kohlenpreis ist noch unerschüttert, dagegen mußten die Eisen- und Stahlproduzentcn den veränderten Verhältnissen bereits Rechnung wagen. Ende September waren die Preise einer Reihe wichtiger Artikel schon stark gefallen. Es notierten z. B.: Stabeisen Feinblech Kupfer Zinn Zink in Mark in Pfund Sterl. Ansang 1907... 155 162 105 193 23 Ende September.. 135 133 64 160 21 Und seit September sind die Preise teilweise weiter erheblich gesunken, Stabeisen z. V. auf 115 M. In diesem Zusammenhange muß auch noch ein anderer Faktor erwähnt werden. Die guten Wellernten der Jahre 1905 und 1906 übten naturgemäß einen günstigen Einfluß auf die industrielle Unter- nehmungSlust aus. Run folgte aber 1907 eine schlechte Welternte, die in umgelehrter Richtung wirkt. Der Ertrag der Wclternte an Getreide, der im Jahre 1906 rund 3251 Millionen Doppclzentner ergab, stellt sich für 1907 aus nur 3076 Millionen Doppelzentner. In' Deutsch- land war die Ernte allerdings günstig, aber daS ist unter den ob- waltenden Umständen nur für die Agrarier vorteifljast. Aussichten. Die ungünstige Welterute läßt wenig Hoffnung, daß ivir vorläufig von den hohen Lebensmittelpreisen wieder herabkommen, während andererseits die andauernde Geldtcuerung die industrielle Abflaunng verschärft. So steht denn die arbeitende Bevölkerung am Schlüsse deS Hochkonjunkturjahres vor wenig tröstlichen Aussichten. Schon hat der Beschäftigungsgrad merklich nachgelassen, schon ist ein be- dcnklich großes Heer Arbeitsloser vorhanden. Dazu kommen fast jeden Tag neue Meldungen über BetriebSeiiischränkimgen, Eni- lastungen. Einlegung von Feierschichten und Lohnkürzungen, llnd durch den Rückstrom Arbeitsloser aus Amerika wird der Druck auf den Arbeitsmarlt weiter verschärft. Bcrschlechtermig der Erwerbs- bechaltuifso uhö kowssals Berteuemikg der LevsnZHSliUt� daS ist S pus bct status quo, mit dem die Arbeiterschaft in das fcue Fahr hineingeht. Und in diesem werden'sich die Verhältnisse illem An- schein nach �fnr sie noch ungünstiger gestalten. V Um das Bild zu vervollständigen, ist noch nötig, ans de Finanz- läge dcS Reiches hinzuweisen. Wir haben eS jetzt glnckliä zu einer RcichSschnld von 4 Milliarden Mark gebracht. Der Rcickhaushalt schließt ab mit einem Steuerbedarf von zirka 200 Millionen. Natürlich soll dieser Bedarf durch indirekte Steuern gedeckt werden. jßas find für de» Ardelitt wahrlich Gründe genug, die ihn veranlassen müssen, durch Ausbau seiner Organisation gegen die drohende» Gefahren zu rüsten. Umsomehr ist das nötig, weil das Unternehmertum auf der ganzen Linie mobil macht, seinerseits die Kräfte zusammenschließt, mit denen es den eventuellen Wider- stand der Arbeiter gegen Lohndruck und Verschlechterung der Lebens- Haltung zu brechen gedenkt. Nichts wäre verkehrter, als in Gleich- gültigkeit zu verharren, oder gar mutlos die Hände in den Schoß zu legen. Nicht als Verhängnis, sondern als ein zu überwindendes Uebel> nüssen die ruinösen Wirkungen der kapitalistische« Gesellschaft-;- Ordnung betrachtet werden. Der ganze Widersinn der kapita- listischen Wirtschaftsweise wird allerdings erst mit der sozia« listischen OlÄimng schwinden, aber die Arbeiterschaft kann auch schon im Rahmen der bestehenden Verhältnisse manchen Schäden vor- beugen, sie mildern. Es kommt jetzt eine Zeit schwerer Wirtschaft- licher Kämpfe. Darum heißt eö: rüsten, um dem Gegner nicht wehr- und waffenlos gegenüberzustehen! v. Emgegsn?ene Dvudtfdmften.. öcs Deutschen Holzarbeiter- Verbandes für das «tayc 1908. �aschenkalender sür die Verwaltungen und Mislicdcr des BerbandeS. Im Austrage des Berbandsvorflandes herailSgqcben vo» Theodor Leipart. Neunter Jahrgang. Siuttgait. Selbstncrlaa dcS Ver. bandes. Preis für Verbandsmugneder SV Ps„ durch den Suchende! l M. pro Exeuwlar. Süddeursche Mouatshcste. 1. Heft 1008, Quarta! 4 K. Selbst. Verlag ln München. Zchlesten. Illustriert« MonalSschrist-ur Pflege beimaMchw Fnkeressen. Ar. tz. Pro Quartal Z A. Verlag: H. Eimina in �Mowitz Berliner Marttpreik».«ue vem autMchen Bertchi der städll'chen Marktballeu-Dircktian. tGroßbandel.) Qchsenstcstch I» KS-70 vr lOO Psd.. IIa 62 67, Qla 56—59, Lullen fleisch la 67—72, IIa 66—66, Kühe, stit 50-58, do. mager 38-48, Fresser 52—60, Bullen, dänische 53-65, Kalbfleisch, Loppelleuder 115—130. Masttälber la 85-95. IIa 75-64 Kälber zer. gen. SS-7l, do. bell. 50-56. Hammelsteilch Mast. lammer 74-76, Hainniel l« 66-70. II» 60-65, ungar. 0,00, Lchase 45—53. S-tiwcuiefleilch 51-59. Rebwild la per Pfund 0,65-0,82, IIa 0,00. Rotwild la bei Pfund 0,45—0156, do. Na 0,40, do Kälber 0,50— 0,65. Pari, oild 0,40-0.60, do. Kälber 0,60-0,70.«ildlchweine per Pfd. 0,25—0.60. Frsschljuge p. Pro. 0.60-0,60. KüNtuchen, groß, Stück 0.80— 1,00, do. klein 0,30-0.70. Halm, groß per Elück 3.50-3,90, b«. mittel und klein Stück 2,00-3,25. Wildente» p. Stück 1,50-1,75. Faianenhähne la, jung- 2, 25-3, 26, b«. N« und alte 1,50-2,00. Fasanenhcnnen 1,00-2,25. Waldschnepsen r. Stuck 2,00-2,25, do. Na 1,00-1,50. jMiomt. alle, p. glück 1,50-200, dito IIa 1,10-1,40, dito junge 0,00, dito lls 0,00, i-audc» lg, 0,00, dp. Ha und alte 0,00, d». italienische 0,85-0,90. Eule» 1= - i'.....■ i i i7- i '4Uf't mB" MR sj§ 0 DD«im vorteil« � h.ftestcn r' i Belm Fachmnnn Ernst Waflcke�iwer, Brflckensfr. 6a ,.Bn�,�a«kr leppdeckeir i kauft man ampreiswcrteste» ' jetzt nur direkt in der Fabrik Bei-!!» C., Prcnzlauerstr. Ha. S. Strohinan«! el. Alte Steppdecken werden anfgearbeltel Stück 2,20—3,00, do. Na 1,50—2,00, do. per Pfd. 0,65—0,70, do. Hamburger per stück 3,40.(Säule per Pfund 0,45—0,58, do. Oderbrucher per Pfund 0,48—0,60. PouletZ per Stück 0.00. Puten per Pfund 0,75— OVO. Poularden, deutsche. 0,00, dito per Psund 1,20. Hechle per 100 Pjd. 61—81, do. mittel 0,00, do. groß 0,00, do. matt 0,00. Zander gross-mittel 100, dito gross 78—96. Schiele, Holl. IIa 0,00, dito gross 91, dito klein 0,00, Hole, klein 0,00, dito klein und mittel 0,00, dito groß 0,00. Wels 0,00. Karpfen, Galizlcr, unsortiert 0,00, do. 10er 69—76, do. Schlosische 50er 60—66, do. sranzösilche 70 bis 100er 60—64. Plätze» 35—46, matt, klein 18—22. Roddow 0,00. Blei- fische 0,00. Lunte Fische 16—55, dito klein 0,00. Larse 60—72. Karauschen, matt 0,00. Bleie 23—44. ölland 44—50. Quappen 36. Winter-Rheinlachs per 100 Psd. 0,00, Amerikanischer Lachs la neuer per 100 Pfd. 110—130, do. Na neuer 90—100, Seelachs per 100 Psd. 20—25. Flundern. Kieler, Stiege la 2—6, do. mittel Kille 0,00, Hamb. Stiege 3—6, halbe Ktstc 2—3, pomm. la Schock 0,00, Ha 0,01 Bücklinge, Kieler ver Wall 2—3,00, Straliundcr 0,00, engl, per Wall 3,00—3,50. Sprotten, Tanziger, Kiste 0,80—0,90, do. Rügenwald er, Kiste 0,70—0,30. Aale, grox per Psund 1,10—1.40, mitlelgross 0.80—1,10. klein 0,60—0,80. Heringe per schock 5,00—9.00. Schellfische, Kiile 4,00, dilo's, Kiste 3,00. Sardellen. 1902 er per Anker 98. 1904er 98, 1905er 98, 1906er 85— 90. Scholttlche Vollberinge 1905 0,00, large 40-44, foIL 38—40, med. 36—42, deutsche 30-40. Heringe, neue MatjeS, ver'/, To. 50—120. Sardinen, ruff., Faß 1,50—1,60. Dratberiuge Faß 1,20—1,40, do. Büchse(4 Liter) 1,40— 1,iO. Neunaugen, schocksass II, do. kleine 5—6, do. Ziieicn- 14. Krebse per Schock 0,00, grosse 0 00, do. mittelgroße 0,00, dito kleine 0,00 ein 0,00, do. unsortiert 0,00, Galizier, gross 0,00. Scemuschcln 100 st. 1,00. Eier, Land«, unsortiert per Schock 4,00—5.80, do. grosse 6,00— 6,50. Butter per 100 Psd. la 132-133, Ua 122-128, lila 116-122, abfallende 100-106. Saure(Surfen Schock 4,00. Pkestergurieii Schock 4,00. Kartosteln per 100 Pfund Dabcrsche 3,00—3,25, weisse runde' 2,50—3,00, map. bon. 2,75—3,25. Porree, per Schock 1,00—!,25. Meerrettich, Schock 4—10. Spinal per 100 Psund 5—10. sellcrie. per Schock 3—5, do. pomm. 6—8. Zwiebeln ver 100 Psd. 2,00—4.00. Petersilie, grün, Schockbund 0.80—1,25. Kohlrabi, Schock 0,00. Rettich, bayrischer, 'Sllück 0,04-0,10, hiesiger Schock 2,50-3,50. Mobrrüben, 100 Psd. 2,00 bis 2,50. Karotten, hiesige, Schockbund 3,00—4,00. Wirnnglobl v. Schock 3—6. Rottobl, Schock 3—7. Weisskohl p. 100 Psd. 1,00—2,00. Blumenkohl, hiesiger 100 Stück 0,00, do. Erfurter 0,00. Rosenkohl, per 100 Pfund 10—13. Grünkohl 2,00—5,00. Kohlrüben, Schock L,0o— 3,00. Petersilieirwurzclii, per 100 Psd. 6—7, Schockbund 4—5,50. Schnittlauch, Töpfe Dutzd. 4—4,50. Tomaten. kanarische, per Kiste 4,00—5,00. Role Rüben, per 100 Psund 2,50- 3,00. Rübchcn. Bcelisscr, per lOO Psd. 3-8. do. Tel- wioer 10—18. Kürbis p. 100 Psd. 0,00. ESkarol per Schock 5—6. Endivicn ver Schock 3—6. Birnen ver 100 Psd. Tiroler 0,00, Kochbirnen 3—11, Tasickbiruen la 18— 25, do. IIa 6—17, Jtal. 18—22. Aepscl, ver t«0 Psund, Tiroler la 22-30, do. Ua 12-20, Tiroler, lose, per 100 Psund O.OO. do. irr Kisten 120 Psund 32—50, Most», hiesige, 2—5, Koch- 5—11. Tasel- äpsel la 15—25, do. IIa 8—12, Amerikaner, per Faß 13—30, Italiener, lose. 100 Psd. 8—12. Wallnüsse, per 100 Psd. französische 32 bis .35, rumänische 22—28. Paranüsse 52—60. Haselnüsse, lange. 100 Pfund 42—56, do. runde 40—45. Weintrauben, Almeria, per Fass 10—20. AnanaS l, per Psund 0,75—0,90, do. II 0,40—0.60. Bananen, gelb, per 100 Psund 8—25. Kokosnüsse per 100 Stück 20—28. Krach- mawdein per 100 Pfd. 70—115. Maronen, ital., per 100 Psund 9—18. Feigen, Kranz- per 100 Pjd. 20—25, do. Trommel- per 100 Psd. 40, do. in Kisten 28—58. Traubenrosincn per 100 Pfund 80—120, Zitronen. Messina. 300 Stück 9,00-11,00, do. 360 Stück 9,00—11,00, do. 200 Stück 0,00, do. 150 Stück 0,00. Apselsinen. 300 Stück 0,00, do. Rurcia 200 Stück 7,00-11,00, do. 300 Stück 7,00-10,00, do. Valencia 420 Stück 12-20, do. 714 Stück 14-18. Mandarinen 0,90-2,00, do. 420 Stück 11,50. 8 | Kuppen-Klinik| von lOiasst 8 TC.Kühnel,Bluchcrstr.6® JWeihnachtsausstellung inj \ Pupp. u.Puppengardcrobe• > Kein Laden? Solide Preise I. »JSerzeigfv d. Annonce erb. SffjSinir Kuffirderniiß! Alle Maurer, Zimmerleute und Arbeiter, welche im Jahre 1896 aus dem Neubau eon I>nck«olt, Her- mannftr. L4, Nixdorf- gearbeitet haben, wollen ihre Adresse unler II. 5 in der Expedition des„Vor- wärts" abgeben. 1982b- Uiikosteu und Beisäunmisse werden vergütet._ Pelzwaren um* eigenes Fabrllint. Den Rest meines Warenbestandes berkause wegen beendeter Saison zu äusserst billigen Preise». Kanlnsnn, Kürschnerffleister, Schmidstrafie 7a. 61* lOUhrtbds. geöff., auch Sennlage. ictiiischTelektr. Spieiwarra. K, 'Fmer lrichter Rauchtabak Cardinal Canaster. ÄasGrMWMMex� Bernte LMwMÄ ßmh Maschen verkauft. MnöxrwnÄse NachahWungeu ohne das Wart- FchtMMMHSSpGMt weise« Cttrl MaMpt-LerL«-.« 4trtus5tst$)$ JSfcotstus�kxUlc Grm»» Prhe WÄwuüttUuas-LtFoiüs IM« »Ng. der Krankenkassen 15 Proz. I-iepo, Grunewaldstr. 45. Ä. Lermsvn Ni!Her, Magazinstr. 11. iJava-Sunialradeeken mit schönen, bellbraunen Farben und tadellosem Brande Ar. 5966 S. S-Kv I pro Psund k 2,50/ Nr. 5967 verzollt. Billige Hotiiabake. W«x Jaeoby, Strelltzerstr. 52 lieinricli Franck | Berlin X., Bruunenstr. 18'5. j Dtilit fi«: 2,10»i. 1 itl4 Psd. Decklr., hell, schneew. Vr. I Das schönste Weihnachtsgeschenk vollständig umsonst eine SpvechmaBchlnc neuester Konstruktion bis eur elegantesten Ausführung. Sie sich verpflichten, eine kleine Anzahl 25I/3 Zentimeter großer doppelseitiger Platten prima Fabrikat ä AI. 3,— per Stück von mir zu beziehen. Abnahme Mtägig eine Platte. Auch liefere Sprechmasohinen, «elbstspielonde Musikwerke und Zithern auf Teilzahlung. Wochenrate nur 1 Mark. J. Kürzberg, osenthalerstra He 40141. I. Rosentlialerstraße 40{41 (Hackescher Markt) und An der Jaimowitzbrück© 19 1. Nur 1 Treppe, kein Laden. * rwwooow eefafb Neue Köniostr. 73. • Olwlltj Landsbergerstr. 64. SeideuiiQle x Mechanikhüte Fllzhiite x Mülzen x Schinne in allen Preislagen vorrlltlg. Vorzeiger dieses Inserats erhBlt 6 Prozent Rabatt.= rif------ Wer- Siaff- hllt serlige Anzüge nach Mas« 20 M. Tadelloser Sitz, haltbare Futtersachen. Bei Stofflieferung billigste Preise. Pranke, Ackerslrass« 143, 142L* Cftfe Jnvi lidenslrasse. Büsten! ivraktifeh als Weihnachtsgeschenk: Berstellbar und nach Mass von 1.50 an, hat abzugeben Oerich, Leipzlgeralr 59. SprsÄäsetiiDEn- Kllnlk. Reparaturen aller Systeme. Apparate, Walzen, Platten, — Zubehörteile.— Billigste Preise.— Nur ffk. Tiesing. RamlerstraBe 9(fein Laden). Größte, reellste und billigste Quelle für Uhren, Gold-, Silber- und Alfenidewaren. Sogtslau Ktaussr, Uhrmacher. Sciiöncbcrg. Hanptstr. 189 gegenüber der Hauptpost. aM? Fahrgeld wird vergütet. Etabliert seil 1890. HO 1 JEmpiehl© allen Freunden und Bekannten zum bovoistcheudon Weihnachtatcst; mein Glas-, Porzellan-, Steingut-, Nippes-, Lampen- und Emaillewaren-Gesehäft sowie»Umtllchc KUchcn-Artikcl zu den billig, len Preisen. Hngnst Mletcrt, �TuSr"-,..4' SO Ohne Anzahlung Dl Gardinen, Teppiche, Decken, Parlieren, fertige Betten, 1 1» Lllofer, Spiegel, Taschenuhren, Battwäsohe, Bilder, Herren- u. Kaabeo Qarderob J.Antel,, kl Ana., I M. wöch. Weinbergsweg 10, Bitte Besuch . Rosenthaler Tor.•« P'- od. . Postkarte 29 Gardlneiihaui Bernhard Schwartz Wallssr. L9 Flur-Eings » « o « Franz Foveaux Tabafsabrik Köln ackRH. General-Verweler: It. Iivttger>, HVf. 5, stzruppstrasse 6,[• Die Harnleiden Ihre Oelahren, Verhütung unt Beseitigung von Dr. med. Schnper, BERLIN- Preis 1 Mark. ■ Ites Tausend> y«lm l»i Eithlet �wrt �d«, Veihnactits-Geselientiel Grammoplione, up,e,do"en' mit aie-MIUMEkSEINld HUBS rn.i.r-./aaiK ;. ohne Glockenspiel, iit jeder Preislage, lauft man am vorteilhastest. (auch gegen Teilzahlung) im Spezialhans für nnulk-.......... werke e. UClMUUlltl tt<)ni/UU,str.44,part WerkBiUllerfiJaeob°Ärt Kein Laden. Vorzeig. d. Annonce erh. 5°/»3iab. Mwslm Aeter-SeMe« Berlin LW. Zofscnerstr. SV Berlin SV. Ecke Gneiscnaustrasse, im Haus« deS Polizeireviers. Sarg-MagazinuBeerdigungs-Jnstihtt Solide Preise. 10042« Auk I'eilzshliinx eventuell ohne Anzahlung • Hcrrengarderobe fertig«. nach � Mast von I. M. an, ferner Teppiche. Steppdecken, Portieren, Spiegel. Bilder, Gas- und Petroleum-Kronen, »Ihren usw. 1291L« Besuch oder Postkarte. prinzenstrake 47 i PL wSchent- llch an. Künstliche Zähne von 1,50 M. an.! Teilzahlung. Vorbebandlnng umsonst. Langjährige Goranfie. Plomben I von 1 M. an. Zahuziehcu schmerzlos von I M. an. Umarbeitung! schlecht fitzender Gebiiic von l M. pro Zahn an. 69621 1 WM-Wd« iWe«. fei>ÄL?n'trÄi u-bu" Teilzahlung'Sohne Auznhlang Steppdecken, Tischdecken, Teppiche, Portieren,»»_ Gardinen, Läuferstoffe, Uhren, Spiegel, Bilder,|%l 9 pf Herren-, Knabengarderobe, Betten, Bctlwlischc gE| M. Meiseis, Gr. Frankfurterstr. 57. wwwflcli. Besuch oder Postkarte.-- Winter 4702+ Arbeiter linden für den gute und billige Unterkleider in arostcr Auswahl Lrunnsnstr. 4S8, fisllier Laden. uttahnik gZanIATena Berlin SO., I Charlottenburg, Oranlen- Str afle 3.| Kant-BtrnUo 184a. Kftte& Schirme Kützen& yelzwaren SPT* an billigsten Preisen. OX? 3SSSE Vorzeiger dieses Inserat» erhält 5°/, Rabatt. SSE Billigste Bezugsquelle! Kar Hpezial- Beschilft In KellftiitriiliDimtil. Fertige Betten, Inlett und Bezlige. Wilh. Noack Naebf. 148WIlmersdorfcr8tr.l48 Ecke WallstraBe.• jjlattfn« Wchtu«• hält jedermann. Teilzahlung ge- staltet. Priiimli'.'Iii. Veibnaehts-Karpfen offeriert zu den billlgsten Marktpreisen Fischhandlung MendelSsohnstr. 1, Ecke Linicn>trasse. Blumen« D.Kranzbindepei von Aup. Meier, 2l09b* mir Wafsertorstroste Nr. S7a. tägUch verdionenHändler u. sonst geeignete Personen mit eingeführten Spezialitäten. 93/9+ Prospekte gratie und franko. Jahns' Teehaus, Gr. UohlerfeldeS. Kü �Hygienische __________.Keuautl! m EmpfehI.viel.Aerzteu.PrrtLgrat.u«ää H. ücger, OunimiwareiiiWrik Bdrlin Friedriclistra*»«4/99. i-DidPorzebm- Cestlill... Mi Cytteilt ===(früher Friedrichstr.«3)= jetzt Yarkstr. 68 u. Gneisena ostr. 22. Ries.AuSw.iLIcibnachlSgcschenkcn. Vorzeiger dies. Annonce erhalten 10 Prmc. Kabntt. Soeben erschienen: Sie soziaHstiscke Ardeitcr Znlerustionalk Berichte der sozialdemokratischen Organisationen Europas, Austra- liens und Amerikas über ihre Tätigkcli in den Jahren 1904 bis 1907 an den Jnlcrriationalen Kon- gress in Stuttgart. Herausgegeben vom Jnter. nationalen sozialistischen Bureau. Mit einem Borwort von Em» Vanderretde. 234/20 Deutsche Anvgave. Preis M. Enr Trage des Trawen- wahlreehts. Bon Klara Zetkin. Preis 50 Pf die Sozialdemokratie itn Deutschen Reichstag 1. Die parlamentarische Tätigkeit deS deutsche» Reichstags und der Landtage und die Sozialdemokratie von 1871 bis 1874. Von A. Bebel. Preis 60 Pf. Expedition des„Vorwärts" Uerlin SW\ Lindenstrasze 69, Laden. tirwWWW' Gerantir-ortlichcr ÄcboflcurV Hans Seöer,' Verlin. Für den Lnseratenteil verantw.: Tss.Gloike.Verlin. Druck u.Verlag: Vorwärts Luchdruckerci u. Verlagsanstalt Paul Singer St Co« Berlin SW. Nr. 299. 24. Jahrgang. ttliitr ilolblifiitt. Zanntag, 22. Deztlnber 1997. Soziales« Der Streik im KaffechanS. Die Bewegung der KaffcehanSangestellten mcusit auch dem Gewerbegericht schon viel zu schaffen. Die sechste Kammer unter dem Vorsitz des MagistratZasscssors Dr. Seckt hatte neulich wieder über eine Streitsache au-Z dieser Bewegung zu befinden. Fin „ Casv Braun" war cS in der Nacht zum 23. November zu erregten Szenen gekommen. Ucber dieselben haben wir in Nr. 276 berichtet. Etwa vierzehn Tage vorher hatte der Wirt ganz plötzlich seine sämtlichen Kellner zusammengerufen und hatte ihnen einen Revers zur Unterschrift vorgelegt, durch den die von den Kellnern an den Wirt zu zahlenden Abgaben, wie Putzgeld, Brrichgeld usw. erhöht, da- gegen das bis dahin gezahlte Gehalt in Höhe von 10 R. beseitigt werden sollte. Die Kellner unterschrieben damals, bereiteten aber nun ihrerseits einen Gegenschlag vor. Eines Nachts, in der Nacht zum 23. November, legten sie dem Wirt einen neuen Vertrag zur Genehmigung vor, durch den ihnen wieder ihr früheres Gehalt und dazu eine vierzchntägige Kündigungsfrist zu- gebilligt werden sollte. Aber der Wirt ist, wie er erklärt, schon auf alles vorbereitet.