Nr. 28. Rbonn(m(ntS'6«d1»gimer andere Nachrichten für den ge- werblichen Verkehr." Dies setzen nämlich die§§ 9 und 10 deS alten preußischen PreßgesetzeS vom 12. Mai 1851 fest, die infolge des tz 30, Absatz 2 des NcichSpreßgesetzcs, wonach als Recht der Landes- gesetzgebung nicht berührt wird,„Vorschriften über das öffentliche Anschlagen, Anheften, Ausstellen sowie die öffentliche Verteilung von Bekanntmachungen, Plakaten und Aufrufen zu erlassen", noch heute in Kraft sind.... Zwar haben mehrfach Juristen deduziert, daß die Auslegung der beiden konservierten Paragraphen dahin zu erfolgen habe, daß Plakate, die gesetzlich nicht verbotene Versammlungen, öffentliche Vergnügungen, verlorene oder gefundene Sachen, Verkäufe ödere andere Nachrichten für den gewerblichen Verkehr an» zeigen, ohne polizeiliche Erlaubnis öffentlich angeschlagen werden dürfen, und daß die polizeiliche Erlaubnis nur für das öffentliche Anschlagen von Plakaten anderen In- Halts nötig sei. DaS höchste preußische Gericht. daS Kammergericht hat diese Angelegenheit für falsch erklärt und die oben gegebene als die richtige approbiert. Daraus ergibt sich die ungeheuerliche Konsequenz, daß das ganze Plakatwesen in Preußen auf ungesetzlicher Basis beruht! Für jedeö öffentlich ausgehängte Plakat, also auch für solche, die in Gastwitt- schaften, Bahnhöfen, Eisenbahn- und Straßenbahnwagen an- geschlagen werden, müßte eine polizeiliche Erlaubnis eingeholt werden.(Was natürlich nicht geschieht.) Diese Erlaubnis aber dürste die Polizei für einen ganz er- hcblichen Teil der jetzt behördlich unbeanstandet bleibenden Plakate niemals geben I Ungesetzlich, absolut un» gesetzlich ist nach der kammergcttchtlichen Auslegung der beiden Paragraphen z. B. der öffentliche Anschlag der Plakate, die alleinrcisende Mädchen auf die Mädchenheime aufmerksam machen, die Unfallstattonen anzeigen, alle Vereinsplakate, sofern sie nicht Versammlungen oder Vergnügungen betreffen, daher alle Plakate der Gewerkschaften und politischen Vereine! Natürlich ist es in unserer Zeit des hochentwickelten Verkehrs und PlakatwesenS einfach unmöglich, die Be- stimmungen wirklich durchzuführen. Die unzähligen Ver- stoße, die täglich und allerorts gegen sie begangen werden. zu ahnden, würde die Kräfte der Polizei, der Anklage- behörden und der Gerichte bei weitem übersteigen, und ein Versuch dazu würde lediglich erweisen, daß die veralteten Bestimmungen unhaltbar geworden sind, daß ihre Durch- führung unerträgliche Zustände schafft. Die beiden Para- graphen konnten sich nur dadurch bis jetzt halten, daß sie nicht angewendet werden. Indes ist die Abschaffung der beiden Paragraphen nicht bloß deshalb zu fordern, weil die Behörden selbst ihre Un- durchführbarkeit anerkennen müssen und also dieser Torso des preußischen Preßgesetzes der Lächerlichkeit verfällt. Die Arbeiterschaft hat vielmehr ein ganz besonderes Interesse an seiner Beseitigung. Die praktische Außerkraftsetzung der beiden Paragraphen hindert nämlich unsere an Ausnahme- behandlung der Arbeiterbewegung gewöhnten Polizei- und Justizbehörden nicht daran, sie gelegentlich gegen die Organisationen des Proletariats anzu- wenden! Die Paragraphen 9 und 19 des preußischen Preßgesetzes sind in der Tat bis in die neueste Zeit oftmals dazu verwendet worden, um die bekannten G e w e r k- schaftsplakate, in denen das Ziel und die Statuten der Organisationen dargelegt werden, aus den Gastwirt- schaften zu vertreiben! Und der Umstand, daß Tausende und Abertausende nach den Bestimmungen ebenso unzulässiger Plakate bürgerlicher Vereine an allen möglichen öffentlichen Orten unverfolgt gelassen werden, hat die Gerichte, die die Gleichheit der Gesetze aufrechterhalten sollen, nicht gehindert. auf Grund des Buchstabens des Gesetzes zu verurteilen! So wird der empörende, geradezu unsittliche Zustand gc- schaffen, daß ein Gesetz, das für alle Staatsbürger bestimmt. nur noch gegen einen Teil der Staatsbürger angewendet wird! Schon die Bedrohung der Gewerkschaftsplakate(unS natürlich auch die der politischen Vereine) bedeutet eine Be- schränkung des Vereins- und Versammlungsrechts. Dazu kommt aber noch, daß zum Anschlag aller erlaubten Plakate noch eine besondere polizeiliche Erlaubnis nötig sein soll. Darunter fallen auch die Anzeigen für gesetzlich erlaubte Versammlungen. Für jedes Ver» sammlungsplakat wäre aber eine polizeiliche Erlaubnis nötig, die die Polizei� nach Willkür geben oder versagen kann. Denn Grenzen setzt ihr das Gesetz nicht! Im allgemeinen wird die Bestimmung allerdings nicht gehandhabt. Daß aber auch sie gelegentlich noch zur Verfolgung der Arbeiterbewegung aus» genützt wird, zeigt der Fall, daß im Jahre 1905 der Bärbier K i c s e w e t t e r aus Halbe in der Mark wegen Verstoßes gegen die beiden Paragraphen zu einer Geldstrafe verurteilt wurde, weil er in zwei Lokalen zu Salbe ie ein Piakai, ctttc EilUabuna zu einer Versammlung des Fabrik-, Land- und Hülfsardeiterverbandes, ohne polizeiliche Erlaubnis ausgehängt hatte! Das Kammergericht als oberste Instanz erklärte, die Strafe bestätigen zu müssen, doch in einer Anwandlung begreiflichen Schamgefühls er- kannten Oberstaatsanwalt und Gericht in der Verhandlung an, daß das Gesey gründlich veraltet sei. Wörtlich Heißt eS in der schriftlichen Urteilsbegründung: � „GS muß dem Angeklagicn... zugegeben werden, daß die Auslegung der 0 und 10 des Gesetzes... zu unbefriedi- genden Konsequenzen führt. Richtig ist namentlich, daß dann eine ganze Anzahl von Plakaten, die sich im Laufe der Zeiten im Verkehrsleben als zweck- mäßig herausgestellt haben, öffentlich nicht angeheftet werden dürfen, auch nicht mit poli- zdilicher Erlaubnis, weil sie den in Z 0 des Gesetzes zugelassenen Inhalt nicht besitzen. Das hat den Senat zwar zu einer nochmaligen eingehenden Prüfung der Rechtslage ver- anlaßt, kann ihn aber nicht bestimmen, gegen den Wortlaut und «sinn des Gesetzes zu entscheiden. Denn der Richter ist durch das Gesetz gebunden und kann sich nicht aus Gründen der Zweckmäßigkeit dort über das Gesetz hinwegsetzen, wo cS klare Vorschriften gibt." „Der Nichter ist cm das Eeseh gebunden", sagt das Kammergericht. Und die Polizei? Sie sieht die Verstöße gegen die klaren Vorschriften des Gesetzes in 999 Fällen von 1999 nichtig Sie läßt es geschehen, daß unzüchtige Plakate ohne polizeiliche Erlaubnis ausgehängt werden und ebenso unzählige Plakate, für die sie nicht einmal Erlaubnis geben durfte. � Die Polizei erkennt an, daß sich das veraltete Gesetz nicht mehr durchführen läßt— aber zur Verfolgung der Arbeiterbewegung erscheint es hie und da noch gut genug! Das ist ein gäuzkich unhaltbarer, ein tief unsittlicher .zustand! Und da er das Vereins- und Versammlungsrecht des Proletariats bedroht, so ist alle Veranlassung, bei der Schaffung des Reichsvereinsgesetzös mit ihm aufzuräumen. �as unmögliche, das nach dem Zeugnis des Kammergerichts gründlich veraltete Gesetz muß endlich beseitigt werden! freisinnige! Schzrfinschertnm. Die„Freisinnige Zeitung" setzt die Hetze gegen die sozialdemokratischen Demonstrationen in einem solchen Grade fort, daß sie alle Scharfmacherblätier weit hinter sich läßt. Wiederbe- hauptet sie, die„Sozialdemokraten sind auf die Straße gestiegen, um zu handeln!" Was das Blatt unter„handeln" versieht, sagt eS nicht. Allem Anschein nach den Straßenkamps. Aber schließlich muß eS ja doch aus dem Verlauf der Demonstration ersehen haben, daß wirklich keine„Gewalt" angewandt worden ist. Nun hat das Blatt ivieder ein Zitat aufgegabelt und diesmal kein„aristokratisches" und kein anarchistisches, sondern ein sozialdemokratisches. Die„Leipz. B o l kSz tg." hatte geschrieben: »In der Politik spielt nur der eine Nolle, der die Macht bat und entschlossen ist, sie im gegebene» Fall mit Nachdruck zu gc- brauchen. In dieser Situation befindet sich die Arbeiterklasse. Die sozialen Machtmittel, die sie in ihren starke» Händen trägt, sind von unwiderstehlickier Kraft, und diese Kraft hat die Eigentümlichkeit, in gleichein Tempo zn wachsen wie die O r- Sa n s a t i o n und die geistige Schulung der Arbeiterklasse. nd daß das Proletariat entschlossen ist, in geeigneter Stunde trotz allem hhsterische» Gcwünner von seinen Machlniitteln mit allem Nachdruck Gebrauch zu machen, dessen kann sich die bnrger- liche Gesellschaft fest überzeugt ballen." Dazu bemerkt das FreissnnSblatt: „Daraus geht doch deutlich hervor, daß die SozmlScmokratie Gewalt anwenden will, wenn keine andere, so"diejenige des Massenstreiks. Oder will der„Vorwärts" etwa behaupten, daß das Leipziger Brudcrorgan nur von harmlosen Versammlungen spricht?' Ans dieser Folgerung geht„nur deutlich hervor", daß das Blatt zu b u s w i I l i g ist, um austäudig polemisieren zu können.„Soziale Machtmittel" anzuwenden, sind alle Klassen ständig gezwungen, denn nur dadurch wird in der Politik etwas durchgesetzt. Die Junker haben z. B. ihre sozialen Machtmittel so gut zu benutzen verstanden, daß ste dem deutschen Volk den Hnngertarif ausgezwungen und Kaiser n»d Regierung in der Frage des Kanal- baueS zum Nachgeben gebracht haben. Auch der Massenstreik ist nichts weniger als ein gewaltsames Mittel, sondern nnrerscheidet sich vom wirtschaftlichen Streik nur durch die Zahl seiuer Teilnehmer und durch seinen Zweck. Noch viel weniger aber als der Massenstreik haben D e m o n- strationen etwas mit Gewaltanwendung zu tun. Doch Siulstirxolitische Glossen. Geleitwort.— Amerikanische Haussorgen.— Bräutefabrikation.— ModerneKrieger.—Parfüm du Pußta. Wir wollen lachen und wollen die Geißel schwingen; und wenn wir die Peitsche schwingen, wollen wir sie lustig knallen lassen! Keuchend im Schweiß und Slanb des Kampfes dringen aus den Tiefen die Millionen der proletarischen Massen. Harte Zeiten. Aber wenn auch noch die Bourgeoisie über die Welt gebietet, ihren Geist hoben wir übernommen. Seht, wie sich die Reihen ihrer geistigen Kämpfer lichten. Freunde, Kampfgenossen! Blickt auf, seht in die entsetzten, verschüchterten, verstörten Gesichter unserer Feinde! Wir dringen zunr Licht— seht, wie die Schatten fliehen. Und im Halbdunkel einer untergehenden Kultur welche Zerrgestalten! Gelöst sind alle geistigen Bande. Das Lebens- ideal der Bourgeoisie ist zertrümmert, ihre Lebensweisheit vernichtet; der einzelne, sich selbst überlassen, in der ganzen Nichligkeit seines Ich spreizt sich und bläht sich auf und versucht, über seinen eigenen Schatten zu springen. Mit uns die große Tragödie der Weltgeschichte, vor uns ein tolles und albernes Treiben— ist eS ein Narrenhain? Ist es ein« JahrmarktZposse? Aber darüber hinweg, seht, wie sich liSte Wolken ballen; und der flammende Streifen am Ende des Gesichtsfeldes, ist das nicht das Morgenrot? in schwachen Umrissen schimmert eine lichthelle Welt auf— dorthin führt ein schmaler Pfad über Steine und wilde Wege und kalte Eisfelder, er ist bis jetzt nur von einzelnen begangen worden, und sie haben uns den Weg bezeichnet mir dem Blute ihreS Herzens! Heiter im Kampfe! mit offenem Visier und strahlendem Auge, wenn unsere Schwerter klirren: und wenn wir unsere Schwerter wetzen, pfeifen wir ein lustiges Liedlein zum Takte! Wer soll nun den Anfang dieser Revue bilden? Amerika ist jetzt Mode, der Amerikaner soll den Vortritt haben. Geht auch gar uicht anders: denn, läßt man ihn nicht vor. so dringt er selbst ein— wie bei Hofe. Der praktische Dankes hat jetzt HauSsorgen. Seine reichen Bräute werden ihm entführt. Die Mädchen würde er schon hin- gehen lassen, aber ihre Erbschaft n'.öchte er nicht hergeben. Darum Anfrage im Parlament: wie ist das möglich? und—«s soll Ab- dann nützen sie nichts, meint das Blatt. Nun. was politisch nützt oder schadet, darüber haben diese Art Freisinnigen überhaupt kein kompetentes Urteil, deren glorreiche Politik sehr dazu bei- getragen hat, daß der deutsche Liberalismus heute so herabgekommen ist, daß er sich in die Bedientenftubc der Junker flüchten muß. Und wenn das Blatt daS Beispiel Oesterreichs nicht gelten lassen will. wo die Demonstrationen nichts genutzt hätten, so können wir ihm nur sagen, daß ausschließlich der Druck der Volksbewegung, einer leidenschaftlichen, aber nie gewalttätigen Bewegung, daS Parlament dazu gebracht hat. das gleiche Wahlrecht anzunehmen. Der„freiwillige" Entschluß des Parlaments, von dem das Blatt erzählt, ist, wie in England so in Oesterreich, erst unter dem Zwange der Volksbewegung gefaßt worden. Daß die Einsicht der Dynastie und der Bureaukratie den Sieg des Volkes erleichtert haben, haben wir selbst hervorgehoben. Daß aber diese Einficht allein nichts genützt hätte, das zeigt gerade das österreichische Beispiel. Schon im Jahre 1393 war Gras Taaffe so„einsichtig", eine Wahlreform mit Zustimmung der Krone dem Abgeordnetenhaus vorzulegen. Sie wurde von dem Privilegien- Parlament abgelehnt. Taaffe selbst gestürzt. Erst die un- rmüdliche, energische, leidenschaftliche Agitation und Dcmon- Ilration unserer österreichischen Geiwsjen führte 190L den Sieg des gleichen Wahlrechts herbei. Das Blatt hat aber nichts anderes im Sinn, als ein paar Mandate mehr herauszuschlagen. Deshalb das immerwährende Aufwärmen der Torheit, man solle nichts anderes tun, als möglichst viel Fischbccks und WiemerS bei den nächsten Wahlen wählen; nur durch Eroberung der Mandate könne Einfluß auf das Ab- gemdnetcnhaus gewonnen werden. Wäre das wahr, wer hat denn die Herren daran verhindert, schon längst ihre Eroberungen zu machen? In Wirklichkeit weiß natürlich die„Freist Ztg." sehr genau. wie aussichtslos es ist, auf ein günstiges Ergebnis der Wähler zu warten, bei einem„Parlament", daS ja nicht gewählt, sondern in seiner Majorität von den Gutsbesitzern ernannt wird. ES weiß ganz gut, daß daS Wählen von sechs Millionen unter sieben in den meisten Fällen vergeblich ist. aber eö schwindelt die Unwissenheit a b s i ch t- l i ch vor, um eine Auörede für das Nichtstun seiner engeren Parteifreunde zu haben. Es ist ganz interessant zu sehen, wie stabil die Parteivcrhältnisse in diesem fossilen preußischen Parla- rneut geworden sind. Seit 1886 hat sich fast nichts mehr verändert. Die Konservativen sind von 194 auf 202 Mandate gestiegen, der Freisinn von 40 auf 82 Mandate gefallen, Zentrum und National- liberale weisen noch geringere Veränderungen auf. Bei dem herrschenden Wahlrecht können auch wesentliche Veränderungen kaum erfolgen. Das ist aber auch gar nicht nötig: Im Reichstage besteht eine Majorität gegen das Dreiklassenwahlrecht. Daß der Reichstag kompetent ist, die Frage des Wahlrechts zu den Einzelstaaten zu regeln, das haben die Freisinnigen nie bestritten und wenigstens früher sogar die Nationalliberalcn zugegeben. Aber selbst im Abgeordnetenhaus würde sich eine Majorität zusammen- finden, wenn die Regierung nur ernstlich wollte. Zentrum und Freisinn sind ja für das Rcichstagswahlrecht und die National- liberalen könnten schließlich nicht allzu sehr hinter der Regierung zurückbleiben. Bei der Regierung liegt der Widerstand und dieser muß daher gebrochen werden. Seit dem 10. Januar ist Bülow das schlimmste Hindernis für jede' Wahl- r e f o r m. Da» aber ist das Verbrechen des Freisinns, daß er dort, wo der entscheidende Schlag hätte geführt werden müssen, daß er im Reichstag jämmerlich versagt hat, daß er bei der Schutztruppe des Wahlvechtsfcindes geblieben ist. Würde im Reichstag von den bürgerlichen Parteien, die die WaUreform fordern, endlich Ernst gemacht, würde kein Reichskanzler im Reichstage eine Ma- jorität finden, bis der preußisch« Ministerpräsident die Wahlreform vorgelegt hat, die Majorität im Abgeordnetenhaus würde rechtzeitig gefunden werden. Nur um diese Todsünde des Freisinns zu bemänteln, die Auf- »nerlsamkeit seiner Wähler abzulenken, müssen die traurigen Ge» sellcn der»Kreis. Ztg." durch Lügen und Dummheiten die Ge- schäftc der Scharfmacher besorgen.— Die HrMkerfrakkioa im Unkcichaiie. London, 30. Januar. Infolge der Abwesenheit Keir Hardics und der Inanspruchnahme Shakletons mit geWerk- schaftlichen Angelegenheiten wurde Arthur Henderson zum Führer der Arbciterfraktion und Georg Barnes (Sekretär der Engineers) zum Stellvertreter gewählt. Henderson wurde im Jahre 1863 in Glasgow geboren und trat zwölf Jahre später als Formerlehrling in eine Maschinenfabrik in Newcastle ein. Im Jahre 1883 schloß er sich seiner Trade-Union an, wo er bald die Stelle eines hülfe geschaffen werden! Amerika den Amerikanern! Wir wollen uni'ere Bräute selber konsumieren. Ausfuhrverbots Hinderung der Eiusuhr I Die Deutschen und die Oestcrreicher haben ihre Viehiperren. wir Amerikaner wollen eine Aristokratensperre errichten. Bringt auch Seuchengefahr! Der gefräßige europäische Mitgiftjägcr verzehrt unseren Reichtum, wie der europäische Schwanunspinner unsere Obst- gärten. Schutz gegen das Schmarotzertum! Warum heiraten aber die amerikanischen Ladies«fit Vorliebe europäische Aristokraten, für die sich sonst keine Verwendung findet? Mit der langen, von Brillanten glitzernden Schleppe des Brautkleides bestellen sie sich auch einen langen AdelStitel zur TrauungSzeremonie; sie finden vielleicht eine eigenartige Freude an der Vorstellung, daß Generationen Raubritter auf ihr Ehebett niederblicken werden,— ober vor allem, was sollen sie mit einem amerikanischen UnioneS- Menschen anfangen, dessen ganzes Trachten und Fühlen im Geldmachen aufgeht? Es geht ihnen so. wie dem deutschen Bürger- rnädchen, daS einen Leutnant heiraten möchte. Ich war neulich in einer Stadt mit einem sehr ansehnlichen Bräuteexport. Es gibt wenig Landwinschast und Jndusttie in jener Gegend, keine Schweinezucht, keine Bergwerke, keine Zuckerfabriken; aber der Menschenschlag ist hübsch und heiter. Darum haben sich die Einwohner darauf verlegt. Bräute zu fabrizieren und aus- zuführeu. Die Sache ist keineswegs so einfach, wie man glauben möchte. Die Konkurrenz ist groß, und um bestehen zu können, muß man eS verstehen, sich einem mannig- faltigen Bedarf anzupassen. Durch langjährige Tradition ist dieses Geschäft in jener Stadt biS in die kleinsten Details entwickelt und vorzüglich organisiert. Die Mädchen werden gleich bei ihrer Geburt in verschiedene Bräuteklasseu eingeteilt: olche stir den Hausbedarf, für die Küche, für den Salon, für die Kinderstube. Gesellschaftsdamen. Geschäftsfrauen. Offiziersbränte. Beamtenfrauen. Einmal einer Kategorie zugeteilt, wird da» Mädchen einer konsequenten Erziehung unterworfen, ihre Ernährung und ihr gesell'chaftlicher Verkehr streng geregett. Ihr Denken und Empfinden wird durch geistreich ersonnene, automatisch wirkende Apparate unablässig kontrolliert, genau abgemesien und reguliert. Er- staunlicheS wird auf diese Weise erzielt. Es werden fruchtbare und unstuchtbare Frauen herangebildet, Abarten werden geschaffen, wie z. V. die Rerztegaittn, oder sogar die Fraucnarztbraut. die Post- aspirantenbraut. Eine Witwe, die ich kenne, hat eine neue SpezicS ersonnen: sie bildet ihr hübsches Töchterchen als junge Witwe aus! Beamten crhiplt. Später wurde er in den Gemeinderat von Newcastle und in den Grafschaftsrat von Durham gewählt. Ebenso wurde er zum Friedensrichter von Ncweastlc und Darlington ernannt. Lange Jahre gehörte er der liberalen Partei an, aber seit der Gründung der Arbeiterpartei im Jahre 1990 näherte er sich dem proletarischen Standpunkte und kandidierte im Jahre 1903 sowohl gegen den liberalen wie gegen den konservativen Kandidaten und wurde aus einem Arbeiterprogramm in Barnard Castle(Durham) ge- wählt. Sein Sieg war so entscheidend, daß die Liberalen dort bei den Hauptwahlen im Januar 1906 keinen Gegen- kandidaten aufstellten. Gestern siel ihm— als Fraktionsführcr— die Aufgabe zu, im Namen der Arbeiterpartei auf die Thronrede zu ant- Worten. Er sagte:„Die Erklärungen der Thronrede über die Politik der Regierung gegenüber Mazedonien und den Kongostaat sind uns willkommen. Alle Parteien des Hauses werden sich darüber freuen, daß die Regierung bereit ist, jenen Ländern zu einer humanen Verwaltung zu verhelfen. Die Länge des Reformprogranrms der Regierung erschreckt uns nicht. Es frägt sich nur, ob die Regierung die Absicht habe, die Reformvorlagen in dieser Session durchzusetzen. Regierungsversprechen sind zu oft unerfüllt geblieben. Mit großer Genugtuung haben wir gebort, daß die Regierung für Alterspensionen Vorsorgen will. Unsere Zustimmung hängt indes von der Größe des AltcrsvcnsionS p l a n c s ab. Ist die Regierung geneigt, zu diesem Zwecke von den Arbeitern Beiträge zu verlangen, so kann sie auf unsere Mitarbeit an dieser Vorlage uicht rechnen. Ebenso hat es uns gefreut, daß die Regierung eine Vorlage über den Achtstundentag für Bergleute einbringt. In allen ehrlichen Reformarbeitcn wird die Regierung auf unsere vollste Unterstützung rechnen dürfen. Dagegen sind wir darüber enttäuscht, daß die Thronrede es unterlassen hat,' eine Ausdehnung des englischen Gesetzes betreffend Schülervcrpflegung aus Schottland vorzusehen und ebenso die Einbringung einer Novelle zum Arbcitslosengesetz zu er- wähnen. Tie Arbeiterfraktion hat ein bindendes Mandat von ihrer Partei, eine Arbeitsloscnvorlagc durchzusetzen. Es gibt im gegenwärtigen Momente keine brennen- dere Frage als die der Arbeitslosigkeit. Nach der letzten Statistik des Arbeitsamtes belief sich bei den Trade-Unionisten die Zahl der Arbeitslosen auf 6,1 Proz. Ebenso ist die Zahl der aus öffentlichen Mitteln unterstützten Personen erheblich gewachsen; in London allein belief sie sich — nach der„Times"— zu Ende des verflossenen Jahres auf 5612 mehr als in der gleichen Zeit des Jahres 1906. Die Lage ist also ernst und bedarf dringend der Abhülfe. Kann die Regierung im Lause der Session eine Arbeitslosenvorlage nicht einbringen, dann wäre es ratsam, daß sie die von der Arbciterfraktion in der letzten Session eingebrachte zu der ihrigen macht oder sie in ihrem Sinne amendicrt. Schließlich macht sich die Notwendigkeit geltend, die G e- Werbeaufsicht zu verbessern, um die noch immer große Zahl der Fabrikunfälle herabsetzen zu können. Es wäre gut, wenn die Regierung noch im Laufe der nächsten Monate zu diesem Zwecke eine Untersuchung veranstalten würde."_ poUtifche ücbcrfkbt. Berlin, den 1. Februar 1908. Eisenbahnmiszstande. Aus dem Reichstag. In zwei namentlichen Abstimmungen wurde über die Resolution wegen der Arbeits- verhältnisse in den Marinebetrieben entschieden. Zunächst wurde das sozialdemokratische Amendement. die Worte„und Arbeiterorganisationen" in die Resolution einzufügen, mit 166 gegen 114 Stimmen abgelehnt. Dann wurde die Resolution der Budgetkommission selbst mit 213 gegen 67 Stimmen angenommen. Ten Aus- schlag gegen das Amendement hatten die Freisinnigen gegeben. Es wird recht interessant sein, aus den Listen die Namen dieser zustimmenden und auch der abwesenden Blockhörigcn festzustellen. Zum Etat des Reichseiscnbahnamtes wurden dann abermals eine Reihe Beschwerden vorgebracht. Der freisinnige Abg. Carstens stellte fest, daß die Bahnarbcitcr in einer bestimmten Bahnmeisterei für den kläglichen Stundenlohn von 24 Pf. arbeiten müssen. Solche sie spekuliert darauf, daß reiche alte Herren sich eine Frau gern aus zweiter Hand nehmen, nachdem sie bereits vom Leben ordentlich ge- quetscht wurde und bittere Erfahrungen gemacht habe. In dieser Stadt hatte ich in der Kategorie„KautionS- fähige Bräute' eine recht gute Bekannte. Einmal stagte ich Ne. warum sie denn so sehr darauf erpicht sei, einen Leutncutt zu heiraten? Ich bitt' Sie, antwortete daS Mädchen: ein Geschäftsmann ist meistens fort, im Kontor oder im Cafo; lvcnn er nach Hause kommt, denkt er doch immer ans Geschäft; ich wüßte auch nicht, worüber ich mich mit ihm unterhalten sollte,—- ein Leutnant aber ist meistens zu Hause und hat. an nichts zn denken, das ist doch viel netter I Die Zeiten, da der Krieger das Schwert mit dem Pfluge tauschte. sind vorbei. Der junge Offizier, der kernen Krieg zu führen hat, lebt in einer Atmosphäre von FrauenjnponS. in einem Milieu von Basen, Tanten. Müttern. Hier sind seine Interessen, daS sein Gesichtskreis. Außerdem die Kaserne bezw. der Exerzierplatz. Aber dort sieht er keine Menschen; er will nicht und versteht eS auch nicht, sich mit dem.Gemeinen" aus gleichen Fuß zu stellen, dort spielt er Bleisoldaten. In dem Maße, wie der zarte Flaum auf seiner Oberlippe sich zu einem struppigen Schnurrbarl auSivächst, verwandelt er sich in einen verknöcherten Burcankraten und einen besorgten Familienvater, der sich den Kopf zerbricht, wie er seine sieben erwachsene Töchter unterbringen soll. Dieser Ossiziersstand ist aber der letzte Hort für Thron, Altar und Eigentunr. Denn aus die Armee, die sich ouS den BolkSinassen rekrutiert, ist bekanntlich in allen diesen Dingen immer weniger Verlaß. Der Stammbaum der Aristokraten, die von den Amerikanerinnen geheiratet werden, ist der historische Beweis, daß es Menschen sind, denen der Müßiggang in» Blute liegt. Aber ach. in unserer demv- kratischen Zeit hält kein Plivileg. Den Blaublütigen erwächst eine steigende Konkurrenz seitens der Zigeunerkapellen. Die Söhne der Pußta zwirbeln zivar ihren Schnurrbart mit Stiefelwichse, aber gerade das scheint eine faszinierende Wirkung auszuüben. Der Pnßragcruch, dessen Reiz die Damen der europäischen Aristokratie längst erkannt haben, wird Mode auch in den amerikanischen Salonö. So machen sie oben das Leben zum Mummenschanz, indesseu unten die heiße Sehnsucht steigt nach Licht und Glück. e?. werden. Deportation und Kolonialpolitik. Ein ungeheuerliches Kriegsgerichtsurteil. Sparfamfeit, am falschen Ende trage jedenfalls viel zu Sen für getroffen und welche es für berzeichnet hält. Vielleicht Unglidsfällen bei. Auf diese und ähnliche Angaben hatte aber will das Dertelblatt fein Urteil noch ein Weilchen zurückstellen, Wie uns ein Privattelegramm aus Riel meldet, verder konservative Abg. Rogalla v. Bieberstein die um je nach den größeren oder geringeren Diensten des Fürsten urteilte das Kriegsgericht der Aufklärungsflotte die Heizer Bülow um das Agrariertum und die Junkerprivilegien Kühnheit zu erwidern, daß die Bahnarbeiterlöhne nicht zu sein späteres Urteil zu bilden. Jensen und Wisnewsti vom Panzerkreuzer York" niedrig seien, finde doch ein Abströmen der Landarbeiter zur Einstweilen läßt das Bündlerorgan den Kanzler darüber im wegen Aufruhrs zu 5 und 6 Jahren Zuchthaus. Der Bahn statt. Es entging ihm offenbar, daß er damit zugab, Bweifel, ob es ihm große Verstandsgaben" und Pflichttreue" zu- Aufruhr" bestand in der Anrempelung eines Maaten in wie elend dann erst die Landarbeiter entlohnt werden. gefteht. ciner Kneipe, bei der ein Waffengebrauch nicht stattfand. Genosse Stolle erhob Beschwerde, daß in Sachsen die Das Urteil ist um so ungeheuerlicher, wenn man berückBahubeamten zum Beitritt zu einem konservativen Verein sichtigt, daß gerade bei der Marine zwischen den Manngenötigt worden seien, was der sächsische Geheimrat Fischer Beim Justizetat ist ein Antrag Liebert eingebracht worden, schaften und den unteren Vorgesetzten ein weit folle. glaubte mit dem schlechten Witz abtun zu fönnen: ob Herr gewiffe Kategorien von Verbrechern nach unseren Kolonien zu de gialerer Verkehr herrscht, als bei der Landarmee. AnStolle denn etwas dagegen einzuwenden gehabt hätte, wenn portieren. Der Anfang foll mit der falultativen Ansiedlung entrempelungen in alfoholischer Stimmung, die gelegentlich fie zum Beitritt zu einem sozialdemokratischen Verein auf- laifener Sträflinge auf einer deutschen Südseeinsel gemacht vorkommen, pflegen den Charakter fameradschaftlicher gefordert würden. Ueber die Drangsalierung der thüringischen Staaten wenn ich das Syſtem des heimatlichen Strafvollzugs nicht ruhr" find deshalb doppelt befremdend. Wir werden auf Der Deportationsgebante ist auf das entschiedenste abzulehnen. Seiberei zu tragen. Die enorm hohen Strafen wegen„ Aufdurch die preußische Eisenbahnpolitik beschwerte sich der Frei bewährt hat und die Rüdfälligenziffer eine so hohe ist, so liegt das Urteil noch des näheren zurückkommen. finnige Enders, während Genosse Hue die schlimmen bas an dem System selbst. Wollte man an die Folgen des Wagenmangels im Ruhrgebiet kennzeichnete. Auf Stelle des mittelalterlich plumpen und rohen Systems unferes diese und ähnliche Beschwerden hin verwies der Präsident des Strafvollzugs ein System der Erziehung fezen, bemühte Ein netter Pfleger! Vor dem Striegsgericht Magdeburg fiand Reichseisenbahnamtes, Schulz, auf seinen Mangel an man sich ernstlich, sich ernstlich, den Strafentlassenen wieder die Mög- am Donnerstag ein Sanitätsfergeant aus Halberstadt, dessen Name leider nicht zu ermitteln tvar, unter der Antlage, sich gegen Arbeit zu geben, und bräche man Kompetenz, in die Verhältnisse der einzelstaatlichen Eisen- lichfeit zu zu ehrlicher bahnverwaltungen eingreifen zu können. endlich mit jenem System der polizeilichen Verfolgung, das seiner§ 174,3 des Reichsstrafgefezbuches bergangen zu haben. Der ParaGenosse Ulrich betonte demgegenüber, daß das Reichs. Beit den Schuhmacher Boigt wiederholt um seine Existenz gebracht graph bedroht mit Zuchthaus bis zu fünf Jahren Beamte, Aerzte eisenbahnamt bei weitem nicht die Befugnisse ausnuße, die und zu feinem abenteuerlichen Anschlag auf die Stadtkaffe von oder andere Medizinalperfonen, welche in Gefängnisfen oder in ihm die Verfassung gebe. An Tatsachen aus Offenbach wies Stöpenick getrieben hat, so würde die Zahl der Rückfälligen fich bald öffentlichen zur Pflege von Kranken, Armen oder anderen Hülflofen beträchtlich vermindern. bestimmten Anstalten beschäftigt oder angestellt sind, wenn sie mit er nach, wie sehr die Betriebssicherheit durch das gegenwärtige Von unseren Kolonien find aber höchstens einige Südseeinseln den in das Gefängnis oder in die Anstalt aufgenommenen Personen Verhandlung und Urteilspreußische fiskalische System gefährdet werde. Präsident flimatisch derart beschaffen, daß eine Deportation nicht eine schlimme unzüchtige Handlungen vornehmen. Das öffentlich Schulz erwiderte, daß er nur erklärt habe, in die Lohn Strafverimärfung bedeuten würde. Selbst das Klima Süd- begründung erfolgten in nichtöffentlicher Sigung. verhältnisse sich nicht einmischen zu können, dagegen habe er weftafrifas fann feineswegs als unbedenklich bezeichnet werden. verkündete Urteil lautete wegen Sittlichleitsverbrechens in Fragen der Bahnhofsanlagen und Betriebsmittel wieder Ganz abgesehen davon, daß die Kosten für einen folonialen Straf in neun Fällen unter Mißbrauch der Dienstgewalt auf ein holt eingegriffen. vollzug bedeutend höher sein würden als bei dem jeßigen Straf Jahr und neun Monate Gefängnis und vier Jahre Genosse Stolle ergänzte feine Ausführungen noch da- vollzug. Der gerade aus den Kreisen der Kolonialfanatiker geborene Ehrberlust und Ausstoßung aus dem Heere. Antrag beweist aber, daß diese Herren zu Gewaltmitteln hin, daß in Sachsen unter den Bahnbeamten auch für den greifen zu müffen glauben, um die Befiedelung zu fördern. Es liegt Reichslügenverband Propaganda gemacht werde und gab der aber nicht der mindeste Grund vor, diese krampfhaften Bemühungen, Ueberzeugung Ausdruck, daß manche Mißstände durch den die Kolonien fünstlich zu besiedeln, zu unterstützen. Uebergang der Eisenbahnen an das Reich eher beseitigt werden könnten. So ging die Beratung des Etats des Reichseisenbahnamtes wie üblich ohne positive Ergebnisse zu Ende. Das ganze Institut ist ein Griff ohne Klinge. Montag beginnt der Militäretat. Lhnar und Hohenau. Wahlrechtstampfe veranstalteten die Züricher Sozialdemokraten. In Eine Sympathiekundgebung für unsere preußischen Genossen im einer großen öffentlichen Versammlung, in welcher Genoffe Stantonsrat Manz das Verhalten der preußischen Regierung sowohl wie das Dreiflaffengefeß scharf fritifierte, wurde nachstehende Resolu tion einstimmig angenommen: Die am 27. Januar 1908 in der Eintracht"-Bürich tagende Graf Lynar, der wegen seiner mit dem§ 175 zufammen öffentliche Versammlung der deutschen und österreichisch- ungarischen hängenden Bergehen gegen militärische Untergebene vom Kriegs- Sozialdemokraten in Zürich spricht den im Kampfe um bas allgericht zu 15 Monaten Gefängnis verurteilt worden gemeine und gleiche Wahlrecht stehenden Genoffen in Breußen die war, soll dem Vernehmen nach, da das Urteil nunmehr rechtskräftig bollite Sympathie aus und ist überzeugt, daß das Proletariat geworden ist, nach der Strafanstalt in Tegel überführt werden, Preußens, wenn auch nach schweren Kämpfen und Opfern, der gefofern das dem Kaiser zur Bestätigung unterbreitete Urteil nicht auf dem Gnadenwege geändert wird. Lhuar selbst soll rechten Sache doch zum Siege verhelfen wird." falls ich wer belasteten Grafen Hohenau wird dem Den freigesprochenen, aber nach dem Gerichtserkenntnis e ben fchwer nächst ein vom Staifer einzufegendes militärisches Ehrengericht von 11 Mitgliedern abzuurteilen haben. on 11 Mitgliedern abzuurteilen haben. Die Wahlrechtsfrage in Sachsen- Weimar. emerge Oefterreich. bel Die auswärtige Politif. Jm österreichischen Delegationsausschuß brachten die slavischen Delegierten die preußische Bolenpolitit zur Sprache. Abg. Kramarca erklärte, Defterreich müsse aus jeder Gefahr befreit werden, für die Weltpolitik Deutschlands einzustehen. des Bündnisses mehr bedroht als durch alle Gegnerschaften, welche bisher gegen den Dreibund bestanden haben. Eine Bündnispolitif, welche gerade die Majorität des Parlaments härtesten treffe, fei auf die Dauer unhaltbar. ant Gewerbeförderung im Abgeordnetenhause. Jedesmal, wenn der Etat der Handels- und Gewerbeordnung im preußischen Dreiklassenparlament zur Verein Gnadengejuch nicht eingereicht haben. bandlung steht, wie heute muß das Abgeordnetenhaus verEine Erfahwahl zum badischen Landtage. suchen, sich zu verstellen. Denn im Grunde genommen Am Donnerstag hat im badischen Landtagswahlkreise Schopf wünschen die Zünstler und Agrarier, die im preußischen heim Schönau eine Nachwahl stattgefunden, da das Mandat Landtage herrschen, natürlich nichts weniger, als eine weitere durch Todesfall erledigt war. Bei den Hauptwahlen hatten die verVerstärkung der industriellen Entwickelung, die sie schließlich einigten Liberalen im ersten Wahlgange gefiegt. Diesmal find fie ihrer Macht berauben muß. So ergibt sich in dieser Debatte in die Stichwahl mit dem Zentrum gedrängt worden. Die Sozialein merkwürdiges Durcheinander von Mittelstandsfreund- Dem am Montag wieder zufammentretenden Landtag ist von demokratie, die einen schönen Fortschritt zu verzeichnen hat, gibt den lichkeit und Arbeiterschutzredensarten, aber auch von Scharf- den Liberalen ein Antrag unterbreitet worden, der auch in dieser Ausschlag. Die Liberalen erhielten 2069, das Zentrum 2109, die macherei und Industriefeindschaft. Der Grundzug der Tagungsperiode des Landtages eine Wahlrechtsdebatte zur Sozialdemokratie 1070 Stimmen. Das Ergebnis der Hauptwahl im ganzen Debatte ist die romantische Sehnsucht nach der guten Folge haben wird. Seit Jahrzehnten ist überhaupt im weimarischen Jahre 1905 lautete: Liberale 2699, Sentrum 1589, Sozialdemokratie alten Zeit, wo der Geselle sich noch patriarchalisch vom Landtage teine Tagunsperiode, ohne Wahlrechtsdebatte vorüber ge- 780 Stimmen. Die Sozialdemokratie hat also einen Zuwachs von Meister ausbeuten ließ, ihm noch nicht wie jetzt nach den gangen. Genau wie in Preußen wurde auch hier im Jahre 1848 fast 300 Stimmen. Sie hat ihn trotz einer wüften Gegenagitation das gleiche, geheime und direkte Wahlrecht eingeführt. Das Ländchen gewonnen. Jm Bezirk Schönau sammelte die katholische Worten des Abg. Hammer forrett, aber eisig" gegen war damals in 41 Wahlkreise eingeteilt. 