tr. 1. Abonnements- Bedingungen: Abonnemente. Preis brånumerando Bierteljährl 8,30 m, monatl. 1.10 wöchentlich 28 Bfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 6 Bfg. Sonntags. summer mit illuftrierter Sonntags. Beilage Die Neue Welt" 10 Big. Boste Abonnement: 1,10 Mari pro Monat. Eingetragen in die Boft Zeitungs Breisliste. Unter Areuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mari bro Monat. Postabonnements nehmen an: Belgien, Danemark, Holland, Italien, Luxemburg Bortugal, Rumänien. Schweden und die Schweiz Erideint täglich außer Montags. Vorwärts ලි Berliner Volksblatt. 23. Jahrg. Die Infertions- Gebühr Beträgt für die fechsgespaltene Rolonel geile oder deren Raum 50 Big.. für politische und gewerffchaftliche Vereins. und Bersammlungs- Anzeigen 30 Big. Kleine Anzeigen", das erfte( fett gedruckte) Wort 20 Bfg., jedes weitere Bort 10 Bfg. Stellengesuche und Schlap ftellen Anzeigen das erste Wort 10 Big., jebes weitere Wort 5 Bfg. Worte über 16 Buchstaben gählen für zwei Borte. Inserate für die nächste Numiner müssen bis 3 1hr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Erpedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet, Zelegramm Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Nr. 1983. Meuer Kampf und neue Siege. Mittwoch, den 1. Januar 1908. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. Befißes rebellierten. Die Teilnahmslosigkeit weiter bürger- preisgeben. Seine Blocktreue hat ihn zum Berrat an seiner icher Kreise an der Politik begann unverträglich zu werden eigenen Programmiforderung des gleichen Wahlrechts in mit den Interessen des Geschäftes; die Sozialdemokratie wurde Preußen verführt und des Berrates Lohn ist die Forderung Wer noch in seinen eigenen befiegt, weil die Indifferenten, die Partei der Nichtwähler auf immer neuer Verrätereien. Ein Kampfesjahr war's und ein Jahr der Er den lan trat und gegen sie den Ausschlag gab. Aufgetedt Reihen Kraft und Macht fühlt, wendet sich empört gegen fahrungen. Mit der Organisation der Wahlniederlage aber wurden sie durch die Entfesselung aller bürgerlichen In- das unsinnige und selbstmörderische Treiben der Führer. Und die andere Lockung, die Dernburgiade, das Verdes Proletariats hat das Jahr begonnen, und es endet mit ftinfte in einer mit allen Machtmitteln der herrschenden Klassen der Desorganisation der Sieger. Gerade vor einem Jahre geführten Wahlagitation. Die Regierung stellte sich voll- sprechen des Reichtums, hat geendet in der harten Tatsache erschien jener Silvesterbrief Bülows an den General des ständig in den Dienst der bürgerlichen Interessen, deren Gegen des 200 Millionendefizits im Reiche, in der Forderung neuer Reichsverbandes, in dem der Zusammenschluß der Herrschenden fäße fie fortan auszugleichen und zu überbrüden versprach. Steuern, die nach dem Gebote der Stonservativen nur indirekte zum Blod proflamiert, die Befiegung der Sozialdemokratie Das Kapital lieferte das Geld, die Bureaufraten verwandelten Steuern sein dürfen. Standen die Wahlen unter dem Zeichen als Hauptziel des Wahlkampfes verfündet wurde. Mit den sich in Agitatoren, und die Generäle a. D. befehligten die der Profperität, die die Interessengegensäge zwischen den Sträften der Verzweiflung rang Bülow um den Erfolg, und Organisationen, die gemeinsam für alle Parteien den Kampf bürgerlichen Klassen. eine Zeitlang verhüllen konnte, so ist jetzt die Krise mit all ihren Schrecken angebrochen, die die der 25. Januar brachte ihm den Triumph. Ein Freuden- führten. " als geschrei erfüllte die Luft, vom Schloßfenster aus jubelte Dazu kam die Aufpeitschung aller derer, die fich noch nicht Wirkungen unserer verkehrten Wirtschaftspolitik auch dem Wilhelm II. über das Niederreiten der deutschen Arbeiterflasse. böllig aus dem Vannfreise der bürgerlichen Interessen losgelöst Blindesten erhellen, die Gegensätze zwischen Industrie und Die Befizenden aller Länder atmeten beruhigt auf. Aber dem hatten durch die simbetörende, suggestive Art der Agitation. Großgrundbesig wieder wachrufen, die Lüge von der Harmonie Freudentaumel der Herrschenden ensprach feineswegs die Das große Lockmittel war das Phantom der kolonial- der Interessen mit rauher Hand zerstören wird. Dem Phantom Niedergeschlagenheit des Proletariats. Von der Betrachtung politik, der Traum der Weltmacht, das Gaufel des Kolonialreichtums tritt entgegen die Wirklichkeit der der Mandatszahl wandte es sofort den Blick auf die Analyse spiel des deutschen Jinperialismus. Die Kolonialpolitik faßte Massenarmut, die von der Anarchie der fapitalistischen der Wahlziffern. Die Zunahme von einer Viertelmillion alle bürgerlichen Interessen zusammen und verflärte sie zu- Produktion unzertrennlich ist und den historischen, borStimmen bezeugte, daß von einem Rückschlag feine Rede sein gleich mit einem ideologischen Schimmer, der den Schmuß übergehenden Charafter einer Wirtschaftsweise kündet, die fonnte, wenn auch der Vormarsch nicht mit gewohnter Schnellig- des Eigennutes verbarg. Kolonialpolitik: das war der Armut erzeugt, weil sie ihre Produktionsfräfte nicht zu meistern feit und Präzision erfolgt war. Und auf die erste, schnelle Reichtum und der Segen; das bedeutete neue Anlagesphären versteht, die das Elend affumuliert, weil die Affumulation Drientierung erfolgte bald genauere, gewissenhafte Prüfung. für das Kapital, neue Bestellungen, neue Profite; das be- des Reichtums Privatsache statt Gesellschaftssache ist. Die liberale Aera endet mit der Befestigung der HerrIn der Siegesgewißheit, die uns die wissenschaftliche Einsicht deutete aber auch dem Kleinbürger neue Hoffnung, aus dem des im tapitalistischen Getriebes in die Bewegungsgefeße der Gesellschaft verleiht, in dem Elend Mutterlande schaft der Junker und in der Stärkung eines Regierungsum entweichen, Optimismus, den das Vertrauen in die eigene unverbrauchte zu reicher Pflanzer in den absolutismus, dessen verborgene Schönheiten zum Teil der Straft dem Proletariat erwedt, hatten wir der Widerstands- Solonien zu ernten. Selbst manchen Arbeiter täuschte Prozeß Harden ans Licht gebracht hat. Dies Ende aber Dem Offizier tann nur der Anfang der sozialdemokratischen Gegentraft der Bourgeoisie zu geringes Gewicht beigemessen. Ein die Erwartung besserer Arbeitsgelegenheit. Teicht erklärlicher Irrtum; ist doch das Juteresse des Besigenden follte die Stolonie Ruhm in friegerischen Unternehmungen, wirtung sein. Der Zusammenbruch der bürgerlichen Demofür die Politif naturgemäß weniger leidenschaftlich und lebendig raschere Beförderung, dem Bureaufraten neue größere Be- fratie hat offenbart, daß die Sache der Demokratie heute nur als das des Proletariers. Die Sphäre, in der der Bourgeois tätigungsmöglichkeiten bieten. Und diese Kolonien waren ein mehr bei den Arbeitern eine zuverlässige, sichere und starte lebt und webt, ist die Sphäre des Privatrechts. Sein Sinnen Eden, ein neues Märchenland, und der neue Mann, der Stüße findet. Die Aera, die bei der Zurückdrängung der und Trachten gehört in erster Linie seinen Erwerbsinteressen, Vertrauensmann der Börse, versprach, all die herrlichen Arbeiterklasse aus dem Parlament begonnen hat, konnte der Verwaltung und Mehrung seines Vermögens, dem Kampf Schäße, die bisher gefchlummert hätten, für das deutsche Volk nur enden in der Herstellung der Junkerdiftatur. Die neue mit der Konfurrenz. Von da aus nimmt er Stellung zu den zu heben, wenn man ihn nur gewähren ließe, wenn man nur Hera, die den momentan aufgehaltenen Vormarsch der öffentlichen Angelegenheiten, die nur als ein Teil und zwar den Widerstand aus dem Weg räunite, den ihm die Arbeiter Arbeiterbataillone bringen muß, kann nur in der Durchals ein nicht sehr wichtiger Teil seiner Privatangelegenheiten bereiteten, die nüchtern und trotzig ihr Recht auf das Mutter- se zung der Demokratie bestehen. In Deutschland sein Interesse in Anspruch nehmen. Die prinzipielle Interesse- land forderten und sich nicht vertrösten lassen wollten auf das aber ist der Sieg der Demokratie geknüpft an die Niederlage der Junter. Die Macht der Junker aber ist festgewurzelt in losigkeit des Bourgeois an den Staatsangelegenheiten brachte Jenseits über dem Meer. Gegenüber dem ohnmächtigen deutschen Wen aber nicht seine Interessen an der fapitalistischen Preußen. in dottrinärer und darum falscher Zuspigung einst die Manchesterlehre, das Prinzip des laisser faire" am besten zum Ausdruck. Expansion leiteten, wer sich nicht durch die herrlichen Profpefte Reichstag, den die verbündeten Regierungen in enger AbDer Staat sollte sich in das freie Spiel der Privatinteressen verführen ließ, für den war das andere Lockmittel bereit, das hängigkeit halten, erhebt sich die Vormacht der Junker in der nicht einmischen; er sollte als Nachtwächter nur dafür sorgen, Versprechen des Umschwungs inneren Politif. im preußischen Landtag. Von dort aus beherrschen sie die Daß feine Gewalttat die Harmonie der bürgerlichen Gesell. Das deutsche Volt follte endlich mündig erflärt werden, die preußische Regierung, die Vollstreckerin ihres Willens, und da schaft store. Es war im Grunde die Negation der Staats- Polizeiherrschaft, die bureaukratische Bevormundung und Kirch- mit die Geschicke Deutschlands. aufgaben, zu der sich die Bourgeoisie damit bekannte. Das liche Geistesknechtung sollte beseitigt, eine neue Aera des Das alte Kampfjahr hat dem Proletariat nicht alles geöffentliche Recht sollte möglichst weit zurücktreten hinter dem Liberalismus und der Geistesfreiheit anbrechen. Bielbewußt halten, was es sich von ihm versprochen hatte. Aber wir privaten Recht. Der Bourgeoisie genügte ihre Privat- Eigen- sollte vom leitenden Staatsmann die fonservative reaktionäre wissen, daß die parlamentarische Niederlage, die das Proletariat tumsordnung. Neben ihr fah sie feinen Raum für eine Regierung ohne jede Erschütterung und Kämpfe in eine liberale erlitten, nur der Keim neuer Stege ist. Das neue Jahr öffentliche Regelung. stellt uns neue Aufgaben. Was wir im Reiche nicht erreicht, übergeführt werden. Ganz anders das Proletariat. Ihm ist die Sorge um Wer sollte da noch widerstehen? Jahrzehntelang stand das soll es uns in Preußen bringen. Das neue Kampfdie Lebenshaltung feine Privatangelegenheit. Sein Eigen- das freisinnige" Bürgertum in unfruchtbarer Opposition ab- jahr soll uns ein Jahr neuer Siege sein. Der Feind jedoch, tum schützt die Eigentumsordnung des Bürgertums nicht, die feits von jedem Einfluß. Zusehends minderte sich seine Be- den es zunächst zu schlagen gilt, ist das preußische nur die Sachen fennt und nicht die Menschen. Des Proletariats deutung. Ber fämpfen wollte, war längst zur Sozialdemo- Juntertum. wichtigstes und zumeist einziges Eigentum, die Arbeitsfraft, fratie gegangen. Die anderen, des Harrens satt, in ihren ist im Privatrecht ungeschüßt. Die Freiheit des Arbeits- bürgerlichen Interessen befriedigt und gehütet, waren längst bertrages macht den Proletarier vogelfrei, liefert ihn gebunden zur Regierungstruppe abgeschwenft. Da fiel wie ein Geschenk Vier Monate Gefängnis hat am letzten Tage des alten als Hörigen dem Kapital aus. Nicht Konfurrenz ist sein vom Himmel den Verzweifelnden die neue Botschaft zu. Interesse, sondern Solidarität, nicht Vereinzelung fann Sollten sie da noch Einsicht genug behalten, um auch nur nach Jahres der Oberstaatsanwalt Jienbiel gegen den Schriftsteller ihm helfen, sondern nur der Zusammenschluß. Allein der Möglichkeit der Erfüllung zu fragen? Stonnten die Marimilian Harden wegen Beleidigung des Grafen Kuno Die Junferpresse, die im wilden fraftlos, wird er nur, wenn er sich mit Seinesgleichen zur Ertrinfenden anders die Festigkeit des Strohhalms prüfen, als b. Moltke beantragt. Klasse vereint, eine Macht. Der Proletarier lebt indem sie nach ihm griffen? Gefreisch schwere Strafe für den Angreifer der Liebenberger tein privates Leben. Solange er arbeitet, gehört er nicht Der Kanzler rief und alle, alle famen. Die Wahlen brachten Stamarilla gefordert hat, darf zufrieden sein. sich, sondern dem Kapital. Als Privatmensch ist er nur den so heiß gewünschten Zusammenschluß aller Schichten der Sechs Stunden lang wurde am Dienstag im Kleinen Arbeitstier. Erst wenn er die Sphäre des Privaten Bourgeoisie gegen das Proletariat und das neue Aufgebot der Schwurgerichtssaale des Kriminalgerichts zu Moabit plädiert. überschreitet, wenn er zusammentritt mit seinen Genossen zu Nichtwähler sicherte ihnen den Sieg. Daß das Zentrum ab- Hervorragende forensische Redner nahmen das Wort. Aber gleichen Kämpfen und gleichen Zielen, erst als Glied der feits stand, ändert an der Tatsache des Zusammenschlusses von der elektrischen Spannung, die über den Verhandlungen Selasse führt er ein Leben, das lebenswert ist, weil es ihn aus nichts; die Stellung des Zentrums blieb, wie nicht anders des ersten Hardenprozesses lag, war auch die letzte Spur dem Alltag mit seinen Wühen und Laften, mit seinen De- möglich, behauptet, den Kampf gegen die Sozialdemokratie geschwunden. Damals wars ein Stampf, ein erbittertes mütigungen und Erniedrigungen hinaushebt zu den Höhen, hat es an den entscheidenden Bunften mit gleicher Straft mit- Ringen. Diesmal fehlte der Kämpfer. wo der Blick sich öffnet in die Zukunft der Menschheit, als geführt. Der öffentliche Anfläger, der Vertreter des Nebenklägers deren Träger er sich staunend und jubelnd begreift. Darum Die Sozialdemokratie hat aus dem Sieg threr Gegner hatten ein leichtes Spiel. Denn der Gegner leistete feinen die Verteidiger Hardens hatten auf dem Proletarier sein privates Dasein nichts, sein wertvolle Erfahrungen gesammelt. Der Ansturm hat ihr die Widerstand mehr öffentliches Dasein alles. Ats Privatmann bloßes schwachen Bunfte ihrer Stellungen gezeigt und mit Feuereifer eiligem Rückzug oie Waffen von sich geschleudert und ihr nur noch eine halbwegs erträgliche Zubehör der Maschine, wird er jetzt zum Schmich seines ging fie daran, sie zu befestigen. Die Arbeit an der Organisation einziges Ziel war eigenen Geschicks, das das Schicksal der Menschheit in sich wurde mit aller Straft aufgenommen, der Ausbau ihrer Bresse Rapitulation. Wie so ganz anders denn vor dem Schöffenschließt. So muß der Proletarier öffentlich sein oder was fortgefeßt, die Bildungsarbeit intensiver betrieben. In Stuttgart gericht flang die Rede des streitbaren Justizrats Bernstein dasselbe ift, politisch sein, wenn er nicht ein Richts sein und in Essen tonnte Vebel mit Genugtuung die erfolgreichen Re- diesmal. Alles, was im ersten Prozeß behauptet wurde, will. Das politische Leben, das öffentliche Interesse wird so fultate dieser Arbeit aufzeigen. Aber die Partei kann sich mit der Arbeit ward preisgegeben. Der Justizrat Kleinholz zerstörte am zum Lebensinteresse des Proletariers. Daher die im Innern nicht zufrieden geben; der Angriff der Gegner Schlusse sogar die Grundlage des Hardenschen Felderkannte an, daß es teine Gruppe EulenBegeisterung, die Hingabe und Unermüdlichkeit, die Dpfer- verlangt die Abwehr und diese fann nur in neuer zuges, fähigkeit des Proletariats in der Politik. Offensive liegen. Diese aber trifft die Gegner bereits burg, teine Samarilla der Kynäden gegeben hat. Nichts Diesen Austurm der Arbeiterklasse hatten die Besitzenden in ganz anderer Verfassung als zur Zeit ihres Sieges. Dem blieb, als der gute Glaube Hardens und sein edler Drang, nicht viel entgegenzufezen, so lange die Macht der Arbeiter- Siege ist die Blockpolitif gefolgt, wie auf den Rausch der das Vaterland zu retten aus freilich nur eingebildeter, nur in tlasse gering, ihr Einfluß in der Gesetzgebung verschwindend Stazenjammer. Die liberale Aera hat geendet mit der vollständigen seiner und einiger anderer Leufe Phantasie bestehender Gewar. Aber der Sieg von 1903 hatte der Sozialdemokratie Kompromittierung der liberalen Parteien. In der inneren fahr. Das und die Verdienste Hardens um die Aufdeckung immerhin auch im Parlamente eine gewichtigere Stellung ge- Politik haben die Junker die Diftatur, die sie rücksichtsloser der Taten der Hohenau und Lynar, und die Enthüllung der geben; und noch größer war der indirekte Einfluß, der lästige als je ausüben. Der Freisinn ist zum Büttel der Reaktion Drgien in der Adler- Villa waren die letzten Deckungen der Zwang, fich bei jedem Gesetzesvorschlag die bange Frage vor- herabgefunten. Haltlos muß er sich dem starken Willen der Verteidigung. zulegen, wie wird das Gesetz auf die Arbeiter, auf die Reaftion immer wieder beugen. Treibt ihm der Widerwille An großen Worten hat es freilich trotzdem nicht gefehlt. Sozialdemokratie wirken. Die Stellung, die die Partei gegen ein allzu feces Anfinnen der Reaktion zu einem schwachen Von einer Pyramide des Ruhms sprach Justizrat Kleinholz. den glühenden fich in der Deffentlichkeit errungen hatte, fing an die Widerstandsversuch, so jagt ihn die Angst vor dem Ein- die Herrn Harden errichtet worden sei, privaten Interessen des Besizes zu verlegen. Die geständnis seines Selbstbetruges alsbald wieder zurück. Von Patrioten, den selbstlosen Vaterlandsfreund, den wahrhaftigen legten Wahlen bedeuten nichts anderes, nichts anderes, als daß die Bülows Gnaden suchte er Blacht zu gewinnen und machtlofer Menschen, der vor Gericht nie die Umvahrheit gesagt, der um brivaten Intereffen gegen die öffentliche Interesselosigkeit des aber auch ehrlofer als je muß er sich den reaftionären Lüften höherer Rüdsichten willen, aus den edelsten Motiven auch test ist B Strafe oder Dank? noch nicht alles sage, was er wisse, pries Herr Bernstein. Auch die Patriotische Pauke ward wieder geschlagen, wenn auch gedänipfter, denn damals vor dem Schöffengericht. Der Ver- such, Deckung im Schatten der Majestät zu finden, fehlte nicht, war aber doch nur ein sehr abgeblaßtes Abbild der drastischen Beschwörungen, womit Herr Bernstein im ersten Prozeß den Schöffen zugesetzt hat. Sein Partner Kleinholz war etwas unvorsichtig, als er die begeisterten Scharen der Hardenverehrer, die im Oktober das Kriminalgericht umlagerten, als Vertreter der Volksstimme und als Schwurzeugen für die Reinheit seines Klienten aufrief. Denn damit wurde der Zuhörer daran erinnert, wie schnell dieser Chorris, der den „Retter deS Vaterlandes" hochleben ließ, zerstoben ist. Es ist ein gewagtes Stück, Massen sensationshungriger Gaffer als Volk trapieren zu lassen. Der Dank, den das Vaterland nach Herrn Kleinholz dem Herausgeber der„Zukunft" schuldig ist, ist bei diesen Leuten einzukassieren. ES ist freilich anzunehmen, däß nicht mehr viel herauskommen wird. Ten Herren Verteidigern muß zugute gehalten werden, daß die Gegenseite mit ähnlichen Schaumschlägereien nicht gespart hat. Der Herr Oberstaatsanwalt sah die Legende von der Kamarilla restlos zerstört und auch den Füisten Eulenburg von allem Verdacht, jemals des Deutschen Reiches Politik unverantwortlich beeinflußt zu haben, gereinigt. Und Jnstizrat Sello präsentierte seinen Klienten als eine AuS- geburt von Edelmut und Rittersinn und Mannhaftigkeit und was der christlich-germanischen Tugenden mehr sind, und war schön gerührt, wie" immer, wann er vor der Bahre spricht. Im Zuschauerraum waren Leute, die Interesse daran hatten. Aber öffeutliches Jntereffe mar das nicht. Strafe oder Dank? Oeffeniliches Interesse berührt die Beantwortung der<$rags nicht mehr. Am Donnerstag wird das Gericht seine Meinung dazu sagen. für die einjährige Dienstzeit. Ein militärischer Mitarbeiter des ultramontanen„Bayeri- schon Kurier" tritt lebhaft für die Herabsetzung der militärischen Dienstzeit auf ein Jahr cml Er legt die ungeheuere Belastung deS Reiches durch die militärischen Ausgaben dar, die bereits hente 1300 Millionen jährlich betrügen, beklagt die Zurückstellung aller «ulturaufgaben und führt schließlich den Nachweis, daß jährlich 90 Millionen gespart werden könnten, wenn man die Militär- dienstzeit auf ein Jahr herabsetze. DaS ZeutrumSblatt führt deS näheren aus- „Nun haben wir aber in Deutschland noch eine Möglich- Kit, die HeereSkosten ganz bedeutend herabzusetzen, ohne daß die Qualität des HeereS, d'.e Ausbildung usw. auch nur im geringsten dadui-ch alteriert würde. Wir haben vor mehreren Jahren ganz ausführlich dieses Thema hier behandelt und wollen tunlichst kurz nochmals auf diese Ausführung zurückkommen. Wenn die Rekruten in der ersten Januarwoche einrücken, dann find die- selben Ende März mit der sogenannten Einzelausbildung fertig, für die Zngsschule genügen acht Tage, für die Kompagnie- ansbildung drei Wochen: der Monat Mai sei hauptsächlich für die Ausbildung im Gelände und im Felddienst gleich- falls den Kompagnien zugewiesen, wobei aber hervorgehoben wird, daß Geläudeübmrgen schon vou der ersten Woche an mit den Rekruten vorgenoimnen werden. Das Bataillonsexerzieren bezw. die Uebungen im Bataillon finden statt im Monal Juni. Für Rachübungen, Felddienst, Schießen, das mit den Rekruten anfangs Februar begonnen wird, bleiben drei Wochen im Juli reserviert. Vom 20. Juli bis 20. August ist ein vierwöchiger Ernteurlaub. Vom 20. bis 30. August finden Kompagnie- und BataillonSübungen. statt; vom 1. bis 7. September Uebungen im Regiment, an welche sich bis zum 1. Oktober die Herbstübungen anschließen. Die Monate Oktober bis Ende Dezember sind zur Nachhülfe in der Einzelausbildung, speziell zum Schießen, zu Felddienst und GarnisonSübungen zu verwenden. Sämtliche Uebungen hätten nur in kriegsstarken Verbänden stattzufinden und würden zu diesem Ztvecke beim Kompagnie-Exerzieren die Mannschaften von je zwei Kompagnien zu einer Exerzierkompagnie zusammengestellt, während für die Uebungen deö Bataillons im Monat Juni und für die Herbst- Übungen ganze Jahrgänge der Reserve zur Auffüllung der Ab- teilungeu auf Kriegsstärke einzuberufen wären. Anstalt zu einer Uebung im Reservrverhältnis würde jeder Mann zu zwei Uebungen in der Dauer von je drei Wochen einberufen, man könnte sich um den Preis der Herabsetzung der Dienstzeit auf ein Jahr zu einer . dritten Reserveübmig sehr wohl verstehen. Darüber, daß schon heute diese Herabsetzung möglich ist, be- sonders im Hinblick auf die vereinfachten, aber imnier noch einer weiteren Vereinfachung fähigen Exerziervorschriften, find sich alle militärische» Fachleute klar, wenngleich gar manche dieses nicht zugestehen wollen.... Die jährliche Ersparnis dieser Durchführung würde 90 Millionen Mark betragen, ab- gesehen von der persönlichen Entlastung der einzelnen, ES ist interessant, daß jetzt auch militärische Sach- berstänvige deS Zentrums die Herabsetzung der Dienstzeit auf ein Jahr befürworten, so daß der Sachverständige deS Münchener ZentrumSblatteS sogar behauptet, über die Möglichkeit, diese Herabsetzung schon heute vorzunehmen, seien sich»alle mili- täris chen Fachleute klar". Hoffentlich wird nun wenigstens das gesamte Zentrum ven Vorschlag deS.Bahr. Kurier' aufnehmen l Die Sozial- demolratie ist ja längst für diese Herabsetzung der Dienstzeit eingetreten, leider ohne beim Zentrum Unterstützung zu finden! Oder sollte sich da? Zentrum aus Rücksicht auf die Wieder- gewinmmg der Regierungsgunst auch hier eine Reserve auferlegen? Wenn es durch seinen FlottenSewilliguiigSeifer dem Volke neue jährliche Hundcrtmillionen-Lasten auferlegt, sollte et wenigstens bei der Landarmee da zu sparen suchen, wo cS— nach der m i l i t ä- risch» sachverständigen Auffassung deS eigenen Lagers!— nicht nur möglich, sondern auch driugendst ge- boten ist k politische deberNcdt» Berlin, den 31. Dezember 1307. Lehrreiche Zahlen.' Auch die Zahlen über daS g e s a m te preutziiqe Sparkaffen- Wesen für 1906 beweisen wiederum, daß für den Kapitalismus je länger je mehr das Bibelwort gilt:„Wer da hat. dem wird ge- geb enl" Der Einlagebestand der preußischen Sparkaffen hat im Jahre 1906 die Summe von rund S'/* Milliarden(genau 8790 Millionen) erreicht. Die Sparkassenbücher haben sich von 10 642 961 auf 11095 2S3, also um 452 297 oder 4,25 Prozent deS Vorjahres ver- mehrt. Die aus mehr als 10 000 Mari lautenden Sparkassenbücher sind sogar um beinahe 10 Proz., nämlich von 64 572 auf 67633 ge- stiegen, die über 60 bis 150 M. auf 1406 588(--- 3,53 Proz.), die von 300 bis 600 auf 1 636 470(-=- 3,82 Proz.), die von 600 bis 3000 auf 2 821036(--- 4,68 Proz.!, die von 3000 bis 10000 auf vlv 275(--- 7,11 Proz.). Man sieht: je größer die Einlagen, desto rascher ihr Wachstum! Die lleinen Einlagen bis zu 600 M. haben sich um noch nicht 4 Proz. vermehrt, die Einlagen über 3000 M., also die nicht- proletarischen, um mehr als 7 Proz., die Einlagen über 10 000 M. sogar um 10 Proz.! Die Einlagen über 10 000 M. haben sich um rund 6000 vermehrt. Bei einem Durchschnitt von 15 000 M. betragen also die Neueinlagen dieser Klaffe 90 Millionen Mark. während die G e s a m t e i n l a g e n der 1 400 000 Einleger mit 60 bis 150 Mark(bei einer DurchschnittSeinlage von 100 Mark) nur 140 Millionen betragen! Und die 67 000 Einleger mit über 10 000 Mark streichen bei 3 Prozent Vcrzinstlng im letzten Jahre mehr als 30 Millionen Mark Zinsen ein, während die 1400 000 Einleger mit 60—150 Mark nur 5 Millionen Mark Zinsen erhielten! Kein Wunder, daß da die Einlagen der Befitzenden immer ge- waltiger anschwellen I—_ Die gekrankte Unschuld. Die„Verl. Neuest. Nachr." feuern ganze Breitseiten von Liebenswürdigkeiten gegen uns ab, weil wir die Beziehungen der „Berk. Neuest. Nachr." zum Flotienverein und zu den Marineinteressenten gebührend festgenagelt hatten. DaS Blatt bezeichnet es als eine„Unverschämtheit", zu behaupten, es sei vom Flottenverein abhängig und das Präfidiuiu deS Vereins sei in der Lage, die Redaktion an der Veröffentlichung irgendwelcher Artikel zu hindern. Wir konstatieren demgegenüber nur. daß nicht wir, sondern der Regierun gSrat v. Braun, der auch jetzt wieder alö Delegierter zur Hauptversammlung des FlottenvereinS nach Kassel entsendet worden ist. sich solcher„Unverschämtheit" schuldig gemacht hat. Sagte doch dieses sicherlich nicht ganz schlecht unterrichtete Mitglied des Flotten- Vereins: „Es ist ein Blatt, das sich besonders hcrvorgetan hat in der Besäbimpfung des bayerischen Landesverbandes, das in enger Beziehung zum Flottenverein steht. Es sind dies die „Berliner Neuesten Nachrichten", die in direkter Ab- HSngißtcit zum Flottenverein stehen. In diesem Blatte kommen forlgesetzt die Angriffe gegen den bayerischen Landesverband vor. Meine Herren! ES wäre der Verein Sleitung sicher ein ganz leichtes geweffen, die Redaktion zu ver- anlassen, daß sie diese Angriffe einstelle." Herr Keim versicherte nun zwar, daß der Verlag der„Berliner Neuesten Nachrichten", der„Deutsche Verlag", vom Flottenverein nicht abhänge, aber, so fügte er hinzu,„man muß eine Zeitung haben, eine große nationale Zeitung, die dem Verein für Entgegnungen zur Verfügung steht..." Danach besteht also ein äußerst intimeS Verhältnis zwischen dem Präsidium deS FlotteuveremS und den.Berliner Neuesten Nachrichten"! Daß aber die«Berliner Neuesten Nachrichten" als Organ der Panzerplattenpatrioten und der rheinisch-west- fälischen Industriellen„notorisch" waren, ergibt sich schon auö der Tatsache, daß die Aktiengesellschaft„Berliner Neuesten Nach- richten" im Jahre 1900 in Essen gegründet wurde, daß ihrem AufsichtSrat der damalige Generaldirektor Krupps, der Finanzrat Jenke, angehörte, außerdem Herr Dr. Beniner, Herr Olfe. Direktor deS K o h l e n s y n d i k a t S zu Effen, Herr Kirdorf und der Kommerzieurat B a a r e! Die Aktiengesellschaft„Verl. Neuest. Nachr." hat eine Dividende von 0,00 Proz. abgeworfen, dagegen einen Verlust vou 275 000 M. gebracht. Dann ist diese„große nationale Zeitung" in den Besitz deS„Deutschen Verlags' übergegangen. Wer hinter diesem Deutschen Verlag steht, geht schon auS der Tatsache hervor, daß die berühmten Flugschriften deS Reicks lügender» b a n d e S.„Die Lügen des Herrn Erzberger' usw., von eben diesem Deutschen Verlag vertrieben worden sind! Und welch enge Verbindung zwischen diesem„Deutschen Verlag" und dem Flottenverein besteht, ergibt sich auS der weiteren Tatsache, daß die 20 Millionen Flugschriften zum guten Teil an die Vorstände deS Flottenvereins übersendet worden sind. DaS Präsidium deS FlotteuvereiuS, der Reichs- lügenverband und der„Deutsche Verlag", die Agenten derselben Großindustriellen, derselben Scharf» macker und Weltpolitiker, haben bei den Hottentotten- wählen einträchtiglich einander in die Hände gearbeitet!