Nr. 20. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumeranda: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Boft- Abonnement: 3,30 Mt.pro Onartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DefterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post Zeitungs- Preisliste für 1893 unter Nr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprech- Anschlus Amt I, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Bergmannsfreunde. Dienstag, den 24. Jannar 1893. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. nach dieser Auslegung auf Solche, welche die Interessen Bernerstorfer kürzlich im dortigen Reichsrath auf den Minister der Bergleute gegen die Bergwerks- Verwaltung vertheidigten, Taaffe anwandte: es fehlt jede Spur von sittlichem Ernst! Schon Wochen vor dem unglücklichen Bergarbeiterstreit und sie trifft deshalb die Bergleute doch mit, die mit Und so etwas spielt im Namen des Staates den Sittenim Saarrevier hat der Vorwärts", wie Liebknecht im feinem Worte zu erkennen gegeben haben, daß sie die Be- richter über die Bergleute und nennt sich„ BergmannsReichstag hervorheben konnte, auf den legten Anlaß des nennung als Lohnsklaven" entehrend finden, die freund". Blutiger Hohn! Ausstandes, auf die unglaubliche Arbeitsordnung aufmerksam selbe vielmehr sehr oft oft selbst gebrauchen. In gemacht, welche damals auf den staatlichen Gruben ein- dieser Hinsicht sollte der fiskalische Bergmanusfreund" geführt werden sollte und jetzt eingeführt ist trotz aller mehr um die Ehre der Bergverwaltung, als um diejenige Gegenwehr der Arbeiter. Aber die Arbeitsordnung selbst der Bergleute besorgt sein, die ihm gar keinen Auftrag zur # war noch nicht einmal das Schönste. Das Aergste in der Wahrung ihrer Ghre gegeben haben. Aber noch mehr! Politische Lebersicht. Beschimpfung der fiskalischen Bergleute leistete ein Die bodenlose Unverschämtheit" ist nur ein winziger Blättchen, das die königliche Bergwerksdirektion im Saar- Theil aus dem eisernen Bestand von -O AnBerlin, den 23. Januar. revier herausgiebt, um die Bergarbeiterbewegung zu Schimpfwörtern, mit denen das staatliche Blatt im Aus dem Reichstag. Vor Eintritt in die Tagess bekämpfen auch ein Unikum! und das sich Saarrevier während des Streits gearbeitet hat. Dieser ordnung nahm der Abgeordnete Singer Gelegenheit auf die den schönen Namen„ Bergmannsfreund" zugelegt hat. Nachweis soll jetzt erbracht werden, da der edle" Berg- letzte Anrempelung des Herrn Dr. von Frege zu antworten. Diese Art" Bergmannsfreund" ist für unsere Be- mannsfreund" zu dieser zu dieser Auseinandersehung geradezu Dieser Herr, der die Frechheit hatte, im Reichstag die wegung unter den Bergleuten unbezahlbar. Sie provozirt. sozialdemokratischen Wähler grüne Jungens zu nennen, gestattet uns, allen Schimpf und alle Schande, deren Eine nur oberflächliche Durchsicht der Nummern und wußte letthin auf die treffliche Abfertigung Singer's nichts man sich im Saarrevier gegen die Bergarbeiter schuldig ge- Extrablätter des staatlich herausgegebenen Bergmanns zu antworten, als die aus diesem Munde recht schlecht anmacht hat, schwarz auf weiß nachzuweisen und festzustellen, freundes" zur Zeit des Streits ergiebt folgende hübsche gebrachte Erklärung, seine Erziehung verbiete ihm, auf die und wir müssen dem preußischen Staat dafür dankbar sein. Blumenlese aus dem Schimpflexikon des redigirenden Berg- Singer'schen Angriffe zu antworten. Mit beißendem Hohne Neuerdings fordert dieser edle„ Bergmannsfreund", wahr- affeffors: 31. Dezember: unglaublich frivol"," ehrloses erwiderte Singer heute darauf, daß er nur bedauern scheinlich im Uebermuth des augenblicklichen Sieges über Manöver",„ wahnwizer Streit", Warken's" unsauberer könne, daß Herrn Dr. von Frege seine Erziehung nicht die armen Bergleute, zu seiner Kennzeichnung in dieser Fuß"," Schmach und Schande"," bodenlose Unverschämtheit verhindert habe, zu der ihm gewordenen nothwendigen Hinsicht förmlich auf, und wir können daher um so zeit der Führer"( Lieblingswort!); 3. Januar: Bande", Abweisung den Anlaß zu geben. Hierauf trat das Haus gemäßer eine Auseinandersegung mit ihm vornehmen, die ruchlose Thaten"; 4. Januar:„ Schmach und Schande"; in die Tagesordnung ein. Dieselbe konnte, wie vorauser längst heraufbeschworen hat. 6. Januar: grobe Lüge" rohe Gesellen"," Warken- zusehen war, heute nur zum Theil bewältigt werden. In der Polemik mit dem Vorwärts" über die übel schüler"; 9. Januar: sozialdemokratischer Zeitungs- genommen wurde nach kurzer Debatte der Gesetzentwurf berufene Arbeitsordnung hatte der fiskalische Bergmanns- kolporteur"( damit ist ein Redakteur gemeint!); 10. Januar: betreffend die Einheitszeit. Eine von der Kommission in freund" an der Saar den Ausdruck gebraucht, es sei eine„ Schurkenstreiche"," grölende Haufen“,„ Hezergesellschaft", Borschlag gebrachte Resolution, Abänderung der Zeitbodenlose Unverschämtheit", von den Saarbergleuten zu be- ungewaschenen Mund spazieren führen"; 13. Januar: bestimmungen in den Vorschriften der Gewerbe- Ordnung haupten, sie seien schwarze Lohnstlaven". Als anständiges wird den Bergleuten nicht weiter gepumpt, so werden sie betreffend die Kinder und jugendlichen Arbeiter wurde abArbeiterblatt war der Vorwärts" natürlich damals nicht frech"," Wormser Schnuckelchesfreund"," Lausbuben"," Bild- gelehnt.- Die Debatte über den zweiten Gegenstand der auf diesen Ton eingegangen, den sich vielleicht ein von der stocker Zirkusreiter"; 17 Januar:" Streifbruder", Tagesordnung, Wuchergesetz- Vorlage, konnte nicht zu Ende preußischen Verwaltung bezahltes und von einem Berg-" Blutsauger auf Bildstock" u. s. w. in reicher Auswahl! assessor redigirtes Staatsblatt leisten kann. Der„ Vorwärts" So hat das staatlich herausgegebene und subventio- geführt werden und wird dieselbe morgen fortgesetzt werden. tachtelte damals den„ Bergmannsfreund" sa chlich der- nirte Blatt, eine schöne Sorte von„ Bergmanns- ,, Aufklärung über die Militärvorlage" betitelt sich artig ab, daß er nicht wieder kam, und das genügte. Nach freund" im Saarrevier, vor, während und nach dem eine bei Ernst Siegfried Mittler und Sohn erschienene träglich scheint aber der rüde Ton des edlen fiskalischen Streit zu den Bergleuten gesprochen oder seine Mit Broschüre, die massenhaft verbreitet wird. Sie ist augen" Bergmannsfreundes" an der Saar doch irgendwo arbeiter sprechen laffen, indem es die noch arbei- scheinlich offiziösen Ursprungs und soll für die Militäraufgefallen zu sein, natürlich erst nach dem Streit, tenden Bergleute in der widerlichsten Weise lobte und an- vorlage Propaganda machen. Sie führt zu diesem Zwecke da die Brutalität der Sprache in dem staatlichen Blatte schmeichelte, die ältesten Weiberklatschgeschichten aus dem das bekannte Zahlenmanöver aus, wonach die Russen und ihre Schuldigkeit gethan hatte; in der Presse und durch die natürlich nicht immer feinen Bergmannsleben erzählte und Franzosen über ein viel größeres Heer gebieten als DeutschHinweise des Genossen Auer bei den letzten Streitdebatten jedesmal, wenn ein Beamter oder Nichtstreifender einen land und der Dreibund. Wenn die Militärvorlage nicht im Reichstage ist man wohl aufmerksam geworden kurz Ausständigen recht roh angefahren oder gründlich verhanen durchginge, dann hätte im Kriegsfalle, selbst wenn die ber fiskalische Bergmannsfreund" an der Saar kommt hatte, einen überschwänglichen Lobhymnus auf diese Helden- Präsenzstärke um 25 000 Mann vermehrt würde, Deutschin seinem neuesten Extrablatt vom 18. Januar auf tha ten anstimmte! So hat die„ würdige" Haltung der Berg- land um 840 000 Soldaten weniger als bei Annahme der die Sache zurück und entschuldigt sich nachträglich da behörde in der Praxis und Wirklichkeit ausgesehen; leider Vorlage. Verschwiegen wird wohlweislich, daß diese anmit, daß er keineswegs mit seiner„ bodenlosen Unverschämt haben ja die wenigften, die über die Streitbewegung schnell geblich weniger verfügbare Zahl sich auf eine Armee von heit" die Bergleute selbst, sondern nur Diejenigen gemeint und leichthin urtheilen, eine Ahnung von dieser Wirklichkeit. 42 Millionen Soldaten beziehe. Das weiß jeder im Volke, habe, welche die Bergleute mit dem entehrenden" Namen Man fann den ganzen Eindruck dieses Verhaltens seitens daß der Sieg um kein Haar breit mehr gesichert ist, ob wir schwarze Lohnstlaven" belegt hätten. Das ist nun eigent des fiskalischen Bergmannsfreundes" im Saarrevier, der 3 oder 4 Millionen ins Feld schicken. Dann aber lich eine recht merkwürdige Ausrede. Die schöne Redens- von Gebildeten" zur Belehrung und Unterhaltung" der marschirt die Broschüre mit dem Märchen auf, art von der„ bodenlosen Unverschämtheit" im Munde eines Bergieute geschrieben sein soll, nicht anders kennzeichnen, daß bei der Bewilligung der Vorlage es im Kriegsöffentlich auftretenden Staatsbeamten bezog sich doch auch als mit den Worten, die der österreichische Abgeordnete falle möglich wäre, ungefähr 460 000 ältere meist Feuilleton. Macbrua verboten.] Haus Nuzingen. Soziale Studie von H. de Balzac. Deutsch von Curt Baate. [ 12 „ Gerade bin ich dabei!" rief Bigiou. Ihr seid bis jetzt dem Lauf all der kleinen Bächlein gefolgt, aus denen Rastignac's vierzigtausend Franks Rente, die so vielen Leuten in die Augen stechen, zusammengeflossen sind. Rastignac hatte damals all' die Existenzen, von denen ich gesprochen, am Faden." Also Desroches, die Matifat's, Beaudenord, die Aldrigger's, d'Aiglemont..." Und hundert Andere!" ergänzte Bigiou. " Aber wie ging das zu?" rief Finot. Ich weiß zwar viel, aber dies Räthsel fann ich doch nicht lösen." Bigion begann wieder: " Gläubiger mit fiktiven Werthen zu entschädigen, ihr Geld möglich. Mehr als ein redlicher Bankier hat mit Billigung aber in der eigenen Tasche zu behalten. Im Geschäfts- einer redlichen Regierung den feinsten Börsenfüchsen Papiere leben bezeichnet man eine solche Absicht freilich nicht so angedreht, die in absehbarer Zeit völlig entwerthet sein mathematisch bestimmt, wie ich hier. mußten. Ihr habt ja selber noch ganz andere Dinge geEine Liquidation, wie er sie vorhatte, besteht darin, fehen: Hat man nicht und zwar immer mit Wissen, ja großen Kindern für einen Louisd'or ein Pastetchen in die unter dem kräftigen Beistand der Regierung Anleihen Hand zu drücken, großen Kindern, die noch immer wie kleine emittirt, nur um die Zinsen anderer Anleihen damit zu Kinder Pasteten einem Geldstück vorziehen, ohne zu wissen, decken und ihren Kurs aufrecht zu erhalten, weil man sie daß sie sich für ihr Geldstück zweihundert Bastetchen kaufen an den Mann bringen wollte? Solche Operationen haben fönnen." mehr oder weniger Aehnlichkeit mit Nuzingen's Liquidation." " Wie kannst Du nur so etwas sagen, Biriou!" rief Couture." Nichts kann loyaler sein. Jezt vergeht fast keine Woche, wo man dem Publikum nicht Pasteten anbietet und einen Louisd'or dafür verlangt. Aber ist denn das Publikum gezwungen, sein Geld herzugeben? Hat es nicht das Recht, flug und aufgeklärt zu sein?" " " Im Kleinen mag's sonderbar scheinen," sagte Blondet, aber im Großen ist's hohe Finanz. Es giebt Handlungen der Willkür, die zwischen Individuum und Individuum hart bestraft werden, die aber zu nichts werden, wenn sie auf eine Masse sich erstrecken, sowie ein Tropfen Blausäure in einem Kübel Wasser unschädlich wird. Stiehlst Du fünfhundert Franks aus einem Geldschrank, so wirst Du ins Zuchthaus gesteckt. Angelst Du aber Tausende mit dem Köder angeblichen Profits und veranlaßt sie Anleihen irgend einer bankrotten Republik oder Monarchie zu kaufen, mit deren Erträgniß nach Couture die Zinsen derselben Anleihe bezahlt werden, so darf Dich feiner deshalb schief ansehen. Das sind in Wirklichkeit die Prinzipien unseres goldenen Zeitalters!" „ Na, na!" versetzte Biriou." Euch wäre es doch am liebsten, wenn jeder gezwungen werden könnte, Aktien zu kaufen." Nein," crwiderte Finot. Wo wäre dann das Talent?" Gehr gut, sehr gut für Finot," urtheilte Birou. Blondet hat Euch en gros von Nuzingen's zwei ersten Wer hat ihm den Witz eingeblasen?" fragte Couture. Liquidationen erzählt, jetzt sollt Ihr von seiner dritten Nuzingen hatte also," fuhr Biriou fort, zweimal gegen en détail hören. Seit dem Frieden von 1815 war seinen Willen das Glück gehabt, eine Bastete zu vergeben, Nuzingen dahinter gekommen, daß das Geld, was wir die sich später für viel werthvoller erwies, als was er dafür Um eine so gewaltige Waschine in Bewegung zu setzen, erst heut begreifen, nur in kolossaler Menge eine Macht ist. erhalten hatte. Dies unglückliche Glück hatte ihm Gewiffens waren" fuhr Bigiou fort gar viele Marionetten erEr war im Geheimen auf die Gebrüder Rothschild eifer- bisse verursacht. Ja ein Mann wie er fann an solchem forderlich. Zunächst hatte die Firma Nuzingen ihre fünf süchtig. Fünf Millionen besaß er, und zehn Millionen Glück sterben. Er wartete zehn Jahre lang, um sich besser Millionen absichtlich in ein amerikanisches Geschäft gesteckt, wollte er haben. Mit zehn Millionen konnte er vorzusehen und Werthe auszugeben, die von außen gut dessen Nutzen seiner ganzen Natur nach erst sehr spät zum dreißig verdienen, mit fünf aber nur fünfzehn. Das schienen, während sie doch..." Vorschein kommen mußte. Absichtlich entblößte sie sich aller wußte er, und so entschloß er sich, zum dritten Mal Wenn man das Bankgeschäft so erklären will," unter- Baarmittel, denn- jede Liquidation muß begründet zu liquidiren. Der große Mann nahm sich vor, seine brach ihn Couture, dann ist überhaupt kein Handel mehr werden. An Privatfonds und laufenden Wechselu besaß 11 verheirathete Leute im Lande zu lassen,' die jetzt unweiger- vorgegangen werden, als deren Size Beuthen D.-S., Nennen fie uns das eine einzige Beispiel, dann wer lich mit der Feldarmee ausrücken müssen. Wenn ein Krieg Waldenburg i. Schl., Dortmund, Saarbrücken und Aachen den wir peccavi" sagen; nennen sie es nicht, dann ist erkommt, dann wird Linie und Landwehr zugleich ausgehoben in Aussicht genommen sind. Bei jedem dieser Gerichte ist wiesen, was Singer mit seinen Andeutungen ausdrücken und ins Feld geschickt. Die 460 000 Mann, von denen eine entsprechende Anzahl von Kammern- im Ganzen 32wollte. hier gefabelt wird, könnten höchstens in Betracht kommen, vorgesehen, und zwar in der Regel als sogenannte de- Der Börsen- Zeitung" geben wir übrigens den Rath, wenn die vierte Million Soldaten ins Feld rückt. Dann tachirte Rammern am Amtsfize der königlichen Bergrevier- sich die Geschäftsberichte des Bankinstituts des Herrn aber liegen die Dinge so, daß Sieger und Besiegte in Beamten der betreffenden Gerichtsbezirke. Die für diesen Siemens anzusehen, ehe sie behauptet, die Emissionsfirmen gleicher Weise ruinirt find. Solche wahnsinnige Rechen- Zweck erforderlichen Ausgaben erscheinen mit 58 500 Mart bedauerten sehr, wenn das Publikum Verluste an ihren exempel tönnen nur Leute aufstellen, die das Volt nur als dauernder Ausgaben zum ersten Male im preußischen Etat, Gründungen erlitten hätte. Nun, die Deutsche Bank des bloßes Material für den Militarismus ansehen. denen eine Einnahme an Verhandlungsgebühren in Höhe Herrn Siemens sagt das Gegentheil. Denn fie versichert von 8000 Mark gegenüber steht; an einmaligen Ausgaben den Aktionären unmittelbar nach dem Argentinier- Krach, daß Der auswärtige Handel des deutschen 3oII- behuss der Einrichtung der erforderlichen Dienst- fie ruhig Vertrauen zu einer Bankleitung haben möchten, gebiets weist nach den Aufstellungen des Kaiserlichen räume u. s. w. sind außerdem 16 600 Mark ausgeworfen, die es verstanden hat, diese faulen Werthe bis auf das letzte Statistischen Amts für das Jahr 1892 im Spezial von welchem Betrage 6000 Mart für das Wahlverfahren Stück dem Publikum aufzuhalsen. handel, vorläufig berechnet nach den für das Jahr 1891 dienen sollen. festgestellten Einheitspreisen folgende Summen auf: FOTO Werth der Einfuhr 4 463 033 000 m., Werth der Ausfuhr 3 327 980 000., dagegen 1891: 4 403 404 000 3 339 755 000. . Der Werth der Einfuhr wäre danach gegen das Vorjahr gestiegen um 59 689 000 M., der Werth der Ausfuhr gefallen um 11.775 000. Der Menge nach wurden im Jahre 1892 eingeführt: 295 073 013 Doppel- Zentner,( im Vorjahr: 290 127 188), ausgeführt: 198 910 496 D.- 3tr.