1852 lieferte die auf Grund Geistlichkeit die sozialistischen Stimmzettel ein überstand. Die alte liebe Unterwürfigkeit des Arbeiters des gleichen direkten Wahlrechts gewählte Landtagsmehrheit der und trieb auch sonst eine geradezu schamlose Bühlarbeit. Der Klerikale bleibt das Ideal aller Geldsadserforenen vom Junker bis Regierung das freie Wahlrecht wieder aus. Seit jener Zeit hat sich Renommierarbeiter und Abg. Belzer trieb der Sozialdemokratie in zum freisinnigen Kleinbürger. Herr Hammer flagt ganz der Landtag fortwährend mit Betitionen und Gesuchen auf Einführung genbach das Bersammlungslokal ab; Erfolg: Verdoppelung der in derselben Weise darüber, daß die Berliner Tischler Herren des allgemeinen, direkten Wahlrechts zu befaffen. Großgrundbefizer sozialistischen Stimmen! in des Meisters Werkstatt feien, wie der Freifinnige und Höchstbesteuerte wählen nach dem 1852er Gefeß zehn AbKreitling die Arbeiter vor übertriebenen Forderungen geordnete direkt. 1896 glückte es der Regierung, eine neue Verwarnt, die die Arbeitgeber nicht erfüllen fönnen. Nebenbei chlechterung des Wahlgefezes, die 1852, 1874 und 1876 vom Lands tage rundweg abgelehnt worden war, durchzudrücken. Die Groß rühmen beide die hohe Intelligenz derselben deutschen Ar- grundbefizer und Höchstbesteuerten erhielten das Recht, sich auch an beiter, die sie von der Vertretung im Parlament ausschließen; den Wahlmännerwahlen bei den allgemeinen Wahlen zu beteiligen. und der Freisinnige Rosenow ergänzt das Terzett, in- Die Angst vor der Sozialdemokratie machte die Mehrheit des Landdem er Hymnen auf den Handelsminister singt, der ihm tages den Regierungswünschen geneigt. Vor zwei Jahren vielleicht jüngst huldvoll die Hand gedrückt hat. stimmten die Liberalen und Freisinnigen geNeue Gedanken bot die Debatte nicht. Der National loiien mit den Konservativen den fozial. Durch das Vorgehen Preußens gegen die Polen werde die Eristenz auf Einführung des liberale Schröder Kassel, ein bekannter fozialdemokratischen Antrag auf Einführung politischer Reaktionär, der einst die Aufhebung der kleinen gleichen und direkten Wahlrechtes unter 8u grundelegung der Verhältniswahlen nieder. Die Unfallrenten anregte, sprach gegen die Arbeiterassistenten in Freisinnigen erklärten später, daß der Antrag ihnen zu weit geder Gewerbeinspektion und gegen besondere sozialpolitische gangen fei. Jezt brüsten diese selben Herren sich, daß sie eine VerUnser italienischer Genosse Abg. Pittoni gab zu, daß es Beamte in den Landratsämtern, Herr Hammer wärmte befferung mit ihrem Antrage bezwecken, obgleich alle Hemmnisse für schwer wäre, an die Stelle des Dreibundes ein neues, den Frieden das uralte Rezept der Gewinnbeteiligung der Arbeiter auf. die Arbeiterschaft erhalten bleiben sollen. Gegenüber diesem liberalen ebenso verbürgendes System zu sehen. Er könne aber mit der um sie dadurch wieder dem Unternehmertum unterwürfig Humbug haben unsere Streisleitungen beschlossen, demnächst in Borherrschaft Deutschlands im Dreibunde sich nicht einverstanden zu machen. Im übrigen unterhielt man sich über Sub- Maffenversammlungen für die spzialdemokratische Forderung erklären, weil Defterreich- Ungarn durch die impulsive Belt. missionswesen, Handwerkerversicherungen, über die Kosten Propaganda zu machen und gegen die liberale Verwässerungspolitit politit Deutschlands in eine gefährliche Lage geraten fönne. der Lehrlingsausbildung und über die Abgrenzung zwischen au protestieren. Der Minister des Aeußeren, Frhr. v. Aehrenthal, er Handels- und Handwerkerkammer. Herr Bachnide von flärte, man dürfe sich in die inneren Angelegenheiten Preußens der Freifinnigen Vereinigung trat für Arbeiterassistenten und Sklavenketten für ausländische Arbeiter. nicht einmischen. Der Minister kam dann auf die von unseren Assistentinnen bei der Gewerbeinspektion ein; und Minister leber die neuen Arbeiter Regitimations- Genossen gegeißelte preußische Ausweisungsschmach zu Delbrück erklärte, er lehne Gewaltmaßregeln gegen dic farten( Jnlands- Ausweis- Papiere), welche mit dem 1. Februar sprechen und teilte mit, daß die Intervention des Mi. Konsumbereine ab. Für einen preußischen Minister immer- d. J. zunächst für die aus Rußland und Oesterreich- nifteriums in diesem Belange doch immerhin einige Er. hin etwas. Ungarn usw. fommenden Arbeiter ausgefertigt werden sollen, folge aufzuweifen habe. Es sind im Laufe von einem Jahre Die Generaldebatte tam heute zu Ende. Montag enthält das soeben erschienene Ministerialblatt für die innere Ver- nur( 1) 24 Fälle vorgekommen, bei denen als einziges Motiv der Ausweisung die Verhinderung unerwünschten Zuzuges landfremder Spezialdebatte. waltung ausführliche Vorschriften. Wir entnehmen demselben und fremdsprachiger Elemente speziell in die öftlichen Provinzen folgendes: Zum Zwede der Ausstellung jener Legitimationen find Breußens angegeben und bei denen trob eingetretener Rücktritt des Reichsschahsekretärs? an den russischen und österreichischen Grenzen 29 Grenzämter Verwendung die Ausweisung aufrecht erhalten wurde. Auch Das Berl. TagebI." meldet, daß Freiherr v. Stengel der deutschen Feldarbeiterzentrale zu Berlin errichtet worden, in in diesen Fällen ist aber fast immer im Hinblick auf die eingetretene sielleicht schon in den nächsten Tagen aurüdtreten werde. Ge denen sprachkundige Beamte auf Grund der fremdländischen Verwendung den Ausgewiesenen von der preußischen Regierung find allerdings genügend Gründe dafür vorbanden. Die Finanz- Heimatspapiere der Arbeiter Legitimationstarten in deutscher eine längere Frist aur Ordnung ihrer Angelegenheiten bepläne des Schazsekretārs: das Branntweinmonopol und die Bigarren Sprache ausfertigen. Diese Karten sind für die polnischen Ar- willigt worden. So diplomatisch auch die Aeußerungen des Ministers gehalten steuer, haben im Reichstag feine günstigen Aussichten. Dazu kommt beiter von roter Farbe, für die ruthenischen gelb, für die übrigen waren, zeigen fie doch, daß die reaktionäre innere noch der Konflikt, der zwischen dem Minister und dem Reichstag in Arbeiter weiß. Bei ordnungsmäßiger Lösung des Arbeitsverhält politif Preußens die auswärtige Politik Deutschlands der Frage der Herabfegung der Budersteuer ent- niffes ist die Ausweiskarte auf den neuen Arbeitgeber umzummer mehr erschwert. standen ist. Den Freifinn als einzige Regierungspartei fchreiben. Diejenigen Arbeiter, welche eine Regidas hält natürlich fein Minister aus. Zudem wären timationstarte nicht besiken und auch nicht er. sowohl Fürst Bülow als als fein Block über den Rücktritt langen können, sind auszuweisen. Die Zentrale hat Russische Polizeispitel und Verbrecher in der Schweiz. recht erfreut. Gabe er ihnen doch den erwünschten Borwand, die über die ausgestellten Legitimationen ein alphabetisches KartenGenf, 31. Januar.( Eig. Ber.) Nach unserem Genfer BartetLäftige Frage der Finanzreform noch einmal zu verschieben und blatt- Register zu führen und aus demselben den Polizeibehörden die völlige Unfruchtbarkeit der Blockpolitik auch in diefer Frage noch jebe gewünschte Auskunft zu erteilen. Durch diese Kontrolle soll blatt, dem" Be uple", hat sich herausgestellt, daß die„ Ereine Beitlang zu verhüllen. Für die Steuerzahler dürfte der Rüd- berhindert werden, daß für Arbeiter, die sich ihrer Starte unrecht- propriation" in Lausanne, der der russische Rentier Schiro zum Opfer fallen sollte, das Werk des jüngst entlarvten russischen tritt allerdings teine große Bedeutung haben. Denn die preußische mäßig.ntledigt haben eine zweite Starte ausgestellt wird. Der Spiels Tannenbaum war. Zwei seiner nächsten Be Regierung, die ja für die Reichspolitik ausschlaggebend ist, wird Minister bittet, die Polizeibehörden anzuhalten, daß alle kleinlichen fannten, das verhaftete Frl. Schwarz und ein junger Mann, find jede gerechte Finanzreform: die Einführung diretter Reichs- Maßnahmen, die zur Erreichung des Ziels nicht unbedingt ge von ihm gewiffenlos zu dem Abenteuer mißbraucht worden, indem fieuern, immer wieder zu verhindern trachten. boten sind, vermieden werden. Ein Zwang zur Kartenbefchaffung er ihre Unerfahrenheit ausnutte. foll an der Grenze nicht ausgeübt, dagegen sollen die ausländischen Die Laufanner Erpressungsgeschichte ist also die reine schurkische Arbeiter über die Bedeutung der Karten und über die Nachteile, Der Flottenagitator Graf Ernst v. Reventlow hat eine welche die Nichtbeschaffung zur Folge hat, aufgeklärt werden. Auch Schrift über den Fürsten Bülow veröffentlicht, in der er ein find die Polizeibehörden angewiesen, den fremden Arbeitern in Charakterbild des agrarischen Stanglers zu entwerfen fucht. Die allen Fällen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, in denen sie Deutiche Tageszeitung" drudt eine längere Stelle aus ihre Beschwerden und Wünsche infolge der Unkenntnis der Eindiesem Charakterisierungsversuch nach. Sie hebt eine Reihe richtungen und Sprache des Landes in einer ihren Interessen entvon Eigenschaften, die Reventlow dem Kanzler zuschreibt, sprechenden Weise zur Geltung zu bringen behindert sind. burch Sperrdruck hervor, so vornehmer Mann", bon In Ostelbien ist meist der Gutsvorsteher selbst Ausüber der großen Verftandesgaben"," Fleiß", Pflichttreue"," beitere Natur", Polizeibehörde" oder Bertreter derselben. Den armen Ausländer feine Stampfnatur", furchtlos". Sypertrophie der diplomatischen zum Schutz gegen Unbillen des Gutsvorstehers an denselben Guts Seite seines Wefens". Schilderung enthalte ohne Zweifel manches Richtige, aber vorsteher als Polizeibehörde weisen, geht noch weit über die in den Das Büindlerorgan meint dazu, diefe zum Schutz gegen Unbillen des Gutsvorstehers an denselben Guts. ebenso zweifellos manches Schiefe. Geltfamerweise nur gibt es Evangelien Matthäi, Lukas und Markus verspottete Anschauung gar nicht zu erkennen, welche Linien des Ronterfeis des Kanzlers es hinaus, den Teufel durch Beelzebub austreiben.-#T " Das Konterfei Bülows. " Schweiz. Tat eines russischen Polizeispigels, eines richtigen agent provocateurs, der den ehrlichen russischen Flüchtlingen und Studenten den Aufenthalt in der Schweiz unmöglich machen wollte. Die Verantwortung für solche Boliacitaten fällt in lester Linie auf die russische Regierung. England. Wieder ein liberaler Berlust. fament in Southhereford ist der Unionist Clive mit London, 1. Februar. Bei der Erfahwahl für das Par4946 Stimmen gegen den Liberalen Thomson, der 3928 Stimmen erhielt, gewählt worden, und tritt somit an Stelle des ber lament in Southhereford ist der Unionist Clive mit storbenen Liberalen Oberst Gardner, der im Jahre 1906 mit einer Majorität von 812 Stimmen gewählt worden war, Hmeriha. Legen die Trusts. New Jork» 31. Januar. R o o s e b e l t hat an den Kongreß eine Botschaft gerichtet, in der er sich gegen die Trusts wendet. Der Präsident fordert zunächst eine Revision des Arbeitgeber- Haftpflichtgesetzes. den Erlaß von Kautelen derart, daß bei Ar- beitSstreitigkeiten niemand von der Ausübung seiner Rechte zurückgehalten werden darf, und die Stellung der Eisenbahngesellschaftcn unter die Aufsicht der zwischen- staatlichen Handelskommission.„Die Gerichte sollen", sagt Roose- velt,„überlegen, daß sie von dem Eigentum und dem Arbeitgeber Pflichten verlangen, die notwendigerweise deren Rechte begleiten". Ter Präsident schlägt dann gesetzliche Maßnahmen gegen das Differenzspiel an der Effektenbörse vor, das viel Unheil anrichte und wie jedes Spiel unmoralisch sei. Er wendet sich dann gegen das Geschäftsgebaren der Standard Oil Company und der Atchison Topeka and Santa Fe Railroad und erklärt, daß die Angriffe auf die Politik der Regierung diesen beiden gegenüber von gekauften Politikern und getauften Leitungen ausgehen.„Sie sind," meint Roosevclt,„wie Marionetten, die von den im Hintergrund bleibenden Personen und mächtigen Kräften an der Strippe geleitet werden". Der Korruption gegenüber, die mit allen Mitteln die moralische Wieder- geburt des Geschästslebcns hintanzuhaltcn suche, niüsie einer Wiederholung der Skandale, wie sie die jüngste Zeit im geschäft- lichcn und politischen Leben ans Licht gebracht hätte, vorgebeugt werden. Die Bewegung gegen die Korruption sei nicht, wie seine Gegner sie ansähen, eine rein ökonomische, sondern grundsätzlich ein« ethische Bewegung.— parlamentarisches. Einkauf: Im Reichstage gingen ein: Zum Reichshaushaltsctat eine Resolution b. Bycrn, Arnstadt,». Kaphengst u. Gen.(k.), die verbündeten Regierungen zu ersuchen, im nächstjährigen Etat die Mittel zur Deckung der Kosten bereitzustellen, um den Mannschaften des stehenden Heeres und der Kaiserlichen Marine bei Urlaubs ertcilung mindestens alljährlich ein- nial freie Fahrt, unter möglichster B c n u tz u n g von Schnellzügen auf den deutschen Eisenbahnen, zu ermöglichen. Zusatzakte zur Brüsseler Zuckerkonvention. An- trag Wie in er, Pachnicke, Schwcickhardt: Die Zustimmung zu erteilen mit der Maßgabe, daß die von den verbündeten Regierungen in Aussicht gestellte Ermäßigung der Zuckerstcuer von 11 M. auf 10 M. für den Doppelzentner spätestens vom 1. Oktober 1009 ab durchgeführt wird unter der Voraussetzung, daß ein etwaiger Aussall an Einnahmen aus der Zuckersteuer für die Rcichskasse durch Beschaffung anderweiter Mittel ausgeglichen wird. Die Denkschrift über die Entwickclung der deutschen Schutzgebiete in Afrika und der Süd- s c c, Berichtsjahr 1006/07, in acht Teilen und einem Anhang. Mündlicher Bericht der XXIV. Kommission zur Vor- bcratung der Z u s a tz a k t e zur Brüsseler Zucker- k o n v c n t i o n. Mündlicher Bericht der B u d g c t k o in m i s s i o n über den ordentlichen Etat, fortdauernde Ausgaben, Kapitel 7ii, Titel 8c, loo, 19, einmalige Ausgaben, Kapitel 3, Titel 1, 11, IS, 20, 21. 2� 24, 25, 83, 35; außerordentlicher Etat, Kapitel 2, Titel 2. Gewerkschaftliches. Ttccken geblieben! Die„Einigkeit" glaubt noch nicht an die Vernichtung der „Freien Vereinigungen" bis zur Bedeutungslosigkeit. Sie rechnet mit einem Uebertritt von nur etwa 5000 Mitgliedern in die Zentral organisationeil und meint in einem Artikel„Wirrnisse" hämisch vom„Vorwärts": „Du armer düpierter„Vorwärts"; wenn deine auf Wiesenthal gestützte» Berechiiiingeii nur zu einem Dritieil stimmten, dann würden wir es uns doch erst reiilich überlegt haben, ob wir unsere Geschäfte in derselben Weise wie bisher /veiterführen könineu." Wenn dies Wort keine Redensart, sondern wirklich ernst- Haft gemeint ist, dann ist jetzt der Augenblick gekommen, wo die„Sieger" vom achten Kongreß der„Freien Vereinigung" für ihre Geschäfte den Bankerott anzusagen haben. Was wir — ohne uns übrigens auf W i e s e n t h a I dabei zu stützen— am Dienstag über„Das Ende der Lokalorganisationcn" sagten, hat sich in der weiteren Entwickelung als in der Hauptsache völlig richtig erwiesen. Dem„Allgemeinen deutschen Metallarbeiter-Verband" stürzt das Haus über dem Kopf zusammen. Der Redakteur Schonheim des„Deutschen Metallarbeiter" und der Kassierer W i e s n e r sind von dem Vorsitzenden kurzerhand ihrer Posten enthoben morden und die größte der bei der „Freien Vereinigung" verbliebenen Organisationen ist einfach zerstört. Wahrscheinlich werden die etwa 2000 Berliner Rohr- leger sich als telbständiger Verein organisieren, dann bleiben >on den bisher 3000 Metallarbeitern noch 500 in Berlin omizilierende und 500 in ganz Deutschland verstreute als .Mitglieder der Freie« Vereinigung übrig. Die Last, die Kosten für die anarcho- sozialistisch- syn- rikalistischen Kater- Ideen zu tragen, fällt dann völlig auf Sic 600 Mann starken Töpfer. Denn die zerstückelte Metallarbeiterorganisation ist leistungsunfähig. Mußte diese ooch selbst zur Zeit ihrer Blüte gemahnt werden, den noch schuldigen Rest von über 10000®?. an Uiiterstiitzungsbeiträgen für die ausgesperrten Berliner Bauarbeiter zu zahlen. Auf derselben Höhe finanzieller Leistungsfähigkeit stehen die anderen Mitglieder» und Vermögens-(„freien") Vereinigimgen. Die 20 Mann starken Dachdecker in Wernigerode bekundeten ihre Solidarität durch Nichtzahlung von 1l0 M., die ebenso „starken" Fabrikarbeiter in Düsseldorf machten es genau so. Die 50 Mann starke„Federation der Arbeit" in Köln zog aus ihrer größeren Stärke auch die höhere Berechtigung, 344 M. schuldig zu bleiben. Die 100 Berliner Tapezierer mußten sich um 600 M. mahnen lassen; die 500 Tischler, in ganz Deutsch- land natürlich, nm ö ma! so viel, um 2553 M. Statt-4000 M., lvozu sie verpflichtet waren, langte ihre laut betonte Soli- darität nur zu 1442 M. Die 400 Weber am Niederrhein machten sogar ebensoviel Schulden wie die 500 Tischler. Die 500 Berliner Hausdiener zahlten statt der schuldigen 4000 M. sa�e und schreibe einhundert! Die Solidarität der Mann- heimer Vereinigung sämtlicher Arbeiter und der Gemeinde- arbeiter Nürnbergs ivar gleich Null— sie zahlten gar nichts! Statt insgesamt 72 736 M. zahlten alle Organisotionen nur 40740.15 M. Und das in einem Kampfe wie der Berliner Bauarbeiter! Ihre volle Pflicht erfüllten nur die 600 Töpfer und die 60 Berliner Zinkgießer. Das sind die Mannschaflen, die den jetzigen Bestand der „Freien Vereinigung" bilden. Haben wir zuviel gesagt, wenn ' Die„Einigkeit' höhnt: .Ausgerechnet KarlWiefenthak— derfo diel Geschmähte und Geächiete-- mußte es fein, der dem.Vorwärls"-Redakteur noch einmal durch seine bodenlosen Dummheiten die Hirnzellen in Verwirrung brachte und ihm den Don Ouixoteschen hölzernen Säbel aus der Schei— de ziehen ließ, damit er die sprichwörtliche Windmühle attackiere." Es ist ekelhaft: aber man muß der„Einigkeit" schon in dem Stil antworten, den sie allein vorsteht: In der weichen Masse, auf welche sie wiederholt wollustig anspielt, befindet sich die„Einigkeit", befindet sich der von ihr geführte 3000 bis 4000 Mann starke Rest der„Freien Vereinigung"! Serttn und Qmg-egencl. Tie Arbeiter der Deutschen Waffen- und Munitionsfabriken vorm. Löwe, soweit dieselben durch den Streik der Einrichter in Mitleidenschaft gezogen worden sind, hielten gestern mittag im großen Saal des G e s e l l s ch a f t s h a u s e s in der Wielefstratze ihre erste gemeinsame Versammlung ab. Die Arbeiter waren voll- zählig erschienen, und mochten zirka 1500 Personen anwesend sein. Der S'tuationsvericht wurde von Handle gegeben. Er bemerkte unter anderem, daß auch die Verhandlung zwischen der Kommission der noch im Betrieb tätigen Arbeiter und der Generaldireltion resultatlos verlaufen sei. Wohl sei die Verhandlungsform seitens des Herrn Direktor Kaiser eine bessere geworden, aber Zuge- ftändnisie hat die Direktion nicht gemacht. Die Kommission der Streitenden hatte als VermittelungLvorschlag der Direktion empfohlen, doch die gemachten Abzüge zu reduzieren, indem die Direktion nicht 10 Proz., sondern nur 5 Proz. abziehen sollte. Die Kollegen hatten den Vorschlag allerdings völlig aus eigenem Ermessen gemacht, die Streikenden hatten sie zu diesem Vorschlag durchaus nicht beaustragt. Allgemeine Entrüstung rief es hervor. als Handle berichtete, daß die Direktion auch diesen Vorschlag zum Frieden abgelehnt hatte. Es soll nun mal auf jeden Fall bei den, von der Direktion dik- tierten Abzügen bleiben. Auch eine vorher stattgehabte Berhand- lung H a n d k e s mit dem Herrn Direktor Kaiser hatte nicht den geringsten Erfolg. Die Direktion erklärte immer wieder und wieder, daß die Abzüge nicht zurückgenommen werden könnten, weil— die Firma sonst nicht konknl renzfähig sein würde. Die Arbeiter wiesen bei der Verhandlung noch darauf hin, daß seitens der Firma die Abzüge sehr wohl zurückgenommen werden könnten. und trotzdem könnte dann eine Berbilligung der Produktion eintreten, indem einerseits technische Verbesserungen vorgenommen würden, andererseits mehr an Material gespart werden würde. Doch alle diese wohlbegründeten Ausführungen nutzten nichts, es soll nun mal durchaus bei den angeordneten Abzügen bleiben. Darauf fand am Freitagabend eine gemeinsame Versammlung der Laufrichter, Maschinengewehrfabrikation. Maschinengewehrmontage und-Revision und der Schmiede statt, welche nahezu einmütig be schlössen, zur Unterstützung der Streikenden ebenfalls in den Aus> stand zu treten. Die Arbeitsniederlegung erfolgte in all diesen Abteilungen völlig geschlossen, was in der Versammlung mit großem Beifall konstatiert wurde. Ferner wurde bekannt gegeben, daß alle in Frage kommenden Organisationen beschlossen haben, auch den in Mitleidenschaft ge� zcgenen Arbeitern die Streikunterstützung in voller Höhe auszw zahlen. Tic Versammlung sprach den Streikenden zum Schluß noch ihre volle Sympathie aus, und ersuchte sie, in ihrem ehrlichen Ab- Wehrkampf auszuharren. Es ist möglich, daß in den nächsten Tagen erneute VerHand- lungen stattfinden. Zurzeit arbeiten noch zirka 500 bis 600 Ar- beiter. Die Firma ist für alle Metallarbeiter gesperrt. Die Einigung der Maurer. Die Freie Vereinigung der Maurer nahm in einer am Frei tag abgehaltenen Versammlung den Jahresbericht des Vorstandes entgegen. Der Vorsitzende Zeglin gab einen Ueberblick über die Geschäftstätigkeit im verflossenen Jahre. Insbesondere be- schäftigtc er sich mit dem Verlauf der Lohnbewegung und den Arbeiten, die der Vorstand anläßlich der Einigungsverhandlungen zu erledigen hatte Weiter machte Redner Mitteilung über die Zahl der Bausperrcn, Regelung von Differenzen usw. Die Zahl der Mitglieder des Ortsvereins Berlin betrug am Schluß des Jahres 1683. Im Eewerkschaftskartell habe man während des verflossenen Jahres trübe Erfahrungen gemacht, weil ein Teil der angeschlossenen Gewerkschaften sich außerhalb des Programms der Freien Vereinigung stellten und sich das Zusammenarbeiten mit denselben zu einem unleidlichen gestaltete. Mehrere der an das Kartell angeschlossenen Gewerkschaften haben noch Schulden bei den Maurern und zwar das Kartell selbst anläßlich der Aus- sperrung in der Elektroindustrie 3000 M., die Musikinstrumenten- arbeiter 2000 M., die Tischler 1000 M. Es werde wohl am besten sein, diese Summen niederzuschlagen, da das Gold doch nicht zu bekommen sei. Der Kassierer Im ho ff gab die Abrechnung vom Jahre 1007. Die Einnahmen beliefen sich auf 106 200,94 M.» die Ausgaben be- trugen 180 151, 18 M., bleibt ein Bestand von 15 746,76 M.— Der Lohnkampf verursachte eine Gesamtausgabe von 112 753 M., die Maiaussperrung kostete 4340 M., für Unterstützung Gemaßregelter wurden 3121 M. ausgegeben, für Bausperren 1101 M.— Die Schuldscheine von den vom Vorsitzenden genannten Gewerkschaften über 6000 M. sind in dem angegebenen Kassenbestande mitgerechnet, so daß an barem Gelde nur 9746,76 M. vorhanden sind. Hierauf erstattete auch der Obmann des Ausschusses einen Bericht über dessen Tätigkeit.— Der gesamten Vereinsleitung wurde Decharge erteilt.— Auf Antrag des Vorstandes beschloß die Versammlung: Aus Anlaß der schlechten Konjunktur ist den Mit- gliedern, welche wegen Arbeitslosigkeit seit der 49. Woche mit dem Beitrage im Rückstände sind, derselbe bis auf weiteres gestundet wird. Die angeführten Schulden im Betrage von 6000 M. werden niedergeschlagen.— Da die Auflösung des Vereins zum 31. Januar veschlossen ist. sind die Mitgliedsbücher abzugeben und gegen eine LegitiinationSkarte umzutauschen. Vom Mittwoch, den 5. Februar, ab erfolgt im Bureau die Ausgabe der neuen Bücher. Dem Kartelldelcgierten Ernst Witte wurde ein Mißtrauen?- Votum ausgestellt, weil er trotz Einladung nicht zur Bericht- erstatung in der heutigen Versammlung erschienen ist. Diese Versammlung war die letzte, welche die Freie Ver- einigung der Maurer abgehalten hat. Vom 1. Februar ab gehören die Mitglieder der Freien Bereinigung dem Zentralverbande der Maurer an. Der zweite Vorsitzende H a l l e r schloß die Ver- sammlung mit dem Wunsche, daß die Kollegen von nun an ge- meinsam mit den Kollegen vom Verband, in einer Organisation vereint, die Interessen der Arbeiterschaft im Kampfe mit dem Unternehmertum mit der gleichen Entschiedenheit vertreten werden, wie es die Berliner Maurer seit jeher gewohnt waren. Veutkeliea Refcfc. Achtung, Schuhmacher! In der Schuhfabrik Karl Tschetsch« zu Franlfurt a. O. ist ein Streit ausgebrochen— Tie Firma Sally u. Co. bleibt gesperrt. Zuzug ist fernzuhalten. _ Verband der Schuhmacher. Versammlungen. Tie Gemeinde- und Staatsarbeiter. In der Generalversammlung des Verbandes der Gemeinde» und Staatsarbeiter, Filiale Groß-Berlin, die am Mittwoch im Königstadt- Kasino stattfand, wurde der Berwaltungs- und Kassenbericht für das Jahr 1907 erstattet. Der Vorsitzende W u tz k h bezeichnete das vergangene Jahr im allgemeinen als zufriedenstellend für den Verband. Die Bewegung ist in auf- steigender Linie begriffen und eine fruchtbare Agitation ist ent- faltet worden. Tie Kollegen der Revierinspektionen haben sich dem Verband angeschlossen, aber viel Sonderbündelei ist noch vorhanden, die bekämpft werden muß. Da sind die Markt» h a l l e n a r b e i t e r, die bis jetzt den„Lokalisien" angehörten, aber vielleicht bald für den Verband gewonnen werden. Anders ist es mit dem Ortsverein der Straßenreiniger, der nach der Hirsch-Dunckerschen Seite neigt. Auch auf die Laternen- Wärter und die Parkarbeiter ist noch wenig zu recynen. Tie Angestellten der Pflegeanstalten sind noch schwer für die Organisation zu haben, aber einige Erfolge scheinen auch da zu winken. Der Vorsitzende appellierte an die Vertrauensleute, nach besten Kräften für die Organisation Propaganda zu machen. Nach außen hin hat der Verband manchen kleinen Erfolg zu ver» zeichnen gehabt, in den Vororten mehr wie in Berlin selbst. Zum Beispiel hat Schöneberg den Neunstundentag für die Gemeinde- arbeiter eingeführt. Man verlangt für Berlin eine allgemeine Arbeitsordnung und einen Minimallohn von 4 M. pro Tag. aber vorläufig ist noch nicht viel auf Anerkennung der Forderung zu rechnen. Dagegen ist in den Wohlfahrtseinrichtungen manche? günstiger geworden, wenn auch noch viel zu wünschen übrig bleibt. Der Kassierer Hoffmann erstattete den Kassenbericht für das Jahr 1907. Danach betrugen die Einnahmen 111413,45 M., die Ausgaben 98 058,87 M., mithin ist der Bestand 13 354,58 M. Unter den Ausgaben stehen verzeichnet für UnterstützungSzwecke im Falle von Krankheit 3079,37 M., im Falle von Arbeitslosigkeit 399,63 M., bei Notständen 2349,10 M., als Sterbeunterstützung 2405 M., im Falle von Matzregelungen 833,69 M.. als Streik. Unterstützung 1949,92 M. Im 4. Quartal des Jahres 199? bilanzieren Einnahmen und Ausgaben mit 40 697,94 M. Ueber die Mitgliederbewegung wird berichtet: Am Ende des vorigen Quartals 5663 männl., 67 weibl. Mitgl. Im Laufe des Quartals eingetreten 775, 27, Gesamtsumme.. 6438 männl., 04 weibl. MitglT SS wurden ausgeschlossen resp. schieden aus...... 663, 80 weibl. Mii wttfiT folgende Bleibt ein Mtgliederbcstond von 5775 männl., 64 Zusammen 5839 Mitglieder. Die Neuwahl der Ortsverwaltung ergab da» Resultat: Bevollmächtigter: Emil Wutzky; Kassierer: Kar! Hoffmann; Beisitzer: Max Busacker, Paul Ellenbeck, Otto Färber, Robert Fiebig, Karl Polenske, Karl Schabe!, Ernst Scharlau, Paul Schulz. Richard Schulz, Ernst Speer, Wilhelm Süß und Jokann Szalwicki; Revisoren: Paul Posseckart, Ludwig Schabbel, Eduard Volkmann. Als Delegierte Aur Berliner Gewer schaftskommission wurden gewählt: Max Busacker, Emil Dittmer, Robert Fiebig, Karl PolenSke, Ernst Scharlau und Emil Wutzky. Letzte JNachnchtcn und vepelcben. Englischer Ballinismus. London, 1. Februar.(W. T. B.) Auf den Tyne-Schifs- bauwerften wurde heute morgen eine Bekanntmachung an» geschlagen, welche anzeigt, daß die Tync-Schiffbauer-Vereini- gung infolge der Arbeitseinstellung eines Teiles der Werft- arbeiter sich in der Unmöglichkeit befinde, die Werke weiter in Betrieb zu erhalten. Tie Dienste sämtlicher auf den Werf- tcn beschäftigter Arbeiter würden demnach nach Ablauf der Kündigungsfrist, am 15. Februar, endigen. Gleichlautende Bekanntmachungen sind in allen anderen Werften der Nord» ostküste erlassen worden._ Ei« schurkisches Dekret. Lissabon, 4. Februar.(W. T. B.) Das Amtsblatt veröffent- licht ein bereits angekündigtes Dekret, über die Ausweisung ver- dächtiger Personen oder ihre Deportation in die Kolonien! Das Dekret schafft die parlamentarische Immunität ab!— Eine halbamtliche Note gibt bekannt, daß die Regierung dem Parlament einen eingehenden Bericht über die polizeilichen Untersuchungen erstatten wird. Am gestrigen Tage und in der vergangenen Nacht wurde die Ruhe im Lande nicht gestört. Lissabon, 1. Februar.(B. H.) DaS Dekret wird auch auf die Verbrechen angewendet, die feit dem 21. November 1967 be« gangen worden sind! Also Schurkerei— mit rückwirkender Kraft! Eisenbahner-LoS. Diez, 1. Februar.(B. H.) Der dreißigjährige Rangierer Weimer aus Klein-Diez wurde beim Ucberschreiten der Gleise von einer Lokomotive erfaßt und schwer verletzt. Berkehrs-Stockungen. Brüssel, 1. Februar. Infolge von starken Regengüssen, die mit Schneestürmen abwechselten, ist die telephonische Verbindung mit Deutschland vollkommen unterbrochen. Paris, 1. Februar. Seit heute morgen 8 Uhr sind infolge heftigen Schneegestöbers die telephonischen Verbindungen mit Belgien und Deutschland größtenteils gestört. Bor den Toren Berlins. Oranienburg, 1. Februar.(B. H.) Ein schwerer Raubüberfall wurde in der letzten Nacht zwischen Oranienburg und Borgsdorf verübt. Als der Kutscher der Firma Römer-Berlin um diese Zeit mit seinem Fuhrwerk die Kreuzung der Chaussee nach Oranien- bürg und Haltestelle Borgsdors passierte, sprangen plötzlich drei Kerle aus dem Dunkel hervor und fielen den Pferden in die Zügel. Der Kutscher wurde vom Bock gerissen und furchtbar miß- handelt. Die Räuber schnitten dem Kutscher dann die an seiner Schulter hängende Tasche ab, stahlen die Zügel und verschwanden dann eiligst. Die Räuber haben indessen insofern eine Ent- täuschuna erlebt, als sich in der Tasche nicht ein Pfennig barcS Geld befand, sondern nur Rechnungen. Bon den Tätern wurde bisher nichts ermittelt._ ThawS Ende. New Jork, 1. Februar.