Nr. 18. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Bierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Bfg frei in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage, Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Gingerr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1893 unter Nr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Berfammlungs- Anzeigen 20 fg Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Eern spredy- Anschlu 3mt I, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Moderne Wegelagerer. männer erscheinen. Sonnabend, den 21. Januar 1893. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Seele als sein Eigenthum zu betrachten. Viele gehen so weit, den Eingriff in das Wahlrecht des Arbeiters noch gar als Politische Uebersicht. Die Wahlprüfungen, welche die Reichstagskommission eine patriarchalische Pflicht des Unternehmers hinzustellen, Berlin, den 20. Januar. in diesen Tagen veranlaßten, die Ungiltigkeit der Wahlen um den Arbeiter vor einer falschen Ausübung des WahlAus dem Reichstag. Die erste Berathung des im Dortmunder und im 9. Hannoverschen Wahlkreise zu rechts zu schützen. Als das allgemeine gleiche Wahlrecht Börsensteuer- Gesetzes wurde heute mit der Ueberweisung an beantragen, decken eine Fülle kapitalistischer Gemeinheit auf, mit geheimer Stimmabgabe Gesetz wurde, wurde aber die Militär- Kommission zu Ende geführt. Die Debatte war der gegenüber die französischen Panamisten noch als Ehren- gerade vom Gesetz ein Strich durch die Phrase vom sachlich gestern bereits erschöpft und brachte heute keinen patriarchalischen Regiment gemacht. Ob der Arbeiter sein neuen Gesichtspunkt mehr. Hervorgehoben darf werden, Die Art und Weise, in welcher man den Arbeitern die Wahlrecht gut oder schlecht ausübt, ist seine Sache; die Ver- daß während der zweitägigen Debatte nicht einer der gefeßliche freie Ausübung ihres Wahlrechts zu rauben gewaltigung seines Wahlrechts ist ebenso verwerflich, wie ein konservativen Redner auf die eigentlichen Ursachen des versuchte, läßt uns in einen bodenlosen Abgrund von gemeiner Straßenraub, und der Fabrikant, welcher von dieser Schamlosigkeit und Niedertracht blicken. In einem Staate, Vergewaltigung Gebrauch macht, steht auf keiner viel höheren sitt. Börsenschwindels einging. Als die Depotunterschlagungen einzelner Groß- Börsianer im vorigen Jahre allgemeines der jede freie Bewegung unter Aufsicht stellt, der die natürlichen Stufe, wie der Einbrecher und Straßenräuber. Freilich ist Aussehen erregten, wußten die Herren von der Rechten ihrer lichsten Menschenrechte, wie das Recht, sich zu versammeln das fittliche Gefühl eines Theils unserer Bourgeoisie in so fittlichen Entrüstung" nicht drastisch genug Ausdruck zu geben. und feine Meinung zu äußern, reglementirt und kontrollirt, stinkende Fäulniß gerathen, daß ihr alles erlaubt erscheint, der zur Aufrechthaltung der Ordnung ein ganzes Polizei was ihr Erfolg verspricht; zum Ueberfluß hat sie noch die Freilich als der Zusammenbruch des hochkonservativen heer, unterstützt durch eine folossale Militärmacht, unter- jesuitische oder vielmehr Bismarck'sche Lehre von der Doppel- und frommen Bankiers Maaß in Charlottenburg bekannt wurde, legte sich damals der Eifer für die Ausmistung des hält, in demselben Staate befinden sich hunderttausende Ar- moral fich zu eigen gemacht, wonach man lügen, beiter, wenn sie das Wahlrecht ausüben wollen, in einer fälschen, stehlen, rauben und dennoch ein großer Patriot" Börsenstalles in den Kreisen der Rechten schon ganz bes merklich. Jezt hat sich der ganze konservative Thatenvollständig rechtlosen Lage gegenüber Gewaltthätigkeiten, fein fann. Die jesuitische Lehre von dem Zweck, der die merklich. Jetzt hat sich der ganze konservative Thatenvon denen die Wegelagerei von Strauchrittern noch Mittel heiligt, ist nirgends mehr zu Hause als bei der brang erschöpft in einer recht lendenlahmen Rede des Herrn vortheilhaft absticht. Diese haben noch für fich nationalliberalen progenhaften kulturkämpferischen Bour- Wehnert am ersten und einiger wo möglich noch nichtssagenderen Bemerkungen des Herrn Ober- Regierungsrathes die Offenheit ihres gewaltthätigen Treibens, dem geoisie. man wiederum Gewalt entgegensezen tann. Hier Während das banditenmäßige Gebahren so vieler Aus- Gamp am zweiten Tage. Von liberaler Seite führten die Freihandelt es sich um Gewaltthätigkeiten, verübt von beuter die Nothwendigkeit stärkerer Garantien für die freie fiigen Siemens und Funke die Bertheidigung der Börse, Männern, die hochangesehen in der bürgerlichen Gesellschaft Ausübung des Wahlrechts beweist, wird von den schamber Börsen- Matadore, gleichgiltig zu welcher politischen Richwährend von sozialdemokratischer Seite Singer das Treiben dastehen, die sich rühmen, die Stüße des Staats und der losen Kreaturen, welche die Arbeiter ihrer Wahlrechts betung sich dieselben bekennen, geißelte, sich aber gegen Gesellschaft zu sein, die mit ihrem Patriotismus, mit ihrer rauben wollen, nicht nur gegen dieses selbst, sondern auch die Steuer selbst aussprach, weil unsere Partei grundsäglich Moral und allen möglichen Tugenden prunken, und sich gegen die geheime Abstimmung losgezogen. Am unverschämteine Vermehrung der Steuern zum Zwecke der Vernicht entblöden, den von ihnen abhängigen Personen ihr testen thut dieses das Organ des Fürsten Bismarck, keine Vermehrung der Steuern zum Zwecke der Berwichtigstes und heiligstes, durch die Verfassung und Gesez des Vaters der Lüge und Fälschung. Nach ihm wider mehrung des Heeres bewillige. Die diversen Anzapfungen Singer's, daß man auch in den Reihen des hohen Adels, verbürgtes Recht zu rauben. Der Arbeiter behält ja die spricht die geheime Abstimmung der Ehrlichkeit des gerber frommen Kirchenfürsten, der Generalität und des hohen Freiheit der Wahl, das Gesetz bestimmt auch die geheime manischen Charakters". Jeder Deutsche müſſe Mannes und höchsten Beamtenthums es von Zeit zu Zeit nicht verStimmabgabe, aber ihr Arbeitgeber, so nennt man in Deutsch- genug sein, offen seine Meinung kund zu geben. Wie schön land den Arbeitsausbeuter, hat Anordnungen getroffen, die der germanische Charakter hier gepriesen wird. Der alte schmäht, sich unter den Schatten des Giftbaumes zu be ihn vollständig kontrolliren lassen, men sein Arbeiter gewählt Germane hatte auch keine Polizei, er hatte nicht Schloß und geben, blieben unerwidert. Die Herren wissen wohl, warum sie schwiegen. hat. An der Wahlurne und an den Eingängen zum Wahl- Riegel vor seinen Wohnungen, er hatte auch noch keine lokal hat der Fabrikant seine Helfershelfer aufgestellt, die kapitalistischen Ausbeuter. Uns ist die öffentliche Aus- Der deutsche Reichskanzler wird den Parlamentaris dem Arbeiter den Stimmzettel in die Hand drücken und übung des Wahlrechts etwas sehr Sympathisches, gegen mus sicherlich verwünschen, wenn er auch besser mit ihm genau Acht geben, ob er auch denselben Stimmzettel in die die wir vielleicht von dem Augenblicke an nichts ein- fertig wird, als sein Herr Vorgänger. Hätten wir keinen 100 hätten, Wahlurne legt. Der Arbeiter hat freie Wahl, er kann zuwenden anspeienswerthen Parlamentarismus, so würde jegt einfach ein Utas erlassen, nicht mit Gewalt genöthigt werden, den ihm in die Hand Halunken aufgeräumt wäre, die in heimtückischer, und das deutsche Volt hätte seine neue Militärvorlage, und gedrückten Wahlzettel in die Urne zu legen, aber hinter ihm niederträchtiger Weise bereit stehen, den wirthschaftlich Ab- die famose Dreieinigkeit: Soldat werden, Steuern zahlen steht die Drohung, aus der Arbeit entlassen zu werden, wenn hängigen, der von seinem Wahlrechte Gebrauch macht, an und Maul halten" wäre oberste Staatsreligion und Staatser nicht nach Verlangen seines Brotherrn" wählt. Auf diese der Gurgel zu fassen. Gegen dieses wegelagerude Broßen Grundgesez. Dieses höchste Jdeal des Militarismus und Weise mißbraucht so mancher Fabrikant und Gutsherr seine thum muß Schuß geschaffen werden durch gesetzliche Be- strammen Regiments ist aber, trotz aller Mühe, die der Stellung als Unternehmer und Ausbeuter. Nicht blos Stimmungen, welche festere Garantien für die freie Aus- famose Reichs- Gründer" sich gegeben, wenigstens in bezug wirthschaftlich beutet er ihn aus, sondern er bestiehlt ihn übung des Wahlrechts schaffen, mag die freche Räuberschaar auf den letzten Punkt, nicht zur vollen Verwirklichung geauch um das gesetzlich ihm zustehende Recht. Das Prozenthum auch über die Feigheit und Unmännlichkeit der von ihr An- langt das deutsche Volt hält nicht das Maul"- und hat aus dem fapitalistischen Herzen jedes Gefühl der Scham gefallenen schimpfen, die sich gegen sie mit guten Waffen was noch viel schlimmer ist, auch der Herr Reichskanzler kann und darf dem Gebote nicht folgen. Ja, dürfte er es! und der Ehre so vollständig ausgelöscht, daß es ihm als versehen. Könnte er im Reichstag und in der Kommission das ein selbstverständliches Recht erscheint, für den Hungerlohn, den Mund halten, wie glücklich wäre er! Allein es geht den es dem Arbeiter zahlt, ihn voll und ganz mit Leib und Feuilleton. Nagbrua verboten.) Haus Nuzingen. Soziale Studie von H. de Balza c. Deutsch von Curt Baate. [ 10 mit den ich noch Beamter war, war ich thöricht genug, an den Schicksalen all' der Familien Antheil zu nehmen, bei denen ich zu Mittag geladen wurde; ich vertheidigte fie, wenn man über sie klatschte, ich redete ihnen selber nichts lebles nach D! Ich war eben noch ein Kind Als Malvine ihrer Mutter die Lage auseinandergesetzt hatte, rief die ehemalige Perle der Adolphus:- Ach, Ihr armen Kinder, bei wem werden wir uns denn nun Kleider machen lassen müssen? Ich darf also keine frischen Hauben mehr tragen, nicht mehr Gäste empfangen und nicht mehr in Gesellschaft geh'n? " Woran würdet Ihr einen Verliebten erkennen?" unterbrach sich Bixiou. Wir wollen nämlich feststellen, ob Beaudenord in die kleine Blondine wirklich verliebt war." Er fümmerte sich nicht um seine Geschäfte!" rief Couture. ,, Und weshalb ist Finot so reich?" entgegnete Blondet. Ich brauch' Dir's nicht zu sagen, mein Sohn, wir verstehen uns Aber Finot! Du schenkst mir ja ein, als wenn ich Dein Holzhacker wäre. Am Schluß einer Mahlzeit darf man am Wein nur nippen Also weiter, Bigiou!" „ Godefroid, der, wie Du es nennst, ganz futsch" war, machte also mit der großen Malvine, der leichtsinnigen Baronin und der kleinen Tänzerin intime Bekanntschaft. Er widmete sich dem eifrigsten, aufreibendsten Minnedienst. In den Tagen, in denen unser Täuberich Beaudenord Die Leichen früheren Reichthums störten ihn nicht. Ach auf sein Täubchen zuflatterte, hatte Nuzingen, der den was! Allmälig gewöhnte er sich an den ganzen verblichenen Charakter seiner früheren Prinzipalin fannte, Malvinen Plunder. Der grüne Kamin im Salon mit seinen weißen über die finanzielle Lage, in der sie sich befanden, die Augen Verzierungen fam ihm nicht mehr alt, blaß, fleckig, auföffnen müssen. Er hatte nur noch dreimalhunderttausend frischungswürdig vor; die Vorhänge, der Theethisch, die auf Franks für die Familie in Verwahrung; die vierundzwanzigdem Kaminsims prunkenden chinesischen Figürchen, der tausend Frants Zinsen waren auf achtzehntausend herab- Er wechselte täglich dreimal das Oberhemd," meinte Rokoko- Kronleuchter, der fadenscheinige Kaschmirteppich, das gefunken. Drei Jahre lang hatte Wirth die äußere Stellung Finot. Piano, das kleine, geblümte Porzellangeschirr, die nach des Hauses in der alten Weise aufrecht erhalten. Eine Frage vorher," sagte Blondet. Kann und darf spanischer Sitte gefranzten, löchrigen Servietten, der persische Sofort nach dieser Mittheilung ließ Malvine ohne sich ein außerordentlicher Mensch überhaupt verlieben?" Salon vor dem blau ausgeschlagenen Schlafgemache der Wissen der Mutter die Pferde abschaffen, den Kutscher ver- Liebe Kinder," erwiderte Bigiou sentimental, hüten Baronin nebst seinem Zubehör, alles war in seinen Augen abschieden und den Wagen verkaufen. wir uns wie vor einem giftigen Thiere vor einem Menschen, heilig und geweiht. Ihr Hausmobiliar, das zehn Jahr alt war, fonnte nicht erneuert werden, obwohl alles mit der Zeit recht abgebraucht worden war. " " der, wenn er merkt, daß er eine Frau liebt, mit den Fingern Nur dumme Frauen, deren Schönheit Verstand, Herz schuippst oder seine Zigarre mit den Worten fortwirft: und Seele überstrahlt, können so viel übersehen machen; Ach was! Es giebt noch mehr Weiber auf der Welt! geistreiche Frauen mißbrauchen ihre Vorzüge nicht. Klein Alles war im Hause zur Hälfte schlecht, man konnte Hüten mir uns vor ihm, die Regierung aber kann im und dumm muß man sein, wenn man einen Mann ersich mit der Uebereinstimmung trösten. Die Baronin, eine Ministerium des Aeußern für ihn nüßliche Verwendung obern will. wohlfonservirte Blume, glich einer frostigen, zusammen- finden. Godefroid hatte die diplomatische Laufbahn aber geträufelten Rose, die im November noch allein am aufgegeben! Uebersich das nicht, lieber Blondet!" Stocke fizt. Gut, gut," erwiderte jener. Godefroid wird ganz Ich selber, sage ich Euch, habe diesen Reichthum sich futsch" gewesen sein. Für die Dummföpfe ist die Liebe herbstlich färben und verwelten gesehen. Ein schrecklicher An- die einzige Chance, um sie aus der Niedrigkeit zu erblich, auf Ehre! Es war mein letzter Kummer, nachher heben." hab' ich mir gesagt: Wie kann man blos so dumm sein Ach Blondet, weshalb sind wir dann so arm geblieben?" und so großen Antheil an anderen Leuten nehmen. Als rief Biriou. Beaudenord liebte schließlich sogar den alten, feierlichen Kammerdiener Wirth, er hat mir's selbst gestanden. Der alte Schelm fühlte für seinen künftigen Herrn eine Hochachtung, wie der Katholit vor dem Abendmahl. Der ehrliche Wirth war ein deutscher Kaspar, einer jener Viertrinker, die ihre Verschlagenheit in Gutmüthigkeit einwickeln, wie ein mittelalterlicher Kardinal feinen Dolch im Aermel. Wirth sah in ihm einen Mann für Isaura und umgab ihn eigenen Land keine Augen und fein Gefüht haben. In Bossischen Zeitung" lesen wir: Der Nothstand in Holland ist groß, die Arbeitslosigkeit nimmt zu, die Regierung erklärt sich außer stande, helfen zu können, und die versuchte Hilfe einzelner Gemeindeverwaltungen ist unzureichend. Bisher beschränkten sich die von den Nothleibenden verübten Ausschreitungen auf die Provinzen Fries land und Groningen, wo man schon seit Beginn des Sommers von einem Mothstarde sprechen fann. Immer mehr Militär und Polizei wurden zur Dämpfung des Aufruhrs in die größeren Orte gelegt, doch schon vor einer Woche schrieb unser Amsterdamer Berichterstatter, daß die Zustände unhaltbar seien. Die Regierung thut nichts, die katholischen Ultramontanen und die protestantischen Orthodoxen verweisen auf die Religion als die einzige Hilfe, und die Sozialisten wie anarchistische Agitatoren predigen die offene Auflehnung. Gestern ist Amsterdam mit der ersten Kundgebung dieser Art überrascht worden. Es wird uns gemeldet( S. auch die Depesche in letter Nummer des„ Vorwärts"): nicht. Der böse Parlamentarismus zwingt ihn, Gründe anzugeben, und da diese Gründe nothwendigerweise nur in einer Schwarzmalerei unserer Zustände und in der Herabsehung des Werthes unserer Armee und unserer tostbaren und theuren Verbündeten bestehen können, so muß der unglückliche Reichskanzler. jeden Augenblick irgend wo anstoßen und irgend jemandes Gefühle verletzen. Bald ift's der deutsche Landwehrmann, der sich durch das kühne Bild von der wackelnden Spize" verletzt fühlt, bald die dänische Regierung, die sich zu beschweren hat, bald und zwar in besonders hervorragendem Maße die lieben Verbündeten in Rom und Wien. Der Dreibund war von vornherein der schwache Punkt der Militärvorlage, die thatsächlich auf der Voraussetzung beruht, daß Deutschland allein gleichzeitig gegen Rußland und Frankreich zu tämpfen genöthigt sein werde, während man doch seit Jahren für den Dreibund gewaltige Reklame macht, dessen alleiniger vernünftiger Zweck sein kann, Deutschland in dem Fall eines Krieges mit Frankreich und Rußland Beistand zu leisten. Wo ist der Dreibund?" Das war die Frage, die Herr v. Caprivi im Reichstag und in der Militärkommission entgegentönte. Und als Gentleman, der einer Unwahrheit nicht fähig ist, hat er dann in der Kommission gesagt, der Dreibund ist zwar auf dem Papier vorhanden, und er ist auch ganz vorzüglich für Friedens ist über allen Zweifel erhaben und daß das Maß feiner Die praktische Pädagogik" des Unteroffiziers zeiten. Im Kriegfall haben wir uns einzig auf uns selbst Renntnisse mehr als genügt für das, was das Bolt zu verlassen. Und dabei paffivte es denn Herrn v. Caprivi, zu wissen braucht, wird weder Herr von Minnigerode, noch daß er über die österreichische und italienische Armee Be daß er über die österreichische und italienische Armee Be- irgend ein anderer preußischer oder mecklenburgischer Hunter merkungen machte, die in Rom und Wien nicht als bestreiten. Was die Kirche allein nicht fertig