Nr. 21. Erscheint täglich außer Montags. Prets pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Poft- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Beitungs- Preisliste für 1893 unter Nr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg Juferate für die nächste Nummer inüssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. fernfpred- Anschluß Amt I, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Der tollgewordene Militarismus. In Preußen- Deutschland ist der Militarismus zuerst zur Herrschaft gelangt, und durch den Sieg PreußenDeutschlands in dem Kriege von 1870/71 wurde er auch dem übrigen Europa aufgedrängt. Das war ein großes Unglück für die Völker, allein kein Wind ist so schlecht, daß er nicht auch Gutes zubläft", und dieses Unglück verspricht in ein Glück umzuschlagen, grade weil es ein so großes Unglück. Durch den Sieg des Militarismus hat dieser aufgehört, das Monopol Preußen- Deutschlands zu sein. Wir sind mit den übrigen Staaten in einen Kon furrenztampf gekommen, der uns und die übrigen Völker zu so folossalen Anstrengungen und Opfern zwingt, daß uns wie den übrigen Völkern der Militarismus als etwas Gemeinschädliches, als etwas Verderbliches, ja Tödtliches erscheint, von dem wir uns befreien müssen, wenn anders wir fortleben wollen. Je mehr diese Ueberzeugung um sich greift, desto verrücktere Sprünge macht der Militarismus, bis er jetzt in Preußen- Deutschland, seiner Heimath, den sein zuerst Szepter schwang, auf Gipfel des Wahnsinns gelangt ist, und sogar danach trachtet, dem Militarismus die Schule in die Hände zu spielen. wo er Dem tollgewordenen Militarismus fonnten wir vorige Woche in der Freitagsnummer das Zeugniß eines französischen Generalstabs- Offiziers entgegen halten. Heute sind wir in der Lage, zwei Leitartikel der " Desterreichisch ungarischen Heeres- Zeitung", des Hauptorgans der österreichischen Militärs, ins Feld führen zu können. In seiner Nummer vom 10. Dezember 1892 schrieb das genannte Blatt: Auf der Höhe. Die deutsche Militärvorlage beherrscht fast ausschließlich die militärische und politische Lage. Es ist aber auch feine Kleinigkeit, daß fünftighin Ein ganzes Perzent der gesammten Bevölkerung( Greise, Frauen und Kinder) oder zirka der fünfzehnte Theil(!) der erwachsenen männlichen Generation Deutschlands der produzirenden Arbeit entzogen wird, dafür aber zirka 65 Millionen Mark jährlich mehr als bisher von der übrigen Bevölkerung aufgebracht werden müssen, wobei jene Ausgaben, die infolge der Beschaffung neuer Unterkünfte, Uebungspläge, Ausrüstung, Unteroffiziers prämien 2c. nothwendig werden, noch nicht gerechnet sind. Es ist daher begreiflich, daß man in Deutschland über diese neue schwere Belastung nichts weniger als erbaut ist und besonders in Preußen die Lage umso ungemüthlicher wird, als dieser Staat, der einst ob seiner blühenden Finanzen so viel beneidet und so viel gerühmt wurde, für dieses Jahr mit einem Defizite von 60 Millionen abschließt und für das nächste Jahr ein solches von 40 Millionen ausweist. Angesichts dieser recht bedentlichen Verhältnisse, die übrigens nur eine natürliche Folge jener Politit sind, welche Feuilleton. Nadbrud verboten.] Haus Nuzingen. Soziale Studie von H. de Balzac. Deutsch von Curt Baate. [ 13 Mittwoch, den 25. Januar 1893. indem sie im Jahre 1866 die Gewalt über das Recht stellte, damals und im Jahre 1870 blutige Kriege provozirte jegliches Rechtsgefühl, alles Vertrauen vernichtete und an Stelle verbrieften Rechtes, jenes der Faust setzte, ist die tiefe Erregung in Deutschland natürlich. Aber Ein Gutes hat diese enorme Steigerung der Militärlaften doch. Es geht nämlich nicht mehr weiter; die Höhe ist erreicht. In Frankreich gesteht man, wenn auch verbissen, doch rückhaltlos ein, das Land sei an der Grenze ſeiner Leistungsfähigkeit angelangt und müsse sich darauf beschränken, durch Tüchtigkeit der Streitkräfte zu ersehen, was allenfalls an deren Zahl noch fehlt. Und Rußland scheint auch zu einem langsameren Tempo genöthigt zu sein, so daß also Deutschland allein der Höhe zustrebt. Es wird dieselbe dieselbe zweifellos erreichen; ob auch dauernd behaupten, wird die Folge lehren. Es giebt in Deutschland viele, welche meinen, daß angesichts der Thatsache, daß jetzt schon im Offizierstorps und bei den Unteroffizieren zahlreiche Lücken bestehen und der Erfaß nicht leicht sei, dies fünftig noch schwieriger sein werde und nur auf Kosten der Güte geschehen tönne. Zwar werde eine Reihe von Jahren das alte System noch nachwirken, aber es sei unbestreitbar, daß es nicht mehr weiter gehe. Nur eine Gefahr besteht! Die furchtbaren Rüstungen ge= schehen alle nur, um den Frieden zu sichern. Die Möglichkeit aber ist nicht ausgeschlossen( und französische Blätter weisen bereits darauf hin), daß nach dem Präjudiz der Usedom'schen und der Emser Depesche plöglich ein Krieg provozirt wird, sei es auch nur, um einer unerträglichen Lage ein Ende zu machen. Eines aber ist gewiß; die Culminination ist er reicht; das Abwärts beginnt und auch das ist ein Gewinn. Dieser Artikel paßte dem Militarismus in PreußenDeutschland natürlich sehr schlecht in den Kram. Die Berliner Militär- Zeitung" griff die„ Desterreichischungarische Heeres- Zeitung" an, die in ihrer Nummer vom 10. Januar d. J. in einem, den Inhalt des Angriffs erkennen lassenden zweiten Artikel wie folgt darauf ant wortete: Zur Aufklärung. " S Die hochgeschäßte( Berliner) Militär 3eitung" erwies uns die Ehre, den Artifel in Nr. 233„ Auf der Höhe" vollinhaltlich abzudrucken. Sie nannte denselben„ einen beachtenswerthen Beitrag zu der Stimmung, die von gewissen Kreisen in Desterreich Ungarn gegen den Dreibund und gegen die Waffenbrüderschaft mit dem Deutschen Reiche geschürt wird." Ferner wurde es als„ ganz unverständlich" bezeich net, wie eine Desterr.- ungar. Heeres Zeitung" das Streben nach Verringerung der Heeresstärken vertreten kann, während doch selbstverständlich jedem Militär eine sachgemäße Weiter entwickelung der Heerwesen in den Staaten des Dreibundes am Herzen liegen muß." Der zweite Absatz( eine historische Reminiszenz) wurde einer Erwiderung für unwürdig gehalten. M Vor allem sei bemerkt, daß wir auf die ganze Angelegenheit nicht wieder zurück kommen würden, wenn dies nicht seitens der sehr verehrten Kollegin geschehen wäre. Wir würbigen vollkommen den Standpunkt, den die geschätzte ,, MilitärBeitung" einnimmt, und achten deren Ueberzeugung; nehmen das Gleiche aber auch für uns in Anspruch. Dann sei auf der unsrigen, wo die Habgier des Aktionärs der des Gründers gleich kommt, ein Aktienunternehmen ins Leben zu rufen. Welche Kraft der Hypnose muß von einem Mann ausgehen, der die Firma Claparon erfinden und beständig neue Hilfsmittel erjinnen tann! Und die Moral davon? " Unsere Zeit ist nicht mehr werth, wie wir. Wir leben im Zeitalter der Habgier: nicht nach dem Werth eines Dinges wird gefragt, sondern ob man Profit herausschlagen fann, wenn man es an den Nachbar weiter verkauft. Und ,, Rede nicht so!" rief Couture hißig. Jemand hat man giebt es an den Nachbar weiter, weil die Habgier des zehntausend Franks und tauft sich dafür zehn Aktien von Gründers, der ihm Profit in Aussicht stellt, vollkommen zehn verschiedenen Unternehmungen, jede zu tausend Franks. entspricht!" Neunmal wird er betrogen... ich nehme das nur an, Wie schön Couture in seinem Feuer ist, wie schön!" denn in Wirklichkeit geschieht es nicht; so etwas läßt sich sagte Bixiou zu Blondet. Er müßte jetzt blos noch verdas Publikum nicht bieten... das eine Geschäft aber langen, als Wohlthäter der Menschheit in Marmor verglückt... das mag nun der reine Zufall sein oder nicht, für ewigt zu werden." mein Beispiel ist es gleich, erspart Euch Eure Einwürfe... und der Spieler, der flug genug seine Einfäße so vertheilt, hat für sein Geld eine ausgezeichnete Anlage gefunden, so wie diejenigen, welche Wortschiner Bergwerksattien gekauft haben. Gestehen wir uns nur, daß die ärgsten Schreier gegen die Gründer neidische Heuchler sind; sie verzweifeln eben daran, jemals eine fruchtbare Geschäftsidee zu finden und die Macht, sie in Wirksamkeit zu setzen und die Geschicklichteit, sie zum eigenen Vortheil auszubeuten! Ein weiterer Beweis wird nicht auf sich warten lassen. Eine furze Zeit noch, und Ihr werdet die Aristokratie, die Hofmänner, die Minister in hellen Haufen in die Arena Ser Spekulation hinabsteigen sehen; ihre Finger werden so frumm wie die unsrigen, ihre Gründungen noch blutiger sein, aber unser Geist, unser Wiz wird ihnen fehlen. Welch fluger Kopf gehört dazu, in einer Beit, wiel Er müßte blos noch zu der Schlußfolgerung kommen," erwiderte Blondet, daß das Geld der Dummen von Gottes und Rechts wegen der Klugen Erbtheil ist." " Lachen wir hier, meine Herren," fuhr Couture fort, für den ganzen Ernst, den wir anderwärts bewahren müssen, wenn wir von respektablen, durch zufällige Gesetze geheiligten Dummheiten hören." Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. das Nachdrücklichste und Feierlichste erklärt, daß uns nichts ferner gelegen ist, als gegen die Waffenbrüderschaft mit dem Deutschen Reiche zu schüren. Wir sind für eine solche mit aller Wärme und Entschiedenheit zu einer Beit eingetreten, als das Fühlen und das Verständniß für eine solche beiderseits noch recht embryonal war und haben seither und immer( die Nummern unseres Blattes beweisen es) dieser ehrlichen Ueberzeugung bei jeder passenden Gelegenheit selbstbewußten, kräftigen Ausdruck gegeben. Das hindert jedoch nicht, daß wir in bezug auf die Art der Weiterentwickelung der Heerwesen in den Dreibundstaaten anderer Meinung find, als jene, die jetzt gerade beliebt wird. Es ist ganz selbstverständlich, daß auch uns diese Entwickelung am Herzen liegt; doch vermögen wir das Heil nicht in der Zunahme der Heeres stärken, sondern nur in der Stärke des Heeres; nicht im Wachsen an Ziffern, sondern in jenem an Werthen' zu erkennen. In dieser Auffassung befinden wir uns, wie es auch die Meldungen über den NeujahrsEmpfang der Generale in Berlin beweisen, in voller Ûebereinstimmung mit sehr vielen und sehr Tüchtigen im deutschen Heere und bis vor nicht allzu langer Zeit auch mit der militärischen Fachpresse Deutschlands, die noch vor wenigen Monaten die zweijährige Dienstzeit ebenso heftig betämpfte, wie sie dieselbe jetzt vertheidigt. " Es ist ein uralter wirthschaftlicher Grundsatz, daß bei gleichen Verhältnissen die Vermehrung der Quantität die Qualität vermindert und darauf aufmerksam zu machen scheint uns auch eine Pflicht. Man liebt es ferner die Kosten für das Heerwesen als die Affekuranzprämie" für den vom Heere der Gesammtheit gewährten Schutz zu erklären. Aber die Prämie muß mit der Produktion im richtigen Verhältnisse stehen. Wird dies versehen und die Prämie zu hoch gestellt, so ist der Ruin unvermeidlich. Und wie mit Einzelwirthschaften im Kleinen, so ist es in der Nation im Großen. Eben weil wir eine gesunde, wirklich starke Ente widelung der Wehrkraft wollen, so scheint uns die Steigerung der Ziffern an lebendem und an todtem Materiale zum mindesten sehr bedenklich, und wir haben für diese Ueberzeugung feinen Geringeren anzuführen, als den unvergeßlichen Heros, den glorreichen Feldherrn und weisen Staatsmann Erzherzog Karl, der in seinen Aphorismen unter anderem sagt: ,, Die übermäßig zahlreichen Armeen sind eine Plage der Menschheit und veranlassen den Unter= gang der Staaten. Drei Motive sind es, welche uns wieder zu fleineren zurückführen werden: 1. die gänzliche Erschöpfung der Völker; 2. das Genie eines Feldherrn, welcher mit einem schwächeren Heere das zahlreichere dadurch zu bemeistern wissen wird, daß er das feinige leichter gut ordnen und führen kann, als der Gegner seine Mehrzahl; 8. die Bertrümmerung der großen Staaten in fleinere." Wenn die Summe der Ausgaben für Heereszwecke in nur zwanzig Jahren in Deutschland allein von 475 Millionen auf 858 Millionen gestiegen sind und fünftig jährlich regelmäßig um 65 Millionen( das sehr bedeutende Extra- Erforderniß ist unberücksichtigt) erhöht werden; wenn beinahe der fünfzehnte Theil der männlichen erwachsenen Generation der produzirenden Arbeit entzogen wird; dann ist ein Zustand geschaffen, der auch einen Soldaten bedenklich machen muß. Und daß diese zunehmende Steigerung erst nach dem Finger in Frankreichs Wunde gelegt. Ja, die Fiskalität, die Bureaukratie hat unserem Vaterland mehr Provinzen entrissen, als der verheerendste Krieg. In dem Ministerium, in dem ich mit Philistern zusammengespannt, sieben Jahre Galeere abmachte, war ein Beamter, ein Mann von Talent, der das ganze Verwaltungssystem abändern wollte. O! Wir haben ihn hübsch geleimt. Frankreich wäre zu glücklich geworden, und er hätte sich in seinem Uebermuth vielleicht das Vergnügen gemacht, ganz Europa zu erobern. Durch den Sturz dieses gefährlichen Mannes haben wir für die Ruhe der Nationen gesorgt."*) „ Hört!" rief Blondet. Von den Vorfällen in Lyon, wo die Republik mit Kanonen über den Haufen geschossen wurde, war ja viel die Rede. Aber die Wahrheit kennt Ihr nicht. Die Republikaner hatten sich des Aufstandes nur bemächtigt, wie sich der Insurgent einer Flinte bemächtigt. Der wirkliche Grund lag tiefer. Der Handelsstand in Lyon ist blöd und seelenlos. Er läßt nicht eine Elle Seide weben, die nicht vorher bestellt und deren Bezahlung nicht sicher wäre. Fehlen Bestellungen, dann stirbt der Arbeiter Hungers. Er verdient so schon Die faum, so lange er Arbeit hat, seinen Lebensunterhalt. Galeerensträflinge sind besser daran wie er. Nach der Julirevolution stieg das Elend auf's Höchste. Er hat Recht," versetzte Blondet. Sowie sich in Die Canuts*) richteten eine Fahne mit der Inschrift auf: unserer Zeit die Intelligenz regt, macht man schnell ein Brot oder Tod!"- auch eine derjenigen Proklamationen, Gesetz dagegen. Da kommen unsere Gesetzgeber, die in irgend welche die Regierung hätte hindern sollen. Die Theuerung einem Winkel der Provinz gelebt und die Gesellschaft aus der Lebensmittel in Lyon hatte den Ausbruch beschleunigt. den Zeitungen studirt haben, und schließen das Feuer in Lyon will Theater bauen und Hauptstadt werden, daher die Maschine ein. Springt dann der Kessel, so herrscht unsinnig hohe Mahl- und Schlachtsteuern. Die Republi Heulen und Zähneklappern. Eine nette Zeit, wo nur Fistalund Strafgesetze erlassen werden!" *) Die Geschichte dieses Sturzes beschreibt Balzac in seinem " Bravo, Blondet!" rief Biriou. Da hast Du den Roman:" Die Beamten". Der Uebersetzer. Jahre 1866 begann; daß die Ursache derselben nur das gegen- Jerste gewesen,' die Beamten zu entlassen, welche] feitige Mißtrauen ist; daß Verträge eben nur respektirt werden, die Arbeiter in den Streit getrieben haben, und allen soweit die Fauft sie hält; das alles find historische That Streifenden ohne Ausnahme sofort wieder die Gruben zu sachen, deren Erwähnung ohne Rancune, ohne Stimmungs- öffnen. Die Art, wie jetzt vorgegangen wird, beweist, daß macherei, ethisch geboten ist, wenn die Ursachen der gegen der Geist, der den unheilvollen Streit hervorgerufen hat, wärtigen ungefunden Verhältnisse in Europa erörtert werden. Wahrlich nicht Desterreichs Schuld ist es, daß das geflügelte auch heute noch im Saarrevier der herrschende ist. Wort„ Gewalt geht vor Recht" dieses leider noch nachwirkende Charakteristikon einer glücklicher Weise vergan genen Periode an der Spree entstand, was die verehrte ( Berliner) Militär- Beitung" gewiß eben so würdigen wird, wie unsere Aufklärung. " Das die beiden Artikel des österreichisch- ungarischen Fachblatts. Der Kaiser hat es abgelehnt, eine vom Vorstand des Rechtsschutzvereins" im Saarrevier zu sendende Depu tation zu empfangen. Die Het- Chauvinisten, welche für die neue Militärvorlage Stimmung zu machen suchen, indem sie das Ge Wir sehen, in Desterreich wie in Frankreich beginnt and malen, treiben ihr trauriges unsauberes Handwerk spenst des unvermeidlichen Krieges mit Frankreich an die selbst in Militärkreisen die Erkenntniß sich Bahn zu brechen, mit Vorliebe in der Presse des Auslandes, wo sie sich daß der Militarismus mit dem Wohl der Völker nicht ver- weniger überwacht wissen. Namentlich wählen sie gern einbar ist. An den Völkern und vor allen an dem deutdeutsch- amerikanische Zeitungen für die tollsten Orgien. schen Volt ist es, sich und die Welt von dieser, BI age Wir haben auf diese Praktiken der Reptilien schon wieder der Menschheit" zu befreieu, welche um mit den holt aufmerksam gemacht. Worten des Erzherzogs Karl von Desterreich zu reden, Chikagoer Blatt, der„ Westlichen Post", folgendes hübsche Jetzt finden wir in einem bekanntlich eines Feldherrn ersten Ranges die Er Kufufsei: schöpfung der Völker" verursacht und den ,, Untergang der Staaten." Nieder mit dem Militarismus! Fort mit der Militärvorlage! " Politische Leberlicht. Berlin, den 24. Januar. Aus dem Reichstag. Die Debatte über die Wuchergesez- Vorlage eröffnete heute unser Genosse Frohme mit sehr trefflichen Ausführungen über das Wesen des Wuchers. Frohme zeigte, daß die ganze bestehende Wirthschaftsordnung auf wucherischer Ausbeutung der Nothlage der besiglosen Volksmassen beruht, und daß, wenn man dieser Ausbeutung ehrlich und gründlich ein Ende machen wolle, von der bestehenden Ordnung" überhaupt nichts übrig bleiben würde. Redner kritisirte die hauptsächlichsten Arten der wucherischen Ausbeutung wie sie im Arbeitsvertrag, in den agrarischen Schußzöllen, im Grund- und Bodenwucher, im Unwesen der Börse, den Preiskartellen, den Staat? lotterien und den Staatsanleihen zu Tage treten. Prinzipiell verurtheilte der Redner den Wucher auf das Entschiedenste, bezweifelte aber, daß mit der vorliegenden Vorlage auch nur das Geringste an den bestehenden Zuständen geändert werde. Von den nachfolgenden Rednern der übrigen Parteien wurde mehr auf die technischen Einzelheiten der Vorlage eingegangen und dieselbe dann einer besonderen Kommission von 21 Mitgliedern überwiesen. Nach dem die Vorlage über das Gesetz gegen den Verrath militärischer Geheimnisse ohne Diskussion einer Kommission überwiesen war, führte die Be rathung über die Wahl des Abgeordneten von Reden ( 9. Hannover) zu einer sehr animirten Debatte. Die Kommission beantragte Ungiltigkeitserklärung, wogegen Schneider ( Hamm) den Antrag stellte, die Wahl für giltig zu er klären. Für die Giltigkeit sprach neben Schneider( Hamm) noch Dr. Stephan vom Zentrum. Für den Kommissions beschluß sprachen Schneider( Nordhausen), Strombeck( Bentrum), Heine, Meister und Singer. Bei der Abstimmung, welche eine namentliche war, stimmten 79 für und 100 gegen die Giltigkeit. Das Haus war also nicht beschlußfähig und muß die Abstimmung morgen wiederholt werden. 