(Auf deutsch-atlantischem Kabel.) Das Urteil der Geschworenen in dem Prozeß gegen Harry Thaw, den Mörder von Standford White, lautet auf Nichtschuldig wegen GeisteSkraniheitl Der Gerichtshof erkannte Revolverhelden. Wie der„Bund", das Organ des Herrn Lebius, mitteilt, sind die gelben„Arbeitswilligen" der Waffen- und Munitions- fabrik in Wittenau m i t R e v o l v e r n b e w a s f n e t. Der„Bund" droht, daß sie eventuell davon Gebrauch machen werden. DaS! gegen Thaw auf Uebcrweisung an das Matteawan Asyl für glauben wir ohne weiteres. In Wittenau würde nicht der erste geistestroiike Verbrecher auf unbestimmte Zeit, da seine Freilassung , ,, c<. re-. Mord an Slreikendeii begangen werden. Im übrigen: Weiß die j eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit bedeuten würde. Die >vir unter diesen Iliiistanden vom„Ende der Lokolorganlsationen" i Polizei von dieser Bewaffnung? Und wer hat die Schießeisen z Geschworenen einigten sich auf ihren Wahrspruch nach Lbstündiger sprachen?______ I geliefert?_________ I Beratung und 14 Abstimmungen.__ Berantw. Ncdakt.: Georg Tavidsohn, Berlin. Inseratenteil verantw.:TH.Gloltr, Berlin. Druck u. Verlag: BorwärtsBuchdr.u.Verlagsanstalt Paul Singer Sc Co., Berlin SW, Hierzu 5 Beilage«. Nr. 28. 25. Jahrgang. Reichstag. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Suntag, 2. Februar 1908. 92. Sizung. Sonnabend, 1. Februar, vormittag 11 Uhr. Sollweg. wiesen. teilt. Ebenso wird die Genehmigung, daß Dr. Pichler( 3.) und Gefbed( 3.) in einem Privatklageverfahren als Zeugen an Es folgt die namentliche Abstimmung über die Resolution der Budgetkommission zum Marineetat betreffend Vergebung der Arbeiten für die Marineverwaltung. Die Resolution verlangt n nehaltung der tariflichen Arbeitsbedingungen fowie Mitwirkung der Arbeiterausschüsse bei der Bestseßung oder Neuordnung der Arbeitsbedingungen in den ReichsGerichtsstelle erscheinen, versagt. marinebetrieben. hinter Arbeiterausschüsse" einzuschalten: und ArbeiterorganiHierzu liegt ein Antrag Albrecht und Genossen( Soz.) vor, reien nur mangelhaftes Menschenmaterial und darunter leiden| Industriegebiets möchte ich hier feststellen, wie ungeheuer die die Arbeiten selbst, der gesamte Oberbau der Eisenbahnen. Möge rheinisch- westfälische Industrie durch den Wagenmangel geschädigt diese unangebrachte Sparsamkeit sich nicht durch eine Katastrophe wird. Von den 34 390 Wagen, die allein im Monat Dezember cachen.( Beifall bei den Freisinnigen.) gefehlt haben, entfallen auf das engere Ruhrgebiet Abg. Stolle( Soz.): An dem guten Willen des Herrn allein 16 727. Wenn auf ein räumlich so beschränktes Gebiet Präsidenten des Reichseisenbahnamtes, Unfälle zu verhindern, die Hälfte aller fehlenden Wagen entfällt, so können Sie sich denken, Um Bundesratstisch: Dr. Schulz, v. Bethmann- weifle ich nicht. Ob aber die gemachten Fehler. sich so leicht be- daß die rheinisch- westfälischen Werke vom Eisenbahnfiskus bei der Eine Rechnungssache wird der Rechnungskommiſsion über gemacht worden sind, wird niemand bestreiten können. Der Abg. hier vor einigen Wochen über die Kohlenknappheir geklagt. Das seitigen lassen, ist doch eine andere Frage, und daß Fehler Wagenstellung recht stiefmütterlich bedacht worden sind. Wir haben Die nachgesuchte Genehmigung zur Einleitung eines Privat- der preußischen Eisenbahnverwaltung hingewiesen und auf die bersandt von 100 000 Tonnen Kohle im Monat Des Carstens hat ja eben auf die höchft mangelhaften Eisenbahnanlagen Fehlen der 16 000 Wagen bedeutet zum mindesten einen Minderflageverfahrens gegen den Abg. Gerstenberger( 3.) wegen Be- falsche Sparsamkeit, die dort überall geübt wird. Weiter 3ember allein, und einen Ausfall von 400 000 bis 500 000 m. leidigung des Deutschen Metallarbeiterverbandes wird nicht er hat der Herr Präsident gestern darauf hingewiesen, daß außer der an den Löhnen der Arbeiter. Auch billiger werden die Kohlen du. Betriebsordnung von den einzelnen Bahnverwaltungen auch Fahr- durch nicht. Denn entweder müssen sie, wenn sie bereits gefördert dienstordnungen erlassen sind. Mun, bei uns in Sachsen haben sind, übereinander gestürzt werden, so daß doppelte Ladekosten entnicht nur die Inspektoren Fahrdienstordnungen erlassen, sondern stehen, oder der Betrieb muß tagweise eingestellt werden. Was das lassen. hier hat man auch eine neue Gesinnungsordnung er- für die großen Industriemerke bedeutet, brauche ich den verehrten ( Hört! hört! bei den Sozialdemokraten.) In einem Orie Herren Kollegen nicht erst zu sagen. In der Frage des Wagender Oberlausiz hat der Eisenbahndirettor seine Beamten zusammen- mangels haben Arbeiter und Werksberren ein gleiches und gleich berufen und ihnen erklärt, es habe sich in dem Orte ein konser- großes Interesse. Wir haben den dringenden Wunsch, daß anbatiber Verein gebildet, und er erwarte, daß seine Be- gesichts der großen Bedeutung des rheiniſch- westfälischen Induſtries amten sämtlich diesem Verein beitreten.( Leb- gebiets für unser deutsches Vaterland das Reichseisenbahnamt sich haftes Hört! hört! links.) Unter solchen Umständen kann man sich bemüht, diese Mißstände möglichst zu vermeiden. Denn fie treffen nicht wundern, wenn unter den Beamten Unzufriedenheit herrscht. nicht nur die Kohlengruben, Kofs- und Brikettfabriken, sondern gestern erwidert, die größte Zahl der Unglücksfälle falle in die An Der Präsident des Reichseisenbahnamis hat ja gestern erklärt, daß Bezüglich meiner Angaben über die Unfälle hat der Herr Präsident auch die Eisenwerke, denen gleichfalls täglich Tausende und Abertausende von Wagen fehlen. fangsdienststunden, sei also nicht die Folge der Uebermüdung. Nun, wenn die Arbeiter am Abend vorher überarbeitet sind, so können ießt größere Summen für die Beschaffung von Bahnmaterial aus sie eben nicht frisch in den Dienst eintreten.( Sehr wahrl bei den gegeben werden sollten. Aber man sollte mit dem Ankauf dieses Sozialdemokraten.) Daß eine übermäßig lange Arbeits- Materials nicht warten, bis die Hochkonjunktur es seit vorhanden ist, ist Tatsache, und so lange wir mit unentbehrlich. notwendig macht, sondern gerade jezt. eer Ueberbürdung der Leute zu rechnen haben, werden wir auch po die Stahlwerke und Maschinenfabriken Mangel an Bea darauf gefaßt sein müssen, daß dadurch ein namenloses Unglüd ichäftigung haben, mit Bestellungen in größerem herbeigeführt wird.( Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Maßstabe herausgehen. Ob der Wagenmangel wirklich Auch die Mangelhaftigkeit der Bahnhöfe ist an vielen Unglücken auf das Fehlen von Betriebsmitteln, Lokomotiven, Wagen usw. schuld; die Signalvorrichtungen auf den fleinen Stationen sind zurückzuführen ist, weiß ich nicht. Von Werksinteressenten wird be in einem ganz mangelhaften Zustand. Unsere Industrie hat sich hauptet, daß z. B. die Wagen, die aus dem Ruhrrevier nach dem mehr und mehr entwidelt und größere Ansprüche an die Eisenbahn Lothringischen Minettegebiet geschickt werden, nicht rechtzeitig verwaltungen gestellt. Diese sind der Industrie aber nicht gefolgt, zurückgeschafft werden. Vielleicht ist es also eine fehlerhafte Or und daher haben wir in allen Provinzen die mangelhaften Bahn- ganiſation, die die Schuld trägt, oder vielleicht reichen die Gleise anlagen. Hier einzugreifen, ist Pflicht des Reichseisenbahnamtes. nicht aus, sind die Bahnstrecken zu überlastet. An dem EisenbahnGeradezu himmelschreiend ist der Wagenmangel, durch den In- betriebspersonal liegt es nach meinen Erfahrungen jedenfalls nicht. dustrie und Handel schwer geschädigt werden. Auf die ungenügende Nirgends im deutschen Vaterlande ist der Güter- und BersonenEntlohnung der Beamten und Arbeiter habe ich bei früheren Ge- verfehr so ungeheuer angewachsen wie im rheinisch- westfälischen legenheiten schon hingewiesen. Was besagt denn eine Zulage von Industriebezirk. Ob die Belastung der Wege durch den ungeheuren Güter- und Personenverkehr nicht neben den Doppelgleisen die 10 oder 20 Pf. für einen Streckenarbeiter angesichts der außer Anlage von Barallelgleisen notwendig macht, überlasse ich den fach. ordentlichen Verteuerung aller Lebensmittel. Sowohl das Intermännischen Urteil. Wer jedenfalls inmitten dieses ungeheuren esse des Staates, wie die Pflicht der Menschlichkeit gebietet, diese Verkehrs die Eisenbahnbeamten vom Streckenwärter bis zum fationen". Auf Antrag des Abg. Singer( Soz.), der vom Zentrum und einzelnen Freifinnigen( Cuno, Fischbeck) unterstützt wird, wird auch über das Amendement Albrecht und Genossen( Soz.) namentlich abgestimmt. tung abgelehnt. Die Abstimmung über das Amendement erfolgt zuerst. Es wird mit 166 gegen 114 Stimmen bei 1 StimmenthalDarauf wird die Resolution mit 218 gegen 67 Stimmen bei 1 Stimmenthaltung angenommen. Es folgt die zweite Beratung eines Nachtragsetats für 1007, worin 400 000 W. zur Förderung von Versuchen auf dem Gebiete der Motorluftschiffahrt gefordert werden, die dem Grafen Zeppelin zur Verfügung gestellt werden sollen. Die Budgetkommission beantragt die Annahme der Vorlage. Abg. Vogt- Hall( wirtsch. Vg.) äußert sich anerkennend über den Grafen Zeppelin, auf den besonders die Süddeutschen stolz Abg. Hug.( 3.) schildert einen Aufstieg des Zeppelinschen Luftschiffes. feien. Der Nachtragsetat wird angenommen. Nächster Gegenstand der Tagesordnung ist die Fortsetzung eisenbahnamtes den Willen hat, Wandel zu schaffen, fann er Stationsvorsteher herauf in ihrer anstrengenden Tätigkeit beobachtet der zweiten Beratung des Etats des Reichseisenbahnamte. Abg. Wetzel( natl.): Namens meiner politischen Freunde er= fläre ich, daß wir nach wie vor eine einheitliche Gestaltung des deutschen Eisenbahnwesens wünschen. Auch in Ansehung der finanstellen Lage des Reiches wäre das wünschenswert. Die Verhandlungen der verschiedenen Staaten über gemeinsame Beschaffung und Benützung des Wagenmaterials begrüßen wir als ersten Schritt dazu. Des weiteren bitte ich, die Schülerwanderungen durch Entgegenkommen mit Tarifermäßigungen zu fördern. Vei der Schilderung der Unfallstatistik hat der Abg. Stolle gestern zu schwarz gemalt. Auch wir haben Respekt vor der Arbeit und den Opfern der Arbeit( Bravo! bei den Nationalliberalen), und wir begrüßen deshalb jede Maßregel der Verwaltung und jeden technischen Fortschritt, der die bestehende Lebensgefahr mildern kann. Wir danken dem Präsidenten des Reichseisenbahnamts für seine Tätigkeit in dieser Richtung.( Bravo! bei den Nationalliberalen.) Abg. Carstens( frs. p.): In bezug auf die Unfälle kann ich mich dem Vorredner nur teilweise anschließen; es tommt nicht nur auf gute Reglements an, sondern auch auf den Geist, in welchem fie ausgeführt werden. Des weiteren tadelt Redner die unzulängs lichen Zustände auf den Bahnhöfen Sternschanze( Hamburg) und Elmshorn; höhere Eisenbahnbeamte haben erklärt, daß in Elmshorn eine Eisenbahnkatastrophe lauert. Die einzelnen Bahnmeistereien flagen über außerordentlichen Arbeitermangel. Bei Löhnen von 24 Pf. und 10stündiger Arbeitszeit ist das auch nicht zu verwundern, da bekommen die Bahnmeiste. Kleines feuilleton. es auch tun. Möge er ein st a rfer Mann werden und Wandel schaffen.( Bravo! bei den Sozialdemokraten.) Präsident des Reichseisenbahnamtes Schulz bestreitet, daß Wagenmangel herrsche und der Oberbau auf den Bahnen zu wünschen lasse. Die Verhältnisse auf dem Bahnhof zu Elmshorn will er untersuchen lassen. Sächsischer Bundesratsbevollmächtigter Dr. Fischer: In dem vom Abg. Stolle angeführten Fall aus dem Königreich Sachsen hat der betreffende Eisenbahndirektor seine amtlichen Befugnisse, wenn der Fall sich so verhält, wie vorgetragen, überschritten und wird rettifiziert werden. Ich will aber an den Abg. Stolle die Gegenfrage richten, ob er auch etwas wesentliches dagegen einzuwenden gehabt hätte, wenn der Eisenbahndirektor die Arbeiter aufgefordert hätte, einem sozialdemokratischen Verein beizutreten.( Heiterkeit rechts. Zuruf linfs: Allerdings!) Abg. Enders( Hosp. d. frs. Bp.) klagt über die Bedrückung der thüringischen Kleinstaaten durch Preußen. Preußen ziehe aus den Eisenbahnen jährlich Hunderte von Millionen Ueberschüsse, an denen die thüringischen Staater keinerlei Anteil haben. Preußen sollte es als Ehrenpflicht ansehen, die Kleinstaaten zu entlasten.( Beifall links.) Abg. Quark( nail.) verlangt für Thüringen durchgehenden Wagenverkehr und flagt über die Bahnhofsverhältnisse in Koburg. Abg. Hue( Soz.): E3 hat, wird zugeben, daß das Eisenbahnpersonal geradezu Bewunderungswürdiges leistet. tann auch nicht an den einzelnen Betriebsdirektionen der Fehler lieger, weil die Verhältnisse in ganz Deutschland gleich ungünstig fino onhern nur an ter zentrale. Obwohl mir gejagt den ist, daß das cicheersenbahnamt in der Lohnfrage teine Mompetang habe, michte ich doch hervorheben, daß nach unserer Ueberzeugung die argestellten Beamten und Arbeiter des Eisenbahnbetriebes für ihre große verantwortungsreiche Leistung viel au schicht bezahlt werden.( Sehr wahr! bei den Sozialdemokraten.) wenn tros des unvergleichlichen Verkehrs und trotz der überlasteten Schienenwege im Bulrrevier nur verhältnismäßig wenige Unjolle vorfemmen, verdanten wir das der geradezu gran= diosen 2eistung des Eisenbahnpersonals.( Sche wahr! bei den Sezialdemokraten.) Schließlich möchte ich das Reichs cisenbahnamt auch bitten, die Bahnhofsumbauten im Ruhrrevier. n ich Möglichkeit zu beschleunigen. Sind doch unter den 1st im Betriebe befirdlichen Bahnhöfen noch solche, die der veriterbese C: senbabaminister Budde selbst als Mausefallen bezeichnet fat. ( Sterkeit und hoct! hört!) Bei ihrem Umbau scheint die vreußische Eisenbahnvwcltung nicht mit der Schneidigkeit vorzugehen, über die sie sonst vecfügt. Ich bitte das Reichseisenbahnamt wiedecholt, auch die Bestellung neuer Wagen möglichst rasch erfolgen zu lassen. Die Eisen- und Stahlwerte, die Arbeiterentlassungen vornehmen müssen, türsten; cht geradezu nach Beschäftigung. Wenn jetzt die Bestellung von Eisenbahnmaterial in großem Umfange herausz fommt, so wäre damit dem Eisenbahnverkehr und der Industrie gleichermaßen gedient.( Bravo! bei den Sozialdemokraten.) Ich muß auf den Wagenmangel der deutschen Eisenbahnberwaltung zurüdfommen. Als Vertreter des größten deutschen gelegt hat, hängt ihr epidemisches Auftreten in Mekka mit der Teil mit viel Tiftelei einstudiert. Man strebte namentlich über Zeitrechnung des Islam zusammen. Bekanntlich rechnen die die toten Bestandteile dieser Oper hinwegzukommen, in der ja Mohammedaner nach Mondmonaten. Infolgedessen tritt das Rollen wie die des Don Octavio und der Donna Elvira zu den Bairamfest, das an ein fires Datum gebunden ist, nach dem schauspielerisch leersten Aufgaben gehören. Auch für stimmungsvolle Der Gorilla im Museum für Naturkunde. Unser Museum für Sonnenjahr berechnet alljährlich um elf Tage früher ein und es Dekorationen und dergleichen war gesorgt. Nur leider fehlten Naturkunde in der Invalidenstraße besitzt seit kurzem ein prächtiges verteilt sich so in einem etwa dreißigjährigen Kreislauf auf alle einige Hauptsachen. Die Titelrolle sollte ursprünglich Rudolf Gremplar des größten der Anthropoiden oder menschenähnlichen Jahreszeiten. Fällt nun das Bairamfest mitten in den Winter Pröll burchführen; anscheinend gab es einen Sonflict, und nun Affen, des Gorilla( Troglodytes Gorilla). Diese intereſſante Tier- oder in den Hochsommer, so bricht die Cholera in Mekka mit fang die Rolle Theo Görger. Selbst wenn man einen Ber art ist erst in der Neuzeit näher bekannt geworden, doch scheint man Sicherheit aus. So ist es auch in diesem Jahr, wo es um den gleich mit jenem hochstehenden Künstler des dramatischen Gefanges bereits im Altertum von ihr Kunde gehabt zu haben. Der tartha- 15. Januar begangen wurde. Woher rührt diese Erscheinung? unterdrückt, erwies sich die Leistung Görgers als verfehlt. Zwar gische Seefahrer Hanno erzählt in seinem vermutlich aus dem Chautemesse weist darauf hin, daß die Cholera in den heiligen ist die Stimme hell und umfangreich genug, und in den tieferen fünften Jahrhundert v. Chr. stammenden Reiseberichte, er habe in Orten des Islam immer bei den indischen Pilgern auf Lagen fehlen schöne Töne nicht; doch die Hoffnungen, die wir einem Meerbusen an der Westküste Afrikas auf einer Insel wilde fritt. Wie eine Statistik der Präsidentschaft von Madras zeigt, schon vor mehreren Jahren in der Morwis- Oper auf den Künstler behaarte Menschen entdeckt, welche von den Dolmetschern Gorillen sind aber die Wintermitte und der Hochsommer die Zeiten, in fepten, haben sich hier so wenig erfüllt, daß wir nicht erst auf genannt wurden. Sie wehrien sich gegen die Karthager mit denen die Cholera dort am stärksten wütet. Die Pilger, die um ungenügende Aussprache und dergleichen näher einzugehen brauchen. Steinen sowie durch Kraken und Beißen, doch gelang es jenen, diese Zeit ausziehen, schleppen die Cholera nach Metta mit, von Baul Veron, sein Partner als Leporello, scheint zwar noch drei Weiber zu erlegen. Ihre Häute wurden nach Karthago ge- wo fie fich nach allen Ländern des Islam ausbreitet. 1902 cin Anfänger zu sein und gerade den hier so nötigen leichtflüssigen bracht und waren dort in einem Tempel noch lange zu sehen. Es rückte sie etappenweise von Indien vor. Sie nahm ihren Weg Humor nicht zu besitzen; aber die Abtönungen, die er in seinen ist ersichtlich, daß unter diesen wilden Menschen nur Affen zu über Aegypten, Syrien, Mesopotamien, Persien, Kaukasus und Vortrag hineinlegte, zeigen Geschmack und Können. Auch die verstehen sind; nach der geographischen Lage jener Insel ist es Rußland und berührte 1905 Ostdeutschland. 1906 schien sie zurüd übrigen Gänger leisteten wenigstens Tüchtiges. Hervorragend wohl möglich, daß wir es mit der Art zu tun haben, die wir jetzt zuweichen, aber 1907 erwachte sie von neuem und forderte in waren die Sängerinnen: Emmy Schwabe als die hochdramaGorilla nennen. Auf sie deuten vermutlich auch Erzählungen von Südrußland über 10000 Opfer, bis ihr die Winterfälte Halt tische Donna Anna, Susanne Bidelmann als die lyrische Waldgeistern oder Satyen bei Plinius und von einer Affenart, die gebot. Wie weit wird sie in diesem Jahre kommen? Chautemesse Donna Elvira und Josephine Gerder- Grünwald, die Dapper in seiner wunderbar gefärbten Schrift über Afrika im glaubt an eine große Gefahr für Mitteleuropa. Aber sie droht als Berline wieder ganz in ihrem eigensten Reiche stand. Stapellsiebzehnten Jahrhundert für Bastarde von Mensch und Tier er- auch auf einem anderen Weg zu kommen. Die von indischen meister C. Posa und sein Orchester mühten sich redlich. Nament flärt. Zuverlässiges erfuhr man erst in der ersten Hälfte des Pilgern bewirkte Verschleppung wird sich geltend machen, wenn lich im Anfange herrschte viel Sorgfalt, abgesehen freilich von dem neunzehnten Jahrhunderts durch die Forschungen von Bowditch im Anfang Februar die in Meffa versammelten Gläubigen heim- schier unausrottbaren Uebertönen der Singstimmen im Forte. u. a. Der französische Missionar Savage gab dem Tiere, das er wärts ziehen. Yemen und Südperfien sind vor allem bedroht, Die späteren Partien gaben viel Gelegenheit zu akzentlosen Eins 1847 an den Ufern des Gabunflusses fand, den durch Hanno aber auch Aegypten, wo die Seuche schon für den März zu be- förmigkeiten eines gleichmäßig dahinrauschenden Forte, wie z. B. historisch gewordenen Namen Gorilla. Besonders eingehend beschäftigte sich mit ihm der französische Forscher Du Chaillu in den fürchten ist. Die Gefahr für die Mittelmeerländer liegt auf der in dem an verschiedenartigen Nuancen so reichen Finale des ersten Hand. Nun kommt aber noch ein neues, der Ausbreitung der Aktes. fünfziger Jahren, doch litten seine Mitteilungen an starken Ueber- Seuche günstiges Moment hinzu: die neue Hedschasbahn, die die Wäre die Hauptrolle mit einem durchaus künstlerischen Sänget treibungen über die Größe, Kraft und Wildheit des Affen und wurden daher von Gray in London und Brehm in Berlin sehr in Pilger von den heiligen Orten in bicr Tagen von Medina nach befeht, so könnten wir uns im ganzen über die neueste Darbietuna Damaskus bringt, während die Karawanen für die Wüsten- der sonst so sympathischen Opernbühne durchaus freuen. Zweifel gezogen. Lebend kamen nach Europa bisher nur wenige wanderung 40 Tage brauchten und diejenigen, die den Seeweg Exemplare, so 1876 nach Berlin ein durch Falkenstein beschaffter über das rote Meer wählten, das Lazarett von Dschebel- Tor be= junger Gorilla, der zu den kostbarsten Schäßen unseres Aquariums rührten, das infizierte Pilgerzüge zurüchielt. Wenn aber der gehörte, aber schon im folgenden Winter starb. Ausgestopfte Schienenweg erst bis Mekka reichen wird, werden die meisten Exemplare hat man häufiger gesehen. Pilger der nördlichen Länder den Landweg nehmen und der eines internationalen Sanitätsdienstes. Musik. SZ. Notzen. Bühnenchronit. Hansi Niese beginnt mit dem Förster- Christel" und als„ Wafchermädel" auftreten. Der Gorilla lebt truppweise in den Wäldern des äquatorialen Quarantäne auf dem Roten Meere ausweichen. Die Gefahr ist Personal des Theaters an der Josefstadt ihr Gastspiel im Ber Afrikas. Er erreicht eine Höhe von zwei Metern bei einer Schulterbreite bis zu einem Meter, hat muskulöse Arme, ein also sehr groß. Chautemesse fordert die schleunige Organisation finer Theater bereits am 28. Februar. Sie wird als„ Die fürchterliches Gebig, dichte graue oder schwarze Behaarung, schwarzes Gesicht und keine Gesäßschwielen. Angegriffen sett er Vorträge. Im Institut für Meereskunde, fich zur Wehre und wird durch seine riesige Stärke gefährlich. Wir besaßen im Museum für Naturkunde bereits ein ansehnliches Immer mehr und mehr wächst das Bemühen der Theater Georgenstraße, spricht Dienstag, den 4. Februar, Prof. Kretschmer Exemplar, das bei den anderen ausgestopften Affen ausgestellt ist. leiter an, das gesprochene wie auch das gesungene Drama so an- Berlin über" Die Nautik der Italiener im Mittelalter und ihre Das neueingetroffene befindet sich im hinteren Teile des großen schaulich und so natürlich" wie nur möglich auszugestalten. Hülfsmittel"; Freitag, den 7. Februar, Prof. Seinde- Helgoland hinter dem Lichthofe liegenden Säugetiersaales und zeichnet sich Derartige Bestrebungen sind nicht von gestern her; und auch nicht über" Fischereiwissenschaftliche Arbeiten auf hoher See". burch besondere Größe aus. Neben dem ausgestopften Balge ist von gestern her ist der Zweifel an dem Werte solcher Bemühungen- Der Physiologe Karl v. Boit ist in München das Skelett des Tieres und zwischen beiden das Stelett eines einer Ueberregie", zumal wenn sie sich ins fleinlichste verlieren gestorben. Der im Jahre 1831 zu Amberg in Bayern geborene Menschen aufgestellt. und gar erst, wenn die Hauptsachen darüber versäumt werden. Forscher und Lehrer, der seit 1860 in München als Professor wirkte, Einen solchen Eindrud hatten wir am Freitag bei einer Neuein- hat sich besonders mit den Fragen des Stoffwechsels und der ErEine wahre Religionspest ist die Cholera. Wie der Pariser studierung von Mozarts Don Juan" in der 2orking- nährung beschäftigt. Mit Bettenkofer begründete er die„ Reit. Professor Chautemesse in der Académie de Médecine dar- Oper. Die Vorstellung war ersichtlich mit viel Mühe und zum schrift für Biologie". Abg. Ulrich( S03.): Der Vertreter des Reichseisenbahnamtes hat erklärt, daß es nicht zu seiner Kompetens gehöre, einzugreifen in die Fragen der Löhne, der Gehälter, der Bahnhofsbauten und des Wagenmangels. Hätte er recht, so müßten wir Klage führen, daß man in dem Augenblick, wo die Reichsverfassung ge= schaffen wurde, nicht schon vorausgesehen hat, was für das Eisenbahnwesen nötig sein würde. Aber ich glaube, daß der Präsident des Reichseisenbahnamtes die Artikel 42 und 43 der Reichsverfassung zu eng auslegt. Er wäre danach sehr wohl in der Lage, auf diefe Slagen einzugehen und die einzelstaatlichen Verwaltungen zu veranlassen, ja jogar zu zwingen, Abhülfe zu schaffen.( Sehr wahr! bei den Sozialdemofraten.) Wenn wir uns vor Augen führen, daß nach Artikel 42 die Bundesregierungen verpflichtet sind, alle deutschen Eisenbahnen twie ein einheitliches es zu verwalten, so fomme ich ohne Zweifel zu dem Schluß, daß da, wo diese Einheitlichkeit bersagt, bas Reichseisenbahnamt eingreift und mit seiner großen Kenntnis den Herren der einzelnen Verwaltungen zur Hülfe kommt und ihnen flar macht, was sie verfäumt haben. Wenn man dann unter Bugrundelegung dieses Gedankens fich ansieht, welche Besagniffe auch das Heichseisenbahnamt auf Grund bon Artikel 43 hat, so fomme ich erst recht zu der Ueberzeugung, daß seitens des Reichseisenbahnamtes eine gar au große Bescheidenheit betätigt worden ist und daß diese große Bes scheidenheit eine Gefahr für das gesamte deutsche Eisenbahnwesen bildet. Es heißt im Artikel 43, daß tunlichst übereinstimmende Betriebseinrichtungen getroffen werden sollen, und daß das Reich Sorge dafür zu tragen habe, daß die Eisenbahnverwaltungen die Bahnen in einem die Sicherheit gewährleistenden baulichen Zustande halten und mit Betriebsmitteln versehen, wie es das Verkehrsbedürfnis erheischt. Bauten, redendes Material und Bahnhofsanlagen find also so zu ergänzen, daß das einheitliche Nez ermöglicht wird und den Verkehrss bedürfnissen Rechnung getragen wird. Das darf wohl ohne Uebertreibung gesagt werden, daß in dieser Richtung das Reichseisenbahnanit eine nicht recht begreifliche Genügsamkeit bewiesen hat. ( Buftimmung bei den Sozialdemokraten.) Die von dem Abg. Hue angeführten Zahlen über den Wagenmangel beweisen, wie sehr dadurch allgemein boltswirtschaftliche Nachteile herbeigeführt werden; den einzelnen Interessenten wird dieser Mangel noch fühlbarer. Die Biffer von 250 Millionen Mart, die für den Ersas von Wagen aufgewendet werden, hört sich sehr hoch an, wir müssen fie aber beurteilen im Verhältnis zu den übrigen Ziffern. Im Jahre 1906 betragen die Einnahmen mehr als 2633 Millionen Mart, die Ausgaben 1668 Millionen Mart, der Ueberschuß also rund 960 Millionen Mart. 3m Vergleich zu diesem Ueberschuß sind die 250 Millionen Mark zur Ergänzung des Materials sehr gering.( Sehr wahr! bei den Sozialdemokraten.) Dazu kommt, daß die Ueberschüsse in den letzten fünf Jahren sich beständig gesteigert haben. Im Jahre 1901 betrugen fie 682 Millionen Mart, im Jahre 1906 960 Millionen Mart. Stellen wir diese beiden Biffern nebeneinander und vergegenwärtigt man sich, was im Laufe dieser fünf Jahre an Stlagen über Wagenmangel laut geworden ist, so ergibt sich ohne Zweifel, daß für die Er einer Stärkung der Kompetenz und Autorität des Reichseifbahn I tungen. Sebt werden bei Heineren Krantenfaffen sielfach di 1 landwirtschaftlichen Arbeiter ganz mundtot gemacht. Die fozial amtes tommen. Abg. Dr. Jäger( 3., bleibt auf der Tribüne vollkommen un politische Versicherung muß auf die selbständigen Handwerker aus verständlich). gedehnt werden. Zu begrüßen wäre ein Gesez, durch das die Ges Abg. Behrens( wirtsch. Vg.) wünscht eine beffere Anschließung meinden mit über 10 000 Einwohnern zur Einrichtung von Pflicht. fortbildungsschulen angehalten werden. des Siegen- Nassauer Grzrebiers durch erweiterte Bahnen. Der Geschentwurf zur Abg. Köhler( wirtsch. Bg.), tritt für eine Reichseisenbahn. Abänderung des Börsengesetzes im Reichstage ist im Interesse der gemeinschaft ein, aber gegen eine Werpreußung der Eisenbahnen Börse und der fleinen Banfiers zu begrüßen.( Beifall.) im Reiche. Minister Dr. Delbrück: Dem Wunsche des Abg. Hammer, daß Damit schließt die Diskussion. Der Etat des Reichseisenbahn. Die Leiter der Fortbildungs- und Fachschulen mehr fühlung mit den Vertretern des Handiverts nehmen möchten, fann ich mich nur anamtes wird bewilligt. Es folgen Betitionen. Die Petitionen betreffend Sicherung schließen. Wenn der Wunsch geltend gemacht wird, den Beamten der Bauforderungen, Abänderung des Gesetzes über den Unter- und Lehrern die Teilnahme an Konsumvereinen zu verbieten, so Ich bemerke noch dem Abg. flüßungswohnfis und betreffend die Reform des Wechselproteftes liegt dazu feine Möglichkeit vor. Eine Schroeder gegenüber, daß ich in der Kommission mich dahin aus werden den zuständigen Spezialfommissionen überwiesen. große Zahl von Petitionen werden debattelos nach den Vorschlägen gesprochen habe, daß mir der Augenblic gefommen zu sein scheint, ein Gesetz über die Ausdehnung der Pflichtfortbildungsschulen der Stommiffion erledigt. Alle Petitionen, zu denen Wortmeldungen vorliegen, werden in dem von ihm erwähnten Sinne zu erlassen.( Beifall.) Abg. Dr. Rewolbt( ft.): Wenn eine Heranziehung der Jn= auf Antrag des Präsidenten Grafen Stolberg unter wachsender Seiterfeit des Hauses von der Tagesordnung abgesett, darunter die duftrie zu den Kosten der Lehrlingsausbildung im Handwerk nicht auf Unterstellung des Bühnenchorpersonals unter den Versicherungs- gut möglich ist, so wird ein erhöhter Staatszuschuß zu diesen Rosten awang, betreffend Einschränkung der Altoholeinfuhr in den notwendig fein. Abg. Rosenoto( frf. Vg.): Namens meiner Freunde kann ich afrikanischen Kolonien, betreffend Aenderung des Münzgesetzes, betreffend die Rechtsverhältnisse des Gefindes usw. Die legte der Genugtuung darüber Ausbruck geben, daß der jetzige Handelses verstanden hat, in berhältnismäßig furzzz Petition ist die des Dr. Magnus Hirschfeld und des wissenschaftlich minifter gehumanitären Komitees auf Aufhebung des§ 175 des Reichs- Beit einen Ueberblick über die Gesamtintereffen zu Wir begrüßen die Einstellung Strafgesetzbuches. Die Kommission beantragt Uebergang zur winnen, die er zu vertreten hat. der Mittel in den Etat, die zur Förderung des Handwerks und des Tagesordnung und Annahme folgender Resolution: Mittelstandes dienen sollen.( Zustimmung links.) Die Börsen gesehnobelle im Reichstage ist geeignet, die dhlimmsten igstände infolge des 2örsengefebes zu beseitigen, toenn fie auch nicht alle unsere Wünsche erfüllt. Das Fortbildungsschulwesen hat sich außerordentlich gut bewährt. Bitten möchte ich den Minister, aus den Mitteln, die zur Ausbildung von Fortbildungs- und Fach schullehrern ausgeworfen sind, auch Vereine zu unterstüßen, die in dieser Richtung tätig sind. Die Meisterkurse und die Banderausstellungen von Maschinen sind geeignete Mittel zur Förderung des Bandwerks. tit die Stadt Berlin bestrebt durch einen Neubau abzuhelfen, der Dem Blazmangel in der Berliner Baugewerkschule nicht früher in Angriff genommen werden konnte, weil Verhandlungen zwischen der Stadt und dem Staat wegen Hebernahme der Anstalt auf den Staat schiebten. Interessant war die Mitteilung des Ministers, daß die Industrie bestrebt ist, felbft Lehrlinge auszubilden. Es ist also der Vorwurf nicht berechtigt, daß das Handwert die Lasten für die Ausbildung der Industriearbeiter trägt. Notwendig ist eine stärkere Organisation der Handwerker in Ge nossenschaften, die dem einzelnen Handwerker bie Benutzung von Maschinen erleichtern. Der Abgeordnete Trimborn hat im vorigen Jahre einen Antrag auf Reglementierung des fleinen Kaufmannsflandes gestellt. Wir haben bereits damals darauf hingewiesen, baß der Kaufmannsstand jeder Reglementierung widerstrebt. Ich freue mich, daß Abgeordneter Hammer Tarifverträge an und für fich als núßlich anerkennt. Seine Bedenten gegen eine zu weit gehende Steigerung der Löhne infolge der Tarifverträge halte ich nicht für stichhaltig. Die Intelligens der deutschen rbeiter Die verbündeten Regierungen zu ersuchen: a) Die Zivil- und Militärbehörden anzuweisen, den bestehenden Gesegesvorschriften ohne Ansehen der Person unnadh fichtlich Geltung zu verschaffen; b) dem Reichstage alsbald eine Vorlage zur Abänderung des Strafgesetzbuches und des Militär- Strafgesetzbuches zugehen zu laffen, durch welche die Ausnußung des Abhängigkeitsverhält. nisses( durch Vorgesetzte, Arbeitgeber usw.) zu unsiftlichen Zweden nach§ 175 St.-G.-B. unter erhöhte Strafe gestellt und c) in welcher das Schuhalter auf 18 Jahre erhöht wird. Abg. Kirsch( 3.): Es liegt ja teine Wortmeldung vor. Ich bitte, die Resolution fofort anzunehmen. Abg. Dr. Mugdan( frs. Bp.): Ich bezweifle die Beschlußfähigkeit des Hauses.( Heiterkeit.) Abg. Singer( Soz.): Ich schließe mich dem Vorschlage des Präsidenten auf Absegung der Petition von der Tagesordnung an. Abg. Kirsch( 3.): Jch ziehe meinen Antrag zurüd, da seine Vorausschung hinfällig geworden ist.( Bravo! und Heiterkeit.) Abg. Dr. Mugdan( frf. Bp.): Dann habe ich keinen Zweifel mehr an der Beschlußfähigkeit des Hauses.