„Wenn die Herren", so erwidert er kühl bis ans Herz hinan,„nicht weiter arbeite» wollen, so können sie sofort gehen." Die Folge sind natürlich spitze Redensarten herüber und hinüber sowie eiii kleiner Auflauf in und vor dem Kaffeehans, bei dem auf Verlangen des Wirtes sogar die Polizei assistieren muß; jedenfalls werden alle nicht „arbeitswilligen" Kellner cinschliestlich des Zahlkellners ans die Straffe gesetzt. Gestern klagte nun der Zählkellner vor dem Gewcrbegericht auf Schadenersatz, da ihm trotz Aufforderung in der Streiknacht die Papiere nicht ausgehändigt worden sind � er hat sie erst mit einer Verspätung von fünf Tagen durch Vermittelung des Vereins der Cafo-Angestellten Deutschlands ausgehändigt erhalten. Das Gericht verurteilte den Ve- klagten gemäß dem Klageantrag zu 25 M. Schadenersatz. Die Verbreitung der Bleivergiftungen. Alle Menschen, die berufsmäffig mit bleihaltigem Material zu tun haben, erleiden dabei Vergütungen. Ganz besonders ist es der Fall bei Schriftsetzern, Schrislgieffern, Buchdruckern. Glasarbeitern und Arbeitern in den Bleibürten und Bleiglättefabriken. Statistische Aufzeichnungen, die Dr. Teleky in der„Wiener Klinischen Wochen- schrift" bespricht, führen unter 772 Vergiftungsfällen durch Mineral- stoffe im Jahre 1906 nicht weniger als 99 Proz. auf die Blei- Vergiftung zurück. In den letzten fünf Jahren kommen alljährlich in Wien 80—90 Bleivergiflungen init 2000 Krankentagc» vor. Die meisten Bleivergiftungsstatistiken sind aber noch sehr unvollständig, weil bei den KrankhcitSmeldungcn nur das klinische Bild, g. B. Kolik, Lähmung angegeben, das Beiwort„Blei" aber fortgelassen wird. Eine ungarische Statistik des Jahres 1899 zählt z. B. 182 Fälle von Bleivergistzuig auf, während der leitende Arzt einer groffen ungarischen Bleihiitte in dein genannten Jahr allein 166 BleivergiftungSsälle zu behaudeln hatte. Das zeigt zur Genüge, ivie unsicher solche Statistiken sind. Die charakteristischen Erscheinungen der Bleivergifinng sind Kolik, Lähmung. Magenkatarrh und Blutleere. Sehr schwere Blei- Vergiftungen erfahren auch die Anstreicher, die Feilenhauer und Metallarbeiter, die Flaschenkapseln anfertigen. Die Wiener Kranken- kasse beherbergte in den Jahren 1903—1905 jährlich 169 Anstreicher, 82 Schriftsetzer, 71 Bleiweiffarbcitcr und 22 Buchdrucker, die alle schwer an Bleivergiftung erkrankt waren. Als Schutzmittel kommt für die Anstreicher daS Bleiweiffverbot in Betracht, ferner die Bestimmung, daff jugendliche Arbeiter und Arbeite- rinnen zu dieser Beschäftigung nicht verwandt werden dürfen� außerdem die Beschränkung der Arbeitszeit, die Mittel znr Verhütung von Staub, Absaugung des erzeugten StanbeS. genügende Wascheinrichtungen und Belehrung über die Er- krankungen durch Bleivergiftung. Dr. Teleky hat auch noch bei einigen anderen Gewerben, die gewöhnlich mit Blei nichts zu tun haben, gleiche VergistuugSfälle feststellen können, so bei Schustern, Schlossern, Handschuhmachern und Hutmachcrn. Ein Schuhniacher bekam Schenkellähmung nach Einreiben weißer Handschuhe mit Kremserweiff; ein Schlosser erkrankte linier ähnlichen Erscheinungen, nachdem er zun« Einpassen von Achsen in ihr Lager Miniumposte verwendet hatte, ohne zu wissen, daß er mit einem Giftstoff arbeitete. Bei mehreren Hutwalkcrn zeigten sich auch schwielige Verdickungen der ganzen inneren Fingerfläche und der Hand. Diese Arbeiter leiden ferner wahrscheinlich durch Anwendung von Milchsäure in den Betrieben stark an Ekzem des Nagelglicdcs der Finger. Der Aerztestreik im Plancnschcii Grunde bei Dresden ist durch da? Eingreifen der Aufsichtsbehörden zugunsten der streiken- den Aerzte in ein anderes Stadium getreten. Am Mittwoch voriger Woche verließ einer der während des Aerztestreiks praktizierenden Aerzte, nach einer Unterredung desselben mit einem Arzte ans Radcbeul und einem Assessor der AmtShaitplinannschaft Dresden- Altstadt den Ort. Am Donnerstag mittag wurde der Vorstand der Vetriebskrankenkasfe des 1800 Arbeiter zählenden Gußstahlwerkes in Döhlen suspendiert und die Verwal- tung von der Aufsichtsbehörde übernommen, die sofort mit den streikenden Aerzten die Aufgabe des Streiks verein- barte. Dafür wurde dem Arzt Dr. Korn, der seinen minder niit Praxis gesegneten Kollegen ein Dorn im Auge war, von der Auf- sichtsbehörde die weitere Behandlung der Mitglieder der Betriebskrankenknsse untersagt, angeblich, Ivcil er die Kasse durch zu hohe Arztrechnungen geschädigt habe. Seine Kollegen be- schuldigen ihn außerdem, er habe sich standcsunwürdig benommen, weil er— zuweilen in einfachen ArbeiterrestauraNts mit Arbeitern verkehrt habe. Sie schwenken überhaupt mächtig den roten Lappen gegen den beneideten Kollegen, der unter dem System der freien Arztwahl, das ja sonst die honorigen Aerzte nicht genug preisen können, großen Zulauf haste, während ihre Sprechstunden leer bleiben. Die Mitglieder der BetriebSkrankenkasse, es sind zum größten Teil orgauift«rte Arbeiter, lassen sich das natürlich nicht ruhig gefallen und wollen dagegen aufs schärfste pro- testieren. Der gemaßrcgelt« Vorstand ebenso wie der vorläufig in seiner Existenz durch die Maßnahmen der Behörden aufs schwerste geschädigte Arzt haben bei der Kr e i S h a u p t m a n n s ch a ft gegen das Vorgehen der Amtshauptmannschaft Beschwerde eingelegt. Das Vorgehen gegen die Selbstverwaltung der Kasse ist mit den Vorschriften des Gesetzes unvereinbar, wenn man als Zweck des Gesetzes das Eintrete» für erkrankte Arbeiter erachtet und nicht die Sorge dafür, daß recht viel Aerzte recht viel verdienen. Für den Geist der Aufsichtsbehörden kennzeichnend ist, daß die Behörden so häufig auf feiten, der die Selbstverwältung angreifenden honorigen Aerzte stehen, mag es nun für oder, wie in diesem Falle, gegen die freie Arztwahl gehen. Die streikenden Aerzte hatten vor dem Eingreifen der Behörde übrigens- ein nettes Beispiel von honoriger Kollegialität gegeben. Sic hatten ein Schreiben an den Vorstand der Betriebskrankenkasse gerichtet, in dem sie sich zur Beilegung des Streiks erbieten, wenn die Kasse ihren Kollegen Dr. Korn von der Praxis ausschließe. Also unter d e>n System der freien Arztwahl verlangten sie den A u§ s ch l u ß eines Kollegen, weil er sich des Verbrechens schuldig gemacht hatte, mehr zu verdienen wie sie und mit den Arbeitern anständig zu verkehren, Die Prämie für zufticdcnstcllcndc Leistungen. Die Knnstanstalt Gaillard hatte dem Äetzer M. außer einew Wochenlohn von 28 M. vertraglich»och 2 M. extra pro Woche zu- gesichert, wenn die Leistungen z u f r i e d e n st e l l e n d ausfielen. Die 2 M. pro Woche sollten aufgespart werden, bis 50 M. zusammen seien. Dann sollte die Hälfte ausgezahlt werden. Und immer bei Ansammlung von 50 M. ebenso. Nach viertel» jähriger Beschäftigung nahm M. selber seine Entlassung und ver- laugte die Prämie, die 26 M. betrug. Die Firma Veriveigerte M. de» Betrag mit der Behauptung, seine Leistungen seien nicht zu- friedenstellend gewesen. Das Berliner Gelverbegericht verurteilte aber Gaillard zur Zahlung. Schon die vierteljährige Beschäftigung spreche dagegen, daß die Leistungen des Klägers nicht zufriedenstellend gewesen wären. In Betracht komme auch, daß ja Kläger nicht wegen seiner Leistungen entlassen sei, sondern selber das Arbeitsverhältnis aufgegeben habe. Er sollte nicht mit hintiureden. Der Kartonfabrikant Engelbach entließ eineS Tages zlvcs Arbeiterinnen. Sein Zuschneider soll dabei in seiner Gegenwart gesagt haben:„Schadet ja nichts, Ihr(zu den Entlassenen) findet ja immer wieder Arbeit." Der Chef verbot sich das Hineinreden. Zuschneider H. darauf:„Ich lasse mir nicht den Mund ver- bieten." Chef:„Ihr dreckige Kerls." Zuschneider:„Sie grüner Jünge." H. wurde nun erklärt, er sei entlassen. Für die Zeit der Kündigungsfrist solle er sein Geld bekommen, müsse sich aber täglich dreimal im Betriebe einfinden. Das tat H. nicht. Er erhielt deshalb auch nicht die 30 M. für die einwöchige Kündigung�» zeit. Auf seine Klage, ihm die 30 Mark und ferner 5 M a r k r ü ck st ä n d i g c n Lohn zuzusprechen, verurteilte das Gewerbegericht den Fabrikanten im vollen llmfange mit folgender Begründung: Die gegenseitigen Beleidigungen der Parteien seien als kompensiert anzusehen, die vom Kläger aus- gesprochene könne deshalb nicht als E n t l a s s n n g s g r u n d in Betracht kommen. Daß sich Kläger dreimal täglich melden sollte, wäre als Schikane zu betrachten, es hätte darum vom Kläger nicht beachtet werden brauchen. Wenn eine Zeugin von einer bedrohlichen Bewegung des Klägers spreche, so scheide dies für den Prozeß aus, weil eS feststehe, daß cS für die Entlassung a a r nicht in Betracht gekommen sei, denn der Beklagte selber habe davon gar nichts bemerkt. Somit sei die plötzliche Entlassuns eine il n b e r e ch t i g t e gewesen. Oeh- Pßlze Echter Sealbisam- Kragen Imitiert Kreil- schwanzfutter 55 HR. Pßlz- Joppßn Durchweg mit Pelzfutter Soweit Vorrat 40.— 30.— 15 HR. Chaussee-Strasse 29-30 Zwischen Invalidenstrasse und Theater. 11 Brückenstrasse 11 Zwischen Jannowitzbiücke und Köpcnickerslrasse. Gr. Fr�kfurterstr. 20 Ecke Koppenstrasse, am Bürger-Hospital. Sonder-Mio'e Herren- Kleidung Knaben- u. Jünglings-Kleidung Herren-Artikel 1200 12.- Schlafröcke mit bunten Besitzen,. F antaSie-WeSten Unzählige Muster, 4.50 Loden-Joppen Warm gefüttert 18.- Stoff" HOSen Xeueste Muster. Loden-Pelerinen...... Jackett- Anzüge Paletots u. Ulster Eaotmu.-lT- is.- Moderne Stoffe 27.- 18- 12.— Samt-Jacketts S1 mit Borte ein- 30. Der Haupt-Katalog No. 32 (Neueste Moden 19o7/IQ08) wird auf Wunsch kostenlos und portofrei zugesandt. Tiroler Knaben-Anzüge Ta 6 Knaben- Stoff- Anzüge Keubtitii 25° Knaben- AAäntel Aparte Fassons...von Sali Jüngl.-Joppen- Anzüge•Norf�; 10®° Jüngl.- Paletots u. Ulster....voa 85° Knaben- Pelerinen Lod,a unt! 5» Jünglings- Pelerinen Gut» 1*4« von 8 Lüden-Joppen Warm gefüttert..... von 3 Mit Stoff bezogener Oberhemden w weiss und �1..... von 2°° Herren-Sweater Mr. r r.r* H Wäsche• Kragen �'7. r.TZzZ 95 p, Herren— HÜte moderne Fassons., 2.00 und Regenschirme oSÄÄ'Ä 390 � Garant. geg.Lagen-Verschleiss Krawatten gesehmackvoue Neuheiten,. 95 und 50 pf. A| i+n_Qi/-5l rfc gestrickte Kragenschoncr pr Pt ikLIlv/ OlvCll lo in farbig und weiss. von 1 O an Normal-Unterwäsche au ganz besonders niedrigen Preisen. Rockbtigel und Hosenstrecker praktische Konstruktion........ zusammen für Der immerwährende Kalender wird an unsere Kunden kostenlos verabiolgt. Sonntag bis 8 Uhr abends geöffnet. 'Vorname dUass- Anfertigung z« niedrigen Preisen. Sonntag bis 8 Uhr abends geöffnet. Für Ihre freundliche Unterstützung meines Spezialgeschäftes sage Ihnen besten Dank! Ich wünsche meinen Gönnern und Freunden frohes Fpsft!;==—-------— Letzter Aufruf vor dem Feste! Mm,™ sie a» Inveiitnr-Ansverkanf die iuswabl onerscilöpnich. Prachtvolle Stoffel Wunderbare Qualitäten! -Ji lilion, in 5 Sortimenten r. Kosli Ii, Ki Bet Elnkanf Im Betrage von mlndestena ill. SO.— als e 1 ta n a c b t s• G e s c h e n k 1 Kinder-Mantel oder-Kragen grstlsül OrigiDalmodelle, Reisemnsfer und Roiiien, selbst iür die stärksten Figuren am Lager, sind bis auf ein Viertel« des regulären Wertes ermäßigt. Weihnachts-Geschenke werden per Antoniobil anr Stande pünktlich abgeliefert. Mit den Abonnenten des„Vorwärts1' mache ich jedes Geschäft- Separat• Abteilung JL Modernes Trauer-Magazin für Franen I und Mädchen. Preise und Auswahl konkurrenelos. Sonntag geöffnet 8— 10, 12—8 Uhr. Man achte im eigenen Interesse genau auf meine Firma und Hausnummer. Konfektionshaus Westmann, Hauptgeschäft; Berlin W., Mohrenstr. 37a, an den Kolonnaden, nahe Hausvogteiplatz. Filiale: Berlin 0., Cr. Frankfurterstr IIS, �reau�traoe�' ISoziaidemokratiscberWatilYereiD des |!. Bert. Relchstags-Wahikreises. TodeS- Anzeige. STm Freitag, den 20. Dezember, verstarb unser Mitglied. der Tischler Uidwig Hoffmann, Moritzjtr. 2, Bezirk 231. Ehre feinem Andenken! Die Beerdigung findet am Dienstag, den 24. Dezember, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Begräbnisplatzes der Simeons° Gemeinde, Britz, Tempclhofer Weg, aus statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht Der Vorstand. Deutscher Holzarbeiter-Verband Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Kollege, Tischler Tndvig Hofmann am 20. Dezember verstorben ist Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Dienstag, den 24. Dezember, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des St. Simeons- Kirchhoses am Tempelhoser Weg aus statt. Um rene Beteiligung«sucht 99/20 OrtSverwaltnng. (OrtSverwaltung Köpenick und Umgegend). Den Mitgltedem zur Nachricht, dast der Kollege Frnst Ruhnke wohnhaft Ober• Schöveweide, Frifchenslraße 19(Betrieb A.E.-G.) verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Ortaverwaltang. Invaliilen-Diiterstiifziingskasse tl.Steindrückeru.Lithoöraptieü. Die Beerdigung des am 20. De- zembcr verstorbenen Steindruckers Otto Küstermann findet statt am Montag, den 23. Dezember, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Dankes- Kirchhofes, Müllcrstratze, aus. 2109b Das Komitee. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß am Freitag, den 20. d. M., nach schwerem Leiden meine liebe Frau, unsere gute Mutler /Marths«limcker geb. Schütz verstorben ist. 20826 Dies zeigen mit der Bitte um stille Teilnahme an Hcramm» Juncker nebst Kindern. Die Beerdigung findet Montag, den 23. d. M., nachm. 2'/, Uhr, auf dem neuen Jakobl-Kirchhos, Rixdorf, Hermannstrage, statt. Hierdurch allen Mitgliedern deS LotterieoereinS»Frohe Hoffnung' zur Nachricht, dag unser Mitglied kfoos Kaesler (Caprivistrahe 5) nach kurzem. schwercmLeiden saust entschlafen ist. Die Beerdigung findet am Mon- tag, miitags 1 Uhr, von der Leichenhalle de» Zentral-Fried- Hofes in FriedrichSscide auS statt. Sozialdemokratiscber Waliiverein des Todea-Anzelge. Am 17. Dezember verstarb unser Mitglied, der Klempner Kart Dahls Pankstr. 53. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, nachmittags 2'/, Uhr, vom Urban- Ziraiitenhause aus aus dem Städtischen Friedhofe in der Müllerstraffe, Ecke Seestrasze, statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht Bcr Voratänd. Am 19. Dezember verschied nach langem, schwerem Leiden unser lieber Kollege, der Maschinen- meister Ernst Moosdorf. Sein echt kollegiales Wesen sichert ihm ein ehrendes Andenken. Berlin, den 21. Dezember 1907. VIe Kollegen derBuchdruckerei A. Seydel& Ci«. Die Beerdigung findet am Montag, den 23. Dezember, nach- mittags 3 Uhr, von der Halle des Sophien-Ktrchhoses, Freienwaldcr- stratze, aus statt. L059b Den Kollegen zur daß unser Mitglied fereiö Berliner IWinennieister. Nachricht, tugueo Ernst Moosdorf verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet ani Montag, den 23. er., nachmittags 3 Uhr, von der Halle des Sophien- Kirchhofes, Freienwalderstraße, aus statt. 2083b Der Borstand. Hierdurch allen Bekannten die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann, unser guier Bater, der Kellner lMnai*d Gast am 19. Dezember, morgens i'/a Uhr,»ad, langen schweren Leiden verstorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 22. Dezember, nachmittags 21/j Uhr, von der Leichen- balle des Hriiig-Kreuz-KirchhoscS in Mariendors, Feldstraße, aus statt. 2048b Dies zeigen tiesbetrübt an Frau Gaat nebst Kindern. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung unserer lieben Tochter und Schwester Allee sagen wir hiermit Miseren ttcs- gesühltesten Dank. 2081b Die trauernden Hinterbliebenen. Fr. iinppko ncbst Frau u. Kwdcrir. Up. Simmel Spezial-Arzl für Haut- und Harnleiden. Prinzensir. 41, 10—2, 5—7. Sonntags 10—12, 2— 4. Dr. Schünemann Speztal-Arzt für 1492» Bant- und Harnleiden, Franenkrankhciton. Fricdrichstr. 203, Ecke Schüßenstr. 10-2, 5-7, Sonnt. 10—12 Uhr. Mbel- und Polsterwaren. Solide Preise. Teilzahlung gestattet. Fr. F. Bargemefater. Berlin O., Frnchtstraße 28. l» rar- Arbeitsnachweis: Vertvaltungsstelle Berlin. Hanptbureau: Hos l. Ami 3, 1239. OhariisstraSe 3. Hos HI. Amt 3, 1937 Dkl LkicrllM ivegkli bleibt dag Kiitta« an ftlgeiibea Tagt« gtschlosst»: Dienstag, 34. Dezember � nachmittags; Mittwoch, 33. Dez. � den ganzen Tag; Donnerstag, 36. Dez.— den ganzen Tag; Freitag, 37. Dezember nachmittags; Dienstag, 31. Dezember— nachmittags; Mittwoch» 1. Januar— den ganzen Tag. Der Arbeitsnachweis ist an diesen Tagen vollständig geschlossen. Den Kollegen zur Nachricht, baß Broschüren im Bureau zu haben sind betreffend die Berhandlungen deS Reichstages über den Gesehentwurf betreffend die gewerblichen Berufsvereine. Für Mitglieder ist � � � der Preis 25 Pf. tBuchhäudlerpreiS 75 Pf.). WWW Die Zahlstelle 417 von Tieke, Lichtenberg, Herzbergstraße 23, ist nach Glokaiier, Herzbergstraße 32, verlegt worden. 191/5 DleOrtaverwaltang. l» Zahlstelle Berlin. Das 3�erbandsbnreau ist am Dienstag, den 24. De- zember(Heiligabend) und am 31. Dezember(Silvester) nur bis 2 Uhr mittags geöffnet. DaS Bureau ist geschloffen am Dienstag, de» 24. Dezember, nachmittags, , Mittwoch,„ 25., den ganzen Tag, . Donnerstag,„ 20.. den ganzen Tag, . Freitag,. 27.. den ganzen Tag. , Dienstag,, 31., nachmittags, „ Mittwoch.. 1. Januar, den ganzen Tag.s Für diejenigen Arbeitslosen, welche am Frcstag, den 27. Dezember, ArbeitSlosenunIersiützung zu bekommen haben, wird die Unterstützung am Freitag, den 27. Dezember, vormittags von 9—12 Uhr, im Zimmer 12, ausbezahlt. 93/19» Die Arbeitsnachweise find am 2S.. 20. und 27. Dezember und am 1. Januar geschlossen._ Arbeiter-Bildungsschule Berlin. Donnerstag, den SO. Dezember, im Gcwerkachafta- hanse, Engel-Ufer 15, Saal 1: Vortrag des Genossen Waldeck Manasse über; „Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen". Nach dem Vortrag; TfltlZ* Eintritt 20 Pf,_(Z/7»)_ Garderobe frei. Dentachlands. Zwcigvcrcln Berlin n. Umgegend. Sektion der Deckeubrauche. Montag, den 23. Dezember 1907, abends 8 Uhr, bei Wohlfahrt, Roseuthalerstraße 57: MgUeüer- Versammlung. 48/16 Um zahircichcn Besuch ersucht Der ZweigvereinSvorstand. Zllsgäedurgsr?lafz- jYiarkthalle 20586 wird am 34. und 31. d. 901., nachmittags 1—5 Uhr nicht ge- schloffen ist, also den ganzen Tag geöffnet, empfehle verschiedenes Ge- siiigel und Wild, auch in kleinen Stücken a Psd. 30 Ps. bis 1 M. Keine Bratgänse Psd. 00 bis 70 Ps.'/..'/s, 1 Rumpf Psd. 70 Ps. Pökel- fleisch mit Brust. Gänseklein, Liesen. Leber von den seiilsten Gänsen, Spickbrust, Hasen, auch gespickt, gehäutet, Keule, Rücken und Bläilchw Uoilriroph Stände 72. 73 u. 35. 38jShriger Geschäftsbestand. udilUI CUV» WWWW, Garantiert für reelle Bedienung, wsswww Englischer Garten, jTÄ Ä Säle im Januar, Februar, März zum Mastenball. Sonnabends: Saal mit Einrichtung für Liontbildervertrag unter Iiilantcn Bedingungen. Säle (300- 600 Personen fassend) täglich zu Versammlungen zu vergeben. 3832» Karl Uoffmann. GeschästsAnzeige! Zarteigenoffen, Freunden und Bekannten zur gesä ich Simon-Dachstr. 41, Ecke Grünbcrg Ueik- uvd Bayrisch-Bier-Lokal Allen Parteigenossen, Freunden und Bekannten zur gesäMgen Mtt» leilung. daß ich Simon-Dachstr. 41, Ecke Grünbcrgerstrahe, ein eröffnet habe.— Den geehrten Gewerkschaften und Vereinen steht mein VerelnasElmmer jederzeit zur freien Verfügung. Um geneigte» gusprud) bittet hochachtend Fernruf: Amt 7. 3013. Ludolf Dulbssek, Schankwirt. □ □ □ Hut-Zentrale □ □ □ Berlin SO., Oranienstraße No. 2. bb Spezial- Geschäft sss _ für Seiden- und Filzhüte. Großes Lager in Mützen, Schirmen, Stöcken und Herrenartikeln. Vorzeiger dieses Inserats erhält 5 Pro». Rabatt._* iOOO Wik. zahlen wir für die besten Rezepte zur Berei,'-,'(' von Ceuänken und Speiser. mi! Bio-Malz Näheres Prospekt C, den gratis versendet die Chemische Fabrik Gebr. Patermann, Berlin-Friedenau 5. Carl Lorenz, Hutfabrik (früher Arnold& Eggert) 44 Waldemarstr. 44, part. 16 nrr Hefre lerhütf Feste Preise. Weiche iarrenfilzhüte v. 1,75—5,25 M. Steile Hea-eniilzhüte.„ 2.00—5..«„ Cylinderbnte zu 4, 6, 8, 10 u. 12,00„ Chapeaux ctaques.. 8, 10 u. 12.00„ im Einzelverkauf. 6091,* Kein l,adcn.— Grüßte Aaswahl. LUeu-Speijai-Haiis Richard Rauscl) empfiehlt passende Weihnachtsgeschenke in Läufer □ Vorlagen □ Teppiche v. 60 Pf. an von 25 Pf. an von 3 M. an per Meter psr Stück per Stück• Amt VU 4805. Warschauerstraße 7. Amt VII 4805. eehner. Auf Kredit. I M. pro tfoeiie. Anzahlung von]�L 5 »Garderolien l.iEiTein.DaM, Ulster große Auswahl! Sprechmaschinen, Kronen, Beften, Kleider» Stoffe, Pelzstolas, Teppiche usw. Jeder Künfer erhttlt ein Weihnachtsgeschenk! SrutmenstraUe 192 V°r*™n Heute bis 8(Ihr geüfftaet. thaler Tor. gz(1243L» 5 ■ B■ Deutscher Holzarheiler-Verhand. = Zahlstelle Berlin.===== Freitag, den 27. Dezember 1907 (dritter Weihnachta-Feiertag): GroßesWeihnachts-Vergnfigen in Freyers Festsälen, Koppenstraße 2Sr, bestehend in KONZERTS! (Herr 9Iax. Flacher) Auftreten der Gesellschaft Gnörich-Jescheck □ Kinematograph □ Kasperle-Theater □ Nach dem Konzert: Großer BclIL Doppel-Orchester. Im oberen Saal von 6 Uhr an Tanz. Anfang 6 Uhr.—— Tans frei.—— Anfang 5 Uhr. Ende: 4. Feiertag 6 Uhr morgens. Billetts sind auf allen Zahlstellen, im Bureau und ständig bis 3. Feiertag in folgenden Lokalen zu haben: O. Lorenz, Koppenstr. 28. SO. Mühle, Mariannen- straße 41. S. Grumbach, Schönleinstr. 6. Branche der Musikinstrumenten-Arbeiter. Freitag, den 27. Dezember 1907(3. Weihnachts*Feiertas), im Gewerkschaftshause, Engel-Ufer 15, großer Saal: Aeihnschk-veiMüge» bestehend in KONZERT □ □□ □ □□ □ □□ □ □c ausgeführt Vom„Neuen Tonklinstlcr-Orchcster". Dirigent: Franz Hallfelder. „Berliner Ulk-Trio". Eröffnung 4'/, Ehr. Anfang prSc. 6 Ehr. Nach dem Konzert: TANZ. wahrend der ersten beiden Teile ist das Rauchen nicht gestaltet. Billeft inklusive Tanz 50 Pf. □ □{ } In den Passen finflet zur Belustigung der Kinder im Hebensaale Kasperle-Theater statt. Achtung:-WU SV Achtung! ilniljirnij der dmWen Köckmie«! Seit der letzten c;roßen Liste vom 6. Oktober sind folgende Bäckereien als liSwiMttf nachzutragen: Mmiralstr. 37. Biescnlhal. Brüssclcrllr. 37. W-ij!. Arunncnstr. 41, Hankr. Buaenhagcnstr. 3, MehIZ. Buttmannftr. 5. Fr. Hanfe. Cadinerstr. 23, Hardcn. Lhristbucgcrslr. 3Z, Tank. Dcmminerstr. 23, Glieso. ElbiiigeUtr. L7. FiMcr. vindenerstr. 43. Bernau. galckenstewsir. 8, P. Hanke. (Aleimslr. Vc, Ernst. Greisenhagenerstr. 1ö, Nicklasch. Graunsir..'>, Schenk. „ 22. Dolirmann. „ LS, Sakrenz. 37. Müller. Grünihalerstr. öl. Bär. fiiubeneritr. 43. tlchrberg. Setdrnjclostr. 21, Haag. HrnnigSdorserstr. 13. Paulisat. Hochstr. 47, Punzel. Hussttenstr. 20. Lluhwcdel. ?:ope»hagencrstr. 43, Kurth. 5korlörcrstr. 2. Surel. Liebenlvalderstr. 1, Bokel,. Linicnstr. 158/137. Kemnillitz. Ikippehnerstr. 8, Ziebcll. Lychencrstr. 110, Schulze. Lnnarftr. 27, Naopmann. Mcmclerstr. 