Nr. 54. V Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags Nummer mit bem ,, Sonntags: Blatt" 10 Pfg. Bost- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. Vorwärts 8. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 fg. Inferate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 3 bis 7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 6, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Der Unteroffizier. Donnerstag, den 5. März 1891. Expedition: Beuth- Straße 3. Schäße werden heute von den Pfaffen der Schule vor- Alles zur Ausführung der Bureaukratie und diese vermag enthalten, die an ihren Pforten wachen. Andere glauben niemals, auch nur einen frischen Hauch in die Segel der Wie eine heitere Sage klang es zuweilen aus den genug zu thun, wenn sie dem Volke einige färgliche Dosen Sozialpolitik zu bringen. Neue Ideen hat die Regierung Zeiten des alten Frigen herüber in die Nachwelt, bieten. Aber der Einzelne soll doch aus der Hinterlassen- nicht, es müßte denn die Idee von dem gesellschafts- und daß unter deffen Regierung die Schulmeisterstellen auf schaft der geistigen Heroen unseres Volkes die Grundlagen staatsrettenden Unteroffizier eine solche sein. Die Ueberden Dörfern mit ausgedienten Husarenwachtmeistern und seiner Weltanschauung schöpfen und in Verbindung mit tragung des militärischen Drills und der vorgeschriebenen Unteroffizieren besetzt worden seien. Geschichtsschreiber den modernen Ideen die Probleme des Jahrhunderts be- Gesinnung in das bürgerliche Leben ist glücklicher Weise und Dichter haben ihren Wiz an dieser absonderlichen greifen so fordert der Geist der Zeit. eine vollständige Unmöglichkeit, an der auch durch den Einrichtung geübt und eine Menge von Anekdoten über Der Geist der Zeit ist für die leitenden Staats- Bivilversorgungsschein nichts geändert werden kann. die pädagogische Wirksamkeit jener alten Kriegsgurgeln" männer nur ein leerer Begriff. Sie verstehen sein Mögen die Herren machen, was sie wollen. Jedensind heute noch im Umlauf. Wir Kinder einer neueren Rauschen und Wehen nicht. Darum halten sie es auch falls wird es für den künftigen Kulturhistoriker nicht und glücklicheren" Epoche sind natürlich mit den Sieben nicht für nothwendig, daß das Volk aus dem ewigen uninteressant sein, daß man an der Schwelle des meilenstiefeln unseres Kulturfortschritts längst über der Jungbrunnen unserer geistigen Kultur schöpfe; nicht ein zwanzigsten Jahrhunderts den geistigen Bestand unseres gleichen hinaus gekommen und können mit stolzem Hinweis Lessing, ein Herder, ein Humboldt, ein Schiller, ein Volks auf den Unteroffizier zu begründen versucht hat. auf die Errungenschaften unseres Jahrhunderts betonen, Göthe, ein Fichte und tausend andere hocherleuchtete daß solche Dinge heute unmöglich sind. Geister sollen seine Lehrmeister sein in Gesinnung und nein, für diese Mission ist bei uns in Ach, wenn es so wäre! Aber wenn auch der Unter- Wissen offizier nicht mehr zum Schulmonarchen ernannt wird und Deutschland der Unteroffizier ausersehen. Das mit dem Politische Uebersicht. mit dem Haselstock wie zur Zeit des alten Frigen rothen Gespenst eingeschüchterte Spießbürgerthum bengt der ungeberdigen Schuljugend Bucht" und Gehorsam ehrfurchtsvoll das Haupt vor solch großartiger Staatseinbläutaus dem Munde des Herrn v. Caprivi weisheit mun, wir gönnen es ihin! haben wir neulich vernommen, daß der Unteroffizier in Aber, fragen wir, glaubt man denn an den grünen unseren Tagen zu einer weit höheren Kultur- Tischen wirklich, die fünfundvierzig Millionen Deutscher mission berufen ist. Unter dem alten Frißen wurde werden ihre Literatur und ihre ganze historische Entzu streifen. T dem Unteroffizier nur übertragen, die Jugend zu be- wickelung bei Seite legen, um ihren geistigen Bestand auf lehren; Herr von Caprivi theilte uns aber mit, daß den Unteroffizier zu stellen? dem Unteroffizier, wenn er heute in den Zivilstand zu " Berlin, den 4. März. Der Eisenbahn- Etat( von Elsaß- Lothringen) beschäftigte den Reichstag doch etwas länger, als gestern erwartet wurde. Zunächst gab ein Antrag des Fortschrittlers Bröm el Gelegenheit, die Tariffrage zu streifen, jedoch auch nur Der Antrag wurde der Budgetkommission überwiesen. Er lautet: Der Reichstag wolle beschließen: 2 Wenn der verflossene Reichskanzler das deutsche rücktrete, die Aufgabe erwachse, gute, d. h. kon- Volt nicht kannte, indem er seine Geduld und feine Den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, dahin zu wirken, servative Gesinnung zu verbreiten und nament- Unterwürfigkeit zu hoch anschlug, so kennen es seine daß bei der in Aussicht genommenen Reform der Personenlich der Sozialdemokratie entgegen zu arbeiten. Also heute Nachfolger noch weniger, wenn sie glauben, es lasse sich und Gepäcktarife auf den Eisenbahnen in Elsaß- Lothringen soll der ausgediente Unteroffizier die Erwachsenen auch im alltäglichen Leben Alles nach militärischen Voreine durchgreifende Ermäßigung der Tariffäße und Vereinfachung des Tarifsystems, unter Ausschluß jeder Erbelehren und zwar über politische und soziale Fragen; schriften regeln und die Gesinnung nach dem Kommando höhung der bestehenden Säße, herbeigeführt wird. dies wird ihm von der Regierung zur Pflicht gemacht und des Unteroffiziers vorschreiben. Hierauf brachte der Sozialdemokrat Stolle die schlechte fie setzt Prämien aus, damit diese Menschenklasse, die mit Will man aus den Unteroffizieren wirklich das Bezahlung und lange Arbeitszeit der Eisenbahn ihrem ganzen Dasein an den Staat gebunden ist", mit dem machen, was in den Reden des Reichskanzlers als Ziel Bediensteten zur Sprache. Der Regierungsvertreter nothwendigen Eifer sich ihrer Pflicht hingebe.. antwortete ausweichend. vorzuschweben scheint, so erinnert das in verdächtiger ordentlich schwer, den Behörden das Geständniß zu entreißen, In solchen Fällen ist es außerMan hätte unstreitig das Recht, durch diesen Ver- Weise an das Prätorianerthum. Wir haben daß irgend etwas, was die Behörden gethan haben, nicht wohl gleich von Einst und Jetzt in eine heitere Stimmung ver- feinen Grund, dem Stand der Unteroffiziere als solchem gethan sei. Die Fiftion amtlicher Unfehlbarkeit spukt ja setzt zu werden. Aber die Sache hat auch ihre ernste zu nahe zu treten, aber uns däucht, auch da wird der noch in Deutschland. Man vermißt da recht sehr das Seite, denn wo liegt der Fortschritt, wenn heute den Er- Appetit mit dem Essen kommen und das Prämienwefen Untersuchungs- Verfahren des englischen Parlamentes, dessen wachsenen zugemuthet wird, was vor mehr als hundert hat seine gefährlichen Konsequenzen. Man wird mit dem Kommissionen mit hinreichenden Vollmachten zur Ermittelung Jahren und zwar zur Zeit einer großen, durch langen felben hier eine wirkliche Begehrlichkeit" entfesseln, der Wahrheit, auch wenn diese der Regierung unangenehm Krieg herbeigeführten Zerrüttung nur der Jugend zu- die sich später, unter veränderten Umständen, einmal sehr ist, ausgestattet sind. gemuthet wurde? fühlbar machen kann. Die andere Anschauung ist sich einig in dem Gedanken, Und das Alles soll einen Damm gegen die soziadaß die geistigen Kosten der Volks- und Jugendbildung listische Bewegung bilden? Wir ahnen, daß man es in bestritten werden sollen aus den reichen Schäßen, die den Regierungs- und bureaukratischen Kreisen bereits aufunsere besten und edelsten Geister, die großen Denker gegeben hat, diese große Bewegung mittelst einer sozial- Richter die Frage der Schienenkarte lle aufgeworfen. Gr jeder Art, aufgehäuft haben, indem sie sich abmühten für politischen Gesetzgebung zu bekämpfen. Verschiedene An- verlangte Aufschluß über die Angebote bei gewissen Liedie Wohlfahrt des Volkes und der Menschheit. Jene zeichen machen dies sogar zur Gewißheit. Man überließ ferungen. Da er ihn nicht erhielt, so brachte er einen Feuilleton. Nachdruck verboten.] ( 4 Die Falkner von St. Vigil. Roman aus der Zeit der bayerischen Herrschaft in Tirol " durch Bild und Schrift, daß daselbst ein Unglücklicher in der Dunkelheit, während eines Schneesturmes, oder im Rausche sich zu Tode gestürzt hatte. Der ehemalige Mönch betete bei einer jeden Tafel für die Erlösung der armen Seele aus dem Fegefeuer. Stafi rief ihm über den Bach hinüber zu, daß er sich beeilen möchte. Als sie um die Felsenecke gebogen war, gewahrte sie ein wenig oberhalb des den Tannen stand, einen bemposten Stein, der wie eine Rasen Weges in dem Schatten einer alten Birke, die einsam unter bank zum Sitzen einlud. Stasi lief hinauf und setzte sich, Ich begreif's nicht, wie Einer die unschuldigen Thiere um den Ohm zu erwarten. Der Stein war breit genug, schießen kann," sagte Stafi." Thut es Dir denn nimmer um auch Ambros Raum zu gewähren und er nahm neben leid, wann so ein hübsches Thierl, das noch eben so luftig Stafi Play. umbergesprungen ist, von Deiner Kugel das Leben lassen Ambros lachte.„ Nein, das hat mir noch nimmer leid gethan." wuß? von Robert Saweichel. Arm" um die Hüften seiner Nachbarin. Sie schob seinen " Hier ist gut sein", sagte Ambros und legte seinen Arm leise zurück. " Bist Du so schen?" fragte er. Sie aber bückte fich, O!" sagte sie leise. ohne zu antworten und rupfte einige Grashalme aus dem Sie waren auf eine Brücke gelangt, die über einen Boden. Es war wohl das Bücken, welches ihr das Blut in Wildbach führte. Vinks stieg der Fels senkrecht auf. Es die Wangen trieb. Fünf Halme hatte sie gepflückt und bat nun Amwelche das Bett füllten, zeugten von der Gewalt des Ele- bros, fie in der Mitte zwischen Daumen und Zeigefinger ments im Frühjahr und Herbst. Einige entwurzelte Tannen zu halten. lagen quer über dem Bette, das eine kurze Strecke unterhalb Was soll's denn?" fragte er. der Brücke einen zweiten Absturz bildete. Jenseits der Sie wollte einen Kranz fnüpfen, um zu erfahren, ob Brücke brangen die Felsen unter einem scharfen Winkel vor ihr Bittgang ihrer Mutter helfen würde. Die ganze Partie lag in dichtem Waldschatten. Unterholz Das Drakel kam jedoch nicht zu Stande. Es ließ sich und Blattpflanzen gebiehen üppig in der feuchten Atmo- das Rollen eines Wagens vernehmen und kaum hatte Stasi sphäre. War es die kühle, feuchte Luft, in der Stafi er die entgegengesetzten Enden von zwei Halmen verknüpft, als ſchauerte? Gie fab fich noch bem Ohm um und ging dann mit ein Einspänner, in dem drei Personen ſaßen, um die Ede David war eine Strecke bog. Diese Personen bestanden aus einem jungen Manne, zurückgeblieben. An einigen Stellen verkündeten Botivtafeln welcher kutſchirte, und zwei Frauen. Stafi bemerkte den beschleunigtem Schritte weiter. Troß der Zurückhaltung des Regierungsvertreters wurde festgestellt, daß die Eisenbahn- Bediensteten 12, 14 und. 16 Stunden täglich zu arbeiten haben so lange, daß die Sicherheit des Betriebs unzweifelhaft darunter leidet. Nach Erledigung dieser Materie wurde von dem Abg. Wagen zuerst und sagte:„ Da kommt Deine Schwester Lifei." So laß sie kommen," versetzte Ambros gleichmüthig, ohne den Kopf nach dem Fuhrwerk hinzuwenden, Stafi sah ihn erstaunt an. fügte " 1 " vorhiu. Die schöne Müllerin, die Afra Arigaya sitzt neben ihr," sie hinzu. Meinetwegen", versetzte er in demselben Tone wie Nur der kutschirende Bursche bemerkte das Paar. Er winkte verschmitzt mit den Augen herauf, und trieb das Pferd an. Da die Straße hier eine Strede ohne Steigerung hinlief, so rollte das Gefährt rasch vorüber. Stasi begleitete, diese wieder Ambros zuwendend, fragte fie, ob er ihren Kranz vergessend, den Wagen mit den Augen und denn nicht mit seiner Schwester zusammen in St. Lorenzen gewesen wäre? " Es wird wohl so gewesen sein", gab er zu. Aber ich mußte doch nachschauen, ob der verdammte Korporal der Stafi nicht nachgeschlichen war." Er lachte. Stafi erhob sich und ging auf die Landstraße, wo num tauchte. Scham und Verdruß, daß Ambros ihr absichtlich nachgegangen war, trieben ihr fast die Thränen in die Augen. auch die gebeugte, breitschulterige Gestalt des Ohms auf" Jezt hab' ich halt gemeint, daß Du mitgefahren wärst," äußerte David Fenchler gegen den langsam heruntersteigenden Burschen.„ Es war noch Blah auf dent Wagen." " Neben der schönen Müllerin, freilich," spottete Ambros. " Nein, da war kein Platz mehr," versetzte der Alte naiv. Aber neben ihrem Stiefsohn, dem Jerg. Ambros hatte sich wieder an des Mädchens Seite ges " Zum Kapitel der Verrufserklärung schreibt die Sächsische Arbeiterzeitung": dahin zielenden Antrag ein. Es kam nun zu einer ziemlich| gierung seit der Entfernung Bismard's gemacht, meint ein[ sprichwörtlich für den Spott nicht zu sorgen, allein wer lebendigen Debatte, an der sich außer Richter die englisches Blatt, allerdings etwas schmeichelhaft. zum bösen Spiel gute Miene macht, tommt doch ent Agrarier und Schutzöllner Herr v. Kardorff, König Im Ausland und namentlich in der englischen schieden weit besser weg, als wer dann bärbeißig dreinschaut Stumm, Graf Mirbach, Graf Stollberg- Wer- Presse, deren Urtheil hier doppelt ins Gewicht fällt, weil und giftig knurrt. nigerode und als Vertreter der der Sozialdemokratie sie Deutschland durchaus sympathisch ist und außerdem für Bebel betheiligten. Ergößlich war es, wie die Herren die deutsche Kaiserin- Mutter ein Gefühl der Landsmannschaft Könige, Grafen und ſimple Herren von", in den Mantel hat, begreift man einfach nicht, wie politisch einflußreiche lilienweißer Tugend und Uneigennüßigkeit gehüllt, sich als Kreise in Deutschland den Skandal einiger Gassenjungen Wohlthäter des deutschen Volts im Allgemeinen und der ernst nehmen konnten. Welch' geringen Werth man in England deutschen Arbeiter im Besonderen aufspielten. Der Lilien- dieser Chauvinisten- Hanswurstiade beilegt, erhellt drastisch mantel wurde ihnen von Bebel abgerissen, und die schutz- aus der Thatsache, daß das vornehmste konservative Wochenzöllnerischen Wohlthäter der Menschheit bekamen überhaupt blatt Englands, die„ Saturday Review", welche am Sonn im Laufe der Debatte recht harte Dinge zu hören. abend ausgegeben wird, von dem ganzen Radau nicht mit Sie anußten sich sagen lassen, daß ihre Schutzzoll- einem Wort spricht. und Kartellpolitik nur die Ausraubung des Publifums bedeute. zu Der Antrag Richter, daß die Regierung jedes Jahr mit dem Etat eine Statistik der Schienenliefererungen zu geben habe, wurde unter dem Eindruck des Hammelsprung Schreckens mit obligater Heraufbeschwörung des Beschlußunfähigkeits- Gespenstes, von einer knappen Minorität angenommen. Morgen Fortsetzung des Etats. Anfang des MarineEtats. Der Reichsanzeiger" veröffentlicht das Gefeß, betreffend die Vereinigung der Insel Helgoland mit der preußischen Monarchie. dit is en „ Die Bergwerks- Direktion Hänichen( im gemüthlichen" Sachsen) kündigt und entläßt einen Arbeiter im Januar dieses Jahres. Selbiger Arbeiter steckt sein Arbeitsbuch ahnungslos in die Tasche und macht sich auf, sich eine neue Arbeit zu suchen. Er weiß nicht, daß er seine eigene Verrufserklärung einen modernen Uriasbrief mit sich trägt. Er geht von Beche zu Beche, er zeigt sein Buch vor, überall findet er ein abweisendes Achselzucken und hier und da meint man wohl: " Ja, Arbeit haben wir schon, aber Sie können wir nicht ge brauchen." Da erinnert sich der müde und matt gehezte Bergmann, daß die Arbeitsbücher seiner Kollegen stets mit blauem Stempel unterzeichnet waren; während das feinige einen rothen zur Schau trug. Danach ist wohl kaum zu bezweifeln, daß hier eine Verrufserklärung gröbster Art vorliegt. Was soll nun der erwerb- und brotlos gemachte Arbeiter thun? Segen wir den Fall, das Arbeiterschuß- Gefeß, wie es jetzt vor liegt, stehe bereits in Kraft, wie will der Mann der Bergwerks Direktion Hänichen beweisen, daß sie den Zweck" verfolgt habe, ihn um die Arbeitsgelegenheit zu betrügen? Die BergwerksDirektion erklärt, das sei nicht wahr, der rothe Stempel sei zu fällig gebraucht und es sei besonderes, persönliches Pech des Bergarbeiters, wenn ihm in einer großen Anzahl von Zechen teine Arbeit gewährt wurde." = Und das bringt uns auf das Thema von schwachen Bwischen den Abgeordneten Richter und Kardorff, die und starken Regierungen. Nach der„ Norddeutschen gewohnheitsmäßige Gegner find, kam es zu einem längeren sich schwach" gezeigt habent, weil sie einer Sandvoll von Allgemeinen Zeitung" soll die französische Regierung Dialog, in den sich auch König Stumm einmischte seinem Schaden. Denn er wurde in Ermangelung von Narren und Schreiern" den Mund nicht gestopft hat. JaGründen so unanständig" grob, daß der Präsident ihn die französische Regierung steht nicht über dem Gesetz, und zur Ordnung zu rufen hatte. das Gesetz erlaubt nicht, daß man in Frankreich einer Handvoll von Narren und Schreiern" den Mund stopfe, -vorausgesetzt, daß dieselben sich nicht gegen irgend ein Gesetz vergehen oder vergangen haben. Und das ist in dem vorliegenden Fall nicht geschehen. Nach der Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" ist es wohl ein Beweis von Schwäche, wenn die Regierung das Gesez achtet? und ein Beweis von Stärke, wenn sie sich Man sieht, wie wohl begründet der Antrag der Sozial über das Gesetz stellt? Und wenn es ein Beweis von demokraten war, dahingehend, daß die Arbeiterzeugnisse mit Schwäche" ist, eine„ Handvoll von Schreiern und Narren", feinem Merkmale zu versehen sind, welches zum Zweck hat die sonst nichts Ungesetzliches thun, ruhig schreien und oder geeignet ist, den Arbeiter in einer aus dem WortNarrenspossen treiben zu lassen, ist es nach der„ Nord- laut des Zeugnisses nicht ersichtlichen Weise zu kennzeichnen". deutschen Allgemeinen Zeitung" wohl ein Beweis von Die Mehrheit des Reichstags hielt einen derartigen Schutz Stärke, sich durch eine Handvoll von Schreiern und des Arbeiters für unnöthig und verwarf den Bezüglich der Wahl in Sonnenberg wird uns mit Narren" ins Bockshorn jagen und aus der Fassung bringen Antrag. getheilt, daß der Ausfall zu unseren Ungunsten einzig auf zu lassen? Es wäre uns lieb, wenn die„ Norddeutsche die Benutzung der alten Wahllisten zurückzuführen ist. Nach Allgemeine Zeitung" diese Fragen beantwortete. Ein unerwartet günstiges Resultat für unsere öfterdem amtlichen„ Saalfelder Anzeiger" vom 27. Februar Nach der Logik der„ Norddeutschen Allgemeinen Zeitung", reichische Bruderpartei brachte der heutige Wahltag. Eine beträgt der Berlust, der den Sozialdemokraten durch Bei- die mit der Rückkehe" Bismarck' scher Herrlichkeit wieder uns aus Reichenberg zugehende Privatdepesche meldet: behaltung dieser alten Wahllisten, die ungiltig gewesen Regierungsorgan geworden zu sein scheint, besteht offenbar" In Reichenberg Stadt waren unter 1441 wären, wenn man die Wahl auf einen Tag später die Stärke einer Regierung in der Ohnmacht des Gesetzes. abgegebenen Stimmen 222 sozialdemo anberaumt hätte, etwa 700 Stimmen. Und das ist, wo das Gesetz nicht herrscht, da kann die Regierung ratische, in Warnsdorf erhielten wir von wie man uns schreibt, noch zu niedrig gegriffen. Genug allerdings thun, was sie will. Aber auf diesem Gebiet ist 2077 abgegebenen 471, in Gablonz- Stadt von ohne diese- staatsmännische Maßregel hätten wir Sozial- die russische Regierung unzweifelhaft sämmtlichen anderen 1549 abgegebenen 232 und in Tetschen- Stadt von demokraten die vereinigten Fortschrittler und National- Regierungen Europa's über. Und der König von Dahomey, 1771 abgegebenen 473." Liberalen( auch ein„ Kartell"!) diesmal schon überwunden der jeden seiner Unterthanen todtschlagen und aufspeisen Dieses Resultat zeigt, daß unsere Jdeen in Desterreich trotz des flammenden Aufrufs, den Hänschen Blum nach kann, hat sogar noch eine weit stärkere" Regierung als schon sehr festen Boden gewonnen haben, denn wenn wir seinem Durchfall an die nationalliberalen Wähler"" Bäterchen" in Petersburg. Freilich die Sache hat ihren Haken, bei einem Zensuswahlsystem, das über zwei Drittel der in erlassen hat und in dem Tiraden vorkommen, wie die: Die Schmach, dem Wahlkreis einen Feind er todtgeschlagen und aufgespeist wird und es kann auch ihm eines schönen Tages passiren, daß Deutschland Wahlberechtigten vom Wahlrechte ausschließt, troydem er die solche Erfolge zu verzeichnen haben, dann gehört uns das von Kaiser und Reich, von deutschem stärkste" Regierung hat oder ist. Proletariat sicher ganz. Vaterland und Volksthum, von Eigenthum, Familie und Ghe, als Vertreter dieses Wir haben früher schon einmal darauf hingewiesen, Veranlaßt durch einen Protest der französischen Wahlkreises im Reichstag bescheert zu haben, würde daß die Bismarck'sche Reptilpresse, welche, nach dem Hutmacher- Organisation gegen die Zusammensetzung des auf uns haften, nicht auf den Anhängern jähen Sturz ihres Chefs und Zahlmeisters, herrenlos ge- Obersten Arbeitsraths stellte Genosse Ferroul, wie worden war und bettelnd an allen Thüren anklopfte, sich wir bereits mitgetheilt, in der Kammer den Antrag, daß Ei Herrjeses. Ist Sie das Hänschen aber ein gefähr wieder in der alten Weise organisirt hat und auch unter die Hälfte der Mitglieder des Obersten Arbeitsraths" von licher Hans! dem alten Chef. Nur daß sie jetzt nicht mehr Regierungs- den Gewerkschaften, Arbeitsbörsen und übrigen Arbeiter preffe ist, sondern frondirende" Neben regierungspreise. organisationen gewählt werden sollte. Die Dringlichkeit Nach dem offiziellen Wahlrefultat hat von 16 404 Das Gelb kommt natürlich nicht aus Friedrichsruh; aber wurde jedoch mit 291 gegen 148 Stimmen verworfen, was abgegebenen Stimmen Witte 8754, Weißhaus 7650 erhalten. Die Herren Großindustriellen und Großgrundbesitzer haben einer Ablehnung gleichkommt. Der„ Socialiste" theilt die Rede Herrn Caprivi's Staatskunst und Sozialistenfurcht gefüllte Geldbeutel, und es verlohnt sich schon, etwas Ferrouls zur Begründung des Antrags sowie seine Replit stößt auf Verständniß bei der Armee, wie aus einer thüringer Ordentliches springen zu lassen, damit sie wieder an die auf die Einwendungen der Gegner mit. Wir geben beide Reden in der Uebersetzung: ed Korrespondenz der" Frankfurter Zeitung" zu ersehen ist. Fleischtöpfe Egyptens zurückkommen. Derselben wird geschrieben: Es fällt den Herren Fortschrittlern Verzeihung Aus Thüringen, 1. März. Bei uns scheint das Militär Deutschfreisinnigen" außerordentlich schwer, sich von schon auf den vom Reichsfangler an die Wand gemalten ihren Luftschlössern zu