bringt, das Schmeicheleien aufgefaßt wurden und arg verschnupft haben. Volk zu Gehorsam, Bucht und Ordnung zu erziehen, wird Genug mit seiner Militärvorlage hat Herr v. Caprivi sie mit Hilfe des Unteroffiziers erreichen; ein beiderseitiges viel, viel Merger und entschiedenes Pech. Er hat überall Einvernehmen wird sich gewiß erzielen laffen. Durch den Mißverständnisse, Werstimmungen, Äerger und Feindschaft Unteroffizier als Volksschullehrer erhält der Militärstaat erregt, und dem Deutschen Reich moralische Nachtheile zu erst seine Krönung. gefügt, die selbst durch die unveränderte Annahme der neuen Militärvorlage sich nicht ausgleichen würden. Aussichten, welche zumneist, wie Schuhmannschaft, Gendarmerie,[ im Grenzaufseher u. f. w. Anforderungen an die körperliche der Leistungsfähigkeit stellen, denen nicht jeder nach acht bis zehnjährigem Frontdienste gewachsen ist. Was aber die Taug lichkeit der meisten Unteroffiziere für den VolksschullehrerPoften angeht, so dürfte sie außer Zweifel sein. An Bflichttrene, Gewissenhaftigkeit und innerer Neise stehen sie dem Durchschnitt der das Seminar verlassenden jungen Leute gewiß voran; die praktische Pädagogit, die sie Jahre hindurch getrieben haben, haben, ist zweifellos mehr werth, als ein theoretischer Kursus darüber. Die Gewöhnung der Kinder an Gehorsam, Zucht und Ordnung kann auch die Kirche allein nicht mehr leisten; das vermögen nur Lehrer, die zunächst selber zu gehorchen und dann in richtiger Weise zu befehlen gelernt haben. Aber auch das Maß der Kenntnisse für die vorgeschlagene Stellung dürfte bei den Unteroffizieren in den meisten Fällen völlig genügen. Die Leistungen der Regiments- und Kapitulantenschulen sind höchst bedeutend und werden in Zivilkreisen wohl vielfach unterschäht oder kaum gekannt. Die Theilnehmer an diesen Schulen erfassen ihre Aufgabe fast stets mit einem Eifer und einer Ausdauer, die man bei jüngeren Schülern nicht findet und auch nicht erwarten kann, und die zu oft überraschenden Erfolgen führt. Sollte es aber dem Schulamtskandidaten doch noch irgendwo fehlen, so wäre dem leicht durch einen zu diesem besonderen Zweck abzuhaltenden Kursus abzuhelfen." " Gleiches Necht für Alle. Die befiifche Regic Der Bundesrath hat in seiner gestrigen Plenarjigung rung hat sich bekanntlich das Lob liberaler Kreise dadurch dem Ausschußbericht über den Gefeßentwurf zur Ergänzung erworben. daß fie einen Grlaß zum Schutz der Juden gegen der Geseze, betreffend die Postdampfschifffahrts- Berbindungen antisemitische Segereien anfertigte und den Erlaß damit mit überfeeischen Ländern zugestimmt und den Ausschuß- begründete, daß in einem gesitteten Land alle Staatsbürger bericht über den Gesegentwurf, betreffend die Feststellung gleiches techt haben müßten. Für die hessische Regierung des Landeshaushalts- Etats für Elsaß- Lothringen genehmigt. scheint aber das gleiche Recht für Alle" vor den SozialVon den polnischen Reichstags- Abgeordneten ist im Reichstag ein Antrag eingereicht, welcher die verbündeten Regierungen ersucht: dem Heichstage baldthunlichst den Entwurf eines Gefeßes, betreffend die Einführung besonderer Gerichte, vorzulegen, welche nach Analogie der Gewerbegerichte berufen wären, Streitig teiten zwischen den ländlichen Arbeitern und deren Arbeit gebern in einer schnellen, billigen und einjachen Weise zu regeln". Amsterdam, 19. Januar. Die Arbeitslosen verübten heute Mittag, nachdem ihr Gesuch um Arbeitverschaffung vom Bürgermeister abschlägig beschieden worden, auf dem Dam argen Unfug. Sie besetzten den Eingang zur Börse und trieben die Besucher unter Geschrei und Drohungen zurück. Eine Abtheilung Polizisten, die von zwei Seiten auf die Menge anrückte, zerstreute die Menge; fie sammelte sich aber wieder und zog durch die Kalverstraat, wo sie in einen Bäckerladen eindrang. Das vorhandene Brot wurde der Menge freiwillig gegeben. Aehnliches geschah in der Vyzelstraat und auf der Byzelgracht, wo eine große Brotfabrik ist. Die Wohnung des Bürgermeisters ist von einer starken Polizeimacht bewacht, da man noch weitere Unruhen befürchtet. helfen und wenn die Gemeindeverwaltungen thatsächlich Nun, wenn die Regierung sich außer Stande erklärt zu außer Stande sind zu helfen, so bleibt dem Bolt natürlich helfen und wenn die Gemeindeverwaltungen thatsächlich nichts anderes übrig, als entweder zu verhungern oder sich selbst zu helfen. Heute Nachmittag erhielten wir folgende Depesche: Amsterdam, Freitag, 20. Januar. Zahlreiche Schaaren Arbeitsloser und Sozialisten durchzogen auch heute, foziaVor einer listische Lieder fingend, die Straßen der Stadt. Brotfabrik angelangt, machten einzelne Gruppen den Versuch, in diefelbe einzudringen, wurden jedoch durch die Polizei an biejem Vorhaben verhindert. Zwei Anführer der Manifestanten, welche sich dennoch Eintritt in die Fabrik verschafft hatten, verlangten Brot; dieses Verlangen wurde jedoch zurück. gewiefen. Die Manifestanten durchzogen hierauf von Neuem bie Straßen. Gegen 2%, Uhr Nachmittags fam es zwischen ihnen und 200 Polizeiagenten zu einem Zusammenstoß, wobei mehrere Polizisten durch Steinwürfe getroffen wurden. Hierauf ging die Polizei mit blanter Waffe vor und verwundete einige Berfonen. Die Menge zerstreute sich vorübergehend, um sich alsdann abermals in Gruppen zusammenzurotten. Mehrere Perfonen wurden verhaftet. " und bemokraten zu enden. Es erhellt das aus der Maßregelung des Gerichts- Akzeffiften( Referendars) Kazenstein von Gießen, der von der Fortsetzung des Vorbereitungsdienstes, und damit vom Staatsexamen und von der Erlangung der Rechtsanwaltschaft ausgeschlossen wurde, einzig weil er Sozialdemokrat ist. Wundern thut uns das nicht. Wir erleben ja überall ähnliches; einstweilen legen wir diesen neuen Beweis politischer Rückständigkeit zu dem Uebrigen. Belgien. Die Arbeitslosenbewegung nimmt Wie leicht man misverstanden wird! In der letzten immer größeren Umfang an. Vor einigen Tagen marschirten Go lange die ländlichen Arbeiter der Gesinde- Ordnung Sigung der Reichstags- Kommission für die lex Heinze hielt 150 Arbeitslose zu Fuß von Gent nach Brüssel, um in der unterstehen und sogar des Koalitionsrechts entbehren, dürfte es der konservative Abgeordnete v. Holleufer für nothwendig, Hauptstadt ihr Elend zu zeigen und das Herz der Redieser Antrag weiter feinen Zweck haben, als die Arbeiter zn konstatiren, daß seine Aeußerang im Reichstag vielfach sierenden zu rühren. Das Kapital hat aber kein Herz", der gutsherrlichen Gerichtsbarkeit zu unterwerfen. mißverstanden sei. Er habe sich nicht für Einführung von wie ein englisches Parlamentsmitglied schon vor 50 Jahren und die Vertreter des Kapitals haben " Toleranzhäusern" ausgesprochen, sondern nur die Kaser- es aussprach Der Unteroffizier als Volksschullehrer. Hurrah! nirung", das heiße„ potenzirte Lofalisirung" empfohlen. auch keins. Unmittelbar wurde nichts erreicht. Aber die Das Ei des Kolumbus ift gefunden. Die Einheit im Wie ist bei der klaren Ausdrucksweise des landräthlichen Wogen gehen höher und höher, und der zunehmende Noth Staate der Kasernen und Schulen ist hergestellt! Die Unter Abgeordneten nur ein Mißverständniß möglich? stand fördert und schwellt die politische Bewegung für das offiziersfrage und die Volksschulfrage sind gelöst. Der allgemeine Wahlrecht." Brot und Allgemeines WahlArt. 26 der preußischen Verfassung, nach welcher ein beDer politische Eid in der Schweiz. Die Werth- recht!" das ist jetzt die Losung in ganz Belgien. sonderes Gesez das ganze Unterrichtswesen regelt, findet losigkeit des politischen Gides ist durch die Geschichte be- neben der rothen Fahne der Sozialdemokratie weht düster nach 43 Jahren endlich seine Erfüllung. Wir haben schon wiesen und jedem verständigen Menschen klar. Der poli- die schwarze Fahne des Hungers. längst auf die richtige Lösung dieser Fragen hingewiesen. tifche Eid hat noch feinen Gesinnungswechsel, feinen ein Klein Panama Das italienische Panama Man hielt es für Spott, für Fronie, für beißenden Sar Staatsstreich, feine Revolution gehindert, dafür aber die ist es nicht mehr gleicht dem französischen Original wie kasmus. Als ob der boshafteste Wit etwas so Dummes aussinnen könnte, daß es in Preußen undenkbar wäre. Ginn aussinnen könnte, daß es in Preußen undenkbar wäre. Ein höhere Standalchronik um unzählige Meineide bereichert. ein Ei dem anderen. Herr Tanlongo, der verhaftete BankBlatt, an dessen Ernsthaftigkeit zu zweifeln fast Hoch- In der Schweiz sieht man das ein. Wie uns ein Tele: direktor, ist Senator( wenn auch noch unbestätigter) und er verrath wäre, das Militär- Wochenblatt", hat sich unseres beim Bundesrath den Antrag gestellt, der Beschwerde un Gine Saussuchung hat fein Ergebnis gehabt, aber die Bes gramm mittheilt, hat das eidgenössische Justisdepartement war ein Mittelpunkt der politischen und der Finanzwelt". Hinweises angenommen und setzt ihn in einem Artikel Militärische Jugenderziehung" auseinander. Der Artikel seres Genossen Steck Folge zu geben, und den Eintritt in hörde hat sichere Kunde, daß der Biedermann Aktenstücke stellt frisch und frei die Forderung, die Unteroffiziere nach eines politischen Gides abhängig zu machen. Steck ist be in der politischen und in der Finanzwelt hochangesehen eine öffentliche Körperschaft nicht länger von der Leistung aufbewahrt hat, welche zahlreiche Personen" belasten, die vollendeter Dienstzeit zu Boltsschullehrern zu machen. Und tanntlich in den Kantonsrath feines Heimathskantons Bern find". Man sieht ganz wie in Paris, Es fragt sich schöner noch als diese Forderung ist die Begründung der gewählt, konnte aber bisher seinen Siß nicht einnehmen, bloß, ob man in Italien die Kraft und den Muth hat. selben. Das Blatt schreibt: Zunächst vom militärischen Standpunkte aus betrachtet, weil es feinem Gewissen widerstrebt, den von ihm gefor durchzugreifen. berten Antrittseid zu leisten. würde mit diesem Vorschlage einigermaßen dem fühlbaren berten Antrittseid zu leisten. Mangel an Unteroffizieren abgeholfen werden fönnen. Denn die, wenn auch bescheidene, so doch ruhige und In Holland herrscht Noth stand, wie in allen fichere Stellung als Boltsschullehrer wird manchem Unteroffizier übrigen Ländern,- und den Nothstand in der Ferne gewiß begehrenswerther erscheinen, als die sich ihm jest bietenden sehen auch unsere Herren Bourgeois, die für den Nothstand mit den arabesfenartigen Umschreibungen und Hüllen elsässischer Gutmüthigkeit- von allen Klebstoffen der beste Leim! Frau von Aldrigger mar recht improper"; sie hielt die Liebe für etwas Natürliches. Wenn Jiaura und Wialvine allein zusammen nach den Tuilerien oder den ChampsGlysées gingen, wo sie junge Männer ihrer Bekanntschaft treffen mußten, so sprach ihre Mutter zu ihnen: Amufirt Euch mur gut, liebe Töchterchen! throp", besteht in der Kunst, einen Palast auf einer Nadelspige zu bauen. Der Zauberstab der Feen, welcher in zehn Sekunden, während ich dieses Glas hier austrinfe, eine Wüste in ein Interlaken verwandeln kann, ist das symbolische Bild meiner Erzählungskunst. Soll ich Euch etwa eine Geschichte vortragen, die einer fliegenden Kanonenkugel gleicht, Euch nur einen General rapport erstatten? Frankreich. Aus Paris schreibt man uns unterm 18. 6. Wt.: Das Manöver der französischen Regierung, die dem russi schen Despoten zu Liebe ausgewiesenen fünf polnischen Genossen Nur mit Dir bin ich Meolsharfe! aus:„ Engel! vollständig! Es schlägt ein Herz in meiner Männerbruft! Schwaches Weib! Armes Herzchen! -O Nahm Godefroid an einer Gesellschaft theil, so hielt er sich nur zehn Minuten im Salon auf und plauderte mit den Damen in bescheidenem Tone; fie fanden ihn deshalb alle geistreich. Er gehörte zu jenen Leuten, die soviel Witz haben, als man ihnen beilegt. Wir plaudern, wir lachen hier, und dieser Journalist, Kurz, Toby, Pferd und Wagen wurden Nebendinge für Ihre Freunde, die einzigen, die den Kindern Uebles der, so lange er nüchtern ist, Bücher nicht leiden mag, ver- ihn, so futsch" war er. Er fühlte sich nur glücklich, wenn hätten nachreden können, nahmen sie in Schuß. Der freie langt in seiner Betrunkenheit, ich soll meiner Zunge den er in seinem bequemen Lehnstuhl der Baronin gegenüber an Ton, der in den Salons der Aldrigger herrschte, schuf einen ruhigen Gang eines Buches geben. Jetzt thut er fo, als jenem Kamin von antifem grünem Marmor sizen und Drt, wie man ihn sonst in Paris nicht fand. Ein weine er. Arme französische Phantasie, man will Dir die Isaura sehen konnte. Er trank Thee und plauderte mit Dies irae! Verhülle dem kleinen Freundeskreise, der fich allabendlich Millionär hätte solche Abendgesellschaften nicht veranstalten Nadeln Deines Spottes rauben! Dies irae! können, wie sie sich dort zusammenfanden. Ueber Dein Haupt, Candide), und Hoch die Kritik der reinen zwischen elf und zwölf Uhr in dem Hause in der alles durfte geistreich geplaudert werden, ein Frac war Bernunft! Hoch alle fünfbändigen philosophischen Sym- Rue Joubert zusammenfand. Auch sein Spielchen konnte nicht durchaus erforderlich, um Zutritt zu finden; man bole und Systeme, die je von Deutschen gedruckt worden man da ohne Furcht machen; ich habe dort stets gewonnen. fühlte sich wie zu Hause. sind, weil sie nicht wußten, daß seit 1750 Baris in einigen Wenn Jsaura ihr niedliches, in einem schwarzen AtlasDie beiden Schwestern forrespondirten, mit wem sie geistreichen Säßen die Diamanten unserer nationalen In- schuh steckendes Füßchen vorgestreckt und Godefroid es lange wollten; erhielten von ihrer Mutter Briefe, ohne daß sie telligenz geschliffen hatte. Ich hatte nicht gedacht, daß betrachtet hatte, so blieb er bis zulegt im Salon und sprach jemals fragte, was darin stand. Die gute Mutter ließ Blondet seinen eigenen Geist gemordet, seit er in seinem zu ihr: Gieb mir Deinen Schuh... Und Isaura setzte ihren Töchtern alle die Wohlthaten ihres Egoismus zu Theil Blatt die letzten Worte" aller großen Männer erfindet, ihr Füßchen auf ein Bänkchen, zog den Schuh aus und gab werden, denn der Egoismus ist die liebenswürdigste Eigen die ganz stillschweigend abgeschoben sind..." ihn ihm mit einem Blicke, einem jener Blicke... na, Ihr schaft von der Welt, da die Egoisten, weil sie selbst nicht Komm doch wieder auf Deine Erzählung," bat Finot. versteht mich. gestört sein wollen, auch andere nicht stören und der Lebens-" Ich wollte Euch also tlar machen, worin das Glück Godefroid entdeckte schließlich der älteren Schwester ein weise ihrer Umgebung nicht durch ein Gestrüpp von Rath- eines Mannes besteht, der kein Aktionär ist.