77, SlachowSkL Müllcrstraße 152. Huschle. Slostlzstr. 2, Köppc. V, Berger. Pankstr. 45d, grankcnsteln. . 4L a. Göller. Prinzen-Allee 13, MöbuS. Prinz Sugenslr. 20. Tauh. Pücklerstr. 11. P. Hanke. Ramlcrstr. 36, Becker. Ritterstr. 114, Lange. Rüdersdorserstr. 20, Schön. 52, Köhnke. Schulslr. 07, Krankel. Sqwedenftr. 11, Fr. Hanke. Secstr. L8a, Daumc. Soldlnerftr. 71, Fr. Hanke. Sprrngclstr. 4/5, WagenkuechL Slostiischestr. 32, Donath. Stralsunderstr..'>6. Kaiicza. Strelitzcrstr. 4. Köhler. Swlnemünderslr. 80. Brust. Tegelerstr. 23, Dabttc. Ulrechterftr. 8, Körst«». Warschanerstr. 04, Lück. Wrangclslr. 3, Enke. ZlonSkirchslr. 2, Henze. Baumschnlcnweg. Kiesholzstr. 254, Lcupold. (chnrlottcnburg. Kanakstr. 15. Heine. Reinickendorf. Berlincrstr. 104, Reih. Proowzstr. 80, Schröder. Mixdorf. Bodestr. 25. Haböck. Fuldastr. 10, Pcttich. Harzcrslr. 119. Klrstädler. Hersurthplatz 10, Wendt. Kottbuscr Danun 101, Rocmer. Lcnaustr. 14/15, Ohlhofs. Rnmmclsburg. Neue Bahnhosstr. 27, Hanlsch. Prinz Albcrtstr. 3, FnSk. Tarrfchmidlstr. 31, Pfennig. 40, Tender. Tteglitz. Echloststr. 116, Krämer. Schützenflr. 1, Hackbarth. Rirder-Zchönhauseu» Waldstr. 23, Schnappauf. Tegel. Schulslr. 1, Zinnltz. Treptow. Elfenstr. 108. Koldih. Weis-ensec. Frleseckestx. 23. Thiele. Helncrsdorser Weg 56, Boy. Die Bewilligung seit der letzten Liste zurückgezogen resp. durchbrochen haben: Allenfteinerstr. 15. Cisluch. Bernauerstr. 47, Brcltfchncidcr. Chodowieckistr. 25. Hentfchtl. Dunckerstr. 75, Hanlc. 00.. Eldingerstr. 30, Trapp. Friedrichöselderstr. 17, Sch?». Langcstr. 25. HIldcbrand. Palisadcnstr. 20. Kgnast. Pappcl-Zlllee, Ecke Gneislslrahc, Hanke. Pasteurstr. 42, Mager. Nhinowerslr. 7, Wutlke. 46/8 Ritterstr. 15. Günther. !schlicmannstr. 31, Hanke. Stargardcrslr. 2/3. Hanke. SteMnerstr. 38. Hubert. «tolpifcheslr. 7. Hanke. Wattstr. 21, Hosrichler. AdlerShof. BISmarckstr. 21. Rämlfch. Nadickeftr. 37. Noak. Charlottendurg. Sprecstr. 11. Pelka Rachj. Plöyenfre. Charlottenflr. 12, Thiele. Rleder-Schönhaufen. Blaiikenfeldersh. 1. Zugwurst. Kaiser Wilhclmftr. 85, Älchtenhagen. Wilmersdorf. Sigmaringenstr. 8. Frost. Rij-dorf. Bodestr. 16, Beyer. Hennannstr. 175, Arnold. Äiiesebcckstr. 33, Gallert Weichfelstr. 3. RabukowSli. Steglip. Markstewstr. I, Us-her. Der Vertrauensmann der Bäcker. Am Sonntag, den 5. Januar 1908, erscheint wiederum eine vollständige Liste aller bewilligten Bäckereien Berlins und Umgegend, worauf schon heute aufmerksam gemacht wird. ?.Iap?Olt' M Hasenheide 32-38 Eingang GräleslraBe. Hentc: Qr. Militär- Streichkonzert ausgeführt von dem Musikkorps der Gnrdcpioiiiere unter persönlicher Leitung des kgl. Musikdirigenten Herrn Roh. KUhle. U. a.: Geigensolo; Königlicher Der ranchrreio Saal Kammermusiker Herr Hans Hasse. ist eine Sehenswürdigkeit! ■ i Anfang 5 Uhr. Hervorragende Akustik 1 ----- Diner.---- Erster Feiertag: Bouillon Ochsonschwanz-Suppe Karpfen in Bier dem. Gemüse mit Schnitzel Reh braten Kalbefricandeau Salat— Oompofc Erdbeer-Eis Butter und Käse. = Diner.— Zweitor Feiertag: Bouillon Krebs-Suppe Lachs mit Champignons Grünkohl mit Kotelett Gänsebraten Gespicktes Einderfilet Salat— Compot Vanille-Eis Butter und Käse An allen Feiertagen nachmittags S Ehr: = Großes Konzert«== der Kapelle der Gardoplonlero unter Leitung des königl. Musikdirigenten Herrn Robert Kühle. Am 31. Dezember: Gr. Silvester- Konzert. Danach; U A Ii Ii. Ausgabe von Vorzugskarten beim Oekonom C. Eiste. Restaurant lewerksehasls- \ haus. � = Engel-Ufer 18.--»■ Rßenu 75 Pf� Heute Sonutag: Legierte Reisjuppe. Hecht grün ober Rolkohl mit Rolclclte. Kasseler Rippespeer oder Kalbsdratcn. Kompott oder Salat. X Reichhaltige Xhendkarte. X Wochentäglich: Groster bürgerlicher Mittagslischcoüv.BOpf. Von heute ab: Bock-Bier. i�vee graste Saal dcS Ge- werkschaftshouses ist für Sonnabend, den 1§. Febraar frei geworden. Reflektanten wollen sich schnellstens melden i« Bureau des Restaurants. Rieh. Augustin. Das 136t man sieh gefallen t Das Versandhausl Stralnncrstr. LS Hochpart. am Molkenmarkt liefert an jedermann nur selbst- hergestellte, gediegene, schickes Herrenbekleidung fertig und nach Mast gegen 1 wöchentliche Teilzahlung! von 1 Mark an.(*| Ein groster Posten fertiger! Winter-Anzüge und PaletotS I von seinen Maststosten gearbeitet,! wegen baldiger Inventur zu| RäumungSPrcisen. Kein Waren>Kredithau>. Reelle Nedienuug. Senntag bis 6 Uhr geettnet. Mwaren direkt aus der Fabrik, auch im Cinzck- verkaus zu Engrospreisen. IStolas, Kolliers, > Motten, sehr schick narn., vamenhllte, Saretts, Herren-, Knaben- und Mädchen- Garnituren, FuBsäcke. Jagdtaschen, Pelztepp. ©ömli. gangbaren Pclzarten a. Lager. Greste Auswahl. Beste« Material. Keine Bazarware, MWWMMc" keine Reiscmuster oder sogenannte Gelegcnheitskäuse, trotzdem billiger. Ftf-»Irr, r... Kllrschner- ■ tsvaiman,„eister, Jetzt nur flamtnanhaiitenftc. 13, I, gegenüber Bcuthstr., beim Dönhoffplatz. Verknus b>» 3 Uhr abend«. Sonntags geöffnet. Telephon! 3317.» llskaF Wollburg 61 Snirnienstr. 61 Christliches Konfektionshaus Großer WeihnaGhts-Verkauf im Protze bedeutend ermttfilgt. Goldene Medaille(Dp gewerbl. Leistungen. MaBanfertigung. Grobes Stofflager. Abend- und Theater-Mäntel in nur schönen Farben, Hänger-, Capes- und Kimo„o.Fasson3ll7S15501900 bis 4600M. Plüsch-, Astrachan- und Breitschwanz- Jacketts und Paletots, Littboy und Bolero mit farbigen Tressen und Westen 67S I350 22" bis 6800 M. Schwarze und farbige Paletots in uni, gesteiften und karierten Stoffen 700 12S0 17oo 2800 Mi Schwarze und farbige Velvet-, Liftboy- Jacketts f450 18" 2250 M. Kneffimo anliegend and lose, aus Tuch und IwolUlIIC, englischen Stoffen, tadelloser Sitz, ShMÄ 13°° 2100 3600 5800 M. Kostümröcke, 450 ,0oo 1500 2400 Mi ans Samt, Wolle, Seide, Tüll und Spitzen in nur aparten Fassons l'° 2" 3» 6M m, 25" M. Kiniermänlel, Oapis und Sakkos vom Baby bis zum Backfisch, auch aus Samt 2M 4-° 6M bi. 18" M. Ein großer Poston TUCh'JUpOnS mit Tressenbesatz o. hohen garniovfe Volants ßSO 8" IQSO 1275 M| in allen Langen nnd Pclzarten. Jeder Khnfcr erhält ein Weihnachtagcschcnk und extra 5 Prox. Rabatt. jr. a»« Teilzahlung Möbel, Teppiche, Steppdecken, Tischdecken, Portieren, Spiegel Bilder, Lampen, Uhren usw. Besuch oder Postkarte. L wöchentlich Aus Teilzahl, wöchentl. nur 1 31 Grammophone, Phonographen, echte Menzen- hauer- Zithern, Konzerl- Zithern, Geigen, Mandolinen. Handharmonikas uslv. Gr. Lager in Zonophon-Platt. Sdison-Vtalz. usw. Hülgsii« �ukne's!lliiZiI(-8M-l!eMle Berlin!*, Demminersir. 2, an Brunuenslr. SO. Vritzerslr. 10. am flotttufec Tor. NW. Rostockerltr. 22. am Babnbof Beusselslr. kaufe ich preiswert für mich Stoff z. Herrenanzug? Bei Ludwig Bngel, Prenzlauerstr. 23, II, Alexander-Platz. Gegründet 1892. Großes Siofflagcr. Neueste Muster Aachener Fabrikate. reinwollene Stoffe. Reste von S M. an per Meter. Spottbillig! !! Ohm Konkurrenz!! fertigt mir cinert Herrenanzug, wenn ich Stoff chabc? Ludwig Gngel, Prenzlauerstr. 23, II, Aletzander-Platz, für 30 M., jeinste Zutaten, 2 An. proben, für guten Sitz bekam goldene Medaille. Ein Versuch führt zu dauernder Kundschast. 3/2« Zahnärztliche Klinik SW., Belle-AIliancestraße 106 I, l ö N., Brunnenstraße 185 I, gegenüber Warenhaus Jandorf, am Roscnthaler Tor. Zahnziehen unentgeltlich. Bei künstl. Zähnen u. Plomben w. d. Nu- kosten berechne!.— Geöffnet von 9—0 Uhr. Sonntags 9— 12 Uhr. 88L« Phonographen-Katz Alexanc�er-P-atz, Jr";i Andreasstrasse;-> Ecke der eiumenstr. Selten günstige Selten günstige Kaiifgelegenheit Kaufgelegenheit. des Geschäftes ÄlexaDderstrasse Nr. I wegen YergröBsemngr 6ss Loeser& Wolflfschen G escliäf tslokals. Die Spielwaren- Ausstellung befindet sich Hircksen-Strasse 20. UiWDPll!!! Man yersiunr«« nicht, die AnßsteUnng im Hause Loeser& Wolff, Dirksen-Str. SO, zu besichtigen. *S tt Anfnahoe-n.Wieder- jjJö©2rOA*Xia» gaoe-Plionograpli. Erstblassigo Präzisionsarbei', äusserst elezant und stabil ge»ant, mit Kurbel- autzug, auch während des Spielens. Elnmalig'es Angrehot: Katalog-Prois M. 10, jetzt IM. 25. Platten-Sprechmaschine Nr. 53 enorm billig M. I6.s0 Neu eingetroffen! Grosse Doppel-Platten(25 cm) nur 95 Pf« (iegründet 1864.—— Pelzwaren- Fabrik Neue Köni£;str.2I. (Ordonnanzhaus.) Kein Laden II. Etage EiiizelKrkaiil wie alljährlich nach beendeter Engros-Saison. Pelz-Stolas, Muffen etc. zu labelhaft billigen Preisen. Reparaturen billigst. Sonntags eoiMTiict. usikinslrumente, Sprechmaschinen, Platten, Walzen. Noten, nur allererste Qualität zn billigsten Preisen empsiehlt E. Sparteid, Pcrlc- _ bcrgerstr.bo. Mundharmonika sür Vereine(Gebr. Ludwig, ftoch) bei Dutzend-Abnahme Fabrikpreise. K84L« 8li!il!sM-FabsrslI-IiilIU8!rik llinkaufzstelie tür die Mitglieder des Arbeiter-Radt.-Bundes �Safidarität" Walter Wiftig& Co. Hailptgcichäst: Filiale: X. 31, Bruniienstraste 35. SO. 26, Kottbuser Straffe 9. Fcrnspr.: Amt lila, 4919. Fcrnspr.: Amt IV, 11720. Den verehrten Bundesgenossen. Arbeitcr-Madsabreni und einem verchrl. Publikum die ergebene Mitteilung, daff wir unser unter der Finna.Voran II. Produktiv» und Einkauj-Z-Genossenschast. des Bert. Ärb.-Rads.-Vereins" bisher in der Odcrbergcrstr. 30 betriebenes Gc- schäst unter der Finna: SoliZarität- Fahrrad= Industrie Einkaufsstelle für die Mitglieder des Arbelter-Radf.-Bundes„Solidarität" Walter Witt? � A Co. Briuiiien-Straße 35 verlegt und mit dem heutigen Tage eröffnet haben. Vielfachen Wünschen Rechnung tragend, haben wir Kottbuser Stratze 9 eine Filiale unserer Gescllschast errichtet und empfehlen dieselbe angelegentlichster Beachtung. Berlin, den 19. Dezember 1907. Die Gcschättsleitnng. Gleichzeitig empsehlen wir unsere .Frisch auf-Fahrräder", Nähmafckiincn, Pneumaties, Laternen. Sweater, Mützen usw., sowie sämtliche Rad- fahrer-Bedarfsartikel in nur guten Qualitäten zu soliden Preisen als paffende Weih- nachts-Gcscheuke. Reparatur-Werkstatt mit elektr. Betrieb. 212/9« N&MW Jmü Aus Anlaß meines lOjährig. Geschäfts- Jubiläums verkaufe ich Ihnen diese Platten-Sprechmaschine unter Garantie der vorzüglichsten Wiedergabe zu dem Spottpreise von 26 ÜEttm mit 3 großen doppelseitig bespielten Platten. Alte Platten Alte"Walzen jedes Fabrikat nehme ich in Zahlung. gieße ich um! Bei Nach- Zahlung-von 50 Pf. erhalten Bt» eine neue OoldguBwalze._ Georg Nähter Berlin C» Neue Promenade 7. vis-ä-vi# Bahnhof Börse, .. Rauchen Sie Phänomen I � i6arette"i � Devi.'.c:Qua!iFaH5Fdi2be5.fF:.rir£i;liin§. ßutfabrife Brunnenstraße No. 54, Schönhauser Allee 115 n. 173 . Ocrrcnfilihfitc MI 3,40, 3—, 3,50, ff. 4,50. k Zylinder Mk. 6, S, 10, 18 inkl. Rcisckarton. Mülicn in allen Preislagen von 35 Ps. an. ttzröffie Spezialgeschäfte im Norden! U»e««r«Honor Zcituag 5 l'ro.. Rabatt! w m #•» teppsecken preiswert, direkt in der Fabrik, aar' I Wallstr. 72, wo auch alte Stcppbeden ausgearbcilet werden. Bernhard Stroliiiiundel, Berlin 8. 14. Jllustr. Katalog gratis. Sonntage vor Weihnaohten geöffnet. Wkikuseiifs-Pmen! vss iHgkfiscIttfö und billigste___ besonders für große Fainilica aad Bckaaatoakrcise sind aus IHM-„Noa,s Original-Extrakten"-MF selbsthereiteto echte Ciköre. delikate Paanoh-Extrakte sowie Kognak. Ruin etc. Preis per Fl. Extrakt, reichend zu o«. 2>„ I,tr., je nach Sorte. 25. 35. SO. HO. 75 Pf. etc., bei 6 FI. die 7. gratis! Einlache Anweisung auf jeder EL Als tranz besonders beliebte, nnübertrefFllche, hooh- feine Tnf'cIlikOre. die Jeden Kenner überraschen und den teuerste a Sipeziaiitiitea der elt vollkommen gleichen, jedoch bis um das zehnfache billiger sind, empfehle: a la Benediktiner, a la C'hartrense, Curaeao, Slarasqnluo, Pcrsiko, C'berry Brandy, Danzigep«oldwasscr, Danziger Kurfürst, Halb and Halb, Boonckanip. Stonsdorfcr, Kümmel a la Gilka, Ecoau OO, Creme de Carao, Hosen, Vanille, Unsepc Sorte etc. Tausende begeisterte Anerkennungen aushoben und höchsten Kreisen des In- n. Auslandes. Ein Versuch überzeugt! Wortvolles 192 seit, illustr. Rezeptbuch: „Die Destillation im Hanshalte sünitl. Rezepte enth.. gratis! WM?" Lassen Sie sich nichts anderes als ebenso gut oder gar besser aufreden! Es gibt nichts Besseres."HW Alle Sorten sind sofort gennüfertig; da sie aber je Ulter desto feiner werden, ist Einkauf schon jetzt cinptehlcns- wert. Feinster, dopp. rect. Weingeist 96% pr. Ltr. M. t.6° iflax iVoa9 Elsasserstr. 5. — 3tes Haus vom Rosenthaler Tor.— Sonataff bl« 8(Ihr gefitlaeL, Verantwortlichec" Rcbaflcur; Sans Weber. Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: TchGiolke�Berlin. Truck�uVVerlag: Vorwärts Buchdruckcrci u. Verlagsanstalt Paul Singer L- C�Berlin LVV� »»-- 6. Ktilozc Ks Jmmiitlf fictlintt Bolfetilitt. parte!- Hngelegenheiten« Zur Lokalliste. In Niederschönhausen veranstaltet am ersten Feiertag der Männcrgesangvercin„Harmonie" im Lokal von L i e d e m i t, der„S k a t k l u b Einigkeit" im Lokal von Thiel dortsellist ein Weihnachtsvergnügen. Beide Lokale stehen der Arbeiterschaft nicht zur Verfügung, mithin sind alle Veran- staltungen dortsclbst seitens der Parteigenossen zu meiden. Der Berliner Schwiinm-Verein„Friesen" der- anstaltet am Sonnabend, den 28. d. M., in„Rosches F est- s ä l e n", Vereinshaus, Wilhelmstr. 118, ein Vergnügen, zu welchem man versucht, in einigen Bezirken bei Parteigenossen Billetts umzusetzen. Da das Lokal der Arbeiterschaft nicht zur Verfügung steht, sind alle Billetts entschieden zurückzuweisen, außerdem machen wir auf die eventuellen Folgen eines Boykott- bruches aufmerksam. Die Lokalkommission. 2. Wahlkreis. Am 1. Feiertag Winterfest in den Gesamt- räumen der Viktoria-Brauerei, Lützowstr. 111/112, be- stehend aus Konzert, Gesang, humoristischen Vorträgen und Ball. Am 2. Feiertag Matinee im großen Saal von K l i e m, Hasen- Heide 13/15. Näheres siehe Anzeige in heutiger Nummer. Zahl- reichen Besuch erwartet Das Vergnügungskomitee. Vierter Wahlkreis. Das Bureau des Wahlvereins, Stralauec Platz 1/2, wird am Dienstag vor Weihnachten um 2 Uhr geschlossen. Den Mitgliedern dies zur Kennwis. Sechster Wahlkreis sWedding). Billetts zu der Wcihnachts- matinee am zweiten Feiertag in den Pharussälen sind bei Meitzer, Wiesenstr. 29, und bei Fritsch, Drontheimerstr. 4, zu haben. Die Bezirköführer der 9. und 10. Abteilung werden ersucht, die noch vorhandenen Billetts an den obenbenannten Stellen bis zum 23. Dezember abzugeben. Friedenau. Mittwoch, den 25. Dezember(1. Weihnachtsfeier- tag), veranstaltet der sozialdemokratische Wahlvercin Friedenau im „Rheinschloß" ein Familienfest. Anfang 5 Uhr. Zur Aufführung gelangt:„Ter Weihnachtsmann in Nöten". Die Genossen werden ersucht, sich mit ihren Familien recht zahlreich einzufinden. Das Komitee. Treptow- Baumschulenweg. Parteigenossen! Am ersten Weihnachtsfcjertag veranstaltet der Gesangverein„Lieder- frcundschaft" in Specr's Aestsälen ein arone� Konzerü— Wir bitten um zahlreichen Besuch. Ter Vorstand. Ober-Schöncweide. Die Genossen werden nochmals auf die am I. Feiertag stattfindende Weihnachtsfeier des Wahlvereins im „Wilhelminenhof" aufmerksam gmacht. Das Programm ist ein reichhaltiges und sind Billetts noch zu haben bei den Bczirkslcitern und beim Genossen Muth. Der Vorstand. AdlerShof. Die Parteigenossen und Genossinnen, welche sich zum Austritt aus der Landeskirche gemeldet haben, werden ersucht, sich am 27. Dezember, vormittags von 8� bis 9 Uhr, bei Kaul, Bismarckstr. 16, pünktlich einzufinden. Die Kommission. Pankow. Freitag, den 27. d. M.. Weihnachtsfcst mit Kindern in der Kaiser Friedrichstratze(früher Türmchen). Unterhaltung. für Kinder Ucberraschungen, Tanz. Anfang 6 Uhr. Eintritt 20 Pf. Bezirk WaibmannSlust. Am 2. Feiertag, mittags Uli Uhr, beranstaltet der Wahlverein in den„Borsigwalder Fcstsälen" zu Borsigwalde eine Matinee. Billetts sind bei den AbteilungS- führern und dem Obmann des Vcrgnügungskomitees, Genossen Scheck in Borsigwalde, zu haben. Die Genossen werden ersucht. rege für den Besuch zu agitieren. Ter Vorstand. Berliner j�ackrichten. Kauft gute Bücher! Tausende von Büchern werden am heutigen letzten Sonn- tag vor Weihnachten gekauft werden. Ein Proletarier, der einige Groschen seines bescheidenen Weihnachtsgeldes für Bücher anwenden will, muß doppelt vorsichtig sein, damit er nicht wertlosen Schund an Stelle eines guten Buches erwirbt. Am besten tut er, wenn er Bücher nur in der Buchhandlung Vorwärts, Lindenstr. 69. die am heutigen Sonntag von 12 bis 8 Uhr geöffnet ist, einkauft. Wer für seine Kinder eine gute Jugendschrift wünscht, beziehe sich bei seinem Ein- kaufe auf das vom Bildungsausschusse der deutschen Sozial- dcmokratie herausgegebene Verzeichnis, das im„Vorwärts" abgedruckt war und das auch in der Vorwärts-Bnchhandlung einzusehen ist. Sämtliche vom Bildungsausschuß empfohlenen Bücher sind in der Vorwürts-Buchhandlung zu haben, ebenso die in der Ausstellung im Gewerkschaftshause ausgestellten Bücher des Berliner Verzeichnisses. Wer eines der in beiden Verzeichnissen enthaltenen Bücher kaust, geht sicher, daß er seinen Bücherschatz um ein wertvolles Buch bereichert. -\ Aus der Armenpflege der Stadt Berlin. Die Armen dir ektion hat ihren Jahresbericht über das Etatsjahr 190« erstattet. In 1906 gab sie 11 151 632 M. aus und nahm 865 997 M. ein, so daß aus dem Stadtsäckel ein Zuschuß von 10 285 635 M. zu leisten war. Gegenüber dem vorhergehenden Jahr ist gestiegen die Ausgabe um 221 202 M„ die Einnahme um 38 849 M., der Zuschuß um 182 353 M. Der Bericht sagt hierzu: „Das finanziell günstige Ergebnis läßt in Verbindung mit anderen Beobachtungen die Wirkungen eines Wirt- schaftlich günstigen Jahres erkennen." „Günstig" wird das finanzielle Ergebnis deshalb genannt, weil die diesmalige Zuschußstcigung hinter dem Durchschnitt der Zuschuhstcigung der letzten drei Jahre, der 267 562 M. betrage, erheblich zurückstehe. Diese Angabc des Berichtes ist unverständlich geblieben. Der Zuschuß war int Jahre 1903 um 262 404 M. ge- stiegen, im Jähre 1904 um 94 053 M. gesunken, im Jahre 1905 wieder um 260 998 M. gestiegen, macht für diese drei Jahre zu- sammen eine Steigung von 429 349 M., also im Jahresdurchschnitt 143 116 M. Wie die Armendirektion sich eine Durchschnittssteigung von 267 562 M. hcrausgercchnet hat. ist aus dem Bericht nicht festzustellen. Indes, wir legen auf diese Zahlen überhaupt kein Gewicht. Wir wissen, daß das Mehr oder Weniger des Zuschusses nicht lediglich durch die Wirtschaftslage eines Jahres bedingt sind, sondern mitbeeinflußt wird durch die Härte des Widerstandes, den die Armen- kommissionendenBittgesuchcnderNotleidenden entgegenstellen. So hatte z. B. das Jahr 1904. wie oben angegeben, eine Zuschußminderung gebracht. Der Bericht für 1904 erklärte aber dieses Ergebnis nur zum Teil aus einer„Besserung der wirtschaftlichen Verhältnisse", zum anderen Teil erklärte crs aus einer—„gründlichen Prüfung und Beurteilung der einzelnen Fälle". In diesen Jahresberichten der Armendirektion wird gern und «it Eifer darauf hingewiesen, daß das finanzielle Ergebnis nicht deshalb günstiger geworden sei, weil man etwa die einzelnen Armen mit knapperen Beiträgen unterstützt habe. Auch der Bericht für 1906 hebt hervor, daß im Berichtsjahr„die Einzel- leistungen wieder gestiegen" seien. Das stimmt, aber dafür ist eben die Zahl der Unter st ützungsfällc ein- geschränkt worden. Die„Gründlichkeit", mit der die Armen- kommissionen in neuerer Zeit„prüfen", hat namentlich bei den Almoscnempfängern dazu geführt, daß ihrer viele überhaupt kein Almosen mehr kriegten, so daß im letzten Jahre ihre Durchschnittszahl sich um reichlich 600 vermindert hat. In 1905 waren pro Monat durchschnittlich 33 944 Almosen im Gesamtbetrage von 543 942 M. verteilt worden, in 1906 wurden pro Monat durchschnittlich nur 33 528 Almosen, aber im Gesamtbetrage von 551235 M. verteilt. Manchen Almosenempfängern ist, wie gesagt, etwas mehr als bisher gewährt worden, daher hat trotz Minderung der Almosenempfänger der Gesamtbetrag sich noch erhöht. Berechnet man aber den Durch- schnittsbetrag des Almosens, so ergibt sich für 1905 monatlich 16,02 M., für 1906 monatlich 16,44 M. Die„Steigung der Einzelleistungen" beträgt also bei den Almosenempfängern im Durchschnitt pro Monat nur 42 Pf. Was bedeuten diese 42 Pf. pro Monat? Sie bedeuten wenig oder nichts in einer Zeit, wo das Brot immer kleiner und leichter wird. Von 1905 zu 1906 verringerte sich in Berlm das Durchschnittsgewicht des Fünfgroschenbrotes so beträchtlich, daß