Nr. 23. Erscheint täglich außer Montage. Breis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Bfg frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illustr. Sonntags- Beilage ,, Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Preuzband: Deutschland u. DefterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post Zeitungs- Preisliste für 1898 unter Nr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg. = Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Naum 40 Pfg., für Vereins- und Beriammlungs Anzeigen 20 Pfg Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Grpedition abgegeben werden. Die Grvedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Feittagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprech- Anschlu Amt I, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. der Die nothleidenden Groß- Grundbehher. V Freitag, den 27. Januar 1893. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Politische Uebersicht. Lage Arbeiter der In dem Wahlkreise des Herrn v. Schalscha, des der Klassenstaat die jemals Aber gegen ein Attentat, tapferen Sancho Pansa der Agrarier, sowie in dem Wahl- wesentlich bessern werde. Arbeiter noch tiefer hinabdrücken will, kreise des zünstlerischen Zentrums- Abgeordneten, Schornstein- das die fegermeisters Mehner, erhebt sich mit Ausnahme einzelner werden wir mit allen Kräften aufämpfen. Eine Grenze Die Großgrundbesitzer lieben es, sich als die Vertreter Städte der ortsübliche Tagelohn gleichfalls nicht über muß der Druck haben; der Arbeiter soll wenigstens die nothleidenden Landwirthschaft", des kleinen Bauern 90 Pfennig. Im Wahlkreise des Fürsten von Hazfeldt- Freiheit behalten, den Staub der Scholle von sich zu und Grundbesitzers hinzustellen, und, angeblich um diesem Trachenberg und speziell in dem herrschaftlichen Besitz des schütteln, wo er den Druck für unerträglich hält. Wollte zu helfen, aus der Gesetzgebung Vortheile herauszuschlagen, Fürsten sinkt der ortsübliche Tagelohn sogar auf 85 Pfennig man den Versuch machen, dem Wunsche der Agrarier nachvon denen sie selbst, deren Vermögen nach Millionen zählt, für den erwachsenen männlichen und 50 Pfennig für den zukommen und den Arbeiter an die Scholle zu binden", den Löwenantheil wegschnappen. Aber nicht zufrieden damit, erwachsenen weiblichen Arbeiter herab. was gleichbedeutend mit der Einführung der Leibeigenschaft daß in ihrem Interesse dem Volt die nothwendigsten Lebens- Das sind die herrlichen Löhne, welche die Arbeiter der wäre, dann würden die Herren Agrarier selbst es mittel vertheuert werden, verlangen sie eine weitere Herab- fürstlichen Brunk entfaltenden Herrschaftsbesitzer erhalten, bald zu bereuen haben. Dann würden wir sehr bald drückung des Volks, dem sie den spärlichen Antheil, welchen die sich als Vertreter der nothleidenden Landwirthschaft auf Verzweiflungs- und Racheakte von seiten der Arbeiter erder Arbeiter von der Frucht seiner Arbeit genießt, noch spielen und dann noch klagen, daß sich die Arbeiter ihnen leben, denen man die Möglichkeit entzogen hat, sich wenigstens mißgönnen. Der ländliche Arbeiter steht heute noch unter entziehen und andere Stätten aufsuchen, wo sie ein menschen- durch die Flucht ihrem Joche zu entziehen. Freilich die der Gesinde Ordnung vom Jahre 1810; er entbehrt das würdigeres Loos zu erreichen hoffen. Selbstsucht macht blind, und der Uebermuth einer herrschenKoalitionsrecht und damit die Möglichkeit, mit seinen Ge- Nach diesen Löhnen kann man auch berechnen, welches den Klasse ist noch nie durch rechtzeitige Erkenntniß der nossen auf die Besserung ihrer Lage hinzuwirken; nur die die Opfer" sind, die durch die sozialpolitische Gesetzgebung Folgen gezügelt worden. Die argrarischen Junker sind heute Freizügigkeit ist es, die ihn vor der völligen Leibeigenschaft den agrarischen Junkern auferlegt sind. Sie haben durch wie der Militarismus oben auf. Aber Beide beschleunigen unter der Herrschaft des Gutsherrn schützt. Aber gerade dieselbe nicht nur fein Opfer auferlegt erhalten, sondern selbst ihren Sturz, indem sie ihre Anforderungen bis zur diese Freizügigkeit ist den Agrariern ein Dorn im Auge, und sind noch obenein beschenkt worden. Die Arbeiter unerträglichkeit steigern. fie ihm zu entreißen, darauf zielt ihr fortgesettes Streben. Der auf den Herrschaften des Fürsten v. Trachenberg erhalten Arbeiter soll an die Scholle gebunden werden, natürlich wieder im Krankheitsfalle 63 resp. 37 Pf. Billiger wäre auch der im Jnteresse der nothleidenden Landwirthschaft. Bei dieser Armenverwaltung die Erhaltung eines Kranken nicht zu Gelegenheit verfehlen die Agrarier nicht, das Loos der stehen gekommen. Was er jetzt von der Krankenversicherung ländlichen Arbeiter in den glänzendsten Farben zu schildern erhält, ist keine höhere Leistung als die, zu welcher die und die Ursache, weshalb sie dennoch sich derselben durch Armenverwaltung verpflichtet war. Aber zu dem, was er ihren Fortzug nach den Städten und dem Westen entziehen, jetzt erhält, hat er selbst zwei Drittel beigetragen und um nur dem Uebermuth, der Frivolität, der Genußsucht und eben so viel ist die gutsherrliche oder herrschaftliche ArmenZügellosigkeit der Arbeiter zuzuschreiben. Im Gegensatz zu verwaltung erleichtert worden. Der Gewinn liegt auf der Aus dem Reichstag. Die zweite Lesung des Etats dem glänzenden Loose der Arbeiter können sie nicht genug Hand. begann heute damit, daß bei der Position Reichstag" von alle die Opfer" aufbauschen, welche ihnen, den armen Und wie steht es mit den Opfern, die den Agrariern den Abgeordneten Bebel und Heine der Umstand zur Sprache Agrariern, die sozialpolitischen Gesetze zu Gunsten der durch die Alters- und Invalidenversicherung aufgelegt sind? gebracht wurde, daß infolge nun schon bald zwei Jahre Arbeiter auferlegen. In den genannten Gegenden schafft diese Versicherung nur andauernder Beurlaubung des zweiten Bibliothekars die Betrachten wir nun einmal die glänzende Lage der die vielberufene 30 Pfennig Rente. So viel hätte der Geschäfte der Bibliothek und speziell die Fertigstellung des Arbeiter und die den Gutsbesigern auferlegten Opfer hinfällige Greis und Invalide aber auch der Armenver Kataloges leide. Herr Präsident von Levezow gab die Ver der Gesetzgebung an der Hand amtlicher Thatsachen. waltung gekostet. Die Besitzenden sind durch die Versiche- zögerung zu und entschuldigte dieselbe mit der über ErDer Kern der Agrarier hat seinen Siz in den rung von den Kosten der Armenverwaltung befreit; zu der warten sich lange hinziehenden Erkrankung des in Frage preußischen Ostprovinzen und zwar gerade dort, wo der Rente des Arbeiters aber haben sie nur einen kleinen Theil kommenden Beamten. Damit wurde dieser Gegenstand verGroßgrundbesitz vorherrscht. Der auf grund des Kranken- beizutragen, da die Rente sich zusammensetzt aus dem lassen, nachdem die Etatsposition genehmigt war. Den Posten Versicherungsgesetzes festgesetzte ortsübliche Tagelohn gewöhn Reichszuschuß von 50 Mark und den Beiträgen, welche Gehalt des Reichskanzlers" benügte dann der Abgeordnete licher Tage- Arbeiter steht daselbst auf der niedrigsten Stufe, Arbeiter und Arbeitgeber zu gleichen Theilen aufzubringen Dr. Barth, um an die Anfrage, ob die Reichsregierung etwa gesonnen sei, von der Bahn der Handelsverträge während das Einkommen der Grundbesitzer ein wahrhaft haben. fürstliches ist. Diese Gegenden sind im Reichstag durch die Unter dem Gewicht dieser Thatsachen erscheinen die wieder abzuweichen, eine weit ausholende handels- und eingefleischtesten Agrarier vertreten. Klagen und Ansprüche der Agrarier als ein Zeichen des rücksichts- 30llpolitische Debatte einzuleiten. Freihändler und SchutzObenan unter ihnen steht Herr v. Kardorff als Ver- losesten Egoismus und der unverschämtesten Anmaßung. zöllner schickten nun, nachdem einmal der Fehdehandschuh treter des Wahlkreises Wartenberg- Dels. Im Kreise Sie bestreiten dem Arbeiter das Recht, ein leidlich erträg- hingeworfen war, ihre Kämpen ins Treffen, und so wurde Wartenberg beträgt der ortsübliche Tagelohn für erwachsene liches Dasein vom Staate zu verlangen und halten es dabei die ganze Sigung ausgefüllt mit Reden der Herren männliche Arbeiter eine Mart, für erwachsene weibliche für Pflicht des Staates, ihnen selbst ein Herrendasein zu Dr. Frege, Graf Ranih und Schalscha, denen außer 60 Pf. im Kreise Dels beträgt er gar nur 90 resp. 60 Pf. fichern. Ein Recht des Arbeiters auf Brot erkennen sie Dr. Barth, Rickert und Wilbrandt entgegentraten. Heraus In diesem Wahlkreise liegt das Herzogthum Dels, dessen nicht an, aber ein Recht auf Champagner soll ihnen der kam bei der ganzen langen Rederei nichts. Erwähnenswerth ungeheure Einfünfte der Regent von Braunschweig ge- Staat verbürgen. nießt. Derselbe ortsübliche Tagelohn gilt in den ausgedehnten Besitzungen des Herzogs v. Üjest, des Fürsten v. Pleß und einer Anzahl anderer Magnaten. Feuilleton. Nachdrud verboten.) Haus Nuzingen. Soziale Studie von H. de Balzac. Deutsch von Curt Baate. [ 15 13 Aber Aiglemont, Aiglemont, der eben noch mit uns frühstückte, hat bei Nuzingen eine Million stehen! höre: ich weiß nicht, ob es noch genug solcher Attien giebt, um ihn zu decken; und dann bin ich auch sein Freund nicht. Ich faun ihm Nuzingens Geheimniß nicht verrathen, und Du darfst ihm nichts sagen. Sprichst Du ein Wort, so stehst Du mir für die Folgen. Behn Minuten lang vermochte Godefroid die Lähmung, die ihm in allen Gliedern lag, nicht abzuschütteln. Willigst Du ein oder nicht? fragte Rastignac un barmherzig. Godefroid nahm Feder und Dinte und schrieb nach Naftignacs Dittat den Brief. Armer Vetter! seufzte er. Jeder ist sich selbst der Nächste, erwiderte Rastignac und nahm von Beaudenord Abschied. -VO Während Rastignac in Paris manövrirte, sah es auf der Börse folgendermaßen aus. Es zeigt sich hier, daß wir in einem Klassenstaate leben, und thöricht wäre es, von diesem zu erwarten, daß er nicht die Interessen der herrschenden Klassen zu seinen eigenen mache. Wir hegen auch keine Hoffnungen, daß anern zusammenständen, zu denen bald dieser, bald jener trete, wovon sie wohl sprächen und warum sie nach der unwiderruflichen amtlichen Feststellung der Tageskurse nicht nach Hause gingen. " Berlin, den 26. Januar. sind nur die Erklärungen des Staatssekretärs v. Marschall, aus denen rund und nett hervorging, daß die Reichsregierung entschlossen ist, auf dem Boden, welcher mit den im vorvorigen Jahre abgeschlossenen Handelsverträgen betreten wurde, weiter fortzuschreiten. Diese Erklärung hat " Ihr begreift", fuhr Biriou fort, weshalb Nuzingen gerade um vier Uhr seine Bombe mit geschickter Hand unter den Säulengang der Börse warf und platen ließ. -Wissen Sie schon das Neueste? wandte sich Du Tillet Lieber Freund, erwiderte ich, die Leute haben ge- an Werbrust und zog ihn in einen Winkel.- Nuzingen ist gessen und verdauen nun. Während der Verdauung in Brüssel und seine Frau hat beim Gericht bereits Antrag schwagen sie über den Nachbar; ohne dies gäbe es teine auf Gütertrennung eingereicht! Sicherheit im Pariser Geschäftsleben. Hier tauchen zuerst " Sie stecken wohl bei der Liquidation mit ihm unter neue Unternehmungen auf, und es giebt manchen Mann einer Decke? erwiderte Werbrust und lächelte. in diesen Gruppen, Palma zum Beispiel, der da genau fo " Reden Sie keinen Unsinn, Werbrust! Sie wissen ja, viel Autorität genießt, wie Arago), Mitglied der Königlichen in wessen Händen seine Wechsel sind. Ich wollte Ihnen Akademie der Wissenschaften, in seinem Fache. Sagt er von aber ein gemeinschaftliches Geschäft vorschlagen. Die Aktien unserer neuen Gesellschaft find um zwanzig Prozent geeinem Geschäft, es macht sich, so ist es schon gemacht." Ein hervorragender Mann dieser Jude!" rief Blondet. stiegen; nach Schluß des ersten Vierteljahrs werden sie um Er besitzt zwar keine Universitäts, wohl aber Universal- weitere fünf Prozent steigen, weil, Sie können es sich ja Bildung. Seine Universalität schließt aber Tiefe bei ihm denken, eine großartige Dividende zur Vertheilung gelangen nicht aus. Was er weiß, weiß er gründlich. Für wird. Geschäfte hat er den intuitiven Blick des Genies. Er ist der Reichskanzler der Börsenwölfe, die den hiesigen Platz beherrschen. Sie machen kein Geschäft, das Balina nicht vorher geprüft hat. Er hört mit größtem Ernste zu, prüft, denkt nach und sagt dann zu dem, der mit ihm spricht und ihn seiner Aufmerksamkeit wegen schon für gewonnen hält: Für mich ist das nichts! Am auffälligsten finde ich, daß er zehn Jahre lang Werbrust's Kompagnon gewesen ist und sich nie ein Zwie spalt zwischen ihnen eingestellt hat." So etwas ist nur bei sehr starken, oder bei sehr Ein Freund ans der Provinz, ein Tropf natürlich, schwachen Menschen möglich", sagte Couture. Alle Anderen fragte mich einmal, als vir zwischen vier und fünf streiten und trennen sich bald in Feindschaft von einander." an der Börse vorbeigingen, weshalb denn eigentlich um von Börsi diese Beit plaudernde Gruppen *) Berühmter Astronomt, 1853. D. Uebers. Sie sind ja gut im Zuge, alter Schwede! meinte Werbrust. Der Teufel könnte seine langen, spitzen Klauen nicht besser ins Butterfaß stecken! - Lassen Sie mich nur ausreden, sonst wird es für unser Geschäft zu spät. Die Jdee dazu kam mir, als ich die Neuigkeit erfuhr. Ich sah nämlich mit diesen meinen Augen Frau von Nuzingen in Thränen schwimmen; sie fürchtet, ihr Vermögen zu verlieren. " Armes Mäuschen! sagte Werbrust ironisch.- Und was weiter? setzte er hinzu, als Du Tillet schwieg. Wohlan! Bei mir liegen tausend Aktien zu tausend Franks, die ich für Nuzingen unterbringen soll. Verstehen Sie? Vollkommen. " Kaufen wir also für diese Million Nuzingen'sche auf unsere Agrarier und Nichts- als- Schutzöllner ersichtlich. Abg. D. Bennigsen ist in Hannover an Lingen- sozialismus der Antisemiten vermag nur die echte Sozialsehr abfühlend gewirkt. Daß dieselbe von Herrn v. Warschall entzündung erkrankt und hat, da sein Befinden sich ver- demokratie zu überwinden, die ihrerseits den Antisemitismus abgegeben wurde, der 1879 und später als Abgeordneter schlimmert, die ursprünglich auf Montag, dann auf zwingt, ihr wider Willen den Weg zu ebuen. selbst unter den Führern der Schutzollkoalition war, das Dienstag in Aussicht genommene Reise nach Berlin ver ift der Humor von der Geschichte. Die Beschlußunfähigkeit des Reichstags, die vorgeftern wieder bei der Abstimmung über die Ungiltigkeit der Wahl des Abg. v. Reden konstatirt wurde, giebt der Kölnijchen Volkszeitung" zu einer längeren Betrachtung Anlaß. Sie schreibt: In diesem Jahre war der Reichstag überhaupt noch nicht befchlußfähig; vor Weihnachten war er es nur einige Male bei den Militärdebatten. Vergleichsweise hatte er heute, wo ihm das Unglück zustieß, noch ein gutes Aussehen: 179 Mann; das ist man gar nicht gewöhnt, meist ist etwa nur ein Drittel 50 bis 60 Mann anwesend. Daß der Reichstag bei solcher Besetzung als Vertretung des deutschen Volkes angesehen werden könne, ist beim größten Wohlwollen zu behaupten kaum möglich. Wir glauben nicht, daß die Wähler zufrieden sein würden, wenn sie Gelegenheit hätten, einer Sigung des Reichstages beizuwohnen. Da unten der geräumige Saal mit den 400 einladenden gelbledernen Sigen, auf denen der Senat des deutschen Volkes in Würde und Majestät thronen und angestrengt für das Wohl des Vaterlandes denken, reden und abstimmen sollte. Aber nur mit einiger Uebung vermag das Auge hier und da einen besetzten Stuhl zu entdecken. Daß zwei Sige nebeneinander besetzt sind, ist schon ein kleines Weltwunder. Gähnende Leere ist der Brauch. Wir würden es begreiflich finden, wenn der Fremde, der mitten in der Sitzung auf die Tribüne kommt, der Meinung wäre, es fei noch nicht angefangen oder schon zu Ende; tümmern sich doch auch die paar Anwesenden oft gar nicht darum, wer da redet. Selbst der Geübte muß manchmal, wenn er das Gemurmel da unten hört, suchen, wer denn eigentlich das Wort hat. Am besten besetzt sind regelmäßig die Bänke der Sozialdemokraten und der Freisinnigen, und diese Parteien schenten auch noch ihren Rednern sowie überhaupt den Verhandlungen im Allgemeinen die meiste Aufmerksamkeit. Je weiter man von da nach rechts geht, um so öder wird der Saal, um so geringer ist die Zahl der zuhörenden Abgeordneten." Daß der Mangel an Diäten allein die Schuld an dem schwachen Besuch trage, bestreitet das Blatt, denn„ es würden dann nicht gerade die Bänke am leerften sein, wo die reichsten Mitglieder säßen". Die Kölnische VoltsZeitung" sucht nach den Ursachen des Mangels an parlamentarischem Interesse, freilich ohne den eigentlichen Grund derselben zu berühren. Woher soll das Interesse an den Ber: handlungen des Reichstags fommen, wenn man weiß, daß alle Reden bloßes Blendwerk sind, welches den Schacher hinter den Koulissen verbergen soll? Vor zwei Monaten ist bereits die Militärvorlage im Reichstage eingereicht; Sie Berhandlungen im Reichstage und in der Kommission haben nicht das allermindeste zur besseren Aufklärung beigebracht. Die Berathungen ziehen sich nur deshalb in die Länge, um das Schachergeschäft, zu dem einzelne Parteien schon jetzt Willens sind, vor der Deffentlichkeit zu verbergen und Verwirrung in die öffentliche Meinung zu bringen. Je näher die Parteien der Regierung stehen oder je mehr sie nach dem Beweise ihrer Regierungsfähigkeit" streben, je mehr bieten sie selbst alles auf, um den Reichstag herabzuwürdigen. 