Nr. 18. Abonnements- Bedingungen: 3 Abonnements Preis pranumerando, Bierteljährl. 3,30 M., monatl. 1,10 m., wöchentlich 28 Bfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage„ Die Neue Belt" 10 Bfg. BostAbonnement: 1,10 Mart bro Monat. Eingetragen in die Post- Zeitungs. Breisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Postabonnements nehmen an: Belgien, Dänemark, Holland, Italien, Luxemburg, Portugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz. Erkbeint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblaff. 25. Jahrg. Die Infertions- Gebühr Beträgt für die fechsgespaltene Rolonel geile oder deren Raum 50 ẞfg., für bolitische und gewerkschaftliche Bereinsund Bersammlungs- Anzeigen 30 Pig. ..Kleine Anzeigen", das erste( fett. gebrudte) Wort 20 Bfg., jedes weitere Wort 10 Bfg. Stellengesuche und Schlafstellen- Anzeigen das erste Wort 10 Pfg., jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Borte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist Bis 7 Uhr abends geöffnet. Zelegramm Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Säbelhiebe statt Brot. BO Mittwoch, den 22. Januar 1908. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. von Schuhleuten. Revolvergespickt, säbelumgürtet bieten die mit dem Polizeifäbel Bearbeiteten wurden furchtbar zugerichtet. „ Sicherheitsbeamten" die wohlwattierte Männerbrust kühn den Ein Bassant erhielt am Kopfe so schwere Verlegungen, daß gefährlichen Bliden unbewaffneter Bassanten dar. Kopfschüttelnd das Gehirn bloß lag. dreißig bis vierzig fragt man sich vergeblich, was eine solche Polizeidemostration foll! Aus Angst, sistiert zu werden, eilte er davon, bis er am LeffingDie zahlreichen Ausländer in Berlin freilich, welche in der Theater ohnmächtig zusammenbrach. Borübergehende nahmen fich Die frivolen Hezzereien der, Nordd. Allgem. 8tg." und des Conservativen Zeitungsgelichters haben ihre Früchte getragen. Nähe des Schlosses zahlreicher als anderwärts fich zusammenfinden, des Unglücklichen an und brachten ihn ins Krankenhaus, woselbst Abermals ist Blut geflossen. Abermals hat der Polizeifäbel rüd- schütteln nicht die Köpfe, sondern erörtern, je nachdem ironisch der Arzt den Zustand als bedenklich erklärte. Ein anderer Zeuge berichtet, daß ein junger Mensch, der einen fichtslos dreingeschlagen! Abermals find harmlose Straßenpassanten oder befriedigt, die Lage eines Staates, der so sinnenfällig selbst jedermann demonstriert, wie groß in ihm die Kluft Schuhmann anflehte, ihn doch gehen zu laffen, mit dem Säbel nicdergefäbelt worden! Das ist kein Wunder, wenn man bedenkt, daß von dem zwischen Regierenden und Bolt ist. Man vergleicht bearbeitet wurde. Schäßungsweise wird die Zahl der Verletzten auf Bolizeiminister im Abgeordnetenhaus selbst die äußerste" die Lage Preußens mit der Rußlands vor dem japanischen Kriege, Die und erörtert ernsthaft die Frage, ob Deutschland mit seinem politisch Dem einen der Bauarbeiter wurde der Arm durch Schärfe gegen Straßendemonstrationen angefündigt wurde. „ Nordd. Allgem. 8tg." hatte gerade noch in noch in den zerrissenen größten Bundesstaat an der Spize, wohl in der Lage angegeben. letzten Tagen ebenfalls ein schärferes Dreinhauen angekündigt: fei, im europäischen Konzert die Rolle weiter Bluse und Hemd hindurch blutig geschlagen. Auf einen Hof hatten sich vor dem Wüten der Polizei etwa fünf Leute geflüchtet; die man werde Demonstranten nicht mit Samthandschuhen zu spielen, die es bisher gespielt hat! Gestern waren die Absperrungen um das Schloß wieder be- doppelte Zahl von Schuhleuten stürmte den Hof und trieb sie mit anfassen. Und die agrarische Bresse vollends hatte geradezu dazu aufgefordert, möglicherweise sogar blaue Bohnen zu fonders start. Der Kaiser selbst weilte in Kiel, das Modelleiner Säbelhieben hinaus. Dieser Angriff war um so widerfinniger, als Sturm wird sie ernten! verabfolgen, trozdem ja nach dem 12. Januar die„ Deutsche Tages- neuen Kaiserjacht zu besichtigen. Das leere Schloß niemand der Aufforderung, fich zu entfernen, Widerstand leistete. zeitung" das Wort geprägt hatte, daß man nach, Spaßen" nicht aber bewachte die Berliner Polizei. Alle Brüden zur Kaiser- Die Regierung fäet Bind pardon! Museums- Insel! waren von starken Polizeimit Browning Pistolen schieße! 9 Insel 872 Die Stimmung war also durch die Hege der offiziösen und Aufgeboten besett, ebenso die Zugänge zum Schloß durch die Polizeiattacke im Hause der Metallarbeiter. fommen wollten, worden! Man harrte Jm Verbandshause der Metallarbeiter, in der Charitéstraße 3, Der Verbandsbeamte Gehalboffiziöfen Presse erzeugt der Breite und Brüderstraße. Die Absperrung wurde besonders scharf Demonstrationen, die da kommen sollten. Seit dem 12. Januar aufrechterhalten auf der Kaiser- Wilhelm- Brüde. Immerhin war war die Polizei in fieberhafter Erregung. An jedem Tage wartete fie eine modifizierte. Die Schußleute wiesen nicht jeden, fie von neuem auf die Straßendemonstrationen. Da sie nicht sondern nur nach ihrer Meinung„ Arbeitslose" zurüd. Als haben sich gestern Ereignisse abgespielt, die man im friedlichen bildete man sich ein, daß wenigstens am Maßstab diente ihnen offenbar für die Frage der Gefährlichkeit Berlin für unmöglich halten sollte. Polizeibeamte, oder wenigstens 21. Januar, dem Tage der Arbeitslosenbersammlungen oder Ungefährlichkeit die Aeußerlichkeit, ob jemand mit oder Personen, die man ihren Uniformen nach dafür halten mußte, find Gelegenheit zum Einhauen für die Schuhleute gegeben werde. ohne gestärkten Kragen daherkam. Da unsere Berliner Ar- in das Haus eingedrungen und haben Menschen, die dort auf ErDie sozialdemokratische Partei machte allerdings den Herren beiterschaft bekanntlich Wert darauf legt, sich äußerlich sauber und öffnung des Bureaus warteten oder sonst zu tun hatten, attadiert einen Strich durch die Rechnung. Sie dachte gar nicht abrett zu präsentieren, wurden gerade die ärgften Revolutionäre" und mißhandelt. Vom Karlsplay her kam der Trupp Uniformierter daran, die Arbeitslosenverfammlungen, die mit der vielfach hindurch gelassen, zurückgewiesen aber die politisch ungefähr mit blanker Waffe angestürmt. Ein Berittener fam mit seinem Wahlrechtsbewegung nicht das mindeste zu tun haben, zu Straßen- lichen Elemente, die erst in der Hochkonjunktur der letzten Jahre Pferde durchs Tor auf den Hof und hielt dort Wacht. Die anderen fundgebungen zu benutzen! Im Gegenteil. Sie fündigte an, aus rückständigen Gegenden von der Industrie herangezogen, noch sechs oder acht Mann stürmten mit einem Leutnant voran die Treppen hinauf, immer mit gezogenem Säbel. daß die Genoffen vor Straßendemonftrationen ge to arnt würden. die Schale zurüdgebliebener Stultur an fich trugen. Immerhin, trop der Maßnahmen der Polizei war es bis zum Der Erfte, den sie niederschlugen, war ein junger, aber erst Außerdem hatte sie den Versammlungsleitern die Weifung gegeben, vor allen Straßenansammlungen der Versammlungsbesucher aus Schluß der Versammlungen und noch lange nach Beendigung der augereifter Metallarbeiter aus Bosen, der gekommen war, unt felben zu feinerlei Zwischenfällen gekommen. Der offiziöse Be- fich beim Verbande anzumelden. drücklich zu warnen! Die Zusammenstöße, die trotzdem stattgefunden haben, haben richt des Wolfffchen Telegraphen- Bureaus fagt über den Verlauf noffe Blumenthal machte dem Leutnant Borhaltungen.„ Wie fönnen Sie den Mann so schlagen! Er hat ja nicht also mit der sozialdemokratischen Partei oder mit dieser Versammlungen folgendes: das geringste verbrochen!" der Wahlrechtsbewegung nicht das mindeste zu ,, Wenn Sie nicht ruhig sind, kriegen Sie auch noch Ihre Senge", tunt. Diese Warnung vor Straßendemonstrationen bedeutet aber war die Antwort. Blumenthal gab jedoch den Versuch nicht auf, nicht den geringsten Milderungsgrund für die Polizeiattacke auf friedliche dem Polizeileutnant die Situation flar zu machen. Da wurde er Straßendemonstranten! Zu zahlreicheren Aufzügen ist es ja auch gar plöglich nicht gekommen. Wenn sich ein paar hundert Arbeitsloser zufällig an der Gurgel gepadt, hingeworfen, geschlagen zusammengefunden, so hatte die Polizei nicht den mindesten und schließlich zur Wache gebracht. Ein zweiter Verbandsbeamter, Grund, gegen sie mit der Wucht einzuschreiten, die das Alle Berichte, die uns über die Vorgänge in und vor den Genosse Wüde, der gesehen, wie sein Kollege mißhandelt wurde, Massaker vom 21. Januar auszeichnete. Db es sich um Demonstrationen oder um zufällige Ansammlungen handelte, ist voll Versammlungslokalen zugingen, und die wir in der Beilage versuchte nun seinerseits den Leutnant von der Torheit des polizeiständig gleichgültig! Wenn die Schloßwache aufzieht, bringen, besagen dasselbe. Erst am Nachmittage, örtlich lichen Vorgehens zu überzeugen. Da zudte der Leutnant den Degen fommt es ebenfalls zum Auflauf. Wenn eine Hofequipage und zeitlich ohne Zusammenhang mit den Versammlungen, kam auf ihn, zwei Schußleute taten desgleichen, und man hätte ihn vorfährt, findet sich das Publikum zu Hunderten zusammen. Warum es dann zu Szenen, die das Blut in den Abern erstarren ließen, vielleicht niedergestochen, wenn er sich nicht ins Arbeitsnachweisbureau Die eiserne Tür, die sie schleunigst schlossen, hätten also nicht auch Proletarier, Arbeitslose, Opfer unseres zu Borkommnissen, für die die Berliner Polizei nie eine Ent- geflüchtet hätte. schützten die Beamten und Arbeitslosen des Verbandes vor weiteren heutigen Klassenstaates, das Recht, sich zu einigen Hunderten zusammen- fchuldigung finden wird! Angriffen! zufinden. Die„ Tägl. Rundschau" beziffert die Zahl der Arbeitslosen in Groß- Berlin auf 60 000. Ist es da ein Wunder, wenn sich Berlin, 21. Januar. Die neun Arbeitslosen- Bersammlungen, in den heute vormittag sozialdemokratische Reichstagsabgeordnete gesprochen haben, und die von etwa 12 000 Personen besucht waren, haben einen ruhigen Berlauf genommen. Der Aufforderung der Redner, nach Schluß der Versammlungen ruhig auseinanderzugehen, und der Polizei keinen Anlaß zum Einschreiten zu geben, wurde überall Folge geleistet. Wir haben darüber etwa folgendes festgestellt: Andere Personen hatten sich wo anders hin geflüchtet. In den einige Hunderte zuſammenfinden? Und dürfen diese Hundert Ein neues Blutbad in den Straßen Segersaal kamen zwei Arbeiter und eine Frau, die im Hauſe war, nicht etwa die Straßen ebenso gut benugen wie der Mob mit Seidenhüten, wie die oberen Zehntausend, die sich bei Ordensfesten oder sonstigen Gelegenheiten int viel größeren Massen ansammeln? Berlins. 0 um für ihren Mann Beiträge zu zahlen, gestürzt. Die Frau war totenbleich vor Schreck. Die Sezer schloffen natürlich ihren Saal ab. As die Polizei in der geschilderten Weise eine Weile für Ordnung gesorgt hatte, zog sie von dannen. Gegen abend sah es im Arbeitsnachweisbureau aus wie in einem Lazarett. Zu furchtbaren Attaden auf friedlich dahinziehende Berfonen Bon Störungen des Verkehrs fonnte keine Rede ist es gestern nachmittag gegen 3 und 4 Uhr zwischen der Nach den fein. Ganz unmotiviert, vielleicht veranlaßt durch die standalöse Hetze Marschall- und Kronprinzen Brücke gekommen. der offiziösen und der halboffiziösen Presse, stürzte sich die Polizei auf uns gemachten Mitteilungen sollen die Mezeleien selbst die Bier junge Leute mit verbundenem Kopf, andere mit anderen die harmlosen Spaziergänger und mit einer Rücksichtslosigkeit ohne Vorgänge am 12. Januar an der Friedrichsgracht in den Verwundungen faßen da herum und erhielten Kaffee und Butter gleichen wurde eingehauen! In der Absicht, dem Proletariat seine Straßen- Schatten stellen. In der belebten Friedrichstraße hatte sich brot zu ihrer Stärkung. Elf seien in der Charité verbunden demonstrationen ein für allemal auszutreiben, schlug man auf völlig lange nach Schluß der Versammlung eine Anzahl Personen worden, sagte man, die teils auf der Straße verwundet worden Unbeteiligte los! zusammengefunden, die zwanglos dahingingen. Aus einem Hause waren. Als wir später am Schiffbauerdamm entlang gingen, hörten Für eine der Hauptattacken der Polizei wird als Milderungs- der Friedrichstraße erschienen mit einem Male etwa 25 Schutzleute, grund wiederum geltend gemacht, daß ein, Schuß" gefallen sei. die die Dahinziehenden durch die Karlstraße und die Luisenstraße wir heftiges, entrüstetes Schelten in einem Grünkramfeller. Es war Es handelt sich wiederum um den famosen Signalschuß, der auch über die Marschall- Brücke das rechte Ufer des Schiffbauer- Damms der Besiger des Geschäfts. Am Nachmittag, so erzählte er uns, an der Friedrichsgracht am 12. Januar abgegeben worden sein soll. hinuntertrieben. Von der Kronprinzenbrücke kam indes den Dahin- habe seine Tochter ihm gesagt, es tämen so viele Menschen daher. Aber das offiziöse Depeschenbureau besigt diesmal wenigstens ziehenden bereits ein Trupp Polizeimannschaft entgegen, so daß Der Mann ging hinaus, um seine Aepfelfiepe hineinzuholen, damit die Scham, zu erklären, die Detonation sei wohl von einem Feuer- dieselben mun fie nicht etwa von der Menge umgestoßen werde. Raum hat er wertstörper erfolgt. Aber die Polizei hieb diesmal nur umso draußen den Korb angefaßt, stürzten Schußleute mit blankem Säbel twütender auf die auf ihn, schlugen ihn in den Nacken, daß er die Treppe hinunterfiel. Massen ein! 70 ist es nicht so zugegangen, vollständig eingeteilt der Polizei selbst zusammengefeilten waren. Hier wurde nun furchtbar auf die Menge eingehauen, so daß sich in furzer Zeit an einzelnen Stellen wahre Heute, am Mittwoch, wird die Wahlrechtsinterpellation Blutlachen der sozialdemokratischen Partei verhandelt. Alle Barlamentarier, die bildeten. Am Neubau des Operetten- Theaters staute fich die Menge noch einen Funken von Schamgefühl befizen, werden sich mit und konnte weder vorwärts noch rückwärts. Eine Anzahl suchte auf dem ungeheuerlichen Straßenterrorismus des Herrn dem Neubau Zuflucht, doch die Polizei verfolgte die Flüchtlinge und Borries und feiner agrarischen und scharfmacherischen Hintermänner befassen müssen, die ihm in der Presse in den letzten Tagen ihre Direttive gegeben haben. hicb rücksichtslos auf sie ein. Ja, ein etwa 20 Mann startes Kommando Schuhmannschaft drang unter Führung eines Polizeileutnants in den Neubau ein und hieb Die sogenannte Volksvertretung wird zu befunden haben, ob mit blanker Waffe über die an der Affäre völlig unbeteiligten dort die Straße nur für reiche Müßiggänger da ist, oder auch arbeitenden Stuffateure, Rohrleger und andere Arbeiter her, sie aufarbeitenden Stuffateure, Rohrleger und andere Arbeiter her, fie auf für das Bolt! Wenn schon die Kleidung eines Proletariers, der fordernd, den Bau zu verlassen. Einige von den Leuten hatten Mangel eines Stehumfalltragens für die Polizei hinreichenden Anlaß Verlegungen erhalten, die ihnen mittels Polizeifäbel beigebracht bieten soll, auf solche Passanten einzuhauen, so wäre das eine Prokla- worden waren. mierung der wüftesten trassen Säbelherrschaft, die sich denken läßt! Die Volksvertretung wird Farbe zu bekennen haben! geholt und furchtbar geschlagen. . . Auch Leute, die fich in andere Häufer flüchteten, wurden herausDer Not- Schuß. Seit beinahe vierzehn Tagen befindet sich Berlin im BeTagerungszustande. Die Vertreter der herrschenden Klasse ber- Just zu derselben Zeit, als die Polizei gerade bei der„ Arbeit" sichern, die Demonstrationen des Volfes machten auf sie teinen war, fiel mit einmal ein Schuß das offiziöse Depeschenbureau Eindruck. Ihre Sicherheits"-Maßnahmen strafen ihre Worte spricht von der Explosion eines Feuerwerkskörpers, worauf Rügen. Noch immer ist das Schloß umstellt von einer dichten Kette bie Polizei um so wütender einhieb! Eine Anzahl der meinte der Mann. Er hatte den Krieg mitgemacht, aber bei allen Grausamkeiten des Krieges nicht gesehen, daß man wehrlose Menschen niederschlug! Faule Ausreden! Unsere Feststellungen, daß ein Teil der preußischen Breußen überhaupt nichts wissen will, sucht Zentrumsfraktion vom Reichstagswahlrecht für Sie Märkische Volkszeitung" einfach durch ungeniertes bleugnen zu entfräften. Sie schreibt: Worauf gründen sich nun die gegnerischen Angriffe? Zue nächst auf den Umstand, daß der Zentrumsantrag nicht von allen Abgeordneten der Fraktion, unterschrieben war. Das sagt nichts. Im Zentrum besteht kein Fraktions3wang; man seht hier unter Anträge mur die Namen der anwesenden Abgeordneten; darauf beruht es, daß nicht sofort alle Namen unter dem Antrage standen; im Laufe der nächsten Tage sind aber noch eine ganze Anzahl von Abgeordneten dem Antrage beigetreten. Sobald sie in Berlin waren, unterschrieben sie: die Gegner wissen dies so gut wie wir; aber trok dem verschweigen sie diesen Umstand. Nun ist aber zuzugeben, die Freifinnigen in Preußen immer weiter degradiert worden? In äußerlichsten Erscheinungen beurteilt. Denn wenn die Reaktion daß einzelne Abgeordnete sich auch gegen den Antrag erklärt der Legislaturperiode 1873 bis 1876 hatten sie noch 72 Abgeordnete; auch scheinbar alles wieder herstellt, was die Revolution behaben. Die Abgg. Graf Strach wit, Graf Ballestrem, dann ging es herunter, wenn auch mit einigen Schwankungen; erst seitigt, und alles beseitigt, was die Revolution geschaffen hat, Graf Spee haben sich als Gegner des Antrages bekannt. In auf 67, dann auf 35; in den folgenden Perioden stieg die Zahl eins wird ihr nie gelingen: das Volk wieder zur politischen der Fraktionssihung, wo einstimmig der Wahlrechtsantrag be- wieder ein wenig, um 1889 auf 28 zu fallen, und 1894 gar auf 20. Bewußtlosigkeit, zur Passivität herabzudrücken. Der 22. Jaschlossen wurde, fehlten sie. Mit diesen drei Namen sind alle Gegner des Antrages unter den Abgeordneten genannt. Dann gab es 1899 wieder einen kleinen Aufschwung auf 36, eine nuar 1905 hat eine nie mehr zu überbrückende Kluft zwischen dem Volk und dem Absolutismus geschaffen, er hat das Volk Es ist schon auffallend, daß es gerade drei Grafen sind. Die Bahl, die 1903 schon wieder auf 82 fiel. Fraktion hat feine Zwangsmittel, um diese Abgeordneten zur Diese Zahlen find nicht sehr imposant. Wo ist da eigentlich der aus seinem politischem Schlummer erweckt, es zum Sturm Unterschrift zu bringen, jie tann nur belehrend auf sie ein- burch das kluge fachliche Vorgehen" erzielte Fortschritt? Und bei wider den Zarismus aufgeboten: daher ist und bleibt dieser wirken; das andere ist Sache der Wähler und den nächsten Wahlen? Wenn der Freifinn auch diesmal sich nicht 22. Januar 1905 das Anfangsdatum der ersten großen der betrefrenden Abgeordneten felbf" zu einer entschiedenen Haltung durchringen kann, wenn er nicht russischen Revolution. Die„ Märkische Volkszeitung" behauptet also, daß von der offen für die Wahlreform in Preußen eintritt, dann wird er in preußischen Zentrumsfraktion nur 3 Abgeordnete, Graf einem Wahlkampfe, der um das Wahlrecht geführt wird, zwischen Strachwik, Graf Ballestrem und Graf Spee, Gegner des all- zwei Mühlrädern figen. Darf er sich wundern, wenn er zerrieben gemeinen und gleichen Wahlrechts für Preußen feien. Sie wird? " Es war ein friedlicher Zug. Der größte Teil der Petersburger Arbeiter setzte noch seine Hoffnungen auf den Baren. Nur in den Grenzgebieten Rußlands war das Broletariat bereits damals von solchen Illusionen frei; nur in fut fo, als ob alle übrigen Abgeordneten den Wahlrechts- Wir wissen leider nur zu gut, daß es innerhalb der frei den Grenzgebieten kämpften die Arbeiter schon im Januar antrag unterzeichnet hätter. Das ist aber eine unwahrheit. finnigen Parteien unsichere Stantonisten" gibt, die am und im Februar 1905 unter der Fahne der Sozialdemo Als nämlich Graf Spee seinerzeit wegen seiner Weigerung, liebsten auch diesmal einer Entscheidung ausweichen möchten. Eratie. den Zentrumsantrag auf Einführung des Reichstagswahl aber wir hoffen, daß diese Elemente nicht auch jetzt wieder, In Moskau und im zentralen Rußland fanden die rechts zu unterzeichnen, angegriffen wurde, gab er in der wie leider so oft schon, über den entschiedeneren Flügel des Freis Greuel des 22. Januar zuerst noch einen zu schwachen Widerultramontanen Rheinischen Volksstimme" folgende Er- finns einen verhängnisvollen Erfolg davontragen werden. Wenn hall. Das Petersburger Proletariat aber war unter klärung ab: auch die freisinnige Volkspartei energisch für die preußische Wahl- den Eindruck der grausigen Vorgänge schnell wach geMan hat mir vorgeworfen, daß ich den Antrag der reform eintritt, dann sieht sich Fürst Bülow einer kompakten Mehr- worden, was die Arbeiterschaft der Reichshauptstadt dadurch Zentrumsfraktion auf Abänderung des Landtagswahlrechts nicht mit unterzeichnet habe. 3 stelle fest, daß mit mir eine heit im Reichstage gegenüber, deren Willen er nicht ignorieren fann. bewies, daß fie fich unter der Führung der SozialdemoDer kommende Tag kann eine Entscheidung bringen; er tann fratie auf die Komödie mit der Schidlowsky- Kommission Anzahl Zentrumsabgeordnete denselben Standpunkt in dieser Frage einnehmen und den An aber auch dazu beitragen, den Fortschritt im Reich wie in Preußen nicht einließ. Sie bezeugte damit ihr volles Mißtrauen gegenüber derselben Regierung, deren Gnade sie soeben noch erficht irag nicht mit unterzeichnet haben, wie Graf Ballestrem, bersumpfen zu lassen." Geheimrat König, Graf Praschma. Prinz Arenberg, Die Debatte wird zeigen, ob die Mahnung fruchtet und die hatte. Bald nahmen sich die anderen Städte ein Beispiel an Albers, Beder, Deder, Guler, Ostrop, Pingen, Epigonen Eugen Richters in ihrer Anklammerung an den Block noch den Petersburgern. Zum Oktoberkampfe wurde schon das Rintelen, Rügenberg. Strachwik, Stromberg, die Energie einer scharfen, parlamentarischen Opposition finden. Signal von Mosfa u aus gegeben, doch gehörte die Führung Underberg, Wattendorf, Graf Wolf Metternich. Ihre Stellungnahme wird sicher nicht über die Wahlrechtsreform dem Betersburger Proletariat, das sich inzwischen im ArIch bemerke, daß ich die Mängel des Landtagswahlrechtes unumwunden anerkenne und für eine fachgemäße Abänderung entscheiden, denn diese muß und wird durchgeführt werden, mag sich beiterdeputiertenrat eine feste Maffenorganisation geschaffen bin. Was ich jedoch nicht wünsche, ist, daß das System des der Freifinn verhalten wie er will wohl aber wird die EntDer Oktoberstreit ergoß sich über ganz Rußland und erReichstagswahlrechtes ohne weiteres auf das Landtagswahlrecht scheidung über die Zukunft des Liberalismus in Preußen fallen. griff fast die ganze Arbeiterschaft. Arbeiterschaft. Dieser elementare übertragen werde." Aufstand stieß jedoch auf einen organisierten WiderF hatte. Graf Strachwiß erklärte also, daß die von ihm namentlich Die Ruhrbergleute über die Knappichafts- tand der reaktionären Elemente. In 85 Städten antworteten genannten 17 Abgeordneten ebensowenig von der Uebertragung des Reichstagswahlrechts auf Preußen wissen wollten, mie erselbst! Und Graf Strachwiz muß ja seine Pappenheimer kennen. Oder will die Märkische Volkszeitung" behaupten, daß Graf Stracht is die Un wahrheit gejagt hat? debatte im Reichstage. Aus Essen wird uns geschrieben: diese Elemente mit furchtbaren Progroms, und die Revolution erwies fich noch als zu schrach, um dem„ Schwarzen Hundert", das durch Polizei und Soldaten unterstützt wurde, standzuhalten. So wurde zwar der alten Gewalt die politische Macht entrissen, aber die Revolution vermochte diese Macht noch nicht in die Hand zu bekommen. Im Lande herrschte die Anarchic. Erst ein neuer Kampf konnte die Frage der politischen Herrschaft endgültig entscheiden. Das Bürgertum, unfähig, die Situation zu erfassen, glaubte, auf das Barenvort bauen zu sollen. Die Forderungen der Arbeiter gingen der Bourgeoisie überdies zu weit, und sie blieb denn auch tretung" fänden. Auch Bischof Ketteler trat für eine Die Referenten und Diskussionsredner kamen auch auf die während des Dezembergefechts neutral oder nahm gar Partei ständische Interessenvertretung ein, da das allgemeine und Reichstagsdebatten über das Knappschaftsstatut für die Regierung! Die industrielle Bourgeoisie, durch die Subatoffgleiche Wahlrecht die Gefahr der Majoritätswirtschaft" und zu sprechen. In Stoppenberg und Steele Horst, beide der Kopfzahlwahl" in sich berge. Gleich ihm wandte sich Orte im Streise Effen, beschäftigten sich die Versammlungen leb politik( die bekanntlich nicht nur große Streifs in Mosfan auch Professor Size, diese Leuchte des Zentrums, in feinem baft mit dem Berhalten der Parteien im Reichstag zur Berg- und den Generalstreit von 1903 in Odessa hervorgerufen, Buche Kapital und Arbeit" gegen das gleiche Wahlrecht. arbeiterfrage. Mit Befriedigung wurde fonstatiert, daß sich fast alle sondern auch den Anstoß zu den Januarereignissen gegeben Das allgemeine, gleiche, direkte Wahlrecht führt mit der Parteien für ein Reichsknappschaftsgejes ausgesprochen haben. hatte) gegen die Regierung aufgebracht, trat Anfang 1905 Beit notwendig aur Majorisierung durch das Proletariat. Selbstverständlich kam auch die Rede auf die hier im Bergweris- mit politischen Forderungen hervor und unterstüßte sogar den revier allgemein erörterten Enthüllungen des Genossen Oktoberstreif. Die weiteren Kämpfe der Arbeiterschaft aber, Da bleibt nur der Ausweg ständischer Wahlen." In dieselbe Serbe hicb auch August Reichen- Sue über das Geheimattenmaterial ber Regie speziell der Stampf um den Achtstundentag der Petersburger Eung. Mehrere Medner sprachen Sue für seine Auf dedung fperger! ihren Dank aus. Sehr scharf wurde der Abgeordnete Giesberts Arbeiter, trieben diese Bourgeoisie wieder ins RegierungsAber auch der Abgeordnete Ba dhe nr erklärte am verurteilf wegen seines Bersuches, die Landtagsabgeordneter lager. Bachen 23. Januar 1904 im preußischen Abgeordnetenhaus: die die hohen Zahlen des Nullens auch verheimlichten, zu verteidiDas Reichstagswahlrecht, wie wir es jest gen. Nicht eine einzige Stimme erhob sich für Giesberts, feiner haben, fann als 3deal nicht anerkannt werden. Es bringt ber anwesenden christlichen Gewerkvereinsmitglieder nahm ihn in Mißbräuche und Mißstände mit sich, von denen man nicht wünschen Schus. Auch im Gespräch mit chriftlichen Arbeitern fanden wir faun, daß sie in das neue preußische Wahlrecht keinen, der die Geheimhaltung des richtigen Materials als eine „ Ehrenpflicht der Abgeordneten" anerkannte. Am letzten Sonntag fanden im Ruhrgebiet wieder zahlreiche Bergarbeiterversammlungen, zum Teil überfüllte, statt. Die Im übrigen aber haben gerade die bedeutendsten Tagesordnung betraf bas 3 vangsstatut. Die Stimmung Führer des Zentrums niemals große Sympathien für das wird immer erbitterter, so daß verschiedentlich erklärt wurde, das allgemeine und gleiche Wahlrecht besessen. Schon Windt- Zwangsstatut müsse mit einem Streit beantwortet werden. Die horst verlangte feinerzeit die Schaffung eines Oberhauses Gewerkschaftsleiter rieten davon ab und verwiesen auf die einge neben dem Reichstag, damit die„ aristokratisch en leiteten Prozesse gegen das Zwangsstatut. Lange würde es nicht neben dem Reichstag, damit die aristokratischen bestehen bleiben, da auch die Werksbesizer keine Freude daran Verbestehen Elemente des Staates eine dauernde sichere Ver- hätten. 84 hineinfom men." Und am 30. Juli 1905 erklärte der Zentrumsabgeordnete Gröber in der Württembergischen Ständekammer sich gegen das allgemeine und gleiche Wahlrecht: Die Bauernschaft, der die politischen Forderungen der Arbeiterschaft allerdings noch fremd waren, begann nach dem Oktoberausstand ihre grandiose Agrarrevolution. Die unmittelbare Folge war zunächst, daß der letzte Rest des Adelsliberalismus verschwand. Auch die Grundbefizer traten natürlich offen gegen die Nevolution auf. Eine Maffenversammlung fand in Wattenscheid statt, einGestützt auf diese Elemente, wagte die Regierung es berufen von den Knappschaftsältesten des ganzen Bezirks. Ginge funden hatten sich mehrere tausend Bergleute, darunter die Orts schließlich, die Arbeiterschaft zum Kampfe herauszufordern: Biel besser als die erste Stammer eignet sich die Zweite veripaltungsmitglieder des Bergarbeiterverbandes und des christ- sie provozierte den Dezemberaufstand und besiegte das Kammer für eine berufsständische Vertretung, um die Mängel lichen Gewerkvereins. Nachdem die Aeltesten Bericht erstattet alleinstehende Profetariat in furchtbaren Schlachten. In hatten, nahm der Genosse Abg. Sue das Wort. Er versprach, diesem Dezemberaufstand spielten Moskau und viele Städte des allgemeinen Wahlrechts auszugleichen." Man sieht, daß die faulen Ausreden der Märkischen über die parteipolitischen Vorgänge roährend der Reichstags- des zentralen Rußlands die ausschlaggebende Rolle, doch bebebatten in einer allgemeinen Voltsversammlung zu referieren, erwiesen die Wahlen zur ersten Duma, daß gerade in diesen Boltszeitung" nichts als ein plumper Täuschungsvolle hier aber doch fragen, ob die Regierung die Pflicht hatte, das wiefen die Wahlen zur ersten Duma, daß gerade in diesen befigenden Schichten des Zentrums find im Grund ihres bie Abgeordneten die Pflicht hatten, diese Verheimlichung mitzu- Gouvernement Mosfau nur 22 Prozent aller Betriebe versuch der Massen find! Die herschenden, d. h. die für die Bergarbeiter günstige Material zu verheimlichen und ob Gegenden die Arbeiterschaft noch nicht ganz unter der Leitung Sozialdemokratie stand, So folgten damals im Herzens Gegner des allgemeinen und gleichen Wahlrechts. machen? Schon die schmachvolle Haltung des Zentrums während der Nach einer kurzen Distusfion, in der die Freude über das Gin der sozialdemokratischen Parole, während bei den letten ganzen Wahlrechtsfampagne, sollte das jedem denkenden treten der Reichstagsmehrheit für ein Reichsgesetz zum Ausdrud Wahlen fast die gesamte Arbeiterschaft sozialdemokratisch gefam, fand folgende Resolution Annahme: Bentrumsarbeiter bewiesen haben! Wahlrechtsinterpellation. Heute gelangt im Reichstage die Wahlrechtsinterpellation unferer Fraktion zur Verhandlung. Die Fassung ist eine derartige, daß der Kanzler des Reiches, will er sich nicht vor der Welt eine weitere Blamage zuziehen und sich selbst als eine Person Hinstellen, die für ihre eigenen Aussprüche und Maßnahmen nicht die Verantwortung zu übernehmen wagt, sich der Beantwortung der an ihn gerichteten Anfrage nicht entziehen tann, weshalb er in der Landtagssigung vom 10. Januar die Uebertragung des Reichstagswahlrechts auf Preußen als dem Staatswohl nicht entsprechend bezeichnet hat. Möglich, daß der Kanzler in der Erwägung, daß er ohnehin an politischem Ansehen nicht mehr viel zu verlieren hat, vor allem nicht im Auslande, trogdem die Antwort ablehnt und sich fühnen Mutes Hinter allerlei Kompetenzen flüchtet. Uns wird es höchst gleichgültig Taffen, ob er rebet und wie er redet, ob er nach der sonst von ihm beliebten Manier es für angebracht findet, dem bitteren, Blutigen Ernst des Augenblicks mit Kleinen Späßen und diplomatischen Wäschen zu begegnen, oder ob er es für passender hält, in Junkerbrutalität zu mimen und den starken Mann nach Kröcherschem Rezept zu spielen. Beraten wird die Interpellation in jedem Falle, und unsere Fraktionsredner werden es im Reichstage an schärfster Kritik nicht fehlen lassen. Die heutige Bergarbeiterversammlung erklärt sich mit dem Verhalten derjenigen Aeltesten, die in der Generalversammlung am 28. Dezember den Statutentwurf der Werksbesitzer abgelehnt haben, völlig einverstanden und spricht ihnen für ihre mannhafte Haltung Anerkennung aus. Die Versammlung betont ausdrücklich, daß nach ihrer Ueberzeugung die Schuld an dem Scheitern des Einigungswertes die jenigen Werksbesitzer trifft, die den Vermittelungsvorschlag Schulten Nobis ablehnten. In dem nunmehr in Straft tretenden Zwangsstatut erblickt die Versammlung lediglich ein Produkt der bergarbeiterfeind lichen Gesetzgebung des preußischen Landtages. Die Vorgänge im Bochumer Knappschaftsverein haben so deutlich wie nur möglich gezeigt, daß die Bergarbeiter nicht eher zu einem gründlichen Lebensschutzgesetz gelangen und ihre alten knappschaftlichen Rechte wieber erhalten, als bis die ganze die Bergarbeiter betreffende Gesetzgebung einem Parlament überantwortet ist, das aus allgemeiner, gleicher, direkter und geheimer Wahl hervorgegangen ist. wählt hat! Die Dezemberniederlage verstärkte den Gedanken, daß das Proletariat nur gemeinsam mit der Bauernschaft fiegen wird. Bei Auflösung der ersten Duma erwartete man, die Bauernschaft werde nun die Initiative zum Kampfe ergreifen. Inzwischen aber ist diese Illusion zerstoben. Eine zerstreute, mangelhaft organisierte Bauernmasse fann eben nicht im Kampfe vorangehen. Allmählich ändern sich auch die Verhältnisse: In den Mittelpunkt der russischen Wirtschaft tritt nach und nach die Industrie. Zur Hauptmacht wird, tros feiner geringen Anzahl, das Industrie- Proletariat; ihm gehörte und wird auch in der Zukunft die führende Rolle im Befreiungsfampfe gehören. Den Bauern wird der enge Zusammenhang zwischen ihren wirtschaftlichen Intereffen und der politischen Macht erst durch die dritte Duma, die Adels. du ma, flar gemacht werden. Während die Bauern unter dem Drucke des weißen Terrors ihren wirtschaftlichen Kampf zum Teil in der Form Die Versammlung spricht allen Rednern und Parteien, welche im Reichstag für eine reichsgefebliche Regelung der Berg von Brandstiftungen und mit derlei Mitteln mehr führten arbeiterfragen eingetreten sind, ihren Dant aus und erklärt, daß und nur stellenweiſe feite Organisationen schufen, vermochte die alle diejenigen, welche direkt oder indirekt die in den Geheimatten Arbeiterschaft Massenorganisationen ins Leben zu rufen und der preußischen Regierung liegenden Beweise für die Wahr dem Ansturm der reaktionären Sträfte noch im verflossenen heit der Bergarbeiterflagen bertuschten, oder Jahre einen organisierten Widerstand entgegenzusehen. Im Diese Bertaschung beschönigten, ben Berg- Jahre 1907 zählten die Fabrifinspektoren 861 Gewerkschaften, arbeitern ein himmelschreiendes Unrecht ge die etwa 400 000 Mitglieder umfaßten. So errangen denn tan haben." Für diese Resolution stimmten ausnahmslos alle VerPolitisch interessant wird sein, wie sich der Freifinn und das sammelten; auch die Mitglieder und Ortsausschüsse des christlichen Zentrum in der Debatte benehmen werden. Etwas fräftigere Töne Bewerkvereins stimmten fämtlich dafür. werden beide, besonders der Freifinn, wohl finden; denn die Kundgebungen im Lande für das allgemeine, gleiche, geheime und direkte noch im Jahre 1907 die Moskauer Arbeiter einen glänzenden Sieg über die Stadtverwaltung und die Unternehmer, deren Machtgefühl eine große Aussperrung beranlaßt hatte. Landtagswahlrecht laiſen fich nicht ohne weiteres ignorieren. Das Drei Jahre ruffiiche Arbeiterbewegung. fächlich auf witt fchaftlichem Gebiete ausgefochten. Ge,, Berliner Tageblatt" richtet vor der Interpellation nochmals an die Freifinnigen einen Appell, nicht jene schwächlich komödienhafte Szene vom 10. Januar zu wiederholen, sondern schärfere Töne anzuschlagen. Immer wieder", schreibt sie, muß man von gewiffen Parlamentariern der Freifinnigen Wolfspartei hören, daß die Freifinnigen im Abgeordnetenhause eine, leine Minderheit" bilden und nur durch, kluges fachliches Borgehen" dem Fortschritt auf die Beine helfen können. Ja, wenn man uns nur sagen wollte, was denn eigentlich das kluge fachliche Vorgehen" bisher genügt hat. Es hat keine einzige reaktionäre Errungenschaft zunichte " Ihr habt fünfzehn, zwanzig, fünfzig