( Große Seiterkeit.) Die Tagesordnung ist erschöpft. Nächste Sigung Montag 2 Uhr( Militäretat). Schluß 3% Uhr. Abgeordnetenbaus. neuerung des Materials zu wenig getan ist, und 22. Gisung vom Sonnabend, 1. Februar, 11 Uhr. hat mitgewirkt au ber Stellung unserer an. Am Ministertisch: Dr. Delbrüd. daß der Appell des Abg. Hue an die Reichseijenbahnverwaltung, fie möge gerade jeht Bestellungen stattfinden lassen, außerordentlich am Blaze war. Hoffen wir, daß er dort einigen Eindruck ge- Die Beratung des Etats der Handels- und Gewerbe macht hat, wo er Eindruck machen soll.( Buftimmung bei den verwaltung wird fortgefest beim Titel Sozialdemokraten.) Ich habe aber auch noch andere Schmerzen, ,, Ministergehalt". die ich hier wieder und wieder aussprechen muß. Den Klagen über dustrie auf dem Weltmarkte. Ich fann nur wünschen, daß Handel und Industrie einer anderen Wirtschaftspolitik im Reiche gegenüberständen; dann würden sie noch viel besser zeigen, was fie leisten können.( Beifall links.) aur Abg. Dr. Pachnide( frs. Bg.): Die Einstellung höherer Mittel Abg. Trimborn( 3.): Die Mehreinstellung von Mitteln für Förderung des Gewerbes ist zu begrüßen. Das enthebt uns ungenügendes Material reihen sich an die Klagen über die unge das Fortbildungsschulwesen und die Meisterkurse begrüßen wir aber nicht der Verpflichtung, eine weitere Förderung in beschleunig nügenden Eisenbahnverhältnisse an allen jenen Orten, bei denen freudig, wie alle Mittel zur Förderung des Mittelstandes. Diefe tem Maße zu verlangen. Wir begrüßen die Meisterkurse, wir gehabt haben, der Entwickelung des Eisenbahnverkehrs, bie fie nicht im Reichstage betont, daß noch vieles für den Mittelstand geschehen genossenschaftlich zu organisieren; aber wir wollen nicht auf gefes tatsächlich die einzelnen Eisenbahnverwaltungen zu wenig Initiative Ausgaben sind durchaus rentabel. Graf Posadowsky hat früher empfehlen dem Handwerk, in weiterem Umfange als bisher fich überblidten und erwarteten, zu folgen. Das haben wir speziell tönne, daß aber auch die Einzelstaaten da manches tun müßten, uns entschieden gegen die Verteuerung der Rohstoffe und der Halbgeberischem Wege abgestorbene Formen neubeleben. Wir müssen in Offenbach leider kennen gelernt, leider nicht nur im Hinblic namentlich für die technische und kaufmännische Ausbildung der auf die wirtschaftlichen Verhältnisse, sondern auch im Hinblick auf handwerker. Ich bitte daher den Minister, auch im nächsten Jahre fabrikate durch hohe Zölle wenden. Die Zuziehung von Arbeitern aur Gewerbeaufsicht befürworten wir bringend; in Hessen hat sich Eisenbahnunglück, das eine Folge der unglüdseligen Raum zu verlangen. Notwendig wäre noch eine schärfere Scheidung diese bereits gut bewährt. Die weiblichen Assistenten der Gewerbeftellt worden, aber aus den Prüfungen ist man noch nicht heraus- tammer gehören und denen, deren Inhaber zur Handwerkskammer nehmungen ist mit Rüdsicht auf entgegenstehende Bestimmungen verhältnisse ist. Seitdem sind Prüfungen über Prüfungen angewischen denjenigen Unternehmungen, deren Inhaber zur Handels. aufsichtsbeamten sollten im Interesse der vielen Arbeiterinnen ber mehrt werden. Auf die Beaufsichtigung der Eisenbahnuntergefommen. Die Gefahr eines Unglücks ift durchaus vorhanden. gehören. Weiter wäre es nicht mehr als recht und billig, daß die der Gewerbeordnung verzichtet worden. Da wäre eine Abänderung die Schranken 2, ja 4 Stunden lang am Tag gefchloffen sind und gezogen werden, die die Jnnungen aufwenden. Dankbar bin ich diefer Bestimmungen im Interesse der Arbeiter notwendig.( Bei abritbetriebe zu Kosten der bem Minifter für den Erlaß, in dem er den Gemeinden ans Herz legt, bei der Vergebung von Arbeiten besonders die Genossenschaften der Handwerker zu berücksichtigen. Aber da wäre es doch auch interessant, zu erfahren, wie weit benn die Staatsbetriebe so verfahren. Um Auskunft möchte ich noch bitten, was auf den voin Hause einmütig angenommenen Antrag geschehen ist, in dem die Regierung um die Erhebung einer Enquete über die Lage des mittelstandes ersucht wurde.( Beifall im Zentrum.) den ganzen Verkehr absperren.( Hört! Hört! bei den Sozialdemotraten.) Anstatt ben ganzen Schienenweg zu verlegen, will man mit feinen Umlegungen das Uebel beseitigen. Die preußisch Hessische Eisenbahnverwaltung hat sich bei uns nicht auf ihrer Höhe gezeigt. Dazu kommt, daß die geplanten Umlegungen die Stadt Offenbach wirtschaftlich aufs schwerste schädigen. Aehnlich ergeht es der Stadt Mainz durch die umlegung aller Züge nach dem Rheingau über Wiesbaden. Ein besonders trasser Fall ist, daß man das Mombacher Gemüse nicht mehr von Mombach direkt Handelsminister Dr. Delbrüd: Die Entscheidung über die Beitragsnach der holländischen Grenze transportiert, sondern auf einem Um- pflicht zur Handelstammer trifft das Oberverwaltungsgericht, die weg. Das dauerte länger, das Gemüse tam verdorben an und die über die Beitragspflicht zur Handwerkskammer die Aufsichtsbehörde. Gemeinde Mombach erleidet großen Schaden. Viel zu wünschen Schöner wäre es ja, wenn über beide Fragen von einer Stelle aus übrig läßt die Ausstattung und Beleuchtung der Wagen, vor allem entschieden werden könnte. Das würde aber nur durch eine Hendes der Wagen 4. Stlaffe. Das Eisenbahnamt follte endlich einmal über- rung der Landesgesetzgebung und der Gewerbeordnung zu erreichen all einschreiten, wo es notwendig ist und Abhülfe schaffen.( Bravo! fein. Aus einer Erhebung über die Zahl der in den Fabriken bei den Sozialdemokraten.) Präsident des Reichseisenbahnamtes Schuls: Ich habe nie geben, daß diese Zahl finft, während die Beschäftigung der fabrikbeschäftigten handwerksmäßig ausgebildeten Arbeiter hat sich erdie Kompetenz des Reichseifenbahnamtes für mäßig ausgebildeten Arbeiter in der Industrie einen größeren alle angeregten Fragen bestritten. Ich habe nur umfang angenommen hat. Da fann man sich nicht wundern, wenn gefagt, in bezug auf die Besoldung habe das Reichseifenbahnamt die Industrie nicht sehr geneigt ist, zu den Kosten der Lehrlings feine Befugnisse. Ich erkenne an, daß der Bahnhof Offenbach ausbildung im Handwert beizutragen. Unter solchen Umständen dringend der Erweiterung bedarf. Aber es geht nicht alles auf würde die Heranziehung der Industrie zu diesen Kosten nicht zum einmal. Gerade in Offenbach bestehen große Schwierigkeiten. Frieden zwischen Industrie und Handwerk dienen. Da ist es wohl Es find im letzten Jahre Hunderte von Bahnhöfen umgebaut worden und auch Offenbach wird noch an die Reihe kommen. Was die bom Abg. Ulrich vorgebrachten Einzelheiten anlangt, fo werden sie untersucht werden, und es wird, wenn notwendig, Remedur eintreten. Abg. Carstens( frf. Bp.) betont nochmals, daß das Reichs eisenbahnamt die Pflicht habe, die ihm unterstellten Behörden anzuweisen, für die Betriebssicherheit zu forgen. Herrn Trimborn lieber, er nimmt Buschüsse zu der Lehrlingsausbildung von mir und dem Finanzminister, als daß sie durch Besteuerung der Industrie aufgebracht werden.( Seiterkeit.) Mit der Anregung staatlicher Lieferungen möglichst Genossenschaften zu übertragen, habe ich bei allen Verwaltungen Entgegenkommen gefunden, und es ist zu hoffen, daß unsere Bemühungen ein erfreuliches Ergebnis haben werden. Einer Enquete über die Verhält niffe des Mittelstandes habe ich nicht widerstrebt, ich würde auch nicht dann widerstreben, wenn im Reich eine derartige Statistit aufgestellt würde. Einer besonderen Enquete über das Handwerk wird es kaum bedürfen.( Beifall rechts.) Abg. Rogalla v. Bieberstein( f.): Es geht zu weit, von dem Präsidenten des Reichseisenbahnamtes die Erfüllung von allerlei Sleinigkeiten zu verlangen. Im übrigen sind die Löhne, die die Eisenbahn bezahlt, so hoch, daß ein ganz enormes Abströmen der Abg. Hammer( f.): Die Fortbildungsschulen find ein dringenArbeiter vom Lande in die Städte stattfindet.( Bravo! rechts.) des Bedürfnis für das Handwert. Es wäre nur notwendig, daß Abg. Stolle( Soz.): Der fächsische Bundesratsbevollmächtigte die Leiter dieser Anstalten mehr Fühlung mit den Handwertern Dr. Fischer hat mich gefragt, ob ich es getadelt hätte, wenn ein nehmen. Erfreulich ist, daß wiederum Mittel zur Förderung des Eisenbahndirettor seine Arbeiter aufgefordert hätte, in einen Genossenschaftswesens in den Etat eingestellt sind. Wir sind keine sozialdemokratischen Verein einzutreten; ich erwidere ihm, daß Bünftler und teine Feinde der Industrie, sondern wir wollen nur ich es stets mißbillige, wenn ein Beamter seine Machtstellung neben ihr leben. Ueber die Frage der Zugehörigkeit der Betriebe benutzt, um seine Arbeiter aufzufordern, in einen sozialdemo- zur Fabrik oder zum Handwerk find schon vier Erlasse èrgangen, tratischen oder liberalen oder konservativen Verein einzutreten; die uns alle nicht befriedigt haben. Durch die Zurechnung der jeder Eingriff in die freie Betätigung der großen Betriebe zur Handelsfammer wird uns die Intelligens Gesinnung von unteren Beamten und Arbeitern entzogen, die wir für das Handwerk notwendig brauchen. Weiter ift zu mißbilligen.( Buftimmung links.) Ferner ver- hoffen wir, daß der fleine Befähigungsnachweis noch in diesem weise ich darauf, daß das Reichseisenbahnamt sehr wohl in der Jahre Gesetz wird. Im Bund der Industriellen hat der Herr Lage ist, in das Tarifwefen einzugreifen. Artikel 45 der Ver- Minister gesagt, das Wort von dem Herrn im Hause" habe den faffung schreibt bor, daß das Reich hinzuwirken hat 1. auf überein- Industriellen sehr geschadet. Ich bin durchaus ein Freund von stimmende Betriebsreglements und 2. auf möglichste Gleichmäßig- Tarifverträgen, unter deren Herrschaft wir auch bie schwere Stonfeit und Herabsehung der Tarife. Dieser Artifel der Verfassung turrenz Ameritas bis jest besiegt haben, einerseits infolge unserer ist seit 34 Jahren nicht ausgeführt worden, bei der Tarifreform niedrigeren Löhne, andererseits durch die große Intelligenz un hat man sich sogar direft dagegen vergangen, denn nicht herabgesett serer Arbeiter, die Graf Posadowsky mit Recht betont hat.( Bravo! find die Tarife, sondern entgegen der Reichsverfassung ist eine rechts.) Aber die Tarifgemeinschaften haben die große Gefahr, Herauffeßung der Tarife erfolgt.( Sehr wahr! bei den Sozial- daß bei jeder Erneuerung des Tarifs eine Lohnerhöhung berlangt demokraten.) wird, wodurch unsere Industrie allmählich fonfurrenzunfähig würde. Abg. Dr. Neumann- Hofer( frf. Bg.): Auf die aus den Klein- llm faule und untüchtige Elemente auszuschalten, sollte man ins Staaten vorgebrachten Beschwerden hat der Präsident des Reichs- besondere bei den kleineren Gewerbetreibenden eine Art Gewinneisenbahnamtes leider nichts au antworten gewußt. Ich habe beteiligung für die Arbeiter einführen. fall links.) aufsicht fönnte ohne große finanzielle Opfer dadurch erzielt Abg. Dr. Bieber( 3.): Gine vermehrte Tätigkeit der Gewerbe. werden, daß man die Bestimmung in der Dienstanweisung streicht, daß die Gewerbeinspektoren feine Strafen feftfehen und keine felbständigen Verfügungen erlassen dürfen. Zur Mitwirkung bei der Gewerbeaufsicht empfiehlt es sich, Wertmeister und ähnliche Ber fonen als Sülfskräfte zuzuziehen. Ebenso sollte man auch den Ver fuch machen, Frauen in höherem Maße als bisher an der Geiverbe aufsicht zu beteiligen. Wir werden im nächsten Jahre einen Antrag auf den Ausbau der Gewerbeaufsicht in dieser Richtung stellen. Abg. Franden( natl.): Die christliche Arbeiterbewegung unterfüßen auch meine Freunde. Nur dürfen die christlichen Arbeiter ihre Forderungen nicht überspannen, denn es ist dem Arbeitgeber gleich, ob ihm von sozialdemokratischen oder chriftlichen Arbeitern bas Fell über die Ohren gezogen wird.( Sehr gut! bei den Nationalliberalen.) Damit schließt die Debatte. Das Ministergehalt wird be. Die Weiterberatung bertagt das Haus auf Montag 11 Uhr, ( Außerdem Bergetat.) Schluß 4% Uhr. willigt. Hus der Partei. Aus den Organisationen. Der Sozialdemokratifche erein für den 12. fächsischen Reichstagswahlkreis( LeipzigStadt) hatte im legten Halbjabre 1907 eine Mitgliederzunahme von 95. Die Einnahme betrug 10 286,07 m., der Kassenbestand 3018,62 Mart. Unter den Ausgabeposten feien hervorgeboben: An den Barteivorstand 500 m., an das Agitationsfomitee 1200 M., Anfchaffungen in der Bibliothet 1063,45 m. Jm April ist vom Verein die Zentralbibliothet übernommen worden. Gie zählt 2400 Bande, durch die Zuwendung der verschiedenen Gewerk fchaftsbibliotheken und mit der Angliederung der Jaech, Schoens lant- und Wittichichen Bibliotheken und den angeschafften neuen Büchern bat fie jest etna 7000 Bände. Die Bibliothekseinrichtung hat etwa 3300 D. getoftet; hinzu kommt noch die Miete. Diesen hoben Ausgaben entsprechend ist ihre Benußung, obwohl sich die Entleiherzahl feit Juli nahezu verdoppelt hat, noch sehr gering. Auch das Lefezimmer mit der dort ausliegenden reichhaltigen Tagesliteratur wird noch zu wenig benut. Der Parteiberein zu Karlsruhe beschloß die Erhöhung des Monatsbeitrages auf 40 Pfennig. Der Verein hat einen träftigen Aufschwung aufzuweisen. Unsere Toten. Ein alter, verdienter Stämpfer, der Genoffe Sigmund 2oewenstein ist am Donnerstag in Barmen zu Grabe getragen worden. Er erlag schweren Verlegungen, die er bei einem Straßenbahnunfall erlitten hatte, Polizeiliches, Gerichtliches ufw. Straffonto der Prefe. Wegen Beleidigung eines Rechtsanwalts wurde Genosie Joos vom Boltsblatt" au Gotha zu 50 M. Geldstrafe verurteilt. n Soziales. Die Arbeiterbildungsbestrebungen vor Gericht. den dringenden Wunsch, daß diejenigen Einzelstaaten, welche noch Abg. Dr. Schrseber( natl.): Der in der Kommission gestellten Am Freitag hatte sich die Arbeiterfekretärin Helene Grüns selbständige Eisenbahnen haben, sich in den Gedanken einleben Forderung auf Heranziehung von Arbeitern zur Getverbeinspektion möchten, ben Spuren von Hessen au folgen; wir würden dann stehen wir nach wie vor ablehnend gegenüber. Notwendig ist die berg in Rürnberg vor dem Schöffengericht Nürnberg cher zu einer einheitlichen Verwaltung der Eisenbahnen und zu j Einführung der Verhältniswahl bei den sozialpolitischen Einrich wegen Uebertretung einer Ministerialverordnung über die Errichtung Vermischtes. Sturmschäden und Gewitter. Drohende bon Unterrichtsanstalten zu verantworten. Der liberale Stabt 1 fälle( dabon 2,01 tödliche) auftveist, find es in der staatlichen Schiff magistrat Nürnbergs betrachtete die von der Genoffin Grünberg ge- fahrt 11,5( 1,53). Das private Baugewerbe hatte 11,0( 0,97) BerLeiteten getoertschaftlichen Lehrkurse für Arbeiterinnen legte auf 1000 Bollarbeiter, das öffentliche nur 7,25( 0,72). Offen als genehmigungspflichtige Unterrichtsanstalten und stellte Straf- bar nimmt man es in den staatlichen Betrieben doch noch etwas getvissenhafter mit den Unfallverhütungsvorschriften; auch ist das Wie berichtet wird, find infolge der Stürme die Telegraphen antrag, als sich die Genoffin Grünberg weigerte, um die Ge- Broduktionstempo hier noch nicht in derselben Weife wie in den verbindungen nach West- und Südwestdeutschland, nach Frankreich, nehmignng nachzusuchen. Der Magiftrat gedachte damit das Ver- Privatbetrieben allein von der Sucht nach einem möglichst großen Belgien, Holland, England und Italien in erheblichem Umfange fammlungs- und Vereinsrecht der Arbeiter und Arbeiterinnen hinter- profit diftiert. gestört. Die Telegramme erleiden Verzögerungen. rüds abwürgen zu können, das Gericht ließ ihn aber abbltzen. Was die weiteren Unfallfolgen anlangt, so haben die Sturmflut. Eine Meldung aus Cughaven vom gestrigen Tage Es erkannte auf Freisprechung, weil es sich nicht um Lehr- gegebenen Zahlen feinen unbedingten Bergleichswert. Bie vir besagt: Hier herrscht schwerer Nordweststurm der eine hohe Sturmanstalten mit einem bestimmten Lehrziel handle, fondern lediglich schon öfters betontent, gestaltet sich die Bragis der Berufsgenoffen- flut herbeizuführen droht.- Schnee- und Hagelwetter herrscht, wie darum, Aufklärung unter den Arbeiterinnen zu verbreiten und die schaften immer arbeiterfeindlicher. d. h. immer mehr auf eine HerabTeilnehmerinnen in den Stand zu sehen, für die Verbreitung ihrer brückung oder gar Entziehung der Rente und weniger auf eine Ber- aus Stiel gemeldet wird, feit vorgestern abend in ganz Schleswiga Ideen tätig zu sein. hütung der Unfälle gerichtet. Daraus erklären sich auch solche auf. Solstein. Der telephonische und telegraphische Verkehr in der fallenden Unterschiede wie die zwischen privatem Fuhrwesen und Provinz sowie nach Hamburg ist fast gänzlich gestört. Nach Berlin ftaatlichen Eisenbahn- usw. Betrieben. Diese beiden Gruppen ist nur Telegrammberkehr möglich. Ein Wintergewitter entlub haben etwa den gleichen Prozentsaz tödlicher Unfälle( 1,27 bezto. 1,20); fich, wie eine Meldung aus Köln besagt, dort in der vorverdagegen verhält sich der Prozentsaz der eine dauernde völlige gangenen Nacht bei heftigem Schneetreiben. Eine ähnliche MelErwerbsunfähigkeit bedingten Unfälle wie 0,08 0,52, ist also in den dung liegt aus Braunschweig vor. Vorgestern abend ging Staatsbetrieben 6mal so groß. über Braunschweig und Umgegend ein heftiges Unwetter nieder, das von Hagelschlag und Gewittererscheinungen begleitet war. vorüber Milchkrieg in Aachen. Gefährlichkeit der einzelnen Industriezweige. Rach den Nachweisungen über die Rechnungsergebnisse der Berufsgenoffenfchaften im Jahre 1906 tamen in diesem Jahre entschädigungspflichtige( d. h. nach 13 Wochen noch nicht geheilte) Unfälle auf 1000 Bollarbeiter( 1 Bollarbeiter 300 geleisteten Arbeitsschichten): Davon hatten zur Folge 15 Schiffbrüchige gerettet. Die Rettungsstation Curhaben der Die Mitchhändler und die Landwirte des Blachener Bezirks haben Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger telegraphiert: dauernde Erwerbsgehende die Erhöhung des Milchpreises im Kleinverkauf sowohl als an die im 30. Januar wurden von dem auf Großvogelfand gestrandeten unfähigkeit Griverbs Bäder und sonstigen Großabnehmer beschloffen. Im Kleinverkauf und worad gewordenen schwedischen Dampfer" Thr"( Kapitän völlige teilweise unfähigkt. soll der bisherige Preis von 20 auf 22 Pf. erhöht werden. Die Schale), mit Steinkohlen von Emden nach Neufahrwasser bestimmt, 0,09 Aachener Einwohnerschaft hat sich aber au einer überaus 15 Personen durch das Rettungsboot des dritten Elbleuchtschiffes energischen Abwehrattion aufammengeschloffen. Ein Händler erklärte in einer Versammlung, das Liter Milch müsse auf 30 Pf. tommen. Ein reichgewordener Meiereibefizer, der mit einem Hundefuhrwerk begonnen hat, äußerte fich in der nämlichen Weise. Ein Landwirt, der 36 Stühe hat, will eher ben legten Tropfen Milch in den Schweinetrog gießen, als von 22 Bf. abgeben. Ein anderer Landwirt verstieg fich fogar zu der Drohung, die Milch eber in die Jauchegrube laufen zu lassen als bom alten Breise abzugehen. Glas, Töpferei, Ziegelei Berufsgruppen Bergbau. überHaupt 15,70 1,76 Tod 5,82 8,03 Steinbrüche. ° 14,98 1,53 0,12 5,70 7,63 6,62 0,54 0,06 1,82 4,20 Eisen und Stahl. 11,23 0,61 0,11 5,68 4,83 Metall, Feinmechanik 6,77 0,22 0,07 4,75 1,73 Chemie 9,24 0,65 0,17 5,08 2,44 Gas- und Wafferiverfe. 6,23 0,45 0,08 1,84 3,86 Textilindustrie. 3,07 0,14 0,01 1,72 1,20 Papier, Buchdrud 4,80 0,20 0,04 2,14 2,42 3,73 0,15 0,02 2,33 1,03 18,19 0,47 0,03 5,58. 7,11 4,60 0,15 0,01 1,44 3,00 11,30 1,00 0,09 5,13 5,28 11,00 0,97 0,11 3,87 6,05 7,20 0,74 0,32 4,03 2,11 • 15,06 1,27 0,08 4,12 9,59 14,11 2,91 0,09 3,03 8,08 6,70 1,40 0,01 2,34 2,95 9,48 0,72 0,08 4,01 4,67 4,41 0.19 0,12 1,75 2,33 7,25 0,72 0,18 2,89 3,46 Staatseisenb., Bost, Telegr. Staatl. Schiffahrt usw. 7,42 1,20 0,52 3,14 2,56 · 11,50 1,53 0,31 3,22 6,44 Leder, Bekleidung Holz Nahrungsmittel, Tabat usw. Müllerei, Zucker, Brauerei. Bauwesen Briv. Bahnbetriebe Lagerei, Fuhrwesen Seeschiffahrt Gewerbl. Berufsgenossensch. Marines u. Heeresverwaltg. Deffentl. Baubetriebe Binnenschiffahrt • Staatl.Ausführungsbehörb. 7,16 1,04 0,44 2,97 2,71 Der gefährlichste Beruf ist naturgemäß der Bergbau mit 13,7 entschädigungspflichtigen Unfällen auf 1000 Bollarbeiter, darunter 1,76 tödlichen; ihm folgt Lagerei und Fuhrwefen mit 15,06 refp. 1,27. Bezüglich der Getöteten übertrifft die Binnenschiffahrt freilich noch diefe Berufe; fie wies deren 2,91 pro Tausend auf. Den geringsten Gefahren sind die Arbeiter in der Textil industrie ausgefeßt, wo auf 1000 Bollarbeiter nur 3,07 Unfälle, babon 0,14 tödliche fich ereigneten, oder wenn man die einzelnen Berufsgruppen zerlegt die Tabakindustrie mit 0,56 entschädigten Unfällen. Hervorhebenswert ist der Unterschied zwischen der Unfallhäufigfeit in den privaten und den staatlichen Betrieben; erstere hatten im Durchschnitt 9,48 schwere Unfälle auf 1000 Vollarbeiter, Icgtere 7,16. Bei Vergleichung ähnlicher Betriebszweige tritt das noch mehr hervor. Während die private Binnenschiffahrt 14,11 Ungerettet. Ein Fabrikbrand. Aus Petersburg wird vom geftrigen Tage gemeldet: Die hiesige Fabrik für Telephonapparate Heißler steht in Brand. Bei dem Einsturz einer Decke wurden acht FeuerwehrLeute schwer verletzt. 20 000 Apparate, die für die hiesige Telephon station hergestellt waren, wurden vernichtet. Der Schaden ist sehr bedeutend. Nette Früchtchen. Wie aus Kolomea gemeldet wird, haben Die Bädermeister haben nun beschlossen, ge- die Schüler des dortigen Gymnafiums den tegen seiner großen meinsam mit der Bürgerschaft den Milch- Strenge verhaßten Profeffor Pietarski auf der Straße überfallen boyfott durchzuführen. Zur Durchführung des von und ihn so schwer mißhandelt, daß er seinen Verlegungen erlegen den Händlern und Landwirten gewollten Milchkrieges haben sich ist. Mehrere der beteiligten Gymnasiasten wurden verhaftet. zusammengefchloffen: die freien, die chriftlichen und die Sirich Schnee in Afrika. Nach einer Meldung aus Algier herrschen Dunderfchen Gewerkschaften, die sozialdemokratische Partei, die liberalen Bereine, eine Anzahl lokaler Organisationen und die Bäder innung. Eine Kommission leitet den Kampf, der von beiden Seiten mit großer Erbitterung geführt wird. Zur Dienstboteurechtlosigkeit. Der Ausnahmezustand, imter dem die Dienfiboten stehen, wird wieder einmal durch folgenden Fall aus Nürnberg beleuchtet: Gin 18jähriges Dienstmädchen trat am 1. Dezember bei dem Banktaffierer geiler in Dienst, wo sie bei 13 M. Monatslohn 8 Zimmer, 6 Kinder usw. zu versorgen hatte. Die Folge war, daß es fich nach 8 Tagen trant gearbeitet hatte. Jbre Bitte, einen Arzt auffuchen zu dürfen, wurde abgeschlagen, und als sie dennoch gehen wollte, wurde fie gewaltsam baran verhindert. Am nächsten Tage bes nugte fie einen unbewachten Augenblick, um aufs Arbeiterfekretariat zu eilen, wo man ihr riet, sich im Krankenhause untersuchen zu laffen. Nach der Untersuchung wurde sie fofort in Rüdsicht auf ihren Zustand im Krankenhaufe behalten, wovon der Dienstherr alsbald Mitteilung erhielt mit dem Beiffigen, daß das Mädchen zunächst im Krankenhause verbleiben müffe. Trogdem beeilte sich der Dienstherr, gegen das Mädchen Strafantrag wegen Entlaufens aus dem Dienst zu stellen, und das Gericht erließ auch wirklich einen Strafbefehl auf 3 Mart Geldstrafe oder acht Zage Haft! Selbstverständlich ist Einspruch gegen den Strafbefehl eingelegt. feit vorgestern in Atlasgebiet heftige Schneestürme, eine Naturerscheinung, die seit Menschengedenten nicht mehr zu verzeichnen war. Mehrere Dörfer sind bereits völlig eingeschneit. Wafferstande Nachrichten der Landesanstalt für Gewässerfunde, mitgeteilt bom Berliner Wetterbureau. Bafferstand Remel, t Bregel. Insterburg eichfel, Thorn Ober, Ratibor Atroffen Frankfurt Wafferstand +4 Saale, Brochlit Rathenow 138 38 Spree, Spremberg) Beeskow 162 767) +-6 am feit ant feit 31. 1. 30. 1. 31. 1. 30. 1. cm cra¹) cm cm) 352 170-4 243) -7 Havel, Spandau) 130 240) 4-4 150+1 182 178) 2475) 212+6 29 Befer. Münden Minden +9 Rhein, Maximiliansau 79 +5 84 22 -86)+94 227+ 4+ 39 188+50 bebettet Wuchs, Fall Barthe, Schrimm Landsberg 161) Rege, Borbamm Ibe, Leitmeri Dresden Barby Magdeburg Staub Roli Medar, Heilbronn Main, Wertheim 2osel, Trier Unterbegel 200+44 370-80 219+26 314)+48 84-31 w 205-36 Eisstand. böchster Wasserftand am 30. um 6 Uhr nachmittags: 182 cm. 5) Treibeis.) Eisgang. 7) eisfrei. Extra billige Ausstattungs- Woche Extra billige Einrichtungs- Artikel. Fenster 12.00 9.00 bis Meter 3.00 1.75 bis Bett- Wäsche. 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Meter 3.35 1.20 bis 0.85 Steppdecken, Seidenatlas, moderne Steppmuster, Stück 25.00 17.50 bis 12.00 Schlafdecken, Wolle a. Halbwolle, Stück 15.00 8.00 bis 3.75 Polster- Bettstellen, zusammenlegbar, St. 14.00 9.00 bis 7.00 Eiserne Bettstellen m. Spiralboden, St 17.50 12.00 bis 7.75 Stahlrohr- Bettstellen mit Patent- Matratze 23.00 Stück 54.00 30.00 bis Stück 11.00 7.50 bis Stück 15.00 8.00 bis Chaiselongues m. einfarb. Diagonal- Molton- Bezug, St. 27.50 Chaiselongues mit bedrucktem Kropp- Bezug, Stück 30.00 Teppiche. ca. 185X200 Drell an Unterbetten . Bett- Züchen, Kissenbreite. Bett- Züchen, Bettbreito Tisch- und Leibwäsche. muster 5.00 2.50 bís 9 12.00 8.50 bis 5.60 32.00 20.00 bis 7.50 3.75 11.75 Tischtücher u. Tafeltücher in Drell- und Blumen0.75 Servietten zu den Tischtüchern. Dtzd. 15,50 8.00 bis 3.00 Tischgedecke mit 6 Servietten Tischgedecke mit 12 Servietten buntkantig mit 6 Servietten Kaffeegedecke, 7.00 5.50 bis weiß u. buntkantig mit 12 Servietten Kaffeegedecke, 25.00 16.00 bis Kaffeedecken, bunt mit Fransen 6,50 4.00 bis 1.20 Stuben- Handtücher in Drell- und Jacquardgewebo 2.00 2 Dtzd. 5.25, 3.00 bis Dtzd. 50.00 2.50 bis 1.75 0.75 Dtzd. 4.50 2.25 bis 1.75 1.25 bis 0.90 1.00 1.00 1.50 bis 1.00 1.80 1.40 bis Küchen- Handtücher, buntkantig. Gerstonkorn Taschentücher weiß in Linon, Batist und I.einen Damen- Taghemden, elegante Fassons Damen- Beinkleider in Knie- u. 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Motiven 3.90 Beinkleider gerade Form Renforcé m. 1.55, 1.70, 2.10 Stickerei Croisé mit Handlangetten 2.40 Croisé mit Stickerei 2.60 Beinkleider kurze runde Form Renforcé mit Stickerei 1.65, 1.95, 2.35, 2.65 Renforcé mit StickereiEin- und Ansatz 8.50 Croisé mit Stickerei 2.45, 3.40 DAMEN- WÄSCHE Taghemden mit handgestickten Madeira- Passen 2.10, 2.50, 3 MK., 3.50 Mk. Ein Posten: Madeira- Taghemden handgestickt, aus gutem Madapolam 4.50 Mk. Nachthemden mit handgestickten Madeira- Passen Nachtjacken gestreift Dimiti mit Besatz 2.20 gestreift Dimiti mit Stickerei 2.35 Croisé mit Stickerei 2.75 Renforcé mit glatter Stickerei 2.30 Renforcé mit Umlegekragen und Stickerei2.30, 2.75, 3.25 Volant StickNachtjacken Renforcé mit Stickerei Ein- und Ansatz 4.25 Renforcé m. Stickerei-, Ein- u. Ansatz, halsfrei3.10, 4 Mk. Renforcé mit Stickerei- Ein- u. 4.50 Ansatz, mit weitem Aermel Renforcé mit Stickerei- Passe 6.50 Garnituren. Taghemden. A 3 Mk., 3 Mk., 3.50, 2.70 u. Ans. Beinkleider dazu 5.90, 7.25 MK. Nachthemden 4.10 mit Stehkragen und Handlangetten Renforcé m. bunter Stickerei 8.90 Renforcé mit Umlegekragen 4.60 und Stickerei- Volant Renforcé mit Stehkragen und Stickerei 5.50 Renforcé mit Umlegekragen und Stick. Ein- u, Ansatz 6.25 m. Spitz.- Einu. Ansatz und Stick.- Einsatz 3.50 mit Stick- Einund Ansatz u. Banddurchzug mit reicher Spitze und Stick. garn. Taghemden Nachthemden Renforcé mit Stick., halsfrei 3.50 Renforcé, Geishaform mit buntem Kragen u, Manschetten 4.75 Renforcé mit Sticker,-Einsatz und Banddurchzug 6.50 Renforcé mit Stickerei- Ein- u. Ansatz halsfrei 5 Mk., 5.40, 9 Mk. Frisiermäntel mit farbigem BatistKragen mit Stickerei- Volant Weisse Röcke 2.50, 4.15 5 Mk. mit Stickerei. Volant 4.40, 4.75 mit Stickerei- Einund Ansatz mit Stickerei- Volants und Einsatz 6.25, 6.50 mit Stickerei- Ein- u- Ansats und Säumchen Barchent mit Langett 1.90 Barchent mit Stickerei 2.70, 3.80 Barchent mit Volant 8.50 14.50 mit imitiert ValencienneSpitzen. Ein- und Ansatz mit Spitzen- Ansatz und zwei Spitzen- Einsätzen 4.50 7.25 mit Stickerei- und Spitzen, reich garn. 9 MK. 10.50 4.75 5.50 Weisse kurze Röcke 3.30 2.75 Beinkleider 3.60 Nachthemden 6.40 3.85 5.50 10 MK. 8MK und Handlangetten 3.30 3.75 Taghemden Stickerei und Banddurchzug mit Spitzen- Ein- und-Ansatz, 6.25 Untertaillen mit Spitze 75 PL. 3.45 Beinkleider dazu passend 13.50 mit Stickerei- Ansatz und Banddurchzug 1.75 3.50 Nachthemden dazu passend 14.75 mit Stickerei- Ein- u. Ansats 2 Mk. Renforcé mit Falten 2.65 Mk. 3.25 MK. passend 2.65, 3.10, 4.50, 2.20 Taghemden eich garniert mit Spitzen- Ein- und Ansatz 2.75 Beinkleider dazu passend Taghemden mit Spitzen- Ein- und Ansatz Beinkleider dazu passend Taghemden und Stickerei- Motiven Beinkleider dazu passend und Stickerei- Banddurchzug mit Spitzen- Garnierung Herren- Hemden Hemdentuch mit Falten 2.45 Mk. Herren- Nachthemden Renforcé mit bunten Besätzen, 120 cm lang KINDERWÄSCHE Fassonschnitt mit Spitze 11 Grössen von Mädchenhemden 70 Pf. bis 1.80 Mädchenhemden Achselschluss mit Spitze 11 Grössen von 75 Pf. bis 1.95 9 Grössen von 1.10 bis 1.75 Renforcé mit Stickerei, geschlossene Form Hemdentuch mit Falten Mädchen- Beinkleider Knabenhemden Knaben- Nachthemden Tischtücher 9 Grössen von 85 Pf. bis 2.05 mit bunten Besätzen 5 Grössen von 1.85 bis 2.80 BETTWÄSCHE mit Spitzen- Ein- u. Ansätzen, reich garniert 2.25, 2.40, 2.50 Ballform, von Stickerei- Stoft und Stickerei- Achseln in eleganter Ausführung, Stickerei od. 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Grösse ca, 60/60 cm, Dtz. 8.50 Grösse ca. 165/230 cm Grösse ca. 165/285 cm 11 Mk. Grösse ca. 165/345 cm 13.25 Servietten gesäumt, dazu passend Grösse ca. 65,65 cm, Dtz. 10.75 Grösse ca. 70/70 cm Dtz. 12.75 Grösse ca. 168/170 cm 9.40 Grösse ca. 168/225 cm 12.50 Grösse ca. 168/285 cm 15.75 18.75 22 MK. Grösse ca. 168/520 cm 28 Mk. Grösse ca. 200/205 cm 13.75 Grösse ca. 200/230 cm 15.50 Grösse ca. 200/345 cm 23 Mk. Damast- Servietten gesäumt dazu passend 2.10 2.60 2.30 2.75, 3M. 3 MK. Reinleinen Bettlaken halbgebleicht, Gr, ca. 160x220 cm 3.85 Reinleinen Bettlaken Tischtücher reinl. Jacquard, halbgebleicht, gesäumt, Stern- u. 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Februar nichts besseres tun, als die Lifte III des Zentralverbandes der Handlungsgehülfen und Gehülfinnen Deutschlands wählen, Die Wahlen der Gehülfenbeisiger zum Kaufmannsgericht Berlin Es ist verständlich, daß die bürgerlichen Handlungsgehülfenvereine Interesse daran haben, mit Bosaunenstößen jede fleine neue gefeßliche Fizierung irgendeines längst fälligen Fortschritts den Die Liste III des Zentralverbandes der Handlungsgehülfen Handlungsgehülfen in die Ohren zu blasen, aber lauter und verund Gehülfinnen Deutschlands macht den Gegnern viel Stopfzer- nehmlicher spricht noch immer der fnurrende Magen. Selbst das bißchen Sozialreform, das erst nach jahrzehntebrechen. Sie fürchten, daß die wachsende Aufklärung die Handtreibt. Ihre Lehre vom Standesbewußtsein findet immer weniger Sandelsangestellten nur der organisierten Arbeiterklasse. Das hat finden am Sonntag, den 9. Februar 1908 von 10 Uhr-vorlungsgehülfen mehr und mehr aus dem bürgerlichen Lager ver- langem, schwerem Kampfe errungen worden ist, verdanken die Antlang; ihrer Kampfesparole gegen den Zentralverband:" Wir sich erst ganz fürzlich in Augsburg gezeigt. Der Kampf der find teine Arbeiter!" jubelt heute nur noch eine gewisse Sorte von Augsburger Sandlungsgehülfen Organisationen um Gin- mittags bis 3 Uhr nachmittags statt. Wahlberechtigt ist jeder Handlungsgehülfe, der bis zum Manschettenproletariern zu. Das tägliche Zittern um die Stelle, führung des vollständigen Ladenschlusses an Sonntagen scheiterte die grauenhafte Angst davor, nicht in die Riefenarmee der Stellungs- an den mittelalterlichen Anschauungen des dortigen Kaufmanns. 