11 schieben müssen. Fortschrittliche Judenfängerei. Nachstehendes als Vertraulich" bezeichnete Zirkular ist den in Berlin wohnenden Juden zugesandt worden: Berlin SW., Datum des Poststempels. Gehr geehrter Herr! Der vor einer Reihe von Jahren begründete Fortschrittliche Verein vor dem Halleschen Thor" hat unermüdlich und nicht nur in dem engen Kreise, den seine Bezeichnung ihin an zuweisen scheint, politisch gewirkt und ist mit anerkannter Energie stets für die großen Gesammt- Interessen der Deutschfreisinnigen Partei erfolgreich eingetreten, Daß die sozialdemokratische Fraktion nicht unbedingt für den Hintelen'schen Antrag betreffs der Immunität der Abgeordneten eintrat und denselben einer Kommission überwiesen wissen wollte, erklärt der offiziöse Pindter mit der unverschämten Bemerkung: Daß nur diejenigen ein Interesse daran haben, daß es beim alten bleibe, welche in legtgedachter Hinsicht Parteigeschäfte zu betreiben nicht unter ihrer Würde halten, bewies die Opposition der sozialdemokratischen Redner gegen den Rintelen'schen Antrag." Für würdevoll hält der Pindter wohl nur das Venehmen jener Abgeordneten, welche ein durch schamloseste Wahlfälschungen ergattertes Mandat Jahre lang ausüben in dem vollen Bewußtsein, daß es für ungiltig erklärt werden wird. Heut ist unsere Aufgabe verdoppelt. Nicht nur auf die Erzielung freisinniger Wahlen, freisinniger Gesetzgebung, Abhaltung neuer, das Volk bedrückender Lasten, Bekämpfung der Sozialdemokratie 2c. haben wir einzutreten, sondern es gilt leber politische Entartungen schreibt Professor jetzt eine drohende große Gefahr für unser gesammtes Staats- v. Gneist einen längeren Artikel in der Deutschen Revue", leben, die durch die brutalen Mittel des Antisemitismus um in welchem er sagt: sich greifende Verrohung weiter Voltstreife, abzuwehren. Die schmähliche Rolle, welche der Angeklagte in einem jüngst hier geführten Beleidigungsprozesse spielte und die trokdem nicht hinderte, daß derselbe mit großer Majorität in den Reichstag gewählt wurde, beweist klar und deutlich, daß das Treiben der Antisemiten das Gefühl für Recht und Sittlich feit in unserem Volfe untergräbt. Der Sieg des Antisemitismus bedeutet den Sieg der Korruption. Den Antisemitismus als den Vater der allgemeinen Korruption in Wort und Schrift zu bekämpfen, betrachten wir als eine vornehme nationale und soziale Pflicht, deren Erfüllung wir mit allen uns zu Gebote stehenden Kräften anftreben wollen. Zu diesem Zwecke ist erforderlich, daß alle Gleichgesinnten sich uns anschließen und durch Beitritt zu unserem rüstigen Verein dies zu erkennen geben. Der Umstand, daß Sie etwa nicht in dem Bezirke, den der Name des Vereins nennt, wohnen, möge Sie nicht verhindern, demselben beizutreten und alle Ihre Freunde und Bekannten zu Mitgliedern zu werben. Unser Verein, hat sich große, weit umfassende Ziele gesteckt und vielfach erreicht. Schreiben Sie deshalb Ihren Namen in die beifolgende Mitgliedsliste, Tegen Sie Anderen die hohen und eblen Zweck e des Vereins dar und sorgen Sie für zahlreiche Einzeichnungen. Handeln Sie aber schnell und energisch, wie es die Feinde thun! Machen Sie es sich zur Pflicht, die möglichst zahlreich ausgefüllte Liste spätestens innerhalb 14 Tagen zurück zu senden. Es werden keine petuniären Opfer verlangt, denn der vierteljährliche Beitrag beläuft sich nur auf 50 Pf. Es steht in Ihrem Belieben, auf ein Jahr im Voraus zu zahlen. Ebenso ist es freigestellt, ob Sie die Beiträge gleich mit den Unterschriften einsenden oder durch unseren Boten abholen laffen wollen. Der Beitrag ist so niedrig festgesetzt worden, damit jeder mann, auch der weniger Bemittelte, beitreten fann: anderer feits zeigt er Ihnen, daß der Erfolg nur bei einem Massen beitritt der Gesinnungsgenossen, dann aber mit Sicherheit zu erwarten ist. Diesen Massenbeitritt durch fleißige Werbung erreichen zu helfen und so der guten Sache that fräftig zu dienen, das ist das Opfer, um dessen Gewährung " 11 " Das unheimliche Gefühl des allmälig unter den Füßen weichenden Bodens ist es, welche extreme Parteien zu allerlei Bündnissen mit den heterogensten Elementen verleitet. Schon bald nach 1848 wurde das Bestreben sichtbar, dem verhaßten liberalisirenden Bürgerthum die Arbeiter bataillone" auf den Hals zu schicken. Da diese Methode nicht mehr anwendbar erscheint, ohne den Großgrundbesitz selber zu gefährden, so lag der verführerische Gedanke ziemlich nahe, den Neid gegen den Besitz, dem auch unsere Mittelstände sehr wohl zugänglich sind, mit dem Rassenhaß zu fumuliren uno mit diesem Vorspann eine Anzahl konservativer Wahlkreise, wenn sie nicht für die Partei zu behaupten sind, wenigstens dem Liberalismus nicht zufallen zu lassen. Diese Politik erscheint turzsichtig, da das Hezen gegen eine Art des Besitzes zuletzt immer sich gegen den Besitz als folchen richtet. Gewiß haben Sie recht, daß es nichts ll n= natürlicheres giebt, als die Kooperation einer ton fervativen Partei mit einem Denunziantenthum, welches von einer firen Idee aus( vergleichbar dem Verfolgungswahnsinn) fich gegen die solideste Grundlage unseres Staates, eine recht schaffene Verwaltung, insbesondere Militärverwaltung, richtet. Nichts Unbesonneneres als ein zweideutiges Verhalten einer Partei gegen die Verdächtigung unserer Gerichtssprüche, während die deutsche Gesetzgebung mehr als jede andere gethan hat, um von den Gerichtshöfen auch den entferntesten Schein Der Befangenheit oder Parteilichkeit fernzuhalten. Hergänge wie die Tivoliversammlung wirken übler als zehi Mißgriffe der Parteileitung in anderer Richtung; denn gerade folche Hergänge bleiben Jahrzehnte hindurch unvergessen. Das unheimliche Gefühl", das Gneist schildert, ist weiter uichts als der Katzenjammer über Zustände, zu denen er nicht zum mindesten selbst beigetragen hat. Als er und die ganze Bourgeoisie mit Haut und Haar in den Sumpf der Bismarck'schen Gewalt und Trug- Politik hineinsprangen, da beraubten sie sich der Möglichkeit, je wieder aus dem Sumpfe fich herauszuarbeiten, da mußte die Fäulniß in den herrschenden Klassen immer weitere Fortschritte machen. Herr v. Gneist, der seiner Zeit auf der Stirn des Kriegsministers v. Roon das Kainszeichen des Eidbruchs" erblickte, der mit seinen derzeitigen Freunden das preußische Obertribunal brandmarkte, hätte doch am wenigsten Anlaß Bei Ihren Werbungen wollen Sie gefl. beachten, über die Angriffe auf die solideste Grundlage des was wir oben über den Namen und die weittragenden und Staates", die Heeresverwaltung oder die auf dem Gesammtwohl dienenden Zwecke unferes Vereins gefagt Verdächtigung überaus unserer Gerichtssprüche so haben. entrüftet zu sein. So sehen wir denn recht bald Ihren freundlichen Nach- älteren Vertreter des noch mit Ideen kämpfenden LiberalisU. Herr Gneist und die richten entgegen und zeichnen. wir Sie bitten. mit großer Hochachtung Der Vorstand des Fortschrittlichen Bereins vor dem Halleschen Thore. Im Auftr.: Arnold Perls, Schriftsteller, Bergmannstr. 100. Schmidt. Neunzig. Im preußischen Abgeordnetenhause verlas gestern der Justizminister einen vom 21. Dezember v. J. datirten Erlaß, den er den Oberlandesgerichts- Präsidenten hat zu gehen lassen. Dieser Erlaß rügt die vielfach von uns hervorgehobenen Mißstände, und verlangt von dem Gerichtsmus sind heute allerdings weitaus überholt in der Ge vorsigenden, daß er unter allen Umständen es vermeide, fimmungslosigkeit von dem jüngeren Nachwuchs, der sich mit eine Haltung einzunehmen, welche seine persönliche Stellung dem Joeentram überhaupt garnicht mehr abgiebt, und der zur Schuldfrage als eine bereits feststehende erscheinen läßt". den Geist, welchen Gneist so meisterhaft zu gebrauchen verEs ist möglich, daß dieser Erlaß auf einige Zeit allzu heißstand, um alles zu beweisen", für überflüssiges Zeug hält. spornigen Vorsitzenden einen Zügel auferlegt; im übrigen Der spekulative Zweck dieses vertraulichen" Zirkulars Für die Ackermann und Stumm, die Möller, Leuschner, wird er die Wirkung haben, wie alle allgemein gehaltenen liegt auf der Hand. Es stehen Wahlen vor der Thür, und Gehlert, die Schalscha, Meguer, Minnigerode, Kardorff ist Mahnungen bei Mißständen, deren Ursachen man die Herren Fortschrittler brauchen Mannschaften, Geld und Gneist bereits eine vorsintfluthliche Erscheinung, höchstens fortbestehen läßt. Go lange der Richter mit dem Vorspann. Da wenden sie sich an die Juden und operiren dazu passend, das zu beweisen und zu rechtfertigen, was Staatsanwalt das Inquisitionsgeschäft theilt, und nach Bismarck'schem Muster mit einem Wauwau: dem diese besser wissen, als er. Giebt er seinen Senf und ber in Untersuchung Befindliche, zumal menn er Schreckgespenst des Antisemitismus. Segen dazu, dann gut; wo nicht, so können sie ihn auch fich in Untersuchungshaft befindet, schon eine Behandlung Wir wollen den Herren Fortschrittlern keine Konkurrenz entbehren. wie der überführte Verbrecher genießt, und der Staats- machen, wollen aber doch an die Thatsache erinnern, daß Die Klage Gneist's über politische Entartungen zeigt anwalt gegenüber der Vertheidigung bevorrechtigt ist, so die Fortschrittspartei mit dem Antisemitismus nirgends den bodenlosen Sumpf, in den die herrschenden Klassen ver lange sind die wohlmeinendsten Erlasse nicht besonders eruft hat fertig werden können, weil sie dessen soziale Grund- sunken sind. Ihm bleibt auch keine Hoffnung, denn er haft zu nehmen, lagen und Hilfsmittel nicht kennt. Den gefälschten Demagogen- ficht und erkennt nicht das neue erblühende Leben, das ihm Wechsel gegen zehn bis zwanzig Prozent Damno auf. Das feuille mit Nuzingen'schen Wechseln vollgepfropft war. macht bei einer Million einen ganz netten Profit aus. Wir Schlug Balma Lärm, so mußte es genügen. sind dann Gläubiger und Schuldner in einer Person, und Werbrust brachte Balma soweit. das wird die Verwirrung noch vergrößern. Wir müssen aber fein zu Werke gehen, sonst könnten die Wechselinhaber glauben, wir operirten in Nuzingen's Auftrag. Werbrust begriff und schüttelte Du Tillet die Hand, wobei er ihm einen Blick wie eine Frau zuwarf, die ihrer Nachbarin einen Schabernack anthut. -Wissen Sie schon? rief fie Martin Falleig an, das Haus Nuzingen stellt seine Zahlungen ein. Neden Sie nicht! Lassen Sie doch die Leute reden, die Wechsel von ihm haben! erwiderte Werbruft. Wissen Sie, weshalb er Bankrott gemacht hat? fragte Claparon und trat an sie heran. Meinethalben! sagte Gigonnet. Noch am Abend waren zwei Millionen aufgekauft und von Du Tillet auf Ronto der drei zufällig Verbündeten bei Am nächsten Tage war die Börse in Aufregung. Die Nuzingen gesetzt. Am nächsten Tage strichen sie ihren Firma Keller gab auf Palma's Rath Nuzingen'sche Wechsel Profit ein. mit zehn Prozent Diskonto ab. Dieser Eindruck war für Die kleine, niedliche alte Baronin von Aldrigger saß die Börse entscheidend. Martin Falleig verlor fünfzehn mit ihren beiden Töchtern und Godefroid gerade beim Dejeuner, als Rastignac mit diplomatischer Miene eintrat Prozent an zweimalhunderttausend Franks. Nur Gigonnet roch den Braten! Er lachte aber erst und die Nede auf die neueste Finanzkrisis brachte. recht die Panik an, denn er selber wollte Nuzingen'sche Wechsel kaufen und sie mit zwei bis drei Prozent Gewinn an Werbrust weitergeben. In einer Ecke der Börse stand der arme Matifat. Er ( Fortsetzung folgt). hatte seine dreimalhunderttausend Franks bei Nuzingen angelegt. Das Gesicht des Droguisten wurde noch blasser, Das Haus Nuzingen. In bezug auf den Feuilletonund er zitterte an allen Gliedern, als er Gigonnet, den roman, den wir jetzt veröffentlichen, ist uns von einer Seite Du weißt soviel wie gar nichts! entgegnete Du Diskonteur des Stadtviertels, in dem er früher sein Geschäft der Vorwurf gemacht worden, derselbe sei zu doktrinär, zu Tillet. Von Bankrott kann überhaupt nicht die Rede sein, betrieben, auf sich zukommen sah. Er fühlte die Säge schon, wenig unterhaltend. Von anderer Seite wurde die Wahl Alles wird voll ausbezahlt werden. Nuzingen wird sein die an ihn angelegt wurde. dieses Romans allerdings für eine durchaus passende erGeschäft wieder öffnen, und ich werde ihm soviel Kapital Schlechte Beiten, Bater Matifat! Die Krisis steht flärt. Daß das Meisterwerk Balzac's nicht unterhaltend zur Verfügung stellen, als er nur haben will. Ich weiß, vor der Thür. Nuzingen muß affordiren. Na, Sie trifft im gewöhnlichen Sinne des Wortes ist, gestehen wir gerne weshalb er, die Zahlungen einstellen mußte. Er hat alles ja glücklicherweise nicht. Sie haben sich von den Ge- zu, allein solche Romane wollen wir überhaupt nicht versein Geld der mexikanischen Regierung vorgeschossen, und schäften doch zurückgezogen. öffentlichen. Was dem Haus Nuzingen über seinen Mexiko giebt ihm dafür Metalle und spanische Kanonen,-Leider irren Sie, Gigonnet. Jch size mit dreimal- unvergänglichen Kunstwerth hinaus einen besonderen in beren verrücktem Guß sich Gold findet, Glocken und hunderttausend Franks drin, ich wollte in Spanischen Renten Gegenwartswerth und ein besonderes Jnteresse gerade für filbernes Kirchengeräth, furz alle Trümmer der spanischen damit spekuliren. unsere Partei verleiht, ist der, in dem Vorwort auch von Monarchie in Westindien. Diese Werthe sind blos nod Da tönnen Sie froh sein. In Spanischen Renten uns hervorgehobene Umstand, daß in dem Haus Nuzingen" nicht eingetroffen, der Baron ist deshalb augenblicklich in hätten Sie alles verloren, während ich Ihnen für Ihr der Schlüssel für die jetzigen Vorgänge in Frankreich geGeldverlegenheit, und das ist Alles. Konto bei Nuzingen wenigstens etwas bieten kann: sagen geben ist. Unser Pariser Partei Organ, der„ Socialiste", wir fünfzig Prozent. beglückwünscht die Redaktion des Vorwärts", zur VerDa wart' ich lieber die Liquidation ab, erwiderte öffentlichung dieses Romans, der das innerste Wesen und Matifat. Unter fünfzig Prozent hat noch kein Bankier die tiefsten Geheimnisse der Hohen Finanz" enthüllt, und Wie Feuer im Strohschober verbreitete sich die akkordirt verbreitete sich die akkordirt... Zehn Prozent Diskont würde ich noch ver zu gleicher Zeit, wenn sein Held neben die Reinach und Neuigkeit. schmerzen, aber fünfzig nicht, sette der ehemalige Droguist Konjorten von heute gestellt wird, einen vortrefflichen Gradhinzu. messer bildet, der uns die ungeheure Verkommenheit und Heruntergekommenheit der Bourgeoisie erkennen läßt. Das Gebilde des Dichters ist durch die Wirklichkeit übertroffen Gut'n Abend! erwiderte Gigonnet und wandte sich und überholt worden. Den Panama Schmuß hat das Genie eines Balzac geahnt, aber nicht zu ermessen ver Wollen Sie zu zwölf? mocht.Was Du Tillet sagt, ist richtig, warf Werbruft hin. Ich kauf seine Wechsel mit zwanzig Prozent Dis tonto. Die widersprechendsten Gerüchte wurden laut. Aber das Vertrauen auf Haus Nuzingen war im Hinblick auf seine ersten beiden Liquidationen so groß, daß Niemand Nuzingen'sche Wechsel anbot. -Wollen Sie zu fünzehn? fragte Gigonnet. Sie scheinen es ja sehr eilig zu haben. Balma muß uns helfen, sagte Werbrust. Balma war das Drakel der Firma Keller, deren Portezum Gehen. " heute Sozialist, und der Tischler Aßmann. * nur als Schreckgespenst erscheint. Während die herrschenden mit den Arbeitern am 28. Februar zu Ende geht, haben etwa 100. Die beiden bisherigen Stadtverordneten Maurer Klaffen in der Fäulniß untergehen, hat sich das Proletariat erklärt, daß sie den jetzt giltigen Tarif zu kündigen und Riete und Buchdruckereibesitzer Günther sind wiedergewählt; gerüstet, von der Welt Bejiz zu nehmen; ein neuer, die Löhne herabzusetzen gedenken. Das werden die Arbeiter neu hinzugewählt find der Schneider Peplies, der Geschäftsmächtiger Geisteskampf entſpinnt sich, an dem nicht nur aber nicht hinnehmen, und ein Riesenstreit wäre die sichere führer des Zentral- Strantenunterstützungs- Bundes der Schneider, eine kleine Minderzahl sondern Millionen Theil nehmen, Folge. Man nennt das Harmonie der Interessen". ein neuer Frühling bricht heran. Ein Hanswurst, wie er im Buch steht, ist der Berliner Parteitags liegen noch vor von den ParteiZustimmungserklärungen zu den Beschlüssen des Fort- rückschrittliche Besserung". In der Bossi- General- Wertmeister der Arbeitsritter", Herr genossen in Schiffbek( Holstein) und Staßfurt. fchen Zeitung" von gestern lefen wir: Die Lage in Powderly, ein richtiger Charlatan, der in allen Farben Egypten beginnt sich zu bessern." Die Besserung" be- schillert, wie das Hauswurstenart ist, steht darin, daß die Engländer ihre Truppen in Egypten morgen Gewerkvereins- Philister Gegen die Militärvorlage nahm eine Volfsversammlung abwechselnd Demokrat zu Mühltroff i. S., in welcher& cfstein aus Zwickau referirt verdoppelt haben. Verdoppelten Druck, verdoppelte Ünt er- und Republikaner, Schutzöllner und Freihändler, jeden Tag hatte, eine Resolution an. Diese wird laut Beschluß dem Bureau drückung nennt das fortschrittliche Blatt" Besserung". etwas anderes, und doch immer dasselbe: immer Humbug des Reichstags überfandt. Logischerweise muß es hiernach die Militärvorlage und Schwindel. Seinen Orden", der einst als Großmacht als ein Glück betrachten, denn sie will die Lage Deutsch- galt, hat er binnen 6 Jahren zum Kinder- und Kapitalisten- ruhe tritt am 29. Januar, Nachmittags 1/23 Uhr, eine Kon Parteikonferenzen. Im Kalnbach'schen Saale zu Karlse lands„ bessern", indem sie uns mehr Soldaten aufhalft. spott gemacht, und sich selbst zu einer lächerlichen Person, ferenz der Parteigenossen aus dem 10. badischen Reichstagswieder einmal, wie zur Zeit, da er an die Spitze des zur etwaigen Reichstags- Auflösung zu berathen und die Kanzum Hofnarren der Bourgeoisie. Neulich bekannte er sich Wahlkreise zusammen, um über die Stellung der Sozialdemokratie Ordens" trat, als überzeugter Sozialist" und zwar mit didatenfrage zu erledigen. folgender geistreich sein sollenden Wendung: Das Dresdener Polizeiverbot der Arbeitslosen Statistik hat einen Vertheidiger gefunden und zwar in Dr. Bittor Böhmert, dem Herausgeber der Sozial- Kor respondenz", des Organs des Zentralvereins für das Wohl der arbeitenden Klassen", wie der Verein für kapitalistische ,, Arbeiterfreundlichkeit" sich zu nennen beliebt. und sechzig Millionen Sozialisten, und ich Es giebt in den Vereinigten Staaten fünf gestehe, ohne zu erröthen, daß ich auch deren einer bin." Also alle Amerikaner find" Sozialisten", wie Powderly sagt Powderly! Nun die Amerikaner werden sich bedanken. Wenn sie alle Sozialisten wie Powderly", also Powderly's wären- enfeßliches Loos was würde aus den Vereinigten Staaten