Nr. 33. Abonnements- Bedingungen: 9 Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 r., monatl. 1,10 M., wöchentlich 28 Bfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5, Pfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage„ Die Neue Welt" 10 Bfg. Post. Abonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in die Bost- ZeitungsBreisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mark pro Monat. Postabonnements nehmen an: Belgien, Dänemart, Holland, Italien, Luxemburg, Portugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 25. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel geile oder deren Raum 50 Bfg., für politische und gewerkschaftliche Vereins. und Bersammlungs- Anzeigen 30 Big. Kleine Anzeigen", das erste( felt gedruckte) Bort 20 Bfg., jedes weitere Wort 10 Big. Stellengesuche und Schlafstellen- Anzeigen das erste Wort 10 Pig., jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Borte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm- Adresse: ., Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Єin afrikanisches Tdyll. Sonnabend, den 8. Februar 1908. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. schmählichste verlegt und vergewaltigt. Es rebelliert und entschlossen, seine Handlungen demgemäß einzurichten. flüchtet in die Berge und Wälder. Da man der Leute nicht Im Interesse der freundlichen Beziehungen zu Deutschland, habhaft werden kann, vernichtet man ihre Bebauungen, zer- die wir wahren und pflegen möchten, ist es wünschenswert, stört ihre Nahrungsvorräte. Man schneidet ihnen so den Rück- daß sich die Deutschen in dieser Sache keinen Illusionen hinDie Regierung tut wirklich ihr möglichstes, um die zug ab und jagt sie immer weiter in die Wildnis. Blutlachen geben.... Wir mögen Herrn v. Tirpig glauben, daß die folonialen Denkschriften recht angenehm zu gestalten. Wie und Leichen bezeichnen den Weg, und die Pest als treue Ver- Befürchtungen, Deutschland wolle England das Seeüberreizend sehen nicht z. B. die Autotypien aus, die sie ihnen bündete der europäischen Kulturträger verrichtet ihr scheuß- gewicht streitig machen, nur Erzeugnisse der Einbildung sind, beilegt! Nur kommen sie dem deutschen Volke etwas teuer liches Mordwert. Verwundete, Sieche, ausgehungerte Menschen, denn wir haben die Absicht, ihnen diesen imaginären Chazu stehen: wenn die Regierung ebenso viel Tausend markscheine Mütter, die vergebens ihre Säuglinge an die ausgedörrten rafter zu erhalten und wir wollen deshalb die nötigen Vorzusammenheften würde, so würde das bei weitem nicht so viel Brüste pressen, irren verschmachtend durch die Wüste und sichtsmaßregeln ergreifen, um diesen Einbildungen jede Mögausmachen, als was diese kolonialen Bildchen kosten, aus werden zur Beute der reißenden Tiere. Das ist das deutsche lichkeit auf Verwirklichung zu nehmen." denen man entnehmen fann, daß in den Kolonien hie und da Werk in Ostafrifa! Bäume und Sträucher wachsen und daß dort weiß geschürzte Neger mit allerlei Hantierungen beschäftigt sind. Weniger lieblich ist der Text der Denkschriften zumal für jemand, der nicht die holdselige Sorglosigkeit der Verfasser dieser Denkschriften befigt, die grazios wie Libellen über dem blutigen Sumpfe huschen. " Und das Ergebnis? Wie man sieht, wissen englische und amerikanische Seeschriftsteller, um was es sich handelt. Nur möchten wir die Von den Wandonde, Wamatumbis ist aber die Hälfte ge- deutsche Regierung auf etwas aufmerksam machen, woran sie blieben( also ist fast die Hälfte verschwunden bezw. vernichtet!). vielleicht nicht denkt, was sie aber bestimmt fürchtet: Die Ebenso von den in Ssangea fizenden Wandonde, Wagindo englischen Flottenrüstungen, wie sie als Antwort auf das und Bangoni. Die Wamwera, Matua und Banschinga im deutsche Seeprogramim in England geplant werden, führen Condibezirk find dezimiert; andere Stämme, wie die Wabena, uns mit todessicherer Bestimmtheit zunt Wassagera und Wafinga haben weniger gelitten. Im ganzen Schub 30 II. Auf eine andere Weise sind die Ausgaben für haben Krieg, Mizernte, Hungersnot und Seuchen im Berichts- die Flottenpolitik nicht zu decken, da die Sozialreform, die jahr schä kungsweise 75 000 Menschen hinweg die Arbeiterpartei mit wachsender Kraft verlangt, die norgerafft, darunter viele Weiber und Kinder." malen Steuerquellen erschöpfen wird. Und was ein imperialbritischer Schutzzoll für die deutsche Industrie bedeuten würde, weiß man in Deutschland. So heißt es z. B. über die Zustände in Deutsch Ostafrita: „ Was dem Aufstande folgte, war für die Eingeborenen schlimmer als die Zeit der offenen Kämpfe. Jm ersten Taumel der Kriegserregung hatten sie in den Erträg- Aber freilich, das alles sei notwendig gewesen, heißt es, nissen der legten reichen Ernte gepraßt und hatten geschlachtet, um den Negern den Segen der europäischen Arbeit zuteil was sie an Vieh für sich retten konnten. Als dann der Rück- werden zu lassen. Wie es um diesen Segen bestellt ist, auch schlag erfolgte, ihre verborgenen Vorräte entdeckt und, soweit darüber gibt uns die amtliche Denkschrift sehr interessante fie nicht für Expeditionszwecke zu verwenden waren, zer- Aufklärungen. Darüber näheres in einem weiteren Artikel. stört werden mußten, und jeder Anbau den Besiegten unmöglich wurde, trieb die Sorge um die Zukunft die meisten daß zur Unterwerfung. Dazu kam strichweise eine nur geringe Englisch- deutiche Flottenrivalität und baues, bag der Stanzler der Schatzkaniner es ablehnen werde, Ernte und Nahrungsmangel." Nein, 17. ihre Folgen. " Offiziöfe Rechenkünftler. London, 6. Februar. Morning Post schreibt: Die Bertagung des Abänderungsantrages des radikalen Abgeordneten Macdonald betreffend die Rüstungsausgaben gab gestern abend Vers anlaffung zu Gerüchten unter den liberalen Mitgliedern des Unterden von dem Ersten Lord der Admiralität, Lord Tweedmouth, dem Ministerium unterbreiteten Marinevoranschlag anzu Also, sie haben gepragt", diese leichtsinnigen Menschen. nehmen, mit der Begründung, daß die Kosten zu hohe Und um sie von diesem allzu üppigen Leben abzuhalten, hat seien und daß der Boranschlag zur Revision an die Admiralität man ihre Vorräte zerstört! Weshalb hungerten sie London, 5. Februar.( Eig. Ber.) zurückgehen müsse. Es heißt, daß mehr als 130 Liberale dann? Etwa weil man ihre Vorräte vernichtet hat? Unmittelbar nach dem ersten Wahlgange der deutschen sich verpflichtet haben, für herabfeßung der weil sie vorher gepraßt" hatten! Ach, die Aermsten toußten Reichstagswahlen des Januar 1907 wiejen wir auf dere. Rüstungen au stimmen. Daily Chronicle fann aus bester wohl, daß man ihnen alles rauben würde, und suchten deshalb, imperialistischen Charakter hin und sagten das fieberhafte Quelle mitteilen, daß die erhöhten Ausgaben nicht auf ein zu aus. gedehntes Schiffbauprogramm zurückzuführen seien, auch seien fie nach der Art der Wilden, sich auf Vorrat" satt zu essen, maritime Wettrüsten voraus. Ebenso machten wir seinerzeit in feiner Weise durch den deutschen Entwurf beeinflußt; doch und der Deutsche tam, raubte ihnen ihre Vorräte, vernichtete auf den tiefen Eindruck aufmerksam, den die deutsche Flotten- sprächen Marinefachverständige ernstlich von einer Erhöhung die Feldsaat und schnitt ihnen damit die Lebensquellen ab. vorlage vom November 1907 in England hinterließ. Irgend der Ausgabenum 4 bis 5 Millionen in den nächsten Nun höre man, was weiter folgte! welchen Scharfsinn brauchte man dazu nicht. Die Tatsachen Jahren, vorausgesetzt, daß das deutsche Pro,, Von denen, die Krieg und Hunger verschont hatten, der Seepolitik find ebensowenig mysteriös wie die des Ein- gramm zur Wirklich feit werde. Daily Mail erfährt, fiel eine große Zahl jeder Kranheit zur Beute maleins. Aber die deutschen Regierungsvertreter können von daß das Marinebudget eine Erhöhung um etwa 1250 000 fund Wurmleiden traten feuchenartig auf und breiteten sich, durch der ihnen nüßlichen Taftit nicht lassen, alle Schuld den sozial- Sterling zeigen werde. die Arbeiter verschleppt, auch in vorher gesunden Gegenden demokratischen Rednern und Schriftstellern aufzubürden. aus, den schlecht genährten Müttern( weil sie gepraßt" Demgegenüber dürfte es ratsam sein, dieser Taktik nachzuhatten!) versagte die Milch, so daß in manchen Gegenden eine spüren und ihre Haltlosigkeit nachzuweisen. Der Londoner enorme Kindersterblichkeit eintrat- kurz die ersten Observer" vom 2. Februar brachte eine offiziöse DarMonate dieses Jahres sahen in den aufständischen Gebieten stellung der englischen Seepolitik, in der gesagt wurde: Die Nord d. AII g. 3tg." zeigt heute, daß sie nicht ein unsagbar trauriges Bild, das sich- und dies. Die öffentliche Besorgnis, die das neue deutsche See- jedesmal 8 Tage braucht, um Unsinn zu produzieren. Sie ist der einzige Troft auch den Eingeborenen so einprägte, programm hervorrief, ist tief und gerechtfertigt.... Aber polemisiert ebenso lebhaft wie unsinnig gegen unseren gestrigen daß, wie aus allen Berichten hervorgeht, die Erinnerung an solange Sir Edward Grey ein Mitglied des Kabinetts bleibt, Artikel Arm und Reich". die harte Lehre dieses Aufstandes der jett lebenden darf das Land vollkommen versichert sein, daß die gegen- Gegen unsere Darlegungen über die bittere Notlage der Generation die Lust zu einer Wiederholung wohl für wärtige Regierung sich als nicht weniger patriotisch erweisen 3ensiten mit weniger als 900 M. Einkommen weiß sie nichts jede absehbare Zeit nehmen werde." wird, wie Mr. Stead.... Sir Edward Grey erklärte in seiner anderes vorzubringen, als daß zwei Drittel der Bevölkerung Was würde man sagen, wenn wir etwa folgende Be- Rede in Alnwick, daß alle zur Aufrechterhaltung des gegen- leben. Einer ländlichen Proletarierfamilie, die mit Hülfe der mit weniger als 900 M. Einkommen auf dem Lande trachtung anstellen wollten: der einzige Trost" an dem wärtigen Seemachtverhältnisses nötigen Maßregeln ohne leben. Einer ländlichen Proletarierfamilie, die mit Hülfe der Königsmord in Portugal sei der, daß jedenfalls der„ jekt Baudern durchgeführt werden sollen. Aber es muß alles mit Frauen und vielfach auch Kinderarbeit noch nicht 900 m. lebenden Generation" des dortigen Herrscherhauses die ,, Lust" zur Ueberlegung geschehen. Die deutsche Seebedrohung wird eine verdient, geht es aber nach der Nordd. Allg. 3tg." besser, Wiederholung der Diktatur wohl für absehbare Zett vergangen starke und weitreichende Antwort erhalten, nur geziemt es als einer Familie in der Stadt mit 3000-6500 m. intommen! Merkwürdig, daß da gerade die der„ Nordd. sein und dies dazu beitragen dürfte, politische Zustände einer starken Nation nicht, in panifartige Seeprogramme zu nicht erst auffommen zu lassen, die zu solchen bedauerns- verfallen. Im laufenden Jahre wird die Erhöhung des Allg. 3tg." und ihrem Auftraggeber, dem Fürsten Bülow, so werten Ereignissen führen könnten? Wie würde man da über Flottenetats nicht groß sein. Erst im Jahre 1911 werden nahestehenden Agrarier stets behaupten, die Genußsucht" die sozialdemokratische Gefühlsroheit räfonnieren! sich die deutschen Dreadnoughts vervielfältigen, und der stille entvöltere das platte Land und treibe die Landproletarier in Ferner, das Berl. Zagebl." hat sich über uns moquiert, Kampf um Seemacht in Zeiten des Friedens wird sich in die Städte und Industriebezirke! Wir hoffen aber, daß die weil wir nicht einmal für den ermordeten Kronprinzen, der seiner vollen strategischen und finanziellen Kraft fühlbar Agrarier nach der Feststellung des offiziösen Blattes, daß man doch ganz schuldlos war, unsere Tränendrüsen anzuſtrengen machen.... Das nächste Jahr( 1909) wird kritisch sein. auf dem Lande mit 800 m. besser lebt als mit 4000 M. in der vermocht hatten. Was aber haben jene Tausende von Das Marineamt wird mindestens vier bis fünf Dreadnoughts Stadt, nicht nur auf die Getreidezölle verzichten, sondern Kindern in Afrika verbrochen, die hinsiechten und starben, auf Stapel legen müssen, vielleicht sogar eine größere Bahl. auch die städtischen Schichten mit 3000 bis 6500 M. Einweil man ein ganzes Volt telbewußt aus. Aber die beste Politik ist, andere Mächte die bekannten kommen als ländliche Tagelöhner auf das Land zu hungerte? War da nicht auch Herzeleid? Warum hat Schiffstypen bauen zu lassen, worauf wir mit einem noch ziehen versuchen! Aber auch als Rechenkünstler ganz eigener Art produzieren Bas für die Tränen einer Königin so empfindsame freisinnige höheren Typ antworten werden, um die Schiffe der anderen Blatt fein Ohr für diese jammernden Kinder- Mächte zu minderwertigen Typen zu machen." Es soll sich sich die Gelehrten des offiziösen Blattes. Wir hatten feststimmen, diese weinenden Mütter, und geht an denen vor- also in der Kriegschiffstechnik das Beispiel der immer voll gestellt, daß die Einkommen über 100 000 m. prozentual bei, als wenn es feine menschlichen Wesen wären? Für den kommeneren Landkriegswaffen wiederholen. Nur sind Kriegs 100 000 M. Damit bewiesen wir das, um uns der Worte des Kriegs- itärfer gestiegen seien, als die Einkommen von 3000 bis winselnden Hund zu seinen Füßen hat der Bourgeois mehr schiffe nicht so leicht herzustellen wie neue Flinten und 100 000 m. Damit bewiesen wir das, um uns der Worte des offiziösen Blattes zu bedienen, ungesunde Anwachsen des Mitgefühl als für die Leiden eines Volkes! Folgen wir weiter der amtlichen Kolonialen Denkschrift. Im Scientific American" vom 7. Dezember 1907 schrieb Reichtums in wenigen Händen."" Nun belehrt uns aber die Bei der Besprechung der Wachsproduktion heißt es: Bon Kapitän Mahan, die bedeutendste Autorität in See- Nordd. Allg. Ztg.", daß die Tatsache, daß die Zahl der Einzelheiten sei bemerkt, daß aus gewissen Hungergebieten ein machtfragen:„ Die ganze Verteilung der britischen Flotte 3ensiten der Steuerstufe mit mehr als 100 000 m. proRückgang des Handels mit Wachs trok erhöhter Produktion wurde in den letzten Jahren modifiziert, um die Zahl der zentual gleich geblieben ist( 0,07 Broz.), während der Anteil gemeldet wird, weil die Eingeborenen, um nur ihre Linienschiffe um die Nordsee zu vermehren.... Im Mai aller übrigen Steuerstufen über 3000 M. prozentual her a b ägen zu füllen, das Wachs mit dem Honig ver- 1908 werden 86 Broz. der britischen Schlachtschiffe in hei- gegangen ist, gar nichts beweise. Welchem Vorfchüler will das offiziöse Blatt das einreden? Hier die zehrten." mischen Gewässern konzentriert sein." An auderer Stelle über die Raubtierplage:„ Aus ein- Und die" Times" vom 3. Februar beschäftigt sich mit Bahlen: 3ensiten zelnen Bezirken wurde sehr über das Ueberhandnehmen der der Ansicht des deutschen Marineministers, Herrn von 1906 1907 Löwenplage geflagt. In einigen aufständischen Gebieten Tirpik, nach welcher die deutsche Flottenvorlage keine Be362 425 386 376 sollen diese Raubtiere zahlreiche Menschen gedrohung Englands bedeute und auch nicht als solche aufgefaßt 70 362 72 815 schlagen haben. Man nimmt vielleicht nicht mit Unrecht werde. Die Times" sagt:.... Die deutsche Vorlage hat 9 500- 30 500 79 630 an, daß die leichte Beute, welche verwundete und ent in England einen sehr tiefen und weitverbreiteten Eindruck 17 109 fräftete Flüchtlinge den Löwen boten, diese hinterlassen. Wenn Herr v. Tirpitz glaubt, oder sich den über 100.000 3561 12,5 Menschenjägerei bei ihnen erst in so startem Maße ent- Schein gibt zu glauben, daß dies nicht der Fall sei, so braucht Die Zensiten mit mehr als 100 000 Mart Einkommen wickelt hat." er nur ein halbes Dußend der maßgebenden englischen Bei- vermehrten sich also um 12,5 Proz. gegenüber 3,5-8,5 Proz Jezt haben wir, wenn auch noch in schwachen Umrissen, tungen durchzufliegen; sie werden ihn sofort überzeugen, daß aller übrigen Steuerstufen über 3000 Mark! Und da wollen das ganze Bild vor uns. seine Vorlage die Wachsamkeit der britischen Nation in höchst die offiziöfen Klopffechter behaupten, daß das keine AnEin Volt wird in seiner Wirtschaftsweise, seinen Eigen- wirksamer Weise angeregt hat.... Das britische Volt hat häufung des Stapitals in wenigen Händen bedeute? Obentumsverhältnissen, seinen Sitten und Gebräuchen auf das die Bedeutung des deutschen Programms begriffen und ist drein ist das Gesamt steuersoll der Einkommensgruppen Kanonen. Einkommensgruppen 3000-6500 Mark * 6500- 9 500 " " 30 500-100 000 " 1 74755 15760 3 173 " Zunahme der Zeusiten 6,6 Proz. 3,5" 6,6 " 8,5 # i achsen ist! = von 3000-100 000 Mart von 55,04 auf 52,14 Proz. ge- eigene Einnahmen des Reichs" für die Deckung des Surch würden. Es sei fein bares Geld in der Reichstaffe, sunten, während das Steuersoll der Gruppe mit mehr Reduzierung der Zuckersteuer bewirkten Einnahmeausfalls weil die Matrikularbeiträge haben gestundet als 100 000 Mart von 14,96 Broz. auf 15,27 Proz. gegenügen sollen, während der Antrag Bassermann ausdrücklich werden müssen. Der Schahsekretär mußte sich daher mit die Einführung neuer Steuern, und zwar in der Reichsschazanweisungen behelfen, die so zahlreich Wenn aber die offiziösen Gelehrten behaupten, der Höhe von mindestens 35 Millionen Mark für das Jahr aus- ausgegeben werden mußten, daß der Markt davon über prozentuale Anteil der Kopfzahl der Steuergruppe mit bedingt. Diese lettere Bestimmung, die also dauernd größere fättigt ist. Nachdrücklich müsse aber betont werden, daß es über 100 000 M. Einkommen an der Gesamtbevölke- Einnahmen der Regierung zusichert für einen nur vorüber- höchste Beit sei, gegen die jebige Reichsfinanzrung, und lediglich darauf komme es an, sei der gleiche gehenden Einnahmeausfall, macht, abgesehen von der Ab- schwierigkeit einzuschreiten, wenn die Kredit( 0,03 Broz.) geblieben, während der prozentuale Anteil der schwächung in dem Vordersat, den Antrag Bassermann für fähigkeit des Reiches nicht Schaden leiden solle. übrigen Steuergruppen gewachsen sei, so beweist diese die Sozialdemokratie un annehmbar. Unter diesen Verhältnissen bleibe ein anderer Weg nicht übrig, als Behauptung nur, daß es um das Rechnen der guten In der Debatte verlas der Staatssekretär v. Beth daß das Reich von den ihm verfassungsmäßig zuOffiziösen schwach bestellt ist. Denn der prozentuale mann- Hollweg eine Erklärung, in der die Kompetenz frehenden indirekten Steuern mehr Gebrauch mache als bisher. Anteil ist nicht der gleiche geblieben. Er betrug 1906 des Reichstages, bei der Bewilligung von internationalen( Sört! hört!) ( 9972 Stöpfe: 36 829 724 Stopfen) 0,027 Broz, während Verträgen der Regierung Bedingungen zu stellen, bestritten Schließlich polemisierte der Finanzminister Dr. Rüger noch er 1907( 11 058 Stöpfe: 37 467 246 Stöpfen) 0,029 Proz. betrug. wird, weshalb der Antrag Schwerin für sie unannehmbar sei. gegen die Veredelung der Matrikularbeiträge, die nicht nur eine Das ist eine Steigerung um 7,7 Proz., eine größere Dagegen erklärt sie sich für den Antrag Basser- größere Belastung für Sachsen im Gefolge habe, die auch zur BerSteigerung, als sie irgend eine andere Steuergruppe von mann. ewigung dieser Beiträge führen würde. Derartige Reichssteuer3000-100 000 M. Einkommen aufzuweisen hat. Was zu pläne seien geeignet, die Einzelstaaten dem Ruin entbeweisen war! gegenzuführen. Das offiziöse Drgan sollte also fünftig lieber feine A- B- C- Schüßen mehr mit statistischen Berechnungen beauftragen! Die Ereigniffe in Portugal. So spärlich auch die Nachrichten sind, die aus Lissabon einlaufen, so lassen sie doch erkennen, daß es sich dabei um eine ausgedehnte Verschwörung gehandelt hat. Franco hat von dem Unwetter, das heraufzog, Kenntnis gehabt. Aber gewissenlos wie er war, suchte er den völligen Zusammenbruch feiner Politik, der das unvermeidliche Ende des Verfassungsbruches sein mußte, aufzuhalten durch das schlimmste Verbrechen, dessen ein Minister fähig ist, durch offenen Landesverrat. Er hat sich an die spanische Regierung gewandt mit der Er hat sich an die spanische Regierung gewandt mit der Bitte, sich auf eine bewaffnete Intervention in Portugal vorzubereiten. Er begründete sein Verlangen mit dem angeblichen Interesse des monarchischen Prinzips, das auf der pyrenäischen Halbinsel nicht erschüttert werden dürfe. Sein Sturz befreite das portugiesische Volt von der Gefahr einer bewaffneten auswärtigen Intervention. Die neue Regierung scheint eingesehen zu haben, daß es für die Monarchie, wenn überhaupt, nur ein Mittel gibt: bedingungsloses Anerkennen des Volkswillens. Die Repu blikaner hoffen allerdings auf den Sieg ihrer Sache. Sie verfügen über eine straffe Organisation. Die Partei hat alle Kompromißangebote abgelehnt, die ihr die monarchistischen Barteien angeboten haben und betreibt mit aller Energie die jetzt einsetzende Wahlagitation. gramme: Ueber die neuesten Ereignisse berichten folgende TeleEin Versprechen des Königs. Lissabon, 6. Februar. Im Amtsblatt wird ein Schreiben des Königs an den Ministerpräsidenten veröffentlicht, in welchem der König seinen Willen dahin kundgibt, daß die Finanzverwaltung des königlichen Balastes nur über solche Mittel verfügen soll, die vom Parlament bewilligt worden sind. Sämtliche Blockparteien ließen durch ihre Vertreter gleichfalls ihre Zustimmung erklären. Für das Zentrum er Härte sich Dr. Spahn gegen den Antrag, zum Teil aus Bon fozialdemokratischer Seite wurde die Ursache des den nämlichen Gründen, die auch für uns entscheidend sind. Reichsfinanzjammers treffend unter Hinweis auf die Milliarden Er machte aber außerdem gegen den Antrag Schwerin dargelegt, die für Militär und Flotte geopfert worden seien, wobei geltend, daß der Reichstag feine Bedingungen an die Zu- auch die freisinnige und nationalliberale Blodstimmung zu einem internationalen Vertrag knüpfen dürfe, politik gebührend gekennzeichnet wurde. Mit dem Standpunkte weil die Reichsverfassung den Abschluß von Verträgen dem des Finanzministers erklärten sich die Konservativen völlig einKaiser vorbehalte. Das ist natürlich widersinnig; denn so- verstanden, während die nationalliberalen Redner ihm Mange! Nach fünfZustimmung des Reichstags abhängig gemacht ist, entspringt stündiger Dauer machte ein Schlußantrag der Debatte ein Ende. bald die Rechtsgültigkeit internationaler Verträge von der an großen nationalen Gesichtspunkten vorwarfen. daraus von selbst für den Reichstag das Recht, an seine Zu- Irgendein positives Ergebnis hatte die Debatte freilich nicht; sie Stimmung Bedingungen zu knüpfen, die außerhalb der Rechts- war aber ein Zeichen in der Zeit des Reichsfinanzelends. sphäre des Vertrags bindend für die Reichsregierung gemacht werden können. Fun unseren ablehnenden Standpunkt gegenüber der AusFür die Sozialdemokratie motivierte Genosse Südeübrigen Teil des Antrages Baffermann sowie der Konvention bedingung einer 35 Millionensteuer, während wir dem zustimmen könnten. Ein offenherziger Junker. der Reichstagsabgeordnete des Wahlkreises Kottbus- Spremberg, ber In einer fonfervativen Versammlung in Rottbus hat jüngst der Arbeiterschaft, gleiches Wahlrecht, und die Unverschämtheit der Junker v. Dirkien, seinem Herzen Luft gemacht über die Frechheit Arbeitslosen, Arbeitsgelegenheit zu fordern. Der Herr hat geglaubt, daß er sich im Kreise seiner Klassengenossen feinen 3wang aufzuerlegen braucht und aus seinem Herzen teine Mördergrube macht. fagte: Um den einen Teil des Antrages annehmen, den anderen eventuell ablehnen zu können, beantragte Genosse Singer ein Amendement, im ersten Absatz den zweiten Teil, der sich auf die 35 Millionensteuer bezieht, zu streichen. Das Unreife Bengels und Arbeitslose haben demonstriert und das bersuchten Herr v. Normann und Herr Bassermann als freie, geheime Wahlrecht verlangt; mögen fie lieber aufs Land einen Antrag auf getrennte Abstimmung ausgehen und arbeiten, aber dazu ist die Gesellschaft zu faul. In zulegen, den die Antragsteller nicht zu gestatten brauchten. großen Versammlungen haben die Arbeitslosen Forderungen geDer Präsident Graf Stolberg stimmte ihnen zu und erstellt, daß der Staat Bauten in Angriff nehmen und Löhne nach lärie, deshalb das Haus befragen zu wollen, ob es den Anden gewerkschaftlichen Forderungen bezahlen solle. Solche For derungen stellt die Bande, ich fann fie nicht anders nennen. Sie trag Singer zulassen wolle oder nicht. Gegen diese geschäfts- ist selbst schuld an der Arbeitslosigkeit. Ich habe mit ruhigen ordnungswidrige Auffassung ergriff Singer mehrmals und auch nichtkonservativen Leuten über die Demonstrationen gedas Wort. Es gelang ihm denn auch, die Mehrheit des sprochen und die sagten: Es wäre doch besser, wenn mit scharfen Hauses zu überzeugen, daß sich Normann, Bassermann und Patroneu geschossen würde, und wenn auch Blut gefloffen wäre, Graf Stolberg im Unrecht befanden. Gegen die Stimmen wir hätten uns doch wenigstens„ Ruhe" verschafft. der drei konservativen Parteien und der Nationalliberalen schönen Junkerseele aufgegriffen, und eine Protestversammlung gegen Die Volksstimme" zu Rottbus hat diese Bekenntnisse einer wurde die geschäftsordnungsmäßige Berechti- schönen Junkerseele aufgegriffen, und eine Protestversammlung gegen bas Reichsvereinsgesetz, bie am legten Sonntag in Kottbus stattgung des Antrages Singer anerkannt. In der fand, fennzeichnete den Herrn Reichsboten in gebührender Beise in a chlichen Abstimmung fiel er dann allerdings gegen einer Protestresolution. Die Volksstimme" teilte zugleich die Blockparteien durch. In der Schlußabstimmung wurde mit, daß die Dirffenschen Schimpfereien durch unsere Gedarauf der gesamte Antrag Bassermann in nament- nojien allen Wählern des Wahlkreises zugänglich ge licher Abstimmung von den Blodparteien anmacht werden. Das scheint dem Herrn aber nicht ganz er hat in der bürgerlichen Breffe Die Konvention selbst erhielt die recht zu sein, denn eine Berichtigung losgelassen, in der er zwar seine Be beinmütige Zustimmung des Hauses. von den Blockparteien der Antrag auf Entnahme einer Ge- einer Straßenschlächterei unter dem Proletariat babe. Er wil festDann wurde gleichfalls in namentlicher Abstimmung schimpfungen der Wahlrechtsdemonstranten und der Arbeitslosen nicht Gebestreitet, aber sich doch dagegen verwahrt, daß er Sehnsucht nach haltszulage für Oberstleutnants aus dem Aggregiertenfonds stellen", daß die ihm in den Mund gelegte Aeußerung: es wäre angenommen. In der weiteren Beratung des Militär- doch besser, wenn mit scharfen Batronen gefchoffen würde; und wenn etats brachte Genosse Stülen Beschwerden der Militär- auch Blut gefloffen wäre, wir hätten uns doch wenigstens Ruhe verschneider in Altona- Bahrenfeld über Mißstände in den schafft", selbstverständlich von mir nicht getan worden ist. Ich habe Bekleidungswerkstätten zur Sprache. Es nur mein Bedauern darüber ausgesprochen, daß nicht bei früheren handelte sich da wesentlich um eine rigorose Betriebsordnung Anlässen von Anfang an schärfer gegen solche verdammungswürdigen in den Werkstätten und um Beschränkung der staatsbürger. Straßendemonstrationen vorgegangen sei, um sie im Reime zu er lichen Rechte der Arbeiter. Der General v. 2o cho m bewies ftiden und allen Beteiligten die Luft zur Wiederholung zu nehmen. in seiner Verteidigungsrede, daß ihm jedes Verständnis für Dadurch würde der Wiederkehr derartiger Vorgänge wirksam vorgebeugt worden sein, die unvermeidlich zu Blutvergießen führen die Notwendigkeit und den Wert einer gewerkschaftlichen Or- und Tausende von Jrregeleiteten ins Unglüd stürzen müßten, während ganisation der Arbeiter völlig abgeht. die Anstifter im Hintergrund bleiben." Genosse Boehle brachte zur Sprache, daß in Straßburg militärisches Fuhrwerk unberechtigterweise zu Privatzweden gebraucht würde. Freilaffung der politischen Gefangenen. Lissabon, 7. Februar. Außer den drei republikanischen geordneten, welche bereits im Laufe des gestrigen Tages in Freiheit gesetzt wurden, sind auch nunmehr die beiden republikanischen Jour nalisten Borges und Chagas freigelassen worden. Ersterer ist der Direktor des Blattes El Mundo". Die beiden Dissidenten Progreffisten Mouiz and Ribeira Brava find im Laufe des Abends ebenfalls in Freiheit gesetzt worden. Alle diese Gefangenen erhielten erst nach dem Verlassen des Gefängnisses Kenntnis von der Ermordung des Königs und des Thronfolgers. Francos Flucht. Madrid, 6. Februar. Der frühere portugiesische Ministerpräsident Franco ist hier eingetroffen; er wird heute abend wieder abreisen, wahrscheinlich nach Paris. Madrid, 7. Februar. Das Personal des Hotels, in dem der Erdiftator abgestiegen ist, hat strenge Anweisung erhalten, teine Ausfunft über ihn zu geben. Umfassende Maßregeln find getroffen, um die gegen Franco geplanten Rundgebungen Wahrscheinlich wird Franco heute abend nach zu bereiteln. Frankreich abreisen; doch verlautet andererseits, der Erdiktator beabsichtige, sich nach Deutschland zu begeben, um seinen Sohn an einer deutschen Universität immatrikulieren zu lassen. Republikanische Wahlagitation. Lissabon, 7. Februar. Die Republikaner haben eine lebhafte Kampagne begonnen angesichts der Wahlen, welche am 15. März stattfinden sollen. Sie verlangen für das Volt das Recht, in aller Freiheit wählen zu können. In der italienischen Kammer. genommen. Der Herr v. Dirfien scheint zu fürchten, daß nicht alle Wähler bes Streifes Rottbus- Spremberg denselben Geschmack haben mögen wie feine Mitjunker. Und ohne eine Majorität der Wähler gibt's In der weiteren Debatte leistete der freikonservative Ab- bummerweise unter dem verdammten Reichstagswahlrecht fein Herr v. Dirksen sagt geordnete Bahrenhorst- Harburg eine treffliche Rede natürlich nicht die unwahrheit. Bewabre- er hat ja die von Vahrenhorst- Harburg Mandat. Deshalb die nachträgliche Retusche. blüte. Indent er mit feurigem Bathos die Pferdezucht in ihm bestrittene Wendung nicht als feine eigene Meinung ausdrücklich der Lüneburger Heide pries, schmetterte er schließlich den Satz deklariert. Aber er fagt auch nicht die ganze Wahrheit, nämlich daß heraus, daß dort diejungen Leute die Remonteer die Worte als die anderer ruhiger Leute zitiert hat und daß er zucht schon mit der Muttermilch ein atmen. fich nicht gegen diese Meinung ausgesprochen hat! Mit diesem Musterbeispiel unfreiwilliger Heidschnuckenkomik Er darf sich danach wirklich nicht wundern, wenn die Deffentlichkeit erzielte er einen stürmischen Heiterfeitserfolg. annimmt, daß die Meinung der ruhigen Leute" auch die des Herrn b. Dirfien ist. Unsere Junker find ja im allgemeinen nicht fo zimperlich; dem Proletariat einen Aberlaß nicht zu gönnen. Nur find fie nicht immer so offenherzig, wie es der Junker v. Dirksen zu Stottbus gewesen ist. " Die Protestbewegung gegen den Reichsvereinsgesetz Entwurf. Dann wurde die Weiterberatung auf Dienstag vertagt. Die Anklage gegen die Wahlrechtsdemonftranten. Unter dem Rubrum. Adler und Genossen" ist siebzehn Genossen, deren Berfonalien am 10. beztv. 12. Januar von der Rom, 7. Februar.( Privatdepesche des Vorwärts".) In der Polizei festgestellt worden sind, eine Anflage zugegangen. Die An heutigen Sitzung pöbelte der reaktionäre Abgeordnete Santini die lage lautet auf widerstand gegen die Staatsgewalt. äußerste Linte an, die bei der Abstimmung der Sympathieerklärung Da die Polizei nur auf Leute eingehauen haben will, die sich wider. Protestversammlungen statt, in allen wurde die Proteſtreſolution anIn Magdeburg fanden am Mittwoch fünf gut besuchte für die portugiesische Königsfamilie figen geblieben war. Die setzt haben, so ist es von Intereffe mitzuteilen, daß der von der genommen. Republikaner und Sozialisten unterbrachen stürmisch den Denunzianten. Bolizei mit Säbelhieben traftierte Kriminalbeamte Kassube, KopenFerri ruft in großer Erregung: Das Bolt hat das Recht, einen hagener Straße 26 wohnhaft, fich nicht unter den Angeklagten König, der in schnöder Weise die Verfassung mit befindet. Füßen tritt, zu richten. Diesen Worten folgte ein großer Lärm, der sich erst legte, als der Präsident mit der Aufhebung der Sigung drohte. Politische Ueberlicht. In Brandenburg a. H. fanden am Montag abend drei große Volksversammlungen statt, an denen insgesamt mehr als Die Reichstags2000 Personen beiderlei Geschlechts teilnahmen. abgeordneten Brey, Brühneund Severing referierten über den Der Reichsfinanzjammer. zurzeit in Stommiffionsberatung befindlichen Entwurf eines Reichsbeschäftigte auch die Zweite Kammer des sächsischen Landtags am bereinsgefeges, worauf in allen drei Versammlungen gleichlautende Donnerstag. Den Anlaß dazu gab eine freisinnige Interpellation, Refolutionen einstimmig beschlossen wurden, die vom Reichstage die durch die die Regierung um Auskunft darüber ersucht wurde, usmerzung der von den sozialdemokratischen Rednern fritisierten Beſtimmungen des Entwurfs verlangen. Der„ nationale" Abgeordnete welche Stellung fie zu der veränderten Finanzlage des Reiches von Brandenburg- Westhavelland, Oberlehrer Dr. Görde, war einBerlin, den 7. Februar 1908. einzunehmen gedenke. Diese Eingabe hat schon ein Vorspiel. In geladen, in einer dieser Versammlungen feinen Standpunkt Zuckerkonvention und Militärhandwerker. Gestalt einer Anfrage zur Geschäftsordnung des Hauses inter- au vertreten. Wer aber nicht fam, war natürlich Herr Görde. Aus dem Reichstage. Nach längerer Berhand. pellierte bereits am 19. Dezember, der letzten Sizung vor den Jedenfalls hat dieser tapfere" Führer des Reichsverbandes durch fung hinter den Kulissen zwischen der Regierung und den Weihnachtsferien, der konservative Führer Opis den Finanz- feine Absage deutlich genug verraten, daß er dem„ Kampf gegen Blockparteien war zwischen ihnen ein Kompromig über die minister der Reichsfinanzpläne wegen, besonders auf den die Sozialdemokratie", den er auf seine Fahne geschrieben, wenn's Zuckerkonvention und die Herabsetzung der Zuckersteuer er- Plan verweisend, die Matrikularbeiträge statt nach der Kopfzaht drauf ankommt, doch lieber aus dem Wege geht. zielt worden, das der heutigen zweiten Lesung des Kon- nach der Leistungsfähigkeit der Einzelstaaten zu erheben, wobei Die Rache der Kurie. ventionsnachtrages zur Grundlage diente. Der Unterschied für Sachfen eine Mehrbelastung heraustäme. Schon damals erzwischen dem in der Kommission auch unter unserer 3u flärte fich der Finanzminister gegen diese Veredelung der stimmung angenommenen Antrag Schwerin und dem Matrikularbeiträge" und gegen jede direkten Reichs nunmehr vorgelegten Kompromißantrag Basser. steuern. Am Donnerstag ergänzte er feine damaligen Ermann ist der folgende: Beide Anträge sprechen die Zu- flärungen und fennzeichnete dabei auch die Reichsfinanzlage. Er stimmung zu der Konventionsergänzung aus. Beide An- führte dabei u. a. aus: Das Reich leide an einem chronischen träge fordern auch die Herabse zung der Zucker- Defizit, das zurzeit auf 225 Millionen Mark angewachsen ist, steuer von 14 M. auf 10 M. für den Doppelzentner. und für das Jahr 1908 ift infolge des geringen Ertrages der neuen Während aber der Antrag Schwerin der Regierung die Steuern, die um 80 Millionen Mark hinter den Grbindende Verpflichtung auf Herabjegung der wartungen zurüdgeblieben seien, ein weiteres Defisit Steuer bis zum 1. April 1909 auferlegt, indem die Rati- von 124 Millionen zu erwarten.