der Durchschnittspreis pro Pfund Brot sich 1906 um 1�4 Pf. höher als 1905 stellte. In Familien, wo das Brot als ein Haupt- Nahrungsmittel dienen muß, so daß pro Kopf und Tag etwa ein Pfund Brot verbraucht wird, stellte sich in 1906 die zum Satt- werden erforderliche Mehrausgabe für Brot pro Monat und Kopf auf 40 Pf. Man sieht, was da eine Erhöhung des Almosens um durchschnittlich 42 Pf. ausmacht! Im einzelnen war natürlich die gewährte Erhöhung anders als dieser Durchschnitt. Mancher Almosenempfänger wird pro Monat um zwei Mark, um drei Mark, vielleicht gar um fünf Mark mehr als bisher bekommen haben. Dafür dürfte dann aber noch manchem anderen eine Verkürzung seines Almosens beschert worden sein. Mögen diejenigen, denen trotz aller Brotteuerung das Almosen gekürzt oder gar vollständig entzogen worden ist. sich damit trösten, daß wenigstens die Armendirektion schmunzelnd die„Wir- kungen eines wirtschaftlich günstigen Jahres" konstatieren darf. Mit Bitten und— mit Drohen. Die Diener Gottes greifen zu immer stärkeren Mitteln, um die Massenflucht aus der Kirche aufzuhalten, die vor ihrem staunenden Auge sich vollzieht. Eine Zeitlang versprachen sie sich Erfolg davon, daß sie zu denen, die ihnen als austrittslustig gemeldet wurden, womöglich in die Wohnungen gingen und sie in- ständigst baten, ihr Vorhaben aufzugeben. Bekanntlich mutz jeder, der seinen Austritt aus der Landeskirche erklären will, hiervon zunächst mal dem zuständigen Amtsgericht schriftliche-Mitteilung machen; frühestens in vier Wochen nach Eingang dieser Austritts- anmcldung kann dann vor dem Gericht die Austrittserklärung in der vorgeschriebenen Form abgegeben werden. In den vier Wochen bleibt den Organen der Kirche noch reichlich Zeit, dem Ab- trünnigen irgendeinen Gottesmann auf den Hals zu schicken, der ihn nach allen Regeln'der Kunst vearvetten mutz. Der Kirche wird dieses Geschäft dadurch erleichtert, daß das Gericht die Austrillsanmeldung so- gleich nach ihrem Eingang derjenigen Kirchcngemeinde mitteilt, zu der der Austrittslustige gehört. In den letzten Jahren haben die Kirchengemcinden Berlins und der Vororte zahlreiche Versuche zur Umstimmung Abtrünniger gemacht, aber es hat ihnen nichts genützt: trotz all ihren Bemühungen und trotz allen Bittbesuchen ist die Zahl der Austrittserklärungen unaufhaltsam immer weiter an- geschwollen. Kürzlich hat nun so ein Sendbote der Kirche, der den Kirchenfeinden als Mahner und Warner in die Wohnungen gehen mußte, in seiner Hülflosigkeit den Einfall gehabt, es nicht mehr n.u r mit Bitten, sondern auch mal mit Drohen zu versuchen. Es ist möglich, daß der Mann seine Methode noch anderswo probieren will, darum wollen wir unsere Leser im voraus mit ihm bekannt machen. Die Z i o n S g e m e i n d e ist eS, aus der uns über diesen Fall berichtet wird. Ein Schneider H., der im Gebiet dieser Gemeinde wohnt, aber schon seit vielen Jahren Dissident ist, meldete dem Gericht, daß erfürseinendreizehnjährigen Sohn den Austritt aus der Kirche erklären wolle. Tie Sache nahm den üblichen Verlauf: H. wartete die vor- geschriebene Zeit ab, ging dann aufs Gericht und vollzog für den Jungen die Austrittserklärung; die schriftliche Bescheinigung über den Austritt sollte ihm in die Wohnung geschickt werden. Acht Tage wartete er auf den Brief, der sie ihm bringen sollte— da erschien vor seiner Wohnung ein Mann, der sich Meyer nannte und sich als Beauftragter der Zionsgemeinde vorstellte. Herr H. war nicht zu Hause, das war ein Glück für Herrn Meyer. Frau H. ließ ihn ein und hörte geduldig den salbungsvollen Wortschwall an, den er über sie ausschüttete. Was wollte der Mann? Er fragte, ob cS wahr sei, daß für ihren Sohn der Austritt aus der Kirche erklärt werden solle, und ob auch sie selber das billige. Als das be- jaht wurde, eiferte Herr Meyer, den Eltern stehe doch nicht das Recht zu, mit ihren Kindern zu machen, was sie wollen, da habe dochdie Kirche auch noch ein Wort mitzureden. Er fügte hinzu, ein solches Kind könne den Eltern abgenommen und in eine Erziehungsanstalt gebracht werden. Die Antwort, das dürfe doch nur geschehen, wenn ein Kind in Verwahrlosung ge- raten sc, oder sich in Gefahr der Verwahrlosung befinde, dämpft- ein wenig seinen Eifer. Als ihm gesagt wurde, der Vater sei Dissident und gehöre zur Freireligiösen Gemeinde, ließ Herr Meyer sich weiter besänftigen und erklärte in wohlwollendem Tone, dann könne es so bleiben. Wenn aber, so schloß er drohend, die Sozia l- d e m o k r a t i e dahinter stecke, dann dürfe das Kind den Eltern abgenommen werden. Hinterher erlaubte dieser angenehme Mitmensch sich noch. Frau H. über die Größe ihrer Wohnung sowie über den Mietspreis auszufragen und sich sogar den Arbeitgeber des Herrn H. nennen zu lassen. Was er damit bezweckte, blieb unklar; aber vielleicht wird es sich bald zeigen. Es war, wie gesegt, ein Glück für den Herrn Meyer, daß er nicht auch den Hausherrn antraf. Der ungebetene Besucher wäre sonst wohl rascher aus der Wohnung hinausgeleitet worden, als er hinein- gelangt war. Austrittslustige, die ähnlichen Erfahrungen bor- beugen wollen, werden gut tun, fortan sich mit Sendboten der Kirche überhaup.t nicht einzulassen und ihnen den Zutritt zu ihrer Wohnung zu verweigern. Warum mag übrigens dieser Mann erst acht Tage nach Voll- zug der Austrittscrklärung seinen UmstimmungSversuch unter- nommen haben? Wir vermuten, daß jetzt, wo nicht nur im Gebiet der ZionSkirche, sondern in allen vorwiegend von Arbeitern be- völkertcu Kirchengememderl Berlins und der Bprorte die Zahl der Austrittsanmeldungcn ganz außerordentlich groß ist, schon nicht mehr genug Leute zur Verfügung stehen, um alle Bittbcsuche recht- zeitig zu absolvieren. Als Herr Meyer bei Herrn H. jene lächerliche Drohung vortrug, war die Bescheinigung über den acht Tage vor- her vollzogenen Austritt des Jungen schon unterwegs. Sie traf am anderen Tage ein— und wieder hatten sie der Kirche eine Seele entrissen, die nicht mit Bitten und nicht mit Drohen zu retten gewesen war. Wahrscheinlich wird aber Herrn Meyers Un- gestüm noch weiter wirken, als er und seine Auftraggeber es sich träumen ließen. Herr H. will, wie wir hören, nunmehr dafür sorgen, daß auch ein älterer Sohn von ihm sowie Frau H., die beide noch zur Kirchengcmeinschaft gehören, ihren Austritt vollziehen._ Post und Läden am goldene» Sonntag. Der Postpaket- 'verkehr findet heute Sonntag, den 22. Dezember, im ganzen Berliner Bezirk in demselben Umfange wie werktags statt. Postpakete können an denselben Stellen und zu denselben Stunden wie sonst aufgeliefert werden. Auch die Ausgabe der Pakete findet am Sonntag, den 22. Dezember, wie werk- tags statt. Ebenso werden die Pakete in vollem Umfange bestellt. Eine Geldbestellung findet dagegen nicht statt. Im Handelsgewerbe mit Ausnahme der Bankgeschäfte dürfen Angestellte in Berlin, Charlottenburg, Wilmersdorf und Rixdorf von 8—16 und 12—8 beschäftigt werden. In Schöneberg ist die Mittagspause eine halbe Stunde früher. Back- und Konditorwaren, Fleisch, Wurst, Milch darf schon von 6 Uhr an verkauft werden, Brennmaterialien von b— 16. Die Weihnachtsfericn in den hiesigen Schulen haben gestern begonnen. In den höheren Lehranstalten und auch in einigen Gemeindeschulen fanden gestern vormittag Weihnachtsfeiern statt. Am 7. Januar des kommenden Jahres wird der Unterricht wieder ausgenommen._ Arbeiter-Bildungsschule Berlin. Der Vorstand der Arbeiter-Bildungsschule teilt mit: Der Gesundheitszustand des Genossen Grunwald macht es leider zur Unmöglichkeit, die bis jetzt ausgefallenen Stunden irgend- wie nachholen zu können. Der Vorstand hat deshalb be- schloffen, von den Teilnehmern des laufenden Kursus in Nationalökonomie und Redeübung nur die Hälfte des Unter- richtsgcldes und nur von den neu Hinzutretenden volles Schulgeld zu erheben. Nach einer Rckapitulatton des Inhalts der ersten sechs Vorträge des laufenden Quartals wird das Thema fortgesetzt werden, so daß sowohl die alten als auch die neu hinzutretenden Schüler auf ihre Rechnung kommen werden._ Der WcihnachtSreiseverkehr erreichte in diesem Jahre in- folge der Lage der Wochentage zum Fest schon gestern seinen Höhepunkt. Jeder, der sich freimachen kann, sucht den Sonntag und die beiden Werktage vor dem Fest zu seinen Ferien zu schlagen. Auch die Militärurlauber treten fast alle jetzt ihren Weihnachtsurlaub an. Infolge der Vermehrung der Urlauber- züge beeinträchtigen sie aber den übrigen Verkehr nicht mehr. Auf allen Strecken müssen aber die Schnell- und Personenzüge verdoppelt und verdreifacht werden. Besonders ist dies der Fall im Verkehr der Reichshauptstadt mit dein Osten der Monarchie. Bekanntlich stammt der größere Teil der Zuwanderung ans den östlichen Provinzen. Zahlreiche Sonderzügc gehen dcshalb-jetzt täglich bis zum Fest nach Breslau, Kattowitz, Posen, Brom- bcrg, Thorn, Jnsterburg usw. Aber auch im Verkehr mit dem Westen, insbesondere zwischen Berlin, Hamburg und Köln, muß eine Reihe von Schnellzügen und einige Personenzüge für den Weihnachtsverkeht eingelegt werden, die schon jetzt aufgenommen worden sind. Im Verkehr des Stettincr Bahn- Hofes in Berlin mit Pommern z. B. verkehren schon fast alle vorgesehenen Sonderzüge. Alle Sonderzüge laufen, als Vor- oder Nachzüge zu den fahrplanmäßigen. Es sind dieselben Fahrkarten für fahrplanmäßige und Sondcrzüge erforderlich. 33 Millionen für den Teltowkanal. Der Teltower Kreistag bewilligte in seiner letzten Sitzung die Summe von 1 450 000 M. zur Deckung der Restbauzinsen und Kursdifferenzen bei Begebung der Anleihen für den Tcltowkanal und nahm bei dieser Gelegenheit die vom Kanalvcrwaltungsrat geprüfte Gesamtabrcchnung über den Kanalbau fouds entgegen. Diese ergab, baß der Teltowkanal insgesamt 39 200 000 M. gekostet hat, worauf der Landrat v. Stubenrauch besonders hinwies mit dem Ersuchen an die Krcistagsabgeordneten, in der Ocffentlichkcit dem vielvcrbreiteten, durchaus unbegründeten Gerüchte, als hätten oie Kosten des Teltolokanals über 50 Millionen betragen, entgegon- zutreten. Die Nachbewilligung von 1 450 000 M. war durch die Vergrößerung des Anlagekapitals und die Verlängerung der Bau- zeit sowie durch den volle 3 Proz. betragenden Kursverlust not- wendig geworden. Der Kanalbau hat 1% Millionen Mark mehr gekostet als vorgesehen war, wovon über 7 Millionen Mark auf die Kosten des Grundcrwerbes entfallen. Die Mehrkosten sind durch das rapide Anwachsen der Bodenwerte veranlaßt worden. Die Erdarbeiten haben 1 860 000 M. über den Voranschlag erfordert. Der Kanalbetriebsfonds beträgt eine halbe Million. Der Kreistag genehmigte ferner den Ankauf der Wassermühlen in Kummcrsdorf und Sperembcrg sowie den Voranschlag der Kreis- sxarkasse und die Vermehrung ihrer Nebenstellen auf 36. Die Spareinlagen sind seit dem Jahre 1900 auf das Doppelte gestiegen und betragen gegenwärtig über 77 Millionen Mark. Infolge der ungünstigen Lage des Geldmarktes beliefen sich die Kursverluste der Teltower Kreissparkasse auf nicht weniger als 2 Millionen Mark. Mit Oleum und Beronal vergiftet haben sich gestern zwei lebensmüde Frauen. Tic 40 Jahre alte Gastwirtin Anna Bieder- mann aus der Pücklerstraße 25 hatte in letzter Zeit recht schlechte Geschäfte gemacht. Sic wollte sich aus diesem Grunde das Leben nehmen und vergiftete sich gestern mit Oleum. In bedcnklichein Zustande wurde die Lebensmüde nach dem städtischen Krankenhaus in der Gitschinerstraße gebracht.— Mit Verona! vergiftete sich die 23jährige Verkäuferin Anna Zenk, Kantstratze 92 wohnhaft. Das junge Mädchen unternahm den Selbstmordversuch wegen Liebes- gram Es wurde gleichfalls in fast hoffnungslosem Zustande in das Krankenhaus Westend eingeliefirt. Ankauf des ehemaligen botanischen Gartens. Der Ausschuß zur Vorberatung der Vorlage über den Ankauf des botanischen Gartens genehmigte gestern einstimmig die Vorlage mit folgenden Aenderungen: die Hänscr um den als öffentlichen Erholungs- und Spielplatz einzurichtenden Garten, der etwa die Größe des Jnvalidenparks hat, sollen nach der Elßholz-, Grunewald- und Pallasstraße hin Bauwiche(Zivischenräume) zwischen den Häusern erhalten. Der Platz erhält abgesehen von dem Zugang in der Potsdamer» straße auch zwei Zugänge von der Elßholzstraße aus, die der Fiskus zu unterhalten bat. Bekanntlich soll mit der Front nach der EWolzstraße und dem öffentlichen Platz hin das Kammergericht verlegt werden. Das den Anwohnern des Platzes im Vertrage eingeräumte ungehinderte Recht auf Bc- Nutzung des Parks ist gestrichen, um schikanösen Auslegungen dieser Vertragsbestimmung entgegenzutreten. Die nni den Platz vom Fiskus selbst oder dessen Rechtsnachfolgern zu errichtenden Gebäude dürfen nicht mit Reklamecinrichtungen versehen werden. Die Kosten für den Erwerb des Platzes betragen, wie unseren Lesern erinnerlich sein wird. 2 Millionen Mark und sollen aus den über den Reservefonds hinausgehenden Heber- schüssen des Sparkassenfonds entnommen werden. Die Unter haltungskosten des Platzes werden aus den laufenden Mitteln entnommen. Der Ausschuß empfahl jedoch, um den Park seiner Zweckbestimmung zu erhalten und überflüssigem Luxus bei seiner Anlegung vorzubeugen, folgenden vom Genossen Singer gestellten Antrag der Stadtverordnetenversammlung zur Annahme: Die in der Vorlage für die Unter Haltung des Parks in Aussicht genommenen Her stellungs- und Unterhaltungskosten hält die Versammlung für zu hoch und ersucht den Magistrat, die Kosten bei der Bearbeitung des SpezialProjekts erheblich einzuschränken und namentlich darauf Rücksicht zu nehmen, daß es sich im wesentlichen um Einrichtungen zu einer Erholungs statte und von Spielplätzen handeln solle. So wäre denn die Erhaltung des Parks trotz der immensen Knauserei, Fiskalität und Rücksichtslosigkeit gegen hygienische Vorkehrungen— Fiskus wollte bekanntlich das gesamte Gelände als Bauland parzellieren— und trotz der kleinlichen Zurückhaltung der Stadt Schöneberg von einer Beteiligung, die Erhaltung des größten Teils des botanischen Gartens als Lungenflügel gesichert. Ter Vorsitzende der Berlin-Branbendurger Acrztekammer, Geh. Sanitätsrat Dr. Julius Becher, ist gestern an den Folgen einer Lungenentzündung und des Schlaganfalls, den er erlitten, ver starben. Der Säbel in den Händen der Kinder! Zu der Notiz in der gestrigen Nummer unseres Blattes,„die Pritsche als Spielzeug des Kindes", schreibt uns ein Leser: �„Ich unterschreibe daZ vom Tierschutzverein in diesem Artikel Gesagte von A. bis Z.; aber alles das dort treffend Angeführte trifft in weit erhöhtem Maße auf alles Soldatische und Kriegsspiel- zeug zu, als da sind Säbel, Helm, Bleisoldaten, Kanonen usw. Mutz das dadurch angeregte., Kricgsspicl im Hauen und Niederstechen, ja Totschlagen und Schietzen, nicht noch in weit erhöhtem Matze zur Verrohung der Jugend, zur Untergrabung jedes Mitgefühls und zur Tier- und Menschenquälcrci, ja zur Freude an der Menschenvcrnichtung führen?— Kein wirklicher Pädagoge, kein wirklicher Menschenfreund wird sich der Wahrheit dieser traurigen Wirkungen auf die Er- ziehung der Kinder verschließen können und kein denkender Mensch, vor allem aber kein denkender, klassenbewußter Arbeiter dürfte der- artiges„Solfdatenspielzeug" auf den Wieihnachtstisch oder in den Händen seiner Kinder dulden, ja er müßte den Mut haben, auch die lieben Verwandten und Bekannten, die etwa seine Kinder mit derartigem„Spiel"zeug beglücken wollen, höflich ober entschieden zurückweisen. Es dürfte einsichtigen Eltern nicht schwer fallen, ihre Kinder, selbst wenn diese sich derartige Dinge wünschen, von der ckmimstötzlichen Wahrheit zu überzeugen, daß mau mit der Menschen Glück, Gesundheit und Leben nicht spielt. Wenn wir nicht gedankenlos dulden, daß unsere Kinder solches„Spiel"zeug in die Hände bekommen, werden wir schon die militaristischen Ideen im Keime ersticken und den christlichen Wahrspruch„Friede auf Erden und d e n M e n s ch e n ein W o h l g e f a l le n" mehr fördern, als es alle salbungsvollen WeihnächkSpredigken und heuchlerischen Augenvcrdrehungen je fertig bekommen werden. Be- sonders unseren Frauen und Müttern wäre hier ein schönes und edles Wirkungsgebiet gegeben; sie könnten in ihrem Kinde schon den Abscheu vor den menschcnmordenden Kriegen und der als Folge naturgemäß nachwirkenden Volksverrohung wecken und die wahre Menschenliebe Pflegen, sozusagen dem'Säugling mit der Mutter- milch die antimilitaristische Idee einzugeben. Den Oberrcichs- anmalt wollen wir sehen, der eine solche Mutter wegen„Vor- bereit ung zum Hochverrat" hinter Festungswälle oder gar ins Zuchthaus bringt. Also Eltern, bedenkt das bei dem bc- vorstehenden Fest der„Menschenliebe": So— unfern Kindern gilt die Tat—- Erzieht sie wahr und frei, Ten Säbel, Helm und Bleisoldat Verbannt als Spielereil Ter AuSschuss zur Beratung der Borlage des Ruhegeldes und Hinterbliebenenversorgung städtischer Arbeiter hielt gestern seine Sitzung ab. Bekanntlich hatte der Magistrat der wiederholten An- regung der sozialdemokratischen Fraktion folgend, einige Aende- rungcn des Rcliktengesetzcs vorgenommen und dasselbe analog der Verbesserungen der Rcliktenfürsorge für Beamte zugunsten der Arbeiter ausgestaltet. Dies wurde auch bei der Beratung im Plenum von unserer Seite anerkannt, trotzdem aber Ausschuß- bcratung beantragt, weil sich in diesem Entwurf einige Be- stimmungcn befanden, die mit dem sozialen Empfinden nicht im Einklang zu bringen sind. In der gestrigen Sitzung versuchten nunmehr unsere Genossen, diese veralteten Bestimmungen zu reformieren, indem sie einige dahin gerichtete Anträge stellten. In erster Linie wurde verlangt, daß die den städtischen Angestellten zu gewährende Rente nicht, wie das heute geschieht, als freiwillige Leistung der Stadt gegeben, sondern daß ihnen ein klagbares Recht darauf eingeräumt werden möge. Genosse Heimann gab eine Darstellung des Grundgedankens, der die städtischen Körperschaften zu der Schaffung des Ruhegeldes geführt hat, und wies nach, wie schon damls von feiten angesehener Mitglieder des Stadtvcrord- netcnkollegiums der Gedanke einer rechtlichen Verbindlichkeit hervorgehoben worden sei. Weiter betonte er die verschiedene Bc- Handlung der Beamten und Arbeiter auf diesem Gebiete, trotzdem beide Kategorien für die gedeihliche Entwickelung der Kommune eine zwingende Notwendigkeit seien. Vergeblich war alles Be- mühen. Der Magistratskommissar ließ darüber keinen Zweifel, daß gerade in der Gewährung dieses Rechtes für den Magistrat die Gefahr liegt, den Unterschied zwischen Arbeiter und Beamte zu verwischen, was zu einer Benachteiligung der letzteren führen würde und glicht im Interesse der Stadt gelegen sei. Dieser Auffassung schlössen sich die bürgerlichen Ansschußmitglieder an, womit daS Schicksal unserer Forderung entschieden war. Eine weitere An- regung unsererseits, die hei der F e st s e tz u n g d e s R u h e- geldes zur Hälfte in Anrechnung gebrachte Jnva- lidenrente für die Folge nicht mehr in Ansatz zu bringen, zeitigte gleichfalls eine längere Diskussion. Trotzdem von unserer Seite der Nachweis erbracht wurde, daß diese Anrechnung der halben Invalidenrente nicht nur ungerecht, sondern auch unsozial sei, wanote sich der Magistratsvertretcr dagegen, betonend, daß durch Annahme einer solchen Forderung die ganze Vorlage gefährdet würde. Trotz dieser Verwarnung wurde der sozialdemokratische Antrag mit 4 gegen 2 Stimmen angenommen. Weiter wurde von uns beantragt, die vollständig ungenügende Höhe des Witwen- und Waisengeldes dahin abzuändern, daß für Witwen ein Mindestsatz von 2S0 M. und für die Waisen«ine Hinter- bliebenenversorgung gegeben werde, die die Höhe der öffent- liehen Pflegesätze erreicht. Auch hier konnte man sich nicht dazu verstehen, diese in anderen größeren Gemeinden bereits ein- geführten Sätze anzunehmen, trotzdem zugegeben werden mutzte, daß die jetzt gezahlten Unterstützungssätze nicht ausreichend sind. Man einigte sich schließlich dahin, daß die bisherigen Sätze bei- behalten, baß jedoch be» Witwen mindestens 200 M., bei Waisen pro Kmd SO M. zu zahlen sind. Es sieht zu erwarten, daß Magistrat und Stadtverordneten sich die Beschlüsse des Ausschusses zu eigen machen werden. Im Obdach erstochen. In der Nacht vom Freitag zum Sonn- abend entstand im Asyl für Obdachlose in der Fröbelstratze zwischen zwei dort nächtigenden Gelegenheitsarbeitern Streit, im Verlaufe dessen auch das Messer eine Rolle spielte. Ter eine wurde der- maßen bearbeitet, daß er kurze Zeit nach der Stechcrei verstarb. Der Messerheld wurde nach einer ordentlichen Lektion in Haft genommen. Paletotdicbstähle aus den Sprechzimmern von Aerzten häufen sich. Am Freitag wurde wieder ein solcher Diebstahl in dem Vor- zimmer des Dr. Schnorr in der Memelerstr. 