9. Februar 1908 das 25. Lebensjahr vollendet hat und in lofen eingereiht zu werden, läßt in ihnen nicht recht das gepredigte standes und an der Haltung der reaktionären liberalen Stadt Berlin beschäftigt ist. Bewußtsein aufkommen, daß ihr Stand ein geweihter sei, berufen, verwaltung. Nun bot sich die gesamte organisierte Arbeiterschaft Eine Wählerliste wird nicht aufgestellt. Dagegen gibl bie föniglichen Staufleute zu erzeugen, die dann den deutschen Augsburgs den Handlungsgehülfen im Stampfe um die Sonntags der Magistrat Wahllegitimationen heraus, auf denen vom Namen in die weite Welt hinaustragen sollen", wie ein anti- ruhe als Landsturm an, und zwar ohne Rücksicht darauf, daß die Chef oder von der Polizeibehörde zu bescheinigen ist, daß der bürgerlich organisierten Handlungsgehülfen sonst mit den organisemitischer Redner so schwungvoll jagte. So ein fleiner Durchschnitts- Kommis versteht nicht mehr recht sierten Arbeitern nichts gemein haben wollen. Das Kartell der bie hohe Aufgabe zu würdigen, die ihm nach bürgerlicher Lehre freien Gewerkschaften und auch das der Hirsch- Dunderschen und christlichen Gewerkvereine hat die Vereinbarung getroffen, die gewinti, Sturm zu laufen gegen die fämpfende Arbeiterschaft. Tag für Tag muß er um seine Gristenz zittern und mit Zähne- famte organisierte Arbeiterschaft zu verpflichten, nur bei jenen flappern die mehr oder weniger gnädigen Mienen seiner Chefs Geschäftsleuten zu kaufen, die sich bisher als Befürworter der und verschiebenartigsten Vorgesezten prüfen, aber dafür soll Sonntagsruhe gezeigt haben. Es wird sich zeigen, daß dieser ihn dann das stolze Gefühl erheben, Angehöriger eines besseren" Stampf, zäh und mit Ausdauer geführt, zum Siege führt. Der Zentralverband der Handlungsgehülfen Standes zu sein. Liegt man draußen auf der Straße oder muß nan fürchten, heute oder morgen hinauszufliegen, dann schützt der und Gehülfinnen Deutschlands tann dem gegne bestgebügelte, aber unbezahlte Anzug und der allerhöchste Stehtischen Gelichter ruhig entgegentreten und mit Sicherheit ein siegtragen nicht davor, daß sich in den Köpfen der Handlungsgehülfen reiches Bordringen seiner der bitterste Sah gegen die genau wie bei den Arbeitern bürgerliche Weltordnung einnistet. Die Ordnung, die in den Saisons und Hochtonjunkturen ihre Arbeitstraft bis zur Bermürbung aussaugt, um sie dann in Zeiten der Krisis auf das Pflaster zu werfen. Liste III in Berlin erwarten; denn so weit sind die Augen der Handlungs. gehülfen schon geöffnet, daß sie sich nicht mehr scheu machen lassen, wenn die Gegner den roten Rappen schwenken und sagen:" Schaut her! Der Zentralverband macht Bundesbrüderschaft mit den Arbeitern!" Die aufgeklärten Sandelsangestellten wissen auch schon, daß fie nur im Bunde mit den Arbeitern die Macht darstellen, vor der die Regierenden erzittern und der sie von Zeit zu Zeit durch fogiale Reformchen in zehnjährigen, löffelweisen Portionchen die Durch das zerschliffene Gewand der heutigen Gesellschaft sieht man allerorts das dürre Gespenst der Stellungslosigkeit, des Elends und Hungers hindurchschimmern. Die Sozialreformfetzen fönnen es nicht berdeden. Richt die Sonntagsruhe, tein Neunuhr- Ladenfchluß, teine Kaufmannsgerichte sind imstande, diesem Grundelend Etärke nehmen wollen. N. JSRAEL 26-30 SPANDAUERSTR. BERLIN C. KÖNIG- STRASSE 11-14 BEGRÜNDET 1815 Wäsche Ausstattungen:: Wohnungs- Einrichtungen Montag, den 3. Februar :: und folgende Tage:: Wäsche- Ausstellung BS BS BAR Gehülfe in Berlin tätig ist. Die amtlichen Formulare zu diesen Legitimationen sind fostenlos zu haben: 1. Wahlbureau des Magistrats, Poftstr. 16. 2. Bureau des Zentralverbandes der Handlungsgehülfen und Gehülfinnen Deutschlands, Neue Königstr. 36, vorn I. 8. Bureau der Berliner Gewerkschaftskommission, EngelUfer 15, I. 4. Expedition des Vorwärts". Lindenstr. 69. 5. Bigarrengeschäft Jakob Wiebe, Wendenstr. 2. 6. 8. " 9. " 10. Adolf Adler, Voltastr. 37. 7. Zeitungsspedition H. Raschte, Aderstr. 36. Starl Mars, Lychener Straße 123. Karl Anders, Salzwedeler Straße 8. Karl Weiße, Nazarethkirchstr. 49. Willi Lippmann, Spandauer Brücke 2. Handlungsgehülfen! Sorgt dafür, daß am 9. Februar die Lifte III( Bentralverband der Handlungsgehülfen) eine gewaltige Stimmenzahl auf sich vereinigt. 11. 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Anfang 72 Uhr. teilung im Lorging- Theater: Bar Metropol- Theater und Zimmermann. Berliner Theater. Nachmittags 3 Uhr: Gastspiel d. Neuen Operetten- Theaters. Sonntag, Montag 8 Uhr: Die Herren von Maxim. Abends 8 Uhr: Blaubart Das muß man sehi!!! Neues Theater. Bum 50. Male: Baccarat. Anfang 8 Uhr. Montag bis Donnerstag: Baccarat. Freitag zum ersten Male: Simfon. Kleines Theater. Nachmittags 3 Uhr: Ein Puppenheim( Nora). Abends 8 Uhr: Mandragola. Montag: Der Unsichere. Dienstag: Mandragola. Gr. Revue in 4 Akten( 12 Bildern) von J. Freund. Musik von Viktor Hollaender. In Szene gesetzt von Direktor Richard Schultz. Bender, Giampietro, Josephi, Thielscher, Darmand, Massary. Rauchen gestattet. pollo Theater Nachm. 3½, 1hr! Kleine Preise! Familien- Vorstellung mit allen neuen Attraktionen des Theater des Westens. sroken Spezialitätenprogramms. 8 Uhr: Ein Walzertraum. Sonntag nachm. 3, Uhr halbe Breise: Die lustige Witwe. Neues Schauspielhaus Abends 8 Uhr: Wolkenkratzer. Montag 8 Uhr: Wolfenfrazer. Friedrich- Wilhelmstädtisches Schauspielhaus. Nachmittags 3 Uhr: Nachtasyl. Abends 8 Uhr: Madame Sans Gêne. Montag 8. 1. M.: Sein Prinzeßchen. Dienstag: Sein Prinzeßchen, Lortzing- Oper. Belle- Alliance- Straße 7/8. Nachmittags 3 Uhr: Undine. Abends 7, Uhr: Don Juan. Montag: Bar und Zimmermann. Dienstag: Die Zauberflöte. Mittwoch: Don Juan. Hebbel- Theater, niggräßer Str. 57/58. Abends 8 Uhr: Maria Magdalene. Bürgerliches Trauerspiel in 3 Alten von Friedrich Hebbel. Montag: Frau Warrens Gewerbe. Residenz- Theater. Direttion: Richard Alexander. 8 Uhr. 99 Bibi." 8 Uhr. Schwant in 3 Aften von de Gorsse und de Marson. Deutsch von M. Schönau. Richard Alexander. Bretillot Sonntag, den 2. Februar, nachm. 3. Uhr: Haben Sie nichts zu ver Bollen? Abends 8 Uhr: Elite- Vorstellung. Zum 2 Male: Mitislaw der Moderne. Operette bon F. Lehár. Mia Werber als Gaft und die nenen Spezialitäten. WINDE I BARTEN Otto Reutter. Les Fleury in ihren Pariser Typen. De Dio, Phantasie- Tänze. Sam Elton, komischer Jongleur. Tiller girls: Am Meeresstrand". Sonntag, abends 8 Uhr: Reiterattacke. Schwant in 3 Aufz. von Stobiber und Friz Friedmann- Frederich. Montag, abends 8 Uhr: Kollege Crampton. Dienstag, abends 8 Uhr: Gebildete Menschen. Schiller- Theater Charlottenburg. Sonntag mittag 12 Uhr: Kammermusik und Gesang. Sonntag, nach m. 3 U br: Der Richter von Zalamea. Sonntag, abends 8 lbc: Gyges und sein Ring. Montag, abends 8 Uhr: Der Hexenkessel. Hierauf: Jungfer Immergrün Dienstag, abends 8 Uhr: Der Hexenkessel. Hierauf: Jungfer Immergrün Schiller- Saal( Schiller- Theater) Sonntag 8 Uhr: Lenau- Abend. Zirkus Schumann Heute Sonntag, den 2. Februar, nachmittag 3%, und abends 7%, Uhr: 2gr.brillante Vorstellungen 2 Blagen obetusnahme ein Kind frei Nachmittags Pläten Jedes weitere Sind unt. 10 Jahren halbe Preise( außer Galerie). 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Abends 8 Uhr: Des Mädchens Lebenswege. Montag: Cyprienne. Dienstag, Mittwoch, Donnerstag: Des Mädchens Lebenswege. Freitag: Der eingebildete Kranke. ( Geschlossene Vereinsvorstellung.) Sonnabend 4 Uhr: Robinson Crusoe. Abends: Des Mädchens Lebenswege. Sonntag nachm.: Wallensteins Tob. Abends: Des Mädchens Lebenswege. Montaa: Des Mädchens Lebenswege Theater an der Spree Stopeniaet Sirage 68. Nachmittags 3 Uhr: Ausgewiefen. Abends 8 Uhr: Der kritische Tag.. Berliner Familienstüc v. Jul. Stuopf. Montag: Hofuspofus. Dienstag: Kritischer Tag. Mittw.: Hokuspokus. Theater. 57 Kommandantenstraße Nr. 57. Täglich 8 Uhr: Papa und Genossen Borber: Madame Wig- Wag. Dienstag: Premiere. Salomonisches Urteil. Mittwoch und folgende Tage: Papa und Genossen. Salomonisches Urteil. Sonntag, den 2. und 9. Februar, nachm. 3 Uhr: Endlich allein. Der Fall Blumentopf. RumänischKouskainitza- Truppe. serbische Gesänge u. Tänze. 4 Pers. Skandal im Theater, Boltsstück mit Gefang. Außerdem: 16 Spezialitäten. 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Kinder- Matrosenhut... 95 PL 1 Kindergarnitur Muffe und Kragen). 95 Pt. 1 schwarze Straussfeder.... 95 Pt. 2 Meter Küchenkante Handarb, geh 95 PL 10 Meter Küchenkante vorgez. 95 PL 6 Quadrate z Zusammensetzen v. Decken 95 Pt. 1 Ueberbandtuch vorgez, m. Hohlsaum 95 Pt. 1 Kissenbezug, Satin, m. Volant vorgez. 95 Pt. 1 Kissenbezug, vorgez. mn. Volant 1 Tüll- Kommodendecke 1 Hut und 1 Mütze 1 Wirtschaftsschürze extraw, m. Vol. 1 Wirtschaftsschürze schw, m. Volant 95 PL. 1 Kinder- Hänger oder Reformschürze. 95 PL 3 bunte Kinder- Hänger od. Reformschürzen 95 Pt. 4 Tändelschürzen weiss u. bant besetzt 95 Pf. 2 Tändelschürzen weiss m. Spitzeneins. 95 Pt. 1 Tändelschürze Ia. Satin, Ia. Ausführ. 95 Pt. • O O 1 Rolltuch mit Jacquardbordare... 9 Putztücher. 6 Drellhandtücher. 0 1 Jacquard- od. Drell- Tischtuch.. 95 PL. 6 Wischtücher 95 PL 95 PL 95 PL 95 PL. 95 Pl. 6 Damen- Taschentuch. m.Hohls u.Seldengl 95 PL 6 Linontaschentücker m. gest. Buchet. 95 PL 2,40 mtr. gestr. 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Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 2. Februar 1908. Das Reichsversicherungsamt gegen Unfallverhütung. In wiederholten Eingaben an das Polizeipräsidium zu Frankfurt a. M. hat die Bauarbeiterschußkommission der Frankfurter Bauarbeiterschaft auf die unhaltbaren Zustände hingewiesen, die sich im Baugewerbe herausgebildet haben. Mit Mißständen und mangelhaften Schußgerüsten bei Abbrüchen, und wie da die gesunden Glieder der Arbeiter auf das Spiel gesezt werden, beschäftigte sich eine weitere Eingabe vom 13. April 1907. schließlich für die am besten entlohnten Arbeiter die Preise noch zu erschwingen find, für die große Masse bedeuten fie Berelendung. Das wird klar durch Würdigung der folgenden Lohnangaben. Sie entstammen den berufsgenossenschaftlichen Nachweisen und sind be rechnet nach den tatsächlich verdienten Löhnen. Danach betrug die Zahl der Jahreslohn 1906 pro der der durch k Bollarbeiter Bollarbeiter schnittlich 300 Arbeitstage Mr. Berufsgenossenschaften Knappschafts-. Schlesische Eisen- und Stahla 300 Arbeits- Versicherten tage M. 689 248 1293 1298 105 897 905 934 75 833 909 985 90 147 874 874 133 367 773 730 142 555 852 852 " 206 276 721 818 " 122 433 859 859 259 318 879 968 156 357 575 575 230 024 814 899 895 1028 Den Berufsgenossenschaften wurden ganz erhebliche Unterlassungsfünden nachgewiesen und jeder Fall in ganz spezieller Weise behandelt. Glass Die Baustellen wurden namhaft gemacht, um den zuständigen Stellen Töpferei eine Nachprüfung zu ermöglichen. Das Polizeipräsidium ver- Norddeutsche Tertil veranlaßte denn auch, daß, soweit eine Gefährdung der Rhein- Westf. Straßenpassanten durch fehlende Schußdächer zu befürchten war. Sächsische die notwendigen Vorkehrungen getroffen wurden. Des weiteren wurde unter dem 22. Juni 1907 ber Bauarbeiterschutzkommission die Nachricht, daß ihre Eingabe zur weiteren Beachtung dem Reichs versicherungsamt übermittelt sei, von dem endlich unter dem Bekleidungsindustrie23. Januar 1908 Antwort einging. Sämtliche gewerbliche. Die Antwort legt für den sozialpolitischen Tiefstand des Reichsverficherungsamtes ein geradezu flaffisches Zeugnis ab. PapiermacherNorddeutsche HolzTabat. überstellt. 7 512 728 um 76 463 610 Tonnen( 76 275 834 Tonnen) sind demnach abgesetzt worden im Jahre 1907 89,49 Prog.( 85,18 Proz.). Die Förderung stellte sich im Jahre 1907 auf 80 155 994 Tonnen oder arbeitstäglich auf 266 631 Tonnen. In Koks hat der eingetretene Rüdgang des Absatzes den angenommenen Umfang nicht ganz erreicht, indem von der Beteiligung 98,21 Broz. statt der veranschlagten 96 Proz. abgesetzt worden sind. Der Brikettabsab hat weiterhin zugenommen. Der Gesamtversand hat im Jahre 1907 betragen in Kohlen 53 667 900 Tonnen(+ 1033 848 Tonnen gleich 1,96 Proz.), in Stofs 15 535 446 Tonnen(+1 240 754 Tonnen gleich 8,68 Proz.), in Briketts 2 860 105 Tonnen(+ 327 898 Tonnen gleich 12,95 Proz.). Daran ist der Versand für Rechnung des Syndikats beteiligt in Kohlen mit 45 731 302 Tonnen(+ 1226 624 Tonnen gleich 2,76 Proz.), in Kots mit 13 069 912 Tonnen(+1 114 096 Tonnen gleich 9,32 Proz.), in Briketts mit 2 801 381 Tonnen(+ 314 583 Tonnen gleich 12,65 Broz.). Die Steigerung des Kohlenversandes ist dem nach hinter der Kohlenförderung nicht unerheblich zurüdgeblieben, weil die geförderten Kohlen in größerem Umfange teils für die Rots- und Briketterzeugung, teils für den Verbrauch der eigenen Hüttenwerke verwendet worden sind. Geflügelzucht Deutschlands. Im Jahre 1907 importierte Deutschland beinahe 1½ Millionen Doppelzentner Eier, Federvieh und Federwild, 19 218 Doppelzentner Gigelb und 1540 Doppelzentner flüssiges Eiweiß. Die Ausfuhr fällt gegenüber der gewaltigen Einfuhrmenge taum ins Gewicht. Der Wert der eingeführten Gier stellt sich auf 145,5 Millionen Mart. Aus Rußland allein betamen wir 1907 über 1,32 Milliarden Stück Eier und selbst Aegypten lieferte uns noch beinahe 3 Millionen Stüd. Die Eisenerzeugung in den Vereinigten Staaten spiegelt die 1898.. 11 774 000 1899.. 1900.. 1901. 13 620 000 18 789 000 15 878 000 1903. 18 009 000 1904 16 497 000 • 1905 22 992 000 1906. 25 308 000 1907.. 25 976 000 0 gegen Da die Löhne hier nur vergleichsweise in Betracht kommen, Zunächst wird mitgeteilt, daß die Tiefbau sowie auch die Heffisch- können wir davon absehen, zu untersuchen, ob und durch welche Naffauische Baugewerts- Berufsgenossenschaft eine Nachlässigkeit Momente die absolute Richtigkeit der Zahlen gestört wird. Ihre ihrerseits bestritten hätten. Allerdings feien Fälle vorgekommen, Bergleichbarkeit untereinander wird durch die Berechnungsform Die Industrien, in daß Abbrüche den Berufsgenossenschaften gar nicht gemeldet jedenfalls nur ganz unbedeutend beeinträchtigt. worden sind. Uebrigens täten aber auch so die Arbeits denen Saisonarbeit vorherrscht, werden bei den Spezialangaben ganz geber in bezug auf Bauarbeiterschuß das möglichste, trop der ausgeschaltet, zudem werden auch noch die Durchschnittslöhne auf je Damit verbundenen hohen Kosten. Andererseits sei aber au ton- 300 geleisteter Arbeitstage angegeben. Hält man sich nur an diese statieren, daß die Arbeiter die für sie errichteten Schutz- Angaben, auch dann springt die große Differenz in den Löhnen gegenwärtige schlechte wirtschaftliche Lage in Amerika wieder. An vorrichtungen nicht beachteten und darum den größten Teil der Un- fofort in die Augen. Die größte Spannung beträgt 479 M. Das Roheisen sind dort nach dem Engineering and Mining Journal" höchste Durchschnittseinkommen übersteigt das niedrigste im Jahre 1907 25 975 944 Tonnen hergestellt worden färe fich felbft zuzufchreiben hätten.( Glaubt denn das Reich 65 Prozent. Noch größere Differenzen ergeben sich, wenn man den 25 307 191 Tonnen im Vorjahre, also 668 753 Tonnen mehr. Da versicherungsamt, die Arbeiter brechen sich vor lauter Vergnügen den Hals?) Es feien übrigens im legten Jahre nur 37 Unfälle bei 2öhnen aus der Schwereisenindustrie die der Teytilarbeiter gegen- aber im ersten Halbjahr ein Fortschritt von faft 900 000 Tonnen zu Abbrüchen gemeldet worden. Außerdem sei für genügende UeberDaß für die absolut niedrig entlohnten Arbeiter die berzeichnen war, hat das legte Halbjahr gegenüber 1906 schon eine wachung gesorgt, da in Frankfurt a. M. sechs bis sieben Bau- Lebensmittelteuerung in Verbindung mit der zunehmenden Arbeits- Mindererzeugung von 227 000 Tonnen gebracht. Die letzten zehn assistenten, elf städtische Kontrolleure und zwei technische Auf- lofigkeit eine furchtbare Geißel ist, kann ernsthaft doch wohl kaum Jahre der amerikanischen Roheisenerzeugung zeigen folgende Mengen sichtsbeamte der Berufsgenossenschaft in Tätigkeit seien. Zum Schlusse bestritten werden. Man kann auch nicht sagen, die Arbeitslosigkeit in Tonnen: heißt es dann wörtlich:„ Das Reichsversicherungsamt hatteinen fei eine nur vorübergehende Erscheinung. Selbst wenn diese Ansicht Grund, die Berichte der Berufsgenossenschaften durch die Wirklichkeit gededt würde, ist die Gesellschaft der Verin zweifel au sieben und hat nach Brüfung der Pflichtung nicht enthoben, für die Opfer der kapitalistischen Ordnung Samlage nicht die Ueberzeugung gewinnen fönnen, daß in au forgen. Nicht ihnen entwürdigende und entrechtende Almofen Frankfurt a. M. in bezug auf den Bauarbeiterschuß die gröbsten liche Geist hat die Naturkräfte in seinen Dienst gezwungen, aber die zuzuwerfen, sondern ihnen Arbeit zu verschaffen. Der mensch Fahrlässigkeiten begangen werden oder unhaltbare Zustände" be- berrichende Gesellschaft erklärt sich außer stande, die Arbeitslosigkeit Fortichritt wie 1907 eingetreten ist, nämlich 1900 und 1903. Auf Man erkennt daraus, daß zweimal ein ähnlich verzögertet stehen." Eine solche Antwort wäre unter Dr. Böbikers Leitung auf eine zu überwinden. Sie gibt sich dieses Armutszeichen, weil sie die das Jahr 1900 folgte wieder ein starker Fortschritt, auf 1903 aber mit genauen Nachweisen belegte Eingabe der Quellen des Uebels, das schrankenlose Wüten der privatwirtschaft im nächsten Jahre ein recht starker Rückschritt. Die Nachrichten über Arbeiter unmöglich gewesen. Wie die Dinge in Wirklichkeit lichen Gewinnmacherei nicht verengern will. Freie Bahn der pri- das vielfache Stillfezen von Hochöfen laffen befürchten, daß auch liegen, ist aus folgendem zu ersehen. In allerlegter Zeit wurden ist das ordnungsstaatliche Rezept, nach dem Wunden geschlagen und in der Roheisenerzeugung bringen wird. baten Ausbeutung der Arbeitskraft und Armenunterstüßung, das das Jahr 1908 für die amerikanische Hüttenindustrie einen Rückgang insgesamt 10 Abbrüche vollzogen. An keinem derselben waren gemäß der Unfallverhütungsvorschriften in jeder Stage Schusstreut man Salz und Pfeffer in die Wunden. Der Lebensmittel, Miet-, die Verwundeten entwürdigt, moralisch mißhandelt werden. Dazu Sächer angebracht. An einem derselben fehlte sogar ein solches überhaupt, ohne daß auch nur einer der 6-7- Bauaffiftenten, elf Baufontrolleure und zwei technischen Aufsichtsbeamten am Orte sich zum Einschreiten bemüßigt gefühlt hätte. Ein tötlicher Unfall war die Folge der Schlamperei. Was fibrigens die Kontrolle der beiden. Angestellten der genug. Nachfolgend geben wir eine Uebersicht über die PreisSeffisch- Naffauischen Baugewerks Berufsgenossenschaft anbetrifft, fo bewegung für eine Reihe wichtiger Nahrungsmittel. Der Nachweis wurden von 511 Revisionstagen der Seftion I 170 auf Stontrolle geht bis zum Jahre 1900 zurück und enthält die in der vom tönigder 3955 Betriebe der Eeftion verwandt. Allerhand Achtung lichen Statistischen Landesamt in Berlin herausgegebenen, Statistischen bor folcher Kontrolle und vor dem Glauben des Reichsversicherungs- Korrespondenz" nachgewiesenen Breise, die den Durchschnitt der an amts, welches annimmt, natürlich nach genauer Prüfung der Sach- 23 Marktorten ermittelten Tagespreise im Kleinhandel darstellen. lage", daß alles in bester Ordnung ist.. Daß die Bauarbeiterschutzkommission alle Mißstände genau angibt, ficht das Reichsversicherungsamt nicht im mindesten an; es hat feinen Grund, die Berichte der Berufsgenossenschaften in Zweifel zu ziehen", Berichte, die einfach alle Mißstände abstreiten, ohne sich die Mühe der Beweisführung zu machen. Das stärkste Stüd in dem Schreiben ist die Behauptung, daß die Arbeiter an den meisten Unfällen selber die Schuld trügen. Wie leicht diese Bemerkung wiegt, fönnte das R.-B.-A. felbft wissen, tvenn es die Unfallstatistik der Hess.- Raff. B. B. vom Jahre 1906 zur Hand nehmen wollte. Von 225 gemeldeten Unfällen der Seftion I, Frankfurt a. M., find nach Angaben der Berufsgenoffenfchaft, ganze 16 auf Leichtsinn usw. und Handeln gegen Schutzvorschriften zurückzuführen. Das gleiche Verhältnis zeigt sich im ganzen Gebiet der Berufsgenossenschaft: von 673 Unfällen rühren nur 50 aus obigen Ursachen het. Kein Zweifel! Nach dem oben dargelegten beftehen unhaltbare Zustände" nicht bloß im Bauarbeiterschug, sondern auch an ganz anderen Stellen. stohlen- und sonstiger Wucher macht diesmal die Arbeitslosigkeit für wird durch unsere amtliche Statistik gar nicht erfaßt, diese gibt ein die davon Betroffenen besonders schmerzhaft. Die tatsächliche Teuerung nur annäherndes Bild. Und das ist schon düfter und unheimlich Rindfleisch vom Bauch b. d. Seule Schweinefleisch. Kalbfleisch Hammelfleisch. Ger. Eped, inländ. Eßbutter Es foftete ein Kilogramm in Pfennig 1900 1901 1902 1903 1904 1905 1906 1907 116 118 119 121 121 129 138 188 136 138 140 142 143 151 162 162 182 141 150 189 132 156 169 151 133 135 139 143 144 153 165 164 130 131 133 140 141 148 159 162 152 165 175 165 151 171,187 171 155 228 230 229 230 236 242 245 248 Schweineschmalz, inl. 156 164 178 170 180 167 Weizenmehl. 30 30 30 30 80 30 31 84 Roggenmehl 26 26 26 25 25 26 27 30 378 385 386 384 391 423 431 441 Eier( ein Schod) Die 9 . 1902.. 17 821 000 Gerichts- Zeitung. Bice Der Provisionsanspruch für schriftliche Propaganda. Eine bemerkenswerte Entscheidung in bezug auf Provisionsansprüche für Geschäfte, die durch schriftliche Propaganda des An. gestellten zustande tommen, fällte gestern die erste Kammer des hiesigen Kaufmannsgerichts. Der Handlungsgehülfe Gustav N. war von dem Verleger der Fachzeitschrift Deutsches Bier" mit Gehalt und Provision als Buchhalter engagiert worden. züglich der Provision hieß es im Bertrage, daß der Kläger N. von denjenigen Inferatenaufträgen 10 Prog. Anteil erhalten sollte, die durch seine Bermittelung zustande kommen. N. beansprucht un bon dem Verlage für Aufträge in Höhe von 370 M. die an teilige Provision, indem er geltend macht, daß er die Offertbriefe Die von feiner Seite erfolgte schriftliche Propaganda erteilt worden die betreffenden Besteller ausschrieb, mithin die Aufträge durch feien. Demgegenüber machte der Beklagte den Einwand, wenn auch Kläger die Offerten ausgeschrieben und abgesandt habe, so fei das doch nur auf seine, des Chefs, Veranlassung geschehen. Das lettere wurde auch vom Kläger zugegeben. an Das Kaufmannsgericht tam zur Abweisung des Klägers. Bei der Beurteilung der Rechtsfrage war maßgebend, von went die Initiative zu den Offertbriefen ausging. Hätte Kläger den Bestellern aus eigener Initiative Offerte gemacht, so stünde ihm auch die Provision für die Aufträge zu. Da aber im vorliegenden alle der Prinzipal selbst der Urheber der Schreiben ist, so hat Kläger feinen Provisionsanspruch an diesen Geschäften., 1617 1663 1700 1686 1669 1799 1894 1868 Die vorstehenden Gesamtsummen fönnen nur in gewisser Beziehung als Vergleichsmaßstab benutzt werden, feinesfalls veranschaulichen sie die wirkliche Veränderung in der Belastung des Haushalts, Bom Feldzug gegen den Antimilitarismus. Mißstände werden gemeldet und mit genauen Angaben weil die eingestellten Warenmengen nicht das Verhältnis des Konsums Durch zwei Artikel im„ Revolutionär" vom 20. Juli 1907 hatte bersehen; das Reichsversicherungsamt läßt sich ausgerechnet darstellen. Aber die Zahlen geben ein Bild über die Bewegung der der Redakteur und Werkzeugschneider Wehner den Staat in Gefahr bon den Berufsgenossenschaften, die angeflagt werden, ein Warenpreise. Die hohen Preise des Jahres 1900 blieben nicht nur gebracht, und deshalb bekam er vier Monate Gefängnis wegen AufGutachten schreiben und hat dann Zweifel mehr: für die nächsten Jahre stabil, fie erfuhren noch eine Steigerung. reizung zum Ungehorsam aufgebrannt. In der Beilage Direkte alles sei in bester Ordnung. Dr. Bödiker betonte häufig, den nächsten beiden Jahre brachten dann einige Abschläge. Aftion" war ein Artifel aufgenommen worden:„ Antimilitaristische Arbeitern fönnte eine durch Gewöhnung an die Gefahr hervor Im Jahre 1905 schnellten dann die Preise ganz gewaltig in Propaganda in der bourgeoisen Presse", indem ein Plakat der gerufene Fahrlässigkeit nicht zur Last gelegt werden. Das heutige die Höhe und die sprunghafte Steigerung hielt auch im nächsten Pariser Anarchisten abgedruckt war, das dort zu dem großen AntiReichsversicherungsamt behauptet, ohne auch nur die Zahlen zu be Jahre noch an. Im letzten Jahre flauten die Preise für Schweine- militaristenprozeß geführt hatte. Darin waren die Soldaten aufachten, die seine Ansicht widerlegen, die Arbeiter sind schuld, wenn fleisch. Speck und Schmalz wieder ab, dafür gingen aber die Mehl gefordert worden, bei einem Aufstande nicht auf das Volt, sondern Unfälle vorkommen, bei den Berufsgenoffenschaften fei alles in bester preise rapid in die Höhe. Der Rückgang bei Schweinefleisch stellt auf ihre Führer zu schießen und im Kriegsfalle den Militärstreik Ordnung. Eindringlich ruft dies Verhalten des Reichsversiche fich auf 11,65 Proz., bei Speck auf 8,55 Broz, und bei Schmalz auf anzuwenden. In dem zweiten Falle war gejagt worden, wenn rungsamtes nach endlicher gesetzlicher Beteiligung der Arbeiter an 7,22 Broz.; dagegen macht die Steigerung bei Mehl 11,11 Broz. ein französischer Soldat so getriezt würde, daß er es nicht mehr der leberwachung der Betriebe. aus. Unterſtellt man, daß bei einem Teile der Bevölkerung die aushalten könne, so verübe er feinen Selbstmord, sondern töte absolute Ausgabe für Schweinefleisch, Schmalz und Spec sich mit seinen Beiniger und lasse sich dann zum Tode verurteilen. den Aufwendungen für Mehl und Backwaren die Wage hält, An diese Ausführungen war teine direkte Aufforderung geknüpft, dann überwiegen die Aufschläge hierfür die Preisrückgänge bei doch hatte das Gericht als Zweck der Veröffentlichung eine Aufden ersteren Artikeln. Die Lebenshaltung müßte troß der forderung zum Ungehorsam und zu Mord und Totschlag darin Breisreduktionen für Schweinefleisch weiter verschlechtert werden. gefunden. Die eingelegte Revision wurde am Freitag bom Unterschiede im Arbeitereinkommen. Jedenfalls hat sich der Preisstand der letzten drei Jahre weit über Reichsgericht verworfen. lofigkeit. Steigerung der Warenpreise. den des Hochkonjunkturjahres 1900 erhoben. Berücksichtigt man Man fönnte fast glauben, die Agrarier hätten das Bedürfnis, dazu die Steigerung der Gütererzengung, den zunehmenden Mitdas Volk wegen seiner Not auch noch zu verhöhnen. Ganz ungenieri erwerb der verheirateten Frauen, dann kann nicht verkannt werden, wird behauptet, von Notstandspreisen könne nicht die Rede sein, die daß für die Gesamtheit der arbeitenden Bevölkerung eine relative Löhne der Arbeiter feien mehr gestiegen als die Lebensmittelpreise. Verschlechterung der Lebensführung eingetreten ist und daß gegenAm Dienstag wurden in der Budgetkommiffion des Abgeordneten über der vorlegten Hochkonjunktur für einen großen Teil der Arbeiterhauses auch wieder Phantasiezahlen über Beigarbeiterlöhne genannt. schaft auch eine absolute Beschränkung in der Befriedigung der Daß diefe Lebensbedürfnisse notwendig geworden ist. Diese sollen im Durchschnitt 1550 m. betragen. Behauptung mit der Wirklichkeit auf Kriegsfuß steht, ergibt die amtliche Statistik. Für die ersten drei Bierteljahre 1907 liegen die Nachweise vor. Wir stellen hier für das Halbjahr April- September die in Haupt-, Nebens und leberschichten erzielten Löhne zusammen. Danach betrug der Halbjahrsdurchschnittslohn: Wirtschaftlicher Wochenbericht. Bergarbeiterlöhne. Berlin, 1. Februar 1908. ArbeitsAus Induftrie und Dandel. Rheinisch- Westfälisches Kohlensyndikat. D. in Niederschlesien 597 M., in Oberschlesien 408 M., im Ober- In der am Freitag abgehaltenen Bechenbefiberversammlung bergamtsbezirk Dortmund 791 M., bei Saarbrücken( Staatswerke) wurde ein Bericht erstattet, dem wir folgendes entnehmen: 591 M., bei Aachen 636 M., im Bezirk Halle: Braunkohlen 556 M., Der rechnungsmäßige Absatz betrug im Dezember bei 24 ArSalzbergbau 598 M., linkerheinischer Bezirk 588 M., im Bezirk beitstagen 5 768 832 Tonnen gegen 4 964 525 Tonnen im Dezember Claustral 612 M., im Mansfelder Erzbergbau 542 M., im Oberharz 1906 bei 23% Arbeitstagen, mithin arbeitetäglich 240 368 Zonnen 417 M., in Siegen 629 M., in Nassau und Wezlar 493 W., sonstiger( i. 23. 214 682 Tonnen, alfo im Dezember 1907 gegen 1906 mehr rechterheinischer Erzbergbau 527 M. und sonstiger linksrheinischer 225 686 Tonnen oder 11,96 Proz.). Erzbergbau 440 M. Also nirgend, außer im Bezirk Dortmund, Die Förderung stellte sich im Dezember 1907 insgesamt auf wurde der im Landratskämmerchen aufgetischte Durchschnittslohn 6 608 422 Tonnen oder arbeitstäglich auf 275 351 Tonnen( gegen erreicht. Und nun überſtürzen sich die Abzüge, Ueber November 1907 3818 Tonnen oder 1,37 Proz. weniger, gegen schichten werden durch Feierschichten abgelöst, und die Bahl Dezember 1906 17 639 Tonnen oder 6,84 Proz. mehr). der Arbeitslosen nimmt rapid zu. Der rechnungsmäßige Abfaß im ganzen Jahre 1907 betrug zulässig, mit den Löhnen einer Berufsgruppe die Lebensmittel bei 300% Arbeitstagen 68 430 515 Tonnen( in 1906 bei 300 Tagen wucherei verteidigen zu wollen. Bu rechtfertigen ist leptere über- 64 969 543 Tonnen), mithin in 1907 3.460 972 Tonnen mehr oder haupt nicht. Das angewandte Beschönigungsmittel zeigt erst recht arbeitstäglich 227 627 Zonnen( 216 565 Tonnen), mithin in 1907 die Schwäche der Position der Fleisch- und Brotverteuerer. Wenn mehr 11 062 Tonnen oder 5,11 Bros. Von der Beteiligung von Ueberhaupt ist es ganz un Er Zur Verantwortlichkeit des Redakteurs. Wegen Verbreitung unzüchtiger Schriften- es handelte fich um ein Feuilleton" Liebesautomat" und ein„ Wiegenliedchen" ift am 8. November v. J. vom Landgerichte I in Berlin der Redakteur der Welt am Montag" auf Grund des§ 21 Prez gesetz( Fahrlässigkeit) zu einer Geldstrafe verurteilt worden. hatte gerade eine Gefängnisstrafe verbüßt und befand sich zu seiner Erholung in Marienbad, als die inkriminierten Artikel erschienen. Das Gericht hat dem Angeklagten geglaubt, daß er trant war und sich nicht um die Redaktion gefümmert hat. Es war aber der Meinung, daß für einen verantwortlichen Redakteur, zumal wenn es sich um ein wöchentlich nur einmal erscheinendes Blatt handelt, die Erledigung seiner Arbeiten bei den heutigen Berkehrsmitteln von Marienbad aus nicht zu den Unmöglichkeiten gehöre. Deshalb wurde Fahrlässigkeit angenommen. Auf die Revision des Angeklagten, die vom Reichsanwalt befürwortet wurde, zumal Angeklagter auf§ 21 des Breßgesetzes nicht hingewiesen war( Anklage war aus§ 20 erhoben), hob am Freitag das Reichsgericht das Urteil auf und verwies die Sache an das Landgericht zurück. Der Kriegsruf" ist steuerpflichtig. Ein Anhänger der Heilsarmee in der Provinz hatte den Kriegsruf", welcher in Berlin hergestellt wird, ohne Steuer vom Gewerbebetrieb im Umherziehen verkauft. Der Ange schuldigte behauptete, er habe keinen Gewinn erstrebt; wenn die Heilsarmee Gewinn erzielt habe, so habe sie damit lediglich ideelle Zwede verfolgt. Die Straffanimer verurteilte aber den Angeklagten zu einer Geldstrafe. Die Revision wurde vom Kaminers gericht als unbegründet zurückgewiesen, indem ut. a. ausgeführt der Kindererziehung und Pflege obliegt, daß die Hausfrau in wurde, die Straffammer habe das Gefeß vom 3. Juli 1876 nicht der Tretmühle der täglichen Haussorgen sich abarbeitet, alles das verletzt. Unerheblich erscheine es, daß der Angeklagte teinen er übersicht der Herr der Schöpfung. Er bezahlt ja nicht dafür heblichen Gewinn erzielt habe, auch sei es nicht entscheidend, wenn ergo ist die Hausarbeit minderwertig, und so kommt man zu dem der Bertauf erfolgt fei, um ideelle Zwecke zu verfolgen. Ent: scheidend sei nach den gesetzlichen Vorschriften, daß der Angeklagte Schluß: das Weib ist ein wertloseres Geschöpf als der Mann! scheidend sei nach den gefeßlichen Vorschriften, daß der Angeklagte und durch Gewohnheit ist solche Anschauung zu einem tieffißenden, im Uinherziehen den Kriegsruf" feilgeboten und verkauft habe. Steuer müffe auch in dem Falle gezahlt werden, wenn der Ange- feftverankerten Uebel geworden, das selbst in Arbeiterkreisen noch Alagte nicht für sich, sondern für die Heilsarmee den Kriegsruf" nicht vollständig überwunden ist. Es gibt noch genug Männer, barkauft habe. Ohne jede Bedeutung sei es für den gefeßlichen die es als ganz selbstverständlich betrachten, daß ihre Frauen, die, Tatbestand, daß aus Uneigennüßigkeit der Verkauf des Striegsrufe" wie sie selbst, den Tag über in der Fabrik schaffen, allein die erfolgt sei. Es spiele teine Rolle, wenn der Erlös aus dem Ver- Hausarbeit besorgen, dem Herrn der Schöpfung auch die Stiefel fauf des Kriegsrufs" verwendet werde, um in religiöser oder wichsen und für seine sonstigen persönlichen Bedürfnisse sorgen, moralischer Hinsicht auf gewiffe Streise einzuwirken. während das wertvollere Exemplar der menschlichen Ausgabe Grholung von der Berufsarbeit sucht. Es paßt da das Goethesche Wort Se erben sich Gesetz und Rechte Wie eine eto'ge Krankheit fort. Innerhalb der modernen Arbeiterschaft dürften die sozialen Ansichten vom Unwert des Weibes nicht mehr geduldet werden. Bilderschwindel. it denen, die nicht alle" werden, hatten awei Schwindler gerechnet, die den schon überaus häufig angewendeten Bilderfchwindel in großem Umfange betrieben hatten. Der 4. Straffammer des Landgerichts I wurden der Handlungsgehülfe Kurt Benschte und der Maler Oswald Hielscher vorgeführt, die sich wegen gemein schaftlichen Betruges und schwerer Urfundenfälschung in etwa 60 gällen, legtgenannter auch im strafverschärfenden Rückfalle, ver antworten mußten. Beide Angeklagte stammen aus angesehenen Familien und find, jeder auf seine Art, sehr tief gefunten. Hielscher ift wegen ganz gleicher Bilderschwindeleien wiederholt zu längeren Gefängnisstrafen verurteilt worden, während Benschte ale Warenhausdieb verurteilt wurde und dann den Beschützer" einiger Bassantinnen der Friedrichstraße spielte. Als diese Geschäfte nicht mehr genügend einbrachten, gründeten die beiden edlen Seelen die Kunstanstalt Elite", für welche weder Betriebskapital, noch Handwerkzeug oder Geschäftsräume erforderlich waren. Sie verfchafften fich box einer Bergrößerungsanstalt eine Bromfilberbergrößerung und gingen damit auf die Fahrt. Zu ihren Opfern hatten sich die Angelagten Dienstmädchen, Köchinnen und sonstiges Hauspersonal ausgesucht. Unter dem Vorgeben Angestellte des Kunstinstituts Elite" zu sein, priefen sie den Mädchen ihre vorzüglichen und billigen Bromfilberbergrößungen nach Photographien an, die inklusive Rahmen zu dem Preise von 3 M. geliefert würden. Durch das sichere Auftreten der Schwindler ließen sich eine große Anzahl Mädchen dazu verleiten eine Bestellung zu machen und die von den Angeklagten verlangte Anzahlung von 1,50 und 2 m. zu machen. Nach einigen Tagen erfchien der andere der Betrüger nochmals bei den Bestellerinnen und brachte die Photographie mit dem Bemerken zurück, daß die fertige Vergrößerung nach Zahlung des Restbetrages geliefert werde. Die sehr leichtgläubigen Mädchen zahlten auch noch diesen Betrag und müssen heute noch auf den Empfang der Bilder warten. Diese Schwindeleien verübten die Angeklagten in etwa 60 Fällen. Staatsanwalt Assessor Ludwig beantragte gegen Bensdife 1½ Jahre Gefängnis, gegen den im Rückfall befindlichen Sielscher 2 Jahre Zuchthaus. Das Gericht erkannte gegen Benschke ein Jahr drei Monate Gefängnis, zwei Jahre Ehrverlust, gegen Hielscher auf 2% Jahre Gefängnis und fünf Jahre Ehrverlust. Den Angeklagten wurden 4 bezw. 2 Monate der Untersuchungshaft angerechnet. Unsere oft ausgesprochene Warnung von Bilder ,, Künstlern", reidezeichnern" und dergl. im Umherziehen wiederholen wir an diefer Stelle ausdrücklich. Nicht stets liegt ein strafrechtlich faßbarer Betrug, in den meisten Fällen aber eine derbe lebervor teilung der leichtgläubigen Besteller vor.. Aus der Frauenbewegung. Mihachtung des weiblichen Geschlechts. In New Jersey verloren zwei Heine Kinder bei einem Schiff bruch ihre Eltern. Das zuständige Gericht sprach ihnen eine Ent. schädigung zu von 23 000 Dollar, 5000 für den Verlust der Mutter und 18 000 für den des Vaters. Vor kurzem entschied dasselbe Gericht in dem Falle einer Entschädigungsflage wegen Schulfinder, die bei einem Eisenbahnunglück getötet worden sind, daß ein Sohn mehr wert sei als eine Tochter. Es ist nur ein Glück, daß die Juristen und andere gerade so gescheute Leute den Nachwuchs nicht vorschreiben können, sonst würbe die Welt wohl nur noch mit dem wertvolleren Geschlecht beglückt. Mädels dürften nicht mehr geboren werden. Die gescheuten Leute hätten dann nur noch das Problem zu lösen, wie es ohne das minderwertige Geschlecht gemacht wird. So spaßhaft die Sache anmutet, sie hat doch ihren ernsten und logischen Hintergrund. Das Privateigentum, in Verbindung mit der bürgerlichen Ehe und dem Vaterrecht, hat die Frau zu der Sklavin des Mannes gemacht. Der Sklavin Arbeit wird nicht bezahlt. Die Frau wird vom Manne erhalten, so orakelt der Spießer. Daß der Mutter die gesellschaftlich wichtige Arbeit Sozialdemokratischer Wahlverein für den 2. Berliner Reichstagswahlkreis Bezirk 123. Am Freitag, den 31. Januar, verftarb nach furzem Krantenlager im 82. Jahre der Parkett: bodenleger Albert Kurth Boffenerstr. 