( im Vorjahr: 201 393 755)." Blech. Ein Korrespondent der„ Kreuz- Zeitung" Betrachtungen zur letzten Bergarbeiter- Be- schreibt Aus Schlesien":" Die nächsten Reichstags- Wahlen, wegung stellt die Neue Bonner Zeitung" an; dieselben gleichviel aus welchem Anlaß sie stattfinden, werden ledigrichten sich vor allen gegen die königlichen Bergbehörden und lich im Zeichen des Antisemitismus stehen." gegen den Kaiser selbst. Die Schwäche der Ersteren, welche Ist der Mensch verrückt? Ja wohl in einigen rückständigen als Hauptverbrechen hingestellt wird, findet noch eine Ent- Gegenden, wo die Wähler noch so dumm sind, zu glauben, schuldigung in den Worten: foziales Elend sei von einer bestimmten Rasse und Religion ,, Selbstbewußtsein und die Möglichkeit, die moralische Ver- verschuldet, statt von der heutigen verkehrten Gesellschaftsantwortung zu übernehmen, sind aber für Beamte ausordnung. Die antisemitischen Charlatane haben bis jetzt geschlossen, die aus Erfahrung wissen, daß jeden Augenblick ein noch niemand geholfen und werden auch niemand helfen, olympischer Donnerteil ihre Anordnungen zerfehen und sie selbst den Untergebenen in dem Lichte inhumaner, den außer sich selbst. Der Charlatanismus war allezeit ein Intentionen der höchsten Stellen widerstreitender Tyrannen" gutes Geschäft. zeigen kann." " Sehr einfach. In der Militärkommission fagen die Kompromißler: Gesetzliche zweijährige Dienstzeit Ueber ,, Volksunterhaltungen" leitartikelt die„ Nat.und zwei Drittel des Geforderten. Keinen Pfennig mehr! Die Berliner Sünden von 1889" hätten sich nochmals Beitung". Bon ihnen hofft sie, daß sie eine Annäherung Und die Regierung sagt:" Das ist unannehmbar!" Troß- im Saarrevier gerächt. Unter diesen Berliner Sünden" der verschiedenen Stände herbeiführen und allmälig die dem tagt die Militärkommission weiter. Das beweist: werden offenbar die kaiserlichen Erlasse und die kaiserlichen Reime einer wahrhaft nationalen, das ganze Volk ergrei Das Schachergeschäft ist in vollem Gang! Aeußerungen zu der Bergarbeiter Deputation wie zu den fenden Kunst entwickeln helfen. Daß das nationalliberale Volk sei auf der Wacht! Grubenbesitzern verstanden. Das nationalliberale Blatt Blatt bei dieser Gelegenheit sich höchst abfällig über die spricht von einem„ Oberventilationsstrom, der zuweilen von Freie Voltsbühne" äußert, ist selbstverständlich. Komisch Agrarische Geistesblüthen. In der Kreuz- Zeitung" verschiedenen Seiten kommt und keine bestimmte Richtung ist nur die Ueberhebung, mit welcher die„ National- Zeitung" schrieb Herr von und zu Hammerstein am Freitag, Singer's hat", auf den man unter dem neuen Kurs jederzeit gefaßt sich selbst als maßgebende Vertreterin des Geisteslebens Rede über die Börsensteuer bedeute die Unterwerfung der sein müsse. Deutlicher kann sich doch die Klique des Königs hinstellt, welches sie dem Volke zugänglich machen will. Sozialdemokratie unter das jüdische Kapital- weit Ginger Stumm nicht ausdrücken. König Stumm herrscht in Rhein- Alls ob nicht in den Kreisen, welche in unserm Staate den erklärt hat, die Sozialdemokraten würden nicht für die land- Westfalen und er hält sich für mächtig genug, seine ganzen niederen und höheren Volksunterricht beherrschen, Börsensteuer stimmen, weil sie überhaupt für keine neue Steuer ohne Fortfall anderer drückenderer Steuern stimmen. Haupten. Der Ausgang des Streifs ist, wie wir schon Blattes ebenso verwerflich erscheint, als der, den die Steuer ohne Fortfall anderer drückenderer Steuern stimmen. Herrschaft auch gegen den olympischen Donnerteil" zu be- der geistige Standpunkt des gebildeten" nationalliberalen Singer hatte in seiner Rede dem Reichstagsabgeordneten früher fagten, nicht so sehr eine Niederlage der Arbeiter, ungebildeten" Sozialdemokraten einnehmen. Die An v. Frege eine scharfe Abfertigung zu Theil werden lassen, als ein Triumph des Kapitalismus über Krone und Re- fchauungen, welche die gebildete" Bourgeoisie hegt, ja, wie sie dem neuen Junker gebührt, der die im Handel und unsere ganze klassische Literatur sind ein Dorn in den Augen Schacher erworbenen Millionen seiner Väter zwar mit gierung. des maßgebenden Pfaffenthums, und die sogenannten liberalen" Pfaffen selbst werden nur so weit geduldet, als fie ihren Liberalismus verstecken. 19. Januar: Freuden genießt, aber an ihren Ursprung sich ungern er- Das Börsenkommissariat der Berliner Fondsinnert sieht. Im Gaffenjungenton antwortet hierauf der börse thäte gut, sich die Vertheidiger zu verbitten, welche Sprößling der Firma Frege u. Co., wobei er den christlichen in der Berliner Börsen Zeitung" und dem Berliner Charakter dieses Handelshauses rühmt, sowie auch hervorhebt, Börsen- Courter" ihren Hokuspokus treiben. Diese Leute, Aus der Schweiz schreibt man uns d. d. 3ürich, daß sein Großvater sogar von dem ihm verliehenen Adel die bekanntlich alles dasjenige beweisen, wofür sie bezahlt feinen Gebrauch gemacht habe. Nun, der Abg. von Frege werden, klammern sich an die Worte Singer's,„ daß Mit- Der schweizerische Bundesrath hat in seiner Sigung vom hat diesen Bürgerstolz nicht besessen; er hat diesen Adel glieder der Börsenvorstände sich die Koursnotiz für ihre 14. Januar bezüglich der Nacht- und Sonntagsarbeit in den wohl aufgenommen und damit zugleich den ganzen Stolz eigenen Unternehmungen bewilligten", und quälen sich ab Fabriken eine aus zwei Artiteln bestehende Verordnung beschlossen, und den Hochmuth des Junkers. Seine Vorfahren sind von nachzuweisen, daß Singer sachlich etwas unrichtiges gesagt statteten und vom Bundesrath in einer Reihe von Verordnungen deren Zweck offenbar der ist, in die vom Fabritgesetz geSinger nicht angegriffen; von ihnen kann Herr von Frege hätte. Die Silbenstecherei dient natürlich zur Verschleierung ertheilten Ausnahme bewilligungen Einheitlichkeit und Klarheit tein Wort zitiren, das sie etwa in seinem Sinne gegen ihre des Thatsächlichen. Wir geben den Fachjournalisten ohne zu bringen. Nach der neuen Verordnung wird den Gasfabriken Geschäftsfreunde gebraucht hätten. Herr Singer wird gern weiteres zu, daß der betreffende Herr, dessen Prospekt- und Salinen Nacht- und Sonntagsarbeit ohne Beschränkung gebereit sein, zuzugestehen, daß die bürgerlichen Vorfahren des antrag gerade vorliegt, für die Zeit der Berathung das stattet; Nachtarbeit unbeschränkt den Bäckereien, den Spritfabriken, Herrn v. Frege zwar nur Geschäftsleute waren, aber jeden- Berathungszimmer verläßt. In diesen 5-10 Minuten aber den Wiehl- und Reismühlen. Nacht- und Sonntagsarbeit für falls vornehinere und anständigere Gesinnung hatten als ihr wird etwas beschlossen, das vorher in wochenlangen„ freund- gewisse Verrichtungen oder während einiger Stunden: den adliger Entel. schaftlichen" Diskussionen längst abgekartet war. Gelangt und Kartonfabriken, den Elektrizitätswerten, den Zement- und KallGerbereien, der Milchindustrie, den Holzstoff, Sellulose, Papier, „ Ein von der Kultur gebotener Fortschritt" ist die betreffende Sache erst ins Berathungszimmer, so ist fabriten, den Gipsfabriken, Ziegeleien, Ofen- und Thonwaarendie unentgeltlichkeit des Schulunterrichts sagte vor sie durch freundschaftliche Winke, Rathschläge, Unter- Fabriken und den Bierbrauereien; Sonntagsarbeit während 1-2 Boreinigen Tagen im Abgeordnetenhaus der preußische Stühungen zc. so wohl vorbereitet, daß der Einreicher, wenn mittagsstunden den Teigwaaren- Fabriken, endlich Nachtarbeit den Kultusminister Dr. Bosse. Vor einigen Jahren er zufällig Börsenkommissar oder Aeltester der Berliner Solsägereien für die Gattersägen. Diese ertheilten Ausnahmenannte der sächsische Kultusminister von Gerber und Kaufmannschaft ist, nicht den geringsten Zweifel hat, was bewilligungen find an folgende Bedingungen geknüpft: 1. Bur Nacht- und Sonntagsarbeit dürfen nur männliche, über 18 Jahre nach ihm die amtliche Leipziger Zeitung" diesen der Senat in den 5 Minuten beschließen wird. von der Kultur gebotenen Fortschritt" ein robes Unsere Beobachtung stützt sich auf die langjährige Braris alte Arbeiter, und zwar nur mit ihrer Zustimmung ver wendet werden. 2. Die auf den einzelnen Arbeiter fallende fommunistisches Schlagwort". Wie viele„ rohe von Praktikern. Sollten aber die Herren vom Börsen- Courier" Arbeitszeit darf unter feinen Umständen, auch nicht zur Zeit kommunistische Schlagworte" werden sich in Zukunft als längere Praxis haben, so mögen fie uns ein einziges wöchentlichen Wechsels der Tages- und Nachtschicht, 11 Stunden „ von der Kultur gebotene Fortschritte" erweisen! Zu Beispiel in den vielen hunderten von Fällen feit Be- während 24 Stunden überschreiten. 3. Am Sonntag, in den ihnen gehört nicht nur der unentgeltliche Elementarunter stehen der jetzigen Börsenorganisation nennen, in welchem Fabriken mit Sonntag- Arbeitsbewilligung je am zweiten Sonna richt, sondern auch die Unentgeltlichkeit des gesammten einem Mitgliede der Börsenvorstände jemals ein eingereichter tag, müssen für jeden Arbeiter 24 unmittelbar aufeinander öffentlichen Unterrichts und die Fürsorge dafür, daß nicht Prospeft nicht bewilligt worden sei. Oder sind die Herren folgende Stunden frei bleiben.. Daffelbe gilt für die gesetzlichen der Mangel des nothwendigen Lebensunterhalts der von der Börsenpresse etwa der Meinung, daß von den Festtage. 4. Die Bewilligungen sowie deren Bedingungen und Jugend die Fortbildung unmöglich mache. Firmen der Herren Kommissare und Aeltesten nur tadel- die Arbeitseintheilung( Stundenplan) sind in den Arbeitslokalen lose und einwandsfreie Papierchen an die Börse gebracht anzuschlagen. Ein Exemplar des Stundenplanes ist dem eidgenössischen Fabrikinspektorat zuzustellen. 5. Falls die BeBerg- Gewerbegerichte in Preußen. Zum 1. April worden feien? Dann heraus mit der Sprache! Wir sind bingungen nicht befolgt würden oder sich Misstände ergeben 1893 soll nach Maßgabe des Reichsgesetzes über die bereit die Beispiele wie" La Veloce", Stuttgarter Baum sollten, tann die Bewilligung jederzeit zurückgezogen werden. Gewerbegerichte mit der Errichtung von fünf Berg- Gewerbe- wollen- Compagnie" und" Aachener Zuch" auf mehrere Die erste Bedingung, nämlich Abhängigmachung der Nacht- und gerichten für die bedeutenderen Bergbaubezirke des Staates Dugend zu vervollständigen. Sonntagsarbeit von der Zustimmung der Arbeiter hat freilich .. " das Haus ungefähr sechs Millionen; darunter befanden Nuzingen stützte die Firma Claparon mit seinem deshalb weiß ich es eben. Ich behaupte, daß die neue viel weniger hinterliftig und sich die dreimalhunderttausend Franks der Baronin ganzen Kredit," fuhr Biriou fort. Eine Million Claparon Methode viel lonaler, von Aldrigger, die viermalhunderttausend Beaudenords, scher Wechsel konnte ruhig auf ein paar Pläßen unter- mörderisch als die alte ist. Gerade die breite Deffentlichkeit, die Million d'Aiglemonts, die dreihunderttausend der gebracht werden. Du Tillet schlug vor, bei dem neuen mit der ein Unternehmen ins Leben tritt, gestattet Prüfung Matifats 2c. Unternehmen die Firma Claparon vorzuschieben. Das fand und Ueberlegung. Wenn heut ein Aktionär auf den Leim Hätte Nuzingen selbst ein Industrie Unternehmen auf Nuzingen's Beifall. friecht, so ist er nach reiflicher Ueberlegung darauf geAktien gegründet und mit Hilfe mehr oder weniger geschickter 1825 waren Aktionäre bei industriellen Gründungen frochen. Er hat die Katze nicht im Sack gekauft. Die Manöver seine Gläubiger mit den Aktien dieser Gründung noch nicht hineingefallen. Der Umlaufsfonds" war noch Industrie..." befriedigen wollen, so hätte man Verdacht schöpfen können; unbekannt. Das Konsortium, das die Aktien einführte, war Jetzt kommt die Industrie daran!" rief Biriou. er stellte es daher feiner an: er ließ einen Anderen nicht verpflichtet, die Aktien, die es als Prämie erhielt," Die Industrie gewinnt nur dabei," fuhr Couture nicht auf den Markt zu bringen, es brauchte bei der Bant fort, ohne auf die Unterbrechung zu achten. gründen! „ Jede ReEine Eigenthümlichkeit Nuzingens ist es, daß er die de France keine Depositen zu hinterlegen und keine Garantie gierung, die sich in den Handel mischt und ihn nicht frei geschicktesten Geschäftsleute seinen Plänen dienstbar zit machen zu leisten. Die Kunst stand also noch in ihrer Kindheit. fich entfalten läßt, begeht eine kostspielige Thorheit: entweiß, ohne sich ihnen zu offenbaren. So ließ Nuzingen in Selbst die großen Zeitungsreklamen waren noch unbekannt, weder erreicht er seinen Höhepunkt und verfällt dann, oder Du Tillets Gegenwart den pyramidalen Gedanken fallen, mit denen man jetzt für die blutigsten Gründungen er führt zum Monopole. ein Atticnunternehmen mit so großem Aktienkapital zu grün- Stimmung macht und jedem Geld abnimmt..." den, daß in der ersten Zeit sehr hohe Dividenden daraus gezahlt werden könnten. " Das geschieht nur, wenn niemand Geld hergeben will," schaltete Couture ein. Mit dem Freihandel stimmt nun meiner Ansicht nach nichts besser überein, als die Aktiengesellschaften. Sie an tasten heißt soviel, als für das Kapital und den Profit Das Geld war gerade sehr flüssig und der Gedanke" Schließlich gab es in solchen Unternehmungen auch Bürgschaft übernehmen zu wollen, und das ist einfältig. noch neu. Es war also zu erwarten, daß die Aktien in die noch feine Konkurrenz. Noch empfanden die Fabrikanten Bei jedem Geschäft steht nämlich Profit und Risiko in entHöhe steigen und dem emittirenden Hause einen recht an- von Papiermaché, von Kattum oder Zinkguß, die Zeitungen sprechendem Verhältniß. ständigen Verdienst abwerfen würden. Vergeßt nicht, daß und Theater nicht das Bedürfniß, sich gründen zu lassen, Was kann dem Staat an der Art liegen, wie sich der wenn noch fielen sie nicht über den verscheidenden Aktionär Umlauf des Geldes vollzieht, all' das im Jahre 1826 geschah. Du Tillet war von der ebenso fruchtbaren wie genialen wie Jagdhunde über den Bruch her. Die schönen haupt in beständiger Bewegung bleibt! Idee Nuzingens sofort begeistert, aber der Gedanke lag nicht Attienunternehmungen, wie Couture fie nennt, wurden ihm daran liegen, wer reich und wer arm ist, wenn es nur fern, daß, wenn das Unternehmen schließlich zusammen noch nicht mit naiver Schamlosigkeit öffentlich ausgepriesen stets dieselbe oder eine wachsende Anzahl steuerkräftiger brach, nicht alles ruhig abgehen würde. Also mußte jemand und mit Gutachten von Sachkundigen( den Fürsten der Reicher giebt. es nur überWas kaun gefunden werden, der nach außen hin die Verantwortung Wissenschaft!) ausgestattet, sie blühten noch schamhaft und Seit zwanzig Jahren existiren übrigens schon Aftienübernahm. Nun wißt Ihr, weshalb die Firma Claparon verborgen im schweigenden Schatten der Börse auf. Leise, unternehmungen und Kommandit- und Prämiengesellschaften das Licht der Welt erblickte. Du Tillet hatte sie gegründet; leise nur sangen die Börsenfüchse die Verleumdungsarie des in dem ersten Handelslande der Welt, in England, und es war eine seiner schönsten Erfindungen." Barbiers von Sevilla" auf finanziellem Gebiet, und flüsterten dort, wo sonst alles in Frage gestellt wird, wo das Par" Ja, ja," sprach Blondet, das kennen wir, wir kennen sich nur heimlich ins Ohr, ob ein Unternehmen gut sei lament in einer Session tausend und mehr Gesetze ausheckt, den verantwortlichen Redakteur in Finanzsachen, den agent oder nicht. Sie beutete den armen Patienten von Aktionär hat sich noch nie ein Mitglied des Unterhauses erhoben, provocateur und schließlichen Sündenbock bei allen Emissionen. nur in ihrem Hause, auf der Börse aus... um eine Rede gegen die Methode zu halten, welche..." Jetzt macht man's aber noch besser, man schreibt in ,, Unsinn!" unterbrach ihn Couture. Ich bin mit . welche die Geldsäcke von zu großem Blutandrang Gründungsprospekten einfach: Auskunft bei der und der Deinem ganzen Gerede über das moderne Börsengeschäft heilt und zwar vermittelst des Schröpfens," unterbrach ihn Bank, in der und der Straße, Numero so und so viel. nicht einverstanden. Wir sind unter uns, und ich würde Bigiou Das Bublifum läuft hin und trifft würdige Beamten in alles offen zugeben, wenn... grünen Röcken, die so hübsch wie Gerichtsvollzieher aus sehen." # V Du gehörst wohl mit zum Bau?" rief Finot. Ja, ich gehöre mit zum Bau", versezte Couture, und ( Fortfehung folgt). erfahrungsgemäß fire fettere feine große praktische Bedeutung, 1 Marineverwaltung fo unverschämt hohe Preise für die Roble ab- Abg. Brandenburg( 8) spricht fich für bie Resolution aus, da fie formell wohl nicht häufig um ihre Zustimmung befragt gefordert haben, daß diefelben von der Marine nicht afgeptirt weil man nicht annehmen tönne, daß der Gesetzgeber der Gewerbeund anderseits im Falle der Verweigerung der verlangten Nacht werden konnten. oder Sonntagsarbeit wohl bald mit Entlaffung dafür bestraft Ordnung wirklich so allgemein in bezug auf die Zeitbestimmungen werden dürften. Bei aller Geneigtheit, deutsche Kohlen auf den Schiffen zu gedacht habe, daß es auf 1/2 Stunde mehr oder weniger nicht an brennen, erklärte der Staatssekretär sich die Preise von einem Kohlen- fomme. ring nicht diftiren lassen zu wollen und theilte mit, daß während Das Proportionalwahl System findet in der die deutschen Zechen 12 Mart pro Zonne forderten, Interesse der Arbeitgeber handelt; für die Arbeiter sei aber Abg. v. Stumm( Rp.) bestreitet, daß es sich hierbei um ein Schweiz immer mehr Anklang. Der thörichte Einwand die englische Rohle mit 61, Mart pro Zonne bezahlt worden ist./ 2 Stunde mehr oder weniger nicht gleichgiltig. Für die Schulen der Gegner, es bereite große Schwierigkeiten, sei zu ver- Bei der in Frage stehenden Bestellung handelte es sich um den wird man den Anfang im Often 1/2 Stunde früher, im Westen wickelt, ist durch die Praxis widerlegt worden. Thatsächlich Einkauf von 80 000 Tonnen. Hiervon wurden, nachdem die 1/2 Stunde fpäter legen; dadurch wird das Gesetz ebenso wenig ift das Proportionalwahl- System oder der Proporz, deutschen Zechen ihr Angebot von 12 M. auf 11 M. pro burchlöchert, wie durch bezirksweise Bestimmungen, wie die Refowie die Schweizer Kurzweg sagen, die einfachste aller Wahl: Tonne ermäßigt hatten, nur 22 000 Tonnen in England bestellt. lution sie wünscht. arten. Nachdem der Proporz" voriges Jahr im Kanton verwaltung 90 000 m. gespart, welche an die deutschen Lieferanten An diesen 22 000 Tonnen englischer Kohle hat die Marine- Abg. Hitze( 3.) hält die Resolution für unbedenklich. Genf eingeführt wurde, steht er im Kanton St. Gallen zu zahlen gewesen wären, wenn die deutsche Offerte bei der Re- bauert, daß der Staatssekretär v. Bötticher die Annahme derselben Abg. Hirsch( ofr.) hält die Resolution für bedenklich und benächsten Sonntag den 29. Januar zur Bolts gierung Annahme gefunden hätte. anheim gestellt habe. abstimmung. Möge sie günstig ausfallen! " = Bochumer überall. In Fluntern 3ürich ist foeben ein hochangesehener Bürger" gestorben, der auch manch Ehrenamt bekleidet hat- und siehe da, bei Regelung des Nachlasses stellte es sich heraus, daß er statt 42 Millionen blos 1 Million versteuert und der Staat um den Rest betrogen hatte. So find diese Vertreter und Geschöpfe des Rapitalismus! Panama überall. Der, Grütlianer", unser s ch weize risches Bruderorgan, erinnert die heimischen Heuchler, die gleich den unseren ob des Panama Schwindels die Entrüsteten spielen, an den Solothurner Krach von 1886 und 1887, welcher, im Verhältniß zur Bevölkerung, das Bolt weit mehr geschädigt hat, als der Panama- Schwindel. Während dieser auf den Quadratkilometer 2268 Franks ge raubt hat, tostete der Solothurner Krach dem Volke 3881 auf den Quadratkilometer also um über die Hälfte mehr, Und wenn man anderswo ein bischen Umschau hält, wird man zu ähnlichen Entdeckungen kommen. So weit die bürgerliche Gesellschaft reicht und der Dollar, Frank, Sovereign oder die Mark klingt überall ist Panama. Frankreich. Bei der engeren Wahl hat in Carmaur ber fozialdemokratische Kandidat Jaurès mit 500 Stimmen Mehrheit über den honnetten"( Panama)-Republikaner gefiegt. Bravo! + Die interessante Diskussion fonnte nicht zu Ende geführt werden, weil sich das Bedürfniß herausstellte, das in dieser Angelegenheit vorhandene Material genau fennen zu lernen. Die Kommission beschloß nach Kenntnißnahme des Materials, sowie der Lieferungsbedingungen für deutsche und englische Kohlen auf die Angelegenheit zurückzukommen und behielt sich vor, eventuell dem Reichstage eine Resolution vorzuschlagen, welche das Verhalten der Marineverwaltung gegenüber den Bumuthungen des Kohlenringes als vollkommen berechtigt erklärt.Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. Staatssekretär v. Bötticher: Mir wäre es lieber, wenn die Resolution abgelehnt würde. Wenn sich wirklich Mißftömde herausstellen sollten, wird die Reichsregierung aus eigener Initiative vorgehen. Die Resolution wird abgelehnt und der auf die Petition be zügliche Antrag angenommen. Es folgt die erste Berathung des Gesezentwurfs, betreffend Ergänzung der Bestimmungen über den Wucher. Abg. Giese( dt.): Die Vorlage entspricht einem bringenden Wunsche unserer Partei; sie will die unerfahrenen Personen vor der Ausbeutung durch die Wucherer schüßen. Das bisherige Gefeh reichte nicht aus, weil daffelbe sich nur auf die Darlehnsgeschäfte bezog, während der Wucher sich in die Form anderer Geschäfte fleidet. Die Petitionen verschiedener Vereine gegen den Wucher haben auf diese Mißstände hingewiesen. Bisher war nur der Geldwucher strafbar. G3 besteht aber gar fein Grund, weswegen der Sachwucher nicht ebenso strafbar sein soll. 28. Sigung vom 23. Januar 1893, 1 hr. Der Bewucherte soll das Recht haben, Anklage gegen den Bucherer Am Tische des Bundesraths: v. Bötticher. anzuftrengen; er wird aber in den meisten Fällen mittellos da Vor der Tagesordnung erhält das Wort der stehen und die Klage nicht einleiten tönnen. Es besteht der Abg. Singer: Herr v. Frege hat vor der Tagesordnung Wunsch, daß der Strafrichter ermächtigt werden möge, in Strafam Sonnabend erklärt, daß Gewohnheit und Erziehung ihm ver- prozeß in Form einer Buße dem Geschädigten ein Aequivalent bieten, auf meine Bemerkungen zu antworten. Ich hätte gezelnen Bestimmungen der Vorlage durch und empfiehlt besonders für den erlittenen Schaden zuzubilligen. Redner geht die ein wünscht, daß Gewohnheit und Erziehung dem Herrn v. Frege verboten hätten, mir zu meinen Auslassungen und zum Zone der- jahres die Inhaber von Geld- und Kreditgeschäften ihren Kunden Vorschrift, wonach 3 Monate nach Abschluß des Stalenderselben Veranlassung zu geben. einen Rechnungsauszug mitzutheilen haben. Meine politischen entwurfs betreffend die Einführung einer einheit. Die Bucherer versehen das Opfer, welches sie sich außerſehen Auf der Tagesordnung steht die zweite Berathung des Gesetz- Freunde werden noch einige Erweiterungen der Vorlage beantragen. fichen Zeitbestimmung, deffen einziger Baragraph lautet: haben, erst künstlich in eine Nothlage und bewuchern es dann; folche Die gefeßliche Zeit in Deutschland ist die mittlere Sonnenzeit Manöver find straflos, sie treffen nicht blos einzelne Perfonen, Das italienische Panama nimmt immer gewaltigere Gesez tritt mit dem Zeitpunkt in Kraft, in welchem nach der bazu dienen wird, wieder Treu und Glauben in das Geschäftsdes fünfzehnten Längengrades östlich von Greenwich. Dieses sondern ganze Bevölkerungstlaffen. Ich hoffe, daß die Vorlage Dimenfionen an. Es handelt sich um einen ebenso um im vorhergehenden Absatz festgesetzten Zeitbestimmung der 1. April leben zu bringen.( Bustimmung rechts.) Ich beantrage die Vorfaffenden und wohlüberlegten Plan zur Ausplünderung des 1893 beginnt". Bolts, wie bei der französischen Panama- Gründung. Unter stiller und öffentlicher Mitwirkung der einflußreichsten und nehmen, schlägt aber folgende Resolution vor: Die verbündeten über, weil es nicht gut ist und auf dem Gebiete des feinfühligen Die Rommiffion beantragt die Vorlage unverändert anzu- lage einer Kommission von 21 Mitgliedern zu überweisen. Abg. Horwit( dfr.) steht dem Gesetz fehr zweifelhaft gegenhervorragendsten Finanzmänner und politischen Größen Regierungen zu ersuchen, dem Reichstage baldigst die Vorlage wirthschaftlichen Lebens unzulängliche gefeggeberische Versuche wurde Italien mit einem Netz von Bettelbanken bedeckt, in eines Gesetzes zu unterbreiten, welches jenen Uebelſtänden abzu- die größte Gefahr in fich bergen. Wenn Jemand in einer Nothwelchem die Silber- und Goldfischchen der„ kleinen Leute" helfen geeignet ist, die daraus entstehen, daß mit Einführung der lage gewefen und von einem Wucherer auf seine Weise gerettet gefangen, und natürlich von den biederen Fischern ein- Ginheitszfit im Osten und Westen des Reiches vielfach erhebliche worden ist, so wird er sich jetzt vielleicht nachträglich sagen, daß gesact und verspeist wurden. Der größte Theil der Ein- Berschiebungen gegenüber den auf Ortszeit berechneten Zeit er nicht nur ein bejammernswerther Mann gewesen ist, sondern bestimmungen der Novelle zur Gewerbeordnung vom 1. Juli 1891 daß er auch verzeihen Sie den harten Ausdruck ein Esel lagen ist flöten gegangen und die Belege fehlen. Da aber, hervortreten." Die Kommiffion beantragt ferner die zu dem Ges wie bei den Welfenfonds- und Panama Quittungen, die feßentwurfe eingegangene Petition des Direktors der Landwirth- Bestrafung nachsuchen. Alle Buchergeseze treffen niemals den - Landwirth- gewesen ist, er wird sich an den Strafrichter wenden und die Leiter des Fischzugs dafür gesorgt haben, daß nicht alle schaftsschule zu Weilburg, Mahat, durch die Beschlußfaffung über Schuldigen, denn der eigentliche Geldmann ist ja ein anderer als Belegftücke zerstört( ,, verbrannt") wurden, so steht nächstens den Gesetzentwurf für erledigt zu erklären. der, welcher dem Bewucherten gegenüber tritt. Die Vorlage auch in Italien eine Veröffentlichung von hundert Welfenwill neben dem Kreditwucher auch den Sachwucher treffen und alle fonds Quittungen Verzeihung: von etlichen hundert Abg. Brandenburg( 3) hat zunächst Rompetenzbedenken möglichen Rechtsgeschäfte unter das Gesetz stellen. Der§ 300E fann italienischen Bankquittungen bevor. Bemerkt sei einst- gegenüber der Vorlage. Aber diese feien nicht die alleinigen schließlich auf jeden Geschäftstreibenden Anwendung finden, und weilen nur noch, daß der italienische Minister Bedenken, welche ihn zur Ablehnung der Vorlage führen. Dabei will der Vorredner noch viel weiter gehen! Er will nicht präsident Giolitti fich durch seine Opposition gegen Erhalte die Festsetzung einer Einheitszeit für eine Ueber- nur die erwerbs- und gewohnheitsmäßige Ausbeutung der Nothhebung der Gesetzgebung über die Natur. lage bestrafen, sondern jeden einzelnen Fall strafbar machen. Da jede Untersuchung höchst verdächtig gemacht hat, und daß bebung der Gesetzgebung über die Natur. Ser italienische Finanzminister Grimaldi RechtsAbg. v. Heereman( 8.) spricht sich für seine Person ebenfalls muß sich schließlich jedermann fragen, ob ein Rechtsgeschäft, das gegen die Vorlage aus. Der Zeitunterschied zwischen der Ein- er abschließen will, nicht als ein Wuchergeschäft ausgelegt werden beiftand, d. h. oberster Verwalter der diebischsten der heits- und der früheren Ortszeit sei an den äußersten Punkten fann. Schließlich fann ein Beamter, der sich der Verwaltung zur Diebesbanken war oder gar noch ist, nämlich der Banca Deutschlands ein sehr erheblicher, er betrage mehr als 1/2 Stunde. Verfügung gestellt hat, als Noth am Mann war, der sich infolge Romana, welche die Kleinigkeit von 45 Millionen vermöbelt Für diese Maßregel sei kein Grund vorhanden, selbst die Eisen- dessen ein Gehalt ausbedungen hat, welches zu feinen Leistungen hat, wovon 15 Millionen durch das Vermögen der zwei bahn- und Postverwaltung könne mit ber jezigen doppelten Zeit nicht im Verhältniß steht, als Wucherer bestraft werden! Die eingesperrten Biedermänner: des Direktors und des Kassirers auskommen. Für die Telegraphenverwaltung liege erst recht Borschriften der Vorlage sind zu unbestimmt und können leicht gedeckt sein sollent was natürlich kein vernünftiger fein Anlaß vor, da der Verkehr derselben vielfach über die bei der verschiedenen Auffassung der Richter zu sehr verschiedenen Urtheilen führen, wodurch eine Verwirrung in der Rechtsprechung Mensch glaubt. Denn solche Geschäftspolitiker wissen ihr Grenze Deutschlands hinausgeht. Privatvermögen meist sehr gut in Sicherheit zu bringen. entstehen würde. Berichterstatter ist der Abg. Möller( natl.). " Wir Abg. von Stumm( Rp.) fürchtet, daß aus dem Gefeße eine große Verwirrung entstehen wird; Eisenbahn- und Telegraphen ist den vielfachen Wünschen im Lande und im Haufe entſprungen. Staatssekretär des Reichsjuftizamts Hanauer: Die Vorlage Das Minifterium Gladstone hat den irischen verwaltung tönnten ja für ihren inneren Dienst die einheitliche ist den vielfachen Wünschen im Lande und im Haufe entsprungen. Dynamitarden James Egan, der 1883 zu lebensläng Beit einführen. Für das Publikum liege durchaus teine Sie führt aber nicht zu einer Umgestaltung, sondern nur zu einer Nothwendigkeit dazu vor. Die Resolution ist schon ein Ergänzung des früheren Wuchergesetzes. Die Bundesregierungen licher Zwangsarbeit verurtheilt ward, begnadigt. Das ist Ausfluß der Mißstände, die sich herausstellen werden. Die sind zu Gutachten aufgefordert worden, und die meisten eine ftaatstluge und anerkennenswerthe Handlung um so Gewerbe- Ordnung bezieht sich auf die Ortszeit. haben sich für diese Ergänzung ausgesprochen. Wenn anerkennenswerther, als die Versuchung nahe lag, den letzten man diesen Zustand des aufrecht erhalten will, wird schmeicheln uns nicht, daß der Wucher nach Erlaß irischen Dynamitstreich in kontinentaler Polizeimanier für man bezirksweise die Sache ordnen müssen und dann entsteht Gesetzes verschwinden wird. Durch die Ergänzung foll aber dem reaktionäre Zwecke auszunüßen. die größte Verwirrung und Verschiedenheit. Die Resolution Wuchergefeß eine durchgreifendere Wirkung verschafft werden. müsse vom Hause angenommen werden, sonst müsse er gegen die nicht blos das Darlehen, sondern auch jede andere Form des Der englisch- egyptische Konflikt ist diplomatisch Vorlage stimmen. Rechtsgeschäftes, auch der Sachwucher foll getroffen werden. Es sehr rasch beendigt worden der Khedive gab nach und Staatssekretär v. Bötticher: Ich hätte gewünscht, daß herrschten Bedenken, die Vorschriften auf den Sachwucher auszuthat, was der Vormund John Bull befahl. Aber in diefe Resolution nicht in so bestimmter Form gefaßt wäre, daß behnen, weil dadurch das legitime Geschäft getroffen werden Egypten giebt es außer dem Khedive noch Menschen fie das Eintreten von Uebelständen schon anerkennt. Man hätte könnte. Aber wenn man das Ziel erreichen will, dann muß man ein Bolt. Und dieses ist mit der Wendung der Dinge fuchen möge, ob Mißstände entstehen werden. Jedenfalls muß der Wucher gewohnheits und gewerbsmäßig stattfindet, bietet die Fassung lieber so wählen sollen, daß die Regierung unter- auch den Sachwucher treffen. Daß festgestellt werden muß, daß nichts weniger als zufrieden. Die ganze Unwürdigkeit des die Regierung freie Sand behalten für ihre Entscheidung. Ich wohl emen genügenden Schutz für das legitime Geschäft. Es iſt Verhältnisses zu England ist den Bewohnern des Nillandes halte die vorgebrachten Befürchtungen nicht für begründet, sie eine Vereinfachung verlangt worden, daß der Strafrichter gleich zum vollen Bewußtsein gebracht worden und es herrscht sind nur theoretischer Art. An gewissen Orten werden gewisse auf eine Buße erkennen fann. Der Umstand, daß ein Bewucherter eine große Aufregung im Lande. In der Hauptstadt Kairo Mißstände entstehen, aber die Inkonvenienzen, welche sich heraus- mittellos ist, wird einem Zivilprozeß nicht hinderlich sein. ein Wenn und in Alexandrien ist es zu stürmischen Kundgebungen stellen werden, werden sehr bald verschwinden. In Württem- bas Armenrecht nicht verweigert werden. Die Erkennung Strafgerichtliches Urtheil ergangen ist, gekommen, und foll auch einem Telegramm zufolge berg, Baden, Elsaß- Lothringen ist die Einheitszeit seit dem die Ruhe wiederhergestellt" sein, so ist die Lage doch eine 1. April v. J. eingeführt, ohne daß irgendwelche Mißstände ein einer Strafe würde die Sache nur sehr kritische, und da Rußland und Frankreich den Gegnern getreten sind. Wenn bei uns wirklich Mißstände entstehen, nach der Vorlage sollen die Verträge ungiltig sein, d. h. es muß von beiden Seiten alles zurückgeleistet werden. Englands nach Kräften Vorschub leisten, so dürfte die werden wir die Ersten sein, welche denselben entgegentreten Wie soll es aber gehalten werden, wenn einseitig eine Buße dem Sache noch nicht abgeschlossen sein. Eine Wiederholung der Abg. Stadthagen( Soz.) erklärt sich gegen die Resolution, nationalen Erhebung", wie fie vor 11 Jahren 1882- wird aber vom Vizepräsidenten Grafen Balleftrem darauf auf unter rabi Bascha stattfand, ist eine Möglichkeit, mit merksam gemacht, daß die Resolution besonders zur Verhandlung der die Engländer zu rechnen haben. Und diesmal liegen fommen werde. die Verhältnisse lange nicht so günstig für sie, wie damals, Abg. v. Stumm( Rp.) weist darauf hin, daß in Elsaßwo unter dem liberalen Gladstone! bas barbarische Lothringen gerade sich erhebliche Bedenken herausgestellt hätten. Bombardement von Alexandrien und eine einzige Schlacht - bei Tel- el- Kebir- zur Niederwerfung des Aufstandes" genügten." Parlamentarisches. Ju die Kommiffion zur Vorberathung des Entwurfes zur gefeglichen Regelung der Abzahlungsgeschäfte sind von der sozial demokratischen Fraktion die Abgeordneten Zuhauer und Auer gewählt. Der einzige Paragraph wird darauf gegen die Stimmen des größten Theiles des Zentrums angenommen. In der Debatte über die Resolution empfiehlt Abg. Sirsch ( dfr.) die Ablehnung derfelben, weil dadurch die Einführung einer wirklich einheitlichen Zeit für ganz Deutschland verhindert wird. Die Bestimmungen für die jugendlichen und die weiblichen Arbeiter betreffen nicht die Arbeitszeit, sondern geben nur einen längeren Spielraum, innerhalb dessen die Arbeitszeit fallen muß. Die Zeit von 51/2 Uhr Morgens bis 8 Uhr Abends beträgt 15 Stunden, während die jugendlichen Arbeiter nur 10 Stunden arbeiten dürfen. Die Vorlage wird deshalb kaum schädliche Folgen haben; jedenfalls haben bis jetzt die Arbeiter selbst für fich feine Schädigung befürchtet, sondern sich einverstanden damit erflärt, daß auch für ihre Verhältnisse eine einheitliche Zeitrechnung bestehen soll. Aus der Budgetkommission des Reichstages. Die Fort- Abg. Stadthagen( Soz.) hält es für kleinlich, gegen die fehung der Berathung des Marine- Etats führte zu der Erledigung Wirkung dieses Gesetzes eine Schutzmaßregel zu suchen und zwar mehrerer Titel, bei denen nicht unerhebliche Abstriche von der angeblich zum Schuße der Arbeiter, während die Wirkungen des beabsichtigten Mehrindienststellung der Schiffe gemacht wurden. Gesetzes sich schließlich auf allen Gebieten geltend machen werden. Von dem Abg. Dr. Hammacher wurde an den Staatssekretär Es handelt sich nur um das kleinliche Interesse der Arbeitgeber. für die Marine die Anfrage gerichtet, ob es wahr fei, daß die Wenn wirklich für die jugendlichen Arbeiter eine kleine VerMarineverwaltung englische Steinfohlen für ihren Bedarf bezogen fürzung der Arbeitszeit eintreten sollte, so wäre das fein Nach habe. Die Antwort des Staatssekretärs ließ an Deutlichkeit theil. Um 5/8 Uhr Morgens, wo die Arbeitszeit ber jugenbnichts zu wünschen übrig; es konnte die interessante und den lichen und weiblichen Arbeiter beginnen darf, ist es während des Geschäftspatriotismus unserer Kohlenbarone ins hellite Licht größten Theiles des Jahres noch nicht so hed, daß die Arbeit segende Thatsache festgestellt werden, daß die deutschen Zechen der beginnen kann. wird erschweren, denn einen Theil auferlegt wird. Ich hoffe, daß in der Kommission eine Verständigung über diese Frage erzielt werden wird. Abg, von Bnol( 3.) erklärt, daß er im Gegensatz zu dem fonservativen Vorredner auf dem Boden der Vorlage, die er mit Freuden begrüße, stehe und über dieselbe nicht hinausgehen wolle. Redner geht auf die Entstehung des Wuchergesetzes ein; das Zentrum habe lange genug gekämpft, um die Nothwendigkeit eines solchen Gesetzes zur Anerkennung zu bringen. Es sei erfreulich, daß jetzt die weiteren Konsequenzen gezogen würden. Die Ausdehnung auf Sachwucher sei durchaus zu billigen. Redner empfiehlt die Verweisung der Vorlage an eine Kommission, deren Arbeiten er guten Erfolg wünscht. Darauf wird um 43/4 Uhr die weitere Berathung bis Dienstag 1 Uhr vertagt. Briefkaffen der Redaktion. W. D. Das Vermögen gehört mit wenigen Ausnahmefällen dem Manne; sprechen Sie zwischen 12 und 1 Uhr bei uns vor. Zwei Streitende. Nach Artikel 24 der Reichsverfassung ist zur Auflösung des Reichstages innerhalb der fünfjährigen Legislaturperiode ein Beschluß des Bundesraths unter Zustim mung des Kaisers erforderlich. Der neugewählte Reichstag hat wiederum eine Legislaturperiode von fünf Jahren und kann abermals aufgelöst werden, der demnächst gewählte wiederum zc. St. Georgen( Schwarzwald). Wenden Sie sich an den badischen Fabritinspektor Herrn Börrishofer in Mannheim. Die übrigen Mittheilungen haben für die Schwäbische Zagwacht oder den Offenburger Volksfreund" mehr Intereffe als für ein norddeutsches Blatt. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Dienstag, den 24. Januar. Opernhaus. Lohengrin. Schauspielhaus. Des Meeres und Liebe Wellen. Deutsches Theater. Der Sohn der Wildniß. Berliner Theater. Schlimme Saat. Leffing- Theater. Baumeister Solneß. Wallner- Theater. Die GroßstadtIuft. Kroll's Theater. Die weiße Dame. Viktoria- Theater. Viktoria Theater. Die Reife um die Welt in achtzig Tagen. Residenz Theater. Familie PontBiquet. Neues Theater. Baronin Ruth. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Fürstin Ninetta. Adolph Ernst- Theater. Modernes Babylon. Circus Renz. ( Karlstraße.) Dienstag, den 24. Januar 1893, Abends 74 Uhr: Gr. außerordentl. Vorstellung. Novität! Ein Künstlerfest. Novität! Allen Freunden und Genoffen für die rege Theilnahme an der Beerdigung meines lieben Mannes und für die reichliche Kranzspende meinen herzlichsten Dant. Die trauernde Wittwe: Frau Peter nebst vier Kindern. Danksagung. Für die überaus reichen Beweise herzGroße Ausstattungs- Pantomime vom licher Theilnahme sowie die reichen Hofballetmeister A. Siems. Mit über- Kranzspenden bei der Beerdigung meines raschenden Licht- und Wassereffecten. lieben Mannes, des Drechslers Max vom Direktor Fr. Renz. Grosser des 4. Wahlkreises, des Lese- und DisAuf das Glänzendste in Szene gefeßt Liebetrau, sage ich allen Genoffen Blumen- Corso. Ballet von 100 Damen. tutirklubs„ Süd- Ost", den Kollegen der Außerdem Auftr.