( Hört! hört!) Dabei sei noch gar fizierung der Konvention von der Zustimmung der Regierung nicht berücksichtigt, daß die Tilgung der Reichsschulden zu dieser Herabsetzung abhängig gemacht wird, fehlt diese eine völlig ungenügende sei. Zu alledem komme aber noch bindende Berpflichtung völlig in dem Antrag Bassermann. der ungünstige Moment, daß der Geldmarkt unter einer großen Ferner enthält der Antrag Schwerin die Bestimmung, daß Spannung leide, wovon die Reichsfinanzen ebenfalls berühret = Serr Professor Dr. Schnitzer in München scheint doch ein fefteres Ridgrat zu befizen, als sein Stollege Ehrhard von der Straßburger Universität. Nach Berichten aus München hat er sich entschieden geweigert, fein Urteil über die jüngste Enzyklifa des Bapstes zu widerrufen. Er will es also auf die Exkommunikation und ihre Folgen ankommen lassen. Die klerikale Augsburger Postzeitung" fündigt ihm bereits an, daß die römische Sturie ihre Nache nehmen wird: „ Der Fall Schnißer ist wenig geeignet, eine besondere Aufregung hervorzurufen. Er liegt sehr einfach. Ein Gelehrter tommt, in ein neues, besonders flippenreiches Gebiet hineingeworfen, zu Ueberzeugungen, die sich mit der Lehre der Kirde in feiner Weise mehr decken. Es drängt ihn, die Sache zur Klärung zu bringen. Er schreibt darum einen im höchsten Grade herausfordernden Artikel gegen einen feier lichen Erlaß der höchsten tirchlichen Autorität. Er ist darüber klar, was daraus folgen wird und bereit, die Konse- Frankenberg, Großröhrsdorf, Brettnig, Rawitsch, Ratibor, Neu- die jüngste Affäre des Provokateurs Tannenbaum in Lausanne, quenzen zu tragen. Ein Zurüd gibt es für ihn nicht; markt und Wansen, Posen, Oppeln, Liegniß, Glaz, Schönlante, der einige Personen dazu verleitete, eine Eppropriation" zu vers denn der Grund des Konflikts liegt in feiner Frage der Disziplin oder Peisterwitz, Steindorf, Jauer, Striegau, Hirschberg, Peterswaldau, anstalten) gewinnen dadurch ihr besonderes Gepräge. Pietät, sondern direkt in seiner inneren Berfallen beit mit Langenbielau, Birnbaum, Ohlau, Hahnau, Görlib, Frankenstein, Daß für die Durchführung derartiger nicht gesezwidriger" dem Dogma. Die Kirche wird ihrerseits nicht zögern, das zu Schwerin, Brieg, Goldberg, Schönberg, Schweidniß, Breslau, Aktionen Geld- und viel Geld erforderlich ist, versteht sich tun, was ihres Amtes ist. Das staatsrechtliche Nachspiel mag Trebnik, Mustau, Strehlen, Greiffenberg und Sprottau. von selbst. Die Höhe der Summen, die für geheime" Zwede interessieren. Allein es wird nur ein Nachspiel sein." mehr als 1907. Aus den Reichslanden. Straßburg, 6. Februar. Außer diesen Versammlungen der Tabatarbeiter haben noch berausgabt werden, entzieht sich jeder Berechnung. Hier kann große Protestversammlungen der Zabatinter- auch die Duma nicht Wandel schaffen, denn die Regierung hat sich essenten, Händler, Fabrikanten usw. stattgefunden. vor jeder Kontrolle ihrer Angaben fürsorglich gesichert. Jedenfalls Zu den obenerwähnten Versammlungen der Tabatarbeiter waren belaufen fich die Ausgaben für politische Spionage usw. auf viele durchgängig die Reichstagsabgeordneten der betreffenden Wahl- Millionen, und mit jedem Jahre wachsen die Forderungen für freise eingeladen. Die in diesen Versammlungen angenommenen Bolizei, Gendarmerie und die Organe des politischen Schußes". Resolutionen, die energisch gegen die Mehr belastung So wurde noch vor kurzem der Gesezentwurf in die Duma einder Tabatindustrie, sei es durch Erhöhung des gebracht, in dem die Kreierung von zwei Geheimpolizeiabteilungen Tabatzolles, fei es durch Einführung der ersten Ranges, 12 zweiten und 73 dritten Ranges vorgesehen wird, 3igarren Banderolensteuer protestieren und jede wei- für die insgesamt ein Stredit von 893 000 Rubel jährlich erforder tere Belastung der Tabatindustrie als ein Verbrechen an den lich ist. Außerdem soll den Gouverneuren für" fetrete Zwecke" Aermften des Volkes bezeichnen, wurden den betreffenden Abgeord- ein Kredit von 285 000 Rubel jährlich überwiesen und zirka cine Million für Verstärkung der Polizei affigniert werden. neten des Reichstages zugestellt. Sosnowice, 7. Februar. Gestern fand auf der Station Die Bauernabgeordneten revoltieren. Die rechtsstehenden Bauernabgeordneten, die von den echt russischen Führern" in einem Stonvilt einquartiert wurden, bes schlossen, sich den Einschränkungen, die ihnen auferlegt wurden, nicht zu unterwerfen und das Konvikt und zugleich ihre bisherigen " Führer" endgültig zu verlassen. Im Landesausschuß für Elfaß- Lothringen begann am Dienstag, 4. Februar, die erste Lesung des Etats mit einer Rede des Staatssekretärs v. Köller. Er stellte zunächst fest, daß die Einnahmen im Jahre 1906 ein Mehr von 4 Millionen gegen den Etatanschlag ergaben, infolge dessen statt 3 361 000 M. Anleihe nur 482 000 M. Anleihe aufgenommen worden sind. Das Jahr 1907 werde ähnlich günstig abschließen, so daß statt 2,5 Millionen Anleihe nur etwa 250 000. nötig seien. Der Etat für 1908 belaufe fich auf 63 640 000 m., rund 3 Millionen mehr als im Vor- Die Abhängigkeit der Gastwirte von der Polizei jahre. Borgesehen sei eine Anleihe von 3 800 000 m., 1 300 000. ist bekanntlich auch sonst schon eine fast bis zur Wehrlosigkeit Sosnowice eine Leibes durchsuchung aller aus Kattomis Rund 1 200 000 m. wurden für Erhöhung der gehende. In Breslau aber wird sie noch durch das System der kommenden Personen statt. Bei der russischen Polizei war eine Beamtengehälter gefordert. Die wenigen Unterbeamten, die sogenannten halben Konzession verschärft. Diese besteht Anzeige eingegangen, von Deutschland würde eine große Menge jezt noch schlechter stehen als die Beamten des Reiches, sollten mit darin, daß der Restaurateur zwar die Genehmigung zum Ausschant Waffen eingeschmuggelt. Es wurden zwölf Browningpistolen ge= diesen gleichgestellt werden. Ganz besonders aber galt von Bier, nicht aber von Korn und Schnaps erhält. Nun weiß funden; zwei Personen wurden verhaftet und nach Petrikau die Gehaltserhöhung den mittleren Beamten, während von es in Breslau jedes Kind, daß dort gerade die kleinen Sneipen, übergeführt. den höheren Beamten nur ein geringer Teil bedacht würde. in denen Arbeiter verkehren, ohne Kornausschank nicht existieren 80 000 bis 100 000 Mart feien notwendig, weil nach dem können, und daß sie deshalb alle ohne Ausnahme entgegen den gesetzlichen Bestimmungen Storn verschänken. Auch die Polizei weiß Vorgange Preußens für die Richter das Dienstaltersstufendas, und mancher kleine Gastwirt, der es wagte, die Voltswacht" system eingeführt werden soll. Die Erwägung des Umstandes, daß auszulegen oder sein Vereinszimmer den Arbeiterorganisationen bor nicht langer Zeit, im Jahre 1904( Festsetzung des Mindestgehalts zur Verfügung zu stellen, hat es zu spüren bekommen, während bei für Lehrer auf 1100 M., für Lehrerinnen auf 1000 m.) für die anderen oft genug ein Auge zugedrückt wurde. Lehrer, wenn auch nicht genügend, so doch etwas geschehen Diefer unwürdige Zustand war für die Breslauer Stadtfei, habe die Regierung beranlaßt, zunächst etwas für die Beamten zu tun, berordneten mitbestimmend gewesen, ein anderes Orts= und die Gehaltserhöhung für die Lehrer einem späteren Etat ftatut zu schaffen, welches nur ganze Konzeffionen fennt. Nur vorzubehalten. Aber die wenig erfreuliche Agitation der Lehrer, ebenso die für eine Uebergangszeit sollten die halben Konzessionen noch fortbestehen. Nun sollte man meinen, daß man wenigstens für die wenig erfreulichen Auslassungen der Bresse sollten die Regierung nicht furze Galgenfrist die halben Konzessionäre in Ruhe ließe. Doch abhalten, für die Lehrer einzutreten, soweit dies von der Regierung das polizeiliche Vorgehen gegen diejenigen unter ihnen, von denen als nötig erkannt werde. Er erkenne an, daß die Lehrerbefoldung angezeigt wird, daß sie Schnaps schänken, ist gerade jetzt ein so einer Verbefferung bedürftig sei, aber angesichts der gegenwärtigen rigoroses geworden, daß es höchste Erbitterung und Aufregung Finanzlage sei es unmöglich, in diesem Jahre etwas zu tun. Im in den beteiligten Kreisen hervorrief und schließlich, da die Meinung nächsten Jahre werde man versuchen, den Wünschen der verbreitet war, der Stadtausschuß spiele dem Polizeipräsidenten Lehrerschaft gerecht zu werden, ein formelles Versprechen tönne man gegenüber den Scharfmacher, zu einer Interpellation in der Stadtberordnetenversammlung führte. aber nicht geben. Auch halte die Regierung die geforderten AufViel praktischen Wert für die Gastwirte konnte sie bei der Ohnbesserungen für zu hoch. macht tommunaler Selbstverwaltung einer toniglich preußischen Polizei gegenüber natürlich nicht haben, aber sie gab wenigstens dem sozialdemokratischen Stadtverordneten Genossen Schütz Gelegenheit, einmal im Stadtverordnetensaale auf das bürgerDr. Biento und die unwürdige Abhängigkeit der Gastwirte von der Polizei hinzuweisen. Sehr viel zum Verständnis für die Bedeutung dieser Abhängigkeit trug auch die Erklärung des Oberbürgermeisters Dr. Bender bei, daß der Stadtausschuß zivar feine halben Konzessionen mehr erteile, daß aber der Bezirksausschuß trotzdem bei erfolgendem Einspruch noch immer halbe Konzessionen verleihe. Marokko. Die marokkanischen Sultane und Deutschland. Die deutsche Regierung scheint die Absicht zu haben, in die marokkanischen Angelegenheiten aufs neue einzugreifen. Den Anlaß dazu bietet die Bitte der beiden Sultane um deutsche Hülfe. Die Regierung beabsichtigt, wie es heißt, ihre Antwort in fürzester Zeit zu veröffentlichen. offiziöje Auslassung der Kölnischen Zeitung" teilt darüber folgendes mit: Eine Man kann sicher sein, daß die Antwort sich unter allen Umständen in denjenigen Grenzen bewegt hat, wie sie durch den Vertrag von Algeciras vorgezeichnet sind. Das Ein. greifen einer einzelnen Vertragsmacht era scheint demnach ausgeschlossen. Dagegen würde es der allgemeinen Lage entsprechen, wenn die beiden Sultane auf die wiederholten Erklärungen hingewiesen worden wären, durch die Frankreich sich zur strengen Beobachtung der Afte von Algeciras verpflichtet und dementsprechend auch eine Begrenzung feines militärischen Vorgehens zugesichert hat. Diese Antwort war ebenso torrekt wie die Frankreich gemachte Mitteilung, die nur vom Geifte freundschaftlicher und ehrlicher Gesinnung ge tragen wurde. Auch die Erhöhung der Gehälter der katholischen Geistlichen habe in dem Etat teine Berücksichtigung gefunden. Das einfachste Mittel hierzu, eine katholische Stirchensteuer zu erheben, habe der Bischof von Straßburg abgelehnt. Bei Erhöhung der feindliche Verhalten des Polizeipräsidenten Lehrergehälter und noch anderer Ausgaben ergäben fich für die nächsten Jahre 3 Millionen an höheren Bedürfnissen, die zu beschaffen seien. Dazu komme noch die Frage der Gemeinde steuerreform. Es könne nicht so weiter gehen, daß die Ge meinden lediglich auf die Zuschläge zu den Staatssteuern angewiesen Es ist nicht zu verkennen, daß die imperialistischen feien. Die Steuerkraft des Landes werde durch erhebliche Zuschläge Politifer Frankreichs wie Deutschlands wieder Morgenluft von Bezirk und Gemeinde belastet. Die ganze Frage der wittern. Um so notwendiger ist es, daß die Arbeiterklasse Steuerreform gipfele einfach in der Einführung beider Länder mit der größten Aufmerksamkeit die Vorgänge einer progressiven Einkommensteuer und leber verfolgt. Jaurès wird die Marokkoangelegenheit neuerweisung der Liegenschaften an die Kommunen. Der Leutnant Hannig vom 175. Infanterieregiment war vom dings zur Sprache bringen, und Pichon hat sich, wie aus Nachbem der Staatssekretär noch das Schicksal einiger früherer Kriegsgericht in Neiße wegen Vergehens gegen 175 und Paris telegraphiert wird, bereit erklärt, Montag über die Wünsche und Anträge des Landesausschusses und seiner Mitglieder Mißbrauchs der Dienstgewalt zu einem Jahr Gefängnis besprochen hatte, kam er auf die Verfassungsfrage zu sprechen verurteilt worden. Auf Berufung des Gerichtsherrn hin hat das von Abdul Afis und Mulay Hafid bei Deutschland unterund verlas hierzu ein Schreiben des Reichstanzlers an Breslauer Ober- Striegsgericht die Strafe auf drei Jahre nommenen Schritte Auskunft zu geben. den Statthalter, in dem Bülow mitteilt, daß der Bundesrat einen erhöht. Teil der Anträge des Landesausschusses als zur weiteren Ver Die Abhängigkeit der Gastwirte wird also bleiben, wenn sie sich nicht selbst von ihr befreien. Ein kleiner Lynar. Das Memeler Denkmal. Durch ein Versehen hat bei dem folgung geeignet bezeichnet habe, während ein anderer Artikel. Das Memeler Denkmal" von Ludwig Thoma Teil auf Schwierigkeiten geftoßen set. Der Reichstanzler hofft, daß die Beratungen des Bundesrates dazu führen in der Donnerstags- Nummier des Vorwärts" der Vermerk gefehlt, werden, die Verfassung von Elsaß- Lothringen auf dem Wege der daß wir den Artikel der Halbmonatsschrift, März" entnommen Reichsgefeggebung fortzubilden und so auch die Wünsche des batten. Wir tragen das hiermit nach.Landesausschusses in bestimmten Grenzen der Erfüllung entgegenzubringen. Ein echter Bülowscher Tratsch. Er wurde vom Landesausschuß mit eisigem Schweigen aufgenommen. Niemand wußte, was er mit diesem Diplomatengeseire anfangen sollte. In der Debatte fritisierte der Abg. Weber die Nichtberücksichtigung der Lehrer bei den Gehaltserhöhungen und die vorsichtige Abfaffung des reichslanglerischen Schreibens. Dänemark. Ministerielle Verschlechterung des Wahlrechtsvergleiches. Keine Mobilisierung. Paris, 7. Februar. Die Regierung bezeichnet neuerdings und ausdrücklich die Meldung, daß die Kolonialarmee mit der BeStimmung nach Marotto mobilisiert werde, als unrichtig. Spanische Kriegsschiffe. Madrid, 7. Februar. Wie der Imparcial" meldet, erwägt das Marineministerium die Entsendung von Kriegsschiffen, um in Ausführung der Bestimmungen der Algeciras- Atte den Waffenschmuggel an der Küste von Maroffo zu verhindern. Amerika. Der Vergleich, der im Landsthingsausschuß zwischen den Kon- Die Einwanderung der Japaner in Ranada ist nach langen fervativen und Regierungsliberalen über die kommunale Wahl- Unterhandlungen dahin geregelt, daß die japanische Regierung rechtsreform zustande gekommen ist, der zwar das Zweiklassenwahl selbst für eine Einschränkung sorgen wird, ohne daß Kanada recht in den Provinzstädten und Landgemeinden beseitigt, auch den Zwangsmaßregeln dagegen ergreifen darf. Diese Lösung des Der Abg. Wetterle( 3) bemerkte, die elsaß- lothringischen Frauen und dem Gesinde das Wahlrecht bringen soll, dafür aber Problems hat in Kanada in den Kreisen der arbeitenden BevölReichstagsabgeordneten hätten alles getan, um die Verfassungsfrage zu den Amtsräten eine neue Art von Privilegiertenwahlrecht ein- ferung wenig befriedigt. Im Parlament in Oftawa beantragte führen will, scheint der liberalen" Regierung, soweit die Reform der Führer der Opposition deswegen ein Mißtrauensvotum gegen im Reichstage ins Rollen zu bringen, sie seien alle darin einig, für sich auf Kopenhagen bezieht, noch zu liberal. Bekanntlich ist für den Ministerpräsidenten Wilfried Laurier, weil die Regierung in Elsaß- Lothringen die volle Autonomie zu verlangen. Kopenhagen, wo das Wahlrecht jetzt schon gleich, aber an ein so schwächlicher Weise die Interessen des arbeitenden Boltes gegen Abg. 23 o If( lib.) glaubt nicht, daß der Fehlbetrag im Etat Steuereinkommen von mindestens 1000 Stronen gebunden ist, die die andringende Konkurrenz der Japaner vertreten habe". Der durch Mehrergebnisse der Einnahmen gedeckt werden könne, man Herabseßung dieses Zenfus auf 800 Stronen vorgesehen, während Antrag wurde abgelehnt mit 100 gegen 45 Stimmen. Laurier werde in höherem Maße zur Aufnahme von Anleihemitteln im übrigen in der Hauptstadt wie in allen Kommunen das Pro- bat dringend, daß man sich mit dieser Lösung begnügen möge; es greifen müssen. Die Beamtengehaltsaufbesserung lehne fich portionalsystem eingeführt wird. Nun hat der Minister des Innern sei immer noch Zeit, daß Kanada selbst Maßregeln gegen die zu sehr an das preußische Muster an, ohne den Wohnungsgeldzuschuß Berg im Landsthingsausschuß eine kommunale Verfassungsrevision Japaner ergreife. Die Unterhandlungen der Vereinigten mit einzuführen. Dies werde eine ständige Quelle der Unzufrieden vorgeschlagen, wonach in Kopenhagen die Magistratsräte von der heit bleiben. Unabweisbar sei noch in dieser Seffion eine Stadtverordnetenversammlung in Zukunft ebenfalls nach dem Staaten mit Japan in derselben Frage sind noch nicht Proportionalsystem gewählt werden sollen. Bis jetzt war alle abgeschlossen. Japan will sich keine Ausnahmegefeße gefallen lassen, Zeuerungszulage und die Gehaltsaufbesserung für die Lehrer. sechs Jahre einer der vier Magistratsräte neu zu wählen, die ein- sondern nur versprechen, daß es selbst die Auswanderung feiner Die Steuerreform müsse sofort in Angriff genommen werden. fache Mehrheit entschied und die Mehrheitsparteien Sozial- Bürger nach Amerika hindern wolle. Damit sind die Amerikaner Erregt wandte sich v. Stöller gegen den Vorredner, der ihm bemokraten und Radikale konnten nach und nach die reaktionären nicht zufrieden. In Washington hat jüngst Präsident Roosevelt Verschleierung des Etats vorgeworfen hätte. Wolf Elemente aus dem Magistrat hinauswählen. Es war nach den die Korrespondenten der Zeitungen des Landes an ihre patriotische möge seine Vorschläge an feinen, Stöllers Nachfolger wenden, er bisherigen Wahlerfolgen mit Sicherheit anzunehmen, daß die Pflicht" erinnert, daß fie in bezug auf Japan Vorsicht üben und werde nicht mehr lange auf seinem Posten sein.Mehrheitsparteien innerhalb dreier Jahre die Mehrheit im nicht in so ausschweifender" Weise über die Beziehungen zu Magistrat erlangten. Das will der Minister Berg dadurch ver- dem Reiche des Mikado berichten möchten. Diese Mahnung gehindern, daß die Magistratsräte mit einem Mal gewählt und ihre schah bei Gelegenheit eines Banketts, das den Vertretern der Breffe Gegen weitere Belastungen des Tabaks. Aemter der Stärke der Parteien entsprechend verteilt werden. gegeben wurde und bei dem Roosevelt und der Staatssekretär Root Die Tabatarbeiter wehren sich energisch gegen die von der Re- Die reaktionären Magistratsräte können dann im Verein mit zugegen waren. Ein tiefes Schweigen der Zeitungsleute war die gterung und der Rechten geplante Mehrbelastung des Tabaks. Bis- ein paar alten Bürgermeistern und mit dem Oberpräsidenten eine augenblickliche Antwort darauf. her haben, soweit die Bentraltommiffion der Tabat. Mehrheit bilden, und ein Bollwerk der Reaktion gegen die sozialarbeiter Deutschlands in Berlin benachrichtigt wurde, an demokratisch- raditale Stadtverordnetenmehrheit sein. Bisher hatten felgenden Orten Protestversammlungen stattgefunden: Berlin, die Stadtverordneten das Recht, mit Dreiviertelmehrheit die AbNauen, Neudamm, Prenzlau, Schwedt a. D., Schwiebus; Sommer- ftimmung der Regierung gebunden zu sein. Nach Einführung der feld, Sorau, Spandau, Spremberg, Trebbin, Zehdenick, Züllichau, Proportionalwahl wird dies der Mehrheit unmöglich gemacht, denn Hamburg, Elmshorn, Parchim, Kellinghusen, Pinneberg, Berge- Die Steuerklausel verbunden mit dem Frauenwahlrecht, das ja dorf, Uetersen, Stiel, Hadersleben, Hagenow, Bremen, Bernburg, unter diesen Umständen den Wohlhabenden vielmehr zugute kommt Deffau, Hannover, Braunschweig, Seesen, Gandersheim, Ildehausen, als der Arbeiterschaft, wird der Reaktion gewiß eine genügend Groß- Rhüden, Magdeburg, Halberstadt, Nordhausen, Treffurt, Spenge, Löhne, Köln, Düsseldorf, Orsoy, Weglar, Hainstadt, Stroff starke Minderheit sichern, um einen Bürgermeister im Amte zu dorf, den beiden Lippe und Walded, Holzhausen, Barn- erhalten, wenn er sich auch noch so undemokratisch benimmt. Von der Arbeitenden Jugend", Organ der freien Jugendtrup, Lemgo, Rahben, Schötmar, Minden, Rehine, Emigloh, Derlingorganisationen Deutschlands, ist soeben die Februarnummer er hausen, Höverstädt, Hausberge, Sonneborn, Rheda, Blotho, Burgschienen. Verlag: Berlin C., Stralauer Straße 13/14. Jahressteinfurth, Westerenger, Bünde, Herford, Lorsch, Heppenheim, Lamabonnement 1 M., in Partien billiger. Aus dem Inhalt sei erpertheim, Biernheim, Groß- Hausen, Griesheim, Pfungstadt, Mainz, Die Interpellation, die der Abgeordnete Matlatoff aus Anlaß wähnt: Gerechter Lohn für gerechte Arbeit. Von Friedrich Engels. Alzenau, Biebrich, Wiesbaden, Frankfurt, Höchst, König, Pfaffen des gerichtlich nachgewiesenen Lodspieltums in der Wilnaer poli. Die Jugendbewegung des Auslandes: VI. Niederlande, Italien, berfurt, Fr.- Grumbach, Hanau, Rüdingen, Langenfelbold, Orb, tischen Schubabteilung in die Duma einbrachte, stüßt sich auf die Spanien. Der Einfluß der freien Jugendorganisationen auf Groß- Steinheim, Klein- Steinheim, Groß- Auheim, Klein- Auheim, Atten des Wilnaer Bezirksgerichtes, das im Juli vorigen Jahres die fachmännische Ausbildung der Lehrlinge. Gine wüste Hetze Klein- Kroßenburg, Dietesheim, Froschhausen, Seligenstadt, Gießen, feststellte, daß die Wilnaer Geheimpolizei revolutio- gegen unsere Vereine. Christliche Erziehungsmethode. Unsere Wiesed, Heuchelheim, Gleiberg, Launsbach, Wizmar, Bobberg, näre Schriften und Waffen einschmuggelte, um Arbeit nachahmen....- Von der Fortbildungsschulpflicht. Groß- Linden, Keffelbach, Alten- Bused, Rödchen, Trohe, Reiskirchen, tie Möglichkeit zu gewinnen, politische" Prozesse zu inszenieren Hygienische Bedenken gegen den Genuß alkoholischer Getränke. Von Burkhardsfelden, Steinberg, Staufenberg, Schotten, Lollar, Würz- und zahllose Personen ins Gefängnis zu werfen. Besonders interburg, Speyer, Staiserslautern, Edingen, Hoffenheim, Hockenheim, essant ist es, daß der Gehülfe des Ministers des Innern Matarow Seinrich Quensel. Die Entwidelung der Gewerkschaften im Fußgönheim, Leimen, Reilingen, Oggersheim, Karlsruhe, Offen in einem Schreiben an den Kriegsminister feststellt, daß bas Jahre 1907. Winternacht. Gedicht von Gottfried Steller. burg, Neufreiſtett, Straßburg, Denzlingen, Friesenheim, Süningen, Ministerium des Innern in dem Berfahren jener Polizei- Die Blinden. Von Heinrich Scharrelmann- Bremen. St. Ludwig, Dinglingen, Emmendingen, Erfurt, Altenfeld, Groß- agenten nichts Gesetzwidriges erblide. Die Anklage wegen Kaiser Wilhelm- Beleidigung in Schweden. Breitenbach, Breitenbach, Giesbach, Gillersdorf, Neustadt, Schnell also der offizielle Beweis erbracht, daß das Lockspieltum mannshausen, Unterneubrunn, Halle a. S., Leipzig, Schkeudik, tom Ministerium des Innern als notwendig anerkannt Wie wir fürzlich mitteilten, ist das sozialdemokratische Organ Waldheim, Dresden, Döbeln, Johann- Georgenstadt, Freiberg, wird. Zahlreiche Fälle im Inlande wie im Auslande( so in Gefle, Arbetarbladet"- nicht Arbetaren", wie das Telegramm Rußland. Der Polizeisumpf. Damit wäre Aus der Partei. Aus den Organisationen. In der Generalversammlung bes sozialdemokratischen Wahlvereins in Augsburg wurde konstatiert, daß seit der bekannten Rede vom Niederreiten, also im Verlaufe eines Jahres, der dortige Verein der Niederzureitenden feine Mitgliederzahl um 41 Prozent erhöht hat. Aus der Jugendbewegung. Ausland. fälschlich berichtete, wegen eines Artikels über den Wahlrechts- Sehr treffend wird in der Denkschrift gesagt: Wer 12 Stunden, fampf in Preußen, der beleidigende Aeußerungen über den davon 10 Stunden bei Harter Arbeit, an den Arbeitsplatz gebannt Der wachsende Einfluß der Landarbeiterorganisationen Schwedens. preußischen König enthalten soll, konfisziert worden. Man hat ist, daneben eine mehrstündige Hehe nach und von der Arbeitsfich aber nicht mit der Konfistation des Blattes begnügt, sondern stätte zu überwinden hat, der ist schlimmer daran als das liebe dieser Tage in seinem Jahresberichte einige bemerkenswerte Aeuße Der Sekretär der schwedischen Landwirtschaftsakademie hat auch gegen den verantwortlichen Redakteur Emil Rosén Anflage erhoben. Sie wird hauptsächlich mit einem veralteten Ge- ich. 14, 15, 16 ja 17 Stunden des Tages läßt man ja in der rungen getan, die erkennen lassen, welchen Einfluß die Organis fezesparagraphen begründet, der sich gegen Provozierung von Regel fein Pferd in den Sielen, und wieviel höher sollte doch der fation der Landarbeiter Schwedens schon auf die Landwirte aus. Streitigkeiten mit fremden Staaten richtet. Das Rathausgericht Mensch, auch der geringste Arbeiter, gewertet werden!! übt. Der Kampf zwischen Arbeitgeber und Arbeiter, sagte er, sei in Gefle hat sich nun auch bereits mit der Sache befaßt. Der Ein sehr eingehender Nachweis wird auch für die Notwendig- nun auch auf das Gebiet der Landwirtschaft ausgedehnt, und es Angeklagte, der persönlich erschienen war, äußerte unter anderem, keit der Rohnerhöhung geführt. Neben dem Familienstand habe selbst nicht daran gefehlt, daß die Landarbeiter zur Waffe das, was in dem Artikel gesagt wurde, sei nichts anderes, als was der Maurer ist der jetzige Stundenlohn für jeden Mann einzeln des Streits griffen. Man müsse nun auch hier mit den Arbeiteroftmals zuvor in anderen Zeitungen verschiedener Barteirichtung und im Durchschnitt dargestellt. organisationen rechnen. Als ein Mittel, größeren Kämpfen aus ausgeführt worden wäre, wenn auch in einer Umschreibung, die dem Wege zu gehen, empfahl er, die menschliche Arbeitskraft mehr Der Jahresdurchschnitt beläuft sich auf 1163 M. Infolge als bisher durch Maschinen zu ersehen, fügte aber hinzu: die Aufmerksamkeit nicht auf sich gezogen habe. Die Sache selbst Die Arbeiterfrage wird jedoch durch größere Ausdehnung der wurde vertagt, und zwar auf Wunsch des Genossen Rosén, der außergewöhnlicher Arbeitslosigkeit, Krankheit usw. verringert sich Man muß Maßvergeblich erwartet hatte, daß der öffentliche Ankläger eine aus- jedoch in sehr vielen Fällen der Verdienst unter Umständen um Maschinenarbeit nicht aus der Welt geschafft. führliche Begründung der Anklage vorbringen werde. Der neue Hunderte von Mark. regeln für eine bessere Ordnung der Verhältnisse zwischen ArbeitTermin soll am 12. Februar stattfinden. Von dem rechnungsmäßigen Jahresverdienst sind durchschnitt. geber und Arbeiter in der Landwirtschaft treffen. Die Rechtsver Inzwischen haben verschiedene Arbeiterkommunen Protest- lich 210 M. für Wohungsmiete und Fahrgeld aufzuwenden. In hältnisse zwischen ihnen, die nun meist dem Arbeitgeber zugute versammlungen gegen diese Majestätsbeleidigungsklage abgehalten. mehreren Orten geht diese Ausgabe nahe an 300 M. heran. Arbeitsverträge haben sich Geltung verschafft, und die VereinForderungen auf kollektive tommen, müssen geändert werden. In einer Resolution, die dabei angenommen wurde, heißt es: Feuerung, Licht, Kleidung, Wäsche, Schuhzeug, Hausstandssachen barungen, die in dieser Hinsicht getroffen wurden, scheinen wohl " Solange wir nicht in einem Basallenverhältnis zu unseren zwei verschlingen ebenfalls große Summen. Da der Mann, abgesehen überlegt zu sein. Es wäre zu wünschen, daß gewisse allgemeine reaktionären Nachbarn( Deutschland und Rußland) stehen, muß in Schweden die Freiheit herrschen, zu sagen, was man denkt, über von den Sonn- und Feiertagen, nicht gemeinsam mit seiner Fa- Rechtsbestimumngen festgesetzt werden zum Schuße beider Parteien kulturfeindliche Maßnahmen, ob sie nun von den Machthabern milie effen kann, wird der Haushalt natürlich erheblich verteuert. bei tollektiven Arbeitsverträgen." in Schweden selbst oder in Deutschland oder anderen Ländern aus- Aber selbst hiervon abgesehen, bleiben nach Abzug aller übrigen gehen. Wir protestieren auf das schärfste dagegen, daß des Gesetzes notwendigen Ausgaben einer dreiköpfigen Familie kaum 60 Pf. Schutz die gefrönten Häupter in höherem Grade umgibt als die pro Kopf und Tag für Essen und Trinken. Dem Manne, der gewöhnlichen Menschen." vielfach auf den Verkehr in Wirtschaften angewiesen ist, wird man aber mehr als das Doppelte dieser Summe zugestehen müssen, ohne behaupten zu fönnen, zur Schlemmerei anzureizen. Frau und Kinder müssen sich dann mit dem behelfen, was übrig bleibt, und das ist nach unserer Rechnung allerdings so wenig, daß es kaum vor dem langsamen Verhungern schützt. Polizeiliches, Gerichtliches ufw. In die vorderrussische Freiheit ist am Donnerstag Genosse Rob. Albert zurückgekehrt, der als Verantwortlicher der „ Volkswacht" zu Breslau wegen angeblicher Beleidigung von Grubenbeamten drei Wochen in der Staatspension zubringen mußte. Nach alledem gibt es teinen anderen Weg, als daß der Straffonto der Preffe. Wegen zweier kurzer Notizen, die Lohn der Maurer und auch der übrigen baugewerblichen Arbeiter der Lokalliste angehängt waren, hatte Genosse Größsch von ganz erheblich aufgebessert wird: Lohnerhöhung unter allen Umder Sächs. Arbeiterzeitung" zu Dresden zwei Straf- ständen. Lohnerhöhung in solchem Verhältnis, daß bei der dringend mandate über je 50 M. erhalten. Die Notizen sollen Aufforde- notwendigen Arbeitszeitverkürzung ein den Teuerungsverhältnissen rungen zum Boykott sein und das ist nach löblichem sächsischen entsprechender höherer Tagesverdienst erzielt wird. Refervatrecht grober Unfug. Das Schöffengericht bestätigte die Strafmandate. Gewerkschaftliches. Ein Vorstoß. Am 7. Dezember vorigen Jahres vermochten der„ Grundstein" und der„ Bauhilfsarbeiter" einen Plan der Scharfmacher zur Niederknüttelung der Bauarbeiter- Organisationen zu veröffentDie um Felisch hatten beschlossen: lichen. 1. Alle im Jahre 1908 zu vereinbarenden Tarifverträge sind bis zum 31. März 1910 oder bis zum 31. März 1908 und in weiterer Folge bis zum 31. März, 1910 abzuschließen; 2. Alle im Jahre 1908 zu vereinbarenden Tarifverträge dürfen nur unter Vorbehalt der Genehmigung durch die Bundes: Icitung abgeschlossen werden; 3. Eine Verkürzung der Arbeitszeit sofern diese nicht über 10 Stunden beträgt, nur nach vorausgegangenem verlorenen Streik und mit Genehmigung des Bundesvorstandes eintreten zu laffen; 4. Der 1. Mai darf in keinem Vertrage als Feiertag zugestanden werden. zu ihrem Unglück war es den Scharfmachern bis dato nur gelungen, die Verträge in den Ortschaften von 116 Verbänden für den 31. März 1908, bis Ende April in weiteren 28 und für 1910 nur gar bei 45 Verbänden zum Abschluß zu bringen. Als ihr Plan entlarvt war und dadurch der gemeinsame Ablauf aller Ver träge bis 1910 in Frage gestellt war, befchloffen sie, dreist und gottesfürchtig schon jetzt loszuschlagen und fündigten alle 1908 ab. laufenden Verträge. Die Bauarbeiter aller Branchen haben sich nun zum Kampfe fertig gemacht; sie wollen die Unternehmer nicht in den Schanzen erwarten, sondern gehen zum Vorstoß vor. Die starre Verneinung, ja auch der heftigste Widerstand, verstärkt durch Aussperrungen, und alle angedrohten Maßnahmen des Unternehmerbundes können, sagt der„ Grundstein", die Arbeiter nicht abschrecken, dennoch Forderungen zu stellen und für ihre Durchführung auf das lebhafteste und energischste zu wirken. Das Unternehmertum wird es nicht verantworten können, wenn ce so berechtigten Forderungen gegenüber an dem Standpunkte der absoluten Negation festhält! Berlin und Umgegend. Die australischen Kohlengräber, die vor einiger Zeit in den Gruben von Newcastle, Neu- Südwales, streiften, hatten sich bereit Das Gericht hat zu ihren Ungunsten entschieden, entgegen erklärt, ihre Forderungen einem Schiedsgericht zu unterbreiten. allen gehegten Erwartungen. Die Taufende von Kohlengräbern, die im Vertrauen auf ihre gerechte Sache auf eine günstige Entscheidung rechneten, wären jetzt gezwungen, zu den alten Bedingungen weiter zu arbeiten und ihren Streit als verloren zu betrachten, aber dazu können sie sich nicht entschließen. Sie schen den Streit fort und das Schiedsgericht hat seine Sibungen noch nicht als beendigt erklärt. Das Gericht bemüht sich um weitere Vermittelung. Verfammlungen. Die Generalversammlung der Ortsverwaltung Groß- Berlin des Allgemeinen Deutschen Gärtnervereins wurde am 31. Januar in Dräsels Festsälen abgehalten. Nach dem Jahresbericht ist kein besonders auffallender Aufschwung, dafür aber eine innere Festigfeit zu verzeichnen. Die Aussperrung im Baugewerbe hatte in der Branche Landschaftsgärtnerci in den Monaten August, Sepa Der Lohnkampf in der Deutschen Waffen- und Munitionsfabrik. tember und Oktober eine sehr fühlbare Arbeitslosigkeit im Gefolge, Am Freitagvormittag fand wieder eine start besuchte Ver- die auf den Stand der Mitglieder von Einfluß war. Außer dem sammlung der Streitenden und Ausgesperrten statt. Handte. Landschaftsgärtnergehülfenstreit, der vom 1. bis 28. April gedauert der den Situationsbericht erstattete, führte unter anderem aus: bat und mit teilweisem Erfolg endete, sind noch drei Die Direktion muß nunmehr eingesehen haben, daß sie nicht hoffen Lohnbewegungen geführt worden. Eine Lohnbewegung ist in einer kann, Ersatz für die Streitenden zu bekommen. Die verschiedensten gewerblichen Handelsgärtnerei, der Firma J. C. Schmidt. Versuche, welche in dieser Hinsicht gemacht wurden, find fehl- Steglitz, mit vollem Erfolg geführt; die zwei anderen Lohngeschlagen. Arbeitsuchende, die sich vor mehreren Monaten um bewegungen sind in zwei städtischen Betrieben, der Parkverwaltung Arbeit bei der Deutschen Waffen- und Munitionsfabrik bewarben Charlottenburg und der Parkverwaltung Rigdorf, geführt worden. und damals vorgemerkt wurden, haben jetzt eine Aufforderung er- An der Lohnbewegung der Brauereihandwerker waren die Gärtner halten, in dem genannten Werk anzufangen. Doch fein einziger ebenfalls beteiligt. Die Ortsverwaltung umfaßt zurzeit 25 Beder betreffenden Arbeiter hat sich veranlaßt gesehen, der Aufforde- zirke, gegenüber 23 im Vorjahre. An Agitationsmaterial find rung zu folgen, obgleich sie zurzeit arbeitslos sind. Ein großer 30 000 Flugblätter verteilt worden. Unter den BlumengeschäftsTeil der Aufgeforderten haben der Direktion geantwortet, daß sie angestellten ist rege Agitation für den Achtuhr- Ladenschluß ent unter den gegenwärtigen Umständen auf die Arbeit in der Deutschen faltet worden. Die Einnahmen und Ausgaben balancierten mit Munitions- und Waffenfabrik verzichten. Nur 10 bis 12 allerdings 26 617,78 M. Für Beitragsmarten waren 17 193,90 M., für den sehr mangelhafte Arbeiter hat die Direktion als Streifbrecher für Streit durch Sammlungen und Arbeitsmarken 1149,10 M., bon der die Maschinengewehr- Abteilung gefunden. Daß dadurch der Kampf Hauptkaffe 4600 M., für Vergnügen und Diverse 3674,78 m. einnicht im geringsten beeinflußt wird, ist selbstverständlich. Wenn gekommen. Unter Ausgaben sind aufgeführt: 12 597,99 M. an die auch gegenwärtig die Situation für die Streitenden und Aus- Hauptkasse, 1860 M. an Haushalt, 695,58 M. Agitation, 7783,08 M. gesperrten durchaus günstig ist, so haben dieselben doch einen Landschaftgärtnergehülfenstreit, Weihnachtsunterstützung, Startellletzten Versuch gemacht, um zu einer Verständigung mit der beiträge, Porte 760,32 M., Bibliothet, Streits in anderen Berufen Direktion zu kommen. Eine aus den noch im Betriebe Beschäftigten und Diverse 3709,38 M. Der Kassenbestand beträgt 1071,43. gebildete Kommission wird bei der Direktion anfragen, ob sie bereit An Arbeitslosenunterstübung wurden ausgezahlt 3486. und ist, wegen der Beilegung des Konfliktes zu verhandeln. Es ist 61,75 M. an Reiseunterstüßung. Gegenüber dem Jahre 1906 ein nun zunächst abzuwarten, welche Antwort die Kommission erhält. Mehr von 1297,50 M. Die Zahl der Mitglieder ist 1027 männliche Sollte die Direktion nicht zu Verhandlungen bereit sein, dann und 32 weibliche. Die Neuwahl des Vorstandes ergab: N. Bäders wird der Kampf mit verschärften Mitteln fortgeführt werden. als 1. Vorsitzenden, Alb. Lehmann als Stellvertreter, als Wenn die Direktion den verschärften Kampf will, fann es den Kassierer ist X. Kamrowski, der zugleich der Agitationsleiter Arbeitern recht sein. Die Streifenden und Ausgesperrten können für den VI. Bezirk ist, als Schriftführer W. Kwasnic und als dem weiteren Verlauf der Dinge ruhig entgegensehen. Beifizer A. Lechner gewählt. Die Revisoren sind die Kollegen Im Laufe der Versammlung traf die mit Beifall auf- acob Kridde und Dochorn. Als Vertreter zur Berliner genommene Meldung ein, daß 11 von den Arbeitswilligen die Gewerkschaftskommission find X. Kamrowsti und R. Bäders Arbeit bereits wieder niedergelegt haben. und als Stellvertreter Dodhorn gewählt worden. Beschlossen wurde, den Beitrag von 40 auf 45 Pf. pro Woche zu erhöhen. Jedoch soll darüber in den ersten Februarversammlungen der Besirke eine Urabstimmung stattfinden. Eine Position der Bäckerinnung gefallen. Bädergesellen, welche bei einem zum Germania"-3nnungsZu den Orten, wo der Tarifvertrag Ende März abläuft und verband gehörenden Bädermeister gelernt haben, erhalten ein so- Die Sektion der Buyer des Zentralverbandes der Maurer hielt wo demnächst Verhandlungen über neue Arbeitsbedingungen statt genanntes" Germania"-Arbeitsbuch. Dasselbe dient vor allem als am 2. Februar in den Arminhallen eine Mitgliederversammlung finden werden, gehören auch Mannheim, Frankfurt a. M., Ausweis bei der Inanspruchnahme des Innungs- Arbeitsnachtveises, ab, in der der Kassierer 2ehnig die Abrechnung vom 4. Quartal Wiesbaden, Mainz, Darmstadt, Kassel und andere der nur solchen Gesellen Arbeit zuweist, die ein Germania" 1907 sowie die Jahresabrechnung vorlegte. Die Quartalsabrechnung Kürzlich hat die Gewerbedeputation des mit der Hauptkasse schließt mit der Bilanzsumme von 16 827,23 M. namhafte Städte in den hessischen Landen. Für alle diese Orte Arbeitsbuch besitzen. Zweigvereins der Maurer wurden sind in den letzten Wochen seitens der Maurer, Zimmerer und Bau- Berliner Magistrats in bezug auf das„ Germania"-Arbeitsbuch An die Hauptkasse des hülfsarbeiter neue Forderungen aufgestellt und den Unternehmern eine äußerst wichtige Entscheidung gefällt. Der Anlaß dazu war 14 887,46 M. abgeliefert. Die Lokaltasse hatte, den alten Bestand bon 81 621,13 M. mitgerechnet, 86 604,05 m. Einnahmen; die Ausam 31. Januar übermittelt worden. Für das Maurergewerbe Ein Bäckermeister verweigerte dem Gesellen E. bei seiner Ent- gaben beliefen sich auf 5 679,60 M., so daß der Bestand am Quarkommen als Arbeiterorganisationen in Betracht: der Zentral- laffung die Herausgabe des Germania"-Arbeitsbuches. Alle Be- talsschluß 80 924,45 M. betrug. Die Jahresabrechnung schließt mit verband der Maurer Deutschlands, der Zentral- mühungen des Gesellen, das Buch wiederzuerlangen, waren ber: 342 751,87 M. Einnahmen und 261 827,42 M. Ausgaben. Für den verband baugewerblicher Hülfsarbeiter und der geblich. Gbensowenig war es ihm möglich, auf dem Arbeitsnachweis Streit wurden aus Mitteln der Hauptkasse 148 824,40 M., aus Zentralverband christlicher Bauhandwerker und der Innung ohne Buch Arbeit zu bekommen. G. wandte sich nun der Lokaltasse 18 470,10 m. ausgegeben. An die Zweigvereins. Bauhülfsarbeiter. In den örtlichen Organisationen aller an die Gewerbedeputation und ersuchte sie, die Bäderinnung anzu fasse wurden im Laufe des Jahres 37 429,79. abgeliefert.