1. Getreu den Grundsäßen und Traditionen der nationalliberalen Partei sind wir mit unseren Abgeordneten vollkommen darin einverstanden, daß alle zur Sicherstellung des Vater. landes nothwendigen Opfer gebracht werden müssen. Wir stimmen hiernach der Bewilligung der Militärvorlage in denjenigen Grenzen bei, welche der hochverdiente Führer der Partei im Plenum und der Kommission des Reichstags mehrfach ge= zogen hat. Wir erklären ausdrücklich, daß für diese unsere Zustimmung zur Militärvorlage lediglich die sachlichen Bedürf nisse des Reiches und patriotische Beweggründe maßgebend find. 2. Wir sprechen hiermit den dringenden Wunsch aus, daß die Vertreter unserer Partei im Reichstage mit aller Entschiedenheit von der Regierung einen flaren Finanzplan verlangen, der in befriedigender Weise über die gegenwärtige Finanzlage des Reiches wie über die Deckung der mehr und mehr anschwellenden Ausgaben des Reiches in nächster Zukunft klare Auskunft ertheilt. 3. Wir erwarten mit aller Bestimmtheit von den nationalliberalen Abgeordneten des preußischen Landtags, daß sie einstimmig die geplante Vermögenssteuer ablehnen werden. Es handelt sich hierbei nicht in erster Linie um eine wirthschaftliche Frage, worüber wir die Entscheidung nach wie vor der von jeder programmatischen Festsetzung unabhängigen Auffassung des einzelnen Abgeordneten freigegeben wissen wollen. Vielmehr handelt es sich dabei um ein Grundprinzip des Liberalismus, um den Schutz der bürgerlichen Freis heit, welche durch Veranlagung einer solchen Steuer in jeder Form aufs äußerste bedroht erscheint. 4. Wir erachten den Zeitpunkt für gekommen, in welchem es unabweisbare Pflicht der nationalliberalen Abgeordneten geworden ist, den verant wortlichen Organen der Reichsregierung gegenüber mit Nachdruck zu betonen, daß ihre Politit in wesentlichen Fragen des Vertrauens in den weitesten national gesinnten Kreisen des Volkes ermangelt. 5. Diese Beschlüsse sollen der Zentralleitung der nationalliberalen Partei in Berlin unter dem Ersuchen mitgetheilt werden, im Sinne der Resolutionen ihren Einfluß auf die nationalliberalen Abgeordneten geltend machen zu wollen, da die Lage der Dinge ein energisches Handeln der Partei und ihrer Vertreter gebieterisch erheischt." Gegebenen Falls wird nach dem nächsten Krieg allen Ernstes die Forderung erhoben werden, daß die Franzosen alles Land von der belgischen Grenze bis zur Schweiz, die großen französischen Armeefeftungen enthaltend, die oberen Flußthäler der Maas und der Saone umfassend, abtreten, daß dasselbe aber von der jezigen französisch sprechenden Bevölkerung geräumt werden muß, um mit deutschen Kolonisten neu bevölkert zu werden. Der Vorschlag flingt ungeheuerlich, unausführbar. Aber ist er's denn in Wirklichkeit? Er ist doch nichts anderes, als was zur Zeit der Völkerwanderung in viel größerem Maßstabe geschehen ist, und was damals möglich war, ist es bei den modernen Ver fehrsmitteln weit eher. Land für die Vertriebenen haben die Franzosen in Algier und am Senega I mehr als genug. Auf den entwaffneten Kriegsschiffen könnten die Auswanderer in die neue Heimath transportirt werden, und die Milliarden, welche sie an Deutschland nicht zu bezahlen brauchte, würden die französische Regierung in Stand sehen, die Vertriebenen für ihr verlorenes Besißthum angemessen zu entschädigen, so Also die Militärvorlage wird bewilligt und zugleich daß sie sich in der neuen Heimath bequem einrichten fönnten. der Regierung ein vollständiges Mißtrauensvotum gegeben. Den in der alten Heimath verbleibenden Franzosen aber würde Gegen die Belastung des Volkes hat das kapitalistische die Besorgniß, daß das gelungene Experiment bei der nächsten Prozenthum nichts einzuwenden, aber ihre, die„ bürgerliche Gelegenheit in noch größerem Maßstabe wiederholt werden Freiheit" fühlt sie schon durch eine winzige Vermögenswürde, vielleicht eine Mahnung sein, die Revanche- Gedanken steuer bedroht. Was aber hauptsächlich den Zorn des fallen zu lassen und den Frieden zu halten. Thäten sie das Prozenthums gegen die Regierung erregt, ist, daß diese nicht nicht, ei, so fönnte ja schließlich so nach und nach die ganze voll und ganz sich dem Prozenthum à la Stumm und Baare franzöfifche Bevölkerung nach Afrika hinüber transportirt werden, wo ja neuerdings sehr erfreuliche Fortschritte in der Fruchtbarmachung der Sahara gemacht worden sein sollen. Ich versichere Sie, daß der obige Plan troh dieses Scherzes nicht etwa ein schlechter Wit ist, sondern daß die Möglichkeit feiner Ausführung alles Ernstes erörtert wird." Dieses blödsinnige Schwadroniren, das natürlich Wasser ist auf die Mühle der französischen Chauvinisten, und mit Behagen von ihnen verbreitet wird, ist selbst der KreuzBeitung" zu arg, die dazu nachstehende Glosse eines Deutschen aus Pittsburg abdruckt: " Wir verkennen die unterwirft. Der Born des kapitalistischen Prozenthums ist durch die Schwäche der Regierung begründet; wer sich den Gelüsten der Bourgeoisie schon so weit hingegeben hat, wie die Regierung, von dem kann man auch die volle bedingunsgs. Lose Unterwerfung verlangen. wie die„ Norddeutsche Allgemeine Zeitung" aus dem Das meistgeplagte Geschöpf in Deutschland ist, Bosener Tageblatt" mittheilt, der Arbeitgeber, und unter ben verschiedenen Kategorien der Arbeitgeber in Stadt Unter den Yankees erregt dieser" Plan" lebhafte Ent- und Land ist der östliche Grundbesitzer am übelsten daran. rüftung über deutsche Grausamkeit". Dieselbe Gesetzgebung, welche dem Arbeiter überall patriotische Gesinnung des Einsenders nicht, allein es scheint entgegenkommt, welche den Arbeitgeber mit den Kosten und uns wenig angebracht, solche Dinge, noch dazu in ausländischen der Mühewaltung der sozialen Neuerungen belastet, hat sein Zeitungen, zu erörtern. Erstens haben wir noch feinen Einkommen durch Erleichterung der Auslandskonkurrenz Strieg, zweitens haben wir noch nicht gefiegt, und drittens empfindlich geschmälert, und sollte die neue Militärvorlage erscheint es uns am besten, nachdem diese beiden Even- wirklich, wenn auch etwas geftugt, Gesetz werden, so wird tualitäten eingetreten sein werden, die Entscheidung über die die landwirthschaftliche Bevölkerung des Ostens zu der verFriedensbedingungen den berufenen Stellen zu überlassen; das stärkten Rekruteneinstellung wieder das Hauptkontingent Fell des Bären vor seiner Erlegung zu vertheilen, hat sich zuweilen schon schwer gerächt. Zu tadeln ist auch die Bestimmt heit, mit welcher der Korrespondent seine Phantasien als ein fait accompli darstellt. Wenn hier in Amerika aber solche Artikel gedruckt werden, dienen fie nur dazu, den Hezern gegen alles Deutsche und das deutsche Kaiserreich Wasser auf die Mühle zu liefern. Die Stimmung der Yankees gegen unser Vaterland ist so schon sehr unfreundlich, aber derartige Preß Auslassungen unterstützen ihre Bestrebungen, die leitenden Stellen in Berlin als frivole Friedensbrecher zu schildern; nicht, um dessen Begehrlichkeit zu sättigen. Uebrigens darum richten wir an die, welche es angeht, die Bitte, solche ist es eine Unverschämtheit vom Staate, der nicht einmal Schriftstellerei fünftig zu unterlassen; sie bewirkt eine Steige- ein Recht auf Arbeit anerkennt, zu verlangen, den Besigenrung der so schon vorwiegenden Sympathien für Frankreich. ,, Eine Politik der Versöhnung" wird im Saarrevier verfolgt lefen wir in kapitalistischen Blättern, die sich den Anschein der Menschlichkeit geben. Und die Politik der Versöhnung"? Daß nicht alle Ausständigen ganz abgelegt" worden sind, sondern blos ein paar hundert Hezer und Rädelsführer", während die übrigen mit einer Hungerkur bis zum 1. Februar davon kommen sollen. Ei, wie gnädig. Daß man nicht alle Ausständischen entläßt, das Sanke der Teufel dann hätten die Kohlenwerte ein Das nationalliberale Zentralfomitee für die fach nicht genug Arbeiter, und der Betrieb müßte eingestellt Rheinprovinz, das ziemlich identisch mit der Vertretung werden. Das ist keine Großmuth. Wenn man wirklich des kapitalistischen Prozenthums ist, hat am vorigen eine Politik der Versöhnung gewollt hätte, dann wäre das Sonntag folgende Beschlüsse gefaßt: -O Ist denn niemand da, der dieses Reptilgesindel zur Raison bringt? stellen müssen." Der Grundbefizer habe das bittere Gefühl, nur ein Stiefkind der modernen Gesetzgebung" zu sein. Das ,, Gros der mittleren und kleineren Landwirthe", welche ebenso wie das Kleingewerbe der Wucht des Kapitalismus unterliegen, wird vorgeschützt, um dem Großgrundbesitz immer weitere Gaben und Geschenke zuzuwenden. Aber alles genügt den besondere Bevorzugungen zu theil werden zu lassen. Noch unverschämter oder dümmer aber ist es, die Arbeitgeber als die meistgeplagten Geschöpf in Deutschland hinzustellen; sie haben es ja höchst leicht, ihre Lage zu verbessern, sie können alle Tage selbst Arbeiter werden und an deren beneidenswerthem Loose theilnehmen. Die antisemitische Bundesgenossenschaftsscheint den Führern der konservativen Partei bereits Kopfschmerzen zu faner witterten nur, daß eine Brotrevolte in der Luft lag, handenen Vorräthe bedeutet. Die Waare aufkaufen ist der welche den Stadtsergeanten bei den ländlichen Bällen vor sie organisirten die Canuts und jene schlugen sich für sich Gedanke des sogenannten tugendhaften Kleinkaufmanns der den Thoren Paris liebe Noth machen. Er bittet ihn, bei und sie. Drei Tage dauerte der Straßenkampf, dann wurde Rue Saint- Denis, sowie des sogenannt unverschämten einem reichen Huthändler, der noch eine einzige rothe Müze die Ordnung" wieder hergestellt und der Canut troch in Spekulanten. im Schaufenster hatte, die Rolle eines im Hotel Meurice seine Löcher zurück. Wenn die Magazine gefüllt sind, muß verkauft werden. abgestiegenen amerikanischen Schiffstapitäns zu spielen, der Bis dahin waren die Hausweber rechtlich gewesen; Um zu verkaufen muß dem Käufer Luft gemacht werden, besondere Ladung sucht, und zehntausend Stück rother bundweise wurde ihnen die Seide zugewogen und sie lieferten daher im Mittelalter das Schild und in der Gegenwart die Mützen zu verlangen. Der Huthändler wittert große, dafür das fertige Gewebe ab. Jest saben sie ein, daß die Reklame. Wenn wir in unsern Prospekten Kunden suchen dauernde Geschäftsverbindung mit Amerika, eilt zu unserm Händler keine Schonung für sie fannten und sie gewissenlos und jene den Käufer in den Laden ziehen und ihre Waaren ehrsamen Meister und kauft ihm Hals über Kopf seine ausbeuteten. Nun warfen auch sie die Ehrlichkeit aufdrängen, so sehe ich zwischen beiden nicht ein Haar breit zehntausend rothe Mügen ab. Den Schluß denkt Ihr Euch über Bord und fetteten ihre Finger, mit denen sie die Unterschied. schon: fein amerikanischer Kapitän mehr, aber sehr viel Müzen! Seide verarbeiteten, mit Del an. Sie lieferten Pfund für Es kann und muß vorkommen, und es kommt auch oft Pfund ab, aber statt der Seide wog das Del mit. Der genug vor, daß die Kaufleute beschädigte Waare erhalten, Solcher Uebelstände wegen aber die Handelsfreiheit französische Seidenhandel wurde mit gefetteten Geweben denn der Verkäufer sucht den Käufer unaufhörlich zu angreifen, hieße die Justiz angreifen, weil Verbrechen vorüberhäuft und Lyon und mit ihm ein wichtiger Zweig täuschen. Fragt nun einmal die anständigen, großen Pariser kommen, die sie nicht bestraft. Der Schluß von den Mützen des gesammten französischen Handels stand am Rande des Kaufleute,... mit Stolz werden sie Euch erzählen, und ehrlichen Raufleuten der Rue Saint Denis zu den Verderbens. welche Kunstgriffe sie anwandten, um ihre schlechte Waare Attien und den Bankgeschäften liegt nicht fern." Das Uebel mit der Wurzel auszurotten, hatten Re- an den Mann zu bringen. Der feinste Kaufmann wird" Du verdienst eine Krone, Couture," rief Blondet und gierung und Fabrikanten weder gewollt noch gefonnt; sie Euch mit heiterster Miene seinen Grundsatz verrathen: sette ihm seine zusammengewundene Serviette auf den Kopf. hatten es gewissen Aerzten nachgemacht und die Krankheit Wenn man selbst hineingefallen ist, muß man sich auf jede" Ich gehe aber noch weiter, wie er! Wer trägt die Schuld Durch ein heftig wirkendes, äußerliches Mittel zurückgetrieben. nur mögliche Weise wieder herausziehen. Kann es etwas an all bem? Das Gesetz, das ganze System der GesetzMit Militär und Kanonen hatten sie die soziale Frage lösen Unredlicheres geben? gebung! Das Gefeh mag wohl diese oder jene Entwicke wollen. Die Lyoner Fabrikanten fanden später irgend ein Blondet hat Euch von den Unruhen in Lyon, ihren lung der menschlichen Leidenschaften verbieten, beispielsweise Kontrollmittel gegen die Delung der Seide, aber die Grund- Ursachen und ihren Folgen erzählt. Ich will meiner Theorie das Spiel, die Leidenschaften selbst aber kann es nicht aus ursache blieb bestehen." die Form einer Anekdote geben: rotten. Und das ist gut so! Denn wenn die Leidenschaften Couture nahm wieder das Wort und fuhr da fort, wo Ein ftrebsamer Hutmachermeister, bem feine liebe Frau fortfielen, würde die ganze gegenwärtige Gesellschaft aus den er bei der Unterbrechung seiner Rede stehen geblieben war: zu viel Kinder geschenkt, glaubt an die Republik. Er kauft Fugen gehen, die, wenn sie die Leidenschaften nicht erzeugt, fie „ Wenn die Geschäfte, von denen wir sprechen, äußerlich rothen Filz und macht die bekannten rothen Müßen daraus. zum wenigsten doch entwickelt. Man fann zum Beispiel die nach Charlatanismus aussehen, ein Wort, das entehrend Die Republik wird besiegt, die Mützen werden unver- Spielhäuser aufheben und die Hazardspiele verbieten, aber Klingt und auf der Scheide zwischen Betrug und Redlichkeit fäuflich. Wenn ein Meister in seiner Wohnung Frau, das Spiel, die Leidenschaft für das Spiel, die tief im steht so frage ich blos: wo fängt der Charlatanismus Kinder und zehntausend rothe Müßen vorfindet, welche Herzen schlummert, im Herzen des jungen Mädchens so gut, an und wo hört er auf? Was heißt überhaupt Charlata ihm kein Huthändler mehr abkauft, so schießen ihm ebenso wie in dem eines Provinzialen oder eines Diplomaten, denn nismus? That mir blos die Freundschaft und sagt mir, viel Jdeen durch den Kopf wie einem Bankier, der zehn jeder möchte gern gratis ein Vermögen gewinnen, die Spielwer denn kein Charlatan ist! Aufrichtigkeit ist leider eine Millionen Aftien einer faulen Gründung unterbringen will. wuth, sage ich, wird nur in andere Sphären dadurch geder seltensten sozialen Ingredienzen. Was thut der ehrsame Handwerksmeister, der Law*) ber trieben. Borstadt, der Nuzingen in Rappen? Er gabelt in irgend einer Kneipe einen Dandy auf, einen jener lustigen Bögel, 1 Der Handel, der in der Nacht erst suchen wollte, was er am Tage verkaufen will, wäre ein Unsinn. Der kleinste Streichholzhändler weiß instinktiv, was Auftauf der vor*) Name der Lyoner Hausweber. *) Law( sprich La) schottischer Finanzmann+ 1729, ber erste und größte Gründer Frankreichs. ( Fortsetzung folgt). Die " " S Das sind die Forderungen, von denen die NationalBeitung" behauptet, daß sie zum größten Theil auch ihre Forderungen und die ihrer Partei feten! Wort, machen. So schreibt das offizielle Organ dieser Partei, die verordneten- Versammlung 27 Mitglieder, von denen alle dem Rahmen der feßigen Friedenspräsensstärke, die bei Ein Ronservative Korrespondenz": der Führer( der Deutschsozialen, Herr Liebermann von Sonnen- Stadt zu den Wahlen in drei Bezirke getheilt. Nunmehr nicht gehen will. Wie wir aus antisemitischen Blättern ersehen, rechnet nach dem Dreillaffenwahl- System statt und war bisher die gungen eintreten zu lassen; über dieses Angebot hinaus aber zwei Jahre ein Drittel neu gewählt wird. Die Wahl findet führung der zweijährigen Dienstzeit erforderlichen Mehrbewilli berg) sehr stark mit einer demnächstigen Auflösung des Reichs- ist die Anzahl der Stadtverordneten auf 36 erhöht und die dieses Entgegenkommens und polemifirt gegen die Ausführungen Redner erörtert die nach seiner Ansicht sehr große Bedeutung tages, und die Andeutungen, die er laut werden läßt, zeigen, Stadt in vier Wahlbezirke getheilt. In jedem dieser Be- des Reichstanzlers, deſſen peffimistische Auffassung der Situation daß die leitenden Männer Der Antisemiten diefer Eventualität gegenüber schon in voller Thätigkeit sind. zirke werden je drei Stadtverordnete von jeder Wahlklasse den thatsächlichen Verhältnissen nicht entspreche. Abg. Payer Herr von Liebermann schlägt nämlich, follte es zur gewählt. Da zur Wahlberechtigung der Besitz des Bürger- resümirt die bisherigen Verhandlungen sowohl in politischer und Reichstagsauflösung kommen", vor, daß dann möglichst rechts erforderlich ist, entbehren zwei Drittel der Arbeiter militärischer als auch in volkswirthschaftlicher Beziehung und bald eine Zuſammenkunft der Parteiführer an irgend einem des Wahlrechts. Ueberbies giebt ein Einkommen von tann trotz der von den Befürwortern der Vorlage gemachten günstig gelegenen Orte stattfinden solle.