( Sehr großes Geheimniß. Wenn Du Tillet an die Thür pochte, schlägen, nicht durch ein Dornengeflecht von Vorstellungen schmeichelhaft für Couture!) Schön! Seht Ihr jetzt nicht so sagte die. Röthe, die Malvinen's Züge überflammte: und Warnungen, nicht durch das Wespengesumme über ein, um welchen Preis sich Godefroid das größte Glück ver- Ferdinand! Wenn sie diesen zweihändigen Schalal sah, schwänglicher Freundschaft, die alles wissen und sich in schaffte, das ein junger Mensch nur erträumen kann? Er leuchteten ihre Augen wie Kohlengluth auf, über die der alles mischen will, hindernd in den Weg treten..." studirte saura, um sicher sein, verstanden zu werden!... Wind bläst. Wie glücklich war sie, wenn Du Tillet sie bei Du rührst mich noch zu Thränen," murmelte Blondet. Um begriffen zu werden, müssen die Dinge einander Seite zog, um an einem Pfeilertischchen oder in einer Aber Du erzählst nicht, Du blakst" uns was vor ähnlich sein, und nur das Nichts und das Unendliche sind Fensternische allein mit ihr zu plaudern. Lieber Junge, wenn Du nicht schon betrunken wärst, sich selber gleich. Das Nichts ist soviel wie die Dumm könntest Du mir leid thun. Von uns Vieren ist er der heit, das Unendliche soviel wie das Genie. einzige ernst zu nehmende Schriftsteller. Seinetwegen er- Die beiden Liebenden schrieben sich die dümmsten Briefe weise ich Euch die Ehre, Euch wie literarische Gourmets zu von der Welt; auf parfümirtem Papier tauschten sie Bärtbehandeln; die feinste Blume geb' ich Euch zu toften, und lichkeitsausdrücke, wie sie gerade üblich waren, mit einander er wagt es, mich zu kritisiren. Der sicherste Beweis " geistiger Unfruchtbarkeit, liebe Freunde, ist die Aufhäufung*) Berühmter Roman Voltaire's, in dem er den Optimismus vou Thatsachen. Molière's größte Komödie, der Misan- mit beißendem Spott überschüttet. Der Uebers. Wie schön und selten ist ein so heftig verliebtes Mädchen, daß sie naiv wird und in ihrem Herzen lesen läßt. Aber trotz dieses vertrauten Verkehrs, der mit dem Tage begann, wo die Aldrigger's bei Nuzingen erschienen, heirathete Du Tillet Malvine nicht. ( Fortsehung folgt). unb als Nihilisten und Bombenfabrikanten hinzustellen, ist leider Gladstone sich zu diesem Schritte verstanden. Das Arbeits-| Worlinan's Times". Mis R. St. John Conway von Erfolg begleitet worden. Die öffentliche Meinung hat sich departement wird eine Abtheilung des Handelsministeriums Dr. Edw. Aveling. Curran und Aveling sind entschiedene nicht sonderlich über die Verlegung des Asylrechts bilden, und mit den weitestgehenden Befugnissen ausgestattet Gegner der Champion'schen Taktit, die obengenannten Befürerregt. Nur im fünften Arrondissement von Paris, bem fein", wie gemeldet wird. worter derselben gehören der Erefutive nicht an. Studentenviertel, hat eine gut besuchte öffentliche Protest- fein", wie gemeldet wird. Jabre bestehende Verein sozialistischer Studenten einberufen 21 Zum Arbeiterkongres in Bradford wird uns unterm 15. Januar geschrieben: So weit ist der Kongreß so verlaufen, wie man nach Lage versammlung stattgefunden, welche der feit start einem Auch in England kann die Katze das Mausen nicht nehmer hat sich am zweiten Tage noch bis auf 123 vermehrt. der Dinge kaum besser erivarten konnte. Die Zahl der Theil batte. Dieser sich naturgemäß aus Bourgeoiskreisen rekrutirende lassen. In Bristol wurde, wie telegraphisch gemeldet wird, wohl find manche Sektionen noch ziemlich schwach, aber es fehlt Verein tritt dem sonst in studentischen Kreisen herrschenden der bekannte Führer der Arbeiterpartei Ben Tillet auch nicht an solchen, die die Feuerprobe schon bestanden haben. Chauvinismus aufs schärffte entgegen, hat er doch bekanntlich, unter der Anklage, eine die Dockarbeiter von Bristol zum Speziell die Bradforder Sektionen zählen zusammen an 4000 um feine internationale Gesinnung zu befunden, auch dem Ber- Aufruhr aufreizende Rede gehalten zu haben, von dem Ge- Mitglieder, besitzen ein eigenes, geräumiges Verfammlungslokal Liner Kongreffe ein Begrüßungsschreiben überfandt. In der richte vor die Assisen verwiesen. Die Verfolgungssucht gegen und können sich daher wohl sehen lassen. Einige Meetings, die Brotestversammlung traten u. a. die Genossen Guesde die Arbeiter ist eben überall lebendig, wo die Bourgeoisie aus Anlaß des Kongresses in Bradford stattfanden, und Vaillant, Daly und Allemane als Redner auf, welche aufs entschiedenste die Schwäche der Regierung, ihre in denen B. Tillet, G. G. Shaw, Edw. Aveling und herrscht. Andere sprachen, waren glänzend besucht und nahmen einen stlavische Unterwürfigkeit gegenüber Rußland und die Schmach, ausgezeichneten Verlauf. Daß die Lokalpresse dem Kongreß große Aufmerksamkeit schenkte, habe ich bereits mitgetheilt. Aber auch mit der sich das republikanische Frankreich bedeckte, geißelten. In der Kammer brachte Genosse Lavy die Ausweisung die Londoner politische Presse brachte zum Theil recht ausführliche der polnischen Sozialdemokraten zur Sprache. Ribot ant Gestern, Sonnabend, hat der Kongreß den Rest seiner Tages Berichte über ihn und widmete ihm ernsthafte Besprechungen. wortete mit den altbekannten Dellamationen über Dynamit, ordnung erledigt. Zur Ausarbeitung eines Programms unter Die Liberalen mit offenbarer Verlegenheit, denn sie wollen nicht Anarchismus, Nihilismus ut. f. w. Als Genosse Jour de Berücksichtigung und Sichtung aller darauf bezüglichen Anträge durch bittere Retriminationen den Riß vergrößern, die Tories die Anfrage Lavy's in eine Interpellation verwandeln wollte, war eine sechstöpfige Kommission eingesetzt worden, und der von mit unverhüllter Schadenfreude, da sie hoffen, aus dem Zwift um in die Debatte eingreifen zu können, verschob die Kammer, Dr. Eow. Aveling im Namen der Kommission vorgelegte und zwischen den Liberalen und der neuen Arbeiterpartei Profit für welcher die Erörterung der Angelegenheit peinlich war, die begründete Entwurf ist denn auch mit geringen Menderungen an- fich herauszuschlagen. Auf direkte Unterstützung durch die Diskussion hierüber auf einen Monat, d. b. ad calendas graecas. genommen worden. Danach zerfällt das Programm, das mit der sozialistisch gesinnte Arbeiterschaft tann diese, heute zur totalen So ist die Sache begraben. bereits erwähnten Erklärung des Zieles der Partei und einer Ideenlosigkeit gefuntene Partei nicht rechnen, ihre einzige In Carmang hat Genosse Soulie, welcher beim zweiten Erklärung, daß in bezug auf die Mittel zur Erreichung Spekulation geht darauf hinaus, im Trüben zu fischen. Aber ersten Wahlgang 1080 sozialistische Stimmen erhielt, einen dieses Zweckes die sozialen Reformen den Vorrang vor den poli- gerade diese Spekulation fönnte durch die Gründung der neuen Ausruf an seine Wähler erlassen, in welchem er dieselben auf- tischen haben sollen, in die Rubriken: 1. soziale, 2. politische, Partei gründlich zu Schanden gemacht werden. fordert, bei der am 22. Januar stattfindenden Stichwahl 3. fiskalische Forderungen. Die sozialen Forderungen fämmtlich für Jaurès zu ftimmen. So ist des letzteren lauten: 1. Geieglicher Achtstunden Arbeitstag für alle Sieg gesichert, trotzdem die Regierung die größten Anstrengungen Gewerbe und Industrien. 2. Berbot von Ueberzeitarbeit, macht, um denselben zu vereiteln. Stückarbeit und Kinderarbeit: 3. Gefehliche Unterstügung der Kranken, der Invaliden, der Altersschwachen, sowie der Wittwen in allen Glementar, Sefundär, technischen und Hochschulen. und Waisen. 4. Unentgeltlicher und unfonfessioneller Unterricht 5, Beschaffung lohnender Arbeit für die Arbeitslosen von feiten Arbeiten feiten der Behörden. An Stelle der vorgeschlagenen politischen Forde rungen fagt das Programm furzweg: Die Partei tritt für jegliche Erweiterung des Wahlrechts und Demokratifirung des Regierungssystems ein." Der fistalische Theil des Programms lautet: Abschaffung aller indirekten Steuern und Besteuerung des arbeitslosen Einkommens bis zur vollständigen Ausrottung." Man sieht, das Programm läßt an Radikalismus nichts zu wünschen übrig, und als Aveling es am Schluß ein gut uns berichtet, daß die Bahl der Anhänger des Depeschen Aus Neustadt( Herzogthum Sachsen- Coburg- Gotha) wird fozialistisches ach nein, unabhängiges Arbeiter- Programm" fälschers immer mehr zusammenschrumpft. Sozusagen mit nannte, war die Heiterkeit allgemein. Der Panama- Prozeß ist bei den Playboyers( Gerichtsreden) der Staatsanwaltschaft und der Vertheidigung an gelangt. Das neue Material, welches in den letzten Wochen fich bergehuc anfgehäuft hat, wird in den weiteren Prozessen aufmarschiren, die in der nämlichen Sache noch bevorstehen und hauptsächlich die Beste chungen zum Gegenstand haben werden, während es sich in dem jetzigen Prozeß vorwiegend um die Beschwindelung des Publikums und die Vergendung der erschwindelten Gelder handelt. " Parteinachrichten. Bersammlungen in Aue- Aylsdorf( Ref. Hoffmann Die neue Militärvorlage wurde ferner verworfen von Beis), Bloden( Ref. Kerri- Bremen), Krempe( Referent Klü ß- Gimshorn), Neu- Anspach i. d. Neumark( Referent Millarg- Berlin), Kappelna. Schlei und Brodersby ( Ref. Bömelberg- Hamburg), Heusenstamm( Referent Galm Seligenstadt). Todtenliste der Partei. Gestorben am 18. Januar in Die Grekutive wird beauftragt, ein Manifest an die Ar- Breslau der Schuhmachermeister Paul Wintler, 1. Vorbeiter von Großbritannien zu richten, das die sozialen zc. Besitzender des dortigen Arbeitervereins. 2c. Be- Breslau schlüsse der Konferenz enthält, den internationalen Charakter der Arbeiterfrage betont, dem Proletariat aller Länder Brudergruß entbietet und den Entschluß der Unabhängigen Arbeiter partei ankündigt, die internationalen Kongresse in Zürich und London zu beschicken. Ein Unterantrag, nur den Züricher Kongreß zu berücksich tigen, wurde mit der Motivirung abgelehnt, man dürfe nicht von vornherein die Fühlung mit dem Gros der heimischen Arbeiter Gros der heim aufgeben. Polizeiliches, Gerichtliches ac. # Auf Requisition des Amtsgerichts zu Mülheim a. Rh. wurde am 15. Januar in Bergisch Gladbach in der Woh nung des Genoffen Renfenheuer sowie bei 6 Dünnwalder Bürgern nach dem Manuskript eines Aufrufs gehaussucht, der in Dunnwald verbreitet worden war. Die Haussuchung war erfolglos. Hochinteressant ist in dem gegenwärtig fich ab spielenden Prozeß die Rede des Advokaten Barbour, Des Vertheidigers von Lesseps. Dieser Herr weist Händen und Füßen sträubte sich hier alles gegen ins Kleinste nach, daß die Herren Lesseps und Kompagnie Indeß, das radikalste Programm Tann zu reaktionären Sie Militärvorlage; die Reichstagsauflösung würde mit Freuden nichts gethan haben, was in der Börsen- und Finanzwelt wecken gemißbraucht werden. Es fragte fich also, wie der Kon: begrüßt werden. Auch die freifinnige Partei verliere immer nicht allgemeiner Gebrauch sei; sie hätten blos Bech gehabt. greß sich zur Frage der Taktik oder, wie der betreffende Punkt mehr an Boden. Die Sozialdemokratie fei die einzige Partei, Und damit hat Herr Barbour Recht. Es ist wie bei allen der Tagesordnung lautete, zur Frage der Politik der Arbeiter die stete Fortschritte mache. Brozessen strafbar ist bloß der Mißerfolg. Und noch über. Die eine, besonders vertreten durch J. L. Mason( Leeds) versammlung einstimmig folgende Refolution an:" Die Volks partei ftellte. Hier standen sich zwei extreme Richtungen gegens In Buttstädt i. Th. nahm am 15. Januar eine Bolts fein Staatsanwalt hat sich gefunden, der bei Finanz- und A. K. Donald( London), nahm einen dem Champion'schen versammlung erklärt die bürgerliche Gesellschaft für unfähig, dem operationen die Grenze zwischen legitimem( gefeßlichem und ziemlich gleich kommenden Standpunkt ein, die andere, vertreten allgemeinen Noth stande abzuhelfen und eine Besserung erlaubtem) und betrügerischem Geschäft zu ziehen vermocht durch die Delegirten aus Manchester, aus Manchester, perlangte abfolute ber Lage der arbeitenden Bevölkerung herbeizuführen. Sie hätte. Die alten Griechen und Römer waren fluge Leute, Stimmenthaltung allen Kandidaten gegenüber, die in irgend einer erkennt des Weiteren, daß nur die Sozialdemokratie die einzige fie bewiesen ihre Sachkenntniß und zugleich ihren prophe- Weise von Liberalen, Tories oder liberalen Unionisten nominirt Partei ist, von welcher die Arbeiterklasse Befferung ihrer traurigen tischen Scharfblick, indem sie Merkur, den Gott des Handels worden seien. So unpraktisch dieser lettere Standpunkt bei dem Lage und volle gesellschaftliche Gleichstellung mit den übrigen und Profits auch zum Gott der Spitzbuben ernannten. bestehenden Wahlsystem wäre, so wäre er doch dem Ersteren Klassen zu erwarten hat. Endlich erklärt sich die Bersammlung unbedingt vorzuziehen gewesen, und er war auch hauptsächlich gegen die Militärvorlage, durch deren Annahme die Weiter schreibt man uns unter dem 19. d. Mts.: von dem Bestreben diktirt, die Partei von vornherein gegen das ohnehin schon verzweifelte Lage der Arbeiterklaffe noch verHerr Constans, Unter- Staatsfetretär für Einschmuggeln amerikanischer Wahlpraktiken sicherzustellen. Es schlimmert werden würde, da diese fast allein die erwachsenden die kolonien." Unter diefer Ueberschrist fagt die Petite war erfreulich zu sehen, mit welchem Gifer die Delegirten aus Untoften zu tragen hätte." Republique française" folgendes: berr Constans ist soeben Wanchester diesen Gefichtspunkt in den Vordergrund stellten. Ferner nahm in Berlin eine Frauenversammlung nach in der Perion des Herrn Delcassé, der zuerst eine ab Judes die Mehrheit mochte sich nicht absolut die Hände binden dem Vortrage der Frau Bettin Stuttgart die gegen den fchlägige Antwort gegeben hatte, zum Unter- Staatssekretär für und nahm daher einen von der Sektion Bradford gestellten An- Wilitarismus gerichtete Resolution des Parteitags gleichfalls an. Die Kolonien ernannt worden. Nachdem Herr Delcajié bei Herrn trag an, wonach bei Wahlen, 100 fein unabhängiger Ribot durd gesetzt hatte, daß der Unter- Staatssekretär wie Arbeiterkandidat in Frage ist, die Mitglieder gehalten find, Bustimmungserklärungen zu den Beschlüssen des früher den Sigungen des Ministerrathes beiwohnen dürfte, hat der Weifung der lokalen Erefutive zu folgen. Das Berliner Parteitags liegen noch vor von den Parteis er fich beeilt, auf seine Entscheidung zurückzutommen und an wäre an fich eine schwache Gewähr gegen Mißbrauch, aber aus genoffen in rempe( Schleswig- Holstein), Heusensta i m zunehmen. Es ist zu wünschen, daß man diese Wahl niemals den Reden der großen Mehrheit der Delegirten war auf's deut( Hessen). zu bereuen hat." Danach scheint es, als ob Herrn Constans lichste zu ersehen, daß vor Allem der Wunsch vorherrscht, keiner der erste Schritt zum Wiedereintritt in die Staatsämter, der gegnerischen Parteien als Werkzeug zu dienen. In diesem Partei- Organisation. In Helmstedt wurde nach einem worauf er unablaffig hinarbeitet, gelungen ist. Seit einiger Sinne wurde auch beschlossen, keinen Beitrag zum Bentral Vortrage des Genossen R. Salwer aus Braunschweig ein Beit läßt der Retter des Vaterlandes und Schlächter von Wahlfonds der Partei anzunehmen, bei dem die Verwendung für fozialdemokratischer Wahlverein errichtet. Auch in Gevels. Fourmies in den opportunistischen Blättern wieder eine bes eine bestimmte Kandidatur zur Bedingung gemacht oder sonst berg am Rhein haben sich die Genossen organisirt, und zwar deutende Reklame für fich machen; man schreibt Lobartikel auf irgendwie das freie Verfügungsrecht der Zentralexekutive be- durch die Wahl eines Vertrauensmannes. ihn, man veröffentlicht sein Porträt, man lechst nach dem Manne schränkt wird. Von weiteren Beschlüssen sei noch der folgende mit der Faust". Inzwischen beeilt sich Herr Ribot, dem hervorgehoben: Volke durch Ausweisung auswärtigerSozialdemokraten und fremder Journalisten zu beweisen, daß auch er energisch" auftreten tann, Hand in Hand mit der Reklame für den Mann mit der Faust" geht die Propaganda für den Mann mit dem Degen", welchem man die Präsidentschaft der Republik fibertragen will. Die Angriffe auf Earnot mehren sich in der That von Tag zu Tag; sie gehen nicht nur von reaktionärer, sondern auch von radikaler Seite aus; zwar wird es faum ge lingen, Carnot eine direkte Mitschuld am Panama Schwindel nachzuweisen; aber man wirft ihm vor, er habe seiner Zeit -Wie die„ Neue Badische Landeszeitung" mittheilt, ift in als Winister zu wenig Acht auf die unsauberen Manipulationen Mannheim der Genoffe Sueßtind perhaftet worden. Die der Panamiften" gegeben. Als feinen Nachfolger im Elyfeum Dies das Resultat der Bradforder Berathungen. Schreiber Verhaftung scheine in Zusammenhang mit der Untersuchung zu verlangte der Figaro" den oben erwähnten Mann mit dem dieses hat denselben nicht bis ganz zum Schluß beigewohnt, ift stehen, die gegen den ungetreuen Händler anhängig ist. Degen"; wer damit gemeint sei, verrieth alsbald die" France": also im Moment nicht in der Lage, darüber zu berichten, in wie der militärische Befehlshaber von Paris, General Sauffier weit beim legten Punkt der Tagesordnung auf die Tillet'schen Vereins der Holzarbeiter, in welcher der Referent Krüger über -Sächsische 3. In einer Versammlung des Dresdener Der Ausgang des gegen Carnot unternommenen Feldzuges ist Auslaffungen zurückgegriffen wurde. Aber schon der Beschluß die Lage der Tischler in Deutschland sprach, wies dieser auch auf noch ungewiß; Carnot thut so, als kümmerte er sich nicht um selbst ist ja eine Desavouirung derselben. Ein eigenthüm die Schwierigkeiten hin, welche den Arbeitern gemacht würden, denselben. Käme es aber zu seinem Sturze, so schwände damit liches Spiel bes Bufalls brachte es mit fich, daß ich auf der wenn sie sich statistisches Material verschaffen wollten, und er die legte Stuße der Autorität in Frankreich; die Anarchie Heimreise ein und dasselbe Koupee mit Tiflet zu theilen hatte. wähnte hierbei das bekannte Verbot der Arbeitslosenstatistit. Da wäre vollkommen; und dann ist allerdings zu erwarten, daß Da war natürlich eine persönliche Auseinandersetzung unver- bedeutete der Ueberwachende dem Redner, daß er über diesen die" Faust" und der Degen" Arbeit bekommen werden. meidlich. Sie ergab, wie übrigens vorauszusehen, erstens eine Bunft nicht sprechen dürfe. Als Krüger hierauf erwiderte, wenn Glücklicherweise besigen aber nicht blos die Reaktionäre und totale Unbekanntschaft des biederen Ben mit der feitländischen er über die Lage der Tischler in Deutschland spreche, müsse er die Opportunisten Fäuste und Degen, sondern auch ihre Arbeiterbewegung, und zweitens hypernaive, halb günstlerische doch auch die Dresdener Verhältnisse berühren, wurde ihm von Gegner.Auffassung des Klaffentampfes. Ein wohlhabender Geschäfts- dem Beamten das Wort entzogen. Auch beim zweiten Punkt der Wie ein Telegramm vom heutigen Nachmittag meldet, mann tönne tein Sozialist sein, erklärte mir Ben, und wenn Tagesordnung, welcher mit dem ersten in teiner Weise zusammenist Cornelius Herz in England( Bournemouth) ver- unsere Partei solche in ihren Reihen aufnehme und in den Reichs: hing, gefiel es dem Beamten, Krüger nicht sprechen zu lassen. haftet worden. Er ist aber frant und noch nicht in tag wable, so beweise sie damit, daß sie den wahren Sozialismus Erst beim dritten Bunft erlaubte er es ihm. noch nicht erfaßt habe. Auf den Hinweis, daß dieses Prinzip Fragezettel- Debatte aber fand sich die Kritik über den Polizisten Paris. der schwieligen Hand die englischen Gewerkschaftier nie verhindert