werden, und wer würde es dort aushalten? Der Freiheitsstall" Heine's wäre fertig der Freiheitsstall von Gleichheits- Eseln" wenigstens die letteren. " Am 22. Januar wurde in Darmstadt eine Konferenz für aus 12 Orten durch 29 Delegirte beschickt war. Man beschloß, den Wahlkreis Darmstadt- Groß- Gerau abgehalten, die die Zahl der Mitglieder des Kreisvorstandes von 3 auf 5 zu er höhen, und setzte fest, daß die einzelnen Orte 50 pet. ihrer Einnahmen an die Zentralfasse des Kreises abzuführen haben. Partei Organisation. In Söflingen( Württemberg) wurde ein sozialdemokratischer Verein errichtet. * * * Parteifinanzen. Köln. Jahreseinnahme 2635,56 M., Ausgabe 1908,77 M.; vom Ueberschuß sind 1000 M. als Lokal fonds angelegt. Post Homerum Ilias! Wer will nach Homer noch eine Jlias schreiben! Oder wer will nach Bismarck mit offiziösen Schreckschüssen, Krieg in Sicht- Artikeln und sonstigem Reptilienarsenal noch eine Wirkung üben! Bismard bat vollständig Recht, über solchen Versuch der Nachahmung fich zu ereifern und sein Erfinderrecht für alle bösen Ränte und Kniffe zu vertheidigen. In seinem Organ weist er daher auch nach, daß alles, was die gegenwärtige offiziöse und regierungsfreundliche Preffe für die Militärvorlage schreibe, nur Vorspiegelungen seien, freilich von finden sich in den amerikanischen Blättern Berichte über Sellmann beerdigt. Gegen 100 Personen folgten dem Sarge Todtenliste der Partei. In Vogtsberg wurde am Deutschenhetze in Brasilien. Seit einiger Zeit schon mittwoch voriger Woche das Gemeinderaths- Mitglied Arthur ungeschickterer Mache, als die er in seiner Glanzzeit pro- Erzesse des brasilianischen Pöbels und auch brasilianischer des bewährten Parteigenossen. Er hinterläßt eine Wittwe mit duzirte.Behörden gegen Fremde, namentlich gegen Deutsche. In fünf Kindern, die noch im Alter von 1-8 Jahren stehen. Das Leichtsinn eines Arbeiters" soll an dem Gruben- einer anderen Notiz besprechen wir einen Gewaltakt, dessen Sächs. Volksblatt" ersucht die Genossen, die bedürftige Familie unglück bei Duy( Böhmen) schuld gewesen sein schreibt Opfer ein Italiener in Brasilien geworden ist. Die heute nach Kräften zu unterstützen. In Heldenbergen( Kreis die kapitalistische Presse. Ein Arbeiter habe trog uns vorliegende Nummer der in St. Paulo erscheinenden Hanau) erschoß sich der Schreiner Georg Toussaint, Bater strengen Verbots seine Pfeife im Schacht angezündet, deutschen Zeitung Germania" vom 29. Dezember 1892 von 8 tindern, infolge fortgesetzter Verschlechterung seiner ehemals und dadurch die schlagenden Wetter entzündet. Aber enthält den Bericht eines unerhört brutalen Ueber- guten Vermögensverhältnisse. wie tommt es, daß schlagende Wetter im falles, den die brasilianische Polizei, von Rowdies Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Wert waren? das heißt, solche Massen, daß eine unterstützt, am letzten Weihnachtstag auf eine friedliche In einer Tischlerversammlung zu Braunschweig Explosion erfolgen fonnte? Hier liegt die wirkliche Gesellschaft von Ausländern, hauptsächlich Deutschen, verübt war der Referent Rieke vom überwachenden Beamten aus dem Schuld. Bei guter Ventilation ist die Ansammlung von hat. Nicht blos Männer, sondern auch Frauen und Kinder Lokal gewiesen worden, weil er nicht Tischler, sondern Maurer entzündlichen Gasen( Wettern") nicht möglich. Und da es wurden aufs brutalfte mißhandelt und- bestohlen. ist. Rieke erwiderte darauf mit einer Bemerkung, die ihm nachher einfach undenkbar ist, bei aufgesammeltem Gas jeden Anlaß Die Mitglieder der heiligen Hermandad stahlen wie die außer den Kosten des Verfahrens 15 M. Geldstrafe bezw. zu einer Explosion zu verhüten, und da ferner für solche Fälle Raben und zerschlugen außerdem alles, was zerschlagbar 3 Tage Haft einbrachte. auch die besten Sicherheitslampen teinen völligen Schutz war, in dem gestürmiten Haus, gewähren, so ist die Wissenschaft längst dazu gelangt, in der genügenden Ventilation den einzigen wirklichen Schutz zu erblicken. Die Herren Grubenbesizer sträuben sich aber dagegen, weil die Ventilation sehr viel Geld kostet und die Menschen nichts, die bei einer etwaigen Explosion„ ver Parteinachrichten. 4 Soziale Uebersicht. Achtung, Korbmacher! J. A.: M. Günther. Fährgaffe 15, zu richten. Etwaige Zuschriften sind an P. Rademacher, Bernburg, unglücken". In dieser Thatsache liegt die Erklärung fast Als frivol und durch nichts begründet haben die Reffort: Firma Calm und Ahlfeld in Bernburg, den Zuzug nach dort Wegen Lohndifferenzen ersuchen die Kugelforbarbeiter det aller Grubenkatastrophen durch schlagende Wetter mit ministerien die Beschwerde bezeichnet, welche im Auftrage einer strengstens fern zu halten. seltenen Ausnahmen sind es Verbrechen des Rapi- Staßfurter Wolfsversammlung dagegen erhoben worden talismus. war, daß der Staßfurter Bürgermeister Reinhard und der Amtsvorsteher Stamm in Hedlingen( Anhalt), die zu einem Bunde vereinigten Fabrikanten die Namen derjenigen Aranzugehören. Der Bund bezweckte bekanntlich die Entlassung werden ersucht, behus Gründung eines Agitationsvereins zu der beiter mittheilten, die verdächtig waren, der Sozialdemokratie Achtung! Schlesier! Alle in Berlin lebenden Schlesier aller Sozialdemokraten, und der Bürgermeister Reinhard war sein am Sonntag, den 29. Januar, Vormittags 10 Uhr, bei Broch= Vorsitzender. Eine neuerliche Staßfurter Boltsversammlung be- now, Sebastianstr. 39, stattfindenden Versammlung recht zahlreich schloß nun, das Attenmaterial einem Mitgliede der fozialdemo- und pünktlich zu erscheinen. tratischen Fraktion zustellen zu lassen, damit es bei passender Gelegenheit im Reichstage zur Sprache gebracht wird. ab= Dreibunds- Aktionen in Sicht. Unter einer Dreibunds- Aktion verstehen wir nicht die geplante Zurückziehung der Dreibund- Gesandten aus Paris, denn das ist etwas so Einfaches, Vernünftiges und Gemeinnügiges, daß es unter die Rubrik politischer Aktionen unmöglich zu bringen ist. Nein, es handelt sich um eine That der hohen Politit", oder richtiger der Radaupolitit. Die italienische Re Zur Arbeitslosenfrage. In Stettin wurde am gierung will nämlich eine Expedition nach Brasilien Donnerstag eine Arbeitslosenversammlung schicken, und zwar nach Porto Allegro, weil dort ein Ju bezug auf die albernen Angriffe, die von sa ch fischen gehalten, die von ungefähr 1500 Personen besucht war. Wegen italienischer Unterthan" von der Polizei mißhandelt" Amtsblättern gegen den Reichstags- Abgeordneten Auer Ueberfüllung des Saales fanden viele keinen Zutritt. Die Arbeitsworden ist. Es ist wunderbar, wie" zartfühlend wegen des geringfügigen Frrthums gerichtet wurden, daß er bei lofen entwarfen, wie der„ Volksbote" meldet, über ihre Nothlage feiner dem Flöhaer Anzeiger" entnommenen Schilderung des herzzerreißende Schilderungen. In Mainz fand ebenfalls eine gewiffe Regierungen für ihre Unterthanen sind, Rothstandes der erzgebirgischen Spielwaaren- Arbeiter diese Zeitung zahlreich besuchte Versammlung von Arbeitslosen statt, in der wenn diese fich in einem fremden Land be als ein Amtsblatt bezeichnet hat, theilt die Burgstädter Volts Reichstags- Abgeordneter Jöst die Unabhängigen", welche auffinden. Besagter Unterthan in Porto Allegro hat eine halbe stimme mit, der Flöhaer Anzeiger" fei zwar kein Amtsblatt, forderten, endlich einmal zur That überzugehen und die heutige Stunde unschuldig im Gefängniß gesessen und darüber werde aber von den Behörden sehr lebhaft unterstützt". Das Gesellschaft auf revolutionärem Wege zu beseitigen, zurückwies. entrüftet sich eine Regierung, die selber in der eigenen wäre im Effett daffelbe, was Auer fagte. Die fächsischen Amts- Am Schlusse der Versammlung wurde eine Resolution angenommen, Hauptstadt bei dem berüchtigten Ma i prozeß Dußende blätter sind also wieder einmal reingefallen: der Nothstand der in welcher die Regierung ersucht wird, die Arbeitszeit auf acht italienischer Unterthanen" Jahre lang unschuldig unglücklichen Grzgebirgler ist sogar von einem Blatte festgestellt, Stunden täglich festzusetzen, damit die 100 000 auf der Landstraße italienischer Unterthanen" Jahre lang unschuldig das behördlicherseits lebhafte Unterstüßung genießt. Das genügt. liegenden Arbeiter zu Verdienst kommen würden, außerdem soll im Gefängniß fizen ließ. Pfui, diese Heuchelei! die Bürgermeisterei ersucht werden, die für die AnschüttungsUebrigens mögen die italienischen Herren Nadaupolitiker Die Agitation von Person zu Person ist die durch arbeiten des Schlacht und Viehhofes bewilligten 194 000. sich in Acht nehmen, daß sie nicht gegen die Move- greifendste und die tann und soll jeder treiben, der als sofort zu verwenden, damit die verdienstlosen Arbeiter zu Brot Dottrin: das Amerika den Amerikanern!" der Ver- Sozialdemokrat gelten will, sagt treffend die Mannheimer Volts- tämen. einigten Staaten anstoßen, sonst könnte es ihnen passiren, daß stimme" in einer Notiz. Mögen das bei der in Aussicht stehenden eines schönen Morgens ein recht unliebsamer amerikanischer Reichstagsauflösung besonders jene Gesinnungsgenossen beherzigen, Flottenbesuch an der italienischen Küfte einträfe. denen es aus irgend einem Grunde nicht möglich ist, öffentlich für unsere Partei zu wirken. " # = Der Bremer Senat erklärte der Arbeitslosenkommission durch seinen Vertreter, Senator Schulz, daß die Arbeitslosen mit dem Wegräumen der Schneemassen beschäftigt werden würden; ferner folle sobald wie möglich die Vertiefung des Freihafens in Angriff genommen werden, was ca. 130 Manu auf 3-4 Monate Gemeindewahlen. In Zimmer bei Hannover wurden Beschäftigung bieten würde. Bedürftige Arbeiter sollten ein in der untersten Abtheilung sämmtliche Kandidaten des sozial- Gesuch an den Armenpfleger ihres Bezirks richten; die daraufhin zweiten Abtheilung erhielt der sozialdemokratische Kandidat 3/5 der gesehen werden. demokratischen Wahlvereins einstimmig gewählt; in der gewährte Unterstüßung würde nicht als Armenunterstützung anabgegebenen Stimmen, während der Präsident des Kriegervereins nur 3/5 der Stimmen betam. " Weibliche Studenten. An den sieben schweize= rischen Universitäten und Akademien studirten im SommerSemester 1892 3062 Studenten und Zuhörer, darunter 318 weibliche. Diefelben vertheilen sich auf die einzelnen Fakultäten, wie folgt: Rechtswissenschaft und Medizin 162 Den Leuten, die das Bestehen eines besonderen Nothstandes und Philosophie 149. Auf die Universitäten vertheilen sie sich: nicht einsehen wollen, liest die Elberfelder Freie Presse" Genf 108, Zürich 102, Bern 94, Lausanne 11, Neuenburg 2 Eine Versammlung der Sozialdemokratie des Leipziger träftig den Text wie folgt: Tagtäglich wird aus allen größeren und Basel 1. Der Heimathzuständigkeit nach rekrutiren fich Ostbezirts beschloß, die städtischen Kollegien um Abänderung Städten, ja schon aus Mittelstädten aller Gegenden des Deutschen die weiblichen Studirenden: Rußland 140, Deutschland 21, des Ortsstatuts nach der Richtung hin zu ersuchen, daß die Reiches berichtet, daß Hunderte, Tausende von Arbeitern und Bulgarien 9, Nordamerika 8, Desterreich 5, Ungarn 4, Eng: Stadt Leipzig in 16 Stadtverordneten Wahlbezirke eingetheilt Arbeiterinnen arbeitslos, brotlos, ohne Nahrung, Kleidung wird, Land, Serbien und Türkei je 3, Italien und Rumänien je 2, Eintheilung ist es vielen, in den Vororten wohnenden sie sich versammeln, sich also persönlich stellen, daß sie anstatt wie bisher in 8. Bei der jezigen und Wärme, der bittersten Noth preisgegeben sind; daß Frankreich, Niederlande, Dänemark, Afrika und Australien und in entlegenen Vierteln beschäftigten Arbeitern, die zur Aus- Eingaben und Bittschriften wie persönliche Vorstellungen je 1. übung ihres Wahlrechts lediglich auf die Mittagspause an- an die Behörden richten und nicht Brot, nicht Almosen Frankreich. Wieder ist ein Nest von„ Papierchen" gewiefen sind, zum Theil unmöglich, von ihrem Wahlrecht Ge- fondern nur lohnende Arbeit verlangen. Täglich mehren sich die brauch zu machen, da sie während der vielfach nur einstündigen Nachrichten von in Noth und Elend umgekommenen Menschen, ausgehoben worden, und wieder hat der Kreis der Bana- Mittagspause nicht im stande find, den weiten Weg zum Wahl von Menschen, Mitmenschen, welche in zerlumpter oder höchst misten" eine beträchtliche Ausdehnung erfahren. Die Kor- lokal zurückzulegen. Daß dieser selbstverständliche Wunsch der mangelhafter Kleidung auf freiem Felde liegen bleiben, barfuß ruption der bürgerlichen Gesellschaft ist eine so allgemeine, Leipziger Arbeiter ebenfo abgelehnt werden wird wie alle bei dieser Kälte fich den größeren Städten zuschleppen. Täglich, daß die Nichtkorrupten zu den Ausnahmen gehören. Die früheren Wünsche des Proletariats, ist bei der Zusammensetzung stündlich mehren sich die Vergehen, sowie die Selbstmorde aus Thatsache war längst bekannt sie gerichtlich festzu- der städtischen Kollegien Leipzigs faum zweifelhaft. bitterer Noth. Der Selbsterhaltungstrieb, der stärkste und mäch stellen, ist die historische Mission des Panama- Prozesses. Aus Groß- 3immern( Kreis Offenbach) meldet das tigste Trieb im Menschen, treibt den Einen zum Verbrechen, beim Offenbacher Abendblatt":" Nachdem die Wahl des von der Anderen wird er von Glend und der Verzweiflung überwunden Die italienischen Panamisten machen es wie ihre Arbeiterpartei auf den Schild gehobenen Gastwirths Betrie zum und führt zum Selbstmord. Aber all' diesen entfehlichen Kundfranzösischen Kollegen sie beichten, und einer reitet den Bürgermeister bestätigt war und der Gewählte ins Amt ein gebungen gegenüber haben die Herren auf ihren curulischen Sesseln anderen in die Tinte. Der verhaftete Bankdirektor und sein geführt worden ist, fand am Sonnabend die Beigeordnetenwahl nur die eine Antwort, daß sie feine besondere Nothstandsstatt. Auch bei dieser siegte die Arbeiterpartei. Unser Kan- lage zu erkennen vermögen und Darum auch keine Sekretär haben eine Anzahl von glücklichen Geldempfängern ge- bibat, Kaufmann Heinrich Miche II, erhielt 284 Stimmen, außergewöhnlichen Maßregeln für nöthig hielten. Allernannt zunächst die kleinen Spitzbuben, die man zunächst während der Gegner es nur auf 96 Stimmen brachte." dings fie, diese Herren, kennen keine Noth; für sie ist ofern will, um die großen zu retten. Allein der Strom Aus Braunschweig wird uns unterm 25. Januar ge- eine geräumige Wohnung hübsch ausgestattet und gut durchder Enthüllungen läßt sich nicht eindämmen. Die Kleinen schrieben: Die gestrigen Stadtverordneten- Wahlen sind als großer wärmt, täglich ein reichbesetzter Tisch gedeckt, feine Kleidung vorflammern sich an die Großen, und die Großen an die Erfolg der Sozialdemokratie zu verzeichnen, wenn wir auch nur handen; sie fönnen das ganze Jahr durch Festeffen mitmachen, Größeren- bis sie alle unten im Moraft brüderlich zu Die dritte Wählerklasse umfaßt alle Bürger bis zu einem Ein- also fie eine Nothstandslage kennen? Was da gedruckt be den Sieg von vier unserer Kandidaten erreicht haben. jezt Bälle besuchen und selbst veranstalten u. f. w., woher sollten sammenliegen werden- ein Herz, eine Seele, und ein tommen von 5000 m., während zwei Drittel der Arbeiter vom richtet wird, ist ihnen Beitungstlatsch", der nur Werth hat, Schmuz. Wahlrecht ausgeschloffen sind, da sie nicht das Braunschweigische wenn er für sie eine Lobhudelei bringt und was in VersammIn England dauert der Lancashire Streit Bürgerrecht befizen. Ueberdies haben viele vom Wahlrecht nicht lungen fund gegeben wird, ist Uebertreibung sozialdemokratischer noch fort, ohne Hoffnung auf ein baldiges Ende, und schon feit mit der Zahlung der Steuern rückständig waren, was ihnen handen sein, also nur eine gewöhnliche, jeden Winter Gebrauch machen können, da sie in dieser Zeit der Arbeitslosig- Seger. Oder sollte wirklich keine besondere Nothlage vorist ein neuer, noch umfangreicherer Streit in Sicht ein ihr Wahlrecht tostete. Ohne diesen Umstand würden unsere wiederkehrende? Dann wäre der Sachverhalt wahrlich un Streit der Rohlenarbeiter von Wales etwa fämmtlichen 12 Randidaten gefiegt haben. Die Mehrheit der so schlimmer und die daraus sich erhebende Anklage um so 20 000. Die Grubenbesizer, deren Tarifgemeinschaft Stimmen unferer Gegner betrug bei 6500 abaegebenen Stimmen fürchterlicher." - Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Freitag, den 27. Januar. Schauspielhaus. Minna von Barnhelm, oder: Das Soldatenglück. Deutsches Theater. Zwei glückliche Tage. Berliner Theater. Das Käthchen von Heilbronn. Leffing- Theater. Heimath. Wallner- Theater. Paragraph 330. Der sechste Sinn. Kroll's Theater. Der Freischütz. Viktoria- Theater. Die Reise um die Welt in achtzig Tagen. Residenz Theater. Gläubiger. Familie Pont- Biquet. Neues Theater. Durch die Jutendanz. Kleine Hände. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Fürstin Ninetta. Adolph Ernst- Theater. Modernes Babylon. Thomas- Theater. Die Wettschwim merinnen. Feen- Palast, Burg- und Wolfgangstraßen- Ede. Sonnabend, den 11. Februar 1893: Die Arbeiter- Gesangvereine des Arbeiter- SängerBundes, welche gewillt sind, bei dem III. Stiftungsfest des Reichstags- Wahlkreis mitzuwirken, werden ersucht, ihre des Verbandes aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Adressen bei Hermann Raschke, Wiesenstr. 8, Hof 3 Tr., abzugeben. Das Stiftungsfest findet am 4. März 1893 Grosses Vokal- u. Instrumental- Konzert im Feen- Palast, Burg- u. Wolfgangstr.- Ecke, statt. 