„ Aus nahe liegenden 4500 M. immer noch nur ein Wahlrecht in der britten Ausführungen gegenüber der Volksstimmung in Süddeutschland so daß zu dieser eine Masse der wohl weil fozialen Bewegung, Ort und Zeit der Besprechung geheim zu habenderen Bürgerschaft noch gehört. Dennoch tritt die Sozial- wir bereits an der Grenze der Volkskraft angelangt feien. balten und vorher nur den Betheiligten unter Verpflichtung Demokratie nicht ohne Aussicht auf Erfolg in den Wahlkampf. Reichstags- Auflösung und einem Appell an die Regierung, keine Mit einer Betrachtung über die Situation im Falle der strengster Verschwiegenheit Kunde davon zu geben. Das flingt ja sehr geheimnisvoll. Immerhin aber wird man diese An- Dieses scheint auch der Braunschweiger Korrespondent der gefährlichen Experimente zu machen, schließt der Abg. Bayer seine deutungen konservativerseits beachten müssen; denn es ist leider National Beitung" zu ahnen und er sucht einen Ausführungen. zu fürchten, daß die Antisemiten für die nächsten Wahlen einen eventuellen Sieg der Sozialdemokraten damit zu Der Reichstanzler nimmt zu der wiederholten Gr allgemeinen Einbruch in die konservativen verkleinern, daß er fie die Wahlkreise, und zwar soweit sie dazu im stande sind Grundsätze verleugnen fozialdemokratischen klärung, daß für die Regierung die zweijährige läßt. Er behauptet, die Dienstzeit ohne Erhöhung der gegenwärtigen unter Benuzung der konfervativen Orga- meisten Forderungen des sozialdemokratischen Wahle Friedenspräsenz unannehmbar ist, blast reper nisation planen. Wir erinnern darum bei dieser GeLegenheit an die Mahnung fonservativer Blätter, nicht zu dulden, aufrufs könnten auch die Kandidaten der„ Ordnungs- und führt aus, daß die Reichsregierung sich nicht veranlaßt ſehen Ordnungs- tann, gegenüber einer augenblicklichen Verstimmung im Volte auf daß Mitglieder antisemitischer Wahlvereine zugleich Mitglieder parteien" unterschreiben. Hören wir nun, welcher Art diese eine Forderung zu verzichten, deren Erfüllung fie für die zutonfervativer Organisationen seien." Forderungen sind, die wir selbst in der Nr. 16 des Vor- tünftige Sicherheit des Deutschen Reiches als unerläßlich bewärts" vom 19. Januar veröffentlicht haben. Die Braun- trachten muß. Einer kleinen Fälschung bezichtigten wir in unserer schweiger Sozialdemokraten verlangen eine höhere Besteue- Regierungskommissar General v. Goßler verbreitet sich Sonntagsnummer die„ Germania", weil sie die Schuldfrage rung der höheren Einkommen, verwerfen alle kirchlichen nochmals über die Zahlen der voraussichtlich gegenüberstehenden wie das Todesurtheil gegen Ludwig XVI. mit fnapper ab- Ausgaben, verlangen, daß die Stadt die Lösung der Armeen, und beklagt es, daß man der Regierung die Bewilligung soluter Majorität vom Konvent aussprechen ließ, während Wohnungsfrage selbst in die Hand nehme, wollen die Ein- der von ihr als durchaus nothwendig erkannten Rekrutenquote diese knappe Majorität sich nicht auf die Schuldfrage, führung der einheitlichen, allgemeinen Volksschule, Be- versage. sondern nur auf die sofortige Vollstreckung des Todesurtheils seitigung des Schulgeldes und Gewährung von Frühstück mehreren Borrebnern bezüglich der europäischen Lage gemacht Bebel geht zunächst ein auf die Auffassungen, welche von bezog. Die Germania" muß dieses auch einräumen, und und Mittagsbrot für die Kinder bedürftiger Eltern. wurden; er halte fest an dem, was er in seiner ersten Rede bethut dies, indem sie zugleich von einer Verleumdung" durch Des weiteren verlangen sie rechtzeitige den Vorwärts" spricht, die darin bestehen soll, daß wir die für Zeiten der Arbeitslosigkeit, Fürsorge züglich derselben ausgeführt habe. Unsere Intereffen auf dem um möglichst früh Baltan feien nahezu die gleichen, wie diejenigen Desterreichs; mit Behauptung aufgestellt hätten, die Jesuiten handelten nach Arbeitsgelegenheit zu verschaffen und Errichtung eines der Oftupation des Baltans durch Rußland seien die handelsdem Grundsatz: Der Zweck heiligt die Mittel. städtischen Arbeitsvermittelungsamts. Ferner wollen sie, politischen Interessen Deutschlands dort tödtlich getroffen und „ Germania" in die Jesuitenheze weiß ganz wohl, daß wir nie daß die von der Stadt beschäftigten Arbeiter sowohl was bas wolle viel heißen angesichts der Ausdehnungsfähigkeit bes eingestimmt haben und daß die Höhe des Lohnes, die Verkürzung der Arbeitszeit und dortigen Markts und bei der Thatsache, daß neue Absatzgebiete wir von dem angeblichen jesuitischen Grundsatz stets die Behandlung betrifft, allen übrigen Arbeitern voran- In gleichem Maße würde die politische und militärische anderwärts zu erobern nahezu ein Ding der Unmöglichkeit sei. nur gesprochen haben, um gerade den Jesuitenhezern und gehen. Die städtischen Arbeiten sind in Regie auszuführen, Aggressivkraft Rußlands dadurch so gesteigert, daß die UnterKulturkämpfern nachzuweisen, daß sie selbst die schlimmsten also an teine Privatunternehmer zu vergeben. Im Be- jochung ganz Europas unter die russische Macht nur eine " Jesuiten" seien und nach dem von ihnen so verschrieenen gräbnißwesen ist völlige. Kostenlosigkeit der Bestattung zu Frage der Zeit sei. Er sei kein Pessimist, sondern seiner ganzen jesuitischen" Grundsaze handelten. Unsere Partei hat sich erwirken. Natur nach Optimist, aber zugleich sei er gewohnt, nüchtern zu nie am Kulturkampfe betheiligt, wir haben uns stets als denken und die Dinge nüchtern zu betrachten, und da sei es bei Gegner des Jesuitengesetzes wie jedes anderen Ausnahmeihm felfenfeste Ueberzeugung, daß nie die Lage Europas unbehag gefeßes bewährt, freilich ohne uns versucht zu fühlen, die licher gewesen sei als jeßt und wenn auch nicht sofort, doch " Jesuiten" rein zu waschen. Den Streit mit den lutheris später zu einem europäischen Kriege treibe, in dem Deutschland schen Jesuiten und Kulturkämpfern über die Verdienste oder um seine Existenz zu fämpfen habe. Von diesem Gesichtspunkt aus sei die höchste Entwickelung der militärischen Organisation Bergehen der Jesuiten auszufechten, überlassen wir den beiden eine Nothwendigkeit, aber auf einem ganz anderen Wege als die am Kampfe betheiligten Heerlagern. Regierungen wollten. Der Weg, den diese vorschlügen, sei für ihn ungangbar, weil falsch. Redner fam nunmehr auf seine Ausführungen Gegen den Befähigungsnachweis und ähnliche Bein der ersten Rede in der Kommission und auf die Einwendungen, strebungen spricht sich mit denkbar größter Deutlichkeit der welche der Reichskanzler vom kriegsgeschichtlichen und militäriBericht des sächsischen Gesammtministeriums über die geschen Gesichtspunkt gegen seine Ausführungen erhoben. Er führt sammten Unterrichts- und Erziehungsanstalten im König- Das italienische Panama ist noch im Stadium des aus, daß die Einwendungen des Kanzlers seiner Ansicht nach reich Sachsen vom 2. Dezember 1889 aus. Es heißt dort Vertuschens. Das Eis ist noch nicht völlig gebrochen. Die durchaus unzutreffend wären und zeigt dies an dem Verlauf des 1. a. über die Begründung der Baugewerkschulen: Sie Regierung giebt sich die trampshafteste Mühe, weitere Ent- spanischen Boltskriegs gegen die Franzosen und des nordamerikaverdanken ihrer Entstehung den zu jener Beit allgemein ge- hüllungen zu verhindern, und die hervorragendsten Politiker Ausführungen des Reichstanzlers in bezug auf die Gambetta'schen nischen Stlavenbefreiungstampfes. Ebenso unzutreffend seien die wordenen Klagen über den Rückgang der Tüchtigkeit der der Regierungsparteien sind ihr dabei behilflich. Nicht blos Armeen, wie Redner des weiteren ausführt. Theurer würden Baugewerksmeister, welche unter der Herrschaft des ab- diese, auch alle früheren Regierungen sind interesfirt und Boltskriege nur, wenn sie von militärisch unvorbereiteten, sterbenden mehr auf seine Vorrechte als auf seine Pflichten kompromittirt- noch bis hinter Crispi und Depretis. gewissermaßen aus dem Nichts geschaffenen Armeen, geführt würden. bedachten Zunstwesens hinter den berechtigten Anforderungen Der als Ehrenmann von allen geachtete republikanische Das sei bei den erwähnten Kriegen der Fall gewesen, folle der Zeit vielfach weit zurückgeblieben waren. Die Deputirte Bonghi donnert gegen den frechen Versuch, aber durch den von ihm entwickelten lan der militärischen Ertheilung des Meisterrechts erfolgte häufig nicht die Wahrheit zu ersticken" und fordert unnachsichtliche Er Jugenderziehung, der dann die legte Ausbildung der Erwachsenen nach der Befähigung des Betreffenden für den forschung der Wahrheit und Bestrafung der Schuldigen. in der verhältnismäßigen kurzen Beit von Monaten folge, ver Betrieb seines Gewerbes, sondern nach anderen, will- Der Ministerpräsident Giolitti hat offenbar ein sehr böses ideal, ihm fehle die Jugenderziehung und die Ausbildung der hütet werden. Das schweizerische Militärsystem sei teineswegs fürlichen, eigennützigen und unzutreffenden Gesichtspunkten, Gewiffen man redet von seiner Demission. Aber wer Erwachsenen sei noch mangelhaft, aber es gäbe die Basis, auf der so daß der Staat sich genöthigt sah, von den Zünften un soll ihn ersetzen. Wer ist sauberer? weiter gebaut werden müsse. Die Schweiz stelle bei einem abhängige Prüfungskommissionen zu schaffen, welche die Militärbudget von nur 26 400 000 m. 208 000 Mann an Auszug zur Erlangung der Rechte eines Maurer- oder Zimmer Ein zweiter Dynamitard ist von der englischen und Landwehr ins Feld und einen Landsturm von 262 000 Mann meisters sich Meldenden auf ihre Befähigung prüfen sollten." Regierung begnadigt worden, der Frisch- Amerikaner und Summa über 470 000 Mann. Dabei sei wohl zu beachten, meisters sich Meldenden auf ihre Befähigung prüfen sollten." Gallan, der 1888 wegen Betheiligung an einem An- daß im Vergleich zu Deutschland die Offiziersstellen verhältni Die Baugewerksschulen Sachsens befinden sich in Chemnit, Dresden, Leipzig, Plauen i. V. und Zittau und schlag zur Indieluftsprengung des Parlamentsgebäudes zu mäßig gering bezahlt, dagegen die Mannschaft ungleich sind in den Jahren 1837-1840 gegründet. Wir glauben, 15 Jahren Bwangsarbeit verurtheilt ward. Herr Gladstone, besser verpflegt und bezahlt fei als der gemeine Mann in Der schweizer Soldat erhalte neben bester daß es sich erübrigt, diesem vernichtenden Urtheile der wie wir schon sagten, ist hier auf dem richtigen Weg- Deutschland. sächsischen Regierung über den zünstlerischen Befähigungs- wenn auch nicht freiwillig, sondern mehr der Noth ge- Verpflegung täglich 75 Etm., gleich 60 Pf. Redner führt weiter aus, daß das Einjährigen- System und die 5monatliche Ausbildung nachweis noch ein Wort beizufügen. Die Herren Acker- horchend als dem eigenen Triebe". Die Eröffnung des der Erfahreserve zeige, daß auch bei uns eine weit fürzere Dienstzeis Parlaments ist nämlich nah mann und Hize mögen sich dasselbe aber in ihr Stammbuch die Aussichten des Kabinets Gladstone find sehr schlechte. Ende des Monats und als die zweijährige für genügend erachtet werde. Namentlich schreiben. seien die Erfahreserven mit fünf Monaten weit beffer ausgebildet, Statt dieser tropfenweisen Begnadigungen sollte sich als man militärischerseits zugeben wolle. Ihm sei die Aeußerung Vom Bergmannsfreund" im Saarrevier. In aber die Regierung zu einer umfassenden Amnestie für alle eines höheren Offiziers hinterbracht worden, der nach einer Be unserm gestrigen Leitartikel ist die gemeine Art der politischen Bergehen entschließen. Das würde die beste fichtigung der ausgebildeten Erfahreserven gesagt: Wenn Richter wüßte, wie gut bie Kerle ausgebildet sind, das wäre ein ge Agitation gegen die streikenden Bergleute im Saarrevier Wirkung haben. fundenes Essen für ihn.( Große Heiterkeit, auch unter den an gebrandmarkt worden, wie sie der unter den Auspizien der Die Lage in Egypten ist sehr kritisch. Unter der wesenden Generalen.) Redner wendet sich dann des weiteren königlichen Bergwerks- Verwaltung in Saarbrücken stehende Bevölkerung gährt es mehr und mehr, und die Engländer gegen die Ausführungen des Abgeordneten v. Bennigsen in bezug " Bergmannsfreund" betrieben hat. Es wäre schade, wenn das Verhältniß, welches der christlich- soziale preußische sehen sich bereits genöthigt, ihre Besagungstruppen zu ver- auf die historische Entwickelung Frankreichs feit dem Wiener Kongreß. Daß man damals Frankreichs Länderumfang unStaat zu diesem Blatte unterhält, nicht in seiner ganzen Busammenstoßes bringen, und was dann werden wird, das Zustände Deutschlands bis 1866 einen 65jährigen Frieden Stärken. Jeder Augenblick kann die Nachricht eines blutigen angetastet gelaffen, habe troß der jämmerlichen innerpolitischen Merkwürdigkeit bekannt würde. Verleger des edlen Blätt chens ist der Verleger der gouvernementalen„ Saarbrücker läßt sich nicht voraus berechnen, da sofort Frankreich auf ermöglicht. Beitung", die das Organ für sämmtliche amtliche Be- der Bühne und Rußland wenigstens hinter den Kulissen die Behauptung Bennigsen's wegen tanntmachungen darstellt. In der Druckerei dieser Zeitung erscheinen wird. " 11 Frankreich. Der Panamaschmutz ist auch an verschiedene ausländische Diplomaten gesprigt an russische, italienische und vielleicht auch audere. Aus diesem Umstand möchten gewisse Leute gern einen internationalen Konflikt machen. Ein trauriges Handwert, das in die Gosse herabsteigen muß, um sich Futter zu holen! Parlamentarisches. Redner verbreitet sich bes weiteren gegen der Nothwendigkeit der Annexion von Elsaß Lothringen und über das Vorgehen Boulanger's. Letterer, so führt er aus, sei ohne daß er es gestehen die Korrespondenzen des Bergmannsfreundes", mertt, eine Marionette in den Händen Bismarck's gewesen, welche die schwarzen Lohnskaven als Lausbuben" beBismard habe 1887 den Krieg mit Frankreich gewollt, weil zeichnen, einträchtig neben den landräthlichen Erlassen. Redamals Rußland noch nicht fertig war, und sehr zu Bismarck's dakteur des Bergmannsfreundes" ist ein Assessor der KönigBedauern sei Boulanger's Antrag auf Kriegserklärung im lichen Bergwerksdirektion in Saarbrücken, und in den französischen Ministerium nicht durchgedrungen. Wie Bismarck neuesten, an das Abgeordnetenhaus vertheilten Nachweisen Boulanger am Faden gehabt habe, gehe daraus hervor, daß eins der ärgsten boulangistischen Hezblätter in Paris mit deutschem über die Ergebnisse der preußischen Bergverwaltung im Aus der Militärkommission des Reichstage. Die in Reptiliengelbe unterhalten worden set. Redner Jahre 1891/92 wird der Bergmannsfreund" als staatlich voriger Woche abgebrochene Generaldiskussion wurde heute Bor- erklärt sich schließlich nach längeren Ausführungen gegen die Vorsubventionirt aufgeführt. Er würde sonst auch nicht für mittag fortgefeßt, nachdem an Stelle des ausgeschiedenen Abg. lage. Reichskanzler Caprivi erwidert, daß eine Milizden Spottpreis von 50 Pf. pro Quartal auf allen Gruben von Wendt der Abg. Frißen zum stellvertretenden Vorsitzenden armee nie zu einem Offenfivkriege zu gebrauchen sei. Die Kosten des Saarreviers durch die königlichen" Boten, Steiger und gewählt und einige Nachweisungen über die Körperbeschaffenheit der schweizerischen Milizarmee seien vergleichsweise höher als Bergmeister vertrieben werden können. Ueber dem Ganzen ber Militärpflichtigen und über den Abgang der Dienstunbrauch diejenigen der deutschen Armee. Nach einer persönlichen Bebaren und Invaliden zur Vertheilung gelangt waren. schwebt schützend König Stumm würdige Gesellschaft! mertung Bayer's wird die Berathung auf Donnerstag Abend In der wieder eröffneten Generaldiskussion nahm zuerst der 8 Uhr vertagt. Tagesordnung: Fortseßung und wahrscheinlich Der Patrizierstolz der Republik Bremen bedarf preußische General von Goßler das Wort, um in längeret Aus- Schluß der Generaldebatte. einer Auffrischung, er ist unter den Reserve- Lieutenant ge- Redner bezeichnete die Hinge'sche Rede als einen strategischen führung die Ausführungen des Abg. Hinge zu bekämpfen. Der sunken und blickt zu diesem hinauf. Nach Artikel 17 der Ueberfall" und behauptete, daß die von Sinke in voriger Abzahlungsgeschäfte hielt heute Mittag ihre konstituirende Verfassung Bre mens erkennt dieser Staat feinen Abel Sigung angegebenen Zahlen fein richtiges Bild geben und daß Sigung ab. Als Vorsitzende wurden die Abgeordneten Ackeran. Auf Borschlag des Senats soll diese Bestimmung dahin die Zahl der militärtauglichen jungen Leute bei weitem mann und von Bar gewählt, während die Abgeordneten von abgeändert werden, daß der Staat teine Adels vorrechte nicht so gering fet wie es der Abgeordnete Hinge dargestellt hat. Sellmann und Schneider( Nordhausen) die Schriftführerposten anerkennt, was die Wiedereinführung des Adels in sich zur Beseitigung der Unzuträglichkeiten bei der Aushebung fei übertragen erhielten. Die erste Sigung der Kommission soll am schließen würde. Es würde dann nicht ausbleiben, daß die die Vorlage betr. die anderweite Regelung des Erfaßgeschäftes nächsten Montag Abend stattfinden. Bremer Geldsäcke sich den Adel zu verschaffen wissen würden, bestimmt und es sei, ganz abgesehen von dem Schicksal der und, wenn gar der Senat sich das Recht zulegte, den Abel Militärvorlage, Vorkehrung getroffen, daß schon in diesem Jahr zu verleihen, dann brauchte das Bremer Prozenthum nicht in dem Sinne dieser Borlage bei der Aushebung verfahren werde. Auch das Mindestmaß der Körpergröße werde von der mehr mit Neid auf die benachbarten Staaten zu blicken. nächsten Aushebung an herabgefeht werden, denn es sei nicht der Bielleicht sehen die Bremer Patrizier auch bereits das Ende geringste Zweifel, daß die kleinen Leute durchaus militärtauglich der Bremischen Unabhängigkeit und wollen im Falle der feien. Der Regierungskommissar erörterte dann in ausführlicher Einverleibung in Preußen vorsorglich ihre Geldsackswürde Weise, die der Kommission überreichten Nachweisungen, um zu mit den Adelsprädikaten hinübernehmen. dem Schluß zu kommen, daß die Zahl der Militäruntauglichen zu feiner Besorgniß Veranlassung gabe. In Braunschweig fanden heute allgemeine Stabt Aus der Kommission ergreift zuerst das Wort Abg. Payer, verordneten Wahlen statt. Bisher zählte die Stadt- der die Erklärung abgiebt, daß die Bolkspartei geneigt ist, in Die Kommiffion für den Gefeßentwurf, befr. die Briefkaffen der Redaktion. E. M. in R. Gin derartiges Institut außerhalb Berlins ist uns nicht bekannt. E. Sch., Großenbaum. Wie lange die Kaffe Unterftübungen zu zahlen hat, hängt von dem Wortlaut des uns nicht vorliegenden Statuts ab. Gegen die Pfändung wegen Steuern hilft leider nur ein Antrag auf Erlaß derselben. Ein Recht auf Erlaß steht Ihnen nicht zu. Für den Inhalt der Inserate über. nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Mittwoch, den 25. Januar. Opernhaus. Bajazzi( Pagliacci). Borher: Die Jahreszeiten. Schauspielhaus. Colberg. Deutsches Theater. Zwei glückliche Tage. Berliner Theater. Uriel Acosta. Leffing- Theater. Heimath. Wallner- Theater. Paragraph 880. Der sechste Sinn. Kroll's Theater. Marie, die Regimentstochter. Viktoria Theater. Die Reise um die Welt in achtzig Tagen. Residenz Theater. Gläubiger von Strindberg. Familie Pont- Biquet. Neues Theater. Durch die Intens danz. Kleine Hände. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Fürstin Ninetta. Adolph Ernst- Theater. Modernes Babylon. Thomas- Theater. Der Distanzritt. National Theater. König Lear. Alexanderplat- Theater. Die Kellne rinnen von Berlin. Apollo Theater. Borstellung. SpezialitätenTheater der Reichshallen. Spezialitäten- Vorstellung. Kaufmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spezialitäten Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Bum 32. Male: Modernes Babylon. Verlag des Vorwärts" Berliner Volksblatt, Berlin SW., Beuthstraße 2. Uebersicht der bisher erschienenen Hefte der 4 grosse VolksBerliner Arbeiter- Bibliothet Versammlungen Herausgegeben von Max I. Serie: 1. Heft: Ein sozialistischer Roman.( Ein Rückblick 2000 bis 1887.) Nach dem Amerikanischen des Edward Bellamy. 32 Seiten. Mr. 0,15 2. " Die Gewerkschaften, ihr Nutzen und ihre Bedeutung für die Arbeiterbewegung. Rede von Mar Schippel. 32 Seiten. 0,15 3. " Die Arbeiterinnen- und Frauenfrage der Gegenwart. Von Clara Zetkin. 40 Seiten. 0,20 4. " 0,20 5. # 0,20 6. " 0,15 7. " 8. " 9 " 10. " 11. " Der Sozialismus in Frankreich seit der Pariser Kommune. Von Ossip Zetkin( Paris)+. 