Jahre Bürgerkriege und Böllerkämpfe durchzumachen, nicht nur um die Verhältnisse zu ändern, sondern um Euch selbst zu ändern und zur politischen Herrschaft zu be fähigen." Nach der Dezemberniederlage berebbte der politische Kampf und die Schlachten des lepten Jahres wurden hauptwiß nicht deshalb, weil sich etwa die Arbeiter vom politischen Kampfe ganz abgewandt hätten. Neines entwidelt fid) eine neue Form der Konzentration und Organisation der Kräfte. Neue Anstürme gegen den Absolutismus werden infolgedessen einen mehr organisierten Charakter tragen. Die erste Phase der Revolution war die Schule der politischen und der Klassenerziehung der Arbeitermassen. Sie hat auch breiten Waffen der Bauernschaft das politische Bewußtsein gebracht. Was fie noch nicht vermochte, das wird die Reaktion Drei Jahre sind heute seit dem Petersburger Blutsonntag vollenden, die ja bereits einen Teil des Bürgertums wieder verflossen, drei Jahre schärfsten Klassenfampfes, drei Jahre ins oppofitionelle Lager zurückgestoßen hat. Die Revolution politischer und wirtschaftlicher Erschütterungen von welt- ist scheintot, es lebe die Revolution! unter diefer Parole Rarl Marg am 15. September 1850 in ber Sigung der Londoner Zentralbehörde des Kommunistenbundes. gemacht, weder das Volksschulunterhaltungsgesetz noch die Ent geschichtlicher Bedeutung. Sollte es möglich sein, die Er- barrt die russische Arbeiterschaft neuen Kämpfen entgegen. eigmmgsvorlage, noch sonst etwas. Es hat auch den Fortschritt in rungenschaften folcher Stämpfe zunichte zu machen? Das kann Preußen nicht im geringsten gefördert. Dber find nicht nur glauben, wer die geschichtliche Entwickelung nach ihren! Politifche Ueberficht. Berlin, den 21. Januar 1908. Der Ertrazug hat Durchgangs- und Speisewagen. Es wird aber kein Zuschlag oder Playgebühr erhoben. Auch ist sämt lies Gepäd frei. " Verabschiedete Stellvertreter. für einen verfchämten Bimetallismus zu gelvinnen. Zwar be- Jerläßt num der Borsigende, Rittmeister a. D. Gallandi, eine we fannten die einstigen Führer der Bimetallisten, an ihrer Spige fanntmachung, in der den Mitgliedern mitgeteilt wird, daß eine geGraf Kanig, daß ihre Prophezeiungen über den Bankrott der Goldmeinschaftliche Bundesfahrt mit Extrazug nach Berlin zu der Vers Majestätsbeleidigungs-, Telegraphen- und Scheckgesetz. währung schmählich zu schanden geworden seien, aber wenigstens fammlung beabsichtigt sei und dafür folgende Fahrpreise pro Person eine Vermehrung der Silbermünzen und die Inkursfegung der alten festgefest feien: Aus dem Reichstag. Eine Ergänzung des Tele- Taler wollen fie doch als eine Art Ehrenrettung für ihre einst so Ab Königsberg II. Klasse hin und zurüd 31,60 M. III. P 21,80= graphengesetes ist durch die Erfindung und Anwendung der rührige bimetallistische Propaganda durchsetzen. Das erstere verdrahtlosen Telegraphie notwendig geworden. Gegen sprach ihnen der Finanzminister, über das andere schwieg er sich aus. den Gesezentwurf der Regierung, durch den diesem Bedürfnis Wie gefährlich es für einen preußischen Minister ist, den abgeholfen werden sollte, wurde denn auch in der heutigen Wünschen der Agrarier auch nur im fleinsten Punkte zu widerstreben, ersten Lesung teinerseits Einspruch erhoben. Genosse Frant zeigte bei der Fortsetzung der Debatte über den landwirtschaftlichen In seiner Bekanntmachung fügt der Herr Rittmeister hinzu: betonte indes, daß die Erteilung der Genehmigung zu solchen Etat das Schidial des Landwirtschaftsministers v. Arnim, der dem VerMeine Bemühungen, diese Bundesfahrt zustande zu bringen, Anlagen keineswegs, wie der Gefeßentwurf es fordert, in das langen der Konservativen, vermehrte Mittel für die Kolonisation in Ost- haben in erster Linie den Zweck, den kleineren und mittleren BeBelieben der Behörden gestellt werden dürfe. Eine Kommission preußen in den Etat cinzusetzen, nicht sofort nachgekommen war. figern Gelegenheit zu bieten, mit möglichst geringen Stofien und in von 14 Mitgliedern sei deshalb zur Durchberatung erforderlich. Sturzerhand beantragte Junker Bieberstein, daß der Landtag felbst Gesellschaft von Bundesfreunden die Fahrt zur Berliner GeneralDas Haus trat denn auch nach kurzer Debatte diesem An- die Summen in den Etat einfegen sollte, die erforderlich versammlung mitzumachen." trage bei. find, um auf Kosten des Staates Landarbeiter durch Ge- Für gewöhnliche Menschen kostet eine Vergnügungsfahrt mit Die zweite Lesung des Gesetzes betreffend die Bewährung lächerlich Kleiner Landgüter alt die Scholle zu dem D- Zug von Königsberg nach Berlin II. Klasse 60,20 M., strafung von Majestätsbeleidigungen führte zu binden und so den Großgrundbesitzern billiges Arbeiter III. Staffe 48,80 2. lebhafteren Auseinandersetzungen. Nachdem der Abg. Roeren material zur Verfügung zu stellen. v. Arnim machte schleunigst namens des Zentrums troß einzelner Ausstellungen doch die Stotau und erflärte sich mit dem Antrage namens ber Zustimmung seiner Partei zu der Kommissionsfassung erklärt Regierung einverstanden. Auch sämtliche Parteien des Dreiflaffenhatte, machte Genosse Heine die Beschweren parlaments hatten nichts dagegen einzuwenden, und der denken geltend, die auf fozialdemokratischer Seite Wiesbadener Landrat a. D. Hehdweiler, Der auf der dagegen bestehen. Unsere Partei stellte den Antrag, jüngsten Staffeler Flottenvereinstagung den Rekord in Hochdaß überhaupt die Majestätsbeleidigungs- Paragraphen aufrufen auf Steim hielt, sah in dieser„ Erhebung der Arbeiter zu gehoben werden sollten. Die Kommissionsfassung werde Kleinbürgern" sogar ein Mittel zur leberwindung der Sozialzivar einigen Leuten zugute kommen, denen aus Unbedacht demokratic! Das Fortschreiten unserer Propaganda auf dem flachen oder in der Trunkenheit abfällige Aeußerungen über irgend Sande wird den Herren Nationalliberalen auch diesen letzten Hoffnungseinen Monarchen entschlüpft seien. Schon die bisherige Praxis wahn grausam zerstören. der Gerichte lasse jedoch befürchten, daß politischen Gegnern Erwähnt sei noch, daß der Etat der Seehandlung von der der Regierung, insbesondere den Sozialdemokraten, immer Tagesordnung abgefegt worden war. Die Rolle, die das einfimals Böswilligkeit" beigemessen und deshalb die Verurteilung unter des" Post"-Zeitdrtiflers Zedlig Zeitung stehende Juftitut bei vegen Majestätsbeleidigung über sie verhängt würde. Als der verkrachten„ Sanierung des Dstens" gespielt hat, soll zuvor Beweis führte Heine den Majestätsbeleidigungsprozeß gegen untersucht werden.... den Redakteur der Stönigsberger Volkszeitung" an: Trotzdem Am Mittwoch gönnen sich die Erlorenen des Dreiklassenhauses in dem ganzen historischen Artikel von dem gegenwärtigen wieder einmal einen freien, aber diätenbezahlten Tag. Um DonnersMonarchen nicht die Rede war, hat das Gericht doch eine tag wird die Etatsberatung zunächst durch eine Interpellation des Majestätsbeleidigung konstruiert aus dem Schlußsage, der von bekannten Scharfmachers& reth über den Bankdiskont unterbrochen. ciner Tragikomödie der Denkmalsenthüllung" sprach. Wer folche Umwege nicht scheue, der werde jedem politischen Gegner Böswilligkeit zuschreiben. " Der Staatssekretär Nieberding bestritt, daß der Ausdruck böswillig" im Gesez so verstanden werden könne, als ob der Richter einen Unterschied machen dürfe zu ungunsten irgendwelcher politischen Anschauung. Diese Erklärung wird man sich für fünftige Fälle merken, wenn einmal wieder die sozialdemokratische Anschauung als strafverschärfendes Moment von einem Richter oder Staatsanwalt geltend gemacht wird. Reichstag und Volt haben aber in dieser Beziehung schon zu viele trübe Erfahrungen gemacht, als daß man sich auf der artige Miniſtererklärungen verlassen könnte. Kautschuk bestimmungen in einem Strafgesetz haben immer die Tendenz, fich zuungunsten eines Angeklagten zu dehnen. Vom guten Magen des Vatikane. Sieben Erzbischöfe und Bischöfe Bayerns veröffentlichen zurzeit in der Zentrumspresse einen irtenbrief, worin die Katholiken aufgefordert werden, schon jetzt für das am 18. September zu feiernde goldene Priesterjubiläum des Papstes zu rüsten. Drei Seiten lang wird die Heiligkeit des Papstes gepriesen. Doch das ist nur die Einleitung zu der am Schlusse des Hirtenbriefes folgenden Aufforderung, dem heiligen Water in Rom mit opferwilligen Gaben in seinen gegenwärtigen Bedrängnissen zu Sülfe zu kommen". Um aber Bedenken wie jene des schwäbischen Bauern zu zerstreuen, der bei einer Wallfahrt nach Nom angesichts des päpstlichen Palastes erstaunt ausrief:„ Herrgottsakra, da hat mi der Gröber aber dunnerschlechtig ang loga; sagt der, der heilig Vater fei arm und schlof uff Stroh!" Ja, geliebte Diözesanen, glaubt es Euren Bischöfen: die Bedrängnisse unferes heiligen Vaters find groß und seine Mittel gegenüber all den Anforderungen, die aus der ganzen Kirche an ihn herantreten, nicht ausreichend. Darum zeiget Eure Stindesliebe, indem Ihr Eurem Bater zu seinem Jubiläum gern von Euren Mitteln zukommen lasset und reichlicher, als Ihr es sonst zu tun pflegt. Jede Gabe ist für sein schmerzerfülltes Herz ein Troft, und auf jeder, auch der Kleinsten Gabe, ruht sein Vatersegen." Lebensmittelteuerung und Lohnerhöhung. " Vor einigen Wochen berichteten wir über das„ schneidige" Vorgehen des Kapitulanten Werner Rettig von der 10. Rompagnie des Regiments Hamburg". Er hatte als Rekrutengefreiter sich der vorschriftswidrigen Behandlung und Beleidigung sowie der versuchten Rötigung und Bedrohung eines Untergebenen zu schulden kommen lassen, wofür ihm zwei Monate und ein Tag Gefängnis zuerkannt wurden, während der Feldwebel H. wegen Verlegung der Aufsichtspflicht mit einem Tag gelinden Arrest davon kam. Gegen diefes Urteil ist von beiden Seiten Berufung eingelegt worden. Rettig, der bekanntlich einen jüdischen Einjährigen bis aufs Blut gequält und ihn unter Drohungen von der Meldung zurückzuhalten fuchte, will in Rücksicht auf die militärische Disziplin stramm vorgegangen sein. Dem Feldwebel wird nachgewiesen, daß er selbst verbotene lebungen vorgenommen hat; er sucht den R. damit rauszureißen, daß er den Einjährigen für einen außerordentlich R. ersucht um eine gelinde Strafe, fchlappen Soldaten erklärt. Der Ans damit er bei der Schutztruppe weiter dienen könne. fläger beantragt gegen beide Angeklagte, die inzwischen den bunten Rock haben ausziehen müssen, die Bestätigung des erstinstanzlichen 11rteils. Das Oberkriegsgericht des 9. Armeekorps( Altona) verurteilt Rettig zu zwei Monaten und zwanzig Tagen Gefängnis und den Feldwebel zu sieben Tagen gelinden Arrest. Beide haben mithin eine feine Zulage erhalten. Agrarisch- koscheres Fleisch. Es gibt noch edle Menschenfreunde. Das sind die Agrarier. Man hat es soeben wieder im Reichstag bei der Behandlung des Wiehfeuchengesetzes gesehen: Zeigten sie da nicht die größte Besorgnis Bicheuchengeſetzes gesehen: Zeigten sie da nicht die größte Besorgnis um die Gesundheit des Voltes?! Sie schüßen das Bich gegen um die Gesundheit des Volles?! Sie schützen das Vich gegen Seuchen, das Volt vor Anstedung und gehen dabei, durch SeuchenSeuchen, das Bolt vor Ansteckung und gehen dabei, durch Seuchengefege und Viehsperren, so radikal zu Werke, daß sie dent gemeinen Mann lieber den Fleischgenuß überhaupt entziehen, als daß sie ihn ben damit verbundenen körperlichen und moralischen Gefahren aussetzen. Denn der verwöhnte Magen des armen Mannes verträgt kein ausländisches Fleisch, selbst wenn es von der besten Qualität wäre. Nur Fleisch von vaterländischen Schweinen und Rindern- Fleisch vom Fleische Ostelbiens! Nur Fleisch von Schweinen, die nach deutsch- agrarischem Ritus tofcher gemäftet und foscher geschächtet wurden! Fleisch von Rindern, die die deutsche Zucht nicht kennen, wäre allerdings billig und in Waffen zu haben. Die Zeiten sind vorbei, da die Menschen auf ihre Futterpläge angewiesen waren, wie das weidende Vieh. Der menschliche Geist hat die Entfernungen überbrückt. Wir können uns jetzt unferen Braten aus Argentinien oder Australien holen. Will man wissen, wie tener dieses Fleisch in Europa zu stehen kommen würde? Es liegen uns gerade authentische Bahlen vor. Der nationalliberale Abg. Diann machte den verzweifelten Versuch, das Königsberger Urteil zu rechtfertigen. Dabei passierte ihm das Mißgeschick, dem Gerichtshofe eine Urteilsfindung zuzuschreiben, die die Königsberger Richter selber vorsichtig vermieden hatten. Herr fann verlas nämlich aus dem Artikel eine Reihe historischer Urteile über die Königin Luise und fragte dann entrüstet: Ist das keine Beleidigung? Auf den Zwischenruf: Gegen wen? antwortete er prompt: Zunächst gegen die Königin Luise! Dann verbreitete er sich wohlgefällig über die auch vom Reichsgericht anerkannte Praxis der Gerichte, aus historischen Urteilen über Vorfahren Im Deutschen Metallarbeiter", einem christlichen eines lebenden Monarchen eine gegen diesen gerichtete Gewerkschaftsblatt, ftellt ein Mitarbeiter eine Untersuchung an Majestätsbeleidigung herauszudestillieren, und meinte, anders über die Frage, ob die Arbeiter durch die Lohnerhöhung während des guten Geschäftsganges ihre Lebenslage haben verbessern fet man ja auch in Königsberg nicht verfahren. können. Der Betreffende ist Angestellter eines größeren Geschäftes Wie die Triester Zeitung Il Piccolo" berichtet, hat der Dampfer in Kolonial- und Manufakturwaren und beansprucht, als solcher Argentinia", der am 17. Januar aus Buenos Aires cintraf, eine genaue Kenntnis der Preisänderungen der verschiedenen 17 000 Kilogramm argentinisches Rindfleisch, das in den Lebens- und Bedarfsmittel zu haben. Er kommt auf Grund ge- Stühlräumen des Dampfers untergebracht war, mitgebracht. Das nauer Einzelberechnungen zu dem Ergebnis, daß ein Arbeiter, der im Jahre 1905 für sich und seine Familie mit 1000 m. austam, im Fleisch wurde einer veterinärärztlichen Untersuchung unterworfen, daß das Fleisch sich in einem sehr guten Jahre 1807 zur Bestreitung derselben Bedürfnisse infolge der die ergab. Preissteigerung von Nahrung, Kleidung und Wohnung 1250 M. Bustande befinde, vollkommen gesund und zum Gebrauch bedurfte ein Unterschieb, den wohl nur wenige Arbeiter mit geeignet fei. einer entsprechenden Erhöhung des Lohnes hätten wettmachen Genosse Heine bemühte sich nun zum zweiten Wale, dem Juristen und Kommissionsberichterstatter Dsann flar zu machen, daß das Gericht, wie aus dem Urteil deutlich hervorgeht,.gar nicht diesen historischen Umweg über die Königin Luise, sondern einen anderen, allerdings dem Rechtsgefühl nicht minder widerstreitenden Umweg eingeschlagen habe, um zu einer Verurteilung wegen Majestätsbeleidigung zu gelangen. Das half aber nichts. Die Begriffestugigkeit des Herrn Dsann war nicht zu überwinden. Mit lächelnder Selbstgefälligkeit verteidigte er abermals feine unverrüdbare Annahme, die zitierte Stritit der Königin Luise durch Humboldt und andere ihrer Zeitgenossen habe dem Gerichtshof für die Konstruktion des Schuldbeweises gedient. Wenn ein Rechtsanwalt sich so unfähig zeigt, troß tvieder Holter Belehrung dem Gedankengang eines Gerichtshofes in einem Majestätsbeleidigungsprozesse zu folgen, dann braucht man sich nicht zu wundern über die Urteilssprüche, die bei politischen Prozessen in Deutschland herauskommen. fönnen. Aus dem Angeführten- so heißt es dann ergibt sich, daß der Arbeiter trog der vergangenen guten Geschäftszeit, seine Lebenslage nicht so hat steigern können, wie vielfach angenommen wird; daß er ferner nicht in der Lage gewesen ist, zu sparen für die Zeit, wo er sein Ginkommen durch Lohnfürzungen und Arbeitslofigkeit wesentlich gemindert sicht. Des Weiteren ergibt sich, daß die vielen Anklagen, die man heute noch gegen die Organisationen und deren Führer erhebt, durchaus unberechtigt und entweder auf Unkenntnis der Verhältnisse oder auf Angst vor der Organisation der Arbeiter zurückzuführen sind." " Daran ist ja nichts Auffallendes mehr, da frisches Fleisch aus Argentinien und Australien in England längst mit gutem Erfolg eingeführt wird. Nur in Deutschland und Desterreich ist die Einfuhr verboten. Das Fleisch der" Argentinia" foll von der besten Sorte sein, die überhaupt in Argentinien foll von der besten Sorte sein, die überhaupt in Argentinien Und die Dampfergesellschaft macht sich anheischig, erhältlich war. folches Rindfleisch regelmäßig in Triest mit 70 bis 75 Heller per Kilogramm zu liefern macht 60 Pfennig! Da die deutsche Schiffsverbindung mit Südamerika unvergleichlich mehr entwickelt ist als die österreichische, so dürfte dieses Fleisch auch in Hamburg feineswegs teuerer zu stehen kommen. Leider unterläßt der Mitarbeiter des christlichen Blattes die Dreißig Pfennig das Pfund Rindfleisch zu einer Zeit der Herr Dsann wurde übrigens, was Logit und Rechtsgefühl anbetrifft, womöglich noch untertroffen durch den in Frage zu erörtern, worauf die Lebensmittelteuerung euerung und Arbeitslosigkeit! Aber, Michel, du friegſt von dem Weimar gewählten antisemitischen Amtsrichter Gräf, der zurückzuführen ist; er würde dann zu der Einsicht fommen, großen Stück Fleisch in deinen Kochtopf nur den Schattenwurfdiese passende Gelegenheit benußte, um feierlich seinen Bei- daß die christlichen Arbeiter auf falschem Wege sind, wenn sie einer davon kannst du nicht satt werden. Denn der menschliche Geist, der tritt zum Reichsverband zur Bekämpfung der Sozial- seits über die Verteuerung der Lebensmittel jammern und anderer- die Entfernungen überbrückt, hat auch die Schutzölle erfunden, demokratie zu erklären! Damit hat diese edle Gesellschaft feits fich ins Gefolge jener Parteien begeben, die, wie das Benum die Welten auseinanderzuhalten und die Agrarier patriotisch zu trum, den Lebensmittelwucher als politisches stimmen. ja einen gleichwertigen Ersatz für ihren ehemaligen wissen Geschäft betreiben. schaftlichen Hülfsarbeiter" Böhme. aber auch er nichts wissen. " Liberale Wahlrechtsausschüsse. Der freifinnige Müller- Meiningen betrachtete den Gefeßentwurf als eine wertvolle Verbesserung und wollte von Der freifinnige Wahlrechtsausschuß rührt sich bereits fräftig. der Aufhebung der Majestätsbeleidigungsparagraphen an sich Er hat zunächst die Abgeordneten Stopsch und Naumann kooptiert. nichts wissen, da seiner freisinnigen Ansicht nach durch die Herrn Stopsch haben wir auch gleich vermißt; wo Möller, Fischbed, Beleidigung des Staatsoberhauptes das ganze Bolt mit be- iemer weilen, darf topich nicht fehlen. Ob Herr Naumann, den dieses Vertrauensvotum nicht fonderlich ehrt, wieder sich zur Folie leidigt werde. Von dem Dsannschen Ahnenfultus" wollte hergeben wird, bleibt abzuwarten. Die Tätigkeit des Ausschusses ist aber damit noch nicht erschöpft. Es wurde beschlossen, eine Nachdem noch der Abg. Wellstein sich namens des Broschüre über die Wahlrechtsreform und ein Flugblatt alsbald zu Zentrums gegen den sozialdemokratischen Antrag erklärt hatte, verbreiten und einen Aufruf zur Gewinnung von Mitteln für den wurde dieser gegen die Sozialdemokraten abgelehnt und Wahlrechtstampf zu veröffentlichen. Weitere Broschüren und Flugdann das Gesetz in der Sommissionsfassung von der blätter sowie Versammlungen sind in Aussicht genommen. nämlichen Mehrheit in zweiter Lesung angenommen. Es folgte furz die erste Lesung des Schedgesetzes, die Wahlreform in Preußen beraten. Es lag dazu ein Antrag vor: gegen das ernstliche Einwendungen von keiner Seite erhoben wurden, da es dazu angetan ist, den Geschäftsverkehr durch Berminderung der Bahlung in Barmitteln zu erleichtern. Das preußische Dreiklassenparlament und die Grenzen seiner Zuständigkeit. Auch der Zentralvorstand der Nationalliberalen Partei hat über Der Zentralvorstand möge die Wähler auffordern, einzutreten in eine Agitation für die direkte und geheime Wahl und für eine gerechtere Wahlkreiseinteilung. Gelegentlich dieses Antrages wurde der„ Nat. 8tg." zufolge die Frage der geheimen Wahl ausgiebig besprochen. Für öffentliche Stimmabgabe trat grundsäglich niemand ein, dagegen sprach sich eine ganze Reihe von Rednern, darunter auch solche vom agrarischen Flügel, mit boller Entschiedenheit für die geDie Junker im Reichstage werden man kann das mit abjo. heime Wahl aus. Schließlich einigte man sich dahin, den Antrag man kann das mit absofuter Sicherheit vorhersagen morgen im Reichstage auf die sozial- einer Sommission von 15 Mitgliedern zu überweisen, die der nächsten Sigung des Zentralvorstandes Bericht erstatten soll. demokratische Wahlrechtsinterpellation antworten, daß fie eine rein Das ist zwar sehr wenig, aber immerhin beweist es, daß die preußische Angelegenheit betreffe, betreffe, und sich deshalb nicht Wahlrechtsbewegung schon in ihren Anfängen der bisher herrschenden Debatte beteiligen. Ilm อิน beweisen, wie Gleichgültigkeit ein Ende gemacht hat. ant der sehr sie selbst es verstehen, sich in jedem Parlament ,, innerhalb der Grenzen ihrer Zuständigkeit" zu halten, sprachen sie heute im Abgeordnetenhause beim Kapitel Breußische Münzverwaltung" ausgiebig über all' die Fragen, die in der Münzpolitif zur Zuständigkeit " Eisenbahn- Fahrpreisermäßigung für die notleidenden Agrarier. Am 17. Februar findet in Berlin die Generalversammlung des des Reiches gehören, und suchten die preußische Finanzverwaltung Bundes der Landwirte statt. Jm Drgan des Bundes für Dftpreußen Aus Stöckers Reich. Jm Bolt", dem christlichsozialen Blatte in Siegen, daß den Gefolge Stöders als Quelle geistiger Nahrung dient, ist fol gendes zu lesen: Eine Hölle gibt es nicht. Das Wort steht allerdings in der Bibel, aber es ist damit das Grab gemeint." Go lehren die Prediger der Wachtturm, Bibel- und Traktatgesellschaft. Da nun an vorigen Sonntag von einem dieser Jrr= Lehrer im Streusschen Saale ein Vortrag gehalten worden ist über das Thema:" In die Hölle und von dort zurüc und weil mit der Möglichkeit gerechnet werden muß, daß uns gefeftigte Seelen beunruhigt und schließlich irre geführt werden, so haben einige christliche Persönlichteiten hiesiger Stadt sich in ihrem Gewissen gedrungen gefühlt, gegen eine solche Verkehrung der Schriftwahrheit Zeugnis abzulegen. Zu diesem 3wede findet am kommenden Sonntag, nachmittags 3% 1hr, im Blaukreuzhospiz, Siechhausweg, eine Besprechung über den Begriff Hölle statt. Welcher Kulturrüdgang, wenn die Siegener Wähler des Herrn Stöcker nicht mehr an die Eristenz der Hölle glauben! Arbeitslosen- Demonstrationen. ( Privatdepesche des„ Borwärts".) Magdeburg. 21. Januar 1908. Jn überfüllter Versammlung demonstrierten die Arbeitslosen Magdeburgs gegen die provokatorischen Neden der bürgerlichen Stadtverordneten in der legten Stadtverordnetensizung. Taufende fanden keinen Einlaß. Nach der Bersammlung tam es infolge der absperrungsmaßregeln der Polizei, die offenbar Demonstrationen vor dem Ratshaus fürchtete, zu lebhaften Auftritten. Fast die gefamte Polizei war aufgeboten, um die Aufrührer" zu zerstreuen". 27 Bethaftungen wurden vorgenommen. 17 Noch ein Dekorierter. Neben freifinnigen Barlamentariern haben diesmal auch andere Leute politische Drden bekommen, z. B. der Dr. Albert Bovenschen. Der Mann war früher Geschäftsführer des Hakatistenvereins. Seine im Kampfe gegen die Polen erworbenen Erfahrungen ließen ihn aber nicht ruhen. Er brachte die nötigen Leute auf, um den famosen Reichsverband gegen die Sozialdemokratie zu gründen und wurde dort als Geschäftsführer angestellt. Den Orden hat er jetzt offenbar fir feine eigenartigen Dienste bei den legten Wahlen bekommen. Wir gratulieren! Ungarn. In Reih und Glied- fürs Wahlrecht! wie es scheint, beabsichtigen, aus dem Reichsverband auszutreten. Wir sind, da die Sozialdemokratie nach ihrer bei den letzten Reichstagswahlen erlittenen Niederlage unerhörte Anstrengungen macht, um die Scharte wieder auszuweßen, mehr denn je auf die moralische und pekuniäre Beihülfe aller zu unserem deutschen Verbande haltenden Kreise angewiesen. Wir erlauben uns daher, auch an Sie die ergebene Bitte zu richten, dem Reichsverbande auch weiterhin treu zu bleiben, wobei wir darauf hinweisen möchten, daß Sie die Güte hatten, sich durch Ihre uns überfandte Beitrittserklärung zu einem Jahresbeitrage für die Jahre 1907-1912 zu ver= pflichten. Wir fügen die Original- Beitrittserklärung mit der Bitte um deren Rückgabe bei und zeichnen, Ihrer baldigen Rücäußerung gern gewärtig, in vorzüglicher Hochachtung! Die Hauptstelle des 1 Anlage. es Dr. Bovenschen. des Regierung und bürgerliche Parteien machen Winkelzüge: die Vertreter des Volkes sollen so lange wie nur irgend mög-, Reichsverbandes gegen die Sozialdemokratie" lich dem Reichstage ferngehalten werden. Herr Wekerle scheint's auch nicht eilig zu haben, sein Neujahrsversprechen Dem Schreiben lag in der Tat die Original- Beitritts einzulösen, und wenn er schon das Seinige tun sollte, um erklärung" des Genossen Sperka bei, die nur den einen nicht dem neuen Recht den Eingang zu erleichtern, so ist's doch auch ganz unwesentlichen Mangel aufweist, daß sie gefälscht ist. Bei der ihm offenbar nicht ganz ernst mit der Reinhaltung der Idee einen Fälschung der Beitrittserklärung des Genossen Sperka des allgemeinen Wahlrechts, wie es sich im Herzen des iſt ficher nicht Der geblieben. Reichslügenverband ist aus den Volfes als die nächste politische Forderung festgesetzt hat. verschiedensten Städten Reiches mit gefälschten Beitrittserklärungen versorgt worden, zu welchem wed, wird einem sofort flar, wenn man sieht, wie mit der angeblichen Mitgliedschaft bekannter Sozialdemokraten zum Reichsverband im politischen Kampfe operiert wird! Die Leitung des Reichsverbandes wird sich damit herauszureden suchen, sie habe diese gefälschten Beitrittserklärungen für echt gehalten. Man ist ja auch einen anständigen Haufen Naivität bei der Leitung gewöhnt. Daß die Herren vom Reichsverbande aber die Beitrittserklärungen der Budapest, 21. Januar. Eine heute nacht abgehaltene Ber- Genossen Kerfin, Sperta usw. für echt gehalten hätten, glaubt Mit Ausnahme der fammlung der hiesigen sozialdemokratischen Arbeiter beschloß, sofort ihnen der stärkste Mann nicht. im ganzen Lande einen Waffenstreit zu veranstalten, falls die Re- Reichsverbandsstipendiaten der bürgerlichen Presse natürlich. Diese gierung statt des allgemeinen gleichen Wahlrechts das Pluralwahlsystem Menschen sind sogar fähig, auch jezt noch den Schwindel aufrecht einzuführen versuchen sollte. zu erhalten als treue Kumpane der reichsverbändlerischen Naivlinge. Polizeiliches, Gerichtliches ufw. Als Wahrer und Hüter der Rechte des Proletariats ist der Vorstand unserer ungarischen Parteigenossenschaft auf der Hut: alle Winkelzüge erspäht er, und jeden Augenblick ist er bereit, seine Getreuen, die zu Hunderttausenden hinter ihm stehen, zum Kampfe aufzurufen. Auch das ungarische Proletariat selber brennt vor Begier, sich mit den Wahlrechtsfeinden zu messen. So meldet uns ein Telegramm: Preußens Arbeiterschaft, augenblicklich selber im Wahlrechtsfampfe, blidt mit Spannung und Bewunderung auf ihre ungarischen Klassengenossen. Italien. Rom, 21. Januar.( Privatdepesche des„ Vorwärts".) Die Wieder. aufnahme des Nasi- Prozesses erfolgt heute in Gegenwart von nur 109 Senatoren. Der neue Präsident, Manfredi, führt den Vorsiz mit großer Energie; daher ist jetzt die Schlußabwickelung der Sache in etwa 20 Sigungen zu erwarten, zumal da Nafis Verteidiger erHärte, auf jede prozessuale Weiterung verzichten zu wollen. Die heutige Berhandlung selber war bedeutungslos. England. Sozialismus und Christentum. Straffonto der Presse. Wegen Beleidigung des deutschen Offiziertorps, begangen durch einen Zeitungsartikel im September 1907, wurde von der Straffammer zu Rudolstadt der Genosse Zorn vom sozialdemokratischen Boltsblatt" zu Saalfeld zu einem Monat Gefängnis verurteilt. " 1 Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Achtung! Former und Gießereiarbeiter! Die Kollegen der Eisengießerei Grunauer, Müllerstr. 10, wegen Preisdifferenzen mit der Firma in Ausstand getreten. Der Betrieb ist bis auf weiteres gesperrt; wir ersuchen Kollegen, denselben zu meiden. find Deutscher Metallarbeiter- Verband. Ortsverwaltung Berlin. Deutfches Reich. die 12 Uhr entgegen. Sollte der Vertrag wider Erwarten Ihrerseits nicht anerkannt werden, bitten wir um umgehende Rücksendung des in Ihren Händen befindlichen Originalvertragsentwurfs. Der Arbeitgeberverband für das Baugewerbe zu Guben. Guben, den 15. Januar 1908 H. Gutte. Hierauf erwiderten die Organisationen wie folgt: Guben, 17. Januar 1908. An den Vorstand des Lokal- Arbeitgeberverbandes für das Baugewerbe in Guben, z. H. des Herrn Gutte hier. Den Empfang Ihres Schreibens vom 15. d. M. bestätigend, fonstatieren wir zunächst, daß Sie sich insoweit in einem Irrtum befinden, als Sie darstellen, die Maurerorganisation habe den Vertrag gekündigt. Demgegenüber sei festgestellt, daß von letterer nur eine Aenderung des§ 2 des alten Vertrages beantragt worden ist. Diese Aenderung bezog sich nur auf die Lohnhöhe, gewünscht wurde eine Erhöhung des bestehenden Stundenlohnes von 41 auf 45 Pf. vorzunehmen. Die noch außerdem angekündigten redaktionellen Aenderungen enthielten feinerlei Forderungen prinzipiellen oder materiellen Inhalts. Der Vorstand des Arbeitgeberverbandes befindet sich aber auch im Irrtum, wenn er annehmen sollte, daß durch den seinerseits uns unterbreiteten neuen Tarifentwurf der alte Vertrag nur in einzelnen Punkten genau spezifiziert" worden sei. Der Entwurf ist vielmehr auf ganz anderer prinzipieller Grundlage aufgebaut und enthält für die Maurer in mehreren Positionen ganz erhebliche Verschlechterungen. Zur Abschließung des Vertrages ist ja auch nicht mehr der Gubener Lofal- Arbeitgeberverband berechtigt, sondern in letter Linie nur sein Zentralvorstand. Dann mutet uns der hiesige Arbeitgeberverband zu, wir sollen allen diesen fundamentalen Aenderungen zustimmen, ohne auch nur vorher darüber gehört zu werden. Wir erklären deshalb nochmals nachträglich, daß wir diesem Vertrag nicht zustimmen fönnen und erheben Einspruch gegen die Art und Weise wie uns derselbe aufgezwungen werden soll. Außerdem wollen wir nicht verfehlen daran zu erinnern, daß wir nach wie vor bereit sind, über die von beiden Seiten erhobenen Wünsche und Aenderungen in gemeinsamer Beratung zu treten. Sollte der Arbeitgeberverband diesen gebräuchlichen Weg ablehnen und zur Aussperrung schreiten, so müssen wir ihm die Verantwortung für diesen Schritt überlassen. Hochachtungsvoll Der Vorstand des Zweigvereins der Maurer in Guben. do. Zimmerer do. Das Antwortschreiben des Arbeitgeberverbandes fagt:„ Unt unser Entgegenkommen auch weiter zu zeigen", und dann weiter: " Falls Sie auf unser erweitertes Entgegenkommen nicht eingehen" usw. Hierzu muß noch einmal festgestellt werden, daß der Tarifentwurf erhebliche Verschlechterungen der bisher geltenden Vertragsbedingungen enthält. Das erweiterte Entgegenkommen" ist eine direkte Verhöhnung der Arbeiterorganisationen. Der Wassereimer für Maurer, die Basserwage für Zimmerer und dergleichen Betriebsmaterial lieferten, so wie überall auch hier bisher die Arbeit Aus London erhält das„ B. T." folgende Privatdevesche: geber. Nach dem neuen Tarifentwurf sollten die ArbeitHundert christliche Geistliche Englands unterzeichneten eine nehmer sich dasselbe auf eigene Kosten beschaffen und erhalten. Erklärung, die besagt, daß ihr Sozialismus wesentlich der Jezt haben die Arbeitgeber diese Forderung zurückgezogen, damit felbe als der der Sozialisten überhaupt ist! bleibt nur der status quo erhalten. Und das nennt nun der Der Sozialismus", sagen sie, an den wir glauben, umfaßt den liebenswürdige Arbeitgeberverband in Guben erweitertes EntgegenGrundsatz des öffentlichen Eigentums und der öffentDie Aussperrung der Maurer und Zimmerer in Guben tommen". lichen Verwaltung der Produktionsmittel, wie ist seitens des Arbeitgeberverbandes am Montag, den 20. b. M., Die Gubener Arbeitgeber find getreue Eckhards ihres Bundesder Verteilung und des Austausches. Wir fühlen erfolgt. Vorläufig fommen zirka 70 Maurer und 61 Zimmerer in vorstandes in Berlin und führen die Beschlüsse ihres Verbandsals Verordnete des christlichen Glaubens, daß diese ökonomische Frage. Die Bauarbeiter haben zwar keinen Tarifvertrag, werden tages bom 21. Oftober 1907 mit logischer Konsequenz Lehre in vollständiger Harmonie mit unserem Glauben steht; ja aber infolge der Aussperrung der Maurer ebenfalls arbeitslos. durch. Das ist der Sinn der Beschlüsse jener Tagung, wir glauben, daß ihre Verteidigung auf grund von Folgerungen Die seit der letzten Veröffentlichung der Dokumente über die und wenn dieser Bundesvorstand jetzt versucht, jene Beschlüsse aus unserer Religion zu billigen ist und sogar unsere Naturgeschichte der zwischen Arbeitgeberverband und Arbeitnehmer in eine den Frieden im Baugewerbe dienenden Süßholzraspelei Pflicht ist.“ organisation gewechselten Schriftstücke sind ebenfalls von zeit- umzudichten, so zeigt der Fall Guben nur, daß der Bund geschichtlicher Bedeutung. sehr diplomatisch vorgehen möchte, es gelingt ihm aber herzlich schlecht, insbesondere wenn demselben so fräftig, wie Figura zeigt, in die Suppe gefpudt wird. n In Deutschland twürde auf solche Erklärung der Bannstrahl folgen. Allerdings würde es schwer fallen, bei uns ganze hundert mutige Geistliche aufzugabeln. Amerika. Zum Prozeß Moyer- Haywood- Pettibone. Auf Antrag des Anwalts Hilton ist nun auch die Anflage gegen Charles Moyer niedergeschlagen und die Kaution von 20 000 Dollar, unter die er gestellt war, freigegeben worden. Damit wäre denn auch dieses traurige Kapitel der Korruption amerikanischer Justiz zu Ende. Wenn es nicht gelang, die drei angeklagten Führer der Bergarbeiterfederation an den Galgen zu bringen, so hat's gewiß nicht an den durch den Unternehierverband forrumpierten Richtern und Staatsanwälten gelegen. Der kapitalistische Klüngel von Roosevelt abwärts ist durch die schwere Niederlage wie vor den Kopf geschlagen. Die kapitalistische Presse, die, im Gegensatz zu ihrem Berhalten beim Haywood- Prozeß, von den wochenlangen Verhandlungen gegen Pettibone faum Notiz genommen hatte, scheint ob des Schlages, den der Freispruch Bettibones für sie bedeutet, die Sprache verloren zu haben. Sie hüllt sich in bielsagendes Schweigen. Aber die Arbeiter, und voran die Sozialisten, die durch ihre nie erlahmende Tätigkeit und durch das Aufbringen bedeutender Mittel das glänzende Resultat ermöglicht haben, freuen sich mit vollem Recht des errungenen Sieges. Aus der Partei. Ein Reichsverbandsschwindel. Auf unsere Feststellung, daß die Beitrittserklärung des Genossen Kerfin zum Reichslügenverbande eine Fälschung war, hat die edle Liebert- Organisation mit der Behauptung geantwortet, es feien noch andere Sozialdemokraten Mitglieder des Reichsverbandes. Wie die Beitrittserklärungen in diesen Fällen zustande gekommen sind, das mag folgende Mitteilung zeigen: Unser Genosse Stadtrat Sperta Stuttgart follte auch zu den Mitgliedern des Reichsverbandes zählen. Die Geschäftsleitung des Verbandes war dreist genug, Sperfa um Uebersendung des an geblich gezeichneten Jahresbeitrages von 20 M. zu ersuchen. Unser Genosse hielt die Aufforderung für einen unverschämten Wiz. Er wurde aber bald eines anderen belehrt. Im November v. J. teilte ihm die Hauptstelle des Reichsverbandes gegen die Sozialdemo tratie", Berlin, gez. abelmann"," höflichst mit, daß wir uns erlauben werden, diesen Betrag am 1. Dezember der Einfachheit halber durch Bostnachnahme zu erheben, falls Sie nicht inzwischen die Güte gehabt haben sollten, denselben unserem Bankhause zu überweisen." Siehe da, wenige Tage später fam auch richtig die 20 M.