treffend in die Frage zusammengefaßt: Liegt Dresden in mit allen möglichen Bourgeoispolitikern Durchstecherei zu Rußland? Die Arbeiterschutz- Gesetzgebung erregt in Frankreich treiben, fie auf ihren Kongressen als Ehrengäste zu fêtiren, wußte Arbeitervereins hatte die Umtshauptmannschaft Oschatz das MitNach bes der Gründung Dahlener denselben Oppositionssturm der Ausbeuter wie in Deutsch Tillet nichts zu antworten, als, diese Dinge billige er auch nicht. gliederverzeichniß des Vereins eingefordert, welchem Verlangen land. Auch in Frankreich lieben es die Ausbeuter, das Daß sie die nothwendige Konsequenz der ständischen Denfweise Folge geleistet wurde. Kürzlich wurde nun, wie der Wähler" Juteresse der Arbeiter gegen die Maßregeln zu ihrem eignen sind, vermochte oder beliebte er nicht zu fapiren. berichtet, ein Mitglied des Arbeitervereins, welches auch Mitglied Schuhe anzurufen. Besonders verhaßt ist ihnen, daß das Bessere Eindrücke als aus der Unterhaltung mit Tillet habe des Militärvereins ist, vor den Vorstand des Militärvereins befranzösische Gesetz vom 2. November v. J. die Arbeitszeit ich aus der mit den Delegirten der Provinz und ganz besonders schieden und ihm freigegeben, entweder aus dem Arbeiterverein der Kinder auf 10 Stunden beschränkt. Dadurch, daß die denen Nord- Englands erhalten. Auch hier herrscht, wie das bei oder dem Militärverein auszutreten. Dabei las der Militärjugendliche Arbeit eingeschränkt wird, gelange auch die Ar- einer relativ jungen Bewegung unvermeidlich, noch manche Gin Vereinsvorstand dem Betreffenden das Mitgliederverzeichniß beit der Maschinen und Erwachsenen, welche auf den Hand- feitigkeit in der einen oder anderen Richtung vor, aber den ganz genau so vor, wie es bei der AmtshauptmannHand- Leuten ist der Sozialismus nicht ein Schlagwort auf der Tribüne, langerdienst der Kinder angewiesen sei, zum vorzeitigen sondern Sache der Ueberzeugung, fie find auch durchaus nicht so Vereinsgesetz wurde der Genosse Steglich aus ofchwiz fchaft eingereicht worden war. Wegen Vergehen gegen das Stiustande. Die Bourgeois- Organe laffen auch die Arbeiter durchbrungen von der Ueberlegenheit der englischen Kampf: vom Dresdener Schöffengericht zu 10 M. Geldstrafe verim höchsten Grade mißvergnügt darüber sein, daß man ihre methoden. Ein gewiffes Mißtrauen gegen London zeigte sich bei urtheilt. Steglich hatte eine öffentliche Versammlung einberufen, Kinder zwinge, die Fabrit eine volle Stunde früher als sie der Abstimmung über Siz und Zusammensetzung der aus 15 Mit: in der ein Vortrag über„ Cungenstechthum" gehalten werden sollte. selbst zu verlassen. Durch diese Maßnahme erleide die gliedern und dem Sekretär der Partei bestehenden Exekutive. Gin Er hatte dazu die nachgesuchte Erlaubniß erhalten, Eintrittsgeld nationale" Industrie unwiderbringlichen Schaden. Es ist Antrag, dieselbe ganz nach London zu verlegen, stieß auf fast zu erheben. Diese war ertheilt worden unter der Voraussetzung, Dieselbe Seulmeierei der kapitalistischen Profitwütheriche, leidenschaftlichen Widerstand. Man wollte sich nicht von London baß die Versammlung nur der Förderung der Wissenschaft zu die wir in Deutschland kennen und die sich auch in Eng- aus leithammeln lassen. Lieber wählte man die foftfpielige Art dienen bestimmt sei(§ 17b des Vereinsgesetzes). land zeigte, als man vor 60 Jahren mit der Fabrikgeseh- wurden London außer dem Generalsekretär nur 4 Mitglieder der Sozialdemokratie anzuschließen. Dies soll eine Besprechung öffenteiner geographischen Vertheilung der Exekutive. Demgemäß tragende soll aber die Anwesenden aufgefordert haben, sich der gebung der unbegrenzten Ausbeutung Schranken zu ziehen felben augewiefen. Die restlichen 11 vertheilen sich auf folgende licher Angelegenheiten gewesen sein. begann.Diftritte: 3 Mitglieder für Schottland, 5 für die sechs nördlichen Die Gründung eines Arbeitsdepartements das Grafschaften und 3 für die Midlands( Mittel- England) und die östlichen Grafschaften. Zum Sefretär wurde Shaw- Maxwell, ein heißt einer Behörde, welche sich mit der Lage der Arbeiter Mitredakteur der Wortman's Times", igen lt, zu Mitgliedern und den Arbeitsverhältnissen zu beschäftigen hat, ist be ber Exekutive für London. und So- England: Bete schlossen worden in England. Angesichts der hoch Gurran, einer der beliebtesten Agitatoren und Organisatoren gehenden Wogen der Arbeiterbewegung hat das Ministerium der Gasarbeiter Union, Jos. Burgaß, " " Redakteur ber " Bei der Der Vor Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonnabend, den 21. Januar. Opernhaus. Oberon. Schauspielhaus. Nathan der Weise. Leffing- Theater. Baumeister Solneß. Wallner- Theater. Die GroßstadtIuft. Berliner Theater. Othello. Deutsches Theater. Zwei glückliche Tage. Kroll's Theater. Frischen und Lieschen. Oberst Lumpus. Viktoria Theater. Die Reise um die Welt in achtzig Tagen. Residenz Theater. Familie Pont Biquet. Neues Theater. Durch die Intendanz. Die Lore. Friedrich- Withelmstädt. Theater. Fürstin Ninetta. Adolph Ernst- Theater. Modernes Babylon. Thomas- Theater. Der Distanzritt. National- Theater. Egmont. Alexanderplah- Theater. Maria Stuart. Apollo Theater. Vorstellung. Spezialitäten Theater der Reichshallen. Spezialitäten- Vorstellung. Circus Renz. traurige Nachricht, daß meine liebe Allen Verwandten und Freunden die] ( Karlstraße.) Sonnabend, den 21. Januar 1893, Abends 71,4 Uhr: Achtung! Achtung! Frau Helene, geb. Findeis am Sonntag, den 22. Januar 1893, im ,, Eiskeller", Chauffecftr. 88/ Donnerstag, den 19. d. M., verstorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 22. d. M., Nachm. 3 Uhr, von der Gala- Vorstellung. Zeichenhalle des Eliſabeth- Kirchhofs in Gedächtnissfeier Auftr. sämmtl. Künstlerspez. I. Rang. der Prinzen- Allee aus statt. 980 für die drei in der Nacht vom 22.- 23. Januar 1887 Vorführen u. Reiten d. bestdress. Frei- Albert Schalong und Tochter. heits- u. Schulpferde, u. a. Mr. James Fillis m. d. Schulpf. Germinal. Verein 3. Wahr. d. Jnteressen Zum Schluß: Gin Künstlerfest. T Große Ausstattungs- Pantomime vom Hofballetmeister A. Siems. Mit überraschenden Licht- und Wassereffecten. Auf das Glänzendste in Szene gesetzt vom Direttor Fr. Renz. Grosser verunglückten Genossen, veranstaltet vom 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis, bestehend in 353/4 der Berl. Knopfarbeiter. Festrede des Genossen W. Liebknecht, Concert u. Gesang. Sonntag, den 22. Januar, Vormittags 10 Uhr, bei Schirmacher, Andreasstr. 26: Ordentliche Blumen- Corso. Ballet von 100 Damen Generalversammlung. Morgen, Sonntag: 2 große FestTagesordnung: Vorstellungen. Nachm. 4 Uhr( 1 Kind 1. Jährlicher Kassenbericht. 2. Bericht unter 10 Jahren frei): Auf vielseitiges des Borstandes. 3. Wahl des VorVerlangen: Die lustigen Heidelberger. standes. 4. Verschiedenes. Abends 7/2 Uhr: Ein Künstlerfest. Um recht zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Fr. Renz, Direktor. 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Nachdem die außerordentliche Generalversammlung den Anschluß an den Deutschen Tischlerverband beschlossen hat, ist es Pflicht aller Mitglieder, ihren Uebertritt bis zum 1. Februar auf den Zahlstellen des Vereins und Verbandes zu erklären, damit sie ihrer Rechte nicht verlustig gehen. Sonnabend, den 11. Februar 1893: Grosser Wiener Maskenball im Konzerthaus„ Sanssouci", Kottbuserstr. 4a. Anfang 8% Uhr. Billets à 50 Pf. sind auf allen Zahlstellen des Vereins und bei den Vorstandsmitgliedern zu haben. 308/10 Der Vorstand. Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Heute Sonnabend, den 21. Januar 1893, Abends 8% lthr: Große Versammlung der Eisen- und Metalldreher, aller in Gas, Wasser- und Dampfarmaturen beschäftigten Arbeiter, sowie Hobler, Bohrer und Stoßer im Restaurant Röllig. Neue Friedrichstrasse 44. 11 Tages Ordnung: 1. Bortrag des Regierungsbaumeisters a. D. Gust. Keßler über Die gegenwärtige politische Lage". 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verbands- Angelegenheiten.. Montag, den 23. Jannar 1893, Abends 8%, the: = Bezirks Versammlung des Nordens, sowie für die Feilenhauer im Lokale des Herrn Hensel, Invalidenstrasse I. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Herrn Dr. J. Baruch über Metallvergiftungen". 2. Diskussion. 3. Vorschläge zur Wahl eines Beisitzers der Feilenhauer zum Vorstand, sowie desgl. zur Fachkommission. 4. Verbands- Angelegenheiten und Verschiedenes. Die Kollegen werden dringend ersucht, recht zahlreich in diesen Versammlungen zu erscheinen; besonders die Feilenhauer werden auf die Wichtigfeit der Tagesordnung aufmerksam gemacht. Die Kollegen der Allgemeinen Elektrizitätswerke, der Aktiengesellschaft vorm. Rappler, sowie der Werkstätte von Wilke, Fehrbellinerstraße, sind ganz Der Vorstand. besonders zu dieser Versammlung eingeladen. 228/12 Vereinigung d. Drechsler u. Berufsgenossen Deutschlands.( Ortsverwaltung Berlin.) Große außerordentliche Versammlung am Sonntag, den 22. d. M. Tages- Ordnung: 1. Geschäftliches. 2. Bericht der StatutenBerathungs Rommission. 8. Diskussion. 4. Úrabstimmung zu der GeneralVersammlung. 5. Verschiedenes. R. Klokid, Bevollmächtigter. $ Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. Dierzu zwei Beilagen 1. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 18. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. Sonnabend, den 21. Januar 1893. Staatssekretär v. Malzahn: Ich habe gestern nicht davon gesprochen, daß die Vorlage die Provinzbantiers schädigt zu Gunsten der großen Bankiers an den Börsenplätzen. Dieser Einwand gegen die Vorlage ist berechtigt, aber ich halte ihn nicht für so bedeutend, daß man deshalb zur Ablehnung der Vorlage fommen müßte. Redner berechnet, was die Kosten eines Börsengeschäftes jetzt beim Provinzbantier betragen und was sie in Zukunft betragen werden; er fommt auf eine Differenz von 0,35 pro mille, was durchaus nicht ein so hoher Betrag sei, daß die Provinzbantiers ihre Kunden verlieren würden. 10. Jahrg. Geh. Rath steuer, welche den Fehler hat, daß sie sehr viele berechtigte Ge- verbreitet sich in Fortsetzung seiner gestrigen Rede über die Noth schäfte trifft. Die Arbitrage wird durch die Steuer allerdings wendigkeit der ärztlichen Untersuchung bei Prostituirten, er er beeinträchtigt werden, aber die großen internationalen Aus- tlärt dieselben auch bei den Männern für nüßlich aber für uns 26. Sigung vom 20. Januar 1893. 1 Uhr. gleichungen bei ungünstigen Handelsbilanzen u. s. w. werden ausführbar. Die Lokalisirung der Prostitution sei nothwendig, dadurch gar nicht berührt werden. In bezug auf die Zeit- um die im öffentlichen Interesse gelegenen ärztlichen UnterAm Bundesrathstische: v. Malzahn. geschäfte hätte die Regierung etwas weiter gehen können, denn suchungen vornehmen zu können. Abg. Pieschel wendet sich Das Haus überweist zunächst den Bericht der Reichsschulden- fie dienen, soweit es sich um Industriepapiere handelt, die feiuen gegen die Ideologen in der Kommission, die den praktischen Kommission für 1891 an die Rechnungskommission und fest internationalen Markt haben, doch lediglich der Spekulation. Standpunkt aus den Augen verlören und den Wald vor Bäumen darauf die erste Berathung der Novelle zum Gesez über die Er- Ob gerade die Stempelsteuer der Grund ist, daß die Provinzial- nicht sähen. Er erklärt sich für die Lokalisirung, er macht Verhebung von Reich 3- Stempelabgaben( Börsensteuer) fort. bankiers von den großen Bankiers aufgesogen werden, will ich suche den Absatz 2 zu amendiren und die gegen denselben era Abg. Graf Arnim( Rp.) hält die Börsensteuer für eine sehr dahingestellt sein lassen. Die Steuerfreiheit der Geschäfte in hobenen Bedenken nach Möglichkeit zu entkräften, schlägt aber brauchbare Steuer, weil sie die mittleren und wohlhabenderen Reichs- und Staatspapieren würde nur einen kleinen finanziellen einen bestimmten Wortlaut nicht vor. Geh. Ober- Reg.- Rath Klassen belaste. In der Börsensteuer- Kommission habe er immer Ausfall mit sich bringen, aber das Publikum veranlassen, en te giebt eine Beleuchtung des gegenwärtigen Zustandes und die Empfindung gehabt, daß die Regierung das mobile Kapital seine Gunst diesen Papieren mehr zuzuwenden als bisher. versucht die Nothwendigkeit nachzuweisen im Sinne der Vorlage schütze, man könne also taum glauben, daß sie dasselbe durch Die Verdoppelung des Waarenstempels ist bedenklicher als die des eine Verbesserung desselben herbeizuführen. diese Vorlage erheblich schädigen werde. Das sei auch garnicht Effektenstempels. Der Müller muß seine Waare einkaufen unter& ucas begrüßt das Entgegenkommen Pieschel's hat aber der Fall. Die Petitionen der verschiedenen Handelspläße find Bugrundelegung von Börsenusancen. Ihn belastet der Stempel Bedenken gegen die praktische Ausführung der von dem allerdings fehr kläglich. Die Petition aus Frankfurt ist so zu Unrecht. Dagegen ist die Verdoppelung des Stempels für letzteren gemachten Vorschläge. Abg. Dr. med, Höffer jämmerlich: die ganze Börse soll vernichtet werden, so daß man Zeitgeschäfte durchaus gerecht. Ich möchte meinen, daß die Vor- erklärt sich für die Lokalisirung unter der Voraussetzung, daß die auf den Gedanken kommt: Was soll denn mit dem Börsengebäude lage nicht der Militärkommission überwiesen werden sollte, sondern Regierungen für ausreichende praktische Maßregeln sorgten, daß geschehen? Vielleicht richtet man es ein zu einem Siechenhause einer besonderen Kommission, die für diesen Zweck besonders zu der damit beabsichtigte sanitäre Zweck erreicht werde. Er hält für verarmte Bantiers. Redner bestreitet, daß die Börsensteuer sammengesetzt werden muß. namentlich die Anzeigepflicht bei geschlechtlichen Erkrankungen für die Emissionsthätigkeit geschädigt habe; er bestreitet ferner, daß nothwendig und will diese gegebenen Falles durch Androhung die Nachwirkungen der Börsensteuer noch nicht ganz einvon Strafen durchgeführt sehen. Des weiteren verbreitet er sich getreten seien. Eine solche Behauptung sei höchstens der Ausüber die Statistik der Geschlechtskrankheiten und deren Gefährlichdruck der Gewissensangst über die Sünden der letzten teit für die Gesellschaft. Von Seiten der Vertreter der Regierung Jahre, die dem deutschen Volke große Verluste gebracht haben. fagt man die Anwendung zweckentsprechender Maßnahmen für Die Depression ist nicht eine Folge der Börsensteuer, sondern der den Fall der Lokalisirung zu, doch tönne man sich hier nicht be= Ausschreitungen der letzten Jahre; das mobile Kapital müsse erst stimmter aussprechen, da diese Maßnahmen zu treffen Sache der wieder neue Spannkraft gewinnen. Alle Prophezeiungen der Einzelstaaten und ihrer Verwaltungsorgane sei. Abg. Bebel Freisinnigen feien nicht eingetroffen. Die Steuer follte blos auf verbreitet sich in einstündiger Rede über die Bedeutung der vor Sem Papier stehen, niemand werde sie bezahlen; sie hat aber geschlagenen Maßregeln, deren Halbheit und vollkommene Un ganz schöne Erträge abgeworfen. Die Arbitrage sollte vernichtet Abg. Siemens( dfr.): Die Reden haben mich nicht von der zulänglichkeit er an einer großen Anzahl praktischer Beispiele und werden, sie ist aber bestehen geblieben. Der Emissionsstempel für Güte der Vorlage überzeugen können. Man denkt durch die Steuer Thatsachen nachweist. Gegenüber der Vorlage halte er den ausländische Anleihen müßte erhöht werden, dagegen könnten die die Börse moralisch zu machen. Die Börse ist ein Ort, ebenso gegenwärtigen Zustand für den besseren. Man leugne, mit der Konsols steuerfrei bleiben, damit die kleinen Leute mehr die wie die Leipzigerstraße oder der Thiergarten. An die Börse geht Vorlage die Bordelle herbeiführen zu wollen, die Bordelle seien Staatspapiere faufen, als fremde Anleihen und sonstige Werth- jeder, der ein Geschäft betreiben will, er macht sein Geschäft und aber die nothwendige Folge der Vorlage. Der Staat, der die papiere. Ueber die Höhe des Emissionsstempels tönnte man sich geht wieder nach Hause. Die Annahme, daß irgend welche ge- Kuppelei mit Strafe belege, werde selbst Kuppler, und zwar in der Kommission unterhalten. Die Regierung sei viel zu nach- heimnißvolle Kraft in der Börse liege, daß besondere moralische Oberfuppler. Die Untergrabung der staatlichen Autorität, die giebig gegenüber der haute finance; fie müsse endlich zur Reform Anschauungen da vertreten wären, ist eine Täuschung. Der Abg. die Herren sonst der Sozialdemokratie vorzuwerfen pflegten, der Börse schreiten, wenn nicht schließlich eine Revolution ein- Alexander Meyer hatte ganz Recht: Die Moral der Börse ist werde durch die Vorlage, wenn sie Gesetz werde, gründlicher be= treten sollte.