48 Seiten. Charakterköpfe aus der französischen Arbeiterbewegung. Von Ossip Zetkin( Paris)+. 48 Seiten. Die Hausindustrie in Deutschland. Von Paul Kampffmeyer. 32 Seiten. Junker und Bauer. Zur Entwicklung unserer Agrarverhältnisse. Von Paul Kampffmeyer. 32 S. Die wirthschaftlichen Umwälzungen und die Entwicklung der Sozialdemokratie. Von Mar Schippel. 32 Seiten. Die Marx'sche Werththeorie. Zur Einführung in das Studium von Mary. Von Paul Fischer. 52 Seiten. Die Sozialdemokratie und der Deutsche Reichstag. Materialien zum Gebrauch für sozialdemokratische Wähler. 36 Seiten. Die soziale Frage auf dem Lande.( I. Die Lage der ländlichen Lohnarbeiter in Preußen. Bon Paul Kampffmeyer. II. Der Ruin des ländlichen Kleinbetriebes durch die landwirthschaftliche Groß produktion. Von**) 40 Seiten. II. Serie: 0,15 0,15 0,20 0,15 0,20 12. " Die Arbeiterschutz- Gesetzgebung und ihre Regelung. Von Paul Ernst. 36 Seiten 0,15 1. Der Mythus von der Begründung des Deutschen Reiches. Eine historische Stizze. Von Hans Müller. 40 Seiten. 0,15 2. . Zur Naturgeschichte der antisemitischen Bewegung in Deutschland. Von Gerhard Krause. 32 Seiten. 0,15 3. 89 Soziale Frage und Bodenverstaatlichung. Von Conrad Schmidt. 32 Seiten. 0,15 4. " 0,15 5./6. " Novität! Gesangsposse in 3 Atten v. Ed. Jacobson und W. Mannstädt. Couplets theilweise von G. Görss. Musik von G. Steffens. In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Anfang 7/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. American- Theater. Novität! Der Dussel ( Nulpus) Parodistisch- realistischer Vorgang in der Dachkammer, frei nach Ibsen und Tolstoi von D3 car Wagner. ( Klemm Ede.. Martin Bendix.) H Alfred Bender in seinem neuesten Originalvortrag Der Volksmund in Berlin. Blank, der beste Bauchredner. Anhaltender Erfolg. Die Trockenwohner. Circus Renz. ( Karlstraße.) Mittwoch, den 25. Januar 1893, Abends 714 Uhr: Große brillante Vorstellung. Novität! Ein Künstlerfest. Novität! Große Ausstattungs- Pantomime vom Hofballetmeister A. Siems. Mit überraschenden Licht- und Wassereffecten. Auf das Glänzendste in Szene gesetzt vom Direktor Fr. Renz. Grosser Blumen- Corso. Ballet von 100 Damen. Außerdem Auftr. der sämmtl. Künstlerspezial. I. Ranges, sowie Vorführen u. Neiten d. bestdress. Freiheits- u. Schulpferde. U. A.: Mr. James Fillis mit dem Schulpferde Germinal. Morgen, Donnerstag, 7/4 Uhr: Gr. Vorstellung mit neuem Programm und Ein Künstlerfest. Billet- Vorverkauf an der Zirkuskasse u. teim„ Invalidendant", Markgrafen straße 5la. Fr. Renz, Direktor. Kaufmann's Variété Am Stadtbahnhof Alexanderplatz. der equilibrist. RaminBraselli, feger. Produktion auf The Maakwoods, Mephisto d. freistehenden Leiter. Aft. preisgefr. 3 Schweft. Porotti, Kunst- Radfahrerinnen Jongleur und Kappo- Jeffy, Equilibrist. Mlle. Bellona, vorzügl. Inſtru Barnum mit seinen wunderbar mentalistin. dress. Riesen Doggen. unbewachte Momente The Lees, zweier Negerſtlaven. Theod. Zierrath, Bammemann. als OriginalLilly Mellini, Bildhübsche Soubrette. Anfang Wochentags 8 Uhr. Entree 50 Pf. Avis! Mittwoch, 25. d. Mt3.: Erstes gr. Masken- Kostüm- Fest. Die deutschen Arbeiter und das GewerbegerichtsGesetz. Von May Schippel. 36 Seiten. Zur Entwicklungsgeschichte des Kapitalismus in Deutschland. Mit besonderer Berücksichtigung Mittel- und Norddeutschlands. Bon Paul Kampffmeyer. 84 Seiten. der Arbeitslosen Berlins Mittwoch, 25. Januar, Vormittags 9 Uhr. 2 1. Bock- Brauerei( Tempelhof. Berg). 2. Concordia- Festsäle, Andreasst. 64. 3. Brauerei Friedrichshain( fr. Lips). 4.Zum Schultheiss( früh. Eiskeller), Chausseestraße 88. Tagesordnung in allen Versammlungen: Berichterstattung der in den letzten Versammlungen gewählten Deputationen über die Verhandlungen mit dem OberBürgermeister Zelle und dem Minister für Handel und Gewerbe. DF Die Referenten der letzten Versammlungen sind anwesend. Pflicht aller Arbeitslosen ist es, in diesen Versamm lungen zu erscheinen. 0,25 7. Preussische Volksschul- Zustände. Ein Wort an das Volk und seine Lehrer. Von Hans Müller. 48 Seiten. 0,20 8. " Fort mit dem Dreiklassen- Wahlsystem in Preussen. Von May Schippel. Zweite Auflage. 35 Seiten. 0,20 9. " 10. " Die Unentgeltlichkeit der Lehrmittel für die Schulen des Volkes. Von Hans Müller. 32 S. 0,15 Das Ostende von London. Ein soziales Nachtbild. Von Paul Fischer. Erste Abtheilung. 30 Seiten. Achtung! 0,15 11, 0,15 " 12. " 0,20 13. " 0,20 14. " Zweite Abtheilung. 27 Seiten. Die Entwickelung der Geschichtsauffassung bis auf Karl Marx. Von Gerhard Krause. 46 S. Die Arbeiterbewegung im Lichte der materialistischen Geschichtsauffassung. Von Gerhard Krause. 38 Seiten. Die deutschen Buchdrucker in ihren Kämpfen gegen das Kapital. Von Walther May. 40 S. 0,20 III. Serie: 1. " Ist der Sozialismus mit der menschlichen Natur vereinbar? Von Paul Kampffmeyer. 28 Seiten. 0,10 2. " 8. " Technisch wirthschaftliche Revolutionen der Gegenwart. Von Max Schippel. 31 Seiten. Die deutsche Zuckerindustrie und ihre Subventionirten. Ein Beitrag zur Landagitation. Von May Schippel. 30 Seiten. 0,15 0,15 4. " Die Prostitution, ihre Ursachen, ihre Folgen und ihre Bekämpfung. Von Dr. H. Lux- Magdeburg. 38 Seiten. 0,20 5. " Die Kartelle. Von Adolf Braun. 48 Seiten. Komplett: 0,25 I. Serie( 12 Hefte) M. 1,-, gebunden M. 1,75. II. Serie( 14 Hefte) M. 1,65, gebunden M. 2,40. Wiederverkäufer erhalten Rabtt. Alle Buchhandlungen, Kolporteure und Zeitungsspediteure nehmen Bestellungen entgegen. Bei Bestellungen von außerhalb ersuchen wir um gleichzeitige Einsendung des Betrages( Porto extra). PassagePanopticum. New! Das unerklärliche Verschwinden eines frei in der Luft hängend. Mädchens. Feen- Valast Burgstraße, neben der Börse. 400/6 Letzter Vortrag 848/2 Achtung! der Frau Zetkin vor ihrer Abreise in der Grossen Volks- Versammlung heute, Mittwoch Abend 8½ Uhr, im ,, Böhmischen Brauhause", Landsberger Allee Nr. 11-13. Tages Ordnung: 156/7 O 1. Vortrag der Frau Betkin aus Stuttgart über: Die lex Heinze. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Zur Deckung der Unkosten Tellersammlung. Frauen werden besonders eingeladen. Die Frauen- Agitations- Kommission. Freie Volksbühne. Am Sonnabend, den 18. Februar, Abends 9 Uhr, findet im Feen- Palast, Burg- und Wolfgangstraßen- Ecke, das 1. Winterfest statt. Der Haupttheil des Programms besteht in einem groken Rünlerkonzert, das von der aus 50 Musikern bestehenden Kapelle des„ Konzerthauses" unter freundlicher Bewilligung der Herren Meyder und Meding ausgeführt wird. Hauptstücke des Abends sind: C- moll Symphonie No. 5 Danse macabre • Zigeunerweisen( Geigensolo). . Beethoven. St. Saens. • Sarasate. Deflamation: Brot. • • Mischka an der Marosch 1. Freiligrath. Lenau. Die Ausführung der Deklamationen hat Herr Hermann Paris, Mits glied des Viktoria- Theaters, freundlichst übernommen. Zu diesem Fest sind Billets à 30 Pf. in allen ZahlCastan's en des Vereins käuflich, doch wird bis zum 5. Februar Panoptikum. Tai- za- Wunder. Geheimnißvollste Seelenwanderung. Lotosblume. Fantoche Theater. Andere Illusionen. Sämmtlich ohne Extra- Entree. Entree 50 Pf., Kinder 25 Pf. Allen Freunden u. Genossen empfehle Vereinszimmer, auch Kaffenlokal zu mein Weiß- u. Bairischbier- Lokal. Otto Schulz, Frankfurter Allee 107. 1035b Welt- Lofal Berlins, 5000 Pers. faffend. vergeben. Heute: Gr. Spezialitäten Borstellung. Auf. Wochent. 7½ Uhr, Sont 6 Uhr. Kaffeneröffnung 1 Std. vorher. Entree 50 Pf. 9956 jedem Mitgliede nur 1 Billet übergeben. Der Unterzeichnete bittet die Mitglieder dringend, die Billets bis zu diesem Zeitpunkt zu erwerben, damit der Verkauf geschloffen und jede Ueberfüllung vermieden werden kann. Nach dem Konzert folgt ein Ball. Die Tanzmusik wird von 25 Mitgliedern der ,, Freien Ver einigung der Zivil- Berufsmusiker" ausgeführt. Herren, die am Tanz theilnehmen, zahlen 50 Bj. nach. E Die nächste Vorstellung findet am Sonntag, den 29. Jannar, Nachmittags 2½½2 Uhr, für die 2. Abtheilung( grüne Karten) im National- Theater statt. Zur Aufführung gelangt: Andere Beiten, Jeden Mittwoch: frische Grützwurst. Diese Borstellung zu besuchen. C. Laeske, Schlächterm., Oranienstr. 2a. Schauspiel in 4 Atten von Paul Bader. Die letzte Generalversammlung hat beschlossen, daß zu jeder Vorstellung nur die Mitglieder der Abtheilung Zutritt haben, für die die Vorstellung be stimmt ist. Die Mitglieder der 2. Abtheilung werden daher dringend gebeten, 362/20 Der Vorstand der Freien Volksbühne. J. A.: Julius Türk, SW., Golmsstr. 24. Hierzu zwei Beilagen Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Drud und Berlag von Mag Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mr. 21. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. 29. Sigung vom 24. Januar 1893, 1 uhr. Am Tische des Bundesraths: Hanauer. Mittwoch, den 25. Januar 1893. = 10. Jahrg. Wuchers zu verlangen! Daß solche Versuche auch gegenüber dem Abg. Schneider- Nordhausen( dfr.) ist dagegen der Meinung, herlichsten Geschäftsmann in Zukunft gemacht werden und mindestens daß ein Aufruf wie dieser, der die Bergleute unter Hinweis darbis zur Einleitung der Untersuchung führen werden, ist zweifellos. auf, daß andernfalls ihr Lohn, ihre Unterstützungskasse auf dem Von der Fakultät des Gesetzes werden nicht blos die Ehrlichen, Spiele ständen, zur Wahl der Ordnungskandidaten auffordere, sondern vielmehr die unehrlichen Leute Gebrauch machen. Die in feiner Wirkung von so autoritativer Stelle her geradezu unWorte gewerbs- und gewohnheitsmäßig" müssen also in dem berechenbar sei und daß schon aus diesem Grunde die UngiltigDie erste Berathung des Gefeßentwurfs betreffend Ergänzung§ 302e, der auch alle anderen Rechtsgeschäfte unter die Wucher- feits Erklärung zu erfolgen habe. Im Interesse des Wahlrechts der Bestimmungen über den Wucher wird fortgesetzt. Strafbestimmungen stellt, beseitigt werden, denn die Konsequenz und der Wahlfreiheit aller Staatsbürger müsse man sich für die Abg. Frohme( Soz.): Wucher ist ein Verbrechen wie Dieb- aller solcher Bedingungen ist nur die, daß die Kreise, welche sich Ungiltigkeit aussprechen. stahl und Raub, aber ein Wuchergesetz hat nicht den praktischen mit Geldgeben befassen, immer unsolider und die, welche zum Abg. Dr. Stephan( 3.): Ich kann dem Flugblatte des Herrn Werth, den ihm die Regierung und die Konservativen beilegen. Eingehen solcher Geschäfte gezwungen sind, immer mehr ge- v. Detten doch nicht eine solche Wirkung beimessen. Selbst bei der Gewiß ist der Sachwucher ebenso strafbar wie der Geldwucher, schröpft werden. aber er hat ein viel weiteres Gebiet, als ihm die Vorlage an- Gläubiger seinem Schuldner spätestens 3 Monate nach Ablauf erhebliche Majorität. Ich muß mich demnach für die Giltigkeit Das Gesetz schreibt ferner vor, daß der ungünstigsten Rechnung verbleibt dem Herrn v. Reden noch eine weist. Sie will auch den bestrafen, der auf ein beliebiges anderes des Kalenderjahres einen Rechnungsauszug zukommen laffen soll. der Wahl aussprechen. zweiseitiges Rechtsgeschäft sich oder einem Dritten Bermögens- Mit welchem Recht aber seht das Gesetz auf die Unterlassung vortheile versprechen oder gewähren läßt, welche den üblichen eine Strafe von 500 m? Das kann ja den ehrlichsten Mann mit, als die einfache Berechnung der Majorität. Was ein BeAbg. Heine( Soz.): Hier sprechen ganz andere Gesichtspunkte Zinsfuß überschreiten. Was ist denn unter anderen Rechts- wegen eines einfachen Vergessens ins Gefängniß bringen, wenn amter ausspricht, das gilt immer für einen Ausspruch der Regiegeschäften" zu verstehen? Es kann zum Beispiel der Ar- er nicht 500 M. besitzt. Den Vorschlag des Herrn Giese, dem rung, und jeder, der irgendwie von der Regierung abhängt, hat beitsvertrag unter Umständen einen recht wucherischen Strafrichter die Verhängung einer Buße anheim zu geben, können die verfluchte Pflicht und Schuldigkeit, sich danach zu richten. Und Charakter dem Arbeiter gegenüber annehmen. Unsere ganze wir nicht billigen; der Strafrichter ist für die Bemessung einer in diesem Falle find es nicht nur die dem Ober- Bergrath direkt wirthschaftliche Ordnung ist auf der Ausbeutung des solchen doch nicht die geeignete Instanz. Die Ausführungen des unterstehenden Bergleute, sondern alle Bergleute und außerdem noch Menschen aufgebaut. Ist es denn keine Bewucherung, wenn im Herrn Frohme sollen doch endlich denjenigen, welche sich wie die vom Bergbetriebe sonst abhängigen Personen, wie GeschäftsFall einer ordnungswidrigen Arbeitseinstellung der zu leistende Herr Hize für die Einmischung des Staates in die Wechsel- leute, Gastwirthe u. dgl. Die Herren mögen sich noch so viel Schadenersatz das Zweifache des durchschnittlichen Tagelohnes beziehungen des praktischen Lebens begeistern, zeigen, wohin sie Mühe geben, die Bedeutung des Aufrufs des Ober- Bergraths betragen soll? Die Strafe steht doch in gar keinem Verhältniß auf diesem Wege kommen. Jeder Schritt auf diesem Wege ist v. Detten als harmlos hinzustellen; ein solcher Aufruf, in welchent zu dem wirklichen Schaden des Unternehmers. Auch die agrarische ein Schritt zur Sozialdemokratie. Die Bevölkerung der oberste Vorgesetzte der Bergarbeiter sagt, jeder für den Schutzzollpolitik trägt einen durchaus wucherischen Charakter. wird durch diese fortgesetzte Bevormundung des Staates Sozialdemokraten abgegebene Stimmzettel zerreiße das Band Der Kornwucherer ist ein recht gehaßter und verachteter Mensch, nothwendigerweise immer unselbständiger und unfähiger zwischen Arbeitern und Vorgesetzten, vernichte Ruhe, Ordnung, aber er hat doch immer noch mit einem Risiko zu rechnen. Viel zur eigenen Beurtheilung dessen, was ihr am meisten frommt. Ginigkeit und Kameradschaft, ein Aufruf, der damit droht, daß schlimmer aber sind Diejenigen, denen der Gesetzgeber das Privi- Früher hat sogar ein Konservativer, wie Herr v. Helldorff, der die, braven und besonnenen Bergleute aufgeboten werden sollen, legium zugesprochen hat, den Preis des Getreides möglichst hoch ja jetzt bei seinen Freunden allerdings nicht mehr dasselbe An- gegen jene Umstürzler und Heuchler" muß anders beurtheilt zu halten um ihres Profites willen. Der Grund- und Boden- sehen wie früher genießt, die Zweckmäßigkeit einer solchen Gesetz werden, als jede sonstige Wahlbeeinflussung. Aber auch ab wucher ist die schlimmste Art des Wuchers, die man gebung bezweifelt und dagegen die private, lokale Thätigkeit gesehen von diesem Aufruf, sind wunderbare Dinge in jenem sich denken kann, denn welche wucherischen Preise erzielt empfohlen, wie sie von dem Verein gegen den Wucher im Saar- Wahlkreise geleistet worden. Da ist die offene Kontrolle der Grund und Boden, besonders in den Städten revier erfolgreich ausgeübt worden ist. Sorgen Sie dafür, daß Mitglieder der Kriegervereine darüber, ob sie auch den unter Betheiligung. der Kommunen und Des Staates? die Vereinbarungen, welche sich zur Bekämpfung des Wuchers reichstreuen Kandidaten gewählt haben, denn diese KonWas wollen die paar Duzend Geldwucherer bedeuten und zur Förderung des realen Kredits gebildet haben, unterstützt trolle ist, wie Zeugen eidlich erwiesen, ausgeübt worden. Da gegenüber diesem Grund- und Bodenwucher, der in der ver- werden; sorgen Sie für Aufklärung unter den Leuten, schaffen ist außerdem noch die Wahlbeeinflussung der Arbeitgeber, welche ruchtesten Weise die Wohnungsmiethen vertheuert! Hat die Re- Sie die Möglichkeit, daß sie Buch führen und ein eigenes Urtheil die Arbeiter mit der Bedrohung der Kündigung gezwungen haben, gierung die Absicht, das Gesch auch auf diesen Sachwucher an- über die Geschäfte, die sie eingehen, gewinnen lernen! Fördern für Herrn v. Reden zu stimmen. Die Kommission war aber, zuwenden? Auch der Terminhandel an der Börse hat einen Sie diese Bestrebungen, so werden Sie mehr wirken, als wenn wie der Kommissionsbericht sagt, der Meinung, daß eine Wahl. wucherischen Charakter. Nennen Sie ihn doch, wie er sich in Sie einen ganzen Haufen Gesetzesparagraphen machen. Wir beeinflussung unter Androhung der Arbeitskündigung nicht als Hamburg und anderen Verkehrszentren organisirt hat, Wucher werden Ihnen nächstens das Gesetz über die Berufsvereine, welches unzulässig zu erachten sei, da es dem Arbeitgeber freigestellt sein und Sie brauchen gar kein besonderes Börsengesetz zu erlassen. auf demselben Gebiete liegt, wieder vorlegen, und wir werden müsse, von einer ihm gesetzlich zustehenden Befugniß nach seinem Die Unternehmerfartelle zum Zweck der Preissteigerung sind auch dann ja sehen, ob die Konservativen geneigt sind, auf diesem Belieben Gebrauch zu machen." Auf Grund dieser Erklärung nichts anderes als Wucher. Das Gleiche gilt von dem Lotterie- Wege mit uns gemeinsam an der Bekämpfung des von uns des Reichstags könnte sich jeder Arbeitgeber das Recht herauswesen. Der Staat benutt" die Unerfahrenheit und den Leicht- Allen erkannten Uebels mitzuarbeiten. Die Vorlage aber ver- nehmen, von seinen Arbeitern zu verlangen: Ihr stimmt so, wie finn, um den fleinen Mann zum Hazardspiel zu verleiten, werfen wir als unzweckmäßig und schädlich.( Beifall links.) ich will, oder Ihr fliegt hinaus. Wozu haben wir dann noch ein und das von Rechts wegen. Die Schloßfreiheit- Lotterie war daneben noch eine Spekulation auf den" Patriotismus" redner nicht, daß mit der kriminalen Bestrafung des Wuchers tags dadurch zu retten, daß wir gegen diese Auffaffung der Kom. Abg. Schneider Hamm( nt.): Wir glauben mit dem Vor- allgemeines Wahlrecht? Ich ersuche Sie, die Ehre des ReichsAuch die Staatsanleihen geben einer nicht unbeträchtlichen Be- der Mucher an der Wurzel gefaßt wird. Wir halten auch wirth mission protestiren und die Wahl für ungiltig erklären.