42. Ehre feinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, den 3. Februar, nachmittags 4 Uhr, von der Leichen halle des Kreuzkirchhofes in Mariendorf aus statt Um zahlreiche Beteiligung ersucht 210/3 Der Vorstand. Verband der Kupferschmiede Deutschlands. Filiale Berlin. Allen Stollegen zur Nachricht, daß am 31. Januar der Kollege Berthold Bergmann im Alter von 20 Jahren verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, den 3. Februar, nach mittags 3 Uhr, von der Wohnung, Waldstraße 44, aus statt. Um zahlreiche Beteiligung bittet 100/2 Die Filialverwaltung. Danksagung. Sage allen Genossen, Freunden, Kollegen und Kolleginnen für die rege Teilnahme bei der Beerdigung nieines Mannes; vor allem, dem Gefangverein„ Norbwacht", meinen herza lichen Dank. 28556 Frau Krafft, Sprengelftr. 7. Sozialdemokratisch. Wahlverein Rixdorf. Todes- Anzeige. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unfer Mitglied, der Maler Gustav Burghardt ( 15a. Bezirf) verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, nachm. 2 Uhr, von der Leichenballe des Rirdorfer Friedbofes( Mariendorfer Weg) aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 234/6 Der Vorstand. Allen Berwandten und Be fannten die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann und guter Bater, Schwiegervater und Großvater, der Maler Gustav Burghardt im 50. Lebensjahre nach furzen aber schweren Leiden entschlajen ist. Um stilles Beileid bitten Die Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Montag, den 3. Februar, nach mittags 2 Uhr, von der Leichen halle des Rigdorfer Kirchhofes am Mariendorfer Weg aus statt. Danksagung. am Allen Verwandten, Freunden und Bekannten sowie allen Stollegen, Mitarbeitern, Meistern und Gehülfen der Firma Deutsche Mesfingwerte in Nieder- Schöneweide für die herzliche Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes, des Metallarbeiters Julius Schmidt meinen herzlichsten Dank. Be. Auguste Schmidt. 18002 4 Zur Lage der in der Stock- und Beitschenindustrie beschäftigten Arbeiterinnen. Noch niemals ist in der Oeffentlichkeit die Lage der Arbeiterinnnen dieser Industriezweige besprochen worden. Wie notwendig es ist, daß auch diese Arbeiterinnen mit ihren Beschwerden an die Oeffentlichkeit treten, ergibt sich aus der Schilderung ihrer Lage. In der Peitschenindustrie hat seit mehr als 30 Jahren eine Aufbefferung der Löhne nicht stattgefunden. Die Arbeitszeit beträgt heute noch fast in allen Betrieben 10 Stunden, und die Löhne sind dementsprechend äußerst niedrig. Mieten, Lebensmittel, alles ist im Preise gestiegen, nur die Löhne werden seitens der Unternehmer nicht aufgebessert. Und während die Arbeiter in der Stockindustrie durch ihre Organisation sich die 8½stündige, zum Teil sogar die 8stündige Arbeitszeit errungen haben, müssen die Arbeiterinnen noch vielfach 10 Stunden fronden. Die Löhne schwanken für Arbeiterinnen zwischen 6-12 M., felten stehen sie darüber. Um den Arbeiterinnen dieser Gewerbe Gelegenheit zur Aussprache zu geben, hat der Deutsche Holzarbeiter verband zum Mittwoch, den 5. Februar, abends 7 Uhr, nach Feuersteins Lokal, Alte Jakobftr. 75, eine Versammlung der Arbeiterinnen und Arbeiter der betreffenden Branchen einberufen, in welcher die Kollegin Frau Jeete einen Vortrag halten wird über das Thema:„ Die Arbeiterin im Kampfe ums Dafein". Die Genossen werden erfucht, soweit in ihrem Bekanntenkreis Arbeiterinnen in der Stod- und Beitschenindustrie beschäftigt sind, diefelben auf diese Versammlung hinzuweisen. Die Branchenkommission der Stodarbeiter. Wochen- Spielplan der Berliner Theater. Königl. Opernhaus. Sonntag: Tannhäuser. Montag: Der Waffen fahmied. Dienstag: Lohengrin. Mittwoch: Madame Butterfly. Donnerstag: Stapelle. Sonnabend: Der fliegende Holländer. Cavalleria rusticana. Johann von Baris. Freitag: Sinfoni der töniglichen Sonntag: La Traviata. Montag: Aida.( Anfang 8 Uhr.) Königl. Schauspielhaus. Sonntag: Wallensteins Tob. Montag: Minna von Barnhelm. Dienstag: Auf Riffenstoog. Mittwoch: Das große Sonn Licht. Donnerstag: Uriel Acosta. Freitag: Die Rabensteinerin. abend: Das große Licht. Sonntag: Die Rabensteinerin. Montag: Die Räuber. Nenes fönigl. Opern- Theater. Sonntag, den 9. Februar, abends 7%, Ubr: Die Entführung aus dem Serail. Deutsches Theater. Sonntag: Die Räuber. Montag: Was ihr wollt. Dienstag: Die Räuber. Mittwoch: Was ihr wollt. Donnerstag: Die Räuber, Freitag: Die Räuber. Sonnabend: Was ihr wollt. Sonntag: Die Räuber. Montag: Was ihr wollt. Kleines Theater. Sonntagnachmittag 8 Uhr: Ein Puppenheim Abends: Mandragola. Montag: Der Unsichere. Dienstag und Mittwoch: Mandragola. Donnerstag: Der Unsichere, Freitag u. Sonnabend: Mandra gola. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Maria Magdalene. Abends: Mandragola Montag: Der Unsichere. Komische Oper. Sonntagnachmittag 8 Uhr: Hoffmanns Erzählungen. Mittwoch und Donnerstag: Tiefland. Freitag: Die verkaufte Braut. Sonn Abends: Tiefland. Montag: Hoffmanns Erzählungen. Dienstag: Carmen. abend: Tieiland. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Carmen. Abends: Tiesland. Montag: Carmen. Theater des Westens. Jeden Abend: Ein Walzertraum. Heute und nächsten Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die luftige Bitwe. Lustspielhaus. Allabendlich: Banne. Heute und nächsten Sonntag nachmittag 3 Uhr: Ein toller Einfall. Schiller Theater 0. Sonntagnachmittag 8 Uhr: Das Glüd im Binkel. Abends: Reiter- Aitade. Montag: College Crampton. Dienstag: Gebildete Menschen. Mittwoch und Donnerstag: Der rote Leutnant. Freitag: College Crampton. Sonnabend: Die Hermannsschlacht. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Das Glück im Winkel. Abends: Der rote Leutnant. Montag: Die Hermannsschlacht. $ Schiller Theater Charlottenburg. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Richter von Zalamea. Abends: Gyges und sein Ring. Montag und Dienstag: Hegentessel. Jungfer Immergrün. Mittwoch und Donners tag: Maria Stuart. Freitag: Philister. Die Lore. Sonnabendnachmittag 3 Uhr: Götz von Berlichingen. Abends: Philifter. Die Lore. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Der Richter von Zalamea. Abends: Wilhelm Tell. Montag: Hereniessel. Immergrün. Hebbel Theater. Sonntag, Dienstag, Donnerstag und Freitag: Montag, Mittwoch, Sonnabend, Sonntag: Frau Maria Magdalene. Barrens Gewerbe, Montag: Unbestimmt. 3 Friedrich Wilhelmstädtisches Schauspielhaus. Sonntagnachmittag Uhr: Nachtafyl. Abends: Madame Sans Gêne. Montag und Dienstag: Sein Prinzeßchen. Mittwoch: Striembilds Rache. Donnerstag: König Heinrich. Freitag und Sonnabend: Sein Prinzeßchen. Sonntagnachmittag Abends: König Heinrich. Montag: Sein 3 Uhr: Nathan der Weise. Prinzezchen. Residenz Theater. Allabendlich: Bibi. Heute nachmittag 3 Uhr: 3 Uhr: Der Hüttenbesizer. gaben Sie nichts zu verzollen? Sonntag, den 9. Februar, nachmittags Thalia Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: hr Sechs- Uhr- Ontel Alabendlich: Immer oben auf. Nächsten Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Hochtourist. Lorging Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Undine. Abends: Don Juan. Anfang 74, Uhr. Montag: Bar und Zimmermann. Dienstag: Die Zauberflöte. Anfang 7, Uhr. Mittwoch: Don Juan. Anjang 7 Uhr. Donnerstag: Der Trompeter von Säffingen. Freitag: Die Entführung aus dem Serail. Sonnabend: Die Zauberflöte. Anfang 7%, Uhr. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Martha. Abends: Don Juan. Anjang 74, Uhr. Montag: Unbestimmt. Wallen Die arme Luisen Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Baise aus Lowood. Abends: Des Mädchens Lebenswege. Montag: Cyprienne. Dienstag, Mittwoch und Donnerstag: Des Mädchens Lebenswege Freitag: Der Sonnabendnachmittag 4 Uhr: Robinson Crusoe. eingebildete Strante. Abends: Des Mädchens Lebenswege. Sonntagnachmittag 3 Uhr: fteins Tod. Abends und Monteg: Des Mädchens Lebenswege. Bernhard Rose Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Mieze. Abends: Der Kaufmann von Venedig. Montag und Dienstag: Der Hüttenbefizer. Mittwoch, Donnerstag und Freitag: Der grobe Gottlieb. Sonnabendnachmittag 4 Uhr: Dornröschen. Abends: Der grobe Gottlieb. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Hüttenbefizer. Abends und Montag: Der grobe Gottlieb. Theater an der Spree. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Ausgewiesen. Sonntag, Dienstag, Donnerstag und Sonntag: Ein fritischer Tag. Montag, Mittwoch, Freitag und Sonnabend: Holuspofus. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Ausgewiesen. Abends: Ein fritischer Tag. Metropol Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Herren von Nächsten Sonntagnach Marim. Allabendlich: Das muß man seh'n! mittag 3 Uhr: Die Herren von Marim. Casino Theater. Heute nachmittag 4 Uhr: Bieberleute. Allabendlich: Die Freuden der Häuslichkeit. Nächsten Sonntagnachmittag 4 Uhr: Bieberleute. Urania Theater. Taubenstraße 48/49. Sonntag, Dienstag, Donners tag und Sonnabend: Kairo und die Pyramiden. Montag, Mittwoch und Freitag: Eine Nilfahrt bis zum zweiten Sataraft. Anfang 8 Uhr. Mittwoch nachmittag 4 Uhr: Frühlingtage an der Riviera. Sonnabendnachmittag 4 Uhr: Ueber den Brenner nach Benedig. Sternwarte, Invalidenstr. 57-62. Gebr. Herrnfeld: Theater. Heute und nächsten Sonntagnachmittag 3 Uhr: Endlich allein. Der Fall Blumentopf. Sonntag und Montag: Papa und Genoffen. Madame Wig- Bag. Dienstag: Salomonises ein Ring: Montag: Hochzeit. Dienstag: Liebelet. Mittwoch: Gyges und Deutsches Theater( Stammerspiel e). Sonntag: Ghges und fein Ring. Donnerstag: Frühlings Erwachen. Freitag: Gespenster. Sonnabend: Erbgeist. Sonntag: Frühlings Erwachen. Montag: Liebelei. Berliner Theater. Bis Freitag: Blaubart. Sonnabend, Sonntag Urteil. Mittwch und folgende Tage: Papa und Genossen. Salomonisches und Montag: Der Opernball. Albends: Urteil. Leffing- Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Weber. Bürgert. Schauspielhaus. Sonntagnachmittag 8 Uhr und abends: John Gabriel Bortman. Montag: Hedda Gabler. Dienstag: John Gabriel Wilhelm Zell. Montag: Der Hüttenbefizer.. Dienstag: Die Kinder der Bortman. Mittwoch: Kaifer Karls Geisel. Anfang 7%, Uhr. Donnerstag: Erzellenz. Mittwoch, Donnerstag und Sonntag: Flachsmann als Erzieher. John Gabriel Borfman. Freitag: Die Stüßen der Gesellschaft. Sonn Freitag: Krieg im Frieden. Sonnabend gefchloffen. Sonntagnachmittag Allabendlich: Paris. Die Klaue. Unterm Bett. abend: Die Wildente. Anjang 7%, Uhr. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Rosen- Uhr: Wilhelm Tell. Montag: Der Freischüz. Figaro Theater. montag. Abends: John Gabriel Borkman. Montag: Nora. Neues Theater. Apollo Theater. Bis Donnerstag: Baccarat. Freitag, Anfang Heute und nächsten Sonntagnachmittag 3 Uhr: 72 Ubr, Sonnabend, Sonntag und Montag: Simson. Familienvorstellung. Allabendlich: Mitislav der Moderne. Alegia. Balzer Nenes Schauspielhaus. Bis Mittwoch: Wolkenkrager. Donnerstag: wahn. Spezialitäten. Bar Beter. Anfang 7, Uhr. Freitag: Web dem, der lügt. Anfang 7%, Uhr. Sonnabendnachmittag 3 Uhr: Iphigenie auf Tauris. Abends und Sonntag: Wolfenfrager. Montag: Unbestimmt. Trianon Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Gaftons Frauen. Sonntagabend und folgende Tage bis Sonnabend: Baron Toto. Nächsten Sonntagnachmittag 8 Uhr: Gastons Frauen. Abends und Montag: Baron Toto. Verband der Maler, Lackierer, Auftreicher usw. Filiale Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Kollege Gustav Burghardt am 31. Januar verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet morgen Montag, den 3. Februar, nach mittags 2 Uhr, von der Leichenhalle des Rigdorfer Kirchhofes am Mariendorfer Weg aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Die Ortsverwaltung. Nach langen, schweren Leiden verstarb meine liebe Frau Hedwig Schünemann geb. Heller. 28836 Um stilles Beileid bitten Gerhard Schünemann und Kinder. Die Beerdigung findet heute Sonntag 1 Uhr vom Trauerhause, Dudenarderstr. 4, aus statt. Freitag früh entschlief sanit nach furzem Krantenlager unser lieber Kollege Richard Sachse, im Alter von 20 Jahren. Es werden ihm ein treues An gedenken bewahren Die Kollegen des ,, Berliner Lokal- Anzeigers". ( Abteilung Falzerei. Die Beerdigung findet Montag, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle der Gethsemane- Gemeinde, Nordend, statt. Am 30. Januar entschlief sanft nach langem, schwerem Leiden meine liebe Frau, unsere gute Mutter Marie Wolff geb. Witteck. Dies zeigen tiefbetrübt an Adolf Wolff nebst Stindern. Die Beerdigung findet am Montag, den 3. d. Mts., nach mittags 4 Uhr, von der Kapelle des Heiligen Kreuz- Kirchhofs in Mariendorf, Eisenacherstraße, aus statt. 28565 Reichel's echt Ungarischer Wacholder- Extrakt Mark Medico" wird mit vielseitigem Erfolge gegen Rheumatismus, Gicht, Ischias, Hämorrhoiden, Magenschwäche. Frauenleiden, Blafenund Nierenleiden, Hustenleiben. Asthma zc. gebraucht, ist schleimlösend auf Brust und Lunge, treibt Erfältungen aus dem Körper, regt Appetit u. Verdauung an und ist ein Blutreinigungsmittel fondersgleichen. Unerreicht in feiner, für alle Teile des Organismus wohltätigen Wirkung. Tausende verdanken ihm ihre Gesundheit! In Flaschen a 75 P., 1,50 und 2.50, große Blechfanne M. 6,-, einzig echt von Berlin SO. 43, F.- Anschlüsse Otto Reichel, Eisenbahnstr.4. IV. 4751, 4752, 4758. Bo in den Drogerien und Apotheken nicht erhältlich, hier frei Haus andere Füllungen. Warnung: Dan bertange aus Medico und nehme feinesfalls drücklich Marke Walhalla- Theater. Spezialitäten. Passage Theater. 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Nachher funkte" die Kommission hing ihm fast bis zur Erde, und da, wo das Rückgrat am nach Norddeich, daß fie mit großem Interesse die Telefunkenstation Bierter Wahlkreis. Die heute für das Stralauer Biertel ge- dachte ich, hier tragen die Schußleute statt des Säbels eine Berlin wurde gefunkt, die Antwort war eine Mitteilung über die dünnsten ist, baumelte eine schillernde Pfauenfeder. Oho, in Nauen besichtigt und über die Erfolge auf diesem neuen Gebiet der Wissenschaft sehr angenehm überrascht gewesen sei. Auch nach plante Flugblattverbreitung findet nicht statt. Feder. Und damit fißeln sie die Staatsverbrecher so lange, Rede, welche der Kardinal Kopp im Herrenhause gehalten hatte. Sechster Wahlkreis. Das Bureau des Wahlvereins bis die fich totgelacht haben. Kurz entschlossen gab ich dem Zunächst dürfte die Radiotelegraphie hauptsächlich bei der Seeschiffoefindet sich in der Stavenéstraße 6. Da die gemieteten Mandarinen einen freundlichen Rippenstoß und fragte, wohin fahrt Verwendung finden, denn sie ermöglicht es auf weite EntRäume erst am 1. April bezogen werden können, ist bis dahin ihm die Felle geschwommen seien. Der ließ den leeren fernungen hinaus, daß die Landstationen mit den Schiffen auf die Geschäftsstelle in den Privaträumen des Genossen Fahrow Schädel noch tiefer hängen, daß die bunte Hintertroddel hoher See und diese untereinander in Verbindung treten können. antergebracht. ordentlich in die Höhe ging, und erzählte eine tieftraurige Der Bremer Lloyd und die Hamburg- Amerika- Linie informieren Die Geschäftszeit ist festgesetzt von 9-1 Uhr vormittags Geschichte. Vom Obermandarinen hatte er einen delikaten sich heute schon regelmäßig über die Lage ihrer Schiffe auf See and von 4-8 Uhr nachmittags. Auftrag bekommen. Er sollte eine Herde gottverdammter und erteilen gegebenenfalls den Kapitänen auch mittels der FernAlle Sendungen für den Wahlverein find daher Kulis, die sich erfrechten, auch Erdenmenschen zu sein und telegraphie Befehle. Die weiteste bisher erreichte Entfernung beoom 1. Februar ab dorthin zu adressieren. trug nach den Mitteilungen des Grafen Arco 2700 Kilometer; die Rechte zu beanspruchen, auf Schritt und Tritt beobachten. elektrischen Wellen der Station Nauen erreichten ein 2300 kiloAls Bureaubeamte sind gewählt die Genossen Theodor Gestern hatte er mit der ihm eigenen Schlauheit ein Kuli- meter entfernt gelegenes Ziel. Die Radiotelegraphie und das Fischer und Hermann Müller. Alle anderen Kleid übergezogen und sich mitten unter die Staatsverschwörer lenkbare Luftschiff zwei Erfindungen der neuesten Zeit Meldungen zu diesen Posten sind da durch erledigt. gemischt. Aber der gute Mann hatte in seiner Herzens- dürften berufen sein, einen sehr wesentlichen Umschwung in unseren Der Vorstand. einfalt vergessen, die blecherne Legitimationsmarke, die er Verkehrsverhältnissen herbeizuführen. Der Zeitpunkt ist vielleicht Schöneberg. Wir machen die Parteigenoffen auf die heute sonst als Beichen feiner Würde am untersten Ende des Zopfes nicht mehr fern, wo die Berichte über die Reichstagsverhandlungen mittags 12 Uhr in Obsts Festfälen, Meininger Straße 8 statt eingeflochten trug, in die Westentasche zu stecken, und so war mittels des Telefunken in den Aether hinausgesandt und von findende Fortsetzung der Generalversammlung aufmerksam. Gleichzeitig sei auf die Flugblattverbreitung hingewiesen, die Zielscheibe echt chinesischer Kalauer. Der eine Verschwörer station braucht es feines Turmes und keiner Kraftmaschinen, er bald nicht mehr das fünfte Rad am Wagen, sondern die allen Zeitungen, die eine Empfangsstation eingerichtet haben, zu gleicher Zeit aufgefangen werden. Zu einer solchen Empfangsborher vonstatten geht. Der Vorstand. fragte ihn, ob denn in China noch immer nicht bald die sondern es genügt eine Stange auf dem Dach mit Drahtnes sowie Schmargendorf. Heute. Sonntag, den 2. Februar, nach- Groschen"-Währung aufgehoben würde. Ein anderer tippte einige Telegraphieapparate. Erwähnt sei noch, daß die Frage, mittags 3 Uhr, findet im Restaurant" Café Bein", Hubertusbader- ihn zartfühlend auf die kable Brust und meinte, weshalb er ohne Metalleitung zu telephonieren, auch bereits gelöst ist. Bis zu straße 8, ein gemütliches Beiſammenſein statt, wozu die Genossen denn seinen chinesischen Adlerorden zu Hause gelassen habe. einer Entfernung von 75 Kilometern ist eine Verständigung erzielt nebst Familie eingeladen sind. Um rege Beteiligung ersucht Und ein halbes Dugend ganz gerissener Chinesenjungens worden. Ob hierbei, da für das Telephon nur sehr niedrige ein daraus, ihm ein paar Stralau. Dienstag, den 4. Februar, abends 8½ Uhr, findet Hampelmänner an den langen Zopf zu binden. Und was rentabler macht als bei Metalleitung, dürfte noch zu entscheiden in den Versammlung statt. Tagesordnung: 1." Die politische Lage in das Schlimmste war die Kerle hatten auch kein SterbensPreußen und im Reiche." Referent: Reichstagsabgeordneter Star I wörtchen von Staatsstreichen und dergleichen gefährlichen Severing Bielefeld. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Bartei- Sachen geredet. In allen Ecken hatte er herumgeschnüffelt Ausstellung von Hunden aller Rassen ist diesmal so zahlreich be genossen, agitiert für guten Besuch dieser Versammlung. Montag- und feine Spur von chinesischen Stinkbomben gerochen. So ſucht worden wie feine frühere Ausstellung. Trotzdem konnten die abend 9 Uhr in allen Bezirken Handzettelverbreitung. Alle Mann fonnte er denn seinem Obermandarinen nur vermelden, daß gebracht werden als bei früheren Winterausstellungen, wo nur be= Hunde in der riesigen Ausstellungshalle des 300 bequemer untermüffen zur Stelle sein. Der Vorstand. er lange nicht in so anständiger Gesellschaft gewesen sei, oder schränktere Räume zur Verfügung standen. Alle Rassen sind zahlKarlshorst. Dienstag, den 4. Februar, abends pünktlich er hätte das Blaue vom chinesischen Himmel herunter- reich und durch prächtige Exemplare vertreten. Der Liebhaber der 29 Uhr, Versammlung des Wahlvereins bei Bartel( Fürstenbad), schwindeln müssen.„ Na, und zum feierlichen Schluß, mein Riesen des Hundegeschlechts, der Doggen, Bernhardiner, NeuHönower Wiesenweg. Die wichtige Tagesordnung macht das Er- lieber Mandarin," warf ich grinsend ein, hat man Ihnen fundländer, Barjois tommt so gut auf seine Rechnung wie der Die Versammlungen werden fortan pünktlich eröffnet. Wir ordentlich das Fell...?" Und dabei machte ich jene be- Jagdsportbeflissene oder der Kenner der Varietäten der winzigen bitten die Mitglieder, rechtzeitig zu erscheinen, damit die Verzeichnende Handbewegung, die die bewußte ungebrannte Asche Lugushündchen. Neben den alten, seit langem vertretenen Mode fammlungen auch rechtzeitig beendet werden können. versinnbildlicht. Mit einem Male war er in seinem Element. Der Kazenbuckel mit dem Zopf und der Pfauenfeder krümmte sich wie zum Sprunge und er freischte fast: hätten sie's doch nur getan! Warum haben sie mich nicht windelweich geprügelt? Das wäre ja für meinen Obermandarinen Waffer Der Vorstand. auf die Mühle. Dann konnten wir die Kerle zusammen reiten, daß sie winseln müssen wie die Hunde. Foltern fonnten wir sie... Hängen und Köpfen. Aber so find wir die Lackierten. Nee, unter so' ne anständige Leute gehöre ich nicht hin!" 0 Der Vorstand des Wahlvereins. scheinen aller Mitglieder zur Pflicht. Der Vorstand. Wilhelmsruh und Niederschönhausen- West. Am Dienstag, den 4. Februar, Mitgliederversammlung bei„ Barth", Viktoriaftr. 7. Auch ist die Bibliothek wieder eröffnet. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Spandau. Am Dienstag, den 4. Februar, abends 8½ Uhr, findet im großen Saale von Ullrich, Habelstr. 20, eine Protest versammlung über das Vorgehen der Polizei am 12. Januar gegen ruhig ihres Weges gehende Steuerzahler" statt. Außerdem wird die Antwort des Oberbürgermeisters" auf die von den fezialdemokratischen Stadtverordneten eingebrachte Interpellation sammlung beschäftigen. Es ist Pflicht jedes Arbeiters, jeder Arund das Verhalten der bürgerlichen Stadtverordneten die Berbeiterin, diese Versammlung zu besuchen. Potsdam. Am Dienstag, den 4. Februar, vormittags 10 Uhr, findet im Restaurant bon W. Ladenthin, Kaiser Wilhelm- Straße 38, eine öffentliche Arbeitslosenversammlung statt. Es ist Pflicht eines jeden Arbeitslosen, in dieser Versammlung zu erscheinen. Referent wird in der Versammlung bekannt gegeben. Das Gewerkschaftskartell. Berliner Nachrichten. Der Teufel lacht dazu. „ Es ist schwer, feine Satire zu schreiben." Auch der Rrrr " In der Säuglingsfürsorgestelle I, Blumenstr. 78, finden im Monat Februar wöchentlich einmal Unterrichtskurse in der Säuglingspflege mit praktischen Uebungen statt. Meldungen schriftlich oder mündlich am 3., 4. und 5. Februar im Bureau des Kinderhauses, Blumenstr. 78, born links parterre von 2-4 Uhr. sein. Hundeausstellung. Die vom Verein Hektor" arrangierte präsentieren sich auch die erst neuerdings größerer Beliebtheit sich rassen, den Colloes, Terriers, Dalmatinern, Spitzen, Tedeln erfreuenden Rassen: als Dobermann- Pintscher, Boger und deutsche Schäferhunde höchst vorteilhaft in auserlesenen Exemplaren. Die Ausstellung beweist, daß die Züchtung von Rassehunden in breitesten Streifen lebhaftem Intereffe begegnet. Die Ausstellung ist nur noch während des heutigen Sonntags geöffnet. festhält?" Publikum und Polizei. schimpft uns Gesindel, und das andere Mal möchten Sie unsere Hülfe haben. Fällt uns gar nicht ein!" ,, Na ja, einmal schlägt man mit dem Säbel auf uns ein und Solche und noch derbere Worte treffen das Ohr des Schutzmannes, dessen Gesicht sehr an den berühmten Lohgerber er innerte. Der Vorfall ist typisch und sollte unsere oberen Polizei. War bisher schon die Berliner Polizei beim Publikum nicht sonderlich beliebt, so hat sie sich in weiteren Kreisen anläßlich ihres da war auch mein Teufel wieder. Und er Verhaltens am 12. Januar gegen wehrlose, ruhige Arbeiter um fullerten und der urfomische Pfauenfederfrize schleunigst schreibt uns: Am Mittwochabend 12 Uhr auf dem Heimwege aus lachte... lachte, daß ihm die Tränen über die hohlen Backen den letzten Kredit gebracht. Ein Vorfall, der sich dieser Tage im Often der Stadt ereignete, beweist dies augenfällig. Ein Leser Fersengeld gab. Uebers große Wasser scholl das Lachen aus einer Sigung begriffen, die Memeler Straße der Warschauer dem himmlischen Reiche, wo man noch ungestraft lachen darf. Brücke zuschreitend, erlebten wir einen eigenartigen Vorfall. nach dem kulturbeleckten Europa hinüber bis zur Stadt der Strebten da der in der Bromberger Straße belegenen PolizeiIntelligenz". Und dort haben sie trotz allen Ernstes schließlich wache zwei bis an die Zähne bewaffnete Polizeibeamte zu, die auch gelacht über den dummschlauen Teufel und über den in ihrer Mitte drei Männer führten, die einen bierräderigen leeren Handwagen hinter sich herzogen. Plößlich ergreift einer noch dümmereu Mandarinen. von den Männern die Flucht und cilt mit wilden Säßen der Warschauer Brüde zu. Ein Schußmann läuft alt ihn!" rufend schwerfällig hinter ihm her. Er schien sich in der Hoffnung zu wiegen, daß die noch zahlreichen Bassanten, wie sonst, den Flüchtling ein fangen würden, um ihn dann dem gemütlich nachtrabenden Be= amten zu übergeben. Doch niemand machte Miene, den Ausreißer aufzuhalten; im Gegenteil, man machte ihm bereitwilligst Nachtdienst beim Fernsprechhamt Lichtenberg bei Berlin. Plazz. Ganz verdukt ob dieser Erscheinung kommt der Beamte frömmiſten Seele läuft je zuweilen ein pechschwarzes, hart. Bei der Fernsprechvermittelungsstelle in Lichtenberg bei heran, die bergnügt und schadenfroh dreinschauenden Bassanten gefottenes, vieljagend grinsendes Teufelchen über den Weg, Berlin wird vom 1. Februar ab Nachtdienst abgehalten. Er anfauchend:" Das verstehe ich nicht, warum keiner den Sterl stochert schadenfreudig im Gehirnkasten seiner Klientin her- erstreckt sich auf den Orts- und Nachbarortsverkehr mit Berlin, um und sucht sich schließlich da einen Ausweg, wo das Charlottenburg, Nixdorf und Wilmersdorf sowie auf den und laute Zustimmungsrufe bekräftigen diesen Ausruf. Da tönt's ihm entgegen:" Ja, das macht der 12. Januar!" winzige, scharfgeschliffene, stählerne Schwert des Federhelden Berkehr mit den Vermittelungsstellen, die zum Tagesverkehr furchtlos in die Menschenbrust taucht. Der Hieb ſitzt, die mit Lichtenberg zugelassen sind und die während der Nachtzeit Waffe traf gut. Nicht Blut fließt, nur Tinte und Drucker. Waffe traf gut. Nicht Blut fließt, nur Tinte und Druder Dienst abhalten. Für jede zur Nachtzeit hergestellte Verschwärze. Und doch wärs für den, der sich getroffen fühlt, bindung im Orts- und Nachbarortsverkehr wird von dem oft ein Schlag mitten ins Gesicht... Was sagen Sie da, Herr Teufel? Ich stünde schon wieder auf dem Sprungbrett Inhaber der Sprechstelle, von der die Verbindung verlangt ist, eine Einzelgebühr von 20 Pf. erhoben. feien Sie doch nicht fomisch. Seit wann ist denn in meiner verfehr finden die im Erlaß des Reichskanzlers vom 19. Sep- behörden in ihrem eigenen Interesse zum Nachdenken anregen, ob der Satire? Aber ich bitte Sie, Herr Allerweltsregierer, ist, eine Einzelgebühr von 20 Bf. erhoben. Auf den Fernidyllischen Heimat das Lachen verboten? Ich halte mir in tember sowie der Abänderung vom 11. Februar 1905 ent- es gerade flug gehandelt war, die unteren Polizeiorgane in eine haltenen Bestimmungen über die Benutzung der Fernsprech solche schiefe Lage der Bevölkerung gegenüber gebracht zu haben. diesen tiefernsten Seiten so gern mal die Seiten, lache in verbindungsleitungen zur Nachtzeit Anwendung. Im Ver. Der Grund der geradezu zu einer europäischen„ Berühmtheit" ge allen Tonarten, wie es gerade die Situation erheischt, a fehr mit Desterreich- Ungarn, Belgien und den Niederlanden wordenen Erfolglosigkeit unserer Polizei liegt nicht zum wenigsten jenes feltene, föstliche Lachen, das auf den Grund der Volks- find Abonnementsgespräche nicht zulässig. Als Nachtzeit in dem Verhalten dieser Organe dem Publikum gegenüber. jeele dringt, und noch öfter das andere, häßlich gellende, das gelten für den Orts- und Nachbarortsverkehr die Stunden grollend aus dem getretenen Boltsherzen heraufsteigt. Und von 10 Uhr nachmittags bis 7 Uhr vormittags, für den in- Bororte veranstaltet auch in diesem Jahre wiederum hygienische grollend aus dem getretenen Boltsherzen heraufsteigt. Und dazwischen gibt es noch so ein Mittelding, mit einem lachenden ländischen Fernverkehr die Stunden von 9 Uhr nachmittags Borträge, welche, wie nachstehend aufgeführt, stattfinden. Die und einem weinenden Auge. Sehen Sie, Herr Teufel, das bis 8 Uhr vormittags. ist das Lachen des Satyrs... Blutsverwandtschaft von Ihnen, he? Aha, jetzt lacht der Teufel felbst dazu! Aber Die Reichstagstommission für wenn Sie meinen, daß solche kleine niedliche Teufelei in Borlage betreffend die Ausdehnung des staatlichen jenem Staate, in dem Sie die besten Geschäfte machen, heut Draht- Radiotelegraphie lautet der offizielle interTelegraphie monopols auf die Telegraphie ohne zutage etwas windig ist, na schön, verkneifen wir uns die nationale Ausdruck besichtigte am vergangenen Freitag die Ferner werden in den Aulen der nachbenannten städtischen Geschichte. Schreiben wir mal feine Satire mit spitigem Telefunkenanlage in Nauen. Im weiten Wiesen- und Adergelände, Gemeindeschulen sprechen am Donnerstag, den 6. Februar cr., Stahlschwert. Nennen wir es hübsch unschuldig und harmlos abseits von der sich schnurgerade hinziehenden