( der sämmtl. Künstler- Firma Siemens u. Halste, sowie dem Reiten d. bestdress. Freiheits- u. Schul- gefühltesten Dank. fpezial. I. Ranges, sowie Vorführen u. Gefangverein Süd- Ost" meinen tief pferde. U. A.: Mr. James Fillis mit Die trauernde Wittwe nebst Kindern. bem Schulpferde Markir. Morgen, Mittwoch, 71/4 Uhr: Große Borstellung mit neuem Programm und Ein Künstlerfest. Billet- Vorverkauf an der Zirkuskaffe u. beim Invalidendant", Markgrafen ftraße 51a. Fr. Renz, Direktor. 10216 Kaufmann's Variété Am Stadtbahnhof Alexanderplatz. der equilibrist. KaminBraselli, feger Broduktion auf d. freistehenden Leiter. MephistoFeen- Palast The Maatwoods, Thomas- Theater. Der Distanzritt. National Theater. Philippine Burgstraße, neben der Börse. Welt- Lokal Berlins, 5000 Perf. faffend. Welser. SpezialitätenAlexanderplatz- Theater. Die Kellnerinnen von Berlin. Apollo Theater. Borstellung. Theater der Reichshallen. Spezialitäten- Vorstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Vorstellung. Heute: Gr. Spezialitäten- Vorstellung. Auf. Wodent. 72 Uhr, Sonnt. 6 Uhr. Raffeneröffnung 1 Std. vorher. Entree 50 Pf. Etablissement Buggenhagen. MorikPlay. Kaufmann's Variété. Spezialitäten MorigBorstellung. Play. Täglich: Juftrumental- Konzert. Großer Frühstücks- u. MittagsGebrüder Richter's Variété. Spezialitäten- Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. tid. Spezial- Ausschank von Paten3um 31. Male: hofer Lagerbier, hell und dunkel. An Sonn- und Festtagen Sälen statt Modernes Babylon. findet das Konzert in den oberen t fahrerinnen Jongleur und mentalistin. 3 Schweft. Porotti, unit- RadRappo- Jessy, Forquilibrit. portal Mlle. Bellona, vorzügl. InſtruBarnum mit seinen wunderbar The Lees, zweier Negersflaven. Theod. Zierrath, als OriginalLilly Mellini, Soubrette. dress. Riesen Doggen. unbewachte Momente Bannemann. Bildhübsche Anfang Wochentags 8 Uhr. Entree 50 Pf. Avis! Mittwoch, 25. d. Mts.: Erstes gr. Masken- Kostüm- Fest. Gesangsposse in 3 Aften v. Ed. Jacobson Entree Wochent. 10 Pf. Sonnt. 25 Pf. gr. Ausw. verleiht bill. J. Pieper, 4 grosse VolksVersammlungen der Arbeitslosen Berlins Mittwoch, 25. Januar, 9½ Vormittags 9 Uhr. 1. Bock- Brauerei( Tempelhof. Berg). 2. Concordia- Festsäle, Andreasst. 64. 3. Brauerei Friedrichshain( fr. Lips). 4.Zum Schultheiss( früh. Eiskeller), Chausseestraße 88. Tagesordnung in allen Versammlungen: Berichterstattung der in den lehten Maskenstiefel und Ballschuhe in Versammlungen gewählten Deputationen und W. Mannstädt. Couplets theilweiſe Säle für Versammlungen, Kommerſe, Schuhmachermeiſter, Antlerstr. 22 über die Verhandlungen mit dem Obervon G. Görss. Musik von G. Steffens. In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Anfang 7/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. American- Theater. Novität! Novität! Der Dussel ( Nulpus) Parodistisch- realistischer Vorgang in der Dachkammer, frei nach Ibsen und Tolstoi von Oscar Wagner. ( Klemm Ede.. Martin Bendix.) = Alfred Bender in seinem neuesten Originalvortrag Der Volksmund in Berlin. Blank, der beste Bauchredner. Anhaltender Erfolg. Die Trockenwohner. Castan's Panoptikum. Tai- za- Wunder. 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März 1850 und einer Uebersicht des Vereins- und Versammlungsrechts nach den reichsgesetzlichen und landesrechtlichen Vorschriften. Mit einem Anhange, enthaltend: eine Zusammenstellung des Tertes der in den einzelnen Bundes staaten bestehenden Bestimmungen über Vereins- und Ver sammlungsrecht und alphabetischem Sachregister. VIII n. 210 Seiten, 8°. Preis elegant geheftet 2,50 M., in braunen Bädeckerband gebunden 3 M. Unentbehrlich für die Vorstände der politischen Vereine und Gewerkschaften in allen deutschen Bundesstaaten. E Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Alle Buchhandlungen, Rolporteure und Zeitungsspediteure nehmen Bestellungen entgegen. Bei Aufträgen von außerhalb wolle man den Betrag( Porto extra) beifügen. Warnung! Den Arbeitern Berlins zur gefl. Kenntnißnahme, daß die Personen: Bernhard Lehmann, djloffer, Wiesentrake 1-2. Karl Schönberg, Tischler, Putbuserstraße 46, Bürgermeister Belle und dem Minister für Handel und Gewerbe. Die Referenten der letzten Ver. sammlungen sind anwesend. Pflicht aller Arbeitslosen ist es, in diesen Versammlungen zu erscheinen. Sozialdemokratischer Wahlverein 343/2 für den 3. Berliner Reich stags- Wahlkreis. Mitglieder- Versammlung Mittwoch, den 25. Januar, Abends 8 Uhr, in Krieger's Salon, Wafferthorstr. 68. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten F. Tutaner. 2. Diskussion, 3. Vereinsangelegenheiten. 374/6 Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Am Dienstag, den 24. d. M.: General- Derlammlung in ,, Pape's Salon"( früher Knebel). Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Babiel. 2. Diskussion. 3. Rassenbericht. 4. Ersatzwahl des Vorstandes. 5. Verschiedenes und Fragekasten. 239/15 Der Vorstand. Deutsch. Tischlerverband ( Zahlstelle Berlin). Branche der Musik- Instrumentenmacher. General- Versammlung am Dienstag, den 24. Januar, Abends Punkt 8½ Uhr, bei Bolt, Alte Jakobstraße 75( oberer Saal). Tagesordnung: 1. Jahresbericht und Abrechnung vom 4. Quartal. 2. Neuwahl der Ortsverwaltung und Wahl des Arbeitsvermittlers. 3. Bericht Werkstatt- Kontrollkommission.- Zahlreiches Erscheinen ist nothwendig. Mitgliedsbuch ist vorzuzeigen. der Sonnabend, den 4. Februar 1893, in den ,, KonkordiaFestsälen", Andreasstr. 64: Paul Baader, Arbeiter, Untbuferstraße 16 bei Schönberg. Grosser Wiener Masken- Ball. 46 Gustav Duwe, Schloffer, Gerichtstraße 15, sich froh mehrmaliger Aufforderung nicht gemäßigt gefühlt haben, ihren Verpflichtungen unterzeichnetem Verein gegenüber nachzukommen. 157/17 Arbeiter- Gesang- Verein ,, Nord". J. A.: Robert Kunkel jun. Achtung! Bildhauer! Achtung! Mittwoch, den 25., und Donnerstag, den 26. Januar, finden bei Boltz, Alte Jakobstrasse 75: Versammlungen DAS Anfang 8 Uhr. Billets à 50 Pf. sind auf allen Zählstellen, sowie bei den Vorstandsmitgliedern zu haben. Die Ortsverwaltung. 316/17 Bein Bierswang. Rein Entree. Große öffentliche Versammlung sämmtlicher arbeitsloser Tapezirer am Mittwoch, den 25. Januar, Nachm. 1/2 Uhr, bei Bolk, Ate Jakobstr. 75( früher Feuerstein). Lages Ordnung: 1. Die gegenwärtige Arbeitslosigkeit unter den Tapezirern Berlins. Ref. der Oriskrankenkasse der Bildhauer, Stuckateure etc. neben dem Thomas- Theater. für Arbeitnehmer statt. Auf der Tagesordnung steht: Wahl der Delegirten. Empfehle meine elegant ausgestatte- Am Mittwoch ist Aufstellung der Kandidaten, am Donnerstag Wahl derselben. ten Säle, elektrisch beleuchtet, Theater- Wahlberechtigt und wählbar ist jedes Mitglied, welches das 21. Lebens- Kollege Wildberger. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. bühne 2c. zur Abhaltung jeder Art Fest- fahr überschritten hat. Die Aufstellung der Kandidaten und Wahl der lichkeit unter toulanten Bedingungen. felben ist an beiden Abenden zwischen 1/ 29-1/ 211 Uhr. Die selbstzahlenden sammlung zu erscheinen. G. Schmiedel Wwe. Mitglieder wählen bei den Arbeitnehmern. Es in Pflicht der Mit- 1030b glieder, fich an beiden Versammlungen rege zu betheiligen. 116/16 Alle arbeitslosen Kollegen werden ersucht, recht zahlreich in dieser VerDer Einberufer: Th. Markiel. Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Drud und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilagen 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volfsblatt. Nr. 20. Parteinachrichten. Dienstag, den 24. Januar 1893. 10. Jahrg. wurde ein Komitee gewählt, das seinen Sitz in Ravens- später von dem Ing. Th. Fritsch in Leipzig ein Schriftstück auss burg hat. In Vilbel( Wahlkreis Friedberg- Büdingen) findet am Konferenz statt, in welcher der Delegirte Fritz Schmidt über 29. Januar und in Heldenbergen am 5. Februar eine den Berliner Parteitag berichten wird. * Arbeiter! Parteigenossen! Der Ausstand im Saarrevier ist beendet. Die Bergleute der staatlichen Gruben sind in ihrem Kampfe um bessere Existenzbedingungen unterlegen. 2457 von ihnen, meist Familienväter, wurden theils gänzlich, theils zeitweise von ihrem Arbeitgeber", dem preußischen Staat, abgelegt. Wie gewöhnlich, hat man vornehmlich diejenigen Leute gemaßPartei- Organisation. In Köschenbroda bei Dresden regelt, die sich das Vertrauen ihrer Mitarbeiter erworben hatten wurde am 15. Januar nach einem Vortrage des Landtags- Abund deshalb zu Knappschaftsältesten, Gruben- Ausschußmitgliedern geordneten Kaden ein sozialdemokratischer Verein begründet. und für sonstige Vertrauensposten gewählt waren. Diese Kämpfer, Derselbe zählt bereits 40 Mitglieder. die stets an der Spitze der Bewegung standen, sind jetzt mit ihren Familien dem Elend und Hunger überliefert. Die organisirte Arbeiterschaft Deutschlands hat bisher ihre im Kampfe gefallenen Klaffengenossen noch nie im Stiche gelassen. Wir hegen daher die feste Zuversicht, daß sie auch der gemaßregelten Kampfgenoffen vom Saarrevier nicht vergessen, sondern nach Kräften für die dringend nöthige Unterstützung sorgen wird. In der am 20. Januar auf Bildstock stattgehabten Versammlung wurde ein Komitee von sieben Personen gewählt, das die Unterstützung der Gemaßregelten zu bewerkstelligen hat. Namens dieses Komitees wendet sich Unterzeichneter mit der dringenden Bitte an die deutschen Arbeiter, ihr Scherflein zur Unterstützung der Gemaßregelten an den Raffirer des Komitees, Ludwig Anschüß. Bild stod, gelangen zu lassen. Alles Sonstige möge man an ben unterzeichneten Vorsitzenden des Komitees senden. Parteifinanzen. Der Sozialdemokratische Verein DresdenAltstadt vereinnahmte im vergangenen Jahre 3068,37 M., gegen 1891 ein Mehr von 479,80 M.; die Ausgaben betrugen 2888,07 m., darunter 179 M. Gebühren und Strafen an die Polizei, 145 M. für Vorträge, 115 M. Unterstützung an Ausgewiesene und Gemaßregelte, für die Stadtverordneten- Wahl 610,20 M., für Agitation 410,60 M. Der Verein hatte 1892 eine Mitgliederzahl von 1106. Die Mitglieder vertheilen sich auf die einzelnen Berufe wie folgt: Steinmetzen 180, Tischler 116, Arbeiter 99, Schlosser 83, verschiedene Gewerbe 62, SchuhButmacher 29, Steindrucker und Lithographen 28, Klempner 23, macher 48, Buchdrucker 47, Schneider 45, Maurer 36, Töpfer 32, Metallschläger 22, Maler 21, Buchbinder 19, Frauen 19, Bimmer leute 18, Bäcker 15, Schleifer 15, Restaurateure 15, Former 14, Gürtler und Mechaniker 13, Kaufleute 12, Drechsler 12, Schmiede 11, Tapezirer 11, Martthelfer 10, Zigarrenarbeiter 7, Gärtner 6, Sattler 6, Korbmacher 6, Bürstenmacher 6, Glaser 5, Böttcher 5, Graveure 4, Dachdecker 3, Bildhauer 2.- FlugAlle Arbeiterblätter werden um Abdruck dieses Aufrufs ge- blätter wurden zwei vertheilt und zwar in einer Auflage von je 55 000 Exemplaren. Namens des Komitees zur Unterstützung der beten. gemaßregelten Bergleute. Der Vorsitzende: Leopold Emmel, St. Johanna. d. S., Blumenstr. 4. # Boykott. Ueber den schon oft geboykotteten Auenkeller Protestversammlungen gegen die Militärvorlage sind abgehalten worden in Volksdorf( Ref. Reichstags- Abgeord- haben die Erfurter Parteigenossen den Boykott abermals neter W. Metzger- Hamburg), internah bei Schleusingen verhängen müssen, weil er ihnen nicht zu Versammlungen über in Thür.( Referent Hulle Erfurt), Edernförde( Referent laſſen wird. Bömelburg- Hamburg), Belten( Ref. Gerisch). = * am Orts Krankenkassen Wahlen. In Rottbus wurden bei der Wahl von 39 Vertretern der Unternehmer und 75 Vertretern der Arbeiter zur Generalversammlung der Allgemeinen Orts Krankenkaffe ca. 60 unserer Kandidaten gewählt. " * " stellen lassen, wonach sein Name irrthümlich unter das Zirkular gekommen sein sollte. An diesen Vorgang hatte der Angeklagte zeichnet. Fritsch strengte Beleidigungsklage an, worauf die obige Bemerkung geknüpft und Fritsch als den Urheber bea Staatsanwaltschaft die Sache in die Hand nahm, bei dem angetlagten Redakteur durch die Kriminalpolizei nach dem Manuskript der Notiz( erfolglos) haussuchen ließ und im öffentlichen Interesse die Augelegenheit verfolgte. In der Gerichtsverhandlung wurde festgestellt, daß Hutschenreuther thatsächlich intorrekt gehandelt hat, der Angeklagte aber der Beleidigung des Ingenieurs Fritsch schuldig sei. Das Gericht verurtheilte Rosenow zu 25 Mark Geld- und den üblichen Nebenstrafen. Lokales. Achtung! Morgen, Mittwoch, Vormittags 10 Uhr, finden abermals vier Versammlungen der Arbeitslosen statt, um den Bericht der gewählten Deputationen an den Handelsminister und an den Oberbürgermeister entgegen zu nehmen. Die Versammlungen finden gleich jenen der vorigen Woche im Saale der Bockbrauerei, dem Konkordia- Saal, Andreasstraße, der Brauerei Friedrichshain( ehem. Lips) und im Giskeller statt Die Referenten in jenen Versammlungen, die Abgg. Bebel, Drees bach, Liebknecht und Singer werden anwesend sein. 20 Sammelliften für die gemaßregelten Bergarbeiter und ar die Nr. 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20, 21, 22, 23, 24, 25, 26, 27, 28, 29 und 30 sind verloren gegangen. Ueber die Art des Verlierens werden wir später, nachdem die Nachforschungen beendet sind, Mittheilung machen. Sollte eine Lifte mit einer der obigen Nummern von 11 bis 30 irgendwo zum Vorschein kommen, so ersuchen wir die Genossen, dieselbe anzuhalten und auf der Expedition des" Vorwärts" abe zugeben. " " Aus Newyork wird uns unterm 2. Januar berichtet: Nach Gemeindewahlen. In In Braunschweig fand Abschluß der Urabstimmung über die verschiedenen, mit der Ver18. Januar eine allgemeine Wählerversammlung statt, welche einigung der beiden sozialistischen Fraktionen in Verbindung nach dem Referate des sozialdemokratischen Stadtverordneten stehenden Punkte ist das frühere Organ der einen Richtung, Riete einstimmig eine Resolution annahm, in der energisch einigte Partei der Vorwärts" herausgegeben worden. Das den 22. cr., zu einer Gedächtnißfeier für die drei in der der Sozialist", eingegangen und als Organ für die ver- Die Genossen im 6. Wahlkreise hatten sich am Sonntag, protestirt wird gegen die vom Magistrat beabsichtigte Maßnahme, bei den demnächst staitfindenden Stadtverordneten- Wahlen die Organ der anderen Richtung, der Voltsanwalt" erscheint Nacht vom 22. bis 23. Januar 1887 verunglückten Genoffen jenigen Bürger ihres Wahlrechts für verlustig zu erklären, welche aber ebenfalls noch; damit hat es folgende Bewandtniß: Bei entschel, Lachmann und Nauen in überaus zahlreicher jenigen Bürger ihres Wahlrechts für verlustig zu erklären, welche der Urabstimmung über den Sitz der Partei hatte Brooklyn die Betheiligung im Gisteller eingefunden. Die Festrede hielt Gedie Gemeindeſteuer vom vorigen Jahre nicht vollständig entrichtet haben. Diese Maßregel ist ungefeßlich und nur geeignet, relative, aber nicht die absolute Majorität erhalten; trotzdem war nosse Liebknecht, der in ergreifenden Worten die Verdienste richtet haben. Diese Maßregel ist ungefeßlich und nur geeignet, das Resultat als endgiltiges aufgefaßt worden und die Sektion der drei auf dem Felde der Ehre gefallenen Parteigenoffen und die Meinung zu erwecken, daß einem Theile der Wähler der Brooklyn nahm die Wahl der neuen Exekutiv- Behörde vor. ihren erschütternden Untergang schilderte, wie sie, von der Polizei dritten Wahlklasse das Wahlrecht nach Möglichkeit illusorisch ge= macht werden solle. Falls die geplante Maßregel zur Durch- Diese wurde nun aber von den meisten zur„ Cincinnatier" gehetzt und verfolgt, das Eis des Spandauer Kanals mit Flugführung gelangt, beauftragt die Versammlung das Wahlkomitee, Richtung gehörenden Sektionen nicht anerkannt, welche eine blättern überschreitend, eingebrochen und ertrunken waren. Auch die Giltigkeit der Wahl anzufechten. engere Wahl zwischen den beiden Orten verlangten, auf welche der vielen anderen wackeren Kämpen, die im besten Mannesalter, die meisten Stimmen gefallen waren. Somit ist es thatsächlich verfolgt und eingeferfert, im Eyil, von Familie und Freunden Bei der Gemeinderaths- Wahl in Raschau in Sachsen, wo mit der Vereinigung vorläufig zu Wasser geworden. Es liegt getrennt, auf dem Kampffelde der Partei gefallen waren, erwähnte unsere Partei einen glänzenden Sieg errang, war der jetzt der Vorschlag vor, einen allgemeinen Sozialistentongreß ein- Der Festredner. Ihnen nachzueifern, das ganze Können und Name des sozialdemokratischen Kandidaten Baumgärtel auf zuberufen, um den unwürdigen Zustand zu beseitigen. Wollen, die ganze Kraft unserer herrlichen Sache, dem Kampf um den Stimmzetteln in Baumgarten verdruckt. Da Vorige Woche fand hier in New- York ein Parteitag die Befreiung des arbeitenden Volfes, zu weihen, solle die Pflicht die Anfertigung neuer Stimmzettel der Kürze der Zeit halber jüdischer Sozialisten statt, welcher sowohl von jüdischen aller Genofsinnen und Genossen sein. Außerordentlicher Beifall nicht möglich war, meinte man, es würde genügen, wenn der Sektionen der sozialistischen Arbeiterpartei, wie auch von jüdischen lohnte den Redner und gleichsam als Schwur tönte das von Wahlvorstand auf den Fehler aufmerksam gemacht werde. Dies Gewerkschaften, welche auf sozialistischem Boden stehen, befchickt vier Gesangvereinen vorgetragene Lied:„ Ein Sohn des Volkes geschah und der Wahlvorstand war denn auch der Meinung, daß, war. Dieses separate Vorgehen wird mit der besonderen will ich sein und bleiben!" durch den weiten Saal. Konzert und da es doch in der ganzen Gemeinde blos einen Emil Baumgärtel Sprache" der jüdischen Arbeiter begründet. Es hat aber wohl Gefang hielten die Genoffen noch lange zusammen, würdig, wie gäbe, wozu auch noch das Gewerbe stimmte, es der Wahlausschuß seine großen Bedenken! Die hiesige polnische Settion fie begonnen, fand die erhebende Feier ihren Abschluß. so auffassen würde, daß ein jeder Wähler, der einen Stimmzettel der sozialistischen Arbeiterpartei hat ein Organ in polnischer auf Baumgarten abgäbe, sich den Maler Baumgärtel darunter Sprache ,,, Swiate o"(„ Das Licht"), herausgegeben. Bum Schute des Publikums und des Handwerks" gedacht habe. Daß dieses Argument zutraf, ergiebt sich aus der Im Staate New York steht wieder eine Wahl Kam- lautet die Ueberschrift eines Artikels der Mode", eines