( Beifall wucherung des Voltes weiten Spielraum. Wuchergeseze bewirken das schaftliche Aufklärung, Vermehrung und Ausdehnung unserer bei den Sozialdemokraten.) Gegentheil von dem, was sie bewirken sollen, das hat schon Kreditinstitute für nothwendig. Wir meinen aber: Das eine thun Adam Smith gesagt. Nach den Motiven hat das Gesetz von und das andere nicht lassen. Die Einigkeit, welche sich 1879 und giltigkeit der Wahl aus. Abg. von Strombeck( 3.) spricht sich ebenfalls für die Un1880 sehr gute Wirkungen gehabt: warum verschärft man es 1880 bei Berathung des ersten Wuchergesetzes zeigte, wird auch denn? Ebenso wie nach jenem, wird sich nach Emanation dieses heute wieder im Reichstage vorhanden sein. Aus der geringen vielen Jahren in einem Sinne entschieden, der dem jetzigen AnAbg. von Marquardsen( ntl.): Die Kommission hat seit Gesetzes der Wucher mit Erfolg andere Bahnen suchen und be- Anzahl von Verurtheilungen läßt sich ebenso wenig ein bündiger trag der Kommissionsmehrheit entgegen ist. Die Mehrheit der nußen. Wucherer und Bewucherter werden nur vorsichtiger sein. Schluß ziehen, als aus der relativ geringen Zahl der Verurthei- Kommission hat aus 5, die Minderheit aus 4 Stimmen be Ich bestreite den Satz der Motive, daß der Hang der Bevölke- lungen wegen Meineids. Wenn man überhaupt wucherische Aus- standen: 1 Mitglied der Mehrheit hat zudem bei seiner Abrung zu übermäßigen Ausgaben den Boden für den Wucher vor- beutung strafrechtlich treffen will, darf man vor dem Sachwucher Stimmung aus Mißverständniß ein falsches Votum abgegeben. Es bereitet. Unsere goldene Jugend, die Vertreterin der Ordnung, nur dann einhalten, wenn eine Konstruktion, welche das legitime liegt hier also eigentlich ein Minderheitserkenntniß vor. Ich ist vielmehr sein wahrer Nährboden. Wenn die Regierung in Geschäft unberührt läßt, zu schaffen sich als unmöglich erweist. empfehle Ihnen die Wahl für giltig zu erklären. den Motiven die planmäßige Ausbeutung der Nothlage oder Der Versuch muß jedenfalls gemacht werden. Das Kriterium der wirthschaftlicher Schwäche als moralisch verwerflich als einen Gewerbs- und Gewohnheitsmäßigkeit scheint mir im Gegensaß meint, es sei nicht wahrscheinlich, daß, wenn das Flugblatt nicht Abg. Schneider- Nordhausen( dfr.): Wenn der Abg. Stephan Verstoß gegen die Rechtsordnung darstellt, wie tam sie denn vor zu Herrn Schrader gerade eine erhebliche Erleichterung für die erschienen wäre, der Abg. v. Reden viel weniger Stimmen be einigen Tagen dazu, hier im Reichstage jene Bergleute, welche Konstruktion der strafrechtlichen Bestimmung zu sein, welche ge- tommen hätte, so tommt die Wahrscheinlichkeit hier wenig in fich eine maßlose Bewucherung ihrer Arbeitskraft nicht gefallen funden werden soll. Gegen die Fassung des letzten Artikels des Betracht. laffen wollten, anzugreifen? Es handelt sich doch in den meisten Gesetzes, welcher die Uebersendung des Rechnungsauszuges vor übrigens in feiner Weise an die Beschlüsse der vorigen Rome Die gegenwärtige Wahlprüfungskommiffion ist Fällen um eine Bewucherung und Ausbeutung der Arbeitskraft schreibt, habe ich ein Bedenken insofern, als ich nicht erkennen mission gebunden. durch den Unternehmer. Sie werden mit Ihren Gesehen, die fann, ob er auch aut die Hypothekenbanken Anwendung finden das so wenig erschöpfen, was sie treffen sollen, nicht bewirken, fann. Eine Auskunft darüber wäre sehr erwünscht. Abg. Meister( Soz.): Das Zentrum hat heute einen ganz daß weite Kreise wirthschaftlich schwer gedrückter Menschen zuanderen Standpunkt eingenommen als früher. Es muß uns um friedengestellt und in eine bessere Lage gebracht werden. Der Abg. von Bar( dfr.) wendet sich hauptsächlich gegen§ 302 e. so mehr wundern, daß in einem Moment, wo das Zentrum AnReichstanzler sagte einmal, daß die Regierung bei jedem Gesetz: Die Möglichkeit, daß jedes beliebiges Rechtsgeschäft unter die Wucher- träge einbringt, welche das Wahlrecht sichern sollen, ein Mitglied entwurf seinen Einfluß auf die Sozialdemokratie prije. Wenn bestimmungen gestellt werden kann, bedroht das ganze Geschäfts: dieser Partei derartige mathematische Berechnungen als maßgebend die Regierung das auch bei diesem gethan hat, so haben meine leben mit den peinlichsten Belästigungen und Erschwerungen und aufstellt. Das Flugblatt ist der geringste gefeßliche Fehler, der Ausführungen sie hoffentlich belehrt, daß mit einem solchen wird schließlich lediglich die allgemeine Demoralisation befördern. gemacht worden ist. Es hatten sich seiner Zeit 46 Personen Gefeßentwurf dem vermeintlich schädlichen Umsichgreifen der Soll etwa ein Hauswirth, der eine Wohnung, die ihm lange Zeit gemeldet, die eidlich erhärten wollten, ihre Stimmen gegen Sozialdemokratie nicht beizukommen ist. Wir sind mit unseren leer gestanden hat, infolge eines glücklichen Zufalls zu einem v. Reden abgegeben zu haben. Aber ehe sie vor Gericht tamen, Rechtsanschauungen denen der Regierung weit voraus!( Beifall recht hohen Preise wieder vermiethet, deshalb unter das Wucher- wurden verschiedene Manipulationen mit ihnen vorgenommen. Rechtsanschauungen denen der Regierung weit voraus!( Beifall gesetz fallen? Die Antwort auf diese Frage wird doch kaum Sie wurden zum Ortsschulzen gerufen, der sie davon abbringen bei den Sozialdemokraten.) Abg. Hitze( 3.): Es ist billig, alle die Forderungen aufzu- zweifelhaft sein. Solcher Fälle und Möglichkeiten giebt es aber sollte, den Eid abzulegen, und als sie vor den Amtsrichter kamen, stellen, welche der Vorredner aufgestellt hat, ohne aber positive unzählige, und wohin wir mit der beschränkenden Vorschrift des sagte ihnen dieser, sie brauchten keine Auskunft zu geben, weil es Vorschläge zur Verwirklichung dieser Forderungen zu machen.§. 302 e auf diese Weise kommen würden, das läßt sich aus dem sich hier um eine geheime Wahl handele. Was sollten da die armen Er tritt gegen die Börse, gegen den Terminhandel, gegen den einen angeführten Beispiel schon ersehen. Die Berufung auf die Leute thun? Der Ober- Bergrath v. Detten hat in dem ganzen WahlMiethswucher, gegen die wucherische Wirkung des Arbeits- entsprechende Gesetzgebung einiger ganz fleiner schweizerischer freise einen gesetzwidrigen Einfluß ausgeübt. Er hat den Bergvertrages auf, aber er zeigt uns nicht den Weg, wie diesen Rantone kann doch für ein großes Reich mit ganz anderen Verarbeitern, die nicht für Reden stimmen würden, mit Entlassung Uebelständen beizukommen ist. Mir gefällt das Retentionsrecht hältnissen nicht maßgebend sein. Die Einführung solcher An- und Entziehung ihrer Invalidengelder a. f. w. gedroht, auch auch nicht, ebenso wenig der Terminhandel, bei dem unzweifel- schauungen in die Praxis fann bei der Bevölkerung nur Ver- ihnen gesagt: Kauft nur bei den Handwerkern, die für Reben haft wucherische Geschäfte bedenklichster Art vorkommen. Aber wirrung hervorrufen; es kann davor nur auf's dringendste ge- stimmen! Ich bin überzeugt, im ganzen Hause ist nicht ein Mandat, was so unrechtmäßig ausgeübt wird, wie das des Herrn v. Reden. trotz eifrigen Bemühens ist es uns in Jahre langer Arbeit nicht warnt werden. gelungen, gegen die Ausschreitungen der Börse wirksame gesetz- Abg. Büsing( nl.) befürchtet von dem Artikel 4 eine schwere Jedes Mitglied unserer Partei würde sich schämen, ein solches liche Vorkehrungen zu treffen. Bringen Sie doch formulirte Ent- und unverantwortliche Schädigung des legitimen Geschäfts. Es Mandat anzunehmen.( Große Unruhe.) würfe ein; wir werden uns eingehend und gründlich damit be- fönne z. B. der Reichsbant gar nicht zugemuthet werden, einen schäftigen. Der Abg. Horwitz bestreitet das Bedürfniß der Er solchen Rechnungsauszug innerhalb der vorgeschriebenen Zeit gänzung dieser Materie überhaupt; ihm muß die geringe Anzahl jedem Kunden zu liefern. Dieser Artikel sei unannehmbar. der erfolgten Verurtheilungen als Stüße dienen. Wir meinen Damit schließt die Diskussion. Die Vorlage geht an eine im Gegentheil, daß diese Zahlen, so gering sie sind, doch zeigen, besondere Kommission von 21 Mitgliedern. daß das Gefeß gewirkt hat, daß dem geschädigten Rechtsbewußtsein wenigstens in diesen Fällen Genüge geschehen ist. Die neue Borlage ist der naturnothwendige Ausbau des Gesetzes von 1880, indem sie auf die sämmtlichen anderen Formen, welche der schlauer gewordene Wucherer für seine Verträge gewählt hat, mit den Strasbestimmungen gegen den Wucher trifft. Die Forderung des Abgeordneten Giese, dem Richter die Ermächtigung zu geben, im Falle konstatirten Wuchers dem Beschädigten eine Buße zuzusprechen, hat bei Herrn Horwit gar teine Gegenliebe gefunden. Wenn wir eine solche Forderung unterstützen, so denten wir dabei nicht an die Ausbeutung des Leichtsinns, der Unerfahrenheit, sondern an die Ausbeutung der Nothlage des armen Mannes, der Näherin, des kleinen Handwerters. Diese Ausbeutung muß durch eine Buße gesübut werden. Ich wünsche also meinerseits, daß in der Kommission wenigstens der Versuch gemacht werde, eine solche Buße zu tonstruiren. Es folgt die erste Lesung des Gesezentwurfs betreffend die Begründung der Revision in bürgerlichen Rechtsstreitigkeiten. Die erste Lesung ergiebt teine Debatte; die zweite Lesung wird im Plenum stattfinden. Bezüglich der Wahl des Abg. v. Helldorff( 7. Marienwerder) wird beschlossen, die Beweisverhandlungen über die in dem Wahlprotest behaupteten Wahlbeeinflussungen der preußischen Regierung zur Kenntnißnahme und weiteren Veranlassung mit zutheilen. Abg. Stephan( 3.): Nicht aus Freundschaft, sondern aus Gerechtigkeitsgefühl habe ich für die Giltigkeit der Wahl des Abg. v. Reden gestimmt. Abg. Schneider( Hamm): Wir machen hier keine mathematischen Berechnungen, um die Giltigkeit einer Wahl zu be weisen. Die Aeußerungen des Abg. Meister sind beweislose Behauptungen. Abg. Singer( Soz.): Ich lege auf das Urtheil eines Mannes, der die Verhältnisse im Wahlkreise kennt, mehr Werth, Der Gesezentwurf, betreffend den Verrath mili- als der Abg. Schneider. Der Bericht der Wahlprüfungstärischer Geheimnisse wird ohne Debatte einer Kom- kommission erzählt uns ja, daß in diesem Wahlkreise noch andere mission von 21 Mitgliedern überwiesen. gesetzwidrige Vorkommnisse sich abgespielt haben. So sind z. B. 24 von einer Hand geschriebene Stimmzettel mit Zeichen versehen gewesen, um die Arbeiter, die diese abgaben, für die Arbeitgeber erkenntlich zu machen. Dieser Vorgang ist recht be= zeichnend für die Atmosphäre, die in jenem Wahlkreise herrscht. Der Abg. Meister sagte, daß bei dieser Wahl sich die schlimmsten Die Wahlprüfungs- Kommission hat mit 5 gegen 4 Stimmen Wahlbeeinflussungen geltend gemacht hätten. Diese Ansicht kann beim Plenum beantragt, die Wahl des Abg. v. Reden( 9. Han- ich nicht theilen. Wir haben uns in furzer Zeit mit einer Wahl nover) für ungiltig zu erklären. In der vorigen Session war die zu beschäftigen, wo Beeinflussungen vorgekommen find, die an Wahl in der Kommission mit 8 gegen 3 Stimmen für giltig Niederträchtigkeit den vorliegenden nicht nachstehen. Aus den erklärt worden, die Sache war aber nicht mehr an das Plenum Aeußerungen des Abg. Schneider- Hamm spricht die Fraktionsliebe. Abg. Schrader( dfr.): Der Abgeordnete v. Buol hat gestern gelangt. Es chrt ihn dieses kameradschaftliche Gefühl. Wenn der Reichsauch der Rede erwähnt, welche ich bei Gelegenheit der Berathung Abg. Schneider Samm beantragt, die Wahl für giltig zu tag es über sich gewinnt, gegenüber derartigen Wahlbeeinflussungen über die Petition gegen den Wucher im Saargebiet 1888 gehalten erklären. Die Wahlprüfungs- Kommission habe dem Wahlaufruf eines ganzen Kreises anders zu antworten als mit der Kassirung habe und daraus gefolgert, daß ich von dem Abgeordneten Hordes Oberbergraths v. Detten einen entscheidenden Einfluß auf der Wahl, so verzichtet er überhaupt auf Wahlprüfungen. Ich witz in der Beurtheilung der Vorlage abweiche. Das ist nicht das Resultat der Wahl beigemessen. Davon könne doch nicht die beantrage namentliche Abstimmung, weil ich einen großen Werth der Fall. Meine damaligen Ausführungen decken sich mit den Rede sein. Zu einer Ungiltigkeitserklärung fönne man nur darauf lege, daß die Wähler im Lande wissen, wie ihre Abgestrigen des Abgeordneten Horwit vollständig. Ist das Sach- kommen, wenn man alle Bergleute als dadurch beeinflußt ansehe, geordneten über Wahlfreiheit und Wahlrecht urtheilen. geschäft verschleierter Wucher, dann fällt es schon unter das be- welche in dem Wahlkreise vorhanden sind. Nun unterstehe aber stehende Gesetz; ein neues wäre also nicht nöthig. Welcher An- dem Oberbergrath v. Detten nur das Deister- Bergwert, nicht auch reiz liegt in der neuen Form, die das Gesezt vorschlägt, für die Angehörigen der Berginspektion zu Osterwald und der 5 Privat jeden Menschen, der sich übervortheilt glaubt, sich an den Straf gruben. Auf diese lettere kann doch der Aufruf nicht von Einfluß richter zu wenden und das Einschreiten der Gerichte wegen I gewesen sein. An der Abstimmung betheiligen sich 179 Mitglieder, von denen 79 mit Ja, 100 mit Nein stimmen. Da zur Beschlußfähigkeit 199 Mitglieder als Mindestzahl gehören, ist das Grgebniß hinfällig. Die Sigung muß wegen Beschlußunfähigkeit des Hauses abgebrochen werden. Schluß 5 Uhr. Nächste Sigung Mittwoch 11 Uhr.( Anträge aus dem Hause, darunter an erster Stelle der Antrag Rintelen, betr. Die Verjährungsfrage bei gerichtlichen Verfahren gegen Mitglieder des Reichstages.) Abgeordnetenhaus. 20. Sigung vom 24. Januar 1893. 11 Uhr. Am Ministertische: v. Heyden. " Die zweite Berathung des Staatshaushalts Etats für 1893-94 wird fortgesetzt. Bur Debatte steht der Einnahme titel: Aus den Domänenvorwerken 14 044 823 M." des Etats der Domänenverwaltung. Nachdem die Abgg. Dündelberg( ntl.), v. Schals cha ( Zentrum), Rickert( dtsch.- fr.), Arendt( ft.), Papendiet ( deutschfreisinnig), Damint( f.) und Schnatsmeier( f.) dazu gesprochen, wird der Titel genehmigt. Anstalten( darunter Norderney) 2 341 675 m. weist Abg. Schaffner( natl.) verlangt verschiedene Verbesserungen in den naffauifchen Bädern, darunter namentlich eine Bermehrung der Inhalationsräume im Kurhaus zu Ems. Beim Etat des geheimen 3iviltabinets wendet sich Abg. Bödiker( 8.) dagegen, daß dem ersten Sekretär 1200 m. mehr gezahlt werden sollen als bisher, so daß er mit dem Vorsteher des Bureaus gleichgestellt ist. Dieses Verfahren werde hoffentlich nicht an anderer Stelle Nachahmung finden. Geh. Oberfinanzrath Lehnert: Das ist schon deshalb nicht möglich, weil es bei den anderen Verwaltungen erste Sekretäre mit dieser eigenartigen Stellung gar nicht giebt. Parteinachrichten. Wurm). B Tokales: die Ueber das körperliche Befinden unseres Genossen Das zweite Stiftungsfest der Arbeiter- Bildungsschule Friedrich Engels in London hat irgend ein zeilenhungriger veranlaßte am legten Sonnabend eine wahre Völkerwanderung Reporter, der felber keinen Geist aufzugeben hat, Nachrichten ver- nach dem Feenpalast. Der Andrang war ein so kolossaler, daß breitet, die wohl den Wünschen gewisser Leute, aber nicht den das Lokal gesperrt werden mußte. Wohl an tausend der herbeiThatsachen entsprechen, da unser Genosse sich besten Wohlfeins geeilten Personen fanden keinen Einlaß. Leider mußten auch und heiterster Kampfluft erfreut. viele, die im Besitz von Eintrittskarten waren, zurückgewiesen werden. Die Zahl der Anwesenden betrug an 6000. Um dem Protestversammlungen gegen die Militärvorlage fanden Gedränge abzuhelfen, schaffte man einen großen Theil der Tische statt in Oberschopfheim bei Lahr( Ref. A d. Ged Offen aus dem Saal. burg), Schriesheim( Ref. Fri), Ilvesheim( Ref. Ein Konzert leitete die Festlichkeit ein. Es wurde ausgeführt von Rei), sämmtlich in Baden, Danzig und Elbing( Ref. einer Kapelle von Berufsmusikern und den Gesangvereinen Otto Jochem Danzig), Rödelheim bei Frankfurt a. M. Harmonie",„ Einigkeit"," Sängerchor der Maler" und Gemüth( Ref. Brühne), Nienstedten, Bahrenfeld und lichkeit". Die von den Sängern vorgetragenen Lieder, Volkslieder Dehring bei Hamburg( Referenten Stromberg, heiß im schönsten Sinne des Worts, fanden großen Anklang. Gegen und Molkenbuhr), Gera( Ref. Reichstags- Abgeordneter 10 Uhr theilte der Vorsitzende des Vereins, Genoffe Mattutat, mit, daß in letter Stunde die Aufführung des Festspiels„ Die Bei den Einnahmen aus Mineralbrunnen und Bades fehlers berichtet wurde, der Genosse Gerisch, sondern Reichstags- Schreiben des Polizeipräsidiums. In Velten hat nicht, wie gestern infolge eines Schreib- französische Revolution", verboten sei und verlas das betreffende Ein tausendstimmiger Ruf des Unwillens war die Antwort. Mattutat appellirte dann an Abg. Dr. Graf- Elberfeld( ntl.) auf den Aufschwung hin, den Abgeordneter Singer referirt. das Bad Norderney genommen hat und bittet die Regierung bei die Anwesenden, auch ferner der Bildungsschule ihre Sympathie der Auswahl der Beamten sehr vorsichtig zu sein. Ferner verVon der Agitation. Am Sonntag wurden im 6. fchles entgegen zu bringen und ermahnte die Mitglieder, treu aum langt er eine beffere Eisenbahnverbindung, namentlich die Ein- wig- bolsteinischen Wahlkreise( Glückstadt- Elmshorn) Berein zu halten und ihn zu fördern. Ein Hoch auf die Bildungsrichtung eines Tagesschnellzuges von Elberfeld neben dem Nacht- 30 000 Gremplare der Broschüre„ Nieder mit den Sozial- schule, in das die Versammelten begeistert einstimmten, schloß zuge. Besserung der Postverhältnisse, Einrichtung einer Wandel- demokraten" und eine große Zahl Flugblätter vertheilt. Die Ber- die furze Ansprache. Nachdem das lebende Bild„ Die Marseillaise" bahn und eines Krankenhauses. breitung war wegen des großen Schnees sehr beschwerlich. Die gestellt worden, welches mit jubelndem Beifall aufgenommen Genossen ließen sich das jedoch nicht verdrießen. Die Bevölkerung wurde, hielt Genoffe W. Liebknecht die Festrede. Lautlose Stille fam ihnen überall freundlich entgegen. herrschte, als Genosse Liebknecht auf der Gallerie erschien. Er führte in den Grundzügen etwa folgendes aus: Minister von Heyden erklärt die ausgesprochenen Wünsche stim me" geschrieben: Am 14. Januar fand hier im Saale des verboten. Lebende Bilder aus der Gegenwart kann man ung Die lebenden Bilder aus der Vergangenheit hat man uns Aus Landsberg a. W. wird der Märkischen Boltserwägen bez. berücksichtigen zu wollen. Der Titel wird genehmigt; ebenso der Rest des Etats der Herrn Rothenburg eine Voltsversammlung statt. Auf der Tages nicht verbieten. Ueberall treten sie uns entgegen, Bilder aus Domänenverwaltung und ohne Debatte die Etats der See- ordnung stand: Antisemitismus und die Judenfrage. Referent dem Leben, so erschütternd, so tragisch, wie die der Vergangen handlung, der Münzverwaltung, der Staatsarchive und der war Genoffe Metzner- Berlin. Da wir nun hier schon ge- heit, Episoden eines Kampfes, gewaltiger, umfassender, mit General- Ordenskommission. wohnt sind, daß felten eine öffentliche Boltsversammlung, welche höheren Bielen als der, welcher vor 100 Jahren entbrannt war von unserer Seite einberufen wird, ein natürliches Ende findet, das Schlachtfeld nicht Frankreich, sondern die ganze zivilisirte indem unser Herr Polizei- Inspektor den geringsten Grund zur Erde das Kampfziel nicht der Sturz einer Standesherrschaft Auflösung benutzt, so wurden alle Vorsichtsmaßregeln getroffen, und die Wiederaufrichtung einer anderen, sondern die Vernichtung um einer solchen vorzubeugen, doch der Mensch denkt und unser jeder Herrschaft und jeder Knechtschaft, die Erhebung des -Polizei- Inspektor lenkt. Gleich nach Beginn der Versammlung Aschenbrödel Arbeit Thron auf den der Welt, mußte der Borsigende zwei Gegner darauf aufmerksam machen, Befreiung der Menschheit, der Aufbau einer Gesellschaft von daß es in