trennen. Verschiedene der Herren Straßenkampf mit der Sozialdemokratie vorbereitet zu werden. Einer neulichen Alarmirung der Koburger Garnison lag die glauben, die Absage" sei bloß zum Schein, vor der DeffentIdee zu Grunde, es feien Arbeiterunruhen ausgebrochen, wobei lichkeit erfolgt unter vier Augen im verschwiegenen die Ehrenburg, das herzoglich Edinburg'sche Palais und das Kämmerlein, da werde eine mildere und zärtlichere Tonart Rathhaus bereits besetzt worden seien. Die Aufgabe der obwalten. Nun, wem nicht zu rathen ist, dem ist nicht zu 10. Kompagnie war mun, diese Gebäude zu entsetzen, während helfen. Ganz besonders verdaddert"- worüber man fich die 11. Kompagnie durch ihr Vorgehen auf der Deslauer Chaussee freilich nicht wundern kann- ist der Leiter der Freieinen eventuellen Zuzug von Arbeitern aus Sonneberg 2c. fern sinnigen Zeitung", der uns gestern ausschalt, weil wir von halten sollte. Große Arbeiterunruhen in Koburg! Gar nicht seiner Liebeswerbung" gesprochen, und sich denkbar? bemerkt dazu das Kob. Tagblatt". heute die Liebeswerbung durch feinen Freund Meyer der" Freifinnigen Beitung" ausdrücklich be scheinigen läßt. Der Redakteur der Freisinnigen Zeitung" sollte fich merken, daß in gewissen Lebenslagen Humor die beste Arznei ist wer den Schaden hat, braucht zwar " Witte's." Die Erneuerung des elsaß- Lothringenschen Paß in zwanges wird von der Presse aller Länder mit einer jeltenen Einmüthigkeit als ein großer politischer Fehler erklärt der erste große Fehler, den die deutsche Remacht und im Weitergehen fragte er: Gelt, Du nähmst keinen alten Mann, wie die Afra?" " Ach Du, mein Herrgott, ich weiß auch gar nicht, wie fie es hat thun können," versetzte Staft zögernd, denn sie wollte eigentlich gar nicht mehr mit ihm reden. Wenn Eine so bildsauber ist wie sie" " Bah," unterbrach er sie geringschäßig. " Nein, das ist doch gewißlich wahr," gerieth sie in Eifer. Und ich kann sie in der Kirche nimmer genug anschauen." I. Meine Herren, als es sich darum handelte, den obersten Arbeitsrath einzusetzen, hatte der Herr Handelsminister zwischen zwei Beispielen zu wählen: dem Beispiel der Schweiz und Belgiens und dann einem nationalen aber kaiserlichen Beispiele. Der Herr Minister hat dies lettere vorgezogen und einen obersten Arbeitsrath ernannt, wie der Kaiser seinen Senat zu ernennen pflegte, Die Schweiz und Belgien wenden das Wahlverfahren an. In der Schweiz wird das Arbeitssekretariat von der Ge sammtheit der Arbeitervereinigungen gewählt und vom Staate besoldet. durch Dekret. In Belgien werden die Industrie- und Arbeitsräte direkt von den Arbeitern ernannt. Weiter fällt mir auf, und ich er laube mir die Kammer darauf aufmerksam zu machen, daß Niemand daran denkt, in den obersten Handels- und Industrie rath, welcher über die Interessen der Unternehmer und des Kapitalismus zu wachen hat, einen Arbeiter einzuführen; warum fchafft man also für den Arbeitsrath eine Majorität von Unter nehmern und Kapitalisten? Was weinst denn?" rief er. Der Bub und das nun steiler aussteigenden Straße lag, hoffte Jerg ein Stemm Madl, die gehören zusammen, das hat unser Herrgott schon eisen und einen Hammer zu finden. Auf Ambros' Jauchzer selber so gefügt. Schau, wie dort die Gitsche an den Jager hatte die Gesellschaft halt gemacht. Lisei schlug bei dem Gr bub sich anschmiegt." Er deutete auf den Peitlerkost, der scheinen ihres Bruders verwundert die Hände zusammen sich vor ihnen im Süden mächtig emporzuheben begann. und auch Afra öffnete ihre schönen, schwarzen Augen Der nackte Kalkfelsen glich in der Nachmittagsbeleuchtung weit. Als sie aber hinter Ambros deffen beide Wander wirklich einem bärtigen Männerkopfe, an dessen linke Wange gefährten gewahrte, wandte sie sich ab und preßte die sich ein kleineres, bartloses Gesicht lehnte. Stafi folgte der bunkelrothen Lippen unmuthig zusammen. Jerg, ihr Stief Weisung und lächelte. sohn, strich sich mit heimlichem Lachen das etwas lange und spizze Kinn. Die haben einander lieb schon so lang als die Welt steht, und werden's nimmer müd," sagte Ambros. Wieder legte er feinen Arm um Stafi und sie murmelte Ambros grüßte unbefangen und ließ sich von Jerg den Schaden zeigen. Also doch ins Garn gegangen," flüsterte Jerg mit einem zwinkern seiner kleinen Augen, während er den Vorderfuß des Pferdes in die Höhe hob, den Ambros aufmerksam imtersuchte. „ Aber ich weiß Eine, die ist tausend Mal schöner wie sie," versetzte er mit gedämpfter Stimme und als sie ihn darauf fragend aublickte, fuhr er fort:" In Deiner beklommen: O, ich bitt' Dich." Kammer, da hängt ein Spiegel an der Wand, wann" Ja, und mir ist's, als hört' ich ihn jauchzen vor Luft," Du den fragst, der wird Dir sagen, wie sie geheißen ist." rief er, und stieß selbst einen Fauchzer aus, daß es von den " Jezt, gar," rief sie verwundert. Bergen widerhallte. Ein nicht minder kräftiges: Juch! Juch!" antwortete, Dabei ist vorläufig nichts zu machen," ſagte er laut, und das Paar prallte betroffen auseinander. Der Ruf er- und Jerg lachte über die zweideutige Antwort. scholl wie vom Peitlerkofl her, jedoch mußte der Rufer ganz Aber wo kommst Du denn jetzt erst her?" fragte nahe sein und nur die Windung der Straße entzog ihn den Lisei, Blicken. Wir hatten gemeint, daß Du längst voraus wärest. Wir haben in St. Lorenzen auf Dich gewartet und ge wartet." " Wann's die Stasi Larseit dem Spiegel nicht glauben will, dann sag' ihr ich hab's gesagt, und der Ambros Faltner lügt nicht," flüsterte er, sich zu ihr beugend. Geh doch," stotterte sie weinerlich.„ Es ist schlecht von Dir, daß Du mich narrst. Ich hab' Dir nichts zu Leid gethan." Das kann doch der Jerg nicht sein, der muß jetzt ja Ja, ein Narrl bist und ein liebes," sagte er zärtlich. schon über Palfrad hinaus sein," äußerte Ambros und beJst's denn ein Schimpf für eine Gitsche, wann sie hübsch eilte seinen Schritt. ist? Mir gefallt keine so wie Du." " Staft blieb stehen und wartete auf den Ohm. " Und jetzt bin ich halt da," versetzte er kurz. Lifei sah nach Stasi und warf dann ihrem Bruder einen vorwurfsvollen Blick zu. Er legte den Arm um sie und drückte sie an sich und Der Rufer war aber wirklich der junge Arigaya und ſie ließ es im ersten Augenblick geschehen. Ihr Dhr hatte als Staft und David die Straße vor ihnen übersehen junge Stasi hatte die Augen gesenkt und verzögerte ihren bergleichen Süßigkeit noch nie getrunken und sie war davon konnten, da gewahrten sie ihn, Lisei und Afra, wie sie neben Müllerin von ihr. denken? Die W.ingen brannten ihr. Und wie betäubt. Dann aber drängte sie ihn mit dem Ellen- dem auf der Straße haltenden Wagen standen und Ambros Ambros und Viſei ſtanden immer noch auf der Straße, bogen entschieden von sich, ließ den hübschen Kopf noch entgegenschauten. schönen Afra vergleichen können. Nur um einige Jahre Huf " während Jerg mit dem lahmen Pferd sich bereits in Be tiefer auf den Busen sinken und begann zu weinen. Sie Jetzt wird's lustig," sagte dieser zu sich selbst und die wegung gesetzt hatte und seine Stiefmutter ihm folgte. war überzeugt, daß er seinen Spott mit ihr trieb, sonst Stimme erhebend, fragte er was es gebe? Warum gehst Du denn nicht?" fragte Ambros unge hätte er ein so unbedeutendes Ding wie sie nicht mit der Das Pferd hatte sich einen Stein zwischen Eisen und duldig seine Schwester, gleich ihm eine hohe, schlanke Gestalt, daß er ohne Werkzeug nicht zu entfernen war. Der Unfall hübsch, auch älter als ihr Bruder. Ambros drehte ärgerlich über ihre Thränen an seinem hatte sich schon vor einiger Zeit ereignet, und da das" Ich warte auf die Stafi Larfeit", antwortete fie ge hatte es ihm keine Dirne übel genommen, wenn er sie einmal dem Wagen gestiegen und zu Fuß weiter gegangen. Schnurrbarte, denn er mißdeutete die Ursache derselben. Noch Pferd infolge dessen lahmte, so waren die Passagiere aus laffent. Aber ich bitt' Dich, Brosi, Du hast der Frau humfaßt hatte. Gie hatten ihm vielleicht mit lachendem Munde dem kleinen, einsamen Wirthshause von Palfrav, das in mus In Arigaya fein Wörtlein gesagt, und sie hat uns Beide doch ringer Entfernung vor ihnen, fast auf der Scheitelhöhe der sie blos von Dir denken?" jünger als diese war sie. ein schneidig Wort gesagt, aber Thränen! ( Fortsegung folgt.) " Der oberste Arbeitsrath wird mindestens zur Hälfte aus Mitgliedern zusammengefeßt, welche die Gewerkschaften und anderen Arbeiterorganisationen gewählt haben." Ich beantrage Dringlichkeit. II. Meine Herren, die Erklärungen des Herrn Ministers in Betreff der Ernennung des obersten Arbeitsrathes werden durch die Praxis selbst widerlegt. So wird z. B. der oberste Rath des öffentlichen Unterrichts von Lehrern, der oberste Kolonialrath durch die Kolonien ernannt; ich sehe keinen Grund, hier eine Ausnahme zu machen. *. * nur Der Rechtmäßigerweise müßten dem hier die Verhältnisse voll- Idenkunfähige Leser berechneten Zaktit, die durch die kapitalistische| her neue Aeltefte zu wählen sind; bas Statut sei dahin zu tommen entsprechen, und jedenfalls mindestens Gleichheit, wenn Wirthschaftsordnung bewirkte Vernichtung des Eigenthums und ändern, daß die Aeltesten fortan auf 2 Jahre, statt wie bisher nicht Majorität der Arbeiter herrschen. Ich will diese Dis- der persönlichen Freiheit der Sozialdemokratie zur Last zu legen, auf 5 Jahre zu wählen sind. Die weiteren Forderungen der fuffion nicht länger ausdehnen und nach diesen Bemerkungen der es auch Abneigung gegen die Arbeit vorwirft, sowie den Bergleute, wie dieselben in den Eingaben an den Minister und habe ich die Ehre folgenden Gesetzesvorschlag einzubringen: Wunsch unterschiebt, durch Streits ein Wohlleben der Agitatoren den Knappschaftsverstand niedergelegt sind, seien von den neuzu ermöglichen. Das Flugblatt appellirt an die„ Vaterlandsliebe" gewählten Aeltesten zu verfechten. Das Statut, nach welchem ( natürlich diejenige, welche auf eine befriedigende Eristenz für der Knappschaftsvorstand augenblicklich verfährt, wurde nicht sieben Achtel der Vaterlandsangehörigen verzichtet) und angenommen, vielmehr ausdrücklich abgelehnt. faßt seine politischen Rathschläge an Bürger und Arbeiter dahin Die Beiträge zur Knappschaft werden zwar entrichtet, jedoch nicht zusammen, daß es gelte, das foziale Königthum" zu unterstützen. unter stillschweigender Anerkennung des erwähnten Statuts, sonDas soziale Königthum" erscheint in der Darstellung des Flug- dern auf das zu erwartende neue Statut hin, für welches rü cfblattes als allen sozialdemokratischen Forderungen von Grund aus wirkende Kraft bis 1. Januar 1891 gefordert abgeneigt. Komisch ist, daß der Verfasser seine jedem Deutschen wird. vorgelegte Frage: Bist Du Sozialdemokrat?" damit begründet: In Frankfurt a. M. hat eine Voltsversammlung den BeSeit dem 20. Februar könne das Niemand mehr vom Anderen wiffen. Der 20. Februar ist nach der Meinung des Verfassers schluß gefaßt, für die bevorstehenden Wahlen der Beisitzer zum Was das Verlangen der Dringlichkeit betrifft, um die nach kein Ruhmesblatt in der deutschen Geschichte" und kein Junge" gewerblichen Schiedsgericht nur Sozialdemokraten als Kandidaten zusuchen wir die Ehre haben, so bindet sich Niemand durch könne auf den Tag einmal stolz sein. Es ist jedenfalls schade aufzustellen. Die Versammlung macht für diesen Beschluß folgende feine Abstimmung über dieselbe für später. Für Dringlichkeit um das Papier, das für die angeblich 110 000 Flugblätter ver- Gründe geltend: Wir haben die Pflicht, den Arbeitern diejenigen Personen meines Vorschlages stimmen, heißt gegenüber den Vorwürfen, wendet worden ist. als Kandidaten vorzuschlagen, die wir am geeignetten hierfür welche erhoben worden sind, bei der Mißbilligung, welche die Verfassungskonflikt in Beffen. In der Darmstädter halten. Geeignet zu einem Urtheil über gewerbliche Verhältnisse Einsegung des obersten Arbeitsrathes in der Arbeiterwelt gefunden hat, erklären, daß es an der Zeit ist, das Gesetz, welches Rammer ist das Unglaubliche möglich geworden, daß eine ist nur Derjenige, welcher eine klare Vorstellung über das Verihn einsetzt, nochmals durchzugehen; heißt erklären, daß es nationalliberale Majorität das Regieren dem Ministerium fauer hältniß der Arbeiter zu den Unternehmern hat. Diefes hatnach den gemachten Beobachtungen und einige sind von macht. Der Herren find so viele unter dem halben Hundert nach der Auffassung eines jeden Sozialdemokraten diefer Tribune aus ziemlich genau wiedergegeben worden- Voltsvertreter, daß sie sich gelegentlich den Luxus divergirender jenige, welcher den unversöhnlichen Klassengegensatz zroischen den an der Zeit ist, auf diese Art der Einsetzung des obersten Meinungen gestatten können, und dann hält es den Ministerial- beiden Klassen erkannt hat, also nur ein Sozialdemokrat. DesArbeitsrathes zurückzukommen. räthen nicht leicht eine Majorität nach Wunsch zusammen zu halb können wir nur Sozialdemokraten aufstellen. Dies sollten Und endlich kommt da vielleicht noch unsere Würde in bringen. In der Sizung vom 3. März mißlang es sogar wir aber auch nicht zu vertuschen suchen, sondern offen und frei Frage. gänzlich, obwohl der Finanzminister nach berühmten Mustern aussprechen, indem wir erklären, daß wir nur Mitglieder des Wären wir die Ersten, welche diese Neuerung der Gr das rothe Gespenst zitirte. Zur Debatte stand bei der stats- sozialdemokratischen Vereins auf unsere Kandidatenliste setzen. wir die Griten, welche biefe Me nennung des obersten Arbeitsrathes durch die Arbeiter selbst berathung der Einnahmeposten von 295 000 M. für Weinsteuer. Neumünster, 2. März. Bekanntlich wurde am 24. Novbr. verlangten, fo tönnten Sie vielleicht noch diskutiren und für Diese Steuer, erst seit 1875 eingeführt, ist in der Provinz Rheindie Zukunft Vorbehalte machen. Aber die Zukunft, meine heffen, in der viel Wein konsumirt wird, natürlich bei der ganzen vorigen Jahres eine öffentliche Volksversammlung vom überHerren, ist ja schon die Gegenwart für die Schweiz, für Bevölkerung verhaßt, in den übrigen Provinzen nur bei dem wachenden Polizeibeamten aufgelöst, weil ein Redner BetrachtanDer ihr zu gen anstellte über das„ preußische Vereinsgesetz und die ThätigBelgien. Sollten wir so entartet sein, daß wir, von denen kleinen, aber einflußreichen Kreise der Wirthe. man sagt, daß fie an der Spitze der Nationen ständen, von Grunde liegende steuerpolitische Gedanke ist freilich auch ein feit der eine Versammlung überwachenden Polizeiorgane". Der weitem der Schweiz und Belgien folgen, die kleinen Nationen möglichst falscher, denn er belastet alle Weine, vom Hochfeinsten Vorsitzende der azitirten Versammlung führte hiergegen Beschwerde vor uns dulden müßten? Das ist doch eine Würdefrage. Niersteiner bis zum sauersten Pfälzer nur beim Verkauf in an die königliche Regierung, worauf folgender Bescheid an den Wenn wir vor allen anderen Völkern reif waren für das Gebinden unter 40 Liter mit einer Steuer von 60-70 m. pro Beschwerdeführer zurückgegangen ist: Schleswig, den.. allgemeine Stimmrecht, so liegt kein Grund zu der Annahme Hektoliter. Hierdurch kommt es vor, daß Wirthe, die ihre Weine Auf die Beschwerde vom 30. November v. J. eröffne ich vor, daß wir uns desselben seitdem nicht werth gezeigt haben, nur in geringen Quantitäten beziehen fönnen, ihn bei hessischen und daß die Arbeiter, welche Schiedsrichter, Bergarbeiter- Produzenten mit 30-40 pet. des Werthes theurer bezahlen müssen, Ihnen nach eingehender Prüfung des Sachverhaltes, daß das Delegirte, Abgeordnete, General- und Gemeinderäthe ernennen, als bei außerhessischen. Da sie die Steuer natürlich beim Aus- Verfahren des die Versammlung am 24. November v. J. in Neunicht vollkommen fähig sind, auch Delegirte für den obersten schank noch einmal in gleicher Höhe entrichten müssen, münster überwachenden Beamten forreft und gesetzmäßig war, Arbeitsrath zu ernennen. Ihm wird man Schriften mit den wird das Getränk dann, bis es an den Konsumenten kommt, und daß deshalb Ihre Beschwerde als unbegründet zurückzuBeschwerden und Forderungen der Arbeiter vorlegen, in ihm um mehr als 50 pet. vertheuert. Die feine aber sehr eifrige weifen ist. Bei der Versammlung führte den Borsiz der in einer vorherwird es eine wahrhaft ernste Arbeit geben; aber dazu braucht Fraktion der Sozialdemokratie im hessischen Landtag hat nun man Vertreter der Arbeiter und keine Vertreter des Ministers. begreiflicher Weise diese Steuer immer zum Gegenstand ihrer gegangenen im Konventgarten" stattgehabten Versammlung er( Sehr gut! sehr gut! auf mehreren Bänken der äußersten Angriffe gemacht und viele nationalliberale Vertreter sehen sich wählte provisorische Vorstand des sozialistischen Allgemeinen gezwungen, um diesen gefährlichen Gegnern den Wind aus den Arbeitervereins für Neumünster und Umgegend", es fand ferner Linfen.) Segeln zu nehmen, sich gleichfalls gegen die Weinsteuer zu wen- eine Berlesung der Statuten des genannten Vereins statt, woran sich In Paris herrscht neuerdings große Aufregung, den. Finanzminister Weber erklärte in der Debatte die Unzu eine Debatte schloß, ob die Statutenberathung stattfinden solle oder weil die Regierung den Muth hat, gegen die skandalösen friedenheit, welche die Steuer hervorrufen soll, für ungerecht nicht, und wurde zur Wahl eines festen Vorstandes des Vereins geWetten bei Wettrennen scharf vorzugehen und eventuell fertigt; auch unter den Beamten herrsche Unzufriedenheit wegen schritten. Nach diesem Hergang unterliegt es keinem Zweifel, daß sogar ein Verbot der Wettrennen auszusprechen beabsichtigt. au schlechter Bezahlung, und um diese nicht erst in die Arme der die stattgehabte Bersammlung thatsächlich eine Versammlung des„, AllSozialdemokratie zu treiben, müsse man die Gehälter erhöhen, gemeinen Arbeitervereins für Neumünster und Umgegend", mithin Wahrscheinlich wird aber Herr Constans, der den Arbeitern wozu der Ertrag der Steuer nothwendig fei. Abg. Joest hielt eines politischen Vereins war. Wie die Versammlung von den gegenüber das schneidige Auftreten liebt, der Bourgeoisie zu ihm entgegen, daß die Sozialdemokraten die dreisache Erhöhung Einberufern bezeichnet war, insbesondere ob als„ öffentliche Liebe mildere Saiten aufziehen und das Hauptvergnügen der unteren Beamtengehälter bewilligen werden, denn einige Volksversammlung" oder sonstwie, darauf fann es nicht an= und die Hauptarbeit eines Theiles der reichsten Bourgeoisie, hundert Mark mehr oder weniger Einkommen würde Niemanden kommen. hindern und Niemanden antreiben, Sozialdemokrat zu werden. Das Verlangen der Entfernung einer anwesenden Frauensdas Wetten, wieder gestatten. Abg. Ulrich verlangte als Ersatz des Ausfalles den Ausbau person, welches übrigens erst gestellt wurde, als die Versammlung der progressiven Einkommensteuer, die nur bis zu einem Ein- die Statuten des Vereins angenommen hatte, war daher auf kommen von 21 000 Mark wachse, von da ab sogar unter Grund des§ 8 des Vereinsgesetzes vom 11. März 1800 be den legten Stufen der Progression bleibe. Das Resultat gründet. Was die stattgehabte demnächstige Auflösung der Versamm17 Stimmen. Finanzminister Weber bestritt der Kammer das lung anlangt, so ist auch diese zu Recht erfolgt. Es ist zunächſt der Abstimmung war die Ablehnung der Steuer mit 26 gegen Recht, die Steuer abzulehnen, da sie durch Gesetz zu Stande ge- für die Haltung der Versammlung bezeichnend, daß von mehreren kommen sei und nur unter Zustimmung aller legislatorischen Rednern das von dem überwachenden Beamten gestellte Verlangen Faktoren wieder abgeschafft werden könne. Der Minister ist der Entfernung einer Frauensperson zum Gegenstand einer öffentzweifellos infofern im Recht, als die Kammer die Weinsteuer lich erörterten Kritik gemacht wurde. Wäre es der Versammlung nicht aufheben fann, aber andererseits können auch in der nächsten bezw. deren Zeitung darum zu thun gewesen, ihrerseits für Ruhe Finanzperiode Gefälle diefer Steuer nicht erhoben werden, denn und Ordnung einzutreten und Tumult zu vermeiden, so würbe der Art. 67 der hessischen Verfassung bestimmt: dies unterblieben fein, zumal es wohl Niemand zweifelhaft war, daß der Weg der Beschwerde offen stand, der nunmehr auch beschritten worden ist. Vorgestern fand zwischen russischen Gendarmen und auswandernden Bauern, welche bei Szczuczyn die gefrorene Weichsel überschreiten wollten, ein blutiger Kampf statt. Mehrere Auswanderer entkamen, andere wurden unter Rosatenesforte zurücktransportirt. Durch solche Maßnahmen werden die auswandernden Bauern nicht zur größeren Liebe zu ihrem Vaterland erzogen werden, und die Ursachen der Auswanderung werden dadurch nicht aus der Welt geschafft werden. " Der weitere tumultuarische Verlauf der Versammlung, das Schreien, Herantreten von mehreren Seiten an den Tisch des überwachenden Beamten, Rufe wie Schmeißt ihn raus" u. dgl. läßt deutlich erkennen, daß die Auflösung zur Aufrechtshaltung der öffentlichen Ruhe und Ordnung nothwendig war, indem hier in der That ein Mißbrauch des Versammlungsrechtes vorliegt, welchen das Gesetz vom 11. März 1850 verhindern will. Die Auflösung ist daher zu Recht erfolgt. Der Regierungspräsident. ( Unterschrift.) Ob der Beschwerdeführer sich mit diesem Bescheid zufrieden Der früher zum Tode verurtheilte, dann nach Jahren der Verbannung begnadigte und jetzt zum serbischen Minister- Ohne Zustimmung der Stände kann keine direkte oder präsidenten avancirte Herr Pafchie hat sein Meisterstück indirekte Auflage ausgeschrieben, oder erhoben werden.... als Reaktionär geleistet, indem er das serbische Parlament Die Beschlüsse der 2. Kammer kann die erste nur im Ganzen zur Auslieferung des Abgeordneten Stanojevitsch bewog, annehmen oder ablehnen. Hiernach ist klar, daß die Weinsteuer durch die Ablehnung Der weit weniger gethan hat als Herr Paschic in jüngeren der 2. Kammer zwar noch nicht abgeschafft ist, da hierzu auch die Jahren. Der ausgelieferte und nunmehr verhaftete Ab- Zustimmung der ersten Kammer und die Sanktion des Groß geordnete hat in einem Flugblatte das skandalöse Leben des herzogs gehört, aber sie bleibt, wenn beide Faktoren sich nicht zu Erkönigs Milan und die widerlichen Streitigkeiten des diefem Schritt entschließen, ein Messer ohne Klinge, dem der Königspaares beleuchtet und daraus Schlüsse über den Etiel fehlt. Werth der jetzigen Regierungsform in Serbien