--drei Verbände ist über Arbeitszeit und Löhne das folgende beweisen, entweder die Herausgabe des" Germania" Jnnungsbuches Darauf hielt der Arbeitersekretär Adolf Ritter einen Bor durch den früheren Meister des E. zu bewirken, oder, aber den E. trag über:" Die sozialpolitischen Gesebesvorlagen schlossen worden: In Kassel, Darmstadt, Frankfurt a. M., Hanau, Höchst a. M., auch ohne Buch in die Listen des Arbeitsnachweises einzutragen im Reichstag". Der Redner behandelte hauptsächlich die von diese Beschwerde hat die Mannheim- Ludwigshafen, Mainz, Offenbach a. M. und Wiesbaden werbedeputation ein Schreiben an den Vorstand der Bäckerinnung wird für die Sommermonate die jetzt zehnstündige Arbeitszeit auf gerichtet, welches dieser Tage auch dem Gesellenausschuß zugegangen 9% Stunden verkürzt. In allen übrigen in dem dortigen ist. Das Schriftftüd lautet: Bezirk in Betracht kommenden Orten bleibt die zehnftündige Arbeitszeit vorläufig als Maximum bestehen. Die geforderte Lohnerhöhung beträgt in den Großstädten nur 6 Pf. pro Stunde; in einigen anderen Orten, wo die Arbeiter noch verhältnismäßig schlechter gestellt sind, soll der Stundenlohn um 8 bis 10 Pf. steigen. Ueber die Notwendigkeit der Arbeitszeitverkürzung und der nicht minder unabweisbaren ohnerhöhung hat der Vorstand des Zentralverbandes der Maurer Deutschlands eine Dentfchrift herausgegeben. In der Denkschrift wird statistisch nachgewiesen, daß von 9406 in 20 der größten Arbeitsorte ermittelten Maurern nicht weniger als 6753, das sind 72 Proz., auswärts wohnen. Für Frankfurt allein kommen 144 Ortschaften als Wohnftätten für die in der Stadt beschäftigten Maurer in Betracht. Von diesen 6753 Maurern hatten im verflossenen Jahre einen Verkehr zwischen Wohnort und Arbeitsort: a) 5043 Personen 7469 Proz. aus 412 Orten täglich unter Mitbenutzung der Eisenbahn; b) 933 Personen 13,81 Proz. aus 91 Orten täglich nur zu Fuß, und c) 777 Personen= 11.50 Broz. aus 192 Orten wöchentlich unter Mitbenußung der Eisenbahn. „ Anläßlich der Beschwerde des Bäckergesellen Richard E. hat sich herausgestellt, daß durch den Arbeitsnachweis der Bäckerinnung nur denjenigen Gesellen Arbeit bermittelt wird, die im Besize eines„ Germania"-Arbeitsbuches sind. Da dieses Arbeitsbuch nur solchen Gesellen ausgehändigt wird, welche die Gefellenprüfung bestanden haben, so berlangt die Jnnung mit ihrer Vorschrift von den Gesellen den Befähigungsnachweis, was gegen den ordnung, erwähnte schließlich auch die Vorlage zur reichsgefeßlichen Regelung des Vereins- und Versammlungsrechtes und machte in diesem Zusammenhang darauf aufmerksam, daß es Preußen ist, das an der Spitze der Reaktion marschiert, und daß darum auch, um den unheilvollen Einfluß Preußens auf die Reichspolitik zu brechen, die Erringung des allgemeinen, gleichen und geheimen Landtagswahlrechts unbedingt notwendia ist. Der Vortrag fand lebhaften Beifall. GOUT Grundgedanken der Gewerbeordnung verstößt. Eine solche über Letzte Nachrichten und Denefchen. das Gesetz hinausgehende Forderung ist unzulässig. Wir geben daher dem Vorstand der Innung auf, in Zukunft bei der Arbeitsvermittelung auch solche Bäckergesellen zu berüdsichtigen, die nicht im Besize eines Germania"-Arbeitsbuches find, und überhaupt von der Forderung des Befähigungsnachweises abzusehen. Einem Berichte schen wir binnen 3 Wochen entgegen. gez. Friedel. An den Vorstand der Bäckerinnung, 3. H. des Obermeisters Herrn G. Milleville, Hier, Alte Schönhauser Straße 36/37. Interpellation Jaurès. Paris, 7. Februar.( W. T. B.) Die in der Kammer eingebrachte Interpellation Jaurès hat folgenden Wortlaut: Welchen Zweck haben die jüngsten militärischen Operationen des Generals d'Amade? Ist es richtig, daß Abdul Asis sich an Deutschland gewandt hat? Und in welcher Absicht? Ist es richtig, daß Deutschland der französischen Regierung davon Mitteilung gemacht hat, und wann hat es diese Mitteilung gemacht? Durch diesen Entscheid der Gewerbebeputation ist das „ Germania"-Arbeitsbuch als Ausweis für die Benutzung des ArKünstliche Beschlußunfähigkeit. beitsnachweises der Innung tatsächlich außer Kraft gesezt. Das Petersburg, 7. Februar.( Reichsduma.) In der heutigen Buch spielte in der Bäckerinnung dieselbe Rolle, wie die berüchtigten Kontrollscheine im Arbeitsnachweis der Kühnemänner. Bäckergesellen, Sigung wurde die Debatte über den Antrag der Staatsverteididie sich bei den Meistern unbeliebt gemacht hatten, wurde nicht gungskommission fortgescht. Als der Kadettenführer Miljukoff felten das„ Germania ,,- Buch entzogen, und damit die Möglichkeit auf der Tribüne erschien, verließen die Rechte und die Mehrzahl Arbeit zu erhalten sehr start beschränkt, Die Fuchtel, welche die des Zentrums demonstrativ den Saal. Infolge Beschlußunfähig Innungsmeister mit dem„ Germania"-Arbeitsbuch über die Gesellen keit des Hauses wurde die Sigung unterbrochen. Nach Wiederaufschwangen, ist ihnen jetzt Natürlich sinnen die rahme der Sitzung erneuerte sich derfelbe Vorgang als Miljukoff wiederum die Tribüne bestieg. Darauf wurde laut GeschäftsInnungsführer schon auf einen passenden Erjazz. ordnung die Sigung geschlossen. entwunden. Die 5976 Personen unter a und b müssen zum großen Teil, um zur rechten Zeit den Arbeitsplatz zu erreichen, ihre Wohnung morgens bald nach 4 Uhr verlassen und können größtenteils erst gegen 7% Uhr abends, vielfach noch später, zu Hause sein. Berantw. Rebatt.: Georg Davidjohn, Berlin. Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Borwärts Buchdr. u.Berlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 3 Beilagen u. Unterhaltungsbl. Nr. 33. 25. Jahrgang. Reichstag. 1. Beilage des„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonabend, 8. Februar 1908. 97. Sigung vom Freitag, den 7. Februar 1908 nachmittags 1 Uhr. fonstatiere das. handlung des Zuckers vom 5. März 1902( Brüsseler Zuckerkonvention) Zuckerfteuer nur herabgesetzt wird vom 1. April 1909 ab, sofern bis in Kraft. dahin Gesetze zustande kommen, die eine Erhöhung der Reichseinnahmen Staatssekretär v. Bethmann- Hollweg: Die Kommission hat die um mindestens 35 Millionen Mark jährlich bezwecken. Nun hat die ihr zur Vorberatung überwiesenen drei Gesetzentwürfe Ihnen zur Regierung erfärt, daß der Ausfall infolge der Herabsetzung der Annahme empfohlen unter der Bedingung, daß die Zuckersteuer zum Zuckersteuer zu Anfang wohl bis zu 35 Millionen Mark betragen Präsident Graf Stolberg: Ein deutscher Bundesfürst, der Herzog 1. Ottober 1909 auf 10 M. herabgefeßt wird und Sie aufgefordert, werde. Auf die Dauer aber wird ein solcher Ausfall keineswegs Ernst von Sachsen- Altenburg, ist heute früh 1 Uhr verschieden. Mit Ihre Zustimmung zu dem Gesezentwurf mit der Maßgabe zu erteilen, eintreten. Es soll hier also vom Reichstage eine Deckung gea ihm ist einer der letzten deutschen Fürsten, welche an dem glorreichen daß seine Ratififaftion nicht früher erfolgen darf, als bis die zu schaffen werden in einem weit höheren Maße, als ein Striege von 1870/71 und an der Wiederaufrichtung des Reiches teil- stimmung der gefeßgebenden Faktoren zur Herabsetzung der Zucker- Steuerausfall borhanden sein wird.( Sehr wahr! genommen haben, dahingeschieden. Meine Herren! Sie haben sich steuer eingeholt ist. Diese Vorschläge der Kommission waren für bei den Sozialdemokraten.) Tem fönnen wir nicht zustimmen. von Ihren Plätzen erhoben, um Ihre Teilnahme auszudrücken. Ich die verbündeten Regierungen nicht annehmbar. Ist es schon Wir werden also, wie gesagt, nur für den ersten Eaz des artikel I an sich mit Rücksicht auf das innere Verfassungsrecht wie stimmen; wir glauben, dadurch einen weit schärferen Druck auf die Auf der Tagesordnung steht die zweite Beratung zur 8ufat- auf die Beziehungen Deutschlands zu den auswärtigen Regierung ausüben zu können, und in weit befferem Maße für die afte zur Brüsseler Budertonvention sowie des Pro- Mächten in bedeutendem Maße bedenklich, die Zustimmung Verbesserung der Reichsfinanzen zu sorgen.( Bravo! bei den Sozial tokolls über den Beitritt Rußlands zum Zuckervertrage und des Ab- zu einem unterzeichneten internationalen Abkommen ab demokraten.) tommens mit Rußland über den Zuderverkehr zwischen Deutschland hängig zu machen von der Zustimmung zu einer Vorlage der Die Abgg. v. Derken( Rp.), Schweichardt( füdd. Vp.), Bogtund Rußland. inneren Steuerpolitik, fo vergrößert sich dieses Bedenken dadurch, Hall( wirtsch. Vg.) und v. Grabski( Bole) stimmen dem Kompromiß Die Kommission beantragt Annahme der Zusazalte usw. mit der daß es sich hier um einen vorbehaltloien Verzicht auf sichere Ein- antrage zu. Maßgabe, daß die Ratifikation des Vertrages nicht früher erfolgt, nahmen handelt, was mit den Grundsätzen einer vorsorglichen Abg. Graf Schwerin- Löwit( f.) wirft dem Zentrum vor, daß es als bis die Abänderung des Zuckersteuergesezes betr. die Herabseßung Finanzpolitit nicht vereinbar ist. Ich habe also namens der ver- mit seinem Antrage den Zucker prozentual doppelt so hoch verteuere, der Verbrauchsabgabe von 14 auf 10 M. die Zustimmung der gesetzbündeten Regierungen zu erklären, daß, wenn der Reichstag nach als die„ böien Agrarier"( Heiterfeit) feit der letzten Zollerhöhung gebenden Faktoren gefunden hat. den Beschlüssen der Kommission beschließen sollte, fie diesen den Getreidepreis erhöht haben. Was fagen die Bundesgenossen des Ferner beantragt die Kommission, die vom Grafen Schwerin Beschlüssen ihre Zustimmung verjagen würden. Ich darf Zentrums, die Sozialdemokraten dazu?( Lärm und Dho- Rufe im Löwizz( f.) beantragte Herabseßung der Zuckersteuer von 14 auf aber hinzufügen, daß die verbündeten Regierungen die Zusage, Bentrum.) 10 M spätestens am 1. Oftober 1909 eintreten zu lassen; sollte vor welche ich in ihrem Namen in der Sigung des Reichstages vom Abg. Dr. Spahn( 8.) wendet sich gegen den Vorredner. Zuder dem 1. Oftober 1909 eine Erhöhung anderer eigener Einnahmen 24. Januar gegeben habe, in feiner Weise zurückzunehmen beab- fei übrigens nicht eigentlich ein Nabrungsmittel. des Reiches erfolgen, welche eine Deckung des etwaigen Ausfalles fichtigen, vielmehr für den Fall des Zustandekommens des vor- Hiermit schließt die Diskussion. an Zuckersteuer sicherstellt, so soll die Herabsetzung der Zuckersteuer liegenden Abkommens nach wie vor die gewünschte herabießung der auf Anordnung des Bundesrates gleichzeitig mit dieser Erhöhung Zuckersteuer zu verwirklichen bemüht sein werden, sofern eine anderer eigener Einnahmen des Reiches stattfinden. ordnungsmäßige Deckung des zu erwartenden Einnahmeausfalls erfolgt ist. Der vorliegende Abänderungsantrag der bürgerlichen Parteien deckt sich dem Zweck und wesentlichen Inhalt nach mit den von den verbündeten Regierungen abgegebenen Erklärungen. Ich nehme feinen Anstand, zu erklären, daß die verbündeten Regierungen bereit sind, ihm ihre Zustimmung zu geben. Die Zudertonvention wird einstimmig angenommen. ( Beifall und Heiterkeit.) Zum Kompromißantrag beantragt Abg. Singer( Soz.) die Streichung des letzten Absages, welcher die Herabfezung der Zuckersteuer von der Deckung abhängig macht. Abg. v. Normann( f.)( zur Geschäftsordnung) erhebt Widerspruch gegen die Zulässigkeit des Autrages. Dr. Wiemer( freif. p.), Dr. Pachnide( freis. g.), Schweichardt( Deutsche Bp.) beantragen, die Zustimmung zur Busabatte usw. mit der Maßgabe zu erteilen, daß die von den verbündeten Regierungen in Aussicht gestellte Ermäßigung der Zuckersteuer von 14 auf 10 M. für den Doppelz ntner spätestens vom Abg. Bassermann( natl.) schließt sich den Ausführungen des 1. Oftober 1909 ab durchgeführt wird unter der Voraussetzung, daß Abg. Graf Schwerin- Löwit( f.): Wir halten nach wie vor daran Abg. v. Normann an. ein etwaiger Ausfall an Einnahmen aus der Zuckersteuer für die fest, daß die Beschlüsse der Kommission durchaus das Richtige treffen. Abg. Singer( Soz.) weist erneut an der Hand der GeschäftsReichskasse durch Beschaffung anderweitiger Mittel ausgeglichen wird. Nach der eben gehörten Erklärung aber und da wir doch nun einmal ordnung die Zulässigkeit seines Antrages nach. Präsident Graf Stolberg: Meine Herren, es liegt ein Antrag den Bundesrat als gleichberechtigten Faktor haben( Heiterkeit rechts), Das Haus entscheidet, daß der Antrag Singer zulässig der Budgetkommission sowie ein Antrag Wiemer vor, welche die ferner feine unnüße Demonstration machen wollen und auch nicht fei. Für die Zulässigkeit stimmen Sozialdemokraten, Zentrum, Zustimmung des Reichstages zu einer Vorlage an die verbündeten der Regierung die Ratifitation der Zuderkonvention erschweren Bolen, Freifinnige. Abg. Mug dan stimmt erst dagegen, dann, Regierungen an eine Bedingung fnüpfen wollen. In wollen, werden wir dem Kompromißantrag zustimmen. Wir sind von seinen Freunden belehrt, für die Zulässigkeit. einer früheren Sigung hat der Präsident Graf Ballestrem dies mit auch damit einverstanden, daß wir nach dem Vorschlage des Herrn In der Abstimmung über das Amendement selbst wird den Worten für unzulässig erklärt:„ Eine Annahme einer Vorlage Präsidenten der Zuderkonvention vorbehaltlos zustimmen.( Bravo! dieses abgelehnt. Der gesamte Freifinn stimmt dagegen. der verbündeten Regierungen welche an eine Bedingung, Voraussetzung rechts.) oder Erwartung gefnüpft ist, fennt uniere Geschäftsordnung nicht. Aus dem Hause ertönte Sehr richtig! Es hat dann ein Mitglied des Hauses zweifel geäußert, ob diese Auffassung des Präsidenten allieitig geteilt wird. Eine prinzipielle Abstimmung über diese Frage hat nicht stattgefunden, weil der betreffende Antrag zurückgezogen wurde. Ich muß mich vorläufig an diese Ansicht des Präsidenten Ballestrem halten. Sollte das Haus zu einer Abstimmung über diese Anträge schreiten, so bitte ich, vorher darüber abzustimmen, ob eine solche Abstimmung zulässig ist. Abg. Dr. Wiemer( zur Geschäftsordnung): Ohne auf die prinzipielle Frage jetzt einzugehen, will ich erklären, daß ich mit Rücksicht auf die gepflogenen Verhandlungen meinen Antrag zurüdziebe. Von den Abgg. Bassermann( natl.), v. Grabski( Bole), v. Normann( f.), v. Dergen( Np.), Dr. Pachnide( natl.), Schweichardt( Deutſche Bp.), Bogt= Hall( Wirtsch. Vgg.) und Dr. Wiemer( Freis. Bp.) wird beantragt 1) an Stelle der Artikel 1 und 2 der Kommissionsbeschlüsse zu setzen: Artikel 1. Die Zudersteuer wird vom 1. April 1909 ab auf 10 M. von 100 Kilogramm Reingewicht herabgeießt, sofern bis dahin Gefeße zustande kommen, die eine Erhöhung der eigenen Einnahmen des Reiches um mindestens 35 Millionen Mart jährlich bezwecken. Kommen solche Geseze erst nach dem 1. April 1909 zustande, so erfolgt die Herabjegung der Steuer gleichzeitig mit deren Jufrafttreten. 2. an Stelle des Artikels 3 der Kommissionsbeschlüsse zu setzen: Dieses Gesetz tritt gleichzeitig mit der in Brüssel am 28. August 1907 vollzogenen Zufazatte zu dem Vertrage über die BeArtikel 2. Kleines feuilleton. Kunst. Kunstschulen. Die Kunst- und Kunstgewerbeschulen nehmen in der Entwickelung einen besonderen Platz ein. Es vollzieht sich augenblicklich eine Reorganisation dieser Schulen, die für die Ausbildung von erhöhter Wichtigkeit ist. Früher waren diese Schulen für die Entwickelung ein Hemmnis. Das Reaktionäre, Stilnach ahmende wurde bestärkt, sie erschienen als Hort des Rückschritts, dem gegenüber das moderne Kunstgewerbe sich durchsetzen mußte. Abg. Dr. Spahn( 8.): Wir stehen wie in der ersten Lesung auf dem Standpunkt, daß das wichtigste das Zustandekommen der Zuckerkonvention ist. Anders steht es mit dem Antrage. Wir sollten keine Verpflichtungen übernehmen, deren Tragweite wir nicht übersehen fönnen. Abg. Dr. Paasche( natl.) erklärt furz, daß seine Freunde nach der Erklärung des Herrn Staatssekretärs für den Kompromißantrag stimmen. Abg. Dr. Wiemer( frs. Vp.): Mit allem Nachdruck müssen wir darauf bestehen, daß die Zusaẞakte und die Fortführung der Konventionspolitik gesichert werden. Aber wir wollen auch eine Ermäßigung der Zuckersteuer. Unseren dahingehenden Antrag habe ich zurückziehen tönnen, nachdem sein Grundgedanke gesegliche Form gewinnen wird. Es folgt die Abstimmung über den Kompromißantrag, die eine namentliche ist. Dafür werden 203 Stimmen, dagegen 112 Stimmen abgegeben. Der Kompromißantrag ist also angenommen. Es folgt die Fortießung der zweiten Beratung des Etats für die Verwaltung des Reichsheeres. Sie beginnt mit der namentlichen Abstimmung über den Antrag Elern( f.), den Aggregiertenfonds, welchen die Kom mission nur in Höhe bis zu 342 000 m. bewilligt hat, in der Höhe von 400 000. zu bewilligen. Der Antrag Elern wird mit 171 gegen 142 Stimmen bei 2 Stimmenthaltungen angenommen. Entsprechend den Konsequenzen dieses Antrages werden auch an dem fächsischen und württembergischen Etat die von der Kommission beschlossenen Ab striche am Aggregiertenfonds wieder beseitigt. Beim Titel„ Gefechts- und Schießübungen im Gelände" bittet Abg. Dr. Südekum( Soz.): In der Fortführung der Konvention Abg. Leser( 3.) vor der Festsetzung mit den in Betracht kommenden sehen wir eine wertvolle Eicherung der Zuckerindustrie und des Gemeinden Rüdiprache zu nehmen; in Württemberg feien mehrfach Marktes. Deshalb werden wir für die Zusagatte stimmen. zu fleine Gelände genommen worden, wodurch Schädigungen der wir wollen aber diese Gelegenheit nicht vorübergehen lassen, ohne Landwirtschaft herbeigeführt seien. Auch sei es nicht richtig, daß die aus diesen Gründen absolut notwendige Herabsetzung der ohne jede Rücksprache mit der Gemeindebehörde ganze Gelände Zuckersteuer zu erzielen. In der Kommission haben wir für den dem Verkehr des Publikums durch die Militärbehörde entzogen Mehrheitsantrag stimmen können. Es war eine Konstellation von werden. Abg. Wetzel( natl). schließt sich der Bitte des Vorredners an. owitz bis Ledebour( Heiterkeit), sie war zwar iiiß, aber nicht haltbar. Denn was jetzt aus dem Antrag ges Abg. Hildenbrand( Soz.): Wenn die Sozialdemokraten die worden ist, kann unsere Zustimmung nicht erhalten. Von Artikel 1 Straßen benuzen wollen, werden sie gesperrt und ebenso, wenn das ist für uns nur der erste Satz annehmbar, die Zuckersteuer wird Militär Schießübungen abhalten will. Ganz allgemein spätestens am 1. Oftober 1909 von 14 W. auf 10 M. von 100 Kilo- werden lagen über δας Sharfschießen des gramm herabgesetzt. Für diesen Teil stimmen wir auch; Militärs geführt. Sie beziehen sich nicht nur auf das was aber dann noch in dem Artikel 1 enthalten ist, Schießen der Infanterie, sondern in diesen Tagen finden auch Scharflehnen wir ab und zwar aus verschiedenen Gründen, unter schießübungen der Artillerie im Gelände statt. Dazu ist aber denen auch die verfassungsmäßigen Bedenken sind, denen Herr nach den früheren Erklärungen der Regierung und der Haltung des Dr. Spahn Ausdruck gegeben hat. Es wird darin erklärt, daß die Reichstages die Militärverwaltung nicht befugt. Der Striegsüberall Künstler an leitender Stelle in den Schulen. Die Berufung Bruno Pauls an die Schule des Berliner Kunstgewerbemuseums steht damit in Zusammenhang. Auf diese Weise wird zwischen Schule und Leben ein Zusammenhang hergestellt und es wird zugleich eine wichtige Vorarbeit getan, indem die nächste Generation die fachlich einwandsfreie Ausbildung bekommt.. Geht's doch dem Kanzler noch famos, Zwar uns're Schulden find enorm; Doch reißt ja nur den Stengel los Die deutsche Reichsfinanzreform. Nur lustig mit dem Strom geschwommen, Die Sintflut fie mag nach uns kommen. So gäb' es abermals ein Bild In Rosenrot und wie geleckt, Und Bülow glänzte engelsmild, Wenn nur der leid'ge Knalleffekt, Zu Lissabon der unerhörte Die fatte Harmonie nicht störte. Notizen. Fridolin. Der Bassist Karl Nebe, der seit 1900 der Berliner Kgl. Oper angehörte, ist im Alter von 50 Jahren an den Folgen der ufluenza gestorben. Zu seinen besten Leistungen gehörten dank feinem Talent fürs Charakteristische Wagnerpartien, wie Alberich und Bedmesser. Aber auch in der Spieloper, besonders in den Baßbufforollen Lortzings bewährte er sich als tüchtiger Künstler. Ein Beispiel dieses Arbeitens gibt die Ausstellung der Kunstund Kunstgewerbeschule zu Breslau im Lichthof_des Berliner Kunstgewerbemuseums. Ein Beispiel für viele. Da kann man sehen, wie im Material gearbeitet ist, wie nicht entworfen ist, sondern im Material gedacht ist. Am besten sind die Formalen und Die Dresdener Kunstgewerbeausstellung zeigte in einer be- Stickereien, die manchen großzügigen Wurf im Formal- Dekorativen fonderen, umfangreichen Abteilung seinerzeit schon den Umichwung. haben, die auch farbig Eigenart haben. Dann die Lederarbeiten, Fast überall find moderne Künstler als Lehrkräfte herangezogen die in feiner Weise das schöne Material edel zur Wirkung bringen, worden. Im Durchschnitt ergab sich ein achtbares Niveau joliden während früher meist das Material durch Ornamente erdrückt Dann Könnens, ehrlicher Arbeit. Es wird nicht mehr das Hauptgewicht auf wurde. die Metallarbeiten, die sich auf wenige eine stilimitierende Erscheinung gelegt, die die Vergangenheit bequem aber entschieden vorgetragene Motive beschränken und sonst die ausnugt. Es wird die persönliche Note gesucht. Das Persönliche Fläche wirken lassen. Auch die Spanichachteln mit bunten Malereien und das Allgemeine. ( den alten Hochzeits- und Brautschachteln nachgeahmt) zeigen luftig Das Allgemeine liegt hier in der Erkenntnis des Materials, dekorative Wirkung. des Handwerklichen. Die schlimmen Auswüchse früherer Stilwut Im ganzen tritt das Eigenfräftige vielleicht noch nicht ganz so kamen daher, daß der Bögling mehr zum Künstler, als zum Kunst- entschieden hervor, wie es zu wünschen wäre. Aber es ist ein Angewerbler, d. h. zum Materialarbeiter erzogen wurde. Es wurden fang. Man sieht den Standpunkt der Gegenwart. Wie sich aus ihm die Schätze der Vergangenheit rettungslos überliefert. Mappen dem Alten das Neue hindurchringt. Das ist das Lehrreiche. Und- Das Ehrengeläute. Wie ein Märchen aus der Kinderund Sammlungen standen ihm zur Verfügung. Indem er täglichen wie allmählich vielleicht eine Tradition geschaffen wird, die vielleicht stube mutet eine Begebenheit an, die sich in der großen deutschen Seine Erlauchtigkeit der Umgang mit den größten Künstlern der Vergangenheit pflegte, einen neuen, modernen Stil anbahnt. Die Schulen haben hierbei Kinderstube irgendwo in Hessen abspielt. glaubte er selbst, ihnen nahe zu sein und indem er sie fopierte, meinte ein gut Teil Verantwortung. Sie, die früher so viel verdorben Graf von Erbach- Schönberg, Mitglied einer ehemals reichsunnitteler, in ihrer Sphäre zu leben. Daher kam die leidige Stilwut, die haben( denn sie haben das überliefert, was wir jetzt zerstören), baren Familie, hat sich zu seinen Vätern zu versammeln geruht. an die Dinge des Alltags Stilornamente äußerlich anklebte, und das haben viel gut zu machen. Die Schule ist der Ausdruck der Zeit- In feinen Herrschaften Schönberg und Strauberg im Odenwald organische Gefühl für Sachlichkeit und Materialwerte ganz bergaß. richtung. Und wie man sieht, begreifen sie jetzt ihre Pflicht und findet jezt fraft der früheren Landeshoheit ein vierzehntägiges Heutzutage wird dem Kunstschüler, der so weder Künstler noch ihre Bedeutung. Ehrengeläut statt und das erbuntertänige Bolt hat sich aller LuftHandwerker war und zwischen zwei Polen haltlos hin- und herbarkeiten zu enthalten. Ein Jdyll aus Duodezien, das uns mitten taumelte, eine festere Handhabe gegeben. Er wird an die Dinge im Großstaat Hessen bewahrt geblieben ist.( hoffentlich erhalten die herangeführt. Er lernt, im Material denken. Er weiß, daß jedes Heimatbünde es auch über die nächste Revolution hinüber.) 1858 Ding in seinem Material und in seinem Zweck eine Notwendigkeit wurde diese schöne alte Unfitte gefeßmäßig wieder eingeführt, nachbirgt, die herauszufühlen Sache des tunstgewerblich Schaffenden ist dem das Jahr 1848 sie über den Haufen geworfen hatte. und die, finngemäß gehandhabt, zu einem Ziel führen kann, dessen Sprache und Art unserer Zeit gemäß ist. So wird dem Schüler von vornherein eingeprägt, daß unsere Zeit eine neue Aufgabe hat, die des Suchens und Neufchaffens, des Ergründens und Probierens. Diese neue Schönheit kann, da sie absieht von unsachlichen Schnörkeln und prätentiösem Zierwert, eine Schönheit für die Allgemeinheit sein, und das ist das sozial Bedeutsame. Das Kunstgewerbe hat die Tendenz zur Sachlichkeit und Notwendigkeit, damit wird, fie brauchbar für weitere Kreise. Und es liegt etwas Erzieherisches darin auch für das Bublifum, indem es lehrt zu unterscheiden zwischen materialgerechten Dingen und schlechter Bazarware, die Schein und Schmuck vortäuscht und hinter der verschönten Außens feite schlechte Arbeit und schlechtes Material verbirgt. Als letzte Etappe hat die moderne, kunstgewerbliche Entwickelung die Reorganisation der Schulen in Angriff genommen. Nachdem die Künstler selbst sich zu einer festeren Anschauung durchgerungen hatten, konnten sie daran gehen, Lehrer zu werden. Und so sehen wir jetzt Humor und Satire. " Wochenrüdblid der Norddeutschen Allgemeinen". Fest steht und treu des Freisinus Wacht Bor Brandenstein und Januſchau Sobald ein Sozi Späne macht, Ertönt ein mörderisch Wauwau. Besonders wachsam ist die Rasse Bom roten Adler vierter Klasse. Mit seiner Junkerschar ergözt Fürst Bülow sich am Freifinn gern, Denn wenn es Wahlrechtshiebe setzt, Leckt der die Hand noch seinem Herrn, Da dieser Hund, wie's oft probiert ist, Nur auf den roten Mann dressiert ist. Der rote Mann. Dies Schandmaul sagt, Daß in der schönen Gotteswelt Den Arbeitsmann der Hunger plagt. Macht nichts. Das Reich hat auch kein Geld. Trotz Hunger, Wahlrechtslärm und Schulden Mag sich der Pöbel halt gedulden. -Eine Hemerothet, auf deutsch: Zeitungssammlung, soll in Paris errichtet werden. Die Depots der Nationalbibliothek und der Arsenalbibliothek sind mit Zeitungen und Zeitschriften vollgepfropft, und dieses Material häuft sich noch in einer für die Bibliothekverwaltungen beängstigenden Weise weiter auf, da die 8548 in Frankreich erscheinenden periodischen Druckschriften den nationalen Bibliothefinstituten zugesendet werden. Der Prospekt der Errichtung einer eigenen Zeitschriftensammlung ist schon 1900 auf dem Kongreß der Bibliothekare zur Sprache gebracht worden, nun aber hat sich auch der Senat für die Teilnahme des Staates an der " Hemerothet" ausgesprochen. Die Stadt Paris ist ihm darin schon borangegangen. Der Senatsreferent über das Unterrichtsbudget will die Hemerothek in einem Hause der Presse" unterbringen, das ein Vereinigungspunkt für die Journalisten sein soll. wmister v. Gohler hat ausdrücklich anerkannt, daß diese SSarfschicßüöungen beseitigt werden sollten, wenn ge� nügende Schießplätze für jede? Armeekorps bewilligt würden. Nun hat der Neich-Zrag reiche M i r t e l für diesen Zweck bewilligt, und bei der Bewilligung der Mittel für die Truppenübungsplätze ist ausdrücklich gesagt worden, der Mißstand des Scharfschießens sollte nunmehr aushören. Trotzdem dauert eS fort. Ich bitte die Militärverwaltung dringend, in Zukunft Schießübungen auf einem Truppenübungsplätze abhalten gu lassen und nicht den Verkehr zu unterbinden, der mindeste»« ebenso wichtig ist wie das Schießen des Militärs.(Bravo! bei den Sozialdemokraten.) Württembergischer Militärbevollmächtigtcr Oberst v. Dörrer: Bereits drei Herren hat dies Scharfschießen auf den Plan gerufen Das beweist, daß die Verhältnisse dringend der Erörterung bedürfen. Ich gebe unbedingt zu. daß hier eine Berechligung zur Klage vor- liegt. Ich verstehe nur nichr. weshalb die Klagen erst jetzt kommen und warum der Regimentskommandeur von den betroffenen Ge- meinden gar nicht aus die llebclstände aufmerksam gemacht worden ist. Solchen Vopstellungen würde zweifellos enlgegengekomme» fein, denn als in einen, Falle von einer der Gemeinden das Er- suchen an den Regimentskommandeur erging, mit Rücksicht auf den Markttag da« Scharsschießen ausfallen zu lassen, wurde diesem Wunsche sofort nachgegeben, obwohl die Beschwerde erst während de« Schießens einging. Die großen Gefechtsschießübungen werden ausschließlich auf dem Truppenübungsplatz abgehalten, die sehr lang- wierigen Vorbereitungsschießen auch auf den Truppenübungsplätzen abzuhalten, ist aber unmöglich, weil die Zeit auf den NcbungSplätzc» gar nicht ausreicht und im Winter z. B. andauernde Nebel tagelang die Schießübungen auf den UcbungSplätzcn unmöglich machen. Abg. Hausmann(Deutsche Vp.) begrüßt die entgegenkommende Erklärung des Regierungsvertreters. Jedenfalls geht daraus hervor, daß die Militärschießplatze nicht umfangreich imd zahlreich genug sind. Abg. Hildenbrand(Soz): Es ist richtig, daß man den OrtS- Vorstehern mitgeteilt hat, daß Schießübungen stattfinden. Von einem Falle weiß ich, daß der betreffende OrtSvorsteher diese Mitteilung als eine amtlich berechtigte Ankündigung entgegengenommen hat und daß der Wortlaut der Ankündigung nicht erkennen ließ, daß er Einspruch erheben könne. Die heutigen Verhandlungen werden sicher dazu beitragen, daß die OrtS- Verwaltungen in Zukunft ihre Rechte besser wahrnehmen werden. Die VorbereilungSschicßen wird man, wenn sie auf dem Schieß- platz nicht durchführbar sind, eben nach Landesteilen verlegen müssen, die nicht wirtschaftlich so geschädigt werden, wie die hier in Frage kommenden dicht bevölkerten Bezirke.(Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Der Titel wird bewilligt. Es folgt das Kapitel„ B e s o l d un jj* Lei den BekleidungS- ä m t e r n. Abg. Stücklcn(Soz.): Ich muß auf zwei Klagen zurückkommen, die ich bereits in der Budgetkommission begründet habe, ohne eine genügende Ant- wort darauf bekommen zu können. In dem einen Falle ent- sprach die Antwort des Kriegsministers nicht den Tatsachen. Es handelt sich um die Vergebung von Arbeiten der Militärverwaltung an Privatunternehmer. Wir haben gewiß nichts gegen Berücksichtigung der Handwerker bei dieser Vergebung. aber � wir verlangen, daß dann auch die im H a n d 10 e r k üblichen Löhne gezahlt iverden. Es kann nicht Aufgabe der Militärverwaltung sein, der Lohudrückcrei Vorschub zu leisten. In den Venrägen, � die die Privatuiiternehiner zu unterschreiben haben. befindet sich eine Klausel, wonach der Lohnsatz einen Verdienst er- möglickien soll, der nicht unter dem orlsübliche» durchschnittlichen Tagelohn bei gleicher Arbeitsart steht. Was versteht nun die Militärverwaltung unter diesem ortsüblichen Tagelohn? Mir wurde erklärt, daß. wenn die Militärverwaltung Löhne ermitteln will, sie bei de» Polizeibehörden und bei der Handwerkskammer anfragt. Gegen das letztere haben wir nichts, aber die Polizeibehörde ist keine geeignete Stelle für die Auskunfr über die Löhne. die im Gewerbe üblich sind, und die Militärverwaltung würde sich gar nichts vergeben, wenn sie bei derartigen Anlässen auch die Arbeiterorganisationen fragen würde.(Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Heber- Haupt sollte die Militärverwaltimg darauf sehen, daß bei der Ver- gebung der Arbeiten die Jntcresfen der Arbeiter nadb jeder Richtung hin geschützt werden. In Thorn war für Jnnungsmeister die Lieferung von Röcken von der Militärverwaltung vergeben worden. Die Jnnungsmeister stellen aber die Röcke nickt selbst her. sondern vergeben die Arbeil an H e im arbeite r.(HörtI hört! bei den Sozialdemokraten.) Sie selbst erhalten 8,50 M. sür die Röcke und zahlen den Heimarbeitern 7.50 M. Wir müssen verlangen, daß solche Arbeiten von den JnnungSmeistern auch in der eigenen Werkstatt ausgeführt werden; die Militärverwaltung hat doch kein Interesse daran, dem Elend der Heim- Industrie noch Vorschub zu leisten. In einzelnen Ver- trägen ist nun neuerdiiigs die Bestimmung aufgenommen, daß die übertragenen Arbeiten im eigenen Betriebe hergestellt werden müssen. Allein die Unternehmer helfen sich auch hier. Sie errichten auswärts eine kleine Werlstatt, in der die Arbeilen zum Teil hergestellt werden, im übrigen werden Heim. arbeiter beschästigt.(.Hort! hört! bei den Sozialdemolraten.) Weiter müssen wir verlangen, daß wenn Arbeiter sick an das Kriegs- Ministerium um Auskunft wenden, sie auch wirtlich Auskunft erhalten. Die Militäri'attler haben beim Kriegdminister uin eine Audienz gebeten. Diese konnte ihnen nicht gewährt werden, da der KriegSmiiiister verreist war, und es wurde ihnen mitgeteilt, sie möchten schriftlich mitteilen, waS sie wünscken. Die Arbeiter haben das getan und haben gefragt, was die Militärverwaltung unter dem ortsüblichen Togelohn verstehe. Und darauf wurde ihnen der Bescheid, daß eine w e i t e r e K l ä r u n g der Besliminungen betr. Gewährleistung eines ortsüblichen Tagelohns an die Arbeiter der für die Heeresverwaltung liefernden Unternehmer nicht für not wendig erachtet werde.(Hört! hört! bei den Sozialdemo traten.) Vielleicht versteht die Militärverwaltung unter ortsüblichem Tagelohn den Tagelohn, der einem Teil der sozialen Gesetzgebung als Grundlage dient.— Seit einiger Zeit ist nun die Militärverwaltung zur Selb st Produktion übergegangen. Die Werkstätten in Altona-Bahrenfeld sind hygienisch vollkommen einwandsfrei; damit sind ober auch ihre Vorzüge erschöpft. Eigentlich sollten solche Betriebe doch Musterbetr.�oe sein und mit gutem Beispiele vorangehen. Das ist hier leider gar nicht der Fall. Die Betriebswerlstätien sind mit Zivilarbeitern besetzt. An der Spitze stehen aber nickt Zivilfachleute, sondern Offiziere, die von dem Fach nichts ver- stehen. Wenn auch einzelne Offiziere einen Kursus im Zu- schneiden durchmachen, so haben sie doch damit nock nicht die Eigenschaft erworben, Vorgesetzte der gelernten Schneider zu sein. (Sehr richtig I bei den Sozialdemokraten.) Die Herren Offiziere haben bei ihrer dreistündigen Dienstzeit sehr viel freie Zeit. Ich gönne sie ihnen gewiß, wünsche nur, daß die Arbeitszeit der Arbeiter der der Vorgesetzten allmählich immer näherkommt. Die Herren Offiziere sollten aber ihre viele freie Zeit nicht dazu benutzen, die Arbeiter zu schikanieren. Eine prächtige Handhabe für Schikanen aller Art bietet die Arbeitsordnung. In der Kommission habe ich gefragt, ob man mir sagen könne, von welcher Gefängnisordnung diese Arbeitsordnung abgeschrieben sei. Eine Antwort habe ich daraus nicht erhalten. Diese Arbeits- ordmmg ist in� der Tat ein.Unikum und zeugt von großem sozialen Uuverstäiidins. Ihr§ lO besagt, daß den Arbeitern ver» b o t e n ist, an B e st r c b u n g e n teilzunehmen, die sich auf den Umsturz der Staats- und G escllschastsordnung beziehen. Nun weiß ich nicht, wie im Bekleidungsamt die Staats- und Gesellschaftsordnung umgestürzt werden soll.(Heiterkeit bei den Sozialdemolraten.) Jnteresianr lvar« es zu hören, was die Militär- Verwaltung alles unter solchen Bestrebungen versteht. Man kann es ja allerdings ahnen. Wir sind aber der Ausiassung, daß der Arbeiter, welcher der Militärverwaltung seine Arbeitölrast verlauft, sonst ein frelcr Mann ist; die Militärverwaliung kauft, wie jeder Arbeitgeber, nach unserer Anschauung mit der Arbeiskraft nicht auch die Gesinnung des Arbeiters.(Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Vor allem fragt sich, ob nach der Meinung der Militärverwaltung auch der Gebrauch der Koalitionsfreiheit unter jene Bestrebungen fällt. Es wird verschiedentlich von Arbeitern der Betriebswerkstätte in Altona- Bahrenfeld verlangt, daß sie aus ihrer gewerkschaftlichen Organi- sation, dem Schiieiderverband, anStretcn sollten.(Hört! hört!) Einem entlassenen Arbeiter, der nach dem Grunde der Entlaffimg fragte, wurde geantwortet: Wenn Sie es mir s ch r i f t- l i ck bringen, daß Die aus dem Verbände ausgetreten sind, können Sie vielleicht bleiben!