( Zustimmung rechts.) dieselbe, wie die Moral der Leute, die dort verkehren. Man trieben, als durch alle sozialdemokratischen Reden. Früher habe Abg. v. Pfetten( 3): Das Zentrum steht der Vorlage fann nicht daran denken, durch die Steuer, wie gleichsam durch man Ghetto's für die Juden gehabt, fünftig bekämen wir solche freundlich gegenüber und ist befriedigt, weil die Begründung die Erhöhung des Kartengeldes, das Geschäft oder das Karten für die Huren. Es fehle nur noch, daß man die Prostituirten vollständig auf dem Standpunkt steht, den das Zentrum spiel moralischer zu machen. Die Spielgeschäfte werden immer givinge, eine besondere Kleidung anzulegen und daß man die vertritt; die Millionen, welche an der Börse verdient werden, hervorgehoben, Geschäfte, bei denen nicht wirklich geliefert wird. betreffenden Viertel mit Thoren abschließe, um das Ghetto zu sollen eben so versteuert werden, wie die wenigen Mir sind solche Geschäfte nicht bekannt. Geliefert wird beim verwirklichen. Werde der§ 180 Gefeß, dann werde die arme Pfennige, welche bei anderer Arbeit verdient werden. effettiven Geschäft, wie beim Spielgeschäft. Alles andere, was Wittme, welche aus Noth, um ihre Miethe bezahlen zu lönnen, Es wäre wünschenswerth, wenn man eine Form finden könnte, darüber gesagt wird, ist Unsinn, ich bitte um Verzeihung, es fällt an eine Prostituirte ohne polizeiliche Genehmigung vermiethe, daß derjenige die Steuer trägt, der auf Kosten Anderer einen mir fein anderes Wort ein. Herr Singer hat auch von der bösen mit Gefängniß bestraft, aber der staatlich und polizeilich unterGewinn erzielt hat. Eine Reform der Börse ist auch dringend Börse gesprochen; er hat den Aeltesten der Kaufmannschaft in stützte Hausbesizer, der ganze Häuser an Prostituirte vernöthig. Es sei bedauerlich, daß Graf Arnim von der Börsen- Berlin vorgeworfen, daß fie bei Zulassung von Papieren nicht miethe und dadurch ein reicher Mann werde, trete bei einer enquete in Preußen feine großen Ergebnisse zu erwarten scheine. immer vorsichtig verfahren sind. Die Zulassung eines Papieres Landtagswahl als Vertreter von Besitz und Bildung als WahlEs ist aber nicht Sache der außerhalb der Börse stehenden Kreise, von Bochum ist erfolgt, bevor der Bochumer Verein seinen Ver- mann 1. Klasse an die Wahlurne. Das sei eine schöne Gesetzeine solche Reform durchzuführen, sondern diejenigen, welche lust in Savona erlitten hat. Die Aeltesten sollen über die Qualifi- gebung, die solche Zustände herbeiführe. innerhalb des Geschäfts stehen, müssen die Formen finden, in tation der zugelassenen Papiere fein selbständiges Urtheil fällen. Redner weist nun nach, wie die Lokalisirung der Prostitution denen die Börsengeschäfte sich später abwickeln werden, es liegt Rein einziges Argument ist in der Debatte vorgekommen, bei den Zuständen in unseren Großstädten ein Ding der Un bas in ihrem eigenen Interesse. Im übrigen sind wir damit ein welches meine Einwände gegen die Vorlage widerlegt hätte. möglichkeit sei. Man schaffe ein Gesetz, dessen Ausführung verstanden, daß die Vorlage der Kommission überwiesen wird. Die Debatte hat hauptsächlich bestanden in Angriffen auf die von vornherein jeder als undurchführbar ansehen müsse. Ob ( Beifall im Zentrum). Leute, welche an der Börse Geschäfte machen. Die gebe ich Ihnen man etwa glaube, daß die Männer der höheren Gesellschaftsa gern preis, wenigstens viele von ihnen. schichten, Offiziere, Kaufleute, Beamte 2c., die gegenwärtig prozen tual ein unverhältnismäßig großes Kontingent zu den Geschlechtsfranken stellten, fünftig die offiziell anerkannten Häuser besuchen würden? Daran sei gar nicht zu denken und damit werde ein großer Herd für die Berbreitung von Geschlechtskrankheiten vom Gesetz gar nicht getroffen. Dazu komme, daß gerade auf dem hier in Frage stehenden Gebiete für die Korrumpirung der Beamten der Sittenpolizei durch Bestechung in den verschiedensten Formen eine besondere Gefahr vorhanden sei. Des weiteren weist Redner nach wie die in den Toleranzhäusern lokalisirte Prostitution in einem unverhältnißmäßigen Grade Träger und Verbreiter von Geschlechtsfrankheiten sei. Der Gesezentwurf, der auf diesem Gebiete beffernd eingreifen solle, werde das Gegentheil erreichen. Die von den Abg. Dr. Endemann und Dr. Höffer vorgetragenen statistischen Thatsachen seien durchaus unzuverlässig und irreführend, eine zuverlässige Statistit sei überhaupt nicht vorhanden und so weit eine solche vorhanden sei und das sei halbwegs Dritte Signng der VIII. Kommission lex Heinze. Die die dänische beweise sie gegen die Auffassung der Debatte über den Absatz 2 des§ 180, welcher von der sogenannten Abgeordneten. Redner resumirt sich dahin: der genannten Lokalisirung beziehentlich der Kasernirnng der Profti- Absatz II sei aus den angeführten Gründen unannehmbar, er sei fution handelt, wird fortgesetzt. Abg. Dr. med. Endemann aber auch für Streichung des§ 180 und der Ziffer 6 des§ 361. Abg. Funk( fr.) führt aus, daß die Verdoppelung der Börsensteuer die kleinen Provinzbantiers schädigen würde zu Gunsten der großen Bankiers an den großen Börsenpläßen namentlich in Berlin. Nach einigen mehr persönlichen Bemerkungen der Abgg. Graf Arnim und Siemen 3 wird die Debatte geschlossen und die Vorlage der Militärkommission überwiesen. den Entwurf eines Gesetzes wegen Ergänzung des Gesetzes vom 2. Juni 1869 betreffend die Kautionen der Bundesbeamten ohne Debatte. Schluß 33/4 Uhr. Nächste Sitzung Sonnabend 1 Uhr ( Vorlage betreffend die Abzahlungsgeschäfte und Novelle zum Wuchergesez). Abg. Gamp( R.-P.) bestreitet, daß von der Börsen- Darauf genehmigt das Haus in erster und zweiter Berathung enquete teine großen Ergebnisse zu erwarten seien. Im Gegentheil, er glaube, daß das Ergebniß ein gutes sein werde. Eine Besteuerung der Börsengeschäfte sei dringend nothwendig, aber die Vorlage habe nicht überall den richtigen Weg eingeschlagen. Die Geschäfte müßten individualifirt werden, damit berechtigte Geschäfte nicht zu hoch, unberechtigte nicht zu niedrig besteuert werden. Gegen eine Erhöhung des Börsenstempels wird geltend gemacht, daß gute ausländische Werthe dadurch von unserem Markte ausgeschlossen würden. Das sei durchaus nicht zutreffend; Frankreich habe eine viel höhere Emissionssteuer als Deutschland, und trotzdem haben die guten Anleihen in Frankreich überall Eingang gefunden. In Frankreich besteht für Aktien eine Emissionssteuer von 1 pet.; diesen Betrag tönnten Aktiengesellschaften bei uns auch bezahlen, wenn sie dadurch den Vortheil erlangen, ihre Attien an der Börse gehandelt zu sehen. Die Börseninteressenten würden eine solche einmalige Steuer sehr viel lieber entrichten, als die UmfaßBaumeister Solues. Parlamentarisches. werden können. Einen Ausweg aus dem Meer der und ein dunkler Glaube daran, daß er das, was er wünscht Korruption weiß die bürgerliche Literatur nicht anzugeben, und will, anderen Leuten als greifbare Thatsachen fühlbar Schauspiel in 3 Aufzügen von Henrik Ibsen. der dumpfe Druck, unter welchem sie lebt und dem sie nicht machen kann, unterscheiden ihn wesentlich von denjenigen R. C. Als vorgestern Abend im Lessing- Theater der entfliehen kann, treibt selbst hervorragende Geister, die sich Leuten, die wir im gewöhnlichen Leben els vernünftige zu Borhang niederging, applaudirte man von der einen Seite aus dem Bann ihrer hergebrachten Anschauungen nicht bezeichnen gewohnt sind. Um einen jüngeren Gehilfen, heftig, etwas aufdringlich sogar; einige Zuschauer zischten, herauszuarbeiten vermögen, dunklen Gewalten zu, in deren dessen Talent er fürchtet, unschädlich zu machen, nimmt er und ein großer Theil des Publikums ging mit dem er- eiserner Umklammerung sie schließlich ersticken, ruhmlos ver- dessen Verlobte in sein Haus auf und stellt sie als Buchhebenden Gefühl aus dem Theater, nicht zu wissen, was enden. In der bürgerlichen Gesellschaft sehen wir, daß sich halterin in seinem Geschäfte an. Auch diese Person iſt eigentlich zu thun sei. Zu diesen Letzteren gehörten ganz überall ein dämonisches Sehnen nach Befreiung, nach förperlich und geistig frankhaft veranlagt, sie wendet sich der äußere Ausdruck dieser von ihrem Verlobten ab, weil sie unter der Suggestion leidet, offen gestanden auch wir, und es bedurfte lebhafter An- Rettung geltend macht strengungen, um uns aus den Irrgängen vierdimensionaler Strömung verkörpert sich theilweise in spiritistischen und daß sie nur von dem Baumeister selbst geliebt werde. Auch Lebensanschauung wieder in dieses irdische Jammerthal hypnotischen Vereinigungen; mit blöden Augen flüchtet man die Frau des Herrn Solneß ist geistig nicht intakt, sie krankt hinüberzuretten. sich in das Reich der Mystik in allen ihren Abstufungen, an dem Glauben, daß durch ihre Schuld ihre Kinder bei Henrit Jbsens neuestes Schauspiel„ Baumeister Solneß" weil man das glühende Wetterleuchten einer neuen Zeit, einem Brande ums Leben gekommen sind. Unter diesem erblickte das Licht der Lampen; die Gemeinde Derjenigen, das goldene Morgenroth einer frohen Zukunft nicht sehen Gedanken zermartert sie sich selbstquälerisch in einer Weise, daß sie schließlich, als Ersaz der Mutterfreuden, sich mit die Ibsen aus seinen vorhergegangenen Dramen verehren, will, vielleicht nicht zu ertragen vermag. war vollzählig zur Stelle, und die Berliner skandinavische Und der literarische Vertreter dieser Erscheinung des Puppenspielen beschäftigt. Kolonie war bis auf den letzten Mann vertreten. Ein bürgerlichen Lebens scheint uns Henrik Ibsen zu sein. Er Unvermittelt und urplötzlich tritt in dem Stück eine Ibsen- Abend ist stets ein Ereigniß für alle Literatur- kämpft als Heros einen aussichtslosen, vergeblichen Kampf; dritte Dame auf, deren Person so bizarr gedacht, wie ihr freunde und solche, die es zu sein sich einbilden, so daß also aber die Verhältnisse, die stärker sind als er, drücken ihn Charakter mystisch durchgeführt ist. Der Baumeister Solneß die Frucht nicht auf einen unfruchtbaren Boden fallen konnte. nieder, und leichtsinnigen Schrittes wird die bürgerliche hatte vor mehr als zehn Jahren in einem kleinen nordischen Wer ehrlich in seinen Busen greift und ein offenes Wort nicht Welt über ihren Warner hinwegeilen: ihrem Untergange Städtchen eine Kirche erbaut. Als der Kirchenbau vollendet scheut, der kann sich, wenn er sich die Frage vorlegt, was zu. war, hatte er selbst den Kranz an dem Thurmkreuz befestigt. wohl mit einem deutschen Autor geschehen wäre, wenn er Das vorliegende Schauspiel hat von den verschiedensten Hilda Wangel, die damals Dreizehnjährige, war von diesem ein solches oder ähnliches Stück auf die Bretter gebracht Seiten die verschiedenste Beurtheilung gefunden. Ibsen ist Anblick geradezu berauscht, fanatisirt, und sie hatte es nach hätte, nur die Antwort geben, daß ein solcher Dichter ohne stets der Schilderer des Judividuums gewesen, seine Figuren Schluß des festlichen Attes so einzurichten gewußt, daß sie Zweifel der Fresko- Bühne zugetheilt werden würde. Es sind niemals typisch. Auch im Baumeister Solneß" treten mit dem Baumeister einen Augenblick sich allein befand. sollen damit die unzweifelhaften Verdienste Jbsen's, sein uns ausschließlich Figuren entgegen, die, soweit die Er- Auch sie gehört zu jenen seltsamen Menschenkindern, die glorreicher Pessimismus, sein Adlerblick für die Schäden kenntniß und das Verständniß eines normalen Menschen von sich glauben, daß, wenn sie etwas durchaus wollen, und Schwächen seiner Gesellschaftsklasse in keiner Weise in reichen, aus sich selbst heraus erklärt werden müssen. wenn sie die ganze Kraft ihres Geistes auf einen Wunsch Frage gestellt werden: in Jbsen aber sehen wir einen Ver- Der Baumeister Halvard Solneß ist einer jener Menschen, fonzentriren, daß der andere Mensch, auf den sich der treter der bürgerlichen Klasse als Menschen in der Weise die in brutaler Selbstsucht Rücksichten überhaupt nicht kennen. Wunsch richtet, glauben muß, daß dieser Wunsch verirren und zu Grunde gehen, wie einstmals die Klasse ab- In unserer bürgerlichen Gesellschaft sind derartige Charaktere, wirklich erfüllt sei. Man sieht, daß es nicht ganz sterben und vergehen wird. Der bürgerlichen, literarischen wie Jedermann weiß, gewiß nicht selten, und der Baumeister leicht ist, sich in die mystischen Ideenverbindungen Produktion find Grenzen gezogen: jemehr sie in ihren Solneß unterscheidet sich von dem modernen Egoisten nur das Ibsen's hinein zu versetzen. Also an jenem Tage Ketten knirscht und sie zu sprengen droht, desto un durch, daß er unter dem Banne irgend welcher firen Ideen, um vor zehn Jahren soll sie der Baumeister geküßt und überwindlicher stellen sich ihr Hindernisse entgegen, uns ganz gelinde auszudrücken, lebt. Ein Stück Verfolgungs- ihr versprochen haben, daß er nach zehn Jahren wiederHindernisse, die in dem Wesen der bürgerlichen Gesell- wahnsinn, eine geradezu abergläubische Furcht vor der Jugend", fehren, sie wie ein Unhold" entführen, sie zur Prinzessin ichaft liegen und die erst mit dieser überwunden von der er verdrängt und vernichtet zu werden vermeint, machen und ihr ein Königreich Apfelsinia" schenken werde. " WOND Bestraft foll nur werden, einerlei ob Mann oder Frau, wer die Grundlage unferes Staates auf das schwerste geschädigt hilfen. Gegen ihn ist neuerdings der hinter ihm erlassene Steckgegen die öffentliche Ordnung und Sittlichkeit verstoße. Der wird". Sie verlangt daher in erster Linie rücksichtslose Unter brief erneuert worden. Drei damals ermittelten Romplicen Begriff sei zwar dehnbar, aber den jetzigen Bestimmungen un brüdung der Prostitution. As Mittel dazu schlägt sie vor, das wurde der Prozeß gemacht und jeder von ihnen erhielt eine mehrendlich vorzuziehen, bier verlaffe er sich ausnahmsweise auf die schmachvolle und gemeinfährliche Gewerbe der Unfittlichkeit, das jährige Gefängnißstrafe. In das Verfahren war auch einer der Richter. Ferner Aufnahme der Meldepflicht für gefchlechtlich jeder Weiblichkeit ins Gesicht schlägt, nicht länger mit polizei- erften Berliner Wildhändler, ein Hoflieferant, verwickelt, der Kranke auf Grund des Seuchengesetzes; was für Diphtheritis, lichem Gewerbeschein zu gestatten, sondern dasselbe energisch zu zuerst wegen Hehlerei zu zwei Monaten Gefängniß verurtheilt, Typhus, Cholera gelte, fei bei der Gemeingefährlichkeit der Ge- verbieten, zu verfolgen und zu bestrafen mit der Verfügung, in der Revisionsinstanz aber freigesprochen wurde. Gegen diesen fchlechtsfranten ebenfalls nothwendig. Die Aerzte hätten ent- die Proflituirten in Besserungshäuser unter Frauenaufsicht und und noch zwei andere Wildhändler schwebt jetzt ein neues Verfahren fprechende Register zu führen und behördliche Anzeigen zu im Rückfalle in Arbeitshäuser zu bringen und für Vermehrung wegen Hehlerei. Einer der früher verurtheilten Wilderer hat ge machen, aber ohne Namensnennung Der Grdiefer beiden Arten von Anstalten in allen Theilen pfiffen", und die Gendarmerie hat ermittelt, daß die Wilderer im sog. tranften. Etrafandrohungen halte er für gefährlich, weil sie des Reiches zu sorgen." Unter den weiteren Vorschlägen findet Felsenkeller in Nordend bei Rosenthal ihr, Depot" hatten und daß das die Kranken den Kurpfuschern zutrieben. Anstellung von man tein Wort des Mitleids mit den Prostituirten, auch kein Wild von dort durch die Milchwagen nach Berlin gebracht wurde. Aerzten, insbesondere auch von weiblichen Aerzten, die unent- Wort über die wahren Ursachen, aus denen sie sich dem Laster Außerdem schwebt gegen einen wohlhabenden Gärtnereibesitzer geltlich in Geschlechtsfrankheiten Rath zu ertheilen und Heilung in die Arme geworfen haben. Frau Bieber- Böhm, die noch fürz- ein Berfahren wegen Meineides. Dieser hat in dem Prozesse vorzunehmen hätten. Aufforderung der Verpflichtung an die lich aufs entschiedenste dagegen protestirte, daß fie in innerer wider den vorerwähnten Hoflieferanten als Entlastungszeuge Krantenfassen, Geschlechtstranke ganz gleich anderen Kranten zu Mission" mache, sieht in ihnen nur verworfene Geschöpfe, die der fungirt, und zu Gunsten desselben zeugeneidliche Aussagen gemacht, unterstützen. Ordentliche Krankenhauspflege. Aerztliche Besittlichen Befferung bedürfen, um sie von ihrem schimpflichen welche falsch sein sollen. Lehrung an die Prostituirten, wie sie sich am besten gegen An- Gewerbe loszureißen und sie der anständigen" Gesellschaft, die steckung zu fchüßen im stande seien, Unterweisung und Bes natürlich keine andere als die bürgerliche sein fann, wieder- Einen werthvollen Beitrag zur Entscheidung der lehrung an beide Geschlechter über die Natur und Gefährlichkeit zugeben. Man hat sich gegen sie zu wehren, wie gegen eine Choleraftreitfrage zwischen Pettenkofer und Koch liefert ein der Geschlechtskrankheiten auch in den scheinbar mildesten Fällen. Krankheit, gegen die Cholera. Mit diesem Vergleich hat Frau Vortrag des Phyfitus Dr. J. J. Reinde in Hamburg, der in der Unsere Frauen würden ein ganz anderes Wort mitsprechen, Bieber- Böhm jedoch einen sehr unglücklichen Griff gethan. Das neuesten Nummer der Deutschen medis. Wochenschr." veröffent wüßten sie, daß bei fast Zweidrittel der Unterleibskrankheiten der wirksamste Mittel gegen die Cholera ist das Geld. Ueber die licht ist. Dr. Reincke, der erst seit dem 8. September v. J. sein Frauen die geschlechtlichen Sünden des Mannes die Ursache seien. Grenze, welche zwischen Besitzenden und Besitzlosen gezogen ist, Amt befleidet, hat das reiche statistische Material der Hamburger Werde in allen diesen Richtungen gearbeitet, dann sei eine fommt sie felten hinaus. Auch die Pest der Prostitution holt sich Epidemie jetzt theilweise so gesichtet, daß die vielumstrittenen Gefundung unserer Zustände zu erwarten, so weit dies auf dem ibre Opfer fast nur aus den Reihen derjenigen Mädchen, die Fragen nach Entstehungsart und Verbreitungsart der Seuche Boden der bürgerlichen Gesellschaft überhaupt möglich sei. Das dazu gezwungen find, sich zu prostituiren, weil sie nichts haben. jetzt feststehen. Die Ergebnisse der exakten Nachforschungen Die bittere Noth zahlreicher Frauen die Hauptursache der Pro- Die Töchter besserer Stände" prostituiren sich höchstens in der haben die Pettentofer'schen Vermuthungen nicht bestätigt, vielstitution fei, wies Redner ebenfalls nach. Geh. Rath Lucas ant- Weise, daß sie einem ungeliebten Manne mit Geld oder Titel in mehr gerade Koch's Trinkwassertheorien eine neue Stüße gegeben. wortete dem Vorredner sehr erregt, er suchte mehrere von ihm die Ghe folgen. Dagegen haben die Damen der Bourgeoisie Nach Dr. Reince's Ermittelungen ist die erfte Erkrankung bei dem Vorredner angenommenen Mißverständnisse zu be: nichts einzuwenden, und unter den zum Schuße unserer Töchter" in der Nacht vom 14. zum 15. Auguft bei einem Arbeiter vor richtigen, des weiteren protestirte er gegen den Berdacht, daß vorgeschlagenen Maßregeln findet sich selbstverständlich keine gegen gekommen, der auf dem kleinen Grasbrook beschäftigt war. In zahlreiche Beamte im Sittenpolizeidienst der Bestechung zugänglich Gelbheirathen.