_ Bnlow-Wahlen. Heute ist daS Jubiläum des SilvesterbriefeZ BL l o w S, womit der Reigen der amtlichen Wahl- agitation und Wahlbeeinflussung eröffnet wurde. Uud gerade reckt als JubiläumSgabe kommt ein Schriftstück, das Herr Notar WyczynSki in Strasburg, Westpreußen, versendet, um die Art dieser Beeinfluffung aktenmäßig zu beleuchten. Auch Herrn WyczynSki wurde jener bekannte Zirkularcrlaß zugestellt, der die Beamten aufforderte, bei der ReichStagswahl ihre Pflicht zu erfüllen. Auf diesen Erlaß antwortete der Notar in einer Eingabe an den LandeSgerichtspräsidenten in Thorn, in der eS hieß: „Da ich als Pole mit Rücksicht auf die hier im Osten herrschenden VerhälMiffe nur dem polnischen Kandidaten meine Stimme geben könnte und niemals gegen meine lieber« zeug ung wählen würde, so gestatte ich mir Ew. Hoch- wohlgeboren gehorsamst anzufragen, ob ich mich deffenuugeachtet der Ausübung des Wahlrechts nickt entziehen soll. Sollte ick keine Antwort erhalten, so werde ich annehmen, daß ich trotz dieser meiner Erklärung den qu. Erlaß zu befolgen und mich an der Wahl zu beteiligen habe." Auf diese Anfrage antwortete nun der Präsident Hahn in Thorn am 23. Januar 1907: „Meines Eracktens hat ein preußischer Beamter die Pflieht, sein Wahlreckt auch auszuüben, ferner die Pflicht, national zu wählen, da» heißt hier im Osten seine Stimme dem deutschen Kandidaten zu geben. Kann er daS letztere mit feiner Ueberzeugung nicht in Euillang bringen, so hat er die allein würdige Konsequenz zu ziehen. sein preußisches Amt niederzulegen." Auf die Beschwerde deS Notars gegen diesen Versuch der Wahlbeeinflussung.erhielt dieser am Z.Mörz 1907 vom OberlandeSgerichtspräsidente» Fromm in Marienwerder folgenden Bescheid: „Auch hier vermag ich indessen Ihren an mich gerichteten Ver- langen, im gegenteiligen Sinne zu entscheiden, nickt zu ent- sprechen. ES bedarf hierbei keiner allgemeinen Erörterung über die Frage, inwiefern für einen Staatsbeamten bei Ausübung deS ihm verfaffungSinäßig zustehenden Wahlrechts auch die Pflichten, die ihm sein Amt auferlegt, einen Einfluß ausüben. Denn unter den besonderen hier obwaltenden Verhältuiffen, inS- besondere den schroffen nationalen Gegensätzen, wie sie gegen- wäriig in der hiesigen Provinz und speziell auch in Ihrem Wahlkreise bestehen, muß in jedem Falle von einem preußischen Staatsbeamten er» wartet werden, daß er an der nach dem vor- erwähnten StaatSministerialerlaß der gesamten Staatsregierung und ihrem Bcamtenkörper obliegenden Aufgabe, daS deutsche National- und preußische Staatsbewußtsein in der Bevölkerung zu stärlen und deutschfeindliche Bestrebungen ab- zuwehre«. zu seinem Teile muwtrkt. Die Betätigung dieser Pflicht erforderte aber von Ihnen nicht nur, daß Sie die Wahl eines diesen Bestrebungen offenkmidig feindlich gesinnten Wahlkandidatea weder direkt, durch Abgabe Ihrer Stimme für denselben, noch indirekt durck Wahlenthallung förderten, sondern daß Sie auch für den auf dem Boden des genannten ErlnffeS stehenden deutschen Kandidaten durch Abgabe Ihrer W a h l st i m m e für denselben eintraten. Auch der von Ihnen besonders betonte Umstand, daß Sic Pole seien und daß Sie nach Jhier politischen Ueberzeugung nur dem polnischen Kandidaten Ihre Wahlstimme geben könnten, ver- mochte Sie von dieser Verpflichtung nicht zu befreien. Denn solange Sie die Stellung eines preußischen Staatsbeamten innehaben und die mit solchem Amte verknüpften Reckte für sich in Anspruch nehmen, liegt eS Ihnen auch ob, die mit diesem Amt verbundenen Pflichten zu erfüllen." Hier wird also von einem„unabhängigen" Richter geradezu behauptet, daß ein preußischer Beamter keine eigene poli- tische Ueberzeugung haben dürfe, sondern so abzustimmen habe, wie eS der Negierung beliebt! Daß das Gesetz daS g e- Heime Wahlrecht garantiert, kümmert diesen hqhen Richter offen- bar nicht im geringsten. Cr fühlt sich nur als Beamter, der den Willen der Negierung blind zu vollz-ehen hat'» und findet eS offenbar in Ordnung, daß dem Gesetz durch did Praxis der Verwaltung eine wächserne Nase gedreht wird. Uitter diesen Umständen konnte man auf den Bescheid dos obersten Hüters der Gesetze, des Justizministers, begierig sein: Herr Beseler antworte: am 22. Mai: «Im übrigen bemerke ich Ihnen, daß ich. so widerspruchsvoll es ist, wenn ein preußischer Staatsbeamter sein Wahlrecht in nationalpolnisckem Sinne ansäbt. unter den obwaltenden Um- ständen eine Aufforderung,' Ihr Amt als Notar niederzulegen, an Sie nicht ergeben lassen will." Darauf erklärte Herr WyczynSki, daß erstens keine Behörde dar Recht hätte, eine derariige Aufforderimg an ihn zu richten.'Da er eS aber nicht mit seiner Ehre vereinbar hält, um materieller Vorteile willen seine Ueberzeugung zu verleugnen, da ihn sonst jeder Rechtschaffene mit Recht für einen charakterlosen und ehrlosen Menschen halten müßte, so warf er dem Jnstizmiiiister sein Amt vor die Füße. Dieser polnische Notar hat damit jedn:- falls, um in der Sprache nnserer Nationalen zu reden, echt deutschen Mut und Charakter bewiesen, den man sonst leider in der Bureau- kratie immer mehr vermißt. Damit ist aber zugleich festgestellt, welcher TerrorismuS bei den letzten Wahlen ausgeübt worden ist. ES ist gezeigt werden, welche Mittel angewandt werden, um das Wahlrecht der Beamten und all derer, die von der Regierung in Abhängigkeit sind, illusorisch zu macken. Was hier gegen einen Polen geübt wurde. daS wurde natürlich womöglich noch im verstärkten Maße gegen die Sozialdemokraten geübt. Der Hottenblcck mag stolz sein auf dieie Wahlmache, die nötig war, um dieses Spoitgebild zustande zu bringen!— Die Neujahrs-Demntigung. Die„Kreuz-Zeitung" veröffentlicht heute ihren Jahres- Befehl für den Liberalismus, nach dem sich dieser gehör- sam zu richten hat und sich ja auch richten wird. Sie erklärt et al' „durchaus wünschenswert, daß alle am Block beteiligten und an feinem Bestände interessierten Parteien sich gegenüber dem agitatorischen Dränge» a»f eine Arn der ung der Wabl- kreise oder deS Wahlrechts in Preußen ablehnend verhielten. Abgesehen davon, daß die Aujrollung einer parteipolitischen Slreitkrage, bei der die Ansichten der im Blocke vereinigten verichiedenen Parteien so aus- einandergehen wie in dieser, die Gefahr einer Aus- einandertreibung deS Blocke? nahelegt, spricht auch ein anderer Gesichtspunkt datür, daß die Agitation in der an- gegebenen Richtung direkte Autiblockpolitik ist. Der Block will den Einfluß der Sozialdemokratie zurückdrängen und damit zugleich das Zcntruin schwächen. Eine Aenderung des Wahlrechtes oder der Wahlkreise in Preußen in demokratischer Richtung bedeutet dagegen gerade eine Vergrößerung der Möglichkeit deS Eindrmgens der Sozialdemokratie in das Abgeordnetenhaus und damit eine . Stärkung deS sozialdemokratischen Einfluffes. Es wäre aber ein NousenS. wenn man in Preußen der Sozialdemokratie die Pfade ebnen wollte, während die Blockparteien im Reiche sich alle Mühe geben, den sozialdemokratischen Einfluß soweit als möglich zu brechen." Der arme Freisinn: gestern wurde ihm verkündet, daß auch da? Zentrum in den Block aufgenommen werden müffe, damit er aber schon gar nichts mehr zu sagen habe; heute wird ihm erklärt, daß die Konservativen dem Freisinn in Zukmift auch nicht einmal mehr da» gestatten ivollen, nmZ ihm bisher vergönnt war, vor seinen Wählern prahlen zu dürfen, was er alles für daS preußische Wahl- recht in der gesegneten Blockära werde ausrichten können. Welch Wandel der Zeiten! Vor einem Jahre noch so hoch zu Rolfe und heute unter den Hufen sich im Staube kollernd zum Gelächter der Zuschauer! Fischbeck. Kopsch und Wiemer, wie ist doch der Hochmut so jämmerlich zu Fall gekomnten I— Die Unabhängigkeit der Rjdjjxi:. Der Amtsrichter Dr. Kern, der im ersten Hardcn- Prozeß vor dem Schöffengericht den Vorsitz führte, ist bei der Geschäftseinteilung für 1908 von der Strafabteilung des Land- gerichtS l zur Z i v i l a b t e i l u n g desselben Gerichts versetzt worden. An und für sich ist die Versetzung von der Straf- zur Zivil- abteilung keine Degradation. Aber diese Versetzung bekommt doch angesichts deS HardenprozeffcS einen fatalen Beigeschmack, den sie .auch nicht verliert durch die Meldung, daß die Versetzung aus Wunsch deS Herrn Dr. Kern erfolgte. Versetzungen von Richtern, deren Urteile in Strafsachen an gewisser Stelle nicht passen, sind ja in Deutschland nichts Neue?. Wir nennen nur die Namen Havenstcin und Schmidt. Im letzteren Falle handelte es sich. übrigens auch um einen Richter, der in einer Anklage wider Maximilian Harden(wegen MajestätSbeleidigung) auf Frei- s p r u ch erkannt hatte. Ter Fall Dr. Kern scheint ein neuer Beitrag zu diesem eigen- artigen Kapitel von der Unabhängigkeit deutscher Richter zu sein.— Sächsische Wahkrechtöreform. Die sächsische Regierung kündigt, wie es sich geziemt, ßakboffiziell an, daß sie gewillt ist, den sächsischen Konservativen in der Frage der Wahlrechtsreform entgegenzukommen und sich den Ansprüchen der konservativen Macher auzupaffen. Das„Chemnitzer Tageblatt", das bisweilen zur Veröffentlichung von RegierungSansichteu benutzt wird, schreibt: „ES liegt der Regierung durchaus fern, starrsinnig auf jeder Bestimmung ihrer Vorlage zu bestehen; sie ist gern bereit, der Kammer auf halbem Wege entgegen zukommen, nur verlange man nicht, daß sie allein nachgibt. DaS Tittgegeiilontmen muß ein beidetseitigeS sein. Woraut eS der Regierung lediglich ankommt, das ist: ein Wahlgesetz zu schaffen, welches eine geiviiie Gewähr dafür bietet, daß tüchtige, für die gesetzgeberische Arbeit der Kammer befähigte Männer gewählt werden und daS gleichzeitig einen hinreichenden Schutzwall gegen das Eiltdriitgen einer zu großen Zahl staatsfeindlicher Eleutente bildet. Daß dieses Ziel auf dein von der Negierung vorgeschlagenen Wege zu errcidku ist. kann nickii bestritten werden. Die Regierung wird daher an ihrer Vorlage, besonders an den Wahlen durch die Konimimalverbände so lange festhallen, bis ihr der Nachweis er- bracht wird, daß der sie leitende Grundgedanke auch mit anderen viuleln verwirklicht werden kann/' Wer trägt die Schuld? lieber die Bochumer Generalversammlung deS Knappschafts- Vereins wird uns noch mitgeteilt: Für die Frage, wer an dem Scheitern der Einigungsverhandlungen die Schuld trägt, durfte eine Wahrnehmung von Interesse sein, deren Nichtigkeit uns von unserem Berichterstatter und anderen zu der Versammlung erschienenen Per- sonen verbürgt wird. Während der in den Verhandlungen eingetretenen Pause sprachen verschiedene Bergbefitzer. unter ihnen die Herren Klein und Weidtmann auk das lebhafteste auf Herrn Bergrai Kemmler ein. der jedoch auf alle Einwände nur ein entschiedenes „Nein, nein* hatte. Diese Privatgespräche wurden teilweise so laut geführt, dast sie am Prestetisch deutlich vernehmbar waren. Be- merkenswert ist, dost eine Anzahl Herren s ü r die Einigung und für die Erhöhung der Beiträge um 2 Pf. waren, während der Bergrat Kemmler fich hiergegen wehrte. Duellmanie. Der Harden-Prozeß hat bereits eine Forderung aus Pistolen zur Folge gehabt. Einer der Sachverständigen im ersten Prozeß, Herr Dr. Merzbach, ist wegen seines in einer B>osch!ire veröffenl- lichten Gulachiens über Frau v. Eibe, von deren Gatten auf Pistolen gefordert worden. Das Ehrengericht, dem der Fall unterbreitet wurde, ei kannte jedoch, wie die„B. Z. am Mitlag" berichtet, nach sechsstündiger Verhandlung einstinimig, daß Dr. Merzbach die Person der Frau v. Elbe nur in wissenschaftlicher Weise beleuchtet, daß ihm jedoch eine beleidigende Absicht ferngelegen habe. Herr v. Elbe hat darauf seine Forderung zurückgezogen. Löcher werden also in die Luft nicht geschossen.— franhrdcb. Clemenceau und— Kabinettsfrage. Paris, 31. Dezember. Ein Zwischenfall, der sich in der gestrigen Nachmittagssitzung der Deputiertenkammer ereignete, wurde abends in den Wandelgängen viel besprochen. Ein Deputierter, der über die Frage der Hebungen der Reservisten sprach, beendete seine Rede mit den Worten„die Mißbrauche des Systems der Regierung". Ministerpräsident Clem-nceau, der in diesem Augenblick den Sitzungssaal betrat, glaubte au verstehen, daß die Worte des Redners sich gegen daS vom Ministerium emhjohlene System rich- tetcn, für daö der Deputierte Bertcaur eingetreten war. Er wandte sich nach dem Platze des letzteren hin und rief:„Wir werden also jetzt über die Mißbrauche des Systems B e r t e a u x sprechen". Dieser erklärte daraus, er werde Elemenceau zur Rede stellen, um von ihm zu hören, was er mit seinem Zwischenruf habe sagen wollen— Pariö, 81. Dezember. Die republikanische Gruppe des Senats hält heute vormittag eine Versammlung ab. um die Frage der Er- ncnnung eines Untersuchungsausschusses zur Prüfung der Abrech'- nungen der Liquidatoren der Kirchengüter zu beraten. Es heißt, daß bei Beginn der SenatSsitzuna eine Debatte über diese Frage ftattsindet und daß Elemenceau die Ernennung eines Ausschusses ablehnen wird. Es verlautet sogar, er werde die K a b i n e t tS- frage in dieser Angelegenheit stellen.... Elemenceau geHort, wie er oft genug bewiesen bat, zur Kate- gorie der sogenannten„Kleber"; eh' der die Kabinettsfrage stellt, mutz es erst ganz anders kommen. Leute wie er gehen erst, wenn ihr Ttuhl eigentlich schon draußen steht.— Paris, 81. Dezember. Justizminister Guyot-Dcsiaignr ist im Konferenzsaole des Senats infolge Swlaganfalls plötzlich gestorben. Paris, 31. Dezember. Die offiziellen Empfänge im Elysce und den Ministerien anläßlich des 1. JanuarS sind infolge deS Ablebens des Justizministers abgesagt worden. • Jean FranyoiS Edward Guyot-Deffaigne war am 2. WeihnachtS- feiertag 74 Jahre alt geworden. Er vertrat den Kreis Clermont- Ferrand 2 und gehörte seiner Parteistellnng nach zu den sogenannten „Radikalen". Bereits vom ö. bis zum 2rtS-, 6 Betriebs-, 4 Jiiuungs-, 12 Vororts- und 17 freie Hülfskaffen. Zur Lage des Gesindes. Wegen Verführung seines noch nicht 16 Jahre alten un- bescholteuen Dienstmädchens ist am 1. Oktober vom Landgericht Frankfurt a. O. der Gutsbesitzer Emil Strehlow zu Gefängnis verurteilt worden.— Seine Revision mit der Be- hauplung, eS sei kein Zwang festgestellt, wurde vom Reichsgericht am Montag als unbegründet verworfen, da er ja nicht wegen Notzucht, sondern wegen Verführung verurteilt war, die keineswegs auf gewaltsamer Einwirkung zu beruhen pflegt. Leider kommt eS in den seltensten ähnlichen Fällen zu einer Aullage. Der verurteilte Guisbesitzer gehört übrigens zu den Ueber- Patrioten, die über Leute not und Zuchtlosigkeit des Gesindes nicht hart genug zu Heulmeiern pflegen. Ein pommcrscher Landpastor. Die„Rummelsburger Zeitung* erzählt von einem pommerschen Landpastor: „Von bewundernswerter Vielseitigkeit und Leistungsfähigkeit ist ein biederer Landpfarrer unseres Kreises. I» seiner umfangreichen Landwirt- s ch a f t führt er Peitsche und Leine, oft auch Pflug und Egge selbst und baut die anerkannt größten Kartoffeln unterer Gegend. Als Jäger ist er der Schrecken der Hasen im Rummelsburger iliid Bülower Kreise. Als Direktor einer Raiffeisen- lasse hat er es zu einem jährlichen Äassenumsatz von zirka l'/a Millionen gebracht. Unseren Kaufleuten erleichtert er aus purer Nächstenliebe ihre Arbeit, indein er an ihrer Stelle jährlich zirka 40 000 Zentner künstlichen Dünger, Maschinen, Kohlen, vielleicht gar Kaffeebohnen und Zichorie absetzt; nur das Zahlen der Gewerbe- steuer überläßt er den Kausleuten und Maschinenhändlern. Der Herr Pastor hat außerdem eine H e n g st st a l t o n, auch beauf- sichtigt er den ganzen Betrieb einer sieben Kilometer von seinem Wohnort entfernten Molkerei. Zu dem Neubau einer Chaussee und eines Dammes liefert er daS ganze behauen? und unbehauene S t e i n m a t e r i a l." Wie stark muß der Zulauf zu einer Predigt dieses vielseitigen Pastors über Ev. Matthäi Kap. 6 Vers IS fein: Ihr sollt Euch nicht Schätze sammeln auf Erden, da sie die Motten fressen und die Dieb gungen sehen wollte, zu 14 Tagen Gefängnis. Der vom| hebender wird. Denn es ist ein« große Freude, ledesmal wieder fests Angeklagten angetretene Wahrheitsbeweis war in allen Punkten � stellen zu können, daß sie in jeder Hinsicht gavachsen ist, in LuS« � dehnung, in Tiefe und Kampsfähigkeit." >e nachgraben und st e h l e n._ In einem Milchkrieg in Fürth i. 9. sind die Konsumenten Sieger geblieben. Die Produzenten und Händler hatten sich kurz vor den Feiertagen verschworen, eine erheb- liche Verteuerung der Milch eintreten zu lassen. Da diese durch nichts gerechtfertigt war, nahm das GewerkichaftSkartell die Sache in die Hände, das sich mit ringfreien Lieferanten ins Benehmen setzte, die die Milch zum alte» Preise liesern wollten; die Bureaus der Gewerkschaften wurden bestiannt, die Milchbestellungen entgegen- zunehmen. Die Sache klappte so vorzüglich, daß die Milchverteurer nach wenigen Tagen kaltgestellt waren und die meisten zum alten Preise zurückkehrten._ Gewerh Pebaf tliche� Haß gegen die Gewerkschaftsbewegung. Wer objektiv die Zentrumsprefse verfolgt, kann sich der Ueberzeugung nicht verschlieszen. daß den illtramontanen die ganze Geiverkschaftsbewegnng ein Greuel ist. Die christliche Richtung ist ihnen nur ein notwendiges Uebel, von ihnen ins Leben gerufen, um die lediglich von den Grundsätzen der Ar- beiterinteressen geleitete Gewerkschaftsbewegung zu Hemmen. Der Haß gegen diese Bewegung findet seinen Ausfluß in der systematischen Verleumdung der freien Gewerkschaften durch erlogene und sensationell aufgebauschte TerroriSmusgeschichten. die zu einer stehenden Einrichtung in der obskuren Kaplans- presse geworden sind. Man hetzt darin natürlich direkt nur gegen die freien Geiverkschaften. aber der ultramontane Zweck ist die Schädigung der gesamten gewerk- s ch a f t l i ch e n Bestrebungen. Die Demagogen wissen ganz genau, daß, wenn den freien Verbänden gesetzliche Fußangeln gelegt werden, darin auch die christlichen Organisationen gesangen werden. Damit die lieben Schäfchen die Absicht nicht merken, spielen die Gewertschaftshasser sich als Schützer der christlichen Organisationen aus— indem sie den freien Gkwerkschaste» Brutalität, gehässige Kamp�esweise, Gesetzesmißachtung usw. vorwerfen. Daß die zu diesem Zwecke veröffentlichten Terrorismusgeschichten sich jedesmal als Erfindungen herausstellen, wenn die Handhabe zur gerichtlichen Feststellung gegeben ist, hindert die ultramontanen Kämpfer für Wahrheit- und Rechtsverdrehung nicht, aus ihrer Phantasie immer wieder neue Terrorismusgeschichten erstehen zu lassen. Mit welcher Skrupellosigkeit das Demagogentum arbeitet, dafür liefert folgender Bericht der„Franks. Zeihmg" erneuten Beweis: Metz, 22. Dezember. Bei Gelegenheil der letzien Wahlen der Beisitzer zum Gewerbegerichi hatten die ch r i st l i ch e n G e- w e r l s ch a f t e n ein Flugblatt gegen die Sozialdemokraten er- lassen, das von wüsten Schmähungen strotzte. Es war dort unter anderem behauptet worden, die bisherigen sozialistischen Beisitzer des Gewerbegerichts ließen sich schmieren, wer nicht Sozialdemo- krat sei, könne vor dem Gelverbrgericht nicht gewinnen, die Sozia- listen benützten ihr Richteramt. um ihre parteipolitischen Zwecke zu fördern. Von einer unparteiischen Rechtsprechung löime schon! deswegen keine Rede sein, weil die Sozialdemokratie behaupte, j bet Mensch stamme vom Affen ab; wie könne denn ein äffen- � artige» Wesen im Namen de« Kaisers Recht sprechen? Die Staatsanwaltschaft leitete die O ff izial klage wegen Beleidigung der sozialdemokratischen Gewerbegerichtsoeisiyer gegen den christlichen Gewerkschaftler Rueff, der das Flugblatt veraniworl- lich gezeichnet hatte, ein. DaS Schöffengericht verurteilte Rueff entgegen dem Antrag des SlaatSanwaltS. der in einer Geldstrafe von hundert Mark eine genügende Sühne der schweren Beleidü mißluiigeli. Vor einigen Jahren mußte ein Diener der Kirche in Köln vor Gericht erkläre», daß er aus den Fingern gesogene unwahre Schmähungen gegen die freien Gelvoikschasten öffentlich ver- breitet hatte. Das sind keine persönlichen Entgleisungen, in dieser Verleumdung liegt System, das geboren ist aus der Absicht, der Geiverkschaftsbelvegung Hindernisse zu bereiten. In geradezu ausfälliger Weise hat die Zentrumspresse zur Zeit als die Umsturzvorlage zur Debatte stand, Terrorismus geschichlen erfunden. Der edle Zweck wurde damals aller dings nicht erreicht, aber damit ist die Absicht der Demagogen nicht getötet. Merkwürdigerweise häufen sich gerade wieder jetzt, in einer Zeit, wo die HoffmingsfroHe Reaktion das enragierteste Scharfmachertum gegen die Arbeiterschaft hetzt, nach neuen Ausnahmegesetzen schreit, in der Kaplanspresse die Schivindeleien über Terrorismus bei wirtschaftlichen Kämpfen in außer ordentlichem Maße. Das Zentrum hält jetzt die Zeit für gc kommen, den Scharfmachern mit Erfolg Handlangerdienste zu leisten. Wenn dann durch Ausnahmegesetze mit den freien Geiverkschaften auch die christlichen geknebelt werden, dann entspricht das eben den geheimen Absichten. Die Zentrums- demagogen empfinden die politische Konkurrenz der christlichen Gewerkschaftsvertreter schon längst als lästig um so mehr, als ihnen durch diese die Wahrnehmung der Interessen der Junker und des Unternehmertums doch etwas erschwert wird. Mit welcher Unverfrorenheit das Demagogentum die Arbeiterschaft beschwindelt, dafür folgendes charakteristisches Beispiel: Daß durch die Verratspolitik des Zentrums bei Be- ratung der Berggesetznovelle im Jahre 1W5 die Bergarbeiter in der schmählichsten Weise betrogen worden sind, das weiß jeder, der nur einigermaßen die politischen Vorgänge verfolgt. Die Zentrümler haben sogar freisinnige Verbesserinigsanträge niedergestimmt und nationalliberalen Anträgen zur Annahme verholfen. Wenn man sich das vergegenwärtigt, dann erkennt man die ganze Größe ullramontaner Demagogie an einigen Bemerkungen im Kalender des Volksverein für das katholische Deutschland. Es heißt da nämlich: „Im Landtage versagte sie— die Partei der Nationalliberalen — stets, wie die Slellimginihnie bei den Berggesetzvorlagen bewies." Von einer Gesellschaft, die in solcher Weise die eigene Gefolgschaft hinters Licht führt, bewußt und überlegt be- schwindelt, darf die Arbeiterschaft der schlimmsten Uebcrfälle und Verrätereien gewärtig sein.> Kerlin unck ClmgegencL Achtung, Metallarbeiter! Der Streik der Dreher im Autobau der A. E. G. dauert unverändert fort. Wir ersuchen dringend, den Betrieb zu meiden. Der Streik der optischen Arbeiter der Firma Dr. H. BringhauS dauert ebenfalls fort. Auch hier ersuchen wir. den Zuzug fern- zuhalten. Für den Autobau der A. E. G. ist man bemüht, auswärts Dreher anzuwerben. Damit wird wohl am besten das Geschwätz vom„besetzten Betrieb" widerlegt. ?ür die optische Werkstatt gibt eS in Berlin überhaupt keinen . Tie Firma ist also, wenn sie Arbeitswillige haben will, auf auswärts angewiesen. Wir bitten deshalb auswärtige arbeiter- freundliche Blätter um Nachdruck dieser Zeilen. Deutscher Metallarbeiterverband. OrtSverwaltung Berlin. Achtung, Töpfer! Die Firma Neubert u. Knorrh führt in Rixoorf, Bodestr. ö, einen Bau aus. Dieser Bau ist zu meiden, da die Firma immer noch gesperrt ist. weil sie ihren Verpslich. tungen von dem Bau Wcißensee, Adoljstraße. Ecke Prenzlauer Allee, noch nicht nachgekommen ist. Gleichzeitig weisen wir darauf hin, daß die Firmen Twardy, Runge, Raasch und Przykowski ebenfalls noch als gesperrt zu betrachten sind._ Die Verbandsleitung. der„Arbeitgeber-Zeitung". � schreibt in ihrer Nr. b2 unter an- Die Narren-Nununer Die..Arbeitgeber-Zeitung' derem:» Die Trahtarbeiter in Berlin, die zu Beginn des Jahres einen Streik einleiteten, der noch nicht völlig beendet ist, er» örterten in einer Branchenversammlung die Arbeitslosigkeit in ihrem Beruf. Beim Arbeitsnachweis waren im Oktober 3l00 Arbeitslose notiert, im gleichen Monat des Vorjahres nur 2300; im November d. J. soll die Zahl 4000 überschritten haben. 4000 arbeitslose Drahtarbeiter! Dabei gibt eS in den gc- samten Trahtwarenfabrikcn von Berlin und Umgegend bis Pots» dam und Fürstcnwalde selbst in der flottesten Geschäftszeit keine d00 Drahtarbeiter. Auch sonst bringt die„Arbeitgeber-Zeitung" über die Metall- industrie in derselben Nümmer derartig falsche und verschrobene Nachrichten, daß man annehmen darf, der Verfasser hat im voraus etwas viel Silvesterpunsch zu sich genommen. Wir würden von diesen, durch Sachkenntnis nicht getrübten, Informationen keinerlei Notiz nehmen. Da aber die„Arbeitgeber- Zeitung" sich des öfteren erlaubt, höhnisch auf angebliche Un- richtigleitcn in der Arbeiterpresse hinzuweisen, sei hier auch ein- mal die Leistung der„Arbeitgeber-Zeitung" tiefer gehängt. Die Angestellten der Firma Jandorf im Engroslager, Lucken- Walderstraße, haben gegenwärtig eine schwere Zeit durch die große Juvcnturaufnahmc und sie beklagen sich bitter darüber, daß sie nicht nur jeden Abend bis 9 und 10 Uhr angestrengt tätig sein müssen, sondern auch noch an den Sonntagen ihre Zeit opfern sollen, ohne irgend welche Extrazahlung der Uebcrzeit zu erholten. Am letzten Sonntag mutzten sie um 8 Uhr früh beginnen und erst nach 12 Uhr nachts konnten sie die Arbeitsstätte wieder verlassen. Die Sonn- t a g s r u h e gab eS nicht für sie. Wenn man nun bedenkt, daß die Angestellten, männliche und weibliche, diese unmenschlich lange Arbeitszeit in einem Raum zubringen müssen, der wohl als Lager- schuppen genügen mag, aber zum Aufenthalt von Menschen völlig ungeeignet ist— denn die Leute sind gezwungen, um sich vor' Kälte und Feuchtigkeit einigermaßen zu schützen, den ganzen Tag in Filz- schuhen und in Pferdedecken gehüllt umherzulaufen—, wenn man bedenkt, daß vor dem Schuppen die Motorwagen gefüllt werden, sodatz es vor Bcnzingcstank und Staub, der durch die Inventur bedingt ist, kaum anSzuhalten ist. so kann man verstehen, daß speziell die jungen Mädchen unter Erkältungskrankheiten usw. fort- während zu leiden haben. Eine derartige Meldung bringt den GesckstiftSführer jedesmal in solchen Aergcr, daß er den jungen Mädchen höhnisch empfiehlt, Hofimannstropfen als„Absührmittcl" zu nehmen. Auch am letzten Sonntag, als dem Herrn Geschäfts- führer wieder gemeldet wurde, daß ein Mädchen unwohl geworden sei, empfahl er„Hoffmannstropfen", anstatt sie nach Haus« zu schicken. Sie wurde, wie alle anderen, bis Mitternacht dort be- halten. Da einige Angestellte ziemlich eine Stunde WegS haben, bevor sie nach Hause kommen, so betrögt die Nachtruhe nach einem solchen lOstündigen Arbeitstage mit einer Mittagspause von 2M Stunden noch nicht b Stunden, wenn siel, noch einen kleinen Imbiß nehmen und zur rechten Zeit wieder im Geschäft sein wollen. Wo bleibt da die Behörde, die in Entdeckung von Geheimbünden untf Bespitzelung anständiger Personen so hervorragendes leistet? HusUnck. Die niederländische Gewcrkschaftsorganisativn 1307. Am Ende des Jahres die Bilanz zu ziehen von der nieder Mit diesen Worten beginnt die Uebcrsicht, die das von bit sozialdemokratischen Partei in Niederland herausgegebene„Ar- beiders Jaarbockje" über die Gewerkschaftsbewegung gibt. Zahlen beweisen, welch erfreulichen Aufschwung die Organisationen seit Gründung des Verbandes der Fackstierbände gemacht haben. Mit der alten Zentrale, dem„Nationalen Arbcitssekr.