gezogen. Ab= Braunschweig, 3. März. Wegen des Festblattes Herr Baschic, der Attentate und eine Revolution geplantschied vom Sozialisten gefe" war gegen den Genoffen hat, vernichtet jetzt die Immunität von Abgeordneten wegen G. Rofosky Antlage erhoben. Die auf Gotteslästerung gerichtete geben wird, ist wohl nicht anzunehmen. eines Flugblattes. So entwickeln sich die Menschen! Anklage wurde, wie bereits mitgetheilt, vom hiesigen Landgericht zurückgewiesen. Dasselbe ist jetzt auch bezüglich der hiergegen er Seitens des Sekretariats des Kolonialamts wird die hobenen Beschwerde der Staatsanwaltschaft seitens des OberLondoner Agentur des Depeschenbureaus Herold" davon in landesgerichts zu Braunschweig geschehen. Es sind nunmehr die Kenntniß gesetzt, daß, obwohl für Auswanderer nach den ain 7. Oktober beschlagnahmten Exemplare freigegeben. südlichen Provinzen Brasiliens auf englischen Schiffen freie Fahrt gewährt wird, dennoch vor britischer Auswanderung nach San Paulo nachdrücklichst zu warnen sei, da die dortigen Verhältnisse feineswegs dazu angethan seien, englischen Auswanderern ein nur einiger maßen erträgliches Leben zu bieten. - " * Aus Nürnberg wird geschrieben: Als Kuriosum darf man es wohl bezeichnen, daß anläßlich von Reserve- Einziehungen die Firma Wörlein u. Ko. dahier, die bekannte sozialdemokratische Druckerei, in deren Verlage auch Grillenberger's" Fränkische Tagespost" erscheint, mit sechs Mann Einquartierung vom Gelsenkirchen. Dem hier graffirenden Typhus ist auch der 14. Inf. Reg. bedacht worden ist. Während man GastwirthSchriftführer des alten Bergarbeiter Verbandes Bedmann zum schaften, in denen Sozialdemokraten verkehren, mit dem MilitärOpfer gefallen. Die Beerdigung, welche sich zu einer großartigen verbote belegt, legt man hier militärische Einquartierung direkt Demonstration der hiesigen Arbeiter gestaltete, fand am Sonntag in die Höhle des Löwen". statt. Viele Tausende betheiligten sich am Leichenzuge; Kränze, an denen rothe Schleifen befestigt waren, füllten zwei Wagen. Gendarmerie war massenhaft erschienen; sie war stiller Zeuge, wie die Arbeiter ihre Todten ehren. Briefkaffen der Redaktion. G. 100. Sie können nur beim Amtsgericht Ihre Geldforderung zur Konkursmasse anmelden, erhalten aber nur die Quote, welche auf alle Gläubigen entfällt. Nr. 100, Kreuzberg. Das beruht auf einer Berwechselung Das St. Louis Tageblatt" berichtigt uns dahin, daß wir es mit Unrecht unter den Anklägern Schewitsch's ge- Arusberg. Die Bedrängung des Versammlungsrechts ist nannt haben. Möglich, daß wir uns geirrt und das St. an vielen Orten eine recht schlimme und um so schlimmer, als sie Louis Tageblatt" mit dem Philadelphiaer Tagebl." zum Theil direkt von Behörden ausgeht. Es ist daher erfreulich, verwechselt haben. Der Artikel, um den es sich handelt, wenn gelegentlich die Gerichte den Behörden einen Strich durch war gegen das Organ Rappaport's in Indianopolis ge- ihre Waßnahmen machen. Im verflossenen Jahre erließ die Re- Ihrerseits. Sie haben offenbar nur bei Ihrer Aufnahme in eine richtet, der Schewitsch's Handeln mit Müdigkeit" ent- gierung zu Arnsberg eine Polizeiverordnung, wonach in politischen städtische Anstalt unterschrieben, daß Ihnen das eventuelle ErbBersammlungen Eintrittsgelder oder sonstige Geldbeiträge ohne recht der Stadt bekannt gemacht worden ist. Die Erbrechte Ihrer schuldigt hatte. Uebrigens fagt auch das" St. Louis- Tage- Erlaubniß des Ortspolizei- Behörde nicht erhoben oder ein Frau werden dadurch nicht beeinträchtigt. blatt", welches die Spiel- Verleumdung" der der gesammelt werden dürfen. Es waren Strafen bis zu 60 M. füv 8. G. 77. Ihre Anfrage ist troß der Ausführlichkeit nicht „ Vorwärts" in seiner Notiz über Herrn Schewitsch Er- die dem Verbote zuividerhandelnden angedroht; eine gleiche recht klar. Bu mündlicher Auskunft wir bereit. wähnung that als absurd" und unqualifizirbar" be Strafe sollte den Unternehmer und Leiter der Versammlungen A. 1500. Der Vorwurf des Diebstahls enthält eine Betreffen. Diese Polizeiverordnung war namentlich den Sozial- leidigung, außer wenn derfelbe in Wahrung berechtiger Interessen zeichnet: Das ändert freilich Nichts an denjenigen Anklagen, welche demokraten unbequem, da ihnen dadurch der Ertrag der Teller- erhoben wird. Ob nicht letterer, die Strafbarkeit ausschließender wir thaijächlich gegen Herrn Schewitsch( in Bezug auf dessen sammlungen entging, der gewöhnlich die Kosten der Versamm Fall vorliegt, kann man ohne Kenntniß der genaueren Einzelheiten Parteithätigkeit in Amerika) erhoben haben; nur stehen die fungen beden mußte. Die Schöffengerichte haben auf Grund nicht beurtheilen. selben mit der vorliegenden Angelegenheit in feiner Be- jener Verordnung vielfach Berurtheilungen eintreten lassen. Nun K. K., Langeftr. 1. Pflichttheil ist derjenige Theil der hat aber das Landgericht in Dortmund die Regierungs- Polizei einem gefeßlichen Erben zukommenden Erbportion, welcher, wenn rührung. „ Wäre die„ New- Yorker, Bolts Beitung" verordnung für nicht zu Recht bestehend erklärt, weil nach nicht besondere Enterbungsgründe vorliegen, durch Testament dem von vornherein offener gegen die Gefin Artifel 30 der Verfassung derartige Vereinsangelegenheiten durch Erben nicht entzogen oder geschmälert werden darf; im Bernungsgenoffen bezüglich des Weggang 3.Sche Gesetz geregelt werden müßten, nicht aber durch polizeiliche Be- hältniß von Mutter und Sohn beträgt der Pflichttheil der Ersteren witsch's gewesen, so wäre auch ihr der durchstimmungen. die Hälfte des ihr nach dem Gesez d. h. wenn kein Testament die Bergangenheit nur zu begründete Vorvorhanden ist zukommenden. 2. Die Schwiegertochter hat kein Sulzbach, 3. März. Die" Frankfurter Zeitung" vom gefegliches Erbrecht gegenüber den Schwiegereltern. wurf des„ Bertuschungs- Versuchs", über den sie sich jetzt beschwert, erspart geblieben." bun M Korrespondenzen und Parteinachrichten. Bist Du Sozialdemokrat? Unter dieser Ueberschrift lich in 110 000 Exemplaren. Das Flugblatt bedient sich der auf ein Flugblatt bei H. Bersieht in Hamburg erschienen, angeb 2. März, Abendbl., läßt sich folgendes berichten: 2. S. 124. Wenn Sie in eine Werkstatt, in welcher Sie Aus dem Saarrevier, 1. März. Die in Sulzbach erst furz zuvor gearbeitet hatten, wieder eintreten, so gilt die früher heute abgehaltene Versammlung der bergmännischen getroffene Bereinbarung, daß keine Kündigung stattfindet, als von Grubenausschußmitglieder beschloß, nunmehr das Knapp- Neuem getroffen. schaftsstatut anzunehmen, aber auch 5 Vertreter zum inter- Friedrichshagen. Die Auflösung des Reichstags ist an nationalen Bergarbeiter- Kongreß nach Paris zu schicken keine Fristbestimmung gebunden. und die Beschlüsse des letzteren abzuwarten. Dieser Bericht entspricht in seinem ersten Theil durchaus nicht den Thatsachen. Es wurde vielmehr beschlossen, das lich ältesten mit 1. April d. J. aus dem Amte ausscheiden und vor- bei Statut sei derart zu ergänzen, daß die jetzigen KnappschaftsW. W. 73. Schicken Sie zunächst einen Zahlungsbefehl. C. K. Burgstr. Sie haben Recht. Die Leute haben wirkkein Herz im Leib. Nr. 28. Es wird jährlich festgesetzt. Erkundigen Sie sich der Steuer- und Einquartierungs- Deputation des Magiftrats. Theater. Donnerstag, den 5. März. Opernhaus. Die Zauberflöte. Schauspielhaus. Der neue Herr. Leffing- Theater. Der Probepfeil. Berliner Theater. Goldfische. Deutsches Theater. Das alte Sied. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Vogelhändler. Wallner Theater. Miß Helyett. Rendez- Theater. Der selige Toupinel. Viktoria Theater. Die sieben Raben. Bellealliance- Theater. Ostend- Theater. Otello. Heinrich Heine. Vorher: Der Präsident. Thomas- Theater. Der Registrator auf Reisen. Adolph Ernst- Theater. Adam und Eva. Kaufmann's Variété. Große Spe. zialitäten- Vorstellung. Theater der Reichshallen. Große Spezialitäten- Vorstellung. Concordia. Große SpezialitätenVorstellung. Gebr. Richter's Variété. Große Spezialitäten- Borstellung. Wintergarten. Große SpezialitätenVorstellung. Circus Schumann. Friedrich- Karl- Ufer. Donnerstag, den 5. März: Abends 7/2 Uhr: Große Vorstellung mit neuem, vorzügl. gewähltem Progr. Besonders hervorzuheben: DamenHurdle- race, ger. v. 12 Damen. Mr. Loyal, Jockey. Postillon, Erat.- Rapphengst, in der hohen Schule ger. von Herrn Ernst Schumann. Frl. Helene, Birouetten- Reiterin. Entree d. beliebten Klowns Tanti und Olschansky. Das Schulpferd Albert, ger. von Frl. Adele Schumann. 8 Rapphengste, in Freiheit vorgef. von Herrn Mar. Zum Schluß der Vorstellung: 贊 Circus unter Wasser. Sensationelle Waferpantomime. Die Marionetten oder: Täuschungen in ein. Damen- Pensionat. Morgen: Gr. Vorstellung, neues Progr. Die Marionetten. Sonntag 2 Vorst. Nachm. 32 u. 71/2 Uhr. In beiden Vorstellungen: Zirkus unter Wasser. Englischer Garten. Direktion: C. Andress, AlexanderStraße 27c. Große öffentliche Volksversammlung des 6. Wahlkreises am Freitag, den 6. März, Abends 81/2 Uhr, im Etablissement Eiskeller, Chauffee- Straße Nr. 88. Tages Ordnung: 333/3 1. Wie stellen wir uns zum 1. Mai? Referent( siehe Freitag SäulenF. Schwabe. Anschlag). 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Große Volksversammlung zu Gunsten des Vereins für die Reform der Schule und Erziehung am Freitag, den 6. März, Abends 84 Uhr, 777 b im großen Saale von Sanssouci", Rottbuser Straße Nr. 4a. Vortrag von Frau Henrich- Wilhelmi über: Wissenschaftlicher und sittlicher Materialismus." Nach dem Vortrage freie Aussprache und Verfchiedenes. Der Einberufer: Otto Friederici, Kleinbeerenstr. 6. Gr. Volksversammlung am Freitag, den 6. März, Abends 8% Uhr, im Saale der Brauerei Königstadt, Schönhauser Allee. Tages Ordnung: 1. Die politische Lage. Referent: Albert Auerbach. 2. Diskussion. 3. Stellungnahme zur Feier des 1. Mai. 4. Verschiedenes. Verlag des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt, Berlin SW., Beuthstraße 3. In unserem Verlage erschien soeben der dritte Neudruck von: Zwei Reden zum Reichshaushalts- Etat, gehalten von August Bebel im Deutschen Reichstag am 9. und 11. Dezember 1890. 32 Seiten 8°. Preis 10 Vf., 100 Exemplare 8 Mk. Wir empfehlen obige Reden fortgesetzt den Parteigenossen als ausgezeichnete Agitationsschrift. Sie ist von aktueller Bedeutung insofern, als die Boll- und Steuerpolitik der Regierung, die jeder am eigenen Leibe verspürt, darin eingehend beleuchtet wird. Möbel, Spiegel und Polster- Waaren, 9 reelle Waare zu soliden Preisen. Ganze Ausstattungen 776b in Mahagoni u. 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Diskussion. 3. Berichterstattung des Delegirten zur Streit- Kontrollkommission. Das Komitee des Einseher- Vereins. 145/4 J. A. A. Schönberg. Central- Kranken- u. Sterbekasse d. Tischler. Sonnabend, den 14. März, im Konzerthaus Sanssouci: Empfehle mein reichhaltiges Fager von Cigarren und Tabacken. Clara verw. Hasenclever Chaussee- Strasse 49-50. GESCHAFTSHAUS S. HEINE Die Firma besteht seit 1873, * Leinen- und Elsasser- Baumwollwaaren. Hemdentuch, Dowlas, Croisé, Damast, Piqué etc. Fertige Bettwäsche, Handtücher, Tischzeuge, Bettzeuge etc. etc. Gardinen BERLIN N.CHAUSSEESTR.14. Neue stylvolle Muster in grosser Musterauswahl! Zweiseitig gebogt und sauber gelitzt, Meter von 45 Pfg. an. Abgepasst das Fenster( zwei Shawls) von 3,50 Mk. an. Gardinen- Reste Fräulein Liri Armani, fówedische Grosser Wiener Masken- Ball Chansonette. Umberto Bozza, Produktionen auf dem Piedestal. Frl. Lilli Nora, deutsche KostümSoubrette. Die berühmte Borza- Truppe, Parterre- Akrobaten. 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Auf eine solche Anmaßung, die an die unserer agrarischen Heißsporne erinnert, brauchen wir wohl keine Rücksicht zu nehmen. Eine Regierung, die wirklich den Kulturfortschritt will, darf nichts unterlassen, was den Verkehr beleben und sowohl Geschäft und Gewerbe der Bevölkerung, als auch den Genuß des Lebens fördern kann. M Die Budgetkommission( Referent Abg. Hammacher Abg. Hug( Konstanz, 3.): Ich kann nicht wünschen, daß schlägt die unverkürzte Bewilligung des gesammten Etats der eine Reform selbständig von den elsaß lothringischen Bahnen Reichs- Eisenbahnen vor. Die Einnahmen sind auf 54 962 000. vorgenommen wird, sondern sie muß im Einverständniß mit den veranschlagt, die Ausgaben für die Zentralverwaltung auf anderen Verwaltungen erfolgen. Die Herabseßung der Tarife 82 500, die für die Betriebsverwaltung auf 34 581 000 M., der hat auch ihre Grenzen. In Baden ist die Verzinsung der BahnUeberschuß auf 20 298 500 M. Von den einmaligen Ausgaben schulden aus den Erträgnissen der Bahnen allein nicht möglich ( 6 970 000 M.) sollen nach dem Vorschlage der Kommission die gewesen; es muß alljährlich im Etat eine bedeutende Summe zufür die Erbauung von Dienstwohnungen für Zugbeamte auf dem geschossen werden. Bei einer Tarifreform dürfen also nicht blos Bahnhof Saargemünd geforderten 100 000 m. in die Position volkswirthschaftliche Rücksichten in Betracht kommen, sondern auch für Erneuerung und Ergänzung" der übrigen Bahnanlagen des finanzielle; ich bitte daher die Reichsregierung, bei der Zarif Ordinariums eingesetzt werden. reform auch die finanziellen Interessen der Einzelstaaten zu beachten.( Beifall im Zentrum.) 8. Jahrg. Abg. Brömel ist damit einverstanden und spricht sein Bedauern darüber aus, daß die Vertreter der Reichseisenbahn- Verwaltung es furzer Hand ablehnen, hier im Reichstage Nede und Antwort zu stehen. Die einzige Antwort, die darauf das Haus geben kann, mag die sein, den Antrag an die Kommission zu verweisen, aber direkt mit dem Auftrage, von der Regierung die erforderliche Auskunft zu verlangen. Geradezu unverständlich sei, wie der Ministerialdirektor Fleck den Spieß umkehre und von dem Reichstage positive Vorschläge verlange. Es fann nicht die Ausgabe eines einzelnen Abgeordneten sein, der eingesetzten und bezahlten Verwaltung die Arbeit abzunehmen, während ihm nicht einmal das Material zur Verfügung steht. Ich muß mich dagegen ganz entschieden verwahren. Wenn Graf Stolberg dem ReichseisenbahnAmit die Kompetenz abspricht, so übersieht er, daß 1874 die große Gütertarifreform gerade durch das Reichseisenbahn- Amt in die Wege geleitet worden ist und mit dem größten Erfolge. Ministerialdirektor Fleck: Die verbündeten Regierungen find sich ihrer Pflicht zur Initiative sehr wohl bewußt, sie haben die Pläne entworfen, und der Abg. Brömel hat sie einer Kritik unterworfen. Da war es wohl nicht ganz unbescheiden, zu bitten, daß diese Kritik auch positive Vorschläge enthielte.( Zustimmung rechts.) Die Initiative vom Reichstag oder einem Mitglied aus demselben zu verlangen, liegt ihnen ganz fern. Abg. Brömel( dfr.) bringt hier die wichtige Reform der Personentarife zur Sprache, die auch in der Kommission be Abg. von Stauffenberg( dfr.): Die Frage kann hier Präsident des Reichs- Eisenbahnamts Dr. Schulz: Das handelt worden ist auf Grund der besonders ungünstigen Aus- nicht entschieden werden. Nach den bisherigen Resultaten des nugung der Personen- wie der Gepäckwagen auf den Reichs- 3onentarifs in Ungarn muß es doch sehr erwogen werden, Reichs- Eisenbahnamt hat sich bisher an den schwebenden Vereisenbahnen. Auch sonst läßt in Deutschland die Ausnutzung des ob nicht auch bei uns diese Form des Tarijs irgendwie handlungen betheiligt und wird sich weiter daran betheiligen; es Betriebsmaterials viel zu wünschen übrig; die Reichseisenbahnen adoptirt werden muß. Die von den Verwaltungen beabsichtigte wird seinen Einfluß, soweit es Verfassung und Gesetz zulassen, aber liefern hier besonders unerfreuliche Resultate. Die Aus- Herabsehung auf die von Brömel erwähnten Säge soll doch auch weiter zur Geltung bringen. Der Antrag Brömel wird darauf einstimmig der Budgetnuzung betrug nur 22,55, auf den alten deutschen Staatsbahnen jedenfalls den Einnahme- Ausfall nicht nur ausgleichen, sondern immerhin 24,48 v. H. Die Reform ist auch dringlich wegen der die Einnahmen noch erhöhen. Die ganze Bewegung ist nicht fommission überwiesen, die Ausgaben für die Zentralverwaltung leberhandnahme der Ausnahmetarife auf den Reichseisenbahnen. durch die absolute Höhe der Tarife entstanden, sondern durch die werden bewilligt. Bei den Ausgaben für die Betriebsverwaltung bringt Alle Reformversuche wollen das bestehende Tarifsystem verein- Wahrnehmung, daß unser Fahrmaterial bei Weitem nicht genügend Abg. v. Buol( 3.) Klagen einzelner Kategorien von Eisenfachen und dabei anknüpfen an die billigen Säße für Rückfahr- ausgenügt wird. Da ist nun zu beachten, daß im Winter die farten und Rundreisehefte. Statistisch ist erwiesen, daß der Ver- Ausnüßung viel geringer ist, als der Durchschnitt, während im bahnbeamten hinsichtlich ihrer Bezüge zur Sprache und spricht fehr zu ermäßigten Preisen schon mehr als die Hälfte des ge- Sommer häufig das Fahrmaterial nicht genügt. Das Personal die Hoffnung aus, daß die hervorgetretenen Ungleichheiten bei fammten Verkehrs umfaßt. Es entfallen darauf rund 55 v. H.| wird beträchtlich zu vermehren sein, was auch nicht ganz leicht der völligen Durchführung der neuen Organisation der DienstRedner empfiehlt ferner eine aller Personentilometer; die Einnahmen stellten sich auf 44 v. H. ausgeführt ist, ebenso werden die Geleise zu vermehren, die Alterszulagen beseitigt werden. der Gesammteinnahme aus dem Personenverkehr. Die preußische Bahnhöfe zu vergrößern sein, und alles dies wird beträchtliche gleichmäßigere Behandlung der Beamten bezüglich der WohnungsStaatsbahn- Verwaltung hat nun mit den übrigen deutschen Ver- Kosten inachen. Die bayerischen Bahnen sind weitaus zum geld- Zuschüsse. Geh. Nath Wackerzapp: Die Klagen rühren zum Theil von waltungen Berathungen über die Vereinfachung und Er größten Theil nur eingeleifig gebaut. Troy aller dieser Bemäßigung der Tarife gepflogen und wird jetzt vorgeschlagen, benten erscheint es doch nothwendig, wenigstens die doppelte Beamten her, welche bei der letzten Gehaltserhöhung noch nicht Die Frage der Wohnungsgeld. Gäge ron 2, 4, 6 Pf. pro Kilometer für die dritte, zweite und Benutzung des Fahrmaterials in Aussicht zu nehmen und die berücksichtigt werden konnten. Giebt die Ermäßigung zuschüsse kann begründeten Anlaß zu Beschwerden nicht erste Klasse zu normiren. Auf den Reichseisenbahnen giebt es, Reformmaßregeln danach einzurichten. die Reichseisenbahnbeamten beziehen mindestens wie auf den süddeutschen Bahnen überhaupt Freigepäck nicht. wegen ihrer geringen Höhe einen starken Anreiz zur verstärkten geben; Nun bedeuten jene Säße für die einfache Fahrt eine nicht un- Benutzung der Eisenbahnen nicht, dann würde die ganze Maß dasselbe wie die preußischen Beamten, zum Theil erheblich mehr. Abg. Höffel regt die raschere Durchführung eines besseren resentliche Ermäßigung; bei den Rückfahrtkarten giebt es eine rege! verfehlt sein. Absolut muß vermieden werden, daß eine Ermäßigung nur für die dritte Klasse, während die erste Klasse Erhöhung der bestehenden Säße eintritt. Die Säße für das Verhältnißsazes zwischen den etatsmäßigen und den diätarischen sogar eine Erhöhung erfahren würde. Bei den Schnellzügen liegt Gepäck sind bis heute ganz außerordentlich und ungerechtfertigt Beamten der Bahnverwaltung an. Er verweist auf die in dieser bie Sache noch ungünstiger, weil 1 Pf. pro Kilometer zugeschlagen hoch, namentlich im Vergleich mit dem Packetporto. Für die Hinsicht im Vorjahre vom Reichstage angenommenen Resolution, werden soll. Bei den Rückfahrtkarten würde sich daher die Er Beförderung des Gepäcks kommt die Entfernung gar nicht in deren Tendenz die augenblickliche Vertheilung der Stellen zwischen mäßigung in der dritten Klasse auf einen ganz winzigen Betrag Betracht, und es ist mehr als ungerecht, für die Beförderung den beiden Kategorien nicht gerecht wird. Die neuen etatsmäßigen reduziren, in der zweiten und dritten würde eine Erhöhung ein auf die hundertfache Entfernung den hundertfachen Preis zu er- Stellen im Etat follen nicht diesem Zweck dienen, sondern sind durch die Vergrößerung des Verkehrs und die Ausdehnung des Netzes treten gegen den bestehenden Tarif. Es ist ein wenig erfreuliches heben. Ergebniß, daß bei diesen Berathungen nicht mehr herausgekommen Abg. Graf Udo Stolberg: Der Reichstag ist der Eisen- nöthig geworden. Für die nichttechnischen Bureaubeamten ist ist, daß nicht eine Reform unter Vermeidung jeder Erhöhung und bahnfrage gegenüber in sehr schwieriger Lage, weil unser Ber- nichts vorgesehen. Darum hält sich auch die elfässische Jugend unter erheblicher Ermäßigung der bestehenden Säße erreicht ist. hältniß zum Eisenbahnwesen nur sehr platonischer Natur ist. so sehr von diesem Erwerbszweige fern. Geh. Rath Wackerzapp: Die Kommission hat anerkannt, Die Verwaltungen gehen von der Ansicht aus, daß eine allgemeine Der für Preußen beabsichtigte Reformplan bleibt allerdings Tarifherabsehung, etwa von 10 v. H. einen Einnahme- Ausfall hinter dem zurück, was Vicle davon erwarten; die öffentliche daß das gegenwärtige Verhältniß als ein relativ günstiges anvon 10 v. H. zur Folge haben würde. Diese Rechnung ist ein Meinung ist auch sehr eingenommen für die Einführung eines gesehen werden muß. Die Wartezeit der Diätarien beträgt im reines Phantasiegebilde. weil bis jetzt noch jede Verkehrs- 3onentarifs. Die Ausgaben sind übrigens in Ungarn nach Durchschnitt fünf Jahre; ungünstiger ist das Verhältniß Erleichterung eine Verkehrszunahme in gesteigertem Maße zur Einführung dieses Tarifs viel mehr gestiegen als die Einnahmen, nur bei den Bureaubeamten. Die Verwaltung ist aber hier beint Folge gehabt hat. Ist nun die Reichs- Eisenbahn- Verwaltung und überdies ist die Zeit der Einführung zu kurz, um darüber besten Willen nicht zur Aenderung des Verhältnisses im Stande. gesonnen, diese vorläufig vereinbarten Sätze für ihr Netz anzu- abschließend zu urtheilen. Ob er sich für Deutschland eignet, Zahlreiche dieser Beamten sind nämlich vorübergehend angenehmen? Und wie wird die Reform des Gepäcktarifs sich ge- läßt sich noch gar nicht übersehen. Das Eintreten eines Defizits stellt; für diese können etatsmäßige Stellen nicht eingerichtet stalten? Der letztere ist allerdings nicht ganz so hoch wie der durch die Reform muß für Preußen durchaus vermieden werden; werden. preußische, aber durchweg ganz unverhältnißmäßig hoch, und die