48 verübt, nachdem- erst vorher der gleiche Vorgang sich bei dem Dr. Goldbach abge- gespielt hatte. Durch diese Diebstähle werden vielfach Kranke be- troffen, die sich zufällig in dem Zimmer des Arztes befinden. Unfall am Humboldthafe». Nach einer amtlichen Meldung riß bei der gestrigen AuS- wechselung des vierten Ueberbaus der Humboldthafenbrücke beim Niederlassen des neuen Ueberbaucs gegen 3 Uhr nachts ein Draht- seil. Infolgedessen stürzte der Ueberbau auf der östlichen Seite herab. Personen sind nicht verletzt. Die WiederherstellungS- arbeiten wurden alsbald begonnen und werden voraussichtlich den größten Teil des Tages in Anspruch nehmen. Der Fernverkehr zwilchen Friedrichstratze und Zoologischem Garten erfolgt eingleisig. Die von auswärts auf Bahnhof Charlottenburg und dem Schlesischen Bahnhof ankommenden Fernzüge endigen dort. Das Gepäck nach den Bestimmungsorten der Stadtbahn wird durch Land- fuhrwerk befördert. Das reisende Publikum wird zur Erreichung der Bestimmungsstation auf die Stadtbahn verwiesen. Die von hier ausgehenden Fernzüge werden zum Teil über die Stadtbahn zum Teil über dos in Betrieb befindliche Ferngleis geleitet. Vor- aussichtlich wird heute, den 22. Dezember, früh der Verkehr wieder regelmäßig aufgenommen werden. Ein führerloses Automobil verursachte am Freitagabend im Zentrum von Berlin eine Verkehrsstockung und Aufregung. Das Automobil war auf den Gleisen der Straßenbahn mitten auf der Gertraudtenbrücke plötzlich stehen geblieben. Der Chauffeur stieg ab, um nach der Ursache zu sehen. Den wartenden Straßenbahnern dauerte die Untersuchung indes zu lange. Sic fingen an zu chieben. Auf einmal raste das Automobil ohne seinen Führer davon. Zuerst nach rechts auf das Schaufenster von Hartwig u Vogel zu. Schon auf dem Bürgersteig am Spittelmarkt, wo alles die Flucht ergriff, machte das Automobil eine Wendung nach links, raste über den Stratzendamm in der Richtung nach der Seydel- traße, berührte den Jnselperron mit den Vorderrädern, die sich dadurch abermals drehten, und raste nun wieder nach rechts direkt auf einen vollbesetzten Straßenbahnwagen los. Der Vorderplatz des Wagen 1408 der Linie 48 wurde beschädigt, ebenso ein Teil des Autos. Der Chauffeur fand sich dann auch ein. Unter dem Hallo des zahlreichen Publikums wurde die Automobildroschke abge- choben. Vom Publikum soll niemand ernstlich verletzt sein, es hatte sich trotz der Schnelligkeit des Tempos durch eilige Flucht in Sicherheit bringen können und nahm mit angeborenem Humor von dieser Neuheit im Berliner Straßenverkehr Notiz. Wegen eines großen Brandes wurde die Feuerwehr am Sonn abendnachmittag nach Thaerstr. 31a gerufen. Dort war in dem Kolonialwarengeschäft von Zoller angeblich durch Unvorsichtigkeit i-euer ausgekommen. Die Flammen hatten besonders an Petroleum, das im Keller lagerte, reiche Nahrung gefunden. Als der achte Zug au der Brandstelle erschien, stand nicht nur der Lagerkeller, sondern auch der Laden mit der gesamten Einrichtung in großer Ausdehnung in Flammen. Es wurde sofort von einer Dampfsprttze mit mehreren Swlauchleitungen Wasser gegeben, wodurch eS gelang, die Flammen auf das Kolonialwarengeschäft, das total ausgebrannt ist, zu be- 'chränken. Die Decks des Kelle'-'' ist teilweise eingestürzt. Ein sehr gefährlicher Brand rief gestern die Feuerwehr nach der Akademie der Künste, Unter den Linden 33. Dort war durch eine Gasätherexplosion in einer Banbude im Erdgeschoß Feuer ausgekommen. Durch kräftiges Wassergeben mit zwei Schlauch« leitungen einer Dampfspritze gelang es eine weitere Ausdehnung des Feuers zu verhindern. BerkehrSstöning auf der Stadtbahn. Dem Unfall am Humboldt Hafen ist nachmittags ein zweiter gefolgt. Zwischen den Stadtbahn- Höfen„Börse" und„Friedrichstraße" blieb bald nach 4 Uhr ein Nordring z ug infolge Maschinendefekts auf freier Strecke liegen. Erst nach einstündiger Pause konnte der Zug seine Fahrt fortsetzen. Der übrige Stadtbahnverkehr erlitt naturgemäß auch erhebliche Ver pätungen, namentlich in der Richtung nach Charlottenburg. Die Unglücksmaschiue wurde nach einer Reparaturwerkstätte geschafft. Zeugen gesucht. Augenzeugen des Vorgangs, der sich am April d. I.. morgens G-Ji Uhr, am Hallcschcn Tor zwischen arbeitswilligen und ausgesperrten Maurern vom Bau Alte Jakob- traße 156 abgespielt hat, besonders die bei der Brunnenbaufirma Risch u. Thomas beschäftigt gewesenen Brunnenbauer, werden rcundlichst ersucht, ihre Adresse im Vcrbandsburcau der Maurer, Berlin SO. 16, Engclufer 15, Zimmer 29, abzugeben, da gegen die beteiligt gewesenen organisierten Mäurcr Anklage erhoben worden ist. Das FolieS Eaprice-Theater hat eine kleine Anleihe beim Metropoltheater gemacht, indem es sich eine einaktige Revue in drei Bildern:„Mal was anderes" zugelegt hat. Unter diesem Titel sind die verschiedensten Lokalereignisse in satirischer und humoristischer.Weise verwertet und lose aneinander gereiht. Einige hübsche Couplets, Duetts und Quartetts geben dem Ganzen erst die nötige Würze. Aber auch die beiden Einattcr, die der Revue vorausgingen, schlugen ein. Die Komödie„Dunkle Punkte" war ganz im Serrnfeldjargon gehalten, der auch hier zu Hause ist. Und der andere Einakter:„Eine anständige Frau" von Paul Blitz hatte nicht weniger Erfolg, wie die schon genannten Darbietungen. Eine Kokotte hatte sich entschlossen,«ine anständige Frau zu werden. Ein junger Dichter hat ihr Treue ge- schworen und will sie retten durch Heirat. Sie weist ihren An betcrn die Tür. Als ihr aber der Bankier Wald mann einen Schmuck zeigt, den er„ihr" zugedacht hatte als eventuelle Belohnung und sich, abgewiesen, zum Gehen anschickt, wird sie ihrem Entschluß untreu. Da kommt ihr Liebhaber dazu, der sich als— der Sohn des Bankiers entpuppt. Nun ists aus.„ES ist auch schwer, cmc anständige Frau zu werden," seufzt„sie". Gespielt wurde einfach vortrefflich. Neben Ludwig Mertens, Flcischmann, Grünecker und Willi Kaiser machten sich die Damen Rita Raoul, Paulcoumier und Ellenhausen verdient. Im wissenschaftlichen Theater der„Urania" gelangen am Sonntag und Montag die letzten Wiederholungen des Vortrags „Heber den Brenner nach Venedig" zur Darstellung. Am Diens- tag bleibt das Institut geschlossen und am Mittwoch, Donnerstag Freitag und Sonnabend finden die Erstaufführungen des mit zahl- reichen farbigen Bildern ausgestatteten Vortrags„Kairo und die Pyramiden" statt. Am Freitag und Sonnabend finden Nach- mittagsvorstellungen zu kleinen Preisen statt und zwar wird am Freitag der Vortrag„Am Golf von Neapel" und am Sonnabend der Vortrag„Sizilien. Lebens- und Naturbilder aus klassischen Stätten" gehalten werden. Vorort- l�ad? richten. Rummelsbnrg. Die Gemeindevertretung hatte in ihrer letzte» Sitzung eine sehr reichhaltige und wichtige Tagesordnung zu erledigen. Vorerst gab der Gemeindevorsteher bekannt, daß die beantragte Genehmigung zur Errichtung einer Gemeindesparkasse erteilt«orten sei, und daß die Eröffnung am l. April 1908 erfolgen kann. Auf Beschluß der Vertretung wird die Sparkasse im neuen Feuerwehrdepot. Markt« straße, ihre Kassenräume erhalten. Auf Antrag des Gemeinde« Vorstandes wird hierauf der bereits in der vorhergegangenen Gemeinde- Vertretersitzung gefaßte Beschluß, vor den im März 1908 statt- findenden ordentlichen Gemeindevertreterwahlen leine Ersatz- wählen mehr für die schon ausgeschiedenen Gcmeindevertretcr vorzunehmen— wieder umgestoßen— und beschlossen, die erforder- lichen Ersatzwahlen noch Mitte Januar statlfiuden zu lassen. Mittler- weile weiß eS in Rummelsburg bald jedes Kind, daß Beschlüsse der Gemeindevertretung nur dann zur Ausfiihrung kommen— wenn dieselben auch unter Zustimmung des Gcmeindevorstandes resp. Gemeindevorstehers gefaßl worden sind, denn andererseits erfolgt fast regelmäßig nochmalige Vorlage, wo dann gewöhnlich nach wahrscheinlicher vorheriger Blockverständigung der erstcre nicht genehme Beschluß durch einen genehmeren Beschlutz wieder aufgehoben wird. Die Gründung der notwendigen neuen Lehrerstellen bei den Volksschulen für 1908 wird einstimmig genehmigt. Ferner wurde der Einrichtung eines Kursus für stotternde Kinder allseitig zugestimmt. Der Kursus soll sich vor- läufig auf vier Monate mit wöchentlich vier Unterrichtsstunden erstrecken. Die Umänderung der Gasbeleuchtung aller Sitzung«- zimmer mit elektrischem Glühlicht, wird, nachdem unsere Vertreter sich dagegen gewandt haben, abgelehnt. Die Beschlußkassung über Einleitung des EnteignungsverfabrenS bezüglich Abtretung des SttaßenlandeS der Deutschen Kabelwerke in der Weserstraße wird bis zur nächsten Sitzung vertagt. Eine rege Debatte zeitigte die 100 000 Mark-Affäre des Lichlenberg-Rummelsburgcr Kanalisations- zweckverbandes. Der Bürgermeister, welcher Mitglied des Aus- schusses dieses Verbandes ist, gibt zu. daß wohl Unregelmäßigkeiten vorgekommen sind und teilt gleichzeitig mit, daß auf Grund einer noch gültigen Strafbestimmung, wonach derjenige, welcher einen anderen vom Mitbieten durch Versprechung eines Vorteils abhält. sich strafbar macht,— gegen den Unternehmer Fiebig vorgegangen werden soll. Genosse Ritter krittsierte die ganze Angelegenheit{die bereits im„Vorwärts" in mehreren Arnkeln besprochen wurde) in eingehender Weise, er wieS noch besonders daraus hin, daß der VerbandSausschuß von Schuld ivohl nicht, ganz freizusprechen sei, da demselben doch bekannt sein mußte, daß die Tiefbau- Ringfirmen in EberSwalde in gleicher Sache Forderungen zwilchen 653 000 bis 725 000 M. gegenüber den freien Unter- nehmern mit Angeboten zwischen 316 000 bis 470 000 M. gestellt hatten, und daß Fiebig dort mit zu den Ringfirmen gehörte. Auch Genosse John drückte hierbei sein Befremden darüber aus, daß die an der Submission beteiligten Firmen die Kosten der zu vergebenden AptierungSarbeiten inklusive Abnutzung der Gerätschaften nebst Unternehmergewinn auf etwa 400 000 M. kalkuliert haben, wo- hingegen der Verbandsbaumeister, den um etwa 100 000 M. ge- forderten höheren Preis als angemessen bezeichnet haben soll. Der Bürgermeister erklärt hierzu, daß auch der Verbandsbaumeister Kolb eine niedrigere Summe ausgerechnet habe, dann aber den höheren Preis der Unternehmer als nicht zu hoch bezeichnet hätte. Ein Be- schluß wurde in dieser Sache nicht gefaßt. Eiiw scharfe Debatte setzte bei Punkt 9 der Tagesordnung: Festsetzung der AnstellungSbedingungen für den Feuerwehr-Oberführer sowie Stellvertreter, ein. Unser Vertreter John als Mitglied der Feuerwehrkommission, sah sich bei dieser Gelegenheit veranlaßt— auf das eigenmächtige Vorgehen des Bürgermeisters in dieser An» gelegenheit gebührend hinzuweisen— er wie« nach, daß die bcan- wagten Feststellungen nicht nur ohne Einverständnis der zuständigen Kommission— sondern direkt gegen die in mehreren Sitzungen einmütig gefaßten Beschlüsse dieser Kommission aus die Tagesordnung gesetzt worden sind— um wohl eine längst gehegte Absicht des Bürgermeisters auf diese Weise durchzudrücken. Unser Genosse betrachtete dieses Vorgehen des Bürgermeisters als eine offensichtliche Mißachtung des betroffenen KommiisionSmitgliedeS und legte dem- zufolge sofort in der Sitzung dieses Amt nieder. Der bürgerliche Gemeindevertreter Winter stimmte als Mitglied der betreffenden Kommission der Kritik unseres Vertreters voll und ganz zu. die übrigen Herren Mitglieder der Feuerwehrkommission wagten teil- weise nur durch Kopfnicken ihre Zustimmung zu geben. Ter Bürger- meister suchte zwar in allerhand gewundenen Redensarten die Sache im milderen Lichte darzustellen— was aber vollständig versagte. Die Abstimmung ergab die Anstellung des stellvertretenden Ober- führerS als Werkstättenmeister und die Ablehnung jedweder Besoldung für den als Oberführer gewählten Gemeindesttaßenmeister Miclisch. Die sich notwendig machende Aufnahme einer Anleihe in Höhe von 734 000 M. für die neue stebzigklassige Volksschule in der Markt- straße wird«insttmmig genehmigt. Hieraus hatte in nicht öffentlicher Sitzung die Verttetung noch die recht unangenehme Aufgabe zu erfüllen, eine größere Zahl Gemeindcbeamte. als Polizeisergeantcn. Hülfsarbeiter und sonstige in der Polizciverwaltung beschäftigte aber noch nicht festangestellte Beamte zum 1. April 1908 zu kündigen. Verursacht ist diese harte Maßnahme durch die Ausdehnung der königlichen Polizei nach Rummelsburg. Schöneberg. Al» Termin für die SiadwemducUttwahl im 9. Bezirk der dritten Abteilung, welchen Genosse Wolfram vertrat, ist der 22. Januar 1908 vom Magistrat festgesetzt worden. Genoffe Wolfram, dessen Mandat noch zwei Jahre läuft, ist zurückgetretren. da er im 8. Bezirk der dritten Abteilung auf 6 Jahre neu geivählt worden ist und dieses zweite Mandat angenommen hat. Rixdorf. Eine äußerst stark besuchte Generalversammlung der Zahl- kelle Rixdorf des Deutschen Holzarbcitervcrbandcs beschäftigte sich mit den Arbeitsloscnuntcrstützungssätzen vom 1. Januar 1908 ab. Kollege Lusch legte zunächst die Situation im Gctverbe dar. Di- jetzt bestehende große Arbeitslosigkeit dürste sich später noch steigern. Durch Zahlen zeigte Redner den Versammelten, wie hoch die AuS- gaben in diesem Ouartal gegenüber denjenigen im gleichen Zeit» räum des vorigen Jahres sind. Die Verwaltung empfehle deshalb den Kollegen, die Karenzzeit von drei auf sieben Tage zu erhöhen. ?!n der Diskussion sprachen sich fast sämtliche Redner für eine Er- öhung der Beiträge und für das Bestehenlaisen der dreitägigen Karenzzeit aus. Auch war man sich einig, daß jeder Opfer bringen müsse, um jederzeit gerüstet zu sein. Die Abstimmung über den Antrag der Verwaltung ergab die Annahme desiclben aegen vier Stimmen. Steglitz. Sein« allzugriße Dreistizkeit hat Meisier Reinele mit dem Tode büßen müssen. In der Gärtnerei von Kölker in der Kleiststr. 35 war unvermutet ein Fuchs, ein prächtiges, ausgewachsenes Tier, auf- getaucht und der Besitzer machte sich mit seinen Ge hülsen sofort an die Verfolgung des gefährlichen Raubtieres. Meister Rciueke hatte es auf das Geflügel im Hühnerstall des Grundstücks abgesehen und als er soeben in einem der Ställe verschwinden wollte, wurde er durch einen wohlgezielten Schuß des Gärtnereibesitzers niedergestreckt. Der FuchS war aus dem Grunewald, in dem noch eine Anzahl von den roten Räubern hausen, herausgekommen. Zehlendorf. An» der Gemeindevertretung. Zunächst hatte sich die Vcc- tretung mit einigen DringlichkeitSanträgcn zu beschäftigen. Zur Aufstellung von zwei neuen Kesseln nach der Gemeindcschule I, deren Heizkessel zerplatzt war. und zur Herstellung der Rohr- leitungen nach der Turnhalle, die bisher mit Oefen geheizt wurde,' wurden 5000 M. eingestellt. DcS weiteren beantragte der Gemeinde- baurat, daß das Hauptgebäude der Pumpstation parallel der Puhl- mannschen Grundstücksgrenz« ganz dicht an der Königstraße erbaut werden soll. Gemcindcvertreter Jänicke beantragte einen Abstand von 51 Meter, Gcmeindcvcrtrcter Erdmann einen solchen von 89 Meter. Nach längerer, öfters etwas stürmischer Debatte einigte man sich schließlich nach einem Vorschlag des Gemeindebaurats auf einen Abstand von 70 Meter. Bei dieser Debatte war auch in inter» effanter Weise zu beobachten, wie das Herannahen der Gemeinde, verkrekerwcHlen einzelnen Herren das Gewissen schärst; Herr Thornton fand sogar den Mut, hon Vergewaltigung der Geschäfts- ordnung zu reden. Er empfahl dem Bürgermeister Köster, gewissen Vertretern gegenüber etwas mehr Rückgrat zu zeigen. Hätten die Herren doch nur früher solche Töne gefunden, so könnte man schlich- lich an die Ehrlichkeit dieser Zornausbrüche glauben, aber ein Vierteljahr vor den Wahlen haben derartige Phrasen doch nur den Zweck, die Gemcindewählec wie Gimpel auf den Leim zu locken. Zum April n. I. wird eine Untertertia der Realschule und eine Sexta des Gymnasiums eingerichtet. Tie Räume dafür sind wohl vorhanden, werden aber augenblicklich durch das Bauamt besetzt. Da man dasselbe, weil es sowieso am 1. Oktober n. I. in das neue Feuerwchrdicnstgebäude übersiedelt, nicht vorher ausmieten will, so sollen das Lehrmittel- und das BibliothekSzimmcr zu Klassen- räume umgewandelt werden, während man crstere in das zweite Obergeschoß resp. in daS Dachgeschoß verlegen will. Die Kosten betragen lOLö M.; die Vorlage wurde angenommen. Der nächste Punkt betras die Rechnungslegung über den Bau der elektrischen Feuermeldeanlage. Die Gemeindevertretung hatte am L2. Mai v. I. hierzu 22 000 M. bewilligt. Sonstige Einnahmen von den Terraingesellschaftcn, vom Teltower Kreisverein und verschiedenen Feuerversicherungsgesellschaften betrugen 1317,60 M., zusammen also 23 317,60 M. Die Herstellung der Anlage erforderte 22 644,87 Mark, es sind mithin erspart 672,83 M. Dieser Betrag soll zur Deckung der Kosten der Erweiterungsanlagc nach der Potsdamer Chaussee zu mitverwendet werden. Ohne Debatte wurde die Rech- nung genehmigt. Nachdem auf Antrag des Gemeindevcrtretcrs Thornton ein Schreiben der Gewerkschaftskommission an die Gc- meindevcrtretung zur Verlesung, welches forderte, daß die Maurer- Akkordarbeit beim Vau des Feuerwehrdienstgebäudes inhibiert werden sollte. Herr Jänickc, welcher die Sitzung schon vorzeitig verlassen hatte, hatte erklärt, daß nur die Steinträger in Akkord arbeiten, während die Maurerarbeit in Lohn ausgeführt wird. Durch die dort arbeitenden Maurer ist aber festgestellt, daß doch in Akkord gcrabeitet wird. Herr Jänickc hat sogar beim Beginn des Baues den Maurern, unter Ausnützung der augenblicklich sehr schlechten Baukonjunktur, erklärt, weitere Arbeit hätte er nicht, und die Maurer vor die Alternative gestellt, entweder in Akkord zu arbeiten, oder ihre Entlastung zu nehmen I Wer sagt hier die Un- Wahrheit? Will sich die Vertretung mit derartigen Machinationen zufrieden geben? Wir glauben, die Sache müßte doch noch durch Vernehmung der beteiligten iWaurer aufgeklärt werden. Noch da- zu, wo die Hälfte aller hiesigen Maurer ohne Arbeit ist und die Gemeindevertretung die moralische Verpflichtung hat, dafür zu sorgen, daß die Zehlendorfer Steuerzahler vor allen Dingen zuerst bei derartigen Gemeindebauten berücksichtigt werden. Um eine schleunige Untersuchung der Angelegenheit wird ersucht. So gern Herr Thornton auch immer opponiert, sofern es sich um unter» geordnete Fragen handelt, hier gab er sich zufrieden mit der Ver- iesung des Schreibens und der Erklärung des Maurermeisters und GcmcindevcrtreterL der ersten Abteilung Jänickc, anstatt eine Untersuchung durch den Gemcindcvorstand zu verlangen. Das kennzeichnet so recht die so oft behauptete Arbeiterfreundlichkeit dieses Herrn Thornton. Mariendorf. Am ersien WeihnachtSfeicrtag veranstaltet der Arbeiter-Gesangverein Mariendorf im„Alten ASkanier", Ehausseestr. 805, ein Weihnachtsvcrgnügcn. Durch Maßnahmen des hiesigen Amts- Vorstehers wurde" daS zum Totensonntag geplante Konzert auf- gehoben; die zu diesem gelösten Billetts haben am ersten Weih- nachtsfticrtag durch 5 Pf. Nachzahlung für das neue Programm ihre Gültigkeit. Da daS Programm einen interessanten Abend ver- svricht und genannter Verein sich bei Arbeiterfestlichkeiten stets zur Verfügung stellt, wird der organisierten Arbeiterschaft Martendorfs und Umgegend empfohlen, dieses Fest zu besuchen. Treptow-Bauuischulcnweg. An der letzten Wahlvcreinsvcrsammlung hielt Genosse Simon Katzen stein einen interessanten Vortrag über:„Die Ge- schichte der Demokratie". Eine Diskussion fand nicht statt. - Ernosie Karo w berichtete aus der Gemeindevertretung.