Berlin- Hamburger abends 8 Uhr, über das Thema:" Die geschlechtliche Ansteckung ein„ Märchen aus meiner lieben Heimat". Und damit ich Chauffee, steht ein eiserner Turm. Turm ist eigentlich nicht der und ihre Folgen" in der 247/252. Gemeindeschule, Rigaer mir den Stoff dazu suche, mich so recht herzlich auslachen richtige Ausdrud, denn was man in Ermangelung eines anderen Straße 81/82, Herr Dr. E. Adler; in der 240/254. Gemeindeschule, fann, haben Sie jetzt wohl die Gewogenheit, Herr Teufel, passenden Ausdrucks als Turm bezeichnet, ist in Wirklichkeit ein Waldenser Straße 25/26, Herr Dr. A. Nathan; in der 117/178. Gemich auf Ihren breiten Drachenflügeln dorthin zu tragen, eisernes Gestell, in welchem eine schmale, von allen Seiten sicht meindeschule, Eberswalder Straße 10, Herr Dr. E. Saalfeld; in wo ich die widerspruchsvollen Farben schwarz- weiß glücklich bare eiserne Treppe eingebaut ist. Dieses Gestell ist 100 Meter der 115/237. Gemeindeschule, Staliger Straße 55/56, err hoch und hat was dem Besucher zuerst auffällt gar teine Dr. J. Jacobsohn. im Rüden habe. recht erkennbare Basis. Dieses 100 Meter hohe Gestell ruht, um Am Freitag, den 7. Februar cr., abends 8 Uhr, ebenfalls über im Handumdrehen waren wir im himmlischen es gegen die Erdschicht zu isolieren, auf einer von einem Marmor. das oben genannte Thema:" Die geschlechtliche Ansteckung und Reiche. Der Teufel setzte mich sacht auf den gelben Boden blod getragenen Kugel, die nur einen Durchmesser von etwa drei ihre Folgen" werden sprechen in der 40/91/101. Gemeindeschule, nieder, machte mir einen Krapfuß und lachte so spißbübisch, Bentimeter hat. Gestützt wird das Gestell durch drei starke Eisen- Gneisenaustraße 7, Herr Dr. M. Marcuse; in der 81/109. Geso gellend, daß es tausendfach echote." Wer lacht da?" stangen, die in einer Höhe von 75 Metern befestigt sind. Oben sind meindeschule, Tilsiter Straße 45, Herr Dr. L. Lilienthal; in der hätten jegt in meiner über alles geliebten Heimat mindestens in einem Radius von 200 Metern zahllose Drähte gespannt, durch 118/127. Gemeindeschule, Bankstraße 8, Herr Dr. F. Bodländer; ein halbes Dußend Schußleute auf einmal gerufen. Wunder- welche der elektrische Strom in den Aether hinausgesandt und in der 228/279. Gemeindeschule, Pasteurstraße 5, Herr Dr. liches, glückseliges Land, dieses China! Nicht ein einziger andererseits die von anderen Radiostationen ausgesandten elet- E. St. W. Frank trischen Wellen aufgefangen und durch Uebertragung auf einen Am Mittwoch, den 5. Februar cr., abends 8 Uhr, spricht Herr Schußmannssäbel war weit und breit in der Runde zu er- Morfeapparat der Telegraphie dienstbar gemacht werden. Zur Er- Professor Dr. Gutmann in der 18. Gemeindeschule, Nehring bliden. Da hatten bei mir zu Hause närrische Leute erzählt, zeugung der erforderlichen Elektrizität dient ein Lenzscher Motor Straße 10 zu Charlottenburg, über das Thema: Auge und daß man in der unbeleckten chinesischen Kultur alle drei von 70 Pferdestärken. Der Erfinder der Telefunken, Graf v. Arco, Arbeit". Schritt über einen Henfer stolpere, und nun fonnte ich zum erklärte der Kommission in zuvorkommendster Weise alle Einzel- Am Donnerstag, den 6. Februar cr., abende 8 Uhr, spricht Empfange unserer ehrenwerten erotischen Persönlichkeiten heiten der Anlage. Als er in dem Raume, wo 300 Leydener Herr Dr. Tobias in der Gemeindeschule zu Lichtenberg, nicht mal einen einzigen Polizisten entdeden. Fragend blin- Flaschen aufgestellt waren, ungeheuren Funkenstrom Kronprinzenstraße 10, ebenfalls über das Thema: Auge und zelte ich meinen Teufel an. Aber der lachte bloß dazu. Dann spielen" ließ, ertönte ein so furchtbares Gefnatter und Ge- Arbeit". ratter, daß man für sein Trommelfell ernstliche Befürchtungen Gleichfalls am Donnerstag, den 6. Februar, abends 8 Uhr, wurde es plöglich schwarz vor meinen Augen, und als ich hegen mußte. Nachher telegraphierten die Beamten der Station spricht in der 2. Gemeindeschule zu Bankow, Grunowstraße, wieder Licht fah, war mein geschwänzter Reisemarschall ver nach der Station Norddeich an der Nordsee, 550 Kilometer in der Herr Dr. Loewy über das Thema: Röntgenstrahlen im Dienste schwunden. Neben mir breitete seine Neste ein weiter Park, Luftlinie von Berlin entfernt, und frugen an, was dort für Wetter der Chirurgie". der ganz so ausschaute wie daheim an der lieben Spree der fei. Die Antwort war nach Berlauf von wenigen Minuten zurüc Am Freitag, den 7. Februar cr., abends 8 Uhr, spricht Herr Friedrichshain, und einsam auf einem Baumstumpf saß ein und lautete, daß am Abend vorher Sturm geherrscht, der sich Dr. E Berger in der 9/10. Gemeindeschule au Rigdorf, Staiser. Telefunken. den die Die Zentralfommission der Krankenkassen Berlins und der Vorträge sind für jedermann unentgeltlich. Am Montag, den 3. Februar cr., abends 8 Uhr, spricht Herr Professor Dr. Madenrodt im Bürgersaal des Berliner Ratarbeitenden Weibes". hauses über das Thema:" Gesundheitsregeln des Friedrich- Straße 4 am Sermannplak, über das Thenta: Blind- bald merken, daß gerade bei Offizieren bicfe Rüdsicht Bon vielen, flug in die Sternenwelten, abends 7 Uhr über: Entstehen und beit und ihre Berhütung". Fahrern gewissenhaft geübt wird. Bergehen der Welten". Jm Montagvortrag, abends 9 Uhr wird In Tempelhof. Berliner Straße 9 int Wilhelmsgarten", Formell besteht ja für die Straßenbahner die Vorschrift, daß Die Beschaffenheit der Sonne" einer eingehenden Besprechung ( pricht am Freitag, den 7. Februar cr., abends 8 Uhr, Herr Dr. alle Fahrgäste gleichmäßig behandelt werden müssen. Die Direktion unterzogen. Alle drei Vorträge sind mit zahlreichen Lichtbildern A. Schlesinger über das Thema: Unfälle und Verlegungen". wird sich hüten, die Bevorzugung der Offiziere schwarz auf weiß ausgestattet. Mit dem großen Fernrohr wird am Tage die Ebenfalls am Freitag, den 7. Februar, abends 8 Uhr, spricht anzuordnen. Faktisch ist ihr aber eine solche sehr erwünscht. Sie Venus, abends Saturn und der Orionnebel beobachtet. in der Gemeindeschule zu Weißenfee, Langhansstraße 120, weiß sehr wohl, daß das Bürgertum, auch das liberale unferes Feuerwehrbericht. Die zweite Kompagnie hatte gestern abend Herr Dr. R. Richter über das Thema:" Geschlechtskrankheiten und Berlin, noch rückständig genug ist, jeden Offizier wie ein höheres auf dem städtischen Bauplatz an der Etralauer Allee 4( ant Cftthre Verhütung". Wesen zu bestaunen. Sie darf daher hoffen, daß jede Offiziers- hafen) einen Brand zu löschen. hafen) einen Brand zu löschen. Als die Feuerwehr antant, Ueber einen Bauunfall, der sich schon am Montag, den uniform, die in einem Straßenbahnwagen auftaucht, das Ansehen brannten zwei Geräteschuppen. Die Flammen konnten durch dieses Verkehrsmittels steigern und es den zahlungsfähigeren Ge27. Januar, ereignete, wird uns nachträglich berichtet: An diesem fellſchaftsschichten als„ nicht unstandesgemäß" erscheinen lassen fräftiges Wassergeben auf die Schuppen beschränkt werden. GleichTage stürzte ein Buber von der ersten Elage ab und fiel auf eine wird. Es ist bei der Straßenbahn ein ungeschriebenes Gesetz, zeitig hatte die Wehr in der Oppelner Straße 49 zu tun, wo Kohlen, umgekippte Starre derart unglücklich, daß ihm der Schädel gespalten daß ieder Angestellte, vom ersten Direktor hinab bis zum letzten Bretter usw. in einem Keller in Flammen standen. Ferner wurde wurde. Auf dem Wege zur Unfallstation starb der Bedauernswerte. Das Unglüd konnte nur passieren, weil die Schußvorrichtungen Rizenschieber, sich zu bemühen hat, Offizieren die Be- zu derselben Zeit ein Feuer aus der Marienburger Straße 21 gemeldet, das auf einem Klosett entstanden war. In der Alerander. nubung der Straßenbahn so angenehm wie fehlten. Zwei Stunden nach dem Unfall waren die Sicherheitsvorrichtungen angebracht. Das geht immer so: Der Brunnen wird möglich zu machen. Das muß jeder Schaffner, jeder Fahrer, straße 15 brannten Möbel und anderes und in der Kastanienjeder Kontrolleur wissen, und ieder hat sich danach zu richten. lee 73 Kohlen usw. in einer Küche. Außerdem mußten noch drei erft zugedeckt, wenn das Kind hineingefallen ist. Wo war übrigens und wehe dem Verwegenen, der einem Offizier Grund gibt, fich ohnungsbrände in der Beuthstraße 20, Dunckerſtraße 80 und am die Polizei, die die Aufsicht über die Bauten hat? darüber zu beschweren, daß er wie ein Zivilist behandelt Blanufer 92 gelöscht werden. Pferde, die infolge der Glätte gestürzt waren, mußten an mehreren Stellen aufgerichtet werden. worden ist! Arbeiter Samariterkolonne. Montagabend 9 Uhr, 2. Abteilung, Brunnenstr. 154, Vortrag des Herrn Dr. Hirsch über Bergiftungen, daran anschließend praktische Uebungen. Die Ermordung des Müggelseeförsters Schwarßenftein bleibt nach wie vor der Gegenstand eifrigster frimineller Nachforschungen. Wie mitgeteilt wird, hat Willi Schwarzenstein, der unter dem Verdacht steht, seinen Bater erschossen zu haben, bisher entgegen der Meldung einer Korrespondenz im Moabiter Untersuchungsgefängnis fein Geständnis abgelegt. Troz aller ihn schwer belastenden Beweise leugnet Willi Schwarzenstein jede Schuld an der Ermordung fcines Baters. Ein gefährlicher Kinderfreund treibt im Nordoften sein Unwesen. Beschrieben wird derfelbe 20-24 Jahre alt, 1,68-1,70 Meter groß, fchlant, Haare funkel, Geficht lang und groß, Augen dunkel, Nase dick und groß( Adlernase), gerade Haltung. Er trug, als er einmal gesehen wurde, Zeitschriften mit braunem Dedel, darauf grüne Etiketts und die Aufschrift Daheim" unter dem Arm, trägt also vermutlich für einen Resezirkel Hefte aus. Nach richten nimmt jedes Polizeirevier oder die Kriminalpolizei entgegen zu J.-Nr. 341 1v/ 48. 08. Icht worden. Ein entschlicher Unglücksfall hat sich gestern abend beim Bau der Untergrundbahn in der Mohrenstraße ereignet. Mehrere Arbeiter waren damit beschäftigt, tochenden Asphalt, der zum Bestreichen der Decken und Wände benutzt wird, von der Straße nach dem Tunnel zu schaffen. In großen Eimern wurde die Masse nach unten befördert. Giner der hochbeladenen Eimer entglitt unglücklicherweise den Händen eines Arbeiters und stürzte abwärts. Der ganze tochende Asphalt fiel nun auf den 38 jährigen Arbeiter Ernst Lehmann aus der Brunnenstraße. Der Hermite wurde furchtbar zugerichtet. Der Kopf und das Gesicht waren vollständig verbrannt, so daß das Fleisch in Feßen herunterhing. Ebenso war der Oberkörper bis zur Hälfte schwer verbrannt worden. In fast hoffnungslosem Zustand wurde der Verunglückte in die Charité eingeliefert. Donnerstagabend, 8% Uhr. im großen Saale, Dresdener Straße 45, großer Vortrag über Kurpfuscherei". Vortragender Dr. J. Hirschfeld, Mitglied der deutschen Gesellschaft zur Betämpfung des Kurpfuscheriums. Zur Illuftrierung des Vortrages wird ein reichhaltiges Material, welches seinerzeit als Sonderausstellung auf der Ausftellung für Hygiene großes Aufsehen erregte, ausgestellt werden Durch Mitglieder eingeführte Gäste haben Zutritt. Schöneberg. Vorort- Nachrichten. Kaufmannsgerichtswahlen Lifte C Denn man konnte diverse recht Ein Tobsüchtiger mit einem Dolch rief gestern in der sechsten Ein cigenartiger Unglüdsfall ereignete fich Freitag in der Abendstunde in der Botsdamer Straße unter den Baffanten Angst Wallstraße. Ein Automobilomnibus der Linie B schleuderte auf und Schrecken hervor. In der Nähe der Potsdamer Brücke stürzte Am heutigen Sonntag, nachmittags von 2-4 Uhr, finden dem glatten Asphalt und stieß dabei gegen einen Geschäftswagen der Firma Krauser, Köpeniderstraße. Infolge des Zusammen- fich ein unbekannter etwa 40 jähriger Mann plöslich mit gezüdtem im Rathause die Wahlen der Weisiger zum hiesigen Kaufmannsftozes stürzte das Pferd, der Scherbaum zerbrach und die Deichsel- Dolch auf einen vorübergehenden jungen Menschen und versuchte gericht statt. Zu diesem Zwed hatte der Bezirk Schöneberg des stange durchbohrte den Fußboden des Kraftwagens und drang so ihn niederzustechen. Gefchickt wich der Bedrohte dem Attentäter Zentralverbandes der Handlungsgehülfen und Gehülfinnen Deutschin das Wageninnere. Hierbei erlitt der Schaffner, der sich im aus. Mehrere Männer sprangen auf den gefährlichen Menschen lands am 13. Januar eine Versammlung nach dem Restaurant Moment des Unfalls in dem Automobil befand und von der zu und wollten ihn festnehmen. Er entschlüpfte ihnen jedoch und Lindenpark einberufen, in der Kollege Udo referierte. Die AntiSpitze der Deichsel getroffen wurde, eine Verlegung des linken eilte davon. Ginem vorüberfahrenden Chauffeur einer Automobil- semiten, auch Deutschnationale genannt, waren recht zahlreich anSchienbeins. Auch das Pferd des Geschäftswagens war leicht ver- broschke winkte er zu, damit er anhalte. Kaum war dies ge- geireten und anscheinend hatten sie auch ihre neuen Brüder, die schehen, so stürzte sich der Tobfüchtige auf den Chauffeur und Leipziger, gleich mitgebracht. Ueber einen schweren Automobilunfall, wobei drei Personen wollte auch ihm einen Dolchstich versehen. Ohne den Gefährdeten prononciert jüdisch aussehende Gesichter bemerken, und daß die erheblich verletzt wurden, wird uns folgendes berichtet: Der Fürst zu verlegen, ließ der Dolchstecher von ihm ab und eilte von neuem Träger dieser Gesichter den Deutschnationalen zuzuzählen seien, zu Hohenlohe- Dehringen hatte in seinem Automobil eine Ausfahrt davon. Als er sich nun auch noch auf eine ältere Dame stürzen wäre eine Bosheit zu behaupten, ebenso wie wenn man ſagen nach Halensee unternommen. Außer ihm befanden sich in dem Automobil noch die Gräfin von Lubraniece- Dombska aus der wollte, wurde er von einigen Bassanten ergriffen und erst nachdem wollte, Herr Bechly hat ein jüdisches Exterieur. Für Schöneberg Humboldtstr. 22 in der Kolonie Grunewald, sowie der Leibarat svei Bolizeibeamte hinzutamen, tonnte er gebändigt und davon reichte Herr Walz anscheinend nicht aus, man hatte aus Nürn des Fürsten. Als der Straftwagen am Kurfürstendamm entlang gebracht werden. Er wurde nach dem nahen Polizeirevier gebracht, berg Herrn Thomas mitgebracht. fahrend, die Bleibtreuftraße treuzen wollte, kam ein Drofchten wo er über seine Persönlichkeit allerhand wirre Angaben machte. automobil von der Bleibtreustraße angefahren und der Chauffeur Bermutlich handelt es sich um einen aus einer Jrrenanstalt entwollte in den Kurfürstendamm einbiegen. Der Führer des Auto- wichenen Geistestranten. mobils fonnte jest nicht mehr ausbiegen und so tam es zwischen geschleudert, wodurch die Scheiben zertrümmert wurden. Von den mit dem Schred davon fam. werden. Kollege Udo bekämpfte in seinem Referat die für Schöneberg aufgestellten gegnerischen Listen und soweit es sich um die Antisemiten und den Verband deutscher Handlungsgehülfen, Leipzig, den beiden Gefährten zu einem heftigen Zusammenstoß. Der Knopf verfaßtes Bühnenstüd:„ Dertrittiche Tag" zum ersten bände zu zitieren. Was sich diese Herren gegenseitig an BeschimpIm Theater an der Spree ging am Freitag ein von Julius handelte, hatte er nur nötig, die Zeitungen dieser beiden Vers Kraftwagen des Fürsten wurde dabei auch noch gegen einen Baum Male in Ozene. Ein Berliner Familienstüd nennt der Autor fungen und ehrabschneidenden Behauptungen leisteten, das ist dret Infassen wurden die Gräfin sowie der Leibarzt nicht uner- leine Schöpfung. Er führt uns in das Geschäft eines alten grob- nicht anders wie mit Sauherdenton zu bezeichnen. Herr Thomas heklich im Gesicht und am Stopf verlegt, während Fürst Hohenlohe Schlächtigen Luruspapierfabrikanten, des alten Witte, der fich aus von den Deutschnationalen, der ja während der letzten Reichstage fleinen Anfängen zum wohlhabenden Manne hinaufgearbeitet" wahl als antisemitischer Agitator in Eisenach figuriert haben Auch der Führer der Automobil- hat. Sein Sohn Frik hat sich entschlossen, die Tochter einer armen foll, erklärte mit schäzenswerter Offenheit, daß die jüdischen Mitdioschke hatte bei dem Zusammenstoß Berlegungen erlitten. Waschfrau zu ehelichen, welcher Entschluß ganz und gar nicht nach Merkt es Euch, getragen. An der Ede der Stubenrauchstraße kam es zwischen Schwiegervaters waltet. Gin weiterer Automobilunfall hat sich in der Kaiser- Allee zu dem Willen des Schwagers Wegener ist, der als Prokurist des glieder Fahrkarten nach Jerusalem erhalten. und handelt bei den Wahlen Dieser hatte zwar selbst nichts als einem Geschäftsautomobil eines hiesigen Warenhauses und einer Schulden in die Ehe gebracht, desto mehr aber Standesbewußtsein. dementsprechend. Die Leipziger hatten angefangen, in bezug auf Automobildroschke infolge des schlüpfrigen Asphaltpflasters zu Bon diesem Gesichtspunkte aus macht er nicht geringe Ansprüche die Frauenfrage einen etwas fortschrittlicheren Standpunkt eineinem Zusammenstoß. Einer der Chauffeure wurde dabei ganz an das Zeben, wobei ihm seine Frau, die Tochter des wohlhabenden zunehmen, aber die Verschmelzung der beiden Verbände wirft erheblich verletzt und mußte nach der Sanitätswache gebracht witte, getreulich sekundiert. Obwohl schließlich Friz den Wider schon Schatten voraus, zwei Schritte zurüd heißt es, der neue stand des alten Witte gegen die Heirat mit dem armen Mädchen antisemitische Bundesbruder will es. Die Diskussion hielt sich bricht, machen Schwiegerfohn und Tochter den neuen Eindring- auf dem Niveau der deutschnationalen Redner. Herr Thomas lingen ins Haus, der armen Waschfrau samt deren Tochter, das In der Bolts- Zeitung" tlagt jemand darüber, daß auf der Leben recht sauer und behandeln fie von oben herab. Das kommt spricht ja ſehr gewandt, aber es sind eben nur Worte, die sich Straßenbahnftrede Berlin- Tegel, die auch von Militärpersonen schon bei der Berlobung zum Ausbrud, mehr aber noch bei einer bemühen, zu drehen und zu deuteln. Nach Herrn Thomas kam ftart benutzt wird, Offiziere anders behandelt Geburtstagsfeier. Der Prokurist Wegener ist aber ein paffionierter gleich die 6. Garnitur in Person des Herrn Antisemiten Grabert werben als Zivilisten. Er habe dort die Beobachtung ge- Spieler und hat auch nur solche gesellschaftlichen Beziehungen. Der an die Reihe. Und als er anfing Dummheiten zu reden, provomacht, daß Kontrolleure den Offizieren nicht die Vorzeigung der dritte Att ist im wesentlichen einer Stritit der verruchten Spiel- sierte Herr Thomas die Sprengung der Versammlung. Herr Walz Billetts zumuteten. Mehrfach sei es ihm passiert, daß er unter leidenschaft gewidmet und im Schlußatt kommt es zum Zusammen war schon gegangen, vielleicht wollte er nicht der antisemitischen Offizieren der einzige Zivilist im Wagen war. Da habe der Kon- bruch des Geschäfts durch die Spielwut. Der fritische Tag ist da. Sprengkolonne zugezählt werden. trolleur nur von ihm die Vorzeigung des Billetts verlangt, aber Julius Stnopf hat es verstanden, eine Reihe hübscher Szenen einvon keinem der Offiziere. Einmal habe dieser Zivilist erklärt, zuflechten, aber der rechte Zusammenhang ist nicht hergestellt. Neue er werde das Billett nur zeigen, wenn auch die Offiziere genötigt Gedanken sind es auch nicht, die da benutzt werden. Wenn der würden, das zu tun. Er habe aber schließlich, um Ruhe zu haben, Abend mit einem Erfolg endete, so ist dies nicht zum wenigsten der dem Drängen nachgegeben. Das soll bermutlich heißen: der guten Darstellung der Künstler zu danken. Albert Blumenreich Kontrolleur blieb dabei, daß nur ein Zivilist kontrolliert zu gab einen urwüchsigen Fabrikanten, Frl Else Henze das um fichtige, einnehmende Lieschen und Josefine Dora die Berliner Waschfrau. Auch die übrigen Darsteller gaben ihr bestes. werden braucht. Der Offizier auf der Straßenbahn. nach dem Bund, der nur geschlossen sein kann, um zum Schuhfort Kollegen, könnt Ihr diese beiden Liften wählen, und gar der rückständigsten Gesinnung, zum Heim für die Reaktion zu werden? Kollegen, diese Verbände haben sich gegenseitig Pad genannt, die Führer nannten sich so, nun mag sich das Pac schlagen oder vertragen, aber wollt Ihr mitmachen, wollt Ihr den Listen dieser Verbände Eure Stimme geben? Denkt nach und Ihr werdet es nicht tun, sondern Eure Stimmen der Liste C geben, der Liste des Zentralverbantes. Charlottenburg. Gegen die Schanktonzeffionssteuer protestierten in einer am Die Klage, die da von dem kontrollierten Ziviliften vor gebracht wird. ist nicht neu. Im Vorwärts" sind ähnliche Beobachtungen über Bevorzugung von Offizieren auf der Straßenbahn Zeugengefuch. An der Ede der Veteranen- und Fehrbelliner mehrfach mitgeteilt worden. Jeder, der viel die Straßenbahn be- Straße wurde am Sonnabend, den 3. November, abends 11 Uhr nust, würde aus seinen eigenen Erfahrungen Beiträge hierzu ein Arbeiter auf Veranlassung eines Polizeihauptmanns von einem liefern tönnen. Zivilisten müssen sich gefallen lassen, daß der Polizeibeamten fiftiert. Aus diesem Anlaß ist ein Strafverfahren Stontrolleur sie behandelt, wie wenn sie allesamt Betrüger und entstanden. Es wird gebeten, daß die Zeugen dieses Vorfalles ihre Spizbuben wären. Es scheint, daß ein Kontrolleur, der die Reihe Adressen an Georg Haberkorn, Berlin, Rodenbergstr. 40 b. IV 31. Januar stattgehabten Versammlung die freien Gastwirte. Troßeinsenden. Es handelt sich um jenen Abend, da der Jandorfdurchkontrolliert hat und dabei einen einzelnen übergangen zu Boykott aufgehoben wurde und noch zahlreiche Personen in Un- dem sich eine beträchtliche Zahl nicht organisierter Gastwirte eins haben glaubt, von diesem fogar eine nochmalige Vorzeigung des kenntnis dieses Beschlusses sich in der Nähe des Jandorfschen gefunden hatte, ließ der Besuch der Versammlung doch zu wünschen Billetts verlangen darf. Wir kennen einen Fall, wo ein Konübrig. Lag das nun möglicherweise an der schnellen Einberufung trolleur fich nicht mit der Versicherung begnügte, das Billett sei Kaufhauses zusammengefunden hatten. der Versammlung, so darf andererseits nicht verkannt werden, daß ihm ja soeben vorgezeigt und von ihm kontrolliert worden, sondern Berliner Adressbuch. Der erste Nachtrag zum diesjährigen ein großer Teil der Gastwirte glaubt, daß bereits jede Gefahr, auf nochmaliger Vorzeigung bestand. Ein Offizier hätte, wenn Adreßbuch gelangt von heute ab zur Ausgabe. Derselbe enthält daß diese Steuervorlage Wirklichkeit werden könnte, beseitigt ist. wir nicht irren, das Recht" gehabt, dem frechen Kerl" auf der alle seit dem Erscheinen der Hauptausgabe angemeldeten Geschäfts- Man ist vielleicht der Meinung, daß mun, wo mit Ausnahme des Stelle den Degen durch den Leib zu rennen. Aber es versteht sich eröffnungen, Wohnungsverlegungen, Zuzüge von außerhalb usw. Referenten alle Redner von den Stadtverordneten in der Sizung von selber, daß fein Straßenbahnkontrolleur jemals die Glaub- und bildet somit eine wesentliche Ergänzung und Bereicherung des am 29. Januar fich mehr oder minder scharf gegen die Vorlage würdigkeit eines Offiziers bezweifeln und ihn dadurch in die Hauptbuches. Der Nachtrag wird in der Hauptexpedition des ausgesprochen hatten, an eine Annahme dieser Steuer nicht mehr " Notlage" versehen wird, zwecks sofortiger Reparierung seiner be- Berliner Lokal- Anzeigers", SW. 68, 3immerstr. 37-41, und in zu denten ist. Aber diese beschauliche Ruhe nach kurzem Stampfe schädigten Ehre von seinem Säbelvorrecht Gebrauch zu machen. dessen sämtlichen Filialerpeditionen an die Besizer der Haupt- ist recht gefahrvoll. Gewiß war die Mehrheit der StadtverordnetenEin Angestellter der Straßenbahn wird sich nicht mal der Gefahr ausgabe 1908 unentgeltlich verabfolgt. Der zweite Nachtrag, versammlung gegen die Vorlage. Doch wer weiß, ob sie es bleiben ausseßen, daß ein Offizier über ihn Beschwerde führt. Er darf welcher die weiteren Veränderungen, Umzüge usw. berücksichtigen wird?- Gegen eine fofortige Ablehnung der Vorlage sträubte da mit ziemlicher Sicherheit darauf rechnen, daß er den fürzeren wird, erscheint Anfang Mai. sich der Magistrat aufs energischste. Unter dem Appell an das sieht. Gewig gibt es manchen Straßenbahner, den aufrichtige Jm wissenschaftlichen Theater der Urania gelangt in dieser sonstige harmonische Verhältnis zwischen Magistrat und Bürgera Ehrfurcht treibt, vor jeder Offiziersuniform die Haden zusammen- Woche am Sonntag, Dienstag, Donnerstag und Sonnabend der vertretung bat der Oberbürgermeister aufs innigste wenigstens zureißen wie ein zwanzigjähriger Rekrut, den der Herr Leutnant Und siehe da! Die unentrregten mit zahlreichen farbigen Bildern und Wandelpanoramen ausgeanranzt. Aber zum großen Teil dürfte die Bevorzugung der ståttete Vortrag Kairo und die Pyramiden" zur Darstellung, Liberalen", von denen ein Redner in dem Gefühl festester Oppo= Offiziere auf der Straßenbahn doch wohl daraus zu erklären sein, während an den übrigen Tagen der Woche, also am Montag, niemals etwas wissen wollte, stimmten famt und fonders fition energisch betonte, daß ein liberaler Mann von dieser Steuer daß die Angestellten wissen, welchen Wert die Mittwoch und Freitag der, ebenfalls mit farbigen Bildern und für Ausschußberatung. Glaubt man nun aber, daß der Magiftrat Direktion darauf legt, Offiziere als Fahrdie nur als eine mit seiner ihnen selber winkt, wenn der Beschwerdeführer zweiten Kataratt" gehalten werden wird. Am Mittwoch und Sonn- Borlage vor die Tür gescht zu werden, ausbat? Das würde gleich ein Offizier ist. Von diesem Gesichtspunkte aus versteht abend finden nachmittags 4 Uhr Nachmittagsvorstellungen zu man denn auch manches, was man so auf der Straßenbahn be- fleinen Preisen statt und zwar wird am Mittwoch der Bortrag fein mit dem Geständnis des Magistrats, daß ihm eine Ausschußkomödie gerade recht wäre, seinen Rüdzug zu decken. Daran aber obachtet. hat schon mal jemand erlebt, daß einem Offizier, der frühlingstage an der Riviera" und am Sonnabend der Vortrag fann der Magiftrat nicht benten; er gibt seine Vorlage auch nicht als Ueberzähliger aufstieg, die Mitnahme verweigert wurde? Wir lieber den Brenner nach Venedig" wiederholt. haben einmal eine sehr charakteristische Szene mit angesehen. Ein werden nachstehende Vorträge gehalten: Dienstag Dr. C. Thejing auf und wird sich mit allen Mitteln bemühen, die Mehrheit .Die Darwinsche Theorie" Mittwoch Direktor O. Strell Die bes Ausschusses günstig für den Grundgedanken seiner Vorlage Schaffner mußte ein halbes Dubend Wartende, darunter zivei Donnerstag Professor Dr. Rathgen Gifen sein werden, läßt sich schon dadurch vermuten, daß ja die zustimmen. Und daß da die„ Liberalen" nicht von Stein und alte Männer, achselzuckend zurückweisen. Noch ehe er das Beichen jüngsten Motorballons" zur Abfahrt gab, bestieg ein junger Leutnant, der das gesehen" Lithium und Ammonium"- Freitag Konstruktionsingenieur Hälfte der Stadtverordneten aus Hausbesizern besteht. Die Hause haben mußte, mit der Miene absoluter Selbstverständlichkeit den. Keßner Moderne Massenfabrikation in der Eisenindustrie"-Wagen. Und der Schaffner Sonnabend Profeffor Dr. B. Donath Die musikalischen befizer aber würden die eigentlichen Nuznießer der Schanknahm ihn mit. Bekannt ist auch, daß den Offizieren, die einen Straßenbahnwagen während der Schwingungen starrelastischer Körper". Am Freitag spricht Herr fonzessionssteuer sein. Hierzu kommt die schon bei früheren Ge Fahrt besteigen wollen, von vielen Fahrern ein besonderes Ent- Dr. Ristenpart im großen Hörsaal der Urania- Sternwarte überlegenheiten bewiesene Unzuverlässigkeit der" Liberalen" magistrat gegenfommen bewiesen wird. Stein Fahrer hat nötig, aus solchem lichen Wünschen gegenüber. Von Anfang an war die liberale Mars, eine zweite Erde". Fraktion in dieser Frage gespalten. Die Aussichten des Magistrats mit seiner Vorlage doch noch Entgegenkommen zu finden, find durchaus nicht so troftlos. Wenn auch schließlich die Vorlage nicht Grunde die Fahrt zu verlangsamen. Wer aber mal in der Nähe Auf der Treptowsternwarte spricht Direktor Dr. Archenhold von Kasernen ein bißchen auf diese Dinge achten will, der wird am Sonntag, den 2. Februar, nachmittags 5 Uhr über: Gin Aus Lichtenberg. In der vorliegenden Form angenommen werden kann, so ist nicht| Raten zum ersten Ausbau Ser Kanalisation int Anleihefvege auf-| daß am Anfang des Geschäftsjahres 1908 1256 Mitglieder ausgeschlossen, daß mit bestimmten Aenderungen eine erneute Vor- genommen werden. Es werden außer den jetzt schon vorhandenen vorhanden sind. Der Kassenbericht vom Genossen Heinze Tage zustande komunt, vor der die liberale Oppositionswut schwindet. Mitteln als erste Rate 500 000. gebraucht. Zur Aufnahme weist eine Einnahme von 3414,17 M. und eine Ausgabe von Jedenfalls haben weder die Gastwirte noch andere durch diese dieses Betrages gibt die Vertretung dem Vorstand die Ermächti- 3240,02 9. auf. Die Zentralfasse erhielt 2433,87 M. Die ParteiSteuer in Mitleidenschaft gezogene Streise Ursache, sich mit dem gung. Nach Erledigung einiger kleinen Vorlagen wurde die öffent- spedition hatte 1025 Vorwärtslejer. Die Einnahmen der Spedition bisherigen Resultat der Dinge zufrieden zu geben. So lange die liche Sigung geschlossen. beliefen sich auf 16 024,37 W., die Ausgaben auf 15 682,- M. Steuervorlage des Magistrats nicht endgültig erledigt und abgetan Das Begräbnis der im Alter von 67 Jahren verstorbenen Ge- Unter den Ausgaben find 500 M. als abgeführter Ueberschuß an die ist, sollte die Protestbewegung gegen die Stonzessionssteuer für noffin Frau Otto findet heute nachmittag um 3½ Uhr pünktlich Vereinskaffe mit eingerechnet. An den Bericht knüpft sich eine längere teinen Augenblid unterbrochen werden. statt. Zahlreiche Beteiligung besonders der Genossen erwünscht. Disfuffion. Genoffe Hilligen bemängelte, daß zu wenig öffentliche Zum Gerüsteinsturs an der Charlottenburger Brücke. Die Die Teilnehmer treffen sich in der Stehbierhalle Klause, Haupt- Bersammlungen abgehalten wurden. Dem traten jedoch die Genoſſen Baugerüftfirma Janide, Uhlandstr. 110 in Wilmersdorf, teilt uns, straße. Woit, Nieke, Keßner und Dittmannt entgegen. Die Neuwahl der bezugnehmend auf unsere Rotiz in der Mittwochnummer, mit, daß Funktionäre zeitigte folgendes Resultat: 1. beztv. 2. Vorsitzender die das zum Gerüstbau verwendete Holz von der betreffenden KomGenossen Woit und Levefre, Kassierer Heinze, Stellvertreter Siegner, mission für einwandsfrei gehalten worden sei. Auch habe Prof. Schäbe nicht darauf hingewiesen, daß die Gerüste verankert werden Herren 1. Bürgermeister Ziethen, 2. Bürgermeister Dr. Unger und lung die Genoffen Kegel, Herm. Lehmann, Block und Beige. In der lebten Stadtverordnetenversammlung wurden die Schriftführer Otto Rudolf, Beisiger Herm. Damm. Revisoren: Werner, Sterkow, Werth. In die Rokalfommiſſion belegierte die geringe müßten, fondern nach feiner Ueberzeugung sei der Einsturz auf Stadtbaurat Snipping einstimmig zu befoldeten Mitgliedern des Bum Spediteur wurde wieder Genoffe Woit bestimmt. Mitglieder den furchtbaren Sturm zurückzuführen. Der Schaden soll sich auch Magistrats gewählt. nicht auf 30 000 m., sondern auf 5000 M. belaufen. Sodann vervollständigten die Erst- und der Zeitungskommission wurden Dillan, Gustav Müller und Nickel. Wie aus unserer Notiz hervorging, haben wir über diesen Vor- tanten des Befihes. Die 3. Klaffe wurde ostentativ übergangen. Dammvorstadt: Paul Neuendorf: für die Niegervorstadt: Fr. Göze; Zweitklassigen den Magistrat durch Ernennung von 8 Repräsen- Als Bezirksführer fungieren für die Altstadt: Richard Schulz; für die gang laut Blättermeldung berichtet. Dem Haufen Volf zeigt die exklusive Gesellschaft der Grundstücks- für die Köllnische Vorstadt: Heidbeck. Als Delegierte zur nächster Elternverein für freie Erziehung. Verein reier spetulanten. daß es" nir to feggen het". Es darf für die Herr- Kreisgeneralversammlung wurden die Genossen Jahnke, R. Nicke Kindergarten. Mittwoch, den 5. Februar, findet abends schaften die Stimme abgeben, damit basta! Beschlossen wurde, gegen und Göze bestimmt. Einen weiteren Vertreter bestimmt der Vor8 Uhr im Voltshause, Rosinenstr. 