-tariat", geht es allerdings unaufhaltsam bergab. Im Jahre 1903 zählte das „Nationale Arbeitssekretariat" noch 17 500 Mitglieder; bei dem Kongreß von 1807 wurde die Mitgliederzah! überhaupt nicht an- gegeben, nach der Summe der gezahlten Beiträge zu rechnen, können es jedoch kaum noch 3000 sein. Dazu kommt, daß der lang- jährige, besoldete Sekretär van Eckel, der so Großes in der Be- schimpfung und Verdächtigung der„Politiker" in der Arbeiter- bewegung zu leisten wußte, unter dem Vorwurf der Veruntreuung von Organisationsgeldern sein Amt niederlegen mußte. Was das „Nationale Ärbeitssekretariat" tötet oder getötet hat, ist seine nnarchistisch-antipolitische Tendenz, die unablässige Begeiferung der Sozialdemokratie und aller derer, die eine leitend« Stellung in ihr einnahmen; dazu eine gewerkschaftliche Taktik, die keine Rücksicht nahm auf die wirklichen Machtverhältnisse. Der niederländischen Arbuterschaft, die nun immer mehr pclitischen Reife gelangt, ist mit derartigen Organisationen mht mehr gedient. Sie schließt sich politisch immer mehr der Sozial- dcmokratie an und kann es demgemäß nicht dulden, daß ihre Gc- werkschaftsorganisation zur Bekämpfung der politischen Bestre- bvngen der Arbeiter mißbraucht wird. Sie erkennt immer mehr, daß lPartei und Gewerkschaften Hand in Hand gehen müssen und daß zur Führung von Lohniämpfcn eine vernünftig überlegte Taktik erfoderlich ist. Diesen Grundsätzen entsprechend wurde im Jahre>905 die neue Zentrale der niederländischen Gewerkschaften, der Verband der Fachverbände, gegründet, dem ja nun auch im Internationalen Gewerkschaftssekretariat das„Nationale Arbeitssekretariat" Platz machen mußte. Am 1. Januar 1906, als der Verband seine Tätigkeit eigentlich erst recht begann, gehörten ihm 18 Gewerkschaften mit 13 966 Mit« gliedern an, am l. Januar 1907 waren es 26 227 Mitglieder, und Mitte Oktober desselben Jahres waren dem Verbände schon 21 Ge- werkschaften mit 340 Ortsabdeilungen und 30 298 Mitgliedern angeschlossen. Im übrigen hat der Verband auf organisatorischem Gebiet auch dahin gewirkt, daß kleine Organisationen sich zu größeren Verbünden zusammengeschlossen haben und daß neue Ver- bände, wie der der Fabrikarbeiter und der Landarbeiter entstanden sind, die offenbar einer großen EntWickelung entgegengehen. Es sei noch bemerkt, daß auch die christlichen Gewerkschaften in den letzten Jahren ein gut Teil an Mitgliedern gewonnen haben, und das hat zur Folge gehabt, daß sich diese Geiverkschaften nicht mehr in dem Maße wie früher von der Geistlichkeit leiten lassen und nicht mehr ausschließlich als Streikbrecherorganisationen fun- gieren. Wo größere Massen von Arbeitern zusammengeschlossen werden, da kann es trotz verkehrter Grundsätze ihrer Organisation ja nicht ausbleiben, daß sie sich mit ihren wirischoitlichen Interessen befassen und schließlich im Unternehmer ihren Gegner erkennen. zumal wenn christliche Unternehmer ihre christlich organisierten Arbeiter ohne weiteres aussperren, wie das im verflossenen Jahre die meist katholischen Zigarrenfabrikanten von Eindhoven mit ihren ebenfalls katholischen Arbeitern machten. Die Geistlichen der drei großen Konfessionen wollten ja kürzlich den christlichen Textil- arbeiterverband„Unitas" in drei konfessionelle Organisationen zer- stückeln, und der katholische Teil sollte dann wieder in fünf Teile zerlegt werden, damit ein Bischof über jeden die Aufsicht führen könnte. Die katholischen Mitglieder der„Unitas" haben sich jedoch größtenteils nicht dazu einsangen lassen und riskieren lieber den Bannfluch der geistlichen Hirten, statt ihre Organisation aus- einanderzureißen._ Versammlungen. Ter Verband der Isolierer, Steinholzleger und verwandten Berufsgenossen, Abteilung der Isolierer, hielt am 29. Dezember bei Boeker in der Wcberstratze eine außerordentliche Gencralver» sammlung ab. Der erste Punkt der Tagesordnung, der Kassen- bericht, wurde bis zur nächsten Versammlung zurückgestellt, da die Abrechnung nicht rechtzeitig abgeschlossen und revidiert werden konnte, teils weil der Kassierer mit Arbeit überlastet war, teils weil nur zwei der Revisoren in Berlin anwesend waren. Im Jahresbericht des Vorstandes erwähnte der Vorsitzende K o tz k e unter anderem, daß die Isolierer im September beschlossen, den Tarifvertrag nicht zu kündigen, daß aber dann die Unternehmer ihn kündigten, und daß es schließlich durch Verhandlungen zum Abschluß eines neuen Tarifvertrages kam. Im übrigen bezog sich der Bericht hauptsächlich auf innere Organisationsangclegenheiten. ebenso die Diskussion, die ihm folgte. Die Neuwahl des Vorstandes hatte folgendes Ergebnis: 1. Vor- sitzender Beckmann, 2. Vorsitzender Backhaus, 1. Schrift- führer Paul Müller, 2. Schriftführer Lehmann, I.Kassierer Brand, 2. Kassierer T e i ch e r t, Beisitzer Fahrensohn, Re- visocen Heine, Petersen, Schacher und Fritz Lange. Als Delegierter zum Gewerkschastskartell wurde Böhm ge- wählt. Letzte IVachrichtcn und Depcfchen, Ein sehr schwieriges Rettungswerk beschäftigte am Silvesterabend die Feuerwehr an der Sandkrug- brücke. Dort, nahe am Humboldthafen, war ein Gespann in den Landtvchrkanal gestürzt, der schon mit Eisschollen bedeckt war. Mit vieler Mühe gelang es der Feuerwehr, den Wagen mitsamt den Pferden über die hohen Ouaimauern aus dem eiskalten, nassen Element wieder aufs Trockene zu bringen, wobei auch die Mann- schasten mit dem nassen Element Bekanntschaft machen mußten. Der Mord in Allenstein. Allenstein, 31. Dezember(W. T. B> Die„Allensteiner Zeitung� meldet: Dir Fron des erschossenen MajorS von Schönebeck ist unter dem dringenden Verdachte der Anstiftung»u« Morde»erhastet worden._ Unzufriedene. Breslau, 31. Dezember.(®. H.) Eine aufregende Szene er» eignete sich am Schluß einer Verhandlung, die vor dem Schöffen» geeicht I stallfand. Soeben war der Urteilsspruch gegen die Arbeiter HäuSler und Weber, der auf neun Monate Gefängnis lautete. verlündet. alS sich Häusler auf den Amtsanwalt stürzte und ihn am Hälfe würgte, nachdem er vorher den Schreibtisch umgeworfen hatte. Inzwischen hatte der andere Verurteilte dir Flucht ergriffen. Es gelang schließlich, Häusler zu überwältigen und auch den Eni- flohenen ivieder zu ergreifen._ Brüssel, 31. Dezember. abend gestorben. Ministerpräsident de Trooz ist heute Urteil. Petersburg, 31. Dezember.(W. T. B.) Im Whborgprozeß sind zwei Angeklagte freigesprochen, alle anderen zu drei Monaten Gefängnis verurteilt worden. Exvlosson. El Paso(TexaS). 31. Dezember.(Auf deutsch-atlantlfchem Kabel.) Einer hiesigen Zeitung zufolge hat auf der Karthagozeche __________...___„___ M...1_______ bei San Antonio(Acumexiko) ein« Explosion stattgefunden, bei der ländischen Gewerstchastsbewegung, ist eine Arbeit, die immer er- 1 eine größere Zahl von Menschen getötet sein soll. Berantw. Redakteur: Haus Weber, Berlin. Inseratenteil verantw.: kd. Glocke. Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdr.u.BerlaasauIStngerLcEo., Berlin ZW. Hierzu 3 Beilagen o.UnterbaIniiigsbIaU Nr. 1. 25. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mittwoch, 1. Januar 1908. Prozeß Harden. Achter Tag. Der heutigen Sizung, welche den Blaidoyers gewidmet ist, wohnen zahlreiche Juristen bei. Echon frühzeitig erscheint General staatsanwalt Dr. Bachler im Saale, auch den Chef der Krimio nalpolizei Oberregierungsrat oppe bemerkt man unter den Anwesenden. Landgerichtsdirektor Rehmann eröffnet die Sizung um 10 Uhr und richtet die Frage an den Grafen Moltke, ob das Er scheinen der Artikel ihn veranlagt habe, seinen Abschied zu nehmen. Der Nebenkläger bejaht dies. Hierauf nimmt das Wort der Oberstaatsanwalt Dr. Jfenbiel: Zeugnis der Frau v. Elbe, Nach den Grundsägen, die Gott sei Dank bei uns noch Geltung haben, ist eine erotische Freundschaft zwischen Männern in der die ihm einzig das Material gegeben hat, auf Briefschaften der öffentlichen Meinung etwas er abseßendes. Es liegt aber Frau v. Heyden und auf den Schriftsäzen in dem Ehescheidungss in den Artikeln viel mehr, es wird geradezu der Vorwurf der Homo- prozeß. Mehr haben Sie, Herr Harden, nicht gehabt. Und dabei segualität gegen diefe Herren erhoben. Der erste Artikel vom find Sie ungerecht verfahren: Sie haben nicht auch den 27. Ottober 1906 hat eigentlich den Giftbaum gepflanzt. Es wird anderen Teil gehört! Sie haben selbst nur eines Weibes da der Graf Moltke dem Prinzen Joachim Albrecht gegenüberge- Rede berücksichtigt und noch dazu einer kranten Frau, denn stellt als zwei Aestheten von gang verschiedener Sinnenrichtung". Frau v. Elbe ist recht krank gewesen, sie ist wohl auch heute noch Herr Harden sagt, das sei ganz unschuldig zu verstehen, aber die frank, wenn auch auf dem Wege der Gesundung. Sie ist zweifellos Erklärung, die er dafür gibt, klingt doch banal, und Herr Harden hysterisch. Aber hysterisch frank im schwersten Sinne ist diese arme schreibt nicht banal. G3 tam ihm darauf an, den Gegensab rau, aber sonst eine vornehme, sehr schöne, liebreiz... de und vers awischen dem frischen, lebenslustigen föniglichen Brinzen, der, wie führerische Dame- jedoch eine Dame, welche nicht bloß Herrn man sagt, den Damen zugeneigt sein soll, und dem Grafen Moltke, Harden, sondern auch eine Reihe anderer kluger Männer zu täuschen der den Damen nicht hold sei, zu betonen. Was aus diesem Gegen- wußte, den Grafen Moltke, Herrn Dr. Korth, dann ihren Hausfab gefolgert werden soll, liegt doch klar zutage. Auch den folgen- arzt, der das schöne Wort„ normale Grenzen sanguinischen Tem den Artikel vom November 1906 will der Angeklagte für harmlos peraments" geprägt hat. erklären und als unverfänglich darstellen. Es könnte ja auf den ersten Blick auch so scheinen, aber in Verbindung mit den früheren und den späteren Artikeln geht der Sinn doch klar hervor und es sollte hingewiesen werden: Seht die Männer, was fie treiben!" Dann tommt das vielbesprochene " Nachtgespräch zwischen dem Harfner und dem Süßen". " Meine Herren Richter und meine Herren Anwälte! Mir als Weshalb mag sich nun die Gräfin Moltke gerade an Herrn Staatsanwalt liegt es ob, die Ergebnisse der Beweisaufnahme Harden gewendet haben? Diese Frage hat mich schon sehr viel in Kürze vorzutragen und daraus die richtigen Folgerungen zu beschäftigt. Ich will die Vorgänge, in denen die Gräfin Molite ziehen und Schuld und Strafe abzumessen. Die Aufgabe ist recht ihre Gesellschafterin dazu bestimmen wollte, in französischen einfach und recht unangenehm einfach deshalb, weil es dant Beitungen Schmutartikel gegen den Grafen der umsichtigen und tatkräftigen Leitung des Herrn Vorsitzenden, Moltte zu lancieren, nicht erst noch weiter berühren. dank der magvollen, aber nach meiner Auffassung zu umständlichen Herr Harden sagt nun: Ich habe ja aber kein Wort aus den EheBeweisführung des Angeklagten und seiner Verteidiger, dank der anerkennenswerten Unterstübung des Vertreters des Nebntlägers Es wird weiter ganz planmäßig vorgeschritten und in dem Artikel fcheidungsakten veröffentlicht! Dies ist an sich richtig. Es ist dies gelungen ist, völlige Klarheit zu schaffen. Der Knoten ist gelöst. bom 8. Dezember 1906 erklärt Herr Harden, daß er es sich dies. aber eine Wortakrobatik, da doch alle Mitteilungen, die Here Wir sind imstande, uns ein Urteil über die rechtliche und tatsäch- mal überlegen würde, ehe er von einem Manne behauptete, er Harden von der Frau v. Elbe erhalten hat, auch in gewiffem Sinne liche Rage des Falles zu bilden. Unangenehm aber ist meine Auf- unterhalte enge Beziehungen zum Fürsten Eulenburg. Warum Gegenstand des Ehescheidungsverfahrens geworden waren. Jeder angabe, meine Herren, weil sie nicht zu lösen ist ohne eine eingehende denn? Weil er meint, es sei ein Matel für den, der enge ftändige Mensch muß derartige Dinge aus einer Chefcheidungss Charakterisierung der einzelnen Hauptbeteiligten in diesem Pro- schreibt er noch, sollten sich hüten und wenn sie ihn noch nicht ver- ist hier von einem Herrn besonders schroff und rücksichtslos vors Beziehungen zum Fürsten Eulenburg pflegt. Die Herren, so affäre respektieren. In der Berhandlung vor dem Schöffengericht Was liegt nun vor? Herr Harben meinte, daß sich in der Um. standen hätten, würde er noch deutlicher werden: cave adsum!" gegangen worden. Es wurde z. B. an einer Stelle gesagt: ch gebung Seiner Majestät des Kaisers und Königs eine Gruppe hoch. In ihren Privatvergnügen" wolle er sie nicht stören. Was Herr rufe Päderast! Da macht Herr Graf Moltke die gestellter und einflußreicher Personen befinde, welche dem Wohle des Harden unter Privatvergnügen" der Herren versteht, ist doch nicht Tür auf und sagt: Werruft? Solche Aeußerungen kann Baterlandes abträglich feien. Er hielt sich für berufen, diefe schwer zu erraten. Dann kommt der Artikel vom 2. Februar 1907, nur jemand machen, der die Tür aufgemacht hat, die Tür, die zu dem schmählichen Dunkel eines Ehegemachs Gruppe zu sprengen, zu beseitigen. Wen er eigentlich zu der Gruppe der von den Ordensverleihungen an Graf Moltke und Hohenau rechnet, das ist nicht ganz klar ersichtlich, tlar ersichtlich eigentlich spricht. Mit diesem Artikel will er sagen: Erinnert Euch, was ich führte, aus dem Feßen herausgerissen worden sind, mit welchen nur mit Bezug auf die beiden Hauptbeteiligten Fürst Philipp zu über diese Herren gesagt habe. Insofern setzt dieser Artikel die Herr Harden versucht hat, einen Ehrenmann das Gewand eines Eulenburg und Graf Kuno v. Moltke. Er scheint ferner noch zu Beleidigungen fort. Noch mehr der Artikel vom April 1907, wo otterbuben anzuhängen. Wenn man fragt: Was ist denn eigent diefer Gruppe zu rechnen die Herren v. Varnbühler, v. Below, von dem Botschaftsrat Lecomte die Rede ist, der nicht bloß auf den lich in dem Ehescheidungsprozeß Schredliches zutage getreten? so den französischen Boischaftsrat Lecomte. An einer Stelle wird Bordereingang" angewiesen sei. Die Wahl dieses Wortes ist sehr muß ich sagen: Gar nichts, ajolut nichts, nicht einmal jene geben auch von dem Staatssekretär v. Tschirschfi gesprochen, aber an an- bezeichnend und offenbar das Produkt einer längeren Ueberlegung. find übrig geblieben. Es wird z. B. hier vorgebracht, daß Graf derer Stelle betont, daß er nicht zu dem Ringe gehörte. Es ist Es kommt dann der große Artikel vom 13. April 1907 mit seinen Stuno v. Moltke vielfach Zütü" genannt worden ist. Es ist dies wohl absichtlich nicht ganz klargestellt, welche einzelnen Personen Betrachtungen über die Weltbrände und das varme Eckchen", in ein aus der Jugendzeit herrührender Rosenamen, genau so wie Herr Harden zu der Gruppe rechnet. Ich weiß nicht, ob er es velchem die Herren in Liebenberg fizen. In Verbindung mit den jemand, der seine Tochter Maximiliana" nennt, fie nicht immer felbst nicht genau wußte oder ob er überhaupt nur einzelne Bera übrigen Artikeln mit Rücksicht auf die Spike, die diesen Artikeln mit diesem langsilbigen Namen ruft. Es wird weiter hier gesagt, fonen hineingezogen hat zur besseren Illustrierung der Gruppe. gegeben ist, geht auch aus diesem Artikel hervor, daß perverser day in Anreden, in Briefen usw. Borte mie: Meine Seele, Die Angriffe find hauptsächlich und allein gerichtet gegen den geschlechtlicher Verkehr behauptet werden sollte. In dem mein Geliebter! von dem Grafen Moltte angewendet worden Fürsten Gulenburg und den Grafen Moltke. Herr Harden glaubte Artikel vom 27. April 1907 wird ausbrüdlich gesagt, daß die vita find. Es soll hieraus jener feminine Ginschia g" fonin der Lage zu sein, diesen beiden Herren etwas am Beugè fliden zu sexualis des Fürsten Eulenburg nicht gefunder struiert werden. Aus alten vergilbten Papieren, die mir hier vorfönnen. Er war vor vier, fünf Jahren in Besitz der kenntnis sei als die des verbannten Prinzen. Sier ist flar, liegen, befindet sich ein Brief, der mit einer ähnlichen Anrede, der Chefache des Grafen Woltte gelangt, einer teilweisen Kenntnis daß die Tendenz darauf gerichtet ist, den Fürsten Gulenburg und nämlich mit„ Mein Herz!" beginnt. Dieser Brief rührt von wenigstens, er hatte ferner von einzelnen nicht ganz verständlichen den ihm eng befreundeten Grafen Kuno Moltke homosexueller Herrn Harden her.( Berhaltene Sciterkeit.) Man wird und so oder so zu deutenden Andeutungen des früheren Reichs- Neigungen, Empfindungen und Betätigungen zu bezichtigen. Ich hoffentlich hieraus nicht gleich auf eine homosexuelle Neigung des fanzlers Fürst Bismard gehört. Aus diesen beiden Umständen habe also nachgewiesen, daß die Artikel des Angeklagten für den Herrn Harden schließen. Ich will aber bemerken, daß die von bildete sich bei ihm die Ueberzeugung, daß in der Gruppe, die er Nebenkläger herabwürdigend im Sinne des§ 186 find. Die Be- Herrn Harden benutzte Anrede anscheinend etwas ironisch und saSprengen wollte, hauptungen find nicht nur nicht erweislich wahr, sondern gerade tirisch gemeint ist. Ob es schön war, wenn jene Acußerungen zu unwahr. Nicht eine Spur von Homosexualität ist an dem von Cochonnerie, Klosett usw. gefallen sind, lasse ich dahingestellt. Er sagt: herrsche. Herr Harden hat dem Klosterprobst Graf Moltke gegenüber Grafen Moltke nachgewiefen, nicht ein Atom femininer Eigen Herr Graf Moltte hat es uns ja nun felbst erklärt. zugestanden, daß sich bei ihm diefe Ueberzeugung gebildet habe. fchaften. Darüber find alle Sachverständigen einig und wir haben Wenn eine Ghe nicht auf der Basis der Liebe und der Hochachtung Selbstverständlich ist er nicht wegen dieser Ueberzeugung oder unter ihnen die hervorragendsten Vertreter der Segualwissenschaft. aufgebaut ist, dann ist sie eben eine Schweinerei. Die Szene mit wegen des Gesprächs mit dem Klosterprobst zu bestrafen, wohl aber auch einer, der zuerst anderer Meinung war, hat sich belehrt: dem Taschentuch halte ich für einen mißlungenen aber deswegen, weil er einen Teil dieser seiner Uebrzugung in Dr. Magnus Hirschfeld. Ich könnte hiermit eigentlich Scherz. Recht ist hüben und drüben" kann man bei allen diesen Artikeln der Zukunft" verlautbarte. Mit diesem schließen, denn das Bergehen gegen§ 186 steht fest. Es liegen Dingen fagen. Was bleibt nun noch für Material übrig? Die recht schwachen Rüstzeug ausgerüstet ging Herr Harden daran, alle Tatbestandsmerkmale vor und es bedarf nur noch der Gr. Briefe der Frau v. Heyden vielleicht? Ich verstehe die Frau von Artikel zu schreiben großen Umfangs, großen Stile, und in allen örterung der Strafe. Aber die Sache hat doch eine größere Be- Senden als Mutter sehr gut, aber der 3eugin Frau v. Heyden diesen acht Artikeln, welche sich vom 27. Oftober 1906 bis zum deutung, man muß ihr tiefer nachgehen und die einzelnen Ber- glaube ich tein Wort. Die angeblich beobachteten blauen 27. April 1907, auf ein halbes Jahr. erstrecten, systematisch und sonen, die in diesem Drama auftreten, charakterisieren. Die Haupt- lede rührten nicht von Mißhandlungen durch den Grafen von planvoll einige balbe, andeutende, dunkle Worte einzufügen, aus perfon ist Marimilian Harden. Ich glaube ihn zu kennen, ich Moltke her, sondern waren durch epileptische und hysterische Anfälle denen hervorging, was er den beiden Herren Fürst Eulenburg habe seinen Werdegang verfolgt, ich kenne seine politische und der jetzigen Frau v. Elbe entstanden, als sie sich zu Boden warf und Graf Moltke zum Vorwurf machen wollte. Herr Harden hat literarische Tätigkeit, seine Zwiftigkeiten mit Baul Lindau, und gegen Möbel und gegen die Stubentür schlug. Das ist nun ganz recht, daß es sich hier nur um ein paar Worte handelte, in Delbrüd, Hartleben, Mehring, Hans Leuß alles Namen von die Basis, auf welche Harden fein ganzes Gebäude aufgebaut hat. Den großen Artikeln sind es immer nur wenige Zeilen, die sich gutem Klang. Herr Harden ist der erarbeitetste Publizist der ich erkläre, das ganze Gebäude ist in sich zusammengestürzt, wir mit den beiden Herren beschäftigen, die mit der dem Herrn Harden neuen Zeit, er hat mit einem Bienenfleiße sich ungeheure Kennt haben den Schmuh endlich weggewaschen. Hocherhobenen Hauptes eigenen Geschicklichkeit darauf hindeuten, daß bei diesen beiden niffe angeeignet, besitzt eine beneidenswerte Dialettit, einen außer tann Graf Moltke diesen Saal verlassen: ein wahrer Edelmann, Herren etwas nicht richtia sei, daß sich diese Serren in einem ges ordentlichen Scharfsinn, und einen ihm nur eigenen Stil. Er ist nicht nur von Geburt und Stellung, die in diesem Saale nicht in schlechtlichen Zustand befinden, welcher es angemessen erscheinen ein Genie, und wenn man ihn vor sich sieht, eine faszinierende Betracht kommen, sondern nach dem Adel der Gesinnung, vor dem lägt, fie nicht in der Umgebung Sr. Majestät zu lassen. Herr Persönlichkeit. Aber diesen glänzenden Eigenschaften stehen Mängel sich jeder anständige Mann neigt und beugt. Noch einer darf Harden behauptet ja, er habe gar nichts Beleidigendes gesagt, aber entgegen, Mängel in seiner Stampfesart: die Heftigkeit, mit der heute erleichtert aufatmen. Als Mensch freue ich mich aufrichtig er gibt doch zu, daß er diesen Herren doch mit all diesen halben er feine Gegner bekämpft, wenn es die Verfolgung feines eigenen und herzlich, daß es gelungen ist, den Berdacht, der seit einem JahrZwecktes gilt, die Schonungslosigkeit, mit welcher er über Leichen zehnt auf dem geht. Dazu kommt die nicht immer unbedenkliche Wahl der Mittel Fürsten Philipp zu Eulenburg Worten eine perverse Geschlechtlichkeit normwibrige erotische Freundschaft zur Laft leat. Wenn er auch nichts weiter getan hätte, dann würde er sich schon einer schweren Beleidigung schuldig gemacht haben. Kleines feuilleton. 9 zur Erreichung seiner Zwede. Diese zwei häßlichen Eigenschaften und von Hertefeld ruhte, im wesentlichen, meines Erachtens vollhaben sich hier prägnant hervorgedrängt und ihn zu schwerem Fall ständig, zu zerstreuen. Der große Altreichskanzler, der Alte im gebracht. Und worauf stüßt sich Herr Harden? Lediglich auf das Sachfenwalde, der hat sich in heiligem Notizen. " 9 - Gine foftbare augenärztliche Bibliothet hat Prof. Dr. Hirschberg der Berliner fgl. Bibliothek bermacht. Außerdem hat er ein Stapital zu ihrer fortlaufenden Ergänzung ausgesetzt. Die Erben des kürzlich verstorbenen komponisten und Kritikers Wilhelm Taubert haben dessen Nachlaß. darunter vornehmlich eigene Kompofitionen, der Musiliqumlung der fgl. Bibliothek überwiesen. Wasser verschluckt, und die Zahl und Mannigfaltigkeit anderer Sunstronit. Die Schwarz Weiß Ausstellung Möglichkeiten, ihr Leben zu verlieren, ist für fie unbegrenzt. der Berliner Sezeffion im Kunstfalon Paul Cassirer, ViktoriaImmerhin fann mit Recht gefagt werden, daß es einen natürlichen Straße 35, wird am Sonntag, den 5. Januar, nachmittags 8 Uhr, Zob in eigentlichem Sinne für diese Urtierchen nicht gibt. Der gefchloffen. Im Januar werden dann ausgestellt Kollektionen von Der Ursprung des Todes. Wenn die Gelehrten erst wissen Tod muß daher bei der späteren Entwickelung der Lebervelt, und Lovis Corinth. May Beckmann, Friz Rhein u. a. Die Vereinigung werden, was das Leben ist, werden sie wahrscheinlich auch eine Er- awar für die Pflanzen wie für die Tiere, sich ausgebildet haben, Die Kunst im Leben des Kindes" veranstaltet einent lärung für den Tod finden; aber vorläufig ist diesen Fragen mit und Minot ist also wohl im Recht mit der Behauptung, daß der Vortragsabend am Freitag, den 3. Jamar, abends 8 Uhr, int den Hebeln der Wissenschaft nicht beizukommen. Freilich hat Dubois natürliche Tod ein Ergebnis der Entwidelung der Lebewesen sei Bürgerfaale des Rathauses. Turninfpettor Start Müller aus Altona Raymond bei seinen Untersuchungen über die Grenzen des Natur- oder, was gleichbedeutend damit ist, ein Ergebnis der zunehmenden wird über: Die ästhetische Gestaltung der Leibeserlennens die Lösung des Rätsels vom Leben nicht als hoffnungs- Differenzierung der Lebewesen. Nachdem die Bellen die Fähigkeit erziehung" fprechen mit Begleitung von Lichtbildern. Los bezeichnet, und es finden sich auch immer wieder Naturforscher, erworben haben, aus ihrem einfachsten Zustand zu einem verdie mit Grübeleien oder auch mit Experimenten der Wahrheit in feinerten und komplizierten Bau überzugehen und sich in einer diesem Punkt näher zu tommen suchen. Eine merkwürdige, aber Mehrzahl und Vielzahl zu höheren Gebilden zusammenzufügen, wo durchaus geistreiche Anschauung über das Wesen des Todes hat Dr. iebe Belle für sich eine besondere Aufgabe übernimmt, für sie dann Minot vorgebracht. Dieser Gelehrte äußerte in einem Bortrag, auch besonders ausgebildet ist, verliert die Zelle als Buße für diese dessen hauptsächlichen Inhalt die Wochenschrift" English Mechanic" höhere Entwickelung einen Teil ihrer Wachstums- und Lebenswiedergibt, die Meinung, daß der Tod teine allgemeine Begleit- fähigkeit, und sie verfällt dem Tod. Der Tod wäre demnach der erscheinung des Lebens jei und begründete diese Auffassung mit Breis, den die Lebewesen für ihre Entwidelung von Stufe zu Das Technolegilon, deffen Erscheinen durch Beschluß dem Hinweis, daß bei den niederen Lebewesen der Tod nicht als Stufe bis zum Menschen hinauf zu zahlen gehabt haben. des Vereins deutscher Ingenieure vorläufig aufgegeben ist, hat einen ein natürliches und notwendiges Ergebnis des Lebens erscheine. Gesamtaufwand von rund 480 000. erfordert. Man hofft, daß die In der Tat ist gewissen anderen Lebewesen eine Unsterblichkeit zugeleistete Vorarbeit nicht verloren ist. Das im Vereinsbesig befind erkannt worden, allerdings nur in ganz bestimmtem und beschränktem Sinne. Ein Urtierchen, das aus einer einzigen Belle besteht, Theater and Musik. Die Abendvorstellungen der liche Mannstriptmaterial wird forgfältig aufbewahrt und zur gea Freien Boltsbühne" werden zurzeit im Lorging- und gebenen Zeit im Sinne des Unternehmens nüßlich verwandt werden. bermas fic burd, einfache Teilung fortzupflanzen, so daß das Quisen Theater an jedem Freitag der Woche abgehalten; sie werden von den zu diesem Zwecke eingeleiteten Schritten foll dem Vormütterliche Individuum gar nicht zugrunde geht, sondern leibhaftig mit dem Beginn der nächsten Spielzeit in das Deutsche standsrat in seiner nächstjährigen Sigung Mitteilung gemacht in seinen Kindern, also gleichsam in vermehrter Auflage, weiterlebt. In Stunden der Muse hat ein Naturforscher gelegentlich aus- olfstheater des Herrn Steinert übersiedeln. Mitglieder werden. Funtentelegraphische Uebertragung bon gerechnet, daß die auf diese Weise hervorgebrachte Nachkommenschaft werden in den Zahlstellen noch aufgenommen. Auskünfte erteilt cines solchen Urtierchens, dessen einzelne Individuen in einem bereitwillig der Staffierer Gustav Winkler, Rirdorf, Kirchhofstr. 46. Bildern. Ingenieur Berjonneau führte in einer Versammlung Baffertropfen nur unter dem Mitroffop erkennbar sind, nach vier 8. Januar, abends 8 Uhr, im Neuen fönigl. Operntheater( Stroll) telegraphischen Uebertragung von Photographien und Holzschnitten Als 5. Voltsvorstellung findet am Mittwoch, den von Fachgenossen in Paris einen von ihm erfundenen Apparat zur undzwanzig Stunden vielleicht war es auch eine Woche eine Maffe darstellen würde, zu deren Fortschaffung ein Eisenbahnwagen eine Aufführung von Beethovens Fidelio" statt. Der Billett vor. Unter anderem gab Berjonneau die Photographie einer Landnotwendig wäre. Da eine solche Vermehrung innerhalb des Haus- verlauf erfolgt in den Berkaufsstellen des Vereins für Volksunter- fchaft auf eine Entfernung von dreißig Metern mittels Funkens halts der Natur, wo so viele Wesen Plaz finden müssen, unstatthaft Abend, der am Sonntag, den 5. Januar 1908, abends 18 Uhr, baltungen. Der 2. volkstümliche Richard Wagner- telegraphie wieder. ist, so ergibt sich von selbst der Schluß, daß von diesen Wesen außer im Kaiser Friedrich- Festsaaie am Savignyplak in Charlotten gedin meldet in einem vom 8. November datierten Briefe aus Sven Hedins neueste Entdedungen. Sven ordentlich viele zugrunde gehen müssen, und das ist auch der Fall. Sie sterben aber nicht in der Weise, wie ein Mensch oder eines der burg veranstaltet wird, behandelt den erſten Teil des Nibelungen Gargunsa, dak er über den Baß von Korela nach Nepal gelangte. höheren Tiere aus dem Leben scheidet, sondern sie werden immer ringes: Rheingold" und Der Foricher überschritt bald darauf zum fünften Male die ge durch ein zufälliges, borübergehendes Ereignis vernichtet oder, mit Die Berliner Schiller Theater A. G. erzielte waltige Gebirgsfeite nach dem Panj. Er entdeckte die wahre Quelle anderen Worten, fie sterben nie an Altersschwäche. Wenn sie ein im Geschäftsjahre 1906 07 Idem 14. feit ihrem Bestehen einen des Brahmaputra, der nach feiner Beobachtung von dem Kubit gewisses Wachstum und Alter erreicht haben, so teilen sie sich eben Ueberschuß von 116 027,68. 