sozialdemokratischen Boltsversammlungen Sitte ist, sich Brüdern und Schwestern, von Gleichen und Freien. anständig zu benehmen, und wenn sie dieses nicht könnten, sie die Lebende Bilder Bilder aus dem Leben, wohin wir blicken, Versammlung verlassen müßten. Es half dies wohl für wohin wir gehen. ein paar Minuten, für die Dauer aber nicht. Nachdem Genosse Vorigen Mittwoch sprach ich in einer Versammlung von Metzner 11/2 Stunden gesprochen, hatten die beiden Radau- Arbeitslosen. Jeder der Männer vor mir eine Tragödie. Und macher die Geduld der Bersammlung erschöpft; der Vorsitzende das Gesammtbild welche furchtbare Anklage gegen die heutige Bei den Ausgaben für das Geseßsammlungsamt in ermahnte sie noch einmal, doch als sie nicht aufhörten, ver Gesellschaft, welche die Arbeit, auf der fie ruht, zu unsicherem, langte die Versammlung energisch ihre Entsorgenvollem Leben, zum Elend verurtheilt. Abg. Avenarius( ntl.) darauf hin, daß die Gesezsammlung beiten fernung. Anstatt daß nun der Inspektor die Entfernung der Heute rede ich vor dieser Riefenversammlung von Frauen den staatsrechtlich falschen Titel: Gefeßsammlung für die könig beiden Ruheftörer veranlaßt hätte, löste er die Versamm und Männern, die entschlossen sind, sich und ihrer Klaffe geistige lich preußischen Staaten", der bei Einrichtung des Blattes be- ung wegen Tumults auf. Die Beamten wurden zur Waffen zu schaffen, um jenen schmachvollen Zuständen ein Ende rechtigt war, seit dem Erlaß der Verfassung aber unberechtigt ist. Räumung des Lokales fommandirt, welchem Befehle fie so ge- zu machen, wie sie in der vorigen Mittwochversammlung sich Ein Regierungstommiffar erklärt, daß die Re- wissenhaft nachkamen, daß sie nicht einmal die Küche verschont enthüllten. gierung ein Bedürfniß zur Aenderung nicht anerkannt habe; es ließen, sondern auch hier Tumultuanten witterten. Ein Theil Und morgen habe ich in einer dritten Versammlung zu reden, sei auch wohl niemand im Zweifel über die Bedeutung des der Genossen begab sich nun mit dem Referenten Metzner in die geweiht dem Andenken an die drei Märtyrer des sechsten WahlWohnung des Genossen Regelmann, um Meßner bis zu freises: Lachmann, Hensel und Nauen, die vor jeht sechs Jahren Abg. Avenarius( ntl.): Ich stehe mit meiner Anschauung seiner Abfahrt Gesellschaft zu leisten. Doch wenn die hiesigen Opfer der Pflicht wurden in dem großen Kampfe der Gegenwart, nicht allein; der Staatsrechtslehrer Schulze hat auf dieses Sozialdemokraten geglaubt hatten, daß ihnen erlaubt sei, was der in diesen drei lebenden Bildern sich darstellt. Es ist das zweite Stiftungsfest der Berliner Arbeiter- BildungsKuriofum schon hingewiesen und dadurch, daß die Regierung sich sonst einem jeden Menschen gestattet ist, daß er sich in irgend für die Aufrechterhaltung desselben entschieden, ist das Ruriosum eine Privatwohnung begeben kann, so hatten sie eben nicht schule, das wir heute feiern. Vor zwei Jahren in jener denkwürdigen immer furiofer geworden. an unseren Polizei- Inspektor gedacht, denn kaum waren sie Versammlung am Friedrichshain ward die Gründung beschlossen. Der Etat wird genehmigt, ebenso der Etat des Reichsdort, so erschien derselbe mit mehreren Beamten. Es entspann Welche Begeisterung! Und so dicht drängten sich die Schaaren und Staats- Anzeigers und die Ausgabe für Zwecke der sich folgendes Gespräch: Inspektor: Hier ist die Versammlung?" des wissensdurstigen Proletariats, daß Viele ohnmächtig wurden, Landesvermessung. Regelmann: Nein, nur Freunde zum Besuch!" Inspektor: und ich im Reden oft einhalten mußte. Das Wort und der Wollen Sie die Leute' rausweisen?" Regelmann: Nein!" Wille wurden zur That: Die Arbeiter- Bildungsschule ward er Der Inspektor beauftragte alsdann vier Beamte, die Genossen richtet, vielleicht etwas zu früh. Doch die Begeisterung duldet ' rauszufchmeißen. Genosse Regelmann machte den Inspektor feinen Aufschub. Es waren zwei Lehrjahre, die hinter uns darauf aufmerksam, daß er Herr in seiner Wohnung sei, was liegen. Es fehlte nicht an Rämpfen, nicht an Irrthümern und den Beamten derart aufzuregen schien, daß er den Räumungs- Fehlgriffen, wir hatten Lehrgeld zu zahlen. Vorurtheile und Abg. von Eynatten( 3.) bespricht die Verzögerungen in der befehl energisch wiederholte. Die Räumung wurde dann so Feindschaft jeder Art in unserem Weg; und die Schwierigkeiten Entscheidung über die Berufungen bei der Einkommensteuer, die hastig vorgenommen, daß z. B. Genosse Schaal mit einem be- des Werks selber. Blos die passenden Lehrer finden, heranbilden, durch die große Zahl derselben erklärt werde. Ein Beamter hat helmten Haupt zu Boden fiel, die Frau des Genossen Koch wurde war schon eine Aufgabe, die viel Kopfzerbrechen verursachte. die Leute zur mündlichen Verhandlung vorgeladen und in der überrannt, so daß sie am Fuß verletzt wurde. Gegen das Be Kinder unterrichten, und Arbeiter unterrichten, d. h. Männer die im Kampf des Lebens schon gehärtet, zu Charaktern Einladung geschrieben: Wenn Sie nicht erscheinen, wird angenehmen ist Beschwerde und Anzeige erhoben worden. nommen, daß Sie feine Beweismittel mehr beizubringen haben. Hoffentlich wird den betreffenden Landsberger Beamten von gehämmert sind das ist zweierlei dort weiches Wachs, hier Es sind dadurch manche Berufungen unter den Tisch gefallen, ihrer vorgesetzten Behörde energisch klar gemacht, daß das Sozia- Granit, in den einzugraben ist. weil nicht jeder im stande ist, Dinge mündlich vorzutragen, die listengeses, unter dem uns gegenüber so ziemlich alles erlaubt er mühsam schriftlich ausgearbeitet hat. war, nicht mehr besteht. Der Etat wird bewilligt; ebenso ohne Debatte die Etats der Ober- Rechnungstammer, der Prüfungskommission für höhere Wer waltungsbeamte, des Disziplinarhofes und des Gerichtshofes zur Entscheidung der Kompetenzkonflikte. Berlin weist Titels. Es folgt der Etat des Finanzministerium3. Beim Gehalt des Ministers, 36 000 M." hat die Budgetkommission die Denkschrift über die Regelung der Dienstaltersstufen der mittleren Beamten berathen, worüber der Berichterstatter Abg. Jmwalle berichtet. Minister Miquel: Ich werde alle Wünsche gern erfüllen, Beschwerden sind mir nicht vorgekommen; das Verfahren scheint mir auch nicht ungefeßlich gewesen zu sein. Es sind eine ganze Menge von Berufungen ganz unbegründet gewesen und die Beamten haben vielleicht durch ihre Mahnung den Leuten unnüze Mühe ersparen wollen. " Polizeiliches, Gerichtliches ze. -Am 19. d. M. fand in Ha Iberstadt in der Wohnung des Reichstags- Abgeordneten eine, während derselbe sich im Reichstage befand, eine gerichtliche Haussuchung aus folgender Ursache statt. Der Sohn eines Halberstädter Bürgers hat Abg. Bödiker( 3): Man sagt, daß die Neuregelung der als Soldat freiwillig den Tod gesucht. Von Kameraden des Dienstaltersstufen für die Verwaltung eine Ersparniß berbei- felben gelangte ein Brief an die Eltern, welcher die Ursachen des führen wird. Das kann man jégt nicht kontrolliren. Vielleicht Selbstmordes schildert und der Behandlung des jungen Soldaten ftellt die Regierung nach Ablauf von 5 oder 6 Jahren ein die Schuld daran zuschreibt. Dieser Brief war vom Vater des Tableau über die Wirkung dieser Neuregelung auf. Das Dienst- Soldaten dem Reichstags- Abgeordneten Heine übergeben worden, alter soll berechnet werden von dem Eintritte in die etatsmäßige damit dieser an geeigneter Stelle Gebrauch davon mache. Db Stellung an. Das genügt noch nicht, denn die Diätare müssen oft lange auf Anstellung warten. Jetzt soll ja dahin gewirkt werden, daß sie nach vier Jahren angestellt werden. Wenn das aber nicht geschieht, dann sollte man den über vier Jahre hinaus gehenden Zeitraum auf die Dienstzeit anrechnen. Behörde. " " Redner sprach hierauf des Näheren über den Unterricht in Geschichte, Naturgeschichte, Nationalökonomie und deutscher Sprache, worauf der Hauptnachdruck zu legen fei. Auch aus den eigenen Reihen ertönten gegnerische Stimmen. Der Gine oder Andere fürchtete, die Interessen der kämpfenden Bartei würden geschädigt durch die Arbeiter- Bildungsschule der ideale Zweck werde den realen in den Hintergrund drängen. Man sprach von Bildungsspielerei", und bezog sich dabei sogar auf mein Zeugniß. Nun, die Säße, welche man anführte, finden sich in meinem Wissen ist Macht", d. h. in einer Rede, oie ich seinerzeit bei dem Stiftungsfest des Leipziger Arbeiter Bildungsvereins gehalten das heißt zur Förderung einer An stalt, welche genau dieselben 3wede verfolgt, wie die Berliner Arbeiter- Bildungsschule, und welche mir und anderen den Gedanken zu dieser eingeflößt hat. Ja, gegen die Bildungsspielerei habe ich damals gesprochen, gegen die Mißleitung des wie ich heut noch dagegen spreche gleich die Militärbehörde im Besih einer Abschrift dieses Briefes Bildungstriebs der Arbeiter durch ihre Feinde, gegen die Beist, verlangt sie von Heine die Herausgabe des Orginalbriefes. schäftigung mit Lappalien, um den Geist des Arbeiters von den Heine ließ die Aufforderung unbeantwortet. Deshalb die Haus Lebensfragen abzulenten. Und gerade ihn über die Lebensfragen aufzuklären, ihn erkennen lehren das Warum? Woher? fuchung, welche zwar gründlich aber dennoch ohne Erfolg war. Erfolglos gehaussucht wurde in den Redaktionslokalitäten Wohin? das ist der Zweck dieser Bildungsschule. Sie soll nicht Schreiben, Rechnen, Stenographie, Geh. Oberfinanzrath Lehnert führt aus einer Zusammen. desa mburger Echo 3" nach dem Manuffript eines Ar- in neutralen Fächern stellung an, daß eine Mehrausgabe aus der Neuregelung entstehe. titels über den Bergarbeiter- Ausstand. Die noch vorhandenen Beichnen mit den staatlichen oder Gemeinde- FortbildungsDie schulen tonturriren. Das wäre Thorheit. Sie soll hauptsächlich Abg. Krah( freit.) glaubt, daß die Neuregelung manche Un- Nummern des Blattes verfielen der Beschlagnahme. gleichheiten mit sich bringen wird. Ueber das Verfahren der Haussuchung erfolgte auf Requisition der Gelsenkirchener bas bieten, was die Fortbildungsschule nicht bietet, oder schlimmer als nicht was sie verfälscht bietet. Berufskommissionen find auch in Schleswig- Holstein Klagen laut geworden, namentlich über allzu große vexatorische Nach Genosse Margraf zu 2 Monaten Gefängniß verurtheilt. Die -Wegen Beamtenbeleidigung wurde in Gelsenkirchen forschungen. Die Abgg. Sattler und Friedberg bemängeln ebenfalls Beleidigung soll in einem Artikel enthalten sein, den die ehe Wäre Geschichtstenntniß verbreitet, so sagte er ut. A., fo einige Einzelheiten der neuen Regelung nach Altersstufen, die malige Gelsenkirchener Arbeiter- Zeitung" veröffentlichte. vom Geh. Oberfinanzratz Lehnert richtig gestellt werden. In Offenburg wurde der Redakteur des Bolts würde ein Verbot, wie das, welches soeben Ihr Erstaunen und Abg. von Hydebrand glaubt, daß bei der Neuregelung die freunds", Otto 3ielowsti, wegen wiederholter schwerer Ihre Entrüstung hervorgerufen hat, einfach unmöglich sein. In Kreisfetretäre gegenüber den Regierungssekretären benachtheiligt Beleidigung des verantwortlichen Verlegers der Offenburger der Geschichte vollzieht sich, wie in der Natur und in der Gefind, obgleich man für das erstere Amt nur ältere Personen aus- Zeitung", Josef Huggle, und des Pfarrers 23 ad er zu sellschaft, Alles nach festen, unwandelbaren Gesetzen; und die 340 M. Geldstrafe und 14 Tagen Gefängniß verurtheilt, während Katastrophen der Geschichte, die Revolutions: Epopöen find NothGeheimer Oberfinanzrath Lehnert weist nach, daß die gegen Huggle und Wacker wegen Beleidigung Bielowski's auf wendigkeiten, wie die Stürme und Gewitter- und nothwendig beiden Arten der Beamten vollständig gleichmäßig behandelt 25 bez. 40 M. Geldstrafe erkannt wurde. Bielowski hatte gegen zur Reinigung der Luft. Die französische Revolution war ein find; in 24 Jahren erreichen beide das höchste Gehalt, davon beide Ultramontane Privattlage angeftrengt, worauf diese im Gewitter, das die Miasmen des faulen Feudal- Systems wegentfallen bei den Regierungssekretären 6 auf das Assistentenamt, ganzen 15 Widerklagen erhoben, von denen sie aber während der zufegen hatte sie war ein furchtbares Strafgericht, das die Schuldigen traf; und der König, den heute vor hundert ber Jahren Bliz ber Revolution fällte, er der unschuldige Märtyrer, für den die GeFür die Umwandlung von diätarischen Stellen in batte eine Notis aufgenommen, in welcher der Vermuthung nicht etatsmäßige sind 1700 000 m. mehr erforderlich geworden, Ausdruck gegeben war, daß in Ravensburg in dem als Geschichtsfälschung ihn ausgiebt, er war der Schuldigsten Giner. etatsmäßige find 1700 000 m. mehr erforderlich geworden, fängniß benutten Frauenthorthurm wohl die Prügelstrafe ein- Nur die Unwissenheit kann das leugnen. Freilich, in den öffentdie die Kommission zu genehmigen empfiehlt. Abg. Sattler( ntl.): Es ist fraglich, ob man nicht bei diefer geführt sei. Man habe aus dem Thurm heraus fürchterliches lichen Schulen wird es nicht anders gelernt. Und vor der ver außerordentlichen Maßregel von einer besonderen Bevorzugung Wehflagen und die Bitte gehört, daß mit dem Schlagen auffälschten Geschichte wollen wir den Arbeiter bewahren." der Militäranwärter hätte absehen müssen. Diese gelangen jetzt gehört werden solle. Die Gefängnißverwaltung erklärte in einer Redner verweilte dann noch bei dem Mißbrauch, der mit dem Berichtigung, es sei so etwas in dem Gefängniß überhaupt noch Wort„ Natur" getrieben wird. Man spricht von natürlicher schneller zur Anstellung als die älteren Bivilanwärter. Geh. Oberfinanzrath Lehnert: Die Militärverwaltung be- nicht vorgekommen. Der Einsender der Notiz hielt aber feine Lebensweise", von Natur- Heilkunde"- aber was" ist ,, naturstand auf ihrem Rechte der alternirenden Anstellung von Militär- Angabe aufrecht. Die Gefängnißverwaltung stellte darauf Straf lich"," Natur"? Das ist ja gerade das große Geheimniß, das anwärtern, was auch berechtigt ist, da die letzteren sich meist in antrag gegen den Redakteur, was für diesen die Verurtheilung die Wissenschaft seit Jahrtausenden zu enthüllen strebt. Und höherem Alter befinden. Wenn einmal Militäranwärter sich nicht zu 100 M. Geldstrafe zur Folge hatte, da von den Gefangenen Naturalismus" das heißt Natürlichkeit in der Kunst finden, so treten Zivilanwärter ein, es findet dann nachher ein erklärt wurde, daß keiner von ihnen geschlagen worden sei, verkündet das heute marktschreierisch als neue Entdeckung, als die sondern der betreffende Vorfall darin bestanden habe, daß zwei Lösung des großen Kunsträthsels. Aber so lange sie war, hat Ausgleich statt. die Kunst nach Natur gestrebt, und was da heute von Gefangene sich„ necten". Natürlichkeit" redet, versteht unter Natur nur die niedersten Funktionen, die etelsten Geschwüre und Krankheiten des Menschen und der Gesellschaft die widerlichste Unnatur. Und von diesen Verirrungen, wie von der ganzen Fäulniß der heutigen Gesellschaft, muß die Arbeiterklasse uns befreien. Und das kann fte nur, indem sie die Ursachen kennen lernt, und über das Wesen wählen könne. 18 auf das Sekretariat, während die Kreissekretäre nicht Assistenten Berhandlung 7 wieder zurückzogen. Die Redaktion der Schwäbischen Tagwacht" werden. Abg. Bödiker( 8.) meint, daß dadurch die Zivilanwärter erst recht geschädigt werden. Die Mehrausgaben werden bewilligt, soweit sie im Gtat des Finanzministeriums zur Erscheinung tommen; ebenso der Rest des Etats des Finanzministeriums. Schluß 4 Uhr. Nächste Sihung Mittwoch 11 Uhr: Fortfegung der Etatberathung, namentlich Etat der Justizverwaltung. " war man " dies vor den des Gerichtes in der Gesellschaft und ihre Geseke sich flar wird. Der Emanzi- noch ein schönes Schreiben vom Oberkirchenrath zugegangen, das Fuchtel der Gesindeordnung von anno dazumal stehen, welche pationstampf des Proletariats muß zunächst ein geistiger ich Ihnen vorlesen will. Aber ein Brief von so hoher Stelle Zicht und Schatten so ungleichmäßig wie nur irgend möglich verEmanzipationskampf fein. Ohne Bielbewußtheit blindes Drein- muß auch von hoher Stelle aus vorgelesen werden." Darauf theilt. Die Herrschaft sonnt sich im Licht, auf die Dienstboten schlagen, fein Sieg. Und zur Bielbewußtheit gehört Er- fei der Paftor auf einen Tisch geklettert und habe das Schreiben fällt aller Schatten. Hin und wieder wird der Schleier, der über tenntniß des Zieles und des Weges. Dem Arbeiter vorgelesen und mit Gloſſen versehen. Troß der abgeschmackten bem bekannten„ patriarchalischen" Verhältniß zwischen Dienstdie Leuchte des Wissens zu geben, die geistigen Waffen", Erfindung hat dieses Geschichtchen Glauben gefunden. Ein Mit- herrschaft und Dienstmädchen ruht, etwas gelüftet und zwar die zum Sieg unentbehrlich find das ist die Aufgabe der glied des Oberkirchenraths sprach seine Verwunderung darüber geschieht Schranken Arbeiter- Bildungsschule. Sie hat sich nach bestem Rönnen be- aus, daß der Vorfall- in dem Mittenzweig'schen Gutachten nicht Moabit, in dem Mittenzweig'schen Gutachten nicht Moabit, wenn eins der Dienstmädchen mal die Rourage müht, der Aufgabe gerecht zu werden. Dank der Unterstüßung erwähnt, also für den Beweis der Geisteskrankheit Mitte's ver- hat, fich wicht Alles gefallen zu lassen, was ihr von der Herrder Berliner Arbeiter hat sie dem Sturm getroht, und die ge- werthet worden sei. Dahin hätte die Sache neben mißdeuteter fchaft zugemuthet wurde. Aber sehr oft passirt das nicht, denn waltige Versammlung, die ich hier vor mir und um mich sehe- Altersversicherung und misverstandenem Kuhstallgeflüster allerdings das Mädchen steckt lieber manches Unrecht ein, ehe ſie gegen die die größte Versammlung, die je in diesem mächtigen Saale ab- hübsch gepaßt. Es ergab sich, daß die ganze Erzählung erdichtet Herrschaft klagend vorgeht und sich ihr Recht vor Gericht ſucht. gehalten ward, sie ist uns eine Bürgschaft, daß die Arbeiter- war. Stach Lage der Sache fann der Urheber nur im geistlichen Selbst in den feinsten" Häusern ist der Ton, in welchem die Bildungsschule auf dem Herzen und dem Verstand der Berliner Stande zu suchen sein. Ob derartige Intriguen und Zuträgereien, Herrschaft mit dem Dienstmädchen spricht, ein solcher, daß er auf Arbeiterschaft fest aufgebaut ist, wie auf dem festesten Fels. Ja, die sich bis an die höchsten firchlichen Behörden wenden, wohl Feinheit" wirklich feinen Anspruch machen kann. So wird uns wäre die Arbeiterschule nicht gegründet worden, wir müßten sie auch in der katholischen Kirche möglich wären? Das glauben ein Fall aus Steglit mitgetheilt, wo die gnädige Frau Ma gründen. Und wäre es ihren Gegnern gelungen, sie zu zerstören, wir nicht. jorin a. D. dem Mädchen den strengsten Befehl ertheilte, ja nicht wir müßten sie von neuem gründen.