239/16 Großes Winterfestialdemokratien Wahlvereins für den 6. Berliner Berlins und Umgegend. unter gütiger Mitwirkung des Gesangvereins Liedesfreiheit( Mitglied des Arbeiter- Sängerbundes) unter Zeitung feines Dirigenten R. Tietz. Auftreten des Volkshumoristen H. Osang nebst Familie. Zur Aufführung gelangen: Bilder aus der großen Revolution. Arbeiter- Bildungs- Schule( Ostbezirk). Sonntag, den 29. Januar, Abends 6 Uhr, Episch- dramatische Dichtung in 8 lebenden Bildern von A. Witz, dargestellt im Böhmischen Brauhause, Landsberger Allee 11-13: vom Verein für volksthümliche Kunst unter Leitung seines Dirigenten Fritz Hansen. Die Musik wird ausgeführt von der Freien Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker unter Leitung des Dirigenten Paul Brandt. Gröffnung 7%, Uhr. Große Verloofung. Anfang 81/2 Uhr. Nach dem Konzert: Grosser Ball. Herren, die daran theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Billets à 20 f. find in allen Zahlstellen sowie in allen mit Plakaten belegten pandlungen zu haben. Textbücher zu den lebenden Bildern find gleichfalls an allen obigen Stellen à 10 Pf. zu haben. Einen genußreichen Abend versprechend, ladet freundlichst ein 228/7 Das Komitee. Mational grater. Wine, die weite Fachverein der Tischler. National- Theater. Frau. Alexanderplat- Theater. Die Kellne rinnen von Berlin. Apollo Theater. Vorstellung. General- Versammlung M Versammlung. Tages Ordnung: Vortrag und Diskussion. Nachher: Gemüthliches Beisammensein und Tanz. Gäste sehr 1056b* willkommen. Achtung! Filzschuharbeiter! Große öffentliche Versammlung der Filzschuharbeiter und Arbeiterinnen am Sonnabend, den 28. Januar 1893, Abends 8 Uhr, im Saale des Herrn Feindt, Weinstr. 11. Tages- Ordnung: 1. Angelegenheit in der Fabrik von Christ. 2. Verschiedenes. Die Arbeiter aus der Christ'schen Fabrik werden dringend ersucht, zu erfcheinen. 155/8 Der Einberufer. Rechnungs- Abschluss über den Spezialitäten am Montag, den 30. Januar, Abends 8½ Uhr, im Lokale Rigdorfer Weber- und Spulerinnenstreik vom Jahre 1892. Theater der Reichshallen. Spezialitäten- Vorstellung. des Herrn Boltz, Alte Jakobstrasse No. 75. Tages Ordnung: = Bericht des Rendanten, des Vorstandes u. s. w. Neuwahl des VorKaufmann's Variété. Spezialitäten standes. Anträge. Verschiedenes.- Um zahlreiches Erscheinen ersucht Borstellung. 309/ 1* Der Vorstand. Gebrüder Richter's Variété. Spezialitäten- Vorstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Borstellung. Sonnabend, den 11. Februar 1893: Adolph Ernst- Theater. Grosser Wiener Maskenball 3um 34. Male: Modernes Babylon. Gesangsposse in 3 Aften v. Ed. Jacobson und W. Mannstädt. Couplets theilweise von G. Görss. Musik von G. Steffens. In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Anfang 7/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. im Konzerthaus„ Sanssouci", Kottbuserstr. 4 a. Anfang 8% Uhr. Billets à 50 Pf. sind auf allen Zahlstellen des Vereins und bei den Vorstandsmitgliedern zu haben. Musikinstrumenten- Arbeiter. Sonnabend, den 4. März 1893, in den Konkordia- Festsälen: American- Theater. Grosser Wiener Maskenball. Novität! Novität! Der Dussel ( Nulpus) Parodistisch- realistischer Vorgang in der Dachkammer, frei nach Ibsen und Tolstoi von Oscar Wagner. ( Klemm Ede.. Martin Bendix.) Alfred Bender in seinem neuesten Originalvortrag Der Volksmund in Berlin. Blank, der beste Bauchredner. Anhaltender Erfolg. Die Trockenwohner. Anfang 8% Uhr. Billets sind vom Sonnabend ab bei Rohr, Naunynstr. 78( Restaurant), Der Vorstand. zu haben. 253/10 Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Sonntag, den 29. Januar 1893, Vormittags 10 Uhr: General- Versammlung im oberen Saale der ,, Gratweil'schen Bierhallen", Kommandantenstr. 77-79. Tages Ordnung: 1. Rassenbericht und Bericht der Revisoren. 2. Bericht der Kommissionen. 3. Wahl eines Kassirers. 4. Bestätigung der vorgeschlagenen Beisitzer zum Vorstand sowie zur Fachkommission. 5. Ersaywahlen zu den Kommissionen. 6. Bericht über das Ergebniß der aufgenommenen Statistik. 7. Regelung der Bibliotheken. 8. Antrag betr. Ausdehnung der Reise- Unterstüßung. 9. Antrag betr. Bewilligung von Mankogeldern für den Kassirer. PassagePanopticum. ht, recht zahlreich und pünktlich zu erscheinen. In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung werden die Kollegen Neu! 227/14 Der Vorstand. Achtung! Rixdorf! Das unerklärliche Sonnabend, den 28. Januar, Vormittags präz. 10 Uhr, Verschwinden eines frei in der Luft hängend. Mädchend. Castan's Panoptikum. in Hoffmann's Lokal, Bergstr. 133: Grosse öffentliche Versammlung arbeitsloser Frauen u. Männer M = Tages Ordnung: 1. Berichterstattung der in letter Versammlung gewählten arbeitslosen Delegirten über die Verhandlung mit dem Herrn Staatssekretär v. Bötticher und dem Herrn Amtsvorstand Bodin. 2. Diskussion. Der Reichstags Abgeordnete Alb. Schmidt- Mittweida ist in dieser Verfaminlung anwesend. Alle arbeitslosen Frauen und Männer sind hierzu ausdrücklich einDie Vertrauensperson Rob. Köppen. Tai-za-Wunder.be. Geheimnißvollste Seelenwanderung. Lotosblume. Fantoche- Theater. Andere Illusionen. Sämmtlich ohne Extra- Entree. Entree 50 Pf., Kinder 25 Pf. Feen- Palast 341/15 Die Kunst dem Volke! Neue Die Kunst dem Volke! Freie Volksbühne. Die 3.( Januar)-Vorstellung findet Sonntag, den 5. Februar, Nachmittags pünktlich 2 Uhr, im ,, Viktoria- Theater", Bellealliancestraße Burgstraße, neben der Börse. Nr. 7-10, für die 1. Abtheilung( rothe Karten) statt. Welt- Lokal Berlins, 5000 Pers. fassend. Heute: Gr. Spezialitäten- Vorstellung. Anf. Wodent. 72 Uhr, Sonnt. 6 hr. Kasseneröffnung 1 Std. vorher. Entree 50 Pf. Achtung. Vorzüglicher Mittagstisch, 50 Pf. m. Bier, Abendtisch von 30 ẞf. an. R. Krüger, Prinzessinnenstr. 17. Wegen bevorstehender Exmission lade ich alle Freunde, Bekannte, Kollegen und Genossen ein zur Vertilgung des Restes sich bei mir einfinden zu wollen. 1054b Verloofung der Plähe von 1 bis 134 Zur Aufführung gelangt: hr. G'willenswurm, Bauernkomödie in 3 Atten von Ludwig Anzengruber. 1059b F Für die 2. Abtheilung( gelbe Karten) dieselbe Vorstellung am Neue Mitglieder werden im Theater bis 2 Uhr aufgenommen. 12. Februar. Dr. Bruno Wille, Vorsitzender. Der Vorstand: Dr. Max Halbe, Schriftführer. Rob. Bartelt, Kassirer. 1. Reducer, Gabing, Gught. Gesangverein Berliner Buchdrucker. 2. Leschner, Gastwirth, Grenzstr. 10. Einnahme: Auf Listen ohne a gesammelt 4 541, Drucksachen Ausgabe: Mr. Mt. 968, Streifunterstügung... 11 153, Auf Listen mit a gesammelt 4 591,43 Schreibmaterialien und Porto 50,11 Vereine und Gewerkschaften Fahrgelder u. sonst. Ausgaben Berlins und Umgegend Auswärtige Vereine und Gewerkschaften Sonstige Einnahmen Anleihen . • • . . • Reise- Unterstützung. 1 954,76 Vergütung des Streiffomitees 196,98 Burückgezahlte Darlehen. 1500,-Zurückgezahlt am Textilarb.Verband 161, 192,55 28,15 142, 1500, 200, 100, 225,36 Summa 13 752,17 Zurückgez. an Millarg, Berlin Zurückgez. an Faber, Berlin Summa 13 752,17 Bilanz: Einnahme. Ausgabe. •. Rigdorf, im Dezember 1892. 18 752 m. 17 Pf. 13 752 17 " Revidirt und für richtig befunden: Gustav Uhlig. Julius Schmichen. Max Pause. Die ausführliche Abrechnung kommt in den nächsten Tagen zum Vers sand. Anfragen sind zu richten bis 1. März 1893 an E. Kellner, Riydorf, Ziethenstr. 66. 329/5 „ Zum Prophet' Welthaus für Herren- und Knaben- Garderoben. Etage. Am Dönhoffplatz. Etage. I. I. Ecke Leipziger und Kommandanten- Straße. Um zu räumen, kommen zum Ausverkauf ohne Rücksicht auf deren bisherige Preise: Ein Posten Winter- Paletots Ein Posten Bandh- Paletots f. starke Herren Ein Bosten Pellerinen- Mäntel Ein Posten Hohenzollern- Mäntel Ein Posten hochfeine Paletots in Frisé, Montagnac, Düffel, Velour mit Cloth, Stepp- und Seidenfutter von 8 M. an. 12 " " " 10 " " " 21 " " " " " " Ein Posten Kaiser- Mäntel. Ein Posten kompl. blaue Cheviot- Anzüge Ein Posten kompl. feinere Anzüge Ein Posten Gehrock- Anzüge, hochfein. Ein Posten Hofen in Burkin, Kammgarn 2c. Ein Poften Nouveauté- Hosen " " " " " • " " " 26 " " " " " " Ein Posten Haus- und Jagdjoppen in Loden 2c, " " " " " " Ein Posten Interims- Joppen, elegant Ein Poften Schlafröcke in Double 2c. Ein Posten Schlafräche in Velour, Frisé 2c. Ein Posten Westen, hochfein. • " " " " " " 10 " " " 11/2 " " " " " " Ein Posten Knaben- Anzüge, schwere Waare Ein Posten Burschen Anzüge in Satin, Velour 2c. Ein Posten Jünglings- Anzüge in Cheviot, Tuch 2c. மவகை கடிக்சு 5 " "" 7 17 # D Ein Posten Knaben- Paietots mit und ohne Pellerine, sowie HohenzollernMäntel zu äußerst billigen Preisen. Händler und Wiederverkäufer erhalten auf obige Waaren keinen Rabatt. Bekanntmachung. Wir theilen hierdurch mit, daß wir vom 1. Januar 1893 ab den Preis elektrischer Energie für gewerbliche Zwecke auf 20 Pfg. für 1000 Wattstunden 3610L* Sonntag, den 29. Jannar, Vormitt. 10 Uhr, im ,, Louisen- ermäßigt haben. Auskunft wird in unserem Bureau Schiffbanerdamm 22 èr Homöopathische Klinik, Brunnen- städtischen Klubhause", Annenstraße 16: Uebungsstunde. theilt. Berliner Electricitäts- Werke. straße 40. Spr. 11-12, 4-5. Stg.9-10. 3ahlreiches und pünktliches Erscheinen der Mitglieder ist nothwendig.[ 157/18 Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilagen 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 23. Parlamentsberichte. Dentscher Reichstag. Abg. Graf Ballestrem bemerkt, daß die Herstellung einer neuen Ausgabe durch die Krankheit des mit der Ausarbeitung betrauten zweiten Bibliotheksbeamten verzögert worden sei. Abg. Bebel( soz.) regt an, daß von jetzt ab zu dem neuen Katalog auch fortlaufende Nachträge erscheinen möchten. Das Interesse der Reichstagsmitglieder dürfe unter der Erkrankung eines Reichstagsbeamten nicht leiden. Abg. Brömel( dfr.) schließt sich diesen Klagen an. Mit dem gegenwärtigen Personal werde man allerdings nicht auskommen. Der vortreffliche Gelehrte an der Spitze der Bibliothek werde bei allem Eifer nicht in der Lage sein, allen Wünschen aus der Mitte des Reichstags zu genügen. Abg. Bamberger( dfr.): Leider hat die Bibliothekkommission des Hauses in der letzten Zeit schmerzliche Verluste erlitten, welche ihre Thätigkeit erheblich gehindert haben. Der Tod des Abg. Reichensperger hat eine große Lücke in die Kommission geriffen, und es wäre sehr angebracht, wenn der Präsident auf die Ergänzung dieser Lücke hinwirken wollte. Abg. Lingens( 3.) erflärt ebenfalls die schleunige Herstellung des Katalogs für dringend wünschenswerth, indessen erfordere eine solche umfassende wissenschaftliche Arbeit immerhin einige Jahre. Abg. Baumbach( dfr.) stimmt der letzten Auffassung zu. Man werde zu erwägen haben, ob nicht statt des franken Assistenten ein anderer oder zwei neue angestellt werden müssen, um die Vollendung des Katalogs in die Hand zu nehmen. Abg. von Unruhe- Bomst( Reichspartei) hält dafür, daß man doch mit dem bedrängten Beamten Nachsicht haben müsse. Abg. Bebel: Alle halbe Jahre ein Nachtrag würde genügen. Längere Nachsicht ist nach Jahre langem Warten doch wohl nicht mehr am Plate; wenigstens follten Aushilfskräfte engagirt werden, um die möglichst rasche Ausgabe der noch aussiehenden beiden Theile zu bewerkstelligen. Freitag, den 27. Januar 1893. 10. Jahrg. vers diesen Ausdruck einem in der Fachzeitschrift„ Landwirthschaftliche lungen im Gange find, verzichte ich hier zu sprechen. Ueber die Thierzucht" enthaltenen Ausruf; der Aufruf soll kolossales Auf- Wünsche der Landwirthschaft ist an anderer Stelle genügend nach sehen erregt und Hunderte von zustimmenden Zuſchriften zur außen gesprochen worden. Uusere Kunst bei den HandelsFolge gehabt haben.( Hört! hört! links.) Nachträglich freilich verträgen hat darin bestanden, daß wir alle Forderungen der 31. Sigung vom 26. Januar 1893, 1 Uhr. hat Herr Ruprecht Rauchern, der Verfasser des Aufrufs, diese anderen Seite, sowohl der Schweiz, wie Italiens, ohne weiteres Am Bundesrathstische: Graf Caprivi, v. Bötticher, Aufforderung an seine Berufsgenossen, unter die Sozialdemo- bewilligten. Diese Länder, nicht wir, haben den Vortheil von b. Marschall, v. Malzahn u. a. fraten zu gehen, etwas abgeschwächt, und zwar mit der Moti- den Verträgen. Das französische Verhältniß gegenüber der Das Haus tritt in die zweite Berathung des Etats für 1893/94 virung, daß diese Aufforderung als unvorsichtig"( Große Heiter- Schweiz mag ja nicht ganz zu billigen sein, aber es billigt ein und beräth zunächst den Etat des Reichstags( Ausgaben feit) erscheinen müsse; der Ausdruck sei nur cum grano salis zu feineswegs die Art und Weise, wie unsere Unterhändler operirt 423 853 M.) verstehen. Hier liegt wohl ein Pröbchen der neuen konservativen haben. Unverständlich ist doch auch, warum man den AmeriAbg. Heine( soz.) befürwortet die beschleunigte Herstellung Demagogie vor, von welcher fürzlich auf dem Parteitage der fanern die Vertragssäge gewährt, den Russen aber nicht. eines neuen Katalogs der Reichstags- Bibliothek, da der letzte Deutschkonservativen die Rede gewesen ist. Neben den wirth- Redner stellt bei dieser Gelegenheit fest, daß er Recht gehabt schon vor 10 Jahren fertiggestellt wurde und die nöthigen Er- schaftlichen Vortheilen der Handelsverträge erwächst aus den habe, als er im vorigen März gegenüber dem Freiherrn von gänzungen durchaus ungenügend sind. felben eine allgemeine Besserung der politischen Lage überhaupt. Marschall behauptete, die Franzosen hätten niemals daran geAllerdings war es eine bevorzugte Theorie Bismard's, daß man dacht, den Amerikanern ohne Gegenleistung ihren Vertragstarif politisch freundschaftlich, handelspolitisch feindselig dem Nachbar zu bewilligen. Amerika habe also ein sehr gutes Geschäft gegegenüber stehen tönne. Diese Theorie verliert aber, wie überall, macht, wenn es unsere deutschen Getreidezölle ohne Gegenleistung so auch in Deutschland mehr und mehr Anhänger, anderswo hat bewilligt erhielt. Die Ausführungen des Herrn Barth über die sie überhaupt keine. Dagegen fommt die Anschauung wieder zu amerikanische Arbeit stehen in direktem Widerspruch mit denen Ehren, daß man neben der politischen Freundschaft auch auf ein der Sozialdemokraten.( Widerspruch bei den Sozialdemokraten.) menschenwürdiges, handelspolitisches Verhältniß anstreben muß. In der Freisinnigen Zeitung" des Herrn Eugen Richter war Im Politischen Jahrbuch der schweizerischen Eidgenossenschaft im vorigen Jahre direkt gesagt, daß nichts verkehrter sei als zu wird anerkannt, daß der beständige Zollkrieg mit dem Auslande glauben, daß diese Handelsverträge der Ausfuhr einen Aufdie größten politischen Verstimmungen zur Folge haben muß, und schwung gäben.( Hört! und Lachen rechts.) Das hat Herr es sei deshalb der Abschluß der deutschen Handelsverträge in ganz Richter gesagt; eine so harte Kritik habe ich an den HandelsEuropa als ein großes Wert des zweiten Reichstanzlers begrüßt verträgen nicht geübt und werde sie auch heute nicht üben.( Beiz worden. Diese Auffassung wird unterstützt durch den Hergang fall rechts.) bei den Handelsvertrags- Verhandlungen zwischen Frankreich und Staatssekretär v. Marschall: Ich müßte meine ganze der Schweiz. Alle Welt ist einig, daß Frankreich einen verhängniß- Rede vom vorigen Jahr wiederholen, wenn ich den Herrn Grafen vollen politischen Fehler gemacht habe, sich mit der Schweiz in Kanis heute hier widerlegen wollte. Aus der Zollpolitik der einen 3ollfrieg einzulassen. Schon im vorigen Jahre hat der Vereinigten Staaten und Frankreichs haben wir die Konsequenzen Präsident des schweizerischen Bundesraths, Droz, mit Genug zu ziehen, welche wir für die richtigen halten, und diese Haltung thuung darauf hingewiesen, daß im deutschen Handelsvertrage ist von sehr einschneidender Bedeutung gewesen bei den Vor mit der Schweiz ein Schiedsgericht für Handelsvertrags- Streitig arbeiten der Handelsverträge. Bezüglich der Verhandlungen mit erkläre ich, feiten vorgesehen ist. Ich bitte den Reichskanzler, dieſem frucht- Rußland daß solche Besprechungen im baren Gedanken mehr Raum zur praktischen Ausgestaltung zu Gange sind, welche den Zweck einer Verständigung ver Wir und bieten unseren Konventionaltarif verschaffen. Die Handelswelt Deutschlands ist vollständig von folgen. von der Nothwendigkeit durchdrungen, daß mit den schon genannten langen Rußland eine Ermäßigung des Zolltarifs. europäischen Ländern Handelsverträge abgeschlossen werden, wenn Wenn der Graf Kanik ein noch so schroffer Gegner des Vertragsauch keine großen Konzessionen von uns oder von der anderen Seite verhältnisses mit Rußland ist, so gebe ich doch die Hoffuung nicht gemacht werden sollten. Die agrarische Presse erweckt seit langem den auf, daß auch er für den Vertrag stimmen wird, wenn derselbe Glauben, daß, wenn es nicht gelingt, von Rußland ganz ungeheure genügende Konzessionen enthält. Daß in einer so turzen Spanne Konzeffionen zu erlangen, dann von einem Handelsvertrage mit Beit eine günstige Wirkung der Handelsverträge sich schon diesem Lande gar nicht die Rede sein könne. So liegt die Sache nicht; statistisch manifestiren tönnte, ist einfach eine Unmöglichkeit. Die das ist auch gar nicht die wahre öffentliche Meinung Deutschlands. Import- und Exportzahlen von 1892 mit 1891 verglichen ergeben Wird mit einem dieser vier Länder ein Vertrag geschloffen, so allerdings eine Unterbilanz, aber 1888/89 hat sie über 800 Millionen, werden sich bei der Berathung desselben im Reichstag die agrari- 1890/91 über eine Milliarde betragen. 1892 hat in den ersten Abg. v. Levehow: Der Grund für die Verzögerung des schen Gegner in derselben ohnmächtigen Minderheit befinden, zehn Monaten verglichen mit 1891 allein in Weizen Mehreinführ neuen Katalogs ist, wie erwähnt, die Erkrankung des betreffen wie vor einem Jahre.( Lebhafte Zustimmung lints, Unruhe von 87 Millionen Mark stattgefunden.