5000 m. davon werden an die Mit fampo tommt. Der Mariumdhu, der bisher als die Quelle betrachtet in eine mehr oder weniger große Anzahl von Zeilen, deren jeder glieder und technischen Angestellten, die länger als fünf Sat, ce dem wurde, ist nach Aussage des Forschers nur ein fleiner Nebenfluß, nun ein junges Individuum darstellt, das für sich zu wachsen be- Unternehmen angehören, als Gewinnbeteiligung überwiesen. Wie der vom Westen zuströmt. Bei der Fortsegung der Neise entdeckte ginnt, bis die Zeit der Teilung auch für dieses herangekommen ist. der Direftor Dr. Löwenfeld in der Generalversammlung mitteilte, er die Quelle des Indus. Im Frühjahr will Sven Hedin seine Nun greift aber der Kampf ums Dasein gewaltsam in diese uns wird für das Charlottenburger Schiller Theater, das von der Stadt Reife nach Pefing oder nach Indien fortsetzen. sterbliche Folge von Vermehrungsvorgängen ein. Millionen diefer auf 25 Jahre mit dem Optionsrecht auf weitere 25 Jahre gepachtet " " " Waltüre". Tierchen werden in jedem Augenblick von größeren Tieren mit dem list, eine jährliche Bacht von 100 000. entrichtet. Zorn gegen die HiiitermSnner, die ihm das Leben schwer gemacht haben, zu einer Aeußerirng hinreißen lassen, die in dem Sinne ausgelegt werden tann bei böslicher Auslegung, daß dem Fürsten homosexuelle De> tätigung zur Last falle. Er hat von Ä i n ä d e n gesprochen, er mag das nicht bloß Herrn Dr. Liman gegenüber getan haben. sondern er mag es auch dem Angeklagten selbst, Dr. Schweninger und anderen gegenüber getan haben. Wir wissen aber, wie explosiv Fürst Bismarck war und es liegt nahe, daß er sich ebensogut wie Dr. Liman über den von ihm gewählten Ausdruck ..Kinäden" gar nicht klar geworden zu sein braucht in dem Augen- blick, wo er ihn anwendete. Er wollte nichts anderes sagen als: „Diese verfluchten Leute, die mir das Leben schwer gemacht haben." Wir haben zioei Beamte des Fürsten hier gehört, die überein« stimmend bekundet haben, daß sie niemals irgend etwas Anstößiges in seinem Verhalten gefunden hätten. Bei meinem sehr stark durch das Leben zerzausten Menschcnglauben ist die Hoffnung klein, aber ich habe die Hoffnung, daß Herr Justizrat Bernstein, der den armen Fürsten in der Schöfscngerichtsverhandlung so schwer an- gegriffen hat, sich in der heutigen Verhandlung entschuldigt und Abbitte tut. Man hat mir seit Juni d. I. die schwersten, bittersten, kränkendsten Vorwürfe gcmackt darüber, daß ich nicht von dorn- herein in dieser Angelegenheit die öffentliche Klage erhoben habc> Ich will mich nicht rechtfertigen, das habe ich nicht nötig, aber ich möchte meine Haltung in dieser Sache begründen.' Als Graf Kuno Moltke seinen Abschied erbeten und erhalten hatte, da wird er mit seinem hohen und bisher so gnädigen Gebieter gewiß einiges ge- sprachen haben. Was er gesprochen hat, weiß ich nicht und wird auch sicher niemand erfahren, denn Graf Kuno ist diskret. Aber als Mensch denke ich mir. daß S. M. zu ihrem langjährigen Diener gesagt hat: Gehen Sie hin. jetzt haben Sie die Ellenbogen frei, treten Sie das Otterngezücht zu Boden, schaffen Sie sich wieder einen reinen Namen, dann werden wir weiter sprechen. Wenn diese Annahme richtig ist, dann habe ich richtig gehandelt, wenn ich dem Grafen Moltke erst es vollständig überließ, sich selbst Recht zu vcr- schaffen. Es mußte ihm doch auch leicht werden, sich Recht zu ver- schaffen, es wcw eine einfache Bcschnrdignng. War sie nicht richtig, so mußte Horden einfach zu angemessener Strafe verurteilt werden, war sie richtig, dann hätte sicher die Staatsgewalt kein Interesse gehabt, sich mit dieser Sache zu befassen. Der Prozeß gewann seine Bedeutung erst im Laufe des Schöffeiigcrichtsvcr- fahrens und durch das Verfahren. Deswegen ist er gerade ein Musterbeispiel sür die Notwendigkeit, daß der Staatsanwalt zu jeder Zeit in jeder Lage des Verfahrens einzugreifen hat. Das ösfentliche Interesse gewann der Prozeß erst durch die Hinein- ziehunz der Ehesache. Bon dem Augenblick, wo das öffentliche Interesse zutage trat, war ich zur Stelle und habe die Straf- Verfolgung übernommen.— Und nun komme ich wohl zu dem Wich- tigsten, zu dem Zweck, den Herr Horden mit den Artikeln verfolgte. Darüber sind die Meinungen unendlich geteilt. Herr Horden hat am ersten T>.»ze gesagt: er glaubte, dem Lande, dem er angehöre und das er liebe, einen guten Dienst zu leisten! Ich glaube ihni. aber er hat seinem Voterlande einen herzlich schlechten Dienst geleistet. Er hat Baterland diskreditiert vor dem Auslande! Es ist eine wahnwitzige Mär, daß am deutschen Kaiserhose eine Gruppe perverser Männer existiert. Wo ist diese Gruppe? Nicht einen einzigen können Sie vorführen!— Nun beansprucht die Verteidigung, wie ich annehme, sür ihren Klienten den Schutz des Z 193 des Strafgesetzbuchs.— Der Staatsamvalt wendet sich dann gegen das Bemühen der Verteidigung, für den Angeklagten den Schutz des§ 193 in Ansruch zu nehmen. Ter An- geklagte habe zweisellos dem Grafen Moltke seine Mißachtung ausdrücken wollen und darin liegt eine Beleidigung, eine straf. bare Ehrenkränkung. Ich habe alles hin und her erwogen, die Leichtgläubigkeit des Angeklagten, daß er sich hat täuschen lassen, Wie manche anderen kluge» Leute. Diese haben aber nicht das getan, was Horden getan hat: er hat vyn diesen Mitteilungen der Frau v. Elbe Gebrauch gemacht und muß dies vertreten. Ich habe mich lange hin und her gefragt, ob es nicht möglich wäre, hier nur eine Gelostrafe zu beantragen, aber ich muß Gefüngnisslrafe an Antrag bringen, weil der Angeklagte unsägliches Unglück angerichtet hat über den Grafen Moltke, den Fürsten Eulenburg und unseren Staat. Deshalb beantrage ich gegen den Angeklagten vier Monate Gefängnis and Publikationsbefugniö für den Nebenkläger in der„Voss. Ztg.', dem„Berk. Tagebl.'. der„Kreuz-Ztg.", dem„Hannov. Kurier uud in der„Köln. Ztg.". Außerdem beantrage ich, die gesamten Kosten, auch die sämtlichcnKo st« ndes Privatklage. Verfahrens dem Angeklagten aufzuerlegen. Daß dies statt- Haft ist, ergibt ein im 48. Bande des Goldarnmerfchen Archivs ab- gedrucktes Urteil des höchsten Gerichtshofes. Zum Schluß noch cinS: Ich möchte Herrn Horden noch etwas sagen, was ihm in gewissen, Einne vielleicht erfreulich erscheinen mochte. Herr Horden hat begeisterte Anhänger, die bereit sind, für ihn in den Tod zu gelzen. Ich habe einen Brief bekommen, in welchem mir jemand androht: Wenn Horden verurteilt wird, dann werde ichausdemHinter- halt erschossen werden, wie seinerzeit der Rittmeister V. Krosigk, l Heiterkeit.) Mir sind derartige Zuschriften na- türlich sehr gleichgültig; ich habe ein gutes Gewisjen und ich habe wissentlich Zeit meines Lebens noch niemand unrecht getan. DeS- halb sage ich mit dem großen Reichskanzler Fürst Bismarck, der, wenn er gut gelaunt war, sich der plattdeutschen Sprache bediente: „Tor lach' ich öwer!" fHeiterleit.) Als Vertreter des Nebenklägers nimmt hieraus Justizrat Dr. Scllo da? Wort: Ich werde mich darauf beschränken, den Nebenkläger zu rechtfertigen gegen den Voriourf, daß er leide an einer kcant- hasten Gestaltung seiner Sinnesrichtung. Dieser Vorwurf ist be- Icidigend. Trotz der übertriebenen Tätigkeit des wissenschaftlich- humanitären Komitees ist dieser Vorwurf ein Schimpf, nicht bloß in unserem Vaicrlande, sondern, wie ich lürzlich aus einem Buche über Sibirien ersehen habe, selbst dort. Der Angeklagte kann nicht davon freigesprochen werden, daß er der eigentliche Urheber der unendlichen Flut von Schmutzliteratur gewesen ist, die sich dieser Affä»c bemächtigt hat und einen Dchmdfleck in unserem Volksleben bildet. Die Artikel sind eine wohlzegliederts Kette zu einem ganz bestimmten Ziel. Ter gute Glaube soll Herrn Horden nicht abgesprochen werden, denn eS wäre doch teuflisch. wenn man annehmen wollte, daß jemand im politischen Kampfe zum Mittel der bewußten Lüge greifen würde. Havden ist ein Opfer seiner durch Parteinahme getrübten Intelligenz geworden und ihn trifft der Vorwurf, den Satz des'alten römischen Rechts: audiatur et altera pars! nicht befolgt zu haben, der Vorwurf, daß er die leidenschaftlichen Ergüsse einer durch ihren Eheschcidnngs- Prozeß verärgerten Frau ohne weiteres für bare Münze genommen hat und seinen Angrisfen, die ohnegleichen an Tötlichkeit sind, zur Grundlage gemacht hat. Und doch hätte er durch Sinsicht des der anderen Seite zu Gebote stehenden Materials seine Ansicht laut korrigieren können. ES bleibt dabei: Das ganze so überaus zu be- Nagende Verfahren ist auf jene Briefe und Mitteilungen einer Frau znrückzusühren. die erbittert ist bis in die tiefsten Tiefen ihres Seelenleben?, die als allein schuldiger Tel» angesehen worden ist, die ihre Berufung nach jahrelangem erfolg- losem Kampfe zurückgezogen hat. Ich habe Mitleid mit dem Leide der Frau v. Elbe, in welches sie sich selbst gebracht hat. Schon im ersten Anfange, als Frau v. Elbe meine Gegnerin war. hatte ich mit ihr unendliches Mitleid. Nie habe ich sie eine Lügnerin, nie eine Heuchlerin gescholten, nie habe ich daran gedacht, daß sie ihren Zcugcneid verletzt hat. aber ihre Krankheit hat ihr das schönste Recht des sittlichen Menschen, das Recht wahr zu sein, gc» nonmien. Der fanatischste Gegner, der hier gehört hat von den Sachverständigen, welche bemitleidenswerte entartete Psyche die Frau v. Elbe besitzt, wird genau meiner Ansicht werden. Die von der Verteidigung geladenen Sachverständigen haben hier unter ihrem Eide ausgesagt, daß nicht ein Schatten eines Verdachts dafür vorliegt, daß bei dem Grafen Moltke eine erotisch betont« Freundschaft vorliegt.— Als Frau v. Elbe hier im GerichtSsaal in dieser zweiten Verhandlung das erste Wort gesprochen hatte, war der Prozeß eigentlich schon zu Ende. Wer war eS denn gewesen, der in der Verhandlung erster Instanz durch die genau detaillierten Fragen an die Frau v. Elbe einen Sturm der Entrüstung in dem deutschen Blätterwalde angefacht hat? Wer ist eS denn gewesen. der ihr die Geheimnisse d e S Ehebettes entlockt hat? Wir nicht! Ich rufe alle als Zeugen dafür auf, daß ich mich stets dem widersetzt habe, daß diese Dinge hier zur Sprache kommen.— Möge doch endlich die unheilvolle Fruckit verdorren, die aus dieser Drachcnsaat entsprossen ist! Glauben Sie uns daS eine, wir haben bier nicht den zehnten Teil aus dem Eheleben deö Grafen Moltke zur Sprache gebrocht. Unendlich viel Traurigeres, Schmählicheres könnten wir hier vorbringen, um die Ehegeschichte des Herrn Nebenkläger« in dem richtigen Lichte darzu- stellen. Nicht wie ein Held der modernen Erzählungskunst hat Graf Moltke diese Sachen hier vorgebrack't,— nein, wie ein Held auL der alten guten Zeit hat Graf Moltke geschwiegen. Er hat ge- schwiegen, als ihn sein Freund, mit dem er in dem behaupteten, so sehr nahen Verhältnis angeblich stehen sollte, fragte, woher die Spuren von Mißhandlungen kämen. Er hat die wahre Ursache verschwiegen und hat erklärt, das blaue Auge rühre von einem Sturz gegen ein Etagere her. Als Graf Moltke endlich, an Leib und Seele gebrochen, seiner Sckiwester, der Gräfin Danckelmann, seine eheliche Leidensgeschichte eingesteht und ihr an seinem linken Arm die blutigen Nagclcindrücke zeigt, als die damalige Gräfin Moltke, wie ein Raubvogel seine Krallen, ihre Fingernägel in den Arm ihreS gequälten Ehegatten eingeschlagen hatte,— als da seine Schwester in gerechter Empörung über diese Vorgänge nach Breslau fährt, um dort mit ihrem Bruder einen Rechtsanwalt aussuchen und die erforderlichen Schritte in die Wege leiten will, auch da noch schweigt Graf Moltke. An der Tür des Anwalts kehrt er um, da er seine Schande nicht offenbaren wollte. Meine Herren, das ist nun der Mann, dem in der vorigen Ver- Handlung hier gesagt wurde, eS wäre nicht anständig, tapfer. christlich, und nicht deutsch, wenn man das Zeugnis der Frau v. Elbe als unwahr bezeichne! Der§ l93 ist meines Erachtens aus den Angeklagten gar nicht anwendbar, eS müßte denn ein Um- schwung des Rechts eintreten. Ich werde mich in die Erörterung über das Strafmaß nicht einmischen. Auch der Nebenkläger will das nicht. �Selbst das Leid dieser Tage hat in dieser Seele keinen Haß zu erregen vermocht. Ich meine aber, daß sich nicht bloß der kämpfende Journalist auf seinen Journalismus beruen darf, sondern daß auch wir uns eines gewissen Patriotismus rühmen oürfen, und mein Patriotismus lodert in heller Freude auf darüber, daß endlich die volle und ungetrübte Sonne des Rechts über dem Wirrsal dieses unheilvollen Prozesses aufzugehen im Begriffe steht. Das Gute, was aus diesen Artikeln entsprungen ist, ist das, daß wir in Zukunft jedem Rauncr, Flüsterer, Hinter» treppcnkolportcur, der nachher von nicht? etwas gesagt haben will, von„Frontwechsel" und dergleichen spricht, den Mund werden stopfen können und ihm werden zurufen können:„Du lügst!" Auch die Spatzen im Grunewald, auf die sich Herr Horden in der ersten Verhandlung berufen hat, werden, nachdem die Wahrheit ihren Triumph hier gefeiert hat, in Zukunft ein anderes Lted pfeifen als vorher. Graf M-ltke: Ich möchte hier noch in breiter Oeffentlichkeit die Frage be- antworten, weshalb ich mein Abschiedsgesuch eingereicht habe: AIS ich den Artikel der„Zukunft" vom 27. April zur Kenntnis nahm, ging ich zu meinem direkten Vor- gesetzten, dem Gouverneur Generalfeldma» schall v. H a h n k e. Ich habe ihm dargelegt, daß ich glaubte informiert zu sein, daß der Herr Angeklagte sich eine Gruppe konstruiere und dann sie an- greife in der Art, um sich nicht mit ihr zu schlagen, sondern um sie in breiter Oeffentlichkeit in der Art zu verdächtigen, daß sie unmöglich wird. Ich beriet mit meinen Anwälten, i-n welcher Weise gegen ein solches Vorgehen eingeschritten werden könnte. Zwei Tage daraus kam zu'mir der General v. Plessen, der Chcs des allerhöchsten Hauptquartier«, dem ich mein Ehrenwort gegeben habe, daß ich nie mit Männern geschlechtlicken Um- gang gepflogen habe. J«b babe darauf gleichzeitig mein Abschiedsgesuch meiner innersten Ueberzeugung nach eingereicht unter der Motivierung, daß eS mir nicht angängig erschien, daß eine Persönlichkeit in meiner Stellung unter einem nicht gleich zu beseitigenden Verdacht fernerhin im Dienst stehen könnte. General v. Plessen schien durchaus meiner Meinung zu sein. Am 24. Mai habe ich meinen Abschied von allerhöchster Stelle in Gnaden bewilligt bekommen in der üblichen Form und ich bin dankbar dafür Sr. Majestät, weil er mir dadurch die Freiheit gab, aus dem Wege der Klage vorzugehen, wie es meine Pflicht erfordert und meine Ehre. Nun möchte ich noch mit einigen Worten eine Darstellung zerstreuen, wie sie auch die Darlegungen des Grafen Rrvcntlow enthielten, nämlich, daß an unserem Hofe ein sllßer, unniännlicher Ton geherrscht hätte oder überhaupt herrschen könnte. Ich bin hier im Augenblick der Einzige im Saale, der persönlich durch lange Jahre hindurch darüber berichten kann und deshalb sich auch verpflichtet fühlt, davon Kenntnis zu geben. Ich habe sieben Jahre als Flügel- adjutant und General s la suite St. Majestät Dienst getan und versichere demnach: niemals hat«in süßer, unmännlicher Ton am kaiserlichen Sole geherrscht. Dokür bürgt schon die frische, ursprüngliche Persönlichkeit unseres Kaisers. Niemals hat ein Grüppchen existiert, niemals eine politiscke Zuträgerei, niemals eine Kama- rilla: auch eine Tafelrunde hat nie existiert in der Art, wie sie der Angeklagte andeutete. Auf die Frage des Vorsitzenden erklärt Graf Moltke die Richtigkeit dieser Aussage aus seinen Eid. Von den Berteidtgern nimmt zunächst Justizrat Berckstein das Wort' Fast drei Stunden haben wir hier zwei glänzende Redner für die Schuld des Angeklagten sprechen hören. Bewiesen baden sie diese Schuld aber nicht. Män hat von allen möglichen Dingen gesprochen, von Katnll bis zu den Spatzen im Grunewald. aber den Beweis, daß die Artikel strafbare Beleidigungen enthalten, ist man schuldig geblieben, Herr Harden ist ein anständiger Mann und ein anständiger Schriftsteller und kann beanspruchen, daß ihm daS konzediert werde, was daraus folgt, nämlich, daß man ihm glaubt, wenn er erklärt, in welchem Sinne er die Artikel geschrieben hat und welches ihre Bedeutung ist. Herr Harden ist kein Pamphletist, kein geiverbsmäßiger Verleumder, kein unanständiger Skribent. Der Oberstaatsanwalt wirft ihm brutale RücksichtSIosig- krit und Nnbedenklichkeit in der Wahl seiner Mittel vor. In. wiesern ist dieser Vorwurf berechtigt? Gar nicht! Herr Harden bat niemals und auch vor Gericht nie gelogen und man wird eS ihm glauben können, daß er mehr weiß, als er sagt. WaS er vorgebracht hat. beruhte nicht auf Phantasien von Flüsterern und Lügnern, sondern auf Mitteilungen eine? ManneS wie Geh. Rat Schweninger und dessen Ehefrau, die die eigene Nichte de? Grafen Moltke ist. Er ist nicht leichlsertig vorgegangen und hat nicht zu schnell geglaubt. Dieser Vorwurf würde auch alle anderen treffen, die die Frau v. Elbe für glanblmirdig erachteten, auch den ersten Gerichtshof. Harden ist nicht au? Lust am Skandal an die Sache herangetreten, sondern cr ist in die Sache eigentlich wider seinen Willen hineingedrängt worden. Ihn kann nicht der Vor- wurf treffen, daß er aus den Elicscheidungsakten vor der Welt elivaL mitgeteilt hat. denn aus den Artikeln kann niemand er- sehen, ob Graf Moltke überhaupt verheiratet ist oder nicht. Die Behauptungen von der„Kamarilla" und der„Liebcnbergcrei" sind doch keine Erfindungen HardenS. Nun sehe man doch überhaupt einmal die Artikel an: sie füllen 120 Druckseiten und alle Stellen, in denen vom Grafen Moltke die Rede ist. machen zusammen kaum eine halbe Seite aus! Der Verteidiger geht die einzelnen Artikel durch und sucht im einzelnen auszuführen, daß in keinem derselben der Sinn liege, den der Oberstaatsanwalt herausgelesen babe. Er fragt wiederholt unter Anführung der einzelnen Stellen: Darf man daL in Deutschland nicht sagen? «selbst wenn aber die Artikel so gedeutet werden könnten, wie der Angeklagte bestreitet, so würde er für die beiden ersten Artikel nicht bestraft werden können, da nach der Auskunft des Freiherrn v. Bcrgcr bezüglich ihrer Verjährung eingetreten ist. Ein delictum contiinatium liegt nicht vor. Kein Mensch hat die Artikel so verstanden und so interpretiert, wie eS jetzt geschieht, der Lärm, der nachträglich entstanden, ist ihm nicht aufs Konto zu setzen. Ich bin nunmehr bei den Personen angelangt, die Harden in seinen Artikeln erwähnt hat. Da muß ich nun in erster Linie sagen— w o sind denn eigentlich die Herren Hohenau und Lvnar? In der Verhandlung sind bisher diese Namen nicht genannt worden, ich will mich deshalb auch nicht weiter mit diesen beschäftigen. Der- jcnige. von dem Herr Harden am meisten gesprochen hat, war der Fürst zu Eulenburg. Der Herr Oberstaatsanwalt hat hier , von mir verlangt, vaß ich dem Fürsten Eulenburg, den ich aller- dtngs scharf angegriffen hatte und angreifen mutzte, Abbitte leiste. Ich taun zu meinem Bedauern der Aufforderung des Staats- anwaltS nicht entsprechen. Ich kann meine Vernunft, meine Logik nicht zwingen. Es wäre nicht gewissenhaft und nicht anständig, wenn ich jetzt sagen würde, um de? lieben Friedens willen will ich das alles jetzt zurücknehmen. Ich will ganz offen erklären, daß ich vielleicht etwas weit gegangen bin, aber ich trete auch voll dafür ein. Fürst Eulenburg hat zu Baron Berger oa- mal« gesagt:„Harden nimmt an meiner politischen Tätigkeit An» stoß, ich gehe nach Territet." Fürst Eulenburg ging dann nach Hause und schrieb an den Baron Berger sofort einen Brief, in dem er nochmals erklärte, daß er nach Territet gehe. Weshalb schrieb denn wohl Fürst Eulenburg diesen absolut überflüssigen Brief? Meiner Ansicht liegt der Grund darin, daß der Brief Herrn Harden gezeigt werden und cr Ruhe und Frieden halten sollte, da Eulenburg ja gehe. Horden sollte sich dann sagen: der Fürst geht, Du brauchst ihn ja dann nicht mehr angreifen. Baron Berger hat dies ebenso verstanden. Hätte Fürst Eulenburg so handeln brauchen, wenn nicht irgend wo etwas faul im Staate Dänemark gewesen wäre? Die Anklage liest aus den Artikeln den Vorwurf der Homosexualität heraus. In Frage kommen hierfür nur die vier genannten Personen, nämlich Fürst Eulenburg, Gras Moltke. Graf Hohenau und der französische Herr Lccomte. Ich kann meinem logischen Denken nicht Gewali antun, ich kann es mir nicht erklären, woher eS tcpnmt, daß, wen» d i e r Personen in einer ganz gleichen Weise beschuldigt werden— d. h. bezüglich des Grasen Moltke ist ja nie eine derartige Beschuldigung ausgesprochen worden—, nur einer von ihnen sich rechtfertigt, \pcnn die ausgesprochene Beschuldigung fälschlich ausgesprochen worden ist. Graf Moltke hat auf den Vorwurf mit einer Klage geantwortet. Er Hai gesagt: Hier wird mir etwa? vorgeworfen, ich erkläre, eS ist nicht wahr, wenn ihr cö könnt, so beweist eS. DaS ist der normale gerade Weg, den jeder ehrliche und anständige Mann beschreitet. WaS soll ich mir denken, wenn der Mit- beleidigte, ja der Hauptbeleidigte, der um die gleiche Zeit Kenntnis von den Beschuldigungen erhalten hat, keinen Slrafaulrag stellte, Harden ist wenigsten? bis zum heutigen Tage keine Privatkloge des Fürsten Eulenburg zugestellt worden. DaS alles gab mir zu schwerwiegenden Bedenken Anlaß. Ich will Ihnen weilersagen, weshalb ich hier nicht von dem, was ich gegen den Fürsten Eulenburg in der Schöffengerichts- Verhandlung gesagt habe, zurücknehme und nicht die von mir ver- langte Abbitte leiste. Ich will Ihnen klarlegen, was mich dazu zwingt, meiner Ucberzeugung treu zu bleiben. Wenn ein Mann wie Fürst Bismarck ein Wort gebraucht, so ist wohl ohne weiteres anzunehmen, daß er auch die Bedeutung des Wortes kennt. Ich kann mich nicht dazu entschli-ßen, wenn der Fürst Bismarck auf den Fürsten Eulenburg das Wort „Kinädc" gebrauchte, daß er dann nicht gewußt ejabut soll, was daS Wort„Äinäde" bedeutet. Ich kann mich nicht entschließen, mich mit der jetzt von Herrn Ehejeedakteur Dr Liman gegebenen Jutcr- prrtation einverstanden zu erklären. Herr Kriminalkommissar v. T r e s k o w, der Vertreter des Polizeipräsidiums, hat von dem Grafen Moltke die Erlaubnis gehabt, alles auszusagen, WaS er über Gerüchte über ihn trtisse. Fürst Eutenburg bat jrdoch die Er» iaudnis nicht gegebe», über Gerüchte hier auszusagen, die über ihn möglicherweise zirkulierten. Soll man bei all dem nicht darauf kommen, daß von dem Fürsten Eulenburg in dieser Sackte nicht immer der gerade Weg gegangen ist? Herr Lecomte hat seinerseits nicht reagiert. Und dann die Art, wie Fürst Eulenbnrg in dem Prozeß Brand unter seinem Eide die Beschuldigung des damaligen Angeklagten widerlegte! Sie stach ganz bedeutend von der Art ab. wie der Reichskanzler seinen Eid leistete. Fürst Bülow hat rund und nett der wahnsinnigen Verleumdung nach jeder Richtung hin den Boden entzogen, Fürst Eulcnburg schwor aber sehr juri- st i s ch, daß er niemals Verfehlungen gegen 8 175 des Straf» aesetzbuchs begangen. In diesem Prozeß haben wir hier eine halbe Stunde über die den Fürsten Eulenbnrg betreffenden sexuellen Fragen gesprochen, ohne daß cr eingegriffen hat. Er hat nur er- klärt:„Ich habe niemals Schmutzercicn gemacht." Das Gericht stellt sich aus den Standpunkt, daß darüber genügende Feststellungen gemacht sind, nachdem der Nebenkläger unter seinem Eide erklärt hat: er stelle in Abrede, daß ihm bezüglich des Fürsten Eulenburg etwas Unschickliches bekannt sei. Ich erkläre hierzu: wir bezweifeln hier durchaus nicht, was Gras Mottle unter seinem Eide gesagt hat, aber damit wird doch nicht die Tatsache auS der Welt geschafft, daß wir hier einen Antrag gestellt hotten, der daS Gegenteil von dem beweisen sollte, was Fürst Eulenburg dargetan hatte. Deshalb bin ich reicht in der Lage, der Aufforderung des Staatsanwalts zu entsprechen. Die bekannt gewordene Tatsache, daß Se. Majestät geivisse Entschlüsse gefaßt habe, war eS. die Aussehen erregte. Ich glaube doch nicht, daß Sc. Majestät so schwerwiegende Beschlüsse bloß auf Artikel der„Zukunft" hin faßt. Diese konnten doch nur die Veranlassung sein, die Sache sich anzusehen. Hordens Scbuld ist«s nicht, daß Graf Moltke anders zu Se. Maiestät steht als früher. Der Oberstaatsanwalt verweist auf das Ausland und auf den Jubel, den die zur Sprache gebrockten Tange dort verursackt haben. Ist eS denn beklagenswert, daß die Adlervilla geschlossen ist und diejenigen entfernt sind, die der KricgSminister mit Recht „Buben" nannte? Düngerhaufen muß man entfernen, nicht zu- decken! Die Krankheit ist das Ucbel, nicht der Arzt! Ter deutsche Schriftsteller muß das Recht haben, auf Uebelständc hinzuweisen, ahne sich eine Anklag« zuzuziehen. Harden hat von Aiikang an ge- sagt: homosexuelle Dinge habe cr vom Grafen Moltke nicht be- hauptet. Er irar aber duich den Gang der Verhandlung gezwungen, jchließlich etwaige Beweise dafür heranzuziehen. Ich meinerseits hätte eine Pflichtvcrgcssenheit begangen, wenn ich mich von etwas anderem hätte leiten lassen, als von dem Interesse meines Klienten. is 193 muß dem Angeklagten zugebilligt werden, denn Vaterlands- liebe und deren Betätigung sind doch gewiß berechtigte Interessen. Ter OberstaatSanivalt, der trefflich alle Gründe angeführt hat, die für eine Geldstrafe sprechen, ist mit seinem Antrage plötzlich vom Wege abgewichen. Von einer Freiheitsstrafe kann nach w.eincr Meinung gar nicht gesprochen werden, von einer Geldstrafe nur, wenn s>93 dem Aiigeilngün nicht zugute käme, waS doch in ausgiebig- stein Maße der Fall ist. Ich bitte zum Schluß de» GerichtShaj, die 5chuldfrage zu prüfen lediglich vom gesetzlichen und juristischen Standpunkt anS und sich um die politisckc Aktion und die etivaigcn schlimmen Folgen derselben nicht zu kümmern. Der Angeklagte hat. wie der Oberstaatsanwalt selbst anerkennt, aus einem Beweg- grund gehandelt, der ihn allein schon von einer Freiheitsstrafe schützen müßt«: nämlich dem Vaterlandc nützen. Wir sollten unS nicht möglichst wenige, sondern recht viele Menschen wünschen, Oberstaatsanwalt Dr. Jienbiel: Ein Wort der Wahrheit zu wagen wird's hoffentlich auch in Deutschland immee Männer geben. Hier handelt es sich aber nicht um ein Wort der Wahrheit, sondern um ein Wort der Unwahrheit. Es ist ja gerade als unwahr erwiesen, was der Angeklagte dem Grafen Moltke nachgesagt hat. Deshalb war Herr Harden durchaus nicht berechtigt, solche Worte auszusprechen. Jn einer längeren Meplit bemerkt Oberstaatsanwalt Dr. Jfenbiel für die die Baterlanbsliebe das motiv zum Handeln ist. So zahl-| leidigungen annehmen wollte. Bei den ersten beiden Artikeln ist| werden mit Südficht auf ben guten Glauben und die lauteren reich sind die Männer nicht, die einmal ein mutiges Wort wagen. aber auch die Verjährung schon eingetreten. Der gute Glaube Motive des Angeklagten. Ties zu wahren ist ein Recht, auf das der individuell geachte be wird dem Angeklagten aber nicht bestritten werben tönnen. Der Deutsche besonders stolz ist und dieses Recht möge auch ferner er erfte Grund zu seinem Borgehen war die Aeußerung Bismards. halten bleiben: Auch im neuen Jahr das alte Recht! Dieser Aeußerung durfte Harben glauben, denn Bismard über. legte immer sorgfältig, was er fagte. Auch Frau b. Elbe mußte u. a.: Wenn man die Verteidigung hört, müßte ntan fich wundern, Herrn Harden durchaus glaubwürdig erscheinen, ihr haben doch daß Graf Moltke nach Kenntnisnahme der Artikel sich nicht hin auch fo viele andere Aerzte und Laien geglaubt. Als eine Ge- gesetzt hat, um dem Angeklagten herzlich zu banken.( Heiterkeit.) fährdung des Staatswohls muß es dem Angeklagten aber er. Das ist doch eine interlineare Afrobatit. Garden selbst hat au scheinen, wenn ihm mitgeteilt wurde, Graf Moltte habe erklärt: gegeben, daß er Spott und Hohn anwenden wollte, um die Herren Wir haben aus der Nähe des Kaisers zu bringen. Es hat keine Gruppe bestanden, die Herrn Harden zu seinen Artikeln beranlassen fonnte. Tie Egijtenz einer solchen Gruppe besteht nur in dem Gehirn des Herrn Harben. Die Gruppe ist ein Irrtum von ihm, ebenso wie die Behauptung der Homosexualität. Herr Graf Moltke ist ein gänzlich unpolitischer Mann, wie Harden felbft nicht bezweifelt. Auch Justizrat Sells erwidert noch furs auf einige Ausführungen der Verteidiger. Keinem Menschen sei es eingefallen, dem Angeklagten bösen Glauben vorzuwerfen. Es müsse aber behauptet werden, daß er bei seiner Informationseinziehung objektib unparteiisch fachlich nicht gewesen ist. Justizrat Sello: Graf Moltte hat doch als Beuge unter seinem Eid ausgesagt, daß ein Artikel ber Bukunft" ihm Anlaß gegeben bat, am 8. Mai d. J. seine Verabschiedung zu erbitten. Justizrat Kleinholz: Herr Harben ist ein wahrhaftiger Mann, er würde das nicht ableugnen, was er geschrieben hat und man muß ihm glauben, wenn er fagt, er habe die Beleidigungen, die ihm imputiert werden, überhaupt nicht in die Worte bineinlegen trollen. Ein fortgesettes Delift tann unter feinen Umständen vor liegen, selbst iwenn man tatsächlich das Vorhandensein der BeSozialdemokrat. Wahlverein für den 4. Berliner Reichstagswahlkreis ( Landsverger Viertel). Bezirk 395, Teil I. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Genosse, der Tischler Hermann Laws ( wohnhaft Petersburgerstr. 31) gejtorben ift. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Freitag, den 3. Januar 1908. nachmittags 1 Uhr, von ber Leichenhalle des Krankenbauses am Friedrichshain aus nach dem Bentral Friedhofe in Friedrichs felde ftatt. Um rege Beteiligung erfncht 216/1 Der Vorstand. Deutscher Holzarbeiter- Verband Todes- Anzeige. Den Mitgliedern zur Nachricht. daß der Kollege, Tischler Hermann Laws am 29. Dezember verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Freitag, den 3. Januar, nach mittags 1, Uhr, vom Strankenbaufe am Friedrichshain aus nach dem Zentralfriedhof in Friedrichsfelde ftatt. Um rege Beteiligung ersucht 77/2 Die Crisverwaltung. um den Kaiser einen Ring gebildet, den niemand mehr durchbrechen fann" und er habe zu seiner Gattin gesagt:„ Wenn ich erst geschieden bin, werde ich als Flügeladjutant aus der Nähe Sr. Majestät immer Bericht erstatten fönnen." Der Angeklagte erblickte in der Kamarilla eine Schädigung des Staatsganzen. Sie hat gegen eine Versöhnung des Kaisers mit Bismard gearbeitet, drei Sangler sind durch ihre Wirksamkeit entfernt worden, auch ber alte Hohenlohe hat nur mit routentbranntem Herzen von Eulenburg gesprochen. Wenn also in den Artikeln des Angeklagten wirklich etwas Strafbares enthalten sein sollte, dann dürfte schon auf eine Gefängnisstrafe nicht erkannt Danksagung. Die über Erwarten große Beteiligung und hierdurch bewiesene herzliche Teilnahme gelegentlich der Beerdigung des uns zu früb und unvermutet entrissenen inniggeliebten Gatten, fürsorglichen Vaters, treuen Bruders, Schwiegervaters, Onkels, Schwagers und Großvaters, des TheaterDirektors und Gastwirtes Aegidius Diez war ein Trost für unsere wunden Herzen. Wir gestatten uns an dieser Stelle allen Beteiligten unseren tiefgefühltesten Dank auszusprechen. Wir danken ferner dem Verein der Saalbesitzer von Berlin und Umgegend, dem Internationalen Verein reisender Schausteller, Sitz Hamburg, Sektion Berlin, der Internationalen Artisten- Genossenschaft, dem Internationalen Frauen- Schaustellerverein und dem Kellnerverein„ Einigkeit“. Unsere Verehrung und Liebe für den Entschlafenen wird auch nach seinem Tode nicht erlöschen. Er hat sich in unseren Herzen ein unvergängliches Denkmal errichtet. Frequenz 20 000 Schüler. Im Namen der Hinterbliebenen Frau Louise Diez geb. Zastrow. Waldemar Diez als Sohn. Frau Frieda Struwing als Tochter. Alfred Struwing als Schwiegersohn. Nach beendeter Inventur sind die Preise auf sämtliche Artikel bis zu 330 herabgesetzt: 34911 Teppiche 24, 36, 45 usw. v. M. 4.50, 8, 13.50, v. Gardinen M. 2.10, 3.50, 5, Portieren 7.50, 9, 12 usw. v. M. 5, 6.75, 9, 11.50 usw. sowie Steppdecken, Tisch- u.Diwandecken, Läufer- a. Möbelstoffe etc. Teppich Größte Berliner Zuschneide- Akademie Alexanderplatz, Direktion Maurer Adler Bedeutendste Fachlehranstalt der Welt für die gesamte moderne Zuschneidekunst. Höchste Auszeichnungen: Grand prix, Chren, preis, Ehrenfreuz, viele goldene Medaillen zc. für hervorragende Leistungen im Unterrichtswesen. Theoretische und prafiische Auss bildung. Vorzüglichste, einfachste, gefeßlich geschütte Syfteme. Zahlreichstes Fachlehrpersonal. Kaufende von Anerkennungen. Herren und Damen- Lehrturs ftreng getrennt. Zages- und Königstraße 20-21, a. d. Jüdenstr. Albendkurse. Neue Lehrkurse für Herren und Damen: Paul Töhs, Schneidermeister ichneiderei. Wäsche, Putz beginnen jeden 1. und 15. im Monat. Reflektanten fostenloser Stellennachweis. Schnittmuster- Berkauf. Unferen, reich illuftrierten Jubiläums Brofpeft ber lange man gratis und franto. Brämiiert mit höchsten Auszeichnungen. 13362* Justerburger. Straße 1G. Laden. Stoffe. Lager tu n. ausländischer Hierauf wird die Verhandlung auf Donnerstag 10 Uhr vertagt. Konsum- Verein für Tegel für Tegel und Umgegend. Eingehagene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht. Donnerstag, den 9. Januar, abends 8 Uhr, im Saale des Herrn Göh, Tegel, Schloßftr. 7/8. Ordentliche General- Versammlung. Zages Ordnung: 1. Geschäftsbericht. 2. Erwerbung von Geschäftsanteilen bei der Baugenossenschaft Freie Scholle". 8. Einführung von Hausanteilscheinen. 4. Vereinsangelegenheiten. 103/1 TANZLEHRER VER BAND SA B 4.U Der Aufsichtsrat. Tanzlehrer- Verband " Solidarität" Berlins und Umgegend. Freitag, 3. Januar, abends 9 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer Nr. 15. Saal 7: Ordentliche Generalversammlung Erscheinen aller Kollegen unbedingt notwendig. 281/1 Der Vorstand. Rich. Heinrich, Brangelitr. 107. Amt 4, 10381. Deutscher Holzarbeiter- Verband Zahlstelle Rixdorf. Todes- Anzelge. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unfer Kollege, der Tischler Andreas Christiansen am 30. Dezember verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Freitag, den 3. Januar, nach mittags 3, Uhr, von der Leichen balle des Jatobi- Stirchhofes, Her mannstraße 12, aus statt. 77/4 Um rege Beteiligung ersucht Die Ortsverwaltung. Deutscher Holzarbeiter- Verband Den Witgliedern zur Nachricht. daß der Kollege, Möbelpolierer Eduard Wulff am 28. Dezember verstorben ist. Ebre feinem Andenken! Die Beerdigung findet morgen Donnerstag, den 2. Januar, nach mittags 8 116r, von der Leichen halle des Luisenstädtischen Stich hofes in Rigdorf, Hermannstraße, aus ftatt. Um rege Beteiligung ersucht 77/8 Die Ortsverwaltung. Verband der freien Gastu. Schankwirte Deutschlands Zahlstelle Adlershof. Am 80. Dezember 1907 verstarb die Frau des Kollegen Gustav Jürke. Die Beerdigung findet am 2. Januar 1908, nachmittags 8 Uhr, von der Leichenhalle des Röpenider Friedhofes aus statt. Die Ortsverwaltung. Danksagung. Sage hiermit allen Berwandten, Freunden, Bekannten, dem Verein ber Stereotypeure und Galvano plaftiler, den Maschinenmeisterfollegen fowie der Dffizin von Rudolf Moffe für die zahlreiche Beteiligung und die schönen Strangipenden bei der Beerdigung meines lieben guten Mane nes, des Stereotypeurs Michael Palesch meinen berglichsten Dant. 2300b Witwe Anna Balefch. S teppdecken fauft man am preiswertesten jetzt nur direkt in der Fabrit Berlin C., Prenzlauerstr. 11a. S. Strohmandel. Alte Steppdeoken werden aufgearbeitet. Meiner verehrten Kundschaft und allen Phänomen Rauchern Wunsche meiner geehrten Kundschaft ein Frohes Neujahr! Herren Uhren Damen Uhren Jabr! Ohne Anzahlung. ein frohes neues Jahr! Cigaretten- Fabrik Namkori- Phänomen. Wichtig für die Abonnenten des ,, Vorwärts"!!! Brückenstr. 13, Taschenuhren. R. Hartmann, Trauringe, Riesen- Auswahl. Größtes Spezialhaus der UhrenBranche. Geschäft 20 Jahre. Kein Laden. Letzte 3 Tage! Fast umsonst! werden im totalen Räumungs and Inventur- Ausverkauf de Konfektionshauses Westmann Hauptgesch.: W., Mohrenstr. 37 a, a. d. Kolon., n. Hausvogteipl. Filiale: 0., Gr. Frankfurterstr. 115, 2. Haus a. der Andreasstr. Man beeile sich!!! Abendmäntel, Plüschmäntel, Liftboys, Kostüme, Röcke, Blusen, Stolen, Maffen, Persianerjacketts, Pelzmäntel etc., Original- Modelle. Reisemuster u. Kopien, selbst für die stärksten Figuren vorrätig. in sechs Preiseinteilungen abgegeben: 2 8 4 5 6 Preiseint. 1 bisher bis M. 18 bis M. 30 bis M. 50 bis M. 90 bis M. 160 bis M. 250 jetzt nur 10 пир 16 ПИР 30 our 65 nur 83 n e 93 9 " Keine Massen- oder Dutzendware, nur exquisite Ausführungen! asw. Um die Räumung schnellstens zu erwirken, gehe ich heim Einkauf für M. 20, 1 blauen Kragen mit Capuchon f. Kinder von 1-12 Jahren. oder 1 Kinderpyjak gratis! Diese günstige Gelegenheit kommt nie wieder! Mein Trauerbefindet sich Magazin unverändert W., Mohrenstr. 37a, a. d. Kolonaden. Fil.: 0., Große Frankfurterstr. 115, 2. Haus a. d. Andreasstr. Neujahr geöffnet 8-10, 12-2 Uhr Im eigenen Interesse empfiehlt es sich, genau auf Firma u. Hausnummer zu achten! Ich bitte wiederholt, die Einkäufe in meinem Geschäft vormittags zu besorgen, da nachm. zu starker Andrang! Kellers Festsäle, Koppenstraße 29. Heute abend 7%, Uhr: Lustige Neujahrs- Feier. Leitung: Margarete Walkotte. Lene Land die bedeutendste deutsche Parodistin als Gast. Frl Becker, Konzertsängerin. Frau Ilka Paulet, Herr Wiemer, Margarete Walkotte, Emil Walkotte, Herr Bernh. Nitzsche am Flügel Entree 50 Pf. Im Vorverkauf bei Herrn Horsch, EngelUfer 15 u. in Kellers Festsälen. An der Abendskasse 60 Pt. Anschließend: BALL! Gefellichaft der Musikfreunde. Saal der Brauerei Königstadt, Schönhauser Allee 10/11: sängerin, wirkung von Konzert unter Mit Frances Rose, kgl. HofopernHerrn Prof. Bernhard Dessau, kgl. Konzertmeister, Herrn Ettore Gandolfi, Karten a 50 und 25 Pf. im Aussehanklokal der Brauerei. Deutscher Holzarbeiter Verband. Mittwoch, den 1. Januar 1908, nachmittags 3 Ubr: Große Theater- Vorstellung in Froyers Festsälen, Koppenstr. 29: Staatsanwalt Alexander. Billetts a 50 PI. sind noch zu haben im Restaurant Lorenz, Koppenstr. 28. 1000 Mk. zahlen wir für die besten Rezepte zur Bereitung von Getränken und Speisen mit Bio- Malz 77/1 Näheres Prospekt C., den gratis versendet die Chemische Fabrik Gebr. Patermann, Berlin- Friedenau 5. Zahnärztliche Klinik SW., Belle- Alliancestraße 106 I, gegenüber Warenhaus Jandorf, und N., Brunnenstraße 185 I, am Rosenthaler Tor. Zahnziehen unentgeltlich. Bei fünfft. Zähnen u. Blomben w. d. Un foften berechnet. Genffnet von 9-6 Ubr. Sonntags 9-12 ligt. 14212* Aus der Inventur: Seidene Busen U. Jupons 12.15., 18., 22. etc. Wert teilweise das Doppelte und Dreifache. Aenderungen sofort----Maass- Anfertigung schnells: ens Die Mischung der Josetti Vera Cigaretten vereint alle Eigenschaften feinster Türkischer Tabake in vollkommener Weise. Aromatisch, rein im Geschmack, gehaltvoll und doch milde. JOSETTI VERA CIGARETTEN bieten za mässigem Preis die Qualitäten, welche für Cigaretten zu doppelten Preisen als deren hervorragende Eigenschaften in Anspruch genommen werden. Se den Herzog Joselli 10 ST. FÜR 30 PFENNIG. Muster an jedermann franko. alo Gegründet 1878 10 Tage. In Samt und Seide verkaufe nach beendeter Inventur grosse Posten Seiden- Reste und Rest- Coupons direkt an Private. Reine Seiden für Braut-, Hochzeit- und Ball- Roben, füher bis 4.00, jetzt 1.25 1.75, 2.25 etc. Blusen-, Jupon- und Jacket futter- Seiden jeder Art 1.25, 1.50, 1.75. Blasen- und Kleider- Samte, darunter ein Rest- Sortiment, anstatt 400 jetzt 1.50. Reinseidene schw. Damaste, Merveilleux 15.-, 20.-, 25.-, 30.- per Robe Adresse genau beachten! Berlin, nur Leipzigerstr.79 Selden- Engros- Haus Hermann Herzog, ppe, am Donhoffplatz. Telegramm Adresse: Selden- Herzog. Die städtische Sparkasse besteht gegenwärtig aus zwei Abteilungen: Sparkasse A für schwarze und rote Bücher am Mühlendamm 1, Spartaffe B für blaue Bücher in der Linfstraße 7/8. Am Donnerstag, den 2. Jaunar 1908, wird eine neue Sparkaffe D für grüne Bücher in der Püdlerstr. 43/44( Markthallengebäude) und am Mittwoch, den 15. Januar 1908, eine neue eröffnet werden. Sparkasse C für graue Bücher am Arminiusplat( Markthallengebäude) Die Raffe B ift hauptsächlich für den westlichen, die neue Staffe O für den nordwestlichen und die neue Raffe D für den füdöftlichen Stadtteil bestimmt, ungefähr innerhalb der nachbezeichneten Grenzen: Sparkaffe B ( blaue Bücher).. Jm Norden die Charlottenburger Thaussee vom Bahnhof Tiergarten bis zum Großen Stern, der Spreeweg und die Spree von der Lutherbrüde bis zur Beidendammerbrüde, im sten die Friedrich- und Belleallianceftraße, im Süden und Westen die Weichbildgrenze. Sparkasse C ( graue Bücher). Sparkasse D ( grüne Bücher). Im Norden der Spandauer Schiff- Im Norden die Schlesische Bahn fahrtskanal und die Weichbildgrenze, und die Weichbildgrenze, im Westen die Weichbildgrenze, im Often und Süden die Beidh im Süden die Charlottenburger bildgrenze und der Landwehrkanal Chauffee, der Spreeweg und die Spree bis zum Urbanhafen, bis zum Humboldthafen, im Often der Spandauer Schiff fahrtskanal bis zum Nordhafen. im Westen der Luisenstädtische Kanal. Die Sparfaffe A bleibt für das übrige Stadtgebiet zuständig, jedoch ist die Eröffnung noch mehrerer Sweigfaffen bereits in Aussicht genommen. Obige Abgrenzung der Stassenbezirle hat für das beteiligte Bublifum feine arvingende Bedeutung; jedem Einwohner steht vielmehr frei, bei der Anlegung eines Sparbuches nach Belieben unter den städtischen Spartassen zu wählen. Unzulässig ist aber die Anlegung mehrerer Bücher, etwa bei verschiedenen Kaffen, auf den Namen ciner Person. Jede der vier Sparkassen nimmt nur auf die ihrer eigenen Buftändigkeit unterliegenden Bücher Einzahlungen an und leistet auch nur auf solche Bücher Auszahlungen, alfo: Staffe A nur auf schwarze und rote Sparbücher, Staffe B blaue " Staffe C Staffe D " grane " " grüne Einzahlungen werden aber auch bei jeder beliebigen der über die ganze Stadt verbreiteten Annahmestellen entgegengenommen; und im allseitigen eigenen Interesse der Sparer empfehlen wir die Benukung dieser Annahmestellen mö lichst in allen Einzahlungsfällen dringend. lebertragungen von Sparguthaben von einer der städtischen Sparkassen auf eine andere erfolgen auf Antrag der Sparer jederzeit kostenlos und ohne Unterbrechung der Berzinsung. Wünscht also der Befizer eines fchwarzen, roten oder blauen Buches fünftig nicht mehr bei der Kaffe A oder B, sondern bei einer der beiden neuen Sparkassen abgefertigt zu werden, so braucht er zu diefem Zweck nur die Uebertragung des betreffenden Guthabens an die Kaffe C oder D bei der bisher zuständigen Kasse unter Borlegung des Sparbuches zu beantragen. Die neuen Staffen C und D werden für die Sparer cbenso wie die älteren Kassen mit Ausnahme der Sonn- und Festtage täglich von 9 bis 2 Uhr geöffnet sein. Berlin, den 16. Dezember 1907. Kuratorium der städtischen Sparkaffe. Gehricke. Aus der Inventur: Braut- n.Gesell schafts Roben sowie hochelegante Kostüme und Rocke Jeden Genres, teilweise für die Hälfte O Maass Atelier im Hause Carl Micksch 88 Swissenschaftlich Satbilder Vodrage BERLIN 18 Weberstr.13 Unterhallend Dr. Simmel Spezial- Arzt für Haut- und Harnleiden. Prinzenstr. 41, dicht am 10-2, 5-7. Sonntags 10-12, 2-4 Hochbaugelände 4 Etagen, geschloff. Banordng.. direkt anfdließend a. d. Bahnhof Seegefeld R. von 8 Mark an. Auskunft in unferem Rontor vis- a- vis dem Bahnhof- Aus: gang Seegefeld. am Schönste Hochwald- u. Landparzellen Bahnhof Sadowa TR. von 10 Mark an. Auskunft bei unserem Bertreter Neugebauer in der Kolonie, Stöpeniderstr. 36 u. im Restaurant Götze, Saulsdorf.* Nieschalke& Nitsche, Berlin NO, Neue Königstraße 16. Rücksendung und Umtausch gestattet. S Beste BETTENFÜLLUNG sind GUSTAV LUSTIGS MONOPOLDAUNEN ( gesetzlich geschützt) das Pfund 2.85 Mark Die erste Bettfedern- Fabrik mit elektrischem Betriebe Gustav Lustig Berlin S., Prinzenstr. 45, 46 u. 47 führt nur Bettfedern zu 0.55, 1.00, 1.25, 150, 175, 200, 2.25, 2.50, 3.00, 3.50 bis 5 M. 2.5" Di. pro Bfund. Dannen zu 2.85, 3.50, 4.50, 5.50, 6.50 bis 8 m. per Pfund. Fertige Betten, bestehend aus Oberbett, Unterbett, 2 Kiffen zu 12, 15, 20, 23, 28, 31, 38, 45, 54, 61, 75, 90 bis 105 W. Bett- Inlette und endere Bett- Artikel Größtes Spezial- Geschäft Deutschlands. Es fann niemand Betten und Bettfedern billiger oder besser liefern als die Firma Gustav Lustig 1. weil die Firma fich nur mit dem Artikel Betten und Bettfedern befaßt, 2. weil frin zweites Geschäft, das Betten und Bett. federn führt, jährlich über 2000 8entner Bettfedern und Dannen umfest, 3. weil die Firma Grstav Lestig von erften Jm. porteuren, von ersten russischen, österreichischen und inländischen ammlern und von Geflügelmästern fauft und 4. Rohwaren in eigener Bettfedernfabrik verarbeite Besonders empfehlenswerte Bettenfüllungen sind: echt chinesische( gesetzl. geschützt) Monopoldaunen Pfund Mr. 2.85 echt russische( gesezt. geschützt) Matadordaunen Pfund Mt. 3.50. Raw bielen belben Sorten genügen 8 bis 4 Pfund zum großen Oberbett. Taufende von Nachbestellungen sind der befte Beweis für die Güte der Waren. Umsatz im Jahre 1907: 2480 Zentner Bettfedern u. Daunen von keinem anderen Betten- u. BettfedernGeschäft auch nur annähernd erreicht. Grösstes Spezial- Geschäft Deutschlands. Rücksendung und Umtausch gestattet. Berantwortlicher Redakteur: Hans Weber, Berlin. Für den inferatenteil verantw.: Th. lede, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärt udbruderet u. Verlagsanitalt Baul Singer& Co., Berlin SW. Proben und Preislisten umsonst. Nr. 1. 25. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mittwo. 1. Januar 1908. Partei- Angelegenheiten. liegt eingetretenen Froft unterbrochen. Die sämtlichen Seen find Austritt meiner Frau und den meinigen aus der evangelischen I mit einer Eisdecke überzogen, und da das Aufeisen derselben ber- Landeskirche dem Gericht angemeldet. Nach Verlauf von vier Wochen doten ist, mußte der Schiffsverkehr eingestellt werden. Nur die begaben wir uns nach dem Amtsgericht, um hier persönlich unfere Zur Lokalliste. In Neu- Zittau, Kolonie Vurig, steht uns das Lokalschiffahrt für Berlin, die allerdings durch Eisverhältnisse noch Willensmeinung zu Protokoll zu geben. Da erklärte uns der annicht beeinträchtigt ist, bleibt im Winter aufrechterhalten, weil den wesende Beamte, daß wir der evangelisch I utherischen Kirche Lokal des Herrn Gustav Frant nicht mehr zur Verfügung. in Betracht kommenden Transportgesellschaften die Aufeisung der angehörten, und da wir unseren Austritt aus der evangelischen Kirche Die Lofaltommiſſion. Fahrrinne der Spree zwischen Köpenid und Berlin gestattet ist. angemeldet hätten, sei die Anmeldung unrichtig. Unseren Hinweis, in den Winterhäfen bei Rummelsburg, Köpenick, Erkner, sowie daß das Wort lutherisch doch nebensächlich sei, ließ der Beamte nicht Spreeabwärts haben in diesem Jahre nur wenige Schiffe festgelegt. gelten. Es gäbe nur eine evangelisch- lutherische Gemeinde in Berlin Während in den früheren Jahren Hunderte von Schiffern ver- und wir fönnten nur aus diefer austreten. Allerdings stand auf anferten, haben diesmal nur ganz vereinzelt die Schiffsführer dort unserem Taufichein der ominöse Ausdruck: evangelisch- lutherisch. Zuflucht gesucht, weil das anhaltend offene Wasser nicht nur eine Wir mußten alio unverrichteter Dinge wieder gehen. Nach ungefähr Ausdehnung des Schiffahrtsverkehrs, sondern auch die Aufsuchung, acht Tagen fommt die Stoftenrechnung über den ersten Austritt, und der Heimorte der Schiffer ermöglichte. Die eigenartigen Gisver zwar: für Zurücknahme 90 Bf., 3 Bogen a 10 f. 30 Pf., Porto hältnisse haben auch zur Folge, daß die Schifferschulen in diesem 10 Bf., macht zusammen 1,30. Bwei Personen a 1,30 m. macht Jahre später eröffnet werden als gewöhnlich. So wird der Unter- 2,60 m. Als wir unseren Austritt zum zweitenmal wiederholten, richt in den Schulen in Woltersdorf und in Fürstenwalde erst am saben wir, daß es noch vielen anderen Parteigenossen ebenso erging. 2. Januar aufgenommen. Ilm andere Genossen vor Schaden zu bewahren, sei diese Gefahrung weiteren Streifen mitgeteilt. Vierter Wahlkreis. Mittwoch, den 1. Januar 1908, abends 5 Uhr, bei Graumann, Naunynstraße 27: Deffentliche Versammlung. Tagesordnung: Agitation. Kirche und Sozialdemokratie. Referent: Reichstagsabgeordneter Frizz Bubeil. Nach Schluß: Gemütliches Beisammensein mit Tanz. Der Einberufer. Berliner Nachrichten. Zum Jahreswechsel. Achtung! Kaufmannsgerichtswahlen! Die Listen der Arbeitgeberwähler liegen vom 3. bis 9. Januar Wenn sich das alte und das neue Jahr scheidend die Sände reichen, dann erwacht in uns ein unbestimmtes Gefühl, Hoffnung genannt. Ein glimmender Funke, der nie erlischt und beim Beginn des neuen Jahres in heller Glut emporschlägt. Es liegt ein sonderbarer Zug in uns, daß selbst die im Wahlbureau des Magistrats, Poststraße 16 aus. Nur der bitterſten Enttäuschungen den Keim der Hoffnung nicht ganz fann am Wahltage wählen, der in die Wählerliste einauszurotten vermögen, wir müßten denn schon stumpf sein getragen ist. gegen Freuden und Leiden. In der Säuglingsfürsorgestelle I, Blumenstraße 78, findet im Januar ein Unterrichtsturfus in der Säuglingspflege mit praktischen Uebungen statt. Meldungen schriftlich oder mündlich am 2., 8. und 4. Januar im Bureau, Blumenstr. 78, born linfs parterre. Bei der Matinee am zweiten Weihnachtsfeiertage in der Kronenbrauerei ist ein Armband gefunden worden; es kann bei Fröhlich, Beuffelstr. 10a. Seitenflügel 2 Tr. abgeholt werden. Die Boltastraße von der Hussitenstraße bis zur Wattstraße wird ab bis auf weiteres für Fuhrwerte und Reiter gesperrt. bebufs Ausführung von Straßenbahnarbeiten vom 2. Januar 1908 Feuerwehrbericht. Wegen einer Benzinerplosion wurde am Nach Beseitigung der Gefahr konnte die Feuerwehr, da nur Montagabend die Feuerwehr nach der Kolonieftr. 91/93 gerufen. Materialschaden in einer Wäscherei entstanden war, wieder abrüden. Gleichzeitig hatte die Wehr in der Zehdenickerstr. 22 zu tun, wo Watte, Dekorationen usw. in einem Schaufenster brannten. Nachts um 1 Uhr erfolgte ein Ruf nach der Kaiserstr. 11/12, wo eine Wohnung überschwemmt war. Böswilligerweise wurde die Wehr früh um 5 Uhr nach der Teltowerstr. 1 alarmiert; der Täter ist unerkannt entkommen. In der Prenzlauer Allee 237 mußte ein Küchenbrand und in der Böhowstr. 10 ein Gardinenbrand gelöscht werben. Außerdem liefen noch Alarme aus der Schivelbeiner. ftraße 11 und anderen Stellen ein. Vorort- Nachrichten. Wir machen darauf aufmerksam, daß alle GewerbeVor allem ist es die arbeitende Bevölkerung, die hofft und treibenden wahlberechtigt sind, die einen kaufmännischen An auch Grund zum Hoffen hat. Wo Hoffnung ist, ist Lebens- gestellten( Buchhalter, Reisenden, Expedienten, Lageristen, mut, ist Stampfeslust, und wie sehr wir der letteren bedürfen. Waschinenschreiberin, Verkäufer, Verkäuferin, Lehrling, Lehrhat uns wieder dieses Jahr gezeigt. Schwere, hartnäckige, mädchen) beschäftigen. wirtschaftliche Kämpfe liegen hinter uns, Kämpfe, die fast alle Als Legitimation gilt die Bescheinigung der Eintragung Schichten der Bevölkerung in Mitleidenschaft gezogen haben in das Handelsregister oder die Gewerbesteuerquittung. und deren Gewitterwolfen bereits wieder drohend am Horizont Wir ersuchen die Gewerbetreibenden, für ihre Eintragung aufsteigen. Nichts aber kommt dem gigantischen Ringen gleich. in die Wählerliste zu sorgen. das zu Anfang des Jahres bei der Reichstagswahl um die rote Residenz" entstand und aus dem das Berliner Proletariat trotz der strupellosesten gegnerischen Machinationen als Sieger hervorging. Noch aber stehen uns viele fern, die ihrer ganzen Klassen. Tage nach zu uns gehören und, verblendet durch gewiegte Um Unglücksfällen vorzubeugen, wird hiermit unter Hinweis auf Demagogen, ihren eigenen Feinden Gefolgschaft leisten. Noch die Bestimmung des§ 30 Abf. 2 der Strom und Schiffahrtsgilt es, jene Fernstehenden heranzuziehen, dahin zu stellen, polizeiverordnung vom 15. Oftober 1899 in warnende Erinnerung Rixdorf. Wie schwer es manchmal ist, ärztliche Hülfe zu erhalten, konnte wo ihre Pflicht und Schuldigkeit sie himveist: in die Reihen gebracht, daß das unbefugte Betreten des Eises sowie das unbefugte der Männer, die geschlossen und unbeirrt gegen jegliche Aus- Schlittschuhlaufen auf den hiesigen Gewässern verboten ist. Die Sonntagnacht Herr Groß. Hermannstr. 76/77, erfahren. Am Sonnbeutung, gegen ungerechtigkeit und Volksauswucherung täglich Exekutivorgane find angewiesen, auf die Beachtung dieser Beftim- tagabend befam plöglich die Mutter des Herrn G. einen Blutsturz. In aller Eile begab er sich um 11 Uhr nach der Steinmiegstraße und stündlich fämpfen. Gerade hier in Berlin verspürt der Arbeiter die Beim Schlittschuhlaufen schwer verunglüdt ist vorgestern abend Nr. 6 belegenen Unfallstation zum Roten Streuz, in der Meinung, dort einen wachhabenden Arzt für schnelle Hülfe tonsultieren zu Folgen der kapitalistischen Wirtschaftsweise am schärften, der 19jährige Buchhalter Gustav Neumann aus der Memelerstr. 16a. tönnen. Hier wurde ihm jedoch von dem Heilgehülfen erwidert, daß mit geschlossenen Augen durch's Leben der junge Mensch hatte auf einer Gisbahn an der hanfutter der wachhabende Arzt mit einem Kollegen weggegangen fei. Herr Allee dem Eissport gehuldigt. Er lief mit holländer- Schlittschuhen G. begab sich hierauf zu verschiedenen Aerzten in der Hermanns wandelt, muß gerade hier das schreiende Unrecht der und als er in rasendem Tempo auf der Bahn dahinsaufte, stieß er straße und den anliegenden Nebenstraßen, bei allen aber erhielt heutigen gesellschaftlichen Zustände in seiner ganzen Größe mit einem anderen Eisläufer, der ebenfalls im Schnellaufen er. trogdem er vorgab, erfennen, fann sich den trassen Widersprüchen, die in den tränierte, zusammen. Bei dem Zusammenprall wurde N. mit er, trogdem er vorgab, Stosten nicht zu scheuen, einen aba heutigen sozialen Verhältnissen zum Ausdruck fommen, nicht solcher Gewalt auf die Eisbahn geschleudert, daß er bewußtlos lehnenden Bescheid. Üm 12 Uhr fehrte er nochmals zur Unfallentziehen. Gerade jegt, in der Zeit des totalen wirtschaftlichen liegen blieb. In schwer verlegtem Zustande wurde er in das ſtation zurück, doch auch jest traf er einen Arzt nicht an, Niederganges, der folgenschweren, unheilvollen Strife, sollte Krankenhaus am Friedrichshain eingeliefert. auch der letzte Mann, die leßte Frau aus der Arbeiterschaft zum Bewußtsein der Notwendigkeit einer feftgefügten Stampfes fruppe kommen, die mit ungebrochener Kraft und zäher Aus dauer an den Schranken des ausbeutenden, blutsangenden Kapitalismus rüttelt. Und je trogiger eine Burg dasteht, je uneinnehmbarer sie erscheint, je mehr soll der Mut, die Tat traft, die glühende Begeisterung der Kämpfer entflammen. und wer nicht mungen zu halten. Ein schwerer Zusammenstek zwischen einem Straßenbahnwagen und einem Lastwagen ereignete fich Montag gegen 5 Uhr nachmittag in der Potsdamerstraße. Zur genannten Zeit versuchte der Lenter eines Geschäftswagens der Firma Wellerstein u. Runft, Staligerstraße 33, unmittelbar vor dem Straßenbahnwagen Nr. 2850 der Linie 91( Richtung Görlitzer Bahnhof) das Gleis zu freuzen. Der Laftwagen wurde dabei von dem Motorwagen so heftig angefahren, daß der Kutscher des ersteren, Morib täpler, sowie deffen Begleiter, der Arbeiter Paul Zimmermann, vom Bock auf den Fahrdamm geschleudert wurden. K. erlitt eine blutende Kopfwunde und Gehirnerschütterung, 3. trug eine Wunde am Kopf und innere Verleßungen davon. Beide Berunglückte wurden nach dem Elisabeth Kranfenhause übergeführt. An dem Bahnwagen war die Schußwefte eingedrückt worden, der Geschäftswagen blieb unbeschädigt. -O Hier steigt gleich lodernden Feuergarben die Kampfeslust und die Hoffnung empor, die Hoffnung auf einen Mensch heitssieg, auf den Sieg der unterdrückten, entrechteten und gefnechteten lassen, aus den Banden kapitalistischer Unfultur. In diesem Sinne wollen auch wir uns Glückwünsche zu senden, Wünsche, die nicht nur die winzige Person des einzelnen umfassen, sondern die das Wohl, das Gedeihen der Menschheit, die fröhliche, heitere Zukunft in sich tragen. Wir Dienstag vormittag 9 Uhr warf sich auf Bahnhof CharlottenTaffen das Hoffen nach einem persönlichen Scheinglück jenen, die aller Jdeale bar, sich in engherzigen Sonderwünschen ver zehren, deren Lebensglüd in einer reichen Heirat. oder einem Lotteriegewinn aufgeht, die sich in fleinlichem, egoistischem Streben über ihr leeres Dasein himvegtäuschen. Unser Hoffen baut sich auf die Stärke des organisierten, flaffenbewußten Proletariats, unser Glückwunsch ist ein Schlachtruf, der Mut und Begeisterung erweden soll, im Stampfe gegen eine Welt von Feinden, daß wir im neuen Jahre weitere Schritte vor wärts einer neuen Zufunft entgegengehen! Bor die Lokomotive geworfen. Amtlich wird gemeldet: Heute burg ein unbekannter, anscheinend dem Arbeiterstande angehörender Mann in selbstmörderischer Absicht vor die Maschine des auf Gleis 4 N einfahrenden Südringzuges 2949. Er wurde überfahren und an Händen und Füßen schwer verletzt und nach Anlegung eines Notverbandes nach dem dortigen Krankenhause übergeführt. Achtung vor Schwindelinferaten! Um den armen Leuten das Geld abzunehmen, werden die unglaublichsten Schwindelmanöver versucht. In der Tierbörse" be fand sich am 16. Oftober d. J. ein Inserat, laut welchem Frauen, die 10 Pf. für Porto und ihre Adresse einfenden, verraten werden soll, wie sie viel Geld ohne Arbeit verdienen können. Auf eine diesbezügliche Anfrage einer hiesigen Arbeiterfrau fam folgende Karte an: Weißbach, den 24. 11. 