( Brausende Zustimmung!) zu viel Brot zu essen und nicht zuviel Butter darauf zu streichen, Ich wußte, daß Sie so denken und fühlen. Die Arbeiter Die Unfallversicherung der Arbeiter ist derjenige Faftor denn sie könne sich das Geld dazu nicht aus den Rippen schneiden". Bildungsschule ist in guten Händen! Und so schließe ich denn der Sozialreform", welcher den Arbeitern keine diretten Lasten Wenn das Mädchen früh im Zwielicht die Zimmer reinigte und getrost mit den Worten: Möge die Arbeiter- Bildungsschule, die auferlegt. Hier haben die sogenannten Arbeitgeber die Werber gnädige Herr Major tam dazu, so nahm dieser sofort die heute schon zu groß geworden ist für diesen großen Gaal, im ficherungslasten allein zu tragen. Es ist daher begreiflich, daß Küchenlampe fort:" Sie sind wohl verrückt, ich kann mir nächsten Jahre so groß sein, daß sie für ihr Stiftungsfest min- die Arbeitgeber sich nach Möglichkeit von diesen Lasten zu brücken bas Geld für Petroleum doch nicht vom Rücken herunterdestens zwei Säle braucht! Möge fie, getragen und unterstützt oder dieselben nach Möglichkeit zu beschränken suchen. Dieses giebt sich schütteln." Als das Mädchen verzog, erhielt sie am zweiten Tage von den Sympathien der Arbeitermassen Berlins und aller frei nicht allein fund in dem Bestreben der Berufsgenossenschafts- nach wiederholtem Mahnen ihren Lohn. Abgezogen wurden für und edel Denkenden, mit immer wachsendem Erfolg ihre hehre Vorstände, die zu zahlenden Uniallrenten den Arbeitern möglichst eine zerschlagene Bratpfanne( dieselbe war im Ofen geplatzt) 3 M., Aufgabe erfüllen: nicht Halbbildungs- Affen, nicht Gelehrte zu niedrig zu bemessen und die Ansprüche auf Unfallrente vielfach für zwei zerbrochene Schnapsgläser 1 M., und natürlich auch der erziehen, sondern Männer Männer, bie wissen, was sie erst im Klagewege erstreiten zu lassen, sondern auch in dem Be Miethsthaler: es blieb also wirklich nicht mehr so sehr viel übrig. wollen, flaren Geists, stahlhart von Charakter, entschlossen, für streben der einzelnen Arbeitgeber, sich von den Beiträgen zur Und dabei hat sich die gnädige Frau noch außerordentlich ge Die gute Sache Alles branzufezen, kein höheres Gebot kennend, Berufsgenossenschafts- Kaffe zu drücken oder diefelben auf ein mög- wundert, weshalb das Mädchen, die sehr fleißig und ordentlich als die Pflicht, und der Pflicht treu bis zum Tod! lichstes Minimum zu beschränken. Das Lettere nun wird er sei, den Dienst wechselte, denn sie hat es ja so gut bei uns". Stürmischer, anhaltender Beifall folgte den Worten Liebknecht's. möglicht durch zu niedrige Angabe der Arbeiterlöhne, da auf Von diesem gut haben" sind nämlich alle Herrschaften felfenfest Der erste Theil des Festprogramms, welcher noch zwei lebende Grund der nach den Bestimmungen des Gesezes von den Arbeit überzeugt, selbst wenn's mit dem Essen sehr knapp hergeht und Bilder: Der Triumph der Arbeit“ und„ Der Triumph der Freigebern zu führenden und dem Genossenschaftsvorstande einzu- das Mädchen auf einem Hängeboden fampiren muß, in dem zu heit" aufzuweisen hatte, denen ebenfalls sehr großer Beifall ge- reichenden Lohnlisten, sowie auf Grund der Gefahrenklasse, in schlafen dem Hunde des Hauses gar nicht einfallen würde. zollt wurde, war dann bald erledigt. Ein Tanzkränzchen schloß welche jeder Betrieb eingeschätzt ist, die Genossenschaftsausgaben Die zweite Geburtstagsfeier der Hochschule der Berliner Ar- fährlich auf die einzelnen Betriebsunternehmer vertheilt( um- Bezüglich der enormen Kälte, welche um die Mitte beiter ab. gelegt) und von diesen eingehoben werden. Eine besondere Januar in Berlins nächster Umgebung beobachtet worden ist, Neigung zu möglichst niedrigen Lohnangaben besteht hauptsächlich bringen allmälig erstaunliche Nachrichten in die Deffentlichkeit. Die Parteigenoffen des 4. Berliner Neichstags- Wahl in denjenigen Berufen, in denen vielfach kein fefter Lohn gezabli So wird dem Berl. Tagenlatt" vom Tegeler See gemeldet, daß kreises hatten am vergangenen Sonntag wiederum die traurige wird( als Lohn gelten nach dem Unfall- Versicherungsgesetze auch auf der durch das bekannte Arboretum des Herrn Dr. Karl Bolle Pflicht, einem Gesinnungsgenossen das lehte Geleit zu geben. Es Naturalbezüge der Arbeiter und nach den Entscheidungen ausgezeichneten Insel Scharfenberg vom Thermometer bis zu war der Drechsler Max Liebetraut; er starb plötzlich am Blut- des Reichs- Versicherungsamtes auch Trinkgelder), wie z. B. in dem 27 Grad Reaumur abgelesen worden sind. Viele Baumstämme sturz im Alter von 38 Jahren, eine Wittwe mit vier unmündigen Fuhrgewerbe. Der Genossenschaftsvorsitzende, Herr Scharfenberg, find, eine Erscheinung, die man in Sibirien nahe der nördlichsten Kindern hinterlassend. Noth und Elend hatten den Verstorbenen tarirt selbst die solchergestalt hinterzogenen Arbeitslöhne in der Baumgrenze oftmals beobachtet, infolge des außerordentlichen bis zur letzten Stunde stets begleitet; doch stets kämpfte er für Führwerks- Berufsgenossenschaft auf 17 000 000 fage und Frostes von tiefen und klaffenden Nissen durchzogen, die sich die Befreiung des vierten Standes; stets war er bemüht, den schreibe fiebenzehn Millionen Mark! Anscheinend könnte es den niemals wieder vollständig schließen. Dem genannten Herrn Schild der Partei fleckenlos zu erhalten. Sein rechtlicher Sinn, Arbeitern ziemlich gleichgiltig sein, ob und wie die Arbeitgeber, ist in einem während sonstiger ziemlich harter Winter feine Abscheu gegen jede ungerechtigkeit waren weit über den d. h. die Fuhrherren, sich gegenseitig betrügen, da sie an den vollständig zureichenden Stall ein Volt Hühner Hühner mitKreis seiner engeren Genossen bekannt. Er war fein Redner, Lasten nicht beiheiligt sind, und doch ist dem nicht so! Vielmehr sammt dem gebietenden Hahn erfroren. Das Wild desto mehr aber wirkte er im Stillen. Wie ein Lauffeuer ver ist die Sache von großer Wichtigkeit, nämlich für die Renten- hat sich an vielen Stellen bis in die Nähe der breitete sich am Sonnabend die Kunde von dem Ableben unseres festsetzung der Unfallverletzten und der Familien solcher Ver- menschlichen Wohnungen gezogen, um die Rinde der Obstbäume Genossen, und als am Sonntag der„ Vorwärts" die Todesanzeige unglückten, die sich in einem Krankenhause befinden, sowie die abzunagen. Toote oder halbtodte Rehe werden von den Landveröffentlichte, da folgten weit über tausend Genoffinnen und Wittwen und Kinder von durch Betriebsunfall Getödteten. Die leuten nicht selten gefunden, allerdings meist junge Thiere. Dieser Genossen ihrer Pflicht, dem Todten die leyte Ehre zu erweisen. Unfallrenten werden nach dem jährlichen Arbeitsverdienste be- vernichtenden Wirkung des Frostes gegenüber legt ein bei uns Der Leichenzug begab sich Sonntag Nachmittag gegen 3 Uhr rechnet und dieser aus den Lohnnachweisungen der Arbeit nicht einmal heimischer südlicher Bogel, der Pfau, eine wahrhaft vom Trauerhause, Sorauerstraße 14, die Görliger- und geber ermittelt. Wird daher der Arbeitsverdienst zu niedrig souveräne und die höchste Bewunderung erregende Verachtung Staligerstraße entlang, sum zum Emmauskirchhof hinaus.-angegeben, so fällt auch die eventuelle Unfallrente zu auch diesmal wieder an den Tag. Die Pfauhähne und Pfau Wiederholt wurde der Pferdebahnverkehr unterbrochen, um die niedrig aus. Die Droschkentutscher in Berlin beziehen nun in hennen der Insel Scharfenberg sind auch bei dem ärgsten Frost Leidtragenden, deren Bahl sich immer vermehrte, borüberziehen den feltensten Fällen festen Lohn, vielmehr haben dieselben ihrem und Schneegestöber nicht zu bewegen gewesen, die schützende zu lassen. Die Polizei war, wie üblich, zahlreich erschienen, doch Dienstherrn täglich einen bestimmten Betrag abzuliefern. Wie sie Stallung aufzusuchen. Sie ziehen die Ungebundenheit und freie nirgends fand das Auge des Gesetzes" eine Gelegenheit zum zurecht kommen, das kümmert den Arbeitgeber" nicht. Da nun Luft vor, haben auf hohen Bäumen, nicht einmal an einander Einschreiten. Auf dem Friedhofe angekommen, bildete die tausend- kein fester Lohnsatz besteht, so hat ber Berufsgenossenschafts- Vor- gedrückt, vielmehr einzeln übernachtet, ohne daß ihnen die töpfige Menge rechts und links Spalier und von treuen stand willkürlich den Tagesverdienst eines Berliner Droschten- 26-27 Grad Kälte das Geringste geschadet hätten. Diese Leistung Freundeshänden wurde der Sarg zur Gruft getragen. Selbst tutschers auf 3 Mart feitgefegt. Nach diesem Sage bezahlen die wird ihnen keine heimische Kreatur so leicht nachmachen, denn ein Geistlicher, der einer anderen Leiche den„ legten Segen" ge- Arbeitgeber ihre Beiträge und werden die Unfallrenten berechnet. felbst die harten und verschmitten Krähen suchen Verstecke auf, geben hatte, folgte dem Beispiele unserer Genossen und entblößte Daß ein Berliner Droschkenkutscher bei seinen Ausgaben für un- drängen sich zusammen und verlieren trozdem nicht selten Todte beim Begegnen der Leiche sein Hauvt. Der Gesangverein Männer- vermeidliche Bedürfnisse, für Dienstkleidung 2c., sowie für Woh durch Erfrieren. chor Süd- Ost I"( Mitgl. b. Arbeiter- Sängerbundes) hatte es über- nung und Familie mit einem Tagesverdienste von 3 Mark nommen, dem Dahingeschiedenen die Grabgefänge: 3um Reich nicht bestehen kann, daß er also mehr verdienen muß, ist klar. Ein großes Feuer beschäftigte am Montag in später der Gräber," sowie Da unten ist Frieden", und zum Schluß Noch übler steht es um die Arbeits- und Rollfutscher, Abendstunde und auch einen Theil der Nacht viele Löschzüge an Ein Sohn des Volkes" zu widmen. bei denen als Arbeitsverdienst vielfach gar nur der behördlich der Ecke der Elsasser- und Novalisstraße. In dem KonfektionsHerzzerreißend war es mit anzusehen, wie die Gattin des Ber- festgesette ortsübliche Tagelohn eines gewöhnlichen Tagearbeiters geschäft von Jaffe, das nach beiden Straßen hin zusammen sieben storbenen mit ihren Kindern von unserem wackeren Genossen in Höhe von 2,40 m. in die Lohnnachweisung der Arbeitgeber Schaufenster hat, war, man nimmt an durch die elektrische Abschied nahm. Und als man den 18jährigen, den ältesten Sohn aufgenommen wird. Infolge diefer unzutreffenden Lohnannahmen Leitung, ein Brand entstanden, der sich schnell über die leicht ohnmächtig hinwegtragen mußte, da blieb fein Auge der im werden die Arbeiter bei Feffeßung event. Unfallrenten geschädigt. entzündlichen Waaren verbreitete und, als er auch die LadenStampfe mit Noth und Elend abgehärteten Männer trocken. Auch In die Arbeiter- Lohnnachweisung gehört nicht ein willkürlich einrichtung ergriffen hatte, mit großer Heftigkeit um sich griff. die Gattin mußte man vom Grabe hinwegschleppen. 28as hatte abgefchätzter, sondern der gehabte thatsächliche Verdienst des Ar- Als die Feuerwehr eintraf, schlugen die hellen Flammen zu den doch die Familie im letzten Jahre alles erduldet, wie hatten sie beiters. Wo diesen der Arbeitgeber nicht fennt, hat er ihn durch Schaufenstern heraus und im Nu hatte sich eine große Menge Auch das gedarbt und gelitten, davon natürlich haben die Herren am Rückfrage bei seinem Arbeiter gewissenhaft zu ermitteln. Sache Neugieriger in der belebten Gegend angefunden. grünen Tische fein Verständniß! Seit länger als einem halben des letteren ist es, ebenso gewissenhaft Auskunft zu geben. Zu darüberliegende Stockwert wurde bald von den Flammen erJahre hatte der Dahingeschiedene nur halbe Tage ar- diesem Zwecke empfiehlt es sich, daß die Arbeiter über ihre Gin- griffen, Rauch und Qualm erfüllte die Treppenflure, und mur beiten dürfen. Das tapitalistische Produktionssystem hatte nahmen regelmäßig Buch führen, eine kleine Mühe, die sich aber mit Mühe konnten sich die Bewohner der oberen Etagen nach durch sein willkürliches Verfahren ihm diese Arbeitszeit mit für sie im Falle eines Unglücks von wesentlichem Vortheile er- unten retten. Sieben Rohre traten sofort in Thätigkeit, aber der einem Verdienst von 10-12 m. pro Woche aufgezwungen. Und weisen wird. starke Frost hinderte zeitweilig den Wasserzufluß, und so tonnten als unser Genosse nun plöglich am Blutsturz starb, waren nicht die Flammen länger ihre Wirkung ausüben, als es sonst der Fall 5 Pfennige im Hause, wohl aber Pfandscheine. gewesen wäre. Ermüdet kehrten die Mannschaften erst spät in der Nacht zurück. " " Hoch wird dereinst das Banner fliegen, Das Deiner Hand im Tod entfiel, Die Menschheit wird doch einmal fiegen, " Arbeiter Bildungsschule. Am Sonnabend, ben 28. Januar, Abends 81/2 Uhr, beginnt in der Südschule, Hagelsbergerstr. 43, ein neuer Kurfus für Nationalökonomie. Der Unterricht wird zunächst Karl Marr ökonomische Lehren behandeln. Schüler und Schülerinnen werden noch aufgenommen und können sich dieselben vor dem Unterricht in der Schule melden. Zur Irrenfrage. Durch die Zeitungen ging in diesen Die Freunde haben ihr Möglichstes gethan, um die starke Tagen die Nachricht von einer Aufsehen erregenden Spielgeschichte Familie vor dem Verhungerungstode zu schützen. Und doch giebt und von der Flucht eines Geistesfranken. Beide Notizen be es feinen Nothſtand??! Eine große Anzahl Kränze mit rothen treffen den in Baukreisen bekannten reichen Kaufmann Morib Schleifen waren dem Verstorbenen gewidmet. Unter ihnen Pehall. Demselben war es gelungen, aus der Privat- Frrenzeichneten sich besonders aus von den Vertrauenspersonen des anstalt in Charlottenburg zu entspringen und erzählte er über 4. Wahlkreises", vom Klub Süd- Ost", vom 4. Berliner Wahl die Veranlassung seiner Internirung folgendes: verein" und vom„ Männerchor Süd- Ost- I". Ebenso hatten feine Gegen Mitte Dezember v. J. hatte ich im Spiel ca. 100 000 m. Kollegen von Siemens u. Halste einen Kranz gewidmet. Nach verloren. Dieses theilte ich meiner Frau und meinem Sohne mit, mir meinen dem die Deputationen ihre Kränze mit entsprechenden Nachrufen und dieselben riethen Geisteszustand unter- Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Sonntag, am Grabe niedergelegt hatten, verließen die Zeidtragenden in suchen zu Laffen. Zu diesem Zweck follte ich dem den 29. Januar, Vormittags 10 Uhr, Brauerei Friedrichshain musterhafter Ordnung den Friedhof, wohl nur mit jenen Worten Arzt große Nervosität vorschützen und wenn ein ärztliches( Lips), Uebungsstunde sämmtlicher zum Bunde gehörender Vereine. im Herzen: Attest auf Geistestrankheit extrahirt würde, dann könnten Bundesnoten sind mitzubringen. die für die Spielschulden gezahlten Summen zurückgefordert werden. Marktpreise in Berlin am 28. Januar, nach Ermitte Ich ging hierauf nach langem Zureden ein und stellte eine Generalvollmacht auf meinen Sohn aus. Zwei Aerzte attestirten, daß ich lungen des Polizeipräsidiums. Weizen per 100 kg. guter von anscheinend an Gehirnerweichung leide, und dieses Atteft wurde 16,00-15,50 m., mittlerer von 15,40-14,90 M., geringer von dazu benutzt, um mich in die Frrenanstalt zn bringen. Letzteres 14,80-14,30 M. Roggen per 100 kg. guter von 13,70-13,30 M., Der Zwangspensionirung des Pastors Witte wegen geschah in folgender Weise: Meine Frau theilte mir mit, daß mittlerer von 13,20-12,90 M., geringerer von 12,80-12,50 m. beginnenden Querulantenwahns" haben wir zur Zeit dieses Dr. Edel in Charlottenburg, der ein Logenbruder von mir ist, erste per 100 kg. gute von 17,00-16,00 m., mittlere von Vorganges einen Artikel gewidmet wegen des allgemeinen staats- einen Käufer für meine daselbst belegenen Bauterrains habe. 15,90-14,90 m., geringe von 14,90-13,80 m. Safer per 100 kg. bürgerlichen Interesses, welches der Fall als Beitrag zur Be- Am 14. Dezember vorigen Jahres erschien Dr. Edel mit guter von 15,80-15,10 M., mittlerer von 15,00-14,30 M., urtheilung unseres Jrrenrechts in Anspruch nimmt. Unter an- seiner Equipage, um mich nach seiner Wohnung abzu geringer von 14,20-13,50 M., Stroh, Richts per 100 kg. von M. Heu per 100 Kilogr. von M. Erbsen derem war die Alters- und Invaliditätsversicherung zweier holen mit dem Bemerken, daß der Käufer mich dort Kirchendiener von dem in so profanen Dingen wie die Alters- erwarte. Angekommen, eröffnete mir Dr. Edel, daß ich geistes 100 Kg. von 50,00-20,00 m. Zinsen per 100 kg. von 80,00 per 100 Rg. von 40,00-25,00 M. Speisebohnen, weiße per versicherung, nicht bewanderten- Ronfiftorium dahin mißver- Frank sei und in seiner Anstalt verbleiben müsse. Als ich mich flanden worden, daß der Pastor seine Kirchenältesten als alte meiner Abführung widersetzte, wnrde ich gewaltsam in eine Belle bis 30,00 M. Kartoffeln per 100 kg. von 7,00-4,50 M. Rindund invalide Leute habe verhöhnen wollen; und das Wort„ Kuh- geschleppt. Hier versuchte ich mich nach vier Tagen zu erhängen, fleisch von der Keule per 1 Kg. von 1,60-1,10 m. Bauchfleisch stall"-Geflüster, von Witte in einem Briefe gebraucht und auf wurde aber abgeschnitten und ins Leben zurückgerufen. Ich per 1 Kg. von 1,40-0,90 M. Schweinefleisch per 1 Kg. von Besprechungen seiner Gegenpartei im Restaurant Ruhstall" be- wurde von nun an strenger überwacht, es gelang mir aber, das 1,50-1,10 M. Kalbfleisch per 1 Kg. von 1,60-0,90 m. Hammelzüglich, war als lieblos, unverständlich und unästhetisch Vertrauen eines Wärters, der mich für vollständig gesund hielt fleisch per 1 Kg. von 1,50-0,90. Butter per 1 Kg. von 2,80 bis 1,80 m. Eier per 60 Stück von 7,00-3,00 M. Fische per befunden worden. Dem Sanitätsrath Mittenzweig hatten und dem ich meine Leidensgeschichte erzählt hatte, zu gewinnen, 1 Kg.: Karpfen von 2,40-1,20 m. ale von 3,00-1,00 wt. dann diese und einige andere Dinge den Anlaß und dieser verhalf mir zur Flucht. Wir kämpfen weiter für dies hohe Biel." Bander von 2,40-0,80 m. Hechte von 1,80-1,00 M. Barsche gegeben, Bitte's geistige Gesundheit als in gewissem Soweit die Erzählung des Pezzall. Derfelbe ist wieder nach von 1,80-0,70 M. Schleie von 2,40-1,00 M. Bleie von 1,40 Sinne gestört zu bezeichnen. Darauf Sprach das der Frrenanstalt gebracht worden. Er hatte bei einem feiner bis 0,80 M. Krebse per 60 Stück von 9,00-2,00 m. Konfiftorium die Zwangssuspension aus, der Oberkirchenrath Hausverwalter Unterkunft gefunden und sich an einen Verwandten indes, als oberste Instanz, hat diese Maßnahme zunächst nicht gewandt, um sich Kleidung zu verschaffen. Dieser verrieth den Polizeibericht. Am 25. d, Mts. Morgens stürzte sich eine bestätigt, sondern die Einholung eines Gutachtens des Medizinal- ufenthaltsort und mit Hilfe von 5-6 Männern wurde Beball Arbeiterfrau aus einem Fenster ihrer im vierten Stock des Hauses follegiums über den Geisteszustand Witte's angeordnet. Der gewaltsam in die Anstalt zurückgebracht. Viele Personen, die Falckensteinftr. 