(Hört! hört! bei den Sozialdemokraten.) Die Koalitionsfreiheit beruht auf Reichs- gesev und gerade eine Reichsbchörde sollte in erster Linie die Reichs- geselle achten. Statt dessen geht die Militärverwaltung gegen Arbeiter, die von ihrem Koalitionsrechte Gebrauch machen, mit Maß- regehmgen vor. In der Konnnission ist uns gesagt roordcn, zwei entlassene Arbeiter hätten zum Streik gehetzt und hätten sozial- demokratischen Bestrebungen gehuldigt, der Kriegsministcr sagte sogar, die Leute hätten einen förmlichen Feldzug gegen das Bc- kleidungsamt unternommen. Ich kann heute auf Grund meiner Jiifor- mationcn feststellen, daß dem Herrn Kriegsminister nicht die Wahrheit mitgeteilt worden ist. ES dreht sich um folgendes: Die Arbeiter bei dem Bekleidimgsamt be« kaincn einen grauen Rock zu machen, bei dem sie mehr Arbeit halten als bei den blauen und verlangten deshalb auch höhere Löhne. Zu diesen, Zwecke mußten sie natürlich zwecks gegenseitiger Verständigung zusammentreten. Sie hielten eine Versammlung ab, und da haben einzelne Arbeiter zum Streik geraten. Der ArbeiterauSschuß de BekleidungSamtes. in dem auch sozialdemokratische Arbeiter sitzen/ »nd der OrganisationSleiter haben den Leuten daS ausgeredet (Hört! hört! bei den Sozialdem.) Es fanden Unterhandlungen statt und die Wünsche der Arbeiter wurden bewilligt. Das war Mitte Juni. Im November wurden dann plötzlich die beiden Mitglieder des ArbeiterauSschuHeS, die damals Wortführer ihrer Kollegen waren, entlasse». Das ist doch zweifellos eine Maßregelung gewesen. Wie kann man da von sozialdemokratischen Umtrieben 'prcchen? Das ist doch eine rein innere Angelegenheit der Schneider- organisalion. Wenn der ArbeiterauSschuß nur so weit gehe» darf, als die Militärverwaltung eS erlaubt, ist er leere Dekoration. Wenn er seiner Pflicht nachkommen will, muß er für die Interessen der Arbeiter eintreten.(Sehr richtig? bei den Sozialdemokraten.) Ganz unverständlich ist bei einem solchen System da» große Heer der Vorgesetzten. Wenn wir später einmal hören werden, daß im Bekleidungsamt erheblich teurer gearbeitet wird als von privaten Schneidern, so hat wahrlich dies System der Vorgesetzten nicht zum wenigsten schuld daran. Nicht weniger als acht Offiziere sind vorhanden, an der Spitze steht ein Oberst, in jedem Arbeitssaal sind zwei Feldwebel, dann kommt ein AmtSmeister. ebenfalls ein Feldwebel, dann folgen die Meister, das sind altive Nitteroffiziere. dann kommen die Vorarbeiter, denen die Arbeiter zu gehorchen haben, und dann haben die Arbeiter nicht als Vorgesetzte anzusehen den Lagerdiener und den Portier.(Heiterkeit.) Welchen Sinn hat denn ein solcher AussichtSapparat. Aber er ist damit noch gar nicht erschöpft, beständig haben auch zwei Reserveoffiziere ihre Uebung abzumachen. Diese haben eine schriftliche Arbeit einzureichen, aus waö für Teilen ein Rock besteht usw. Natürlich sind sie keine Schneider. Sie fragen also den Feldwebel nach den Einzelheiten. Dieser sagt sie ihnen und sie schreiben sie nieder und reichen sie ein und haben damit ihre Oualifitalion zur Aufsicht über Zivilschneider erworben.(Heiterkeit und Hört! hört I bei den Sozial- demokraten.) Im ß 12 der Arbeitsordnimg wird weiter bestimmt, daß jeder Angestellte die strengste Geheimhaltung über alle«. was im Bekleidungöamt geschieht und über die Herstellung der Arbeiten ausüben muß, und diese Pflicht zur Geheimhaltung erstreckt sich auch noch auf die Zeit nach der Entlassung. Was nun bei der Verfertigung von Soldatenröcken, die auch von JnnungSmeistern hergestellt werden, geheimzuhalten ist, vermag ich nicht einzusehen. Vielleicht will man geheim hallen, was im BekleidungSamt vorgeht gegenüber den Leuten, wie sie schikaniert werden. An der Arbeit selbst ist jedenfalls nichts geheim zu halten.(Sehr wahr! bei den Sozialdemokraten.) Wetter schreibt die Arbeitsordnung vor, wenn einem der Vorgesetzten, also auch einem der Nicht- sachverständigen, irgend etwas an der Arbeit nicht patzt. so muß der sachverständige Schneider ohne jede Wider- rede daS machen, was ihm von dem Vorgesetzten befohlen wird. Also ganz wie beim Militär, wenn er nicht sofort folgt, ist das ein Grund zur sofortigen Entlastung. Noch tlarer wird die Berechtigung deS Vergleiches dieser Arbeitsordnung mit der im Gefängnis durch den 8 13. Da heißt eZ: Jeder Arbeiter muß sich eine Untersuchung seines Schranke«, der mit- gebrachten Gefäße und feiner Person gefalle« lassen.(Hört! hört! bei den Sozialdemokraten.) WaS will man denn damit erreichen? ES ist ja gerade beim BekleidungSamt gar keine Möglichkeit vorhanden, daß die Arbeiter etwas mitnehmen könnten, was dem Staate gehörte. Verboten ist ebenso das Verlassen der Arbeitsstelle ohne Erlaubnis. Damit ist nicht etwa gemeint, daß jemgud ohne Erlaubnis nicht aus dem Betriebe herausgehen soll. Die Werkstattordnung sagt vielmehr ausdrücklich. Austreten während der Dienststunden ist zu vermeiden. Der Arbeiter muß also den Unteroffizier er st fragen, ob er austreten darf.(Heiterkeit.) Zu welchen Folgen das führen kann, will ich hier nicht weiter aus- male n.(Erneute Heiterkeit.) Außerdem ist verboten, Bekannt- machungen zu ertasten, Ansprachen zu halten(Sehr richtig! rechts), ebenso das Verteilen von Flugschristen. Geldsammlungen usw. (Wiederholtes Sehr richtig! recklö.) Gegen Arbeiter werden diese Bestimmungen in der allerrigorosestcn Weise angewender. Ein Arbeiter wurde entlasten mit der Begründung, er habe eine Ansprache gehalten; er hatte nämlich seine Kollegen aufgefordert, eine S ch n e i d e rv er s a m m l u n g zu besuchen. In der Kommiision sagte der KricgZminister. der Fall sei ihm nicht bekannt. Ader die Militärverwaltung sollte doch unterrichtet sein, drnn' fic ist verurteilt worden, diesem Mann wegen widerrechtlicher Entlassung 25 M. Lohn auszuzahlen.(Hört! hört! bei den Sozialdemokraten.) Im Urteil ist gesagt, der Arbeiter babe in der F r ü h st ü ck S- pause mit seinen Kollegen über den Besuch der Versammlung ge- sprachen, und vaS ginge die Militärvcrwalwng nichts a». Es fehlte auch bloß nock. den Leuten zu verbieten, während der Frühstückspause überhaupt zu sprechen. Ebenso streng wie gegcw die A r b e i te r. ebenso nachsichtig ist die Verwaltung gegen die vor- gesetzten. Ein Feldwebel ist gleichzeitig Bersicherungs- a g e n t und sammelt ganz ungeniert während deS Betriebes dir BcrsichcrungSgelder ein.(Hört! hört! bei den Sozialdemokraten und Zuruf nach rechts: Ist das auch Sehr richtig?) Anläßlich der letzten R e i ch S t a g s w a h l e n hat der Major Graßmann im Betriebe die Arbeiter aufgefordert, de» nationallideralen Kandidaten zu wählen. (Hört I hört! bei den Sozialdemolraten.) Die_ Feldwebel. also altive Mililärpersonen haben während der Arbeit die bekannten Bilderbogen und verlogenen Broschüren an die Arbeiter verteilt. WaS nun die Löhne anlangt, so wird in Altona ein viel höherer Lohn gezahlt als in Sträßburg oder Breslau.(Hört! hört! bei den Sozialdemokraten.) Man wird doch nicht etwa bebanptcn wollen, daß Stvaßburg oder Breslau so viel billigere Städte sind als Altona. Nun wird General Lockow einwenden, die Schneider könnten sich nicht bektagen. sie verdienten LOOO M. jährlick. lich weiß nicht, wie die Mililärverwaltnng zu einer derartigen Bc- hmipltmg kommt. Mir haben die Schneider versichert, daß sie rund 1400 M. verdienten.(HörtI hört! bei den Sozialdemokraten.) 2000 M. mögen von einigen besonders bevorzugten ArReHertt verdient werden, von dem Gros der Arbeiter sicher nicht. Die Arbeiter klagen auch über die zu große Schneidig- teil einzelner Vorgesetzter. Man sollte die Offiziere, wenn sie zu lvenig zu tun hätten. mit anderen Arbeiten bc- schäftigen, damit sie auZ Langeweile die Arbeiter nickt drangia- lieren. Wir stehen nach wie vor auf dem Standpunkte, daß die Staatsbetriebe Musterbetriebe sein sollen.(Bravo! bei den Sozial- dcmolraten.) Generalmajor». Lochow: Unsere Arbeitsbedingungen sind seiner- zeit von der gesamten Arbeiterschaft, auch von den Sozialdemo- lraien, al« ein Forlschritt begrüßt worden. Daß in Thorn Heim- arbeiter beschäftigt worden sind, hat sich nach unseren Recherchen nicht ergeben. Sollte der Abg. Stücklcn anderes Material in Händen haben, so mag er es uns übergeben. Der Abg. Stücklen hatte an dem BekleidungSamt in Altona zu tadeln. Ich wünschte, er wäre so objektiv wie das.Hamb.Echo" gewesen, das dasAltonaerBelleidungsamt privaten Schneiderwerkstätten als Vorbild hingestellt hat. Im übrigen werden bei gegeuseiligem Vertrauen und bei einem guten Ein- vernehmen zwischen Offizieren und Arbeitern Reibereien und Meinungsverschiedenheiten zu vermeiden sein. Ob zufriedene Arbeiter aber gerade das Ideal der Herren auf der äußersten Linken sind, möchte ich bezweifeln.(Sehr wahr! rechts.) Es ist durchaus richtig, daß wir dö scharf verfolgr haben, wenn Arbeiter gezwungen wurden, in den Verband einzutreten. Darüber haben sich die Arbeiter zum Teil selbst beschivert. Wir wissen, daß auch Mitglieder des sozialdemokratischen Verbandes in den BckleidungSämtern arbeiten. Aber wir entlasten sie trotzdem nicht. Nur wer während der Arbeit agitiert, wird entlassen. ES ist richtig, daß eine ganze Anzahl Schneider aus dem Verbände ausgetreten sind.(Zuruf bei den Sozialdemokraten: Ans Furcht.) Jawohl, au? Furcht vor den Agitatoren.(Sehr gut! recht?.) Die Arbeiter hatten erfahren, daß sie gedeckt wurden, und da kehrten sie dem Verbände den Rücken.(Bravo! rechts.) Außerdem hatte der Austritt für sie noch den finanziellen Vorteil, daß sie 31,50 M. sparten, die sie sonst in die Stteikkasie zu zahlen hatten.(Unruhe b.d.Soz.V WaS schließlich die Löbne anlangt, so habe ich nicht behauptet, daß alle Arbeiter 2000 Mark verdienen. Ich habe nur gesagt, daß Löhne bis zu 2000 Mark gezahlt werden.(Beifall rechts.) Abg. Göring(Z.) befürwortet eine Aufbesterung der Beamten- gehälter bei den Bekleidungsämtern.(Zuruf: Das gehört nicht hierher! Heiterkeit.) Des weiteren bitte ich, daß die Bekleidung«- ämier bei der Vergebung von Arbeiten die Jnnungsmeister mehr berücksichtigen möchten.(Beifall im Zentrum.) Abg. Stücklen(Soz.): Der General v. Lochow hat sich auf einen Artikel des„Ham- burger Echo" berufen, in dem die Verwaltung des Bekleidungsamteö gelobt wird. Er hat mit der Verlesung des Artikels— ich habe ihn hier— gerade da aufgehört, wo die Kritik einseht. (Hört! hört! bei den Sozialdemokraten.) Wenn der General v. Lochow ferner anerkennt, daß die ArbeiterauSschüsie zur Ueberwindung von Schwierigleiten beigetragen haben, so sollte er doch auch dafür eintreten, daß die Mitglieder nicht aus dem Betriebe herausfliegen, weil sie ihrer Organisation an. gehören. Daß dies der Grund zur Entlassung war. geht auch daraus hervor, daß bei der Entlastung ausdrücklich gesagt wurde: ES werden noch alle Brrbändler herausfliegen. (Hört? hört! bei den Sozialdemokraten.) Deö ferneren wundere ich mich, daß der General v. Lochow kein Wort über die Wahl- agitation gesagt hat, die im BekleidungSamt gelrieben worden ist. Er scheint zu glauben, Agitation darf dort getrieben werden, cS kommt bloß auf ihr Ziel an. Herr v. Lochow hat ferner auf die hohen Beiträge hingewiesen, welche die Arbeiter an den Schneiderverband zahlen. Die 32 M. Beiträge bekommen sie heraus. wen» sie auch nur vier bis fünf Wochen arbeitslos find, daS find überhaupt keine Beiträge ohne Gegenleistung. Seiter sagte Herr v. Lockow, der Arbeiter anSschuß habe ja die Arbeitsordnung mitgemacht. Ich bitte nicht zu übersehen, daß bei den Sitzungen des ArbeitcrausschusseS stets ein Offizier zugegen ist, also ein Vorgesetzter, der die Entlassung der Mitglieder Sc« wirken kann. Da kann von einer freien ungezwungenen Verhandlmig keine Rede sein.(Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Herr v.Lochow sagte noch:.Agitatoren werden nickt geduldet." Ein Agitator ist Ihnen jeder Arbeiter, der einer Organisation angehört. und wenn er einen Kollegen veranlastcn will, der Organilatio» beizutreten, wird er entlasten. Dadurch wird in der Tat die»oali tiousfreihcit mit Füßen getretn«.(Sehr richtig! bei den Sozial- pemolraten.) Generalmajor». Loch»»: Auf die Wahlagitation habe ich nicht Bezug genommen, weil ich hierüber nickt orientiert bin. Ferner war gesagt worden, die Offiziere haben nur 3 Stunden zu mn. Das ist ganz sicher falsch; sie sind vielmehr ganz außer- ordentlich in Anspruch genommen. DaS Kapitel wird bewilligt. Eine Reihe weiterer Kapitel werden nach unwesentlicher Debatte bewilligt. Beim Kapitel.Pferbebeschaffimg" rühmt Abg. Barciihorst(Rp.) die Provinz Hannover und ihre Pferde- zucht. Der Haimoverancr sangt die Lieve zum Pferde schon mit der Muttermilch ein.(Große Heiterkeit.) Dir Hannoveraner sind stolz darauf, daß wir das springende Pferd im Wappen führen. (Stürmische Heiterkeit.) Ich bitte die Militärverwalttmg. die hannöverichc Pferdezucht beim Ankauf der Remontepfcrdo durch Preisdrückerei nicht zu schädigen. Abg. Böhle(So,.): In Sträßburg scheint die Militär- Verwaltung zu viel Pferde zu haben: denn die Kutscher klagen dort darüber, daß Ziviltransporte seitens der Militärverwaltung ausgeführt werden. Eine Beschwerde der Kutscher»st vom Geueral'- lommando als berechtigt anerkannt und Abhülfe ist versprochen worden; trotzdem besteht der Mißstand weiter fort. Ich bitte die stellen, die doch sonst so sehr für die Anfrechterhaltung der Disziplin sind, dafür zu sorge«, daß die Verfügung deS Generalkommandos auch beachtet wirv. Das Kapitel wird bewilligt. Zum Kapitel.Reisegebührnüse. Umzugskosten, Vorspann- und Transportkosten" liegt eine Resolution der Budgelkommiisioa vor. diese Ausgaben in Zukunft im Etat mehr zu spezialisieren. Abg. Erzbcrger(Z.) tritt für diese Resolution ein und kritisiert die Höhe der Tagegelder bei Reiten der Offiziere. Generalmajor v. Lochow: Die gewünschte Spezialisierung ist bereits in der Kommission vom KriegSmininer zugesagt worden. DaS Kapitel sowie die beantragte Resolution werden be« willigt. Beim Kapitel..Allgemeine Unkosten" wünscht Abg. Euno(fcs. Vp.) Einwirkung der Militärverwaltung aus die körperliche Erziehung der Jugend im Turnunterricht im Hinblick auf die Tatsache, daß von den Schulen, der höheren Lehraiistalten 60 bis 80 für den Militärdienst als untauglich befunden werden. Generalleutnant Sixt v. Armin betont, daß die Militärvcrwalwng in dieser Richtung ständig in Fühluug stehe mtt den Turnvereinen und dem KuliuSministerium. DaS Kapitel wird bewilligt. Hierauf vertagt das Hau« die Weiterberatung auf Dienstag 1 Uhr.(Vorher dritte Lesung der Zuckerkonvention. nachher Postetat.) Schluß 6'/« Uhr.__ Die Gl)ina'€xpedition vor der Budget* Kotmninion. Sitzung vom 7. Februar 1008. Die Verhandlungen beginnen mit der Fortsetzilftg Etat» für die E x p e d r» r o n n a ck O st a s i e n. Liebermann hatte gestern ausgeführt, wordenen Informationen die Expedition der Beratung Der Referent daß nach den ihm ge- noch nicht zurück» gezogen werden könne. Man tönne bielleicht erivägen, ob nicht! Einer Anzeige bedarf es nicht für Bersammlungen, die I schwebe, nicht aber gegen die Leitung der Staffe Am an eine dauernde Belassung einer Schugtruppe in öffentlich bekannt gemacht worden sind. Die näheren Vor- Donnerstag wurde nun gegen den vom Kaffenvorstand China zu denken fei und sodann natürlich lebernahme der Lasten schriften über die Erfordernisse der Bekanntmachung haben die wegen grober Pflichtwidrigkeiten entlaffenen früheren Bevoll auf den ordentlichen Etat. Erzberger fnüpfte daran eine herbe Landeszentralbehörden zu erlassen." mächtigten Friedemann vor dem Schöffengericht verDie Kritik der ganzen oftafiatischen Expedition. Eine tolle Ver- In dieser Fassung fand§ 3 mit 20 gegen die 6 Stimmen der handelt. Er stand unter der Anklage des Betruges. schwendung, werde hier getrieben, die Stellen seien nichts als Sonservativen Annahme. Die nächste Sihung der Kommission Verhandlung ergab, daß F. eine die Wöchnerinnenmoderne Sinekuren. Er schildert im einzelnen, wie splendid findet am Donnerstag statt. beiträge betreffende Entscheidung des städtischen Versicherungsdiese Truppe von 700 Mann mit Beamten und Offizieren ausgestattet amtes nicht ant den Vorsitzenden abgegeben, ift; so haben die 700 Mann nicht weniger als 26 Offiziere, 5 Aerzte, Die Bauforderungskommission nahm heute die§§ 6-9 des Re- ihn auch vom Inhalt nicht in Kenntnis gesetzt hatte. Er hatte Birla 80 Unteroffiziere usw. Die Garnisonverwaltung beschäftigt 5, gierungsentwurfes an. Ein zu§ 9 von nationalliberaler Seite vielmehr angeordnet, daß diejenigen Arbeitgeber, die fich das Proviantamt 10, das Lazarett 13 Beamte, abgesehen von einer gestellter Abänderungsantrag wurde abgelehnt. Der§ 10, welcher weigerten, teine Wöchnerinnenbeiträge zu bezahlen hätten, daß es ganzen Reihe Beamter, welche in der Heimat mit Angelegenheiten die Definition des Begriffes Baugläubiger" gibt, wurde ebenfalls aber bei den anderen bleibe wie bisher. Daraus resultiert die bc= des ostasiatischen Expeditionstorps beschäftigt und aus dessen Etat unverändert angenommen. Zu§ 11 hatten die Genossen Dr. Frant fannte zweifältige Einhebung der Wöchnerinnenbeiträge, für die man bezahlt werden. Die Gesamtausgaben belaufen sich auf 6 Millionen und Bömelburg beantragt, den sogenannten Nach männer zu unrecht den Vorstand verantwortlich gemacht, ja ihm unlautere Mart, welche im außerordentlichen Etat rangieren und auf An- chutz eintreten zu lassen ohne Rücksicht darauf, ob dem Eigentümer Motive untergeschoben hatte. Der Angeklagte ist im Jahre 1893 bei Ieihe genommen werden. Sogar die Pensionen von zirka bekannt war, daß dem Unternehmer die zur Herstellung eines der Staffe als Stopist eingetreten und im folgenden Jahre von dem 31 Millionen Mark werden aus der Anleibe bezahlt. Baues erforderlichen Mittel nicht zu Gebote stehen oder daß damaligen Borsigenden, dem heutigen Landtagsbertreten. Aus Induftrie und Handel. Die Lage in der Textilindustrie. Der Verein der Trikotwaren fabrikanten von Ebingen ( Württemberg) und Umgebung hat beschlossen, die Produktion der Geschäftslage anzupaffen und nötigenfalls größere Betriebseinschränkungen vorzunehmen. Mitte Januar machten die Annullierungen amerikanischer Aufträge, wie in anderen Geschäftszweigen, so auch in der Wirt waren branche von sich reden. Die Strumpf- und Handschuhfabrikanten haben an dem Ausfall der amerikanischen Orders ganz besonders zu leiden, da der Absatz in Deutschland selbst und der Export nach anderen Ländern sich mit der amerikanischen Ausfuhr nicht messen kann. Verschiedene Firmen berkürzen schon ihre Arbeitszeit. Nach dieser Kritik versuchte ein junger Offizier, den Etat zu er nicht die Absicht habe, feine Gläubiger zu befriedigen. Ein abgeordneten Langhammer als Bevollmächtigter rechtfertigen, Südekum aber tritisierte scharf die Abwesenheit des Antrag von Dr. Mayer( 3.) bezweckt das gleiche. Nach langer eingestellt worden. Der Amtsanwalt wurde dem AnAusroärtigen Amtes und Kriegsministeriums und beantragte Wer- Debatte, bei der die Handwerkervertreter Pauli( f.) geflagten zum Verteidiger; er bemerkte, daß F. weder das Recht, tagung, bis die Herren zur Stelle sind. und Wieland( D. Vp.) gegen die Handwerker noch die Pflicht gehabt habe, eine Henderung herbeizuführen. Das Heute ist nun alles vertreten. Der neue Staatssekretär forderung redeten, wurde der Antrag abgelehnt. Gericht erachtete aber F. mit Recht für schuldig und ver des Auswärtigen Amtes, Herr v. Schoen, fist armbandgeschmückt Dafür stimmten nur die Vertreter des Zentrums und der Sozial- urteilte ihn zu 200 Mark Geldstrafe. neben dem Vorsitzenden und auch das Striegsministerium ist start und der Stonservativen, der in§ 11 den Nachmännericuz nicht demokraten. Ein gleichlautender Antrag der Sozialdemokraten Sigt von Armin gibt die Erklärung ab, er fei nicht eingeladen auf die Lieferanten ausdehnen will, wurde einstimmig angenommen. worden, auch Herr v. Schoen hat die Einladung zu spät erhalten. Der§ 12 wurde unverändert genehmigt. Bu§ 14, legter Absatz, Der Fehler soll am Bureau liegen. hatten die Genoffen Dr. Frank und Bömelburg beantragt, Liebermann und Wagner fragen, wann die Egpedition die Anmeldefrist für die Bauforderungen von zwei Monate auf aurüdgezogen werden foll. v. Schoen meint, der Zeit- 3 wei Wochen herabzusetzen. Ein Vermittelungsantrag wurde punit lasse sich nicht absehen. Man habe einen Teil der Truppen angenommen, der die Frist auf einen Monat festießt. Die zurüdgezogen und das habe einen guten Eindruck auf die Chinesen§§ 15 und 16 wurden in der Fassung der Regierungsvorlage an gemacht. Aber dazu neige die Regierung nicht, die Erpedition genommen, während die Abstimmung über§ 18 ausgesetzt wurde. zurückzuziehen. Er sucht das mit politischen Gründen zu rechtfertigen. Das Bogelschutzgesetz hat nun seine erste Lesung in der Paasche fieht in den Darlegungen v. Ehoens einen Widerspruch und se ommission hinter sich. Die Vertreter der Reichsregierung und wünscht die böllige Zurückziehung der Truppen. Jedenfalls aber einzelner Bundesstaaten waren unabläffig bemüht, die Regierungsmüßten die Pensionen in den ordentlichen Etat genommen werden. vorlage zu schüßen gegen eine über den Rahmen der Pariser v. Schoen behauptet, eine Berringerung der Truppen fei nicht se onvention hinausgehende Verbesserung zur Herbeiführung eines möglich. Die Befagung von Kiautschou genüge nicht zum Schuge wirksamen Vogelfchuzes im ganzen Reiche. Sie trugen zur Erder Gesandtschaft in Pefing. reichung diefes Swedes föderalistische Bedenken vor, die fich gegen Genosse Ledebour verlangt nachdrücklich die Zurückziehung des die Eingriffe in die bunte Gestaltung der bundesstaatlichen JagdExpeditionskorps; im weiteren schildert er an einzelnen Beispielen gefeggebung richteten. Im Speziellen sollte der Krammetsvogel die Verschwendung, die in diesem Etat herrsche. Die BuchMaffenfang für Preußen und Oldenburg reserviert werden. Die haltungsgeschäfte für diese 700 Mann foften 23000 M. Kommission erzielte zunächst eine Mehrheit zur Verschärfung des Die Bekleidungsverwaltung 10000 M. Jeder einzelne Mann koste§ 2, der dem Vogelfang und der damit verbundenen Ausrottung der leber einzelne Bezirke liegen folgende Situationsberichte vor: ungerechnet die Pensionen zirka 7000 M. jährlich. Ein Bögel in Deutschland entgegentritt und erzielte mit 11 gegen 7 Stimmen Gera. Die Beschäftigung ist noch verhältnismäßig rege. Ein Regierungsvertreter 8immermann begründet bie an die grundfäßliche Beseitigung des Dohnenstieges. Einstimmig war die flotter Eingang von Aufträgen wäre aber immerhin erwünscht, denn gebliche Notwendigkeit der Belaffung der Truppen in Peking Beschlußfaffung, wonach in dem§ 35 Abs. 2 Gew.-D. bezüglich des in den Lohnwebereien läßt die starte Beschäftigung schon etwas nach, damit, daß die Verbindung zwischen Beling und der Küfte aufrecht gewerbsmäßigen Vogelhandels durch eine Einschiebung( der Handel so daß man sogar schon zur Einschränkung der Arbeitszeit schreiten erhalten werden müsse. mit lebenden Vögeln) eine Kontrolle durch die Konzessionserteilung mußte. Erzberger fritifiert wie Ledebour die Verschwendung im gewährt werden soll. Die Höhe des Strafmaßes ist von 150 auf Aachen. Seit dem Herbst ist eine allmähliche Abnahme der Etat. Deutschland wendet an Ostasien einschließlich Kiautschou 300 Mark hinaufgefeßt worden, während der weitgehendfte Antrag Beschäftigung bemerkbar. Zwar find einzelne Betriebe, deren Bro20 Millionen und der Handel ist gleich Null 500 Mark forderte. Der sozialdemokratische Antrag, den besonderen dufte in besonderer Gunst der Verbraucher stehen, auch jezt noch Die beiden Referenten beantragen, die Ausgaben für Schuß des§ 3 Abs. 1 neben den Meisen, Kleibern und Baumläufern bis zum Frühjahr mit Aufträgen reichlich versorgt; im großen und Pensionen, das sind 1578 000 m. beim Striegsministerium und auch den Baunkönigen und Goldhähnchen zu gewähren, wurde gegen ganzen werden aber die meistens im Spätherbst erwarteten Nach1869 000 M., zusammen 3 447 000 m. aus dem außerordentlichen 5 Stimmen abgelehnt. in den ordentlichen Etat zu übernehmen. Unter die besonders zu schützenden Vogelarten wurden über die bestellungen, die in dieser Saison vielfach ausgeblieben sind, sehr Regierungsvorlage hinaus noch eine Anzahl Gattungen( Seeadler, Schreiadler, Turmfalten, Buffarde, Gabelweihen usw.) aufgenommen. Gegen die Vertilgung der Lerchen( namentlich in den Reichslanden) wird noch in zweiter Lesung ein Beschluß gefaßt werden. Einlauf. Unterstaatssekretär Twe le rechtfertigt die Haltung des Reichsfchazamts; wenn Auswärtiges Amt und Striegsministerium die Ausgaben für absolut notwendig erklären, fönne das Schazamt nichts machen. Auf den ordentlichen Etat habe man die Ausgaben nicht genommen, einmal wegen der Finanznot, andererseits weil es fich um einen mobilen Zustand handle. Eine lange Debatte verursacht die Forderung von 437 800 m. Zeuerungszulagen und 15 600 M. für Dienermiete -bei 700 Mann mit 26 Offizieren! Schließlich fommt die Mehrheit zu dem Schluß: in diesem Jahre läßt sich gar nichts ändern, man verschiebt alles auf das nächste Jahr! Parlamentarifches. Jm Reichstage ging ein: Bericht der Wahlprüfungskommission über die Wahl des Abgeordneten Ortel, Wahlkreis Thorn BriesenCulmice. Soziales. Zuderkrankheit infolge eines Unfalles. In den Tuch fabriten ist die Beschäftigung verschieden. Einzelne Fabrikanten, die vorzugsweise gute und mittelgute Stoffe anfertigen, find für die nächste Zeit mit Aufträgen noch versehen. Andere nehmen gerne Bestellungen, die für das Frühjahr effektuierbar wären, an. entbehrt. Glauchau Meerane. Der Geschäftsgang ist zwar der Jahreszeit entsprechend noch als gut zu bezeichnen, doch befürchtet man allgemein, daß in den nächsten Monaten ein Mangel an Bea schäftigung eintreten dürfte. Die Nachbestellungen find in letter Zeit in wenig zufriedenstellendem Umfange eingegangen, und die Aussichten für die kommende Wintersaison sind nicht besonders günstig. 3 au wünschen übrig und man glaubt fünftigen Garnansammlungen Bocholt. Im Garngeschäft läßt der Abruf auf alte Sontrafte in den Spinnereien infolge der ziemlich schwierig werdenden Lage der Webereien taum aus dem Wege gehen zu können. Die Preis basis für das Gespinst bleibt unverändert, aber man erwartet, daß bei weiter anhaltender Geschäftsflauheit die Spinner zu Preistonzessionen schreiten müssen. In jeglichen Artikeln der Bunt- und WeißwarenDas Reichsvereinsgefets vor der Kommission. In der Medizin. Klinik" wird der Zusammenhang eines Un- webereien bestehen ungünftigere Aussichten, es will feine richtige Die Reichstagskommission zur Vorberatung des Vereinsgesetzes faffes mit Zuderharnruhr von Dr. Paul 3 ander, Berlin, ber Saison auftommen. Der Grund wird der sein, daß der Mittel- und führte heute die Beratung über§ 3 zu Ende. Es handelte sich in öffentlicht, der für Arbeiterkreise hochinteressant ist. Es handelt sich Kleinhandel mit waren vollgesogen und verängstigt ist und wenig der Debatte hauptsächlich um die Frage der Befreiung der Wahl- um einen 57 Jahre alten Rohrleger, der im Dezember 1905 dadurch Luft zum Einkauf hat. Auch alle übrigen Nebenindustrien des bersammlung und der Berufs- und Standesversammlung von der einen Unfall erlitt, daß er mit der obersten Sproffe einer Leiter hiesigen Bezirks leiden unter den ungünstigen geschäftlichen AusAnzeigepflicht und der Ueberwachungsberechtigung der Polizei. durchbrach, in einen Kellerschacht fiel und mit Rüden und Genid fichten. Färbereien zeigen zwar noch vollbesetzte Maschinen, woDabei war von besonderem Interesse die Erklärung des Staats- auf Gifenteile aufschlug. Wegen der entstehenden Rücken gegen in Drudereien und Bleichereien ein Mangel an Aufträgen sekretärs, daß eine Befreiung öffentlicher Versammlungen, quetschung setzte er seine Arbeit nicht aus, aus, flagte aber schon zu bemerfen ist. M. Gladbach. Die ersten Wochen des neuen Jahres find fülr die sich mit den Gegenständen beschäftigten, die im§ 152 der Ge- über fortdauernde Rückenschmerzen. Bon Wichtigkeit in bezug werbeordnung umgrenzt seien, also mit der Erörterung von Lohn auf seine im Anfang Mai 1906 festgestellte Erfranfung an das hiefige Textilgewerbe im großen und ganzen ziemlich still geund Arbeitsbedingungen, von der Anmeldepflicht, den Entwurf für Buderharuruhr war die Abnahme des Körpergewichts, Trockenheit im wesen. Aber auch die Auftragsversorgung für die nächsten Monate die Regierung unannehmbar machen würde. Wenn folche An- Halfe und zunehmende Mannesschwäche. Eine Abnahme von sieben läßt, wenigftens soweit die Webereien und Kleiderfabriken in Begelegenheiten in einem bestimmten Streise in nichtöffent- Silogramm mußte aber auf eine Zuderharnruhr schließen lassen, die tracht kommen, faft durchwegs zu wünschen übrig. Jm Januar 1907 lichen Versammlungen zur Berhandlung geftellt wurden, fo icon einige Monate andauerte. Wenn der Ertranfte auch nicht die überall flotter Betrieb und flotte Auftragseingänge, heute entfalle die Anzeigepflicht und die Überwachungsbefugnis, da das Bollrente bewilligt erhielt, so bekam er doch auf Grund des triebseinschränkungen oder Inaussichtnahme derfelben und mangelnde Reichsvereinsgejes überhaupt nur von öffentlichen Versamm Banderfchen Gutachtens 30 Proz. Aus diesem ist die Begründung, Kaufluft; die Käufer bestellten bisher nur das unbedingt Notwendige, Tungen handle. Auch der konservative Abg. Droescher erklärte daß die ursprünglich bewilligte Rente von 15 Proz. erhöht werden um sich bei dem hohen Bankdiskont nicht noch mehr zu belasten. im Namen feiner ganzen Partei, daß sie unter feinen Umständen müsse, außerordentlich interessant. Es handelte sich nämlich um eine Mit dem Heruntergehen des Diskonts wird wohl ein Wiederaufleben über den Regierungsentwurf hinausgehen werde. Eine Befreiung leichte Buderharnruhr, und der Zucker begann im Urin aufzutreten, der Staufluft sowohl bei den Grossisten als auch bei den Detail aller gewerkschaftlichen Versammlungen und besonders eine Be- wenn die Menge der aufgenommenen Koblehydrate 175 Gramm über- listen eintreten. Dazu wird dann der effektive Frühjahrsbedarf freiung der Wahlversammlungen von der Anmeldepflicht, sei für stieg, was ungefähr einer Brotportion von 300 Gramm entspricht. Der fommen, fo daß für die nächste Zeit eine Zunahme der Aufträge fie um so weniger annehmbar, als gerade in Wahlzeiten die Ruhe Krante darf also bei seiner Ernährung dieses Maß der Kohlehydrate nicht ausgeschlossen ist. Gegenüber diefen allgemeinen Gesichtspunkten treten die Nachund Ordnung am allerehesten gefährdet sei. Diesen Ausführungen nicht überschreiten. Da aber Kohlehydrate für den förperlich irat der bayerische Bundesratsbevollmächtigte, Ministerialrat Arbeitenden ein sehr wichtiges Ernährungsmittel bilden, und da fie richten von den amerikanischen Rohbaumwollmärkten start in den Stoßenreuther scharf entgegen. In Bayern bestände bereits andererfeits zugleich die billigsten Nährstoffe, nämlich Brot und hintergrund. Das Intereffe für diefe Nachrichten ist verschwunden, die Anzeigefreiheit für Wahlversammlungen, und man habe damit Kartoffeln, darstellen, so muß er solche durch die teueren Eiweiß- feitdem man mit einiger Wahrscheinlichkeit annehmen kann, daß die allgemein die besten Erfahrungen gemacht. Die Stimmung der stoffe in Fleisch und durch Fette ersetzen. Das bedeutet aber für amerikanische Baumwollernte diesmal 12-12 Millionen Ballen bayerischen Bevölkerung gehe durchweg dahin, daß die bestehenden den Betreffenden einen Verlust, der mit 15 Proz. nicht gedeckt ist, ergeben hat. Diese Ziffer bürgt dafür, daß die Preise in dieser vereinsrechtlichen Freiheiten Bayerns durch das Reichsvereinsgesetz wohl aber durch eine Rente von 30 Broz. zugleich mit Be- Saison wie das bei Baumwollmangel fein fönnte nicht ins nicht geschmälert werden sollten. Niemand wolle, daß der Polizei rüdsichtigung einer etwa durch die Krankheitsbeschwerden ber- ungemessene steigen werden. geist auch nach Bayern seinen Einzug halte. Den Standpunkt minderten Arbeitsfähigkeit. der Sozialdemokratie bertrat noch einmal in ausführlicher Weise Genosse Hildebrand, der besonders hervorhob, daß die unteren Be ihren Gläubigern bei 281 919 Paffiven 35 Proz. 60 Broz. find den Gläubigern der Firma Steimann in Nürnberg, die mit 90 000 m. Bassiven in Zahlungsschwierigkeiten geraten ist, geboten worden. In Ludwighafen hat sich die Firma May Emanuel an die Gläubiger wenden müssen. Hier stehen Verpflichtungen, in Höhe von 300 000 M., nur 50 000 M. Aftiven gegenüber. Ein angebotener Vergleich von 50 Broz. ist gescheitert. Weit den Schwierigkeiten dieser Firma steht der Konfurs der Firma Merkur" in Worms in Verbindung. Diefe Firma ist eine Gründung von May Emanuel. Zahlungsschwierigkeiten in der Herrenkonfektionsbrauche. Zur Auslegung des§ 616 B. G.-B. Die Firma Goldftaub in Bochum ist mit 1, Millionen Baisiven Bolizeiorgane fich in der Bragis an die wohlwollenden Erklärungen 14tägige Kündigung beschäftigt war, erlitt einen Unfall. Sie war von 50 Broz. angeboten worden. Die Barengläubiger, die au Eine Arbeiterin, die bei einem Unternehmer in Fürth auf in Schwierigkeiten geraten. Es ist ein außergerichtlicher Vergleich des Staatssekretärs sehr wenig halten würden. Bei der Abstimmung wurde zunächst auf Antrag der Sozial- infolgedeffen vier age arbeitsunfähig. Der Unternehmer weigerte fammen 487 000 m2. zu fordern haben, find nach dem„ Confettionar" demokraten und Freisinnigen der Begriff öffentliche An fich, ihr den Lohn für diese vier Tage zu bezahlen. Auf Selage ent- aber nicht geneigt, den Vergleich zu akzeptieren, weil feine Garantien gelegenheiten" durch politische Angelegenheiten" ersetzt. fchied das Gewerbegericht: der Unternehmer ist schuldig, den Lohn geboten werden. Die Firma Robert Saalmann in Stettin bietet Beiter wurde beschlossen, daß über die erfolgte Anzeige von der für die vier Tage, abzüglich von 50 Pf., die die Klägerin aus der Behörde eine kostenfreie Bescheinigung erteilt werden muß Strantentasse erhalten hat, zu bezahlen, Es kommt hier§ 616 des in der Vorlage hieß es nur: soll. Angenommen wurden auch die B. G.-B. in Betracht. Der Unfall ereignete sich ohne Verschulden Anträge Müller- Meiningen auf Befreiung der Wahlversamm der Klägerin und es handelt sich um eine verhältnismäßig nicht lungen und der gewerkschaftlichen Versammlungen von der An- erhebliche Zeitdauer der Krankheit. Beigepflicht und der Ueberwachungsbefugnis. Schließlich wurde Zur Hete gegen die Krankenkaffe in Chemnit. auch noch beschlossen, daß die öffentliche Bekanntmachung die Anzeige bei der Polizei ersetzen kann. Der neue§ 3 hat danach An der Hand der Schmuzbroschüre des inzwischen wegen folgenden Wortlaut: gemeiner Erpressung eingelochten Schubert und feines ebenfalls 28er eine öffentliche Versammlung zur Erörterung politi- eingetastelten Stronzeugen batten die in Verdächtigung gegen die fcher Angelegenheiten veranstalten will, hat hiervon mindestens Strantentassen arbeitenden Organe allerlei Untabrheiten über die 24 Stunden vor dem Beginne der Versammlung unter Angabe Leitung der Ortskrankenkasse verbreitet. Auch die Norddeutsche des Ortes und der Zeit bei der Polizeibehörde Anzeige zu er- Allgemeine Beitung" hatte als vermeintlichen Beweis für ftatten. Ordnungswidrigkeiten in der Kaffe auf das von Unwahrheiten Ueber die Anzeige muß von der Behörde sofort cine foften- stroßende Machwert Schuberts hingewiefen. Sie scheint so start an freie Bescheinigung erteilt werden. der Stette dieses Erpressers oder seiner Hintermänner zu liegen, daß Der Anzeige bedarf es nicht für Bersammlungen der Wahlfie bislang noch nicht einmal von Schuberts Einsperrung wegen berechtigten zum Betriebe der Wahlen zu den auf Gesetz und Erpressung zu berichten vermochte. Am Donnerstag fand vor dem Anordnung von Behörden beruhenden öffentlichen Störper- Chemnizer Schöffengericht eine Verhandlung statt, die Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 9. Februar, vormittags schaften. Vom Tage der amtlichen Bekanntmachung des Wahl- wieder eine der gegen den Vorstand geschleuderten Verdächtigungen tages an bis zur Beendigung der Wahlhandlung. Die Vorschriften als solche charakterisiert. Von Schubert und Genossen war u. a. 8 Uhr, in der neuen Gemeindehalle, Bappel- Allee 15-17: Bersammlung Sonntagvormittag 10%, Uhr in der Schulaula, der§§ 5, 8 und 9 finden auch auf diese Versammlungen An- behauptet worden, daß der Vorstand der Gemeinsamen Ortstranten mit freireligiöser Vorlesung wendung.(§5 handelt von der Notwendigkeit, einen Beiter taffe zu unrecht von den Wöchnerinnen Saffenbeiträge erhoben habe. Sleine Frankfurter Straße 6: Vortrag von Frl. Jda Altmann:" Beichte au wählen,§ 8 von der Befugnis der leberwachung und§ 9 Man ließ dabei durchblicken, daß sich der Vorstand bereichert habe. Die und Buße in ihren Beziehungen zu Dioral und Menschenwürde." von dem Rechte der Auflösung durch die Polizei.) Als Er Staatsanwaltschaft nahm fich der Sache an. Sie verzögerte Beschließende Bersammlung( nur für Mitglieder mit weißer Quittung) im örterung politischer Angelegenheiten gilt es insbesondere nicht, fich bis nach der Vertreterwahl. Am Tage nach der Wahl Saal von Balduin Frante, Sebastianstr. 39. wenn in Bersammlungen von den in§ 152 der Gewerbeordnung machte der erste Staatsanwalt bekannt, daß die Allgemeine Kraufen und Sterbekasse der Metallarbeiter genannten Personentreisen ausschließlich die dort bezeichneten Erörterungen ichon längst abgefchloffen feien,( e. 5. 