unter keinen Umständen dürfen wir Experimente machen. Die vorhandenen Gepäckwagen der Reichs- Eisenbahnen find denn für Preußen geplante Reform scheint mir forrekt und durchführ auch nur zu 13/4 v. H. ihrer Tragfähigkeit in Anspruch ge- bar; die Erhöhungen für einzelne Fälle sind noch nicht erwiesen, nommen worden. Gine unwirthschaftlichere Ausnußung weil man doch erst die Ausführung abwarten muß. Die bisdes Materials ist kaum zu denken. in dieser herigen Vergünstigungen hatten feine innere Berechtigung, weil Geh. Rath Wackerzapp: Die Löhne für die Arbeiter werden Hinsicht geschehen soll, ist in Preußen noch nicht bekannt die große Mehrheit der Bevölkerung daran nicht theilnehmen von der Verwaltung nach den allgemeinen Verhältnissen des der Reichs Eisenbahn- konnte. Landes festgesetzt, und betragen nicht weniger, sondern meistens ceworden, und Auskunft seitens Verwaltung über diese Frage sehr erwünscht. Abg. Schrader( dfr.): Wir haben es hier mit dem Reiche etwas mehr als diesen Durchschnitt. Die Hilfsbremser, HilfsDer Vorzug gleichmäßiger Tarife auf allen deutschen Bahnen ist als dem Besitzer der Neichseisenbahnen zu thun und somit ganz weichensteller, Güterbodenarbeiter u. s. w. haben durchweg eine nicht so hoch zu schäßen, um jede andere Reform in den Hinter- dasselbe Recht über diese Frage zu sprechen wie über alle anderen Erhöhung ihrer Löhne zu verzeichnen, die Ersteren bis zu 10 v. H., grund treten zu lassen angesichts der Betriebsergebnisse und der Fragen. Wenn freilich die Herren von der Verwaltung uns keine und nicht erst durch Streiks. Die Arbeitszeit beläuft sich durchReformbewegung auf diesem Gebiete. Zu solcher Reform würde Auskunft zu geben für nöthig halten, mit uns nicht diskutiren schnittlich auf nicht über 12 Stunden. Abg. Stolle bittet, dafür zu sorgen, daß durch Mehreinfich das angeschlossene Netz der Reichs- Eisenbahnen am meisten wollen, so möchte ich wissen, wenn das geschehen soll. Kommt cigren, diese könnten den Verwaltungen im Reiche mit gutem die Vereinbarung zu Stande und führen auch die Reichseifen- stellung von Arbeitern die Arbeitszeit in keinem Falle mehr als Beispiel vorangehen. Muß denu überhaupt festgehalten werden bahnen den neuen Tarif ein, so bleibt dem Reichstag höchstens 12 Stunden betrage, weil darunter die Sicherheit des Verkehrs an der Berechnung nach Kilometern? Man muß in irgend einer, eine nachträgliche Kritik übrig. So wird das gute Recht des leide. Daß die Lohnerhöhung nicht erst durch Streiks habe er wenn auch beschränkten Weise zu einer Art von Bonentarif Reichstages zu nichte gemacht. Ich sehe keinen Grund, warum zwungen werden müssen, sei sehr anzuerkennen und den anderen fommen, wie das schon der Satz von 2 Pf. pro Kilometer nicht jetzt bei dieser Frage die Leitung der Sache wie früher bei Berwaltungen und den Privaten zur Nachahmung zu empfehlen. dadurch mit sich bringt, daß die Beträge immer auf volle der Verhandlung über die Gütertarifreform durch das Reich und Die Erhöhung um 10 pCt. ist aber noch ungenügend, weil Die ersten 5 Kilometer fein geordnetes Organ, das Reichseisenbahn- Amt, erfolgt, welches die Beiträge zur Alters- und Invaliditätsversorgung davon 10 Pf. abgerundet werden müssen. kosten demnach 10, die erſten 10 Kilometer 20 Pf, und so ia jest erfreulicherweise wieder einen Präsidenten hat. Gerade bei abgehen. Bei Titel 23, Erneuerung des Oberbaues" bemerkt ergeben sich die Zonen von 5 Kilometern, allerdings sehr kleine dieser Frage könnte das Reichseisenbahn- Amit sich wieder fest in Abg. Richter: Ich möchte mir die Frage erlauben, was die 3onen. Man hat nun auch schon die Zoneneintheilung den Sattel sehen und cine sehr wenig durchgreifende Reform nach je 10 kilometern, nach Myriametern in Erwägung ge- zu einer wirklich nützlichen gestalten. Redner befürwortet Verwaltung für Erfahrungen gemacht hat in Bezug auf das zogen. Unbestreitbar ist die Reform des Tarifs auf den unga- im Weiteren den inzwischen eingebrachten Antrag Brömel: Schienenkartell.( Ah! rechts.) Der Etat selbst weist auf die Gr„ den Reichskanzler zu ersuchen, dahin zu wirken, daß bei der in höhung der Eisenpreise hin. Wie viele Tonnen Schienen zur rischen Staatsbahnen von eminentem Erfolge gewesen. Referenten. wäre von Abg. Stolle( Soz.) leugnet die behauptete Steigerung der Löhne der Eisenbahnarbeiter und ersucht um den Nachweis, wünscht auch Auskunft über besondere Remunerationen und die Dauer der täglichen Arbeit. was in Referent Abg. Hammacher bemerkt, daß die Kommissarien Aussicht genommenen Reform der Personen- und Gepäcktarife Erneuerung gebraucht werden sollen, und welches die Einheitsdieses Ressorts in der Kommission sich dahin ausgelassen hätten, auf den Eisenbahnen in Elsaß- Lothringen eine durchgreifende Er- preise dafür sind, ist nicht zu ersehen. Offenbar spielt die Frage daß die Verwaltung der Reichs- Eisenbahnen die Reform in An- mäßigung der Tarifsätze und eine Vereinfachung des Tariffystems aber auch, abgesehen von der Erneuerung des Oberbaues, eine lehnung an die preußischen Maßnahmen erfolgen laffen werde; unter Ausschluß jeder Erhöhung der bestehenden Säße herbeige- Rolle im Extra- Ordinarium. Eine Anfrage ist also sehr man würde andererseits ins Auge zu fassen haben, daß nicht führt wird."- Man kann in der That auf größere Einheiten gerechtfertigt gegenüber dem, den Zeitungen durch Zarifmaßnahmen ein nachtheiliger Einfluß auf die Ver- bei der Berechnung der Billetpreise zurückgehen. Für den Nah- neuerlich über die Erfahrungen der preußischen Verwaltung kehrsverhältnisse der benachbarten badischen und württembergischen verkehr müssen unter allen Umständen noch größere fürsorgende verlautete. Bekanntlich besteht eine Vereinigung der sämmtlichen Eisenbahnen ausgeübt werde. Die Verhandlungen schwebten und Maßregeln getroffen werden, um das Zusammendrängen der Be- deutschen Werte, welche Schienen liefern, gegenüber den Eisenwohner in den großen Städten zu verhindern, und da ist haupt- bahn- Berwaltungen. Dieses Kartell bestimmt unter sich, welches Definitives lasse sich noch nicht mittheilen. Kommissar Geh. Rath Wackerzapp bestätigt die Angaben des sächlich durch durchgreifende Tarifermäßigungen zu helfen. Auch für Wert die Schienen einer Eisenbahn liefern soll, die Bestimmung den weiteren Verkehr aber muß mehr gethan werden, als in dem geschieht reihenweise; dem betreffenden Werte wird auch der Aus der Verbilligung der Tarife preußischen Plan vorgesehen ist; eine gleitende Stala muß hier Preis für die Submission vorgeschrieben. Andere Werke werden, 96g. Granje( ofr.): um den Schein einer Konkurrenz zu erwecken, aufgefordert, in Ungarn hat der Fiskus einen erheblichen Gewinn gezogen. eingeführt werden. Ministerialdirektor Fleck: Die Verhandlungen find Offerten zu machen, aber diese sind bloße Maste, denn die Forde Wenn das in einem schwach bevölkerten und industrielosen Lande den einzelnen Verwaltungen gemeinschaftlich rungen sind von vornherein höher normirt. Für diese Offerten geschehen konnte, so sollte man sich an dieser Probe genügen bisher lassen. Deutschland hat eine sehr dichte, fehr bewegungsfähige gepflogen und werden nach dem Wunsch der preußischen Regie- hat man den schönen Namen Schutzofferten gefunden. Da nun und erwerbsthätige Bevölkerung, alle Vorbedingungen sind damit tung auch gemeinschaftlich zu Ende gehen. Es ist auch der der Zoll auf die Tonne 25 M. ausmacht, so ist die ausländische gegeben, um dem Experiment der Einführung eines Bonentariss Wunsch der preußischen Eisenbahn- Berwaltung, Erhöhungen nach Konkurrenz nahezu ausgeschlossen. Troßdem sollen in letzterer in irgend einer Form von vornherein den Erfolg zu sichern. Möglichkeit zu vermeiden oder sie auf solche einzuschränken, die Beit ausländische Werte die inländischen unterboten haben. Darauf Die Bevölkerung hat auch ein Recht darauf, von den Eisen- ohne Belästigung des Verkehrs möglich sind. Aber solche Wünsche soll Herr v. Maybach einem ausländischen Werke den Zuschlag bahnen größtmöglichen Nutzen zu ziehen. Wenn wir billige Tarife sind leichter ausgesprochen als erfüllt. Da wäre es mir denn ertheilt haben, und als die Bochumer Fabrik davon Wind erhalten, verlangen, so thun wir das, nicht um eine Vergünstigung zu er doch lieber gewesen, wenn die Antragsteller ausgesprochen hätten, habe sie ihr Gebot unterboten. Der Minister habe aber den Zuschlag langen, sondern weil die Verwaltung die Pflicht hat, den Ver- welche Tarifsätze sie meinen, die jede Erhöhung ausschlössen. tehrsinteressen auf jede mögliche Weise entgegenzukommen. Es ist Abg. Graf Stolberg: Der Antrag kommt uns überraschend, nicht wahr, daß die Kosten des Betriebes mit der Entfernung nach wir können uns nicht sofort darüber schlüssig machen. Ich beKilometern entsprechend wachsen. In Ungarn ist als Einheitsmaß antrage deshalb, die Abstimmung bis zur dritten Lesung auszusetzen. 25 Kilometer angelegt; unzweifelhaft sind dagegen unsere Tarife un- Die Aufforderung des Herrn Schrader an das Reichs- Eisenbahnpraktisch hoch. Einen wirklichen Nugen von der Reform werden wir Amit kann ich nicht billigen; ich möchte das Amt, wenn dies aber bloß haben, wenn wir von kleinen Ermäßigungen absehen nöthig sein sollte, davor warnen. Der materielle Einfluß der und gleich in das Bolle hineingreifen. Man muß nur den Muth 24 000 preußischen Eisenbahn- Kilometer geht viel weiter als der haben, mit feſter Hand einen Tarif einzuführen, der solche Ver- moralische Einfluß des Reichseisenbahn- Amtes. tehrssteigerung nach sich zieht, daß man von vornherein an der Referent Abg. Hammacher beantragt die Verweisung dieses doppelten Benutzung der Wagen gar nicht zweifeln kann. Ein wichtigen Antrages an die Budgetkommission. gleichwohl dem ausländischen Werke ertheilt und dem Bochumer Verein eine freihändige Lieferung übertragen. Gleichzeitig wird aus Bayern Aehnliches gemeldet. Interessant wäre zu hören, ob die Reichs- Eisenbahnverwaltung ihrerseits ähnliche Erfahrungen gemacht hat. Geheimrath Kinel: Die Verwaltung hat eine Submission ausgeschrieben, bei der zu hohe Preise gefordert wurden und die Offerte wurde abgelehnt. Bei einer zweiten wurden die Preise niedriger und die Lieferung wurde vergeben. Abg. v. Kardorff( Rp.): Die Kartelle haben mit Schutzölle gar nichts zu thun. Auch die Staatsbetriebe sind an den Kartellen beArbeiter Berlins: Gedenkt der ausgesperrten deutschen Arbeiter! uns ganz gewiß beruhigen. merkt Lokales. 11 vor theiligt, so beim Ralisalz- Bergbau und bei der Kohlenproduktion, nehmer ihren Betrieb nicht einstellen, so thun fie es nur deshalb die durch keinen Schutzzoll begünstigt sind. Wie sehr sind auch die nicht, weil sie einen folossalen Schaden vermeiden wollen. Das Selbstkosten und die Löhne gestiegen! Der Minister hat Arbeiterwohl spielt bei dieser Frage gar keine Rolle, sondern nur Las Mittel, zu hohe Forderungen abzuwehren, in der Ihr eigenes Interesse.( Beifall bei den Sozialdemokraten.) Eine ziemlich unbefangene Besprechung des Bebel Hand, und er gebraucht dieses Mittel. Damit können wir Abg. v. Stumm: Paßt es Herrn Bebel nicht, daß der schen Buches: Die Frau und der Sozialismus", bringen die Grenzboten". Der ungenannte Verfasser dieser Besprechung Hörder Verein weiter arbeiten läßt, um seine Arbeiter weiter zu Abg. Richter: Ich möchte die Frage des Schienenkartells beschäftigen, wenn auch mit Verlust? Herr Nichter stellt die rühmt die„ ruhige, man darf wohl sagen vornehme Objektivität" getrennt halten von der allgemeinen Betrachtung über Kartelle. Sache nach wie vor falsch dar; 1873 hat der Reichstag meinen Bebel's und stimmt dem Urtheile Bebel's sowohl über die heutige Die Frage der Kali- Kartelle gehört in den preußischen Etat. Für Antrag betreffs der Gisenzölle' im Widerspruch gegen die Regie: wirthschaftliche Ordnung wie über die fittlichen Zustände der die Kohlenringe kommt in Betracht, daß die Ausfuhr wesentlich rung angenommen. Die Schutzzollära ist nicht vom Fürsten Bis- Gegenwart bei. Die kapitalistische Wirthschaftsweise findet er erleichtert wird. Durch den Zoll von 25 Mark wird die Ver- marc, sondern von den bekannten 204 eingeleitet worden. Wenn dadurch charakterisirt, daß die Leiden der Armuth nicht, wie in einigung der Intereffenten und die Grreichung des Vorsprunges Herr Richter von meinen persönlichen und den Interessen der früheren Zeiten, aus dem allgemeinen Mangel, sondern gerade oon 25 Mart, vor dem Auslande fichergestellt. Im Interesse der Allgemeinheit spricht, so bin ich erstaunt, daß die Herren links aus dem allgemeinen Ueberfluß entspringen". Es sei eine„ traurig Steuerzahler muß diese Sache ganz scharf kontrollirt werden, immer der Regierung und der offiziösen Presse einen anständigen lächerliche Thatsache" und es giebt in der That fein Wort, das start genug wäre, die Verrücktheit dieses Zustandes namentlich durch das Parlament, und deshalb beantrage ich, daß Ton empfehlen, diesen aber weder in der Presse noch im Parlazu bezeichnen" daß die Weber im Eulen- und im Der Reichskanzler dem Reichstage alljährliche Mittheilungen mache ment selbst zur Geltung bringen.( Unruhe links.) Abg. Richter: Zunächst möchte ich erfahren, ob es jetzt weil Deutschland beständig in Gefahr schwebt, vom Auslande über die einzelnen ausgeschriebenen Schienen- Submissionen mit Erzgebirge angeblich deswegen fein Brot kaufen können, fämmtlichen Preisangaben, auch denen der Zuschlagspreise. Be- parlamentarisch ist, einem Gegner vorzuwerfen, er bediene sich aus mit Brot und Fleisch überschwemmt zu werden, das auszufanntlich berechnen diefelben Werke, welche das Inland über- feines anständigen Tones. theuern, für das Ausland Schleuderpreise. Das ist die von Herrn Präsident: Ich habe den Ausdruck nicht gehört, sonst würde sperren die Zollschranken nicht hoch genug aufgeführt werden tönnen." Obschon sie mit der Nase auf diese Grundfehler des v. Kardorff empfohlene nationale Wirthschaftspolitik! ich ihn gerügt haben. wirthschaftlichen Lebens gestoßen" werden,„ prallen die Zeitungen Nach einer kurzen Bemerkung des Geh. Raths Rinel be- Abg. Richter: Dann habe ich Herrn von Stumm nur zu und Zeitschriften der verschiedensten politischen Parteien bemerken, daß gerade infolge der Krisis von 1873 das Abg. von Kardorff: Der Politit des nationalen Schutzes Gegentheil der Nachfrage nach Eisen eintrat, die Eisenwerke allem die deutschfreisinnigen Organe scheu davor zurück"( oder ist es zu verdanken, daß die Gisenindustrie aus ihrem Ruin wieder zurückgingen. Der Schuzzoll hat niemals der Eiſenindurstie genügt, literarischen Erscheinungen, in denen die Wahrheit vorkommt, „ binden ihren Lesern Scheuflappen vor") und schweigen alle emporfommen font te. sondern ihr geschadet. Die Eisenindustrie besteht nicht blos aus Abg. Graf Mirbach: Die Fragen, die hier aufgeworfen den großen Werken; die Kleineisenindustrie leidet unter der Ver- beharrlich todt"." Wenn die Völker das, was sie technisch schon werden, find sehr verschiedenwerthig oder verschiedenartig. theuerung des Eisens gerade so wie die Landwirthschaft darunter längst vermögen, wirthschaftlich noch nicht vermögen, so fann ( Heiterkeit rechts.) Es kommt hier Alles darauf an, daß unsere leidet. Wunderbar ist mir nur, daß die Vertreter der letzteren daran nur eine fehlerhafte Einrichtung ihrer Gütererzeugung und Arbeiter Beschä tigung haben; auch die Eisenbahnverwaltung hat dazu schweigen. Die Abstimmung über meinen Antrag auf ganz- Bertheilung schuld sein. Was sie in diese fehlerhafte Einrichtung kein Interesse daran, die heimische Arbeit zurückzusetzen gegen die liche Aufhebung der Getreidezölle, der Zucker- und Branntwein- festgebannt hält, das ist aber vorzugsweise die abergläubische prämien, kann für die Siegesgewißheit des Herrn v. Kardorff Verehrung vor der Macht des Geldes, die von der kapitalistischen Abg. Richter: Allerdings sind diese Fragen sehr verschieden nicht maßgebend sein; sie beweist nichts dafür, daß in diesem Partei gefliffentlich und planmäßig aufrecht erhalten wird. Die heutige Menschheit ist in dem Aberglauben aufgewachsen, Niewerthig; ich halte verschiedenwerthig auch für richtiger als ver- Hause eine Mehrheit gegen die Ermäßigung der Getreidezölle vor- mand könne, Niemand dürfe etwas leisten, ohne Geld in der fchiedenartig.( Heiterkeit.) Um die Sachen gründlich zu beurtheilen, handen ist. In dem Augenblick, wo die Regierung einen solchen habe ich meinen Antrag gestellt. Nicht der Freihandel hat die Gifen- Antrag stellt, werden Sie sich in einer ganz verschwin- Hand zu haben." Der Verfasser deutet an, daß er troh dieser industrie ruinirt, sondern die Gründerzeit mit ihrer übermäßigen denden Minderheit befinden. In dem Augenblick, wo das Kritik nicht„ das Privateigenthum an Kapitalsgütern aufheben," Einrichtung von Eisenwerken. Der Eisenbahn fällt es ohnehin geschieht, ist die Solidarität der Schutzzöllner durchbrochen. Diese sondern nur den Mißbrauch der Besitzrechte beschränken" will. sehr schwer, die Kohlen herbeizuschaffen. Wenn die Engländer Solidarität zur Vertheuerung des Volkskonsums muß endlich zu diesem Schluſſe, der nach der vorangehenden scharfen Kritik überrascht, wird der Verfasser durch seine Meinung geführt, daß dem Auslande billiger verkaufen als ihren Mit bürgern, so sollten durchbrochen werden!( Bravo links.) wir doch davon Vortheil ziehen. Im vorigen Jahre haben wir eine Gesellschaft mit Kollektivproduktion zwar technisch möglich Abg. von Kardorff: Ich freue mich, daß Herr Richter fei, aber unmöglich aus sittlichen Gründen. Obwohl er zugiebt, in Deutschland 20 Mal mehr Schienen in das Ausland verkauft, selbst heute die Solidarität der Schutzöllner anerkennt. als das Ausland an uns. Wenn die deutschen Eisenbahnen vom Abg. Richter: Wenn Sie die Sache so ruhig ansehen, daß die kapitalistische Wirthschaftsweise die Moral tödtet woraus doch folgt, daß mit der Beseitigung der die Auslande die Schienen billiger kaufen können, als vom Inlande, warum echauffiren Sie sich denn? Kann man einen harmloseren tapitalistischen Wirthschaftsweise so dient die Ersparniß entweder der Eisenbahn zu anderweitigen Antrag stellen, als diesen statistischen Antrag Das beweist nur, befferen Moral hergestellt wird glaubt er, daß ohne Vorbedingung einer Anschaffungen, welche dann auch deutsche Arbeiter beschäftigen, wie wacklig es mit Ihnen steht, wie unheimlich Sie sich vor: jene Höhe fittlicher Vollkommenheit, die aus der sozialistischen ober der Steuerzahler erspart diese Summe und kann neue An- kommen, für wie gebrochen Sie sich schon halten!( Lachen Verfassung erst hervorgehen soll, diese gar nicht hergestellt werden jene Höhe fittlicher Vollkommenheit, die aus der sozialistischen schaffungen machen, welche neue Beschäftigung bedingen. Welche rechts.) wunderbare Wirthschaftspolitik entsteht durch diese Begünstigung Abg. v. Kardorff verweist auf die Stimmen der bäuerlichen könnte." Denn: Welcher Heroismus gehört dazu, der Gemeindes Auslandes! Auf unsere Kosten tragen wir dazu bei, dem Bevölkerung, die für diese Solidarität eintreten. Unsere Stüße Schaft oder einer höheren Idee zu Liebe auf sein Privateigenthum Auslande ein dichteres Schienennetz zu geben und es in seiner haben wir im deutschen Bauernstande, nicht im Großkapital. zu verzichten, und wie undenkbar ist es, daß sich alle Bewohner Konkurrenzfähigkeit gegen uns zu stärken, also das gerade Gegen- Der Antrag ist ja sehr harmlos, sehr unbedeutend, aber er ist sollten!( Darum ist die Bourgeoisie als Klasse unsere Gegnerin theil von der Stärkung der nationalen Industrie. geeignet, ein falsches Bild von der Sachlage zu geben. Abg. Richter: Ist der Verfasser jenes Bauernbriefes, welchen und muß die Befreiung der Arbeiterklasse und der Menschheit Herr v. Kardorff vor einigen Wochen aus seinem Kreise vorlas, das Werk der Arbeiterklasse selbst sein). Das wäre aber doch wirklich, wie man mir schreibi, ein Großgrundbesitzer in seinem nothwendig.( Nein, die Gegenpartei wird besiegt, bezw. die Kreise gewesen? Der Statistik, die ich verlange, wollen Sie aus Unternehmer werden als Klasse überflüssig.) Denn wenn Einzelne oder gar größere Massen widerstrebten, so mußte weichen; es wird Ihnen das aber nichts nüßen. und man hätte Abg. Graf Stolberg bittet, derartige Anträge fünftig immer gedruckt vorzulegen und beantragt die Verweisung des Antrages an die Budgetkommission. Abg. v. Kardorff: Die Ueberproduktion kam daher, daß das Ausland feinen gesammten Bedarf selbst zu decken begann. Die festen schutzölnerischen Strömungen wird Herr Richter nicht erschüttern; ich bin mir darüber ziemlich siegesgewiß.( Hört! links.) Abg. Scipio erklärt sich gegen den Antrag und dessen Verweisung in die Kommission. Abg. v. Stumm: Die Darstellung des Herrn Richter über die Lage der Eisen- Industrie in der Freihandelszeit ist unrichtig, wie Jeder bezeugen wird, der sich der Kämpfe von 1873 bis 1877, die wir Beide über die Frage geführt haben, erinnert. Im Austande besteht ein thatsächlicher Schutzzoll, weil die aus ländische Regierung nur ausländisches Material nimmt. Wenn man es als unmoralisch hinstellt, daß man dem Inlande normale Preise stellt und dem Auslande billigere, so ist das eine ganz absolut falsche Behauptung. In normalen Zeiten wird so etwas Niemandem einfallen; wenn aber der inländische Markt die Produkte nicht mehr aufnimmt, steht der Produzent vor der Frage, ob er seinen Betrieb einstellen und Tausende von Arbeitern entlassen soll. Verkauft er ins Ausland, so kommt er zwar nicht zu feinem Gelde; aber er kann wenigstens den Betrieb aufrecht erhalten. gegen fie Gewalt angewandt werden, dann wieder den von Bebel so unbedingt verur Abg. v. Kardorff: Die Bauern meines Kreises verlangten namentlich den Gerstenzoll. Darauf hat ein Dr. Seidler, den nur daß Unterdrüder und Unterich sehr wenig kenne, sich der Sache angenommen und die heilten Klaffenstaat, drückte die Rollen vertauscht hätten.