— Genossa M i e k l e y teilt mit, dast sich 37 neue resp übergetretene Gevosfn zur Aufnahme gemeldet haben, die min von der Vrrsamm- lun| betätigt wurden. Ka �kberge- Rüdersdorf. Mutter geworden ist ein zwölfjähriges Schulmädchen in der Tasdorferftraße. Die Hauptschuld an diesem Vorlommniö soll, einer Korrespondenz zufolge, den elenden WohnniigSverhältmssen in der betreffenden Familie zuzuschreiben sein. In engem Raum haust die Familie mit einer Anzahl Schlafburschen zusammen, von denen sich aller Wahrscheinlichkeit nach einer an dem Mädchen vergangen hat. Reinickendorf. Wegen Veruntreuung vereinnahmter Gelder wurde am Freitag mittag der Steuereinholer Berndt, der sich bereits 18 Jahre im Dienste der Gemeinde Reinickendorf befindet, durch den Polizei- kommisiar Beyer und de» Polizeisergeanten Utesch in der Humboldt- straße verhastet. Wie hoch sich die Summe der veruntreuten Gelder durch Berudt ist, muß die weitere Untersuchung ergeben. Spandau. Denjenigen„Vorwnrts"-Abo>lnentcn, welche mit den Früh- zügen bis 7 Uhr nach Berlin fahren und den„Vorwärts" gern an der Bahn haben möchten, zur Nachricht, dah derselbe vom 1. Januar 1908 ab auf dem Streßowplatz 18, Hof Part, rechts, wieder zur Ausgabe gelangt. Die betreffenden Abonnenten werden gebeten, sich rechtzeitig bei den Zeitungsfrauen oder in der Spedition, Jagowstr. 9(Laden) zu melden. Potsdam. Durch Aufstelluug einer Büste an der Ecke der Moltke- und Bismarckstraße wollen die hiesigen Patrioten das Andenken Bis- m a r ck s, als den„Einiger des Vaterlandes", feiern. Vorläufig gehen sie noch mit dem Klingelbeutel herum, um die Summe von 3500 M. zusammenzuschnorren. Das ist keine leichte Sache. In Geldangelegenheiten bleibt ein„Patriotenherz" nur zu oft ver- schlössen. Bei der Stadtverordnctenstichwahl siegten die Bürgerlichen. Unsere Genossen verloren noch einige Stimmen gegen die Haupt- wähl, und zwar erhielten Genosse Staad 539, Genosse Iwan 526 und die beiden Bürgerlichen 1080 und 1063 Stimmen. Vermischtes. Tie Explosion in Palermo. Freitag abend fand man unter den Trümmern des durch die Explosion zerstörten Hauses den Eigentümer bewußtlos, jedoch noch lebend vor. Außerdem wurden noch die Leichen von drei Kindern geborgen. Nach einer Meldung de? Pariser„Journal" aus Palermo sind bis jetzt 93 Leichen der Explosionskatastrophe aus den Trümmern hervorgeholt worden. Die„Tribuna" in Rom versichert, daß es sich bei der Explosion in Palermo um eine geheime Dynamitfabrik gehandelt habe und daß die Behörden wegen ungenügender Aufsicht verantwortlich ge- macht werden würden. Eine diesbezügliche Interpellation ist bereits in der Kammer eingebracht worden. Auf der Jagd erschossen. Nach einer Treibjagd, die auf der ldmark des Gutes Buckow stattfand, wurde der Oberinspektor igtländer erschossen aufgefunden. Der Besitzer des Gutes hatte Treibjagd veranstaltet und unter den Teilnehmern befand sich auch der Oberinspektor des Gutes, der 29 Jahre alte Hermann Voigt- länder. Nach beendeter Jagd wurde V. von den Jägern vermißt. Man suchte nach ihm und fand ihn bald darauf erschossen auf. Die Leiche lag in kniender Stellung hinten übergcbcugt. Das tod- bringende Geschoß war mitten in die Brust eingedrungen. Neben dem Toten lag dessen Jagdgewehr. Vermutlich ist V. durch eine abirrende Kugel seitens eines der Jagdtcilnchmer getroffen worden. Da der Oberinspektor aber eine Reihe von Feinden hatte, so wird auch mit der Möglichkeit eines Verbrechens gerechnet. Die Untersuchung dürfte hierüber bald näheres erbringen. Ein Liebesdrama. In dem bei Visselhövede gelegenen Dorfe Wittorf feuerte nach einer Meldung aus Rothenburg(Hannover) der 18jährige Landmesser Matthes aus Berlin' auf �cine Geliebte, die in demselben Alter steht, einen Schuß mit einem Revolver und richtete darauf die Waffe gegen sich selbst. Beide starben bald nach ihrer Einlicferung in das hiesige Krankenhaus. Matthes soll die Tat im Einverständnis mit dem Mädchen begangen hpben. Das Liebesverhältnis, welches zwischen den beiden bestand, war nicht ohne Folgen geblieben. Vom Zug überfahren. Auf der Posener Bahnstrecke bei Stresen wurde, wie die„Stettiner Neueste Nachrichten" melden, ein 18jähriger polnischer Schnitter, welcher während der Fahrt die Plattform betreten hatte und heruntergefallen war, vom Zuge überfahren. Der Körper des Unglücklichen wurde glatt durch- geschnitten. Eine verhängnisvolle Schlägerei. Nach einer Meldung aus München erschoß in der vergangenen Nacht ein Schutzmann gelegent- lich einer Schlägerei in der Schellingstraße den Studenten Mosifiel aus Lambsheim in der Pfalz. Ein bibelfester Wechselschnlbner. Ein Altonaer Geschäftsmann hatte bei einer Altonacr Bank einen Wechsel einzulösen. Am Fälligkeitstage befand er sich gerade auf einer Reise; er drahtete von Kiel aus an die Bank die Worte:„Matthäus 16, VerS 26" und seinen Namen. Auf der Bank herrschte beim Empfang der Depesche zunächst Kopfschüttcln, dann wurden Vermutungen über die geistige Verfassung des Absenders laut, dann aber gabP ein Rennen nach einer Bibel. Man schlug nach und fand unter Matth. 16, Vers 26:„Habe Geduld mit mir, Herr, Dein Knecht wird alles bezahlen!" Tatsächlich hatte die Bank ein Einsehen und Geduld mit dem bibelfesten Schuldner; sie ließ den Wechsel liegen, und der„Knecht" bezahlte nach einigen Tagen unter Demkeswortep die ganze Schuld._ Tie brechende Brücke. Nach einer Meldung aus Allahabad ist die Pontonbrücke ifl Nowschera bei Amritsar unter der Last einer sie passierenden Volks- menge zusammengebrochen. Hunderte sind iuS Wasser gestürzt. Man fürchtet, daß viele Personen ertrunken sind. Eine Bcnzinexplosion. Gestern erfolgte, wie die Braun- schweigcr„N. R." melden, in Flcchtingen in dem Hause des Bäcker- meisters Weber die Explosion eines mit Benzin gefüllten Ballons. Weber, seine Frau und das Dienstmädchen erlitten lebcnsgefähr- lichc Brandwunden. Das Ehepaar Weber wurde in das Kranken- Haus zu-Magdeburg eingeliefert, an seinem Aufkommen wird ge- zweifelt. Ncber rineu Eisenbahnunfall tvird amtlich auS Friemersheim gemeldet: Heute nacht um 3 Uhr fuhr auf dein hiesigen Bahnhofs ein einfahrender Güterzug einer Rangierabteilung in die Flanke, wobei ein Hülfsbremscr infolge Abspringens einen Knöchtlbruch erlitt und vier Güterwagen umgeworfen wurden. Oeffeutliche Bibliothek und Lesehalle zu unentgeltlicher Be« »ntzulig für jedermann, SW., Alexandrinenstr. 26. Geöffnet täglich von 6'/,— 19 Uhr abends, an Sonn- und Feiertagen von S— 1 und 3—6 Ubr. I» den Lesesälen liegen zurzeit 515 Zeitungen und Zeitschristen jeder Art und Richtung auS. CafH-Angcstcllte! Montag, den 23. Dezember, morgens um 5'/, Uhr, in den Germania-Pracht-Sälcn(Weiher Saal), Lhausseestr. ttv: Groge öffentliche Versammlung aller im Cassbausgewerbe bcschästigter Personen. Tagesordnung: Die Streiks im Cafö„Braun" und Caje„Opera" und die schwarze Liste des Casetier-Vcrcins. Referent: Emil Hegewald. ANgemeine Familicn-lSterbetaffe. Heute: Zahltag Ackcrstr. 123 bei Wicsenthal und Mariannenstr. 48 bei Ltebchenschel von 3-8 Uhr. ßriefhaften der Redahtxon. Die iiirlstilche Eprechstiind« finde» Ltndenstrahe Nr. 3, zweiter Hof, dritter Eingang, vier Treppe»,(üggr* Fahrstuhl"SJSQ wochrntnglich von?>/, diS»>/, Uhr adendo statt. Geöffnet 7 Uhr. Sonnabends beginnt die Specchstund«»m 0 Uhr. Jeder Aufrage ist«in Bnihstabe und eine Zahl al? Merkzeichen beiznfiigeii. Briefliche Antwort wird nicht ertcilr. Eilige Fragen trage man in der Svrcchsmiide vor. G. tl. 1. Drei. 2. bis 4. Darüber bestehen leine Vorschriften, das kann jeder Verein halten, wie er will.— AdlerShof IVO. Das selbst geschrlebcnc Testament ist gültig, wenn die Formvorschristen beobachtet sind. Abschrist des Testaments können Sie beantrage» Ihnen zu erteilen. — I. I. 101. Es besteht keine Bestimmung darüber, wie viel ein Jnvalidenrentner verdienen darf. Er ist am Verdienen nicht gehindert; gleichviel, wie viel er verdient, ist ihm die Invalidenrente zu belassen, ivenn die ErwerbSimsähiglelt sortbcstcht.— O. D. IVO. Jedes vierte Jahr ist ein Schalijahr. Abgesehen von den mit zwei Nullen endigenden Jahren. — A. K. 17. Ja; die EhescheidimaSNage wegen Ehebruchs muff innerhalb 6 Monaten nach KeimtmS von dem Ehebruch angestrengt werden.— K. IVO. 1. Wenn Sie nicht etwa mit unterschrieben haben, nein. 2. Ja. 3. Nein. 4. Der unierlicgendc Teil hat die Kosten zu tragen. — F. 33. Lernölfirnis macht wasserdicht.— A. Z. 3V. Wiederholen Sie Ihre Frage; die eingegangenen Fragen sind beantwortet. — L. St. 999. Zweckmäßig ist, den Vertrag notariell zu schlieffcn. Sollte er aber in der Absicht geschlossen werden, Gläubiger zu benachteiligen, so würde er trotz der notariellen Form ungültig sein.— R. H. 100. Ein Darlchn verjährt in 30 Jahren. In Ihr em Falle wäre also die Verjährung noch nicht eingetreten.— R. 18. Wenden Sic sich an die VcrsichrrmigS- anstalt am Köllnischcn Park. Dieselbe ist berechtigt, aber nicht vcrpslichict, künstliche Gebisse zu gewahren, um spätere Krankheiten zu verhüten.— F. W. 10. Ja.— G. G. 89. Sie müssen leider zahlen.— M. Z. 4. 1. Ja. 2. Nein,— Nach Ostelbieu. 1. Liegt ein schrijtlicher Mietsvertrag In Ihrem Falle vor, so ist dieser maßgebend, liegt nur ein rnündlicher Ber- trag vor. so gilt der Mtctsvcrtrag nur als für das erste Jahr geschlossen. Für die Folgezeit gilt der Mietövertrag als aus lmbestimnlte Zeit geschlossen. Da In Ihrem Falle der MietSzins nach dem Jahr bemessen ist, so tömito der Wirt bis am 3. dcS Quartals zum Schluß des Quartals kündigen, also erst spätestens an» 3. Januar zum 1. April. Die zum 1. Januar ausgesprochene Kündigung ist ungültig. 2. Ohne Ihre Zustimmung nein. — W. I. Uns ist eine solche Gesellfchast oder ein solches Unternehmen in Berlin nicht bekannt.— Sl. B. 100. t. Nach unserer Ansicht ja, indessen ist die Praxis des GewerbegertchtS schwankend. 2. Die Klage haben Die bei dein Gcwcrbcgericht, Ziinmerstraffe SV/gl, geltend zu machen.— B. Tt. 1. Nein. 2. Etwa in Höhe von 5 Mark monatlich. Nach dem Gesetz sind Kinder ihren Eltern gegenüber nicht unterhaltspflichtig, ivenn fie bei Berücksichtigung ihrer sonstigen Verpflichtungen außerstande sind, ohne Gesährdilng ihres staiidesgemäßcn Unterhalts den Unterhalt zu gewähren. — 100 A. H. Nach der Rechtsprechung dfiS Lbcrvcrwaltungsgerichts ist der Gendarm im Recht. Eine Anklage wird aber schwerlich ersolgen. Die „Märkische Volksstimme'(Kottbus, enchält die Lokalnotizcn.— M. 25. 17. Fräulein Saar, Wilmersdors, Kailerplatz 17, zweites Gartenhaus.— F. F. 10. 1. und 2. Ja.— 10 Nieder-Schöneweide. 1. und 2. Ja. — P. B. 38. Die Kündigung ist gültig, sie hätte spätestens an» 17. dem Wirte zugehen müssen, ist ihm aber bereits an» 16. zugegangen. Daß der Wirt die Annahme des Brieses abgelehnt hat, ist unerheblich.— L. F 33. 1. und 2. Ja: ein adoptiertes Kind hat dieselben Rechte wie ein eheliches Kind. 3. Sie müßten eventuell klagen. Eine Enterbung ist unzulässig. Pr aktiisekv Fest■ Geschenke zu erstaunlich billigen Preisen. Garantiert nur solide Qualitäten. Plüsch-Portleren! p« kompl. Dekoration Gestiokt, mit Posamenten per«m nitar � Steppdecken! Wollatla» und Kloth * 6, 8 die 14 M. Teppichha,,e R Parte I Bettvorlagen! Smyrna, Veloura und Tapestry etc. i I» 2", 3S°«. 6 M. Felle als Vorlagen! Alle Arten und GrSBen a 27S, 4°° 676 u* 12 M. HURWITZ Rotes vis-ä-vis dei □-Meter großer Teppichsa Sofa-Kissen! Seide, Plüsch und Tuch ° P, 2" 3 w. 6™ M. es Schloß i dem National-Denkmal Steppdecken! Atlas und Saldo * 15, 18 bi. 30 M. fl» o Dt,m vfrk?l!t unserer Abonnemenfsgartferobe und einer Reihe zurückgesetzter neuer SRaSlsachen findet ausnahmsweise Sonntag den 22. von 12—8 Uhr statt. Ja Steele H Co. Friedrichstraße 81, Ecke Kronenstraße. 9418 tCM- � iCüifcZ'Z'***' I-NEÜMANN Gigarren<>Fabriken• 103 Zweiggeschäfte Cavon in BERLIN; Brunnenstr. 32. E. Anklamerstr.- Chausseestr. 16 E. Invalidenstr.— Chausseestr. 36/37 E. Schwartzkopfstr.- Dresdenerstr 5 |. Adalbertstr.- Priedrichstr. 171 E. Französ. Str.- Gertraudtenstr E. Breitestr. 20a- Invalidenstr. 148 E. Bergsfr.- Jerusalemerstr. 41 E. Krausenstr.- Kaiser Wilhelmstr. 19 E. Münzstr.- Markerafenstr 17 E. Junkerstr.- Oranienstr. 30& Adalbertstr.- Potsdamerstr. 57/58 B. Bulowstr.- Pnnzenstr. 91 E. Ritlerstr.- Rosenthalersfr. 48 E. N. Schönh. Str.— Ühlandstr. 33 E. Lietzenburgerstr.— Wallstr 14a EL NeueQrünstr.— Wienerstr. 22 E. Qrönauerstr.— Rixdorf, Bergstr. 146. « MI Das größte Kredit-Haus Berlins A. DAMITT Rosenthaler Str. 46-47 1 SSS nur gibt jedermann zu den leichtesten Bedingungen Kredit zum Feste geräumt sein müssen, will ich meinen Kunden u. denen, die es weiden wollen, außer meiner einzig dastehenden Extra-Offerte Da meine großen Läger bis noch eineVergünstigung zuteil werden lassen, indem ich bei jedem Kauf diesen Bon mit ZG 7» in Zatilung nehme und weise ich außerdem auf meine Aufsehen erregende Ausstellung von Gratis-Udluiachls-Cseschenk sn hin. Jeder Käufer kann sich eins von den nachstehend aufgeführten wertvollen Präsenten sofort aussuchen. Aus der Fülle derselben hebe ich hervor hohe Tafelaufsätze gediegene Rauchservice stilvolle Schreibzeuge wertvolle Reisetaschen u. 5. W. U. S. W. Möbel Teppiche Gardinen stehen in Thiele's Speichereien Brunnenstr. 182, nahe InvalidenstraBe, Knill schnellen Verkauf! Durch llehemahme ganzer Wirtschaften, Nachlässe und Versteigerungen in neuen und wenig benutzten Möbeln wird dem Käufer eine Fülle von Möbeln zur Auswahl gestellt, die sich durch ihre Preis Würdigkeit anderen sohreilustigen Möbelgeschäften gegenüber bedeutend abhebt, daher ist ein Einkauf Thiele's Speiohereien vorzuziehen. tigung erbeten. Sonntag gcOffnct besichtigen Sie meine enormen Bitte 1 Riesen-Läger PaletotsAnzüge 1 Paletot 18 Anzahl. 4 M.| 1 Anzug 20 IN., Anzahl. 4 M. 1 Paleiot2ö M., Anzahl. 5 M. 1 Anzug 26 IN., Anzahl. 6 M. 1 Paletot 32 IN., Anzahl. 6 IN. l Anzug 3ä IN., Anzahl. 8 M. 1 Paletot 40 M., Anzahl. IO IN. 1 I Anzug 45 IN., Anzahl. 9 M. in Besieh- ■ v •• V -•- .;%-■--■/>! ?.■•t's-,;«.- Passende Weihnachts-Geschenke! in Uhren, Juwelen, Gold-, Silberund Alfenidewaren empfiehlt Lmil Quade, SchUneberg, Hanptstr. 138 Größtes u. billigstes Spezialgeschäft Schönebergs. Iidste für jede bei mir gekaufte Uhr _ Sjührige BchriftUche Garantie. 2* Sciiloßbrauerei Sdiöneberg Amt s. siW Beiiöneberg d. Berlin W, amt 6,9122 empfiehlt zur diesjährige» Saison ihr vorzügliches Kronen- Bockbier außer in Flaschen auch in Siphons a 5 Liter zu 2,50 M. erhält eine gutgehende neue IKfMM»MBil-W Kunde 0(ier moderne Herren-Hose Räusnungs= Ausverkauf in modernen Damen-Garderoben zu bedeutend herabgesetzten Preisen. Damen-Jacketts v. 13-40 M.| Kostüm- Röcke v. 7-25 IN. Samt-Jacketts v. 18-30 M. Kostüme Plüsch-Mäntel v. 30-80 M.| inTuch u. engl. v. 20-60 M. Blusen in Wolle, Seide, Spitze v. 6 IN. an. Damen-Mäntel in engl. Stoffen u. allen modernen Farben I Pelz-Stolas in allen modernen Pelzarten jtiSfcel l Stube u. Küche 20 IN Anz. 2 Stuben u. Küche 50 IN. Anz. Sonntag bis 8 Uhr abends geöffnet Heiligabend bis 11 Uhr abends geöffnet letzte Woche tRglich, Sonntag, verkanfan wir als Gelegenhe�.Vkaaf für j Herren jeden blandes cu Preisen wie solche enorm billig aus feinstes Masaatoffen| teils auf Seide gefertigte | hochvornehme Herren CJlster, mod. Hock-. Jackett- Anzüge Paletots j deren sonstige» Masspreis; 40-70 M. ist..etzt 18—33 M| GehrockauBÜg velzl 4öM.) »•ei.eij- osen jetzt 7— 12 M Jeotaches Vcraandbaua Jägeratr. 63.> Treppe.* Ohne Anzahlung. Brückenstp. 13, R. Harlraann, jSST*' Für Reellitüt bürgt L0 jahrigeS Befteheu der Firma, nicht mit kleinen, minderwertigen Geschäften zu I nerwechjein. tLrft Geschäft ansehen, ! eS gibt viele Schreier ohne Geschäft, ohne Lager, alfo nicht reinfallen.— Bekannt ist meine Riese ii-Annwahl. Größtes Spezia!liaustB�.hcrhen" Geschäft 20 Jahre. Kein Laden. Hoehelegante. extra flache Jnkor-ienioloir-Havalier-ir genau reguueri, vorzüglich gehd., ont. Sjähr. Garantie, in äusserst vornehmer, dünner Form, wie nachstehend: No. 7. Gold-plaqud.. tt Mk. No. 4. Silher-„.. 8 Mk. No. 8. Stahl ozyd. od. Nickel... 7 Mk. Versand gegen Nachn. Bei Nichtgef. Geld sof. zurück. Wer auf eine wirklich gufc gehende und doch billig© Taschenuhr reflektiert, bestelle meine„Anker-ße- monto'r-KavaHer-Uhr". Bei Bezug derselben wolle man gewünschte Nummer angeben. DB. jMöbis, Beuthstrasse 14�� Biesen aus wähl in goldenen Damen« ihren von 13.— Mk. an* Itfagsrkeit schwindet durch unser Nährpulve� „Thilossia". Preisgekrönt Berlin 190i. In 3 bis 4 Wochen bis 18 Pfd. Zunahme Gar. unschädl. Viele Anerk. Karton 2 Mk.. bei Postversd.* Porto u.Nach- ihmesposen extra. Depots in Berlin: S. Luisacstädtische Apotheke, Köpcnickerstr. 119; SW. Askanische Apotheke, Bernburgerstr. 3, am Anhalter Bahnhof; N R. H. Haufe, Greifenhagenerstr. 70. Bestandteile: Pflanz. Eiw. HaemogLLecith. Banm. Natronclh. Cac. Zucker.• Qesun dheifsaPfeifen, JJagd-, Klub-, Shag-, Jj' lange und halblange Weichselpfeifen, Meer- schäum-, Weichsel-, Zigarren- u. Zigaretten- 4Sr spitzen, Priem- und j�y Schnupftabakdosen, Pfeifenteile, 'WAM Tabaksbeutel und � Spazierstocke, Karl Schubert, Küstriner-PIatz 6. — Sylvester-Punsch— von Rum, Ärah, Glühwein* fl 2 Mk Sherry». Schlummer-Punsch» fl 2, so». i,-s Mk Ananas, BurgumJer-Punseh a fl 3.-»../.Fi i,so Mk Bowlen- Mosel, Bowlen-Exirakte, Tisch weine empfiehlt und versendet in bekannt ausgezeichneter Qualität Georg Andree, mi Pwlaiierslr. 1-2, man verlange PretBllste! � VlSlteS von 1,80 IM* an Ji Kabinetts. 4,80 IUI.. V MW in guter Ansführang liefert OsCcIl* Goetzey Photograph. I« Geschäft: PauNStraße 26. 275/3* 2. n Dresdener Straße 188, 8. n Charlottenburg* Nehringstr. 1. Brotnsilher'Vergrfipernng bis£efaensgrö(e. Geöffnet von morgen* 8 Uhr bis abend* 6 Chr. r Sonn- und Festtage den ganzen Tag geöftnet.-MS Gaviar Halonaol, In....... 18.50—18.00 pro Ptnnd Astraciian, grofikörnlg. O-OO— 10.00 pro Pfand sowie Sprotten und Spickaale zu den billigsten Tagespreisen offeriert die Caviar- und Räucberflsch-Großhandlung V.& A. Hucke aiser-W ilhelmstr, 21. Telephon: Amt III 1366. Verantwortlicher Redakteur: Hans Weber, Berlin. Für den Lnferatenteil vercmtw.: Th. Glocke, Berlin. Druck».Verlag-Vorwärts Büchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Nr. 299. 24. Jahrgang. 7. Kcilm Ks, Amiiils" Knlim AlUIntt. Zonntag, 22. Aezeulber 1907. Kunft und Cdirfenfcbaft. Deutsches Theater:„Der Arzt seiner Ehr e", Drama in vier Akten von Caldera n. Zwischen die Szenen, von denen eine intimere Wirkung ausging, schoben sich immer wieder gleich- gültige, fremde Partien, und die daraus resultierende Abspannung wurde durch die häufigen, diesmal durch keine Drehbühncntechnik gekürzten Zwischenpausen noch um einiges vermehrt. Die Glieder der Handlung sind großenteils nur lose geordnet, schlichen sich nicht zu einem von der Macht innerlicher Notwendigkeit beseelten Ganzen zusammen. Ter Schlug endlich verstimmt nicht nur in künst- lcrischer Hinsicht durch eine Häufung unwahrscheinlichster Zufällig- leiten, sondern auch ethisch. Der Caldcronsche Held begeht die gleiche Tat wie Shakespeares Othello, und unter Umständen, die ihn um vieles schuldvoller erscheinen lassen als den Mohren von Venedig. Guticrre wird zum Mörder seines schuld- und wehr- losen Weibes; aber daß er um seiner„Ehre" willen tötet, scheint ihn nach Caldcrons spanisch-feudalcn Ehrbegriffen zu entlasten; der Dichter„rehabilitiert" ihn sozusagen durch einen ehrenvollen Auftrag, den der Verbrecher nach begangener Tat von seinem Könige erhält. Dieser Ausgang wirkt neben dem des etwa um ein halb Jahrtausend älteren Shakespearcschen Dramas fast als Karikatur. Auf den Befehl ihres Vaters hat Donna Mencia, deren tiefste Neigung dem heißblütigen Infanten, dem Bruder des Königs, gehört, die Werbung Do» Guticrrcs angenommen. Er vergöttert sie und sie vergilt ihm ehrlich alles Gute. Auch das Wiederschen mit dem Prinzen regt wohl die alten Gefühle, aber keinen Gedanken heimlichen Betruges in ihrer Seele auf. Nur durch Bestechung einer Dienerin gelingt es diesem, während der Abwesenheit des Gatten in das Haus einzudringen. Sie weist ihn ab, doch wagt sie nicht zu rufen, und als sie den Gemahl am Tore pochen hört, verbirgt sie den Eindringling, hilft ihm zur Flucht. Diese Szenen, in denen die schuldlose Frau mit einem Zauberschlage zur listen- reichsten Eva wird, die sich dann aber nach dem Gelingen durch einen Schrei der Furcht verrät, bilden den Höhepunkt des Dramas. Hier ist Spannung im besten Sinn des Wortes, Spannung, die ihre Mittel aus einer einfach und überzcitgend herbeigeführten Situation und den in ihr begründeten Seelenzuständcn der han- dclnden Personen schöpft. Eine freilich nur annähernd ähnliche Erregung taucht noch in einigen späteren Momenten auf: wie Don Gutierres auf den Pfad des Argwohns hingedrängt« Phantasie die verstreuten Glieder des Verdachts frappant scharfsinnig zur Kette knüpft; wie er, die Stimme des Prinzen annehmend, der Träumenden die heimlichen Gedanken ihres Herzens entlockt. Ein Brief, den«r entdeckt, gilt ihm als lehter, schwerster Schuldbcwcis. Er zückt den Dolch, die vor seiner Wut ohnmächtig Zusammen- brechende zu durchbohren, bleibt aber in der Bestialität überlegend genug, noch an den Schein zu denken. Es soll heißen, Donna Mencia starb an einem Aderlaß durch das Versehen des Arztes. Ein alter blinder Jude wird von ihm zu diesem Werk gezwungen Vor dem Könige, der plötzlich erscheint, bekennt er endlich seine Schuld und erhält von ihm das Feldhcrrnschwcrt, das er im Kampfe Wider den inzwischen zum Rebellen gewordenen Infanten schwingen, mit dem er die gekränkte Ehre vom letzten Makel reinigen soll. Die Aufführung, durch stimmungsvolle Dekorationen wirksam unterstützt, nahm fast vier volle Stunden in Anspruch. Eine aus gezeichnete Leistung bot Herr K a h h l e r als Don Gutierre in setner Mischung niännisch-stolzcn Wesens und weicher Gefühls töne. Else Heims war eine zierlich-schöne Mencia, schlicht und rührend in ihrer Hülfsbedürftigkcit. Ueher alles Erwarten gelang ihr der Umschlag weicher Traumscligkcit zu der gespannten Energie der List, und am Ende der Ausdruck zitternder Todesangst, j�cr Beifall klang nicht so stark wie sonst zumeist im Deutschen Theater. dt. Lortzing-Theatcr. Je weiter wir uns zeitlich von einem Kunstwerk entfernen, desto schwieriger wird die gerade ihm und seiner Entstehungszeit angemessene Wiedergabe. Schließ lich dürfen wir es zum Teil in unsere Weise übersetzen. Größtenteils aber muß davon gänzlich ab- sehen werden. Eine Mozartschc Oper beispielsweise verliert ihr Wesen, wenn sie nicht mit einer Lcichtfühigkcit und Dünn- flüssigkeit aufgeführt wird, die ihrem Rokoko-Charakter entspricht. Ist z. B.