Richtigstellung, welche mehrere Wähler in ihren Stimmzetteln pagne in Aussicht, indem nach einer alten Bestimmung min- Innungsblattes der Schneider, das die Sozialistenfrefferei ge vornahmen. Die Amtshauptmannschaft hat jedoch auf grund des bestens alle zwanzig Jahre eine Verfassungs- Re- schäfts- und gewerbsmäßig betreibt. Hin und wieder aber passirt § 45 der revidirten Landgemeinde- Ordnung das Mandat Baum- visions- Konvention" stattfinden muß, welche eventuell es dem Blatt, daß es selbst ganz gewaltig auf die Ausbeuter" gärtel's für unrichtig erklärt und entschieden, daß ein anderer Aenderungen in der Verfaffung vorzunehmen hat. Die letzte und deren Geschäftspraktiken schimpft und damit zugesteht, daß Kandidat in das Amt nachzurücken habe. Die Behauptung, daß Legislatur beschloß, daß eine solche Konvention in diesem Jahre sehr vieles faul ist im kapitalistischen Staat. Auch in dem oben fich die Mehrheit der Wähler dadurch in ihren Rechten verlegt zusammentreten soll, und bestimmte zugleich den Wahlmodus, angeführten Artikel fällt die" Mode" gründlich aus ihrer Rolle, fühle, wäre entgegen zu halten, daß sich diese die Schuld selbst wonach unter anderem 5 der Abgeordneten vom Gouverneur auf weshalb wir an dieser Stelle auf denselben zurückkommen. Nach zuzuschreiben hätten, weil sie sich nicht den richtigen Namen Vorschläge der Arbeiter Organisationen hin zu ernennen sind. dem das Blatt kräftig auf die Schwindelreklame räſonnirt hat, ihres Kandidaten verschafft hätten. Die Wähler sind jedoch der Die Führer der hiesigen„ Central Labor Union" beeilten sich nun, weist es nach, daß die Reklamefrigen noch immer einen sehr Meinung, daß unter solchen Umständen eine Neuwahl stattzu- eine Konvention aller Arbeiter- Organisationen einzuberufen, um netten Verdienst einfäckeln, weil sie ihre Arbeiter in unerhörter finden hat, und wollen daher gegen den Entscheid der Amts- Stellung zu der Verfassungsrevision zu nehmen, resp. wünschens- Weise drücken. Doch hören wir, was die" Mode" fagt: Hauptmannschaft Beschwerde führen. werthe Henderungen in der Verfassung zu gunsten der Arbeiter- Die Unverfrorenheit dieser reklamemachenden Charlatane flaffe zu berathen. Die Voltszeitung" begrüßte diesen und Ausbeuter ist neuerdings so weit gegangen, daß sie sich Schritt als einen solchen, der zu einer Verständigung führen in ihren Anzeigen als Schußengel des brotlofen, hungernden tönne, wenn die Einberufer es ehrlich meinten und ihrerseits Handwerkers aufspielen und vorgeben, den Nothstand fein Trick" vorliege. Wer nun aber die Sorte kennt, der zu lindern und die bedrängte Lage der Arbeitslosent weiß von vornherein, daß man bei ihnen stets auf irgend einen zu bessern". Natürlich muß diese rührende Fürsorge für„ arme solchen„ Trick" rechnen muß Die von und dieser trat denn auch bald Leute, Handwerk Schneider sind" wieder zur Reichstagskandidatur. Die am 15. Januar in Peine zu Tage. Die Herren bestrebten sich nämlich, die Konvention Anlockung des Anlockung des Publikums Publikums dienen, um ihm das Geld abgehaltene Konferenz der Parteigenossen aus dem 14. han welche übrigens nur von einem Theil der Organisationen be- beffer aus der Tasche estamotiren zu können. Man weiß hier noverschen Wahlkreis Fallersleben Gifhorn) stellte den schickt war zu veranlassen, Delegirte zu der sogenannten wirklich nicht, über was man mehr staunen und sich entrüften Zimmermann Friedrich Warnke aus Celle, einen alt- Workingmen State Assembly" in Albany zu entfenden, einer foll: über die Dreiftigkeit der modernen Freibeuter, welche das bewährten Genossen, der schon früher kandidirte, wieder zum Organisation, welche von demokratischen Politikern kontrollirt" von ihnen durch schmachvolle Hungerlöhne ver. Kandidaten für den Reichstag auf. wird. Diese Organisation ist es aber auch, deren Vorschläge schuldete Elend des Schneiderhandwerks sich außerdem noch allein der Gouverneur berücksichtigen wird, da er von ihr vor in wahrhaft zynischer Weise zur Reklame dienstbar machen, oder Die Hamburger Sozialdemokratie hielt am Freitag elf aussehen kann, daß sie nur stramme Anhänger„ Tammany Galls" über die Langmuth oder Indolenz des Publikums, welches sich so große Volksversammlungen ab, in welchen der in Vorschlag bringt. Das ganze Manöver der Central- Labor- etwas bieten läßt. herrschende Noth stand die Tagesordnung bildete. Referenten Union- Führer stellte sich also als ein schlauer Trick" heraus, Die Breslauer Schneiderinnung hält es für ihre Pflicht, waren die Genossen Theiß, Paul Weinheber, Emil um zu jener Assembly delegirt und von dieser für den Ver- gegen diese Ausbeutung seiner Handwerksgenossen und UeberFischer, Staningt, Otto Stolten, Pfannkuch, Kurt faffungskonvent vorgeschlagen zu werden, als dessen Mitglieder vortheilung und Irreführung des Publikums Front zu machen. Was Baate, Grünwaldt, Schulz, Koenen und Lorenz.fie nicht nur auf einige Zeit sehr hübsche Diäten beziehen, sondern die Schleuderläden für Löhne zahlen, geht daraus hervor, daß sie für Die Versammlungen waren insgesammt von wenigstens 15 000 Per auch erheblich im Ansehen" bei den Führern der demokratischen die Anfertigung von Hosen 20 bis 50 Pf., Jaquets sonen besucht und hatten durchweg einen vortrefflichen Verlauf. Partei steigen würden. Ich habe über diefe, sonst so ziemlich 75 Pf. bis 1,50 M. und Westen 25 bis 75 Pf. zahlen. Selbst In den Resolutionen, welche zur Annahme gelangten, wird die unwesentliche Angelegenheit etwas ausführlich berichtet, weil sie bei 18 bis 20 fündiger Arbeitszeit, die nichts Unfähigkeit der bürgerlichen Gesellschaft, den mit ihrer Betriebs- typisch ist für jene Sorte amerikanischer Arbeiterführer, hinter feltenes in der Woche ist, kommen die armen Handwerksgenossen weife untrennbar verknüpften Nothstand vollständig zu be benen heute noch die Massen der organisirten Arbeiter herlaufen, und Schneiderinnen noch nicht einmal auf den ortsüblichen seitigen, nachgewiesen, es jedoch für Pflicht des Reiches, der und zwar mit vollem Bewußtsein, daß es Jenen in erster Linie Tagelohn. Natürlich fann bei diesen Hungerlöhnen Einzelstaaten und der Gemeinden erklärt, schnellstens durch In- um persönliche Vortheile zu thun ist. nur Schleuderarbeit geliefert werden. angriffnahme öffentlicher Arbeiten dem nothleidenden arbeitenden Ein neues Manöver dieser Art Geschäfte, um Kunden anzus Bolte wenigstens in etwas abzuhelfen, und demgemäß die Todtenliste der Partei: Gestorben in Frankfurt a. M. locken, sind von grellen Farben strogende Reklamewagen. NatürAeußerung des Staatssekretärs v. Bötticher zurückgewiesen, der Genosse Adam Stoll nach langem schwerem Leiden. lich ist es nur die warme Fürsorge für die armen Schneider, wonach die Regierung einen außerordentlichen Nothstand, der Beim Unwetter am Freitag Abend ist auf dem Heimwege von welche diese kostspielige Neuerung zuließ, wird doch durch die Hilfe des Reichs erfordere, nicht für vorliegend erachtet. Der Arbeit in Schönfels der 56jährige Waldarbeiter Hermann diese Wagen den gedrückten Schneidern und Schneiderinnen Weiter wird der Hamburger Senat aufgefordert, die ihm vom Prager im Schnee stecken geblieben und erfroren. die Waare ins Haus geschickt und ersparen sie sich dadurch Zeit dortigen Gewerkschaftskartell gemachten Vorschläge anzunehmen. und Stiefelfohlen. Welch' gute Menschen, diese Kleiderhändler! Polizeiliches, Gerichtliches zc. Doch man höre und staune! Der Kutscher hat von den Parteikonferenzen. In Chemni erklärte sich am- Karl Thiel, Redakteur der Breslauer, Volts: Arbeitnehmern für jedes zugeschnittene Lagerstück z wei 15. Januar eine Versammlung der Parteigenossen aus dem wacht", war infolge eines Artifels der Nr. 127 der Beleidi- Pfennige und für jedes auf Bestellung gearbeitete ne un 15. fächischen Reichstags- Wahlkreise( Mittweida- Limbach) mit gung der gesammten Schußmannschaft angeklagt, jedoch frei Pfennig einzufassiren. Wer sich weigert, erhält keine den Beschlüffen des Berliner Parteitages einstimmig einverstanden. gesprochen worden. Das Reichsgericht auf die Revision des Arbeit mehr. Bekommt ein Schneider 50 Stücke die Woche, so Die Beschichtung des Züricher internationalen Arbeiterkongresses Staatsanwalts hin dieses Erkenntniß aufgehoben, so daß die An- hat er 4,50 M. zu zahlen und hat das Kleidergeschäft nur wurde im Prinzip beschlossen, die endgiltige Erledigung dieser gelegenheit am 28. Januar nochmals zur Verhandlung kommt. 25 solcher modernen Sklaven, die für dasselbe ar= Angelegenheit jedoch verschoben, bis entschieden ist, ob der NeichsDer Redakteur des Chemnitzer, Beobachter3", beiten und fich infolge dessen alles gefallen lassen tag aufgelöst wird oder nicht. Emil Rosenow, hatte unter der Spitzmarke, Ein neuer müssen, so liegt es auf der Hand, daß die armen Auf der Konferenz, die am gleichen Tage in Aulendorf antisemitischer Schwindel" eine Notiz gebracht, in Handwerker bei ihrem Hungerlohn diesen liebens( 17. württembergischer Wahlkreis) stattfand, waren die Orte welcher mitgetheilt war, daß in Leipzig ein Zirkular an die würdigen Herren noch Pferd, Wagen und auch Kutscher, mit Ravensburg, Mengen, Saulgau, Biberach, Leutkirch, Waldsee, Hoteliers versendet wurde, in dem sich eine Anzahl Geschäfts- denen so hübsch Reklame zu machen ist, erhalten." Memmingen, Weingarten und Ulm durch 29 Genossen vertreten. reisende verpflichteten, fünftig jene Wirthe zu bevorzugen, welche Ausbeuter"," schmachvolle Hungerlöhne"," moderne Sflaven", Allseitig wurde die Stimmung des Volkes als uns günstig ge- die antisemitischen Zeitungen auflegen. Auch ein Reisender-wenn das ein sozialdemokratisches Blatt geschrieben hätte! schildert. Um für die Agitation ein leitendes Organ zu schaffen, Hutschenreuther hatte dieses Rirkular unterzeichnet, sich aber Aber so steht's in der Mode", dem Innungsblatt der Schneider = " * " und das muß am Ende wissen, wie es in diesem Gewerbe zugeht. I erfuhr den Sachverhalt leider erst später, sonst hätte ich das Geld| Potsdamerstraße 41 machte der Löschmannschaft viel Arbeit. In Wenn wir nun der Mode" versichern, daß es in feinem anderen gar nicht genommen und doch noch einen gerichtlichen Ausgleich der Nürnbergerstraße 48, auf Charlottenburger Gebiet, brannten Gewerbe beffer aussieht, so wird sie schließlich doch noch zu der herbeigeführt. Alle Briefe an den Freiherrn, seinen Untergebenen Dachstuhl, Obergeschoß und das Zwischengebält nach dem ErdEinsicht kommen, daß die vielgeschmähte Sozialdemokratie garnicht die 50 m. zurückzuerstatten, da ich von diesen nichts geschenkt geschoß einer leerstehenden Billa. Die Mannschaften leisteten der so Unrecht hat. haben wollte, find bis jetzt unbeantwortet geblieben. So wird's Charlottenburger Feuerwehr, die zwei Rohre in Betrieb gesetzt also wohl dabei bleiben, daß der Landrath, Freiherr und Ritter- hatte, mit einem Rohre Beistand. Im Königlichen Leihamt in gutsbesitzer seinen Leuten mit Seelenruhe allergnädigst gestattet, der Linienstraße 98 gab es einen Schornsteinbrand zu beobdaß dieselben das für ihn bezahlen, was zu bezahlen ihm nicht achten; und endlich mußte die Feuerwehr als Mädchen für angemessen erscheint. Alles" noch einen Müllwagen flott machen, welcher in der Müllerstraße vor dem Hause Nr. 72 mit gebrochener Are liegen geblieben war und die Passage hinderte. Bei dieser Gelegen heit sei noch erwähnt, daß die Feuerwehr in der Zeit vom 1. bis 20. Januar nicht weniger als 258 Mal alarmirt worden ist. " August Keitel todt! Unter dieser Spitmarke lesen wir Clevelander Volksfreund": Er trat bei der Spaltung im Jahre 1869 den sogenannten Eisenachern bei und war einer der unermüdlichsten Arbeiter in der sozialistischen Bewegung. Als Vertrauensmann fungirte er im 6. Berliner Wahlkreis, dem Maschinenbauer- Distritt, bis zu seiner Ausweisung. Ladenbesitzer werden vor zwei Zigeunerweibern gewarnt, die, nachdem sie Kleinigkeiten gekauft haben, um die Ueberlassung von blanken Markstücken und Fünfzig- Pfennigstücken mit einem bestimmten Münzzeichen bitten, welche sie angeblich zur Anfertigung von Armbändern verwenden wollen. Die Zigeunerinnen verstehen es, die Inhaber der Läden oder die Verkäufer zu veranlassen, ihnen einen Einblick in den Geldvorrath der Wechselkasse zu geftatten, und während sie scheinbar bemüht sind, die gewünschten Münzen herauszusuchen, lassen sie andere in höherem Werthe geschickt verschwinden. Erbsen Geübte Mechaniker verlangt die optische Industrie- Anstalt bon S. und B. in Rathenow so lautet ein Inferat, das hin und wieder in Berliner Blättern zu lefen ist. Ein hiesiger Mechaniker, der auf das Inferat ,, hineingefallen" ist, schreibt uns hierüber: Da ich längere Zeit außer Stellung war, schickte ich an die Rathenower Firma einen Offertenbrief, in welchem ich im 11. a. auch ersuchte, mir die Bedingungen u. s. w. mitzutheilen. Am Mittwoch, den 4. Januar, ist unser langjähriger, treuer Ich erhielt auch Antwort, in welcher aber weder über das Ar- Kampfgenosse aus dem Leben geschieden. Er erlag einem langbeitsverhältniß noch über den Lohn ein Wort enthalten war. jährigen Nervenleiden, dem sich eine Blutvergiftung zugefellte. Die Verhaftung des Gerichtsdieners Cl. erregte gestern Trozdem trat ich die Stellung an. Mein Erstes war, mich bei Nur zwei Wochen war er an's Krantenbett gefesselt, aber feine im Kriminalgerichts- Gebäude bedeutendes Aufsehen. Cl., der bem Meister nach dem ortsüblichen Lohn zu erkundigen. Der Leiden waren solch schwere, daß der Tod als Erlöser betrachtet früher Oberauffeher in einer Provinzial- Gefangenenanstalt war, antwortete mir, ich sollte nur erst arbeiten, hier würde jeder werden konnte. wurde als Gerichtsdiener nach Berlin versetzt. In den lehten nach seinen Leistungen bezahlt. Darauf hin nahm ich die Arbeit August Keitel war einer von der alten Garde, er gehörte zu Monaten war er beim Untersuchungsrichter thätig, wo es zu auf. Im ganzen gab's in der Fabrik überhaupt nur zwei Mecha- jener begeisterten Schaar, die sich in den Sechziger Jahren um seinen Obliegenheiten gehörte, die zu vernehmenden Gefangenen nifer, die übrigen Arbeiter haben sich im Laufe der Jahre eine das Banner Ferdinand Lassalle's sammelte. aus dem Untersuchungsgefängnisse vor und wieder zurückzuführen. gewisse mechanische Fertigkeit erworben, was um so leichter ist, als Er war am 15. Januar 1844 in Berlin geboren, hat also wie verlautet, soll er seine amtliche Stellung zu Durchstechereien Dieselben nur immer ein und denselben Theil fertigen. Mein sein 49. Lebensjahr nicht ganz beendet. Er erlernte das gemißbraucht haben. Kollege theilte mir mit, daß ich wahrscheinlich 12 Mark Wochen Maschinenbauer- Handwerk und fam im Jahre 1871 zum ersten John erhalten werde, das sei hier normal. Die Affordarbeiter Male nach den Vereinigten Staaten. Aber nur ein Jahr weilte feien so gestellt, daß sie auch nicht mehr verdienen könnten. An er hier, es trieb ihn wieder zurück nach Berlin. der Kasse gebe es aber Vorschuß, der nach und nach wieder abgezogen werde. Freilich existire in der Fabrikordnung die Bestimmung, daß die abgelieferten Legitimations- u. s. w. Papiere nicht eher an den Besiger ausgeliefert würden, bis der Vorschuß abgearbeitet sei. Der Meister, der selbst mitarbeitet und außer dem noch etwa 100 Leute zu versorgen hat, erhält 21 Mark Als im Jahre 1878 der Belagerungszustand über Berlin verWochenlohn! Solch' niedrige Löhne sind mir in meiner 14 jähr. hängt wurde, war Keitel auch einer der Ausgewiesenen. TroßThätigkeit als Mechanikergehilfe noch nicht vorgekommen. Als bem er ein geborener Berliner und seit Jahren als Maschinender Sonnabend kam, erhielt ich 16 M. 50 Pf., ich war einer bauer sich etablirt hatte, so mußte er doch ins Eril wandern. ber am besten bezahlten, muß also sehr gut gearbeitet Er wollte über Hamburg nach England, ließ sich aber durch Marktpreise in Berlin am 21. Januar, nach Ermitte. haben. Inzwischen aber erhielt ich wieder Stellung in seinen Freund Ignaz Auer bewegen, in Hamburg zu bleiben, wo lungen des Polizeipräsidiums. Weizen per 100 kg. guter von Berlin und drehte Rathenow den Rücken. Meine Papiere er eine Zeitlang in der Druckerei des dortigen Arbeiterblattes 16,00-15,50., mittlerer von 15,40-14,90 M., geringer von habe ich trot meines Ersuchens bis jetzt noch nicht zurückerhalten,( Gerichtszeitung) als„ Raddreher"( Das ist ein Irrthum; die 14,80-14,30 M. Roggen per 100 kg. guter von 13,70-13,30 M., Reisegeld ist mir nicht vergütet worden. Die Rathenower Fabrik Maschinen, auf denen die„ Gerichts- 3tg." gedruckt wurde, wurden mittlerer von 13,20-12,90 M., geringerer von 12,80-12,50 M. ordnung ist streng genug. So lautet ein Paragraph, daß jeder durch Motorentraft in Bewegung gefeßt. Keitel war, bis er Gerste per 100 Kg. gute von 17,20-16,10 M., mittlere von Arbeiter 1 Mart Strafe zahlen muß, wenn er während des auch von dort ausgewiesen wurde, in Hamburg als Dampfteffel- 16,00-15,00 m., geringe von 14,90-13,80 M. Hafer per 100 kg. Ganges der Maschine irgend welche Arbeit an derselben vor- Seizer beschäftigt. D. R.) fungirte. guter von 16,00-15,20., mittlerer von 15,10-14,40 M., nimmt z. B. puben u. f. t. Nun fonnte ich aber meine Dreh- Als im Jahre 1880 am 28. Oftober auch über Hamburg geringer von 14,30-13,50 M., Stroh, Richt- per 100 kg. von bank durch den Ausrücker nicht anhalten, ich mußte ein Stück und Altona der Belagerungszustand verhängt wurde, mußte auch 5-4,30 M. Heu per 100 Kilogr. von 8,40-5,50 M. Holz zwischen Stufenrad und Spindelkasten flemmen, wenn ich Keitel wieder den Wanderstab ergreifen und seine Fahrt en per 100 g. von 40,00-25,00 M. Speiſebohnen, weiße per die Drehbank stillstehen lassen wollte. Das Holz kann sehr leicht zweiten Mal über den Ozean antreten. Hier lebte er zwei 100 Kg. von 50,00-20,00 M. Linsen per 100 Kg. von 80,00 herausgeschleudert werden, und dann ist's Unglück fertig. Alles Jahre in Detroit und seit dem 17. Oftober 1882 in Cleveland. bis 30,00 M. Kartoffeln per 100 Kg. von 6,00-4,50 M. Rindin allem fann ich den Kollegen nur rathen, die Rathenower Wo er auch weilte, überall setzte er seine unermüdliche fleisch von der Keule per 1 Kg. von 1,60-1,10 m. Bauchfleisch Offerten nicht anzunehmen. Mit 16,50 M. pro Woche läßt sich's Thätigkeit für die Propaganda der sozialistischen Ideen fort. per 1 Kg. von 1,40-0,90 M. Schweinefleisch per 1 Kg. von schlecht leben, denn die Marktpreise in Rathenow sind genau so Er war ein populärer, voltsthümlicher Redner, der es verstand, 1,50-1,10 M. Kalbfleisch per 1 Kg. von 1,60-0,90 M. Hammelhoch wie die in Berlin. zu dem Herzen der Arbeiter zu reden. Seine Feder war ebenso fleisch per 1 Kg. von 1,50-0,90 M. Butter per 1 Kg. von 2,80 populär, und ist es nur seinen Fähigkeiten, seiner unermüdlichen bis 1,80 M. Gier per 60 Stück von 7,00-3,00 M. Fische per Ju Nieder Schönhausen existiet eine Anstalt für Kunst- Thätigkeit, feinen Opfern zu danken, daß der„ Volksfreund" im 1 Kg.: Karpfen von 2,40-1,20 M. Male von 3,00-1,00 M. stickerei, in welcher fast ausschließlich die sogenannten Haus- Mai 1886 gegründet werden konnte, sich seitdem gehalten und Bander von 2,40-1,00 m. Hechte von 1,80-1,00 M. Barsche fegen" geftict werden. Dem Unternehmer ist es ganz gleich, ob jezt auf einer sicheren Basis ruht. Er war dessen Redakteur von 1,80-0,70 M. Schleie von 2,40-1,00 Mt. Bleie von 1,40 er Bestellungen auf Bibel- oder weniger fromme Sprüche erhält, und Geschäftsführer seit Gründung, bis er vor 14 Tagen aufs bis 0,80 m. Krebse per 60 Stück von 9,00-2,00 m. wenn's nur gut bezahlt wird. Die Löhne an die Arbeiterinnen Krankenbett geworfen wurde, von dem er nicht mehr aufstehen find freilich nichts weniger wie gut, wie wir sofort zeigen wer- follte. den. Seit Jahren find dieselben derart heruntergedrückt worden, daß heute keine Arbeiterin mehr vom Sticken von Haussegen existiren tann. Früher wurden die Buthaten vom Geschäft ge Tiefert: Wolle, Garn, Seide, Chenille, Brokat u. f. w. Heute find die Ausgaben für diese Rohstoffe den Arbeiterinnen aufgebürdet worden, ohne daß die Löhne entsprechend erhöht worden wären. Es wurde nämlich gewünscht, daß die Arbeiterinnen die Buthaten aus dem Geschäft des Unternehmers bezögen, und wahren. dieser Wunsch fam natürlich einem Befehl gleich. Die In dem Emanzipationskampfe des Proletariats hat er seine drucker in seiner Wohnung in der Chriftinenstraße mittels Revolves.Stickerinnen entnahmen also alles Erforderliche aus dem Ge- Sträfte frühzeitig aufgerieben, ihm hat er sein ganzes Gein am 22. 