( In diesem Falle Petition hierher gerichtet. Der Brief war so treffend, so packend geschrieben, daß selbst liberale Zeitungen das anerkannt wären die Besitzer der Arbeitsmittel zwar mit Gewalt aus der Stellung einer ausbeutenden und bevorzugten Klasse heraushaben. Abg. Richter: Ich stelle fest, daß der Verfasser ein Ritter- genommen, Klaffen aber giebt es nicht mehr, nachdem der Privat besitz an den Arbeitsmitteln aufgehört hat.)" Kurz, der Verfasser gutsbesitzer ist, ein Großgrundbesitzer. stimmt Bebel in der Kritik bei, zieht aber nicht die Folgerungen aus dieser Kritik. Bemerkenswerth ist immerhin, daß er jene Uebereinstimmung mit Bebel freimüthig bekennt. Abg. Graf Mirbach: Die Erfindung der Pseudobauern ist fortschrittlichen Ursprungs; ich erinnere an den Bauern Dirichlet. ( Heiterkeit rechts.) Abg. v. Kardorff: Herr Richter bemüht sich vergebens, einen Widerspruch zwischen Groß- und Kleingrundbesitz zu konstruiren. Abg. Nichter: Herr Dirichlet als Kleingrundbesitzer war als Bauer in dem betreffenden Flugblatt bezeichnet worden; der Großgrundbesizer Seidler wird aber als Bauer mastirt. Abg. Graf Mirbach: Ich konstatire nur, daß der Gutsbesitzer Dirichlet fein Bauer war. Betreffs der Frau ist die Nebereinstimmung mit Bebel noch größer. Daß der Verfasser die Behandlung des sittlichen Ges bietes in dem Bebel'schen Buche als würdig, zart und sittlich ernst anerkennt, das könnte man fast besonders loben, wenn man sieht, was die sonstige Presse in dieser Beziehung über das Buch ligt. Hören wir weiter: Bebel hat darin nicht Unrecht, daß er die Verderbniß des Geschlechtslebens mit dem Kapitalismus in Verbindung bringt. Wie dieses System auf die drei Klassen Damit schließt die Diskussion. Der Antrag Richter wird an einwirkt, das liegt auf der Hand. Es sammeln sich in einer obersten Schicht so ungebeure Reichthümer, daß einerseits deren Abg. Richter: Ich halte das Verfahren nicht für un- die Budgetkommission überwiesen, die Position genehmigt. moralisch, aber für rücksichtslos und habe, dieser rücksichtslosen Präsident v. Levetzow ruft den Abg. v. Stumm nachträg- Angehörigen die Befriedigung jeder noch so verwerflichen Laune Ausnugung noch staatliche Hilfe zu gewähren, für unangemessen lich wegen der Bemerkung gegen den Abg. Richter über den an- möglich ist, und daß andererseits der dadurch erzeugte wahnsinnige bezeichnet. Herrn v. Stumm wird es sehr schwer, zwischen seinem ständigen Ton zur Didnung. Lurus die Besorgniß erzeugt, felbst der größte Reichthuin werde und dem allgemeinen Interesse zu unterscheiden, auch als Ab- Der Rest des Etats der Verwaltung der Reichseisenbahn wird zum standesgemäßen" Leben nicht mehr hinreichen, daher denn geordneter. Die neuen Eisenwerte sind geschaffen unter der ohne Debatte genehmigt und darauf um 5 Uhr die Fortsetzung in diesen Kreisen die Geldheirath das Gewöhnliche wird. Die Herrschaft des Schutzolls. Freihandel haben wir überhaupt nur der Etatsberathung auf Donnerstag 1 Uhr vertag.( Reiche Männer der mittleren Schicht müssen ebenfalls vor allem auf das Geld sehen, weil das ansteckende Beispiel des Lurus und Lebens1877-79 gehabt, wo so gut wie gar feine neuen Werte ent- eisenbahn- und Marineverwaltung.) standen. Die Arbeiterfreundlichkeit wird dadurch eigenthümm genusses der Vornehmen auch ihre Kreise beherrscht und weil sie, mit Ausnahme der Beamten, von dem Gespenst der Existenzunsicherheit gepeinigt, möglichst materielle Sicher heit git find. suchen genöthigt Die unterste Schicht endlich verfällt jenem Pauperismus, in dem jede Mög lichkeit eines menschenwürdigen Daseins und eines wohl lich beleuchtet, daß man sich damals man sich damals ganz rücksichtslos bemühte, die Arbeiter der Landwirthschaft zu entziehen, und nachher rücksichtslos entlaffen, als das neue Verfahren sie in Schaaren überflüssig machte. So lange Fürst Bismarck gegen Herrn Stumm rechts.) hat man fie ganz Parlamentarisches. " ffand, hat der Lettere Niederlagen erlitten; selbst Konservative Die Wahlprüfungs- Rommission beschloß in geordneten Familienlebens aufhört." Der Verfasser der Bes waren Freihändler, so lange Fürst Bismarck Freihändler war. ihrer gestrigen Sitzung zunächst über die Giltigkeit der Wahl sprechung meint ferner, daß Bebel's Jdeal im Grunde genommen Wenn Herr v. Kardorff ganz fiegesgewiß ist für die schutzöll- des Abgeordneten Grafen Arnim, 10. Reg.- Bez. Liegnitz mit dem christlichen übereinstimme. Bebel verwerfe die Polygamie nerischen Interessen, so täuschen sich doch wohl nur Wenige dar-( Rothenburg- Hoyerswerda), die Beschlußfassung auszuseßen Ginehe, ohne den Männer irgend ein Vorrecht vor den Frauen wie die Prostitution und verlange die ausnahmslos durchgeführte über, wie wenig hinter dem großen Getrommel des Zentral- bis das Ergebniß der beschlossenen Erhebungen eingegangen einzuräumen. Nur wolle Bebel in der Schließung und Trennung verbandes deutscher Industrieller und der verschiedenen Agrariergesellschaften au Mannschaften steht, oder aber die Regierung hat ist. Weiter stand die Wahl des Abgeordneten Stumm der Ehe keine dritte macht, wie Staat oder Kirche, drein sprechen wieder einmal eine andere Ansicht angenommen als noch vor auf der Tagesordnung der Kommission. Gegen die Wahl lassen. Daß dieses Dreinsprechen des Staats heute( wegen bes wenigen Tagen. Die Annahme meines Antrages halte ich trotz des Neunkirchener Schlotjunkers ist von Seite des früheren Erbrechts) nothwendig sei, gab auch Bebel zu. Daß aber diese Herrn Scipio für sehr wichtig. Graf Stolberg's Wunsch, die Sekretärs des Gegenkandidaten Stumm's, Kaplan Dasbach, Rechtsangelegenheiten zu dem Wesen der Ehe gehörten, würden Anträge vorbereitet und gedruckt einzubringen, bleibt nur durch ein Wahlprotest eingegangen. Auch von anderen Wählern am wenigsten die rechtgläubigen Theologen behaupten wollen. die Häufung der parlamentarischen Arbeit in diesen Tagen un- liegen Proteste vor, so daß deren Zahl im Ganzen sechs Sakraments die Gheleute selbst.) Was die Scheidung aulangt, ( Nach der tirchlichen Lehre sind Spender des Ebe daß er Klarheit über die Dinge nicht haben will!( Unruhe im Königreich Stumm" selbstverständlichen Beeinflussungen löslichkeit der Ehe natürlich nicht in Betracht. Wird aber die erfüllt. Wer die Statistik nicht will, kommt in den Verdacht, beträgt. In der Hauptsache wenden sich dieselben gegen die Sakraments die Eheleute selbst.) Was die Scheidung anlaugh so kommt die katholische Ansicht von der unbedingten unauf Abg. Bebel: Unter dem Schutze des Schutzoll- Systems der und Vergewaltigungen der Arbeiterwähler auf den Stumm- zulässigkeit der Scheidung einmal eingeräumt, dann ist tein Tehten zehn Jahre hatte sich die Industrie folossal mit den schen Werken durch Beamte des Letteren. Auch Wahl- Grund weiter vorhanden, vor der Scheidungsfreiheit des sozia Arbeitern zu ihrem eigenen persönlichen Schaden verkaufen. fälschungen sollen passirt sein und liegt der betreffende Fall liftischen Zukunftsstaates zu erschrecken." Der Mitarbeiter der Darüber täuschen sie Niemand, daß, wenn sie überhaupt ihren bei der Staatsanwaltschaft. Die Kommission kam zu dem Grenzboten" will nicht entscheiden, ob die freie Liebeswahl einBetrreb ausdehnen, sie es thun, um ihren Profit dabei zu haben. Entschlusse, Erhebungen zu veranlassen und bis zu deren mal allgemein möglich sein wird. Sein einziges Bedenken und Unter dem Schutz der Bölle haben sich ihre Betriebe folossal ge- Eingang den Beschluß über die Giltigkeit der Wahl aus- somit auch sein einziger Widerspruch gegen Bebel in der Frage. steigert und sich sogar zu Ringen und Kartellen vereinigt, um das zusehen. der Frau ist: Auch dann wird individuelles Liebesunglüc und Ehe- Elend nicht aufhören. Mit der Meinung, daß die Publikum zu schädigen und auszubeuten. Es ist recht charakteristisch, daß die beiden Länder, die sich durch die Entwickelung des Sozialisten das individuelle Moment im Glück und Unglück über Schutzollsystems auszeichnen, Nordamerita und Deutschland, die sähen, irrt der Verfasser. Wir empfehlen ihm, schärfer darüber Kartelle in einer Weise ausgedehnt haben, wie tein anderes Land. nachzudenken, ob nicht die individuellen" Ursachen des Glück Bugegeben ist, daß in der Bergwerksindustrie die Arbeitslöhne in und Unglücks doch im letzten Grunde durch gesellschaftliche Zu den letzten Jahren aufgebessert worden sind, aber was will das Der Ausschuß der Stadtverordneten Versammlung stände bedingt sind. Im übrigen wiegt seine Zustimmung fagen gegenüber den kolossalen Gewinnen, die die Werke dabei beschloß gestern, der Versammlung zu empfehlen, in Malchow um so schwerer, als sein Standpunkt der konservative und hatten! Es ist unerhört, daß während den Arbeitern ein Retonvaleszentenheim für aus städtischen Krankenhäusern ent- religiöse ift. ihre Lage zu verbessern, der Kommunales. " alle möglichen Hindernisse in den Weg gelegt werden, lassene Tuberkulose( Schwindfüchtige) mit zunächst 96 Betten ein- In Bezug auf die Agitation gegen die russischen Staat der Ausbeutung zurichten. Die Refonvaleszenten sollen, ohne Rücksicht Studenten an der technischen Hochschule finden wir im Sprechs des Publikums und der Arbeiter von Seiten der darauf, nach welcher Methode sie behandelt sind, auf- faal der„ Berl. 3tg." folgende Auslassung: Großunternehmer nicht nur nicht entgegengetreten ist, genommen werden. Das Rekonvaleszentenheim soll gewissersondern auf alle mögliche Weise unterstützt hat. Zustimmung maßen als Beobachtungsstation für anscheinend genesene Reton- Im Interesse der königlichen technischen Hochschule, deren bei den Sozialdemokraten.) Das empört besonders die arbeiten- valeszenten dienen und dadurch für die Aerzte bezüglich der Mitglied ich bin, und im Interesse der Wahrheit ersuche ich Sie den Klassen. Ein sonderbares Wirthschaftssystem, wenn das Heilmethode ein schäzenswerthes Material um Aufnahme folgender Mittheilung, betreffend der an der HochHörder Eisenwerk einen Reingewinn von 600 000 M. in der darbieten, das der Staat durch Unterlassung der Einrichtung schule stattfindenden Bewegung gegen die russischen Juden. Bilanz aufführt und dann zugestehen muß, daß davon 360 000 W. von Rekonvalesgentenhäusern sorglich vorzuenthalten bislang be- Nur mit innerem Widerstreben habe ich mich zu diesem dadurch wieder verloren gegangen sind, daß man, um der aus- strebt gewesen ist. An der Ausschußdebatte betheiligten sich die Schritte entschlossen, und ich habe bisher nicht nur selbst davon ländischen Konkurrenz zu begegnen, zu niedrigerem Preise ver Stadtverordneten Virchow, Sachs, Bortmann, Stadthagen, Kyll- Abstand genommen, sondern auch meine Freunde davon abge, tauft hat. Es ist sehr zu beklagen, daß die großen Unternehmer mann und Salge. das deutsche Publikum nach Kräften plündern, um nachher deutsche Waare zu Schleuderpreisen nach dem Auslande zu verkaufen. Wenn Sie meinen, mit einem solchen System sich die Sympathie der Arbeilego se sehr. Wenn die UnterTed halten. Da die Sache aber doch in die Deffentlichkeit gedrungen, und da von vier Anhängern der Petition, unter denen sich auch ber jezige erfte Vorsitzende des Ausschusses als solcher unterzeichnet hat, eine sehr ausführliche Berichtigung" an die hiesiges Beitungen eingesandt worden ist, so halte ich es für recht und billig, daß die Deffentlichkeit auch die Ansicht der Gegner der Petition erfährt. Entscheidend für meinen Entschluß war aber erst folgende Thatsache: Am Dienstag, den 24. d. Mts., fand eine Versammlung der Studirenden statt zum Zwecke der Berichterstattung der Kommiffion, welche die Petition an den Herrn Minister hatte vor bereiten sollen. Trotzdem nun die Anhänger der Petition stets versichert hatten, daß die weitesten Kreise an ihren Bestrebungen den wärmsten Antheil nähmen," beantragte doch einer der Herren Ausschluß der Deffentlichkeit, verweigerte aber auf Anfrage die Angabe irgend welchen Grundes. Nach unserer Geschäftsordnung mußte der Vorsitzende die Forderung erfüllen. Diese Thatsache spricht für sich selbst! Es ist infolge davon für keinen Theilnehmer der Versamm lung möglich, über den Verlauf derselben etwas mitzutheilen. Auch ich knüpfe, wie ich ganz ausdrücklich hervorhebe, nur an frühere Vorgänge an. Zunächst will ich dem Wortlaute der schon erwähnten Berichtigung vom 8. d. M. das offizielle, vom Ausschuß verfaßte Protokoll gegenüberstellen. Die Berichtigung" lautete: Die Petition wurde auf Senatsbeschluß abschlägig befchieden. weil die Annahme derfelben eine Aenderung des VerfassungsStatuts unferer Hochsch le bedingt hätte, und eine solche nicht in der Befugniß von Rektor und Senat liege." Das Protokoll lautet:" In demfelben( dem Antwortschreiben) erklärt uns der Rektor mit dem Hinweis auf das VerfassungsStatut, daß die allgemeine Versammlung durch Stellung und Annahme eines solchen Antrages bei Weitem ihre Befugnisse überschritten habe." Thatsächlich überträgt der§ 29 unseres Verfassungs- Statuts flar und deutlich dem Rektor und Abtheilungs- Vorsteher und im Falle des fehlenden Einverständnisses dem Senat die Aufnahme von Ausländern zur persönlichen Entscheidung, schreibt ihnen aber vor, nur diejenigen zu immatrikuliren, von denen sie über zeugt sind, daß sie ihrem Alter und Bildungsgrade nach zur Immatrikulation geeignet sind. Die Fassung läßt nur so viel Spielraum, als unbedingt erforderlich ist, da die Verhältnisse bei den verschiedenen Ländern ganz verschieden liegen. Jede Bewegung zu Gunsten der Abänderung der Aufnahmebedingungen bedeutet also ein Mißtrauensvotum gegen Reftor und Senat. Jedes Vorgehen in dieser Richtung behält, da seine Aussichtslosigkeit im Voraus außer Frage steht, nur den Charakter einer Demonstration. Auch dieser muß ich meine persönliche Ueberzeugung entgegenfeßen. Diejenigen russischen Kollegen, mit denen ich in persönliche Berührung gekommen bin( es sind ihrer ungefähr zehn) sind höchst achtbare, strebsame und fleißige Leute, auf welche die erhobenen Beschuldigungen des moralischen Defektes, des Mangels an gesellschaftlicher Bildung und der Vernachlässigung des Aeußeren auch nicht im Entferntesten zutreffen. Ginige von ihnen habe ich näher kennen gelernt und ich rechne es mir zur Ehre, sie zu meinen Bekannten zu zählen. Wieine Beobachtung und die der mir Gleichgesinnten hat insofern mehr Gewicht, als wir mit unsern russischen Kollegen verfehrt haben, während jene diesen Verkehr geflisfentlich gemieden. Es handelt sich um die Ehre, das Glück und die Existenz einer Anzahl unserer Kollegen, es handelt sich aber auch um die Ehre der technischen Hochschule." die geleistet wurde. Nun behauptet Miglaff, daß er, so bald er aus sondern von ganzen Fellen. Konnte ein Handschuhmacher die der Küche in das Schlafzimmer des Herrn Arnheim getreten vortarirte Zahl nicht schaffen, so wurde ihm ven seinen Kollegen war, dort Lärm gehört und einen Mann, den Kriminalschutz- eins der erübrigten Felle zur Verfügung gestellt. Die in mann Bütow, mit einem Revolver in der Hand erblickt habe. dieser Art nicht verwendeten Felle wurden von den Arbeitern Mizlaff erklärt, daß er infolge dessen sofort Deckung hinter der weiterveräußert. In dieser Weiterveräußerung, Thüre gesucht und nicht gesehen habe, was sich zwischen Wolff, die Jahre lang unbeanstandet ausgeübt wurde, erblickte Herr der gleich darauf das Schlafzimmer betrat, und dem Kriminal- Hopp, sobald er erfuhr, daß über Hunderte von Fellen veräußert schutzmann ereignet hat. Nach Angaben des Bütow hat er nicht seien, etwas unberechtigtes und Strafbares, nämlich Unterauf den mit einem Messer auf ihn eindringenden Wolff geschoffen, fch I a gungen. Ob eine Unterschlagung vorlag oder nicht, sondern den Arm niedergeschlagen und darauf mit ihm gehängt von der Beantwortung der Frage ab, ob die Handschuhrungen, wobei sich die Waffe selbst entladen habe. Dieses macher nach Inhalt des Arbeitsvertrages berechtigt waren oder scheint durch die Thatsache bestätigt zu werden, daß das sich für berechtigt erachten durften, wenn sie 80 Pf. für nicht geliefertes Paar Handschuhe zahlten, Geschoß in seinem Laufe die Richtung von unten nach oben ge- ein nommen hat. Zweifellos war übrigens Bütow berechtigt, unter nach Lieferung der Tage erübrigten Felle für sich zu verwenden. den obwaltenden Umständen ohne weiteres von seiner Schußwaffe Erst seit Juni 1890 wurde auf Veranlassung der Arbeiter Gebrauch zu machen, denn es hat offenbar ein Zustand der Noth- ausdrücklich vereinbart, daß Abfälle und Felle abgeliefert werden wehr vorgelegen, und zwar um so mehr, als dem Kriminal- müßten, daß aber auch der Mißbrauch des Ersatzes für weniger schußmann, der übrigens allein den Verbrechern gegenüberstand, gelieferte als tagirte Handschuhe( mit 80 Pf.) in Wegfall vorher mitgetheilt worden war, daß Miglaff bei seinen Versuchen, kommen. Seitdem wurden feine Felle mehr erübrigt. Die Genossen für die verbrecherische That anzuwerben, ausdrücklich Angeklagten gaben sämmtlich unum wunden zu, daß sie gesagt hat, daß Leute, die sich an der Ausführung des Einbruchs Felle für sich verwendet hatten, daß sie sich aber dazu für bebetheiligen wollen, Muth haben müßten, denn wenn Jemand rechtigt erachteten. Trotzdem wurden Anfangs August 1890 ihnen entgegen träte, müsse er niedergestochen werden". Der Chef 4 der Angeklagten sogar verhaftet. 2 von ihnen mußten bis der Kriminalpolizei hat den Kriminalschuhmann Bütow in An- zum Verhandlungstermine, der gestern stattfand, in Haft blei Zur Begrünben, das heißt also 7 Monate lang. betracht seines Verhaltens belobt. Verhaftung führte der Amts= dung der Durch Messerstiche Tebensgefährlich verfeht wurde am vorsteher von Friedrichshagen, Herr Drachholz, Sonntag Abend ein junger Mann Namens G., welcher Ver- bezüglich des Angeklagten Maiwald folgendes an:„ Der p. Maignügens halber ein in der Rosinenstraße belegenes Tanzlokal wald dürfte indeß zur Verhütung von Verdunkelung vor allen Charlottenburgs aufgesucht hatte. Nicht lange Zeit nach ihm Anderen in Haft behalten werden müssen, da er traten daselbst drei Schiffer ein, die sich in einer recht an- auch in politischer Beziehung der Führer der geheiterten Stimmung befanden und mag es diesem Umstand zu Handschuhmacher war und viele von ihnen denselben mit zuschreiben sein, daß die Tänzerinnen ihnen von Anfang an Gut und Leben retten würden, er auch der Meinung war, wenig Entgegenkommen zeigten und schließlich überhaupt nicht daß er durch den Verkauf der von den Handschuhmacheru mehr mit ihnen tanzen wollten. Namentlich waren es drei erhaltenen Felle durchaus etwas Strafbares nicht Mädchen, welche sich den Schiffern entgegen und dem jungen G., begangen habe." Also: der Mann ist zu verhaften, weil er Sogewiffermaßen Schuh suchend, zuwandten. Hierdurch fühlten sich zialdemokrat und weil er sich für unschuldig hält. Troß dieser die ersteren in dem Maße verlegt, daß sie sofort auf den Letzteren auffälligen Begründung eines Haftantrages wurde Maiwald auch einschlugen. Ehe man es sich verfah, entwickelte sich eine all- durch Gerichtsbeschluß in Saft behalten! Die sogenannte Vorgemeine Schlägerei, bei welcher die Schiffer und auch der junge untersuchung dehnte sich, wiewohl die Angeklagten kein Atom erG. auf die Straße gedrängt wurden. Diese Gelegenheit benutzten heblicher Thatsachen verschwiegen hatten, vom August bis Die drei Raufbolde, um sich des ihnen nicht gewachsenen jungen Mitte November hin aus. Die einfache Anklage zu erheben, Mannes zu bemächtigen. Während derselbe von zweien fest- dahin zu formuliren, daß Unterschlagung und ge= gehalten wurde, bearbeitete der dritte, der Schiffer August Made- werb 3 mäßige ehlerei vorliege, Made- wer b3 mann, den Wehrlosen mit einem dolchartigen Messer und geklagten zuzustellen, dauerte bei der Staatsanwaltschaft Wochen brachte ihm sehr erhebliche Verlegungen am Kopf und Bruft bei, lang erst mitte Dezember gelang ihr die Erfüllung dieser welche vielleicht den Tod zur Folge haben werden. G. wurde Aufgabe. mittelst Wagens nach der Wohnung seiner Eltern gebracht. Die Vier Angeklagten mußten während dieser drei Schiffer sind verhaftet worden. Der Erfte Staatsanwalt beim Landgericht II macht durch Säulenanschlag öffentlich bekannt, daß gestern früh 8 Uhr im Strafgefängniß zu Plößenfee die Todesstrafe an dem wegen Raubmordes verurtheilten Schmiedegesellen Karl Schmiedecke vollzogen worden ist. und den An3eit in Untersuchungshaft verbleiben. Als die Sache endlich an das Gericht zur Entscheidung über die Anklage gelangt war, entließ das Gericht zwei der Angeklagten aus der Haft. 3wei Angeklagte mußten aber in der Haft verbleiben, weil gewerbsmäßiger Hehlerei, also eines mit Zuchthaus bedrohten Verbrechens, die Angeklagten nach der AnPolizeibericht. Am 3. d. M. Morgens wurde ein Mann flage verdächtig seien! Entlastungsanträge wurden auf dem Boden des Neubaues Reinickendorferstraße 37 B erhängt abgelehnt! Das zur Entscheidung berufene Gericht fekte möglichst vorgefunden.- Vormittags wurde vor dem Schlesischen Thor nahen Termine an. Der Termin mußte bis heute vertagt werden, ein unbekannter, etwa 24 Jahre alter Mann erstarrt aufgefunden weil Herr Hopp es für gut befunden hatte, eine Reise zu unterMittags nehmen. Die beiden inhaftirten Angeklagten Ein Uebelstand, nnter dem Viele zu leiden haben, be- und nach dem Krankenhause am Urban gebracht. steht in dem langen Zeitraum, der vergeht, ehe neue Straßen wurde ein fünfjähriger Knabe vor dem Hause Gneisenaustr. 