07. Geehrte Frau M.! Auf ihres Geschäßtes Schreiben ist es mir noch nicht möglich, fie diese Mitteilung au machen. Es fann erst nach Weinachten erfolgen. ch schide es sie zu. Hochachtungsvoll Selma Neumann. Die Stadtverordnetenversammlung hat zu Beginn des neuen Jahres morgen eine umfangreiche Tagesordnung zu bewältigen, so umfangreich, daß es ausgeschlossen gilt, alle Tagesordnungspunkte zu erledigen. Zu Beginn der Sizung wird die Einführung und Verpflichtung der neu bezw. wiedergewählten Stadtverordneten stattfinden, woran sich die Wahl des Vorstehers, dessen Stellvertreters sowie der Beisiger anschließen wird. Nach Erledigung zahlreicher geschäftlicher Angelegenheiten enthält die Tagesordnung folgende wesentliche Gegenstände: Berichterstattung über die Vorlagen betreffend: die Einrichtung einer Walderholungsstätte für 200 schwächliche und schulpflichtige Kinder auf dem Gelände des städtischen Rittergutes Buch und die NeuOffenbar war der Geschäftsbetrieb" der Selma Neumann in regelung der Anstellungs- und Besoldungsverhältnisse der Assistenz- Weißbach bei Schmölln in S.-M. noch nicht ganz fertig, als die Anärzte an den städtischen Strankenhäusern. Berichterstattung über frage erfolgte; vielleicht follte die Sache im großen betrieben werden, die Petition eines Schiedsmannes um Gewährung einer Ent- damit sie sich besser lohne. Und so mußte Frau M. sich in Geduld schädigung für Hergabe eines Zimmers zum Zwecke der Ausübung fassen. Da in der Weihnachtswoche löst Selma Neumann ihr Ver des Schiedsmannsamtes oder Beschaffung eines Amtszimmers. sprechen ein durch Versendung folgenden heftographierten Birkulars. Entwurf neuer Sagungen für die städtische Sparkasse, die Er- wir geben es zur Erheiterung unserer Leser und Leserinnen wieder weiterung der Strombereitungsanlage in der Zentrale Buch, den in feiner ganzen Natürlichkeit. Hier ist es: Vorentwurf zum Erweiterungsbau der V. Pflichtfortbildungsschule Langestr. 31, den Vorentwurf zum Umbau einer Fach- und Forte Weißbach d. 25. 12. 07. bildungsschule in der Linienstr. 162, Begründung eines Vertehrsverbandes mit den Vorortgemeinden und Bewilligung von Diesen Nebenverdienst oder Vertretung ist von Großer be Geldmitteln für Herstellung von Abschriften aus dem aus der deutung. Ich Suche Bekleidung meines Amtes. welches durch Berufs- und Betriebszählung vom 12. Juni 1907 gewonnenen gans Deutschland verbreitet werden soll. Material. Berichterstattung über den Antrag von Mitgliedern der Versammlung betreffend die Uebernahme von städtischen Arbeiten in eigene Regie der Gemeindeverwaltung.- Berichterstattung über die Vorlagen betreffend: die Bewilligung von Ruhegeld und Hinterbliebenenversorgung für die ohne Pensionsberechtigung im Dienste der Stadt dauernd beschäftigten Personen und den Ab= schluß eines Vertrages mit dem fönigl. preußischen Fiskus über den chemaligen Botanischen Garten hierselbst und betreffs der FestErnst Neumann setzung einer neuen Baufluchtlinie für die Grunewaldstraße bor. Diese Auskunft war denn doch auch der Fr. M. zu plump, als Die Verwendung des städtischen Ge- daß fie darauf hineingefallen wäre und den Weißbacher Neumanns ländes an der Ede der Plantagen- und Antonftraße für eine Ge- die so sehnsüchtig erwarteten 2 M. für Schriften und Koften" einmeindedoppelschule, die Anrechnung von Hülfslehrerzeit auf das gesendet gätte. Nach Stil und Faffung des ganzen AuskunftsBesoldungsdienstalter der Oberlehrer an den städtischen Gymnasien, schreibens zu urteilen, scheinen wir es hier mit einer Person zu tun Realgymnafier, Oberrealschulen, Realschulen, Realgymnasialtlassen zu haben, die im Oberstübchen nicht ganz richtig ist; viele Dumme für Mädchen und höhere Mädchenschulen. wicd fie ja wohl nicht finden. längs dieses Geländes. Wohlgeboren. No 52. dasselbe foll auch eine Stunde später nicht der Fall gewesen sein. Während G. auf der Suche war, um ärztliche Hülfe zu erlangen, fuchte feine Schwester bei Nachbarsleuten ein Mittel auszufundschaften, um das Blut der Mutter zu stillen. Endlich um 2 Uhr nachts gelang es dem Herumirrenden, einen Arzt in der Knesebeckstraße zu ge winnen. Soweit der uns durch die Schwester des Herrn Groß geschilderte Vorgang. Wenn es Leuten, die noch einen Arzt zu bezahlen in der Lage find, so schwer fällt, ärztliche Hülfe zu erhalten, wie mag es manchmal erft Unbemittelten ergeben, die nicht sofort mit barer Wünze aufwarten können. Eigentümlich erscheint uns, daß auf der Unfallstation lein Arzt anwesend war. Zwar ist uns bekannt, daß Aerzte von Unfallstationen nur in ganz feltenen Fällen zu Kranten gehen, jedoch müßte doch mindestens ein Arzt anwesend sein. Hier hätte Herr G. wenigstens ein Mittel erhalten fönnen, womit das Blut der Schwerkranken geftillt werden konnte. Ein gefährlicher Schlafstellenmarder, der seit Monaten sein Un wefen getrieben und der zahlreiche fleine Leute um ihre Ersparnisfe gebracht hat, ist jetzt der Kriminalpolizei in die Hände gefallen. Den letzten Diebstahl führte er bei dem Straßenbahnschaffner Podemski in der Richardftr. 85 aus. Er mietete sich bei B. als Schlafbusche ein und verschwand am nächsten Tage unter Mitnahme eines Svar faffenbuches über 320 M. und 50 M. baren Geldes. Bei dem„ Berschärfen" des Kaffenbuches fonnte der gefährliche Buriche verhaftet werden. Es stellte sich nun heraus, daß man mit ihm einen ganz dreisten Schlafstellenmarder das Handwerk gelegt hatte. Der Vers haftete, der 24jährige frühere Graveur Johannes Maß. gestand bei feiner Bernehmung ein, in der letzten Beit fortgefeßt unter dem Dedmantel eines Schlafburschen Diebstähle ausgeführt zu haben. Vor einigen Monaten ist er erst aus dem Gefängnis in Plößensee entlassen worden. Eichwalde. " Die Generalversammlung des sozialdemokratischen Wahlvereins Eichwalde und Umgegend fand am Sonntag, den 29. Dezember, in Heinrichs Seglerichloß" in Hantels Ablage statt. Nach dem vom Borsigenden Genoffen Seifert erstatteten Bericht des Borstandes beträgt der Mitgliederstand des Vereins gegenwärtig 81( gegen 53 am Beginn des Berichtsjahres), der sich auf die drei zum Bezirk des Wahlvereins gehörenden Orte verteilt wie folgt: Eichwalde 37 ( gegen 27), Miersdorf 14( gegen 14). 8euthen 30( gegen 12). Versammlungen fanden im fanden im Berichtsjahre insgesamt zwanzig statt; davon vier zur Reichstagswahl, zivei zur Gemeindevertreterwahl in Eichwalde und zwei Agitationsveriammlungen in Beuthen, von denen eine gefezwidrig aufgelöst wurde, wie auf eingelegte Beschwerde nunmehr entschieden ist. An den Bericht der Lokalkommission, den Genoffe Walter erstattete. fnüpfte sich eine sehr lebhafte Debatte, in der verschärfte Durchführung der Lokaliperre gefordert wurde, und die ihren Ausdruck fand in der Verdoppelung der Mitglieder dieser Kommision. Der Bericht des Spediteurs konstatierte ein Wachstum der„ Vorwärts" Abonnenten. Die Anzahl dieser beträgt in Eichwalde 68, in Entsprechend Zeuthen Miersdorf 75. dem Wachstum des Vereins haben sich auch die Finanzen desselben ges hoben. An Einnahmen waren zu verzeichnen 435,29 M., an AusIch bin weißer Magier und Heilfünstler in der Medezien. gaben 372,03 M., fodaß ein Ueberschuß von 53,26 M. vorhanden Ihre Hauptaufgabe ist die. Sie sollen mier von Kranten den Ürin ist. Die Bibliothek des Vereins, die infolge Renovierung in Einsenden. Ich gewehre Jhuen 50% Rabat. eine Stadt von diesem Jahre fast gar keine Ausleihungen zu verzeichnen hat, wurde 10,000 Einwohnern, werden die Woche 50. M. gerechnet für Sie. auf Beschluß der Versammlung nach Eichwalde, in das Lokal Deshalb Bitte Jch Sie, 2 M. für Schriften und Kosten Ein- des Genossen Witte verlegt. Die Bücherentnahme fann nunmehr zusenden. wie und weider ist aus den Schriften zu sehen. dort zu jeder Zeit erfolgen. Die Wahlen des Vorstandes und der Funktionäre hatten folgendes Ergebnis: 1. Vorsigender Genosse Seifert Eichwalde, 2. Vorfißender Genosse Wilh. SchulzMiersdorf, Kaisierer Genosse Mischte Eichwalde, Schriftführer Genoffe Hoffmann Zeuthen; Revisoren: Genossen Schöps und Moltenthin- Eichwalde und Feiertag Zeuthen; Beiſizer Gen. Grå- Eichwalde; Bibliothekar Gen. Witte Eichwalde; Bezirksführer für Wiersdorf Gen. August Schulz für Zeuthen Genosse offmann.( Die Wahl des Eichwalder Bezirksführers an Stelle des sein Amt niederlegenden Genossen Graz wurde dem dortigen Bezirk überlassen). Spediteur Genosse Misich fe- EichHochachtugsvoll 3 Die Spree- Havel- Schiffahrt, welche in diesem Jahre ungewöhn- Zum Austritt aus der Landeskirche erhalten wir von einem walde; Lofalfommission die Genossen Gräs und Wilte Eich lich lange aufrecht erhalten werden konnte, ist nunmehr durch den Parteigenoffen folgende Buschrift: Ich habe Anfang Ottober den walde, Bütow und August Schulz Miersdorf Walter 4 Gestrandetes Pilgerschiff. und Schudert- Beuthent.- Um eine gewisse Regelmäßig die kritischen Bemerkungen der sozialdemokratischen Stadtberordneten freiten sie. Anscheinend war ein rauberischer Ueberfall geplant, feit in die Versammlungen zu bringen und den Partei über eine folche Verwendung der Steuergroichen in die Deffentlich da die Sängerin eine Kaffette mit einer großen Barsumme und genoffen, die anderen Bereinen angehören, zu ermöglichen, feit bringen tönnten. Zweifellos wird ja die Vorlage ge- wertvollem Schmud bei sich führte. die Versammlungen des Wahlbereins zu besuchen, wurde nehmigt fein, denn vor dem Militär beugen fich ja unsere beschlossen, die Versammlungen in Bufunft am legten Mittwoch des servilen bürgerlichen Stadtväter nicht mehr wie gerne. Ob aber Monats abzuhalten. Für die seinerzeit durch behördlichen Macht die Spandauer Arbeiter und Steuerzahler mit einer solchen Der russische Dampfer Gregory Morsch" mit 1900 Pilgern an mißbrauch bereitelte Versammlung in Beuthen foll am 26. Januar Verwendung ihrer Gelder einverstanden sein werden, dürfte Bord ist nach in London eingelaufenen Meldungen bei Aloufranish, cine neue Versammlung stattfinden. Die Genossen sind ersucht, be- doch füglich bezweifelt werden, zumal man bei anderen Gelegen 32 Meilen von Djeda, gestrandet. Einzelheiten fehlen noch. reits heute für regen Besuch derfelben tätig zu sein. heiten immer von schlechter Finanzlage und größter Svarsamkeit rebet. Wenn man die 500 Mark der städtischen Armenverwaltung Weißensee. zur Linderung der Not der Armen und Arbeitslosen überwiesen hätte, würden fie beffer verwendet sein, aber da sind ja feine Orden und Ehrenzeichen au ergattern. " Eine Hafenjagd rief vorgestern hier ungewöhnliches Aufsehen hervor. Freund Lampe" hatte sich vorivigig bis in die Sedanstraße hineingewagt und gar bald war er von den Paffanten bemerkt worden. Es wurde nun eine regelrechte wilde Jagd nach dem Tier in Szene gefetzt. Jung und Alt beteiligte fidh an dem Verfolgungsmanöver. In feiner Angst jagie Meister Lampe schließlich auf den Hof des Grundstücks des Kohlenhändlers N. Aber auch dorthin feßten ihm die Verfolger nach. In die Enge getrieben berbarg fich das ab,, erlegt" werden konnte. Tegel. Gerichts- Zeitung. Hauswirtin und Mieter. Gattenmord oder Erbschleicherei? Einer Meldung aus Bukares zufolge erstattete die Familie des kürzlich verstorbenen 7öjährigen Millionärs Urlaßesnu Strafanzeige gegen seine Witwe unter der Beschuldigung, daß sie ihren Mann bergiftet habe, um sich in den Bejiz des 20 Millionen Rei betragenden Vermögens zu sehen. Explosion im Börsengebäude. In dem wegen der Ultimoliquia dation sehr besuchten Börsengebäude in Rom erfolgte gestern nachha mittag eine heftige Explosion. Die Glasdede des Hauptsaales wurde zertrümmert. Von den herabstürzenden Trümmern wurden Gaserplofion vorauliegen. 12 Personen mehr oder weniger schiver verletzt. Es scheint eine gehetzte Tier zwischen mehreren Drettern, so daß er mit Leichtigkeit die Gattin des Hauswirts, Frau Siria. ein gar strenges ReIn einer Wietstaferne im Norden Berlins, Graunstr. 18, führt giment. Nicht felten gibt es da einen fleinen Krafeel, besonders der Nach einer späteren Meldung hat sich die Explosion als eine Kinder wegen. Die" unartigen Kinder werden von Frau Hirich Gaserplosion herausgestellt. Auch das Glasdach des Nebensaales Am Jahresschluffe hat eine neue Vereinsgründung das Licht der gleich mit Schlägen bedroht. Das macht natürlich böses Blut bei der Haupthalle wurde zertrümmert. Die Türen find heraus Welt erblickt. Ein Teil der hiesigen Geschäftsleute hat einen Gesden Eltern, die fich folche Hausigrannei nicht gefallen laffen. So geriffen, eine Ede des Saales droht einzustürzen. Feuerwehrleute werbeschutzverein gebildet. Obgleich dieser Verein angeblich ein wurde der Schloffer August 2ösche, ein Mieter des Hauses und fowie zahlreiche Soldaten und Polizisten sind mit den Aufparteilofer fein foll, so wurde doch bei der Grünoung von einem Vater von sieben Kindern, sehr erregt, als Frau Sirich feinen räumungsarbeiten beschäftigt. Von den 18 Verwundeten der Hauptmacher, dem Befizer des Amtsblattes, betont, daß selbst gehnjährigen tranten und fehr schwächlichen find awei schwer verlett. verständlich Sozialdemokraten nicht Mitglieder werden fönnten. Wir Sohn, Ohrfeigen anbot und großen Schreden einhaben es also auch hier wieder mit einer antisemitischen Mittel jagte irgend einer fleinen Unart wegen. Erdbeben. Wie aus Siena berichtet wird, ist dort gestern früh Bei der Mietsstandsrettung zu tun. Veranlassung dazu gab die Konkurrenz des zahlung fagte er der Frau Hirich in etwas derben Worten 5 Uhr 40 Minuten ein schwaches wellenförmiges Erdbeben bemerkt Fabriffonfums der der Firma Borsig. Rachdem sich der Ge- feine Meinung über ihre Aufführung im Hause. Es entstand eine werbeschugverein auf das Anfinnen, diesen Fabriffonfum ein- Szene, die dazu führte, daß. Lö'che sich vor dem Amtsgericht am in Washington und Albany gestern ein heftiges langandauerndes Nach Neto Yorker Meldung berzeichneten die Seismographen gehen zu laffen, von genannter Firma eine gehörige Ab- Dienstag zu verantworten hatte wegen aufriedensbruch Erdbeben in einer Entfernung von ungefähr 4500 Meilen. fuhr geholt hat, foll ein Rabatt Sparfystem gebildet und Beleidigung. Der Rechtsanwalt der Frau Hrich, werden, um namentlich den hiesigen Konfumverein zu bekämpfen. Aber wie bei allen Rabatt- Sparvereinen, so wird auch hier der von dem Gewerbefchuzverein gewährte Rabatt erst auf die Ware auf geschlagen und von dem Käufer vorher mitbezahlt. Will die Arbeiter fchaft auf wirtschaftlichem Gebiete etwas erreichen, so ist es nötig, baß fie neben der politischen und gewerffchaftlichen Organisation fich auch genoffenschaftlich organisiert und dem schon bestehenden Sonfumverein für Tegel und Ümgegend beitritt. Oranienburg. " Ein schweres Brandunglüd, bei welchem vier Feuerwehrleute zum Teil erhebliche Verlegungen erlitten, ereignete fich vorgeftern bei Oranienburg. Dortfelbst waren die Eisschuppen der Trambaschen Brauerei in Brand geraten und das Feuer dehnte sich mit folcher Geschwindigkeit aus, daß auch die umliegenden Gebäude gefährdet erschienen. Sechs Wehrleute leiteten vom Dache eines der brennenden Schuppen aus die Löscharbeiten, als plöglich die Decke nachgab und Die sechs Männer in die Tiefe stürzten. Glücklicherweise fielen die Verunglüdten außerhalb des Brandherdes auf den Boden, so daß fie von den Flammen nicht berührt wurden. Vier der FeuerwehrTeute erlitten erhebliche Verlegungen, zum Teil Knochenbrüche, während zwei der Männer mit leichteren tontufionen davontamen. Spandau. Dr. Barnau, erklärte, die Hauswirte dürften nicht zu Brügeljungen der Mieter werden, ein Hauswirt fei doch sozusagen auch ein Mensch. Frau Hisch erhielt die Genugtuung, daß A. Lösche, der Water von sieben Kindern, zu 30 Mart Geldstrafe wegen Beleidigung berurteilt wurde. Von der Auflage des Hausfriedens bruches wurde er freigesprochen. Es wird vielleicht in der Berufungsinstanz gelingen, das Gericht zu dem Anerkenntnis zu bewegen, daß ein Vater in Wahrnehmung berechtigter Intereffen handelt, wenn er das Recht seiner Kinder wahrnimmt. Oder soll der Mieter gezwungen werden, die Hauswirtin wegen Beleidigung feiner Kinder zu verklagen? Du bist in meinen Augen weiter nichts als ein Streifbrecher! rief eines Tages im Oktober der Steinträger Leopold Dräger feinem Kollegen, dem Arbeiter Wilhelm Wert zu, der ihn mehrfach gehäuselt hatte. Werf lief zum Kadi. Das Schöffengericht Spandau verurteilte Dräger wegen Beleidigung au 15 Mar Geldstrafe. Hirsch- Dunckersche Rampfesweise vor Gericht. des bon Bier Vermischtes. Das Drama von Allenstein trorden. am Sonnabend, den 4 Januar, abends 8%, Uhr, im Reftaurant Chrift, Graphischer Ortsverein Treptow- Baumschulenweg. Bersammlung de Marienthalerftrage. Briefkaften der Redaktion. Die furiftliche Sprechstunde finder Bindenstraße Nr. 3, weiter of, britter Eingang, bier Treppen, FahrstubI Geöffnet 7 ltr. wochentäglich von 7 bis 9 Uhr abends tatt. Sonnabende beginnt die Sprechstunde um 6 Uhr. Jeder Anfrage ist ein Buchhabe nud eine 3abl ale Merkzeichen beizufügen. Briefliche Antwort wird nicht erteilt. Eilige Fragen trage man in der Sprechstunde bor. Mr. B. 8. F. Rigdorf. 1. Aus einem nur mündlich gefchloffenen Lehrvertrage fann peber der Herr noch der Lehrling auf Efüllung flagen. 2. Reint. 8. Das Mädchen foll als Selbstversicherin der Staffe weiter beibleiben. Sie hat nur von ihrem Abgang ab zu zahlen. Das frühere hat die Staffe von dem Lehrherrn einzuziehen. 3. 47. Leider fa. Sie tönnen und sollteit aber Familienunterſtügung vom Magistrat beanspruchen. Die Gewährung ber Familienunterstügung an die Familien von Refervisten oder Landwehr leuten beeinträchtigt das Wahlrecht nicht. Sie haben ein Recht auf E. B. 19. Familienunterftüßung, im Gegensatz zu einem Almojen. Cin Perpetuum mobile nennt man eine Vorrichtung, die durch eigene In Nürnberg machen sich seit einiger Zeit die Hirsch- Dunderfchen Kraft in fortdauernder Bewegung gehalten wird. Der Erfindung einer Werbeapoftel febr maufig. Besonders auf den Deutschen Metall- folchen Borrichtung ftrebten früber viele nach. Seitdem erwiesen ist, daß bon der Erhaltung arbeiterverband haben sie es abgesehen, dem sie Mitglieder ab- eine folche Vorrichtung infolge des Geleges zutreiben fuchen. Da fie mit fachlichen Gründen nicht zu tämpfen der Kraft unmöglich ist, haben die Erfindungsversuche aufgehört. vermögen, benutzen fie als Hauptbaffe die Verdächtigung der Gegner. vorher bas Armenrecht bewilligen laffen. G. 13. Die lage fann fofort angestrengt werden. Sie follten sich 2. 3. 61. Grundsätzlich Stadtverordnetenversammlung. Um noch über vier neu gewählte am 20. November gab es in einer großen Metallarbeiterverfammlung empfehlen wir feine bestimmten Herzte, Anwälte, Firmen usw. St. 23. Stadtverordnete gemäß§ 10 des Buständigkeitsgefeßes Befchluß zu eine gründliche Auseinander fegung mit einigen Führern der Hiriche. Benn in Ihrer ursprünglichen Bolice oder im Statut fteht, daß spätere faffen, damit diese im neuen Jahre in ihre Aemter eingeführt werden Der Hirsch Dunderiche Arbeiterie fretär Meutben erhob in der Dis- Nachträge gültig find, so würde auch ber§ 16 auf 3hr Berhältnis anzu und an den Beratungen teilnehmen tönnen, mußte noch fura bor fuffion gegen verschiedene Beamte des Metallarbeiterverbandes wenden fein. Ob auch ohne eine folche Bestimmung§ 16 anwendbar ist, ift ohne Einficht in die Police und das Statut unmöglich. Schluß des alten Jahres eine Sigung anberaumt werden. Die Ber- ichwere Befchuldigungen, worauf ihm ein Redner entgegen gaben Sie fich geeinigt. fo lift allein ber Inhalt der Einigung maßgebend. namens Brandstetter fammlung hatte gegen die Wahl der vier Herren, worunter fich auch bielt, daß ein Hirsch Dunderianer 8wedmäßig ist es, die Einigung schriftlich aufzufegen und die Unterschriften der Genoffe Pieper befindet, nichts einzuwenden. Man schien in der in Hersbruck Mitglieder Deutschen Metallarbeiter Bernotariell beglaubigen zu laffen. Zur Gelamimaffe gehört alles, was bem Versammlung die Absicht zu haben, die Sigung fo viel wie möglich ab- bandes durch Bezahlung gum lebertritt bewegen Bater oder der Mutter gehört hat, ebenfalls die beiderseitigen Schulden, aufürzen und so wurden denn auf Antrag mehrere Etats. die zur Beratung wollte. euthen erwiderte, dafür fei feine Gewerkschaft 6. S. 6. Für Slagen ist in der Regel der Wohnort des Schuldners angefegt waren, von der Tagesordnung abgelegt. In dem nicht verantwortlich. im übrigen mache es der Deutsche Metall- suständig, bei Klagen über 300 m. ift die Bevollmächtigung eines Anwalts Wimmer. Alexander Méri. 1. und 2. Mein. ftabtischen Kranfenhause find die Zustände namentlich hinsichtlich der arbeiterverband ebenso, der Beamte Müller, jest in Giegen, erforderlich. 2. S. 100. Che Räume für Krante mit anstedenden Strankheiten unhaltbare geworden. habe in einer Goldschlägerversammlung zu Fürth Mitglieder für 1. Beides ist dasselbe. 2. Der Staffierer. 3. Ja So find infolge Mangels an Räumen Schwindfüchtige, an Kindbett- den Metallarbeiterverband laufen wollen. Müller stellte des. bruch ist nur strafbar, wenn wegen diefes Ehebruchs die Ehe geschieden ist und der beleidigte Gatte die Bestrafung beantragt. A. N. 1. Ja. Das fieber, Diphtherie, Scarlach, Krebs Leidende häufig in einem Raume balb lage gegen euthen, die vor dem Schöffengericht beiderseitige Einkommen wird bei der Besteuerung zusammengerechnet. untergebracht und werden von einer Schwester abgewartet. Diefer Nürnberg verhandelt wurde. Der Vorwurf erwies fich als völlig 2. A. 2. Soweit 3hr Schreiben ertennen läßt, würde in dent Bustand hat den beiden dirigierenden Aerzten Veranlassung gegeben, unbegründet und Weuthen wurde zu 20 D. Geldstrafe Schluß des Bertrages tein Berstoß gegen die in Arbeiterfreilen herrschenden energisch darauf zu bringen, daß eine Erweiterung der Baulichkeiten verurteilt. In den Gründen heißt es, als erschwerend fomme in Ansichten liegen, Entscheidend ist ber uns nicht bekannte Sortlaut und die F. 11. 1. Ja. Sie tönnen aber mit der des Krankenhaufes borgenommen wird, da sie sonst jede Ver- Betracht die verwerfliche Art eines Organisationeleiters, eine andere fich etwa ergebenden Folgen. antwortung ablehnten. Die Versammlung stellte sich deshalb auch Organisation dadurch zu bekämpfen, daß man die Angehörigen der Direktion Bereinbarungen treffen. 2. Nein. 3. Nur dann, wenn Sie mit der Staffe Vereinbarungen treffen würden und die Beerdigung besorgen. vor einiger Zeit schon im Prinzip mit einer Erweiterung des Gegenorganisation in ein schlechtes Licht zu setzen sucht. G. 5. 3hr Mann ist nicht verpflichtet, bas von ihm nicht bestellte Bild Krankenhaufes einverstanden erflärt. Jegt lag nun eine Spezial zu bezahlen. A. P. 50. Ja, aber es muß zunächst abermals erst borlage mit Planen und Stoſtenberechnungen vor. Es foll nach diefer ein Sühnetermin stattfinden. Es fann dann die Chefcheibungsflage wegen Borlage ein Isolierpavillon und ein Pavillon für innere Krankheiten der für die legten sechs Monate nachweisbaren Ebebrüche angestellt werden. neuerbaut werden. Die Kosten hierfür find mit 405 000 Wt. vera R. D. 10. Wenn nicht etwa ein besonderer Anstellungsvertrag mehr berspricht, leider nein. A. Sch. 45. Die Kündigung würde nach der anschlagt. Durch diese Neubauten wird Raum für noch 103 Betten, biefigen Gerichtspragis als gültig gegen beide Eheleute erachtet werden. gefchaffen, so daß das ganze Krankenhaus nach Fertigstellung der hat nach den borliegenden Meldungen noch immer feine Löfung ge-. 75. 3ft im Vertrag nichts vereinbart, fo fteht einem nicht auf Afford Neubauten 870 Betten haben wird. Die Vorlage wird von der funden. Hauptmann b. Göben befindet sich noch in Haft, die Ber- oder nur vorübergebend angestellten Bertmeister eine Sündigungsfrist von Versammlung genehmigt. Für den Leiter der Realschule sollte nach bachtsmomente, die gegen ihn bestehen, sind noch nicht behoben. Zur fechs Wochen zum Erften des Duartals zu. Diefelbe Ständigungshift hat Rigdorf 100. Die einer Verfügung der betreffenden oberen Schulbehörde ein eigenes Alärung des mysteriösen Falles ist Kriminalkommissar Wannowsli umgefehrt der Chef gegenüber bem Bereifter. Wohnhaus erbaut werden. Man hat die Angelegenheit bis jetzt ver ber Brospekt behauptet. Buverlässige fostenlose Auskunft erhalten Sie über schoben, weil fich für diefes Wohngebäude noch fein geeigneter aus Berlin in Allenstein anwesend. Nach dem bisherigen Stand Arbeitsgelegenheit in Oregon ift unferes Bissens feineswegs fo günftig, wie Blaz gefunden hatte. Jezt hat nun der Leiter der Realschule der Untersuchung soll angeblich festgestellt sein, daß v. Göben in die dortigen Verhältnisse am besten durch die amtliche Auskunftsstelle den Antrag gestellt, ihm eine jährliche Mietsentschädigung von der Mordnacht im Haufe des erschossenen Majors b. Schönebeck Schellingstraße 4.-D. 16. 1. und 2. Veider ja. 3. Ja. 4. Die be der Gläubiger zu machen. treffenden Schritte hätte 1800 M2. zu gewähren, dann wolle er einstweilen auf ein eigenes fich aufgehalten hat, und zwar nicht in der Uniform des Offiziers, fefretariat 56. Der Birt lann für Wassergeld nur dann befonderr Wohngebäude verzichten. Die Verfammlung ſtimmte einer dies sondern in Zivilfleidung. Eine Reihe von Soldaten, die vor dem Gebühren erheben, wenn dies im Bertrag vorbehalten ift.-W. 1000. Nein bezüglich gemachten Borlage zu und genehmigte jährliche Miets- Untersuchungsrichter vernommen wurden, glauben wenigstens, entschädigung io lange, bis ein Wohnhaus gebaut werden muß. Auf Hauptmann v. Göben, als er in später Abendstunde das Haus des diese Weise erspart die Stadt jährlich etwa 1200 m. In einer Majors betrat, mit Sicherheit erfannt zu haben. Auch ist das Ges der lezten Sizungen wurde eine Kommision gewählt, die sich mit rücht in Allenstein verbreitet, daß b. Göben der Frau des erder Einrichtung von Arbeiterausschüssen für die städtischen Arbeiter zu beschäftigen hatte. Nachdem diese Kommission getagt und be- fchoffenen Majors noch nach dem Fund der Leiche eine Mitteilung fchloffen hatte, diefe Arbeiterausschüsse einzuführen, hatte der Ma- babe zugehen laffen, in der er ihr Verhaltungsmaßregeln gegeben giftrat eine dahingehende Vorlage gemacht und ftimmte die Ver- haben soll. Dagegen scheint jetzt erwiefen zu sein, daß Frau fammlung derselben zu. Bei der Vorlage betreffend Bes v. Schönebed mit der Tat selbst nicht in direkter Verbindung steht, fchaffung für die bon Unterfunftsräumen Arbeiter der weshalb auch von ihrer Verhaftung Abstand genommen wurde. Ein städtischen Gasanstalt beantragte der Stadtverordnete Genofie weiteres Gerücht, das im Orte verbreitet ist, geht dahin, daß gar Schmidt I, man möge auch einen Betrag in den Etat einfeßen, fein Mord vorliege, sondern daß ein Duell zwischen Hauptmann damit diesen Arbeitern, die bekanntlich infolge der Arbeiten an den b. Göben und Major v. Schönebed stattgefunden habe. Anlaß zu Bregel, Inſterburg heißen Retorten großen Durst bekämen, Kaffee oder Tee verabreicht werden könnte. Die Vorlage wurde genehmigt und der Antrag des diesem Gerücht bot die überraschende Entdeckung, daß eine Patrone ei fet. Thorn im Armeerebolber des Majors tatsächlich eine fleine Vertiefung Dber, Ratibor Genossen Schmidt soll bei der Etatsberatung berücksichtigt werden. Stroffen Bis hierher flappte alles wunderschön, das heißt es wurden feine zeigt, die darauf schließen läßt, daß die Waffe des Majors ab. Frankfurt versagte. Ob dieser Eindruck auf der Barthe, Schrimm großen Reden gehalten und die Sigung schien sich nach dem gedrückt worden ist, aber Stadtverordneten schnell Wunsche vieler Da Patrone freilich eine Folge des angeblichen Duells in der Unglücks. Landsberg zu erledigen. fetzte aber plötzlich bei der Vorlage über die Aenderung nacht ist oder schon von früherer Zeit herrührt, konnte noch nicht eye, Bordamm 16e, Leitmeri iniger Fluchtlinien in der Wilhelmstadt eine Debatte ein, festgestellt werden. Dresden die sich fast über eine Stunde ausdehnte. Es handelte sich bei Barba der Angelegenheit um den früheren Militär- und Zuchthausfirchhof. Die Stadtov. Dr. Baumert, Sturm, Bender und Dudich Die Allensteiner Zeitung" meldet: Angesichts des vom Kriegssowie auch die Genossen Schmidt I und Bied fordern lebhaft, daß dieser Kirchhof als Blaz ausgewiesen werde. Dagegen sprechen gericht der 37. Division gesammelten Beweismaterials hat der die Stadtverordueten Schole, Sülsebed, matowia, Ober- unter dem Verdacht der Erschießung des Majors v. Schönebed verbürgermeister Stölze und andere. Es kommt hierbei auch zu einem haftete Hauptmann v. Göben heute ein umfassendes Geständnis der Zusammenstoß zwischen dem Stadtverordneten Genoffen Bied und Tat abgelegt. dem Stadtverordneten Schole sowie zwischen dem Stadtverordneten Haupmann v. Göbens Geständnis. Dr. Baumert und dem Oberbürgermeister Stölze. Die Vorlage Best und Cholera unter den Frommen. Nach einer Meldung wird schließlich an die Fluchtliniendeputation zurückverwiesen. Der aus Konstantinopel wurden am 27. und 28. Dezember in Metta Fistus fordert für den Kirchhof über 100 000 m., was allgemeine 80 Cholerafälle festgestellt, von denen 50 tödlich verliefen; am Migbilligung hervorruft. Man hofft durch weitere Verhandlungen 27. Dezember befanden sich im Lazarett von Diedda 29 Cholera mit dem Fisfus schließlich doch noch einen niederen Breis zu er frante, von denen 20 starben; am 28. Dezember ist in Damiette ein zielen, zumal der Regierung flargelegt werden soll, daß dieser Blaz als Spielplatz für die Kinder der Arbeiter verwendet werden soll. Bestfall vorgekommen. In der anschließenden geheimen Sigung ist vom Magiftrat auch eine Ein empfehlenswerter Nutfchez. Die am Stadttheater in Leme Borlage eingebracht betreffend die Stiftung eines Jubiläums berg gastierende Sängerin Belfor wollte. wie von dort gemeldet gelchenfes an die vierte Stompagnie des Garde- Fuß- Artilleries wirb, borgestern abend nach Schluß der Vorstellung fich in einer Regiments und Bewilligung der Stoften bon 500 m. Bunächst muß Troschte nach ihrer Wohnung begeben. Statt dorthin zu fahren, man sich doch verwundert fragen, weshalb eine solche Borlage in ge- lenfte der Kutscher den Wagen auf freies Feld außerhalb der Stadt. heimer Sigung verhandelt wird. Man scheint Furcht zu haben, daß Auf die Sülferufe der Sängerin eilten Arbeiter herbei und beArbeiter Wetter Prognose für Mittwoch, den 1. Januar 1908. Bunad, ft ziemlich heiter und troden bei gelindem Frost und schwacher füdöstlichen Winden; fpäter wieder zunehmende Bewölfung. Berliner Betterbureau Wafferstands- Nachrichten der Landesanstalt für Gewäfferfunde, mitgeteilt vom Berliner Wetterbureau. Basserstand emel, Zilfit . am feit 30.12. 