- Nach nahmesendung. Der Postbote mußte selbstverständlich unverrichteter Sache wieder von dannen ziehen. Damit hielt Genosse Sperka das Spiel für beendet. Wie erstaunte er aber, als er gleich darauf Folgendes Schreiben erhielt: Bekanntlich verlangte der Arbeitgeberberband kategorisch die Anerkennung des vom deutschen Arbeitgeberverband aus gearbeiteten Tarifentwurfs, und zwar bis zum 15. Januar, im anderen Falle wurde die Aussperrung zum 20. Januar angedroht; das Schreiben schloß: Jede Verhandlung mit Ihrer Organisation ist von vornherein ausgeschlossen." Die Organisationen der Maurer und Zimmerer haben darauf in ihren Versammlungen ihre Stellung präzisiert und durch nachfolgende Resolution dem Arbeitgeberverband Antwort erteilt. „ Die derzeitige Tarifvertragsidee basiert auf der Grundlage, Die Arbeiter beabsichtigen nun arbeitslose Mauerer und Zimmerer aus anderen Orten, z. B. Berlin, Kottbus usw., zu arbeitswilligen Diensten heranzuziehen. Es wird deshalb das Bestreben der Freunde der Arbeiterfache sein müssen, dahin zu wirken, daß Arbeiter, die zu Arbeitswilligendiensten angeworben werden sollen, aufgeklärt und von Guben ferngehalten werden. daß Arbeiter und Unternehmer über die in Aussicht genommenen Letzte Nachrichten und Depefcben. Unter Berücksichtigung dieser Grundsäße kam der bis Der Schuhmannssäbel. Vertragsbedingungen gemeinsam Vereinbarungen treffen. Das sezt voraus, daß die Parteien oder deren Vertreter bei der Entstehung dieser Vereinbarungen unter völliger Gleichberechtigung zusammenwirken. Die durch solche auf dem Boden der gemein Hannover, 21. Januar.( B. H.) Als heute nachmittag in der samen Beratung entstandenen und von den Beteiligten ausdrücklich Schillerstraße eine Anzahl Arbeitsloser auf die Ausgabe des Arbeitsanerkannten Bedingungen legen den in Frage kommenden nachweises warteten, kam es zu Ausschreitungen, wobei der WagenAls dieser ihn festParteien die moralische Pflicht auf, diese Abkommen zu halten, schmied Tieling einen Schuhmann beleidigte. obwohl bis heute fein gesetzlich zwingendes Recht auf diesem nehmen wollte, widersetzte sich T. und war schließlich der SchutzGebiet besteht. mann genötigt, von der blanken Waffe Gebrauch zu machen. Letzterer versetzte einige dem Wagenschmied Hiebe über 31. Dezember 1907 geltende Vertrag zustande und er ist in den Schädel und Gesicht, so daß dieser im schwerverletzten Zustande diesem Sinne von der Maurerorganisation auch geachtet worden. mittels Wagen nach dem Krankenhause gebracht werden mußte, wo er Mit Bedauern müssen wir nun aber konstatieren, daß der im hoffnungslosen Zustande daniederliegt. Ein Augenzeuge berichtet Gubener Arbeitgeberverband bei den Vorarbeiten zur Abschließung noch zu dem Vorfall, daß ungefähr vier Schuhleute auf den R. eineines neuen Vertrages diese Grundsäße völlig außer acht gelassen geschlagen haben. Unter den Arbeitslosen entstand eine große hat. Er verlangt, daß die Maurerorganisation einem Vertrage ihre Erregung und mußte ein größeres Schuhmannsaufgebot die Menge Zustimmung gebe, dessen Form und Inhalt einseitig von den Unter- mit Gewalt zerstreuen. nehmern festgeseẞt, an deffen Zustandekommen die Maurer oder deren Bertreter nicht mitwirften und der ihnen somit aufgezwungen Bayern und das Branntweinmonopol. werden soll. Die Versammlung der organisierten Maurer sieht ordneten beriet heute nachmittag die Interpellation des Zentrums, München, 21. Januar.( W. T. B.) Die Kammer der Abgesich deshalb in die Lage versett, erklären zn müssen, daß wie sich die bayerische Regierung zu dem Gedanken der Einführung unter diesen Umständen die notwendigen Vorbedingungen für die des Reichsbranntweinmonopols verhalte und wie sie die in der Abschließung eines Vertrages nicht gegeben sind. Der Abschluß Reichsverfassung und in der bisherigen Branntweinsteuer- Gesetzeines solchen Tarifes würde dem Rechtsempfinden der organisierten gebung gewährleisteten Reservatrechte Bayerns zu wahren gedenke. Maurer widerstreben und auch jedes moralischen Wertes entbehren. Freiherr v. Freyberg( 3.) wies bei Begründung der InterEin solches Abkommen würde nicht den gewünschten gewerblichen pellation jeden Gedanken an ein Monopol zurück. Man dürfe die Frieden fördern, sondern eine ständige Quelle der Unzufriedenheit volkswirtschaftlich wichtige Branniweinbrennerei nicht von fisbilden. Die Versammlung beauftragt daher den Vorstand ihrer talischen Gesichtspunkten abhängig machen. Das bayerische NeDie Versammlung beauftragt daher den Vorstand ihrer fervatrecht könne nicht ohne Zustimmung Bayerns abgeändert Organisation, dem Arbeitgeberverbande diese Resolution als werden. Finanzminister v. Pfaff betonte, daß das Reich note Antwort auf das Schreiben vom 28. Dezember 1907 zu über- wendig seine eigener Einnahmen vermehren müsse, aber nicht durch mitteln. Falls der Arbeitgeberverband sich nunmehr zu Ver- Einführung direkter Steuern. In letzter Zeit sei die Erhöhung handlungen bereit findet, sollen die Vertreter der Maurer deren der Branntweinsteuer erwogen worden, ein bezüglicher GesezWünsche in die Form eines Vertragsentwurfes fleiden und dem Vorstand des Arbeitgeberverbandes rechtzeitig zustellen, damit derselbe in der Verhandlung neben dem Entwurf der Unternehmer zur Beratung steht." Darauf erfolgte folgende Antwort: entwurf sei aber im Bundesrat noch nicht durchberaten. Es solle den bestehenden Brennereien ihr bisheriger Betrieb gewährleistet werden, auch solle ein Reichsamt geschaffen werden, das den Branntwein von der Brennerei kauft, zu einem Preise, der den Kosten der Herstellung entspricht. Die Schlempe verbleibe koſtenAn den Vorstand des Zweigvereins der Maurer in Guben. los den Brennern. Die Reichsstelle besorge die Reinigung des Auf Ihr Schreiben vom 14. Januar 1908 erwidern wir, daß Branntweins und schließe mit den bestehenden Reinigungsanstalten wir uns mit der gefaßten Resolution nicht einverstanden erklären Verträge ab. Süddeutschland erhalte eine besondere Vorzugskönnen. Es ist den Arbeitgebern nicht eingefallen, den früheren Arbeits- ftellung. Die Durchführung der Bestimmungen verbleibe den bertrag zu fündigen, sondern ist diesen von Ihrer Organisation ge- Einzelstaaten, das Reich wolle im allgemeinen nur die Tätigkeit fündigt worden und trotz der obwaltenden schwierigen Zeitverhältnisse der Spirituszentrale übernehmen. Die bayerische Regierung sogar eine Lohnerhöhung von 4 Bf. pro Stunde gefordert worden. glaube diesem Entwurf nicht widersprechen zu sollen. Das Wie Ihnen seinerzeit mitgeteilt wurde, soll trotz der allgemeinen bayerische Reservatrecht werde selbstverständlich in vollem Umfange schlechten Geschäftslage der bisherige Lohn weiter gezahlt werden. gewahrt werden. Die Abänderung sei von der vorherigen Zu Es sind in dem neuen Vertrage nur einzelne Punkte genau spezi- ftimmung des Landtages abhängig. Das Reservatrecht bestehe für fiziert worden, um Meinungsverschiedenheiten von vornherein aus- Bayern in der Richtung, daß das Kontingent nicht abgeändert zuschließen. Um unser Entgegenkommen auch weiter zu zeigen, find werden könne, ohne seine Zustimmung. Die jeßigen Reservatwir geneigt, den Eimer für unsere Rechnung weiter zu halten. rechte tönnten freilich in das neue Gesetz nicht unverändert überFalls Sie auf dieses unser erweitertes Entgegenkommen nicht ein- nommen werden, es sei aber vorgesehen, daß neue Reservatrechte gehen, sehen wir uns leider genötigt, an unserem Beschluß geschaffen werden. Ueber Art und Umfang seien Verhandlungen vom 28. Dezember 1907 festzuhalten und die Arbeit am im Gange. Sollte es nicht gelingen, einen vollwertigen, dauernden 20. Januar 1908 einzustellen. Wir sehen Ihrem dies- Ersatz für das Reservatrecht zu erlangen, dann würde Bayern gegen bezüglichen Bescheid bis zum 18. Januar 1908 mittage die Abänderung der geltenden Bestimmungen stimmen. Berantw. Redakteur: Hans Weber, Berlin. Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdr. u. Verlagsanstalt Baul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 3 Beilagen u. Unterhaltungsblatt Reichsverband gegen die Sozialdemokratie. Hauptstelle Berlin. SW. 11, Dessauerstraße, den 17. Dez. 1907. Herrn Fabrikant Karl Sperta, Hochwohlgeboren, Sehr geehrter Herr! Stuttgart. Zu unserem Erstaunen erhielten wir die Ihnen übersandte Nachnahmesendung mit dem Vermerk Annahme verweigert" zurück und geben unserem Bedauern darüber Ausdruck, daß Sie, Nr. 18. 25. Jahrgang. Reichstag. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mittwody, 22. Januar 1908, 85. Sizung, Dienstag, den 21. Januar 1908, nachmittags 1 hr. Am Bundesratstisch: rätte. Auf der Tagesordnung steht zunächst die erste Beratung des Gesezentwurfes betreffend die Abänderung des Gesetzes über das Telegraphenwesen des Deutschen Reiches( Telefuntengesek). Nach dem Geseh sollen elektrische Telegraphenanlagen ohne Zeitung nur mit Genehmigung des Reiches errichtet und betrieben werden dürfen. Es festgestellt werden, wo und wann und von wem das Telegramm aufgegeben war. Redner schließt sich im übrigen dem Antrage auf Sommissionsberatung an.( Beifall bei den Freifsinnigen.) Abg. Frank( Soz.): wird", dahin abgeändert: Die Beleidigung ist nur dann als was ich bei der ersten Lesung ausgeführt habe, das ist inzwischen Majestätsbeleidigung strafbar, wenn sie in der Absicht der Ehr- durch Erfahrungen noch bestätigt worden: es ist zu befürchten, verlegung böswillig und mit Ueberlegung begangen wird." daß politische Aeußerungen, wenn sie auch die berechtigste Stritik Ferner hat die Kommission das Strafmaß für den Fall mildernder an einem Fürsten üben, und auch, wenn sie ihn gar nicht treffen, Umstände auf Gefängnisstrafe oder Festungshaft bis zu einer fondern nur in unlogischer Weise an den Haaren die Behauptung Woche ermäßigt und den Verlust der aus öffentlichen Wahlen herbeigezogen werden kann, daß man den Fürsten hat treffen hervorgegangenen Aemter, der bisher als Folge der Majestäts- wollen, es ist zu befürchten, daß solche Aeußerungen mit Hülfe beleidigung eintreten konnte, in Wegfall gebracht. Es kann danach des Majestätsbeleidigungsparagraphen verfolgt werden.( Sehr wegen Majestätsbeleidigung neben der Gefängnisstrafe nur noch wahr! bei den Sozialdemokraten.) Das können wir nicht wollen. auf Verlust der bekleideten öffentlichen Aemter erkannt werden. So sehr wir den harmlosen Schwäßern und armen Angetrunkenen, Die Schlußbestimmung der Regierungsvorlage, daß die Verfolgung Straffreiheit gönnen, so sehr müssen wir uns dagegen wenden, daß in sechs Monaten verjährt und daß supplementär neben dem für ernste Männer, die sich mit politischer Stritit befassen, ein Majestätsbeleidigungs- Paragraphen die allgemeinen Bestimmungen Privilegium odiosum( Ausnahmerecht) über Beleidigung zur Anwendung kommen sollen, hat die Kont- würde aber die Folge des Begriffs der Böswilligkeit sein. mission unverändert angenommen. Ich will Ihre Geduld nicht auf eine lange Probe stellen un nicht wiederholen, was ich in der ersten Lesung gesagt habe. Aber auf einen Fall, der sich inzwischen ereignet hat, muß ich eingehen, auf den Königsberger Prozeß. des Herrn Kreth. Das Staatssekretär rätte: Die fortgesette Entwickelung der Funtentelegraphie hat es nötig gemacht, daß sich das Reich die Abg. Roeren( 3.): Das Hauptbedenken gegen die Vorlage Funtentelegraphie zu seinen eigenen Zweden vorbehält, besonders liegt für uns in dem völligen Mangel einer objektiven Einfür Heer und Marine und den internationalen Verkehr. Die schränkung der Majestätsbeleidigungen. Böswilligkeit" usw. sind Funtentelegraphie fällt ohne Zweifel unter das bestehende Tele- rein subjettive Momente, die sich lediglich im Innern des Täters graphengesek. Es ist aber eine Novelle zu diesem Gesetz erforder- abspielen. Die Folge davon ist, daß die politische Anschauung, die gegen den Redakteur Marchwald.( Zuruf rechts.) Sie( nach lich, da in seinem§ 3 ausdrücklich Ausnahmen vorgesehen sind, Parteizugehörigkeit des Betreffenden für die Richter mit ent- rechts) werden wohl selbst das Gefühl haben, daß es hier nicht mit unter denen ohne Genehmigung des Reiches Telegraphenanlagen scheidend fein wird.( Sehr wahr! im Zentrum und bei den Sozial- rechten Dingen zugegangen ist.( Oho! rechts.) Der Reichstag ist errichtet werden dürfen, was wir für die Funtentelegraphie ver- demokraten.) Um auch objektive Momente für die Bekeidigung kein Tribunal, aber er ist eine Instanz, die zu prüfen hat, wie die hindern wollen. Das Reich soll allen Schiffen und Nationen vor- zu schaffen, habe ich, einer Anregung des Kollegen Kreth aus der Gesetze angewendet werden und wie sie angewendet werden können. schreiben können, welche Bedingungen sie bei Anwendung der ersten Lesung, der auf den Gotteslästerungsparagraph hinwies, Ich lege den betreffenden Artikel der Königsberger Volkszeitung" Funtentelegraphie zu erfüllen haben. folgend, beantragt, die Beleidigung solle nur bestraft werden, wenn hier auf den Tisch des Hauses zur Kenntnisnahme nieder. Er ist Abg. Euen( t.): Meine Fraktion wird dem Entwurf zu fie erstens unit Ueberlegung und ferner durch bewei Spalten lang und behandelt von der ersten Zeile bis zum stimmen. Wenn es sich hier um ein Monopol handelt, so trägt schimpfende Aeußerungen das ist das objettive letzten Absatz ausschließlich Vorgänge, die der Geschichte ancs doch keinen fistalischen Charakter. Moment erfolgt. Leider ist dieser Antrag in der Kommission gehören, Vorgänge, die sich in den Jahren der Erniedrigung Abg. Schneider( 3.) bleibt unverständlich, scheint jedoch dem abgelehnt worden, zu meiner Ueberraschung auch von den Freunden Preußens nach 1806 abgespielt haben. Erst der letzte Absatz des Entwurf im allgemeinen zuzustimmen. Abg. Jund( natl.): Ich bin mit dem Entwurf durchaus einArtikels befaßt sich mit der Gegenwart. Das Gericht, das den Die vorherige Genehmigung der Landesjustizverwaltung soll angeklagten Redakteur zu 15 Monaten Gefängnis verurteilte, hat verstanden. Ueber einige Bunkte, speziell über den internationalen nach der Vorlage notwendig sein nur für die nichtöffentlichen erklärt, auf die historischen Ausführungen des Artikels lege es Verkehr, muß uns jedoch noch nähere Auskunft gegeben werden. Majestätsbeleidigungen. Einerseits ist die Unterscheidung zwischen keinen Wert. Also/ des Artikels hat es nicht in Betracht nichtöffentlichen Beleidigungen schwankend, gezogen.( Hört! hört! bei den Sozialdemokraten.) Was ist das Abg. Dr. Delbrück( fri. Vg.) erzählt, um die vorläufig noch andererseits liegt gerade bei nicht öffentlicher Beleidigung ein schon für eine Art Juristerei, bei der ein Artikel nicht als Ganzes große Unsicherheit der drahtlosen Telegraphie zu erhärten, ein öffentliches Interesse zur Strafverfolgung nicht vor. Es ist daher genommen, sondern der größte Teil des Inhalts vollständig un tleines Histörchen. Von zu billigen, daß beachtet zur Seite gelassen wird? Der größere Teil des Artikels Der damalige Präsident Loubet sich befand, wurde ein Telegrammlicher und nichtöffentlicher Beleidigung gestrichen und die Genehmi- hätte offenbar das Gericht zu historischen Erörterungen führen abgesandt:" Der Präsident befindet sich wohl." Als Antwort fam gung der Landesjustizbehörde beseitigt hat. Angesichts der Verzurüd:" Ich pfeife darauf."( Große Heiterkeit.) G3 fonnte nicht besserungen, welche der Entwurf in der Kommission erfahren hat, gleich, ob die historischen Erörterungen im ersten Teile des Artitels müssen, denen es aus dem Wege gehen wollte. Es ist nun ganz werden wir demselben zustimmen. in der Fassung der Kommission einverstanden. Abg. Brunstermann( Rp.) erklärt sich mit dem Geschentwurf auszusprechen,( Sehr wahr! bei den Sozialdemokraten) und wenn richtig oder falsch sind. Jede Meinung muß das Recht haben, sich Vizepräsident Kaempf: Es ist ein Antrag eingegangen, die entrüstet haben, so war das ihr gutes Recht. Nur durften sie nicht es in Ostpreußen Leute gegeben hat, die sich über diese Meinung §§ 95, 97, 99, 101 des Strafgesetzbuches aufzuheben, unterzeichnet glauben, dadurch einem anderen das Recht nehmen zu dürfen, seine Die drahtlose Telegraphie ist entstanden aus der inter Albrecht u. Gen.( Soz.) Meinung zu sagen.( Sehr wahr! bei den Sozialdemokraten.) Der nationalen Rollektivarbeit der Wissenschaft, und in gleicher Weise letzte Teil des Artikels sagt nun allerdings, daß die Enthüllung muß sie auch angewendet werden. Die Wissenschaft, welche die Wenn wir auch mit Herrn Roeren anerkennen müssen, daß des Denkmals in Memel 100 Jahre nach Preußens tieffter Gr sichtbaren Verbindungsfäden überflüssig gemacht hat, hat gleich gegen den Entwurf der verbündeten Regierungen die Kommissions- niedrigung bewiese, daß die Junker nichts gelernt hätten, und daß zeitig unsichtbare Fäden der Solidarität zwischen den Völkern vorschläge immerhin einen gewissen Fortschritt bedeuten, so können die Bourgeoisie nach dem kurzen Völkerfrühling des Jahres 1848 geknüpft. Der internationale Vertrag ist aus dieser internationalen wir doch grundsätzlich nicht für dieses Gesetz stimmen. Wir werden sich ihnen in die Arme geworfen habe. Es wird dann den Junkern Solidarität entstanden. Deutschland und England, Rußland und vielmehr für den von uns eingebrachten Verbesserungsantrag und der Bourgeoisie das Verständnis für die Tragikomödie dieser Japan und die Vereinigten Staaten stehen hinter dem Vertrage. stimmen: die§§ 95, 97, 99, 101 des Strafgesetzbuches ganz auf- Denkmalsenthüllung abgesprochen und das Denkmal in der letzten Wir sehen in einer derartigen Vorlage die wirksamste Propaganda zuheben. Es scheint mir unnötig, diesen Antrag, den die Sozial- Beile wie schon in der Ueberschrift als Schandfäule bezeichnet. der Tat für die Sache des Friedens und der Kultur.( Zustimmung demokratie seit vielen Jahren eingebracht hat, hier noch besonders Der Ausdruck ist zu stark, der Angeklagte selbst hat ihn in einer bei den Sozialdemokraten.) Aber die Regierung legt in ihren zu verteidigen. Schon der Umstand, daß die verbündeten Regie- späteren Fassung seines Artikels fortgelassen, aber das ist wesentMotiven den Hauptnachdruck auf etwas anderes, auf die Bedürf- rungen sich jetzt gezwungen sehen, einen eigenen Entwurf vorzu- lich Sache des Geschmacks. Ich würde mich nie mit einem polinisse der Landesverteidigung und der Marine. Hier liegen die legen, der den gröblichsten Mißbräuchen, die mit den Majestäts- tischen Gegner über den Artikel selber streiten, ganz entschieden Bedenken, die meine Fraktion für die einzelnen Bestimmungen der beleidigungsparagraphen vorgekommen sind, steuern follich aber muß ich dagegen Proteft einlegen, daß das Gericht in diesen Borlage hat. Wir vermiffen eine Gewähr dafür, daß dem Ver- glaube nicht, daß er dazu imstande ist schon dieser Umstand Sägen eine Majestätsbeleidigung gesehen hat.( Sehr wahr! bei tehrsbedürfnis Rechnung getragen wird. Wir vermiffen eine beweist, daß große Mißstände vorhanden sind. Hier kann man aber den Sozialdemokraten.) Früher in ähnlichen Fällen, speziell in Sicherung dagegen, daß aus militärischen Gründen die Erfindung nicht helfen mit fleinlichen Mitteln, mit Salben und Mixturen. Breslau, haben die Gerichte in der Kritik historischer Vorgänge, für militärische und marinistische Zwede reserviert wird. Wir sondern das Messer muß benutzt werden: die Befugnis der insbesondere in der Kritik von Vorfahren des jetzt regierenden hätten auch gern die Gebührenfrage in dem Gesetz geregelt gesehen. Staatsanivaltschaft zur Strafverfolgung auf Grund des Majestäts- Königs, eine Majestätsbeleidigung gesehen. Auf diese historische Auf jeden Fall haben wir keine Veranlassung, dem Reichskanzler beleidigungsparagraphen muß gänzlich beseitigt werden.( 3u- Brücke ist das Gericht in Königsberg nicht getreten; es läßt die cine Blantovollmacht zur Regelung diefer Frage zu erteilen. geschichtlichen Grörterungen außer Betracht. Wie kommt es nun ( Ser richtig! bei den Sozialdemokraten.) Daher stimmen wir zur Majestätsbeleidigung? Es ist in dem Artikel die Rede von dem Antrage auf Kommissionsberatung zu. den Junkern und der Bourgeoisie, aber wo in aller Welt ist die Damit schließt die erste Lesung. Die Vorlage wird einer KomRede vom König?( Sehr wahr! bei den Sozialdemokraten.) Da mission von 14 Mitgliedern überwiesen. hat nun das Gericht erklärt, daß der Ausdruck" Tragikomödie der Es folgt die Memeler Denkmalsenthüllung" eine Beleidigung aller Personen enthalte, die daran teilnehmen, folglich auch eine Beleidigung des Kaisers, der seine Absicht dazu schon früher ausgesprochen hatte! Einem Gericht, das imstande ist, einen solchen Umweg zu gehen, um die Verurteilung eines politischen Gegners zu erreichen, traue ich ohne weiteres zu, daß es bei ihm auch stets Böswillig tcit annehmen wird.( Sehr wahr! bei den Sozialdemokraten.)| zweite Lesung des Entwurfes eines Gesetzes betreffend die Bestrafung der Majestätsbeleidigung. Die Kommission hat die Hauptbestimmung der Vorlage, die Tautete: Die Beleidigung ist nur dann als Majestätsbeleidigung strafbar, wenn sie böswillig und mit Vorbed a cht begangen Kleines feuilleton. gegen Sezieren und Operieren nicht überwinden konnte, gab er das Abg. Heine( Soz.): ftimmung bei den Sozialdemokraten.) Was für uns maßgebend ist, wenn wir gegen das Gesetz stimmen, das ist der Umstand, daß auch in ihm der juristische Begriff Böswilligkeit" stehen geblieben ist. Wir glauben, daß diese Begriffsbestimmung in einer Rich tung eine Einschränkung der Majestätsbeleidigungsklagen zur Folge haben wird, insofern, als eine mehr oder minder große Zahl von harmlosen Schwäßern und angetrunkenen Bierphilistern, die sich einmal in unehrerbietiger Weise über den Landesherrn äußern, straffrei bleiben werden. Aber was uns die Hauptsache ist, die Befreiung der politischen Kritik von den unwürdigen Fesseln des Majestätsbeleidigungsparagraphen, das wird nicht erreicht, solange dieser Begriff der Böswilligkeit bestehen bleibt. Im Gegenteil, wirklich nicht!" Humoristisches. Mufiffest durch eine unmotivierte Absage schädigte. Die Laune, die - Geschichtsunterricht. Als Starl der Große, genannt einbrachte, ist ihm etwas teuer zu stehen gekommen. dem Künstler auch noch den Boykott der deutschen Bühnenvereine Charlemagne, noch ein kleines Knäblein war, erging er sich des Kunst chronit. Die Münchener Luitpoldöfteren in den Waldungen der Umgebung Aachens, in Begleitung gruppe, eine Künstlervereinigung, die zwischen den Sezefsionisten Ein Dichterschicksal. In London ist in einer Frren- feiner Frau Mutter, der Gemahlin Pipin des Kleinen, die eine sehr und den Alten so etwa die Wage hielt, hat sich gespalten. Aus ihr Besonders fein aber anstalt Francis Thompson gestorben, der zu den begabtesten feine Dame war. es ist dies historisch und neben ihr hat sich eine neue Gruppe mit Ramen, Bayern" ihre Geruchsnerben ausgebildet. Ginst, unter den jüngeren englischen Dichtern gehörte und um einiger beglaubigt waren gebildet. Ob die Bilder nun besser werden? vor ihr einher hüpfte wundervoller Verse wie um seines leidvollen Lebens willen ein Wort als der kleine Charlemagne so Die Kinderarmut der französischen Familien in zwar gerade der Richtung, des Andenkens verdient. Thompson studierte zunächst auf Wunsch und von der ein nicht wird in der soeben vom Arbeitsministerium herausgegebenen Familienda verspürte die hohe Dame statistik auf Grund der Volkszählung von 1901 besonders deutlich. feines Vaters, eines Arztes, Medizin; da er aber seinen Widerwillen allzu sanfter Zephir wehte einen ganz eigenen Geruch. Ihrem Allerhöchsten Verdachte Es gab im Augenblid der Zählung 11 315 000 Familien. Davon Studium auf und der erzürnte Vater zog sich von ihm zurück. gegen ihr schuldloses Knäblein verlieh sie Ausdruck, indem fie mit waren 1 804 720 finderlos, 2 966 171 hatten ein Kind, 2 661 978 zwei, Der junge Mann kam nun völlig mittellos nach London und dem Finger drohte und ausrief:" Charlemagne, Charlemagne!" 1643 425 drei, 987 392 vier Kinder. 1251 314 Familien hatten fünf fristete hier mehrere Jahre ein jämmerliches Dasein in den Tiefen Dieser aber sah sie mit seinen treuen blauen Augen an und er- und mehr Kinder. Man sieht, daß man kaum noch von einem Vorder Millionenstadt. Schwächlich und tränklich, ohne Freunde und widerte schlicht:" Nein, Frau Mutter, diesmal war ich es aber herrschen des Zweilinderfystems sprechen kann, da das Einkindersystem Bekannte, ohne Stellung zu finden, durchirrte er obdachlos die Straßen wie gesagt, in der Umgebung Aachens) entdeckte man damals, wie hat sich das Verhältnis zweifellos noch zu seinen Gunsten verschoben. Und so( dieser historische Vorfall ereignete sich, sich als die stärkste Gruppe darbietet. Und seit dem Zählungsjahre der Stadt, schlief auf Stehrichthaufen, verkaufte Streichhölzer, verrichtete die niedrigsten Handlangerdienste und stand abends an den der Chronist schließt, die Aachener Schwefelquellen. Doch gibt es auch noch Familien mit außerordentlichem KinderTheaterausgängen unter den Berlumpten, die die Türen der ( Simpliciffimus.") reichtum. Die Statistik zählt 45 mit 18 und mehr Kindern. Die Droschten öffnen, um dabei ein Almosen zu erhaschen. Und in all-Bergaloppiert. Staatsanwalt: Ferner beantrage glücklichen Eltern haben die Hoffnung auf einen Tugendpreis der diesem Elend dichtete er. Auf Papierfetzen, die er von der Straße ich, den nach seinem Vorleben ganz unverbefferlichen Angeklagten in französischen Akademie und auf eine schöne Rede von Maurice Barrès auflas, so lesen wir in einem englischen Briefe des Literarischen eine Befferungsanstalt abzugeben." zu Ehren ihrer patriotischen Bemühungen. Echo", schrieb er seine Berse nieder und sandte sie an Herausgeber Die Mineralschäße der Vereinigten Staaten. von Zeitungen und an Verleger. Unter anderem tam solch ein merk - Bei Gericht. Klägerin: Der Herr nannte mich vor Der ungeheuere Reichtum der Lagerstätten der amerikanischen Union würdiges Manuskript auch an den Leiter der Zeitschrift„ Merry mehreren Leuten" Zuckergoscher"!"- Richter( zum Angeklagten): zeigt sich in besonders bezeichnender Weise in der Jahresübersicht England. Dieser legte das schmutzige Bündel von Blättern achtlos" Hatten Sie' s vorher gekostet?" für 1906, wo die Gesamtproduktion den Betrag von 1500 Millionen beiseite, bis ihn einmal der Mangel an Beiträgen veranlaßte, hinein- Seufzer. Bäuerin: Mit dem Milchgeschäft ist's wirk- Dollar oder 6 Milliarden Mart überschritt. Diese Ziffer bedeutet zuschauen. Er war über die Originalität der Gedichte und Auffäße aufs lich ein Elend!' s eine Mal melten die Kühe schlecht,' s andere gegenüber dem Jahre 1905 ein Anwachsen um etwa 278 Millionen höchste erstaunt und druckte sofort eine Auswahl in feinem Blatte. Mal ist wieder Wassermangel!"( Meggendorfer- Blätter." Dollar oder 17 Proz. Die starke Erhöhung der Mineralausbeute Aber alle Versuche, den Verfasser aufzufinden, der nur eine postverteilt sich auf metallische und nichtmetallische Produkte. Auf jene lagernde Adresse aufgegeben hatte, waren erfolglos. Der unglückentfällt ein Zuwachs von rund 1881 Millionen Dollar, auf diese liche Dichter war unterdessen an den Rand der Verzweiflung fommen etivas über 95 Millionen Dollar. Dazu treten für die in getrieben worden und hatte beschlossen, seinem Leben ein Ende zu Vorträge. Im Institut für Meerestunde, jene beiden Gruppen nicht eingereihten Erzeugnisse tvie Molybdän, machen, wie es einst der unglückliche junge Poet der englischen Früh- Georgenstr. 34/36, spricht am Freitag, den 24. d. M. Dr. Leß über Wismuth u. a. weitere 200 Dollar. Von den beiden Hauptromantik, Chatterton, getan. Er verfchaffte sich Gift, aber als er Sturmwarnungen". Mittwoch, den 22., abends 81% Uhr, elementen der Mineralausbeute der Vereinigten Staaten, dem Eisen etwas davon genommen hatte, erinnerte er sich daran, daß am findet im Dresdener Kafino, Dresdener Straße 96, ein Vortrag aus und der Stohle, ergab das Jahr 1906 an jenen 505 700 000 Dollar, Tage nach Chattertons Selbstmord ein Brief in feine Woh- dem Zuflus Märkischer Sand", malerische Wanderungen in an diefer 50 148 298 Dollar Zuwachs. nung gebracht wurde, der ihn bon aller Not erlöst die Umgegend Berlins zur Kenntnis von Geologie, Baugeschichte Krokodile und Nilpferde spielen nach den UnterDiese Hoffnung erhielt ihn noch dem Leben und Landschaft der Mark, mit 110 fünstlerisch farbigen Lichtbildern fuchungen Kochs über die Schlafkrankheit eine hervorragende Rolle und sie sollte ihn nicht enttäuschen. Wirklich wurde er wenige statt. Karten zu 0,85 und 0,60 M. bei der Entstehung resp. Verhütung dieser schrecklichen Best. Der Stunden darauf in seinem elenden Zustande von dem Herausgeber Eine Heinrich Hart- Feier findet am Sonntag, den Blutichmaroger, welcher den Erreger der Krankheit bildet, findet sich des" Merry England" aufgefunden und in ein Hospital gebracht. 2. Februar, mittags 12 Uhr, im Festsaale des Künstlerhauses, hauptsächlich im Blute der Krokodile. Die Stechmücken, welche aus Nun brach eine bessere Zeit an, fein Talent war entdeckt, vermögende Bellevuestraße, statt. Es werden vorwiegend Schöpfungen des schließlich als Krankheitserreger in Betracht kommen, nähren sich Freunde nahmen sich seiner an, seine Gedichtbücher hatten einen Dichters vorgetragen. Der Ertrag ist für die Schaffung eines aber vom Blut der Krokodile, das sie zwischen den Rissen der Banzer glänzenden Erfolg und seine Ode an die untergehende Sonne wurde würdigen Grabmals für den Dichter zu Tedlenburg im Teutoburger heraussaugen. Die Bertilgung der Krokodile ist also ein Sauptvon maßgebenden Kritikern für das schönste Gedicht seit Shelley er- Walde bestimmt. Billetts zu 3, 2 und 1 M. bei Bote u. Bock, in erfordernis bei der Bekämpfung dieser furchtbaren Best in der flärt. Aber das Glück und der Ruhm famen zu spät. Die langen der Amelangschen und Nikolaischen Buchhandlung. afrikanischen Aequatorialzone. Die Nilpferde dagegen follen mögEntbehrungen, der Opiumgenuß, in dem er seine Qualen zu verAus der Musikwelt. Henry Marteaus Be- lichst geschützt werden, weil sie erbitterte Feinde der Krokodile sind geſſen gesucht, fie hatten seine geistigen und körperlichen Sträfte zer- rufung zum Nachfolger Joachims als Lehrer des Geigenspiels an und deren Eier zerstören, wo sie sie finden. Die letzten Ueberrüttet. So ging er in die Nacht des Bahnsinns und dann in die der Berliner Musikakademie ist jetzt amtlich bestätigt worden. lebenden der vorfintflutlichen Saurier, unsere heutigen Krokodile, Kammerfänger Burrian wurde vom Grazer Landesgericht zu werden also in Afrika wenigstens einen schweren Stampf ums Dajein 13600 Kronen Schadenersaz verurteilt, weil er das logte steirischel zu bestehen haben. haben würde. des Todes ein. Notizen. Staatssekretär Dr. Nieberding: Abg. Heine( S03.): Wir riefen Abg. Arnold( f.) ist mit der Ueberweisung der Vorlage an eine Stommiffion von 14 Mitgliedern einverstanden. Abg. Weber( natl.): Meine Freunde hätten den Geschentwurf auch ohne Kommissionsberatung angenommen. Unterstaatssekretär Wermuth sucht einige vom Abg. Nacken geäußerte Bedenten zu zerstreuen. Abg. Frank( Soz.): Ich will schließlich der Hoffnung Ausdruck geben, daß die deutschen Arbeiter nicht in die unangenehme Lage kommen wie die amerikanifchen, welche die unangenehme Eigenschaft des Schecks, als Zahlungsmittel zu dienen, haben empfinden müssen. Sie haben wertloje Arbeitern eine solche Erfahrung erspart.( Bravo! bei den SozialScheds als Zahlung annehmen müffen, weil sie sonst überhaupt keine Arbeit bekommen hätten! Hoffentlich bleibt unseren deutschen Arbeitern eine solche Erfahrung erspart.( Bravo! bei den Sozialdemokraten.) Abg. Raab( Antis.): Ich bin nicht gegen das Gesetz, verspreche mir aber weder gutes noch böses von ihm. Abg. Mommsen( fef. Bg.): Meine Freunde stimmen dem Gesetz entwurf durchaus zu, denn er legt nur legislatorisch feft, was praktisch längst zu Recht besteht. Der Gedanke, daß der bloße Ausbruck Tragikomödie" eine Jazutreten. Gerade dies Fernhalten der Majestät aus den Streit der Beleidigung sämtlicher Personen enthalte, die daran teilnehmen, Meinungen, sei es auf fünstlerischem, auf politischem, religiösem, beweist zum mindesten, daß der Vorsitzende, der dieses Urteil militärischem oder wissenschaftlichem Gebiete, bedingt in England publiziert hat, den Begriff der Tragikomödie nicht fennt. Man die hohe Achtung vor der Majestät. Seit 1828 ist in England feine tann sich an einer Tragikomödie beteiligen, ohne Schuld und ohne Bestrafung wegen Majeftätsbeleidigung mehr erfolgt.( Hört, hört!) jedes Bewußtsein. Und es gibt Leute, die behaupten, daß das Das Volf denft in England so monarchisch, weil man ihm Vertrauen ganze Leben eine Tragikomödie sei, in der wir fortwährend mit schenkt, weil man dort die vormärzlichen Polizeischikanen nicht mehr spielen.( Heiterkeit.) Darin foll nun eine Beleidigung des Königs tennt. Je weniger Majestätsbeleidigungsprozesse, desto höher das Die Arbeiter haben nur ein indirektes Interesse an dieser Vors liegen! Ich wundere mich nicht, daß es Leute gibt, die sich über Ansehen der Majestät selbst.( Lebhafter Beifall links.) lage. So wenig der fromme Wunsch jenes Königs in Erfüllung die Artikel ihrer politischen Gegner ärgern, ich wundere mich auch Abg. Wagner( t.): Die inquifitorischen Gerichte auf den fozial- ging, daß jeder Arbeiter des Sonntags sein Huhn im Topfe habe, nicht, daß es Leute gibt, die die historischen Ausführungen des demokratischen Parteitagen beweisen uns, wie es im Zukunftsstaat so wenig wird auch heute jeder Arbeiter sein Schedbuch im Schranke Artikels für falsch halten, ich wundere mich auch nicht, daß ein mit den Majestätsbeleidigungsprozessen bestellt sein wird.( Lachen haben. Aber wir stimmen der Vorlage zu, weil sie der Entwickelung liberales Blatt, die Königsberger Hartungsche Zeitung", es war, links.) Ich stelle noch fest, daß in Deutschland die mildesten Be- unserer Bollswirtschaft entspricht und weil sie geeignet erscheint, die in dieser Sache den Denunzianten gespielt hat, und sich in der ftimmungen auf diesem Gebiete bestehen. Wenn in England tros gewisse Härten des Hartgeldverkehrs zu beseitigen. Wir über Festesfreude der Enthüllungstage wilder gebärdete als selbst die schärferer Bestimmungen teine Majestätsbeleidigungsprozesse vor schäzen aber leineswegs die Vorteile der Ausbreitung des Scheckfonservativen Blätter und der wildeste Staatsanwalt, den sie erst tommen, so liegt das an dem nationalen Charakter dieses Volkes, verkehrs. Der Scheckverkehr beruht auf dem Vertrauen Ses Publikums auf diese Fährte gebracht hat. Aber das Gericht mußte einen dem die Anerkennung der Autorität angeboren und anerzogen ist. fühlen, flaren und reinen Stopf behalten und sich nicht von der Ich wünschte, das deutsche Volk lernte in dieser Beziehung recht viel au den Banken. Aber gerade zur Zeit einer Kriſe hört das VerLeidenschaft, nicht von dem Aerger über den Artikel fortreißen von den Engländern.