115 mußten in der Haft verbleiben! In der gestrigen offizielle Namen erhalten. So ist parallel der Verbindungsbahn von einem Milchwagen überfahren und anscheinend innerlich Verhandlung, in der das oben gekennzeichnete Sachverhältniß zu Dem Kriminal- Schuhmann Bütow war ver- Tage trat, beantragte der Staatsanwalt das Schuldig, und am Wedding als Verlängerung der Lindowstraße seit mehr denn schwer verletzt. Jahresfrist eine neue Straße, Nr. V. des Bebauungsplans, an- traulich mitgetheilt worden, daß am 3. d. M. bei dem hierselbst zwar gegen Maiwald in Höhe von 1 Jahr gelegt und zum großen Theil mit schönen Häusern bebaut. Die Fischerbricke 25 wohnhaften Rentier Arnheim in dessen Abwesen 3 Monaten 8uchthaus! Von den Angeklagten wurde Eigenthümer dieser Häufer erleiden nun empfindlichen Schaden heit ein Einbruch verübt werden sollte. Ersterer hatte sich in Schilling durch Rechtsanwalt Wolfgang Heine, Maiwald, Stoffel, durch die Namenlosigkeit der Straße. Ee will sich kein Geschäfts- folge dessen von Arnheim in der Wohnung einschließen lassen, Fensberg, Stetefeldt, Schneider, Kühne, Ottmer, Sommer, Bornemann finden, um hier Läden und Werkstätten zu miethen, da es um die Verbrecher bei der That zu ertappen. Als bald darauf mann und Zimmermann durch Rechtsanwalt Arthur Stadthagen für ihre Kundschaft beschwerlich, oft unmöglich ist, der Schlosser Mizlaff und der Handlungsgehilfe Wolff den Ein- vertheidigt. Der Gerichtshof schloß sich den Ausführungen der Straße" V" zu finden. Evenfo geht es mit Inhabern von bruch ausführten und von dem Bütow verhaftet werden sollten, Vertheidiger an und sprach sämmtliche Angeklagten Privatwohnungen, denn bis vor kurzem gab es noch eine wobei Wolff den Beamten mit einem Messer in der Hand be- tostenlos frei. Die beiden sieben Monate lang Straße V in Moabit. Gewöhnlich wurden Briefe zunächst nach drohte, entlud sich beim Ringen ein Schuß des ein Schuß des Re- unschuldig in Saft gelaffenen Angeklagten wurden der falschen Straße getragen und kamen erst mit großer Ver- volvers, welchen der Schuhmann in der Hand hatte. fofort aus der Haft entlassen. Gegen den Amtsfpätung an die richtige Adreffe. Das kann geschäftlich die un- Wolff, von der Kugel am Halfe getroffen, entfloh nach der Wasser vorsteher Drachholz, dem Assessor, der die vorläufige Verhaftung angenehmsten Folgen haben. Die bürgerlichen Zeitungen be- gaffe zu, wo er in dem Hause Nr. 39 bewußtlos niedersant und bestätigte, dem Staatsanwalt, der Wochen lang zur Fertigung merten hierzu melancholisch: Als fürzlich die Sozialdemokraten bald darauf infolge Verblutung verstarb, da die Kugel die Schlag- und Zustellung der Anklagen gebrauchte und Herrn Hopp, der einer Straße den Namen Bebelstraße aus eigener Machtvoll- ader am Halse verlegt hatte. Miglaff wurde zur Haft gebracht. plößlich verreisen mußte, soll versucht werden, Entschädigung tommenheit verliehen, erhielt die Straße binnen fürzester Frist Nachmittags sprang ein geiftestranter Mann an der Eisernen für die durch die Untersuchungshaft statteine offizielle Bezeichnung. Die Sozialdemokraten haben es Brücke in den Spreekanal, wurde jedoch, anscheinend ohne Schaden gefundene Entziehung der Freiheit zu vers gut," feufzt ein Intereffent der Straße V. Der Interessent genommen zu haben, aus dem Wasser gezogen und auf Anord- angen. hat Recht man sollte uns nur Alles überlassen. " Gerichts- Beitung: Als das Opfer fträflichsten Leichtsinns stand gestern der vierzigjährige Bildhauer May Tubbede vor den Geschworenen hiesigen Landgerichts I., um sich wegen zahlreicher Fälschungen von Sparkassenbüchern zu verantworten. Der Angeklagte, ein bis dahin ruhiger, fleißiger und Ir nung des Bezirksphyfitus als gemeingefährlicher Geistesfranker nach der Charitee gebracht. Zu derselben Zeit brachte eine Eine optische Täuschung. Die Leipzigerstraße in Berlin Frau ihrem Ehemann in ihrer Wohnung in der Schulstraße mündet auf den Potsdamer Play. Steht man nun auf legterem inittelst eines Küchenbeils eine so schwere Verlegung am Kopfe und beobachtet am Abend, wie die Reihen der elektrischen Lampen, bei, daß derselbe nach der Charitee überführt werden mußte. welche der Beleuchtung der Straße und des Plazes dienen, fich Nachmittags fiel ein neunjähriger Knabe beim Spielen am entzunden, so glaubt man, daß das Aufblizen sämmtlicher Lampen Bethanien- Ufer, nahe der Thomaskirche, in den Louisenstädtischen geschickter Arbeiter, machte im September vorigen Jahres die einer Reihe nicht auf einen Schlag, sondern, wenn auch in einem Ranal, wurde jedoch von dem Kutscher Schröder, welcher dem Bekanntschaft einer nicht mehr jungen Frau, die ihn nach und sehr kleinen Zeitraume, nacheinander stattfindet. Ein Laie, bereits untergegangenen Knaben nachgesprungen war, noch lebend nach ganz in ihren Bannkreis zog und auf falsche Wege drängte. welcher diese Erscheinung ebenfalls beobachtet hat, wollte daraus aus dem Wasser gezogen und zu seinen Eltern gebracht. Gegen Es überfiel ihn ein vollkommener Vergnügungstaumel; er führte tiefsinnige Schlüffe ableiten; die Sache ist aber, wie die„ Elektr. Abend wurde ein eljähriger Knabe vor dem Haufe Unter den die Dame seines Herzens von einem kostspieligen Vergnügen zum Beitung" schreibt, ganz einfach und beruht auf einer Täuschung. Linden Nr. 6 von einer Droschke überfahren und erlitt anschei anderen, spielte den noblen Herrn, hielt den Tag über eine Wir können nämlich die Lampenreihe nicht mit einem Blick um- nend schwere Verlegungen an den Unterschenkeln. Am 3. d. M. Droschke erster Klasse zu ihrer Verfügung und gab weit mehr Geld aus, als er durfte. Dadurch wurde er zum Verbrecher: cr fassen. Bligen nun die Lampen auf, so fährt das Auge blitzschnell fanden sieben kleine Brände statt. suchte sich die zu seinem verschwenderischen Leben nothwendigen die perspektivische Linie der Reihe entlang und, da es hierzu eine Geldmittel durch Fälschung von Sparkassenbüchern zu verschaffen. gewisse Zeit braucht, so scheint das Aufblizen der Reihe nach allmälig einzutreten. Die Bogenlampen geben überhaupt vielfach einer Mart ein Sparkassenbuch ausstellen und mit Hilfe der ihur Anlaß zu Täuschungen, namentlich in Bezug auf ihre Entfernung. als Maler und Bildhauer innewohnenden Handgeschicklichkeit Man wird häufig finden, daß man eine Bogenlampe näher glaubt, fälschte er diese Bücher in äußerst geschickter und täuschender. als eine gleichzeitig gefehene Gasflamme, obwohl jene thatsächlich Grelle Schlaglichter auf die Unbestimmtheit des Arbeits- Weise. Er datirte den Zeitpunkt der ersten Einzahlung auf erheblich weiter zurücksteht als diese. vertrages und die Gründe, die zur Verhängung der Untersuchungs- mehrere Jahre zurück und trug alsdann eine ganze Reihe von Der Polizeipräsident macht wiederholt darauf aufmerksam, haft führen können, warf die gestern gegen 18 Friedrichshagener Einzahlungen ein, welche er mit den Namen der Sparkassen= daß unter dem Namen Homerianapflanze( Thee) ein angeblich Handschuhmacher geführte Verhandlung vor der Straftainmer des Beamten fälschte. Hatte er den angeblichen Sparbetrag auf gegen Bruſt- und Halskrankheiten( Asthma, Lungen- und Hals- Landgerichts ll wegen gewerbsmäßiger Hehlerei und Unterschla- diese Weise künstlich in die Höhe getrieben, bann versette leiden 2c.) wirksames Heilmittel von der sogenannten Zentralen gung. In der Fabrik des Amerikaners Hopp zu Friedrichshagen er die Bücher bei einem Pfandleiher. Er hat es fertig Betriebsstelle diätetisch- hygienischer Erzeugnisse in Triest ange- werden von den besonders dazu angestellten Werkführern die Felle gebracht, auf diese Weise in einem Zeitraum von 2 Monaten priesen wird, welches von dem Agenten Ernst Weidemann in daraufhin taxirt, wie viel Handschuhe aus denselben au fertigen bas Sümmchen von 3000 m. sich zu verschaffen und diese mit Lebenser the von 8 bis 6 Bl., früher für den Preis von 2 M., Fabrik bestehenden„ Arbeitsvertrag" aus den Fellen so viel Hand geständigen Angeklagten gegenüber konnte es sich nur barum Liebenburg am Harz in Päckchen zu 60 Gramm Inhalt bei einem find. Der Handschuhmacher hat nach dem in der opp'schen seiner Geliebten in der leichtfertigsten Weise zu vergeuden. Dem fest 1 M., verkauft wird. Dieses Geheimmittel, welches angeb- ſchuhe als vortagirt zu schneiden und erhält als Arbeitslohn für handeln, ob demselben mildernde Umstände zuzubilligen seien, lich aus einer nur in Rußland vorkommenden Knöterichpflanze das Paar Handschuhe 20 bis 30 Pf. Die Tagen werden im oder ob er durch Versagung der letzteren ins Buchthaus geschickt äußerst knapp gehalten. Fertigte der geben hat, aus einfachem Vogelknöterich, der auf allen Wegen und Handschuhmacher weniger Handschuhe an, so hatte er statt jedes rend Rechtsanwalt Crisolli als Wertheidiger den Angeklagten der ost auch in wenig verkehrsreichen städtischen Straßen zwischen den weniger als tarirt gelieferte Baar- 80$ 1.3Milde der Geschworenen anempfahl. Der Spruch der letzteren Pflastersteinen wächst. Eine spezifische Heilwirkung hat das ge- setzen. Die Bernehmung der Sachverständigen lautete auf Schuldig in allen zur Anklage stehenden Fällen. Der ergab, daß diese Einrichtung nirgend font in Staatsanwalt beantragte 8 Jahre Gefängniß und der Gerichtshof Deutschland, Frankreich oder Belgien besteht, daß erkannte diesem Antrage gemäß, sprach dem Angeklagten auch die Weitere Erhebungen betreffs der Vorfälle, welche vor derartige Abzüge vielmehr völlig unbekannt sonst sind. Dieser Abzug bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 5 Jahren ab. gestern Nachmittag in dem Haufe an der Fischerbrücke 23 zu beträgt hin und wieder bei der vierzehntägigen Lohnzahlung dem Tode des Einbrechers Wolff geführt haben, ergeben in allen 4, 5 M. Einige geschickte Arbeiter verstanden es nun, troß der 32 Wechselfälschungen und ein Arrestbruch wurden dem wesentlichen Bunkten die Richtigkeit der bereits veröffentlichten tnappen Tage, mehr Handschuhe als vortagirt durch besonderen Möbelhändler Friedrich Wilhelm Engmann zur Last gelegt, Mittheilungen. Der leitende Geist des Einbruchs ist der Aufwand von Zeit und Geschicklichkeit zu fertigen. Während in der gestern der zweiten Straffammer des Landgerichts 1 vor 19 jährige Baul Miglaff gewesen, der schon zweimal wegen anderen Fabriken für derartigen Mehraufwand und gleichzeitiger geführt wurde. Engmann hat bis zum Jahre 1885 ein recht tleiner Diebstähle bestraft worden ist. Er hat den Einbruch Ersparnis an Leder besondere Prämien gezahlt werden, wurde umfangreiches Möbelgeschäft betrieben. Dann erlitt er Verluste, beim Kaufmann Arnheim ausbaldowert" und sich zum Zwecke in der Hopp'schen Fabrik für diese Mehrpaare auch nur der sein Geschäft ging immer mehr zurück und schließlich wurde er der Ausführung zuerst mit einer Persönlichkeit in Berbindung gewöhnliche Lohn gezahlt. Ja, nach den Angaben der An- zahlungsunfähig. Anstatt den Konkurs anzumelden, half der gefeßt, welche später ihre Mitwirkung verweigerte. Erst darauf geklagten und Zeugen sahen es die Wertjührer nicht gern, wenn Angeklagte sich dadurch, daß er einen falschen Wechsel anfertigte. hat er den zwanzigjährigen Kellner Way Wolff angeworben, der mehr geliefert wurde als sie vortarirt hatten, und suchten nach Dieser Schritt war das erste Glied einer Kette fortgesetter zwar bisher unbestraft gewesen ist, sich aber eines sehr schlechten allerlei Fehlern bei Mehrlieferungen, um die Mehrpaare als Fälschungen. Ruſes erfreute und auch von seinem Vater als Taugenichts ge- fehlerhaft zurückzuweisen. Für den Fall solcher Zurückweisungen er immer neue falsche Wechsel gemacht, um aus dem Erlöse schildert wird. Er war in der Verbrecherwelt wohl bekannt unter wurde den Arbeitern 2ohn nicht gezahlt. Einige der ge- die fälligen zu decken, dem Namen„ Kellner- Mar". Miglaff hat, nachdem er zu schichtesten Arbeiter kamen nun auf folgendes Auskunftsmittel, um haftet wurde, waren gefälschte Wechsel von ihm zum vor sich davon überzeugt hatte, daß Herr Arnheim in Begleitung sich gegen die Zahlung von 80 Pf. für Minderlieferung zu schützen. Gesammtbetrage von über 15 000 Mart im Umlauf. Den Arreſtfeines Dieners ſeine Wohnung an der Fischerbrücke verlassen Sie berechneten noch genauer als der Vortarator, schnitten mit bruch hatte der Angeklagte dadurch begangen, daß er ein vom hatte, die Küchenthür mit Dietrichen geöffnet, welche bei seiner außerordentlich großer Geschicklichkeit und Sparsamkeit- natür- Gerichtsvollzieher versiegeltes Spind nach Abnahme des Siegels Berhaftung in seinem Besige gesunden wurden, und darauf Wolff lich unter Mehraufwand von Zeit zu, thaten sich zusammen verkaufte und dadurch der Pfändung entzog. Der Staatsanwalt ein verabredetes Zeichen gegeben, dem von diesem auch Folge und erzielten dadurch die Einbringung nicht nur von Abfällen, wies darauf hin, daß das Verfahren des Angeklagten Treu und nannte Kraut nicht. Wie Engmann vor Gericht eingestand, hat Als er im vorigen Jahre ver 2631 Glauben im kaufmännischen Verkehr erheblich erschüttern müsse,| von Zubilligung mildernder Umstände bitte er abzusehen und auf eine Zuchthausstrafe von vier Jahren und einem Monat zu erkennen. Der Gerichtshof erkannte auf drei Jahre Zucht= haus und fünfjährigen Ehrverlust. Versammlungen. Der Berliner Sanitäts- Verein hat folgende Beitragsammler, welche Mitglieder aufnehmen: 1. W. Schmidt, Manteuffelstr. 86. 2. J. Weimann, Plan- Ufer 33. 3. F. Hatscher, Nollendorfstr. 3. 4. H. Brent, Stromstr. 52. 5. H. Faist, Neue Hochstr. 48. 6. E. Marts, Brunnenstr. 6. 7. H. Hoffmann, Frankfurter Allee 111. 8. A. Kühn, Andreasstr. 24. 9. A. Karge, Neue Jakobstr. 26. P. Hundt, Vorsitzender, Adalbertstr. 4, Hof rechts 4 Tr. Berichtigung. In dem Artikel in Nr. 52 des Vorwärts": Achtung, Klavierarbeiter u. s. w., ist von zirka 700 m. die Rede. Es soll heißen: zirka 700 Stück. Wenn der prozentuale Abzug auf ein Klavier vertheilt wird, so verdienen die Fabrikanten 5,70 M. mehr wie früher pro Juftrument. Bei einer Lieferungsfähigkeit von zirka 850 Klavieren das Jahr ergiebt das eine Mehreinnahme von ungefähr 4845 M. pro Jahr. Dies zur AufHlärung. Dies zur Aufklärung. Die Streiffommission. J. A.: J. Meyer. tommen. Berliner Kanarienzüchter- Verein. Sigung Donnerstag, den 5. März, Abends 8% Uhr, im Vereins- Coal, Kommandantenstraße 15. Gäfte find will Große öffentliche Volksversammlung für Männer und Frauen am Freitag, den 6. März, Abends 8 Uhr, im Saale der Brauerei Königstadt, Schönhauser Allee 11-12. Tagesordnung: 1. Die poltische Lage, Referent: Albert Auerbach. 2. Der 1. Mat. 3. Verschiedenes. Große öffentliche Frauenversammlung heute Abend 8 Uhr, im Böhmischen Brauhause. Vortrag der Frau Henrich- Wilhelmi über: Frauenrecht ist Menschenrecht. Schäftebranche. Der Verein der in der in der Schäftebranche beschäftigten Bersonen veranstaltet am Sonntag, den 8. März in Bößow's Braueret, Brenzlauer Alce, einen Wiener Mastenball, wozu Freunde und Gönner ganz besonders eingeladen sind. Billets sind zu haben bei Adamczat, Auguftstr. 6a, Krause, Alexandrinenftr. 116a, Germer, Wrangelſtr. 108 b. Eichhorn, Kleinau, Freie Vereinigung der anflente. Große Versammlung bei Norbert, früher May, Beuthstr. 22, 1 Tr., am Freitag, den 6. März, Abends 8% Uhr. Jedermann hat Zutritt. Näheres siehe Säulenanschlag. In der zweiten allgemeinen Bolksversammlung des Vereins„ Bonentaris" am 17. März, in welcher der Zusammenhang von Eisenbahnreformen und Wohnungsfrage behandelt werden soll, wird auf Erfuchen des Vorstandes des Vereins Herr Dr. Eduard Engel den ersten Vortrag des Abends halten. Zu Gunsten des Vereins für die Reform der Schule und Erziehung findet am Freitag, d den 6. März, Abends 8 Uhr, im großen Saal von Sanssouci, Rottbuserstr. 4a, eine öffentliche Versammlung statt, in welcher Frau Henrich- Wilhelmi über„ wissenschaftlichen und sittlichen Materialismus" einen Bortrag halten wird. Gneisenaustr. 90, Gabriel, Kronenstr. 68-69. " " " " " schule. Sihung, Abends 9% Uhr, bet Gaeger, Grüner Weg 29. Berein ehemaliger Schüler der 22. Gemeindeschule bei jedoch für berechtigt, den Buchdruckern zu empfehlen, wegen der tommen. Gäfte will: Arbeitern zur endgiltigen Beschlußfassung segen. Sie hielten sich Weidenweg 12. Schröder, Stegligerstr. 18, Gäste willkommen.- Tambourverein ,, Jungferntrans", Kürze der Zeit diesen Saal für ihre Sonntagsversammlung Rauchflub„ Dezimal- Waage", Abends 9 Uhr bei Infinger, Strauts festzumachen, da hierfür keine Entschädigung verlangt wurde. Wir straße 48.- Rauchflub, ernipige", Abends 8% Uhr bet A. Böhl, Rüdersdorferstr. 8. Rauchflub Collegia", Abends 9 Uhr, in Spengler's Wirths ersuchen jedoch andere Gewerkschaften, weitere Abmachungen über haus, Stalizerſtr. 41. Rauchflub„ Borwärts", Abends 9 Uhr, bei Tempel, dieses Lokal bis nach Stellungnahme der Arbeiter in dieser Frage Breslauerstr. 27. zu unterlassen. Vermischkes. Der Den Buchdruckern ist also in diesem Falle kein Vorwurf zu machen. Werner. Heindorf. Insinger. Depelchen. ( Wolffs Telegraphen- Bureau.) Ein Militäregzeß wird aus Naumburg gemeldet. " Franks. 3tg." schreibt man von dort unterm 2. d. M.:„ In vergangener Nacht hat sich in unserem friedlichen Städtchen etwas ereignet, was man kaum für möglich halten sollte. Nachdem wiederholt zwischen Offizieren des 2. Bataillons des 36. Regiments und Pest, Mittwoch, 4. März. Abgeordnetenhaus. Der Minister der Polizei sowie den Bürgern Reibereien gewesen waren, ist präsident Szapary beantwortete die Interpellation betreffs des es in vergangener Nacht zu einem förmlichen Angriff seitens des Aufenthaltes von Nihilisten in Bulgarien und erklärte offen und Militärs auf Polizei und Bürger gekommen. Ein Lieutenant aufrichtig sprechen zu wollen. Der Thatbestand sei folgender: Der in Zivil hatte sich aus noch unbekannten Gründen gegen 12 Uhr über Minister des Auswärtigen habe erfahren, daß in Bulgarien sich einen oder mehrere Naumburger erzürnt. Er holte fich militärische Nihilisten aufhalten, welche gegen Rußland konspirirt hätten. Naumburgern eine förmliche Schlacht. Unter Marsch, Marsch, Hur aufgehalten, Hilfe, kleidete sich in einem Café um und lieferte nun den nichtsahnenden Dieselben hätten sich bisher meist in Frankreich und der Schweiz rah!" mit aufgepflanztem Seitengewehr und gefälltem Bajonettt, Tam- der Regierungen entfernt und nach Bulgarien begeben, theils in fich von dort infolge strenger Maßregeln bour voran, stürmten die Soldaten über die Lindenstraße, Herren- Hoffnung auf eine geringere Kontrolle, theils wegen der Nähe straße und den Markt. Sechs bis acht Personen wurden ver- Rußlands. Der Minister des Auswärtigen habe den österreichiwundet, ein Steuerbeamter durch einen Bajonettstich im Gesicht, schen Vertreter in Bulgarien angewiesen, die bulgarische Regierung ein zwölfjähriges Mädchen durch Kolbenschlag an der Hüfte u. f. w. auf den Aufenthalt einer großen Anzahl solcher Individuen aufEin Polizeisergeant erhielt von dem Lieutenant einen Säbelhieb merksam zu machen, von denen mehrere Staats- Anstellungen be über das Kinn. Wenn diese unglaublich klingenden Mittheilungen fäßen, was die Annahme hervorrufen könnte, die bulgarische Renicht auf das zweifelloseste bestätigt wären, möchte man sie für gierung unterstütze diese Umtriebe. Aehnliches hätten die Ge unwahr halten. Wie wir hören, ist bereits die strengste Unter- schäftsträger Deutschlands und Italiens erklärt. Die bul suchung angeordnet. Ein Theil der angegriffenen Zivilisten suchte garische Regierung habe gedankt und entschieden dagegen sofort bei dem Bataillonskommandeur Einlaß zu erlangen, was protestirt, daß sie solche Individuen oder deren Umtriebe unterder Posten verhinderte." stützen wolle; sie wisse, daß solche Individuen pseudonym und Das Naumburger Kreisblatt" stellt den Vorgang, mit den auf Grund gefälschter Urkunden Staatsanstellungen erlangt hätten: übrigen Mittheilungen im Wesentlichen übereinstimmend, wie sie verfolge deren Thätigkeit aufmerksam; denn für Bulgarien folgt dar: tönnte ein anderes Verhalten nachtheilig sein. Dies sei der Sach Naumburg, 2. März. Zwei Polizeibeamte, die in ververhalt. Da ein weiterer Schritt nicht nothwendig geworden, sei gangener Nacht die Lindenstraße begingen, hörten plöglich einen auch nichts anderes geschehen. Der Ministerpräsident erklärte Bivilisten auf einer Trillerpfeife das bekannte Wächtersignal geben. Dieses Verfahren nach seiner Ansicht für richtig, worauf die AntAls sie ihm dies untersagten, erklärte er, er sei Offizier, was wort von dem Hause zur Kenntniß genommen wurde. einige ihn begleitende Unteroffiziere bestätigten, worauf die Nimes, 3. März. In den Minen von Creal fand in der Polizeibeamten sich entfernten und auch die auf das Signal vergangenen Nacht eine Explosion schlagender Wetter statt, wo herbeigekommenen Wächter wieder fortschickten. Durch den Vorfall durch zwei Arbeiter getödtet, zwei andere leicht verwundet war aber Publikum herbeigelockt worden, gegen das der erwähnte wurden. Offizier eine inzwischen von ihm allarmirte Truppenabtheilung mit aufgepflanztem Seitengewehr vorgehen ließ, nachdem er vorher aufgefordert hatte, die Straße zu räumen. Ein Polizeibeamter und ein Zivilist sind dabei verwundet worden. Ein Briefkaffen der Redaktion. Trupp Zivilisten zog nach der Grochliger Straße und suchte bei Bei Anfragen bitten wir die Abonnements- Quittung beizufügen. Brieflich dem Bataillons- Kommandeur Einlaß zu erlangen, was der Posten verhinderte. weilen suspendirt und von Naumburg abgereist; die Untersuchung Nach weiteren Meldungen ist der betreffende Lieutenant einstüber die bisher in Bezug auf ihre Gründe noch nicht völlig auf geklärte Attacke auf das Publikum, bei welcher auch ein Polizeibeamter verwundet wurde, ist im Gange. Sprechlaal. Die Redaktion stellt die Benutzung des Sprechsaals, soweit Raum dafür abzu geben ist, dem Bublikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Intereffes zur Verfügung; sie verwahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Inhalt desselben identifizirt zu werden. Antwort wird nicht ertheilt. E. 20. Wenden Sie sich doch an irgend einen nicht ganz hält, wie Sie schreiben, ist die so geringfügige Summe ficherlich unbemittelten Freund oder Bekannten. Wenn sich Alles so ver zu beschaffen. Alle unsere Freunde sind derartig in Anspruch genommen, daß wir uns in einem solchen Falle nicht mehr an sie wenden können. " An die Redaktion der ,, Kölnischen Volkszeitung". Viel leicht haben Sie die Güte, uns über den Ausdruck„ Dickköpfe" einige Aufklärung zu geben. Liebknecht kennt denselben nicht er meint aber, der Bachem'sche Wasserkopf" sei wohl damit verwandt. Der Kölnischen Volkszeitung" fei zur Stillung ihrer Neugierde noch bemerkt, daß 2. seit 30 und mehr Jahren kein Bourgeoistonzert", überhaupt kein öffentliches Konzert besucht hat auch nicht in der Philharmonie. Briefkaffen der Expedition. Lese- und Diskutirklubs. Donnerstag. Freiheit", Abends 8 Uhr, Naunynftr. 86 bet Zubeil. Gäſte können durch Mitglieder eingeführt werden. Verein ,, Boltsbildung"( Männer und Frauen) Abends 9 Uhr, im Restaurant Nürnberg, Schönhauser Allee 28. Lese- und Distutirtiub Wach Auf Nachnt. 3 Uhr, in der Gr. Frankfurterstr. 99, Frankfurter Bier hallen". Wahrheit, Markusstr. 31. Natur" Abends 8% Uhr, Raiserftr. 4, bet Hoffmann.„ Auftlärung"," Abends 8% uhr, in Heindorfs Restaurant, Langeftr. 70. Gäste wiltommen." Heine" in Rirdorf, Ecke Knesebeck und Hermannstraße, Restaurant Beyler. Gäste willkommen. Neue Zeit", 8% Uhr, Boyenstr. 40. Gäste haben Zutritt. Süd- Ost", 8% Uhr bei Tollsdorf, Görligerstr. 58. Gäste, durch Mitglieder eingeführt, haben Zutritt. Johannes Wedde" urbanstr. 