6. M. Morgens wurde ein Mädchen in der Wohnung ſchäft, aber zu Preisen, die merkwürdig gepfeffert" waren. In geopfert. Die alte Garde lichtet sich, aber die Jungen rücken seiner Dienstherrschaft, Dresdenerstr. 22, angekleidet im Bette Berliner Geschäften wird dieselbe Qualität um ein Ertledliches nach. Und wir, die mit ihm schon vor 20 Jahren Schulter an Selbstmord vorliegt, fonnte noch nicht festgestellt werden. In liegend todt aufgefunden. Die Todesurfache, und ob etwa billiger geliefert. Gin Lohnbuch, in welches wir Einsicht nahmen, Schulter gekämpft haben, wissen, daß er der Besten Einer war. Der Marienstraße fiel Nachmittags eine Droschte während der enthält u. a. folgende Gintragungen: Das Sticken des bekannten Ausspruches: Lerne leiden, ohne zu flagen, fostet 20 Pf., Fran Rechtsanwalt Bieber Böhm sendet uns ein Fahrt um, so daß ein auf dem Bocke sitzender Arbeiter auf den Tetarier aller Länder, vereinigt Guch= 38 Pf., Gleichheit, längeres Schreiben, in welchem sie auseinandersetzt, daß sie von Straßendamm geschleudert wurde. Er erlitt dabei eine schwere Freiheit, Brüderlichkeit, ebenfalls= 38 Pf., Großes Wert Berichterstattern falsch verstanden und daß ihre Mittheilungen Berletzung des Oberschenkels und mußte nach der Charitee ge gedeiht nur durch Einigkeit 26 Pf., der treufte Führer in falich wiedergegeben sind. Natürlich sind dann auch diejenigen bracht werden. Auf dem Königsplah wurde Abends eine Frau der Noth, das ist und bleibt der liebe Gott= 38 Pi- Be- Schlußfolgerungen falsch, die an diese falschen Mittheilungen ge- mit bedeutenden Verlegungen im Gesicht aufgefunden und nach siehl dem Herrn Deine Wege und hoffe auf ihn, er wird's wohl fnüpft sind. Uns soll das im Interesse der Dame und der von der Charitee gebracht. Ihrer Angabe nach ist sie von einem unbekannten Manne überfallen worden. machen 21-40 Pf.,- Der Herr ist mein Hirt, mir wird ihr vertretenen Bestrebungen sehr angenehm sein. nichts mangeln 22 Pf., Ju Sturm und Wetter ist Gott fanden 20 Brände statt. mein Retter 25 Pf. u. f. v. Während des Jahres 1890 wurde das Stickmaterial noch geliefert, im Jahre 1891 betrug der Ab zug für dasselbe 1/6 des Gesammntverdienstes, im Jahre 1892 schon - Pro14 des Gesammtverdienstes! Auf ein solches Buch arbeitet nicht nur eine Person, sondern sehr häufig givei, auch drei. 21 und Selbststudium, neben einer herrlichen Begabung, haben ihn Keitel hatte nur die Volksschule besucht, aber raftloser Fleiß befähigt, als einer der tüchtigsten Pioniere der sozialistischen Bewegung zu wirken. Polizeibericht. Am 21. d. Mts. Vormittags wurde ein Stadtbahn, vor dem Bogen 187, wurde die Leiche eines neuDroschkentutscher in der Wagenremise des Grundstücks Chausseestraße 116 erhängt aufgefunden. In der Straße An der geborenen Kindes aufgefunden. Nachmittags wurde eine Frau und Tausende von Arbeitern, als deren Rathgeber und Vor- Am Urban gebracht. Angeblich hat sie sich die Brandwunden in In dem„ Volksfreund" hat er sich ein Denkmal geschaffen in einem Stalle des Grundstücks Bergmannstr. 69 mit bedeutenden Brandwunden aufgefunden und nach dem Krankenhause tämpfer er wirkte, werden ihm ein ehrenvolles Andenken be- selbstmörderischer Absicht beigebracht. Abends erschoß sich ein BuchAm d. H In die Marienkirche wollten Diebe einbrechen. Sie wollten wahrscheinlich den Staat von der Kirche trennen. Am 21, und 22. d. M. Gerichts- Beitung. mittag auf dem Bahnhofe Moabit. Um i Uhr 30 Minuten fuhr Ein Eisenbahnunglück ereignete sich am Sonnabend NachDie schlimmsten Lohndrücker sind jene besser fituirten der aus 40 Achsen bestehende Güterzug 3020" von der genannten Damen", welche nur zu ihrem Bergnügen" Haussegen stiden, Station auf Strang III nach Westend ab. Jetzt erhielt der leberd. h. bie es gar nicht nothwendig haben zu arbeiten, die sich aber führungszug der Hamburger Bahn R. 16", welcher 90 Achsen Der Fall Morris de Jonge, welcher schon einmal das etwas nebenbei" verdienen, um ihrer Buhsucht fröhnen zu können. hatte, das Einfahrtssignal und dampfte auf Geleise VI in den Gericht in einem Strafverfahren gegen die„ Kreuz- Zeitung" beDenen fann's am Ende gleich sein, ob ihnen ein Abzug gemacht Bahnhof ein. Zur weiteren Klärung des Ereignisses müssen wir schäftigte, lag gestern wiederum einer Verhandlung zu Grunde, wird oder nicht, sie brauchen weder sich noch ihre Familie vom bemerken, daß vor dem Stationsgebäude fieben Schienenstränge die die ganze Sigung der ersten Strafkammer des Landgerichts I Haussegensticken zu erhalten. Diejenigen aber, welche auf die liegen, von denen einer, darunter das Geleife VI bei der Weiche 4, in Anspruch nahm. Angeklagt waren der Redakteur Dr. Müller Stickerei angewiefen sind, haben unter dieser Schleuderkonkurrenz welche in der Richtung nach Westend zu liegt, in Strang III vom Reichsboten" und der Redakteur D. Knorr von den arg zu leiden, denn auch sie erhalten teinen Pfennig mehr, wie münden. Güterzug M. 16 fuhr vom Wedding fommend in dem Moabiter Nachrichten", welche sich durch eine Kritik der amt die Damen", die es nicht nöthig haben". Die Rechercheure Augenblicke in den Bahnhof Moabit, als der Train S020 lichen Handlungen des Geh. Sanitätsraths Dr. Bär in der Anes Run, baß der Gemeinde Pankow berichten, wenn sie die Unterstützungs- die befagte Weiche paffirte. Sei die gelegenheit des Morris de Jonge der Beleidigung schuldig gegesuche begründen: Frau und Kinder sticken Haussegen. Und Bremfen des Ueberführungszuges( M. 16) zu schwach be- macht haben sollen. Der Fall felbft dürfte noch hintroßdem kann die Familie nicht leben ohne Unterstüßung aus seht waren, oder daß die angezogenen Bremsen wegen reichend bekannt sein. Der frühere Referendar Morris Gemeindemitteln. Einer solchen armen Stickerin muß es recht ber auf den Schienen herrschenden Glätte nicht gehörig de Jonge, welcher einer reichen jüdischen Familie in sonderbar um's Herz werden, wenn sie Jahr aus Jahr ein funktionirten, genug, der Zug bewegte sich mit ziemlicher Schnellig- Söln entstammt, batte sich mit seinen Angehörigen überworfen. den Spruch stickt: Der Herr ist mein Hirt, mir wird nichts teit nach der Weiche 4, welche der Train 3020 eben paffirte. Der Er war zum Christenthum übergetreten. Seine feindliche Gemangeln, und wenn sie langsam aber sicher bei diesem Trost Lokomotivführer dieses Zuges, Herr Kammler, fab einen 3u finnung gegen seine Verwandten und besonders gegen feinen verhungert! sammenstoß voraus und gab, um wenigstens einen Theil des Vater machte sich in einer Reihe von Briefen Luft, deren Inhalt Trains noch zu retten, Bolldampf. Diesem Umstande ist es zu Veranlassung gab, an dem gefunden Geifteszustande des VerEin Berliner Mühlenbauer hat in der Provinz recht danken, daß nur die legten vier Wagen des Buges 3020 von der faffers zu zweifeln. Als Dr. Morris de Jonge in einem der eigenthümliche Erfahrungen gemacht. Er erzählt uns sein mit dem Tender voranfahrenden Maschine des Führers Piel ge- Briefe, der an seinen hier wohnenden Bruder gerichtet war, die Abenteuer folgendermaßen: Um seine verfallene Mühle wieder faßt und zertrümmert sind. Zwei offene Kohlenwagen wurden Drohung ausstieß, daß er ihn niederstoßen werde, wo er ihn in Stand feßen zu lassen, engagirte mich der Landrath des total umgeworfen und entleerten ihren Inhalt auf das Stadt- treffe, hat der Bedrohte feinen Bruder auf Grund 2. Kreises und Rittergutsbesiger Freiherr v. d. B. auf G. Die bahngeleife II, sodaß der Verkehr auf dem Norbringe auf eine eines Wahrscheinlichkeits- Atteftes, welches Professor Mendel Mühlen wurden an meinen Bruder verpachtet. Der gänzliche halbe Stunde gesperrt wurde. Die Maschine des Zuges M. 16 und auf Grund eines definitiven Gutachtens, welches vom Geh. Umbau der Mühle verursachte einen Kostenaufwand von ist start beschädigt und der Führerstand eingedrückt worden. Sanitätsrath Dr. Bär ausgestellt war, als geiftestrant in ein 1587,66 M. Der Freiherr bezahlte aber nur 600 M. und er Wunderbar muß es erscheinen, daß Piel und der Heizer un- Irrenhaus bringen lassen. Dr. Morris de Jonge ist vom tlärte, noch 450 M. nachzahlen zu wollen, wenn der Mühlen verlegt davongekommen sind. In diesem Zuge sind noch zwei 23. Oftober 1889 bis zum 24. Juni 1890 in der Maison de bauer dann eine Generalquittung des Inhalts unterschreibe, daß Wagen, darunter einer mit vier Achsen, demolirt. Die Wert- santé in Schöneberg zurückgehalten worden. Er behauptete nach er nichts mehr zu fordern habe. Diese große Differenz fonnte meisterei Westend sandte sofort Rettungsmannschaften, und die feiner Freilaffung in Wort und Schrift, daß man ihn wider ich nicht tragen, ich hätte fonst rein umsonst gearbeitet gehabt. Unglücksstätte fonnte in der Nacht wieder freigelegt werden. befferes Wissen für geiftestrant erklärt und widerrechtlich der Ich reichte also Klage ein bei dem Landgericht zu E. Freiheit beraubt habe. Diese Behauptungen, welche von einem Das schien aber dem Freiherrn auch nicht zu passen, Eine vielseitige Thätigkeit hat die Feuerwehr in den bis Theile der Preffe unterstützt wurden; erregten großes Aufsehen. denn er ließ schleunigst den Mühlenpächter zitiren und zum vorgestrigen Mittag reichenden vierundzwanzig Stunden Im August 1890 erschienen im Reichsboten" und in den erfuchte denselben, er solle seinen ganzen Einfluß aufbieten, um entfalten müffen. Sie hatte zunächst vier Aufthauungsbrände" Moabiter Nachrichten" gleichlautende Artikel, worin der Ansicht Ausfeinen Bruder zur Zurücknahme der Klage zu veranlassen. Sei zu bewältigen: Roßstraße 16, Forsterstraße 45, Thurmstraße 50 bruck gegeben wurde, daß der Geh. Sanitätsrath Dr. Bär keineswegs Dies geschehen, dann follte auch sofort die Rechnung beglichen und Neue Friedrichstraße 41/42. In allen Fällen lag der Brand- berechtigt gewesen sei, den Dr. Morris de Jonge in arbiträrer werden. Auf dieses Versprechen verließ ich mich und zog die herd im Klosetraunt. Ferner mußte sie in der Birkenstraße 28 Weise in ein Frrenhaus zu sperren, und noch weniger sei er beKlage zurück unter der Bedingung, daß die Kosten je zur Hälfte Hilfe bei Waffersgefahr leisten, welche durch Plazen des Haupt- fugt gewesen, sich unter der falschen Flagge eines höheren Polizeigetragen würden. Damit war der Freiherr einverstanden, fein rohrs entstanden war. In der Dessauerstraße 9 und in der beamten bei ihm einzuführen. Vielleicht entgehe Dr. Bär einer Versprechen schien ihm aber inzwischen leid gethan zu haben, Suffitenstraße 87 galt es, je einen in einer Materialienhandlung Bestrafung dadurch, daß er sich von Morris de Jonge ein Attest denn er dachte gar nicht mehr an die sofortige Zahlung. Nach herausgekommenen Brand, in der Prenzlauerstraße 87 einen ausstellen lasse, daß er geiftestrant sei, und vielleicht sei er es givei Monaten ließ er mir vielmehr durch seinen Rendanten Dielenbrand abzulöschen. In der Kronenstraße 86 wurde ein auch. Auf grund dieses Artikels stellte Dr. Bär den Straferöffnen, daß er bei seiner alten Propofition beharre; er wolle Stallbrand bewältigt; ein Pferd hatte hierbei erhebliche Brand- antrag. Jm gestrigen Termine blieben die Angeklagten noch 450 Mart zahlen, aber ich müsse mich aller Rechte ent- wunden erlitten. In der Forsterstraße 49 wurde ein Gardinen- dabei, daß Dr. Bär keineswegs vorwurfsfrei gehandelt äußern. Die Bitten meines Bruders und verschiedene andere Um- brand gelöscht, vier kleine Kinder wurden dort vor Ankunft der habe. Wie in der früheren Verhandlung, waren die stände veranlaßten mich auch, von der Wiederanstrengung der Klage Mannschaften aus der verschlossenen Stube gerettet. Im Professoren Mendel und Eulenburg, sowie der Medizinalrath abzusehen, ich unterzeichnete bie verlangte Erklärung und wartete auf Hotel Bauer gab es ferner blinden Lärm; die Meldung, Dr. Long als Sachverständige, Polizeilieutenant Schmidt und die 450 M. Aber auch von diesen[ fnappfte der Freiherr noch daß der Fußboden brenne, erwies fich als irrthümlich. Auf Geh. Sanitätsrath Dr. Bär als Zeugen geladen. Lieutenant 50 Mt. ab, denn er übergab seinem Rendanten zur Auszahlung Reinickendorfer Gebiet brannte in der Hauptstraße 27 auf dem Schmidt bekundete, daß am 22. Oftober 1889 der Kaufmann an mich nur 400 m. Um der Sache endlich ein Ende zu machen, Grundstück des Bantiers Saffer eine Scheune mit Inhalt und Emil de Jonge nach dem Revier- Polizeibureau gekommen sei, legte der Rendant und der Mühlenpächter aus eigener Tasche Stallgebäude; die diesseitigen Mannschaften leisteten mit zwei um fich Schuß gegen seinen Bruder Morris de Jonge zu ers noch ie 25 M. darauf, damit ich endlich befriedigt würde. Ich Zügen der Ortswehr nachbarliche Hilfe. Ein Kellerbrand in der bitten, welcher geiftestrant sein müsse. Der Zeuge habe sich " bereit erklärt, den angeblich Rranten persönlich zu sprechen und Wissen gehandelt habe. In dieser Beziehung stehe den An- fauf Arbeit und Verkürzung der Arbeitszeit auf mindestens acht benselben deshalb ersuchen lassen, nach dem Bureau zu fommen, geklagten aber der Schuh des§ 193 des Str.-G.-B. zur Seite. Stunden täglich, und von den Arbeitern Anschluß an die gewerkDa er mit ihm über eine Steuerangelegenheit zu sprechen Der Angeklagte Rnorr fonnte somit nur wegen des beleidigenden schaftlichen Organisationen. Die Versammlung stimmte folgender habe. Dr. Morris de Jonge habe aber fagen lassen, Busages verurtheilt werden, während der Angeklagte Müller Resolution zu: tvennt die Polizei etwas von ihm wolle, folle fie freigesprochen werden mußte. zu ihm kommen. Der Zeuge sei dann zu ihm gegangen und habe aus einem halbstündigen Gespräch mit ihm die Ansicht gewonnen, daß er es mit einem Geistestranten zu thun habe. Er habe dem Bruder desselben den Rath ertheilt, ein amtliches Attest des Kreisphyfikus zu erwirken, um auf Grund desselben eine Unterbringung des Kranken in einer Anstalt vornehmen zu tönnen. Soziale Lebersicht. " = = ,, Die heutige öffentliche Brauerversammlung erklärt sich mit den Ausführungen des Referenten betreffend die NothstandsInterpellation einverstanden. Die Bestrebungen der Brauergesellen müssen darauf gerichtet sein, den Achtstundentag einzuführen, da deren geschäftliche Obliegenheiten den Körper berartig anstrengt, daß eine längere Arbeitszeit die Brauergesellen sehr bald arbeitsunfähig macht. Auch kann nur durch Einführung des Achtstundentages eine Entlastung des überfüllten Arbeitsmarktes bewirkt werden." " und Eine Bergarbeiterversammlung, die erste nach den Zeuge Geheimrath Bär bekundet, daß der Kaufmann Emil Versammlungsverboten, fand am Sonntag im Schüßenhause zu Der nächste Punkt der Tagesordnung betraf die Brauerde Jonge zu ihm gekommen sei, um ihn auf Grund einer großen Bochum ftatt. Der Berliner Bolts Zeitung" wird darüber Anzahl Briefe und eines Gutachtens des Hausarztes der Familie berichtet: Bei der Gröffnung verlas der Borsigende einen Antrag, Krantenkaffe. Das Ergebnis einer längeren Debatte war die de Jonge, Dr. Auerbach, zu ersuchen; ihm ein Krankheitsattest über die Versammlung bis Sonntag zu vertagen, da die heute schwach Annahme folgender Resolution: Die öffentliche Versammlung der Brauer Berlins protestirt feinen Bruder auszustellen. Er habe ihm erklärt, daß dazu besuchte nicht maßgebend sein könnte. Dieser Antrag wurde eine Untersuchung des vermeintlich Kranken unumgänglich noth- jedoch nach langem Debattiren mit der Motivirung abgelehnt, energisch gegen das Vorgehen des Vorstandes der Orts- Krankenwendig fei. Der Zeuge habe sich erboten, diese Untersuchung am bie von auswärts erschienenen Kameraden könnten nicht resultatlos taffe der Brauer in Sachen der freien Arztwahl. Ferner be folgenden Tage vorzunehmen und bis dahin von den ihm über- wieder nach Hause reisen. Meinert= Gelsenkirchen entwarf kundet die Versammlung ihre Entrüftung über das Verhalten des Laffenen Schriftstücken eingehend Kenntniß genommen. Das noch einmal ein Bild von der Entstehung des Streits und von Vorstandes in Angelegenheit der Neuwahl des Vorstandes. Die Attest des Dr. Auerbach habe dahin gelautet, daß Morris der gegenwärtigen Lage. Die Antwort auf das Verhalten der Versammlung beauftragt deshalb das heutige Bureau, Beschwerde in dieser