( Bravo! rechts.) trauen auf, und die Depots werden aus den Banken zurückgezogen. Wir wären bereit gewesen, dem Gefeßentwurf auch ohne Komlassen. Wenn mit Hülfe so fünstlich geschraubter Wendungen und Abg. Wellstein( 3.) wendet sich gegen den Antrag Albrecht. Bir miffionsberatung zuzuftimmeu. Aber dem Antrag auf Einſegung solcher Verdrehung des Tatbestandes verurteilt wird, sind wir ge- fehen in der Vorlage eine große Berbefferung. Eine absolute Gas einer Kommission wollen wir nicht widersprechen. Es sind immerhin nötigt, gegen ein Gesek wie das vorliegende zu stimmen, folange rantie gegen Tendenzprozeffe tann es auf gefeßlichem Wege nicht einige Bunkte, die eine Aussprache erwünscht erscheinen laffen; es noch so dehnbare Worte wie„ Böswilligkeit" enthält. Wir vergeben, wir haben aber das Bertrauen in den deutschen namentlich die Frage des Postichedverkehrs, die in die kennen nicht die Absicht der Regierung, die Majestätsbeleidigungs- ti ter stand, daß solche Prozesse nicht vorkommen. prozesse einzuschränken. Aber solange das Gesetz mit so vagen BeDebatte geworfen ist, ist einer näheren Erörterung wert. Es ist die griffen operiert, haben wir nicht das Zutrauen, daß künftig das Frage, ob es nicht richtig gewesen wäre, schon in diesem Gesetz dic freie Wort und die berechtigte Kritik geschüßt sein wird. Gerichten wie dem Königsberger wird die„ Boswilligkeit" stets die Handhabe berger Artifel vorgelesen über die Königin Luise und hat scheckverkehrs zu schaffen. Herr Diann hat uns einige Stellen aus dem Königs- notwendige normale Grundlage für eine spätere Regelung des Postzur Berurteilung bieten, und aus diesen Gründen stimmen wir dann gefagt: it das teine Beleidigung? gegen das Gesetz und beantragen, den Majestätsbeleidigungs- ihm zu: Jawohl, aber weffen? Er antwortete: Num, aus paragraphen gänzlich aufzuheben.( Sehr gut! bei den Sozialdemo- nächst der Königin Quise! Das sagen wir ja eben, Baß traten.) In der Kommission ist unser Antrag, die zweite Hälfte man einen Begriff der Beleidigung verstorbener Fürstlichkeiten kon halten blieb das Recht, neben einer Verurteilung wegen Majestäts-( Sehr wahr! bei den Sozialdemokraten.) Gs gibt eben kein Gesez, des§ 95 zu beseitigen, halb angenommen worden. Aufrecht er- ftruiert, um die gegenwärtige Kritik der Vergangenheit einzuengen. beleidigung auf Berlust der bekleideten öffentlichen Aemter zu er- abgesehen von§ 189, welches Beleidigungen Verstorbener unter fennen. Diese Bestimmung hat gar keinen Zweck und bietet nur Strafe stellt, und deshalb will man das hier auf Schleichwegen er der Willfür eine Handhabe. Wir bitten, auch sie zu beseitigen. reichen.( Unruhe rechts. Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) ( Brabol bei den Sozialdemokraten.) Das Königsberger Gericht ist aber gar nicht so schlecht geweien, wie Herr Dfann es darstellte; es hat nicht wegen der Beleidigungen der Wenn Sie den Majestätsbeleidigungsparagraphen aufheben Königin Luise verurteilt, sondern ausdrücklich erklärt, daß es die wollen, so müssen Sie auch die Beleidigung fremder Herrscher ganzen historischen Erörterungen bollständig außer Be Abg. Wagner- Württemberg( deutsche Bp.) spricht sich für die von Strafe befreien. Dann aber wird man im Auslande die über- tracht laffe.( Lebhaftes hört! hört! bei den Sozialdemokraten.) Vorlage aus. raschende Feststellung machen, daß man zwar in ihren Ländern Es ist an sich nicht richtig und eine durchaus falsche Praris, von Darauf vertagt sich das Haus. auch die Beledigung fremder Herrscher unter Strafe ftellt, im einem Artikel neunzehn Zwanzigstel außer Betracht zu lassen. Deutschen Reiche aber die erste Gelegenheit ergreift, den nicht. Ein Artikel ist ein ganzes, und da reißt man nicht einen pellation Albrecht und Genossen( Soz.) betreffend Einführung des Nächste Sigung: Mittwoch 1 Uhr.( Tagesordnung: 1. Jnterdeutschen Fürsten den Schuß zu versagen. Ich glaube nicht, daß Saz heraus. Das Königsberger Gericht hat nicht einmal ges Reichstagswahlrechts in den Bundesstaaten. das das Ansehen Deutschlands im Auslande fördern würde. tan, was Herr Ofann meinte. 2. Forifegung der Es hat nicht wegen Beleidigung heutigen Debatte. ( Lachen bei den Sozialdemokraten.) Es ist nun die Befürchtung der Königin Luise verurteilt, sondern wegen Beleidigung des ausgesprochen worden, daß unter dem neuen Gesetz gewisse politische jetzigen Monarchen. Es ist auf Umwegen und Schleich Parteien besonders leiden würden. Auch meiner Meinung nach wegen dazu gekommen. Die Ausführungen des Abg. Ofann, wäre es wünschenswert, das Wort„ Böswilligkeit" durch ein noch die Billigung, die er dem Urteil hat widerfahren lassen, stärkeres, flareres Wort zu ersehen.( hört! hört! bei den Sozial- die Billigung einer Verurteilung wegen historischer Kritik als demokraten.) Aber weder in den Verhandlungen der Kommiffion Majestätsbeleidigung, beweist uns am allerbesten, wie gefährlich 15. Sikung vom Dienstag, den 21. Januar, 11 Uhr moch in denen dieses Hauses hat man einen brauchbaren Weg ge- dieses Gesez ist. Besser als Herr Diann konnte ich unfere Sache Am Ministertisch: Frhr. v. Rheinbaben. funden. Unter diesen Umständen habe ich das Vertrauen zur Ehr- nicht verteidigen.( Sehr gut! bei den Sozialdemokraten.) In der Fortsetzung der zweiten Etatsberatung lichkeit der deutschen Richter, daß sie das Wort Böswilligkeit" Wir haben unsere guten Gründe, uns vor einer illoyalen richtig auslegen werden. Die Regierung hätte gegen die Streichung Auslegung des Gesetzes zu fürchten, auch nach der Erklärung des werden zunächst eine Reihe fleiner Etats debattelos angenommen. des Wortes keinerlei Bedenken. Sie teilt allerdings auch die Be- Herrn Staatssekretärs. Wir fönnen nicht glauben, daß die Richter Der Etat der Seehandlung wird auf Antrag Gyzling fürchtungen nicht, daß diese Bestimmung zum besonderen Nachteil fich auf einmal ändern werden, oder besser gefagt, daß die( frf. p.), dem sich die Abgg. Sch medding( 3.), Rewoldt( ft.), einer einzelnen politischen Bartei werden wird. Die Möglichkeit Judikatur fich ändern wird. Die Judikatur ist seit 15 bis 20 Jahren b. Arnim( ft.) anschließen, an die Budgetkommission zurüdber einer scharfen Auslegung des Wortes besteht ja. Nach den Motiven Schritt für Schritt weiter gegangen auf diesem Bege. Bon Jahr wiesen. und den Verhandlungen der Kommission müßte ich aber dazu bei zu Jahr wurden die Maschen enger gezogen und jedes freie Bort Es folgt der Etat der Münzverwaltung. dem Richter seinerseits Böswilligkeit voraussehen, und das tue ich erstickt. Die paar Buchstaben, die Sie hier in das Gefeß hinein wünscht Ausprägung von 25 Pf.- Stüden. Abg. v. Arnim( ft.) tadelt die Beseitigung der Taler und nicht. Sollte es ausnahmsweise doch der Fall sein es fann ja schreiben, werden die Bragis nicht ändern. Erst muß der ganze alles vorkommen Abg. Dr. Grüger- Hagen( frs. Bp.): Dem Wunsche auf Aus. so haben wir ja Wege, das Unrecht zu be- Geist dieser Justiz geändert werden. Gibt es doch fogar Nichter, seitigen. Ich konstatiere, daß schon die Motive der Vorlage ergeben die fich rühmen, daß fie Mitglieder des Reichsverbandes zur Be- prägung von 25 Pf.- Stüden können wir uns nur anschließen. und daß in der Kommission ausdrücklich von berufener Stelle aus- tämpfung der Sozialdemokratie sind, die also eine einseitige partei- Gegen eine größere Silberprägung haben wir an sich nichts, fomcit gesprochen worden ist, daß es den Wünschen und Auffassungen der politisch gehäffige Stellung gegen die Sozialdemokratie einnehmen. dadurch an der Goldwährung nicht gerüttelt wird. verbündeten Regierungen durchaus entgegenginge, wenn hier ver- Wehe ineinem Parteigenoffen, der in die Hände folcher Richter Münzgefehes im Reiche und wünscht eine andere Gestalt der Abg. Hirsch( 8.) hofft auf eine grundlegende Aenderung des schiedene Parteien mit verschiedenem Maßstabe gemeffen würden. tommt.( Sehr gut! bei den Sozialdemokraten.) Was nügt es, Das würde dem Prinzip des Gesezes nicht entsprechen. Das Wort wenn Dr. Wagner fagt, wir würden nach Annahme dieses Gesetzes Fünfmartftüde. Böswilligkeit" ist so gemeint, daß der besonders energische Wille die freiesten Bestimmungen haben? Du lieber Gott, was nügen Abg. Graf Kanit( f.) schließt sich dem Wunsche auf Mehrausvorausgesetzt wird, den Herrscher in seiner persönlichen Ehre zu Bestimmungen? Wir lönnen die freiesten Bestimmungen haben und prägung von Silbermünzen an. Es liegen 25 Millionen Taler in treffen. Und die Böswilligkeit muß in der Tat selbst, in der die geknechtetste Pragis.( Lebhaftes Bravo! bei den Sozial- der Reichsbank; diese sollte man wieder in den Verkehr bringen. Berbindung der einzelnen Handlungen, die zur Verfolgung stehen, demokraten.) mit der Person des Täters gefunden werden. Politische Bestrebungen und Anschauungen auf anderem Gebiete kommen dafür nicht in Betracht. Es würde den Absichten des Gesetzes nicht entsprechen, wenn aus den politischen Anschauungen des Täters das sprechen, wenn aus den politischen Anschauungen des Täters das Gericht ein Mehr oder Minder an Böswilligkeit folgerte. " 1 Staatssekretär Dr. Nieberding: Schluß 6 Uhr. Abgeordnetenbaus. Finanzminister Frhr. v. Rheinbaben: An der Goldwährung wird unter keinen Umständen gerüttelt werden.( Bravo! links.) Aber innerhalb der Goldwährung ist die Vermehrung des Hartgeldes zu Lohnzahlungen usw. sehr erwünscht. Ich halte es daher 20 M. zu erhöhen.( Bravo! rechts.) Auch die Schaffung von für durchaus ratlich, die Stopfquote für die Silberausprägung auf 25 Pf.- Stüden halte ich für prattifa); fie wäre auch innerhalb des bestehenden Münzgefeßes möglich. Ueber eine andere Gestalt des Fünfmartstudes schweben noch Erwägungen. m. Abg. Dr. Crüger( frs. Bp.) begrüßt die Erklärung des Finanzministers, daß an der Goldwährung nicht gerüttelt werden soll. Abg. Graf Kanių( f.): An die Einführung der Doppelwährung denkt heute niemand mehr, nachdem die Goldproduktion in neuerer Zeit jo außerordentlich gewachsen ist. Damit schließt die Debatte; der Etat der Münzberwala tung wird bewilligt. Abg. Tournean( 3.) wünscht gleichfalls größere staatliche Mittel für Aufforstungen. Abg. Frhr. v. Sedlis( ft.) regt eine Reform der Lasten an, die Anwohner der linksseitigen Oderzuflüffe zu tragen haben. Gin Regierungsfommissar gibt eine eine entgegen, tommende Erklärung ab. Das Ordinarium wird bewilligt. die Es entspricht nicht dem Gebrauch des Hauses, Prozesse, die noch Der Königsberger Brozeß befindet sich noch in der Schwebe. Gegen nicht rechtskräftig abgeurteilt find, in der Diskussion zu erörtern. das Urteil ist sowohl von der Staatsanwaltschaft wie von dem AnAbg. Ofann( natl.): Daß die Sozialdemokratie auch an den geklagten Revision eingelegt worden. Es ist möglich, daß diese verbesserten Kommissionsbeschlüssen Kritik üben würde, haben wir Revision zurückgewiesen wird. Es ist aber auch möglich, daß sie zu ja erwartet. Nach den Erklärungen aber, die in der Kommission einer Aufhebung des ersten Urteils führt. Wenn hier im Hause und hier abgegeben worden sind, halten wir es für ausgeschlossen, bereits der Sachverhalt einer Kritik unterzogen wird, so kann das daz Majestätsbeleidigungen schärfer bestraft werden können, weil feinen anderen Zwed haben, als das Urteil der unabhängigen Richter sie von Mitgliedern bestimmter Parteien ausgehen. Will man das zu beeinflussen. Ich bin der Ansicht, daß die Braris des Hauses. Sönigsberger Urteil richtig verstehen, so muß man den ganzen iwebende Prozesse möglichst nicht in den Bereich der Erörterungen Artikel kennen. Da wird davon gesprochen, daß Humboldt die zu ziehen, richtig ist. Ich bin deshalb außerftande, meinerseits mich Königin Luise verschlagen und verstodt" genannt habe, an diesen Erörterungen zu beteiligen, trozdem so manche Aeußerung es wird behauptet, sie habe, nur um eine Vergnügungsreise nach des Abg. Heine mir Anlaß dazu geben würde. Nur eins: Der Abg. Eine Reihe kleiner Gtats werden debattelos erledigt. Bei der Petersburg zu machen, Staatsgelder angegriffen usw. Sind das nicht Heine hat gefagt, der Königsberger Gerichtshof wäre auf Schleich fortgefeßten Beratung des Etats der landwirtschaftlichen BerwalBeleidigungen der schärfften Art?( Zuruf bei den Sozialdemo- wegen zu einer Verurteilung gelommen. Das ist eine Be- tung wünscht traten: Aber doch nicht des Königs!) Zunächst der Königin schimpfung des Königsberger Gerichtshofes, die ich mit Entrüstung Abg. Baensch- Schmidtlein( ff.) die Bereitstellung größerer Luise.( Stürmische Heiterkeit bei den Sozialdemokraten.) Ich zurückweise.( Lebhaftes Bravo! rechts.) Mittel zur Aufforstung von Oedländereien. spreche ja nur davon, daß man in der sozialdemokratischen Prefse über die Grenzen der historischen Kritik hinausgeht. Sollen wir Abg. Roeren( 3.): Mir ist das Königsberger Urteil nicht in Abg. Glattfelter( 3.) bittet bei der geplanten Neuregelung der denn glauben, daß der sozialdemokratischen Bresse nur daran lag, feinen Einzelheiten bekannt. Wenn es aber wahr fein follte, daß Anstellungsverhältnisse der Förster die Gemeinden für das ihnen eine historische Dacitellung zu geben? Die Tendenz, die Absicht aus der Kritit der Denkmalsfeier und aus einem historischen Rüd entgehende Wahlrecht zu entschädigen. des Artikels( Lebhaftes Hört! hört! und Gelächter bei den Sozial- blick auf die preußische Geschichte des letzten Jahrhunderts, mag er demokraten) war doch die, die Königin Luise herabzusetzen und noch so geschmacklos und tattlos fein, eine perfönliche Beleidigung diejenigen, die dort hingingen, nicht eine Schandsäule zu enthüllen, des jetzigen Kaisers konstruiert worden ist, so muß sich nicht nur sondern ein nationales Denkmal.( Sehr richtig! rechts, andauern- jeder Jurist, sondern auch jeder Laie darüber wundern. Ich verstehe des Gelächter bei den Sozialdemokraten. Zurufe: Sie friegen einen aber nicht, weshalb der Abg. Heine diefen Fall gegen das vorliegende Orden!) Ich bin nicht Preuße und habe auch kein Verlangen nach Gesetz verwenden kann. Solche Konstruktionen und Auslegungen, cinem Bändchen im Knopfloch. Es ist doch wunderbar, daß die die gegen den Sinn des Gesetzes verstoßen, können auch durch die Presse der anderen Parteien so gar nicht unter Majestätsbeleidi- flarfte und präziseste Fassung nicht verhindert werden. Das follte gungsprozessen zu leiden hat.( Schallendes Gelächter bei den uns nicht davon abhalten, Aenderungen zu treffen, die bei finnGozialdemokraten.) So fand sich neulich in der Kölnischen Volts- gemäßer Auslegung eine Verbesserung des geltenden Rechts bedeuten. zeitung" die Kritik einer Handlung des jezigen Monarchen, die( Buftimmung im Zentrum.) durchaus richtig, zutreffend, aber maßboll war. Es tommt eben Abg. Graef( wirtsch. Bg.): Der Abg. Seine hat gesagt, es sei immer auf die Form an.( Bravo! bei den Nationalliberalen.) eine Schande. wenn ein Richter dem Reichsverbande zur Bekämpfung Abg. Gräf( wirtsch. Ver.): Die Herren Sozialdemokraten sollten der Sozialdemokratie angehört. Er hat dabei wohl auf mich sich nicht als Verfechter der freien Kritik aufspielen, die bei ihnen exemplifiziert. Ich kenne mich sehr genau und kann nur sagen, daß am wenigsten herricht.( Lachen bei den Sozialdemokraten.) Das ich als Richter der objektiven Wahrheit immer näher gefommen bin Urteil im Prozeß Mardwald stimmt überein mit dem Empfinden als Herr Heine mit feiner spisfindigen juristischen Rhetorik.( Sehr der übergroßen Mehrheit des Volkes.( Lebhafter Widerspruch und dem Reichsverbande gar nicht angehöre, daß ich ihm aber nach seiner gut! rechts.) Im übrigen fann ich Herrn Heine nur fagen, daß ich Gelächter lints.) Abg. Dr. Müller- Meiningen( frf. Bp.): Es ist nicht richtig, wie Rede beizutreten gebente.( Heiterfeit rechts.) Die Abgg. v. Bodelberg( E.) und Dr. Rewoldt( ft.) wollen den Herr Roeren behauptete, daß wir die Majestätsbeleidigung nicht auch Betrag des Titels 4 auf 1700 000 M. festsetzen und folgenden objektiv beschränkt hätten. Wir haben es erreicht, daß die bloßen Achtungsverletzungen, wie Sitenbleiben usw., nicht mehr als Majestätsneuen Titel 4a fchaffen:" Förderung der inneren Kolonisation in den in Titel 4 nicht genannten Probingen, insbesondere durch Geßlose Memeler Schandsäule will ich nicht eingehen. Eine birefte Staatssekretär erividere ich, daß ich nicht gejagt habe, der Königs. Dr. Schröder- Staffel( nail.) in einer Refolution, die Staatsregiebeleidigung angesehen werden dürfen. Auf die talt und gefchmad haftmachung von Landarbeitern 300,000. Schließlich beantragen die Abgg. Dr. Heydweiller und Denunziation des freisinnigen Blattes liegt jedenfalls nicht bor. die Staatsregie( Widerspruch bei den Sozialdemokraten.) Ich fann aber auch nur berger Gerichtshof habe Schleichwege befchritten, sondern einerung aufzufordern, zieds Förderung der Ansiedelung in der betonen, daß solche Prozesse historisch fritischen Artikeln gegenüber Judifatur, die Schleichwege betritt.. etwas sehr Bedenkliches find.( Sehr richtig bei den Sozial- schließt die Debatte. Nach einer furzen Erwiderung des Abg. Dr. Diann( natl.) ganzen Monarchie Verhandlungen einzuleiten dahingehend, daß In der Abstimmung wird der Antrag 1. dem Rentengutsausgeber die Baugelder und Einrichtungstoften des Majestätsbeleidigungs- Landesversicherungsanstalten bis zur Empfangnahme oder VerDer Herr Staatssekretär hat uns in der Kommission aufgefordert, brecht( oz.) auf Streichung des Majestätsbeleidigungs- der feinsten Rentengüter bis zu% des Stellenwertes durch die paragraphen überhaupt gegen die Stimmen der Sozialdemo ständige Leute auch gegenüber Fürsten bei der Kritik in den Grenzen der Kommiffion gegen die Stimmen der Sozialdemokraten anbon 10 Millionen Mt angemessen erhöht werden, 3. die zwischen an das Publikum von hier aus die Mahnung zu richten, daß an traten abgelehnt. Der Entwurf selbst wird darauf in der Fassung wertung der Rentenbriefe gegeben werden, 2. die nach dem Geset bom 12. Juli 1900 für diesen Zweck zur Verfügung gestellten Mittel des Anstandes bleiben. Ich tomme dieser Aufforderung Das hiermit nach. Volt ehrt sich felbst, Ivent 75 und 90 Proz. des Rentenstellenwertes meist fehlenden 15 Prog. den Bertreter der Staatsidee Staatsidee chrt. Das ist die ideale von allen Landesverficherungsanstalten als 2. Hypothet gegeben Auffassung, daß, wer den König beleidigt, den Staat und werden, 4. die Anwendung des Erbbaurechts für kleinste Rentendamit die Gesamtheit der Staatsbürger beleidigt. Es entspricht das Abg. Naden( 8.) empfiehlt den Entwurf: er werde gur Vergüter gefeßlich ermöglicht und 5. authentisch festgestellt wird, in der englischen Auffassung, deren Korrelat ist, daß der Träger der befferung der deutschen Zahlungsfitten und des deutschen Privat welchem Ilmfange ein Erbbaurecht mündelsicher hypothekarisch be. lichen werden kann. Arone ängstlich bemüht ist, in den Kampf der Meinungen nicht ein- diskonts beitragen. demokraten.) Abg. Heine( Soz.): Wenn Herr Graef dem Reichsverbande nicht angehört, so geht ihm ja die ganze Sache nichts an.( Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Wenn er aber ihm nach meiner Rebe beizutreten gedenkt, so rechne ich es mir als. Berdienst an, Herrn Graef zu diefer Desabouierung gebracht zu haben. Dem genommen. Es folgt die erste Beratung des Entwurfes eines Schedgefehes. Die Titel 3 und 4( Förderung der Land- und Forstwirtschaft in den östlichen Provinzen und Förderung der inneren Kolonisation in den Provinzen Ostpreußen und Pommern werden auf Antrag des Abg. Ghẞling( frf. Bp.) gemeinsam besprochen. Die Budgetfommission beantragt hiergu neben unveränderter Annahme der Titel: die tgl. Staatsregierung aufzufordern, auch in anderen Provinzen gemeinnütige Landgesellschaften, welche den Griverb von Liegenschaften zur Förderung der inneren Kolonisation bezwecken, und zwar auch fleinere Genossenschaften( Kreisgenossenschaften), finanziell zu unterstüßen. Abg. v. Bieberstein( f.) beantragt bei Titel 3, den Betrag von 1429 000 m. zu erhöhen auf 1629 000 M., die Etatssumme von Titel 4 um 200 000 auf 1800 000 20. herabzusehen. Abg. Ghiling( frf. Vp.) bittet die für die östlichen Probingen, jahre. Bei Titel 6, Herstellung einer Uebersichtskarte des Deutschen insbesondere Ostpreußen, im Gtat vorgesehenen Mittel nicht zu Reiches, bringt Erzberger die schmälern. Monopolstellung der Firma Mittler u. Sohn Abg. v. Bieberstein( t.) schildert die landwirtschaftlichen Ver- zur Sprache. Diese Firma habe Drudauftrüge erhalten, bei hältnisse in Ostpreußen als außer traurige. Die gute Ernte ist denen fie an einem einzigen Werthen 60 bis 70 000 m2. verdient durch Ueberschwemmung vernichtet. Die Viehzucht ist durch Seuchen habe! Der Bogen sei da mit über 8 Bf. bezahlt worden bei einer Auflage von mehr als 100 000 Exemplaren. Sobald freie Submission stattfand, hat sie den Preis auf 1% Pf. pro Bogen ermäßigt! Erzberger verlangt Lösung des Vertrages und freie Submission. geschädigt. Abg. v. Bockelberg( f.) begründet seinen Antrag, der die Seßhaftmachung der Arbeiter bezwecke, um diese von der ungefunden Atmosphäre der Großstädte fernzuhalten. bin ich einverstanden. Der Vertreter des Kriegsministers teilt mit, daß der Vertrag mit Mittler u. Sohn bis 1912 ober 1913 laufe; dann wolle man Mann haben gewählt; die Wahllisten find nicht streng gefeßlich gea führt worden. Ein Wahlvorsteher versprach sogar einem Wähler einen Kognat, wenn er Arning wähle! Ueberhaupt haben Schnaps und Bier eine große Rolle bei dieser Wahl gespielt. Die Kommission mußte die weitere Prüfung wegen der Reichhaltigkeit des Protestes auf die nächste Sigung vertagen! Ein Hungerschrei! Minister v. Arnim: Sollte sich herausstellen, daß die für Ostpreußen eingestellten Mittel von 184 000 M. für die Verbesserung des Saatgutes nicht genügen, so würde eine Vermehrung der Mittel mehrere leistungsfähige Firmen zum engeren Wettbewerb heranziehen. Es Ein vieltausendstimmiger Hungerfchrei war es, der gestern fas erwogen werden. Nicht unberücksichtigt darf bleiben, daß in den gebe Arbeiten, die nur bei längeren Verträgen übernommen würden. Berlin aus überfüllten Versammlungen zum Himmel scholl. Tausende lezten Jahren sehr erhebliche Aufwendungen für die Provinz Dit- Südefum und Gröber kritisieren diefen Druckvertrag nach- und Abertausende brot- und arbeitelofer Proletarier hatten sich preußen gemacht worden sind. Mit dem Gedanken, die Kreis- drücklichst. Südefum verlangt zu viffen, wann der Berzufammengefunden, um gegen eine Weltordnung und eine Staatsgenossenschaften zu Trägern der inneren Kolonisation zu machen, trag gefchloffen wurde. Die Arbeiten, um die es fich hier ordnung zu protestieren, die sie und ihre Familie erbarmungslos Abg. Dr. Rewoldt( ft.) legt dar, daß die Verwaltung bei der handelt, erfordern keine besonderen Einrichtungen und bei dem ordnung zu protestieren, die sie und ihre Familie erbarmungslos Auszahlung der Fonds an die Ansiedelungsgenossenschatfen zu ficheren Absatz einer so großen Auflage würde jede Firma dem eventuellen Hungertode überliefert. In allen Versammlungen gern besondere Einrichtungen schaffen. Jedenfalls muß wurde einstimmig die folgende Refolution angenommen: schwerfällig arbeiten. der Vertrag gelöst werden, tenn nicht mit, fo gegen Nach einigen Jahren der Prosperität ſegt die wirtschaftliche Abg. Dr. Hendweiller( natl.): Wenn wir dem Proletarier einen den Willen der Militärverwaltung. Der Vertreter des Srise mit erneuter Straft ein, eine steigende Notlage in den Reihen fleinen Grundbesitz geben, können wir die Sozialdemokratie über- Striegsministers teilt mit, daß der Vertrag in den Jahren 1902 bis der Arbeiter hervorrufend. Nur die starken gewerkschaftlichen 1904 geschlossen worden sei. Er werde nicht wieder erneuert werden. Organisationen verhindern, daß die Löbne auf das Niveau von Hungerlöhnen herabgedrückt und die gesamte Arbeiterschaft dem Schließlich wird die Forderung genehmigt. größten Elend überantwortet wird. winden. Abg. Dr. Schroeder( natl.) betont ebenfalls, daß der von ihm mit dem Vorredner eingebrachte Antrag den Zived habe, Arbeiter fcßhaft zu machen. Abg. Glazel( natl.) betont die Notwendigkeit, die innere Kolonisation so zu treiben, daß die ganze ländliche Bevölkerung davon Borteil hat. Abg. Gubling( fri. Bp.): Es ist erforderlich, auch im Besten innere Stolonisation zu treiben, doch darf diese nicht Sache des Staates sein, sondern sie muß den Gesellschaften und Provinzorganisationen überlassen bleiben. Von einem allgemeinen Notiland in Ostpreußen kann keine Rede sein. Die Anträge werden hierauf der Budgetkommission überwiesen. Dann vertagt sich das Haus. Nächste Sibung: Donnerstag 11 Uhr.( Tagesordnung: Interpellation Streth über den hohen Bankdiskont, Initiativanträge, Fortsetzung der Etatsberatung.) Schluß 4½ Uhr. Der Militäretat in der Budgetkommiffion. ( Sigung vom 21. Januar.) Die Beiterberatung des Militäretats beginnt mit Kapitel 34, Reisegebührniffe, Umzugsfoften usw. Es werden hierfür über 111/2 Millionen Marf, 1 374 000 M. mehr als im Vorjahre, verlangt. Der Referent kritisiert die außerordentlich hohen und beständig steigenden Reisekosten. Hier tönne geipart werden. Erzberger bringt Beispiele von verschwenderischer Veransgabung von Reise- und Umzugskosten zur Sprache. In Leipzig zum Beispiel ist der tommandierende General aus einer Straße in Die andere gezogen und es sollen dabei ihm horrende Umzugskosten bewilligt worden fein. Roste bringt weitere charal teristische Fälle zur Sprache, die da zeigen, wie hier gewirtschaftet wird. So ist ein Offizier in 13 Jahren 8 mal verfest worden und so ziemlich im ganzen Reiche herumgezogen, was natürlich außerordentlich hohe Umzugsfosten erfordert. In Löbau ( Sachfen) ist bei einem Pferdemarkt der Kriegsminister mit einem Dutzend Offizieren anwesend gewesen; es sind vier Pferde gefauft worden, die Reisekosten für diese Offizierstruppe aus Dresden werden aber so hoch sein, daß man bequem noch ein fünftes Pferd dafür hätte kaufen können! Ein Ver treter des fächfischen Kriegsministeriums sucht diese Fälle zu rechtfertigen, und General v. Lochow gibt eine umfang reiche Darstellung über die Art der Reise- und Umzugs toftenbewilligungen. Die Referenten verlangen eine genaue Nachweisung über die Verwendung der Summen. Diese 11 Millionen werden noch bedeutend überschritten; denn es steden in girta fünfzehn anderen Pofitionen auch noch Reisekosten! v. 2o chow hält cine folche Nachweisung für die vergangene Zeit für schwer möglich. Für fünftig verspricht er sie. Gröber und Südekum verlangen dringend spezialisierte Uebersichten über die Verwendung der Gelder. Dem Abg. Görde( natl.) werben nicht genug Reisekosten gezahlt, und Liebermann v. Sonnenberg redet gegen Roste von„ prichwörtlicher Sparsamkeit der Militärverwaltung. Es wird ein Antrag angenommen, mit dem Etat 1909 eine Nach weisung über die Berwendung der Reisegelder usw. im Jahre 1907 vorzulegen. Die Anforderung wird bewilligt. Jn Titel 17 werden 4 Millionen für neue Bekleidung verlangt; es werden darüber eingehende Mitteilungen gemacht und dabei die Fragen Tornister oder Rucksack und Schnürstiefel oder Schaftstiefel diskutiert und die Summe dann bewilligt. Bei der 2 Anforderung von Million für Bergrößerung des Truppenübungsplages in Jüterbog fragt Oriola nach den Ursachen des Unfalls bei Tegel, General wo ein Haus von einem Geschoß getroffen wurde. v. 2ochow fann nichts Näheres fagen als: die Untersuchung sei im Gange. Parlamentarifches. Das Reichsvereinsgesetz vor der Kommission. Die Kommiffion des Reichstages zur Vorberatung des Reichsvereinsgefeges fegte gestern die Debatte über den§ 1 des Entwurfes fort. Ueber das Versammlungsrecht der Ausländer gab zu Beginn der Sitzung Staatssekretär v. Bethmann- Hollweg folgende Erklärung zu Protokoll: ชน Durch den Umstand, daß den Ausländern das Recht, Vereine bilden und sich zu verfammeln, nicht ausdrücklich gewährleistet ist, wird das Vereins- und Versammlungsrecht der Reichsangehörigen, an deren Vereinen oder Versammlungen sich Ausländer beteiligen, nicht berührt. Wird gegen Ausländer, die Mitglieder eines Vereins oder Teilnehmer an einer Versammlung, ein polizeiliches Einschreiten erforderlich, so ist dieses einerseits zwar in den Formen des Entwurfs zulässig. aber nicht an feine Vorschriften gebunden- und kann sich andererseits, falls es sich um einen Verein von Reichsangehörigen oder um eine von Reichsangehörigen veranstaltete Bersammlung handelt, sofern die nicht etwa im Entwurf allgemein zugelaffenen Maßnahmen in Frage fommen, nur gegen die daran beteiligten Ausländer als solche, nicht aber gegen die Reichs angehörigen als Mitglieder des Vereins oder Teilnehmer der Versammlung oder gegen den Verein oder die Es foll also ein gesichertes Vereinsrecht für den Ausländer in Deutschland überhaupt nicht geschaffen werden, der Fremde soll nach alter barbarischer Sitte rechtlos fein. Zum§ 2 selbst waren noch zwei Ergänzungsanträge eingegangen. Dr. Müller- Meiningen( frf. Bp.) schlug folgende Faffung vor: " Das Vereins- und Versammlungsrecht der Reichsange hörigen unterliegt nur denjenigen Beschränkungen, welche durch diefes Gesetz zugelassen sind. Vereine und Versammlungen, deren Zwecke den Strafgefeßen zuwiderlaufen, sind verboten." Die Versammlung ist sich bewußt, daß der jeßt wieder einfeßende wirtschaftliche Niedergang nicht eine zufällige Erscheinung, fondern untrennbar mit der heute bestehenden tapitalistischen Gesellschaftsordnung verbunden ist. Ei erachtet es deswegen nur als ein Gebot der Selbsterhaltung, daß die Arbeiterklasse ihre ganze Kraft für die Erringung der sozialistischen Gesellschaftsordnung einfegt. Die Veriammlung richtet als Gegenwartsforderung an die öffentlichen Behörden die dringende Aufforderung, alles zu tuit, um der augenblicklichen Kalamität abzuhelfen und zu verhindern, daß die Kraft tausender und abertaufender Staatsbürger zwedlos brach liegt. Die Versammlung verlangt deshalb: 1. Vom Staat: a) Sofortige Jnangriffnahme aller geplanten Bauten und sonstiger Unternehmungen in eigener Regie unter voller Junc haltung der von den Gewerkschaften festgefeßten Lohntarife; b) Aufhebung aller Zölle und Abgaben auf Lebensmittel; c) Aufhebung aller Beschränkungen der Koalitionsfreiheit; d) Ausbau der sozialen Gefeßgebung unter Vermeidung aller Bevormundung durch die Behörden. 2. Von den Gemeinden: a) Sofortige Jnangriffnahme der geplanten Bauten und sonstigen Unternehmungen wie oben unter a gezeichnet; b) Sofortige Juangriffnahme von Notstandsarbeiten; c) Erleichterung der kommunalen Verpflichtungen den ArbeitsLofen gegenüber. Die Versammelten weifen aber jede Hülfe auf das entschiedenste zurück, welche den Charakter der Armenunterstützung tragen würde. Die beiden Berfammlungen in Moabit waren von zirka 4000 Persuchen befucht. Schon lange vor Beginn tamen fie von allen Seiten der Wiclefstraße zuströmend, die Nefruten Ber der industriellen Reservearmee. Meift- und das ist das Auffällige fammlung als folche richten, folche richten, da der Entwurf aus der find es junge Männer von 25 bis 30 Jahren, viele noch geringeren, Teilnahme bon Ausländern an derartigen Veranstaltungen aber nur wenige höheren Alters. Alles gesunde fräftige Leute, feine Beschränkung des den Reichsangehörigen zustehenden Vereins- arbeitswillig im wahren Sinne des Wortes, willig, jede Arbeit aufund Versammlungsrechts herleiten will. Die gefeßliche Gewährung zunehmen, um sich und die Jhrigen redlich durch die Welt zu schlagen. Wer des Vereins- und Bersammlungsrechts an Ausländer fönnte über- gibt ihnen jetzt, wo die arbeitsharten Hände zu feiern gezwungen find, haupt naturgemäß nur für die Angehörigen derjenigen fremden Brot? Der Staat, der sie in den bunten Stock steckte, die bürgerliche Staaten, welche den Reichsangehörigen ein gleiches Recht ge- Gefellschaft, deren neunmal geheiligtes Eigentum sie als Soldaten währen, und auch nur entsprechend dem Umfange der dort zu zu schützen berufen waren? Soldaten spielen, den Mund halten und gestandenen Berechtigungen in Erwägung gezogen worden. Steuern zahlen! Ja, den Arbeiter als Steuerzahler findet Staat Selbstverständlich würde die der Staatsgeivalt gegenüber den und Gemeinde immer, doch den Arbeitslosen den steht man nicht, Ausländern zustehende Befugnis zur Ausweisung hierdurch in feiner für ihn bleibt nichts übrig. Bater Staat braucht StriegsWeise berührt werden." schiffe und Kanonen, bie Stadtgemeinde gibt Hunderttausende bon Mark aus für Straßendekorationen, Wenn eine der viel zu zahlreichen fremden Herrlichkeiten die Gnade hat, in Berlin Absteigequartier zu nehmen. So sprechen die Versamm lungsredner ihren Klassengenossen aus dem Herzen. Gebt uns Arbeit! Und das Wahlrecht! hören wir von anderer Seite dazwischen rufen. Mit gespannter Aufmerksamkeit werden die Reden verfolgt. Es kommt eine Resolution zur Abstimmung. Ihr Arbeitslofen habt nicht zu bitten und Hand nach Almosen auszustrecken, Euch muß Recht werden, das Recht auf Arbeit! Fordert die Beschäftigung an Notstandsarbeiten, durch fie fann vorübergehend die Not gelindert werden; das Glend zu beseitigen geht nicht, es gehört zum bürgerlichen Staat wie der Rost zum Eisen. Hinein in den geeinigten gewerkAuch das Zentrum, das noch in der letzten Sigung Ausländer fchaftlichen Stampf, herbei und gesammelt um das Banner der und Reichsangehörige im Vereinsrecht gleichgestellt fehen wollte, Sozialdemokratie! Tausend Hände fliegen hoch und dann leeren Der Reichstag wolle beschließen: den Herrn Reichskanzler zu hatte sich nunmehr auf den Weg der Stonzessionen an den Regierungs- fich langfam beide Sale. erfuchen, Arbeiten für die Militärverwaltung nur an solche Firmen standpunkt begeben. Es beantragte, zu feinem früheren, prinzipiell In der Wiclefstraße hat sich ein zahlreiches Polizeiaufgebot zu vergeben, welche in Beziehung auf die Arbeitsbedingungen die ausländerfreundlichen Antrag folgenden Zufaz: breitgemacht. Hauptleute, Leutnants und viele Gemeine zu Fuß und gefeßlichen Vorschriften einhalten und. falls Tarifverträge für die Beschränkungen diefer Rechte der Ausländer als Erwiderung hoch zu Roß balten die„ Ordnung" aufrecht, die zu stören teinem betreffende Art der Arbeit am Drt des Betriebes gelten, nicht der im Auslande gegen Reichsangehörige angeordneten Beschränkungen einzigen der Versammlungsteilnehmer einfällt. Auf lurze Zeit wird hinter den Bestimmungen dieser Tarifverträge zurückbleiben, sowie bleiben dem Bundesrat vorbehalten." die Wiclefstraße an der Eindener Straße gesperrt, um die Bersamm die Militärverwaltung anzuweisen, die Festsetzung oder Neu- In der Diskussion wiederholten die Vertreter der verschiedenen lungsbesucher zu gerfireuen". Die Polizei verhält sich ruhig, fein ordnung von Arbeitsbedingungen in den Militärbetrieben unter Fraktionen ihre Erklärungen zu den zahlreichen Anträgen; doch ließ Wort wird laut; offenbar hat auch das ganz eigen Mitwirkung der Arbeiterausschüsse vorzunehmen. fich ein übersichtliches Urteil über die Stellung der Parteien und artige Standquartier, Zeitners Molkerei zum Schweizerhof" beGeneral Sigt v. Armin ist im allgemeinen mit der Refo- die entgültige Gestaltung des§ 1 noch nicht gewinnen. Seitens der ruhigend auf die Nerven gewirit. Herr v. Borries sollte seine Leute fution einverstanden, er tann aber nicht versprechen, daß immer Sozialdemokratie wandte sich Genoffe Legien mit aller Ent- bei derartigen Anläffen immer in Woltereien und Milchläden danach gehandelt wird, da kein Mittel bestünde, die Firmen zur schiedenheit gegen die konservativen Versuche, das Versammlungs- unterbringen; das wird mildernd auf die Denkfungsart wirken. Einhaltung von Tarifverträgen zu zwingen. Südetum entgegnet, recht der Ausländer, Frauen und Jugendlichen hinter das jetzt in Seder Zugang nach dem Stadtinnern ist wieder wie zur Wahlrechtsdaß man einfach die Uebertragung der Arbeiten von der An- Breußen bestehende Berhältnis zurückzuschrauben und ihnen die demonstration start betracht. Im Kolonialmuseum find zirka 4 bis erkennung der Tarifverträge abhängig machen Rechte zu nehmen, die sie schon in einer Reihe von Bundesstaaten möge.. Richthofen und Oriola erklären für die konser- habent. vative und die nationalliberale Partei, daß sie gegen die Nesos Iution stimmen würden, während die Antisemiten jegt dafür stimmen wollen. Die Anforderung wird bewilligt und die ResoTution gegen die konservativen und nationalliberalen Stimmen an genommen. Rapitel 37, Artillerie und Waffenwesen, erfordert 48 286 000 m., 2815 730 M. mehr als im Vorjahre. Zu diesem Kapitel liegt eine Resolution des Zentrums vor, welche den zum Marineetat gefaßten Beschlüssen entspricht. Die Resolution hat folgenden Wortlaut: Bei Titel 18, Beschaffung der Munition, bespricht Erzberger Die Freisimmigen find also bereit, auch hier wieder vor der Regierung zurückzuweichen und entgegen ihren eigenen früheren Reben und Anträgen das Vereinsrecht auf die Reichsangehörigen zu beschränken. Morgen dürfte die Abstimmung über die Anträge zu§ 1 borgenommen werden. Wahlprüfungskommission. Dr. Arning # Durch ein Gewimmel von Bolizeileuten mußten sich die Arbeits50 Echusleute untergebracht, 25 solcher find vor der Moltkebrüde postert. Ein kleiner Trupp Arbeitsloser tommt die Straße herunter, flugs ist die Baffage über die Brücke verboten. Sonfequent läßt die Schußmannstette teinen Sterblichen mehr über die Brücke, bis der kleine Zug außer Sicht ist. Dasselbe Schauspiel Die Wahl des Nationalliberalen wiederholt sich an den übrigen Brücken, überall Murren und KopfNienburg Stolzenau, fchütteln hervorrufend. Jm Hotel„ Hamburger Hof", Unterbaumstr. 