24 Hamburg), Filiale Berlin 5. Heute abend 8%, Uhr bei cufelber Bwede erörtert werden daß nur noch ein Verfahren gegen einen früheren Beamten Dragonerstr. 15. " Eine Bankinsolvenz. Die Kopenhagener Grundbefizerbank, deren Kapital 20 Millionen Kronen beträgt, hat ihre Zahlungen eingestellt. Zusammenballung in der Bergwerksindustrie. Die Harpener Bergwerksgesellschaft beruft eine Generalversammlung, die über die Erhöhung des Aktienkapitals um 7800 000. auf 80 000 000 m. befchließen foll. Als Zweck der Maßnahme gibt die Verwaltung die Uebernahme der Zechen Viktoria" und" Kobold" an. und Herren als Gäste sehr willkommen. Damen Montag, den 10. Februar: Sozialdemokratischer Verein im fünften Berliner Wahlkreise. Sparcame Raucher rauchen Fehlfarben der Berliner Radfahrer ArbeiterVerein. Mitgl. des Arb.- Radfahrerbundes „ Solidarität“. Den Bundesgenossen zur NachKartonarbeiter Sonntag, 9. Februar, abends 6 Uhr, in den Unions- Sälen, Greifswalder Str. 222: 7 Pf.- Zigarre No. 22-10 St. 50 Pf. it, a unser Mitglied, der Versammlung. Vortrag des Genossen Redakteur Karl Wermuth: Der Sozialismus und seine geschichtHierauf folgend: Geselliges Beisammensein und Tanz. liche Mission. Zahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. Verband der Fabrik-, Land-, Hülfsarbeiter.». Arbeiterinnen Deutschlands( Zahlstelle Berlin). Bureau: Linienstraße 215. Geöffnet von 8-1 und von 4-8 Uhr. Telephon Amt III, Nr. 938. Sonntag, den 9. Februar, vormittags 9½ Uhr, im Lokale„ Musikerfäle", Kaiser- Wilhelm- Straße 18 m: General- Versammlung. Zages Drdnung: 1. Borstandsbericht: a) des Vorsigenden, b) des Kassierers, c) Bericht der einzelnen Kommissionen. 2. Wahl eines Lokalbeamten. 3. Neuwahl der Verwaltung und Kommissionen. 4. Anträge. NB. Bei der Wichtigkeit der vorstebenden Tagesordnung wird bestimmt erwartet, daß möglichst niemand von den Mitgliedern fehlt. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. 63/4 Buch legitimiert. Verband der Steinfetzer, Pflasterer und Berufsgenoffen Deutschlands. Kombinierte Versammlung der im * Die Ortsverwaltung. * vorzügliche Qualität, großes Format. J- Neumann Zigarren- Fabriken. -150 Zweiggeschäfte, davon in Berlin: Brunnenstr. 32, E. Anklamerstr. Chausseestr. 22, E. Invalidenstr.- Chausseestr. 43, E. Schwartzkopffstr.- Dresdenerstraße 5, E. Adalbertstr. Friedrichstr. 171, E. Französischestr. Invalidenstr. 148, E. Bergstr.- Jerusalemerstr. 41, E. Krausenstr. Kaiser Wilhelmstr. 19, E. Münzstr.- Königstr. E. Spandauerstr. 56. Markgrafenstr. 17, E. Junkerstr. Oranienstr. 30, E. Adalbertstr. Potsdamerstr. 57-58, E. Bülowstr. Prinzenstr. 91, E. Ritterstr. Rosenthalerstr. 48, E. Neue Schönhauserstr. Uhlandstr. 33, E. Lietzenburgerstr. Wallstr. 14a, E. Neue Grünstr. Wienerstraße 22, E. Grünauerstr. Rixdorf. Bergstr. 146. Feiner leichter Rauchtabak Heller Shag. Paket 10 Pfg. STARD CARDINAL Magasin De Tabe والالوان Paket 10 Pfg. A. B. Koch Franz Foveaux Kohlen- Groß- Handlung Berlin 0. 34, Brombergerstr. 16. Preise für nur la Marken ab Play von 10 3tr. an: Zabaljabril Köln a./Rh. General- Vertreter: R. Krüger, NW. 5, Struppstraße 6. [* 175/4 Prima la Salbiteine( befannte Nathan Wand Tarif Rayon Groß- Berlin belegenen Filialen am Sonntag, den 9. Februar 1908, vormittags 10 Uhr im Berliner Gewerkschaftshause, Engelufer 15, Saal 1. Tages Ordnung: 1. Der paritätische Arbeitsnachweis. Referent: Reichstagsabgeordneter 2. Diskussion. Nobert Schmidt. Zentralverband der Steinarbeiter. Berlin II. Sonntag, den 9. Februar, vormittags 10 Uhr, im Englischen Garten", Alexanderstraße 270: Mitglieder- Versammlung Tagesordnung: " Marten). Pfännerschaft pr. 8tr. 97 Pf. 1,02 M. la Diamant pr. 8tr.( 110 bis 120 Std.) la lje u. Akw.. • 1,05 m. 1,05 m. la Anthrazit Cadé p.3tr. 2,40m. Koks, Steinkohlen usw. zu den billigsten Tagespreisen. Anlieferung frei Steller je nach Quantum pr. 8tr. 10-15 Bf. mehr. Bei Original Waggons und größeren Abschlüssen verlangen Sie meine Spezial- DOfferte. ygienische Bedarfsartikel, Gummiwaren, 1000e Anerk. V. Prof. u. Aerzt. empf., bill. Apoth. S. Schweitzers Fab. hyg. Präp., Berlin 0., Holzmarktstr. 69-70. Off. verlang. Ein Portemonnaie mit Inhalt 129 Staliterftr. 129. Die schönsten Herren- Sommer- Paletots und Anzüge fowie ipeziell Monats- Garderobe in neu vontavalieren getragene Sachen, fast neu, für jede Figur passend, speziell Bauchanzüge sind in großer Auswahl stets zu staunend billigen reisen zu haben. Nathan Wand 129 Sfaligerstr. 129. Hochbahnstation Kottbuser Tor. Bitte aufhausnummer zu achten. Neuesten Vorteil auf dem Gebiete der modernen Bekleidungsbranche bietet das Versandhaus BerlinerHerrenmoden Stralauer Straße 28, Hochparterre, am Moltenmarkt, indem es an Jedermann nur felbft hergestellte, schicke, gediegene Garde roben fertig und nach Maß, auch gegen Teilzahlung von 1,- M. wöchentlich an, liefert. Eigene Zuschneiderei, eigene Werk. stätten. Kein Warenkredithaus. Reelle Bed enung. Lagerbesichti gung lohnend. Kein Kaufzwang. Auf Wunsch besucht Sie unser Stadtreifender mit reichhaltigen neuesten Mustern. Auch Sonntags geöffnet. Baustelle 290 Quadratruten, Industriegegend bei Teltow, Bauklasse C- drei Etagen Gas, Wasserleitung, zum Preise von nur 20 M. pro Quadratrute zu verkaufen. Anzahlung 2500 Mart, Rest mit Allen Freunden und Bekannten 4 Broz. auf langjährige Hypother. 14782* empfehle mein Offerten unter K 5 an die ErOber- Schöneweide. 1. Anträge zum Verbandstage. 2. Wahl eines Delegierten zum ist gefunden worden und gegen ErBerbandstage. 3. Wahl eines Delegierten zur Gewerkschaftskommission. ſtattung der Insertionsgebühren ab Weiß- und Bayrischbier- Lokal. pedition des„ Vorwärts". 4. Berschiedenes. zuholen Graunstr. 24 bei Bredow. Pflicht eines jeden Kollegen ist es, in dieser Versammlung zu erscheinen. abends 6-8 Uhr. 171/ 5* Mitgliedsbuch legitimiert. Die Ortsverwaltung. Zentralverband der Lederarbeiter. Filiale I Berlin. Sonntag, den 9. Februar, vormittags 10 Uhr, im Lokale vou Schmidt, Prinzen- Allee 33: Mitglieder- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Bericht der Statutenberatungsfommission und Anträge zur General bersammlung. 2. Wahl eines Revisions- und Schlichtungskommissionss mitgliedes. 3. Innere Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Der außerordentlich wichtigen Tagesordnung wegen ist pünktliches sowie zahlreiches Erscheinen die größte Notwendigkeit. 144/2 Der Vorstand. F. Runge. Sozialdemokratischer Wahlverein Rixdorf. Sonntag, den 9. Februar 1908, abends 6 Uhr, in Hoppes Festfäle, Hermanustr. 49: Vortrag des Genossen Hasse: Die Kulturbestrebungen der Sozialdemokratie. Nachbem: Gemütliches Beisammensein mit Tauz für unsere Mitglieder und deren Angehörige. Zahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. 234/8 Durch Ersparung teurer Ladenmiete bin ich in der Lage, Grammophone, Phonographen, Fahrräder, Platten, Walzen und Zubehörteile konkurrenzlos billig zu verkaufen. wöchentTeilzahlung lich 1 M. ohne Aufschlag. Herrmann Hoppe, N. 54, Lothringer Str. 40. Blitz- Schnell tommt man mit der Hochbahn zu Weingarten, Gitschinerstr. 72. Station im Hause. Haltestelle Brinzenstraße. Empfiehlt: 1 Posten Monats- Anzüge, 1 Posten Monats- Paletots, Posten Monats- Beinkleider zu staunend billigen Preisen, auch für forpulente Herren passend. Dieselben sind von seinen Kavalieren und Reisenden, die nur einen Monat ihre Garderobe tragen. Fahrgeld wird vergütet. Bitte auf Hausnummer zu achten. 15882* 28495 Eduard Sielot, Reuleaux Ohmstraßen- Ece. Sozialdemokr. Wahlverein für den 6. Berl. Reichstagswahlkreis Wedding Sonntag, den 9. Februar 1908, in den ,, Pharus- Sälen" 142 Müllerstraße 142 Unterhaltungs- Abend Herr Emil Walkotte Schubert Berliner Ulk- Trio Mitwirkende -G Konzert- und Opernsängerin Thyra NordströmKünstler- Kapelle( Dirigent Herr Vogel) Nach dem Konzert Großer Ball Herren, die daran teilnehmen, Anfang 6 Uhr Kinder haben keinen Zutritt zahlen 50 Pf. nach Billett 50 Pf. Jch hab's probiert Schluß!-Schluß!!- Schluß!!! SWestmann and bin sehr zufrieden. saison, bestehend in Die noch vorhandenen Restbestände der letzten Herbst- u. WinterPlüsch- and Pelzkonfektion, Mänteln and Jacketts, Kostümen, Rocken, Blusen, Kinderkonfektion etc. etc. sollen zu jedem annehmbaren Preise einzeln an Private abgegeben werden! Originalmodelle, Reisemuster und Kopien, hochmoderne Ausführungen, gediegene Stoffe, schicke Formen, selbst für allerstärkste Figuren am Lager, eigener Fabrikation nach folgenden 5 Kollektionen: 1 2 3 bish.bis M.18 bis M. 30 bis M. 50 Spezialgeschäft!! Spezialgeschäft!! 4 bis M. 90 5 bis M. 150 nur M. 55 heute nur M. 6 nur M. 10 nur M. 16 nur M. 30 Ein Kinderkragen mit Capuchon für das Alter Gratis! von 13 Jahren oder ein Kinderpyjak === bei Einkauf von M. 20,- an.=== Konfektionshaus Hauptgesch.: Berlin W., Mohrenst. 37a an den Kolonaden. Westmann Filiale: Berlin O., Gr. Frankfurterstr. 115 Separ- Abteil. Mod Traderen. 2tes Haus an der Andreasstraße. Eröffnung der Frühjahrssaison. Des starken Andranges in den Nachmittagsstunden wegen empfiehlt sich der Besuch meiner Geschäfte am Vormittag. Sonntags geöffnet für Damen und Mädchen. Auswahl u. Preise konkurrenzlos. 8-10, 12-2 Uhr. Bruno Rinkowsky ( 21bt. 2) am 2. Februar infolge eines Radunfalles plöglich ver storben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 9. jebruar, nachmittags 3, Ubr. von der Leichenballe des Heilig Kreuz- Kirchhofes in Mariendorf aus statt. Zahlreiche Beteiligung erwartet 10/13 Der Vorstand. Zentral- Verband der Töpfer Deutschlands. Filiale Berlin. Todes- Anzeige. Am 5. Februar verstarb plöglich der Kollege Karl Müller ( Bezirk Wedding) im Alter von 56 Jahren. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 8. Februar, nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause Antonftr. 33 aus nach dem neuen Nazareth Kirchhof( daselbst um 4 Uhr) in Reinickendorf, Berlinerstraße ftatt. 192/5 Der Vorstand. Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Todes- Anzeige. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Schloffer Emil Meißner am 5. Februar 1908 an Lungenleiden gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 9. Februar 1908, nachmittags 3, Uhr, von der Leichenhalle des Gnaden- Kirchhofes, Barfusstraße, aus statt. Rege Beteiligung erwartet 111/15 Die Ortsverwaltung. Am 6. Februar, nachmittags 5, Uhr, entschlief nach furzem, schwerem Leiden mein innigst geliebter Mann und Vater, der Schraubendreher Karl Häder. Dies zeigt tiefbetrübt an Witwe Häder 29535 nebst Kindern. Die Beerdigung findet am Sonntagnachmittag 2 Uhr, vom Trauerbause, Lichtenbergerstr. 3, aus nach dem Auferstehungs- Kirchhof in Weißensee statt. Annahme- Stellen für„ Kleine Anzeigen". Zentrum: Fritz Binfe, Mauerstr. 89. A. Hahnisch, Auguststr. 50. Westen: G. Schmidt, Kirchbachstr. 14 Osten: W. Mann, Petersburgerplay 4. R. Wengels, Rüdersdorferstr. 3. Gustav Vogel, Koppenstr. 83. Nordosten: 2. Zucht, Immanuelkirchstr. 12. J. Neul, Barnimitr. 42. Norden: H. Raschke, Aderstr. 36. F. Trapp, Stettinerstr. 10. Kari Mars, Lychenerstr. 123. Karl Weike, Nazarethkirchstr. 49. 2. Dechaud, Ruheplaystr. 21. $. Vogel, Lorgingstr. 37. A. Tich, Jnvalidenstr. 124. Nordwesten: Karl Anders, Salzwedelerstr. 8. W. Schrolle,( Sopkowskystr. 29. Südwesten: H. Werner, Gneisenaustr. 72. H. Schröder, Hagelbergerstr. 27. Süden: St. Frith, Prinzenstr. 31. F. Gutschmidt, Rottbuser Damm 8. Südosten: Pant Böhm, Laufiber Platz 14/15. P. Horich, Engel- llfer 15. Charlottenburg: G. Scharnberg, Sesenheimerstr. 1. Friedrichsberg: D. Seifel, Kronprinzenstr. 50. Rixdorf: M. Heinrich, Nedarstr. 7. Conrad, Hermannstr. 50. Rummelsburg: A. Rosenkranz, Alt- Boryagen 56. Schöneberg: Wilh.Bäumler, Martin Lutherstr. 51. Weißensee: K. Fuhrmann, Sedanstr. 105. Jul. Schillert, König- Chaussee 39a. Reinickendorf: P. Gurich, Provinzstraße, Ede Grünerweg. Treptow: N. Gramenz, Riefbolzstr. 412. 215/2 Berantwortlicher Redakteur: Georg Davidsohn, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th.Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Borwärts Buchdruderei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Nr. 33. 25. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 8. Februar 1908. Handlungsgehülfen! Zu den Kaufmannsgerichtswahlen. Morgen sind die Wahlen zu den Kaufmannsgerichten! Die Stimmabgabe der Handlungsgehülfen wird morgen zeigen, ob die Entſcheidung fällt zugunsten der konservativ- antisemitischen und liberal- ordensfreisinnigen Reaktion der Deutschnationalen und Hirsch- Dunderschen mit den übrigen Harmonieverbänden oder für die klassenbewußte Bewegung des straße 15, arrangiert worden ist. Wählt am Sonntag, den 9. Februar: Liste III Liste des Zentralverbandes der Handlungsgehülfen und Gehülfinnen Deutschlands. ebenfalls am 15. Februar findet im Lokal von Schade, Belle- einem sozialdemokratischen Wahlverein mit einer Gammel. Alliance- Straße 22, ein Maskenball statt, welcher von der Liste durchgebrannt zu sein, nicht auf sich siben lassen darf. Filiale I der Allgemeinen Kranken- und Sterbekasse der Metall- Dieser Verdacht war gegen ihn ausgesprochen worden in der am arbetier"( E. H. 29, Hamburg) Bevollmächtigter Jos. Kramer, Heim leßten Sonntag abgehaltenen Generalversammlung unseres WahlWir weisen darauf hin, daß vereins für Niederbarnim, dem der p.„ Gräfling" bis zum Of. beide Lokale der Arbeiterschaft zu Versammlungen nicht zur Verfügung stehen und machen die Mitglieder obiger Korpo- tober vorigen Jahres als Mitglied aus Bezirk Bankow angehört rationen, soweit dieselben politisch organisiert sind, auf die event!. hatte." Gräfling", der dort den eifrigen Genossen machte, erbot fich, an der Sammlung von Beiträgen zur Deckung der DelegiertenFolgen eines Boytottbruches aufmerksam Der Vergnügungsverein Fröhlichkeit"( gegr. 6. Juni 1880) ver- tosten des Parteitages sich zu beteiligen. Er bekam eine Sammelanstaltet am Sonnabend, den 8. Februar cr., in den Sonkordialiste eingehändigt, aber er vergaß, sie wieder abzuliefern, als er Festsälen, Andreasstraße, einen Maskenball. Da man versucht, aus Niederbarnim verduftete. Nachdem nun in der GeneralBilletts hierzu hauptsächlich in Arbeiterfreisen umzusehen, so weisen versammlung angekündigt worden war, daß der Kreisvorsitzende wir darauf hin, daß uns die Konkordia- Festsäle seit Jahren die nötigen Schritte tun werde, um dem vergeßlichen Spiel die beharrlich verweigert werden, deshalb find alle dortigen Ver- Liste samt dem etwa darauf gezeichneten Geld noch nachträglich präsentiert und der sich auf die machtvoll aufstrebende Arbeiter- anstaltungen seitens der organisierten Arbeiterschaft streng zu abzujagen, ist plötzlich dem Genossen Röber in Pankow ein Zentralverbandes der Handlungsgehülfen und Gehülfinnen Deutschlands, der ihnen bewegung stützt. die Liste III Seine andere Organisation als der Zentralverband der Handlungsgehülfen und Gehülfinnen Deutschlands erkennt an, daß der Gegensatz zwischen Chefs und Angestellten so groß geworden ist wie zwischen Fabrikanten und Arbeitern; daß es hier keinen sentimentalen Ausgleich, sondern nur organisierten Stampf gibt. Nur die Vertreter der Liste III können daher bei Gutachten und bei der Rechtfindung in den Kaufmannsgerichten den richtigen Standpunkt einnehmen. Der Zentralverband der Handlungsgehülfen und-Gehülfinnen Deutschlands allein und mit ihm die Kandidaten der Liste III verstehen, daß die Anhäufung von Riesenkapitalien in wenigen Privathänden zur Entwidelung immer umfangreicherer Geschäftsctablissements und Betriebe führt, gegen die die kleinen SparTapitalien nicht mehr aufkommen. meiden. Die 2okalkommission. Sozialdemokratischer Zentralwahlverein für Teltow Beeskow- Storkow- Charlottenburg. Sonntag, den 9. Februar, mittags 12 Uhr, im großen Saale des Volkshauses zu Charlottenburg, Rosinenſtr. 3: General- Versammlung. Tagesordnung: anonymer Brief mit der vermisten Liste zu gegangen. Auf der Liste war nichts gezeichnet. In dem Brief lag noch ein 3ettel folgenden Inhalts:" Ich übersende Ihnen die in meinem Befiz befindliche Liste des Herrn Gräfling." Wer der Absender ist, war aus dem Zettel nicht zu ersehen, da keine Unterschrift hinzugefügt war. Auf der Rückseite des Brieffuverts fand sich aber der Vermerk: 3orn. Schwedterstraße 254a." Es lag nahe, diesen Zorn" als den Absender des Briefes zu betrachten. Die angestellten Grmitte" 1. Die bevorstehenden Landtagswahlen. Referent: Paul lungen haben ergeben, daß im Hause Schwedterstraße 254a tatHirsch Charlottenburg. 2. Diskussion. 3. Bericht des Vorstandes und der Funktionäre. 4. Neuwahl des Vorstandes und der Funktionäre. 5. Anträge. sächlich ein Herr Zorn wohnt, ein kleiner Schneidermeister für Herren, der Anzüge nach Maß macht, wenn man ihm den Stoff liefert. Dieser Herr Zorn hat auf Anfrage versichert, er sei nicht der Absender des Briefes, er wisse auch nicht, wer der Absender sei, auch habe er keine Ahnung, wer die Adresse Zorn, SchwedterDie Delegierten müssen mit Mandaten versehen sein. straße 254a" auf das Kuvert geschrieben haben könne. Als ihm Keine Organisation als der Zentralverband der Handlungs- Gäste haben Zutritt. Der Zentralvorstand. gehülfen und Gehülfinnen Deutschlands zieht daraus den einzig dann die Frage vorgelegt wurde, ob er einen gewissen., Wilhelm richtigen Schluß, daß die Handlungsgehülfen ihr ganzes Rigdorf. Unferen Parteigenossen die Mitteilung, daß am Gräfling" lenne, erklärte er, den lenne er allerdings, der Leben hindurch in abhängiger Steilung bleiben, morgigen Sonntag, den 9. Februar, nachmittags habe mal bei ihm gewohnt, Agent fei er gewesen. Zu sich zugunsten der Kapitalsbesiter ausbeuten 6 Uhr in Hoppes Festfälen, Hermannstr. 40, ein Vor der Mitteilung, Wilhelm Gräfling" fei ein Agent der Polizei ges lassen und lebenslänglich um ihre Eristenzzittern tragsabend verbunden mit gemütlichem Beisammensein und anwesen, ein Polizeispiel, der sich in einen sozialdemokratischen müssen! schließendem Tanz veranstaltet wird. Genosse Haß wird über:„ Die Wahlverein eingeschlichen habe, bemerkte Herr Zorn, davon wisse Daß also die Handlungsgehülfen nicht mehr in eine höhere Kulturbestrebungen der Sozialdemokratie" referieren. Agitiere jeder er nichts. Wir müssen es hiernach unseren Genossen überlassen, Klaffe aufrüden können, sondern zu den ewig Ausgebeuteten, den für recht regen Besuch. Sonntag, den 16. Februar, nachmittags Arbeitern, gehören. präzise 23 Uhr im Rigdorfer Theater, Bergstr. 147, Theatervor- selber sich zu dieser Briefaffäre ihren Vers zu Die Deutschnationalen wollen die Sandlungsgehülfen für cine itellung. Zur Aufführung gelangt:„ Die Geschwister" von machen. fonservativ- antisemitische Politik einfangen und be- Wolfgang Goethe und Salome" von Ostar Wilde. Billetts Wiederholen wollen wir hier unsere schon am vorigen Sonnnußen die Gelder der organisierten Mitglieder zur Eroberung anti- a 60 Bf. find noch in unserer Parteispedition, Redarstr. 2 und in abend gebrachte Mitteilung, daß Wilhelm Gräfling" fich zunächst semitischer Reichstagsmandate. allen Zahlstellen zu erhalten. Der Vorstand. in den sozialdemokratischen Wahlberein für Berlin VI Der Verein der Deutschen Kaufleute hängt an den Rockschößen der freisinnigen Partei, der Partei, die wie taum eine andere gegen alle Wünsche der Handlungsgehülfen gearbeitet hat. Die nfit Eugen Richter und mit Unterstützung der Führer des Vereins der Deutschen Kaufleute gegen eine reichsgefeßliche" Regelung des Achtuhrladenschlusses gefämpft hat! Berliner Nachrichten. " Weit dem Bund der Landwirte haben sie sich angebrüdert und Lichtenberg. Morgen Sonntag findet von den bekannten Lokalen hatte aufnehmen lassen und von dort aus in den Wahlverein angebiedert und haben mit diesem dazu beigetragen, daß die Lebens- aus eine Flugblattverbreitung zur Gewerbegerichtswahl statt. Des- für Niederbarnim übertrat. Später verlegte er das Feld mittelpreise und infolgedessen alles andere, was zum Leben ge- gleichen wird die Abholung der Zählfarten zur Feststellung der feiner Tätigkeit von Niederbarnim wieder nach Berlin, wo er nun braucht wird, ins Ungemessene gestiegen sind; ohne gleich Arbeitslosigkeit vorgenommen. Die Genossen werden ersucht, sich dem Wahlverein für Berlin III beitrat, immer unter zeitig dafür zu sorgen, daß die Gehälter der An- zahlreich zu beteiligen. Der Vorstand. gestellten mitsteigen. dem Namen„ Wilhelm Gräfling", und angab, im Hause NeanderWo die Interessen der Sandlungsgehülfen 81% Ober- Schöneweide. Sonntag, den 9. Februar, vormittags straße 2 bei Blaszyk( Obst- und Gemüsehandlung) zu wohnen. Erst mit denen des Mittelstandes und der antisemi- 8 Uhr, findet eine Flugblattverbreitung zur Agitation für die der Uebereifer, den er bei der Wahlrechtsdemonstration vom 12. Ja Die Parteigenossen werden tischen Partei tollidieren, verraten fie deren Kontingenossenschaft am Orte, statt. nuar entwidelte, führte zu seiner Entlarvung. Es wurde ermittelt, Der Vorstand. Interessen! ersucht, sich zahlreich an derselben zu beteiligen. daß Wilhelm Gräfling" in Wirklichkeit Wilhelm Draber heißt und im Hause August straße 63 wohnf. Die Eheleute Blaszyk, Neanderstraße 2. hatten vier Monate lang ihm als Deckadresse gedient. Welchen Dienst kann In der Säuglingsfürsorgestelle I., Blumenstraße 78, findet im der Schneidermeister 3orn. Schwedterstraße 254a, Februar wöchentlich einmal Unterricht in der Säuglingspflege mit diesem wandernden Spitel erwiesen haben? praktischen Uebungen statt. Meldungen schriftlich oder mündlich im Kinder als Glückspieler sieht man in den wie Pilze aus der Dieselbe Partei, die jetzt den Bülowschen Ordensregen über Bureau, Blumenstraße 78, vorn links parterre, am Montag, den fich ergehen läßt, und die es in der Reaktion schon so herrlich 10., Dienstag, den 11. und Mittwoch, den 12. Februar, von 2-4 Uhr. Erde schießenden Automaten- Variétés sich heranbilden. Mit einent weit" gebracht hat, daß sie gemeinsam mit dem Antifemitenhäuptling Schad dagegen stimmt, wenn Krankenhaus- Konzerte. Seit einiger Zeit macht der Verein Fünfpfennigftud nach dem anderen versuchen sie den Automaten, beinahe die Majorität des Reichstages gewillt für Krankenfürsorge dadurch von sich reden, daß er in einigen der die sie in vielfacher Gestalt anloden, Gewinne zu entreißen; haben ist, die Gewertschaftsorganisationen bei Ver- Berliner städtischen Krankenhäuser für die nicht bettlägerigen fie aber 5 oder 10 Pf. gewonnen, dann spielen sie erst recht weiter. gebung von Staatsarbeiten über die Bedingun- Kranken, um ihnen ihre dunkelen Stunden ein wenig erträglicher Neben halb- und wenigen ganz erwachsenen Besuchern, stellen solche gen zu befragen. zu machen, Konzertaufführungen veranstaltet. Die Jdee, die Kinder von 9 bis 14 oder 15 Jahren einen guten Teil des Publikums. Die übrigen Organisationen meinen, wie Herr Liste vom übrigens keineswegs den Reiz der Neuheit hat, ist ganz gewiß So erzählte uns ein Kind, daß es am Abend 50 Pf. verloren hat, Leipziger Verband in der letzten Versammlung sagte:„ Man darf anzuerkennen. Aber man hat dabei das unangenehme Gefühl, als ein anderes, daß es in 3 Wochen zirka 3 M. in den Automaten ge= den Wert einer Organisation nicht nach seiner sozialpolitischen ob der Wunsch, den Kranken einen Genuß zu verschaffen, nicht in laffen hat. Die Eltern feien ernstlich vor der Gefahr gewarnt, Tätgkeit" bemeffen!" erster Linie steht, sondern als ob es den Veranstaltern nebenbei Alle diese Organisationen fragen ihre Chefs um Rat, wenn es auch darum zu tun ist, mehr oder minder talentierten Dilettanten die für die Kinder in dieser Spielerei liegt. Es ist wohl denkbar, gilt, Angelegenheiten der Handlungsgehülfen zu entscheiden. Deren den Weg zur Karriere zu eröffnen. Man fann ihnen das schließ- daß der eine oder andere Junge, um diesem modernen Spielersport Listen können nur dann gewählt werden, wenn die Handlungs- lich nicht verdenken, denn heutzutage will jeder mehr denn je zu huldigen, sich auf unredliche Weise Geld verschafft. Bolizeilich ist zivar Kindern unter 14 Jahren der Zutritt vergehülfen nach dem Satz handeln: leben. Und der gewählte Weg, bekannt zu werden, ist sicher noch nicht der schlechtejte. Doch uns stößt dabei unwillkürlich die Er- boten, aber wenn man draußen die Straßen zu beobachten hat, daß innerung auf, wie dieselbe Geschichte früher gehandhabt wurde. da keine Demonstrationen gemacht werden, kann man sich schlecht Schon in den achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts fanden die um solche Kleinigkeiten fümmern. Ueberdics haben einzelne dieser ersten größeren Stonzertaufführungen für Strankenhauspatienten Automaten- Variétés thre Fenster mit schwarz- weiß- roten Fahnen statt, und zwar in der städtischen Jrrenanstalt Dalldorf. Damals bemalt und andere Glüdsautomaten aufgestellt, die Schießzwaffen war unter den Berliner Künstlern ein förmlicher Weitstreit entstanden, wer zu diesem Liebeswerf beitragen solle. Nicht Dilettanten darstellen und die Devise tragen: wirkten mit, sondern erste Kräfte an den Berliner Bühnen. Leider flaute diese hübsche Betätigung der Nächstenliebe schon nach ein paar Jahren wieder ab, weil die Künstler an diesem traurigen Orte nicht das gleiche Verständnis finden konnten wie in anderen Eisenbahners Ende. In die hiesige fönigl. Stlinik eingeliefert Krankenhäusern, und schließlich ist sie ganz eingeschlafen. Heute wurde gestern der Weichensteller Hermann Lehmann, der auf der wirken die Geistestranten selbst bei ihren regelmäßigen Festlich- Schlesischen Bahn schwer verunglückt ist. 2. hatte vor der Station feiten als Schauspieler und Sänger mit oder es werden in Strausberg die Weichen zu stellen. Gestern geriet er beim selteneren Fällen reifende Singspielgesellschaften dritten und Passieren der Gleise zwischen die Buffer einer Rangiermaschine bierten Grades engagiert. und eines Güterwaggons. Der Brustkasten wurde dem BedauernsWir wollen mal abwarten, ob der Verein für Krantenfürsorge werten fast vollständig eingedrüdt. Der Zustand des Verunglückten seine Liebestätigkeit auch auf die Irrenanstalten selbstlos aus ist recht bedenklich. dehnen wird. ..Nur die allergrößten Kälber Wählen ihre Meßger selber!" Daß Bankbeamte und Buchhändler ihr Listchen aufstellen und glauben, ganz besondere Interessen zu haben, ist ebenso geistreich wie die„ katholische" Liste oder die Liste des Kaufmännischen Hülfsvereins, deren Vertreter unentwegt und mit„ maßvoller Energie" dafür sorgen werden, daß es den Handlungsgehülfen nicht an billigen Theaterbilleits fehle! Solche zersplitternden Tendenzen sind ein Verbrechen an der Handlungsgehilfenbewegung und kein nachdenkender Handlungsgehülfe darf sich dessen schuldig machen. Die Liste III nur gibt die Gewähr einer ehrlichen Handlungsgeyutjeubertretung. Wer sich den fonservativ- antisemitischen, liberal- freifinnigen Richtungen oder den Prinzipalen verkauft, muß notgedrungen zu reaktionären Anschauungen kommen. Was aber die Gegner auch über den Zentralverband der Handlungsgehülfen und Gehülfinnen Deutschlands und seine Liste III lügen mögen, das weiß jeder, der das öffentliche Leben auch nur vom Hörenjagen fennt; wer sich an die Seite der modernen Arbeiterbewegung stellt, kann nicht reaktionär sein und die Vertreter der Liste III des Zentralverbandes der Handlungsgehülfen und Gehütfinnen Deutschlands, die in das Kaufmannsgericht gewählt werden, tönnen nicht anders, als die Interessen der Angestellten im Auge haben. Also auf denn, ohne Lässigkeit und ohne Säumen, Handlungsgehülfen! Arbeitet und sorgt dafür, daß morgen der 9. Februar ein Siegestag wird für die Liste III ..Stets schneidige Wehr Bringt Deutschland Ehr!" Ein entfeßlicher Unglücksfall hat sich vorgestern abend in der Schußmannsillusionen. Ganz anders als bei gewöhnlichen Sterb- Wollantstraße zugetragen. Der 45jährige Kutscher Ernst Held aus lichen malt sich manchmal im Stopfe eines preußischen Schußmannes der Calvinstr. 23, der bei der Firma Landmann, Quißowstr. 116, die Welt. Erzählte da am Donnerstag ein Schußmann am Schalter angestellt ist, war mit seinem Fuhrwerk durch die Wollantstraße gedes Amtsgerichts, an welchem die Zeugengebühren erhoben werden, fahren. Als er einem Straßenfeger ausweichen wollte, geriet das dem Gerichtsbeamten, daß er noch nach dem königl. Schlosse müsse. Fuhrwert mit einem Straßenbahnwagen zusammen. Der GeschäftsDa sei jetzt eine Schuhmannswache von 112 Mann Tag und Nacht wagen wurde teilweise demoliert und H. stürzte vom Bock herunter untergebracht, außer der militärischen Wache. Auf den Einwand und blieb an der Deichsel hängen. Die Pferde, die bei dem Zudes Gerichtsbeamten, daß doch jetzt alles vorbei sei, erklärte der sammenstoß unruhig geworden waren, gingen jetzt durch und in Schußmann: Die Roten" hätten die Absicht, das Schloß in der wilder Karriere rasten sie die Wollantstraße entlang. H. wurde Nacht zu stürmen und in die Luft zu sprengen. Auch die Brücken, dabei stets mitgeschleift. Mehrere Männer versuchten die Ausdie nach dem Schlosse führten, wollten die Roten in die Luft fliegen reißer zum Stehen zu bringen, doch ihre Bemühungen waren fruchtlassen. Besonders bedroht sei die alte Brücke beim Stupfergraben. los. Die Pferde bogen dann in die Prinzenallee ein. Dort sprang Dort habe er schon zwei Mann beobachtet, die die Brücke genau in ein anderer Kutscher beherzt auf den Bock hinauf und jetzt gelang es ihm, die Zügel zu ergreifen und die Pferde zum Halten zu schärfer beobachtet habe, feien sie davongelaufen. Ferner befinde bringen.. wurde in bewußtlosem Zustand unter den Pferden sich unter dieser Brüde ein Gasrohr, das die Roten durch Spreng- hervorgeholt. Dem Aernisten waren beide Beine gebrochen worden. stoffe in Brand seßen wollten. Als der Mann des Gesetzes gefragt Außerdem hatte er schwere innere und äußere Verlegungen erlitten. wurde, ob er denn das alles so sagen dürfe, meinte er: Jawohl, es Jn bedenklichem Zustande wurde er in das Krankenhaus Moabit ist ja wahr!" eingeliefert. des Zentralverbandes der Handlungsgehülfen und Gehülfinnen Augenschein genommen hätten( Suh! huh!); als er diese beiden aber Deutschlands! Partei- Angelegenheiten. Zur Lokalliste. Am Sonnabend, den 15. Februar, veranstaltet der Männer Gefangverein Sängerglück"( Wübbensche Buchbinder) im Lokal Girod, Friedrichstr. 232, ein Fest Bauernfirmes in Sumpfhaufen"; Wenn solche Hirngespinste sich in den Köpfen von Schuhleuten cinnisten, wundert man sich über nichts mehr. Der Polizeispiel Wilhelm Gröfling" scheint von seinen Auftraggebern den Wint bekommen zu haben, daß er den Vorwurf, Der Mord im Produktenkeller in der Linienstraße hat zu einer zweiten Verhaftung geführt. Unter dem Verdacht der Mitwisser. fchaft ist die frühere Geliebte Doehl des Nielbock, des verstorbenen Mannes der Ermordeten, verhaftet worden. 00 Stadtrat Dr. Glücksmann erEin berheerenber Sturm hat gestern in der dritten und vierten Die Stadtverordneten- Versammlung wolle beschließen, daß für den Direktor wird, wie schließlich die ganze Vorlage, ange Morgenstunde in Berlin und in der Umgebung getobt. Kurz nach das Bureau der Versammlung um einen Beisiger vermehrt wird." nommen. Im Anschluß hieran reichte die sozialdemokratische 2 Uhr setzte das Unwetter mit außerordentlicher Gewalt ein und Stadtv. Dr. Silberstein( Soz.) begründet denselben, indem er Fraktion eine Resolution ein, in welcher der Magistrat ersucht wird, unaufhörlich wütete der Sturmt. Minutenweise artete er zu förm- es als eine selbstverständliche Gerechtigkeit bezeichnet, daß die zweit- auch die jugendlichen Arbeiter der städtischen Betriebe der Fortlichen Orkanen aus und die Wirkungen, die er im Gefolge hatte, stärkste Fraktion, die sozialdemokratische, auch in Bureau einen bildungsschulpflicht zu unterwerfen. Die Versammlung lehnt dies waren stellenweise recht unangenehme. Ueberall wurden von den Eih erhalte. In anderen Kommunen, wo man auf parlamenta jedoch mit 18 gegen 17 Stimmen ab. Häusern die Dachziegel gelöst und auf die Straßen geschleudert, rischen Anstand halte, wie Charlottenburg, Schöneberg u. a., sei Die tommunaler Verhältnisse des neuen Rieselgutes Richards= fodaß die Bassanten in der größten Gefahr schwebten. Es wurden dem auch Rechnung getragen. Stadtv. Justizrat Abraham er- hof sollen nach den Vorschlägen des Magistrats geregelt werden. auch mehrere Personen von herabstürzenden Ziegeln getroffen flärt, es sei fein Antrag jemals weniger begründet gewesen als Eine weitere Vorlage beabsichtigt, die Bestimmungen der Ruheund nicht unerheblich verlegt nach den Sanitätswachen gebracht. dieser. Ein Bureau besteht bis jetzt nicht und es ist auch ohne ein geld- und Hinterbliebenen- Versorgung dahin abzuändern, daß die In der Friedrichstraße tamen allein vier Personen auf diese Weise solches gegangen. Die Gerechtigteit gebiete, den Antrag abzus Minimalrente von/ auf/ des Durchschnittsjahresverdienstes schwer zu Schaden. Aber auch zahllose Fensterscheiben wurden lehnen; wolle man sich von dem Begriff der zweitstärksten Fraktion erhöht wird. Die Steigerung soll bis zum 30. Dienstjahr um/ durch den Sturm, zertrümmert. Auch große Schaufensterscheiben leiten lassen, da könnten unter 100 Stadtverordneten, von denen pro Jahr, also bis zu", von da ab jährlich um so bis zu/ co Stadtv. Wuzky( Soz.) beantragt Ueberweisung der wurden durch die Gewalt des tobenden Windes eingedrückt. In 97 einig, die übrigen drei Männeken" Ansprüche wie der vor- erfolgen. der Rosenthaler Straße war einem Passanten, dem Kaufmann liegende erheben. Uebrigens haben wir eine Geschäftsordnung, die Vorlage an einen Ausschuß zweds Verbesserung weiterer Punkte. Mehnert aus der Kastanienallee, der Hut vom Kopf herunter- wir nicht ändern wollen, um einen Obergenossen für Sie( zu den Einesteils bedarf manches präziserer Fassung, andererseits müssen gerissen worden, und als er ihm nachlief, wurde er in eine Schau- Sozialdemokraten) zu schaffen. Diesen wiederholt von stürmi- eine Reihe Paragraphen eine Aenderung erfahren. Es muß endfensterscheibe hineingetrieben. Sie ging in Trümmer und dabei fchen Burufen der Sozialdemokraten unterbrochenen Ausführungen lich den unter die Bestimmungen fallenden Arbeitern und Angezog sich M. schwere Berlekungen im Gesicht und an den Armen zu. traten die Stadtv. Boeste( Soz.) und Wuzky( Soz.) scharf ent- stellten der Rechtsanspruch auf die Rente zugebilligt werden, ohne Am Oranienburger Tor eilte ein älterer Herr, dem ebenfalls der gegen. Sie fennzeichneten die Gründe" des Vorredners als Ver- den sie der Wiltür der Verwaltung ausgefeßt sind. Was bei den Hut vom Kopf heruntergetrieben worden war, blindlings gegen legenheitsprodukte, die das wirkliche Motiv, die Vergewaltigung Beaniten geht, muß auch hier möglich sein. Ebenso ist die Festcinen Nachtomnre. Er schlug mit solcher Gewalt mit der Stirn der Weinorität, jedoch nicht zu bemänteln vermöchten. Wie gegen- ftellung einer Minimalrente für die Witwen und Waisen nötig, gegen die Seitenwand des Gefährtes, daß er eine Gehirn über der Tatsache, daß die Minorität der Versammlung die unge- um die rechnerisch möglichen ungenügenden Renten unmöglich zu erschütterung erlitt. Gine ganze Reihe von Kopfbedeckungen wurde heure Majorität der Bürgerschaft vertrete, der Vorredner über nachen. Die im§ 13 angeordnete Kürzung der eventuellen Reichsin der Nacht in die Spree und in den Landwehrkanal geweht. Be- haupt noch das Wort Gerechtigkeit in den Mund nehmen könne, jei renten um die Hälfte muß beseitigt werden, da darin eine Härte sonders hat der Sturm unter dem Baumbestand gewütet. Sowohl bezeichnend für dessen Logit." Wenn Sie," so rief ihm Wußfy gegenüber den Ruhegeldempfängern liegt, denen die volle Belassung im Tiergarten als auch in allen anderen Berliner Parkanlagen unter der lebhaften Zustimmung unserer Genossen zu, diese Sorte dieser Rente neben dem doch immer noch ungenügenden städtischen ist recht empfindlicher Windbruch herbeigeführt worden. Ebenso Gerechtigkeit auch in Ihrer rechtsanwaltlichen Pragis anivenden, Juhegelde wohl zu gönnen ist. hat der Baumbestand in den nahen Forsten schwer gelitten. Auf dann würde ich mich dafür bedanken, jemals von Ihnen vertreten flärt, daß der Magistrat gegen eine Kommissionsberatung taum Bei der Abstimmung votierten nur die Sozial- etwas einzuwenden haben dürfte, meint aber, angesichts des den Chausseen vermochten die nach Berlin zustrebenden Fuhrwerke zu werden!" taum gegen den Sturm anzufämpfen und fast alle trafen sie mit bemotraten für den Antrag; von den bürgerlichen Stadtverordneten furzen Bestehens der Versorgungstasse, während welcher Zeit noch bedeutenden Verspätungen hier ein. Ferner sind unter den Tele. brachte nicht ein einziger soviel Anstandsgefühl auf, fie stimmten teine rechten Erfahrungen gesammelt werden konnten, von einer so schnellen Abänderung abraten zu sollen. Die