„ Arbeitgeber oder deren Vertreter, die ihre Dieser Gegend des Hafens entstanden auch noch die nächsten Erfeten. In längeren Ausführungen ergingen fich alsdann noch autoritative Stellung dazu benutzen, ihre Untergebenen zu un- frantungen, aber schon drei Tage später waren sie in einzelnen die freifinnigen Abgg. Munckel und Schröder und hoben eine süchtigen Handlungen zu verleiten", follen, so verlangt die Fällen über die ganze Stadt verschleppt. Die explosionsartige Reihe von Bedenken hervor, die weiter gegen den Petition, mit Buchthaus bestraft werden. Sehr schön! Aber Ausbreitung der Krankheit von dem fleinen ursprünglichen Herde Absatz 2 des§ 180 sprächen, feine Nachtheile feien wer foll fie dem Staatsanwalt überliefern? Arbeiterinnen läßt sich gar nicht anders erklären, als durch die Verbreitung veit größer als feine Vortheile, Der Abfah mache vielleicht? Wehe dem Untergebenen", der gegen feinen Brot durch die Wafferleitung. Den ficheren Beweis für die Richtigkeit die Rechtsprechung noch unsicherer als jezt. Die Prostitution herrn" aufzutreten wagt! Er ist von da an einfach vogelfrei. Diefer Annahme bietet die Beschränkung der Epidemie auf das werde in gewissem Umfang gefeßlich legalisirt und das fei vom Wie wenig ernst es den Jugendschüßern" überhaupt mit ihrem Gebiet der Hamburger Wasserversorgung. Jezt hat nun endgesetzgeberischen wie vom moralischen Standpunkt bebentlich. Gintreten für die weibliche Jugend ist, ist am besten daran zu lich jede einzelne Erkrankung auf der Grenze von Hamburg und Dazu kämen die Bedenken gegen die den Polizei- Organen ein erkennen, daß sie von besseren Löhnen für die Arbeiterinnen Altona verzeichnet werden können und da hat sich mit vergeräumten Vollmachten, die Gefahren des Mißbrauchs und der nichts wissen wollen. Und das ist der Kernpunkt! blüffender Uebereinstimmung bei all diesen Erkrankungen das Werschiedenheit der Handhabung. Hamburger Leitungswasser als schuldig erwiesen. Da liegt zum Beispiel am fogenannten Schulterblatt an der Altonaer Grenze ein Hamburg zugehöriger Hof mit 845 Ginwohnern, der aber nur von Altona aus zugängig ist und der aus diesem Grunde als Unifum in Hamburg mit Altonaer FilterWasser versorgt ist. Dieser Samburger Play" ist vollkommen feuchenfrei geblieben. Ferner ist die ausschließlich mit Brunnenwaffer versorgte Kaserne, in der zur Zeit der Epidemie 540 Mann lagen, völlig freigeblieben, während im 3, Bataillon des 85. Regiments, das in Bürgerquartieren fag, in wenigen Tagen 17 Erkrankungen vorkamen. In all den Anstalten, Stiften und dergleichen, die nur Brunnenwasser benutzt haben, ist kein einziger Erkrankungsfall vorgekommen, sehr viele haben sich dagegen in ähnlichen abgeschlossenen Anstalten zugetragen, die mit ungefochtem Zeitungswasser versorgt wurden. Die Gesammtheit all dieser Beobachtungen läßt taum noch einen Zweifel an dem Berbreitungsweg der Epidemie als möglich bestehen. Geh. Ober- Regierungs- Rath Lente suchte diese Bedenken theilweise zu entfärften. Darauf wurde die Sigung geschlossen. Fortsetzung der Debatte Sonnabend Vormittag 10 hr. Die Norddeutschen Eiswerke in Nummelsburg haben jegt, wie alle Giswerke, ihre Erntezeit. An Arbeitsträften fehlt's diesen Winter nicht und demgemäß find auch die Arbeitslöhne niedriger, als je zuvor. Die Norddeutschen" zahlen für eine 91/2 ftündige Arbeitszeit, einschließlich 1 Stunde Mittagspause, Die Wahlprüfungs- Kommission stellte gestern den zweiten 2,50 M. Zageslohn. Frühstückspause giebt's nicht, jeder Arbeiter Bericht über die Wahl des Abgeordneten Lucius( Erfurt) feft. muß sein Frühstück während der Fahrt verzehren, obgleich ihm Die Kommission schlägt vor, die Wahl des genannten Abgeord- die Finger vor Kälte gewöhnlich blau gefroren find. An Aufneten für giltig au erklären. Von Interesse für weitere Kreise paffern, welche die Arbeiter mit fräftigen Redensarten auf dürfte die Mittheilung sein, wonach in der Kominission volles muntern, fehlt es nicht. In betreff der Kranken- und InvalidenEinverständniß darüber herrschte, daß der Magistrat in Erfurt- tasse sieht es eigenthümlich aus. Troydem die meisten Hilfsund was für ihn gilt, trifft natürlich auch für anderwärts arbeiter schon über drei Wochen beschäftigt sind, ist seitens der зи es hätte gestatten müffen, falls dadurch für die Wahl- Berwaltung nicht einer der Krankenfasse angemeldet worden. berechtigten teine Unzuträglichkeiten entstanden, Notizen und Ab- Die Altersversorgungs- Marfen werden nur eingeflebt, wenn es schriften aus den Wählerlisten zu machen. Veranlaßt wurde der Arbeiter ganz ausdrücklich verlangt. Den Arbeitern ist vor dieser Beschluß dadurch, daß der Magistrat in Erfurt das Er dem Anfangen aufgegeben worden, ihre Kaffenbücher in Ordnung suchen des Vorstandes des Deutschfreisinnigen Wahlvereins", zu bringen, sonst follten sie überhaupt die Arbeit nicht erst an ihm gegen Erstattung der Kopialien Abschrist der Wählerlisten fangen. Wenn sich die Leute bei ihren zuständigen Kassen erzu ertheilen, abgelehnt hat. In der Kommiffion herrichte Ein- tundigten, dann wurde ihnen bedeutet, daß müßten nun schon die stimmigkeit darüber, daß der Standpunft des Erfurter Magistrats, Eiswerte besorgen. welcher amtlich allen Parteien die Abschrift der Wählerlisten verweigerte, ein falscher sei. Nichtamtlich scheint es aber auch in Erfurt möglich gewefen zu sein, Abschriften der Wählerlisten zu bekommen, denn die Kartellparteien waren am Wahltage im Besige von solchen und machten den ausgiebigsten Gebrauch davon. " Tokales. " Der Verein Freie Volksbühne" hielt vorgestern in den onkordiasälen eine Versammlung ab, in welcher der Kassirer Herr Türk mittheilte, daß das Bereinsvermögen, nachdem Herr Die billigen freien Arbeitskräfte sind aber den Eiswerken Wildberger die vielumstrittenen 2000 m. abgeliefert habe, jetzt noch nicht billig genug. Die Rummelsburger Strafanstalt liegt über 8000. betrage. Der Verein will, wenn der über das dicht dabei und dort unter den Sträflingen giebt's noch billigere Kroll'sche Theater verhängte Boykott aufgehoben wird, auch Leute. Trohdem täglich eine große Menge freier Arbeiter die Opernvorstellungen veranstalten. Als Wintervergnügen ist Thore der Eiswerke belagern, beschäftigt die Direktion troydem außerdem ein Konzert der Meyderschen Kapelle in Aussicht gefeit einigen Tagen 20-24 Mann aus der Strafanstalt. Für nommen. biefe braucht, soviel uns bekannt ist, täglich nur 1,25 M. bezahlt O, du schönste aller Welten! Aus Potsdam wird teles zu werden und das Krankengeld und die Altersversorgungsmarken werden von vornherein erfpart. Weiter braucht die Ver- graphirt: In vergangener Nacht erfroren vier Handwerks waltung auch keinerlei Besorgniß wegen eines eventuellen Befehls burschen, welche in einer Scheune bei Werder übernachteten." Weiter wird aus Potsdam gemeldet:„ Eine Fahrt durch den au hegen, jeder Gefangene muß ja vor Antritt im Freien einen toiferlichen Wildpark gewährt jetzt dem Naturfreund einen Revers unterschreiben, in welchem er erklärt, troh eines ihm fesselnden Aublick. zitDie lex Seinse hat nun auch die Damen der Bourgeoisie stoßenden Unfalls feinerlei Ansprüche erheben zu wollen. All fesselnden Anblick. Wohl selten wird in einem Gehege das aus versammlung, von der Vorfißenden des Vereins Jugendschutz" daß es gar nicht mehr lange dauern wird und die Norddeutschen Mannschaft nach den Futterstellen, um die Thiere mit Heu und aus ihrer Ruhe aufgescheucht. In einer öffentlichen Frauen- diese Vorzüge der Sträflingsarbeit sind so in die Augen springend, etwa 500 Hirschen und Rehen bestehende Wild so sorgsam gepflegt wie dort. Morgens geht der Wildmeister mit seiner Frau Rechtsanwalt Bieber- Böhm neranstaltet, bat diese sich über Giswerte engagiren aus der Strafanstaltsfiliale Alles, was nur anderer Nahrung zu versorgen. Raum haben sich die Beamten die Gefährdung der Familie durch die Unfitilichkeit" ausgelassen Hände und Beine hat. entfernt, so zieht unter Führung des stolz geweihten Hirsches die und ein energifches Borgehen dagegen, ähnlich wie im vergangenen Sommer gegen die Cholera, verlangt. G3 ist sodann eine Ein eigenartiger Aublic bot sich dent, welcher in der stattliche Schaar rudelweise heran." O, du schönste aller Welten! Petition an den Reichstag beschlossen worden, deren Wortlaut Nacht vom 18. zuin 19. d. Mis. die Straßen Berlins durchHöchst charakteristisch ist. Sie geht von dem Gedanken aus, daß wanderte und zum dunklen, aber sternbesäten Himmel empor Rothe Nummer. Die von dem Verlag des Boltsblatt durch die Unfittlichkeit und besonders durch die gewerbsmäßige blickte. Gleich weißen Nebelstreifen hoben sich vom Firmament für Teltow- Beeston" angekündigte und auch im Vorwärts" Unfittlichkeit„ Gesundheit und Glück unserer Familien und damit die Telephondrähte ab, welche wie die Fäden eines gewaltigen annoncirte Extramummer auf rothem Papier wird nicht, wie anNehes Berlin überspannen. Die fast sibirische Kälte des verfloffenen Tages hatte bewirkt, daß der über der Stadt lagernde gekündigt, nächste Woche, sondern erst später, wahrscheinlich zum nebelige Dunft in Form von Milliarden und Abermilliarden 18. März erscheinen. fleiner Schneekryftalle sich an dem sprachleitendem Draht fest- Brit. Die Wählerlisten zur Kommunalwahl liegen vom feste. Die so„ angeweißten" Drähte gliserten geſtern ordentlich, 15. bis 30. Januar im hiesigen Gemeindebureau Bormittags von o die Sonnenstrahlen sie trafen. Aus derfelben Urfache wie fie 8-12 und Nachmittags von 3-6 aus. Versäume niemand, die hatten auch Bäume und Sträucher ein solches Krystallgewand Listen einzusehen. bekommen, worin fie fich sehr gut ausnahmen. Für Natur reunde ist ein Gang durch die größeren Parks unter solchen Umständen das schönste Bergnügen, nota benewenn sie nichts zu verfäumen und etwas zu essen haben. wo " Da sich nach zehn Jahren kein Baumeister blicken läßt, entflieht sie ihrem Bater, eilt in das Haus des Baumeisters, um von diesem das Bersprochene zu fordern. G8 entwickelt sich nun in dem Hause des Baumeisters zwischen diesem und dem jungen Mädchen eine Art von Seelenbund, der aus Mystizismus, einem sonderbaren Pietismus, Hysterie, Marktpreise in Berlin am 19. Januar, nach Ermitte Hypnotismus und noch einigen hypernatürlichen Dingen lungen des Polizeipräsidiums. Weizen per 100 Kg. guter von zusammengesetzt ist. Um dieses Verhältniß zerlegen zu 16,30-15,70., mittlerer von 15,60-15,10 M., geringer von können, dazu gehörte thatsächlich mehr als die psychische 15,00-14,50 2. Roggen per 100 Rg. guter von 13,80-13,50 M., Erkenntniß eines erfahrenen Jrrenarztes. Hilda Wangel herrscht, erreichte am Morgen des 18. ihren Höhepunkt. Das Gerite per 100 kg. gute von 17,20-16,10 m., mittlere von Die strenge Stälte, die nun schon seit dem Sylvester mittlerer von 13,40-18,20 M., geringerer von 13,10-12,80 M. bringt den Baumeister, weil sie c3 will," schließlich soweit, Thermometer zeigte auf der Königlichen meteorologischen Station 16,00-15,00., geringe von 14,90-13,80 M. Hafer per 100 Rg. daß er sich entschließt, obwohl er am Schwindel leidet, auf in SW.- 21,8 Grad C.(-174 Grad R.). Seit langen guter von 16,00-15,20 m., mittlerer von 15,10-14,40 9., dem Thurme seines neuerbauten Hauses einen Kranz nieder- Jahren ist, wie die Voffische 3tg." schreibt, hier in Berlin eine geringer von 14,80-13,50 m., Stroh, Richt per 100 kg. von zulegen, bei welcher Gelegenheit er abstürzt, und sich und solche Kälte nicht gewefen. Durchforscht man die amtlichen M. Heu per 100 Kilogr. von M. Erbsen dem Stück glücklicherweise ein Ende bereitet. meteorologischen Beobachtungen, die 1848 beginnen, fo findet per 100 kg. von 40,00-25,00. Speisebohnen, weiße per Würde ein geistig normaler Mensch im wirklichen man, daß nur in drei Wintern ein höherer Kältegrad festgestellt 100 Kg. von 50,00-20,00 m. Zinsen per 100 g. von 80,00 Leben in eine Gesellschaft solcher Ibsen'scher Gestalten geworden ist, und zwar liegt der letzte um zweiunddreißig Jahre bis 30,00 M. Kartoffeln per 100 Kg. von 6,00-4,50 m. Nindrathen- so müßte er Nerven von Stahl haben, wenn er als etwas noch nicht Dagewesenes anzusehen ist. Die größte per 1 Kg. von 1,40-0,90 m. Schweinefleisch per 1 Kg. von zurück, so daß die vorgeftrige Kälte für die jüngere Generation fleisch von der Keule per 1 Kg. von 1,60-1,10 m. Bauchfleisch seine gefunden fünf Sinne bewahren wollte. Alle diefe stälte trat am 22. Januar 1850 mit- 25,0 Grad C. ein; nur 1,50-1,10 m. Kalbfleisch per 1 Kg. von 1,60-0,90 m. SammelMenschen machen den Eindruck von Mondsüchtigen, die wenig zurlick stand der 11. Februar 1855 mit 24,9 Grad, der fleisch per 1 Kg. von 1,50-0,90. Butter per 1 Kg. von 2,80 man mit äußerster Vorsicht behandeln muß, und die eigent- 7. Januar 1861 batte-23,0 Gc. und der 18. Januar 1893 steht mit bis 1,80 m. Gier per 60 Stück von 7,00-3,00 M. Fische per lich nur anter fortgesetter ärztlicher Aufsicht stehen müßten. 21,8 Gr. an vierter Stelle. Mehr als 20 Gr. Kälte hatten 1 kg.: Karpfen von 2,40-1,00 M. ale von 2,80-1,20 m. Aber als ein Zeichen traurigen, geistigen Verfalls muß es außerdem in den letzten 45 Jahren nur noch vier Tage, nämlich Bander von 2,40-0,80. Hechte von 1,80-1,00 M. Barsche betrachtet werden, wenn ein hervorragendes Talent in diesen der 7. Januar 1848, sowie der 1. und 14. Je nar 1871 mit von 1,80-0,80 m. Schleie von 2,40-1,00 2. Bleie von 1,40 Nachtseiten des menschlichen Geistes zerschellt. Ein Ver- 20,8 Gr., und der 10. Januar 1849 mit 20,4 Gr. In bis 0,80 m. Krebse per 60 Stück von 9,00-2,00 m. treter bürgerlicher Anschauungen, der mit grausamer, eiserner mit 19,0 Gr., in den 1890er Jahren bisher am 19. Januar 1891 den 1880er Jahren war die größte Kälte am 16. Januar 1881 9. Polizeibericht. Am 19. b. M. Bormittags entstand in der Konsequenz die Schlüsse aus den bürgerlichen Voraus mit 18,5 Gr. In den überaus milden Wintern der 70er Jahre Wohnung des Kaufmanus Löwinstein, Mendelssohnstr. 18, Feuer, fegungen zieht, verliert sich schließlich in Nacht, Wahn- fank das Thermometer manchmal fiberhaupt nicht unter 10 Gr.; das unter anderem auch den Kinderwagen ergriff, in dem der finn, geistiger Verwirrung. Das ist der ödeste Pessimis 1873 betrug die größte Kälte 9,0 Gr., 18778,3 Gr., 1872 einjährige Sohn lag. Das Kind erlitt schwere Brandwunden am mus, der in der bürgerlichen Weltanschauung liegt, und 7,5 Gr. und 1874-7,2 Gr. Nach den privaten Witterungs- ganzen Körper und mußte nach dem jüdischen Krankenhause gebejammernswerth find Jene, und wären sie geistig noch so beobachtungen, die im Jahre 1719 beginnen, find früher jeden bracht werden. Im Thiergarten, in der Nähe der Löwenhoch geadelt, die sich aus den bürgerlichen Wirrnissen nicht falls niedrigere Temperaturen als 25,0 Gr. G. beobachtet, doch brücke, erschoß sich ein Zeichner mittels Revolvers. Jm sind die betreffenden Angaben zweifelhaft. Die kältesten Januar Laufe des Tages und in der darauf folgenden Nacht fanden zu retten wiffen. 