2, Hannover, ist mit den zweifelhaftesten Weitteln erreicht worden.( Bor- und im Hause Friedrichstr. 105a warten die Polizeimannschaften der her war der Wahlkreis durch einen elfen vertreten.( Dr. Arning Dinge, die nicht kommen wollen. Die Brownings sind geladen, der erhielt 18 873 Stimmen, der Welfe v. Schele 7235, der Sozialdemo- Säbel in der Scheide gelockert. die Arbeitsverhältnisse in den Munitionsfabriken. frat 3152 Stimmen. Ein umfangreicher Protest ist gegen die Wahl Die größte Zahl der Arbeiter habe für 277 Arbeitstage 800 M. eingereicht, dem ein Gegenprotest folgte. Von den gerügten Vorund unter 800 W. Jahresarbeitsverdienst! Er verlangt Bezahlung tommnissen wurden bisher von der Kommission folgende für erheb- lofen hindurchschlängeln, um nach dem Der Feiertage; auch die Arbeitszeit ist in Preußen länger als in lich befunden und Untersuchung respektive Bernehmungen Bayern. Der Neunstundentag müsse das äußerste sein für diese über sie beantragt. In Bissendorf sollen Wahlfälschungen Gesellschaftshaus deutscher Musiker schwere Arbeit. General v. Lochow fann feine nähere Auskunft vorgenommen worden sein: Nur 63 Stimmen find für in der Kaiser Wilhelm Straße zu gelangen. Der große geben, glaubt aber, daß die Löhne ortsüblich feien. Er ver- den welfischen Kandidaten gezählt worden, twährend 81 neue Saal war samt den geräumigen Galerien bald überfüllt. Auch tröstet mit näheren Angaben auf die Zukunft General v. Armin wähler„ beschwören wollen," daß sie ihre Stimmen durch Entfernung von Tischen und Stühlen hatte man nicht Blag teilt mit, daß die Militärverwaltung die neunstündige Arbeitszeit für den Welfen abgegeben haben. In mehreren Drten wurde im genug schaffen tönnen für all die arbeitslosen Menschen, die hier egtluſive Baufen schon habe; eine Ausnahme bestehe nur für die Wahllokal Bier und Schaaps gratis an die Wähler verabreicht, die an dieser Versammlung teilnehmen wollten. Die Polizei hatte sich Depotarbeiter. Noste fündigt für das Plenum Beschwerden über Arning wählen wollten. Nach Buden5oft el waren vom Land- nicht damit begnügt, das Lotal wegen Ueberfüllung abzusperren, sie die schlechte Bezahlung ber Remonte Depot rat an den Ortsvorstand Wahlkuverts mit Stimmzettel für Arning sperrte vielmehr noch die Straße ab, befonders das Stüd von arbeiter an. Erzberger beantragt eine Resolution, nach gesandt! Auch nach anderen Orten soll das geschehen sein. Dies der Münzstraße nach der Hirtenstraße. Da standen an beiden Enden welcher von 1909 ab eine Erhöhung der Löhne für die bei würde als amtliche Wahlbeeinflussung zu erachten sein. In dichte Schußmannstetten. Polizeibeamte zu Pferde ritten in kleinen der Heeresverwaltung beschäftigten Arbeiter eintreten soll. Ein An- anderen Orten wurden offene Stimmzettel, ohne Wahlkuvert, für Gruppen auf und ab. An Leutnants fehlte es auch nicht, die alle trag Gröber, den Arbeitern die Feiertage( ausschließlich der Arning in die Wahlurne gelegt, oder es wurden, wie in Reise. ihre strategischen Kenntnisse und Fähigkeiten aufboten, um den Staat Sonntage) zu bezahlen, wird angenommen. Stimmzettel für Arning i'm Wahllotal verteilt. Eine offene wieder einmal zu retten. Schlimm war es offenbar bestellt um die Kapitel 38 betrifft die Technischen Institute, für welche Suppenterrine wurde als Wahlurne benutzt. Der Landrat in Sicherheit des Staatswesens, denn sonst wäre ja diefes kriegerisch 2 379 000 m. in Ansatz gebracht sind. Die Summe wird nach un- Stolzenau hat deutsch- hannoversche Verfammlungen in sieben Orten erscheinende Aufgebot nicht notwendig gewesen. Man hätte nicht nötig erheblicher Debatte bewilligt. verhindert und der Ortsvorstand in Winzler hat in wider gehabt, durch solche Maßregeln die Neugierigen nach einer Stadtgegend Die Kommission geht nunmehr zu den einmaligen Ausgefeglicher Weise den Saal für welfische Versammlungen abgetrieben. wie die Münzstraße zu locken, die sowieso schon zu eng für den gaben über. An der Spize stehen 16 621 000 92. für die Ver- Völlig ungenügend war der Jolierraum in der Stadt Rehburg, alltäglichen Verkehr ist. bollständigung des Eisenbahnneges im 3nteresse auch haben Polizeidiener Stimmzettel für Arning im Wahl- Vorläufig fand die Polizei keine andere Arbeit, als die Zuspät der Bundesverteidigung. Die Summe wird ohne er lokal verteilt. kommenden vor dem unnötigen Weg nach dem Lokal zu bewahren, oder sich bei Herrn Bertowicz im Königscafé für die künftigen hebliche Debatte genehmigt. Die sonstigen einmaligen Ausgaben In Nienburg find mehrere Berstöße vorgekommen: Ein belaufen fich auf 95 392 000 9, 11 890 000 m. mehr ats im Vor- Bezieher von Armenunterstügung und ein noch nicht 25jähriger Taten zu stärken. Aufammlungen Neugieriger Gewerkschaftshause o Wunder ebenfalls bald überfüllt, aber abgesperrt wurde nicht und der Verfehr regelte sich von selbst in aller Ruhe und Ordnung. Die Leute kamen und gingen eben wieder, als sie sahen, daß nicht einmal in der Vorhalle Platz zu finden war. Und dabei standen die meisten Leute in dem kleinen Saal, wo der Reichstagsabgeordnete Brühne die Ansprache hielt. Viele Frauen und Mädchen fah man unter der Menge. Um 10%, 11hr begann nochmals ein starker Zu ftrom, aber längst waren alle Bläge befeßt. In oem Kopf an Kopf gefüllten Saal sprach der Reichstags- 1 daß in den nächsten Tagen sowohl in der Berliner Stadtverordneten Gemüter streiften das Gebüsch des Michaelkirchplatzes und die abgeordnete Scheidemann. Das Publikum bestand größtenteils Versammlung als auch in den Gemeindevertretungen der Vororte weite Fläche des cisbedeckten Engelbeckens und der Nebenkanäle aus Leuten im besten Mannesalter. Offenbar waren es meist ge- feitens unserer Parteigenoffen Anträge auf Linderung der Arbeits- ab, ohne jedoch die Spur eines der Vermißten entdecken zu können. lernte Arbeiter der verschiedensten Berufe, die, von der kapitalistischen losigkeit gestellt werden. Schließlich warf Genosse Singer noch einen Bebende Lippen stammelten von einem Morde und eine bange Wirtschaftsordnung zu der gleichen Not verdammt, sich hier zu Blick auf die politische Situation. Nicht nur auf wirtschaftlichem halbe Stunde verstrich. Da endlich wurde das Rätsel gelöst: Eine fammengefunden hatten. Eine ernſte, fast traurige Stimmung be- Gebiet haben wir die Krise, sondern auch auf politischem Gebiet Ordonnanz per Rad jagte auf einen Polizeileutnant zu und wies Herrschte die Veriammlung. Man fühlte den Druck der Not, die spigen sich die Verhältnisse mehr und mehr zu. Die schroffe Ver- nach dem Hause Michaelkirchplatz 1. Der Leutnant riß die Tür mehr oder minder stark auf alle lasteten. Dem inhaltreichen Vortrage weigerung der Wahlreform in Preußen muß für die Arbeiter Ver- des betreffenden Hauses auf und - einer nach dem folgten die Versammelten mit lebhaftem Interesse und, wie zahi- anlassung sein, nicht zu ruhen, ehe wir ein freies Wahlrecht er- anderen kommen die sechs vermißten Schußleute aus dem dunklen reiche Zustimmungsäußerungen bewiesen, auch mit vollem Ber- rungen haben. Ferner möge sich jeder Arbeiter geloben, in dem Hausflur heraus, von dem hellen Schein des Tages förmlich geständnis. Sowohl der Referent wie der Vorsitzende, Genosse Wels großen Befreiungstampfe des Proletariats feine Schuldigkeit zu tun, blendet. Böse Zungen behaupten, die Schußleute hätten dort im forderten die Anwesenden auf, nach Schluß der Versammlung ruhig damit das Elend der Arbeitslosigkeit für die Zukunft gänzlich Hinterhalte gelegen, um, falls die Arbeitslosen die Revolution proihres Weges zu gehen und der Polizei keine Veranlassung zu beseitigt wird. Die Ausführungen Singers entfeffelten oft lamiert hätten, mit dem nötigen Schneid dazwischen fahren zu geben, ihre Macht zu zeigen. Wenn die andern Demonstrationen stürmischen Beifall. Die Resolution fand einstimmige Annahme. können. Die Bewohner des Hauses aber, dessen Räume eine Anhaben wollen, machen wir feine", sagte Weis und fand damit all- Die Besucher der Versammlung verließen in musterhafter Ord- zahl Gewerkschaftsbureaus bergen, sind der Meinung, daß die gemeinen Beifall. Der Saal leerte sich denn auch schnell und ohne nung das Lokal. Lächelnd schauten fie auf die riesige Macht- Schußleute nur zum Schuße der betreffenden Gewerkschaftsbeamten jede Störung. entfaltung der Polizei. Eine dichte Schußmannskette zog sich über verdammt waren, einige Stunden in dem kalten dunklen HausBon Straßendemonstration konnte auf seiten der Arbeits die ganze Breite der Frankfurter Straße. Sie wehrte jedem den flur zuzubringen. Neben diesem Hausflur befindet sich ein gut lofen nicht die Rede sein; jeder bemühte sich, sobald wie möglich Weg nach der Seite, die den Zugang nach dem Stadtinnern bildet. geheiztes Frühstückslokal. Welche Tantalusqualen diese Beamten von dannen zu kommen. Gewiß hätte es teine halbe Stunde ge- Nach Osten und Norden mir durfte man passieren. Nach etwa zehn crduldet haben mögen, das mögen die Götter wissen. dauert und man hätte in der ganzen Gegend nichts Außergewöhn- Minuten hatte die Straße wieder ihr alltägliches Aussehen. Die liches mehr gesehen. Aber nun war die Polizei da, war allzu Polizei zog ab, fie hielt eine Gefahr für den preußischen Staat wohl Die Arbeitslosen von Nixdorf und Umgegend zahlreich da, sperrte bald hier, bald dort ab. Sie hatte offenbar nicht mehr für vorliegend. famen in großen Scharen nach Kliems Festfälen in der feinen rechten Plag für ihre Tätigkeit oder hatte vielleicht einen Hasenheide gezogen. Für die gewaltigen Arbeiterquartiere des fabrikgesegneten abgesperrt und die Schuyleute wiefen die Andrängenden nach großen Feldzugsplan, den sie bei der durchaus friedlichen Lage nicht Schon vor 10 Uhr wurde der große Saal verwenden konnte. So erhielten die Schußleute widersprechende Be- Südostens der Stadt waren zwei Arbeitslosen- dem Eingang zum Gartensaal. Dieser Saal samt Borhalle war fehle. Erst ließ man die Versammlungsbesucher ruhig nach beiden Bersammlungen einberufen worden, beide nach dem Seiten abziehen. Dann kam plöglich ein Dugend Schuhleute aus dem Königscafé und sie erhielten Befehl, die Personen, die nach am Engel- Ufer. Schon von 9 Uhr an begann der Zuftrom der der Münzstraße wollten und oort fast schon angelangt waren, zurüd Versammlungsteilnehmer und drückte in der Umgebung des Gezubringen nach der Hirtenstraße zu. As aber die etwa 1000 Menschen werkschaftshauses dem Straßenbild sein besonderes Gepräge auf. auf diese Weise das Versammlungsgebäude erreicht hatten, durften sie Jm schlichten Werktagsrock traten sie an, die Männer der Arbeit, plöglich wieder umlehren und ihren Weg nach der Münzstraße fortseßen. Die jetzt feiern müssen und mit den Ihrigen der Entbehrung überMan hatte im jenseitigen Polizeilager offenbar eingesehen, daß die liefert sind, weil die Sinnlosigkeit unserer Wirtschaftsordnung es einseitige Ableitung der Menge zu einem allzu großen Gedränge in so will. Biele der Arbeitslosen waren offenbar in recht gedrückter den engen Gassen des Scheunenviertels führen mußte. So wurden Rasch füllten drinnen im Gewerkschaftshause sich die Ver- Stimmung, man sah ihnen das Sorgen und Grübeln an über das verschiedenerlei Befehle gegeben und wieder zurückgenommen, weil sammlungssäle, zunächst der große Saal im zweiten Stockwerk und große Problem: Was soll nun werden, wenn ich keine Arbeit fie fich als unpraktisch erwiesen. Den Arbeitslosen gegenüber dann auch der kleinere Saal I im ersten Stockwerk. Noch vor finde?! Das Gefühl der Machtlosigkeit gegenüber den furchtbaren schlugen die Beamten den barschen Kasernenton an. Wären die 10 Uhr mußten aus den beiden Sälen die Tische herausgeräumt wirtschaftlichen Verhältnissen, die durch feine noch so laute slage Versammlungsbesucher nicht so ruhige, besonnene Leute gewesen, werden, um Platz zu schaffen für den unaufhörlichen Strom der geändert werden, sprach besonders scharf aus den Zügen der Alten. dann hätte es leicht hier und da zu Berwickelungen kommen fönnen. Arbeitslosen, der in das Haus am Engel- Ufer sich ergoß. Lange In den Jungen steckt immer noch so viel Lebensmut; die Hoffnung So lachte man höchstens über die zwed- und ziellose Wichtigtuerei. vor Beginn der Versammlung gebot die Polizei Halt, indem sie verläßt fie nie, aber die Alten find mißtrauisch geworden und lachen Daß selbst Schußleute ab und zu sich des Lachens nicht ganz ent- den Hof besetzte und den Nachdrängenden den Zutritt zum Saalbau bitter über die Hoffnung auf beffere Tage, die da kommen werden. halten konnten, wenn sie saben, wie planlos ihre ganze Aftion fich wehrte. Aber noch immer zogen dichte Scharen aus allen Teilen Sie haben die Erfahrung auf ihrer Seite und blicken trübselig in entwickelte, wenn sie mit friegerischer Würde einen Trupp harmloser des Südostens heran. Am Engel- Ufer harrten sie, ob nicht doch die Zukunft. Nur sehr wenige tranfen Bier oder rauchten Bigarren, und Menichen bakd hierhin, bald dorthin begleiten mußten, ist leicht noch Einlaß gewährt werde. Auch aus dem Often der Stadt, wo den meisten war es wohl ganz angenehm, daß auch im großen begreiflich. das Versammlungslokal in der Koppenstraße gleichfalls längst ge- Saale sämtliche Tische fortgeräumt wurden und nur Stuhlreihen Ju jenem Teil der Kaiser- Wilhelm- Straße hatte sich die sperrt war, famen jetzt noch viele Hunderte herüber in der ver- noch blieben. In diesen Massen der Versammelten waren Teine Menschenmenge troß der allzu vielen Bolizeibeamten bald ganz vergeblichen Hoffnung, vielleicht hier Zutritt zu finden. Die Polizei, zweifelhaften Elemente vertreten; es waren durchweg Arbeiter, die Taufen. In den umliegenden Straßen, beim Bahnhof Börse und die zunächst in mäßiger Stärke angetreten war ihre Hauptmacht zu dieser Zeit des Tages viel lieber eine harte Arbeit verrichtet am Hadeschen Markt, hatte die Polizeidemonstration jedoch lag vermutlich irgendwo in der Nachbarschaft im Hinterhalt hätten das sah man ihrer Kleidung, ihren Gesichtern, ihren bemühte sich, die sich stauenden Massen zu zerstreuen. Dabei be- Händen an. fleißigte sie sich, soweit wir das beobachten konnten, im allgemeinen Mit großer Aufmerksamkeit folgten alle den Ausführungen des eines ruhigen und besonnenen Tones. Reichstagsabgeordneten Frank, der unter lebhafter Zustimmung Jin großen Saal sprach Genosse Emmel, in Saal I Genoffe erklärte, daß man von der Junterclique im preußischen Barlament Behmann- Wiesbaden. Beide zeigten den ursächlichen Zu- und von den fatten Bürgern im Roten Hause von Berlin ebenso sammenhang der Wirtschaftskrisen und des Arbeitslosenelends mit wenig etwas für die Arbeitslosen erwarten tönnte wie etwa von dem Kapitalismus, auf den unsere Wirtschaftsordnung sich gründet. den Füchsen, daß fie für die Gänse forgen. Der Vorsitzende machte Genosse Emmel hob hervor, daß diese neueste Krise erst einsekt, darauf aufinertsam, daß die bürgerlichen Stadtväter eingeladen daß aber schon jetzt in Berlin und den Vororten ein Heer von worden seien, jich die Massen der Arbeitslosen anzusehen und ihre Arbeitslosen auf der Straße liegt. Der Kapitalismus frage nicht wünsche zu hören, damit sie besseres Verständnis gewinnen für die danach, ob in solchen Zeiten viele Tausende von Arbeitern mit Pflichten einer Gemeinde gegenüber den unverschuldet in Not ihren Familien zugrunde gehen. Der Staat dürfe sich nicht daran geratenen Bürgern. Er gab der Ansicht Ausdruck, daß Rixdorf mit genügen lassen, gegen die Opfer solcher Wirtschaftskrisen die an der Spike derjenigen deutschen Gemeinden marschiere, welche die Polizei und die Gerichte mobil zu machen. Ein Staat, der weiter reaktionärsten Stadtväter haben, was das Verständnis für sozialnichts könne als das, der habe, so rief Emmel, seine Eristenz- politische Pflichten anbetrifft. Für sie gilt immer noch die erbärm berechtigung verloren. Unten im Saal I geißelte Genosse liche Ausrede, die man jederzeit von ihnen hören kann, daß nämlich Lehmann in ähnlicher Weise die Haltung der Besitzenden und jeder Arbeit finden könne, wer nur arbeiten wolle. Auf die ihres Staates gegenüber dem Arbeitslosenproblem. An ein tat- wiederholte Anfrage des Vorsitzenden, ob einer dieser Stadtväter fräftiges Eingreifen zur Wilderung und Minderung der Arbeits- anwesend sei und das Wort wünsche, meldete sich niemand. in der Koppenstraße waren einige Tausend Arbeitslose versammelt. losigkeit werde nicht gedacht; der befizenden Klasse sei auch viel Während diefe auf den Beginn der Versammlung warteten, beran- nehr damit gedient, daß die Arbeitslosen zur Berzweiflung gestaltete die Polizei draußen, vor dem Lofal, eine fleine Straßen- getrieben werden, so daß dann der Polizeisäbel in Attion treten demonstration. Als gegen 10 Uhr die beiden Säle gefüllt waren, fönne. In beiden Sälen folgte die Kopf an Kopf gedrängte zu schritt eine Kolonne von Schußleuten, 60-80 Mann start, aus dem hörermenge den Ausführungen der Redner mit gespanntester AufHofe des Saalgrundstückes auf die Straße und fonderte sich in drei merksamkeit und gab wiederholt durch stürmische BeifallsTeile. Nach drei Nichtungen wurde der Zugang zur Koppenstraße tungebungen ihre Zustimmung zu erkennen. Einstimmig wurde abgesperrt. An der Frankfurter Straße, am Grünen Weg und an hier wie dort die Resolution angenommen, die dem Staat wie den der Rüdersdorfer Straße pflanzten sich dichte Reihen von Schuhleuten Gemeinden unter anderem die schleunigste Inangriffnahme von auf, jede von einem Polizeileutnant geführt. Wer nicht wie ein Netstandsarbeiten als Pflicht zuweist. Unter Hochrufen auf die Arbeiter aussah, konnte die Schutzmannstetten passieren. Arbeiterbewegung die zur Befreiung der Arbeiterklasse aus aber jemand, den die Beamten für einen Arbeiter hielten, Stapitalsknechtschaft führen muß, trennten sich die Versammelten. so wurde er mit den Worten zurückgewiesen: Die Versammlung ist In einem breiten Strom flutete aus den Sälen die Masse der gesperrt." Und es tamen noch sehr viele, die in die Versammlung reichlich zweitausend Arbeitslosen, die hier zusammengekommen wollten, aber feinen Einlaß mehr fanden. Schutzleute in großer varen, hinaus auf die Straße, wo noch eine vielleicht ebenso große Bahl, die außerhalb der Absperrungslinien umbergingen, forgten Anzahl anderer Arbeitslosen ihrer wartete und jetzt auch ein dafür, daß niemand stehen blieb. Die Anordnungen der Beamten starkes Schuhmannsaufgebot bereit stand. So weit unsere Be= wurden ohne weiteres befolgt, aber der Zulauf zur Versammlung obachtung reichte, waltete die Polizei auch jekt wieder ihres Amtes Ivar noch längere Zeit so start, daß fich, obgleich niemano in ruhiger Weise und überall ging es auch so". Wahrscheinlich einen Augenblid stehen stehen bleiben durfte, fortgesetzt große hätten die Massen sich sogar noch schneller zerstreut, wenn die Mengen ausgesperrter Versammlungsbesucher bor allen drei Schußmannschaft zu Hause geblieben wäre. Die im GewerkschaftsAbsperrungslinien ansammelten. Die Zahl der Arbeitslosen, hause und auf der Straße postierten Ordner, die an ihren roten die nicht mehr in die Versammlungen hineinkamen, war viel Schleifen erkennbar waren, reichten vollkommen aus, um für Aufgrößer als die Zahl derjenigen, die in den Sälen Platz gefunden rechterhaltung der Ruhe und Ordnung zu sorgen. hatten. Viele Tausende, die der Kapitalismus in Rot und Glend übrigens an gewissen Stellen die Furcht vor Wiederholung von 5 Uhr 35 Minuten der Personenzug 456 von Erbach bei der Einfahrt gestoßen hat, strömten herbei. Daß sie nicht etwa beieinander Straßendemonstrationen ist, das konnte man sehen, wenn man jetzt in Gleis III auf eine auf diesem Gleis haltende Maschine mit Badblieben und durch die Maffenhaftigkeit ihrer Erscheinung die nach Schluß der Versammlung den benachbarten Michaelstirchplatz wagen aufgefahren. Die Maschine und der Packwagen entgleisten herrschende Arbeitslosigkeit augenfällig illustrierten, dafür sorgte die Polizei durch ein Aufgebot von Beamten, so groß, als ob dem Drei- umschritt. Alle nach dem Innern der Stadt führenden Straßen und wurden stark beschädigt. Elf Reisende und drei Bedienstete waren inzwischen mit Schuhleuten dicht besetzt worden, an allen wurden leicht berlegt. Die Verlegungen sind Kopfwunden, flaffenstaat von diesen Versammlungen der Arbeitslosen das größte Straßeneinmündungen zog sich eine Stette von Schußmannsposten Quetschungen und Hautabschürfungen. Die Gleise Hanau- WabenUnheil drohe. Das böse Gewissen der herrschenden Klasse mag sich quer über Damm und Bürgersteige, um sofort einem sich etwa haufen sind auf etwa drei Stunden gesperrt. Der Personenverkehr beim Anblick einer so großen Entfaltung der Staatsgewalt beruhigen. bildenden Zuge sich entgegenwerfen zu können. Es kam nirgends wurde durch einen Hülfszug mit Umsteigen aufrecht erhalten. Der ehrfame Spießbürger tann sich sorglos an den wohlgedeckten hierzu, und so blieb diesmal der Polizeisäbel in seiner Scheide. Frühstückstisch sehen und sich sicher fühlen in dem Gedanken: Lieb' Baterland, magst ruhig feinu, tut's not, so haut der Schutzmann drein. zur Folge. Es waren meist junge Burschen, die man in der Verfammlung nicht gesehen hatte, arme Menschen, die wohl fein Geld hatten, ein Theater zu besuchen und nun dachten, daß die vielen blaufen Bidelhauben ihnen einigen Ersatz dafür bieten würden. Sie sammelten sich an verschiedenen Straßeneden, gingen in wirrem Knäuel auf und ab, wurden bald hier, bald dort von der Polizei vertrieben, erschienen aber immer wieder an einer anderen Stelle. Als sich eine Anzahl auf der Insel inmitten des Hackeschen Marktes gesammelt hatte, rief ein Leutnant laut:„ Räumen Sie den Markt! Borwärts! Auseinander!" Er stürmt mit seinen Getreuen auf die Menge zu, die natürlich den Platz räumte. Aber Zwed hatte es nicht. Auf einer anderen Ede taucht wieder eine Gruppe auf. Erst als die Polizei sich zurückzog, wurde es ruhiger. Wenn die Afteure nicht mehr mitspielen, verlassen natürlich auch die Schaulustigen den Blaz. Ju Kellers Sälen Kam Während so die Polizei für Aufrechterhaltung der nicht bedrohten Ruhe, Ordnung und Sicherheit sorgte, wurde in den Versammlungen die Lage der Arbeitslosen erörtert und ihre Forderungen an Staat und Gemeinde begründet. Wie groß ftatt und für die zahlreichen Polizisten, die in Bereitschaft gehalten Auf den Straßen Rigdorfs fanden vorher keine Anfammlungen wurden, gab es nichts zu tun. fünf Polizeioffiziere miteinander; man schien anzunehmen, daß am Einige Male fonferierten vier oder Schluß der Versammlungen Aufzüge und Demonstrationen anderer Art stattfinden würden. heide her ein Trupp von etwa dreihundert Männern, die in anderen Als gegen halb zwölf Uhr von der HafenLokalen schon abgewiesen waren, in die Nähe der Versammlungslofale von Sliem tam, da gestattete die Polizei nicht, daß sie dort vorbeizogen. Der Zug wurde in die Jahnstraße gedrängt. Bald darauf famen aus den beiden Torwegen von Reliems Lokal die dichten Massen der Versammlungsbesucher heraus, die sich langsam zerstreuten. Zuerst blieben viele stehen und blickten verivundert auf die zahlreichen Schuyleute, die ihrerseits auf irgend etwas zu warten schienen, sich aber sonst passiv verhielten. Nach einem kleinen Biertelstündchen genauer gegenseitiger Betrachtung ging man in Frieden auseinander. Vermischtes. Eisenbahnunfall bei Hanau. Einer Meldung aus Hanau zufolge ist gestern vormittag Eine entsetzliche Eisenbahnkatastrophe Ein heiterer Zwischenfall. hat sich am Montagabend gegen 9 Uhr bei Bout Aquabella durch Anläglich der im Gewerkschaftshause abgehaltenen Bersamm- Busammenstoß mehrerer Züge ereignet. Aus Mailand wird vom tung hatte die Polizei des betreffenden Bezirks ein ganz unge- 20. Januar hierüber gemeldet: Als der Zug von Mailand nach wöhnliches Aufgebot von Schuhleuten auf die Beine gebracht; Rom bis Pont Aquabella gelangt war, fuhr er dort auf den Zug wahrscheinlich um der umwohnenden Bevölkerung zu zeigen, welchen nach Pavia auf, der stehen geblieben war, um das Signal Freie Im kleinen Saale sprach vor einer dichtgedrängten Zuhörerschaft unheimlichen Umfang die Arbeitslosigkeit bereits angenommen hat. Fahrt" abzuwarten. Die Lokomotive des Zuges nach Rom und die Genosse Severing- Bielefeld. Nachdem er die Ursachen der Krise und Die umliegenden Straßen, hauptsächlich aber das Engel- Ufer, wim- letzten Wagen des Zuges nach Pavia stürzten auf die Nebengleise. der Arbeitslosigkeit besprochen hatte, wandte er sich an die Arbeits- melte geradezu von Polizisten zu Fuß und zu Pferde, während In diesem Augenblick brauste ein Zug von Bergamo heran, der mit losen mit dem Ersuchen, sich durch die Arbeitslosigkeit nicht mutlos eine Anzahl derselben, zum Teil bis an die Zähne bewaffnet, auf der Lokomotive und den umgestürzten Wagen der beiden anderen machen zu lassen und nicht zu verzagen. Jeder solle es sich zur Pflicht Fahrrädern sich tummelten. An den Straßeneden, auf den Bürger- Züge tollidierte. Der Zusammenprall war furchtbar. Bisher sind machen, Aufklärung in seinem Kreise zu verbreiten, für die Stärkung steigen wiederum promenierten als biedere Spießbürger, Arbeits- neun Tote aus den Trümmern gezogen worden, die zu dem Bergamoder Arbeiterorganisation zu wirken, damit die Ideen des flaffen- lose usw. verkleidet allerlei Polizeimannschaftenturzum die Zuge gehören. Mehrere Verlegte wurden nach den Krankenhäusern bewußten Proletariats verwirklicht werden können. Durch Kampf ganze Umgegend bot ein lebhaftes Bild. Mit einem Male ver- von Mailand geschafft. mit geistigen Waffen gelte es, Zustände herbeizuführen, die dem änderte sich die Situation. Berittene und fahrende Schuhleute Eine Meldung vom gestrigen Tage aus Mailand besagt: Elend des Proletariats für immer ein Ende machen. Durch leb- fauften hin und her, Befehle bringend und einholend. Ueber Von den bei dem Eisenbahnunglück Berlegten find bis jest 25 ge haften Beifall und einstimmige Annahme der Resolution bewies die einige Straßen, hauptsächlich in der Richtung zum Schlosse hin, borgen, unter diesen befinden sich 3 Schwerverlette. Die Persönlich Bersammlung ihr Einverständnis mit den Ausführungen des wurden in dichten Reihen Schußmannsketten gezogen. Die Ver- feit einiger Toten und Verlegten ist noch nicht festgestellt. Unter Referenten. von Menschen flutete aus dem Gewerkschaftshause, zum Teil herz- Ausländer. Im großen Saale sprach Genosse Singer. Nach einer ein- fammlung der Arbeitslosen war zu Ende und ein schwarzer Strom den bis jetzt dem Namen nach bekannten Personen befindet sich kein gehenden Erörterung der gegenwärtig herrschenden Arbeitslosigkeit lich lachend über die Polizeidemonstration zu beiden Seiten der Mailand, 21. Januar. Die Persönlichkeiten der bisher unter warf er die Frage auf: Was soll geschehen, um diesen Notstand zu Straße. Die Herrschaften in Zivilfleidung dritter Garnitur unter den Trümmern hervorgezogenen, bei dem Eisenbahnunglück bei lindern? Er beantwortete die Frage dahin: Die herrschende den müßigen Zuschauern mengten sich zwischen die Versammlungs- Aquabella ums Leben Gekommenen, deren Zahl jezt 11 beträgt, find Gesellschaft hat den Notstand, aus dem sich der einzelne nicht befucher, wurden aber bald erkannt und gebührend behandelt. festgestellt; Ausländer find nicht darunter. Der Zugverkehr befreien, kann, verschuldet, sie hat deshalb auch die Pflicht, Mittel zur Nahezu eine Stunde dauerte der Abzug der Massen, die, ungewohnt ist nicht unterbrochen, der Zug nach Rom konnte seine Linderung des Notstandes zu schaffen. Es muß Arbeit herbei- des bunten Treibens der Straße, fich nur langsam zerstreuten. Fahrt fortseßen. Schazminister Carcano und die Senatoren, geschafft werden für die Arbeitslosen. Aber nicht etwa nuzlose Als die letzten Nachzügler der Versammlung sich in den Straßen die diesen Zug benutzten, haben sich eifrig an der Leitung der AufArbeit, wie sie 1848 den Arbeitslosen gegeben wurde, welche den verteilt hatten und eine Revolution nicht mehr zu befürchten war, räumungsarbeiten beteiligt. Für die Katastrophe verantwortlich zu Sand in den Rehbergen von einer Stelle auf die andere schippten, wurde das Kommando Posten einziehen" gegeben, und die Mann- machen ist ein Weichensteller, der sofort flüchtete und jetzt steckbriefsondern Arbeiten, welche im allgemeinen Intereffe notwendig sind. schaften der Polizei strömten ihrer Zentralstelle resp. dem Zentral- lich verfolgt wird. Bon seiten der Generaldirektion der StaatsDerartige Arbeiten gibt es genug und sie können auch bald in Angriff lager zu. Plößlich wurde es war genau 12% Uhr von irgend eisenbahnen und des Ministeriums für öffentliche Arbeiten ist eine genommen werden. Kanal- und Eisenbahnbauten würden Beschäftigung ciner ängstlichen Seele, oder aber auch einem Spaßvogel, das Ge- gründliche Untersuchung über die Ursachen des Unglücks eingeleitet für die verschiedensten Gewerbe bringen. Der Redner verwies darauf, rücht verbreitet, es fehlen sechs Schusleute. Aengstliche worden. Berantwortlicher Redakteur: Hans Weber, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin, Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Berlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW, Nr. 18. 25. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mittwod, 22. Januar 1908. Partei- Angelegenheiten. Zur Lokalliste. " fationen aus farbiger Metallgaze tragen. Der Saum ist aus hinüber und fuhr seitlich gegen den in gleicher Richtung sich bemauve Liberth, ebenso wie die Courschleppe, die mit reicher wegenden Motorwagen 1629 der Straßenbahnlinie 3, wobei die Rokokostickerei aus farbiger Metallgaze nnd Stiftperlen ge- Droichte mit Gespann umgeworfen wurde. Der Droschfenfutscher schmückt ist!" Kernstedt fiel dabei so unglücklich, daß er mit dem linken Bein Und so geht es fort, eine Toilette immer eleganter wie die unter dem Pferd zu liegen kam. Er erlitt einen Bruch des linken Folgende Lokale stehen uns zu den bekannten Bedingungen andere, und die Hauptforge diefer Gesellschaft mag darin bestehen, unterschenkels. Die Droschte wurde stark beschädigt. In der zur Verfügung: Schönow bei Bernau: Restaurant von Otto wer wohl von allen Anwesenden den Vogel abschießt. Petersburger Straße fuhr ein Geschäftswagen der Firma Louis, Mezzer Schulze; Erkner: Restaurant Seidenstück er. Niemand legt sich die Frage vor, welche Mühe und Arbeit nicht aus, als ein Straßenbahnzug der Linie 81 herannahte, dessen Straße 30 langsam auf den Straßenbahnschienen und wich auch Der Vergnügungsverein Fröhlichkeit"( gegründet diefer ganze Lugus gekostet, wieviel Tage und Nächte manche Führer rechtzeitig das Warnungssignal gab. Der Wagen wurde von 6. Juni 1880) veranstaltet am Sonnabend, den 8. Februar cr., fleißige Arbeiterin daran gewandt haben mag. Und mit dem Motorwaggon gestreift, wobei das Pferd des Geschäftswagens in den Concordia- Festsälen, Andreasstraße, einen welchem elenden Lohn die Herstellerinnen all dieses Glanzes und schen wurde und davonjagte. Hierbei stürzte die Frau des WagenMaskenball. Da man versucht, Billetts hierzu hauptsächlich all dieser Pracht abgespeist worden sein mögen. Der Preis dieser besizers, die sich auf dem Fuhrivert befand, auf den Straßendamm. in Arbeiterkreisen umzusetzen, so weisen wir darauf hin, daß Toiletten ist ein solcher, daß Arbeiterfamilien ein, zwei und noch Sie erlitt Bluterguß am rechten Knie, Quetschungen am Hinteruns die Concordia- Festsäle seit Jahren beharrlich ver- mehrere Jahre davon leben könnten. Ist ein krasserer Gegensay topf und Verlegungen am rechten Oberschenkel. Die Verunglückte weigert werden, deshalb sind alle dortigen Veranstaltungen denkbar? Dort unermeßlicher Lurus und Ueberfluß, hier Ent- erhielt auf der Unfallstation in der Warschauer Straße die erste jeitens der Arbeiterschaft streng zu meiden. behrung, Not und Elend. Hülfe. Und das nennt sich göttliche WeltDie Lokalfommission. ordnung! Ein großer Geflügeldiebstahl ist in der vorlegten Nacht auf dem Grundstück Frankfurter Chaussee 53 verübt worden, wo nicht weniger als 40 lebende Enten gestohlen wurden. Erster Wahlkreis. Sonntag, den 26. d. M., abends 6 Uhr, in der Lebensquelle, Kommandantenstr. 20: Versammlung mit Frauen. Nachher: Geselliges Beisammensein und Tanz. Eintritt mit Garderobe und Tanz 20 Pf. Der Vorstand. Um zahlreiche Beteiligung ersucht Schöneberg. Heute Mittwochabend 8, 1hr, findet in Obsts Festfälen, Meiningerstr. 