21 belegenen Wohnung auf den Hof hinab und Oberkirchenrath hat also offenbar das M.'sche Gutachten als nicht mit dem Petall bis zu seiner Internirung verkehrt haben und fand auf der Stelle den Tod. An der Ecke der Biesenthalerbeweisträftig angesehen; aber er scheint trotzdem noch die Mög- auch diejenigen, mit benen er nach seiner Flucht zusammen war, und Wriezenerstraße wurde Nachmittags ein achtjähriger Knabe lichkeit angenommen zu haben, daß Witte wirklich geistesgeftört versichern, daß derfelbe nicht gemeingefährlich und weder aus seinen durch einen Geschäftswagen überfahren und am Unterschenkel be fet. Das ist befremdend. Aber die Entscheidung der Sache steht Reben noch aus seinen Handlungen eine Spur von geistiger Um- deutend verletzt. Abends versuchte ein Arbeiter in seiner Woh jetzt beim Medizinalkollegium und dessen Entscheidung mag ab- nachtung zu ersehen sei. nung, in der Fennstraße, sich mittels eines Teschings zu erschießen, gewartet werden, ehe ein abgeschlossenes Urtheil abgegeben indem er sich einen Schuß in die Brust beibrachte. Er wurde wird. Inzwischen hat dem Oberkirchenrath abermals eine Antlage Die Klagen der Dienstboten über die schlechte Behandlung, nach der Charitee gebracht. In dem Konfektionsgeschäft von gegen Witte vorgelegen, von der wir erzählen wollen, weil sie welche die Herrschaften" ihnen zu Theil werden läßt, stehen nicht Japha, an der Ecke der Novalis- und Elsasserstraße, brach Nachzeigt, was für Dinge in den geistlichen Kreisen vorkommen. Dem zurück hinter den Beschwerden, welche Lehrlinge gegen ihre Lehr- mittags Feuer aus, wodurch der ganze Inhalt des Ladens mit Oberkirchenrath war berichtet worden, daß der Pfarrer Witte, als ihm herren vorzubringen haben. In beiden Fällen entspringt die fieben großen Schaufenstern völlig zerstört und auch die darüber eine unangenehme Mittheilung von ersterem zugegangen set, sofort schlechte Behandlungsweise einem und demselben Motiv: für liegende Wohnung vom Feuer ergriffen und beschädigt wurde. den Gemeindekirchenrath zusammenberufen, demselben znächst einige wenig Geld wird eine hohe Arbeitsleistung verlangt. Die Dienst- Außerdem fanden im Laufe des Tages und in der darauf folge andere Sachen vorgelegt und dann gesagt habe:" Es ist mir nun boten sind noch ganz besonders schlecht daran, weil sie unter der den Nacht fieben Kleine Brände statt. Gerichts- Beifung. Andreasstr. 26, bei Schiamacher. Freya,( Gem. Thor), Alle Schönhauser wurden zertrümmert; das transportirte Vieh getödtet. Der ftraße 22-23, Bögow's Brauerei. Silaritas, Hochstraße 32 a, bet Bremser des Lastzuges blieb todt. Drei Beamte der BugWilte. Deutsche Eich e, Blumenstraße 46, bet Went. Echo 1 Pantow, Schulzefir. 27. Lerche, Bernauerstr. 72, Restaurant zum Beit begleitung des Personenzuges wurden schwer verletzt; die geist". Gesangverein der Steinmegen, Johannisstr. 20, bei Müller. Passagiere kamen mit dem Schrecken davon. ftraße 2. yra 1, Raupachstr. 6, bei Stachel. Euphonia, bei Elhaus, BrückenHand in Hand 1, Reichenbergerstraße 16 bei Bäzoldt. Schneeglöckchen 2, Potsdam, Brandenburger Kommunikation 16, bei Glaser. unverdrossen, Abends 8 Uhr, bei Sachs, Lindowerstr. 26. Friedenau im Kurhaus. Flöter'scher Gesangverein, Koppenstraße 43c, bei Lorenz. Rütli, Vorwärts 5, Friedrichshagen, Rundtheil, bei Freundest reue( Gemischter Chor), Landsbergerstr. 31, bei Geeköpniderstr. 191, Restaurant. haufen. Lorbeertranz, Lichtenbergerstr. 21 bei Heise. Südost, 1. Karlstraße 34, Hoffnung 1, Friedrichsberg, Friedrich bei Schulze. Rothe Nette, Schöneberg, Golzstraße 43, bei Siegeler. Gesangverein der Kupferschmiede, Weinwedding= Kasino. straße 11 bei Feind. solz. Aus dem Reichs- Versicherungsamt. für Genesende" in Nieber- Schönhausen, diese geniale Schöpfung Die Heimstätte der Fuhrwerts- Berufsgenossenschaft, hat letthin vor dem ReichsVersicherungsamte als Refursgericht ihre Rehabilitirung gesucht und auch gefunden. Das Gericht hat, einem gefaßten Beschlusse, die Heimstätte" zu besichtigen, entsprechend, dortfelbst einen Lokaltermin abgehalten und zwar unter Hinzuziehung von sach- erche. verständigen Mitgliedern der königlichen Regierung zu Potsdam u. A. Diese hatten ihr Gutachten dahin abgegeben, daß die " Heimstätte" allerdings noch viele Mängel besize, daß sie sich aber sonst als ein Ktankenhaus im Sinne des Unfall versicherungs- Gesezes,§ 7, darstelle. Daraufhin erkannte das Refursgericht in diesem Sinne. Ebenso bejahte es auch die Frage, ob der Genossenschafts- Vorstand berechtigt sei, auch wenn Das Heilverfahren noch nicht beendet, über die Köpfe der SektionsVorstände hinweg Anordnungen treffen und auch die verheiratheten Verletzten einer mediko- mechanischen Heilanstalt" überweisen tönne. Trotzdem aber verurtheilte das Gericht die FuhrwerksBerufsgenossenschaft zur Zahlung einer Rente an diejenigen Verlehten, welche sich f. 3. geweigert hatten, in die Heimstätte" zu gehen, indem es annahm, daß dieselben wohl der Meinung sein konnten, daß sie dies nicht nöthig hätten, weil die dort vorhandenen mangelhaften Einrichtungen historisch seien. Dieses weitgehende und prinzipielle Urtheil wurde in Sachen HärtnerBerlin und Wobst- Dresden kontra Fuhrwerts- Berufsgenossenschaft gefällt. Versammlungen. Die in der Kürschnerbranche beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen hatten kürzlich eine Versammlung, in welcher der Delegirte Regge einen eingehenden Bericht über seine Thätigkeit in der Streit- Kontrollkommission erstattete. Da die Amtsdauer diefes Kollegen abgelaufen war, mußte eine Neuwahl vorgenommen werden, welche auf den Kollegen Michaelis fiel. Der vom Kollegen Riem erstattete Bericht über die Thätigkeit der Vertrauensleute ergab, daß im verflossenen Jahre elf Versammlungen stattgefunden haben. Die Einnahme betrug 179 M., die Ausgabe 142 M., der Ueberschuß mithin 37 M. Nachdem die Revisoren bestätigt hatten, wurde die Kassirerin entlastet. Zu Vertrauensleuten wurden hierauf gewählt: Regge, Pillert, Schulz, Wiehr, Frau Cleve, Frl. Schehrer und Frau 3ernad. Den streikenden Bergarbeitern überwies die Versammlung die Summe von 15 M. Eine öffentliche Versammlung der Mitglieder der Schuhmacher Ortstrantentasse tagte am 16. d. M. Dr. Za deck hielt in derselben einen Vortrag über die freie Arztwahl. In der Diskussion sprachen sich die Kollegen Lampe, Krause, Büttner, Jaeschke, Valerinus und Blum für diese Forderung aus; die Kollegen Papte, Wieremann, Padeck und Fischer sprachen gegen dieselbe. Nach Schluß der Diskussion fand folgende Resolution Annahme: Die Versammlung beauftragt die Delegirten, mit allen ihnen zu Gebote stehenden Mitteln für die Einführung der freien Arztroahl einzutreten und Sorge dafür zu tragen, daß in größeren Fabriken und Werkstätten den Unternehmern Medizinfcheine eingehändigt werden. " Unter Versch tedenem" wurde sodann bekannt gegeben, daß die Angelegenheit der Schißweg'schen Fabrik geregelt ist, sowie daß die Sperre über die Mauff'sche Fabrit fortbesteht. Sozialdemokratischer 3gitations- Verein für die Kreise Wittenberg. Schweinik, Torgau und Liebenwerda. Heute Mittwoch, Abends 8 Uhr, bei Lehmann, Neue Grünstraße 14, Generalversammlung. Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner zu Berlin. Mittwoch, den 25. Januar, Abends 8% Uhr, Geschäftliche Sigung mit Damen in den Armin- Hallen, Kommandantenjraße 20. Bither- Verein„ Einigkeit". Jeden Mittwoch, Abends 9 Uhr: Uebungsstunde bet Sauermann, Adalbertstr. 8. Arbeiter- Bildungsschule. Mittwoch, Abends 8-10% Uhr: Süd Schule, Hagelsbergerstr. 43: Unterricht in Geschichte( alte); Süd- Ost, fchule, Reichenbergerstr. 133: Unterricht in Deutsch( oberes, Logit), Nechnen ( untercs). Nord: Schule, Müllerstr. 179 a: Unterricht in Deutsch( mittl. und unt.), Mathematit und mathematische Geographie. In allen Unterrichtsfächern, mit Ausnahme Mathematit und Buchführung, tönnen noch Echüler und Schülerinnen, auch fegt im Laufe des Seniejiers, eintreten. Seidler. 1 Eberswalderstraße 5. " . Depeschen. ( Depeschen des Bureau Herold.) Wien, 23. Januar. In den Grenzbezirken Kongreßpolens wüthet der Flecktyphus( Hungertyphus?). ( Wolff's Telegraphen- Bureaun.) Wien, 24. Januar. Nach Meldungen der Abendblätter hat bei Duy in Böhmen eine Explosion schlagender Wetter stattgefunden. Man berichtet von 4 Todten und 30 Verwundeten. Zuverlässige Details fehlen noch. Prag, 24. Januar. Authentischen Meldungen zufolge sind bei der Explosion schlagender Wetter im Schachte Fortschritt" bei Dur bisher zehn Todte und fünfzehn Verwundete festgestellt worden. Angeblich befinden sich noch mehrere Hundert Bergleute im Schachte. Bergißmein nicht, Schulstraße 29, im Hamburg, 24. Januar. In einem Hause in Ottensen sind Concordia" Dieffenbachstraße 53 bei vier Cholerafälle vorgekommen, wovon einer tödtlich verlief. Deutscher Männerfang", Belforterstraße Nr. 15, bei Schneider. Gesangverein 2otosblume, Alte Jakobstr. 96-97, bei Fial- München, 24. Januar. Dem Vernehmen nach kandidirt zur towsty. Gesangverein Freiheitstränge, Alte Fatobstraße 68. Reichstags- Ersatzwahl an Stelle des verstorbenen Abgeordneten Männer- Gefangverein Libertee 1, Cuvrystraße 24, bei Tielsch, Hilpert- Amberg Dr. Sigl. Unverzagt Langestr. 65 bei Tempel.- Gefangverein Lorbeerkranz 2. Oranienstraße 190 bei Katsch. Gesangverein Liebeslust in Fürstenwalde schreiberstraße 29 zum eichenen Stab. bei Haupt, Müncheberger Chaussee. Sängerchor der Maler, StallAllee 46 bei Busse. Freiheits- Gruß, Schönhauser Gesangverein" offnung 3", Brandenburg a. H. bei Weidner. Gesang Verein Titania", Cuvrystraße 48 bei Gefangverein Moabit, Wilhelmshavenerstr. 23 bei Kuba. Gefangverein Sangesblüthen Blumenstr. 38 bei Hente. Gesangverein Liederlust, Fichtestr. 29 bei R. Krösche. MännerGefangverein Gleichheit", Pappel- Allee 3-4 bei A. Meinhardt. Gefangverein " pra 3", Brig, Werderstraße 15.- Gesangverein Freiheitsti änge 2" Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend.( Bu schriften sind zu richten an B. Senter, Bergmannstraße 21, 6of 3 Tr.) Mittwoch: Rauchklub Frisch auf, Fürstenwalderstr. 12 bei Schulz. Pollack Klub Lustige Brüder, Manteuffelstr. 46 bei Liewald. Theaterverein Proletariat, Naunynitr. 83 bei Köhn. Geselliger Verein Fridolin, Brunnenstr. 35 bei Wolff. Privat- Theater- Verein Durch Nacht zum& icht, Dresdenerstr. 116 bei Gründel. Touristen flub Nachtfalter, Frantfurter Allee 56 bei Burmann. Tambourverein Vorwärts( Nixdorf), Hermann- und Wanzlickstraßen- Ecke bei Rober. Rauchflub Eiferne Pfeife, Triftstr. 1 bei Hoffmann. Humoristischer Rauchklub, Görligerstr. 42 bei Picht. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Mittwoch. Gesangverein Knospe, Abends 9 Uhr, im Restaurant Wahlstatt, Belle- Allianceſtraße. bei nebeli n. Musikverein Borwärts, Abends 8 bis 10% Uhr, Langestraße 108 Restaurant Kayfer, Staligerstr. 22. Männer- Gesangverein Waldtapelle 2, Abends 9 Uhr, Turnverein Hoffnung, Abends 9 Uhr, in Restaurani Schröder, Manabend 9-11 Uhr Abends bei Lade, Beughofftr. 8. teuffelstr. 9.- Kraftturnverein Jugendtraft, jeden Mittwoch und SonnTurnverein Gesund brunnen. Die 2. Männer- Abtheilung turnt heute von 8%-10% Uhr abends in der Turnhalle, Freienwalderstraße 39. Kraftturnverein Berolina, Abends 9 Uhr Uebungsstunde bei Faustmann, Reichenbergerstraße 73a. athletenverein Atlas, Abends& Uhr, Uebungsstunde, Universum, Brunnenstr. 119. Theater- und Vergnügungs- Berein Humanitas Abends 9 Uhr bei Bergstr. 12, Restaurant Rehliz.- Bühnenverband Othello, Abends 9 Uhr, Reed, Lothringerstr. 94.- Theaterverein Bultanta 2", Abends 9% Uhr, Restaurant Lothringerstr. 101. Gefelliger Bergnügungsverein Regia, Abends 9 Uhr, im Restaurant Sommer, Grünstraße 21. Humoristischer Verein Arminia, DresdenerGarten, Dresdenerstraße 45. Kreuzfidel, bei Gumlich, Reichenbergerſtraße 149.- Fidele Brüder, bei 5. Mrofe, Zachmannſtr. 5.- Touriſten verein Fret Weg", Abend 9 Uhr bei Giedlutad, Manteuffelstr. 86. Bergnügungsverein Lustig- Froh, Mittwoch 9 Uhr, Märkischer Hof, Admiralstr. 18c. Sigung. Rauchklub Roochloch, Abends 9 Uhr, bei Kierstein, Admiralstr. 33. Rauchflub assalle, Abends, bei Lock, Friedrichsbergerstr. 11. Rauchtlub Rothe Nette, bet Steuer, Weinstr. 22.- Humoristischer auch= fouci, Boechstraße 51. Ilub, Abends 9 Uhr, bei A. Niemann, Görlitzerstr. 42. Rauch flub Sans: Späth, Weinstr. 28. Rauchflub Ohne 3wang, Abends 9 Uhr bei Rauchflub Grüne Quaste, abends 9 Uhr, bei Schlüter, Kleine Markusfir. 10. Rauchtlub Vultan, Abends 9 Uhr bei Gittler, Mariannenfir. 48.- Rauchtlub, GoldeneQuast e", Abends 9 Uhr bei Muß, Jostystr. 8.- Rauchtlub gutgesinnter Freunde, Abends s uhr bei Neumann, Höchſteftr. 28. Rauchklub Sd) motes Werke, Köpenickerstraße 121a bei Schöbel. Rauchklub Vorwärts GD.", Waldemarstraße 74 bei George. Humoristische Pfeifenbrüder Rauchklub 1 Loudon, 24. Januar. Das„ Reuter'sche Bureau" veröffentlicht eine Depesche aus Kairo von heute, wonach die Vermehrung der egyptischen Oftupationstruppe sich auf zwei Bataillone beschränken werde. Das eine derselben gehöre dem schottischen Regiment an, welches in Gibraltar steht. Die beiden nach Egypten entsandten Bataillone würden in Alexandria verbleiben und zunächst nicht nach Kairo gehen, wofern dies nicht durch die Umstände nothwendig gemacht werden würde. Nach einer weiteren Meldung wird auch die Besazung von Malta Infanterie zur Verstärkung des Dffupationskorps abgeben. Briefkaffen der Redaktion. der Bestätigung durch eine Arbeiterkorporation. Warum Budapest. Die Mittheilung über die L.'sche Fabrik bedarf wenden Sie sich nicht an das Budapester sozialdemokratische Organ? Sie haben nicht einmal Ihre Adresse angegeben. deutschen Parteiblatt entnommen, welchem aber ist uns nicht A. Beius, Segeberg. Die Nachricht wurde einem nordmehr erinnerlich. Vielleicht lag seitens des betreffenden Blattes ein Druckfehler bezüglich der Angabe des Kreises vor. M. Der Betreffende war aus Berlin nicht ausgewiesen. Lehmann. Gerichtskosten verjähren in vier Jahren nach dem 31. Dezember des Jahres, in dem die letzte Pfändung vorgenommen ist. Rosenthal. Polizei ist zu diesem Zwecke nicht erforderlich. Briefkaffen der Expedition. Für die Bergarbeiter gingen ferner ein: Tischlerwerkstatt Grasselt, Friedrichsbergerstraße 11, 5,05. abends 9 Uhr, Klosterstraße 83, beim Genoffen W. Salzwedel. Deutsche Gich e, Abends 9 Uhr bei John, Waldemarstr. 52. Stattlub Treff, Abends 8% Uhr, bei Otto Babel, Frankfurter Allee 90. Bühnenverband Othello Abends 9 Uhr, Nest auvant Lothringer Rauchklub„ Kopf oben" 3,-. Holzhaspelgeld und eine unterstraße 101. Vermischtes. begriffen. Es liegen darüber folgende Nachrichten vor: Die Cholera in Halle ist immer noch nicht im Abnehmen Halle a. S., 24. Januar. Am 23. d. tamen in der Jrrenanstalt zu Nietleben 8 Erkrankungen und 2 Todesfälle vor. Halle a. S., 24. Januar. Wie die Halle'sche Zeitung" meldet, sind in Trotha bei Halle in einer Arbeiterfaserne mehrere Personen unter choleraverdächtigen Erscheinungen erkrankt. Es sei deshalb bakteriologische Untersuchung eingeleitet. 1 bliebene Geburtstagsfeier, Pianofortearbeiter von Nieber u. Ro. 12,05. Gesangverein Jugendfreuden, amerikanische Auktion 6,70. Amerit. Auktion eines Großen bei Rief 3,10. Von der FrauenAgitationskommission von der Fortsetzung der Tellersammlung in der Volksversammlung vom 19. Januar im Eisfeller 6,55. Verein der Einsetzer( Tischler) 50,-. Bom elektrischen Droschtentutscher 2,- Pianofabrit Küstrinerplatz 9 6,-. Geselliger Verein Hoffnung 5,- Kummer'scher Gesangverein 5,-. Freibeuter bei Kursten, Koppenstraße 34, 8,70. Gesammelt in einer Versammlung der Formistecher Harburgs durch C. Schubert 10,25. Gesangverein Maiglöckchen 30,-. Von den Tabatarbeitern Potsdams durch St. Klebig 30,-. V. D., B. P. 3,30. Korbmacher der Werkstatt Kempfes 6,15. Fachverein der StellDarmstadt, 23. Januar. Der zum Tode verurtheilte macher Berlins 10,-. Gesammelt unter Arbeitern von Schreck, welcher mit Kramm gemeinsam den Bauer Schulmaier Siemens und Halste, Berlin, zweite Rate 28,40. Ver auf der Mörsfelder Landstraße mordete, erhängte sich im hiesigen band aller in der Textilindustrie beschäftigten Arbeiter Provinzial- Arresthaus. und Arbeiterinnen Deutschlands 100,-. Gesammelt bei Budapest, 24. Januar. In vergangener Nacht stieß der der Geburtstagsfeier von Winkler 4,50. Von einigen Arbeitern Wiener Personenzug bei Koeboelfut mit einem Laftzug zusammen. bei Bechstein, Johannisstraße 9, Otto Bon Arbeitern der Fabrik Das Unglück erfolgte, weil von dem vorausgegangenen Lastzug von Groschkus 33,70. Von den Arbeitern der Fabrik von Hirschacht Waggons abkoppelten, welche der Personenzug infolge des horn, Köpnickerstr. 149, 14,50. Buchdruckerei der„ Gazeta Robotdichten Nebels nicht wahrnahm. Der Anprall war sehr heftig; nicza"( Sillier, Janiszewski u. Ko.) 2,95. Summa 395,90. die Waggons des Lastzuges, welche mit Ochsen beladen waren, Bereits quittirt 5384,40, in Summa 5780,30. Lese- und Diskutirkinbe. Mittwoch. Vereinte Kraft, Abend 8% Uhr, bei Klein, Schönleinstraße 6. Johann Jacoby, bei Friz giette, Echwedterjir. 33. Seine, jeden Mittwoch vor dem 1. und 15 jed. Monats, Ab. 8% Uhr, im Restaur. Grube, Mariendorferstr. 10.- Gefund brunnen, Abends 8% Uhr, bei Haferland, Bellermanustr. 87.- Gleich heit, Abends 8% Ubr bei Stramm, Ritterstraße 123.- Heine, Rirdorf Abends 8% Uhr, bei Schmidt, früher Albrecht, Senesebeckstr. 82. Reimer jeden Mittwoch bei A. Brosch, Wilhelmshavnerstraße 23. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umggegend. Alle Aenderungen tm Bereinstalender sind zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelstr. 70. Arbeiter- Sänger- Bund Berlins und Umgegend. Mittwoch. Nebungsflunde Abends 9 Uhr, Aufnahine von Mitgliedern. ziedesfreiheit 1, Verlag des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuthstraße 2. Eoeben erschien: Heft 3535 der Reden und Schriften Ferd. Lassalle's ( Vollständig in ca. 50 Heften à 20 Pf.) Bestellungen nehmen alle Buchhandlungen, Zeitungsspediteure und Kolporteure entgegen. Dr. Thompson's Seifenpulver ist das beste und im Gebrauch billigste und bequemste Waschmittel der Welt. 3510 L Etablissement 10396 Todesanzeige. 50 M. Belohnung! Moritz Morit Hiermit die traurige Mittheilung, Am 11. d. M. ist v. d. Andreasstr. 64 b. Platz. Platz. daß unser lieber Sohn, der Schriftsezer Ostbahnhof e. gold. Remontoir- Uhr m. Rette u. Med. verl. Geg. ob. Belohn. Täglich: Intrumental- Konzert. schwerem Krantenlager am 19. b. M. bei Scharlock, Am Ostbahnhof 3. Großer Frühkidis- u. Mittags- in Freiburg i. Br. sanft entschlafen ist. tisch. Spezial- Ausschant von Paten- Die trauernden Hinterbliebenen: Th. hofer Lagerbier, hell und dunkel. 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