11,6 Gr. Mitteltemperatur, 1888 16 Brände statt. monate waren 1828 mit mit 10,2 Gr., 1848 mit 9,4 Gr., 1776 mit 8,9 Gr., 1803 mit 8,6 Gr., 1740 und 1795 mit- 8,5 und 1830 mit 7,4 Gr. Der diesjährige Jannar hat bisher eine Mitteltemparatur von weniger als 9 Gr. 1 M. Gerichts- Beitung. Wenn wir auf die Aufführung mit einem Wort zurück kommen, so wollen wir sagen, daß die trefflichen Künftle rinnen und Künstler ihr bestes thaten, um die Figuren einigermaßen verständlich zu machen. Fräulein Reifenhofer gab die Hilda in jener schwärmerischen Berzückung, die Feine Jäger. Vor mehreren Jahren erregte die Flucht des allein im stande war, die Figur einigermaßen sympathisch Der Redakteur des„ Kladderadatsch", Johann Trojan. zu machen. Herr Reicher war vollendeter Realist wie Barbiers und Hausbesitzers Hohmann in der Gipsstraße einiges Aufsehen. Hohmann, der selbst den paffionirten Jäger spielte stand gestern unter der Anklage der Beleidigung vor der immer und auch Herr Kober traf den alten Architekten in und auch selbst eine Jagd gepachtet hatte, sich nebenbei auch VII. Straffammer des Landgerichts I. In der Nummer des geTon und Haltung ausgezeichnet. Den Damen Meyer und mit dem Wildhandel befaste, wurde als gewerbsmäßiger Wilderer nannten Blattes vom 28. Auguft vorigen Jahres war als„ BollSauer gelang es, für die Rollen der Frau Aline und der entlarvt. Hohmann lebt jezt in London, ist Inhaber eines der Kuriofum" die Mittheilung enthalten, daß die Zollbeamten zu Buchhalterin Kaju die richtigen Nüancen zu finden. arößten Barbiergeschäfte der City und beschäftigt dreizehn Ge- Bittau ein eisernes Velosiped- Gestell deshalb als Hornwaare zur Nichts gelernt und nichts Bersteuerung herangezogen hätten, weil drei Griffe daran mit| Deuteten diese Anzeichen schon auf auf das Verdorbensein richtung eines Bureaus zur Anmeldung Arbeitsloser ab und vers einer hornartigen Masse überzogen waren. An diese Mittheilung der Wurst hin, so wurde jeder Zweifel darüber benommen, weigerten natürlich auch die Hergabe des Gürzenichfaales zu tnüpfte fich eine etwas drastische fritische Bemerkung mit wenn man sie mit der Nase prüfte. Sie stant. Der Angeklagte einer Versammlung der Arbeitslosen. bezug auf die Bittauer Zollbeamten. Das dortige Haupt- erklärte im Termine, daß er am Tage vor der Revision eine vergessen, das wird der Nefrolog sein, den man dereinst auch Steueramt ftellte den Strafantrag. Der Sachverhalt stellte Sendung Wurst von dem Fabrikanten Adami erhalten hatte, die diesem herrschenden Bürgerthum schreiben wird, das nichts liebt sich nämlich anders dar, wie er im Kladderadatsch" angegeben er allerdings für unverkäuflich halten mußte, mit Ausnahme von als sich selbst. war. Die Hamburger Steuerbehörde hatte das Veloziped als 5 Rilo, die er für genießbar ansah. Diese Wurst sei dann von Die statistische Kommission des Hamburger Gewerk Hornwaare versteuert, die Steuerbehörde in Bittau dies dagegen dem Beamten beschlagnahmt worden. Der Gerichtshof war mit schaftstartells nahm am 15. Oftober eine Statistik der Arbeitslosen gerügt, worauf feitens der Hamburger Behörde Abänderung er- dem Staatsanwalte der Ansicht, daß der Angeklagte das Ver- auf. Das Ergebniß derselben liegt jetzt vor; es hat, wie die folgte. Der Angeklagte bedauerte, daß er falsch berichtet worden dorbensein der fraglichen Wurst wohl erkannt hatte. Bei der Kommission selbst bemerkt, die auf die Statistit gefeßte Hoffnung sei, und erklärte, daß er gern eine Berichtigung aufgenommen Gemeingefährlichkeit dieser Handlungsweise erkannte der Gerichts- nicht erfüllt, daß es möglich sein würde, troß der beschränkten haben würde, wenn ihm eine solche zugegangen wäre. Während hof auf eine Woche Gefängniß und Veröffentlichung des Er- Beit, die zur Verfügung stand, annähernd die ganze Zahl der der Staatsanwalt eine Geldstrafe von 50 Mart beantragte, fenntnisses in der Allgemeinen Fleischer- Zeitung" und der Arbeitslosen zu ermitteln und das Material schnell veröffentlichen hielt der Gerichtshof eine solche von 20 Mart für eine aus- Vossischen Zeitung". reichende Sühne. Soziale " teberlicht. W Versammlungen. foztazu können. Immerhin ist die Hamburger Statistik von Werth und zwar umsomehr, weil sie auch den Lohn und die Arbeitszeit in Rücksicht gezogen hat. Für heute seien aus der Statistik die Der Sprung in die Eierkifte. Am Abende des 25. Juni vor. J. stand der Kaufmann Wolf in seinem in der Koppenstraße Hauptergebnisse mitgetheilt. Von einer einschließlich des kaufmännischen Personals auf rund 188 700 Personen geschästen gelegenen Laden und bediente die Kunden. Da sprang plöglich Arbeiterschaft gehören rund 21 100 11 pet. ein junger Mensch durch die offenstehende Thür in den Laden und direkt in eine mit Giern gefüllte Kiste, die neben dem Eine Vom Bergarbeiterstreit. Der Rheinisch- Westfälischen listischen Organisationen an, während 30 000 Handlungsgehilfen zc. gange stand. Die Wirkung war eine schreckliche. Hoch auf Beitung" zufolge find am 20. Januar auf 7 Zechen 1626 Mann Mitglieder einer auf bürgerlichen Prinzipien fußenden Organi prigte der weiße und gelbe Inhalt der zertrümmerten Gier. ausständig gewesen. Voll angefahren seien die Belegschaften der gefüllten Fagebogen betrug 18 824, an sich eine respektable, aber fation find. Die Zahl der wieder eingegangenen und ausJede Bewegung, die der Springer machte, verursachte neues Bechen Glückaus"," Tiefbau" und Schamrock". Krachen. Bevor der Kaufmann sich von seiner Ueberraschung erholt, war der junge Mann wieder aus der Kifte hinaus Saarrevier. Wie der Reichs- Anzeiger" nach dem Organ 4898 Personen 50 875 Wochen, jede also durchschnittlich mehr Der weiße Schreden"" tobt, legal aufgeputzt, im im Vergleich zur Masse der Arbeiterschaft viel zu geringe Bahl. Von den Ausfüllern dieser Fragebogen waren am 1. Oktober gesprungen und auf die Straße gelaufen. Der Kaufmann eilte der Grubenverwaltungen, dem sogenannten Bergmannsfreund", als 10 Wochen arbeitslos, darunter 2658 Verheirathete( mit ihm nach, holte ihn ein und veranlaßte feine Festnahme. Auf mittheilt, soll der Fiskus wirklich 4000 Bergleute abgelegt haben, 9539 Familienangehörigen) 27 648 Wochen, und 2235 Ledige( mit der Wache gab der Ergriffene sich als ein gewisser Karl darunter 31 Knappschaftsälteste und 80 Gruben Ausschuß 764 Familienangehörigen) 22 727 Wochen. Wagner zu erkennen. Der von ihm angerichtete Schaden mitglieder. Rechnet man auf jeden Abgelegten durchschnittlich Die Altonaer Stadtverwaltung beschloß, wie das„ Berbetrug 10 M. Das Schöffengericht verurtheilte ihn wegen Sach- 3-4 Angehörige, die er zu ernähren hat, so bedeutet dieser liner Tageblatt" mittheilt, umfangreiche Straßenregulirungen in beschädigung zu einer Gefängnißstrafe von 14 Tagen. Die Be- fiskalische Alt auf längere oder kürzere Zeit die totale Verelendung ben Bororten, die erst im nächsten Etatsjahre vorgenommen hauptung Wagner's, daß er gar nicht der Thäter fei, fiel bei ber von rund 15 000 Personen. Männer, Frauen und Kinder Strafabmessung erschwerend ins Gewicht. Im gestrigen Termine überliefert der preußische Staat obne ein Wimperzucken dem werden sollten, schon jetzt in Angriff nehmen zu lassen. Dadurch vor der Berufungsinstanz wiederholte Wagner, daß er unschuldig Hunger, der Kälte dem Mangel in schlimmster Gestalt. Die erhalten etwa 1000 Personen Beschäftigung. fei, den Thäter aber, der sich seines Namens bedient, einen ge- unter den Abgelegten anno 66 und 70/71 mit Gefahr ihres Lebens wiffen Kristall, mit zur Stelle gebracht habe. Die Beugen dem Staate Preußen zur Rolle der Großmacht verhalfen, blieben dabei, daß Wagner der Richtige sei. Der Zeuge Kristall heute sind auch sie im Verein mit den jüngeren Geerklärte dagegen, daß er den Sprung in die Gierkiste gethan, fährten von demselben Preußen auf die Straße gesezt, jedoch nicht freiwillig, sondern von einem Freunde hineingestoßen obgleich sie nichts weiter gethan haben, als ihre Arbeitsworden sei. Unter diesen Umständen wurde das Verfahren gegen fraft vor der finanziellen Entwerthung zu schüßen, und Wagner einstweilen eingestellt und dem Staatsanwalte wurden hierzu deshalb Recht zu haben glaubten, wie es jedem Unter die Atten übermittelt, damit derselbe nunmehr gegen Kristall vornehmer gestattet ist, seine Waaren so theuer zu verkaufen wie gehen könne. er mag. Das Verfahren des Staates gegen die Bergarbeiter wird der kapitalistischen Gesellschaft, als deren Organ er sich ja Das bischen Asche können wir sparen, wer purzeln soll, selbst nur noch fühlt, indeffen keinen Nußen bringen. Darauf Der purzelt doch. Gin Unglücksfall, welcher wieder einmal durch tönnen sich die Herren Bureaufraten verlassen, die an dem Aus das Nichtbeleuchten der Treppenflure veranlaßt worden ist, hat bruch des Ausstandes und an der Maßregelung der 4000 Schuld gegen den Hausbesitzer Ifidor Cohn eine Antlage wegen fahrtragen. Bei den nächsten Reichstagswahlen haben die Bergleute Generalversammlung zu Weimar veranlaßt haben, die Kasse vom laffiger Körperverlegung zur Folge gehabt. Durch die Gelegenheit, die Scharte auszuwegen, die ihren Interessen 1. Januar 1893 in eine Unterstützungstaffe umzuwandeln. Bes Polizeiverordnung vom Jahre 1885 ist bekanntlich den Haus von der Bureaukratie, dem Unternehmerthum und der Geistlich- sonders hervorgehoben wurden die Schwierigkeiten, welche die befizern zur Pflicht gemacht worden, bei Beginn der Dunkelheit feit geschlagen worden ist. Mögen sie diese Gelegenheit wahr Regierung den freien Hiljskassen bereite. Nach dem neuen auch die Hintertreppen genügend zu erleuchten. In dem Hause nehmen, indem sie keinem Kandidaten dieser ihnen feindlichen Statut ist das Beitrittsgeld für alle Klassen auf 1 M. festgesetzt; des Angeklagten, in welchem nach feinen Anordnungen ein Haus Gruppen, sondern wirklichen Vertretern der Arbeiterinteressen es betragen die wöchentlichen Beiträge für die 1. Kl. 50 Pf., das diener die häuslichen Geschäfte erledigt, hat man dieser Pflicht ihre Stimmen geben. Sie haben keinerlei Besserung ihrer Lage Krankengeld 14,10 pro Woche; die 2. KL. 40 Pf., das Krankennicht genügt, jedenfalls tam man derselben während der Sommer- zu erwarten, wenn sie ultramontan, nationalliberal oder tonfer geld 11,10 m.; die 3. Kl. 30 Pf. das Krankengeld 8,40 M.; die monate nicht nach. Am 16. August Abends gegen 9 Uhr vativ- antisemitisch wählen. 4. AI. 20 Pf., das Krankengelo 5,70 M. Zum Schluß gab der wurde ein in dem betreffenden Hause dienendes Mädchen Redner der Meinung Ausdruck, daß die Krankentassenfrage wohl von seiner Herrschaft ausgeschickt, um aus der Nachbar werth fei, in einer öffentlichen Versammlung erörtert zu werden. schaft eine Weiße zu holen. A13 fie mit dem Bei der Firma Plagemann u. Maat in Hamburg, Der Bevollmächtigte der Kasse, R. Jäger, wohnt GlockenWeißbierglase in der Hand die Küche verließ, war die Zollvereins- Niederlage, haben fünf Kollegen wegen abermaliger ftraße 4. Hintertreppe ohne jede Beleuchtung, das Mädchen tam zu Falle, Lohnredaktion die Arbeit niedergelegt. Zur Information über stürzte die Treppe hinab und verlegte sich mit den Scherben des die Verhältnisse dieser Werkstatt diene folgendes: Die Arbeit zerbrechenden Glases dermaßen an Hand und Brust, daß sie wurde vereinzelt in 4 bis 6 St. vorgegeben. Häufig reichte die einen vierwöchigen Aufenthalt im Krankenhause nehmen mußte. felbe nicht aus, was ein Feiern von 2 bis 3 Tagen zur Folge Der Gerichtshof( 2. Strastammer) machte den Angeklagten für batte. Außerdem stellte genannte Firma an die Kollegen das Diefen Unfall verantwortlich. Wit Rücksicht daraus, daß es eine Anfinnen, gegen einen geringen Lohnaufschlag das nöthige Mahäßliche Unfitte mancher Hausbesizer ist, nur um wenige terial zur Herstellung der Arbeit selbst zu beschaffen. Unter Groschen an Petroleum zu sparen, Leben und Gesundheit der solchen Bedingungen war es den Kollegen zur Unmöglichkeit geHaus bewohner in Gefahr zu bringen, verurtheilte der Gerichts- macht, weiter zu arbeiten, dieselben nahmen daher ihre Entlassung. hoj den Angeklagten zu 100 M. Geldbuße. Wie verlautet, will die Firma versuchen, Arbeiter aus Berlin beranzuziehen. Es wird deshalb eindringlichst gewarnt, auf ein derartiges Angebot einzugehen. Karl Böhm, Schwerinstr. 16. Achtung, Vergolder! Leipzig. Eine öffentliche Metallarbeiters Versammlung beschäftigte sich am 8. Januar mit der Allgemeinen Kranken- und Sterbetasse der Metallarbeiter. Der hiesige Bevollmächtigte, Genosse R. Jäger, gab einen ausführ lichen Ueberblick über die Geschichte der Krantentasse seit ihrer Gründung bis zum Grlaß des neuen KrankenversicherungsGesetzes, sowie einen Bericht über das abgelaufene Geschäftsjahr. Der Rejerent führt die Gründe und Gegengründe an, welche die 9 Neuer Berliner Handwerker- Verein. Gonnabend, den 21. Januar, bends 9 Uhr, bei Dehlmann, Münzfir. 11: Generalversammlung. Fachverein der Uhrmacher etc. Sonnabend, den 21. Januar, Abends uh, bei Wienecke, Alte Jafobstr. 88: Vortrag des Herrn Dr. Bütgenau über Das Verhältniß der Religion zur Sittlichkeit". Verein der Berliner Schirmmacher. Sigung am Sonnabend, den 21. Januar, Abends 9 Uhr, bet Trteschmann, Jüdenstr. 55. Tischler- Verein. Sonnabend, den 21. Januar, Abends 9 Uhr, Melchior ftraße 16: Generalversammlung. Quittungsbuch legitimirt. Bentral- Kranken- und Sterbekasse der deutschen Wagenbauer (..) Bezirt 6. Sonnabend, den 21. Januar, Abends ühr: Mitglieder Bersammlung bei Behrendt, Blumenthalftr. 6. Charlottenburg. Bersammlung am Sonnabend, den 21. Januar, abends Allgemeine Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter, Filiale 8 Uhr, um Restaurant Müller, Rosinenftr. 1. Abrechnung und allgemeine Besprechungen. Allgemeine Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter( E. H. 29 Verfammlung am Sonnabend, den 21. Ja Einer Auflage wegen Bergehens im Amte, welche geffern die beiden Landgerichts- Sekretäre Karl Altrichter und Franz Robert Dorn vor die zweite Strajkammer des hiesigen Landgerichts I führte, lag ein unglüdlicher Schreibfebler einer Aufruf an die Böttcher Berlins und Umgegend! Die Gerichtsschreiberei zu Grunde. Am 15. Dezember 1891 war der Lohnkommission, welche am Neujahrstage zwecks Prüfung des Schuhmacher Wilhelm Haack von der dritten hiesigen Straftammer Lohntarifs zusammentrat, hat nach eingehender Berathung folgeno and 89), Filiale Berlin 1. Bersammlung am Sonnabend, den 21. Januar, Resolution gefaßt: Weiter Samburg), Filiale Berlin 5. nuar, abends 9 Uhr, Alte Schönhauserstr. 42 bei Reimann. Tagesordnung: Kaffenbericht. Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter( E. H. 29 Abends 9 Uhr, Sichterfelderstr. 8, bei Winter. Freireligiöse Gemeinde, Sonntag, den 22. Januar, Borm. 10% Uhr, Rosenthalerstr. 88. Thema: Bum Berständniß der Herenprozeffe. Klub der Wanderfreunde. Am Sonntag, den 22. Januar unternimmt der Klub eine anderfahrt nach Friedrichshagen, Schöneiche und FredersDorf. Abfahrt nach Friedrichshagen ab Schlesischen Bahnhof früh s uhr Vereinigung freier eingeschriebener Hilfskaffen von Berlin und Umgegend. Bersammlung am Sonntag, den 22. Januar, Borm. 10 Uhr, 4. Quartal. Beuthsir. 20, früher Norbert, großer Saal: Wahl des Vorstandes c. Kranken- Unterstütungs- und gegräbnißverein der Schmiebe Deutschlands. Sonntag, den 22. Januar, Vorm. 10 Uhr: Mitglieder- Ber sammlung bei Tempel, Langeftr. 6. Tagesordnung: Abrechnung vom 3. und Kranken- und Sterbekasse der deutschen Wagenbauer, Filiale Moabit. Bersammlung am Sonntag, den 22. Januar, Bormittags 10 Uhr, im Lofal von Reindel, Jagonftr. 16. Tagesordnung: 1. Abschluß vom vierten Quartal. 2. Berichterstattung über die Vereinigung. Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter( E. 5. 29 Bamburg), Filtale 6. Sonntag, den 22. Januar, Borm. 10% Uhr, Gartenstr. 162, bet Meißner: Mitgliederversammlung. Zentral- Kranken- und Sterbekaffe der deutschen Wagenbaner. (., Siz Gotha.) Sonntag, den 22. Januar, Vorm. 9% Uhr: Große Mitglieder- Versammlung des Bezirks 3, in Wendt's Gesellschaftshaus, Cöslinertraße 17. Tagesordnung: Abrechnung vom 4. Quartal. Sozialdemokratischer Agitationsklub für den Often Berlin. Bersammlung für Frauen und Männer am Sonntag, den 22. Januar, Abends Bortrag des Uhr, in Schneider's Gesellschaftshaus, Proskauerstr. 87-38. Genoffen Wegner über" Die Ethit der heutigen Geſellſchaft". Verein deutscher Schuhmacher, Filiale Berlin. Montag, den 23. Jas nuar, Abends 8% Uhr, in den Parlamentshallen, Landsbergerstr. 38: GeneralBersammlung. Tagesordnung: Siebe Inferatentheil der Sonntagsnummer. Sozialdemokratischer Verein Vorwärts". Große Versammlung in nirdorf am 24. Januar, Abends 8% ühr, in Hoffmann's Salon, Bergstr. 