8, eine Streisversammlung der Frauen des Kreiſes Teltow- Beeskow- Storkow- Charlottenburg statt, in welcher der Reichstagsabgeordnete Frig 8ubeil einen Vortrag hält. Außerdem findet die Berichterstattung und Neuwahl der Kreisvertrauensperson, sowie der örtlichen Vertrauensperson von Schöne berg statt. Alle Frauen des Kreises werden ersucht, zahlreich in dieser Versammlung zu erscheinen. Die Vertrauensperson. Steglitz. Heute, Mittwoch, abends findet im„ Albrechtshof" eine öffentliche Versammlung des Liberalen Vereins statt. Wir ersuchen die Genossen, zu dieser Versammlung möglichst zahlreich zu erscheinen. Jeder achte jedoch darauf, daß das Lokal gesperrt ist und halte seine Groschen fest. " Die Verschandelung des Waldgeländes um Berlin. Mit den Forsten in der Umgebung von Berlin beschäftigte sich Aus der Jrrenanstalt in Dalldorf entwichen ist der russische die Budgetkommission des Abgeordnetenhauses. Im Laufe der Militärarzt Wladimir Katowiß aus Petersburg. K., der auch den Beratung hob der Oberlandforstmeister unter lebhafter 3u- Namen Rosenberg führte, war vor einiger Zeit nach Berlin ge= stimmung der Kommission hervor, der Fiskus habe keine Ver- fommen und mußte bald darauf in Dalldorf interniert werden. der Fistus einer Anzahl von Städten große Komplere zu niedrigen Schweiz gewandt. Ferner ist der Kaufmann Theodor Littlof, ein anlassung, großen Städten Forstkomplere zu schenken; dagegen habe Bon dort ist er jetzt entwichen. Vermutlich hat er sich nach der Preisen überlassen, so den Städten Charlottenburg, Hannover, Stöln, Düsseldorf. Augenblicklich schwebten. Verhandlungen mit gemeingefährlich Geisteskranker, aus Dalldorf entflohen. Berlin betr. Ankauf der Wuhlheide, die 500 Hektar groß ist. Was Zwei Richtigstellungen sind uns von zwei Geschäftsleuten zu den Grunewald anlange, so bleibe es bei der Entscheidung des gegangen, die aus Anlaß ihres angeblichen besonders arbeiterKaisers, daß an dem Hauptstock des Grunewalds nicht feindlichen Verhaltens am 12. Januar in unserem Blatt mit Namen gerührt werden solle. Der Oberlandforstmeister teilte ferner mit, und Adresse erwähnt waren. Der Kohlenhändler Neumann, Angerdaß der Kaufmann Theodor Moses, genannt Moser, in Berlin eine münder Straße 12, läßt uns durch seinen Rechtsanwalt schreiben: 5,435 Settar große Fläche der Oberförsterei Köpenick zu dem" Die über den Kohlenhändler Neumann, Angermünder Straße 12, Preise von 679 400 M., die Berliner Elektrizitätsgesellschaft gleich im Vorwärts" vom 15. Januar 1908 gebrachte Notiz, wonach er falls aus der Oberförsterei Köpenick 3,734 Hektar zur Errichtung am Sonntag, den 12. Januar, von einem Lokal in der Angermünder einer elektrischen Kraftstation für 522 816 M.; die Terraingesell Straße aus mit großer Schadenfreude der Polizeiattade zugefehen schaft Oberschöneweide 44,535 Hektar aus der Oberförsterei Köpenick und schrille Pfiffe durch die Finger habe ertönen lassen, ist unrichtig." für 5 566 837 M. erworben haben Diese Flächen gehören zu dem Auch der Restaurateur Richard Schmidt, Alte Schönhauser Gelände an der Oberspree, auf dem eine regelrechte Forstwirt- Straße, Ede Linienstraße, ersucht uns, mitzuteilen, daß er am schaft kaum noch möglich ist. 13,862 Heftar am Hundekehlensee Sonntag den 12. Januar zu feiner Zeit sein Geschäft geschlossen gewurden an den Rechtsanwalt Dechelhäuser als Vertreter eines halten und flüchtenden Demonstranten den Eingang in sein Lokal Konsortiums für den Preis von 2 287 230 m. verkauft; auf dem verwehrt habe. Gelände sollen 14 freie und zwei überdeckte Spielfelder, sowie die Gestern früh zogen Zehntausende von Arbeitslosen in die Ver- erforderlichen Garderoberäume, Verwaltungsgebäude und Bäder sammlungen, um weiteren Kreisen die gegenwärtig herrschende errichtet werden. Der Rest des Geländes soll weiter veräußert Arbeitslosigkeit ad oculos zu demonstrieren, um Staat und werden, um dem Konsortium Ersatz für seine Aufwendungen zu Kommune an ihre Pflichten zu erinnern. Erschreckend groß ist die verschaffen. Die Firma Siemens u. Halske und die Märkische Bodengesellschaft mit Unterstützung der Firma Siemens u. Halske Zahl der Arbeitslosen und riesengroß Not und Elend. 40-50 000 wollen in der Nähe der Charlottenburger Werke Beamten- und Arbeitslose nebst ihren Familien wissen nicht, wo sie am nächsten Arbeiterwohnhäuser errichten. Da es sich hier um einen weitTage für sich und die Angehörigen Brot hernehmen sollen. In dieser gehenden Aft privater Arbeiterfürsorge handelt, sind 4,939 Hektar Zeit des grauen Elends treten die Gegenfäße im Gesellschaftsleben für 300 008 m. und 6,350 Heftar für 422,784 m. verkauft worden. doppelt fraß in Erscheinung. Da klingt es wie Hohn auf die Die Ausführungen des Oberlandforstmeisters, nach welchem heutigen Zustände, wenn man liest, welch unglaublicher Lugus in der Fiskus keine Veranlassung habe, großen Städten Forstkomplege gewissen Gesellschaftsschichten geübt wird. Und dieser Lurus trat zu schenken, sind durchaus deplaziert. Auch der Staat hat die gerade gestern abend in augenfällige Erscheinung, allerdings zu gerade gestern abend in augenfällige Erscheinung, allerdings Pflicht, für genügende Erholungsmöglichkeit der Stadtbewohner profanen Augen entzogen. Im Schlosse fand die Defiliercour statt. 3 forgen. Dieser Pflicht kann er sich nicht dadurch entziehen, daß er sie ohne weiteres ausschließlich den Städten zuschiebt. Glänzend muß es da nach einer Schilderung der B. 8. am Mittag" über die Toiletten der Damen hergegangen sein. " Berliner Nachrichten. Gegensäte. Bei Gerson, Spizer, Bechstein, May Stein gabs in den letzten Tagen märchenhafte Toiletten zu bewundern, die heute abend in vollem Glanze ihre Besizerinnen schmücken werden. Und nun folgen Schilderungen der Toiletten im einzelnen. Greifen wir nur einige heraus: Wir haben zwar dem Juhalte nach von beiden Erklärungen Notiz genommen, kommen aber dem Wunsche der Einsender nach Abbrud ihrer bestimmt gehaltenen Erklärungen nach, da wir einen Irrtum unserer Gewährsmänner nicht für ausgeschlossen erachten möchten. Vermißt wird seit dem 16. Dezember 1907 aus Stahnsdorf das Dienstmädchen Franziska Pietred, am 20. März 1889 zu Königshütte geboren. Personalbeschreibung: Mittelgroß, untersetzt, dunkelbraunes starkes Haar, gesundes volles Gesicht, dunkelbraune Augen, kleine breite Rase, graugestreiften Rock, dunkle blaue Bluse, dunkelgrautariertes Umschlagetuch, schwarze Strümpfe und Holzpantinen. Personen, welche über den Verbleib der Vermißten irgend welche Angaben machen können, werden gebeten, ihre Wahrnehmungen der Kriminalpolizei oder einem Polizeirevier mündlich oder schriftlich zu den Atten 8579. IV. 33. 07 mitzuteilen. Die Arbeiter- Bildungsschule Berlin feierte am Sonntag, den Tagesordnung für die Sigung der Stadtverordnetenverfamm- 19. d. M., in Kellers Festsälen ihr 17. Stiftungsfest durch In diesem Blatt leſen wir über die Cour- Toiletten folgendes: lung am Donnerstag, den 23. Januar d. J., nachmittags 5 Uhr. ein wohlgelungenes Orchesterkonzert, das dem Berliner SinfonieDann die Toiletten für die Damen. Kostet doch eine Cour- Sechs Naturalisationsgesuche. Antrag von Mitgliedern der Ver- Orchester unter der Leitung des Kapellmeisters 3 immer Gelegenschleppe allein oft schon mehrere tausend Mart. Wenn sammlung, betr. die Ueberwachung der Zahnpflege der Schulkinder heit gab, fein tüchtiges Können, wenn auch mit etwas unzureichen fie auch öfter verwendet werden kann, so wird doch das dazu in Berlin. Berichterstattung des Ausschusses zur Vorbereitung: den Witteln, zu beweisen. Die Mendelssohnsche Hebriden- Ouverture gehörige Kleid mit dem tiefen Hofdekolleté meist für jede Cour der Neuwahl der ständigen Ausschüsse der Versammlung, der Ab- leitete das Programm ein, während die feltener gespielte C- durneu angefertigt. Die Toiletten sind überreich mit Stickereien, ordnung der Mitglieder der Versammlung in die Verwaltungs- Sinfonie von Haydn ihm das eigentliche Gepräge aufdrückte. Als namentlich aus Perlen, Silber und Gold geziert, da in dem deputationen und Kuratorien, sowie der Zuteilung der Stadtbezirke am besten gelungen sind wohl die beiden Gluckschen Kompositionen, Glanze des Thronsaales und des vielen Schmuckes nur reiche an die Mitglieder der Versammlung behufs der Ausführung von der Reigen seliger Geister" aus„ Orpheus" und" Musette" aus Toiletten wirken können. Im Haar funfelt gewöhnlich ein Recherchen. Berichterstattung über die Vorlage, betr. die Aende Armide" zu bezeichnen. Den Beschluß bildete die Duverture Diadem, bei jungen Mädchen ein Blumenkranz, unter dem rung der Fluchtlinie der Französischen Straße. Vorlagen, be- zu„ Egmont" von Beethoven. Zwischendurch erfreute der der traditionelle Schleier hervorquillt, der entweder aus treffend: die Annahme eines von Fräulein Dorothea Luise Bourjan Gefangverein" Senefelder" durch den Vortrag einiger, das echten Spigen oder aus echtem Brüsseler Tüll besteht. dem Kaiser und Kaiserin Friedrich- Kinderkrankenhause hinter- Programm vervollständigender Lieder, tvobei das„ LandsWenn man bedenkt, daß so ein einfacher, drei Meter langer Schleier lassenen Vermächtnisses und den Etat der städtischen Wasser- fnechtsständchen" des Orlando di Lasso besonders besonders durch mindestens 300 Mart fostet, wird mau ermessen können, wie fost werke für das Gtatsjahr 1908. Antrag von Mitgliedern der Ver- forrekte und stimmungsvolle Wiedergabe zu erwähnen ist. Die bar eine vollständige Hofausrüstung" mit Schmuck und allem sammlung, betr. Errichtung städtischer Krippen und Feftrede hatte Heinrich Ströbel übernommen. In furzen und Zubehör ist. Kindergärten. Vorlagen, betr. die Annahme eines Ver- fräftigen Zügen zeichnete der Redner die Kulturideale des Sozialismus. mächtnisses der verwitweten Frau Jda Bodien, geb. Bruschke, zur Die Ünmöglichkeit der bürgerlichen Gesellschaft, auch nur die Fordes Errichtung einer Gotthard und Jda Bodienschen Stiftung für rungen feiner eigenen Borkämpfer zu verwirklichen, zeigte er, wohltätige Zwede, die Vergrößerung der Maschinenanlage der indem er die Lehren von Pestalozzi, Basedow, Fichte, Kant, Bumpstation VII der Kanalisationswerte Genthiner Straße, Wagner und anderen dem heutigen Volksschulwesen gegenüberstellte. den Abschluß eines Mietsvertrages mit dem eingetragenen Verein was Fichte vor genau hundert Jahren in flammenden Worten in " Berlin- Treptow- Sternwarte" hierselbst, den Abbruch der Bau- den berühmten Reden an die deutsche Nation" gefordert hat, ist lichkeiten auf dem im Wege der Enteignung zu erwerbenden heute noch genau so weit von der Verwirklichung entfernt wie damals. die Abänderung der Ord- Solange der Kapitalismus herrsche, werde es nie gelingen, den Grundstücke Grünthaler Straße 21, nung, betreffend den Anschluß an die Kanalisation und die Er- großen Massen des Volkes eine ausreichende Schulbildung zu verhebung der Kanalisationsgebühren in der Stadt Berlin vom schaffen, da dieser zwar an der Entwickelung der technischen, nicht aber 20./22. März 1902, den Austausch von Barzellen längs und auch an der der geistigen Kultur ein Interesse habe. Deshalb werde innerhalb des Charitégrundstücks zur Berichtigung des Grund- auch erst der fiegende Sozialismus die Menschheit auf die Sonnenbuches, die Erweiterung der Infektionsabteilung und des Wirt- höhe der Kultur heben können, die allein ein wahres Kulturvolt fennzeichne. Alles in allem war die Feier eine würdige Verschaftsgebäudes des Krankenhauses im Friedrichshain. Die Versuchsrundbahn bei Oranienburg ist nunmehr in Be- anstaltung unseres Berliner Bildungsinstituts und wäre dem Verein nubung genommen, nachdem der eigenartige Bahnkörper von den nur ein noch stärkerer Besuch zu wünschen gewesen, da dieser augen Mitgliedern des Eisenbahnministeriums, sowie von eisenbahnamt- fcheinlich durch die herrschende Arbeitslosigkeit beeinflußt wurde. lichen Berufs- und Fachbereinen mehrfach besichtigt worden ist. Feuerwehrbericht. Am Montagabend mußte der erste Zug am Gestern wurde eine elektrische Lokomotive, mit welcher VersuchsDie prachtvolle Figur und Erscheinung der Gattin des fahrten unternommen werden sollen, nach der Bahnstrecke über- Friedrichshain einen Wohnungsbrand löschen, der durch unvorsichtigStaatssekretärs v. Schoen wird in einer weißen Tüllprinzeßrobe geführt, deren Gleise eine Länge von vier Kilometer haben und feit entstanden war. In der Dresdener Straße 34/35( Luisenhof) zur Geltung kommen, die von oben bis unten reich mit langen sich freisförmig zusammenschließen. Diese Bauart ermöglicht es, fam durch die Explosion einer Petroleumlampe im Keller einer Glasperlen und Pierres de strasse bestickt ist. Die Schleppe be- daß die Probezüge Strecken von mehreren Hundert Kilometer Tischlerei Feuer aus. Auch in der Dirckfen- Straße 37 entstand auf steht aus Silbertuch( drap d'argent) mit einem breiten Stunts- ununterbrochen zurücklegen und hierbei die denkbar höchste Fahr- diese Weise Feuer. In beiden Fällen gelang es der Feuerwehr, die rand. Dazu gehört ein weißer echter Schleier, der von einem be- geschwindigkeit entwickeln können. Die Probestrecke ist derartig Gefahr bald zu beseitigen. Ferner hatte die Wehr noch in der angelegt, daß allen im praktischen Bahnbetriebe vorhandenen Putbuser Straße 15, Bernauer Straße 21 und an anderen Stellen sonders kostbaren Diadem gehalten wird. Eine sehr effektvolle, reiche Robe wird Frau Mar v. Stiller Schwierigkeiten, wie scharfen Kurven. unübersichtlichen Strecken au tun. tragen. Es ist ein Silberpaillettenkleid auf weißem Lüll mit ab- usw., Rechnung getragen wird. schattierter blauer Baillettenstickerei und blauem Samtsaum und Garnitur. Die Schleppe dazu ist gleichfalls aus hellblauem Samt, reich mit Silberblumen gestickt, von einer Chiffonrüsche am Nand abgeschlossen. " Zu den Debütantinnen gehört die junge Gräfin Dohna. Sie wird eine hellblaue Tülltoilette mit reicher Perl- und Silberstiderei und einem Saum von Silbergaze tragen. Dazu gehört eine hellblaue Samtschleppe reich mit Silber in Louis XVI. Geschmack bestickt. Der weiße Tüllschleier ist mit der gleichen Handstickerei geziert. Auch die imposante Frau Oberst v. Ziethen wird zum ersten Male vorgestellt. Sie hat dazu eine weiße Liberty- Atlastoilette gewählt, reich mit echten Spitzen infruſtiert und mit Silber und Tangen Glasperlen bestickt. Die Schleppe ist besonders reich ausgefallen. Sie ist aus weißem Samt mit Applikationen aus Liberty- Atlas und reicher Perlen- und Silberstickerei, von einem breiten Bobelrand abgeschlossen. Der weiße Tüllschleier zeigt die gleiche Applikation mit Silberstiderei. Arbeiter- Samariterkolonne. Heute abend 9 Uhr 4. Abteilung in Lichtenberg- Rummelsburg bei Lindner, Grünbergerstr. 10, Bor. trag über" Vergiftungen". Vortragender Herr Dr. J. Hirschfeld. Morgen, Donnerstagabend 9 Uhr, 3. Abteilung in Schöneberg bei ieloch, Grunewaldstr. 110, Vortrag über Bergiftungen". Vortragender Herr Dr. Schivab. 5. Abteilung in Rigdorf bei Thiel, Bergstr. 151/152, Vortrag über Physiologie". Bortragender Herr Dr. Schwabach. Neue Mitglieder können in allen Abteilungen, besonders in der letzten noch eintreten. Gäste haben einmaligen freien Zutritt. Vorort- Nachrichten. Die Kanaldeputation beschloß in der letzten Sigung dem Antrag der Straßenreinigungsverwaltung, wegen Einwerfen von Schnee in die Kanalisationsleitung, die Genehmigung zu erteilen; allerdings nur versuchsweise und dürfen hierzu nur die gemauerten Kanäle Die graziöse blonde Erscheinung der Gräfin Schwerin- Stolpe benugt werden. wird in einer reich gestickten weißen Tüllrobe auf blauem Fond Der Schulgemeinde Kleinbeeren soll ein Patronatsbeitrag in paradieren, von Perlen und Strassegefunkel übersät. Die Cour- Höhe von 200 M., zur Erhöhung des Grundgehalts, pro Jahr geschleppe ist aus hellblauem Samt mit Silberstickerei und Tüll- währt werden. Die Kosten für die Erhöhung der Alterszulage überrüichen. Eine der tostbarsten und apartesten Toiletten wird wie nimmt die Gemeinde. Hierzu ist die Zustimmung der städtischen immer die schöne Prinzeß Titi Thurn und Taris geb. Metternich Behörden einzuholen. tragen. Sie hat diesmal eine weiße Prinzeßrobe aus Satin Die Leiche eines einarmigen Mannes ist am Sonntag in dem jouple gewählt, mit einem Devant aus foftbarer antiter Goldstiderei auf Tüll, die seit vielen Jahren erblicher föniglichen Forst bei Hangelsberg von Berliner Ausflüglern aufDer Tote, ein Mann von etwa 40 Jahren, Schöneberg. Familienbesig ist. Die weiße Seidenschleppe ist mit der gleichen gefunden worden. antiten Goldstickerei geziert und schließt mit einem breiten der nur den rechten Arm besaß, hatte sich aus einem Revolver, der bei der Leiche gefunden wurde, eine Kugel in die rechte Rand abschattierter gelber Rosenblätter ab. In der achten Sihung unterbreitete der Magistrat den Haus. Die italienische Schönheit der Fürstin Bülow wird diesmal Schläfe gejagt. Der Selbstmörder dürfte schon längere Zeit anhaltsplan für 1908. Kämmerer Machowicz erklärte denin einem gelben Tüllfleid zur Geltung kommen, reich mit Silber der Fundstelle gelegen haben, wie daraus zu entnehmen ist, daß selben in längeren Ausführungen. Zum Schluß wandte sich Redner und Straffe gestickt. Die Schleppe dazu ist aus gelbem Samt der Körper bereits stark in Verweſung übergegangen war. Legit noch gegen die Ausführungen in der Berliner Stadtverordnetenmationspapiere und Wertsachen wurden bei dem Verstorbenen nicht Zu den reizenden, sehr jugendlichen Debütantinnen zählt auch vorgefunden. Aus der Wäsche waren die Zeichen herausgetrennt, bersammlung anläßlich des Ankaufs eines Teiles des Botanischen Zu den reizenden, sehr jugendlichen Debütantinnen zählt auch so daß keinerlei Anhaltspunkte vorhanden sind, die zur Identitäts- den Schönebergern Vorwürfe für ihre Nichtbeteiligung zu machen. Gartens. Die Berliner Stadtverordneten hätten gar keine Ursache, das schlanke, dunkelblonde Fräulein von Behr- Pinnow. Sie wird Mit demselben Rechte könnte auch Schöneberg von Wilmersdorf eine weiße Tuntoilette mit Silber tragen, mit Pompadourrosen- feststellung des Toten führen könnten. mit Silberstickerei und Zobelrand. Stadtverordnetenversammlung. kränzen und Ranten, die von blauen Schleifen gehalten werden. Zwei Zusammenstöße zwischen Straßenbahnwagen und anderen einen Teil der Kosten zur Anlegung des Stadtparkes berlangen, Die Schleppe dazu ist aus weißem Atlaß mit Silbertüllgarnitur. Fuhrwerken werden vom gestrigen Tage gemeldet. In der Pallas- der an Wilmersdorf grenze. Die Debatte über den vorgelegten Frau von Witte, die Gattin des Kammerherrn, wird eine weiße Straße bog die Droschte 9551, indem sie einem am Bürgersteig Haushaltsplan und die Ausführungen des Kämmerers wird bis Tüllrobe auf mauve Fond mit reichee Perlstickerei und Appli haltenden Geschäftswagen auswich, nach dem Straßenbahngleife zur nächsten Sigung vertagt Tit 7 Uhr erfolgte die Wahl des Oberbürger- Charlottenburg. meisters Wilde auf Bebenszeit. Stadtverordneter Der Charlottenburger Magistrat teilt mit: Gelegentlich der bes Wollermann( Soz.) gab namens seiner Fraktionskollegen vorstehenden Osterversezungen in den Schulen dürfte es weitere die Erklärung ab, daß sie sich an der Wahl nicht beteiligen werden, Kreise des Publikums intereffieren, daß sich die Zweigstelle des da fie prinzipiell dagegen find, Magistratsmitglieder auf Lebens- städtischen Arbeitsnachweises Charlottenburg am Wittenbergplatz 4, zeit zu wählen. Würde es sich um die Wahl des Oberbürgermeisters Ede Bayreuther Straße 8, auch mit dem Nachweis von weiblichen für die nächste Amtsperiode handeln, so wären sie bereit, dem Ober- Lehrkräften für Nachhülfeunterricht befaßt. Außerdem sind auch eng bürgermeister Wilde einmütig die Stimme zu geben. An der lische, franzöfifche und italienische Sprachlehrerinnen sowie Kunst Bahl beteiligten sich 53 Stadtverordnete, davon stimmten 50 für geschichts-, Wal-, Musik-, Turn- und Handarbeitslehrerinnen in die lebenslängliche Anstellung, 3 Stimmzettel waren unbeschrieben. Der Vorsteher richtete darauf an den Oberbürgermeister einige größerer Anzahl vorgemerkt. Die Vermittelung ist für beide Teile Begrüßungsworte, wobei er den Wunsch aussprach, daß diese Wahl wieder die Einigkeit unter den bürgerlichen Parteien herstellen Groß- Lichterfelde. möge. Zur Beratung kam dann ein Antrag der liberalen Fraktion: Die Stadtverordnetenversammlung mißbilligt die bom Stadtverordnetenvorsteher in der Sigung vom 6. Januar gegen über einem Mitgliede getanen Aeußerungen( dauernd renitent" und an die Luft feßen") und erklärt, daß derartige unparlamentarische Acußerungen eines Stadtverordnetenvor. stehers geeignet sind, die Würde und das Ansehen der Stadtverordnetenversammlung zu beeinträchtigen." Der Vorsteher erklärt, daß er die Aeußerungen in der Erregung getan habe und spricht sein Bedauern darüber aus, diese Borte gebraucht zu haben. Ob aber seine Erregung eine berechtigte ivar, überlasse er der Entscheidung der Versammlung. Stadtverordneter Betetamp( Lib. Frakt.) erklärt, daß es seiner Fraktion schwer geworden sei. den Antrag zu stellen. Sie habe fich aber in einer Zwangslage befunden, da kein anderer Weg übrig blieb. Redner freut sich über die Erklärung des Vorstehers und hofft, daß zukünftig die Berhandlungen ruhiger geführt werden. Der Antrag wird darauf zurückgezogen. Im September hatte die Stadtverordnetenversammlung den Magiftrat aufgefordert, festzustellen, wieviel Schöneberger Hausbesiber das passive Wahlrecht befizen und wie hoch sich die Summe der Steuern beläuft, die von diesen Hausbefizern aufgebracht werden. Der Magistrat teilt in einer Borlage mit, daß die Zahl dieser Hausbesitzer fich auf 902 beläuft und die Summe der Steuern 1 253 447 M. beträgt. Stadtverordneter Starke( Lib. Fraktion) hält die Auskunft des Magistrats noch nicht für ausreichend. Es müßte auch die Zahl der wahlfähigen übrigen Bürger angegeben und die Steuern genau spezialisiert werden. Seiner Schäßung nach betrage die Zahl der übrigen wahlfähigen Bürger 27 000, denen also 902 Sausbefizer gegenüberstehen, das find 3,3 Proz. Diese Zahlen zeigen die unhaltbarkeit des Hausbesizerprivilegs. Bor hundert Jahren mag das vielleicht berechtigt gewesen sein. Heute kann man nicht mehr vom" Häuser befizen", sondern nur noch vom" Häuser beschen" reden. Das Häuser befeßen werde aber ebenso faufmännisch betrieben wie jedes andere Geschäft. Davon besondere Rechte herzuleiten, dafür fehlt jede sittliche Berechtigung. Man müßte überhaupt es grundsätzlich ablehnen, politische Rechte von der Steuerleistung abhängig zu machen. Oberbürgermeister Wilde erklärt sich bereit, die gewünschten weiteren Feststellungen zu machen. Die Zusammenstellung habe cine unglaubliche Arbeit verursacht. Besonders auffallend fei cs, wieviel Frauen in Schöneberg Häuser befizen. fostenlos. Von der sibirischen Eisenbahn. Die Verbindung Bladiwostols mit der Transbaital- Eisenbahn auf jibirischem Boden wird durch die murlinie als Endstrecke der sibirischen Bahn geplant, die nach Abschluß der jetzt im Gange befindlichen Vorarbeiten in einem bis zwei Jahren in Angriff genommen werden soll. Damit greift Rußland auf die ursprünglich beabsichtigte Strecke zurück, von der es nach Erwerbung der" Pachtbesizungen" in der Mandschurei( Port Arthur und Dalny) abgegangen war. Der russisch- japanische Krieg jedoch vereitelte die mandschurische Endstrecke der sibirischen Bahn. Die gesamten Baukosten werden auf 291,6 Millionen Mark geschäßt, wobei sich die lumpige Dezimale besonders gut ausnimmt. Auf die Hauptstrecke entfallen 267,8 Millionen Mark, was der enormeit Summe von 184 600 Mart pro Kilometer entspricht. Der Bau der Bei der Einsichtnahme der Wählerliste hat sich herausgestellt, westlichen Zeilstrecke ist von der Regierung bereits begonnen worden; baß alle diejenigen Wahlberechtigten, die mit ihren Gemeinde- die Länge dieser Strede bis zum Drte Urla beträgt run? steuern im Rückstande sind, in dieselbe nicht eingetragen find und nicht eingetragen werden. Dies Verfahren ist gese widrig. Auch diese Wähler müssen eingetragen werden, selbst wenn ihr Wahlrecht wegen rückständiger Steuern zurzeit ruht. Die Zurüdgewiesenen wollen unter allen Umständen gegen die Richtigkeit der Wählerliste Einspruch erheben, ihre Eintragung beantragen und von allen vorkommenden Fällen die Vorstandsmitglieder des sozialdemokratischen Wahlvereins: K. Wenzel, Sternstraße 27 III, oder Karl Pints, Dürerstraße 42( 3igarrenladen), sofort in Kenntnis setzen. Lichtenberg. " 647 Kilometer. " Gerichts- Zeitung. Geflickte Streitbrecher- Ehre. 3 Tage The obligates gerichtliches Nachspiel fand am Sonnabend vot dem Hannoverschen Schöffengericht die nach fünf Monaten zähen Stampfes mit dem Siege der Arbeiter beendete Aussperrung der 2 auterberger Stuhlarbeiter. Angeklagt war der mitverantwortliche Redakteur des Hannoverschen Bolts wille" Genosse Thomaser, der 24 von Hamburg herbeigeholte Streifbrecher mit einem Male„ beleidigt" haben sollte( von den 300 AusStadtverordnetenversammlung. Am Montag hatten sich in gesperrten jelber waren bis zur Beendigung des harten und langen dem festlich geschmüdten Rathause die 48 neugewählten Stadtväter, Stampfes nur fünf Mann abtrünnig geworden). Für die„ dem darunter 15 Sozialdemokraten, zur ersten Sizung eingefunden. Der Staat besonders nüßlichen Elemente" focht natürlich die StaatsLandrat des Kreises Niederbarnim, Graf Röder, leitete mit einer anwaltschaft. Die Beleidigung" wurde erblickt in einer längeren Ansprache die Verhandlungen ein. Insbesondere hob der mit der Ueberschrift, 24 Streifbrecher Redner hervor, daß ihm die Krankenhausbaufrage sehr am Herzen Arbeit- 4 Unfallverlegte" versehenen Notiz des aus dem September vorigen vorigen Jahres. In Tiege. Die bürgerliche Mehrheit, die trotz dem Drängen unserer Volkswille" Genossen die Krankenhausbaufrage bisher immer verschleppt hat, dem Artikel war warnend hingewiesen auf die ernsten gesundheit konnte sich diesen landrätlichen Wunsch ganz besonders ad notam lichen Gefahren für unsere heimische Bevölkerung", die mit dem nehmen. Der erste Punkt der Tagesordnung brachte die Ein- Import solcher Elemente, bei denen kaum die Spur von Reinlichkeitsführung und Verpflichtung der Stadtverordneten, die durch Hand- bedürfnis vorhanden, verbunden" sei. Außerdem war zur Charakterischlag bom Landrat vorgenommen wurde und programmgemäß ver- fierung der Streitbrechertruppe von deren Herkunft aus dem Hamlief. Alsdann wurde die Wahl des Stadtverordnetenvorstehers vor- burger Kafchemmenviertel( den Kneipen des SchoppenDer Staatsanwalt hatte als Zeugen den genommen Von 48 abgegebenen Stimmzetteln waren 15 unbe- fte hls) die Rede. fchrieben, während die übrigen 33 Stimmen auf den Stadtver- Gendarmeriewachtmeister Böhm aus Lauterberg laden ordneten Bankdirektor G. Plong entfielen. Der neugewählte Vor- und durch das Amtsgericht Herzberg vernehmen lassen. Dieser steher übernahm sofort die Geschäfte der Versammlung und leitete Beamte ist bekannt durch seine Liebesdienste gegen einen Lauterfeine Tätigkeit mit einer Ansprache ein, die der erste Bertreter der berger Fabrikanten, dem er nach fürzlicher Feststellung der Göttinger Selbstverwaltung in ein Staiserhoch ausklingen ließ. Unsere Straflammer die polizeiliche Mitgliederliste des Bartcigenossen hatten, in Erwartung der Dinge die da kommen Bergarbeiterverbandes ausgeliefert hatte. Dieser sollten, jeder einzeln nach der Stimmenabgabe den Saal verlassen. Streich des Gendarmen hatte die Entlassung zahlreicher Durch die AusBei der Wahl des Stadtverordneten- Vorsteherstellvertreters wurden organisierter Arbeiter zur Folge. 47 gültige Stimmen abgegeben, davon fielen 30 auf den Groß- fagen diefes Beamten hielt das Gericht die Angaben des infriminierten industriellen Herrn Hirsch, während 3 auf den Rechtsanwalt Artikels für widerlegt". Genosse Thomaser beantragte ver Schachtel und 14 auf unseren Genossen Grauer entfielen. Herr geblich die Ladung einer ganzen Reihe von Zeugen, die den WahrHirsch beschränkte sich in seiner Ansprache auf Worte des Dantes heitsbeweis für die Behauptungen des Artikels erbringen sollten. und der Bitte um Nachficht. Zu Protokollführern wurden die Ge- Das Gericht lehnte sämtliche Entlastungszeugen ab meindebeamten Kihn und Hortian berufen, lekterer unter der Vor- und erfannte gemäß dem Antrage des Amtsanwalts auf 200 M. aussetung nachträglicher Bereidigung. Das Ortsstatut über die Geldstrafe. Die Strafe wurde so hoch bemessen, weil die Stadtverordneter Hepner( Unabh. Bereinig.) stimmt zu, Bahl und Titel der Mitglieder des Magistrats wurde durch An- Streitbrecher des gerichtlichen Gauges besonders weitere Feststellungen machen zu lassen. Es muß noch deutlicher nahme der Vorlage des bisherigen Gemeindevorstandes erledigt. würdig" feien. Die Firma illegeist in Lauterberg dotiar gelegt werden, wieviel Steuern der Hausbesis aufbringt. Der Erste und Zweite Bürgermeister, der Stadtbaurat und acht tumentierte ihrerseits die besondere" Streitbrecherwürde dadurch, Die Steuern der Hausbesitzer begründen das Recht des Haus- Magistratsmitglieder, die unbesoldet sind und den Titel Stadtrat daß sie nach Beendigung der Aussperrung sämtlichen 24 Streitbefizerprivilegs. Stadtverordneter Gottschalk( Lib. Fraktion) hält die Aus- führen sollen, bilden den Magistrat. Die Besoldungsordnung für brechern mit ihrer reparierten Ehre den Laufpaß gibt. bie Magistratsmitglieder bildete den weiteren Verhandlungsgegen führungen des Borredners für vorsintflutlich. Wer die Zahlen objektiv berücksichtigt, muß das Hausbefizerprivileg für unhaltbar stand. Der Erste Bürgermeister soll ein Grundgehalt von 12 000 m., Der Betriebsunternehmer Schuftan zu Breslau hatte, alg erklären. Heute sind die Mieter auch schon seßhafter wie die Haus- ein Höchstgehalt von 15 000 M. und eine Wohnungsentschädigung befizer. Der Besizer eines Hauses wechselt heute viel schneller, von 1500 m. erhalten; der zweite Bürgermeister: Grundgehalt mehrere feiner Buchhalter trant waren, einen Staufmannslehrling 8000 M., Höchstgehalt 10 000 M.; Stadtbaurat Grundgehalt 7000 vom Fortbildungsunterricht ferngehalten. Er wurde angeklagt. Das während der Mieter wohnen bleibt. Das Dreitlassenwahlrecht bringe ja schon die Steuerleistung genügend zum Ausbrud. Das führte zu einer kurzen Debatte, die mit der Annahme des Antrages Lehrlings vom Unterricht durch die Krankheit der Buchhalter ent Mart, Höchstgehalt 9000 W. Der Erlaß einer Geschäftsordnung Landgericht sprach ihn frei, weil das Fernhalten des Hausbefizerprivileg ist gänzlich veraltet. Stadtverordneter Sunse( Unabh. Vereinig.) meint, daß unserer Genossen auf Ginſegung einer gemischten Kommission von schuldigt sei. Das Rammergericht hob seinerzeit das Rechte nur von Pflichten hergeleitet werden können. Die Saus- 11 Mitgliedern endete. Von unserer Seite gehören die Genossen Urteil auf und verwies die Sache in die Borinstanz zurüd. Es Rechte nur von Pflichten hergeleitet werden können. Die Haus. befizer haben eben größere Pflichten zu erfüllen. Diejenigen, die Düwell, Grauer und Seikel der Kommission an. Die erste Geld stellte sich auf den Standpunkt, daß es unzulässig sei, einen Lehrling ein Haus befißen, müssen von der Stadt beschützt werden. Wo bewilligung betraf 27 950 M., die zur Beschaffung von Utensilien dem Fortbildungsunterricht zu entziehen, um durch ihn erkrankte Gewürden wir hinkommen, wenn diejenigen, die nichts besitzen, über und Umbauten bei der Neueinrichtung der Berwaltung und 3638 hülfen zu ersetzen. Das Fernhalten des Lehrlings wäre nur entben Geldbeutel der übrigen zu bestimmen hätten und damit den Mark für die Einrichtung der neuen Stadtsparkasse, die aber später schuldbar, wenn der Grund in feiner eigenen Berfon gelegen hätte. Zukunftsstaat errichten. wiedererstattet werden sollen. Die Vorlage fand Annahme, es In der neuen Verhandlung stellte nun das Landgericht fest, daß den Stadtverorbneter moltenbuhr( Soz.) erklärt, daß er taum wurde Genosse Brühl in eine Kommission gewählt, die aus zwei Angeklagten lediglich der Gedanke leitete, einen der Franken Bucherwartet hätte, in der gegenwärtigen Zeit noch Leute zu finden, Mitgliedern der Versammlung und einem Magistratsmitgliede be- halter durch den Lehrling zu ersetzen. Es berurteilte barum tie eine derartig rüdständige Einrichtung verteidigen. Bei der steht und die Beschaffung des Inventars besorgt. nunmehr den Angeklagten zu einer Geldstrafe. Die Revision Schaffung des Privilegs ist die Steuerleistung nicht ausschlaggebend Spandan. des Angeklagten gegen dieses Urteil wurde dieser Tage vom Kammer gewesen. Der Hausbesizer ist doch nur der Ablieferer der Steuern. Es gibt Leute, die noch bedeutend größere Summen an Steuern gericht verworfen. abliefern, das find die Steuererheber. Die Hausbesizer ziehen die Steuern auch nur von den Mietern ein und führen sie an die Steuerfasse ab. Die Hausbesißer nehmen dieselbe Rolle ein, wie die Steuererheber. Auch die Branntweinbrenner, Brauer, Buderfabrikanten usw. zahlen die Steuern nicht aus ihrer Tasche, sondern ziehen die Steuern genau so ein wie die Hausbesiker. Es wird wohl kaum ein Hausbesizer zu finden sein, der die Steuern aus In der letzten Sigung des Gewerkschaftskartells wurde Genoffe feiner eigenen Tasche bezahlt. Den Nußen des Hausbesiberprivilegs elig Gospodar, Bichelsdorfer Straße 61 wohnhaft, für die Gemeinde fann fein Mensch nachweisen. Das Gegenteil als Borsigender gewählt. Ferner wurde beschlossen, die Sigungen fei leichter nachzuweisen. Durch die Kurzsichtigkeit der Hausbefizer des Startells bei Böhle, Lindenufer 17, weiter abzuhalten. ist schon oftmals großes Unglück über einzelne Gemeinden herein. gebrochen. Die Leute, die sich ein allgemeines Wahlrecht in den Gemeinden nicht vorstellen fönnen, find sicherlich aus Preußen noch nicht herausgekommen. Man richte den Blick auch nach anderen Ländern, wo wir schon heute ein allgemeines Wahlrecht zu den Gemeindeförperschaften haben. Man sollte doch annehmen, daß in die gesetzgeberischen Parlamente die flügsten Leute hineingesandt " Bon der Tobsucht befallen scheint seit der Wahlrechtsdemonstration das Spandauer Tageblatt" zu sein. Tagtäglich ergeht sich das Blatt in den blödesten Schimpfereien gegen die Sozialdemokratie und deren Führer. Wir registrieren diese Tatsache einfach, da wir einmal bei unseren Lesern vorausseßen, daß fie wissen, woher das Blatt die geistige Kost bezieht und andererseits das Burstblatt bei seinen paar Dußend Abonnenten nicht viel Schaden anrichten fann. Aus Induſtrie und Dandel. Stresemann geht voran. Bei den letzten Debatten über das Kohlensyndikat im Reichstag werden; aver derjenige, der ein Haus erwirbt, erwirbt dadurch hat der sächsische nationalliberale Abgeordnete Stresemann einige noch lange nicht den nötigen Verstand. Das Hausbesiberprivileg Spigen gegen das Syndikat angebracht. Dafür ist er nicht nur in fei gleichbedeutend der früheren Auffassung, daß ein Mensch nur verschiebenen Werksblättern gerüffelt worden, die Kohlenmagnaten regieren könne, wenn er abelig ist. Was bei derartigen Privilegien verfchiedenen Werksblättern gerüffelt worden, die Kohlenmagnaten herauskommt, sieht man noch heute in Mecklenburg. Jeder, der haben auch offiziell Stellung gegen ihn genommen durch StampfAuf der am 15. Debort ein Gut fauft, erwirbt damit einen Siz im Landtag. Gs anfage an die nationalliberale Partei. scheint fo, als ob die mecklenburgischen Zustände auch auf Schönes zember 1907 in Düsseldorf stattgefundenen Generalversammlung des berg übertragen werden sollen. Vereins deutscher Eisen- und Stahlindustrieller erklärte GeneralStadiverordneter Hepner( Unabh. Bereinig.) sucht nochmals fekretär Bueck, mit der Haltung der nationalliberalen Partei sei man das Bausbesiperprivileg zu verteidigen. Der Hausbefizer ist für nicht mehr einverstanden, man werde das Verhältnis zu ihr ben Staat ein zuverlässiger Steuerzahler. Der Staat habe daher nicht mehr einverstanden, man Und niemand widersprach! Jedenfalls erwartete alle Ursache, für den Hausbefizer einzutreten, weil die Interessen löfen müffen. der beiden die gleichen sind. man, die Drohung werde genügend wirken und die HeißDie Stadtverordneten e how und 2ulch( Lib. Bereinig.) iporne" fich nun größere Zurüdhaltung auferlegen. Dr. Strefemann fuchen ebenfalls die Berechtigung des Hausbesißerprivilegs nachzu will aber anscheinend den Kampf mit Herrn Bueck aufnehmen. weisen. Ein besonderes Klagelied singt jedoch noch der Stadtverw. T. B." berichtet aus Dresden vom 20. Januar: Der Verband orbnete Schüler( Unabh. Bereinig.), der den Anwesenden die fächfischer Industrieller trat heute zu seiner VI. ordentlichen HauptNot der Hausbefizer in bunten Farben vor Augen malt, Die Stadtverordneten Dr. Boßberg und 3obel( Rib. bersammlung zusammen, die etwa von 800 Industriellen aus ganz Nach dem Berichte des Shuditus, Fraktion) wenden sich gegen das Hausbefizerprivileg und wünschen Sachsen besucht war. ein gleiches Wahlrecht auch zu den Gemeindevertretungen. Die Reichstagsabgeordneten Dr. Stresemann, über die wirtschaftStadtverordnetenversammlung, die aus allgemeinen Wahlen her- liche Lage und die Tätigkeit des Verbandes, wonach dem Vervorgehe, könne viel besser ihre Pflicht erfüllen, als bei der heutigen bande an 4000 Fabritbetriebe mit 400 000 Arbeiteru angehören, Interessenwirtschaft. Damit schließt die Debatte. Die weiteren Punkte der öffent: lichen Sizung werden vertagt. wurden Beschlüsse gefaßt, welche ein Vorgehen gegen die Lieferungs bedingungen der Kohlensyndikate empfehlen, sowie eine Resolution gegen die geplante Aenderung der Gebühren für die Benutzung von Fernsprechern in der von amtlicher Seite vorgeschlagenen Form, fowie eine weitere Resolution, welche die Förderung der Baumwolltultur durch Unterstützung von Bahnbauten im Interesse der deutschen Ein schwerer Straßenbahnunfall hat sich am Montagabend in der Nürnbergerstraße zugetragen. Der 65 Jahre alte Staufmann Danie. Lachmann, Pragerplas 6 wohnhaft, gewahrte beim Ueberschreiten des Fahrdammes nicht einen Straßenbahnwagen der Textilindustrie fordern. Linie 66 und lief gegen die Stirnwand des Waggons. Er wurde Was wird nun Herr Bued sagen? 