Verweisung an graphenleitungen erhebliche Zerstörungen verursacht worden. Die alle dagegen. Drähte wurden abgerissen und schlangen sich um die Nebendrähte Den zweiten Tagesordnungspunkt bildete der weitere Antrag einen Ausschuß wird gegen die Stimmen der Sozialdemokraten herum. Natürlich wurden dadurch recht unangenehme Störungen abgelehnt, die Vorlage des Magistrats einstimmig angenommen. der Sozialdemokraten: sowohl im Telegraphen- als auch im Telephonberkehr hervor= Der Erweiterungsbau der Realschule Emserstraße für die „ Die Stadtverordneten- Versammlung fordert den Magistrat gerufen. Auf den Gewässern in der Umgebung Berlins ist durch auf, schleunigst Maßnahmen zu ergreifen, um die zurzeit außer in Oberrealschule, sowie die Gebührenordnung für die Schivemmkanaden Sturm Eisbruch herbeigeführt worden. Mächtige Schollen Berlin auch in dessen Vororten herrschende Arbeitslosigkeit und ihre lisation werden genehmigt. Auch der Anstellung eines Gartenbauinspektors stimmt die Versammlung debattelos zu. trieben gestern auf den Seen und Flüssen. Ein feltsamer Un- Folgen zu lindern." Es folgte eine geheime Sizung, welche die Stadtväter noc glüdsfall, bei dem mehrere Personen in Lebensgefahr schwebten, Stadtv. Groger( Soz.) begründet in längerer treffender Rede ist ebenfalls durch das Unwetter auf dem Langen See herbeigeführt die Notwendigkeit, von Gemeindewegen der Arbeitslosigkeit, die bis in die zehnte Stunde zusammenhielt. Ein heftiger Zusammenstoß eines Feuerwehrautomobus mit eineur worden. Bei Karolinenhof hatte ein mit Sand beladener Lastkahn, er als eines der düstersten Kapitel der gegenwärtigen Gesellschaftsder von dem Dampfer Prinz Eitel Friedrich" geschleppt worden ordnung bezeichnet, entgegenzutreten. Es sei mcht absolut sicher Straßenbahnzuge fand vorgestern nachmittag gegen 126 Uhr in der Der Probewagen der war, bor Anter gelegen. Als der Kahn gestern in früher Morgen- ziffernmäßig zu belegen, wie viele Arbeiterfamilien die augen- Hermannstraße, Ecke der Dterstraße, statt. ftunde die Weiterfahrt antreten wollte, wurde er mit solcher Ge- blickliche wirtschaftliche Depression ins Glend schon bis jetzt ge- Berliner Feuerwehr, der auf der Hauptwache in der Lindenstraße walt gegen eine Eisscholle geschleudert, daß er zur Seite neigte ftoßen, immerhin find Anhaltspunkte vorhanden, die den Notstand stationiert ist, fuhr, von Brizz kommend, die Hermannstraße entlang und Wasser aufnahm. Im Augenblid weniger Minuten war das evident beweisen. Die Berliner Gewerkschaftsfommission hat für und versuchte an der Oferstraße einen in gleicher Richtung fahrenden Fahrzeug vollständig gesunken. Die Bemannung vermochte fich Groß- Berlin 55 000 Arbeitslofe festgestellt; die organisierten Maler Straßenbahnwagen der Linie 28 zu umfahren. Das Feuerwehrnoch im letzten Augenblick auf den Handfahn zu retten. Rigdorfs zählen von rund 500 Mitgliedern 200 als arbeitslos. automobil bog auf das Nebengleis, auf welchem ihm ein StraßenWenn aber bei irgendwem noch zweifel vorhanden waren, die bahnzug derselben Linie entgegenfam und prallte mit solcher Gewalt tolossal besuchten Arbeitslosen- Versammlungen der vorigen Woche gegen die Vorderplattform des Motorwagens, daß die Plattformin Rigdorf dürften sie behoben haben. Es ist hohe Zeit, hier helfend wand eingedrückt, der Kontrollertisch beschädigt und die Perronstüzen einzugreifen. Auch kulturell ist es Pflicht der Kommune, daß ein verbogen wurden. An dem Automobil wurde die Vorderachse und Berfinken der Massen im Glend verhindert wird; denn sonst ist das Steuer berbogen und der Motor stark beschädigt. Beide Wagen ein allgemeiner fittlicher und sozialer Niedergang unausbleiblich. mußten außer Betrieb gesezt werden. ir erwarten deshalb, daß der Magistrat sofort Maßnahmen trifft, um die geplanten städtischen Arbeiten sowohl als auch Not- Steglit. standsarbeiten in Angriff zu nehmen. Um Ausbeutung der Notlage zum Zwecke der Lohndrückerei seitens der Privatunternehmer zu verhindern, ist eigene Regie durchzuführen. Die Verkürzung der Arbeitszeit bei allen städtischen Arbeiten auf 8 Stunden gehört auch zu den wirksamen Mitteln. Ferner empfehlen wir dem Magistrat, dem Beispiel anderer, wenn auch außerdeutscher Städte zu folgen und die Arbeitslosen- Unterstüßungstassen der Gewerkschaften durch Zuwendungen aus dem Stadtfädel zu bedenken. Auch die Die Wahlzeit für die Stadtverordnetenwahlen. Bekanntlich hat Verabreichung von Frühstück an bedürftige Schulkinder muß Schleunigft in die Wege geleitet werden; als Grundstod bazu können die Stadtverordnetenversammlung vor einiger Zeit auf Antrag der Ein Millionenschwindel, der seit Jahren betrieben wurde, bie 5000 Mart bienen, welche im Etat für ein Festessen zur Nat- sozialdemokratischen Fraktion beschlossen, die Stadtverordnetenwahlen aber bisher nicht zu fassen war, ist jetzt aufgebedt worden. hauseinweihung ausgeworfen find. Schließlich wird es unbedingt der dritten Abteilung des Sonntags stattfinden zu lassen. Der Seit etwa drei Jahren preisen Anzeigen in vielen deutschen Bei nötig sein, endlich ein städtisches statistisches Amt zu errichten, Magistrat teilt jetzt der Stadtverordnetenversammlung mit, daß er diesem tungen ein geheimnisvolles Mittel zur Ergründung der Zukunft Samit dauernd alle Erscheinungen im Wirtschaftsleben beobachtet Beschluß nicht beigetreten ist. Er begründet seine Ablehnung damit, daß Die Leute, die sich damit beschäftigen wollten, wurden aufge- und damit rechtzeitig Maßnahmen dagegen getroffen werden die Anberaumung eines Wahltermins auf einen Sonntag oder Festtag fordert, eine Postkarte an Prof. Magim in London zu schreiben. fönnen. Erster Bürgermeister Kaiser bedauert ebenfalls den fich nicht empfiehlt, weil nach mehreren Erkenntnissen des KammerZur Antwort betamen fie eine Menge Drucksachen, die den Kauf Mangel zahlenmäßigen Materials über den Umfang der Arbeits- gerichts an solchen Tagen die Polizei in der Lage wäre, gegen die der Magim- Planchette, eines gana wertlosen Apparates zur Selbst losigkeit, bezweifelt aber, daß ein statistisches Amt daran etwas Verteilung von Wahlflugblättern und Stimmzetteln einzuschreiten. hypnose empfahl, der mit 10 M. berechnet wurde. Biele Leicht ändern könnte. Trotzdem habe er Feststellungen beim städtischen Der Schöneberger Magistrat macht sich die Begründung Seit wann steht denn der gläubige, die zu gern einen Blick in die Zukunft getan hätten, fielen Arbeitsnachweis, beim Meldeamt, bei der Ortskasse versucht. Beim der Ablehnung äußerst einfach. auf den Schwindel hinein. Diesem war nicht beizukommen, weil es ersteren ist die Nachfrage von 386 Arbeitssuchenden im Januar 1907 Bolizei das Recht zu, gegen Flugblattverteiler einzuschreiten? bei den Kaufmannsgerichtswahlen und Kirchenwahlen, nicht gelang, irgend einen Täter, den man hätte zur Verantwor- auf 773 im gleichen Monat 1908 gestiegen. Im Bauamt ist ein Auch tung ziehen können, im Deutschen Reiche zu ermitteln. Mit dem stärkeres Angebot von Arbeitskräften nicht zu berzeichnen gewesen. die in Schöneberg ebenfalls des Sonntags stattfinden, haben wir Aufblühen des Geschäfts wuchs auch die Ausdehnung der Anzeigen Die erhöhten Strankenziffern der Ortstasse müssen unter dem Ge- bisher von einem Einschreiten der Polizei gegen die Flugblattund damit wieder der Umfang des Betriebes. Auch die kleinsten fichtswinkel der Influenzaepidemie betrachtet werden. Auffällig verteiler nichts bemerkt. Uns will scheinen, als ob der" liberale" deutschen Zeitungen wurden herangezogen. Zugleich gewann der ist der außergewöhnlich starke Abzug, welcher im Meldeamt sich Magistrat mit seinen wahren Gründen gegen die Ansehung des Schwindel neue Seiten. Die verschiedensten Geheimmittel wurden zeigte und als ein Beweis für einen erhöhten Mangel an Arbeits- Wahltermins auf einen Sonntag nicht heraus will. Vielleicht erfährt angepriesen. An Keith Harwey sollten sich Gehörleidende wenden, gelegenheit anzusehen ist. Eine gesteigerte Arbeitslosigkeit ist nicht man in der Stadtverordnetenversammlung etwas Näheres. an Dr. Rice Bruchleidende. Herr Smith hatte ein Mittel gegen zu leugnen. Deshalb werde der Magistrat auch unverzüglich seine Am Sonntag, 9. Februar, abends 71%, Uhr, findet im großen Saale Rheumatismus, Herr Dana gegen Atemnot, Professor Lind für Maßnahmen treffen und die Herren Bauräte haben versprochen, des Hohenzollerngymnasiums, Eisenacher und Belziger Straße Ede, Haarwuchs, Albin Cola gegen Magerfeit. Auch Orin- Präparate alle möglichen Arbeiten in Angriff zu nehmen unter möglichster ein Russticher Kunstabend" statt. Zum Vortrag kommen Rezitationen gegen Herzleiden wurden angepriesen, Amritha- Dormea gegen Berücksichtigung der eigenen Regie. Der Wert der Notstands aus den Werken von M. Gorki, Tolstoi, Tschechow und Andrejeff. Männerschwäche, Zampa als Fischwitterung usw. Der Vertrieb der arbeiten sei nur ein bedingter, da sie für gelernte Arbeiter nicht Eintrittsfarten zum Preise von 30 Bf. find in der Parteiſpedition Anpreisungen ging von dem„ Stosmos" aus, der eine kleine Beit- in Frage kommen. Welche sonstigen Schritte zu unternehmen feien, bei W. Bäumler, Martin- Luther- Straße 51( Laben) zu haben. schrift, der Beitbertreib", in deutscher, englischer und russischer dazu bitte er eine Kommission zu ernennen, die mit dem Magistrat Ausgabe verlegt. Schon vor drei Jahren hegte Striminalkommissar darüber zu beraten habe. Stadtb. Seltmann stimmt diesen Lichtenberg. Krüger, der diese Angelegenheit bearbeitete, den Verdacht, daß dieser Ausführungen zu, ebenso die Stadtvv. Koye und Rosenow, während gange vielseitige Schwindel von einer einzigen Stelle ausgehe, von Stadtv. Nofter den Arbeitern den Vorwurf macht, daß sie zurzeit einem einzigen Manne. Schon damals richtete sich auch eine Unter der Hochsaison statt zu arbeiten streiten und jebt der suchung gegen das Saboy- Warenversandhaus in der Krausenstraße. Armentasse zur Last fallen. An die notleidenden HandAber erst im Laufe der Zeit und nach langen Bemühungen gelang werksmeister dente niemand. Die Stadtvv. Boeske( Soz.) und cs, so viel Beweismaterial zu sammeln, daß jetzt der Urheber des Wutky( S03.) kennzeichnen die letzteren beleidigenden UnterSchwindels, der 38 Jahre alte Schriftsteller William Scott, in seiner ftellungen und erflären, daß diese die Zustimmungen von bürgerfürstlich eingerichteten Wohnung in Schmargendorf festgenommen licher Seite zum sozialdemokratischen Antrage in eigentümlichem werden konnte. Herr Scott war viel auf Reisen und eben erst Bichte erscheinen lassen und den Glauben daran sofort wieder er wieder zurückgekehrt. Er wurde gleich nach dem Untersuchungs- stiden. Im übrigen handeln die Sozialdemokraten stets im Intergefängnis gebracht. Zugleich mit der Berhaftung wurden an fünf effe der Allgemeinheit, also auch der Handwerksmeister. Nur zögen au dieser Stellen Haussuchungen vorgenommen, die ganze Berge von Mate- diese leider nicht die Konsequenz daraus und hielten nicht rial zutage förderten. Es füllt allein ein Zimmer im Kriminal- auch für sie einzig in Frage fommenden Partei.( Stürmischer gericht. Welchen Umfang der Schwindel angenommen hatte, geht Widerspruch im Block.) Es wird hierauf eine neungliedrige Nom daraus hervor, daß das Savoy- Warenversandhaus täglich für mission gewählt, der auch die Genossen Bagels, Groger und Füll7000 M. Nachnahmesendungen in die Welt schickte, in alle Schichten graf angehören. der Bevölkerung hinein, auch nach dem Ausland und den Kolonien. Für die vom Magistrat vorgelegte Jahresrechnung für das Viele Geschädigte find bereits ermittelt, die große Menge aber wird Jahr 1906 wird die beantragte Entlastung erteilt. fich wohl erst jest, nach der Aufdeckung des Schwindels, beim Kom missar Krüger melben. Ein tödlicher Straßenbahnunfall ereignete sich gestern morgen gegen 1 Uhr am Rüstrinerplay. Bur genannten Zeit befand sich der Weidenweg 10 wohnhafte Maurer August Strasse auf dem Wege nach seiner Wohnung und war im Begriff, am Küstrinerplatz den Fahrdamm zu überschreiten, als ein Straßenbahnzug der Linie 76 herannahte. St. versuchte noch vor dem Waggon über das Gleis zu laufen, was ihm auch gelang. Er glitt jedoch hierbei aus, fiel zurück und stieß mit dem Oberkörper gegen die Borderplattform des Straßenbahnwagens, wurde zur Seite geschleudert, und zwar so unglücklich, daß er mit dem Kopf unter den Wagen kam und durch den Schußrahmen eine Strecke mitgeschleift wurde. Strasse hatte eine klaffende Schädelivunde an der rechten Schläfe erlitten, durch die ihm das Gehirn freigelegt worden war. Er wurde nach der Sanitätswache am Grünen Weg gebracht, wo er unter den Händen des Arztes verstarb. att. Sans- Gene" in Ezene. Arbeiter- Bildungsschule Berlin. Wegen dringender Verhinderung des Genossen Heinr. Schulz muß am fommenden Montag, den 10. Februar, der Unterricht in Geschichte ausfallen. Wir 10. Februar, der Unterricht in Geschichte ausfallen. Wir bitten wegen eines sich vielleicht notwendig machenden Ersatztages die eventuelle Bekanntmachung an dieser Stelle zu beachten. Schöneberg. Seitens unserer Genossen wird in der nächsten Stadtverordnetenversammlung ein Antrag auf Bereitstellung von Mitteln zur Ausführung von Notstandsarbeiten gestellt werden. Gleichzeitig soll die Speisung von Schulkindern, deren Eltern durch die herrschende Arbeitslosigkeit dazu nicht in der Lage find, auf Kosten der Stadt beantragt werden. Dem bürgerlichen Block wird bei diesen Anträgen Gelegenheit gegeben sein, sozialpolitisches Verständnis zu bekunden. Bereits Freitag abend find über den ganzen Ort Fragezettel zur Ermittelung der Arbeitslosenzahl verbreitet worden. An alle organisierten Arbeiter ergeht das Ersuchen zur Herbeiführung eines den Verhältnissen entsprechenden Stefultats mitzuarbeiten. Pflicht jedes Arbeiters ist es, die Zählfarten gewissenhaft auszu füllen und den Zählern am Sonntagvormittag zu übergeben. Die ausgefüllten Karten sind spätestens nachmittags bis 4 Uhr im Lokal von Buhl, Pfarrstr. 74, abzuliefern. Weißenfee. Arbeitslosigkeit und Krankheit waren die Ursachen, die das EheGiner Abänderung des Bebauungsplanes und der Zahlung paar Müller, Barfstraße 28 wohnhaft, zu einem Doppelfelbstmord Der Ehemann, von Beruf Schlächter, hatte unter einer Entschädigung an die Aerzte der Rettungswache stimmt die versuch trieben. fortgesetter Arbeitslosigkeit zu leiden. Er entschloß fich daher, mit Im Friedrich Wilhelmstädtischen Schauspielhause geht infolge Versammlung zu. Erkrankung des Fräulein Grete Müller am Sonntag, den 9. d. M., Der Magistrat schlägt vor, für die Fortbildungsschule mit dem seiner leidenden Frau in den Tod zu gehen. Das Ehepaar hatte Als das ältere Kind nicht, wie angezeigt, König Heinrich", sondern Madame 1. Oftober 1908 den Schulzwang einzuführen und zwar für alle zwei Kinder im Alter von 4 und Jahre. männlichen gewerblichen und kaufmännischen Lehrlinge und jugend- es am Donnerstag morgen erwachte, hörte es das nöcheln der Eltern Feuerwehrbericht. Gestern wurde die Feuerwehr nach der lichen Arbeiter. Als Leiter der Schule soll ein fachmännischer in der Küche und in seiner Angst schlug cs Lärm, so daß Hausbewohner herbeieilten und den Küchenraum mit Gas angefüllt vorReichenberger Straße 162 alarmiert. Dort war in einer Küche Feuer Direktor angestellt werden und zwar, wie der Magistrat will, auf fanden. Das Ehepaar hatte den Gashahn geöffnet, um auf diese ausgekommen. Hausbewohner drangen in die Wohnung ein und Lebenszeit. Stadtv. Groger( Soz.) beantragt, auch die in Frage holten ein 4jähriges Kind bewußtlos heraus. Die Feuerwehr brachte kommenden weiblichen Personen mit einzubeziehen. Neben anderen Weise aus dem Leben zu scheiden. Man fand beide noch lebend vor das Kind nach dem Krankenhause am Urban, wo es schwer frank Aenderungen in dem vorgelegten Statut müsse eine Festlegung der und sorgte für die Ueberführung derselben in das hiesige Krankendaniederliegt. Das Feuer soll durch Spielen des Kindes mit Streich Edhulzeit auf die Tagesstunden getroffen werden. Er beantrage baus. Die Gasvergiftung ist bereits so weit vorgeschritten, daß an hölzern ausgekommen sein. Gestern früh um 5 Uhr tam in der eine nochmalige Beratung in einer Kommission. Gegen Verweisung einem Aufkommen gezweifelt wird. Das jüngere kind wurde ebenFrankfurter Allee 140 auf einem Neubau Feuer aus. Fensterkreuze an eine Kommission sprechen sich die Stadtvo. Seltmann, Emmeluth falls dem Krankenhause überwiesen, da es an starkem Keuchhusten und anderes standen bei Ankunft der Wehr in Flammen. Um und Abraham aus, weil nicht mehr nötig. Letterer plädiert auch leidet, während das ältere von Verwandten aufgenommen wurde. 8 Uhr mußte in der Steinmetzstraße 27 ein Brand gelöscht werden, für frühzeitige Anordnung der Schulzeit, welche er dem Magistrat der in einer Küche ausgefommen war. Ferner liefen noch Alarme und der Gewerbebeputation überlassen will. Bürgermeister fehren bereits mehrere Güterzüge. Die Trace geht über die vere aus der Meter Straße 41, Alt- Moabit 132 u. a. Stellen ein. Rigdorf. Vorort- Nachrichten. Weinreich erklärt, daß nach der Gewerbeordnung die Einbeziehung weiblicher Schüler unmöglich sei, wird aber vom Stadtv. Wuzky ( Soz.) auf diese unmögliche Auslegung des§ 120 aufmerksam gemacht. Letterer erklärt die Handlungsweise der Regierung gegen über Rigdorf bei Festsehung des Zuschusses zu der Schule, welcher erst auf die Hälfte der Gesamtkosten zugesagt, dann aber auf ein Stadtverordneten- Versammlung. Eine äußerst wichtige Tages- Drittel heruntergedrückt worden ist, als äußerst schäbig. Es sei ordnung lag der Sigung am Donnerstag vor. Eine zahlreiche Zu- dies ein Beweis, wie wenig Preußen für Sulturaufgaben übrig hörerschaft folgte in drangvoll fürchterlicher Enge auf der Tribüne habe. Den Direktor beantragt Redner erst nach einjähriger Probeden Verhandlungen. Nach geschäftlichen Mitteilungen stand geit lebenslänglich anzustellen. Bei der Abstimmung wird die folgender Antrag der sozialdemokratischen Frattion aur Beratung: Kommissionsberatung abgelehnt. Die Festschung der Probezeit Auf der fertiggestellten Industriebahn Tegel- Friedrichsfelde ver fehrsreiche Berlinerstraße, die Berbindungsstraße zwischen Berlin und den Rieselfeldern Malchow, Lindenberg und sonstigen Dörfern, die einen regen Verkehr mit Berlin pflegen. An einer Stelle macht die Bahn eine bedeutende Kurve, es ist daher der ankommende Zug erst dicht an der Uebergangsstelle zu bemerken. Trotz der Gefährlichkeit wird die Stelle durch Schranten nicht geschüßt, so daß Unfälle un ausbleiblich find. Wenige hundert Schritt weiter befindet sich das Bahnhofsgebäude. Von hier aus könnte doch mit Leichtigkeit die Bedienung der Schranken geschehen, aber die Sparsamteit unserer Behörden läßt es nicht zu, Borbeugungsmaßregeln zu treffen. Genau dasselbe trifft auch für die Faltenbergerstraße zu, bloß mit dem Nntenchied, daß hier der Zug hält und ein abspringender Beamter sich davon überzeugt, ob die Straße frei ist. Aber trotzdem spricht auch diese Maßnahme nicht für die Sicherheit des Verkehrs. �Verleumde nur kühn, etwu-Z bleibt immer haften" Das ist die Tevite, mit der der Tcutschnationale HandlungSgehülfenverband in den Wahlkampf um die Kaufmannsgerichte zieht. Die ehrenrührigsten Beschuldigungen hat man gegen die Kandidaten des Zentral- Verbandes der Handlungsgehülfen und Gehülfinnen Deutschlands erhoben, ohne den Beweis dafür erbringen zu können. Als nun in einer Verfaminlung dieser ehrenwerten Herren Deutschnationalen, die am Donnerstag, den 6. d. M.. im Berliner Hof tagte, der Redner des Zentralverbandes die Un- lvahrhaftigkeit der infamen Anschuldigungen nachweisen wollte. entzog man ihm schleunigst das Wort. Das ist echt deutschnationale Kampfesweise. Die klassenbewußten Handlungs- gehülfen werden im Verein mit der organisierten Arbeiter- schaft WeißenseeS dafür sorgen, daß den Deutschnationalen am Tage der KaufmannSgerichtSwahl, dem 20. Februar, die ver- diente Antwort zuteil wird, indem die Kandidaten der Liste 3 des .scutralverbondes derHaudlungsgehiilfen und Gehiilfinuen Deutschlands siegreich aus der Wahlurne hervorgehen. In Hamburg, ihrem Zentralsitz, haben die Deutschnationalen 5 Beisitzer verloren, in Schöneberg verloren sie 4 Beisitzer. In Weißensee müssen sie eine ahnliche Niederlage erleiden. Tegel. Geldschrankknacker haben in der vorgestrigen Nacht der bekannten .Humboldtmühle einen Besuch abgestattet. Durch eines der Hinterfenster drangen die Täter in das Gebäude ein und sie»ahmen ihren «ißeg nach den Bureaus. In dem Kasienzimmer erbrachen sie mittels Stemmeisens den großen Geldschrank. Zu ihrem Leidwesen fanden sie jedoch nur wenig Bargeld darin vor. Etwa ISO Mark fielen ihnen zur Beute. Außerdem stahlen die Knacker ein wertvolles Jagdgeivehr. Dieses schien ihnen aber auf der Flucht hinderlich geworden zu sein, denn sie lvarfen es auf der Straße von sich. In der Gcmcindevertrcterschiing wurde mitgeteilt, daß der Rektor Martens als Direktor der höheren Mädchenschule von der Regierung bestätigt ist.— Die neun Einsprüche gegen die Wählerliste wurden als berechtigt anerkannt und ein dcmeutsprechender Nachtrag be- schlössen.— Die Offerte eine? Privatmannes, das Gemeindegrundstück Ecke Berliner und Schlieperstraße zur Abhaltung von Wochenmärkten zu pachten, wurde einstimmig abgelehnt, da der Platz dazu un- geeignet ist. ES wurde in Aussicht gestellt, in späterer Zeit zu Siesem Zwecke eine Markthalle zu erbauen.— Von einen, Grundbesitzer am Königswcg war der Antrag gestellt, diesen Weg zu pflastern i beschlossen wurde, mit denAnliegerneinenTerminabzuhalten, und falls sie sich bereit erklären, die Kosten zu hinterlegen, dem Antrage zuzustimmen.— Von der Stern-Gesellschaft lag ein Antrag auf Erhöhung der Fahr- preise nach Zörsseldc. Konradshöhe und Heiligensee vor, der Antrag Ivurde gegen die Stimmen unserer Genossen und 2 bürgerlichen Ver- lreter angenommen. Ebenso wurde gegen die Stimmen unserer Genossen der Antrag auf Erhöhung des Beitrages zum Pfarrhaus- bau zugestimmt. Der Zuschuß, welchen die Gemeinde zum Pfarr- Hausbau somit gibt, beträgt 30000 M. Interessant war eS. dabei zu erfahren, daß der Staat erst im Klagewege zur Beitragsleistung gezwungen werden muß, während die Gemeinde diese» Beitrag frei- willig leistet.— Der Vorortverkehr soll biö Velten ausgedehnt werden. Die Gemeinde leistet zu diesem Zweck einen Zuschuß von 7500 M. Spandau. Stadtverordnetenversammlung. Mit einer Notstandsdebatte wurde die diesmalige Sitzung eingeleitet. Wie berichtet, hatte die am 24. Januar d. I. im Kumkeschen Lokal abgehaltene Arbeits- loscnversammlung das aus den Genossen Strehlke, Piescr und Bohr bestehende Bureau beauftragt, an Magistrat und Stadt- verordnete eine Petition um sofortige Inangriffnahme von Not- jtandsarbeiten zu richten. Die sozialdcmolratische Stadtverord- nctcnfraktion hatte zu dieser Angelegenheit folgenden Antrag ein- gebracht:„Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen, den Magistrat aufzufordern, schleunigst Maßnahmen zu ergreifen, um die zurzeit in Spandau herrschende Arbeitslosigkeit und ihre Folgen zu lindern." Unterzeichnet war�dicscr Antrag von den Stadtverordneten Pieck(Soz.), Köpenick(Soz.j, Pieper sSoz3 und Ducksch fwild). Gleichzeitig hatten auch die bürgerlichen Stadt- verordneten Lüdicke, Berlin, Hanncmann, Siefert, Löwe, Kirch und Tiedrich folgenden Antrag eingebracht:„Die Versammlung wolle beschließen, den Magistrat zu ersuchen, mit tunlichster Beschleu- nitzung zwecks Beseitigung unverschuldeter Arbeitslosigkeit bereits veichloffenc oder in AuSstcht stehende städtische Arbeiten in An- griff zu nehmen." Den sozialdemokratischen dringlichen Antrag begründet Stadtverordneter Genosse Pieck. Er bemerkt, daß man die Arbeitslosenfragc nicht von, Parteistandpunkt aus betrachten solle. Er freue sich deshalb, daß auch von der anderen Seite ein fast gleichartiger Antrag gestellt worden ist. Die Krise mache sich in schwerer Weise bemerkbar, Not und Hunger pochen bereits an die Tür.(Hier unterbricht der Vorsteher den Genossen mit dem Hinweis, daß doch erst die Dringlichkeit beschlossen werden müsse, worauf Genosse Pieck erwidert, daß er ja eben dabei sei, die Dringlichkeit zu begründen und fährt dann fort:) Wer schnell hilft, helfe doppelt. Jetzt haben Sie Gelegenheit, Leuten, die arbeiten wollen, Arbeit zu verschaffen. Die Ricderlegung der Wälle, die Erweiterungsbauten der Krankenhäuser usw. können in Angriff genommen werden. Als vor einigen Jahren ebenfalls ein derartiger Notstand herrschte, da hat man auch bereitwilligst geholfen, zeige man hier also auch ein Herz und erkenne die Dringlichkeit an. Auf diese durchaus sachlichen Ausführungen de? Genossen Pieck erwidert der konservative Stadtverordnete und Landtagöabaeordneie Lüdicke: Er erkenne an, daß eine große Arbeitslosigkeit bestehe. Dieselbe sei aber zum größten Teil auf die Streiks zurückzuführen, die in diesem Sommer längere Zeit angedauert haben. Die schlechte Konjunktur auf dem Geldmarkt habe allerdings auch etwas mitgewirkt(also dochl) und deshalb ist eS auch Aufgabe der Kommune, dieser Arbeitslosigkeit abzuhelfen. Natürlich nur der unverschuldeten Arbeitslosigkeit. Ganz entschieden wende er sich aber gegen das ganz ungehörige Schreiben(?) der Arbeitslosen. ES sei ungehörig, wenn darin gefordert werde, die Löhne zn zahlen, welche die Gewerkschaften festsetzen. Das lassen sich nicht einmal die sozialdemokratischen Arbeitgeber gefallen. Erst recht dürfe sich die Stadt die? nicht gefallen lassen. Trotzdem siehe er auf dem Standpunkte zu helfen, wo zu helfen ist.(Wie gütig!) Zu dieser Ansicht habe ihn aber nicht die Arbeitslosen. Versammlung, sonder» sein soziales Gewissen gebracht.(Na, na!) Genosse Pieper bestreitet» daß die Arbeitslosigkeit durch die Streiks hervorgerufen worden sei. Mehr noch tragen die Schuld die Zlussperrungen der Unternehmer. Er weist auch die Be- bauptung zurück, daß das Schreiben der Arbeitslosen ungehörig sei. Es sei nur Gerechtigkeit, wenn die Steuerzahler fordern, daß die Stadt die Löhne zahlt, welck,« andere Unternehmer auch zahlen. Die Stadt habe auch die Pflicht, der Arbeitslosigkeit zu steuern, denn die Arbeitslosen sind Steuerzahler, und wenn diese keine Steuern zahlen können, so habe die Kommune den Nachteil davon. Er schlägt dann verschiedene städtische Arbeiten vor, die in An- griff genommen werden können und bcfürivortet, daß aber in erster Linie Spandauer Bürger und Steuerzahler bei diesen Ar- leiten berücksichtigt werden. Der konservative Stadtverordnete Baurat Bender konnte sich natürlich auch nicht verkneifen, seine Weisheit hören zu lassen, man höre also und staune, was dieser iveise Mann zutage förderte:«Wenn auch die Streiks vielleicht nicht unmittelbar schuld an der Arbeitslosigkeit und Not haben, so tragen sie doch dazu bei. Im Sommer, in der Hochkonjunktur, haben z. B. die Maurer einen Streik vom Zaun gebrochen und sich längere Zeit ihres Verdienstes freiwillig begeben. Jeder bec- nünftige und einsichtige Mann nütze doch die Zeit au», wo sich Gelegenheit bietet, Geld zu verdienen, um etwas zurückzulegen iür die Zeit der Arbeitslosigkeit. Wenn die Arbeiter dies getan hätten, dann wäre die Rot nicht so groß. Aber diese Ein- ficht fehle den Arbeitern. Ter Stadtverordnete Maurer- mcistcr Makowka gibt nur zu, daß ein Arbeitsmangel, aber keine ArbeitSnot herrsche. Genosse Pieper erwidert dem Stadt- verordneten Bender, daß die Arbeiter schon die nötige Einsicht haben, es gebe aber selbst in den Zeiten der Hochkonjunktur noch eine große Anzahl Arbeitsloser. Er erinnere nur an die Saison- arbeiter. An ein Sparen sei bei diesen doch wohl nicht zu denken, sie haben ja kaum so viel, daß sie ihren notwendigsten Lebens- unterhalt bestreiten können. Sehr treffend erwidert Genosse Pieck, daß ja in dem Berufe des Rechtsanwalts Lüdicke auch ein Tarif bestehe und dieser arbeite gewiß nicht unter seinem Tarif. Hierauf weiß der Stadtverordnete Lüdicke weiter nichts zu erwidern, als daß sein Tarif staatlich anerkannt sei. Nachdem ein Schluhantrag Annahme gesunden, werden die beiden gestellten Anträge angenommen. Der Oberbürgermeister weist darauf hin, daß mit Annahme der beiden Anträge auch die Bestimmung an- genommen sei, daß die Löhne, welche die Gewerkschaften verein- bart � haben, gezahlt werden. Stadtverordnetcnvcrsteher Schröder erklärt darauf, daß dies die Versammlung wohl nicht genehmigt habe.— Da eine große Anzahl Arbeitsloser dieser Ver- sammlung als Zuhörer beiwohnten, so werden sie sich ja nun ein Bild von dem sozialen Verständnis der bürgerlichen Stadtverord- nctcn machen können. Auf der einen Seite wird dem Arbeiter die Lebenshaltung durch Zölle usw. verteuert, und wenn diese sich dann bessere Löhne erkämpfen, dann wird ihnen der Vorwurf gemacht, sie tragen schuld an der Arbeitslosigkeit. Von den bei den letzten Stadtverordnctenwahlen gewählten Stadtverordneten der dritten Abteilung hat es außer dem Genossen Pieper nicht ein einziger für nötig erachtet, den Arbeitslosen gegen die Ver- dächtigungen der Herren Lüdicke und Bender beizuspringcn. Das mögen sich die Spandaucr Arbeiter doch etwas merken und bei den künftigen Wahlen andere Vertreter in daö Stadtparlament schicken.— Die Versammlung genehmigte sodann noch den Bau- etat mit einer Einnahme von 62 000 M. und einer Ausgabe von 197 000 M. sowie den Friedhofsetat, der in Einnahme und Aus- gäbe mit 9683 M. balanciert. Zu dem letzteren Etat wird be- schlössen, daß die Gebührenordnung für den Friedhof noch zur Spezialberatung gestellt werden soll. Man beabsichtigt nämlich die Gebühren noch zu erhöhen, damit der Friedhofsinspektor, dessen Einkommen jetzt schon nach mehreren Taui enden zählt, wahrschein- lich für die Zeiten der Not etwas zurücklegen kann. In geheimer Sitzung genehmigt die Versammlung die Bedingungen für die Errichtung der Landcs-Turnanstalt, eines Seminars mit Prä- parandcnanstalt und eines Hallenschwimmbades sowie die Um- gemeindung des Ticfwerdergeländes. Außerdem werden noch einige andere kleinere Vorlagen erledigt. Berichts- Zeitung* Einen Einbruchsdicbstahl in die Kassenräume der Komischen Oper und des Neuen Theaters hatte der Fensterputzer Otto Grosse verübt, welcher gestern aus der Untersuchungshaft der ersten Strafkammer des Land- gerichtö I vorgeführt wurde. In der Nacht zum 30. Oktober v. I. drang der Angeklagte, nachdem er eine Scheibe aus einem parterre gelegenen Fenster herausgedrückt hatte, in die Räume der Komischen Oper ein und verschaffte sich Zugang zu der Kasse. Hier siel ihm durch Erbrechen eines Pultes Wechselgeld in Höhe von etwa 600 M. in die Hände. Da Grosse noch einen anderen Einbruch plante, brachte er das erbeutete Geld in einem vielfach von Dieben be- nutzten Versteck unter, der auch zugleich sehr sicher war. Er gab die gestohlene Summe in einer Handtasche in der Güter- aufbewahrungsstelle des Bahnhofes Friedrichstraße ab. Am nächsten Tage schlich sich G. in das Neue Theater ein und blieb längere Zeit in einem Abortraum, bis er glaubte, daß das Theater von allen Angestellten verlassen sei. Kurz nach 11 Uhr ging er dann an die Arbeit und versuchte mit einem Taschenmesser, eine Scheibe aus der zum Kassenraum führenden Tür herauszulösen. Hierbei wurde er von dem zufällig noch anwesenden Bureaudiener Graupe überrascht. Es kam zu einem regelrechten Ringkampf, bei welchem der Angeklagte unterlag. Nachdem tclephonisch ein Schutzmann herbeigerufen worden war, gab der inzwischen gc- esselte Einbrecher ieden Widerstand auf und ließ sich ruhig ab- ühren.— Vor Gericht behauptete der Angeklagte, er habe sich durch Not zu den Diebstählen verleiten lassen. Das Gericht billigte dem Angeklagten, da er nur geringfügig vorbestraft ist, noch em- mal mildernde Umstände zu und erkannte auf ein Jahr Gc- fängniS._ Der Tod eines 78jSl>rigen Greises hatte gestern bor der ersten Strafkammer des Landgerichts I ein gerichtliches Nachspiel. Wegen fahrlässiger Tötung war der L3jährige Kutscher Paul Jehnigen angeklagt. Am Nach- mittags des 16. Juli v. I. fuhr an der Ecke der Königgrätzer und Dessauer Straße der Angeklagte mit einem Flaschenbicrwagen der Firma Radcmachcr von der Prinz-Albrccht-Straße aus in die Dcssauer Straße hinein. In diesem Augenblick passierte der 7 8 j ä h r i g c und sehr schwerhörige Rentier Wolter den Straßen- dämm. Der Anruf des Angeklagten kam zu spät und im nächsten Augenblick war das Unglück geschehen. Der alte Her? wurde von dem Pferde umgestoßen und erlitt zwar nur leichte Quetschungen, die aber nach zwei Wochen infolge einer, hinzugekommenen Lungenentzündung zum Tode führten. Vor Gericht bestritt der Angeklagte, daß er durch eine Fahrlässigkeit den Tod des W. herbei- geführt habe. Der Medizinalrat Dr. Stürmer bekundete als Sach- verständiger, daß die verhältnismäßig leichten Verletzungen, die der Getötete durch den Unfall erlitten hatte, allein nicht als Todesursache anzusehen seien. Das Gericht nahm deshalb nur eine fahrlässige Körperverletzung an. Mit Rück- ficht darauf, daß es sich um einen Straßenunfall handele, der durch eine unglückselige Verkettung von Zufällen entstanden sei, der aber mit etwas mehr Aufmerksamkeit hätte vermieden werden können, erkannte die Strafkammer nur auf eine Geldstrafe von 15 0 Mark. Euq der Frauenbewegung. Heimarbeiterinnenlohne. Die Ausbeutung in der Heimarbeit ist bekannt. Außerordent. kich kraß tritt sie in der Knabenkonfektion hervor. Die Arbeitslöhne für einig« Artikel seien hier bekannt gegeben. Der Großkonfektionär bezahlt für ein Dutzend Hosen ohne Futter, fertig zum Verkauf, 2 M. Der Zwischenmeister zahlt der Arbeiterin 1,20 bis 1,50 M. Die Arbeiterin braucht 12 Stunden Zeit, um die Hosen fertigzustellen. Ter Zwischenmcister hat dann das Bügeln zu besorgen.— Für ein Dutzcitd Futterhosen(Kamm- garn), die 20 Stunden Tätigkeit erfordern, erhält die Arbeiterin 3,00— 4,20 M.— Für ein Dutzend Blusen gibt es 4,20—6,00 M. Das Nähen einer Bluse beansprucht 1'A— 2% Stunden.— Für eine Joppe Größe 1—6, werden 40— 45 Pf., Größe 7— 14 45 bis 60 Pf. Arbeitslohn bezahlt. Arbeitszeit 2—3 Stunden pro Stück. — Ein Paletot, Größe 1— 6, wird mit 43— 70 Pf., Größe 6— 12 mit 90 Pf. bezahlt. Zur Anfertigung eines Paletots sind 214— 4 Stunden Arbeitszeit nösig.— Für ein Dutzend Waschblusen gibt es 1,50—3,60 M. Die Fertigstellung dieser Arbeit beträgt 12—18 Stunden angestrengtester Tätigkeit.— Für 1 Dutzend Westen gibt es 1,20—1.80 M. DaS Nähen einer Weste'dauert%— 1 Stunde. Im Durchschnitt erzielt eine Heimarbeiterin bei angestreng- testcr Arbeit nur 15— 20 Pf. Arbeitslohn pro Stunde. In seltenen Fällen bringt sie es auf 25 Pf. in einer Stunde. Und dabei hat sie auch noch Unkosten. Bei einem Verdienst von 12—14 M. muß 1 M. für Nähfäden in Rechnung gestellt werden. Für Abnutzung der Nähmaschine sind 50 Pf. wöchentlich zu berechnen. In den langen Winterabenden werden ferner drei Flaschen Petroleum wöchentlich für Arbeitszwecke gebraucht. Die Miete für den Arbeits- arum und die Heizung dürfen auch wicht vergessen werden. Der Zwischenmeister setzt 24 M. Mieie monatlich für setrK Arbeitsstube in Rechnung. Für eine Nähmaschine in seiner ArbertS» stubc, die nur bis 7 Uhr abends in Betrieb ist. berechnet er wöchent. lich 1 M. Abnutzung. Trotzdem behauptete einer dieser Meister ur einer Versammlung, eine Arbeiterin könne es auf 24 M. Wochen» lohn bringen, für ihn, den armen Zwischenmeistcr, bleiben auch nur 25 Mr wöchentlicher Verdienst übrig. Bei der Aufstellung von Statistiken schämen sich die Frauen gewöhnlich, ihren geringen Verdienst anzugeben. Sie verschweigen eö auch, daß sie nachts bis 12 oder 1 Uhr arbeiten. Die Genosse,? müssen ihre Frauen und Heimarbeiterinnen ans ihrer Gleichgültig- kcit und Unwissenheit aufrütteln, sie auf den Zweck und Nutzen der Organisation hinweisen. Am 17. Februar findet für die Arbeiterinnen in der Knaben» konfcktion im Osten Berlins eine Versammlung statt, auf welche im„Vorwärts" und in der Fachzcitung des Verbandes der Schneider und Schneiderinnen noch hingewiesen wird. Die Genossinnen und Genossen werden ersucht. Propaganda für diese Versammlung zw machen._ Versammlungen— Veranstaltungen. Schöiicbcrg. Montag, den 10. Februar, bei Obst in Schöneberg: Vortrag, Herr Friedricb Gnuler:„Wie erleichtert fich_ die Arbeiterichaft ihre Lebenshaltung?" Am 9, März hält Herr Dr. Roedcr einen medizinischen Bortrag. Vermischtes. Ein Lievesdrama. Aus Jnsterburg wird unter dem gestrige» Datum berichtet: Gestern vergiftete sich im Damenzimmer des hiesigen Bahnhofes eine junge Dame auS Königsberg mit Lysol. Der Bräutigam der jungen Dame, der von dem Selbstmord benach- richtigt worden war, traf von Königsberg hier ein und wurde von einer Krankenschwester an die in der Leichenhalle aufgebahrte Leiche der jungen Dame geführt. Als die Schivester sich auf kurze Zeit entfernte, schoß sich der Bräutigam, wie das„Ostpreußifche Tage- blatt" meldet, eine Kugel in den Kopf und starb bald darauf. Der Funkentelegraph. AuS Paris wird gemeldet: Ein Mit- arbeiter des„Matin", der sich an Bord des französischen Post- dampferS„Lorraine" a»f der Fahrt nach New Jork befand, tele- graghiert, daß der Fniikentelcgraph des DampferS am 6. d. M, die zwischen englischen Kriegsschiffen und ferner die zwischen dem Eiffel- türm und dem vor Casablanca liegenden Kriegchchiffe„Kleber" gewechselten Radiogramme aufgefangen habe. Die Nachricht von dem Lissaboner Attenlai traf am Sonntag auf der„Lorraine" ein. Ein Raubanfall. Nach einer Meldung aus Witten wurde gestern morgen auf zwei Beamte deö StahlröhremverkeS ein Raubanfall verübt. Die Beamten brachten eine Kiste mit Geld, das zur Löhnung bestimmt war, zu einem benachbarten Walzwerk und wurden von zwei Arbeitern angehallen und deS Kastens beraubt, der 8000 M. enthielt. Während der Flucht gaben die Räuber Revolverschüsse ab. die jedoch ihr Ziel verfehlten. Die Täter sind entkommen. Bei der Rettungsaktion verunglückt. Von der RettnngSkolonne, welche zur Aussuchung der auf dem Pik Ferruka vom Schneesturm blockierten Soldaten abgegangen war, sind, wie aus Blidah(Algerien) berichtet wird, zwei Mann im Schneesturm verunglückt. Schneestürme. Infolge der Schneestürme sind die oberirdischen Telegraphenleitungen nach Rußland, Ost- und Westpreußen sowie Posen zum größten Teil gestört. Auch die Verbindungen nach Schlesien, Oesterreich-Ungarn und Rumänien sind in Mitleidenschaft gezogen. Die Telegramme erleiden Verzögerungen.