( Hört! links). Die Einden Beamten. Ich habe seine zwangsweise Penfionirung herbei- rechts.) Die Ereignisse in der nordamerikanischen Union, die fuhr von Getreide liegt doch nicht in den Handelsverträgen, sonführen wollen; es ist mir aber Aussicht gemacht worden, daß er Mehrheit der Tarifreformer in dem Repräsentantenhause und dern in der schlechten Ernte von 1891 begründet. Die Minderwiederhergestellt werden wird, und ich habe geglaubt, nicht ohne selbst im Senat wird dort in unabsehbarer Zeit eine doppelte ausfuhr von Zucker, die ebenfalls außer allem Zusammenhang Weiteres einen alten verdienten Beamten von seinem Poften ent- Aenderung der Verhältnisse herbeiführen. Nicht zu leiden werden mit den Handelsverträgen steht, beträgt in demselben Zeitraum fernen zu sollen. Die Sache befindet sich in der Schwebe und wir darunter haben, daß die Vereinigten Staaten zu einem ge- 33 Millionen. Diese beiden Summen übertreffen also schon die wird erst Ende April entschieden sein. mäßigten Freihandelssystem übergehen, sondern wir werden da- ganze Unterbilang. Es läßt sich mindestens behaupten, daß, wenn Damit schließt die Diskussion. Der Etat des Reichstags durch erheblich gestärft werden. Mit Sicherheit ist vorauszusehen, die Handelsverträge nicht abgeschlossen wären, die Zahlen der wird bewilligt. daß die veränderte Zollpolitik bei den Rohmaterialien und Halb- Unterbilang noch viel ungünstiger erschienen wären. Die Regierung Beim Etat für den Reichskanzler und die Reich 3- fabrikaten einseßen wird. Die Arbeit ist in Amerika billiger als hat doch nicht aus Willkür die Handelsverträge geschlossen. kanzlei ergreift das Wort in Europa und daher auch die Arbeitsleistung. Wenn wir uns Wir haben vordem von unserer Zollautonomie ausgedehnten Abg. Dr. Barth( dfr.): Die Vorgänge im preußischen Ab- also nicht die gewaltigste Mühe geben, werden die Amerikaner Gebrauch gemacht. Der 1. Februar 1892 bedeutet für uns, geordnetenhause legen es uns nahe, hier die Frage der jetzigen uns ohne allen Zweifel über kurz oder lang auf dem Weltmarkt daß die Meistbegünstigungsklausel infolge der Tarifpolitik der orden wäre, Handelsvertrags- Politik, welche durch den jezigen Reichskanzler die stärkste Konkurrenz machen. Wir müssen deshalb wünschen, anderen Staaten ein werthloses Stück Papier inaugurirt worden ist, anzuschneiden. Die Verhandlungen im daß jene Politik der Handelsverträge sich weiter entwickelt; man wenn wir nicht durch Tarifverträge diefer Gefahr zuvorkommen. Abgeordnetenhause haben die Tendenz gehabt, soweit es sich um darf nicht zurückfallen in die schutzöllnerische Politik der früheren Bewahrten wir die Autonomie unseres Zolltarifs, hätten wir die Auslaffungen der Agrarier handelte, weitere Handelsverträge, Beit. Nur so werden wir den großen Kampf auf dem Welt- abwarten wollen, was die anderen Staaten mit unserem Export Wir haben Vorsprünge vor den machten, so wären wir zu spät gekommen. Graf Kanig will insbesondere einen solchen mit Rußland zu hintertreiben. Die markt bestehen können. Herren haben dort die erregtesten Klagen erhoben und prophezeien Amerikanern, sie liegen in der alten Kultur und in dem überhaupt nichts von Tarifverträgen wissen. Er sagt: Laßt uns ganzen Anzahl exportirter Spezialis nur die Getreidezölle von 5 M., was aus dem Export wird, ist eine unerhörte Steigerung der Noth der Landwirthschaft, wenn Vorhandensein einer drüben noch es zu einem solchen Vertrage kommen sollte. Diese Klagen täten, die die Industrie nicht herstellt. mir egal!( Sehr richtig! links.) Der Schutz der nationalen Arscheinen mir nicht sehr ernsthaft zu nehmen zu sein, Aber das kann sich alles leicht und schnell ändern. Deshalb beit war der Grundzug der Beschlüsse von 1879; aber ist denn um so mehr als das preußische Abgeordnetenhaus nur müssen wir unsere Arbeit selbst verbessern und die Laften, die der Export nicht auch ein Theil der deutschen Arbeit? Er ist bis zu einem gewissen beschränkten Grade als eine eigentliche ihr unser Schußzollsystem aufgepackt hat, abschütteln. Ich schließe sogar zu einem recht hohen Theile hochgelohnte Arbeit. Unsere Volksvertretung anzusehen ist.( Sehr gut! und Heiterkeit links.) mit dem Wunsche, daß dem Reichskanzler der Abschluß neuer Ausfuhr ist also nicht blos wirthschaftlich, sondern auch sozialpolitisch ein bedeutsamer Faktor. Die Preisgabe dieser Inter Die Vertheidigung der Regierung auf diese grimmigen Angriffe Handelsverträge gelingen möge.( Beifall links.) ist eine so schwächliche gewesen, daß man an dieser Stelle hier Abg. Graj Kanik( dk): Es wäre doch wohl angemessen essen wäre ein Rückschritt gewesen. Die Unterscheidung zwischen darauf zurückkommen muß. Die preußische Regierung steht doch gewesen, wenn die Freifinnigen von ihrer Absicht, hier die Interesse der Landwirthschaft und des Großgrundbesizes kann mit der Reichsregierung in einem gewissen freundschaftlichen Handelsverträge zu besprechen, den andere Parteien vorher Kennt- ich nicht anerkennen; wenn es der Landwirthschaft schlecht geht, Verhältniß( Heiterkeit), aber sie hat keine Bertheidigung in aus niß gegeben hätten.( Widerspruch links.) Ich habe erst vor tann es dem Grundbesitz unmöglich gut gehen. Aber die Ver reichendem Maße unternommen, außer einigen, leisen homöo- 2 Stunden in der Börsenenquete- Kommission von dieser Absicht treter der landwirthschaftlichen Interessen sind nicht auf dem rich pathischen Bemerkungen des Herrn Miquel, der wohl das jetzige erfahren. Ich muß nun zunächst dagegen protestiren, daß Herr tigen Wege, wenn sie prinzipiell gegen Tarifverträge Front machen. gute Verhältniß zu den Agrariern nicht stören wollte( Heiterkeit). Barth Ausdrücke wie„ töricht" auf die Gefeßgebung anderer be- Die Anhänger der Getreidezölle haben stets behauptet, dieser Die Gegner der Handelsverträge haben jeden Nußen derselben freundeter Staaten anwendet, wie er es bezüglich der Mac Kinley- 3oll übe blos eine regulirende Wirkung aus, tomme aber niebestritten und einen großen Schaden derselben für die Land- Bill gethan hat. Er liebt überhaupt übertriebene Ausdrücke; so mals in feiner ganzen Stärke preisvertheuernd zur Geltung. Das wirthschaft behauptet. Dem stelle ich entgegen, daß große, weite sprach er neulich davon, daß Leroy- Beaulieu, der Freihändler, hat sich nicht bewahrheitet. Der Preis überstieg den WeltmarktKreise der Gewerbetreibenden in Deutschland diese Verträge mit der einzige hervorragende Franzose sei, der aus dem Panama preis um den vollen Betrag von 50 M. pro Tonne, und gerade großer Freude begrüßt haben.( Sehr richtig! links. Graf Ranit: Sfandal mit reinen Händen hervorgegangen sei.( Widerspruch Graf Kanit hat diese Wirkung des Zolles hier im Reichstage Sehr unrichtig.) Ich verweise auf die Urtheile der Handels- des Abg. Barth.) Er hat das allerdings gesagt, aber im steno: öffentlich beklagt. Wenn der Getreidezoll so hoch steht, daß er fommern, von denen 107 mir vorliegen, die sich über alle In- graphischen Bericht den Ausdruck sehr abgeschwächt.( Unruhe einer einzigen Mißernte nicht Stand halten kann, so muß er der dustriebezirke Deutschlands vertheilen. Mit ganz verschwindenden links.) Ich bedauere sehr, daß im Deutschen Reichstage mit solchen Landwirthschaft auf die Dauer zum größten Schaden gereichen. Ausnahmen sind sämmtliche Urtheile darin einig, daß es auf Kraftausdrücken operirt werden kann. Herr Barth nennt auch Die Frage stand damals nicht so, daß wir die Vortheile ins das Wärmste zu begrüßen sei, daß die Politik Bismarck's zu das Preußische Abgeordnetenhaus eine Volksvertretung im be Auge zu fassen hätten, sondern wie wir es zu machen hätten, Ende ist und daß jezt wieder mit unseren Nachbarstaaten Ver- schränkten Maßstabe. Er hat mit diesem Ausdrucke sehr Unrecht, um die schweren Nachtheile zu verhindern, welche der 1. Februar träge abgeschlossen werden. Es find Handelskammern darunter, gerade so unrecht wie mit der Identifizirung des Herrn von Plöß, 1892, das Ablaufen aller Tarifverträge, unfehlbar über Deutschwelche bisher auf dem extremsten schutzöllnerischen Standpunkt meines Fraktionsgenossen im Abgeordnetenhause, mit dem Aufruf land herausbeschwor. Redner weist dies im einzelnen an der gestanden haben. Man wünscht daneben, daß auf diesem aus der Kreuz- Zeitung". Was die Schutzölle betrifft, so hat Lage der handelspolitischen Beziehungen Deutschlands zu der Wege fortgeschritten werde, daß es nicht zu Differenzial niemand unter dem Verlassen dieses Systems mehr zu leiden ge- Schweiz nach. Den Vortheil der Stabilität der Zölle hat Graf zoll Tommt, sondern daß mit Rußland, Rumänien, habt als ich selbst. Ich habe die besten Jahre meines Lebens Kanitz für die Industrie anzuschlagen ganz vergessen. Die Zölle Spanien, Portugal Verträge abgeschlossen werden. Natür darauf verwendet, die Schutzölle zu der Höhe zu bringen, welche sind auf 12 Jahre gebunden. Jede Industrie hat uns erflärt: lich haben alle Handelskammern auch noch ihre separaten fie bis zum vorigen Jahre gehabt haben. Die Berichte der lieber den höheren Zoll auf 12 Jahre, als einen niedrigeren auf Schmerzen, namentlich darüber, daß man sie nicht ausführlich Handelskammern können für uns nicht maßgebend sein. In nur 8 oder 14 Tage. Die Verträge sind für unsere deutsche über ihre Stimmung in diesem oder jenem Punkte vor dem Ab- Handelskammern haben die Kaufleute, der Handelsstand, die Wirthschaft ein wohlthätiges und nützliches Werk gewesen, und schluß der Handelsverträge gefragt hat; aber ihr Urtheil über Mehrheit. Der ist ja naturgemäß auf die Freiheit des Handels der Reichstag hat sich den Dank der Nation verdient dadurch, den Nutzen der neuen Politit ist so gut wie einmüthig. Nach angewiesen. Die Industrie hat mich im vorigen Jahre in einer daß er dieselben rasch und mit so großer Majorität angenommen einem Jahre ist es noch nicht möglich, die Erfolge solcher neuen Menge von Zuschristen aufgefordert, einer zu starken Herabsehung hat!( Beifall links.) Abg. Nickert( dfr.): Die Stellungnahme des Staatssekretärs Politik statistisch aller Welt vor Augen zu führen. Die hohen der Zölle entgegenzuwirken; die Stimmen der Industrie können Lebensmittelpreise von 1891 haben das Meiste dazu gethan, dies also auch nicht gegen uns verwerthet werden. Im Jahre 1892 bestärkt mich in der Hoffnung, daß die Angriffe der Agrarier zu verhindern. Noch weit unberechtigter ist das andere Bedenken hat sich die Einfuhr Deutschlands um 59 Millionen vermehrt, auf den Reichstanzler im Abgeordneteuhaus ohne Erfolg bleiben der Agrarier, daß die Noth der Landwirthschaft durch diese die Ausfuhr um 11 Millionen abgenommen( Hört! rechts), für werden. Für uns ist es eine gewisse Genugthuung, daß wir aus Politik gesteigert werde. Man hat, wie immer wieder wiederholt die Handelsbilanz ein sehr schlimmes Symptom, und man hat dem Munde des Herrn von Marschall jetzt Ideen vortragen werden muß, streng zwischen den Interessen des Grundbesitzes ein Steigen der Ausfuhr prophezeit. Der Hinweis auf Frank- hören, welche wir seit Delbrück's Tagen vergeblich zur Unund denen der Landwirthschaft zu unterscheiden, die keineswegs reich beweist auch nichts. Dort hat die Einfuhr abgenommen erkennung zu bringen versucht haben, vor allem die Würdigung zusammenfallen. Die sehr starken Preisniedergänge bei Weizen und die Ausfuhr ist auf derselben Höhe geblieben. Unsere der Exportindustrie. Graf Kanit beschwert sich darüber, daß er rnd Roggen sollen auch eine Folge dieser Handelsverträge sein. Industrie hat von den Handelsverträgen nichts zu hoffen, die nichts von unserer Absicht vorher erfahren habe. Ja, ich selbst ist ebenfalls zurückgegangen. habe erst durch ihn zu Anfang der Sigung davon gehört. Wir Tiefe Behauptung ist eine geradezu absurde. Zwischen jetzt und Ausfuhr nach Desterreich daß die Preise für sind also nicht von Parteiwegen vorgegangen. Aber was ist vor 1/2 Jahren hat sich der Preis pro Tonne durchschnittlich um Wir sind jetzt glücklich so weit, die Produktionsfosten herabgesunken sind. denn im preußischen Abgeordnetenhause geschehen. Beim Etat 100. ermäßigt; der Grund liegt in der vorzüglichen Ernte Cerealien unter von 1892; dazu fommt bis zur Höhe von 15 M. die Wirkung Der deutsche Landwirth setzt gegenwärtig an jeder Tonne Roggen der Domänen hat Herr von Erffa eine große Rede gegen die der Ermäßigung der Getreidezölle. Mehr aber können doch die zu. Die Ernte von 1892 ist keineswegs allgemein eine fo groß Handelsverträge gehalten und die Debatte darüber hat drei Tage Großgrundbesitzer den Handelsverträgen nicht vorwerfen, als artige, vorzügliche gewesen; ich kann das aus persönlicher Er gedauert.( Zwischenruf rechts.) Das hätten wir uns denken diesen einen Umstand. Die gegenüberstehenden allgemeinen fahrung bezeugen. Mit den niedrigen Preisen müssen wir dem können?( Große Heiterfeit.) Ihnen fann man allerdings manches Interessen werden allerdings von diesen Fanatikern immer Ruin entgegengehen. Viel lieber wäre es uns, wir hätten er zutrauen, aber das hätten wir doch nicht erwartet, daß sie uns vollständiger übersehen und ignorirt. Die heutige Kreuz- träglich hohe Preise, und der Arbeiter litte keine Noth.( Lachen diese Debatte dort plöglich über die Ohren ziehen würden. Beitung" enthält einen Artikel des Herrn von Plöß, in links.) Ja, zunächst muß doch der Arbeiter Geld haben, um die( Heiterkeit.) Graf Kanit hat doch wirklich mehr Anlaß, hier welchem allen Ernstes Agrariern empfohlen wird, Nahrungsmittel zu faufen! Wenn Nothstände herrschen, wenn sich als Volksvertreter zu fühlen als drüben, wo er unter dem unter die Sozialdemokraten zu gehen( Große Heiterkeit), die Arbeitslosigkeit permanent ist, nüßen dem Arbeiter auch die elendesten aller Wahlsysteme" gewählt ist.( Unruhe rechts.) um die Regierung ihre Macht fühlen zu lassen.( Erneute Heiter billigsten Getreide- und Lebensmittelpreise nichts. Ueber die neuen Ja, wir führen Ihnen, auch wenn Sie es nicht gern hören, feit und Bewegung.) Der Artikel des Herrn von Plötz entnimmt Handelsverträge, welche geplant sein sollen, worüber Berhand- I die Autorität des Fürsten Bismarck an, wenn es uns paßt.( Ernente 3wischenruf erechts.) Wie können Sie uns auf Ahlwardt verweisen?| Graf Ranih tadelt es, daß ich von einer„ thörichten" Politik der Organe gehabt und als solche etwa auch äußerlich,- sei es Die fonfervative Partei will uns das vorhalten, diese Partei, Mac Kinley- Bill gesprochen habe. Die Amerikaner werden über durch Uniform oder Dienstmüße zc, erkennbar gewesen seien. die gegenüber den antisemitischen Wühlereien wie vom Erdboden die Milde dieses Urtheils verwundert sein, denn in Amerika ist Durch diese neuen Erhebungen ist die Entscheidung über die verschwunden ist und auch in Liegnih nur als schattenloses ein völliger Umschwung eingetreten. Verbrecherisch, niederträchtig, Giltigkeit der Wahl des Abg. Schier wieder auf Monate hinaus Wesen auferstehen wird!( Große Heiterfeit.) Aus dem, was diebisch hat man diese Politik in Amerika genannt.( Heiterkeit.) geschoben. " " Herr von Plöz in der Kreuz- Zeitung" schreibt, sieht man ja, Redner berichtigt die Auffassung des Grafen Kanit von seiner wo die selbständige konservative Partei schließlich hinkommt. Bemerkung über Leroy- Beaulieu auf Grund des stenographischen Ju der gestrigen sechsten Signug der MilitarkomWas Graf Kanik hinter den Koulissen bis 1871 gewirkt hat, läßt Berichtes und fordert den Grafen Kanis auf, seinen Frrthum zu missions sand immer noch General diskussion statt. fich nicht wieder durchbringen der jezigen Regierung gegenüber. berichtigen. Als erster Redner erhielt das Wort„ König Stumm", Sie wollten durch Ihren dreitägigen Sturmlauf den preußischen Abg. Graf Kanit erklärt, daß er zu dem Irrthum ge- welcher der Anschauung Ausdruck giebt, daß es eigentlich überLandwirthschaftsminister stark machen, daß er sich den Handels- kommen fei, auf Grund des Berichtes zweier Blätter, der Kreuz flüssig fei, die allgemeine Diskussion fortzusetzen. Er wolle sich vertrags- Verhandlungen mit Rußland entgegensetzte und es ver- Zeitung" und des„ Börsen- Kurier", also sweier ganz verschiedenen aber doch, weil über die Kommissionssitzungen in breitester hindeze, daß Preußen im Bundesrathe damit vorgehe. Dieser Parteirichtungen angehöriger Blätter. Redner bleibt dabei, daß Deffentlichkeit berichtet werde, gegen die letzten vier Redner Ihr Plan ist aber gescheitert. Glauben Sie denn, es geht allein der Vertrag mit der Schweiz fein großer Erfolg für Deutsch- wenden. Dem Abg. Bayer gegenüber behauptet er, daß sich im in der Landwirthschaft infolge schlechter Ernten schlecht? Wenn lands Unterhändler sei; denn der schweizer neue Bolltarif war, Volte immer mehr Wärme für die Vorlage geltend aber andere Erwerbszweige leiden, flagen die Herren Agrarier wie die Freisimmige Zeitung" sagte, nur ein papierner Popanz, mache, namentlich in Baden und Württemberg und in der nicht. Ich selbst habe im preußischen Abgeordnetenhause auf die mit dem man Deutschland schrecken wollte, was man auch er- bayerischen Pfalz. Bebel habe für die Vorlage" gesprochen, Rhederei hingewiesen. Wenn Sie Feinde einer Differenzialzoll- reicht hat. da er geäußert, man könne nicht blos 60 000, fondern sogar Politik find, dann sind wir ja einig, und ich verstehe Ihre Staatssekretär v. Marschall: Die Unterhändler trifft feine 120 000 Rekruten mehr einstellen, allerdings bei viel Stellungnahme nicht. Dann müssen Sie doch mit uns für den Verantwortung für den Abschluß des Vertrags, sie haben nach türzerer Dienstzeit und im Rahmen des Milizheeres, russischen Handelsvertrag stimmen. Mit der Noth der Landwirth- ihren Instruktionen gehandelt. Daß der schweizer Generaltarif auf welches aber die Regierung unter gar keinen Umständen einschaft haben Sie auch diesmal wieder im Abgeordneten- tein Popanz ist, beweist der Umstand, daß er Frankreich gehen könne. Warum? Darum!- Dem vom Dr. Lieber in hause die berüchtigte Währungsdebatte verknüpft, um gegenüber jetzt in Anwendung ist.( Sehr richtig! links.) die Diskussion geworfenen Wahlspruch:" Lieber bayerisch die nicht ganz Unterrichteten einzufangen. Wie ein Daß die Schweiz beim Ablauf der Verträge einen Generaltarif sterben als taiserlich verderben" fetzt er die wenig Gespenst soll nach Herrn von Minnigerode der Handels- autonom aufgestellt hat, ist sehr begreiflich. Die Schweiz war geistreiche Variante entgegen: Bayerisch leben und im vertrag lähmend auf die Landwirthschaft einwirken. Nach vorher Jahre lang gebunden durch Tarifverträge. Wir haben Reich gedeihen." Die Prophezeiung, daß die Deutschen den Aeußerungen der Herren mußte die Politik des jetzigen diese Zeit benutzt, um unsere Zölle dreimal zu erhöhen. Wir durch die fortgesetzten Militärlasten eine Nation von Bett Reichskanzlers fast als Landesverrath erscheinen. Den landwirth, fönnen es der Schweiz nicht verdenken, daß sie ähnlich verfahren lern werden würden, sei eine maßlose Uebertreibung, allerdings schaftlichen Minifter von Heyden, der sich dazu hergegeben hat, ist. Wir können doch nicht für uns das Recht in Anspruch sei Deutschland im Vergleich zu Frankreich vor 20 Jahren ein armes fich mit dem System der Handelsverträge zu befreunden, hat Herr nehmen, schutzöllnerisch zu sein und anderen Staaten zumuthen, Land gewesen, heute aber schwimme es förmlich in Wohlstand. von Kröcher geradezu zum Abtritt aufgefordert.