51, b. Schütz. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend, Donnerstag Abends 9 Uhr, Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder." Seeger's cher Gesangverein", Blumenstraße 46 bei Wend. Uebungsstunde von 9 bis 11 Uhr. Gefangverein Einigteit"( Sutmacher), Linten ftraße 73 bet Roth. Gesangverein Edelweiß Melchiorstraße 15 bei Stehmann. Gefangverein ,, Echo 2", Alte Schönhauserstraße Nr. 42 bei Reimann. Gesangverein Frühlingsluft", Flottwell- Um Unannehmlichkeiten und unnöthigen Redereien zu bestraße 5 bei Bartels. Männerchor ,, St. Urban", Annenstraße 9 bet gegnen, fühlen sich Unterzeichnete verpflichtet, folgenden ThatProt. Männergesangverein Borar", Admiralstr. 38 bei Bülow. Gefangverein ,, ornblume", Blumenftr. 54 bei Wuttke. Gesangverein bestand den Arbeitern Berlins zu unterbreiten. ,, Hand in Hand", Staligerstr. 142 bei Greiser. Gesangverein Da die Berliner Buchdrucker am Sonntag, den 8. März, im ,, Unverzagt" bei Rüfter, Köpenickerstraße 127a. Gesangverein, Dorf: Böhmischen Brauhause eine allgemeine Buchdrucker- Versammlung glödlein Deutsch- Willmersdorf, Berlinerstr. 40 bei Pietsch. Den Genossen stehen ältere Nummern unseres Blattes in be Gesang verein des Tischlerverbandes" in Steglitz, Restaurant Hildebrand. verbunden mit einem Brandenburger- Tag, zur Besprechung der liebiger Anzahl zu Agitationszwecken zur Verfügung und bitten Gefangverein harmonie", Tempelhof, Restaurant Wesenberg. Gesang Agitation für die Verkürzung der Arbeitszeit anberaumt hatten, wir, dieselben während unserer Geschäftsstunden von der Expe verein Weiße Rose", Reinickendorf, Residenz- und Holländerstraßen- jedoch der Dekonom des Böhmischen Brauhauses am gestrigen dition abzuholen. Arbeiter- Gefangverein, or genroth, Rummelsburg, Götheftraße 9 bei Konrath. Gesangverein Freundschaft" Abends Tage die Erklärung abgab, daß die Seitengalerie feines Saales Folgende Kaffirer werden um baldige genaue Adressen 9 Uhr, bei Oswald Berliner, Brunnenstr. 114. Gefangverein re Bet durch Polizeiverfügung bei Versammlungen geräumt werden muß, angabe gebeten: Schuhmacher Kommission Charlottenburgs; schluß" in Sahm's Klubhaus, Annenstrauße Nr. 16. Gefangverein Firmitas", Adalbertstr. 8 bei Schneider. stellte es sich heraus, daß der Saal ohne Galerie sich als zu klein Freie Vereinigung der Handschuhmacher Berlins; Kommission reuzberger Harmoni e", Lindenstr. 106, bei Poppe. Gesangverein erwies für diese Versammlung. Die Buchdrucker wandten sich, der Löwe'schen Arbeiter; Bentraltasse der Maler, Filiale I., Nord; um mit den Arbeitern nicht in Konflikt zu gerathen, an Unter- ach verein der Metallschrauben und Façon zeichnete mit dem Wunsche, um sofortige Erledigung dieser Sache Dreher; Kommission derselben; Unterstügungsverein der Maurer und Besorgung eines anderen Saales, welcher für Arbeiterver- des Westens; Fachverein und Kommission der Posamentiere; sammlungen zu haben und den gestellten Anforderungen genügen Fachverein der Papierarbeiterinnen; Bentral Krankenkasse der Schuhmacher; des Hauptkassirers der Malervereinigung und für Da hier schnell gehandelt werden mußte, so seßten wir uns öffentliche Versammlungen. in den Zutfenstädt. Bierhallen, Alte Jakobstr. 89. Geselliger Club Blau mit dem Direktor des Feen- Palastes in Verbindung, welcher Für die Ausgesperrten gingen ein: Bergnügungsverein " Webbing", Abends 8 Uhr bei A. Engel, Müller- und Antonſtraßen- Ecc. seinen Saal in den Monaten von Januar bis September den Reichstrone 12 M. Verein der Zinkgießer und Stürzer Berlins Bergnügungsverein„ Caprice", Abends 9 Uhr, Sigung mit Damen im Arbeitern zur Verfügung stellen würde, und zwar zu den Be- 30 M. Amerikanische Auktion bei Stramm( 1 Glas Bier) durch Marienbad", Babstr. 35-36, Saal 1 Tr.- Bergnügungsverein Beildingungen, ohne Beleuchtung gratis( Sonntags Vormittag), mit Delcourt 5 M. A. Bading's Buchdruckerei( Werk- Abtheilung) en", 9 Uhr, Sigung mit Damen bei Lülow, Admiralstraße 38. Gäfte will: Beleuchtung( Abends) 100 Wart Entschädigung, weil er an die 15 M. Suckert, Moabit 1 M. Bund der geselligen ArbeiterHumoristischer Klub Adonis", bei Heid, Koppenftraße Nr. 75. Nach der Situng Zanz. Gäste willkommen. Berein Elektrizitätsgesellschaft für Beleuchtung eine solche Summe selbst Vereine Berlins und Umgegend 5,10 M. Rothe Schuhmacher ehemaliger Schüler der 98. Gemeindeschule, Abends 9 uhr, zahlen müsse. 3,20 M. Leseklub Herwegh 15 M. Gesellschaft offnung", Abends 8% Uhr, im Klubhaus, Ohmgasse 2. Unterzeichnete werden diese Angelegenheit auf die Tages- Hoffmann, Seifensieder. Der von Ihnen eingezahlte Betrag Verein ehemaliger Schüler der 23. Gemeinde ordnung einer demnächst stattfindenden Versammlung der Berliner von 8,65 M. ist bereits im Januar quittirt. Ecke bet Caro. " Musit- und Gesangverein " Amicitia", Adlershof Bismarckstraße bei Albrecht. Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Donnerstag. Stat= lub Rüdwärts", Abends 8% Uhr, im Restaurant Boderte, Ballifabenübed'scher Turnverein, Männer Abtheilung. Abends 8-10 Uhr, 1 ftraße 47. Elifabethstr. 57-58, Königstädt. Gymnasium. Männer- Gesangverein, Crescendo", Abends 9 Uhr, bei Körting, Gneisenauftraße 88.- Geselliger Verein Regina", Sigung mit Damen, Abends 8% Uhr, veil chen", Abends 9 Uhr bei Förtsch, Stallschreiberstr. 60- Pfropfenverein tommen. " im Gesellschaftshause Oftend", Rüdersdorferstr. 45. Privattheater= Gäste willkommen. Freie Bereinig. d. Seifenfeder würde. Achtung! Allgem. Kranken- u. Sterbekane der Metallarbeiter( E. H. 29) und ( E. 89), Fil. Berlin I. März, Ab. 9 Uhr, Achtung! Unserm Freund Carl Kröning nach träglich zu seinem Wiegenfeste ein don ganze Ruhes platstraße wackelt. W. P. A. F. u. Berufsgen. Berl. n. Umgeg. Klavierarbeiter und verwandte Sonnabend, den 7. Mans 26.5 in Modellenre, Gips- Bildhauer! verdes Soch, daß die sand. 2951 Sonntag, den 8. d., Borm. 10/2 Uhr, im Lokale des Hrn. Scheffer, Inselstr.10: Mitglied.- Versammlg. Tagesordnung: Berufsgenossen! 0 In der Pianoforte Fabrit von Mat& Co. haben die Arbeiter wegen Lohnreduzirung die Arbeit niedergelegt. 1. Vortrag des Stadtv. Herrn Otto Buzug ist fern zu halten. Heindorf. 2. Diskussion. 3. Die Feier 185 Die Kommission. des 1. Mai und wie stellen wir uns NB.: Sammellisten können jeden dazu? 4. Entrichtung der Monats Abend bei Winzer, Naunynstr. 78; bei beiträge, Aufnahme neuer Mitglieder. J. Meyer, Andreasstraße 12, und bei 5. Verschiedenes. b. Winter, Lichterfelderstr. 8: HF Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Kassenbericht. 2. Wahl eines Revisors. 3. Aufstellung der Delegirten zur Generalversamml. 4. Verschiedenes. Geschäftshaus S. Heine. 262/8 dem Beitragfammler für den Norden Chauffeestraße 14 Gäste find willkommen. Um pünkt- W. Neumann, Aderstr. 133, 2. Hof, liches und zahlreiches Erscheinen der im Keller, empfangen und abgegeben. Mitglieder ersucht Der Vorstand. Sans- und Central- Verein der Geschäftsdiener Berlins. Donnerstag, den 5. d., Abds. 9 Uhr, bei Deigmüller, Alte Jakobstraße 48a: Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Hrn. H. Peus über: ,, Die Trades- Unions", oder:„ Die englische Gewerkschafts- Bewegung". 2. Diskussion 2c. 2c. Gäfte willkommen. 775b Der Vorstand. werden. Steindrucker, Lithographen u. Berufsg. Freitag, den 6. März, bei Feuerstein: Deffentliche Versammlung. 795b Tagesordnung: Bericht der Kommission über den Streit bei der Firma Oesterreich & Hartmann. Zahlr. Erscheinen dringend nothwendig. Leute, die ein Kind von 6 Monaten in Pflege nehmen wollen, fönnen sich melden Alte Schönhauserstr.45, H.I.[ 7826 Die schönsten Kinder- Kleider für Mädchen jeden Alters, fowie Morgenröde, Unterröde, Trikottaillen u. Blousen auch im Einzelverkauf sehr billig! Massbestellungen u. Reparaturen werden prompt erledigt! Chauffeestraße 14 Geschäftshaus S. Heine. Da am Freitag, den 6. März, Abds. 8 Uhr, eine Versammlung aller Orts- Krankenkaffe der Steindrucker und Lithographen. Gips- Bildhauer Am 3. März cr. verstarb unser Mit784 b. bei Deigmüller, Alte Jafobstraße 48a, glied, der Steindrucker Herr stattfindet, fällt die VereinsversammPaul Böttcher. lung heute, Donnerstag, bei Norbert, Die Beerdigung findet am Freitag, Beuthstr. 20, aus. 271/9 den 6. März cr., Nachm. 41/2 Uhr, vom Trauerhause, Rirdorf, Berlinerstr. 114, aus statt. Um zahlreiche Betheigung bittet Der Vorstand. Abschied H. Matthees, 70. Grüner Weg 70, n. d. Roppenstr. Spezial- Geschäft für 779b vom Sozialistengesetz. Die zum 1. Oftober erschienene Fest nummer wurde bekanntlich einige Lage nach ihrem Erscheinen beschlagnahint. Jetzt endlich ist die Freigabe durch Be schluß des Landgerichts und des Ober Landesgerichts zu Braunschweig erfolgt und sind Exemplare à 10 Pf. haben. Wiederverkäufer erhalten großen Größtes Berlins Größtes Lager Berlins Rabatt. 3u beziehen durch F. Wilke, Braunschweig, Marienstraße 43, 1. Oranienstraße 3, sowie durch alle Kolporteure, Zeitungs spediteure und durch die Mehl, Mühlen- Fabrikate, Hülsenfrüchte, Taubenerbsen und Vogelfutter empfiehlt beste Waare 3. bill. Preis. Bon 5 Pfd. ab Engros- Preisen. im Korbgeschäft. 416b Ich ersuche hiermit, meiner Frau auf Expedition des Vorwärts" meinen Namen nichts zu borgen, indem Eine Kinderbettft. m.Matr.u. ein 3räd. ich für nichts auftomme. W. Brandt, Rinderwag. verf. Spieß, Adalbertstr. 71. Mezzerstr. 18. Möbel-, Spiegel-. Polsterwaaren- Magazin. SO. 5. Reichenbergerstraße 5. SO. von 794 b Beuthstraße 3. 294L Sopha, billig, verk. Adalbertstr. 2, I 1. Aug. Herold, Verantwortlicher Redakteur: Curt Baake in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW, Beuthstraße 2. F 172 L 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mr. 54. Versammlungen. Maurer. Donnerstag, den 5. März 1891. 8. Jahrg. Meinung, daß dies nicht der richtige Weg sei, auf dem etwas Interessen der Arbeiter und Arbeiterinnen in der Wäschebranche Erfprießliches für die Lederarbeiter errungen werden könne. als Gefchent zu überweifen. Unter Verschiedenem sprachen die Herren Grashold, KoopMaßgebend für eine Aenderung der Taktik war die Schundfonkurrenz, welche nirgends größer ist, als in der Lederwaaren- mann, Bembke, Schlesinger alle im Sinne des TagesordnungDie Maurer Berlins und Umgegend hielten am Fabrikation. Durch dies Faktum sind die Lederarbeiter ver- punktes; besonders hervorzuheben wäre, daß Kollege Barby sich 2. d. M. im Saale der Brauerei Friedrichshain eine öffentliche anlaßt worden, erst eine möglichste Gleichstellung der Löhne anzu- in eingehender Weise dahin äußerte, da uns eine Zentral. Generalversammlung ab. Das Bureau bildeten die Kollegen fireben. G3 wurde zu diesem Zweck eine Kommission gewählt, organisation nicht gestattet ist, doch das Fünkchen Freiheit, das Wernau, Weiße und Tasch. Die Tagesordnung war fol- welche einen Lohntarif auszuarbeiten hatte. Nachdem derselbe wir noch haben, dazu zu benutzen, uns durch einen Lokalverband gende: 1. Stellungnahme zu der auf der Berliner schon einer Versammlung zur Begutachtung vorgelegen, solle diese zu vereinigen, um so geschlossen dem Kapitalismus gegenüber Bauhandwerker- Konferenz gestellten Refolu- Versammlung endgiltig über denselben beschließen. Wenn er Front machen zu können. Diese Anregung fand allgemeinen tion, sowie endgiltige Beschlußfaffung über angenommen, müsie aber auch jeder Kollege für die Bereinigung Beifall. Derfelbe Redner beantragte noch, dem Vorstand für die die Frage, welche Form der Organisation von eintreten, damit diese möglichst im Herbit dieses Jahres schon aufopfernde Thätigkeit dadurch Lob zu zollen, daß sich die anuns anerkannt wird. 2. Stellungnahme zum 1. Mai. 3. Gewerkschaftliches. Der Besuch der Ver- so stark sei, um den Tarif, welchem die Mittelwaare als Material wesenden Mitglieder von ihren Pläzen erheben. Das geschah 1. Mai. 3. Gewerkschaftliches. Der Besuch der Ver- zu Grunde liegt, durchdrücken zu können. Nach diesen Aus- auch. Die Herren Koopmann und Grashold ersuchten, für den fammlung entsprach leider nicht der Wichtigkeit der Tagesord- führungen kamen die Tarife für Rahmenarbeit, für Trefor's neuen Verein noch tüchtig zu agitiren. nung. Zum ersten Punkte nahm als erster Redner Wernau und für weiche Arbeit zur Verlesung Dann und wurden In Betreff das Wort und beleuchtete in längerem Vortrage den bisher von Eine gut besuchte Versammlung der Filzschuharbeiter der Versammlung angenommen. voit ihm als Leiter der Freien Vereinigung vertretenen Standpunkt der fachirten Arbeit, sowie einzelner Arbeitsarten, deren Preis und Arbeiterinnen tagte am Sonnabend, den 28. Februar, und die Ursachen des gegenwärtigen Darniederliegens der Berliner Maurerbewegung, die theils in dem mißglückten Streit von sich nicht tarismäßig festseßen läßt, wurde im Tarif die Bestim unter dem Vorsitz des Kollegen Opitz. Herr Beus hielt einen bei1889, mißglückt durch die ungenügende Unterstügung, welche dem- ung ausgenommen, die Arbeit sei so zu bezahlen, daß ein fällig aufgenommenen Vortrag über die Stellung die Frau in der mittelmäßiger Arbeiter pro Stunde 40 Pfennig verdienen kann. Industrie. In seinem Schlußworte forderte Redner die Frauen ſelben zu Theil wurde, theils in der Meinungsverschiedenheit der A13 mittelmäßiger" gelte der Arbeiter, welcher jezt pro Stunde auf, daß sie sich der Organisation anschließen und mit den Führerschaft, herbeigeführt dadurch, daß verschiedene Führer" in 30 bis 331/3 Pfennig verdient. Auch diese Bestimmungen wur- Männern Hand in Hand gehen möchten, damit die Welt von ihren Prinzipien nicht sattelfest waren, zu suchen seien. Jetzt sei den von der Versammlung afzeptirt. Hiermit ist das Mandat dem kapitalistischen Syſtem bald befreit werde. In der Disder Zeitpunkt gekommen, wo es heiße: entweder oder! Ent- der Lohntaris- Rommission erlofden. Es wurde beschlossen, den fussion sprachen mehrere Kollegen im Sinne des Referenten. weder die Berliner Maurer feien gewillt, sich auf eigene Füße Truck und die Verbreitung des Tarifs dem Fachverein der Leder- Folgende Resolution gelangte einstimmig zur Annahme:„ Die zu stellen, die Berliner Maurerbewegung wieder zu neuer Kraft arbeiter zu überlassen. Weiter wurde die Wahl einer fünf Bersammlung erklärt sich mit den Ausführungen des Referenten zu entfachen und die bisherige Organisationsform hochzuhalten gliebrigen Kommission beschlossen, welche berechtigt ist, Marken einverstanden. Sie verspricht, thatkräftig für die Befreiung der und die Resolution der Bauhandwerker Konferenz sich zu eigen im Werthe von 10 Pfennig auszugeben, deren Berkaufsertrag zur Frau einzutreten." Sodann schloß der Vorsitzende die Versammzu machen, oder aber sich in das Schlepptau Hamburgs nehmen Ansammlung eines Fonds für die Lohnbewegung der Leder- lung. Die Theilnehmer an der Versammlung hielten Tanz und zu lassen und damit den Stab über die Berliner Maurerbewegung arbeiter dienen soll. Gewählt wurden in diese Kommission die Vorträge noch gesellig bis zum frühen Morgen beisammen. zu brechen. Wenn die Berliner Maurer beschließen sollten, an Serren Zander, Heinke, Peudert, Cottin und In der Vereinigung der in der Kartonbranche be der bewährten Lokal- Organisation festzuhalten, so würden sie sich Schneider. Nach Erledigung fleinerer Fragen wurde die Ver- schäftigten Arbeiterinnen und Arbeiter" sprach am 24. Februar damit in feiner Weise eines Kongreßbeschluß- Bruches schuldig sammlung geschlossen. unter allgemeinem Beifall Herr Hildebrand über„ Gewerkschaftmachen, denn über dem Hallenser Parteitage stehe der Pariser internationale Rongreß, welcher es jeder Gewerkschaft freistellte, Eine öffentliche Versammlung für Frauen und Männer liches". Die Versammlung war erfreulicher Weise sehr gut von fich ihre Organisationsform nach eigenem Ermessen zu wählen. tagte am lettverflossenen Sonntage in Grativeils Bierhallen. Auf Arbeiterinnen besucht. Unter Verschiedenem wurde des Herrn Sollte die Politik aus den Gewerkschaften verbannt werden, so der Tagesordnung stand ein Vortrag des Genossen Auerbach. Kartonfabrikanten Eduard Jacobsohn gedacht, der seinen vers würde er den Berliner Maurern empfehlen, lieber ihre gewerk Da derselbe aber zu kommen verhindert war, so hatte Herr heiratheten Arbeitern zu Weihnachten einen Meter Holz und schaftliche Organisation gänzlich aufzulösen und sich nur den Dr. Lütgenau das Referat übernommen. Das Thema lautete: taufend Preßkohlen schenkte und jetzt in seiner Fürsorge angeblich politischen anzuschließen. Die jetzt im Prinzipe vorhandene Unser Verhältniß zum Judenthum und zum soweit geht, daß die an einige Kollegen gerichteten Briefe nur in zentralistische Organisation der 295 in Deutschland bestehenden antisemitismus."- Der Referent erntete für seinen einer Gegenwart geöffnet werden sollen und er dann fragt, was Lotal Organisationen der Maurer könne noch ausgestaltet und interessanten Vortrag den reichen Beifall der sehr zahlreich be- die Briefe enthalten. Zufälliger Weise enthielten sie die Verfammlungsbekanntgabe. Soweit fonstatirt werden konnte, aufgebaut werden nach dem Vorbilde der Partei- Organisation und suchten Versammlung. Die auf dem Vortrag folgende Diskussion war kein Arbeiter der Jacobsohn'schen Fabrik anwesend. Es set entschieden vortheilhafter als eine schablonenmäßige Verbands- wurde eine sehr animirte, da sich die Genossen Konrad, wurde weiter unter Verschiedenem noch erwähnt, daß den Arbeitern Organisation, ganz abgesehen davon, daß 118 nicht auf Preußen Treuherz, Peters, Heitmann, Sündermann entfallende Lokalorganisationen infolge der entgegenstehenden Ber- und Fräulein Wabnih daran betheiligten. Nach einem von den Fabrikanten ein Revers zur Unterschrift vorgelegt werde, Referenten folgende worin sich dieselben verpflichten müssen, dem Verein nicht beizu einsgesetze von dieser Verbandsorganisation von vornherein aus- furzen Schlußwort des treten. Auch seien die Fabrikanten bereits wieder einmal geschlossen seien. Berlin müsse seinen örtlichen Verhältnissen solution zur einstimmigen Annahme: Rechnung tragen. Solle einer völligen Degeneration vorgebeugt Die 2c. Versammlung erklärt sich mit den Ausführungen des zusammen gewesen um zu berathen, ob man nicht die Löhne der werden, so dürfen den Berliner Maurern die Waffen der poli- Referenten einverstanden und erklärt demgemäß: daß unsere Zuschneider kürzen könne und zwar motivirte es die Seele der tischen Aufklärung, der Petitionen und Demonstrationen nicht Stellung zum Judenthum sowohl, wie zum Antisemitismus flar Fabrikanten damit, daß die Arbeiter anfangen üppig zu werden. genommen worden. Auf gewerkschaftlichem Boden allein könnten und bestimmt in dem Programm der Sozialdemokratie auß- Schließlich lehnten sie aber doch die Kürzung der Löhne ab. bie Interessen der Berliner Maurer nicht gewahrt werden. Den gedrückt ist, und daß die Agitation der Antisemiten eine Begweiser für die einzufchlagenden Bahnen bilde die auf der Bau- gemeinschädliche ist, da sie dahin wirkt, einen Theil des Volfes handwerkerkonferens gestellte Resolution, welche Redner zum Vor- rechtlos zu machen. Da aber gleiches Recht und gleiche trag brachte, die besonders von dem offiziellen Organ der Maurer Pflicht für Jeden für das Wohl und die höhere Entwicke Deutschlands, dem„ Grundstein", in unwürdiger Weise besprochen lang der Menschheit unbedingt erforderlich sind, so werden die worden sei. Diese" Resolution sur Diskussion stellend, beantragte Anwesenden mit aller Energie für die Verwirklichung der Ziele er eine feinen Ausführungen entsprechende Resolution. In der folgenden lebhaften Diskussion äußerte zunächst Groppler seine Bedenken gegen die in Frage stehende R folution. ber Sozialdemokratie eintreten. In tam ReEine öffentliche Versammlung der Puter Berlins und umgegend fand am 1. März unter dem Vorsiz des Kollegen Schulz statt. Der Vorsitzende berichtet über den in der vorigen Ditrich über Bentralisation und empfahl fie. Nur durch Versammlung gefaßten Beschluß. Sodann referirte Kollege Zentralisation ist es möglich, den Zuzug von Berlin im Falle eines Lohntampfes fernzuhalten. In Betreff der Hamburger VorUnter" Verschiedenem" wurde ein Antrag, den Ueberschuß Tage empfahl Kollege Dietrich die Wahl einer Kommission von der fortzusehenden Tellersammlung der Generalkommission der fünf Personen zur Prüfung des Statuts. Die Wahl dieser KomGewerkschaften zu überweisen, einstimmig angenommen. Der mission wurde angenommen. In die Kommission zur StatutenIhm folgte Stanigt( Hamburg), welcher verschiedenen Genosse Riegl legte sein Amt als Beauftragter nieder und es Berathung des Verbandes deutscher Maurer wurden gewählt Bunften des Referats entgegentrat. Derfelbe bekämpfte in erster wurde an seiner Stelle der Genosse Wilde gewählt. Nach die Kollegen Dähne, Dietrich, Neumann, F. Schulz Linie die von Seiten der Lokalorganisations- Berfechter für noth einigen Erörterungen wurde sodann die Versammlung mit einem und A. Hennig. Grothmann lehnt ab. Im Verschiede= wendig erachtete Verquickung der Politik mit der Gewerk dreimaligen kräftigen Hoch auf die Sozialdemokratie geschlossen. nen" wurde ein Unterstützungsgesuch vom Kollegen A. Helbig schaftsbewegung, betonte, daß seitens der Geschäftsleitung Das sich anschließende gesellige Beiſammensein" fesselte durch M. in Hamburg den Berlinern Maurern im Streit 1889 Gesang, Tanz und Vorträge die Anwesenden bis spät in die verlesen. Ihm wurden 50 W. aus dem Generalfonds der Buzer alle nur irgend verfügbaren Mittel gewährt worden seien, wies Nacht. NB. Der Ueberschuß der Tellersammlung, welchem der bewilligt. 