— Breslauer Meldung zuiolge richtete gestern nacht dort und in der Umgebung ein heftiger Schneesturm mit Gewitter großen Schade» an. Berliner Marktpreis«. Au» otm amtlichen Bericht der städtifchm t>!ark>balIcn-Dircl!ion.(Großhandel.) Ochsciifietlch l» 68- 70 pr, lOOPId., Hb 62 67, lila B4 57, Bullenflessch la 65-70, IIa 54-64, Kühe, seit 48—56, do. mager 36—44, Fresser 50—58, Bullen, dänische 51—63. Kalbllrtsch, Doppellcnder 105—125, Mafttälber la 85-95. IIa 75—84, Kälber per. gen 55—71, do, Holl, 45—50, Hammellleiich Mast- lämmer 74—76, Hammel la 68—70, IIa 60-63, ungar. 0,00, Schafe 45—58. Schweiiiclleilch 52-60. Rehwild fa per Vfund 0,00. IIa 0,00. Rotwild la per Pfund 0,45—0.50, do. IIa 0,30—0,40. do. Kälber 0,30—0,46. Damwild 0,40—0,55, do. Kälber 0,60—0,75. Wildschweine per Pfd. 0,35—0,45. Frischlinge per Pfd. 0,35—0,65. Kallinchen, groß, SIllck 0,80 big 1,15, do. klein 0,40—0,60. Hasen, groß per Stück 3,70—4,00, do. mittel u. llcin stück 2,00—3,00. Wildenlcn per Stück 1,50—2,00. Falanenhäbn« la. junge 2,75—3,26, do. IIa und alte 1,50—2,50. Fasanen Hennen 1,30 bis 2,25. Schneehühner Sillck 1-1,05. Birkhähne Stück 1,60-1,75. Birk- Hennen Stck. 1,25-1,50. Haselhühner Stck. 0,90—1,10. Hübner. la per Stück 1,40—2,75, dlto IIa 0,75-1,30, Hamburger Küken, Stück 0,90—1,10, Poularden, deutsche, p, Psd. 1,10—1,15. Taube» la 0,50—0,75, do. IIa 0,00, do. alte 0,50, do. ital. 0,90-1,00. Enten, per Stück 2,00—2,80, dito russische per Stück 0,00, dito Hamburger, per Stück 3,60—3,75. Manie per Pfund 0,50—0,55, do. Odcrbrucher, per Psund 0,00. dito russische per Psund 0,45— 0,58. Poulets per Siück 0,70— i, 20. Puten In p. Psd. 0,60—0,80, do. IIa. 0,00. Hechte per 100 Psund 85—92, do. malt 0,00, do. groß 0,00, do. groß-mittel 84. Zander, unsortiert 0,60, do. groß 0,00, do, matt u. tot 0,00. Schleie, groß 96—105, dito mittel IIa 0,00, dito 0,00. klale, klein 0,00, do. llein-mittei 0,00, do. groß 0,00. Karpfen, 13—20« 77, do. 60—60« 63—98, do. stanz. 70— 100er 0,00. Plope» 34—41, do. llcin 0,00, do. groß 0,00. Aland 0,00. Quappen 0,00. BIclfische 0,00. Wels 0,00. Bunte Fische 20— 44. Barse matt 0,00, do. 0,00. Bleie matt 37. Karautchen, malt 0,00. Winler-RheinlachS, per 100 Psund 0,00, Amerikanisch« Lachs la, per 100 Pfund 110—130, do. IIa 90—100. Seelachs, per 100 Pfund 20—30. Flundern, Kieler, Stiege la 2—6, do. mittel. Stifte 0,00, do. Hamb. Stiege 3—6, halbe Kiste 2—3, pomm. In Schock 0,00, IIa 0,00. Bücklinge. Kiel« per Wall 2,00. schwedische 1,50, englische 0,00, Sprotten, Danzlger, Kiste 0,60, do. Rügenwald«, itiste 0,40—0,60. Aale, grog per Plun» 1.10— t, 40, miilelgroß 0.80—1.10, klein 0,60—0.80. Heringe per Schock 5,00—9,00. Schellfische, Kiste 4,00—5,00. dito>/, Kiste 2,50—3,00, Sardellen. 1902« per Anter 93, 1904« 93, 1905« 98, 1906« 85—90. Scholtifch« Vollheringe 1905 0,00, largra 40-44. füll. 38-40, med. 36—42, deutsche 30-40. Heringe, neue Matjes, per■/, To. 0,00. Sardinen, russ.. Faß 1,50-1,60.»ratberitige Faß 1.20-1,40, do. Büchse(4 Liier) 1.40-1.70. Neunaugen. Schocksaß 11, do. kleine 5—6, do. Ricien- 14. Krebse per Schock 0,00, große 0 00, do. mittelgroße 0,00, dito kleine 0,00 om- 0,00, do. unsortiert 0,00, Gallzier, groß 0,00. Seemnscheln 100 St. 1,00. Ei«. Land», unsortiert per Schock 4,00—5,50, do. große 5,50— 6,00. BuU« ver 100 Psd. la 137-182. IIa 124-127,[IIa 118—122. absallende 110—116. Saure Gurken Swock 4,50. Psefsergurken Schock 4,50. Kartosteti» per 100 Piund Dabersche 3,25—3,50, weiße runde 3,00—3,25. ma/». bon. 3,26—3,60, Porree, per Schock 1,00—1,50, Meerrettich, Schock 8—16. spinal per 100 Psund 30—40. Sellerie, per Schock 3— 6, do. pomm. 8-12. gwicbeln ver 100 Psd. 4,00—4,50. Petersilie. grün. Schockbund 0,80—1,50. Rettich, banrisch«, per Stück 0,06—0,10, kiesig«, per Schock 0,00. Mohrrüben, 100 Psund 3.50 bis 3 50. Karotte», per 100 Psund 10—15. Wirsingkohl o. Schock 3—7. Rotkohl, schock 2,50-4. Weißkohl p. 100 Psd. 1,80—3,00, Blumenkohl, hiesig« 100 stück 0,00, do. Erfurt« 0,00, do. italicnitch« 100 Stück 18—40, do. in Körben 18 stück 2,00—2,50. Rosenkohl, per 100 Psund 10—18. Grünkohl 4,00—8,00. Kohlrüben, Schock 2.51—4,00. Petersilieiiwurzeln, p. 100 Psd. 5—6, Schockbund 5,00-6,00. Schnütlauch, Töpje Dutzd. 2-4.0». Tomaten, kanarische, per Kiste 3,00-4,00. Roie Rüben, ver lOO Psund 2,50—3,00. Rübchen, Beelitzer, per 100 Psund 0.00, do. Rübchen 9-18. Eskarol, 100 Stück 12,00-18,00. Endivicn. 100 Stück 15—20. Birnen, per 100 Psd. Tirol« 0,00, Kochbirnen 3—10,00, Tafel» birnen la 18—25, do. IIa 8—17, Italiener 26—30. Aevsel, per 100 Psund, Tiroler la 20—26, do. IIa 12—20, do. lose, per 100 Psund 0,00. do. in Kisten 120 Psd. 30-50, Most., hics., 100 Psd. 8-12, Kvch- 5—14, Tascl- öpscl la 15—24, do. IIa 8—18, Amerikaner, p« Faß 15—29, Italien«, lose. 100 Psd. 11—12, do. in Körben per 100 Psd. 14—18, do. in Kisten 10—24. Weintrauben, Almeria, per Faß 6—16. Ananas I, per Psund 0,70—0.95, do. II 0,50—0,55. Bananen, gelb, Jamaica. per 100 Pid. 25,00-27,00. Kokosnüsse per 100 St. 0,00. Krach. mandei» per 100 Psd. 70—115. Marone», Ual., p« 100 Psund 9—20. Feigen. Kranz- per 100 Psd. 20-25, do. Trommel- per 100 Psd. 40. do. in Kisten 28—68. Traubenrosinen per 100 Psund 55—120. Zitronen. l'icifma. 300 Stück 8,00-9,00, do. 360 Stück 8,00-9,00, do. 200 Stück 0.00, do. 150 Stück 0,00. Avsclsiuen. Murcia, 200 Stück 7,00-10,00, do. 300 Stück 7,00—11,00, do. Valencia 420 Stück 11—22, do. 714 Stück 21-26,00. do. Messina-Blul 100 Stück 7—9, do. 150 Stück 7-10. Mandarinen, Schachtel 0,00, do. 420 Stück 0,00, do. 100 Psund in Körben 20—22. Daliein. per 100 Kart. 23—42, do. per 10 Psd. 5,00—5,50. Johannisbrot, ver 100 Psd. 10—15, Für den Jubalt der Jnierate übernimmt die Redaktion dem Bublikum gegenüber teinerlei Berantwortung. Theater. Sonnabend, 8. Februar. Anfang 7 Uhr. Königl. Opernhaus. Der fliegende Holländer. Königl. Schauspielhaus. große Licht. Deutsches. Was ihr wollt. Urania. Wissenschaftliches Theater. Taubenstr. 48/49. Theater nachmittags 4 Uhr: Ueber den Brenner nach Venedig. Theater abends 8 Uhr: Kairo und die Pyramiden. Hörsaal 8 Uhr: Die musikalischen Schwingungen starrelastischer Körper. Residenz- Theater. Direttion: Richard Alexander. Das 8 Uhr. 8 Uhr. ,, Bibi." Kammerspiele. Erdgeist.( An- Schwant in 3 Aften von de Gorffe fang 8 Uhr.) Reffing. Die Wildente. Berliner. Der Opernball. Lortzing. Die Zauberflöte. Anfang 8 Uhr. und de Marson. Deutsch von M. Schönau. Richard Alexander. Bretillot Sonntag, den 9. Februar, nachm. 3 Uhr: Der Hüttenbesizer. Neues Schauspielhaus. Bollen Zentral- Theater frager. Neues. Simson. Lustspielhaus. Panne. Schiller 0. Alte Jakobftraße 30. allner Theater.) Heute und folgende Tage: Die Hermannsschlacht. Schiller Charlottenburg. Philister. Die Lore. Rachmittags 3 Uhr: Gök von Berlichingen. Friedrich Wilhelmstädt. Schaus spielhaus. Sein Prinzeßchen. Hebbel. Frau Warrens Gewerbe. Komische Oper. Tiefland. Westen. Ein Walzertraum. Kleines. Mandragola. Residenz. Bibi. ? Sin seltsamer Fall. Sensations drama in 4 Aufzügen. ? Luifen. Des Mädchens Lebenswege. Alwin Neuß Nachmittags 4 Uhr: Robinson Crusoe. Trianon. Baron Toto. Thalia. Immer oben auf. Theater an der Spree. Hokuspokus. Bernhard Rose. Der grobe Gottlieb. Nachmittags 4 Uhr: Dornröschen. Bürgerl. Schauspielhaus. Ge schlossen. Metropol. Das muß man seh'n. Apollo. Mitislaw der Moderne. Alegia. Walzerwahn. Folies Caprice. Mal was andres. Dunkle Punkte. Eine anständige Frau. Gebr. Herrnfeld. Вара und Genoffen. Salomonisches Urteil. Kasino. Die Freuden der Häuslichkeit. Wintergarten. Otto Reutter. Spe zialitäten. Pajjage. Danny Gürtler. Spezialitäten. Reichsballen. Stettiner Sänger. Gustav Behrens. Ringkämpfer und Kandidat, Posse, sowie zwanzig Spezialitäten. Carl Saverland. Spezialitäten. Walhalla. Spezialitäten. Folies Bergére. Spezialitäten. Urania. Taubenstraße 48/49. Theater 4 Uhr: Ueber den Brenner nach Benedig. Theater 8 Uhr: Byramiden. in seiner mysteriösen Doppelrolle. Luisen- Theater. Reichenbergerstr. 34. Nachm. 4 Uhr: Kindervorstellung: Robinson Crusoe. Abends 8 Uhr: Schiller- Theater. Schiller- Theater 0.( Wallner- Theater). Sonnabend, abends 8 Ubr: Die Hermannsschlacht. Ein Drama in 5 Aufzügen von Heinrich v. Kleist. Sonntag, nach m. 3 Ubr: Das Glück im Winkel. Sonntag, abends 8 Uhr: Der rote Leutnant. Montag, abends 8 Ubr: Die Hermannsschlacht. Schiller- Theater. Charlottenburg. Sonnabend, nahm. 3 Uhr: Götz von Berlichingen. Sonnabend, abends 8 Ubr: Philister. Hierauf: Die Lore. Sonntag, nadm. 3. U br: Der Richter von Zalamea. Sonntag, abends 8 Uhr: Wilhelm Tell. Montag, abends 8 Uhr: Der Hexenkessel. Hierauf: Jungfer Immergrün Schiller- Saal( Charlottenburg Sonnabend, nachm. 6 Uhr: Vorlesung von Professor Dr. Schubring: Anleitung zum Betrachten von Kunstwerken. Bertreter der Blütezeit des Liedes. Abends 9 Uhr: Vortrag von Dr. M. Burkhard: Franz Schubert, der Deutsche Konzerthallen, An der Spandauer Brücke 3. Täglich Deutsch- Amerikanischer Urbock- Trubel. Zirkus Schumann Heute Sonnabend, 8. Febr., 71, Uhr: XXI. Grande Soirée High Life. Die Sensation des Tages! Mr. Resisto, das elektrische Rätsel. Neuestes Wunder aus Amerika. Mr. Refisto läßt 300000 Bolt eletDes Mädchens Lebenswege. rich tödlich wirkenden Strom zu Sonntag nachm.: Wallensteins Tod. Abends: Des Mädchens Lebenswege. Montag: Des Mädchens Lebenswege. Metropol- Theater Das muß man seh'n!! Gr. Revue in 4 Akten( 12 Bildern) von J. Freund. Musik von Viktor Hollaender. In Szene gesetzt von Direktor Richard Schultz. Bender, Giampietro, Josephi, Thielscher, Darmand, Massary. Anfang 8 Uhr. Rauchen gestattet. Sonntag, 9. Febr., nachm. 3 Uhr: : Stairo und die Die Herren von Maxim. Sörsaal 8 Uhr: Die musikalischen Schwingungen starrelastischer Störper. Sternwarte, Invalidenstr. 57/62. Berliner Theater. Abends 7 Uhr Der Opernball. zum 1. Male: Sonntag: Der Opernball. Neues Theater. Anfang 8 Uhr. Ferdinand Bonn als Gaft. Simson. Morgen und folgende Tage: Simson. Kleines Theater. Anfang 8 Uhr. Mandragola, Sonntag nachm. 3 Uhr: Maria Magdalene. 8 Uhr: Mandragola. Montag: Der Unsichere Theater des Westens. 8 Uhr: Ein Walzertraum. Sonntag nachm. 3, Uhr halbe Preise: Die lustige Witwe. Passage- Theater. Abends 8 Uhr: Danny Gürtler der König der Boheme und das große FebruarProgramm! verschiedenen Erperimenten durch feinen Körper leiten. Außerdem hervorragendes Programm. Klein- Family, Kunstradfahrertruppe, 6 Berf. mit dem urfom. Neger. Um 9 1hr Ende 11 Uhr: Tagesgespräch! Amerika. Pracht- Ausstattungs- Pantomime. Morgen Sonntag: 2 Borstellungen. 3, Uhr u. 7 Uhr. Nachmittags: Die lustigen Heidelberger mit der heiteren Regenszene. In beiden Borst. Mr. Refifto, das elekti. Rätsel. Nachm. 1 sind frei, jedes weitere halben Breis. XIII. Saison. Zirkus Busch Heute abend 7, Uhr präzise: Gala- Abend! Auftr. der australischen Holzfäller. Szenen aus dem austral. Busch. ( Herr Zimmermeister Wilhelm Kunow hat die Herausforderung der Australier um den Preis von 500 M. angenommen und wird im Wettbewerb mit den Holzfällern auftreten.) Bhänomen. Aurora- Truppe. Auftreten des Herrn G. Stensbeck, Direktor des Berliner Tattersalls, und das Galaprogramm. Um zirka 10 llhr: Auf der Hallig! Gr. Ausst.- Pant des Zirkus Busch. Sonntag: 2 gr. Vorst., 4 u. 7, 11. Nachm. zahlen Kinder unter 10 3. auf allen Sigplägen halbe Preise. Kasino- Theater. Täglich 8 Uhr: Lothringerstr. 37. Hanni weint- Hansi lacht Neu! Steidl- Duo. Neu! Neu! Der urkomische Rügamer. Neu! Käti Gültini. Neu! Gebr. Herrnfeld- Die Freuden d. Häuslichkeit. Theater. Sonntag 4 Uhr: Bieberleute. Allabendlich Trianon- Theater. fang der interessante Prozeß wie er stürmischer nie belacht wurde: Salomonisches Urteil. Ein Nachspiel zu Papa und Genossen Beide Stücke mit den Autoren Anton und Donat Herrnfeld in den Hauptrollen. Sonntag 3 Uhr: Endlich allein! Der Fall Blumentopf. Baron Toto. 8 Uhr. Sonnt. nachm. 3 Uhr: Gaftons Frauen. Kottbuser Sanssouci Straße 6. Direttion: Wilhelm Reimer. Sonntag, Montag und Donnerstag: Hoffmanns Nordd. Sänger u. Tanzkränzchen. Morgen Sonntag: Große Elite- Soiree Tanz. Beg. Sonnt. 5, Wochent. 81. Walhalla Variete- Theater Weinbergsweg 19/20, Rosenth. Tor. Anfang 8 Uhr. Das großartige neue Februar- Programm! 16 Dreffierte Jeder Arbeiter, jeder Handwerker follte zur Arbeit Löwen, Tiger, Leoparden, die eberhofe Herkules fragen. vorgeführt von R. Havemann, und die übrigen glänzenden Variétékünstler.= Tunnel: Bockbierfest, Regimentstapelle usw. Theaterbesuchern freier Eintritt. Happoldt's Neuer Konzertsaal Sonntag: Gr. Militär- Streich- Konzert. Anfang 5 Uhr. Reichshallen- Theater. Unerreichte Leistungsfähigkeit. Allein- Berkauf. Sehr starkes Leder in praktischen grauen u. braunen Streifen, auch einfarbig. Am Bund aus einem Stud gearbeitet. Sehr feste Stappnähte. Haltbarste Pilot- Taschen. Große Fliden umjon't. M. 50 Die Herkules- Hose Monteur Jacketts„ Edison", 9 echtblau Stöper oder Drell 2 M. 65 Monteur Hosen„ Edison". echtblau Köper oder Drell 2 M. 25 Manchester- HosenGambrinus 6 M. 50 Manchest.- JadettsGambrinus 11M.50 3,50, 2. 40 Maler- Kittel Redhanifer- Stittel( braun) 3,35. 2 M. 75 Weiße Lederhosen 4,50, 3 M. Steffel- Anzüge 7,25, 6,-, 5 W. 50 Weiße Jacketts für Friseure, Stellner, Konditoren, Köche usw. Die Preise gelten für normale Größen. Stettiner Sänger. Baer Sohn Zum Schluß: Neu: HusarenStreiche. Anfang: Wochent. 8 Sonnt. 7 U. Buggenhagen Moritzplatz im Theatersaal täglich; Albert Böhme und das Brückenstr.11. Chausseestr.29/ 30. Gr. Frankfurterstr. 20. Haupt- Katalog gratis und franko. Bei Bestellung von Hosen ist die Bundweite und die Schrittlänge, bei Jadetts und Stitteln die Brustweite anzugeben. 14712* Nachdruck verboten! Gustav BehrensTheater. Berlin W., Goltzstr. 9. großartige Februar- Programm. Ringkämpfer u. Kandidat, Entree 50 Pf. Vorverkauf 40 Pf. Im unteren Konzertsaal täglich die allerersten MilitärKapellen: Beder, Przywarski, Görisch, Neumann, Offeney, Lüttich. Neue Welt Hasenheide 108-114. Größtes und originellstes Bayrisches[ 18312* Bockbierfest Groß- Berlins. urtomische Boffe. Kidd u. Kettle, amerit. Erzentrits. Koustainita Truppe, 4 Personen. Duskes Vitograph. 16 erstklassige Spezialitäten. Anjang 8 Uhr, Sonntags 52 Uhr. Jeden Sonnabend und Sonntag nach der Vorstellung: Familienfränzchen bei freiem Tanz. Pichelsberge Restaurant ,, Reichsgarten" Sonntag, 9. Februar Großes Wursteffen wozu ich Freunde und Bekannte Baron Muckis Orig.- Bauernkapelle freundlichst einlade. Gustav Erbe. Max vom Hede's Tyrolertruppe 30 Original- Bayr. Madel. Anfang tägl. 7, Sonntags 5 Uhr. Entree 30 f. Jeden Dienstag u. Donnerstag: " 50 Pf. Elite- Tag. ::::: Gewerkschaftshaus, Engelufer 15.:::: Sonntag, den 9. Februar 1908: pollo CPOLLO Brunnen- Theater Kunst- Abend: a Theater 9 Uhr. Täglich: 9 Uhr. Mitislaw der Moderne. Operette von F. Lehár. nene gejezt v. Direkt. R. Schier. Dirigent: Stapellmstr. J Einödshofer. Amaranth: Mia Werber als Gast Ab 8 Uhr: Die bedeutenden neuen Attraktionen und La Belle Alexia. Friedrich- Wilhelmstädtisches Sonntag 3%, Uhr: Familienvorstellg. Schauspielhaus. Sein Prinzeßchen. Anfang 8 Uhr. Sonntag 3 Uhr: Nathan der Weise. Abends 8 Uhr: König Heinrich. Montag: Sein Prinzeßchen. Lortzing- Oper. Belle- Alliance- Straße 7/8. Abends 72 Uhr: Die Zauberflöte. Sonntag nachm. 3 Uhr: Martha. Abends 7, Uhr: Don Juan. Königgräßer Hebbel- Theater, tr. 57/68. Abends 8 Uhr: Frau Warrens Gewerbe. WINTERBARTEN 765 Otto Reutter und das neue Programm von Publikum u. Presse glänzend beurteilt! Drama in vier Aften von B. Sato Theater an der Spree Lustspielhaus. Abends 8 Uhr: Panne. Köpenicker Straße 68. Abends 8 Uhr zum 44. Male: Hokuspokus. Neue Berliner Gesangsposse. Sonntag 3 Uhr: Ausgewiesen. Abends 8 Uhr: Der fritische Tag. DERNHARD ROSE THEATER W. Noacks Theater ( Gr. Frankfurterstr. 132. Der grobe Gottlieb. Anjang 8 Uhr. Wochentagspreise. 4 Uhr: Kindervorst.: Dornröschen. Sonntag: Der grobe Gottlieb. a ühr: Der Hüttenbefizer. Direftion: Rob. Dill. Brimenitr. 16. Heute: Geschlossen. Sonntag: Police H. 24. Strim.- Schaufp. n. d. Morgenp. Rom. Anf. 8 Uhr. Entree 30 Pf. Tanz. Montag: Police H. 24. Badstraße 58. Direft.: Bernh. Rose. Sonntag, den 9. Februar: Nachmittags 3 Uhr: Ein Blißmädel. Abends 7 Uhr: Der Sonnwendhof. Nach der Vorstellung: Großer Ball. Vorverkauf Sonntags 10-1 Uhr. Dalast- Theater Burgstraße 24. Heute 8 Uhr D Entree 20 Pf. Der Februar- Spielplan. 12 Attraktionen 12 Jede Nummer ein Schlager! Hans in der Falle. Schwank von B. Stephan. arrangiert von Margarete Walkotte. Mitwirkende: Margarete Walkotte Herr Dr. Marx Möller Frl. Käthe Dietz, Konzertsängerin Herr Hans Fredy vom Apollo- Theater Frl. Annie v.Luxemburg Violinvirtuosin Fräulein Elisabeth Sonntag, Pianistin u. Herr Bernhard Nitzsche, Pianist a. Flügel. Entree 60 Pf. im Vorverkauf. Abendkasse 75 Pf. Anfang 7, Uhr.[ 282/ 12*] Anschließend BALL. Vorverkauf bei Herrn Horsch, Engelufer 15. Volkstümliche Vorstellungen Bu ermäßigten Preisen in der Lortzing- Oper. ( Anfang 7, Dienstag, 11. Februar: ,, Zauberflöte". Umabeus Mozart. Donnerstag, 13. Febr.: Trompeter v. Säkkingen. Der in 3 aften u. 1 Borið onnabend, 15. Februar: ( Anfang 8 Uhr.) 99 Burger. v. Neßler. von Berdi. ( Anfang 8 Uhr.) Preise der Plätze: Für Orchester und Parkettloge 5,30. Prosc. und Balkonloge und Orchest. Faut. 3,- 1. Bart. 2,30. II. Bart. 1,70. Num. Bart. 1,20. Mittelbalton 1. u. 2. Reihe 2,30. Mittelbalton 3. Reihe 1,70. Billetts außer an der Tagestasse in den Bigarrengeschäften Grimm, Friedrichstr. 138; Carl Schmölfe, Friedrichstr. 203; P. Reiß, Friedrichstr. 191; Baul Juhl, Schöneberg, Martin- Luther- Straße 81 und Möbelfirma Busch, Charlottenburg, Goethe- Straße 23. 209/ 6* Troubadour". Oper in 4 Aften Freiheitliche Bühne. Da am vorigen Sonntag abermals Hunderte von Interessenten wegen des wiederum ausver fauften Theaters feinen Zutritt mehr finden fonnten, wird das 12 Jahre polizeilich verboten gewesene Schauspiel " Ausgewiesen" am nächsten Sonntag, den 9. Februar, nachmittags 3 Uhr, im Theater an der Spree zum fünften Male wiederholt!!! 106/ 14* Borzeiger dieser ausgeschnittenen Anzeige des ,, Vorwärts" zahlen statt des Kaffenpreises 195 95 Pfennige für Parkettfantenil. Nur gegen Abgabe dieser Anzeige an der Theaterkasse des Theaters an der Spree, Köpenider Str. 68. Gültig für 2 Parkettfauteuilpläke a 95 Pf. Eine Mark wöchentliche Teilzahlung liefere elegante fertige 15528 Herren- Garderoben Erfas für Maaß. Anfertigung nach Maass. Tadeuose Ausführung. Julius Fabian, Schneidermeister, Gr. Frankfurterstr. 37, Eingang Strausberger Blah. In ziveiter, unveränderter Auflage erschien vor kurzem Sonntage eines großstädtischen Arbeiters in der Natur von Kurt Grottewig. Mit einem Vorwort bon Wilhelm Bölsche. Mit Buchschmud und dem Porträt des Verfassers. Broschiert 60 Pf., gebunden 1 M. Die Presse aller Richtungen hat das Buch äußerst günstig besprochen. 245/ 31* Wilhelm Bölsche schreibt in feinem Borwort: " Ich glaube, daß es in der ganzen Literatur nicht leicht wieder so schlichte Naturschilde rungen gibt, mit fo scheinbar allereinfachsten Mitteln, wie in diesem Büchlein." Ferner ist neu erschienen: Unser Wald. Ein Boltsbuch von Kurt Grottetit. Herausgegeben v. Wilhelm Bölsche. Mit Jllustrationen versehen. Dies Buch dürfte fich gleich guter Aufnahme erfreuen als das erftgenannte. Der Preis beträgt 2,50 M., für das gebundene Exemplar 3 M. Expedition des„ Vorwärts“, Berlin SW. 68, Lindenstraße 69, Laden. Dienst.: Benefiz Stüntel: Goldene Eva. Berantwortlicher Redakteur: Georg Davidsohu, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glocke, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruderei u. Berlagsanftalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Nr. 33. 25. Jahrgang. 3. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 8. februar 1908. Versammlungen. Sizungen. Ja. ruhenden Tarifs. Am Streit waren 1974 Verbandsmitglieder be- 2. Geldstrafe ist zulässig. 3. Der Chef hat sich strafbar gemacht. 4. Ja. teiligt, von denen 1537 verheiratet sind. 21 Mitglieder wurden G. H. 6. 1. Wenn die Armendirektion noch nicht geflagt hatte, hat sie wegen Streifbruchs ausgeschlossen. Die Kosten des Streits be- fein Recht auf den Abzug. Auch sonst würde unter den von Ihnen geDie Gewerbegerichtsbeisiger Berlins( Arbeitnehmer) waren am liefen sich auf 136 911,25 Mt. Außer der allgemeinen Lohn- schilderten Umständen eine Klage gegen die Gemeinde nicht aussichtslos sein. Für die Klage ist das Landgericht zuständig. 2. Nur wenn ein voll Dienstag im Gewerkschaftshause versammelt, um den Bericht des bewegung wurden im Laufe des Jahres 11 Sperren verhängt. streďkbares Urteil vorliegt. 2. S. 100. 1. Ja. Bis zum 21. LebensAusschusses und der Kammerobmänner zu hören. Weiter erwähnt der Bericht die Rechtsprechung des Innungsschieds- fahre ist zu zahlen bezw. bis zur Selbständigkeit des Kindes. 2. Ja. Der Obmann des Ausschusses führte aus: Nach einigen gerichts in Fällen, wo Arbeiter vor der Vollendung eines ange-. 50. Sie fönnen bei Gericht den Antrag auf Unterbringung in ein C. 7. 50. Ja. 2. 3. 17. 1. Ja. 2. An die Jahren friedlichen Zusammenarbeitens mit den Arbeitgebern fei fangenen Stückes aufhörten und dasselbe von einem anderen Ar- Trinkevaihl stellen. 3. Dort flagen Sie auf jezt eine Zeit gekommen, in der die Scharfmacher auch hier jedes beiter fertiggestellt wurde. Nach dem Tarif ist jede Kündigung Gewerbedeputation, Stralauer Straße 1-3. Sollten Sie Zusammenarbeiten verhindern. So sei ein von Arbeitnehmern ausgeschlossen, das Arbeitsverhältnis kann auch vor der Vollendung Bahlung des Krankengeldes. Das Verfahren ist tostenlos. eingebrachter Antrag auf Abänderung des§ 31 des Gewerbegerichts- eines angefangenen Stückes gelöst werden und ist in solchem Falle abgewiesen werden, so fönnen Sie dann gegen den abweisenden Bescheid die gerichtliche Klage austellen. Breslau 106. 1. Ja. 2. Nein. Aber wenn gesezes, daß Gewerkschaftsvertreter als Prozeßbevollmächtigte dem Arbeiter der Teil des Affordpreiſes zu zahlen, welcher der 200 Marken geklebt find, leben die Rechte aus der früheren Zeit wieder auf. Trotzdem entscheidet das auftreten können, nicht zustande gekommen. Man hatte sich dahir bereits geleisteten Arbeit entspricht. 3. 124. Nicht unerhebliche Gerüche und störende Dämpfe kann die berständigt, daß wie in vielen anderen Städten ein Ab. Innungsschiedsgericht regelmäßig, daß dem Arbeiter, der das Stück Anlage zur Folge haben. E. S. 26. Falls für die betreffende Ge kommen zwischen dem Berliner Gewerbegericht und den beteiligten nicht vollendete, so viel abgezogen wird, wie der Arbeiter, welcher meinde ortsstatutarisch für Hausindustrielle die Versicherungspflicht eingeführt H. Leuz. Eine Klage des Mädchens hätte Aussicht auf Erfolg. Gewerkschaften getroffen werden sollte, wonach die Vertretung zu- das Stück vollendet, für seine Arbeit verlangt. Ob das dem Wert ist, ja. B. 2000. Sie müßten von Ihrer österreichischen Heimatsgemeinde gelassen sein sollte. Auf die Einbringung der Abänderung des§ 31 der geleisteten Arbeit entspricht. prüft das Schiedsgericht nicht, es des G.-G.-G. hätte man danach verzichtet. Dem ist das Gericht stellt sich vielmehr auf den Standpunkt: der Meister darf keinen die Bescheinigung beibringen, daß Ihrer Heirat nach doriigem Gesetz kein P. Ch. Der Vertrag fönnte von dem Kinde aber nicht nachgekommen, sondern jetzt erfolge noch öfter als vorher Schaden leiden. Gegen derartige Entscheide des Schiedsgerichts Hindernis im Wege steht. M. 27. Die Sparkasse ist sicher und Zur Er- als ungültig angefochten werden. P. S. G. 41. Bon die Ablehnung der Gewerkschaftsvertreter, namentlich geschieht sollen die ordentlichen Gerichte angerufen werden. zahlt 3 Proz. Der Zinsfus bei Banken schwankt. ledigung der Verbandsgeschäfte wurden abgehalten 6 General, dem Direktor der Handwerkerschule würden Sie Auskunft erhalten. dieses von den jüngeren, neu eingetretenen Richtern, während 17 Mitglieder-, 74 Bezirks-, 7 Bauvertrauensmänner- Versamm-.. 05. Leider würden in Ihrer Sache weitere Schritte jetzt erfolglos Arbeitgebervertreter ohne Unterschied anstandslos zugelassen werden. Weiter sei ein Antrag auf Beseitigung der Konkurrenz- lungen, 34 Vorstands, 6 Bezirksleiter-, 9 Lohnkommissions- sein, weil das Urteil rechtskräftig ist. Ein Vorgehen gegen den Arzt verspricht keinerlei Erfolg. M. M. 104. Nein. 5. K. 12. Ja. flaufel gescheitert, weil die Unternehmer die Klausel bei Gehältern Die Jahresabrechnung der Filialtasse zeigt eine Einnahme von 8. 3. 50. 1. Erst wenn innerhalb eines Jahres nach Rechtskraft des über 2000 m. eingeführt wissen wollten. Die Arbeitnehmerbeisiber 75 376,86 M., eine Ausgabe von 43 379,12 M. und einen Bestand Urteils die Frau die eheliche Gemeinschaft nicht herstellt, kann auf Scheidung geflagt werden. 2. Ja. 3. Nein. G. R. 100. Die Anstalt ist zur N. M. 8. eingebracht; aber auch dieser Vorschlag wurde abgelehnt. Das von 31 997,74 M. schlimmste sei jedoch, daß die Arbeitgeber in Verbindung mit dem Es werde manchem auffallen, daß der Bericht nichts über die Zu dem Vorstandsbericht bemerkte der Vorsitzende Segawe: Bahlung einer Unterstüßung berechtigt, aber nicht verpflichtet. A. S. 81. 1. Ja. 2. Nein, vorausgesetzt, daß Ihre Frau auf Gewerbegerichtsvorsitzenden eine Anzahl Anträge eingebracht eine Interventionstlage zur Freigabe der Gegenstände führen. 4. Das hätten, die darauf hinausliefen, das Lohnbeschlagnahmegesetz, das Einigungsfrage enthalte, die in letzter Zeit in anderen eigene Rechnung das Geschäft führt. 3. Ja. Aber in solchem Falle würde Gewerkschaften eine große Rolle spielte. Der Lokalverein der Gesek zählt nicht bestimmte Gegenstände als unpfändbar auf, sondern die Pfändung von Lohn nur bei über 1500 M. zuläßt, zu durch Töpfer habe auf die Anfrage des Parteivorstandes eine so ent- erklärt die unentbehrlichen für unpfändbar. Was dazu gehört, ist von löchern, und die Aufrechnung des Lohnes bei absichtlicher Schadenzufügung zuzulassen, die Beseitigung der§§ 123 und 124 der Ge- hieden abweisende Antwort erteilt, daß die Verbands- Fall zu Fall vom Gerichtsvollzieher und vom Gericht zu entscheiden. . 44. leitung jeden Verhandlungsversuch für nublos hielt und deshalb Ja. Zu den Invalidenversicherungsbeiträgen trägt der werbeordnung, des einzigen Schußes der Arbeiter, Aenderung der ihrerseits keine Schritte tat, um sich nicht ebenfalls eine Ab- Chef die Hälfte, zu den Krankenkassenbeiträgen ein Drittel bei. Kündigungsfrist§ 122 nach der Bestimmung des B. G.-B.§ 621, weisung seitens der Lokalisten zu holen. Wenn die Kollegen der sicherungspflicht nicht vor, weil verschiedene Gemeinden in Betracht kommen. 5. N. 130. Jn dem von Ihnen geschilderten Fall liegt eine VerAenderung des§ 133 zuungunsten der Werkmeister, Techniker usw. lokalen Richtung die Absicht hätten, sich mit dem Verbande zu zur Selbstversicherung ist die Offenbacher Krankenkasse für Frauen und in dem Sinne, daß in Zukunft ihnen nur eine Entschädigung bei einigen, so stehe dem nichts entgegen. Grundfäßliche Differenzen Mädchen, Prinzenstr. 66 bei Hink, zu empfehlen. P. M. 142. 1. Etwa Krankheiten, entsprechend den Bestimmungen des Handelsgesetzes, bis 6 Wochen zustehen solle. Und schließlich Festsetzung von Bepischen beiden Organisationen gebe es nicht. Wit Rücksicht auf ein Monat. 2. und 3. Nach fruchtlosem Ablauf des Sühnetermins müßten die Parteitagsbeschlüsse müsse aber versucht werden, die Kollegen der Sie beim Landgericht unter Darlegung der Gründe, weswegen Sie stimmungen bei Lehrverträgen über das Nachlernen bei Krant lokalen Richtung darüber aufzuklären, daß sie, soweit sie sich als Scheidung begehren, und welche Beweismittel Sie anführen wollen und heiten während des Lehrvertrages. Die Anträge waren gar nicht Sozialdemokraten fühlen, ihren Sonderstandpunkt nicht beibehalten unter Beijügung des Armenattestes Bewilligung des Armenrechts beantragen. begründet. Man glaubte, die Arbeitnehmer so glatt für diese dürfen. Wenn eine größere Anzahl von jener Seite O. F. 1200 M., indessen kann von Jahr zu Jahr von der KirchenVerbande zum Spandau 101. Die Berschlechterungen zu gewinnen. Dabei hatten sich aber die An- übertreten wollen, so fönnten ihnen wohl Konzessionen gemacht behörde ein anderer Saz festgelegt werden. tragsteller verrechnet. Zunächst verlangten die Arbeitnehmer eine werden. Es werde angebracht sein, ein in diesem Sinne gehaltenes 14tägige Ründigung besteht, wenn über die Kündigungsfrist nichts vereinbart war. Lohn müßte der Meister bis zum 25. Januar zahlen, Begründung dieser Verschlechterungen der Gesetze, und als diese Flugblatt unter den Lokalisten zu verbreiten und dann eine öffent- töunte aber wegen Vertragsbruchs Gegenklage einreichen. K. St. Das in einer darauf folgenden Sibung von den einzelnen jüngeren Ge- liche Versammlung einzuberufen, um sich mit ihnen über die geratenste ist. Sie zahlen die Miete nicht, sondern hinterlegen sie. werberichtern gegeben wurde, da war es den Arbeitnehmern aus Ginigungsfrage auszusprechen. m. 2. 29. 1. bis 5. Nein. 6. Die private Aufforderung genügt. dieser Begründung klar, daß man mit den Anträgen eine be= Nach einer unwesentlichen Diskussion wurden folgende Anträge 7. Das ist nicht ausgeschloffen: Das Gericht hat von Fall zu Fall zu entdeutende Verschlechterung des bestehenden Gesetzes, der wenigen angenommen: Dem Vorstande werden jährlich 150. überwiesen, scheiden. In Betracht tame auch der von Ihnen in den ersten Fragen er E. 2. 100: 1. und 2. Ja. P. A. W. Baragraphen, die einen sozialen Schutz darstellen, herbeiführen die er nach Bedarf zu Neuanschaffungen für die Bibliothek ver- wähnte Fall. 8. Nein. wollte. Die Arbeitnehmer erklärten dann darauf einstimmig, daß wenden darf. Die Mitglieder des Arbeitsnachweis- Kuratoriums 1. bis 3. Von einem Fund ist der Polizeibehörde Witteilung zu machen. sie nicht mitberaten und daß sie bedauern, daß Richter derartige erhalten für ihre Tätigkeit eine Entschädigung von 1,50 M. pro ist die Sache nicht mehr als 3 Mart wert, so bedarf es der Anzeige nicht. Anträge eingebracht hätten. Die Folge davon war, daß sämtliche Abend. Bei Sperren und Maßregelungen wird während der Der Finder ist berechtigt und auf Anordnung der Polizei verpflichtet, die gefundene Sache an die Polizeibehörde abzuliefern. Von dem Empfangs Richter, mit Ausnahme des Vorsitzenden, die Sibung verließen und ersten drei Tage die Unterstüßung aus der Lokalkasse gezahlt. berechtigten tann der Finder einen Finderlohn verlangen. Der Finderlohn später dem Vorsitzenden gegenüber erklärten, daß fie in Zu- Nachdem dem Vorstand Entlastung erteilt war, wurde die Neu- beträgt von dem Wert der Sache bis 300 Mark 5 vom 100, von dem Mehrtunft in Einigungsamtsachen nicht mehr mit- wahl vorgenommen, welche folgendes Ergebnis hatte: 1. Vorsißen- wert und bei Tieren 1 vom 100. Mit dem Ablauf eines Jahres nach der wirten würden(!). Auch von den Obmännern wurde hervor der Segawe, 2. Vorsitzender Wolff, 1. Kassierer Bohm Anzeige des Fundes bei der Polizeibehörde erwirbt der Finder das Eigen gehoben, daß die Art, wie die Gewerberichter ihre Tätigkeit auf- Hammel, 2. Kassierer Clavery, Schriftführer Rapputan, tum an der Sache. War die gefundene Sache nicht mehr als 3 Mark wert, so beginnt die einjährige Frist mit dem Funde. Das Eigentum wird nicht faffen, eine sonderbare ist. In der dritten Kammer sei nach der Beisizer: Scheffler, Hermann Schmidt, Revisor Lösch. erworben, wenn der Fund verheimlicht wird oder ein Empfangsberechtigter Erkenntnis des Vorsitzenden alle Kündigung in Baugewerbe auf: In das Arbeitsnachweisfuratorium wurden wiedergewählt: Heyn, dem Finder befannt ist oder sein Recht der Polizet gemeldet hat.(§ 965-984 gehoben, gleichviel, ob es im Vertrage stehe oder ausgemacht sei Böhme, Merten, Gerlach. B.-G.-B.) 4.§ 242 bedroht Unterschlagung.§ 259 St.-G.-B. Hehlerei. oder nicht. Ja, der Vorsitzende gehe sogar soweit, daß er die G. M. 100. Nein, der Verkauf kann nur gemeinsam erfolgen. Der Kläger abweise, die auf Kündigung flagen, ohne daß der Beklagte Verkauf ohne Zustimmung der jüngeren Geschwister bezw. deren Bormund sta. 1003. Leider kann diese Gemeinde die Ausweisung erschiene. Er beachtet dabei gar nicht die Bestimmungen über das wäre ungültig. E. M., Nixdorf. 1. Für die gesamte Mietszeit ist Verfäumnisurteil; er weist einfach die Kläger ab! So schafft ein event. durchsetzen. Nürnberg 25. 1. Ja. Seben Richter aus eigener Machtvollkommenheit Gesezesparagraphen aus 1 M. zu zahlen. 2. Ja. 3. Zur Hälfte. der Welt! Dagegen sind bei Kolonnenarbeitern Hunderte geSie sich mit der Charité oder mit der Klinik in der Artilleriestraße in Ber schädigt worden, denen das Klagerecht als einzelne Arbeiter bebindung. 2. Nein. 3. Zu empfehlen ist das Fremdwörterbuch von Liebknecht. R. B. 127/28. Ist die Wohnung in erheblichem Maße gesundheitsftritten wurde, weil sie angeblich eine„ Gesellschaft" darstellten. gefährlich, so können Sie den Vertrag aufheben und Schadenersaz verlangen. Dem Strohmännerunwesen und ihrem Betrug ist damit Tür und Zweckmäßig ist es, der Klage auf Aufhebung des Vertrages, die an das Tor geöffnet. Sehr erschwert wird den Arbeitern das Klagen Amtsgericht zu richten ist, ein ärztliches Attest beizulegen und um AnR. 33. Auskunft erhalten dadurch, daß immer wieder Kostenvorschüsse geleistet werden sollen. beraumung eines nahen Termins zu ersuchen. Bei Arbeitgebern wird die Fortsetzung der Klage selten davon abSie durch die amtliche Auskunftsstelle für Auswanderungswesen, Schellingstr. 4. W. H. 75. Wir können die von Ihnen genannte Kasse feineswegs hängig gemacht. Ebenso werden des öfteren den Arbeitgebern E. P. 17. Keineswegs. Zur Einsegnung fann ein Stind Rechtsbelehrungen gegeben, so über Erhebung der Widerklage usw., empfehlen. 25. Wenden Sie sich an das Polizeipräsidium. was auch nicht die Aufgabe des Richters sein soll. Oder, wenn er dics tut, dann für beide Teile gleichmäßig. Es wird alsdann der Wunsch ausgesprochen, daß die Presse sich mehr um die Gerichtsverhandlungen, die ja öffentlich seien, fümmern sollte. Nachfolgende Resolution fand darauf einstimmige Annahme: Die im Gewerkschaftshause versammelten Arbeitnehmerbeisiger des Berliner Gewerbegerichts nehmen durch ihre Vertreter im Ausschuß Kenntnis von der Tätigkeit des Gesamtausschusses und erklären ihr Einverständnis mit dem seitherigen Wirken desselben, dessen Verhandlungen und Beschlüsse von Einmütigkeit getragen und von sozialem Verständnis zeugten. Gleichzeitig legt aber die Bersammlung auf das nachdrücklichste Verwahrung ein gegen den Versuch einiger Herren Kammervorsitzenden und Arbeitgeberbeisiger, den Ausschuß zur Abfassung von Anträgen und Einsendung derselben an die geebgebenden Körperschaften zu veranlassen, deren Tendenz und Inhalt auf Verfümmerung und Beschneidung der der Arbeiterhaft im Gesetz gewährleisteten Rechte hinauslaufen, wie dies in n Anträgen vom 19. August 1907( Aftenzeichen J.-Nr. 665, 07 G.