133. Referent: Stadtv. Zubeil- Berlin. Bortrag über die Nothstands- Interpellation au 1 Jahr Gefängniß verurtheilt worden. In solchen Fällen der Berurtheilung geht vom Gericht sofort ein Benachrichtigungs-„ Von der Ansicht ausgehend, daß bei der gegenwärtigen unzettel an das Untersuchungsgefängniß und Art und Höhe der günstigen Geschäftslage von einer Grhöhung des Tarifs resp. von Strafe wird sofort in die Perfonalakten des betr. Untersuchungs- einer allgemeinen Lohnbewegung Abstand zu nehmen, andererseits gefangenen eingetragen. Auch in diesem Falle war in dieser es jedoch bei dem jegt zeitweise gelieferten schlechten Material vorläufigen Benachrichtigung die Strafe richtig mit einem nicht mehr möglich ist, den unserm Lohntarif zu Grunde ge- 2 winuten. Jahre Gefängniß angegeben. Haack wollte erst Revision legten Lohnfaß zu erzielen, empfiehlt die Kommission eine Eineinlegen, er beruhigte sich aber und es wurde infolge fchaltung in denselben aufzunehmen, von der sie glaubt, daß sie dessen in der Gerichtsschreiberei, welcher der Sekretär Altrichter von den Arbeitgebern billigerweise anerkannt wird. vorsteht, die Strafvolftreckungs- Requisition ausgefertigt. Bei empfiehlt die Kommission die sofortige Inangriffnahme von Geld: dieser Ausfertigung des Urtheils passirte dem Kanzlijten ein sammlungen zur Unterstützung eines partiellen Vorgehens in den Irrthum, indem er in das Urtheil als Strafart" Buchthaus" jenigen Werkstätten, in welchen unfer Tarif mit den beschlossenen einschrieb und der Sekretär Altrichter beglaubigte diese Aus- Aenderungen nicht voll und ganz bezahlt wird resp. wo die Bedingungen fertigung, ohne den Irrthum zu bemerken. So kam das falsche deffelben nicht eingehalten werden. Da die Möglichkeit vorhanden, Urtheil zu dem Sekretär Dorn, den Vorsteher der Expedition des daß durch die Konsequenzen der partiellen Bewegung uns ein Untersuchungsgefängnisses und Haack sollte in das Zuchthaus allgemeines Vorgehen aufgedrungen wird, so ist der Generalfonds übergeführt werden. Der Verurtheilte erhob dagegen Einwände auf eine solche Höhe zu bringen, daß wir bald gerüstet dastehen." und versicherte zwei Oberaufsehern wiederholt, daß Da diese Resolution in der Versammlung vom 8. Januar 1893 er nur zu Gefängniß verurtheilt worden. Einer dieser anerkannt wurde, richte ich im Auftrage der Versammlung die Beamten ersah aus den Personalakten, daß daselbst that Aufforderung an die Kollegen, den gejaßten Beschluß, 25 Pf. pro sächlich nur Gefängnisstrafe vermerkt war, er machte den Woche zu einem solchen Fonds zu zahlen, strikte zur Durchführung Sefretár Dorn hiermit bekannt, dieser aber erklärte, daß er sich zu bringen. Ebenfalls werden sämmtliche Kollegen der Werknur nach dem amtlichen Requisitionsschreiben der Staatsanwalt hätten, wo unser Lohntarij nicht bezahlt und die Bedingungen schaft zu richten habe. So wanderte denn Haack am 15. Januar nicht inne gehalten werden, dringend ersucht, dieses bei der Lohnin das Zuchthaus zu Brandenburg und blieb dort bis zum tarif- Kommission zu melden. Ferner richte ich an alle diejenigen, 22. Januar, bis auf telegraphische Ordre der Staatsanwaltschaft welche dem Zentralverein deutscher Böttcher noch fern stehen, die seine Ueberführung nach Blößensee stattfand. Der Mann hat Aufforderung, ihren Eintritt in denselben baldigst beim Vorteinen Echaden weiter erlitten, da ihm infolge dieses Vorfalles sigenden Herrn Winter anmelden zu wollen. Denn nur durch im deutschen Reichstag. Arbeiter- Bildungsschuls. Sonnabend, Abends 8-10% Uhr. Süd2 Monate von seiner Strafe im Gnadenwege erlassen worden eine feste Organisation ist es uns möglich, die vorstehende Reso- schule, Sagelsbergerstr. 43: Unterricht in Deutsch( unt.); Süd- Ost Die Strajkammer hatte s. 3. die Eröffnung des Haupt- lution durchzuführen. Gin Ueberblick über die Thätigkeit und Schule, Reichenbergerstr. 188: Unterricht in Physiologie; Ost- Schule, verfahrens gegen Altrid, ter abgelehnt, auf Beschwerde das Aufblühen unserer Filiale möge beweisen, wie unsolidarisch es Martusstr. 31: Unterricht in Rechnen( unt.); Nordschule, Müllerstraße Nr. 1790: Unterricht in Buchführung und oberes Rechnen. In alle Fächer der Staatsanwaltschaft hatte aber das Kammergericht die ist, demselben fernzustehen. Aufgenommen sind in diesem Jahre tönnen noch Schüler und Schülerinnen auch jezt im Laufe des Semesters felbe angeordnet. Herr Altrichter entschuldigte den Jrr 60 Mitglieder, zugereisi sind 30. Selbige erhielten 270 M. Heise- eintreten. Deutscher sozialdemokratifdjer gefeklub in Paris. ihum damit, daß, wenn Ausgetreten find 14 Mitglieder, welche eine Rue St. daß, wenn zwei Gerichtsschreibereien fich Unterstügung. einem Zimmer befinden der vielfach durch An- Filiale in Nixdorf gründeten. 70 find theils abgereift, theils mit Sonore 314 Cafe du 2ton de Belfort. Jeden Sonnabend öffentliche Berfammlung; reiche Bibliothet, Beitungen, französischer Unterricht. Der deutsche 2c. gestörte fragen Sekretär in leicht die Lage ihren Beiträgen im Rückstand. Unsere Filiale zählt jetzt 375 Mitarbeiter, der fremd nach Paris tommt, findet hier einen Anlehnungspuntt, tomme, irrthümlich anzunehmen, daß er eine solche Ausfertigung glieder, welche einen Beitrag von 2000. aufbrachten. Davon Rath und Belehrung. London. Der einzige hiesige fozialdemokratische Verein Londons, der bereits tollationirt habe. Sekretär Dorn bestritt, daß er sich einer gingen an die Hauptverwaltung( Bremen) 900 M., der Rest atte, von Karl marr uno Friebrich Engels 1340 begründete Fahrlässigkeit schuldig gemacht habe. Staatsanwalt Riegel blieb in der hiesigen Verwaltung. Unsere Unterstüßungstasse hat kommunistische Arbeiter Bildungsverein befindet sich nach beantragte gegen Altrichter 50., gegen Dorn 75 W. Geldbuße. bis heute eine Einnahme von 1260 Wi. zu verzeichnen, davon er wie vor 49 Tottenham Street, Tottenham Court Rd., W. London. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Alle Kenderungen Rechtsann alt Dr. Leonh. Friedmann hielt die Fahr hielten 48 arbeitslose und nothleidende Kollegen über 900 M., im Vereinstatender find au richten an Friedrich Kortum, Manteuffelläffigteit Altrichter's nicht für eine strafbare, da ja eventuell bei die ausgesperrten Böttcher in Harburg 30 M., die streifenden fraße 70. Sonnabend, Abends 9 Uhr: Uebungsstunde. Aufnahme einiger Aufmerksamkeit im Untersuchungsgefängniß der Irrthum Böttcher in Würzburg 50 M., die streifenden Brauerei- Arbeiter neuer Mitglieder. Grüne Eiche, Rigdorf, Hermann- und KnesebeckLyranta, Landsbergerstraße 81 bei hätte bemerkt werden müssen. Rechtsanwalt Dr. Gotthelf in Frankfurt 60 M., die ausgesperrten Brauer in Hamburg Straßen- Ecke bet Beyerle. Musehold. Sanges Echo, Naunynstraße 86, bet Zubeil. die nothleidenden Kollegen in Hamburg Freundschaft 2, Friedenstraße Nr. 48 bet Toutühn. hielt aus juristischen Gründen auch die Freisprechung des Sekretärs 50 M., und - Glüd zu, bet Corn für geboten, da dieser die Strafe doch nicht vollstrecke, son: 100 M. Kollegen, urtheilt, ob es Recht ist, dem Verein, welcher nebel, Badstraße 68( Besundbrunnen). Teltow in Teltow, Schwarzer Adler. Esmeralda, Fruchtstr. 31 bei Baat. Siebertranz in dern felbst nur Werkzeug in der Hand des Staatsanwalts sei das Wohl sämmtlicher Kollegen erstrebt, fernzustehen. Brandenburg, Mengert's Boltsgarten. Hand in hand 2, Friedrichsberg, Friedrich Karlstr. 11 bet Heinecke. Gesundbrunner Männerund sich nach der amtlichen Urtheilsausfertigung zu richten habe. chor, Gesundbrunnen, Brinzen- Allee 10. Gesangverein Bruderhand" -Der Gerichtshof schloß sich diesen Ausfahrungen nicht an, in Schönwalde( in der Mart) bei Schulze.-Frisch auf" Friedrichsberg, Nummelsburgerstraße bei Deckert. sondern verurtheilte Altrichter zu 20 W., Doru au 40 m. Borwärts 7" Rummelsburg, bet Geldbuße. Gefangverein Smmergrün", Zegel, Schloßstraße bei Schuls. sind. in Im Auftrage: Julius Buth. Bur Arbeitslosenfrage. Eine Zählung der Arbeitslosen Rassels ergab, daß 345 Männer, darunter 199 Verheirathete mit 512 Kindern, beschäftigungslos waren. Der Magistrat hat Um verdorbene Wueft handelte es fich in einer Anklage der Deputation der Arbeitslosenversammlung zugesichert, daß nach wegen Vergebens gegen das Nahrungsmittel- Gefeß, welche gestern Möglichkeit für Beschäftigung gesorgt werden würde. vor der zweiten Straftammer des Landgerichts I gegen den Die Müncheberger Braunkohlengewertschaft Ge- entließ 83 Arbeiter wegen Mangels an Beschäftigung. Dabei Fletschwaarenhändler Heinrich Fliß verhandelt wurde. legentlich einer Revision, welche der Kreisihierarzt Eber in dem fönnen sich Abertausende wegen Mangels an Heizmaterial teine Verkaufsstande des Fliß in der Markthalle vornahm, fand der warmne Stube bereiten. Herrliche Weltordnung! felbe eine Menge Wurst, deren Aussehen start verdächtig war. Die Kölner Stadtväter sind ihres Oberbürgermeisters Die Farbe war grau, mit Ausnahme der Fettwürfel, würdig. Auf dessen Antrag lehnten sie die Bewilligung eines welche so gelb waren, Ei. Srebits zu außerordentlichen städtischen Arbeiten und die Er wie das Gelbe vom Borgmann, = " -A " Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend Alle Buschriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend ih u richten an: 9. Gentet, Bergmannstr. 21, 6of 3 Tr. Senuabend: Theaterverein Iphigenia", bet Kramer, Nixdorf, Herrmann Tambour Berein Vorwärts straße Nr. 140. Rigdorf, Herrmanns Tambourverein Deutsche Giche und anglickstraßen- Ecke bei Kober. bei Niederfchub, Fürbringerstraße Nr. 7. Geselliger Verein Nord" bei Krüger, Hennstraße Nr. 6. Geselliger Verein Gut Sett", Neue fönigstraße Nr. 89. Geselliger Berein Italia" bei Boite, KolbergerGeselliger Verein Jugendfreunde" bet Schulz, Brenzlauer traße 23.Allee und Trescowitraßen- Ede. Bergnügungsverein Selgoland s be teget, Stralauerfir. 67. n Depeschen. ( Depeschen des Burean Herold.) Salle a. S., 20. Januar. Ein Extrablatt der Halleschen Beitung" meldet, die von Geheimrath Koch heute angestellten Untersuchungen in der Frrenanstalt Nietleben hätten den Verdacht bestärkt, daß in dem in der Anstalt benutzten Wasser der Grund der Erkrankungen zu suchen sei. Infolge dessen wurde die Benutzung dieses Wassers zum Trinfen und Stochen verboten; es wird Hallesches Leitungswasser zugeführt werden. Heute er folgten weitere 7 schwere Erkrankungen deuten darauf hin, daß die Seuche nicht im Abnehmen begriffen. Briefkaffen der Redaktion. L. P., Neustadt( Koburg). Der Bericht ist theilweise verwerthet; das übrige hat mehr für die Thüringer Blätter Interesse. B. 79. 2 Jahre lang vom Austritt aus der Kirche ab. Briefkaffen der Expedition. " 2. und Andere. Sie meinen, der Vorwärts" hätte über die Nothstands- Versammlungen längere und ausführlichere Berichte bringen sollen. Zu ausführlicheren Berichten fehlte der Raum. Daß die Berichte manches zu wünschen übrig lassen, das geben wir rückhaltlos zu. Allein es ist nicht unsere Schuld. Wir haben nicht einen Stab von geübten Berichterstattern, wie Für die Bergarbeiter gingen ferner ein: er der kapitalistischen Presse zu Gebote steht. Und die geeigneten Kräfte heranzuziehen, erheischt Beit. Bei dieser Gelegenheit sei Genossenschaftsbäckerei, Filiale Weidenweg 4,-. Rauchklub erwähnt, daß die bekannten unabhängigen" Lügner in der Collegia, amerit. Auktion 3,30. Rothe Buchbinder, Bimmer Bourgeoispresse behaupten, die„ Opposition" sei in allen Noth straße 94, 3,60. Arbeiter der Firma Levy Söhne 18,90. Buchstands- Versammlungen des vorigen Mittwoch, namentlich im drucker bei Mosse 8,95. Kürschnergehilfen Brüssel 40,30. Doppelte Eisfeller", sehr zahlreich" vertreten gewesen, und hätte den Geburtstagsfeier bei Goltz 8,15. Gesangverein Unverdrossen" " Fraktionellen" tüchtig zu schaffen gemacht. Die vier Mann durch Stolzenburg 10,-. Lese- und Diskutirklub der Freunde" der Eiskeller- Versammlung eine sehr zahlreiche" Opposition! bei Gnadt 7,50. Glaser Berlins 20,-. Von den Stralauer Die Bourgeoispresse aber druckt es ab und zahlt's. Glasarbeitern durch H. Börner 30,-. Gesangverein Freie F. G., Herne i. W. Wir sagen Ihnen für Ihre Mit- Sänger" 3,-. Zuschneider der Wäschefabrik von Müller und theilungen unseren verbindlichsten Dant, sind jedoch nicht in der Sußmann 7,-. Verein der Lithographen, Steindrucker und Lage, davon Gebrauch machen zu können, weil uns natürlich Berufsgenossen Deutschlands 200, Von den Steindruckern jede Kontrolle fehlt. Wollen Sie sich nicht an Ihr dortiges und Lithographen Berlins 100,-. Otto's Geburtstag, KürassierPartei- Organ wenden? In diesem Falle steht Ihnen Ihre Zu- straße, 1,70. Vereinigung der Schmiede Deutschlands, Filiale schrift wieder zur Verfügung. Berlin 40,-. Steinmetzen Berlins 100,-. Summa 606,40. H. M., Kottbuserdamm. Wir werden Ihre Anregungen Bereits quittirt 4127,25; in Summa 4733,65. Letztere Nachricht ist allerdings als ein sicheres Zeichen da-[ benüßen. Besten Dank. Wenzel. Das Inferatenkonto beträgt 17,40. Von der für zu betrachten, daß der Bergarbeiterstreit sein Ende er- C. M., Höhscheid. Wir bitten, die Sache für erledigt zu Neuen Welt" fehlt Nr. 2. Die angegebenen Nummern des reicht hat.) halten. " Borwärts" fönnen Sie in unserer Expedition bekommen. Effen a. Ruhr, 20. Januar. Der Streit ist als erloschen zu betrachten. Es fehlen noch 4644 Bergarbeiter; diese sind nicht Streifende, sondern solche, die von den Zechenverwaltungen für einige Tage von der Arbeit zurückgewiesen wurden. Die Mehrzahl der am Streik Betheiligten dürfte wieder angelegt werden. Saarlouis, 20. Januar. Die abgelegten Bergleute beabsichtigen ein Gnadengesuch beim Kaiser einzureichen. Die Lieferungen sind wieder ganz aufgenommen. Der Vorstand des Rechtsschutzvereins mit Ausnahme von Warken und Berwanger wurde aus der Haft entlassen. Grosse öffentliche Versammlung für Männer und Frauen Sonntag, d. 22. Januar, Abends 6 Uhr, bei 0. Klein, Schönleinstr. 6. 3. Verschiedenes. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Dr. Bernstein über Bleichsucht. 2. Diskussion. Zur Deckung der Unkosten 10 Pf. Entree. Nachher: Geselliges Beisammensein und Tanz. Um zahlreichen Besuch bittet Die Einberuferin. Oeffentliche 153/13 Versammlung für Männer und Frauen am Sonntag, den 22. Januar, Abends 6 Uhr, in der Berliner Bockbrauerei, Tempelhofer Berg. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Dr. Pinn. 2. Diskussion. Der Einberufer. Nach der Versammlung gemüthliches Beisammensein mit Tanz, veranstaltet vom Sozialdemokratischen Wahlverein für den 2. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Um zahlreichen Besuch bittet 153/14 Der Vorstand. Fachverein der Stuckateure Berlins und Umgegend. Am Sonnabend, den 4. Februar 1893, in Bolt's FestSälen( vormals Fenerstein): Masken- Ball. Anfang 82 Uhr. Billets à 50 Pfennig. Große öffentliche Versammlung der Böttcher mit Frauen am Sonntag Nachmittag 3 Uhr, im Lokal des Herrn Heise, Lichtenbergerstraße Nr. 21. Zahlreichen Besuch erwartet 112/3 Oeffentliche Versammlung V. Müller. d. ost- u. westpreussisch. Sozialisten am Sonntag, den 22. Jannar, Abends 5½½ Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstraße Nr. 20. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Berend über: Die Uebervölkerungsfrage". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Nach der Versammlung gemüthliches Brisammensein und Tanz. Der Einberufer: Herrmann Lauschke, Straußbergerstr. 43. Schöneberg. 254/7 Große öffentliche Volksversammlung für Schöneberg und Umgegend am Sonntag, den 22. d. M., Vormittags 11%, hr, im Lokal des Herrn Richter, Berlin, Schwerinftr. 13. Tagesordnung: 1. Die Nachwahlen zur Gemeindevertretung und deren Bedeutung. Referent Genoffe Zubeil. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Das Wahlkomitee. Paul Schimanski, Schöneberg, Bahnstraße Nr. 6a. Bekanntmachung. 341/12 Die Max Mosesmann'sche Concursmasse 951b 27 Grosse Frankfurterstrasse 27, gegenüber der Andreasstrasse, bestehend in modernen Damenmänteln, Jaquets, Capes, Umhängen, Staubmänteln, wird zu Tagpreisen von 81/ 2-1 und 3-8 ausverkauft. Der Verwalter. Jede Uhr 3531L zu repariren und reinigen kostet bei uns unter Garantie des Gutgehens nur 1 Mk.50 Pig.( außer Bruch), fleine Reparaturen billiger. Großes Lager neuer und gebrauchter Uhren, getragene Uhren von 5 M. an. Neue silb. Cylinder- Remontoirs, 6 Steine, von 14 M. an, do. 10 Steine, von 16 M. an, goldene Damen- Remontoirs, 14- Karat Gold v. 24 M. an. Gold- und Silberwaaren in gr. Auswahl zu Fabrikpreisen 1. Geschäft: Andreasstr. 62. E. Rothert& Stolz, Chausseestr. 78. Chausseestr. 34. Eine Lackirer- Werkstatt mit Dfen hrmacher. " 3. 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Schmidt, Reichstags- Abgeordneter. 32 Seiten 8°. Geheftet Preis 10 Pfennige. Die Sozialdemokraten kommen! Eine wahre Dorfgeschichte. Bon Adolph Hoffmann- Zeitz. ( Verfasser der„ 10 Gebote und die besigende Klaffe".) 16 Seiten 8%. Oeheftet Preis 10 Pfennige. Die zehn Gebote und die besitzende Klasse. Bon Adolph Hoffmann- Beih. Fünfte durchgesehene und ergänzte Auflage. 80 Seiten elegant geheftet. Preis 30 Pf. Die Lebenshaltung der deutschen Arbeiter, ihre Ernährung und Wohnung, Einkommen, indirekte Besteuerung, Erkrankung und Sterblichkeit. Nebst einem Anhang: Die Zusammensetzung der Nahrungsmittel. Won Emanuel Wurm, Mitglied des Reichstages. 140 Seiten elegant geheftet. Preis 60 Pfennige. Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Alle Buchhandlungen, Kolporteure und Zeitungsspediteure nehmen Bestellungen entgegen. Bei Aufträgen von außerhalb ersuchen wir um gleichzeitige Einsendung des Betrages( Porto extra.) 400/2 Möbel, Spiegel und Polsterwaaren, reelle Waare, solide Preise. 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