200 M. wurden der General- Kommission der den Vorwurf zurück, daß Hamburg an dem Niedergang der Berliner Grlös aus der amerikanischen Versteigerung eines Lassallebildes Gewerkschaften Deutschlands überwiesen. Maurerbewegung Schuld sei und daß die Geschäftsleitung der beigefügt worden ist im Betrage von 32,50 Mark ist der Die Bäcker Berlins und Umgegend hielten am 26. Fe felben feindselig gegenüberstehe und war des Weiteren der Generalfommission der Gewerkschaften überwiesen worden. bruar eine zahlreich besuchte öffentliche Versammlung ab, in Meinung, daß den Kollegen in der Provinz das Hemd näher sei welcher Herr Kuhntke über die Krankenversicherung der Arbeiter Die Lage der in der Goldwaaren- und Juwelen referirte. Redner führte in längeren Ausführungen und an der als der Rock, d. h. die gewerkschaftliche Bewegung bei ihnen mehr Antlang finde, als die politische, betrachtete demgemäß die brauche Berlins Beschäftigten ist mit eine der unsichersten Sand statistischen Materials den Beweis, daß die freien eingeBentralorganisation ohne Politik für die beste und empfahl den und übelsten aller Gewerbe und Induſtrien; denn während in schriebenen Hilfskassen bedeutend mehr leisten, als die Orts- refp. Berliner Maurern, sich auf denselben Standpunkt zu stellen und der Branche die sogenannte Saison noch nicht vorüber ist, befinden schriebenen Hilfskaffen bedeutend mehr leisten, als die Orts- refp. Zwangskaffen. An der Diskussion betheiligten sich die Kollegen fich nicht zu isoliren, sondern sich mit den deutschen Maurern zu sich jetzt schon so viele Kollegen ohne Arbeit, wie in der schlechten Nüoffer, Schlüter, Manthey und Pfeiffer. Juzwischen war Zeit im Sommer. Die Löhne werden für die neu in Stellung folgende Resolution eingegangen: Die öffentliche Bersammlung der einigen. Den Ausführungen des Borrebners( Redakteurs des offiziellen tretenden Arbeiter immer niedriger geſtelit, so daß ein langsames Bäcker Berlins und Umgegend erklärt sich mit den Ausführungen des Organs der Maurer Deutschlands) traten die Kollegen Blau aber stetiges Sinken der Löhne stattfindet. Während die Arbeitslosigkeit immer mehr unter den An- Referenten und mit den in der Diskussion gepflogenen Ausführungen rod, Krieg in schärfster Weise entgegen, übten Kritik an Hameingeschriebenen Hilfskaffen in jeder Weise einzutreten, sowie zu burg und dem Grundstein" und empfahlen die Resolution, gehörigen der Branche zunimmt, wird in verschiedenen Ge- einverstanden und verpflichtet sich für das Bestehen der freien während Silberschmidt die geplante Zentralorganisation fchäften nach Feierabend gearbeitet. Bei alledem scheinen jeber Beit und überall für das Wachsthum der freien eingenoch etliche Prinzipale der Berliner Goldschmiede schriebenen Hilfskaffe au agitiren. Unter Verschiedenem brachte befürwortete und beide Resolutionen Wernau's verwarf. Ein Antrag auf Schluß der Debatte wurde hierauf ange Innung auf dem Standpunkt des Herrn Ober- Bürgermeisters nommen. Wer na u verzichtete auf das Schlußwort. Klingen von Berlin zu stehen, d. h. es wird von ihrer Seite auch die Kollege Miloe die im Deutschen Reichstage gepflogenen Debatten berg beantragte, die Beschlußfassung über die für Berlin maß- Noth und die Uebelstände, welche in der Branche vorhanden sind, betress der Sonntagsruhe zur Sprache und gab bekannt, daß in gebend sein sollende Organisationsform zu vertagen bis nach dem abgeleugnet. Kennzeichnend für die ganze Branche ist es, das die dieser Angelegenheit in furzer Zeit eine öffentliche Versammlung die iftostatte stattfinden wird, zu welcher auch sämmtliche Mitglieder der Diesjährigen deutschen Maurerkongreß. Dieser Antrag fiel durch Arbeiter eines Lurusgewerbes unter den ungünstigsten Werkſtatt Arbeiter- Schußkommission eingeladen werden sollen. Nachdem die Annahme folgender von Wernau beantragten Resolution und Arbeitsverhältnissen zu lejben haben, unter den niedrigsten noch Pfeiffer Bericht erstattet hatte über die legte Bersammlung Lebensbedingungen leben müffen. Um alle vorkommenden llebelſtände zu erörtern und festzu- der Berliner Streif- Kontrollkommission und ferner zur regen Die heute am 2. März tagende öffentliche Generalversamm der Borsigende die Versammlung. lung der Maurer Berlins und Umgegend giebt der auf der stellen, findet am Montag, den 9. März, Abends 8½ Uhr, bei Sammlung für die ausgesperrten Arbeiter ermuntert hatte, schloß BerlinerBauhandwerker- Konferenz gestellten Resolution thre volle Joel, Andreasstr. 21, eine große öffentliche Versammlung aller Der Verein der Kurbelstepperinnen und Stepper hielt Zustimmung. Die Versammlung erklärt somit gleichzeitig die in in der Gold, Juwelen- und Silberwaaren Branche Berlins beDer Resolution enthaltenen Grundsäge für die fünftige Form schäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen statt, zu welcher am 28. Februar feine Mitgliederversammlung ab. Auf der ihrer Organisation und verpflichtet demnach einen jeden Maurer, auch gleichzeitig die Prinzipale Berlins eingeladen sind. Siche Tagesordnung ſtand zunächst ein Vortrag des Herrn König über das Thema: Die heutige Arbeiterbewegung und wie sie sich in der in Berlin feinen Broterwerb hat, sich diesem Beschlusse unter Inserat aut Sonnabend. zuordnen. Ferner beschließt die Versammlung: als Fachorgan Der Fachverein für Schlosser und Maschinenban Bukunft gestalten wird. In der Diskussion sprach Herr Rother in Sinne des Vortragenden. Unter Berschiedenes wurden mehrere wird der Bauhandwerker" vor wie nach anerkannt, und ver pflichten sich die Anwesenden( so weit dies noch nicht geschehen) Arbeiter Berlins und Umgegend hielt am 28. Februar seine Anträge gestellt. Zuerst wurde beschlossen, den„ Textilarbeiter" regelmäßige Mitglieder Versammlung ab. auf dasselbe zu abonniren und für die weiteste Berbreitung Beindorf bielt einen Bortrag über Bourgeoisie und Sozialdemo- und den Konfektionär" vom Verein mitzuhalten, ferner wurde Zum zweiten Punkte der Tagesordnung:„ Stellung fratte". Zu Verschiedenem wurde ein Antrag, der Generalfom- um Abonnement empfohlen die„ Arbeiterin". Bis zur nächſten Aenderungen im Arbeitsnachweis( welcher sich seit Februar im nahme zum 1. Mai" referirte Kollege Grothmann. mission Deutschlands 30 M. zu überweisen, angenommen. Ein Bersammlung wurden die Anträge: Ausgabe von Fragebogen, Derselbe erflärte sich mit dem Fraktionsbeschlusse zwar nicht ein anderer Antrag, der Berliner Streit- Kontrollfommission 15 M. 3u obigen Lokale befindet und täglich Abends von 81/ 2-91/ 2 Uhr verstanden, befürwortete aber, sich demselben zu fügen, am überweisen, wurde dem Vorstand zur Regelung überweisen. Nach geöffnet ist), ferner wie und wann wir die Maifeier zu begehen Schwabe beantragte eine Resolution im entgegengesetzten nung Wilhelm str. 15) die Kollegen aufgefordert, sich zahl der Vorsitzende die gut besuchte Bersammlung mit der MittheiFrage der Maifeier der vorgerückten Zeit wegen bis zur nächsten und nicht als die letzten in dieser Beziehung, hinter andern Fächern lung, daß am 7. März im obigen Lokale eine gesellige Abendder Metallarbeiter zu stehen, schloß der Vorsitzende mit der Auf- unterhaltung, und am 17. März die nächste Bersammlung stattfindet. Bersammlung vertagt. forderung zu besserer Agitation zum Besuch der VereinsversammEine Mitglieder- Versammlung des Allgemeinen dentEine öffentliche Versammlung der Leberarbeiter fand lung, die sehr schwach besuchte Versammlung. Die Beiträge am 3. Februar unter dem Vorsitz des Herrn Hänte statt. Bum werden jeden Sonntag von 11-12 Uhr, Anklamerichen Sattlervereins fand am 28. Februar statt. exften Punkt des Tagesordnung: Vortrag über Alters- und straße 45, vom Saffirer entgegen genommen. Ostern in Hannover stattfindenden General- Versammlung wurden zu Invaliditäts Versicherung" sprach" Dr. 2 utgenau. An der Die Mitglieder werben biermit auf§ 4 des verschiedene Statuten Abänderungsanträge angenommen. Delegirten wurden die Kollegen Barth und Schwarz gewählt. Diskussion betheiligten sich die Herren Kefel, Peudert, Statuts aufmerksam gemacht. Es wurde beschlossen, die auf den Sonnabend vor Ostern fallende Dubeld und Wunscheck. Nach dem Schlußwort des Refe renten erhielt Herr Schul das Wort, um mit einigen Worten Wäschezuschneider. Am 25. Februar tagte in der Brauerei nächste Versammlung 8 Tage früher, also am 21. März, ſtaitauf die Lohntaris- Frage einzugehen. Er wies darauf hin, daß Pfefferberg der Verein der Wäschezuſcheiber und verwandten Be- finden zu laffen. Das diesjährige Stiftungsfest findet den ersten man feiner Beit ble debetarbeiter- Drganisation schuf, um ver- rufsgenossen mit der Tagesordnung" Wie stellen sich die Wit- Osterfeiertag in Heydrich's Festfalen, Beuthitr. 20-22, statt. Die mittelst ihrer den im Gewerbe existirenden Uebelſtänden entgegen- glieder zur Auflösung des Vereins er wurde nach längerer Kollegen werden gebeten, sich zahlreich daran zu betheiligen. arbeiten zu können. Am 19. März vorigen Jahres wurde dann Debatte einstimmig beschlossen, den Verein aufzulösen und sämmtder Beschluß gefaßt, von den Gabrikanten eine 25 prozen- liche Utensilien, sowie Bibliothek und das Gesammtvermögen dem tige Lohnerhöhung zu fordern. Wlan wurde jedoch bald der neu gegründeten Verein zur Wahrung geistiger und materieller mit allen gegen 13 Stimmen: " Stadtverordneter 1. Mai indessen eine Versammlung einzuberufen. Kollege dem der Vertrauensmann Kollege Pähold( Woh D bide gal Zu der Der Fachverein der in Buchbindereien und verwandten Betrieben beschäftigten Arbeiter hielt am 2. Wärs eine sehr provisorisch bis zur zahlreich besuchte Bersammlung ab. Herr Beus hielt einen Lehre auch als Vorkämpfer der jetzigen Bewegung zu betrachten, liche Paragraphen mit Ausnahme weniger Aenderungen in der Vortrag über Zeit- und Stücklohu. Reicher Beifall lohnte ihn der dazu beigetragen, die Menschheit von Irrlehren und Fassung, wie sie von der Statutenberathungs- Kommission vorge für seine Ausführungen. An der Diskussion betheiligten sich die Dogmen zu befreien, und die Wahrheit auf Grund des schlagen, angenommen. Es wurde alsdann zur Vorstandswahl Der Mensch der Zukunft geschritten und folgende Genossen Kollegen Riese, Tilgner und Bäseler. Nach dem Schluß- Naturgefeßes zu verkünden. wort des Referenten wurde folgende Resolution angenommen wird sich nur im Kampfe befinden um Wahrheit, Moral und ersten Generalversammlung gewählt: Labjuhn, Vorsitzender. Die Versammlung erklärt sich mit den Ausführungen des Re- geistige Interessen. Reicher Beifall lohnte dem Vortragenden. Nillert, Stellvertreter. Zöllner, Kassirer. Hinze, Schriftführer. ferenten einverstanden. Sie ersieht daraus die Nothwendigkeit, In der Diskussion war ein Redner in seinen Ausführungen der Witt, Wolter, Bauer, Beisiger. Alsdann gab der Vorsitzende der Versammlung bekannt, daß sich immer mehr für die Vergrößerung der Organisation eintreten zu Meinung, daß ein Darwinianer noch lange kein Sozialist zu sein müssen, wenn eine Regelung des Entlohnungssystems herbei- brauche. Der Referent ſtimmte dem zu, war aber in seinen bisher 110 Mitglieder in die ausgelegten Liſten eingetragen haben. geführt und die Akkordarbeit abgeschafft werden soll, was an- Schlußworten der Ansicht, daß Anhänger der Darwin'schen Lehre Es sei zu erwarten, daß sich diese Zahl noch vergrößern werde. gestrebt werden muß, da sie die Kräfte des Arbeiters aufreibt und doch schließlich zum Sozialismus kommen würden. Hierauf folgte Gewiß ein erfreuliches Resultat, troy aller Anfeindungen, welche nur im Interesse des Kapitals liegt." Unter" Verschiedenem" der Bericht der im September v. J. gewählten Neuner- Kommission man unserem Verein entgegenbrachte. Mit einem dreifachen Hoch, wurden den ausgesperrten Hamburger Tabatarbeitern 50 Mark und die Versammlung stimmte den Ausführungen zu. Unter in welches die zahlreich erschienenen Mitglieder begeistert einaus der Vereinskaffe bewilligt. Nach Erledigung einiger interner Vereinsangelegenheiten wurden verschiedene Anträge des Vor- stimmten, auf das Blühen und Gedeihen des Vereins schloß der Angelegenheiten würde die Versammlung geschlossen. standes angenommen und mehrere interne Angelegenheiten er- Vorsitzende die erste Vereins- Versammlung. Den Mitgliedern, ledigt. Nachdem der Vorsigende den Anwesenden ans Herz ge- sowie alle diejenigen, die es werden wollen, sei hierdurch bekannt legt, immerfort zu agitiren, um neue Mitglieder zu gewinnen, gemacht, daß der Bolts- Bildungsverein für Groß- Lichterfelde, wurde die Versammlung mit einem Hoch auf den Arbeiter Zankwig und Umgegend an jedem Sonnabend nach dem 1. und Bildungsverein geschlossen. 15. jeden Monats feine Sigungen in oben bezeichnetem Lokale stattfinden läßt. Gäste sind willkommen. Nächste Sigung: Sonn abend, den 7. März. Eine große öffentliche Versammlung sämmtlicher in der Firmenschilderbrauche beschäftigten Arbeiter fand unter Vorsitz des Kollegen Nagel am 25. Februar statt, un Stellung zu dem Streit bei der Firma Otto Grund u. Co. zu nehmen. Als Streitdelegirter wurde Kollege Hans Herbst gewählt. Zu Punkt 2 hatte Kollege Simpson das Referat übernommen und erläuterte derfelbe, daß die Kollegen durch das Vorgehen der Herren Grund u. Co. zu dem Streit gezwungen wurden. Eine sehr lebhafte Debatte entspann sich in dieser Angelegenheit und Herr Grund erklärte sich dahin( Herr Grund sowohl wie sein Kompagnon, Herr Sello, waren erschienen), daß er keinen 3wang auf sich ausüben lasse, also die neunstündige Arbeitszeit am Sonnabend nicht bewillige. Daraufhin wurde folgende Resolution gefaßt:" Die heutige öffentliche Versammlung sämmtlicher in der Firmenschilderbranche beschäftigten Arbeiter erklärt sich mit den Streifenden solidarisch und verpflichtet sich, dieselben moralisch sowohl wie materiell nach besten Kräften zu unterstüßen, damit die neunstündige Arbeitszeit wenigstens am Sonnabend durchgeführt wird." Unter Verschiedenem" machte der Borsitzende bekannt, daß die nächste Versammlung am Mittwoch, den 11. März, stattfindet. Eine öffentliche Versammlung für Frauen und Männer tagte am Sonntag, den 22. Februar bei Schnegelsberg, Jahnstraße 8. Die Versammlung war vom Lese- und Diskutir- Klub Freie Denter" anberaumt. Als Referent war Herr Dr. Lütgenau anwesend. Er sprach unter lebhaftem Bei all üver Kirche und Sozialismus. An den Vortrag schloß sich eine lebhaste Debatte, an der sich mehrere Genossen betheiligten. In dem geselligen Theile brachte Genoje Pinade ein Hoch auf die Reichstagsabgeordneten Bebel und Grillenberger zu ihrem Geburtstage aus. Folgende Erwiderung geht uns von den Brauern Herren Mehl und Demling zu: Ich erwidere, daß das, was ich in der öffentlichen Versammlung in Feuersteins Saal am 27. Februar gesprochen habe, vollständig die Wahrheit ist und ich von Keinem hierzu aufgeputscht worden bin. Auch bemerke ich hier zu der Aeußerung des Brauführers Wiegel, der zu einem Kollegen schon am dritten Tage meiner Krankheit gesagt hat, daß ich nicht wieder in Arbeit genommen werde, daß ich, wäre mir dieses gleich gesagt, heute vom Arbeitsnachweis schon wieder in Arbeit wäre, jetzt aber habe ich es Herrn Direktor Arndt zu verdanken, noch 8 Wochen außer Arbeit zu sein. Die Aeußerung des Braumeisters Berbe, daß ich über Herrn Arndt auf dem Hofe der Brauerei Grobheiten gesagt haben soll, ergänze ich dahin: Ich habe dem Betreffenden gesagt, wenn ich in der Brauerei feine Arbeit wieder erhalte, werde ich die Sache der Deffentlichfeit übergeben, weil die Brauerei als Humanitätsbrauerei betannt sei. Ich überlasse es Jedem, ob diese Aeußerung als Grobheit aufgenommen werden kann. Kollege Demling hält ebenso seine Aussagen als ganz der Wahrheit gemäß aufrecht. Georg Mehl, Andreas Demling, Brauer. # 0 Der Arbeiter- Bildungsverein füc Weißenfee und Um gegend hielt am Sonntag, den 1. d. M. eine Wanderversamm lung in Malchow im Saale das Herrn Lindicke ab. Zahlreich fanden sich die Genossen aus Wilhelmsberg, Hohen- Schönhausen und Weißensee dazu ein. Herr Peus hielt einen Vortrag über: Muß und wird es immer Reiche und Arme geben?" der lebhaften Beifall fand. An der Diskussion betheiligten sich die Genoffen Grünenberg( Pankow), Bergel und Nimmich( Schöneberg). Folgende Resolution gelangte alsdann einstimmig zur Annahme: Die heute in Malchow im Lokale des Herrn Lindicke abgehaltene öffentliche Wanderversammlung des Arbeiter- Bildungsvereins für Weißensee und Umgegend erklärt sich mit den vom Referenten in seinem Vortrag entwickelten Ansichten einverstan den. Die Anwesenden sind der festen Ueberzeugung, daß nur durch die Verwirklichung des Sozialismus die Lage ES der Arbeiter versprechen gebessert werden kann. die Anwesenden ferner mit aller ihnen zu Gebote stehenden Macht für die Jdeen der Sozialdemokratie thätig zu sein, damit das Endziel der Sozialdemokratie, die sozialistische Gesellschaft, möglichst bald erreicht wird. Unter Verschiedenem wurde vom Genossen Reinhard ein Gruß unseres Vertreters im Reichstage, Stadthagen, der Versammlung übermittelt, worauf auf unserem Genossen Stadthagen ein dreifaches Hoch ausgebracht wurde. Nachdem noch Genosse Grünenberg aufgefordert hatte, recht zahlreich auf die am 1. April ins Leben tretende Zeitung für die wertthätige Bevölkerung der Kreise Ober- und Niederbarnim, Teltow, Storkow, Beeskow" zu abonniren, schloß der Borsitzende die Versammlung mit einem dreifachen Hoch auf die internationale Sozialdemokratie. Im Kurhaus zu Friedenau tagte am Dienstag, den 24. Februar, unter Vorsiz des Genossen Klose eine öffentliche Boltsversammlung, in welcher für den erkrankten Reichstags= Abgeordneten Bruhns der Reichstags- Abgeordnete Wurm einen Vortrag über Bildung macht frei" hielt, der von allen Anwesenden mit lebhaftem Beifall aufgenommen wurde. Genosse Staiger stellte den Antrag: nur Gegner sprechen zu lassen, mit dem sich die Versammlung einverstanden erklärte. Da troß mehrmaliger Aufforderung des Vorsitzenden sich auch nicht ein Gegner zum Wort meldete, wurde zum dritten Punkt der Tagesordnung übergegangen. In eingehender Weise ermahnte der Vorsitzende die Anwesenden, den Arbeiter- Bildungsverein kräftig zu unterstützen und verlas das Statut, welches en bloc angenommen wurde. Beim vierten Punkt der Tagesordnung wurden gewählt: Genoffe Klose als Vorsitzender, Braun als Kassirer, Umbreit als Schriftführer. Der Vorsitzende ließ eine Pause von 15 Minuten eintreten zur Aufnahme der Mitglieder. Es ließen sich zirka 80 Genoffen aufnehmen. Beim fünften Punkt machte Genosse Wistenhagen darauf aufmerksam, nur solche Lokale zu besuchen, deren Inhaber mit den Arbeitern sympathisiren. Der Antrag, den Ueberschuß der Tellersammlung zum Fond des neuen Vereins zu bestimmen, wurde angenommen. Auch der Antrag Meister, nach Schluß der Versammlung eine Tellersammlung zu veranstalten, und deren Ertrag der Hamburger Gewerkschaftstommission zu übermitteln, wurde angenommen. Hierauf schloß der Vorsitzende die Versammlung mit einem dreifachen Hoch auf den neu zu gründenden Verein. Friedrichshagen. In der am Sonnabend, den 28. Februar, im Restaurant Wandrey abgehaltenen außerordentlichen GeneralVersammlung des Arbeiter- Bildungsvereins für Friedrichshagen und Umgegend" hielt Herr Schriftsteller W. Bölsche einen Vortrag über„ Darwinismus". Redner bewies, wie Darwin bemüht ge wesen, der Menschheit Licht und Klarheit zuzuführen, und sich nur an Thatsachen gehalten hat. Der Mensch der Gegenwart steht noch nicht auf der Höhe der Kultur, der Kampf ums Dasein, der materielle Kampf, hindert und hemmt denselben, sich voll und ganz zu entwickeln. In diesem Sinne sei Darwin durch seine Groß- Lichterfelde- Laukwik. Am Dienstag, den 24. Febr., fand im Weichert'schen Lokale sür Groß- Lichterfelde, Lankwiß und Am 1. März, Abends 7 Uhr, fand in den Zentralfälen, Umgegend eine öffentliche Versammlung des sich konstituirenden Volks- Bildungsvereins statt. Die Tagesordnung lautete: Oranienſtr. 180, nnter Vorsitz des Genossen Schnudat eine öffent 1. Statutenberathung. 2. Wahl des Vorstandes. 3. Verschiedenes. liche Versammlung statt, in welcher Liefländer über Zufriedenheit Mit der Leitung der Versammlung wurden die Genossen und Egoismus referirte. Eine Diskussion fand nicht statt. Die Labjuhn, Vorsitzender; Bauer, Stellvertreter; Hinze, Schrift- Anwesenden blieben noch bis 12 Uhr beim Singen von Arbeiterführer, beauftragt. Bei der Statutenberathung wurden sämmt- liedern, Vorträgen und Tanz beisammen. 2. Ziehung der 1. Klasse 184. Königl. Preuß. Lotterie. 310 425 733 78 82[ 100] 854 94096 105 33 236 306 77 561 646 62 73 Ziehung vom 4. März 1891, Bo mittags. Nur die Gewinne über G Mart find den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 31 32 188 439 43 469 545 64 799 1267 473 505 603 48 782 841 54 61 942 79 2420 25 62 11501 502 36 62 633 68 85 709 918 61 8001 184 213 64 339 413 508 750 60 84 983 98 4107 64 329 415 73 627 92 735 +31 70 917 63 5060 186 209 319 66 74 467 87 625 37 38 929 57 96 606. 152 271 685 86 7078 111 27 51 54 97 388 427 586 678 738 99 8221 96 500 996 9100 43 49 225 77 420 83 573 86 668[ 100] 773 898 955 92 758 842 58 907 65373 816 63 78 965 96111 93 269 365 626 52 81 905 97046 109 22 60 82( 150) 211 94 495 619 89 835 98011 93 105 88 270 445 87 566 742[ 1001 847 83 99008 173 238 97 317 511 833 55 100000 1100] 161 273 365 489 567 1 605 48 986 101102 53 269 85 557 635 722 70( 150) 934 102141 257 66 363 73 440 527 72 73 756 76-00 15 937 90 103071 160 420 63 767 885 900 104101 36 85 87 92 377 92 522 730 944 1001 105003 208 558 73 623 41 743 86 991 105113 74 223 363 411 22 608 45 719 41 87 871 944 107026 80 111 44 72 623 69 85 89 704 94 824 997 108004 22 30 123[ 150] 222 383 1100] 88 433 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Ziehung der 1. Klasse 184. Königl. Preuß. Lotterie. 578 95 703 53[ 100] 870 983 93018 26 82 118 386 427 521 29 633 923 Ziehung vom 4. März 1891, Naimittags. Nur die Gewinne über Go Mart sind den betreffenden Nummern in Parenthese beige ügt. ( Ohne Gewähr.) 154 248 61 337 61 404 40 541 47 610 37 1076 105 54 91 246 85 507 21 644 913 2368 535 713 53 843 930 77 3025 43 107 58 284 357 774 868 935 4031 96 262 336 522 680 17 5053 131[ 2001 269 302 34 55 63 455 570 673[ 100) 29 57 937 72 6325 412 79 611 20 29 93 707 62 63 61 79 936 7007 109 10 331 33 571 117 84 338 86 476 507 695 756 [ 100] 825 9007 261[ 150 83 88 200 360 432 564 85 920 90 10163 209 304 64 68 73 406 9 30 72 621 949 1100] 74 81 11051 120 445 501 97 641 65 779 1200] 857 974 12050 167 213 35 460 628 823 26 13199 316 812 52 78 969 14137 209 83 310 95 440 599 721 30 825 37 15076[ 200] 113 67 311 60 78[ 150] 93 566 615 855 911[ 200) 16048 67 167 304 35 54 587 739[ 1001 71 801 99 900 17097 271 82 84 339 42 422 40 563 76 88 65% 827 18007 3 237 304[ 150] 25 47 490 519 35 37 600 19 741 879 13000f 985 19086 123 28 243 62 305 468 70 546 86 633 78 713 73 951 53 20208 350 505 15 863 939 82 21271 364 525 31 79 740 76 804 954 91 22148 89 287 406 523 23288 315 425 38 555 87[ 100] 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Druck und Berlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2.