28ird er mun das Tischtuch mit großer Gewalt zurückgeschleudert und stürzte mit dem Kopf zwischen der nationalliberalen Partei und der Großindustrie zerauf ben Straßendamm. In besinnungslofem Zustand wurde der schneiden? alte Herr nach der Unfallstation am Zoologischen Garten gebracht, wo der diensttuende Arzt eine schwere Gehirnerschütterung sowie Einschränkung der Kohlenförderung in Nordamerika. Hervor schwere Arm- und Stopfverlesungen feststellte. Nach Anlegung von ragende an der Gewinnung von Weichfohlen Beteiligte haben, wie Notverbänden wurde der Verunglückte nach dem Schöneberger der Frantf. 8tg." aus New York gemeldet wird, beschlossen, ihre Strantenhaus eingeliefert. Förderung um 60 Proz. zu verringern. Bon der Fortbildungsschulpflicht. Unterschlagungen eines Stadtgendarmen. Die Straffammer des Landgerichts Dresden verurteilte am Montag den jest vom Dienste suspendierten Stadtgendarmen Gustav Reinhold Schmidt aus Hirschfelde wegen zweifacher Unterschlagung im Amte zu fechs Monaten Gefängnis. Aus der Frauenbewegung. Hülfe für geschlechtskranke Schwangere. Die Sanitätswarte", das Organ des in der Krankenpflege und in Badeanstalten beschäftigten Berfonals, veröffentlicht aus einem dem Arbeiterinnensekretariat von Fräulin Pappris zugegangenen Schreiben folgendes: Der größte Notzustand, in den eine Frau geraten tann, ist wohl der, wenn sie als Frau von ihrem Ehemann, wenn sie als Mädchen infolge eines Verhältnisses mit einer Geschlechtskrankheit angestedt wurde und zugleich in andere Umstände gekommen ist. Sie sieht ihrer schweren Stunde mit Recht mit noch größerem Bangen entgegen als eine gesunde Frau. Denn bei dem Charakter diefer furchtbaren Krankheit( Syphilis) ist die Gefahr nicht nur für ihre eigene Gesundheit eine größere, sondern fie muß befürchten, mit größter Wahrscheinlichkeit einem siechen Kinde das Leben zu geben. Das Siechtum dieses Kindes führt oft zu jahrelangen qualvollen Leiden und endet meist mit einem frühen Tod. Diese furchtbaren Leiden sind aber für Mutter und Sind abzuwenden, oder wenigstens in hohem Grade zu mildern, wenn bereits während der Schwangerschaft eine ärztliche Behandlung eintritt. Die Medikamente, die der gewissenhafte Arzt anwendet, wirken auf die Frucht im Mutterleibe zurück, und so fann eine syphilitische Frau doch noch ein gesundes Kind gebären. Im Jnteresse ihrer eigenen Gesundheit und der ihres kommenden Kindes ist es daher Pflicht jeder an einer Geschlechtskrankheit leidenden Frau, sich frühzeitig einer ärztlichen Behandlung zu unterwerfen. Nun ist aber guter Rai teuer, wo eine solche sachgemäße Behandlung zu finden. Die meisten städtischen und staatlichen Anstalten weigern sich, syphilitische Wöchnerinnen aufzunehmen und zu entbinden. Darum mag es für viele Frauen von Rußzen fein, auf eine Klinik aufmerksam gemacht zu werden, die derartig frante Frauen während ihrer Schwangerschaft aufnimmt, wo sie entbunden werden und der Säugling bis zu seiner völligen Seilung verbleiben fant. Es ist dies die Finsen- linit, Berlin, Reinickendorfer Straße 55, unter Leitung des Herrn Dr. Nagelschmidt, in der die Kranken nicht nur die sorgfältigste ärztliche Bflege genießen, fondern auch von seiten der Aerzte wie der Oberin, wie ja selbstverständlich, eine freundliche und humane Be handlung finden, und zwar wird durchaus fein Unterschied zwischen ehelichen und unehelichen Müttern und Kindern gemacht. In den freundlichen Räumen der Klinik werden den Kranken dreimal in der Woche durch Vorlesungen, Vorträge, musikalische Darbietungen Berstreuung und geistige Anregung geboten, und bei schönem Better tönnen sich die Patientinnen in dem großen Garten ergehen." Dazu wird noch folgendes bemerkt: Die Breile der Mini werden nach den Verhältnissen der Patienten bemessen( für Kaffenmitglieder in Höhe des Krankengeldes der Kaffen; für unbemittelte Wöchnerinnen und deren Säuglinge ist der Aufenthalt unentgeltlich). So bietet sich hier auch denen ein Weg zur Heilung, die sonst der Kosten wegen auf private Behandlung verzichten müssen. Sind wir auch nicht über alle Einzelheiten der Anstalt unterrichtet, so bürgen doch der Name und die lanjährige Arbeit von Fräulein Bappris wohl dafür, daß eine von ihr empfohlene Anstalt halten wird, was sie verspricht. Wir können daher den so unglücklich ertranften Arbeiterinnen, verheirateten wie unverheirateten, nur dringend raten, die hier gebotene Hülfe anzunehmen." Lese- und Diskutierklub„ Südost". Heute abend 8%, Uhr bei Tollsdorf, Görligerstr. 58: Sigung. Gäste willkommen. Lese- und Diskutierklub" Eintracht". Heute abend 8%, Uhr bei Beck, Goßlerstr. 10/11: Sigung. Gäste willkommen. Eingegangene Druckfchriften. Briefkaften der Redaktion. G. 1876. Berlin und Bororte erachtet als ana Bei Enten, per Guid 48-56, do. tager 36-44, Greffer 50-58, Bullen, dänische 51-63. Stalbfleisch), Doppellender 105-125, Maftkälber Ia 85-95. IIa 75-84, 2io furiftische Sprechstunde findet Lindenstraße Nr. 3, zweiter Kälber ger. gen. 55-71, bo. fol. 45-50. Hammelfleisch Maste Sof. britter Eingang, wochentäglich von 7 bis 9½ 1hr abends statt. vier Treppen, Fahrstuhl lämmer 74--76, Sammel la 68-70, IIa 60-65, ungar. 0,00, Schaje Geöffnet 7 Uhr. 45-58. Schweinefleisch 49-57. Rehwild In ver Bfund 0,00. IIa Sonnabends beginnt die Sprechstunde um 6 Uhr. Jeder Anfrage ist ein 0,00. Motwild Ia per Pfund 0,40-0,48, bo. IIa 0,20-0,39, bo. Stälber Buchstabe und eine Zahl als werkzeichen beizufügen. Briefliche Antwort 0,25-0,45. Damwild 0,40-0,55, bo. Stalber 0,50-0,65. Bildschweine per Pfd. wird nicht erteilt. Gilige Fragen trage man in der Sprechstunde vor. 0,30-0,40. Frischlinge per Pid. 0,50-0,60. Staninchen, groß, Stüd 0,80 bis .. Unverwendbar. Pelch Pankow 85. Busch hat 6000, 1,00, bo. ffein 0,40-0,60. Sajen, groß per Stüd 3,40-3,70, do. mittel u. Schumann 7000-8200 Bläge. flein Stüd 2,00-3,00. Wildenten per Stüd 1,50-1.75. Falanenhähne Ia, 21. 3. 666. Rein. 1. Nein. Arbeiter und Lehrlinge unterliegen der Invaliden- und Alters- unge 2,75-3,25, bo. Ila und alte 1,50-2,50. Fasanenbennen 1,00-2,25. versicherungspflicht auch dann, wenn ihr Jahresarbeitsverdienst 2000 M. Schneehühner Std. 1,10. Birthähne Std. 1,10-2,00. Birthennen Std. 1,70. übersteigt. Betriebsbeamte, Bertmeister, Techniker und Schiffsführer sind Dubner. Ia per Stüd 1,50-2,90, bito la 1-1,45, Tauben Ia 0,50-0,85, nur dann flebepflichtig, wenn ihr regelmäßiger Jahresarbeitsverdienst do. Ila 0,00, bo. alte 0,60-0,65, bo, ital. 1.10. 3,60. Sanfe per 316. 0,50-0,60. do. Oderbrucher Eine Kämpferin für die Sache des Proletariats. Vor kurzem 2000 m. nicht übersteigt. Dieselben Personen tönnen sich selbst verfdjern, 1,50-2,50, bo. russische per Stück 0,00, do. Hamburger, der Stüd 3,20 bis per- Bund M. 23. Ja. wurde die Revolutionärin Maria Rygier von dem Mailänder Ges wenn ihr Jahresarbeitsverdienst 2000-3000 R, beträgt. May Zommer. Benden Sie fich an einen Arzat. Artur 98. 0,00, do. russische per Pfund 0,50-0,58. Ponlets per Stud 0,75--1,10. richt zu 32 Monaten Gefängnis verurteilt. Sie soll sich der Auf- 1. Die Forderung fann auch im Auslande geltend gemacht werben. 2. Die Buten la p. ib. 0,70-0.80, bo. IIa. 0,55-0,65. echte per 100 Blund 74-89, Do. matt 0,00, do. groß 0,00, do. groß- mittel 70-77. reizung, Gewalttätigkeiten, Gefangenenbefreiung usw. schuldig ge- Berjährungsfrist beträgt, wenn kein Borbehalt gemacht ist, zwei Bander, unfortiert 0,00, bo. groß 0,00, bo. matt 0,00. Schleie, groß macht haben. Maria Nygier ist die Tochter eines polnischen Künstlers Jahre. 23. A. 40. Eine Geltendmachung von Ansprüchen wäre und einer Italienerin. Sie hat in Warschau eine ausgezeichnete in Ihrem Falle aussichtslos. 28. 58. Das Dienstmädchen 0,00, do. uni. 0,00, bo. Ila 0,00. Aale, lein 67, bo. flein- mittel 0,00, Erziehung genossen, mußte dann wegen ihres Gesundheitszustandes Boje. Das kann unter besonderen Umständen gestattet werden. bo. groß 0,00. Starpfen, 70-80er 0,00, 50er, ftumpf 52-55, do. franzöfifche 0,00, do. 71-76. Blogen 33-47 do. matt 0,00. Aland 0,00. nach Italien( wo auch ihre Gltern leben), wo sie sich der syndikalistiB. K. Rigdorf. Benden Sie sich an einen Bogelhändler oder Tierarzt: Duappen 35-38. Bleifische 0,00. Bels 0,00. Bunte fiche 19-39. Barse . 1. Rein... 100. 1. 3ur Doppelzahlung sind Sie nicht 74-80, bo. matt 33-63. Bleie 42-50, bo. matt 23-25. Starauschen 0,00. schen Bewegung anschloß. Ihre glänzende Begabung führte sie bald verpflichtet. Aus Ihrer Darstellung erhelt nicht, an die Spize der Bewegung, fie wurde Nedattrice des Lotta di eine Doppelzahlung vorliegt. 2. Die landwirtschaftliche Berufsgenossen 100 Biund 110-130, bo. Ila 90-100. inwiefern inter- Rheinlachs, per 100 fund 0,00, Amerikanischer Lachs la, per Seelachs, per 100 Pfund Claffe"( Klaffenkampf"). schaft hat in diesem Fall zu zahlen. G. 3. 218. 1. 50 Mart. 2. Ja. 15-20. Flundern. Sieler, Stiege Ia 2-6, do. mittel, stifte 0,00, B. 20. Die Einschäzung ist zutreffend, da die biesige Kirche 20 Broz. erhebt. Begen eines Austrittsformulars können Sie sich an Genossen Boff: do. Hamb. Stiege 3-6, halbe Stifte 2-3, bomm. Ia Scod 0,00, IIa mann, Blumenstr. 14, wenden. Hebammentare. Gefeßliche Gebühren 0,00. Büdinge, Kieler per Ball 2-3,00, schwedische 2,00-2,50, engliſche 0,00. Sprotten, Danziger, Stifte 0,70, bo. Rügenwalder, Stifte der Hebammen gibt es nicht. Es find angemessene Gebühren zu zahlen. 0,70. Aale. groß per fund 1,10-1,40. mittelgroß 0.80-1,10, Der Hebammenverein für flein 0,60-0.80. Heringe per Schod 5,00-9,00. Schellfische, Stifte gemessen für eine Entbindung 10-30 M., für den Besuch 1-2 M 3,00-4,00, bito/ Stifte 2,50. Sardellen. 1902 er per Unter 98, für ben Nachtbesuch 2 M., für eine Nachtwache 5-8 M. 1904er 98, 1905er 98, 1906er 85-90. Schottische Bollheringe 1905 Gericht werden auch andere Gebühren für angemeffen erachtet. 0.00, large 40-44, full. 38-40, med. 36-42, deutsche 30-10. W. K. 348. Deutschland hat 22 Universitäten einschließlich der Heringe, neue Matjes, ber% 20. 0,00. Sardinen, ruff., Fas Bon der ,, Gleichheit", Zeitschrift für die Intereffen der Arbeiterinnen Akademie zu Münster und der fatholisch- theologischen Fakultät zu Brauns 1,50-1,60. Bratberinge Fat 1,20-1,40, do. Büchse( 4 Liter) 1,40-1,70. Stuttgart, Berlag von Baul Singer), ist uns foeben Nr. 2 des 18. Jahr berg. Die Universitätsstädte sind: Berlin, Bonn, Braunsberg. Breslau, Reunaugen, Schodfag 11, bo. fleine 5-6, bo. Hiefen- 14. Streble per Schoo ganges zugegangen. Sie hat folgenden Inhalt: Borwärts! Gegen die Erlangen, Freiburg i. Br., Gießen, Göttingen, Greifswald, Halle a. S., 0,00, große 0.00, bo. mittelgroße 0,00, dito leine 0,00 cm 0,00, Ausnahmewirtschaft. L. Bon Gustav Hoch. Die Frauen und die Wahl Heidelberg, Sena, Stiel, Königsberg i. Br., Leipzig, Marburg, München, bo. unfortiert 0,00, Galizier, groß 0,00. Seemuscheln 100 St. 1,00. Gier, rechtsdemonstrationen. Her mit dem Fortbildungsunterricht für Dienst Münster, Rostod, Straßburg i. Cl., Tübingen und Würzburg. Außerdem Land-, unsortiert per Schod 4,00-5,80, bo. große 6,00-6,50. mädchen. Bon Luise Ziez. Eine deutsche Republifanerin. Bon Wilhelm haben Berlin und Boppelsdorf eine landwirtschaftliche Hochschule. 100 Bib. Ia 123--126, la 116-123, Illa 112-115, abjallende 100-106. Blos. Um das Frauenwahlrecht in Holland Von M. Mensing und G. 23. 77. Ihre Geburtsurkunde und die Militärpapiere gebrauchen Saure Gurten Schod 4,50. Bieffergurken Schod 4,50. Startoffeln M. Bibaut. Aus der Bewegung: Von der Agitation. Jahresbericht Sie bei der Heirat. Da Sie Bayer geworden sind, müssen Sie außerdem ver 100 Blund Dabersche 3,00-3,75, weiße runde 3,00-3,25, der Bertrauensperson der Genoffiumen Münchens. Ein bedeutsamer die Genehmigung der Heimatsbehörde beibringen. 21. 6. 73. Benden Zortschritt der Bewegung in Effen. Neujahrsgruß des Genossen Leßners Sie sich an den Magistrat. W. K. 70. Wenn Sie der Erbschaft inner- mag. bon. 3,00--3,75. Borree, per Schod 1,00-1,75. Meerrettich, Schod 4-12. Spinat per 100 Bfund 20-35. Sellerie, ber Schod 3-6, London. Bolitische Rundschau. Bon H. B. Gewerkschaftliche Rundschau. halb fechs Wochen nach Kenntnis von dem Tode entsagen, so haben grün, Genossenschaftliche Rundschau. Bon H. Fl. Notizenteil: Dienstboten Sie für nichts zu haften, sonst kann der Gläubiger Sie in Höhe, pomm. 6-10. Swiebeln per 100 Bib. 1,50-3,50. Beterfilie Schodbund 0,80-1,50. Rettich, bayrischer, per Stüd 0,06-0,10, frage Frauenarbeit auf dem Gebiete der Industrie, des Handels- und des Nachlaffes in Anspruch nehmen. Wilhelm G. 794. Ja. hiesiger, per Schod 0,00. Mohrrüben, 100 Pfund 3,00 bis Verkehrswesens. Sozialistische Frauenbewegung im Auslande. Frauen R. S. 21. Kommen Sie bei der Polizei um Freistellung ein, es fann 4,00. Starotten, per 100 Pfund 10-15. Wirfingkobl v. Schod 3-7. flimnurechi. Quittung. Feuilleton: Eispalast. Bon Ferd. Freiligrath. die Gebühr bis auf 8 M. herabgesezt werden. Sch. 60. Das Waffen Rottobl, Schod 8-8. Weißtohl p. 100 Bib. 2,00-3,50. Blumenkohl, hiesiger ( Gedicht.) Nährikele. Bon Gottlieb Schnapper- Arndt tragen ist im Deutschen Reich nicht gefeßlich verboten, fann aber nach freilich 100 Stad 0,00, bo. Erfurter 0,00, do. italienischer 100 Stüd 25-35, Für unsere Kinder: Spruch. Von Wolfgang Goethe. Im Keller. bestrittener Ansicht durch Polizeiverordnung verboten werden. 9. 3. Ja. do. in Störben 18 Stüd 1,75-2,50. Rosenkohl, per 100 fund 16-30. Bon Ernst Almsloh. Der Reiter und der Bodensee. Bon Gustav Schwab. 3. C. 400. Die Polizei, nicht der Nachbar, kann die Einzäunung Grünkohl 5,00-8,00. Stohlrüben, Schod 2,50-6,00. Peterfilienwurzeln, ( Gedicht.) Die Wölfin. Bon Tschechow. Gutmann und Gutweib. Bon verlangen. p. 130. Ein Ausländer( Nichtdeutscher) kann naturalifiert per 100 pfd. 5-6, Schodbund 5-6,00. Schnittlauch, Töpfe Duzd. 3-4,00. Wolfgang Goethe.( Gedicht.) Im Walde. Bon Brand. Wie der werden, hat aber keinen Anspruch auf Naturalisation. Der Antrag ist an Tomaten tanarische, per Stifte 1,00-3,00. Note Rüben, Simplizius ein Mädchen wurde und die erste Schlacht mitmachte. Bon die Polizei zu richten. Für den Fall der Genehmigung des Gesuchs be- ver 100 fund 2,50-3,00. Rübchen, Beeliger, per 100 Pfund 0,00, do. 2. Fendrich. Wenn zwei fich streiten, freut sich der dritte. Nach Alejop. tragen die Stoften 50 M. R. 125. Unferes Wissens ist die Brüfung Rübchen 7-18. Estarol, 100 Stild 18-24. Endivien, 100 Stic Bergeßt der Böglein nicht! Bon Paul Baehr.( Gedicht.) Peter Dchs. nur bei der Brüfungskommission in der geideftraße möglich. Anders liegt 15-20. Birnen, per 100 Bfb. Tiroler 0,00, Kochbirnen 3-7,00, Dänisches Voltsmärchen. Der Haje im Stohl. Von Heinr. Seidel.( Gedicht.) es, wenn Sie die Schule besuchen und auf der Schule das Zeugnis erwerben. Tafelbirnen Ia 18-25, bo. Ila 6-17, Stal. 10-22. epfel, per 100 Bfund, Die Gleichheit" erscheint alle 14 Tage einmal. Preis der Nummer J. Cöslin. Soweit ersichtlich nein. Antonie. Eine Genehmigung Tiroler Ia 22-30, bo. Ila 12-20, do. lofe, per 100 Pfund 0,00, do. 10 Bf., durch die Poft bezogen beträgt der Abonnementspreis pierteljährlich ist nicht erforderlich, Sie hätte nach der Errichtung des Geschäfts dasselbe in Stiften 120 Bfb. 30-50, Most, bief., 100 Bfb. 0,00, Stoch 5-11, Lafelohne Bestellgeld 55 Pf.. unter Kreuzband 85 Pf. Jahresabonnement noch anzumelden. R. R. 61. 1. Nein. 2. Nein; die Berufsgenossen apfel Ta 15-24, bo. IIa 8-18. Amerifaner, per faß 15-30, Staliener, lose, 2,60 M. fchaft haftet. B. K. 46. Die Betreffende soll Beschwerde bei dem LandesBom" Wahren Jacob ist uns soeben die 2. Nummer des 25. Jahr. direktor( Matthäilirchstraße) erheben. Die Beschwerde hat Aussicht auf Erfolg. 100fb. 8-12, bo. in Störben per 100 Bib. 13-25, bo. in Stiften 10-25. Walnüsse 0,00. Baranüffe 0,00. Haselnüsse, lange, 100 Pfund 23. 3. 30. 1. Da nichts 0,00, ganges zugegangen. Aus ihrem Inhalt erwähnen wir die beiden farbigen E. P. 100. Der Lehrer war im Recht. do. runde franz. 0,00. Beintrauben, Almeria, per Faß 6-18. Bilder„ Seifenblasen" und" Der Die im Borzellanladen", sowie die vereinbart ist, so besteht für Sie als Werkmeister die fechswöchentliche Ananas I, ber Pfund 0,80-0,90, bo. II 0,40--0,60. Banauen, gelb, C. R. 70. weiteren llustrationen Harden- Isenbiel"," Der Tanz auf der Bombe", Kündigungsfrist zum Quartals- Erften. 2. und 3. Nein. per 100 Pfund 8-20. Kokosnüffe per 100 Stüd 0,00. Kach Erbärm Ein Zufriedener“,„ Eine Erklärung des Baren", Was der fleine Schorschi| Die Unfallgenossenschaft hat in Ihrem Falle nicht zu haften. mandeln per 100 Bfd. 65-115. Maronen, ital., per 100 Pfund 9-20. mit seinem Malkasten anfing" und" Bur Slottenvermehrung". Der text- lichkeit. Da Gie Wertmeister find, so ist die Vereinbarung einer 14tägigen Feigen, Kranz- per 100 Pib. 20-22, do. Trommel per 100 Bfd. 40, liche Teil enthält die Gedichte Ballade"," Juftitia", Warum werden Kündigungsfrist ungültig. Es besteht die gefehliche sechswöchentliche aumbo. in Stiften 28-58. Traubenrofinen per 100 Pfund 65-120. Sitronen, Versammlungen stets bewacht"," Neuestes Wintermärchen"," Deutschland, Duartals ersten, Sie haben also Anspruch auf Gehalt und Beschäftigung bis effina, 300 Stud 7,25-10,00, bo. 360 Stüd 8,00-9,50, do. 200 Stüd Deutschland über alles", Der betrübte Flottenvereinler"," Stengels zum 1. April. 0,00, bo. 150 Stüd 0,00. Apfelsinen, Murcia, 200 Stüd 7,00-11,00. Monolog"( illustriert),„ Der Boltsvertreter"," Der Diamant" und außer do. 300 Stüd 7,00-11,00, do. Balencia 420 Stüd 10-20, do. 714 Stüd zahlreichen kleineren Beiträgen noch die größeren Feuilletons v. Below 12-22,00, do. Messina- Blut 100 Stüd 8-9, do. 150 Stüd 9-10. Bleitenburg an v. Arnim- Schnobderheim", Sterben", Stizze aus dem Berliner Marktpreise. Aus dem amtlichen Bericht der städtischen Mandarinen, Schachtel 0,45-2,00, bo. 420 Stüd 0,00, bo. 100 Bfund russischen Freiheitstampf, von Paul Enderling, und Der Waffertopi" Marttballen- Direttion.( Großhandel.) Dchsenfleil La 68-70 pr. 100 Bid., 15-22. Datteln, per 100 Start. 35-45. Johannisbrot, per 100 Pfund ( illuftriert). Ia 62 67. Ila 54-57. Bullenfleisch la 65-70, IIa 54-64, Stübe, feti 10-15. --Genossinnen! Genossen! Butter per Heute Mittwoch, abends 8 Uhr, in Kliems Festsälen, Hasenheide Nr. 1315: Volksversammlung. Tages- Ordnung: Der Kampf ums freie Wahlrecht in Preußen. Referentin: Genoffin Klara Zetkin- Stuttgart. Wir ersuchen die Parteigenoffen, ihre Frauen auf die Wichtigkeit der Versammlung für das weibliche Proletariat aufmerksam zu machen. Für den Inhalt der Juierate übernimmt die Redaktion dem Publitum gegenüber feinerlei Verantwortun Theater. Mittwoch, 22. Januar. Anfang 7 Uhr. Sönigl. Opernhaus. Die Meisterfinger von Nünberg.( Anfang 7 ühr) Königl. Schauspielhaus. Minna von Barnhelm. Deutiches. Was ihr wollt. Thalia. Immer oben auf. Neues Theater. Friedrich- Wilhelmstädtisches Berubarb Mofe. Der Kaufmann Neues Theater. von Benedig. Bürgerl. Schauspielhaus. Hüttenbefizer. Der Carl- Haberland Theater. Spezialitäten. Metropol. Das muß man seh'n. Apollo. Hymad. La belle Alexia. Gentes. Walhalla. Spezialitäten. Jolies Caprice. Mal was andres. Anfang 8 Uhr. Baccarat. Hierauf: Maud Allan: Vision der Salome. Morgen und folgende Tage: Dieselbe Vorstellung. Dunfic Bunite. Gine anständige Kleines Theater. Frau. Gebr. Herrnfeld. Papa und Ge noffen. Parodie. Nachtafyl. Rosenmontag. Tannhäuser. Rafino. Die Freuden der Häuslichkeit. Kammerspiele. Frühlingsintergarten. Robert Steidl. Spe wachen. Kleines. Der Unsichere. ( Plufang 8 Anfang 8 Uhr. Reffing. Nora. gialitäten. Paliage. Die fingenden Engels. töpfe. Spezialitäten Sum erstenmal: Der Unsichere. Anfang 7 Uhr. Donnerstag: Mandragola. Freitag: Der Unsichere. Sonnabend: Mandragola. Schauspielhaus. Madame Sans Gêne. Anfang 8 Uhr. Donnerstag: Madame Sans Gêne. Freitag, Sonnabend: König Heinrich. Sonntag nachm. 3 Uhr: Nachtash!. Abends 8 Uhr: Madame Sans Gêne. Lortzing- Oper. Belle- Alliance- Straße 7/8. Abends 8 Uhr: Urania. Wissenschaftliches Theater. Taubenstr. 48/49. Nachmittags 4 Uhr: Ueber den Brenner nach Venedig. 8 Uhr 4. Vortragsabend d. Wissenschaftlichen Vereins Prof. Dr. H. Klaatsch: Australier und Urmensch. Hörsaal 8 Uhr: Die Einberuferin. Lustspielhaus. Abends 8 Uhr: Panne. Zentral- Theater. Gastspiel des Sebbel- Theaters. Abends 8 Uhr: Frau Warrens Gewerbe. Dr. O. Krell: Motorballons und Drama in 4 Atten von Bernh. Shaw. Flugmaschinen. Der Trompeter v. Säckingen. Theater an der Spree W. Noacks Theater Donnerstag abend 7% Uhr: Das Glöckchen des Eremiten. Freitag abend 7%, Uhr: Die Bauberflöte. Borussia Bariété, derftr. 6/7. Theater des Westens. Residenz- Theater. Spezialitäten. Neues Schauspielhaus. Bollen Reichshallen. Stettiner. Sänger. fraker. Qustivielbars. Banne. Lorking. Der Trompeter von Sallingen. Berliner. Blaubart. Neues. Baccarat. Smiller 0. allner- beater.) Hegentessel. Immergrün. Schiller Charlottenburg. Kollege Crampton. Friedrich Wilhelmstädt. Schan spielhaus. Madame Gêne. Westen. Ein Walzertraum. Hrania. Taubenstraße 18/49. Theater 4 11hr: Ueber den Brenner nach Venedig. Theater 8 Uhr: Australier und Urmensch. Hörsaal 4 Uhr: Dr. D. Krell: Motorballons und Flugmaschinen. Sternwarte, Juvalibenstr. 67/62. 8 1hr Ein Walzertraum. Operette von Ostar Strauß. Sonntag nachm. 3, Uhr halbe Preise: Die lustige Witwe. Luisen- Theater. Neichenbergerstr. 34. 8um erstenmal: Direttion: Richard Alexander. Abends 8 Uhr zum 2. Male: , Bibi." Schwant in 3 Aften von de Gorffe und de Marfan. Deutsch von M. Schönau. Bretillot: Richard Alexander. Sonntag, den 26. Januar, nachm. 3 Uhr: Haben Sie nichts zu ver sollen? Gans Berliner Theater. Des Mädchens Lebenswege. Parodie- Theater. Theater an der Spree. Hokuspolus. Komische Oper. Louise. Zentral. Frau Warrens Gewerbe. Residenz. Bibi. Lutsen. Mädchens Lebenswege. Gastspiel d. Neuen Operetten- Theaters. Donnerstag: Wallensteins Tod. Abends 8 Uhr: Blaubart Freitag: Erziehung zur Ehe. Sonnabend nachm. 4 Uhr: May und Morih. Abends: Birkusleute. Sonntag nachm. 3 Uhr: Wallensteins Zod. Abends: Des Mädchens Lebenswege. Trianon. Beulein Bojettete omg: Gin genes gaus gir Frau. auf: Er muß taub sein. Dresdenerstr. 97. Bum 4. Male: Köpenickerstr. 68, dicht am Bahnhof Jannowitzbrücke Täglich& Uhr: Hokuspokus Neueste Beitner Gesangsponse. ( Ausverkauft bis Sonnabend infl.) Direktion: Rob. Dill. Brummenftr. 16. In der Jrre. Schauspiel nach dem Morgenpost". Roman. Entree 30 B. Anfang 8 Uhr. Donnerstag Gr. Extravorstellung: Othello, der Mohr von Venedig. Trianon- Theater.. DERNHARD ROSE THEATER Fräulein Josette- meine Fran. Br. Frankfurterstr. 132. Benefizvorstellung für den Dberregiffeur H. Richter: Sonntag nachjm. 3 1hr: Cyprienne. Der Kaufmann von Benedig. Reichshallen- Theater. Anfang 8 Uhr. Wochentagspreise. Donnerstag: Die arme Mieze. Kasino- Theater. Anfang 8 Uhr. Lothringerftr. 37. Täglich 8 Uhr: Hanni weint- Hanni lacht Operette in 1 Aft v. Jacques Offenbach. Hierauf das neue bunte Programmi Nachtasyl. Zum 81. Mal: Tannhäuser. Monna Vanna. Die Freuden d. Häuslichkeit. Luftspiel in 3 Atten v. M. Hennequin. Sonntag 4 Uhr: Biederlente. Stettiner Sänger. Anjang: Wochentags 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. ReichshallenRestaurant: Bockbierfest mit groß. Militär- Konzert. Schiller- Theater. Schiller- Theater 0.( Wallner- Theater). Mittwoch, abends 8 Uhr: Der Hexenkessel. Schiller- Theater Charlottenburg. Mittwoch, abends 8 Uhr: Kollege Crampton. VI. Wahlkreis. Schauſp. in 3 Alten von Georg Engel. Stomödie in 5 Aften von Gerhart Freitag, den 24. Januar, abends 8 Uhr, in den Pharus- Sälen, Hierauf: Jungfer Immergrün. Boltsstück in 1 Att v. E. v. Wildenbruch. Donnerstag, abends 8 Uhr: Kollege Crampton. Freitag, abends 8 Uhr: Der Hexenkessel. Hauptmann. Donnerstag, abends8ubr: Philister. Hierauf: Die Lore. Freitag, abends 8 Uhr: Müllerstraße Nr. 142: Volks- Versammlung. ehemals evangelischer Geistlicher in HeidelHierauf: Jungfer Immergrün Der Richter von Zalamea. berg über: Jesus von Nazareth und das heutige Christentum." 2. Freie Diskussion. Der Einberufer. Schiller- Saal( Schiller- Theater) Charlottenburg Mittwoch 9 Uhr: Bortrag von Dr. Mag Osborn: Rubens. Mit Lichtbildern. Biogr.- Theater„ Westend Hen! Elegant! Intereſſant! Täglich Vorstellung von 5-11 Uhr. Sonntags von 3-11 Uhr. Charlottenburg, Potsdamerstr. 11. Stetiger Eingang von Neuheiten. XIII. Saison. Zirkus Busch Mittwoch, den 22. Januar 1908, abends 7 Uhr präzise: Gala- Abend. Bum 1. Male: Auftr. d. Clowns Randi- Dandie! Bros. Clarkonianks aus Amerita! Das Phänomenalste auf d. Gebiet der Luftgymnasti!! The Kremo Family, 10 Berionen. Auftr. des Herrn Kommissionsrat Gustav Stensbeck, Direktor des Berliner Tattersalls als Gast. Ferner: Herr Ernst Schumann, Neudreſsuren. Fr. Estelle Préval, Schulreiterin. Um ca. 10 Uhr: Auf der Hallig! Gr. Ausst.- Pant d. Zirkus Busch in 4 Bildern. Borher das gr. Progr. apollo Theater Abends 8 Uhr: die Königin La belle Alexia, des Tanzes. Walzerwahn Don Mary u. Alfred Marquard. Siegwart Gentes in seiner Opernprobe. Hymack, der Mann mit den Handschuhen. Die 3 goldenen Jungfrauen. ValhallaWa Variete Theater Weinbergsweg 19/20, Rosenth. Tor. Abends 8 Uhr: Das große Programm. Die erste Sensation im neuen Jahr: Der Kraftjongleur Acosta. 14 elektrische Sterne mufifalisch Ausstattungsaft. Mestrum, Romifer. Brolonglert! Brolongiert! 12 Akrobaten Lorch 12. 46 Variétékünstler. Tunnel: Bockbierfest, Regiments. tapelle, Tiroler Schrammeln. Theaterbesuchern freier Eintritt. Palast- Theater Burgstraße 24. Heute 8 Uhr Zirkus Schumann Heute Mittwoch, den 22. Januar, abends 7, Uhr: Vorzügliches Programm, u. a.: Klein Family mit dem urtomischen Neger. Um 9, Uhr zum 31. Male, Ende 11 Uhr: Das Tagesgespräch von Berlin: Amerika 3. 3. der Sklaverei u. Trachten bon 1861-1863. Richter Lynch: Das Fleddern eines Hammeldiebes. Das Bad der widerspenstigen Neger. Rauh- Reiter Manöver auf import. Maultieren. Metropol- Theater Anfang präzise 8 Uhr. Das muß man seh'n!! Gr. Revue in 4 Akten( 12 Bildern) von J. Freund. Musik von Viktor Hollaender. In Szene gesetzt von Direktor Richard Schultz. G. Thielscher, F. Massary, B. Darmand, Bender, Giampietro, Josephi etc. Rauchen gestattet. Sonntag, den 26. Januar, nachmittags 3 Uhr: Die Herren von Maxim. WINED BARTEN Neues Programm. Entree 20 Pf. Ruth Vincent Gastspiel von Baronesse Andrikonoff mit ihrer Hundemente. Serenissima im Variété verfaßt von Dr. Fritz Friedmann. Dazu der Januar- Riesenspielplan. Sanssouci Kotibuser Straße 6. Direttion: Wilhelm Reimer. Sonntag, Montag und Donnerstag: Gesangskünstlerin. Kaufmann- Truppe reizende Radfahrkünstlerinnen. Rochez Affen Der Affe als Kapellmeister. Robert Steidi der beliebte Humorist, und viele andere erstklassige Spezialitäten. Hoffmanns Nordd. Singer Gebr. Herrnfeld1. Tanzkränzchen. Beg. Sonnt.5, Wochent. 81. Morgen: Gr. Elite- Soiree. Hochaktuelles Programm. Tanzkränzchen. Gustav Theater. 57 Kommandantenstraße Nr. 57. Abends 8 Uhr: Der Gipfel ● schen Humors Herrnfeldschen Behrens- Papa und Genossen. Theater. Berlin W., Goltzstr. 9. Das glänz. Januar- Programm. Die berühmte Jahnke- Kompagnie, 3abnathleten ohne Stonfurrenz. Vater und Sohn. Boltsstüd mit Gefang. Außerdem: 16 Spezialitäten. Jeden Abend: Duskes Kinematograph. Anfang 8 Uhr, Sonntags 5%, Uhr. Jeden Sonnabendnachmittag 31, Uhr: Große Kinder- Vorstellung. 10, 20 und 30$ 31. Solastoffe Riesenauswahl aller Qualitäten. Mocquetts. WolleWe Reste! Satteltaschen. Plüsch- Reste! Muster b. näh. Angabe franko. Emil Lefèvre, Oranienstr. Berlin, 158. Sonntag nachmittags 3 Uhr bei halben Preisen: Endlich allein! Der Fall Blumentopf und XVIII. volkstümlich. Vortragsabend bon Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Stern Bu zahlreichem Besuch ladet ein 224/ 10* Passage- Theater. Zentralverband der Maschinisten und Heizer Abends 8-11 Uhr: Rudolf Mälzer 15 erstklassige 15. Nummern Sowie Berufsgenossen Deutschlands. Zahlstelle Berlin. Bezirk Osten. Donnerstag, den 23. Januar, abends 8 Uhr, bei Litfin, Memelerstr. 67: Bezirks- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Regelung der Beiträge. 2. Vortrag des Kollegen Scheffel über: Auswanderung nach Amerifa, sowie die wirtschaftlichen und sozialen Verhältniffe daselbst. 3. Verschiedenes. 145/2 Die Familienangehörigen der Kollegen sind hierzu freundlichst ein: geladen. Die Bezirksleitung. J. A.: W. Insel. Sozialdemokr. Wahlverein für den 5. Berl. Reichstagswahlkreis Sonntag, den 26. Januar 1908 in den Sophien- Sälen, Sophienstr. 18/19, großer Saal: = Kunst- Abend unter Leitung von Margarete Walkotte. Mitwirkende: Frl. Dibbern, Konzertsängerin, Mac Schulz, Cellist, Margarete Walkotte, Willi Hagen vom Linden- Kabarett, Otto Wiemer, humoristische Dialekt- Dichtungen, am Flügel: Herr Leonhard Nitsche. Eintrittskarten a 50 Pf. bei den Bezirksführern und in den mit Plakaten belegten Stellen. Oeffnung des Saales um 4 Uhr, Anfang 5 Uhr. Nach dem Konzert: Großer Ball. Herren, die daran teilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Während des Konzerts bleiben die Saaltüren geschlossen. Um zahlreiche Beteiligung ersucht Happoldt's Neuer Konzertsaal Mittwoch: Vörös Miska mit 23 Künstlern. Donnerstag: Offeney. Buggenhagen Moritzplatz Das Komitee. Rauchen Sie Phänomen Cigaretten! Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Todes- Anzeige. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Arbeiter Helmut Klock am 18. Januar 1908 gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 23. Januar, nachmittags 22 Uhr, von der Leichenhalle des Gethsemane- Kirchhoses in Nieder SchönhausenNordend aus statt. Rege Beteiligung erwartet 111/1 Die Ortsverwaltung. Berliner RadfahrD ArbeiterVerein. Mitgl. des Arb.- Radfahrerbundes ,, Solidarität“. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Genosse Helmut Klock ( 6. Abt.) verstorben ist. am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Donnerstag, den 23. Januar, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Gethsemane- Kirchhofes in Nordend aus statt. Um zahlreiche Beteiligung er: sucht Der Vorstand Zentralverband der Heizer und Maschinisten Deutschlands. Zahlstelle Köpenick. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Maschiniſt August Sommer am 18. d. M. im Streis- Krantenhause zu Briz verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute, Mittwoch, den 22. d. M., nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause Grünauerstraße 34, aus statt. Zahlreiche Beteiligung erwartet 145/3 Der Vorstand. Die Beerdigung unseres Bruders Karl Augustin findet am Mittwochnachmittag 4 Uhr auf dem Friedhof der Zionsgemeinde in Nordend statt. Richard Augustin. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes Otto Brandt fage ich allen Verwandten und Bes fannten, fowie dem sozialdemotratischen Wahlverein und dem Metallarbeiterverband meinen herzlichsten Dant. Witwe Anna Brandt. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlichster Teilnahme und die zahlreichen Stranzspenden bei der Beerdigung unseres lieben Baters fager Devise: Qualität ist die beste Empfehlung. August König Theater ... im Theatersaal tägliche Folies Caprice Linienstr. 132, Ecke Friedrichstraße. Berlins Tagesgespräch! Albert Böhme al was Anderes. und das großartige Januar- Programm. Entree 50 Pf. Vorverkauf 40 Pf. Im unteren Konzertsaal täglich die allerersten MilitärKapellen: Becker, Przywarski, Görisch, Neumann, Offeneh, Lüttich. orussia VariétéTheater und Festsale B Beanie Inh.: J. Leschkowski. Ackerstraße 6-7. Täglich: Theater- und SpezialitätenVorstellung. Auftret. v. 15 Künstler- Spezialit. Maria Holgers Sonntag, 26. Januar, abds. 7 Uhr, Gewerkschaftshaus, Engelufer 15: Humor u. Satire, itwirkende u. a.: Konzertfänger Eugen Brieger, Komponist Richard Kursch, Regisseur Alfred Walter- Horst, bom Deutschen Theater in London. 17032* Heinrich Heine. Gottfried Keller. Multatuli. Wilh. Busch. Nach dem fünstlerischen Teil: Gesell. Beisammenfein u. Tanz. Starten a 40 Pf. inkl. Tanz in d. durch Plakate fennil. gem. Geschäft. Revue in 3 Bildern. Dunkle Punkte. Eine anständige Frau. Anfang 8 Uhr. Masken- Garderobe Carl Ernst ( Inhaber Willi Ernst) Köpeniderstr. 126, 1 r. Amt IV, 5062. den 26336 Die Hinterbliebenen. Dr. Simmel Spezial- Arzt für Haut- und Harnleiden. Gr. Auswah!! Bill. Preise! Prinzenstr. 41, dicht am Vorzeiger dieser Annonce erhält 10% Preisermäßigung. Moritzplatz, 10-2, 5-7. Sonntags 10-12, 2-1. Offene Erklärung!!! an sämtliche Damen Berlins und Umgegend! Allergrößte Eile dringend geboten!!! Die noch ganz bedeutenden Restbestände des großen Inventur- u. totalen Räumungs- Ausverkaufes bestehend aus hochfeinen, mittleren und einfachen Originalmodellen, Reisemustern und Kopien, selbst für allerstärkste Figuren vorrätig, in Plüsch-, Astrachan-, Eskimo- Mänteln, Pelzkonfektion, Phantasiepleçen, Kostümen, Röcken, Blusen, Kinderkonfektion etc. sollen vor Eröffnung der Frühjahrs- und Sommersaison 1908 in 5 Sortimenten geräumt werden. 1 früher bis M. 18 2 M. 30 M. 50 4 M. 90 5 M. 160 jetzt nur M. 6 nur M. 10 nur M. 16 nur M. 30 nur M. 55 ca. 800 Kindersachen sollen Mittwoch, Donnerstag, Freitag und Sonnabend verschenkt werden, an jede Kundschaft, welche für M. 20,- einkauft! Für die Reise nach dem Süden: Täglich Eingang von Frühjahrsund Sommer- Neuheiten!! Maßanfertigung!! Hauptgeschäft: Berlin W., Mohrenstr. 37a, an den Kolon. Filiale: Berlin NO., Gr. Frankfurter Straße 115, 2. Haus an der Andreasstraße. Bitte im eigenen Interesse genau auf Firma und Hausnummer zu achten! onfektionshaus Westmann Mein Trauermagazin für Damen- u. 934-22 Mädchen- Garderobe unverändert Verkaufszeit: 3hr Mohrenstaße 37 a. Filiale: Große Frankfurierstr. 115. Berantwortlicher Redakteur: Hans Weber, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glocke, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruderei u. Verlagsanstalt Baul Ginger& Co., Berlin SW. Nr. 18. 25. Jahrgang. 3. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mittwoch, 22. Januar 1908, Deutsche Schande. nur nicht nach Desterreich- Ungarn. teidiger Rechtsanwalt Czapla tam zu mir und bat, dafür zu schaft in Preußen möglich sei. Die Kritik richtet sich gegen forgen, daß 3. nicht ausgeliefert, sondern nur aus das System, nicht gegen den Bürgermeister, der ja nur als gewiesen würde. Ich gab eine ausweichende Ant- ausführendes Organ der höheren Behörden eventuell in Betracht In Nr. 225 des Vorwärts" vom 26. September war mitge- wort, da ich nicht selbst befugt bin, die Entscheidung zu treffen, komme. Die Auslieferung ist allerdings tatsächlich nicht teilt, daß der Nusse Josef 3a brzewski von der Polizei in sondern der Regierungspräsident. Nach einigen Tagen entschied erfolgt. Aber nach der heutigen Verhandlung läßt Königshütte entgegen richterlichen Beschlusses an Rußland aus der Regierungspräsident: 3. ist auszuweisen, es ist ihm sich nicht bezweifeln, daß allerdings die Auslieferung geliefert sei, von wo er wegen politischer Bergehen verfolgt wurde". die Wahl zu lassen, wohin er wolle. zu befürchten war. Wahrscheinlich ist sie ge= Diese durch eine Privatdepesche übermittelte Nachricht wurde des hindert auch mit durch diesen Artikel. Aus den vernäheren kritisiert. In Nr. 227 fand dann eine Zuschrift des Oberleſenen Aktenstücken ergibt sich klar, daß der Staatsanwalt in bürgermeisters von Königshütte Aufnahme, in der mitgeteilt war, Königshütte von Auslieferung, nicht von Ausweisung ge= daß eine Auslieferung des Zabrzewski„ bisher nicht verfügt" ist. schrieben hat, die Nachricht nicht dem Regierungspräsidenten, Hieran war von uns u. a. die Bemerkung geknüpft, daß unser sondern dem Polizeirat Mädler zugehen ließ. 3. hätte am 23. Sepsonst sehr zuverlässiger Gewährsmann in diesem Falle irretember entlassen werden müssen. Das ist aber nicht geschehen. geführt worden sei. Unser Bedauern, eine falsche NachAußer dem Inhalt der Akten spricht für die Absicht der Ausliefericht gebracht zu haben, würde von der Freude über die Tatsache, über die Aeußerung des Amtsrichters und des Amtsanwalts und rung die Aussage des Rechtsanwalts Czapla, feine Darlegungen daß Zabrzewski nicht ausgeliefert ist, überwogen werden, wenn nicht aus der Berichtigung selbst sich ergebe, daß die Polizeidie vertrauliche Kunde, die ihm sonst zu Ohren gekommen ist. Aus verwaltung es nicht für ausgeschlossen hält, daß eine Auslieferung noch erfolge. In der Nummer vom 4. Oktober endlich war derfelben Aussage ergibt sich die Tatsache, die gar nicht scharf genug gegeißelt werden kann, daß russische Beamte in preußi mitgeteilt, daß Zabrzewski den russischen Schergen nicht aus schen Gefängnissen zugelassen wurden, um sich Leute vorführen zu lassen und sie eventuel zu retognoszieren. Der Am 30. wurden die Kosten für ihn nach Lindau hinterlegt und er reiste dahin. Veranlassung zum Strafantrag hat mir eigentlich der zweite Artikel, der nicht unter Anklage steht, gegeben. Ich habe mich aber auch durch den ersten Artikel beleidigt gefühlt. Den " Vorwärts" lese ich und habe infolgedessen die Berichtigung, die Aufnahme gefunden hat, an denselben eingesandt. Rechtsanwalt Czapla aus Königshütte wird hierauf als Zeuge bernommen. Der Vorsitzende weist darauf hin, daß aus den Königshütter Aften zu erhellen scheine, daß der Mitangeklagte des Zabrzewski, sein Vermieter Czapla, mit dem Zeugen verwandt sei! Zeuge Rechtsanivalt Gaapla: Mit diesem Czapla bin ich nicht Vermutung eines Polizeibeamten folgt sei. Wegen des ersten dieser Artikel stellte der Oberbürger- im geringsten verwandt oder verschwägert, die falsche Be- Vorwurf deutscher Schande und der Dienstbeflissenheit deutscher meister Stolle von Königshütte Strafantrag wegen Beleidigung.undung ist wahrscheinlich auf die Gestern hatte sich deshalb vor der 4. Strafkammer des Landgerichts I unter Vorsitz des Landgerichts- in die Aften gekommen. direktors Lehmann unser verantwortlicher Redakteur, Genosse Hans Weber, zu verantworten. Die Verhandlung entrollte ein Bild schmachvollster preußischer Schande gegenüber russischen Polizeischergen. Nach Feststellung der Personalien soll nach der Strafprozeßordnung der Beschuldigte befragt werden, ob er etwas auf die Beschuldigung erwidern wolle, und dem Beschuldigten ferner Gelegenheit gegeben werden zur Beseitigung der gegen ihn vorliegenden Verdachtsgründe und zur Geltendmachung der zu seinen Gunsten sprechenden Tatsachen. In der gestrigen Verhandlung wurde dieses Recht des Angeklagten in sehr erheblicher Weise durch die Art und Weise eingeschränkt, wie der Vorsitzende die Ausführungen des Angeklagten fortdauernd unterbrach. Der Angeklagte legte dar, die Mitteilung sei von einem sehr zuverlässigen Korrespondenten aus Breslau zugegangen, es sei notwendig, gegen die berichtete Auslieferung wegen politischer Vergehen zu protestieren... Borf.: Aber mußten Sie sich nicht sagen, daß das Gericht mit Auslieferungen gar nichts zu tun hat, demnach die Depesche falsch sein mußte? Ausweisungsbefehle werden nur vom Regierungspräsidenten und vom Polizeipräsidenten gegeben. Der„ Vorwärts" das, weiß also haben Sie doch das aua) gewußt. Sie mußten sich doch fagen, wenn es heißt entgegen einem gerichtlichen Beschluß", da unus etwas falsch sein. Das Gericht hat nichts als die leberweisung an die Landesbehörde beschlossen. Der Regierungspräfident ist allein zuständig für Ausweisungen und Auslieferungen. So etwas mußte doch den Herren vom Bortvärts" bekannt sein. Ich meine, gerade wenn Sie darauf achten, und die Ausweisungs. praftil als ungerechtfertigt verfolgen, dann wiffen Sie doch wohl ganz genau, daß hier lediglich die Regierungspräsidenten in Frage tommen. Ich möchte bemerken: Damals schwebte vor einem deutschen Gericht ein Verfahren gegen Zabrzewski und Genossen wegen nicht gehöriger Meldung im Grenzbezirk. Nun wurde die Sache schon vorher von Rechtsanwalt Czapla in die Hand genommen und gebeten, daß dieser Zabrzewski ungehindert reisen solle, wohin er wolle. In den Atten hat Zabrzewsti erst erklärt, ich will nach Nußland. Nachher ist der Antrag vom Rechtsanwalt und von ihm felbft gestellt: ich will lieber nach der Schweiz. Das ist alles. Und da schreiben Sie solchen Artikel. Das ist das Bedenkliche, was gegen Sie spricht, daß Sie nicht nur eine nicht erweisliche Tatsache verbreitet haben, sondern sie grenzt an bewußte unwahrheit, denn Sie tonnten nicht annehmen, daß entgegen dem Gerichtsbeschluß die Polizei ausliefern würde. Sie mußten wissen, die Richter haben nichts auszuliefern. Nach diesen, wie der weitere Verlauf der Verhandlung zeigte, das tatsächliche Verhältnis keineswegs richtig wiedergebenden Eingangsplaidoyer des Vorsitzenden für die Schuld des Angeklagten, ja darüber weit hinaus, da ja die Anklage lediglich eine for. male Beleidigung aus§ 185 dem Angeflagten zur Last legt, geYang es dem Angeklagten Weber, auf den Sachverhalt, wie er fich aus der Zeitung flar ergibt, hinzuweisen. Weber legte, fortdauernd von dem Vorsitzenden mitten im Saß unterbrochen, dar, daß ihm allerdings bei Eintreffen der Depesche nicht bekannt gewesen ist, daß das Gericht Auslieferungen nicht zu beschließen habe, fondern daß dies allein Sache des Regierungspräsidenten sei. Die Frage des Präsidenten, ob er den Gewährsmann nennen wollte, verneinte natürlich Weber. Präsident: Jedem Angeklagten ist es nicht verwehrt, die Unwahrheit zu sagen. Das ist zwar nicht sein Recht, aber man fann es nicht verwehren. Wir müssen ihm alles beweisen. Ja, wie sollen wir denn aber nach der Richtung Klarheit schaffen, wenn Sie sagen, ich nenne den Gewährsmann nicht. Weber: Es wird wohl dem Gericht bekannt sein, daß im allgemeinen die anständige Breffe es ablehnt, ihre Gewährsmänner zu nennen. Präsident: Sie können tun, was Sie wollen. Wir sind aber dann nicht in der Lage, Nachprüfungen anstellen zu lassen! Weber legt dar, daß der Zweck der Notiz im Vorwärts" gewesen ist, die Schmach der Möglichkeit einer Auslieferung wegen politischer Vergehen zu geißeln. Staatsanwalt: Weshalb war es notwendig, die Worte Schmach und Schande zu bringen? Weber: Ich halte es freilich für eine Schmach und Schande, wenn jemand wegen politischer Vergehen ausgeliefert wird und speziell an das Russische Reich, wo ihm Sibirien und andere Annehmlichkeiten, auch wenn er unschuldig ist, in Aussicht stehen. Präsident: Sie konnten gegen die Gefeße eifern, aber doch nicht gegen die Behörde, die nichts weiter tut, als die Geseze anzuwenden. Präsident: Sie sind aber auch in Langensalza geboren Beuge: Nein, in Kulm in Westpreußen. Mitte August erhielt ich den Auftrag Zabrzewski zu verteidigen. Mir wurde mitgeteilt, er sei in Untersuchungshaft genommen und befinde sich in Königshütte. Die Beschuldigung, die dem 3. gemacht wurde, crfchien mir recht absurd. Er sollte nämlich cinen mit der bei einem Ablaßfest Obersten der russischen Spikel Browningpistole ermordet haben, und zwar an einem Ort unmittelbar an der Grenze! Daß die Sache völlig haltlos war, war mir sofort klar, als ich 3. zu sehen betam. Mit dem Untersuchungsrichter und Amtsanwalt sprach ich, machte sie darauf aufmerksam, daß jedenfalls das deutsche Gericht nicht zuständig sei, da ja ein Ausländer im Auslande das Verbrechen begangen haben solle. Es bleibe da nur die unterlassene Meldung und ich bat um Beschleunigung. Mein Hauptbestreben war, die bestehende Gefahr, auf die ich aufmerksam gemacht worden war, zu beseitigen, daß Z. ausgeliefert würde. Polizei gegenüber dem russischen Regiment sei auch hierdurch erwiesen. Die Absicht der Auslieferung hat zweifellos bestanden. Der Angeklagte fann nicht bestraft werden, weil der Artikel das Syftem geißelte, die Mißstände, unter denen alle leiden, beseitigen wollte, auf Beseitigung von Mißständen hinzuarbeiten, ist das gute Recht der Presse. Wenn das Reichsgericht zurzeit noch auf einem anderen Standpunkt steht, so ist nicht ausgeschlossen, daß es allmählich den richtigen Standpunt einnehmen wird. handelt sich aber hier auch um ein individuelles Interesse im Sinne des Reichsgerichts. Der Verteidiger tritt mit Wärme für Freisprechung des Angeklagten ein. Das beantragte Strafmaß sei geradezu ein horrendes. C3 Weber legt in seinem Schlußwort dar, der Bürgermeister ist nicht persönlich beleidigt. Will man durchaus einige Worte des Artikels, die das bestehende Auslieferungs- und Ausweisungssystem geißeln, auf die Polizei beziehen, so käme doch nur der für eine Auslieferung verantwortliche Regierungspräsident in Betracht, dessen ausführendes Organ der Oberbürgermeister von Königshütte sei, den zu beleidigen dem Angeklagten fern gelegen habe. Nach stündiger Beratung macht das Gericht den Angeklagten darauf aufmerksam, daß eventuell auch aus§ 186( Behauptung nicht erweislicher Tatsachen) Bestrafung erfolgen könne Es wird dann das Urteil dahin verkündet: Der Angeklagte wird wegen Beleidigung durch die Presse zu 6 Wochen Gefängnis verurteilt. " 1 Dem Minifter des Innern teilte ich den Sachverhalt mit, und er- Der Artikel enthalte Beleidigungen im Sinne der§§ 185 und suchte auch, ihn nicht nach der russischen Grenze auszuweisen. Es 186 des Strafgesetzbuches. Dem Borivärts" folle nicht verwehrt lag ja die Befürchtung vor, daß dem Mann, auch wenn er völlig werden, von seinem politischen Standpunkte aus, so scharf er will, unschuldig war, dort Unannehmlichkeiten gemacht würden. In der seine Gegner zu bekämpfen. Er dürfe das aber nicht in einer beUebertretungsfache fanden zunächst zwei Verhandlungen statt, zu leidigenden Form tun. Gerade weil der Vorwärts" so verbreitet denen ich nicht geladen war, wiewohl meine Legitimation bei den ist und auf ihn ein solcher Wert gelegt wird, habe er cine bc= Aften war. Zu dem 23. September war ich geladen. Der Termin sondere Pflicht, besonders vorsichtig darin zu sein, nur aufzuendete mit der Verurteilung des Angeklagten zu 6 M., die durch nehmen, was baare Münze ist. Der Angeklagte habe im guten Die erlittene fünfwöchentliche Untersuchung 3- Glauben gehandelt, aber leichtfertig, weil er die Behauptung geIn der Ver- glaubt habe, daß eine Auslieferung und zwar entgegen cinem haft für verbüßt erachtet wurden. handlung machte ich den Versuch, zu verhindern, daß 8. ausrichterlichen Beschluß erfolgt sei. geliefert würde. Das Gericht erklärte, das gehe dem Gericht nichts an, das sei Sache der Verwaltungsbehörde. Ich sprach dann mit Auf die durch die Verhandlung enthüllten Eigenartigkeiten dem Oberbürgermeister mit der Bitte, gegen die Aus- ging die mündliche Begründung des Urteils nicht ein. Durch diese lieferung zu wirken. Etwa nach einer Woche wurde ich Verhandlung ist aber, wie unsere Leser ersehen, Schlimmeres entantelephoniert. Es wurde mir dann mitgeteilt, 8. könne hüllt, als in unserem Artikel behauptet war. Das System der Ich meinte, die öfter- nechtsfeligkeit Rußland gegenüber ist in einem Umfang bewiesen, hinfahren, wohin er wolle. reichische Grenze ist etwa 30 Kilometer entfernt, eine andere Grenze wie selbst wir ihn nicht für möglich gehalten hätten. Darüber 600 bis 800 Kilometer. Mir wurde entgegnet, nach den täuscht tein noch so hartes Urteil hinweg: die Verhandlung hat flar Staatsanwalt, ergeben: Richter, Amisanwalt, bestehenden Vorschriften sei gerade die Route nach Defterreich untersagt. Rechtsanwalt in Königshütte haben die Auslieferung eines völlig ungerecht Beschuldigten an Rußland teils für felbstver= ständlich, teils für faft nicht abwendbar erachtet. Ruffische Bolizeibeamte sind in ein preußisches Gefängnis hineingekommen, um dort Amtshandlungen vorzunehmen. Wäre der Artikel des„ Borwärts" nicht erschienen, wer weiß, ob nicht Zabrzewsti an Rußland ausgeliefert worden wäre. Die gegen das horrend harte Urteil cinge= wenn das Urteil den vollen legte Revision dürfte Erfolg haben Tatbestand erster Instanz mitteilt. Ich kaufte dann ein Billett und sorgte dafür, daß 3. nach der Schweiz tam. Ich befürchtete, es könnte die Auslieferung erfolgen, das glaubte ich aus Bemerkungen des Untersuchungsrichters entnehmen zu müssen, daß nach Erledigung dieser Sache eine Ab Lieferung an den Polizeirat Mädler erfolgen würde, den Chef der sogenannte Grenzpolizei. Mir war ferner von einem Kollegen aus Königshütte die ver= trauliche Mitteilung gemacht, er sei im Gefängnis gewesen. Da sei ihm gesagt worden, daß russische Beamte im Gefängnis gewesen feien, um sich 3. anzusehen. Präs.: 3. hat nach dem Protokoll vom 23. September selbst erklärt, er wolle nach Rußland zurückkehren. Beuge: Das ist mir nicht bekannt. Am 30. September fragte ich ihn, der kein Wort Deutsch verstand, ob er nach Rußland gehen wolle. Da wurde sein Gesicht ganz blaz; er bekam einen furchtbaren Schred, unter keinen Umständen wollte er nach Rußland. Den Auftrag zur Verteidigung erhielt ich von dem Parteisekretär Bruns aus Kattowiz. Von derselben Seite wurde mir das Reisegeld für 3. zur Verfügung gestellt. Der 3euge legt wieder holt dar, daß der Eindruck für ihn gewesen sei: fobald die Sache erledigt sei, würde 3. an Mädler ausgeliefert, der dann das weitere besorgen solle. Die Auslieferung nach Rußland zu verhindern, sei sein Hauptbestreben gewesen. Zu meiner Befürchtung hatte ich Anlaß. Der Amtsrichter sagte mir, wenn die Sache hier erledigt ist, dann wird der Mann dem Mädler ausgeliefert. Eine ähnliche Bemerkung machte der Amtsanwalt mir gegenüber. Auf Antrag des Ver teidigers Rechsanwalt Dr. Rosenfeld wird fest. gestellt, daß der Polizeirat Mädler unterm 6. September berichtete: " Der Kreischef Menzin hat durch seinen Polizeimeister, ber persönlich hier vorsprach, um seine Ausweisung gebeten." Am 4. September berichtete Mädler: " Gestern war der Polizeiwachtmeister da. Für den Fall der Haftentlaffung wird um polizeiliche Zuführung gebeten," Weber: Wenn in dem Artikel der Ausdruck deutsche Schande gebraucht ist, so ist flar damit ausgedrückt, die Möglichkeit einer Der Verteidiger nimmt ferner auf eine Verfügung des solchen Auslieferung ist eine Schande für Deutschland. Staatsanwalts in Königshütte bereits erfolgte Auslieferung melden. naten. Eingegangene Druckfchriften. Camille Flammarion, Unbekannte Naturkräfte. Gebunden 6 M. geheftet 5 M. Berlag von Julius Hoffmann in Stuttgart. Weltgeschichte, Lieferung 3-5. Herausgegeben von Professor Dr. 3. b. Pflugt- Harttung. Erscheint in 80 Lieferungen a 60 Pf. Berlag: Ulstein u. Co., Berlin SW. 68. Mitteilungen der Berliner Elektrizitätswerke. Nr. 1. 1908. Geschäftsstelle: Berlin, Friedrich- Karl- Ufer 2/4. Konpitution und Komplementät der Elemente. Von Dr. J. H. Biegler. 2 M. Berlag: A. Franke in Bern. La Confédération Générale du Travail von Emile Bouget. 64 Seiten. La Décomposition du Marxisme bon Georges Sorcl. 64 Seiten. Manifesto de la Komunista Partio de Karolo Marx, kaj Frederiko Engels. Berlag: Charles H. Kerr& Co., Chicago. Staflamen Witterungsübersicht vom 21. Januar 1908. Barometer. fland mm Bind. rigtung Bindftarle Better 2beiter Temp. n. G. 5° G.=('. Stationen Barometer. Bind. Gunipia Binbflärte Belter 2 halb bd. 2Schnee 774 DGD 4 bedeckt 768 S 2 wolfig 777 DSD 2 bededt .. Zemp. n. G. 79042 Stinembe. 774 23 1 Daparanda 751 28 Hamburg 777 2 4 Rebel-1 Petersburg 752 28 Berlin 777 23 2 bedeckt 2 Scilly 3molten! Frantj.a. M. 779 ND -1 Aberdeen München 7790 3 bedeckt-1 Baris Bien 777 NN 3 moltig Wetterprognose für Mittwoch, den 22. Januar 1908. Teilweise auffiarend, vielfach nebelig bei mäßigen südwestlichen Winden, ettvas tälterer Racht und langsam steigender Tagestemperatur; feine erheb lichen Niederschläge. Berliner Betterbureau. Wasserstands- Nachrichten der Landesanstalt für Gewässerfunde, mitgeteilt bom Berliner Betterbureau. Bafferstand Memel, Zülfit am feit 20. 1. 19. 1. cm cm ¹) 3343)+27 Bafferftand Saale, Grochlit Beesfom Bräsident: Sie wollten doch aber der Königshütter Polizei bezug, in der dieser an Polizeirat Mädler die Nachricht etwas am Zeuge flicken, die treffen? Weber verneint dies. Die Polizei in Königshütte war gibt, der Auslieferung des 3. stehen keine Bedenken entgegen. Erster Staatsanwalt Steinbrecht hält eine schwere Beleidigung ja doch nur ausführendes Organ event. des Regierungspräsidenten. Mit Rücksicht auf eine Bemerkung des Vorsitzenden, alle für vorliegend. Angeklagter sei wiederholt leider nur mit Geldstrafen bestraft. Jm vorliegenden Fall fönne von einer Geldstrafe anderen Zeitungen hätten sofort gemerkt, daß die Nachricht un- teine Rede sein. Er beantragte eine Gefängnisstrafe von 4 Morichtig sein müsse, legt der Verteidiger Rechtsantvalt Dr. Kurt Rosenfeld eine Kattotißer, eine Breslauer und eine Leipziger Der Verteidiger Rechtsanwalt Dr. Rosenfeld beantragt die Bregel, Snsterburg 203)-35 abel, Spandau) Weichsel, Thorn Beitung vom 25. September vor, die alle drei die angeblich Freisprechung. Der Artikel geißelt lediglich das AuslieferungsDder, Ratibor Krossen system und die Schmach der Möglichkeit einer Auslieferung. Der Frankfurt Der Oberbürgermeister Dr. Stolle aus Rattowiß bekundet als Auslieferungsvertrag wird als des preußischen Volfes unwürdig Beuge: Zabrzewski war des Mordes an einem russischen Obersten gegeißelt. In ähnlicher Weise sei im Reichtag noch im Jahre 1904 Barthe, Schrimm beschuldigt. Er hatte wohl in der Angetrunkenheit sich selbst deffen von den Abgeordneten Bebel und Müller- Meiningen der preußischAus dieser Beschuldigung ergab sich russische Auslieferungsvertrag kritisiert. Dort sei auch vom Reichs- Rege, Bordamm gerühmt. nichts. Es ergab sich aber, daß er mehrere Monat unangemeldet tanzler Bülow ausgeführt, daß Auslieferungen möglich sind, und Elbe, Leitmeriz im Grenzbezirk gelebt hatte, und deshalb wurde gegen ihn pro- daß auch Bismarck die Auslieferung von Mendelsohn und Deutsch Beffiert. Die Polizeiverwaltung wurde beauftragt, sobald die angeordnet habe. Das Deutsche Reich hat abgelehnt, be= Sache erledigt jei, ihn in Haft zu nehmen. Am 23. Sep- einen solchen Auslieferungsvertrag tember wurde dann das Urteil, das auf 6 Mart Geldstrafe, willigen, für Preußen besteht er. Daß das möglich, wirb die durch die Haft als verbüßt erachtet wurde, gefällt. Der Berlim Artikel als Schmach erklärt, die nur durch die Junterherrl- Gisfrei. Treibels. am fcit 20. 1. 1.91. cm cm) 156 +8 105+4 2223) +4 1543)+22 150 +4 278) 182+6 Rathenow) 153+1 Spree, Spremberg) 126+24 154 Beser, Münden -20 Minden 45 Landsberg 84)+4 704) Rhein, Marimiliansau Naub 90 -20+-20 Stöln 993)-3 -150 0 Nedar, Heilbronn 32 Barby Magdeburg 118 99 +26 Wain, Wertheim Mosel, Trick 110 13 65 1)+ bedeutet Buchs, Fall Unterpegel. Eisstand. Dresden Pharus- Säle, Müllerstr. 142. Sonntag, den 26. Januar 1908: Kunst- Abend arrangiert von Margarete Walkotte. Mitwirkende: Margarete Walkotte, Herr Kun Arpad, der jugendliche Violinvirtuos, Herr Willi Hagen, Rezitator, Frl. Lucy Bogathy, moderne Sprecherin, Herr Dallmann, Bariton, Herr Bernhard Nitzsche, am Flügel. Entree 60 Pf., im Vorverkauf. Abendkasse 75 Pf. Anfang 7, Uhr. Anschließend Ball. Vorverkauf bei Herrn Mazanke, Zigarrenhandlung, Pankstraße 13, in der Tabakarbeitergenossenschaft, KopenhagenerStraße 2, bei Herrn Restaurateur Dojé, Müllerstr. 32, bei Hrn. Horsch, Engelufer 15, bei Herrn Fahrow, Ravenéstr. 6, und in den Pharus- Sälen, Müllerstr. 142. Zahnärztliche Klinik SW., Belle- Alliancestraße 106 I, gegenüber Barenhaus Jandorf, und N., Brunnenstraße 185 I, am Rosenthaler Zor. Zahnziehen unentgeltlich. Bei fünfil. Zähnen u. Blomben w. d. Un Geöffnet von 9-6 Uhr. Sonntags 9-12 Uhr. loften berechnet. 16541 Inventur- Extrapreise Nur einmal jährlich im ardinenSpezialhaus Gard Emil Lefèvre Berlin, Oranienstr. 158 Pelzwaren 14212* bireft aus der Fabrit, auch im Einzelverkauf zu Engrospreisen. Stolas, Kolliers, Muffen, fehr schic garit., Damenhüte, Baretts, Herren-, Knaben- und Mädchen Garnituren, Fußsäcke, Jagdtaschen, Pelztepp. Sämtl. gangbaren Belzarten a. Lager. Große Auswahl. Beftes Material. Keine Bazarware, Teine Reljemuster oder sogenannte Gelegenheitsfäufe, trozdem billiger. Riesen- Auswahl! F. Kalman, Kirschner Gardinen, Portieren, Stores, Vitragen, TüllBettdecken etc. Einzelne Fenster spottbillig! Pracht- Katalog mit ca. 600 Abbildungen gratis und franko. meister, jetzt nur Kommandantenstr. 15, 1, gegenüber Beuthftr., beim Dönhoffplay. Berkauf bis 9 Uhr abends. Sonntags geöffnet. Telephon I 8917. Haben Sie Stoff? Ich fertige davon Anzug od. Paletot nach Mass, schick, dauerh. Zutaten, von 20 Mark an. Moritz Laband, Neue Promenades, II.( Stdtb.Börse). Jedes Wort 10 Pfennig. Das erste Wort( fettgedruckt) 20 Pig. Stellengesuche und Schlafstellen- Anzeigen 5 Pfg.; das erste Wort ( fettgedruckt) 10 Pfg. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. Teppiche mit arbenieblern Fabril. nieberinge( Broke Kranfiurtermiage 9, parterre fein Laden. Mauerhoff.+1 Gardinenbaue roger aufurter. ftrage 9, parterre. Sein Laden. Mauerhoff. 1+ Stevpdecken billight Febril Große Frantiurterftraße 9, Darterre +1 Nähmaschinen. Bergüte bis 20.00 tver Zeilzahlung fauft oder nachweist. Sämtliche Syfteme. Postkarte genügt. Braujer, Frankfurter Allee 101, Laben. 29708* JOSETTI CIGARETTEN Ihr Gewicht wert in Gold, trotzdem 10 St. nur 30 Pfg. Josellig VERA 100. Deutsche Konzerthallen, Spottbillig!! An der Spandauer Brücke 3. Täglich Deutsch- Amerikanischer Urbock- Trubel. Land- u. Waldparzellen, toundervoll gelegen, nahe Bahnhof Fredersdorf( Ostbahn) R von 7 Mark an. Nieschalke& Nitsche, Neue Königstr. 16. Bir empfehlen unseren Lefern folgende Teuerfcheinungen: Alkoholfrage und Sozialormokratie von Emanuel Burm. Preis 30 Pf. Vereinsrecht und Polizei. Eine Denkschrift gegen die Verpreußung und Versachse lung des deutschen Bereins- u. Bersammlungsrechts. Preis 2 M. Sozialdemokratische Flugschriften. IV. Die Sozialdemokratie und die technischen Angestellten in Industrie und Gewerbe, Bergbau, Schiffahrt u. Landwirtschaft. Preis 10 Pf. Die Tarifverträge und die deutschen Gewerkschaften bon Adolf Braun. Broschiert 75 Pf., geb. 1. Geschichte des Sozialismus in Frankreich von Paul Lonis. Preis brosch. 2,50 M., geb. 3 M 245/ 4* Die Philosophie Spinozas von J. Steri. Dritte, start verbesserte Auflage. Preis brosch. 1,50 M., geb. 2. Expedition des„ Vorwärts" Berlin SW. 68 Lindenstr. 69, Laden. Sonnabend, den 15. februar 1908 frei geworden. Paul Litfin, Memelerstr. 67. Kleine Anzeigen Geschäftsverkäufe. 2655b* 26625 Bücher fauft, beleiht Antiquariat Kochstraße 56. 28408 Platina, Gold, Silber, Gebiffe, Stebrgold, sowie sämtliche gold- filberhaltigen bjälle faust Edelmetallschmelze Köpeniderstraße 29. Tele phon IV, 6958. 102/14 ANZEIGEN für die nächste Nummer werden in den Annahmestellen für Berlin bis 1 Uhr, für die Vororte bis 12 Uhr, in der Haupt- Expedition, Lindenstrasse 69, bis 5 Uhr angenommen. Schlafftelle vermietet Bohem, Havelbergeritraße 6, Seitenflügel II. Mietsgesuche. Heine möblierte Freundliche Slafftelle oder Zimmer( allein) von jungem Herrn gesucht NO., Nähe Alte Bücher und ganze Bibliotheken Friedrichshain. Offerten R. S. 84, fauft zu höchsten Preisen Beyer, Filiale Morgenpost", Schönhauser Drantenstraße 138. 26365 Ace. +74 Komiter, billig, wohnt Köpenider ftraße 147, Schwart. 26406 Besohlanstalt, menstraße 29, empfehle den Genoffen. Johann 26566* Brotsza. Similiseidene Steppdeden 4,15 ( Seidenersatz), Bollatlas- Steppdecken 5,85, verkaufen Vogelhandlung zu Inventur Ausnahmepreise. Zeppichhaus Emil Lefèvre, Dranien- Bienerstraße 1-6. ftraße 158. 1088 Gutgehendes Milch- und KolonialUhren, Gold- und Silbersachen warengeschäft billig zu verkaufen tauft man gut und billig bei Adalbert Dber- Schöneweide, Reuleaugstraße 7. Schüz, Beuffelstraße 26. 28418 Friseurgeschäft Hauptstraße SO. Kinderwagen, Stinderbettstelle. oder Einrichtung allein sehr billig zu 22756 verkaufeit. Sommer, Wienerstraße 51. Näheres Rofin, Allen Große Frankfurteritrage 60. 29938* Steppdecken spottbillig. Fabrit fteinerstraße 24. Wer lauft sofort oder später für 3000 ein gutgehendes Lampenspezial Druckbänke, Bolierbante, Stoßgeschäft, modern, lebhafteste Gegend werf, Egenterpreffe, Chapingmaschine, Berlins, Branchenkenntnisse nicht erBohrmaschine, Gewindebant, Supforderlich. 56 B.", Boftamr 99. portdrehbant, Stonfursmasse, billig, Stottbuser Ufer 33, Fabrikgebäude 11, Milchgeschäft ist zu verlaufen 242/1 Nord- Ulfer 13. 9-12, 2-4. +66 Seifengeschäft, 7000 jährlicher 4375. Umja, 45,00 Miete infl. Bohnung. Schröder, Charlottenburg, Galvani straße 5. Winterpaletots, Monatsanzüge Denig getragene, con6 Mart an, große Answahl für jede Figur, auch neue elegante Garderobe aus erfter Se zugsquelle, 20 Prozent billiger wie un Laden, dirett vom Schneider meister Baul Fürstenzelt, nur Hoienthalerftrage 10. +100 Bollrath Co., Elfafferstraße 21, verkauft vegen Krankheit Vortost geschäft, Bellermannstraße, für 1800 265/3 art. Teppiche!( feblerbaite) in allen Größen für die Hälfte des Weries im Teppichlager Brian, Gadeicher Markt 4, Babubol Borie. 264/ 11* Hygienische Bedarfsartikel, billigste Bezugsquelle. Drogerie Beinbergs toeg 1. 358 Pfandleibhaus Hermannplaz 6. Bfänderverkauf! Herrenanzüge, Bin- Anzüge, Paletots, zurüdgebliebene terpaletots jest ertrabillig! Betten- Maßsachen nach Inventur für die verlauf, Wäschebertauf, Ubrenverkauf, Hälfte des sonstigen Bertes. Bluhm Teppichverlauf, Gardinenverkauf.+ 58*. Co., Friedrichstraße 212 I. Rein Metallbetten, hochmoderne, spott Laben! billig, Ritterstraße 112 II. 101/5 Bettfedern, Gänsehalbdaunen, sehr volldaunig, ist die beste Bettenfüllung, Schönhauser Allee 57, Geflügelhand: 448* lung, Bohlmann. Bilder, Spiegel ohne Anzahlung, Uhren, Steppdeden, Tischbeden, Bortieren, Gardinen, Teppiche, Bolster waren, Gastronen, Herren- Konfektion, Teilzahlung von 0,50 pro Woche an, liefert Weber, Brenzlauerstraße 49.* 10.00, Dedbett, Unterbett, stiffen, rotrofa Inlett. Bjandleihe Andreas 748 strage 88. Landbett, zwei Dedbetten, zwei Nisien, zweischläfrig 18,00, große Laten 1,00, Bfandleihe Andreasftragt 28. 75+ 2657b Anzüge nach Maß mit Anprobe nach Inventur Serie I 35,-, Serie II 38,-, Serie III 42,-. Bluhm u. Co., Englische Herrenmoden, Friedrich ftraße 212, I. Etage. 26585 Nähmaschinen laufen Sie immer 20 Mart billiger, Woche 1 Mart, im großen Nähmaschinen Bertaufs geschäft E. Runge, Mechaniter, Langeftraße 95. 26345* Gastocherhaus!!! Ertragroge Gassparkocher!! 2,00. Gasplätteijen! Gasbügelapparat! Schneidereisen! billig. Gaslyren! 12. Bohlauer, Baunertheaterstraße 32. 1518* 146st Vollrath Co., Elfafferstraße 21, verkauft Bigarrengeschäft Chorinerstraße, Miete 650, Tagestasse 20, Preis 1050 Mark. 147 Vollrath Co., Elfafferstraße 21, verkauft stolonial, Südfruchtgeschäft Shivelbeinerstraße, Wiete 600, Zagestaffe 60,-, Preis 3000 Mart. 1488 Bollrath Co., Chasserstraße 21, verkauft Barteilofal, zirfa fechs große Vereine, Bahlstellen, Siete 1956 art, 24 Halbe hell, 4 Halbe Malz, 4 Halbe Weißbier, viel Schnaps, Preis 3200 Mart. 1498 Verschiedenes. Wer ein Geschäft laufen oder verkaufen will, wende fich an Vollrath u. Co., Elfafferstraße 21, Amt 3a, 1458 Vermietungen. Laden, Stube, Küche 700 Mart, vermietet Eichbaum, Schöneberg, Hauptstraße 10. Arbeitsmarkt. Stellengesuche. Gemeinschaftlicher Arbeitsnachweis der Goldschmiede. Berlin, Engel- Ufer 15. Für Berlin 1 Silberschleifer verlangt. 1 Jaffer, der auch gravieren fann Korbmacher auf Beddiggeftel und auf gewürfelte Relseförbe( b. 8oll 18 f.) bet. dauernde Arbeit( Reisevergütung). R. Wengler, Korsgade 16, Kopenhagen. Annahme- Stellen Zentrum: Kaufmann, 24 Jahre, militärfrei, für Kleine Anzeigen". zurzeit in größerer Tageszeitung tätig, mit dem gesamten Abonnement- und Brit Zinte, Mauerstr. 89. Inferatenwesen vertraut, firm in A. Sahnisch, Auguftftr. 50. doppelter Buchführung. Korrespondenz, wünſcht fich per 1. März oder später Westen: Osten: Nordosten: wünscht fich per 1. März oder später G. Schmidt, Kirchbachstr. 14. zu verändern. Suchender war längere Zeit im Fachzeitschriften- Berlage tätig. Gefällige Offerten K. S. poftlagernd 20. Mann, Petersburgerplah 4 SW. 61. +58 M. Wengele, Rüdersdorferstr. 3. Musiklehrer und Chordirigent Gustav Bogel, Koppenftr. 83. Kantine, größere, im Westen ge- Franz Dargel, Berlin W. 57, Großlegen, ist am 1. April zu vergeben. görschenstraße 41. Uebernehme die L. Zucht, Immanuelkirchstr. 12, Offerten Leitung Erforderlich 2000 Mart unter O. 5 an die Expedition diefer Bisherige Tätigkeit im Osterländischen Arbeiterfängerchören. 3. Neul, Barnimit. 42. Norden: Beitung. 26646 Arbeiterfängerbund. 26385 S. Naschke, Aderstr. 36. Blinder Stifledter bitte um Arbeit. Stüble werden abgebolt und A. Gläter, Mulad guridgelteiert. itrage 27. Wohnungen. Prächtige Zweizimmer Ballonwohnungen billigft Soldinerstraße 32. Wohnungen, billige, Balton, Doppelfenster, Gas usw., awei Bimmer, Küche( Bab), von 35 Mart an, ein Simmer, Stuche, Ballon, von 19 Mart an. Kolonieftraße 30-31, Goldiner straße 67-68. Elsholz, Komiler, frei Gropius. ftraße 6. 25746 Bollshumorist, " Schmelzer". Beliebter Driginalborn II. auch Gesellschaft, Stettinerstraße 57. +77 Volksfänger Gesellschaft Ante" +45 Swinemünderstraße 17.+90 Batentanwal: Beijel, Gilichtner. 25538 Ladentisch, 4 Meter, mit drei leitigem Bierapparat abgedeckt, so gut mie neu, Reusilber- Reschu, 3 Loch Bauerndeckbett. Unterbett, zwei mit Zubehör, 18 große Tische, Gasmit Grog- und Wurstwärmer. Billard Stiffen 27.00, große Freischwinger, Inren billig zu verkaufen. Litfin, Regulatore 9,00. Pfandleihe AndreasMemelerstraße 67. ftraße 38. Fahrgelb wird bergütet.* Gastronen, Petroleumtronen ohne Anzahlung, Woche 1,00. Louis Böttcher ( felbft): Borhagenerstraße 32( Bahn verbindung Barschauerstraße), Hei nidendorferstraße 116, Schönhauser Allee 80, Potsdamerstraße 81, Nir dori, Kaiser Friedrichstraße 247. Teppichhaus Lefèvre, Oranienstraße 150, jest Inventur- Räumungspreise. Extralifte gratis. Halbrenner und Damenfahrrad, Brennabor, furze Zeit benust, 35,00. ftrage 948. Große Frankfurterstraße 14, of Lernt die Muttersprache beberrichen! geradezu. 745 Erfolgreichen, leicht fahlichen Unterricht Littauer Nähmaschinen obne An- in Wort und Schrift der deutschen sublung, wöchentlich 1,00, gebrauchte Sprache erteilt Damen und Herren 12,00, Wienerftraße 1-6, Warschauer-( leparat) auch abends ein tüchtiger straße 67, Aderstraße 111. 26605 und gewissenhafter Brivatlebrer. Die Stunde foftet eine Mart. Eine Unter Monatsanzüge und Winter richtsstunde wöchentlich genügt Gepaletots sowie Joppen von 5,00, fällige Angebote sind unter G. 4 an goien von 1,50, Getrodanzüge von Expedition des Borwärts" zu richten. Gasbronzekronen, dreiflammig| 12,00, Grads von 2,50, fowie für forKunststopferet von Frau Kotosty 6,00, Galongastronen 15,00, Bas- pulente Figuren. Neue Garderobe Charlottenburg. Goetbeitrage 84. I. Ihren 1,50, Gaswandarme 0,65, ut ftaunend billigen Breifen, aus Schaufensterbeleuchtung, Gasbogen. Biandleiben verfallene Sachen fauft Biandleihe Martusitaße 27. lampen, Gasspartocher 1,00, Bioei man am billigften bei Nag, Muind Zitherunterricht, Schulze, Greifs loch 3,00. Schröder, Hochstraße 43. ftrage 14. 26596 walder Straße 15. 25726 1095* von 1468b 26276* . Trapp, Stettinerstr. 10. Kari Mars, Lychenerstr. 123. Karl Weise, Nazarethkirchstr. 49. 2. Dechand, Ruheplasstr. 24. $. Bogel, Lorgingftr. 37. A. Tick, Invalidenstr. 124. Nordwesten: Südwesten: Stellenangebote. Arbeiter Gesang- Berein Mt. Glienice sucht einen tüchtigen Sanges. Schrolle, Gozlowskyftr. 29. Karl Anders, Salzwedelerstr. 8. lehrer und Dirigenten. Meldungen 23916* bis spätestens Freitag den 24. dieses Monats. Adresse Gastwirt C. Bitte, S. Berner, Gneisenaustr. 72. Zimmer. 137. Schröder. Hagelbergerstr. 27. Stöpeniderstraße 6. Süden: Flurzimmer, möbliert, 20 Mark; Versilberer verlangt Biering, St. Frih, Prinzenstr. 31. 3meijenftriges Zimmer 30 Mart ver- Bolgafterftrage 3. F. Gutschmidt, Kottbuser Damm 8. mietet Schulge, Gitschinerstraße 78, Farbigmacher verlangt Raabe, Südosten: 26356* Surfürstenstraße 7. 102/13 Paul Böhm, Laufiger Blak 14/15, Möbliertes Zimmer, feparat, für Korrekten Schrifthauer, auch. Horich. Engel- Ufer 15. atvei Herren Maybachufer 6, Duer bei fester tüchtig im Verkaufen, Charlottenburg: gebäude III( Sottbuserbrüde).+11 Stellung verlangt Otto Rösler, Möbliertes Zimmer zu ver Brunnenstraße 106b. mieten Streligerstraße 29, born III Friedrichsberg. Suche intelligenten, redegewandten, lints. +90 soliden Herrn zum Besuche von Brivat. Seifel, Stronprinzenstr. 50. Rixdorf: Möbliertes Zimmer Schivel- fundschaft. Sochenlohn 20 Mark und beinerstraße 49, IV vorn. Bartsch. Brovision. Offerten B. 122" Bost- M. Heinrich, Redarstr. 7. amt Schöneberg 1. 26396 Conrad, Hermannstr. 50. Rummelsburg: Tüchtigen Andruder für Streide Freundliche Schlafstelle, Schuh, sucht sofort Barnid, Hollmannstraße 18. A. Rosenkranz, Alt- Borbagen 56. Schöneberg: Simon Dachstraße 34, Eingang Tüchtiger Büstenkleber gesucht with.Bäumler, Martin Lutherstr. 51. Simplonftraße B, Nähe Bahnhof Alexanderstraße 35. Weißensee: Barschauerstraße. +103 Wagenjustierer verlangen Müller R. Fuhrmann, Sedanstr. 105. 144 Jul. Schillert, König- Chaussee 39a. Verantwortlicher Redakteur: Sans Weber, Berlin. Für den Inferatenteil verantw.: Th. Glode, Schlafstellen. +90 2661b G. Scharnberg, Sefenheimerstr. 1. Reinickendorf: 26636 P. Gurich, Brovingstraße, Ede Schlafstelle für Herrn vermietet u. Wißmann, Boffen. Breitfopf, Luxemburgerstraße 32.+66 Baletotmamfells verlangt L Schlafftelle, Herrn, Grüner Beg 52, bingerstraße 76. born III, Richter. +45 Krawatten Borarbeiterin, LehrFreundliche Schlafstelle, Herrn, mädchen verlangt Geride, Baum Slave, Bergstraße 48 II.+58 idhulenweg, Baumschulenstraße 14. R. Gramenz, Stiefbolzftr. 412. Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW Grünerweg. Treptow: 245/2