Angelegenheit einzulegen de Jonge schon von Kind an sich als herrisch, rechthaberisch und Unternehmer würde bei den nächsten Wahlen gegeben werden. beim Magistrat in unverträglich gezeigt habe. Sein maßloses ehrgeiziges Streben Die Arbeiter wären zu der Einsicht gekommen, daß ein Indu- denselben zu ersuchen, dem Vorstande der Orts- Krankenkasse habe ihn zu übermäßigen geistigen Anstrengungen verleitet und strieller nicht die Interessen der Arbeiter vertreten tönnte. Die aufzugeben, die Wahl statutengemäß vorzunehmen. Ferner bedadurch sein Berstand gelitten. Aus den Briefen sei hervor- Zeit sei garnicht mehr fern, wo die Arbeiter vereint da ständen. auftragt die Versammlung die gewählte Kommission der Krankengegangen, daß Morris de Jonge alle feine Angehörigen und be- Dann würde man auch den gerechten Forderungen den noth- tasse, sofortige Delegirtenwahlen zu fordern." Nachdem hierauf Steiner namens der Gewerkschaft sonders seinen Bater mit außerordentlicher Reizbarkeit und wendigen Nachdruck zu geben wiffen. Brodam- Gelsenkirchen Heftigkeit verfolge. Gegen den letzteren habe er in einem Briefe erklärte, die Bürgerschaft habe bei Beginn des Streits auf Seiten Kommission Bericht über deren Thätigkeit erstattet hatte, legten einen furchtbaren Fluch ausgestoßen und dem Vater bann am ber Bergleute gestanden, aber durch die Dynamitattentate die Kommissionsmitglieder ihre Mandate nieder. Die Neuwahl folgenden Tage noch die Feder gefchickt, womit er ihn nieder sei das Gegentheil eingetreten. Der Wunsch aller Bergleute wird in einer späteren Versammlung erfolgen. Die Abrechnung geschrieben. Am Tage darauf hat der Zeuge dann den Morris ginge dahin, daß bald die Verbrecher entdeckt würden. Diese der Marken für die Gewerbegerichts- Wahlen legte Steiner de Jonge besucht und auf dessen Befragen angegeben, er fei ein fonnten nur Tollhäusler oder bezahlte Subjekte sein. Bergleute vor. Gingegangen find bis jetzt 153,10 M. Berausgabt find höherer Polizeibeamter, der ihn über die bedauerlichen Swiftig- würden nicht ihre Bewegung durch solches gemeine und ver- davon 98,85 M., es verbleibt mithin ein Ueberschuß von keiten, die zwischen de Jonge und dessen Familie beständen, be- werfliche Vorgehen in Mißkredit bringen. Redner forderte selbst- 58,75 M. Die Abrechnung der Sammellisten für die streitenden fragen wolle. Morris de Jonge habe sich auch während diefer gewählte Grubenausschüsse und Beseitigung des Befähigungs- Korbmacher erbrachten bis jetzt 127,75 M. Abgeliefert sind an Unterredung, die etwa eine halbe Stunde gedauert, als ein Mann nachweises. Letzterer sei nur zum Vortheil der Grubenbefizer. Die Korbmacher 67,45 M., es verbleiben somit 60,30 M. Die gezeigt, der unzweifelhaft als geiftestrant anzusehen sei. Er habe Diese würden dann nur billige Lehrhauer einstellen. Siebeck- Ueberschüsse wurden nach Abzug etwaiger Unkosten der Streif erklärt, daß er seinen Vater wegen Meineides und Majestäts- Dortmund hielt den Kampf mit den Unternehmern noch nicht für Kontrollfommission überwiesen. Die Versammlung schloß mit beleidigung denunziren wolle. Er habe in hohem Grade an Ver- beendet. Man habe durch den verfehlten Streit auch etwas ge- einem Hoch auf die internationale Sozialdemokratie. folgungswahn gelitten und der Beuge habe ihn auch für gemein- lernt. Schön eweis Dortmund bemerkte, daß, wenn die Für Hausdiener, Handlungsgehilfen und Gehilfinnen gefährlich gehalten. In diesem Sinne habe auch das Attest Bechenbesizer wirklich Ruhe wünschten, sie diese sofort haben Es sprach daselbst Genosse Yauten müssen, welches zur Begründung der Ueberführung des fönnten, wenn man die Löhne erhöhe, damit der Bergmann und war zum 22. d. Mts. eine öffentliche Versammlung nach Kranken nach einer Anstalt diente. Ueber den Begriff der seine Familie menschenwürdig zu leben vermöchten. Ellers dem Feenpalast" einberufen. Der Untergang der MittelGemeingefährlich feit" tam es zwischen den betheiligten Faftoren Dortmund ermahnte die Kameraden, bei einem nochmaligen Streit Beus über das Thema: flaffe". Der Grundgedanke seines Bortrages bildete die zu einer längeren Auseinandersehung. Der Zeuge Baer erklärte, die Kündigungsfrist einzuhalten, dann könne man doch den verGemeingefährlichkeit bestehe aus Handlungen, die jemand in geistes- dienten Lohn nicht fürzen. Meinert- Gelsenkirchen war der Thatsache, daß die jurinischen und politischen Formen, die gefellfrankem Zustande begehen tönne, wodurch er sich selbst oder Ansicht, daß in die Gesetzgebung auch ein Baragraph eingefügt fchaftlichen Einrichtungen, auf grund welcher die Menschen die anderen Schaden zufügen könne. Die Frage, ob der Beuge eine werden müßte, der bei Ginlegung der Feierschichten von seiten Produktion leiten, mit der Umwälzung der Produktionsweise besondere materielle Anerkennung für seine Thätigkeit erhalten ber Grubenverwaltung diese verpflichtet, die unfreiwillg feiernden auch eine Umänderung erfahren. Allerdings halte diese Umhabe oder ob ihm eine solche in Aussicht gestellt worden sei, Bergleute schablos zu halten. Zunächst fei es Pflicht der änderung nicht gleichen Schritt mit der Umwälzung der Produktionsweise, vielmehr halten sich die alten Einrichtungen länger nicht mehr zu wurde mit Entschiedenheit verneint, der Beuge habe nur 40 M. Bergleute, die arbeiterfeindlichen Blätter Man würde und erfahren erst allmälig eine Umgestaltung. So auch jetzt. Die für seine gesammten Bemühungen liquidirt und erhalten. Er ſei rnterſtüßen, ob ultramontan oder liberal. Produktionsweise habe sich schon lange aus dem Kleinbetriebe zum sich bewußt, nach Pflicht und Gewissen gehandelt zu haben und dann einsehen lernen, daß auch mit den Bergleuten zu Großbetriebe entwickelt. Wenn daher die Kleinbetriebe, die Mittelwürde in einem ähnlichen Falle genau so handeln. rechnen sei. Schließlich wurde noch ein Antrag verlesen, zu dem Als erster Sachverständiger wurde Medizinalrath Dr. Song zweiten Punkte der Tagesordnung:„ Wie ist den Gemaßregelten lassen immer mehr zu Grunde gingen, so hänge dies nicht von dem vernommen. Er hielt das Berhalten des Geh. Sanitätsraths zu helfen?" angesichts des schlechten Besuches der Versammlung Willen und der Absicht einzelner Personen, einer politiſchen Dr. Bär für völlig der Instruktion entsprechend, welche für die feine Stellung zu nehmen. Es soll nun zum 2. Februar eine Partet ab, sondern sei einfach die Folge der ökonomischen EntGerichtsärzte und Kreis- Physici besteht. Man inüsse nicht ver- neue Versammlung einberufen werden, zu der alle Gemaß- wicklung. Nicht die Sozialdemokraten feien es, welche die Mittelgessen, daß man sich in einer großen Werkstatt befinde, es sei regelten eingeladen werden sollen. Mit einem Hoch auf die lassen zu Grunde richteten, sondern die Großkapitalisten. Die unmöglich, jeden Fall auf's Eingehendste zu prüfen. Gemaßregelten und Inhaftirten wurde die Versammlung ge- ärgste Heuchelei sei es, wenn diese den Kleinbetrieben, den Mittelschlossen. Es waren am Schlusse der Versammlung ca. 350 Berg- lassen die Möglichkeit einer Erhaltung ihrer Selbständigkeit leute erschienen. " об ber D Professor Gulenburg fand an dem Berhalten des Dr. Bär nichts Auffälliges. Nur in betreff der Gemeingefährlichkeit weiche er etwas von dessen Standpunkt ab. Der Begriff der GemeinAm Sonnabend fehlten, wie die Rheinisch- Westf. 3tg." aus gefährlichkeit sei nach der Ansicht des Dr. Bär ein so vager, daß Dortmund berichtet, auf den Bechen Neu- Köln"," Christian er eigentlich auf alle Geistestranten anzuwenden sei. Hiermit tönne Lewin"," Wolfsbant"." Germania I und II"," Zollern" und er sich nicht einverstanden erklären. Nach einer Wlinifterialver Kaiser Friedrich" im ganzen noch 1000 Mann, größtentheils fügung vom Jahre 1888 stehe auch der Polizeibehörde das Recht von den Zechenverwaltungen zurückgewiesene Bergleute. zu, in dringlichen Fällen einen Menschen, der sich oder seiner Aus Bochum wird der" Fri. 8tg." von Verhandlungen Umgebung gefährlich scheint, ohne ärztliche Bescheinigung ins gemeldet, die mit den Zechenverrsaltungen geführt werden, um Frrenhaus zu sperren. Hieraus gehe doch hervor, daß ein gewiffer ben abgekehrten Bergarbeitern die Wiederanlegung zum 1. Februar Unterschied gemacht werden solle. Die Freilaffung de Jonge's zu ermöglichen. sei ja auch bereits vor 2/2 Jahren erfolgt und die Erfahrung Die bürgerliche Presse schwebt bereits in Angst davor, daß habe bisher nicht gelehrt, daß er gemeingefährlich sei. Aber zu die vom Unternehmerthum so schnöd behandelten Bergleute bei damaliger Zeit und aus dem mit de Jonge gepflogenen Gespräch den Reichstags- Wahlen den nationalliberalen, konservativen und fönne Dr. Bär recht wohl die Ansicht gewonnen haben, schwarzen Boltsfreunde" die gewohnte Heeresfolge auffagen daß der Kranke gemeingefährlich sei. Die Frage des werden. Jedenfalls erklärt es vor allem daraus, wenn die Bertheidigers, Rechtsanwalt Rähell, Sachver Magdeburgische Zeitung" und Blätter ihres Schlages den ständige eine einmalige halbstündige Exploration für aus Bechenverwaltungen die Begnadigung ber abgelegten Bergleute reichend halte, ein Urtheil zu gewinnen, wie es bei Dr. Bär der empfehlen. Wenn es der bürgerlichen Presse wirklich um das Fall gewefen, beantwortet Professor Gulenburg dahin, daß man Mohlergehen der Bergleute zu thun wäre, und nicht vielmehr franken bedürfe es einer sechsmonatigen Untersuchung, bei antischen Sturmfluth, so würde sie etwas früher für die bedrängte beren erkenne man den Zustand sofort. Dr. Bár tönne nach Bergbevölkerung eingetreten fein. Wie aus dem Verlaufe der halbstündiger Unterredung recht wohl zu einem positiven Ergebnis Bochumer Versammlung zu schließen, sind die Bergleute denn gekommen sein. auch dabei, sich von den falschen Vollsfreunden abzuwenden. In Der britte Sachverständige, Professor Mendel, wurde von je größerer Zahl sie das thun, um so besser ist es für fic, der Bertheidigung abgelehnt und dieser Antrag damit begründet, daß Professor Mendel ein besonderes Interesse für die Sache an den Zag gelegt habe. Er habe dem Emil de Jonge den Weg gewiefen, den er zur Erreichung seines Zweckes zu gehen habe und ein Wahrscheinlichkeits- Attest ausgestellt, wonach Morris de Jonge auf grund der von ihm geschriebenen Briefé geiftestrant fei. Der Gerichtshof folgte dem Antrage des Bertheidigers und lehnte den Profeffor Mendel als Sachver ständigen ab. Hiermit war die Beweisaufnahme beendet. Staatsanwalt Müller I hielt das Verhalten des Geheimraths Dr. Bär für vorwurfsfrei und deshalb die beiden Artikel für beleidigend. Der Angeklagte Knorr sei strenger zu bestrafen, weil er in feinem Artifel noch die Bemerkung hinzugefügt habe, daß Dr. Bär selbst geistestrant fei. Er beantrage gegen Knorr eine Geldstrafe von 50 M., gegen Dr. Müller 30 m. Der Angeklagte Dr. Müller suchte in längeren Ausführungen zu beweisen, daß in dem Falle de Jonge in wissenschaftlicher Beziehung arg gefehlt worden sei. Der Sachverständige Dr. Long habe das Berhalten des Dr. Bär felbst als ein fummarisches be zeichnet, und dafür, daß de Jonge als gemeingefährlich angesehen werben mußte, spreche garnichts. Die Frage, ob ein Mensch ins Irrenhaus gesperrt werden solle, bedürfe doch einer gründlicheren Prüfung, als dem Morris de Jonge zu theil geworden. Schließ lich nahm der Angeklagte Dr. Müller noch den Schutz des§ 198 des Strafgesetzbuches für sich in Anspruch und bat um seine Freisprechung. Der Angeklagte Knorr führte zu seiner Entschuldigung an, daß er in einem späteren Artikel die gegen Geheimrath Dr. Bär erhobenen Beschuldigungen widerrufen und als nicht gerechtfertigt bezeichnet habe. Versammlungen. In der Versammlung der Freien Vereinigung der Getreideträger und Speicherarbeiter hielt am 15. Januar Genosse D. Thierbach unter großem Beifall einen Vortrag über die großkapitalistische Produktionsweise und deren Folgen für die Gesammtheit. In der Diskussion sprach Genosse Otto im Sinne des Referenten und forderte besonders zur regen Agitation auf. Hierauf erstattete der Raffirer feinen Bericht. Demzufolge beträgt der alte Bestand 107,65 m., bie Einnahme 141,50 M., die Ausgabe 119,15 M.; bleibt somit ein Bestand von 180 R. Gin Antrag, 30 M. durch die Expedition des Vorwärts" den streifenden Bergarbeitern zu überweisen, wurde angenommen. Hierauf erklärte sich die Versammlung in einer Resolution mit den Ausführungen des Referenten einverstanden. vorgaufelten. Dies geschehe nur, um dieselben davon abzuhalten, mit den Lohnarbeitern gemeinschaftliche Sache zu machen. Die Sozialdemokraten feien aufrichtig, sie sagten den kleinen Gewerbetreibenden, den Handwerksmeistern: Werdet in Wahrheit, was Ihr arbeiter! Werdet ehrliche Lohnarbeiter, reicht uns die Bruderthatsächlich trot Gurer scheinbaren Selbständigkeit schon seid, Lohnhand, schließt Guch uns an und fämpft an unserer Seite, dann habt Ihr allein die Möglichkeit einer besseren Zukunft und treue Bundesgenossen.( Bravo!) fapitals richte immer mehr selbständige Existenzen zu Grunde, viele Angestellte in fapitalistischen Betrieben ständen sich weit treibende. Das wahre Interesse der letteren erheifche daher, daß besser als sogenannte selbständige Geschäftsinhaber und Gewerbefie ehrliche Lohnarbeiter werden und sich derjenigen politischen treibende. Das wahre Interesse der letzteren erheische daher, daß fie ehrliche Lohnarbeiter werden und sich derjenigen politischen Partei anschließen, welche die Interessen der Arbeiter vertrete, der Sozialdemokratie. Wünschenswerth sei es, daß Arbeit durch der Klaffengegensatz zwischen Kapital und Entfernung der Mittelklaffen immer schärfer zum Ausdruck Entfernung der Mittelklaſſen immer schärfer zum Ausdruck gelange. Gerade der Mittelstand, die kaufmännischen Angestellten zc., als die eigentlichen Lohnarbeiter. Der Untergang der Mittelals Proletarier fühlten, obgleich sie vielfach schlechter daſtänden, tlaffe sei aber unabwendbar, die heutigen Angehörigen derselben würden mit oder ohne Willen zur Sozialdemokratie gedrängt. laffe sei aber unabwendbar, die heutigen Angehörigen derselben Wir gehen einer großen Zeit entgegen, forgen wir dafür, so wir einig Dann Schloß der Vortragende, daß find, Eine Dis ( Großer Beifall.) find wir unwiderstehlich." tuffion fand nicht statt. Nach einem Schlußworte des Referenten wurde folgende Resolution einstimmig angenommen: Die Verfammlung erkennt voll und ganz die Ausführungen des Senoffen Beus an; die Anwesenden verpflichten sich, der Freien Bereinigung der Kaufleute, sowie dem Verbande der GeschäftsDiener, Pader und Berufsgenoffen beizutreten." Nach Annahme ber Resolution wurde die Versammlung geschlossen. Diskutirklub der Hausdiener. Außerordentliche Generalversammlung. Tagesordnung: te stellen sich die Mitglieder zur Namen- Renderung des lub Tanzlehrer- Verein Solidarität". Dienstag, den 24. Januar, bei Ghrenberg, Annenfir. 16." Tagesordnung: Bortrag des Kollegen Schüß. Sentralverein der Bildhauer Deutschlands, Gauverein Berlin. Annenstr. 16. Tagesordnung: Besprechung über Angelegenheiten der Berfammlung am Dienstag, den 24. Januar, Abends 8½ Uhr, bei Ehrenberg, modelleure und Steinbildhauer"." Siehe heutige Annonce: Achtung, Bildbauer! Nationale kaufmännische Kranken- und Sterbekaffe.( G. S. 71.) int Restaurant P. Bodenburg, Kommandantenstraße 10-11: Borstands= Bureau: Often, Holzmarktstr. 69. Dienstag, den 24. Januar, Abends 8 Uhr, Sigung. Dermischtes. Die öffentliche Brauerversammlung, welche am 20. Januar unter zahlreichem Besuch tagte, nahm in erster Linie einen Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Sch war über die Nothstands Interpellation der sozialdemokratischen Reichstagsfraktion entgegen. Da über dieses Thema gelegentlich der vier großen Versammlungen Arbeitslofer eingehend verhandelt und ausführlich berichtet worden Die Cholera in Nietleben. Aus Halle wird vom Sonn ist, glauben wir auf eine Wiedergabe der Ausführungen des Vortragenden verzichten zu können. Hervorheben wollen wir indessen tag berichtet: Von gestern Mittag bis heute früh sind in der die Borwürfe, welche der Referent gegen die Berliner Stadt- Frrenanstalt zu Mietleben sieben neue Todesfälle und neun neue verwaltung erhob. Während in den Straßen Lübeck's, feines Erkrankungen vorgekommen. Unter den Erkrankten befinden sich Der Angeklagte Müller gab noch seiner Verwunderung Heimathortes, fein Schnee zu finden sei, weil mit der zwei Aerzte und eine Wärterin. Dem erkrankten ersten Assistenzdarüber Ausdruck, daß nur gegen ihn und nicht gegen den Wegschaffung desselben die Arbeitslosen bedacht worden sind, arzt Dr. Buchholz oblag besonders die Leitung aller auf die Sigung gestrigen In der der SanitätsRedakteur der„ Saale- Beitung", der sein Artifel unter Quellen- liege in Berlin der Schnee in großen Saufen, obgleich ungezählte Bekämpfung der Cholera gerichteten Maßnahmen in NietTausende von Arbeitslosen nach Arbeit rufen. Mit Emphase leben. angabe entnommen fei, Stratantrag gestellt worden sei. Der Vorsitzende, Landgerichtsdirektor Schmidt, verkündete weise man darauf hin, daß 2000 Arbeiter eingestellt worden tommission haben sämmtliche anwesenden Aerzte den Genach längerer Berathung das Urtheil dahin, daß der Angeklagte feien, 2000 Arbeiter in einer bald Sweimillionenstadt! Da sei fundheitszustand der Stadt Halle als vorzüglich konstatirt. Die Müller freizusprechen und der Angeklagte Knorr zu einer der Lübecker Senat benn doch anders, als der Berliner Ma- Polizei- Aemter find angewiesen worden, alle zur Verhinderung der giftrat! Redner schloß seinen Vortrag mit den Worten: Troß Weiterverbreitung der Cholera getroffenen Maßnahmen zu überGeldstrafe von 20 M. zu verurtheilen sei. In den Urtheilsgründen heißt es: Der Gerichtshof fei aller alledem wollen wir unsere Ruhe nicht verlieren. Wir wiffen, wachen. Der Landrath verfügte die Verlöthung der Anstaltsdings der Meinung, daß der Geh. Sanitätsrath Dr. Bär bei der daß wir die Saat ernten werden, welche die Bourgeoisie aus Wasserleitung und die vollständige Desinfektion der Abflußgräben fraglichen Angelegenheit nicht mit der nöthigen Sorgfalt ver- gestreut.