( Stürmische an- daß sie freihändlerisch bleiben oder werden sollen! Die Ziffernangaben des Abg. Hinze seien durch den General dauernde Heiterkeit.) Die Agrarier haben nicht nachgelassen Abg. von Frege bezweifelt, daß der Präsident Cleveland v. Goßler widerlegt worden. Die gesetzliche" Festlegung immer und immer zu bohren, um Erhöhung der Getreidezölle zu in der Silberfrage eine Stellung einnehmen wird, welche eine der zweijährigen Dienstzeit sei ihm sympathisch, nicht aber erlangen; daß diefes Treiben durch die Handelsverträge ver- Abschaffung der Bland Bill herbeiführe. Man wird in Amerika die verfassungsmäßige, durch welche die Regierung an hindert ist, das ist der Schmerz, der Sie zu diesen Kapriolen immer auf die Silberinteressen Rücksicht nehmen. das Parlament ausgeliefert würde, welches später auf den veranlaßt. Als die Schutzzollpolitik tam, verwies man uns stets Abg. Barth bestreitet die Richtigkeit der Auffassung des Einfall kommen könnte, die erforderliche Präsenzziffer nicht mehr auf die ehrliche Probe; jetzt soll diese ehrliche Probe gelten. Un- Herrn von Frege und weist das Zeugniß der Zeitungsberichte zu bewilligen. Er wolle also die gefeßliche Festlegung", aber begreiflich ist es geradezu, daß die Vertreter der Landwirthschaft zurück, da Graf Kanit bei der fraglichen Debatte zugegen war auf keinen Tag länger, als auf die Dauer des vorliegenden Geim Osten gegen den Handelsvertrag mit Rußland sich erklären. und nicht nöthig hatte, sich auf Zeitungsberichte zu berufen. setzes. Auf Grund einer eigenen Rechnung" bringt er heraus, Unser armer Osten ist aufgerieben und ruinirt, wenn die Abg. Kanit meint, der Vorredner hätte ihn bei der da: daß man spielend leicht 65 000 Mann mehr einstellen könne. Trotzdem Grenzen nach Rußland nicht handelspolitisch geöffnet maligen Debatte gleich berichtigen sollen, worauf Abg. Barth er bekanntermaßen ein sehr versöhnliches Gemüth" werden. Wir schließen uns dem Wunsche an, daß der Abschluß bemerkt, er glaube dies gegen einen damals gemachten Zwischen habe, könne er doch dem Abg. Hinze auf dem Gebiete der von dieses Vertrages gelingen möge! ruf genügend gethan zu haben. demselben proponirten Vermehrung( 28 000 Mann) nicht entgegentommen, mit einer solchen könne man knapp die Verstärkung der Artillerie bethätigen, die vierten Infanterie- Bataillone müßten da ganz wegfallen. Auch das Angebot Bennigsens ( 40 000) befriedige ihn nicht. Was die Regierung für das, was fie verlange, biete, sei ein so bedeutendes„ Kompromiß", daß Die die Volksvertretung wohl darauf eingehen könnte. feitherigen Kommissions Verhandlungen hätten dem Reiche im Ausland schon unendlich geschadet und namentlich den fran zösischen Chauvinismus wieder erheblich geschürt. So wie die Regierung uns, den Abgeordneten, überlegen, seien die Abgeordneten den Wählern überlegen", deshalb dürfe man der Wißstimmung der letzteren nicht nachgeben. Mit einer recht mit dem unausbleiblichen Konflitt schließt Herr Stumm fein gegraulichen Schilderung der politischen Lage und der Drohung Darauf wird die Debatte gefchloffen und der Etat des Reichsfanzlers und der Reichskanzlei genehmigt. Schluß 534 Uhr. Nächste Sitzung Sonnabend 1 Uhr ( Etat des Reichsamts des Junern). Abg. von Frege( dk.): Es wird den Herren von der Zinken nicht gelingen, das Bild von der Lage der Landwirthschaft zu verwischen, welches die dreitägige Debatte im preußischen Abgeordnetenhaus entrollt hat. Wir stehen seit 15 Jahren unentwegt bei diesen handelspolitischen Fragen auf demselben Standpunkt. Die Landwirthschaft hat ihren Schwerpunkt im Inlande zu finden, fie ift die Nährmutter aller anderen Stände. Sie stecken uns auch heute wieder allerlei schöne Epitheta zu von Unersättlichkeit, abligem Kornwucher u. f. 1.; ich muß dagegen Zeugniß ablegen für die gemäßigten, maßvollen Forderungen, wie sie gerade die deutschen Agrarier seit 14 Jahren geltend ge macht haben. Die verbündeten Regierungen haben doch seinerDie Budgetkommission sette heute die Berathung des Marine Etats fort. zeit selbst einen Getreidezoll von 6 Mark vorgeschlagen. Unsere brachte die Frage der Kohlenringe und der Bevorzugung eng Der Abgeordnete Möller Klagen werden nie verstummen, bis sie gehört sind; sie konnten Parlamentarisches. mit " Richter meint, nach den einleitenden Worten des VorM bisher nirgends anderswo erhoben werden, als auf dem Zoll- lischer Kohlenofferten zur Sprache und suchte das Treiben der redetes Flugblatt ab. ebenso wie sein tarifgebiete, weil die Regierung unsere anderen Forderungen noch deutschen Kohlenringe zu vertheidigen immer nicht erfüllt hat, weder auf dem Gebiete des Unter- Fraktionsgenosse Hamm a cher. Die Abgeordneten Richter redners hätte man eigentlich erwarten dürfen, daß derfelbe stühungswohnfißes, noch in der Währungsfrage. Die Ergüsse in großer Mehrheit eine, von Richter beantragte Resolution an- elbst auf's Wort verzichtet haben würde; statt deffen thut Mißverständnissen der neueren politischen Maßnahmen im Volke. genommen, zu erklären, daß die Marineverwaltung bei dem in derselbe so, als ob er die Majorität oder doch mindestens eine Die allgemeine Unzufriedenheit rührt hauptsächlich daher, daß gebotenen finanziellen und wirthschaftlichen Rücksichten ent- lei, ob nur ein Dutzend seiner eigenen Freunde hinter ihm ſtehe. Der übergebenen Denkschrift geschilderten Bezug von Kohlen den starke Minderheit hinter sich hätte, während es noch zweifelhaft für den fleineren, den bäuerlichen Grundbesiverstand nichts geBezüglich der vom Reichskanzler in letzter Sitzung vorgebrachten prechend gehandelt hat". schehen ist, obwohl er unter der Ungunst der Verhältnisse am fprechend gehandelt hat". Biffern, Berichtigungen" gegenüber dem Abg. Bebel habe sich allermeisten zu leiden hat. Daher rührt auch die Entvölkerung Fünfte Sigung der VIII. Kommission( Aenderung des auf Grund der schweizerischen Militär Spezialetats herausdes platten Landes. Wir haben alle Ursache uns zu freuen, daß§ 180 u. f. 1. Str.-G.-B., sog. lex Heinze). Die heutige gestellt, daß Herr von Caprivi sich gewaltig ges Der Staatssekretär sich voll und ganz zu dem gemäßigten Schutz- Sitzung beschäftigte sich mit Berathung des§ 181. Nach dem täuscht habe, denn die Kosten des schweizerischen Milizheeres zollsystem bekannt hat, welches ich schon 1879 empfohlen felben soll die Kuppelei, felbst wenn sie weder gewohnheits- betragen in der That kaum die Hälfte von dem, was der habe. Ein Schutzzoll von 3,50 Mart auf 12 Jahre ist mäßig, noch aus Eigennut betrieben wird, mit mindestens einem Reichskanzler angegeben. Nach dessen Angaben bedeuten unter Umständen wirklich werthvoller als ein Zoll von 5 oder Jahre Zuchthaus und Ehrverlust bestraft werden, wenn der die schweizerischen Heeresausgaben in der Höhe von 38 Millionen 6 Mart, der jeden Tag wieder wegfliegen kann. Die Frage der Schuldige zu der verkuppelten Person in dem Verhältniß des so viel, als wenn Deutschland 688 Millionen im ordentlichen Währung aber muß endlich einmal in Angriff genommen werden. Ehemanns zur Ehefrau, von Eltern zu Kindern, von Seeresetat ausgeben würde. Nun seien aber in den Ziffern des Auf diesem Gebiete müssen Ronzessionen gemacht werden, dann Vormündern zu Pflegebefohlenen, von Geistlichen, Lehrern oder Kanglers die ganzen Ein- und Ausgaben der schweizerischen werden wir auch den Handelsverträgen sympathischer gegenüber- Erziehern zu den von ihnen zu unterrichtenden oder zu erziehen- Militärwertstätten und sonstigen militärischen Etabliffestehen. Die Lage der Landwirthschaft ist seit 14 Jahren so ge- den Personen steht. Stadthagen hob hervor, daß es unments mit aufgeführt, nach deren Abzug nur zirka drückt, daß man es den Bauern nicht verdenken fann, wenn sie billig erscheine, überhaupt und besonders hart auch in dem 20 Millionen übrig bleiben; ferner feien auch die Ausjede Maßregel, welche von freihändlerischer Seite auspofaunt Fall zu strafen, in dem zum Beispiel ein aus wer weiß gaben für Anschaffung der kleinkaliberigen Gewehre und wird, mit Mißtrauen betrachten und glauben, daß man ihnen welchen Gründen nachfichtiger Ehemann feiner Ghefrau den von Die Befestigungen mit in den ordentlichen Ausgaben feine Unterstüßung von Staatswegen bringen will, während wir dieser gewünschten Ghebruch gestatte. Schimpflich sei es, wenn aufgeführt. In Wirklichkeit reduzire fich demnach die es besser wissen, daß sie ihnen gewährt werden soll. Was die der Ehemann, die Eltern, der Vormund u. f. w. eigennützig Gesammtausgabe auf ca. 16 statt 38 Millionen, so daß das russischen Vertragsverhandlungen betrifft, so habe ich die fefte handele oder auf den Willen der zu verkuppelnden Person dahin schweizerische Heer um mehr als die Bälfte billiger Hoffnung, daß die russische Industrie ihre Schutzölle ihrer eigenen einwirke, daß sie die unzüchtige Handlung bulde oder vornehme. zu stehen komme, als das deutsche. Aehnliche Berichtigungen Regierung gegenüber so tapfer vertheidigen wird, daß es nicht Ein dahingehender Antrag wurde gestellt. Ferner aber habe das läßt der Redner den reichskanzlerischen Angaben bezüglich der so bald dazu kommen wird, hier in diesem Hause einen Handels- Reichsgericht, und wieder seitdem die meisten Gerichte Verdy'schen Pläne und den Goßler'schen Berechnungen der vertrag zu fanttioniren. Auch die Landwirthe unserer östlichen Deutschlands, im Jahre 1885 entschieden, daß Eltern mit russischen Heeresstärke zu theil werden. Nach einer in der Reichstags Provinzen dürften ihre Situation viel besser kennen, als Herr mindestens einem Jahre Zuchthaus und Ehrverlust wegen Kuppelei Bibliothek des vorhandenen Statistit Rickert. Der aus allen Handelskammer- Sekretären zusammen bestraft werden wüssen, wenn sie dulden, daß im elterlichen die französische Aushebung vom Jahre 1891 habe sich gesetzte Abg. Barth ist für uns keine Autorität für die günstige Haufe der Bräutigam ihrer Tochter beim„ Fensterln" oder in ähn- herausgestellt, daß von 12 000 Mann ca. 4000 noch vor der Wirkung der Handelsverträge. Wir wissen ja doch das eine licher Weise einen der Boltsfitte entsprechenden Verkehr bereits Ginkleidung als untauglich wieder entlassen" werden mußten. Auch schon, daß so und so viel Millionen uns fehlen, die uns der vor der Hochzeit pflegt. Es müsse straflos bleiben, was die Volks- die schweizerischen Aushebungsziffern gingen über die deutschen Schutzzoll brachte; wie sollen die Kompensationen beschafft fitte für nicht ungehörig erachtet. Er beantragt deshalb ferner nicht hinaus. Nach amtlichen Angaben haben sich in werden? Ohne das platte Land, ohne den Grundbesitz wieder den außerehelichen Verkehr Verlobter nicht als Ünzucht im Sinne Deutschland bei einer Steigerung der Aushebung auch die Ziffern zu prägraviren, wird es doch nicht abgehen, wenn auch nach des Kuppeleiparagraphen zu erachten, das Dulden dieses Ver- der Untauglichkeit gesteigert. Verfassungsmäßig sei die gerade jeber weiß, daß dies die schwächsten Schultern sind, denen tehrs im Elternhause also straflos zu lassen. Staatssekretär Einstellung Mindertauglicher, die nach dem Militärgefeß von die schwersten Laften auferlegt werden. Hanauer, die Abgeordneten Munckel, Gröber, Stöcker u. a. 1874 in die Erfahreserve gehören, in die Linie gar nicht Abg. Wilbrandt( dfr.): Wenn die Getreidezölle unverändert bekämpfen die Anträge. Nach einer ausführlichen Daraulässig. Im Gegensatz zu Caprivi habe General von geblieben wären und der Getreidepreis also heute 15 M. höher legung Bebels über die Nothwendigkeit, nicht unter Verby 1890 im Reichstage erklärt: Frankreich allein gegenüber stünde als er steht, hätte das die Herren Graf Kanit und Strafe im Boltsbewußtsein nicht als sei Deutschland start genug, v. Frege etwa verhindert, über die Nothlage der Landwirthschaft unehrenhaft erachtet, dessen Gegentheil vielmehr in iiegen, heute werde von der Militärverwaltung das Gegenzu flagen?( Sehr gut! links) Die ungünstige Handelsbilanz, einigen Orten Bayerns, Badens, Württembergs für etwas die theil behauptet. Solchen merkwürdigen Darstellungen gegenüber über welche Graf Kanit tlagt, liegt doch schon seit vielen Jahren Braut Beschimpfendes erachtet werde, wurde die Härte des be sei es doch wohl am Blaze, zu„ nörgeln". Unter den 125 127 Die Schutzzoll- Politik hat das richtige Verhältniß von Pro- stehenden Zustandes auch von anderen Seiten anerkannt und Mann, die in Frankreich 1891 ausgehoben wurden, befanden sich duktion und Konsumtion zerstört, und unter diesem Mißverhältniß beantragt, für den Fall des Vorliegens mildernder Umstände fast 44 000, die zur nur ein jährigen Ausbildung bestimmt waren. wird die Landwirthschaft zu leiden haben, bis mit dem Schutz Gefängniß zuzulassen. Schließlich erhielt nach lebhafter Debatte Aus den ganzen Faktoren, aus denen sich die Feldarmeen be= zoll- System auch dieses Mißverhältniß wieder verschwunden ist.§ 181 folgende Fassung: Wie es möglich ist, wenn man an eine Harmonie der Interessen glaubt, eine Politik zu treiben, welche den Zweck und die Absicht hat, die Interessen Anderer zu verlegen, ist mir nicht klar. Hat diese Politik ihre Rückschläge gebracht, so haben sich die Herren Agrarier die Schuld daran selbst beizumessen. Die Handelsverträge sind immer erst ein schwacher Anfang zum Besseren. Dor. zu stellen, зи was Die Kuppelei ist, selbst wenn sie weder gewohnheitsmäßig, noch aus Eigennutz betrieben wird, mit Zuchthaus bis zu fünf Jahren zu bestrafen, wenn ehrenvoll über zu rechnen, gehe hervor, daß auf französischer Seite absolut teine Ueberlegenheit vorhanden sei. Deutschland zählt 1076 Feldbataillone; nach einer Berechnung der„ Militärisch- politischen Blätter", die zur Förderung der gegenwärtigen Vorlage 1. um der Unzucht Vorschub zu leisten, hinterlistige Kunstgriffe gegründet wurden, hat Frankreich 79 Bataillone weniger. angewendet werden oder Dabei hat Frankreich jetzt schon alle Mühe, seine Reserve 2. der Schuldige zu der verkuppelten Person in dem bataillone vollzählig zu machen; man habe dort im legten Abg. von Schalscha( Bentr.): Die Stimmung über die Verhältniß des Ehemanns zur Ehefrau, von Jahre Leute aus den Jahrgängen 1878/79 eingestellt, Leute, die Handelsverträge ist in Schlesien eine sehr schlechte. Als ich vor Eltern zu Kindern, von Vormündern zu Pflegebefohlenen, bei uns schon zum 2. Aufgebot der Landwehr und zum LandJahresfrist nach Hause reiste, behandelte man mich mitleidig. von Geistlichen, Lehrern oder Erziehern zu den von ihnen sturm gehören. Die Zahl der Friedens bataillone habe sich Man fonnte meine Ablehnung der Handelsverträge nicht be zu unterrichtenden oder zu erziehenden Personen steht. in Frankreich seit 18 Jahren um 54 vermindert. Die deutsche greifen. Einer nach dem andern ist zu Kreuze gefrochen.