3, der zweite öffentliche die Verfuche, die Volksschulferien zu verkürzen, durch Absendung stand, Für die am 3., 4. und 6. Februar stattfindende Ersazwahl Glternabend statt, an welchem der frühere Voltsschullehrer einer Betition zu petitionieren. Herr Kohde einen Vortrag halten wird über: Die Schulerziehung und ihr Einfluß auf die häusliche Er ziehung". Danach Diskussion. Um recht zahlreichen Besuch trird gebeten. Wilmersdorf. Städtisches Rettungswesen. Erkrankungen ist in Wilmersdorf in städtische Verwaltung über Die Ausübung der ersten Hülfe bei Unfällen und plöblichen nommen worden und ist vom 1. Februar dieses Jahres ab nach neuen Gesichtspunkten, die in Gemeinschaft mit den Vertretern der Merateschaft festgelegt wurden, ins Leben getreten. Das Wesentlichste bei dieser Organisation, die der Feuerwehr angegliedert ist, besteht darin, daß der Verletzte nicht, wie bisher üblich, mit meist ungenügenden Transportmitteln zu einer Unfallstation oder Rettungswache gebracht wird, wodurch die Verlegungen oft verschlimmert werden; dem Berlebten soll vielmehr am Orte des Unfalles selbst auf schnellstem Wege Hülfe zuteil werden. Die Organisation wird am deutlichsten durch Schilderung des Vorganges bei einem Unfall erläutert. Tritt ein Unglüdsfall ein, so soll der Feuerwehr hiervon sofort telephonisch Mitteilung gemacht werden. Es steht hierzu das Reichstelephonamt Wi 526 foivie die Telephone an den öffentlichen Feuermeldern, zu denen alle Schuhleute Schlüssel haben, zur Berfügung. eintrifft. Die Feuerwehr entfendet sofort den automobilen Strankenwagen mit alvei als Samariter ausgebildeten Leuten und den er forderlichen Verbandsmaterialien und chirurgischen Instrumenten zur Unfallstelle und ruft den dieser Stelle zunächst wohnenden Arzt telephonisch zu Hülfe. Ist der erste Arzt nicht zu Hause, so wird der dem nächst wohnende angerufen usw. Da die Aerzte in Wilmersdorf sehr dicht über den Ort verstreut wohnen, ist anzunehmen, daß in kürzester Zeit ein Arzt bei dem Berunglückten Der Arzt leistet nun dem Verunglückten die erste Hülfe, wobei ihn die Samariter der Feuerwehr unterstüßen. Darauf wird der Berunglückte mittels des Automobilkrantenwagens nach seiner Wohnung oder nach dem Krankenhause gebracht. Diese Einrichtung ist aber nicht nur zu Hülfeleistungen bei Unfällen geschaffen, sondern sie soll auch dann in Straft treten, wenn bei plötzlichen Erkrankungen sofortige ärztliche Sülfe drin. gend notwendig ist; die Feuerwehr wird nach ihrem Blane sehr bald den nächsten Arzt herbeirufen können, und der Automobilkrankenwagen soll auch dann zur Verfügung gestellt werden, wenn zur Ausführung einer dringenden Operation eine fofortige Ueberführung in ein Krankenhaus notwendig ist. Ausgeschlossen vom Transport sollen nur alle mit ansteckenden Krankheiten behafteten Personen bleiben. Es werden die ortsüblichen Gebühren berechnet. Groß- Lichterfelde. T Der Verein der Lehrlinge, jugendlichen Arbeiter und Arbeiterinnen bei Preuß, Magazinstr. 17. Berlins und Umgegend. Abteilung 4: Heute nachmittag 13 Uhr bei Krüger, Gubenerstr. 43. Abeilung 16: Heute nachmittag 3 Uhr Briefkaften der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet Lindenstraße Nr. 3, zweitet Buchftabe und eine Zahl als Wierkzeichen beizufügen. Briefliche Antwort „ Erlag einer Geschäftsordnung" bekundete die Mehrheit derer von zur Stadtverordnetenversammlung stellte die Versammlung den Ge" Bildung, und Besit nochmals, daß sie Bosheitspolitik treibt. nassen Arbeiter Emil Wißler, Kaiser- Friedrich- Straße 2 auf. unserem Antrage, die regelmäßigen Versammlungen am Freitag diesmalige Wahlkampf wird schärfer werden der Reichslügenstattfinden zu lassen, weil die Wahl des in Aussicht genommenen trat Schluß der Versammlung ein. verband macht mobil. Nach Erledigung einiger Angelegenheiten Dienstag uns die Wahrnehmung der Geschäfte außerordentlich trat Schluß der Versammlung ein. erschweren würde, versagte man ohne Begründung die Zustimmung, und das, obwohl Rechtsanwalt Schachtel( lib.) betonte, man lohalerunser Wille ist die Begründung! so dachten die Repräsentanten weise unserem Antrage zustimmen müsse. Zum Sudud diese Loyalität! der besseren Gesellschaft und sie zeigten den Sozialdemokraten, was sie tönnen. Etwas erregt wurde dann selbst bei den Bürgerlichen die Stimmung, als einem der ihren beim Punkt„ Krankenhausbau" das Geständnis entschlüpfte: ich halte die Errichtung eines Krankenhauses für überflüssig. Herr Roll verwahrte sich dagegen, daß das Sof. dritter Eingang, vier Treppen, He Fahrstuhl die Ansicht der Mehrheit der Bürgerlichen sei. Für diese sozial- wochentäglich abende von 7 bis 9½ Uhr statt. Geöffnet 7 Uhr. politische Salvierung entschädigte man sich beim nächsten Punkt Sonnabends beginnt die Sprechstunde um 6 Uhr. Jeder Anfrage ist ein der Tagesordnung. Unsere Genossen hatten eine Interpellation wird nicht erteilt. Gilige Fragen trage man in der Sprechstunde vor. vom Genossen Spiekermann begründet wurde. Bürgermeister tönnen, noch auch nach der Abrede, die Sie mit dem Wirt getroffen haben, betreffend Jnangriffnahme von Notstandsarbeiten eingebracht, die A. G. 100. Sie würden weder einen Abzug von der Miete machen Biethen sprach sich nicht grundsätzlich gegen die kommunale Arbeits- Aussicht haben, in einem Schadenersahprozeß zu gewinnen. Ein Recht, losenfürsorge aus, aber es lägen zurzeit gar keine Arbeiten vor, ohne Einhaltung der Kündigung die Wohnung zu berlassen, steht Ihnen bei denen eine größere Anzahl Arbeitsloser eingestellt werden könnten. nicht zu. W. 27. Am besten ist es, Sie Genosse Düwell ging dann noch näher auf die Materie ein, be- geben das Geld auf die Spartaffe. Dort ist es sicher und bringt 3 Broz, leuchtete sie vom sozialen und volkswirtschaftlichen Standpunkt. während der Zinsfuß auch bei einer sicheren Bank schwankt. 3. S. 103. Die Und die Bürgerlichen? Sie wußten nichts zu sagen Ein Ausländer( Nichtdeutscher) hat tein Recht auf Naturalisation. Sache war ihnen zu gleichgültig, um deswegen auch nur den Mund einen dahingehenden Antrag stellen, so richten Sie diesen an das Polizei: Naturalisation hängt von dem Ermessen der Behörde ab. Wollen Sie aufzutun. Wenn sie sich dabei in den Glauben wiegen, die An- präsidium. Für den Fall, daß dem Antrage stattgegeben wird, beträgt die Katzenfelle 7. Uns nicht bekannt. D. R. 11. gelegenheit würde sie nicht mehr behelligen, dann dürften sie noch Gebühr 50 M. Klagen. Sie eventuell gegen denselben auf Unterlassung der unangenehm enttäuscht werden. Ihre Majorität können sie zur Rein. R. K. Nein. Vergewaltigung der Minorität ja mißbrauchen, aber sie können Behinderung Ihres Gewerbes und auf Schadenersak. nicht die Erörterung ihnen unangenehmer Fragen verhindern. Und S. M. 19. Sollten Sie in der Tat einen Strafbefehl erhalten, so te werden auch erfahren, daß sie durch Wahl des uns unbequemen Dienstag als Verhandlungstag bei uns nicht das Verlangen ausgelöst haben, die Vorlagen schnell, ohne gründliche Beratung durchzupeitschen. Boffen. oder die Mit 1034 Mark flüchtig geworden ist der in der Deutschen Buch- und Kunstdruckerei beschäftigte Heizer Rauter. R. erhielt vom Direktor Wagner obige Summe, um dieselbe bei der Boft einzuzahlen. Als er nach Ablauf einer Stunde nicht zurückkehrte, fragte man telephonisch bei der Post an; von hier wurde der Bescheid, daß kein Bote dagewesen sei. Eine Nachfrage in seiner daß Rauter mit dem nächsten Zug nach Berlin gefahren ist. Wohnung führte zu demselben Ergebnis. Später stellte sich heraus, Stralau. F. B. N. 15. Ja. legen Sie sofort Einspruch dagegen ein und teilen uns den Wortlaut der Strafverfügung und den Termin mit, damit wir von der furiofen Berhandlung unsere Leser gebührend in Kenntnis jeten tönnen. Leiber ja.- 3. 3. 2. Nach der herrschenden Rechtsprechung ja.- E. D. 8. 40. M. 35. Eine Unfallrente würde nur dann für die Witwe und die Kinder durchzusehen sein, wenn der. schwierige Nachweis geführt würde, daß der Tod in ursächlichem Zusammenhang mit dem Unfall steht. Borhagen 78. Sie find im Irrtum. Der Mietsstempel wird für die Beit von 1. Januar bis 1. Januar bezw. für den in diese Beit fallenden Teil des St. 84. Ihre Tochter soll beim StaufmannsMietsvertrages gezahlt. gericht auf Bahlung des Lohnes flagen. Der Abzug vom Lohn ist durch aus ungerechtfertigt, auch für das Manko bat Ihre Tochter nur zu haften, O. W. 50. 1. Ja. 2. Nein. enn ihr ein Berschulden zur Laſt fält. Abonnentin 2. Steineswegs, Au dergleichen Anpreisungen sind ledig, lich Schwindel.- Bautow 10. Nur falls Annahme vorhanden ist, daß die Betreffende der Armenpflege anbeimfallen würde. Genoffe N. Wenur der Bermieter feine Wohnung verlegt, so hört der Schlafstellenvertrag auf, falls er nicht für die neue Wohnung ausdrücklich geschlossen wird. In der gutbesuchten Generalversammlung des Wahlvereins er. R. 24. Schadenersatz seitens der Mutter, ebenso Anspruch auf Sie können aber vollen stattete der Borsigende und der Kaffierer den Jahresbericht. Die Schmerzensgeld hat wenig Aussicht auf Erfolg. Mitgliederzahl stieg von 172 am 31. Dezember 1906 auf 250 am Schadenersaz insbesondere auch für die Entstellung mit Aussicht auf Erfolg 31. Dezember 1907; die Zahl der Vorwärts"-Abonnenten in dem 2. B. 361. 1. Etwa 20 W. monatlich werden als angemessen erachtet. W. 5. Sp. Ja, falls der Inhalt nicht strafbar ist. geltend machen. Die letzte Mitgliederversammlung des sozialdemokratischen Wahl- felben Zeitraum von 217 auf 276. Deffentliche Bersammlungen 2. Die vollen Entbindungstoften sowie die Sechswochenkosten können Sie vereins hatte sich hauptsächlich mit den Vorbereitungen zur wurden vier, Mitgliederversammlungen acht abgehalten. Der Besuch beanspruchen. 3. Der Bater hat kein Recht auf Herausgabe des außer Lommenden Gemeindewahl zu befaffen. Genoffe Wenzel hob dabei der ersteren war ein guter, während der Besuch der Mitglieder ehelichen Stindes. R. K. 4. Ihre Birtin ist im Recht. u. a. die Schwierigkeiten hervor, welche das Privileg der An- verfammlungen zu wünschen übrig ließ. Der Vorstand erledigte A. M. 16. 1. Die Silage wäre aussichtslos. 2. Sie könnten auf geseffenen" bei den diesmaligen Wahlen der Partei am Ort bereite. feine Geschäfte in elf Sigungen. Flugblattverbreitungen fanden vier Bahlung flagen und später, wenn die Erbschaft dem Betreffenden zugefallen Bon den vier auf die dritte wählerklaffe entfallenden Gemeinde- statt. Der Stassenbericht zeigt eine Einnahme von 1465,31 M. und ist, die Pfändung vornehmen. 3. Rein. M. 2. Sie sind zur Anvertretern müßten nicht weniger als drei zu den„ Angesessenen" eine Ausgabe von 1189,70 M. An den Streis wurden 730 M. ab-.. 5. Ohne Kenntnis der Statuten sind Ihre Fragen nicht zu bemeldung verpflichtet. C. m. 40. 1. und 2. Mein. 3. Ja. gehören. Der einzige Grundbefizer Genosse Neumann, der dem geführt. Für Agitation im Orte und auf dem Lande wurden antworten. R. H. O. Nach der herrschenden Pragis braucht die AusBerein angehöre, habe sich bereit erklärt, die Kandidatur zu über- 459,70 m. verausgabt; hiervon entfallen auf die Reichstagswahl allein zahlung erst nach Eingang der Beträge erfolgen, indessen ist trozdem zu nehmen. Inzwischen werde der Vorstand auf Mittel und Wege finnen, 253,89 M. Die Neuwahl des Vorstandes ergab folgendes Resultat: einer Klage auf fofortige Bahlung zu raten. Emil 100. 1. Sie müßten ob bis zum Tage der Wahl die Qualifikation als„ Angefeffener" für erfter Vorsitzender: Wessel; zweiter: Zippert; Raffierer; Gundlach; auf Herausgabe des Buches flagen. Teilen Sie außerdem der Sparkasse noch zwei weitere Kandidaten zu erreichen fei. Hierauf wurde Genosse Schriftführer: Braun; Revisoren: Aue, Müller, Koffin; Lofal- mit, daß Sie das Buch sperren. 2. Steineswegs. B. 48. Schmaler und Reumann, Vergolder, Steinäderstraße 24, als vierter Kan- fommission: Voigt, Storr, Walter; Zeitungskommission: Aue. Als gröber. 23. M. 3. Eine folche Verfügung ist nicht anwendbar. Als Delegierte zur Streis- Generalversammlung Delegierte zur Streisgeneralversammlung und Verbandsgeneral. wurden die Genoffen Hecht, Senst und Otto Wenzel gewählt. Zu versammlung wurden gewählt: Wessel, Petersdorf, Ständer und einer lebhaften und von Begeisterung getragenen Diskussion gab die als Erfagmann Buck. Berzirksführer: 1. Bezirk: Helweiß und Bud; Bahlrechtsfrage in Preußen Aulaz. Im Verlauf dieser Debatte, an 2. Bezirk: Wellhausen; 3. Bezirk: Koffin. Bum 8wed befferer welcher sich die Genossen Ziege, Kalisti, Wenzel beteiligten. wurde agitation in den Landorten wurde eine sechsgliederige Kommission allerseits mit Nachdruck darauf hingewiesen, daß unter allen Um eingefeßt, bestehend aus den Genoffen Aue, Buck, Weffel, Storr, ständen der Kampf in verstärktem Maße fortgeführt werden müsse, Wenzel und Aschendorf. Beschlossen wurde ferner eine Bibliothet bis das Ziel: das allgemeine, gleiche, direkte und geheime Wahl zu beschaffen; hierzu wurden 200 m. bewilligt. Nachdem der Vorrecht in Preußen, erreicht sei. ftpende die Genossen aufgefordert hatte, fich rege an allen ParteiZehlendorf. arbeiten zu beteiligen, wurde die Versammlung geschlossen. Köpenick. bibat nominiert. " Wenden Anonym 86. Otto Nonne. Die Stempelgebühr ist alljährlich für die Zeit von Januar bis Januar zu zahlen. Liegt tein schriftlicher Mietsvertrag vor, ist auch eine Jahresmiete nicht vereinbart, sondern lediglich eine Monats miete, so fann bis am 15. zum 1. gekündigt werden. E.. 1890. Ja. 23. G. 139. Nein, auf Ihren Antrag fann Ihnen aber Stundung erteilt werden. St. 111. 1. Der Wortlaut des uns nicht mitgeteilter Testaments ist entscheidend. 2. Nein. D. E. Beantragen Sie beim eine Stlage auf Schadenersah aussichtslos fein. Gewerbegericht, der Sache Fortgang zu geben. 2. G. 14. Leider würde Ihnen genannten Staffe beizutreten raten wir Ihnen dringend ab. Wegen 5. G. 100. Der von einer etwaigen anderen wenden Sie sich an Genoffen Simanowski, Engel ufer 15. D. S. 12. Sie müßten gegen die Fran Zahlungsbefehl in Höhe des Darlehns bei Gericht beantragen oder eine Darlehnstlage an Aus der Gemeindevertretung. Die erste Vorlage betraf den ftellen. 3. 82. Ein polizeiliches Verbot besteht nicht. Indessen Erlaß der Gebühren für polizeilich angeordnete Desinfektionen. Die Stadtverordneten- Erfahwahl in der dritten Abteilung fann in der von Ihnen bezeichneten Handlung grober Unfug erblickt Herr Thornton als Berichterstatter erkannte an, daß es ein Un- für den Genossen Karl Seidel findet in dieser Woche statt. Es werden. Parteigenosse 7. Klagen Sie auf Grund des An recht und eine Härte fei, wenn eine Familie von schwerer Krank- wählen die Wähler der Altstadt und der Camm- Vorstadt am erkenntnisses, beim Amtsgericht auf Bahlung gegen das Chepaar. E. M. 1. Das kann der Verein halten wie cr will. heit befallen wird, sie dann noch die Kosten tragen solle für die Montag, den 3. Februar, im Stadttheater", Friedrich.. Sie müßten zuvor der Wirtin mitteilen, daß Sie ziehen werden. polizeilich angeordnete Desinfektion. Da sind wir einmal in der straße 6. Die Wähler der Sießer Vorstadt wählen am Diens6. M. 45. Sie können den Jungen aus der Erziehungsanstalt angenehmen Lage, Herrn Thornton beipflichten zu können; nur tag, den 4. Februar, im Lofale von Ludwig( Inhaber: wieder herausnehmen, wenn nicht etwa ein gerichtlicher Beschluß vorliegt. scheint uns unsere Meinung über diese Frage schon etwas älteren R. Haustnecht), Dorotheenstr. 1. Die Wähler der Kölnischen Vor- Often 11. 1. Nein. 2. Uns nicht bekannt. 61. 2. 2. 1. u. 2. Die Datums zu sein als die des Herrn Th. Doch Streit beiseite, freuen fiadt wählen am Donnerstag, den 6. Februar, im Lofale Gerichts- und Anwaltstoften richten sich nicht nach der Zahl der Termine. wir uns über die allerdings nur im Prinzip erfolgte An- von L. Scheer( Wilhelmsgarten"), Rudower Straße 1. Die Etwa 3 M. Anwalts- und 5 M. Gerichtsgebühren könnten in einem folchen nahme des Antrages. Gemeindevertreter Jänide teilte mit, daß Stimmabgabe findet an allen drei Tagen: nachmittags von 5 bis alle erwachsen. 3. Wer nach bestem Wissen und Gewissen etwas Under Vertreter Grünewald in einer Eingabe an die Bertretung be- 8 Uhr statt. Sollte jemand verhindert sein, sein Wahlrecht an den richtiges beeidet, macht sich nicht strafbar. Anders liegt es, wenn etwa Fahrs ontragt, ihn wegen Mangel an Zeit von allen seinen tommissa- ersten beiden Tagen auszuüben, so kann derfelbe noch am letzten Bor folchen Bereinen fönnen wir nur dringend warnen. läffigkeit vorliegt. G. O. H. N. 1. Lager. 2. Kurz. Treptow 100. rischen Aemtern auf ein Jahr zu befreien. Der Antrag wird bis Tage seine Stimme abgeben. Wer bis 8 1hr seine Stimme nicht sie fich direkt an einen Anwalt. W. W. 1. Ja. 2. Nein. nach den Neuwahlen zurückgestellt. Wir sind ja der Meinung, daß abgegeben hat, geht seines Wahlrechts verlustig. Es empfiehlt sich, die Hauptarbeit der Gemeindevertretung in den Kommissionen zu die etwa vom Magistrat zugestellten Einladungen zur Wahl mitAmtlicher Marktbericht der städtischen Markthallen Direktion über leisten ist; und wenn ein Vertreter angeblich aus Mangel an Zeit zunehmen. den Großhandel in den Zentral- Markthallen. Marktlage: Fleisch: nicht in den Kommissionen mitarbeiten kann, so sollte er lieber Arbeiter, Parteigenossen! Wir sind seit Jahren daran ge- Bufuhr schwach, Geschäft rege, Preise unverändert. Wild: Zufuhr gea fein Amt als Vertreter niederlegen. Als Staffage für die öffent- wöhnt, daß fein Gegenfandidat aufgestellt war; daher haben eine nügend, Geschäft wenig lebhaft, Breise wenig verändert. Geflügel: lichen Eibungen wäre er dann auch zu entbehren. Hierauf be- Anzahl Wahlberechtigter auf die Ausübung ihres Wahlrechts ver- zufuhr reichlich, Geschäft stid, Breiſe befriedigend, bei Hühnern gedrüdt. schäftigte man sich mit der Umwandlung des Hauses Potsdamer- zichtet, und so tam es, daß von über 3000 eingeschriebenen Wählernie: Bufuhr mäßig, Geschäft ziemlich rege, Breje wenig verändert. straße 8 für die Zwecke des Amtsvorstandes. Die Kosten von nur etwa 1000 von ihrem Stimmrecht Gebrauch machten. Das 6 ft und Südfrüchte: Bufuhr genügend, Geschäft still, Preise jajt Butter und Käse: Geschäft ruhig, Preise unverändert. Gemüse, 11 500 M. sollen aus Anleihemitteln entnommen werden. Nach darf nicht wieder vorkommen. Wie verlautet, stellt uns der nanächste Bunft betraf die Vergebung der Arbeiten und die Be- tionale Bürgerverein, der gleichzeitig Mitglied des Reichsverbandes nächste Bunkt betraf die Vergebung der Arbeiten und der Be- zur Bekämpfung der Sozialdemokratie ist, einen Standidaten entschaffung des Materials für die Kanalisation. Danach soll der gegen. Es muß daher jeder seine Pflicht erfüllen, und die Lauen Gemeindevorstand ermächtigt werden, die Arbeiten und Lieferungen müssen aufgefordert werden, unbedingt ihr Wahlrecht auszuüben. Im öffentlichen oder beschränkten Submissionsverfahren zu ber- Dann wird der Erfolg für uns um so größer sein. geben. Die Vorlage des Vorstandes und des Baurates wird an genommen. Bei der Debatte sprach Herr Voigt den Wunsch aus, Mit der Berichterstattung der Funktionäre beschäftigte sich die daß bei den Arbeiten möglichst Zehlendorfer Unternehmer berüd- am Dienstag abgehaltene Wahlvereinsversammlung. Dem Berichte sichtigt werden, während für die zahlreich vorhandenen Arbeits- des Vorstandes, welchen Genosse Woik erstattete, ist au entnehmen, Swinemde 740 GB 65alb bd.- 0 Haparanda 730 N lofen auch nicht ein Vertreter auch nur ein Wort vorbrachte; weder daß im Berichtsjahre 9 Vereinsversammlungen, 3 öffentliche Ver- amburg 739 2323 6 bedeckt Herr Nienkemper, der Mann mit dem„ warm empfindenden Herzen fammlungen im Orte, ohne die der Wahlbewegung zur Reichstags Berlin für die Arbeiter", wie er sich vor sechs Jahren einmal nannte, noch wahl statifanden. Zur Wahlbewegung selbst fanden im Orte zwei Franff.a M 752 2 Herr Thornton, der vor erst zwei Jahren versprach, energisch für Versammlungen und im Agitationsbezirk 6 statt. Der Wahlrechts- München die Interessen der Arbeiter einzutreten. Man sieht, Versprechen fampf geitigte im Berichtsjahre 1 Versammlung. An Sigungen Bien und Halten find bei diesen Vertretern diametral entgegengeseite wurden 27 abgehalten. Agitationstouren fanden inklusive die der Begriffe. Wir werdens zu deni llebrigen legen. Nach der nächsten Reichstagswahl 8 statt. Die Mitgliederbewegung ist folgende: Berlage sollen 2 Millionen Mark in den dem Bedarf entsprechenden Anfang des Jahres 976; Neuaufgenommen 355; Ausgetreten 76, so Berantwortlicher Redakteur: Georg Davidsohn, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts unverändert. Witterungsübersicht vom 1. Februar 1908, morgens S thr. Stallonen Barometer. Better Stafionen 745-52 Swolfen! 3 bedeckt 753 S 75123 Better Zemp. n. E 6. 2 heifer 20 2 bedeckt 5 bedeckt 5 wolkig 766 NNW 757 ND 750 NNA 3 bedeckt 81624 1 Petersburg 747 SCD -0 Scilly 1 lberdeen 7 bedeck Baris 4 bedeckt 3 Wetterprognose für Sonntag, den 2. Februar 1908. Etwas tälter, vielfach heiter, jedoch sehr unbeständig mit Schnees oder Graupelschauern und starten, später abnehmenden nordwestlichen Winden. Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW, H. Greifenhagen Nacht. Brunnen- Strasse 17-18. Montag bis Sonnabend Veteranen- Strasse 1-2. Aussteuer- Woche Montag bis Sonnabend Verkauf zu aussergewöhnlich billigen Preisen. Leinen- und Baumwollwaren Stuben- Handtücher Drell..Dtzd. 4.90, 3.98 2.65 Stuben- Handtücher Damast Dtad. 5.40 4.00 3.45 Küchen- Handtücher Gerstenkorn, ½, Dtzd. 2.65 1.85 Küchen- Handtücher Drell, bunt. Dtzd. 3.65 2.65 Ein Posten Tischtücher 180225 110X160 115 × 125 395 1.85 1.65 Ein Post. 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Jahrgang. 5. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sontag, 2. Februar 1908. Weshalb nach Ansicht der Staatsanwaltschaft ein Arbeit geber straflos, ein Arbeitnehmer strafbar sein soll. übrigens zurzeit das Beschwerdeverfahren schwebt wenn Argerichts, Magistratsrats v. Schulz im Archiv für Sozialwissenschaft beitgeber in Frage kommen. Der Standpunti der Staatsanwalt und Sozialpolitik", wo ausgeführt wird, daß der Vertragsbruch schaft ist umso auffallender, als das Bibilgericht in beiden Jn von den Meistern geradezu gepredigt wird, und daß der Bäckerstreif tanzen anerkannt hat, daß ein Verstoß gegen§ 153 G.-D. borliegt lehrt, daß die Kontrafibruchstrantheit bei Arbeitgebern epidemisch und in der Klageanstellung durch den Innungsführer außerdem werden kann. Ferner berief sich der Verteidiger auf Beweis die objektiven Merkmale eines Erpressungsverfuches vorliegen. material, welches enthalten ist in den Akten mehrerer Strafprozeffe. Ganz anders ift der Standpuntt der Staatsanwaltschaft die Vorgänge im Bädergewerbe zum Gegenstand hatten. gegenüber Arbeitern. Hier ist auch dann dem Arbeiter unseres Das Gericht erkannte die Einwendungen als wesentlich an Wissens niemals die Notwehr anerkannt. Im Gegenteil, wie und befchloß, die vom Verteidiger angeführten Aften einzufordern, nachstehender Fall zeigt, selbst dann Anklage aus§ 158 G.-D. dieselben auch der Staatsanwaltschaft zur Information vorzulegen erhoben, wenn die Streitenden sich gegen Vertragsbruch der Bäcker und die Sache in einem späteren Termin zu verhandeln. wehrten. Ramhafte Führer der Bäckerinnungen haben während des Bäderstreits terroristische Mittel angewandt, um Bäckermeifier, welche willens waren, die Forderungen der Gesellen anzuerkennen, auf die Seite derjenigen Meister zu bringen, welche fich den For derungen der Gesellen und der Innehaltung des im Jahre 1906 abgeschlossenen Tarifvertrages widersetten. Die Mittel, deren sich die Innungsführer bedienten, um einen Druck auf die zur Bewilligung bereiten Meister auszuüben, waren der Art, daß nach So mußte fich am Sonnabend der Bäckergeselle Jankowski unferer Ansicht Arbeiter, welche fich der gleichen Mittel bedienen vor dem Schöffengericht Berlin Mitte auf eine Anflage aus§ 158 würden, einer Anklage und Verurteilung aus§ 153 der Gewerbe- verantworten, weil er einen Arbeitswilligen bedroht haben soll. vrdnung sicher wären. Aber die Staatsanwaltschaft, die„ objet. Der Angeklagte bestritt, daß er eine Drohung ausgestoßen habe 32 tivste Behörde", denkt über die Handlungsweise der Meister anders. und sein Verteidiger, Rechtsanwalt Dr. Heinemann machte geltend, Gegen den Obermeister Schmidt und andere Jnnungsführer ift der§ 153 der Gewerbeordnung fönne überhaupt nicht angewandt Anzeige wegen Vergehens gegen§ 153 der Gewerbeordnung er- werden, denn bei dem Bäderstreit handelte es sich nicht um eine stattet worden. Die Staatsanwaltschaft hat aber die Erhebung Berabredung zur Erlangung günstigerer Lohn- und Arbeitsbeder Anklage abgelehnt mit der Begründung, daß gegenüber Ber- dingungen. Die Bädergesellen streiften vielmehr, um diejenigen fehlungen der Bädermeister der§ 153 nicht zur Anwendung Arbeitsbedingungen anerkannt zu sehen, auf die sie nach dem Verkommen fann, weil gegenüber den Angriffen, welche die beiden trage und nach dem Gesetz einen vollbegründeten Anspruch hatten. Parteien bei dem in Rede stehenden Streit gegeneinander vorge- Bum Beweise für diese Ansicht bezog sich der Verteidiger auf das nommen haben Notwehr auf seiten der Bädermeister vorliegt! Zeugnis der Leiter des Bäckerverbandes, Hezschold und Schneider, Das also ist der Standpunkt der Staatsanwaltschaft gegen den sowie auf einen Artikel des Vorsitzenden des Berliner GewerbeZur gefl. Orientierung sind fast alle hier angebotenen Waren in unseren 58 Schaufenstern u. Schaukästen zur Ansicht ausgestellt. Eingegangene Druckfchriften. Seiten. Berlag Dr. Bedefind u. Co., Berlin, Kommandantenstr. 14. Landlose Polen. Ein Wort zur Enteignungsvorlage. Von Wilhelm. Alfred H. Fried. Die zweite Haager Stonferenz, ihre Arbeiten, Ers gebnisse und Bedeutung. 5 M. Verlag B. Elischer Nachfl. in Leipzig. Zeitschrift für Sexualwissenschaft. Nr. 1. Herausgegeben von Dr. M. Hirschfeld. Jährlich 12 Hefte. 8 M. Berlag: G. H. Wigand in Leipzig. des Boltsvereins für das fath. Deutschland in M.- Gladbach. Berzeichnis sozialer Literatur. 140 Seiten. Verlag: Zentralstelle Protokolle der Internationalen Holzarbeiterkongreffe zu Amsterdam 1904 und Stuttgart 1907. 61 Seiten. Jahresbericht 1907, Deutscher Holzarbeiterverband Bielefeld. 24 Seiten Selbstverlag. Unser bekannter, nur alljährlich einmal stattfindender Inventur- Räumungs- Verkauf bietet eine ganz besonders Günstige Gelegenheit zu enorm billigen Einkäufen Unsere Verkaufsräume waren zwecks Herabsetzung der Preise zwei Tage geschlossen. 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Neuwahl der Filialleitung und des Arbeitsnachweis- Kuratoriums. 192/4 3. Vortrag des Kollegen Adam Drunsel über: Die augenblickliche Lage in unserem Berufe. 4. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert. In Anbetracht der reichhaltigen und äußerst wichtigen Tagesordnung ist es Pflicht eines jeden Kollegen zu erscheinen. Geschäftsberichte sind in den Bezirken zu haben. Der Vorstand. Achtung! Zimmerer! Achtung! Bom 1. Februar ab hört die Beitragsleistung in der Bereinigung der Zimmerer nnd verwandten Berufsgenoffen Deutschlands auf. Die noch restierenden Beiträge lönnen im Bureau der Geschäftsleitung, Dragoner: straße 15, Hof parterre, beglichen werden. In der Zeit vom 1. Februar bis 2, März tverden teine Beiträge entrichtet, da während dieser Zeit der JOSETTI JUNO Cigaretten. Cigaretten gerade so gut" Kosten das doppelte und mehr = Jocelli 10 St. für 20 Pfg. Umtausch der Mitgliedsbücher erfolgt. Bis zum 14. März muß jedes Mitglied im Befit des Zentral- Kranken- u. Sterbe- Verein für frauen u. Mädchen neuen Verbandsbuches sein. Ber später übertritt, geht seiner langjährigen Rechte verlustig. An alle Mitglieder richten wir das dringende Ersuchen, für die Durchführung der Einheits: organisation Sorge zu tragen. Geschäftsleitung und Ausschuß. Th. Fischer. F. Labitzke. W. Schmidt. W. Repschläger. Fr. Czeminski. 257/3 kaffe der Zimmerer. Mittwoch, den 5. Februar, abends 8 Uhr, im Lokal von E. Pieckenhagen, Scharniveberstr. 60: Sozialdemokratischer Zentralwahlverein Kranken- u. Begräbniskaffe General- Versammlung. der Seifensieder für Teltow- Beeskow- Storkow- Charlottenburg. u. Berufsg.(.. Mr. 17 zu Berlin.) Sonntag, den 9. Februar 1908, Sonntag, den 9. Februar, mittags 12 Uhr, im großen aale vorm. 10 Uhr, in den„ Arminhallen", des Volkshauses zu Charlottenburg, Rosinenftr. 3: Kommandantenftr. 58/59: Zages Ordnung: 1. Abrechnung vom 4. Quartal. 2. Kaffenangelegenheiten. 259/2 Der Vorstand. der Arbeiterklasse. Montag, den 3. Februar, abends 8, Uhr, im Neuen Klubhause, Kommandantenstraße 72: Dritter Vortrag: Referentin: 55/3 Zur Geschichte der Frau." wayzepler. Sonntag, den 16. Februar, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15: Neuntes Stiftungsfest Anton Boekers Ball- Salon. Goethe- Feier Vortrag: Hermann Wendel( Leipzig). General- Versammlung. Ordentl. General- Versammlung. Sabe noch Sommabends und Somm Tages- Ordnung: Tagesordnung: 1. Jahresbericht. 2. Bericht der 1. Die bevorstehenden Landtagswahlen. Referent: Paul Hirsch- Revisoren. 3. Borstandswahl. 4. ReCharlottenburg. 2. Diskussion. 8. Bericht des Vorstandes und der Funktionäre. 4. Neuwahl des Borstandes und der Funktionäre. 5. Anträge. Die zu stellenden Anträge sind bis zum 6. Februar an den Unterzeichneten einzusenden. Die Delegierten müssen mit Mandaten versehen fein. Gäste haben Zutritt. 202/9 Der Zentralvorstand. J. A.: Karl Wollermann, Charlottenburg, Rosinenstraße 3. Schöneberg Sozialdemokratischer Wahlverein. Sonntag, den 2. Februar 1908, mittags 12 Uhr: Generalversammlung in E. Obst's Feftsälen, Meiningerstr. 8. Tages Drbnung: Fortsetzung der Wahlrechtsdebatte. Mitgliedsbuch legitimiert. 15/3 Der Vorstand. Einwohner Schönebergs! Mittwoch, den 5. Februar, abends 8, Uhr, in Miethes Festfälen ( Klubbens), Hauptstr. 5-6: Oeffetl. Volksversammlung. Zages Ordnung: 1. Der Kampf um die wirtschaftliche Freiheit. Referent: Schriftschaftliches. fteller Genoffe Paul Göhre. 2. Diskussion und GenossenArbeiter, Hausfrauen, erscheint zahlreich! 103/ 11* Die Agitationskommission. Achtung! Steinfeger Achtung! Groß- Berlins Unterbezirk Norden. Dienstag, den 4. Februar, abends 7 1hr, im Lokal von Frisch, Badstraße 12: Mitglieder- Versammlung Tages Ordnung: Nochmals der Arbeitsnachweis. erscheint. 175/3 Bei der Wichtigkeit der Sache ist es erforderlich, daß jeder Kollege Der Vorstand. J. A.: W. Schwebs. Steinarbeiter Berlin I. Sonntag, den 2. Februar 1908, vormittags 10 Uhr: ferat des Staffierers Karl Geisler: " Die wirtschaftliche Lage unserer Kaffe und wie ist es möglich, die felbe auf die Dauer zu halten." 5. Berschiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert. tags Säle zu vergeben, auch find Vereinszimmer in der Woche frei. Anton Boeker Weberstr. 17, Z.- A.: VII, Nr. 13114. Dietrichs Festsäle ( Inh. Busch), Dresdenerstr. 116. Der Vorstand. 282/16 Säle für Hochzeiten und Vereine 3. A.: Karl Geisler, Köpniderstr. 123.| 20-200 Bersonen. 12696* Verband der Maler, Lackierer, Anstreicher usw. USW. Mittwoch, den 5. Februar 1908, abends pünktlich 8, Uhr: Sektions Versammlung der Lackierer in Dräfels Festiälen", Neue Friedrichstr. 35. Zages Ordnung: 1. Neuwahl des Schriftführers und der Bibliothekare. 2. Bericht der Agitationstommission. 3. Abrechnung vom Stunstabend. 4. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Die Sektionsleitung. 107/1 Arbeiter- Sängerbund Berlins u. Umgegend Sonntag, den 9. Februar 1908, vormittags 11 Uhr, im Saale der Brauerei Friedrichshain: Uebungs- Stunde. Geübt werden folgende Lieder: „ Frühlingsstürme"," Marseillaise"," Nicht verzagt",„ Sturm". 17/1 Im Nebensaale pünktlich Ausschuß- Sitzung 10 Uhr vormittags: 1. Aufnahme Tages- Ordnung: von Vereinen. 2. Wahlen: a) des Bundesdirigenten; b) der Revisoren; c) der Kontrolleure. 3. BundesAngelegenheiten. Der Vorstand. Böhmisches Brauhaus Berlin & Echte NO. 18. Mitglieder- Versammlung„ Böhmisches Brauhaus" in den Ritterfälen", Ritterstraße Nr. 75. Zages- Ordnung: 1. Bericht des Gesellenausschusses über die Tarifverhandlung mit der Innung. 2. Beschlußfassung über das Innungsangebot. 3. Stellung. nahme zum Verbandstage. 4. Stellungnahme zur Gaukonferenz. 5. Wah! der Delegierten. 6. Verschiedenes. 171/ 4* Die Wichtigkeit der Tagesordnung erfordert das Erscheinen sämtlicher Kollegen. Mitgliedsbuch legitimiert. Die Ortsverwaltung. 99 Biere. Faß- Abtellung: Landsberger Allee 11/13. T. 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Wahlkreis, Südosten: Paul Böhm, Laufigerplay 14/15 ( Laden). 5. Wahlkreis: Leo 8ucht, Immanuellirchstr. 12( of). 6. Wahlkreis( Moabit unb Hansaviertel): Karl Anders, Salzwedelerstr. 8, im Laden. Wedding: Karl Weiße, Nazarethkirchstraße 49. Rosenthaler und Oranienburger Vorstadt: Hermann Raschte, Aderstr. 36, Eingang Anflamerstraße. Gesundbrunnen:. Trapp, Stettinerstr. 10. Schönhauser Vorstadt: Karl Mars, Lychenerstr. 123. Alt- Glienicke: Wilhelm Dürre, Rudowerstr. 83 II. Charlottenburg: Gustav Scharnberg, Sefenheimerstraße 1, Ede Goethestraße, Laden. Wilmersdorf- Halensee: Georg Geese, Berlinerstr. 46, Laden. Lichtenberg, Friedrichsfelde, Wilhelmsberg: Otto Seitel, Kronprinzenstraße 50, I. Rummelsburg, Boxhagen: A. Rosenkranz, Alt- Borhagen 56 Grünau: Franz Klein, Bahnhofstr. 6 III. Bohnsdorf und Falkenberg: G. Pfeifer, Bohnsdorf, Ge nossenschaftshaus. Rixdorf:. Heinrich, Nedarstraße 2, im Laden. Schmargendorf: Guftab Staminsty, Cunostraße 2. 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