( Großer Beifall.) Abler ging hierauf auf Einzelheiten des Vortrages ein und Ein Telegramm vom 23. Januar lautet: Der Kreisphyfitus fahren sei, wie es der Fall erheische. Man müsse sein Borgehen fogar als leichtfertig bezeichnen und wenn in den beanstandeten erntete für seine treffenden Ausführungen ebenfalls lebhaften meldet, daß in der Jrrenanstalt zu Nietleben vom 22. b. M. Artikeln die Untersuchung als„ arbitrar" bezeichnet werde, so müsse Beifall, ebenso wie Steiner, Richter, Gröppler, Mitternacht bis heute Mitternacht 12 Erkrankungen und vier Die„ Saale Zeitung" fchreibt: Genaueres über die Entdieser Ausdruck als der Wahrheit entsprechend bezeichnet werden. Biebemann, Millarg, welche eine herbe Kritit an den Todesfälle infolge von Cholera vorgekommen find. Ebensowenig tönnten die Angeflagten wegen der Behauptung be- bestehenden Verhältnissen übten und ihrem Unwillen beredten Ausftraft werden, daß Dr. Bar unter falscher Flagge fich zu brud gaben. In feinem Schlußworte betonte Schwark, daß eine ftehungsurfache der Epidemie hat sich bis jeht natürlich noch tritt zu dem Morris de Jonge verschafft habe. Auch in dieser gänzliche Beseitigung des Mothstandes nur durch eine Beseitigung nicht feststellen lassen. Immerhin ist es nicht ganz ausgeschlossen, Beziehung sei der Beweis der Wahrheit als erbracht anzusehen. Der heutigen Probuftionsweise herbeigeführt werden könne, daß die Seuche durch einen Wärter aus Hamburg, der auch im Dagegen sei nicht erwiesen, daß der Dr. Bär wider befferes forderte aber bis dahin von der heutigen Gesellschaft das Recht November leicht an Brechburchfall erkrankte, eingeschleppt worden mit Kalkwasser. = ift. Seit dieser Zeit sollen öfter leichtere Erkrankungsfälle in Nr. 33. Ob der Ehemann für die Koften, die seiner Eheder Anstalt vorgekommen sein, die allerdings niemand für frau aus einem Prozeß erwachsen sind, haftet, ist sehr zweifelhaft, choleraverdächtig hielt. Gleiche Beobachtungen sind einer Mit- und ist in letzter Zeit in dem hier intereffirenden Sprengel des theilung des Gestütsdirektors Major von Branconi zufolge im Landgerichts Berlin II nicht entschieden. Lassen Sie es auf eine Landgestüt Kreuz gemacht worden. Dort ertranften vor Weih- Klage ankommen. Ohne Klage ist Pfändung unzulässig. nachten fiebzehn Personen an Brechdruchfall, davon eine sehr C. N. Nr. 58. Nein; fie muß ausdrücklich dispensirt schwer. Auch hier ist keine Anzeige erstattet worden, da ja werden. Reichen Sie das Gesuch schriftlich ein. niemand dabei an Cholera dachte. T. S. 25. Nein. Depeschen. ( Depeschen des Bureau Herold.) F. B. Die Frage ist sehr bestritten. Warten Sie bis zum 1. April und flagen dann beim Gewerbegericht, um eine prinzipielle Entscheidung zu erhalten. Sie sehen uns wohl vom Verlauf in Kenntniß? K. 21. Der Wirth tann auf Ermission und Zahlung der Miethe flagen; wegen der Kosten hat er ein Recht auf Einbehaltung aller Sachen. Abonnent 3. Die Einzahlungen können geleiftet werden; di Stadt tönnte wegen Zahlung des Betrages an fie lage er heben, würde wegen der geringen Aussicht der Klage auf Erfolg aber wohl davon Abstand nehmen. Sollte sie dennoch klagen, so theilen Sie es uns mit. A. B., Apolda. Es ist würdiger, auf das Geschimpfe dev ,, Unabhängigen" überhaupt nicht zu antworten. J. N. Dem Arbeitgeber steht das Recht zut, sich davon zu überzeugen, ob die Krankenkassenbeiträge gezahlt sind, da ja er dafür aufkommen muß, daß der Arbeiter einer Krankenkasse angehört. Georg 2, Sieberstraße. Sie können nur dann mit Aussicht auf Erfolg nach Ihrer Wahl auf Schadensersatz oder auf Lieferung und Schadensersatz flagen, wenn Sie sofort nach Empfang der Waare dieselbe zur Disposition gestellt haben. Zu flagen ist in Zittau. M. S. Sie müssen den Offenbarungseid leisten. Leipzig, 23. Januar. Eine heut Vormittag hier abgehaltene, aber mittheilen, daß ein Leihvertrag wegen der Möbel vorliegt. 30 Jahren, eine Schuld für übernommene Waaren verjährt in Rob. Sch. Er hat nur sein Eigenthum anzugeben, muß 2. 2. 100. Die Darlehnsschuld verjährt in frühestens von etwa 2000 Personen besuchte Versammlung von Arbeitslosen befchloß nach einem Vortrage des Abg. Geyer die Absendung W. R. Bitte uns zwischen 12 und 1 Uhr zu besuchen: zwei Jahren, falls nicht die Waaren zum Geschäftsbetrieb von Petitionen an die städtischen Behörden, das sächsische Gehre Sachdarstellung ist unvollständig und die Sache für schrift- entnommen waren. fammtministerium und die Reichsregierung, in welchen diesen liche Auseinandersetzung wohl zu verwickelt. Behörden zur Pflicht gemacht wird, für die Linderung des Nothstandes zu sorgen. Geyer unterzog in seiner Rede die Aeußerung des Staatssekretärs von Bötticher, wonach die Verhältnisse in Sachsen günstigere geworden seien, einer scharfen Kritik. Er bezeichnete diese Aeußerung als mit den thatsächlichen Verhältnissen nicht übereinstimmend. Halle, 23. Januar. In der heutigen Sitzung der Stadt: verordnetenversammlung gab der Oberbürgermeister Staude einen Ueberblick über den Verlauf der in der Jirenanstalt Nietleben ausgebrochenen Cholera sowie über die Maßregeln zur Bekämpung der Krankheit. Nach den amtlichen Ausweisen sind bis heute Mittag 84 Erkrankungen und 31 Todesfälle vorgekommen. Der Oberbürgermeister sprach die Hoffnung aus, die Stadt Halle werde infolge strenger Absperrung seuchenfrei bleiben. Die Bersammlung ermächtigte den Magistrat im Nothfall die Benutzung der städtischen Desinfektionsanstalt für zu gestatten; ferner außer an letztere auch an die Orte am Saaleufer unterhalb Nietleben eventl. städtisches Leitungswaffer abzugeben. Endlich wurde der Magistrat beauftragt, eine amtliche Kundgebung besonders gegenüber unrichtigen Meldungen auswärtiger Zeitungen zu veröffentlichen, daß die Stadt Halle seuchenfrei fei. Malerarbeitgeber auf einem Neubau leider nicht zu sorgen. A. D. Nein, für einen verschließbaren Raum hat der Eine frühere Frage liegt hier nicht vor. die Regel ist unentgeltliche Lieferung. D. G. 200. Das hängt von der Art des Verbandes ab, E. D. Ihr Bericht, der wegen Raummangels zurückgestellt werden mußte, wird in den nächsten Tagen veröffentlicht werden. Matrosendivision in Kiel. E. D. 20. Wenden Sie sich an das Kommando der Matrosendivision in Kiel. Was der Unterschied zwischen Astronom und Gastronom? Aster heißt der Stern, gaster der Bauch. Der Astronom bekümmert sich um die Sterne, der Gastronom um Bauch, um das, was dem Bauch behagt. R. M. A. B. Nein. P. J. Jawohl. den C. K. 22. Besuchen Sie uns in der Sprechstunde zwischen 12 und 1 Uhr. Sch. 67. Leider ja. Augsburg, 23. Januar. Durch die durch starke Schneewehen erforderte Einstellung des Trambahnverkehrs sind hunderte von Personen mit der Fortschaffung der meterhohen Schnee- spruch gegen den Fabrikanten, und auch nur dann, wenn dieſem Brand 75. Sie haben bedauerlicherweise nur einen Anmassen und der Freilegung des Bahngeleises beschäftigt. ein Versehen zur Last fällt, das den Verlust des Handwerkszeuges oder den Ausbruch des Feuers zur Folge hatte. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Hannover, 23. Januar. In dem hier verhandelten Welfenprozesse wurden heute von 65 Angeklagten 16 verurtheilt, davon Frei wegen Vergehens gegen das Vereinsgesetz zu 30 und zwölf zu 20 M., von diesen acht und ein weiterer Angeklagter außerdem wegen Uebertretung des Vereinsgesetzes zu 15 M. Die Verurtheilten tragen die auf sie entfallenden Kosten verhältnißmäßig. Die übrigen Koften trägt die Staatstaffe. Die Klubs„ Eintracht Linden und Junghannover"-Hannover wurden geschlossen. Briefkaffen der Redaktion. Berichtigung. Im Landtagsbericht der Sonntagsnummer ist in der Rede des Abg. Gerlich( 2. Beile) anstatt" Ersparniẞ" zu lesen:„ Erschwerniß". Hugo Methuer. Wahrscheinlich Geometrie und Astronomie. Genau läßt sich das nicht beantworten. Wilh. Flöther, Hannover. Wenden Sie sich an den Reichs tags- Abgeordneten Wurm. Achtung! Lehter Vortrag Briefkaffen der Expedition. Für die Bergarbeiter gingen ferner ein: Köpenicker Zigarrenmacher 4,50. Von den gezwickten Arbeitern von Wilhelm Buschmann 4,50. Vogt u. Krämer, Jakobstraße 20, 7,-. Formenfabrik von W. u. Sch. 8,-. D. F. 2,-. Werkstatt Dreesen, Admiralstr. 7, 7,50. Gesammelt bei Gießholdt 6,70. Bigarrenfabrik Prausnitz u. Mezze 10,-. Auf einer vergnügten Stadtbahnfahrt von Arbeitslosen und Zimmerleuten gesammelt 1,40. Maler aus der Knesebeckstraße 10,-. Lese- und Diskutirklub der Holzarbeiter 4,50. Arbeiter Bildungsverein " werden kann( ohne Einhaltung der 14tägigen Kündigungsfrist), Leseklub Heine 6,-. Gesammelt in der Fabrik von I. 3., Richard P. Ist nicht vereinbart, daß täglich gekündigt Schmargendorf 10,-. Robert 5,-. Nun roth a mol 5,-. so haben Sie einen Anspruch auf 14tägigen Lohn. Denselben Hollmannstraße 8,50. Drei junge Mädchen 3,50. Gefang müssen Sie beim Amtsgericht durch Klage geltend machen; Sie verein der Stuckateure 20,-. 2 möbelpolirer Wolgasterstr. 1 dann an das Gewerbegericht zu wenden, das schneller entscheidet. Schles. Busch 3,-. Tischlerwerkstatt Monbijouplatz 10 4,15. Gef. handeln aber räthlicher, bis zum 1. April zu warten und sich 2, Von einigen Schlossern und Arbeitern der Anilinfabrik bei Franz vom Gesangverein Glück zu" 4,25. Freie Vereinig. der Bau- und gewerbl. Hilfsarb. Rixdorf und Umgegend 10, Gesammelt durch die dicke Feldpost, Lübeckerstr. 27 2,10. Ueberschuß vom Töpferstreit, gesammelt durch Stuckateure Berlins 37,90. 18,50. Geselliger Verein„ Süd- Ost", gesammelt bei einer GeVon Posamentenarbeitern und-Arbeiterinnen Berlins, 2. Rate burtstagsfeier 2,15. Die 12 Rothen, Müllerstr. 1000 5,50. Rostock durch Köfter 100,-. Kommission der Tabakarbeiter E. B., Hochstraße. Mitnahme einer Legitimation und Berlins 100,-. Gesammelt in der Bautischlerei von schriftliche Vollmacht ist anzurathen. Warum lassen Sie sich E. Henschel, Friedenstraße 95 8,45. Durch Degener 2,-. das Geld nicht übersenden und stellen hier eine löschungsfähige Bon der Fabrik Wedral u. Kraus 3,65. Von Frau Quittung aus? Das ist ja weit billiger. Eichel bei einer Geburtstagsfeier 8,20. Nörgeler H. F. 0,50. Cheese, Mitgl. v. V. Jugendf. 0,50. Ges. auf der Herrenpartie der Graveure 3,25. Langenscheidt'sche Buchdruckere Rüdersdorferstr. 27, 8,20. Metallwaaren Fabrit Solms 4,10. Br. Br. Gesellschaft 0,80. Tischlerwerkstatt Sievert, Rüdersdorferstr. 27, 3,20. Pianofortefabrik Wöhler, Landsbergerstraße 16,20. Die Genossen Lützowstr. 6 15,30. B. u. F. 1,55. Landsberger Allee 6,35. Werkstatt von Gradenwiß, Dresdenerstr. 38, 2. Rate 3,40. Piano fortefabrik Bechstein, Grünauerstraße 43,05. Anfrage. Der Vertrag läuft ein Jahr lang, gilt auch ohne Kündigung als aufgehoben. Gesetzliche Bestimmungen über die Beit zur Besichtigung der Wohnung giebt es nicht; Sie müssen eine angemessene Zeit vereinbaren. Kommt eine Einigung nicht zu Stande, so hat der Richter eine angemessene Zeit auf Antrag des Vermiethers festzusetzen. Hoffunng. Wenden Sie sich schleunigst mit der Bitte um Vermittlung an das Vormundschaftsgericht. Die Mutter fann zur Ertheilung der Genehmigung leider erst nach vollendetem 21. Lebensjahre der Braut eventuell durch eine gewöhnlich Jahre lang dauernde Klage gezwungen werden. W. O., Mauteuffelstraße. Für Berlin und die Proving Brandenburg besteht keine Gütergemeinschaft. Die vor der Verheirathung nach Ihrer Darstellung von der Frau erworbenen Möbel haften nicht für die vom Mann in der Ehe gemachten Schulden. Franz Hub. W. Nein. Durch die Streit- Kontrollkommission gingen ein: Gesammelt in Moabit bei Hermerschmidt durch Möbius 7,10. Summa 546,25. Bereits quitiirt 4838,15 M.; in Summa 5384,40 m. August Müller, Henningsdorf. Ihr Inserat kostet 2,80 Mark und müssen Sie den Betrag vorher einsenden. " A. B., Berlin. Ein neues Eremplar des Protokoll" wollen Sie freundlichst von unserer Parteibuchhandlung abholen laffen. Achtung! Freireligiöse Gemeinde. der Frau Zetkin vor ihrer Abreise in der Sonnabend, den 11. Februar, Abends 9 Uhr, Grossen Volks- Versammlung im großen Saale der„ Concordia- Festsäle", Brantne. 35: 156/7 25 Morgen Abend 81/2 r, im Böhmischen Brauhause, Landsberger Allee 11-13. Lages Ordnung: 1. Vortrag der Frau Zetkin aus Stuttgart über: Die lex Heinze. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Zur Deckung der Unkosten Tellersammlung. Die Frauen- Agitations- Kommission. Frauen werden besonders eingeladen. Grosser Wiener Maskenball. Billets à 50 Pf. sind zu haben bei den Komiteemitgliedern Altmann, Marfgrafenstr. 83, 1 Tr. Decker, Schwedterstr. 245, 1 Tr. Eisert, Grüner Weg 58, 4 Tr. Heber, Reichenbergerstr. 121. J. Dertel, Rykestr. 8, 3 Tr. Pütter, Gerichtsstr. 28, 3 Tr. Peege, Rüdersdorferstr. 48, sowie in den Geschäften von Vogtherr, Stephanstr. 27a. Rubenow, Brunnenstr. 105. Gumpel, Barnimstr. 42. Amelung, Waßmannstr. 12. Christian, Alexanderstr. 11. Tuhauer, Köpnickerstr. 24. Börner, Ritterstr. 108. Schweizer, Dresdenerstr. 52 belegten Stellen zu haben. Verein zur Regelung der gewerblichen Verhältnisse der Löpfer City- Bassage); in allen unseren Versammlungen, sowie an den mit Plakaten Berlins und Umgegend. Mittwoch, den 25. Januar, Abends 5 hr, in Gratweil's Bier- 151/20 5½ Bier- 151/ 20 hallen( oberer Saal), Kommandantenstr. 77-79: Ordentl. General Bersammlung. Tagesordnung: Mitglieder und Freunde ladet zu zahlreichem Besuch freundlichst ein Das Komitee. Zahnarzt Robert Wolf, Brunnenſtr. 4( Rosenthaler Thor). Künstl. Festsaal Beuthstr. 22, Dienstag und Mittwoch präz. 74 und 9 Uhr Wiederholung des durch 40 Lichtbilder illuftrirten Vortrages über: Die Cholera in Hamburg. Entree 30 Pj., für Fachvereinsmitglieder nur 10 Pf. 10286 Nebelin's Bierhaus Laugestraße 108. Mein fleiner Saal mehrere Tage 3598L ( auch Sonnabend) noch frei. Restauration m. Vereins- u. Billardzimmer frankheitshalber sof. bill. z. verk. Bflugftr. 6, Partenheimer. 9996 Vereinszimmer, Simeonstr.23, Flick. Kinderwagen. Größe Bager Berling Homöopathische Klinik, Brunnenstraße 40. Spr. 11-12, 4-5. Stg.9-10. Nur 1 Mark. Zähne v. 2 M. an. Plomb. v. 1,50 M. an. Schmerzl. Zahnziehen 1 M. Sprechst. 8-7. SK Jamaica- Rum, ROSES 96 M 1. Bericht des Vorstandes: a) des Vorsitzenden, b) de3 Kassirers, c) der echt Verschnitt u. Fac., Literfl. 1,10, 1,60, 2,10, bei 5 FI. 10 Pf. billiger. Revisoren, d) der Rechtsschutz Kommission. 2. Wahl des Vorstandes, der Himbeer-, Kirsch-, Johannisbeersaft, Liter M. 1,20. Tokayer, med. süßer Ungarwein, Literfl. M. 2,10. Revisoren und Ersatzwahl der Rechtsschutz- Kommission. 3. Statutenberathung. Ingber- Likör, hochfein, magenstärkend, Literfl. M. 1,10, 1,60, 2. 4. Antrag betreffend den Ausschluß des Mitgliedes Ebel. 5. Verschiedene Echt Stonsdorfer Bitter- Litör, Liter 1.20, 5 2tr. 5,50, 10 Str. 10. Vereinsaugelegenheiten. Zum ersten Bunkt der Tagesordnung ist Kollege Babiel schriftlich Glühwein- Extract, Literfl. M. 1,60. Punsch- Extract, Literfl. M. 1,60. Zum ersten Punkt der Tagesordnung ist Kollege Babiel schriftlich Cognac fine Champagne, 3/4 Literfl. 3,50, 4,50, 5,50, 7,50, 12. eingeladen. Die Kollegen werden ersucht, zahlreich und pünktlich zu erscheinen, da Eugen Neumann& Co., die Versammlung Punkt 6 Uhr eröffnet wird. Quittungsbuch legitimirt. 6 a. Belle- Alliance- Play 6a. 81. Neue Friedrichstr. 81. 8. Oranienftr. 8. waaren, 5 St. 10 Pf., bei Richter, 323/13 Der Vorstand. neue, Dorafiatich Damen- Masken- Garderobe Berband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Bettfedern, breifach gereinigte, Berlins und Umgegend. Mittwoch, den 25. Januar 1893, Abends 81/2 Uhr, in Hoffmann's Fettsälen, Oranienstraße 180( unterer Saal): Grosse Versammlung aller in der Lampenbranche beschäft. Arbeiter. Tages: Ordnung: vorzüglich füllend, Pfund 50, 70, 90 f. Halbdannen Bfb. 1,10. Halbdaunen, filberSüdkraft( 3 Pfd. genügen zum größten hell, Pfd. 1,60. Daunen von vorzügl. Oberbett) Pfd. 2,75, empfiehlt das als streng reell bekannte, 1870 begründete Klagen, Eingaben, Reklamationen. Rath im Zivil- und Strafprozeß. Eins jest Blumenstr.19 IIr.Auch Sonntags. ziehung von Forderungen. Pollak, Genossenschafts Brot und BackKaiser Friedrichstr. 8, Schöneberg. Bibliotheken von M. Roussel, Bücher A. Sauer, kaupachit. 2. Skalitzerstr. 43. Sophastoff Reste Spesiale, am Morisplazin Rips, Damat, Crêpe, Fantaſte, Spezial- Geschäft von S. Pollack, Oranienstraße 61, Möbl. Schlafft. f. H.( 7 M.) zu verut. bei Schmidt, Stallschreiberstr. 38/39, vorn 3 Tr. 1023b Mitbenugung. Näh, bei E. Noack, Genosse findet freundl. möbl. Schlafft. Vorwärts, Intern. Bibliothek 2c. z. gefl Gobelin, Plüsch und bunten Prenzlauer Allee 36a, 2. Hof l. 4 Tr. 1. Vortrag des Stadtverordneten Herrn Th. Mehner über: Die " Empfehle mein Geschäft in friscaeu Mocquets spottbillig! wirthschaftlichen Krisen und ihre Ursachen. 2. Diskussion. 3. Wahl eines Blumen und Kränzen. 3528 L Proben franko! Beisigers zum Vorstande. 4. Verschiedenes. eingeladen. 3557L Die Arbetislosen obiger Branche sind besonders zu dieser Versammlung Robert Meyer, Emil Lefèvre, Berlin S, 228/13 Der Vorstand. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Nr 2. Mariannenstraße Nr. 2. NB. Um häufigen Irrthum zu vermeiden, bitte ich meine Freunde und Genossen, genau auf meine Adresse zu achten. Oranienstraße 158. Eine Damen Uhr am Sonnabend, den 21. Januar, im Feenpalast gefunden. Abzuholen b. Peter, Diedenhofener straße 7, Hof 2 Tr. Sonntag, den 29. Januar 1893, Vormittage 10 Uhr, Rechtsbureau richters a. D. Alte Jakob- Abzuholen b. Pet bei Lips( Brauerei Friedrichshain): Uebungsstunde. " Bundesnoten, u. a. Maiengruß für Alle", sind mitzubringen. Die Vereine sind verpflichtet, pünktlich und vollzählig zu erscheinen. mitgliedskarte legitimirt. des Königlichen Amtsstraße 130. Gewissenhafter Rath in allen Angelegenheiten. Unbemittelten unent34952 geltlich. Auch Sonntags. Ehepaar( Gen.) in Noth bittet 30 M. Bundes zu leihen auf 6 Monate. Sicherheit: 105/8 Wirthschaft. Off. unter F. B. an die Der Vorstand. Exped. d. Bl. 1024b 5 31 1029b 4fund Albrecht's Brot für Bäckerei, 50 Pfennig Arbeitsmarkt. Tüchtige Marmor- Arbeiter und Schleifer stellen ein Vanelli& Co., Mauerstr. 94. 47/14 104/6 Urbanstr. 68, 1 Tr. Schneidergeh. a. Damen- Jaquets verl. Kartonarbeiterinnen verl. Angreß, Alte 10316 Satobit. 8. Sechs tüchtige Tischlergehilfen auf Luxusmöbel, dauernde Beschäft., Abschr. liefert Wrangel- Strasse 8, von Zeugnissen eins., sucht A. Hietzge, Langestr. 26, Falkensteinstr. 28. Möbelfabrit, Dschah in Sachsen. Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlaa von May Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2.