-G.) der Fall war. Die Sozialgefeßgebung wurde für den wirtschaftlich die Arbeiterschaft chwächeren Teil der Bevölkerung egeben, welche in den dazu geschaffenen Gewerbegerichten Anvendung finden soll. = Leider wird dieses von den berufenen Gewetberichtern erst nach längerer Bragis erkannt. Die versammelten Gewerbegerichtsbeisiger sprechen deshalb den Wunsch aus, der Magistrat möge versuchen, die anzustellenden Gewerberichter auf längere Zeit im Amt festzuhalten, damit das Vertrauen, welches sich das Berliner Gewerbegericht erworben hat, erhalten bleibe. . nicht gezwungen weiden. Friedrichsfelde 100. Sie könnten nur durch gütliche Borstellungen bei den Schwiegereltern etwas erreichen. 44a. Shr Einspruch bat Aus ficht auf Erfolg. R. St. Velten. 1. Die gesamte Gesezesbestimmung anzuführen geht nicht an. 2. Nein. 3. Nein. Die Hochzeitsgeschente ge hören der Witwe. Durch die von Ihnen gewählte Adressierung ist eine R. 4. Die Versicherung muß bei der Berufs. Berzögerung eingetreten. Hierauf hielt der Verbandsvorsißende Drunsel einen Vortrag über die Situation im Töpfergewerbe. Einleitend gedachte er der Bestrebungen der Arbeitgeberorganisationen, die gerichtet sind auf die Verschlechterung der Lage der Arbeiter und auf die Befämpfung der Arbeiterorganisationen. Diese Bestrebungen machen sich auch im Töpferberuf bemerkbar. Für diesen Beruf bestehen vier Organisationen der Arbeitgeber. Zwei davon, der Verband der und der Verband der Ofenfabrikanten Ofenseßermeister wirken zusammen gegen die Arbeiterorganisation. Vielleicht werden auch die beiden anderen Arbeitgeberorganisationen mit den ersteren gemeinsame Sache machen. In Berlin gelang es ja im vergangenen Herbst, das Vorgehen der Unternehmer, welche den Tarif Aber das Beispiel der verschlechtern wollten, zurückzuschlagen. Berliner Arbeitgeber hat Nachahmung gefunden. In 10 Orten haben die Unternehmer die Tarife gekündigt. Der Töpferverband wird sich also auf einen Abwehrkampf einzurichten haben. Gegenwärtig herrscht im Beruf eine ungewöhnliche Arbeitslosigkeit, die ihre Ursache nicht nur in der winterlichen Jahreszeit hat. Von den Arbeitern der Veltener Kachelfabriken hat nur der kleinste Teil Beschäftigung im Beruf. Der Absatz der Beltener Fabriken leidet nicht nur durch die Krise in Deutschland, sondern auch durch die genossenschaft erfolgen. Die Höhe der Kosten können wir nicht mitteilen. E. R. 100. Der Betreffende erhält Zeugengebühren nach Maßgabe Folgen der Zollpolitik. Der Absah nach Rußland, der sonst recht des Gesetzes. G. S. 19. Die Möglichkeit ist leider nicht ausgeschlossen, bedeutend war, hat fast ganz aufgehört. Bei einer Lieferung nach M. E. 62. Sechs Wochen zum Ersten des Quartals. G. B. 1908. Cesterreich mußten für 20 Oefen 1500 M. Boll bezahlt werden. indes könnte die Tochter sich dann an das Vormundschaftsgericht wenden. Unter solchen Umständen wird auch die Ausfuhr nach Oesterreich Ihre Schwester fann sich selbst versichern, weil sie nur gegen freien Unterein Ende nehmen. Eine weitere Ursache der Arbeitslosigkeit ist das halt beschäftigt und jünger als 50 Jahre ist. Sie muß fich von der Polizei Aufkommen der neuen Heizungssysteme, welche die Kachelöfen zum eine gelbe Quittungskarte geben lassen und beflebt diese dann wöchentlich Teil verdrängen. Dem kann jedoch im gewissen Umfange entgegen- mit einer Marke. Welche Sorte Klebemarken sie verwenden will, steht bei gewirkt werden, indem durch solide und sachgemäße Ausführung ihr. Die verwendeten Beitragsmarken sind durch Bezeichnung des Datums A. S. 16. Ja. F. H. E. 24. 1. Der zweite Sohn. der Ofenseßerei der Kachelofen wieder zu größerem Ansehen kommt. zu entwerten. J. L. Ja, auf Antrag fann aber die Gemeinde von E. M. G. Ja, falls nicht aus Es sind Bestrebungen im Gange, welche darauf abzielen, in den 2. Es heißt: rein. der Erhebung der Steuer absehen. Die Pflicht kann sich aber Kachelöfen eine größere als die bisherige Ausnutzung des Heiz- dem Mietsvertrag Gegenteiliges erhellt. nur auf zwei Jahre zurüderstreden. materials zu erzielen. Die gegenwärtige Wirtschaftskrisemeint der Redner werde wohl nicht den Umfang früherer Krisen annehmen, sondern langsam nachlassen. Alles in allem haben die Töpfer keine Ursache, so schwarz in die Zukunft zu sehen. Was die Absichten der Unternehmer betrifft, so wird die Arbeiterorganisation schon Mittel und Wege finden, um die geplanten Angriffe abzuwehren. Im Vertrauen auf ihre Organisation können die Arbeiter dem Vorgehen der Unternehmer ruhig entgegensehen. Briefkaften der Redaktion. Wafferstands- Nachrichten der Landesanstalt für Gewässerfunde, mitgeteilt vom Berliner Wetterbureau. Wasserstand Memel, Tilfit Bregel, Insterburg Weichsel, Thorn Dder, Ratibor Strossen Frankfurt Barthe, Schrimm Landsberg Nezze, Bordamm Elbe, Leitmerik Dresden Barby Magdeburg am 6.2. feit am feit 5. 2. Wasserstand 6. 2. 5. 2. cm cm ¹) cm cm³) 3273) -6 Saale, Grochlik 102+6 178) -14 Havel, Spandau) 128 2303) -4 Rathenow) 151 114 5 Spree, Spremberg³) 128 203 +6 Beeskow 170 1934) eser, Münden 237 -22+11 64-16 168) 71 Kaub 138-10 -20 Köln 175-21 -1275) Nedar, Heilbronn 32+2 1875)+-20 157 Main, Wertheim -21 Mosel, Trier 89 3) Unterpegel. Eisstand. + bedeutet Buchs, -GOO Fall. Treibeis.) schwaches Treibeis. Minden Rhein, Marimiliansau 340+32 Witterungsübersicht vom 7. Februar 1908, morgens 8 Uhr. Die juriftifche Sprechstunde findet Lindenstraße Nr. 3, zweiter Sof, britter Eingang, vier Treppen, Fahrstuhl Geöffnet 7 Uhr. Ferner erwartet die Versammlung von ihren Vertretern im wochentäglich abends von 7 bis 9 1hr statt. Sonnabends beginnt die Sprechstunde um 6 lbr. Jeder Anfrage ist ein Ausschuß, daß sie nach wie vor bemüht sein werden, das Ansehen Buchstabe und eine Zahl als werkzeichen beizufügen. Brickliche Antwort und den unparteiischen Charakter des Berliner Gewerbegerichts wird nicht erteilt. Gilige Fragen trage man in der Sprechstunde vor. zu wahren, mit dem ausdrücklichen Hinweis, reaktionäre AnG. 35. 1. Sie sind zur Zahlung verpflichtet. 2. Der volle Betrag ist zu zahlen. 3. Ja. 4. Beide. finnen jederzeit mit gebührender Energie zurüdzuweisen. 2. S. 11. 1. Ja. 2. Nein.$. F. 19. Sie 8. G. 99. 1. Bielleicht wilft die Anrufung der Baupolizei. Ja. Zentralverband der Töpfer. Der am Donnerstag im Gewerk- würden eventuell auf Beseitigung der Schäden oder auf Aufhebung des schaftshause abgehaltenen Generalversammlung der Filiale Berlin Wietsvertrages flagen fönnen. Der Erfolg der letteren Stlage ist zweifellag der Jahresbericht für 1907 vor. In demselben wird unter haft. 2. Uns nicht bekannt. Wenden Sie sich an die Stiftungsdeputation, anderem gesagt, der Verband habe im abgelaufenen Jahre viele Boststr. 16. 3. 1869. Eine Berurteilung wäre nicht völlig auss und verhältnismäßig schwere Kämpfe im ganzen Lande zu führen geschlossen. M. P. Wenn Zahlung nicht erfolgt, müßte die Gemeinde gehabt. Der Ofensehermeister- Verband machte große An- flagen. An sich wäre Ihre Schwägerin zur Zahlung verpflichtet, tönnte ftrengungen, um dem Zentralverband der Töpfer eine schwere aber Ihrerseits wie es scheint, die Herrschaft in Anspruch nehmen. 2. Ein Berein der Großgrundbefizer. Niederlage zu bereiten, was ihm jedoch nicht in gewünschter Weise.. 15. 1. Schellingstr. 4. 2. K. 12. 1. und 2. Nein. 3. Ein Vertrag zwischen Korporationen. gelungen ist. Auch in Berlin tam es aus dem genannten Anlaß Mt. 99. Beantragen Sie entweder einen Zahlungsbefehl oder stellen zu einem Konflikt. Die Arbeitgeber fekten große Hoffnungen auf Sie eine Darlehnstlage beim Amtsgericht an. Beides hat Aussicht auf Erfolg. bie Gründung eines gelben Arbeitervereins, jedoch sind die Er- 2. 16. Das Stind gebraucht teinen Vormund, da der Vater und die wartungen der Arbeitgeber nicht eingetroffen. Die Arbeits- Mutter leben. Die Trennung der Ehe ist für die Stellung einer Vormund1 Haparanda 748 NNW 2 wollenl- 11 gelegenheit war im Jahre 1907 etwas schlechter wie im Jahre 1906. fchaft belanglos. Wem die Erziehung des Kindes zusteht, hängt davon ab, Swinemde 765 NW 3 Petersburg 744 WNW 1 wolkenl,-8' A. 3. 20. 1. Ja, aber die Herausgabe Hamburg 772 N Am Schlusse des Jahres 1907 waren im Arbeitsnachweis 100 Ar- wer für schuldig erklärt wird. Berlin 5 woltig 2 Scilly 780 NND 1 Nebel Alter Abonnent 17. Es 2 bedeckt 4 Aberdeen 775 52 1 bedeift beitslose mehr gemeldet, wie am Schluß des Jahres 1906, dabet des Kindes fann verlangt werden. 2. Ja. München 77823 6 bededt- 1 Baris 781 1 wolfig ist zu berücksichtigen, daß die Filiale Ende 1907 etwa 300 Mitglieder genügt, wenn die Tochter schreibt, mein Vater gehört der katholischen, meine Franks.a M 777 N Mutter der evangelischen Religionsgemeinschaft an. Getauft bin ich nicht, 7662 7 bedeckt 3 weniger hatte als Ende 1906. Die Lohnbewegung im vergangenen hiermit an. Wetterprognofe für Sonnabend, den 8. Februar 1908. Serbst ist die bedeutendste, welche die Berliner Töpfer je geführt ich beabsichtige aus der Landeskirche auszutreten und melde den Austritt Bien - Redeverein I. Benden Sie sich an den Vorstand Ihres Genosse 27. Uns nicht bekannt. M. K. 77. 1. Die Bunächst etwas tälter, bielfach heiter bei frischen westlichen Winden; haben. Es war ein Abwehrkampf gegen die von den Arbeitgebern Wahlvereins. beabsichtigte Verschlechterung des Lohntarifs. Die Bewegung endete Auskunft war durchaus zutreffend, bezieht sich aber nur auf die Klage, nicht später neue Erwärmung, Trübung und geringe Niederschläge. Berliner Wetterbureau mit der Annahme eines auf beiderseitigem Entgegenkommen beslauf die Widerklage. Eine Berufung verspricht wenig Aussicht auf Erfolg. Stationen 768 N Better Stationen 5 beiter 7 bedeckt Better 15°-6° 1. Castan's Panoptikum 165 Friedrichstr. 165 Abdul Hamids Harem Zauberer Fakire Bauchtänzerinnen. Schlangen- Ungeheuer von Sumatra. Sonntags kein Extra- Entree Wochentags 20 Pf. durch besonderen Eingang. nung 2. Kl. 218. Kgl. Preuss. Lotterie. Ziehung vom 7. Februar 1908, vormittags. Nur die Gewinne über 96 Mark sind den betreffenden Nummeru in Klammern beigefügt. ( Ohne Gewähr.) ( Nachdruck verboten.) 73 97 229 504 46 903 53 1371 80 512 23 43[ 200] 84 762 826[ 200] 32 2023 26 706 816 3196 386 96 733 44 993 4309 542 5075 95 504 30 43 6046 61 136 287 330 47 497 512 781 92 896 966 7027 219 416 49 8079 246 60 99 9145 207 458 62 398 837 919 36 10024 113 295 450 707 11222 79 403 33 866[ 200] 12013 28 44 459 64 71 547 61 626[ 200] 783 93 13095 215 34 37 405 536 60 674 967 14018 101 77 287 411 599 659[ 300] 85 770 873 901 91 15069 110 14 25 214 75 396 803 16085 189 43 247 366 429 73 75 654 860 17100 74 352 53 578 632 762 67 76 813 908 18242 383 635[ 500] 01 754 [ 300] 19320 66 82 733 90 825 20547 638 63 73 715[ 200] 20 21105 311 35 88 402 78 546 77 87 611 26 800 27 78[ 200] 965 22028 118 54 309 500 23416 52 955 24020 183 372 460 81 714 891 900 25034 332 1200] 71 452 500 606 58 733 801 934 94 26008 38 65 170 218 318 31 498 539 816 913 27571[ 200] 636 64[ 200] 70 806[ 200] 73 936 28007 215 70 302 27 [ 200] 469 513 42 983 73 29030 221 416 713 32 804 79 30181 340 420 74 505 56 721 830 900 31069 126 [ 200] 203 34 78 514 893 918 66 32011 309 16 417 32 551 82 93 706 33249 307 551 677 34010 96 212 301 601 811 13 35456 503 624 96 751 979 36109 217 930 56 77$ 7042 382 515 601 18 792 801 925 38277 304 665 92[ 300] 874 39025[ 300] 43 159 342 44 417 63 66 40177 260 466 694 834[ 200] 81 996 41141 80 565 989 42062 88 224 31 45 864 927 81 43077[ 200] 112 249 316 483 08 603 44001 11 12 198 489 523 83 708 893 932 87 45015 125 453 581 669 758 839 915 46078 276 96 [ 300] 337 78 849 63 993 47059 223 28 70 466 71 48082 84 401 676 761 850[ 300] 921 31 49044 140 296 312 462 83[ 200] 704 25 30 50310 586 644 925 51048 237 50 373[ 200] 604 38 53 13 756 850 949 52061[ 500] 81 247 86 375 397 608 9 20 868 907 16 53072 96 141 441 509 50 727 98 823 990[ 500] 54107 9 225 310 518 613 746 882 55192 442 376 715 48 56207 322 416 31[ 200] 52 73 525 54 745 863 57310 437 694 837 915 58581 630 859 59040 162 205 36 650 755 886 994 60014 29 73 301 20 566 803 15 912 61076 146 213 $ 14 35 80 745 845 903 11 62012 21 288 353 461 77 650 52 703 863 944 63004 180 267 446 735 827 981 64088 155 282 346 524[ 200] 65124 97 267 353 431 37 627 88 66261 69 306 90 631 67062 105 272 691 879 68523 29 56 730 69042 272 308 577 668 96 752 78 83 70098 170 71 317 596 768[ 200] 906 23 76 71034 446 786 949 72111 340 81 784 73091 229 421 653 818 49 62 74163 224 338 517 89 75275 468 677 776[ 300] 904 83 76127 81 448 596 780 77062 166 241 442 690 885 78287 516 68 914 52 79017 69 388 661 705 953 74 77 80061[ 300] 91 422 903 12 81003 37 46 245 332 42 57 518 789 880 355 82098 210 25 301 82 433 84 593 94 782 99[ 300] 83228 91 85 333 39 467 549 646 712 36 841 84019 173 499 508 664 741 47 878 85004 171 273 508 713 [ 400] 68 880 933 86002 329 413 523 814 15[ 200] 87081 333 84 492 672 99 772 884 88070 376 431 510 875 926 58 67[ 300] 89114 246 92 308 73[ 500] 642 68 707 28 840 77 998 90188 406 34 596 650 91220 431 633 99 886 92000 61 97 304 41 401 517 91 679 740 72 98 998 93019 71 75 149 415 717 26 983 94104 52 330 31 762 78 911 26 95036 215 320 892 986 96043 229 52 458 86 509 39 93 99 985 97454 56 698 731 71[ 400] 889 989 98013 80 93 101 73 352 [ 200] 480 603 24 760 884 933 90 99160 297 322 434 747 50 100024 415 948 101024 29 66 139 381 424 864 950 102129 51 54 238 378 628 780 832 103435 520 825 939 104002 11 83 183 226 67 89 540 93 671 811 105124 88 89 93 360[ 200] 424 588 686 887 38 914 106328[ 300] 520 91 602 912 36 107321 473 74 749 67 825 961 108023 27 347 578 725 109108 21 271 370 457 590 608 35[ 200] 808 110002 43 313 550 965 111301 623 762 910 112028 717 837 113116 230 610 12 21 49 717 886 921 114061 612 115039 153 611 709 913 116458 611 97 750 117213 50 406 550 603 777 823 924 118145 54 97 365 641 119273 313 54 320 866 120036 338 544 910 121207 386 405 856 946 122213 23 369[ 300] 422 80 670 982 123204 303 12 455 66 97 550 943 124834 499 548 879 125091 217 827 51 418 49 507 604 884 126029 574 988 94 127100 88 282 403 53 536 742 128076 77 174 500 740 888 129210 329 47 404 70 540 676 739 902 29 130118 90 338 481[ 200] 544 710 27 131491 527 132127 216 417 37 851 133248 312 444 594 610 713 [ 3000] 46 80 829[ 200] 61 974 134189 290 436 70 860 990[ 200] 135083 122 56 64 345 427 71 615 136005 77 218[ 200] 19[ 400] 21 49 450 596 608 137042 148 54 416 517 624 41 766 899 138078 242 44 497 584 603 10 812 37 996 139012 208 14 86 94 380 85 759 885 Dr. Schünemann Svezial- Arzt für 14752* Haut- und Harnleiden, Franenkrankheiten. Friedrichstr. 203, Gde Schüßenstr. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Zahlstelle Berlin. Dr. Simmel Spezial- Arzt für Haut- und Harnleiden. Moritzplatz, Die Zahlstelle 44 ist seit 1. Februar von Löwe- Prinzenstr. 41, zat 10-2, 5-7, Sonni. 10-12 Ubr. ftraße 44 nach Tilsiterstr. 27 bei Koblenz verlegt. 79/6 10-2.5-7. Sonntags 10-12. 2-1. 140034 53 181 270 80 388 477 503 864 917 141003 142 226 83 419 33[ 300] 533 142158 420 22 28 88 817 90 99 143303 19 426 37 144027 457 651 771 93 821 939 145164 331 518 27[ 200] 82[ 300] 646 58 843 906 146176 337 427 60 518[ 200] 60 769 878 953 147251 510 601 68 148110 91 610 867 149234 550 60 807[ 200] 95 150069 154 818 54 74 151110 413 152081 104$ 5 509 408 583 846 153321 464 629 725 154001 31 183 213 35 818 48[ 2001 925 155076 136 48 273 382 505 671 962 156017[ 200] 133[ 400] 53 89 230 490 703 34[ 500] 842 43 46 157274 339 93 550 684 95 709 979 158013 206 40 358 556 637 920 159061 223 463 593 699 707 47 160035 166 487 617 902 35 161080 101 363 70 90 415 550 766 914 162472 808 163018 197 348 68 641 [ 200] 725 80 164249 477 617[ 300] 988 93 165073 442 665 776 878 985[ 400] 166039 78 114 249 300 622 92 [ 200] 709 44 92 167134[ 300] 69 282 314 054 731 832 84 168005 59 87[ 200] 192 309 47 437 46 75 690 822 76 921 169143 241[ 200] 42 90[ 200] 369 458 62 80 627 870 170155 261 358 446 931 41 171004 116 208 324 514 66 172015 198 801 967[ 200] 173197 309[ 300] 17 486 623 41 174009 11 83 350 91[ 200] 175021 202 18 67 84 426 52 661 869 956 176005 93 280 347 512 854 939 177119 279 318[ 200] 595 613 17 736 860[ 400] 954 178335 509 752 848 65 71 75 179040 50[ 200] 400 680 87 180050 118 294[ 200] 350 486 181226 361 589 182089 100 38 242 324 45 636 56 903 183100 205[ 200] 448 634 40 804 914 184058 288 340 69 588[ 300] 927 59 185001 297 462 702 87 186705 816 960 187008 24. 45 296 415 515 633 36 846 74 188167 71 242 50 314[ 15000] 494 710 947 189062 244 308 755 988 93 190081 264 93 388 616 772 913 191087 249 86 555 75 93 886 950 192014 81 126 492 730 851 193342 678 724 74[ 200] 845 194053 71 110 79 451 545 61 857 195057 287 86 349 629 784 196128 36 266 307 637[ 500] 903 197098 155 346 529 639 198047 53 92 220 86 444 893 199097 116 93 307 413 1200] 585 200679[ 200] 835 38 201163 507 50 989 202055 70 345 555 610 11 95 860 203222 321 51 552 647[ 200] 703 71[ 200] 924 42 204036 61[ 300] 142 209 95 388 407 82 596 634 886 205076 157 205 95 363 3 404 674[ 300] 78 906 99 206000 23 423 565 673 91 714 95 207041 40 772 75 935 55 208001 736 68 812 209082 88 143 76 224 401 47 534 35 667 82 812 981 210407 606 13 796 825 55 211036 129 91 258[ 200] 441 618 34 717 71 935 212367 578 97 600 858 84 213290 649 917 29 214028 37 73 710 841 215 216 25 79 465 88 524 605 44 752 216003[ 200] 191 312 47 515 613 32 892 217235 407 218060 126 49 247 682 852 79 219139 705 45 220047 130 39 337 813 33 915 32 221650 737 878 951 222164 208 447 642 831 65 930 223468 504 628 832 914 224146 237 338 63 505 32 621 38 55 701 54 986 225011[ 200] 78 172 255 579 814 936 226321 695[ 300] 774 926 227136 263 378 83 696 736 89 888 995 228182 278 308 9 46 441 741 229477 538 629 30[ 200] 793 919 74 230002 189[ 400] 227 63 76 433 47 90 93 803 231028 196 216 35 488 586 619 723[ 200] 50 814 252134 373 464 720 846 233028 34 143[ 200] 200 511 41 46 81 [ 200] 633 718 93 234562 235561 76 737 818 995 236080 364 416 505 10 237227 65 368 637 710 906 56 63 238289 239184 257 458 501 93 666 724 62 240233 437 90 820 241114 98 477 773 979 242004 [ 200] 336 325 57 653 59 822[ 200] 989 243282 573 548 67 93 641 884 244092 172 209 85 351 79 584 605[ 200] 4 63 865 908[ 200] 245071 91 151 332 520 69 705 246123 320 482 677 85 756 97 977 93 247230 350 551 83 248530 88 729 850 249233 418 689 842 920 94 250061 124 210 314 57[ 300] 457 251228 98[ 200] 383 490[ 500] 505 834 42 252034 56 230 77 364 532 819 253037 80 666 254163 66 255[ 200] 384 489 542 754 888 255163 327 450 548 631 857 942 256008 295 544 675 911 257087 629 31 999 25 3282 341 546 658 71 259029 64 147 89 399 615 20 883 946 260075 114 204 51 436 79 630 50 99 968 261196 445 66 563 71 86 678 742 823[ 300] 59 97 262126 508 624 64 92 761 263076 217 665 87 958 264050 144 283 894 943 77 265240 53[ 500] 550 612[ 200] 73 882 922[ 200] 266168 377 519 37 46 85 643 49 901 45 267108 708 913 63 268555 672 720 948 269316 58 517 654 965 270053 184 645 57 802 901 271030 41 117 39 239 810 18 19 272301 79 736 73 900 273096 658 980 274066 428 70 639 712 800 21 89 275153 64 235 65 303 529 79 839[ 300] 956 276333 591 639 95 735 833 67 948 277056 252 467 589 888 952 278014 153 66 606 812 87 942 77 279095 281 494 564 69[ 400] 923 85 87[ 200] 280032 280 364 613 756 930 35 281067 488 282194 97[ 200] 217 313 409 836 923 283011 30 619 720 809 14 284043 77 141 442 664 768 829 80 88[ 200] 947 285056 118 256 808 598 894 915 286030 248 418 90 564 765 802 87 918 287148 362 421 745 Jedes Wort 10 Pfennig. Das erste Wort( fettgedruckt) 20 Pig. Stellengesuche und Schlafstellen- Anzeigen 5 Pfg.; das erste Wort ( fettgedruckt) 10 Pfg. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. 16,00, Verkäufe. 1. Ziebung 2. Kl. 218. Kgl. Preuss. Lotterie. Ziehung vom 7. Februar 1908. nachmittags. Nur die Gewinne über 96 Mark sind den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. ( Ohne Gewähr.) ( Nachdruck verboten.) 112 447[ 200] 631 719 832 33 47 1265 443 48 82 548 83 701 836 2066 110 728 48 3291 449 600 99 725 811 77 4035 284 538 97 682 5044 481 500 649 888[ 1000] 911 6001 110 39[ 200] 296 353 529 72 602 53 810 7010 25 85 230 54 62 67 366 75 866 8032 62 148 316 504 21 894 933[ 300] 91 [ 300] 9093 328 417 569 799 10005 212 364 797 11155 58 217 68 92 484 86 634 93 638 12011 17 90 235 655 767 13142 52 446 668 14141 257 333 457 520 614 867 15297 344 718 924 16051 316 51 95 615 76 740 17361[ 200] 64 68 511 71 18206 37 467 78 568 957 19268 333 501 82 944 20035 464 66 545 620 777[ 200] 21032 329 419 589 678 939 22171 440[ 200] 850 994 23068 728 861 943 89 24382 [ 300] 447 612 840 25279 448 729 861 26081 85 321 412 711 38 87 973 27017 151 77 797 28125 40 412 556[ 200] 29048 253 80[ 200] 82 924 27 30074 290 310 439 582 617 33 979 31589 817 32072 205 32 820 53 33092 479 580 873 34003 110 334 403 77 555 631 758 856 35060 107 425 65 551 609 723 959 36034 77 203 36 81 432 73 86 533 643[ 200] 55 68[ 400] 927 37290 317[ 200] 608 57 775 953 38001 150 715[ 200] 65 $ 44 964 39192 625 823 94 40002 8 335 53 457 503 41298 310 832 919 42240 327 698 750 878 915 43053 311 86 783 836 41 972 44516 987 69 83 45095 141 648 889 46085 168 214 27 309 96 515 745 47714 87 894 48030 57 113[ 200] 346 537 660 726 49618 23 26 868 79 82 925 50030 37 97 311 27 509 66 51210[ 200] 301 486 536 944 52001 32 162 74 80 229 313 401 16 745 973 53062 375 475 755 80 825[ 200] 54124 213 19 339[ 200] 44 551 76 924 55045 220 34 444 85 517[ 500] 19 615 68 714 78 848 953 69 56018 238 535 84 626 777 847 90 57236 370 723 58200 305 60 658 837 59362 470 547 71 77 83 762 811 966 69 60236 313 492 529 43 69 73 742 78 810 32 955 37 61277 765 890 930 62432 89 609 60[ 200] 91 749 893 937 43 63088 374 91 568 653 815 64067 99 275 330 506 [ 400] 773 977 65148 219 90 422 987 66034 51 393 558 [ 200] 736 71 908 11 67017[ 200] 203 370 408 12 27 516 25 69[ 200] 75 609 952 68277 382 69023 213 91 367 466 [ 200] 606 69 74 70374 90 487 602 81 927 41 71019 124 340 55 99 522 774 77[ 200] 882 921[ 200] 56 72115 251 90 414 506 806 73167 321 73[ 200] 441 636 957 74324 65 714 75404 92 559[ 300] 94 686 76258 921 77334 411 82 965 78069 99 126[ 400] 79 254 648 84 703 826 90 922 94 95 79014 45 160 97 326 559 938 80020 57 840 964 81070 626 717 64 888 901 5 66 81 82027[ 200] 101 42[ 200] 212 423 635 83073 93 329 614 706 84 09 909 30 80 84110 22 37 319 488 685 750 876 85013 20 32 49 623 706 23 86532[ 200] 690 785 95 99 819 76 91 87047 275 404[ 300] 72 84 689 717 915 88461 608 813 90155 306[ 300] 405[ 200] 50[ 200] 513 621 36 714 65 89 871 78 900 91182[ 200] 75 85 232 46 373 528 835 [ 400] 961 93 92091 108 213 60 501 57 66[ 200] 785 93120 34 367 436 98[ 200] 774 883 94331 609 19[ 200] 45[ 1000] 67 95573 813 67[ 200] 89 96214 26 35 94 596 628 742 47 852 97203 66 87 363 743 98140 86 212 94 607 720 99063 500 617 77 100115 434 40 41 59 85 618 64 721 60 919 67 101062 81 196 239 68[ 200] 374[ 200] 522 759 915 48 102349 450 550 767 94 103058 81 192 294 342 479 104063 168 313 21 25 62 488 503 619 724 933 92 105113 21[ 200] 300/54 414 560 90 717 840 922 91 106370 633 712 805 900 107414 39 937 43 108009[ 200] 45 493 769 858 83[ 400] 981 109385 534 648 992 110003 67 372 449 81 717 813 45 59 111130 303 61 523 675 771 926 112190 786 809 27 906 7 113043 74 109 391 434 624 853 74 80[ 200] 114027 96 106 337 661 994 115143 65 201 585 835 116100 235 62 638 737 74 887 965 117093 267 544 495 549 861 118038[ 300] 45 347 400[ 200] 526[ 200] 603 65 754 88 833 120009 74 234 401 18 558 121059 408 53 509 10 21 617 732 122088 128 205 39 482 681 92 741 849[ 200] 80 929 123057[ 400] 156 237 325 813 28 71 124281 478 710[ 200] 899 948 67 125074[ 200] 88 89 488 857 955 126088 255 411[ 300] 58 552 692 733 80 887 127068 257 324 400 917 40[ 300] 128114 362 79 427 49 517 768 94 129264 762 800 9 130015 369 440 571 776 818 36 906 131188 450 739 132509 32 931 87 133009 285 422 586 604 61 79 705 75 851 134258 79 564 619 27 757 69 135350 418 58 46 52 506[ 400] 888 136288 427 585 645[ 200] 705 137003 28 31 164 92 220 23 70 610 26 857 87 138464 624 785 139533 704 32[ 200] 140121 38 311 580 826 54 942 141156[ 300] 228 349 65 547 622 40 90 910 35 142520 30 844 51 79 143130 242 641 746 929 54 67 144341 638 48 65 715 43 834 Kleine Anzeigen * stüde, Pfänderverkauf, Nähmaschinen, Freischwinger, Taschenuhren, Kettenverkauf, Teppichverlauf, Tischdecken, Steppdeden! Gestickte Erbstüllstores 3,85. Echt| Spachtelftores 7,85, Sezessionstüt stores 1,75. Inventur Räumungspreis. Teppichhaus Emil Lefèvre, Dranienstraße 158. 1148* 50. Milchgeschäft mit Kolonialmaren vertauft preiswert Bienerstraße 58a. Restaurant verkäuflich, erforderlich 2500-2800 Mart, große Brauerei hülfe, gegenüber Hochbahnhof. Näheres Staligerstraße 103. 2318 145007 105 315 98 473 146031 169 240 42 382 33 595 638 754 932 147288 98 385 438 557 603 915 148049 268 785 95 149015 147 251 537 602 733 938 150459 151037 64 144 68 248 558 152083 145 270 86 92 304 459 512 771 73 815 946 153277 433 531 35 651 154241 386 494 558 64 981 155030 433 611 768 93 876 156002 154 497 668 813 907[ 400] 84 157012 67 206 11 17 349 67 423 27 609 74 704 910 77 158121 477 680 792 159098 307 77 658 743 70 827 160041 757 78 859 909 161002 79 160 713 50 87 824 162345, 57 446 597 618 72 730 922 43 163054 114 473 687 762 974 164041 42 99 169 260 338 79 91 541 63 [ 300] 997 165223 408 83[ 200] 626 703 6[ 200] 72 166072 [ 200] 190 361 761[ 200] 812 14 913 95 167006 96 246 54 683 836[ 300] 97 909 22 168107 37 48 212 322 407 169231 40 453 69[ 200] 549 83 846 47[ 200] 931 43 170064 387 444 171028 70 105 800 23 927 172099 438 41 81 501 674 845 173009 128 49[ 200] 80 342 408 532 694 776 966 174240 98 175181 297 706 25 35 80 882 925 49 176463 507 723 914 177333 600 16 77 90 825 956 178469[ 200] 628 891[ 300] 901 8 179133 42 253 412 77 [ 200] 870 910 180020[ 200] 440 521 732 988 181064 191 318 63 738 933 60 89[ 300] 182011 208 440 645 862 86 183140 418 835 989 184064[ 3000] 130 41 484 600 9 15[ 200] 717. 55 94 902 185071 175 315 38 526 32 48 929 186009 10 876 698 187090 156 551 612 50 713 812 37 67 188198 225 378 493 832 189040 70 356 600[ 50 000] 767 805 28 982 190014 42 43 106 715[ 200] 38[ 300] 89 808 37 45 919 191011 404 526 713 916 192100 58 87 405 527 737 73 963 193125[ 200] 320 467[ 400] 86 95 571 713 910 194083 145 293 345 74 406 510 628 34 771[ 400] 988 195010 469 578 627 41 58 90 890 196174 530 647 840 64 197226 40 57[ 200] 608 874 86 198063 129 268 74 620 772 199069 239 79 514 25 31 676 77 792 800 937 200286 817 686 89 201147 828 202081 99 293 660 843 203069 239 334 79 883 204208 385 435 525 600 727 816 205042 66 85 214 368 553 711 72 75 840 206007 [ 200] 61[ 200] 219 389[ 400] 452 505 7 600 15 707 849 956 207049 195 214 559 642 714 78 848 93 98 208045 133 90 327 788 209212 431 531 99[ 200] 647 920 210136 612[ 200] 94 703 74 859 936 211023[ 200] 35 204 74 387 425 886 212361 416[ 300] 596[ 200] T39 851 213041 105 257[ 200] 436 69[ 300] 88 553 64 618 819 919 36 214054[ 200] 256 417 60 97 645 702[ 200] 89 924 85 215169 390 494 739 76 824[ 200] 967 216070 79 204[ 200] 93 852 87 644 785 813 217079 173 349 58 89 541 640 760 95 810 952 77 218241 347 506 885 219126 36 76 637 725[ 400] 877 220012 16 165 297 304 30 605 65 221023[ 200] 208 19 302 96 447 534 705 17 927 86 222132 68[ 200] 468 750 74 827 42 919 39 74 223062 95 227 559 925 224081 280 374 888 225014 72 143 226013 136 257 347 595 794[ 200] 802[ 300] 81 85 973 227031 61 192 240 395 451 86 641 834 963 99 228663 757 835 229153 489 502 4 24 784[ 300] 833 78 230011 305 23 567 612 98 842 231001 15 162 221 61 458 631 705 891 979 232274 509 670 233233 351 835 947 234001 13 27 185 254 72 426 62 585 914 64 70 89[ 400] 235060 172 416 500[ 200] 803 236106[ 300] 222 33 317 425 681 761 802 66 237176 311 561 81 671 747 238437 856 239017 77 187 310 567 92 652 927 240326 628 716 932 241434 559 696 763 850 242059 132 226 501 58 69 635 64 243057 104 37 268 424 44 83 557 72 873 939 55 244083 147 370 478 687 815 907 245131 59[ 200] 235 719 881 999 246001 101 37 245 92 383 732 95 882 247148 66 223 343 64 248049 89[ 200] 330 430 551 249053 94 124 214 57 328 588 770 878[ 200] 250025 367 72 530 955 251128 290 312 493 532 774 252030 63 221 40 414 78 535[ 200] 616 60 847.63. 78 253077 443 90 94 562 631 84 736 58 918 254373 551 613 814 255092 132 58 238 408 16 568 256219 562 776 257842 258029 146 96 207 339 463 83[ 200] 631 801 33 930 31 53 259540 895 260179 87 395 437 46 66 765 929 46 261053 65 288 406 73 513 87 714 810 53 262183 81 90 242 76 307 27 421 86 517 643 52 876 263024 177 605 722 27 88 937 85 264048 136 51 242 45 802 15 412 527 748 810 11 85 265011 140 97 376 578[ 200] 616 38 701 843 266236 411 88 813 26 267151 201 493 509 36 729 806 268074 88 92 294 382 490 91 580 631 972 90 269074 90 100 220 35 270016 405 626 60 854 271098[ 200] 144 213 369 457 815 272339 500 23[ 200] 94 616 36 746 913 273014 130 205 62 580 624 704 850 922 42[ 300] 94 274016 104 35 224 463 551 52 743 70 843 72 275065 184 214 276118 28 32 56 720 31[ 400] 79 86 277162 253 79 89 592 731 819 66 278119 45 71 242 365 424 31 813 279059 119 45 88 556 643 811 37 72 280022 233 47 65 73 511 98 746 985 281042 238 48 53 88 453 307 20 52 66 787 91 809 921 282063 88 233 377 455 665 700 27[ 300] 962 283015 252 64[ 200] 395 446 785[ 500] 877 947 49 284117 277 356 416 540 632 788 820 936 78 285103 61[ 300] 427 72 78[ 300] 646 794. 286185 349 57 428 81 576[ 300] 287013 134 642 771 ANZEIGEN für die nächste Nummer werden in den Annahmestellen für Berlin bis 1 Uhr, für die Vororte bis 12 Uhr, in der Haupt- E pedition, Lindenstrasse 69, bis 5 Uhr angenommen. Stopf, int Vermietungen. Wohnungen. Arbeitsmarkt. Stellengesuche. 2. Glater, MuladStellenangebote. 14685 Schlofferlehrling sofort gesucht. Billi Baum, Herdfabrik, Elisabethufer 5/6. 2318 Marmorschleifer auf Möbel platten, dauernd, verlangt Liesenstraße. Saffe, 29515 mit Bandwürmer Möblierte Schlafstelle für einen Wegen Auseinanderlegung werden bis zum 15. Februar sämtliche Möbel Wasser oder in Spiritus, tauft a oder zwei Herren, Frau Jacobey. 30 Prozent billiger verkauft Stom Mart 2, Linnaea, Turmstr. 19. 83 Wiesenstraße 10, II. plette Wohnungseinrichtung 250 Mart, Masten verleiht billig Henke, 29395* beffere 350, 400 bis 1500. Jugendstils Dennewißstraße 1. Teppiche mit arbenteblern Fabril. Spinde, Trumeaus in großer Aus Dringend. Wegen Aufgabe einer +15 Schirmbranche. Raufe gut er miederlage Broke ranfiurier age 9, wahl! Besichtigung in 5 Etagen! ganzen Gtage verkaufe Muschelkleider- Geschafte verfaufen schnell distret, haltene Drehbant. Offerten A. B. parterre fein Laden. Mauerhoff.+1 Einzelne Möbel aus herrschaftlichem ipino, Muschelvertito 28 Mart, Aus- lein Provisionsvorschuß. Müller Co., Boftamt 42 postlagernd. 29445 Gardinenhaus Große aufurter Befiz: Speisezimmer, Salons, Herren ziehtisch, Stühle 3, Muschelspiegel 12, Greifswalderstraße 37. Boltoquartett Gerhardn", ft age 9, parterre. Stein Raben. zimmer, Schlafzimmer, Ankleide Säulentrumeau 36, Bettstelle mit + 15* Restauration, 400 erforderlich, Brangelstraße 22. 1+ schränke, Schreibtische, Garnituren, Matraße, Stommode, Baschtoilette 20, Mauerhoff. Fleikiger, ehrlicher, fräftiger Umbaue, Ruschewehtische, moderne Herrenschreibtisch Baneelfofa, gute Lage, fofort zu verkaufen, Serut die Muttersprache beherrschen! Mann, 21 Jahre, sucht Stellung, Steppdecken billigft Febri! Große Stüchen! Aufbewahrung und Trans Muschelsofa, Schlafsofa 36, tüchenDolzigerstraße 9. +86 Criolgreichen, leicht faglichen Unterricht Arbeiter oder Hausdiener. Grund, Frantiurternrage 9, Darterre+1 29526 port frei! Lothringerstraße 26, Hof, möbel, gefchnigtes Nußbaumbüfett, Material, Obft, Gemüse, Holz, in Bort und Schrift der deutschen Rigdorf, Jägerstraße 12. Nähmaschinen. Bergüte bis 20,00 Speichereien. Schönhauser Zor. Ankleideschrank 80, Feberbetten Stand Kohlengeschäft mit Rolle, frankheits. Ebrache erteilt Damen und verren Bituder Stubirie@ ter bitte um wer Teilzahlung fauft oder nachweist. Pfandleibhaus! Hermannplak 6. 20. Auch Teilzahlung. Ballstraße 81. halber verläuflich, 6 Jahre bestehend,( lebarat) auch abends cin tüchtiger Sämtliche Shiteme. Boftfarte genügt. Empfehlenswerte Einkaufsquelle! 2943b und gewissenhafter Brivatlehrer. Die Arbeit. Stüble werden abgebolt und Fahrräder, 800 Stud, Brennabor. Elbingeriraße 77. Brauser, Frankfurter Allee 101, Jett! Staunendbillige Winterpale- räber, Wanderräder, Adlerräder 2c. Schaufgeschäft wegen anderer Stunde foitet eine Mart. Eine Unter zurückgeliefert. Raben. 2970st lots, Serrenanzüge! Aussteuerwäsche, 15-50.( Auch Einzelverkauf). Jahr Unternehmen sofort verkäuflich. Preis richtsstunde wöchentlich genügt Ge- rage 27. Teppiche!( feblerbaite) in allen Brautbetten. Bermietungsbett, Bett- radfpeicher, Kantstraße 55.+ 100* Uebereinfunft, Dreizimmerwohnung, fällige Angebote sind unter G. 4 an Miete 1900, durchschnittlich 50% Tonnen, Expedition des Vorwärts" zu richten. Größen für die Hälfte des Wertes Linoleumteppiche, Linoleumreste, Auskunft tm Teppichlager Brünn. Badescher Bachstuchdecken, Gummischläuche Beiß, viel Bouillon. Martt 4, Babnbot Borie. 264/ 11* +115 pottbillig. Jonas, Josephstraße 11 I. Schügner, Waldemarstraße 54. Anzüge, Baletots, zurüdgebliebene Federbetten, Stand 11,00, große Frauen. Hygienische Bedarfs. Maßsachen nach Inventur für die Wäsche, Deden, Winter artitel, billigste Bezugsquelle. paletots, Uhren, Goldfachen, Silber- Elsner, Boltastraße 40 II. Frau Hälfte des sonstigen Wertes. Bluhm fachen fpottbillig u. Co., Friedrichstraße 212 I. Rein Pfandleihhaus, 107/11 Stüftrinerplatz 7. 1728* Herrenfahrrad, Dameniabrrad Laden! Holz, Blumen- Pianino, bobes Prächtige Zweizimmer Ballonfreuzfaitig, Wer ein Geschäft kaufen oder Steppdecken spottbillig, Fabrit mie neu, 45,00. ftraße 36b. 212 130 Mart. Zurinstraße 8 I. 107/12" verlaufen will, wende fich an Bolls wohnungen billigst Soldinerstraße 32. Groge Frankfurteritraße 60. 29938* Kinderbettstelle, Kinderwagen, Kinderwagen, Bettstellen, billigstes rath u. Co., Elfafferstraße 21, Amt 3a, Gastronen, Petroleumfronen ohne Sportwagen, zurüdgefeßte, gebrauchte Spezialgeschäft. Teilzahlung. Kott 4375. Anzahlung, Woche 1,00. Louis Böttcher 918 buferdamm 12a. +112 Barentanwalt Beifel. Sitimer. ( jelbit): Borhageneritraße 32( Babn pottbillig Andreasstraße 53. Pfandleibhaus! Rirdorf, Berg- trake 94a verbindung Warschauerstraße), Rei Singermaschine 12,00. Prinzen- ftrage achtundfünfzig. Spottbilligfter Runiiitopieret von Frau Kotosth nidendorferstraße 116, Schönhauser straße 77. Räumungsverkauf! Binterpaletots! Charlottenburg, Goetbeitrage 84. I. Im Arbeitsmarkt durch Wee 80, Botsdamerstraße 81, RigBettenverkauf! Schlafstellen. dorf, Kaiser Friedrichstraße 247. Winterpaletots, Monatsanzüge, Serrengarderobe! Wer Stoff hat? Fertige Herrenbesonderen Druck hervorgehobene Gardinenverkauf! wenig getragene, von5 Mart an, große Wäicheverkauf! anzüge 15,00. Wagner, Schneider Schlafstelle, Bierente, Luisen Anzeigen fosten 50 Pf. die Zeile. Monatsanzüge und Winter- eluswab! für jebe Figur, auch neue Uhrenverkauf! Ginfegnungsgefchente! meifter, Lichtenbergerstraße 9.* Ulfer 18. 107/10 baletots sowie Joppen von 5,00,| elegante Garderobe aus eriter Be Spottpreise!! Zur Berstärkung unseres Redaktionsstabes suchen wir zum 1. April Holen von 1,50, Gebrodanzüge von zugsquelle, 20 Prozent billiger wie 282/ 8* oder später einen Geschäftsverkäufe. 12,00, Frads von 2,50, iomie für fors im Laden, dirett vom Schneider pulente Figuren Neue Garderobe meinter Baul Fürstenzelt, nur Roien- Restauration, 25 Jahre bestehend, zu itaunend billigen Breien, aus thaleritraße 10. 265/ 9* Miete 1400, Preis mit Bare 1900, in allen Fächern firm, seit Jahren in Bianbleiben periallene Sachen laufi Sofa Teppiche, girta 2 Meter lang, 300 fönnen stehen bleiben, gute Sache Geft. Dff. unter Redakteur" werden bis spätestens 1. März d. J. an großer Partei Buchhandlung tätig, imitierte Perser 3,35, Tapestribrüssel ustunft Blumenstraße 55, Bierverlag. C. Ellers, Bielefeld, Danabrüderstraße 31. erbeten. 3nbentur 5,35, Agminster 4,65. Parteilotal, Rahlstelle, 6 Bereine. Buchdruckerei und Buchhandlung„ Volkswacht". Geschäftsdreirad, äußerst stabil, Ausnahmepreise. Teppichhaus Emil 1600 Miete, Baugegend, bertaujt, A. Gerisch& Co. 50,00. olz, Blumenstraße 36b.* Lefèvre, Dranienstraße 158. 115* Bennemis, Hennigsdorferstraße 5. Berantwortlicher Redakteur: Georg Davidsohn, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruderci u. Berlagsanstalt Baul Singer& Co., Berlin SW. man am billigsten bei Nag. Mulad itrage 14. 29076* * +60 * +112 Verschiedenes. Bergolderin, erfahrene, fucht D. Meier, Kastanien Allee 79. 235 Klavierspieler für Sonntag ver +15 langt Stalizerstraße 22, Lotal. Zimmer. Botenfrauen finden dauernde und Möbliertes Zimmer für 1-2 sehr lohnende Beschäftigung Pringen 106/ 20% 2555 Herren zu vermieten Noftizstraße 52, traße 41. IV links. 1455* Redakteur. 23136 Tücht, Kaufmann, V fucht Stellung zum 1. April, event. früher, am liebsten in Partei- Berlag. Gefl. Offerten unter Z. 5 an die 29506 Expedition d. Bl.