„Die Zauber flöte" angekündigt, so kann man mit recht zagem Bangen hineingehen. Das Lortzing--Theater hatte uns dazu am Freitag gerufen. Es ist schon viel, wenn eine solche Bühne überhaupt eine Besetzung für jede von diesen an- spruchsvollen Gesangspartien besitzt. Dies war hier im ganzen der Fall. Die Rolle der Pamina lag in den Händen einer sehr tüchtigen und ernsten Künstlerin. Josefine Gerde r-G r ü n w a l d, die«her doch in soubrettenhaften Rollen besser am Ort ist. Unter den übrigen Mitwirkenden sei namentlich der Vertreterin einer der heikelsten Partien gedacht, der„ersten Dame": E m m y S ch w a h e. Gingen wir die übrigen Künstler der Reihe nach durch, so würden wir wiederum viel Anerkennung aussprechen, aber doch eine Haupt- fache nicht verschweigen können: daß nämlich das Schwerfüßige und Zähflüssige, das bei all diesem guten Können und Wollen heraus- kommt, doch von Mozart etwas iveit abführt. Dagegen kann aufs lebhafteste die Sorgfalt gerühmt werden, mit der diesmal die Vor- stellung bis in zahlreiche Einzelheiten hinein vorbereitet war. Daran hat wohl die musikalische Leitung durch M. G r i m m ein Hauptverdicnst, auch wenn wir uns das Orchester manchmal noch zurückhaltender wünschen möchten. Daß endlich in der szenischen Darbietung verhältnismäßig wenig geleistet wurde, und daß auch auf die berühmte und bühncntcchnisch nicht leichte„Menagerie" verzichtet wurde, ist unter den gegebenen Umständen nicht von Be- lang. Alles in allem ein wirklich ehrenvolles Verdienst der ganz auf sich gestellten Privatbühne— und für unser Publikum eine jedenfalls empfehlenswerte frohe Weihnachtsgabe. sr. Von Bernh. Verlag von Cin�eganffene oruckfdmlte». Geschichte der öffentlichen Sittlichkeit in Rustland. Stern. Mit Illustrationen. Broch. M. 10,—, geb. M. 12,—. Hermann Bnrsdors in Berlln\V. ÖO. Zur Psychologie des Prozesses Moltke, von Dr. Georg Merzbach. Preis geheftet 80 Pf. Verlag: A. Holder, Leipzig und Wien. Wilhelm Ohr, Zur Erneuerung des deutschen StudcntentumS. München, Bavaria-Verlag. Preis 1 M., broschiert. Protokoll der Verhandlungen der ersten Internationalen Friseur- gehüIseii-Konserenz. 48 leiten. Verlag: F. Etzkorn in Hamburg 19. In letzter Stunde k Ein Notschrei von C. Schönberg. 3ö Seiten. Verlag: K. Eurtius, Berlin W. 35. Witterungsübersicht vom 21. Dezember 1907. Slottonen £ S SB |« | I Slvtnemd«. 757 WSW Hamburg 758 SSW Berlin I76<)SW a M 765 SS ünchen>768 S Wien 766 W !' 2 Regen 5 Regen 2 bedeckt Lhalbbd. 3 heiter 4 heiter >« s c S. S« Sf M« 6 7 7 4 — 0 8 StulUnm B= = 2 B S I I Hnparanda 76ZStill Petersburg 760 NW Scillh, 737 W tlberdeen 719 NNW Part» �763��23 aeller ivolkig wc C s t z" h a -17 1 Schnee—21 3 mottig 1 Regen 2 bedeckt Wetter-Progiioie für Sonntag, den 22. Dezember 1907. Nachts etwas lühler, am Tage ziemlich wann und zeitweise aufklarend, aber veränderlich mit leichten Rcgcnsallen nnd mäßigen südwestlichen Winden Berliner Wetterdurrau. Wasserftands-Nachrichten der LandeZanstalt für Gewässerkunde, mitgetcllt vom Berliner Wcttcrbureau. Wasserstand M e m e l. Tilsit P r e g c l, Jnsterburg Weichsel, Thor» Oder, Ratibor , Krassen . Frankfurt Warthe, Schrimm , LandSbcrg Netze, Vordamm Elbe, Lcitmcritz , Dresden » Barbh . Magdeburg selt 19.12. ein') + 1 + 1 + 3 + 6 + 1 too —14 -10 —36 -11 —10 — 6 ')+ bedeutet Wuchs,— Fall.—•) Unlcrpegel.—») Eisstand. 4) Aus zwei Drittel Strombreite Eiskraben.—') Höchster Wasserstand: 164 Meter um 6 Uhr nachmittags.— Die O d e r hat bei Kradpitz schwaches Gründels. H. Greifenhagen Nachf. Brunnen- Str. 17-18 Veteranen- Strasse 1-2 Heute Sonntag Doppelte Rabatt-Marken und Gratis-Photographie-Bons bei einem Einkauf von 5 Mark an. • Mtt Ausnahme einiger Artikel. Jedes Wort 10 Pfennig. Das erste Wort(fettgedruckt) 20 PIg. Stellengesuche und Schlafstellen- Anzeigen 5 Pfg.; das erste Wort (fettgedruckt) 10 Pfg. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Kleine Anzeigen[ ANZEIGEN lür die nächste Nummer werden in den Annahmestellen für Berlin bis I Uhr. lür die Vororte bis 12 Uhr, in der Haupt-Expedition, Llndenstrasse 69, bis 5 Uhr angenommen. Verkäufe. DofalanSvcrkanf meines Engros und Filialenlagers: Ga F.wen, Stores, Tüllbctidccken 10 bis 20 Prozent Rabatt. E. Weißenbcrgs Teppich bauS, Große Franks urtersiraße 125.' Teppiche mit Farbenjchlern zum vollständigen Sfusverkauf jetzt mit 10 Prozent Erirarabalt. Große Franks, irtcrslrahc 125. 2366K Totalnusverkauf meines Engros- und Filialenlagcrs: Tuch- und Plüsch- decken, Bcwetinc- und Plüschporlicrcn in allen Preislagen durchweg mit 10 Prozent Eptrarabatt. Große Frank- surterstraßc 126. 29S7S.+ Steppdecken, Fabrikmustcr. Stück 3,20. 3,85. 4,85, 5.50, 6.50, 8,50 usw. E Wcißenbergs Teppichhaus, Große Franlinrlerswaßc 125.__ 2988K� Läuferreste, 4 bis 6 Meter lang, jetzt spottbillig. Große Franksurtcr- straßc 125._ 2089a» Reste für Sosabezüge ausreichend. Wolle und Plüsch, mit 10 Prozent Rabatt. E. Weißenbergs Teppich- hauS, Große Franksurterstraße 125.* " Felle. Bettvorleger, große Auswahl von l,2o an, Große Franksurterstraße 12o. 2991rt» Teppiche:(sehlerbaste) in allen Größen für die Hälsl- des WerlrS im Teppichlager Lriinn, Hackeichcr Mark! 4, Bahnhol Börse. 261/1» Teppiche milFarbenseHIernFabrik, Niederlage Grobe FrankinrlerNraße 9. parierte kein Laden. Mauerbosi. tzl Di iirtmmiiiniu-. GropeFiniikiiirier« straße 9. parierte. Kein Laden. MauerHosf. If Steppdecke» billigst Fabrik Große Franksnrlerktraße 9, parterre. st Gaskroneu, Petroleumkronen ohne Anzahlung, Wochcl.OO. LouiSBöilcher (selbst): Boxbagencrstraßc 32(Bahnverbindung Warschaucrstraße), Rci- nickendotserstraße 116, Schönhauser 'Allee 80, Poisdamerslraße 81, Rir- dorj. Kaiser Friedrichslraße 247."» Federbetten, Stand U,Oo, große 16,00, Wäsche, Decken spottbillig Psandleihhaus, Küstrinerplatz 7. 27K Winterpaletots, Anzüge, Pelz- kragen fpoitbillig Psandleihhaus, Küstrinerplatz 7. 2?a» Tamenuhre», Hcrrenuhrcii, Ringe, Ketten, Goldsachcn, Silber- fachen spottbillig Psandleihhaus, Küstrinerplatz 7. 29a» Sprechntaschinen, Musikwerke, Teilzahlungen, Jnvalidenskraße 20, Skalitzcrstraße 40. 289SK» Steppdecken spottbillig, Fabrik Große Franksurterstraße 60. Sonn- tags geöffnet._ 2993a» Nähmaschinen. Vergüte bis 20.00 wer Teilzahlung kaust oder nachweist. Sämtliche Systeme. Postkarte genügt. Brauser, Franljurter Allee 101, Laden. 29708* Schäfte und Unterleder, Spezialität] vichengcrbung. Lcderhandlung Rühl, Schöncberg.Bahnstraße 43. f-106»> Gaobrviizekrone», dreiflammig 6,00, Salongas krönen 15,00, Gas« I lyren 1,50, Gaswandarme 0,65, Schauscnsterbekeuchtung, Gasbogcn- lampen, Gassparkocher 1,00, Zwei- loch 3,00. Schröder, Hochstraße 43. Eisciiofcn, ncnc, gebrauchte, 2,00 an, Dauerbrandöfcn 11,00, Koch Maschinen 15,00, Cadööfen, Gcrinancii öscn. Schröder,.Hochstraße 43. � Kindertvngcti.Bcllslellen, billigstes Spezialgeschäft. Teilzahlung. Kottz buserdamm I2a. 1596b» Bis Weihnachten Möbel 30 Prozent billiger wie sonst! Plüschsosas, Säulen- trumcauS, Klcideisthränke, Vertikos, Chaiselongues, Ausziehlischc, Bett- stellen, Büsctts, Schreibtische, Ankleide- schränke. Umbaus, Lcdcrstühlc, Klub- seslel, Waslbtoilettc, moderne Küchen! Aus herrsaiastlichcm Besitz: Salons, «peisczinuner, Herrenzimmer, Schlaf- zimmcr. Wunderbare Möbel! Alles aufgestellt! Seltene Kaufgelegenheit I Ausbewahrnng und Transport srei! Besichtigung in 5 Etagen! Lothringer- straße 26, Schönhauser Tor, Speiche- reicu. lS79b» Zigarre», Zigaretten für Händler, Wiederverkäufe,.. Gelegenheitskäufe, billigst Beuthstraße, Ecke Komman- daiitciistraße. lS73b» Grammophon, Trompetenarm- Konzert-Schalldose, spottbillig. Klein, schmidt, Odcrbergersiraße 22. 239/14' NtonatSanzüge und Winter> palelolS sowie Foppen von 5,00. Hoicn von 1,50, Gehrockaiizüge von 12,00, FrackS von 2,50, sowie für kor pulenie Figuren. Neue Garderobe zu staunend billige» Preisen, aus Plandleiben verfallene Sachen kaust man am billigsten bei Naß, Mnlack- straße 14._ 19946» Taubcnbörse, Obcr-Schöneweide. Wilhelm inenhosstraßc 3. 26a» Gelegenheitskauf k Tcppiche, Gardinen, Steppdecken, Tischdeckcn, Schlafdecken, Erbsiüllbcttdecken, Bett- dekorationen selten billig. Neue Fncdrichstraßc 37 II.» WinterpaletotS. Zlnzügc, Uhren. Ketten, Ringe, einzelne Möbel, Pianinos, Teppiche lausen Sic am billigsten im Leihhaus. Schöncberg. Scdanstraße 1, gegenüber Bahnhof Schöncberg, R. Eichclmann. 41K» Betten, Stand 11,00, zweischläfrig 16,00 Mark, verfallene Uhren, Ketten, Frcischwinger, Winterpaletots spoit- billig. Gubcnerstraße 3—4, Pfand- leihe, 40a+ Winterpaletots, Monatsanzüge, wenig getragene, von 5 Mark an. große Auswahl sür jede Figur, auch neue elegante Garderobe auS erster Bc- zugsqnclle, 20 Prozent billiger wie im Laden, direkt vom Schneide» mcistcr Paul Fnrstenzclt, nur Rosen- thalersiraße 10. Sdnntag ganzen Tag geöffnet, 1/37» Ptantno, hohes, kreuzsailig 130 M. Turmstratze 8 1. 94/17' Bcttfcdcrn.Gäiisehalbdauncn. sehr volldailnig, ist die beste Betlcnjüllung, Schönhauser Allee 57, Geslügelhand- lung, Pohlinann._______ 44a* Achtung! 2000 Gänse! Achtung! Frisch geschlachtet, sind zu verlausen Samariterstr. 21, vis-a-vis Zentral Viehhos, Bettsedern- Verkauf Paul Host._ 94/13* Sprcchmaschinentrichter, ein sacke und Luxusmodelle jeder Größe, Reffemuster, billig! billig! Max Stciiipsle. Fabrik Elisabclh-User 53. Ausgang 4, I._* P fand leih hnus: Rirdors, Lcrg- straße achtundsünszig. Spottbilligster Bcttenvcrtäus. Wäschcverkauf, Winter- Paletots, Hcrrcngardcrobe, Gardinen- vcrkans, Tcppichverkaus, Uhrenverkans, Freischwingcr, Kcltciiverkauf, Schmuck- jachen, Spottpreise. Sonntags geöffnet. Winterpaletots, goldene Herren- und Damenuhrcn, Frcischwinger, Betten, Teppiche, Gardinen billig. Pjandlcihe Oranienstraße 177, Ecke Adalbcrtstraße. 3M» Pia»in 0, Nußbaum, matt und blank, neuester Konstruktion, fast neu, billigst zu verkaufen. Fabrik Noeskc u. Co., Viencrstraße 10. Teilzahlung gestattest� 33a» Uhren, silberne 5,00, goldene 10,00, 585 gestempelte 13,50, Uhrketten, Broschen, Ohrringe, goldene gestern- pclte Ringe 1,50, Frcischwingcr, Rc- gulatore 9.00. Alles mit Garantieschein. Pjandleihe Andreasstraße 38. Fahrgeld wird vergntct. 34K' HumboldtleihhauS Brunne, 1» straßc 58. Vcrjollene Pfandstücke, Winterpaletots, Jackcttanzügc, Geh- rock-Anzügc, räuinungLhalber spott- billig. Großer Beitenvcrkauf, Gar- dineiwerkaus, Steppdecken, großartige Teppiche, Plüschtischdecken, Uhren. Sm« te», Ringe, staunend billig. Sonn- tags ganzen Tag geöffnet. 94/3» Seltener Kauf I Damenjacketts Paletots, Kostüme, Mäntel(Reise- muster), teils aus Seide, durchweg 9 Mark. LuliuS Acumann, Belle, allianccstraße 105.+53* Nähmaschine straße 77. 10.00. Prinzen- 239/17 Borjährige Herrenanzüge. Pake. totS, Hosen, neu nach Maß bestellt, nicht abgeholt, verkaufe Hälste Kosten- preis. Prcnzlanerstraße 23 II, Alcr. anderplatz."♦ Nähmaschinen, Zentralbob Adler, Ningschiff, Tambourier Whc, Wilson, Biesen, Säulen, Elastik 11 Prima-Qualität, billigste Preise, n gehendstc Garantte. Bei Abzahl günstigste Bedingungen. Bcllmc Gollnowstraße 26, nahe der La, bergerstraße. Alte Maschinen ncl in Zahlung. 283 Leihhaus Prinzenstraße 28, 1, Ecke Rittcrstmßc: verfallene Psänder, Brillante», Goldsachen, Uhren, Ketten potlbillig zujeder Gelegenheit. PS05K WintorpalctotS, SerteHDetTanf, Suvbtncnnei-fsuf, Spottpreis?. Psand lcihhauS Wcidciiwcg ncunzcbn. Winterpaletots, Gebrockaftzüge Steppdecken. Aussteuerwäsche, spotl billigst, Deidenwcg 19. Winterpaletat«, Iscketlanzüge. Damensachen, unübertrossen. Psand Icihhaus Weidenweg neunzehn. Winterpaletots. Herrenhosen, Plüschdecken. Bcttinlette, staunen� erregend, Deidenwea neunzehn.» Winterpaletats, Uhrenaerlauf, Schmucksachen, Kettcnverkaus, Zitesen auswahl, Wciöenweg neunzehn. Winterpaletots, Bettenverkauf, Tcppichverkaus, spottbilliz, Psandleih baus Wcldenweg neunzehn. 2Ss8K» Prächtige Valkonwohnungen sosort zu vermieten Soldinerstr. 32. 2S92A» Bilder. Spiegel ohne Anzahlung, Uhren, Steppdecken, Tischdecke», Por- tieren, Gardinen, Teppiche, Polster- waren, Gaskronen, Hcrren-Konjekti on, Teilzahlung»on 0,50 pro Woche an liefert Weber, Prenzlauer strape 49, J Ntobelfnbrik, Oranienstratze 58 direkt Moiitzplatz. In meinen fünf Etagen stehen komplette Wohnungseinrichtungen in jeder Preislage vom Einfachsten bis zum Elegantesten. Besondere Gelegenheit biete ich i» verliehen-ew-ienen. säst neuen Möbeln, die bedeutend herabgesehl sind. Besichtigung erbeten, ohne Kaut- zwang. Auffallend billig verkaufe ich Ebaisclongues 20, Schlaf sofa 33, Sattcltaschensofa 45 Paneelsosa 55, hochelegante Gar nttur 75, Säulentrumeau 33, Bellstelle niit Matratze 1«, AuSzieb- tisch 18. Muschelspind, Dertiko 30. Gekausle Möbel können drei Monate kostenfrei tagen,. Teilzahtung ge. staltet,«ein Laden, direkt Fabrik Auch Sonntags geöffnet. Muster buch gratis._ 2892K' Teppiche. Grosicr Räumungs- AuSverkaus. Prachtstück« vo» 5,50 o»! zurückgesetzte(Sardinen. Plüsch Portieren, Steppdecken, spottbillig. SpezialhauS Dresdenerstraffe 3(«ott buscrtoqi._ afoUB Möbel, S. Grau, Gneisenaw maße 10, billigste und beste vczugs- guelJe. Kassa und Teilzahlung. MöbelauSftattuiig. 6 Zimmer. «uche, viele Plüschteppiche, Tnimeau, Oelgemälde, Uhren, Bronzekronen, Salongarnitur. Gelegenheit. AuitionS- annähme Rasch, Grünerweg 3.* Talonteppichc. cMagroße Pracht� cpcmplare, 26.00. wunderlchöne Z,mmerteppiche 8,00, hocheleganter facettierter Säulenlrumean 30,00, rcichgestickte Ucbcrgardincn, Spachtel- storcS, Tüllgardinen, Steppdecken, Salonbilder, Salonuhren, Diwan- decken, Plüschtischdecken 5,00, gediegene Nuzbaummöbel, Plistchgarnituren, Paneel, osaS.Küchenmöbel,»ollständige Einrichtungen«erden nachmiltaaS "diS 8 im Anhalter vahnspeicher Mockernstrage 25, direkt Hochbadn- station Röckenibrücke, spottbillig ner- kaust._ 2792SI+ Weihnachtsaugebot! Teppiche mit keinen Druckfehlern in allen Größen, große Auswahl, spottbillig. Plüichdecken 5,75, 6,50, 7,50 Bis 20,—. Steppdecken, alle Farben, 3,50, 5,—. bis 15,—. Diwandecken 4,50 bis 30,—. Läuferftoffe, Bettvorleger. Gardinen. Portieren, Stores staunend billig. Fritz Stoehr,.Münzstraße 17. Vorzeiger dieses Inserats 5 Prozent. Linoleumläufer. Teppiche. Reste spottbillig, Müller, Große Frankfurter- straße 41—42, 2959K» Hrrrmann Schlesinger, Turrn- straße 58, ist die reellste und billigste Bezugsquelle für bessere Herren- und Kiiabcnkonscktion, sowie für Berufs- und Arbeiterkleidung zu streng festen Preisen. Lieferant des Berliner»on- fumverelns und der Konsumgenoffen- jchaft Berlin und Umgegend. Fahr- «cid wird vergütet I_ 554»g* PluschsofaS, MufchellsfaS, Schlaf- fofaS, ShaiselogucS verlauft fosort Graudenzerstraße 2, Tapezierer. (Srunkramgefchäft mit Rolle wegen vorgerückten Atters preiswert zu verlausen. Agenten oerbeten. L»chtnannstrahe2. am Kottbuserdamm. vcr- ändcrungSbalbcr(Februar) Ober- Schönewcide, SiemenZstraßc 6. 20496 Bronzrgnskronci, k! t GaSzug- laniven! 3,00. SalongaSkronei:! 16,00. GaSlqren I Ist,. GaSschnellhcizerl Lst». SBoblaucr, Wallnertheaterstraße 82. Hochvornehiiir Herrenanzüge, Hcrrenpaletot», seinsten Maßstoffcii herrührend, 18—38.00. Täglich, Sonn- tagsverkauj. V-uIscheS BerlaudhaiiS, »ägerstraße 63, I.___ 2778, ft« Möbeltischlerri liefert gediegen, Wohnungseinrichtungen äußerst billig Bunte Küchen. Auch Ratenzahlung. Kein Laden. Karnack, Tischlermeister, DrcSdenerstraxe 124, nahe«ottbuscr Tor. Genossen erhalten 3 Prozent.* Kinderwagen, Ktiiderdettstelle, Puppenwagen, gebrauchte, zurück- gesetzte. Schneider,«ursiirsten- straße 172(Dennewitzstraße) 2883«» Herren- Garder obe nach Mag, saubere Arbeit, großes Stofflagcr, Paletot. Anzug 36 Marl an. Kaust beim Handwerter, lasset den Hand- wer kcrverdienen. Teilzahlung gestattet. F. Dörge, DreSdencrstraße 109.• Ucbcrzühlige Herrcnpaletots, Herrenanzüge, nur hochsemste Aus- fuhrung, ausverkaust Engrossabrik einzeln zu Engrospreisen. Enorme Geldersparnis. 2—4 geschloffen. Sonn- tagsverkaus 12—2. Reue Friedrich- straße 37, IN. 230/11» Metallbette«, umzugswegen spott- billig, Ritlerstraße 112 Ii. 31/2» Ricsenposic» Teppiche, Sosa und Salongröße, 4,35, 6,75, 10, 15 Mark. Eine Partie mit steinen Webesehler» spottbillig. TepPichhauS Emst Lesdire, Oranicnstraße 158. 5K» We ih n a cht». Gxtrn l i ite. erschienen! Z Sonder- Angebot», ist ersch IMWWWMIW gratis un» franko. Teppichhanö Emii Leftivre, Oranienstraße 138. QOi* Herren fahr» atz, Damenfahrrad wie neu, 45,lX>. Holz, Blumen straße 36 b._ 29993» Als Weihnachtsgeschenk empfehlt meine in- und ausländischen Zier und Singvögel, Fischchen und Aquariengläser. Baumgarts Bogel Handlung, Friedebergerftraße 2. r34» Winterpaletots! Pfandleihhaus Hermannplatz 6. Sämtliche Verkaufs waren werden auch als Fcstgeschenke! zu Spoltpreiscn abgegeben. Riesen- großer Uhrenverkaus, Kcltenverkaus, Ringeverkaus, Schmucksachen, Pelz stolaS: extragroßer Bettenverkauf, Brautbettcti, BermiewngSbett, Bett stücke, Bettwäsche, Bettinlctte, Steppe decken, Plüschdccken, Aussteuerwäsche, Teppichverkaus, Psänderverkaus; staunendbillige Winterpaletols, Jackett anzüge, vornehme Gehrockanzüge, Herrenhosen; cxttnbilliaer Gardinen� »erkauf, Festgeschenke, Riesenauswahl! Spottpreste l EmpsehlenSwertI Pfand- leihhaus Hermannplatz S. Sonntags ebenfalls geöffnet. t56* Pinnino. neu, direkt aus der abrik, umständehalber billig, auch eilzahlung. Wcißenburgerstraße 20. IV links.___ tri» Tur Wintermützen für Herren Knaben Grünauerstraße 6, und T« Herrenliiitc. größere Gninauerstraße 6. Auswahl i'ö >lerei, clettrischer Be- trieb, 10— 15 Bänke zu verlausen oder Genoffen gesucht. Auskunft Sonn- t-gvormittag Oranienstraße 188, Restaurant. 20336» ... e« ab Fabrik, höchstreell, spottbillig. Doppelplatten 1,80. Neueste Zonopbonplatten 2,50. Reichenbergerstraße 64. 20366° Menzenhaucr Gitarrezithcr 8,00. SIrabei, Brunnenstraße 84. tö6» Grammophon billig. Treppenfee, Rei chenbergerstraße 116._ f*» Samtdluien� herrliche, Privat — 10 Mark, verlaust Hirsekorn, Llegnitzerstraße 11 II. L013b Monatsgarderobc Winter- Paletots, Anzüge, Hosen billig. Brunn. Fnedrichstraße 242, Hos parterre, «oonntags geöffnet._ 2070b Monatsanzüge. Winterpaletols von fl Mari an. Auch neue elegante Herrengarderobe sowie Dauchanzüge kaust man den dritten Teil billiger als im Laden beim Schneidermeister Fürstenzelt, nur Strausberger- traße 46, parterre. 