( Buruf: Neben der Zuchthausstrafe ist der Verlust der bürgerlichen Friedenspräsenzstärke der Infanterie sei um über 7000 Mann als die französische, die 10 000 Einjährigen in Wer denn?) Sie haben alle Ihre Meinung geändert und Ehrenrechte auszusprechen; auch kann zugleich auf Geld.stärker die französische Gestimmen mir jetzt vollständig zu. Ich weiß nicht, ob der Re- strafe von 150 bis 6000 Mart, sowie auf 3u- Deutschland noch nicht eingerechnet, um 66 000, gierung davon etwas bekannt geworden ist. Was wird der lässigkeit von Polizei Aufsicht erkannt werden. Liegen sammt- Friedensarmee fei feit 1874 Handelsvertrag mit Rußland bringen? Stabilität nicht; jeder, mildernde Umstände vor, so kann die Strafe die deutsche um 85 000 Mann gestiegen. Damit fallen alle die der nach Rußland Geschäfte gemacht hat, hat unter dem bis auf einen Tag Gefängnißstrafe ermäßigt offiziöfen Machenschaften, die Bewohner unserer Westgrenze in wechselnden Rubelkurs zu leiden gehabt. Das ist ein Beweis werden. Schrecken zu jagen, in ihr Nichts zusammen. Während Feld= dafür, daß die Geldfrage bei den Handelsverträgen auch eine Die Aenderungen gegen den bestehenden Zustand sind durch marschall v. Moltke in seiner mehrerwähnten Dentschrift erklärt, große Rolle spielt. Zu den Vorbereitungen des Handelsvertrages Sperrdruck hervorgehoben. Die nächste Sigung findet am Sonn- die deutsche Vertheidigungslinie am Rhein fei eine solche, wie die mit Rußland hat man Vertreter der Industrie und des Handels abend, den 28. Jan., 10 Uhr statt( Buhälterparagraph). Welt teine zweite aufzuweisen habe, erklärt jetzt die„ Köln. 3tg.", zugezogen, Vertreter der Landwirthschaft aber nicht. Das ist eine Vertheidigung der Rheinlinie fei nur sehr selten gelungen"! bezeichnend. In der Wahlprüfungs- Kommission wurden heute zu Mit beißendem Spott weist der Redner den Stumm'schen VorAbg. Barth( dfr.): Der Vorredner hat von den schlimmen nächst die Berichte über die Wahlen der Abgeordneten Möller schlag zurück, die zweijährige Dienstzeit nur auf die Dauer dieser Erfahrungen gesprochen, die jemand mit einem Geschäft mit Ruß-( Dortmund) und Lucius( Erfurt) festgestellt und dann die Debatte Vorlage gefeßlich" festzulegen. Längere Kritik übt er auch an den land gemacht hat. Der Herr hätte Rubel auf Termin verkaufen über die Wahl des Abg. Schier( Hanau) fortgefeßt. Die Ver- Bennigsen'schen Vorschlägen, die rechnerisch gar nicht möglich sollen, dann hätte er feinen Schaben erlitten, aber die Herren handlungen über diese Wahl führten zu dem Ergebniß, daß neue feien. Das von freifinniger Seite vorgeschlagene System würde tennen das wirthschaftliche Treiben nicht und stellen fich Erhebungen darüber beschlossen wurden, ob die Ortsbiener den Vorzug haben, daß es nicht mehr foftete, als was den dann hin und halten große Reden gegen das Termingeschäft. Schmidt aus Langenfelbold und Buth aus Fechenheim, welche Brennern von der Liebesgabe" genommen werden könnte, also So scheint auch Herr von Frege die Stellung des Präsidenten nach eigener beeideter Aussage zur Stichwahl Stimmzettel für feine weiteren Steuervorlagen nöthig seien. Die Volksstimmung der Bereinigten Staaten Cleveland zu verkennen; derselbe Schier in die Häuser getragen und solche auch vor den Wahl habe Herr v. Stumm ganz falsch geschildert. Das Volf will sieht durchaus nicht auf dem Standpunkt des Herrn Frege. lokalen verbreitet haben, damals die Eigenschaft als Polizei absolut nichts von der Neubelastung wissen trotz der fyftematisch Bearbeitungen durch die offiziöse Presse, wie sie nicht| einmal unter Bismarck betrieben wurde. " In einer Beziehung ist leider das Haus Frege von den Grundsägen seiner Vorfahren abgewichen. Herr von Frege erzählt, daß Kaiser Joseph II. dem damaligen Chef des Hauses den Adel verliehen habe, sein Vorfahre habe aber von dieser Gnade" keinen Gebrauch gemacht, da er stolz war, als schlichter fächsischer Kaufmann das vollste Vertrauen feines Landesherrn und seiner Vaterstadt zu befizen." Als vor etlichen Jahren das Banthaus Frege ein Jubiläum feierte, wurde dem Chef, dem vor einem Jahre etwa verstorbenen Vater des Abgeordneten, abermals der Adel verliehen, und dieser besaß nicht mehr den Stolz, ein schlichter sächsischer Kaufmann zu bleiben, er nahm vielmehr den Abelstitel an und feste damit auch den Sohn, den AbStadtv. Nam 31 au redet der planmäßigen, im großen immer von Gründungen und allen zweifelhaften Geschäften fern Stile erfolgenden Beschaffung von Bureauräumen für die gehalten hat. Als in der Gründerperiode der siebziger Jahre Der Reichstanzler giebt zu, daß er die offiziöse Presse städtische Verwaltung das Wort, um eine noch größere Ber- ein Sproß des Hauses in Gemeinschaft mit einem jüdischen benutzt. Er habe bei seinem Amtsantritt nicht die Absicht ge- fplitterung der Bureaus zu vermeiden. Gegen die Räume im Sozius ein eigenes Geschäft in Berlin errichtet hatte und moderne habt, dies zu thun, es bleibe ihm aber nichts anderes übrig, Hause Königstraße 1-6 mache man den störenden Straßenlärm Geschäfte zu machen versuchte, mußte er sich bald überzeugen, um an die Wahlkreise heranzukommen", von deren Stimmung und die großen Schaufenster geltend. Ersterer müßte dann aber doch daß der Verkehr mit den polnischen Juden, wenn sie auch nicht Die Abgeordneten ihre Haltung abhängig machen. Ueber die ihm im Rathhause und auf dem Mühlendamm noch störender bemert mehr blos„ in gewissen Straßen und Quartieren geduldet" wurden, bezüglich der schweizerischen Heerestoften zutheil gewordenen Be- bar werden, und die Schaufenster fönnten ja zum Theil zu- doch einen gesicherteren Wohlstand verbürgte, als Spekulationen an richtigungen sucht er sich mit einigen recht schwachen Rede- gemauert werden. Uebrigens käme, wie verlaute, das Haus der Berliner Börse. wendungen hinwegzuhelfen. Auch die übrigen Zurückweisungs- nächstens zum Verkauf und werde möglicherweise von der Stadt versuche gelingen ihm nur sehr unvollkommen. Er stellt den getauft. Richter'schen Ziffern eben seinerseits wieder Ziffern entgegen, Stadtv. Wohlgemuth: Wenn wirklich erwogen wird, ob deren Richtigkeit aber niemand aufs Tüpfelchen kontrolliren die Stadt das Haus kaufen soll, so ist es doch ein sehr eigenkann, von denen er aber behauptet, sie seien das einzig Reelle". thümliches Verfahren, eine hohe Miethe zu bewilligen und dann Buh!( ntl.) wendet sich sehr pathetisch gegen die Lieber'sche unsere eigene hohe Miethe tapitalisirt als Kaufpreis zu zahlen. Aeußerung vom Bayerisch sterben" und erklärt als Bayer", Das Gewerbegericht steht so selbständig da, daß es durchaus daß seine Freunde und Gesinnungsgenossen und wohl das ge- nicht, wie Herr Namslau zu glauben scheint, mit der Gewerbefammte Volf in Süddeutschland unerschütterlich an Kaiser und Deputation in demselben Gebäude untergebracht sein muß. Reich festhalten", was ihm auch von dem verehrten Herrn Grafen Stadtv. Tör mer erklärt ebenfalls die Räume in der von Preyfing( Bentrum) versichert worden sei. Einen ziemlich Rönigstraße für durchaus unbrauchbar; die dort schon unter breiten Raum seiner Ausführungen widmet er den in der gebrachten Beamten fönnten es entweder vor Hige oder vor Zug Pfalz stattgehabten Versammlungen, der Nationalliberalen in nicht aushalten. Der) Magistratskommissar habe im Ausschuß geordneten, in den Stand, sich von Frege nennen zu können. Neustadt und der Fortschrittlich- Voltsparteilichen in Raisers- ebenfalls der Bier'schen Lokalität durchaus den Vorzug gegeben. Böse Zungen behaupteten damals, der Vater hätte wohl gern Lautern. Letztere sei ohne Bedeutung. Seine Landsleute( Hört, hört!) als schlichter sächsischer Kaufmann" und außerordentlicher seien durch die Erklärungen des Kanzlers, daß ein Kampf Nachdem noch Stadtv. Friederici für den Ausschuß- Professor an der Leipziger Universität- er vereinigte am Rhein eventuell in der Defensive geführt werden müßte, wo- antrag und Stadtv. Wagner für den Antrag Schönflies ge- durch eigenartige Verhältnisse beide Eigenschaften in sich- weiter durch sein( des Redners) Heimathsländchen zum Kriegsschauplatz fprochen, tritt Stadto. Nam slau der Anschauung entgegen, gelebt, der Sohn aber, der Reichs- Abgeordnete, hätte die„ Nobiliwerden würde, allerdings beunruhigt, und wären bereit, alles zu als ob durch die Miethung von Räumen in einem vielleicht später tirung" betrieben und den Vater zur Annahme des Adels zu opfern, um ein solches Schicksal von sich abzuwenden. Die zu laufenden Hause das Kausobjekt vertheuert werde. Die zu kaufenden Hause das Kausobjekt vertheuert werde.( Burufe: bestimmen gewußt. Unterstützt wird diese Behauptung dadurch, Ziffernangaben Richters wiffe er infolge langjährigen Zusammen- Wir wollen aber das Haus gar nicht kaufen!) daß der Abg. von Frege von seinem neugebackenen Adel sehr arbeitens mit demselben wohl zu schäzen, allein er sehe keinen Der Antrag Schönflies wird darauf mit großer Mehrheit eingenommen ist selbst Fraktionsgenossen vom Ur- und Schwert Grund, warum der Reichskanzler, mit dessen innerer angenommen. adel gestatten sich gelegentlich Bemerkungen darüber und daß Politik er zwar nicht einverstanden, der aber doch ein Der Magistrat macht Mittheilung von den auf den er es verstanden hat, sich noch eine Würde zu erwerben, die nach ganz ausgezeichneter Militär sei. hier unrichtige Zahlen städtischen Gasanstalten und am Rohrsystem in den unter seinen„ Standesgenossen" herrschenden Anschauungen angeben solle. Die Freisinnigen hätten auch noch feinen Auf- der Stadt für 1893 beabsichtigten Erweiterungs- und Erneue- einer Person, die nicht in wappengeschmückten Windeln gelegen schluß über ihre Stellung zur Maximal- und zur Durchschnitts- rungsbauten und ersucht um die Zustimmung der Versammlung hat, nicht zukommt, ihm auch trotz aller Verdienste seines Hauses Friedenspräsenzziffer gegeben. Er wendet sich gegen die von den zum fofortigen Beginn der Herstellungen und Bau- Arbeiten, um sein engeres Vaterland Sachsen und die„ purifizirende gemeinFreisinnigen vorgeschlagene Beibehaltung von 17-18 000 Ersatz foweit es zur rechtzeitigen Vollendung der Apparate und Rohr- nüßige Thätigkeit" desselben vom Könige von Sachsen nicht verreservisten, da dieselben qualitativ viel weniger werth feien, als leitungen nothwendig ist. Die Beschlußfassung über die de- liehen worden ist. Herr v. Frege unterschreibt seinen Erguß in die in zweijährigem Dienste ausgebildeten Soldaten. Die Be- finitive Kostensumme bleibt vorbehalten. der Kreuz- Zeitung":" Rammerherr Dr. v. Frege, Mitglied des schaffung der Deckungsmittel mache ihm große Bedenken, denn die Die Vorlage gelangt ohne Debatte zur Annahme. Reichstages." In Sachsen darf Herr v. Frege sich so nicht von der Regierung vorgeschlagenen Steuergefeße, von denen Die Stadtvv. Namslau und Gen. haben folgenden An- nennen, da müßte er unterschreiben: Fürstlich reußischer namentlich eines noch dazu sehr großem Widerstande be- trag gestellt: ( ältere Linie) Kammerherr." Der Fürst Reuß älterer Linie gegne, würden lange nicht ausreichen, die Militärhat sich des Nachkommen des schlichten sächsischen Kaufmann3" vorlage in all' ihren Konsequenzen durchzuführen. Er räth zu erbarmt und ihm die Kammerherrnwürde verliehen, von der einem allerseits akzeptablen" Kompromiß ungefähr" auf der Herr v. Frege aber nur außerhalb Sachsens uneingeschränkten Grundlage der Bennigsen'schen Vorschläge. Ein solcher Kom Gebrauch machen kann. In Sachsen selbst darf er sich nicht promiß würde der„ fegensreichste Friedensstifter" sein, ein EntRammerherr" schlechthin nennen, damit die königlich fächsischen gegenkommen der Regierung, um welches er dringend Kammerherren nicht in den Verdacht gerathen, in ihrer mitte bittet, würde derfelben nicht als Schwäche ausgelegt werden. einen Mann zu haben, der, nach einem erst gestern von derselben Kreuz- Zeitung", der Herr v. Frege seine Schmerzen anvertraut, gebrauchten finnigen Aussicht, nichts als ein plutokratischer Emporkömmling" ist. Die Versammlung ersucht den Magifirat um eine recht baldige Auskunft über den Stand der Arbeiten im Vittoria part, insbesondere, wann die Betriebseröffnung der Wasserkunst zu erwarten ist, und ob der Magiftrat dem Beschlusse der Versammlung vom 9. Juni 1892, die Abstandnahme von einer Fahrbrücke über den Wassersturz betreffend, beigetreten ist. Der Antrag wird nach kurzer Begründung durch den Antrag steller Stadtv. Na msIau einstimmig genehmigt. General v. Goßler sucht einige Bemerkungen Richter's über das Verfahren beim Ersaßgeschäft zu berichtigen und zitirt eine frühere Rede Nichter's gegenüber dessen gegenwärtiger Auf die Anfrage der Stadtov. Esmann und Gen. vom Haltung. Major Way versichert in längerer Rede, daß die von 22. November 1892, wie weit die Arbeiten der am 1. Noder Militärverwaltung angegebenen Ziffern der Heeresstärken vember 1888 eingesetzten gemischten Deputation zur Berathung Gegen die Ramschbazare wendet sich die Zeitschrift für Nußlands und Frankreichs richtig seien und giebt verschiedene über Abänderungen der Berliner Bau- Ordnung vom Instrumentenbau" in einem geharnischten Artikel, indem das Ziffernübersichten sowie Aufschluß über Nachersatz. 15. Januar 1887 gediehen find, theilt der der Magistrat Blatt in dem Ueberhandnehmen dieser Art Geschäfte, die den geUm 11 Uhr 25 Min. tritt nach diversen nichts weniger mit, daß die betreffenden Verhandlungen abgebrochen sind. sammten Handel an sich zu reißen drohen, eine große Gefährals persönlichen sogenannten persönlichen Bemerkungen" Dafür werden folgende Gründe geltend gemacht: 1. ist bung des ganzen Erwerbslebens erblickt. Das genannte Blatt Bertagung ein. Die Generaldiskussion ist auch heute die staatliche Behörde mit Erörterungen über eine solche Ab- beruft sich in dem betreffenden Artikel auf eine Anzahl arger noch nicht beendigt! änderung beschäftigt, und das Ergebniß derselben muß auch zur Mißstände in der Musikinstrumenten- Branche. Recht charakteristisch Nächste Sihung Sonnabend, den 28. d. Mts., Vorm. 10 Uhr. Stenntniß des Magistrats kommen; 2. würde Stellung und Ein- ist folgendes u. A. gebrachte Beispiel: fluß der Stadtverwaltung gegen den jetzigen Zustand erheblich verändert werden, wenn die in Aussicht genommene Uebertragung auch der Hochbaupolizei an dieselbe erfolgt; 3. ist die bevor stehende Einverleibung der Vororte auf die Gestaltung der Bauordnung von wesentlichem Einfluß. Kommunales. Stadtverordneten- Versammlung. Deffentliche Gihung vom Donnerstag, den 26. Januar, Nachmittags 5 Uhr. Die Wahl des Rechtsanwalts Kirschner in Breslau zum Bürgermeister ist bestätigt worden, desgleichen die Wahl der neu gewählten Städträthe Bohm, Mielenz, Mugdan und Zabel. Die Einführung wird in der nächsten Sizung stattfinden. In den Ausschuß zur Vorberathung des Antrages Borgmann und Genoffen, betr. die Herbeiführung von Einrichtungen zur Unterbringung der Arbeiter auf den Arbeitsplätzen während der Arbeitspausen ist auch Stadtv. Wernau gewählt worden. Es erfolgen zunächst die Wahlen je eines Mitgliedes 1. in die gemischte Deputation für die Erwerbung der zur Her stellung der Wasserleitung Müggelsee- Berlin erforderlichen Grundstücke, 2. in die gemischte Deputation für die Erwerbung von Grundstücken auf der Südseite des Mühlendammes, 3. in die gemischte Deputation für die Verbreiterung der Gertraudtenstraße, 4. in die Normaletatsdeputation. Gewählt werden die Stadtv. Wienftruck, Reiß, Frenkel und Stryd. Bei der ersten Wahl erhält Zubeil von 91 Stimmen 26, bei der zweiten Herzfeldt von 93 Stimmen 33, bei der dritten Herzfeldt von 93 Stimmen 17. " In dem bekannten Werthheim'schen Waarenhaus in Berlin lagen in den Schaufenstern der verschiedenen Verkaufshäuser zur Weihnachtszeit Mundharmonikas mit Blechumhüllungen und mit 10 Zönen aus, welche in jeder reellen Fabrik im Engrospreis 75 bis 80 Pfennige das Dutzend Dutzend kosten, Stadtv. E3 mann ist mit dieser Auskunft nicht zufrieden. während aber bei Herrn Werthheim dieser Handelsartikel Gerade der Umstand, daß die Staatsbehörde Abänderungen ven- in augenfälligen Posten in den Schaufenstern aufgestapelt tilirt, hätte dem Magistrat Beranlassung geben müssen, die in war zum Preise von 5 Pfennig für das Stück. Für den betheiligten Kreisen verlautbarten Wünsche durch die 5 Pf. aber diesen Artikel zu verkaufen, ist, wie jeder Fachmann Deputation vorprüfen zu lassen und der Staatsbehörde zugänglich unumwunden zugeben muß, ein Unding. Der Schreiber dieses zu machen. Nach den zahlreichen Entscheidungen des Ober- Ver-( des Artikels in der Zeitschrift) war denn auch als Fachmann waltungsgerichts über die Auslegung der Bau- Ordnung sei eine all- höchft frappirt, als er dieses Verkaufspreises ansichtig wurde. Er gemeine Unsicherheit im Publikum und auch beim Polizeipräsidium ging aber der Sache auf den Grund und fand alsbald, indem er hervorgetreten über die Frage, was nun eigentlich rechtens fei. fich ein solches billiges Instrument käuflich erwarb, daß hinter Redner führt einen Fall an, in dem das Polizeipräsidium einem der augenblendenden Billigkeit ein Manöver steckte, das er hierHausbesizer, dessen Haus von 40 Miethern bewohnt werde, auf mit an den Pranger stellen will. Die Mundharmonikas waren gegeben habe, ein Zwölftel des Hauses abzureißen, da sich allerdings mit 10 Löchern versehen, so daß sie den Anschein erherausgestellt habe, daß das Grundstück nicht zu drei Viertein, wecken müssen, als haben sie zehn Stimmen, wie jedes reelle sondern nur zu zwei Dritteln bebaut werden dürfe. Die Ver- Fabrikat, in Wirklichkeit sind dieselben aber nur mit vier Stimmen fammlung werde mit einem direkten Antrag befaßt werden, der versehen." den Magistrat auffordert, die Deputationsberathungen wieder aufzunehmen. Stadtbaurath Blankenstein hält unter Bezugnahme auf die Auskunft des Magistrats daran fest, daß der gegenwärtige Augenblick der ungünstigste zur Wiederaufnahme der Verhandlungen sei. Im Ministerium scheine man diefelbe Ansicht zu hegen. Die Magistratszuschrift wird zur Kenntniß genommen. Zur vorläufigen Unterbringung der drei unterften Klassen Die Vorlage betreffend den Anfauf des im Zuge der der am 1. April 1893 zu eröffnenden 6. höheren Mädchen Petersburgerstraße belegenen Broß- Reusch'schen Grundschule im Stadttheile Moabit hatte der Magistrat ftücks geht an einen Ausschuß von 10 Mitgliedern. die Miethung von Räumen im Hause Spenerstraße 4 vorge- Schluß 7 Uhr. schlagen. .dog 113 mou stou. Lokales.od " Unter solchen Umständen hat man leicht illuminiren! Bei den kurz vor Weihnachten wegen aufreizender Reden in einer Versammlung arbeitsloser Arbeiter in Mainz verhafteten beiden Anarchisten wurden, wie wir seiner Zeit meldeten, Legitimationspapiere gefunden, welche auf den Namen eines hiesigen Anarchisten, des Klempners Otto Geißler, lauteten. Dieser war aber mit keiner der beiden verhafteten Personen identisch, befand sich vielmehr ununterbrochen in Berlin und konnte darüber, wie seine Papiere in den Besit ihm völlig fremder Personen gekommen feien, feine Auskunft geben; er gab nur an, daß sie ihm entwendet sein müßten und daß er bis dahin den Verlust nicht bemerkt habe. Auf Veranlassung des Mainzer Der niedergesetzte Ausschuß hat eine Inspektion Jan Ort und Untersuchungsrichters sind dem Geißler nunmehr seine Papiere Stelle vorgenommen. Es handelt sich um fünf übereinander gedurch die hiesige Polizeibehörde ausgeliefert worden, nachdem der Legene Räume von je ca. 80 Quadratmeter; fie empfangen ihr in Haft befindliche Inhaber der Papiere, in welchem man einen Licht theils frei vom Hofe her, theils wesentlich abgeschwächt Buchbinder Derterer aus Fürth vermuthet, angegeben hatte, daß durch den etwas vorgebauten Seitenflügel. Der zu ebener Erde ihm die Papiere von einem Bekannten, Namens Stevenson in gelegene Raun wird dadurch derart verfinstert, daß er zu Lehr- Der Nachkomme eines schlichten, fächsischen Kauf- London, gegeben seien, damit er mit denselben über die Grenze zwecken total unbrauchbar ist. Die vorhandenen Bedürfniß- mauns". Unter diesem Titel schreibt die Volts- Zeitung": nach Rotterdam reifen tönne. Gegen die beiden in Mainz in anstalten, über deren Lage und Beschaffenheit in erster Lesung In der Reichstags- Sihung vom 19. b. M. hatte der Ab- Haft gehaltenen Anarchisten schwebt Untersuchung wegen Aufgleichfalls Klage geführt worden war, find vom Ausschuß als geordnete Singer die Behauptung ausgesprochen, die Vorvorreizung und Widerstand gegen die Staatsgewalt. ausreichend angesehen worden. Eltern des Abg. v. Frege, des bekannten sächsischen Agrariers, Der Ausschuß empfiehlt durch seinen Referenten, Stadtv. der sich neuerdings auch an der Judenheze