29.12. cm cm ¹) 90°) B 28+24 Bafferstand Saale, Grochlik avel, Spandau Rathenow Spree, Spremberg Beeston 287+ 43eler, Münden 160°) 56°) -64' ein, Magimiliansau 43+9 154 236) 3 82 am feit 30.12 29.12. cm cm) 108 -20 102 130 110-4 148) 0 -37-18 Minden 64 -16 Kaub 152 83)-17 Köln 178 -63)-15. Redar, heilbronn 60+ 240 -20 -15 Main, Wertheim Mejel, Trier fall. Magdeburg 210 + bebentet Buchs, Gistreiben. Grundeis. fchwaches Treibeis. Haben Sie Stoft? tch fertige davon Anzug ed. Paletot nach Mass, schich, dauerh. Zutaten, von 20 Mark an. Moritz Laband, Neue Promenade II( Sidtb Börse 111 1111+ Unterpegel.- Eisstand. Preise Zahn- Klinik, beliebige eib sahlung. InvalidenOlga Jacobson, straße 145. Auf Teilzahl. wöchentl. nur 1 M. Grammophone, Phonographon, eohte Menzenhauer Zithern, Konzert- Zithern, Geigen, Mandolinen, Handharmonikas ufw. Br. Pager in Zonophon- Platt Edison- Walz. ure. Elgene Reparatur- Werkstatt. Juhre's Musik- Spezial- Geschäfte Berlin N., Temminerftr. 2, an Brunnenstz. SQ. Brigerfte. 10, am Rottbufer Ter. NW. Rofoderbr. 22. am Bahnhof Deuilellte. Für den Jubalt der Juverate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber teinerlei Nerantwortung. Theater. Mittoo, 1. Januar Freie Volfsbühne. Nachmittags 3 11hr: 20. Abteilung: im Nenen Schauspielhause: Judith. Reichsballen. Steffiner Sänger. Donnerstag: Dieselbe Borstellung. nia. Tanbenuraße 18/49. 8 11hr: Kairo und die Byramiden. Nachmittags 4 Uhr: Frühlingstage an ber Riviera. Donnerstag: Kairo und die Byramiben. Nachmittags 4 Uhr: Sigillen. Sternwarie, ballbom. 57/62: Bur Beobachtung: Mars, Saturn, Doppelsterne, Rebelfede. Berliner Theater. Gastspiel des 13./14. Abteilung, nachmittags neuen Operetten- Theaters 8 Uhr im Berliner Theater: Lebige Leute. Nene freie Volksbühne. Nachmittags 2, Uhr: 20. Abteilung im Deutschen Theater: Wintermärchen. Das Nachmittags 3Uhr: Extravorstellung im Neuen Theater: Der Dieb. Anjang 7, Ubr. Königl. Opernhaus. Théatre paré. Aida.( Anfang 8 Uhr.) Donnerstag: Bajazzi. Der Barbier von Bagdad. Sönigl. Schauspielhaus. Bring Friedrich von Homburg. Donnerstag: Die Rabensteinerin. Neues fgl. Operntheater. Iphigenie auf Sauris.( Anf. 7 Uhr.) Deutsches. Was ihr wollt. Donnerstag: Ein Sommernachts. traum. Anfang 8 Uhe Schiller- Theater. Schiller- Theater 0.( ainer- beater). Mittwe nam. 8 Uhr: Wilhelm Tell. Schauspiel in Aufzügen von Friedrich Schiller. Ritto, abends 8 Uhr: Philister. Sierauf: Die Lore. Romödie in 1 Att v. D. E. Hartleben. Donnerstag, abends8 Uhr: Der Revisor. Freitag, abenes 8 br: Philister. Hierauf; Die Lore. Schiller- Theater Charlottenburg. Mittwood, nahm. 3 Uhr: Marla Stuart. Ein Trauerfpiel in B fien bon Friedrich Schiller. Mitte, abends 8 Uhr: Kollege Crampton. Komödie in 5 Aften von Gerhart Hauptmann. Donnerstag, abends subr: Der Richter von Zalamea. Freitag, abends& Ubr: Der Richter von Zalamea. Blaubart Zirkus Schumann. Sonnabend, den 4. Rannar, nahm. 3 Uhr: Till- Eulenspiegel. Ueber die Hälfte ermäßigte Preife. Neues Theater. Abends 7 Uhr: Baccarat, Donnerstag: Baccarat. Freitag: Baccarat. Kammerspiele. Frühlings Er Kleines Theater. wachen.( Anf. 8 Uhr.). Donnerstag: Gespenster.( Anfang 8. Uhr.) Lorging. Die Zauberflöte. Nachm. 3 Uhr: Undine... Donnerstag: Der Troubadour. ( Anfang 8 Uhr.) Anfang 8 Uhr. Berliner. Blaubart. nahm. 3 Uhr: Maria Magdalene. Abends 7 Uhr: Agnes Sorma. Mandragola. Donnerstag: Mandragola. Freitag: Manbragola. Sonnabend: Mandragola. Donnerstag: Dieselbe Borstellung Theater des Westens. Neues Schauspielhaus. Zwischen Ja und Nein. Donnerstag: Dieselbe Borstellung. Nachmittags 3 Ubr: Frau Holle. Leffing. Die Stüßen der Gesellschaft. Nachmittags 8 Uhr: Rosenmontag. Donnerstag: Die gelbe Nachtigal. Neues. Baccarat. Donerstag: Diefelbe Borstellung. Kleines. Mandragola. Nachm. 3 Uhr: Maria Magdalena. Donnerstag: Mandragola. Caller 40. 12ue- Ebeater.) Der Philister. Die Lore. Rachm. 8 Ubr: Bilhelm Zel Donnerstag: Der Revisor. 3 Ubr: Ein Walzertraum. Operette von Defar Strauß. Mittwoch, 1. und Sonntag, 5. Ja nuar, nachm. 3 Uhr zu halben Breifen: Die lustige Witwe. Hente Mittwoch, den 1. Januar, nahm. 3, Uhr u. abends 71%, thr: 2 Freie Volksbühne Freitag, den 3. Januar, 8%, Uhr: 24.( IV.) Abendabteilung im Lortzing- Theater: Hans Heiling. Mitglleder werden noch in allen Zahlstellen aufgenommen. Gastkarten à 1 M. können alle Mitglieder der Nachmittagsabteilungen in den Zahlstellen und im Theater erhalten. Mittwoch, den 1. Jannar, nachm. 3 Uhr: Neues Schauspielhaus Berliner Theater 13./14. Abtellung: I große Feſt- Vorstellungen 2 Ledige Leute. Rachmittag obne Ausnahme ein Kind frei! Jebes weitere Kind unter gehn Jahren halbe Breise( außer Galerie). In der Nachmittagsvorstellung zum Schluß: 55 Die lustigen Heidelberger' mit der urdrekligen Regenszene und komischen Einlagen. Mußerdem in beiben Borstellungen gleich reichhaltiges Programm. Erites Auftreten Klein Familie, in ihren fenfat. Leistungen, ber berühmten Abends zum 12. Male: fowie das glänzende Brogramm. Amerika. Driginal- Manegenschauftud des Birtus Albert Schumann 120 schwarze Leute, Große Brandfatastrophe auf dem Broadwah usw. Morgen, Donnerstag, den 2. Januar 1908, abends 7% Uhr: Große Vorstellung. Um 8 Uhr: Amerika. Arbeiter- Bildungsschule Berlin. Sonntag, den 19. Januar 1908, in Freyers Festsälen, Koppenstraße 20: Siebzehntes Stiftungsfest. Sonnabend, 4. Jan., nachm. 4 Uhr, Mitwirkende: zu fleinen Breifen: Gänsel und Gretel. Friedrich- Wilhelmstädtisches Schauspielhaus. Nachm. 3 Uhr: Jugend von heute. Abends Uhr: Schiller Charlottenburg toege Madame Sans Gêne. Crampton. Rachm. 3 Uhr: Marta Stuart. Donnerstag: Der Richter Balamea. bon Donnerstag zum erstenmal: Sn Bertretung. Freitag: In Bertretung. Friedrich Wilhelmstädt. Scan Lortzing Theater. spielhaus. Madame Gêne. Rachm. 3 Uhr: Jugend von heute. Donnerstag: In Vertretung. Besten. Ein Walzertraum. Nachmittags 3%, Ügr: Die lustige Witwe. Donnerstag: Ein Balzertraum. Theater an der Spree. Hofus. polus. Nachm. 3 Uhr: Der Attienbudiler. Donnerstag: Hokuspokus. Komische Oper. Tiefland. Radm. 3 Uhr: Carmen. Donnerstag: Die verfaufte Brant. Rachmittags 8 Uhr: Undine. Abends 8 Uhr: Die Zauberflöte. Donnerstag: Der Troubadour. Freitag: Die Entführung aus dem Serall. Residenz- Theater. Direftion: Richard Alexander. Anfang 8 r. Zentral. Frau Barrens Gewerbe. Ganz der Papa. Nachmittags 3 Uhr: Die Geisha. Donnerstag: Frau Barrens Sea terbe. Relidenz. Ganz der Papa Nachm. 3 Uhr: Eine Hochzeitsnacht. Donnerstag: Ganz der Bapa. Quifen. Birtueleute. Rachm. 8 Uhr: Berlin wie es meint und lacht. Donnerstag: Die Geisha. nirethaus. Hufarenfieber. Rachm. 8 Uhr: Benfion Schöller. Donnerstag: Husarenfieber. Trianon. Fräulein Jofette meine Frau. Nachm. 8 Uhr: Bastons Frauen. Donnerstag: Fräulein Josette meine Frau. Thatia. Die gelbe Gefahr. Rachmittags 8, Uhr: Staats anwalt legander. Donnerstag: Die gelbe Gefahr. Bernhard Moie. Die Verlobung im Pett Die oberen Behna tausend. Nachm. 3 Uhr: Der Hüttenbesizer. Donnerstag: Die Bluthochzeit. Prater. Der Mann im Monde. Schwant in 3 Arten von Mars und Desvallières. Deutsch s. M. Schönau. Baron des Aubrais: Rich. Alerander. Rachmittags 8 Uhr: Eine Hochzeits nacht. Lustspielhaus. Rachm. 3 Uhr: Penton Schöller. Abenbs 8 Uhr: Husarenfeber. Donnerstag: Ilusarenfleber. Zentral- Theater. Ganspiel des Hebbel Theaters. 8 Uhr halbe Breife: Die Geisha. Abenbs& Uhr: Frau Warrens Gewerbe. Konzert. Gesang. Festvortrag. Sinfonie- Orchester( zirka 50 Künstler) unter Leitung des Kapellmeisters Zimmer. Gesangverein ,, Senefelder" ( M. d. A.-S.-B.). Nach dem Konzert: Tanz. Billetts im Vorverkauf 60 Pf., an der Kasse 70 Pf. inkl. Programm. Billetts sind an den bekannten Stellen zu haben. 20. Abtellang: Judith. Sonntag, den 5. Jannar, nachm. 3 Uhr: 15./16. Abtellung Ledige Leute. 1. Abtellung Iphigenle auf Tanris. 26. Kunstabend im Rathause: Montag, den 20. Januar, 8, Uhr: Deutfche Romantik. Einlaßkarten a 30 Pf. nur noch in den Zahlstellen zu haben. Wagner- Feiera Sonnabend, den 15. Februar, im Mozart- Saal. Der Vorstand. In Vertr.: G. Winkler. 240/1 orussia VaneteTheate Luno Festsale Bonu Inh.: J. Leschkowski. Urania. Wissenschaftliches Theater. Taubenstr. 48/49. Nachmittags 4 Uhr: Frühlingstage an der Riviera. Uhr: Kairo und die Pyramiden. Ackerstraße 6-7. Morgen Donerst. 4 Uhr: Sizilien. Täglich: Theater- und SpezialitätenVorstellung. Auftret. v. 15 Künstler- Spezialit Neue freie Volksbühne. Die Kunst dem Volke! Nächste Extra- Vorstellungen: Heute Mittwoch, 1. Jan, nachm. 3 Uhr, im Neuen Theater: Der Dieb. Billetts à 1,10 und 1,85 inkl. Garderobe und Zettel sind im Theater bei den Ordnern zu haben. Sonntag, 5. Januar, nachm. 2 Uhr, i. d. Kammerspielen: Billetts à 1,60 M. inkl. sind in den Zahlstellen von Frühlings Erwachen. Garderobe und Zettel H. Fischer, Veteranenstr. 6, Schöngalla, Weißenburgerstr. 60, Martienzen, Neue Promenade 1, Schrelle, Landwehrstr. 8, Gorn, Oadinerstr. 1, H. Becker, Gotzkowskystr. 9, 0. Martienzen, Belle- Alliancestr. 7, Martienzen, Potsdamerstraße 48, Bobsien, Kommandantenstraße 62, H. Kaufheld, Wrangelstraße 52, P. Arendt, Schöneberg, Kolonnenstr. 43/44 und E. Schäfer, Charlottenburg, Schillerstr. 102, sowie in der Geschäftsstelle Bremerstr. 54/55 zu haben. Sonntag, 12. Jan., abends 8 Uhr, Kgl. Hochschule für Musik: Vertragsabend von Dr. Emil Milan. Billetts à 50 Pf. in allen Zahlstellen. 20 Drama in 4. siften von Bernb. Shaw. Theater an der Spree Metropol- Theater Donnerstag: Fran Warrens Ge werbe. Luisen- Theater. Reichenbergerftr. 34. Nachmittags 3 Uhr: Nachm. 8 Uhr: Das Käthchen von Berlin wie es weint und lacht. Heilbronn. Donnerstag: Othello. Carl- Haverland Theater. Spe gialitäten. Donnerstag: Dieselbe Vorstellung. Metroval. Das muß man( eh'n. Nachm. 8 Uhr:. Die Herren von Marim. Donnerstag: Das muß man feb'n. Abends 8 Uhr zum erstenmal: Zirkusleute. Operetten- Gaitspiel. Donnerstag Operetten Gastspiel: Die Geilba. 9 Freitag: Birkusleute. Sonnabend nahm. 4 Uhr: Frau ofo. Symad. La belle Alexia.olle. Abends 8 Uhr: Birkusleute. Nachmittags 3, Uhr: Familienvorstellung. Donnerstag: Symad. La belle Alexia Walballa. Spezialitäten. Donnerstag: Dieselbe Borstellung. Folies Caprice. Mal was andres. Dunfle Bunfte. Eine anständige Frau. Donnerstag: Dieselbe Vorstellung. Sonntag nachm. 8 Uhr: Romeo und Julia. Abends: Birkusleute. Montag: Birkusleute. Köpenickerstr. 63, dicht am Bahnhof Jannewitzbracke Täglleh 8 Uhr: Hokuspokus Nene Berliner Posse m. Gesang a. Tanz von Louis Herrmann. Neu: Neu: Auf schriftl. od. teleph Bestell. ( IV, 2835) werden d. Billets in Berlin u. sämtl. ororten gegen Nachn.( ohne jede Preiserhah.) In die Wohnungen geschickt! D pollo Theater DERNHARD ROSE THEATER Nachmittags 3 Uhr: Kleine Preise! r. Frankfurterite 132 Die Verlobung im Bett. Die ober. Zehntausend. Parodie. Zapfenstreich. Zannhäuser. niang 8 Uhr.- Conntagsprelle. Monna Vanna. Donnerstag: Diefelbe Borstellung. Rafino. Bieberleute. Rachmittags 4 Uhr: Singvögelchen. Der Blumenstrauß. Donnerstag: Bieberleute. Gebr. Herrufeld. Bapa und Ge noffen. Rahm. 3 Uhr: Der Hüttenbefizer. Donnerstag: Die Bluthochzeit. Freitag: Die Verlobung im Bett. Die oberen Behntausend. Familien- Vorstellung mit den Debuts der neuen Attraktionen.. a.: Hymack der Mann mit den Handschuhen. Abends& Ubr: Elite- Borstellung mit dem solständig neuen Programm ber Attraktionen. Nachmittags 3 Uhr: Die Herren von Maxim. Abends 8 Uhr: Das muß man seh'n!! Gr. Revue in 4 Akten( 12 Bildern) von J. Freund. Musik von Viktor Hollaender. In Szene gesetzt von Direktor Richard Schultz. G. Thielscher, F. Massary, B. Darmand. Bender, Giampietro, Josephi etc. Rauchen gestattet. Morgen u. folgende Tage: Das muß man seh'n! Sonnabend, 4. Januar: 1. Großer Metropol- Theater- Ball. Passage- Theater. Heute zwei Vorstellungen: Brunnen- Theater Stadt- Theater Moabit. Nachmittags 3-7 Uhr( kleine Nachmittags 3 Uhr: Die Meyer- Badftraße 58. Direft.: Bernh. Rose. Mittwoch, ben 1. Jan., nahm. 3 Uhr: heins. Donnerstag: Bapa und Genossen diese Weiber! Wintergarten. Robert Steibl. Epezialitäten. Donnerstag: Dieselbe Borstellung. Bafinge. Die fingenden Engels. töpfe. Spezialitäten Schwant in 4 Aufg. son R. Rueifel. Abends 7 Uhr: Hotel Klingebusch. Donnerstag: Dieselbe Borstellung. Drig.- Boltsstid mit Gesang u Tang Boruffia Variété, Aderstr. 6/7. a Spezialitäten. Donnerstag: Diefelbe Borstellung. in 5 Bild. v. R. Kneifel u. E. Jacobson. Nach b. Vorft.: Gr. Neujahrsball. Vorverkauf vormittags 10-1 Uhr. Alt- meabit 47-49. Donnerstag, den 2. Januar 1908: Hotel Klingebusch. 9 Driginal Belleftud mit Gelang und Zang in 5 Bildern v. M. Kneifel und e. Jacobson. Nach ber Borstellung: Großer Ball. Rasseneröffnung 7 Uhr. Anf. 8 Uhr. Preise), abends 8-11 Uhr. Heute: Premiere. Die Tochter des Herodes, The 6 Idols. Rudolf Mälzer. Die singenden Engelsköpfe. ( Prolongiert.) 14 erstkl. Attraktionen 14 150/1 WWBAVE BARTEN 765 Heute: Premiere Neues Programm. Rixdorfer Theater Bürgerfäle, Bergfirake Rr. 147. Mittwoch, den 1. Januar 1908: Die Kinder der Exzellenz. uftpiel in 4tten von Bolzogen. Sanssouci usor Anfang 7 Uhr. Ketibusor Straße 6. Direktion: Wilhelm Reimer. Hente Neujahr: Gr. Fest- Sofree von Abends$ Uhr: Kalro und die Pyramiden. Gebr. HerrnfeldTheater. 57 Rommanbantenstraße Nr. 57. Anf. 8 Uhr. Borverkauf 11-2 Uhr. Die von der gefamten Breffe als erfolgreichter lager bezeichnete Rovität: Papa und Genossen Romöble in 2 ten m. b. Autoren Anton und Donat Hercufeld. Border: Madame Wig- Wag. Morgen: Diefelbe Borstellung. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Meyerhains. Palast- Theater Burgstraße 21. Scute 18 thr Entrée 50 Pf.& Premiere 12 Attraktionen 12. Manöverliebe. Burleste. W. Noacks Theater Otreftion: Reb. Bill. Bemnenitr. 19, In der Jrre. Schauspiel n. b. legten Morgenpofl' Steman. Anfang 7 Uds. Gertree 30 7. Rach der Bortellung: Festball. Merg. u. felg. Lage: In der Tree Sonnabend ein. Muf.: Deborah Walhalla Variete Theater Weinbergsweg 18/28, Resenth. Tor Heute Mittwoch: 2 Vorstellungen 2 Nachmittags 3, U.: kleine Preise. Beber Grwachsene ein sind frei Abends 8 1hr zum ersten Male das glängende Jannar. Spezialitäten- Programm. Sunnel: Regimentskapelle, Tyroler. Theaterbefuchers freier Gintelit. Hoffmanns Nordd. Sänger Reichshallen- Theater. Neujahrs- Kränzchen. Anf. d. Kong.& Uhr. Unf. 8. Borftellung 7 Ubr. Hochinterffant.rogramm! Neue Kuplets, Dueits use. 11. a.: Der Raubmörder. Boffe tx 1 ft. Bubelnb. Zacherfolg Morgex Donnerstag: Hoffm. Nordd. Sänger. Tanz. Dienstag, T. Jan. 08: 1. Gr. Spezialitäten Vorstellung. Mut eritHaffige Rünftler. 22-0 Neujahrsfest- Soiree Stettiner Sänger. Anfang T Uhr. Morgen, ben 2. 1. 08: Anfang 8 Uhr. XIII. Saison Zirkus Busch Mittwoch, den 1. Januar 1908: Am Neujahrstage außerord Herzlichen Glückwunsch zum Neuen Jahre 1908 wünscht allen feinen Gästen, Freunden und Genossen nebst freundlichem Gruß Aug. Dalg, Stalizerstr. 51. 2 Gala- Vorstellungen 2 Prosit Neujahr! Rachmittags 4 Uhr und abends 71, Uhr. Nachm. 4 Uhr zahlen Rinder unter 10 Jahren auf allen Sigpläßen halbe Breise. In beiden Vorstellungen: Debut! Master Will Knox! Champion- Diabolo- Spieler! Debut! The Cromwells! Debut! In beiden Vorstellungen: Bros. Clarkonians aus Amerika! In beiden Vorstellungen: The Kremo Family, 10 Berfonen. In beiden Borstellungen: Vorführen und Reiten der besten Schul-, Freiheits- u. Springpferde. In beiden Vorstellungen: Auftreten sämtlicher Clowns mit den neuesten Witzen und Späßen. Nadim. 4 Uhr, zum 8. Male: Jokel und Koko. Die entsprungenen Affen in der Sommerfrische. Große humorist Wasserpantomime in 2 Bildern. Abends 7, 1hr: Auf der Hallig! Kasino- Theater. Lothringerftr. 37. Täglich 8 Uhr: Ueber 60 Mal ausverlauft! Glänzender Erfolg! Biederlente. Komödie in 4 2ften von 9. Misch Singvögelchen Blumenftrauß. unferer geehrten Kundschaft. Hamburger Rohtahak- Haus Hengfoß& Maak. Filiale: Berlin N., Brunnenstr. 190. Bertr.: Alb. Schulze. Biogr.- Theater„ Westend™ Nen! Elegant! Interessant!) Täglich Borstellung von 5-11 Uhr. Sonntags von 3-11 Uhr. Charlottenburg, Potsdamerstr. 11. Stetiger Eingang von Neuheiten. Die besten Glück und Segenswünsche 22855 zum Neuen Jahre. Zahlabendwirt des 568. Bezirks. Meinen werten Kunden, besonders allen Rauchern der echten, mit dem Warenzeichen F. K. geschüßten Zip- Top- Zigarre wünscht ein 22865 frohes Neues Jahr! Fritz Koslowski, frobes, meus Babe F. Happoldt's mener Konzertsaal Ein Jahr münicht Lindenhayn 22765 Grünan. Allen Parteigenoffen des Kreiſes Teltow Beestow- Charlotten burg wünsche ich ein fröhliches, neues Kampfesjahr! Fritz Zubeil. Prosit Neujahr ㅁㅁ allen Freunden und Bekannten! ( Was sagt der Frosch, wenn er den Storch sieht?) Bigarrenfabrit und Großhandlung, Prinzen- Wuee 36. Julius Schmidt, Treptow, Stiefholzftr. 22. Prosit Neujahr! 296/12 Allen meinen Freunden und Bekannten und die es noch werden wollen, die besten Wünsche. 22826 Paul Grunert," N. 20, Pantſtraße Nr. 32a. ,, Zum Pfefferberger", Herzlichen Glückwunsch 1908 Prosit Neujahr! 1908 zum Jahreswechsel 1908 fendet allen Ge werkschaften, Ber Allen Genoffen, freunden und Bekannten zum Jahreswechfel die herzlichften Glückwünsche! Ihr OriginalVolkshumorist 23035 einen, Genoffen, Max Schmeltzer Freunden und Bekannten Stettiner ftraße Nr. 57. einer werten Kundschaft wünsche ein fröhliches Neues Jahr! Fritz Neumann, Bädermeister, Reinickendorf- Ost. Die beften zum Nenen Jahre Glückwünsche ZU wünscht allen Freunden u. Bekannten Johannes Schabbeck, Mariannenstraße 85. Meinen werten Gästen, Freunden und Varteigenoffen wünsche ein fröhliches neues Jahr! Gastwirt, Mittwoch, 1. Jan., nachm. 4 Uhr: Morik Mit, Skalitzerstr. 59. Parodie- Theater. Fröhliches Neujahr Dresdenerstr. 97. Uhr. .wünscht Fremden und Belannten Treptow, Bintang& 115r. Wilhelm Schinorre, Elsenstr.106 8um 53. Male: Zapfenstreich. Monna Vanna. Tannhäuser. Trianon- Theater. Anfang 8 Uhr. Fräulein Josette- meine Frau Nachm. 8 Uhr: Gaftons Frauen. Theater Folies Caprice Linienstr. 132, Ecke Friedrichstraße. Ein frohes neues Jahr münfht seinen lieben Gästen Paul Brozeit Treptow, Klefholz- Straße 8. Ein fröhliches neues Jahr wünscht allen rennben und Bekannten Ludwig Hofmann, Treptow, Köpenicker Landstraße 51. Auderes Königs- Café Mal was Auderes. Revue mit Gefang in 3 Bildern. Dunkle Punkte. Elne anständige Frau. Anfang& libr. Neue Welt Safenheide 108-114. Mittwoch, den 1. Januar 08: Großes Militär- Streich- Konzert. Bon 10 Uhr an: Großer Neujahrsball. Anfang 5 Uhr, Kassenöffnung 4 Uhr. In den hinteren Gr. Ball. Sälen v. 4 Uhr an: Kaiser Wilhelm- Straße, SOF Ecke Münz- Straße. Unseren werten Gästen. Freunden, Bekannten und Kollegen die herzlichste Gratulation zum Jahreswechsel. Jeder Besucher erhält einen Bon zur Abholung seines Weihnachtsgeschenkes. 95/5 Allen Gästen und Bekannten Und den lieben Anverwandten Wünsch' ein frohes Neujahrsfest, Doch mir das allerbest. Der Prepelstubenwirt, 22745 Gitschinerstr. 87a. wünscht ein fröhliches neues Jahr Famille Liebetrau Danenstr. 1. An Freunden umb Bekannten 2296b Ich wünsche hiermit allen Genoſſen, Freunden und Verwandten ein gesundes Neues Jahr! 22945 Otto Buchholz Alexandrinenstr. 114/115. Germania- Pracht- Säle Chausseestr. 110 Carl Richter Chausseestr. 110 Neujahr 1908: Große humoristische Soiree der allbeliebten Otto Steidls Hamburg. Sänger Anfang 6 Uhr. ( Neujahrsprogramm). Entree 50 Pfennig. Nachdem: Familien- Kränzchen. 3m meißen Saale Großer Ball be hartbefektem bon 5 Uhr ab: Orchester. Donnerstag, 2. Januar 1908: 1. Groß. Bockbier- Konzert. Eintritt 30 Pf. Borzugskarten gelten. Nachdem: BALL. Anfang 8 Uhr. Haben Sie schon die Deutschen Konzerthallen, An der Spandauerbrücke 3, besucht??? Gottfr. Schäfer, Lichtenberg, am Zentral- Friedhof. Seinen werten Gästen, Geschäftsfreunden und Kollegen wünscht eln frohes Neujahr Paul Litfin, Memelerstraße 67. Vie Viel Glück im neuen Jahre wünscht Freunden und Bekannten Edmund Mohlau, Treptow, sefolaftr. 35 Telephon Amt IV, Nr. 10613. Prosit Teujahr! Wünsche allen meinen werten Gästen, Bereinen, Gewerkschaften, Freunden neues Jahr. Eingang Am Neujahrstage: Wittags und abends Konzert. Am 2. Januar: Eröffnungskonzert der Kapelle des Garde- Gr.- Reg. Nr. 5. Leitung: Kgl. Musikdir. G. Offeney unter Mitwirkung des Opernsängers Herrn Plusteck. Meinen werten Gästen und Freunden ein Prosit Neujahr! Cafe Ridder, Ein Neue Roßstr. 2. 2268a fröhliches Neujahr! allen Barteigenossen, Gewerfchaften, Bereinen, Freunden und Befannten J. Kirschkowski, wünscht Moabiter Bürger- Säle, Ein Beusselstr. 9. 22705 und Bekannten ein frohes, fröhliches frohes, gesundes Neujahr Oskar Preil, Gustav Kupsch, Gastwirt, wünschen ihren Gästen u. Freunden Rixdorf, Rosenftr. 24. Reinhold Preuß, Meinen werten Kunden wünsche ein fröhliches neues Jahr! Berlin, Januar 1908. Eduard Danielsohn, +69 I Gastwirte in Teltow. den meinen werten Gäften und Betannten die herzlichen GlückRäucherwaren- Handlung, wünsche zum Neuru Jahre. Kottbuserdamm 6. Hausflur. Fröhliches, gesundes enjahr wünsche feinen werten Kunden und Bekannten +1 Hugo Borchardt, Schlächtermeister, Grünauerstr. 2. Allen Zigarren- Händlern, Allen Zenith- Rauchern, Allen Caruso- Rauchern, Allen Bolero Rauchern, Allen Rauchern unserer anderen Marken wünschen ein frobes Neues Jabr! Gebr. Selowsky Dresden. Fritz Heller Zum Jahreswechsel wünscht den Parteigenossen ein recht fröhliches und gesundes Neues Jahr! Georg Leu, Gastwirt, 2250b S. 59. Boeckhstr. 7. Tel. Amt 4, No. 2340. Ein fröhliches Neues Jahr wünscht allen Freunden, Bekannten und Gästen Ernst Lier, Miersdorf bei Zeuthen, Restaurant ,, Zur Mühle". Allen Freunden und Gönnern zum Jahreswechsel die besten Glückwünsche! Mal- Kah Company m. b. H. Cigarettenfabrik Direktion Karl Bayer. Pharus- Säle Müllerstr. 142: Prosit Neujahr 1908. Jul. Wernau. Ein fröhliches Neues Jahr wünsche allen meinen werten Stunden, Freunden, Bekannten! Ernst Schulz, Schneidermeister. Ober- Schöneweide, Wilhelminenhofftr. 64. Mich ein frohes Neues Jahr! P. Seidelmann, einer werten Sundschaft wünsche Bäckereiinhaber. Ober- Schöneweide, Tabbertstr. 35. Allen meinen werten Parteigenossen, Gästen und Bekannten wünsche ich ein fröhliches und gesundes neues Jahr. Franz Oerttel, Gastwirt. Allen lieben Bekannten ein recht frohes Neujahr und ein gesundes Wiederseh'n auf der Insel Pichels werder wünscht Der alte Freund. Berlin. Allen Freunden und Genoffen wünscht ein fröhliches Neujahr Jakob Ruppel ( Original Doppel- Cchie) Gastwirt a. D., Rigoorf. Fröhliches Neues Jahr wünscht allen seinen Kunden und Bekannten J. Tomporowski, Echneidermeister, Lindenstr. 110. Allen meinen merten Freunden und Bekannten wünsche ein Restaurant August Kernchen, A Nostizftr. 5. 22985 den meinen werten Gästen, Freunden und Bekannten wünsche ich ein 22956 recht gesundes Neues Jahr! Reinhold Schirmer, B Börtherstr. 15. Ein frohes neues Jahr wünscht seinen werten Gästen, Freun den und Genoffen 22975 Robert Karger, Weißenburgerstr. 70. Frohes Neujahr wünicht allen Freunden und Bekanntes Fritz Kienitz, Allen meinen werfen Gästen, Möglinerstraße 1, Ede Weidenmeg. Freunden und Bekannten die herzlichten Glückwünsche Hurra! Erkner Hurra! zum Neuen Jahre! Hermann Dröger, Weißensee, Zum Prälaten. Allen Freunden, Belannten, Parteigenoffen und meinen werten Gästen ein Prosit Neujahr! Hermann Reichardt, Mariendorf, Chauffeestr. 27. Allen ihren werten Bereinen,( Gästen, Freunden und Bekannten wünschen ein fröhliches Neues Jahr! Berlin, den 1. Januar 1908. Gebr. Mielitz ,, Arminhallen" Kommandantenstraße Nr. 58/59. Allen Freunden und Bekannten, den Parteigenossen des dritten Kreises und meinen lieben Gästen Restaurant zur Eisenbahn. Allen Freunden und Bekannten ein fröhliches Neujahr! Allen Bereinen bestens empfohlen. Alfred Fieker, Erfner, Bahnhofstraße Nr. 11. Allen Freunden und Bekannten, die meinem lieben Mann die letzte Ehre erwiesen haben, insbesondere den Kollegen der Firma Röder, Maier u. Co. meinen beiten Dank. Witwe Röske. Profit Neujahr! allen Freunden und Gönnern. Jos. Laserirh u. Frau Adlershof. 22785 Meinen werten Stunden und Parteigenossen die herzlichsten Glück: wünsche zum Jahreswechsel. 22845 Zigarettenfabrik Inschalloh" Franz Waretzki, Usedomstr. 7. Prosit Neujahr! Charlottenburg! Fritz Schmidt einen werten Gästen, Freunder Ritterstr. 47. Allen meinen Freunden und Genossen ein 2280b Prosit Neujahr. Georg Felsmann, Gastwirt, Reuchlings Ede Erasmusstraße. Ein frohes, gesundes und glückliches und Genossen wünsche ich ein fröhliches Neues Jahr! Adolf Bartsch, Oekonom 22815 des Volkshauses 3 Rosinen Straße 3. Meinen werten Gästen und 2283b Freunden ein neues Jahr Prosit Neujahr! wünscht allen meinen treuen Kunden, meinen Berwandten, Freunden und Bekannten. Albert Castorf, der Eisenhändler, Stargarderstraße 69/70. 292/3 Wünschen unserer werten Stundschaft Wilhelm Schwager, Jerusalemerstr. 63/64. Prosit Neujahr wünscht ein fröhliches Neues Jahr! Freunden und Bekannten anen Robert Graupe and Fran, Gustav Flöting, afwirt glückliches Neues Jahr! Eduard Kasielke, Weihensee. Lothringenstraße 32. Allen Freunden und Betannten wünsche ein fröhliches und gesundes Neujahr. 22776 Milchgeschäft, Sickingenstr. 56. Meinen werten Gästen, Freunden und Bekannten wünsche ein frohes Neujahr! Albert Zabel, Zur Potsdamer Stange. Jakobstr. Rigdorf, Bring Handjerystraße 49. Wilhelm Zippke, Gastwirt. Neuenburgerstr. 33. Fake Atte Große Frantjurterstr. 86. Rixdorf- Treptow, Elsenstr. 41, Ecke Heidelbergerstr. Profit Neujahr! allen seinen Kunden, Freunden und Genossen DerBücklingsmann Oranienstr.3. für 500 Personen mit großer Bühne zum 15. Februar ( Sonnabend) noch zu ver geben.( Dicht am Rosenthaler Tor.) Fritz Wilke, Brunnenstr. 188 Saal Berantwortlicher Redakteur: Hans Weber, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruderei u. Berlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Nr. 1. 25. Jahrgang. 3. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mittwo, 1. Januar 1908. Konferenz der Drechsler Deutschlands. Leipzig, 30. Dezember. Bormittagsfizung. Heute begannen die Verhandlungen der allgemeinen Drechslerfonferenz unter ungemein starker Beteiligung im„ Boltshause". Mit den Vorstandsvertretern und den sechs Gästen aus Wien beträgt die Teilnehmerzahl 108. Riging Leipzig referierte über die Lage im Drechslergewerbe. Der moderne englische Stil habe die Drechslerei außerordent lich geschädigt, da er wenig Dreharbeit erfordere. Die Zahl der Drechsler ist in 221 Orten von 1897-1907 um den vierten Teil bermindert worden. Der Redner bespricht nun die einzelnen Zweige der Drechslerei und deren Verhältnisse. Bei den Galanteriemaren sei das erste Brinzip: nur billig. Daher finde sich in diesem Zweige auch die raffinierteste Ausbeutungsmethode. Auf gleicher Stufe stehe die Spielwarendrechslerei mit ihren ungemein niedrigen Löhnen. In derem Hauptbezirf, dem Erzgebirge, verdiene eine gefamte Familie 12-15 M. wöchentlich. Durch die Metallverarbeitung sei die Horndrechslerei zurüdgedrängt worden. In der Stadt Nuhla sei der Hauptsiz der Pfeifendrechslerei. Es werde da hauptsächlich für den Erport produziert. Ein Hauptzweig sei die Meerschaum und Bernsteindrechslerei. Die föniglich preußischen Werkstätten beschäftigen 12 000 Personen und auch noch 300 Personen in der Hausindustrie. Das 8 Millionen Mark betragende Anlagetapital der staatlichen Bernsteinindustric habe 1898-1902 60 Proz. Gewinn abgeworfen. In neuefter Zeit sei die Zelluloidbrechslerei aufgekommen und mache, wie die Hartgummidrechslerei, der Horn- und Holzdrechslerei schwere Ston turreng. Die Besprechung der Knopfbrechslerei ist durch den geftrigen Bericht erledigt. Zum Schlusse zeigte der Rebner dann aus der Lohnftatistik des Verbandes die Lage der Arbeiter in den verschiedenen Branchen. Die Diskussion war sehr ausgedehnt. Für die verschiedenen Zweige der Drechslerei bestehen Kommissionen, die die Verhältnisse der Arbeiter zu erforschen haben und denen die Organisierung der Kollegen obliegt. Von diesen Kommissionen, wie von den Delegierten aus den einzelnen Orten, wurde nun berichtet. Der Delegierte der Meerschaum und Bernsteinarbeiter, Wolfrun- Wien, teilte mit, daß seit der Verarbeitung des Amborit an Stelle des Meerschaums die Hausindustrie zugenommen habe und noch zunehme; in dieser seien heute bereits 45 Bros. aller Meer fchaumarbeiter beschäftigt. Der Wochenverdienst betrage 12-18 Kronen. Das erkläre auch, daß sich diese Heimarbeiter nur schwer organisieren ließen. Von dem Zeizer Delegierten Schneider wurde mitgeteilt, daß in den Zeißer Betrieben die Fassonbank eingeführt ist, an der ein Arbeiter 12-13 000 Kugeln drehen müsse, um 8-4 M. zu verdienen. Bartloch- Berlin teilte mit, daß die Zahl der Drechsler in Berlin in der Beit von 1890-1908 von 1200 auf 700 zurüdgegangen fei. Hervorzuheben aus den Ausführungen des Wiener Delegierten Flutscher ist die Tatsache, daß es den Wiener Stoddrechslern gelungen ist, sämtliche Kollegen zu organisieren und daß dort keine Heimarbeit auftommt. Der Leipziger Delegierte Gleitsmann bespricht die gefundheits- und lebensgefährliche Beschäftigung in der Zelluloide branche, wobei er besonders auf die Explosion in der Zelluloidfabrik in Geispolsheim im Elsaß hinweift, bei der 22, meist junge Ar. Text und Klischee gesetzlich geschützt unter Nr. 25549/50. InventurAusverkauf!!!! Zu enorm billigen Preisen. Paletotkleider prima Tuch, in allen neuen Farben u. englischen Stoffen jetzt 12, 1, 20 25, 30, 40 M. etc. früher 20, 25, 33, 40, 50, 65 M. Garnierie tranzösische Kleider neueste Phantasiestoffe 15, 20 M., früher 25-50 M. Liftboy- u. Bolero- Costume jetzt 15, 18, 20, 25. 30 M. früher 28, 33 42, 48, 52 M Trauerkleider, auch für starke Damen, 20 M. ca. 1500 Engl. Paletots aus glatten u. englischen Phantasiestoffen jetzt 9, 11, 14, 16, 18, 21, 25 M. früher 16, 20, 25, 28, 32 bis 48 M. 3000 Jackettsa. Paletots jetzt 10, 12, 15, 20, 25, 30 M. früher 18, 20, 25, 28, 35, 45 M Plüsch- Paletots, Liftboy u. Jacketts prima Velours, Seiden- Astrach. u. engl. Seal jetzt 40, 5, 60 M., bish Preis 70, 8, 90 M. Eleg. Abendmäntel, Theatermäntel aus feinem Tuch, in den neuesten Pastellfarben 20, 30, 40, 50 M., früher 30-85 M. 3000 Costumröcke Sielmann& Rosenberg Kommandantenstrasse 3 u. 4, Parterre u. 1. Etage. Ecke Lindenstr. 2 Häuser vom Dönhoffplatz. 12 Schautenster. Pelzwarenhaus des Westens von E. F. Jokisch, Kürschnermstr., Hohenstaufenstr. 63, nahe Winterfeldtplag. Inventur- Ausverkauf. Pelzmuffen jeglicher Art besonders billig, Pelzstolas sowie Pelzjacken zu bedeutend herabgesetzten Preisen, seltenes Angebot, große Auswahl. beiter ums Leben tamen. Er brachte eine Resolution im Sinne feiner Ausführungen ein. heit" und" Unentwegtheit" die Blockpolitik übertrumpfen zu wollen. In einer in der Posener bürgerlichen Bresse veröffentlichten ErHildebrand- Berlin berichtete über die Peitschenbranche, klärung des Vereins heißt es unter anderem: der Verein wolle fich ptete über deren Hauptsize Merseburg und Eschwege feien. Weiter teilte er nicht, wie es nach dem Vortrage etva scheinen fönnte, mit Gemit, daß das Polizeipräsidium in Berlin Vorschriften für die walt auf das Frauenstimmrecht stürzen", sondern er werde erst über Selluloidbetriebe erlassen habe. Jeder Raum müsse zipei Ausgänge allerhand Fragen, ohne vorläufig zu irgend einer haben, bei jedem Arbeiter stehe ein Gimer mit Wasser für eine Stellung zu nehmen", feine Mitglieder unterrichten. etwaige Explosion. Ganz junge Arbeiter dürfen in diesen Be- Verleiht dann der Staat in absehbarer Zeit der Frau das Stimmtrieben überhaupt nicht beschäftigt werden. recht, dann soll er geschulte( 1) Kräfte finden, die zu beurteilen wissen, was ihnen geboten wird und nicht unwissend wie eine große Anzahl der männlichen Wähler zur Urne geschleppt werden müssen." Besonderes Interesse will der Verein der Arbeiterinnenund Dienstbotenfrage zuwenden, die in unserer Proving besonders brennend ift." Da haben wir's! Was fümmert die Damen Frauenstimmrecht ufw. Lediglich die Furcht, die sozial demokratische Agitation möchte die hiesigen Arbeiterinnen und Dienstmädchen unter dasselbe Banner führen, unter dem ihre männlichen Klaffengenoffen marschieren, ruft die Damen auf die Schanzen. Gine Anzahl Delegierten geben ihren Bericht schriftlich zu Protokoll. Die nachstehende Resolution wurde einstimmig angenommen: Resolution. Die Konferenz der Drechsler aller Branchen, auf der auch die in der Zelluloidindustrie beschäftigten Drechsler und Hülfs arbeiter vertreten sind, spricht ihr tiefftes Bedauern aus über die graufige Belluloidexplosion in Geispolsheim im Elsaß am 11. Ja nuar 1907, wodurch 22 junge, blühende Menschenleben einen crbärmlichen Tod fanden. In dem Umstande, daß der verantwortliche geschäftliche Leiter von der Anklage der fahrlässigen Tötung freigesprochen wurde, obwohl die Gerichtsverhandlung die größten Verstöße gegen die Sicherheit des Lebens und die Gefundheit der Arbeiter und Arbeiterinnen festgestellt hatte, ersieht die Konferenz die dringende Notwendigkeit für eine ernstharte Verbesserung des gefeßlichen Arbeiterschußes in der gefahrEringenden Zelluloidindustrie, sowie für einen entsprechenden Ausbau der Fabrifinspektion, damit solche Unglüdsfälle in Bu funft vermieden werden. Die Konferenz empfiehlt, mindestens die Feuerschutzbestimmungen des Polizeipräsidiums in Berlin be treffs der Zelluloidindustrie auf das Reich auszudehnen und erachtet insbesondere ein Berbot der beschäftigten Bersonen unterzeichnet fich als Sozialistin. Sie hat in eifrigem Studium die 18 Jahren in den Betrieben diefer Branche für erforderlich. Zum 3. Bunft: Wirtlich not tut hier die politische und wirtschaftliche Schulung dieser Bolksgenossen. Pflicht der Genossinnen und Genossen ist es, hier energischer ans Werk zu gehen und den bürgerlichen Gegnern die Epiße zu bieten, damit der Often nicht als Brachland liegen bleibt, sondern durch unfere Agitation beadert, ein aufnahmefähiger Boden für den sozialistischen Samen wird und Früchte trägt am Baume der proletarischen Massenbewegung. Einheitstarif für Maffenartikel referierte Dah! le- Berlin. Da er seine Ausführungen auf die mehrfach besprochenen sehr verschiedenartigen Verhältnisse basierte, ist eine Wiederholung derselben hier überflüssig. Er wandte sich noch gegen die Abschaffung des Affordlohnes. Wenn diefer in einigen Betrieben auch abgeschafft worden sei, lasse sich dies doch nicht im allgemeinen anwenden. In Berlin habe es fich gezeigt, daß die Lohnarbeit für die Arbeiter schädlicher sein könne wie afforbarbeit. Die Vorarbeiten für die Ausarbeitung eines Entwurfes müssen zunächst in den Spezialkommissionen geleistet werden. Erst müsse ein Einheitstarif für die einzelnen Branchen durchzuführen verfucht werden, dann könne man an die Einführung eines solchen für das ganze Gewerbe denken. Zur Aufstellung von Einheitstarifen fehle es zurzeit noch an Materialien. Die Orte mit den niedrigften Löhnen sollten auch zunächst daran fommen. Aus der Frauenbewegung. Die Lauwarmen. Die Arbeiterin in der französischen Industrie. Bei Felig Alcan in Paris ist vor kurzem ein Buch erschienen, ' Cubriere En France", die Verfasserin Caroline Milhaud beLöhne, die Arbeitszeit und die übrigen Lebensverhältnisse der in der franzöfifchen Industrie tätigen Frauen festzustellen gesucht. Nach der letzten Berufszählung waren in der französischen Industrie 3 030 387 Männer und 1834 217 Frauen tätig. Von den letzteren entfallen 906 512 auf die Seinarbeit. Die Mehrzahl der Frauen ist naturgemäß in der Bekleidungsindustrie beschäftigt, nämlich 380 773; fodann folgt die Textilindustrie mit 330 797. Jn 5 der franzöfifchen Departements überwiegt die Frauenarbeit, der höchste Prozentsatz ist in der Ardeche mit 68,6 auf je 100 gewerblich Beschäftigten zu verzeichnen. Die Arbeitszeit ist durch Geseß auf 10 Stunden täglich festgesetzt, eine Arbeitszeit, die aber vielfach umgangen wird. Die Kontrolle ist dadurch erschwert, daß die Beftimmungen fich nur auf die Jugendlichen und die Arbeiterinnen. nicht aber auf die erwachsenen Männer eritreden. Im Kleingewerbe und in der Hausindustrie wird die Arbeitszeit natürlich um vieles verlängert. Die Löhne für Frauenarbeit stehen auch in Frankreich sehr niedrig. Während die Männer vielfach einen Lohn bis zu 7,50 Frank pro Tag erreichen, bringen es die Frauen höchstens bis auf 3,20 Frant. In der Textilindustrie werden sogar Löhne von 50 Centimes bis 1,50 Frank bezahlt. Auch in der Kon fettion find äufterst niedrige Löhne an der Tagesordnung. So werden Blusen, von denen eine Arbeiterin mur 3 bis 4 pro Tag fertig bringen tann, mit 30 bis 40 Centimes pro Stück bezahlt. Im Gegensaß hierzu gibt es in den großen Pariser Mode- und Schneiberateliers einige wenige gutbezahlte Sträfte; Direttricen usw. erhalten hier 10 bis 12 000 Frank pro Jahr. In den ge Nun haben auch die bürgerlichen Damen in der Ostmark ihr wertschaftlichen Organisationen sind auch in Frankreich noch recht Stämpferherz entdeckt und gehen daran, sportliche Verbindungen wenig Frauen vorhanden, es sollen etwa 50 000 fein. Diese genach berühmtem Muster zu gründen. Nachdem in Bromberg schon ringe Anzahl, verftreut in den unzähligen Syndikaten, fann natürfeit Jahren eine Ortsgruppe des Verbandes deutscher fortschrittlich einen fühlbaren Einfluß auf die Arbeitsbedingungen nicht licher Frauenvereine besteht, hat man in Posen am 18. Dezember ausüben. nach einem Vortrag von Frl. Rischmewata einen Verein für Frauenintereffen" gegründet. Diese Gründung scheint an Zielbewußt Herren Kleidung Knaben Kleidung Zur Ball- und Faschings- Zeit Jackett- Anzüge 18-15| Beinkleider 60,- 58,- 50, 40, 88, 83Rock- Anzüge 27 70-686068 Gehrockanzüge-33 0-45.- 40.- 36.Smoking- Anzige M. M. 188Fantasie Vesten Troler- Joppea 30 Tr.ler- Hosen & 13 x 50 4.50 181 M. === 2 x 25 525 04.03. 50 Frack- Anzüge, Alpen- Trachten, Karnevals- Anzüge Jacket, Weste, Papierfaser- Anzüge Hose, reme 10 MK Vornehme Massarbeit aus feinsten Stoffen. unter voller Gewähr tadellosen Sitzens zu müssigen Preisen. BAERSOHN Chaussee- Str.29/ 30 Brücken- Strasse.11. Gr Frankfurter str. 20 Teppiche Prachtstücke 4,35, 6, 10, 20 bis 300 M., Gardinen, Portieren, Möbelstoffe, Steppdecken, Tüllbettdecken etc. billigst... Spezialhaus im Emil Lefèvre Berlin Süd. Seit 1882 nur Oranienstr. 158. Unterhalte nirgends Filialen! Pracht- Katalog ( ca. 600 Illustrationen künstlerisch ausgestattet) gratis und franko. Rote+ Lotterie Gesamtgewinnw. 150000 Mark Los 3.30 M., Porto, Liste 30 Pf. Hannoversche Lotterie Hauptgewinnw. 50000 Mark. Los 3.- M., Porto, Liste 30 PT. Rote und Hannoversche Gewinne zahle kulantest in bar. Berliner Vogel- Lotterie Inur noch sehr wenig Lose! à 50 Pf., 11 St. 5.-M., P. u. L. 30 Pf. Gustav Haase, Berlin Neue Königstr. 86. England. Altershalber * Hotel- Restaurant fofort billig zu vertaufen. Seit Jahren Hauptquartier der Bäder, Schlächter- und anderer Bereine. Bortreffliche Lage. Billige Miete. Günstige Gelegenheit für ener gisches Ehepaar. Englisch nicht not 8 wendig. Deutscher Verkehr. 串 Offerten: Weller, 10 Leman 008 Street, Whitechapel, London E. mih !! Das Urteil ist gesprochen!! 4. Wahlkreis. Es darf kein Stück vom Winter übrig bleiben im Inventur- u. Räumungs- Ausverkauf bei Scheidemann& Cassel, nur Kommandantenstrasse 70-71, parterre und L Etage. Abt 1. Jackette, Liftboys, Boleros und engl. Fassons aus farbigem Samt, Astrachan, Seidenplüsch u. Eskimo. früher 45.00 86.00 25.00 14.50 jetzt 30.00 24.00 16.50 7.75 Abt. 11. Sefdenplüsch- und AstrachanMäntel in den elegant. Ausführungen, für die stärkste Figur pass.. früher 100.00 72.00 7500 35.00 jetzt 65.00 45.00 30.00 20.00 Abt. III. Theater u. Kimono- Mäntel aus prima Tuch-. Eskimo- und Flauschstoffen, mit u. ohne Seidenfutter früher 65.00 48.00 86.00 20.00 jetzt 38.00 30.00 20.00 8.50 Abt. IV. Engl. Palelots in d. schönst Dessins u. Fassons früher 4500 82.00 24.00 15.00 25.00 18.00 14.00 7.50 jetzt Abt. V. Kostüme u. garnierte Kleider früher in allen neuen Fassons u. Stoffen 69 00 52.00 38.00 24.00 jetzt 40.00 30.00 20.00 12.50 Abt. VI. Kostüm- Röcke, tußfrei and lang, in den neuesten Stoffen mit Samtstreifen. Mittwoch, den 1. Januar 1908, abends 5 Uhr, bei Graumann, Naunynftr. 27: 200/1 Oeffentliche Versammlung. Tagesordnung: Agitation, Kirche und Sozialdemokratie. Referent: Reichstagsabgeordneter Fritz Zubeil. Bach Schluß: Gemütliches Beisammensein mit Tanz. Der Einberufer. Humboldt- Akademie. Im I. Quartal 1908 veranstaltet die Akademie 150 gemeinverständliche Vortragszyklen( darunter viele mit Lichtbildern) aus allen Gebieten des Wissens, und Unterrichtskurse in klassischen und modernen Sprachen. Das neue Lehrquartal beginnt Dienstag, den 7. Januar. Das neue vollständige Vorlesungsverzeichnis ist für 10 Pf. u. a. in folgenden Verkaufsbureaus zu haben: Invalidendank, Unter den Linden 24; in den Buchhandlungen von E. Haase, Potsdamerstr. 116a; Gsellius, Mohrenstraße 52; S. Hahne, Prinzenstr. 54; Th. Fröhlich, Landsbergerstr. 32; Sioker, Gipsstr. 18 etc. Das Zentralbureau befindet sich Potsdamerstr. 27b, Villa 2; Bureaustunden 1-3 Uhr. früher 20.00 29.00 15.00 7.50 2.95 jetzt 18.00 14.50 10.00 Original- Modelle geben wir unter dem Kostenpreise ab. Blusen aus Samt, Seide, Tüll. Spachtel p. Wolle. in den schicksten Ausführungen ( 8.75-25.00.) Sonntags geöffnet. * BERLINER SINFONIE- ORCHESTER* Direktion: Kapellmeister Maximilian Fischer Charlottenburg, Sybelstraße 7, Gh. II. Schirms Festsäle Inhaber Joseph Franke. Habe noch Sonnabende im Februar und März zu vergeben, auch find Bereinszimmer mit Bianino und Regelbahn noch einige Tage frei. 22615* Joseph Franke, N. 20, Babstrake 19. Telephon: Amt IIIa. 4944. Jhr Glück im neuen Jahre beruht in erster Linie auf Ihrer Gesundheit. Tun Sie alles, dieses kostbare Lebensgut zu erhalten und zu fräftigen? Haben Sie z. B. gum täglichen Gebrauch ein gesundheitlich ein. wandfreies Getränk? Trinken Sie Kathreiners Malzlaffee? Er ist ein vollständig gesundes Genußmittel für Erwachsene und Kinder und wird deshalb von vielen ärzten empfohlen. Der echte Kathreiner" befiht in hervor. tagendem Maße Geschmack und Aroma des Bohnenkaffees, ohne schädlich zu wirken. Seit nahezu 18 Jahren außerordentlich beliebt und ver breitet in allen BevölkerungsBreifen. Diel nach GURO geahmt, aber nie. mals erreicht! Pelzwaren birekt aus der Fabril, auch im Einzel verkauf zu Engrospreisen. Stolas, Kolliers, Muffen, fehr schick garn., Damenhüte, Baretts, Herren-, Knaben- und Mädchen Garnituren, Fußsäcke, Jagdtaschen, Pelztepp. Sämtl. gangbaren Belzarten a. Lager. Große Auswahl. Beftes Material. Keine Bazarmare, feine Reisemuster oder sogenannte Gelegenheitstäufe, trogdem billiger. KürschnerF. Kalman, meist meister, jetzt nur Roumandantenstr. 15, E, gegenüber Beuthstr.. beim Dönhoffplatz. Berkauf bis 9 Uhr abends. Sonntags geöffnet. Telephon I 3917. Dietrichs Festsäle ( Inh. Busch). Dresdenerstr. 116 Säle für Hochzeiten und Vereine 20-200 Berfonen. 12695* Jedes Wort 10 Pfennig. Das erste Wort( fettgedruckt) 20 Pig. Stellengesuche und Schlafstellen- Anzeigen 5 Pig.; das erste Wort ( fettgedruckt) 10 Pfg. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. Totalousverkauf meines Engrosund Filialenlagers: Gadrinen. Stores, Tüllbettdeden 10 bis 20 Prozent Rabatt. E. Weißenbergs Teppich haus, Große Franfiurterftraße 125. Teppiche mit Farbenjeblern zum vollständigen Ausverkauf jetzt mit 10 Prozent Extrarabatt. Großze Frankfurterstraße 125. 565+ Totalausverfauf meines Engros. und Filialenlagers: Tuch- und Plüschdeden, Velvetine- und Plüschportieren in allen Breistagen durchweg mit furteritraße 125. Kleine Anzeigen Sieppdecken ipetibilig. abril Große Frantiurterhraße 60 2993 Speichermöbel: Kleiderschränke Taschensoins, Rußbaumbüfett, Säulen trumeaus 35,-, Schreibtische, Blüschgarnitur, Speisetische Muschelschränke 18,- Englischbetten, Muschelbetten, Marmortoiletten, Ruhe bett 10,- Garderobenspind, Flur pottbillig. Möbelspeicher, Brunnen. garderoben, moderne Küchen, alles Sofatische, Gut laufenbes Frettchen zu ver taufen. Kindler, Lübbenerstraße 7 Welteres flottes Materialwaren gefchäft mit Grüntram ist wegen Todesfalles billig verläuflich. Näheres Rummelsburg, Staniftaße 6.+11 tinderwagen Kaufvans, Gneisenautraße 15. Kinderwagen 12.00 bis 60.00. Puppenwagen 8,00 bis 15,00. Triumphstühle 6,00 bis 20.00. Seife Reinderstible 0,50, 0,75 bis 3,00. ftraße 182. 478 torbe, Waschlörbe. Burtidgejezte Winterpaletots! Sadettanzüge, Baren, eine Fehler, bebeutend Behrodanzüge, Riefenauswahl! Bfän billiger. Zieferant der Konsum- ederverkauf, Uhrenverfauf, Schmud nossenschaft. Inchen, Bettenverfauf, Aussteuerwäsche, Gardinenverfau f, Teppichverlauf! allerbilligfte Staufgelegenheit Bland22736 Damenhemben, Bergfaffon, mit Bettbezug nebft gmei Stopffiffen 4,75. geftid.er Baffe 1,25, Herrenhemben 1,80, Größte Zukunft 1912 fertig elet trische Schnellbahn bis Bernau. Die befte Gelegenheit für jebermann, ohne Misiko und Nebenbedingungen, Land in herrlicher Lage, mit und ohne Wald, nabe Stadt Bernau, zu laufen. Kleine Angaolung, teine Uebervor telling, fester Preis zum Aussuchen. Terrain I Quadrate 6 Mart, Terrain II Duabratvute 8 Mart, gutes Aderland Rollendorfstraße 3. oder Hochwald. Brunhofer, Berlin, 22926 Verschiedenes. ANZEIGEN für die nächste Nummer werden in den Annahmestellen für Berlin bis 1 Uhr, für die Vororte bis 12 Uhr, in der Haupt- E pedition, Lindenstrasse 69, bis& Uhr angenommen. Bücher lauft, beleiht Antiquariat Stochstrage 56. 2840st Klavier, Biolin, Gesangs, Man dolinen, Bitherunterricht. Monats honorer 4,00 an, höchste Ausbildung Jahresbefuch: 905 Schüler. mannstraße 1( Rosenthalerstraße). Biandlethe Martusitaße 27. Gor+ Arbeiter- Gesangverein fucht gleichen Berein zur Mitwirkung an einem ofümseit Mitte März im Often Berlins. Werte Buschriften unter G. 5 Haupterpedition dieses Blattes Gnal Sonnabende Jannar frei Bereinszimmer. Annenstraße 16.* Boltsduett, aug Solo. Schumann, Ramierstraße 14. 61st Ber Stofi bat? Fertige Herren meister. Lichtenbergerstraße 9. 96/ 14* Fefdichtungen billigst Jacques Nathan, Holzmaittstraße 37. Fern Möbliertes Zimmer, 1-2 erren, berrliche Aussicht, Baumschulenweg, 18945 Trojanstraße 6 II, Bahnhof. Freundlich möbliertes Bimmer bei Foerster, Luifenufer 23( Dranienplay). 28026 Möbliertes Zimmer, 20 Mart, foort Luijenufer 23( Dranienplag), itschfe. Schlafstellen. 96/9 Möblierte Schlafftelle vermietet Frau Jacobey, Wiesenstraße 10, III Schlafstelle, Balkonzimmer, 13,00 influſive, Urbanstraße 65, rechter Aufgang II. 21756 Schlafstelle, Herrn, vermietet 10 Prozent Extrarabatt. Große Frants leibbaus Hermannplay 6. Sonniags Normalwäsche, Arbeiterhemden, jo etnen, Bemerfichajten Elsholz. Komiter, anzüge 15,00. Wagner, Schneider. Frau Baermaun, Schliemannstraße 4 5786+ Steppdecken. Fabrifmuster, Stüd 3,25, 8,85, 4,85, 5,50, 6,50, 8,50 uim. E. Weißenbergs Teppichhaus, Große Frankfurterstraße 125. 585 Läuferrefte, 4 bis 6 Meter lang, jekt pottbillig. Große Frankfurter ftraße 125. 595* Meste für Sofabezüge ausreichend, Bolle und Plüsch, mit 10 Prozent Rabat. G. Weizenbergs Teppich. haus, Große Frankfurterstraße 125.* Felle, Beitvorleger, große Auswahl bon 1,25 an, Große Frantfuriers ftraße 125. 61.0* ebenfalls geöffnet. + 57* Weftauration, passend für Bartei genelen, am Bentralfriedhof, gutgebend, frankheitswegen verfaust Brauereivertreter Bogel, Brunnen ftrage 53. 22636 Taubenbörse, Ober- Schöneweide, Wilhelminenhofstraße 3. 26 Sprechmaschinentrichter, ein fache und Lugnsmodelle jeder Größe, Reisemuiter, billig! billig! Mag Stempfle. Fabrit Elifabeth- Ufer 63, Aufgang 4, L. : Linoleumfäufer, Teppiche, Nefte ( pottbillig, Müller, Große Frankfurter ftrage 41-42. 2959 Teppiche mit arbenieblernabrtt. nienerlage( Stoke furier Be 9. Kanarienvögel. Stamm Seifert, parierte tein Laden. Mauerboff.+1 mit den schöniten Gefangstouren à Gardinenbane okauturier 10 Mart. Weibchen, derselbe Stomm Make 9, Darterze. Stein Laden. 2,00, Manaume. Umtausch innerDiauerboff. thalb zehn Tagen geftatiet, eventuell Bolle Garantie für Steppdecken billight brif Große Betrag zurüd. Frantiuriermaße 9, parterze+1 gefunde Ankunft und Gesangswert. Baul Georgs Züchteret, Thale( arz), Steinbruchsweg 22a. Gastronen, Petroleumtronen ohne Anzahlung, Woche 1,00. Louis Böttcher ( felbft): Borbagenerstraße 32( Baun verbindung Barichauerstraße), Reinidendorferftrage 116, Schönhauser Allee 80, Pot damerstraße 81, Rig Dorf, Stailer Friedrichstraße 247. Tevoice!( jebierbaite) in allen Größen für die Hälfte des Werles im epvidlager Brünn. Hade cher Markt 4, Babnbot Borie. 261/ 1* Nähmaschinen. Vergüte bis 20.00 wer Teilzahlung fauft oder nachweist. Sämtliche Enfieme. Postlarte genügt. Brauser, Frautfurter Allee 101, Laden. 29708 10.00. Ledbett, Unterbett, Rissen, rotroja juleli. Bjandleihe Andreas. firage 88. 0 wie einzelne Reifemufter pottbidig. Balchefabrik Salomonst. Dirdien ftraße 21. Alexanderplag. 240/8 Profit Neujahr wünscht allen VerGropiusstraße 6. 22716 21ffen meinen werten Gästen sorte Freunden, Bekannten und Bartel genoffen ein fröhliches Neues Jahr wünscht Hermann Räther. +86 Ueberzählige Herrenpaletots, Herrenanzüge. nur hochfeinste Aus Sprecher. 96/15 führung, ausverlauft Engrosfabrik Bither fimmen 0,50 Greifswalder eingeln zu Engrospreifen. Enorme Allen Freunden und Genossen Straße 214. +30 Geldersparnis 2-4 gefchloffen. Sonns wünscht ein fröbliches Neues Jabr Zitherspiel lehrt Klara Sinsching, tagsverlauf 12-2. Neue Briedrich Georg Starsowsky, Schanfwirt, Garten+8 ftrage 37, III. +90 Reichenbergerstraße 50. 292/ 4* ftraße 48, Aufpolsterung. Bettmatraße 4,00, Kanarienhähne, Seiferthamm Zum neuen Jahre gratuliert Boltsgute Gedvögel billig. Mahnle, Gör fänger Befeü chaft Hugo Ante, Swine Sofa 5,00, auch außerm Hause. +90 0" mann, Neue Königstraße 30. lige ftraße 32. +8 münderstraße 17. Tanzunterricht! Grupe, Annen Fröhliches Neujahr wünsche meinen Gäften. Theophil Rogowski, Schant- ftrage 16. Anfängerkurse, Sonntags. 4,00, Dienstagsturfe 5,00 +8 furie wirt, Grünauerstraße 20. Allen meinen Kunden zum Jahres- monatlich. Borortbewohnern Schnellfurje 5,00. mechfel ein fröbliches Neujahr. Emil Tannert, Bädermeister, Bilmersdorf, Brandenburgischestraße 9. Nehme die Beleidigung gegen Herrn Rittwach zurüd. Schlicht, 22695* Stralauer- Allee 17. 240/ 11° Vermietungen. Wohnungen. Möblierte Schlafstelle, Herrn, Zhaerftraße 17, born parterre, Supe Schlafftelle Luifenufer 18, Bierente. Schlafflelle iofort, Peschke, Dress deneritraße 105. 96/13 Möblierte Schlafstelle Dresdener ftraße 111, vorn L, Landgraf.+04 Arbeitsmarkt. Stellengesuche. Blinder Stubiflechter bittet am Arbeut. Stable werden abgeboll und A. Glater, Malad. Burndgeliefert 1468b traße 27 Stellenangebote. Harzer Kanarienvögel( Weibchen), echte, verfauft Gaßmann, Norden, Bastianstraße 20. Siebert, Stanarien +76 züchter, Thale Harz. Monatsanzüge und Winter pareivis fowie Joppen von 5,0, olen von 1.50, ebrodanzüge von 12.00, Frade von 2,50, fomte für for bulente guren Rene Garderobe n stammend billigen Breiten, aus Wiandleiben periallene Sachen lanit Serut die Muttersprache beberrichen! man am billigsten bei Nag. Minds Criolgreichen, leicht faglichen Unterricht 2288b* age 14. in ort und Schrift ber deutichen Prächtige Ballonwohnungen fofort Gangbares Gemüsegeschäft biüig Sprache erteilt Damen und Herren zu vermieten Soldinerstr. 32, 29925 au verkaufen Mödernstraße 81. ( jeparat) auch abends ein tüchtiger Wohnungen, billige, Ballon, Herrenpaletot, Mittelfigur, Jeru- und gewissenhafter Brivatlehrer. Die Doppelfenster, Gas usw., zwei Zimmer, Stunde foitet eine Mart. Eine Unterstüche( Bab), von 35 Mail an, ein Beffinnenstraße 28. falemerstraße 66, I, Reumann. richtsftunde wöchentlich genügt Ge Simuner, Süche, Balfon, von 19 Mark chäfte unb unterleder, Spezialität Gichengerbung. Lederhandlung Rühl, Burgstraße 12. Seiferthähne, Weibchen Hausfällige Angebote und unter G. 4 an +84 an. Stoloniestraße 30-31, Solbiner Expedition des Vorwärts" zu richten. Straße 67-6. 17426* Schöneberg, Bahnstraße 43. Halbrenner und Damenfahrrad, Patentanwals Benel mer Seifert Kanarien, prämiiert Brennabor, furze Zeit benutt, 33,00. 25558P goldene Medaille, verlauft Rühl, Große Frankfurterstraße 14, Hoi, Schöneberg. Bahnstraße 43.+106 Steller. tauft man gut und billig bei Adalbert Uhren, Gold- und Silbersachen 28418 Schütz, Beusselstraße 26. Kanarienroller. Scholz, Schönfeinftrage 20. 1756b +106 Mittwosfurfe, Kunststeinarbeiter, der tabellos polieren lann, für dauernde Stellung gesucht. Lohnforderungen unter M. 9302 befördert Daube u. Co., Jerufas 292/2 lemerstraße 53/54. Lehrling verlangt Kunst- und Bauschlosserei H. Gotthelf, wrin Arbeiter, 22936 Im Arbeitsmarkt durch mage 94a Billig! Stube, Stuche 16,75. Zwei- besonderen Druck hervorgehobene gimmer- Hinterwohnungen 21,75. Zwei- Anzeigen foften 50 Pf. die Zeile. Kunititopieret von Frau Rotosty zimmer Ballon Border wohnungen +31 Charlottenburg, Soetbein age 84. L. 83,50. Dreizimmerige Ballonwohnung Rolfrath Co., Elsasserstraße 21, Winterpaleto18, Monatsanzüge, verkauft Borlofts, Gemüsegeſchäft Tanzunterricht Fride, neuerbaute ur 39,75 11 Gürtelstraße 27.( Bermenig getragene, von 5 Mart an, groge bindet Babnböfe Frankfurterallee22896 Norden spottbillig. " Arminhallen" Kommandantennemabl für jede Figur, auch nene Stralau- Rummelsburg.) 22556 mit der Asbest. Schieferfabrikation elegante Garderobe aus eriter Be. Vollrath Co., Elsasserstraße 21, ftraße 58/59 Januar beginnen neue zugsquelle, 20 Prozent billiger wie vertauft für 500 Mart Obst-, Gemüse Sonntagsturle, durchaus vertraut, wird für Dänemark Billige, trockene Wohnungen, Stube im Laden, direft vom Sanetder geschäft Steglit. 2290b Donnerstagsturse. 42st und Stiche zum Preise von 18 bis gelucht. Offerte sub G. A. 82 an meiner Baul Fürstenzeit, mur Roien. Vollrath Co., Eljasserstraße 21, Biatina, Gold, Silber, Gebisse, 21 Mart find fofort gegen Extraver Buldberg. Agerlins Annoucen 264/ 9* abbett, gwel Dedbetten, zwei thaleritraße 10. veitauft Milchgeschäft Moabit, täglich Rebrgold, photographische Rädstände, gütung Dudenarderstraße 37 zu haben. Bureau. Gl. Toro 10, Kopenhagen. Stinen, gweischläfrig 18,00. Aussteuer- Menzenhauer Gitarrezither 8,00. 90 Liter, Preis 1500 Mart mit Rolle. sowie fämtliche gold und Filberu Mieteruachweisung bewillige zwei Damaftbezüge, große Lafen 1,00, Strabei, Brumienftraße 81. +76 haltigen Abfälle lauft Goldschmelze Material. Gemüse, gut eine Vjandleihe Andreastraße 38. 5180+ Seifengeschäft fofort verläuflich gerichtet, Rolle, wegen Strankheit sofort Stopeniderstraße 29. Telephon IV, 6958 96/ 2* Bauerndedbett, Unterbett, awei Stopenhageneritraße 20. +73 eventuel Eturichtung. Spottpreis Stiffen 27,00. Blandleihe lubreas Eimerschrank verkauft Schivel 400,00. Besichtigung Sonntag 12-4. Bereinszimmer, großes, mit ftrage 38. Fabrgeid wird vergütet. Beinerftraße 36, Gartenhaus links L. Esmarchftrage a 23876 Bianino. Langeftrage 0. Verantwortlicher Redakteur: Hans Weber, Berlin. Für den Inferatenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Berlag: Borwärts Buchdruderei u. Berlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. 50st+ Mart. + 65* Zimmer. Möbliertes Bimmer. Lippert, +41 Stolpischestraße 45. +72 Stockdrechsler, Feller u. Bolierer erbaiten bauernd und lohnende Stellung. 96/7 C. H. Richter, Malmö, Schweden.