2057b Zigarrcnaefchüft verkauft idcrungsbalbcr(Februar) Konkurrenzlos t Weihnachts- platten 0.40. Zonopbonplatten, Homo- chonplatten, Favoriteplatten, große »oppelseilige 2,50, andere«keine Pappe) 1,60. Gute Sprechmaschmen 20,00 an. Schalldosen, Stifte, Repa- raturen billigst. Auswärtiger?cr< fand. Finger, Linienstraße 17. 2030b Restaurant straße 33. verkauft Zorndorser» +33 Grammophon, wunderbar spielend, verkaust spottbillig DrewS, Schlicmannstraße 19._+71 Seiiengcschäst billig vertäustich Kopenhagenerstraße 20.+71 Berlanse Menzendauer-Ztther mit Kasten, 300 Lieder, billig. Schillich, Gaudystraße 7, Hos U.___ Plüschsofa, schönes Muster, Swine« münderstraße 34,11 links. 19536 LSinicrPaseto'rs, Anzüge aus feinsten Maßstoffen, Wert 60—80, jetzt 25— 40 Mark. Bluhm u.Eo., Friedrich- straße 212 I. Kein Laden! 2074b Anzüge, PaletotS, zurückgebliebene Maßsachen sp»ttbillig. Bluhm u. Co., Friedrichstraße 512 I. Kein Laden! Bostrath Co.. Elsasserstraße 21, verkauft Dnmenlolal nahe Rosen- thalerstraße für 7V0 Mark. 2073b '"Wcihnachtsostrrtr Sämtliche Kindennöbcl, praktische Geschenke wie Bücherelagercii.Paneelbretter.Bauern- tische, Schränkchen usw., AnSstattungs- gegenstände jeder Art, als Geschenle, ansen Sie am billigsten in der Möbel- lilchlerei Harnack, DreSdenerstraße 124 stvranlenplad�����������W Plüschsosas, neu, gebraucht, billig. Sosasund, Waldemarfiraßc 58. 2080b Piaiiino. jast neu, billig, verkansi Pianinosabrik Langestraße 103. 2105b Phanoaraphenwalzen. abgenutzle und Briichwalzen werden für 0,45 in Goldgußwalzen umgegossen Kleine Hamb ur gcr straße 21.___ 20726 Kinderwagen. großer, blauer. neu straße verkaust 23. Slsholz, Husjiten +89 tLntzuclendc Binsen, Koitümröcke, Mäntel, selbstgeserttgt, spottbillig, Maßanscrtigung. Littauer. Brunnen- straße 4. Keine Ladenmiete. 2102b Parteilokal- größeres, viel Vereine, Gewerkschaften, Zahlstellen, sosort vcr- käuflich. Näheres Sirth, August- straße 5t.+64 Wcihuachtövögel.Grünpapaacicn, sprechend 20,00 an, Alexander-Papa- gcien mit Halsband, lernen sprechen, 4,50, China-Nachligallen, abgehörte Männchen, 3,30, Weibchen 0,80, Stieglitze, Zeisige, Buchsinken, Reis- mken. Zwergpapageien, Wellcnsittige billigst, große Auswahl, Mariannen- straße 37.._ 20966 Harmouikas, Geigen, Flöten für eben annehmbaren Preis verläuflich Folgner, Weinbergswcg ll. 2l0lb Künstlerin veckausl HochzeilS-, EtraßenIIeider, Jacketts, schicke Blusen, Haarkämme, Tanzschuhe, Wäsche, passen»« Weihnachtsgesid-vk? an Rosenthalerstraß« 4, II links. Hchaukelpsertz, Fell, oeickanst Schnecke, «1-irdinen. StoreS, Portteren. Tischdecken tauft man billigst im Gardinen« Speztalgeschäst Bruno_, «Üther. Grüner Weg 80, parterre, zu billigsten Preise». Genossen S Pro- Sei» Lade». 15K+ l zent, Oranienstraße 202._+7 „, groß, 6,00, Smdenerstiaße 42. PlüichsofaS in schönsten Farben Reue Petroleum« Hängelampe, sechsteilig, verkaust billig Labedxki, Ripdorf. Pannierstraße 17.+7 Kleiderschrank. Plüschlosa. Säulen Numcau, Verttko, zwei Muschelbettcn, Ausziehtisch, Küchensachen umstände- halber verkauft Dresdenerstraße 28. Seitenflügel parterre�_+53 L.uadratr»tc 10,00 an, Hoppe garten, Hönauer Chaussee, verkaust Restauraleur Pnsch oder Dahlenburg, Berlin, Ramlerstraße 3l._+56 Frettchen verkauft Baake, Stcttiner straße 27, Sprechstunde abends 6— 9. Aquarium- Inhalt 80 Liter, vertaust Boddin, Rixdorf, Warlhestraße 7. Schöiispielcndes Grammophon, Trompetcnaran, Konzertschalldose, lö große Platten 30,00. Weißcnsce, Lothringcnstraße 32 I.+135 Konzert-Zither, Guitarre, verkauft Jacob, Gr. Frankfurterstraße 134. M Theater, Dampjmaschine verkauft billigst Härtel, FriedrichSbergerstraße b. Grammophon, großartige Klang fülle, 18 Mark. Pauly, Alt-Boxhagen 24. Herrenfahrrad. Damenfahrrad. Jugendsadrrad, kurze Zeit benutzt, uniständewegen 35,00, Große Frank- surterslraße 14, Hos geradezu, Keller. Ausverkauf wegen EicschäftS- Verlegung I Neue hochelegante Halb- renner 40,—, 45,—, 50,—; neue Damenräder 55,—; Knaben- und Mädchenräder 30,—, 35,—, 40,—; zirka 300 gebrauchte Fahrräder 10,—, 15,—, 20,—, 20,—, 25,—. 30,—; Lustschtäuche 1,50, Lausmäntel 1,50, 2,50, Continental- Zentrumichläuche 2,50, Continental-Zentrumdecken 4,50, Acethyleiilaterncn l,—, Torpedo- sreilauj 12,—, Sättel 1,50, Lenkstangen 0,75, Pedale 0,75, Ketten 1,—, Korkgrifse 0,10, Deikannen 0,05, Glocken 0,10, Ledertaschen 0,50, gespannte Räder 3,50, Gabeln 1,50, Schalen 0,10, Achsen 0,10, Felgen 0,30, Stahlkotschüvcr 0,90, Regen- Pelerinen 2,50, Bremsen 0,10 an, Zahnkränze 0,50, Kettenräder 1,00, ußpumpen 0,50, 0,75, Handpunpen i,30, Engländer 0,25 usw. Karbid Kilogramm 0,40, Reparaturen extra billig! Rahmen emailieren 3,—, Lenkstangen vernickeln 1,—. Mein Haupt- geschäst befindet sich von März 1308 ab: Weinmeisterstraße 14. Jeder Käufer erhält ein WeihnachtSvräsent! Machnow. Arkonaplatz 1, Kaiser Dil- Helmstraße 18R. 206lb �Damenhemden. Herzfasson, mit gestickter Passe 1 ,25, Herrenhemdenl.3», Bettbezug nebst zwei Kipskiisen 4,7-, Nonnalwäsche, Arveiterhemden, so- wie einzelne Reisemuster spottbillig. Däschefabrik Salomonskh, Dircksen- straße 21, Alcxanderplatz. 239/ t 3 Plüschsofa 33,00, Schlafsosa 20,00, Bettstelle, Matratze 15,00. Palisaden- straße 23. Tapezierer. 94/19 Seifl�thähnr, Hohl-, Knorrvögel, eufgabchalber billig. Krämer, Löwe- straße 20.+33F �Känarienhnhne, Weibchen, billigst, Lehnshack, Gaudystraße 12._+71 Sanaricnliähne, Selbstzucht, gut singend, fünf Mark an. GelcwSIi, Großbeerenstraße 44, Seitenflügel IN. KanaricnhShne, Weibchen, Auf- gäbe halber billig. Ulbrich, Skalitzer- straße 79._+6 Geiferthähne, Zuchtweibchen, Selbstzucht. Rosenau, Reichenbergerstraße Nr. 137.___+6 Weiß, Raven« Kanaricnhühnc. straße 3. +65 Garantiert Seisertkanarien, 7 bis 12, Weibchen 2,50. Noack, Schweden- straße 13._+56 Kanarienhöhue billig. stroh, Ackerftraße 87. Haber- +83 Kanarieuhiihne. Weibchen Pankow, Grunowslraße 4. Römer. +137 Kanarienvögel verkaustKellmann, Koppenstraße 68, Hos III._+42 Kanarienroller. Zuchttveibchen spottbillig. Schumacher, Mantcuffel- straße 110.__ 20766 Kanarien- Hoblroller verkauft billigst Naunnnstraßc 88, Lokal. 2077b Kanarienhähnc. Weibchen, größte Auswahl. Vogelbörse, Kleine Andreas- straße 15, Prill._ 20976 Kanarienhähnc,■Selbstzucht, ver- fault Kümper. Wattftraße 13. L038b Seisertkanarien, fleißige Sänger, billigst Müller, Gartenstraße 28, Oucr- gebend« IH. 2093b GlaSaquarien. 40X22X48, 1,90, DeihnachtspreiS. Alle Sorten exotische Ziernsche bMtgst. Andersen, Kürassier- straße 10a. 35/2 'Seltene Gelegenheit. Herrensahr rad, Damcnsahrrad. zwei elegante Nähmaschinen, Tischspiegel, Sosa, Gummistrümpfe(1,50), Bruchbänder (1,50), neu, Engel-Uscr 1t, Karras. Piaiiino, Nußbaum, hochelegant, bis Weihnachten halben Kaffenpreis. Rietz, Eisciiacherstraße 67, Schöne- berg.__ 839/20 Piaiiino. hochelegaiih loiitlich spottbillig Greisswalderftraße 228, Hochparterre._ 239/19 GangbareS Koloniatwarengeschäst billig verläuflich Moritzstraße 6. 35/8 Nähmaschinen, neue und ze- brauchte, tadellos, hoben DeihnachiS- rabatt auch bei Testzahlungen, ohne Anzahlung. Postkarte genügt. Ks- pentckerstraße 28. Große Frankfurter- straße 30, Prenzlauersiraße 59/60._ Gasthof, guigehend, mit Fremden- logis und Ausspannung, wegen Krankbeit billig zu verlausen. Miete 83,00 Mark monatlich. WilhclmSberg. .�okienschönhausenerstraße 35, �bcü �Herrenliüte. einzeln Verkauf zu außergewöhnlichen billigen Engros- preisen nur bei K. Schneidemühl, Holzmarktstraße 34» I. 2t 07b» Lpe!halbrc»«ner,ioü,clegant, 35.00, Kipphaut. Posibeamler, Brunne,!- straße 114. Hos I.__ 20626 Herrenfahrrads Knabenfahrrad, bochclegant, jeden annehmbaren Preis Beißenburgerstraße 78,»orn l rechts. 2063b Halbrenner, elegant. 35.00. An- stamerstraße 3, Schuhgeschäft, 2964b Herrenfahrrad, WollinersNaße 52, rechts._ elegant. 25,00, Seitenflügel I 20666 Grammophon, Piano. Prachtstücke, viele Platten, auch einzelne, wegen Todesfall jede» Preis. Cbarlotlcnburg, Kantstraß« 122, vorn l rechts._+29 Kanarienhähn« billig. Fraedrich, Reinickendorf-West. Klixstratze 13._• Schön Kanarienroller. Scholtz, leiiisttaße 20. Kanarienroller, 17566» billig. KcdciniS. > hochprümiiert, lendaleistraße 4. ■Harzer Kanarienroller, tourenreiH, fprecheude Papageien, jeden Donners- tag abend Aogelsest. Restaurant Vogelwirt, Konimandantenftraße 52. Kanarien- Sdelroller, Stamm Seifert, mitherrlichen GesangStouren. verkauft Vogel, Schöneberg, G»ltz- straße 7, II.___+140 Weihnacht«- Geschenk. Kanarien- vögcl verlaust Marltscheffet, Mehner- straße 17.__ 21066 Seifrrthühne. Weibchen,»esängf spin» verkauft«owalSlt, Kreutzigcr- straße 20.___+61 Kanarienhähne, T eifert, sin» zu verkaufen Ebelingüraße 14, II, Jaekel. Ktänarieuhöhue verkauft Ernjh Z orndorferstraß« 35.+gg Kanarienhähne, Seijertsche, e.K on, Rostockerstrahe 23, Stärke.+86 Kaiiarlenhähne, diesjädrige Zlus« stevung hochprämiiert, gute Stamm- Weibchen, aufgabchalber billig Weidelt, Norduserl I/_+86 Seifertkanarie» Wiitstockerstraße 9. billig. Krause, +86 Kaiinricnbörse. Hundert hoch fem« Kanarienhähne, 5,—. Char- Gttenburg, Fllebringstratze 14. 20756 Adalbert« Kanarienroller billig straße 97._+69* Aanarienhähuc. Weibchen verlaust Linz, Liegnitzcrstraße 35.+6 Kanarienhühne. Sciscrtsche, 10 bis 15, sind im ganzen, auch einzeln zu verkaufen. Krause, Rcichenberger- straße 106.____+6 Kanarienhähne. gute Heckvögel billig. litzerstraße 32. Seisertstamm, Mahnke, Gör- _+6» Kanarienhähne, Seisertstamm. Becker, Rixdorf, Kirchhosstratze 48. Kanarienhähne 5,00, gutsüttenide Weibchen 1,00 Patlloch, Pannicr- straße 10, Eckaufgang.+56 Kanarienhähne ü Mark an Lortzingstraße 32._____+60 Harzer Kanarienhähne, Zucht- «eibchen billig. Uthle, Rheinsberger- straße 59 I.+89« Seifertkanarien räumungShalber 6,00, Weibchen 1,00 an. Kühnel, Admiralstraße 3.+53 Sriferihähne und Weibchen ver- kanst Roteckt. Bädstraße 24. +83 Kaiiarieuhähue 6 Mark vertaust Hoppe, Bergstraße 70._ 95/1 Tiefe Knorrvögel, �tamm Seifert, jetzt prämiiert, gotd. Med. Leipzig und Breslau. Joachim, Bruimenftr, 35.+ Verschiedenes. Pairntailtvalt Wessel, Eillchiner» straße 34». 2öö5K» Lernt die Muttersprache beherrsch en l Erfolgreichen, leicht faßlichen Unterricht in Wort und Schrift der deutschen Sprache erteilt Damen und Herren (separat) auch abends ein tüchttger imd gewiffenhafter Privatlebrer. Die Stunde kostet eine Mark. Eine Unter- richtSstunde wöchentlich genügt Ge- fällige Angebote sind unter G. 4 an Expedition des»Vorwärts» zu richten. ■kiinststovierri von Frau Kolosly. Cbarlotleiiburg, Goetbeliraße 84. I.» �Psandleihe� Marlusftraß ß- 27. Eisholz, Komitcr, Gropiusstraße 6. Plntina, alteS Gold, Silber, Gebisse, Kchrgold, Tressen, sowie sänilliche gold- und silberhaltigen Rückstände kaust Goldschmelze Köpe» nickerftraße 23. Telephon IV, 6358. Sonntags geöffnet. 34/14» Saal zu Veriammlungen, Festlich- keilen unentgeltlich zu vergeben. Sonnabende und Feiertag« noch frei. RenterS VoltSgartcn, Pankow, Schloß- strahl». 2346K» Bücher kaust, beleiht Anttquariat Kowstraße 56. Ä40K» Baildiuürmer mit.Kops, sriich in Wasser ober in Spiritus, kaust a Marl 2,— Linnaca, Turmilr. 19. 14K Gesellschaft.Anke»'. ''+45 ÄolkSsänger Swinemünderstraß« 17. Berrinsztmmrr, großes, mit Pianino. Langestraße 3._+41» Boltsduct: Bcgdanowitz, Gaudy- straße 16._°+70 Sstcl, Humorist, Jahnstraße. 1.» Ich bitte Herrn Buschmann wegen der ihm zugesügten tällichen Beleldi- gung um Verzeihung und nehm« alle sonstigen ihm nachgesagten Beleidi- «nnzen hiermit ausdrücklich zurück. Otto Hildcbrand, Hasenheide 50. Bandwürmer Wasser oder~ mit Kops frisch in Spiritus kaust o 1,50 Lcl»rmittel• Gesellschaft Potsdamer» straße 123.___ 2047b Tanznnterricht �ricke, ueucrbaute .Arminballen», Kommandanten- straße 68/53. Januar beginnen neue EiiintagSturfe, MittwochSkurfe, DminerStagSkurfe._ 42K» Komiker, billig, wohnt Köpenickcr straße 147, Schwach. 205tb Humorist! für Vereine frei. Jeder Vortrag ein Treffer.&. Rehan, Reichenbei'gcrsNaße 05. 20606 Humorist, straße l06. frei, Holz. Schul- +65 Bolkshumorist Oejireich, torstraße 15. Wasser +53 Restauratenre erhalten Ein richwngen, Kaushülssgelder von erst- llassigen Aktieiibrauerei. Offer-ten „Biervertreter" Postamt 22. 207lb» Altes Kleiderspind, Bettstelle Kommode kaust Milch, Anstamcr- snaße 53._+89 Tanzuiiterricht! Grupe, Annen» straße 16. Januar beginnen Ansängerkurse. Sonntagskurse 4,00, Dienstags- kurse 5,00 monatlich. Vorortbewohnern Schnellkurse 5,00. 240/1 Vermietungen. Geschäftökeller nebst großer Wohnung, besonders für Korbmacherci oder Gemüschandel, sichere Brot- stelle, fosort oder zum 1. April billig zu vermieten AdlerShof, Bismarck- straße 30. 20846 Wohnungen. Wohnungen, billige, Balkon, Doppelfenster, GaS usw., zwei Zimmer, Küche(Badi, von 35 Mark an. ein Zimmer, Küche, Balkon, von 13 Mark an. Äoloniestraße 30—31, Soldiner- straße 67-68._ 17426» Oubenarderstrafte 39, Laden zu jedem Geschäft passend, Wohnungen, 2 Stuben von 25 Mark an, 1(Stube mit Zubehör 18 Mark an fosort eventuell sväter zu vermieten.» 36 mal Stube und Küche sosqrt zu vermieten, sür die Monate Januar bis März Extravergütung. Ver- walter Kausmann, O üben arder- straße 37._+64« Zimmer. Möblierte« Zimmer, 1-2 Herren. berrliche Aussicht, Baumschulenweg. Trojanstraße 6 II. Bahnhof. 1834b Möbliertes Zimmer vermietet Naunnnslraße 78, vorn III links. Möbliertes Zimmer, ein oder zwei Herren, a 15,00 mit Kaffee, Rummtisburg, Neue Lahnhosstraße 8, vorn IV rechts.__+71 Möbliertes Zimmer Dreibrodt, KrautsNaße 34.+42 Möbliertes Zimmer, 13 Mark mit Kaffee. Zu erfragen Spedition Nazarethkirchslrahe 49.+65 Einfach möbliertes, separates timmer, 11 Mark. Hermann Klose, aiscr-Frjcdrichstraße 2, Ecke Her- mannplatz.+6 Parteigenosse vennieletmöblierles .immer, vorn I, Balkon und Bad- benutzung, Ecke Llrnimvlatz, Bahnhos Schönhauser Allee.' Offerten unter v. 5 Expedition dieser Zeiwng. 46K� Flurzimmer vcriniclet Jpscher, Görlitzcrstraße 63. 204öb Kleine» freundlich möbliertes Vordcrzimmer preiswert an Genoffen oder Genossin Schönhauser Allee, an der Slargarderstraße. Offerten unter II. B. Postamt 58, Danzigerstraßc. Gemütliches Vordei zimmer. einen auch zwei Herren. Dröfeler, Rigacr- straße 13.__+33 Möbliertes Zimmer vermietet Witwe Wolff, Swinemünderstraße 20. Möbliertes bei Seewald, SchmidstratzelO Zimmer sür Herren tmllf''9.[20921 20926 — MW» ÜcrteS Zimmer für einen oder zwei Herren sofort zu vermieten Nostizitraße 52. IV links. 2033b Freundlich möbliertes Porder- zimmer(16 Mark inllustve) Branden- ourgstraße 63, vorn III rechts.[2035b '�Kleines möbliertes Zimmer, Herr oder Dame. Fähnrich, Voltaftratze 4. Möbliertes Zimmer, einen Herrn Kommandantenstraße 15, Hof links 4 Treppen. 21046 Möbliertes Zimmer, ein auch zwei Herren. Frau Pasewaldt, OpPelnersNaße 1, II._+6 Möbliertes Dorderzimmer. Pauli, Körlitzerstraße 52.___+6 Rae», Zimmer für Herrn billig. Nauiivnstratze 10, vorn II. ßS allein, Borderzimmer, möbliert, 15,00. Becker. Prinzenstraße 107. PtöblierteS Zimmer, Teilnehmer. Bürschel, DreSdenerstraße 128/129, Oucrgebäude II. 95/4 Möbliertes Zimmer für einen oder zwei Herren, zu vermieten Naunhnstraße 50, vorn l rechts. 35/5 SehlaksteUen. Möblierte Schlafstelle vermietet Frau Jacobey, Wiesen straße 10. lll.» Möblierte Schlafftelle, t. Januar. vermietet Schüdi. Rcichenberger- straße 122, Seilcnst'ügcl III. 2044b» Freundliche Schlässi-ll« sur Herren bei Frau Kaiser, Boxhagener- sttaßc 14/15._ t33 Möblierte Schlafstelle �(allein) vermietet König, Kleine Stralauer- straße 8, vorn ll.__ 2Ü536 Möblierte Schlafstelle(separat) für zwei Herren Baumer, Wassertor- straße 63, Seitenflügel. 2068b Möblierte Schlasslclle(separat) zwei Herren Köhler, Köpenickci- straße 22._ 2054b Schlafstelle für 1—2 Herren vermietet Schimming, NitderSdorser- straße LS, vorn II. 2056b zchlalstelle(Herren» Flurzimmer Rilterftraß« 124, Hos IV. Stohrcr. �Schlafstelle(sauber, tl Marl inst) sür Herren, nahe Alexanderpia». Ketbelslraße 3 bei Neumann. 2067b Schlafstelle sür einen, auch zwei Herren, sofort oder t. Januar ver- mietet Klaus, Siaimynflraßc SS, Seiten- flügel III. Schlafstelle(separat, zwei Herren) Lüdert, Palisadenslroßc 59, vorn l. Herr lann möbliert miteinwohne» Lei Schu z, MuSlauerstraße 36. vorn +7 Freundlich möblierte Schlafstelle (zwei Herren) sofort zu vermicleir Rirdors, Wipperstraßc 20, vorn IV, Reibiger.+56 Möblierte Schlafstelle sür zwei Herren Fürsten straße 14, l rechts. Möblierte Schlafstelle Oranicn» straße 40/41, voni IV bei Nötzel. Möblierte Schlafstelle Schnur, Wrangelstraße l6. vermietet +« Möblierte schlasüelle(Herrn, allein, separater Eingang) vermietet zum t.Jan. 1908 Suchsort, Lübbener- Maße 30, voni 3 Treppen.+6 Möblierte Schlafstelle vermietet (Herren oder Damen) Marquardt. Urbanstraße 25, Hof rechts IV,+56 GchlaffteUe für Herren oder Mädchen, auch möbliertes Zimmer, Reetz. Rixdorf, Hermannstraße 50.+148 Schiafflelle(zwei Herren) der Witwe. Rirdors, Stemmetzstraße 37. vorn III, Äpel.+56 Schlafstelle iseparat, für Herren) Schönlcinstraße 15, Born_+7 Möblierte Schlafstelle 1, 2 Herren, Witwe Fritzler, FriedrichSseldcritr. 15, Anständige Schlajstclle für einzcl- neu Herrn, Albrecht, Gubenerltr. 49. Frcnndliche Schlasslelle bei Hell- wig, Posenerstraße 29, III._+42 Schlafstelle, Herrn, vermietet Schulze, Gubenerstraße 42<; vorn IV. Möblierte Schlafstelle vermietet Frau Gratz, Prenzlauer Allee 43, Quergebäudc II._ Schlafstelle für zwei Herren vor» mietet Sonntag. Sonnenburgerstr. 6, Eck« Gletmslratze. Bessere Schlafstelle zu oermietein Frau Schurz, Frledcnstraße 52, vorn l. 2108b M öblierte Schlafstelle, 1 od er 2 Herren. Lychenerjtraße 12, vorn III, Grünenberg. Schlafstelle, möbliert, bei Köhler. Fürstenftraße 1, vorn III. 2088b M öblierte Schlafftelle, separat, bei Klatt, Langestraße 6, parterre. Schlafstelle Dennewitzstraße 19. Ausgang 1) I, Wodara. 20666 Schlafstelle zu vermieten, Herrn. Muslauerstraße 25, Löchel. 2087b Bester modiiertc Schlasslclle, Schaal, Ritlerstraße 124, Hos II. 2090b Frcnndlsch möblierte Schlafstelle, Herrn. Hernge, Naunynstraßc 72, vorn 1.__'23316 Möblierte Schlafstelle 1 oder 2 Herren(Flurcingang) vermietet Admiralstraße 3, vorn II links.+53 �Möblierte Schlafstelle vermietet Stegmann. Naunhnstraße 64 IV.+53 'Schlafstelle sür älteren Herrn. Witwe Witt, Elisabethstraße 60 Ik.+83 Möblierte Schlafstelle sür Herrn, separat. Lehmann. Blumenstraße 64. Hos linker Seitenflügel l. 34/20 Nietsgesuche. Aelterer Herr sucht einfach möbliertes Zimmer, Gegend Volla- straße. Preisoffcrtcn unter dl. 50 ab- zugeben Zeitungsspedition.Vorwärts», Nazarethlirchstraße 49._+65 Junger Mann sucht Schlafstelle. ........ unttl. 2069b _ Mann sucht Nähe Prinzenstraße. Offerten J. K. Postamt 68. c) sucht allein Bei Witwe. Nähe Schönhauser Tor. An- Schlafstelle(Herr) _iitwe. Nähe Eck geböte E. S., Schönhauser Alle« 177. Arbeitsmarkt. Stellengesuche. Blinder Swblfl-chler bittet um Arbeit. Stühle werden abgeholt und zurückgeliesert. A. Gläser, Mulack- ltraß« 27_ 14686 Stellenangebote. Lehrlinge für Karosserie »«!>■ Dagcnbau� gesucht Sattler- und Lackierer-). g. B Uler und (Stellmacher-, möhle, G. in. b. H. Franlsurterstraße 137. 0. 17. Große ÖOK« Klavierfpteler rei Oudeuarder- straße 2, Borsch.___+65 — Xitifient. Arbeiter. Gcsangverciu sucht für Frellagabcnd 3-11 Uhr tüchtigen Dirigenten(erste Krast). An- tritt 3. Januar. Offerten find schrijt- lich erbeten an Max Sypniewsli, Siephanstraße 40.__+86 Botenfrauen für sestc Touren bei hohem Lohn soson gesucht. Schöne- berg, Betzigerstr. 63, Seitenflügel parterre linls. Meldungen 8— 11. 3-6 Uhr. 20356 Im Arbeitsnearkt durch besonderen Druck hervorgehobene Anzeigen koste» SO Pf. dir Zeile. veultclier Holzarbeiler-Vefbanil Zahlstelle Berlin. Wegen Streik» und Differenzen find gesperrt: Für Bergotder: Seifert u. Beter, Huselandstraße. Für Korbinacher: Schürwagen, Fruchtstr. 61, Werner, Palisaden- siraße 91, Leitloft, Teltower» straße 31, Holze. Oranicnstraße, Habitz, Lausstzerslraße. Tie Vrtsvenvaltnng des Holzarbeiter-Berba�deö � M»«II!>» WGI»i» I■ II llf** Einem Teil unserer heutigen Auflage liegt ei« Prospekt der Kommauditgesellichaft aus Aktie»» Bohmlacde» Branbaa* bei. !«»._ 15A« 1 zent, Oramemnaße 292. yl an, Rostockerilraße 23, Starke.•«86 Reichenbergerstraße 9o. 2060D Huden, Patisadenslraße o'J, vorn l. lverenitwortlicher Jlcbafttur: Hans Weber, Verlin. Für den Inseratenteil verantlv.: Th. Glocke, lverlin. Druck u. Verlag: Vorwärt» vuchdruckcrei u. Verlagsanstalt Paul Singer Si To., Berlin SW,