betheiligt, verdankten In gänzlich verkommenem Zustande wiedergefunden Vogtherr, folgende Beschlußfassung: ihren Wohlstand den polnischen Juden, die nach Leipzig zur wurde der 18jährige Sohn des in Rirdorf wohnenden HandelsDer Miethung der Räume von dem Kaufmann Messe kamen. Herr v. Frege, der in jener Sigung nicht an- mannes K., welcher vor etwa sechs Monaten verschwunden war. Waldenburg für den Preis von 5250 M. unter der Bewesend war, hat seitdem mit Herrn Singer in Bemerkungen vor Am vorigen Montag wurde in Bossen ein junger nur nothdürftig bingung zuzustimmen, daß der zu ebener Erde gelegene der Tagesordnung Ansichten über Anstand und Tatt ausgetauscht, bekleideter Mensch festgenommen, der gänzlich geistesgestört war Raum zu Unterrichtszweden gar nicht benutzt wird, daß außerdem aber seiner Entrüstung über Singer's Bemerkung in und in welchem schließlich der verschwundene K. erkannt wurde. weiter die Räume im ersten und zweiten Stockwerk je mit einer Buschrift an die„ Kreuz- Zeitung" Luft gemacht. Er giebt Der Unglückliche wurde einer Jrrenanstalt überwiesen. höchstens 40 Plägen belegt werden, während die Benußung darin allerlei Mittheilungen über die Geschichte des Bankhauses der obersten beiden Räume je nach Maßgabe der vor- Frege in Leipzig, dem er entstammt, zum Besten, kann aber leider um 8 Uhr Der Kaufmann Otto Lange in feiner Calvinstraße 5 Ju Gegenwart seiner Gattin erschoß sich gestern Abend handenen Plätze freisteht. Die Behauptung Singer's nicht entkräften, ja, versucht es auch Stadtschulrath Fürstenau bittet, den Parterreraum nicht einmal ernsthaft. An Thatsachen läßt sich eben nicht belegenen Wohnung. Lange, der seit einiger Zeit an einer Nervenwenigstens zum Turnunterricht freizugeben. rütteln, und Thatsache ist es, daß das Bankhaus Frege mit den frankheit litt, hütete das Bett. Ohne sichtliche Veranlassung, und Referent Vogtherr erklärt, daß er den Ausschuß von polnischen Juden von je her bis in die neueste Zeit einen äußerst ohne daß die Ehefrau es hindern fonnte, wußte er sich in den biefem nachträglichen Wunsche des Stadt- Schulraths verständigt lebhaften geschäftlichen Verkehr unterhalten hat, vielleicht auch Besitz eines geladenen Revolvers zu setzen und brachte sich damit einen Schuß in die rechte Schläfe bei. habe, der Ausschuß auch nichts dagegen einzuwenden habe. heute noch unterhält. Biele Jahrzehnte hindurch hat das BantDie Vorlage wird mit entsprechender Aenderung angehaus Frege die Geldgeschäfte der polnischen und sonstigen Juden, Ein auffallender Vergiftungsversuch ist an der Familie die zur Leipziger Messe tamen, fast ausschließlich besorgt, und eines hiesigen Fabrikanten S. gemacht worden. Mit der PacketDen Antrag des Magistrats, für das Gewerbegericht zwar, wie die durch Generationen sich hinziehende Verbindung fahrt- Bost trafen bei S. am 17. d. M. zwei Packete, eines Zucker, Bureaulofalitäten im Hause Königstraße 1-6 zum jährlichen beweist, zur vollen Zufriedenheit seiner Kunden. Es hat dabei das andere Kaffee enthaltend ein; Frau S. glaubte, eine Wiethspreise von 12 700 m. zu miethen, hat der niedergesezte natürlich auch verdient, und zwar viel verdient, und wenn Herr Freundin habe ihr als Austausch von Gefälligkeiten die Waare Ausschuß abgelehnt. Er findet den Miethspreis zu theuer Singer hat fagen wollen, daß es durch diese geschäftliche Ber- überfandt und nahm zuerst den Zucker in Gebrauch. Bei dem und die Anlage der Räume sowohl hinsichtlich der Heizung als bindung den Grund zu seinem Wohlstand gelegt und diesen Wohl- Genuß der betreffenden Speisen stellten sich aber wiederholt der Beleuchtung nicht geeignet. Ein Theil des Ausschusses hat stand fort und fort vermehrt hat, so hat er nur die Wahrheit ge- Uebelteiten ein, man schickte die Geschenke zu einem Apotheker die Annahme einer Offerte empfohlen, welche von dem Besizer fagt. Daß das Bankhaus Frege, wie der Abg. v. Frege in seiner und die Untersuchung ergab, daß dem Zucker und Kaffee des Bier'schen Grundstücks, Stralauerstraße 3-6, gemacht worden Buschrift anführt, mit Erfolg die Falschmünzerei des Berliner Juden Arsenik beigemischt war. Ein Verdacht gegen eine bestimmte ist. Hier werben 9440 M. an Miethe gefordert, während die Ephraim und dessen Versuche, Sachsen zu schädigen," bekämpft hat, Person liegt nicht vor. Benuhung der Warmwasserheizung gegen 5 pt. des Mieths thut nichts zur Sache. Beiläufig bemerkt, können bei diesem Kampfe preises angeboten wird, desgleichen elettrische Beleuchtung gegen nicht drei Generationen des Hauses Frege" betheiligt gewesen sein, Ein Versuch, gestohlene Sachen zu verkaufen, hat zur 4 Pf. pro Lampe und Stunde. Vor allem aber sei Raum für denn so lange hat die Ephraim'sche Serrlichkeit überhaupt nicht Berhaftung mehrerer Personen geführt, die sich schwerer Straf eventuelle Erweiterungen der Bureaus vorhanden. gedauert. Daß sich das Bankhaus Frege jeder Zeit eines aus thaten schuldig gemacht haben. Unter den Verhafteten befindet Stadtv. Schön flies wünscht, die Versammlung möge den gezeichneten Rufes erfreut hat, wird von Niemandem in Zweifel sich der alte Buchthäusler Kaulbarsch, der in der Nacht vom Magiftrat auffordern, speziell auf grund des Bier'schen Angebots gezogen; allenthalben wird anerkannt, daß es sich stets der 21. zum 22. dieses Monats einen Einbruch in der Werkstatt eines eine neue Vorlage zu machen. Pflege des eigentlichen, soliden Bankgeschäftes gewidmet und sich Goldarbeiters in der Invalidenstraße verübt und Goldwaaren im nommen. arm ist! Werthe von 1000 Mart gestohlen hat. Infolge deffelben Er- native, entweder sich, den geliebten Diplomaten und ihre hätte bezahlen sollen. mittelungsverfahrens ist auch der Arbeiter" Bieberstein fiftirt Freundin in einen Skandalprozeß zu verwickeln oder den Frrthum Säugling von der Mutter reißt, weil sie - Herrliche Gesellschaftsordnung, die den worden, der in derselben Nacht in der Nähe des Bahnhofs des Gerichtshofes ruhig geschehen zu lassen; im letteren Falle Friedrichstraße mit dem Schlosser S., der sich in angeheitertem wurde aber die fast zu Ende gediehene Scheidungstlage hinZustand auf dem Weg nach seiner in der Gartenstraße belegenen fällig. Im letzten Augenblick faßt sie einer Entschluß, weniger Wohnung befand, Bekanntschaft anknüpfte, ihn unter der Vor- wohl um ihre etwas zweifelhafte Freundin oder den im Laufe spiegelung, in demselben Hause zu wohnen, begleitete und ihn der Zeit immer lauer werdenden Liebhaber zu retten, als weil schließlich auf dem Hof des betreffenden Grundstückes niederschlug das ritterliche Benehmen ihres Gatten den glimmenden Funken und ausplünderte. der Liebe wieder zu heller Flamme angefacht hatte. Sie zahlt Der Gerichtsdiener Adler, dessen Verhaftung vor einigen Tagen gemeldet wurde, ist durch das Ergebnis einer Haus suchung, die in seiner in der Lehrterstraße belegenen Wohnung vorgenommen wurde, schwer belastet worden. Wie verlautet, sind daselbst in einem Ofen versteckt Kopien amtlicher Schrift stücke vorgefunden worden. Außerdem aber wird Adler bezichtigt, den Angehörigen jener Untersuchungsgefangenen, die er dem Richter des Amtsgerichts I in seiner Eigenschaft als Gerichtsdiener vorzuführen hatte, eigenmächtig Zusammenkünfte mit den Gefangenen vermittelt zu haben. Herr Gustav Heise, Kellner, Lothringerstraße 40, ersucht uns, bekannt zu geben, daß er mit dem vorgestern zu einem Jahr Gefängniß verurtheilten Kellner gleichen Namens nicht identisch ist. Depeschen: ( Depeschen des Bureau Herold.) Spremberg, 26. Januar. In der Pappenfabrik von Gustav 10 Franks Ordnungsstrafe und wirft sich besiegt in die Arme Nitschke fand heute eine Explosion des Trockenzylinders statt, des wiedergewonnenen Gatten. deutige, wie es ja bei dem wurmtichigen Juhalte Un einigen Stellen streifte die Posse ziemlich hart das Zwei- durch welche die Fabrik zum Theil zerstört wurde. Drei Arbeiter Bariser trugen schwere Verlegungen davon. Gheleben nicht anders sein kann, sonst zeigte sich eine nicht Bremen, 26. Januar. Die Eisbrecher haben das Eis auf unbedeutende Kunst im Aufbau komischer Situationen. Die der Weser bis zum Freihafen aufgebrochen und zum Abtreiben Serren Schönfeld und Waldow, sowie Fräulein Wagen leisteten gebracht. Die Schifffahrt bis Bremen Stadt ist wieder möglich. fehr Befriedigendes, was auch durch den Beifall des Publikums wird, find dort 6 Mann von der Besazung des deutschen Gothenburg, 26. Januar. Wie aus Warberg gemeldet Moser und Misch„ Der sechste Sinn" fand fast noch reicheren Dampfers Meta", der auf der Reise von Marstrand nach Kiel anerkannt wurde. Der hierauf in Scene gehende Einakter von Beifall, was aber weniger auf den Inhalt des Stückes als auf im Kattegat eingefroren war, in völlig erschöpftem Zustande andas außerordentlich fesselnde Spiel des Fräulein Groß zurück gekommen; ein Mann mußte auf dem Eise zurückgelassen werden zuführen ist. Auch Herr Schönfeld leistete recht Gutes. und wurde später todt aufgefunden. Der Dampfer ist von dem Eise zerdrückt und gesunken. Versammlungen. Polizeibericht. Am 25. d. M. Vormittags fiel im Hause Thurmstr. 54 ein Kutscher mit einem etwa zwei Zentner schweren Sack Mehl von der Kellertreppe und erlitt schwere innere Verlegungen. Vor dem Hause Leipzigerplatz 18/19 stürzte ein In einer Bezirksversammlung, welche der Verband aller Schutzdach anscheinend unter der Laſt des darauf liegenden in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter am 23. d. M. Schnees zufammen und traf einen Maurer, so daß er am Fuße für den Norden abhielt, referirte Dr. J. Baruch über Metallbedeutend verletzt wurde. Abends erschoß sich ein Kaufmann vergiftungen. Sodanu wurde zum Vertreter der Feilenhauer Kollege in seiner Wohnung, in der Calvinstraße, mittels Revolvers. Kuhl in den Vorstand gewählt. Ferner wählte die Versamm: Im Laufe des Tages und in der darauf folgenden Nacht fanden lung in die Fachkommission den Kollegen Kudnick. fünf Brände statt. Theaker. Walluer- Theater. Vorgestern fand eine Gastvorstellung des Lessing- Theaters im Wallner- Theater statt. Es wurde zum ersten Male gegeben, Paragraph 330" Schwank in 3 Akten von A. Millaud und E, de Najas. Im Fachverein der Stuckateure sprach Genosse Wach am 17. d. M. über Prostitution. Sodann wurde berichtet, daß der Gesangverein in verschiedenen Raten 147 M. erhalten hat; die Ausgaben des Gesangvereins betrugen 149,54 M. Die nächste Versammlung findet am 7. Februar statt. 99 Vermischtes. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) = Paris, 26. Januar. Panama Prozeß. Der Vertheidiger Barbour hat heute sein Plaidoyer zu Ende geführt. Er wandte sich dabei mit äzender Kritik gegen die Erpressungen und Bestechungen, welche gegenwärtig an der Tagesordnung seien, und drückte sein Erstaunen darüber aus, daß ein ehemaliger Minister, der zugegeben habe, die Vertheilung der Subsidien für die PanamaGesellschaft an die Presse geleistet zu haben, nicht auf die Anklagebank gebracht worden sei( Floquet). Schließlich erinnerte Barbour daran, daß Ferdinand von Lesseps auch im Auslande als der Vertreter des französischen Genies gegolten habe. Briefkaffen der Redaktion. A. B. G. Sie haben Anspruch auf Zahlung. Drewes, Wasserthor. Ja, er kann wegen der Kosten mit Aussicht auf Erfolg verklagt werden. O. E. N. 10. Dem Gehilfen steht das Recht, auf Ertheilung des von ihm begehrten Zeugnisses zu klagen, zu. H. 2. Die Steuern sind zu fordern. G. N. Darin, daß Männer aufstehen, weil ein Polizei. beamter sich an ihren Tisch seht, liegt feine Beleidigung. Indeß ist Ihre Frage, ob darin eine Beleidigung gefunden werden tann, zu bejahen, weil eben alles auf diesem Gebiete möglich ist. Höchst a. M., Mrs. Ein Reichsgerichts- Urtheil liegt nicht vor, das Kammergerichts- Urtheil betrifft nur preußische Verhält nisse. Heben Sie hervor, daß die gezahlten Beiträge als Entgelt für das durch die Versammlung Gebotene zu erachten sind und daß sich die Sammlung auf den geschlossenen Kreis der Versammelten beschränkte. Birdorfer Skatklub Vorwärts" tagt bei Martinius, Jägerstraße 2 Freitags 9 Uhr. Lepidopt. Pereinigung„ Orion". Freitag, den 27. Januar, Abends 9 Uhr, Schüßenfr. 29 Sigung. Arbeiter- Bildungsschule. Freitag, Abends von 8-10% uhr: Süd Herr Vaucresson liegt in Scheidung, hegt aber trotzdem oberes); Rechnen. Süd- Ostschule, Reichenbergerstr. 133: Unterricht in Schule, Hagelsbergerstr. 43: Unterricht in doppelte Buchführung und noch eine Artheimlicher" Liebe zu seiner dreiviertel abgeschiedenen Mathematit und mathematische Geographie. Oft Schule, Markusstraße Gattin Anais, was ihn jedoch nicht abhält, in dem alt- r. 31: Unterricht in Geschichte( neue). Nord- Schule, Müllerstraße assyrischen Saale des Mr. 179a: Unterricht in Phyfiologie, Rechnen. In allen Unterrichtsfächern, Museums sich mit der Frau mit Ausnahme Mathematit und Buchführung, fönnen noch Schüler und eines befreundeten Rechtsanwalts ein vertrauliches Stell- Schülerinnen, auch jetzt im Laufe des Semesters, eintreten. dichein zu geben. In demselben Saale und fast zu derselben Zeit tauschte auch Frau Anais die ersten Zärtlichkeiten einer aufteimenden Neigung mit einem jungen Diplomaten aus. Doch das Verhängniß nahte in Gestalt des Museumdieners, der hinter einem Gögenbilde verborgen Zeuge dieser Handlungen war, und schleppte die Delinquenten vor den Untersuchungsrichter. Durch Cholera. Halle a. G., 26. Januar. Heute Vormittag Verwechselungen bei den Protokollaufnahmen, nachdem sich die ist je eine Steuerfrankung an Cholera in Trotha und auf dem Gattin des Rechtsanwalts der Affäre durch die Flucht entzogen Nagel'schen Gute bei dem Nachbardorfe Morl vorgekommen. hat, fommt bas unerhörte Untersuchungsresultat zu stande, daß ein Ehemann sich mit seiner Ehefrau ein Dem Kaiserlichen Gesundheitsamt vom 25. bis feiner Ehefrau ein 26. Januar Mittags gemeldete Cholerafälle: Stelldichein giebt. Mit dieser niedlichen Wendung schließt der erste Att. Zum Verständniß des Titels der Posse muß noch be- 24. d. M. 13 Erfrankungen, 1 Todesfall, in Trotha( Saalfreis) Regierungsbezirk Merseburg. In Nietleben am merkt werden, daß der Paragraph 330 des Strafgesetzbuches die Erkrankungen, darunter 3 bisher nur als verdächtig bezeichnet, jenigen unter ftrenge Strafe stellt, welche sich an öffentlichem Für die Bergarbeiter gingen ferner ein: Orte einer Verlegung der Sittlichkeit schuldig machten; durch Rütli", Friedenau 10,-. Unter Buchdrucker- Gehilfen in Gera Gesammelt vom Former Stauphor 3,10. Gesangverein eine besondere Verfügung rwar noch auf auf die strenge Durchführung dieses Paragraphen hingewiesen. Im zweiten ges. durch. 19,25. Arbeiterverein für Rummelsburg und Um Aft finden wvir die ganze Gesellschaft zur Aus- Im Polizeigefängniß zu Hanau verbüßt, wie die Frank- gegend 50,-. Von Grüneberger Genossen durch K. 8,20. Geführung eines notariellen Geschäftes in der Wohnung des Vau- furter Voltsstimme" berichtet, gegenwärtig eine Frau 6 Tage burtstag im Drückersaal der Lampenfabrik Schwh. u. Grf. 3,-. cresson versammelt. Die Delinquenten erhalten Vorladungen Haft wegen Schulverfäumniß ihrer Kinder, da sie die Geldstrafe Gesangverein Schildhorn" 15,-. Rauchklub Lassalle" 10,-. wegen Uebertretung des§ 330, und es kommt infolge dessen zu nicht bezahlen konnte. Die Frau hat einen Säugling, der wäh- Statflub Treff" 10,-. Gesangverein" Gerechtigkeit Westen" recht erregten Auseinandersetzungen. Der dritte Akt spielt im rend dieser sechs Tage auf Kosten der Stadt bei einer Frau in 20,-, Vereinigung der Maler, Lackfirer und Anstreicher DeutschVorzimmer des Gerichtssaales, wohin die junge Frau geführt Pflege gegeben ist und der Mutter täglich dreimal zum Stillen lands 200,-. Gesangverein Gleichheit" 20,-. Deutsche wurde, da sie sich durch eine Ohnmacht der Verhandlung ins Gefängniß gebracht wird. Die hierdurch der Stadt entstehen- Sozialisten in der Schweiz durch E. B. in Zürich 200,-. entzogen hatte. Sie steht vor der schrecklichen Alter- den Kosten sind größer als die Summe, welche die Frau als Strafe Summa 568,55. Bereits quittirt 6758,40; in Summa 7326,95. 1 Todesfall. Regierungsbezirk Schleswig. In einem Ort des Kreises Pinneberg 1 Erkrankung. " Achtung! Schlesier! Achtung! Gr. öffentliche Versammlung aller in Berlin lebenden Schleser Sonntag, den 29. Jannar, Vorm. 10 Uhr, in Brochnow's Salon, Sebastianstrasse No. 39. Tages Ordnung: 1. Zweck und Ziel des Vereins. 2. Diskussion. 3. Statutenberathung und Vorstandswahl. 4. Verschiedenes. 1057b Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Einberufer: H. Schigolsky. Kaufmann's Variété Am Stadtbahnhof Alexanderplatz. der equilibrist. KaminBraselli, feger. Produktion auf The Maakwoods, Mephistod. freistehenden Leiter. Aft. preisgetr. fahrerinnen 3 Schwest. Porotti, unft- ĦadRappo- Jeffy, Jongleur und Equilibrist. Mlle. Bellona, vorzügl. Juſtrumentalistin. mit seinen wunderbar dress. = Barnum brei. Riesen Doggen. 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Die Mitglieder werden ersucht, die Billets vom Stiftungsfest recht bald zu begleichen. Verband Säle für Bersammlungen, Kommerie, der Sattler u. Tapezirer. Festlichkeiten 2c. Sophastoff Reste in Rips, Damast, Crêpe, Fantasie, Versammlung Sonnabend, den 28. Januar, Ab. 9 Uhr, bei Wienece, Alte Jakobstr. 83. s Tagesordnung: 1. Vortrag des Kollegen Joh. Gobelin, Plüsch und bunten Sassenbach über:" Die heilige In Mecquets spottbillig! quisition und ihre Thätigkeit." 2. Tis Proben franko! 3557L fusion. 3. Verschiedenes. Gäste will 264/9 Emil Lefèvre, Oranienstraße Berlin S., kommen. 158. großer großer Oberbett, des Königlichen Amtsstraße 130. Gewissenhafter Rath in allen Rechtsbureau richters a.D. Alte JakobFertige Betten, ett, Unter- Angelegenheiten. Unbemittelten unentbelt, 2 Kopftissen, mit gereinigten neuen geltlich. Auch Sonntags. Gratweil's Bierhallen Federn, 12 Mk. Fertige Julets, Kommandantenstraße 77-79. Täglich: Germania- Konzert- u. Kouplet- Sänger. Kinder 10 Pf. Wochentags frei. 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